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<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Zürcher Fred Mayer ist der heute weltweit bekannteste und renommierteste Fotograf der Schweiz. Nach über 65 Jahren hochqualifizierter Berufstätigkeit in der ganzen Welt hat er sich vor zwei Jahren vorgenommen, der Schweiz mit einem grossformatigen Bildband von 240 Seiten über die Bundespolitik im Bundeshaus ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Seither gelangen ihm "in Fronarbeit" und motiviert vom Willen, der Schweiz und den Schweizern einen einzigartigen Einblick in die Innenansicht der Bundespolitik zu verschaffen, Hunderte von teilweise fantastischen Bildern.</p><p>Nun fehlen ihm noch Bilder vom Alltag der sieben Bundesräte. Trotz einem sehr schönen Empfehlungsschreiben des Bundespräsidenten scheint sich der Vizekanzler dem Zugang Mayers zu den Bundesräten zu widersetzen, was Mayer zur Verzweiflung treibt und das Gelingen seines als Legislaturwerk verstandenen Kunstwerks ganz infrage stellt.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Weshalb widersetzt sich der Vizekanzler der Vollendung eines Kunstwerkes, das der Bundespräsident seinen Kolleginnen und Kollegen empfiehlt?</p><p>2. Ist er sich bewusst, dass in seinem Namen das heimatliche Schaffen eines Weltstars, um dessen Arbeit sich die Regierungen anderer Länder reissen, behindert wird?</p><p>3. Ist er bereit, ohne weitere Umstände Fred Mayer Zugang zu seinen öffentlichen Auftritten und Engagements zu verschaffen, sodass er in seinem Bildband über die Bundeshausinsassen neben der Arbeit der Weibel, Chauffeure, Portiers, Schutzleute, der um das leibliche Wohl bemühten Frauen und Männer sowie der Legislative auch diejenige der Regierung berücksichtigen kann?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Der Bundesrat antwortet auf diese Fragen wie folgt:</p><p>1. Der Vizekanzler und Bundesratssprecher hat sich dem Projekt des Fotografen nicht entgegengesetzt. Im Gegenteil hat er bewirkt, dass er an zahlreichen Veranstaltungen, die nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich waren, teilnehmen konnte. So konnte der Fotograf sozusagen in den Kulissen die Bundesratswahl mitverfolgen, den Beginn mehrerer Bundesratssitzungen fotografieren, die Treffen der amtierenden mit den ehemaligen Bundesrätinnen und Bundesräten dokumentieren, fotografieren, wie der Bundespräsident an der Museumsnacht die Besucherinnen und Besucher begrüsste, am Anfang der Von-Wattenwyl-Gespräche dabei sein, an einer Veranstaltung mit der ausländischen Presse auf dem Landsitz Lohn teilnehmen, an den Fototerminen auf der Bundesratsreise zugegen sein, das Innere des Von-Wattenwyl-Hauses und die Untergeschosse des Bundeshauses West ablichten.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Auffassung, er habe dem Fotografen umfassend Gelegenheit gegeben, seine Arbeit zu verrichten. Die Gründe für seine Schwierigkeiten liegen woanders; so stellt der Bundesrat beispielsweise fest, dass sich die ursprünglich für die Verwirklichung des Projekts vorgesehenen Autorinnen und Autoren davon zurückgezogen haben.</p><p>3. Der Bundesrat wird Fred Mayer für die Fortsetzung seiner Arbeiten keine weiteren Erleichterungen mehr gewähren. Die Bundeskanzlei hat ihm dies im Namen aller Departemente, auch des Präsidialdepartementes, mit Schreiben vom 3. Mai 2013 mitgeteilt. Festzustellen ist, dass sich auch die Parlamentsdienste gegen eine Verlängerung von Fred Mayers Zugangsrecht ausgesprochen haben.</p></text>