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Für Indien keine Neuigkeit, zwischen Juni und September regnet es. Der Monsun sorgt für die weltweit stärksten Niederschläge. Indien hält den Niederschlagsrekord mit 26'461 mm Regen zwischen August 1860 und Juli 1861. Doch seit den 50er-Jahren bis zur Jahrtausendwende verlor der Monsun an Kraft. In einigen Jahren erlebte Indien sogar sommerliche Trockenperioden. Seit 2002 tritt die Kehrtwende ein, der indische Monsun verstärkt sich. Amerikanische Forscher gehen davon aus, die Temperaturen von Land und Ozean machen den Unterschied.
Warmes Indien
In den vergangenen Jahren habe sich der indische Kontinent erwärmt, so die Forscher. Im gleichen Atemzug nahm die Meerestemperatur ab. Der Gegensatz «warmer Kontinent zu kaltem Ozean» intensiviert den Monsun. Denn mit dem warmen Kontinent verstärkt sich die sommerliche Tiefdruckrinne über Nordindien, was wiederum für kräftigere Niederschläge sorgt. Somit wäre der Kreis geschlossen. Nur über die Gründe der Temperaturänderung wird noch kräftig spekuliert.
Wieso, weshalb, warum?
Weshalb der Ozean sich abgekühlt hat, sei ein grosses Rätsel. Warum sich das Land erwärmt hat, dazu stellen die Forscher deutlichere die Vermutungen an. Die Wolkendecke über Indien habe abgenommen, meint der Autor der Studie. Weniger Wolken bedeuten mehr Sonnenlicht und dies bedeutet wiederum eine Erwärmung des Kontinents.