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Westerngitarre
Westerngitarren werden zu den akustischen Gitarren gezählt. Die Tonerzeugung sowie die Tonverstärkung erfolgt bei diesen Gitarren rein mechanisch. Der grosse Korpus verstärkt den Ton.
Western- oder Folkgitarre
Die Saiten der Westerngitarre bestehen im Kern aus Stahl, dadurch ist eine höhere Saitenspannung als bei den Nylonsaiten möglich. Zudem ist der Hals dieser Gitarre schmal, er ist grundsätzlich mit einem Halsspannstab ausgestattet. Durch den Halsspannstab wird der Zug der Stahlsaiten ausgeglichen. Eine normale Westerngitarre hat sechs Saiten, allerdings werden auch Modelle mit sieben oder zwölf Saiten angeboten. Zudem ist der Korpus der Gitarre etwas grösser als bei einer Konzertgitarre. Unterschieden werden die verschiedenen Formen der Folkgitarren. Angeboten werden Jumbo, Dreadnought, Auditorium, Grand Auditorium sowie Parlour. Zudem ist das Griffbrett dieser Gitarren gewölbt, die Decke besteht aus Fichtenholz. Für die Zarge sowie den Boden wird beispielsweise Mahagoni, Palisander oder Zebrano verwendet. Durch die höheren Zugkräfte der Saiten auf die Decke wird ein Bracing verwendet, es ist eine Verbalkung der Decke sowie des Bodens. Am häufigsten ist das X-Bracing, dabei kreuzen sich zwei Stabilisierungsleisten unterhalb des Schalllochs. Verwendet wird ebenfalls das “Scalloped X-Bracing”, dadurch wird die Ansprache der Gitarre verbessert. Im Vergleich zu einer Konzertgitarre haben die Westerngitarren einen sehr hellen Klang. Durch die Benutzung eines Plektrums wird der Klang noch brillanter. Geschützt gegen die Beschädigungen des Plektrums wird die Decke durch einen Pickguard oder Schlagschutz.
Bekannte Hersteller
Hergestellt werden diese Gitarren von den US-amerikanischen Firmen C.F. Martin, Guild, Gibson sowie Taylor. Aus Japan kommt das Takamine Modell, aus Kanada die Larrivée-Gitarren und in Deutschland werden die Lakewood-Gitarren produziert.
Zu den stilbildenden Herstellern zählt der US-amerikanische Gitarrenbauer C.F. Martin. Bereits um 1833 wurde das Unternehmen in New York gegründet. Fünf Jahre später zog die Fabrik nach Nazareth in Pennsylvanien. Erstmals nach dem Ersten Weltkrieg fertigte Martin die erste Dreadnought-Gitarre an. Der Korpus dieser Gitarren ist relativ gross. Übernommen wurde der Name “Dreadnought” aus der Marine, damit wurde der Typ eines Kriegsschiffes bezeichnet. Ebenso ist der schmale Hals dieser Gitarren eine Erfindung des Herstellers Martin. Bereits im Jahr 1856 wurde das Unternehmen Gibson in Chateaugay im Bundesstaat New York gegründet. Auffallend an den Gibson-Westerngitarren sind die F-Schalllöcher der Archtop-Gitarren.
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