Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/286

Unsere Partner
Bibliotheken, Archive, Museen, Antiquariate
Die Hofbibliothek Aschaffenburg ist eine staatliche Bibliothek in Bayern, die für die Region Untermain die Aufgabe der wissenschaftlichen und öffentlichen Literaturversorgung erfüllt. Sie ist im Schloss Johannisburg untergebracht. Im Kern geht sie auf die Büchersammlungen der Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz zurück. Zu ihrem wertvollen Altbestand gehören 58 Handschriften, darunter viele Zimelien, wie zum Beispiel das prachtvoll illuminierte → Missale Albrechts von Brandenburg von 1522–1524.
Die Hofbibliothek Aschaffenburg ist eine staatliche Bibliothek in Bayern, die für die Region Untermain die Aufgabe der wissenschaftlichen und öffentlichen Literaturversorgung erfüllt. Sie ist im Schloss Johannisburg untergebracht. Im Kern geht sie auf die Büchersammlungen der Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz zurück. Zu ihrem wertvollen Altbestand gehören 58 Handschriften, darunter viele Zimelien, wie zum Beispiel das prachtvoll illuminierte → Missale Albrechts von Brandenburg von 1522–1524.
Das Maximilianmuseum Augsburg wurde Ende 1854 als erstes städtisches Museum von Augsburg in zwei zusammengelegten Patrizierhäusern eröffnet und wenig später nach dem bayerischen König Maximilian II. benannt. Das Maximilianmuseum ist das Stammhaus der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Es beherbergt die Abteilungen Skulptur, Kunsthandwerk und Stadtgeschichte. Im Quaternio Verlag Luzern erschien 2011 der opulent bebilderte Katalogband zur Ausstellung → „Bürgermacht & Bürgerpracht“.
Die National Library of Wales (walisisch: Llyfrgell Genedlaethol Cymru) in Aberystwyth ist die wichtigste Forschungs- und Archivbibliothek in Wales. Sie übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe alle aufbewahrungswürdigen Quellen zu sammeln und zu bewahren, die über das Leben in Wales und die walisischen Traditionen Auskunft geben. Der Grundstein für die Bibliothek wurde im Jahr 1911 von König Georg V. und Königin Mary gelegt. 1915 wurde der Bau fertiggestellt. Die Bibliothek beherbergt neben zahllosen Nachlässen, Portraits, Karten und Photographien aus Wales auch viele seltene und wichtige Handschriften, darunter die → Sternbilder der Antike, das älteste wissenschaftliche Manuskript der Sammlung.
Die Aachener Domschatzkammer verwahrt den Kirchenschatz des Aachener Doms, der als einer der wichtigsten kirchlichen Kulturschätze der Welt gilt. Die in den Räumlichkeiten des Doms gelegene Schatzkammer wurde 1978 zusammen mit dem Dom als erstes Denkmal in Deutschland in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Sammlung umfasst mehr als 100 Kunstwerke, die thematisch gruppiert sind: Karl der Große, Krönungen, Liturgie, die Marienkirche und die Wallfahrtskirche mit ihrem Reliquienschatz. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Krönungen“ findet sich das von Kaiser Otto III. gestiftete → Liuthar-Evangeliar. In der abendländischen Buchmalerei ist es das erste Werk mit durchgehendem Goldgrund in jeder Miniatur.
Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg entstand im Zuge der Reformation aus verschiedenen Augsburger Klöstern. Sie ist eine regional orientierte Forschungsbibliothek für die frühere Reichsstadt Augsburg, Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit. Von Anfang an zeichnete sich ihre Sammeltätigkeit durch eine besondere Leidenschaft für kostbare Bücher aus. So besitzt die Bibliothek u.a. über 3500 Handschriften. Im Quaternio Verlag Luzern erschien 2017 der Katalogband zur Ausstellung → „Gold und Bücher lieb ich sehr …“ zum 480-jährigen Jubiläum der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.
