Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03560.jsonl.gz/1539

Starkregen, Schneeschmelze oder Sturmflut: Hochwasser kann viele Ursachen haben. Allen ist gemein, dass sie Schäden anrichten und langfristige Auswirkungen nach sich ziehen können. Die gute Nachricht: Man kann sein Eigenheim aber vor Hochwasser schützen – nachfolgend erfahren Sie, wie das auch im Rahmen einer Sanierung gelingt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Hochwasser entsteht dann, wenn die Wassermengen in einem Fluss, Bach, See oder einer anderen Wasserquelle plötzlich stark ansteigen und über die Ufer treten.
- In Alpentalregionen und in der Nähe von Gewässern besteht erhöhtes Hochwasserrisiko.
- Der Keller und das Untergeschoss sind bei Hochwasser die am meisten betroffenen Teile des Hauses bei Hochwasser.
- Hochwasserschutz gelingt mit wasserdichten Abdichtungen, druckwasserdichten Fenstern und Türen sowie durch die Verhinderung von Rückstau.
- Gängige wasserdichte Abdichtungen bei Hochwasser gibt es in Form von Wänden, Folien und Membranen.
Wie entsteht Hochwasser?
Hochwasser entsteht dann, wenn die Wassermengen in einem Fluss, Bach, See oder einer anderen Wasserquelle plötzlich stark ansteigen und über die Ufer treten. Die Gründe sind vielfältiger Natur und unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Zu den häufigsten Ursachen von Hochwasser gehören Starkregen, Schneeschmelze, starkes Tauwetter und Sturmfluten.
Warum Sie Naturgefahren bei einer Sanierung berücksichtigen sollten
Was Sie über weitere Naturgefahren wie Starkregen, Schnee oder Gewitter wissen sollten, erfahren Sie hier. Zum Artikel
Hohe Hochwassergefahr in Alpentalregionen und in der Nähe von Gewässern
Gerade in den Alpentalregionen besteht erhöhte Hochwassergefahr. Grosse Mengen an Schnee, die im Frühjahr und Sommer schmelzen, können zu Hochwasser in den Flüssen führen, die von den Alpen abfliessen. Aber auch Flüsse, die durch flache Niederungen fliessen, sind anfällig für Hochwasser. Dies betrifft insbesondere Flüsse wie die Aare, die Rhone, die Reuss und die Limmat. Nebst Flüssen stellen auch Seen als Gewässer ein Hochwasserrisiko dar: Bei starkem Regen oder Schneeschmelze können die Wasserstände in den Seen steigen und Überflutungen in den umliegenden Gebieten verursachen.
Wie kann ich mein Zuhause vor Hochwasser schützen?
Keller und Untergeschoss sind die Teile eines Hauses, die am stärksten von Hochwasser betroffen sind. Denn diese Bereiche befinden sich zumeist unterhalb des Bodenniveaus und sind somit am anfälligsten für das Eindringen von Wasser während eines Hochwasserereignisses. Im Rahmen einer Sanierung sollte man sich daher auch über präventive Schutzmassnahmen Gedanken machen. Denn: Schäden, die dank Prävention nicht entstehen sind sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei, Überschwemmungsschäden vorzubeugen:
Wasserdichte Abdichtungen anbringen
Stellen Sie sicher, dass Ihr Keller und andere unterirdische Räume ordnungsgemäss gegen eindringendes Wasser abgedichtet sind. Dies kann den Einbau von wasserdichten Membranen und Abdichtungsmaterialien umfassen. Bei Sanierungsprojekten, insbesondere in gefährdeten Gebieten, ist die Auswahl der richtigen Materialien entscheidend, um Ihre Räume vor Wassereintritt zu schützen. Diese Materialien werden normalerweise auf Oberflächen aufgetragen, um sie wasserundurchlässig zu machen und somit Ihr Zuhause effektiv gegen Feuchtigkeit und Überschwemmungen zu sichern. Erfahren Sie im Naturgefahren-Check, inwieweit Ihr Zuhause von Hochwasser und weiteren Naturgefahren bedroht ist.
