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Beschreibung
Neun Jahre sind seit dem 1. Unspunnen-Fest von 1805 verflossen – Vergessen sind die Ideale von Gleichheit und Brüderlichkeit, von der Annäherung von «Oben» und «Unten», von der Gleichberechtigung von Stadt und Land.
In diese Zeit und in dieses Umfeld kehrt im Juli 1814 der 24-jährige Kunstmaler Georg Rudolf König in die Schweiz zurück, nachdem er sich vier Jahre bei Jacques-Louis David in Paris hat ausbilden lassen. Die Lage in Frankreich war nach dem Sturz Napoleon zu unsicher geworden..
Rudolf lässt sich in Unterseen bei Interlaken nieder, dem Ort, wo er mit seinen Eltern und Geschwistern die Jugend verbracht hat. Dort gerät er in die Wirren des Oberländer Aufstandes gegen die reaktionären Kräfte in Bern. Er beteiligt sich an einer Petition an den Rat mit der Forderung von Gleichstellung von Stadt und Land und dem Verzicht Berns auf die Waadt und den Aargau.
Die Folgen sind eine Welle von Verhaftungen und die militärische Besetzung von Thun, Interlaken und anderen Teilen des Oberlands. Mit anderen Patrioten. erhält der junge König eine Zuchthausstrafe. Im Gefängnis erkrankt er schwer. Das Urteil wird daraufhin auf strengen Hausarrest gemildert, und er verbringt sechs Monate in Bümpliz im Krankenbett. In langen Gesprächen setzt er sich mit seinem Vater, ebenfalls ein Kunstmaler, über die gesellschaftlichen Verhältnisse in seiner Heimat und die Aufgabe der Kunst in der Politik auseinander.
Doch die Krankheit nimmt einen unglücklichen Verlauf. Rudolf König stirbt im Juni 1815, erst 25-jährig, als unvollendeter Künstler.