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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00055 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 5. Dezember 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss advokatur kanonengasse Militärstrasse 76, Postfach 1012, 8021 Zürich 1 gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1970 geborene X.___, Dachdecker mit Fähigkeitszeugnis (Urk. 6/3), meldete sich am 7. Juni 2016 unter Hinweis auf Beschwerden an den Knien, Hüften, Schultern, am Rücken und Meniskus, auf eine Fehlbildung und Abnutzung sowie auf eine psychische Erkrankung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6 /7). Die Sozialversi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies am 16. September 2019 das Leistungsbegehren des Versicherten verfügungsweise ab (Urk. 6 /1 01 ). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 30. April 2020 (Urk. 6/110; Verfahren Nr. IV.2019.00728) in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 16. September 2019 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolg te r Abklärung neu verfüge (S. 10). 1.2 Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische Abklärungen vor und veranlasste bei der MEDAS Y.___ GmbH ( Medas ) eine polydisziplinäre Begut achtung (Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie, Rheumatologie, Psychiatrie und Psychotherapie ; Expertise vom 21. Juni 2021 [Urk. 6/137/2-14]). Nach durchgeführtem Vorbescheidve rfahren (Urk. 6/143) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 (Urk. 2) ab 1. Februar 2017 eine ganze Rente zu. 2. Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2022 (Datum des Poststempels) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 28. Dezember 202 1. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2022 (Urk. 5) beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen (S. 1). Am 7. Juni 2022 stellte der Beschwerdeführer, neu vertreten durch Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello, das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 11 S. 2). Mit Replik vom 7. Oktober 2022 (Urk. 19) präzisierte er das ursprüngliche Rechtsbegehren und beantragte, es sei die Verfügung vom 28. Dezember 2021 insofern aufzuheben und abzuändern, als dass bereits ab Dezember 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei. Eventuell sei die genannte Verfügung insofern aufzuheben und abzuändern, als dass ihm bereits ab Januar 2017 eine ganze Rente zuzusprechen sei. Subeventuell sei mindestens festzustellen, dass die invalidisierende Arbeits unfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Anfang 2015 respektive mindestens ab April 2015 bestanden habe. Im Weiteren sei der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückweisung der Sache vollumfänglich abzuweisen und es sei ihm, im Falle einer vom Gericht vorgesehenen Rückweisung, vorgängig die Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde einzuräumen (S. 2). Die Beschwer degegnerin verzichtete am 24. Oktober 2022 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Beschluss des hiesigen Gerichts vom 2 8. März 2023 ( Urk. 2 5 ) wurde d er Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstellung im Urteilsfall hingewiesen ( reformatio in peius ), worauf er, neu vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss, mit Eingabe vom 1 6. August 2023 ( Urk. 37-38) mitteilte, an seiner Beschwerde festzuhalten. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit seit Februar 2016 nicht mehr arbeitsfähig. Nach Ablauf des Wartejahrs im Februar 2017 sei er auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb er ab Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Rente habe. 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1, Urk. 19 ), er sei ab mindestens Dezember 2016 aus somatischen und psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb ihm spätestens ab diesem Zeitpunkt eine ganze Rente zustehe. Im Weiteren sei es überwiegend wahrscheinlich, dass er bereits im Rahmen seiner letzten Anstellung bei der Personalberatung Z.___ im Jahre 2015 (April bis Juni) arbeitsunfähig gewesen sei ( Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 5) präzisierte die Beschwerdegegnerin, es sei aufgrund der medizinischen Unterlagen unklar, seit wann die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers bestehe und damit auch, wann die gesetzliche Wartefrist erfüllt sei. Entsprechend müsse die Beschwerdegegnerin de n Beginn der Warte frist abklären. Im Weiteren könne auch der Rentenanspruch als solcher diskutiert werden. Im Medas -Gutachten vom 6. Juli 2021 sei erstmals die Diagnose einer posttraumatische n Belastungsstörung ( PTBS ) gestellt worden, wobei diesbezüg lich keine sorgfältige Plausibilitätsprüfung vorgenommen worden sei. Zudem sei im genannten Gutachten die Arbeitsfähigkeit in angepasste r Tätigkeit erstmals (und damit abweichend zu sämtlichen Voruntersuchungen ) aus psychiatrischer Sicht komplett verneint worden, was nicht genügend begründet worden sei (S. 2 Ziff. 3 ff.). 2.4 Streitig und zu prüfen ist damit, ob und allenfalls ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistun gen der Invalidenversicherung hat. 3. 3.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beschwerden die angestammte Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr ausüben kann. Strittig ist demgegenüber der Zeitpunkt des Eintritts der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit. Während die Beschwerdegegnerin von April 2016 aus geht, macht der Beschwerdeführer eine solche seit mindesten s Februar 2016 respektive Dezember 2015 geltend. Im Weiteren sind der Umfang der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, insbesondere in psychischer Hinsicht, sowie der Zeitpunkt des Eintritts einer allfälligen diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit strittig ( Urk. 5, Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 3.2 3.2.1 Die Medas - Gutachter Dr. med. A.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologin lic. phil. B.___, Dr. med. C.___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.___, Facharzt Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, nannten in ihrer Expertise vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 6/137/ 2-13 S. 8 f.) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit im Vordergrund stehenden Border line -A nteilen (ICD-10 F61.0) - PTBS ( ICD-10 F43.1) - chronifizierte mittelschwere Depression (ICD-10 F33.1) - Cannabis- und Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F12.24) - leichte kognitive Minderleistungen multifaktorieller Ätiologie mit Recht schreibstörung (ICD-10 F 81.1) - bilaterales femoroazetabuläres Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose beidseitig, rechtsbetont, Hüftdysplasie rechts - rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei fortgeschritte ner Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/5 und L5/S1 bilateral - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Neigung zu allgemeiner Bandlaxität - Status nach subacromialem Impingement des rechten Schultergelenks Die Experten führten aus, i m Rahmen der internistischen Untersuchung seien das hinkende Gangbild und die Bewegungseinschränkung vor allem der rechten Hüfte und des rech t en Kniegelenkes aufgefallen. Der weitere internistische Unter suchungsbefund sei un auffällig. Der Drogentest auf Cannabis sei positiv ausgefallen und das CDT spreche für einen regelmässigen Alkoholkonsum (S. 6). In rheumatologischer Hinsicht bestünden radiologisch am rechten Knie eine ausgeprägte Meniskusverkalkung, an der L endenwirbelsäule eine fortgeschrittene Osteochondrose L5/S1 sowie eine wahrscheinliche Facettengelenksarthrose und an beiden Hüftgelenken rechtsbetont Symptome vereinbar mit einem femoroazetabulären Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose rechts. Dieser Befund vermöge die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Beckenbereich zu begründen. Daneben liege ein rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom infolge einer fortgeschrittenen Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/L5 und L5/S1 bilateral vor. Hinweise auf ein radikuläres Schmerzgeschehen zeigten sich keine. Die Schmerzen am rechten Kniegelenk seien Ausdruck einer beginnenden Gonarthrose mit ausgeprägten Meniskus verkalkungen (S. 6 f.). Unter psychiatrischen Gesichtspunkten liege eine mittelschwere depressive Störung vor, und als Hauptdiagnose zeige sich ein e kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -A nteilen. In der klinischen Untersuchung fänden sich zudem deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer PTBS mit wiederkehrend auftretenden Nachhallerinnerungen der traumatischen Ereignisse, Albträumen, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, schwerem sozialem Rückzug, emotionaler Stumpfheit und Freudlosigkeit (S. 7). Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich kognitive Minderleistungen im Bereich Aufmerksamkeit, im verbalen Gedächtnis, in den Exekutivfunktionen und in der Sprache gezeigt. Die Testergebnisse mit deutlichen Auffälligkeiten beim Schreiben, mit verlangsamtem Lesesinnverständnis und mit sprachassoziierten Auffälligkeiten wiesen auf eine Rechtschreibestörung hin. Es bestehe eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung, wobei der Einfluss auf die gezeigten Leistungen wahrscheinlich sei. Insgesamt sei von einer mehrheitlich stabilen kognitiven und intellektuellen Situation auszugehen, wobei selbst bei kompletter Cannabisabstinenz von keiner deut lichen Verbesserung auszugehen sei, da noch andere Faktoren vorlägen, welche einen negativen Einfluss auf die Kognition hätten (S. 7 f. ). Zusammenfassend finde sich die Kombination aus einem schweren psychiat rischen Krankheitsbild sowie einer somatischen Erkrankung des Bewegungsappa rates. Eine konsequente psychotherapeutische Unterstützung mit tragender Bezi e hung habe über all die Jahre nie etabliert werden können. Die «Selbstmedi kation» des Beschwerdeführers bestehe aus täglichem Cannabiskonsum in moderater Dosis sowie Alkohol (S. 8). In der bisherige n körperlich schwere n Tätigkeit als Dachdecker bestehe aus rheumatologischer Sicht ab etwa April 2016 (MRI Hüftgelenke) keine Arbeits fähigkeit mehr. In einer angepassten Tätigkeit sei in somatischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkungen zumutbar. Unter psychiatrische n Gesichtspunkten bestehe sowohl für die bisherige wie auch für eine angepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Gesamtarbeitsfähigkeit von 0 % beruhe auf der psychiatrischen Einschätzung, welche das Krankheitsbild dominiere. Di e 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe mindestens seit Gesuchstellung vom 7. Juni 2016 respektive auch seit Februar 2016 (S. 10). 3.2.2 Dr. C.