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LGT Navigator: Nachdem die beiden demokratischen Kandidaten die beiden noch vakanten Sitze im Bundesstaat Georgia in einer einmal mehr äusserst knappen Entscheidung für sich gewinnen konnten, sichern sich die Demokraten und damit der zukünftige Präsident Biden die volle politische Macht.
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Der vom noch amtierenden Präsidenten Trump entfachte Sturm des Parlaments in Washington zeigt wie unversöhnlich die USA gespalten sind und wie schwierig es für den zukünftigen Präsidenten Biden sein wird das Land zu einigen. An den Aktienbörsen sorgten die schockierenden Bilder aus der US-Hauptstadt zwar für Abgaben, jedoch behielten die Anleger kühlen Kopf.
Noch während im Capitol die offizielle Zertifizierung des Wahlresultats und damit die Bestätigung von Joe Biden als gewählten Präsidenten stattfand, führte eine Kundgebung des amtierenden Präsidenten Donald Trump zu einem regelrechten Aufruhr in der amerikanischen Hauptstadt und zum Sturm des Parlaments, der mit einer traurigen Bilanz von vier Todesopfern endete. Inzwischen wurde die Sitzung des Kongresses wieder aufgenommen, jedoch scheinen nach wie vor einige republikanische Senatoren nicht bereit zu sein, dass legitime Wahlergebnis anzuerkennen und verlängern mit sinnlosen Störmanövern das Prozedere. Zuvor konnten die Demokraten bei der Stichwahl in Georgia die beiden noch ausstehenden Senatssitze erobern, womit im Senat ein Patt zwischen den beiden Parteien entsteht. Dabei wird die zukünftige US-Vizepräsidenten Kamala Harris den Stichentscheid haben, womit der designierte Präsident Biden deutlich mehr Spielraum haben wird.
An der New Yorker Börse erreichte der Dow Jones Industrial zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch bei 31 022,65 Punkten und schloss ungeachtet der Unruhen in Washington mit einem soliden Tagesplus von +1.44% bei 30 829.40 Zählern. Der S&P 500 legte um +0.57% auf 3748,14 Punkte zu, während der technologielastige Nasdaq 100 um -1.4% auf 12 623,35 Zähler nachgab. Offensichtlich befürchten viele Investoren, dass sich die nach der Stichwahl in Georgia abzeichnende demokratische Senatsmehrheit zu einer stärkeren Besteuerung und Regulierung vor allem der grossen Technologiekonzerne führen könnte.
Positive Nachrichten von der Coronafront – Moderna-Impfstoff kurz vor EU-Zulassung
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird nach der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) den Impfstoff des US-Konzerns Moderna in der Europäischen Union zulassen. Damit verfügt die EU neben dem Vakzin von Biontech und Pfizer über einen zweiten zugelassenen Impfstoff. In den USA wurde dem Moderna-Impfstoff bereits vor Weihnachten eine Notfallgenehmigung erteilt.
Fed wird auf Expansivkurs bleiben bis substanzielle Fortschritte erzielt werden
Das Protokoll (FOMC Minutes) des letzten geldpolitischen Entscheids der US-Notenbank (Fed) vom 16. Dezember zeigte, dass die expansive Ausrichtung der Fed im Gremium breit abgestützt ist. Ziel sei es, das Wirtschaftswachstum und die Inflation während der Coronakrise so lange zu unterstützen, bis «substanzielle weitere Fortschritte» erzielt werden.
ADP-Bericht signalisiert schwächeres Beschäftigungswachstum in den USA
In den USA hat sich die Beschäftigung in der Privatwirtschaft zum Ende des letzten Jahres wieder abgeschwächt. Erstmals seit April letzten Jahres ging die Zahl der Beschäftigten im Dezember um 123 000 gegenüber dem Vormonat zurück. Analysten hatten hingegen mit einem Zuwachs um 75 000 Stellen gerechnet. Die weiterhin höchst angespannte Pandemielage in den Vereinigten Staaten scheint ihren Tribut zu fordern. Vor diesem Hintergrund wird auch mit höchster Spannung am Freitag der offizielle Arbeitsmarktbericht aus Washington erwartet. Dieser wird dann im Gegensatz zum ADP-Bericht auch die staatlichen Arbeitsstellen umfassen.
Industriesektor trägt Erholung im Euroraum
Der für die Privatwirtschaft zusammengefasste Einkaufsmanagerindex des Londoner Forschungsinstituts IHS Markit verdeutlichte nochmals die Divergenz zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor im Euroraum. Der PMI (Composite) legte Ende des letzten Jahres gegenüber dem Vormonat zwar kräftig um 3.8 auf 49.1 Punkte zu, blieb damit aber unter der ersten Schätzung von 49.8 zurück und weiterhin unter der 50er Wachstumsschwelle. Dabei bleibt die Unternehmensstimmung im Dienstleistungsbereich angesichts der verschärften Corona-Einschränkungen getrübt, während sich die Erholung in der Industrie fortzusetzen scheint. Insbesondere Deutschland steht dank des starken Industriesektors besser da als andere Euroländer. Nach Einschätzung von IHS Markit-Chefökonom Chris Williamson dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im vierten Quartal 2020 wieder sinken, allerdings bei weitem nicht so deutlich wie während der ersten Coronawelle im zweiten Quartal.
Wirtschaftskalender 7. Januar
|MEZ||Land||Indikator||Letzte Periode|
|08:00||DE||Auftragseingang Industrie (November, M/M)||+2.9%|
|10:00||EZ||EZB Wirtschaftsbulletin|
|11:00||EZ||Wirtschaftsstimmung (Dezember)||87.6|
|11:00||EZ||Geschäftsklima (Dezember)||-0.63|
|11:00||EZ||Verbraucherpreise (Dezember, J/J)||-0.3%|
|11:00||EZ||Kern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J)||+0.2%|
|11:00||EZ||Einzelhandelsumsätze (Dezember, J/J)||+4.3%|
|11:00||IT||Verbraucherpreise (Dezember, J/J)||-0.3%|
|14:30||USA||Handelsbilanz (Dezember)||-USD 63.1 Mrd.|
|14:30||USA||Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung (wöchentlich)||+787’000|
|16:00||USA||ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Dezember)||58.0|
Unternehmenskalender 15. Januar
|Land||Unternehmen||Periode|
|USA||JPMorgan Chase||Q4|
|USA||Citigroup||Q4|
|USA||Goldman Sachs||Q4|
|USA||Alcoa||Q4|
Quelle: BondWorld.ch