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Klima und Böden
Jute erfordert ein warmes und feuchtes Klima mit Temperaturen zwischen 24 ° C bis 37 ° C
Konstanter Regen oder Vernässung sind schädlich. Neues, tiefes Schwemmland, welchem durch jährliche Überschwemmungen Salz zugeführt wird, ist am besten für Juteanbau geeignet.
Jute ist wird auch auf sandigen Lehm- und Ton-Böden weit verbreitet angepflanzt.
Aussaat von Jute
Die Aussaat von Jute beginnt in den Midlands und im Hochland mit dem Einsetzen des Regens im März oder April und dauert im westlichen Teil des Jute-Gürtels bis Anfang Juni.
Gedüngt wird mit Kompost oder Stallmist; Gedüngt wird mit Phosphat und Kalisalpeter. Während der Wachstumsphase muss der Boden gelockert und gejätet werden.
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird unter dem Druck staatlicher Regulierungen laufend reduziert. Er war allerdings nie sehr gross.
Ernte
Jute ist eine sogenannte Regenzeit- Ernte, sie erfolgt von Juni bis September, je nachdem ob die Aussaaten früh oder später begonnen hatten.
Jute wird nach 120 bis 150 Tagen nach der Aussaat geerntet, wenn die Blumen zu welken beginnen. Frühe Ernte ergibt in der Regel sehr gute und gesunde Fasern.
Die 2,5 bis 4 Meter hohen Pflanzen werden nahe dem Boden abgeschnitten. In überfluteten Feldern werden die Pflanzen auch ausgerissen. Die geernteten Pflanzen werden für 3 Tage auf dem Feld belassen, damit sie ihre Blätter verlieren.
Die Stämme werden dann gebündelt und zum Einweichen in Wasser gelegt. Das Einweichen erfolgt direkt nach der Ernte.
Die Fasern der Jutepflanze liegen unter der Rinde und umgeben den holzigen, zentralen Teil des Stammes. Um die Fasern aus dem Stamm zu extrahieren, wird das folgende Verfahren durchgeführt:
Bündelung der Stängel und „Wasser-Rottung“ (Retting)
Die sogenannte „Rottung“ ist ein Prozess, bei dem die gebündelten Stängel ins Wasser gelegt werden, um die Fasern zu lockern und vom Stamm zu lösen.
Die Bündel werden mindestens 60 cm bis 100 cm Tiefe unter Wasser gehalten. Der Prozess dauert 8 bis 30 Tage. Wenn sich die Rinde leicht ablösen lässt können die Fasern extrahiert werden.
Die Weiterentwicklung dieser Methode zielt darauf ab, mit weniger Wasser und in kürzerer Zeit die gleichen Resultate zu erzielen. (Zunehmende Wasserknappheit!)
Stripping (Fibre-Extraktion)
Nach Abschluss des Rottungsprozesses (im Alltagsgebrauch wird fälschlicherweise der Begriff "Röstung" verwendet) werden die Fasern durch folgende Methoden und Schritte von Stamm entfernt:
Entfernen der Fasern von Hand bei jeder einzelnen Pflanze.
„Brechen“: Hin und her bewegen einer Handvoll Halme im Wasser.
Wenn reichlich Wasser vorhanden ist, werden die Bündel in Teiche, Gräben oder langsam fliessende Gewässer gelegt; sie bleiben dort für 5-15 Tage unter Wasser.
Die Bündel werden anschliessend in einer Hand gehalten und das Wurzelende wird leicht mit einem Hammer geklopft. Die gelockerten Fasern werden nun extrahiert und gewaschen.
Die extrahierten Fasern werden in sauberem Wasser gewaschen. Die dunkle Farbe der Fasern kann durch Eintauchen für 15 bis 20 Minuten in tamarinde-haltiges Wasser und anschliessendem Waschen in klarem Wasser erzielt werden . Nach dem Auspressen von überschüssigem Wasser werden die Fasern auf Bambusgestellen für 2-3 Tage an der Sonne getrocknet.
Nun wird die Jute-Faser erstmals qualitativ erfasst; abgestuft in die Qualitätsstufen
- Tops, Mittlere, B, C und X-Stufe.
Verpackt in Kutcha- Ballen von ca 120 kg werden sie nun für den Einsatz im heimischen Handel.auf den Jute Markt oder direkt an Jutefabriken transportiert.