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Wir befinden uns auf der 136 und sehen, dass Salz abgebaut wird. Viel Sand, Schotter und erste Yoshua Trees begleiten uns. Langsam kommen wir ins Gebirge vom Panamint Valley. Eine
wunderschöne Aussicht bietet sich bei «Father Crowley» ins ganze Tal. In dem Rainbow Canyon, den das Militär «Star Wars Canyon» nennen, dürfen nur die besten qualifizierten Piloten trainieren. Vorher müssen sie stundenlang
an einem Simulator üben, denn dieser Canyon ist technisch sehr anspruchsvoll. An einer Kreuzung treffen wir Stefanie und Ruedi aus Seuzach. Weit und breit ist niemand, aber wie es der Zufall will, trifft man sich an dieser Kreuzung. Es geht stets rauf
und runter durch den «Darwin Canyon» und auf 1'800 m blühen die niedrigen Büschel wunderschön. Eine Herde Langhornschafe und zwei Esel begegnen uns und in Mahogany Flat angekommen, sehen wir die «Wildrose Charcoal Kills»,
das sind Kohlenmeiler. Diese acht Meiler wurden im 1877 für die «Modock Mine Smelter» gebaut. Arbeiter füllten diese Meiler mit Piñon Kieferholz, die hier gut wachsen und feuerten ein. Das Verbrennen reduziert das Holz zu Kohle,
welches 6 – 8 Tage dauerte und 5 Tage zur Abkühlung brauchte. Wagenladungen davon wurden in die Mine geführt, wo sie Silber und Blei herauslösten. Nach nur drei Jahren brauchte man diese Meiler nicht mehr, aber riechen können wir
das verbrannte Holz heute noch. Wir übernachten auf einem Plateau und geniessen die herrliche Ruhe auf 1'644 m.
Viel Wind begleitet uns und wir fahren in den «Death Valley NP». Dieser liegt in der Mojave-Wüste, östlich der
Sierra Nevada. Zum grössten Teil in Kalifornien und ein kleiner Teil in Nevada. Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,95 m unter dem Meeresspiegel und der Park erstreckt sich über eine Fläche von ca. 13'000 k2. Es kann hier über 50 Grad
heiss werden und ist sehr trocken. Wir schauen in den 200 m tiefen «Little Hebe Crater» und bewundern bei «Mesquite Flat» die Sanddünen. Wir haben mittlerweile 41 Grad und stellen uns in den schattenlosen «Stovepipe Wells
Village RV» Platz. Wir dürfen im Pool des Hotels baden und so bleiben wir hier und kühlen etwas ab.
Schon am Morgen ist es 31 Grad heiss, aber wir wollen trotzdem nochmals eine Rundfahrt unternehmen. Die imposanten Felsformationen vom
«Zabriski Point» gefällt uns gut und bei «Dantes View» auf 1'700 m haben wir einen sensationellen Blick ins «Todestal». Beim «Badewater Basin» gelangen wir an den heissesten und tiefsten Punkt, - 336 F und
die farbigen Berge bei «Artists Palette» und dem «Golden Canyon» beeindrucken uns sehr. Zum Übernachten nehmen wir den längeren Weg gerne in Kauf und fahren nochmals auf unseren ersten Übernachtungsort auf dem Plateau.
Über die 190 und 210 fahren wir zur «Devils Hole» in das «Ash Meadows NWR»
im Death Valley NP. Auf der Schotterpiste rumpelt es ordentlich und wir kommen an einen glasklaren türkisfarbenen See. Vor tausenden von
Jahren lief hier Wasser durch und heute ist es ein nationales Wildlife Refuge. Auch lebt hier der «Devils Hole Pupfish». Die gesamte Population der Devils Hole-Welpenfische lebt in einer mit Wasser gefüllten Höhle, die in einen felsigen
Hang geschnitten ist, wo sie seit 10'000 bis 20'000 Jahren isoliert sind. Die Welpenfische, die weniger als 2,5 cm lang sind, ernähren und laichen hauptsächlich auf einem kleinen Felsvorsprung nahe der Oberfläche. Er ist geschüzt und der
Oberste Gerichtshof der USA entschied 1976, das Pumpen des Grundwassers zu begrenzen, um genügend Wasser zu garantieren, um einen Teil des von den Fischen benötigten Felsschelfs zu bedecken.
Ich habe einen tollen Campingplatz ausfindig gemacht,
den wir heute Abend anfahren. Es ist das «Wine Ridge RV Resort», eine Superanlage mit Weindegustation. Wir stehen unter einem Baum, öffnen Tür und Fenster und gehen baden, Wein degustieren und lecker Essen. Als wir wieder zurückkommen
ist alles voller Blütenblätter….
Es hat etwas abgekühlt und wir fahren bei sehr starkem Wind, der voller Sand ist, weiter. Gerade erkennen wir noch unseren Weg und fahren über die 160, I 95, I 93 und 169, zuerst durch eine
unspektakuläre Wüstenlandschaft. Wir nähern uns Las Vegas und der Verkehr nimmt ständig zu. In den letzten Jahren entstanden neue Autobahnen und neue Wohnquartiere. Unglaublich! Ausserhalb der Stadt werden neue Logistikhallen aufgestellt
und die gleich vor Ort vorhandenen Bergwerke, liefern das Material für den Strassenbau. Stein und Sand hat es ja zur Genüge! Wir stellen uns im «Valley of Fire SP» für zwei Nächte zum Campen hin. Es ist sehr angenehm und nicht
mehr so heiss.
Auf der sehr schönen Strecke fahren wir bis zu den «Fire Waves» und machen eine kleine Wanderung. Alle angefahrenen Punkte geben Einblick in diese fantastische Berglandschaft. Was für ein toller State Park. Er ist
mit 141 km2 der grösste und älteste SP in Nevada. Diese phänomenalen Sandsteinformen wurden durch grosse Sanddünen während der Jurazeit geformt. Erdhebungen und Faltenbildung sowie Mio. von Jahren der Erosion liessen dieses grosse
Tal entstehen. Ca. 300 v.Chr. bis 1'150 n.Chr. war das Gebiet von Korbmachern, dann von den «Anaszi»-Indianern besiedelt.
Eine kurze Strecke führt uns über Utah. Auch da wird gebaut und bewässert. Die Golfplatzanlagen grasgrün
und grosszügig angelegt. Die 59 und 389 führt über die Hurricane Cliffs und wieder in Arizona, sind wir in dem markanten Gebirge des «Kaibab IR» (Indianerreservat). Im Kaibab NF geht es über den Panoramaweg und wir sehen viele
verbrannte Bäume. 2019 zerstörte der Waldbrand grosse Flächen und ich kann euch sagen, das tut einem im Herzen weh. In Jacob Lake bekommen wir den letzten Platz im Pinienwald und geniessen die kühlen 19 Grad auf 2'419 m.