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Nein, wegen Alex Wilson habe er den Club nicht gewechselt, beteuert Silvan Wicki, der seit zwei Jahren für den BTV Aarau statt für die LAS Old Boys startet: «Der Alex ist der Alex und ich bin ich. Wir sind zwei verschiedene Athlethen. Das hat nichts miteinander zu tun.»
Ihm hätten verschiedene Dinge bei den Old Boys nicht mehr gepasst. Auch habe es ihm ein wenig an der nötigen Wertschätzung gefehlt. Ein wichtiger Grund für den Wechsel war aber die Arbeit mit Patrick Saile, der 2016/17 Sprinttrainer beim BTV Aarau war, ein deutschter Sportwissenschaftler. Dieser habe ihn entscheidend weitergebracht, erklärt Silvan Wicki: «Er hat mich vor allem im Kraftbereich besser gemacht und dank der Arbeit an technischen Details geholfen, meine Kraft besser auf den Boden zu bringen.»
Besser in Form denn je
Wie gut Silvan Wicki zur Zeit in Form ist, zeigen die neusten Zeiten: ein Allzeitrekord über 150 Meter (15,05 Sekunden), neue persönliche Bestzeit über 200 Meter (20,45 Sekunden) sowie eine neue persönliche Bestzeit über 100 Meter (10,11 Sekunden).
Umso bedauerlicher, dass wegen des Corona-Virus so gut wie alle internationalen Wettkämpfe dieses Jahr ausfallen, inklusive die Olympischen Spiele in Tokio. Wicki nimmt's gelassen: «Ich definiere mich nicht nur über die Olympischen Spiele. Wenn ich einmal meine Karriere beenden werde und nicht an den Olympischen Spielen gewesen sein sollte, werde ich nicht sagen, ich hätte eine gescheiterte Karriere gehabt.»
Schweizermeisterschaften als Saisonziel
Das wichtigste Ziel für dieses Jahr bleiben für Silvan Wicki deshalb die Schweizermeisterschaften. Immerhin: Da Alex Wilson verletzt ist, ist Silvan Wicki der heisseste Anwärter für die Goldmedaillen über 100 und 200 Meter.