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Das limbische System – Steuerung der unbewussten Funktionen
Das limbische System (orange in Abb. 1) steuert die automatischen Körperfunktionen und setzt die Impulse des Grosshirns in Handlungen um. Bildhaft gesprochen ist dies der Staatsapparat mit seinen Beamten in den ausführenden Funktionen: als Richter, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Vollzug.
Diese Organe sind im Einzelnen:
Gerichtsbarkeit: Die Amygdala
Sie gehört – bildhaft gesprochen – zur „Rechtsprechung“ und Staatsanwaltschaft.
Als zentrale Bewertungsinstanz ist sie das „Auslösezentrum für Entscheidungen“. Sie ist auch an der Entstehung und Verarbeitung von Angst beteiligt.
Umsetzung und Vollzug: Der Hypothalamus
Durch Ausschüttung von Nervenbotenstoffen und Hormonen bewirkt er die Umsetzung von Entscheidungen in körperliche Reaktionen.
Verwaltung: Der Hippocampus
Hier werden Lernerfahrungen „verwaltet“. Dinge und Situationsmerkmale abgespeichert, indem sie mit Gefühlen verknüpft und so „etikettiert und klassifiziert“ werden. (Wenn ein bekanntes Gefühl aufkommt, wird das entsprechende, erlernte Verhaltensmuster automatisch abgerufen, bevor das Denken einsetzt. Dieses ermöglicht schnelles, reflexartiges Handeln in akuter Bedrohung). Der Hippocampus ist aber auch anfällig auf Stress. (Das „Ruhebedürfnis von Beamten“ ist ja sprichwörtlich J). Forschungen haben gezeigt, dass sich der Hippocampus bei andauerndem Stress und Negativität zurückbilden kann.
Verwirrung in Gedanken und Gefühlen, Angst und Überforderung, führen zu einem inneren Durcheinander und erschweren einen konstruktiven Umgang mit anspruchsvollen Situationen.