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Bis 1952 verloren Schweizerinnen den roten Pass, wenn sie einen Ausländer heirateten. Dadurch waren sie mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus und mit Berufsverboten konfrontiert und von sozialer Unterstützung ausgeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg verschärfte die Schweiz die Heiratsregel, was dazu führte, dass Jüdinnen den Nationalsozialisten ausgeliefert wurden. Erst nach 1945 gelang es Frauenorganisationen, zusammen mit fortschrittlichen Staatsrechtlern und Politikern, das Bürgerrecht zu reformieren, wie die Historikerin Silke Margherita Redolfi in einer neuen Studie aufarbeitet.