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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Die Qumran-Texte sagen nichts über die Schriftgelehrten aus, die diese Manuskripte geschrieben und/oder kopiert haben. Mit bloßem Auge bleibt es schwierig, die verschiedenen Hände von Schriftgelehrten zu identifizieren. Aus diesem Grund zielt das Projekt darauf ab, einen Algorithmus zu schreiben, um sie zu erkennen. Wir werden die neuesten multispektralen Bilder von Manuskripten verwenden. Abgesehen von den Varianten, den gleichen Letter für jeden Schriftgelehrten auf diesen Bildern sichtbar ist, wir wollen den Parameter der Verformung des Trägers (Leder oder Papyrus) integrieren, der das Bild die kopierte Letter verändert. Der Algorithmus zielt darauf ab, die Vielfalt der Schreibhände zu erkennen, indem er die Verformung der Stütze berücksichtigt.
Neben der Erkennung der Hände von Schriftgelehrten ist es das Ziel dieser Forschung, die so gesammelten Daten mit dem Inhalt der Texte zu artikulieren. Es wird darum gehen zu sehen, ob Schriftgelehrte spezialisiert sind oder ob sie Generalisten bleiben, wenn sie schreiben, unabhängig von dem kopierten Text. Es werden Implikationen für das Verständnis des Textes und seines Kontextes erwartet.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Aus einer Datenbasis multispektraler Bilder von Lettern aus einigen Manuskripten bereits produzierten soll ein Algorithmus geschrieben oder neu geschrieben werden, der die Fortschritte des Deep Learning integriert. Sie mobilisiert daher Computerforscher im Dialog mit Spezialisten für Qumran-Texte im Sinne einer interdisziplinären Zusammenarbeit. In diesem Sinne zielt das Projekt auf die Wiederverwendung und Entwicklung von Deep Learning-Anwendungen ab. Neben der Erneuerung des Verständnisses der Qumran-Handschriften trägt das Projekt damit auch zur Integration der künstlichen Intelligenz in die Humanwissenschaften bei.