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Für 15 Franken im Monat betreuen sie Kinder, kochen, putzen und holen Wasser. Sie gehen nicht zur Schule und können weder lesen noch schreiben. Sexuelle Ausbeutung ist ein Tabu, und oft werden sie ungewollt schwanger. Geschlechtskrankheiten sind verbreitet, und die Ansteckung mit HIV/Aids ist ein grosses Risiko für die Mädchen, die meist ahnungslos Beziehungen eingehen, um sich auf diese Weise ein etwas erträglicheres Leben zu schaffen.
Unsere Partnerorganisation APSEF leistet wichtige Informations- und Aufklärungsarbeit für die Dienstmädchen und bietet ihnen eine Unterkunft sowie medizinische, juristische und psychosoziale Betreuung. Etwa 200 Haushaltshilfen profitieren jährlich von den Aktivitäten: Die Mädchen nehmen an Video- und Informationsveranstaltungen zu Themen der Prävention von HIV/Aids und sexuell übertragbarer Krankheiten teil. Sie erhalten Informationen zu Verhütungsmethoden und generellen Gesundheitsthemen sowie Aufklärung über Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerinnen. In diesem Rahmen werden auch Arbeitgeber und Vermieter sensibilisiert, um so die Hausmädchen vor Misshandlungen zu schützen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Präventionsarbeit in der ländlichen Gemeinde von Nyamina mit dem Ziel, dass weniger Mädchen in die Hauptstadt migrieren: Eltern und Mädchen werden sensibilisiert und auf das, was sie in der Grossstadt erwartet, vorbereitet, so dass sie informierte Entscheidungen treffen und für ihre Rechte einstehen können.
Partnerorganisation: