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Eine chinesische Angestellte der UBS steht unter Verdacht: Sie soll für ihren Geliebten, einem einflussreichen chinesischen Unternehmer, Gelder in grossem Stil gewaschen haben.
In der Geschichte geht es um die enge Beziehung einer UBS-Investment-Bankerin in Hongkong zum Chairman eines staatlich kontrollierten chinesischen Unternehmens. Pikanterweise wurde die Geschichte gemäss der in Hongkong beheimateten «South China Morning Post» von einem Journalisten des «Economic Information Daily» aufgebracht, einer Zeitung der staatlich kontrollierten «Xinhua News Agency».
Die Mitarbeiterin heisst Helen Yang beziehungswiese Yang Lijuan gemäss ihrem chinesischen Namen. Zu Yangs Aufgaben bei der UBS gehört es gemäss der Zeitung, Beziehungen zu den Unternehmenskunden in China zu pflegen.
Strohfrau fürs Waschen von Schmiergeldern
Zu einem Unternehmer, nämlich Song Lin, dem Chairman des staatlichen Industriekonglomerats China Resources, pflegte sie offenbar eine besonders innige Beziehung. Sie soll die «Maitresse» des unter Korruptionsverdacht stehenden Chinesen gewesen sein.
Dabei soll der 51-jährige Song zuerst seinen Einfluss dazu genutzt haben, um Yang einen lukrativen Job bei der UBS zu verschaffen. Yang sei danach Songs «Strohfrau» für das Verschieben illegal erworbener Assets und für deren «Reinwaschung» gewesen sein.
Auf diese Weise seien unter ihrem eigenen und unter dem Namen von Verwandten Vermögen im Umfang von über 1 Milliarde Yuan (0,14 Milliarden Franken) angehäuft worden.
Immobilienkäufe in Südchina getätigt
Dazu gehören teure Immobilien in den südchinesischen Metropolen Suzhou, Changzhou, Shanghai und Hongkong. Auch habe sie hohe Geldbeträge auf Konten einheimischer und ausländischer Banken deponiert, heisst es weiter.
Song hat gemäss der «South China Morning Post» bereits auf den Artikel reagiert und dessen Inhalt er als pure Fantasie und Verleumdung qualifiziert. Zudem kündigte er an, juristische dagegen vorgehen zu wollen.
Reagiert hat auch die UBS. Sie hat eine interne Untersuchung gegen Yang eingeleitet, wie zwei mit der Sache vertraute Personen der südchinesischen Zeitung bestätigten. Eine Pressesprecherin wollte dazu keine Stellung beziehen.