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Brunnen für eine Schule
Indien 06/2019
ERFOLGSGESCHICHTE: Ein Brunnen für ein von Schwestern geführtes Internat
Die Kongregation der Töchter von der Darstellung Mariens im Tempel wurde im 19. Jahrhundert in Italien gegründet, um Kinder und junge Mädchen zu betreuen. Die Schwestern sind heute in Italien, Indien, Dschibuti und Somalia tätig und betreiben Schulen, Internate, Waisenhäuser und Leprazentren und kümmern sich um alte Menschen.
In Indien betreiben die Schwestern beispielsweise in Dhabhagudam in der der Diözese Eluru ein Internat, in dem 140 – 150 Kinder aus abgelegenen Dörfern in der Urwaldregion wohnen und lernen. Es ist für diese Kinder die einzige Möglichkeit, überhaupt eine Schule zu besuchen. Die Menschen in der Region sind sehr arm, sie verdingen sich zumeist als Tagelöhner und leben von der Hand in den Mund. Kaum jemand kann lesen und schreiben, Alkoholmissbrauch ist weit verbreitet, viele Familien werden dadurch zerstört. Für die Kinder wäre ein Leben unter ebenso prekären Bedingungen bereits vorgezeichnet, wenn die Schwestern ihnen nicht die Möglichkeit geben würden, eine Schule zu besuchen. Die Früchte sind sichtbar: Der Analphabetismus geht zurück, es gibt weniger Kinderarbeit und weniger Kinderehen. Manche der ehemaligen Schüler haben inzwischen sogar studiert. Insgesamt setzt sich immer mehr das das Bewusstsein durch, dass Bildung ein Schlüssel zu einer besseren Zukunft ist.
Nun gab es aber ein Probleme. Die Schwestern hatten nur einen Brunnen, der immer mehr Probleme bereitete, so dass die Wasserversorgung de Internates, der Schwestern selbst und der umliegenden Bevölkerung nicht mehr gewährleistet war. Vor allem ältere Menschen aus der Nachbarschaft sind darauf angewiesen, das Trinkwasser bei den Schwestern zu schöpfen. Unsere Wohltäter haben mit 7.700 Euro geholfen, so dass die Schwestern einen neuen Brunnen bekommen haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott.