Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/820

Gleichzeitig muss sich FMC mit Recherchen der US Generalanwaltschaft für den District Massachusetts befassen. Sie hat Informationen zum Verhältnis zwischen der Fresenius-Tochter und der Wohltätigkeitsorganisation American Kidney Fund (AKF) angefordert.
Die neue Verordnung der US-Gesundheitsbehörde CMS könnte die Beitragsunterstützung zur Krankenversicherung für bestimmte Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) durch gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisationen verhindern, hiess es von FMC. Nach Angaben des Unternehmens könnten davon je nach Auslegung der Regelung zwischen 700 und 2000 Patienten betroffen sein. Sie könnten dadurch gezwungen sein, in andere Versicherungsprogramme zu wechseln. In der Folge erhielten die Dialysezentren für die Behandlung dieser Patienten eine deutlich niedrigere Vergütung, hiess es weiter.
Wie hoch die finanziellen Einbussen ausfallen könnten, dazu wollte sich der Konzern nicht äussern. Es sei noch nicht möglich hierzu konkrete Aussagen zu treffen, da die Klage laufe und noch unklar sei, auf welche Patientengruppen sich die Verordnung auswirken werde, erklärte ein FMC-Sprecher. Citi-Analyst Patrick Wood rechnet schlimmstenfalls mit einem Einfluss auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 140 Millionen Dollar. Er senkte seine Gewinnschätzungen sowie das Kursziel für die FMC-Aktien von 98 auf 92 Euro. Die FMC-Aktie verlor am Mittag 6,12 Prozent auf 75,65 Euro.
Eine gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisation, die bedürftigen Patienten mit terminaler Niereninsuffiziens Zuschüsse gewährt, ist der American Kidney Fund. Die US Generalanwaltschaft für den District Massachusetts hatte FMC am 3. Januar aufgefordert, Informationen über die Subvention von Krankenversicherungsbeiträgen durch die AKF bereitzustellen, teilte FMC mit. Das Unternehmen kooperiere bei der Untersuchung./ees/jha/stb
(AWP)