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(pressen), mehr
Segel führen, als der Bauart eines
Schiffs angemessen ist, geschieht ausnahmsweise, z. B. zur
Vermeidung einer gefährlichen
Küste, bei Verfolgung eines feindlichen
Schiffs, oder um einem solchen zu entfliehen.
Ferdinand, unter dem
PseudonymLeoWolfram bekannter österreich. Romanschriftsteller, geb. 1817 zu
Wien,
[* 8] betrat nach beendigten Gymnasial- und Universitätsstudien die Beamtenlaufbahn; doch wurde
ihm diese so schwierig gemacht, daß er später, durch eine
Heirat in wohlhabende Verhältnisse gekommen, unternahm, sich
schriftstellerisch zu rächen, selbst auf
Gefahr seiner Entlassung. Er schrieb dabei auch für Parteimänner, die, rechtzeitig
ans
Ruder gelangend, ihn in seiner
Karriere beförderten.
Vorbereitungsschüler. Die Bezeichnung setzte sich im vorigen
Jahrhundert
namentlich für solche junge Leute fest, die sich für ein Lehramt an
Volksschulen vorbereiteten oder vorbereiten ließen,
und seitdem für diesen
Zweck allgemein bestimmte Anstalten (die
Seminare) aufkamen, unterschied man von den Zöglingen
dieser: den Seminaristen, als Präparanden diejenigen, welche erst für den
Eintritt ins
Seminar vorbereitet werden. In diesem
Sinn ist noch heute der
Ausdruck üblich; er hat überall da seine Bedeutung verloren, wo, wie im
KönigreichSachsen,
[* 11]
Anhalt,
[* 12] Hamburg
[* 13] etc., das
Seminar 5 oder 6 Klassenstufen umfaßt und den künftigen Volksschullehrer vom
Austritt
aus der
Volks- oder
Mittelschule bis zum
Eintritt in das Lehramt (14. oder 15.-20. Lebensjahr) leitet. Wo dies nicht der
Fall
ist, kann der
Staat entweder, wie in
Bayern,
[* 14] die gesamte
Präparation der spätern Seminaristen in öffentlichen, von den
Seminaren
gesonderten Präparandenanstalten übernehmen, oder sie einzelnen Unternehmern, bez.
der freien
Wahl der einzelnen Bewerber überlassen, oder endlich sie durch Unterstützung und Überwachung mittelbar fördern.
In
Preußen
[* 15] hatte in der ersten Hälfte des
Jahrhunderts das
Bedürfnis der einzelnen
Seminare, für einen an Zahl und Vorbildung
ausreichenden Nachwuchs zu sorgen, dahin geführt, daß die
Lehrer der zwei- bis dreiklassigenSeminare
privatim Präparandenanstalten unterhielten.
Statt diese, wie in
Sachsen, als Proseminare zu übernehmen und allmählich mit den
Seminaren zu verschmelzen, bevorzugte der
Minister v.
Raumer in seinem berufenen
Regulativ vom die
Präparation durch einzelne ländliche
Lehrer und
Prediger.
Erst der
MinisterFalk verließ diese
Bahn und begann, staatliche Präparandenanstalten, leider räumlich
und anstaltlich gesondert von den
Seminaren und in sehr beschränkter Zahl, zu gründen, während im übrigen Privatanstalten
und Privatbildner staatlich unterstützt werden.
Die Buntscheckigkeit der Vorbildung, bei dieser geflissentlich gepflegten Mannigfaltigkeit unvermeidlich, ist der wunde
Fleck
der in allen übrigen Hinsichten vortrefflich eingerichteten Volksschullehrerbildung in
Preußen. Sie
ist um so empfindlicher, da das staatliche Präparandenwesen den Provinzialschulkollegien, das private den
Regierungen untersteht,
diese durchaus zusammengehörige Angelegenheit also unter verschiedene Behörden verteilt ist.
Staatliche Präparandenanstalten
gab es 1886 in
Preußen 32 gegenüber 114
Seminaren. Das von den Präparanden zu erstrebende
Ziel ist in der
Ordnung der Aufnahmeprüfung für die königlichen Schullehrerseminare vom festgestellt.
Als
Muster für die Einrichtungsanstalten und vom
Staat unterstützen Präparandenanstalten ist vom
MinisterFalk unterm der
Lehrplan der königlichen Anstalt zu
Schmiedeberg i. Schl. empfohlen worden.
Vgl.
Schneider und v.
Bremen,
[* 16] Das Volksschulwesen
im preußischen
Staat (Berl. 1886 u. 1887, 3 Bde.;
namentlich Bd. 1).
(lat.), Übergewicht durch
Schwere, geistige oder körperliche
Kraft
[* 18] etc.
Daherpräponderierende
Mächte, diejenigen
Staaten, die vermöge ihrer Machtstellung in politischen Angelegenheiten den
Ausschlag geben.
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