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Basel, 1. Hälfte 18. Jahrhundert
Seide, gesteppt und bestickt
H. 67 cm
Inv. 1901.223.
Mit dem Wachstum der Vorstädte im 15. Jahrhundert entwickelten sich die Basler Vorstadtgesellschaften. Ähnlich wie die innerstädtischen Zünfte wachten sie über Rechte und Pflichten ihrer Quartierbewohner. In Umzügen und Schützenfesten demonstrierten sie Quartiergeist und Solidarität. So soll die Gesellschaft zur Mägd, welche vor allem für die von Fischern, Schiffern und Bäckern bewohnte St. Johanns-Vorstadt zuständig war, 1706 mit gegen 400 Mann auf dem Basler Münsterplatz paradiert haben. Ihr Name leitet sich vom 1517 gekauften Gesellschaftshaus "zu den Megteri" ab. Es ist anzunehmen, dass das klein gearbeitete Oberteil beim festlichen Umzug jeweils von einem Mädchen als Personifikation der "Mägd" getragen wurde.