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Capri ist eine von drei Inseln im Golf von Neapel an der Westküste Italiens. Als beliebtes Ausflugsziel vor der Halbinsel von Sorrent zieht sie seit Jahrhunderten Touristen aus aller Welt an. Weltbekannt ist die beeindruckende Blaue Grotte und vielbesungen die atemberaubenden Sonnenuntergänge. Die Felseninsel hat eine Fläche von rund 10 km² und ihr höchster Punkt ist der Monte Solaro (589 m). Dank dieses «Sonnenberges» kann der kalte Wind nicht passieren, so dass auf der Insel meist das ganze Jahr über ein ausgeglichenes, mildes Klima herrscht, das für eine üppige Vegetation sorgt. Die Temperaturen fallen auch im Winter selten unter 5°C. Die idealsten Reisemonate sind April bis Juni, wenn die ganze Insel blüht und September bis Oktober, wenn nach den turbulenten Sommermonaten wieder etwas Ruhe einkehrt.
Die Insel Capri besteht aus den beiden Orten Capri (ca. 7500 Einwohner) und Anacapri (ca. 6900 Einwohner). Capri erstreckt sich zwischen Zitronenhainen an den Hängen im etwas tieferliegenden Osten der Insel. Die Häuser gliedern sich um den zentralen Platz – die Piazzetta – von dem die Hauptgeschäftsstrassen Via Roma und Via Camerella ausgehen. Vom Ort führen zwei Strassen mit vielen Spitzkehren zu den beiden Häfen Marina Grande im Norden und Marina Piccola im Süden. Der Süden des Ortes wird vor allem von Hotelanlagen geprägt und ein grosser Teil nimmt hier das monumentale Kartäuserkloster (Certosa di San Giacomo) ein.
Vom italienischen Festland aus fahren regelmässig Fährschiffe und Schnellboote nach Capri. Der malerische Hafen Marina Grande nimmt dabei die Gäste in Empfang. Mit einer Seilbahn (Funicolare) erreicht man vom Hafen aus die Piazetta di Capri im Zentrum des Ortes (offiziell Piazza Umberto I.). Wer nicht anstehen will und gut zu Fuss ist, kann das Zentrum vom Hafen aus auch über einen schmalen Stufenweg erreichen. Die Piazzetta ist ein hübscher, kleiner Platz, der tagsüber gut bevölkert ist. Es ist unterhaltsam und gemütlich zugleich, in einer der exklusiven Bars im Schatten des Uhrturmes beim «Aperitivo» zu sitzen und dem lebendigen Treiben auf dem Platz beizuwohnen.
Eine eindrucksvolle Verbindungsstrasse führt im Norden um den Monte Solaro herum in den Westen der Insel nach Anacapri. Dieser hübsche Ort besteht aus zahlreichen schattenspendenden Gassen, die zwischen den charmanten Häusern und gepflegten Gärten verlaufen. Anacapri ist ruhiger als Capri und hat bis heute einen authentischen Charakter bewahren können.
Strände sind auf Capri nur begrenzt vorhanden. Meist ist der Andrang gross und man liegt auch an den Privatstränden dicht neben den anderen Gästen. Die öffentlichen Strandabschnitte sind zwar kostenlos, dafür wird es dort meist noch enger. Bei der Marina Piccola befindet sich ein kleiner, öffentlicher Kieselstrand, der gut mit dem Bus oder in rund 45 Minuten zu Fuss vom Zentrum von Capri aus erreicht werden kann. Ein paar Badeschuhe erleichtern hier das Gehen am Strand, wobei das Liegen auf den grossen, runden Kieselsteinen recht bequem ist.
Eine der bekanntesten Attraktionen Capris ist die Blaue Grotte (Grotta Azzurra). Von der Marina Grande aus bringt ein Boot die Besucher in circa 15 Minuten zum Eingang der Grotte, wo für die Grottentour auf ein kleineres Boot umgestiegen werden muss. Am besten besucht man die Grotte am frühen Vormittag, weil der Andrang an Besuchern weniger gross ist und die besten Lichtverhältnisse in der Grotte herrschen. Auf dem Monte Tibero an der Steilküste im Osten der Insel können die Überreste der Villa Jovis besichtigt werden. Sie gehörte dem römischen Kaiser Tiberius, der hier die letzten Jahre seiner Herrschaft verbrachte.
Sehenswert in Anacapri ist der wunderschön angelegte Garten der Villa San Michele, die der schwedische Arzt und Schriftsteller Axel Munthe erbauen liess und bis 1910 dort lebte. Besonders der Panoramablick auf Capri und die Marina Grande ist einmalig und unbedingt einen Abstecher hierher wert. Eine schöne Sicht aufs Meer und die Umgebung präsentiert sich auch beim Leuchtturm Faro di Carena an der Südwestküste. Die Sehenswürdigkeiten sind alle leicht zu erreichen, da auf Capri viele Kleinbusse und Taxis verkehren, die regelmässig zu den gewünschten Zielen fahren.