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Will mich jemandem anvertrauen
Also, ich hätte da mal eine Frage :)
Ich habe hier schonmal einen ewiglangen Text geschrieben und auch eine hilfreiche Antwort bekommen (ich war LostGirl). Wie kann man sich Hilfe holen, ohne dass die Eltern was davon erfahren? Ich möchte meine Mutter auf keinen Fall mit meinen Problem belasten, davon hat sie selbst schon genug. Außerdem weiß sie noch nichtmal, dass ich mich selbst verletze und ich kann darauf verzichten, dass sie es erfährt. Irgendwie kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, mit einem Psychologen zu reden, da ich aus bestimmten Gründen eine gewisse Abneigung gegen diese Menschen habe. Trotzdem brauche ich einfach irgendjemanden, dem ich mich anvertrauen kann, aber ohne dass es irgendjemand erfährt, und ohne dass ich vielleicht sogar in die Psychatrie komme, Gründe dafür gäbe es sicher genügend. Ich habe nicht den Mut, einem Menschen mein vollstes Vertrauen zu schenken, aber so kann es irgendwie auch nicht weitergehen.
Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde
Wichtiger Schritt getan
Liebe Jossy
Schön, dass dir die Antwort weitergeholfen hat und dass du dich entschieden hast, Hilfe zu holen. Du hast bereits einen wichtigen Schritt gemacht: du hast erkannt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und dass du jemanden brauchst, der dir hilft. Es ist sehr rücksichtsvoll von dir, dass du deine Mutter nicht mit deinen Problemen belasten willst. Trotzdem merkst du, dass du eine Person zum reden brauchst. Wende dich an eine Beratungsstelle für Jugendliche in deiner Nähe – die können dich beraten, wie du am besten mit jemanden in Kontakt treten kannst, ohne dass jemand davon erfährt. Hier ist ein Verzeichnis für Stellen in Deutschland: Wenn du nicht zu Psychologen gehen willst, findest du durch eine Beratung bestimmt auch andere Personen, z.B. Sozialarbeiter, an die du dich wenden kannst. In die Psychiatrie kommst du eigentlich nicht einfach so, ausser die Gefahr, dass du dir das Leben nehmen könntest, wird als sehr hoch eingeschätzt. Wenn du aber jemanden gefunden hast, dem du dich anvertrauen kannst, kannst du am Anfang gleich abmachen, dass du auf keinen Fall in die Psychiatrie willst und dass es ein Vertrauensbruch wäre, wenn du eingeliefert würdest. Ihr könntet dann eine Abmachung treffen, wie ihr mit deinen Selbstmordgedanken umgehen könntet. Es ist auch nicht leicht, jemandem sein Vertrauen zu schenken und es braucht Mut, sich jemandem ganz zu öffnen, vor allem wenn es um so intime Themen geht. Sich zu öffnen braucht viel Zeit – suche dir wirklich jemanden aus, der dir sympathisch ist und dann musst du auch nicht von heute auf morgen alles aus deinem Leben erzählen. Schau zuerst, ob dir die Person passt und ob du ihr Vertrauen kannst. Höre auf dein Bauchgefühl – und wenn es passt, wirst du merken, wie es dir zunehmend leichter fällt, dich zu öffnen.
Rebecca