Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/1706

Die Great Highland Bagpipe
Da dieses Instrument sehr laut ist, wird die Great Highland Bagpipe vornehmlich im Freien gespielt. Der Spieler wird als „Piper“ bezeichnet.
Aufbau
Im wesentlichen besteht eine Pipe aus dem Bag (Sack), drei Drones (Drohnen), einem Blowstick (Mundstück) und der Chanter (Spielpfeiffe).
Traditionell bestehen alle Holzteile des Instruments aus Blackwood. Die verschiedenen Verzierungsteile sind aus synthetischem Elfenbeinersatz. Bei höherwertigen Instrumenten sind einzelne Verzierungsteile auch aus Metall (Nickel, Silber, Silber vergoldet) gefertigt, die hochglanzpoliert oder mit Gravuren versehen sind.
Der Bag ist aus Gore-Tex gefertigt. Der Kunststoffsack benötigt kein Dichtmittel, sollte aber trotzdem aus hygienischen Gründen regelmäßig gereinigt werden. Über den Sack wird üblicherweise ein Stoffüberzug (engl. cover) gezogen, der entweder in einem bestimmten Tartan gestaltet ist oder schlicht einfarbig gehalten ist.
Die Spielpfeife ist mit einem Doppelrohrblatt ausgestattet. Das Doppelrohrblatt wird üblicherweise aus Pfahlrohr hergestellt, Die Drones sind mit Einfachrohrblättern aus Kunststoff ausgestattet.
Geschichte
Über die genaue Herkunft der Bagpipe gibt es unzählige Theorien. Fakt ist, das dieses Instrument nicht in Schottland erfunden wurde. Es existieren viele ähnliche Instrumente rund um den Globus. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, hier irgend eine wilde Theorie niederzuschreiben. Fakt ist, es ist ein wunderschönes, uraltes Instrument.
Tonumfang
Die Bagpipe hat lediglich 9 Töne zur Verfügung. Die Tonleiter fängt mit einem „Low G“ an, und endet beim „High A“. Hier eine schematische Darstellung der verschieden Töne und Griffweise.
Die Schwierigkeit dieses Instruments, liegt nicht in den einzelnen Noten. Die Pipe ist ein unterbrechungsfreies Instrument. Damit man die einzelnen Töne trozdem „trennen“ kann, werden sogeannte Gracenotes und Embellishments gespielt. Dies sind sehr kurz gespielte noten, welche zwischen der eigendlichen Melodie gespielt werden. Dadurch erhält die Bagpipe ihren unverkennbaren Sound.