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Der provisorische Kalender für die Renn-Saison 2021 steht. Den Auftakt in das neue Motorsport-Jahr 2021, bildet das Critérium Jurassien am 16./17. April.
Noch sind nicht alle Nägel eingeschlagen. Und noch ist nicht klar, wie sich die Situation mit der Corona-Pandemie entwickelt. Ein provisorischer Kalender für die Renn-Saison 2021 lässt das Rennfahrerherz aber schon einmal höher schlagen.
Losgehen soll es am 16./17. April mit dem Critérium Jurassien. Der erste Slalom ist für das Wochenende vom 24./25. April in Frauenfeld vorgesehen. Und der Auftakt zur Berg-Saison soll am 5./6. Juni mit der Rückkehr nach La Roche–La Berra stattfinden.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bisher nicht eingeschrieben: Slalom Interlaken, Slalom Bure, Slalom Chamblon und Bergrennen Ayent-Anzère.
Die Austragung von fünf in keinem Kalender eingeschriebenen Rennen durch den Verein Swiss Legends Racing hat Konsequenzen. Die Disziplinarkommission hat den Fall sorgfältig geprüft und ist vergangene Woche zu einem Urteil gekommen.
Gemäss Entscheid der Disziplinarkommission (DK) vom 11. November 2020 hat der Verein Swiss Legends Racing nicht anerkannte Wettbewerbe gemäss Art. 2.1.5 ISGdurchgeführt. Namentlich am 17./18. Juli 2020 (Rennlauf 1 und 2), am 07./08. August 2020 (Rennlauf 3 und 4) – beide auf den Circuit de Bresse (F) – und am 10. Oktober 2020 (Rennlauf 7) in Chenevières (F). Die verschiedenen Stellungnahmen vermochten die Beschuldigten nicht entsprechend zu entlasten da weder Auto Sport Schweiz, die dafür zuständigen Präfekturen in Frankreich noch der französische Automobilsportverband FFSA über diese Wettbewerbe informiert waren. Der Beschuldigte lehnte schriftlich wie mündlich jegliche Unterstellung unter die Verbandsgerichtsbarkeit des ASS als ASN ab und anerkennt die DK nicht als verbandsinterne Gerichtsbarkeit an. Gemäss Art. 1.2.1 ISG hat die FIA das Internationale Sportgesetz (ISG) aufgestellt, um bei der Ausübung des Sportes sich einer gerechten und geordneten Form zu bedienen. Jede Person oder Gruppe von Personen, die einen Wettbewerb organisieren oder daran teilnehmen, sind verpflichtet die Statuten und Reglemente der FIA sowie die Nationalen Reglemente zu kennen und sich diesen ohne Vorbehalt zu unterwerfen (Art. 1.3.1 ISG).
Im vorliegenden Fall führte der Beschuldigte im 2020 eine Rennserie mit neun Rennläufen durch, wovon deren fünf in keinem Kalender eingeschrieben oder publiziert waren. Die Rennserie als solches wurde mit Entscheid der NSK vom 5. Februar 2020 genehmigt, unter Einhaltung der Reglemente und der entsprechenden Auflagen (Kalender). Die Organvertreter des Beschuldigten sind seit Jahren selber Lizenznehmer als Fahrer, Bewerber und/oder Offizielle (Rennleiter, etc.). Die entsprechenden Repräsentanten kennen daher die Reglemente und die Vorgaben, unter welchen eine Serie veranstaltet werden darf.
Die DK stellt fest, dass wie bereits erläutert diese fünf Rennläufe weder im schweizerischen, noch im französischen Kalender eingetragen wurden. Trotzdem hat der Beschuldigte fünf Rennläufe durchgeführt, an welchen eine Startaufstellung erfolgte, auf Geschwindigkeit gefahren wurde, unter Zeitnahme und Erstellung eines Klassements inklusive einer Siegerehrung mit Preisen/Pokale. Das Klassement sowie Fotos der Siegerehrung inklusive Rennbericht wurden in der Folge auf der Homepage des Beschuldigten sowie auf seinem Facebook-Profil und in der Zeitschrift «Autosprint» publiziert. Gemäss Art. 2.1.5.a und b ISG handelt es sich bei diesen fünf Rennläufen somit um «nicht anerkannte Wettbewerbe». Sie dürfen daher nicht für eine Serie gewertet werden. Ferner ist gemäss Art. 2.1.5.b ISG die gesamte Serie ungültig, da die Organisationsgenehmigung null und nichtig ist.
Mit seinem Verhalten hat der Beschuldigte insbesondere gegen Art. 2.1.1.a, 2.1.2.b und Art. 2.5.1 ISG i.V.m. den Bestimmungen für die Registrierung von Rennserien durch die NSK (Version 25.09.2008) verstossen. Dadurch hat er gemäss Art. 12.1.1.c ISG grundsätzlich den Interessen des Automobilsportes geschadet. Mit den entsprechenden Zuwiderhandlungen gegen Reglemente, sind diese Handlungen daher gemäss Art. 12.1.2 ISG strafbar, ungeachtet ob sie absichtlich oder fahrlässig begangen worden sind. Die Disziplinarkommission kommt diesbezüglich zum Schluss, dass das Verhalten des Beschuldigten im Vorfeld wie auch während des Disziplinarverfahrens als uneinsichtig und unkooperativ zu qualifizieren ist. Das Verhalten des Rechtsvertreters ist dabei dem Beschuldigten anzurechnen. Bei der weiteren Beurteilung des Strafmasses kommt die Disziplinarkommission ferner zum Schluss, dass es sich vorliegend nicht um eine einzelne Widerhandlung handelt. Obwohl die ASS den Beschuldigten unmittelbar nach dem ersten Rennwochenende in Bresse (F) (17./18.07.2020) auf die Reglementsverstösse hingewiesen hat, wurden weitere drei Rennläufe in gleicher Form durchgeführt. Vorliegend geht es somit um eine fünffache Widerhandlung. All diese Faktoren werden vorliegend straferhöhend bewertet.
Der Beschuldigte Verein Swiss Legends Racing als Serienorganisator mit der Reg.Nr. SLSC2010/REG wird
Da die fünf Widerhandlungen im Ausland (Frankreich) erfolgten und die französische ASN (FFSA) um Mitteilung des Urteilsspruchs gebeten hat, wird vorliegender Entscheid gemäss Art. 15.8 ISG auch international veröffentlicht.
Heute, 13. November, ist von Auto Sport Schweiz ein weiteres Schreiben zur aktuellen Situation an Fahrer, Bewerber und Funktionäre herausgegangen, wie es 2021 weitergehen soll.
Werte Pilotinnen und Piloten,
Sehr geehrte Damen und Herren,
So haben wir alle uns das Jahr und die Sportsaison 2020 nicht vorgestellt. In einem Zeitpunkt, der üblicherweise durch Preisverteilungen und Meisterehrungen geprägt ist, sind wir darauf bedacht, uns mit möglichst wenigen Leuten zu treffen. Denn die Lage ist ernst. Wir dürfen sowohl das Gesundheitssystem als auch die Wirtschaft nicht zerstören.
Zwar gab es nach dem Lockdown im Frühjahr Hoffnung für einen Restart. Dies war jedoch nur im Ausland auf permanenten Rennstrecken (Automobil wie Kart) und für einige Rallyes möglich. In der Schweiz wurde die sportliche Saison fast komplett verunmöglicht durch fehlende behördliche Bewilligungen, Limitierung der Anzahl Zuschauer und Teilnehmenden und weil Armeegelände nicht zur Verfügung standen.
Wie Anfang Jahr befürchtet, sind bei den Organisatoren und bei ASS die Einnahmen massiv weggebrochen. Das hat Spuren hinterlassen. Die Fehlbeträge sind teils massiv. Leider kommen wir nicht in den Genuss der vom Bund im Frühling in Aussicht gestellten Subventionen. Diese greifen erst im Falle von existenzieller Bedrohung, die wir bis heute vermeiden konnten. Die Sorge bleibt, wie wir das Fachwissen und die Organisation aufrecht-erhalten können, um zum Zeitpunkt der Normalisierung wieder für unsere Sporttreibenden operativ zu sein.
Da uns die schwierige und zum Teil akute finanzielle Lage der vielfach langjährigen Veranstalter bekannt ist, werden wir diesen, einmalig und ohne Präjudiz schaffen zu wollen für 2021 die Kalender-Gebühren vollumfänglich erlassen (ca. CHF 70‘000.00). Diese Möglichkeit bietet sich uns, da wir aus dem Stabilisierungskonzept von swiss olympic einen zweckgebundenen Beitrag erhalten haben.
Heute lässt sich nicht voraussagen, wie die Sportsaison 2021 aussehen wird. Jedoch gibt die Entwicklung in Asien und Australien Anlass zu Hoffnung. Dort scheint die Pandemie weitgehend unter Kontrolle zu sein. Weltweit wird an den Impfstoffen geforscht. Wir wollen zuversichtlich sein, dass sich die Situation auch bei uns wieder soweit normalisiert, dass das sportliche und gesellschaftliche Leben erneut aufgenommen werden kann.
Trotz aller Unsicherheiten, machen bestimmt auch Sie sich Gedanken über ihre nächste Sportsaison. Erfreulicherweise sind beim Sekretariat ASS schon mehrere Veranstaltungen angemeldet worden. Es betrifft dies Slaloms, Bergrennen, Rallyes, Kartveranstaltungen und sogar einige Rundstreckenrennen. Unter den heutigen Umständen ist es jedoch verfrüht, Meisterschaften zu publizieren, da die Anmeldefristen für die Veranstalter verlängert wurden.
Sie werden in den kommenden Wochen die Lizenzunterlagen 2021 erhalten. An dieser Stelle präzisieren wir, dass sämtliche Gebühren unverändert bleiben – entgegen Gerüchten, die im Umlauf waren.
Geschätzte Pilotinnen und Piloten, werte Bewerber, liebe Veranstalter, Offizielle und Funktionäre, wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Das Jahr 2020 hat uns Geduld, Verzicht und Durchhaltewillen abverlangt. Wir wünschen uns und Ihnen, dass ihre angestrebten Ziele und Projekte sich im nächsten Jahr realisieren lassen. Auf dass der Automobil- und Kartrennsport wieder Fahrt aufnimmt!
Mit motorsportlichen Grüssen, Auto Sport Schweiz
Paul Gutjahr, Präsident Verein ASS
Andreas Michel, Präsident NSK
Patrick Falk, Direktor Geschäftsstelle
Am vergangenen Dienstag, 20. Oktober, ist der Präsident des Slaloms von Bure, Jean Bianchi an einem Krebsleiden gestorben. Bianchi hat sein Leben dem Rennsport gewidmet und im Jura zahlreiche bekannte Veranstaltungen organisiert.
In jungen Jahren fuhr Bianchi selber noch Rennen. Kaum war er im Besitz des Führerscheins nahm er an Slaloms und Rallyes teil. Seine wirkliche Stärke lag aber schon bald im Organisieren von Veranstaltungen. Das Critérium Jurassien, die Ronde d'Ajoie, die Bergslaloms von Roche d'Or, Develier–Le Sommet und Saint-Ursanne–La Croix, der Slalom von Bure und das internationale Bergrennen Saint-Ursanne–Les Rangiers – all das geschah unter der Obhut von Bianchi.
Der umtriebige Racer war Präsident, Rennleiter und Mitglied mehrerer Ausschüsse. Seine grossen Fähigkeiten und sein Charisma führten ihn auch zu höheren Funktionen: So war Bianchi Mitglied nationaler und kantonaler Kommissionen als auch Präsident der Ecurie des Ordons.
Da Scheitern für ihn keine Option war, suchte Bianchi stets nach Lösungen. Seine Meinung und sein Rat wurden von allen geschätzt. Trotz seiner Krankheit arbeitete Jean bis zum letzten Moment für den Motorsport, den er so sehr liebte. «Wir können dich am besten in Erinnerung behalten, indem wir so weitermachen, wie du es uns vorgezeigt hast», schreiben seine jurassischen Motorsport-Freunde in einer Beileidsbekundung.
Bianchi hinterlässt einen Sohn (Didier) und ein Grosskind sowie seine Schwester Anne Bianchi. Auto Sport Schweiz spricht der Familie, den Verwandten und Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus. Wegen Corona wird die Trauerzeremonie nur im engsten Familienkreis abgehalten.
Auto Sport Schweiz hat die vakante Stelle im Bereich Technik neu besetzt. Seit dem 1. Oktober ist Ruth Augsburger Anlaufstelle auf dem Sekretariat in Liebefeld. Wir wünschen Ihr einen guten Start!
Seit dem 1. Oktober ist die Stelle «Technik» bei Auto Sport Schweiz wieder besetzt. Ruth Augsburger übernimmt die Nachfolge von Dario Meringolo, der nach fünf Jahren den Verband auf eigenen Wunsch verlassen hat.
Ruth Augsburger (43) lebt in Büren an der Aare. Sie hat eine Bürolehre EFZ in einer Garage absolviert und verfügt zusätzlich über eine abgeschlossene Verkaufslehre EFZ. Augsburger ist seit 2012 als technische Sachbearbeiterin tätig und hat zuletzt von 2014 bis 2020 bei RADO Watch Ltd in Lengnau gearbeitet. Sie verfügt ausserdem über zahlreiche Weiterbildungen im Bereich Technik/Produkte und spricht fliessend Deutsch und Französisch.
Ruth Augsburger wird bei Auto Sport Schweiz folgende Bereiche abdecken:
Wir wünschen Frau Augsburger einen reibungslosen Start und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!
Am 3. September ist mit Hans Rudolf Wittwer eine ehemalige Schweizer Motorsportgrösse gestorben, die vor allem als Rennstallbesitzer zahlreiche Erfolge feiern durfte. Angefangen hat Wittwer – wie viele andere auch – als Rennfahrer. Ab 1970 fuhr er einen Minelli-Abarth, danach einen Brabham F2. Doch Wittwers Stärke lag nicht unbedingt im Rennfahren an sich. Vielmehr machte er sich einen Namen als exzellenter Schrauber. Und so gründete er die Firma Racing Motor Service (später Wittwer Racing), die Rennfahrzeuge für Kunden einsetzte und/oder deren Autos betreute. Parellel zu seinen Kundenaufträgen war Wittwer auch Importeur englischer Rennwagenmarken wie Argo, Reynard oder Tiga.
Einer seiner berühmtesten Fahrer war Herbert Müller, der 1977/78 für Wittwer Racing mehrere Interserie-Läufe auf einem March 75 S absolvierte. Den grossen Erfolg in der Schweizer Meisterschaft feierte der Rheintaler dann 1980. Der inzwischen weiter modifizierte «Wittwer-March», der schliesslich WMP 5 genannt wird, holt in den Händen von Max Welti den Titel bei den Sportwagen. 1984 und 1986 steht Wittwer Racing wieder ganz oben. Diesmal holt Stammpilot Rolf Kuhn auf einem Tiga Sports 2000 die Sportwagen-Krone.
Ein weiteres erfolgreiches Kapitel schreibt der Mann aus Diepoldsau mit Peugeot ab 1994. Journalist, Fotograf und NSK-Mitglied Jürg Kaufmann erinnert sich: «Ich war damals Sportchef bei Peugeot und wir erteilten ihm den Auftrag, einen Peugeot 405 in der Supertourenwagen-SM einzusetzen.» Mit Erfolg! Bernard Thuner gewann auf Anhieb den Titel, 1995 tut es ihm Rolf Kuhn gleich. Und 1997 holt Johnny Hauser auf einem ehemaligen Werks-405 den dritten STW-Titel für Wittwer Racing. «Diesmal allerdings ohne Unterstützung durch Peugeot Suisse», so Kaufmann.
1999 und 2000 ist Wittwer Racing wieder top. Mit Daniel Hadorn gewinnt der St.Galler Rennstallbesitzer zweimal hintereinander den Mazda-Cup auf einem MX-5. In der Zeit mit Mazda entwickelt Wittwer für den Importeur auch Tuning-Kits für Strassenautos, da das Rennsportbusiness immer weniger abwirft. Kommerziell und finanziell wird dieses Experiment jedoch zum Flop, und ein frustrierter Wittwer muss schliesslich seine Firma liquidieren.
Wittwer wechselt das Business und ist danach noch einige Jahre als Tauchlehrer tätig, ein Hobby, das er schon zuvor lange gepflegt hatte.
Wittwer hinterlässt seine Ehefrau Annemarie, eine Tochter und zwei Enkelkinder. Auto Sport Schweiz spricht der Familie, den Verwandten und Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus. Die Abdankung findet am Freitag, 18.September, ab 14 Uhr in der Kirche in Tübach statt.
Zwei Mal in diesem Jahr ist das neue Magazin von Auto Sport Schweiz bereits erschienen. Auf die dritte Ausgabe, die gewöhnlich im September erscheint, werden wir in diesem Jahr wegen Corona verzichten.
Das Coronavirus und seine Auswirkungen haben den Schweizer Automobilrennsport 2020 fast komplett zum Erliegen gebracht. Neben der Berg-Meisterschaft musste auch die Slalom- und Rallye-SM gestrichen werden. Nur die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft kann 2020 unter strengen Schutzmassnahmen durchgeführt werden.
Der Ausfall zahlreicher Rennen hat nun auch dazu geführt, dass wir mit unserem Verbandsmagazin eine Ausgabe aussetzen werden. Das heisst: Die nächste Ausgabe von «Auto Sport Schweiz» in gedruckter Version wird erst Mitte Dezember erscheinen.
Wir hoffen, dass Sie dafür Verständnis haben. Und freuen uns, Sie vor Weihnachten wieder mit einer neuen Nummer und frischen Themen überraschen zu dürfen.
Mit Jürg Baer ist im Juli ein weiterer, sehr engagierter Schweizer Funktionär gestorben. Der in Olten geborene Baer hat um 1960 mit Motorsport begonnen. Als Fahrer der «Scuderia Basilea» (ab 1961 Mitglied) startete er an nationalen Slaloms und Bergrennen – auf Simca Rally, Opel Kadett, NSU TTS und Renault Gordini.
In den Siebzigerjahren war Baer einige Jahre als Zeitmesser für den ACS tätig. Ehe er 1986 erneut den Lizenzkurs in Hockenheim absolvierte. In der Zeit danach bestritt er verschiedene Berg- und Rundstreckenrennen – allesamt mit Serienfahrzeugen der Gruppe N, N-GT und A.
Ab 2000 konzentrierte sich Baer auf die Weiterbildung als Funktionär. Als solcher übte er diverse Ämter – vom Streckenposten über den Abschnittchef bis zum Rennleiter – aus. Baer stand bei zahlreichen Bergrennen und Slaloms in der Schweiz im Einsatz, behielt aber auch bei Rundstreckenrennen in Hockenheim oder Dijon sowie bei Klassikveranstaltungen wie etwa dem Klausenrennen die Übersicht.
Baer starb im Alter von 82 Jahren. Er hinterlässt zwei Söhne: André und Patrick. Letzterer hat die Begeisterung für den Rennsport von seinem Vater geerbt und bestreitet im Rahmen der IDM die Seitenwagenmeisterschaft. Auto Sport Schweiz spricht der Familie, den Verwandten und Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus.
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Solange der Vorrat reicht
Am vergangenen 9. Juli ist der frühere Präsident der Equipe Bernoise, Armin Jungi, im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben.
Armin Jungi war ab 1968 als Funktionär aktiv. Und wurde 1985 in das Amt als Präsident der Equipe Bernoise gewählt. Dieses begleitete er bis 1991. «Eigentlich wollte ich gar nicht Präsident werden», sagte Jungi später einmal. «Aber sie haben mich überredet, und ich habe es nie bereut.» Im Gegensatz zu den meisten seiner Vorgänger hat Jungi selber nie an Rennen teilgenommen. Vielmehr hatte sich Armin Jungi als Bauchef und Streckenfunktionär einen Namen gemacht. «Ich erinnere mich noch daran, dass er 1982 zum Grossen Preis der Schweiz in Dijon Kuhglocken als Siegertrophäen organisierte», sagt Paul Gutjahr, langjähriger Wegbegleiter von Jungi und heute Mitglied der Geschäftsleitung von Auto Sport Schweiz.
Unter Jungi erlebte die Equipe Bernoise einen massiven Zuwachs. Ohne die aktiven Fahrer zu vernachlässigen, fühlte sich der neue Präsident auch den übrigen Mitgliedern verpflichtet, und so baute er beispielsweise das Angebot an Plauschveranstaltungen aus. Als er für seinen Arbeitgeber Rolba vermehrt ins Ausland reisen musste, fehlte ihm immer mehr die Zeit für das Amt des Präsidenten, sodass er das Zepter 1991 an Joe Wyss übergab. Als «Chrampfer» blieb er der EB noch über Jahre erhalten. Auch Gutjahr erinnert sich an einen «sehr guten und besonders treuen Funktionär».
Zuhause in Wynigen entstand mit der Zeit ein grosses Depot mit Utensilien für den Strecken- und Absperrdienst. Als er den ganzen Aufwand nicht mehr auf ehrenamtlicher Basis erledigen konnte und sich seine eigene Handelsfirma, die er nach dem Verschwinden seines Arbeitgebers Rolba aufgebaut hatte, nicht wunschgemäss entwickelte, machte er seine Arbeit zugunsten des Schweizer Rennsports immer mehr zum Beruf.
Gesundheitlich stark angeschlagen musste Jungi in den letzten Jahren kürzertreten. Aber dank Freunde und Familie, wo schon die nächste Generation von Helfern heranwächst, ist der «Jungi-Clan» weiterhin bei vielen Anlässen für den Materialdienst verantwortlich.
Armin Jungi hinterlässt seine Frau Brigitta sowie die drei Kinder Diana, Rolf und Manuela. Auto Sport Schweiz spricht der Familie, den Verwandten und Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus.
Ab dem 1. Januar 2021 gelten neue Vorschriften bei den Überrollstrukturen. Obwohl diese bereits als NSK-Mitteilungen kommuniziert worden sind, möchten wir sie an dieser Stelle nochmals abdrucken.
Bis zum 1. Januar 2021 ist zwar noch etwas Zeit. Und in unserem jüngsten Magazin haben wir in der Heftmitte wie üblich die NSK-Mitteilungen veröffentlicht. Dennoch möchten wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich auf eine wichtige Änderung eingehen.
Diese betrifft die Verwendung von Überrollstrukturen. Dort steht geschrieben, dass aufgrund der von der FIA veröffentlichten Änderungen des Art. 253.8 – Überrollstruktren, Anhang J FIA – für sämtliche Fahrzeuge mit Homologationsbeginn ab dem 01.01.2021 sowie für nicht homologierte Fahrzeuge mit Neuausstellung eines Wagenpasses ab dem 01.01.2021 eine von der FIA homologierte oder von einer ASN zertifizierte Überrollstruktur vorgeschrieben sind.
Der genaue Wortlaut ist unten als PDF nochmals angehängt.
Welche Bedeutung hat die Motorsportindustrie aus wirtschaftlicher Sicht? Dieser Frage will die FIA mittels einer weltweiten Umfrage auf den Grund gehen. Auch wir Schweizer sind aufgefordert, an der Studie teilzunehmen.
Die Automobilbehörde FIA hat eine weltweite Studie in Auftrag gegeben, um die Bedeutung der Motorsportindustrie aus wirtschaftlicher Sicht zu eruieren. Ziel der Studie ist es, die Positionierung des Motorsports und all seiner Akteure global zu verbessern. Was gerade in diesen herausfordernden Zeiten (Stichwort COVID-19) noch relevanter sein wird als bisher.
Wir vom Verband Auto Sport Schweiz laden Sie ein, möglichst zahlreich an dieser Umfrage teilzunehmen. Je mehr Schweizer Rennfahrer, Veranstalter und Offizielle die rund 15 Minuten in Anspruch nehmenden Fragen beantworten, desto grösser die Chance, auch auf nationaler Ebene etwas bewegen zu können.
Die Umfrage kann zurzeit auf Französisch, Englisch oder Spanisch abgerufen werden. Eine deutsche und italienische Version ist in Bearbeitung. Der Link zur Studie finden Sie hier.
Die wichtigsten Ergebnisse dieser weltweiten Studie werden im Anschluss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In diesen Tagen erscheint das neue Magazin von Auto Sport Schweiz. Wir wollen Sie mit dem neuen Cover schon etwas «gluschtig» machen. Und wünschen Ihnen schon jetzt viel Vergnügen bei der Lektüre.
Gerne hätten wir Ihnen in der zweiten Ausgabe des ASS-Magazins 2020 mehr Rennaction geliefert. Doch COVID-19 hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt über aktuelle Rennen zu berichten, dreht sich die Titelstory um die Frage: Welche Konsequenzen hat das Coronavirus auf den Rennsport?
Doch es dreht sich in der neuen Ausgabe nicht alles um das Virus, das uns an der Ausübung unserer liebsten Freizeitbeschäftigung hindert. Wir haben uns auch mit einem ehemaligen Kart-Weltmesiter unterhalten und führen unsere Rubriken «Was macht eigentlich?» und «One to watch» weiter.
Und dann gibt es da noch diese eine Story über zwei Gegensätze: Rennsport und McDonald’s…
In der Hoffnung, in der nächsten Ausgabe gänzlich auf Corona verzichten zu können, wünschen wir Ihnen viel Spass bei der Lektüre!
COVID-19 hat die gesamte Sportwelt und auch den Automobil- und Kartsport in den vergangenen Wochen lahmgelegt. Immer wieder tauchte in dieser Zeit die Frage auf: Was passiert mit den Gebühren? Folgende Lösungen bietet die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz nun an.
Getreu dem Motto «allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann» hat die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz versucht, für diese schwierige (Krisen-)Situation sinn- und massvolle Entscheidungen zu treffen und möglichst viele Parameter zu berücksichtigen um den Piloten eine positive Lösung anzubieten.
Fakt ist, dass die Pandemie einen Grossteil des Rennbetriebes 2020 (bisher) lahmgelegt hat. Sämtliche Bergrennen zur Schweizermeisterschaft wurden durch die Veranstalter abgesagt. Nur der Veranstalter des Slaloms Drognens (26./27. September) hält zurzeit noch am Datum des letzten verbliebenen Rennens zur Schweizer Slalommeisterschaft fest, alle anderen Veranstalter haben die Segel gestrichen. Mit den geplanten LOCalen Slaloms sowie weiteren Veranstaltungen (Arosa Classic Car, Bernina Gran Tourismo, etc.) im Herbst haben zahlreiche Piloten die Möglichkeit 2020 noch Motorsport in der Schweiz zu betreiben. Piloten, welche im Ausland fahren (insbesondere Rundstrecke) haben bereits jetzt wieder die Möglichkeit ihre Fahrzeuge aktiv zu bewegen. Auch finden aller Voraussicht nach 3 Läufe im Rallyebereich statt und auch die autobau Schweizer Kart Meisterschaft sowie verschiedene Kartserien sollten ihre geplanten Rennen durchführen können.
Piloten, welche bis jetzt ihre Lizenz gelöst haben oder dies noch tun werden, haben damit das Weiterbestehen von Auto Sport Schweiz als Verband gesichert. Unser Sport funktioniert nur, wenn Auto Sport Schweiz als Drehscheibe zwischen Behörden, Organisationen und Interessenvertretern agieren kann. Diese Aufgabe erfüllt ASS gemäss Zivilgesetzbuch (ZGB) Art. 66.ff als nicht gewinnorientierter Verein.
Die Geschäftsführung hat sich anlässlich ihrer ersten Sitzung nach Ausbruch der COVID-19 Krise über zahlreiche Punkte im Zusammenhang mit der Corona-Krise unterhalten. Neben der Sicherstellung der Liquidität von Auto Sport Schweiz welche aktuell die höchste Priorität geniesst, hat man sich auch über mögliche (finanzielle) Lösungen für die Piloten/Bewerber/Offizielle unterhalten. Obwohl weder rechtlich noch reglementarisch Rückvergütungen oder Ermässigungen von Gebühren in einem solchen Fall vorgesehen sind, bietet die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz folgende Lösungen an:
Gebühren Piloten Automobil
Alle Piloten mit Lizenzstatus LOC(-Jahreslizenz), REGionaler Lizenz, NATionaler Lizenz, NAT NAVigator-Lizenz, welche ihre Lizenz für das Jahr 2020 vor dem 31. März 2020 gelöst haben und diese Lizenz nicht einsetzen konnten (weder für Trainings, Track-Days noch Rennen oder rennähnliche Veranstaltungen), können einmalig aufgrund der COVID-19 Pandemie von folgenden Leistungen profitieren:
100% Rückvergütung der einbezahlten Versicherungsgebühr
50% Voucher auf die Lizenzgebühr 2021 (gemäss Lizenztyp 2020)
50% Voucher auf die private Bewerberlizenz 2021 (gem. Bewerber 2020)
Weitere und effektive Lizenzgebühren 2020, der Beitrag Sicherheitsfonds sowie die Kosten für das Jahrbuch können nicht rückvergütet werden.
Die betreffenden Piloten erhalten in den nächsten Tag per Post ein Schreiben und ein Rückvergütungsformular.
Gebühren Piloten Karting
Da aktuell auf sämtlichen Kartstufen (Club, REGional, NATional und INTernational) noch Rennen ausgeschrieben sind und voraussichtlich auch durchgeführt werden, sind hier (noch) keine Rückvergütungen vorgesehen.
Gebühren Offizielle
Für Offizielle welche ihre Lizenz 2020 bereits gelöst haben (Sportkommissare, Rennleiter, Instruktoren), sind keine Rückvergütungen vorgesehen. In Härtefällen kann die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz auf Gesuch hin anders entscheiden.
Diverse Gebühren
Sämtliche übrigen Gebühren (Kalendergebühren, Lizenzduplikate, Technische Wagenpässe, Änderungen, etc.) bleiben unverändert bestehen. Beibehalten wird die Regelung, dass nach dem 1. September die Jahreslizenzgebühren (REG-NAT-INT-NAV-Bewerber privat) und die Versicherungsprämie um die Hälfte reduziert werden.
Inhaber einer INTernationalen-Lizenz können keine Gebühren zurückfordern da INTernationale Veranstaltungen sicher noch stattfinden werden und eine Kontrolle der Einsätze (oder nicht-Einsätze) seitens Auto Sport Schweiz nicht möglich ist. Ebenso ist eine Rückvergütung der Kollektivbewerber-Lizenz nicht möglich da die Einsätze der einzelnen Piloten nicht überprüft werden können sollten diese Rennen/rennähnliche Veranstaltungen/Trackdays/Trainings bestreiten da die entsprechenden Informationen (Ranglisten, Trainingslisten, etc.) nicht bei Auto Sport Schweiz eingereicht werden.
Für Ihren Einsatz zum Wohle des Schweizer Automobil- und Kartrennsports danken wir Ihnen an dieser Stelle bestens, wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute. Beachten Sie auch weiterhin die Vorgaben des Bundes und der Behörden und wir hoffen, dass wir 2021 wieder ein «normales» Rennsportjahr in Angriff nehmen können und Sie auf einem der Rennplätze begrüssen dürfen.
Dank COVID-19 hat ein mancher von uns mehr Zeit zum Lesen. Aus diesem Grund macht Auto Sport Schweiz an dieser Stelle eine Buchempfehlung, die Sie garantiert nicht enttäuschen wird.
Adriano Cimarosti – das wandelnde Lexikon des Motorsports – lädt in seinem neuen Buch «99 Jahre Motorsport» zu einer persönlichen Zeitreise ein. Im Vordergrund stehen die Grand-Prix-Rennen, aber auch die klassischen Langstreckenrennen, mit kurzen Abstechern in die Welt der Rallyes. Es werden 99 Jahre Renngeschichte von den Anfängen im Jahr 1894 bis Mitte der Neunzigerjahre mit fast 900 exklusiven und teils unveröffentlichten Bildern erzählt. Über hundert Anekdoten aus vielen Epochen runden das Bild dieses in drei Bände unterteilten Werks ab.
«Eigentlich ist meine Frau Donatella ‹schuld› an meinem neuen Buch», sagt Cimarosti. «Bei der wiederholten Aufforderung, ich solle endlich mein Archiv etwas ausmisten, kam mir die Idee zu diesem Werk. Alle meine Bücher, Bilder und Dokumente erzählen eine unglaublich spannende und rasante Renngeschichte, die ich in ein Werk verpacken wollte.»
Entstanden ist ein aussergewöhnliches Werk: Von einfachen, aber umso abenteuerlicheren Bergrennen bis zu den glamourösen Grand-Prix- und Langstreckenrennen gibt das in drei Bände unterteilte Buch einen umfassenden Einblick in 99 Jahre Renngeschichte.
Cimarosti, der als Zehnjähriger seinen ersten Grand Prix in Bremgarten erlebte, verdankt seinem Sohn Arrigo die persönliche Note des Buches. «Er animierte mich mehrfach dazu, Geschichten aus vielen Jahrzehnten Motorsport als kurze Anekdoten zu erzählen.» Gesagt, getan: Während unzähliger Nachtschichten brachte «Cima» hundert amüsante Kurzgeschichten auf Papier.
Mit 199 Franken ist das jüngste Werk Cimarostis nicht ganz günstig. Dennoch lohnt es sich. «Cima» ist einer der wenigen Zeitzeugen von damals. Seine Geschichten sind nicht nur lesenswert, sie versetzen einen auch in die Zeit, als der Rennsport noch eine andere Bedeutung hatte und wahre Charaktere die Hauptfiguren waren.
Zu beziehen ist das dreigeteilte Werk unter folgender E-Mail-Adresse: <email-pii>
Vereinzelte Piloten haben sich aufgrund der Tatsache, dass sie 2020 keine oder nur eingeschränkt Rennen bestreiten können, nach der Rückerstattung ihrer Lizenzgebühren erkundigt.
Für die verschiedenen Gebührenregelungen ist bei Auto Sport Schweiz die Geschäftsführung zuständig und diese wird sich in diesen Tagen zu einem ersten physischen Meeting seit dem Ausbruch der Krise treffen. Anlässlich dieses Meetings werden der erstellte Liquiditätsplan 2020 besprochen und die verschiedenen Optionen in Bezug auf mögliche Rückerstattungen diskutiert. Ob sich allerdings bereits eine definitive Entscheidung fällen lässt, steht aktuell noch in den Sternen, da die möglichen Konsequenzen für das Betriebsjahr 2020 sich per Stand Juni noch nicht abschliessend beurteilen lassen.
Andreas Michel, Präsident der Nationalen Sportkommission (NSK) und Mitglied der Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz äussert sich wie folgt zur nicht ganz einfachen Situation: «Es ist kein Novum, dass Rennsport ein aufwändiges Hobby ist. Lizenzgebühren sind Teil dieses Sports und dienen auch dazu den Verband Auto Sport Schweiz am Leben zu erhalten, somit ein Grundinteresse aller Lizenzierten. Die Rechtslage in diesem Bereich haben wir bereits umfassend klären lassen und es besteht grundsätzlich kein reglementarisches oder gesetzliches Recht, welches eine Rückzahlung von Lizenzgebühren vorsieht. Natürlich haben wir ein Interesse daran, den Piloten hier nach Möglichkeit entgegenzukommen, aber wenn wir dabei das Weiterbestehen von Auto Sport Schweiz gefährden, werden wir zum Wohle des Verbandes entscheiden und die Liquidität 2020 mit Einbehalt der Gebühren gewährleisten müssen. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Beispiele erlebt, in denen der Pilot im ersten Saisonrennen einen kapitalen Motorschaden (Fahrzeugschäden gab es auch zu genüge) erlitten hat und die Saison nach 30 Sekunden beendet war. Dieser Fahrer hat auch keine Rückzahlung erhalten obwohl er faktisch gesehen ‹nicht fahren› konnte.»
Die monatlichen Ausgaben von Auto Sport Schweiz bewegen sich in einem tiefen sechsstelligen Bereich (Versicherungen, Mieten, Löhne, FIA-Abgaben, Homologationen, Infrastrukturen, etc.) und der Grossteil dieser Ausgaben steht auch oder trotz Corona-Krise weiterhin an und muss monatlich beglichen werden. Will Auto Sport Schweiz zahlungsfähig bleiben, ist die Notwendigkeit gegeben, dass auch 2020 eingegangene Gelder für die Tilgung der Ausgaben verwendet werden.
Sicher liegt es im Interesse aller Beteiligten, dass Auto Sport Schweiz sein weiteres Bestehen sichern kann, denn, und das scheinen verschiedene Exponenten manchmal zu vergessen, ohne Auto Sport Schweiz gibt es keine Rennveranstaltungen in der Schweiz. Es braucht «den Verband» genauso wie die Streckenkommissare, Piloten, Teams, Bewerber, Veranstalter, Sponsoren, Partner und viele weitere Komponenten, um den Rennsport auch in Zukunft erfolgreich in der Schweiz betreiben zu können.
Die Geschäftsführung wird sicher nichts unversucht lassen, den Piloten, welche 2020 die Lizenz gelöst und erhalten haben aber kein Rennen bestreiten können in irgendeiner Form entgegenzukommen. Sobald ein entsprechender Entscheid gefällt ist, wird dieser allen Piloten auf den üblichen Wegen kommuniziert und bis dahin gilt es Ruhe zu bewahren und geduldig zu bleiben – genauso wie dies bereits in den letzten Wochen und Monaten im Rahmen der COVID-19 Krise 2020 notwendig gewesen ist.
Dank den Lockerungen des Bundes kehrt auch auf der Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wieder etwas Normalität ein. Ab Juni sind wieder Besuche von Einzelpersonen zugelassen.
Ab dem 01. Juni 2020 sind Besuche (Einzelpersonen) auf der Geschäftsstelle wieder zugelassen. Besucher müssen sich vorher anmelden (Telefon, E-Mail), um den Zeitpunkt für den Besuch zu koordinieren. Es darf nicht mehr als ein Besucher am Empfang bedient werden.