Die Staatsbibliothek Bamberg ist eine wissenschaftliche Bibliothek mit geistes- und kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt, die vom Freistaat Bayern unterhalten wird. Sie ist die Regionalbibliothek für Oberfranken und zugleich eine Forschungsbibliothek von internationalem Ruf. Als „Gedächtnis“ des Fürstbistums Bamberg hütet sie die kostbaren Bücherbestände aus den ehemaligen Klöstern und Stiften des Hochstifts und der alten Bamberger Universität. Die ältesten Handschriftenschätze gehen auf den Bistumsgründer Kaiser Heinrich II. zurück. Aus spätromanischer Zeit stammt der → Bamberger Psalter mit dem original erhaltenen Hornplatteneinband – eine große Rarität. Ein kalligraphisches Kleinod aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist das → Schreibmeisterbuch des Franz Joachim Brechtel.
Das Antiquariat Dr. Jörn Günther ist spezialisiert auf den weltweiten Handel mit Handschriften, Miniaturenseiten und seltenen alten Drucken aus dem Mittelalter und der Renaissance. Es bietet eine hervorragende Auswahl an Bücherschätzen musealer Qualität, die hauptsächlich aus Mittel- und Westeuropa stammen und in verschiedenen Sprachen geschrieben und gedruckt sind. Das Angebot beinhaltet vor allem religiöse und liturgische Bücher, daneben aber auch literarische, philosophische und historische Werke, naturwissenschaftliche Traktate oder frühe Reiseberichte. Im Jahr 1997 vermittelte Dr. Jörn Günther den Verkauf des → Stammheimer Missales aus Privatbesitz an das Getty-Museum in Los Angeles, was die geschäftliche Aktivität und den Erfolg seines Antiquariats nachhaltig beförderte.
Die Bestände der Stadtbibliothek von Besançon gehen auf das Jahr 1694 zurück, als Pater Jean-Baptiste Boisot seine Privatsammlung der Abtei Saint-Vincent de Besançon vermachte. Der Kern der vererbten Sammlung bilden Kunstwerke und Bücher von Nicolas Perrenot de Granvelle und seinem Sohn Antoine. Das aktuelle Gebäude wurde im Jahr 1818 bezogen und später mehrmals erweitert. Die Stadtbibliothek von Besançon verwaltet einen reichen Schatz an Handschriften und Inkunabeln. 2017 konnte der Quaternio Verlag Luzern in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Staatsbibliothek und der Stadtbibliothek von Besançon das → Gebetbuch Kaiser Maximilians I. als Kunstbuch-Edition realisieren.
Die Koninklijke Bibliotheek van België / Bibliothèque royale de Belgique in Brüssel ist die Nationalbibliothek des Königreichs Belgien. Sie wurde 1837 von der belgischen Regierung gestiftet und zwei Jahre später eröffnet. Seit 1969 befindet sie sich in der „Albertina“, einem Bibliotheksneubau, der den Namen König Alberts I. trägt. Ihr Kernbestand geht auf die Handschriftensammlung zurück, die die Herzöge von Burgund im 15. Jahrhundert zusammengetragen haben. Heute verwahrt die Königliche Bibliothek etwa 35000 Handschriften aus Mittelalter und Neuzeit in ihren Magazinen, darunter solche Zimelien wie den → Peterborough-Psalter oder auch die um 1550 angefertigte Abschrift des → Kalligraphiebuchs der Maria von Burgund.
Die Médiathèque d’Agglomération de Cambrai gehört zu den insgesamt über 50 Bibliothèques municipales classées (BMC) in Frankreich. Diese haben eine Sonderstellung unter den Stadtbibliotheken, weil sie seit der Französischen Revolution über wertvolle Altbestände verfügen und die auf ihre Region bezogene Literatur vollständig erfassen und sammeln. Der Altbestand der Médiathèque d’Agglomération de Cambrai enthält ca. 1400 Bände, darunter rund 900 Handschriften ab dem 7. Jahrhundert. Ein großer Bilderschatz ist die farbenfrohe → Apokalypse aus der späten Karolingerzeit.
