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Im Konkubinat lebende Personen können frei entscheiden, wie sie ihr eigenes Vermögen verwalten. Sie sind nicht verpflichtet, sich an gemeinsamen Ausgaben zu beteiligen oder einander bei Schwierigkeiten zu unterstützen.
Die Partner entscheiden gemeinsam über die Verwaltung ihres gemeinsamen Vermögens und über ihre jeweiligen Beiträge.
Die Konkubinatspartner haften nicht für die Schulden des anderen.
Wenn beide Partner zusammen ein Darlehen aufnehmen, kann die Bank die vollständige Rückzahlung von nur einem Partner verlangen. Dieser muss sich dann mit dem anderen selbst arrangieren.
Wenn einer der Partner dem anderen Geld vorschiesst, sollte in einem schriftlichen Beleg vermerkt werden, dass es sich dabei um ein Darlehen handelt. Andernfalls kann dieser Vorschuss als Schenkung betrachtet werden.
Die Konkubinatspartner werden getrennt veranlagt, was gegenüber einem verheirateten Paar finanziell von Vorteil sein kann. Allerdings ändern der Bund und die Kantone schrittweise ihre Gesetzgebung, um diese Benachteiligung der verheirateten Paare abzuschaffen.
Gesetzlich gesehen können sich die Konkubinatspartner nicht gegenseitig beerben. Damit der Konkubinatspartner nicht vom Erbe ausgeschlossen ist, muss er im Testament bzw. im Erbvertrag bedacht werden. Wer ein Testament verfasst, muss allerdings auch die geschützten Erben und Erbinnen berücksichtigen (Pflichtteile).
Die Erbschaftssteuer ist für Konkubinatspartner bedeutend höher als für Ehegatten.
Aktualisiertung 02.05.2016