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Azarga Augentropfen 5ml
37.90 Fr.
Was ist Azarga und wann wird es angewendet?
Azarga wird zur Behandlung von erhöhtem Druck im Auge angewendet. Dieser erhöhte Druck kann eine Erkrankung namens Glaukom (grüner Star) hervorrufen.
Azarga ist eine Kombination von Wirkstoffen zur Behandlung des Glaukoms. Es enthält zwei Bestandteile, welche zusammen arbeiten, um den Druck im Auge zu senken.
Azarga Augentropfensuspension darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Hinweis für Kontaktlinsenträger
Wenn Sie weiche Kontaktlinsen tragen, nehmen Sie die Linsen vor dem Eintropfen heraus. Lassen Sie nach dem Eintropfen 15 Minuten vergehen, bevor Sie die Kontaktlinsen wieder einsetzen. Das Konservierungsmittel, das in Azarga Augentropfensuspension enthalten ist (Benzalkoniumchlorid), kann weiche Kontaktlinsen verfärben.
Wann darf Azarga Augentropfensuspension nicht angewendet werden?
Wenn Sie allergisch gegen einer der Inhaltsstoffe von Azarga sowie gegen andere Betablocker oder Sulfonamide sind. Azarga Augentropfensuspension sollte nicht angewendet werden bei
- Erkrankungen der Atemwege wie Bronchialasthma, Bronchialasthma in der Krankengeschichte oder schwere chronische obstruktive Lungenkrankheit (ernster Zustand der Lunge, der Pfeifen beim Atmen, Atemschwierigkeiten und/oder langanhaltendem Husten verursachen kann) oder einer anderen Atemwegserkrankung.
- Herzproblemen wie verlangsamter Herzschlag, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörung.
- Schwere allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Atemwegsüberempfindlichkeit.
- Übersäuerung des Blutes (hyperchlorämische Azidose).
- Schwere Nierenfunktionserkrankung.
Wann ist bei der Anwendung von Azarga Augentropfensuspension Vorsicht geboten?
Da noch nicht genügend Daten vorliegen, ist die Anwendung von Azarga Augentropfensuspension bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zu empfehlen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
- eine koronare Herzkrankheit (mit Schmerzen oder Enge in der Brust, Kurzatmigkeit oder Erstickung), Prinzmetal-Angina,Herzinsuffizienz, Kreislaufstörungen oder einen niedrigen Blutdruck haben. Azarga könnte diese Erkrankungen verschlimmern. Wenn Sie besorgniserregende Veränderungen dieser Symptome feststellen, wenden Sie sich so rasch wie möglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
- Beeinträchtigungen der Herzfrequenz, beispielsweise langsamem Herzschlag haben
- eine schwere allergische Reaktion entwickeln, während Sie Azarga anwenden, ist eine Behandlung mit Adrenalin, unabhängig von den Ursachen, möglicherweise nicht so wirksam wie üblich. Wenn Sie deshalb eine andere Behandlung erhalten, informieren Sie den Arzt bzw. die Ärztin, dass Sie Azargaverwenden.
- Atembeschwerden, Asthma oder chronisch obstruktive Lungenkrankheit haben
- Diabetes haben. Azarga kann die Symptome eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) wie beispielsweise Zittern und Schwindel verdecken.
- eine Lebererkrankung haben.
- eine Schilddrüsenüberfunktion haben, da Azarga die Symptome einer Schilddrüsenerkrankung überdecken kann.
- Muskelschwäche (Myasthenia gravis) haben.
- wenn Sie operiert werden sollten, informieren Sie Ihren Arzt vor einer Operation, dass Sie Azarga anwenden, da Timolol die Wirkung mancher Arzneimittel, die bei der Narkose verwendet werden, verändern kann.
- Probleme mit trockenen Augen oder einer Hornhauterkrankung haben.
- Nierenprobleme haben
- Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks, Herzmedikamente, Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes oder Arzneimittel welche Cimetidin enthalten anwenden oder anwenden möchten.
- andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach Anwendung von Augentropfen kann es zu vorübergehendem Schleiersehen oder anderen Sehstörungen kommen. Bis Sie wieder klar sehen, sollten Sie keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.
Eine der aktiven Substanzen kann bei Patienten die Fähigkeit Tätigkeiten durchzuführen, welche geistige Aufmerksamkeit und/oder physische Koordination erfordern, beeinträchtigen. Wenn Sie davon betroffen sind, sollten Sie beim Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
Darf Azarga Augentropfensuspension während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Azarga Augentropfensuspension darf während der Schwangerschaft (oder wenn Sie eine solche vermuten) nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin angewendet werden. Azarga Augentropfensuspension soll in der Stillzeit nicht verwendet werden.
Wie verwenden Sie Azarga Augentropfensuspension?
Erwachsene und Patienten über 65 Jahre:
Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung 1 Tropfen 2mal täglich (morgens und abends) in das betroffene(n) Auge(n) zu geben.
Wenden Sie Azarga nur dann für beide Augen an, wenn Ihr Arzt dies angewiesen hat. Verwenden Sie Azarga so lange, wie von Ihrem Arzt verordnet.
Wie ist Azarga Augentropfensuspension anzuwenden?
- Waschen Sie Ihre Hände
- Nehmen Sie die Azarga-Flasche und einen Spiegel zur Hand.
- Schütteln Sie die Flasche vor Gebrauch gut.
- Schrauben Sie die Kappe ab.
- Halten Sie die Flasche mit der Spitze nach unten zwischen dem Daumen und Mittelfinger.
- Beugen Sie den Kopf zurück. Ziehen Sie das Augenlid mit sauberem Finger nach unten, bis ein Spalt zwischen Lid und Auge entsteht. Tropfen Sie hier ein (Abbildung 1).
