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Jacquie Jacobs wurde 1956 in Toronto geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie besuchte das Ontario College of Art und verbrachte während ihres Studiums zwei Jahre in Florenz. Nach ihrem Studium und einem weiteren Jahr in London, an der St. Martin's School of Art zog es sie für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt an die Parson's School of Art in New York. Jacquies Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, London, Basel, Toronto und in Taos, Amerika, ausgestellt.
Zu Ihren neuen Arbeiten meint sie: "Diese Serie der "runby" widerspiegelt zwei meiner grossen Leidenschaften, nämlich das Malen und das Marathon-Rennen."
Die Serien zeigen hauptsächlich Landschaften sowie einige figurative Cutouts in Holz, die als Fixpunkte auf der Wand mit den zahlreichen kleinformatigen Bildern verankert sind. Die Bilder scheinen auf den ersten Blick fast zufällig gehängt zu sein. Diese Form der Präsentation gibt jedoch sehr illustrativ die flüchtigen Eindrücke wieder, die Jacquie Jacobs während des Rennens sammelt. Daher spielen die natürlichen und urbanen Landschaften in ihren Bildern eine wichtige Rolle, weniger die menschliche Figur. Ihr Fokus reicht von Details und Ansichten über Wetter- und Lichtstimmungen bis hin zur Natur in der Stadt und Stadt in der Natur.
Die "runbys" sind kleine querformatige Ölbilder auf Holz gemalt. Es handelt sich dabei um Rückerinnerungen an Stimmung, Licht und fotografisch festgehaltene Eindrücke. Die von Jacobs angewandte Technik nennt sich Alla-prima-Malerei. Dieser Begriff leitet sich von ital. prima "aufs erste" oder von prima vista "auf den ersten Blick" ab. Mit dieser recht schnellen Malweise, bei der die Künstlerin das fertige Werk schon vor Augen hat, gibt Jacobs auch die während des Rennens durch eine Landschaft oder Stadt gesammelten Eindrücke wieder. Diese Malweise zeugt von Jacquie Jakobs virtuosem malerischen Können. Sie meint dazu: "Ich wollte so meine Freude an der Bewegung sowie an der Schönheit der alltäglichen Umgebung Ausdruck verleihen." So wird der Betrachter eingebunden in diese Reise durch die Landschaften, wo er Teil dieser Streifzüge wird.
DANIEL CLÉMENT und LES MEUBLES PRÉCIEUX
Vier bis fünf seiner kostbaren Möbel verlassen pro Jahr Daniel Cléments Atelier. Etwa 700 Stunden arbeitet er jeweils an einer neuen Kreation. Cléments Intarsien sind aus bemalten und verspiegelten Glasstücken zusammengesetzt und bedecken die ganze sichtbare Oberfläche eines Möbelobjekts. Alle Glasteile schneidet er von Hand aus. Beim Weissglas wird anschliessend jedes Stück einzeln von hinten bemalt und die Fläche zuvor mit bunten Pailletten bestäubt. Dies erzeugt beim fertigen Objekt die irisierende Wirkung. Aus rohen Möbeln macht Daniel Clément elegante Designobjekte.
Seine Inspirationen holt sich Clément unter anderem aus der schillernden Welt des Varietés. Die Welt des "Lido", die Tanzkostüme mit langen Federn der berühmten "Bluebell Girls", die opulente Show aus Bühnenbild, Kostüm, der Eleganz des Lichts wie der leichten und gleichzeitig auf höchstem Niveau operierenden Unterhaltung prägten den Künstler nachhaltig. Unverkennbar bleibt der Einfluss, den «Le Lido» de Paris auf ihn ausübte. Als 18 Jähriger begann Clément dort als Türsteher an der Avenue des Champs-Élysées 78, dem ersten Domizil des 1946 gegründeten Varietés.
Seine künstlerische Welt behandelt Daniel Clément bis heute geheimnisvoll. Die selbstbewusste Präsenz seiner Möbelformen und ihre gläserne Haut mit pflanzlichen Motiven und intensiver Blumen-Farbigkeit zeigt ihn in der Tradition des französischen Art Déco.