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Agent K und Agent J bekämpfen erneut böse Aliens, um die Welt zu retten. Diesmal in der Vergangenheit.
Es ist kein Geheimnis, dass Hollywood hauptsächlich auf Franchise-Filme setzt. Kommt ein erster Film beim Publikum an, schmieden die Filmbosse schon an der Fortsetzung. Ist die Maschine erst am Laufen, kann man sie nur schwer stoppen.
Die Resultate des Franchise-Systems fallen sehr unterschiedlich aus. Es kann aus finanzieller und qualitativer Sicht sehr gut gehen. Als Beispiel: 23 James Bond Filme in 50 Jahren bei einem Umsatz von 5.1 Mia. $, oder aktuell: 8 Harry Potter Filme in 10 Jahren bei einem Umsatz von 7.7 Mia $. Hohe Einnahmen an den Kinokassen sagen aber nicht immer etwas über die Qualität des Filmes aus. Die Gefahr der „Verwässerung“ ist enorm und so bescherte uns Hollywood nicht wenige cineastische Werke, die besser als Scripts in den Schubladen der Filmbosse geblieben wären.
Der 3. Teil der „Men in Black“-Reihe läuft zurzeit in den Schweizer Kinos und ich sah ihn mir natürlich an.
Lang ist es her
Die Goldene Regel bei Franchise-Filmen könnte vielleicht so lauten: „Warte nicht zu lange. Das Publikum vergisst schnell.“
Dies mag vielleicht im Zeitalter der Schnelllebigkeit gelten, die Men in Black-Reihe hat sich nicht daran gehalten. 1997 erschien der erste Film und vermochte mit seiner Persiflage auf Science-Fiction-Filme Millionen Zuschauer für sich gewinnen. 2002 folgte der zweite Teil. Ein Musterbeispiel für Popcorn-Kino. Action, Specialeffekts und den coolsten Mops der Welt als Side-Gag.
Nach 10 Jahren, einer gefühlten Ewigkeit in der Filmwelt, erschien nun der dritte Teil der Marvel Comicverfilmung.
Handlung
Der Plot ist schnell erzählt. Der Boglodit „Boris, die Bestie“ bricht nach 40 Jahren aus dem Hochsicherheitsgefängnis auf dem Mond aus und will Rache an Agent K (Tommy Lee Jones). nehmen. K hatte Boris 1969 wegen einer Mordserie verhaftet und dabei seinen Arm „abgeschossen“. Der wahnsinnige Alien, der analog zu Spiderman Stacheln verschiessen kann, reist in der Zeit zurück und tötet Agent K. Die Auswirkungen in der Zukunft sind gewaltig. Agent J (Will Smith) sieht sich einer Invasion der vermeintlich ausgerotteten Bogloditen gegenüber und sein Partner ist plötzlich verschwunden. Er muss in die Vergangenheit reisen und trifft dabei auf den jungen Agenten K (Josh Brolin), der zu diesem Zeitpunkt noch am Anfang seiner Karriere steht. Gemeinsam versuchen sie „Boris, die Bestie (einfach nur Boris!)“ aufzuhalten und müssen sich dafür erst noch einmal kennen lernen.
Fazit
Eine der Stärken des Films ist die schauspielerische Leistung von Josh Brolin, der die jüngere Version von Tommy Lee Jones spielt. Die Mimik und Gestik beider Altersversionen stimmen exakt. Das Geplänkel zwischen den beiden Agenten erinnert an die Szenen der Vorgänger-Filme und bietet viel Unterhaltung. An die Spritzigkeit und Schenkelklopfer der beiden Vorgänger kommt Men in Black 3 dennoch nicht ganz heran. Der sprechende Mops „Frank“ fehlt leider, was viele Fans enttäuschen könnte. Mit versteckten Hinweisen wie einem Mops-Poster über dem Bett von Agent J oder einer Plakatwerbung für einen sprechenden Mops in Cony Island gelingt es aber ein bisschen, die aufgewühlten Gemüter zu beruhigen. Der Plot ist streng durchorganisiert und lässt keine Sekunde verstreichen, um die Handlung voranzutreiben. Die Logiklöcher sollte man gedanklich gar nicht erst zu stopfen versuchen. Nachdem Will Smith die Titelsongs für die ersten beiden MIB-Filme beisteuerte, hat der Rapper Pitbull den dritten übernommen. Leider muss man sagen: Der Song hört sich an wie jeder x-beliebige Clubsound-Titel und hat nicht das Potential wie der erste Titelsong aus dem Jahr 1997.
Essenz
Wer einen Blockbuster mit grossem Unterhaltungswert sucht, ist mit Men in Black 3 bestens bedient.