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Ablauf - die 5 Phasen
Der konkrete Ablauf eines Familienrats findet in fünf Phasen statt (die grünen Phasen finden an demselben Anlass statt):
In der Vorbereitungsphase erhält die Familie durch die Koordination alle Informationen über das Verfahren. Eltern und Kinder/Jugendliche entscheiden gemeinsam, wer zum Familienrat eingeladen wird. Die Koordinatorin bzw. der Koordinator organisiert in Abstimmung mit der Familie das Treffen. In dieser Phase werden auch der Ort und der Termin des Familienrats festgelegt. Die Familie legt ihre Regeln für den Familienrat fest (z.B. die Gesprächsregeln, wer soll allenfalls das Gespräch leiten etc.). Die Teilnehmenden werden durch die Koordination über das Verfahren informiert. Die Einladungen werden durch die Familie erstellt und an die Teilnehmenden verschickt.
Die Informationsphase stellt den Beginn des eigentlichen Familienrats dar.
Hier wird die sogenannte Sorgeerklärung durch die entsprechende Fachkraft (z.B. KESB, Familiengericht, Schule etc.) vorgestellt. Fachkräfte informieren über die rechtliche Situation und mögliche professionelle Unterstützung. Die Familie gibt die Rahmenbedingungen bekannt.
In der Familienphase, welche ohne Fachpersonen und Koordination stattfindet, verständigen sich die Mitglieder der Familiengruppe über mögliche Lösungen und erstellen einen Plan für das weitere Vorgehen.
In dieser Phase wird der grundlegende Charakter dieses Ansatzes deutlich:
Familien erhalten durch den Familienrat ein Forum, in dem sie eigenständig mit ihrem Netzwerk die anstehenden Schwierigkeiten besprechen und Lösungen erarbeiten können.
In der Entscheidungsphase findet unter Beteiligung der für die Familie zuständigen Fachperson (z.B. KESB, Familiengericht, Schule etc.) die moderierte Präsentation und Abstimmung der Vereinbarungen statt. Hier werden die Einzelheiten der Umsetzung festgelegt. Die Fachperson muss den Vereinbarungen des sogenannten "Hilfeplans" zustimmen können.
Ein Überprüfungstermin ist nach etwa 3 Monaten vorgesehen, bei dem alle noch einmal zusammen kommen und gemeinsam überprüfen, ob der erstellte „Hilfeplan“ tatsächlich umgesetzt werden konnte. Hier können Ergänzungen oder Veränderungen vorgenommen werden.