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Der Geländeabschnitt am San Jorio-Pass, der sich eng an den Abschnitt am Gesero anschmiegt, musste zum Schutz der Festung Bellinzona zur Verteidigungslinie entlang der Grenze zu Italien ausgebaut werden.
Die militärische Bedeutung dieses Abschnitts wurde bereits mit dem Bau einiger Schutzräume und einer Fahrstrasse von Arbedo auf die Passhöhe zwischen 1909 und 1912 hervorgehoben. Diese Strasse wurde zwar vom Militärdepartement gebaut. Diese kam damit aber auch dem Anliegen des Patriziato von Arbedo entgegen, das Gefälle der Strasse von 15% auf 10% zu verringern, um den Alpaufzug auf die Alpe di Gesero zu erleichtern. Das Patriziato von Arbedo übernahm dafür die Zusatzkosten in der Höhe von Fr. 18‘000.- (10% der gesamten Baukosten). Im Sommer 1911 war der Abschnitt Arbedo–Stabio (Punkt 741) fertiggestellt. Der grosse Bergsturz am Motto di Arbino von 1928 zerstörte jedoch wieder einen Teil der Militärstrasse, weshalb eine alternative Streckenführung gesucht werden musste, damit der Übergang bei der Biscia erreicht werden konnte. Schliesslich wurde die Militärstrasse, die von Roveredo (GR) auf den Monte Laura hinaufführt, ausgebaut und bis zum Gesero verlängert.
Während des Ersten Weltkriegs (1915 bis 1917) wurden auf dem Gebirgskamm von der Biscia zum Motto della Croce zahlreiche Befestigungsanlagen gebaut. Ausserdem wurde das Gelände stabilisiert, Schützengräben, Unterständen, Kanonenstellungen für Geschütze mit Kaliber 12, 8.4 und 7.5 cm sowie Stellungen mit Maschinengewehren und Minenwerfern errichtet.
Mit der Generalmobilmachung von 1939 gewann das Gebiet wieder vermehrt an militärischer Bedeutung. Weitere Befestigungsmassnahmen wurden ergriffen, damit der Schutz des Bellinzonese und insbesondere der Stadt Bellinzona, die lediglich 11 Kilometer Luftlinie von der Grenze entfernt ist, gewährleistet werden konnte. Es wurden neue Bollwerke errichtet und zudem wurden einige Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg zwischen der Biscia und dem Sass Guidà wiederhergestellt und reaktiviert.
Trotz des Zerfalls sind noch immer viele dieser Werke deutlich im Gelände erkennbar. Die vorgeschlagene Wanderroute ermöglicht es, vor allem die gut erhaltenen Stellungen der Biscia und des Sass Guidà zu entdecken.