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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist tot. Der gebürtige Bayer starb am Samstag im Alter von 95 Jahren im Vatikan, wie der Heilige Stuhl bekanntgab. Benedikt war von 2005 bis zu seinem Rücktritt 2013 Oberhaupt der katholischen Kirche. Seinen Rückzug hatte er damit begründet, dass er altersbedingt nicht mehr die Kraft habe, die päpstlichen Pflichten zu erfüllen.
Der frühere Kardinal Josef Ratzinger war 2005 zum Papst gewählt worden - der erste Deutsche an der Spitze des Vatikans seit tausend Jahren. Zuvor war er 25 Jahre lang Chef der Glaubenskongregration, der wichtigsten Behörde des Kirchenstaates mit dem Schwerpunkt Glaubenslehre. Er galt in dieser Funktion als kompromissloser Vertreter des konservativen Flügels im Vatikan. So disziplinierte er Anhänger der Befreiungstheologie in Lateinamerika.
Verbundenheit mit Bayern
Aus seiner Verbundenheit mit seiner bayerischen Heimat hatte Benedikt XVI. nie ein Hehl gemacht. Am 16. April 1927 erblickte er im kleinen oberbayerischen Marktl am Inn das Licht der Welt, einem Karsamstag. Mit seinen zwei Geschwistern wuchs er bei seinen Eltern Maria und Joseph in bescheidenen Verhältnissen auf.
Der frühere Erzbischof von München und Freising kam 2022 durch einen Medienbericht unter Druck, wonach er in vier Fällen von Kindesmissbrauch durch Kirchenangehörige zwischen 1977 und 1982 keine angemessenen Massnahmen ergriffen habe. In einem emotionalen, persönlich gehaltenen Brief erklärte er daraufhin, Fehler seien gemacht worden und er bitte um Vergebung.