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|Landwirtschaft:|

Die meisten Sumpfgebiete wären ohne den Einfluss des Menschen und seiner Haustiere mehr oder weniger dicht mit Büschen, Erlenbruchwäldern oder anderen Waldformen überwachsen. Erst durch Rodung - meist nach Auflichtung durch eine jahrhundertelange extensive Beweidung (Waldweide) - entstand offenes Riedland.
Die landwirtschaftliche Nutzung von Riedwiesen erreichte um 1900 ihren Höhepunkt. Etwa ab 1870 beschleunigte die Einfuhr von Getreide den Wechsel vom Ackerbau zur intensiven Viehhaltung und Milchproduktion. Dadurch wurde aber das als Einstreu benötigte Stroh zur Mangelware. Die nährstoffarmen Riedwiesen wurden deshalb im Herbst oder Winter geschnitten und das Schnittgut als Einstreu in den Ställen verwendet.
Im Sommer 1914 veränderte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges die Situation drastische. In der Schweiz herrschte plötzlich ein Mangel an Brotgetreide, denn vor dem Krieg wurden rund 85 % des Bedarfs importiert. In der Folge verordnete der Bund den Mehranbau von Getreide. Damit stand wieder Stroh als Einstreu zur Verfügung und die Nutzung der Riedwiesen verlor zunehmend an Bedeutung.
Die extensive Nutzung von Riedwiesen, jahrhundertelang als Weiden, später als Streuwiesen verhinderte deren Verbuschung und schützte auf diese Weise den Lebensraum vieler spezialisierten Pflanzen und Tiere. Um diese Artenvielfalt zu erhalten, müssen Riedwiesen auch heute noch regelmässig gemäht werden.
Heuen im Wehrenbachtobel im Herbst
Der WWF Zürich, der Quartierverein Witikon und Grün Stadt Zürich pflegen zusammen mit dem Pächter die wertvollen und geschützten Riedwiesen im Wehrenbachtobel. Auch Sie können beim traditionellen "Heuen im Wehrenbachtobel" mitmachen. Informationen erhalten Sie bei der Fachstelle Naturschutz, Grün Stadt Zürich, Tel: 044-412 46 25 oder per E-mail an <email-pii>