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Die staatliche chinesische Reederei Cosco darf sich an einem großen Containerterminal im Hamburger Hafen beteiligen. Die Bundesregierung hat ihre Zustimmung gegeben. Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren immer mehr Beteiligungen an europäischer Logistik gekauft, unter anderem am Rotterdamer Hafen.
Cosco hält einen Anteil von 24,9%. Das sind weniger als die 35 Prozent, die das Unternehmen ursprünglich wollte, aber dieses Angebot stieß bei den östlichen Nachbarn auf großen Widerstand. Die Bundesregierung hat daher die Erlaubnis erteilt, einen kleineren Anteil von knapp 25 Prozent zu kaufen. Mit diesem geringeren Anteil hat Cosco kaum Einfluss auf die Entscheidungsfindung.
Es ist das Hamburger Tollerort-Terminal des Betreibers HHLA, dem größten Betreiber von Containerterminals in Deutschlands größtem Hafen.
Die Europäische Kommission soll die Bundesregierung im vergangenen Frühjahr gewarnt haben, die Investition von Cosco nicht zu genehmigen. Brüssel befürchtete unter anderem, dass sensible Informationen in chinesische Hände gelangen könnten.
Außerdem wird befürchtet, dass das Land zu viel Einfluss in Europa haben könnte. Die EU will China stärker als Konkurrenten sehen und wirtschaftlich weniger abhängig von dem asiatischen Land werden.
Chinesische Unternehmen kaufen an mehreren Orten
Die chinesische Regierung hat sich in den letzten Jahren für zahlreiche Orte in Europa interessiert. So gehören beispielsweise drei der fünf größten Containerterminals im Rotterdamer Hafen Hutchison Ports mit Sitz in Hongkong.
Cosco hat auch ein Terminal in den Häfen von Antwerpen und Zeebrugge. In der griechischen Stadt Piräus besitzt sie sogar den Hafen.
Die staatliche Reederei war auch am Bau eines großen Terminals im Hafen der deutschen Stadt Duisburg beteiligt. Cosco hat sich inzwischen entschieden, sich aus diesem Projekt zurückzuziehen. Grund dafür ist die Aufregung um das Unternehmen wegen seiner Pläne in Hamburg.