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Bereits im Alter von sechzehn Jahren bewirbt sich der 1972 in Uster geborene Bildhauer Christian Bolt an der Schule für Holzbildhauerei in Brienz. Die anfängliche Skepsis der Schulleitung über das doch noch sehr jugendliche Alter des motivierten Kanditaten zerstreut sich angesichts des offensichtlichen Talents und des unbedingten Willens des jungen Mannes, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen, sehr schnell. Rund vier Jahre später schliesst Bolt die Holzbildhauerschule in Brienz mit Erfolg ab. Es folgen Auslandaufenthalte in Deutschland und in den USA. Zurück in Europa zieht es den jungen Bildhauer nach Italien, wo er an der Accademia di Belle Arti in Carrara bei Prof. Ballocchi bis 1999 Techniken und Materialien der Bildhauerei und Malerei, sowie Kunstgeschichte und Anatomie studiert. Seine Studien der Klassik und insbesondere des Renaissance Humanismus führen ihn schliesslich nach Florenz. Als Schüler des bekannten Professoren Antonio di Tommaso, welcher seinerzeit Assistent von Marino Marini war, setzt Bolt in den Jahren 1999 bis 2001 den bildhauerischen Studiengang an der Accademia di Belle Arti in Florenz fort, den er mit dem Master of Fine Arts erfolgreich beendet. Nach Abschluss des Studiums in Italien widmet sich Bolt konsequent der Bildhauerei, der Zeichnung und der Malerei und bestreitet diverse Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz, aber auch im Ausland. Genannt seien hier unter anderem die Teilnahme an der Open12 in Venedig, die Teilnahme an der Art Cologne, die Teilnahme an der Scope Basel, zahlreiche Ausstellungen in der renommierten Galerie Rigassi in Bern sowie eine Kabinettsausstellung im Museum Art St. Urban. Nebst seiner regen Ausstellungstätigkeit realisiert Christian Bolt in jener Zeit grössere Werke wie beispielsweise 2009 die Plastik „Trapasso“ für den Sammler und Besitzer des Franz Gertsch Museums im Schloss Gümligen (BE) sowie eine gebäudeumfassende dauerhafte künstlerische Installation in der Liechtensteiner Bank Frick (2007).
Das Werk des inzwischen mit seiner Frau Dominique Krähenbühl und seinen drei Söhnen in Klosters GR wohnhaften Bildhauer und Malers erregt die Aufmerksamkeit der internationalen Sammlergemeinde. So erwirbt unter anderem der Musiker Sir Elton John zwei Marmorskulpturen für seine Privatsammlung.
2014 wird Christian Bolt schliesslich als erstem Schweizer Bildhauer der Titel des Professors an der traditionsreichen und Europas ältester Kunstakademie, der Accademia delle Arti del Disegno in Florenz verliehen.