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Wenn Du Dich für Thailändische Hunderassen interessierst, kennst Du ihn bestimmt schon: den Thai Ridgeback. Ridgeback\'s gibt es ganz viele verschiedene, die alle eine Gemeinsamkeit aufweisen. Die Bezeichnung Ridgeback beschreibt einen speziellen Fellstreifen auf dem Rücken, der bei all diesen Hunderassen in die entgegengesetzte Richtung wie der Rest des Felles verläuft. Die Ridgeback Hunde tragen also einen verkehrt verlaufenden Fellstreifen auf ihren Rücken. Was die verschiedenen Ridgeback\'s voneinander unterscheidet ist die Herkunft. So kommt der Thai Ridgeback, wie der Name ja bereits verrät, aus Thailand. Bei den Thai Ridgeback Welpen auf dem unten stehenden Bild sieht man den namengebenden Streifen sehr gut. In diesem Blog erfährst Du alles, was Du über diese coole Hunderasse wissen solltest.
Die Herkunft und der Geschichtliche Hintergrund des Thai Ridgeback:
Im östlichen Thailand entstand diese Rasse vor vielen Jahren komplett isoliert von anderen Hunderassen. Alt ist diese Rasse aber nicht besonders, sie wurde etwa vor 350 Jahren erstmals in schriftlichen Dokumenten erwähnt und im Jahr 1990 wurde von Japan ausgehend der Antrag zur Anerkennung dieser Rasse gestellt. In diesem Schriftdokument wird auch die ursprüngliche Nutzung dieses thailändischen Tieres beschrieben. So soll der Thai Ridgeback damals für die Jagd gezüchtet und gehalten worden sein. Er wurde aber auch als Wachhund eingesetzt und musste die Fuhrleute auf ihren Transportwegen begleiten und beschützen. Da die Transportmöglichkeiten aber damals in diesem Teil Asiens noch sehr schlecht waren, gab es keine Vermischung mit anderen Hunden und so existierte nur diese eine, reine Hunderasse. Der Ursprung dieser Hunderasse wird auf der Insel Phu Quoc in Thailand vermutet, konnte aber bisher nicht bewiesen werden. Die Verbindung zu anderen Ridgeback Rassen konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Die ganz verschiedenen Ridgeback Rassen sehen sich zwar alle ähnlich, haben aber genetisch keinen zusammenhängenden Ursprung. So sehen wir auf folgenden Bildern den wohl bekanntesten der Ridgeback, den Rhodesian Ridgeback, der seinen Ursprung in Zimbabwe, Afrika hat und daneben den Thai Ridgeback:
Man erkennt gut, dass diese beiden Hunderassen doch einige körperliche Merkmale besitzen, so zum Beispiel die Ohren, die beim afrikanischen Vertreter dieser Rasse leicht abstehen und am Kopf herunter hängen. Beim thailändischen Ridgeback sind die dreieckigen Ohren aufgestellt, von Form und Grösse haben die beiden Ohrentypen aber Ähnlichkeiten. Auch die hintere Körperpartie weist einige Unterschiede, weshalb eine Verwandtschaft nicht zwingend vorhanden sein muss und bis heute ja noch nicht gefunden wurde.
Das Aussehen und die körperlichen Merkmale des thailändischen Ridgeback:
Die Thai Ridgeback Rüden erreichen eine durchschnittliche Körpergrösse von 56 bis maximal 61 Zentimetern. Die Hündinnen sind insgesamt etwas kleiner und erreichen im Durchschnitt eine Widerristhöhe von 51 bis 56 Zentimetern. Der Ridgeback gehört zur Untergruppe der Hunde des Urtyps (Dies entspricht der Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp des FCI Standards und der Sektion 7: Urtyp - Hunde zur jagdlichen Verwendung) und wurde zu Jagdzwecken gezüchtet und verwendet. Sein Körper kann eine enorme Sprungkraft entwickeln und lässt blitzschnelle, präzise Wendungen zu. Das kurzhaarige Fell ist sehr pflegeleicht und benötigt deshalb keine spezielle Fellpflege. Bei einem gesunden Ridgeback fühlt sich das Fell glatt, weich und samtig an. Die möglichen Fellfarben gehen von rot (wie man auf dem Bild sehen kann) zu schwarz, bläulich bis hin zu hellen falb farbenen Hunden. Der Ridge, den alle diese Hunde auf dem Rücken tragen, besteht aus einem Streifen Fell, dessen Haare in Richtung Kopf wachsen und nicht wie üblicherweise in Richtung Rute. Es gibt insgesamt acht verschiedene Ridgeformen, bei denen nach Rassestandards vor allem wichtig ist, dass der Ridge gleichmässig verteilte Wirbel enthält, und die Ränder klar und deutlich sind. Die Rute läuft am Ende sehr spitz zu und wird meist aufrecht und stolz getragen.
Die Verwendung der Thai Ridgeback:
Diese thailändische Hunderasse ist besonders gut als Jagdhund geeignet und wurde in früherer Zeit auch des öfteren als Wachhund eingesetzt. Dieser treue Familienhund begleitete auch häufig Fuhrwerke auf ihren Transportwegen und beschützte die Fuhrleute und deren Ware. Zum Jagdhund wurde er vor allem wegen seiner herausragenden Fähigkeiten ausgesucht. Der Thai Ridgeback ist nämlich ein sehr wachsamer, schneller und trittsicherer Hund, der auch in schwierigem Gelände die Beute problemlos apportieren kann. Der Ridgeback ist ein Sichtjäger, was bedeutet, dass er hauptsächlich über die Augen Beutetiere aufspürt und weniger mit Geräuschen oder Gerüchen arbeitet. Für die Haltung eines Ridgebacks eignen sich deshalb vor allem Spielsachen, die schwierig zu finden sind und so die Fähigkeiten des Ridgebacks extrem gut fördern.
Spezielles zum Thai Ridgeback:
Der Thai Ridgeback ist leider wegen seines Jagdtriebes nicht überall gern gesehen und braucht konsequente Erziehung, damit seine Instinkte kontrolliert werden können. Aus diesem Grund wird der thailändische Ridgeback in der Schweiz im Kanton Genf auf einer Rassenliste für potenziell gefährliche Hunderassen geführt und seine Haltung ist im ganzen Kanton verboten.
Liebhaber dieser tollen Rasse, werden aber mit seiner Haltung keine Probleme haben, wenn genügend Informationen und Besuche in einer Hundeschule vorhanden sind. Ich wünsche euch viel Spass in unserem Magazin mit weiteren spannenden Rassebeschreibungen!