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Seit Januar 2021 wird in der Schweiz geimpft. Personen ab 12 Jahren können sich für eine Impfung anmelden.
- Wo kann ich mich zur Impfung anmelden?
- Wieso soll ich mich impfen lassen?
- Wann kann ich mich impfen lassen?
- Ich bin genesen. Soll ich mich impfen lassen?
- Ich bin schwanger. Soll ich mich impfen lassen?
- Können sich Kinder und Jugendliche impfen lassen?
- Wer übernimmt die Impfkosten?
- Wie wird die Impfung dokumentiert?
- Wann bin ich vollständig geimpft?
- Welche Vorteile habe ich als geimpfte Person?
- Für welche Impfstoffe hat die Schweiz Verträge?
- Wie werden Impfstoffe beschafft, entwickelt und zugelassen?
- Was ist eine Impfung?
- Zahlen zur Covid-19-Impfung
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Informationen für Gesundheitsfachpersonen
- Dokumente
Infoline Covid-19-Impfung
Neue Nummer: +41 800 88 66 44
Weiterhin gültig: +41 58 377 88 92
täglich 6 bis 23 Uhr
Wo kann ich mich zur Impfung anmelden?
Zuständig für die Impfung ist Ihr Kanton. Auf der Webseite des Kantons finden Sie Antworten auf folgende Fragen: Wie wird die Impfung organisiert? Und wie können Sie sich anmelden? Eine Liste mit den Kantonswebseiten finden Sie unter bag-coronavirus.ch.
Wieso soll ich mich impfen lassen?
Sieben gute Gründe, sich impfen zu lassen:
- Sie schützen sich vor einer Covid-19-Erkrankung und einem allfälligen schweren Verlauf.
- Sie werden auf sichere Art immun.
- Sie helfen mit, die Anzahl Erkrankungen zu reduzieren.
- Sie helfen mit, die Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen.
- Sie vermeiden mögliche anhaltende gesundheitliche Einschränkungen einer Covid-19-Erkrankung (Langzeitfolgen von Covid-19).
- Sie tragen dazu bei, das Gesundheitswesen zu entlasten.
- Sie tragen dazu bei, die Freiheiten des Alltags zurückzubringen.
Wann kann ich mich impfen lassen?
Nebst den anfangs priorisierten Zielgruppen 1 und 2 wird in den Kantonen jetzt die breite Bevölkerung (Zielgruppen 3, 4, 5 und 6) geimpft.
Beachten Sie: Zuständig für die Impfung ist Ihr Kanton. Das heisst: Der Kanton entscheidet, welche Personengruppen (z.B. Jugendliche) wann und wo geimpft werden.
Gemäss der Covid-19-Impfstrategie ist die Impfung für folgende Zielgruppen in entsprechender Reihenfolge vorgesehen:
- Zielgruppe 1: Besonders gefährdete Personen, ab 16 Jahren
- Zielgruppe 2: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
- Zielgruppe 3: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen, insbesondere von Personen mit einem geschwächten Immunsystem, ab 16 Jahren
- Zielgruppe 4: Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (z.B. Behindertenheime), 16 – 64 Jahre
- Zielgruppe 5: Erwachsene (16 – 64 Jahre), die nicht unter die Zielgruppen 1 – 4 fallen
- Zielgruppe 6: Jugendliche (12 - 15 Jahre), die sich impfen lassen wollen
Impfungen sind in der Schweiz freiwillig. Eine Impfflicht für die Covid-19-Impfung ist nicht vorgesehen. Sie können selber entscheiden, ob Sie sich impfen lassen wollen.
Ich bin genesen. Soll ich mich impfen lassen?
Die Impfung ist auch empfohlen, wenn Sie genesen sind. Daten weisen darauf hin, dass Sie nach einer Infektion mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sind. Für einen besseren und langfristigen Schutz empfehlen wir Ihnen die Impfung innerhalb sechs Monaten nach der Infektion. Ab 4 Wochen nach einer bestätigten Coronavirus-Infektion ist eine Impfdosis ausreichend. Sie können auf die zweite Impfdosis kann verzichten.
Liegt die Infektion mehr als sechs Monate zurück? Dann sollte die Impfung baldmöglichst stattfinden. Auch in dieser Situation benötigen Sie nur eine Impfdosis für eine vollständige Impfung.
Ausnahmen gelten für besonders gefährdete Personen. Erkundigen Sie sich dafür bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
Ich bin schwanger. Soll ich mich impfen lassen?
