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Haas, in Sachen Prognosen grundsätzlich eher zurückhaltend, wagte für einmal eine mutige, offensive Ansage: Er will das Schweizer “Best-ever-Resultat” aus dem Jahr 1969 angreifen, drei EM-Medaillen sollen es werden. Vor 47 Jahren in Athen hatten der spätere Arzt Philippe Clerc mit Gold über 200 m und Bronze im 100-m-Lauf sowie Meta Antenen, die dank Silber im Fünfkampf die Leichtathletik für die Schweizer Frauen salonfähig machte, eine Bestmarke gesetzt, an der sich spätere Generationen bislang die Zähne ausgebissen haben.
Haas zählt in Amsterdam auf eine für Schweizer Verhältnisse hochkarätige Equipe, auch wenn der Einsatz der Stabhochspringerin und Medaillenkandidatin Nicole Büchler fraglich ist. Mit Kariem Hussein und Lea Sprunger über 400 m Hürden, der Sprinterin Mujinga Kambundji mit einem Doppelstart (100 und 200 m), der 800-m-Hallen-Europameisterin Selina Büchel, dem Strassenläufer Tadesse Abraham oder mit der Sprintstaffel der Frauen verfügt die Schweizer Delegation gleichwohl über zahlreiche Trümpfe. Zwar wird die Faustregel, wonach für den Gewinn einer Medaille drei aussichtsreiche Kandidaten antreten müssen, nicht ganz erfüllt. Aber es gilt auch der Grundsatz: keine Regel ohne Ausnahme.
(SDA)