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Kurzratgeber
Was mache ich, wenn mein Kind Angst vor etwas hat, mir den ganzen Tag am Rockzipfel hängt oder einfach nicht tut, was ich ihm sage? Hier finden Sie erste, kurze Anregungen für diese und ähnliche Situationen, von denen Ihnen vielleicht einige bekannt vorkommen werden.
- Ich bin berufstätig - kommt mein Kind zu kurz?
- Haben Sie Ihr Kind heute schon gelobt?
- "Erzähl doch ´mal, wie war´s bei Max?" "Schön!"
- Mein Kind beansprucht meine ganze Zeit!
- Was kann ich tun, wenn mein Kind Angst hat?
- "Muss ich eigentlich den Alleinunterhalter spielen, um mein Kind zu beschäftigen?"
- Hotel-Mama - wie motiviere ich mein Kind, mir im Haushalt zu helfen?
- Kinder bei Tisch
- "Jan, stör´ mich nicht, ich telefoniere gerade."
- Mein Kind hört nie, wenn ich ihm etwas sage!
- Hilfe, mein Kind ist ein Haudegen. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?
- Wann und wie kann ich meinem Kind etwas Neues beibringen?
- Beissen und Kneifen - das ist doch nur eine Phase, oder?
- Der Computer - Alleinunterhalter im Kinderzimmer?
- Was mache ich, wenn mein Kind zu dick ist?
- Wie bringe ich mehr Harmonie in meine Familie?
- Wie bereite ich mein Kind auf ein neues Geschwisterchen vor?
- Wie viel Fernsehen ist genug?
- "Ich kann das schon alleine!" - Kinder brauchen Herausforderungen
- Was kann ich tun, wenn mein Kind plötzlich weint oder sich an mich klammert, sobald es zu Fremden soll?
- Hilfe, mein Kind hat ein Geheimnis vor mir. Was nun?
- In der Grundschule aber nachts noch nicht trocken?
- Wie lernen Kinder das Lernen?
- Was kann ich tun, wenn mein Kind mich anlügt?
- Ist es gut, wenn ich meinem Kind Märchen vorlese?
- Wie schaffe ich es, dass mein Kind abends ins Bett geht?
- Was soll ich tun, wenn mein Kind alles alleine regeln möchte?
- Was kann ich tun, wenn mein Kind in Tagträume verfällt?
- Hilfe, mein Kind will Taschengeld. Was tun, wenn es sich nur Unsinn kauft?
- Wie viel Taschengeld ist genug?
- Wie helfe ich meinem Kind Teilen zu lernen?
- Wie entwickelt mein Kind Werte?
- Warum kuschelt mein Kind nicht mit mir?
- Hausaufgaben und kein Ende
- Angst vor der Schule - woran kann das liegen?
- Mobbing in der Schule - was nun?
- Was kann ich tun, wenn mein Kind in der Schule ständig stört?
Kennen Sie diese Angst? Und damit Ihr Kind nicht zu kurz kommt, versuchen Sie dann abends eine Stunde mit ihm zu verbringen, allerdings scheint häufig die Zeit weder hinten noch vorne zu reichen.
Zum Glück müssen es nicht immer lange Zeitspannen sein - eine Stunde am Stück ist z.B. nicht besser für die Entwicklung Ihres Kindes als viele kleine Zeitabschnitte, über den Tag verteilt. Versuchen Sie regelmäßig während des Tages kurze Zeitintervalle - und seien es nur 1 oder 2 Minuten - mit Ihrem Kind zu verbringen. Wichtige Zeit für Ihr Kind ist z.B., wenn es sich an Sie wendet, um eine Frage zu stellen oder um Sie in eine Aktivität einzubeziehen. Geschieht dies, unterbrechen Sie, wenn möglich, Ihre Tätigkeit und schenken Sie Ihrem Kind Aufmerksamkeit. Ist das nicht sofort möglich, versuchen Sie kurz darauf etwas Zeit mit Ihrem Kind zu verbringen. So lernt Ihr Kind, dass Sie da sind, wenn es Sie braucht, und dass es sich auf Sie verlassen kann.
"Max spielt gerade so schön ruhig. Da störe ich ihn lieber nicht, dann kann ich noch in Ruhe aufräumen." Kennen Sie ähnliche Gedanken?
Eine häufige Erziehungsfalle: das von Ihnen erwünschte Verhalten wird nicht gelobt, entweder um nicht zu stören oder weil es als selbstverständlich angesehen wird. Die Folge ist, dass es zukünftig wahrscheinlich seltener auftreten, und vielleicht sogar durch z.B. "Schreien und Hauen" ersetzt werden wird, wofür das Kind dann die ungeteilte Aufmerksamkeit von Papa oder Mama bekommt.
Ein Grundprinzip der Positiven Erziehung ist daher das Anerkennen und Loben von Verhaltensweisen, die wichtig für Ihr Kind sind und die Sie gerne häufiger sehen würden, wie z.B. soziales Verhalten. Mein Tipp: Loben Sie Ihr Kind, wenn es sich richtig verhält. Beschreiben Sie beim Loben das Verhalten so genau wie möglich. In der oben beschriebenen Situation könnte sich das Lob wie folgt anhören: "Ich freue mich, Max, dass du so ruhig spielst."
Manchmal ist es so, dass Kinder gerade nicht reden möchten. Sicher kennen Sie solche Momente. Dabei ist es so wichtig, viel mit Kindern zu reden, denn Gespräche fördern nicht nur die Sprachentwicklung Ihres Kindes, sondern auch die Entwicklung seiner sozialen Fähigkeiten, z.B. Zuhören und Gesprächsregeln beachten können. Gleichzeitig fördern Sie dabei die Selbstachtung Ihres Kindes sowie Ihre Beziehung zu ihm.
