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Verschiedenste Schweizer Institutionen bewahren eine grosse Anzahl an musikalischen Quellen auf. Der Verein Arbeitsstelle Schweiz des RISM (Répertoire International des Sources Musicales) katalogisiert diese und stellt sie so der Öffentlichkeit zur Verfügung. Historische Musikquellen sind wichtige und schützenswerte Kulturgüter. Aber was nicht katalogisiert ist, kann nicht wahrgenommen und also auch nicht aufgeführt, gedruckt oder wissenschaftlich untersucht werden.
In der Schweiz werden zahlreiche Musikquellen vom Mittelalter bis zur Gegenwart aufbewahrt. Diese befinden sich in Bibliotheken, Klöstern, Archiven und Privatsammlungen. Gerade die Klöster mit ihrer langen Musiktradition beherbergen umfangreiche Bibliotheken mit unterschiedlichsten Arten von Musik. In öffentlichen Bibliotheken sind die zahlreichen Nachlässe von Komponistinnen und Komponisten zu erwähnen, die für die schweizerische Musikgeschichte eine grosse Rolle spielen. Neben der Katalogisierung realisiert RISM Schweiz auch eigene, weiterführende Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. In einem davon werden Teile der bereits katalogisierten Werke zusätzlich sowohl mit einer entsprechenden Tonaufnahme aus den Archiven der Fonoteca Nazionale Svizzera als auch mit den biographischen Einträgen im Historischen Lexikon der Schweiz verknüpft.
Seit nunmehr über 60 Jahren kümmert sich RISM weltweit um die Erhaltung von historischen Musikquellen. Jede RISM-Ländergruppe organisiert und finanziert sich selbständig. In der Schweiz ist die RISM-Arbeitsstelle seit 1996 als eigenständiger Verein organisiert. Finanziert wird sie seit fünf Jahren hauptsächlich vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung SNF. Daneben werden auch Einnahmen aus Drittmittelaufträgen generiert.
Bild: Schweizerische Nationalbibliothek, Ms-M-3