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Akupunktur
Die Akupunktur (lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen, chinesisch 針砭, Pinyin zhēn biān) ist die bekannteste Therapiemethode aus den Teilgebieten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).
Der Akupunktur liegt das Meridiansystem (Leitbahnen) zugrunde, welches mit den einzelnen Organen verbunden ist und worauf sich die Akupunkturpunkte befinden.
Blockaden in den Meridianen stören das Gleichgewicht von Yin und Yang und somit den harmonischen Energiefluss in den Meridianen. Die Energie in den Meridianen nennt man in der chinesischen Medizin Qi oder Chi. Ist diese Energie in den Meridianen blockiert, beeinflusst dies die Organe, woraus Krankheiten entstehen können.
Mit Nadeln (Akupunkturnadeln), so fein und dünn wie ein Haar, werden die Akupunkturpunkte die auf diesen Meridianen liegen gestochen, um die Blockaden aufzulösen, so dass die Energie wieder aktiviert wird und wieder fliessen kann und Körper und Geist wieder in einen harmonischen Zustand gelangen.
Akupressur
Die Akupressur basiert auf dem selben Prinzip wie die Akupunktur. Anstelle von Nadeln, werden die Akupunkturpunkte massiert, gerieben oder durch drücken stimuliert. Die Akupressur entstand historisch gesehen vor der Akupunktur.
Moxa
Moxa ist die Erwärmung von speziellen Punkten auf den Meridianen. Moxa Behandlungen werden mit Beifuss (Atremisia Vulgaris) bestehend aus gepressten und getrockneten Pflanzenteilen durchgeführt. Moxa wird mit Moxakegeln, Moxazigarre oder Moxa-Nadeln durchgeführt. Das abbrennen des Krautes regt die Blutzirkulation und der Fluss der Energie (Qi) an und wirkt gegen sogenannte „kalte” Zustände.
Schröpfen
Beim Schröpfen werden Schröpfgläser oder Schröpfköpfe verwendet, welche auf bestimmt Hautpartien, auf Akupunkturpunkte gesetzt werden. Durch die Erzeugung eines Vakuums das durch Hitze oder einer Vakuumpumpe erzeugt wird, wird die Durchblutung der Körperregion stark gefördert.
Das Schröpfen wird besonders bei folgenden Störungen angewendet:
- Erbrechen/Durchfall
- Bauchschmerzen, Magenbeschwerden/Verdauungsstörungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Erkältung/Grippe/Husten
- Bluthochdruck
- Kopfschmerzen
- Menstruationsbeschwerden
- Allgemeine Schmerzen
Während die Schröpfgläser 10 bis 15 Minuten an bestimmten Akupunkturpunkten belassen werden, fördert dies die Durchblutung der betroffenen Stelle.
Es gibt verschiedene Schröpf-Verfahren mit verschieden grossen Schröpfkugeln.
Phytotherapie (Kräuter/Tee)
Die Kräuterheilkunde ist eine der wichtigsten Behandlungsmethode in der traditionellen chinesischen Medizin. Beim Erstgespräch zwischen Patienten und TCM-Spezialisten wird entschieden, ob eine Kräuter-Therapie angebracht ist oder nicht. Bei bestimmten Fällen wird die Kräuter-Therapie mit anderen Therapien, z.B. Akupunktur kombiniert.
Die Kräuter die für die Behandlung verwendet werden, sind keine harmlosen Mittel, sondern hochpotente Medikamente, die bei jedem Patienten individuell zusammengestellt werden. Sie sind meistens für innere, aber manchmal auch für äussere Anwendung eingesetzt. Die Kräutermischung wird im Verlauf der Behandlung immer dem jeweiligen (energetischen) Zustand angepasst.