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Böse Überraschung für Stan Wawrinka: Die Weltnummer 3 verlor am French Open gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez (ATP 41) bereits in der 1. Runde 4:6, 7:5, 2:6, 0:6. So früh ist in Paris seit 1998 nie mehr der aktuelle Australian-Open-Champion ausgeschieden.
Ähnlich wie an den ersten beiden Tagen des Davis-Cup-Viertelfinals in Genf gegen Kasachstan agierte Stan Wawrinka völlig blockiert und fand nie zu seinem üblichen Spiel. Er schien sich zu später Stunde auf dem grössten Platz des Stade Roland Garros nie wohl zu fühlen.
Das Unheil nahm bereits früh seinen Lauf, als der 29-jährige Waadtländer im ersten Satz eine 3:1-Führung aus der Hand gab und bis zum 3:5 vier Games in Serie verlor.
Ähnliches widerfuhr ihm im zweiten Durchgang, als er einen 4:2-Vorsprung ebenfalls nicht nützen konnte, dann aber mit einem Break zu null doch noch 7:5 gewann.
Es war jedoch nur ein Strohfeuer und keine Wende zum Besseren. Garcia-Lopez, der das Sandturnier in Casablanca für sich entschieden hatte, spielte auf hohem Niveau weiter, während der Lausanner immer mehr abbaute.
Vom 2:4 im dritten Satz bis zum Ende bei einbrechender Dunkelheit verlor Wawrinka acht Games hintereinander. Nach 2:23 Stunden beging er beim zweiten Matchball des knapp 31-jährigen Spaniers einen Rückhand-Fehler.
Angesichts der zum Schluss völligen Dominanz von Garcia-Lopez könnte der Schweizer von der Rückenverletzung, die er sich vor zwei Wochen in Rom zugezogen hatte, doch mehr behindert worden sein, als er dies vor dem Turnier zugeben wollte. Letztmals verlor mit dem Tschechen Petr Korda vor 16 Jahren ein Australian-Open-Sieger gleich beim nächsten Grand-Slam-Turnier in der ersten Runde. (si/syl)