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Mehr als zwei Prozent Exportwachstum seien für 2016 nicht drin - und das auch nur wegen des guten Jahresbeginns. Für 2017 sieht Treier wegen der schwächelnden Weltwirtschaft und politischer Krisen keinen Grund zum Optimismus: "Das deutsche Exportwachstum dürfte 2017 mit zwei Prozent genauso schwach ausfallen wie in diesem Jahr." Zum Vergleich: In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten legten die deutschen Ausfuhren durchschnittlich um jährlich sechs Prozent zu.
Nach DIHK-Angaben schrumpften die Exporte im laufenden Jahr in wichtige Absatzmärkte wie Grossbritannien, USA, Türkei oder Brasilien. Zuletzt hätten auch die Ausfuhren in die arabischen Länder gelitten. Dementsprechend seien die Erwartungen der Industrie für die kommenden Monate "weit unterdurchschnittlich", sagte Treier.
Vor allem der Fahrzeug- und der Maschinenbau seien betroffen. Die Unternehmen rechneten dort nicht damit, dass der Welthandel seine Schwächephase in näherer Zukunft überwinden kann. Lichtblicke seien die Exporte nach Polen, Tschechien, Ungarn, in die Schweiz, Japan und in die südeuropäischen Länder, die langsam aus der Krise kämen. "Jedoch fehlen für die Weltwirtschaft echte Wachstumstreiber."
Auch der Aussenhandelsverband BGA rechnete zuletzt für dieses Jahr nur mit einem leichten Plus der Ausfuhren von höchstens zwei Prozent auf einen Wert von 1220 Milliarden Euro. In den ersten zehn Monaten stiegen sie minimal um 0,3 Prozent auf 1001,9 Milliarden Euro./tb/DP/zb
(AWP)