Das Vorgehen bei Besuch sieht wie folgt aus:
Anmeldung per Tel. oder E-Mail (031 979 11 11 / <email-pii>)
Vor dem Eintreten ins Büro Hände in der WC-Anlage waschen und Hände nach Eintreten desinfizieren
Hinter Trennscheibe bleiben
Sicherheitsabstand von 2m beachten
Bei Krankheitssymptomen zu Hause bleiben
Besuche sind von Montag bis Freitag, 13 bis 15 Uhr möglich. Das Telefon (031 979 11 11) ist unverändert von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr besetzt.
Achtung: Am Montag, 1. Juni, bleibt die Geschäftsstelle geschlossen (Pfingstmontag)!!!
Die Geschäftsstelle erhielt in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder dieselben Anfragen und meist auch von denselben Piloten mehrmals. Es scheint, dass neben der Thematik der Gebühren auch verschiedene Fristen respektive deren möglicher Verlängerung bei einzelnen Fahrern von grossem Interesse sind.
Gerne nehmen wir deshalb zu zwei der häufig gestellten Fragen bezüglich Fristen wie folgt Stellung:
Fristen sicherheitsrelevante Ausrüstungen
Die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) hat auf die Anfrage von Auto Sport Schweiz hin reagiert und uns informiert, dass sicherheitsrelevante Fristen/Homologationen aufgrund der ausgefallenen Veranstaltungen 2020 nicht verlängert werden. Dies betrifft zum Beispiel die Fristen für Sitze, Gurten, Helme und andere sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenstände, da diese nicht auf eine Anzahl Einsätze, sondern auf eine Lebensdauer terminiert sind. Die Zeitdauer wird nicht unterbrochen aufgrund dessen, dass das Material nicht eingesetzt wird (ein Pilot der eine Saison pausiert kann sein Material auch nicht einer Fristverlängerung unterziehen). Demnach bleiben alle Ablaufdaten, Material-Homologationen, Zertifikate, Hologramm-Angaben, etc., im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenstände gültig und werden nicht verlängert. Viele dieser Gegenstände wurden 2020 an verschiedenen Rennen schon eingesetzt und eine Kontrolle wäre zudem praktisch unmöglich durchzuführen. Zumal das Material teilweise auch im Ausland zum Einsatz kommt.
Fristen Lizenzqualifikation
Gemäss Reglement für die Lizenzqualifikation ist folgender Passus festgehalten: «Um eine NAT-Lizenz zu erhalten, muss der Fahrer vorgängig mindestens 4 Klassemente innerhalb von höchstens 2 Jahren … oder 6 Karting-Resultate im ersten Wertungsdrittel erzielt haben.» Diese Qualifikationsfrist wird für sämtliche gleichlautenden Fälle für die Ausstellung einer Lizenz 2021 resp. 2022 um ein Jahr verlängert sprich, die Jahre 2018, 2019, 2020 und 2021 zählen für die Ausstellung einer Lizenz 2021 resp. 2022. Ab 2023 wird die Gültigkeit wieder auf die ursprünglich vorgesehenen «höchstens zwei Jahre» zurückgesetzt, sprich die Resultate müssen 2021 und 2022 erzielt worden sein, um für 2023 die Lizenzqualifikation zu erhalten. Auch für die INT-Lizenzen wird die Qualifikationsfrist um ein Jahr verlängert. Im Jahr 2021 können also Resultate aus den Jahren 2018, 2019 und 2020 eingereicht werden.
Zum Thema Gebühren (Wagenpassgebühren, Lizenzgebühren, etc.) bedarf es noch verschiedener Gespräche und Analysen (Liquiditätsplanung) innerhalb der Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz. Grössenordnung Mitte Juni 2020 kann hierzu informiert werden. Es werden ALLE lizenzierten Piloten über die entsprechenden Beschlüsse und Massnahmen informiert.
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Tagen wie folgt zu erreichen sein:
Mittwoch, 20.05.2020, bis 15.00 Uhr
Donnerstag, 21.05.2020, geschlossen
Freitag, 22.05.2020, geschlossen
Ab Montag, 25. Mai 2020 stehen wir Ihnen zu den üblichen Corona-Büroöffnungszeiten jederzeit gerne wieder zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
Liebe Pilotinnen und Piloten, sehr geehrte Damen und Herren,
Rund einen Monat nach dem ersten Schreiben wendet sich der „Pandemieführungsstab ASS“ zum zweiten Mal in dieser Form an Sie. Zusätzlich informieren wir praktisch täglich auf der Website www.motorsport.ch sowie auf den sozialen Medien betreffend der neusten COVID-19 Entwicklungen im Schweizer Automobil- und Kartrennsport.
Die Coronakrise stellt unsere Gesellschaft und damit auch den Sport vor bisher unbekannte Herausforderungen. Plötzlich geht es nicht mehr um Sieg oder Niederlage und die Freude am Sport, sondern um existenzielle Fragen und die Sorge, wie es in der Zukunft weitergeht.
Auto Sport Schweiz hat gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Kartfahren ein Schutzkonzept für Kartbahnen vorgesehen und dieses beim Bundesamt für Sport (BASPO) zur Prüfung eingereicht. Wir gehen davon aus, dass dieses Konzept in Kürze genehmigt und auf unserer, sowie der Internetseite von Swiss Olympic veröffentlicht wird.
Der Bundesrat sprach bisher ausschliesslich von Trainingsmöglichkeiten in Sportanlagen und nicht von Veranstaltungen und auch nicht von „temporären“ Sportanlagen wie eine Rennstrecke für einen Automobil-Slalom, ein Bergrennen oder eine Rallye.
Sie haben zwischenzeitlich mitbekommen: Der Bundesrat hat Grossveranstaltungen bis Ende August 2020 mit über 1'000 Personen verboten.
Damit entsteht für Piloten, Veranstalter und sämtliche Beteiligten eine gewisse Planungssicherheit. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Organisatoren von Veranstaltungen ohne Publikum bis Ende August 2020 vor einer riesigen Herausforderung stehen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind der Lebensnerv des Sports - aus emotionaler und auch finanzieller Sicht.
Ein „offenes Gelände“ (keine Sportanlage, kein eingezäuntes Areal, etc.) kann kaum kontrolliert werden. So ist es für die Veranstalter nur sehr schwer möglich, die neuen Vorgaben bis maximal 1‘000 Personen vor Ort umzusetzen. Allenfalls kann bei einer Disziplin wie Slalom diese Vorschriften eingehalten und auch geprüft werden. Daher sind hier eventuell noch Optionen offen um trotzdem Rennen durchführen zu können.
Es liegt in der Kompetenz der einzelnen Veranstalter zu entscheiden, ob sie ihre Rennen durchführen wollen oder nicht. Entscheiden sie sich dafür, so benötigen sie ebenfalls ein Schutzkonzept. Die Kontrolle, ob die Massnahmen eingehalten werden, liegt beim Kanton. Der Kanton kann also eine Rennveranstaltung abbrechen, wenn die Schutzmassnahmen nicht befolgt werden. Schutzkonzepte (Musterbeispiele werden von Swiss Olympic noch erstellt) können von den Veranstaltern über Auto Sport Schweiz ans Bundesamt für Sport eingereicht werden.
Aktuell sind verschiedene Kommissionen (Meisterschaften, Rallye und Karting) von Auto Sport Schweiz damit beschäftigt, Szenarien für den restlichen Verlauf der Schweizer Meisterschaften zu entwickeln. Obwohl der mögliche Spielraum sehr eingeschränkt ist, bleibt es Ziel, in diesem Jahr noch möglichst viel fahren zu können. Bis Ende Mai dürften verbindlichere Aussagen möglich sein. Zurzeit gehen wir davon aus, dass Veranstaltungen mit über 1‘000 Personen ab 1. September 2020 grundsätzlich möglich sind und „kleinere“ Rennen (bezüglich Personenaufkommen) nicht direkt betroffen sein werden.
Der Pandemieführungsstab und die Geschäftsleitung befassen sich auch mit den Fragen betreffend Gebühren der laufenden Saison. Noch wissen wir nicht, welche finanziellen Auswirkungen die kommenden Monate für unseren Sport bringen werden. Sobald wir verlässliche Antworten haben, werden wir diese schnellstmöglich kommunizieren.
Im täglichen Umgang mit Piloten, Veranstaltern, Kommissaren und Ehrenamtlichen stellen wir fest, dass die Moral grundsätzlich gut ist. Dieser Umstand erleichtert auch uns die zum Teil schwierige Arbeit. Für die Angestellten der Geschäftsstelle ist mit Einführung der Kurzarbeit, der Einschränkung der Erreichbarkeit und der Tätigkeit im Home-Office eine sehr herausfordernde Zeit angebrochen. Die Motivation ist aber nach wie vor hoch und im täglichen Umgang mit den Austauschpartnern wird versucht bestmögliche Lösungen zu finden.
Wie die Behörden zählt Auto Sport Schweiz darauf, dass die Motorsportler nicht leichtsinnig werden, aber wir müssen auch nicht übervorsichtig sein.
Geschätzte Pilotinnen und Piloten, werte Bewerber, liebe Veranstalter, Offizielle und Funktionäre – wir danken Ihnen für Ihr Engagement, Ihre Umsicht, Ihre Solidarität und auch Ihre Geduld in dieser schwierigen Situation.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und gute Gesundheit.
Mit motorsportlichen Grüssen
AUTO SPORT SCHWEIZ
Paul Gutjahr, Präsident Verein
Andreas Michel, Präsident NSK
Patrick Falk, Direktor
Durch die Corona-Pandemie erlebt der Motorsport eine Zeit, die viele Unsicherheiten hervorruft. Als Direktor von Auto Sport Schweiz, dem Dachverband des Motorsports in der Schweiz, hat Patrick Falk in einem Interview mit www.swissrally.ch Stellung genommen.
Wir haben Ihnen das Interview auf Deutsch übersetzt.
Herr Falk, können Sie uns die Rolle von Auto Sport Schweiz als Dachverband für den Motor- und Kartsport in unserem Land erläutern?
Patrick Falk: Der Verband «Auto Sport Schweiz (ASS)» steht an der Spitze des Schweizer Automobil- und Kartrennsports. 2004 wurde er von der «Fédération Internationale de l’Automobile» (FIA) zum Träger der nationalen Sporthoheit für die Schweiz ernannt. In dieser Funktion setzt sich der Verband «Auto Sport Schweiz» für die nationale Umsetzung des Internationalen Sportgesetzes ein. Dank einheitlichen Bestimmungen u.a. über Lizenzen, Rennstrecken und Technik sind ein fairer Wettbewerb und die Zukunft des Sports gesichert. Gleichzeitig ist der Verband auch leistungsstarker Motor der Schweizer Automobil- und Kartrennszene. Mit viel Engagement werden die rund 3000 lizenzierten Fahrerinnen und Fahrer und die über 500 Funktionäre betreut, beraten und gefördert. Der Verband setzt sich zum Ziel, den Automobil- und Kartrennsport in der Schweiz weiter aufzubauen und mit innovativen Lösungen und Partnerschaften nachhaltig auszubauen. Gemäss des von der FIA anerkannten Abkommens zwischen ASS und dem ACFL erstrecken sich alle Kompetenzen und Verantwortungen des ASS auch auf das Fürstentum Liechtenstein.
Auto Sport Schweiz ist ein «kleiner» Sportverband in unserem Land, wenn man ihn beispielsweise mit dem Schweizerischen Fussballverband oder dem Schweizerischen Eishockeyverband vergleicht. Müssen wir wegen der Corona-Krise finanziell um die Nachhaltigkeit von Auto Sport Schweiz fürchten?
Dies führt in der Konsequenz dazu, dass auch Auto Sport Schweiz mit enormen Einnahmeneinbussen rechnen muss. Im Gegensatz zu anderen Verbänden, welche in erster Linie über Mitgliederbeiträge, Vereinsbeiträge, Schiedsrichterfonds, Nationalteam-Events etc. finanziert werden, ist Auto Sport Schweiz stark abhängig vom laufenden Rennbetrieb. Wenn keine Rennen/Meisterschaften stattfinden, dann ergeben sich auch praktisch keine bis wenige Einnahmen. Der «Pandemieführungsstab ASS» von Auto Sport Schweiz hat in Zusammenarbeit mit unserer Treuhandfirma die Situation analysiert und festgestellt: Dank umsichtiger und vorsichtiger Geschäftsführung in den letzten Jahren dürfte man 2020 mit einem (dunkel-)blauen Auge finanziell überstehen und kann die Liquidität für die kommenden Wochen und Monate sicherstellen.
