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An Heiligabend wurde in einem Pflegeheim in einer Luzerner Agglomerationsgemeinde mit der Impfung aller dementen Bewohnern einer Wohngruppe (mit einer Ausnahme) begonnen.
Der zuständige Heimarzt wurde vom Impfteam nicht kontaktiert, sonst hätte es erfahren, dass einer der Bewohner auf eine frühere Grippeimpfung negativ reagiert hatte und deshalb auf weitere Impfungen verzichtet wurde.
Am 26. Dezember klagte der betreffende Bewohner über Schmerzen in der Harnröhre und Schmerzen im Bauch. Er wurde immer wieder unruhig, später fiel der Blutdruck ab, und der Puls erhöhte sich.
Der zuständige Heimarzt untersuchte den Patienten ein letztes Mal am Sonntagabend, 27. Dezember. Er war ruhig, aber der Bauch war hart und führte unter Druck zu Schmerzen.
Am Montag meldete sich das Pflegeheim nicht zum Zustand des Patienten. Am Dienstagmorgen wurde der Arzt per eMail über die Verschlechterung des Allgemeinzustands informiert. Bei seinem Rückruf war der Patient bereits verstorben.
Ein Einzelfall ist noch kein statistischer Nachweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfall. Der Patient, der abgesehen von der Demenz als gesund galt, hätte theoretisch auch ohne Impfung sterben können.
Sicherheit wird erst eine Obduktion ergeben, falls eine durchgeführt wird. In Frage kommen namentlich Allergien – darüber gibt es erste Erfahrungen – und Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten.
Dazu gibt es infolge der kurzen Testphase zur Zeit noch keine belastbaren Erkenntnisse.
Die amerikanische Kontrollbehörde für Medikamente FDA (Food and Drug Administration) listet in ihrem Faktenblatt zum Impfstoff von Pfizer/Biontech eine Reihe von Nebenwirkungen, die in den ersten Tagen auftreten können.
Im Vordergrund stehen akute allergische Reaktionen, die nun offenbar auch beim Impfstoff von Moderna auftreten, wie die New York Times schreibt.
V-Safe, das Meldesystem für Nebenwirkungen von Impfstoffen der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC (Centers for Disease Control) weist für die Impfung mit dem Wirkstoff von Pfizer/Biontech nach fünf Tagen eine Toxizitätsrate von 2,8 Prozent auf.
Bei 112’807 Impfungen ereigneten sich 3’150 „Health Impact Events“, die die Arbeit verunmöglichten und ärztliche Behandlung erforderten (Stand 18. Dezember).
Die CDCs, offenbar beunruhigt durch die hohe Zahl von Nebenwirkungen, publiziert die Zahlen allerdings nicht mehr.
2,8 Prozent Nebenwirkungen, die ärztliche Behandlung erfordern, ist viel.
Würde die gesamte Schweizer Bevölkerung geimpft, würde dies zu 240’000 zusätzlichen Krankheitsfällen führen, mehr als dreizehnmal mehr als mit SarsCoV-2 hospitalisiert wurden (Stand 23. Dezember: 17’504 Hospitalisierungen).
Die Zahl der Covid-19-Fälle mit Behandlungsbedarf wird in der Schweiz nicht erhoben. Falls sich der Anteil der Nebenwirkungen bestätigt, stellt sich die Frage, ob der Nutzen des Impfstoffs seine Risiken tatsächlich überwiegt, wie die Swissmedic – „nach minutiöser Prüfung“ – in ihrer Medienmitteilung vom 19. Dezember festhält.
In der Schweiz werden die Nebenwirkungen von Impfungen von medizinischen Fachpersonen über das elektronische Meldeportal ElViS gemeldet. Aktuelle Daten stehen online nicht zur Verfügung.
2019 wurden bei einer unbekannten Zahl von Impfungen 273 Fälle von Nebenwirkungen gemeldet. Gemäss Swissmedic-Sprecher Lukas Jäggi geht man von einer Dunkelziffer von 85 Prozent aus.
Die Behörde will deshalb im Januar ein Online-Formular aufschalten, mit dem Patienten Nebenwirkungen selber melden können; dies, um „Sicherheitssignale, die noch nicht bekannt sind, frühzeitig zu erkennen“, wie er auf Anfrage erklärte.
Ein heikles Feld sind vor allem die Interaktionen mit anderen Medikamenten. An den für die Zulassung erforderlichen Tests beteiligten sich 43’998 Probanden – die meisten von ihnen Gesunde –, die entweder den Wirkstoff oder ein Placebo erhielten.
Um die komplexen Interaktionen mit anderen Medikamenten zu testen, waren die Testgruppen mit Personen unter medikamentöser Behandlung klein. Die Datenlage sei tatsächlich „nicht zu breit“ gewesen, sagt Lukas Jäggi, aber „ausreichend für eine Zulassung“.
Zudem stünden jetzt mit über 100’000 Impfungen in Grossbritannien bereits wesentlich mehr Daten zur Verfügung.
Wie die Swissmedic auf den jüngsten Todesfall reagieren wird, steht noch aus. Sie hat die Meldung zur Zeit der Veröffentlichung noch nicht erhalten.
Dieser Text erschien zuerst auf Zeitpunkt.ch, wo Christoph Pfluger publiziert.