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«Da in einer Gemeinde für das allgemeine Wohl nichts nützlicheres sey als eine gut eingerichtete Schule», beschloss die Gemeinde Oberägeri 1832 die Erweiterung ihres kleinen, alten Schulhauses am Dorfbach. Da aber dieses baufällig war und die neue Feuerspritze zudem ein Lokal benötigte, beschloss die Gemeinde einen Neubau und gab dem Glarner Zimmermeister Balz Stüssi den Auftrag, am Ort des alten Schulhauses ein neues zu bauen, «von innen und aussen ganz fertig und gut und dauerhaft».
1838 konnten die Oberägerer Schülerinnen und Schüler ihr neues, schönes Schulhaus, eines der ersten Steingebäude in der Gemeinde, beziehen. Neben dem gleichzeitig errichteten Menzinger Schulhaus war es das erste in einer ganzen Reihe von Volksschulhäusern im Kanton Zug, die in dieser schulpolitischen Aufbruchphase errichtet wurden: ein typisches multifunktionales Dorfschulhaus, das ausser den Schulzimmern auch noch das Gemeindelokal, die Feuerspritzenremise und das Arrestlokal enthielt.
Im gleichen Jahr begann auch die Nachbarschaft Hauptsee mit dem Bau eines Schulhauses, übernahm sich dabei aber und trat 1848 das halbfertige Haus der Gemeinde ab. Bis zu den nächsten Schulhausbauten
vergingen über 100 Jahre. Bild:
Dorfschulhaus am Dorfbach in Oberägeri, um 1900