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Gilbert de Montsalvat
Gilbert Bénédict Augustin de Montsalvat
wurde 1920 als Sohn des Hugo Comte de Montsalvat und Arlette Baronesse de Fontainville in der Bourgogne geboren. Der Legende nach hielt er sich in den 1950er Jahren in Kuba auf, wo er den Putsch von Batista gegen Prío Socarrás erlebte. In Kuba erwachte seine Liebe zum Tabak und zur Cigarre; hier begann er auch, eine umfangreiche Dokumentation zum Thema anzulegen. In Havanna nannte man Montsalvat sogar scherzhaft „El Ministro de los Puros“.
Er bereiste zahlreiche Länder und betrieb umfangreiche Feldforschungen. Dank seines hervorragenden Renommees als Cigarrenenzyklopädist machte er die persönliche Bekanntschaft mit Ché Guevara und Fidel Castro und beriet John F. Kennedy cigarristisch. Die Bekanntschaften von Gilbert de Montsalvats lesen sich wie ein Who-is-Who des 20. Jahrhunderts. Er hat seit Kennedy alle Präsidenten der Vereinigten Staaten kennen gelernt, mit Thomas Mann, Winston Churchill, Orson Welles, Frank Sinatra und Charlie Chaplin diniert und in den letzten Jahren auch Hollywood-Schauspieler wie Demi Moore und Arnold Schwarzenegger tabakistisch beraten.
Der Kosmopolit und Literat schrieb zahlreiche Publikationen. 1986 siedelte er definitiv nach Genf über, wo er eine ihm angemessene Villa erwarb, in der er seinen berühmten begehbaren Humidor installieren liess. 1987 erhielt er die Grosse Sozialistische Ehrenmedaille von Kuba, womit seine Verdienste für die Tabakkultur und der soziale Einsatz für die Tabakarbeiter in kapitalistischen Ländern gewürdigt wurden.
1995 soll Montsalvat angeblich an einem Krebsleiden gestorben sein. In Wirklichkeit war er nach einer erfolgreichen philippinischen Tabakblätterwickel-Therapie einfach untergetaucht. Erst 1998 gab er aus der Ostschweiz ein Lebenszeichen von sich. Heute erfreut sich Gilbert de Montsalvat wieder bester Gesundheit, wovon sich der Schreiber dieses Nachworts selbst überzeugen konnte. Inkognito lebt er in einem Patrizierhaus im Raume St. Gallen und schreibt dort an seinen Memoiren.