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Die Fed hatte sich zuletzt die Tür für eine Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende offen gelassen. An den Finanzmärkten wird derzeit die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die amerikanischen Notenbank in diesem Jahr auf gut ein Drittel eingeschätzt.
Dudley geht davon aus, dass die Risiken für die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft zurzeit "etwas nach unten verzerrt sind". Es gebe weiterhin die Chance, dass sich die Konjunktur besser als erwartet entwickeln könnte oder dass der Gegenwind für die wirtschaftliche Entwicklung nachlasse. Die US-Notenbank hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass die künftige Geldpolitik in den USA unter anderem von der Entwicklung der Konjunkturdaten abhänge.
Zuletzt waren Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA enttäuschend ausgefallen. Im zweiten Quartal war die amerikanische Wirtschaft kaum noch gewachsen. Allerdings hatte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt, der für die US-Notenbanker eine grosse Bedeutung hat, zuletzt wieder deutlich verbessert.
Dudley ist der Präsident der regionalen Notenbank von New York und bei geldpolitischen Entscheidungen der Fed stimmberechtigt. Er gilt gemeinhin als Verfechter einer eher lockeren Geldpolitik. Die Fed hatte den Leitzins zuletzt Ende Juli in der Spanne zwischen 0,25 bis 0,50 Prozent belassen. Die nächste Zinsentscheidung steht im September auf dem Programm./jkr/tos/stb
(AWP)