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Der hohe, dreischiffige Kirchenraum bietet für musikalische Darbietungen ausserordentlich günstige Klangverhältnisse. Mit seiner Grösse und Vielfalt ermöglicht die Orgel eine reiche klangliche Verwendung.
Gebaut wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Kuhn AG in Männedorf, die Einweihung erfolgte im Juli 1965.
Pfeifen
Links und rechts aussen stehen die beiden Pedaltürme, welche die 360 Pfeifen des Pedalwerkes enthalten. Dazwischen steht das Hauptwerk mit 587 Pfeifen, das dem 2. Manual zugeordnet ist. Zuoberst, in einem selbständigen Gehäuse, hat das Kronpositiv mit den 585 Pfeifen des 1. Manuals seine Aufstellung gefunden und zuunterst, unmittelbar über dem Spieltische, das Brustwerk, 504 Pfeifen enthaltend, und mit kleinen Scharniertüren versehen, die durch einen Schwelltritt geöffnet oder geschlossen werden können und dadurch eine beliebige Dosierung der Lautstärke erlauben.
Die Orgel enthält also insgesamt 2'036 Pfeifen, wovon jede ein Produkt kunsthandwerklicher Einzelanfertigung ist, jede verschieden hinsichtlich Grösse, Breite, Form, Material, und damit verschieden in Tonhöhe, Lautstärke und Klangcharakter. Die grösste Pfeife ist 3 m hoch und 18 kg schwer, die kleinste ist (ohne Fuss) 6 mm hoch! Das Gewicht der ganzen Orgel beträgt 8'000 kg.
Register
Den 30 Registern entsprechend werden 30 verschiedene Klanggruppen unterschieden, die sowohl einzeln als auch in den verschiedenartigsten Kombinationen erklingen können. Während Pedal und Hauptwerk die kräftigen Farben enthalten, die der Orgel klangliches Fundament und Grösse verleihen, vereinigen Kronpositiv und Brustwerk die hohen, glänzenden Register, die der Orgel Brillanz und Intensität geben. Sie besitzen aber auch eine Reihe entzückender Soloregister, die mit ihren originellen Klangkonturen das Ohr des Zuhörers bersonders erfreuen können.
Spieltisch
Der Spieltisch ist schlicht und übersichtlich aufgebaut: Auf beiden Seiten finden sich die Registerzüge, welche in organischer Weise gruppiert, bequem erreichbar sind. Über dem Pedal sind lediglich die Kopplungen als sogenannte Spielhilfen für die Verbindung der Manuale untereinander und der Manuale zum Pedal angeordnet. Die Untertasten der Manuale sind aus schwarzem Ebenholz, die Obertasten weiss, mit eingelegtem Elfenbein.
Der Text über den Aufbau ist ein Ausschnitt der Beschreibung zur Einweihung 1965 vom Orgelexperten Ernst Gerber, Aarau, der dieses Instrument zusammenfassend als ein Meisterwerk der Orgelbaukunst bezeichnete.