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Die Insomnie ist die häufigste Schlafstörung im Erwachsenenalter. Chronische (länger als 6 Monate dauernde) Insomnien sind im Alter vermehrt zu beobachten. Patienten klagen über Ein- und Durchschlafstörungen, frühes morgendliches Erwachen, Tagesmüdigkeit, Schlappheit, meist aber ohne erhöhte Einschlafneigung. Typisch sind zudem erhöhter Alkohol- und Schlafmittelkonsum. Die Insomnien werden in primäre (d.h. ohne Hinweise auf eine verursachende Erkrankung) und in sekundäre (d.h. in Folge anderer Erkrankungen oder Störungen) unterschieden. Bei den sekundären Formen werden 3 Gruppen unterschieden. 1. Insomnie in Folge einer anderen Schlafstörung. 2. Insomnie im Rahmen einer psychischen Erkrankung (z.B. Depression). 3. Insomnie in Folge einer organischen Krankheit (z.B. Asthma mit nächtlichen Atemnot- und Hustenattacken) oder in Folge von Medikamenten- oder Substanzgebrauch. Bei Vorliegen einer primären Insomnie sind in erster Linie nicht-medikamentöse Therapie einzusetzen (korrekte Schlafhygiene, Entspannungsübungen, kognitive Verfahren, Meiden von Alkohol, Nikotin, Kaffee). In der Regel sollten Schlafmittel nur kurzzeitig eingesetzt werden. Bei den sekundären Insomnien steht die spezifische Behandlung der verursachenden Störung im Vordergrund.