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Kopenhagens Kreisbrücke ist mehr als eine Querung
Der isländisch-dänische Künstler Ólafur Elíasson schuf für Kopenhagen eine extravagante Brücke. Sie ist im wörtlichen Sinne eine runde Sache.
„Als ich die Brücke entwarf, erinnerte ich mich an die Fischerboote, die ich in Island als Kind gesehen hatte“, erklärt Elíasson. „Im Hafen waren die Boote jeweils so nah nebeneinander vertäut, dass es manchmal schien, als ob man über sie hinweg, von der einen Seite des Hafens auf die andere gelangen könnte.“ Aus dieser Idee entstand die neue Fussgängerbrücke über Kopenhagens Christianhavns-Kanal, die dieser Tage eingeweiht worden ist. Der verspielte Übergang setzt sich auf fünf unterschiedlich grossen, unregelmässig aneinander gefügten, kreisförmigen Plattformen zusammen, von denen jede jeweils von einem einzelnen Mast getragen wird.
Die Cirkelbroen – oder vielmehr die Kreisbrücke – ist Teil eines grösseren Kreises, eines Fussgänger- und Velorundrundgangs, der durch den Hafen der dänischen Metropole führt. Eliasson rechnet damit, dass dereinst täglich bis zu 5000 Menschen die Brücke queren. „Ich hoffe, dass sie die Brücke als Treffpunkt nutzen werden“, so Eliasson. Das Zickzack-Design solle ihren weg verlangsamen und sie dazu bringen kurz inne zu halten. – Obwohl sie tief über dem Wasser liegt, können die Schiffe weiterhin über den Kanal fahren: Zwei der Kreise der Cirkelbroen sind beweglich und können zur Seite geschoben werden. (mai)