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Zu keinem Turnier hat Stan Wawrinka so eine spezielle Beziehung wie zu Roland Garros. Schon als Kind verfolgte er die Spiele, 2003 gewann er das Junioren-Turnier und zehn Jahre später stand er hier wohl im Zenit seiner Schaffenskraft, als er im Viertelfinal Roger Federer besiegte und danach im Final Novak Djokovic in die Schranken wies.
Nach zwei Operationen am Fuss verpasste Wawrinka das Turnier im Vorjahr, erst im März kehrte er in den Turnierzirkus zurück. Nun steht er, dank eines geschützten Rankings, erstmals seit anderthalb Jahren im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.
Stan Wawrinka, wie fühlt es sich an, nach anderthalb Jahren wieder bei einem Grand-Slam-Turnier antreten zu können?
Stan Wawrinka: Ich bin wahnsinnig glücklich, wieder hier in Paris zu sein nach zwei Jahren. Es ist wichtig für mich, wieder bei einem Grand-Slam-Turnier zu sein, dieses Gefühl zu haben. Ich weiss, dass ich vom Tennis, von der Physis und vom Mentalen her noch nicht in der Form, in der ich gerne wäre. Um mein bestes Niveau zu erreichen, braucht es Wochen oder Monate. Nach zwei Operationen und langer Abwesenheit braucht es diese Zeit, vor allem in meinem Alter. Aber ich bin sehr zufrieden, die Trainings laufen gut, ich fühle mich gut.
Sie haben für ihr Heimturnier in Genf zunächst eine Wildcard erhalten, danach aber wieder abgesagt. Weshalb?
Die Vorbereitung auf Rom war kompliziert, dann habe ich dort zwei lange Spiele gewonnen. Die Folge war eine Entzündung an der rechten Schulter, die sich entwickelt hat, weil mein Körper es nicht mehr gewohnt ist, solche intensiven Partien zu spielen. Es ist eine andere Belastung, ein anderer Druck, den man nicht trainieren kann. Deshalb habe ich mir Zeit genommen, um mich zu erholen und die Schulter zu schonen. In Genf zu spielen, wäre einfach zu riskant gewesen. Ich möchte nicht zwei Spiele spielen und dann wieder pausieren müssen. Ich habe eine sehr viel langfristigere Vision. Und deshalb versuche, mich nicht zu verletzen und den Körper langsam aufzubauen. Es ist wichtig, dass ich kluge Entscheidungen treffe.
In Rom haben Sie nach über einem Jahr ihren ersten Sieg gefeiert, mit Reilly Opelka einen Spieler aus den Top 20 und mit Laslo Djere einen Spieler aus den Top 50 besiegt und konnten sich danach mit Novak Djokovic messen. Können Sie beschreiben, wie sich das angefühlt hat?
Das war absolut genial, ein grossartiges Gefühl, vor diesem Publikum zu spielen, diese Unterstützung zu spüren. Das ist der Grund, weshalb ich zurückgekehrt bin, weshalb ich so hart arbeite. Dazu kommt, dass ich in Rom schon sehr viel besser gespielt habe, als ich es erwartet hatte. Aber ich muss mich weiter verbessern – im Tennis, aber auch körperlich. Das geht nicht von Null auf Hundert. Aber ich arbeite wirklich sehr, sehr hart. Doch ich habe schon ein sehr gutes Niveau.
Wo sehen Sie noch Steigerungspotenzial?
Es geht schneller, als ich es mir erhofft hatte und als dass man mir gesagt hat. Man darf nicht vergessen: Ich bin 37 Jahre alt, ich hatte zwei Operationen am Fuss und war während eines Jahres abwesend. Erst im Februar habe ich wieder angefangen, Tennis zu spielen. Ich bin nicht blauäugig und mir im Klaren darüber, dass es noch sehr viel Zeit und Arbeit braucht. Alles kann und muss besser werden: Im Match, körperlich, mental. Ich spiele gut, aber ich brauche Spiele. Ich muss besser servieren, mich besser bewegen, schneller reagieren, härter schlagen, mehr Selbstvertrauen aufbauen. Das braucht Zeit. Und dennoch: Es ist grossartig, hier zu sein. Die Basis ist nun gelegt.
Sie sprachen von einer langfristigen Vision, die Sie verfolgen. Wissen Sie schon, wie es nach den French Open weitergehen wird?
Ich bin sehr auf den Moment fokussiert, auf Roland Garros. Danach werde ich aber wohl in Queens und Wimbledon auf Rasen spielen und danach wieder auf Sand Turniere bestreiten, in Bastad und Gstaad. Aber natürlich hängt das von den Resultaten an. Wie weit ich hier in Paris komme und wie ich mich danach fühle, beeinflusst die Entscheidung, wie es in den nächsten Wochen weitergeht.
Sie treffen in der ersten Runde auf den Franzosen Corentin Moutet 23, ATP 139), was sagen Sie zur Auslosung?
Ich habe schon gegen ihn gespielt und verloren. Er ist Linkshänder, ein komplizierter Gegner, dazu spielt er noch Zuhause vor Heimpublikum, wo er noch besser spielt. Das macht es schwieriger. Da, wo ich jetzt stehe, ist die Auslosung nicht wichtig. Ich schaue auf mich. Ich brauche schwierige Matches, komplizierte Aufgaben. Ich bin auf dem Weg zurück. Aber natürlich habe ich die Auslosung angeschaut und weiss, wer in meinem Tableau ist (lacht).
Sie könnten in der zweiten Runde nämlich auf Rekordsieger Rafael Nadal treffen, wenn Sie sich gegen Moutet durchsetzen.
Das wäre natürlich super und absolut genial (lacht). Aber ich wäre schon sehr glücklich, wenn ich den ersten Match gewinne. Ich habe in den letzten zwei Jahren nur zwei Spiele für mich entschieden. Es gibt also keine Garantie, keine Sicherheit. Jede Aufgabe ist kompliziert. Es wird eine Achterbahnfahrt, bei der es aufwärts und abwärts geht. (aargauerzeitung.ch)
Natürlich hat es Marwin Hitz mitgekriegt. Auch wenn er im Urlaub weilte mit seiner Familie. Aber auch dort hat er die Geschichten gesehen, die es rund um seinen Wechsel zum FC Basel gegeben hat. Viele Geschichten, im Kern mit einer einzigen Frage: Wieso holt der FC Basel Marwin Hitz, einen 34 Jahre alten Torhüter, von Borussia Dortmund, wo er nur zweiter Keeper war, wenn man in Basel doch Heinz Lindner hat?