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Die akute Höhenkrankheit tritt bei Erwachsenen meist ab Höhen von 3000 m.ü.M. auf, meist durch rasches Aufsteigen.
Aber bereits unter 2500 Höhenmetern kann es zu schweren Symptomen kommen. Betroffen sein können sowohl Anfänger wie auch geübte Berggänger und auch Kinder. Symptome sind: Starke, nicht behandelbare Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwäche, Schwindel, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit. Lebensgefährliche Folgen der akuten Höhenkrankheit ist das Höhen-Lungenödem oder das Hirnödem.
Den Schweizer Forschern fiel auf, dass es an fundierten wissenschaftlichten Erkrenntnissen fehlt, ob und wie häufig eine erlittene akute Höhenkrankheit bei einem erneuten Berggang wieder auftritt.
Sie untersuchten deshalb 27 Erwachsene im Alter zwischen 26 und 63 Jahren und 27 Kinder von 8 bis 16 Jahren. Die Teilnehmer mussten auf das Jungfraujoch (BE) fahren - dessen befahrbarer Gipfel auf 3450 m.ü.M. liegt – und zwei Tage und zwei Nächte dort verbringen.
Neun bis 12 Monate später mussten die Teilnehmer denselben Ausflug nochmals machen.
Während der ersten Reise beklagten sich 18 Erwachsene und 6 Kinder über Symptome der akuten Höhenkrankheit. Bei der zweiten Reise auf den Berg zeigten 14 Erwachsene und 4 Kinder Symptome der Höhenkrankheit. Alle 14 Erwachsenen hatten bereits während der ersten Reise Symptome. Bei den Kinder stellten die Forscher etwas anderes fest: Die vier Kinder, welche während der zweiten Reise über Symptome geklagt hatten, waren während dem ersten Aufenthalt auf dem Berg symptomlos. Jene Kinder hingegen, die während der ersten Reise krank wurden, blieben beim zweiten Mal gesund.
Es zeigte sich auch, dass die Kinder deutlich weniger häufig und weniger stark unter Symptomen der akuten Höhenkrankheit litten als Erwachsene. Eine schwere Komplikation (Höhen-Lungenödem oder Hirnödem) trat bei keinem der Teilnehmer auf.
Die Forscher interpretieren die Resultate dahingehend, dass Erwachsene mit einer durchgemachten akuten Höhenkrankheit vor einem nächsten Berggang vorbeugend behandelt werden sollten. Bei Kindern erübrigt sich dies, da sie seltener wiederholt an einer akuten Höhenkrankheit leiden, wie die Ergebnisse zeigen. Ein Kind, welches auf hohen Höhen erkrankt, weiter solche Bergtouren unternehmen zu lassen, ist unangebracht, so die Autoren.
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