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Die Krankenversicherung ist eine Versicherung, die das gesamte oder einen Teil des Risikos einer Person abdeckt, die medizinische Kosten verursacht, wobei das Risiko auf zahlreiche Personen verteilt wird. Durch die Schätzung des Gesamtrisikos der Gesundheitsversorgung und der Ausgaben des Gesundheitssystems über den Risikopool kann ein Versicherer eine routinemäßige Finanzierungsstruktur entwickeln, z.B. eine monatliche Prämie oder eine Lohnsteuer, um das Geld für die im Versicherungsvertrag festgelegten Gesundheitsleistungen bereitzustellen. Die Leistungen werden von einer zentralen Organisation, wie z.B. einer Regierungsbehörde, einem Privatunternehmen oder einer gemeinnützigen Einrichtung, verwaltet.
Die Gesundheitsversorgung in der Schweiz ist universell und wird durch das Bundesgesetz über die Krankenversicherung geregelt. Die Krankenversicherung ist für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch (innerhalb von drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt im Land). Sie ist daher im ganzen Land gleich und vermeidet Doppelstandards im Gesundheitswesen. Die Versicherer sind verpflichtet, diese Grundversicherung allen Personen unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Krankheit anzubieten. Sie dürfen aus dieser Grundversicherung keinen Gewinn erzielen, wohl aber aus Zusatzversicherungen.
Die universelle Pflichtversicherung sieht die Behandlung bei Krankheit, Unfall und Schwangerschaft vor. Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die medizinische Behandlung, die Medikamente und den Krankenhausaufenthalt der Versicherten. Der Versicherte trägt jedoch einen Teil der Kosten bis zu einem Höchstbetrag, der je nach dem individuell gewählten Plan variieren kann, die Prämien werden dann entsprechend angepasst. Das gesamte Gesundheitssystem ist auf die allgemeinen Ziele der Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung und der Kostensenkung bei gleichzeitiger Förderung der Eigenverantwortung ausgerichtet.
Das schweizerische Gesundheitssystem ist eine Kombination aus öffentlichen, subventionierten privaten und vollständig privaten Systemen. Die Versicherungsprämien variieren von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft, die Höhe der individuell gewählten Selbstbeteiligung (Franchise), der Wohnort des Versicherten und der gewählte Grad der Zusatzleistungen (Komplementärmedizin, zahnärztliche Routineversorgung, halbprivate oder private Spitalaufenthalte usw.).
Die versicherte Person hat die volle Wahlfreiheit unter den rund 60 anerkannten Leistungserbringern, die für die Behandlung ihrer Krankheit (in ihrer Region) zuständig sind, wobei die Kosten bis zur Höhe des offiziellen Tarifs von der Versicherung übernommen werden. Es besteht Wahlfreiheit bei der Wahl einer Versicherungsgesellschaft, an die man eine Prämie zahlt, in der Regel auf monatlicher Basis. Der Versicherte zahlt die Versicherungsprämie für den Grundplan bis zu 8% seines persönlichen Einkommens. Liegt die Prämie darüber, gewährt der Staat dem Versicherten einen Barzuschuss für die Zahlung einer eventuellen Zusatzprämie.
Die Pflichtversicherung kann durch private “Zusatzversicherungen” ergänzt werden, die es ermöglichen, einige der von der Grundversicherung nicht abgedeckten Behandlungskategorien abzudecken oder den Standard der Zimmer und Dienstleistungen im Falle eines Spitalaufenthalts zu verbessern. Dies kann die Komplementärmedizin, zahnärztliche Routinebehandlungen und Spitalaufenthalte auf der privaten Abteilung umfassen, die nicht von der obligatorischen Versicherung abgedeckt werden.
Was die obligatorische Krankenversicherung betrifft, so können die Versicherungen keine Bedingungen in Bezug auf Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand für die Deckung stellen. Die Prämienhöhe kann zwar von Firma zu Firma variieren, muss aber innerhalb derselben Firma für alle Versicherten derselben Altersgruppe und Region unabhängig von Geschlecht und Gesundheitszustand identisch sein. Dies gilt nicht für die Zusatzversicherung, bei der die Prämien risikobasiert sind.