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Diese Opportunitätsstudie, die von Staatsratspräsident Jean-François Steiert, dem Direktor des TPF, Serge Collaud, und Eliane Dévaud-Sciboz vom Komitee der Agglomeration Freiburg vorgestellt wurde, ist ein erster Schritt zur Schaffung eines Netzes starker Achsen, welche die Agglomeration bis 2040 benötigt, um ein effizientes, den Bedürfnissen der gesamten Freiburger Bevölkerung entsprechendes ÖV-Angebot zu gewährleisten. Dieses Netz wird es auch ermöglichen, die Verkehrsverlagerung auf den öffentlichen Verkehr zu fördern und die Klimaziele des Kantons Freiburg zu erreichen, betonte Jean-François Steiert bei der Präsentation der Studie.
Vertiefend zu untersuchende Varianten
Laut der Studie sind die Varianten Tram und Metrobus (Bus à haut niveau de service, BHNS) die geeignetsten, die für die weitere Entwicklung eines solchen Netzes in Betracht kommen. Sie bieten viele Vorteile, wie z.B. ihre technologische Reife, ihre an die Grösse der Agglomeration Freiburg und seine langfristige Entwicklung angepasste Kapazität, ihre Flexibilität in Bezug auf Planung und Betrieb, ihre Zugänglichkeit und ihre Zuverlässigkeit.
Darüber hinaus vermitteln diese Lösungen ein positives und starkes Bild mit reduzierten Umweltauswirkungen durch emissionsarmen, nachhaltigen Transport. Sie schaffen auch sehr interessante und günstige urbane Möglichkeiten, den Stadtraum neu zu denken und ein neues Zusammenleben der verschiedenen Verkehrsträger zu planen.
Planung der nächsten Schritte
Der erste der nächsten Schritte besteht nun darin, so bald wie möglich Vorstudien durchzuführen. Sie dienen dazu, die technischen und finanziellen Aspekte näher zu beleuchten. Insbesondere ist es wichtig, die genaue Route des zukünftigen Schwerverkehrs, die notwendigen Infrastrukturen und deren mögliche Auswirkungen zu definieren. Auch eine Analyse des Kosten-/Nutzen-Verhältnisses wird es brauchen. Gleichzeitig muss die Agglomeration Freiburg die relevanten Elemente berücksichtigen, die in den zukünftigen Agglomerationsplänen der fünften Generation und in späteren Plänen enthalten sein müssen, um eine Finanzierung durch den Bund zu erhalten.
Bereits 2025 könnte nach Erhalt von Studienkrediten ein konkretes Vorprojekt erstellt werden, bevor bis 2033 das Projekt für die Arbeiten erarbeitet wird. Ein wichtiger Meilenstein wird die Erlangung des Baukredits sein, bevor der Anfrage- und Ausschreibungsprozess gestartet wird. Im günstigsten Fall werden die Genehmigungen im Jahr 2035 ohne grössere rechtliche Herausforderungen erteilt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Art von Projekt sehr oft erheblichen Widerstand hervorruft und dass es schwierig ist, dies in diesem Stadium des Projekts in die laufende Planung einzubeziehen. Die Dauer der Arbeiten kann auf 5 Jahre geschätzt werden. Ein erster Teil des Netzes könnte dann im Jahr 2040 in Betrieb genommen werden.