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Grundsätzliche Einschätzung
Bei Reisen auf die Komoren ist Vorsicht geboten.
Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1975 haben mehrere Staatsstreiche stattgefunden. Die neue Verfassung, die am 30. Juli 2018 in Kraft getreten ist, regelt das föderalistische Verhältnis zwischen den Inseln Anjouan, Grande Comore und Mohéli. Sie hat jedoch zu politischen Spannungen zwischen dem Präsidenten und der Opposition geführt.
Die Spannungen bestehen weiterhin. Bei Demonstrationen sind Ausschreitungen, Strassenblockaden und gewaltsame Zusammenstösse mit den Sicherheitskräften möglich. So sind Mitte Oktober 2018 auf der Insel Anjouan bei gewaltsamen Protesten mehrere Personen getötet oder verletzt worden.
Mitte Juli 2019 haben mehrere kleinere Explosionen in Anjouan Sachschäden verursacht. Die Hintergründe sind unklar.
Im Falle von Unruhen und Strassenblockaden bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Antananarivo, Madagaskar, hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.
Verfolgen Sie deshalb vor und während der Reise die Entwicklung der Lage in den Medien und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Kundgebungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).
Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in den Komoren nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen