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Orgelmusik aus Deutschland und Komponisten, die hauptsächlich in Deutschland gewirkt haben
Matthias Nagel (*1958) studierte an der Hochschule für Kirchenmusik Herford und an der Folkwang Hochschule in Essen, wo er 1984 das A-Examen ablegte. Von 1984 bis 2003 wirkte er als Kantor in Düsseldorf-Garath. 2003 bis 2009 war er Kirchenmusikdirektor an der Arbeitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen. 2009 wurde er zum Landesposaunenwart in der Evangelischen Kirche im Rheinland berufen. Seit 2011 ist er Dozent für kirchliche Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.
[Quelle: Wikipedia]
Orgelmusik von Matthias Nagel
Nagel komponiert Orgelmusik im Pop- und Jazz-Stil. Unter anderem veröffentlichte er die Reihe «Special Pipes» im Strube Verlag. Bisher sind 4 Hefte erschienen:
- Freie Orgelstücke (Orgel mit Pedal)
- Freie Orgelstücke (manualiter)
- Advent – Weihnachten
- Passion – Ostern
Matthias Nagel komponiert auch Chormusik und Musik für Blechbläser
Johann Melchior Dreyer (1747–1824) lebte in Ellwangen (Württemberg), wo er zuerst als Schulmeister wirkte. 1779 wurde er Stiftsorganist und 1790 Kapellmeister in Ellwangen und übte diese Ämter vermutlich bis zu seinem Tod aus. Dreyer komponierte Orgelsonaten, Messen und kleinere Vokalwerke. Einige Messen hatten zu seiner Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Weiterlesen
Ludwig van Beethoven (1770–1827), geboren in Bonn, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Klassik und Wegbereiter der Romantik. Sein Vater und sein Grossvater waren bereits Berufsmusiker an der Hofkapelle des Kurfürsten und Erzbischofs Maximilian Friedrich. Der junge Ludwig wurde u. a. vom Hoforganisten Gilles van den Eeden und dessen Nachfolger Christian Gottlob Neefe unterrichtet. Mit 12 Jahren wurde der Beethoven Neefes Stellvertreter an der Orgel, mit 14 erhielt er eine feste Anstellung als Organist. Daneben wirkte er bis zu seinem Umzug nach Wien 1792 als Cembalist und Bratischist an der Hofkapelle.
Ludwig van Beethoven hatte vermutlich nach seiner Bonner Zeit keinen Bezug mehr zur Orgel und komponierte keine originalen Orgelwerke, es sind aber 5 Stücke für mechanische Flötenuhren überliefer, welche gerne auf der Orgel gespielt werden.
Die polnische Organistin Maria-Magdalena Kaczor hat eine interessante CD mit dem Titel «Ludwig van Beethoven organ perspectives» herausgegeben, auf der sie nebst den Flötenuhrstücken auch einige Klavierstücke und Bearbeitungen auf der Orgel eingespielt hat. mariamagdalenakaczor.eu
Hans Buchner (1483–1538) war der Sohn des Ravensburger Organisten Hans Buchner des Älteren. Er gilt als der bedeutendste Organist der Renaissance. 1506 wurde er Domorganist in Konstanz. Zu seiner Amtszeit wurde eine neue Orgel gebaut. Sie verfügte über 31 Register auf drei Manualen und Pedal und war damals eine der bedeutendsten Orgeln in Deutschland.
Die neue Orgel wurde nach der Reformation nicht mehr benutzt und galt bald darauf als unspielbar. Später erfuhr sie mehrere Umbauten, die ursprüngliche Disposition ist nicht mehr bekannt. Prospekt und Empore zeigen hingegen im Wesentlichen noch denselben Anblick wie im Jahre 1520.
Als in Konstanz die Reformation eingeführt wurde, wurde Buchner Organist in Überlingen, behielt aber seinen Wohnsitz in Konstanz. Zum Freundeskreis von Hans Buchner gehörten der Komponist Ludwig Senfl sowie Joachim Vadian, Humanist und Reformator in St. Gallen. Zu seinen Schülern zählten sein Sohn Hans Conrad Buchner sowie Fridolin Sicher und der St. Gallener Organist Melchior Högger.
