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Das Geschäft läuft auch dieses Jahr gut an der Art Basel: Schon am Montag, dem ersten Tag, sind mehrere Objekte im Wert von je über einer Million Dollar verkauft worden. Die fettesten Brocken gehen auf das Konto der weltweit tätigen Schweizer Galerie Hauser & Wirth.
Die in Zürich ansässige Galerie für zeitgenössische Kunst verkaufte das Werk «Composition» (1969) von Joan Mitchell für 14 Millionen Dollar an eine Sammlung in Europa, «The Three Graces» (1974) von Louise Bourgeois für 4.75 Millionen Dollar und «Untitled» (1963) von Mira Schendel für 1.2 Millionen Dollar.
Aber auch andere Galerien meldeten Millionenverkäufe: Die New Yorker Pace Gallery verkaufte ein Werk von David Hockney («Chrysanthemus», 1996) für 2.5 Millionen Dollar, die Londoner Galerie Thaddaeus Ropac ein Werk von Robert Rauschenberg («Ruby Re-Run», 1978) für 1.45 Millionen britische Pfund an ein europäisches Museum und «Death Star II» (2017/2018) von Robert Longo für 1.5 Millionen Dollar ebenfalls an ein europäisches Museum.
Weitere Verkäufe in Millionenhöhe machten nach Angaben von Art-Basel-Kommunikationschefin Dorothee Dines die Berliner Galerie Sprüth Magers und die New Yorker Galerie David Zwirner.
Hauser & Wirth kassierte auch am Dienstag allein mit zwei Werken 4.1 Millionen Dollar - sie stammen von Mark Bradford und Francis Picabia. Weitere Millionenverkäufe tätigten die Galerien Long March Space (Peking), Almine Rech Gallery (Brüssel), Thaddaeus Ropac (London) und Michael Werner Gallery (New York).
Am Mittwoch verkauften die Galerien Applicat-Prazan (Paris) und Xavier Hufkens (Brüssel) Werke von Georges Mathieu («Hommage au Connetable de Bourbon», 1959) und Paul McCarthy («Luncheon on the Gradd», 2015-18) für 2 Millionen Euro und 1, 5 Millionen Dollar. Das Werk von Mathieu ging an einen privaten Sammler.
Zufrieden mit ausgeglichenem Geschäft
Allerdings seien dies nicht alle Verkäufe, die seit Montag stattgefunden haben, betont Dines gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Galerien teilten nicht alle ihre Verkäufe mit. Klar erkennbar sei aber, dass Galerien aus allen Marktsegmenten bisher gut verkauft haben. Und das sei für die Art Basel sehr wichtig.
Am Montag und Dienstag besuchten laut Dines namhafte private Sammler aus Europa, Nord- und Lateinamerika und Asien sowie Vertreter und Gruppen von Museen und Kunstinstitutionen aus der ganzen Welt die Art Basel. Darunter seien Vertreter des Centre Pompidou, Paris, gewesen sowie vom National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul, ausserdem von den Serpentine Galleries in London und vom Solomon R. Guggenheim Museum in New York.
Die Art Basel 2018 startete am Dienstag und Mittwoch mit den «Private Days» für ausgewähltes Publikum und nur mit Einladung sowie der Vernissage am Mittwoch. Seit Donnerstag ist die Kunstmesse an den so genannten «Public Days» für alle zugänglich. Sie dauert noch bis Sonntag.
Hoteliers machen Kasse
Danach dürften die Hotelpreise in der Stadt am Rhein wieder purzeln: Zentral und auch am Wasser gelegene Häuser schlagen nämlich mindestens die Hälfte auf den Normalpreis drauf oder verlangen sogar doppelt soviel für eine Nacht. Das zeigt ein Vergleich im Internet.
Die Zimmerauslastung der baselstädtischen Hotels erreichte an den ersten beiden - nichtöffentlichen - Art-Basel-Tagen mit durchschnittlich bis zu 97 Prozent denn auch den höchsten Wert, wie Tourismus Basel, gestützt auf Daten des Statistischen Amtes, schreibt. So war es jedenfalls im vergangenen Jahr. Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor.
Die Zimmerauslastung sei nicht maximal, schätzt Hotelier-Verein-Präsident Felix Hauser für dieses Jahr. Sie sei vergleichbar mit 2017 und vorher. Allerdings erfolgten Buchungen neuerdings kurzfristiger. (sda)