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Erektionsprobleme
Bei den Erektionsproblemen unterscheidet man eine sogenannte «organische erektile Dysfunktion», welcher körperliche Ursachen zugrunde liegen, von einer «psychogenen erektilen Dysfunktion» mit psychischen Ursachen. Oft bestehen auch Mischformen. Die erektile Dysfunktion (ED) wird definiert in der vollständigen oder teilweisen Unfähigkeit, über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Aktivitäten ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
Ursachen
Die Ursachen sind sehr zahlreich und müssen genau untersucht werden: Gefässverkalkung (Arteriosklerose), Nervenschäden, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), hormonelle Ursachen, Medikamente etc.
Untersuchung und Diagnostik
Nebst einer genauen Anamnese betreffend Erektionsstörungen ist eine urologische Untersuchung durchzuführen. Ergänzende Abklärungen des Blutes können hilfreich sein. Eine Erektionsstörung kann auf Gefässschäden (Arteriosklerose) hinweisen. Solche Schäden treten meist an mehreren Orten im Körper auf, auch am Herzen. Aus diesem Grund werden bei Erektionsproblemen auch die Herz-Gefäss-Risikofaktoren untersucht.
Behandlung
Basismassnahmen zur Verbesserung der Erektilen Funktion sind Lifestylemodifikationen wie zum Beispiel ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion sowie auch Rauchstopp. Die weitere Behandlung umfasst Medikamente (sogenannte PDE-5-Hemmer) und mechanische Hilfsmittel (Penisring, Penispumpe). In ausgewählten Fällen kann die Implantation einer Penisprothese diskutiert werden.
Nebst den genannten Massnahmen sind auch psychologische Therapien in Betracht zu ziehen wie beispielsweise eine Paartherapie.
Komplikationen
Erektionsstörungen können frühe Hinweise auf Gefässschäden (Arteriosklerose) sein. Da solche Veränderungen oft an mehreren Orten im Körper auftreten, ist es wichtig Risikofaktoren für Herz-Gefäss-Erkrankungen zu untersuchen und ggf. weitere Abklärungen bei einem Gefäss- oder Herzspezialisten anzuordnen.