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Schon wieder ist es so weit: die Wettkämpfe sind vorbei und nun geht es darum diese Saison zu analysieren. Eine schwierige Saison, die nebst Corona, für mich auch noch eine Verletzung auf Lager hatte.
Nach schwierigen zwei Monaten ohne jegliche Möglichkeiten das Krafttraining zu absolvieren (Corona), sowie technische Trainings unter der Führung meines Coaches zu halten, ging es Schritt für Schritt wieder zurück in den normalen Alltag. Doch die fehlenden Krafttrainings zeigten sich schon früh nach der "Wiederaufnahme". Bereits in der zweiten Woche verletzte ich mich am Bein (Überlastung). Was zuerst mit einer Verhärtung begann, brachte dann eine Sehnenentzündung mit sich. Dies zwang mich anderthalb Monate ohne jegliche Sprintmöglichkeiten weiter zu trainieren. Während meine Konkurrenten bereits erste Wettkämpfe absolvierten, musste ich mich noch gedulden. Aufgrund der verkürzten Saison, reichte jedoch die Zeit nicht für einen sauberen Aufbau, was sich dann auf der Bahn zeigte.
Ohne darauf vorbereitet zu sein, startete ich im diesjährigen Wettkampfgeschehen direkt mit einem 400m Lauf. Dies war für mich eine ungewollte Premiere, da ich normalerweise die Saison mit mehreren kürzeren Sprints als Test starte. Somit musste ich mich mit deutlich unterdurchschnittlichen Leistungen geschlagen geben. Zudem war die Zeit vom ersten Lauf bis zur SM so kurz, dass ich innert 10 Tagen drei Mal 400m an verschiedenen Wettkämpfen laufen musste.
Auch bei den Schweizer Meisterschaften blieben die schnelle Zeiten für mich aus. Was dabei rausschaute war ein Finaleinzug mit darauffolgendem enttäuschenden 8. Schlussrang. Nur eine Woche später konnte ich jedoch an der Staffel SM mein einziger guter Wettkampf verzeichnen und mir somit meine einzige Medaille in diesem Jahr holen. Nämlich die Silbermedaille mit der Olympischen Staffel. Bei allen drei Einsätzen (4x100m, 400m in der Olympischen Staffel sowie in der 4x400m) konnte ich meine deutlich besten Sprints in diesem Jahr absolvieren. Was darauf deutet, dass ich für die richtige Form einfach mehr Zeit gebraucht hätte.
So muss ich eine schwierige sowie unglückliche Saison abschliessen und schnellstmöglich hinter mich lassen. Nach einer guten Vorbereitung im letzten Winter wäre ich bereit gewesen eine gute Saison abzuliefern. Doch mein Plan muss ich wohl um ein Jahr verschieben :-).
Jetzt ist Pause angesagt, bevor ich Ende Oktober bereits die Vorbereitung auf die Saison 2021 starten werden. An dieser Stelle wollte ich mich bei all denen bedanken, die mich auch in einem so schwierigen Jahr unterstützt haben. Es ist enorm wichtig so viele gute Leute um sich zu haben! Dafür bin ich euch dankbar.