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Migräne ist eine heimtückische Krankheit, die anfallsartig auftritt und sehr belastend für viele Betroffene ist. Frauen sind stärker betroffen als Männer, aber auch Klein- und Schulkinder können Migräneattacken erleiden. Migränepatienten berichten häufig über heftige, pulsierende, stechende oder hämmernde Schmerzen im Schläfenbereich, die in unregelmäßigen Abständen auftreten und oft mit einem jahrelangen Leidensweg verbunden sind.
Treue Begleiter dieser Schmerzen sind vegetative Probleme, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Gerüche und Lärm. Migränepatienten sind während eines Anfalls in ihren Aktivitäten sehr eingeschränkt.
Eine Sonderform dieses Arterienklopfens ist die Migräne mit Aura. Hier kommt es vor dem Kopfschmerz zu charakteristischen, individuellen Vorboten und Anzeichen, die eine kurze Zeit andauern und dann verschwinden, wenn die Kopfschmerzen eintreten.
Sehstörungen sind bei einer Aura am häufigsten und treten in der Regel einseitig im Gesichtsfeld auf. Diese können sich in Form von Blitzen, Flimmern und Einschränkung der Sehschärfe äußern. Auch ein Kribbeln in den Beinen, Armen, im Gesicht und auf der Zunge (wie Ameisenlaufen) können Vorboten einer Migräne sein.
Als Ursachen dieses Krankheitsbildes werden neurobiologisch bedingte Funktionsstörungen im Gehirn, familiäre Veranlagungen und Entzündungen und Verengungen der Gefäße vermutet.
Auslöser, auch Trigger genannt, können Stress, Nahrungsmittelintoleranzen, Überarbeitung, Erschöpfung und Schwankungen des Hormonspiegels sein.
Kopfschmerzen vom Spannungstyp können sporadisch und in Episoden von einigen Minuten bis zu mehreren Tagen auftreten. Es handelt sich um einen leichten bis mittelschweren Kopfschmerz, der von Betroffenen oft als dumpf, drückend und ziehend empfunden und wie das Tragen eines zu engen Hutes beschrieben wird.
Erbrechen und Übelkeit treten beim Spannungskopfschmerz nicht auf. Lärm- und Lichtempfindlichkeit können vorkommen, sind aber nicht typisch. Körperliche Aktivitäten verschlimmern in der Regel die Schmerzstärke nicht, Bewegungen an der frischen Luft lindern sogar oft die Schmerzen.
Auslösende und verstärkende Faktoren der Spannungskopfschmerzen sind häufig muskuläre Verspannungen in der Schulter- und Nackenmuskulatur. Diese Verspannungen entstehen durch Stress, schlechte Körperhaltungen und durch mangelnde Entspannung. Der Blutfluss wird dadurch beschränkt, Nervenirritationen und Schmerzen sind dann die Folgen. Fiebrige Infekte können diese Art von Kopfschmerzen ebenfalls auslösen.
Zunächst müssen organische Ursachen wie z. B. ein Gehirntumor durch eine neurologische Untersuchung ausgeschlossen werden. Wichtige Informationen zur Krankheitsgeschichte können durch einen Kopfschmerzfragebogen erhoben werden. Der Patient führt idealerweise einen Kopfschmerzkalender, der zur Therapieplanung herangezogen wird und der Selbstkontrolle dient. Neben einer medikamentösen Behandlung können insbesondere bei einer Migräne mit Aura und bei Spannungskopfschmerzen verhaltenstherapeutische Interventionen (Kognitive Verhaltenstherapie), Biofeedbackverfahren und das Erlernen von Entspannungstechniken sehr wirksam sein und die Schmerzstärke, die Häufigkeit der Migräneanfälle und die Schmerzdauer merklich lindern.