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Sayaka Murata erhielt für ihren Roman «Die Ladenhüterin» (Aufbau 2018, aus dem Japanischen von Ursula Gräfe) den Akutagawa-Preis, den renommiertesten Literaturpreis Japans; ihr Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Murata erzählt die Geschichte von Keiko Furukura, die das Verhalten ihrer Mitmenschen oft nicht nachvollziehen kann. Als 17-jährige Studentin fängt sie als Aushilfskraft in einem kleinen Supermarkt an. Dort lernt und adaptiert sie, welches Verhalten von ihr erwartet wird. In den nächsten 19 Jahren wird diese Arbeit zur wichtigsten Konstante ihres Lebens, bis Herr Shiraha als Aushilfe anfängt und sich allen geltenden Regeln widersetzt. Der Roman behandelt eindrücklich die in Japan herrschenden gesellschaftlichen Zwänge – um neue Romanideen zu sammeln, arbeitet(e) Sayaka Murata selber in einem Supermarkt.