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Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo am 22. Mai 2021 nördlich von Goma zerstörte Dörfer und Siedlungen rund um die Stadt und führte zur Vertreibung von mehreren tausend Menschen. Unter anderem beschädigten die Lavaströme ein Wasserreservoir und das Wasser-Verteilungssystem. Das hatte zur Folge, dass rund 200'000 Menschen kein sauberes Trinkwasser mehr zur Verfügung hatten. Fast 4’000 Häuser haben gebrannt und die Obdachlosen mussten bei Gastfamilien unterkommen. Darüber hinaus wurden zwölf Schulen und mindestens vier Gesundheitszentren zerstört. Bereits kurze Zeit nach der Katastrophe hat das HEKS-Team begonnen, die Bedürfnisse der Bevölkerung abzuklären, eine Nothilfe für die betroffenen Haushalte aufzugleisen und die Rückkehr der Vertriebenen vorzubereiten.
Begünstigte:
Unterstützt werden obdachlose Familien und solche, die Vertriebene aufgenommen haben. Weiter richtet sich die Nothilfe an gefährdete RückkehrerInnen in den Regionen Goma und Rutshuru.
Ziele:
Die vorgeschlagene Intervention zielt darauf ab, den dringenden benötigten Zugang zu Wasser, einer hygienischen Infrastruktur und sanitären Einrichtungen zu gewährleisten, um die Grundbedürfnisse der Menschen abzudecken und ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Darüber hinaus soll mit diesem Projekt auch die Rückkehr der Vertriebenen nach Goma in ihre Häuser oder zu Gastfamilien begleitet werden.
Aktivitäten:
Im Zentrum der Aktivitäten steht der Zugang zu sauberem Trinkwasser, um die steigenden Fälle von Durchfallerkrankungen zu stoppen und das Risiko einer Choleraansteckung zu minimieren. Zu den geplanten Massnahmen gehören unter anderem die Installation von Wassertanks und eines Trinkwasser-Verteilsystems, das die Reservoirs mit Wasser versorgt. Da das Risiko einer Cholera-Epidemie besonders gross ist, organisieren HEKS, Mitarbeitende von Stadt- und Dorfgemeinschaften sowie Freiwillige verschiedene Hygieneschulungen für 1500 Haushalte. Diese behandeln Themen wie übertragbare Krankheiten, Abfallmanagement und Identifizierung von Verschmutzungsquellen. Weiter werden zusammen mit den Menschen vor Ort 50 Notfall-Latrinen und Duschen errichtet und Hygienekits verteilt.