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Bestechend durch seine Authentizität - von einer der letzten Zeitzeugen.
Herbst 1941: Als die Deutschen die Niederlande besetzen, geraten die neunjährige Annie und ihre Schwester in grosse Gefahr - weil sie Juden sind. Hilfreiche Bauern verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden. Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge und sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung - und fürchten sich vor dem Entdecktwerden.
Johanna Reiss, 1932 als Johanna (Annie) de Leeuw im niederländischen Winterswijk geboren, erzählt in ›Und im Fenster der Himmel‹ ihre eigene Lebensgeschichte. Ihre Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs wollte sie eigentlich nur für ihre beiden Töchter zu Papier bringen. "Ursprünglich dachte ich, das habe ich in einer Woche geschafft", meinte sie. "Erst, als ich anfing zu schreiben, merkte ich, an wie viel ich mich erinnerte, an Dinge, über die ich niemals gesprochen hatte, weil sie zu weh taten."
Das Buch wurde zu einem grossen, unter anderem mit der Newbery Honor und dem Buxtehuder Bullen ausgezeichneten Erfolg; zwei weitere Bände mit Erinnerungen sind seitdem gefolgt. Die ehemalige Lehrerin lebt in New York und spricht bis heute regelmässig als Zeitzeugin vor Schülern auf der ganzen Welt.