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Über Operation Nemesis
Verteidigung des Antarktischen Walschutzgebiets
Operation Nemesis ist die 11. antarktische Walschutzkampagne von Sea Shepherd im Südpolarmeer. Unsere Mission ist es, die japanische Walfangflotte erneut davon abzuhalten, Wale in einem international anerkannten Walschutzgebiet unter dem Deckmantel der "wissenschaftlichen Forschung" illegal abzuschlachten. Zwei Schiffe von Sea Shepherd Global, die M/V Ocean Warrior und die M/V Steve Irwin, haben am ersten Dezemberwochenende 2016 mit 51 Besatzungsmitgliedern aus acht Ländern von Australiens Southern Operations Base abgelegt. Ihr Ziel ist es, die Ende November von Japan aus gestartete japanische Walfangflotte abzufangen und sie daran zu hindern, ihre selbst zugewiesene Fangquote von 333 Zwergwalen zu töten.
Die Steve Irwin & die Ocean Warrior
Zu Sea Shepherds Flaggschiff M/Y Steve Irwin mit Kapitän Wyanda Lublink und 35 Crewmitgliedern aus sechs Ländern gesellt sich Sea Shepherds neues Patrouillenschiff M/Y Ocean Warrior mit Kapitän Adam Meyerson und 14 Crewmitgliedern aus acht Ländern an Bord. Lerne unsere Flotte kennen.
Japans illegale Walfangoperationen
Japans sogenanntes "wissenschaftliches Forschungsprogramm" für die Jagd von 333 Minkwalen wurde vom Internationalen Gerichtshof, der Internationalen Walfangkommission und dem australischen Bundesgerichtshof abgelehnt. Trotz internationaler Aufmerksamkeit und Empörung wurden keine direkten Massnahmen gegen diese illegalen Aktivitäten ergriffen. Die Aufgabe, die Wale zu verteidigen und zu schützen, wird wieder einmal uns überlassen.
1987: Obwohl seit 1986 ein weltweites Moratorium für den kommerziellen Walfang besteht, tötet Japan seit 1987 Wale im Südpolarmeer im Namen der "wissenschaftlichen Forschung".
1994: Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat das Walschutzgebiet im Südpolarmeer eingerichtet, ein Gebiet von 50 Millionen Quadratkilometern rund um die Antarktis. Dieses Schutzgebiet wird von allen IWC-Mitgliedern anerkannt, mit Ausnahme Japans, das seine jährlichen Jagden unbeanstandet fortsetzte.
2002: Sea Shepherd startete seine erste antarktische Walverteidigungskampagne im Südpolarmeer und ist die einzige Organisation, die bereit ist, direkt gegen das illegale Abschlachten von Walen durch die japanische Flotte einzuschreiten.
2014: Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag entschied, dass Japans Walfangprogramm in der Antarktis nicht wissenschaftlichen Zwecken dient, und ordnete den Widerruf der Genehmigungen an. Japan setzte seine Waljagd im Südpolarmeer in der Saison 2014-2015 aus.
2015: Die japanische Flotte führte ein neues "wissenschaftliches" Programm zur Tötung von 4'000 Zwergwalen über einen Zeitraum von 12 Jahren ein, das jedoch ebenfalls vom wissenschaftlichen Ausschuss der IWC abgelehnt wurde. Im selben Jahr verurteilte das australische Bundesgericht die japanische Walfangflotte zu einer Geldstrafe in Höhe von 1 Mio. AUS$ wegen "vorsätzlicher Missachtung" einer Verfügung aus dem Jahr 2008, die das Töten von Walen in einem ausgewiesenen australischen Walschutzgebiet untersagt. Die Strafe ist noch nicht bezahlt.
2015-16: Trotz dieser internationalen Rechtsprechung und des öffentlichen Aufschreis war keine Regierung bereit, die japanische Flotte daran zu hindern, erneut in das Walschutzgebiet im Südpolarmeer zurückzukehren und über 300 Zwergwale abzuschlachten, die meisten von ihnen trächtige Weibchen.
2016-17: In dieser Saison ist Sea Shepherd mit seiner 11. Walschutzkampagne ins Südpolarmeer zurückgekehrt. Operation Nemesis ist nach der griechischen Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit benannt. Da die japanische Walfangflotte ihr Jagdgebiete ausgeweitet und ihre selbst zugewiesene Fangquote gesenkt hat, besteht die grösste Herausforderung darin, die Flotte aufzuspüren und aufzuhalten, bevor sie 333 Zwergwale tötet.