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Unwetter im Rückblick
Golfballgroßer Hagel in Marburg
Unwetterserie mit Schäden
Schwere Gewitter haben in den ersten Maitagen des Jahres 2012 größere Schäden hinterlassen. Örtlich prasselten golfballgroße Hagelkörner nieder. Außerdem kam es mancherorts zu Überflutungen.
Zunächst wüteten am 2. Mai besonders von Ostwestfalen über Hessen bis nach Sachsen schwere Gewitter, die örtlich mit Starkregen und Hagel einhergingen. In Marburg fielen teilweise golfballgroße Hagelkörner vom Himmel. In kurzer Zeit kam so viel Regen zusammen, dass die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte. Teilweise stand das Wasser auf den Straßen kniehoch, viele Keller liefen voll. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz und mit Abpump- und Aufräumarbeiten beschäftigt.
Die Autobahn 7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Bad Hersfeld wurde überschwemmt und musste vorübergehend gesperrt werden. Einige Kreisstraßen waren zwischenzeitlich nicht befahrbar, nachdem Schlamm und Geröll die Straßen bedeckt hatten. Auf der Stadtautobahn in Saarbrücken stand das Wasser 40 Zentimeter hoch. Vielerorts rissen Sturmböen Bäume um. Teilweise fielen innerhalb von einer halben Stunde 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter. In Bad Hersfeld beschädigte ein Blitz ein Wohnhaus.
Einen Tag später schlug in Zwickau ein Blitz in einem Haus ein, das dann in Brand geriet. Zwei Bewohner wurden dabei verletzt. An der A38 bei Rippachtal in Sachsen-Anhalt löste sich nasse Erde auf einer Länge von rund 200 Metern und blockierte zwei Fahrspuren. Am 4. Mai traf in Rodewisch bei Plauen in Sachsen ein Blitz gleich drei Hauser. Durch den entstandenen Brand erlitt auch hier eine Person eine Rauchgasvergiftung. Am 6. Mai wirbelte in Waldbuch im Osten Baden-Württembergs ein Tornado. Die Schäden blieben jedoch gering
Die Gewitter entstanden im Übergangsbereich von warmer Luft im Nordosten und deutlich kühlerer Luft, die von Frankreich her einströmte. Durch die hohe Luftfeuchte konnten sich die Gewitter örtlich sehr heftig entwickeln.