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Was ist Eigentum?
Das bei uns verfassungsmässig geschützte Eigentumsrecht bildet das eigentliche Fundament unserer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Das Eigentum ist das umfassendste Herrschaftsrecht einer Person über eine Sache, das oberste der dinglichen Rechte.
Der Eigentümer bzw. die Eigentümerin einer Sache kann darüber innerhalb der Schranken der Rechtsordnung, d.h. unter Vorbehalt der gesetzlichen und vertraglichen Beschränkungen, sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht verfügen.
Was ist Grundeigentum?
Gegenstand des Grundeigentums sind Grundstücke. Grundstücke im Sinne des Gesetzes sind Liegenschaften, die in das Grundbuch aufgenommenen selbständigen und dauernden Rechte, Bergwerke sowie Miteigentumsanteile an Grundstücken.
Wie weit erstreckt sich das Grundeigentum?
Das Eigentum an Grund und Boden erstreckt sich nach oben und unten auf den Luftraum und das Erdreich, soweit für dessen Ausübung ein Interesse besteht. Dieses Interesse braucht nicht ein vermögensrechtliches zu sein; auch ein ästhetisches oder wissenschaftliches genügt, doch muss es vernünftig, rechtlich schutzwürdig sein.
Wo sind die Schranken des Eigentumsrechts?
Die Ausübung des Eigentumsrechts ist nicht unbeschränkt. Im allgemeinen Interesse hat unsere Rechtsordnung hier wie überall Schranken gesetzt, und zwar recht mannigfaltig. Das Mass der Befugnisse, das dem Eigentümer bzw. der Eigentümerin eines Grundstücks zusteht, hat im Laufe der Zeit starke Wandlungen erfahren; die Grundeigentümerrechte waren und sind nicht immer und überall die gleichen. Diese Schranken sind privatrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Natur.