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Oh ja, wenn ich zurück denke, so habe ich mich damals, als meine Buben ganz klein waren und oft weinten, so oft gefragt, was ihnen fehlt, was ihnen weh tut, was sie stört. Wie man herausfinden kann, was ein Baby seinen Eltern sagen will, wenn es weint, das berichtet uns heute Michelle in ihrem Erfahrungsbericht über die Dunstan-Babysprache!
„Würdet ihr herausfinden wollen, was uns unser Baby zu sagen versucht, wenn es weint? Natürlich ist diese Frage rhetorischer Natur, denn, wie ihr auch, haben wir als Eltern Stunden damit verbracht, unser neugeborenes Kind zu beruhigen, wenn es weinte. Das Gefühl von Hilflosigkeit, wenn man einfach nicht herausfindet, wo der Schuh drückt, kenne ich nur zu gut.
Glücklicherweise, habe ich vor der Geburt meiner zweiten Tochter einen Vortrag besucht über die „Dunstan Babysprache“. In diesem Vortrag erfuhr ich, wie Neugeborene ihre Grundbedürfnisse wie z.B. Hunger, Müdigkeit, Aufstossen und Bauchweh mitteilen.
Ich war sofort fasziniert und nahm mir vor, das Gelernte anzuwenden, sobald Laila geboren wurde. Dank dem Wissen über die Dunstan Babysprache konnten wir Eltern das Weinen unserer Tochter richtig deuten und ersparten uns und ihr viel Kummer auch in einer kritischen Phase zwei Wochen nach der Geburt. Aber alles der Reihe nach.
Die Dunstan Babysprache basiert auf einer Studie von der Australierin Priscilla Dunstan. Als Musikerin mit einem photographischen Gedächtnis für Töne hat sie ein hörbares Muster im Weinen ihres Kindes entdeckt. In einer grossangelegten Studie wurde dann bestätigt, dass es tatsächlich klar unterscheidbare Laute gibt, die Babys überall auf der Welt instinktiv von sich geben noch bevor sie zu schreien beginnen.
Die spezifischen Laute lassen sich universell auf 5 Grundbedürfnisse reduzieren, nämlich Hunger, Müdigkeit, Aufstossen, Bauchweh oder Unwohlsein. Zum Beispiel bedeutet der Laut „Neh“, dass das Baby hungrig ist. Der klar hörbare „N-Laut“ im Weinen des Kindes wird durch den Saugreflex erzeugt, wenn die Zunge den oberen Gaumen berührt. Dies geschieht wenn das Baby hungrig ist. Zu verstehen, was das Baby in diesem Moment braucht, noch bevor die Situation eskaliert, hilft nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern. Denn, das Weinen ist somit schnell gestillt und der Stresslevel der Eltern entsprechend tief. Dies führt zu einem grösseren Gefühl der Sicherheit und Nähe für alle Beteiligten.
Nun zurück zu meiner persönlichen Erfahrung mit der Dunstan Babysprache: Etwa zwei Wochen nach der Geburt, musste sich Laila vermehrt übergeben und sie spuckte sehr viel Milch immer wieder aus. Natürlich war das für sie sehr unangenehm und ich machte mir Sorgen darüber, ob sie auch genug Nahrung kriegt. Doch dann wurde mir bewusst, wie Laila oft den „Eh-Laut“ von sich gab. Dieser Laut bedeutet Aufstossen. Somit war mir klar, dass ich ihr kleinere Mengen zu trinken geben musste. Natürlich hatte Laila dadurch auch öfters Hunger, aber den kommunizierte sie mir dann auch klar mit dem „Neh-Laut“, worauf ich sie wieder stillen konnte. Dadurch, dass ich das Still-Muster ganz an die persönlichen Bedürfnisse meines Kindes anpassen konnte, bekam sie genügend Nahrung zum richtigen Zeitpunkt, ohne Unwohlsein. Dank dem Wissen über die Dunstan Babysprache habe ich die individuellen Bedürfnisse meiner Tochter erkannt und wir haben sehr entspannte erste 6 Monate miteinander verbracht, ohne je eine sogenannte „Schreiphase“ durchmachen zu müssen. Das Gefühl von Hilflosigkeit hat einem neuen Selbstbewusstsein in unsere Fähigkeiten als Eltern Platz gemacht.
Falls ihr den ersten paar Monaten mit eurem Neugeborenen ebenfalls entspannter entgegen blicken möchten, findet ihr auf www.dunstanbabysprache.com mehr Informationen. Ich kann es euch nur empfehlen!“
Kennt jemand von euch die Dunstan Babysprache auch? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Unser herzliches Dankeschön für diesen Beitrag geht an Karin Patton, Kursleiterin Zwergensprache, die ihre Freundin gebeten hat, ihre persönliche Erfahrungen mit der Dunstan Babysprache mit uns zu teilen.