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|Felchen (Coregonus Wartamanis)

Familie der Renkenfranzösisch: féra
italienisch: coregone
englisch: white fish
Deutschland: RenkenSynonyme in der Schweiz: Blaulig, Ballen, Balchen, Edelfisch, Weissfisch, Palchen, Silberfelchen, Blaufelchen, Sandfelchen
Aufgrund verschiedener Kreuzungen, Verpflanzungen von See zu See und anderer Umstände lassen sich heute die verschiedenen Felchentypen nicht mehr scharf voneinander unterscheiden.
Kennzeichen: Maul klein und unbezahnt. Sie sind, wie die Aeschen grosschuppig mit einer nicht auffällig grossen Rückenflosse. Die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten, die Färbung eintönig grau mit grünlichem und bräunlichem Ton. Seiten und Bauch sind stark silberglänzend. Sie werden bis 70 cm gross und 3 kg schwer.
Aufenthalt: Die Felchen bilden Schwärme gleichaltriger Fische, die sich je nach ihrer hauptsächlichen Ernährungsweise mehr im Schweb, über dem Grund oder in der Uferzone aufhalten. Die Schwebfelchen bevölkern vor allem die freie Seeweite, dort folgen sie dem tierischen Plankton, das sich in den obersten belichteten Schichten aufhält. Die Grundfelchen sind mehr auf Bodennahrung eingestellt, welche aus Insektenlarven, Würmchen und Müschelchen besteht. Die Ufer- und Sandfelchen halten sich vorwiegend an den Halden und in der Uferzonen auf, wo sie sich ähnlich wie die Grundfelchen ernähren.
Laichzeit: je nach See und Art variabel. Bei uns von November bis Januar, wobei man je nach ihrem gewohnten Standort zwischen Ufer- und Tieflaichern unterscheidet. Die Wasserverschmutzung bedingt auch hier eine geordnete Laichfischerei und eine intensive Besatzwirtschaft.
Kulinarisches: wie die Salmoniden gehören auch die Felchen zu den schmackhaftesten Fischen unserer Gewässer. In der Gunst des Fischliebhabers rangieren die „Brotfische“ der Berufsfischer gleich nach den Barschen. Man geniesst sie üblicherweise filetiert und gebacken, gebraten oder an Weisswein gedämpft.