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Mir ist aufgefallen, dass sich die Farbe meines Spermas verändert, abhängig davon, wie oft ich (27) masturbiere. Ein Kollege hat mir nun gesagt, dass durch häufiges Masturbieren die Qualität des Spermas sinkt. Heisst das, dass ich nicht mehr so oft masturbieren darf, wenn ich ein Kind zeugen will? Ich habe längere Phasen, in denen ich mich bis zu dreimal am Tag selbst befriedige. Silvan
Lieber Silvan
Wie oft du masturbierst, hat tatsächlich einen Einfluss auf dein Sperma. Der Anteil an Spermien am Ejakulat ist vergleichsweise gering. Er liegt unter einem Prozent. Es lässt sich also nicht einfach am Aussehen ablesen, wie gut die Qualität, beziehungsweise wie hoch die Spermiendichte ist.
Dass aber regelmässiges Masturbieren die Spermienqualität heruntersetzt, stimmt so nicht. Tägliches Masturbieren, verstanden als «einmal am Tag», fördert die Spermienqualität sogar. Der Körper ist dadurch gezwungen, laufend frische Spermien zu produzieren respektive die vorhandenen zügig aufzubrauchen. Frisch produzierte Spermien sind «fitter».
Andererseits braucht das Produzieren von Spermien Zeit. Masturbiert ein Mann über längere Zeit mehrmals am Tag, kommt der Körper nicht mehr mit Produzieren nach. Die Qualität des Ejakulats sinkt, weil zu wenig Spermien im Ejakulat drin sind.
Es ist heikel, mit fixen Zahlen zu hantieren. Denn jeder Mann ist verschieden. Für die Fruchtbarkeit spielen noch andere Faktoren eine Rolle. So ist es beispielsweise denkbar, dass ein Mann, der zweimal am Tag masturbiert, ansonsten aber gesund lebt, nicht raucht, nicht trinkt und keine Drogen oder Medikamente nimmt, immer noch besser dran ist, als einer, der fünf- bis siebenmal pro Woche masturbiert, aber ungesund lebt.
Lasst euch beraten, falls du und deine Freundin seit mehr als einem Jahr vergeblich versucht, ein Kind zu bekommen. Es ist normal, dass es eine Weile dauern kann, bis es klappt.Publiziert am 09.10.2015 | Aktualisiert am 09.10.2015