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Kapitel 3
Die Menge feiner Erde, welche von Würmern auf die Oberfläche geschafft wird.
Schnelligkeit, mit welcher verschiedene auf die Oberfläche von grasbewachsenen Feldern verstreute Gegenstände von den Exkrementen der Würmer bedeckt werden. – Das Begraben eines gepflasterten Wegs. – Das langsame Einsinken grosser auf der Oberfläche liegen gelassener Steine. – Die Anzahl der auf einem gegebenen Raume lebenden Würmer. – Das Gewicht der aus einer Wurmröhre und aus sämtlichen Wurmröhren innerhalb eines gegebenen Raumes ausgeworfenen Erde. – Die Mächtigkeit der Ackererdeschicht, welche die Exkremente auf einem gegebenen Raum innerhalb einer gegebenen Zeit bilden würden, wenn sie gleichmässig ausgebreitet würden. – Die geringe Schnelligkeit, mit welcher Ackererde sich zu einer bedeutenden Mächtigkeit ansammeln kann. – Schluss.
Wir kommen jetzt zu dem mehr unmittelbaren Gegenstand des vorliegenden Bandes, nämlich zu der Menge Erde, welche durch die Würmer von unterhalb der Oberfläche heraufgeschafft und später durch den Regen und Wind mehr oder weniger vollständig ausgebreitet wird. Die Menge kann nach zwei Methoden beurteilt werden – nach der Schnelligkeit, mit welcher an der Oberfläche liegen gelassene Gegenstände begraben werden, und genauer durch Wägen der innerhalb einer gegebenen Zeit heraufgeschafften Erde.
In der Nähe von Maer Hall in Staffordshire war um das Jahr 1827 herum ungelöschter Kalk dick über ein Feld mit gutem Weideland ausgebreitet worden, welches seitdem nicht gepflügt worden war. Im Anfang Oktober 1837 wurden einige viereckige Löcher in das Feld gegraben. Die Durchschnitte zeigten eine von den verfilzten Wurzeln der Gräser gebildete 1/2 Zoll dicke Schicht Rasen, unterhalb welcher in einer Tiefe von 2 1/2 Zoll (oder 3 Zoll unter der Oberfläche) eine Lage jenes Kalkes in Pulver oder in kleinen Stückchen an den senkrechten Seiten der Höhlen ganz rings herum laufend deutlich unter schieden werden konnte. Der Boden unterhalb der Kalkschicht war entweder kiesig oder von einer grobsandigen Beschaffenheit und wich beträchtlich im Ansehen von der darüber liegenden feinen dunkel gefärbten Ackererde ab. Kohlenschlacken waren über einen Teil dieses nämlichen Feldes entweder 1833 oder 1834 ausgebreitet worden, und als die oben erwähnten Höhlen gegraben wurden – das ist also nach einem Zwischenraum von drei oder vier Jahren – bildeten die Schlacken eine Linie schwarzer Flecke rings um die Höhlen in einer Tiefe von 1 Zoll unter der Oberfläche, parallel mit und über der weissen Kalkschicht. Über einem anderen Teil dieses Feldes waren nur ungefähr vor einem halben Jahre Schlacken ausgestreut worden und diese lagen entweder noch immer auf der Oberfläche oder waren zwischen den verwickelten Wurzeln der Gräser eingeschlossen; und hier sah ich den Anfang des Eingrabungsprozesses; denn Wurmexkremente waren auf mehreren der kleinen Bruchstücke angehäuft worden. Nach einem Zwischenraum von 4 3/4 Jahren wurde dieses Feld von neuem untersucht, und nun ergab sich, dass die zwei Schichten von Kalk und Schlacken beinahe überall in einer um nahezu einen Zoll, wir wollen sagen um 3/4 Zoll grösseren Tiefe lagen als vorher. Es war daher Humus in einer mittleren Dicke von 0,22 Zoll jährlich von den Würmern heraufgeschafft und auf der Oberfläche dieses Feldes ausgebreitet worden. Auf einem anderen Felde waren zu einer Zeit, welche nicht positiv ermittelt werden konnte, Kohlenschlacken so dick ausgestreut worden, dass sie (Oktober 1837) in einer Tiefe von ungefähr 3 Zoll von der Oberfläche eine 1 Zoll dicke Schicht bildeten. Die Schicht war so kontinuierlich, dass die darüber liegende dunkle vegetabilische Ackererde mit dem Untergrunde von rotem Ton nur durch die Wurzeln der Gräser zusammenhing; und wenn diese zerrissen wurden, fielen der Humus und der rote Ton auseinander.
Auf einem dritten Felde, auf welchem Kohlenschlacken und gebrannter Mergel mehrere Male zu nicht bekannten Daten ausgestreut worden waren, wurden 1842 Löcher gegraben; und hier konnte in einer Tiefe von 3 1/2 Zoll eine Schicht Schlacken verfolgt werden, unter welcher in einer Tiefe von 9 1/2 Zoll von der Oberfläche sich eine Linie von Schlacken zusammen mit gebranntem Mergel fand. An den Seiten eines Loches fanden sich zwei Schlackenschichten zu 2 und 3 1/2 Zoll unter der Oberfläche; und unter ihnen fanden sich in einer Tiefe von 9 1/2 Zoll an einzelnen Stellen und an anderen Stellen von 10 1/2 Zoll Bruchstücke gebrannten Mergels. Auf einem vierten Felde konnten zwei Schichten von Kalk eine über der anderen und unter ihnen eine Schicht von Schlacken und gebranntem Mergel in einer Tiefe von 10 bis 12 Zoll unter der Oberfläche deutlich unterschieden werden. Ein Stück wüsten sumpfigen Landes wurde eingefriedigt, drainiert, gepflügt, geeggt und im Jahre 1822 dick mit gebranntem Mergel und
Abbildung 5
Fig. 5. Durchschnitt durch die Ackererde auf einem vor fünfzehn Jahren drainierten und urbar gemachten Felde, auf die Hälfte der natürlichen Grösse reduziert. A. Rasen; B. vegetabilische Ackererde ohne irgendwelche Steine, C. Ackererde mit Bruchstücken von gebranntem Mergel, Kohlenschlacken und Quarzrollsteinen; D aus schwarzem, torfigem Sande mit Quarzrollsteinen bestehender Untergrund.
Schlacken bedeckt. Es wurde mit Grassamen besät und trägt gegenwärtig eine erträglich gute, aber grobe Weide. Im Jahre 1837 oder 15 Jahre nach seiner Urbarmachung wurden Löcher in diesem Feld gegraben, und wir sehen in der beistehenden Zeichnung (Fig. 5), welche auf die Hälfte der natürlichen Grösse verkleinert ist, dass der Rasen 1/2 Zoll dick war, unter welchem sich eine 2 1/2 Zoll dicke Schicht vegetabilischer Ackererde fand. Diese Schicht enthielt keine Fragmente irgendwelcher Art; aber unterhalb derselben fand sich eine Humusschicht von 1 1/2 Zoll Mächtigkeit, voll von Bruchstücken gebrannten Mergels, die durch ihre rote Farbe in die Augen fielen und von denen eines nahe auf dem Grunde 1 Zoll lang war, und anderen Fragmenten von Kohlenschlacken zusammen mit einigen wenigen weissen Quarzkieseln. Unterhalb dieser Schicht und in einer Tiefe von 4 1/2 Zoll von der Oberfläche traf man auf den ursprünglichen schwarzen torfigen sandigen Boden mit einigen wenigen Quarzsteinen. Hier waren also die Bruchstücke von gebranntem Mergel und die Kohlenschlacken im Verlaufe von 15 Jahren von einer Schicht feiner Humuserde von nur 2 1/2 Zoll Dicke, mit Ausschluss des Rasens, bedeckt worden. Sechs und ein halbes Jahr später wurde dieses Feld von neuem untersucht, und die Bruchstücke fanden sich nun in einer Tiefe von 4 bis 5 Zoll unter der Oberfläche. Es waren daher in diesem Zwischenraum von 6 1/2 Jahren ungefähr 1 1/2 Zoll Ackererde der oberflächlichen Schicht hinzugefügt worden. Es überrascht mich, dass nicht eine grössere Quantität während der ganzen 2 1/2 Jahre heraufgeschafft worden war, denn in dem dicht darunter liegenden schwarzen torfigen Boden fanden sich viele Würmer. Es ist indessen wahrscheinlich, dass früher, so lange der Boden arm blieb, Würmer selten waren, und dann wird sich natürlich die Ackererde langsam angehäuft haben. Die durchschnittliche jährliche Dickenzunahme für die ganze Periode beträgt 0,19 Zoll.
Zwei andere Fälle sind der Mitteilung wert. Im Frühjahr 1835 wurde ein Feld, welches lange als ärmliches Weideland existiert hatte und welches so morastig war, dass es leicht erzitterte, wenn darauf getreten wurde, dick mit rotem Sande bedeckt, so dass die ganze Oberfläche zuerst hellrot erschien. Als nach Verlauf von ungefähr 2 1/2 Jahren Löcher auf diesem Felde gegraben wurden, bildete der Sand eine Lage in einer Tiefe von 3/4 Zoll unter der Oberfläche. Im Jahre 1842 (d.i. 7 Jahre nachdem der Sand darauf gebracht worden war) wurden frische Löcher gegraben und nun bildete der rote Sand eine deutliche Schicht 2 Zoll unter der Oberfläche oder 1 1/2 Zoll unter dem Rasen; so dass im Mittel 0,21 Zoll Ackererde jährlich auf die Oberfläche geschafft worden war. Unmittelbar unter der Schicht roten Sandes dehnte sich die ursprüngliche Unterlage schwarzen sandigen Torfes aus.