Ab und zu ist Ihr Kind einfach müde und hat keine Lust zu reden. Dann gönnen Sie ihm eine Pause. Es kann aber auch sein, dass das Thema, das Sie interessiert für Ihr Kind langweilig ist und es deshalb nur das Nötigste sagt. Vielleicht ist auch der Zeitpunkt für Ihr Kind gerade unpassend.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Dinge, an denen es interessiert ist. Nehmen Sie sich Zeit, Ihrem Kind zuzuhören. Teilen Sie Ihrem Kind auch eigene Gedanken und Ideen mit und ermutigen Sie es, Fragen zu stellen.
"Mami spielst du mit mir?" "Mami kannst du mir helfen?" "Wann gibt es was zu essen?" "Ich hab mir weh getan!"
Kinder groß zu ziehen ist etwas Wunderbares und bedeutet gleichzeitig eine Menge Arbeit. Denn wo Kinder sind, gibt es immer etwas zu tun. Kein Wunder also, wenn Sie als Eltern manchmal ganz schön erschöpft sind. Es ist schließlich nicht einfach, rund um die Uhr für andere im Einsatz zu sein.
Deshalb ist es wichtig, sich ab und zu auch einmal Zeit für sich selbst zu gönnen. Es ist viel einfacher, Ihrer Elternrolle gerecht zu werden, wenn Sie auch Ihre persönlichen Bedürfnisse nach Zeit, Erholung und Zweisamkeit beachten. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind gut betreut wird. Dann wird es ihm nicht schaden, wenn Sie sich von Zeit zu Zeit eine Pause gönnen, in der Sie tun, wozu Sie Lust haben. Werden Ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt, sind Sie selbst ausgeglichener, und es ist viel leichter für Sie, geduldig mit Ihrem Kind umzugehen.
"Mami ich hab´ Angst!" Kindliche Ängste sind verbreitet und gehören zur normalen Entwicklung. Kinder können vor unterschiedlichen Dingen Angst haben. Meist vergehen Ängste ganz von alleine, ohne dass Sie etwas tun müssen. Kann Ihr Kind jedoch aufgrund seiner Ängste an wichtigen Aktivitäten nicht teilnehmen, sollten Sie ihm bei der Bewältigung helfen.
Zeigen Sie Verständnis und ermutigen Sie Ihr Kind, über seine Ängste zu reden, z.B. "Wovor hast du denn Angst?" Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und versuchen Sie, selbst keine Angst zu zeigen. Es kann hilfreich sein, Ihrem Kind Bewältigungsstrategien für Angstsituationen beizubringen, z.B. tief durchatmen/an ein schönes Ereignis denken. Ermutigen Sie Ihr Kind, sich seinen Ängsten zu stellen und loben Sie es, wenn es seine Angst überwindet oder neue Dinge ausprobiert. Reden Sie mit Ihrem Kind auch über tatsächlich gefährliche Situationen, in denen Angst sinnvoll ist, und geben Sie einige Regeln vor, wie es sich verhalten soll.
Eine sichere Umgebung, in der es viele interessante Dinge zum Entdecken und Spielen gibt, fördert die Entwicklung Ihres Kindes und sorgt dafür, dass es sich nicht langweilt. Wichtig ist, dass Ihr Kind genügend Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten drinnen und draußen hat. Dabei geht es nicht um teures Spielzeug. Ganz einfache, aber vielseitige Dinge wie z.B. Naturmaterialien, ein großer alter Pappkarton und ein paar Malstifte oder der Wasserschlauch im Garten, machen Kindern Spaß und fördern ihre Kreativität. Auch für Teenager gibt es viele Möglichkeiten sich mit interessanten Dingen zu beschäftigen. In der Bücherei, der Lokalzeitung oder in Freizeiteinrichtungen finden Sie häufig Informationen zu unterschiedlichen Aktivitäten, mit denen sich ihr Teenager ohne großen Kostenaufwand beschäftigen kann.
Das schmutzige Geschirr vom Mittagessen steht noch auf dem Tisch, der Mülleimer quillt über und die Schuhe, Jacken und Taschen liegen im Flur verteilt. Während Ihr Kind längst seinen Interessen nachgeht, stehen Sie mit all der Arbeit alleine dar und stellen sich die Frage: "Warum immer ich?"
Ein guter Anfang ist es, Ihrem Kind im Rahmen eines Familientreffens zu erklären, warum es wichtig ist, dass jedes Familienmitglied einen Teil der Arbeit im Haushalt übernimmt. Listen Sie die anfallenden Tätigkeiten auf und besprechen Sie gemeinsam, wer welche Aufgabe übernimmt. Wichtig ist dabei, das Alter und die Fähigkeiten des Kindes zu berücksichtigen. Günstig ist es, einen Plan zu erstellen, der alle an Ihre Aufgaben erinnert.
Es ist hilfreich kleine Belohnungen für das Ausführen von Aufgaben festzulegen aber auch über Konsequenzen im umgekehrten Fall zu sprechen. Treffen Sie sich nach einer Woche, um zu besprechen, was gut funktioniert. Loben Sie Ihr Kind für das, was es gut gemacht hat.
Sie haben sich eigentlich auf ein gemütliches Essen mit Ihrer Familie gefreut. Doch zunächst kommt Ihr Kind nicht an den Tisch. Danach spielt es mit dem Essen und zu guter letzt nörgelt es auch noch herum. Es gibt viele Gründe, warum Mahlzeiten mit Kindern anstrengend sein können.
Solche Situationen lassen sich entschärfen. Es ist hilfreich, feste Essenzeiten einzurichten. Nur zu diesen festgelegten Zeiten gibt es etwas zu essen. Sagen Sie Ihrem Kind rechtzeitig Bescheid, wenn das Essen fast fertig ist, damit es seine Tätigkeit beenden kann und besprechen Sie mit ihm einige Regeln für die Mahlzeiten. Eine Regel könnte z.B. lauten "Wir machen den Mund leer, bevor wir sprechen". Erinnern Sie Ihr Kind vor der Mahlzeit an die Regeln und loben Sie es, wenn es sich daran hält.
