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Als vornehme, hochadelige Schwester des Gewöhnlichen Frauenmantels, hat der berühmte Kräuterpfarrer J. Künzle die alpine Form des Frauenmantels einst beschrieben:
Der Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) oder eben auch «Silbermänteli», gedeiht in höheren Lagen und ist noch heilkräftiger als sein Verwandter aus dem Unterland.
Der Alpen-Frauenmantel unterscheidet sich bei den Blättern deutlich vom Gewöhnlichen Frauenmantel (Alchemilla vulgaris/Bild 2):
Die Blätter des Silbermäntelikrauts sind fingerförmig und nicht so rundlich wie beim Gewöhnlichen Frauenmantel. Auch ist die Unterseite der Blätter des Silbermäntelis silbrig behaart, was ihnen einen silbrigen Glanz verleiht und ihm wohl auch zu seinem Namen verholfen hat.
Der grosses Schweizer Kräuterkundige Pfarrer J. Künzle (1857 – 1977) schrieb einst über den Alpinen Frauenmantel: «Das Gewöhnliche Frauenmänteli hat auch eine vornehme, hochadelige Schwester: das Silbermänteli (Alchemilla alpina), das dieselben Eigenschaft in noch stärkerem Grade besitzt; dieses gedeiht jedoch nur in der Alpenregion und ist erkennbar an seinem Silberglanz.»
Den Anwendungen des Frauenmantels im Allgemeinen hat J. Künzle eine ganze Seite gewidmet (Auszüge aus der Jubiläumsschrift «Chrut und Uchrut» von 1977:
«Äusserlich aufgelegt und zerquetscht, heilt das «Frauenmänteli» Wunden, Stiche und Schnitte.»
«Der Tee vom Frauenmänteli ist lieblich und angenehm; mit Schlüsselblüemli gemischt, geht er über den chinesischen Tee und ist weit gesünder als dieser; er beruhigt die Nerven und gibt gesunden Schlaf und ist ein schnelles Mittel für Leute denen oft übel wird.»
Auch Maria Treben, ebenfalls ein grosse Kräuterkundige, ist voll des Lobes für dieses Kräutlein und empfiehlt den Frauenmantel, der auch Weiberkittel, Marienkraut, Frauenhilf oder Aller Fraue Heil genannt wird, für viele Frauenleiden. Interessierte finden zur Anwendung des Frauenmantels hier Informationen: https://www.nachhaltigleben.ch/gesundheit/frauenmantel-wie-der-tee-wirkt-5034