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Das MRT-Bild der Halswirbelsäule eines Patienten zeigt Blutungen im Wirbelkanal (Pfeil) und am Dornfortsatz eines Halswirbels (Stern).
Schleudertrauma mehr als ein kulturelles Konstrukt
Auch wenn noch unklar ist, welche Tragweite die Feststellungen der Berner Forscherinnen und Forscher haben, zeigen diese doch, dass den Beschwerden von Patientinnen und Patienten mit einem Schleudertrauma objektivierbare Schädigungen zu Grunde liegen. Dass diese oft nicht entdeckt werden, hängt vermutlich damit zusammen, dass einerseits kaum je frühzeitig Untersuchungen mit geeigneten bildgebenden Methoden durchgeführt werden und dass vermutlich auch mit neueren bildgebenden Methoden wie dem MRT nicht alle feinstrukturellen Verletzungen nachzuweisen sind. Auf jeden Fall zeigen die Resultate der NFP-Forscher, dass das Schleudertrauma mehr ist als ein kulturelles Konstrukt bzw. ein "lexigener Gesundheitsschaden", wie uns der Freiburger Sozialversicherungsrechts-Professor Erwin Murer weismachen will. Dessen Erkenntnisse können sich im Gegensatz zu denjenigen der NFP-Forscher nicht auf wissenschaftliche Fakten stützen, sondern sind wohl eher "assekurogen", d.h. bestimmt durch die Interessen der Versicherungswirtschaft.
Den Artikel "Schleudertrauma sichtbar gemacht" aus der Zeitschrift "Horizonte" September 2006 des Schweizerischen Nationalfonds finden Sie hier.