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IEA-Direktor zur Kernenergie in den USA
Birol hielt am 28. Februar 2018 vor dem U.S. Senate Energy and Natural Resources Committee eine Rede zu den Aussichten auf den globalen Energiemarkt und der Rolle der USA. Die Kernenergie soll nach Ansicht von Birol in den USA als ein Schlüsselgut betrachtet werden. Die USA sind seit 60 Jahren führend in dieser Technologie, zusammen mit Frankreich, Japan und Russland. Mit 98 Einheiten haben die USA derzeit am meisten Einheiten in Betrieb. Die Kernkraftwerke der USA stellen zusammen gut 99 GW bereit. Ohne politische Massnahmen wird das Land aber bald von China überholt, das sich in den letzten 20 Jahren rasant entwickelt hat, so Birol. China nahm in weniger als 20 Jahren über 40 neue Kernkraftwerkseinheiten in Betrieb. China dürfte die USA bezüglich installierter Kernkraftwerkskapazität in zehn Jahren überholen. Derzeit stehen in China 45 Kernkraftwerkseinheiten sowie ein kleiner Versuchsbrüter in Betrieb, die zusammen eine Leistung von knapp 43 GW bereitstellen.
Die Nuklearindustrie der USA steht vor grossen Herausforderungen. Ohne politische Massnahmen wird die USA einen bedeutenden Teil seines Kernkraftwerkparks verlieren. Dies unter anderem, weil der Grosshandel dem Beitrag der Kernkraftwerke zur Versorgungssicherheit und zur emissionsarmen Stromproduktion nicht Rechnung trägt.
Birol hielt aber fest, dass in den USA die Kernkraftwerke immer noch doppelt so viel emissionsarmen Strom produzieren wie Windkraft und Fotovoltaik zusammen. Die Kernenergie leistet zudem als Grundlastlieferantin einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Es gibt weltweit grosses Interesse an Innovationen in der Kerntechnik, kleine modulare Reaktoren (SMR) miteinbezogen. Die USA haben hier die Möglichkeit, eine führende Rolle einzunehmen, so Birol weiter.