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Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Diese Gattung umfasst 32 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben.
Daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen. Ausgangsformen der Kultursorten sind fast immer gärtnerische Züchtungen der Gemeinen Pfingstrose und der Milchweissen Pfingstrose. Wenige Gartenformen basieren dagegen auf interspezifischen Hybriden.
Päonien, wie der botanische Name der Pfingstrose lautet, sind unter anderem wegen ihrer aussergewöhnlichen Blütenvielfalt sehr beliebt. Die Pfingstrose gehört, trotz ihres Namens, nicht zu den Rosen, sondern zu den Hahnenfuss-Gewächsen. Es gibt zwei unterschiedliche Gruppen: Stauden- und Strauch-Pfingstrosen.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass sich die oberirdischen Teile der Stauden-Pfingstrose im Winter komplett in die Erde zurückziehen, während die Strauch-Pfingstrose - wie andere Sträucher auch - ihre Blätter verliert. Strauch-Pfingstrosen können zudem wesentlich höher werden.
Buschiger Wuchs an sonnigem Standort
Weil sich die Blüten vieler Pfingstrosen und zahlreicher Rosen ziemlich ähneln und weil der Blühzeitpunkt um Pfingsten liegt, hat die Pflanze ihren Namen bekommen. Die Stauden-Pfingstrose wächst buschig und wird je nach Sorte etwa 60 bis 100 Zentimeter hoch. Pfingstrosen bevorzugen einen sonnigen Standort und mittelschwere humose Lehmböden, die auch in der Trockenzeit eine gewisse Feuchtigkeit behalten.
Im Unterschied zu anderen Stauden gleicher Blütezeit behalten sie ihr dekoratives grünes Laub bis in den Herbst hinein. Nach der Blüte, wenn die Pflanze sich langsam zurückzieht, können Päonien mit Komposterde gedüngt werden. Vertrocknete Blüten sollten abgeschnitten werden. Die welken Stängel werden im Oktober oder November dicht über dem Boden abgeschnitten.
Pfingstrosen nicht zu tief pflanzen
Pfingstrosen sollten ihre Blüten-Knospen Mitte Mai voll ausgebildet haben, denn ihr grosser Auftritt steht ja unmittelbar bevor. Bei Pflanzen, die noch weit zurück sind, könnte es daran liegen, dass sie zu tief gepflanzt worden sind. Bei Pfingstrosen darf der Wurzelstock nur drei bis vier Zentimeter unter der Erde liegen, sonst fühlt sich die Pflanze nicht wohl und wächst nicht optimal.
Ausserdem sollten die Pflanzen nach Möglichkeit nicht umgesetzt werden. Sie wachsen und entwickeln sich nur gut, wenn sie mehrere Jahre am selben Standort bleiben. Sie machen also kaum Arbeit.
Ältere Pflanzen durch Teilen vermehren
Im Vergleich zu anderen Stauden, die nach einigen Jahren geteilt werden sollten, benötigen Pfingstrosen diese "Verjüngungskur" nicht. Dennoch ist es möglich, ältere Päonien zwecks Vermehrung zu teilen. Ende Juli, Anfang August, wenn die Blüte schon einige Zeit vorüber ist, kann damit begonnen werden. Nach dem vorsichtigen Ausgraben bei Edel-Pfingstrosen mindestens zwei stark entwickelte (meist rot gefärbte) Augen und eine kräftige, unbeschädigte Wurzelknolle abtrennen.
Bauern-Pfingstrosen besitzen viele "schlafende" Augen, sie können prinzipiell aus jedem kräftigen Wurzelstück neu austreiben. Aus den abgetrennten und neu gepflanzten Pflanzenteilen bildet sich im Folgejahr die neue Pflanze, aus der sich nach und nach eine stattliche Pfingstrose entwickelt.
Viele Farben und toller Duft
Die Sorte "Festiva Maxima" ist etwas mehr als 150 Jahre alt, aber immer noch ungemein attraktiv. Sie wird knapp 80 Zentimeter hoch, hat faustgroße, weisse und herrlich duftende gefüllte Blüten. Wer statt Weiss lieber Rosa mag, sollte sich unter anderem die Sorte "Sarah Bernhardt" ansehen. Ihre Blüten haben zusätzlich noch einen silbrigen Schimmer und duften ebenfalls unglaublich intensiv und angenehm.
Bilder: Pixabay (2) und Joseph Birrer (1)
10.6.2019