Und nicht vergessen: Familienessen sind eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Also: "Alle bei der Tafel, lautes Geschwafel. Guten Appetit!"
Sicher kennen viele diese Situation. Sie telefonieren und Ihr Kind möchte genau dann etwas fragen oder mit Ihnen spielen. Da Sie im ersten Augenblick nicht reagieren, wird Ihr Kind lauter oder zieht an Ihrer Kleidung.
Um solchen Situationen vorzubeugen, ist es hilfreich, wenn Sie Ihrem Kind vorab erklären, dass es sich leise beschäftigen soll, während Sie telefonieren. Stellen Sie Regeln für das Telefonieren auf, z.B. Jan spielt leise, während Mama oder Papa telefonieren. Es kann hilfreich sein, einige "leise Spiele" in der Nähe des Telefons zu haben. Wenn diese nur während eines Telefonates benutzt werden, bleiben sie für ihr Kind lange interessant. Unterbrechen Sie Ihre Tätigkeit ab und zu, um Ihr Kind für gutes Verhalten zu loben: "Jan, danke, dass du so leise spielst, während ich telefoniere."
Wenn Ihr Kind während des Telefonats ruhig war, belohnen Sie es z.B. indem Sie anschließend gemeinsam ein Bilderbuch anschauen.
"Ben möchtest du dich jetzt nicht anziehen?" "Nein, ich will nicht!" Kommt Ihnen das bekannt vor? Macht Ihr Kind häufig nicht, was es soll?
Ob unsere Kinder auf uns hören, hängt auch davon ab, wie wir Anweisungen geben. Es ist hilfreich, Kindern klare und ruhige Anweisungen zu geben. Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind etwas Bestimmtes tut, lassen Sie es seine Beschäftigung beenden oder warten Sie auf eine Unterbrechung. Gewinnen Sie zunächst die Aufmerksamkeit Ihres Kindes, indem Sie nahe an es herantreten und sich auf Augenhöhe begeben. Sagen Sie ihm, was es tun soll, z.B. "Ben, wir müssen gleich los, zieh dich bitte an." Geben Sie Ihrem Kind dann Zeit, Ihre Anweisung zu befolgen. Tut es, worum Sie es gebeten haben, loben Sie Ihr Kind. Bens Mutter könnte bspw. sagen: "Toll, Ben, dass du dich sofort alleine angezogen hast." So wird Ihr Alltag stressfreier und Sie müssen Ihre Anweisungen nicht "1000-mal" wiederholen.
"Lena warum schlägst du den Lukas, er hat dir doch nichts getan?" Kleinkinder tun manchmal anderen weh, ohne sich etwas dabei zu denken. Sie beißen, kratzen oder ziehen an den Haaren, um zu sehen, was passiert. Manchmal sind sie auch einfach nur selbst frustriert oder verärgert oder sie sehen dies als einzige Möglichkeit, um zu bekommen, was sie möchten. Wenn man nichts dagegen tut, kann solches Verhalten sich verschlimmern. Aber wie soll man reagieren?
Beobachten Sie Ihr Kind genau und versuchen Sie, Probleme im Voraus zu erkennen und zu vermeiden. Loben Sie Ihr Kind, wenn es friedlich spielt und beschreiben Sie dabei das Verhalten, das Ihnen gut gefällt, ganz genau. Tut Ihr Kind jemandem weh, warten Sie nicht, sondern greifen Sie sofort ein. Sagen Sie Ihrem Kind, was es stattdessen tun soll, z.B. "Lena, hör auf, Lukas zu schlagen. Frag ihn, ob er dir das Spielzeug gibt." Und loben Sie Ihr Kind, wenn es tut, worum Sie es gebeten haben.
Eine der wichtigsten Aufgaben in der Erziehung ist wohl, seinem Kind neue Fertigkeiten und Wissen über die Welt beizubringen. Aber wann ist hierfür ein geeigneter Zeitpunkt und wie geht man dabei am besten vor?
Wenn sich Ihr Kind mit einer Frage oder mit der Bitte um Hilfe an Sie wendet, ist dies die beste Gelegenheit, um ihm etwas neues beizubringen. Dann ist es motiviert und bereit etwas zu lernen. Geben Sie ihm jedoch nicht automatisch die Antwort auf seine Frage, denn dies hilft ihm nicht, Probleme zukünftig selbst zu lösen. Helfen Sie Ihrem Kind vielmehr, die Antwort selbst herauszubekommen und schauen Sie, ob Sie noch mehr Informationen geben bzw. herausfinden lassen können. - "Welche Farbe glaubst du, ist das? Richtig, das ist rot. Was ist sonst noch rot?" Ganz wichtig dabei ist, dass es dem Kind Spaß macht. Beharren Sie deshalb nicht auf einer Antwort. Falls Ihr Kind die Antwort nicht kennt, geben Sie ihm diese. Es werden noch viele andere Lernmöglichkeiten auf Sie Beide zukommen.
Lara ist vier Jahre alt und seit einem halben Jahr im Kindergarten. Dort hat sie sich sogar schon den Respekt der großen Jungs erarbeitet: sobald sie etwas ärgert, kneift sie beherzt zu. Die Kindergärtnerinnen wissen jeden Tag neue "Schandtaten" zu berichten. Handelt es sich hier nur um eine Phase, die sich irgendwann auswächst?
Ganz kurz gesagt: wahrscheinlich nicht. Es stimmt: Nahezu alle Kinder zeigen irgendwann aggressives Verhalten. Kleine Kinder wissen ihre Bedürfnisse noch nicht anders zu äußern. Und oft genug führt Beissen oder Kneifen zum Erfolg! Im Laufe der Zeit lernen die meisten Kinder mit Hilfe ihrer Eltern jedoch, dass es auch andere Wege gibt, an sein Ziel zu kommen.