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2 5. Mai 2021 ( Urk. 6/137/56- 80 ) aus, als Hauptdiagnose sei eine kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -Anteilen zu stellen. Schwere Traumatisierungen, die bereits in sehr früher Kindheit erfolgt und durch spätere sexuelle Missbräuche sowie verschiedene zwangsmässige Fremdplatzierung en verstärkt worden seien, dürften ursächlich für das Auftreten der Persönlichkeits störung verantwortlich zeichnen. Bei familiärer Häufung der Persönlichkeits störung seien aber auch genetische Faktoren für das Auftreten dieser Störung anzunehmen. Im Weiteren sei eine PTBS zu diagnostizieren, wobei einige wichtige Symptome überschneidend auch auf die Borderlinestörung zurück geführt und die Diagnosen deshalb nicht scharf voneinander getrennt werden könnten. Ferner liege eine chronifizierte mittelschwere Depression vor, die im Verlauf der Symptomatik der Hauptdiagnose aufgetreten sei und von daher von reaktiver Genese sein dürfte. Alle Diagnosen seien von einem regelmässigen Cannabis- und Alkoholkonsum begleitet, welche r in seiner Erscheinung eindeutigen Suchtcharakter aufweise und bei fehlender und vom Beschwerdeführer mehr oder weniger vollständig u nd konstant abgelehnter psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung einem untauglichen Selbstbehand lungsversuch gleichkomme (S. 18 f.). Der Beschwerdeführer sei mindestens durchschnittlich intelligent, sei aber aufgrund der Frühtraumatisierungen und der PTBS nicht in der Lage, dieses Potenzial zu nutzen. Die Persönlichkeitsstörung begünstige Verhaltensmuster, welche eine Eingliederung in die Berufswelt zumindest vorderhand verhinder n würden. Sein krankheitsbedingtes Festhalten an Cannabis und Alkohol zur Selbstbehandlung blockier e theoretische Auswege aus s einer Situation und der Schweregrad seiner sozialen Störung habe bezogen auf berufliche Wiederein gliederungsversuche lähmenden Charakter (S. 20). Gestützt auf die Testergebnisse des Mini-ICF-APP seien die Anpassung an Regeln und Routinen, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppen fähigkeit, die familiäre n beziehungsweise intime n Beziehungen und die spontanen Aktivitäten schwer beeinträchtigt. Die Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Anwendung fachlicher Kompetenzen seien mittelgradig eingeschränkt. Das Entscheidungs- und Urteilsvermögen sowie die Verkehrs fähigkeit seien leicht beeinträchtigt ( S. 21 f.). In der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, wobei dies mindestens seit dem 7. Juni 2016 gelte. Gleichermassen sei keine berufliche Tätigkeit in angepassten Verhältnissen möglich (S. 22). 3. 2. 3 Fachpsychologin B.___ führte in ihrem neuropsychologischen Teilgutachten vom 2 7. Mai 2021 ( Urk. 6/137/41-55) aus, die objektivierten Defizite, zusammen mit technischen Auffälligkeiten, entspr ä chen einer leichten neuropsycholo gischen Störung. Diese sei nicht Folge einer einzigen Ursache, wobei die Fachpsychologin auf den seit dem 1 3. Altersjah r andauernden Cannabiskonsum des Beschwerdeführers, eine Rechtschreibestörung, eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung und auf jahrelange Schmerzen hinwies. Die verschiedenen möglichen Ursachen führten in Kombina tion zu leichten kognitiven Einschränkungen. Der Abruf der verbleibenden kognitiven Ressourcen könne in Situationen mit hoher psychischer Anspannung vorübergehend schlechter gelingen, wobei der Beschwerdeführer dann kognitiv auffälliger sei (S. 1 0 ). Auf Anhieb merke sich der Beschwerdeführer weniger verbale Informationen als Gleichaltrige. Nach einer längeren Zeit könne er sich nicht mehr genügend gut an zuvor gelernte verbale Informationen erinnern. Der Wechsel zwischen zwei ihm bekannten einfachen Aufgaben falle ihm schwer. Er habe Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und versteh e einfache Texte nur verlangsamt (S. 12 f.). Betreffend Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte die Fachpsychologin aus, dass es aus rein neuropsychologischer Sicht keine Hinweise auf eine vermin derte zeitliche Belastbarkeit gebe. Leichte kognitive Einschränkungen führten zu einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 %. Die Rechtschreibdefizite wirkten sich bei der angestammten Tätigkeit als angestellter Dachdecker nicht bedeutsam negativ aus, täten dies allerdings bei einer selbständigen Tätigkeit. Die weiteren Einschränkungen führten zu einem erhöhten Zeitbedarf. Die Arbeitsfähigkeit betrage damit unter neuropsychologischen Gesichtspunkten 90 %. In einer angepassten Tätigkeit hätte der Beschwerdeführer etwas mehr Zeit zur Verfügung und Informationen oder Abläufe müssten wiederholt werden. Er könne allerdings nach mehrfachen Wiederholungen durch Erwerb von Routine sein Tempo steigern. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte wenige Arbeitswechsel und geringe Anforderungen ans Schreiben und Lesen. Hinweise auf eine relevant reduzierte Belastbarkeit (erhöhte Ermüdbarkeit) gebe es nicht. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 13 f.). 3. 2. 4 Dr. D.___ hielt in seinem rheumatologischen T eil g utachten vom 3 0. Mai 2021 ( Urk. 6/137/82-95) fest, der Beschwerdeführer sei für die bisherige Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr einsetzbar. Gemäss den Angaben des Beschwerde führers sei die Tätigkeit auf Schräg dä che r n mechanisch sehr belastbar gewesen und habe sehr häufig unergonomische Belastungen mit hohen Kraftentwicklun gen bedingt. Für diese Tätigkeit bestehe seit etwa April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei indes in vollem Umfang zumutbar, wobei repetitives Bücken und Aufrichten, repetitives Anheben und Tragen von Lasten über 10 kg, für den Rücken ergonomisch ungünstige Positio nen mit vorgeneigte m Rumpf mit und ohne gleichzeitige Rumpfrotation sowie Arbeiten i n kauernder und kniender Position auszuschliessen seien. Es bestehe eine Arbeitszeit von 8.25 Stunden pro Tag ohne rheumatologisch begründbare Leistungsminderung. Für eine solche Tätigkeit dürfte schon seit Jahren eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen (S. 10, S. 12). 3. 2. 5 Dr. A.___ beschrieb in ihr em internistischen Teilgutachten vom 1 9. Juni 2021 ( Urk. 6/137/26-38) unauffällige internistische klinische Befunde, weshalb aus internistische r Sicht keine Einschränkung für die bisherige körperlich schwere Tätigkeit bestehe (S. 9, S. 11). 4. 4.1 Die internistische, rheumatologische und neuropsychologische Expertise der Dres. D.___ und A.___ sowie der Fachpsychologin B.___ wurde vom Beschwer deführer nicht explizit in Frage gestellt und es drängen sich weder aufgrund der übrigen medizinischen Akten noch im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen an einen beweiswertigen ärztlichen Bericht ( vgl. E. 1. 5 ) Zweifel an den Schlussfolgerungen der genannten Gutachter auf. 4.2 Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.___ vom 2 5. Mai 2021 erweist sich dagegen als nicht schlüssig. Aus der Expertise erhellt nicht, wie Dr. C.___ die Diagnosen der PTBS und der kombinierten Persönlichkeitsstörung herleitete, da allein aufgrund des erhobenen psychopathologischen Befunds nicht darauf geschlossen werden kann. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfordert einen nachvollziehbaren Beginn einer erheblich von der Norm abweichenden Persönlichkeitsentwicklung in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter. Eine für die Diagnose einer solchen Störung geforderte, konsekutive erhebliche Normabweichung in der Wahrnehmung, im Denken und Fühlen sowie im Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers wurde im Gutachten nicht ausreichend dargelegt. Gleichermassen fehlen unter anderem konkrete Angaben betreffend die der Belastungsstörung zugrundeliegenden traumatischen Ereig nisse sowie Hinweise auf die für eine PTBS typische n Merkmale wie Nachhall erinnerungen/Flashbacks, Träume oder Alpträum e. Im Weiteren finden sich im Gutachten nur rudimentäre Ausführungen betreffend die aktuellen psychischen Beschwerden und das Verhalten des Beschwerdeführers. Zentral für die Anforde rungen an die medizinischen Grundlagen ist aus juristischer Sicht zudem insbesondere, dass durch den medizinischen Experten der Zusammenhang plausibel gemacht wird zwischen dem diagnostizierten Gesundheitsschaden und den Limitierungen, die aus diesem resultieren. Diesbezüglich mangelt es der psychiatrischen Exper tise an einer nachvollziehbaren Herleitung der statuierten 100%igen Arbeitsunfähigk eit. D r. C.___ verwies lediglich in pauschaler Weise auf entsprechende Leistungseinschränkungen, legte aber nicht dar, inwiefern der Beschwerdeführer konkret beeinträchtigt ist und weshalb er auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht zumindest in einem reduzierten Umfang arbeitsfähig ist. 4. 3 Im Lichte der obigen Erwägungen stellt das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ für die vorliegend zu beurteilende Streitfrage keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Für die Beurteilung der medizinischen Situation (Diagnose, Leistungsfähigkeit) kann auch nicht auf andere psychiatrische Einschätzungen ab gestellt werden. Im Anschluss an den Rück - weisungsentscheid des hiesigen Gerichts vom 3 0. April 2020 ( Urk. 6/110) wurden keine neuen Arzt berichte vorgelegt und die damals aktenkundigen Beurteilungen erlaubten gemäss genannte m Urteil kein abschliessendes Bild über die Arbeitsfähigkeit, was insbesondere für den Bericht von Dr. med. E.___, Oberarzt, und Psychologin lic. phil. F.___, Sanatorium G.___ AG, vom 1 1. August 2016 ( Urk. 6/20) gilt ( vgl. hierzu Urk. 6/110 S. 8 f. Ziff. 4.2 ; vgl. auch Urk. 19 S. 6 Ziff. 19 ). 4.4 Die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 202 1 (Urk. 2) ist demnach aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch des Beschwerde - füh rers neu verfüge. Dabei wird insbesondere anhand eines strukturierten Beweis verfahrens abzuklären sein, ob und gegebenenfalls inwieweit sich die psychischen Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 145 V 215). Im Weiteren wird einer zwischen den psychischen und somatischen Leiden bestehenden Wechselwirkung Rech nung zu tragen sein. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1, Urk. 11 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streit sa che, der Schwierigkeit des Pro zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. 5.3 5.3.1 Die den Beschwerdeführer bis zum 2 4. März 2023 vertretende Rechtsanwältin Steiner Lettoriello ( Urk. 23) machte mit Honorarnote vom 2 2. M ärz 2023 ( Urk. 24) für das vorliegende Verfahren bis zum 2 4. März 202 3 einen Aufwand von 15 Stunden und Barauslagen von 3 % geltend, was angemessen erscheint. Beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert eine von der Beschwerde gegnerin zu ersetzende Entschädigung von insgesamt Fr. 3'660.70 (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen). 5.3.2 Der den Beschwerdeführer ab 2 4. April 2023 vertretenden Rechtsanwalt Davide Loss ( Urk. 28) machte am 2 4. August 2023 ( Urk. 40) einen Aufwand von 9.8 Stunden und Barauslagen von Fr. 33.60 geltend, gesamthaft Fr. 2'358.2 0. Die s erscheint wohl als hoch, zumal die Bemühungen nicht in eine begründete Rechts schrift mündeten. Indessen ist zu beachten, dass nach der Aufgabe der An waltstä tigkeit durch die vormalige Rechtsvertreterin die Akten neu studiert werden mussten und der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in der Tat von erheblicher Bedeutung für den Beschwerdeführer ist. Damit war der neue Rechtsvertreter gehalten, unter Beizug der Akten die notwendigen Abk l ärungen und Überlegun gen zu tätigen, auch wenn sich diese nicht in einer Rechtsschrift niederschlugen. Die Parteientschädigung ist demgemäss auch in diesem Umfang zu bestätigen. 5.3.3 Damit resultiert eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 6'018.9 0. Die angesichts der Aktenmenge und der Fragestellung aussergewöhnliche Höhe ist dem Umstand des - nicht durch den Beschwerdeführer verschuldeten - notwendig gewordenen Anwaltswechsels geschuldet. Die Kosten sind effektiv angefallen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unent geltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 1 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 2021 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient schädigung von Fr. 6’018.90 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Davide Loss - Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello (E. 5.3.1 und Dispositiv Ziff. 3, 4 und 5) - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage eines Doppels von Urk. 37 und Urk. 38 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00055 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 5. Dezember 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss advokatur kanonengasse Militärstrasse 76, Postfach 1012, 8021 Zürich 1 gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1970 geborene X.