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Als ob es mit Schnee, Eis und Schneeregen nicht genug gewesen wäre, erleben wir in Arkansas die Auswirkungen des tagelangen Regens im Südwesten.
Bereits auf der Fahrt durch Nebraska sahen wir riesige, flache Seen. Dort, wo sonst Rinder weiden, schauten von den Weidezäunen nur noch ein paar traurige Pfosten aus dem Wasser. Einige Rinder schienen die ungewohnte Bademöglichkeit, die sich ihnen bot, zu schätzen. Immer wieder sahen wir Kälber und Kühe bis zum Bauch im Wasser stehen. Weniger Freude haben wohl die Farmer, deren Felder kilometerweit unter Wasser liegen.
Kleine Rinnsale wurden zu Bächen. Und Bäche zu reissenden Flüssen, in denen Baumstämme schwimmen. Je weiter südlich wir fuhren, desto brauner und breiter wurden die Ströme. In Arkansas hat der Fluss mit gleichem Namen riesige Landstriche unter Wasser gesetzt. Zum Teil werden auch Strassen überflutet. (Wir mussten bereits zwei Mal umkehren, weil sie unpassierbar und gesperrt waren!)
Für den 28.5.2019 ist in Arkansas der Höchststand angesagt. Danach sollte die Flut abnehmen. Zumindest dann, wenn es im Norden nicht erneut zu regnen beginnt. Wir waren froh, dass wir den Arkansas River bei Little Rock auf einer hohen Brücke überqueren konnten. Der Fluss hat hier sein Bett verlassen und ist zwei Mal breiter wie sonst.
Meistens ist jetzt auf beiden Seiten der Strasse Wasser zu sehen. Trocken ist es in den Ozark-Montains. Die liegen ein paar hundert Meter höher; doch die haben wir vor ein paar Tagen verlassen. In der Gegend von Little Rock ist die Gegend flach wie ein Pfannkuchen. Wir befinden uns hier nur sechzig Meter über dem Meeresspiegel. Die Temperaturen betragen über 30° C; es ist schwül-feucht.
Wie schön war es doch im Norden: Kälte, Schnee und Eis. Aber keine Moskitos!