Können Sie auf finanzieller Ebene eine erste Einschätzung der finanziellen Verluste, die Auto Sport Schweiz durch diese Pandemie erleidet, machen?
Anlässlich der bisher getätigten Analysen kann davon ausgegangen werden, dass wir rund Dreiviertel der für 2020 geplanten Einnahmen nicht erreichen werden. Eine enorme Summe, welche unser Jahresergebnis massiv beeinträchtigen wird, zumal die fixen monatlichen Ausgaben (Löhne, Mieten, Infrastrukturen, Druckerzeugnisse, IT/EDV, etc.) in vielen Punkten gleichbleiben werden.
Wie sieht der Alltag im Büro von Auto Sport Schweiz derzeit aus? Ist das Büro offen und was sind die wichtigsten Anfragen, die Sie erhalten?
Aufgrund des ausbleibenden Tagesgeschäftes mussten wir Kurzarbeit anmelden und die sechs Angestellten arbeiten grösstenteils im Home-Office. Die Öffnungszeiten der Telefonzentrale wurden dem aktuellen Aufwand angepasst und auf vier Stunden pro Tag reduziert. Während im Bereich Technik nach wie vor aktuelle Fragen und Abklärungen seitens von Piloten oder Herstellern getätigt werden, ist im Lizenz- und Meisterschaftsbereich die Arbeit komplett eingebrochen. Wenige Piloten erkundigen sich nach einer möglichen Rückzahlung der Lizenzgebühren. Primär solche Piloten, welche ihre Lizenz nur für ein Rennen gelöst hatten, welches zwischenzeitlich abgesagt wurde. Viele Piloten zeigen sich sehr solidarisch und warten den weiteren Verlauf der Saison ab und ermöglichen uns so, dass wir uns finanziell auch in dieser schwierigen Zeit über Wasser halten können.
Wer von den Leuten, mit denen Sie in Kontakt stehen, scheint am meisten besorgt zu sein und warum?
Am meisten in Kontakt stehen wir aktuell sicher mit Veranstaltern. Sei es, weil sie sich Sorgen um ihre noch anstehende Veranstaltung und deren Durchführung machen, oder aber weil sie ihren Event aus verschiedenen Gründen absagen müssen.
Die Gesundheitskrise bedeutet auch eine erhebliche negative Auswirkung auf die Wirtschaft im Allgemeinen. Glauben Sie, dass der Motorsport stark von den Schwierigkeiten betroffen sein wird, mit denen die Schweizer Wirtschaft konfrontiert wird?
Der Motorsport und insbesondere der Schweizer Automobil- und Kartrennsport wird sicher von dieser Krise im Gesundheitswesen getroffen. Insbesondere der Verband, die Veranstalter, die Streckenbetreiber sowie professionelle Serien und Teams erleben eine schwierige Zeit. Natürlich ist es auch für alle Pilotinnen und Piloten schwierig, da sie ihrem liebsten Hobby nicht nachgehen dürfen. Der wirtschaftliche Impact wird primär die direkt involvierten Komponenten treffen. Diesen Einfluss abschätzen zu können ist aktuell extrem schwierig. Viele werden erst nach Beendigung der Krise in ihre Finanzbücher schauen können und auch erst dann erkennen, wie hoch der Schaden sein wird. Neben den Finanzen gilt es aber insbesondere auch die Motivation beizubehalten und die grundsätzlich positive Einstellung von Motorsportlern hilft hier zusätzlich und ich bin mir sicher, dass trotz vieler privater Schwierigkeiten die Moral gut ist und sich die Leute auf kommende Rennen freuen.
Glauben Sie, dass auch die Organisatoren Opfer dieser Gesundheitskrise werden? Werden wir die Einstellung bestimmter Veranstaltungen/Wettkämpfe erleben, die im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden können?
Bereits jetzt haben wir Veranstalter, welche nebst anderen Gründen auch aufgrund fehlender Einnahmen aus dem Bereich Sponsoring auf die Austragung 2020 verzichten mussten. Geht man von einer klassischen dreiteiligen Finanzierung eines Anlasses aus (1/3 Nenngelder, 1/3 Sponsoring, 1/3 Zuschauereinnahmen), dann sind der Bereich Sponsoring und der Bereich Zuschauereinnahmen nur schlecht oder praktisch gar nicht zu planen. Auch wenn 2020 zahlreiche Veranstaltungen abgesagt wurden, hoffe ich sehr, dass dies keinen Einfluss auf die Zukunft der Veranstaltungen haben wird. Bei all den schlechten Nachrichten und Absagen dürfen wir doch auch freudig zur Kenntnis nehmen, dass mit dem Bergrennen La Roche-La Berra eine Veranstaltung wieder neu lanciert und für die kommende Saison 2021 eingeplant wird.
Sprechen wir über die Zukunft: Wer entscheidet innerhalb von Auto Sport Suisse Schweiz, ob die verschiedenen Meisterschaften 2020 beibehalten oder gestrichen werden?
Die Kommissionen von Auto Sport Schweiz welche sich mit den verschiedenen Meisterschaften befassen (Comité Meisterschaft, Rallye, Karting) haben den Auftrag erhalten eine Situationsanalyse zu erstellen und diese der Nationalen Sportkommission (NSK) bis Mitte Mai 2020 vorzulegen. Diese Analyse gemeinsam mit den Vorgaben des Bundes werden dazu genutzt, dass sich die NSK über die verschiedenen Meisterschaften unterhalten und das weitere Vorgehen beschliessen wird. Die Reglemente sehen bereits jetzt verschiedene Szenarien vor wobei es durchaus sein kann, dass die NSK aufgrund der speziellen Situation auch spezielle Entscheidungen treffen wird.
Welches ist das aktuelle interne Verfahren, um zu entscheiden, ob die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2020 beibehalten wird oder nicht?
Das Komitee Rallye erstellt aufgrund der vorliegenden Informationen sowie der zahlreichen geführten Gespräche (mit der AOR, mit den Komitee Mitgliedern, mit den Veranstaltern, den Promotoren) eine Analyse und einen Vorschlag zu Handen der Nationalen Sportkommission. Diese wird anschliessend über das weitere Vorgehen entscheiden. Es ist sicher im Sinne des Sportes 2020 eine Schweizer Meisterschaft Rallye durchzuführen, aber sicher nicht um jeden Preis. Viele Faktoren müssen sowohl im In- wie auch im umliegenden Ausland stimmen, um eine sportlich vertretbare Schweizer Meisterschaft durchführen zu können und diesem Umstand der Sportlichkeit muss zwingend Rechnung getragen werden.
Wann glauben Sie, dass Auto Sport Schweiz sich dazu äussern kann, ob die Schweizer Rallye-Meisterschaft beibehalten werden soll oder nicht?
Ich bin leider weder Prophet noch Hellseher, und es sind so viele externe Faktoren entscheidend, um hier eine klare Aussage zu machen, dass es Stand heute, 28.04.2020, unmöglich ist, eine Prognose zu erstellen. Es gilt unsererseits vorerst die Gesundheit aller Beteiligten in den Fokus zu stellen und hierfür halten wir uns in jedem Fall an die Vorgaben vom Bundesrat und vom BAG. Sobald sich dieser gezielt bezüglich Durchführung von Grossveranstaltungen und deren Vorschriften geäussert hat, können wir konkrete Planungen für die restliche Saison angehen. Es braucht von allen Seiten nach wie vor Geduld und viel Verständnis.
Wie sehen Sie persönlich die Zukunft des Motorsports auf kurze Sicht und bis 2022/2023?
Die laufenden Entwicklungen auf den verschiedenen Stufen im Automobil- und Kartrennsport sind immens und vielfach auch von den Herstellern abhängig. Ich bin sicher, dass der Motorsport seine Faszination beibehalten und wo möglich sogar noch ausbauen wird. Gleichwohl dürfen wir uns den neuen Technologien (Stichwort: Elektrofahrzeuge, Wasserstoff, etc.) nicht verschliessen und auch neue Trends (SIM-Racing) beobachten und wo möglich fördern und integrieren. Auch wenn die «grüne Welle» aktuell sehr trendig ist, bin ich überzeugt, dass unser Sport auch in Zukunft nichts von seiner Anziehungskraft verlieren wird und weiterhin vielen Leuten grosse Freude bescheren wird.
Was können wir Ihnen persönlich wünschen?
Ich wünsche mir in der heutigen Zeit noch mehr als sonst gesund zu sein. Wünschen Sie mir eine gute Gesundheit und Sie machen mich trotz der Krise noch ein Stück glücklicher!
Haben Sie Ihren monatlichen Newsletter von Auto Sport Schweiz schon abonniert? Registrieren Sie sich auf unserer Homepage, dann sind Sie stets auf dem aktuellsten Stand.
Wollen Sie immer auf dem aktuellsten Stand rund um den Schweizer Motorsport sein? Dann bietet Ihnen Auto Sport Schweiz seit Kurzem einen weiteren Service an: Am Ende jeden Monats verschicken wir einen Newsletter auf Deutsch und Französisch. Dieser bietet nicht nur einen Rückblick auf den vergangenen Monat. Er wird Sie auch über bevorstehende Renn- und Kurstermine informieren.
Alles, was Sie dafür machen müssen: Sich mit Vornamen, Namen und Mail-Adresse auf www.motorsport.ch/de/kontakt/newsletterregistrieren. Wichtig: Wer den Newsletter in deutscher Sprache haben möchte, muss sich auf der deutschen Homepage registrieren. Wer ihn auf Französisch zugestellt bekommen möchte, sollte sich auf der französisch-sprachigen Homepage anmelden.
Wir freuen uns, Sie weiter auf dem Laufenden zu halten. Der nächste Newsletter erscheint morgen!
Der Bundesrat beschäftigt sich aktuell mit der Thematik für Elite-Sportlerinnen und Sportler ab Mai 2020 wieder einen „normalen“ Trainingsbetrieb gewährleisten zu können. Hierfür sind verschiedene Schutzmassnahmen notwendig und swiss olympic resp. das Bundesamt für Sport (BASPO) hat die Verbände und Betreiber von Sportanlagen zur Mithilfe aufgefordert.
Ohne ein entsprechendes Schutzkonzept pro Sportart, das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem BASPO plausibilisiert werden muss, wird die Aufnahme der Sportaktivitäten nicht möglich sein.
Besteht ein plausibilisiertes Schutzkonzept, liegt es in der Kompetenz der jeweiligen Kantone, ob sie ihre Sportanlagen grundsätzlich wieder freigeben wollen. Ob eine Sportanlage schlussendlich dann auch tatsächlich geöffnet wird, entscheidet der jeweilige Anlagebesitzer.
Für Auto Sport Schweiz ist es unter anderem wichtig, dass seine lizenzierten Kartrennfahrer möglichst bald wieder aktiv auf den Strecken trainieren können. Um dies realisieren zu können haben die privaten Outdoor-Bahnen (Indoor-Karting zählt zu den Freizeitvergnügen und nicht zu so genannt wichtigen Trainingsinhalten) von Wohlen/AG, Lyss/BE und Locarno/TI unter der Führung von Reto Carigiet ein Schutzkonzept sowie Verhaltensregeln ausgearbeitet. Diese beiden Papiere werden vorschriftsgemäss per 27. April 2020 von Auto Sport Schweiz an das BASPO zur Prüfung eingereicht.
In diesem Zusammenhang besteht auch die Möglichkeit, dass die TCS Strecke Lignières für den Automobilsport (zu Trainingszwecken) schrittweise geöffnet werden kann, insofern die Verantwortlichen die entsprechenden Konzepte erstellen, einreichen und einhalten. Hierzu wird es sicher zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen geben.
Der Bund spricht ausschliesslich von Trainingsmöglichkeiten in Sportanlagen und nicht von Veranstaltungen und auch nicht von „temporären“ Sportanlagen wie eine Rennstrecke für einen Automobil-Slalom oder ein Bergrennen oder eine Rallye. Für den Bereich „Events“ werden zu einem späteren Zeitpunkt neue Informationen und Vorschriften erwartet und hier gilt es die nächsten offiziellen Informationstermine des Bundesrates abzuwarten.
Öffnungszeiten über Ostern
Über die Ostertage ist die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wie folgt zu erreichen:
Freitag, 10.04.2020, geschlossen
Montag, 13.04.2020, geschlossen
Ab Dienstag, 14.04.2020 stehen wir Ihnen zu den COVID-19 angepassten Büroöffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen frohe Ostern und erholsame Tage, trotz der aktuell schwierigen Lage. Bleiben sie gesund!
Auto Sport Schweiz
Werte Pilotinnen und Piloten, sehr geehrte Damen und Herren,
Wir alle stehen zum ersten Mal in unserem Leben einer Situation gegenüber, die wir so noch nie erlebten. Deshalb können wir auch kein passendes Konzept aus einer Schublade hervorzaubern. Die staatlich verordneten Einschränkungen für Veranstaltungen waren die richtigen Massnahmen, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegen zu treten und die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen.
