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Jeder, der sich mit einem umweltfreundlicheren Lebensstil beschäftigt, hat wahrscheinlich schon einmal den Begriff "Greenwashing" gehört. Der Begriff wurde in den 1980er Jahren geprägt, die Verbreitung von Greenwashing hat in den letzten Jahren jedoch stark zugenommen. Grund dafür ist die steigende Aufmerksamkeit rund um die Klimakrise. Es scheint vielversprechend zu sein, dass so viele Unternehmen Massnahmen in Richtung Nachhaltigkeit ergreifen, aber wie viele von ihnen halten sich tatsächlich daran? Im Folgenden erläutern wir das Problem des Greenwashings in der Modebranche und wie du dich dagegen wehren kannst.
Was ist Greenwashing?
Einfach ausgedrückt: Greenwashing liegt vor, wenn ein Unternehmen falsche Behauptungen über seine Umweltfreundlichkeit aufstellt. Oft stecken sie all ihre Anstrengungen in clevere Marketingkampagnen, die sie als "grün" erscheinen lassen. Das tun sie, ohne tatsächlich die Praktiken zu ändern, welche die negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Es handelt sich um eine irreführende Handlung, die gutwillige Konsumentinnen und Konsumenten davon abhält, wirklich nachhaltige Einkäufe zu tätigen. Leider ist Greenwashing in vielen Branchen zu einem Standardverfahren geworden. Menschen, die ihren Lebensstil ändern wollen, müssen sich daher über den Unterschied zwischen Greenwashing und wirklich umweltfreundlichen Praktiken informieren.
Wie man Greenwashing in der Modeindustrie erkennt und vermeidet
In den letzten Jahren hat das Greenwashing in der Modeindustrie stark zugenommen. Nachhaltige Modemarken und -kollektionen scheinen überall zu sein, was die Frage nach der Authentizität aufwirft. Woher soll man wissen, ob diese Marken tatsächlich das tun, was sie predigen?
Eines der grössten Beispiele für Greenwashing sind Fast-Fashion-Ketten, die nachhaltige Kollektionen herausbringen. Sie werben mit Schlagwörtern wie "bewusst", "natürlich" und "umweltfreundlich" und behaupten, dass sie auf nachhaltige Weise ihre Kleidung herstellen. Die meisten dieser Produkte bestehen jedoch nach wie vor aus schädlichen synthetischen Materialien und werden in Massenproduktion in Fabriken mit unsicheren Arbeitsbedingungen hergestellt.
Bestimmte Stoffe werden auch so vermarktet, dass sie umweltfreundlich erscheinen, indem ihnen einfach Wörter wie "organisch", "natürlich" oder "recycelt" vorangestellt werden. Die Unternehmen geben möglicherweise nicht den vollständigen Herstellungsprozess an oder mischen nur einen kleinen Prozentsatz des umweltfreundlichen Stoffes mit synthetischen Stoffen. Et voilà, fertig ist das “Nachhaltige” Kleidungsstück.
Wie kann man also Greenwashing in der Modeindustrie vermeiden? Das ist eine Frage der Übung. Wenn du dich erst einmal mit den Anzeichen von Greenwashing vertraut gemacht hast, wird sie leicht zu erkennen sein.
Glaube nicht alles, was du liest (oder siehst). Grosse Modemarken haben grossartige Marketingteams. Sie können die Nachhaltigkeitsbehauptungen durch überzeugende Bilder und Schlagworte als echt erscheinen lassen. Bleibe wachsam und denk daran, dass dies nur leere Worte sind - bis du die ganze Geschichte kennst.
Stelle eigene Recherchen an. Wenn eine Marke Behauptungen über ihre Nachhaltigkeit nicht mit echten Fakten oder Zahlen untermauern kann, handelt es sich wahrscheinlich um Greenwashing. Suche nach Marken, die ihre Lieferketten, Materialien und Arbeitsstandards transparent machen.
Vermeide Kapselkollektionen. Viele Fast-Fashion-Labels haben zusätzlich zu ihren Hauptlinien kleinere umweltfreundliche Kollektionen herausgebracht. Das scheint toll zu sein, aber sie bringen immer noch eine grosse Auswahl an Produkten heraus, die nicht nachhaltig sind. Halte dich vorzugsweise an Marken, die in allen Bereichen ihres Geschäfts auf umweltfreundliche Praktiken setzen.
Betrachte das Gesamtbild. Um vollständig ethisch und nachhaltig zu sein, muss ein Unternehmen umweltfreundliche Materialien und Herstellungsverfahren verwenden und seine Mitarbeiter fair behandeln. Viele Unternehmen konzentrieren sich auf einen Aspekt und vernachlässigen die anderen. So kann eine Marke zum Beispiel vegane Stoffe verwenden, die aber auf unethische Weise produzieren. Achte am besten darauf, dass du bei Marken einkaufst, denen die gesamte Bandbreite von Ethik und Nachhaltigkeit am Herzen liegt.
Die Vorteile des Kaufs von wirklich ethischer Kleidung
Der beste Weg, Greenwashing zu vermeiden, ist der Kauf ethischer Kleidung. Kaufe bei Unternehmen ein, die sich für nachhaltige Praktiken einsetzen. Das sind Marken, die im Gegensatz zu Greenwashern stolz darauf sind, was sie tun und damit etwas bewirken wollen.
Wir haben dir bisher erklärt, wie Greenwashing aussieht. Jetzt erzählen wir dir, wie wirklich ethische Kleidung aussieht und warum sie für die Menschen und den Planeten von Vorteil ist.
Natürliche Stoffe, die mit geringen Umweltauswirkungen hergestellt werden. Nicht alle natürlichen Stoffe sind gleich. Manche werden zwar aus natürlichen Quellen gewonnen, aber ihre Herstellung kann dennoch grosse Mengen an Wasser, Energie oder schädlichen Chemikalien erfordern. Erfahre hier und hier mehr über unsere Lieblingsmaterialien mit geringer Umweltbelastung.
Gegen Überkonsum. Während Fast Fashion-Marken den Verbrauchern vermitteln, dass Kleidung wegwerfbar ist, fördern ethische Marken Slow Fashion und achtsamen Konsum. Die Kollektionen sind oft kleiner, um Stoffabfälle und Überproduktion zu vermeiden. Slow Fashion ermutigt uns, intelligenter einzukaufen und zeitlose, qualitativ hochwertige Kleidungsstücke zu kaufen, an denen wir uns noch viele Jahre lang erfreuen können.
Unterstützt eine sichere Arbeitsumgebung. Eines der schockierendsten Dinge an der Fast Fashion-Industrie sind die schrecklichen Arbeitsbedingungen und die niedrigen Löhne, denen die Bekleidungshersteller ausgesetzt sind. Ethische Unternehmen sorgen dafür, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Modeindustrie fair entlohnt und mit Respekt behandelt werden. So kannst du deine Kleidung mit einem reinen Gewissen geniessen.
Sage Nein zum Greenwashing, indem du auf umweltbewusste Fair Fashion umsteigst!