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Um gerade mal 2 Hundertstelsekunden verpassten Roman Röösli (Seeclub Sempach) und Barnabé Delarze im Doppelzweier den Vorlaufsieg. Im Halbfinal sicherte sich das Duo Rang 3. Und so kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zum Rennen aller Rennen. Röösli und Delarze waren sich bewusst, dass sie im A-Final das perfekte Rennen abliefern mussten, um in der Bootskategorie mit der ungemein hohen Leistungsdichte eine Chance auf die Medaillen zu haben.
Das Schweizer Boot startete bei windigen Bedingungen auf Bahn 1. Die benachbarten Chinesen auf Bahn 2 legten einen Blitzstart hin, während sich das Schweizer Boot bereits nach 500 Metern auf Rang 6 wiederfand. Von der Entscheidung um die olympischen Medaillen verabschiedete sich das Duo leider sehr früh. Auf den letzten 500 Metern konnten Röösli/Delarze immerhin noch das polnische Boot überholen und sicherten sich mit einer Zeit von 6:09.05 Minuten Rang 5. «Unser Ziel war eine Medaille. Das haben wir nicht erreicht. Von dem her sind wir wirklich sehr enttäuscht. Wir haben gekämpft bis zum Schluss und haben immer daran geglaubt. Wir haben unser Bestes gegeben, aber leider hat es nicht gereicht», erklärte Röösli direkt nach dem Rennen gegenüber SRF.
Mit der Qualifikation für den A-Final hatte Roman Röösli das olympische Diplom bereits vor dem Finalrennen auf sicher. Und sobald sich der Dunst der Enttäuschung über die verpasste Medaille verzogen hat, reift hoffentlich auch in ihm die Erkenntnis, dass er auf das Geleistete und das Olympische Diplom stolz sein kann.
Der Schwergewichtsvierer mit Joel Schürch verpasste am Samstag im Vorlauf mit dem 4. Rang die direkte Halbfinalqualifikation. Im Hoffnungslauf am Tag darauf musste deshalb einer der ersten beiden Plätze her. Trotz einer guten Platzierung im Feld auf den ersten 1000 Metern reichte es für das Schweizer Quartett am Ende nur für Rang 5. So bestritt das Aushängeschild des Seeclubs Sursee in der Nacht auf Mittwoch den B-Final, wo Platz 1 oder 2 gleichbedeutend mit einem olympischen Diplom gewesen wären. Polen und Kanada waren allerdings schneller unterwegs. Das Schweizer Boot belegte Rang 3 und verpasste das olympische Diplom um 4 Sekunden.
Die Tour de France war noch keine Woche vorüber, da stand Michael Schär am Samstagmorgen bereits wieder für das Strassen-Olympiarennen im Einsatz. Und das Rennen Richtung Fuji Speedway hatte es in sich. 234 Kilometer, 4800 Höhenmeter – und das bei extremer Hitze und einer schwindelerregend hohen Luftfeuchtigkeit. Der Nottwiler, der nicht gerade als Bergspezialist bekannt ist, stellte sich als Helfer souverän in den Dienst der Schweizer Mannschaft und versuchte, Teamleader Marc Hirschi so gut wie möglich zu unterstützen. Am Ende überquerte Michael Schär als zweitbester Schweizer auf Rang 31 die Ziellinie. «Ein super Rennen und eine sackstarke Leistung von Michael Schär» stellte SRF-Kommentator Sven Montgomery dem 36-Jährigen nach über 6 Stunden Fahrzeit ein gutes Zeugnis aus. «Das war eines der heissesten Rennen meiner Karriere. Die ersten zwei Stunden fuhr das Feld extrem langsam, da hat es uns richtig gekocht. Wäre man bei dieser Hitze am Ende über das Limit gegangen, dann wäre man explodiert», erklärte Michael Schär gleich nach dem Rennen gegenüber SRF.
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