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Kommentar: Andreas Jacke
Jonathan Demmes «The Silence of the Lambs» nimmt eine Schlüsselposition ein: Die Rolle der FBI-Agentin Clarice Starling (Jodie Foster) hat die Filmgeschichte umgeschrieben. An keiner Stelle agiert Starling wie ein Mann; sie ist weder souverän noch cool, durch ihre Sozialisation vielmehr selber in die traumatische Handlungsstruktur involviert. Aufgrund ihrer Angst unterscheidet sich die Agentin von fast allen vergleichbaren männlichen Protagonisten. Der Gender-Aspekt des Films definiert das Verhältnis zwischen Täter, Opfer und Retterin neu und lässt eine neuartige Dramaturgie entstehen. Keiner der späteren Hannibal-Lecter-Filme hat dies wiederholen können, denn alle mussten sie ohne Judie Foster auskommen. Ebensowenig gelang es Foster in ihren späteren Rollen, ein ähnlich eindrucksvolles Bild weiblicher Traumatisierung auf die Leinwand zu bringen.