Ein mit Gras bewachsenes Stück Feld, gleichfalls nicht weit von Maer Hall war früher dicht mit Mergel bedeckt worden und war dann für mehrere Jahre als Weide liegen geblieben. Ein Freund von mir liess 28 Jahre nachdem der Mergel darauf gebracht worden war [1], drei Gräben in diesem Felde graben und es konnte eine Schicht von den Mergelbruchstücken in einer Tiefe von, sorgfältig gemessen, 12 Zoll an einigen Stellen und von 14 Zoll an anderen Stellen verfolgt werden. Diese Verschiedenheit in der Tiefe hängt davon ab, dass die Schicht horizontal war, während die Oberfläche deshalb, weil das Feld gepflügt worden war, aus Erhöhungen und Vertiefungen bestand. Der Pächter versicherte mir, dass es niemals bis zu einer grösseren Tiefe als von 6 bis 8 Zoll umgestürzt worden sei, und da die Bruchstücke eine ununterbrochene horizontale Schicht von 12 bis 14 Zoll unter der Oberfläche bildeten, so müssen dieselben von den Würmern eingegraben worden sein, während das Feld noch Weideland war, ehe es gepflügt wurde; denn andernfalls würden sie ohne Auswahl durch den Pflug durch die ganze Dicke des Bodens verstreut worden sein. Vier und ein halbes Jahr später liess ich drei Löcher auf diesem Felde, in welchem vor Kurzem Kartoffeln gepflanzt worden waren, graben und die Schicht von Mergelbruchstücken wurde nun 13 Zoll unter dem Boden der Furchen und daher wahrscheinlich 15 Zoll unter dem allgemeinen Niveau des Feldes gefunden. Es ist indessen zu beachten, dass die Dicke des schwärzlichen sandigen Bodens, welcher von den Würmern im Verlauf von 33 1/2 Jahren über die Mergelfragmente heraufgeschafft worden war, weniger als 15 Zoll gemessen haben würde, wenn das Feld immer als Weide liegen geblieben wäre; denn in diesem Falle würde der Boden viel mehr kompakt gewesen sein. Die Mergelbruchstücke lagen beinahe direkt auf einer nicht gestörten Unterlage von weissem Sand mit Quarzrollsteinen; und da dieser für Würmer wenig anziehend sein dürfte, würde der Humus später sehr langsam zugenommen haben.
Wir wollen nun einige Fälle von der Tätigkeit der Würmer in einem Boden anführen, welcher von den trockenen sandigen oder den
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[1] Dieser Fall ist in einem Zusatz zu meinem Aufsatz in den Transactions of the Geolog. Society, London, Vol. 5, p. 505 (Übersetzung: Kleinere geolog. Abhandlungen [Gesamm. Werke, 12. Bd., 2. Abth.] 1878. p. 98) mitgeteilt worden, welcher einen bedenklichen Irrtum enthält, da dort die Zahl 30 für „80“ gelesen worden ist. Ausserdem sagte mir auch der Pächter früher schon, dass er das Feld vor dreissig Jahren gemergelt habe, war nun aber ganz bestimmt in seiner Angabe, dass dies im Jahre 1809, also achtundzwanzig Jahre vor der ersten Untersuchung des Feldes durch einen Freund, geschehen sei. Der Irrtum wurde, was die Zahl 80 betraf, in einem Artikel in Gardeners‘ Chronicle, 1844, p. 218, von mir berichtigt.
eben beschriebenen morastigen Weiden sehr verschieden war. Die Kreideformation erstreckt sich rings um mein Haus in Kent herum und ihre Oberfläche ist, weil sie während einer ungeheuren Zeit der auflösenden Wirkung des Regenwassers ausgesetzt gewesen ist, äusserst unregelmässig, indem sie von vielen tiefen brunnenartigen Höhlen besetzt und durchbrochen ist [2].
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[2] Diese Gruben oder Röhren sind noch immer in der Bildung begriffen. Während der letzten vierzig Jahre habe ich fünf Fälle gesehen oder von solchen gehört, in denen eine kreisförmige mehrere Fuss im Durchmesser grosse Stelle plötzlich einsank und auf dem Felde eine offene einige Fuss tiefe Höhle mit senkrechten Seiten zurückliess. Dies ereignete sich auf einem meiner eigenen Felder, während es gewalzt wurde, wobei das Gabelpferd mit dem hinteren Teil hineinfiel; zwei oder drei Karren voll Schutt waren notwendig, das Loch auszufüllen. Das Einsinken kam an einer Stelle vor, wo schon eine breite muldenförmige Senkung bestand, als wenn die Oberfläche zu verschiedenen früheren Perioden eingesunken wäre. Ich habe von einem Loch gehört, welches auf dem Grunde eines kleinen seichten Teiches plötzlich entstanden sein muss, wo viele Jahre hindurch Schafe gewaschen worden sind, und in welches ein damit beschäftigter Mann zu seinem grossen Entsetzen fiel. Das Regenwasser sinkt über diesen ganzen Distrikt hin senkrecht in den Boden ein, aber die Kreide ist an gewissen Stellen poröser als an anderen. So wird der Entwässerungszug von dem darüber liegenden Ton nach gewissen Punkten hin gelenkt, wo eine grössere Menge kalkiger Substanz aufgelöst wird als anderswo. Selbst schmale offene Kanäle werden zuweilen in der soliden Kreide gebildet. Da die Kreide in der ganzen Gegend langsam aufgelöst wird, aber in einigen Teilen mehr als an anderen, so sinkt der unaufgelöste Rückstand, – das ist die darüber liegende Masse roten Tons mit Feuersteinen – gleichfalls langsam ein und versucht die Röhren oder Höhlungen auszufüllen. Aber der obere Teil des roten Tons hält, wahrscheinlich durch die Pflanzenwurzeln unterstützt, eine längere Zeit zusammen als der untere Teil und bildet in dieser Weise ein Dach, welches früher oder später einstürzt, wie in den oben erwähnten fünf Fällen. Die Abwärtsbewegung des Tons kann mit der eines Gletschers verglichen werden, ist aber unvergleichlich langsamer; diese Bewegung erklärt auch eine eigentümliche Tatsache, nämlich, dass die sehr lang gestreckten Feuersteine, welche in der Kreide in einer nahezu horizontalen Stellung eingeschlossen sind, in dem roten Tone gewöhnlich nahezu oder vollkommen aufrecht stehend gefunden werden. Diese Tatsache ist so allgemein, dass die Arbeiter mich versicherten, dass dies ihre natürliche Stellung sei. Ich mass in oberflächlicher Weise einen, welcher senkrecht stand, und derselbe hatte dieselbe Länge und dieselbe relative Dicke wie einer meiner Arme. Diese länglichen Feuersteine müssen in ihre aufrechte Stellung nach demselben Prinzip gebracht worden sein, nach welchem ein auf einem Gletscher liegender Baumstamm eine mit der Richtung der Bewegung parallele Lage annimmt. Die Feuersteine in dem Ton, welche beinahe die Hälfte seiner Masse ausmachen, sind sehr häufig zerbrochen, aber nicht abgerollt oder abgerieben; und dies dürfte durch ihren gegenseitigen Druck zu erklären sein, während die ganze Masse im Sinken begriffen ist. Ich will noch hinzufügen, dass es scheint, als sei die Kreide hier ursprünglich stellenweise von einer dünnen Schicht feinen Sandes mit einigen vollkommen abgerundeten Feuersteinen, wahrscheinlich tertiären Alters bedeckt gewesen; denn derartiger Sand erfüllt häufig zum Teil die tieferen Gruben oder Höhlen in der Kreide.
Während der Auflösung der Kreide wurde die unlösliche Substanz, welche eine ungeheure Anzahl nicht glatt gerollter Feuersteinknollen von allen Grössen einschliesst, auf der Oberfläche zurückgelassen und bildet nun eine Schicht von steifem, rotem Ton voller Feuersteine und meistens von 6 bis 14 Fuss Mächtigkeit. Überall, wo das Land lange als Weide benutzt worden ist, findet sich oberhalb des roten Tons eine Schicht von einigen wenigen Zollen Mächtigkeit von dunkelgefärbter vegetabilischer Ackererde.