Wir appellieren deshalb an alle, die mit uns die Leidenschaft für den Automobil- und Kartsport teilen: Befolgen Sie die Anordnungen der Behörden – für Ihre Gesundheit und die der anderen. Wir danken Ihnen dafür.
Allerdings ergeben sich für die Veranstaltungen und für Auto Sport Schweiz sehr grosse Herausforderungen. Die Kosten laufen weiter, Einnahmen bleiben aus. Auch sind wir alle in vielen privaten Lebensbereichen stark betroffen – unter anderem dürfen Sie im Moment Ihrem liebsten Hobby – dem Rennsport – nicht nachgehen. Wir hoffen, dass die Massnahmen ab dem 20. April 2020 uns ermöglichen abzuschätzen, zu welchem Zeitpunkt wieder Rennen in der Schweiz und im umliegenden Ausland durchgeführt werden können.
Die Schweizermeisterschaft Slalom verfügt aktuell noch über 4 Rennen im Kalender. Somit ist der Meisterschaftsstatus nicht mehr gewährleistet. Die Nationale Sportkommission (NSK) wird sich an ihrer nächsten Sitzung mit dieser Situation und dem weiteren Vorgehen befassen. Das gleiche Problem stellt sich für Rallye, Rallye Junior, Berg und Karting. Auch in diesen Meisterschaften muss mit weiteren Absagen von Veranstaltungen gerechnet werden und es wird sich die Frage nach dem Meisterschaftsstatus stellen.
Diese Absagen der sportlichen Veranstaltungen führen dazu, dass zum einen die Veranstalter ihre Anlässe nicht im gewohnten Rahmen organisieren können und zum andern auch ihre wichtigsten Einnahmequellen (Nenngelder, Sponsoringeinnahmen, Zuschauereinnahmen) wegfallen. Diese sind jedoch für das Überleben der Veranstaltungen absolut notwendig. Man kann dagegenhalten, dass ja auch keine Aufwände entstehen. Die Vorbereitung einer Veranstaltung bedingt aber Arbeiten schon Monate im Voraus. Ohne Einnahmen sind daher Löcher in den Kassen unvermeidbar.
Gleichzeitig verzichten logischerweise zahlreiche Pilotinnen und Piloten darauf, ihre Lizenz zu lösen. Wo nicht gefahren werden kann, ist es auch nicht notwendig eine Lizenz zu lösen und Gebühren zu investieren. Dasselbe gilt für Sponsoren und Partner, welche ihre Zahlungen aufgrund der angespannten Wirtschaftssituation vorderhand einstellen oder sich diese schlichtweg nicht mehr leisten können. Es haben auch diverse Piloten ihre Lizenzen bereits gelöst und können diese aktuell nicht nutzen. Auch hier ist Geduld gefragt und sobald die Rennen wieder starten, ändert sich auch für diese die Situation umgehend.
Dies führt in der Konsequenz dazu, dass auch Auto Sport Schweiz mit enormen Einnahmeneinbussen rechnen muss. Im Gegensatz zu anderen Verbänden, welche in erster Linie über Mitgliederbeiträge, Vereinsbeiträge, Schiedsrichterfonds, Nationalteam-Events etc. finanziert werden, ist Auto Sport Schweiz stark abhängig vom laufenden Rennbetrieb. Wenn keine Rennen/Meisterschaften stattfinden, dann ergeben sich auch praktisch keine bis wenige Einnahmen. Der «Pandemieführungsstab ASS» von Auto Sport Schweiz hat in Zusammenarbeit mit unserer Treuhandfirma die Situation analysiert und festgestellt: Dank umsichtiger und vorsichtiger Geschäftsführung in den letzten Jahren dürfte man 2020 mit einem (dunkel-)blauen Auge finanziell überstehen und kann die Liquidität für die kommenden Wochen und Monate sicherstellen.
Auch wenn wir in dieser Ausnahmesituation aktuell keinen Rennsport betreiben können, appellieren wir an alle, aus Solidarität ihren Verpflichtungen nachzukommen. Haben Sie noch Ausstände bei Veranstaltern, ihrem Bewerber, bei Auto Sport Schweiz oder anderen Institutionen, welche Sie im Automobil- und Kartrennsport unterstützen, dann begleichen Sie diese. Die Zahlung dieser Beiträge hilft mit, die jeweilige Liquidität so lange wie möglich zu gewährleisten. Seien Sie bitte mit Ihren Rennsport-Enthusiasten solidarisch, falls es Ihre persönliche finanzielle Lage erlaubt, denn es sind die Veranstalter, die Förderer, Auto Sport Schweiz aber auch alle Pilotinnen und Piloten, die Ihr soziales Leben bereichern, die den Nachwuchs fördern und Alt und Jung über Jahre für den Rennsport begeistern.
Viel wurde in den vergangenen Tagen auch über die staatliche Unterstützung gesprochen und informiert. Der Bund unterstützt den Schweizer Sport mit 100 Millionen Franken zum Schutz der Sportorganisationen vor Zahlungsunfähigkeit. Davon sind aktuell 50 Millionen für den Profisport vorgesehen und 50 Millionen Franken als Subventionen im Fall existenzieller Bedrohung für Organisationen, die auf dem Ehrenamt basieren und hauptsächlich den Breitensport fördern.
Genau diesem Segment entspricht der Schweizer Automobil- und Kartrennsport und Auto Sport Schweiz ist bereits beim Bundesamt für Sport (BASPO) vorstellig geworden und hat sich für seine Veranstalter eingesetzt und wird dies auch weiterhin tun.
Eine Expertengruppe mit Vertretern von Bund und Swiss Olympic erarbeitet die Voraussetzungen und den Prozess, damit möglichst rasch eine wirksame Unterstützung möglich wird. Diese Arbeiten dauern einige Tage, das Bundesamt für Sport bittet um entsprechende Geduld.
Link zur Info Unterstützung BASPO: https://www.baspo.admin.ch/con... Sobald seitens BASPO konkrete Informationen vorliegen, werden die Veranstalter mit den entsprechenden Unterlagen bedient.
Wir möchten Sie an dieser Stelle nochmals und wiederholt auf die folgenden wichtigen Informationen aufmerksam machen: Link zum BAG: https://www.bag.admin.ch/bag/d... Das Bundesamt für Gesundheit informiert täglich über die neusten Entwicklungen in Sachen Corona-Virus und die zu treffenden Massnahmen.
Link zu Auto Sport Schweiz: https://motorsport.ch/de/
Das Informationsmedium motorsport.ch wird jeweils umgehend mit Updates versehen, wenn sich Veränderungen der Situation, Absagen von Veranstaltungen, Newsmeldungen zur allgemeinen Lage des Automobil- und Kartsports, etc., ergeben und ein regelmässiger Besuch hält Sie auf dem Laufenden.
Konkrete Lösungen, verlässliche Ansätze, ein allfälliger Zuspruch zur Unterstützung – zu diesen Themen gibt es zurzeit keine abschliessenden Antworten. Vieles bleibt offen, wie in der allgemeinen Lage. Speziell im Rennsport wollen wir uns mit allen Beteiligten bemühen, die aktuell prekäre Situation möglichst positiv gemeinsam zu bewältigen. Das geht nur, wenn wir zusammenstehen!
Geschätzte Pilotinnen und Piloten, werte Bewerber, liebe Veranstalter, Offizielle und Funktionäre – wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Engagement, Ihre Umsicht, Ihre Solidarität und auch Ihre Geduld in dieser schwierigen Situation. Auf dass wir die Kontrolle über das Virus und damit unser Leben zurückgewinnen und einander bald wieder auf den verschiedenen Rennstrecken im ganzen Land begegnen können.
Bleiben Sie bitte gesund.
Mit motorsportlichen Grüssen
AUTO SPORT SCHWEIZ
Paul Gutjahr,Präsident Verein
Andreas Michel, Präsident NSK
Patrick Falk, Direktor
Nach dem Entscheid des Bundesrates von Montag, 16. März 2020, können Sie uns leider vorübergehend nicht mehr in unseren Büros besuchen (Social Distancing).
Sie erreichen uns per Telefon wie folgt: 031 979 11 11, Montag - Freitag (10.00-12.00 Uhr und 13.00-15.00 Uhr).
Oder per E-Mail / Fax während 24/7: <email-pii>, respektive 031 979 11 12
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Zuerst die Homepage, dann das Magazin: Auto Sport Schweiz hat das vierteljährlich erscheinende Verbandsheft umgestaltet. Sie sollten ihr persönliches Exemplar schon bald im Briefkasten haben.
Es ist wahrlich keine einfache Zeit. Ob man nun den Fernseher anschaltet, Online-News checkt, Zeitung liest oder mit dem Nachbarn in «social distance» über den Gartenzaun hinweg ein Schwätzchen hält – zurzeit gibt es nur ein Gesprächsthema. Als wir vor etwa drei Monaten die Neugestaltung des Magazins von Auto Sport Schweiz in Angriff genommen haben, haben die Jüngeren unter uns beim Begriff Corona ans Feierabendbier gedacht, die Älteren an den Toyota Corona und ganz Ausgefuchste vielleicht an beides. Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, dass uns Corona irgendwann ans Lebendige gehen könnte.
Doch gerade in solchen Zeiten ist Abwechslung wichtig. Und darum geht es uns.
Wir von Auto Sport Schweiz wollen mit dem neuen Magazin das Rad nicht neu erfinden. Daran sind schon zu viele gescheitert. Uns ist es ein Anliegen, den jüngeren und den älteren Semestern gerecht zu werden. Und diesen Spagat versuchen wir mit dem neuen Heft hinzukriegen.
Was heisst das konkret? Wir wollen näher am Puls der Zeit sein. An den Rennstrecken, den Fahrern, den Funktionären, den Fans. Sie sind es, die unserem Sport ein Gesicht geben. Und sie sollen sich in unserem Magazin wiederfinden.
Unsere erste Titelgeschichte, so viel sei verraten, dreht sich um einen jungen Aargauer, der am Berg für Furore sorgt. Ah – und noch was: Deutsch und Französisch ist in Zukunft strikter voneinander getrennt. Damit wollen wir keineswegs den «Röschtigraben» fördern – es soll ganz einfach den Lesefluss weniger hemmen…
So – genug jetzt! Wir hoffen, dass Ihnen unser neuer Auftritt gefällt und möchten uns an dieser Stelle auch bei Jürg Kaufmann bedanken. Er hat das Magazin 13 Jahre lang geführt und mit viel Hintergrundwissen zahlreiche spannende Stories ausgegraben. Ein Dankeschön auch an die Druckerei Glauser und unserem Layouter von achtung.be. Ohne ihren Einsatz wäre das alles nicht möglich!
Immer wieder erreichen uns Anfragen, wie es denn mit dem Schweizer Motorsport weitergeht. Deshalb möchten wir an dieser Stelle mit einem Statement für etwas Klarheit sorgen.
Die kommissarische Task Force von Auto Sport Schweiz zum Thema COVID-19 hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Entscheidungen gefällt und Analysen verschiedenster Art erstellt. Aktuell und bis auf Weiteres steht der Verlauf der verschiedenen Meisterschaften und Serien in den Sternen, und eine konkrete Information/Planung hierzu ist praktisch unmöglich.
So lange die aktuelle Situation vorherrscht, kann man sich über den weiteren möglichen Verlauf der Organisation der Meisterschaften Gedanken machen und Szenarien vorsehen (Verschiebungen, Ausfälle, etc.). Eine verlässliche Planung oder Aussagen dazu sind aber aktuell nicht möglich. Zumal die Organisation der Anlässe in der Verantwortung der lokalen Veranstalter steht und nicht direkt von Auto Sport Schweiz beeinflusst werden kann.
Aktuell sind Weisungen und Beschlüsse des Bundesrates, der Kantone und der Behörden höher einzustufen als die organisatorischen und sportlichen Reglemente für die Durchführung von Meisterschaften und Serien. In den Reglementen sind die Mindestanforderungen an eine Schweizer Meisterschaft festgehalten und sollten diese nicht mehr erfüllt werden können, dann werden sich die kommissarische Task Force resp. auch die verschiedenen Kommissionen inkl. der Nationalen Sport Kommission (NSK) Gedanken hierzu machen.
Bis dahin würde man politisch und gesundheitlich relevanten Anordnungen vorgreifen und nur Spekulationen Nährboden bieten. Daher bitten wir sämtliche Exponenten und Komponenten unseres Automobil- und Kartsportes Ruhe zu bewahren, wo notwendig und nötig mass- und sinnvoll zu entscheiden und die Gesundheit unserer Mitmenschen in den Fokus zu stellen. Der Motorsport wird wieder stattfinden und wer weiss, vielleicht auch gestärkt aus dieser Situation hervorgehen.
