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Ein weiterer Schwerpunkt der Waldbiodiversität ist die Vernetzung des stark fragmentierten Waldes im Mittelland mit angrenzenden Wäldern und dem Umland. Sogenannte Grenzlebensräume in Form von naturnah gestuften kraut- und strauchreichen Waldrändern und Hecken bieten eine hohe biologische Vielfalt. Dadurch schafft man für Waldorganismen, welchen die Waldinseln als Lebensräume zu klein sind, die Möglichkeit zur Entfaltung.
Derzeitige Lage und programmatischer Ausblick im Bereich Waldbiodiversität:
In der zwischen 2008–2011 dauernden Phase der Programmvereinbarung im Bereich Waldbiodiversität zwischen Bund und Kantonen konnten mit den zur Verfügung gestellten Mitteln 24’000 ha Lebensräume im Wald geschützt oder ökologisch aufgewertet werden (17’000ha Waldreservate und Altholzinseln, 1 500 ha Waldrand, 4 000 ha Lebensräume prioritärer Arten, 1 500 ha Wytweiden und Mittelwald). Für die Periode 2012–2015 werden aufgrund von Budgetkürzungen seitens des Bundes Schwerpunkte gesetzt. Kantonale Projekte werden aus finanziellen Gründen gekürzt. Inhaltliche Schwerpunkte für die Periode 2012–2015 sind: grossflächige Waldreservate über 100 ha; Waldreservate über 40 ha und Altholzinseln im Mittelland; Schutz, Aufwertung und Vergrösserung von Waldflächen mit besonders hohem Naturwert.
Literatur:
BUWAL (Hrsg.) (2011). Jahrbuch Wald und Holz. Bern: BUWAL. S. 4.