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Das Wichtigste in Kürze
- Russland versucht Wahlen in westlichen Staaten durch Manipulation zu beeinflussen.
- Der NDB warnt, dass dafür Schweizer Server genutzt werden könnten.
- Für die eidgenössischen Wahlen 2023 hält er Manipulationen aber für unwahrscheinlich.
Russland hatte bereits 2016 versucht, Einfluss auf die US-Wahlen zu nehmen. Einem vertraulichen Bericht des Nachrichtendienst des Bundes (NDB), der dem «Blick» vorliegt, geschah gleiches 2021 in Deutschland.
Dass der Kreml jetzt damit aufhört, ist unwahrscheinlich, insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Brisant: Der NDB hält es für denkbar, dass künftige Wahlmanipulationen über die Schweiz abgewickelt werden könnten.
Dem Bericht zufolge ist es wahrscheinlich, dass für Cyberangriffe auf westliche Wahlen in der Schweiz stehende Server verwendet werden. Damit nehme dem NDB zufolge die Souveränität der Schweiz schaden. Das Ziel der Attacken sei die Schwächung der westlichen Staatengemeinschaft.
Wahlmanipulation in der Schweiz unwahrscheinlich
Mit Blick auf die Schweizer Parlamentswahlen 2023 gibt der Nachrichtendienst allerdings Entwarnung. Der NDB hält es für unwahrscheinlich, dass Russland versuchen könnte, die eidgenössischen Wahlen zu manipulieren.
Viel eher stünden «Staaten mit mittlerem bis grossem europa-, beziehungsweise weltpolitischem Einfluss» im Fadenkreuz. Besonders «opportune Ziele» seien Staaten, die ein anfälliges Wahlsystem und «eine Kandidatenliste, die für Russland relevante Geschäfte stark polarisiert», aufwiesen.