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Wie mehrere Wirtschaftssektoren wurde die Schweizer Hochzeitsindustrie von der Pandemie mit voller Wucht getroffen. Jedoch wurden die Auswirkungen auf diesen Sektor nach Kantonen unterschiedlich.
In dieser Studie hat HelloSafe sich mit der Entwicklung der Heiratshäufigkeit und der Scheidungshäufigkeit jedes Kantons (beziehungsweise die Zahlen von Heiraten und Scheidungen eines Kantons pro 1 000 Einwohner im Verhältnis zu seiner Bevölkerung) sowie mit der quantifizierten Auswirkung der Pandemie auf der Schweizer Hochzeitsindustrie beschäftigt.
Schlüsselzahlen dieser Studie
- In der Schweiz ist die Anzahl der Eheschliessungen um 7% zwischen 2019 und 2021 gesunken, was einem Rückgang von 2.775 Eheschliessungen entspricht.
- In Appenzell Innerrhoden ist die Heiratshäufigkeit um 8.86% zwischen 2019 und 2021 gestiegen - gegen -26.46% gleichzeitig in Obwald.
- Appenzell Innerrhoden, Glarus und Schwyz sind die drei Kantone, die zwischen 2019 und 2021 den stärksten Anstieg der Anzahl von Eheschließungen verzeichnen haben.
- In der Schweiz zählt man +0,9% Scheidungen zwischen 2019 und 2021 - das heißt eine jährliche Erhöhung von 159 Scheidungen.
- In Appenzell Innerrhoden wurden +75% Scheidungen gegen -18.02% in Appenzell Außerrhoden zwischen 2019 und 2021 ausgesprochen.
- Während der letzten Jahren wurden weniger Eheschliessungen eingetragen, aber sie sind um fast 4 Monaten (+0.3 Jahr) länger geworden.
- Nach einem Einbruch ihres Einkommens um 40% zwischen 2019 und 2020 würde die Hochzeitsindustrie dieses Jahr ihren Rückstand aufholen und ihr Einkommen von 2019 um mehr als 50 Millionen Franken überschreiten.
In Appenzell Innerrhoden ist die Heiratshäufigkeit um 8.86% zwischen 2019 und 2021 gestiegen – gegen -26.46% gleichzeitig in Obwald
In der deutschsprachigen Schweiz ist die Lage ganz uneinheitlich. Während einiger Kantonen wie Appenzell Innerrhoden oder Glarus Erhörungen von ihrer Heiratshäufigkeit um 8.86% beziehungsweise 0.53% zwischen 2019 und 2021 zählen, verzeichnen andere Kantone wie Schaffhausen und Obwalden dagegen in den letzten 2 Jahren stärke Rückgänge um 17.36% und 26.46%.
Appenzell Innerrhoden, Glarus und Schwyz sind die drei Kantone, die zwischen 2019 und 2021 den stärksten Anstieg der Anzahl von Eheschließungen verzeichnen haben.
Landesweit sind Appenzell Innerrhoden, Glarus und Schwyz die drei Kantonen, die die positivste Entwicklung (und eine Stagnation für Schwyz) ihrer Heiratshäufigkeit bemerkt haben - diese Daten werden auf die Bevölkerung jedes Kantons bezogen.
Im Kanton Genf wurden -3.63% Eheschliessungen gegen -18% in Waadt zwischen 2019 und 2021 gezählt
Im Allgemeinen ist die Heiratshäufigkeit der französischen Schweiz in alle Kantone unterschiedlich gesunken.
Ein Beispiel dafür ist der Kanton Genf, in dem die Anzahl von Eheschliessungen zwischen 2019 und 2021 "erst" um 3.63% zurückgegangen ist, während der Kantonen Neuenburg und Vaud -16% beziehungsweise -18% ihrer Zahlen von Eheschliessungen verzeichnet haben.
