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Um seine eigenen Ideen zur Seifenherstellung zu verwirklichen, emigrierte Emanuel Heilbronner 1929 in die USA, im Gepäck die Rezepturen der qualitativ hochwertigen Stück- und Flüssigseifen des Familienbetriebs. Aus Protest gegen die Nationalsozialisten strich Emil das „Heil“ aus seinem Nachnamen. Seine beiden Schwestern wanderten in den 30-er Jahren ebenfalls rechtzeitig aus Deutschland aus, die Eltern sterben jedoch in den Konzentrationslagern Auschwitz und Theresienstadt.
1948 schliesslich gründete Emanuel Bronner den Vorläufer der heutigen Firma „Dr. Bronner’s Magic Soaps“ und begann mit der Herstellung seiner berühmten Pfefferminzseifen. Während seiner Vorträge, die er für die Vereinigung der Menschheit hielt (ein Projekt, dem er sich nach dem Zweiten Weltkrieg widmete), verteilte er seine Seifen. Er merkte jedoch schnell, dass manche Besucher nur seine Seifen mitnahmen, anstatt ihm zuzuhören. Aus diesem Grund druckte er seine Philosophie auf die Flaschenetiketten, wo sie auch heute noch in kaum veränderter Form zu lesen sind.
Die zunächst kleine, aber treue Anhängerschaft der Seifen wuchs in den späten Sechzigern rasant an, als ein regelrechter Boom der Dr. Bronner’s Seifen begann. Beinahe nur durch Mundpropaganda wurden sie in den USA zu Kultseifen ihrer Zeit und waren bald darauf in allen Bioläden erhältlich. Heute ist Dr. Bronner’s Magic Soaps die meistverkaufte Naturseifenmarke Nordamerikas und begeistert Verbraucher aus allen Gesellschaftsschichten.