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Backwards Design ist eine Methode der Lehrplangestaltung, die erstmals von Grant Wiggins und Jay McTighe in ihrem Buch «Understanding by Design» (2005) formuliert wurde. Nach Wiggins und McTighe ist das Backward Design ein dreistufiger Prozess, der mit der Identifizierung der gewünschten Ergebnisse oder Ziele für das Lernen der Schüler beginnt und dann rückwärts arbeitet, um Bewertungen und Unterrichtsaktivitäten zu entwerfen, die auf diese Ziele ausgerichtet sind.
Die drei Stufen der Rückwärtsentwicklung sind:
- Beschreibung der Lernergebnisse oder Lernziele der Studierenden: Diese sollten klar und messbar sein und sich an den relevanten Standards oder Zielen orientieren.
- Bestimmung der geeigneten Lern- oder Leistungsnachweise der Studierenden. Dazu können Bewertungen wie Prüfungen, Projekte oder schriftliche Arbeiten gehören, mit denen der Fortschritt der Schüler bei der Erreichung der Lernziele gemessen werden soll.
- Entwicklung von Unterrichtsaktivitäten und -materialien, die das Lernen der Studierenden unterstützen und es ihnen ermöglichen, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Dazu können Aktivitäten wie (Video-)Vorträge, Lektüre, Podcasts, Skripte gehören wie auch Aufträge für Diskussionen oder Materialien und Unterlagen für Übungen und praxisorientierte Projekte zur Vertiefung.
Der Prozess der Rückwärtsentwicklung hilft Lehrkräften bei der Erstellung eines klaren, kohärenten Lehrplans, der auf die Erreichung bestimmter Lernziele und -ergebnisse der Studierenden ausgerichtet ist. Der Lernprozess wird zusätzlich durch die Sicherstellung unterstützt, dass die Unterrichtsaktivitäten und -materialien auf die Ziele des Kurses ausgerichtet sind und dass die Beurteilungen so gestaltet sind, dass sie den Fortschritt der Studierenden im Hinblick auf diese Ziele messen.
Die Kernidee des Backward Designs von Wiggins und McTighe ist es, einen inhaltsorientierten Planungsprozess in einen ergebnisorientierten Ansatz umzuwandeln. Der rückwärts gerichtete Entwurfsprozess zwingt den/die Kursentwickler:in dazu, die Lernenden in den Mittelpunkt des Planungsprozesses zu stellen, indem zuerst darüber nachgedacht wird, was die Lernenden “wissen, verstehen und tun können” sollten (Wiggins und McTighe, 2005: 17).
Diese Lernziele sind die treibende Kraft des Planungsprozesses. Sobald sie festgelegt sind, können Entscheidungen getroffen werden, wie die Lernenden nachweisen sollen, dass sie die Ziele erreicht haben. Dieser Nachweis erfolgt häufig in Form von bewerteten Arbeiten oder Prüfungen.
Literatur
Wiggins, G. P., Wiggins, G., McTighe, J. (2005). Understanding by design. Kapitel 1 (Web Archive)