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Es stellt sich heraus, dass das Enzym bei geistiger Behinderung eine geringere Aktivität aufweist und dass es möglich ist, es bei Brustkrebs zu hemmen, wo es überaktiv ist. Die an der Universität von Kopenhagen durchgeführte Studie legt nahe, dass Enzym ein Ziel für mögliche Therapien sein könnte. Lesen Sie auch – Brustkrebs bei Männern: Warnzeichen und Symptome, auf die Sie achten müssen
In den letzten Jahren wurde Enzym mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht. Lesen Sie auch – Vorsicht! Grübchen auf der Brust könnten ein Zeichen von Brustkrebs sein
Forscher haben herausgefunden, dass das für das Enzym kodierende Gen bei Patienten mit ER-positivem Brustkrebs überexprimiert und bei geistiger Behinderung mutiert ist. Bisher konnte jedoch niemand das Verhalten des Enzyms beschreiben. Lesen Sie auch – Darmbakterien können das Risiko einiger Brustkrebserkrankungen erhöhen: Studie
Daher haben Forscher der Universität Kopenhagen und des Instituts für biomedizinische Forschung in Barcelona einen großen Schritt nach vorne gemacht und es geschafft, das Enzym mithilfe der Röntgenkristallographie bis auf molekularer Ebene zu skizzieren.
„Wir skizzieren die Struktur dieses wichtigen und interessanten Enzyms. Sobald wir wissen, wie es strukturiert ist, wird es viel einfacher sein, Medikamente zu entwickeln, die auf das Enzym abzielen und es entweder hemmen oder stärken. Diese Studie weist daher direkt auf das Wirkstoffdesign hin, da einige konkrete Mechanismen identifiziert wurden, die berücksichtigt werden müssen “, sagte Guillermo Montoya, Leiter der Studie.
Unter Verwendung biochemischer Methoden und fortschrittlicher Techniken in der Molekularbiophysik, um eine sogenannte molekulare Beschreibung der Kristallstruktur des Enzyms zu erstellen, untersuchten die Forscher das Enzym detailliert auf molekularer Ebene.
Darüber hinaus haben sie auf Erkenntnisse aus anderen Studien zurückgegriffen, aus denen hervorgeht, dass das Enzym bei sogenanntem ER-positivem Brustkrebs überaktiv ist.
Auf dieser Basis haben sie mehrere sogenannte niedermolekulare Wirkstoffe getestet und festgestellt, dass es möglich ist, die Aktivität des Enzyms in aus menschlichen Zellen isoliertem Material zu hemmen.
Die Forscher werden nun versuchen, mehr darüber zu erfahren, wie das Enzym bei Patienten mit diesen Erkrankungen gezielt und entweder gehemmt oder aktiviert werden kann.
Die vollständigen Ergebnisse werden in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht. (ANI)
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Bildquelle: Shutterstock
Veröffentlicht: 1. Juli 2018 12:28 | Aktualisiert: 1. Juli 2018, 12:30 Uhr