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Kündigung ohne Grund?
Als Arbeitnehmer/-in hast du das Recht, eine schriftliche Begründung für deine Kündigung, ob fristlos oder ordentlich, zu erhalten. Eine nicht oder nicht korrekt erfolgte Begründung führt nicht dazu, dass die Kündigung unwirksam wird. Sie stellt aber eine Vertragsverletzung dar und kann deshalb zu Schadenersatz führen.
Wichtig ist, dass du bis spätestens am letzten Arbeitstag eine Einsprache gegen die Kündigung vornimmst. Weitere wichtige Informationen dazu haben wir dir hier zusammengetragen.
Beachte dazu auch unsere anderen Artikel zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses:
- Protest gegen Kündigung während Sperrfrist
- Fristlose Kündigung durch die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer
Welche Folgen hat eine fehlende oder mangelhafte Begründung?
Auch wenn die Kündigung trotz fehlendem oder mit einem falschen Grund wirksam ist, kannst du sie unter Umständen als missbräuchlich anfechten und so eine Entschädigung verlangen. Im Prozess über die Missbräuchlichkeit wird der Kündigungsgrund überprüft. Fehlt ein solcher, kann der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin später keine weiteren Gründe mehr nachliefern und hat eine schlechtere Beweislage. Ebenso kann das Gericht bei fehlender oder mangelhafter Begründung Gerichtskosten dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin auferlegen, da der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin sich so zu einer Klage veranlasst sah, um die Gründe respektive die Missbräuchlichkeit gerichtlich zu klären.
Wir haben für dich eine Mustervorlage für eine Aufforderung der Kündigungsgründe verfasst!