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*1. Januar 1879 in Riedikon bei Uster ZH † 2. August 1959 in Wädenswil ZH, Musiker, Dirigent, Unternehmer.
J. H. Müller wuchs in Riedikon auf und erhielt schon bald Unterricht als Jungbläser beim Musikverein Alpenrösli Uster, zuerst auf der Trompete, später auf der Klarinette. Auf Wunsch der Eltern musste er eine Lehre als Feinmechaniker antreten, konnte aber schon bald das Musikstudium am Konservatorium Zürich bei Lothar Kempter, Friedrich Hegar und Carl Attenhofer aufnehmen. Instrumentalunterricht erteilten ihm Mitglieder des Tonhalleorchesters Zürich. Noch als junger Student übernahm er die Leitung der Harmonie Pfäffikon ZH und 1902 wählte ihn der Musikverein Harmonie
Wädenswil zu seinem Dirigenten, welches Korps er bis 1958 mit grossem Engagement leitete und von Erfolg zu Erfolg führte. 1906/1907 folgten weitere Studien in Köln (Klarinette und Dirigieren). J. H. Müller leitete im Laufe der Jahre auch folgende Vereine: Stadtmusik Frauenfeld, Musikverein Harmonie am Bachtel, Dürnten-Hinwil, Bürgermusik Flums und Harmonie Wollishofen.
Auf seine Initiative entstand 1941 der Blasmusikverlag 'Euphonia' des Eidgenössischen Musikvereins. 1949 löste sich J. H. Müller von der in Schwierigkeiten geratenen «Euphonia» und gründete seinen eigenen «Orchestrola»-Verlag. J. H. Müller hat insgesamt über 30 künstlerisch hervorragende Blasorchesterbearbeitungen von sinfonischen Werken und Konzertouvertüren geschrieben (Franz Liszt, Richard Strauss, Johannes Brahms u.a.). Die kompositorische Tätigkeit J. H. Müllers beschränkte sich ausschliesslich auf Märsche. [mediawiki]