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Der Mercer CFA Institute Global Pension Index wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal veröffentlicht. Wie bei anderen internationalen Vergleichen der Vorsorgesysteme verliert auch hier die Schweiz an Boden. Dazu wird ausgeführt:
Die Schweiz ist um einen Rang auf Platz 12 abgerutscht, obwohl sich der Gesamtindexwert von 66.7 auf 67 verbessert hat. Zurückzuführen ist dies auf die Aufnahme zweier weiterer Länder in diesem Jahr, von denen Israel nun vor der Schweiz rangiert. Mit 40.8 Punkten markiert Thailand das Schlusslicht des Index.
In den einzelnen Unterkategorien erhalten die Niederlande die höchste Punktzahl im Bereich Angemessenheit (81.5; verglichen mit 59.5 für die Schweiz), Dänemark im Bereich Nachhaltigkeit (82.6; verglichen mit 64.2 für die Schweiz) sowie Finnland im Bereich Integrität (93.5; verglichen mit 83.1 für die Schweiz). Die niedrigsten Punktzahlen erhielten Mexiko für Angemessenheit (36.5), Italien für Nachhaltigkeit (18.8) und die Philippinen für Integrität (34.8).
«Die Schweiz hat ein gutes Rentensystem, dass auf bewährte öffentliche und berufliche Säulen setzt. Gleichzeitig sind Einzelpersonen angehalten, eine aktive Rolle bei der Gestaltung ihrer späteren Renteneinkommen zu übernehmen», kommentiert Ivan Guidotti, Investment Manager bei XO Investments und Committee Chair bei CFA Society Switzerland. «Aber auch für die relativ wohlhabende Schweiz und ihre stabile Volkswirtschaft zeigt der Index Massnahmen auf, die getroffen werden müssen, um sicherzustellen, dass unser Rentensystem nachhaltig leistungsfähig bleibt. Dazu gehören z. B. die schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters.»
Weitere Massnahmen, die im Report genannt werden, sind die Reduzierung der Haushaltsverschuldung, die Erhöhung der Hauseigentümerquote und die Senkung vorzeitiger Mittelabflüsse durch Begrenzung des Zugangs zu den Ersparnissen vor Renteneintritt.
«Die Tatsache, dass die Schweiz im Bereich Angemessenheit unter dem Länderdurchschnitt liegt, zeigt, dass mehr getan werden muss, um die Renteneinkünfte von Einzelpersonen zu verbessern. Mit einer robusten ersten und von weiten Teilen der Bevölkerung genutzten dritten Säule, zeigen sich vor allem in der zweiten Säule zunehmend Schwächen. Treiber sind die steigende Lebenserwartung, die Negativzinsen und die deutliche Umverteilung von Aktiven zu Rentnern», so Tobias Wolf, Head Advisory bei Mercer Schweiz.
«Viele Pensionskassen haben damit die Leistungen für neue und zukünftige Rentner in den letzten Jahren deutlich reduziert. Wir sehen aber noch immer ungenutztes Potenzial zur Leistungsverbesserung bei vielen Kassen durch eine effizientere und renditestärkere Anlagestrategie. Bessere Renditen sind der Schlüssel zu besseren Leistungen: Ein um nur 1 Prozent pro Jahr höherer Zinssatz über das gesamte Erwerbsleben eines Mitarbeitenden hinweg führt zu einer um etwa 20 Prozent höheren Rente.»