Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/2316

Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
17. Februar 2000 bis 30. Juni 2005 und 16. Januar 2010 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 249 (196 NLA/21 NLB/23 Cup/6 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 13 (10 NLA/2 UI-Cup/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. März 2000 beim 3:1-Sieg im Cup-Achtelfinal in Sion.
Schweizer Meister 2000. -- Daniel Imhof wurde von Marcel Koller, der schon sein erster Trainer im FC Wil war, zum FCSG geholt. -- Der Kanada-Schweizer war die vorletzte Ergänzung auf dem Weg zum Meistertitel. -- Zu Beginn in der Startformation, wurde Imhof ein paar Wochen später von Guido verdrängt.
In der zweiten Saison erarbeitete er sich schliesslich den Stammplatz. -- Innerhalb des St. Galler Europacup-Triumphs gegen Chelsea hat Imhof ungewollt besondere Beachtung gefunden: bei einem Tackling mit dem Kanada-Schweizer brach sich Roberto Di Matteo mehrfach das Schien- und Wadenbein und musste seine Karriere beenden. -- Im Juli 2001 war Imhof selbst im Verletzungspech, zog sich erst eine Bänderverletzung im Sprunggelenk und Muskelfaserriss zu, im Training vor seinem Comeback einen Fussgelenkbruch. -- Danach machte sich der Rackerer unentbehrlich. -- Marcel Koller soll bereits versucht haben, Imhof zu den Grasshoppers und zum 1. FC Köln zu holen. -- Als unser Meistertrainer beim VfL Bochum begann, konnte Koller Imhof doch verpflichten -- Imhof war inzwischen Captain der Espen und Teamstütze, kurz vor Saisonbeginn klappte es aber mit der Unterschrift in Bochum.
Daniel Imhof kehrte im Januar 2010 zurück, als er in Bochum unter Trainer Heiko Herrlich (Koller wurde inzwischen entlassen) kaum berücksichtigt wurde. -- FCSG-Trainer Uli Forte freute sich über die Erfahrung aus der Bundesliga und die Härte, die er aus Deutschland mitbringe. -- Imhof war bald ein Teamleader, und gehörte in der unglücklichen Saison 2010/2011 zu den Spielern, die am heftigsten gegen den Abstieg kämpften. -- Nach dem Abstieg 2011 löste Daniel Imhof den jungen Philipp Muntwiler als Captain ab. -- Im Januar 2012 gab er vorzeitig bekannt, dass er im Sommer seine Karriere beenden will. Er habe sich im Sommer schon Gedanken über sein persönliches Ende gemacht, aber nach einem Abstieg habe er nicht aufhören wollen.
In Bochum schaffte Imhof mit Koller (und David Pallas) 2006 die sofortige Rückkehr in die Bundesliga. -- Und behauptete dann entgegen vielen Prognosen seinen Platz auch in der höchsten Liga. -- 61 Spiele in der 1. Bundesliga, 33 in der 2. BL. -- 35 Länderspiele für Kanada. -- Teilnehmer am Confederations Cup in Japan 2001. -- 2002 (3. Platz) und 2003 am CONCACAF Gold Cup. -- In Wil geboren, wanderten seine Eltern nach Kanada aus, als Dani 5-jährig war. -- Spielte als Nachwuchsspieler in Kanada für BV Blast und University of Victoria, ehe er 1998 zurück nach Wil kam, um Profiussballer zu werden. -- Verlor im FC Wil nach einem Kreuzbandriss den Stammplatz, ehe er zum FCSG wechselte.
1. Juli 1986 bis 30. Juni 1993 und 26. Juli 1994 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 281 (251 NLA/17 Cup/13 Intertoto-Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. Juli 1986 im Intertoto-Cup gegen Widzew Lodz (0:3-Heimniederlage).
Ertan Irizik kam vom FC Basel aufs Espenmoos. -- Der Verteidiger gehörte im Sommer 1986 zu zahlreichen Spielern, die der FCSG neu verpflichtete. -- Die Verkündung seines Transfers löste in der Ostschweiz keine Begeisterung aus, hätte doch eigentlich ein bekannterer Abwehrspieler wie Servettes Pascal Cacciapaglia geholt werden sollen - was aber an der Finanzierung scheiterte. -- Doch Irizik beeindruckte die FCSG-Fans auf Anhieb. Auch wenn er offensiv weniger zustande brachte als sein Vorgänger Zdenek Urban, wurde er schnell als würdiger Nachfolger gesehen. -- Für manch gegnerischen Stürmer wurde der knochenharte Verteidiger zum Alptraum. -- Laufstark, "Eisenfuss", unerbittlich - Irizik entsprach den Stereotypen des von den Gegnern gefürchteten Verteidigers.
Im Frühling 1990, als die Espen nach dem "Wintermeister-Titel" zurückfielen und um einen UEFA-Cup-Platz kämpften, wollte Präsident Carlo Hidber den Vertrag mit Irizik nicht zu den gewünschten Konditionen des Verteidigers verlängern (Hegi und Rietmann wurden bereits zuvor nach Gossau "aussortiert"). -- Es stand das Spiel gegen Luzern an, das mit Semir Tuce einen neuen Stürmer in seinen Reihen hatte, der in der Vorwoche Leader Grasshoppers mit zwei Toren abschoss. Während GC-Trainer Ottmar Hitzfeld der Meinung war, der Jugoslawe könne nicht wirkungsvoll gedeckt werden, traute FCSG-Trainer Kurt Jara genau dies Irizik zu. Ein frühes Foul von Irizik kurz nach Anpfiff schüchterte Tuce derart ein, dass dieser für den Rest des Spiels kaum in Erscheinung trat. -- Nicht zuletzt dieses klar gewonnene Duell mit Luzerns neuem Star half mit, dass Hidber sich später doch noch mit Irizik einigte. Damals war auch von einem Angebot von Galatasaray Istanbul die Rede.
Neuerlichen Ärger in Vertragsverhandlungen gab es für Irizik nach dem Abstieg im Sommer 1993. Irizik, 1991 Schweizer geworden, beklagte sich über die zu hohe Ablösesumme, die der FCSG verlangte, und kaufte sich selbst frei. -- Statt mit den Espen in die NLB ging der Verteidiger nach Norddeutschland in die Regionalliga (damals dritthöchste Liga). -- Der TuS Celle hatte Ambitionen auf den Aufstieg, doch Irizik wurde in Niedersachsen nicht glücklich. -- Sein Team steckte bald im Abstiegskampf, und schon in der Winterpause brach er seine Zelte in Celle wieder ab und hoffte auf ein Angebot eines NLB-Klubs. -- Im Juli 1994 schliesslich, kurz vor Saisonstart, verpflichtete ihn der wieder in die NLA aufgestiegene FCSG. -- Trainer Uwe Rapolder setzte Irizik nun öfter auch im Mittelfeld ein, was ihn noch einmal beflügelte ("mehr Verantwortung, statt nur auf einen Stürmer aufpassen").
Längst war Irizik mehr als Halbbruder des talentierten Murat Yakin denn als routinierter Verteidiger bekannt. -- Ertan stand dem späteren Internationalen von Anfang an als Berater zur Seite, genauso auch dessen jüngerer Bruder Hakan.
Im Sommer 1995 schloss sich Ertan Irizik dem in die 1. Liga abgestiegenen FC Gossau an. -- Im März 1996 hätte es zum "Bruderduell" mit Murat Yakin kommen können, der FC Gossau traf im Cup-Sechzehntelfinal auf den FC Basel. Doch FCB-Trainer Karl Engel wollte Murat Yakin schonen. -- Dem FC Gossau gelang die sofortige Rückkehr in die NLB, Irizik blieb Teamstütze der Mannschaft und wurde als Spieler auch Assistenztrainer. -- Später wechselte der langjährige Espe zum SC Brühl. -- Schon in seiner letzten Saison im FCSG arbeitete Irizik im Verkauf einer Küchenbaufirma, in früheren Zeiten arbeitete er halbtags als Dolmetscher.
Wie Murat und Hakan Yakin startete auch Ertan Irizik seine Laufbahn im Nachwuchs des FC Concordia Basel. -- Ab 1984 im FC Basel, für den er vor seinem Wechsel in die Ostschweiz in zwei Jahren 48 NLA-Spiele bestritt.
6. Februar bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 13 NLA-Spiele und 3 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Februar 2013 bei der 0:1-Auswärtsniederlage in Sitten.
Mikael Ishak wurde vom 1. FC Köln ausgeliehen. Der Stürmer wechselte als schwedischer U21-Nationalspieler nach St. Gallen. -- Im zweiten Einsatz, beim 4:0-Heimsieg gegen Luzern, hatte Ishak erstmals getroffen. Und auch wenn er sich nur noch im Heimspiel gegen Servette als (doppelter) Torschütze auszeichnen konnte, weckte der Schwede dank seines kämpferischen Einsatzes viel Hoffnung. -- Lange war unklar, ob der 1. FC Köln ihn überhaupt weiter ausleiehen würde; letzlich schlug Ishak ein Angebot des FCSG aus. -- Aber nicht in der 2. Bundesliga, sondern in der Serie A wollte der Schwede seine Karriere fortsetzten: Anfang August unterschrieb Ishak einen Vierjahres-Vertrag beim FC Parma, dann wurde er für eine Saison an den FC Crotone (Serie B) ausgeliehen. -- Ishak erzielte für die Kalabrier in 23 Spielen 4 Tore.
Anfang August 2014 beendete er seine Zeit in Italien vorzeitig, löste den Vertrag mit Parma auf und unterschrieb für drei Jahre beim Randers FC aus der dänischen Superligaen, mit dem er 2015 Vierter wurde und damit einen Europacup-Platz erreichte. Dazu trug Ishak mit 11 Toren in 26 Spielen bei. -- Bester Torschütze von Randers war der Stürmer auch in der zweiten (12 Goals in 28 Matches) und dritten (8/17) Saison, wobei die dritte Spielzeit in Randers vorzeitig endete. -- Ishak wurde vom 1. FC Nürnberg abgeworben. Der Club aus der 2. Bundesliga holte ihn Ende Januar 2017 als Nachfolger des österreichischen Topskorers Guido Burgstaller. -- Für Randers hatte Ishak wettbewerbsübergreifend in 78 Spielen 34 Mal getroffen.
U21-Europameister
Die ersten Qualifikationsspiele zur Europa League verpasste Ishak - stattdessen wurde er 2015 U21-Europameister. -- Beim Final in Prag gegen Portugal (nach 0:0 Sieg im Penaltyschiessen) wurde er nicht eingesetzt, jedoch im 4:1 gewonnenen Halbfinal gegen Dänemark und in zwei Gruppenspielen. Im Startspiel gegen Italien wurde in der Schlussphase "Joker" Ishak gefoult, der fällige Penalty brachte den 2:1-Sieg. -- Insgesamt bestritt Ishak 24 U21-Länderspiele für Schweden. -- In der Qualifikation zur EM 2013 wurde er mit Schweden Gruppensieger, scheiterte in der Barrage aber an Italien. Im Rückspiel gegen Italien war Ishak Schütze des 1:2-Anschlusstreffers (2:3-Niederlage nach 0:1 auswärts). Zwei Jahre später kehrte er im Oktober für die Barrage-Spiele gegen Frankreich zurück ins Team. Nun sich Schweden durch.
Vor dem FCSG
Ishak wechselte im Januar 2012 zum 1. FC Köln, der damals noch in der Bundesliga spielte. Bei den "Geissböcken" brachte es Ishak im Frühling 2012 auf 11 Einsätze, nach dem Abstieg im Herbst 2012 auf 7 Spiele in der 2. Bundesliga. In Köln galt Ishak als talentierter Stürmer mit guten Anlagen, der mit dem FCSG Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln sollte. -- Ishak, Sohn syrischer Einwanderer, begann als Junior beim Assyriska FF. Für den Klub aus Södertälje debütierte er im Juni 2010 in der "Superettan" (zweithöchste Liga). Bis zu seinem Wechsel nach Köln bestritt Ishak für den Assyriska FF in eineinhalb Jahren 47 Meisterschaftsspiele (13 Tore).
Ab Sommer 2010 bis 28. Juli 2014 im FCSG. -- 15 (6 NLA/6 NLB/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. November 2011 beim 2:2 in Aarau.
Ilija Ivic wechselte aus dem Nachwuchs des Zagreber Klubs NK Croatia Sesvete zum FCSG. -- Nachdem sich der Mittelfeldspieler in der zweiten Saison in der U21 einen Stammplatz erkämpft hat, kam er im Fanionteam in den zwei Testspielen der Länderspielpause im November ins Spiel und kurz darauf zum ersten Einsatz in einem Pflichtspiel. -- Im Januar 2012 unterzeichnete Ivic eine Nachwuchs-Profivertrag über zweieinhalb Jahre. -- Auf die Saison 2013/14 wurde Ivic der Sprung zum Stammspieler zugetraut, dann aber zog er sich im Trainingslager einen Kreuzbandriss. -- Erst im April 2014 konnte Ivic wieder spielen, wurde noch in einigen Spielen der U21 eingesetzt. -- Nach dem Saisonstart wurde er dem FC Schaffhausen (Challenge League) ausgeliehen, wo er zuerst Stammspieler war, in der Rückrunde aber nicht mehr berücksichtigt wurde. -- Ab Juli 2015 wurde Ivic für ein Jahr dem FC Chiasso ausgeliehen.
Ivic begann in den Junioren des FC Widnau, wurde Anfang 2008 in die 1. Mannschaft (2. Liga) geholt und wechselte im Sommer 2008 zum NK Croatia Sesvete. Davor soll er parallel auch in einem Nachwuchsteam des FC Winterthur trainiert haben.