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Der ehemalige Waadtländer Finanzdirektor Broulis erhielt 53,6 Prozent der Stimmen (89'058 Stimmen). Sein Gegner kam auf einen Wähleranteil von 44,92 Prozent (74'648) erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,03 Prozent und war damit niedriger als im ersten Wahlgang (43,48 Prozent).
Broulis wurde seiner Favoritenrolle im Rennen um den zweiten Waadtländer Ständeratssitz gerecht. Mahaim konnte zwar in einigen Städten punkten, insbesondere in Lausanne und Vevey, seinen Rückstand konnte er aber nicht mehr wettmachen.
Es gelang ihm jedoch immerhin, einen Teil seines Handicaps aus dem ersten Wahlgang wettzumachen: Während er am 22. Oktober 37'084 Stimmen Rückstand hatte, waren es am Sonntag nur noch 14'410.
Erstmals in Bern
Der 58-jährige Broulis wird zum ersten Mal in Bern sitzen, nachdem er die politische Geschichte des Kantons Waadt geprägt hat. Er war bereits mit 20 Jahren Gemeinderat von Sainte-Croix, später Grossrat (1990-2002) und vor allem zwei Jahrzehnte lang Mitglied der Waadtländer Regierung (2002-2022).
Als Finanzminister gelang es dem ehemaligen Banker, die bei seinem Amtsantritt katastrophalen Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen. Im Staatsrat arbeitete Broulis jahrelang mit seinem sozialdemokratischen Amtskollegen Pierre-Yves Maillard zusammen.
Die beiden Männer galten als Architekten des «dynamischen Waadtländer Kompromisses», der auf ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Sozialem achtet. Gewerkschaftspräsident Maillard hatte die Wahl in den Ständerat bereits in der ersten Runde am 22. Oktober geschafft.
Grüne verlieren Sitz
In Bern tritt das Zweiergespann die Nachfolge der Grünen Adèle Thorens und des FDP-Politikers Olivier Français an, die sich beide aus dem politischen Leben zurückgezogen haben. Die Grüne Partei verliert somit einen weiteren Ständeratssitz.
Mit seinem Einzug in den Ständerat macht Broulis auch einen Platz bei der FDP im Nationalrat frei. Dieser geht an den bisherigen Amtsinhaber Daniel Ruch, der unter den Nachrückern seiner Partei den ersten Platz belegt hatte.
Mahaim unterlag zwar am Sonntag in der Ständeratswahl, er war jedoch am 22. Oktober bereits in den Nationalrat gewählt worden. Er belegte den zweiten Platz bei den Waadtländer Grünen, die drei Sitze in Bern erlangten.