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Abgefahren!
Besser als im Film
In der Zürcher S16. In Herrliberg-Feldmeilen stürmt ein flotter, junger, hochgewachsener Mann in den Wagen. Mit seinem Outfit sticht er ins Auge: Anzug, Veston über den Schultern, ein weisses Hemd, das nicht in den Hosen steckt, sondern locker über die Hose getragen ist. Die Knöpfe des Hemds sind offen.
Die Krawatte hängt locker um den Hals. Seine Füsse stecken ohne Socken in eleganten Schuhen, deren Bändel nicht gebunden sind. Was für eine Erscheinung! Was für eine Szenerie! Kein Drehbuchautor hätte sie besser hingebracht. Kaum hat er sich gesetzt, beginnt der Blickfang mit seiner Toilette: Er zieht die Schuhe aus und schlüpft in ein Paar Socken und bindet die Schuhbändel. Dann knöpft er sein Hemd zu, stopft es in die Hose, schliesst den Gürtel. Nun bindet er die Krawatte korrekt und gekonnt um, findet zur Überraschung der Mitreisenden sogar noch Manschettenknöpfe in seinem Veston und vollendet sein Outfit. Es folgt ein befriedigtes Aufatmen. Was bleibt ist die Frage, aus welchem Bett dieses Bild von einem Mann morgens um 7 auf den allerletzten Drücker gestiegen ist. Es muss ihm dort sehr gut gefallen haben.