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400-Jahr-Jubiläum der Einsiedler Zünfte
LESERBRIEFE
Nun ist bereits zum zweiten Mal das 400-Jahr-Jubiläum der Einsiedler Zünfte abgesagt worden. Eine Tatsache, die akzeptiert werden muss. Trotzdem stösst mir diese Tatsache sauer auf.
Die Idee war doch, die Zünfte in Einsiedeln besser bekannt zu machen. Wer waren die Gründer im Jahre anno Domini von 1620? Was hat diese Männer dazu bewegt und was waren damals ihre Ziele? Wie heissen «unsere Zünfte» und warum erhielten sie gerade diese Namen? Wer präsidierte die Zünfte damals und wer steht heute dahinter? Wer ist zurzeit der oberste «Boss» und für wie lange wird er jeweils gewählt? Wie oft treffen sich die hochwohllöblichen Herren Zünftler? Gibt es Protokolle der Versammlungen unserer löblichen 4 Zünfte? Wer gehört zu welcher Zunft?
Darf das die Öffentlichkeit erfahren? Oder ist es ein Geheimnis? Wie sind die Zünfte überhaupt organisiert? Was sind die Ziele, Aufgaben, die die Zünftler sich gegeben haben? Heute noch haben? Nehmen sie noch an den damaligen Ritualen teil? Und wenn ja, an welchen?
Haben sie in den 400 Jahren Aufgaben abgegeben? Alles Fragen; und die Antworten wären für die Öffentlichkeit vielleicht? interessant. Da frage ich mich, ob ein 400-Jahr-Jubiläum nicht die Gelegenheit wäre, die Gemeinschaft der Zünfte besser bekannt zu machen. Wer wäre dafür zuständig?
Letztes Jahr wurde durch die 4 Zünfte eine Stele finanziert, die nun auf dem Klosterplatz aufgestellt ist. Ich frage mich: «Wurde die Stele von der Bevölkerung überhaupt wahrgenommen? » Sie soll, wie ich gehört habe, die Verbindung von Kloster und Dorf symbolisieren. Ich kann das nicht erkennen, aber ich verstehe ja auch nichts von Kunst, sagt man mir. Ich frage mich aber, geht das nur mir so? Ich frage mich das, weil ich finde, es war für mich gar nicht so einfach, das zu erkennen. Da hätte mir eine erklärende Beschriftung helfen können.
Die vorhandene Beschriftung ist, das meine ich, jämmerlich. Sie ist im Verhältnis zur Stele viel zu klein, es ist nicht erwähnt, warum dieses Symbol erstellt wurde (zum Beispiel: «Ich erinnere an das 400-Jahr-Jubiläum der löblichen 4 Zünfte von Einsiedeln»). Und das «Täfelchen», wie ich es nenne, ist nicht wie das Symbol in Bronze geschaffen (das Material des «Täfelchens» stört den Sinn für Schönheit) und der Künstler, der es geschaffen hat, ist nicht mal erwähnt, nur der Ideengeber. Schade! Es wäre genial, wenn mein Leserbrief etwas dazu beitragen würde, die erwähnte Stele besser und schöner zu beschriften, um damit auch zu helfen, die Zünfte bekannter zu machen, sie wieder zu beleben. Ich denke die Zünfte/Zünftler könnten einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Leben in Einsiedeln beitragen, und, so wie früher geschätzt und angesehen sein. Wer unternimmt etwas dafür?
Brigitte Reding-Egger (Einsiedeln)
Danke an die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Einsiedeln: Sie haben uns mit Ihrem Ja zur Mitbestimmung der Katholikinnen und Katholiken mit Niederlassung C in unserem Kanton ein klares Zeichen gesetzt. Die Kirchgemeinde Einsiedeln erhält so 452 neue stimmberechtigte Kirchgemeindemitglieder (bisher 7848). Wir möchte diese Personen an unserer nächsten Kirchgemeindeversammlung im November herzlich willkommen heissen.
Ihnen allen, die diesen Schritt ermöglicht haben, sprechen wir ein aufrichtiges «Vergelts Gott» aus und danken Ihnen für Ihre Weitsicht und die Möglichkeit der Weiterentwicklung unserer Kirchgemeinde.
Kirchenrat Einsiedeln