Es gibt noch nicht viele Daten zur Impfung in der Schwangerschaft. Eine generelle Impfung von schwangeren Frauen ist derzeit nicht empfohlen.
Wir empfehlen Ihnen in folgenden Fällen eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff:
- Sie haben eine bestimmte chronische Krankheit mit einem Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung. Unter diesem Link finden Sie die Liste der Krankheiten (PDF, 205 kB, 10.05.2021).
- Das Risiko einer Ansteckung ist für Sie besonders hoch. Zum Beispiel, wenn Sie als Gesundheitsfachperson arbeiten.
Auch für alle anderen schwangeren Frauen besteht die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Können sich Kinder und Jugendliche impfen lassen?
Impfung von Jugendlichen ab 12 Jahren
Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech ist in der Schweiz für Personen ab 12 Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna ab 18 Jahren. Prioritären Zugang zur Impfung haben gemäss Impfstrategie des Bundes weiterhin Personen nach absteigendem Alter. Das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung nimmt mit dem Alter zu.
Jugendlichen von 12–15 Jahren, die sich impfen lassen möchten, wird die Impfung in folgenden Fällen empfohlen:
- Sie möchten sich selber gegen häufige milde und sehr seltene schwere Covid-19-Erkrankungen schützen.
- Sie möchten negative Auswirkungen von Massnahmen (z.B. durch Isolation/Quarantäne) sowie die Folgen häufiger Exposition (z.B. in Schule/Freizeit) vermeiden.
Dies gilt besonders für Jugendliche mit einer chronischen Krankheit sowie für Jugendliche, die enge Kontakte (z.B. Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen sind, besonders von Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
Die Jugendlichen sollen mit den Eltern oder einer anderen Vertrauensperson individuell abwägen, ob eine Impfung sinnvoll ist (Nutzen-Risiko-Analyse). Der individuelle Nutzen der Impfung sollte die Risiken überwiegen. Dazu gehört auch der Entscheid, sich jetzt oder erst später impfen zu lassen.
Impfung von Kindern unter 12 Jahren
Die Impfung von Kindern unter 12 Jahren ist derzeit nicht vorgesehen. Es fehlen die entsprechenden Studiendaten für diese Altersgruppen. Die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind in der Schweiz für Kinder unter 12 Jahren noch nicht zugelassen.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Die Kosten für eine Covid-19-Impfung werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Die Kosten, die nicht von der Krankenversicherung gedeckt sind, werden vom Bund und den Kantonen getragen.
Haben Sie eine obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz abgeschlossen? Dann ist die Impfung für Sie kostenlos. Sie müssen keine Franchise und keinen Selbstbehalt bezahlen.
Haben Sie in der Schweiz keine obligatorische Krankenversicherung abgeschlossen? Dann ist die Covid-19-Impfung in folgenden Fällen ebenfalls kostenlos:
- Sie haben Ihren Wohnsitz oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz. (Dies betrifft zum Beispiel Personen, die bei einer diplomatischen und konsularischen Vertretung oder einer internationalen Organisation arbeiten sowie deren Familienangehörigen, entsandte Arbeitnehmende, Studierende oder Rentner/Rentnerinnen.)
- Sie sind Grenzgänger/Grenzgängerin und bei Ihrer Arbeit einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt (z.B. Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt sowie Betreuungspersonal in Pflege- und Altersheimen). Bitte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber, um Näheres über die Organisation der Impfungen zu erfahren.
Die Kosten der Covid-19-Impfung werden bei diesen Personengruppen durch den Bund getragen.
Die Kosten werden nicht übernommen, wenn Sie keiner der oben aufgeführten Personengruppe angehören. Dies ist beispielsweise bei Touristen/Touristinnen sowie Auslandschweizern/Auslandschweizerinnen, die nicht in der Schweiz krankenversichert sind, der Fall. Die Covid-19-Impfung soll an Ihrem Wohnort erfolgen.
Detaillierte Informationen zur Finanzierung der Covid-19-Impfung finden Sie auf der Seite für Gesundheitsfachpersonen.
Wie wird die Impfung dokumentiert?
Jede Covid-19-Impfung wird dokumentiert. Hier aufgeführt finden Sie Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten zur Dokumentation der Impfung.
