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(Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei), Chor, Orgel
Die Messe D-Dur op.86 nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Kirchenmusik Dvořáks ein. Obwohl durchaus gross angelegt, war sie doch in der Erstfassung (Chor und Orgel, Soli ad libitum) für eher bescheidene Verhältnisse gedacht. Und dies aufgrund ihrer Bestimmung. Der bekannte Architekt Josef Hlávka bat den von ihm hochgeachteten Dvořák um eine Messkomposition zur Einweihung der Kapelle auf seinem Gut in Südwestböhmen. Dvořák nahm den Auftrag an und komponierte die Messe zwischen dem 26.März und 17.Juni des Jahres 1887.
Am Tag der Fertigstellung schrieb er an seinen Auftraggeber:
„Sehr geehrter Herr Rat und lieber Freund! Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, dass ich die Arbeit (die Messe in D-Dur) glücklich beendet habe und dass ich grosse Freude daran habe. Ich denke, es ist ein Werk, das seinen Zweck erfüllen wird. Es könnte heissen: Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott dem Allmächtigen und Dank für die grosse Gabe, die mir gestattete, dieses Werk zum Preis des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst glücklich zu beenden. Bisher schrieb ich Werke dieser Art nur in grossem Ausmasse und mit grossen Mitteln. Diesmal aber schrieb ich nur mit bescheidenen Hilfsmitteln, und doch wage ich zu behaupten, dass mir die Arbeit gelungen ist.“
Die Uraufführung der Messe am 11. November 1887 in der Schlosskapelle von Lužany leitete Dvořák selbst.1892, vor seiner ersten Amerikareise, orchestrierte er auf Drängen des Verlagshauses Novello den Orgelpart der Messe.
Agnus Dei: Als einziger Satz der Messe endet es nicht in feierlichem Fortissimo, sondern mit der inständig im Piano gehaltenen Bitte um Frieden.