Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/1331

Meteorit Sikhote - Alin
Grösse: ca. 14 x 8 x 8 mm
Fall: 12.2.1947 Primorski Krai, Russland
Sikhote-Alin ist der gewaltigste jemals beobachtete Fall eines Eisenmeteoriten. Eine gleißende Feuerkugel, hell wie die Sonne, dunkle Rauchwolken hinter sich lassend, zog am 12.Februar 1947 über Ostsibirien hinweg. Der Einschlag ließ die Taiga erbeben, Fensterscheiben wurden vom Luftdruck eingedrückt. Glücklicherweise ging der Schauer auf spärlich besiedeltes Gebiet nieder und das Streufeld war mit 1 x 2.1km recht klein, so dass niemand zu Schaden kam. Über 8500 Bruchstücke, das größte 1.7t schwer, im Gewicht von 23t wurden bis 1975 eingesammelt. Unter diesen Fragmenten fand man sowohl durch den Aufprall stark zerstörte, schrapnellartig zerfetzte Eisenstücke als auch intakte Meteorite mit wunderschönen Regmaglypten und bläulich-schwarzer Schmelzkruste, derentwegen man Sikhote-Alin den Titel ‚The Queen of Irons‘ verlieh. Anhand der unterschiedlichen Beschaffenheit der Meteorite und der Lage und Größe der 106 Krater und Löcher – der größte hat einen Durchmesser von 28m bei einer Tiefe von 6m – gelang es erstmals die verschiedenen Stadien des Aufplatzens und Zerberstens eines Meteoriden beim Atmosphärendurchflug zu rekonstruieren. Das angebotene Schrapnellstück stammt aus den großen Explosionstrichtern des vorderen Teils der Streuellipse, aus der sog. 4.Fragmentation.
Eisenmeteorite (unterteilt in Hexaedrite, Oktaedrite und Ataxite) sind Bruchstücke differenzierter Kleinplaneten aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Sie spiegeln die Zusammensetzung und den Aufbau der Kerne der Asteroiden wider und stellen somit ein Analogon zum Kern unserer Erde dar. Sie sind mit einem Alter von etwa 4,5 Milliarden Jahren (!) so alt wie unser Sonnensystem.