Eine Quantität zerstückelter Kreide wurde am 20. Dezember 1842 über einen Teil eines Feldes, welches sicher 30, wahrscheinlich zwei oder drei Mal so viele Jahre als Weide gedient hatte, und welches in der Nähe meines Hauses lag, ausgebreitet. Die Kreide wurde zu dem Zwecke auf das Feld gebracht, um in einer späteren Periode zu beobachten, bis zu welcher Tiefe sie eingegraben sein würde. Ende November 1871, das ist also nach einem Verlauf von 29 Jahren, wurde über diesen Teil des Feldes ein Graben gezogen, und eine Linie kleiner weisser Knollen konnte auf beiden Seiten des Grabens in einer Tiefe von 7 Zoll von der Oberfläche verfolgt werden. Die Ackererde war daher (mit Ausschluss des Rasens) mit einer mittleren Geschwindigkeit von 0,22 Zoll im Jahre aufgeworfen worden. Unterhalb der Linie von Kalkknollen war stellenweise kaum irgendwelche von Feuersteinen freie feine Erde vorhanden, während sich an anderen Stellen eine Schicht von 2 1/4 Zoll Mächtigkeit fand. In diesem letzteren Falle war die Ackererde im Ganzen 9 1/4 Zoll dick; und an einer solchen Stelle wurde ein kleiner Kalkknollen und ein glatter Feuerstein, welche beide in einer früheren Zeit auf der Oberfläche gelegen haben müssen, in dieser Tiefe gefunden. In einer Entfernung von 11 bis 12 Zoll unter der Oberfläche breitete sich der ungestörte, an Feuersteinen reiche rötliche Ton aus. Das Aussehen der erwähnten kleinen Knollen von Kreide überraschte mich anfangs sehr, da sie vom Wasser glatt geriebenen Rollsteinen sehr ähnlich waren, während die frisch zerkleinerten Bruch-Stücke winkelig gewesen waren. Als aber diese Knollen mit einer Lupe untersucht wurden, erschienen sie nicht länger mehr wie vom Wasser abgerieben, denn ihre Oberfläche war in Folge ungleichmässiger Korrosion grubig, und sehr kleine scharfe, aus zerbrochenen fossilen Muscheln gebildete Spitzen sprangen aus ihnen hervor. Es war ganz offenbar, dass die Kanten der ursprünglichen Kreidebruchstücke gänzlich aufgelöst waren, da sie der im Regenwasser aufgelösten und in dem vegetabilische Substanz enthaltenden Boden erzeugten Kohlensäure ebenso wie den Humussäuren eine grosse Oberfläche darboten [3]. Auch werden die vorspringenden Kanten im Verhältnis zu den anderen Teilen von einer grösseren Anzahl lebender Würzelchen umfasst worden sein, und diese haben, wie SACHS gezeigt hat, das Vermögen, selbst Marmor anzugreifen. Es sind hiernach im Verlauf von 29 Jahren vergrabene winklige Kreidestücke in gut abgerundete Knollen verwandelt worden.
Ein anderer Teil dieses nämlichen Feldes war moosig, und da man der Ansicht war, dass gesiebte Kohlenschlacken das Feld als Weideland verbessern würden, so wurde eine dicke Schicht hiervon entweder 1842 oder 1843 über diesen Teil ausgebreitet und eine andere Schicht einige Jahre später. Im Jahre 1871 wurde hier ein Graben gezogen, und viele Schlacken lagen in einer Linie in einer Tiefe von 7 Zoll unter der Oberfläche, während eine andere Linie in einer Tiefe von 5 1/2 Zoll unter dieser und parallel mit ihr lag. In einem anderen Teil dieses Feldes, welches früher als besonderes Feld bestanden hatte und von welchem angenommen wird, dass es länger als ein Jahrhundert Weideland gewesen ist, wurden Gräben gezogen, um zu sehen, wie dick die Humusschicht sei. Durch Zufall wurde der erste Graben an einer Stelle gemacht, wo zu einer früheren Periode, sicher vor mehr als vierzig Jahren, ein grosses Loch mit grobem roten Ton, Feuersteinen, Kreidestücken und Kies ausgefüllt worden war; und hier war die feine vegetabilische Ackererde nur von bis 4 3/8 Zoll dick. An einer anderen und nicht gestört gewesenen Stelle variierte die Humusschicht bedeutend in ihrer Mächtigkeit, nämlich von 6 1/2 bis 8 1/2 Zoll; unterhalb derselben wurden an einer Stelle einige wenige kleine Fragmente von Ziegelsteinen gefunden. Nach diesen verschiedenen Tatsachen möchte es scheinen, als sei während der letzten 29 Jahre die Ackererde an der Oberfläche mit einer durchschnittlichen jährlichen Geschwindigkeit von 0,2 bis 0,22 Zoll angehäuft worden. Wenn aber in diesem Distrikt ein gepflügtes Feld zuerst dem Graswuchs überlassen wird, häuft sich der Humus mit einer viel geringeren Geschwindigkeit an. Die Geschwindigkeit muss auch sehr viel langsamer werden, nachdem eine mehrere Zoll mächtige Humusschicht gebildet worden ist; denn die Würmer leben dann hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche und bohren nur während des Winters, wenn das Wetter sehr kalt ist (zu welcher Zeit Würmer auf diesem Felde in einer Tiefe von 26 Zoll gefunden worden sind,) und während des Sommers, wenn das Wetter sehr trocken ist, bis zu einer grösseren Tiefe hinab.
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[3] S.W. Johnson, How Crops Feed. 1870. p. 139.
Ein Feld, welches an das eben beschriebene anstösst, fällt in einem Teile ziemlich steil ab (nämlich von 10° bis 15°); dieser Teil war zuletzt im Jahre 1841 gepflügt, dann geeggt und dann zu Weideland liegen gelassen worden. Mehrere Jahre lang war es von einer äusserst dürftigen Vegetation bedeckt und war so dick mit kleinen und grossen Feuersteinen (einige von ihnen halb so gross wie ein Kinderkopf) überstreut, dass das Feld von meinen Söhnen immer das „Steinfeld“ genannt wurde. Wenn sie den Abhang hinab liefen, klapperten die Steine aneinander. Ich erinnere mich, gezweifelt zu haben, ob ich diese grösseren Feuersteine mit Humus und Rasen bedeckt sehen würde. Aber die kleineren Steine verschwanden, ehe viele Jahre vergangen waren, wie es auch nach einiger Zeit jeder einzelne von den grösseren Tat, so dass nach dreissig Jahren (1871) ein Pferd über den kompakten Rasen von einem Ende des Feldes bis zum anderen galoppieren konnte, ohne mit seinen Hufeisen an einen einzigen Stein zu stossen. Für einen Jeden, welcher sich des Aussehens des Feldes im Jahre 1842 erinnerte, war die Umwandlung wunderbar. Dieselbe war sicherlich das Werk der Würmer. Denn obgleich Exkrementrollen mehrere Jahre lang nicht häufig waren, so wurden doch Monat auf Monat einige aufgeworfen, und diese nahmen allmählich in ihrer Zahl zu in dem Masse, als sich die Weide verbesserte. Im Jahre 1871 wurde auf dem oben erwähnten Abhang ein Graben gezogen und die Grashalme wurden dicht an den Wurzeln abgeschnitten, so dass die Dicke des Rasens und der vegetabilischen Ackererde genau gemessen werden konnte. Der Rasen war etwas weniger als einen halben Zoll und die Ackererde, welche durchaus keine Steine enthielt, 2 1/2 Zoll dick. Unter dieser lag grobe tonige Erde voll von Feuersteinen, gleich der in allen den benachbarten gepflügten Feldern. Diese grobe Erde fiel leicht von der darüber liegenden Ackererde ab, wenn ein Spatenstich aufgehoben wurde. Die mittlere Geschwindigkeit der Anhäufung der Ackererde während der ganzen dreissig Jahre war nur 0,083 Zoll im Jahre (das ist nahezu ein Zoll in zwölf Jahren); die Geschwindigkeit muss aber Anfangs viel langsamer und später beträchtlich schneller gewesen sein.
Die Umwandlung in dem Aussehen dieses Feldes, welche unter meinen Augen hervorgebracht worden war, wurde später für mich noch auffallender gemacht, als ich in Knole Park einen dichten Wald von hohen Buchen untersuchte, unter denen nichts wuchs. Hier war der Boden dicht mit grossen nackten Steinen überstreut, und Wurmexkremente fehlten beinahe gänzlich. Undeutliche Linien und Unregelmässigkeiten an der Oberfläche wiesen darauf hin, dass das Land vor einigen Jahrhunderten kultiviert worden war. Wahrscheinlich wuchs ein dichtes Gehölz von jungen Buchenstämmen so schnell in die Höhe, dass die Würmer keine Zeit hatten, die Steine mit ihren Exkrementen zu bedecken, ehe der Ort für ihre Existenz nicht geeignet wurde. Wie dem auch sein mag, der Kontrast zwischen dem Zustand des nun unrichtig sogenannten „Steinfeldes“, welches mit Würmern gut besetzt war, und dem gegenwärtigen Zustand des Bodens unterhalb der alten Buchenstämme in Knole Park, wo Würmer ganz zu fehlen schienen, war ganz auffallend.
Ein schmaler Pfad, der quer über einen Teil meines Rasenplatzes läuft, wurde im Jahre 1843 mit kleinen auf den Rand gestellten Tonschiefersteinen gepflastert; aber die Würmer warfen zwischen ihnen viele Exkremente in die Höhe; auch wuchs Unkraut zwischen ihnen. Während mehrerer Jahre wurde der Weg gejätet und gekehrt; aber schliesslich erhielten das Unkraut und die Würmer die Oberhand, und der Gärtner hörte zu kehren auf und mähte nur das Unkraut ab, so oft der Rasenplatz gemäht wurde. Der Weg wurde bald beinahe ganz zugedeckt, und nach mehreren Jahren war keine Spur von ihm mehr übrig. Als man im Jahre 1877 die dünne oben aufliegende Rasenschicht entfernte, fand man die kleinen Tonschiefersteine sämtlich an ihren gehörigen Stellen mit einer einen Zoll dicken Schicht von Ackererde bedeckt.
