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Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einflüsse sowie selbstverständlich durch größte Feuerbeständigkeit auszeichnen.
Die
Steine sind scharf und genau in der Form, dunkelgelb, vom spez. Gew. 2,9-3,0.
Sinterungsmittel sind für
Magnesiaziegel nicht erforderlich, sobald man sie bei höchster Weißglut fertig brennt. Rührt
man stark gebrannte Magnesia mit
Wasser an, so erhärtet sie nach Art der
Zemente (s.
Zement); ein Gemisch von
gebrannter Magnesia mit
Kreide- oder Marmorpulver gibt, mit
Wasser angerührt, einige Zeit dem
Wasser ausgesetzt, eine marmorartige,
außerordentlich harte
Masse.
Das
Chlor geht hierbei vom an das
Natrium, und ersteres scheidet
sich metallisch aus. Das rohe Magnesium wird durch absteigende
Destillation
[* 19] gereinigt. In neuerer Zeit wird das Magnesium durch
Elektrolyse
[* 20] im großen dargestellt. Es ist silberweiß, stark glänzend, vom spez. Gew. 1,743
und derHärte des
Kalkspats,
¶
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Atomgewicht 24, läßt sich hämmern und walzen, aber nicht zu Draht
[* 22] ausziehen (der Magnesiumdraht des Handels ist gepreßt),
schmilzt etwa so leicht wie Zink, wird aber nur teigig und läßt sich daher schlecht formen; es siedet bei etwas über 1000°,
ist destillierbar, hält sich in trockner Luft unverändert, läuft allmählich in feuchter Luft an, doch
beschränkt sich die Oxydation auf die obern Schichten; oberhalb seines Schmelzpunktes entzündet es sich an der Luft und verbrennt
unter Ausstoßung von dichtem weißen Dampf
[* 23] von Magnesiumoxyd und mit blendend bläulichweißem Licht, welches sehr reich an
chemisch wirksamen Strahlen ist, und dessen Intensität in reinem Sauerstoff die einer Kerzenflamme um mehr
als das Hundertfache übertrifft. Um zehn Stunden lang ein Licht von 74 Stearinkerzen (von denen 10 auf 1 kg gehen) zu erzeugen,
muß man 72,2 g an der Luft verbrennen.
Für diese Zwecke sind Lampen
[* 25] konstruiert worden, welche das Magnesiumband oder das Pulver kontinuierlich einer kleinen Flamme
[* 26] zuführen. Der bei der Verbrennung sich entwickelnde Rauch von fein verteilter Magnesia wird in geschlossenen Räumen bald sehr
lästig und muß abgeleitet werden. Magnesiumpulver findet auch in der Feuerwerkerei Verwendung und als
Chathamlicht zu Signallichtern, indem man ein Gemisch von Magnesiumpulver und Harzpulver mittels eines Blasebalgs in eine
Spiritusflamme bläst.
Durch einen geringen Zusatz von Magnesium werden Nickel und Kobalt schmiedbar und walzbar gemacht. Auch als Reduktionsmittel für
analytische Zwecke wird Magnesium benutzt. Legierungen des Magnesiums sind ebenfalls zu Beleuchtungszwecken dargestellt
worden. Verwendet man in der Messingfabrikation statt GalmeiDolomit, so entsteht eine messingähnliche Kupfermagnesiumlegierung.
Schwefelsaure Magnesia wurde zu Ende des 17. Jahrh. bekannt, zu Ende des 18. Jahrh.
kam kohlensaure Magnesia als Heilmittel in Anwendung, und 1755 unterschied Black die Magnesia als eigentümliche
Erde, worauf dieselbe 1775 von Bergman genauer untersucht wurde. Magnesium wurde zuerst von Davy dargestellt, Buff und Liebig stellten
Magnesium mittels Kaliums dar, Bunsen gewann es durch Elektrolyse, und Caron und Deville begründeten die Magnesiumindustrie.