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Der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny hat das überraschend gute Abschneiden der Opposition bei mehreren Kommunalwahlen als "Geburtsstunde einer neuen Bewegung" bezeichnet. Vor tausenden Anhängern in Moskau rief er am Montag die zersplitterte Opposition zur Einheit auf.
Nawalny bezeichnete sein Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Moskau anlässlich einer Kundgebung als "Riesenerfolg" für die Gegner von Präsident Wladimir Putin. "Wenn ein Drittel der Wähler für uns gestimmt hat, ist das ein Sieg", sagte der 37-jährige Blogger einer Mitteilung seines Wahlkampfstabs zufolge.
Mit 27,24 Prozent hatte Nawalny in der grössten Stadt Europas fast doppelt so viele Stimmen erhalten wie in Umfragen vorhergesagt. Sein Widersacher Sobjanin kam laut Wahlleitung auf 51,37 Prozent.
Nawalny warf der Wahlleitung Manipulation vor. Es gebe "genug Hinweise", dass Sobjanin die nötigen 50 Prozent nicht erreicht habe, sagte der Oppositionelle.
Er forderte eine Stichwahl oder zumindest eine Neuauszählung der Stimmen. Sein Lager schätzte die Zahl der Teilnehmer an der Kundgebung auf etwa 20'000, die Polizei sprach von rund 9000 Demonstranten.
SDA-ATS