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Das Schöne am älter werden ist ein gewisses Sortieren von immer wiederkehrenden Fragen.
Lange habe auch ich darauf gehofft, in einen Himmel zu kommen. Irgendwo als der weiterleben zu können, der ich in diesem Leben bin.
Seit einigen Jahren hoffe ich nicht mehr auf dieses Leben nach dem irdischen Tod.
Denn seit einigen Jahren gehe ich davon aus, dass meine materielle Existenz lediglich die Folge eines Geschlechtsakts ist, aus der ein organisches Lebewesen entstand, das nach seinem Sterben wieder in der Erde zerfällt. Ende.
Ich bin jetzt der Ansicht, dass in meinem Körper kein unsichtbarer Chip eingeschlossen ist, den der Tod befreit, damit er sich anderswo wieder in Irgendetwas einnisten kann, um dort weiter zu leben.
In der Erinnerung derer, die mich mögen oder gar lieben, werde ich noch eine Weile verharren.
Aber das ist alles, was bleibt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass ich nicht mehr wert bin, als die Lebewesen, die nicht denken können. Falls es so etwas überhaupt gibt.
Was mich einzig und allein von einem Wurm unterscheiden könnte, wäre die Nutzung meiner Denkfähigkeit.
Doch was ist überhaupt gut daran, wenn ich denke?
Ist es gut, wenn mich meine Fähigkeit zu denken, Panzer bauen lässt?
Oder Atombomben?
NEIN !!!
Als gut wird wohl jeder beurteilen, wenn durch meine Fähigkeit zu denken, zum Beispiel ein Essen auf den Tisch kommt, von dem andere und ich essen können.
Oder wenn ich ein Medikament entwickle, durch das keine ungewollten Kinder zur Welt kommen?
NEIN !!! sagt dazu zumindest die katholische Kirche.
Lasst eure Gedanken selbst danach suchen, was für euch etwas ist, das taugt, um unser aller Leben besser, lebenswerter zu machen.