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Gemeldete Gewinne von 20 Top-Banken in SteueroasenOxfam wirft den Grossbanken vor, Gewinne gezielt in Steueroasen zu verschieben und sich so vor ihrem fairen Beitrag zum Gemeinwohl zu drücken. Die Studie liefert eine Reihe von konkreten Beispielen, die laut Oxfam auf eine «exzessive Nutzung von Steueroasen» hinweisen:
- Auffallend viel Gewinn verbuchten die Banken laut Studie in Luxemburg und Irland. Allein in Luxemburg kamen die 20 grössten Banken Europas im Jahr 2015 auf 4,9 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern – mehr als in Deutschland, Grossbritannien und Schweden zusammen.
- Die britische Barclays Bank zahlte auf einen in Luxemburg gemeldeten Gewinn in Höhe von 557 Millionen Euro lediglich eine Million Steuern. Das entspricht einem Steuersatz von 0,2 Prozent. In Irland fiel für die untersuchten Banken im Schnitt ein effektiver Steuersatz von 6 Prozent an, den einige Banken auf 2 Prozent drücken konnten.
- Die untersuchten Banken deklarierten laut Studie mindestens 628 Millionen Euro Gewinne in Ländern, in denen sie keinen einzigen Mitarbeiter beschäftigten. So erzielte die französische BNP Paribas gemäss eigenen Angaben 134 Millionen Euro Gewinn auf den Cayman Inseln – steuerfrei und ohne Personal vor Ort.
- Die Deutsche Bank wies 2015 weltweit Verluste in Höhe von 6,1 Milliarden Euro aus. Gewinne fielen trotzdem an – zum Beispiel in der Steueroase Luxemburg. Hier meldete die Deutsche Bank einen Gewinn von rund 1,2 Milliarden Euro.