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Camille Bombois wurde am 3. Februar 1883 in Vénaray-les-Laumes geboren. Sein Vater war Binnenschiffer und so begleitete Camille ihn bis zu seiner Schulpflicht täglich bei der Arbeit. 1888 zog die Familie nach Laroch und nach der obligatorischen Schulzeit erhielt der Junge auf einem nahegelegenen Bauernhof eine Arbeit als Viehhirt und Gartenarbeiter. Weil er sehr kräftig gebaut war, zog er mit zwanzig Jahren mit einer Jahrmarktgruppe umher, die mit sportlichen Darbietungen Geld einnahm. Nach der Gauklerzeit erhielt Bombois als Strassenarbeiter eine Anstellung. Etwa um 1907 besuchte er das Louvre und begann mit seinen ersten Malversuchen, wobei ihm ein Lehrbuch der alten französischen Künstler den Lehrer ersetzte. Mit 25 Jahren heiratete er und zog mit seiner Frau nach Paris. Um sein Leben zu finanzieren, arbeitete er als Bauarbeiter bei der Métropolitain. 1914 zog er in den 1. Weltkrieg und kehrte nach dem Kriegsende mit einigen Auszeichnungen unverletzt nach Hause zurück. Während seiner Abwesenheit hatte seine Frau einige seiner Bilder verkaufen können, was ihn zum Weitermalen ermutigte. Durch die Geldnöte war er gezwungen, einen Job in einer Druckerei anzunehmen. So kam es, dass Bombois in der Nacht Geld verdiente, am Tag schlief und künstlerisch tätig war. Um 1923 interessierten sich die ersten Kenner für seine Bilder und vier Jahre später kam eine Malergemeinschaft namens „Maler des heiligen Herzens“ zusammen. Der Ursprung für diesen Gruppennamen stammte vom Ausstellungs- und Verkaufsort der Künstler, da sie hinter der Sacré Coeur ihre Bilder feil boten. 1944 erhielt Bombois seine erste Einzelausstellung. Seine Werkmotive stammten oft aus seiner Kindheit auf dem Fluss und der Reisezeit mit der Jahrmarktgruppe. Bombois lebte bis zu seinem Tod in Paris, Montmartre, und starb am 11. Juni 1970.