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Ruedi Eberles politische Karriere begann 2003. Damals wurde er ins Innerrhoder Kantonsparlament, den Grossen Rat, sowie zum Vize-Hauptmann des Bezirks Gonten gewählt. Die weiteren politischen Stationen des gebürtigen Melsers: Regierender Hauptmann von Gonten, Grossratspräsident und seit dem letzten Jahr Innerrhoder Finanzdirektor (Säckelmeister).
Ruedi Eberle
Nationalratskandidat
- Ruedi Eberle ist 52-jährig, verheiratet, Vater von drei Töchtern und wohnt in Gontenbad.
- Ursprünglich war er Bauer; Ruedi Eberle hat die landwirtschaftliche Schule Platanenhof absolviert.
- Der SVP-Politiker hat von seinem Schwiegervater den Golfplatz Gonten übernommen und ist seither Geschäftsführer dieses Resorts.
- Ruedi Eberle politisierte eine Zeit lang für die CVP, trat dann aber aus der Partei aus, weil er die CVP als zu links empfand.
- 2018 ist er als Grossrat in die Innerrhoder Regierung und dabei ins Amt des Säckelmeisters gewählt worden.
1999 kandidierte Eberle bereits schon einmal für den Nationalrat, jedoch ohne Chance. Ausserdem bewarb er sich 2008 und 2015 zwei Mal erfolglos für ein Amt in der Innerrhoder Regierung (Standeskommission), bevor es im letzten Jahr im dritten Anlauf klappte. Neben seinem Regierungsratsamt ist Eberle Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der Golf Gonten AG mit 20 Mitarbeitenden.
Das Amt als Regierungsrat würde Eberle bei einer Wahl in den Nationalrat behalten. Die Verbindung von Regierung und Bundesparlamentarier hat in Innerrhoden Tradition. Seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Golf Gonten AG würde er bei einer Wahl ins nationale Parlament jedoch abgeben.
Als Unternehmer nach Bern
Der 52-Jährige würde in Bern vor allem gerne sein Wissen und Können als Unternehmer einbringen, wie er sagt. Denn gemäss ihm hat es im Bundeshaus zu wenig Unternehmer. Zu seinen weiteren Schwerpunktthemen gehören Wirtschaft, Landwirtschaft sowie ein selbstbewusstes Verhältnis der Schweiz zu Europa.
Ich bin für eine Erhöhung der Franchisen-Obergrenze auf bis zu 4000 oder 5000 Franken.
Im Gespräch mit SRF sprach Ruedi Eberle auch über die Gesundheitspolitik. Er sei für den umstrittenen Neubau des Spitals Appenzell gewesen. Um die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu bremsen fordert Eberle mehr Eigenverantwortung von allen Prämienzahlenden. «Die Westschweiz hat deutlich höhere Krankenkassenprämien als die Ostchweiz. Dies deshalb, weil man in der Ostschweiz nicht so schnell zum Arzt geht», so Eberle. Zudem kann er sich eine Erhöhung der Obergrenze der Franchise vorstellen.
Wenn zwei sich streiten...
...freut sich der Dritte. So die Hoffnung von Ruedi Eberle. Die Ausgangslage ist mit drei bürgerlichen Kandidierenden dieses Mal tatsächlich speziell und ungewöhnlich für Innerrhoden. Neben Eberle kandidieren auch seine Regierungsratskollegin Antonia Fässler (CVP), Alt-Säckelmeister und Unternehmer Thomas Rechsteiner (ebenfalls CVP) sowie Schulsozialarbeiter Martin Pfister (SP).
Die Stimmen, welche nicht an Martin Pfister gehen werden, werden sich auf drei Kandidierende aufteilen, so dass die stärkste Partei in Innerrhoden, die CVP, kein so leichtes Spiel mehr haben dürfte wie in vergangenen Jahren. Weil Rechsteiner und Fässler aber vor allem mehr politische Exekutiv-Erfahrung haben, dürfte es für Eberle gleichwohl schwierig werden.