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Kapitalveränderung in einer GmbH
Die Kapitalveränderung in einer GmbH orientiert sich grundsätzlich am Recht welches für die Aktiengesellschaft gilt. Davon gibt es allerdings auch einige Abweichungen.
Kapitalveränderung in einer GmbH
In Bezug auf die Kapitalerhöhung orientieren sich die Regeln für die GmbH nach denjenigen für die Aktiengesellschaft. In Artikel 781 werden die Vorschriften für eine Erhöhung des Stammkapitals bei einer GmbH genannt, Absatz 5 verweist dabei auf die aktienrechtlichen Vorschriften für die ordentliche Kapitalerhöhung. Im Grundsatz gelten somit die Regeln des Aktienrechts auch für die GmbH. Ausnahmen werden insbesondere da gemacht, wo auf die Besonderheiten der Gesellschaft mit beschränkter Haftung Rücksicht genommen werden muss. Dies ergibt sich etwa aus dem personalistischen Einschlag der Mitgliedschaft bei der GmbH.
Besonderheiten
Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft gibt es nur die „ordentliche“ Kapitalerhöhung. Eine genehmigte oder bedingte Kapitalerhöhung ist bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung dagegen nicht möglich.
In jedem Fall ist ein qualifiziertes Mehr notwendig, anders ist es bei der AG, wo dies bei einer ordentlichen Kapitalerhöhung mit Bareinlage nicht notwendig ist.
Verboten ist bei der GmbH dagegen ein öffentliches Angebot zur Zeichnung der Stammanteile. Dies, weil die GmbH im Gegensatz zur AG nicht kapitalmarktfähig ist.
Auch die Herabsetzung des Stammkapitals orientiert sich an den Regelungen für die AG. Zwei Besonderheiten sind aber zu beachten: Soll das Stammkapital herabgesetzt werden um eine Unterbilanz zu beseitigen, so ist dies nur zulässig, wenn die Gesellschafter vorgängig die in den Statuten vorgesehenen Nachschüsse geleistet haben. Des Weiteren ist eine Herabsetzung der statuarischen Nachschusspflichten nur zulässig, wenn das Stammkapital und die Reserven gedeckt sind.