Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03183.jsonl.gz/2083

Senecas epistulae morales als philosophisches Kunstwerk
Dissertation
Verlag Peter Lang, Bern, Berlin, Frankfurt am Main, New York, Paris, Wien 1999
ISBN 3-906761-88-6
Ein textkritisches Problem in Senecas 12. Brief (Epist. 12,7)
Museum Helveticum, 58, 2001, S. 212-222
Weit mehr als biedermeierlich
Theodor Kirchners “Variationen op. 85 für zwei Claviere” verdienen eine Wiederentdeckung
in: Schweizer Musikzeitung SMZ, 14. Jahrgang, September 2011, S. 7-8
Fast vergessene Variationen
in: Schweizer Musikzeitung SMZ, 14. Jahrgang, September 2011, S. 32
Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2001
ISBN 3-15-010486-6
Zum Inhalt
Der römische Philosoph, Schriftsteller und Politiker Lucius Annaeus Seneca erkennt, dass er sich als Minister am Hof Neros mehr und mehr in Lebenslügen, Unrecht, Schuld und Unfreiheit verfangen hat. Bücherverbrennungen, politische Verfolgungen und Morde veranlassen ihn, zurückzutreten, sich auf seine eigentlichen Lebenswünsche und Ziele zu besinnen.
Nach seinem Rückzug wird Senecas Leben reicher, vielfältiger, freier: er entdeckt die vernachlässigte Liebe zu seiner Frau Paulina und die Liebe zu seinem Freund Lucilius, die ihn seit Jahren begleitet. Auf seinem alten Landgut vor Rom verbringt er mit Paulina, Lucilius und seinem Neffen Lucanus eine Zeit des schöpferischen Müssiggangs. Buchprojekte reifen, insbesondere Senecas “Briefe an Lucilius”.
Die Früchte seines neuen Lebens sammelt Seneca in seinen neuen Werken. Nach einer präkreativen Depression erwacht seine schriftstellerische Potenz explosionsartig. Kontrapunktisch zum Wachstum Senecas steht Neros sinnlose Destruktivität: Rom brennt. Seneca erlebt die völlige Vernichtung der Weltstadt, mehr noch: seiner ganzen politischen Arbeit. Als er von Piso mit chancenlosen Verschwörungsplänen konfrontiert wird, beschliesst er, Suizid zu begehen. Seinen Freitod versteht er als letzten Schritt zur Wahrhaftigkeit, als Teil seines poetischen Werkes.
Das Buch zeigt die Selbstbefreiung eines Menschen und den damit verbundenen Entstehungsprozess eines literarischen Werkes, das in die Weltliteratur eingegangen ist (»Briefe an Lucilius«). Dabei bietet der Roman eine lebendige Sicht auf das Leben im antiken Rom. Trinkgelage zu den Themen Inspiration, Literatur, Freiheit, Liebe werden ebenso geschildert wie Dialoge und philosophische Diskurse zum Thema Tod und Wiedergeburt. Es gibt viel Blut, Tränen, Pathos, Liebe, aber auch Balletteinlagen, Lügengeschichten, Träume, stoischen und herakliteischen Mystizismus, Platonismus und anrührende Soap. So bereitet das Buch auf 168 Seiten ein unterhaltsames Lesevergnügen.
Ferruccio Busoni, der weltbekannte Pianist und umstrittene Komponist, kommt im Spätsommer 1910 für einen Meisterkurs nach Basel, genauer: in das vor der Stadt gelegene Dorf Bottmingen, wo er sich standesgemäss im prächtigen Weiherschloss einquartiert. Gäste mit berühmten Namen sind hier gerne gesehen, denn das Bauerndorf bemüht sich schon länger, als Kurort mit Heilbädern und Kneippkuren international bekannt zu werden. Doch Busoni bringt nicht nur den Glanz der grossen Welt in die bäuerliche Gemeinde, seine notorischen Liebeshändel verursachen auch manche Verwirrung – und sein dämonisches Wesen sorgt dafür, dass sich das ruhige Dorf in ein Irrenhaus verwandelt. Bald gerät die sonst fest gefügte Wirklichkeit ins Wanken: Welchen absurden Plan verfolgt der Direktor des Schlosshotels, um seine Tochter unter die Haube zu bringen? Was hat der vorwitzige Tagedieb und Künstler namens Ernst im Sinn, der mit seinen verarmten Freunden am Meisterkurs teilnehmen will, ohne zu bezahlen? Welche Rolle spielt der Bauernbub Anton, der nicht nur von den Kindern des Dorfes gehänselt, sondern auch von Geistern und Dämonen geplagt wird?
Was mit einem fröhlichen Auftakt begonnen hat, entwickelt sich zu einer tragischen Geschichte. Und dann geschehen unheimliche Dinge …
In dieser Novelle werden auf literarische und phantasievolle Weise reale historische Ereignisse mit phantastisch-märchenhaften Zügen verbunden. Nicht alles scheint zu sein, was es ist, und nicht alles ist, wie es scheint. Und mitten in den Turbulenzen, Liebesintrigen, Lausbubenstreichen und Dorfpossen geht es unversehens um wichtige Fragen des Menschseins, um das Wesen der Zeit und um das Problem echten Künstlertums.
Informationslücke-Verlag, Basel 2017
Hardcover mit Umschlag, 176 S.
ISBN: 978-3-906240-57-2
“Ihr armen, unachtsamen Menschen, ihr eilt freudlos an den Schönheiten des Alltags vorbei, überseht die beglückenden Kleinigkeiten des Lebens, verpasst die kostbaren Augenblicke des Daseins! Geht ihr deshalb am Leben vorbei, weil ihr glaubt, ewig zu leben?”
Die Geschichten, Fabeln und Satiren führen in verschiedene Welten und Lebenswirklichkeiten und bieten ein abwechslungsreiches, amüsantes, aber auch nachdenklich stimmendes Lesevergnügen.
Auswandern
Die faulen Termiten
Emmeneggers Bub
Das Vorstellungsgespräch
… zu zerfallen wie ein Haufen Sand
Blütenduft
Advent
Die Eselfrau
Pat und Tina
Sebastian ist verliebt
Sir Edgar
Ginger-ale
Im Talboden
Die vier Hauptgesetze für Konferenzen
Herr Timm
Die Primel im Eis
Der Erfolgsautor