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Basel, 2. Viertel 15. Jh.
Silber teilweise vergoldet, getrieben,
gegossen, ziseliert
H. 44,2 cm
Inv. 1933.160.
Der Münsterschatz umfasst eine Vielzahl eigenartiger Werke, doch keines spricht den Betrachter so unmittelbar an wie dieses silberne Statuetten Reliquiar mit seiner fein differenzierenden und auch symbolhaft aufgefassten Ziervergoldung. Es zeigt Christophorus mit dem geschulterten Jesuskind beim Überqueren des Flusses im Moment des Innehaltens. Der Heilige steht im knöcheltiefen Wasser und schaut mit verwundertem Blick zum unerklärlich schweren Kind empor, unter dessen Last sich gar sein Stock biegt. Zahlreiche realistische Einzelheiten und feinsinnige Beobachtungen, die aus dieser Kleinskulptur sprechen, offenbaren die Zeit und die Haltung des berühmten Basler Malers Konrad Witz. So ergötzen wir uns etwa an der aufmerksamen Wiedergabe von Details wie der Haarbinde oder des Geldbeutels und des Essbestecks, die der Heilige an seinem Gürtel festgemacht hat.
Dieses Hauptwerk spätgotischer Silberplastik diente als Altaraufsatz und besitzt im Basler Münsterschatz ein Gegenstück in Gestalt eines hl. Johannes des Täufers, das sich heute in der Eremitage in St. Petersburg befindet.