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Mir ist egal, woher du bist
Ein Pass eines Amerikaners an einen Esten, den Korb macht ein Genfer. Das Mädchen aus Serbien dribbelt eine Deutsche aus, spielt den Ball auf eine Französin, die gefoult wird. Eine Holländerin verwertet den Freiwurf. Der Coach, sonst in den USA engagiert, ruft «well done» aufs Feld. Kurz darauf liegen sich die Spielerinnen jubelnd in den Armen.
In den letzten Jahren war ich oft zu Gast im Wilson Swiss Allstar Basketballcamp in Zofingen. Was mich am meisten faszinierte, war die Internationalität und die Diversität. Klar, die aus den USA stammende Campleitung und die Coaches sorgen für einen amerikanischen Touch. Aber ob eine junge Frau mit Kopftuch Körbe wirft, jemand schwarz oder weiss, ein Kind oder ein Teenager ist, ist nebensächlich. Alle spielen miteinander, als ob sie sich seit Jahren kennen. Ihre gemeinsame Sprache ist Basketball. Von morgens bis abends jagen die Kids dem Ball hinterher oder schauen den anderen zu. Die meistgestellte Frage ist zwar: «Where are you from?» Letztlich ist das Herkunftsland aber egal. Und der Sport ist im Camp noch das, was er auch anderswo sein dürfte: völkerverbindend.
Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.