___, Dachdecker mit Fähigkeitszeugnis (Urk. 6/3), meldete sich am 7. Juni 2016 unter Hinweis auf Beschwerden an den Knien, Hüften, Schultern, am Rücken und Meniskus, auf eine Fehlbildung und Abnutzung sowie auf eine psychische Erkrankung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6 /7). Die Sozialversi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies am 16. September 2019 das Leistungsbegehren des Versicherten verfügungsweise ab (Urk. 6 /1 01 ). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 30. April 2020 (Urk. 6/110; Verfahren Nr. IV.2019.00728) in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 16. September 2019 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolg te r Abklärung neu verfüge (S. 10). 1.2 Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische Abklärungen vor und veranlasste bei der MEDAS Y.___ GmbH ( Medas ) eine polydisziplinäre Begut achtung (Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie, Rheumatologie, Psychiatrie und Psychotherapie ; Expertise vom 21. Juni 2021 [Urk. 6/137/2-14]). Nach durchgeführtem Vorbescheidve rfahren (Urk. 6/143) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 (Urk. 2) ab 1. Februar 2017 eine ganze Rente zu. 2. Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2022 (Datum des Poststempels) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 28. Dezember 202 1. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2022 (Urk. 5) beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen (S. 1). Am 7. Juni 2022 stellte der Beschwerdeführer, neu vertreten durch Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello, das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 11 S. 2). Mit Replik vom 7. Oktober 2022 (Urk. 19) präzisierte er das ursprüngliche Rechtsbegehren und beantragte, es sei die Verfügung vom 28. Dezember 2021 insofern aufzuheben und abzuändern, als dass bereits ab Dezember 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei. Eventuell sei die genannte Verfügung insofern aufzuheben und abzuändern, als dass ihm bereits ab Januar 2017 eine ganze Rente zuzusprechen sei. Subeventuell sei mindestens festzustellen, dass die invalidisierende Arbeits unfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Anfang 2015 respektive mindestens ab April 2015 bestanden habe. Im Weiteren sei der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückweisung der Sache vollumfänglich abzuweisen und es sei ihm, im Falle einer vom Gericht vorgesehenen Rückweisung, vorgängig die Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde einzuräumen (S. 2). Die Beschwer degegnerin verzichtete am 24. Oktober 2022 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Beschluss des hiesigen Gerichts vom 2 8. März 2023 ( Urk. 2 5 ) wurde d er Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstellung im Urteilsfall hingewiesen ( reformatio in peius ), worauf er, neu vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss, mit Eingabe vom 1 6. August 2023 ( Urk. 37-38) mitteilte, an seiner Beschwerde festzuhalten. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit seit Februar 2016 nicht mehr arbeitsfähig. Nach Ablauf des Wartejahrs im Februar 2017 sei er auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb er ab Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Rente habe. 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1, Urk. 19 ), er sei ab mindestens Dezember 2016 aus somatischen und psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb ihm spätestens ab diesem Zeitpunkt eine ganze Rente zustehe. Im Weiteren sei es überwiegend wahrscheinlich, dass er bereits im Rahmen seiner letzten Anstellung bei der Personalberatung Z.___ im Jahre 2015 (April bis Juni) arbeitsunfähig gewesen sei ( Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 5) präzisierte die Beschwerdegegnerin, es sei aufgrund der medizinischen Unterlagen unklar, seit wann die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers bestehe und damit auch, wann die gesetzliche Wartefrist erfüllt sei. Entsprechend müsse die Beschwerdegegnerin de n Beginn der Warte frist abklären. Im Weiteren könne auch der Rentenanspruch als solcher diskutiert werden. Im Medas -Gutachten vom 6. Juli 2021 sei erstmals die Diagnose einer posttraumatische n Belastungsstörung ( PTBS ) gestellt worden, wobei diesbezüg lich keine sorgfältige Plausibilitätsprüfung vorgenommen worden sei. Zudem sei im genannten Gutachten die Arbeitsfähigkeit in angepasste r Tätigkeit erstmals (und damit abweichend zu sämtlichen Voruntersuchungen ) aus psychiatrischer Sicht komplett verneint worden, was nicht genügend begründet worden sei (S. 2 Ziff. 3 ff.). 2.4 Streitig und zu prüfen ist damit, ob und allenfalls ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistun gen der Invalidenversicherung hat. 3. 3.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beschwerden die angestammte Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr ausüben kann. Strittig ist demgegenüber der Zeitpunkt des Eintritts der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit. Während die Beschwerdegegnerin von April 2016 aus geht, macht der Beschwerdeführer eine solche seit mindesten s Februar 2016 respektive Dezember 2015 geltend. Im Weiteren sind der Umfang der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, insbesondere in psychischer Hinsicht, sowie der Zeitpunkt des Eintritts einer allfälligen diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit strittig ( Urk. 5, Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 3.2 3.2.1 Die Medas - Gutachter Dr. med. A.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologin lic. phil. B.___, Dr. med. C.___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.___, Facharzt Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, nannten in ihrer Expertise vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 6/137/ 2-13 S. 8 f.) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit im Vordergrund stehenden Border line -A nteilen (ICD-10 F61.0) - PTBS ( ICD-10 F43.1) - chronifizierte mittelschwere Depression (ICD-10 F33.1) - Cannabis- und Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F12.24) - leichte kognitive Minderleistungen multifaktorieller Ätiologie mit Recht schreibstörung (ICD-10 F 81.1) - bilaterales femoroazetabuläres Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose beidseitig, rechtsbetont, Hüftdysplasie rechts - rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei fortgeschritte ner Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/5 und L5/S1 bilateral - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Neigung zu allgemeiner Bandlaxität - Status nach subacromialem Impingement des rechten Schultergelenks Die Experten führten aus, i m Rahmen der internistischen Untersuchung seien das hinkende Gangbild und die Bewegungseinschränkung vor allem der rechten Hüfte und des rech t en Kniegelenkes aufgefallen. Der weitere internistische Unter suchungsbefund sei un auffällig. Der Drogentest auf Cannabis sei positiv ausgefallen und das CDT spreche für einen regelmässigen Alkoholkonsum (S. 6). In rheumatologischer Hinsicht bestünden radiologisch am rechten Knie eine ausgeprägte Meniskusverkalkung, an der L endenwirbelsäule eine fortgeschrittene Osteochondrose L5/S1 sowie eine wahrscheinliche Facettengelenksarthrose und an beiden Hüftgelenken rechtsbetont Symptome vereinbar mit einem femoroazetabulären Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose rechts. Dieser Befund vermöge die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Beckenbereich zu begründen. Daneben liege ein rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom infolge einer fortgeschrittenen Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/L5 und L5/S1 bilateral vor. Hinweise auf ein radikuläres Schmerzgeschehen zeigten sich keine. Die Schmerzen am rechten Kniegelenk seien Ausdruck einer beginnenden Gonarthrose mit ausgeprägten Meniskus verkalkungen (S. 6 f.). Unter psychiatrischen Gesichtspunkten liege eine mittelschwere depressive Störung vor, und als Hauptdiagnose zeige sich ein e kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -A nteilen. In der klinischen Untersuchung fänden sich zudem deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer PTBS mit wiederkehrend auftretenden Nachhallerinnerungen der traumatischen Ereignisse, Albträumen, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, schwerem sozialem Rückzug, emotionaler Stumpfheit und Freudlosigkeit (S. 7). Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich kognitive Minderleistungen im Bereich Aufmerksamkeit, im verbalen Gedächtnis, in den Exekutivfunktionen und in der Sprache gezeigt. Die Testergebnisse mit deutlichen Auffälligkeiten beim Schreiben, mit verlangsamtem Lesesinnverständnis und mit sprachassoziierten Auffälligkeiten wiesen auf eine Rechtschreibestörung hin. Es bestehe eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung, wobei der Einfluss auf die gezeigten Leistungen wahrscheinlich sei. Insgesamt sei von einer mehrheitlich stabilen kognitiven und intellektuellen Situation auszugehen, wobei selbst bei kompletter Cannabisabstinenz von keiner deut lichen Verbesserung auszugehen sei, da noch andere Faktoren vorlägen, welche einen negativen Einfluss auf die Kognition hätten (S. 7 f. ). Zusammenfassend finde sich die Kombination aus einem schweren psychiat rischen Krankheitsbild sowie einer somatischen Erkrankung des Bewegungsappa rates. Eine konsequente psychotherapeutische Unterstützung mit tragender Bezi e hung habe über all die Jahre nie etabliert werden können. Die «Selbstmedi kation» des Beschwerdeführers bestehe aus täglichem Cannabiskonsum in moderater Dosis sowie Alkohol (S. 8). In der bisherige n körperlich schwere n Tätigkeit als Dachdecker bestehe aus rheumatologischer Sicht ab etwa April 2016 (MRI Hüftgelenke) keine Arbeits fähigkeit mehr. In einer angepassten Tätigkeit sei in somatischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkungen zumutbar. Unter psychiatrische n Gesichtspunkten bestehe sowohl für die bisherige wie auch für eine angepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Gesamtarbeitsfähigkeit von 0 % beruhe auf der psychiatrischen Einschätzung, welche das Krankheitsbild dominiere. Di e 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe mindestens seit Gesuchstellung vom 7. Juni 2016 respektive auch seit Februar 2016 (S. 10). 3.2.2 Dr. C.