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92Volt pro Meter auf der Oberfläche des menschlichen Gehirns bei einem Handy-Telefonat!
92Volt pro Meter auf der Oberfläche des menschlichen Gehirns bei einem Handy-Telefonat.
Von Hans-U.Jakob, 15.01.2002
Handy-Hersteller und mobilfunkfreundliche Forscher geben mit Vorliebe nur die Wärmewirkung in Watt pro kg Körpergewicht für ein Handy-Telefonat an.
Das ist grundfalsch. Denn wenn jemand von der prallen Sonne beschienen wird, erwärmt sich das Gehirn auch. Dies ohne grossen Schaden zu nehmen.
Weit wichtiger, vor Allem für die nichtthermischen Folgen wie Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Depressionen, Kopfschmerzen, das Oeffnen der Blut-Hirnschranke und für die Bildung von Hirntumoren oder Leukämie, Epilepsie oder Alzheimer ist die elektrische Einstrahlung auf die Gehirnoberfläche.
Die nachstehende Messreihe illustriert erstmals in erschreckender Weise, was das menschliche Gehirn bei einem Handy-Telefonat auszuhalten hat, resp. leider in vielen Fällen nicht mehr aushält und krank wird.
Vergleichen Sie mit den amtlich erlaubten schweizer Grenzwerten von 4 resp. 6Volt pro Meter (für Räume mit empfindlicher Nutzung) oder mit den Arbeiten von Dr.L.von Klitzing, welche nachhaltige Hirnstromveränderungen ab Feldstärken von umgerechnet 0.6V/m nachweisen.
Der Schädel ist echt und wurde uns vom anatomischen Institut der UNI Bern ausgeliehen.
Bild A:
Der Schädel eines ausgewachsenen Menschen, ohne Unterkiefer, von der Seite gesehen. Rechts oben die Stirne, gleich darunter die Augenhöhle und unten, über dem Ständer, der Eingang zum Gehörgang, dort wo der Hörer des Handys zu platzieren ist.
Interessant die vielen Zick-Zack-Wachstumsfugen.
Bild B:
Die Kehrseite des der Länge nach halbierten Schädels. Was aussieht wie eine grosse Schale, ist tatsächlich eine Schale, die Hirnschale nämlich. Kaum zu glauben, dass der Mensch so viel Hirn besitzt, um dieses Volumen auszufüllen. Diesmal ist die Stirne links mit den Stirnhöhlen. Gleich darunter wiederum die Augenhöhle. Rechts davon der kleine Durchlass für die Sehnerven. Unten in der Mitte der Durchlass für die Hörnerven. (obere Oeffnung)
Rot eingefärbt die arterielle Blutversorgung für die Hirnhaut und blau der venöse Rückfluss des Blutes aus der Hirnhaut.
Bild C:
Die Versuchsanordnung: Am „Ohr“ ein Handy vom Typ Nokia-6210 auf Sendung. Das heisst, es wurde mit diesem Handy zuerst eine Verbindung zu einem andern Telefon hergestellt. Dann wurde mit einem Tonbandgerät (unten) die menschliche Stimme simuliert.
Zwei Sachen sind enorm wichtig für Strahlungsmessungen an einem Handy: Das Handy muss senden, es muss hinein gesprochen werden und zwar laut und deutlich. Denn ein Handy im Stand-By-Betrieb, ohne Standortwechsel, lediglich auf Empfangsbereitschaft, strahlt nicht. Und ist die Verbindung einmal hergestellt, aber es spricht niemand hinein, beträgt die Strahlungsintensität auch nur etwa 30% .
Deshalb werden Versuche von mobilfunkfreundlichen Forschern mit Vorliebe entweder mit Handys im Stand-By-Betrieb, oder wenn es hoch kommt, mit Handys auf Sendung, aber ohne dass jemand hineinspricht gemacht. (Gruss an das Schlaflabor von Dr.Bauer im Lindenhofspital Bern)
Bild D:
Die Messanordnung: Im Vordergrund rechts das Messgerät CA-43 von Chauvin-Arnoux, Paris. Am weissen Stiel ist ganz vorne, tief im Schädel, die Messsonde angebracht.
Bild E:
Nahaufnahme der Messsonde im Schädel. Es handelt sich um eine isotropische Sonde, diese nimmt die Strahlung von links, rechts oben, unten und von vorne auf. Nicht aber von hinten. Vorne ist in Richtung Handy.
Bild F:
Durchschnittswerte von 50Volt pro Meter im Innern des Schädels, das heisst auf der Oberfläche des Hirns, bei einem Handy auf Sendung mit Gespräch. Der PC links im Bild rückt den Strahlungswert lediglich um 0.2V/m nach oben. Durchschnittswerte werden aus Zeiteinheiten von 2 sec gebildet und auf den PC ausgegeben.
Bild G:
Spitzenwerte bis 92 Volt pro Meter im Innern des Schädels, das heisst auf der Oberfläche des Hirns, bei einem Handy auf Sendung mit Gespräch. Spitzenwerte werden alle 2 sec. abgefragt und ausgegeben.
Bild H:
Messanordnung ohne Schädel für Vergleichsmessungen. Das heisst, zur Feststellung des Dämpfungsfaktors der Schädelwand. Die Holzleiste unter der Sonde hat Dämpfungsfaktor Null. Das Tonbandgerät verfälscht die HF-Messung nicht.
Bild J:
Durchschnittswerte von 55Volt pro Meter ohne Schädel, mit demselben Abstand zum Handy. Der PC links im Bild rückt den Strahlungswert lediglich um 0.2V/m nach oben.
Die Schädelwand dämpft die Strahlung also um maximal 5V/m oder um 10%
Bild K:
Spitzenwerte von 120 Volt pro Meter ohne Schädel, mit demselben Abstand zum Handy. Der PC links im Bild rückt den Strahlungswert lediglich um 0.2V/m nach oben.
Die Schädelwand dämpft die Spitzen also um maximal 30V/m oder um 25%
Bild L:
Bei Nahfeldmessungen gilt die Formel E*E/377 nicht. Es muss ebenfalls das H-Feld in Ampère pro Meter gemessen werden. Um die Leistungsflussdichte S in Watt pro Qaudratmeter im Nahfeld zu berechnen gilt: S=E*H. (E in V/m und H in A/m einsetzen)
Bild L zeigt diese Messung mit dem Messgerät HI-3001A von Holaday.
Die Resultate: 0.13A/m mit Schädel und 0.15A/m ohne Schädel.