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Die Schweizer Hepatitis-Strategie
Die Schweizer Hepatitis-Strategie ist das wichtigste Projekt von Hepatitis Schweiz. Seit 2014 arbeitet ein Netzwerk von Freiwilligen an der Elimination von viraler Hepatitis in der Schweiz. Das Netzwerk besteht aus 80 Persönlichkeiten, darunter Fachleute aus dem medizinischen Bereich, Patientenvertreter, Vertreter aus der Wirtschaft, der Versicherer oder Gesundheitspolitiker. Das Netzwerk hat eine Strategie für die Elimination von viraler Hepatitis bis 2030 entwickelt. Als Leitlinie dienten die Eliminationsziele der Weltgesundheitsorganisation WHO, die diese erstmals 2016 veröffentlicht hat. So strebt die Schweizer Hepatitis-Strategie folgende Ziele an:
Reduktion um 95% bis 2030 der
- Neuansteckungen von Hepatitis B und C
- Sterberate aufgrund viraler Hepatitis
- virämischen Fälle von Hepatitis C
- der Lebertransplantationen aufgrund viraler Hepatitis
- der Leberkrebsfälle aufgrund viraler Hepatitis
Sowie die Erhöhung der
- Impfraten von Hepatitis B um 95%
- HCV-Diagnoseraten um 90%
Die Eliminationsziele wurden 2019 in der «Roadmap for eliminating HIV/AIDS and Hepatitis in Switzerland» der Eidgenössischen Kommission für Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen (EKSI) aufgenommen. In der Sommersession 2020 hat das Parlament eine Motion verabschiedet, die die Aufnahme von Eliminationszielen der viralen Hepatitis in das nächste nationale HIV-Programm fordert.
Zur Umsetzung der Ziele dienen die sogenannten Flagship-Projekte, die aus dem Netzwerk entstanden sind, um Lücken zu schliessen, und von Hepatitis Schweiz umgesetzt werden.
Die Netzwerkmitglieder treffen sich zwei Mal jährlich um die Fortschritte zu besprechen und Massnahmen zu diskutieren. Sie sind in vier Steuergruppen organisiert, die die Bereiche «Prävention und Awareness», «Testing und Surveillance», «Zugang zur Behandlung», «Hochrisikogruppen» und «Finanzen» abdecken.