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Portraitierte Orchideen
Einführung
Zahlreiche Orchideen haben im Botanischen Garten Zürich ein Zuhause gefunden. Da die Schauhäuser für die meisten Arten zu dunkel geworden sind, werden sie im Anzuchthaus gepflegt und mit viel Licht verwöhnt. Wenn sie dann blühen, werden sie vom Orchideengärtner ins Tropenhaus gehängt oder in der Orchideen-Vitrine zur Schau gestellt.
Die Vielfalt der Orchideen ist gewaltig. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, Formen und Grössen. Manche sind kleiner als eine Erbse, andere können mehrere Meter hoch und weit über 100 kg schwer werden. Wieder andere Arten sind blattlos und ganz wenige leben parasitisch vollkommen unter der Erde. Die meisten tropischen Orchideen wachsen jedoch als mehrjährige Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) auf hohen Urwaldbäumen.
Die Orchideenblüten mit ihrer oft kompliziert gestalteten und spektakulär gefärbten „Lippe“ sind meist auf bestimmte Insektenarten als Bestäuber spezialisiert. Der Orchideenpollen wird nicht als lockerer Staub abgegeben, sondern in ganzen Paketen (Pollinien). Die bestäubte Blüte produziert viele winzige Samen, die vom Wind bis in die höchsten Bäume getragen werden können. Orchideensamen besitzen keine Nährstoffe und sind deshalb für das Auskeimen auf die Mithilfe von Pilzen angewiesen.
Jael Hoffmann und Roman Kellenberger