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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Ruf der Schweiz ist zweifellos angekratzt, und es scheint angebracht, eine neue Kampagne zur Förderung des Schweizer Images in den USA zu lancieren, damit die Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz verbessert werden und unser Land wieder in einem günstigeren Licht erscheint, so dass die Sache mit den nachrichtenlosen Vermögen in den Hintergrund rücken würde.</p><p>Mit Enttäuschung musste ich jedoch feststellen, dass sich die mit dieser Aufgabe beauftragte Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (Koko) darauf beschränkt hat, die Schweiz mit Hilfe einiger herkömmlicher Klischees darzustellen, wie beispielsweise Folkloredarbietungen zusammen mit einem Grossaufgebot von Kühen und mit viel Schokolade. Will die Schweiz wirklich weiterhin dieses Bild von sich vermitteln? Will man wirklich auf diese Art zeigen, wie die Schweiz mit jener dunklen Seite in ihrer Geschichte umgeht? Gewiss, auch Muschg und die Mummenschanz waren vertreten, aber sind wir nicht auch ein modernes und sportliches Land mit Spitzentechnologien, das auf kleinster Fläche eine bemerkenswerte Fülle kultureller und touristisch attraktiver Vielfalt vereint? Können wir nicht die Realität von heute zeigen?</p><p>Können wir, indem wir weiterhin das Bild eines Landes von Zwergen vermitteln, Spitzenunternehmen anlocken, die Arbeitsplätze und Mehrwert schaffen? Meine Damen und Herren der Koko, können Sie uns dazu etwas mitteilen, das uns zuversichtlich stimmt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweizer Woche in Chicago wurde durch das schweizerische Generalkonsulat und die örtliche Schweizer Gemeinde geplant und durchgeführt. Das Programm umfasste über 30 Anlässe und Medienauftritte kulturellen, wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Charakters.</p><p>Einen Schwerpunkt der Schweizer Woche bildete der Abschluss des Städte-Partnerschaftsabkommens zwischen Chicago und Luzern. Besonders nennenswerte Aktionen waren die Auftritte des Ballonfahrers Bertrand Piccard, mehrere Konzerte (u. a. Festival Strings of Lucerne), drei Aufführungen der Gruppe Mummenschanz, die Wanderausstellung "Sister Republics", welche die politischen Beziehungen der Schweiz zu den USA seit 1796 vorstellt, sowie ein grösseres Wirtschaftsseminar, das mit Unterstützung des Staatssekretariates für Wirtschaft (Location Switzerland) durch die Swiss-American Chamber of Commerce organisiert wurde, um amerikanische High-Tech-Unternehmen für den Standort Schweiz zu interessieren.</p><p>Acht Fernsehstationen, mehrere Radiostationen und die wichtigsten Zeitungen der Region haben über dieses Programm informiert. Die Webpage der Schweizer Woche verzeichnete 270 000 Hits.</p><p>Die Koko (welche vorbehältlich der parlamentarischen Zustimmung erst im Jahre 2000 zur PRS wird) hat nicht direkt an der Gesamtorganisation der Veranstaltungen mitgewirkt. Sie hat jedoch Projekte wie die Konferenztournee von Bertrand Piccard, die Ausstellung "Sister Republics", Werbemassnahmen inklusive Internet-Auftritt sowie allgemeine Kosten im Zusammenhang mit dem "Swiss Village" und dem Galaabend mitfinanziert.</p><p>Das von einigen Journalisten kritisierte "Swiss Village" hatte innerhalb des Anlasses die Funktion eines Treffpunkts für das breite, lokale Publikum. Darin wurden auch einige der vom amerikanischen Publikum geschätzten schweizerischen Traditionen vorgeführt (z. B. folkloristische Darbietungen). Diese Art von "Swiss Village" im Freien eignet sich naturgemäss eher für die Präsentation von Konsumgütern als zur Darstellung einer High-Tech-Schweiz. Das Hauptaugenmerk galt denn auch eher der Pflege der Gastfreundschaft als der Spitzengastronomie, welche während der Schweizer Woche in sieben grossen Hotels von Chicago zelebriert wurde.</p><p>Was die Aktion "Cows on Parade" betrifft, liegt deren Ursprung gewiss in Zürich. Es handelte sich hier jedoch um eine private Initiative, welche durch die lokalen Behörden unterstützt wurde und innerhalb von drei Monaten mehrere hunderttausend Besucher nach Chicago gelockt hat. Dieser Anlass konnte erst im Nachhinein in die Schweizer Woche integriert werden. Trotz dem den Kühen anhaftenden Klischee beansprucht diese Parade auch eine kulturelle Dimension. Die Kühe schweizerischen Ursprungs wurden durch lokale Künstler äusserst originell bemalt und dekoriert. Als Resultat des überaus grossen Erfolges sind bereits weitere Kuhparaden in New York und weltweit in anderen Städten vorgesehen.</p>  Antwort des Bundesrates.