Das Corpus Christi College, gegründet 1352, ist eines der ältesten Colleges der altehrwürdigen University of Cambridge. Im 16. Jahrhundert stand ihm der Handschriftensammler Matthew Parker (1504–1575) als Direktor vor. Später wurde er auch Vizekanzler der Universität. Nach ihm ist die Bibliothek des Corpus Christi College benannt: die Parker Library. In ihrem Bestand befinden sich heute mehr als 600 Handschriften. Eines ihrer Schmuckstücke ist die → Corpus-Christi-Apokalype aus dem 14. Jahrhundert. Sie gehört zu den etwa 480 Handschriften, die Matthew Parker dem College vermachte.
Das Cambridger Fitzwilliam Museum ist das Kunst- und Antiquitätenmuseum der Universität und genießt wegen der Vielfalt seiner einzigartigen Bestände Weltruhm. Es wurde 1816 gegründet und nahm das Vermächtnis von Richard Fitzwilliam, 7th Viscount Fitzwilliam, auf. Die von ihm gestifteten Kunstwerke und Bücher bilden den Grundstock der heutigen Sammlungen. Aus seiner Bibliothek stammen etwa 130 Handschriften aus Mittelalter und Renaissance und eine größere Anzahl von Musikautographen. Eine der bekanntesten Bilderhandschriften aus diesem Bestand ist die → Fibel der Claude de France. Zu den Zimelien der Founder’s Library im 1848 eröffneten Founder’s Building gehört der → Breslauer Psalter aus dem 13. Jahrhundert.
Die Geschichte des Museums beginnt mit dem Beschluss von Kaiser Franz I. im Jahr 1816 eine umfangreiche Ausgrabungskampagne auf dem Gebiet von Cividale zu starten, das bereits in frühesten antiken Quellen erwähnt wird. Mit der reichen Ausbeute der Ausgrabungen war der Grundstein für die Sammlung gelegt. Nach zahlreichen Umsiedlungen zog das Museum 1990 in den Palazzo dei Provveditori Veneti ein. Zu der Sammlung gehören neben bedeutenden archäologischen Fundstücken die die historische Entwicklung der Stadt von der Römerzeit bis zur Neuzeit dokumentieren auch einige kostbare Handschriften, am bekanntesten der → Egbert-Psalter.
Die Stiftsbibliothek Einsiedeln ist eine typische Klosterbibliothek mit einem reichen Bestand an geistlichen und theologischen Werken. Daneben finden sich freilich auch Bücher zu allen anderen Wissenschaften (Geschichte, Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin, Naturwissenschaften etc.). Zum Bestand der Stiftsbibliothek gehören heute ca. 1200 Handschriften, darunter ein besonders schönes Exemplar des Speculum humanae salvationis, des sog. → Heilsspiegels (Cod. 206).
Die Universitäts- und Forschungsbibliothek Gotha ist eine wissenschaftliche Bibliothek des Freistaats Thüringen. Sie ging 1999 aus der Vereinigung der Landes- und Forschungsbibliothek Gotha und der Universitätsbibliothek Erfurt hervor. Sie ist im Ostflügel von Schloss Friedenstein untergebracht. Neben ihrer Aufgabe für Forschung, Lehre und Studium der Universität, ist sie Teil des kulturellen Erbes von Thüringen. Zu ihren Beständen gehören vor allem bedeutende deutsche historische Werke aus dem 16. bis 18. Jahrhunderts, außerdem die wohl größte vollständig erhaltene Büchersammlung eines mittelalterlichen Gelehrten weltweit und die bilderreichste Handschrift des → Welschen Gastes aus dem 14. Jahrhundert.
Die Anfänge der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe reichen mehr als ein halbes Jahrtausend zurück. Ihren Ursprung hat sie in der Pforzheimer Schlossbibliothek der Markgrafen von Baden, die um 1500 gegründet wurde. Nach einer wechselvollen Geschichte mit mannigfachen Störungen und Neuzugängen ist sie heute eine wissenschaftliche Universalbibliothek mit bedeutenden Beständen. Ihre Handschriftensammlung umfasst über 4200 mittelalterliche und frühneuzeitliche Codices. Es handelt sich hierbei vor allem um Säkularisierungsgut, wie zum Beispiel das → Speyerer Evangelistar aus der Bibliothek des Speyerer Hochstifts in Bruchsal.
