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EL CEIBO
KAKAO AUS BOLIVIEN
Bio Mascao Schokoladen
- EL CEIBO - "Der Baum,
der niemals stirbt"
- Die ProduzentInnen
- Der faire Handel
Was Ana Maria Condori hier erzählt, liegt gut 20 Jahre zurück. Sie ist eines der Gründungs-mitglieder der Kakaogenossenschaft El Ceibo in Bolivien. Mit ihr wurden Mitte der 60er Jahre tausende Familien aus dem Altiplano wegen Landknappheit und einer Krise der Bergbau-industrie vom Staat im 4000 Meter tiefer gelegenen Amazonasgebiet angesiedelt. Den Kakaoan-bau mußten sie von Grund auf erlernen. Die Hoffnungen auf eine verbesserte Lebens-situation wurden zunächst enttäuscht, Gewinne aus dem Kakaoanbau und -verkauf blieben aus. "Als El Ceibo gegründet wurde, wußten die Leute nichts von einem Welt-marktpreis. Damals lag er zwar relativ hoch, aber die Leute verkauften an ZwischenhändlerInnen, die ihnen viel weniger bezahlten. Seit wir mit alternativen Handelsorganisationen zusammenarbeiten, hat sich die wirtschaftliche Situation für die ProduzentInnen beträcht-lich verbessert," schildert ein Vertreter der Kooperative. Ein höherer und garantierter Mindestpreis, der die ProduzentInnen vor allzu großen Preisschwankungen schützt, ist hier nur ein Aspekt des fairen Handels. Intensive Beratungstätigkeit und die gemeinsame Weiterentwicklung von Produkten stärken benachteiligte ProduzentInnen und eröffnen ihnen neue Marktzugänge. So gelangte durch die Zusammenarbeit mit dem fairen Handel ab Mitte der 80er Jahre fertig verarbeitetes und verpacktes Kakaopulver aus der El Ceibo eigenen Anlage in La Paz in die europäischen WELTLÄDEN. Anfang der 90er Jahre folgte MASCAO, die erste fair gehandelte Schokolade der Welt. Seit 1998 gibt es den süßen Genuß in reiner Bio-Qualität - zurückzuführen auf das Zusammenspiel von Bio-ProduzentInnen in Nord und Süd, fairen Handels-organisationen in Europa und einem innovations-freudigen Schokoladen-hersteller in der Schweiz.
EL CEIBO - "Der Baum, der niemals stirbt"
Der Zusammenschluß der bolivianischen Kakaobauern und -bäuerinnen erfolgte 1977. Ihren Über-lebenswillen brachten sie mit der Wahl des Kooperativennamens zum Ausdruck. El Ceibo ist ein Urwaldbaum, der - so erzählen es die Leute - niemals stirbt. Fällt man einen Ceibo, schneidet ihn in Latten und steckt die Latten in die Erde, so sprießt daraus ein neuer Baum. El Ceibo hat überlebt. Mehr noch, die rund 800 in Basiskooperativen organisierten Mitglieder haben - ähnlich wie ihre mexikanischen Kolle-gInnen im Kaffeeanbau - ein eigenständiges System von Produktion und Vermarktung aufgebaut. Einzigartig ist die Verarbeitungsanlage in La Paz, in der Kakaopulver, Kakaobutter und einfache Schokolade für den heimischen Markt produziert wird.

Die meisten GenossenschafterInnen bearbeiten ihr Land individuell im Rahmen ihrer Großfamilien, einige Kooperativen bewirtschaften es im Kollektiv. Dabei erweist sich die kleinbäuerliche Mischwirtschaft, in der Kakao zusammen mit anderen Kulturen wie etwa Yuca, Mais und Bananen angebaut wird, als wesentlich umweltverträglicher als die in Monokulturen angelegten Großplantagen. Durch Geldmangel wurde bei El Ceibo schon von Beginn an die Verwendung chemischer Betriebsmittel äußerst sparsam eingesetzt. 10 Jahre nach Gründung erfolgte dann der bewußte und geplante Umstieg auf Bio-Anbau. Ökologischer Landbau, bei dem völlig auf Chemie verzichtet wird, ist dabei noch ein Stück arbeitsaufwendiger. Noch nicht alle Genossenschaften haben den Sprung zum kontrollierten Bio-Anbau nach IFOAM-Normen geschafft, die Zahl der ökologisch bewirtschafteten Produktionseinheiten erhöht sich jedoch laufend. Die EZA bezieht von El Ceibo ausschließlich organisch-biologischen Kakao.
Das Produkt
Kakaobutter und Kakaobohnen sowie lösliches Kakaopulver aus zertifiziertem BIO-Anbau. Ferner bietet die claro fair trade Trockenfrüchte sowie neuerdings Yogi-Tee mit BIO-Kakaoschalen an.
Der faire Handel
Für fair gehandelte Kakaobohnen gilt ein Mindestpreis von
US$ 1750.- pro Tonne. Für Kakaobohnen aus organisch-biologischer Erzeugung
zahlt der faire Handel einen Zuschlag von US$ 200,- pro Tonne.
50% des Mehrpreises aus dem fairen Handel erhalten die ProduzentInnen. Über die Verwendung der restlichen 50% entscheidet die Generalversammlung von El Ceibo. Zuletzt wurde in die neue Fabrik zur Weiterverarbeitung des Kakaos investiert. Der faire Handel importiert neben den Bohnen auch Kakaobutter und -pulver zur Schokoladenerzeugung. Durch die Weiterverarbeitung des Rohprodukts kommen die ProduzentInnen in den Genuß einer höheren Wertschöpfung.
Seit 1985 trägt die claro fair trade zum Auf- und Ausbau von El Ceibo u.a. durch folgende Leistungen bei:
Garantie eines Mindestpreises, der grundsätzlich über dem Weltmarktpreis für Kakao liegt Zusätzliche Bezahlung der Fair Handelsprämie Partnerbetreuung, Qualitätssicherung und Abwicklung der Handelsgeschäfte im Auftrag meh-rerer europäischer Fair Handelsorganisationen
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