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Mit sechs Regeln zum Erfolg
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Dieter Haas
Das Tracker-Zertifikat WOMEN setzt auf Frauen Power, da eine grössere Geschlechterdiversität auf Vorstandsebene oder im Topmanagement sektorbereinigt höhere Aktienerträge verspricht.
Bei den meisten Firmen, die im Dow Jones Industrial Index vertreten sind, besteht die Geschäftsleitung oder der Verwaltungsrat aus mindestens zwei Frauen. Europa hinkt dem Trend hinterher. Ausser in Grossbritannien und Skandinavien sind sie im Top-Kader eher selten. Dies erstaunt. So liess sich während der Finanzkrise beobachten, dass Unternehmen, die von Frauen geleitet werden, viel zurückhaltender agiert haben. Eines steht nicht zur Diskussion: Frauen als Top-Manager führen mindestens genauso gut wie Männer. Gemäss einer Untersuchung der Credit Suisse weisen Unternehmen mit grösserer Geschlechterdiversität auf Führungsebene sektorbereinigt höhere Aktienerträge auf. Ferner zeigt es sich, dass im Allgemeinen Unternehmen mit einem grösseren Frauenanteil auf Vorstandsebene oder im Topmanagement höhere Eigenkapitalrenditen, höhere Bewertungen und höhere Gewinnausschüttungsquoten haben. Diese Überlegungen führten im Jahre 2011 zur Lancierung des Tracker-Zertifikates WOMEN. Mit einem Kauf des endlos laufenden Partizipationsproduktes können Anleger an Unternehmen partizipieren, bei denen Frauen im Top-Management eine wichtige Rolle spielen.
«Unternehmen mit Geschlechterdiversität auf Führungsebene weisen höhere Aktienerträge auf.»
Regelbasierte Titelauswahl
Die jährlich durchgeführte Selektion unterliegt strikten Regeln. So muss die Firma in einem globalen Index enthalten sein, einen Börsenkapitalisierungsfilter passieren und über ein ausreichendes Handelsvolumen besitzen. Zentral ist die Auflage, dass eine Frau das Amt des CEO oder Verwaltungsratspräsidenten seit mindestens zwei Jahren innehält. Die Kontinuität bei der Ausübung der Funktion ist somit ein wichtiges Kriterium. Danach werden die zwölf Aktien mit der höchsten Ausschüttungsrendite ausgewählt. Es werden allerdings nur Titel berücksichtigt, die während der letzten drei Jahre eine positive Ausschüttungsrendite aufwiesen. Durch eine Länder- und Branchenbeschränkung auf 25% des Basket-Anteils wird ferner das Entstehen von Klumpenrisiken verhindert. Last but not least sichert eine Börsenplatzrestriktion die ungehinderte Handelbarkeit. Mit den genannten Regeln gelingt es, langfristig eine Überrendite zu erzielen. Wegen der stärkeren Betonung der klein- und mittelgrossen Unternehmen im Basket können temporär negative Abweichungen zum Weltaktienindex auftreten. Dasselbe gilt auch für die bewusst gewählte Länderbeschränkung von 25% der USA im Basket im Vergleich zu ihrem Gewicht in den globalen Indizes. Ungeachtet dieser Differenzen zum klassischen, börsenkapitalisierungsgewichteten Weltaktienindex sind die kurz- und langfristigen Perspektiven vielversprechend. Nach einer Durstrecke 2014/15 und einer indexparallelen Entwicklung 2015/16 knüpft das Tracker-Zertifikat seit dem letzten Rebalancing im Juni, bei der mit Ems-Chemie erstmals auch ein Schweizer Titel Unterschlumpf gefunden hat, wieder an die positiven Zeiten in den ersten Jahren seines Bestehens an. Für die kommenden Monate darf mit einer Fortsetzung des positiven Trends gerechnet werden.