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Schiessen - Die Freiburger Schützin Annik Marguet hat in Fort Benning (USA) um Haaresbreite ihren ersten Weltcup-Sieg verpasst.
Die Gewehrspezialistin landete im olympischen Dreistellungsmatch auf dem 4. Platz - nur 0,7 Punkte hinter der amerikanischen Siegerin Jamie Beyerle. Vor dem letzten der 70 Schüsse hatte Marguet noch gleichauf mit der Chinesin Li Peijing an der Spitze des achtköpfigen Finalfeldes gelegen. Die mässige Punktzahl von 8,9 zum Abschluss kostete sie aber einen Podestplatz. Trotzdem konnte Marguet ihr zweitbestes Weltcup-Resultat verbuchen. Noch weiter vorne ist sie in der internationalen Wettkampf-Serie erst einmal klassiert gewesen: 2008 in Rio de Janeiro als Dritte im Dreistellungsmatch.
Im letzten Jahr in München hatte Marguet in dieser Disziplin, bei der man sich liegend, stehend und kniend bewähren muss, etwas überraschend die WM-Bronzemedaille geholt. Mit jenem Exploit sicherte die 29-jährige Chemie-Laborantin aus Cormérod ihrem Land einen Quotenplatz für die Olympischen Sommerspiele von London.
Das gute Ergebnis in Fort Benning hatte sich angekündigt. Marguet schoss vor dem Final sowohl im Vorkampf (97 Teilnehmerinnen) als auch in der Qualifikation die höchste Punktzahl. Sie katapultierte sich mit diesen Leistungen in den engsten Favoritenkreis, während höher eingestufte Athletinnen wie die Olympiasiegerinnen Du Li (China/22.) und Ljubow Galkina (Russ/11.), die aktuelle Weltmeisterin Barbara Lechner (De/18.) sowie die Weltrekordhalterin Sonja Pfeilschifter (De/12.) nicht einmal den Sprung in den Final der besten acht schafften.
Im Vorkampf erzielte Marguet mit 590 sogar einen Schweizer Rekord. Sie konnte den Schwung dieses Efforts ausnützen, sodass sie den Final von Position 1 aus in Angriff nehmen durfte. In der Endausmarchung zeigte sie zu Beginn und gegen Schluss des Programms kleine Schwächen, die prompt bestraft wurden.
Schiessen - Die Freiburger Schützin Annik Marguet hat in Fort Benning (USA) um Haaresbreite ihren ersten Weltcup-Sieg verpasst.