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Der Löwe wird von den meisten Wissenschaftlern in zwölf verschiedene Unterarten unterteilt, die praktisch ausnahmslos in Afrika vorkommen. Nur der Asiatische Löwe ist eine Unterart, die in Asien vorkommt. Dieser Löwe bewohnte vor rund 2000 Jahren ein Verbreitungsgebiet, welches von Bulgarien und Griechenland bis nach Indien reichte. Heute kommen diese Löwen nur noch im Gir-Nationalpark im indischen Bundesstaat Gujarat vor. Asiatische Löwen sind etwas kleiner als ihre afrikanischen Verwandten. Sie unterscheiden sich zudem durch eine längsseitige Hautfalte am Bauch, die den Afrikanern fehlt. Im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Unterarten sind die Mähnenhaare des männlichen Asiatischen Löwen eher kurz. Ausserdem unterscheiden sich Afrikanische und Asiatischen Löwen durch geringfügige Unterschiede in der Schädelstruktur. Der Asiatische Löwe war 1913 praktisch ausgerottet. Der Herrscher von Gujarat, damals selber ein Grosswildjäger, stellte die letzten 20 Tiere im Gir-Wald unter Schutz. 1955 verbot Indien die Löwenjagd. Zehn Jahre später wurde im Gir-Wald ein 1412 Quadratkilometer grosses Schutzgebiet für die Asiatischen Löwen geschaffen. Inzwischen liegt der Bestand bei über 500 Tieren. Dies bedeutet für das doch relativ kleine Schutzgebiet eine massive Überpopulation. Löwen sind daher auch ausserhalb des Reservates zu finden, wo es häufig zu Konflikten mit den Menschen kommt. Der Zoo Zürich unterstützt seit einigen Jahren ein Projekt, in Indien ein zweites Schutzgebiet einzurichten, damit überzählige Tiere umgesiedelt werden können.