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|Das Gebiet rund um die Gemeinde Wetzikon ist Teil einer seit über 10'000 Jahren begangenen und besiedelten Landschaftskammer am Südende des Pfäffikersees.|
Frühe Jäger und Sammler errichteten während der Mittelsteinzeit an verschiedenen Orten im Seerandbereich Lagerplätze, so u.a. in der Flur „Furtacker“.
In der Jungsteinzeit entstanden an den Seeufern verschiedene kleine Bauerndörfer, z.B. im Gebiet von Robenhausen. Im Jahre 2002 gelang bei Ausgrabungen an der Tösstalstrasse der Nachweis einer Siedlung aus der Glockenbecherzeit (2500-2200 v. Chr.). Das Alter eines 1943 im Robenhauser Ried freigelegten Einbaumes ist unklar.
Aus der Bronzezeit liegen zahlreiche Einzelfunde vor, u.a. zwei schöne Anhänger aus Robenhausen-Himmerich. Im Areal „Robank“ befindet sich der monumentale Hügel „Burg“, der 1888 angegraben wurde; dabei förderte man Spuren eines mittelbronzezeitlichen Grabes zutage.
Aus der Latènezeit stammen verschiedene Gräber, so z.B. die 1857 entdeckte Frauenbestattung in der Nähe der „Spinnerei J. und A. Biedermann“, die mit Bronzeringen ausgestattet war, oder das beim Erweitern der alten Sandgrube in der Flur „Sandbühl“ 1911 gefundene Kriegergrab.
In den Jahren 1996-99 wurden in „Kempten“ Teile einer römischen Siedlung ausgegraben. Diese lag an der wichtigen Verkehrsverbindung von Jona-Kempraten nach Oberwinterthur (Vitudurum). Früheste Spuren belegen eine Gründung der Siedlung um 50 n. Chr. Die Ortschaft wurde im späten 3. bzw. frühen 4. Jh. aufgegeben. Heute ist von den Mauern, Böden und Gruben nichts mehr zu sehen.
In Oberwetzikon soll sich einst die Burg der Freiherren von Wetzikon befunden haben.
Ortsmuseum Wetzikon
Farbstrasse 1
8620 Wetzikon
Öffnungszeiten:
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 14-16 Uhr