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Die vielseitige Verwendung dieser Pflanze ist bereits im lateinischen Namen enthalten: Linum usitatissimum, was soviel heisst wie „der sehr nützliche Lein". Von der Pflanze können sowohl die Fasern in den Stängeln wie auch die Körner (Leinsamen) genutzt werden.
Die Hochblüte des Schweizer Anbaus von Lein war 1945 mit rund 230 ha. Obwohl der Anbau von Lein zur Faserproduktion bedeutender war, wurde im Kanton Waadt zu jener Zeit auch Öllein angebaut. Durch die erfolgreiche Züchtung bei anderen Ölpflanzen aber vor allem den Wegfall der Faserverarbeitung verlor der Leinanbau in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts rasch an Bedeutung. Seit 2004 wird der Leinanbau in der Schweiz mit dem Ölsaatenbeitrag unterstützt und der Anbau somit grundsätzlich gefördert. Aufgrund seiner geringen Nährstoffansprüche eignet sich Lein für extensive Anbausysteme.
Leinöl ist aufgrund seines hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ernährungsphysiologisch wertvoll.
Die Bio-Anbaufläche in der Schweiz betrug im Jahr 2008 rund 7 ha und konnte in den folgenden Jahren kontinuierlich ausgedehnt werden und beträgt mittlerweile mehr als 30 ha.