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WIREFRAME, 2013
Beschreibung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Konstruktion von Raum und dessen Abbild in der Fläche. Ausgangspunkt der Arbeit war ein dreidimensionales, virtuelles Modell eines mehrstöckigen Hochhauses, welches zu Visualisierungszwecken in einer CAD-Umgebung erstellt wurde. Sämtliche optisch relevanten Bauteile wurden in Form von Volumenmodellen im dreidimensionalen Koordinatensystem (x,y,z) geometrisch nachgebildet. Im Drahtgitter-Ansichtsmodi wird das 3D-Modell durch sämtliche Körperkanten aller zugrundeliegenden Volumen dargestellt. Dieses vor allem bei hoch detaillierten Modellen zum Einsatz kommende Darstellungsverfahren unterstützt zwar eine schnelle Berechnung der Ansicht, stellt aber bei hoch komplexen 3D-Szenen eine erhöhte Anforderung an die räumliche Lesbarkeit des Bildes: Die verschiedenen Kantenlinien von hintereinander gestaffelten Volumen fallen in sich zusammen oder verdichten sich zur Fläche. Die räumliche Illusion fluchtender Linien wird verwischt, spannende geometrische Konstellationen und Figuren ergeben sich, die ja nach Ansichtswinkel und Distanz zum reinen flächigen und abstrakten Bild werden und jegliche Räumlichkeit verneinen.
Die Bilder Wireframe B1, B2 und B3 mit der Kantenlänge von je 110 x 150 cm wurden mittels digitalem Flachbettdruck produziert und durch die Postfinance AG im Mai 2013 für das neue Hauptgebäude an der Mingerstrasse in Bern erworben.