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Das Angelman Syndrom
Das Angelman Syndrom ist die Folge einer seltenen Genbesonderheit auf dem Chromosom 15. Charakteristisch für das Angelman-Syndrom ist eine starke Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung und das Ausbleiben der Sprache.
Die geistige Entwicklung der meisten Betroffenen erreicht in etwa den Stand von Kleinkindern. Betroffene mit dem Angelman Syndrom bedürfen auch als Jugendliche oder Erwachsene ständiger Betreuung, weil sie sich nicht selbst versorgen und Gefahren nicht erkennen können. Angelman Kinder sind oft hyperaktiv, haben Mühe sich zu konzentrieren und leiden unter zum Teil massiven Schlafstörungen.
Drei von vier Angelman-Kindern haben Epilepsie und darum regelmässig epileptische Anfälle. Unbehandelt bergen diese ein ständiges Verletzungsrisiko, da sie beispielsweise mitten aus der Bewegung heraus zu Stürzen führen.
Personen mit Angelman-Syndrom haben eine normale Lebenserwartung.
Eine Aussicht auf Heilung besteht bislang nicht.
Durch ihr überdurchschnittlich häufiges Lachen sind Angelman-Kinder sehr fröhliche Menschen.
Der britische Kinderarzt Harry Angelman (1915–1996) mit dem Fachgebiet Neurologie beschrieb im Jahr 1965 das später nach ihm benannte Syndrom erstmals unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten.
Er nannte es aufgrund des auffälligen Bewegungsmusters und des häufigen Lachens der Kinder, die er damals betreute, Happy-Puppet-Syndrom (engl.: happy = glücklich + puppet = Puppe).