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ForscherInnen lagen falsch: Erhöhung des CO2 Ausstosses durch Klimaerwärmung viel geringer als angenommen
Natürliche und landwirtschaftlich genutzte Ökosysteme bilden einen erheblichen Speicher von Kohlenstoff, der mit dem Treibhausgas CO2 in der Atmosphäre im stetigen Austausch steht. Je nach Änderung der Umgebungsbedingungen kann die Vegetation längerfristig mehr CO2 speichern oder verlieren und so entweder die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung verlangsamen oder beschleunigen.
ForscherInnen hatten viel zu pessimistische Prognossen zur Klimaerwärmung erstellt
Bislang gab es grosse Unsicherheiten über das Verhalten der Ökosysteme bei einer Temperaturerhöhung. Entsprechend hatten einige besonders pessimistische Modell-Szenarien eine starke Beschleunigung des Klimawandels durch den CO2-Verlust der Ökosysteme bei erhöhten Temperaturen vorausgesagt. Diese Szenarien werden durch die neue Studie teilweise entkräftet.
Die Forschenden untersuchten den CO2-Ausstoss in 60 verschiedenen Ökosystemen weltweit und fanden, dass alle relativ einheitlich auf Schwankungen der Temperatur reagieren. Dieser Befund war überraschend, da zum Beispiel Savannen und tropische Regenwälder, aber auch Nadelwälder und Agrarökosysteme untersucht wurden. Insgesamt war die Erhöhung des CO2 Ausstosses bei steigender Temperatur meist weniger gross als bisher angenommen.
Daten für die Studie lieferte auch eine Wiese im solothurnischen Oensingen, wo ART seit rund zehn Jahren Klimaforschung betreibt.
Quelle: Agroscope