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Das sind die ungelösten Probleme in der Informatik14. November 2008 um 16:00
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Jahres der Informatik - informatica08 - sind gestern in Lausanne die Preisträger des ersten 'Swiss Computer Science Challenges Award' ausgezeichnet worden.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Jahres der Informatik - informatica08 - sind gestern in Lausanne die Preisträger des ersten 'Swiss Computer Science Challenges Award' ausgezeichnet worden. Die hochkarätige Jury wählte aus 57 eingegangen Vorschlägen das Projekt zur Entwicklung kulturell wandlungsfähiger Computersoftware von Katharina Reinecke zum Sieger.
Warum südkoreanische Websites anders aussehen als nordamerikanische oder ob ein Europäer eine chinesische Website benutzen würde, sind Kernfragen, die das Siegerprojekt stellt. Der kulturelle Hintergrund des Nutzers entscheide nämlich, ob er Schritt für Schritt geführt werden will, lieber selber die Initiative ergreift oder ob er ein spartanisches Design oder aufwendig animierte Oberflächen bevorzugt. Das Projekt von Katharina Reinecke hat die Jury darum überzeugt, dass die Vision der kulturell anpassungsfähigen Software eine fundamentale Herausforderung für die Informatik darstellt und hat Wege aufgezeigt, wie diese Probleme in einem interdisziplinären Forschungsansatz bearbeitet werden kann.
Der zweite Preis erhielt das Projekt von Davide Picca und Dr. Marco Pennacchiotti, welche sich mit der Problematik der zuverlässigen, wissensbasierten maschinellen Übersetzung widmeten. Das Projekt geht davon aus, dass semantische Ansätze, die die Bedeutung des zu übersetzenden Textes zu repräsentieren versuchen, und statische Ansätze, die aus bestehenden Übersetzungen Regeln ableiten, nach denen Texte übersetzt werden können, zum Erfolg führen werden.
Beschleunigung durch Nebenläufigkeit
Das Projekt "Beschleunigung durch Nebenläufigkeit" von Dr. Luc Bläser erhielt an der Abschlussveranstaltung den dritten Preis. Das Projekt geht davon aus, dass es in Zukunft neue Ansätze braucht, um einen weiteren nachhaltigen Leistungszuwachs in der Mikroelektronik zu ermöglichen. Trotz der Verfügbarkeit billiger und vernetzter Prozessoren ist das übliche Modell des Programmierens nach wie vor an einer sequentiell arbeitenden Maschine orientiert. Die Möglichkeit, Prozesse auf vielen Prozessoren parallel auszuführen, wird jedoch nur in Ausnahmefällen genutzt.
Der 'Swiss Computer Science Challenges Award' ist mit einer Preissumme von 30'000 Franken dotiert, welcher von der Hasler Stiftung zur Verfügung gestellt wird. Der Wettbewerb soll das Bewusstsein für die Informatik als Wissenschaftsdiziplin zu stärken und eine Grundlage für visionäre Informatik-Forschungsprojekte in der Schweiz schaffen. (bt)
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