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In den Mitgliedsländern von ACOGUATE – dazu gehört auch die Schweiz – haben interessierte Personen aus der Zivilgesellschaft die Möglichkeit, sich freiwillig in Guatemala zu engagieren. Sowohl die direkte Begleitung als auch die Öffentlichkeitsarbeit basieren auf den Prinzipien von Unparteilichkeit und Nichteinmischung. Es werden Personen und Organisationen begleitet, deren Rechte verletzt und die vom Staat nicht geschützt werden. Dazu gehören beispielsweise bäuerliche Basisorganisationen, die sich für den Erhalt ihres Landes und der natürlichen Ressourcen einsetzen, oder die Organisation der Zeuginnen und Zeugen, die vor Gericht gegen Verantwortliche der Gräueltaten während des internen bewaffneten Konflikts aussagen. Die Öffentlichkeitsarbeit besteht darin, von den Beobachtungen und Erlebnisse aus den Begleiteinsätzen zu berichten. Sie ist integraler Bestandteil des Mandats der MenschenrechtsbeobachterInnen.
Die Mindesteinsatzdauer in Guatemala beträgt 6 Monate (empfohlen: 9 Monate), mit jährlich zwei möglichen Einstiegsdaten. Vor einem Einsatz findet zuerst ein Bewerbungsgespräch mit der Projektverantwortlichen von Peace Watch Switzerland statt. Danach nimmt der/die Freiwillige an unserem viertägigen Ausbildungstraining in der Schweiz teil. Vor Ort erhält der/die Einsatzleistende eine weitere, rund zweiwöchige Ausbildung von ACOGUATE. Die Projektkoordination von ACOGUATE entscheidet danach, welchem der beiden Einsatzteams die Freiwilligen zugeordnet werden. Sehr gute Spanischkenntnisse werden vorausgesetzt, damit die Einsatzleistenden mit der lokalen Bevölkerung, den Behörden und den Projektverantwortlichen vor Ort kommunizieren können. Ein Teil der Einsatzkosten (Ausbildung in der Schweiz, Flugticket, Versicherungen) tragen die Freiwilligen selbst.