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haben wird, sich von Deutschland zu trennen, womit es durch seine geographische Lage vereinigt ist."
„Die Aufstellung einer leitenden Einrichtung des Bundes — mag man ihr nun einen geschichtlichen Namen geben, der so viel Erinnerungen zurückruft, wie der des Kaisers, oder einen andern —, einer mit Rechten ausgestatteten und mit bestimmter Verantwortlichkeit beladenen Einrichtung — ist so wesentlich, um einer Versammlung, wie der Bundestag, einen regelmäßigen fortschreitenden Gang zu ertheilen, daß ich die Abwesenheit einer solchen Einrichtung als einen Grund betrachte, wodurch der Bundestag von seiner Geburt an gelähmt sein wird."
„Eine zweite Betrachtung tritt der ersten hinzu, nämlich die Notwendigkeit, Oestreich durch Gründe des Vortheils und der Pflicht an Deutschland zu knüpfen und zu verhindern, daß es sich nicht durch Frankreich in den mannichfaltigen staatlichen Verwicklungen hinreißen lasse, welche eine vielleicht nahe Zukunft bringen wird."
In Oestreich war nur Philipp Wessenberg, der Bruder des berühmten Bischofs, für das Kaiserprojeci. Gegen die Annahme der Kaiserwürde durch Oestreich bildete sich eine inländische ostreichische Partei, unter den Grafen Zichy und Ugarte und hinderte Metternich.
Am 23. März erklärte Metternich den Abgeordneten der kleinen deutschen Fürsten und der freien Städte, dem kurhesfischcn Gesandten Graf Keller, dem mecklenburgischen Baron Plessen und dem Senator Smidt von Bremen: „die Kaiserwürde könne Oeft» -reich jetzt nicht annehmen wegen des Widerspruchs von Preußen und Vaiern."
Es darf nicht unerwähnt gelassen werden, daß Stein, „wäre die Herstellung der Kaiserwürde gelungen, zweifelsohne des Kaisers Auftrag, ihn in der Bundesversammlung zu vertreten und deren Arbeiten zu leiten, empfangen und übernommen haben würde. Dieses scheine» auch die Hoffnungen seiner Verehrer gewesen zu sein, die sich in Artikeln des Rheinischen Merkur aussprachen."
Die Romantik des ostreichischen Kaiserprojects Stein's lag offenbar darin, daß, abgesehen von der sehr begreiflichen Weigerung Preußens, Oestreich ein Amt übernehmen solle mit viel Pflichten und wenig Northcilen.
Unter den Preußen war es unter ander» Rohel, die damals in Töplitz lebte, welche für die Wiedergeburt Deutschlands ein gar lebhaftes Interesse nahm. Sie ward dabei von Gentz einmal merkwürdig abgefertigt, als sie ihm ein paar Schriften von Thibaut und Kohlrausch empfohlen hatte. Er schrieb ihr uulerm 7. August 13l4 aus Baden: „Spannen Sie um Gottes Willen Ihre Wünsche und Hoffnungen nicht zu hoch. Von dem, was Sie am meisten im Auge zu haben scheinen, wird, ich fürchte, gar wenig geschehen u. Bis jetzt habe ich über den künftigen Zustand von Deutschland noch nichts gesehen, das meine Aufmerksamkeit auch nur auf fünf Minuten halte fesseln können und überhaupt finde ich die politische Schriftstellern dergestalt gesunken, daß es mir nicht mehr einfallt, mir in gedruckten Blättern Raths zu erholen. Daß die Staats» und Geschäftsmänner Besseres und Größeres liefern werden, behaupte ich deshalb nicht; aber eben darum habe ich über viele unerreichbare Dinge längst meine Partie genommen. Wenn Sic Alles das wüßten, was uns wirklich drückt, oder die Fragen kennten, aufweiche Antworten gefunden werden müssen, alle die schweren Probleme, die uns weit näher liegen, als das allgemeine Gesetzbuch für Deutschland (dessen Wünschenswürdigkeit ich noch gar nicht anerkenne, dessen Möglichkeit ich fast alsolut bestreite) — Sie würden bald aufhören, von Thibaut und Kohlrausch zu sprechen."
Die Staatsraison, aus welcher Napoleon die vielen kleinen Könige und kleinen Großherzoge in Deutschland placirt hatte, war sehr offenbar, wenn auch nicht sehr ehrenvoll für die kleinen Könige, kleinen Großherzoge u. s. w. gewesen. Geheimer und noch weit weniger ehrenvoll für Könige und Großherzoge war der Grund, aus dem sie sich der Chef einer andern Großmacht, die schon I8N3 mit Frankreich über die Geschicke Deutschlands disponirt hatte, gefallen ließ, und de» er in einer vertraulichen Unterredung gegen Siein ausließ. Rußland war der Hauptbefchützer der kleinen, kleinsten und allerkleinsten Eouuerainitäten Deutschlands, aus Pietät gegen die im Testament Peter's des Großen insinuirte Empfehlung. Wie der damals in russischen Diensten stehende General von Wolzogen in seinen neuerlich publizirten Memoiren berichtet, äußerte Alelander offen gegen Stein, es geschähe, „um die russischen Großfürsten und Großfürstinnen ins künftige mit passenden Mariagen versorgen zu können." Darauf hatte Stein dem russischen Kaiser erwidert: „Das habe ich freilich nicht gewußt, daß Ew. Maj. aus Deutschland eine russische Stuterei zu machen beabsichtigen!"