Die Association Suisse des Organisateurs de Rallye (kurz AOR) hat ihre für morgen angesetzte Funktionärsausbildung nun doch absagen müssen. Das bestätigte Organisator Jean-Pascal Rey gegenüber ASS, nachdem der Conseil d’Etat des Kanton Waadt heute Nachmittag bekanntgegeben hat, dass Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen bis auf Weiteres verboten sind.
«Ob der Kurs nachgeholt wird, oder erst wieder 2021 stattfinden wird, ist noch unklar», sagt Jean-Pascal Rey.
Auto Sport Schweiz hat am Dienstag aufgrund des Corona-Virus und zum Schutz aller Personen vor Infektions- und Quarantänerisiken beschlossen, sämtliche Schulungen, Kurse und Ausbildungen bis Ende März abzusagen. Wie in der Mitteilung auf der Homepage ausdrücklich geschrieben steht, ist es bei allen anderen Kursen, wo Auto Sport Schweiz nicht als Veranstalter auftritt, Sache des jeweiligen Veranstalters, eine Entscheidung zu treffen.
Die Association Suisse des Organisateurs de Rallye (kurz AOR) hat eine solche Entscheidung getroffen und beschlossen, die von ihnen organisierte Funktionärsausbildung am Samstag, 14 März, in Gollion stattfinden zu lassen. Das bestätigte Organisator Jean-Pascal Rey gegenüber ASS.
Der Kurs beginnt um 7.30 Uhr. Türöffnung ist ab 7 Uhr.
Am Donnerstag, 5. März, ist Michel Schaer im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.
Schaer hat weit über den Raum Fribourg sehr viel für den Motorsport geleistet. Der in Villarimboud beheimatete Schaer war nicht nur Renndirektor der beiden Slaloms Clôture (heute Slalom Drognens) und Romont, Schaer war auch Rennstreckenchef beim Bergrennen La Roche-la Berra sowie Organisator dieser Veranstaltungen.
Neben seiner Tätigkeit als Renndirektor amtete er auch als «Président commission sportive» des ACS Fribourg sowie als technischer Kommissar. Sein Fachwissen und sein Engagement für den Rennsport waren beispielhaft.
Auto Sport Schweiz entbietet seiner Frau Danielle, den Kindern und Grosskindern, der Familie, den Verwandten und Bekannten sein tiefempfundenes Beileid.
Das Corona-Virus hält uns weiter auf Trab. Nach der Absage des Saisonauftakts der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi hat Auto Sport Schweiz nun auch Massnahmen für bevorstehende Schulungen/Kurse/Ausbildungen getroffen.
Der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit BAG haben am vergangenen Freitagabend (6. März) weitere Massnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus bekannt gegeben. Auch Auto Sport Schweiz hat auf die verschärften Richtlinien reagiert und sagt deshalb zum Schutz aller Personen vor Infektions- und Quarantänerisiken sämtliche Schulungen, Kurse und Ausbildungen bis Ende März ab.
Konkret sind folgende Anlässe betroffen:
14. März, Ausbildung RL/SK, Egerkingen
21. März, Funktionärsausbildung, Büren a.A.
24. März, Organisatorensitzung Deutschschweiz, Egerkingen
28. März, Seminar Technische Kommissare, Bern
31. März, Organisatorensitzung Romandie, Gruyère
Bei allen anderen Kursen, insbesondere da, wo Auto Sport Schweiz nicht als Veranstalter auftritt, müssen die jeweiligen Veranstalter entscheiden, wie mit der aktuellen Situation umgegangen wird.
Als da wären:
14. März, Funktionärsausbildung, Gollion (Veranstalter AOR)
23./24. März, Lizenzkurs ACS, Hockenheim (Veranstalter ACS Sektion Bern)
Dasselbe betrifft die bevorstehenden Veranstaltungen wie beispielsweise die Kappelen-Trophy (Veranstalter Kartbahn Lyss) am 21. März oder der Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft in Interlaken am 4. April (Veranstalter ACS Sektion Bern).
Auto Sport Schweiz möchte an dieser Stelle nochmals auf die Richtlinien des BAG hinweisen. Die Liste der kantonalen Behörden, die darüber entscheiden, ob Veranstaltungen bis 1000 Personen durchgeführt werden können, ist als PDF unten angeführt.
Der Saisonauftakt der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft vom 5. April ist abgesagt. Das Rennen im italienischen 7 Laghi kann aufgrund der latenten Gefährdung durch das Corona-Virus nicht wie geplant durchgeführt werden.
Nun hat das Corona-Virus also auch die erste Motorsport-Veranstaltung im Rahmen der Schweizer Meisterschaft zu einer Absage gezwungen. Der erste Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen 7 Laghi kann aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus nicht wie geplant durchgeführt werden. Der Verein Kart Sport Promotion, der für die Organisation zuständig ist, hat nach einer eingehenden Risikoanalyse beschlossen, dass das Rennen in der Nähe von Mailand nicht stattfinden kann.
Ob das Rennen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird, oder ob die autobau SKM 2020 aus nur fünf (statt sechs) Läufen besteht, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz stützt die Entscheidung. Das Risiko, ein Rennen im von Corona-Virus besonders gefährdeten Norditalien abzuhalten, sei eindeutig zu gross, sagt Patrick Falk, Direktor von Auto Sport Schweiz. Oberstes Gebot sei es, Teilnehmer und den STAFF einem möglichst geringen Infektions- und Quarantänerisiko auszusetzen.
Ob auch Rennen in der Schweiz (Kappelen-Trophy am 21. März oder Slalom Interlaken am 4. April) von einer Absage betroffen sind, bleibt abzuwarten. Auto Sport Schweiz verweist auf den bereits am Montag veröffentlichen Beitrag auf unserer Webpage. Dort steht u.a. geschrieben, dass Schweizer Veranstalter von Automobilsport-Veranstaltungen die aktuellen kantonale und nationalen Bestimmungen berücksichtigen müssen. Die Liste der Kontaktadressen sei an dieser Stelle nochmals angefügt.
Der Corona-Virus sorgt weiter für Schlagzeilen. Zahlreiche Sport-Veranstaltungen wurden bereits abgesagt. In Bälde könnten auch Motorsport-Events in der Schweiz respektive zur Schweizer Meisterschaft zählende Veranstaltungen im Ausland betroffen sein.
Seit einigen Wochen sorgt das Corona-Virus für Aufruhr. Ausgehend von China hat es sich mittlerweile in zahlreichen Ländern ausgebreitet. Auch in der Schweiz sind unterdessen die ersten Fälle aufgetreten. Welche Auswirkungen das konkret auf Motorsportveranstaltungen in der Schweiz oder im grenznahen Ausland hat, ist derzeit noch nicht absehbar. Die ersten Veranstaltungen, die von einer möglichen Absage betroffen wären, sind die Kappelen-Trophy am 21. März, der Slalom Interlaken am 4. April sowie der Auftakt zur autobau SKM in 7 Laghi am 5. April.
Stand heute ist: Der Bundesrat hat alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis mindestens 15. März 2020 in der ganzen Schweiz verboten – siehe Link. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen müssen die Veranstalter die Risiken mit der zuständigen kantonalen Behörde abwägen, um festzustellen, ob sie die Veranstaltung organisieren können. Die meisten Kantone haben dafür speziell für die Organisatoren von Veranstaltungen Hotlines eingerichtet. Weitere Informationen finden sich auf den Websites der verschiedenen Kantone (siehe PDF unten).
Weitere Informationen sowie Fragen und Antworten zum Corona-Virus finden Sie auf der Website des BAG
Sind Sie am Sport und insbesondere am Motorsport interessiert? Haben Sie «technisches Flair»? Bekunden Sie Interesse an einer aktiven Zusammenarbeit mit technikbegeisterten Kommissaren und möchten diese administrativ unterstützen? Haben Sie Interesse in einem jungen, aufstrebenden Verband einer interessanten Tätigkeit nachzugehen?
Dann sind Sie genau der/die Richtige für uns. Für die Geschäftsstelle in Liebefeld/BE suchen wir per sofort respektive spätestens 1. Mai 2020 eine/n Sachbearbeiter/in Technik, 100%.
Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann schicken Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen bitte bis Freitag, 20, März an:
Patrick Falk
Direktor Auto Sport Schweiz
Könizstrasse 161
3097 Liebefeld
<email-pii>
Das vollständige Stelleninserat finden Sie hier als PDF.
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Wir freuen uns, Sie weiter auf dem Laufenden zu halten.
Der Schweizer Motorsport kommt nicht zur Ruhe. Nur eine Woche nach Jean-Jacques Baume ist mit Philippe Ecabert im Alter von 61 Jahren ein weiterer, sehr engagierter Schweizer Funktionär verstorben.
Ecabert war seit 2003 Technischer Kommissar und jährlich bei sechs bis zehn Rennveranstaltungen im Einsatz, oftmals auch als TK-Chef.
Seine Fähigkeiten als Feinmechaniker waren den Technischen Kommissaren bei Auto Sport Schweiz stets eine grosse Hilfe. «Philippe hat viele Messgeräte selber entwickelt oder sie, wenn sie defekt waren, wieder repariert», sagt Heinz Waeny, langjähriger TK-Chef sowie Mitglied des Komitees Technik bei Auto Sport und Schweiz und Wegbegleiter von Ecabert. «Wir haben seine gewissenhafte Arbeit und sein grosses Engagement immer geschätzt. Er wird uns und im Speziellen der französisch sprechenden Motorsportgemeinde sehr fehlen.»
Ecabert, der sich auch einen Namen als Restaurator historischer Autos machte, stammt ursprünglich aus dem Neuenburgischen. Er selbst fuhr keine Rennen, unterstützte aber als leidenschaftlicher Mechaniker zahlreiche Fahrer; darunter auch seinen Sohn Ludovic bei dessen Renneinsätzen in der Schweizer Slalommeisterschaft.
Der in Grône wohnhafte Ecabert führte bis zuletzt die auf Citroën spezialisierte Garage Sud in Granges (VS). Er hinterlässt zwei leibliche Kinder, seine «Tochter der Herzen» und fünf Enkelkinder. Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Die Abdankung fand im engsten Familienkreis statt.
Kurz vor Jahresende, am 28. Dezember, ist mit Jean-Jacques Baume einer der erfahrensten Chef-Instruktoren des ACS im Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit verstorben.
Baume war diplomierter Maschineningenieur und liess sich in den USA in Management Science und Kybernetik weiterbilden. Zurück in seiner Heimat Basel arbeitete er erfolgreich als selbständiger Unternehmensberater im Financial Engineering. Zu seinen Hobbies gehörten Skifahren und Autorennen.
Als Rennfahrer trat Baume 1985 der Ecurie Basilisk bei. Seine ersten Erfahrungen sammelte er bei Slaloms. Seine grössten Erfolge feierte er 1994 mit dem Gewinn der Clubmeisterschaft auf einem Honda Civic und Platz 3 bei den Serienwagen in der Schweizermeisterschaft hinter Meister Daniel Hadorn und dem Zweitplatzierten René Lüthi. Als die berufliche Belastung abnahm, ist er in späteren Jahren auch noch aktiv Langstreckenrennen gefahren.
Als Chef-Instruktor und Mitglied des Komitees Ausbildung war Baume allseits geschätzt. Klare Ansagen in einem höflichen, aber auch bestimmten Ton waren sein Markenzeichen. «Anlässlich der zahlreichen gemeinsamen Kurse und Begegnungen hat mich immer wieder fasziniert wie leidenschaftlich Jean-Jacques Pilot war», erinnert sich NSK-Präsident Andreas Michel an seinen langjährigen Weggefährten. «Diese Leidenschaft des Rennfahrens an sich hat seine Familie mitgetragen und er hat sie in den letzten Jahren als Instruktor noch ausgelebt, auch als er gesundheitlich bereits angeschlagen war.»
Baume hinterlässt zwei Töchter und drei Enkelkinder. Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Am Samstag, 14. Dezember, hat der Schweizer Rennsport mit Daniel Fausel (73) eine Ikone verloren. Zeitlebens hat sich der gebürtige Romand für den Motorsport eingesetzt. Wenige Tage vor seinem Tod weilte Fausel noch in Paris am Conseil Mondial. Dort wurde er für eine weitere Periode in seinen zahlreichen internationalen Ämtern bestätigt.
Fausel galt in Rennsportkreisen als wandelndes Lexikon. Keiner kannte die Reglemente so gut wie er. Und keiner setzte sie auch so konsequent durch. Dass er sich damit nicht nur Freunde schuf, ist nachvollziehbar. Die Anliegen der Fahrer und Organisatoren perlten dennoch nie an Fausel ab. Franz Tschager, ehemaliger Bergkönig und langer Wegbegleiter von Fausel bei zahlreichen Rennen in Europa, formulierte es in seiner Beileidsbekundung treffend: «Daniel hatte stets ein offenes Ohr für uns Fahrer. Und er war immer für eine bestmögliche Lösung eines Problems bemüht.»
