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Anbau & Produktion Die Produktion läuft in 3 Phasen ab: Wurzelproduktion, Ruhephase, Treiberei Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum Hegi) gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Er stammt von der Wegwarte (Cichorium intybus var. sylvestre Vis) ab, die als Wildpflanze in Europa, Nordafrika und vom Orient bis nach Sibirien anzutreffen ist. Die Wegwarte war bei den Griechen und Römern schon als Heil- und Gemüsepflanze bekannt. Seit dem Mittelalter wird sie wegen ihrer Wurzeln, aus denen Kaffee-Ersatz hergestellt werden kann, angebaut. In der Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckte ein belgischer Bauer zufällig, in dem er seine Wurzeln im Keller vergass, dass diese Wurzeln im Dunklen austreiben und wohlschmeckende, zapfenförmige Blattknospen bilden. So kam es zu Chicorée. In der Schweiz begann man im Jahre 1909 im Kanton Genf mit dem Anbau von Chicorée, 1916 folgte auch die Gegend von Yverdon. Die produzierten Mengen wurden damals zu einem sehr niedrigen Preis verkauft. Dies bewirkte, dass die Kultur aufgegeben wurde. Später nahm die Produktion in handarbeitsintensiver Art wieder zu. Im Jahre 1965 interessierten sich junge und dynamische Produzenten für diese Kultur. Seitdem hat die Produktion in der Schweiz zugenommen. Der Kanton Waadt liefert ca. 50% des Schweizer Chicorées, die anderen 50% werden hauptsächlich in der Ostschweiz produziert und ein kleiner Teil im Seeland und der Zentralschweiz.