Besonders temperamentvollen oder unsicheren Kindern fällt es aber oft schwerer, mit dem aggressiven Verhalten aufzuhören. Diese Kinder brauchen mehr Unterstützung von ihren Eltern, da das aggressive Verhalten sonst zur Gewohnheit wird. Klare Anweisungen, wie sie sich in Konflikten verhalten sollen, sind wichtig. Und vor allem: ganz viel Aufmerksamkeit für freundliches Verhalten. Sollte aggressives Verhalten trotzdem auftreten, ist es wichtig, dass die Bezugspersonen dafür sorgen, dass es eben nicht zum Erfolg führt.
Draußen schneit es, alle Kinder der Straße bauen einen Schneemann und machen eine Schneeballschlacht. Nur Max sitzt zu Hause am PC und will nicht nach draußen. 70 % der 6-13-Jährigen haben mittlerweile Zugang zu einem Computer. Die Sorge, dass Kinder schnell süchtig nach Computern werden, ist jedoch oft unbegründet. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass "Computerfreaks" nicht sofort auch sozial isoliert sind. Sie haben oft viele Freunde und wissen sich auch anders zu beschäftigen.
Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind im Umgang mit dem PC begleiten. Es macht einen Unterschied, ob es sich um eine Kindersoftware handelt oder um ein Spiel mit Kampfgeschwader. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das, was dort am Bildschirm passiert. Wenn das Spiel z.B. in einem Zoo spielt, fahren Sie doch mit Ihrem Kind danach in den Zoo und zeigen Sie ihm die Tiere in natura.
Achten Sie darauf, dass der PC eine Beschäftigung von vielen am Tag ist. Eine halbe Stunde vor dem Monitor sollte für Sechsjährige reichen.
"Jana, wenn du so weiter isst, dann platzt du noch mal." Wer kennt das nicht, Fast Food, Chips und Süßes heruntergespült mit Cola beim Fernsehen oder Computerspiel. Doch das sind genau die zwei wesentlichen Faktoren, die bei Übergewicht eine große Rolle spielen: falsche Ernährung und Bewegungsmangel.
Wenn Ihr Kind Probleme mit Übergewicht hat, sollten Sie gemeinsam dagegen etwas tun. Das soll nicht heißen: abnehmen um jeden Preis. Oft genügt es in jungen Jahren durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung das Gewicht konstant zu halten. Durch Wachstum wird das Kind dann automatisch schlanker. Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen "Menüplan" für die ganze Woche. Dieser sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein - im Ausnahmefall wird es nicht schaden, wenn es mal Pommes oder Eis gibt. Kochen und essen Sie gemeinsam, denn so lernt ihr Kind, sich gesund zu ernähren. Sorgen Sie außerdem für genügend Bewegung und frische Luft. Also, wenn die Sonne lockt - rauf aufs Fahrrad.
Jede Familie wünscht sich ein harmonisches Miteinander. Der Alltag stellt dieser Harmonie aber gerne ein Bein: Der Hund war noch nicht raus, die Kinder streiten sich und für die Spülmaschine fühlt sich auch keiner verantwortlich. Wer mag da nicht einfach mal ganz unharmonisch aus der Haut fahren? Eines ist sicher: wo mehrere Menschen unter einem Dach leben, wird es immer einmal zu Konflikten kommen. Mit einigen Tricks lassen sich diese aber im Vorfeld entschärfen. So bleibt mehr Zeit für schöne gemeinsame Aktivitäten.
Setzen Sie sich zusammen und vereinbaren Sie einige Regeln, wie Sie in Zukunft miteinander umgehen wollen. Regen Sie auch ihre Kinder an, Ideen zu diesem Thema zu äußern. Legen Sie gemeinsam Aufgaben zur Mitarbeit im Haushalt für jedes Familienmitglied fest. Die Aufgaben können auch von Woche zu Woche wechseln. Solche kurzen, gemeinsamen Runden können regelmäßig durchgeführt werden. Hier kann man besprechen, was gut klappt und was man sich anders wünschen würde.
Und: Gönnen Sie sich auch einmal eine Pause. Ein Saunabesuch, ein Kurzurlaub oder eine Stunde in einem Café helfen Ihnen wieder mit mehr Gelassenheit in den Familienalltag einzusteigen.
Manche Kinder freuen sich, wenn sie ein Geschwisterchen bekommen und gehen liebevoll mit dem neuen Baby um. Andere reagieren eifersüchtig.
Kinder sollten auf größere Veränderungen in ihrem Leben vorbereitet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Familien mit mehreren Kindern, so erkennt es, dass viele Familien mehr als ein Kind haben. Erzählen Sie ihm, dass Babys viel schlafen, manchmal weinen, und weder spielen noch herumlaufen können. Beziehen Sie es in die Vorbereitungen auf das Baby mit ein z.B. beim Einrichten des Kinderzimmers. Führen Sie Veränderungen im Tagesablauf Ihres Kindes rechtzeitig ein, damit es Zeit hat, sich umzugewöhnen. Wenn das Baby da ist, rechnen Sie mit gemischten Reaktionen Ihres Kindes. Beziehen Sie Ihr Kind in die Pflege des Babys ein. Zeigen Sie ihm, wie es dass Baby anfassen darf und loben sie es, wenn es mit ihm sanft umgeht. Beschäftigen Sie sich jeden Tag eine bestimmte Zeit ausschließlich mit Ihrem Kind, damit zeigen Sie ihm, dass es wichtig für Sie ist.
"Musst du den ganzen Tag vor der Glotze rumhängen?" Kennen Sie das auch, Ihr Kind sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher und findet kein Ende?
