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Mit der Wintersonnenwende beginnt die Zeit der Rauhnächte. Es gibt verschiedene Ansichten darüber, wann Rauhnächte die beginnen: die einen zählen vom 21. Dezember an, die anderen von der Nacht auf den 25. Dezember bis zum 6. Januar, die einen zählen 12, die anderen 13 Nächte.
Wie auch immer: Die Rauhnächte fallen in die dunkle Zeit des Jahres. Es geht um Einkehr und Innehalten, um Dankbarkeit für das, was war, um Ruhen und Atmen, um Geschehen- und Entstehenlassen. Der Schleier zur geistigen Welt ist in dieser Zeit besonders dünn.
Ich beginne ich die Rauhnächte mit einer Räucherung meiner Wohnung. Das wiederhole ich bis am 6. Januar so oft wie möglich. Ich notiere meine Nachtträume und beobachte das Wetter und meine Stimmungen tagsüber, ich ziehe jeden Tag eine Orakelkarte, gehe oft in die Natur und mache Feuer drinnen und draussen.
Von der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bis zur Nacht vom 5. bis 6. Januar lausche ich jeden Morgen, welches Thema aktuell ist. Das schreibe ich auf. Das Thema des ersten Morgens entspricht für mich dem Thema, mit dem ich im Januar 2019 sein werde, das Thema des zweiten Morgens entspricht dem Thema im Februar 2019 usw. Wenn ich jeweils auf ein Jahr zurückblicke, erstaunt es mich immer wieder, wie genau das übereingestimmt hat.
In den Tagen bis zum 24. Dezember setze ich mich einmal mit einer Kerze hin und frage mich: Was liegt mir am Herzen? Was ist mir wichtig? Ich schreibe diese Wünsche auf 13 Zettel und lege sie gefaltet in eine Schale. In jeder Rauhnacht ziehe ich einen dieser Zettel und verbrenne ihn, ohne nachzusehen, was darauf steht. Um diese Wünsche werden sich höhere Kräfte kümmern. Ich übergebe jeweils die Asche der Erde und danke den Elementen für ihre Unterstützung. Das mache ich mit 12 Zetteln. Am 6. Januar habe ich noch einen Zettel in der Schale. Das ist der Wunsch, um den ich mich selber kümmern werde, damit er im kommenden Jahr in Erfüllung geht.
Mehr Informationen zu den Rauhnächten und Anregungen für Rituale findet ihr hier:
Vom Zauber der Rauhnächte von Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri
Rauhnachtrituale für Frauen von Sandra Waldermann-Scherhak
Ich wünsche euch lichtvolle Rauhnächte und friedliche Festtage.