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Geschichte des Gstaad Palace Hotels
1911 begannen die Bauarbeiten des Gstaad Palace. Grosse Eröffnung des ROYAL HOTEL, WINTER & GSTAAD PALACE, GSTAAD war im Jahr 1913. Für damalige Zeiten sehr modern; die 150 Zimmer verfügen über 50 private Badezimmer, im ganzen Gebäude gibt es nun elektrisches Licht und sogar 6 Telefonkabinen.
Mit dem Ersten Weltkrieg und den geschlossenen Grenzen brechen harte Zeiten mit wenig Gästen an. Die "Goldenen Zwanziger Jahre" sind auch für das Gstaad Palace gute Jahre, das Hotel ist erfolgreich und wird immer bekannter.
Nach dem Wall Street Crash von 1929 wird auch die Schweiz von der weltweiten Rezession heimgesucht. Die Geschäfte gehen schlecht, Gäste kommen spärlich und sind nicht eben ausgabefreudig. Zur Sanierung der Finanzen muss das Aktienkapital der Gesellschaft herabgesetzt werden.
Ernst und Silvia Scherz-Bezzola übernehmen 1938 die Direktion des Gstaad Palace. Sie waren zuvor Direktor-Ehepaar im Hotel Carlton, St. Moritz.
Zweiter Weltkrieg: wiederum geschlossene Grenzen, die Männer in der Armee, die Nahrung rationiert, wenig Gäste, viele unter ihnen Flüchtlinge in der Schweiz. Frau Scherz muss Gartenbau und Geflügelzucht betreiben und führt das Hotel praktisch alleine, da ihr Gatte in der Schweizer Armee die Grenzen bewacht.
Die Mehrheitsaktionäre der Palace AG sind völlig entmutigt und beschliessen 1947, das Hotel zu verkaufen. Es ist Ernst Scherz nicht möglich, den verlangten Preis innerhalb von 24 Stunden zu bezahlen, und so werden die Aktien an einen deutschen Industriellen verkauft. Dieser plant, das Hotel in ein Heim für alte und kranke Fabrikarbeiter umzuwandeln.
Mit Hilfe von vielen Freunden und Bekannten kann Ernst Scherz die Aktien später zurückkaufen. Im Laufe der kommenden Jahre gelingt es ihm, praktisch alle Aktien, die nie eine Dividende gebracht hatten, von den verschiedenen Aktionären aufzukaufen. Das Ehepaar Scherz beginnt, das Hotel mit viel Talent und bescheidenen Mitteln auszubauen. Berühmte Stars, wie Maurice Chevalier, Louis Armstrong und Ella Fitzgerald treten im Gstaad Palace auf. Immer öfter weilen Berühmtheiten im Hotel, viele unter ihnen kaufen sich später Chalets oder Wohnungen in Gstaad.
Nachdem Ernst und Silvia Scherz-Bezzola das Hotel während 30 Jahren geführt haben, möchten sie sich 1968 zurückziehen. Sie rufen ihren Sohn Ernst Andrea und seine Frau Shiwa nach Hause, um die Nachfolge anzutreten.
Ernst A. Scherz absolvierte die typische Schweizer Hotelkarriere mit Hotelfachschule Lausanne und Praktika in Küche, Service und Réception in europäischen Top-Hotels, ein kurzer Besuch bei der Cornell Universität und nochmals ein Praktikum bei der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit, sowie bei den Mövenpick Unternehmungen.
Bevor Ernst A. Scherz nach Gstaad zurückkehrte, war er für Agha Khan an der Costa Smeralda, Sardinien, tätig, wo er sich um vier Hotels kümmerte.
Wichtige Neubauten im Gstaad Palace 1970: Ein prächtiges Hallenbad mit künstlichem Sonnenlicht und Unterwassermusik, der Nachtclub "GreenGo" sowie ein Fitness-Center mit Saunas und Massageräumen werden eröffnet. Renovationen und Erneuerungen bleiben eine ständige Aufgabe.
