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Im Zuge der Digitalisierung im Bildungswesen werden im schulischen Kontext zunehmend computerbasierte Feedbacksysteme eingesetzt, von denen man sich die Förderung der Schulleistungen und der Selbstregulation erhofft. Der Erfolg solcher Feedbacksysteme hängt allerdings davon ab, ob die Ergebnisrückmeldungen auch tatsächlich verstanden werden, um sie in pädagogische Massnahmen zu übersetzen. Übersehen oder missverstehen Lehrpersonen bzw. Schülerinnen und Schüler zentrale Informationen, kann das Potenzial des Feedbacks nicht ausgeschöpft werden.
Das Projekt versucht, Gestaltungsprinzipien für computerbasierte Ergebnisrückmeldungen abzuleiten und zu evaluieren, damit ein möglichst intuitives Verständnis dieser Rückmeldungen erfolgen kann. Der Fokus liegt dabei auf Rückmeldungen zum Lernstand von ganzen Schulklassen und Rückmeldungen zum Lernverlauf einzelner Schülerinnen und Schüler.
In der ersten Projektphase wurden teilstrukturierte Bildschirminterviews mit Lehrpersonen durchgeführt, die das computerbasierte formative Feedbacksystem Mindstepsaktiv in ihrem Unterricht einsetzen. Dadurch sollen nicht nur typische Nutzungsmuster identifiziert, sondern insbesondere die Interpretation der Ergebnisrückmeldungen durch die Lehrpersonen in einer realitätsnahen Umgebung untersucht werden. In der zweiten Projektphase sollen darauf aufbauend Gestaltungsprinzipien abgeleitet und experimentell evaluiert werden. Es soll unter anderem überprüft werden, ob sich durch eine bestimmte Darstellung der Ergebnisrückmeldungen die Bezugsnormorientierung der Lehrpersonen beeinflussen lässt.
Dauer: seit 2019
Projektpartner: Samuel Merk (Universität Tübingen)
Projektfinanzierung: Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie
Kontakt: Martin Tomasik