Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/2048

Die Transformation eines Fabrikareals in ein lebendiges Quartier heisst, ein aus nachvollziehbaren Gründen total abgeschlossenes Areal in einen öffentlichen Ort zu verwandeln. Das heisst Räume, die aus ihrer industriellen Nutzung heraus abgeschottet waren neu in öffentliche Orte umzuwidmen. Die Bestandesarchitektur selber kann dies ohne grosse Eingriffe nur beschränkt. Auf diesem Hintergrund sind es vor allem die Neubauten, die diese Transformation thematisieren können. Dies geschieht zum Einen über die Programmierung, zum Andern müssen auch die neu zu entwerfenden Gebäude eine adäquate Porosität aufweisen, um Leben nach aussen tragen zu können.
In diesem Sinn versteht sich das zu entwickelnde neue Gebäude als eine entsprechend offene Struktur, die über präzise Transparenzen, Ausnehmungen sowie Ein -und Ausstülpungen die Aufgabe des nach aussen Tragen der Nutzungen wahrnehmen kann. Die Organisation ist - im Unterschied zum Altbau - in Form von Spännern aufgebaut, die durchgesteckt und süd-ostorientiert funktionieren. So entstehen attraktive Wohnungen mit grosszügigen Aussenbereichen auf die innere Gasse und auf den Kesselhausplatz, die gegen oben zunehmend an Exklusivität gewinnen.