In den nächsten Jahren werden die "Palace Résidence", das kleine Chalet "Shiwa", sowie ein Personalwohnhaus, "Chalet Marmite" gebaut.
1986 - Eröffnung der "Grande Terrasse", mit der grössten elektrischen Sonnenstore der Schweiz, sowie eines neuen Tagungsraumes "Salle Piero" und 1989 folgt ein weiteres Personalhaus "Chalet Vapeur".
1990 - Restrukturierung der Eingangsseite des Hotels: zweistöckige Tiefgarage mit 80 Parkplätzen, eine neue, elegante Hotelvorfahrt, Vergrösserung und Modernisierung der Hotelküchen, ein neuer Skiraum mit anschliessendem Sportgeschäft, eine zusätzliche Boutique und ein neuer zentralisierter Room-Service über der Küche, durch einen zusätzlichen Warenlift mit allen Stockwerken verbunden.
1991 - Eröffnung des neuen Festsaals "Salle Baccarat" für 250 Personen (Bankett) oder 350 Personen (Konferenz).
1995-1996 - Bau einer zweiten Residence "LES CHALETS DU PALACE" am Westhang unter dem Hotel.
Andrea Scherz nimmt nach der Hotelfachschule in Lausanne sowie diversen Praktika und Stellen im In- und Ausland die Arbeit 1996 im elterlichen Betrieb als Chef de Reception auf. Andrea Scherz und Laura Antoniades heiraten 1997 und Laura tritt dem Management des Gstaad Palace bei.
Bau und Inbetriebnahme der spektakulären PENTHOUSE SUITE auf dem Dach des Hotels (3 Schlafzimmer, Salon, Kitchenette, Panoramaterrasse mit Jacuzzy, Turm-Sauna). Direktor Hansruedi Schaerer, tritt nach 43 Dienstjahren im Palace in den Ruhestand.
Am 1. Januar 2001 wird Andrea Scherz zum Direktor ernannt.
Thierry Scherz promoviert als Lic. in Rechtswissenschaften. Er wird auch Verantwortlicher für die „Sommets Musicaux de Gstaad", das neue Festival der klassischen Musik, welches Ende Winter stattfindet. 2002 wird er Mitglied des Verwaltungsrates der Palace Gesellschaft.
Die Penthouse Suite war von Anfang an sehr erfolgreich, sodass gleich noch zwei „Tower Suites" in ähnlichem Stil und Luxus gebaut wurden. Das populäre Restaurant "La Fromagerie" wird vergrössert und mit einer neuen Küche ausgestattet.
Die 45-Jahre alte Bar, der „Grill Room" und auch das Restaurant „Sans-Cravatte", werden 2003 erfolgreich zu einem Gastronomie-Zentrum des Hotels umgewandelt. Bei offenem Feuer, werden im „Grill-Rôtisserie", herrliche Gerichte vom Chef persönlich zubereitet.Geniessen Sie die einmalige Atmosphäre im „Bar-du-Grill", wo trinken und essen ein Erlebnis der besonderen Art ist, begleitet von einer Live-Musik, welche zum Tanzen einlädt. „Gildo's", das Restaurant welches nach unserem ersten Maître d'Hôtel benannt wurde, ist berühmt für seine italienischen Spezialitäten.
Nach einer Bauphase von 15 Monaten wird 2007 das existierende Spa auf 1.800 qm erweitert. Es besitzt ein authentisches und luxuriöses Dekor, atemberaubende Ausblicke und alle Einrichtungen die man von einem aussergewöhnlichen Spa erwarten kann. Im gleichen Bauabschnitt wird unter dem Tennisplatz eine zusätzliche Tiefgarage mit 54 Parkplätzen für das Hotelpersonal errichtet.
Seit das Gstaad Palace im Besitz der Familie Scherz ist, wurde ca. 90 Millionen Schweizer Franken in Erneuerungen, Vergrösserungen und Unterhalt investiert.