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Zwei Drittel aller Frauen, die weltweit im Gefängnis sitzen, sind Mütter; fast drei Viertel von ihnen sind alleinerziehend. Wenn Frauen zu einer Haftstrafe verurteilt werden, leiden auch die von ihnen abhängigen Kinder. Von dieser doppelten Strafe erzählt Léa Pool in ihrem neuen Dokumentarfilm. In vier Stationen begleitet sie den Alltag einiger dieser Kinder – in Nepal, Kanada, Bolivien und den USA – und lässt auch Mütter und unabhängige Organisationen zu Wort kommen, die den Mädchen und Jungen ein Zuhause bieten und regelmässige Kontakte zu ihren Müttern ermöglichen.
Über den Film verteilt Léa Pool Forderungen einer Kinderrechts-Charta, die Kinder von Eltern, die im Gefängnis sassen, 2005 in San Francisco formuliert haben. Zwei der wichtigsten Punkte: «Ich habe ein Recht auf Unterstützung – während der Haftzeit meiner Eltern» und «Ich habe das Recht mit meinen Eltern zu reden, sie zu sehen und sie zu berühren». Der engagierte, subtile und eindringliche Dokumentarfilm geht einem aktuellen wie relevanten Thema nach, das bislang kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat.
Artikel zum Thema auf SRF-Kultur.
Aktuelle Studie aus der Schweiz, ZHAW, Abteilung Soziale Arbeit.