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«Ich bin der Grösste, und ich bin es auch im Ruhestand.»
Fury muss zudem mit einer Sperre wegen Dopings und der Aberkennung seiner WM-Titel rechnen. In einer Kontrolle am 22. September durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur sollen Spuren von Kokain gefunden worden sein. Einen Tag später sagte Fury den für den 29. Oktober geplanten Rückkampf gegen Wladimir Klitschko ab. Als Begründung wurden gesundheitliche Schwierigkeiten angegeben. In britischen Medien war die Rede von psychischen Problemen.
Zudem ist ein weiteres Doping-Vergehen ungeklärt. Im Frühjahr 2015 soll Fury die Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen worden sein, hatten britische Zeitungen vor Monaten berichtet. Der britische Boxverband wollte den Vorwurf nicht bewerten und schob die Verantwortung an die nationale Anti-Doping-Behörde ab. Dazu soll es am 4. November eine Anhörung geben.
Fury hatte Klitschko im vergangenen November durch einen Punktsieg in Düsseldorf überraschend als Mehrfach-Weltmeister entthront. Der Rückkampf sollte zunächst am 9. Juli in Manchester stattfinden. Zwei Wochen vor dem Termin erklärte Fury, wegen einer Knöchelverletzung nicht boxen zu können. Zeitgleich feierte er bei der Fussball-EM in Frankreich mit englischen Fans in einer Kneipe in Nizza.
Wie ernst die Rücktrittserklärung zu nehmen ist, bleibt auch diesmals abzuwarten. Der 28-jährige Fury hatte schon mehrfach von Rücktritt gesprochen. Und auch diesmal twitterte er Stunden nach seinem Rücktritt: «Ha, ha, ha! Ihr habt geglaubt, dass ihr Gipsy King so leicht loswerdet! Ich bin hier, um zu bleiben. Der Grösste zeigt euch nur, wie die Medien sind», schrieb der 28-jährige Brite auf Twitter. Wenige Stunden zuvor hatte er seine Karriere für beendet erklärt.
(SDA)