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Urs Meier kommt nochmals zum Einsatz. Ausser Gotti Dienst (WM-Final 1966) hat noch nie ein Schweizer Schiedsrichter ein so wichtiges WM-Spiel gepfiffen.
Der 43-jährige Meier leitete an dieser Endrunde bereits die Partie Südkorea - USA, die er in den Augen der FIFA-Verantwortlichen offenbar optimal pfiff, obwohl der strenge Penalty gegen die USA da und dort Diskussionen ausgelöst hatte.
Der Besitzer eines Fachgeschäftes für Haushaltgeräte war schon 1998 in Frankreich WM-Schiedsrichter, wo er die Partien USA - Iran (Vorrunde) sowie Dänemark - Nigeria (Achtelfinals) leitete.
Überdies stand Urs Meier, der seit 1994 FIFA-Schiedsrichter ist, bei der EM-Endrunde 2000 im Einsatz und arbitrierte schon vier Champions-League-Halbfinals sowie das diesjährige Endspiel zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen. Meier wird im WM-Halbfinal vom Franzosen Frédéric Arnault und vom Tschechen Evzen Amler als Linienrichtern assistiert.
"Erfreut natürlich"
Urs Meier selber zeigte sich in einem Gespräch mit der "Sport-Information" sehr erfreut über die Nomination und sagte, dass er damit einen weiteren Höhepunkt in seiner Schiedsrichter-Karriere erreicht habe. Gleichzeitig hofft er, das Vertrauen mit einer guten Leistung rechtfertigen zu können.
Angesprochen auf die - vor allem von den ausgeschiedenen Teams - vorgebrachten Klagen über schlechte Schiedsrichter-Leistungen und die unterschwelligen Korruptionsvorwürfe sagte Meier, dass jede Leistung analysiert werde.
Meier wörtlich: "Ich möchte aber erwähnen, dass jeder Schieds- und Linienrichter versucht, die beste Leistung zu zeigen. Wie den Spielern gelingt dies aber nicht immer. Bewusst macht keiner Fehler. Dafür stehe ich ein."
swissinfo und Agenturen