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Wie wird man Dominikaner, Dominikanerin?
Man hört von ihnen, man liest über sie, man lernt sie kennen, man kommt mit einer Schwester oder einem Bruder ins Gespräch.
Ist das ein Weg für mich? Ja? Nein? – Ja!
Nach einer ersten Kontaktphase und einer Zeit des Mitlebens in einer Gemeinschaft beginnt das Noviziat, die gezielte Einführung in den Orden unter der Leitung de Novizenmeisters beziehungsweise der Novizenmeisterin. Nach dieser ein- bis zweijährigen Probezeit kann eine zeitlich begrenzte Profess (Gelübde) abgelegt werden.
Nun beginnt die Zeit eines ersten Einsatzes innerhalb einer Aufgabe oder die Zeit des Studiums, der Aus- und Weiterbildung. Es sind Jahre der Selbstprüfung und des Hineinwachsens in den Orden. Befinde ich mich auf dem für mich richtigen Weg? Was sagt die Gemeinschaft der Schwestern oder Brüder zu mir? Wächst meine Liebe zur Spiritualität dieses Ordens? Ist mir die Ehelosigkeit eine Quelle der Bereicherung? Kann ich mich verwurzeln in der Gemeinschaft?
Ich lerne das Leben im Predigerorden:
Das Evangelium betrachten und verinnerlichen, mir Schwestern und Brüdern leben, ihren Glauben teilen, zu den Menschen gehen, ihnen predigen von Gottes Liebe in allem, was ich bin und sage.
Kann ich mich für dieses Lebensprogramm begeistern, darf ich es wagen, mich auf Lebenszeit an den Orden zu binden?
Eine weitere Form dominikanischer Lebensgestaltung bietet sich durch den Anschluss an eine Laiengemeinschaft.
Ein kürzeres oder längeres Mitmachen im Freundeskreis der Klöster ist jederzeit möglich.