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Eines Tages in einem heissen Sommer sagte der Lehrer zu seinen Schülern, sie sollten am nächsten Tag Tomaten in einer Plastiktüte mitbringen. Jede Tomate würde den Namen einer Person bekommen, die das Kind nicht mochte. So sollte die Anzahl Tomaten die gleiche sein wie die Anzahl Personen, die das Kind nicht mochte.
Am nächsten Tag brachten die Schüler die Tomaten mit, jede mit einem Namen versehen. Manche hatten zwei, andere drei, vier oder mehr Tomaten dabei.
Der Lehrer sagte zu den Kindern, sie müssten nun die Tomaten jeden Tag mit zur Schule bringen und am Abend wieder nach Hause nehmen – und dies eine ganze Woche lang.
Die Tage vergingen, und die Schüler begannen sich wegen des Gewichts der Tomaten und deren üblem Geruch zu beklagen, da sie langsam zu faulen begannen.
Am Ende der Woche fragte der Lehrer: wie habt ihr euch während diesen Tagen gefühlt?
Die Kinder beklagten sich wieder wegen des Gewichts, das sie schleppen mussten und wegen des üblen Geruchs.
Da sagte der Lehrer: was ihr da beschreibt, ist ziemlich ähnlich dem, was ihr in euren Herzen tragt, wenn ihr andere Menschen nicht mögt. Hass macht das Herz krank, und ihr tragt den Hass überallhin mit euch.
Wenn ihr den Geruch der faulen Tomaten während dieser paar Tage kaum aushalten konntet, so stellt euch nur einmal vor, was eure negativen Gefühle, die ihr mit euch herumtragt, mit eurem Herzen anrichten.
Das Herz ist ein wundervollen Garten, in welchem man die Pflanzen, die man dort nicht haben möchte, regelmässig entfernen muss.
Vergebt jenen, die euch weh getan haben. Macht Platz für gute Dinge. Und habt ein gesegnetes Leben.