Impfnachweis/-ausweis
Bei den meisten Impfstellen erhalten Sie nach der Impfung von der Fachperson einen ausgedruckten Impfnachweis. Der Impfnachweis enthält den Ort und das Datum der Impfung sowie Informationen zum verabreichten Impfstoff (Handelsname, Hersteller, Lot-Nr.). Bei einigen Impfstellen können Sie die Covid-19-Impfungen auch in den Impfausweis («Impfbüchlein») eintragen lassen.
Beim Impfnachweis/-ausweis handelt es sich um eine ärztliche Bescheinigung und nicht um ein amtliches Dokument.
Covid-Zertifikat
Informationen finden Sie auf der Seite Covid-Zertifikat.
Wann bin ich vollständig geimpft?
Vollständig geimpft bedeutet:
1. Sie wurden gemäss der Impfempfehlung des BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) mit einem Impfstoff geimpft, der in der Schweiz zugelassen ist. Das bedeutet:
- Sie haben zwei Impfdosen erhalten.
oder
- Sie hatten eine Infektion mit dem Coronavirus (bestätigt durch PCR-Test, Antigen-Schnelltest oder Antikörper-Test) und haben mindestens 4 Wochen danach eine Impfdosis erhalten.
2. Sie haben einen Impfstoff erhalten, der über eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für die Europäische Union verfügt. Zudem muss die Impfung vollständig sein gemäss den Vorgaben oder Empfehlungen des Staates, in dem sie durchgeführt wurde.
3. Sie haben einen Impfstoff erhalten, der gemäss der «WHO Emergency use listing» zugelassen ist. Zudem muss die Impfung vollständig sein gemäss den Vorgaben oder Empfehlungen des Staates, in dem sie durchgeführt wurde.
Welche Vorteile habe ich als geimpfte Person?
Wenn Sie vollständig geimpft sind, sind Sie von folgenden Massnahmen befreit:
- Befreiung von der Kontaktquarantäne: Sie müssen nach einem engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person nicht in Quarantäne während 12 Monaten ab vollständig erfolgter Impfung. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.
- Befreiung von der Reisequarantäne und weiteren grenzsanitarischen Massnahmen: Informationen finden Sie auf der Seite Einreise in die Schweiz.
- Erleichterung bei privaten Treffen: Sie können bei einem privaten Treffen mit anderen vollständig geimpften Personen auf das Abstandhalten und Maskentragen verzichten.
Diese Ausnahmen sind möglich, da aktuelle Daten zeigen, dass die Übertragung des Coronavirus auf andere Personen nach vollständiger Impfung gering ist. Die Impfung bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung. Deshalb ist es weiterhin wichtig, dass Sie sich an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ebenfalls gelten alle nationalen Regeln und Verbote, wie beispielsweise die schweizweite Maskenpflicht oder die Vorgaben zu Personenbeschränkungen bei Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis (z.B. Treffen und Feste) weiterhin auch für geimpfte Personen. Zudem ist es weiterhin wichtig, dass Sie sich bei Symptomen testen lassen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite Testen.
Für welche Impfstoffe hat die Schweiz Verträge?
Impfstoff von Pfizer/BioNTech
- Impfstoffname: Comirnaty®
- Zulassung: 19. Dezember 2020
- Herkunft der Herstellerfirma: USA und Deutschland
- Impfstoff-Typ: mRNA-Impfstoff
- Dosierung: zwei Impfdosen
- Wirksamkeit: 95 prozentiger Schutz vor einer Erkrankung
- Alterszulassung: ab 12 Jahren
Impfstoff von Moderna
- Impfstoffname: COVID-19 Vaccine Moderna®
- Zulassung: 12. Januar 2021
- Herkunft der Herstellerfirma: USA
- Impfstofftyp: mRNA-Impfstoff
- Dosierung: zwei Impfdosen
- Wirksamkeit: 94 prozentiger Schutz vor einer Erkrankung
- Alterszulassung: ab 18 Jahren
Wie ein mRNA-Impfstoff, wie beispielsweise der von Pfizer/BioNTech oder von Moderna funktioniert, erfahren Sie im Film von Swissmedic.
Impfstoff von AstraZeneca
- Impfstoffname: offen
- Zulassung: Im Zulassungsverfahren bei Swissmedic
- Herkunft der Herstellerfirma: Grossbritannien
- Impfstofftyp: vektorbasierter Impfstoff
- Dosierung: offen
- Wirksamkeit: Studien finden statt.
