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Kolumbianischer Rum ist weitaus weniger populär als Rum von Jamaica, Kuba, Venezuela und so manch einer ehemaligen Kolonialinsel im Karibikmeer. Dabei produziert man in Kolumbien jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Zuckerrohr – das Land kann in dieser Hinsicht zwar nicht mit Agrarriesen wie Brasilien, Indien und China mithalten, steht jedoch in ganz Lateinamerika an fünfter Stelle. Bislang gelten Rummarken wie Dictador, Hechicera, Ron Medellin und Ron Viejo de Caldas als absoluter Geheimtipp, denn sie waren viele Jahrzehnte lang ausschliesslich auf dem nationalen Markt bekannt. Vor allem der Dictador-Rum mischt seit Kurzem die internationale Szene auf. Sein ehrfurchtgebietender Name soll übrigens keine Anspielung auf die politische Situation sein, sondern an einen unerbittlichen Beamten und späteren Rum-Händler in der Region Cartagena erinnern, der jenen Spitznamen innehatte. Die Stadt Barranquilla an der Karibikküste ist die Heimat des ebenfalls erfolgreichen Hechicera Rums, wo ein ganz spezieller „Maestro Ronero“ kubanische Techniken mit fernöstlicher Arbeitsmoral und kolumbianischem Geist vereint.
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