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Hochspannung gab es beim Cup-Endspiel zwischen Martin Wiesinger und Björn Backlund. Beide schenkten sich nichts. Björn wählte mit schwarz eine taktische Variante der Caro-Kann-Verteidigung. Martin eroberte früh einen Bauern und stand besser. Björn konnte aber den Materialrückstand wieder wettmachen und sich danach selber einen Stellungsvorteil erarbeiten. Die Partei endete schliesslich remis durch Stellungswiederholung.
Das Reglement sieht in diesem Fall eine sogenannte Armageddon-Entscheidungspartei vor: "Weiss erhält 15 Minuten, Schwarz 12 Minuten. Ein Remis wird als Sieg für Schwarz gewertet. Der Spieler, der vorher mit den schwarzen, Steinen spielte, kann die Farbe wählen."
Die erste Partei war schon sehr spannend gewesen, was aber nun folgte, war ein echter Krimi:
Björn wählte erneut schwarz und damit den Zeitnachteil. Eine seiner grossen Stärken ist ja, sehr schnell sehr präzise Züge spielen zu können. Martin stürmte vorwärts und lancierte einen Angriff, der ihn aber schliesslich den Zeitvorsprung kostete. Es folgt eine dramatische Endphase bei knapper Zeit auf beiden Seiten. Martin hatte zwei gedeckte Freibauern am Damenflügel und etwas Druck gegen den König aber auch eine Uhr die keine Minuten mehr anzuzeigen hatte. Björn konnte den Druck neutralisieren und selber aber am Königsflügel kontern. Nach einem von Martin übersehenen Schachgebot und einer entsprechenden Zeitgutschrift für Björn marschierte dieser schlussendlich mit 3 verbundenen Bauern plus König gegen einen weissen Springer und König in Richtung Umwandlungsfelder. Mit Zügen fast im Zehntelsekundentakt war dieser Vormarsch für Martin aber nicht aufzuhalten.
So sicherte sich Björn nach zwei Jahren Unterbruch den Cupsieg 2018.
Herzliche Gratulation!