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»Es war im Frühjahr 1943, daß ich den seltsamen Roman zu schreiben begann, den ich vor einigen Monaten beendete u. aus dem ich Ihnen heute ein paar Abschnitte vorlesen darf.« Heute, das war in diesem Fall der 8. Juni 1947, an dem Thomas Mann im Zürcher Schauspielhaus aus dem ebenfalls 1947 erschienen Roman las. Seine Einführung basiert auf einem Konzept, das sich für die Lesungen in weiteren schweizerischen Städten in den darauffolgenden Wochen als nützlich erwies: Eine Textlücke im Manuskript erlaubte es, die Einführung zu variieren und dem jeweiligen Ort anzupassen. Hier bezieht sich das dritte der vier Fragmente auf Zürich, auf jenes Theater, das »mit seiner gesamten Produktion der umringenden Tyrannei so kühn und unverängstigt die Stirn geboten« hatte wie kein anderes. Der entsprechende Abschnitt wurde in einem Programmheft des Schauspielhauses abgedruckt (August/September 1947), hingegen scheint sich beispielsweise das vierte Fragment dieser Version auf einen anderen Lesungsort zu beziehen.
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.