- Bringen Sie hierzu die Tropferspitze nahe an das Auge heran. Verwenden Sie einen Spiegel, wenn dies das Eintropfen erleichtert.
- Berühren Sie jedoch weder das Auge, das Augenlid noch die Augenumgebung oder andere Oberflächen mit der Tropferspitze, da sonst Keime in die Augentropfen gelangen können.
- Durch sanften Druck des Zeigefingers auf den Flaschenboden löst sich jeweils ein Tropfen Azarga (Abbildung 2).
- Festes Zusammendrücken ist nicht nötig: die Flasche wurde so konstruiert, dass ein sanfter Druck auf den Flaschenboden genügt.
- Nachdem Sie Azarga angewendet haben, halten Sie die Augenlider für mindestens 2 Minuten geschlossen und drücken Sie wenigstens 2 Minuten lang mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase (Abbildung 3). Das hilft zu verhindern, dass Azarga in den übrigen Körper gelangt.
- Wenn Sie die Tropfen für beide Augen verwenden, wiederholen Sie die Schritte am anderen Auge.
- Verschliessen Sie das Fläschchen sofort nach Gebrauch wieder fest.
- Brauchen Sie erst eine Flasche auf, bevor Sie die nächste anbrechen.
Sollte ein Tropfen nicht ins Auge gelangt sein, tropfen Sie nach.
Wenn zuviel Azarga ins Auge gelangt ist, spülen Sie das Auge mit lauwarmem Wasser aus. Symptome, dass Sie zuviel Azarga angewandt haben, sind verlangsamter Herzschlag, erniedrigter Blutdruck, Herzinsuffizienz, Atemschwierigkeiten und Auswirkungen auf das Zentralnervensystem.
Tropfen Sie nicht mehr nach, bis es Zeit für die nächste planmässige Anwendung ist.
Wenn Sie einmal vergessen haben, Azarga einzutropfen, tropfen Sie einen Tropfen ein, sobald Sie das Versäumnis bemerken, und setzen Sie dann die Behandlung planmässig fort. Tropfen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die versäumte Dosis nachzuholen.
Wenn Sie zusätzlich andere Augentropfen verwenden, lassen Sie zwischen der Anwendung von Azarga Augentropfensuspension und anderen Arzneimitteln mindestens 5 Minuten vergehen. Augensalben sollten zuletzt angewandt werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder die angeordnete Behandlungsdauer. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Azarga Augentropfensuspension haben?
Ausser bei stark ausgeprägten Reaktionen können Sie die Behandlung fortsetzen. Wenn Sie besorgt sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Azarga auftreten:
Häufig (bis zu 10 von 100 Personen):
Auswirkungen auf das Auge: Entzündung der Augenoberfläche, Verschwommensehen, Augenreizung, Augenschmerz,
Auswirkungen auf den Körper: verminderter Herzschlag, schlechter Geschmack
Gelegentlich (bis zu 1 von 100 Personen):
Auswirkungen auf das Auge: Entzündung der Augenoberfläche, trockenes Auge, Juckreiz im Auge, Augenausfluss, Fremdkörpergefühl, Rötung, Lidrandentzündung, allergische Bindehautentzündung, Störungen der Hornhaut, gerötete Bindehaut, Störungen des Farbensehens, Juckreiz an den Augenlidern
Auswirkungen auf den Körper: Absenkung der Leukozytenzahl, erniedrigter Blutdruck, Husten, , Dünnerwerden des Haares, Hautveränderung, Blut im Urin, Unbehagen
Selten (bis zu 1 von 1000 Personen):
Auswirkungen auf das Auge: Lichtempfindlichkeit, erhöhter Tränenfluss, Rötung der Lederhaut, Verkrustung der Lidränder, Rötung des Augenlids
Auswirkungen auf den Körper: Schmerzen im Mund-Rachenbereich, laufende Nase
Die Erfahrungen nach Markteinführung zeigen die folgenden Nebenwirkungen:
Häufikeit nicht abschätzbar:
Auswirken auf das Auge: Augenallergie, Schwellung des Augenlides, Sehstörungen, Bindehautentzündung.
Auswirkungen auf den Körper: Überempfindlichkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Missempfindungen, Ohrensausen, Herzklopfen, erhöhter Blutdruck, Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Schmerzen im Oberbauch, Durchfall, trockener Mund, Übelkeit, Depression, Haarausfall (Alopezie), Rötung des Augenlids, Hautauschlag, Juckreiz, Muskelschmerz, Brustschmerz, Müdigkeit
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit:
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Vier Wochen nach dem ersten Öffnen einer Flasche sollen Sie die Augentropfen wegwerfen, um Augeninfektionen zu vermeiden. Notieren Sie sich das Anbruchdatum auf das freie Feld von Etikette und Faltschachtel.
Aufbewahrung:
Bewahren Sie das Arzneimittel nicht über 30 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern auf. Bringen Sie das Arzneimittel nach Beendigung der Behandlung Ihrer Abgabestelle (Arzt, Apotheker bzw. Ärztin, Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen zurück.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Azarga Augentropfensuspension enthalten?
Azarga ist eine sterile Augentropfensuspension und enthält als Wirkstoffe 10 mg Brinzolamid und 5 mg Timolol (als Timololmaleat) pro 1 ml.
Azarga enthält als Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid sowie weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
59179 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Azarga Augentropfensuspension? Welche Packungen sind erhältlich?
Sie erhalten Azarga Augentropfensuspension in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Es sind Packungen zu 5 ml und 3× 5 ml erhältlich.
Zulassungsinhaberin
Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Kategorien:
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