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Der erste Lyceumclub wurde 1903 von Constance Smedley in London gegründet. Ein Jahr später gehörten ihm bereits 1’500 Frauen an. Zweck des Clubs war es, den Status der Frau in der Welt der Künste und der Literatur aufzuwerten. Die Clubgründung fand in den Medien der europäischen Hauptstädte ein grosses Echo. Constance Smedley unternahm in der Folge einen eigentlichen „Feldzug“ für die lyceische Idee auf dem europäischen Festland. Ihr Ziel war es, gute kulturelle Beziehungen unter den Frauen verschiedener Länder zu schaffen. Es gelang ihr, in Frankreich, Deutschland und Italien Clubs zu gründen. Später folgten Gründungen in weiteren europäischen Ländern.
Am 28. November 1912 gründeten 77 Frauen aus Genf, der Waadt und Bern in Genf den Internationalen Lyceum Club der Schweiz. Er ist damit eine der ältesten Frauenvereinigungen in der Schweiz. Nach und nach entstanden regionale Clubs. Seit 1993 sind es insgesamt zwölf Clubs mit rund 1’400 Mitgliedern. Weltweit sind heute rund 70 Clubs in 17 Ländern aktiv, die in der Internationalen Vereinigung der Lyceum Clubs zusammengeschlossen sind. Ihnen gehören rund 6’800 Lyceinnen an.
13 Jahre nach dem Schweizer Club entstand 1925 der Lyceumclub St.Gallen als siebter regionaler Club. Gertrud Hartmann, eine Journalistin, gründete den Club zusammen mit 16 Frauen. Seit 1950 hat der Club seinen Sitz in der Scherer’schen Villa an der Rorschacherstrasse 25, einem prächtigen Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert. Hier spielt sich das Clubleben ab; in den stimmungsvollen Räumlichkeiten treffen sich die Mitglieder zu den Veranstaltungen der fünf Sektionen (Mensch & Natur, Kunst, Literatur, Musik, Soziales) und der Zirkel. In den bald 90 Jahren seines Bestehens hat sich der Club kontinuierlich weiter entwickelt; heute zählt er gegen 180 Mitglieder.