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Der 38-jährige Mann sei bei Bewusstsein und zur Pflege ins Spital in Besançon gebracht worden, teilte die Präfektur Doubs mit. Er sei ausser Lebensgefahr. Er hatte sich mit dem Schleudersitz retten können. Erste Bilder von der Absturzstelle zeigen, dass von der verunglückten F/A 18 nicht viel übrig geblieben ist.
Was man bislang weiss: Der Schweizer Kampfjet ist nicht wegen einer Kollision abgestürzt. Die Maschine habe unvermittelt an Höhe verloren, sagte Luftwaffenkommandant Aldo C. Schellenberg am Mittwoch vor den Bundeshausmedien in Bern. Die Gründe dafür seien noch nicht bekannt. Die F/A-18 und zwei Tiger-Kampfjets waren für eine Luftkampfübung in den grenzüberschreitenden Trainingsraum aufgestiegen. Schellenberg zeigte grosse Erleichterung, dass der Pilot lediglich verletzt wurde. “Ich bin glücklich, dass sich der Pilot bei diesem Unglück retten konnte”, sagte er. Dieser befindet sich ausser Lebensgefahr im Spital. Der Luftwaffenkommandant dankte auch den französischen Rettungskräften, die “rasch und professionell” reagiert hätten.
Das sagt der Luftwaffenkommandant:
Der Absturz ereignete sich um 11.30 Uhr auf dem Gemeindegebiet von Glamondans, 20 Kilometer östlich der Stadt Besançon, in einem unbewohnten Gebiet. Die Absturzursache ist zur Zeit unbekannt, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte.
Die zweisitzige Maschine war in Payerne VD gestartet. Rund um den Unfallort wurde laut der Nachrichtenagentur AFP eine Sicherheitszone von 300 Metern errichtet. Die Untersuchungen der französischen Behörden sind im Gang. Weitere Informationen liegen zur Zeit nicht vor. Dass die Maschine über französischem Luftraum unterwegs war, ist laut einem VBS-Sprecher nicht ungewöhnlich. Es gebe Vereinbarungen über die gegenseitige Nutzung des Luftraumes und es handle sich für Schweizer Piloten daher um einen Standardübungsplatz.
Laut VBS war die F/A 18 mit zwei weiteren Kampfjets auf einem Übungsflug, als es zum Absturz kam.
Dritter Absturz einer F/A 18
In den 90er-Jahren waren insgesamt 32 Maschinen des Typs F/A 18 an die Schweizer Luftwaffe ausgeliefert worden. Mit dem heutigen Verlust sind bereits drei dieser Kampfjets verunglückt. Im Oktober 2013 zerschellte ein Jet an einem Hang bei Alpnachstad OW – der Pilot und ein deutscher Fliegerarzt kamen dabei ums Leben. Die offizielle Untersuchung zur Absturzursache ging von einem Pilotenfehler aus.
Menschliches Versagen steht auch beim Absturz im April 1998 in Crans-Montana VS im Vordergrund; auch hier wurden zwei Personen getötet. Die Ursache: Räumliche Desorientierung.
(sda/red)