Es mögen hier noch zwei vor kurzem veröffentlichte Beschreibungen erwähnt werden, wo auf die Oberfläche von Weideland gestreute Substanzen durch die Tätigkeit der Würmer eingegraben wurden. Mr. H.C.KEY liess in einem Felde, über welches wie angenommen wurde, vor achtzehn Jahren Kohlenasche ausgestreut worden war, einen Graben ziehen, und an den rein abgeschnittenen senkrechten Seiten des Grabens war in einer Tiefe von sieben Zoll in einer Länge von 60 Yards „eine deutliche sehr gerade schmale Linie von Kohlenasche mit kleinen Kohlenstückchen untermischt, vollkommen parallel mit dem oben aufliegenden Rasen“ zu sehen [4]. Dieser Parallelismus und die Länge des Durchschnittes verleihen dem Falle besonderes Interesse. Zweitens gibt Mr. DANCER an [5], dass zerkleinerte Knochen dicht über ein Feld gestreut worden waren; und „einige Jahre später“ fanden sich diese „mehrere Zoll unter der Oberfläche in einer gleichförmigen Tiefe“. Würmer scheinen in derselben Weise wie in Europa auch in Neu-Seeland tätig zu sein; denn Professor F. VON HAAST hat einen Durchschnitt in der Nähe der Küste beschrieben [6], aus Glimmerschiefer bestehend welcher von 5 oder 6 Fuss Löss bedeckt war, über welchem ungefähr 12 Zoll vegetabilische Erde sich angehäuft „hatte“. Zwischen dem Löss und dem Humus fand sich eine Schicht von 3 bis 6 Zoll Mächtigkeit, welche aus „Steinwerkzeugen, Spitzen und Spänen bestand, die sämtlich aus hartem basaltischem Gestein gearbeitet waren.“ Es ist daher wahrscheinlich, dass die Eingeborenen in irgendeiner früheren Zeit diese Gegenstände auf der Oberfläche liegen gelassen hatten und dass dieselben dann langsam von den Wurmexkrementen bedeckt worden waren. Die Farmer in England kennen die Tatsache sehr gut, dass auf der Oberfläche von Weideland liegen gelassene Gegenstände nach einiger Zeit verschwinden, oder, wie sie sagen, sich hinabarbeiten. Wie gepulverter Kalk, Schlacken und schwere Steine sich und zwar mit derselben Geschwindigkeit durch die verfilzten Wurzeln einer mit Gras bedeckten Fläche hinabarbeiten können, ist eine Frage, welche ihnen wahrscheinlich niemals aufgestossen ist [7].
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[4] Nature, Vol. 17. Nov. 1877. p. 28.
[5] Proc. Philos. Sec. Manchester, 1877. p. 247.
[6] Trans. New Zealand Institute, Vol. 12. 1880. p. 152.
[7] Mr. Lindsay Carnagie bemerkt in einem Briefe (Juni 1838) an Sir Charles Lyell, dass schottische Farmer sich fürchten, Kalk eher auf gepflügtes Land zu bringen, als unmittelbar bevor es als Weideland liegen gelassen wird, und zwar aus dem Glauben, dass er die Neigung hat einzusinken. Er fügt hinzu: „vor einigen Jahren brachte ich im Herbst Kalk auf Haferstoppeln und pflügte ihn ein, wodurch ich ihn in unmittelbare Berührung mit der abgestorbenen Pflanzensubstanz brachte und seine vollkommene Mischung durch die Hilfsmittel der späteren Operationen des Brachliegens sicherte. In Folge des oben erwähnten Vorurteils nahm man an, dass ich einen grossen Fehler begangen habe; das Resultat war aber ausserordentlich erfolgreich und die Handlungsweise wurde zum Teil weiter befolgt. Mittelst der Beobachtungen Mr. Darwins wird denke ich das Vorurteil beseitigt werden.“
Das Einsinken grosser Steine durch die Tätigkeit der Würmer. – Wenn ein Stein von bedeutender Grösse und unregelmässiger Gestalt auf der Oberfläche des Bodens liegen gelassen wird, so ruht er natürlich auf den vorspringenderen Teilen. Würmer füllen aber mit ihren Exkrementen bald alle hohlen Räume auf der unteren Seite aus; denn wie HENSEN bemerkt, lieben sie den Schutz von Steinen. Sobald die Höhlungen ausgefüllt sind, werfen die Würmer die Erde, welche sie verschluckt haben, jenseits des Umfanges der Steine aus, und hierdurch wird die Oberfläche rings um die Steine herum etwas erhöht. Da die direkt unterhalb des Steines ausgehöhlten Wurmröhren nach einiger Zeit zusammenfallen, so sinkt der Stein ein wenig [8]. Daher kommt es, dass Blöcke, welche zu irgendeiner vergangenen Zeit von einem felsigen Berge oder einer Klippe auf eine Wiese an ihrer Basis heruntergestürzt sind, immer etwas in den Boden eingedrungen sind und dass, wenn sie entfernt werden, sie in der darunter liegenden feinen Ackererde einen genauen Abdruck ihrer unteren Fläche zurücklassen. Wenn indessen ein Block von so riesigen Dimensionen ist, dass die Erde unter ihm trocken bleibt, so wird eine solche Erde nicht von Würmern bewohnt werden und der Block wird nicht in den Boden einsinken.
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[8] Diese Folgerung, welche, wie wir sofort sehen werden, vollständig berechtigt ist, hat nach einer Seite hin eine gewisse Bedeutung, da die sogenannten Marksteine, welche die Landvermesser als Marken für ihr Niveau im Boden befestigen, mit der Zeit falsche Angaben darstellen dürften. Mein Sohn Horace beabsichtigt später einmal zu ermitteln, in wie weit dies wirklich eingetreten ist.
In einem Grasfelde in der Nähe von Leith Hill Place in Surrey stand früher ein Kalkofen, welcher 35 Jahre vor meinem Besuch niedergerissen worden war; der ganze lose Schutt war mit Karren weggeschafft worden, ausgenommen drei grosse Steine eines quarzigen Sandsteines, von denen man gemeint hatte, dass sie vielleicht noch von irgendwelchem Nutzen sein könnten. Ein alter Arbeiter erinnerte sich, dass sie auf einer kahlen Fläche mit zerbrochenen Ziegelsteinen und Mörtel dicht am Grunde des Kalkofens liegen gelassen worden waren; die ganze umgebende Fläche ist aber nun mit Rasen und Ackererde bedeckt. Die zwei grössten von diesen Steinen sind seitdem niemals bewegt worden; auch hätte dies nicht mit Leichtigkeit geschehen können, da dies, als ich sie nun entfernen liess, die Arbeit zweier Männer mit Hebeln war. Einer dieser Steine und nicht der grösste war 64 Zoll lang, 17 Zoll breit und zwischen 9 bis 10 Zoll dick. Seine untere Fläche sprang in der Mitte etwas vor, und dieser Teil ruhte noch immer auf zerbrochenen Ziegeln und Mörtel, hierdurch die Richtigkeit der Angabe des alten Mannes bestätigend. Unter dem Ziegelschutt fand sich der natürliche Sandboden voll von Sandsteinbruchstücken; wenn derselbe überhaupt dem Gewichte des Steines hätte nachgeben können, wie es der Fall gewesen, wenn der Untergrund Ton gewesen wäre, so wäre dies nur wenig gewesen. Die Oberfläche des Feldes erhob sich bis zu einer Entfernung von ungefähr 9 Zoll rings um den Stein allmählich an ihm in die Höhe und stand dicht am Steine an den meisten Stellen ungefähr 4 Zoll über dem umgebenden Boden.
Abbildung 6
Fig. 6. Querschnitt durch einen grossen Stein, welcher 35 Jahre lang auf einem Grasfeld gelegen hatte. A, A, allgemeines Niveau des Feldes. Der darunter liegende Ziegelschutt ist nicht dargestellt worden. Massstab: 1/2 Zoll auf einen Fuss.
Die Basis des Steines war von 1 bis 2 Zoll unter das allgemeine Niveau eingegraben und die obere Fläche sprang ungefähr 8 Zoll über das Niveau oder ungefähr 4 Zoll über den erhobenen Rasenrand empor. Nach der Entfernung des Steines zeigte es sich offenbar, dass eines seiner zugespitzten Enden anfangs einige Zoll hoch frei über dem Boden gestanden haben muss, seine obere Fläche fand sich aber nun in einem Niveau mit dem umgebenden Rasen. Als der Stein entfernt war, blieb ein genauer Abdruck der unteren Seite zurück, welcher eine seichte beckenförmige Höhle bildete, deren innere Fläche aus feiner schwarzer Humuserde bestand, ausgenommen wo die vorspringenderen Teile auf dem Ziegelschutt ruhten. Ein Querschnitt dieses Steines zusammen mit seinem Bett nach Messungen gezeichnet, welche nach seiner Entfernung vorgenommen worden waren, wird hier in einem Massstab von 1/2 Zoll auf einen Fuss mitgeteilt (Fig. 6). Der mit Rasen bedeckte Rand, welcher sich an den Seiten des Steines hinauf erhob, bestand aus feiner vegetabilischer Ackererde, und zwar an einer Stelle von 7 Zoll Mächtigkeit. Dieselbe bestand offenbar aus Wurmexkrementen, von denen mehrere vor kurzem ausgeworfen worden waren. Der ganze Stein war in den fünfunddreissig Jahren, soweit ich es beurteilen konnte, ungefähr 1 1/2 Zoll eingesunken und dies muss eine Folge davon gewesen sein, dass der Ziegelschutt unterhalb der vorspringenderen Teile von den Würmern unterminiert worden war. Bei dieser Geschwindigkeit würde die obere Fläche des Steines, wenn man sie ungestört gelassen hätte, in 247 Jahren bis auf das allgemeine Niveau des Feldes eingesunken sein; ehe dies eingetreten sein könnte, würde aber von den Exkrementhaufen auf dem erhabenen Rasenrande etwas Erde über die obere Fläche des Steines hinabgewaschen worden sein.
