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Sturzprävention bei älteren Personen, die nach einem Sturz eine Ambulanz riefen, aber nicht hospitalisiert wurden
Mitarbeitende des evimed Journal Clubs gingen der Frage nach, ob ein gemeindebasiertes, individualisiertes Sturzpräventionsprogramm die Sturzrate bei älteren Personen reduzieren kann, die nach einem Sturz eine Ambulanz riefen, aber nicht hospitalisiert wurden.
Hintergrund:
In Grossbritannien werden ca. 30-50% der älteren Personen, die auf Grund eines Sturzes eine Ambulanz rufen, zu Hause gemanagt. Hierbei können Aspekte, wie die Sturzursache oder Risikofaktoren wenig berücksichtigt oder die Bedingungen verbessert werden. Es gibt Evidenz dafür, dass eine multifaktorielle Sturzprävention in solchen Fällen signifikant das Risiko für Folgestürze.
Ergebnis:
Die Autoren schliessen aus den Ergebnissen, dass ein gemeindebasiertes Präventionsprogramm bei älteren Menschen, die nach einem Sturz eine Ambulanz riefen, aber nicht hospitalisiert wurden, signifikant die Sturzrate über ein Jahr senken konnte.
Obwohl ein Informationsbias nicht ganz ausgeschlossen werden kann (Verblindung nicht möglich), scheinen die Outcomeerhebungen adäquat durchgeführt worden zu sein.
Das untersuchte Präventionsprogramm umfasste verschiedene Aspekte und scheint ganzheitlich in einem grösseren Ausmass als erwartet zu der Verhinderung von Stürzen beigetragen zu haben.
Ergänzende Studien könnten die Auswirkungen eines solchen Programmes auf weitere klinisch relevante kostenintensive Outcomes und die Kosteneffizienz generell untersuchen.