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aus dem Kunstmuseum Hamburg
Anläßlich der 23. Hauptversammlung des Vereins zur Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt in Bayern am 25. Mai 1913 schloß Seine Majestät König Ludwig III., der allen die Binnenschiffahrt betreffenden Fragen stets das regste Interesse entgegenbringt, seine Ausführungen mit folgenden Worten:
„Man soll sich also nicht an einzelne lokale Interessen halten, sondern immer das große Ganze im Auge haben: das ist der Anschluß des rechtsrheinischen Bayern an den Großschiffahrtsverkehrsweg, zunächst an den Rhein und dann durch Verbesserung der Donau an das Schwarze Meer. Die bayerische Donau soll der deutsche Seehafen am Schwarzen Meer, der Rhein soll der bayerische Seehafen an der Nordsee sein.“
Die Binnenschiffahrt ist für die wirtschaftliche Entwicklung eines jeden Landes von der größten Bedeutung. Besonders Bayern, das infolge seiner zentraleuropäischen Lage nicht unmittelbar die Vorteile des Seeverkehrs genießen kann, muß danach trachten, den Verkehr auf den Binnenwasserstraßen zu pflegen, und vor allem die Schifffahrt auf der Donau, der natürlichen Verbindungsstraße mit dem Meere, so zu beleben, daß sie, soweit dies möglich ist. eine Entschädigung für den fehlenden Seeverkehr bietet. Bei der internationalen Bedeutung der Donau würde hierdurch nicht nur den Interessen Bayerns, sondern auch denen Deutschlands im allgemeinen gedient werden.
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aus dem Kunstmuseum Hamburg
dargestellt durch Erzeugnisse der Expreß-Fahrradwerke A.G.
Wenn man die lange Reihe der von den Expreßwerken bzw. deren Vorbesitzern hergestellten Modelle betrachtet, so gewinnt man damit gleichzeitig einen vollkommenen Überblick über die Entwicklung des Fahrrades von dessen ältesten Entstehungsformen an bis zur gegenwärtigen Vervollkommnung.
Die Begrenztheit des an dieser Stelle zur Verfügung stehenden Raumes bedingt eine Beschränkung auf das zweiräderige, einspurige und einsitzige Fahrrad. Dieses hat endgültig den Sieg über die vielfältigen und komplizierten Konstruktionen der Drei- und Vierräder davon getragen und man findet gegenwärtig außer dem Zweirad höchstens noch das Dreirad zum Zweck der Warenbeförderung in größeren Städten.
die Entwicklung des Fahrrades weiterlesen
aus dem Kunstmuseum Hamburg
Vorspiel.
Wegen der Veröffentlichung seines Dialoges wurde Galilei vor die Inquisition geladen. Er sollte sich verantworten, weil er in diesen Ausführungen die 1616 verbotene Lehre des Kopernikus als wahr hingestellt hatte. Allerdings hat Galilei in einer Einleitung versucht, dem Leser vorzutäuschen, daß er das kopernikanische System gar nicht für wahr halte, sondern es nur auseinandersetzen wolle. Diese Einleitung war zwischen ihm und dem Zensor genau besprochen worden. Es läßt sich heute nicht aktenmäßig feststellen, aus welchem Grunde der Papst sich nach der Veröffentlichung des Dialogs so außerordentlich feindselig gegen Galilei verhielt, wie er es wirklich tat. Urban VIII. verlangte, daß der florentinische Hofmathematiker sofort nach Rom kommen solle. Der im 69. Lebensjahr stehende Galilei wies vergebens auf seinen sehr bedenklichen Gesundheitszustand hin. Wenn er nicht freiwillig komme, ließ Urban sagen, so werde er ihn in Ketten legen und in diesem Zustand nach Rom transportieren lassen! Der Papst maßte sich die richterliche Gewalt in geistlichen Dingen in allen katholischen Ländern an — und Florenz war nicht Venedig! Der Großherzog Ferdinand II. wagte gegen den gefürchteten und als sehr energisch bekannten Urban VIII. nicht den geringsten Widerspruch. Er riet selbst zur Abreise. Mitten im Winter wurde der greise Gelehrte durch das von der Pest verseuchte Land in einer Sänfte nach Rom getragen, wo er am 13. Februar 1633 ankam. Unterwegs hatte er eine zehntägige Quarantäne an der Grenze des Kirchenstaates erdulden müssen.
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aus dem Kunstmuseum Hamburg
Der Beginn der Unruhen. Gründe für ihre Ausdehnung.
Der deutsche Bauernkrieg; Untersuchungen über seine Entstehung und seinen Verlauf.
Die Anfänge der Unruhen liegen in ein gewisses Dunkel gehüllt. So bestimmt man an allen leitenden Stellen im Reiche im Gefolge der religiösen Bewegung, die sich an Luthers Namen knüpfte, Unruhen befürchtete, die, die an den Südabhängen des Schwarzwalds im Gebiete der Abtei von St. Blasien und unter den Bonndorfer Untertanen des Landgrafen von Stühlingen, im Mai resp. im Juni 1524 ausbrachen, hielt man zunächst für zu unbedeutend, um sich eingehender über sie zu unterrichten. In dieser Einschätzung liegt z. T. der Grund, daß eine Reihe von Zeitgenossen und die von diesen abhängigen Schriftsteller die Bewegung im südlichen Schwarzwald während des Jahres 1524 der Erwähnung kaum für wert erachteten. Für sie beginnt der Bauernkrieg erst mit den Unruhen in Oberschwaben, also mit dem Jahre 1525. So mag zu erklären sein, daß die Quellen darüber nur spärlich fließen.1)
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