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Silvia Arber gehört zu den bekanntesten NeurobiologInnen weltweit und ist führend in der Erforschung neuronaler Netzwerke, die unsere Bewegungsabläufe steuern. Ihre Forschung über Aufbau, Struktur und Funktion solch motorischer Netzwerke hat zu grundlegenden Erkenntnissen über die Organisation des motorischen Systems einschliesslich des Rückenmarks und des Hirnstamms beigetragen. Im Laufe ihrer Karriere erhielt Silvia Arber bereits zahlreiche bedeutende Auszeichnungen, darunter den Otto Naegeli-Preis (2014), den Louis-Jeantet-Preis für Medizin (2017) und den Novartis VIVA Leading Scientists Award (2017).
Arbers frühe Arbeiten konzentrierten sich auf die molekularen Mechanismen, die für die Bildung von synaptischen Verbindungen in Schaltkreisen des Rückenmarks verantwortlich sind. Seitdem hat sie ihre Aufmerksamkeit auf die weiteren Netzwerke des motorischen Systems gerichtet, mit besonderem Fokus auf die funktionelle Organisation von Hirnstammkernen, und deren Verknüpfungen zu Nervenzellen im Rückenmark. Für ihre Arbeit kombiniert Silvia Arber verschiedene Forschungsmethoden wie Mausgenetik, die Entwicklung und Implementierung viraler Techniken, quantitative Verhaltensanalyse, Elektrophysiologie und die Erstellung von Genexpressionsprofilen. In ihren jüngsten Studien gelang es ihr, bidirektionale Kommunikationswege zwischen höheren Gehirnzentren und dem Rückenmark aufzudecken. Sie konnte zudem die Existenz molekularer und funktionell definierter Hirnstamm-Motorkontrollzentren nachweisen.
Wie die National Academy of Sciences mitteilte, «zeigt Arbers Forschung nicht nur die funktionelle Organisation von Netzwerken, welche Bewegungen kontrollieren, sondern könnte langfristig auch dazu beitragen, den Genesungsprozess bei Menschen und Tieren mit motorischem Funktionsverlust oder Einschränkungen zu verbessern.»
Der Pradel Research Award wird an Neurowissenschaftler in der Mitte ihrer Laufbahn verliehen, deren Arbeiten zum Verständnis des Nervensystems beitragen. Die Preisträger erhalten einen Beitrag in Höhe von 50.000 US-Dollar, den sie einer Einrichtung ihrer Wahl zur Unterstützung der neurowissenschaftlichen Forschung stiften können.
Kontakt: Kommunikation, Heike Sacher