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1. Auflage
von Claus Jacobs, Franz Petermann
Das RZD 2–8 ist von der 2. bis zur 8. Klasse einsetzbar. Mögliche Anwendungsbereiche finden sich u. a. in Schulen, Kliniken, Ausbildungsinstituten, Erziehungsberatungsstellen, psychotherapeutischen und ärztlichen sowie lern- und ergotherapeutischen Praxen.
Beim RZD 2–8 handelt es sich um die Weiterentwicklung des RZD 2–6, das grundlegend überarbeitet und neu normiert wurde. Der Einzeltest zur Feststellung einer Rechenstörung ist nun in einem erweiterten Altersbereich von der 2. bis zur 8. Klasse einsetzbar. Die Struktur des Tests wurde überarbeitet, einige Subtests ausgetauscht und neue Indizes eingeführt.
Der Test erfasst Basiskompetenzen und Rechenfertigkeiten. Neben der Rechengüte (Power) wird auch die Bearbeitungsgeschwindigkeit (Speed) ermittelt. Die Anzahl der vorgegebenen Subtests variiert in Abhängigkeit von der Klassenstufe. Im Einzelnen werden erfasst: Zahlen lesen, Zahlen schreiben, Abzählen vorwärts, Abzählen rückwärts, Zählen im Kopf rückwärts, Positionen auf dem Zahlenstrahl einordnen, Mengen erfassen mit unstrukturierter Vorgabe konkret und abstrakt, Mengenzerlegung unstrukturiert und strukturiert, Kopfrechnen in den vier Grundrechenarten, Schriftliches Rechnen in den vier Grundrechenarten, Rechnen mit Platzhalteraufgaben, das Stellenwertverständnis, Textaufgaben, Bruchrechnen und die Umwandlung von Dezimal- und Bruchzahlen. Die Untertests zur Mengenerfassung und -zerlegung werden am PC präsentiert.
Neben dem Gesamtwert lassen sich im RZD 2–8 nun zusätzlich die Hauptindizes Zahlenverständnis und Konzeptwissen/Rechenprozedur ermitteln. Zudem können die Subindizes Kardinal, Ordinal, Stellenwert und Rechnen bestimmt werden.
Die Retestreliabilität beträgt für die Rechengüte (Power) .92 und für die Rechengeschwindigkeit (Speed) .96. Die interne Konsistenz variiert in Abhängigkeit von der Klassenstufe zwischen .87 und .92.
Konvergente und divergente Validität wurden untersucht. Es zeigen sich hohe Korrelationen zwischen dem Gesamttestscore (Power) und der Prüfungs- sowie Zeugnisnote im Fach Mathematik. Es zeigen sich keine bzw. nur geringe Korrelationen mit der Prüfungs- sowie Zeugnisnote im Fach Deutsch.
Das RZD 2–8 wurde im Jahr 2018 an 645 Schülerinnen und Schülern in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg normiert. Normwerte werden in Form von Prozenträngen (PR), Prozentrangbändern und Staninewerten angegeben.
In Abhängigkeit von der jeweiligen Klassenstufe variiert die Testdauer zwischen 40 und 60 Minuten.
In Anwendung seit 2020.
2020