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Musik über Mittag - Brahms vierhändig
"Das Kattermäng" (also, à quatre mains') - geht heut noch ab, es ist eine Pracht! Und wenn alle Kapellmeister dabei bleiben, dass die Symphonie nichts taugt, so werden die Vierhändigen sagen, sie sei schön." Mit diesen Worten begleitete Brahms die Übersendung der vierhändigen Klavierfassung seiner ersten Sinfonie an den Verleger Simrock, mit der er nach der gängigen Praxis nicht nur für die weitere Verbreitung seines Werkes sorgte, sondern seinen originären Klavierkompositionen ein ebenbürtiges Stück beigesellte.
Im Nachlass des 1840 in Königsberg geborenen Komponisten Hermann Goetz, der von 1863 bis 1872 als Organist an der Stadtkirche in Winterthur wirkte, fand sich die g-Moll-Sonate op. 17 für Klavier zu vier Händen, die wie auch seine anderen Werke vom grossen Talent des Frühverstorbenen zeugt. Auch wenn sich darin deutlich der Einfluss Robert Schumanns erkennen lässt, ist sie in ihrer lyrischen Gestaltung und formalen Anlage von bemerkenswerter Eigenständigkeit. Dem bekannten Pianisten und Klavierpädagogen Walter Georgii galt sie als die "schönste vierhändige Sonate, die im ganzen vorigen Jahrhundert nach Schubert geschrieben wurde".
Türöffnung & Bar ab 11.15 Uhr
Imbiss und Getränke an der Bar im Foyer erhältlich.