Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/1784

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eröffnete die US-Regierung den «Krieg gegen den Terror».
Sowohl dem Terror als auch der internationalen Drogenkriminalität versuchten die USA Herr zu werden durch weltumspannende Verfolgung von Verdächtigten. Zu deren Bekämpfung erliess Washington die sog. «Gafi-Standards» (Gafi: Groupe d’action financière sur le blanchiment d’argent; im US-Original FATF: Financial Action Task Force on Money Laundering).
Weltweiter Feldzug
Von Anfang an erwarteten die USA, dass alle sich als «zivilisiert» bezeichnenden Länder diese Richtlinien übernehmen würden. Was die Überwachung von Geldströmen betrifft, die mit Geldwäsche aus Gewinnen der Drogenkriminalität in Zusammenhang gebracht werden, wurden die Gafi-Standards inzwischen ziemlich umfassend zu OECD-Standards.
Gafi-Spuren finden sich bereits in den Gesetzen vieler Staaten, insbesondere auch in EU-Verordnungen. Noch kein Staat der Welt hat bisher indessen diese Gafi-Standards insgesamt in sein nationales Gesetzeswerk übernommen. Diese Pionierrolle will zur Zeit indessen Eveline Widmer-Schlumpf, die Finanzministerin der Schweiz, unserem