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2 5. Mai 2021 ( Urk. 6/137/56- 80 ) aus, als Hauptdiagnose sei eine kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -Anteilen zu stellen. Schwere Traumatisierungen, die bereits in sehr früher Kindheit erfolgt und durch spätere sexuelle Missbräuche sowie verschiedene zwangsmässige Fremdplatzierung en verstärkt worden seien, dürften ursächlich für das Auftreten der Persönlichkeits störung verantwortlich zeichnen. Bei familiärer Häufung der Persönlichkeits störung seien aber auch genetische Faktoren für das Auftreten dieser Störung anzunehmen. Im Weiteren sei eine PTBS zu diagnostizieren, wobei einige wichtige Symptome überschneidend auch auf die Borderlinestörung zurück geführt und die Diagnosen deshalb nicht scharf voneinander getrennt werden könnten. Ferner liege eine chronifizierte mittelschwere Depression vor, die im Verlauf der Symptomatik der Hauptdiagnose aufgetreten sei und von daher von reaktiver Genese sein dürfte. Alle Diagnosen seien von einem regelmässigen Cannabis- und Alkoholkonsum begleitet, welche r in seiner Erscheinung eindeutigen Suchtcharakter aufweise und bei fehlender und vom Beschwerdeführer mehr oder weniger vollständig u nd konstant abgelehnter psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung einem untauglichen Selbstbehand lungsversuch gleichkomme (S. 18 f.). Der Beschwerdeführer sei mindestens durchschnittlich intelligent, sei aber aufgrund der Frühtraumatisierungen und der PTBS nicht in der Lage, dieses Potenzial zu nutzen. Die Persönlichkeitsstörung begünstige Verhaltensmuster, welche eine Eingliederung in die Berufswelt zumindest vorderhand verhinder n würden. Sein krankheitsbedingtes Festhalten an Cannabis und Alkohol zur Selbstbehandlung blockier e theoretische Auswege aus s einer Situation und der Schweregrad seiner sozialen Störung habe bezogen auf berufliche Wiederein gliederungsversuche lähmenden Charakter (S. 20). Gestützt auf die Testergebnisse des Mini-ICF-APP seien die Anpassung an Regeln und Routinen, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppen fähigkeit, die familiäre n beziehungsweise intime n Beziehungen und die spontanen Aktivitäten schwer beeinträchtigt. Die Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Anwendung fachlicher Kompetenzen seien mittelgradig eingeschränkt. Das Entscheidungs- und Urteilsvermögen sowie die Verkehrs fähigkeit seien leicht beeinträchtigt ( S. 21 f.). In der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, wobei dies mindestens seit dem 7. Juni 2016 gelte. Gleichermassen sei keine berufliche Tätigkeit in angepassten Verhältnissen möglich (S. 22). 3. 2. 3 Fachpsychologin B.___ führte in ihrem neuropsychologischen Teilgutachten vom 2 7. Mai 2021 ( Urk. 6/137/41-55) aus, die objektivierten Defizite, zusammen mit technischen Auffälligkeiten, entspr ä chen einer leichten neuropsycholo gischen Störung. Diese sei nicht Folge einer einzigen Ursache, wobei die Fachpsychologin auf den seit dem 1 3. Altersjah r andauernden Cannabiskonsum des Beschwerdeführers, eine Rechtschreibestörung, eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung und auf jahrelange Schmerzen hinwies. Die verschiedenen möglichen Ursachen führten in Kombina tion zu leichten kognitiven Einschränkungen. Der Abruf der verbleibenden kognitiven Ressourcen könne in Situationen mit hoher psychischer Anspannung vorübergehend schlechter gelingen, wobei der Beschwerdeführer dann kognitiv auffälliger sei (S. 1 0 ). Auf Anhieb merke sich der Beschwerdeführer weniger verbale Informationen als Gleichaltrige. Nach einer längeren Zeit könne er sich nicht mehr genügend gut an zuvor gelernte verbale Informationen erinnern. Der Wechsel zwischen zwei ihm bekannten einfachen Aufgaben falle ihm schwer. Er habe Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und versteh e einfache Texte nur verlangsamt (S. 12 f.). Betreffend Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte die Fachpsychologin aus, dass es aus rein neuropsychologischer Sicht keine Hinweise auf eine vermin derte zeitliche Belastbarkeit gebe. Leichte kognitive Einschränkungen führten zu einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 %. Die Rechtschreibdefizite wirkten sich bei der angestammten Tätigkeit als angestellter Dachdecker nicht bedeutsam negativ aus, täten dies allerdings bei einer selbständigen Tätigkeit. Die weiteren Einschränkungen führten zu einem erhöhten Zeitbedarf. Die Arbeitsfähigkeit betrage damit unter neuropsychologischen Gesichtspunkten 90 %. In einer angepassten Tätigkeit hätte der Beschwerdeführer etwas mehr Zeit zur Verfügung und Informationen oder Abläufe müssten wiederholt werden. Er könne allerdings nach mehrfachen Wiederholungen durch Erwerb von Routine sein Tempo steigern. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte wenige Arbeitswechsel und geringe Anforderungen ans Schreiben und Lesen. Hinweise auf eine relevant reduzierte Belastbarkeit (erhöhte Ermüdbarkeit) gebe es nicht. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 13 f.). 3. 2. 4 Dr. D.___ hielt in seinem rheumatologischen T eil g utachten vom 3 0. Mai 2021 ( Urk. 6/137/82-95) fest, der Beschwerdeführer sei für die bisherige Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr einsetzbar. Gemäss den Angaben des Beschwerde führers sei die Tätigkeit auf Schräg dä che r n mechanisch sehr belastbar gewesen und habe sehr häufig unergonomische Belastungen mit hohen Kraftentwicklun gen bedingt. Für diese Tätigkeit bestehe seit etwa April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei indes in vollem Umfang zumutbar, wobei repetitives Bücken und Aufrichten, repetitives Anheben und Tragen von Lasten über 10 kg, für den Rücken ergonomisch ungünstige Positio nen mit vorgeneigte m Rumpf mit und ohne gleichzeitige Rumpfrotation sowie Arbeiten i n kauernder und kniender Position auszuschliessen seien. Es bestehe eine Arbeitszeit von 8.25 Stunden pro Tag ohne rheumatologisch begründbare Leistungsminderung. Für eine solche Tätigkeit dürfte schon seit Jahren eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen (S. 10, S. 12). 3. 2. 5 Dr. A.___ beschrieb in ihr em internistischen Teilgutachten vom 1 9. Juni 2021 ( Urk. 6/137/26-38) unauffällige internistische klinische Befunde, weshalb aus internistische r Sicht keine Einschränkung für die bisherige körperlich schwere Tätigkeit bestehe (S. 9, S. 11). 4. 4.1 Die internistische, rheumatologische und neuropsychologische Expertise der Dres. D.___ und A.___ sowie der Fachpsychologin B.___ wurde vom Beschwer deführer nicht explizit in Frage gestellt und es drängen sich weder aufgrund der übrigen medizinischen Akten noch im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen an einen beweiswertigen ärztlichen Bericht ( vgl. E. 1. 5 ) Zweifel an den Schlussfolgerungen der genannten Gutachter auf. 4.2 Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.___ vom 2 5. Mai 2021 erweist sich dagegen als nicht schlüssig. Aus der Expertise erhellt nicht, wie Dr. C.___ die Diagnosen der PTBS und der kombinierten Persönlichkeitsstörung herleitete, da allein aufgrund des erhobenen psychopathologischen Befunds nicht darauf geschlossen werden kann. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfordert einen nachvollziehbaren Beginn einer erheblich von der Norm abweichenden Persönlichkeitsentwicklung in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter. Eine für die Diagnose einer solchen Störung geforderte, konsekutive erhebliche Normabweichung in der Wahrnehmung, im Denken und Fühlen sowie im Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers wurde im Gutachten nicht ausreichend dargelegt. Gleichermassen fehlen unter anderem konkrete Angaben betreffend die der Belastungsstörung zugrundeliegenden traumatischen Ereig nisse sowie Hinweise auf die für eine PTBS typische n Merkmale wie Nachhall erinnerungen/Flashbacks, Träume oder Alpträum e. Im Weiteren finden sich im Gutachten nur rudimentäre Ausführungen betreffend die aktuellen psychischen Beschwerden und das Verhalten des Beschwerdeführers. Zentral für die Anforde rungen an die medizinischen Grundlagen ist aus juristischer Sicht zudem insbesondere, dass durch den medizinischen Experten der Zusammenhang plausibel gemacht wird zwischen dem diagnostizierten Gesundheitsschaden und den Limitierungen, die aus diesem resultieren. Diesbezüglich mangelt es der psychiatrischen Exper tise an einer nachvollziehbaren Herleitung der statuierten 100%igen Arbeitsunfähigk eit. D r. C.___ verwies lediglich in pauschaler Weise auf entsprechende Leistungseinschränkungen, legte aber nicht dar, inwiefern der Beschwerdeführer konkret beeinträchtigt ist und weshalb er auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht zumindest in einem reduzierten Umfang arbeitsfähig ist. 4. 3 Im Lichte der obigen Erwägungen stellt das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ für die vorliegend zu beurteilende Streitfrage keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Für die Beurteilung der medizinischen Situation (Diagnose, Leistungsfähigkeit) kann auch nicht auf andere psychiatrische Einschätzungen ab gestellt werden. Im Anschluss an den Rück - weisungsentscheid des hiesigen Gerichts vom 3 0. April 2020 ( Urk. 6/110) wurden keine neuen Arzt berichte vorgelegt und die damals aktenkundigen Beurteilungen erlaubten gemäss genannte m Urteil kein abschliessendes Bild über die Arbeitsfähigkeit, was insbesondere für den Bericht von Dr. med. E.___, Oberarzt, und Psychologin lic. phil. F.___, Sanatorium G.___ AG, vom 1 1. August 2016 ( Urk. 6/20) gilt ( vgl. hierzu Urk. 6/110 S. 8 f. Ziff. 4.2 ; vgl. auch Urk. 19 S. 6 Ziff. 19 ). 4.4 Die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 202 1 (Urk. 2) ist demnach aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch des Beschwerde - füh rers neu verfüge. Dabei wird insbesondere anhand eines strukturierten Beweis verfahrens abzuklären sein, ob und gegebenenfalls inwieweit sich die psychischen Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 145 V 215). Im Weiteren wird einer zwischen den psychischen und somatischen Leiden bestehenden Wechselwirkung Rech nung zu tragen sein. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1, Urk. 11 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streit sa che, der Schwierigkeit des Pro zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. 5.3 5.3.1 Die den Beschwerdeführer bis zum 2 4. März 2023 vertretende Rechtsanwältin Steiner Lettoriello ( Urk. 23) machte mit Honorarnote vom 2 2. M ärz 2023 ( Urk. 24) für das vorliegende Verfahren bis zum 2 4. März 202 3 einen Aufwand von 15 Stunden und Barauslagen von 3 % geltend, was angemessen erscheint. Beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert eine von der Beschwerde gegnerin zu ersetzende Entschädigung von insgesamt Fr. 3'660.70 (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen). 5.3.2 Der den Beschwerdeführer ab 2 4. April 2023 vertretenden Rechtsanwalt Davide Loss ( Urk. 28) machte am 2 4. August 2023 ( Urk. 40) einen Aufwand von 9.8 Stunden und Barauslagen von Fr. 33.60 geltend, gesamthaft Fr. 2'358.2 0. Die s erscheint wohl als hoch, zumal die Bemühungen nicht in eine begründete Rechts schrift mündeten. Indessen ist zu beachten, dass nach der Aufgabe der An waltstä tigkeit durch die vormalige Rechtsvertreterin die Akten neu studiert werden mussten und der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in der Tat von erheblicher Bedeutung für den Beschwerdeführer ist. Damit war der neue Rechtsvertreter gehalten, unter Beizug der Akten die notwendigen Abk l ärungen und Überlegun gen zu tätigen, auch wenn sich diese nicht in einer Rechtsschrift niederschlugen. Die Parteientschädigung ist demgemäss auch in diesem Umfang zu bestätigen. 5.3.3 Damit resultiert eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 6'018.9 0. Die angesichts der Aktenmenge und der Fragestellung aussergewöhnliche Höhe ist dem Umstand des - nicht durch den Beschwerdeführer verschuldeten - notwendig gewordenen Anwaltswechsels geschuldet. Die Kosten sind effektiv angefallen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unent geltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 1 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 2021 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient schädigung von Fr. 6’018.90 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Davide Loss - Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello (E. 5.3.1 und Dispositiv Ziff. 3, 4 und 5) - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage eines Doppels von Urk. 37 und Urk. 38 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00055 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 5. Dezember 2023

