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Elemente
Courtois
(spr. kurtŏa), 1)
Jacques
Bourguignon, von den Italienern Jacopo
Cortese genannt, ital.
Maler, geb. 1621 zu
Hippolyte in der
Franche-Comté, trat in spanische
Kriegsdienste, ging aber nach geschlossenem
Frieden nach
Italien,
[* 3] um die unter seinem
Vater begonnenen künstlerischen
Studien unter
Reni,
Albani, Pieter de
Laar und
Cerquozzi wieder aufzunehmen.
In seinem 36. Jahr trat er in ein Jesuitenkloster und starb in
Rom.
[* 4] Seine Schlachtenbilder sind von kühner
Komposition
und Ausführung; sie fanden so viel Beifall, daß sich ein ganzes
Heer Nachahmer an seine
Fersen heftete.
Courtois ist fast in allen Hauptgalerien vertreten.
2) Edme Bonaventure, franz. Revolutionär, geb. 1756 zu Arcis sur Aube, war Deputierter in der Gesetzgebenden Versammlung und 1792 im Nationalkonvent, stimmte für Ludwigs XVI. Tod, wirkte aber 9. Thermidor zu Robespierres Sturz mit. Der Konvent beauftragte ihn mit der Prüfung der bei ¶
forlaufend
Robespierre gefundenen Papiere, und er erstattete im Januar 1795 der Versammlung über dieselben einen interessanten Bericht,
der eins der wertvollsten Aktenstücke für die Geschichte der Revolution ist. 1795 wurde er Mitglied des Rats der Alten und Präsident
desselben, trat bald darauf aus, ward jedoch 1799 abermals in denselben berufen und war einer der Führer
der Partei, welche Bonapartes Staatsstreich vom 18. Brumaire vorbereitete. Aus dem Tribunat ward er wegen angeblicher Erpressung
ausgestoßen und hielt sich mehrere Jahre lang auf seinem Landgut in Lothringen verborgen. Trotz der 1814 verkündigten Amnestie
ließ der Minister Decazes seine für die Geschichte der Revolution sehr wichtigen Papiere in Beschlag nehmen,
wodurch dieselben fast sämtlich verloren gingen. Die 1828 erschienenen »Papiers inédits trouvés chez Robespierre, Salut-Just
et Payan etc., supprimés ou omis par
Courtois« enthalten nur einen kleinen Teil
davon.
Courtois starb in Brüssel.
[* 6]