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Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser plant für seine Pharmasparte einen Börsengang. Das Geschäft solle abgespalten werden und eigenständig in Grossbritannien notiert werden, teilte der Konzern am Montag mit. Der Schritt solle innerhalb der nächsten 12 Monate erfolgen. Im Oktober hatte der Konzern eine Prüfung der Optionen für dieses Geschäft angekündigt. Bereits zu dem Zeitpunkt galt ein Gang an den Kapitalmarkt als eine «starke Option».
Dem Pharmageschäft setzt unterdessen zunehmend die Konkurrenz von günstigen Nachahmermedikamenten zu. Aber auch die Arzneimittelrabatte in Europa belasten das Geschäft. Im zweiten Quartal verbuchte es einen zweistelligen Umsatzrückgang. Reckitt vertreibt neben Pharmaprodukten auch Haushaltsreiniger (Cillit Bang, Calgon), Lufterfrischer oder Mittel für die Gesichts - und Fusspflege (Clerasil, Scholl).
Schwieriger Markt
Im Gesamtkonzern sank der Umsatz im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 2,3 Milliarden britische Pfund. Ohne das Pharmageschäft ergab sich zu konstanten Wechselkursen unterdessen ein Plus von vier Prozent. Diese Entwicklung lag im Rahmen der Erwartungen von Analysten.
Aus Sicht von Konzernchef Rakesh Kapoor dürften die Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte weiterhin herausfordernd bleiben. Dies gelte insbesondere für die USA und bestimmte Schwellenländer. An der Prognose hielt er aber fest. Im Gesamtjahr solle der Umsatz um 4 bis 5 Prozent zulegen, bekräftigte er.
(awp/gku)