Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03294.jsonl.gz/2199

Bestätigung einer dritten Partei (Akkreditierungsstelle), dass eine Konformitätbewertungsstelle (Audit- oder Zertifizierungsstelle) die nötige Kompetenz besitzt. Bei der Akkreditierung wird zum Beispiel überprüft, ob das Personal, welches Audits durchführt, entsprechend geschult und unabhängig ist.
In der Schweiz übernimmt die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) diese Funktion.
Auch Inspektionsstelle genannt.
Stelle, die überprüft, ob Betriebe, Prozesse, Produkte, etc. den Anforderungen der Richtlinien eines Labels entsprechen. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden in einem Bericht dokumentiert. Die Anforderungen an eine Auditstelle im Hinblick auf Unabhängigkeit, Struktur, Ressourcen und Prozesse sind in der Norm ISO 17020 geregelt.
Chronologisch dokumentierte Beweismittel zu sämtlichen Nachhaltigkeitsdaten über die gesamte Produkte- und Lieferkette. Die Beweismittel dienen der Sicherstellung, dass das Produkt die Anforderungen entlang der Lieferkette erfüllt und dass das Produkt korrekt von einem Schritt zum nächsten gelangt. Richtlinien glaubwürdiger Labels verfügen über Kriterien und Kontrollmechanismen der Chain of Custody.
Die übergreifende Note eines Labels auf labelinfo.ch. Auf der Seite "Methodik" gibt es mehr Infos zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Anforderung an das Label zur Überprüfung der Glaubwürdigkeit oder Nachhaltigkeitskriterien des Labels (z.B. enthalten die Richtlinien Kriterien zum Verbot von Kinderarbeit?). Für die Bewertung auf labelinfo.ch werden die Indikatoren in Mindestindikatoren und erweiterte Indikatoren eingeteilt.
Mindestindikatoren decken grundlegende Nachhaltigkeitsaspekte ab. Erweiterte Indikatoren gehen über die grundlegenden Aspekte hinaus. Sie werden in der Bewertung weniger stark gewichtet als Mindestindikatoren.
Das International Trade Centre (ITC) ist ein von der UNO und WTO mandatiertes Organ für die Förderung des Handels in Entwicklungsländern. Als Projektpartner von labelinfo.ch unterstützt das ITC technisch und durch den Zugang zu ihrer Datenbank "Standards Map".
Siehe "Auditstelle"
International gültige Sicherheits-, Qualitäts- und Einheitlichkeitsstandards festgelegt durch die International Standards Organisation (ISO). Für Labelsysteme besonders relevante ISO-Normen sind:
Übereinstimmung eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Betriebes mit den Anforderungen einer Norm oder einer Richtlinie. Die Konformitätsbewertung ist die Überprüfung der Konformität und wird durch Konformitätsbewertungsstellen (Audit- und/oder Zertifizierungsstellen) durchgeführt. Sie umfasst das Audit und gegebenenfalls die Zertifizierung durch akkreditierte Stellen.
Oberbegriff für die unterschiedlichen Zeichen, die auf Produkten sichtbar sind oder für Dienstleistungen und Managementsysteme vergeben werden. Ein Label weist auf bestimmte Eigenschaften oder besondere Qualitäten eines Produktes oder einer Dienstleistung hin und ist in den meisten Fällen ein privatwirtschaftliches Instrument. Die Kennzeichnung eines Produktes oder einer Dienstleistung mit einem Label ist freiwillig.
Die Trägerschaft, die ein Label aufbaut und besitzt. Sie legt die Kriterien fest und vergibt – manchmal über eine spezielle Vergabestelle – die Lizenzen. Labelinhaber:innen können Firmen, Organisationen, Vereine oder Staaten sein.
Die Regelungen und Verfahren eines Labels inklusive:
- Aufbau der Labelinhaber:innen, Festlegen der Prozesse zur Entscheidungsfindung
- Richtliniensetzung, die Verfahren zur Überprüfung der Anforderungen,
- Qualifikation der Konformitätbewertungsstelle
- Gestaltung des Labels (Logo), die Organisation der Überwachung usw. im Zusammenhang mit der Konzipierung und Umsetzung eines Labels
Eine Vereinbarung oder ein Vertrag, der einem zertifizierten Betrieb (Lizenznehmer:in) das Recht einräumt, Zertifikate oder Labelkennzeichnungen gemäss den Anforderungen des Labelprogramms zu verwenden. Lizenznehmer:innen können alle Beteiligte einer Produktekette sein – Produzent:innen, Verarbeiter:innen und Händler:innen. In der Regel bezahlen die Lizenznehmer:innen für die Durchführung der Audits und Zertifizierung eine Lizenzgebühr.
Festlegung und Sicherung der Struktur, Rollen und Verantwortlichkeiten, Planung, Richtlinien, Praktiken, Regeln, Überzeugungen, Ziele und Prozesse der Organisation, um diese Ziele zu erreichen. Ein Managementsystem kann eine einzelne Disziplin oder mehrere Disziplinen ansprechen, z.B. Qualitätsmanagement, Finanzmanagement oder Umweltmanagement.
Überprüfung einer Richtlinie, um festzustellen, ob die Anforderungen den aktuellen Entwicklungen (technisch, gesellschaftlich, etc.) gerecht werden. Die Richtlinie wird dementsprechend erneut bestätigt, geändert (Revision) oder zurückgezogen. Ein Review findet bei glaubwürdigen Labels alle ein bis zwei Jahre statt.
Auch Standard genannt.
Dokument, welches die Kriterien oder Anforderungen des Labels auflistet. Kriterien regeln zum Beispiel die Produktion, den Handel und den Verkauf von Produkten. Richtlinien regeln häufig auch grundlegende Zielsetzungen, Zugangsberechtigungen sowie die Anforderungen an die Überprüfung durch Audit- und Zertifizierungsstellen.
Auch Ausarbeitung der Richtlinien oder Standardsetzung
Festlegung der Kriterien oder Anforderungen des Labels sowie der Verfahren zur Überprüfung der Kriterien.
Siehe "Akkreditierungsstelle"
Siehe "Richtlinie"
Siehe "Richtliniensetzung"
Dokument, welches belegt, dass die Anforderungen eines Labels nachweislich erfüllt sind. Bei einem glaubwürdigen Label wird das Zertifikat den Zertifikatsinhaber:innen alle ein bis zwei Jahre nach dem Audit durch eine akkreditierte Stelle neu ausgestellt.
Verfahren, bei dem meist von Dritten (Zertifizierungsstellen) eine Versicherung in schriftlicher Form (Zertifikat) abgegeben wird, dass ein Produkt oder eine Verfahrensweise den festgelegten Anforderungen eines Labels entspricht. Die Anforderungen an eine Zertifizierungsstelle im Hinblick auf Unabhängigkeit, Struktur, Ressourcen und Prozesse sind in der Norm ISO 17065 geregelt.