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Wem gehört was?
Die Genossenschaft ist Bauherrin, Eigentümerin der Baute und Baurechtsberechtigte des Grundstücks. Die Stadt ist weiterhin Gründeigentümerin des Grundstücks.
Wie werden die Baukosten finanziert?
Das Gebäude kann grundsätzlich mit Eigen- und Fremdkapital finanziert werden.
Wie hoch sind die Eigenmittel?
Das hängt von den Offerten der Kreditgeber ab. Wir haben ein realistisches Finanzierungsmodell erarbeitet, welches Eigenmittel von 35% und Fremdkapital von 65% vorsieht.
Wieso braucht es überhaupt Eigenmittel?
Das Risiko wird dadurch kalkulierbar gegenüber dem Kreditgeber, der Stadt, der Genossenschaft, der einzelnen Mitgliedern sowie den Mietern.
Zahlen die Mitglieder eine Miete?
Ja, jedes Mitglied zahlt Miete an die Genossenschaft.
Was erhält der Genossenschafter für das erbrachte Eigenkapital?
Die Genossenschaft zahlt einen Darlehenszins für das Eigenkapital (Anteilsscheine). Jedes Mitglied erhält eine Bestätigung über die Höhe des erbrachten Eigenkapitals, sowie einen Mietvertrag.
Wäre es auch möglich, mit einem Investor die Gesamtkosten zu übernehmen?
Nein, die Stadt vergibt das Baurecht über dieses Grundstück mit der Auflage, dass die Trägerschaft genossenschaftlich organisiert ist.
Kann ein Mitglied auch mehr Eigenmittel einbringen, damit seine Miete günstiger wird?
Ja, ein Mitglied kann zusätzlich Darlehen geben. Es erhält dafür einen Zins, welcher leicht niedriger ist als der Zins, den die Genossenschaft insgesamt für alles Fremdkapital bezahlen muss. Laufzeit und Zins sind abhängig vom Markt.
Kann jedermann der Genossenschaft ein Darlehen geben?
Grundsätzlich ja, Laufzeit und Zins sind abhängig vom Markt. Der Darlehensgeber erhält dafür eine sinnvolle, reale und sichere Anlage für sein Geld.
Gibt es Rückstellungen und Amortisationen?
Ja. Die Amortisation ist in der Miete enthalten, das Fremdkapital nimmt also kontinuierlich ab.
In 30 Jahren sind von den ca. 14,3 Millionen Fremdkapital 6,6 Millionen amortisiert, dieser Betrag würde dann für allfällige Erneuerungen wieder bereit stehen.
Wem gehört was?
Kann das Eigenkapital je wieder ausbezahlt werden?
Eine Auszahlung des Eigenkapitals (respektive Rückgabe der Anteilsscheine) erfordert die Aufhebung des Mietvertrages.
Ein Mieter geht Konkurs, wer trägt den Schaden?
Die Eigenmittel dienen als Sicherheiten und der Aufwand kann angerechnet werden, bis der Raum neu vermietet ist. Die Rückzahlung der Eigenmittel verringert sich um die Aufwendungen.
Müssen die Eigenmittel vom Mitglied eingebracht werden oder kann das eine andere Person für den Mieter tun?
Die Eigenmittel müssen vom Mitglied erbracht werden. Das Mitglied kann aber die Eigenmittel durch ein Darlehen von Drittpersonen erhalten. Zur Bewertung der Tragbarkeit wird dieser Darlehensvertrag berücksichtigt.
Genügt es, wenn das Mitglied das Eigenkapital aufbringt?
Für den Kreditgeber ist es zusätzlich wichtig, dass die Tragbarkeit stimmt.
Müssen die Finanzierungsgrundlagen der Mitglieder der Genossenschaft abgegeben werden?
Nein, nur vertraulich an eine Verhandlungsperson, welche die Verhandlungen mit den Kreditgebern führt.
Könnte ein Investor Mitglied werden und dann Mietflächen an Mietinteressenten vermieten?
Das ist theoretisch möglich, würde jedoch nur Sinn machen, wenn nicht alle Flächen als Anteilsscheine für das Gewerbehaus vergeben werden könnten. Bevorzugt würden in diesem Fall Stiftungen oder gemeinnützige Organisationen.
Wieso sind die Mieten langfristig günstig?
Die Mietkosten sind direkt vom Markt der Hypotheken abhängig. Die Genossenschaft erzielt einen Gewinn, welcher dem Zweck des Betriebs der Genossenschaft dient und den Mitgliedern gehört.
Wurden schon Gespräche mit Kreditgebern geführt?
Ja, es sieht grundsätzlich positiv aus. Die Gespräche waren nötig, um die Grundlagen zur Finanzierung zur erarbeiten.
Kann man sich als Kreditgeber bewerben?
Ja, Sie können uns eine Kurzbewerbung senden, wir werden dann Kontakt aufnehmen.