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(rh) Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, muss diese auch in Stand halten. Es zahlt sich nicht aus, den laufenden und regelmässigen Gebäudeunterhalt zu vernachlässigen. Im Gegenteil: Zum einen verliert eine schlecht gepflegte oder gar heruntergekommene Immobilie an Wert, zum anderen können Schäden auftreten, deren Kosten viel höher sind als die «gesparten» Unterhaltskosten.
Machen Sie Rücklagen
Den meisten Eigentümern von Häusern und Wohnungen ist klar, dass sie Geld für den Gebäudeunterhalt auf die Seite legen sollten. Trotzdem tun es nicht alle - obwohl die Ausgaben für den laufenden Unterhalt und die Nebenkosten Teil der Tragbarkeitsberechnung der Banken waren, als sie ihre Hypothek beantragt hatten. Die Banken rechnen für den Gebäudeunterhalt mit einem Prozent des Kaufpreises pro Jahr, wenn das Haus oder die Wohnung neu oder frisch renoviert und tadellos in Schuss ist. Das sind 6000 Franken jährlich oder 500 Franken monatlich, wenn Ihr Traumhaus oder Ihre Traumwohnung 600'000 Franken gekostet hat. Dieses Prozent teilt sich in Nebenkosten sowie laufenden Gebäudeunterhalt (zwei Drittel) und grössere Anschaffungen sowie Renovationen (ein Drittel) auf.
Ein Konto für die Rücklagen
Am einfachsten überweisen Sie die Rücklagen für den Gebäudeunterhalt jeden Monat mit einem Dauerauftrag auf ein eigens dafür eröffnetes Konto. Dann haben Sie das Geld zur Verfügung und nicht nur budgetiert, falls Sie etwas reparieren lassen oder ersetzen müssen. Am Anfang werden Sie Geld anhäufen. Ab dem 10. Jahr werden Sie es für Unterhaltsmassnahmen benötigen (siehe Tabelle «Lebensdauer»).
Als Alternative können Sie zwei Drittel der Rücklagen (kurzfristiger Unterhalt) auf Ihr bestehendes Konto einzahlen und ein Drittel (langfristiger Unterhalt) zur Amortisation dazuschlagen und indirekt zurückstellen. Wenn grosse Anschaffungen oder Reparaturen anstehen, erhöhen Sie die Hypothek um die Investitionskosten. Sie riskieren allerdings, dass Ihre Bank die Hypothekarerhöhung ablehnt oder die Amortisationszahlungen erhöht, weil sie die Liegenschaft tiefer bewertet oder weil Sie weniger verdienen als beim Abschluss der ursprünglichen Hypothek.