Orgelwerke von Hans Buchner
- Fundamentum sive ratio vera, eine umfassende theoretische und praktische Orgelschule mit 120 Orgelsätzen
- 3 Intabulierungen
- 2 Liedsätze
- 2 weitere Orgelsätze
- mehrere weitere Intabulierungen
- 1 Liedsatz in der Sammlung Trium vocum carmina (Nürnberg 1538)
Eine Auswahl seiner Kompositionen ist im Peters Verlag erschienen.
Mehr Informationen über „Meister Hans von Konstanz“ bei Wikipedia
Johann Christoph Schmügel (1727–1798) erhielt seinen ersten Musikunterricht bei seinem Vater, der Organist in Pritzier war. Später studierte er in Hamburg bei Georg Philipp Telemann. Im Jahre 1758 wurde er Organist und Musiklehrer in Lüneburg. 1766 verliess er Lüneburg und wechselte an die St. Nicolai-Kirche in Mölln/Lauenburg. Hier wirkte er ab 1784 auch als Kantor. Schmügel starb im Alter von 71 Jahren an einem Schlaganfall während dem Orgelspiel. Weiterlesen
Michael Schütz (*1963) stammt aus Karlsruhe und studierte an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusikin Esslingen. Von 1994 bis 1998 hatte er einen Lehrauftrag für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Esslingen. Danach war er Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen und an der Bundesakademie Trossingen. Seit 2010 ist er Kantor an der Trinitatiskirche Berlin und lehrt Popularmusik an der Universität der Künste Berlin. Schütz widmet sich insbesondere der Verbindung von traditionellen Musikstilen mit Popularmusik. Weiterlesen
Johannes Matthias Michel (*1962) wuchs in Gaienhofen am Bodensee auf. Nach dem Abitur studierte er in Basel, Heidelberg und Frankfurt Klavier und Kirchenmusik. Das Solistenexamen für Orgel bei Ludger Lohmann in Stuttgart. Von 1988 bis 1998 war Michel Bezirkskantor in Eberbach am Neckar, seit 1999 ist er Kirchenmusikdirektor an der Christuskirche Mannheim, Bezirkskantor für Mannheim und Landeskantor Nordbaden.
Michel unterrichtet von 1989 bis 2001 an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg sowie seit dem Jahr 2000 an der staatlichen Hochschule für Musik in Mannheim künstlerisches Orgelspiel. Neben einer umfangreichen Konzerttätigkeit sind zahlreiche Mitschnitte bei Rundfunk- und Fernsehanstalten entstanden. Auf der Orgel und dem Kunstharmonium hat Michel über 12 CD-Einspielungen vorgelegt (zB sämtliche Harmonium werke und Duos von Sigfried Karg-Elert) Weiterlesen
Andreas Willscher (* 1955) kam in Hamburg zur Welt. Er erhielt früh Akkordeon- und Klavierunterricht und übte sich autodidaktisch im Orgelspiel. Später studierte er Orgel und Komposition an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater.
Willscher widmet sich besonders der französisch romantischen Orgelmusik und der Musik Böhmischer Komponisten. Weiterlesen
Hans Uwe Hielscher wurde 1945 geboren. Nach seinem Kirchenmusikstudium in Detmold folgten weitere Studien in Paris und Rouen mit Schwerpunkt französische Orgelmusik. Er absolvierte auch die Carillon-Ausbildung in Amersford/Holland. Hielscher ist seit 1979 Organist und Carillonneur an der Evangelischen Marktkirche Wiesbaden und Organist an der dortigen Konzertsaalorgel. In zahlreiche Konzertreisen spielte er an vielen bedeutenden Orgeln der ganzen Welt. 1985 wurde er für seine grossen Verdienste um die französische Orgelmusik vom französischen Kulturminister zum «Chevalier de l’Ordre des Arts des Lettres» ernannt. Weiterlesen
Theodor Grünberger (1756–1820) wurde in Bettbrunn in der Opberpfalz geboren. Sein Vater war Organist in der dortigen Wallfahrtskirche. Mit zwanzig Jahren trat er ins Münchner Augustinerkloster ein und wurde 1778 zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren wirkte er in verschiedenen bayrischen Klöstern. 1802 verliess er das Kloster und wurde Professor für Orgel und Singkunst am Lehrerseminar. Zu seiner Zeit war Theodor Grünberger in ganz Bayern ein berühmter Kirchenmusiker. Weiterlesen