Jedoch kann man beobachten, dass fast das gesamte Gebiet der Schweiz einen Rückgang der Institution der Ehe erlebt. In 23 von 29 Kantonen geht nämlich die Heiratsrate in den letzten 2 Jahren zurück.
|Kanton||Zahl von Eheschließungen|
(2019)
|Zahl von Eheschließungen|
(2020)
|Zahl von Eheschließungen|
(2021)
|Entwicklung |
2019-2021 (%)
|Appenzell I.Rh.||79||59||86||+8.86%|
|Glarus||174||168||175||+0.57%|
|Schwytz||737||701||737||0%|
|Solothurn||1259||1175||1234||-1.99%|
|Bern||4575||4402||4435||-3.06%|
|Uri||175||170||169||-3.43%|
|Genf||2150||1711||2072||-3.63%|
|Nidwalden||187||191||180||-3.74%|
|Freiburg||1341||1154||1286||-4.10%|
|St. Gallen||2527||2343||2421||-4.19%|
|Thurgau||1360||1274||1297||-4.63%|
|Zoug||621||559||588||-5.31%|
|Aargau||3182||3045||3008||-5.47%|
|Appenzell A.Rh.||276||247||259||-6.16%|
|Luzern||1975||1866||1846||-6.53%|
|Zürich||7950||7212||7421||-6.65%|
|Graubünden||855||872||784||-8.30%|
|Basel-Stadt||966||863||869||-10.04%|
|Wallis||1464||1256||1305||-10.86%|
|Tessin||1205||958||1073||-10.95%|
|Basel-Landschaft||1271||1140||1128||-11.25%|
|Jura||271||248||240||-11.44%|
|Neuenburg||635||533||533||-16.06%|
|Schaffhausen||403||378||333||-17.37%|
|Waadt||3147||2472||2581||-17.99%|
|Obwalden||189||163||139||-26.46%|
Quelle: Bundesamt für Statistik
In Appenzell Innerrhoden wurden +75% Scheidungen gegen -18.02% in Appenzell Außerrhoden zwischen 2019 und 2021 ausgesprochen
Sowie als die Heiratshäufigkeit wurde die Scheidungshäufigkeit von der Pandemie stark getroffen und die Auswirkungen wurden in der deutschsprachigen Schweiz unterschiedlich. Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat nämlich einen Sprung um 75% von seinen Scheidungen zwischen 2019 und 2021 erlebt. Dieser Einfluss ist auf die Scheidungshäufigkeit von den Kantonen Uri (+25.53%) und Obwalden (+22.22%) niedriger aber trotzdem bemerkenswert.
Im Gegenteil ist die Zahl von ausgesprochenen Scheidungen in den letzten 2 Jahren in 3 Kantonen besonders gesunken: Basel-Stadt (-10.41%), Nidwalden (-14.61%) und Appenzell Außerrhoden (-18.02%).
Im Kanton Freiburg ist die Zahl von Scheidungen zwischen 2019 und 2021 um 14.7% gestiegen, während sie in Waadt um 6.26 gesunken ist
Auch in der französischsprachigen Schweiz hat sich die Scheidungshäufigkeit nach Kantonen unterschiedlich entwickelt. Deswegen haben die Kantone Freiburg, Neuenburg und Genf Scheidungserhöhungen um 14.7%, 10.97% und 10.87% in den letzten 2 Jahren beobachtet.
Im Gegensatz dazu ist diese Zahl in diesem Zeitraum um 0.98% und 6.26% in Kantonen Wallis und Waadt gesunken.