IV.2022.00055

IV.2022.00055

IV.2022.00055 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Urteil vom 5. Dezember 2023

Urteil vom 5. Dezember 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss

vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss advokatur kanonengasse

advokatur kanonengasse Militärstrasse 76, Postfach 1012, 8021 Zürich 1

Militärstrasse 76, Postfach 1012, 8021 Zürich 1 gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Der 1970 geborene X.___, Dachdecker mit Fähigkeitszeugnis (Urk. 6/3), meldete sich am 7. Juni 2016 unter Hinweis auf Beschwerden an den Knien, Hüften, Schultern, am Rücken und Meniskus, auf eine Fehlbildung und Abnutzung sowie auf eine psychische Erkrankung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6 /7). Die Sozialversi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies am 16. September 2019 das Leistungsbegehren des Versicherten verfügungsweise ab (Urk. 6 /1 01 ). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 30. April 2020 (Urk. 6/110; Verfahren Nr. IV.2019.00728) in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 16. September 2019 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolg te r Abklärung neu verfüge (S. 10).

1.1 Der 1970 geborene X.___, Dachdecker mit Fähigkeitszeugnis (Urk. 6/3), meldete sich am 7. Juni 2016 unter Hinweis auf Beschwerden an den Knien, Hüften, Schultern, am Rücken und Meniskus, auf eine Fehlbildung und Abnutzung sowie auf eine psychische Erkrankung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6 /7). Die Sozialversi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies am 16. September 2019 das Leistungsbegehren des Versicherten verfügungsweise ab (Urk. 6 /1 01 ). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 30. April 2020 (Urk. 6/110; Verfahren Nr. IV.2019.00728) in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 16. September 2019 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolg te r Abklärung neu verfüge (S. 10). 1.2 Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische Abklärungen vor und veranlasste bei der MEDAS Y.___ GmbH ( Medas ) eine polydisziplinäre Begut achtung (Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie, Rheumatologie, Psychiatrie und Psychotherapie ; Expertise vom 21. Juni 2021 [Urk. 6/137/2-14]). Nach durchgeführtem Vorbescheidve rfahren (Urk. 6/143) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 (Urk. 2) ab 1. Februar 2017 eine ganze Rente zu.

1.2 Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische Abklärungen vor und veranlasste bei der MEDAS Y.___ GmbH ( Medas ) eine polydisziplinäre Begut achtung (Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie, Rheumatologie, Psychiatrie und Psychotherapie ; Expertise vom 21. Juni 2021 [Urk. 6/137/2-14]). Nach durchgeführtem Vorbescheidve rfahren (Urk. 6/143) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 (Urk. 2) ab 1. Februar 2017 eine ganze Rente zu. 2. Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2022 (Datum des Poststempels) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 28. Dezember 202 1. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2022 (Urk. 5) beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen (S. 1). Am 7. Juni 2022 stellte der Beschwerdeführer, neu vertreten durch Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello, das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 11 S. 2). Mit Replik vom 7. Oktober 2022 (Urk. 19) präzisierte er das ursprüngliche Rechtsbegehren und beantragte, es sei die Verfügung vom 28. Dezember 2021 insofern aufzuheben und abzuändern, als dass bereits ab Dezember 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei. Eventuell sei die genannte Verfügung insofern aufzuheben und abzuändern, als dass ihm bereits ab Januar 2017 eine ganze Rente zuzusprechen sei. Subeventuell sei mindestens festzustellen, dass die invalidisierende Arbeits unfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Anfang 2015 respektive mindestens ab April 2015 bestanden habe. Im Weiteren sei der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückweisung der Sache vollumfänglich abzuweisen und es sei ihm, im Falle einer vom Gericht vorgesehenen Rückweisung, vorgängig die Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde einzuräumen (S. 2). Die Beschwer degegnerin verzichtete am 24. Oktober 2022 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Beschluss des hiesigen Gerichts vom 2 8. März 2023 ( Urk. 2 5 ) wurde d er Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstellung im Urteilsfall hingewiesen ( reformatio in peius ), worauf er, neu vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss, mit Eingabe vom 1 6. August 2023 ( Urk. 37-38) mitteilte, an seiner Beschwerde festzuhalten.

2. Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2022 (Datum des Poststempels) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 28. Dezember 202 1. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2022 (Urk. 5) beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen (S. 1). Am 7. Juni 2022 stellte der Beschwerdeführer, neu vertreten durch Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello, das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 11 S. 2). Mit Replik vom 7. Oktober 2022 (Urk. 19) präzisierte er das ursprüngliche Rechtsbegehren und beantragte, es sei die Verfügung vom 28. Dezember 2021 insofern aufzuheben und abzuändern, als dass bereits ab Dezember 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei. Eventuell sei die genannte Verfügung insofern aufzuheben und abzuändern, als dass ihm bereits ab Januar 2017 eine ganze Rente zuzusprechen sei. Subeventuell sei mindestens festzustellen, dass die invalidisierende Arbeits unfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Anfang 2015 respektive mindestens ab April 2015 bestanden habe. Im Weiteren sei der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückweisung der Sache vollumfänglich abzuweisen und es sei ihm, im Falle einer vom Gericht vorgesehenen Rückweisung, vorgängig die Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde einzuräumen (S. 2). Die Beschwer degegnerin verzichtete am 24. Oktober 2022 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Beschluss des hiesigen Gerichts vom 2 8. März 2023 ( Urk. 2 5 ) wurde d er Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstellung im Urteilsfall hingewiesen ( reformatio in peius ), worauf er, neu vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss, mit Eingabe vom 1 6. August 2023 ( Urk. 37-38) mitteilte, an seiner Beschwerde festzuhalten. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit seit Februar 2016 nicht mehr arbeitsfähig. Nach Ablauf des Wartejahrs im Februar 2017 sei er auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb er ab Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Rente habe.

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit seit Februar 2016 nicht mehr arbeitsfähig. Nach Ablauf des Wartejahrs im Februar 2017 sei er auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb er ab Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Rente habe. 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1, Urk. 19 ), er sei ab mindestens Dezember 2016 aus somatischen und psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb ihm spätestens ab diesem Zeitpunkt eine ganze Rente zustehe. Im Weiteren sei es überwiegend wahrscheinlich, dass er bereits im Rahmen seiner letzten Anstellung bei der Personalberatung Z.___ im Jahre 2015 (April bis Juni) arbeitsunfähig gewesen sei ( Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1, Urk. 19 ), er sei ab mindestens Dezember 2016 aus somatischen und psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb ihm spätestens ab diesem Zeitpunkt eine ganze Rente zustehe. Im Weiteren sei es überwiegend wahrscheinlich, dass er bereits im Rahmen seiner letzten Anstellung bei der Personalberatung Z.___ im Jahre 2015 (April bis Juni) arbeitsunfähig gewesen sei ( Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 5) präzisierte die Beschwerdegegnerin, es sei aufgrund der medizinischen Unterlagen unklar, seit wann die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers bestehe und damit auch, wann die gesetzliche Wartefrist erfüllt sei. Entsprechend müsse die Beschwerdegegnerin de n Beginn der Warte frist abklären. Im Weiteren könne auch der Rentenanspruch als solcher diskutiert werden. Im Medas -Gutachten vom 6. Juli 2021 sei erstmals die Diagnose einer posttraumatische n Belastungsstörung ( PTBS ) gestellt worden, wobei diesbezüg lich keine sorgfältige Plausibilitätsprüfung vorgenommen worden sei. Zudem sei im genannten Gutachten die Arbeitsfähigkeit in angepasste r Tätigkeit erstmals (und damit abweichend zu sämtlichen Voruntersuchungen ) aus psychiatrischer Sicht komplett verneint worden, was nicht genügend begründet worden sei (S. 2 Ziff. 3 ff.).

2.3 In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 5) präzisierte die Beschwerdegegnerin, es sei aufgrund der medizinischen Unterlagen unklar, seit wann die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers bestehe und damit auch, wann die gesetzliche Wartefrist erfüllt sei. Entsprechend müsse die Beschwerdegegnerin de n Beginn der Warte frist abklären. Im Weiteren könne auch der Rentenanspruch als solcher diskutiert werden. Im Medas -Gutachten vom 6. Juli 2021 sei erstmals die Diagnose einer posttraumatische n Belastungsstörung ( PTBS ) gestellt worden, wobei diesbezüg lich keine sorgfältige Plausibilitätsprüfung vorgenommen worden sei. Zudem sei im genannten Gutachten die Arbeitsfähigkeit in angepasste r Tätigkeit erstmals (und damit abweichend zu sämtlichen Voruntersuchungen ) aus psychiatrischer Sicht komplett verneint worden, was nicht genügend begründet worden sei (S. 2 Ziff. 3 ff.). 2.4 Streitig und zu prüfen ist damit, ob und allenfalls ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistun gen der Invalidenversicherung hat.

2.4 Streitig und zu prüfen ist damit, ob und allenfalls ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistun gen der Invalidenversicherung hat. 3.

3. 3.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beschwerden die angestammte Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr ausüben kann. Strittig ist demgegenüber der Zeitpunkt des Eintritts der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit. Während die Beschwerdegegnerin von April 2016 aus geht, macht der Beschwerdeführer eine solche seit mindesten s Februar 2016 respektive Dezember 2015 geltend. Im Weiteren sind der Umfang der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, insbesondere in psychischer Hinsicht, sowie der Zeitpunkt des Eintritts einer allfälligen diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit strittig ( Urk. 5, Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.).

3.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beschwerden die angestammte Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr ausüben kann. Strittig ist demgegenüber der Zeitpunkt des Eintritts der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit. Während die Beschwerdegegnerin von April 2016 aus geht, macht der Beschwerdeführer eine solche seit mindesten s Februar 2016 respektive Dezember 2015 geltend. Im Weiteren sind der Umfang der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, insbesondere in psychischer Hinsicht, sowie der Zeitpunkt des Eintritts einer allfälligen diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit strittig ( Urk. 5, Urk. 19 S. 6 f. Ziff. 24 f.). 3.2

3.2 3.2.1 Die Medas - Gutachter Dr. med. A.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologin lic. phil. B.___, Dr. med. C.___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.___, Facharzt Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, nannten in ihrer Expertise vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 6/137/ 2-13 S. 8 f.) folgende Diagnosen:

3.2.1 Die Medas Gutachter Dr. med. A.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologin lic. phil. B.___, Dr. med. C.___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.___, Facharzt Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, nannten in ihrer Expertise vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 6/137/ 2-13 S. 8 f.) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit im Vordergrund stehenden Border line -A nteilen (ICD-10 F61.0)

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit im Vordergrund stehenden Border line -A nteilen (ICD-10 F61.0) - PTBS ( ICD-10 F43.1)

PTBS ( ICD-10 F43.1) - chronifizierte mittelschwere Depression (ICD-10 F33.1)

chronifizierte mittelschwere Depression (ICD-10 F33.1) - Cannabis- und Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F12.24)

Cannabis- und Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F12.24) - leichte kognitive Minderleistungen multifaktorieller Ätiologie mit Recht schreibstörung (ICD-10 F 81.1)

leichte kognitive Minderleistungen multifaktorieller Ätiologie mit Recht schreibstörung (ICD-10 F 81.1) - bilaterales femoroazetabuläres Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose beidseitig, rechtsbetont, Hüftdysplasie rechts

bilaterales femoroazetabuläres Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose beidseitig, rechtsbetont, Hüftdysplasie rechts - rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei fortgeschritte ner Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/5 und L5/S1 bilateral

rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei fortgeschritte ner Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/5 und L5/S1 bilateral - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Neigung zu allgemeiner Bandlaxität

Neigung zu allgemeiner Bandlaxität - Status nach subacromialem Impingement des rechten Schultergelenks

Status nach subacromialem Impingement des rechten Schultergelenks Die Experten führten aus, i m Rahmen der internistischen Untersuchung seien das hinkende Gangbild und die Bewegungseinschränkung vor allem der rechten Hüfte und des rech t en Kniegelenkes aufgefallen. Der weitere internistische Unter suchungsbefund sei un auffällig. Der Drogentest auf Cannabis sei positiv ausgefallen und das CDT spreche für einen regelmässigen Alkoholkonsum (S. 6).

