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| Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben

Erste Rede
14.
Wunderbares enthalten die hl. Schriften, jedoch unsichtbar der Rechthaberei. Unser Herr nahm sich nicht heraus, den Simeon über sich zu belehren - er war sich sozusagen fremd -, aber sein Vater offenbarte über ihn. Nicht als hätte unser Herr nicht selbst über sich offenbaren können, er wollte nur an seiner Person den Verwegenen ein Beispiel geben. Denn wenn er selbst über sich schwieg, wer dürfte sich dann vermessen, über ihn zu grübeln? Wenn er sich enthielt, über sich zu offenbaren, wer dürfte dann seine Erzeugung erforschen wollen? Er bekräftigte jenes Wort: „Der Vater kennt den Sohn" 1; darum verhielt er sich schweigend, damit sein Erzeuger über ihn rede. Der Vater, in dessen Schöße sein Sohn ist, weiß über ihn zu belehren. Der eine Vater begann und vollendete die Belehrung über den einen Erstgeborenen, wie auch der Erstgeborene den Willen des Vaters vom Anfang bis zum Ende erfüllte.
1: Matth. 11,27; Joh. 10,15.