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Geschichtliches über den Verein
Schweizerischer Hinterwälder Zuchtverein ab 1988
Obwohl vor 20 Jahren bereits einzelne Hinterwäldertiere in der Schweiz grasen durften, war weit und breit keine Spur eines Zuchtvereins zu finden, nicht einmal die Idee dazu stand im Raum. Im Jahr 1984 importierte die Pro Specie Rara aus dem Schwarzwald 18 Tiere in die Schweiz. Mit diesem Schritt wurde das seit rund hundert Jahren ausgestorbene Vieh wieder heimisch. In den Jahren 1985/86/87 konnten nochmals 76 Kühe, 7 Rinder und ein Stier importiert werden. Es war nicht schwierig, Züchter in der Schweiz zu finden, es bestand bereits eine Warteliste. Die ersten Tiere und deren erste Nachkommen blieben im Besitz der Pro Specie Rara und die Züchter bezahlten eine Art Miete. Das war längerfristig eine unbefriedigende Lösung und so begannen sich die Züchter untereinander zu organisieren und es entstand das Bedürfnis, einen Zuchtverein zu gründen.
1988: Gründung
Im Frühjahr 1988 konnte die Gründungsversammlung stattfinden. Zunächst unterstand der Verein noch der Stiftung und wurde von dieser auch finanziell unterstützt. Es wurden Zuchtziel und Herdebuchvorschriften ausgearbeitet. Von Anfang an fanden sich immer einige Züchter, die bereit waren Milchkontrollen bei ihren Tieren durchführen zu lassen, so dass erste Leistungsdaten erhoben werden konnten. Das Zuchtbuch bestand aus Dateikarten, die wie die Abstammungspapiere von Hand ausgefüllt wurden. Es bedeutete eine große Erleichterung, als alle Daten mit einem Computerprogramm erfasst werden konnten.
Anerkennung
Nach zwei weiteren Importen 94 und 97 wurde es 1998 mit der neuen Tierzuchtverordnung in der Schweiz möglich, beim Bund ein Gesuch zur Anerkennung als Zuchtverband einzureichen.
So wurde die Hinterwälderzucht in der Schweiz unabhängig und erhält die finanziellen Beiträge direkt vom Bund und ihren Mitgliedern.