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A + B = ?. Ergibt dies B oder C oder noch etwas anderes? Diese Frage stellte Gemeindepräsident Thomas Iten in den Raum. Würde Ostermundigen ganz in Bern aufgehen (A + B = B) oder gäbe es eine Möglichkeit der Mitsprache und einer gewissen Selbstständigkeit des neuen Stadtteils? Wie würden sich die zahlreichen Vereine und die Partizipation der Bevölkerung am Gemeindeleben in Ostermundigen entwickeln? Stadtpräsident Alec von Graffenried betonte die Vorteile einer Fusion: Die Gemeindegrenzen Bern/Ostermundigen seien bereits heute nicht mehr sichtbar. Ein Zusammengehen wäre nur logisch und würde Ressourcen freisetzen. Was aber unabdingbar wäre, sei die Steueranlage bei einer Fusion. Diese müsste auf dem heutigen Niveau der Stadt Bern (1,54) bleiben. Wenn nicht, wäre das Projekt gestorben.
Anschliessend wurden aus dem Publikum Fragen gestellt: Ist die laufende Ortsplanung in Ostermundigen angesichts einer möglichen Fusion noch sinnvoll? Bekäme die Stadt Bern mit der Vergrösserung mehr Gewicht bei Kanton und Bund sowie als Wirtschaftsstandort? Könnte bei einer Fusion ein Bildungszentrum im Gebiet Schosshalde entstehen, was die Schulraumplanung vereinfachen würde, usw.?
Momentan laufen die Abklärungen der «Kooperation Bern». Die sechs Gemeinden Stadt Bern, Ostermundigen, Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen und Kehrsatz erarbeiten eine Machbarkeitsstudie zur Frage einer möglichen Fusion. Im Januar 2020 soll die Studie vorliegen. Nach einem Mitwirkungsverfahren fällen die in den Gemeinden zuständigen Organe (in Ostermundigen und der Stadt Bern die Parlamente) im Dezember 2020 einen Grundsatzentscheid, ob das Projekt weiterverfolgt oder abgebrochen werden soll. Diejenigen Gemeinden, welche sich Ende 2020 für eine Weiterführung des Projektes entscheiden, arbeiten daraufhin gemeinsam einen Fusionsvertrag aus, der den Stimmberechtigten Mitte 2023 vorgelegt wird. 2024 könnten die ersten gemeinsamen Wahlen stattfinden. Der Fahrplan ist gewollt eng gehalten, damit sich die hochkomplexen Abklärungen nicht endlos hinziehen und schliesslich wieder versanden. Für die involvierten Gemeindepräsidien ist dies - neben dem Tagesgeschäft - eine enorme Herausforderung. -
Der anschliessende Apéro sowie Kaffee, Kuchen und Glacen von N’ice Cream luden zum Verweilen und weiteren angeregten Gesprächen zum Thema ein.
Ein ganz besonderer Dank gebührt unserem Vorstands- und Parlamentsmitglied Myriam Zürcher. Sie ist auch Nationalratskandidatin der *jevp. Mit viel Elan und Engagement stellte sie mit weiteren Helferinnen und Helfern den Anlass auf die Beine. Und das Lokal, der wunderschöne Eventraum der Beer Holzbau AG an der Oberen Zollgasse, erwies sich als idealer Ort für eine solche Veranstaltung.
EVP Ostermundigen
Vorstand und Fraktion