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Von 1918 bis 1920 wütete weltweit die Spanische Grippe, die bis heute als Mutter aller Pandemien bezeichnet wird, weil ihr besonders viele junge Menschen zum Opfer fielen. Es sollen mehr Menschen
daran gestorben sein als durch Kriegshandlungen des 1. Weltkriegs. Schätzungen zufolge starben mindestens 20 Millionen an dieser Virusinfektion.
Auch in Weggis gab es im Winter 1918/19 kaum eine Familie, die von dieser Grippe und ihren Folgen verschont blieb. Hohes Fieber und beidseitige Lungenentzündungen führten besonders bei jungen und gesund wirkenden Menschen zum Tode. Männer wie Alois Barmettler von der Gerbiweid, ein Mann von 32 Jahren und Vater zweier Kinder, oder Jost Müller von Hertenstein, Waisenvogt, 38 Jahre alt und Vater von drei Kindern, oder Alois Zurmühle, Trautheim, Briefträger und Vater von drei Kindern starben innert kürzester Zeit. Zudem wurde auch das Militär von der Grippe schwer heimgesucht. So kam Alois Zurmühle aus Weggis - wie so viele andere auch - nicht mehr aus dem Militärdienst zurück. Ein trauriges Jahr für viele Familien. Einziger Trost in dieser schweren Zeit: man konnte sich 1918 zusammen mit zwei Dritteln der Weltbevölkerung darüber freuen, dass der grauenvolle 1. Weltkrieg endlich ein Ende fand.
Bild: https://www.landofmemory.eu/de/sujets-thematiques/die-spanische-grippe/
Inventarnummer 11072, Altes Schulhaus / Karin Bernath