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Ein früherer UBS-Mitarbeiter klagt gegen seinen alten Arbeitgeber. Er wirft der Grossbank vor, sie habe ihn entlassen, weil er keine Falschaussagen habe tätigen wollen.
Trevor Murray war bei der UBS Securities führender Stratege in der Abteilung für Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS). Nun hat der Ex-UBS-ler Klage gegen die Schweizer Grossbank eingereicht.
Murray's Vorwurf: Die UBS habe das Anstellungsverhältnis als Gegenreaktion aufgelöst, weil er seine Vorgesetzten darüber informiert habe, dass er gezwungen werde, Falschinformationen oder irreführende Informationen in seinen Studien zu publizieren, um die Produkte der UBS-Investmentbank oder deren Handelspositionen zu bevorzugen.
Verstiess die UBS gegen das Whistleblower-Gesetzt?
Laut dem Whistleblower-Gesetz, welches 2010 erlassen wurde, dürfen Angestellte nicht entlassen werden, die ihre Arbeitgeber über Regel- und Gesetzesverstösse oder mögliche betrügerische Aktivitäten informieren und sich weigern daran teilzunehmen, berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg».
Murray und sein Anwalt werfen der UBS nun vor, sie habe mit seiner Entlassung das US-Arbeitsrecht gebrochen.
Ex-Lehman-Mann übte Druck aus
Murray hatte bis im May 2007 bereits bei UBS Securities in der Mortgage Strategy Group gearbeitet, wechselte dann aber als Managing Director und CMBS-Analyst zu CapRok Rapital . 2011 erhielt er ein Angebot, zur UBS zurückzukehren, in einer höheren Position und zu einem jährlichen Grundsalär von 250'000 Dollar.
Er wurde in das Team von Ken Cohen, der früher bei Lehman Brothers tätig war, geholt. So seien es laut Murray auch Cohen und dessen Mitarbeiter gewesen, die ihn dazu gedrängt haben «die Analysen so anzupassen, dass sie das laufende CMBS-Geschäft der UBS Securities unterstützen», so Murray laut «Bloomberg».