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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Mosambik sind gut. Mosambik ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Die Schweiz unterstützte Mosambik bei der Bewältigung der Folgen des Bürgerkriegs, der das Land von 1976 bis 1992 erschütterte. Das wirtschaftliche Potenzial des Landes eröffnet Schweizer Unternehmen neue Handels- und Investitionsperspektiven.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Mosambik
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz und Mosambik nahmen 1976, kurz nach der Unabhängigkeit des Landes, diplomatische Beziehungen auf. Zwischen den beiden Ländern finden regelmässig offizielle Besuche auf hohem Niveau statt.
Im Rahmen ihrer Friedenspolitik hat die Schweiz Mosambik bei der Bewältigung der Folgen des Bürgerkriegs (1976–1992) mit humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe unterstützt. Seither ist Mosambik von einem latenten Konflikt betroffen, der sich zwischen der seit der Unabhängigkeit regierenden FRELIMO-Partei und der Oppositionspartei RENAMO abspielt. Letztere nimmt einerseits am politischen Leben des Landes teil, andererseits erhält sie aber auch die bewaffnete Bewegung aufrecht. Die Schweiz hat seit Anfang 2017 den Vorsitz einer aus sieben Mitgliedern bestehenden Kontaktgruppe inne, welche die Gespräche der beiden Konfliktparteien im Hinblick auf eine dauerhafte Friedensregelung begleitet.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Nach 15 Jahren wirtschaftlicher Stabilität mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 7 % durchlebt Mosambik aktuell eine Finanz- und Wirtschaftskrise, die zum Teil der starken Verschuldung zuzuschreiben ist. Die günstigen geografischen Gegebenheiten, die natürlichen Ressourcen (Landreserven, Kohle usw.) und die grösstenteils noch unerschlossenen Gasvorkommen machen Mosambik jedoch zu einem Land mit einem bedeutenden wirtschaftlichen Potenzial.
Mehrere Schweizer Firmen haben sich in den letzten Jahren im Land niedergelassen. Vor dem Hintergrund des steigenden Interesses von Schweizer Firmen an Mosambik hat die Schweizer Botschaft in Maputo 2013 das Swiss Mozambican Business Network initiiert, aus dem 2017 die Handelskammer Schweiz-Mosambik hervorging.
Ein Handelsabkommen aus dem Jahr 1979 und ein 2002 abgeschlossenes bilaterales Investitionsförderungs- und Investitionsschutzabkommen bilden das Rahmenwerk für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern.
Die Schweiz importiert mehrheitlich landwirtschaftliche Produkte, z. B. Tabak, sowie Edelsteine und Edelmetalle aus Mosambik. Sie exportiert vor allem pharmazeutische Produkte und medizinische Hilfsgüter ins Land.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kunstschaffende aus Mosambik können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe
Mosambik ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Diese umfasst drei Schwerpunkte: wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit und lokale Gouvernanz. Die Schweiz unterstützt lokale Projekte, hauptsächlich in den nördlichen Provinzen Cabo Delgado, Niassa und Nampula. Auf nationaler Ebene unterstützt die Schweiz die Regierung bei der Umsetzung institutioneller Reformen in verschiedenen Sektoren.
Schweizerinnen und Schweizer in Mosambik
Gegenwärtig leben gemäss Auslandschweizerstatistik 149 Schweizerinnen und Schweizer in Mosambik.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Am 30. Oktober 1974 anerkannte der Bundesrat die Unabhängigkeit Mosambiks, die am 25. Juni 1975 offiziell proklamiert wurde. 1977 eröffnete die Schweiz eine Botschaft in Maputo, 1979 nahm sie die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auf.
Die Anfänge der Schweizer Zusammenarbeit mit Mosambik gehen zurück auf die Gründung der Missão Suiça (Schweizer Mission) in den 1880er-Jahren. Die Schweizer Missionare waren für ihr soziales Engagement im Land bekannt: Sie bauten Krankenhäuser und Schulen, in denen sie auch lokale Sprachen lehrten, was Meinungsverschiedenheiten mit der portugiesischen Kolonialherrschaft zur Folge hatte. Bekannte Mosambikaner wie Eduardo Mondlane, der Mitgründer und Präsident der Frelimo-Partei, waren ehemalige Schüler der Schweizer Missionare.