Die Experten führten aus, i m Rahmen der internistischen Untersuchung seien das hinkende Gangbild und die Bewegungseinschränkung vor allem der rechten Hüfte und des rech t en Kniegelenkes aufgefallen. Der weitere internistische Unter suchungsbefund sei un auffällig. Der Drogentest auf Cannabis sei positiv ausgefallen und das CDT spreche für einen regelmässigen Alkoholkonsum (S. 6). In rheumatologischer Hinsicht bestünden radiologisch am rechten Knie eine ausgeprägte Meniskusverkalkung, an der L endenwirbelsäule eine fortgeschrittene Osteochondrose L5/S1 sowie eine wahrscheinliche Facettengelenksarthrose und an beiden Hüftgelenken rechtsbetont Symptome vereinbar mit einem femoroazetabulären Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose rechts. Dieser Befund vermöge die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Beckenbereich zu begründen. Daneben liege ein rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom infolge einer fortgeschrittenen Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/L5 und L5/S1 bilateral vor. Hinweise auf ein radikuläres Schmerzgeschehen zeigten sich keine. Die Schmerzen am rechten Kniegelenk seien Ausdruck einer beginnenden Gonarthrose mit ausgeprägten Meniskus verkalkungen (S. 6 f.).

In rheumatologischer Hinsicht bestünden radiologisch am rechten Knie eine ausgeprägte Meniskusverkalkung, an der L endenwirbelsäule eine fortgeschrittene Osteochondrose L5/S1 sowie eine wahrscheinliche Facettengelenksarthrose und an beiden Hüftgelenken rechtsbetont Symptome vereinbar mit einem femoroazetabulären Impingement Syndrom mit beginnender Coxarthrose rechts. Dieser Befund vermöge die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Beckenbereich zu begründen. Daneben liege ein rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom infolge einer fortgeschrittenen Osteochondrose L5/S1 und Facettendegeneration L4/L5 und L5/S1 bilateral vor. Hinweise auf ein radikuläres Schmerzgeschehen zeigten sich keine. Die Schmerzen am rechten Kniegelenk seien Ausdruck einer beginnenden Gonarthrose mit ausgeprägten Meniskus verkalkungen (S. 6 f.). Unter psychiatrischen Gesichtspunkten liege eine mittelschwere depressive Störung vor, und als Hauptdiagnose zeige sich ein e kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -A nteilen. In der klinischen Untersuchung fänden sich zudem deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer PTBS mit wiederkehrend auftretenden Nachhallerinnerungen der traumatischen Ereignisse, Albträumen, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, schwerem sozialem Rückzug, emotionaler Stumpfheit und Freudlosigkeit (S. 7).

Unter psychiatrischen Gesichtspunkten liege eine mittelschwere depressive Störung vor, und als Hauptdiagnose zeige sich ein e kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -A nteilen. In der klinischen Untersuchung fänden sich zudem deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer PTBS mit wiederkehrend auftretenden Nachhallerinnerungen der traumatischen Ereignisse, Albträumen, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, schwerem sozialem Rückzug, emotionaler Stumpfheit und Freudlosigkeit (S. 7). Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich kognitive Minderleistungen im Bereich Aufmerksamkeit, im verbalen Gedächtnis, in den Exekutivfunktionen und in der Sprache gezeigt. Die Testergebnisse mit deutlichen Auffälligkeiten beim Schreiben, mit verlangsamtem Lesesinnverständnis und mit sprachassoziierten Auffälligkeiten wiesen auf eine Rechtschreibestörung hin. Es bestehe eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung, wobei der Einfluss auf die gezeigten Leistungen wahrscheinlich sei. Insgesamt sei von einer mehrheitlich stabilen kognitiven und intellektuellen Situation auszugehen, wobei selbst bei kompletter Cannabisabstinenz von keiner deut lichen Verbesserung auszugehen sei, da noch andere Faktoren vorlägen, welche einen negativen Einfluss auf die Kognition hätten (S. 7 f. ).

Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich kognitive Minderleistungen im Bereich Aufmerksamkeit, im verbalen Gedächtnis, in den Exekutivfunktionen und in der Sprache gezeigt. Die Testergebnisse mit deutlichen Auffälligkeiten beim Schreiben, mit verlangsamtem Lesesinnverständnis und mit sprachassoziierten Auffälligkeiten wiesen auf eine Rechtschreibestörung hin. Es bestehe eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung, wobei der Einfluss auf die gezeigten Leistungen wahrscheinlich sei. Insgesamt sei von einer mehrheitlich stabilen kognitiven und intellektuellen Situation auszugehen, wobei selbst bei kompletter Cannabisabstinenz von keiner deut lichen Verbesserung auszugehen sei, da noch andere Faktoren vorlägen, welche einen negativen Einfluss auf die Kognition hätten (S. 7 f. ). Zusammenfassend finde sich die Kombination aus einem schweren psychiat rischen Krankheitsbild sowie einer somatischen Erkrankung des Bewegungsappa rates. Eine konsequente psychotherapeutische Unterstützung mit tragender Bezi e hung habe über all die Jahre nie etabliert werden können. Die «Selbstmedi kation» des Beschwerdeführers bestehe aus täglichem Cannabiskonsum in moderater Dosis sowie Alkohol (S. 8).

Zusammenfassend finde sich die Kombination aus einem schweren psychiat rischen Krankheitsbild sowie einer somatischen Erkrankung des Bewegungsappa rates. Eine konsequente psychotherapeutische Unterstützung mit tragender Bezi e hung habe über all die Jahre nie etabliert werden können. Die «Selbstmedi kation» des Beschwerdeführers bestehe aus täglichem Cannabiskonsum in moderater Dosis sowie Alkohol (S. 8). In der bisherige n körperlich schwere n Tätigkeit als Dachdecker bestehe aus rheumatologischer Sicht ab etwa April 2016 (MRI Hüftgelenke) keine Arbeits fähigkeit mehr. In einer angepassten Tätigkeit sei in somatischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkungen zumutbar. Unter psychiatrische n Gesichtspunkten bestehe sowohl für die bisherige wie auch für eine angepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Gesamtarbeitsfähigkeit von 0 % beruhe auf der psychiatrischen Einschätzung, welche das Krankheitsbild dominiere. Di e 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe mindestens seit Gesuchstellung vom 7. Juni 2016 respektive auch seit Februar 2016 (S. 10).

In der bisherige n körperlich schwere n Tätigkeit als Dachdecker bestehe aus rheumatologischer Sicht ab etwa April 2016 (MRI Hüftgelenke) keine Arbeits fähigkeit mehr. In einer angepassten Tätigkeit sei in somatischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkungen zumutbar. Unter psychiatrische n Gesichtspunkten bestehe sowohl für die bisherige wie auch für eine angepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Gesamtarbeitsfähigkeit von 0 % beruhe auf der psychiatrischen Einschätzung, welche das Krankheitsbild dominiere. Di e 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe mindestens seit Gesuchstellung vom 7. Juni 2016 respektive auch seit Februar 2016 (S. 10). 3.2.2 Dr. C.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2 5. Mai 2021 ( Urk. 6/137/56- 80 ) aus, als Hauptdiagnose sei eine kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -Anteilen zu stellen. Schwere Traumatisierungen, die bereits in sehr früher Kindheit erfolgt und durch spätere sexuelle Missbräuche sowie verschiedene zwangsmässige Fremdplatzierung en verstärkt worden seien, dürften ursächlich für das Auftreten der Persönlichkeits störung verantwortlich zeichnen. Bei familiärer Häufung der Persönlichkeits störung seien aber auch genetische Faktoren für das Auftreten dieser Störung anzunehmen. Im Weiteren sei eine PTBS zu diagnostizieren, wobei einige wichtige Symptome überschneidend auch auf die Borderlinestörung zurück geführt und die Diagnosen deshalb nicht scharf voneinander getrennt werden könnten. Ferner liege eine chronifizierte mittelschwere Depression vor, die im Verlauf der Symptomatik der Hauptdiagnose aufgetreten sei und von daher von reaktiver Genese sein dürfte. Alle Diagnosen seien von einem regelmässigen Cannabis- und Alkoholkonsum begleitet, welche r in seiner Erscheinung eindeutigen Suchtcharakter aufweise und bei fehlender und vom Beschwerdeführer mehr oder weniger vollständig u nd konstant abgelehnter psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung einem untauglichen Selbstbehand lungsversuch gleichkomme (S. 18 f.).

3.2.2 Dr. C.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2 5. Mai 2021 ( Urk. 6/137/56- 80 ) aus, als Hauptdiagnose sei eine kombinierte Persönlichkeits störung mit im Vordergrund stehenden Borderline -Anteilen zu stellen. Schwere Traumatisierungen, die bereits in sehr früher Kindheit erfolgt und durch spätere sexuelle Missbräuche sowie verschiedene zwangsmässige Fremdplatzierung en verstärkt worden seien, dürften ursächlich für das Auftreten der Persönlichkeits störung verantwortlich zeichnen. Bei familiärer Häufung der Persönlichkeits störung seien aber auch genetische Faktoren für das Auftreten dieser Störung anzunehmen. Im Weiteren sei eine PTBS zu diagnostizieren, wobei einige wichtige Symptome überschneidend auch auf die Borderlinestörung zurück geführt und die Diagnosen deshalb nicht scharf voneinander getrennt werden könnten. Ferner liege eine chronifizierte mittelschwere Depression vor, die im Verlauf der Symptomatik der Hauptdiagnose aufgetreten sei und von daher von reaktiver Genese sein dürfte. Alle Diagnosen seien von einem regelmässigen Cannabis- und Alkoholkonsum begleitet, welche r in seiner Erscheinung eindeutigen Suchtcharakter aufweise und bei fehlender und vom Beschwerdeführer mehr oder weniger vollständig u nd konstant abgelehnter psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung einem untauglichen Selbstbehand lungsversuch gleichkomme (S. 18 f.). Der Beschwerdeführer sei mindestens durchschnittlich intelligent, sei aber aufgrund der Frühtraumatisierungen und der PTBS nicht in der Lage, dieses Potenzial zu nutzen. Die Persönlichkeitsstörung begünstige Verhaltensmuster, welche eine Eingliederung in die Berufswelt zumindest vorderhand verhinder n würden. Sein krankheitsbedingtes Festhalten an Cannabis und Alkohol zur Selbstbehandlung blockier e theoretische Auswege aus s einer Situation und der Schweregrad seiner sozialen Störung habe bezogen auf berufliche Wiederein gliederungsversuche lähmenden Charakter (S. 20).

