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#Landbote 21.06.2023 / Bildarchiv der Winterthurer Bibliotheken
Jahrzehntelang nutzten die Einwohner und Einwohnerinnen von Hegi die Eulach oberhalb des Stauwehrs «Im Gern» zum Baden. 1946 gelangte der Ortsverein Hegi an den Stadtrat mit der Bitte, die
Badeanlage bei der Abzweigung Mühlekanal den hygienischen Bedürfnissen der Bevölkerung anzupassen. Als besonders störend empfand er, dass beim Baden der Schlamm auf dem Grund des Staubeckens
aufgewühlt und das Wasser getrübt wurde.1949 bewilligte die Stadt Winterthur einen Kredit für den Ausbau des Schwimmplatzes. Die Eulachsohle wurde gesenkt und mit einem Betonbelag versehen, das
Badebassin mit Betonuferschutzplatten eingefasst und mit einem Schwimmbalken versehen, der Schwemmgut fernhielt. Neben einem Laufsteg, der die beiden Ufer verband, wurde auch ein Garderobegebäude
erstellt.
Konrad Zehnder, der Inhaber des Badegrundstücks, der dieses der Stadt zur Verfügung stellte, erhielt jährlich eine Entschädigung von 30 Franken. Die Aufsicht über die Ordnung und den Betrieb der
Badestelle «Im Gern» übernahm der Ortsverein Hegi. Die von ihm angestellte Person hatte die Aufgabe, bei Badewetter täglich ein bis zwei Kontrollgänge durch die Badestelle zu machen, die Anlage
und die Aborte sauber zu halten und kleinere Reparaturen zu erledigen.
Als 1968 die Bewilligung für den Badebetrieb auslief, wurde sie nicht mehr erneuert. Baden und schwimmen in Oberwinterthur konnte man zu diesem Zeitpunkt schliesslich schon in der Badi
Oberwinterthur, die 1958 eröffnet worden war.