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Ferdinand Lessing (1882-1961) ist als Sinologe nicht sehr bekannt. Das liegt teils daran, daß er lange in China, dann einige Jahre in Berlin und dann in Kalifornien tätig war, aber auch daß er auf sinologischem Gebiet wenig veröffentlicht hat - sein Hauptwerke sind das Mongolian-English Dictionary (1961) und Yung-ho-kung, von dem nur der 1. Teil erschienen ist (1942). Bedingt durch seine Teilnahme an Sven Hedins großer Nord-Expedition verlegten sich seine Interessen und Arbeiten auf die Buddhologie, wozu er wesentliche Beiträge bezüglich der Rituale geliefert hat. Der vorliegende Band konzentriert sich auf weniger bekannte kleinere, teils feuilletonistische Artikel und kleine Arbeiten zum chinesischen Theater sowie auf die Edition seiner Briefe an das Ehepaar Irmgard und Reinhold Grimm, mit dem er aus China befreundet war. Die Korrespondenz behandelt Lessings Sorgen um seine Familie, seine berufliche Stellung, die bedeutende Rolle, die die Hedin-Expedition auf seine Arbeit ausübte, wie auch die vielfältigen Erfahrungen, die er in Kalifornien machte. So ist dieses kleine Buch eine nützliche Ergänzung u dem früher erschienen Buch Ferdinand Lessing. (1882-1961), Sinologe, Mongolist und Kenner des Lamaismus (Melle 2006), das den umfangreichen Briefwechsel mit Sven Hedin enthält. So rundet sich das Bild eines sehr begabten Sprachkenners und Wissenschaftlers, der sich gern bescheiden im Hintergrund hielt, aber doch einen wichtigen Einfluß
auf die Entwicklung der Orientalistik genommen hat.
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