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Aus schwierigen Verhältnissen kämpfte sich Mary Kalogeropoulou einst empor. Als Maria Callas wird sie zur berühmtesten Sängerin des 20. Jahrhunderts. Zu ihrem 100. Geburtstag erinnert Griechenland an die «Primadonna assoluta».
Selbst in ihren privaten Momenten wusste sich Maria Callas (1923–1977) perfekt zu inszenieren. Vielen Musikfreunden gilt sie bis heute als die überragende Opernsängerin des 20. Jahrhunderts.
Archivio Cameraphoto Epoche / Getty
Ein Eckhaus an einer Strasse in Athen. Dichter Verkehr braust vorbei, ein Baugerüst stützt es von aussen, das Untergeschoss ist mit Graffiti zugesprüht. In der griechischen Staatsschuldenkrise, die 2015 ihren Höhepunkt erreichte, ist das Haus von Anarchisten besetzt worden. Hineinzugehen, wäre inzwischen zu gefährlich, erst recht bis unters Dach im fünften Stock. 1940 ist Evangelia Kalogeropoulou hier eingezogen, mit ihren beiden Töchtern, drei Jahre nach der Rückkehr aus den USA. Dort hatte man alles versucht, sogar den Familiennamen geändert, in Kalos, später in Callas – damit die Amerikaner ihn leichter aussprechen können. Der Vater wollte ein besseres Leben für seine Familie, als er von der Peloponnes auswanderte. Doch nicht nur seine kleine Apotheke in einem New Yorker Migrantenquartier ist gescheitert, auch seine Ehe.