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Irland und Nordirland - Geschichte und Geographie
Politisch geteilt ist die grüne Insel Irland von Klippen, grünen Feldern, keltischen Traditionen und englischen Eroberern geprägt.
Eine Insel mit zwei Ländern
Hast du schon mal einen sportlichen Wettkampf gesehen, bei dem ein Land gegen sich selbst spielt? In Deutschland fand das mit der Wiedervereinigung der DDR und BRD ein Ende - in Irland gibt es das noch heute, denn die Insel ist aufgeteilt, in die Republik Irland (the Republic of Ireland) und Nordirland (Northern Ireland). Aber wo ist da der Unterschied? Kurz und knapp: Nordirland ist Teil des Vereinigten Königreichs, und Irland ist ein unabhängiger Staat. Wenn du jemanden über Nordirland reden hörst, geht es also nicht bloß um den nördlichen Teil einer Insel – sondern um ein komplett anderes Land!
The Emerald Isle
Was gibt es über die Insel an sich zu wissen?. Ihr Spitzname Emerald Isle (die smaragdgrüne Insel) lässt dich wahrscheinlich erstmal an funkelnde Edelsteine denken. Daher kommt der Name aber leider nicht, sondern von der satten, grünen Landschaft, die sehr typisch für Irland ist. Aufgrund des grünen Weidelands gibt es dort außerdem sehr viele Kühe, Schafe und anderes Weidevieh. Die Küsten hingegen sind größtenteils stark zerklüftete Steilklippen. Die berühmtesten Klippen heißen Cliffs of Moher, und ragen an der Westküste der Insel in den Atlantik.
Gastfreundliche Insel
Das raue Atlantikklima und die saftig grünen Wiesen ließen ca. 500 v. Chr. die ersten Menschen der keltischen Volksstämme (The Celts) hier siedeln. Sie waren gut an die Lebensumstände angepasst und sind vor allem für ihre Sprache bekannt, die bis heute noch einen Einfluss auf das irische Englisch hat. Und so ging es munter weiter: Als nächstes kamen die christlichen Missionare und sorgten dafür, dass Irland bis heute sehr katholisch geprägt ist. Danach kamen die Wikinger, und schließlich die Engländer, die bis 1926 über die gesamte Insel herrschten. Seitdem ist die Insel Irland geteilt in die zwei Staaten Republic of Ireland und Northern Ireland. Wie du dir bestimmt denken kannst, ist damit nicht jeder zufrieden. Der Nordirlandkonflikt (The Troubles) zog sich offiziell fast vierzig Jahre lang, und auch heute gibt es noch viele Unstimmigkeiten zwischen Irland, Nordirland und der britischen Regierung.
St. Patrick und die Kobolde
Aufgrund einer großen Hungersnot (Great Famine) um 1845 sind damals viele Iren ausgewandert, oder eher geflohen, vor allem in die USA. Natürlich haben sie dort weiterhin nach ihren Bräuchen gelebt, die zum Teil international bekannt sind. Deswegen verbinden viele Menschen Irland heute ganz oft mit zwei Dingen: Kobolden (Leprechauns) und dem St. Patrick's Day. Die Kobolde in Kostümform hast du bestimmt schon mal als Maskottchen bei Sportvereinen gesehen; sie verstecken angeblich Goldschätze, spielen Streiche und bringen Glück. Auch am Nationalfeiertag, dem St. Patrick's Day, sieht man sie oft. Das Fest geht zurück auf den heiligen Patrick, den ersten Christen in Irland. An seinem Gedenktag, dem 17. März, wird es überall noch grüner als sonst: Klamotten, Häuser und sogar ein ganzer Fluss werden gefärbt! Das grün geht auf die Farbe des dreiblättrigenKleeblattes (shamrock) zurück, das St. Patrick nutzte, um den Iren die Grundlage des Christentums, den Glauben an einen dreifaltigen Gott, zu erklären. St. Patrick's Day feiert man heute weltweit, bestimmt auch ganz in deiner Nähe - falls du die Iren mal auf eine ganz besondere Weise kennenlernen möchtest dann feier einfach mit. Aber Vorsicht: Du solltest unbedingt etwas grünes anziehen, wenn die Kobolde dir auch Glück bringen sollen!