- Alterszulassung: offen
Wie ein vektorbasierter Impfstoff, wie beispielsweise der von AstraZeneca funktioniert, erfahren Sie im Film von Swissmedic.
Impfstoff von Curevac
- Impfstoffname: offen
- Zulassung: offen
- Herkunft der Herstellerfirma: Deutschland
- Impfstofftyp: mRNA-Impfstoff
- Dosierung: zwei Impfdosen
- Wirksamkeit: Studien finden statt.
- Alterszulassung: offen
Impfstoff von Novavax
- Impfstoffname: offen
- Zulassung: offen
- Herkunft der Herstellerfirma: USA
- Impfstofftyp: proteinbasierter Impfstoff
- Dosierung: zwei Impfdosen
- Wirksamkeit: Studien finden statt.
- Alterszulassung: offen
Wie werden Impfstoffe beschafft, entwickelt und zugelassen?
Impfstoffbeschaffung der Schweiz
Der Bund bleibt weiterhin mit verschiedenen Impfstoffherstellern im Gespräch. Dies, weil die Impfstoffentwicklung mit Unsicherheiten verbunden ist. Der Bund verfolgt deshalb mehrere Wege zur Beschaffung von Impfstoffen und engagiert sich dafür ebenfalls auf internationaler Ebene. Zudem möchte der Bund möglichst verschiedene Impfstoffarten beschaffen. Dadurch erhöht sich die Chance, für verschiedene Zielgruppen einen möglichst optimal wirksamen Impfstoff zu haben.
Verträge mit Impfstoffherstellern
Der Bund hat Verträge mit fünf Impfstoffherstellern abgeschlossen. Wenn ein Impfstoff von Swissmedic zugelassen ist, erhält die Schweiz aufgrund des Vertrages die Anzahl reservierter Impfdosen. Die Impfstoffhersteller liefern die reservierten Impfdosen gestaffelt über mehrere Monate in die Schweiz. Die Impfdosen stehen somit zu Beginn nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung.
- Novavax: 6 Millionen Impfdosen
- Curevac: 5 Millionen Impfdosen
- Pfizer/BioNTech: 6 Millionen Impfdosen
- AstraZeneca: 5,3 Millionen Impfdosen
- Moderna: 13,5 Millionen Impfdosen für das Jahr 2021 / 7 Millionen für das Jahr 2022
Die Schweiz erhält zusätzlichen Zugang zu Impfstoffen, da sie Mitglied des COVAX-Programms ist. Klicken Sie auf den Link unten, um weitere Informationen zum COVAX-Programm zu erhalten.
Im September 2020 hat die Schweiz ihre Teilnahme am COVAX-Programm (Covid-19 Vaccine Global Access Facility) bestätigt. Die Schweiz beteiligt sich am internationalen COVAX-Programm, um auch wirtschaftlich schwächeren Ländern einen Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen. Ebenfalls kann durch die Teilnahme die Beschaffung von Impfstoffen für 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung sichergestellt werden.
Das COVAX-Programm steht unter der Führung der Impfstoff-Allianz Gavi, Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Ziel ist es, weltweit eine gerechte Verteilung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus zu ermöglichen. Im Rahmen der Covid-19 Bekämpfung entsteht somit zum ersten Mal ein globales Einkaufsprogramm für Impfstoffe gegen das neue Coronavirus, an dem alle Länder teilnehmen können. Dabei sollen insgesamt rund zwei Milliarden Impfdosen gegen Covid-19 bereitgestellt werden.
Entwicklung eines Impfstoffes
Impfstoffe zu entwickeln und herzustellen, ist komplex und aufwändig. Die Anforderungen an die Qualität, die Wirksamkeit und insbesondere die Sicherheit sind hoch. Deshalb muss die Herstellung eines Impfstoffes unterschiedliche Entwicklungsphasen durchlaufen. Nur wenn eine Phase gute Ergebnisse zeigt, kommt der Impfstoff in die nächste Phase der Weiterentwicklung.
1. Vorklinische Phase
Der Impfstoff wird im Labor und an Tieren getestet.
2. Klinische Phase
Die klinische Erprobung unterteilt sich in drei Phasen:
Klinische Phase I:
An einer kleinen Zahl von gesunden Freiwilligen wird erstmals geprüft, wie der Mensch auf den Impfstoff reagiert und wie verträglich verschiedene Dosierungen sind. Dosierung heisst, wie oft und mit welcher Menge geimpft wird. In dieser Phase können auch erste häufig auftretende Nebenwirkungen erkannt werden.
