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Das Wichtigste in Kürze
- Der Kampf um die Region Bergkarabach ist in jüngster Zeit wieder entfacht.
- Armenien und Aserbaidschan bekämpfen sich schon seit geraumer Zeit um diese Region.
- US-Aussenminister Antony Blinken versuchte nun die Wogen zu glätten
Nach dem Aufflammen der Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach haben sich die USA eingeschaltet. US-Aussenminister Antony Blinken sprach am Freitag mit Aserbaidschans Präsidenten Ilham Alijew und mit dem armenischen Ministerpräsident Nikol Paschinjan. Das verkündete sein Ministerium in Washington in zwei separaten Mitteilungen.
Er habe auf einen «direkten Dialog» zwischen Armenien und Aserbaidschan gedrängt, um Fragen im Zusammenhang mit dem Bergkarabach-Konflikt zu lösen. In der Mitteilung zum Gespräch mit Alijew hiess es zusätzlich, Blinken habe zur Deeskalation aufgerufen.
Die aserbaidschanische Armee hatte am vergangenen Mittwoch die Eroberung mehrerer Höhenzüge in der Region im Südkaukasus gemeldet. Hinzu kam noch die Tötung armenischer Kämpfer. Armenien warf dem Nachbarn einen Verstoss gegen die seit Ende 2020 geltende Waffenruhe vor.
Die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach wurde zu Sowjetzeiten Aserbaidschan zugeschlagen. Nach Auflösung der Sowjetunion erklärte sich Bergkarabach als «Republik Arzach» für unabhängig von Baku und wurde dabei von Eriwan unterstützt.
Waffenruhe schon mehrfach gebrochen
Der Krieg endete 1994 – vorläufig mit einem Sieg Armeniens. International wurde die Unabhängigkeit der «Republik Arzach» jedoch nicht anerkannt. 2020 eroberte Aserbaidschan in einem Revanchekrieg grosse Teile Bergkarabachs zurück.
Beim Abschluss des Waffenstillstandes musste Armenien grosse territoriale Zugeständnisse machen. Seither ist Bergkarabach für Armenien auch nur über einen von russischen Friedenstruppen überwachten Korridor zu erreichen. Die Waffenruhe wurde allerdings seither schon mehrfach gebrochen.