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Geschichte
Uesslingen
Uesslingen, jenseits der Thurbrücke bei Frauenfeld gelegen, erscheint geschichtlich erstmals 1094 als "Uselinga". Nach Pupikofers "Geschichte des Kantons Thurgau" hatten wahrscheinlich die Herren von "Yselingen" zu dieser Zeit auf dem Iselisberg ihre Burg. Anno 1162 gelangte Uesslingen in den Besitz der Augustinerchorherren von Ittingen. Nach der Verarmung des Augustinerchorherren-Stiftes übernahm der Kartäuserorden das Herrschaftsgebiet. Die Bauern der Umgebung hatten den Grundherren Abgaben und Steuern zu entrichten. Als im Jahre 1795 die Auflösung der Leibeigenschaft erfolgte, erwachte die Gemeinde zu neuem politischem Leben. Bis zur Bildung der Munizipalität im Jahre 1799 hatten ausschliesslich die Bürger das Sagen. Sie waren unter anderem bemächtigt, die Einwohner zum Frondienst aufzubieten. Als die Zunahme der Einwanderer die Zahl der Bürger übertraf, entstanden durch die doppelte Organisation der Bürger- und Ortsgemeinden Reibereien. Nach der Verfassungsrevision im Jahre 1869 gingen dann Rechte, Pflichten und Güter an die Ortsgemeinde. 1932 erlangte die Bürgergemeinde in Uesslingen wieder ihre Selbständigkeit. Die Munizipalgemeinde Uesslingen (ein Überbleibsel aus der napoleonischen Zeit) bestand bis zum 31. Dezember 1994 aus den Ortsgemeinden Uesslingen, Buch und Warth. Mit Inkraftsetzung der neu revidierten Thurgauer Kantonsverfassung musste sich auch die Munizipale mit der politischen Umstrukturierung befassen. Im Herbst 1994 stimmten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Zusammenschlussvertrag zu einer Politischen Gemeinde Uesslingen-Buch zu.
Ein wichtiges Bauvorhaben wurde 1808 durch Baumeister Kappeler realisiert: eine gedeckte Holzbrücke über die Thur. 1889 baute man den Flussübergang dann neu aus Eisen und 1988 in Beton.
Buch
Buch wird in alten Schriften als "Buoch" oder "Bucha" vom Abt von Wagenhausen aufgrund einer Schenkung erstmals erwähnt. 1260 taucht der Name ein zweites Mal, ebenfalls in einer Schenkungsurkunde, auf. Damals wurde Buch zusammen mit dem Nachbardorf Uerschhausen von einem Ritter namens Rudolf Giel von Glattbrugg an das Kloster St. Katharinental geschenkt. Kirchlich gesehen gehörte Buch schon damals zur Pfarrei Uesslingen und war somit ebenfalls dem Chorherrenstift Ittingen untertan. Unsere Gemeinde hat Mannigfaltiges zu bieten, und unser kleiner Abstecher in die Geschichte ist alles andere als vollständig. Es lohnt sich tatsächlich, diese lebendige und landschaftlich ausserordentlich schöne Gegend näher kennenzulernen.