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Der Chef der staatlichen katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, strebt eine Beteiligung an der Lufthansa an. «Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gern machen», sagte der Manager am Sonntag (1. Dezember) am Rande eines Besuchs von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Doha, wie das «Handelsblatt» berichtet. In einem ersten Schritt könne er sich zumindest eine «Partnerschaft» vorstellen. Solches hatte Al-Baker schon früher gesagt und nun auch wiederholt. «Deutschland ist für uns sowohl bei Luftverkehrsdienstleistungen als auch bei der Entwicklung des Tourismus ein sehr wichtiges Land», so Al-Baker.
Qatar Airways ist eine von nur 10 Fünfstern-Fluggesellschaften im Skytrax-Ranking und unterhält Beteiligungen an der IAG (British Airways, Aer Lingus, Iberia), an LATAM Airlines, Cathay Pacific, Air Italy, Jetsuite und China Southern Airlines. Dazu kommt eine ganze Reihe von Codeshare-Vereinbarungen, viele davon natürlich mit anderen Mitgliedern der Oneworld-Allianz, von welcher Qatar Airways ein Teil ist. Diese Mitgliedschaft im Bündnis Oneworld wäre möglicherweise ein Hindernis für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Lufthansa - doch Al-Baker winkt ab: «Ich habe mehrere Male erwähnt, dass wir Oneworld verlassen werden.» Möglicherweise würde Qatar sogar der Star Alliance beitreten, deren Gründungsmitglied die Lufthansa ist.
Zwar schnitt Qatar das letzte Geschäftsjahr mit einem Verlust ab, doch dies hindert die Airline nicht daran, massiv weiter zu expandieren, obwohl Investments in Fluggesellschaften viel Verlustrisiko birgen. Im Falle von Lufthansa ist dies allerdings wohl weniger der Fall. Und: Qatar Airways liegt zu 100% in staatlichem Besitz. Und seit der inner-arabischen Blockade ist Katar bzw. Qatar Airways auf Annäherungskurs zu ausländischen Airlines.