Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/117332

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Hinblick auf seine Botschaft zur zukünftigen Energiepolitik einen Bericht zum Ersatz von Elektroheizungen vorzulegen, in dem folgende Aspekte untersucht werden:</p><p>1. die Anzahl der Elektroheizungen in der Schweiz; dabei soll zwischen Heizungstypen, Radiatoren und Bodenheizungen unterschieden werden; zudem soll unterschieden werden, ob die Heizung bei einer natürlichen oder einer juristischen Person installiert ist;</p><p>2. das jeweilige Energieeinsparungspotenzial beim Ersatz von Elektroheizungen durch Wärmepumpen oder durch Biomasseheizungen;</p><p>3. eine Schätzung der Kosten, die durch den Ersatz von Elektroheizungen entstehen, und eine Beurteilung der Massnahmen, die vorgesehen sind, um Eigentümerinnen und Eigentümer dabei zu unterstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zu den Elektroheizungen gibt es zahlreiche Untersuchungen. An dieser Stelle sei insbesondere auf den von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz S.A.F.E. im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) verfassten Bericht "Elektroheizungen, Massnahmen und Vorgehensoptionen zur Reduktion des Stromverbrauches" hingewiesen, welcher am 30. Oktober 2009 veröffentlich wurde.</p><p>1. Wie dem erwähnten Bericht namentlich zu entnehmen ist, handelt es sich bei mehr als 50 Prozent der Elektroheizungen um Zentralheizungen. Konkret bedeutet dies, dass diese Elektroheizungen grundsätzlich leicht durch eine erneuerbare Energiequelle ersetzt werden können. Weiter handelt es sich bei den Elektroheizungen in weniger als 10 Prozent der Fälle um Bodenheizungen. Auch befinden sich mehr als 75 Prozent der Elektroheizungen in Einfamilienhäusern.</p><p>2. Die Energiesparpotenziale werden klar quantifiziert und sind bedeutend: In der Schweiz werden 235 000 Wohnungen ausschliesslich mit elektrischer Energie beheizt (ohne die Wärmepumpen). Diese Heizungen verbrauchen jährlich etwa 3000 Gigawattstunden, was mindestens der Produktion des Kernkraftwerks Mühleberg entspricht und mindestens 5 Prozent unseres Endverbrauchs an Elektrizität. Dazu kommen 2300 Gigawattstunden für die elektrische Erzeugung von Brauchwarmwasser.</p><p>3. Die geschätzten Kosten für den Ersatz der Elektroheizungen und eine Liste der möglichen Massnahmen zur Unterstützung der Eigentümer sind ebenfalls im erwähnten Bericht zu finden. Es geht vor allem um die Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums für den Ersatz der Elektroheizungen. Verfügbar ist auch eine zusammenfassende Tabelle der Kosten für den Ersatz einer Elektroheizung. Geschieht der Ersatz mit einer Wärmepumpe, wird mit einer Grössenordnung von 25 000 Franken gerechnet.</p><p>Im erwähnten Bericht sind somit zu allen Fragen im Zusammenhang mit der Elektroheizung ausführliche Antworten enthalten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.