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Orchestre National de France
Im Jahre 1934 unter dem Patronat von Radio France gegründet, hat sich das Orchestre National de France als wichtigstes permanentes Sinfonieorchester Frankreichs durchgesetzt. Sein erster ständiger Dirigent, Désiré-Emile Ingelbrecht, hat die Grundlagen zum Repertoire des Klangkörpers gesetzt und ihn hauptsächlich auf Debussy und Ravel ausgerichtet. Diese Tradition wurde nach dem Krieg unter der Leitung von Manuel Rosenthal, André Luytens, Roger Désormière, Charles Munch, Maurice Le Roux und Jean Martinon fortgeführt. In neuerer Zeit wurde das Orchester von Sergiu Celibidache, Lorin Maazel, Charles Dutoit und Kurt Masur dirigiert. Unter der Leitung Masurs hat die Formation vermehrt Tourneen im Ausland durchgeführt und didaktische Aktivitäten entwickelt. Unter Daniele Gatti, welcher das Orchester seit 2008 leitet, hat das Orchestre National de France zahlreiche wichtige zeitgenössische Werke uraufgeführt, darunter diejenigen von Henri Dutilleux.
Antonio Meneses
In Recife in einer Musikerfamilie geboren, traf Antonio Meneses im Alter von sechzehn Jahren den Cellisten Antonio Janigro, der ihn einlud, seine Ausbildung in Düsseldorf und Stuttgart weiterzuführen. Als Sieger des ARD Wettbewerbs München hat der brasilianische Musiker fünf Jahre später den ersten Preis und die Goldmedaille des Tschaikowski Wettbewerbes in Moskau gewonnen. Seine Karriere brachte ihn mit den bedeutendsten Orchestern und zahlreichen international bekannten Dirigenten zusammen. Als regelmässiger Gast von grossen Festivals ist Meneses auch ein begeisterter Kammermusiker und zählt die Quartette Emerson und Vermeer wie auch die Pianisten Nelson Freire, Menahem Pressler, Christina Ortiz und Gérard Wyss zu seinen Partnern. Er war Cellist im Beaux Arts Trio von 1998 bis zur Auflösung der Formation 2008. Antonio Meneses unterrichtet seit 2008 an der Hochschule der Künste in Bern.