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Detail
LÜDI, Werner
* Poschiavo, 22.04.1936, † Malans GR, 21.06.2000; Single reed aerophones, Alto saxophone, Baritone saxophone, Saxophone, Special sound effects
Seine musikalische Entwicklung begann in Hamburg: 1962 spielte er in der Band von Gunter Hampel (vib), eines massgebenden Repräsentanten der deutschen Free-Jazz-Bewegung.
Durch Schwierigkeiten entmutigt, kehrte er 1966 in die Schweiz zurück, wurde erfolgreicher Werbetexter und fand erst 1981 mit Sunnymoon . Stephan Wittwer (g), Leon Francioli (b) und Fredy Studer (dr) . am Jazzfestival in Willisau zur improvisierten Musik zurück. In seinen Bands spielten später Leute wie der Bieler Saxophonist Hans Koch, die Drummer Timo Fleig, Dieter Ulrich und Mani Neumeier, der Gitarrist Wädi Gysi, der Bassist Mich Gerber. Der Saxophonist musizierte auch mit Musikern wie den Bassisten Peter Kowald und William Parker, der tuwinischen Obertonsängerin Sainkho Namtchylak und auch mit Peter Brötzmann. Gegen Ende seines Lebens erlebte man den wilden Musiker immer nachdenklicher, lyrischer. Seine letzten Tonträger überzeugten manchen Kritiker von den musikalischen Talenten des Aussenseiters.
Auch als sprachgewandter Erzähler hat sich Werner Lüdi v.a. in der WoZ einen Namen erschrieben. Für seinen Reisebericht "From Russia with Laugh" wurde er 1999 mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet.
[Nick Liebmann]