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Pharmazeutisches Labor Apotheke Dr. Kreyenbühl AG, Arbon
Das pharmazeutische Labor Apotheke Dr. Kreyenbühl AG ist spezialisiert auf die Herstellung von Arzneimitteln in kleinen Mengen nach den „Regeln der Guten Herstellungspraxis für Arzneimittel" des schweizerischen Arzneibuchs (Ph. H. 11 , 20 bis 21.2.)
Die Apotheke verfügt über eine Herstellungsbewilligung für Arzneimittel und eine Versandhandelsbewilligung für Magistralrezepturen des Kantons Thurgau.
Das Arzneibuch unterscheidet folgende Arzneimittel nach Art.9 Abs.2 Bst. a HMG:
Arzneimittel, die in einer öffentlichen Apotheke oder in einer Spitalapotheke in Ausführung einer ärztlichen Verschreibung für eine bestimmte Person oder einen bestimmten Personenkreis oder für ein bestimmtes Tier oder einen bestimmten Tierbestand hergestellt werden.
Formula magistralis (Arzneimittel nach Art. 9 Abs 2 Bst a HMG)
Arzneimittel nach ärztlicher Verordnung, die für eine bestimmte Person oder einen bestimmten Personenkreis verordnet wird.
Formula officinalis (Arzneimittel nach Art. 9 Abs 2 Bst b HMG)
Arzneimittel nach speziellen Vorschriften, die in einer Pharmakopöe oder in anerkannten Vorschriftensammlungen publiziert sind, die zur Abgabe an die eigene Kundschaft bestimmt sind.
Präparate nach eigener Formel (Formula propria) (Arzneimittel nach Art. 9 Abs 2 Bst c HMG)
Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nach eigener Vorschrift, sogenannte Hausspezialitäten, die zur Abgabe an die eigene Kundschaft bestimmt sind.
Formula hospitalis (Arzneimittel nach Art. 9 Abs 2 Bst c bis HMG
Arzneimittel, für die kein alternatives und gleichwertiges Arzneimittel zugelassen oder verfügbar ist und die in einer Spitalapotheke hergestellt werden.
Magistralrezepturen oder Defekturarzneimittel werden aus verschiedenen Gründen hergestellt, zum Beispiel
- Der gewünschte Wirkstoff nicht als Fertigarzneimittel (Orphan Drugs) angeboten wird
- Der Wirkstoff in der gewünschten Dosierung nicht als Fertigarzneimittel angeboten wird (z.B. Dosierungen für die Pädiatrie)
- Der Wirkstoff nicht in der gewünschten galenischen Form angeboten wird
- Der Wirkstoff mit nicht gewünschten Hilfsstoffen verarbeitet ist (Konservierungsmittel, Farbstoffe,Parfum etc. z. B. aus allergologischen Gründen
- Der Wirkstoff zu wenig stabil und als Fertigarzneimittel zu wenig lagerfähig ist
- Aus preislichen Gründen
Auf dieser Seite finden sie eine Auswahl häufiger Magistralrezepturen nach therapeutischen Gruppen geordnet. Mit der Suchfunktion lassen sich einzelne Rezepturen nach Stichworten (Wirkstoff, galenische Form, Synonyme, Markenbezeichnungen etc.) suchen.
Alle Magistralrezepturen werden mit der quantitativen Zusammensetzung der Wirkstoffe bezeichnet.
Die einzelnen Vorschriften lassen sich im Artikelbild bezüglich Dosierung, Grundlagen etc. abändern. Die Apotheke wird eine Plausbilitätsprüfung bezüglich der geänderten Formulierung durchführen und im Zweifelsfall rückfragen.
Für die Gebrauchsinformationen, also die Dosierung, die Informationen über Wirkungen und Nebenwirkungen bei der Abgabe an den Patienten ist in jedem Fall der verordnende Arzt oder Apotheker verantwortlich.
Die Magistralrezepturen sind ausschliesslich für Fachkreise bestimmt und können nicht durch Privatpersonen oder durch den Grosshandel bestellt und ausgeliefert werden.
Für Fachpersonen findet sich ein Zugang, in dem die Lieferbedingungen und Bezugsmodalitäten aufgeführt sind.
