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Der Handelssaldo (Exporte minus Importe) von Produkten der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist seit Beginn der Erhebung negativ.
Die Importe waren stets höher als die Exporte, wobei sich beide parallel entwickelten: Anstieg während der 1990er-Jahre, Rückgang zu Beginn der 2000er-Jahre und seitdem relativ stabil.
Mit fast acht Milliarden Franken hat der Negativsaldo 2000 einen Rekordstand erreicht. In den letzten Jahren hat er sich bei rund fünf Milliarden Franken stabilisiert.
Weitere Informationen zum IKT-Aussenhandel, namentlich nach Produktgruppe und im internationalen Vergleich, stehen unter dem Reiter «Tabellen» zur Verfügung.
Methodologie
IKT-Waren
Die OECD einigte sich Ende 2003 auf eine Klassifikation der IKT-Produkte. Diese wurden wie folgt definiert: «IKT-Produkte müssen die Funktion der Informationsverarbeitung und Kommunikation auf elektronischem Weg erfüllen, einschliesslich Übertragung und Anzeige, oder sie müssen elektronische Verfahren nutzen, um physische Phänomene zu erfassen, zu messen und/oder aufzuzeichnen bzw. um einen physischen Prozess zu steuern.»
2010 wurde die Klassifikation der IKT-Produkte revidiert und die Definition enger gefasst. Mess- und Kontrollinstrumente werden in der neuen Definition nicht mehr genannt: «IKT-Produkte müssen dazu dienen, die Informationsverarbeitung und Kommunikation auf elektronischem Wege zu ermöglichen, einschliesslich Übertragung und Anzeige.»
Die revidierte internationale Klassifikation für die Aussenhandelsstatistik beruht auf dem Harmonisierten System (HS 2007), das die IKT-Produkte in fünf Kategorien gliedert:
• Datenverarbeitungsgeräte und periphere Geräte
• Telekommunikationsgeräte
• Audio- und Videogeräte
• Elektronische Bauelemente
• Andere IKT-Geräte
Einzelheiten zu dieser internationalen Klassifikation der IKT-Produkte können der OECD-Publikation Guide to Measuring the Information Society aus dem Jahr 2011 (www.oecd.org/sti/measuring-infoeconomy/guide) entnommen werden.
Für Analysen zum Schweizer Aussenhandel mit IKT-Produkten orientiert sich die Referenznomenklatur der Eidgenössischen Zollverwaltung künftig am HS 2007. Angesichts der grossen Bedeutung der Produktion von Mess- und Kontrollinstrumenten in der Schweizer Exportindustrie wurde beschlossen, diese Produkte in der Aussenhandelsstatistik der IKT-Produkte zu belassen. Der Wechsel vom HS 2002 zum HS 2007 führt zu einem Bruch in der Zeitreihe. Besonders deutlich zeigt er sich bei der Entwicklung der einzelnen Kategorien der IKT-Produkte.
Methodik und Bemerkungen
Für die Schweiz liegen derzeit nur Daten über den Aussenhandel mit IKT-Produkten, nicht aber mit IKT-Dienstleistungen, vor. Die Zahlungsbilanzstatistik liefert dafür zu wenig detailliertes Datenmaterial.
Die Angaben zu den IKT-Exporten und -Importen der Schweiz stammen von der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), die internationalen Ergebnisse aus der Datenbank der OECD über die Aussenhandelsstatistiken.
Es gilt zu beachten, dass die Angaben zum Import und Export der verschiedenen Länder auch Waren umfassen, die zuerst importiert und dann wieder exportiert wurden (oder umgekehrt). Diese Importe und Exporte betreffen nicht immer den gleichen Zeitraum. Findet der Import in einem anderen Beobachtungszeitraum statt als der spätere Export, kann dies nicht nur die Indikatoren zum Aussenhandel der betreffenden Länder beeinflussen, sondern auch die Indikatoren zu deren Handelsbilanz.
Definitionen
Quellen