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Biografie Tomas Bächli
Tomas Bächli wurde 1958 in Zürich geboren und studierte Musik am Konservatorium Zürich (Klavier bei Werner Bärtschi). Bis 1996 lebte er als Klavierlehrer und Konzertpianist in Zürich. 1996 folgte er seiner Frau Sieglinde Geisel nach Brooklyn, NY, wo er in der freien Szene eine rege Konzerttätigkeit entfaltete. Seit Januar 1999 lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.
In Berlin nimmt er verschiedene Impulse auf, nicht nur von Musikern, sondern auch von Schauspielern und Malern. Zugleich realisiert er Ideen zu eigenen Themen. Das enorme Kulturangebot von Berlin hat blinde Flecken: Komponisten wie Philip Herschkowitz, Nikolai Obuchov werden nirgends gespielt, und man hat selten die Gelegenheit, die experimentelle Seite von Carl Philipp Emanuel Bach im Konzert zu hören.
Ohne sich vollständig darauf zu spezialisieren, führt Tomas Bächli in seinen Konzerten vorwiegend Werke der jüngeren und jüngsten Musikgeschichte auf. Auf der Suche nach einer Vermittlung, die sowohl der Musik als auch dem Publikum gerecht wird, experimentiert er oft mit neuen Konzertformen.
Das Leben eines Pianisten besteht aus verschiedenen musikalischen Tätigkeiten: Üben, Auftreten, Unterrichten, Nachdenken über Musik. Tomas Bächli möchte diese Aspekte so weit wie möglich miteinander verknüpfen. In seinem Übungsraum Hörsaal Boxhagener Straße in Berlin-Friedrichshain führt er regelmäßig Workshops durch. Im weiteren dient der Hörsaal Boxhagener Straße als Veranstaltungsraum für Konzerte.
Repertoire (Auswahl)
Johann Sebastian Bach:
Goldberg-Variationen
Carl Philipp Emanuel Bach:
Sonaten für Kenner und Liebhaber
Robert Schumann:
Sonate in fis-moll op.11
Jean Barraqué:
Sonate pour piano
Claude Debussy:
Études, livre II
John Cage:
Etudes Australes, Band III
Arnold Schönberg:
Klavierwerk (gesamt)
Erik Satie:
Klavierwerk (gesamt)
Viertelton-Klavierduo
Seit dreißig Jahren spielen Tomas Bächli und Gertrud Schneider Musik auf zwei Klaviere, die um einen Viertelton auseinander gestimmt sind. Dies ermöglicht eine Skala aus Vierteltönen statt der gewohnten Halbtöne. Komponisten wie Roland Moser, György Kurtág, James Tenney u.a. haben Stücke für das Vierteltonduo Bächli/Schneider geschrieben. Im Repertoire finden sich natürlich auch die Klassiker: Ivan Wyschnegradsky und Charles E. Ives.