Therapeutische Gruppen
- Antidota
- Dentologica
- Dermatica
- Diagnostica Reagenzien
- Gastroenterologica
- Gynaecologica
- Herz und Kreislauf
- Infektionskrankheiten
- Lunge und Atmung
- Mittel zur Opiatsubstitution
- Nervensystem
- Nieren und Wasserhaushalt
- Ophthalmologica
- Oto-Rhinolaryngologica
- Stoffwechsel
- Urologica
- Varia
- Veterinaria
Abkürzungen
|Ph H / Ph Helv||Schweiz. Pharmakopöe|
|USP||Amerikanische Pharmakopöe|
|BP||Englische Pharmakopöe|
|DAC||Deutscher Arzneimittelcodex|
|NRF||Neues Rezepturformularium ABDA Bundesvereinigung Dtsch. Apotheker|
|PM||Praescriptiones Magistrales Schweiz Apotherverband 1956/1966|
|FH||Formularium Helveticum Schweiz Apothekerverband 1991|
|FC||Formularium Clinicum GSASA|
|MM||Materia Medica Militaris 1956|
|FNA||Formularium Niederländischer Apotheker|
|BMF||Basler Magistralformeln 1958 Ergänzung 1998|
|KAM||Kantonsspitalapotheke Münsterlingen|
|KA||Kantonsapotheke Zürich in Deplazes C. Möll F. Panizzon R. Dermatolog. Magistralrezeptuem der Schweiz versch. Auflagen, 3. Auflage 2010|
|IA||Inselspital Apotheke Bern, in Deplazes C. Möll F. Panizzon R. Dermatolog. Magistralrezeptuem der Schweiz versch. Auflagen, 3. Auflage 2010|
|LU||Spitalapotheke KSP Luzern in Deplazes C. Möll F. Panizzon R. Dermatolog. Magistralrezeptuem der Schweiz versch. Auflagen, 3. Auflage 2010|
|TR||Stadtspital Triemli Zürich in Deplazes C. Möll F. Panizzon R. Dermatolog. Magistralrezeptuem der Schweiz versch. Auflagen, 3. Auflage 2010|
|BS||Kantonsspital Basel in Deplazes C. Möll F. Panizzon R. Dermatolog. Magistralrezeptuem der Schweiz versch. Auflagen, 3. Auflage 2010|
|FORM.HOSPIT.||Herstellungsvorschriften aus Krankenhausapotheken Dtsch. Apothekerverlag inkl 6. Ergänz. 2005|
Haltbarkeit und Lagerhinweise
Die Haltbarkeitsfristen sind Lagerhinweise auf Grund von Angaben in den Formularien. Wenn keine Angaben in den Formularien oder bei analogen Präparaten gefunden wurden, sind sie nach Elste (Elste U, Haltbarkeit von Grundstoffen und Zubereitungen in der Apotheke APV 1989) bestimmt. Es handelt sich um Haltbarkeitsfristen (Laufzeit) und nicht um Verfalldaten.
Magistralrezepturen sind per definitionem zum baldigen Verbrauch bestimmt. Aufbrauchfristen sind von der abgebenden Fachperson gem. den bekannten Kriterien (Stabilität des Wirkstoffs, Galenik, Konfektionierung und Lagertemperatur) festzulegen.
Zugangs-Registrierung für Ärzte/Apotheken
Die Magistralrezepturen erfordern eine spezielle Freischaltung Ihres Shop-Zugangs durch uns. Damit wir Ihnen diese Freischaltung einräumen können, füllen Sie bitte das jeweilige Anforderungs-Formular aus, und senden Sie uns dieses zu. Nach der Prüfung werden wir Ihren normalen Zugang umschalten. Sollten Sie bislang keinen Zugang haben, können Sie sich ganz oben rechts bei «Registrieren» einen solchen erstellen.
Bei einer Apotheke benötigen wir zusätzlich zum Anforderungs-Formular auch noch einen unterschriebenen Lohnherstellungsvertrag. Bei Fragen hierzu melden Sie sich unter <email-pii> oder rufen Sie uns an 071 447 10 40