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Projektleitung:
Prof. Dr. U. Ehlert & lic. phil. S. Fischbacher
Projektmitarbeiter: Lara Gossweiler, Livia Stucky
Projektförderung: Stiftung für wissenschaftliche Forschung an der Universität Zürich
Projektlaufzeit: Okt. 2011- April. 2013
Studien mit einem evolutionsbiologischen Forschungshintergrund verweisen bei Frauen im gebärfähigen Alter auf einen Zusammenhang zwischen dem Zykluszeitpunkt und der Attraktivitätsurteile über Männer. Während zum Zeitpunkt der Ovulation maskulinere Merkmale, die einen Eindruck der Dominanz, physischer Gesundheit und genetischer Qualität vermitteln, bevorzugt werden, sind es an den nicht fruchtbaren Tagen femininere Merkmale von Männern, denen der Vorzug gegeben wird. Maskuline Männer signalisieren eine höhere Fortpflanzungswahrscheinlichkeit, während femininere Männer eher dazu bereit sind, eine feste Beziehung einzugehen und den Eindruck einer höheren Investitionsbereitschaft in den Nachwuchs vermitteln. Die Partnerwahl ist eine komplexe Entscheidung, bei der in der Regel viele Faktoren, einschliesslich kontextueller Merkmale, berücksichtigt werden. Einer der Kontextfaktoren, der in diversen Tierstudien einen Einfluss auf die Partnerpräferenz bewirkt hat, ist Stress. Nicht nur die Partnerwahl ist vom Menstruationszyklus abhängig, sondern auch die physiologische und psychologische Stressreaktion wird durch die hormonellen Veränderungen über den Zyklus hinweg beeinflusst. Bisher sind die Studienergebnisse zur physiologischen und psychologischen Stressreaktivität in den verschiedenen Phasen des Menstruationszyklus jedoch uneindeutig. Mit dem geplanten Projekt sollen im Rahmen eines kontrollierten Experiments einerseits der Einfluss von psychosozialem Stress auf die Partnerpräferenzen von Frauen untersucht werden und andererseits sollen die Unterschiede in der physiologischen und psychologischen Stressreaktion zwischen der späten Follikelphase und der mittleren Lutealphase des Menstruationszyklus mittels eines standardisierten psychosozialen Stresstests erhoben werden. Durch diese Studie soll einerseits ein besseres Verständnis für den Einfluss von Stress auf die Psychobiologie der weiblichen Reproduktion erreicht werden und andererseits sollen diese Ergebnisse zur Aufklärung und Prävention stressabhängiger psychischer Störungen bei Frauen im reproduktiven Alter beitragen.