Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/129016

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Antibiotika- und Resistenzproblematik konsequent im Sinne eines One-Health-Konzeptes anzugehen, wo notwendig die gesetzlichen Grundlagen einzubringen und klare zeitliche und messbare Handlungsziele festzulegen. Dies betrifft insbesondere: </p><p>1. das systematische Monitoring des Antibiotika-Einsatzes und der Antibiotika-Resistenzen bei Mensch und Tier unter Beachtung der Entwicklung im Boden, in Gewässern und in der Nahrungskette (zentrale Datenbank);</p><p>2. die Identifizierung von Hotspots der Resistenzentwicklung in Human- und Veterinärmedizin;</p><p>3. Massnahmen zur nachweislichen Senkung des Antibiotika-Verbrauchs in der Human- und in der Veterinärmedizin sowie der pflanzlichen Produktion;</p><p>4. präventive Massnahmen im Bereich der tierischen Produktion; </p><p>5. eine breite Information über den korrekten Einsatz von Antibiotika.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motionärin, dass Antibiotikaresistenzen die öffentliche Gesundheit gefährden und dass das Problem überwacht und Massnahmen zum korrekten Antibiotikaeinsatz ergriffen werden müssen. Unter anderem soll auch die Möglichkeit geprüft werden, eine gemeinsame Auswertung und Diskussion der Verbrauchs- und Überwachungsdaten aus den verschiedenen betroffenen Bereichen im Sinne einer verstärkten Standardisierung und Zentralisierung der verschiedenen Datengrundlagen zu schaffen.</p><p>Verschiedene Bestrebungen sind bereits im Gange, die in einem nationalen Programm zu Antibiotikaresistenzen (basierend auf Art. 5 Abs. 1 Bst. b des revidierten Epidemiengesetzes; SR 818.101) gebündelt, koordiniert und umgesetzt werden sollen. Sie berücksichtigen dabei die in der vorliegenden Motion geforderten Aspekte.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.