|Kanton||Zahl von Scheidungen |
(2019)
|Zahl von Scheidungen (2020)||Zahl von Scheidungen |
(2021)
|Entwicklung |
2019-2021 (%)
|Appenzell I.Rh.||16||32||28||+75%|
|Uri||47||48||59||+25.53%|
|Obwalden||54||58||66||+22.22%|
|Glarus||58||62||69||+18.97%|
|Freiburg||626||599||718||+14.70%|
|Solothurn||486||496||544||+11.93%|
|Neuenburg||392||375||435||+10.97%|
|Genf||1132||1086||1255||+10.87%|
|Luzern||671||723||734||+9.39%|
|Aargau||1391||1205||1470||+5.68%|
|Jura||170||179||176||+3.53%|
|Basel-Landschaft||512||552||520||+1.56%|
|Schwytz||307||314||311||+1.30%|
|Bern||1935||2015||1950||+0.78%|
|Wallis||711||704||704||-0.98%|
|Thurgau||527||497||519||-1.52%|
|Zürich||3100||2823||3037||-2.03%|
|Schaffhausen||163||151||159||-2.45%|
|Tessin||723||687||703||-2.77%|
|Grisons||342||327||327||-4.39%|
|St. Gallen||976||927||917||-6.05%|
|Waadt||1708||1590||1601||-6.26%|
|Zug||244||218||222||-9.02%|
|Basel-Stadt||394||378||353||-10.41%|
|Nidwalden||89||62||76||-14.61%|
|Appenzell A.Rh.||111||102||91||-18.02%|
Source: Bundesamt für Statistik
Während der letzten Jahren wurden weniger Eheschliessungen eingetragen, aber sie sind um fast 4 Monaten (+0.3 Jahr) länger geworden
Obwohl die Schweizer Zahl von Eheschliessungen in den letzten 2 Jahren um 7% gesunken ist, bleibt die durchschnittliche Dauer dieser Ehen lang. Außerdem stied sie von 2019 auf 2020 von 15,4 Jahren auf 15,6 Jahre, das heißt um 2,4 Monate (+0,2 Jahr), dann von 15,6 Jahren auf 15,7 Jahre, nämlich um 1,2 Monate (+0,1 Jahr) - das bedeutet um etwa 4 Monate verlängerten Dauer.
Die Hochzeitsindustrie würde ihren Rückstand wegen der Pandemie aufholen
Die mit der Pandemie verbundenen Gesundheitseinschränkungen haben die Veranstaltung von Hochzeiten stark beeinflusst, indem sie Brautpaaren dazu gezwungen haben, entweder ihre Gästezahl zu verringern oder ihre Hochzeit neu zu planen. In diesem Hintergrund hat die Schweizer Hochzeitsindustrie einen Rückgang um 40% ihres Einkommens zwischen 2020 bemerkt, wenn die Pandemie empfangen hat. Allerdings hat dieser Wirschaftssektor diese Krise mit einer Einkommenssteigerung um 53% zwischen 2020 und 2021 und eine potentielle Erhöhung um 12.5% bis Ende 2022 überwunden.
Mit voraussichtlichen Einkommen von ungefähr 1,697 Mrd. Franken sollte die Schweizer Hochzeitsindustrie ihre Einnahmen des Jahres 2019 (1,646 Mrd. Franken) um 3.5% überschreiten. Deswegen würde sie einen Überschuss von mehr als 50 Mio. Franken im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichnen.
Unsere Methodologie
Zusätzlich zu seiner fachkundigen redaktionellen Linie rund um Versicherungen und Finanzprodukte bietet HelloSafe breitere Themen im Zusammenhang mit dem globalen Verbrauch in der Schweiz und weltweit an. Sein Ziel ist es, bestimmte komplexe Themen für die Schweizer Verbraucher zu entschlüsseln und jedem die neuesten Informationen zur Verfügung zu stellen.
HelloSafe hat diese Studie erstellt, um die letzten Zahlen von dem Bundesamt für Statistik über die Schweizer Hochzeitsindustrie zu vorstellen. Die Indexzahlen der Hochzeits- und Scheidungshäufigkeit wurden aus absoluten Werten pro 1 000 Einwohner und im Verhältnis zu jeder Kantonsbevölkerung berechnet. Die Einkommen der Hochzeitsindustrie für die Jahre 2019 bis 2022 wurden auf der Grundlage der Zahlen von Eheschliessungen und durchschnittlichen Haushalten für jedes Jahr berechnet. Diese Haushalte wurden für 70 Gäste mit etwa 20 Produktkategorien und den letzten Indexen der Konsumentenpreise geschätzt. Für den 2020-Haushalt wurde ein degressiver Koeffizient auf die Zahl von Gästen angewandt, da Gesundheitsbeschränkungen die Zahl der anwesenden Personen einschränkten.
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