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Genf/New York (awp/sda) - Die Grossbank Credit Suisse muss dem Halbleiterhersteller STMicroelectronics (STM) 431 Mio USD (456 Mio CHF) Schadenersatz zahlen. Ein Bundesgericht in New York stützte ein früheres Verdikt. Es geht um ARS-Wertpapiere, welche CS-Broker ATM angedreht hatten.
Der französisch-italienische Halbleiterhersteller teilte am Mittwoch mit, die Richter hätten einen Einspruch der Bank gegen einen Entscheid der Finra, der Selbstregulierungsbehörde der US-Wertschriftenhändler, vom Februar 2009 aufrecht erhalten.
Aufgrund des Entscheids soll STM 354 Mio USD erhalten, worin bisher aufgelaufene Zinsen von 23 Mio USD enthalten sind. Bereits im vergangenen Dezember hatte die Credit Suisse der Firma 75 Mio USD aus Teilen der verkauften ARS-Wertpapiere überwiesen.
STMicroelectronics warf der Credit Suisse vor, für sie statt staatlich gesicherter Studentenanleihen unautorisiert so genannte Auction Rate Securities (ARS) gekauft zu haben. ARS sind langfristige Anleihen, deren Zinssatz in kurzen Abständen bei Auktionen festgesetzt wird. Der Markt für ARS ist während der Finanzkrise zum Erliegen gekommen.
Insgesamt machte STM bei der Finra (Financial Industry Regulatory Authority) einen Schaden von über 470 Mio USD geltend.
Im selben Zusammenhang reichte der Basler Pharmakonzern im Oktober 2009 in den USA eine Klage ein. Roche gehört neben GlaxoSmithKline oder STM zu jenen Unternehmen, die in den USA von einem Ex-Broker der Credit Suisse und dessen Partner systematisch getäuscht worden sein sollen.
Roche soll in die riskanten ARS-Papiere ungewollt 545 Mio USD gesteckt haben. Die Credit Suisse nahm für die ARS-Fälle Rückstellungen von insgesamt 766 Mio CHF vor.
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