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Leila Khaled gilt den einen als Terroristin, den anderen als Freiheitskämpferin. Für die Palästinenser ist sie eine Heldin. Dies kommt auch auf einem Graffiti an der Mauer, die Bethlehem von Israel trennt, zum Ausdruck. Die 1944 geborene Palästinenserin Leila Khaled war 1967 an der Entführung eines Flugzeugs beteiligt. Sie wurde später verhaftet und kam 1970 im Rahmen eines Gefangenenaustausches frei. Leila Khaled lebt heute in Amman, Jordanien.
Als Vorlage diente dem anonymen Künstler nicht irgend ein Bild, sondern jenes Foto, das bereits so zur Ikone wurde. Gemacht hat dieses Bild der amerikanische Fotograf unf Journalist Eddie Adams (1933 – 2004). Adams wurde im Vietnam Krieg durch sein Foto aus der Tet-Offensive im Jahr 1968 bekannt, das die Erschiessung eines Vietcongs durch den südvietnamesischen Polizeikommandanten Nguyễn Ngọc Loan zeigt.
Eddie Adams zeigt die junge Leila Khaled mit zwei Insignien: Einer Waffe (AK-47) und einer Kuffiyeh, dem Schal aus Palästina. Botschaft und Emotionalität dieses Bildes liegen in der Kombination der drei Elemente: Junge Frau, Waffe, Palästinenser-Schal.
Leila Khaled wird – wohl nicht zuletzt wegen des berühmtes Bildes von Eddia Adams – auch Poster Girl der Palästinenser genannt. Das Bild von Leila Khaled findet sich verschiedentlich in der Kunst im arabischen Raum. So etwa im Bild „Icon“ des palästinensischen Künstlers Amer Shomali. Er hat das Foto von Eddie Adams mit 2500 Lippenstiften in unterschiedlichen Farben nachgebildet und damit eine ganz neue Aussage geschaffen.
Kunstausstellung in Birzeit, Palästina mit dem Bild von Amer Shomali
Foto oben: Dominik Landwehr. dlandwehr at bluewin.ch