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Prinzen, die noch zu haben sind
Können junge Frauen noch davon träumen, einen Thronfolger zu heiraten? Ja, aber sie müssen sich beeilen.
Vor einigen Jahren sah die Situation noch anders aus. Damals war eine ganze Generation künftiger Monarchen zu bekommen, und alle waren sie begierig, der idealen Braut zu begegnen – jener Auserwählten, die den berühmten Schuh des Aschenputtels tragen sollte. Die meisten haben inzwischen ein Mädchen gefunden, die einen mit mehr, die andern mit weniger Glück: Eine Mette-Marit für Haakon von Norwegen, eine Máxima für Willem-Alexander von Holland, eine Mathilde für Philippe von Belgien, eine Mary für Frederik von Dänemark, und zu guter Letzt eine Letizia für Felipe von Spanien. Nachdem also diese Prinzenschar versorgt ist, bleiben auf dem internationalen Heiratsmarkt der Blaublütigen nur noch zwei oder drei Exemplare übrig.
Da wäre etwa der unverwüstliche Albert von Monaco, der bereits auf seinem Thron sitzt und nicht mehr zu den Allerjüngsten gehört. Auch dessen Neffe Andrea Casiraghi kann theoretisch irgendwann Monarch des Kleinfürstentums werden, doch im Moment erscheint seine Zukunft noch reichlich ungewiss. Einzig im hypothetischen Fall, dass eines wohl fernen Tages seine Mutter, Prinzessin Caroline, von ihrem Bruder den Thron erbt, würde Andrea Casiraghi Kronprinz. Aber in Monaco ändern sich die Dinge schnell. So könnte zum Beispiel der regierende Albert II. in Versuchung geraten, eines seiner hin und wieder auftauchenden unehelichen Kinder anzuerkennen und mit allen Rechten auszustatten. Ein Novum in der Geschichte des Zwergstaates wäre dies nicht, hat doch Alberts Grossmutter Charlotte dasselbe erlebt: Im Jahre 1919 entschloss sich Fürst Louis II. (1870–1949), mangels eines legitimen Thronerben eine uneheliche Tochter anzuerkennen, die er mit einer Algerierin gezeugt hatte – eben jene Charlotte, Mutter des späteren und mittlerweile verstorbenen Rainier III. Eine ähnliche Entscheidung Alberts II. würde Andreas Zukunft unwiderruflich beeinträchtigen.
Traumzone Bhutan
Auf der Liste der Verfügbaren findet sich ferner der ungleich glamourösere Prinz William, Sohn von Prinz Charles und der verstorbenen Diana Spencer. Zwar ist der junge Mann im Moment mit einem Fräulein namens Kate Middleton (Artikel rechts) liiert, doch offiziell ist an der Verbindung noch gar nichts. Im Unterschied zum Roulette, wo es heisst: «Les jeux sont faits, rien ne va plus», ist hier noch alles offen. Die zukünftige Kandidatin sei allerdings gewarnt: Sie muss ihrer Religion zwingend abschwören und zur anglikanischen Kirche übertreten, sofern sie den zweitplatzierten Anwärter auf den englischen Thron heiraten will – an erster Stelle steht sein Vater Prinz Charles.
Auf einen kleinen europäischen Thron wird sich irgendwann auch der junge Wilhelm von Luxemburg setzen. Der 26-Jährige ist offiziell noch ledig. Er hält sich eher fern von Glamour und Jetset, ist aber trotzdem ein waschechter Prinz. Allfällige Kandidatinnen müssen sich allerdings mit dem Gedanken anfreunden, nach Luxemburg zu ziehen. Und für unbeugsame Romantikerinnen gibt es da noch einen besonders edlen Geheimtipp – ein schöner junger Mann, der in unseren Breitengraden nahezu unbekannt ist: Jigme Khesar Namgyal Wangchuck ist seit einigen Monaten der neue Herrscher von Bhutan. Zugegeben, dieses Königreich ist etwas weitab vom Schuss, liegt es doch irgendwo im Himalaja. Aber schliesslich kann man im Leben nicht alles haben.
Aus dem Italienischen von Sandro Benini