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Der Weltfussballverband FIFA reichte bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Präsidenten Sepp Blatter ein. Es geht um ein Museumsprojekt, das den Fussball 500 Millionen Franken kostet. Externe Experten hätten bei einer Untersuchung Beweise für den mutmasslichen Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung durch die ehemalige Führung unter Sepp Blatter gefunden, teilte die FIFA mit.
Die Strafanzeige zielt auf die gesamten Projektkosten in Höhe von 500 Millionen Franken. Die ehemalige Administration habe 140 Millionen in Renovation und Modernisierung eines Gebäudes gesteckt, das der FIFA gar nicht gehörte. Ausserdem sei ein Mietvertrag abgeschlossen worden, der die FIFA bis zum Ablauf des Vertrags im Jahr 2045 360 Millionen Franken kosten wird.
«Angesichts der massiven Kosten für dieses Museum (»Haus zur Enge«) sowie der allgemeinen Arbeitsweise der ehemaligen FIFA-Geschäftsleitung sollte eine forensische Prüfung Aufschluss darüber geben, was wirklich passiert ist», verlangt der stellvertretende FIFA-Generalsekretär, Alasdair Bell, in der Mitteilung.
Das «Haus zur Enge» bietet auf zehn Stockwerken eine Fläche von 3000 Quadratmeter für Ausstellungen, Veranstaltungen und Gastronomie. Weiter beinhaltet das Projekt 34 Wohnungen und Büros für 140 Personen.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Klage zum FIFA-Museum. Die Anzeige wird nun geprüft. (pre/sda)