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Strassengeräusche, Bauarbeiten oder ein schreiendes Baby in der Nachbarschaft: Lärm ist ein ständiger Alltagsbegleiter. Dabei kann eine unangenehme Geräuschkulisse unter anderem Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Stresspegel hervorrufen. Lesen Sie hier mehr über Schalldämmung sowie über Schalldämpfung und wie mit diesen beiden Massnahmen Lärm in unterschiedlichen Räumen reduziert werden kann.
Um zu verstehen, wie Schalldämmung und Schalldämpfung funktionieren, muss man zunächst wissen, was Schall ist, wie er entsteht und wie er sich fortpflanzt. Physikalisch gesehen, handelt es sich bei Schall um eine Welle, die sich innerhalb einer Schallquelle ausbreitet. Man unterscheidet zwischen drei Arten von Schall:
Schall wird grundsätzlich durch sich bewegende Luftmoleküle erzeugt. Das lässt sich anhand eines Beispiels aus der Musik sehr gut veranschaulichen. Gitarristen bringen beim Musizieren die Saiten ihres Instruments zum Schwingen. Gleichzeitig wird die Umgebungsluft in Schwingung versetzt, wodurch eine Schallwelle entsteht.
Die Luft wird genau an dieser Stelle zusammengedrückt, was den dort herrschenden Luftdruck erhöht. Somit ist Schall nichts anderes als eine Veränderung des Luftdrucks. Die Schallwelle breitet sich in weiterer Folge immer weiter aus, sodass sie in kürzester Zeit auf das Trommelfell trifft. Von dort wird sie als Signal an das Gehirn weitergeleitet. Dadurch wird der Klang der schwingenden Gitarrensaiten als solcher wahrgenommen.
Grundsätzlich gilt: Jegliche Form des Körper- und Luftschalls wird innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde als Geräusch wahrgenommen. Je grösser der erzeugte Schalldruck ist, desto lauter wird die jeweilige Geräuschkulisse empfunden.
Die Lärmbelastung im Raum kann durch ausgewählte schallisolierende Massnahmen verringert werden. Eine wirksame Schalldämmung sowie Schalldämpfung berücksichtigen stets eine Reihe von bestimmten Aspekten. So sollen sie…
Schalldämmung und Schallabsorption werden leider viel zu oft miteinander verwechselt. In vielen Fällen werden die beiden Begrifflichkeiten fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Diese beiden Massnahmen zur Schallreduzierung beziehen sich allerdings auf verschiedene Bereiche. Deshalb müssen sie immer klar voneinander unterschieden werden.
Die Schalldämmung findet ihren Platz in der Bauakustik. Das bedeutet, dass schalldämmende Massnahmen bereits in der Phase der Gebäudeerrichtung umgesetzt werden. Im Idealfall unterbrechen oder verhindern sie die Ausbreitung von Luft- und Körperschall in beispielsweise angrenzende Räumlichkeiten oder Nachbarswohnungen.
Sinnvoller Schallschutz beim Gebäudebau umfasst luftschalldämmende Massnahmen (z. B. abgehängte Unterdecken) sowie körperschalldämmende Methoden (z. B. schwimmende Estriche und Eindämmung von Trittschall).
Schalldämpfung bzw. Schallabsorption ist ein Merkmal der Raumakustik. Dabei geht es um die Absorption von Luftschall mittels ausgewählter Materialien. Die Schallwellen treffen auf das jeweilige Material auf und werden idealerweise absorbiert d.h. verschluckt. Danach werden sie in – für den Menschen nicht fühlbare – Wärme umgewandelt.
Mit schalldämpfenden Massnahmen kann also die Raumakustik verändert bzw. verbessert werden. Der Nachhalleffekt, der sich aus der Reflexion der Schallwellen an festen Gegenständen ergibt, wird vermindert. Dazu werden beispielsweise Akustik-Deckensegel an ausgewählten Stellen im Raum angebracht.
Es gibt verschiedene schalldämmende Massnahmen, die – je nachdem, wo sie im Raum angebracht sind – unterschieden werden. Ein hochwertiger Schallschutz ist immer dann vorzufinden, wenn sämtliche Bauteile bei der Gebäudeerrichtung gegen Schall sicher gemacht worden sind.
Schallwellen treffen in Form von Luftschall auf die Wände auf. Infolgedessen geraten die Wände in Schwingung. Dadurch gelangen die Schallwellen in den Nachbarraum und werden dort als Geräusch – und schlimmstenfalls als Lärmquelle – wahrgenommen. Schalldämmende Massnahmen sorgen dafür, dass sich Luftschall nicht durch die Wände hindurch ausbreitet. Ein wirkungsvoller Schallschutz für die Wand ergibt sich unter anderem durch…
Schall breitet sich nicht nur durch die Wände aus. Auch Decke und Boden reflektieren die Schallwellen in Form von Luft- und Körperschall. Deshalb ist ein geeigneter Schallschutz in diesem Fall genauso wichtig. Bei schallisolierenden Massnahmen für Decke und Boden ist vor allem auf eine Trittschalldämmung mit z. B. schwimmenden Estrichen zu achten. Weiters empfehlen sich die folgenden Massnahmen:
Der Grund für einen erhöhten Lärmpegel im eigenen Wohnraum können schlecht isolierte Türen und Fenster sein. Spalten, Ritzen und Löcher müssen zuerst beachtet werden, bevor schalldämmende Massnahmen eingesetzt werden können. Wirkungsvoller Schallschutz ergibt sich z. B. durch…
Neben schalldämmenden baulichen Massnahmen verbessert eine sinnvolle Schalldämpfung die akustischen Eigenschaften eines Raumes. In erster Linie soll die Nachhallzeit um ein Wesentliches reduziert werden. Im Idealfall steigen dadurch Sprachverständlichkeit und Konzentrationsfähigkeit.
Ob im Büro, in Schulen oder im eigenen Wohnbereich: Schalldämpfende Methoden lohnen sich! Die folgenden Möglichkeiten sorgen für ein besseres akustisches Raumklima. Gleichzeitig sind sie dekorative Elemente, die den jeweiligen Raum verschönern und ihn zu einem echten optischen Blickfang machen.
Ein zu hoher Lärmpegel kann das eigene Wohlbefinden massgeblich beeinträchtigen. Dabei umfasst Lärm alle störenden Geräusche, die durch Schallwellen zum menschlichen Ohr gelangen. Die Schallausbreitung kann durch eine wirksame Schalldämmung und Schalldämpfung von ganzen Gebäuden sowie ausgewählten Räumen reduziert werden. So entsteht eine angenehme Ruhe, die Gespräche wieder verständlich macht und die Konzentrationsfähigkeit steigert.