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In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu weiteren von der Schweiz abgeschlossenen internationalen Sozialversicherungsabkommen.
Bilaterale Sozialversicherungsabkommen
Die Schweiz hat mit zahlreichen Staaten Abkommen abgeschlossen, um die Sozialversicherungssituation der Versicherten zu regeln, die ihren Wohnsitz oder ihre Erwerbstätigkeit von der Schweiz in einen dieser Staaten verlegen und umgekehrt. Einige dieser Abkommen sind nicht auf die Krankenversicherung anwendbar. Sie haben im Krankenversicherungsbereich nur eine indirekte Wirkung, und zwar auf die Stellung der entsandten Arbeitnehmenden.
Abkommen mit Drittstaaten (ausserhalb der EU/EFTA)
Die Schweiz hat mit folgenden Staaten bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen: Australien, Kanada (inkl. Québec), Chile, China, Südkorea, Vereinigte Staaten, Ex-Jugoslawien*, Indien, Israel, Japan, Mazedonien, Montenegro, Philippinen, Republik San Marino, Serbien, Türkei und Uruguay (siehe Tabelle im Anhang).
* Seit dem Inkrafttreten der neuen Abkommen mit Serbien und Montenegro ist das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien nur noch auf Bosnien und Herzegowina anwendbar. Für den Kosovo gilt dieses Abkommen seit dem 1.4.2010 nicht mehr.
Neue Sozialversicherungsabkommen
Das Abkommen mit der Volksrepublik China ist am 19. Juni 2017 in Kraft getreten (SR 0.8<ip-pii>). Es gilt für die Bereiche AHV und IV, auf die Krankenversicherung hat es nur eine indirekte Wirkung. Die Entsendedauer beträgt 6 Jahre.
Das Abkommen mit Serbien und das Abkommen mit Montenegro sind am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Beide Abkommen betreffen die Bereiche AHV und IV und haben nur eine indirekte Wirkung auf die Krankenversicherung. Die Entsendedauer beträgt 2 Jahre. Das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien ist nur noch auf Bosnien und Herzegowina anwendbar.
Bei entsandten Arbeitnehmenden und ihren nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen aus der Schweiz in diese Vertragsstaaten entspricht die Weiterdauer der Krankenversicherung in der Schweiz der Dauer der Entsendung nach dem jeweiligen Abkommen. Sind diese Personen im Land der vorübergehenden Tätigkeit obligatorisch krankenversichert, können sie auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreit werden, wenn sie für Behandlungen in der Schweiz über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen.
Aus diesen Vertragsstaaten in die Schweiz entsandte Arbeitnehmende und ihre nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen sind der Schweizer Krankenversicherung unterstellt. Sie können sich auf Gesuch davon befreien lassen, wenn der Arbeitgeber dafür sorgt, dass sie über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen.
Abkommen mit europäischen Ländern
In der Vergangenheit hatte die Schweiz mit den meisten europäischen Ländern bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Seit dem Inkrafttreten des FZA und der entsprechenden Revision des EFTA-Übereinkommens sind diese beiden Abkommen an die Stelle der bilateralen Abkommen mit den Mitgliedstaaten der EU und der EFTA getreten. Für Personen, die nicht in den persönlichen Geltungsbereich des FZA oder des EFTA-Übereinkommens fallen, z. B. Drittstaatsangehörige im Zusammenhang mit den Bestimmungen über die Entsendung, gelten jedoch weiterhin die früheren Abkommen.
Zusätzliche Informationen
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) veröffentlicht auch eine aktuelle Liste der Sozialversicherungsabkommen sowie Informationen zu den Abkommen über soziale Sicherheit mit verschiedenen Ländern (insbesondere Australien, Chile, Kanada, Vereinigte Staaten, Japan, Mazedonien, Philippinen und Uruguay). Siehe untenstehenden Link.
Letzte Änderung 05.02.2019