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Zwei Wochen nach der Eskalation der Gewalt in Nordostsyrien sind Tausende Kinder und Familien nach wie vor in grösster Not. Unsere Länderdirektorin äussert sich zur aktuellen Situation.
28.10.2019
Sonia Khush, Länderdirektorin von Save the Children Syrien, äussert sich zu den Geschehnissen:
"Die humanitären Bedürfnisse der Tausenden von Menschen, die seit dem 9. Oktober in Nordostsyrien vertrieben wurden, sind unterschiedlich und akut – sie reichen von einfachen Unterkünften bis hin zu sauberem Wasser und Lebensmitteln. Heute sind mehr als 74.000 Kinder aus ihren Häusern vertrieben, viele leben in Schulen, verlassenen Gebäuden oder sogar Zelten, die auf offenen Feldern aufgestellt werden.
Es gibt fünf Hauptlager für Vertriebene, in denen Dutzende von Nationalitäten leben, darunter Syrer, Iraker und andere Ausländer, die fast ausschliesslich auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. In einigen der Lager leben Zivilisten, die in den letzten zwei Wochen vertrieben wurden, was einen grossen Druck auf die ohnehin schon überlasteten Ressourcen und müden Bevölkerungen ausübt.
Neben einer dauerhaften Einstellung der Feindseligkeiten ist die freie und ungehinderte Freizügigkeit von Zivilisten und Hilfskräften in Nordostsyrien heute der einzige Weg, um eine umfassende humanitäre Krise zu vermeiden."
Save the Children in Syrien
Save the Children und Partner arbeiten in Syrien weiterhin unermüdlich daran, syrische Kinder und Familien zu erreichen, die in ihrem Land vertrieben wurden. Unsere humanitären Teams und Partner im Libanon, Jordanien, Ägypten, Irak und in der Türkei sind auch in Lagern und Aufnahmegemeinden präsent und versorgen syrische Flüchtlinge und gefährdete Kinder aus diesen Aufnahmegemeinden mit Nahrungsmitteln, Unterkünften, Wasser und sanitären Einrichtungen sowie mit Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Kinderschutzmassnahmen.
Bis heute haben wir 2,8 Millionen Syrer, darunter 1,9 Millionen Kindern, mit einem breiten Spektrum an Hilfe erreicht.