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ABIOVE reagiert auf Kritik von Mitgliedern von SoS Cerrado
São Paulo (ots/PRNewswire) – ABIOVE, der brasilianische Verband der Pflanzenölindustrie, reagiert zutiefst empört auf Briefe, die SoS Cerrado an seine Mitglieder verschickt hatte. Darin forderten 159 Unternehmen des europäischen Einzelhandels und der Lebensmittel- und Verarbeitungsindustrie die sofortige Einführung einer Einkaufspolitik für Soja, die sicherstellt, dass für die Produktion keine Bäume im Cerrado abgeholzt wurden.
ABIOVE ist bestürzt darüber, dass diese Unternehmen den Sojaanbauern eine Herkunftspolitik aufzwingen, deren Kriterien über die brasilianische Gesetzgebung hinausgehen.
ABIOVE hat an den Gesprächen mit SoS teilgenommen, um eine ausgewogene Lösung für die schrittweise Reduzierung und schließlich die Eliminierung von Soja, das aus den abgeholzten Gebieten des Cerrado kommt, zu finden. In den Verpflichtungen von ABIOVE wird jedoch kein kurzfristiger Stichtag vorgegeben, der zum Ausschluss von Sojaproduzenten führen würde, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Produktion in bereits konsolidierte Gebiete umzulenken und sich freiwillig für die Erhaltung zu entscheiden.
Der von ABIOVE vorgeschlagene Cerrado Conservation Mechanism, gemäß dessen Sojaproduzenten dafür entschädigt würden, dass sie ihr Land nicht abholzen, wurde nur von drei der 159 Unterzeichner von SoS Cerrado unterstützt.
Die Expansion des Sojaanbaus im Cerrado wird von ABIOVE und seinen Mitgliedern überwacht und kontrolliert. Ein im Jahr 2020 veröffentlichter Bericht zeigt, dass der Fußabdruck der Entwaldung durch den verstärkten Sojaanbau im Cerrado sinkt und sich derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau befindet. Von dem zusätzlich für den Sojaanbau genutzten Flächen zwischen dem Erntejahr 2013/14 und dem Erntejahr 2018/19, insgesamt fünf Millionen Hektar, entfielen nur 7 % auf abgeholzte Flächen.
Die einzelnen ABIOVE-Mitglieder verfügen über Systeme zur Kontrolle der Herkunft von jeder einzelnen Farm, und zur Überwachung der Mengen, die aus Orten stammen, in denen Abholzungen stattgefunden haben. Die Unternehmen zertifizieren auch das eingekaufte Soja und sie haben strenge Beschaffungsrichtlinien, um zu garantieren, dass die Sojaproduktion im Einklang mit der brasilianischen Umwelt- und Arbeitsgesetzgebung steht.
FSB Comunicação E-Mail: <email-pii> Website: www.abiove.org.br
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