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Wie beeinflusst der Verkehr die Umwelt in der Schweiz? Ausgewählte Kenngrössen und Indikatoren zur Entwicklung des Verkehrs und dessen Auswirkungen auf die Umwelt.
- Pendlerwege: Durchschnittlich 36,7 km legte 2010 jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz täglich im Inland zurück. Davon fielen 40 % auf den Freizeit- und 24 % auf den Arbeitsverkehr. Während die Pendlerwege in den letzten 15 Jahren markant länger wurden, gingen die Distanzen beim Freizeitverkehr tendenziell zurück.
- Fahrleistung: Die Fahrleistung1 der Personenwagen und der Güterfahrzeuge auf Schweizer Strassen hat zwischen 2000 und 2012 um rund 15 bzw. 18 % zugenommen. Dieser Anstieg folgt der Entwicklung des Bestands an Personen- und Gütertransportfahrzeugen, welcher 2012 21 % grösser war als 2000.
- Umweltbelastungen: Die Zunahme der Fahrleistungen wirkt den Bemühungen zur Verminderung der verkehrsbedingten Umweltbelastungen entgegen. Trotz technischer Fortschritte ist der Verkehr eine bedeutende Quelle für Feinstaub und Stickoxide. Zudem ist gemäss Modellrechnung tagsüber jede fünfte Person in der Schweiz schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt.
- Treibstroffverbrauch: Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch pro 100 km hat seit 2000 deutlich abgenommen. Trotzdem verbrauchte der Strassenverkehr aufgrund der gestiegenen Fahrleistungen im gleichen Zeitraum insgesamt 3,6 % mehr Treibstoff. Rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs sowie 32 % der Treibhausgasemissionen der Schweiz waren 2012 verkehrsbedingt.
- Schienenverkehr: Im Personenverkehr auf der Schiene sind die Verkehrsleistungen2 seit 2000 um über 50 % angestiegen. Anders die Entwicklung im Schienengüterverkehr. Unterstützt durch die Einführung der LSVA und die Verlagerungspolitik im alpenquerenden Güterverkehr stieg hier die Verkehrsleistung im Zeitraum 2000 bis 2008 um 10 % an. Zwischen 2000 und 2012 ging der Anteil des Schienengüterverkehrs an den gesamten Verkehrsleistungen in der Schweiz von 42 auf 36 % zurück.
- Verkehrsinfrastrukturen: Gemäss der neusten Arealstatistik 2004/2009 beanspruchen die Verkehrsinfrastrukturen der Schweiz eine Fläche von rund 952 km2. Innerhalb eines Vierteljahrhunderts - zwischen den Erhebungsperioden 1979/1985 und 2004/2009 - hat die Verkehrsfläche um 16 % zugenommen. Eng mit dem Ausbau der Verkehrsflächen verbunden sind die Versiegelung von Böden und die Zerschneidung natürlicher Lebensräume..
1Fahrleistungen sind die Wegstrecken, welche von Fahrzeugen innerhalb eines Jahres auf schweizerischem Territorium zurückgelegt werden (gemessen in Fahrzeug-, Zugs- oder Kurskilometern.
2 Verkehrsleistungen geben die Strecken an, die von Personen bzw. von Gütertonnen zurückgelegt werden (gemessen in Personen- oder Tonnenkilometern.
Indikatoren
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 27.01.2015