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Ein Interview mit dem langjährigen «Eis»-Flügelspieler Renato Lionzo, der neuerdings auch als Aussenverteidiger eingesetzt wird.
Mit Renato Lionzo sprach Tomas Hermida
Renato, in einer Woche beginnt die neue Saison. Wie viele Punkte habt ihr nach fünf Spieltagen auf dem Konto und auf welchem Rang steht die 1. Mannschaft des SC Zollikon im Juni 2019?
Ich hoffe, dass wir dieses Jahr den Saisonstart nicht verschlafen. Ich tippe auf elf Punkte aus den ersten fünf Spielen und am Ende der Saison stehen wir auf Platz 1, 2 oder 3.
In der Saisonvorbereitung wurdest Du neuerdings auch als Aussenverteidiger eingesetzt und hast hervorragend gespielt. Welchem Rechtsverteidiger hast Du am meisten abgeschaut?
Ich bewundere wie Gianluca Zambrottta und Philipp Lahm auf dieser Position gespielt haben. Aussenverteidiger ist aber meine absolute Hassposition; ich spiele sie gar nicht gerne.
Ronaldo „El Fenomeno“, Aimar „El Payaso“ oder Messi „La Pulga“. Welchen Spitznamen würdest Du Dir selber geben?
„Der Wadenbeisser“ oder „der Giftzwerg“!
Welche Eigenschaften oder Stärken von anderen „Eis“-Spielern hättest Du gerne?
Die Intelligenz und die Technik von Matteo Felder, die Wendigkeit und Schnelligkeit von Andrea Schärer, den Weitschuss von Marko Dugandzic und die Trainingspräsenz von Carlo Bühlmann (lacht).
Mit welchem Deiner Teamkameraden möchtest Du im Trainingslager auf keinen Fall das Zimmer teilen?
Ich hoffe sie sind mir nicht böse, aber eine Woche mit Santa oder Yves im gleichen Zimmer wäre für mich der blanke Horror!
Mit welcher Traumelf würde der SCZ den Aufstieg in die 2. Liga schaffen?
Da muss ich mich wohl leider als Aussenverteidiger aufstellen, ich will ja gewinnen! Ich würde das 4-2-3-1 System wählen und meine Traumelf sähe so aus, vorausgesetzt alle Spieler sind in absoluter Topform:
Im Tor: Babor
In der Abwehr von rechts nach links: R. Lionzo, S. Oechslin, G. De Nard und S. Martin
Vor der Abwehr: M. Felder und T. Hermida
Im offensiven Mittelfeld: A. Schärer, M. Dugandzic und S. Camichel
In der Sturmspitze: M. Schärer
Wenn Du Deine SCZ-Karriere mit einem Filmtitel beschreiben müsstest; welcher wäre es?
10 Dinge die ich an dir hasse.
Was war Dein schönstes Erlebnis mit dem SCZ?
Das war ganz klar die Zeit bei den A-Junioren! Wir kannten uns alle sehr gut und in den Jahrgängen 1991 bis 1993 hatten wir viele erstklassige Spieler. Die Stimmung innerhalb des Teams war einfach grandios und ich durfte so viele unvergessliche Momente erleben. Wir sind zwei Mal aufgestiegen und haben dann in der Promotion die Klasse gehalten. Auch die Pfingstturniere in Kempten werden mir immer in Erinnerung bleiben. Was wir damals auf und neben dem Platz erreicht haben ist der absolute Wahnsinn; wir alle können sehr stolz auf diese Zeit sein.
Mittlerweile bist Du seit einigen Jahren selbst erfolgreicher Juniorentrainer. Welche drei Junioren sind Dir am besten in Erinnerung geblieben und warum?
Das ist schwierig! Ich mag den Jahrgang 2003 sehr. Jungs, seid mir bitte nicht böse wenn euer Name jetzt nicht erscheint:
Niels Montezin, das kann ich ja jetzt sagen (er hat den Verein leider verlassen und lebt mittlerweile in Kopenhagen) , war mein Lieblingsjunior. Dann gibts noch Ryan Moser: was für eine Maschine! Ich habe keinen Junior gesehen, der so viel arbeitet um stetig besser zu werden. Ich habe ihn damals von den Db-Junioren zu mir ins Da geholt. Seither ist er auf der Überholspur; mach weiter so! Auch Dominik Hug wird mir in Erinnerung bleiben. Leider hat er diesen Sommer den SCZ verlassen. Für mich war er ein extrem wichtiger Spieler, welcher den Unterschied ausmachen konnte. Domo, ich hoffe sehr, dass Du bald wieder zurückkommst. Ich warte 😉
Welche SCZ-Trainer haben denn Dich am meisten geprägt?
Drei Trainer haben mich besonders geprägt. Ferry Hermida, Nicolas Fürrer und Toni „CT“ Incagliato. Von Ferry habe ich sehr viel über den Fussball gelernt; vor allem im taktischen Bereich. Füsi (Nicolas Fürrer) hat mir gezeigt, dass der Fussball oft im Kopf entschieden wird. Er hat mir im mentalen Bereich sehr geholfen. Und CT… ja was soll ich sagen: durch ihn lernte ich, dass ohne Kondition nichts geht. Ich bin aber allen meinen bisherigen Trainern sehr dankbar!
Mätchli 7 gegen 7: alle aktuellen und ehemaligen SCZ-Spieler stehen zur Verfügung und Du bist Wähler. Wen wählst Du zuerst in Dein Team?
Mein inneres Kind sagt: Stefan Rüf!
Mal angenommen, Du hättest mit 18 Jahren den SCZ verlassen müssen. Bei welchem Verein wärst Du dann gelandet?
Ich wäre wahrscheinlich beim FC Männedorf gelandet. Die Fans sind überragend. Siegeswille und Kampfgeist des FC Männedorf haben mich schon immer sehr beeindruckt. Und die Sportanlage Widenbad ist einfach herrlich.
Bevor wir Dir die letzte Frage stellen, möchten wir uns herzlich für das Gespräch bedanken, Renato! Abendessen mit einem Fussballtrainer, einem Fussballspieler, einem Musiker und einem Politiker: wen lädst Du ein?
Jupp Heynckes, Francesco Totti, Eminem und Barack Obama.