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Monatlich liegen von ca. 1000 bis 1200 Milchlieferanten nur Einzelwerte statt der geforderten zwei Werte der amtlichen Milchprüfung vor. Von den fehlenden Werten stammt ein Teil aus Sammelstellen mit zweitägiger Milcheinlieferung und manueller Probenahme und ist auf zeitliche Unterschiede zwischen dem Probenahmeaufgebot und dem Milcheinlieferungsdatum zurückzuführen. Mit der Erhöhung des maximalen Zeitraums zwischen Probenerhebung und Analysebeginn von 30 auf 36 Stunden bietet sich eine einfache und kostengünstige Lösung zur Behebung des Problems an. Sie führt nur zu einer geringfügigen Zunahme der Proben im Beanstandungsbereich zwischen 0,07 und 1,25 %. Der Anteil an beanstandeten Proben nahm in der vorliegenden Untersuchung somit von 1,397 % bei 30 Stunden auf 1,468 % bis 2,648 % bei 36 Stunden zu. Dies wird als vertretbarer Nachteil akzeptiert, der nur wenige Milchproduzenten betrifft und auch nur diejenigen, deren Milch nach 30 Stunden Keimzahlen nahe der Beanstandungsgrenze aufweisen. Die Benachteiligung dürfte sogar geringer ausfallen, da nur ein Teil der Zunahmen beide Proben eines Monats betrifft und deshalb bei der öffentlichrechtlichen Milchkontrolle nach der Bildung des geometrischen Mittelwertes, wirklich zu einer Beanstandung führt.
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Einfluss des Untersuchungszeitpunkts nach der Probenahme auf die Gesamtkeimzahl von Milch