Klinische Phase II:
In dieser Phase wird der Impfstoff an mehreren hundert Freiwilligen geprüft. Dabei zeigt sich, ob der Impfstoff die gewünschte Immunität auslöst und welche Dosierung optimal ist. Zudem werden Erkenntnisse über die Häufigkeit und den Schweregrad von möglichen Nebenwirkungen gesammelt.
Klinische Phase III:
Nun wird der Impfstoff an mehreren tausend Freiwilligen getestet. Diese Phase zeigt, ob der Impfstoff auch tatsächlich vor der Krankheit schützt. Zudem werden seltene Nebenwirkungen und Risiken erkannt. Es wird ausserdem überprüft, für welche Alters- oder Bevölkerungsgruppen der Impfstoff eingesetzt werden kann.
Wenn der Impfstoffhersteller ein Zulassungsgesuch einreicht, werden in einem nächsten Schritt alle vorliegenden Ergebnisse der klinischen Phasen I – III durch Swissmedic überprüft. Kann Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität des Impfstoffes bestätigen, erteilt sie die Marktzulassung für die Schweiz.
Ist ein Impfstoff zugelassen, wird in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF eine Impfempfehlung für die Bevölkerung ausgesprochen. Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn der Nutzen durch verhinderte Krankheiten und deren Komplikationen die mit den Impfungen verbundenen Risiken um ein Vielfaches übertrifft.
3. Folgestudien (Phase IV)
Auch nach der Zulassung müssen Impfstoffhersteller die Sicherheit, die Wirksamkeit und die Qualität weiterverfolgen. Die Hersteller prüfen laufend, ob seltene oder schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten und melden diese Swissmedic. Ebenfalls wird die Verträglichkeit des Impfstoffes in Bevölkerungsgruppen geklärt, welche in vorhergehenden Studien nicht eingeschlossen waren.
Film von Swissmedic: Die Entwicklung bis zur Zulassung eines Impfstoffes kurz erklärt.
Zulassung in der Schweiz
In der Schweiz ist Swissmedic für die Zulassung zuständig und entscheidet, ob ein Impfstoff zugelassen wird. Kann Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität des Impfstoffes bestätigen, erteilt sie die Marktzulassung für die Schweiz.
Was ist eine Impfung?
Impfungen sind der wirksamste Schutz gegen gefährlichen Infektionskrankheiten. Sie reduzieren das Ansteckungs- und Erkrankungsrisiko der geimpften Person. Zudem schützen viele Impfungen auch vor der Übertragung der Krankheitserreger auf andere Personen. Dadurch werden indirekt auch ungeimpfte Personen geschützt.
Bei einer Impfung wird das Immunsystem mit dem Erreger einer Krankheit «bekannt gemacht», ohne dass die Krankheit ausgelöst wird. Dadurch wird das körpereigene Abwehrsystem für den Ernstfall vorbereitet. Bei einem späteren Kontakt mit dem Erreger kann das Abwehrsystem diesen schnell erkennen und unschädlich machen.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Seite Impfungen & Prophylaxe.
Swissmedic erklärt im Film, wie und warum Impfstoffe im Körper wirken.
Zahlen zur Covid-19-Impfung
Die Zahlen zur Covid-19-Impfung finden Sie auf www.covid19.admin.ch.
Den Verteilschlüssel der kantonalen Impfstoffzuteilung finden Sie auf der Seite Situation Schweiz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Antworten zu häufig gestellten Fragen zur Covid-19-Impfung finden Sie hier.
Informationen für Gesundheitsfachpersonen
Detaillierte Informationen für Gesundheitsfachpersonen finden Sie hier.
Ergänzende Informationen
- Auf der Webseite von Infovac finden Sie Informationen zu den verschiedenen Impfstoffarten.
- Im Artikel «Vorbeugung statt Behandlung» von Swissmedic finden Sie Informationen zur Zulassung von Impfstoffen in der Schweiz.
- Auf der Webseite von Swissmedic finden Sie ein Dokument, in welchem die Empfehlungen für die Behandlung von Patienten in klinischen Versuchen bei der Entwicklung eines SARS-CoV-2 Impfstoffes beschrieben sind.
- Auf der Webseite der EKIF finden Sie den Fragekatalog (Analyserahmen), nach welchem entschieden wird, ob eine Impfung empfohlen werden soll.
Dokumente
Letzte Änderung 26.07.2021