Die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln ist eine der größten theologischen Spezialbibliotheken im deutschsprachigen Raum und ein zentrale wissenschaftliche Einrichtung des Erzbistums Köln. Die Anfänge der Dombibliothek reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Die Diözesanbibliothek ist aus der Bibliothek des 1615 gegründeten alten Kölner Priesterseminars hervorgegangen. Der strenggenommen zweigeteilte Handschriftenbestand umfasst 432 Domhandschriften und 300 Diözesanhandschriften aus dem Mittelalter und der Neuzeit.
1972/73 wurde durch den Zusammenschluss der British Museum Library mit anderen Bibliotheken, die von nationaler Bedeutung waren, die British Library geschaffen. Sie ist die Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland und gehört mit ihren sehr umfangreichen Beständen aus über dreieinhalb Jahrtausenden zu den größten Bibliotheken der Welt. Ihre Handschriftensammlung gliedert sich in verschiedene Fonds und Collections und enthält allein rund 9500 illuminierte abendländische Handschriften, die vor 1600 entstanden sind. Gehütet werden hier u.a. so besondere Schätze wie der → Pariser Alexanderroman oder die → Flämische Bilderchronik Philipps des Schönen.
Das J. Paul Getty Museum ist ein US-amerikanisches Kunstmuseum in Los Angeles mit Standorten in Brentwood und Pacific Palisades. Es geht auf die Privatsammlung des Öl-Tycoons J. Paul Getty zurück, der 1953 den J. Paul Getty Trust gründete. 1954 wurde das Museum eröffnet. Mit dem Tod Gettys 1976 ging der größte Teil seines privaten Vermögens an den Trust über, der damit im Sinne des Erblassers „die Verbreitung des künstlerischen und allgemeinen Wissens“ fördern und den Zugang der Öffentlichkeit zur Kunst gewährleisten sollte. Das Getty-Museum wurde auf diesem Wege das reichste Kunstmuseum der Welt. Zu seinen Beständen aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart gehören Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Kunstgewerbe, Handschriften und Drucke, Fotografien, Archivalien und Künstlernachlässe. Der systematische Aufbau einer Sammlung illuminierter Handschriften aus Mittelalter und Renaissance begann 1983 mit dem Erwerb von 144 Manuskripten der Sammlung Ludwig, dem bis heute noch mehr als 100 weitere Käufe von Handschriften und Fragmenten folgen sollten, darunter 1997 das → Stammheimer Missales.
Die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern ist die größte Bibliothek der Zentralschweiz. In ihrer Doppelfunktion als allgemeine und wissenschaftliche Bibliothek vermittelt sie seit 1951 Literatur und Informationen für Forschung und Lehre, Studium und Beruf, Freizeit und Unterhaltung. Das fachlich breite Angebot wird durch wertvolle historische Bestände ergänzt, die vor allem aus den Vorgängerbibliotheken stammen: der 1812 eröffneten Bürgerbibliothek und der 1832 gegründeten Kantonsbibliothek. Die Zahl der mittelalterlichen und neuzeitlichen Handschriften im Sondersammlungsbestand beträgt mehr als 2700.
Die Bayerische Staatsbibliothek in München ist nicht nur die zentrale Landes- und Archivbibliothek des Freistaates Bayern, sondern zugleich eine der bedeutendsten Universal- und Forschungsbibliotheken Europas und der Welt. Sie verfügt über umfangreiche Bestände in nahezu allen Disziplinen und Fächern, Sprachen und Zeiten. Ihren Ursprung bildet die 1558 gegründete Hofbibliothek der wittelsbachischen Herzöge. Durch die Säkularisation und Mediatisierung in Bayern am Beginn des 19. Jahrhunderts wurde ihre Handschriftensammlung zur größten im deutschen Sprachraum. Heute umfasst der Bestand allein 41000 abendländische Handschriften, darunter 17000 mittelalterliche Codices. Der Quaternio Verlag Luzern konnte bereits mehrere Faksimile- und Kunstbuch-Editionen (→ Passauer Evangelistar, → Goldener Münchner Psalter, → Uta-Codex, → Berthold Furtmeyr in München) und verschiedene Katalogprojekte zusammen mit der BSB realisieren.