Übersicht der gängigen wasserdichten Abdichtungen bei Hochwasser
Hochwasserschutzwände: Diese Wände bestehen aus wasserdichtem Material wie PVC oder Gummi und können um gefährdete Gebäude oder Areale herum aufgestellt werden. Sie können sowohl als temporäre als auch als permanente Schutzmassnahme dienen.
Hochwasserschutzfolien: Diese wasserdichten Folien bestehen aus Polyethylen oder ähnlichen Materialien und können vor Türen, Fenstern und anderen Öffnungen angebracht werden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Sie zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie leicht anzubringen und zu entfernen sind.
Hochwasserschutzmembranen: Diese Membranen werden unter dem Boden oder um Gebäude herum installiert, um das Eindringen von Wasser in Keller oder unterirdischen Räumen zu verhindern. Hochwasserschutzmembranen sind aus wasserdichten Materialien wie PVC oder Kautschuk gefertigt. Bei manuellen Systemen erfolgen das Entfalten und Anbringen der Membrane manuell, während automatische Systeme oft Sensoren verwenden, um den Anstieg des Wasserstands zu erkennen und die Membrane automatisch auszufahren.
Druckwasserdichte Fenster und Türen einbauen
Wer sein Haus vor Hochwasser schützen will, sollte auch auf druckwasserdichte Fenster und Türen setzen. Das Fensterglas oder der Kunststoff, der bei druckwasserdichten Fenstern verwendet wird, ist in der Regel verstärkt, um Brüche oder Verformungen unter Druck zu verhindern. Dieses verstärkte Material kann gehärtetes Glas oder spezielle Kunststoffe wie Polycarbonat sein. Diese Art von Fenstern verfügt weiterhin über spezielle Dichtungen, die verhindern, dass Wasser oder Luft in den Innenraum eindringt. Diese Dichtungen sind so konstruiert, dass sie selbst hohem Wasserdruck standhalten können. Druckwasserdichte Fenster und Türen haben auch noch weitere Vorteile: Sie sind meist gleichzeitig einbruchsicher und haben denselben hohen Energiesparnutzen wie hochwertiges Wärmeschutzglas.
Rückstau verhindern
Rückstau ist ein weiterer Gefahrenpunkt bei Hochwasser. Ein solcher entsteht durch die Überlastung des Kanalnetzes, an die jedes Haus angeschlossen ist – zum Beispiel bei starkem Regen. Wenn die Kapazitäten der Rückstaubecken der öffentlichen Kanalisation ausgeschöpft sind, staut sich das Abwasser bis in die Häuser zurück. Eine Überschwemmung des Kellers ist die Folge. Abhilfe schafft eine Rückstauklappe: Es handelt sich dabei um eine mechanische Vorrichtung, die für gewöhnlich in einem Abwasserrohr installiert ist. Sie enthält eine Klappenmechanik, die normalerweise in einer offenen Position verriegelt ist, um den Wasserabfluss aus dem Gebäude zu ermöglichen. Wenn bei einem Hochwasser der Wasserstand im Kanal steigt, wird die Klappe durch den höheren Wasserdruck geschlossen, um zu verhindern, dass Abwasser in das Gebäude zurückfliesst. Bei einem Neubau kann eine Rückstauklappe direkt in die Bodenplatte eingebaut werden. Im Falle einer Nachrüstung besteht die Möglichkeit, sie in die freie Rohrleitung zu integrieren. Damit Rückstauklappen ordnungsgemäss funktionieren, ist es wichtig, sie ein- bis zweimal pro Jahr zu warten.
Dank myky glückt der Einstieg in Ihr Sanierungsprojekt
Sie stehen vor der Entscheidung, Ihr Haus energetisch zu sanieren und wissen nicht so recht, wo Sie anfangen sollen? myky unterstützt Sie mit dem Sanierungsplaner und einem integrierten Hausdossier bei Ihrem Projekt. Zum Artikel