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Spaccapietre – Una promessa
Regie: Gianluca De Serio, Massimiliano De Serio
Darst.: Salvatore Esposito, Samuele Carrino, Licia Lanera, Vito Signorile, Antonella Carone, Giuseppe Loconsole, Mamadou Toure, Nicola Traversa, Giuseppe Ciciriello u.a.
Angela und Giuseppe leben mit ihrem kleinen Sohn Antò in prekären Verhältnissen in einer kleinen Stadt in Apulien. Nach einem Arbeitsunfall im Steinbruch, bei dem er beinahe ein Auge verlor, ist Giuseppe arbeitslos. Nun muss Angela allein den Lebensunterhalt bestreiten und rackert sich unter unmenschlichen Bedingungen auf den Tomatenfeldern ab. Eines Tages bricht sie vor Erschöpfung tot zusammen. Vater und Sohn bleibt keine andere Wahl, als bei Angelas ausbeuterischem Arbeitgeber anzuheuern, zusammen mit anderen Leidensgenoss:innen, vor allem Migrant:innen. Die 1978 in Turin geborenen Zwillingsbrüder Gianluca und Massimiliano De Serio arbeiten seit 1999 zusammen. Biografisches und Kunst sind in «Spaccapietre» eng ineinander verwoben. Das zentrale Ereignis des Films basiert auf einer Zeitungsmeldung, die 2015 ganz Italien erschütterte: Die apulische Landarbeiterin Paola Clemente starb aus Erschöpfung an einem Herzinfarkt – auf denselben Feldern wie einst die Grossmutter der Brüder De Serio. In der Gestalt von Angela leben beide Frauen wieder auf. Wie bereits ihr erster Spielfilm «Sette opere di misericordia» (2011), der nach einem Gemälde von Caravaggio benannt ist, bezieht sich auch «Spaccapietre» (dt. Steinbrecher) auf ein berühmtes Bild: ein verschollenes Gemälde von Gustave Courbet, das als eine der ersten Darstellungen von Lohnarbeit in der Kunstgeschichte gilt. Steinbrecher war auch der Beruf ihres Grossvaters. Mit «Spaccapietre» schufen die Brüder De Serio eine aufwühlende Geschichte väterlicher Liebe im Angesicht von Tod, Gewalt und Ausbeutung. François Forestier schreibt in L’Obs: «Der Film der Brüder De Serio ist ein Herzensprojekt, da er von wahren Begebenheiten inspiriert ist: Jedes minuziös komponierte Bild ist ein Appell an die Menschenwürde und eine Anklage gegen die schrecklichen Bedingungen, denen die Stiefkinder unserer Gesellschaft ausgesetzt sind. Das Werk kulminiert während einer fiebrigen Nacht in einem zutiefst erschütternden Finale. Dieses abschliessende ‹Magnificat› verleiht dem Film die Dimension eines grossen Werkes.»