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Zur Behandlung von Harninkontinenz bei Hunden
ATCvet: QG04BX91
Zusammensetzung1 ml Sirup enthält:
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenDer α-adrenerge Agonist Phenylpropanolamin hat sowohl direkte wie auch indirekte sympathomimetische Effekte: Direkt durch Bindung an α1−Adrenozeptoren, indirekt durch Freisetzung und Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin aus dem synaptischen Spalt. Phenylpropanolamin führt zur Konstriktion von glatter Muskulatur in verschiedenen Geweben. Dies führt u. a. zu einer Erhöhung des urethralen Verschlussdruckes an der Harnblase, eine Eigenschaft die zur Behandlung von Harninkontinenz genutzt werden kann.
Zu Beginn der Therapie kann es durch die α−adrenerge Wirkung zu Tachykardie und einer Erhöhung des arteriellen Blutdruckes kommen, später dagegen ist infolge Erschöpfung der Noradrenalinspeicher eher das Gegenteil der Fall (Tachyphylaxie).
PharmakokinetikBei oraler Verabreichung wird Phenylpropanolamin nahezu vollständig absorbiert. Therapeutisch wirksame Plasmaspiegel werden innerhalb von zwei Stunden erreicht und können bei zweimaliger Verabreichung über den ganzen Tag aufrecht erhalten werden. Die Ausscheidung erfolgt zum grössten Teil unverändert über den Harn.
IndikationenHarninkontinenz bei Hunden, bedingt durch mangelnden urethralen Harnblasenverschluss.
Der beiliegende Saugdosierer ist wie folgt geeicht:
Zur Anwendung Saugdosierer zusammen mit Schraubkappe von Schutzhülle trennen und auf Flasche aufschrauben. Durch Aufziehen des Stössels kann die benötigte Menge Incontex entnommen und unter das Futter gemischt werden.
Anwendungseinschränkungen
a) KontraindikationenIncontex soll nicht angewendet werden bei Tieren mit Herzarrhythmie, Hypertonie, Nierenproblemen oder Glaukom.
Nicht an trächtige oder laktierende Tiere verabreichen.
b) VorsichtmassnahmenInfolge der kardiovaskulären sympathomimetischen Wirkungen sollte der Patient periodisch auf allfällige Nebenwirkungen untersucht werden. Der Besitzer ist bezüglich der Dosierung des Produktes genau zu instruieren.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Übererregbarkeit, Lethargie, Anorexie können auftreten.
Bei wenigen Fällen wurde ein leichtgradiges Sträuben der Nackenhaare beobachtet.
WechselwirkungenWährend der Behandlung mit Incontex sollten keine anderen sympathomimetisch wirksamen Medikamente verabreicht werden.
Sonstige HinweiseMedikament ausser Reichweite von Kindern aufbewahren!
Bei Raumtemperatur (15 - 25°C) und vor Licht geschützt lagern.
Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden. Nach Anbruch nicht länger als 3 Monate verwenden.
PackungenFlasche zu 150 ml mit Saugdosierer
Informationsstand: 01/2007
Dieser Text ist behördlich genehmigt.