Fausels Karriere im Motorsport erstreckte sich über mehr als ein halbes Jahrhundert. 1966 trat er als kaufmännischer Angestellter eine Stelle als Sekretär in der Technischen Abteilung der damaligen Sporthoheit ACS an. Seine Liebe zum Rennsport und die Leidenschaft, die Daniel mitbrachte, öffneten ihm fast alle Türen. Schon bald war Fausel auch ohne technische Ausbildung in Sachen Fachwissen nicht mehr wegzudenken. Seine Devise lautete stets: «Training on job». Dieses Motto verinnerlichte er bis ganz zum Schluss.
Praktische Rennerfahrung sammelte Daniel Ende der 60er-Jahre als Fahrer und Beifahrer an Schweizer Rallyes. Von 1970 bis 1997 war Fausel national wie international auch als Zeitnehmer unterwegs. Anfang der 80er-Jahre erhöhte sich sein Bekanntheitsgrad weit über die Schweizer Grenzen hinaus. Als Chefzeitnehmer war er nicht nur beim letzten Formel-1-Grand-Prix der Schweiz in Dijon 1982 im Einsatz, er kümmerte sich auch um die Zeitnahme bei den F1-Rennen in Hockenheim und Zeltweg.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, drängte sich eine breitere Abstützung der Sporthoheit auf. Mit der Gründung eines unabhängigen, von verschiedenen interessierten Kreisen getragenen Automobil-Sportverbandes, konnte dieses Ziel 2004 erreicht werden.
Der Wechsel zum neuen Träger der Sporthoheit erforderte viel Energie, und Fausel spielte dabei eine wichtige Rolle. In seiner neuen Funktion als Direktor hatte er massgeblich zum Erfolg der Organisation beigetragen. Dass Auto Sport Schweiz heute organisatorisch, wirtschaftlich und personell gesichert ist, ist zu einem grossen Teil auch sein Verdienst.
Auch der internationale Automobilverband FIA profitierte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder vom Know-how Fausels – sei es als Sportkommissar, Präsident der Kommission Homologation oder als Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen und diverser Ausschüsse im Bereich Tourenwagen oder GT-Sport.
Einer, der Daniel Fausel jahrzehntelang begleiten durfte, ist Paul Gutjahr. Der ehemalige FIA-Rennkommissar hat Fausel Mitte der Siebzigerjahre in seiner Funktion als Sportpräsident der Sektion Bern kennengelernt. Bis zu Fausels Tod waren die beiden nicht nur durch den Rennsport eng verbunden. «Daniel war wie ein Bruder für mich», sagt Gutjahr. «Ab dem Zeitpunkt, als ich 1980 NSK-Präsident wurde, wurde der Kontakt immer enger. Richtiggehend zusammengeschweisst hat uns die Gründung von Auto Sport Schweiz.»
Stellvertretend für Auto Sport Schweiz sagt Patrick Falk, seit 2010 Direktor und damit Nachfolger von Fausel beim ASS: «Wir haben mit Daniel nicht nur einen wahrhaftigen Experten in Sachen Rennsport verloren, er war auch ein treuer Freund und grossartiger Förderer.»
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen sein. Sie können uns wie folgt vor und nach den Festtagen erreichen:
Montag, 23.12.2019, bis 15.00 Uhr offen
Montag, 06.01.2020 ab 08.00 Uhr offen
Danach stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2019!
Auto Sport Schweiz
Unsere Trauer ist gross und wir können es immer noch nicht richtig fassen, dass uns mit Daniel Fausel ein sehr guter Freund, Kollege, Unterstützer und einer der besten Kenner des Automobilsports verlassen hat. „Thats life“, wie Daniel jeweils zu sagen wusste und nach diesem Motto verfahren wir weiter…
Die Trauerfamilie Fausel hat uns darüber informiert, dass auf ausdrücklichen Wunsch von Daniel KEINE öffentliche Bestattung stattfinden wird. Die Urnenbeisetzung von Daniel findet im engsten Familienkreis statt.
Es sollen auch keine Blumen/Kränze/Gestecke angeliefert werden, da die Beisetzung in einem Gemeinschaftsgrab vorgesehen ist. Im Sinne des Verstorbenen unterstütze man die Stiftung „Le Petit-Coeur“ mit einer Spende auf das Konto: IBAN: <iban-pii>, Vermerk D. Fausel.
Der langjährige Direktor von Auto Sport Schweiz und aktuelles Mitglied der Geschäftsführung, Daniel Fausel (73), ist nach einem kurzen Spitalaufenthalt am Samstag, 14. Dezember 2019, in den Morgenstunden verstorben.
Noch vor wenigen Tagen weilte er in Paris am Conseil Mondial 2019 der FIA und wurde in seinen verschiedenen internationalen Ämtern für eine weitere Periode bestätigt.
Auto Sport Schweiz entbietet seiner Frau Andrée, den Kindern und geliebten Grosskindern, der Familie und den Verwandten sein tiefempfundenes Beileid.
Am 26. September dieses Jahres ist das frühere NSK-Mitglied Freddy Sinner im Alter von 73 Jahren gestorben. Die Trauerfeier beziehungsweise Beisetzung fand im engsten Familien- und Freundeskreis in Winterthur statt.
Sinner war seit 1972 Mitglied des ACS und seit 1990 in der Sektion Thurgau in der Sportkommission tätig. «Freddy war Rennleiter bei den beiden ersten Ausgaben der Frauenfelder Auto-Renntage 2000 und 2001», erinnert sich Christof Papadopoulos, Geschäftsführer des ACS Thurgau, «ehe er den Posten des Speakers und bis zuletzt des Sportkommissars ausübte.»
Auch die Geschäftsleitung von Auto Sport Schweiz kann sich gut an Sinner erinnern. «Freddy ist als FRC-Präsident in die NSK gekommen», sagt Paul Gutjahr. «Dort amtete er von 1986 bis 1989. Zuletzt habe ich ihn beim e-Prix in Zürich getroffen. Er war aber dort bereits gesundheitlich angeschlagen.» Und Daniel Fausel ergänzt: «Freddy war ein sehr aktives Mitglied bei der NSK – sehr engagiert und stets sehr umtriebig.»
Vor seiner Tätigkeit in der Sportkommission des ACS Thurgau war Sinner der letzte OK-Präsident des alten Bergrennen Hemberg. Als das Rennen 2012 nach zwölf Jahren Pause erstmals wieder ausgetragen wurde, meldete sich Sinner im Ostschweizer «Tagblatt» zu Wort: «Die Leute, die das Bergrennen Hemberg neu aufgezogen haben, haben sich wahnsinnig Mühe gegeben. Wie man sieht, haben sie es geschafft: Der Anlass ist gelungen. (…) Die gewaltigen Zuschauermengen überraschen mich, doch sie zeigen, dass den Leuten der Autorennsport in Hemberg gefehlt hat. Ich arbeite heute hier als Speaker, obschon ich 1990 gesagt hatte, dass man mich hier nie mehr sieht. Schliesslich hat man mir damals mein Bergrennen genommen.»
Sinner hat darüberhinaus auch viel zum guten Gelingen des Bergrennens Oberhallau beigetragen.
Auto Sport Schweiz spricht Freunden und Verwandten Sinners sein aufrichtiges Beileid aus.
Am 2. Oktober ist das ehemalige NSK-Mitglied Edi Kofel im Alter von 82 Jahren verstorben. Der gelernte Hotelier stiess 1980 zur NSK und war dort auch Teil der Ausbildungskommission. «Edi war ein sehr engagierter Instruktor und Sportkommissar», erinnert sich Paul Gutjahr, Wegbegleiter und Mitglied der dreiköpfigen Geschäftsleitung der Auto Sport Schweiz GmbH.
Kofel war als ehemaliger Rennfahrer am Puls des Renngeschehens und liess seine jahrelange Erfahrung in die NSK einfliessen. Gemeinsam mit Peter Zbinden, bis 2004 ebenfalls NSK-Mitglied, bestritt Kofel diverse Langstreckenrennen. Dabei vertraute der Zürcher in der Regel auf einen Porsche 911, den er in der Gruppe 4 einsetzte. Zbinden: «Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Auf und neben der Rennstrecke. Edi war ein aufgestellter Typ. Ich erinnere mich noch, wie wir nach jedem Rennen ein gutes Essen genossen haben. Das war typisch Edi – als Gastronom war er ja auch vom Fach und wusste, was gut ist.»
Kofel war mehr als 25 Jahre Mitglied der NSK. 2007 trat er von seinem Amt zurück, weil seine Frau Marlies erkrankt war. Nach ihrem Tod zog sich der ehemalige «Beizer» des Restaurant Ochsen in Wetzikon immer mehr vom Renngeschehen zurück. Peter Sauber, der Kofel über «seinen» Rennfahrerkollegen Harry Blumer kannte, erinnert sich: «Ich lernte Edi bei einem Slalom in Lodrino kennen. Es hat damals wie verrückt geschneit. In Bezug auf den Motorsport hatten wir nicht sehr viel miteinander zu tun. Aber wir sind oft zusammen Skifahren gegangen. Edi war sehr aktiv als Sportkommissar. Und kein schlechter Rennfahrer. Er hat viele Langstreckenrennen bestritten – von Monza bis Silverstone. Wenn er nicht gerade seiner zweitliebsten Beschäftigung, dem guten Essen nachgegangen ist, hatte er zu seiner aktiven Zeit immerzu den Rennsport im Kopf.»
Die am 13. Mai 2019 an verschiedene lizenzierte Piloten verschickte E-Mail in Sachen Fahrzeuge InterSwiss Bedarf einer Korrigenda resp. einer Ergänzung und wir möchten Sie dahingehend wie folgt informieren: Die Technischen Kommissare von Auto Sport Schweiz führen jeweils an den Veranstaltungen zur Schweizermeisterschaft Slalom und Berg sogenannte Sicherheitskontrollen durch. Anlässlich dieser Kontrollen werden die sicherheitsrelevanten Aspekte wie Sitze, Gurten, Feuerlöscher geprüft und es werden auf Sichtkontrolle weitere Elemente kontrolliert. Anhand dieser Kontrollen wurde an den ersten Veranstaltungen 2019 festgestellt, dass verschiedene InterSwiss Fahrzeuge nicht den Artikeln 3.6.1 und 3.6.2 des gültigen Reglementen entsprechen, insbesondere in folgenden Bereichen: Getriebetunnel (zu hoch oder zu breit, nicht Originalform), Reserveradmulde (entfernt, verändert) und Spritzwand (anderes Material, verändert).
Die Technischen Kommissare werden bei den kommenden Veranstaltungen/Kontrollen vermehrt ein Augenmerk auf diese Bereiche legen und wo immer möglich die Piloten auf die entsprechenden notwendigen Korrekturen hinweisen. Diese Korrekturen sind anschliessend vorzunehmen, will man zukünftig mit einem konformen Fahrzeug in der Gruppe InterSwiss fahren. Ansonsten muss man damit rechnen, dass Umteilungen (auch vor Ort) vorgenommen werden müssen oder Konkurrenten mit den Ihnen hierfür zustehenden Mitteln dagegen Vorgehen könnten.
Gemäss den gültigen Reglementen (Jahrbuch 2019, Gruppe InterSwiss, Anhang J für die Gruppe A) liegt es einzig und allein in der Verantwortung des Fahrers, dass sein Fahrzeug den gültigen reglementarischen Vorschriften entspricht und dass die notwendigen Dokumente gemäss Reglement Art. 1 (Homologationsblatt, Technischer Referenz-Wagenpass, usw.) bei den Kontrollen zur Verfügung stehen.
Es geht in keiner Art und Weise darum, dass Piloten für solche «Vergehen» ausgeschlossen werden sondern es geht darum, dass die Fahrzeuge der Gruppe InterSwiss reglementskonform aufgebaut und in Stand gestellt werden. Allerdings wird auch hier darauf hingewiesen, dass bei allfälligen bewussten Versäumnissen oder nicht vorgenommener Korrekturen eine Meldung an die jeweilige Jury der Veranstaltung vorgenommen werden kann.
Nebst den sicherheitsrelevanten Elementen bitten wir Sie, Ihr Fahrzeug so aufzubereiten, dass alle anderen reglementarischen Vorschriften sowie auch die vorgenannten drei Bereiche den gültigen Regularien entsprechend umgesetzt und eingehalten werden.
Für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe danken wir Ihnen im Voraus bestens. Für Fragen oder bei Unklarheiten stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.