Die Bibliothek wurde der Yale University im Jahre 1963 von der Familie Beinecke geschenkt und zog sogleich in ein neues, hochmodernes Gebäude aus Marmor und Glas nach dem Entwurf des Architekten Gordon Bunshaft ein. Schnell entwickelte sich die Beinecke Library zur Hüterin von international bedeutenden Beständen aus Mittelalter und Renaissance. Einer der Schwerpunkte ist die Geschichte des Buchdrucks mit der Sammlung von über 3500 Inkunabeln, darunter ein Exemplar der Gutenberg-Bibel. Auch befinden sich viele Handschriften in ihrer Sammlung. Einer dieser Bücherschätze sind die → Savoy Hours.
Die seit 1924 öffentlich zugängliche Pierpont Morgan Library (offizieller Name seit 2006: The Morgan Library & Museum) in Manhattan, New York City, besitzt eine hervorragende Sammlung von Handschriften, Papyri, Inkunabeln und frühen Drucken, illustrierten Büchern, Musikautographen und Graphiken. Den Grundstock des Bestandes bildet die Kunst- und Büchersammlung des US-amerikanischen Bankiers J. P. Morgan (1837–1913). 2008 gelangte mit dem kleinformatigen → Gebetbuch der Claude de France ein besonderes Glanzstück der französischen Renaissance-Buchkunst als Schenkung in den Bestand der Morgan Library.
Das Diözesanarchiv Osnabrück ist gleichsam das schriftliche Gedächtnis des Bistums Osnabrück. Zu seinen Beständen gehören rund 3000 Urkunden aus der Zeit vom Mittelalter bis heute. Die älteste wurde im Jahre 803 von Karl dem Großen ausgestellt. Der Aktenbestand des Archivs reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. In seinen Magazinen finden sich zudem auch etwa 140 Handschriften, darunter der gotische → Codex Gisle, das goldene Graduale der Gisela von Kerssenbrock von ca. 1300.
Die Ursprünge der Bodleian Libraries liegen in der ältesten Bibliothek von Oxford aus dem Jahr 1320. Heute ist die Bodleiana zweitgrößte Bibliothek Großbritanniens und die Hauptbibliothek der Universität Oxford. Sie gehört zu den sechs Pflichtexemplar-Bibliotheken des Landes, bei denen jedes gedruckte Werk hinterlegt werden muss. In ihrem Bestand verwahrt sie mehr als 10000 abendländische Handschriften aus Mittelalter und Renaissance. Unter den außergewöhnlichen Spitzenstücken dieser Sammlung findet sich zum Beispiel das um 1515/20 entstandene → Flämische Stundenbuch der Maria von Medici.
Die Anfänge der Bibliothèque nationale de France reichen bis in das späte Mittelalter zurück. Ausgangspunkt war die Büchersammlung König Karls V. von 1368 im Louvre, die jedoch im Hundertjährigen Krieg zerstreut wurde. Seit Ludwig XI. (1423–1483) wurde die königliche Bibliothek systematisch wieder aufgebaut. Im 16. Jahrhundert erhielt sie das Pflichtexemplarrecht. Heute ist die BnF eine der größten Bibliotheken der Welt. Sie sammelt und bewahrt das französische Dokumentenerbe und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Zu ihren umfangreichen Beständen gehören Tausende von mittelalterlichen und neuzeitlichen Handschriften. Die großartige Sammlung birgt eine Vielzahl von Schätzen, wie etwa das bezaubernde → Stundenbuch der Margarete von Orléans.
Die Archivalien des 1841 aufgehobenen Klosters Muri im Kanton Aargau sind heute über verschiedene Standorte verteilt. Der größte Teil des Archivs wurde ins Staatsarchiv Aargau überführt. Alles, was die Benediktinermönche bei der Aufhebung ihres Klosters mitnehmen konnten, gelangte nach Sarnen und Gries (bei Bozen). Seit dem Jahr 2016 wird der Sarner Bestand als Depositum im Staatsarchiv Obwalden verwahrt. Dazu gehören rund 600 Handschriften, darunter auch das 1610 entstandene → Kalligraphiebuch von Johann Caspar Winterlin.
