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Die südfranzösische Provence ist vor allem für ihren Wein bekannt. Wissenschaftler vom Zentrum für Bio-Archäologie und Umwelt in Montpellier haben nun aber auch erstmals Hinweise darauf gefunden, dass dort bereits vor 2500 Jahren Bier gebraut wurde.
Gemäss der im Fachmagazin "Human Ecology" veröffentlichten Studie entdeckten die Archäologen in einer Behausung aus dem 5. Jahrhundert vor Christus in der Gemeinde Roquepertuse nahe der Feuerstelle in einem Keramikgefäss und einem Brunnen Reste von gegrillter und gegorener Gerste.
Die frühen Brauer liessen laut den Forschern die Gerste erst keimen und stoppten diesen Prozess anschliessend, indem sie die Körner trockneten und über dem Feuer grillten. Anschliessend zerquetschten sie die Gerstenkörner mit einem Schleifstein, um Malz herzustellen.
Der Malz wurde schliesslich mit Wasser vermengt und in Gefässen zum Gären gebracht. Die Methoden ähnelten demnach jenen, die noch heute beim Bierbrauen verwendet werden. "Sehr wahrscheinlich brauten Familien damals ihr eigenes Bier", sagte Studienleiter Laurent Bouby.
Dies sei vermutlich eine regionale und sehr alte Tradition gewesen. Den Anbau von Wein hätten die Menschen in Südfrankreich hingegen von zugewanderten Siedlern aus anderen Regionen im Mittelmeerraum gelernt.
SDA-ATS