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Ein Spiel, fast vorbei. Ein Punkt nur fehlt Jana Novotna, damals die Nummer 5 der Welt, 1995 in der 3. Runde in Paris gegen Chanda Rubin für das Weiterkommen. Sie führt im 3. Satz 5:0 und 40:0.
Sind wir ehrlich: Sie hat die Matchbälle wirklich vermasselt.
Ein Punkt, den Novotna nicht holen wird. In 9 Anläufen nicht. Novotnas Zitterhändchen lässt Chanda Rubin zurück ins Spiel kommen, Punkt für Punkt, Game für Game. Nach fast drei Stunden steht die eigentlich Geschlagene als Siegerin da.
«Sind wir ehrlich: Sie hat die Matchbälle wirklich vermasselt. Ich sah Slice um Slice im Netz landen. Ich sagte mir: Zwinge sie dazu, diesen letzten Punkt zu gewinnen. Ich wollte einfach noch etwas länger in Paris bleiben. Das war der Schlüssel zum Sieg.»
24 Jahre ist das her. Nach vielen Verletzungen trat Rubin 2006 zurück. Die 43-Jährige lebt in Louisiana, ist Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter. Und kommentiert unter anderem für Tennis Channel.
Als Expertin zehrt sie von der historischen Wende in Paris 1995. Auch weil ihr beim ersten Mal gelang, was ihre Gegnerin 9 Mal nicht schaffte: den letzten Punkt zu gewinnen.