Medien wie das Fernsehen bestimmen unser Leben und auch unsere Kinder können und sollen sich dem nicht gänzlich entziehen. Wichtig ist es, Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den verschiedenen Medien beizubringen. Reden Sie mit Ihrem Kind über das Fernseh-Programm, wählen Sie es gemeinsam aus, aber im Zweifel bestimmen Sie, was gesehen wird. Es gibt Empfehlungen darüber, wie viel Zeit Kinder abhängig vom Alter pro Tag vor dem Fernseher maximal verbringen sollten: Kinder von 3-6 Jahren sollten maximal 30 Min., von 6-7 Jahren max. 60 Min., im Alter von 8-10 Jahren max. 90 Min. und im Alter von 11-13 Jahren max. 120 Min täglich fernsehen.
Und nicht vergessen: Fernsehen ist zusammen am schönsten, denn dabei kann man darüber reden, was man sieht. Gerade für Kinder ist das ganz wichtig.
Markus bastelt und fragt: "Mama, darf ich eine Schere haben?" Als seine Mutter ihm beim Ausschneiden helfen will, ruft er: "Ich kann das alleine!" Seine Mutter weiß, dass es nicht so ist und so beginnt eine längere Diskussion um die Schere.
Für Eltern ist es oft schwer, ihren Kindern bei Dingen zuzusehen, die sie noch nicht richtig können. Es gibt kein Patentrezept für den Umgang mit solchen Situationen. Wichtig ist, die Entwicklung seines Kindes im Blick zu haben und zu wissen, dass diese nicht geradlinig, sondern auch ´mal sprunghaft verläuft. Regeln, die aufgestellt werden, sollten deshalb laufend an die Entwicklung angepasst werden. Es wird immer wieder Situationen geben, die überfordern, aber auch solche, die unterfordern. Hieraus entstehen sowohl Erfolgserlebnisse ("Ich hab´s geschafft!") als auch Fehlschläge. Der Umgang damit will gelernt sein! Begleiten Sie ihr Kind bei diesen Erfahrungen. Schenken Sie ihm Aufmerksamkeit und Lob für jeden Versuch, nicht nur für die Erfolge.
Was kann ich tun, wenn mein Kind plötzlich weint oder sich an mich klammert, sobald es zu Fremden soll?
Trennungsangst gehört zur normalen Entwicklung eines Kindes und tritt bei 80% der Kinder zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat auf. Wenn Ihr Kind älter wird und lernt, dass Sie immer zurückkommen, wird es auch lernen, ohne Angst einige Zeit bei anderen zu bleiben. Sehen und lächeln Sie Ihr Kind an, sprechen Sie mit ihm und halten Sie es so oft Sie können im Arm. Vermeiden Sie unnötige Trennungen. Sagen Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden, dass Ihr Kind eine Fremdelphase durchmacht. Wenn Ihr Kind jemand Unbekanntes kennen lernt, lassen Sie es in Ihrer Nähe bleiben, bis es Ihnen zeigt, dass es bereit ist, seine Umgebung zu erforschen, sich im Zimmer zu bewegen oder von einem anderen gehalten zu werden. Zwingen Sie Ihrem Kind den Umgang mit anderen nicht auf. Es wird den Umgang mit anderen suchen, wenn es dazu bereit ist. Nehmen Sie einige vertraute Dinge in eine neue Umgebung mit, z.B. ein Spielzeug, einen Teddybär oder eine Kuscheldecke, damit Ihr Kind sich sicher und geborgen fühlt.
Die Familie sitzt am Essenstisch. Max und Leon tuscheln und kichern. Die kleine Marie will wissen, worum es geht und jammert: "Mama, die machen sich über mich lustig!". Als Eltern kommt man nun in die schwierige Lage, hier zu entscheiden, ob Geheimnisse okay sind oder nicht.
Es ist wichtig, den Kindern beizubringen, dass es schöne Geheimnisse gibt, die man für sich behalten kann, dass es aber auch welche gibt, die man unbedingt mit den Eltern besprechen sollte. Dies gilt besonders für Situationen, in denen den Kindern ein Missgeschick passiert ist oder eine Gefahr für sie besteht.
Vertrauen den Eltern gegenüber wird gefördert, wenn diese die Offenheit ihres Kindes bemerken und ihm dafür Lob und Aufmerksamkeit schenken. In einem zweiten Schritt sollten dann gemeinsam und in Ruhe mögliche Konsequenzen besprochen werden. Achten Sie bei der Besprechung darauf, dass Sie Ihrem Kind seine Verantwortung fürs eigene Handeln deutlich machen, ohne dabei Angst und Schuldgefühle zu schüren.
Das Problem des nächtlichen Einnässens von Grundschulkindern bereitet vielen betroffenen Eltern große Sorgen. Für die Kinder selbst ist es meist mit Scham und Versagensgefühlen verbunden. Die wenigsten betroffenen Familien sind sich jedoch bewusst, dass dieses Phänomen relativ häufig ist. Einer von acht Erstklässlern nässt nachts noch oder wieder ein. Bei den Zehnjährigen ist es immerhin noch einer von zwanzig. Einige Kinder nässen jede Nacht ein - andere bleiben zwischendurch für einige Tage oder eine ganze Woche trocken. Bei einigen Kindern dauert es länger, bis sie im Tiefschlaf durch Harndrang geweckt werden. Bevor die Kinder wach werden können, entspannt sich die Blasenmuskulatur und das Malheur ist passiert. In Phasen, in denen Kinder ängstlich oder gestresst sind, kann es darüber hinaus sein, dass sie viel häufiger zur Toilette müssen - das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch nachts geschieht.
Wenn Ihr Kind nachts einnässt, sollten Sie versuchen, ruhig zu bleiben und nicht zu schimpfen. Wechseln Sie gemeinsam mit dem Kind die Bettwäsche und lassen Sie es dann weiterschlafen. Die Nutzung von Schonbezügen für die Matratze ist praktisch, da das Bett so schnell wieder hergerichtet werden kann. Loben Sie Ihr Kind, wenn es eine Nacht lang trocken geblieben ist. Suchen Sie ärztlichen Rat, falls Sie sich sehr große Sorgen machen.
