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Der auf unterbrechungsfreie Stromversorgungen spezialisierte Tessiner Hersteller geht für 170 Millionen Franken an ABB.
Newave, der im Tessin beheimatete Spezialist für unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV), die etwa auch in Rechenzentren zur Anwendung kommen, wird vom Technologiekonzern ABB übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will ABB sämtliche Aktien für insgesamt 170 Millionen Franken kaufen. ABB übernimmt zunächst einen Anteil von 45 Prozent an Newave, der von den drei grössten Aktionären gehalten wird – nämlich den beiden Gründern Vllaznim Xhiha, zurzeit Verwaltungsratspräsident, und Filippo Marbach, zurzeit Verwaltungsratsmitglied und Chief Operating Officer, sowie der Rittal International Stiftung & Co. KG.
Newave hat den Hauptsitz in Quartino (TI), erwirtschaftet aber nur etwa 15 Prozent des Umsatzes in der Schweiz. 2010 erzielte Newave einen Reingewinn von 8,1 Millionen Franken bei einem Umsatz von 80,6 Millionen Franken. Das 1993 gegründete Unternehmen ging 2007 an die Börse und beschäftigt aktuell rund 210 Personen.
ABB will Newave in seine Division "Industrieautomation und Antriebe" integrieren und Quartino zu einem Hauptstandort für USV-Systeme ausbauen. ABB werde eine schnelle, globale Präsenz für Newaves USV-Systeme bieten und dafür sorgen, dass Newave die hohe Innovationsrate seines derzeitigen Produktangebots weiter steigern könne, heisst es in der Mitteilung.
Der weltweite USV-Markt bietet laut ABB interessante Wachstumsmöglichkeiten und ist 6 bis 7 Milliarden Dollar schwer. Newave sei im Mittel- und Hochleistungsbereich tätig, der rund die Hälfte des Marktes ausmache und mit einem jährlichen Wachstum von 6 bis 10 Prozent auch dessen attraktivstes Segment sei. (mim)