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Im April 2016 ist es endlich soweit, lange wurde darauf gewartet, oft wurde der Termin verschoben. Doch nun trägt der Frühling dieses Jahr ganz besondere Blüten: Die neue 50er-Banknote.
Vor 11 Jahren wurde ein Ideenwettbewerb lanciert, um das Design der neuen Banknotenserie zu entwickeln. Nach vielen Verzögerungen kommt im April 2016 die erste neue 50er-Note auf den Markt. Das Design ist noch nicht vollständig bekannt. Was man weiss, ist, dass die Note erneut grün sein wird. Seit 1907 die ersten Banknoten erschienen sind, hatte die 50er-Note immer dieselbe Farbe. Das Motiv hat sich im Laufe der Zeit jedoch stark verändert. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Schweizer Banknoten:
1907: Diese erste Schweizer Banknotenserie war nur eine Zwischenserie. Denn zwischen der Gründung der Schweizerischen Nationalbank und der Eröffnung ihrer Schalter blieb keine Zeit zur Produktion der offiziellen Noten. Auf der Vorderseite thront Helvetia, hinten ist die Note mit Ornamenten verziert.
1911: Die zweite oder erste offizielle Serie war am längsten im Umlauf. Sie wurde erst 1980 vollständig aus dem Markt genommen. Sie zeigte auf der Vorderseite einen Frauenkopf und hinten Holzfäller.
1918: Dies waren lediglich Reservenoten, die während dem Krieg gedruckt wurden. Es gab keine 50er-Note.
1956: Zum ersten Mal musste bei einer Banknotenserie die Vorder- mit der Hinterseite thematisch zusammenhängend sein. Bei der 50er Note ist vorne ein Mädchenkopf abgebildet, hinten eine Apfelernte mit mehreren Menschen.
1976: Die Note zeigt vorne das Portrait von Konrad Gessner und hinten einen Uhu, eine Primel und Sterne, da Gessner nicht nur Arzt, sondern auch ein leidenschaftlicher Naturbeobachter war. Bei dieser Serie wurden das erste Mal historische Personen abgebildet. Die Vorder- und Rückseiten mussten weiterhin thematisch stimmig sein.
1984: Diese Serie war lediglich eine Reserveserie und wurde nie in Umlauf gebracht. Sie zeigten ebenfalls Konrad Gessner und hinten Zweige und Blätter eines Kirschbaums.
1995: Sophie Taeuber-Arp, eine Malerin, Tänzerin und Designerin, ziert die Vorderseite der heute noch aktiven Serie. Die Hinterseite zeigt Werke von ihr. Taeuber-Arp gilt als wichtige Vertreterin der Avantgarde und des Dadaismus. Zum ersten Mal wurde bei dieser Notenserie mit elektronischer Bildbearbeitung gearbeitet.
Und die neue Serie?
Bei der neuen 50er-Note wird erstmals kein Portrait auf der Vorderseite zu sehen sein. Das Motto der neuen Serie ist „weltoffene Schweiz“ und nimmt die Themen Kreativität, Organisation, Erlebnis, Menschlichkeit, Fortschritt und Dialog auf. Der Entwurf stammt von der Grafikerin Manuela Pfrunder, die den zweiten Platz der Ausschreibung erreicht hat. Ihre Serie wurde als die machbarste empfunden.