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[21-11-2012] Welche Komprimierung steht einer späteren Archivierung nicht im Wege?
Die Antwort ist leider nicht ganz einfach.
Die Ergebnisse der KOST-Studie zum Thema „Dateiformat und Datenkomprimierung - JPEG2000“ lassen sich analog auch auf JPEG übertragen.
Bis zu einer Komprimierung auf 10% der ursprünglichen Dateigrösse kann man in der Regel von einer visually lossless Komprimierung sprechen. Wir betonen "in der Regel" deshalb, weil das Ergebnis der Komprimierung von der Art des Ursprungsbildes und gerade bei JPEG2000 auch von der eingesetzten Software abhängt. Höhere Komprimierungsraten führen in der Regel bei JPEG zu Artefakte.
Bei JPEG sind Dateigrösse und Qualität nicht direkt linear abhängig, d.h. der gleiche Qualitäts-/Komprimierungsgrad beim Speichern ergibt je nach Ursprungsdatei eine grössere oder kleinere Datei. JPEG2000 hingegen verhält sich weitgehend linear.
Schwieriger wird es, wenn bereits komprimierte Bilder, d.h. bereits als JPEG gespeicherte Bilder, erneut komprimiert werden sollen. Das ist grundsätzlich kein guter Weg, da sich der ursprünglich gewählte Komprimierungsfaktor nicht direkt ermitteln lässt, auch nicht in EXIF-Daten (auch wenn es dazu offenbar komplexe statistische Methoden gibt, die das annähernd ermitteln können). Bei der zweiten Komprimierung ist also unklar, ob damit eine Komprimierung auf weniger als 10% erfolgt und Artefakte im Bild entstehen werden.