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Lufthansa will alle Airbus SE A380-Doppeldecker, den Grossteil ihrer A340 und alle verbliebenen Boeing Co. 747-400 Jumbos ausser Dienst stellen, so die Personen, die um Anonymität baten. Daraus resultiere auch weiterer Abbau bei kleineren Flugzeugen, die als Zubringer für die Langstrecke dienen, so die Personen.
Die Kürzungen dürften die bisher von Lufthansa kommunizierte Reduzierung der Flotte um 100 Flugzeugen -- unter Berücksichtigung der Indienststellung neuer Maschinen -- übersteigen. Entsprechend wird der Verlust von Arbeitsplätzen wohl die 22.000 übersteigen, die die Fluggesellschaft bislang angekündigt hatte. Noch ist jedoch nichts entschieden und die Pläne könnten sich noch ändern.
Ein Sprecher der Lufthansa lehnte eine Stellungnahme ab.
Europas grösste Fluggesellschaft konzentriert sich derzeit auf ihre wirtschaftlichsten Strecken. Die Ausflottung der grossen, durstigen Vierstrahler bedeutet eine deutliche Reduzierung der Kapazität und einen Abschied von Modellen, die am schwersten zu auskömmlichen Preisen zu füllen sind. Nach Jahren des Wachstums muss die Lufthansa nun umdenken und Wege ausloten, 9 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen zurückzuzahlen.
Eine Handvoll der vergleichsweise jungen A340-600-Modelle dürfte zur Bedienung verkehrsreicher Strecken verbleiben, so eine der Personen. Auch womöglich nötige Abschreibungen werden die Entscheidung mitbestimmen.
Lufthansa plant bisher, ihre Flotte von 763 Maschinen ab 2023 um etwa 100 Flugzeuge zu verkleinern. Im nächsten Jahr sollen zunächst etwa 300 Flugzeuge und 2022 noch 200 Maschinen eingemottet bleiben. Das Handelsblatt berichtete diese Woche, dass die Kürzungen höher ausfallen dürften, ohne Zahlen oder betroffene Modelle zu nennen.
(Bloomberg)