"Mama, welcher Wochentag ist heute?" Eine Frage, die sich schnell beantworten lässt, aber zugleich auch eine Möglichkeit bietet, Ihr Kind dabei zu unterstützen, selbst eine Antwort zu suchen. Eine Gegenfrage, z.B. "Welcher Tag war gestern?", regt Ihr Kind zum Nachdenken an. Es gilt, das natürliche Interesse Ihres Kindes an seiner Umwelt aufzugreifen und zu fördern, indem Sie gemeinsam überlegen, wo und wie man Antworten findet. Die gemeinsame Suche nach Information im Internet oder der Bücherei macht Spaß und ganz nebenbei lernt Ihr Kind Wege kennen, wie es später selbst Antworten findet.
Mit liebevoller Anregung und der Ermutigung, Dinge auszuprobieren und selbstständig zu erforschen, helfen Sie ihrem Kind Lernen zu lernen. Indem Sie Ihr Kind dazu anregen, selbst nach Lösungen zu suchen, ermöglichen Sie ihm, für das eigene Lernen zunehmend Verantwortung zu übernehmen. Gerade jüngere Kinder brauchen mehr Unterstützung bei der Suche. Eine gute Devise dabei ist, gerade so viel Hilfestellung wie nötig zu geben.
Wenn Kinder häufig lügen, ist es für Eltern schwer, ihnen zu vertrauen und zu glauben - selbst dann, wenn ihr Kind die Wahrheit sagt. Kinder müssen deshalb lernen, die Wahrheit zu sagen, egal, was sie getan haben. Sie können ihrem Kind dabei helfen, indem Sie mit ihm besprechen, was Lügen ist und warum es ein Problem darstellt. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es aufhören muss zu lügen und sprechen Sie mit ihm auch über Konsequenzen, wenn es dennoch lügt. Es kann helfen, Ihrem Kind Gelegenheiten zu geben ehrlich zu sein, indem Sie es z.B. nach Dingen fragen, die Sie bereits wissen. Loben Sie Ihr Kind, wenn es die Wahrheit sagt. Reagieren Sie auch sofort, wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind lügt: erklären Sie ihm dann das Problem und lassen Sie maßvolle Konsequenzen folgen. Sie können mit Ihrem Kind auch einen sog. Verhaltensvertrag aufsetzen, indem Sie Punkte für Ehrlichkeit festlegen, die später in kleine Belohnungen umgetauscht werden können.
"Es war einmal ..." so fangen Märchen an. Doch was wird in Märchen erzählt? Sind sie nicht zu brutal? Passen sie überhaupt in die heutige Zeit?
Märchen können Kindern helfen, Wertvorstellungen zu entwickeln. Sie erzählen von Unschuld und Bosheit, Schönheit und Hässlichkeit, Neid und Hochmut aber auch von Mut, Hilfsbereitschaft, Freundschaft. Die Kinder erleben ihre Märchenhelden selbstbewusst, optimistisch, liebenswert und rücksichtsvoll. Verpackt in spannenden und bildreichen Geschichten werden Probleme besprochen, die den Kindern helfen, ihre eigenen Problem anzugehen. Wichtig ist, dass Sie die Märchen mit Ihrem Kind besprechen. Fragen Sie es doch einfach, was der Held erlebt, ob es ähnliche Situationen kennt oder was ihm besonders gut gefallen hat. Vorlesen und das gemeinsame Reden über interessante Themen tut den Kindern gut. Es fördert die Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeiten. Also - viel Freude bei der märchenhaften Märchenstunde!
Ihr Kind will nicht ins Bett, aber Sie denken, dass es Zeit ist, dass Ihr Kind abends ruhig ins Bett geht und dort auch bleibt. Ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren, hat Probleme beim Schlafengehen. Sorgen Sie für einen gemütlichen Raum. Benutzen Sie ein Nachtlicht, wenn Ihr Kind Angst vor der Dunkelheit hat. Setzen Sie eine Schlafenszeit fest. Bereiten Sie die Schlafenszeit durch ruhige Beschäftigungen in den letzten 30 Minuten vor. Richten Sie ein festes Bettgeh-Ritual ein, z.B. Zähne putzen, zur Toilette gehen, Hände waschen, den anderen "gute Nacht" sagen, ins Bett gehen, eine Geschichte hören und leise im Bett bleiben. Schließen Sie zuvor alle Gründe aus, weshalb Ihr Kind immer noch einmal aufstehen "muss". Wenn Sie das Zimmer verlassen, ignorieren Sie Protest. Loben Sie Ihr Kind am nächsten Morgen dafür, dass es die Schritte des Bettgeh-Rituals befolgt hat! Anfangs können Sie für den nächsten Morgen eine kleine Überraschung vorbereiten; das motiviert.
Ein kleiner Junge packt seine Sachen und zieht in sein Indianerzelt im Garten, weil er nach einem Streit mit der Mutter "die Nase voll hat". Er möchte nun für sich alleine sorgen. Eltern erleben oft Situationen, in denen die Kinder alleine Dinge regeln möchten. In der geschilderten Geschichte ist das natürlich kaum möglich. Jedoch ist es wichtig, dem Kind dabei zu helfen, selbstständig zu werden.
Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die es selber machen will. Lassen Sie es dabei nicht aus den Augen und helfen Sie ihm, wenn es darum bittet - soviel wie nötig aber so wenig wie möglich. Es kann schon mal etwas daneben gehen. Die Kunst besteht jedoch darin, in solchen Situationen die Ruhe zu bewahren und dem Kind das Gefühl zu vermitteln: "Du schaffst das schon, doch ich bin für dich da, wenn du Hilfe brauchst". Ermutigen Sie Ihr Kind, es mehrmals zu probieren. Und nicht vergessen: Loben Sie Ihr Kind für jeden Versuch und freuen Sie sich mit ihm, wenn es geklappt hat!
