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Am Tag nach dem 33. Weltcup-Triumph erlebte Lara Gut-Behrami im zweiten Super-G in St. Moritz einen grossen Schreckmoment. Die Tessinerin stürzte heftig, konnte danach aber selber ins Ziel fahren. Federica Brignone gewann das wegen des starken Windes verkürzte Rennen.
Gut-Behrami kam im unteren Teil der Corviglia-Piste nach dem Steilhang in einer Linkskurve bei hohem Tempo von der Ideallinie ab. Die 30-Jährige raste als Folge davon direkt und ungebremst auf die Fangnetze am Rand der Strecke zu.
Aufgrund der Wucht des Einschlags wurde Gut-Behrami über die zwei sogenannten B-Netze hinweg katapultiert und sah sich erst neben der abgesperrten Piste vollständig abgestoppt. Sie sass zwar schnell wieder auf. Doch es verstrichen einige bange Minuten, bis sie aufstand und schliesslich auf den eigenen Ski hinunter ins Ziel fahren konnte.
Flury als Siebte beste Schweizerin
Dort wurde die Super-G-Weltmeisterin von den Fans erleichtert und mit kräftigem Applaus empfangen. Gut-Behrami verschwand danach in einem nahestehenden Zelt. Nach einigen Minuten kam sie warm angezogen wieder hinaus und lief sie zur Leader-Box, um der zu diesem Zeitpunkt deutlich führenden Italienerin Federica Brignone zu gratulieren.
Für Teamleaderin Gut-Behrami, die in den acht Super-G zuvor (inklusive WM in Cortina) sechsmal gewann und zweimal Zweite wurde, sprang ein Swiss-Ski-Quartett in die Bresche. Jasmine Flury, am Samstag als Zehnte drittbeste Schweizerin, fuhr mit der hohen Startnummer 28 noch in den 7. Rang vor. Die Bündnerin büsste auf die nun 17-fache Weltcupsiegerin Brignone 0,82 Sekunden ein.
Erste Weltcup-Punkte für Stephanie Jenal
Auch Michelle Gisin als Zehnte in ihrem erst zweiten Speed-Rennen der Saison, Joana Hählen (12.) und Priska Nufer (14.) vermochten sich in den Top 15 zu halten. Überzeugend fuhr die Bündnerin Stephanie Jenal, die als 16. ihre ersten Weltcup-Punkte gewann.
Hingegen Corinne Suter (26.) erlebte mit über zwei Sekunden Rückstand die nächste Enttäuschung nach Rang 21 tags zuvor. Auch Wendy Holdener kam als 22. nicht an die Topleistung des Vortages heran, als sie Siebte geworden war.
Die dominierende Nation im zweiten Super-G im Engadin war Italien. Nur elf Hundertstel hinter Brignone wurde Elena Curtoni Zweite vor Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin stand als einzige wie 24 Stunden zuvor, als sie Dritte geworden war, erneut auf dem Podest. Die Vortages-Zweite Sofia Goggia musste sich mit dem 6. Platz begnügen.