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Bei schweren Schluckstörungen oder bei ernsthaften Beeinträchtigungen der Atmung kann es lebensrettend sein, eine Trachealkanüle in die Luftröhre einzulegen (Luftröhrenschnitt).
Die Luft strömt damit sowohl bei der Einatmung wie bei der Ausatmung über eine Kanüle im Hals. Weil keine Luft über die oberen Atemwege geführt wird, kann keine Stimme erzeugt werden, das normale Sprechen fällt weg.
Das ist für die Betroffenen sehr belastend, da die Kommunikation mit den Angehörigen und den behandelnden Fachpersonen erheblich erschwert ist.
Wichtig ist allerdings: Auch mit Trachealkanüle kann man sprechen!
Mit einem sogenannten Sprechventil kann die Ausatemluft an der Kanüle vorbei über die oberen Atemwege geführt und das stimmhafte Sprechen wieder ermöglicht werden.
Auch Essen und Trinken sind mit einer Trachealkanüle möglich.
Um Komplikationen und negative Langzeitfolgen zu vermeiden, braucht es dazu allerdings eine professionelle Betreuung, ein auf die jeweilige Patient:in abgestimmtes Trachealkanülen-Management und eine sorgfältige Schluckabklärung,
Sprechen, Essen und Trinken sind selbst möglich, wenn Patient:innen über eine Trachealkanüle beatmet werden.
Weitere Erklärungen und Informationen zum Thema Trachealkanülen finden Sie unter "Kanülenmanagement bei Dysphagie", unter dem Kapitel Fachartikel oder sehr ausführlich im untenstehenden Buch „Trachealkanülen-Management – In sicheren Schritten Richtung Dekanülierung“.