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Valle di Cugnasco
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Im unteren Teil schluchtartiges, wenig häufig besuchtes Seitental des Piano di Magadino. Im oberen Teil beherbergt es die sanften Weiden der Alpe di Ruscada. Eine Fahrstrasse führt bis auf die Monti della Gana, sie ist ab den Monti della Motta mit einem Fahrverbot belegt. In der Alpe Orino befindet sich ein Rifugio, das im Winter meistens geschlossen ist.
Valle di Cugnasco (von Corte di Fondo, Alpe di Ruscada), 25.Februar 2011
Von Brancadella führen gute Pfade in die zwei Stafel von Monti del Nadello, P.698 und P.887. Sie sind durch eine undeutliche Wegspur miteinander verbunden. Der untere Stafel kann auch von Alpe Ronchi erreicht werden, siehe unten. Vom oberen Stafel führt ein anfangs gut erkennbarer Weg nach Croazet. Über ein Bändchen in sehr steilem Gelände führt er ausgesetzt weiter in das Tobel vor der Costa delle Bedole. Auf der Costa selber angekommen verschwindet er mehr und mehr, doch kann der Rücken auch problemlos weglos begangen werden. Vor einer Felsstufe angekommen quert man hinüber nach Costone und trifft dort auf die Reste des allmählich verschwindenden Pfades Orino - Costone - Alla Motta. (Cugnasco - Costa delle Bedole - Orino 4:00, T4+)
Von Alpe Ronchi leitet ein nur noch schwach benutzter Pfad zu einer auf der LK verzeichneten Ruine auf ca 670m über der Schlucht des Riale di Cugnasco. Der Pfad setzt sich indessen in absteigender Querung fort und traversiert ein eindrückliches, ausgesetztes Felsband. Danach folgt man nicht den zum Fluss absteigenden Schnittspuren der Fischer, sondern traversiert auf den vorhandenen Wegresten weiter zum Fluss, den man ungefähr bei der Vereinigung der von Caslitt bzw. Gilard herabkommenden Bäche mit dem Riale di Cugnasco erreicht. Jenseits dringt man in das nördlich der Monti del Nadello gelegene Tobel ein und steigt in ihm rund 60m auf. Auf einer bald besser werdenden Weganlage verlässt man es gegen eine Rinne nach Süden hin (auf der LK erkennbar), biegt jedoch vor dem steilen oberen Teil nach rechts auf eine interessante Rampe mit deutlichem Weg ab, um in Kürze den unteren Stafel von Monti del Nadello, P.698, zu erreichen, siehe oben. (Alpe Ronchi - Monti del Nadello, 1:00, T4)
Monti del Nadello, P.698, 25.Februar 2011
Von Curogna und Alpe Ronchi führen gute Pfade durch teilweise überraschend wildes Gelände nach Monti di Massera und Monti del Gilard. Etwas nach Gilard trifft man auf eine Verzweigung: Der untere, aufgebene und nicht mehr durchgehend erkennbare Pfad - er war in älteren Ausgaben der LK verzeichnet - führt gegen den Riale di Cugnasco südwestlich P.1041. Er führt durch steiles Gelände, die Kunstbauten verfallen zusehends, seine Begehung ist anspruchsvoll (T5+). Einst gab es sicher Fortsetzungen, z.B. auf die Costa delle Bedole oder nach P.1041 (von wo noch ein einst zum Zwecke der Wiederaufforstung grosszügig angelegter Weg gegen P.1348 am Weg Monti della Gana - Alpe della Ruscada zieht), doch fehlen dazu jegliche Informationen. Wählt man hinter Gilard den linken, gut erhaltenen Weg, so gelangt man - in verschiedenen Varianten - zu den zwei Stafeln von Camana. Der hintere, untere Stafel (ex-P.1070) ist unverständlicherweise nicht mehr in den neuesten Ausgaben der LK verzeichnet, obwohl noch intakte Gebäude existieren. Jenseits von Camana führen waagrechte Reste eines Pfades zum von der Forcola herabkommenden Bach, Details fehlen. Von den zwei Stafeln von Camana führen zwei verschiedene gut erhaltene Pfade nach Caslitt und weiter nach Monti Velloni. Ferner existieren noch diverse Verbindungen zwischen den Monti von Caslitt, Gilard und Massera. Für Details studiere man die Landeskarte von 1958, welche ein detailgetreues Bild des (weitgehend) heute noch vorhandenen Wegenetzes liefert. Aus welchen Gründen Wegenetz und Camana von neueren Ausgaben der LK getilgt wurden, bleibt das Geheimnis von Swisstopo. (Curogna - Gilard - Camana - Velloni, 2:00, T3)
Ein guter Pfad über die Forcola stellt die Verbindung mit der Capanna Borgna im Val della Porta her. Bei P.2069 kann man ebenfalls dort hinüber wechseln, oder zusammen mit der Bocchetta Cazzane ins Valle di Moleno gelangen. Die Bocchetta della Cima dell'Uomo führt ebenfalls in dieses Tal. Zusammen mit der Bocchetta d'Erbea gelangt man ins Valle di Sementina, das man indessen auch auf interessanter Route über den Gipfel der Cima di Morisciolo (P.2201.7) erreichen kann.
Lago Maggiore, Sassariente, Ruscada (vorne) von der Cima di Morisciolo, 1.Januar 2005
Foto: Philipp Roelli