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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie stellt er sicher, dass die öffentlich finanzierte Agrarforschung den notwendigen Richtungswechsel hin zum Suffizienzparadigma vollzieht? Mit welchen Massnahmen will er sicherstellen, dass in einem demokratischen Prozess die richtigen Fragen für die zukünftige Agrarforschung diskutiert und gestellt werden und dass diese nicht an den Bedürfnissen der Bäuerinnen und Bauern und Konsumentinnen und Konsumenten vorbeigehen?</p><p>2. Wie stellt der Bund die volle Transparenz innerhalb der Forschungsfinanzierung sicher, auch in Kooperationen zwischen öffentlicher und privater Agrarforschung? Insbesondere ist dies im Fall der Vereinbarung zwischen Syngenta und der ETH Zürich zur Finanzierung einer Professur Agrarforschung notwendig (Offenlegung aller vertraglichen Bindungen), da die Agrarforschung einerseits ein besonders polarisiertes und umkämpftes Forschungsfeld ist und es andererseits um die Befriedigung von Grundbedürfnissen und das Menschenrecht auf Nahrung geht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Anliegen der Interpellantin weitgehend. Er legt im Vernehmlassungsbericht zur Agrarpolitik 2014-2017 dar, dass ihm eine ökonomisch erfolgreiche, ökologisch optimale und sozial verantwortungsbewusste Nahrungsmittelproduktion wichtig ist. Im Papier "Land- und Ernährungswirtschaft 2025" (BLW, 2010, S. 4) wird Gewicht gelegt auf die Einstellung und das Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten: "Die Konsumentinnen und Konsumenten nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und unterstützen durch ihr Konsumverhalten eine nachhaltige Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft." Gemäss Klimastrategie Landwirtschaft (BLW, 31. Mai 2011) sollen bis 2050 die Emissionen der Landwirtschaft um mindestens einen Drittel reduziert werden. Zusammen mit einer entsprechenden Entwicklung der Konsummuster soll die Reduktion für Landwirtschaft und Ernährung sogar zwei Drittel erreichen.</p><p>1. Zurzeit ist das Konzept Agrarforschung Schweiz 2013-2016 in Arbeit; die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl), die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL) und die Landwirtschaftliche Beratungszentrale Agridea erarbeiten die künftigen Forschungsschwerpunkte und betonen dabei die Bedeutung eines integrierten Ernährungssystems, das nachhaltig, robust sowie gesundheits- und qualitätsorientiert sein soll.</p><p>Die Schweizer Agrarforschung strebt nachhaltige und ressourceneffiziente Agrarsysteme an. Es gilt, in Zukunft noch mehr Gewicht zu legen auf die Analyse der Nachfrage nach Nahrungsmitteln, des Konsumentenverhaltens und auf die Entwicklung möglichst abfallfreier und geschlossener Systeme.</p><p>Die angewandte Agrarforschung von Agroscope, des Fibl sowie der Fachhochschulen ist vielfältig vernetzt und nimmt die Anliegen von Bauern und Bäuerinnen sowie Konsumenten und Konsumentinnen bereits heute auf. Agroscope zum Beispiel ist stark vernetzt durch den Landwirtschaftlichen Forschungsrat sowie ihre begleitenden Expertengruppen und Foren.</p><p>Die grösste Herausforderung liegt jedoch im notwendigen Wandel unser aller Lebensstile; ein Wandel in der Ernährung ist insbesondere in den reichen Ländern angezeigt. In diesem Bereich kann die Forschung wohl Empfehlungen erarbeiten, handeln müssen die Akteure selbst. Der Bundesrat erwartet entsprechende Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Nationalen Forschungsprogramm (NFP) 69, "Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion".</p><p>2. Im Konzept Agrarforschung Schweiz 2013-2016 wird die Finanzierung der Agrarforschung der Institutionen dargelegt werden. Der Bund stellt die Transparenz der Forschungsfinanzierung durch das Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ, SR 152.3) sicher. Im Falle der Vereinbarung zwischen Syngenta und der ETH-Zürich-Foundation zur Finanzierung der Professur Nachhaltige Agrarökosysteme hat die ETH Zürich der Interpellantin auf Anfrage volle Transparenz gewährt.</p>  Antwort des Bundesrates.