Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/588

Nebenzweig forstlicher Thätigkeit, welcher in neuerer Zeit eine hervorragende Bedeutung und
selbständige Behandlung gefunden hat. Man unterscheidet chaussierte Wege, Erdwege, Holzwege (Wege mit Holzbau) und Schienenwege
(s.
Waldeisenbahnen).
[* 3] Die Waldwegebaulehre behandelt die Wegenetzlegung
u. den Wegeausbau. Die Waldwegenetzlegung bildet namentlich
im
Gebirge die Grundlage der forstlichen
Einteilung (s.
Forsteinteilung).
(Waldwertrechnung), die Ermittelung des Geldkapitalwerts eines
Waldes, seiner
Bestandteile oder
Nutzungen.
Gegenstände der Waldwertberechnung sind:
Bodenwert, Holzbestandswert, Waldwert und der Wert einzelner
Nutzungen. Die Wertberechnung
stützt sich auf die zu erwartenden
Wirtschaftserträge
(Erwartungswert) oder auf die aufgewendeten Wirtschaftskosten
(Kostenwert)
oder auf stattgefundene Verkäufe (Verkaufswert). Zur Ermittelung der Geldkapitalwerte aus Walderträgen oder Waldwirtschaftskosten
bedient man sich des
Waldzinsfußes, d. h. desjenigen
Zinses, welchen die
Einheit der in der Waldwirtschaft
angelegten Kapitalien bringt oder bringen soll.
Der
Waldzinsfuß wird in der
Regel erheblich niedriger als der landesübliche Geldzinsfuß angenommen. Man rechnet vielfach
mit einem
Waldzinsfuß von 3 Proz.
Bodenwert ist der Geldkapitalwert des unbestandenen oder unbestanden gedachten Waldbodens.
Derselbe wird in der
Regel entweder aus Verkäufen gleichwertigenBodens (Bodenverkaufswert) oder aus den
bei der Bodenbewirtschaftung zu erwartenden
Erträgen
und
Kosten (Bodenerwartungswert) abgeleitet.
Bodenerwartungswert ist der Überschuß der Rohertragsvorwerte über die Kostenvorwerte der Bodenbewirtschaftung. Der Bodenerwartungswert
ist verschieden je nach der Bewirtschaftungsart, namentlich nach der Umtriebszeit. Diejenige Umtriebszeit, bei welcher der
Bodenerwartungswert am größten ist, nennt man die finanzielle Umtriebszeit (s.
Umtrieb). Bestandswert ist der Geldkapitalwert des auf dem Waldboden angesammelten Holzvorrats. Je nachdem derselbe ermittelt
wird aus dem Verkaufspreis des sofort abzutreibenden Holzbestandes oder aus den
Kosten, welche die Herstellung des Bestandes
verursacht hat, oder aus den zukünftigen
Erträgen, welche der Bestand erwarten läßt, unterscheidet man zwischen Bestandsverkaufswert,
Bestandskostenwert und Bestandserwartungswert.
Dasjenige Haubarkeitsalter, bei welchem der Bestandserwartungswert am größten ist, ist das finanziell vorteilhafteste (finanzielle)
Haubarkeitsalter. Waldwert ist die
Summe der
Boden- und Bestandswerte. Im Normalwald ergibt sich der Waldwert aus der
Kapitalisierung
der gleichbleibenden Normalwaldrente (Waldrentierungswert).
Vgl. G.
Heyer, Anleitung zur Waldwertrechnung (3. Aufl., Leipz.
1883);
BeimKochen der
Nadeln erhält man als Nebenprodukt eine braune
Flüssigkeit, welche eingedampft schwarzbraunes, aromatisch-harzig riechendes und bitter schmeckendes Fichtennadelextrakt
(Waldwollextrakt) liefert, und gelblichgrünes ätherisches
Fichtennadelöl
(Waldwollöl).
Ordnung der
Säugetiere mit oft kolossalem
Körper ohne
äußere
Gliederung und von Fischgestalt. Die nächsten Verwandten unter den auf dem Land lebenden
Säugetieren scheinen die
Huftiere und die
Fleischfresser zu sein, von denen sie jedoch durch eine Anzahl auf das
Leben im
Wasser bezüglicher
Einrichtungen im
Bau abweichen. Der
Kopf der Wale geht ohne äußerlich sichtbaren
Hals in den walzigen
Rumpf über, während das
Schwanzende eine horizontale
Flosse bildet, zu welcher häufig noch eine Fettflosse auf dem
Rücken hinzukommt.
Die
Haut
[* 16] ist meist völlig haarlos oder mit spärlichen
Borsten bekleidet, dagegen entwickelt sich im
Unterhautzellgewebe
eine mächtige Specklage. Die
Knochen
[* 17] sind schwammig und in den Zwischenräumen mit flüssigem
Fett erfüllt. Die in normaler
Zahl vorhandenen
Halswirbel
(Manatus hat jedoch statt 7 nur 6) sind nur bei den
Seekühen frei beweglich,
bei den übrigen
Walen verwachsen. Die Vordergliedmaßen besitzen zur Anheftung an den
Rumpf nur ein
Schulterblatt, sind zu
einer Ruderflosse verwachsen und meist nicht mehr in ihren einzelnen Teilen, sondern nur als
Ganzes beweglich. Die Zahl der
¶