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Valle di Gorduno
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Gelegentlich besuchtes Seitental der Riviera. Es verzweigt sich bei P.940 in den Hauptast und das kurze, steile Valle di Stuello. Eine Fahrstrasse führt bis Bedretto, sie setzt sich in schlechter Qualität nach Alpe Arami fort, ist aber ab Bedretto mit einem Fahrverbot belegt. Die von Carasso nach Baltico führende öffentliche Seilbahn ist derzeit eingestellt, bedingten Ersatz leistet die Fahrstrasse von Carasso bis Gordola. Die Landeskarte ist für dieses Tal erstaunlich unpräzise: Viele noch verzeichnete Pfade sind in bedauernswertem Zustand oder gar kaum mehr als solche aufzufinden.
Valle di Gorduno von Stuello, 25.Oktober
2012
Von der Strassenkehre P.761 (oder von Lapramù) führt ein anderer Zugangsweg der Wasserfassungen waagrecht gegen die Schlucht. Er endet nach eine ausgesetzten Passage im von P.1054 herabkommenden Tälchen. Entlang von Wegspuren steigt man im Tälchen rund 100 Meter auf und erreicht dort die Reste des Pfades von Ruscada nach Corecca. Man folgt ihnen, passiert den direkt am Schluchtrand liegenden Ruinenplatz von Corecca weit oberhalb, und erreicht schliesslich beim ersten "C" des Ortsnamens "Corecca" die Vereinigung mit dem von Pianello herüberkommenden einstigen Pfad, der jedoch heutzutage weitgehend verschwunden ist. Die nun folgende Traverse ist wegen grosser Steinschlaggefahr (aktives Bergrutschgebiet) mit Vorsicht zu begehen, immerhin ist ein durchgehendes Trassee im steilen Gelände vorhanden. Schliesslich gelangt man auf den nach P.940 herunterstreichenden Rücken. Etwas weiter unten, auf einem Vorsprung über der Schlucht des Riale di Gorduno befinden sich das Gedenkkreuz an den hier verunglückten Roberto Fenaroli und der Einstieg in die heikle Querung des Riale di Gorduno am P.940. (Lapramù - Corecca - Gedenkkreuz 1:00, T4)
Die Schluchtquerung am P.940 darf nur von trittsicheren und erfahrenen Alpinisten begangen werden: Beim Gedenkkreuz führt zunächst ein gutes Wegtrassee durch sehr steiles Gelände nach Westen gegen den Fluss hinab. Rasch gelangt man in eine erstaunlich steile, weiche oder schlammige Zone, durch die man sich zum Fluss hinuntermüht (Wegspuren). Jenseits entdeckt man orange Markierungen, die eine steile Rampe über der Vereinigung der beiden Talflüsse hinaufleiten, dann nach links wegtendieren und schliesslich von Osten her wieder den Rücken erreichen auf dem sich die (nicht mehr erkennbare) Wegeverzweigung von Morenzano befindet. (Gedenkkreuz - P.940 - Morenzano 0:20, T5+)
Stuello, Gaggio, 4.Januar 2012
Stuello ist auch von Alpe Arami aus erreichbar: Etwas oberhalb des Wasserreservoirs begibt man sich zum Waldrand, und entdeckt nach einigem Suchen den Beginn eines sich absenkenden, sporadisch recht undeutlichen Pfades. Bevor man in das Tobel des Valle di Stuello eintritt, mündete einst der waagrechte, von Sasso Lungo herkommende Pfad. Von ihm ist kaum etwas erhalten. Im Valle di Stuello steigt man noch etwas ab und traversiert dann auf einem Weglein zur Wiese von Stuello, die man unterhalb der Gebäude erreicht. (Arami - Stuello 0:30, T4-)
Die einst grosszügige Weganlage von Stuello hinauf nach Alpe Croveggio ist noch vorhanden. Dort schliesst man an den offiziellen Wanderweg Bedretto - Arami - Croveggio - Cassengo - Capanna d'Albagno an. Von Arami führt ferner ein verfallener Pfad zur Alpe Sessaldora im Valle di Gnosca (siehe dort) und ein anderer, unterhaltener Pfad via Val Scesa nach Bedretto. Über die von Arami zur Cimetta und zum Gaggio führenden Pfade, sowie denjenigen von Valsecca zum Gaggio ist bis anhin nichts bekannt.
Wenden wir uns der orografisch rechten Talseite zu: Anders als die LK vermuten liesse, ist die Zone Pastura Grande (gleichfalls wie noch einige Abschnitte der Zone Corecca) nur sehr locker mit Birken bestockt, und das einstige Weideland hat noch Oberhand. Von Lasagno und Tampori führen zwei verschiedene Wege zum Ruinenplatz von Pastura Grande, der sich ungefähr auf der Koordinate 720.500 befindet. (Die Wegzeichnung des Pfades von Tampori ist auf der LK nicht korrekt wiedergegeben, er führt westlich der Koordinate 721 höher im Hang oben und traversiert das verzeichnete kleine Geröllfeld auf seiner halben Höhe.) Wenig nach Pastura Grande wird das von P.1217 herabkommende Tobel auf schönen Treppen durchquert und man tritt in den dichten Tannenwald ein. Allmählich wird das Trassee undeutlicher, schliesslich erreicht man vor dem Tobel von Valticello den Beginn einer roten Markierung, welche den Weg zur (nicht mehr erkennbaren) Wegeverzweigung in Morenzano weist. (Lasagno oder Tampori - Pastura Grande - Morenzano 1:30, T4-)
Von Morenzano führt eine deutliche blau-rote Markierung über den einfachen Rücken zum offiziellen Wanderweg Baltico - Albagno hinauf, der in Vald erreicht wird. Möchte man hingegen nach Stuello weiter, so beginnt man auf rund 1140m eine Traverse (kein Pfad mehr erkennbar, Kerben an den Bäumen beachten). Nach dem Rücken unmittelbar vor der Koordinate 719 ist das weitere Gelände von grossflächigen Rutschungen erfasst worden, und faktisch nicht mehr begehbar. Man folgt daher einer roten Markierung kurz den Rücken hinab, bis ein schmales Weglein in das westliche Tobel hineintraversiert. In diesem Tobel steigt man steil, aber ohne Probleme zum Riale di Gorduno hinunter, ca 1090m. Jenseits beginnt eine verblassende blaue Markierung, die den alten Pfad bei ca 1220m, südwestlich von Bedrina wieder erreicht. Über die nur sporadisch erkennbaren Reste dieses Pfades gelangt man nach Stuello hinüber. (Morenzano - Bedrina - Stuello 1:30, T5)
Von Alpe Cassengo über Pianello nach Mornera führt der einstige offizielle Wanderweg, heute nur noch von den Jägern unterhalten. (Cassengo - Mornera 1:00, T3)
Die Alpe d'Albagno erlaubt den Übergang ins benachbarte Valle di Sementina. Über die Bocchetta d'Albagno erreicht man das Valle di Moleno.
|Alpe Cassengo, 25.Oktober 2012