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Laut Profil online, dem Online-Portal des deutschen Industrieverbands «Agrar», ist England erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine Nation von Teetrinkern. Früher sollen auch die Briten begeistert Kaffee getrunken haben. Verantwortlich für den Untergang der englischen Kaffeekultur war ein sogenannter «Rostpilz»:
Die damalige britische Kronkolonie Ceylon – das heutige Sri Lanka – war einer der bedeutendsten Kaffee-Exporteure. Dann tauchte 1868 ein Pilz auf, der eine vernichtende Blattkrankheit auslöste: der Kaffeerost (Hemileia vastatrix). Innerhalb von 25 Jahren war das Ende der blühenden Kaffeewirtschaft auf einer Fläche von 160 000 Hektar besiegelt. Den Kaffeeanbauern blieb damals nichts anderes übrig, als die verwüsteten Plantagen mit Tee zu bepflanzen.
Dieser Umstellung folgten die Engländer und wurden so zu begeisterten Teetrinkern. Inzwischen hat man längst Mittel und Wege gefunden, dem Kaffeerost entgegenzuwirken, damit Kaffee in den anderen Anbaugebieten der Welt gut gedeihen kann.