Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/220

Thomas Kurian war bei Oracle dafür bekannt, Dutzende kleinerer Unternehmen zu erwerben und diese zu profitablen Geschäftseinheiten zu machen. Nun ist Kurian Cloud-Chef von Google und 'Business Insider' schreibt
(Paywall), dass er für seinen neuen Arbeitgeber mehrere grössere Akquisitionen plane.
Unter Berufung auf teilweise nicht namentlich genannte "Insider" und Banker schreibt die Zeitung auch, wer im Fokus stehe: Atlassian und ServiceNow insbesondere.
In einer Information an Kunden soll unter anderem Joel Fishbein, Software and Cloud Technology Analyst bei den Finanzanalysten BTIG, geschrieben haben, er wäre "nicht überrascht, wenn Atlassian 2019 von einer viel grösseren Technologiefirma wie Google" übernommen werde.
Atlassian, inklusive Jira, könnte als weiteres Tor in die Developer-Welt Sinn machen, nachdem die kolportierten Google-Pläne einer Github- und einer Red-Hat-Übernahme unter der Kurian-Vorgängerin Dianne Greene fehlgeschlagen sind. Alex Zukin, Managing Director Software Equity Research bei Piper Jaffray, bringt mit denselben Gründen ("Glaubwürdigkeit bei Entwicklern") den Namen Slack ins Spiel.
Es geht aber nicht bloss um Entwickler. Sondern auch darum, die Google-Cloud im Enterprise-Segment glaubwürdiger zu machen und darum, gegen AWS und Microsoft den dritten Rang halten zu können (sowie "Verfolger" wie Oracle und andere abzuwehren).
In diesem Kontext wirft Zukin wie andere Analysten die Namen ServiceNow und Splunk in den Gerüchtetopf. Beide seien sinnvolle Übernahmekandidaten. Schon unter Greenes Führung wurde kolportiert, Google Cloud sei an ServiceNow interessiert, um sich im IT-Management-Bereich (IT Asset Management, IT Service Management) zu stärken. Pivotal sei ebenso im Blick, und es wird Okta Identity Cloud genannt sowie Übernahmen im Applikationsbereich ganz allgemein.
Am Ende wird sich zeigen, wieviel Google-Geld Kurian ausgeben darf. Dass Kurian in den kommenden Monaten kaufen will und darf, gilt als gesetzt. Ebenso, dass er mit Summen wie bei der Apigee-Übernahme durch Google 2016 (625 Millionen US-Dollar) nicht weit kommen wird. (mag)