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Nikita Koller und Sophie Branson, unsere Violinstudenten des Professional Programms (beide in der Klasse von Liana Tretiakova), gewannen den 2. beziehungsweise 3. Preis beim X. Internationalen Geigenwettbewerb «Astana-Violin» in Erinnerung an David Oistrach, der Anfang des Monats in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, stattfand.
Es gab in dem Wettbewerb nur zwei Altersgruppen: Junioren (von 10 bis einschliesslich 15 Jahren) und junge Erwachsene (von 16 bis einschliesslich 28 Jahren). Der vierzehnjährige Nikita gewann den 2. Preis in der Juniorgruppe, und Sophie, die gerade siebzehn Jahre alt ist, gewann den 3. Preis in der Gruppe der jungen Erwachsenen. Wir sagen «gerade» siebzehn, weil Sophie die jüngste Geigerin in der Gruppe der jungen Erwachsenen war und sich mit Dutzenden viel älterer etablierter Berufsmusiker aus der ganzen Welt messen musste.
Um einen Eindruck vom Niveau des Wettbewerbs in der Gruppe der jungen Erwachsenen zu vermitteln, sollen zwei weitere bemerkenswerte Teilnehmerinnen vorgestellt werden. Die eine ist die 24-jährige Sara Dragan, die andere die 22-jährige Ines Issel Burzynska, beide aus Polen, und beide sind seit mehr als zehn Jahren Schülerinnen des legendären Professors Bron an der Musikhochschule «Reina Sofía» in Madrid. Sie sind wirklich phänomenale Geigerinnen von Weltrang, die auf dem besten Weg sind, in absehbarer Zeit echte Stars zu werden. Sara gewann den Grossen Preis des Wettbewerbs und Ines den ersten Preis.
Das Wettbewerbsprogramm war sehr anspruchsvoll. So mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Altersgruppen in der ersten Qualifikationsrunde eine Paganini-Caprice, ein virtuoses Stück und ein Stück, das ihr Land repräsentierte, vorspielen. In der Juniorengruppe mussten die jungen Musikerinnen und Musiker ausserdem zwei Sätze einer Sonate im Barockstil (z. B. von Tartini, Geminiani oder Locatelli) und in der Erwachsenengruppe zwei Sätze von Bachs Sonate für Violine solo vorführen.
So mussten viele junge Geigerinnen und Geiger allein in der ersten Runde 45 Minuten lang spielen, und die Jury war von 9 Uhr morgens bis 23 Uhr abends im Einsatz – vierzehn Stunden pro Tag! Der zweite Durchgang war das Finale des Wettbewerbs.
Der Zeitplan war eng – sowohl für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch für die Jury:
Die Finalistinnen und Finalisten wurden am Tag der ersten Runde (für beide Altersgruppen) gegen 1 Uhr nachts bekannt gegeben und am nächsten Tag mussten sie sich ab 9 Uhr morgens bereits auf das Finale vorbereiten.
Nikita spielte in der ersten Runde Tartinis Sonate (2. und 3. Satz), Paganinis Caprice Nr.9, «Gypsy Airs» von Sarasate und «Russischer Tanz» von Tschaikowsky und in der Endrunde das berühmte «Violinkonzert Nr.2 in D-Moll» von Wieniawski (2. und 3. Satz). Sophie spielte in der ersten Runde die «Chaconne in D-Moll» von Bach, die Caprice Nr.23 von Paganini, die Fantasie über Themen aus «Faust» von Wieniawski und Blochs «Nigun», und in der Endrunde das «Violinkonzert in D-Moll» von Sibelius (alle Sätze).
«Da das Repertoire umfangreich und schwierig und somit die Leistungsanforderungen sehr hoch waren, war die Vorbereitung auf den Wettbewerb für uns sehr wichtig», sagt Liana Tretiakova, die Geigenlehrerin von Nikita und Sophie und Schulgründerin. «Ich bin sehr froh, dass sowohl Nikita als auch Sophie eine wunderbare Leistung erbracht und unsere Schule auf internationaler Ebene hervorragend vertreten haben, und ich bin sehr stolz auf ihre Leistungen!»
Der Wettbewerb wurde vom Ministerium für Kultur und Information der Republik Kasachstan in Zusammenarbeit mit der Kasachischen Nationalen Universität der Künste organisiert und fand vom 6. bis 11. November 2023 in Astana statt.