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Radioaktivisten treffen sich zum AMARC-Kongress in La Plata
An den Rändern von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires wuchsen vor 40 Jahren Siedlungen heran.
Dort gab es nichts ausser ein paar dürftig zusammengezimmerten Hütten. Es gab kein Wasser, keinen Strom, kein Telefon. Nur langsam wuchsen Strukturen. So auch ein zentraler Ort, von dem aus das Gebiet von den neuen Bewohnern verwaltet wurde. In diesem kommunalen Haus, was sich später einmal Rathaus nennen würde, gab es dann eine Küche, eine Verwaltungseinheit und auch Telefon. Und genau dort gab es auch ein Mikrophon, das an Lautsprecher angeschlossen war. Diese Lautsprecher waren an schiefen Holzpfählen befestigt, die zwischen den verstreuten neuen Unterkünften aufgestellt wurden. Wenn z.B. ein Bewohner einen Anruf erhielt, wurde er über diesen Apparat ausgerufen. Es wurden Bekanntmachungen auf diese Weise im Viertel verbreitet. Man begann zu festen Zeiten am Tag Nachrichten zu verbreiten oder auch Musik zu spielen. Ein Kommunikationsapparat entstand und war der Grundstein für ein Stadtteilradio. Ein community Radio. Die Grundidee des Freien Radios. Der ganz spezielle Weg der community radios in Lateinamerika.
Derzeit findet in Argentinien die Versammlung von AMARC statt, dem Weltverband der Freien Radios. In La Plata tauschen sich Akteure aus den Freien Radios aus vielen Ländern der Welt aus. Aus vielen Ländern, aber bei weitem nicht aus allen. Warum es nicht überall Community Media gibt, ist eine Frage, die auch in La Plata eine Rolle spielt. Welche Themen noch auf der Tagesordnung stehen, hat Lorenz von Radio CORAX Andreas Behn gefragt, er ist Redakteur der Nachrichtenagentur pulsar in Rio de Janeiro und derzeit vor Ort in La Plata.
Mehr Infos: http://www.npla.de/de/poonal/3075-amarc-...