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Am schönen Herbstwochenende sind in der Schweiz sommerliche Temperaturen gemessen worden. Im Wallis und im Bündnerland wurde es vereinzelt sogar über 27 Grad warm.
In Ackersand VS und in Pratval GR kletterte das Thermometer am Sonntag auf je 27,6 Grad, wie der Wetterdienst MeteoGroup mitteilte. Der Föhn bescherte den auf rund 700 Metern über Meer gelegenen Stationen solch sommerliche Temperaturen.
Im bündnerischen Filisur, wo am Sonntag 25,6 Grad gemessen wurden, drang der Sommer sogar auf über 1000 Meter über Meer vor, wie MeteoNews mitteilte. Auch andere Stationen auf dieser Höhe verzeichneten am Wochenende Höchstwerte von über 20 Grad - mehr als während des ganzen Monats August dieses Jahres. Der Altweibersommer habe seinem Namen alle Ehre gemacht, hiess es.
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In St. Niklaus VS registrierte MeteoNews mit 23,2 Grad den zweithöchsten Wert der auf über 1000 Metern über Meer gelegenen Stationen. In Fiesch VS wurden 23,1 Grad und in Disentis GR 22,4 Grad gemessen. Selbst in Grächen VS erreichten die Temperaturen auf rund 1600 Metern über Meer 20,4 Grad.
Von einem Temperaturrekord für Ende September war die Schweiz laut SRF Meteo aber weit entfernt. In Bad Ragaz SG war es am Sonntag vor 53 Jahren 29,1 Grad warm. Am 25. September 1983 gab es in der Magadinoebene im Tessin sogar einen Hitzetag mit 31,9 Grad.
Altweibersommer hat nichts mit alten Frauen zu tun
Der Altweibersommer, wie diese Zeit zwischen Mitte September und Anfang Oktober genannt wird, hat nichts mit Damen in gesetzterem Alter zu tun. Das Wort stammt vom altdeutschen "weiben" und bedeutet das Weben von Spinnfäden.
Der Begriff geht auf die zahlreichen Spinnnetze zurück, die in der herbstlichen Beleuchtung gut zu sehen sind, wie Felix Blumer von SRF Meteo mitteilte. Alt habe in diesem Sinne mit spät zu tun.
Im Gegensatz zu den Eisheiligen (12. bis 15. Mai) oder den Hundstagen (23. Juli bis 23. August) gibt es für den Begriff des Altweibersommers keinen fixen Termin. Je nach Definition beginnt der Altweibersommer Mitte September, am 20. September oder gar erst am 25. September.
Goldener Oktober und Martinisommer
Später sind weitere sonnige und warme Tage möglich. Man spricht dann aber meist vom Goldenen Oktober bezugnehmend auf die goldene Verfärbung der Laubblätter. Auch zu Beginn des Monats November gibt es manchmal markante Warmphasen, wenn auch auf bedeutend tieferem Temperaturniveau. Dann wird laut Blumer vom Martinisommer gesprochen.
Grundlage für den Altweibersommer, den Goldenen Oktober und den Martinisommer ist ein Hoch über Mittel- oder Osteuropa. Es sorgt einerseits für stabiles Herbstwetter, anderseits wird auf seiner westlichen Flanke milde Luft aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa geführt. In Tallagen verhindert Nebel manchmal eine vollständige Erwärmung, in den Bergen ist es aber äusserst mild.
(sda/chb)