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Keine Fuchsbandwurmeier in Bärlauch und Spinat nachweisbar
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 29 Proben Bärlauch und Spinat auf die Anwesenheit von Fuchsbandwurmeiern untersucht. Erfreulicherweise testeten alle Proben als negativ.
29 pflanzliche Lebensmittel wurden in Basel-Stadt erhoben, die bodennah wachsen und entweder aus Freilandpflanzungen stammten oder wild wachsen. Die Proben umfassten 25 Bärlauch- und 3 Spinat-Proben sowie eine Wildkräuter-Probe. 14 Proben stammten von Marktständen, sechs von Geschäften und neun von Privatgärten. Die Proben stammten zur Mehrheit aus der Schweiz, einige aus Deutschland und Frankreich.
In keiner der Proben wurden Fuchsbandwurmeier nachgewiesen.
Trotz des negativen Analyseresultats wird auf die Empfehlungen des Instituts für Parasitologie der Universität Zürich im Umgang mit wild wachsenden pflanzlichen Lebensmitteln verwiesen.
Infobox
Zwischen 35 und 65 % der Füchse in der Schweiz sind vom parasitären Fuchsbandwurm (Echi-nococcus multilocularis) befallen. Der Fuchs - aber auch zu einem geringeren Mass Hunde und Katzen - dienen als Endwirt des Fuchsbandwurms. Sie bleiben symptomlos und scheiden Fuchsbandwurmeier über den Kot aus. Wird der Mensch befallen, dient er als Zwischenwirt und erkrankt an der alveolären Echinokokkose, einer schweren potentiell lebensbedrohlichen Erkrankung häufig der Leber aber auch anderer Organe. Die Infektion beim Menschen erfolgt über den oralen Kontakt mit Kot eines infizierten Fuchses (Hund oder Katze) z.B. während der Gartenarbeit, beim Spielen im Sandkasten oder über den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln wie es z.B. bodennahe Beeren oder Kräuter sein können. Da der Fuchsbandwurm nur wenige Millimeter lange ist, sind dessen Eier von blossem Auge nicht sichtbar.
Obwohl die alveoläre Echinokokkose sehr selten auftritt (10 bis 20 Neuerkrankungen pro Jahr in der Schweiz), ist die Untersuchung dieses Übertragungswegs sehr sinnvoll, denn der Verlauf der Krankheit ist ohne rechtzeitige Behandlung häufig tödlich.