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Der Luxusgüterkonzern LVMH hat die kartellrechtliche Erlaubnis für den Kauf der US-Edeljuwelierkette Tiffany bei der Europäischen Kommission beantragt. LVMH habe den Schritt unternommen, wie der Konzern es immer vorgehabt habe, teilten die Franzosen am Freitagabend in Paris mit. Acht von zehn Wettbewerbsbehörden hätten den Kauf bereits erlaubt.
LVMH wollte ursprünglich Tiffany kaufen, hat den Deal aber dann abgeblasen, unter anderem wegen des Handelsstreits zwischen den USA und Frankreich. Daraufhin ist ein Streit zwischen den beiden Unternehmen entbrannt. Tiffany will die Übernahme vor Gericht durchsetzen. Die US-Amerikaner hatten LVMH vorgeworfen, den Deal noch nicht bei den Wettbewerbsbehörden angemeldet zu haben.
So sieht Tiffany den jetzt erfolgten Antrag als Beleg für die eigene Sicht: Tiffany sei erfreut über den Schritt, teilte der Konzern in einer eigenen Mitteilung mit. Dass LVMH jetzt so schnell handle, zeige nur, dass die Gegenpartei sich vorher nicht in Übereinstimmung mit der Fusionsvereinbarung verhalten hatte.
Acht der zehn erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen wurden bereits erteilt. LVMH erwartet die Erteilung der Genehmigung der Europäischen Kommission und Taiwans rechtzeitig vor dem 24. November 2020.
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