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Das Fertilitätsverhalten der Frauen wird zur Ermittlung von Übereinstimmungen und Unterschieden bezüglich der Geburtenhäufigkeit miteinander verglichen. Dabei handelt es sich weniger um einen Indikator der Integration als vielmehr des Einander-Angleichens (Assimilation), dessen Messung erlaubt, den demografischen Kontext und die verschiedenen Herausforderungen einzelner Bevölkerungsgruppen bezüglich der Organisation des Familienlebens zu kennen. So ist z.B. im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Kontext der Schweiz eine Frau, die viele Kinder hat, mit grösseren Hindernissen beim Erwerb von Bildung und dem Aufbau einer beruflichen Karriere konfrontiert.
Die zusammengefassten Geburtenziffern (ZGZ) der in der Schweiz geborenen Schweizerinnen und Ausländerinnen lagen 2017 in der ähnlichen Grössenordnung (1,39 bzw. 1,49). Bei den im Ausland geborenen Frauen besteht jedoch eine grössere Differenz und die Ziffern waren höher: Die ZGZ der Schweizerinnen lag bei 1,53, jene der Ausländerinnen bei 1,95.
Seit 2011 sind die ZGZ der in der Schweiz bzw. im Ausland geborenen Frauen relativ stabil geblieben, ebenso wie die Unterschiede zwischen ihnen.
In allen Schweizer Kantonen haben (unabhängig von der Nationalität) die im Ausland geborenen Frauen eine höhere ZGZ als die in der Schweiz Geborenen. Der grösste relative Unterschied erreicht ein Verhältnis von 1,6: 1 und ist im Kanton Solothurn zu finden.
Tabellen
Definitionen
Die zusammengefasste Geburtenziffer (ZGZ) entspricht der durchschnittlichen Anzahl Kinder, die eine Frau im Verlauf ihres Lebens zur Welt bringen würde, wenn die altersspezifischen Fruchtbarkeitsziffern eines bestimmten Kalenderjahres zukünftig konstant bleiben würden.
Die ZGZ ist die Summe der altersspezifischen Geburtenziffern von Frauen im gebärfähigen Alter (15 bis 49 Jahre).
Die altersspezifische Geburtenziffer für das Alter x errechnet sich aus der Geburtenzahl von Frauen im Alter von x Jahren (erreichtes Alter) geteilt durch die durchschnittliche weibliche Wohnbevölkerung im Alter x.