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Über ein Internetportal mit einer Schweizer Domain (.ch), das auf eine anonyme Firma mit Sitz im Raum Lugano verwies, die innerhalb weniger Monate vom Kanton Zug in den Kanton Graubünden und dann ins Tessin verlegt worden war, soll der 32-Jährige bei einer Vielzahl von Personen hohe Geldbeträge eingesammelt haben.
Als Gegenleistung für den angeblichen Kauf und Verkauf von Finanzanlagen versprach er exorbitante Zinssätze zwischen 14 und 35 Prozent. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge wurden die schrittweise erlangten Vermögenswerte entgegen den Versprechungen tatsächlich dazu verwendet, einen teuren Lebensstil zu finanzieren oder die Interessen früherer Gläubiger zu befriedigen.
Die Hauptdelikte sind Veruntreuung, Betrug, Unterschlagung und Geldwäscherei. Die einstweilige Verfügung gegen den 32-Jährigen wurde bereits vom Richter für Zwangsmaßnahmen (GPC) bestätigt. Im Rahmen der Kontrollen und Durchsuchungen wurden verschiedene Unterlagen beschlagnahmt, die nun weiter untersucht werden. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwältin Nicola Borga koordiniert. Angesichts der laufenden Ermittlungen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Abschließend sei daran erinnert, dass die Aussicht auf leichte Gewinne - zumeist durch Vermittler, die außerbörsliche Zinsen versprechen, indem sie mit den Möglichkeiten futuristischer Finanzanlagen prahlen - sich oft als giftiges Geschenk entpuppt. Es ist daher immer ratsam, sich vor Überweisungen zu vergewissern, dass die Person oder juristische Person, an die man sich wendet, über die erforderliche Genehmigung für ihre Tätigkeit verfügt. Außerdem ist es immer sinnvoll, sich von einem Fachmann seines Vertrauens beraten zu lassen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI