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Nach dem Verkauf eines Grossteils seiner Schweizer Aktivitäten hat der Westschweizer Medienkonzern Edipresse im letzten Geschäftsjahr seinen Verlust reduziert. Unter Ausklammerung der verkauften Geschäftsteile betrug der Verlust 6,2 Millionen Franken.
Im Vorjahr hatte der Verlust 29,6 Mio. Franken betragen. Werden die an die Zürcher Tamedia verkauften Aktivitäten mitberücksichtigt, erzielte Edipresse einen Gewinn von 30,6 Mio. Franken (Vorjahr: -32,3 Mio. Franken).
Der Umsatz im fortgeführten Geschäft - also ohne die an Tamedia verkauften Medientitel - stieg um 0,9 Prozent auf 180,2 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) betrug 2 Mio. Franken, nach einem Verlust von 24,1 Mio. Franken im Vorjahr.
Edipresse konzentriert sich neu auf Magazine in Osteuropa, Asien und in der Schweiz sowie auf Immobilien. Auch im Internet will der Konzern verstärkt tätig werden.
Barzahlung und Aktienpaket
Wie Edipresse und Tamedia am Freitag in separaten Mitteilungen bekannt gaben, werden die Schweizer Geschäfte der Edipresse (PPSR) bereits in den kommenden Monaten mit Tamedia zusammengeschlossen, und zwar gegen eine Barzahlung von zwischen 270 und 330 Mio. Franken sowie zusätzlich 250'000 Tamedia-Aktien. Ursprünglich war dies erst auf Anfang 2013 vorgesehen.
Tamedia hatte im letzten Jahr 49,9 Prozent an PPSR übernommen und besitzt mittlerweile eine knappe Mehrheit. Zu PPSR gehören unter anderem Zeitungstitel wie "Le Matin" und "24 heures".
Der Zusammenschluss erfolge früher als ursprünglich geplant, um möglichen Interessenskonflikten vorzubeugen, erklärte der Präsident von Edipresse, Pierre Lamunière. Die Unternehmenszahlen bezeichnete er als "eine sehr gute Nachricht". Die Schulden seien von 166 Mio. Franken "auf null" reduziert worden.