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Der Deutsche beendete den dreiteiligen Wettbewerb (Dressur, Geländeritt und Springen) mit einer gewohnt souveränen Blankorunde. Der 34-Jährige ist erst der dritte Reiter in der Olympischen Geschichte, dem es mit dem selben Pferd in der Vielseitigkeit gelang, zwei Goldmedaillen in Serie zu holen.
Im finalen Springen mit zwei Umgängen blieb Jung im Militär-Reitstadion in Deodoro ohne jeden Makel. Silber eroberte der 27-jährige Franzose Astier Nicolas auf Piaf, Bronze ging an Philipp Dutton aus den USA mit Mighty Nice.
Ein Debakel erlebte das Australier Christopher Burton, der nach dem Geländeritt noch geführt hatte. Wenn er nur eines der letzten zwei Hindernisse überquerte hätte, wäre ihm Bronze sicher gewesen. Doch er schaffte dies nicht.
Ben Vogg, der nach dem Ausfall seines Bruders Felix einzige im dritten Wettkampfteil verbliebene Schweizer, beendete den Wettkampf mit 148,10 Strafpunkten im 43. Schlussrang.
Die Goldmedaille in der Teamwertung, die nach dem ersten Umgang des Springens vergeben worden war, ging überraschend an die Franzosen. Das Quartett mit Karim Laghouag, Thibault Vallette, Mathieu Lemoine und Aster Nicolas verwies die favorisierten Deutschen um nur 3,8 Punkte auf den zweiten Platz.
Bronze ging an Australien, die Führenden vor dem abschliessenden Springen. Ihrem Schlussreiter Christopher Burton versagten – wie danach im Einzel – die Nerven. Er musste sich zwei Abwürfe notieren lassen. Rang 4 ging an die Neuseeländer. Auch sie hätten Chancen auf eine Medaille gehabt, aber auch ihr Schlussreiter Mark Todd hatte vier Abwürfe zu beklagen. Der 60-Jährige nahm in Rio an seinen siebten Olympischen Spielen teil.
(SDA)