Der Beschwerdeführer sei mindestens durchschnittlich intelligent, sei aber aufgrund der Frühtraumatisierungen und der PTBS nicht in der Lage, dieses Potenzial zu nutzen. Die Persönlichkeitsstörung begünstige Verhaltensmuster, welche eine Eingliederung in die Berufswelt zumindest vorderhand verhinder n würden. Sein krankheitsbedingtes Festhalten an Cannabis und Alkohol zur Selbstbehandlung blockier e theoretische Auswege aus s einer Situation und der Schweregrad seiner sozialen Störung habe bezogen auf berufliche Wiederein gliederungsversuche lähmenden Charakter (S. 20). Gestützt auf die Testergebnisse des Mini-ICF-APP seien die Anpassung an Regeln und Routinen, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppen fähigkeit, die familiäre n beziehungsweise intime n Beziehungen und die spontanen Aktivitäten schwer beeinträchtigt. Die Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Anwendung fachlicher Kompetenzen seien mittelgradig eingeschränkt. Das Entscheidungs- und Urteilsvermögen sowie die Verkehrs fähigkeit seien leicht beeinträchtigt ( S. 21 f.).

Gestützt auf die Testergebnisse des Mini-ICF-APP seien die Anpassung an Regeln und Routinen, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppen fähigkeit, die familiäre n beziehungsweise intime n Beziehungen und die spontanen Aktivitäten schwer beeinträchtigt. Die Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Anwendung fachlicher Kompetenzen seien mittelgradig eingeschränkt. Das Entscheidungs- und Urteilsvermögen sowie die Verkehrs fähigkeit seien leicht beeinträchtigt ( S. 21 f.). In der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, wobei dies mindestens seit dem 7. Juni 2016 gelte. Gleichermassen sei keine berufliche Tätigkeit in angepassten Verhältnissen möglich (S. 22).

In der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, wobei dies mindestens seit dem 7. Juni 2016 gelte. Gleichermassen sei keine berufliche Tätigkeit in angepassten Verhältnissen möglich (S. 22). 3. 2. 3 Fachpsychologin B.___ führte in ihrem neuropsychologischen Teilgutachten vom 2 7. Mai 2021 ( Urk. 6/137/41-55) aus, die objektivierten Defizite, zusammen mit technischen Auffälligkeiten, entspr ä chen einer leichten neuropsycholo gischen Störung. Diese sei nicht Folge einer einzigen Ursache, wobei die Fachpsychologin auf den seit dem 1 3. Altersjah r andauernden Cannabiskonsum des Beschwerdeführers, eine Rechtschreibestörung, eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung und auf jahrelange Schmerzen hinwies. Die verschiedenen möglichen Ursachen führten in Kombina tion zu leichten kognitiven Einschränkungen. Der Abruf der verbleibenden kognitiven Ressourcen könne in Situationen mit hoher psychischer Anspannung vorübergehend schlechter gelingen, wobei der Beschwerdeführer dann kognitiv auffälliger sei (S. 1 0 ).

3. 2. 3 Fachpsychologin B.___ führte in ihrem neuropsychologischen Teilgutachten vom 2 7. Mai 2021 ( Urk. 6/137/41-55) aus, die objektivierten Defizite, zusammen mit technischen Auffälligkeiten, entspr ä chen einer leichten neuropsycholo gischen Störung. Diese sei nicht Folge einer einzigen Ursache, wobei die Fachpsychologin auf den seit dem 1 3. Altersjah r andauernden Cannabiskonsum des Beschwerdeführers, eine Rechtschreibestörung, eine komplexe psychische Situation mit Traumatisierung und Persönlichkeitsstörung und auf jahrelange Schmerzen hinwies. Die verschiedenen möglichen Ursachen führten in Kombina tion zu leichten kognitiven Einschränkungen. Der Abruf der verbleibenden kognitiven Ressourcen könne in Situationen mit hoher psychischer Anspannung vorübergehend schlechter gelingen, wobei der Beschwerdeführer dann kognitiv auffälliger sei (S. 1 0 ). Auf Anhieb merke sich der Beschwerdeführer weniger verbale Informationen als Gleichaltrige. Nach einer längeren Zeit könne er sich nicht mehr genügend gut an zuvor gelernte verbale Informationen erinnern. Der Wechsel zwischen zwei ihm bekannten einfachen Aufgaben falle ihm schwer. Er habe Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und versteh e einfache Texte nur verlangsamt (S. 12 f.).

Auf Anhieb merke sich der Beschwerdeführer weniger verbale Informationen als Gleichaltrige. Nach einer längeren Zeit könne er sich nicht mehr genügend gut an zuvor gelernte verbale Informationen erinnern. Der Wechsel zwischen zwei ihm bekannten einfachen Aufgaben falle ihm schwer. Er habe Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und versteh e einfache Texte nur verlangsamt (S. 12 f.). Betreffend Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte die Fachpsychologin aus, dass es aus rein neuropsychologischer Sicht keine Hinweise auf eine vermin derte zeitliche Belastbarkeit gebe. Leichte kognitive Einschränkungen führten zu einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 %. Die Rechtschreibdefizite wirkten sich bei der angestammten Tätigkeit als angestellter Dachdecker nicht bedeutsam negativ aus, täten dies allerdings bei einer selbständigen Tätigkeit. Die weiteren Einschränkungen führten zu einem erhöhten Zeitbedarf. Die Arbeitsfähigkeit betrage damit unter neuropsychologischen Gesichtspunkten 90 %. In einer angepassten Tätigkeit hätte der Beschwerdeführer etwas mehr Zeit zur Verfügung und Informationen oder Abläufe müssten wiederholt werden. Er könne allerdings nach mehrfachen Wiederholungen durch Erwerb von Routine sein Tempo steigern. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte wenige Arbeitswechsel und geringe Anforderungen ans Schreiben und Lesen. Hinweise auf eine relevant reduzierte Belastbarkeit (erhöhte Ermüdbarkeit) gebe es nicht. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 13 f.).

Betreffend Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte die Fachpsychologin aus, dass es aus rein neuropsychologischer Sicht keine Hinweise auf eine vermin derte zeitliche Belastbarkeit gebe. Leichte kognitive Einschränkungen führten zu einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 %. Die Rechtschreibdefizite wirkten sich bei der angestammten Tätigkeit als angestellter Dachdecker nicht bedeutsam negativ aus, täten dies allerdings bei einer selbständigen Tätigkeit. Die weiteren Einschränkungen führten zu einem erhöhten Zeitbedarf. Die Arbeitsfähigkeit betrage damit unter neuropsychologischen Gesichtspunkten 90 %. In einer angepassten Tätigkeit hätte der Beschwerdeführer etwas mehr Zeit zur Verfügung und Informationen oder Abläufe müssten wiederholt werden. Er könne allerdings nach mehrfachen Wiederholungen durch Erwerb von Routine sein Tempo steigern. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte wenige Arbeitswechsel und geringe Anforderungen ans Schreiben und Lesen. Hinweise auf eine relevant reduzierte Belastbarkeit (erhöhte Ermüdbarkeit) gebe es nicht. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 13 f.). 3. 2. 4 Dr. D.___ hielt in seinem rheumatologischen T eil g utachten vom 3 0. Mai 2021 ( Urk. 6/137/82-95) fest, der Beschwerdeführer sei für die bisherige Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr einsetzbar. Gemäss den Angaben des Beschwerde führers sei die Tätigkeit auf Schräg dä che r n mechanisch sehr belastbar gewesen und habe sehr häufig unergonomische Belastungen mit hohen Kraftentwicklun gen bedingt. Für diese Tätigkeit bestehe seit etwa April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei indes in vollem Umfang zumutbar, wobei repetitives Bücken und Aufrichten, repetitives Anheben und Tragen von Lasten über 10 kg, für den Rücken ergonomisch ungünstige Positio nen mit vorgeneigte m Rumpf mit und ohne gleichzeitige Rumpfrotation sowie Arbeiten i n kauernder und kniender Position auszuschliessen seien. Es bestehe eine Arbeitszeit von 8.25 Stunden pro Tag ohne rheumatologisch begründbare Leistungsminderung. Für eine solche Tätigkeit dürfte schon seit Jahren eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen (S. 10, S. 12).

3. 2. 4 Dr. D.___ hielt in seinem rheumatologischen T eil g utachten vom 3 0. Mai 2021 ( Urk. 6/137/82-95) fest, der Beschwerdeführer sei für die bisherige Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr einsetzbar. Gemäss den Angaben des Beschwerde führers sei die Tätigkeit auf Schräg dä che r n mechanisch sehr belastbar gewesen und habe sehr häufig unergonomische Belastungen mit hohen Kraftentwicklun gen bedingt. Für diese Tätigkeit bestehe seit etwa April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei indes in vollem Umfang zumutbar, wobei repetitives Bücken und Aufrichten, repetitives Anheben und Tragen von Lasten über 10 kg, für den Rücken ergonomisch ungünstige Positio nen mit vorgeneigte m Rumpf mit und ohne gleichzeitige Rumpfrotation sowie Arbeiten i n kauernder und kniender Position auszuschliessen seien. Es bestehe eine Arbeitszeit von 8.25 Stunden pro Tag ohne rheumatologisch begründbare Leistungsminderung. Für eine solche Tätigkeit dürfte schon seit Jahren eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen (S. 10, S. 12). 3. 2. 5 Dr. A.___ beschrieb in ihr em internistischen Teilgutachten vom 1 9. Juni 2021 ( Urk. 6/137/26-38) unauffällige internistische klinische Befunde, weshalb aus internistische r Sicht keine Einschränkung für die bisherige körperlich schwere Tätigkeit bestehe (S. 9, S. 11).

3. 2. 5 Dr. A.___ beschrieb in ihr em internistischen Teilgutachten vom 1 9. Juni 2021 ( Urk. 6/137/26-38) unauffällige internistische klinische Befunde, weshalb aus internistische r Sicht keine Einschränkung für die bisherige körperlich schwere Tätigkeit bestehe (S. 9, S. 11). 4.

4. 4.1 Die internistische, rheumatologische und neuropsychologische Expertise der Dres. D.___ und A.___ sowie der Fachpsychologin B.___ wurde vom Beschwer deführer nicht explizit in Frage gestellt und es drängen sich weder aufgrund der übrigen medizinischen Akten noch im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen an einen beweiswertigen ärztlichen Bericht ( vgl. E. 1. 5 ) Zweifel an den Schlussfolgerungen der genannten Gutachter auf.

