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Mehr als 3.5 Millionen Flüchtlingskinder haben im vergangenen Jahr nicht zur Schule gehen können. Der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht dazu aufgerufen, ärmere Aufnahmeländer zu unterstützen.
Er erinnerte daran, dass die Hälfte der Flüchtlinge, die das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) unterstützt, Kinder sind, insgesamt mehr als 8 Millionen. Von ihnen sind 1.5 Millionen Kinder und 2 Millionen Jugendliche, die nicht eingeschult wurden.
Während weltweit 90 Prozent der Kinder zur Schule gehen, sind es nur 61 Prozent der Flüchtlingskinder. In armen Ländern sind es sogar weniger als 50 Prozent.
Für Jugendliche ist die Situation noch schlimmer. Insgesamt besuchen weniger als ein Viertel die Sekundarschule und in armen Ländern, die drei Viertel der Flüchtlinge aufgenommen haben, sind es nur 9 Prozent. Weltweit absolvieren 80 Prozent der Jugendlichen die Sekundarschule.
Nur ein Prozent der Flüchtlingskinder besucht eine Hochschule. Weltweit steht diese Möglichkeit einem Drittel der Jugendlichen offen.
Wenn die internationale Gemeinschaft nicht handle, werde sie mehrere der von der UNO formulierten nachhaltigen Entwicklungsziele verpassen, betonte das UNHCR. Die Finanzierung und die öffentlichen Ressourcen müssten angepasst werden.
Die Deklaration von New York aus dem Jahr 2016 behandelt die Ausbildung als eine Priorität in der internationalen Flüchtlingshilfe. Ein Jahr später seien die Flüchtlinge in grosser Gefahr in dieser Frage, erklärte Hochkommissar Grandi. (sda)