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Früher sind sehr viele Schweizer nach Amerika ausgewandert. So auch eine der Hauptpersonen in René Simmens witzigem Schelmenroman Aber Simens, Schnee im August?!.
Thomas Caflisch, Lehrer aus Graubünden, strandet mitten im 19. Jahrhundert mittellos in New York. Nach ersten erfolglosen Versuchen in diversen Berufen betätigt er sich als Missionar für eine christliche Sekte und tätigt ausserdem eine ganze Menge dubioser Geschäfte. Henry Simens, Künstler von Beruf und Erzähler des Romans, wird von Lorenzo Delmonico, einem aus dem Tessin stammenden Gastronomen, mit Caflisch bekannt gemacht. Simens besorgt die künstlerische Ausstattung von Delmonicos Restaurants, in denen die Grössen der New Yorker Gesellschaft verkehren, die ganze High Society von Manhattan, die Vanderbilts, die Astors etc. Leute, die gar nicht wissen, wie sie ihr Geld loswerden sollen! Der wirtschaftliche Aufschwung der Gründerzeit hat einigen Leuten und Familien zu sagenhaftem Reichtum verholfen, aber das ist (wie immer) natürlich nur die eine Seite der Medaille. Auf jeden Millionär kommen unzählige Menschen, die in bitterer Armut leben.
Es handelt sich hier übrigens um einen sehr ungewöhnlichen, grossformatigen Roman, der mit vielen Abbildungen und Hintergrundinformationen ein grosses Panorama jener Epoche bietet, die Mark Twain sehr passend the gilded age nannte, das vergoldete Zeitalter (nicht zu verwechseln mit dem goldenen).