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Jugendarbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern ein ernstzunehmendes Problem, das auch in der Schweiz beachtet werden muss. Anfang 2016 lag die Jugendarbeitslosenquote bei 3,4% (Quelle: BFS (2017) Statistischer Atlas der Schweiz).
Zählt man diejenigen Jugendlichen hinzu, welche bereits ausgesteuert sind und keine RAV – Gelder mehr beziehen können, haben wir eine Jugendarbeitslosigkeit von 11% in der Schweiz.
Die Jugendarbeitslosigkeit wird häufig als Spezialfall der Arbeitslosigkeit betrachtet, denn sie ist höher als die Gesamtarbeitslosenquote. Auch die Entstehungsgründe unterscheiden sich: Jugendliche sind beispielsweise stärker von der Konjunktur abhängig, finden keine geeignete Lehrstelle oder schaffen nach dem Lehrabschluss den Sprung in den Arbeitsmarkt nicht. Nach dem Studium finden sie aufgrund der geringen Berufserfahrung keine Festanstellung.
In der Schweiz stellt man zudem regionale und kantonale Unterschiede fest. Im Tessin oder in der Romandie ist die Jugendarbeitslosigkeit höher. Die Quoten liegen oft ein bis zwei Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt. In der Deutschschweiz weist nur der Kanton Basel-Stadt ähnliche Quoten auf. Zudem absolvieren Jugendliche in der Deutschschweiz häufiger eine Zwischenlösung um die drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden.
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