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Impuls-Radar
Eigentlich zur Erkundung der oberen Erdschichten gedacht (bekannt als Georadar), wird dieses reflexive Prüfverfahren, ähnlich einem Echolot, sehr erfolgreich auch in der Zustandsuntersuchung von Bauwerken eingesetzt. Bei diesem Prüfverfahren werden vom Messgerät ausgesendete elektromagnetische Wellen an Materialübergängen innerhalb eines Bauteils (z.B. Beton/Bewehrung) oder an dessen Rückseite (z.B. Beton/Luft oder Beton/Untergrund) reflektiert und anschliessend an der Bauteiloberfläche wieder empfangen. Auf diese Weise lassen sich vertikale Schnittbilder durch das Bauteil, sogenannte Radargramme, erstellen. Mit dem Verfahren werden erfolgreich und mit schnellem Messfortschritt tieferliegende Einbauteile im Beton (z.B. Vorspannkabel, Durchstanzbewehrung oder Leitungen) lokalisiert oder Schichtstärken (z.B. Asphaltbelag) über grössere Distanzen gemessen.
Bewehrungsmessungen mit magnetischem Wechselfeldverfahren
Das magnetische Wechselfeldverfahren beruht auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Das Messverfahren dient der Detektion und Lokalisierung von Bewehrungseisen im Beton bis maximal 15 cm Tiefe. Aus Linien- oder Flächenmessungen lassen sich wichtige Kenngrössen zur vorhandenen Bewehrung herleiten (Bewehrungsteilung, Betonüberdeckung, und ggf. auch Durchmesserabschätzung).
Ultraschall-Echo
Die Ultraschall-Echo-Methode funktioniert wie das Impuls-Radar nach dem Reflexionsprinzip. Es werden jedoch akustische, anstelle von elektromagnetischen Wellen verwendet. Mit Ultraschall werden Bauteildicken bestimmt oder Inhomogenitäten im Beton untersucht. Problemstellen wie Kiesnester, Hohlstellen oder von Auge nicht erkennbare, parallel zur Oberfläche laufende, offene Risse, lassen sich mit dieser Prüfmethode detektieren.
Impact-Echo
Die Impact-Echo-Methode nutzt wie auch das Ultraschall-Verfahren reflektierende Schallwellen. Durch den Aufprall (Impakt) einer kleinen Metallkugel (Ø 2 bis 25 mm) werden Schwingungen im Bauteil angeregt. Über eine Frequenzanalyse der vom Empfänger registrierten Schwingungen lassen sich Bauteildicken bestimmen sowie Fehlstellen lokalisieren. Das Impact-Echo-Verfahren findet auch Anwendung bei der Prüfung des Verfüllungszustandes von Spannkabel-Hüllrohren.
Potenzialfeldmessung
Bei der Potenzialfeldmessung wird eine elektrische Spannungsdifferenz zwischen dem Bewehrungsstahl und einer Referenzelektrode an der Betonoberfläche gemessen. Das Verfahren dient zum einen der zerstörungsfreien Detektion und Lokalisierung von aktiven Korrosionsherden an der Bewehrung hinter grossen Betonflächen. Zum anderen kann die Ausbreitung einer Chloridbelastung des Stahlbetons (z.B. durch eindringendes Streusalz) kartiert und durch Kombination mit gezielten Probenahmen (Chloridgehaltsbestimmungen) quantifiziert werden.
Rückprallhammer
Aus dem mit dem Prüfhammer aufgenommenen Rückprall kann die Druckfestigkeit des Betons (an gemessener Stelle) abgeschätzt werden. Im Vergleich zu einer normkonformen Druckfestigkeitsprüfung im Labor ermöglicht diese Methode einen schnellen, grossflächigen Überblick über den Bauteilzustand und hat gegenüber der Bohrkernentnahme den Vorteil, dass auch statisch wichtige oder schwer zugängliche Stellen zerstörungsfrei untersucht werden können.
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Hauptsitz Zollikofen
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Standort Zürich
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Standort Givisiez