Der zweite Stein war grösser als der eben beschriebene, nämlich 67 Zoll lang, 39 Zoll breit und 15 Zoll dick. Die untere Fläche war beinahe eben, so dass die Würmer sehr bald gezwungen gewesen sind, ihre Exkremente jenseits des Umfanges aufzuwerfen. Der Stein als Ganzes war ungefähr 2 Zoll in den Boden eingesunken. Bei dieser Geschwindigkeit würden 262 Jahre notwendig gewesen sein, bis die Oberfläche bis auf das allgemeine Niveau des Feldes herabgesunken wäre. Der sich langsam erhebende mit Rasen gedeckte Rand rings um den Stein war breiter als im letzten Falle, nämlich von 14 bis 16 Zoll, und warum dies der Fall war, dafür kann ich die Ursache nicht ermitteln. An den meisten Stellen war dieser Rand nicht so hoch wie in dem letzten Falle, nämlich von 2 bis 2 1/2 Zoll, aber an einer Stelle war er nicht weniger als 5 1/2 Zoll hoch. Seine mittlere Höhe dicht am Stein betrug wahrscheinlich ungefähr 3 Zoll und er verlief sieh nach aussen vollkommen. Ist dies richtig, so muss eine Schicht feiner Erde von 15 Zoll Breite und von 1 1/2 Zoll mittlerer Dicke und von hinreichender Länge, um die ganze sehr verlängerte Steinplatte zu umgeben, von den Würmern zum hauptsächlichsten Teile von unterhalb dem Steine im Verlaufe von 35 Jahren empor geschafft worden sein. Diese Menge würde reichlich genügen, das Einsinken des Steines ungefähr 2 Zoll in den Boden zu erklären, besonders wenn wir im Sinne behalten, dass ein guter Teil der feinsten Erde von den auf dem abfallenden Rand ausgeworfenen Exkrementhäufchen durch heftige Regengüsse auf das Niveau des Feldes hinabgewaschen wird. Einige frische Exkremente waren dicht am Steine zu bemerken. Als ein grosses Loch bis zu einer Tiefe von 18 Zoll gegraben wurde, wo der Stein gelegen hatte, waren doch nur zwei Würmer und einige wenige Röhren zu sehen, obgleich der Boden feucht war und für Würmer günstig zu sein schien. Unter dem Steine fanden sich einige grosse Ameisenkolonien und möglicherweise hatte die Zahl der Würmer seit ihrer Niederlassung abgenommen.
Der dritte Stein war nur ungefähr halb so gross wie die anderen und zwei starke Knaben hätten ihn zusammen fortrollen können. Ich zweifle nicht daran, dass er vor einer ziemlich kurzen Zeit weggerollt worden war, denn er lag nun in einiger Entfernung von den zwei anderen Steinen am Grunde eines kleinen benachbarten Abhanges. Auch lag er auf feiner Erde anstatt noch Teilweise auf Ziegelschutt. Mit dieser Annahme stimmte ferner noch überein, dass der erhabene umgebende Rasenrand an einigen Stellen nur 1 Zoll, an anderen 2 Zoll hoch war. Unter diesem Steine waren keine Ameisenkolonien, und als ein Loch gegraben wurde, wo er gelegen hatte, fand man mehrere Röhren und Würmer.
In Stonehenge liegen gegenwärtig einige von den äusseren Druidensteinen am Boden, nachdem sie in einer weit zurückliegenden, aber unbekannten Zeit umgestürzt sind, und es sind dieselben bis zu einer mässigen Tiefe in den Boden eingegraben. Sie sind von sich sanft erhebenden Rasenrändern umgeben, auf welchen frische Wurmexkremente zu sehen waren. Dicht an einem dieser umgefallenen Steine, welcher 17 Fuss lang und 6 Fuss breit und 28 1/2 Zoll dick war, wurde ein Loch gegraben und hier war die Humusschicht mindestens 9 1/2 Zoll dick. In dieser Tiefe wurde ein Feuerstein gefunden und ein wenig höher hinauf an einer Seite des Loches ein Glasfragment. Die Basis des Steines lag ungefähr 9 1/2 Zoll unter dem Niveau des umgebenden Bodens und seine obere Fläche 19 Zoll oberhalb derselben.
Dicht an einem zweiten sehr grossen Stein, welcher beim Fallen in zwei Stücke zerbrochen war, wurde gleichfalls ein Loch gegraben; das Zerbrechen muss vor langer Zeit stattgehabt haben, nach dem verwitterten Aussehen der Bruchenden zu urteilen. Die Basis war bis zu einer Tiefe von 10 Zoll eingegraben, wie dadurch ermittelt wurde, dass ein eiserner Spiess horizontal in den Boden unterhalb desselben eingetrieben wurde. Die Humusschicht, welche den mit Rasen bedeckten Rand rings um den Stein bildete, auf welchem viele Wurmexkremente vor Kurzem aufgeworfen worden waren, war 10 Zoll mächtig; und das Meiste dieses Humus muss von den Würmern unterhalb des Steines in die Höhe geschafft worden sein. In einer Entfernung von 8 Yards vom Steine war die Humusschicht nur 5 1/2 Zoll mächtig (bei einer Tiefe von 4 Zoll fand sich ein Stück Tabakspfeife) und dieselbe lag auf zerbrochenen Feuersteinen und Kreide, welche dem Druck oder Gewicht des Steines nicht leicht nachgeben konnten.
Ein gerader Stab wurde horizontal (mittelst einer Spiritussetzwaage) quer auf einem dritten umgefallenen Stein, welcher 7 Fuss 9 Zoll lang war, befestigt; hierdurch wurde der Umriss der vorspringenden Teile und des anstossenden Bodens, welcher nicht ganz eben war, ermittelt, wie es in der beistehenden Zeichnung (Fig. 7) in einem Massstabe von 1/2 Zoll auf einen Fuss dargestellt ist. Der mit Rasen bedeckte Rand erhob sich auf der einen Seite des Steines bis zu einer Höhe von 4 Zoll und auf der entgegengesetzten Seite nur bis 2 1/2 Zoll über das allgemeine Niveau. Auf der östlichen Seite wurde ein Loch gegraben, und es zeigte sich dass die Basis des Steines hier in einer Tiefe von 4 Zoll unter dem allgemeinen Niveau des Bodens und von 8 Zoll unter dem Gipfel des abfallenden mit Rasen bedeckten Randes lag.
Abbildung 7
Fig. 7. Querschnitt durch einen der umgestürzten Druidensteine von Stonehenge, um zu zeigen, wie tief er in den Boden eingesunken ist. Massstab 1 1/2 Zoll auf einen Fuss.
Es sind nun hinreichende Belege dafür beigebracht worden, dass kleine, auf der Oberfläche des Landes, wo Würmer zahlreich sind, liegen gelassene Gegenstände bald eingegraben werden und dass grosse Steine durch dieselben Mittel langsam abwärts sinken. Es konnte jeder Schritt in diesem Vorgang verfolgt werden, von der zufälligen Ablagerung einer einzigen Exkrementrolle auf einen lose auf der Oberfläche liegenden Gegenstand, bis derselbe zwischen den verfilzten Wurzeln des Rasens eingeschlossen, und endlich in verschiedenen Tiefen unter der Oberfläche in der Ackererde eingegraben war. Wenn dasselbe Feld nach Verlauf einiger wenigen Jahre wieder untersucht wurde, wurden derartige Gegenstände in einer grösseren Tiefe als früher gefunden. Die Geradheit und Regelmässigkeit der von den eingeschlossenen Gegenständen gebildeten Linien und deren Parallelismus mit der Oberfläche des Landes sind die auffallendsten Merkmale dieses Falles, denn dieser Parallelismus zeigt, wie gleichmässig die Würmer gearbeitet haben müssen. Das Resultat ist indessen zum Teil wohl die Folge davon, dass die frischen Exkremente vom Regen niedergewaschen werden. Das spezifische Gewicht der Gegenstände hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit ihres Einsinkens, wie daraus zu sehen war, dass poröse Schlacken, gebrannter Mergel, Kreide und Quarzrollsteine sämtlich innerhalb derselben Zeit bis zu der nämlichen Tiefe hinabgesunken waren. Zieht man die Beschaffenheit des Untergrundes in Betracht, welcher in Leith Hill Place ein sandiger Boden, der viele Gesteinsstücke einschloss, und bei Stonehenge Kreideschutt mit zerbrochenen Feuersteinen war, zieht man ferner das Vorhandensein des mit Rasen bedeckten, sanft abfallenden Randes von Humus rings um die grossen Gesteinsbruchstücke an diesen beiden Stellen in Betracht, so scheint ihr Einsinken nicht in einer merkbaren Weise durch ihr Gewicht unterstützt worden zu sein, obschon letzteres ganz beträchtlich war [9].
