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Mit dieser neuen DEZA-Initiative soll in Entwicklungs- und Schwellenländern der Zugang zu qualitativ gutem Trinkwasser rasch verbessert werden. Zielgruppe sind arme Bevölkerungsgruppen, die in ländlichen Gebieten oder kleinen Städten leben. Innovative schweizerische Start-up-Unternehmen und KMU sollen die Gelegenheit erhalten, dank technischer und finanzieller Unterstützung das für ihre Aktivitäten nötige Fachwissen und Knowhow zu erwerben und längerfristig an private Finanzierungen zu gelangen. Voraussetzung ist, dass sie bereits über einen erprobten Prototyp in einem der Schlüsselbereiche des Wassersektors und über ein Geschäftsmodell verfügen, das sich an die unteren Gesellschaftsschichten richtet. Die Initiative trägt also dazu bei, die Finanzierungslücke zu schliessen, die zwischen öffentlicher Förderung von Forschung und Entwicklung (bis zum Prototyp-Stadium) und privaten Finanzierungen für die Markteinführung besteht.
Strategos SA, eine auf Unternehmensberatung und -strategien spezialisierte KMU, wurde mit dem Management von «Swiss Bluetec Bridge» beauftragt. Im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs unterzog eine unabhängige Fachjury aus den eingereichten Projekten die zwei besten einer näheren Prüfung. Die Projekte wurden u.a. nach folgenden Kriterien bewertet: Leistungsnachweis der vorgestellten Technologie, Innovationsgrad des Ansatzes, der einen für alle uneingeschränkten Zugang zu Trinkwasser in ländlichen Gebieten ermöglichen muss, Businessplan mit einem ausgewiesenen Interesse einer Finanzinstitution.
Die Fachjury war beeindruckt vom Entwicklungsgrad des Projekts von Swiss Fresh Water, von der Qualität ihrer Technologie und vom vorgeschlagenen Geschäftsmodell. Die Wasserentsalzungssysteme sind kostengünstig und werden mit Solarenergie betrieben. Dank dieser Technik können täglich rund 4'000 Liter Trinkwasser hergestellt werden. Das reicht aus, um die Trinkwasserversorgung von vielen Dorfbewohnern sicherzustellen und in der Folge auch ihre Gesundheit zu verbessern.
Für Renaud de Watteville, CEO des Siegerunternehmens, kommt der Beitrag von «Swiss Bluetec Bridge» gerade richtig: «Dank dem Darlehen von ‹Swiss Bluetec Bridge› können wir nun unser Geschäftsmodell auf seine Machbarkeit hin überprüfen und die Banken und Investitionsfonds von unserem Wachstumspotenzial überzeugen.» Swiss Fresh Water wird auch Beratung erhalten, um die wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts unter Beweis zu stellen. Das in Belmont-sur-Lausanne ansässige Unternehmen beschäftigt zurzeit sieben Vollzeitangestellte, zwei davon in Senegal.
Bis 2014 will «Swiss Bluetec Bridge» fünf weitere schweizerische Start-up-Unternehmen oder KMU bei der Entwicklung ihrer Aktivitäten unterstützen. Die nächste Ausschreibung findet Anfang März 2013 statt. Ziel der Initiative ist es, insgesamt 20 000 Personen in ländlichen Gebieten oder kleinen Städten in Entwicklungs- und Schwellenländern einen dauerhaften Zugang zu gutem Trinkwasser zu gewähren.
Der erste Sieger wurde am ersten Jahrestag der Schweizer Wasserpartnerschaft vorgestellt. Ihr gehören Akteure der Hochschulen, der Zivilgesellschaft sowie öffentliche und private Organisationen an. Sie haben sich zusammengeschlossen, um die Synergien zwischen den Aktivitäten der einzelnen Mitglieder gewinnbringend zu nutzen.
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