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Das BFS-Gebäude fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein. Es wurde ausgehend vom Siegerprojekt des Architekturbüros Bauart, das den Wettbewerb der Bundesverwaltung 1990 gewonnen hatte, auf einem Grundstück zwischen der Eisenbahnlinie und der Rue du Crêt-Taconnet errichtet.
Das Projekt überzeugte nicht nur ästhetisch, sondern auch dadurch, dass es die Auflagen der Bauherrschaft, d.h. des Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL), getreu umsetzte. In jeder Projektphase war das von Bauart geleitete Team darum besorgt, die Umweltbelastung des Gebäudes möglichst gering zu halten. Letzteres erfüllt somit höchste Anforderungen in Sachen Energieeffizienz und setzte diesbezüglich neue Massstäbe. Bei der Materialwahl wurden technische Kriterien herangezogen, die den gesamten Lebenszyklus bis hin zur Entsorgung berücksichtigen. Das Gebäude zeichnet sich daher durch eine überdurchschnittlich hohe Umweltperformance aus.
Einige Jahre später wurde das Hauptgebäude durch den Turm ergänzt. Dieser basiert auf den gleichen Nachhaltigkeitszielen, mit speziellem Fokus auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Der BFS-Turm wurde 2006 als erstes Gebäude in der Schweiz mit dem Label Minergie-ECO® ausgezeichnet.
Das auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Baukonzept des BFS-Gebäudes legte den Grundstein für das Projekt Ecoparc. Heute beherbergt das nachhaltige Quartier sowohl Wohnungen und Geschäfte als auch Hochschulen.
1200 m2
Solarpanels auf dem Dach des Gebäudes (entspricht der Fläche eines Olympiabeckens), mit deren Energie die 2400 m3 Wasser im unterirdischen Tank erwärmt werden (saisonaler Speicher).
1 m
dicke Isolation um den Wassertank herum, in dem die Sonnenenergie gespeichert wird. Die Wassertemperatur schwankt im Verlauf des Jahres zwischen 30°C und 95°C.
~35%
der für das Heizen des Hauptgebäudes und des Turms erforderlichen Energie werden mit der Solaranlage produziert.
2500 m3
eingespartes Trinkwasser (entspricht dem Volumen eines Olympiabeckens) durch die Nutzung des auf dem Dach mithilfe eines entsprechenden Kanalisierungssystems gesammelten Regenwassers. Dieses Wasser wird für die Reinigung und für die Toilettenspülung verwendet.
10%
des durchschnittlichen Schweizer Heizenergieverbrauchs (Daten von 2000), d.h. pro Jahr werden lediglich 14 kWh/m2 nicht erneuerbare Energie verbraucht.
110
Parkplätze für mehr als 800 Mitarbeitende (verhältnismässig wenig wegen Bahnhofsnähe), zusätzlich viele Abstellplätze für Zweiräder.
5
Architekturauszeichnungen: Architekturpreis GBI 1997, Schweizer Solarpreis 1998, Europäischer Solarpreis 1998, Energy Globe Award Wien 2001, Auszeichnung Eco-Bau 2005.
Mit dem Projekt Ecoparc wurde eine rund vier Hektar grosse urbane Brache in Neuchâtel, die vom Bahnhof bis zur Rue de Gibraltar reicht, in ein nachhaltiges Quartier verwandelt. Ziel war die Schaffung von neuem Lebensraum mit gemischter Nutzung fürs Wohnen, Arbeiten und Lernen.
Im Zentrum der Überlegungen für den Bau des Ecoparc-Quartiers standen die gleichen Nachhaltigkeitskriterien, die das BBL für den Bau des BFS-Gebäudes vorgegeben hatte. Das Projekt umfasste den Bau neuer Gebäude sowie die Umnutzung ehemaliger Industrie- und Gewerbebauten.
Parallel zur Entwicklung des Quartiers wurde im Jahr 2000 der gleichnamige Verein Ecoparc gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung – wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftliche Solidarität und ökologische Verantwortung – mit der Bauplanung und Betriebsführung in Einklang zu bringen. Carlo Malaguerra, der damalige Direktor des BFS, wird Ecoparc-Präsident.
Wettbewerb für den Bau der BFS-Gebäude und die Verdichtung der umliegenden Zone: Das Architekturbüro Bauart gewinnt mit seinem Projekt TGV den Wettbewerb.
Bau des BFS-Hauptgebäudes.
Annahme des Richtplans für die Stadt Neuchâtel , der auf einigen Konzepten des preisgekrönten Projekts basiert: Das Quartier Bahnhof/Crêt-Taconnet wird zum strategischen Entwicklungsschwerpunkt bestimmt..
Erarbeitung des Ecoparc-Konzepts zur Schaffung eines nachhaltigen Bahnhofsquartiers, das höchsten Anforderungen bezüglich Wirtschaft, Gesellschaft und Umweltperformance gleichermassen gerecht wird.
Bau des BFS-Turms (Minergie-ECO®).
Bau der ersten Wohnungen des Ecoparc-Quartiers.
Bau des Conservatoire de musique de Neuchâtel und der Haute école de gestion (Campus Arc 1).
Quartier Bahnhof/Crêt-Taconnet gewinnt den Preis «ASPAN-SO – städtische Dichte und Qualität des urbanen Raums».
Bau des Gebäudes TransEurope für die übrigen Fakultäten der Haute Ecole Arc (Campus Arc 2); Bauherrin ist die SBB.
Bau der Passerelle du Millénaire, die das Bahnhofsquartier mit dem Mail-Quartier verbindet, wo sich die Faculté des Sciences der Universität Neuchâtel, die Mail-Sekundarschule und deren Sportzentrum befinden.