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Die 125 Stimmbürger von Mont-Vully genehmigten am Dienstagabend an der Gemeindeversammlung das Budget 2018. Es sieht bei einem Aufwand und Ertrag von rund 16 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 326 114 Franken vor.
Das Budget der Investitionsrechnung 2018 sieht einen Aufwandüberschuss von 1,7 Millionen Franken vor und umfasst 16 Vorhaben, die alle gutgeheissen wurden. Über 1,3 Millionen Franken investiert die Gemeinde in die Wasserversorgung und in die Abwasserreinigung. In diesem Betrag enthalten sind 125 000 Franken für die Planung der neuen ARA Seeland-Süd. «Das Projekt wird im Herbst 2018 zur Abstimmung unterbreitet», sagte Syndic Pierre-André Burnier.
Weitere 110 000 Franken gewährte die Versammlung für einen neuen Kinderspielplatz und einen Velo-Unterstand in Lugnorre. Gemeinderat André Kaltenrieder versicherte auf Anfrage einer Mutter, dass der Spielplatz gegen die Strasse hin abgesichert werde. Auch dem Bau eines Beachvolley-Platzes auf dem Areal der Rettungsgesellschaft in Nant für 60 000 Franken stimmte die Versammlung zu. Allein 30 000 Franken kosten die 215 Tonnen Sand. Weitere 60 000 Franken genehmigte die Versammlung für die Einrichtung einer Kindertagesstätte in Sugiez, die in den Lokalitäten der Wohnbaugenossenschaft Vully in Sugiez eingemietet wird.
Ortsplanung Haut-Vully
130 000 Franken sprach die Versammlung für die Revision der Ortsplanung Haut-Vully. «Sie wird im Januar 2018 öffentlich aufgelegt», sagte Burnier, der aber nicht damit rechnet, dass sie vor Mitte 2019 in Kraft tritt. 25 000 Franken erhielt der Gemeinderat für einen Richtplan gesprochen, der die Nutzung des Seeufers und des Ufers des Broye-Kanals regelt. «Das kann alles bedeuten», hielt ein Bürger fest und schlug vor, eine Kommission ins Leben zu rufen, um all die betroffenen Bereiche in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung anzugehen. «Ich bin offen für eine Mitsprache der Bevölkerung. Die Basis wird aber der Regionale Richtplan bilden», sagte Syndic Burnier.
Je 69 000 Franken wurden für zwei Urnen-Grabstätten in Nant und in Lugnorre gewährt. 320 000 Franken können in die zwei Heime des Gesundheitsnetzes See investiert werden. Weitere Kredite wurden für die Renovation des Daches der alten Schulhäuser in Lugnorre und in Sugiez gesprochen. Und auch die Statutenänderung betreffend die Fusion der beiden Sozialdienste im Seebezirk wurde einstimmig gutgeheissen.
Gefährliche Strassen
Thema war auch die Verkehrssicherheit: Die Fussgänger, vor allem die Kinder, seien auf den engen Strassen und Gassen gefährdet, sorgten sich mehrere Anwesende. Gemeinderat Michel Droz stellte ein Sicherheitskonzept in Aussicht, das in Zusammenarbeit mit dem Kanton ausgearbeitet werde. «Wir können aber nicht auf allen Gemeindestrassen Tempo 30 einführen», dämpfte Syndic Burnier die hohen Erwartungen der Bürger.
Wohlhabende Gemeinde
All die Investitionen kann die Gemeinde nicht allein mit Eigenmitteln decken. Gemeinderätin und Finanzchefin Andrea Kämpfer rechnete vor, dass die Folgekosten der Darlehen jährlich rund 100 000 Franken ausmachen werden, welche die Laufende Rechnung belasten werden. «Die Finanzlage der Gemeinde ist gut», hielt die Finanzkommission fest. Dass Mont-Vully eine wohlhabende Gemeinde ist, kommt auch im interkommunalen Finanzausgleich zum Ausdruck. Mont-Vully ist eine der 27 Freiburger Gemeinden, welche in der Ressourcenausgleich einzahlt und so die 109 ärmeren Gemeinden des Kantons finanziell unterstützt, und zwar mit fast 800 000 Franken.
Ein Ritter der Strasse
Erstmals wurde an der Gemeindeversammlung ein «Bürger»-Preis verliehen. Dieser ging an Lucien Guggisberg, der bei einem Verkehrsunfall dank seinem raschen und kompetenten Einsatz einem Jugendlichen das Leben rettete. Wie er selber sagte, hat er dank seinen im Samariterverein erworbenen Kenntnissen erfolgreich helfen können.