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Wanderung im Bergsturzgebiet von Goldau und Beobachtung der Bunten Riginagelfluh
Flysch, Molasse und eiszeitliche Ablagerungen zeugen durch ihren Gehalt an Elementen aus Brekzien, Konglomeraten, Sandsteinen und Feinfraktionen von der Erosionsgeschichte der Alpen:
- Flysch-Sedimente belegen die erste Verengung des Alpenmeeres durch die Subduktion des Meeresbodens des südpenninischen Bereichs unter den ostalpinen und südalpinen Bereich ab der Mitte der Kreidezeit (vor 94 Millionen Jahren). Anschließend zeigen sie, wie die Orogenese (die Alpenfaltung) nach Norden vorrückte, bis gegen Ende des Eozäns nur noch ein schmaler Meeresweg im Norden, in der Helvetischen Zone, übrig blieb.
- Zur Zeit der Molassebildung, ab dem Rupelium (vor 34 Millionen Jahren), hob sich das Relief der Alpen über den Meeresspiegel an und bildete beeindruckende Bergketten. Die Erosion erfolgte oft oberhalb der Waldgrenze, wahrscheinlich wie heute durch Frostsprengung. Bergbäche und Flüsse transportierten das erodierte Material von den Alpen ins Vorland im Norden und Süden. Im Gegensatz zum Flysch lagerte sich die Molasse nicht in der Tiefsee ab, sondern abwechselnd in einem flachen Ost-West orientierten Meeresarm oder auf dem Festland. Die sandige und mergelige Molasse des Schweizer Mittellandes war während des Oligozäns und Miozäns durch ausgedehnte Schwemmkegel mit der Alpenfront verbunden.
- Schließlich zeugen die Gletscherablagerungen der letzten 2 Millionen Jahren, vor allem aber der letzten 800.000 Jahren, von der Vertiefung und Übertiefung der Alpentäler und der Täler des Alpenvorlandes.
Während dem Oberoligozän und dem Miozän verloren das alpine Gebirge und vor allem seine ostalpinen Decken mindestens 1 km (wahrscheinlich aber eher 2 km) an Gesteinsmächtigkeit.
Die Bunte Riginagelfluh gehört zu den Molasse-Sedimenten, die im Oberen Oligozän durch die Erosion der aufsteigenden Alpen entstanden sind und auf großen Schuttkegeln entlang der Alpenfront vom oberen Oligozän bis zum frühen Miozän (vor ca. 30 bis 21 Millionen Jahren) abgelagert wurden. Diese 1.1 bis 1.4 Kilometer mächtigen Sedimente bestehen v.a. aus groben Konglomeraten, dominiert durch ostalpine Sedimente (Dolomite, Kalkgesteine und Radiolarite) und mit einem wesentlichen Anteil an rosa Graniten von der Basis der ostalpinen Decken. Im Gegensatz zu den gleichaltrigen „Poudingue du Mont Pèlerin“, wo Gerölle von kristallinen Gesteinen fehlen, wurde hier also der gesamte Schichtstapel der ostalpinen Decken erodiert.
Die Rigi ist durch zahlreiche Wanderwege erschlossen. Am einfachsten kann die Bunte Riginagelfluh aber im Schutt des Rossberg-Bergsturzes in Goldau beobachtet werden:
Treffpunkt und Anreise
Spitzibüelstrasse
Goldau
SZ
2685721 1212073
Kleines Parking als Ausgangspunkt für eine Wanderung im Schuttwald.
Mit Zug bis Goldau, dann freie Wanderung
Anmeldung
gratis
gratis
Versicherung ist Sache der Teilnehmer
Kontakt

Walter Wildi, Chemin des Marais 23, 1218 Le Grand Saconnex
079 310 0039