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Standard-EEG
EEG ist die Abkürzung für «Elektroenzephalogramm». Ein EEG ist die Aufzeichnung der elektrischen Aktivität der Nervenzellen des Gehirns.
Die Aktivität dieser Zellen äussert sich in sehr kleinen elektrischen Spannungen, die man auf der Kopfhaut messen kann. Die Grösse dieser Spannung bewegt sich im Bereich 10 - 200 Mikrovolt (1 Mikrovolt = 1 Millionstel Volt).
Das EEG misst man mit Elektroden, elektrisch leitenden Plättchen oder Bällchen. Man befestigt etwa 20 Elektroden mittels Gummibändern nach einem standardisierten Schema auf der Kopfhaut. Die Spannungen, die zwischen verschiedenen Paaren von Elektroden auftreten, werden verstärkt und als Kurve über die Zeit dargestellt. Das EEG wird auf dem Computer gespeichert und auf dem Bildschirm dargestellt und ausgewertet. Eine solche Untersuchung bezeichnet man auch als «Ableitung» eines EEGs.
Beim Standard-EEG dauert die Untersuchung mit Anlegen der Elektroden und Aufzeichnung zirka eine Stunde. Die eigentliche Registrierung beträgt etwa 30 Minuten. Die Ableitung erfolgt im Sitzen oder im Liegen und ist schmerzfrei.
Damit die Elektroden das EEG störungsfrei messen können, muss der elektrische Widerstand zwischen Haut und Elektrode möglichst klein sein. Dazu muss man die Kopfhaut etwas aufrauen und zwischen Elektrode und Kopfhaut eine leitende Paste auftragen. Wir empfehlen, am Morgen vor der Untersuchung die Haare zu waschen.
Informationen für Patientinnen und Patienten zum Download
Vorbereitung und Ablauf einer Standard EEG-Ableitung.
Ableitung Standard-EEG
Bei der Ableitung eines Standard-EEGs untersucht man auch die Reaktion des Gehirns auf verschiedene Massnahmen, wie das Öffnen und Schliessen der Augen, das tiefe Durchatmen (Hyperventilation) und das Betrachten eines flackernden Lichtes (Flickerlicht). Ziel dieser sogenannten Provokationsmethoden ist nicht das Auslösen eines Anfalles, sondern das Nachweisen von allfälligen epilepsietypischen EEG-Veränderungen.
Ein Standard-EEG ist für Diagnose, Verlaufsbeurteilung und Wahl der Therapie von Epilepsie und anderen Anfallskrankheiten unentbehrlich. Das EEG ist die einzige Methode, die eine epileptische Funktionsstörung direkt nachweisen kann. Es gibt aber auch Menschen mit Epilepsie, deren Standard-EEG normal ist oder nur unspezifische Veränderungen zeigt. An der Schweizerischen Epilepsie-Klinik werden pro Jahr etwa 3'000 Standard-EEG-Untersuchungen durchgeführt.