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E-Nummern - Zusatzstoffe
Lecithin ist ein fettähnlicher Stoff, der überwiegend aus Sojabohnen, aber auch aus Sonnenblumen, Raps oder Eigelb gewonnen wird. Lecithin kann verschiedene Funktionen haben. Als Emulgator verhindert es, dass sich Fett- und Wasserphasen eines Lebensmittels trennen. Außerdem kann es als Antioxidationsmittel, Stabilisator und Mehlbehandlungsmittel eingesetzt werden. Es kommt zum Beispiel in Margarine, Teigwaren, Schokolade, Mayonnaise und sogar in Säuglingsnahrung vor.
E 330: Zitronensäure - für Allergiker gefährlich, kann zu Parkinson und Alzheimer führen
E 330 findet sich häufig in Süßwaren, Erfrischungsgetränken, Konfitüren, Käse- und Fleischprodukten, Desserts oder Teigwaren. Zitronensäure fungiert als Antioxidationsmittel, Komplexbildner (sorgt für Stabilität der Farbe und Textur), Säuerungsmittel, Schmelzsalz und Säureregulator und wird mit Hilfe von Schimmelpilzen erzeugt, was allergischen Reaktionen auslösen kann. Zudem fördert es die Aufnahme von Schwermetallen im Blut, was zu Parkinson und Alzheimer führen kann.
E 250: Natriumnitrit - krebserregend, kann zum Erstickungstod führen
Der synthetisch produzierte Konservierungsstoff tötet Bakterien ab und wird zusammen mit Pökelsalz zum Beispiel Gänse- und Entenleberpasteten zugesetzt. Es findet sich aber auch in gepökelten Lebensmitteln. Nitrite senken den Blutdruck durch ihre gefäßerweiternde Wirkung. Natriumnitrit ist das Natriumsalz der Salpetrigen Säure.
Pektin besitzt die Eigenschaft, flüssige Substanzen gelartig fest werden zu lassen. Daher findet es Anwendung zum Beispiel in Konfitüren, Marmeladen, Gelierzucker, Süßwaren oder Tortenguss. Außerdem wird Pektin für Fettersatzstoffe in Light-Lebensmitteln eingesetzt und kann als Trägerstoff für andere Zusatzstoffe fungieren. Pektin wird aus den Schalen von Äpfeln, Zitrusfrüchten oder Zuckerrüben isoliert.
Der künstlich hergestellte Farbstoff Gelborange zählt - wie auch Tartrazin, Azorubin, Cochenillerot und andere - zu den umstrittenen Azofarbstoffen. Diese stehen in Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität auszulösen. Produkte, die solche Farbstoffe beinhalten, müssen daher folgenden Warnhinweis tragen: "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen."
Gelborange, das Lebensmittel entsprechend gelborange färbt, darf nur in bestimmten Lebensmitteln und unter Mengenbeschränkungen eingesetzt werden. Darunter fallen unter anderem Marmeladen, Konfitüren, Süßwaren oder Senf, aber auch Lachs- und Fleischersatzprodukte sowie Spirituosen.
E 620-625: Glutamat - kann zu Kopfschmerzen, Übergewicht, Alzheimer, Parkinson und Multipler Sklerose führen
Der Geschmacksverstärker Glutamat ist unter etlichen Namen und mehreren E-Nummern auf Etiketten zu finden:
Glutamat kann die Hunger- und Sättigungssteuerung negativ beeinflussen und ist damit ein indirekter Dickmacher. Die Zusatzstoffgruppe dient als Geschmacksverstärker, weil sie einen würzigen, herzhaften Geschmack (auch als umami bekannt) hat. In vielen Lebensmitteln kommt Glutamat ganz natürlich vor, beispielsweise in Eiern, Rindfleisch, Erbsen oder Kartoffeln.
Häufig wird es aber auch zugesetzt und dient dann in etlichen Produkten wie Fertignahrung, Tütensuppen und Knabberartikeln als günstiges Würzmittel.
E 202: Kaliumsorbat - für Allergiker gefährlich
Das chemisch synthetisierte Kaliumsalz der Sorbinsäure wird vor allem als Konservierungsmittel für Trockenfrüchte, geschnittenen und abgepackten Käse, Brot, Backwaren, Fleisch- und Fischprodukte verwendet.
E 300: Ascorbinsäur - wird auch gentechnisch hergestellt
Wird chemisch-synthetisch oder von gentechnisch veränderten Mikroorganisemn hergestellt. Als Antioxidationsmittel und Stabilisator wird der Zusatzstoff, ohne Höchstmengenbeschränkung Obst- und Gemüsekonserven, Säften, Marmeladen, Fleisch- und Wurstwaren, Bier und Wein beigemischt. Zum Beispiel wird naturtrübem Apfelsaft Ascorbinsäure zugegeben, um ihn heller zu machen. Ascorbinsäure im Mehl vergrößert das Volumen gebackener Teige. Jährlich werden weltweit etwa 80.000 Tonnen Ascorbinsäure, größtenteils mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen produziert.
E 407: Carrageen - kann zu Brust- und Darmkrebs führen
Das Kohlenhydrat Carrageen findet als Verdickungs- und Geliermittel in Soßen, Eiscreme, Süßigkeiten, Dessertpulver oder Trockenmilcherzeugnissen Anwendung. Wird in grossen Mengen eingesetzt. Carrageen wird aus der Rotalge (Eucheuma) gewonnen.
E 410: Johannisbrotkernmehl - unbedenklich
Für Lebensmittel allgemein zugelassen, dient das aus den Samen der Frucht des Johnnisbrotbaumes hergestellte Kohlenhydrat als Verdickungs- und Bindemittel. E 410 unterliegt keiner Höchstmengenbegrenzung und findet sich häufig in Backwaren, Marmeladen, Milchmischgetränken, Eiscreme, Obst- und Gemüsekonserven und vor allem als Backhilfsmittel in Gluten-freiem Brot. Johannisbrotkernmehl gilt als unbedenklich ist ist auch für Babynahrung, Bio- und Allergikerprodukte zugelassen. Johannisbrotkernmehl wirkt leicht abführend und behindert geringfügig die Eiweißverdauung, senkt aber den Blutzuckerspiegel.
E 412: Guarkernmehl - kann in grossen Mengen zu Blähungen führen
Der Füllstoff Guarkernmehl kann extrem viel Wasser binden und dient deshalb in der Lebensmittelindustrie als Gelier- und Verdickungsmittel. Zu finden ist E 412 in Suppen, Soßen, Backwaren, Desserts oder Konfitüren. Guarkernmehl wird aus den Samen der Guarbohne, die hauptsächlich in Indien und Pakistan angebaut wird, gewonnen.
E 415: Xanthan - unbedenklich
Das Kohlenhydrat Xanthan wird von Bakterien gebildet. E 415 wurde als Ballaststoff als unbedklich eingestuft und findet sich in Soßen, Backwaren, Sauergemüse, Fisch- und Fleischkonserven, Tomatenketchup, Mayonnaise oder Senf. In der Kosmetikindustrie findet sich Xanthan in Shampoos, Lotionen, Mascara oder Zahnpaste wieder. Das natürliche Verdickungs- und Geliermittel ist auch für Bio-Lebensmittel zugelassen und kann abführend wirken.
E 471: Mono- und Diglyceride - schädliche Wirkung ist bislang unbekannt
E 471 kann pflanzlichen und tierischen Ursprungs sein und wird aus Fettsäuren und Glycerin hergestellt. Als Emulgatoren werden Mono- und Diglyceride in Schokoladenprodukten, Kakaopulver, Kartoffelpüree, Reis, Nudeln oder Babynahrung eingesetzt. Die Wirkung wird durch die Zugabe von E 470 a, von Salzen der Speisefettsäuren, verstärkt. Bei Backwaren verhindert die Wechselwirkung mit Stärke, dass die Produkte schnell altbacken werden. Bei Konfitüren verhindert E 471 die Schaumbildung. E 471 ist unbeschränkt zugelassen.