Über die Zahl von Würmern, welche auf einem gegebenen Raume leben. – Wir wollen nun zeigen, erstens, welch eine ungeheure Zahl von Würmern, von uns nicht gesehen, unter unseren Füssen leben, und zweitens, welches das faktische Gewicht der Erde ist, welches sie auf einem gegebenen Raume und innerhalb einer gegebenen Zeit heraufschaffen. HENSEN, welcher eine so vollständige und interessante Schilderung der Lebensweise der Würmer veröffentlicht hat [10], berechnet nach der Zahl, welche er auf einem gemessenen Raume fand, dass auf einem Hektar Landes 133.000 lebende Würmer existieren müssen oder 53.767 auf einem Acre. Diese letztere Anzahl von Würmern würde 356 Pfund wiegen, wenn wir HENSEN’S Massstab für das Gewicht eines einzelnen Wurms annehmen, nämlich ein Gramm. Man muss indes beachten, dass sich diese Berechnung auf die in einem Garten gefundene Anzahl gründet und HENSEN glaubt,
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[9] Mr. R. Mallet bemerkt (Quart. Journ. Geolog. Soc. Vol. 33. 1877. p. 745): „Der Grad, bis zu welchem der Boden unterhalb der Fundamente massiger architektonischer Bauten, wie z.B. der Türme grosser Dome, erfahrungsgemäss zusammengedrückt worden ist, ist ebenso merkwürdig wie lehrreich und sonderbar. Der Betrag an Senkung kann in manchen Fällen nach Fussen gemessen werden.“ Er führt als Beispiel den Turm von Pisa an, fügt aber hinzu, dass er auf „dichten Ton“ gegründet worden sei.
[10] Zeitschr. für wiss. Zool. 28. Bd. 1877. p. 354.
dass die Würmer hier zweimal so zahlreich sind, wie in Getreidefeldern. So erstaunlich das obige Resultat auch sein mag, so scheint es mir doch nach der Anzahl von Würmern, welche ich zuweilen gesehen habe, sowie nach der grossen Zahl zu urteilen, welche täglich von Vögeln zerstört wird, ohne dass jedoch die Spezies ausgerottet würde, völlig glaublich zu sein. Einige Fässer mit verdorbenem Ale wurden auf Mr. MILLER’S Land stehen gelassen [11], in der Hoffnung, Essig daraus zu gewinnen; aber es ergab sich, dass der Essig schlecht war und die Fässer wurden ausgeschüttet. Es muss noch vorausgeschickt werden, dass Essigsäure ein so tödliches Gift für Würmer ist, dass, wenn PERRIER einen Glasstab in Essigsäure und dann in eine ansehnliche Menge Wassers tauchte, in welchem Würmer lebten, diese ausnahmslos dadurch schnell getötet wurden. Am Morgen, nachdem die Fässer ausgeleert worden waren, waren „die Haufen von Würmern, welche tot am Boden lagen, so ungeheuer, dass wenn Mr. MILLER sie nicht gesehen hätte, er es nicht für möglich gehalten hätte, dass solche Massen in dem Raum hätten existieren können“. Als weitere Beweise für die grosse Anzahl von Würmern, welche im Boden leben, gibt HENSEN an, dass er in einem Garten auf einem Raume von 14 1/2 Quadratfuss vierundsechzig offene Wurmröhren, das sind also neun in 2 Quadratfuss, gefunden hat. Die Röhren sind aber zuweilen noch viel zahlreicher; denn als ich auf einem Grasfeld in der Nähe von Maer Hall grub, fand ich einen Kloss trockener Erde, so gross wie meine zwei offenen Hände, welcher von sieben Wurmröhren so gross wie Gänsekiele durchbohrt war.
Gewicht der aus einer einzigen Röhre und aus sämtlichen Röhren innerhalb eines gegebenen Baumes ausgeworfenen Erde. – In Bezug auf das Gewicht der täglich von Würmern ausgeworfenen Erde fand HENSEN, dass sie bei einigen Würmern, welche er gefangen hielt und welche er mit Blättern gefüttert zu haben scheint, nur 0,5 Gramm oder weniger als 8 Gramm im Tage wog. Im Naturzustand muss aber eine viel bedeutendere Menge in den Perioden, wenn sie zur Nahrung Erde, anstatt Blätter verzehren und wenn sie tiefe Röhren graben, ausgeworfen werden. Dies wird durch die folgenden Gewichtsangaben der an den Öffnungen einzelner Wurmhöhlen aufgeworfenen Exkremente beinahe gewiss gemacht. Die ganze Masse derselben schien in keiner langen Zeit ausgeworfen worden zu sein, was in mehreren Fällen sogar sicher war. Die Exkrementrollen wurden dadurch, dass sie viele Tage hindurch der Sonne oder der Wärme eines ordentlichen Feuers ausgesetzt wurden, getrocknet (ausgenommen in einem speziell angeführten Falle).
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[11] Mr. Dancers Aufsatz in Proc. Phil. Soc. Manchester 1877. p. 248.
Gewicht der an der Öffnung einer einzigen Wurmröhre angehäuften Exkremente.
|1.||Down, Kent (Untergrund roter Ton, voller Feuersteine, der Kreide aufliegend). Die grösste Exkrementmasse, welche ich an den Abhängen eines steilen Tales finden konnte, wo der Untergrund weit herauf reichte. In diesem einen Falle war die Exkrementmasse nicht ordentlich getrocknet.||Unzen

3,98
|2.||Down. – Grösste Exkrementmasse, welche ich finden konnte (hauptsächlich ans kalkiger Substanz bestehend), auf äusserst 3,87 ärmlichem Weidelande am Grunde des unter 1 erwähnten Tales.||3,87|
|3.||Down. – Eine grosse Exkrementrolle, aber nicht von ungewöhnlicher Grösse, von einem nahezu ebenen Felde ärmlicher 1,22 Weide, vor ungefähr 35 Jahren dem Graswuchs überlassen.||1,22|
|4.||Down. – Mittleres Gewicht von 11 nicht grossen, auf einem geneigten Stück meines Rasenplatzes ausgeworfenen Exkrementrollen, nachdem sie dadurch einigen Gewichtsverlust erlitten 0,7 hatten, dass sie eine beträchtliche Zeit hindurch dem ausgesetzt gewesen waren.||0,7|
|5.||In der Nähe von Nizza in Süd-Frankreich. – Mittleres Gewicht von 12 Exkrementmassen gewöhnlicher Dimensionen, welche Dr. KING auf Land gesammelt hatte, welches lange Zeit nicht gemäht worden war und wo die Würmer ausserordentlich zahlreich waren, nämlich auf einem von Gesträuchen geschützten 1,37 Rasenstück in der Nähe des Meeres. Boden sandig und kalkig; diese Exkremente waren einige Zeit, ehe sie gesammelt wurden, dem Regen ausgesetzt gewesen und müssen durch Zersetzung etwas an Gewicht verloren haben, sie behielten aber noch immer ihre Form.||1,37|
|6.||Die schwerste der vorstehend erwähnten zwölf Exkrementmassen.||1,76|
|7.||Unter-Bengal. – Mittleres Gewicht von 22, von Mr. J. SCOTT gesammelten Exkrementmassen, von denen er angibt, dass sie im 1,24 Verlauf von einer oder zwei Nächten ausgeworfen worden seien.||1,24|
|8.||Die schwerste dieser 22 Exkrementmassen.||2,09|
|9.||Nilgiri-Berge, Süd-Indien. Mittleres Gewicht der 5 grössten von Dr. KING gesammelten Exkrementmassen. Sie waren dem Regen des letzten Monsuns ausgesetzt gewesen und müssen etwas an Gewicht verloren haben.||3,15|
|10.||Die schwerste dieser 5 Exkrementmassen.||4,34|
Aus dieser Tabelle sehen wir, dass Exkremente, welche an der Mündung einer und derselben Röhre ausgeworfen worden waren und welche in den meisten Fällen frisch erschienen und ihre wurmförmige Gestalt beibehielten, meistens, nachdem sie getrocknet waren, das Gewicht von einer Unze überstiegen und zuweilen einem Viertel Pfund nahe kamen. Auf den Nilgiri-Bergen überstieg eine Exkrementrolle selbst dieses letztere Gewicht. In England wurden die grössten Exkrementrollen auf äusserst ärmlichem Weideland gefunden; und diese sind, soviel ich gesehen habe, allgemein grösser als diejenigen auf mit reicher Vegetation bedecktem Lande. Es möchte fast scheinen, als hätten Würmer in armem Lande eine grössere Menge von Erde zu verschlucken, als in reichem, um die genügende Nahrungsmenge zu erhalten.
Was die turmartigen Exkrementhaufen aus der Umgegend von Nizza betrifft (Nr. 5 und 6 in der obigen Tabelle), so fand Dr. KING häufig fünf oder sechs von ihnen auf einer Fläche von einem Quadratfuss; dieselben würden nach ihrem mittleren Gewicht zu urteilen, zusammen 7 1/2 Unzen gewogen haben, so dass das Gewicht derjenigen auf einem Quadrat-Yard 4 Pfund 3 1/2 Unzen gewesen sein würde. Dr. KING sammelte gegen Ende des Jahres 1872 die sämtlichen Exkremente, welche noch immer, mochten sie niedergebrochen sein oder nicht, ihre wurmförmige Gestalt behielten, von einem Quadratfuss Fläche an einer an Würmern äusserst reichen Stelle am Gipfel eines Abhanges, auf welchem keine Exkremente von oben herab gerollt sein konnten. Diese Exkremente mussten, wie er nach ihrem Aussehen unter Berücksichtigung der trockenen und der Regenperioden bei Nizza beurteilte, innerhalb der vorhergehenden fünf oder sechs Monate ausgeworfen worden sein; sie wogen 9 1/2 Unzen oder 5 Pfund 5 1/2 Unzen auf den Quadrat-Yard. Nach einem Verlauf von vier Monaten sammelte Dr. KING die sämtlichen Exkremente, welche später auf demselben Quadratfuss Oberfläche ausgeworfen worden waren, und sie wogen 2 1/2 Unzen oder 1 Pfund 6 1/2 Unzen auf den Quadrat-Yard. Es wurden daher ungefähr innerhalb zehn Monaten, oder wir wollen der Sicherheit wegen sagen, innerhalb eines Jahres auf diesem einen Quadratfuss 12 Unzen Exkremente aufgeworfen, oder 6,75 Pfund auf den Quadrat-Yard, und dies würde 14,58 Tonnen pro Acre geben.
