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Alle Gegenstände und auch alle Gase und somit auch die Luft unserer Umwelt befinden sich in einem Wärmezustand. Schon ohne Messgeräte kann man mit dem Gefühl feststellen, ob ein Gegenstand oder die Luft kalt, lauwarm oder heiss ist. Diese Eigenschaftswörter beziehen sich auf die physikalische Grösse, die den Wärmezustand eines Körpers kennzeichnet und die wir als Temperatur bezeichnen.
Zur Angabe der Temperatur benutzt man in den meisten Ländern der Erde die nach Celsiusgraden (°C) eingeteilte Skala. Ihr Nullpunkt 0°C liegt beim Gefrierpunkt, die Marke 100°C beim Siedepunkt des Wassers (beim Normdruck von 1013,25mbar).
Für die Physik wichtiger ist jedoch die Temperaturskala von Lord Kelvin. Ihre Einheit, das Kelvin (K) entspricht genau dem Celsiusgrad. Die Zählung der Kelvinskala beginnt jedoch beim Punkt -273,15°C, dem absoluten Nullpunkt. Die Kelvinskala ist gegenüber der Celsiusskala um 273,15K verschoben, sodass bei einem Normdruck von 1013,25mbar der Schmelzpunkt des Wassers bei 0°C bzw. 273,15K liegt. Die Einheit der Kelvinskala ist 1K und ist identisch mit 1°C.
In den englisch sprechenden Ländern wird auch noch die Fahrenheitteilung (°F) benutzt. Bei Ihr entspricht dem Eispunkt 0°C = 32°F und dem Siedepunkt des Wassers 100°C = 212°F.
Die verschiedenen Temperaturmessverfahren können grob in mechanische und elektronische eingeteilt werden. Unter den mechanischen sind vor allem Bimetallstreifen, Flüssigkeitsthermometer (z.B. Quecksilber - in einem Kapillarrohr) und Gasthermometer allgemeiner bekannt. In der industriellen Messtechnik kommen hauptsächlich elektronische Temperaturmessmethoden zur Anwendung, wobei meist die Änderung eines elektrischen Widerstandes mit der Temperatur ausgewertet wird.
Bei der Privaten Wetterstation Bassersdorf wird zur Messung der Temperatur die Änderung eines elektrischen Widerstandes von einem Halbleiterchip verwendet.

Vor allem an der Oberfläche des Meeres und an anderen Gewässern verdunstet stets viel Wasser. Deshalb enthält die atmosphärische Luft überall grosse Mengen an Wasser. Dieses Wasser kommt in allen seinen Aggregatzuständen vor: fest (Eis, Schnee), flüssig (Regen) und gasförmig (Wasserdampf). Die Grösse des gasförmigen Wassers in der Luft ist die Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit gibt also den Wasserdampfgehalt an.
Die Luftfeuchte wird verschieden angegeben:
Das Diagramm oben wird auch "Taupunktkurve" genannt. Die Kurve selbst stellt die maximale Luftfeuchte bei verschiedenen Temperaturen dar. Aus ihr ist ersichtlich, dass die maximale Luftfeuchte temperaturabhängig ist. Der Taupunkt ist die Temperatur, bis zu der sich eine Luftmasse abkühlen muss, damit das in ihr beinhaltete Wasser kondensiert. Bei der Privaten Wetterstation Bassersdorf wird der Taupunkt aus der rel. Luftfeuchtigkeit und der Temperatur errechnet und als zusätzlicher Messwert ausgewiesen.
Was passiert, wenn die absolute Luftfeuchte größer als die maximale wird, wenn also die relative Luftfeuchte 100% übersteigt?
Beträgt die relative Luftfeuchtigkeit mehr als 100%, dann ist die Luft übersättigt. Dann wechselt der gasförmige Wasserdampf in den flüssigen Zustand. Wasserdampf kondensiert also zu Wasser. Erst dann können sich Wolken bilden; Wolken bestehen nämlich nicht aus Wasserdampf sondern aus flüssigem Wasser bzw. aus Eis!
Befinden sich feste Körper in der Nähe der Abkühlungsstelle, so bilden sich an seiner Oberfläche die ersten Tröpfchen, z.B. die Tautropfen an Blättern und Gräsern nach einer nächtlichen Abkühlung. In Wohnungen beschlagen an kalten Tagen die Fenster, weil in Ihrer Nähe infolge des starken Wärmeverlustes an den dünnen Glasscheiben die Temperatur stark absinkt. Bei ungenügender Wärmeisolierung eines Hauses kann die Innentemperatur der Wände unter den Taupunkt sinken. Dann schlägt sich an ihnen Feuchtigkeit nieder und bildet das sog. Schwitzwasser.
Zur Messung der Feuchtigkeit verwendet man hauptsächlich Hygrometer.
Das einfachste, ein Haarhygrometer, beruht darauf, dass ein entfettetes Haar sich in feuchter Luft verlängert. Die Längenzunahme ist dabei fast unabhängig von der Temperatur und nur durch die relative Feuchte bedingt. Ein Hebelsystem überträgt die Längenänderung auf einen Zeiger, der dadurch unmittelbar die relative Feuchte abzulesen gestattet. Die Genauigkeit dieser Geräte ist nicht sehr gut.
Heute werden in der Industrie meistens kapazitive Feuchtesensoren verwendet. Kapazitive Feuchtesensoren ändern die elektrische Kapazität in Abhängigkeit der relativen Feuchte. Die Genauigkeit dieser Sensoren ist relativ gut, wenn diese entsprechend geeicht sind. Es lassen sich Genauigkeiten bis gegen ±1% realisieren. Dieses Messprinzip wird auch in der Privaten Wetterstation Bassersdorf verwendet.
Hinweis:
In der industriellen Klimatechnik wird für anstelle der absoluten Feuchtigkeit oft das Mischungsverhältnis r in g/kg verwendet. Das Mischungsverhältnis stellt das von der Luft befindlichem Wasser in Gramm zur Masse der trockenen Luft dar.