Das Museum zu Allerheiligen wurde von der Stadt Schaffhausen zwischen 1921 und 1938 gebaut, um ein „vorbildliches Heimatmuseum“ als Ort der Aufbewahrung und der Präsentation für die kulturhistorisch interessanten Sammlungen von Vereinen und Privatleuten zu schaffen. Es ist heute das bedeutendste Museum der Region und vereinigt Archäologie, Geschichte, Kunst und Naturkunde unter einem Dach. Seine umfangreichen Dauer- und Wechselausstellungen beleuchten eine große Vielfalt an Themen, so zum Beispiel 2014 das → „Ritterturnier – Geschichte einer Festkultur“.
Die Staatsgalerie Stuttgart ist das Kunstmuseum von Baden-Württemberg. Sie geht zurück auf das 1843 eröffnete „Museum der Bildenden Künste“. Heute besteht sie aus drei Gebäuden, die für unterschiedliche Definitionen der Funktion von Museumsarchitektur stehen: der Alten Staatsgalerie, der Neuen Staatsgalerie und dem Erweiterungsbau der Alten Staatsgalerie. Letzterer beherbergt die Graphische Sammlung mit 400000 Blättern und illustrierten Büchern. 2010 kehrte das lange Zeit verschollen geglaubte → Augsburger Geschlechterbuch von etwa 1545 aus New York in die Graphische Sammlung zurück.
Der Ursprung der Bibliothek geht auf die 1560 gegründete Sammlung des Trierer Jesuitenkollegs zurück. Heute ist sie eine öffentliche kulturelle und wissenschaftliche Allgemeinbibliothek mit bedeutenden Beständen aus Mittelalter und Neuzeit. So verwahrt sie neben neueren Drucken, Autographen und Portraits ca. 3000 Handschriften und 95000 Druckschriften bis 1850, darunter 3000 Inkunabeln. In der Schatzkammer der Bibliothek werden die kostbarsten Bücher und Handschriften aufbewahrt, z. B. die karolingische Trierer Apokalypse oder der berühmte → Egbert Codex.
Die Royal Library in Windsor Castle beherbergt die wichtigsten Teile der königlichen Bücher- und Handschriftensammlung. Diese gehört wiederum zu der von der britischen Königsfamilie treuhänderisch verwalteten Royal Collection, die mit über einer Million Objekten eine der größten und bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt ist. Die Königliche Bibliothek in Windsor wurde in den 1830er Jahren auf Anregung König Wilhelms IV. eingerichtet, nachdem die Bibliothek seines Vaters 1823 an das British Museum geschenkt worden war. Neben den hauptsächlich vorhandenen Druckwerken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert verwahrt die Royal Library einen kleinen, aber exklusiven Bestand an Handschriften und Inkunabeln, darunter das berühmte → Sobieski-Stundenbuch von ca. 1430.
Photo: Royal Collection Trust / © HM Queen Elizabeth II 2015
Die Zentralbibliothek Zürich ist die Kantons-, Stadt- und Universitätsbibliothek von Zürich und eine der größten Bibliotheken der Schweiz. Ihre Anfänge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. So ist 1259 erstmals die Bibliothek des Chorherrenstifts St. Felix und Regula auf dem Grossmünster durch Statuten belegt. Während der Reformation wurden freilich zahlreiche Werke zerstört. Dennoch konnte der Bestand in den Folgejahren wieder aufgebaut werden und bildete 1835 den Grundstock der neu gegründeten Kantonsbibliothek, in die u.a. 1863 die Bücher des aufgelösten Benediktinerklosters Rheinau überführt wurden, darunter der → Rheinauer Psalter von ca. 1260. 1917 wurde die Kantonsbibliothek mit der 1633 eingerichteten Zürcher Stadtbibliothek zur Zentralbibliothek vereinigt. Ihr gemeinsamer Bestand an mittelalterlichen Handschriften umfasst heute rund 650 Bände.