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Nach unserem letzten Besuch und dem Einstellen der monatlichen Zahlungen an Resla dachten wir nicht, nochmal von ihr zu hören.
Die erste Mail kam nach ein paar Wochen. Sie sei sehr einsam und würde sich nichts mehr wünschen, als im Ausland studieren zu können. Erst verschlug es mir die Sprache und dann antwortete ich mit schonungsloser Offenheit. Ich erklärte ihr unser Bildungssystem und wie hart unsere Kinder arbeiten müssten. Ihre einzige Chance, ins Ausland zu kommen, bestünde darin, als Hausmädchen in die Emirate zu gehen. Eine Kopie von meinem E-Mail ging an Roy.
Wieder ein paar Wochen später meldete sie sich erneut. Sie würde in Tangalle eine kaufmännische Ausbildung absolvieren und wir würden uns bestimmt über die Neuigkeiten freuen. Das taten wir auch.
Beim Einkaufen in Hambantota trafen wir Resla an. Nach der Begrüssung fragten wir nach. Aus der kaufmännischen Ausbildung war ein Computer-Lehrgang am Wochenende geworden, und nach unserm Hinweis, dass wir ihre Tante im Kindergarten besucht hätten, wurde sie noch kleinlauter.
Immerhin geht sie ab und zu in den Kindergarten um zu helfen. Wir sind gespannt, wie es mit Resla weitergeht.