Den Blick abwesend in die Ferne gerichtet sitzt Lara auf dem Sofa, vollkommen in ihre eigene Welt versunken. "Hör auf zu träumen. Ich rede mit dir." Doch dieser Aufruf schafft es nicht, zu Lara hindurch zu dringen.
Viele Eltern müssen ihre Kinder mehrmals am Tag aus einer Fantasiewelt zurück in die Realität holen. Auch wenn Tagträume auf den ersten Blick nutzlos erscheinen, so erfüllen sie eine Vielzahl wichtiger Funktionen und sind deshalb sehr wertvoll für Kinder. Sie fördern die Kreativität sowie die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Denn im "Kopfkino" kann man vieles erst einmal in der Generalprobe ohne Misserfolge durchlaufen. Tagträume können auch Ventile sein, um Erlebtes besser zu verarbeiten. Manche Kinder nutzen sie auch um neue Kraft zu tanken.
Laras Mutter hat sich angewöhnt, mit ihrer Tochter die Träume zu besprechen. So erfährt sie einiges über Laras Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken. Sie unterhalten sich auch über Tagträume der Mutter, das findet Lara besonders spannend.
Peter hat heute morgen sein Taschengeld für die Woche erhalten, nach der Schule kauft er sich dafür wieder Sammelaufkleber. Am nächsten Tag jammert er, weil er kein Geld fürs Kino hat. "Pech gehabt, warum musst du dein Geld auch immer für so einen Mist ausgeben?". Viele Eltern denken, dass ihr Kind das Taschengeld aus dem Fenster wirft. Das Taschengeld ist jedoch dazu da, dass Kinder lernen, mit Geld umzugehen. Wichtig ist es, dass Kinder ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen. Eltern können ihre Kinder dabei jedoch unterstützen: Sprechen Sie zu Hause über Geld, damit Ihr Kind merkt, dass auch Sie nicht unendlich viel davon haben und auch häufig auf Sachen verzichten bzw. sparen müssen. Benutzen Sie Taschengeld jedoch nicht als Erziehungsmittel, geben Sie Ihrem Kind pünktlich sein Geld, egal ob es vorher Streit gab oder nicht.
Wenn Ihr Kind größere Summen geschenkt bekommt, sprechen Sie mit ihm darüber, ob es nicht auf einem Konto besser angelegt ist als im nächsten Supermarkt.
Wieder das gleiche Thema wie immer. "Alle meine Freundinnen bekommen aber mehr Taschengeld als ich!" Jeden Monat, wenn das Taschengeld ausgezahlt wird, streiten Pia und ihre Mutter darüber.
Wenn Sie sich auch nicht sicher sind, wie viel Taschengeld genug ist, besprechen Sie sich doch mit Ihren Freunden, Nachbarn oder den anderen Eltern. Es gibt auch bestimmte Orientierungswerte, die von den Jugendämtern herausgegeben werden. Nach denen sollten Kinder von 10-11 Jahren 13€ - 15€, von 12-13 Jahren 18-20€, von 14-15 23-26€, von 16-17 Jahren 32-42€ und mit 18Jahren 62€ monatlich erhalten. Natürlich müssen diese Werte jeweils an die finanziellen Möglichkeiten der Familie angepasst werden.
Kinder unter zehn Jahren sollten ihr Taschengeld wöchentlich erhalten, da sie größere Zeiträume noch nicht planen können. Danach ist die Umstellung auf eine monatliche Auszahlung jedoch wichtig, da die Kinder so lernen, mit ihrem Geld über längere Zeit zu wirtschaften.
Fast alle Eltern kennen es vom Spielplatzbesuch: Der Sohn nimmt einem anderen Kind den Bagger weg, das Töchterchen wird von einem rabiaten Spielkameraden geschubst, der das Bobby-Car haben möchte und die Plastik-Schaufel dient als Waffe im Kampf um die Sandförmchen.
Kleinkinder können Dinge noch nicht aus der Sicht anderer betrachten. Deshalb spielen sie oft mehr nebeneinander als miteinander. Erst mit ungefähr vier bis fünf Jahren haben die meisten Kinder gelernt zu teilen.
Doch dafür brauchen Kinder Vorbilder. Sie können z.B. ihr Kind kurz tun lassen, womit Sie selbst gerade beschäftigt sind. Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Tätigkeiten ausführen, die das Teilen ermöglichen ( z.B. etwas mit Bausteinen bauen, mit Autos spielen, mit Knete basteln), ergeben sich viele Möglichkeiten, das Kind für das Teilen zu loben. Beschreiben Sie dabei genau, was Ihnen gefällt: "Toll, dass du mir einige von den blauen Bausteinen abgegeben hast Lena".
"Diese Jugend von heute, macht noch nicht mal mehr Platz, wenn ältere Menschen den Bus betreten." Einen Platz anbieten, Leckereien teilen, der Mama gestehen, wenn man etwas kaputtgeworfen hat und einiges mehr, denn die Liste elterlicher Erwartungen könnte um ein vielfaches verlängert werden. Doch wie können Eltern ihren Kindern helfen, Werte und Normen der Gesellschaft zu lernen? Wichtig für Kinder ist ein brauchbares Vorbild. Bieten Sie Unterstützung an, wenn Ihr Kind oder jemand anderes Hilfe benötigt. Teilen Sie mit Ihrem Kind einen leckeren Keks und besprechen Sie mit Ihrem Kind, was passiert, wenn es lügt. Wenn Sie Ihrem Kind etwas versprochen haben, dann halten Sie Ihr Versprechen. So lernt Ihr Kind schnell, wie gut es ist, einen verlässlichen Partner zu haben. Besprechen Sie mit Ihrem Kind Regeln und Vorstellungen. Ist Ihr Kind vom Sinn der Sache überzeugt, wird es aus freiem Willen entscheiden und eher bereit sein, gebotene Regeln und Wertvorstellungen zu beachten.
