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Wenn eine Klublegende gegen einen ehemaligen Weggefährten zu poltern beginnt, ist etwas nicht gut. Scott Chipperfield freut sich über die Krise des FC Basel. Weil er ganz offensichtlich wütend auf Sportchef Marco Streller ist. Allerdings vergeht ihm sein Mut.
Sébastian Lavoyer
Was ist bloss in Scott Chipperfield gefahren? Auf Twitter schreibt der Australier am späteren Sonntagabend: «War das okay von Basel? Ich sage, das Karma kostet sie Punkte. Ich habe sie zehn Mal angerufen, Nachrichten geschrieben und keine Antwort erhalten.»
Dann fügt er in fehlerhaftem Deutsch an: «Ich weiss er willst selber machen aber don’t forget the people.»
Wen er mit diesen Zeilen meint, präzisiert er in einem weiteren Tweet: Er habe Sportchef Marco Streller mehrfach kontaktiert. «Es kam immer die gleiche Antwort. Ich rufe dich an. Aber nichts geschah. Schande für eine Klublegende. Ich weiss, dass ich alt bin, aber vergiss nie, wo du herkommst.»
Dazu postet er einen Screenshot von seinen Nachrichten, die er an FCB-Sportchef Marco Streller geschickt hat. Und die zeigen, wie persönlich er Strellers Ignoranz nimmt. «Selber schuld. Du ignorierst den berühmtesten Spieler in Basel», schreibt er ihm irgendwann nach Mitternacht. Und: «Ich bin glücklich, dass du untergehst. Es könnte keinen besseren treffen.»
Noch am frühen Montag sind die Tweets online. Irgendwann gegen 10 Uhr wurden sie gelöscht. Streller richtete dem «Blick» aus: «Ich will das nicht kommentieren. Scott und ich klären das zusammen.»
Zwischen 2002 und 2012 wurde Scott Chipperfield mit dem FC Basel sieben Mal Schweizer Meister. Dazu gewann der 68-fache australische Nationalspieler sechs Mal den Cup. Er lebt nach dem Ende seiner Profikarriere weiterhin in der Region Basel.
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