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Gemälde, Porträt Johann Josef Iten (1822–1907)
Auf dem Porträt ist ein älterer Mann fast ganzfigurig abgebildet. Die Darstellung konzentriert sich ganz auf die porträtierte Person, auf ausschmückendes Beiwerk wurde verzichtet. Nichts ist beschönigt, weder die Altersfalten im Gesicht noch die Schlichtheit des spärlichen Mobiliars. Der Porträtierte sitzt auf einem Stuhl an einem Tisch. Das Gemälde ist auf der Rückseite mit «M. Iten 94» signiert und befindet sich in einem Goldrahmen.
Beim Porträtierten handelt es sich um Johann Josef Iten (1822–1907). Er war nicht nur der Onkel vom Künstler Meinrad Iten (30.06.1867–28.06.1932), sondern übernahm nach dem Tod des Vaters von Meinrad Iten im Jahr 1869 dessen Vaterrolle und begleitete den Künstler auf seinem Werdegang.
Meinrad Iten nahm 1885 als Vorbereitung für die Kunstakademie beim Zuger Maler Joseph Martin Benedikt Brandenberg (10.01.1858–um 1909/1927) in München Zeichenunterricht. Zwischen 1885 und 1893 absolvierte er die Kunstakademie in Düsseldorf und blieb bis 1899 in Düsseldorf. 1896 stellte er das oben beschriebene Porträt an der Internationalen Kunstausstellung in Berlin aus und erhielt dafür eine lobende Kritik. 1899 kehrte er nach Unterägeri zurück, wo er als erfolgreicher Porträtist tätig war. Nach dem 1. Weltkrieg blieben repräsentative Aufträge aus und er konzentrierte sich zunehmend auf die Zeichnung, vor allem in Rötel. Er zeichnete mehr als tausend Porträts von Menschen des Ägeritals und der Region Zug sowie Landschaften seiner nächsten Umgebung. Seine Zeichnungen gelten als wichtige Dokumente zur Bevölkerung des Ägeritals und der Region Zug in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.