Auf einem Felde am Grunde eines Tales in der Kreide (siehe No. 2 in der vorstehenden Tabelle) wurde an einer Stelle, wo sehr grosse Exkrementrollen äusserst zahlreich waren, ein Quadrat-Yard abgemessen. Die Exkremente erschienen indessen an einigen wenigen anderen Stellen beinahe ebenso zahlreich. Es wurden diese Exkremente, welche ihre wurmförmige Gestalt vollkommen beibehielten, gesammelt und sie wogen, als sie zum Teil getrocknet waren, 1 Pfunde 13 1/2 Unzen. Dieses Feld war vor zwei und fünfzig Tagen mit einer schweren im Feldbau gebräuchlichen Walze gewalzt worden und dies dürfte sicher jeden einzelnen Exkrementhaufen auf der Erde nieder geplattet haben. Das Wetter war zwei oder drei Wochen lang vor dem Einsammelungstage sehr trocken gewesen, so dass nicht ein Exkrement frisch erschien oder vor kurzem ausgeworfen worden war. Wir können daher annehmen, dass diejenigen, welche gewogen wurden, wir wollen sagen innerhalb fünf und vierzig Tagen von der Zeit an aufgeworfen worden waren, in welcher das Feld gewalzt worden war, das heisst also zwölf Tage weniger als die ganze dazwischenliegende Periode. Ich hatte denselben Teil des Feldes, kurz ehe es gewalzt wurde, untersucht und damals waren frische Exkrementhaufen ausserordentlich häufig. Würmer arbeiten bei trockenem Wetter während des Sommers nicht, ebenso wenig im Winter während heftiger Fröste. Wenn wir annehmen, dass sie nur während der Hälfte des Jahres arbeiten, obgleich dies eine zu niedrige Schätzung ist, – dann würden die Würmer auf diesem Felde während des Jahres 8,387 Pfund auf den Quadrat-Yard aus werfen oder 18,12 Tonnen per Acre, angenommen dass die ganze Oberfläche gleichmässig produktiv an Exkrementen ist.
In den vorstehend angeführten Fällen mussten einige der notwendigen Daten geschätzt werden; aber in den zwei folgenden Fällen sind die Resultate viel zuverlässiger. Eine Dame, auf deren Genauigkeit ich mich unbedingt verlassen kann, erbot sich, in der Nähe von Leith Hill Place in Surrey während eines Jahres sämtliche Exkrementhaufen zu sammeln, die auf zwei verschiedenen Quadrat-Yards aufgeworfen würden. Die gesammelte Menge war indessen etwas geringer als die ursprünglich von den Würmern ausgeworfene. Denn wie ich wiederholt beobachtet habe, wird ein guter Teil der feinsten Erde fortgewaschen, sobald die Exkremente während oder kurz vor schwerem Regen aufgeworfen werden. Auch hingen kleine Partien an den darumstehenden Grashalmen, und es erforderte zu viel Zeit, jede einzelne derselben zu entfernen. Auf sandigem Boden, wie in dem vorliegenden Fall, zerbröckeln die Exkrementhaufen nach trockenem Wetter sehr leicht, und auf diese Weise werden Teilchen verloren. Auch war die Dame gelegentlich ein oder zwei Wochen lang von Haus abwesend, und zu solchen Zeiten müssen die Exkrementhaufen einen noch bedeutenderen Verlust dadurch, dass sie dem Wetter ausgesetzt waren, erlitten haben. Diese Verluste wurden indessen in gewissem Grade dadurch ausgeglichen, dass die Sammlungen auf einem der Quadrat-Yarde vier Tage und auf dem anderen Quadrat-Yard zwei Tage länger als ein Jahr fortgesetzt wurden.
Auf einer breiten, mit Gras bedeckten Terrasse, welche während vieler Jahre gemäht und gekehrt worden war, wurde eine Stelle ausgewählt (9. Okt. 1870). Sie lag nach Süden, war aber während eines Teils des Tages von Bäumen beschattet. Sie war vor mindestens einem Jahrhundert durch eine bedeutende Anhäufung von grossen und kleinen Sandsteinbruchstücken, zusammen mit etwas sandiger Erde, welche eben gerammt worden waren, gebildet worden. Wahrscheinlich war sie anfangs dadurch geschützt, dass sie mit Rasen bedeckt war. Diese Terrasse war, nach der Anzahl von Exkrementrollen auf ihr zu urteilen, etwas ungünstig für die Existenz von Regenwürmern im Vergleich mit den benachbarten Feldern und einer höher gelegenen Terrasse. Es war in der Tat überraschend, dass so viele Würmer hier leben konnten wie gesehen wurden; denn als ein Loch in diese Terrasse gegraben wurde, zeigte es sich, dass die schwarze vegetabilische Ackererde zusammen mit dem Rasen nur vier Zoll dick war und unter ihr fand sich die ebene Oberfläche des hellgefärbten sandigen Bodens mit vielen Sandsteinbruchstücken. Ehe irgendwelche Exkremente gesammelt wurden, wurden die sämtlichen, früher dort befindlichen sorgfältig entfernt. Der letzte Tag, an welchem gesammelt wurde, war der 14. Oktober 1871. Die Exkremente wurden dann vor einem Feuer ordentlich getrocknet und sie wogen genau 3 1/2 Pfund. Dies würde für einen Acre ähnlichen Landes 7,56 Tonnen trockener Erde ergeben, die jährlich von den Würmern ausgeworfen wird.
Das zweite Quadrat wurde auf einem nicht eingehegten Gemeindeanger in einer Höhe von ungefähr 700 Fuss über dem Meere in einiger Entfernung von Leith Hill Tower abgesteckt. Die Oberfläche war mit kurzem feinem Rasen bekleidet und war nie durch Menschenhand gestört worden. Die ausgewählte Stelle erschien weder besonders günstig für die Würmer, noch besonders ungünstig; ich habe aber häufig bemerkt, dass Wurmexkremente auf Gemeindeland besonders zahlreich sind, und dies darf vielleicht der Ärmlichkeit des Bodens zugeschrieben werden. Die Humusschicht hatte hier eine Mächtigkeit von zwischen drei und vier Zoll. Da diese Stelle von dem Hause, wo die Dame lebte, etwas entfernt war, wurden die Exkremente nicht in so kurzen Zeitintervallen gesammelt, wie die auf der Terrasse, in Folge dessen muss der Verlust an feiner Erde während Regenwetters in diesem Falle grösser gewesen sein, als in dem letzten. Die Exkremente waren überdies sandiger, und beim Sammeln derselben während trockenen Wetters zerbröckelten sie zuweilen zu Staub, und hierdurch wurde viel verloren. Es ist daher sicher, dass die Würmer beträchtlich mehr Erde herauf schafften, als die Menge betrug, welche gesammelt wurde. Die letzte Sammlung wurde am 27. Oktober 1871 angestellt, das ist also nach 367 Tagen nachdem das Quadrat bezeichnet und die Oberfläche von allen vorher existierenden Exkrementen gereinigt worden war. Die gesammelten Exkremente wogen, nachdem sie ordentlich getrocknet waren, 7,453 Pfund und dies würde für einen Acre desselben Art Landes 16,1 Tonnen jährlich ausgeworfener trockener Erde ergeben.
Zusammenfassung der vier vorstehend angeführten Fälle.
- Exkrementmassen, in der Nähe von Nizza ungefähr innerhalb eines Jahres ausgeworfen, von Dr. KING auf einem Quadratfuss Oberfläche gesammelt, ergeben der Berechnung nach für den Acre 14,58 Tonnen.
- Exkrementmassen, während ungefähr 45 Tagen auf einem Quadrat-Yard in einem Felde mit ärmlicher Weide am Grunde eines grossen Thals in der Kreide ausgeworfen, ergeben der Berechnung nach jährlich auf den Acre 18,12 Tonnen.
- Exkrementmassen, von einem Quadrat-Yard auf einer alten Terrasse in Leith Hill Place während 369 Tagen gesammelt, ergeben der Berechnung nach jährlich für den Acre 7,56 Tonnen.
- Exkrementhaufen, von einem Quadrat-Yard auf Leith Hill Common während 367 Tagen gesammelt, ergeben der Berechnung nach jährlich für den Acre 16,1 Tonnen.
Die Dicke der Humusschicht, welche während eines Jahres ausgeworfene Exkrementmassen bilden würden, wenn sie gleichmässig ausgebreitet würden. – Da wir nach den in der vorstehenden Zusammenfassung erwähnten zwei letzten Fällen das Gewicht der getrockneten von Würmern während eines Jahres auf einem Quadrat-Yard Oberfläche ausgeworfenen Exkrementmassen kennen, so wünschte ich zu erfahren, eine wie dicke Schicht gewöhnlicher Ackererde diese Menge bilden würde, wenn sie gleichförmig über einem Quadrat-Yard ausgebreitet würde. Die trockenen Exkrementmassen wurden daher in kleine Stückchen zerbrochen und wurden dann in ein Mass gebracht und ordentlich geschüttelt und niedergedrückt. Die auf der Terrasse gesammelten ergaben 124,77 Kubik-Zoll und diese Menge würde, wenn sie über einen Quadrat-Yard ausgebreitet würde, eine Schicht von 0,09612 Zoll Dicke bilden. Diejenigen, die auf dem Gemeindeanger gesammelt wurden, ergaben 197,56 Kubikzoll und würden in ähnlicher Weise eine Schicht von 0,1524 Zoll Dicke bilden.
