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Angefangen hat alles mit der Reduitstrategie im Zweiten Weltkrieg. Mit der Konzentration der Armee in den Alpen waren die im Mittelland liegenden Militärflugplätze ungenügend verteidigt, weshalb ihr Ersatz durch Flugfelder innerhalb der Reduitzone notwendig war. Aus diesem Grunde wurde auch der Bau des Flugplatzes Saanen befohlen.
Im Oktober 1939 waren die Vorbereitungen für diesen neuen Fliegerstützpunkt abgeschlossen und Saanen konnte bezogen werden. Allerdings bestand das Flugfeld lediglich aus einer grossen Riedfläche, welche gewalzt und allmählich entwässert werden musste. Mit der Einführung von schwereren Flugzeugen genügte aber die gewalzte Rasenpiste nicht mehr. Anfang 1942 begann dann der Bau der Hartbelagspiste von 900 auf 40 Meter. Gleichzeitig verfestigte und entwässerte man die Rollzonen, baute Zufahrtswege und Brücken und entfernte Flughindernisse. Die Eröffnung der neuen Piste erfolgte schon Ende 1942.
Nach den aktiven Kriegsjahren, es herrschte nun der Kalte Krieg, nahm die militärische Belegung von Saanen noch zu. Als militärisches Objekt war der Flugplatz für private Piloten «unberührbar», was die Begierde, hier zu fliegen, wahrscheinlich um so grösser machte. Im Aero-Almanach, das dem heutigen Luftfahrthandbuch (AIP) entspricht, war der Flugplatz Saanen 1970 nicht eingetragen und ebenso wenig findet man ihn auf den damaligen Landeskarten, da er bis in die späten 80er-Jahre noch der militärischen Geheimhaltung unterlag.