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Die Menschen sind in der Marktwirtschaft an den Gedanken gewöhnt, dass Leistung belohnt wird. Je mehr eine Person leistet, um so mehr erhält sie im Gegenzug.
Dies wird in der gemeinschaftlichen Kontingentwirtschaft nur noch bedingt möglich sein. In der GKW werden die Ressourcen gleichmässig auf alle Menschen verteilt, was mittels Kontingente stattfindet. Jede Person erhält ein gleich grosses Kontingent (Wertkontingent) an Ressourcen, mit welchen sie beliebige Produkte kaufen kann. Somit ist es in dieser Wirtschaftsform nicht möglich, im grösseren Rahmen eine spezielle Leistung mit erhöhten Konsummöglichkeiten zu belohnen. Im kleineren Rahmen ist dies bedingt möglich. Um den Regionen mehr Möglichkeiten zur Selbstbestimmung zu geben, dürfen die Menschen auf Gemeindeebene Leistung belohnen. Allerdings gibt es zwei Bedingungen:
1. Das durchschnittliche Kontingent der Gemeinde muss stehts dem gesamtschweizerisch berechnetem Kontingent entsprechen.
2. Das grösste Wertkontingent darf maximal 200% des kleinsten Kontingentes betragen.
Dadurch hat die Bevölkerung auf Gemeindeebene sehr wohl die Möglichkeit, weiterhin Leistung ein Stück weit zu belohnen.
Weiter ist zu erwähnen, dass in unserer Finanzwelt Leistung und Einkommen keinerlei zusammenpassen. Dies hat mehrere Gründe. Die Maschinen übernehmen grosse Teile der Leistung in der Wirtschaft diese Leistung kann zu einem Grossteil der Besitzer der Maschine abschöpfen. Dadurch verzerrt sich zwischen verschiedenen Sektoren sowie zwischen Maschinenbesitzer und den anderen Menschen das Verhältnis zwischen Aufwand und Leistung. Einige Menschen können mit wenig Aufwand viel mehr Leistung erzeugen und dadurch Geld abschöpfen. Ein weiterer Grund ist, dass gerade von den Besitzern von Produktionsmitteln (Land, Maschinen, Rohstoffe, Fachwissen) die Leistung von anderen Menschen gekauft werden kann. Dieser Kauf findet fast ausschliesslich unter dem Wert der Gesamtleistung dieses Menschen statt. D.h. da die Menschen von den Produktionsmitteln abhängig sind, um ihre volle Leistungsfähigkeit mit der bestehenden Technologie erreichen zu können, müssen sie sich an die Besitzer der Produktionsmittel verkaufen. Diese kaufen die Leistung von Menschen jedoch grundsätzlich um damit Gewinn zu erzielen. Sie zahlen für die Leistung deswegen weniger Gehalt, als die Leistung der Menschen und die Produktionsmittel zusammen wert sind. Durch die Finanzwirtschaft gibt es noch einen dritten wichtigen Grund, warum Leistung und Ertrag nicht zusammenpassen. In der Finanzwelt werden keine Produktionsmittel mehr gekauft, um durch die Leistung der Menschen Geld zu erzeugen, sondern es werden Menschen im Kauf von Produktionsmittel und Gütern mit Geld unterstützt, für welches ein Zins verlangt werden kann. Dieser Zins ermöglicht es nun, vollständig ohne eigene Leistung ein Einkommen zu haben und entkoppelt in dieser Wirtschaftsform Leistung und Einkommen vollständig. Es gibt noch diverse andere Gründe, warum Leistung und Einkommen nicht zusammenpassen, z.B. unbezahlte Leistungen, Spekulationen, Wetten, unterschiedliche Währungen usf.
Nüchtern gesehen kann also durchaus gesagt werden, dass in der GKW sogar eine realistischere Leistungsgesellschaft bestehen kann. Allerdings nur, wenn dies eine Gemeinde möchte. Sie ist deswegen realistischer, da die Menschen auf Gemeindeebene bestimmen, welche Leistung wie stark belohnt wird und auf Gemeindeebene die Menschen viel besser sehen, welche Leistung für sie welchen Wert hat.
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