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Die nordischen Junioren- und U23-Weltmeisterschaften in Planica gehen in die Geschichtsbücher ein: Die Skispringerinnen und Skispringer klassieren sich regelmässig in Podestnähe, in der Nordischen Kombination sind die Schweizer Farben wieder vertreten und im Langlauf gibt's mehr als einen kompletten Medaillensatz.
«Natürlich erhoffen wir uns Topplatzierungen – wenn es gut läuft unter den ersten Zehn, wenn es sehr gut läuft unter den ersten Fünf», hatte Edi Zihlmann, Chef Nachwuchs der nordischen Sportarten bei Swiss-Ski, kurz vor Beginn der nordischen Junioren- und U23-Weltmeisterschaften gesagt. Dass das Schweizer Team das Zeug für Edelmetall hat, davon war er überzeugt gewesen. Dass es eine Woche später aber gleich mit vier Medaillen im Gepäck aus Slowenien nach Hause reisen würde, überraschte auch ihn. «Es war eine der besten Junioren-WMs in der Geschichte der nordischen Sportarten.»
Viermal Edelmetall durch vier verschiedene Athleten im Langlauf
Allen voran im Langlauf sammelten die Athletinnen und Athleten in Planica nicht nur internationale Wettkampf-Erfahrungen, sondern auch gleich jede Menge Edelmetall. Überstrahlt werden die allgemein guten Resultate des ganzen Teams von Marina Kälin, die sich im Skating-Massenstartrennen über 20 Kilometer den Weltmeistertitel in der U23-Kategorie sicherte. Ihre um zwei Jahre ältere Schwester Nadja Kälin doppelte im Einzelwettkampf über 10 Kilometer in der klassischen Technik nach und lief zu U23-Silber. Eine silberne Auszeichnung gab es auch in der Kategorie der Junioren: Isai Näff klassierte sich im klassischen 10-km-Wettkampf im 2. Rang und führte damit die starke Leistung des ganzen Teams (alle vier Schweizer unter den besten zwölf) an. Für die vierte Medaille an diesen Titelkämpfen sorgte Fabrizio Albasini, der sich im 20-Kilometer-Skating-Rennen mit Massenstart die Bronzemedaille bei den U23 erlief. «Trotz des vielen Regens schien fürs Schweizer Team fast täglich die Sonne in Planica», bilanziert Zihlmann.
Abgesehen von den vier Medaillen überzeugten die Langläuferinnen und Langläufer auch mit ihrer Konstanz und der Breite im Team. Vier weitere Klassierungen in den Top 6 bei den Junioren und deren drei in der U23-Kategorie gingen aufs Konto von Swiss-Ski. Auch der 5. und der 7. Rang in der Mixed-Staffel der U23-Athletinnen und -Athleten respektive Juniorinnen und Junioren war ein Erfolg.
Premieren im Skispringen und in der Nordischen Kombination
Bereits letztes Jahr war das Schweizer Skisprung-Team im Mixed-Team-Wettkampf nur knapp an einer historischen Medaille vorbeigeschrammt. Auch in dieser Saison in Planica fehlte dem Quartett um Emely Torazza, Felix Trunz, Sina Arnet und Yanick Wasser nicht viel. Sie klassierten sich auf dem starken 4. Platz. In den Einzelwettkämpfen etablierten sich Arnet als Sechste und Wasser als Zehnter definitiv in den Top 10. Die beiden Team-Springen der Frauen und Männer wurden derweil jeweils auf dem 5. Platz abgeschlossen – auch nur unweit der Medaillenränge, wobei bei den Frauen erstmals überhaupt ein Team gestellt wurde.
In der Nordischen Kombination hatte Swiss-Ski seit 2021 keinen Athleten respektive keine Athletin mehr an eine Junioren-Weltmeisterschaft geschickt. Mit Finn Kempf waren in diesem Winter erstmals seit drei Jahren wieder die Schweizer Farben an den Nachwuchs-Titelkämpfen präsent. Er klassierte sich im Einzelwettkampf auf dem 17. Platz.