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Die Ostschweizerin sicherte sich am Boden mit einer überzeugenden Leistung ihre insgesamt 4. EM-Medaille. Steingruber musste sich nur von Larisa Iordache (Rum) und Vanessa Ferrari (It) geschlagen geben, die ex-aequo Gold holten. Im Sprung-Final hatte die 20-Jährige zuvor Anna Pavlova (Aser) und Iordache auf die Plätze verwiesen.
Perfekte Ausführung statt Risiko
Der Poker von Steingruber und ihrem Trainer Zoltan Jordanov ging in ihrer Paradedisziplin voll auf. Beim 2. Sprung wählte die Ostschweizerin die Sicherheitsvariante, den Jurtschenko gestreckt mit nur einer Schraube. Dieser gelang ihr aber perfekt. «Ich habe gestern mit den Trainern gesprochen und mich heute dazu entschieden», erklärte Steingruber.
Im 1. Sprung hatte Steingruber den Tschussowitina gezeigt. Dank der besseren Ausführung der beiden Sprünge siegte sie knapp vor ihren Konkurrentinnen, die teilweise einen höheren Schwierigkeitsgrad turnten. Die St. Gallerin musste lange zittern, bis die Goldmedaille perfekt war. «Jede Note war ein Horror», gab sie zu Protokoll.
Wie bereits im Vorjahr riskierte Steingruber auch in Sofia nicht alles. In der Vorbereitung auf die Titelkämpfe war sie beim Jurtschenko mit 2 Schrauben gestürzt und musste deswegen eine mehrwöchige Trainingspause einlegen. Wohl auch deshalb wählte sie im Final wie bereits in der Qualifikation die Sicherheitsvariante, was sich auszahlte.
Am Balken kein Glück
Steingruber heimst nach Brüssel 2012 (Bronze) und dem Titel im Vorjahr in Moskau die EM-Medaillen 3 und 4 ein. Im Final am Balken belegte sie in der Endausmarchung den 8. und letzten Platz. Nach einem Sturz fing sie sich immerhin noch gut auf und zeigte sich anschliessend am Boden wieder von ihrer besten Seite.