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Manche nennen den Topinambur die "Ewigkeitskartoffel". Der Grund dafür: Wo die Knolle, die einer Kartoffel nicht unähnlich ist, einmal wächst, wächst sie immer wieder. Im Boden bildet sich ein Geflecht von vielen kleinen Knollen, die auch als Bruchstücke wieder auskeimen. Auch tiefe Minustemperaturen sind dem Topinambur egal.
Andere sagen dem Topinambur "Erdartischocke", und auch das hat seinen Grund. Geschmacklich erinnert er ein bisschen an die Artischocke, er kann roh geraspelt oder gehobelt zum Beispiel in Salate gegeben werden, gegart entwickelt er einen süsslichen, nussartigen Geschmack.
"Ross-Erdäpfel" ist eine weitere Bezeichnung für den Topinambur: Die Knolle wurde früher an die Pferde und auch an das Vieh und an Haustiere verfüttert.
Die Knolle heisst auch "Knollensonnenblume", und zwar, weil die Pflanze mit der Sonnenblume verwandt ist. Auf einem Stängel von zwei bis drei Metern Höhe wächst eine gelbe Blüte, mit längeren Blütenblättern und einem kleineren Blütenboden als die Sonnenblume.
Tipp der Woche
Der Topinambur kann wegen der sehr dünnen Haut nicht so lange gelagert werden wie Kartoffeln. Nach ein paar Wochen sollte die Knolle gegessen werden, sie verliert sonst zu viel Flüssigkeit und trocknet aus.
Nahrhaft und vielseitig
Kulinarisch interessant ist aber wie erwähnt der unterirdische Teil der Pflanze. Die Knolle, die etwas unförmiger ist als eine Kartoffel, und manchmal auch an Ingwer erinnert, muss nicht geschält werden, es reicht, wenn sie etwas abgebürstet wird. Sie kann gedünstet, gebacken, gratiniert oder frittiert werden. Kochen im Wasser empfiehlt sich nicht, weil so nicht nur der Geschmack, sondern auch wertvolle Vitamine verloren gehen. Topinambur ist nahrhaft; die Knolle enthält viele Kohlenhydrate und viel Eiweiss sowie die Mineralstoffe Kalium und Eisen. Ebenfalls enthalten ist die Zuckerart Inulin, Topinambur ist deshalb für Diabetiker gut verträglich. In Reformhäusern und Apotheken werden auch Topinambur-Tabletten verkauft, die das Hungergefühl dämpfen.
Der Topinambur wird auch für Branntweine verwendet, früher kam er auch als Rohstoffe für die Fruchtzuckerherstellung zum Einsatz.
Geschnetzeltes mit Topinambur
Für 4 Personen
500 g geschnetzeltes Kalbfleisch, z. B. Eckstück; Bratbutter oder Bratcrème; Salz, Pfeffer aus der Mühle; 400 g Topinambur, gut gereinigt
Sauce: 4 EL gemahlene Haselnüsse; 2 dl Fleischbouillon; 2 dl Saucenrahm; 2 EL glattblättrige Petersilie, fein gehackt; Salz, Pfeffer aus der Mühle; einige Tropfen Haselnussöl, nach Belieben glatte Petersilie zum Garnieren
Das Fleisch mit Haushaltpapier trockentupfen. Portionenweise in der heissen Bratbutter anbraten, würzen. Fleisch auf einer vorgewärmten Platte im auf 80 °C vorgeheizten Ofen warm stellen. Topinambur klein würfeln, in der heissen Bratbutter 10-15 Minuten knapp weich braten, würzen. Zum Fleisch geben. Für die Sauce Haselnüsse in derselben Pfanne ohne Fett rösten. Mit Bouillon ablöschen, etwas einkochen lassen. Rahm zugeben, kurz aufkochen. Fleisch und Topinambur beifügen, nur kurz heiss werden lassen. Petersilie beigeben, würzen.
Quelle: www.swissmilk.ch/rezepte
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