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Das Quecksilber in Australien hat vielerorts die 40°C-Marke überschritten. In der Lut-Wüste im iranischen Hochland sind solche Temperaturen an der Tagesordnung. Im Jahr 2007 hat der Nasa-Satellit «Terra» im Norden der Wüste einen Temperatur-Rekord von 70,7 Grad Celsius gemessen – also eine lebensfeindliche Umgebung. Dies gilt seither als höchste, je registrierte Lufttemperatur auf der Erde.
Zuvor waren die höchsten Temperaturen in den USA im Death-Valley-Nationalpark gemessen worden. Im Sommer wird es in dem Tal in der kalifornischen Mojave-Wüste bis zu 56 Grad Celsius warm. Durch seine spezielle Topographie staut sich warme, trockene Luft in dem engen Talkessel und lässt ihn seit Millionen von Jahren austrocknen.
So entstand eine karge, aber eindrucksvolle Landschaft, die jährlich über eine Million Besucher anlockt. Mehr als 400 Menschen haben sich diesen Tourismus zur Lebensgrundlage gemacht und leben ganz offiziell am wärmsten, bewohnten Ort der Erde. Zum Vergleich: Die Wostok-Station in der Antarktis gilt als der kälteste Ort der Welt. Im Jahr 1983 haben Wissenschaftler dort ein Lufttemperatur-Minimum von -89.2 Grad Celsius gemessen – rund 160 Grad Celsius weniger als in der Lut-Wüste.