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|DER SCHWEIZER FILM||INDEX FILMKOMPONISTEN|
|Bruno Spoerri

1935
|.

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Der Filmkomponist und Musiker Bruno Spoerri studierte in den 50er Jahren angewandte Psychologie in Zürich und trat bereits zu jener Zeit bei verschiedenen Bands als Jazzmusiker auf.
Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ergriff er in den 60er Jahren den Beruf eines Psychologen und Berufsberaters, die Musik blieb aber immer ein wichtiger Faktor in seinem Leben.
1964 schrieb er seine erste Musik für einen Werbespot (insgesamt vertonte er in seiner Laufbahn rund 500 Werbefilme) und zwei Jahre später war er erstmals als Filmkomponist am Film "Der Würger vom Tower" (66) mit Charles Regnier und Ady Berber beteiligt. Die Musik entstand in Zusammenarbeit mit Walter Baumgartner und Hans Möckel.
1967 machte sich Bruno Spoerri als Musiker, Komponist und Toningenieur selbständig und er wurde ein Vorreiter der elektronischen Musik. Hier scheint er die beiden Berufe seiner Eltern verschmolzen zu haben - seine Mutter war eine Violinistin, sein Vater ein Elektroingenieur.
Er arbeitete mit verschiedenen Grupen wie "Brainticket", "Peaches" und "Waves" sowie mit den Musikern Tony Oxley und George Gruntz zusammen und seine Touren führten ihn um den halben Globus.
In den 70er Jahren übernahm er zudem die musikalische Leitung des Zürcher Jazz-Festivals in den Jahren 1971-1973 und 1975-1977 und er ging u.a. mit Tony Oxley und George Gruntz auf Tour.
1976 folgte seine zweite Filmmusik zu "Fluchtgefahr" (76) mit Wolfram Berger, Matthias Habich, Sigfrit Steiner und Hans Gaubler. Regie führte Markus Imhoof.
Zu seinen weiteren Filmkompositionen gehören Markus Imhoofs "Tauwetter" (77) mit Arthur Brauss und Gila von Weitershausen, "Teddy Bär" (83) von und mit Rolf Lyssy und Renate Schroeter und der Dokumentarfilm "Der schöne Augenblick" (86) von Friedrich Kappeler.
In den 90er Jahren schrieb Bruno Spoerri die Musik zu den Produktionen "Liebe - einfach kompliziert" (92), dem international erfolgreichen Streifen "Der Kongress der Pinguine" (93) von Hans-Ulrich Schlumpf und "Die Metzger" (98) mit Alexander Radszun und Leyla Demir.
Seine letzte filmische Arbeit entstand für den Dokumentarfilm "Wäg vo de Gass!" (04) von Rolf Lyssy.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Musiker war Bruno Spoerri auch Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Zürich und Luzern.