Wie gerne würden Sie mit Ihrem Kind kuscheln, aber es findet kuscheln blöd. Dabei ist es so wichtig dem Kind Zuneigung zu zeigen, denn durch körperliche Zuneigung zeigen Sie Interesse und Liebe. Ihr Kind kann eine feste und sichere Bindung zu Ihnen aufbauen und wird sich bei Ihnen gut aufgehoben fühlen.
Aber muss es unbedingt kuscheln sein? Es gibt viele Möglichkeiten Zuneigung zu zeigen, z.B. Streicheln, Umarmen, Küssen oder Toben. Wenn Ihr Kind nicht kuscheln mag, suchen sie gemeinsam eine andere Art der Zuneigung. Wichtig ist, dass es Ihnen beiden gefällt. Auch Jugendliche brauchen viel Zuneigung. Der beste Weg, um die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Heranwachsenden zu pflegen, ist ihm zu zeigen, dass er für Sie wichtig ist. Dabei sollten Sie anders vorgehen als früher. Jugendliche finden öffentliche Zuneigungsbezeugungen häufig peinlich. Doch wenn Sie ihm z.B. mal die Hand auf den Rücken legen oder sich bei ihm einhaken wird er wissen, wie sehr Sie ihn mögen und schätzen.
Hausaufgaben sind in vielen Familien ein Thema, das immer wieder zu Ärger führt. Probleme mit den Hausaufgaben können Folge schlechter Planung sein, vielleicht kann das Kind die Aufgabe nicht lösen oder es hat keine Lust.
Als Eltern können Sie Ihr Kind motivieren und ihm Hilfe bieten, wenn es darum bittet.
Räumen Sie den Tisch leer, so dass Ihr Kind nicht abgelenkt wird. Schaffen Sie eine ruhige Arbeitsumgebung ohne Radio und Fernsehen. Lassen Sie Ihr Kind nach der Schule ausruhen, bevor Sie es nach seinen Hausaufgaben fragen. Setzen Sie dann eine Zeit für die Erledigung fest. Helfen Sie Ihrem Kind einen Anfang zu finden, indem Sie es auffordern, seine Hefte und Bücher auszupacken und mit der ersten Aufgabe anzufangen. Zeigen Sie Interesse an der Arbeit Ihres Kindes und loben Sie es, wenn es seine Aufgaben zügig und gründlich ausführt.
Loben und belohnen Sie Ihr Kind, wenn es mit den Hausaufgaben fertig ist. Dies hilft Ihrem Kind, dauerhaft ein gutes Arbeitsverhalten zu erlernen.
Angst vor der Schule kann ganz verschiedene Ursachen haben: z.B. Überforderung, Hänseleien oder das Gefühl, der Lehrer habe einen "auf dem Kieker". Manchmal liegt es auch am Selbstwertgefühl des Kindes.
Unser Selbstwertgefühl beeinflusst, was wir uns zutrauen und ob wir versuchen, unsere Ziele zu erreichen. Kinder, die viel gelobt und unterstützt werden, sind meist zufriedener, kontaktfreudiger und auch erfolgreicher in der Schule.
Hat Ihr Kind bei etwas Erfolg, dann vermitteln Sie ihm, dass es auf seine Leistung stolz sein kann. Wichtig ist vor allem, dass Sie die Bemühungen Ihres Kindes loben und nicht nur das fertige Ergebnis. Wenn sie nur besondere Leistungen loben, kann Ihr Kind das Gefühl bekommen, dass selbst, wenn es sich bemüht, sein Bestes zu geben, dies nicht gut genug ist. Loben Sie Ihr Kind auch für Versuche und Verbesserungen! So wird es motivierter sein, schwierige Aufgaben weiterzuführen - auch in der Schule.
Eva wird in ihrer Klasse ständig gehänselt und geärgert. Sie will gar nicht mehr zur Schule gehen.
Hänseleien oder Streitereien kommen in der Schule täglich vor, ist ein Kind oft das Opfer anderer sprechen Experten von Mobbing. Dieses kann für Kinder zu einer traumatischen Erfahrung werden, die ihre Selbstachtung und Freude an der Schule beeinträchtigt. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind gemobbt wird, reagieren Sie sofort. Hören Sie Ihrem Kind genau zu, finden Sie heraus, was passiert ist und sagen Sie ihm, dass Sie das Problem ernst nehmen. Besprechen Sie dann, was Sie unternehmen werden. Suchen Sie Kontakt zu den Lehrern ihres Kindes. Überlegen Sie mit ihrem Kind mögliche Gründe für das Verhalten der Mitschüler und erarbeiten Sie gemeinsam, wie es reagieren könnte. Üben Sie die Lösung mit Ihrem Kind ein und überprüfen Sie später, wie es funktioniert hat. Vergewissern Sie sich, dass die Schule auf das Problem aufmerksam geworden ist und Ihr Kind dort Unterstützung erfährt.
Der dritte Anruf des Lehrers in diesem Monat: "Hannes stört immer noch den Unterricht. Er lenkt seine Mitschüler ab und redet einfach drauf los, ohne sich zu melden. Noch dazu kippelt er die ganze Zeit über unruhig auf seinem Stuhl herum. So kann es wirklich nicht weitergehen!"
Was tun, wenn das Kind dem Lehrer Probleme bereitet? Problemverhalten in der Schule kann auftreten, wenn Kinder die dort geltenden Regeln nicht kennen oder nicht verstehen. Ein weiterer Grund für problematische Verhalten kann sein, dass dieses keine Folgen hat, die Konsequenzen Tag für Tag wechseln oder es sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. In jedem Fall ist es zunächst wichtig, sich das Problem aus Sicht des Kindes und des Lehrers schildern zu lassen. Beide sollten Vorschläge zur Lösung des Problems entwickeln, die dann kombiniert zum Einsatz kommen sollten. Wenn die Lage sich nach einer Woche nicht verändert hat, kann es helfen ein Programm mit konkreten Zielen, Belohnungen und Konsequenzen zu erarbeiten.
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