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Die 48 sm von Kauehi zum Dorf Rotoava, in der Nordost-Ecke des Atolls Fakarava, hatten wir leider nicht genug Wind zum Segeln. Wir wollten vor der Flut (14:40 Uhr) drinnen/ durch den Pass sein, wenn also kein Wasser hinausströmt. Aber es strömte noch seehr viel raus ! Auf dem Plotter beobachteten wir den Katamaran VOILA, der ca 1 Std. vor uns mit 8 kn Speed sich dem Pass näherte und dort plötzlich nur noch 3 kn vorwärts kam.
Wir kämpften -resp. unser Motor kämpfte- mit einem Gegenstrom von 3-4 kn und wir beobachteten stehende Wellen um uns. Ich musste dieses Naturschauspiel filmen.
Das Ankerfeld vor dem Dorf Rotoava war recht voll (40 Boote) und wir trafen Bekannte von Gambier und Hiva Oa. Schliesslich wählten wir einen Platz in der Nähe von zwei privaten gelben Bojen, die vom Besitzer eines grossen Katamaran mit 10 Tauchgästen ausgelegt wurden. In den folgenden Tagen wechselten wir mehrmals zwischen einer dieser Bojen und einem Ankerplatz in der Nähe.
Das Dorf Rotoava ist grösser und touristischer als Kauehi. Es hat Boutiquen, Restaurants, Lodges und diverse Tauchbasen, welche den Gästen die Unterwasserwelt vom Südpass zeigt, wo die Haie tagsüber in der Strömung schlafen. Um da mitzugehen bräuchte es doch einige Taucherfahrung.
Oftmals konnten wir Haie im seitchten Ufer neben spielenden Kindern, oder direkt unter unserem Dingi vorbeischwimmend beobachten. Auch wenn harmlos, ein mulmiges Gefühl bleibt.
Wir mieteten Velos und erkundeten die Umgebung des Dorfes in den beiden Richtungen des schmalen Landstreifens. Westlich lag der Flughafen und nach Süden weitere Palmfarmen, vereinzelte Häuser und Lodges. Bis zum Ende der Süd-Strasse wären es 22 km gewesen und zum Strand in der Südostecke nochmals soweit, aber das wäre nur mit dem Schiff erreichbar, da der Landstreifen im südlichen Teil immer wieder unterbrochen ist.
Ankunft desVersorgungsschiffes COBIA 3, welches ua den hellen, gekühlten Lebensmittelladen beliefert, der neben der Tankstelle und dem kleinen Hafenbecken liegt.
Der 2. Juli war wieder der Gedenktag an die 193 Atomversuche und die andauernde Vertuschung der krassen Verseuchung.
Köbi und Pia trafen ein nach einer ruppigen Fahrt von Makemo her. Sie brachten das in Hiva Oa ausgeliehene Werkzeug mit, extra vorzeitig aufgebrochen und eine Insel (Tahanea) auslassend, segelten sie trotz den hohen Wellen nach Fakarava. Unsere Wege trennten sich leider ab da, sie hängen eine weitere Saison FP an, aber uns drängt es weiter, wir wollen bis im Nov. in Neuseeland sein.
MARAMALDA von LUPINA her fotografiert.