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Kaki (Diiospyros kaki))
Familie der Ebenanceae - Ebenholzgewächse
Engl.: persimmon
Franz.: kaki, caqui, apricot du Japon, raquemine
Nährwert (pro 100g):
69 kcal, 290 kj
0.6g Eiweiss, 0.3g Fett
16g Kohlenhydrate
Botanik:
Der Kaki-Baum wird ca. 4 - 8m hoch und hat eine runde Krone. Im Herbst verliert er seine Blätter, während die Früchte noch reifen.
Herkunft:
Kaki stammt aus Ostasien und ist in Nordchina, Südkorea und Japan eine der ältesten Kulturpflanzen. In diesen Regionen kommen auch noch wilde Bäume vor, die Früchte schmecken jedoch bitter.
Anbau:
Heutzutage werden Kakis in Plantagen überall in den Subtropen kultiviert und während des ganzen Jahres aus verschiedenen Ländern geliefert. Allerdings gewinnen die "pflegeleichten" Sharonfrüchte immer mehr an Bedeutung, da die Kaki sehr empfindlich ist. Desshalb ist es möglich, dass die Kaki zur seltenen Exotin wird.
Import:
In den Monaten September und Oktober werden die Kakis aus Italien, Spanien und Frankreich importiert. Ab Februar bis April aus Brasilien, von April bis Juni aus Chile und Neuseeland, von Mai bis Juli aus Peru und vom September bis Dezember von Kalifornien und Florida.
Frucht:
· Essbar sind Fruchtfleisch und Kerne.
· Die Haut sollten Sie entfernen.
· Der Geruch der Kaki ist neutral.
· Geschmacklich erinnert sie an Pfirsich und Aprikose mit einem leichten Hauch von Vanille.
· Grösse und Form gleicht der einer Tomate, am Stielansatz befinden sich vier breite, kräftige dunkelgrüne Kelchblätter.
· Die Schale ist glatt und dünn wie die der Tomate. Die Farbpalette reicht von goldgelb über orangerot bis tomatenrot.
· Das Fruchtfleisch ist mit etwa 8 essbaren Kernen in Fächer unterteilt. Es ist orangerot bis dunkelrot, süss und geleeartig weich.
· Die reife Kaki hat eine gelborange Haut mit eventuell noch grünem Schimmer am Kelch. Das Fruchtfleisch ist glasig durchscheinend, süss, weich und saftig.
· Überreife Kakis sind matschig.
· Bei unreifen Früchten hat die Haut noch einen grünlichen Schimmer, die Frucht ist hart und das Fruchtfleisch hat keine Transparenz. Sie hat einen bitteren Nebengeschmack und ist adstringierend wie roher Rhabarber.
Anwendung:
· Roh als Obst.
Vorbereitung:
· Kakis waschen, die Kelchblätter entfernen und die Haut abziehen.
Lagerung:
· Ganze, reife Früchte sind maximal 2 Tage im Kühlschrank haltbar.
· Kakis können Sie auch einfrieren, jedoch nur mit Haut und ohne Kelchblätter.
· Kakis reifen bei Zimmertemperatur nach, 2 -3 Tage.
Tipps:
· Reife Kakis sollte man wie rohe Eier transportieren, da sie äusserst druckempfindlich sind. Die Haut kann durch Anritzen mit dem Fingernagel platzen.
· Kaki schmecken roh am besten, aber auch kombiniert mit etwas Zitrussaft, Orangen- oder Aprikosenlikör, Schlagsahne und/oder Eis schmecken sie hervorragend.
· Kaki kann man am besten mit Kuchengabel und Löffel essen.
Geschichte:
Der deutsch Arzt Engelbert Kämpfer (1651-1716), der als Forschungsreisender auch Japan besuchte, beschrieb als erster den faszinierenden Anblick des kahlen Baums in verschwenderischer Fruchtfülle - erwirkte wie eine Krinoline, über und über mit niedlichen Tomaten besteckt.