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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch X.
17.
Die Schüler des Arabers Monoimos sagen, der Urgrund des Alls sei der Urmensch und der Menschensohn, und die entstandenen Dinge seien, wie Moses sagt, nicht durch den ersten Menschen entstanden, sondern durch den Sohn des Menschen, und zwar nicht durch den ganzen, sondern durch einen Teil. Es sei aber der Sohn des Menschen das Jota, die Dekade, die Herrscherzahl, in der die Wesenheit der Gesamtzahl liegt, durch die jede Zahl besteht und der Ursprung des Alls, Feuer, Luft, Wasser, Erde. Er ist also ein Jota und ein Punkt, vollkommen aus dem Vollkommenen, der aufwärts steigende Punkt, hat alles in sich, was auch der Mensch, der Vater des Menschensohnes, hat; — Moses sagt nun, die Welt sei in sechs Tagen gemacht worden, dies ist in sechs Kräften, aus denen die Welt von jenem einzigen Punkte her stammt. Die Kubus' und die Oktaeder und die Pyramiden und alle derartigen Figuren, aus denen Feuer, Luft, Wasser und Erde bestehen, sind aus den Zahlen entstanden, die in jenem einfachen Punkt des Jota, im Menschensohn, eingeschlossen sind. Wenn nun Moses von dem Stabe spricht, der sich gegen Ägypten wendete, so spricht er allegorisch von den Plagen der Welt durch das Jota; auch bildete er nicht mehr als zehn Plagen. Wenn du aber, sagt Monoimos, das All begreifen willst, so frage in dir selbst, wer es ist, der spricht: meine Seele, mein Fleisch, mein Verstand, und wer jedes einzelne Ding zu dem seinigen macht, wie ein anderer die Dinge zu den seinigen; erkenne diesen als den Vollkommenen aus dem Vollkommenen, der alles, die sogenannten nichtseienden Dinge und die seienden, für sein eigen hält. Dies ist die Meinung des Monoimos.