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Im Beitrag von Philippe Schultheiss wird die These aufgestellt, dass es künstliche Intelligenz (noch) gar nicht gibt. Intelligenz stammt vom lateinischen Wort für ‹erkennen› oder ‹verstehen›. Intelligente Wesen – als Subjekte – können Dinge – als Objekte – erkennen. Ein Subjekt ist dabei ein Wesen, das ein Ich-Bewusstsein hat. Es wird argumentiert, dass nur Wesen mit dem Subjekt-Status in der Lage sind, etwas zu verstehen. Insofern eine Maschine keinen Subjekt-Status hat, kann sie nicht erkennen oder verstehen, und also auch nicht intelligent sein. Solange sich die Technologie nicht so weit entwickelt, dass Maschinen den Übergang vom Objekt zum Subjekt machen, können sie somit auch nicht als intelligent gelten. Es ist dabei nicht abzusehen, warum dieser Übergang überhaupt je geschehen wird. Anstatt von künstlicher Intelligenz sollte man daher von evolutiver Algorithmik sprechen. Dieser Begriff trifft die Eigenheit der Technologie viel prägnanter, sie ist regelbasiert (algorithmisch) und entwickelt sich autonom weiter (evolutiv) Diese neue Begrifflichkeit hat zudem den Vorteil, dass wir Menschen uns weniger Sorgen machen würden, je von «künstlich intelligenten Wesen» überflügelt zu werden.