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Was versteht man eigentlich unter Functional Food? Kurz zusammengefasst werden damit alle Lebensmittel bezeichnet, die nicht nur einen normalen Nährwert haben, sondern darüber hinaus die Gesundheit fördern können. Dadurch entsteht ein Mehrwert, der meist aufgrund von Vitaminen, Probiotika, Präbiotika und Mineralstoffen gegeben ist.
Viele der "normalen" Lebensmittel, die täglich auf dem Speiseplan stehen, sind sogar Functional Food. Beispielhaft seien hier Cornflakes, Joghurt und zahlreiche andere Lebensmittel genannt. Sie sind mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und können sich deshalb ganz bewusst als Functional Food (FF) bezeichnen lassen.
Ein sehr bekanntes Beispiel für Functional Food ist Ovomaltine. Dieses galt in der Schweiz als erstes Functional Food überhaupt, da es mit zahlreichen Mineralstoffen und Vitaminen angereichert ist. Die Ovomaltine gibt es schon seit 1904, der Begriff Functional Food entstand jedoch erst wesentlich später.
Ursprünglich kommt Functional Food aus Japan. Schon seit 1985 gibt es dort so genannte "FOSHU" Lebensmittel. Das Kürzel steht für "Foods for specific health use". Als allererstes Functional Food in Japan wurde Yakult bezeichnet, das Getränk, das auf Magermilchbasis hergestellt wurde und das Bakterium Lactobacillus casei enthält. Dieses Bakterium ist probiotisch. Übrigens wurde Yakult bereits 50 Jahre vor der Einführung der "FOSHU" Lebensmittel als solches bezeichnet.
Gerade in den letzten Jahren hat sich Functional Food auch in Europa immer stärker verbreitet. Mittlerweile finden sich im Handel Hunderte von Lebensmitteln, die sich selbst als Functional Food bezeichnen und zahlreiche Versprechen abgeben. So soll damit die Verdauung angeregt werden, das Functional Food soll zu stärkeren Knochen verhelfen und die Herzgesundheit unterstützen. Die Werbung verspricht hier wieder einmal viel, was aber tatsächlich dran ist, lässt sich nur sehr schwer nachvollziehen.
Kritiker befürchten, dass hier viele fehlerhafte Versprechen gemacht werden und auch das Lebensmittelgesetz scheint hier immer wieder Kritik einstecken zu müssen. Fakt ist aber, dass Lebensmittel in der Schweiz erst auf den Markt kommen, wenn sie zuvor strengen Prüfungen standgehalten haben. Zudem dürfen sie nicht als Heilmittel angepriesen werden und die Werbung für Functional Food darf ebenso keine Versprechen machen, die den Verbraucher täuschen könnten. Allerdings sind Aussagen über den gesundheitlichen Nutzen der Lebensmittel erlaubt.