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Wichtige Daten zur Geschichte Goldaus
Bis zum Bergsturz vom 2. September 1806, dessen noch heute jedes Jahr mit Läuten der Kirchenglocken gedacht wird, war Goldau ein kleines Dorf, das von der Viehzucht und den Rigi-Touristen und Klösterli-Pilgern lebte. Nach der Zerstörung durch die Feldmassen des Rossbergs (457 Tote, 102 zerstörte Wohnhäuser und 220 zerstörte Ställe) wurde anfangs zögernd wieder aufgebaut. Verschiedene Kantone – vorab Bern und Zürich – haben Aufbauhilfe geleistet. Bemerkenswert ist, dass dies die erste interkantonale Solidaritätsaktion innerhalb der Eidgenossenschaft war.
Der Bergsturz lockte noch mehr Touristen an, die zu Fuss, per Ross oder im Tragsessel auf die Rigi geführt wurden, bis 1875 die Arth-Rigi-Bahn eröffnet wurde.
Mit dem Bau der Gotthardbahn, den Bahnlinien von Luzern und Zug und dem Anschluss der Südostbahn, wurde Goldau zum Eisenbahnknotenpunkt und erfuhr eine eigentliche Bevölkerungsexplosion. So lebten 1888 in Goldau 380 Menschen, 1910 waren es schon über 2000.
Auch heute weist Goldau steigende Bevölkerungszahlen auf. Nicht nur die verkehrstechnisch gute Lage, sondern auch die Erholungsmöglichkeiten in der Umgebung machen Goldau zum beliebten Wohnort.