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von Aljaz Hojski, Thoraxchirurgie, Universitätsspital Basel
Bei bösartigen Erkrankungen der Lunge wird ein Teil des Lungengewebes operativ entfernt (anatomische Resektion), um eine gesicherte Abklärung zu erhalten und dadurch eine optimale Behandlung zu ermöglichen. Für Patientinnen und Patienten spielen nach einem chirurgischen Eingriff akute wie auch chronische Schmerzen eine wichtige Rolle bei der Genesung und für die Lebensqualität. Eine angemessene Schmerzkontrolle führt bei minimal-invasiven Lungenoperationen zu weniger postoperativen Komplikationen.
In der Thoraxchirurgie hat sich die minimal-invasive Chirurgie durchgesetzt. Doch Standardansätze der Schmerzbehandlung im Rahmen einer Operation, die auf Epiduralkathetern und Opiaten basiert, bieten keine optimale Lösung.
Ziel des Projektes ist es, die Schmerzbelastung für Patientinnen und Patienten nach einer minimal-invasiven Lungenoperation zu reduzieren. Dies erhöht die Akzeptanz der Patientinnen und Patienten, an onkologischen Therapien teilzunehmen, und führt zu einer verbesserten Gesamtprognose.
Diese Studie untersucht deshalb die schmerzlindernde Wirksamkeit von Ropivacain. Das Lokalanästhetikum erhalten Patientinnen und Patienten nach minimal-invasiver anatomischer Lungenresektion bei Lungenkrebs im Frühstadium kontinuierlich über einen chirurgisch platzierten Interkostalkatheter. Während 72 Stunden wird Ropivacain mittels einer Pumpe über einen zwischen den Rippen platzierten Katheter örtlich zugeführt. Das Forschungsprojekt untersucht zudem, ob die Methode als Standard zur Behandlung von Schmerzen nach einem Video-assistierten Brustkorb-Eingriff (VATS = Video-assisted Thoracic Surgery) etabliert werden kann.
Fördersumme CHF 70'000
Zusammenarbeit Thoraxchirurgie, Anästhesie/Schmerztherapie, Clinical Trial Unit und Spitalpharmazie