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Umfrage des GFS-Instituts zeigt, dass die grosse Mehrheit der Einwohner/innen des Kantons Freiburg mit der aktuellen Verkehrssituation im Kanton zufrieden ist und nur 21% eine Veränderung sehen möchten.
Fast zwei Drittel, genauer gesagt 61%, wollen keine weiteren Strassenabschnitte mit Tempo 30. Es zeichnet sich ein klarer Konsens über die Notwendigkeit unterschiedlicher Geschwindigkeiten in Wohnvierteln und auf Hauptverkehrsachsen ab: 90% der Bevölkerung lehnen Tempo 30 auf Hauptstrassen ab und 72% befürworten es in Wohnvierteln.
Im Jahr 2001 haben sich das Schweizer Volk und die Kantone klar gegen die allgemeine Einführung von Tempo 30 innerorts ausgesprochen (79,7% der Schweizer Bevölkerung dagegen, 87% der Freiburger dagegen). Eine Ende 2021 vom LINK Institut auf nationaler Ebene durchgeführte repräsentative Umfrage zeigte, dass sich diese Meinung nicht geändert hat und 84% der Bevölkerung an den derzeit geltenden differenzierten Temporegimes in Ortschaften festhielten. Um die Meinung der Einwohner des Kantons Freiburg zu erfassen, hat die Sektion Freiburg des Touring Club Schweiz das Institut GFS beauftragt, eine repräsentative Umfrage zu diesem Thema durchzuführen.
Die Ergebnisse sind eindeutig: 61 % der Freiburgerinnen und Freiburger sind gegen mehr Abschnitte mit Tempo-30 in der Stadt Freiburg. Egal ob sie in einer grossen Agglomeration (51%), einer kleinen oder mittleren Agglomeration (59%) oder auf dem Land (64%) wohnen, die Einwohner des Kantons lehnen dieses Projekt der Kantonshauptstadt mehrheitlich ab. Die alternative Lösung, diese Beschränkung nur während der Nacht einzuführen, findet ebenfalls keine Mehrheit, da rund 58% der Kantonsbevölkerung diese Idee ablehnen, während 37% sie unterstützen und 5% sich nicht dazu äussern.
Die Einwohner des Kantons Freiburg unterstützen ein differenziertes Temporegime in Agglomerationen, in dem Bewusstsein, dass dadurch die Funktionstüchtigkeit des Netzes als Ganzes aufrechterhalten werden kann. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse zeigt sich in der Tat, dass 72% der Befragten mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in Wohngebieten einverstanden sind. Im Gegensatz dazu sagten 90%, dass sie mit der Einführung von Tempo 30 auf Hauptstrassen nicht einverstanden seien.
Insgesamt wird die Verkehrssituation im Kanton Freiburg als gut eingestuft. Hierbei geben 76% der Befragten an, dass sie mit der Verkehrslage zufrieden oder sehr zufrieden sind. Nur 21% der Befragten wünschen sich eine Veränderung.
Was kritisieren die Freiburger an der Ausweitung von Tempo 30?
78 % der Befragten sind für die Beibehaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h auf Hauptstrassen, um einen flüssigen Verkehr zu gewährleisten und die Verlagerung des Verkehrs in die Wohnviertel zu begrenzen. 67 % sind der Meinung, dass zu sehr auf die Reduzierung der Geschwindigkeit gesetzt wird, anstatt auf andere Sicherheitsmassnahmen. Die Differenzierung der Geschwindigkeit in der Stadt wird ebenfalls stark unterstützt, da 65 % der Befragten sagen, dass Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen zu mehr Staus führt. Es werden auch andere Argumente gegen mehr Abschnitte mit Tempo-30 angeführt: Die Befürchtung, dass das Projekt zu Verspätungen im öffentlichen Verkehr führen und dem Gewerbe und den Geschäften in der Stadt Freiburg schaden könnte, wird ebenfalls von einer Mehrheit der Einwohner des Kantons Freiburg geteilt.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Umfrage, wird sich die Sektion Freiburg des TCS für den Erhalt der Hierarchie des kantonalen Strassennetzes und die Beibehaltung von Tempo 50 auf den Haupt- und Strukturstrassen einsetzen. Sie wird alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um die Interessen nicht nur seiner Mitglieder, sondern auch der Mehrheit der Freiburgerinnen und Freiburger zu verteidigen, die nicht mit der diskriminierenden Politik der Behörden der Stadt Freiburg einverstanden sind, die alles daran setzen, die Autofahrerinnen und Autofahrer aus ihren Stadtmauern zu verdrängen.
Hinweise zur Umfrage
Die genannten Zahlen sind gerundet. Die genauen Daten und Details der Umfrage sind auf Anfrage erhältlich. Die Umfrage wurde vom GFS-Institut im Auftrag des TCS Sektion Freiburg zwischen dem 28. September und dem 31. Oktober 2022 durchgeführt. Zu diesem Zweck nahm eine für die Kantonsbevölkerung repräsentative Stichprobe von 1'006 Einwohnern des Kantons Freiburg, die mindestens 18 Jahre alt sind, an der Umfrage teil. Die Umfrage wurde per Telefon mit Computerunterstützung durchgeführt.