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Leonhard Euler (Verfasser), Verlag der Kaiserlichen Akademie
der Wissenschaften St. Petersburg, St. Petersburg, 1771
Buchdruck, Halbledereinband
H. 19,7 cm, B. 12,5 cm
Inv. 1983.30.
Leonhard Euler (1707–1783), der vielleicht grösste Mathematiker des 18. Jahrhunderts, wurde 1707 als Pfarrerssohn in Basel geboren. Als Dreizehnjähriger begann er das Studium an der Basler Universität und wandte sich bald der Mathematik zu, in der Johann I. Bernoulli (Kat. 92) sein Lehrer war. Bereits 1727 wurde er an die neugegründete Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg berufen, wo er zunächst als Adjunkt, dann als Professor für Physik und Mathematik lehrte. Danach wirkte er ein Vierteljahrhundert lang in Berlin, von 1741 bis 1766, an der neugegründeten Preussischen Akademie der Wissenschaften.
Danach folgte er einer erneuten Berufung nach St. Petersburg, wo ihn Zarin Katharina die Grosse unterstützte und förderte. Obwohl seit 1771 fast ganz erblindet, entfaltete er in dieser zweiten Petersburger Phase eine ungemein grosse Produktivität, es entstanden zahlreiche und hochbedeutende Publikationen. Eine rege Korrespondenz vernetzte ihn mit anderen Gelehrten in ganz Europa.
Noch heute künden zahlreiche, sich auf Euler beziehende Benennungen von Formeln, Gleichungen und Gesetzen in der Mathematik von seiner anhaltenden Bedeutung; die Eulersche Zahl (e = 2,718281828459...) ist vielleicht die bekannteste darunter. Neben Bahnbrechendem steht aber auch Didaktisches: Die «Vollständige Anleitung zur Algebra», zuvor auf Russisch erschienen, erfuhr 1770 ihre erste Auflage in deutscher Sprache; es folgten zahlreiche weitere, ebenso wie Übersetzungen in andere Sprachen.
Um Klarheit und Einfachheit bemüht, stellt dieses Buch in handlichem Format eines der ersten Lehrbücher im modernen Sinn dar und prägt die Didaktik des Mathematikunterrichtes bis heute.