Diese Dickenmasse bedürfen indessen einer Berichtigung, denn die zerkleinerten Exkrementmassen stellten, nachdem sie ordentlich zusammengeschüttelt und niedergedrückt waren, eine auch nicht annähernd so kompakte Masse dar wie vegetabilische Ackererde, obgleich jedes einzelne Stückchen sehr kompakt war. Doch ist der Humus bei weitem nicht kompakt, wie aus der Anzahl von Luftblasen hervorgeht, welche aufsteigen, wenn die Oberfläche mit Wasser überflutet wird. Überdies wird er von vielen feinen Wurzeln durchsetzt. Um annähernd zu ermitteln, um wie viel gewöhnliche Ackererde an Umfang zunehmen würde, wenn sie in kleine Stückchen zerbröckelt und dann getrocknet würde, wurde ein dünnes, längliches Stück etwas tonhaltiger Ackererde (von welchem der Rasen abgeschält war) gemessen, ehe es zerbröckelt wurde, wurde dann getrocknet und wiederum gemessen. Das Trocknen verursachte ein Schrumpfen um 1/7 seiner ursprünglichen Grösse, nur nach äusseren Messungen zu urteilen. Es wurde dann zerkleinert und zum Teil zu Pulver gemacht, in derselben Weise wie die Exkremente behandelt worden waren, und sein Umfang überstieg nun (trotz des Einschrumpfens in Folge des Trocknens) um 1/16 den des ursprünglichen Stücks feuchter Ackererde. Die oben berechnete Mächtigkeit der aus den Exkrementen von der Terrasse nach deren Anfeuchtung und Ausbreitung über einen Quadrat-Yard gebildeten Schicht würde daher um 1/16 zu reduzieren sein, und dies wird die Schicht auf 0,09 Zoll reduzieren, so dass eine Schicht von 0,9 Zoll Mächtigkeit im Verlaufe von zehn Jahren gebildet wird. Nach demselben Grundsatz würden dieselben Exkrementmassen vom Gemeindeanger im Verlauf eines einzigen Jahres eine Schicht von 0,1429 Zoll oder im Verlauf von zehn Jahren von 1,429 Zoll Mächtigkeit bilden. In runden Zahlen können wir sagen, dass die Dicke der Schicht im ersteren Fall in zehn Jahren nahezu 1 Zoll und im zweiten Fall von nahe 1 1/2 Zoll betragen wird.
Um diese Resultate mit denjenigen zu vergleichen, welche aus der Schnelligkeit abgeleitet wurden, mit welcher kleine, auf der Oberfläche von mit Gras bewachsenen Feldern liegen gelassene Gegenstände eingegraben werden (wie es im ersten Teil dieses Kapitels beschrieben wurde), will ich hier die folgende Zusammenfassung geben:
Zusammenfassung der Beobachtungen über die Dicke der Humusschicht, die sich im Laufe von zehn Jahren, an der Oberfläche liegen gelassenen Gegenständen ansammelt.
Die Anhäufung von Humus während 14 3/4 Jahren an der Oberfläche eines trockenen, sandigen Grasfeldes in der Nähe von Maer Hall belief sich in 10 Jahren auf 2,2 Zoll.
Die Anhäufung während 21 1/2 Jahren auf einem morastigen Felde in der Nähe von Maer Hall belief sich in 10 Jahren auf nahezu 1,9 Zoll. Die Anhäufung während 7 Jahren auf einem sehr morastigen Felde in der Nähe von Maer Hall belief sich in 10 Jahren auf 2,1 Zoll.
Die Anhäufung während 29 Jahren auf gutem, tonhaltigen Weideland über der Kreide bei Down belief sich in 10 Jahren auf 2,2 Zoll.
Die Anhäufung während 30 Jahren auf der Seite eines Tales über der Kreide bei Down, wo der Boden tonig, sehr arm und soeben erst in Weideland verwandelt worden war (so dass er einige Jahre lang ungünstig für Würmer war), betrug in 10 Jahren 0,83 Zoll.
Wir sehen in diesen Fällen (ausgenommen im letzten), dass die Menge von Erde, welche während 10 Jahren auf die Oberfläche geschafft wird, etwas grösser ist als die nach den Exkrementmassen berechnete, welche faktisch gewogen wurden. Dieser Mehrbetrag kann zum Teil durch den Verlust erklärt werden, welchen die gewogenen Exkrementmassen schon vorher dadurch erlitten hatten, dass sie vom Regen ausgewaschen wurden, dass Stückchen derselben an den umgebenden Grashalmen hängen blieben und dass sie zerbröckelten, wenn sie trockneten. Auch dürfen wir andere Kräfte nicht übersehen, welche in allen gewöhnlichen Fällen die Humusmenge vergrössern dürften und welche bei den gesammelten Exkrementmassen nicht berücksichtigt werden konnten, ich meine nämlich die von grabenden Larven und Insekten, besonders von Ameisen, an die Oberfläche geschaffte feine Erde. Die von Maulwürfen aufgeworfene Erde hat meistens ein von vegetabilischer Ackererde etwas verschiedenes Ansehen; nach einiger Zeit aber ist sie von ihr nicht mehr zu unterscheiden. In trockenen Gegenden spielt ausserdem auch der Wind eine bedeutungsvolle Rolle beim Fortschaffen des Staubes von einer Stelle zur anderen, und selbst in England muss er die Humusschicht auf Feldern in der Nähe grosser Strassen vermehren. Aber in meiner Grafschaft erscheinen diese letzteren verschiedenartigen Momente von völlig untergeordneter Bedeutung im Vergleich mit der Tätigkeit der Regenwürmer. Wir haben kein Mittel zu beurteilen, ein wie grosses Gewicht von Erde ein einziger völlig erwachsener Wurm während eines Jahres auswirft. HENSEN schätzt, dass auf einem Acre Landes 53.767 (auf einem Morgen 34.000) Würmer leben; diese Schätzung gründet sich aber auf die in Gärten gefundene Zahl und er glaubt, dass nur ungefähr halb so viel in Getreidefeldern leben. Wie viele in altem Weideland leben, ist unbekannt; wenn wir aber annehmen, dass die Hälfte der obigen Anzahl oder 26.886 auf derartigem Lande leben und nehmen dann ferner nach der vorhin gegebenen Zusammenfassung 15 Tonnen als das Gewicht der jährlich auf einem Acre ausgeworfenen Exkremente an, so muss jeder Wurm jährlich 20 Unzen auswerfen Ein Exkrement von der vollständigen Grösse an der Öffnung einer einzigen Röhre übertrifft, wie wir gesehen haben, häufig eine Unze im Gewicht, und wahrscheinlich werfen Würmer mehr als 20 Exkremente von völliger Grösse während eines Jahres aus. Wenn sie jährlich mehr als 20 Unzen auswerfen, können wir folgern, dass die Regenwürmer, welche auf einem Acre Weideland leben, weniger als 26.886 sein werden. Würmer leben hauptsächlich in der oberflächlichen Humusschicht, welche gewöhnlich von 4 oder 5 bis 10 und selbst 12 Zoll mächtig ist, und es ist dieser Humus, welcher immer und immer wieder durch ihre Körper hindurch geht und auf die Oberfläche geschafft wird Würmer bohren aber gelegentlich in den Untergrund bis zu einer viel beträchtlicheren Tiefe, und bei solchen Gelegenheiten bringen sie Erde aus dieser grösseren Tiefe herauf, und dieser Prozess ist für Jahrtausende und Jahrtausende fortgegangen. Die oberflächliche Humusschicht würde daher schliesslich, obgleich mit einer immer langsameren und langsameren Geschwindigkeit eine Mächtigkeit erreichen, welche der Tiefe, bis zu welcher Würmer jemals graben, gleich wäre, wenn nicht noch andere entgegengesetzte Kräfte tätig wären, welche etwas von der feinsten Erde, welche beständig von den Würmern auf die Oberfläche gebracht wird, auf ein niedriges Niveau hinabbringen. Eine wie bedeutende Mächtigkeit die vegetabilische Ackererde jemals erlangt, habe ich keine gute Gelegenheit gehabt zu beobachten; es werden aber im nächsten Kapitel, wenn wir das Eingraben antiker Bauwerke betrachten, einige Tatsachen in Bezug auf diesen Punkt angeführt werden. In den zwei letzten Kapiteln werden wir sehen dass der Boden durch die Tätigkeit der Würmer, wenn schon in einem nur geringen Grade faktisch vermehrt wird; ihre hauptsächlichste Arbeit besteht aber darin, die feineren von den grösseren Teilchen zu sondern, das Ganze mit zerfallenen Pflanzensubstanzen zu vermengen und es mit den Absonderungen ihres Darmes zu sättigen. Endlich wird, wie ich glaube, später Niemand, welcher die in diesem Kapitel mitgeteilten Tatsachen in Betracht zieht, daran zweifeln, dass die Würmer eine bedeutungsvolle Rolle im Haushalte der Natur spielen: ich meine die Tatsache, dass kleine Gegenstände, die auf der Oberfläche liegen, eingegraben werden und dass grosse Steine einsinken, – ich meine die ungeheure Zahl von Würmern, welche innerhalb eines mässigen Stück Landes leben, – das Gewicht der aus der Mündung eines und desselben Ganges ausgeworfenen Exkremente, – endlich das Gewicht sämtlicher innerhalb einer bekannten Zeit auf einem abgemessenen Raume ausgeworfenen Exkremente.