4.1 Die internistische, rheumatologische und neuropsychologische Expertise der Dres. D.___ und A.___ sowie der Fachpsychologin B.___ wurde vom Beschwer deführer nicht explizit in Frage gestellt und es drängen sich weder aufgrund der übrigen medizinischen Akten noch im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen an einen beweiswertigen ärztlichen Bericht ( vgl. E. 1. 5 ) Zweifel an den Schlussfolgerungen der genannten Gutachter auf. 4.2 Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.___ vom 2 5. Mai 2021 erweist sich dagegen als nicht schlüssig. Aus der Expertise erhellt nicht, wie Dr. C.___ die Diagnosen der PTBS und der kombinierten Persönlichkeitsstörung herleitete, da allein aufgrund des erhobenen psychopathologischen Befunds nicht darauf geschlossen werden kann. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfordert einen nachvollziehbaren Beginn einer erheblich von der Norm abweichenden Persönlichkeitsentwicklung in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter. Eine für die Diagnose einer solchen Störung geforderte, konsekutive erhebliche Normabweichung in der Wahrnehmung, im Denken und Fühlen sowie im Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers wurde im Gutachten nicht ausreichend dargelegt. Gleichermassen fehlen unter anderem konkrete Angaben betreffend die der Belastungsstörung zugrundeliegenden traumatischen Ereig nisse sowie Hinweise auf die für eine PTBS typische n Merkmale wie Nachhall erinnerungen/Flashbacks, Träume oder Alpträum e. Im Weiteren finden sich im Gutachten nur rudimentäre Ausführungen betreffend die aktuellen psychischen Beschwerden und das Verhalten des Beschwerdeführers. Zentral für die Anforde rungen an die medizinischen Grundlagen ist aus juristischer Sicht zudem insbesondere, dass durch den medizinischen Experten der Zusammenhang plausibel gemacht wird zwischen dem diagnostizierten Gesundheitsschaden und den Limitierungen, die aus diesem resultieren. Diesbezüglich mangelt es der psychiatrischen Exper tise an einer nachvollziehbaren Herleitung der statuierten 100%igen Arbeitsunfähigk eit. D r. C.___ verwies lediglich in pauschaler Weise auf entsprechende Leistungseinschränkungen, legte aber nicht dar, inwiefern der Beschwerdeführer konkret beeinträchtigt ist und weshalb er auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht zumindest in einem reduzierten Umfang arbeitsfähig ist.

4.2 Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.___ vom 2 5. Mai 2021 erweist sich dagegen als nicht schlüssig. Aus der Expertise erhellt nicht, wie Dr. C.___ die Diagnosen der PTBS und der kombinierten Persönlichkeitsstörung herleitete, da allein aufgrund des erhobenen psychopathologischen Befunds nicht darauf geschlossen werden kann. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfordert einen nachvollziehbaren Beginn einer erheblich von der Norm abweichenden Persönlichkeitsentwicklung in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter. Eine für die Diagnose einer solchen Störung geforderte, konsekutive erhebliche Normabweichung in der Wahrnehmung, im Denken und Fühlen sowie im Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers wurde im Gutachten nicht ausreichend dargelegt. Gleichermassen fehlen unter anderem konkrete Angaben betreffend die der Belastungsstörung zugrundeliegenden traumatischen Ereig nisse sowie Hinweise auf die für eine PTBS typische n Merkmale wie Nachhall erinnerungen/Flashbacks, Träume oder Alpträum e. Im Weiteren finden sich im Gutachten nur rudimentäre Ausführungen betreffend die aktuellen psychischen Beschwerden und das Verhalten des Beschwerdeführers. Zentral für die Anforde rungen an die medizinischen Grundlagen ist aus juristischer Sicht zudem insbesondere, dass durch den medizinischen Experten der Zusammenhang plausibel gemacht wird zwischen dem diagnostizierten Gesundheitsschaden und den Limitierungen, die aus diesem resultieren. Diesbezüglich mangelt es der psychiatrischen Exper tise an einer nachvollziehbaren Herleitung der statuierten 100%igen Arbeitsunfähigk eit. D r. C.___ verwies lediglich in pauschaler Weise auf entsprechende Leistungseinschränkungen, legte aber nicht dar, inwiefern der Beschwerdeführer konkret beeinträchtigt ist und weshalb er auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht zumindest in einem reduzierten Umfang arbeitsfähig ist. 4. 3 Im Lichte der obigen Erwägungen stellt das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ für die vorliegend zu beurteilende Streitfrage keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Für die Beurteilung der medizinischen Situation (Diagnose, Leistungsfähigkeit) kann auch nicht auf andere psychiatrische Einschätzungen ab gestellt werden. Im Anschluss an den Rück - weisungsentscheid des hiesigen Gerichts vom 3 0. April 2020 ( Urk. 6/110) wurden keine neuen Arzt berichte vorgelegt und die damals aktenkundigen Beurteilungen erlaubten gemäss genannte m Urteil kein abschliessendes Bild über die Arbeitsfähigkeit, was insbesondere für den Bericht von Dr. med. E.___, Oberarzt, und Psychologin lic. phil. F.___, Sanatorium G.___ AG, vom 1 1. August 2016 ( Urk. 6/20) gilt ( vgl. hierzu Urk. 6/110 S. 8 f. Ziff. 4.2 ; vgl. auch Urk. 19 S. 6 Ziff. 19 ).

4. 3 Im Lichte der obigen Erwägungen stellt das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ für die vorliegend zu beurteilende Streitfrage keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Für die Beurteilung der medizinischen Situation (Diagnose, Leistungsfähigkeit) kann auch nicht auf andere psychiatrische Einschätzungen ab gestellt werden. Im Anschluss an den Rück weisungsentscheid des hiesigen Gerichts vom 3 0. April 2020 ( Urk. 6/110) wurden keine neuen Arzt berichte vorgelegt und die damals aktenkundigen Beurteilungen erlaubten gemäss genannte m Urteil kein abschliessendes Bild über die Arbeitsfähigkeit, was insbesondere für den Bericht von Dr. med. E.___, Oberarzt, und Psychologin lic. phil. F.___, Sanatorium G.___ AG, vom 1 1. August 2016 ( Urk. 6/20) gilt ( vgl. hierzu Urk. 6/110 S. 8 f. Ziff. 4.2 ; vgl. auch Urk. 19 S. 6 Ziff. 19 ). 4.4 Die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 202 1 (Urk. 2) ist demnach aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch des Beschwerde - füh rers neu verfüge. Dabei wird insbesondere anhand eines strukturierten Beweis verfahrens abzuklären sein, ob und gegebenenfalls inwieweit sich die psychischen Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 145 V 215). Im Weiteren wird einer zwischen den psychischen und somatischen Leiden bestehenden Wechselwirkung Rech nung zu tragen sein.

4.4 Die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 202 1 (Urk. 2) ist demnach aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch des Beschwerde füh rers neu verfüge. Dabei wird insbesondere anhand eines strukturierten Beweis verfahrens abzuklären sein, ob und gegebenenfalls inwieweit sich die psychischen Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 145 V 215). Im Weiteren wird einer zwischen den psychischen und somatischen Leiden bestehenden Wechselwirkung Rech nung zu tragen sein. 5.

5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1, Urk. 11 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos.

5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1, Urk. 11 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streit sa che, der Schwierigkeit des Pro zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.

Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streit sa che, der Schwierigkeit des Pro zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. 5.3

5.3 5.3.1 Die den Beschwerdeführer bis zum 2 4. März 2023 vertretende Rechtsanwältin Steiner Lettoriello ( Urk. 23) machte mit Honorarnote vom 2 2. M ärz 2023 ( Urk. 24) für das vorliegende Verfahren bis zum 2 4. März 202 3 einen Aufwand von 15 Stunden und Barauslagen von 3 % geltend, was angemessen erscheint. Beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert eine von der Beschwerde gegnerin zu ersetzende Entschädigung von insgesamt Fr. 3'660.70 (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen).

5.3.1 Die den Beschwerdeführer bis zum 2 4. März 2023 vertretende Rechtsanwältin Steiner Lettoriello ( Urk. 23) machte mit Honorarnote vom 2 2. M ärz 2023 ( Urk. 24) für das vorliegende Verfahren bis zum 2 4. März 202 3 einen Aufwand von 15 Stunden und Barauslagen von 3 % geltend, was angemessen erscheint. Beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert eine von der Beschwerde gegnerin zu ersetzende Entschädigung von insgesamt Fr. 3'660.70 (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen). 5.3.2 Der den Beschwerdeführer ab 2 4. April 2023 vertretenden Rechtsanwalt Davide Loss ( Urk. 28) machte am 2 4. August 2023 ( Urk. 40) einen Aufwand von 9.8 Stunden und Barauslagen von Fr. 33.60 geltend, gesamthaft Fr. 2'358.2 0. Die s erscheint wohl als hoch, zumal die Bemühungen nicht in eine begründete Rechts schrift mündeten. Indessen ist zu beachten, dass nach der Aufgabe der An waltstä tigkeit durch die vormalige Rechtsvertreterin die Akten neu studiert werden mussten und der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in der Tat von erheblicher Bedeutung für den Beschwerdeführer ist. Damit war der neue Rechtsvertreter gehalten, unter Beizug der Akten die notwendigen Abk l ärungen und Überlegun gen zu tätigen, auch wenn sich diese nicht in einer Rechtsschrift niederschlugen. Die Parteientschädigung ist demgemäss auch in diesem Umfang zu bestätigen.

5.3.2 Der den Beschwerdeführer ab 2 4. April 2023 vertretenden Rechtsanwalt Davide Loss ( Urk. 28) machte am 2 4. August 2023 ( Urk. 40) einen Aufwand von 9.8 Stunden und Barauslagen von Fr. 33.60 geltend, gesamthaft Fr. 2'358.2 0. Die s erscheint wohl als hoch, zumal die Bemühungen nicht in eine begründete Rechts schrift mündeten. Indessen ist zu beachten, dass nach der Aufgabe der An waltstä tigkeit durch die vormalige Rechtsvertreterin die Akten neu studiert werden mussten und der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in der Tat von erheblicher Bedeutung für den Beschwerdeführer ist. Damit war der neue Rechtsvertreter gehalten, unter Beizug der Akten die notwendigen Abk l ärungen und Überlegun gen zu tätigen, auch wenn sich diese nicht in einer Rechtsschrift niederschlugen. Die Parteientschädigung ist demgemäss auch in diesem Umfang zu bestätigen. 5.3.3 Damit resultiert eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 6'018.9 0. Die angesichts der Aktenmenge und der Fragestellung aussergewöhnliche Höhe ist dem Umstand des - nicht durch den Beschwerdeführer verschuldeten - notwendig gewordenen Anwaltswechsels geschuldet. Die Kosten sind effektiv angefallen.

5.3.3 Damit resultiert eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 6'018.9 0. Die angesichts der Aktenmenge und der Fragestellung aussergewöhnliche Höhe ist dem Umstand des - nicht durch den Beschwerdeführer verschuldeten - notwendig gewordenen Anwaltswechsels geschuldet. Die Kosten sind effektiv angefallen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unent geltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 1 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos.

Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unent geltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 1 S. 2, Urk. 19 S. 2 ) als gegen standslos. Das Gericht erkennt :

Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 2021 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 8. Dezember 2021 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient schädigung von Fr. 6’018.90 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient schädigung von Fr. 6’018.90 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Davide Loss

Rechtsanwalt Davide Loss - Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello (E. 5.3.1 und Dispositiv Ziff. 3, 4 und 5)

Rechtsanwältin Andrea Steiner Lettoriello (E. 5.3.1 und Dispositiv Ziff. 3, 4 und 5) - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage eines Doppels von Urk. 37 und Urk. 38

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage eines Doppels von Urk. 37 und Urk. 38 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchleiffer Marais