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Privater Vermögensaufbau
Neben der staatlichen und beruflichen Vorsorge (erste Die Schweizer Vorsorge basiert auf drei Säulen. Unter der ersten Säule versteht man die staatliche Vorsorge, welche hauptsächlich durch die AHV/IV abgedeckt wird. Die zweite Säule ist die berufliche, die dritte Säule die freiwillige / private Vorsorge. und zweite Säule) Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. sparen viele auch im Privatvermögen Geld für die Zeit nach der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. oder für die Erfüllung eines Lebenstraums. Einige legen jeden Monat Geld zur Seite oder haben eine Summe geerbt, die sie langfristig anlegen möchten. Nicht selten wird jedoch ganz unbewusst nur ein Teil der Einnahmen benötigt, um den gewünschten Lebensstandard zu erfüllen. Ende Jahr bleibt etwas auf dem Konto und irgendwann macht sich dann jeder Gedanken darüber, was mit dem Geld geschehen soll. Kapital, das längerfristig nicht gebraucht wird, sollte dem Anlagehorizont Unter Anlagehorizont versteht man, wie lange in in Wertschriften angelegte Gelder voraussichtlich nicht angetastet werden müssen. entsprechend angelegt werden.
Die Ausrichtung und die Kosten bestimmen die Rendite
Über Erfolg oder Misserfolg beim Vermögensaufbau, beziehungsweise bei der Vermögensvermehrung, entscheiden langfristig vor allem zwei Faktoren: Die Wahl der Anlagestrategie Häufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien / Anlageklassen mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
und die Kosten. Neben diesen Faktoren sind die Selektion der richtigen Investitionsmöglichkeiten sowie die steuerliche Belastung auf den Erträgen wichtig. Wer höhere kurzfristige Schwankungen (Volatilität) Volatilität bezeichnet in der Statistik die Schwankung von Zeitreihen. In der Finanzwelt ist die Volatilität ein Mass für das Ausmass von Schwankungen verschiedenster Finanzparameter wie beispielsweise Aktienkurse oder Zinsen. Eine hohe Volatilität bedeutet hohe Kursschwankungen (Verlustrisiko). des Anlagevermögens in Kauf nimmt, kann langfristig mit einer höheren Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
rechnen.
Vorsorge als steuerbegünstigte Sparmöglichkeit
Im Vorsorgebereich gibt es verschiedene Möglichkeiten, langfristig Vermögen aufzubauen. Durch gesetzliche Vorschriften und daraus resultierende Steuerprivilegien lässt sich die Nettorendite Die tatsächliche Rendite einer Anlage oder eines Portfolios nach allen Kosten.
nach Steuern massgeblich erhöhen. Die Säule 3a Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
und die Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
sind nur zwei Beispiele. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie hier:
Vorteil bei den Steuern bedeutet oftmals hohe Gebühren
Steuerliche Vorteile sollten ausgenutzt werden. Leider ist es teilweise jedoch so, dass steuerlich privilegierte Anlagemöglichkeiten gebührenintensiv sind (Säule 3a, Lebensversicherungen) Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren. oder dass kein Mitspracherecht bei der Anlagepolitik besteht (2. Säule). Die Gebühren sind aber gerade im Vorsorgebereich besonders wichtig, weil der Zinseszinseffekt Der Zinseszins ist der Zins, der für in früheren Perioden bereits gutgeschriebene Zinsen bezahlt wird. bei den Kosten vor allem langfristig zu Buche schlägt. Bei der Wahl der passenden Investitionsmöglichkeiten nur auf die Steuern zu achten ist also sicherlich nicht der richtige Weg. Mehr zu den Auswirkungen von hohen Kosten und Gebühren erfahren Sie hier: