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Aarestrup,
Emil, dän. Dichter, geb. studierte
Medizin, ließ sich 1827 als praktischer
Arzt auf
Laaland nieder und wurde 1849 Stiftsphysikus auf
Fünen und Hospitalarzt in
Odense.
[* 2] Er starb 1856. Seine ersten Gedichte
erschienen 1838, fanden indessen damals wenig Beachtung. Erst nach seinem
Tod, nachdem G.
Brandes in einer vortrefflichen Abhandlung
auf seinen Wert aufmerksam gemacht hatte, wurde
Aarestrup sozusagen entdeckt und ihm nun die gebührende
Anerkennung als einem der ersten
Lyriker
Dänemarks gezollt.
Darauf erschienen auch seine hinterlassenen
Poesien (1863).
Aarestrup steht als Dichter
Öhlenschläger und
Chr.
Winther am nächsten.
Die bei dem erstern naiv und bei dem letztern verschlossen hervortretende
Sinnlichkeit bricht bei in schwellender und kräftiger
Fülle aus. Ein begeisterter Vertreter der Form und Färbung, hat er die
Schönheit des
Weibes in berauschenden Gedichten besungen
(»Erotische
Situationen«) und wie kaum ein andrer die Macht geschildert, welche dieselbe über den Mann ausübt. Seine »Samlede
Digte«, mit
Charakteristik von
Brandes, gab Liebenberg (Kopenh. 1877) heraus.