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Hämophilus-Impfungen (Hib)
Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung durch Haernophilus influenzae
Hirnhautentzündung (Meningitis) und Entzündungen des Kehlkopfes (Epiglottitis) sind Infektionen, die durch den Erreger Haemophilus influenzae Typ b entstehen können. Sie gehören zu den häufigsten schweren Infektionskrankheiten bei kleinen Kindern. Haemophilus ist ein Bakterium, das auch Lungenentzündungen, Blutvergiftungen, Ohrenentzündungen, Entzündungen der Gelenke und der Haut hervorruft. Es ist der häufigste Erreger von bakteriellen Hirnhautentzündungen und Kehlkopfentzündungen bei Kleinkindern.
Kehlkopfentzündungen und Hirnhautentzündungen können immer noch tödlich verlaufen. Vor Einführung der Impfung erkrankten jedes Jahr in der Schweiz ungefähr 150-200 Kinder, von denen einige an den Komplikationen starben (bei Kehlkopfentzündungen durch Ersticken). Die Hirnhautentzündung kann Taubheit und Entwicklungsstörungen durch Hirnschäden zur Folge haben.
Seit diese Impfungen bei Säuglingen routinemässig durchgeführt werden, haben die Krankheiten, die Haemophilus influenzae hervorruft, um über 90% abgenommen. Bei Nachlassen der Impfhäufigkeit können sie aber jederzeit wieder vermehrt auftreten.
Der Impfstoff (Hib)
Geimpft werden Säuglinge mit 3 Dosen im Alter von 2 Monaten, 4 Monaten und 12 Monaten. Die Impfung schützt nur gegen Erkrankungen durch Haemophilus influenzae - die häufigste Ursache von bakteriellen Hirnhautentzündungen bei Kleinkindern. Sie schützt nicht gegen Hirnhautentzündungen, die durch andere Bakterien wie Meningokokken oder durch Viren verursacht sind. Die Impfung kann kombiniert mit DTP in einer Spritze verabreicht werden.