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Antoine Konrad, was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Den Standard-Hintergrund. Alles andere würde nur von der Arbeit ablenken.
Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Den Flair von Marokko, die Temperatur von Dubai – und das in der Toskana ansiedeln.
Wie hätte Ihr Name als Mädchen gelautet?
Antoinette (lacht). Das nehme ich jetzt einfach mal an.
Welches Gemüse gehört verboten?
Avocados, die eingeflogen und für die ganze Urwälder gerodet werden, um sie anzubauen.
Und was für eine Frucht wären Sie?
Eine Erdbeere – verführerisch süss und gut aussehend.
Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
30 Prozent weniger wäre okay. Dann hätte ich heute Morgen eine Stunde gemütlicher beim Kaffee sitzen können, weniger Diskussionen geführt und wäre entspannter bei diesem Interview.
Als Sie Kind waren, was hat Ihre Mutter Ihnen da immer gesagt?
«Nid id Schiibe» – weil ich immer, wenn ich durch den Garten ins Haus wollte, meine Nase und Finger an die Scheibe drückte.
Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt?
Letzten Sommer – ein selbst gemaltes Graffiti für meinen Sohn Sebastian.
Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Im Kopf, wenn ich tagelang zu viel Musik aufgelegt habe.
DJ Antoine mit seinem 18-jährigen Sohn Sebastian:
Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Ja, habe ich. Ich wurde gelehrt, nur so viel zu schöpfen, wie ich auch zu essen vermag. Dieser Devise bin ich bis heute treu.
Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Mein Song «Thank You» müsste als Zweites laufen. Der erste wäre «Caruso» von Lucio Dalla.
Über welche Tat oder Aussage von Ihnen wird man noch lange nach Ihrem Ableben reden?
Es ist arrogant, zu denken, dass man nach dem Ableben so wichtig ist, dass weiter über einen geredet wird.
Es ist arrogant, zu denken, dass man nach dem Ableben so wichtig ist, dass weiter über einen geredet wird
Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Meine Hits «Ma Chérie» und «Welcome to St. Tropez».
Und Ihre dümmste?
Den Erfolg nicht zu wiederholen.
Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Sagt man nicht «Die Hoffnung stirbt zuletzt»?
Was möchten Sie Ihrem Sohn mit auf den Weg geben?
Respekt, Nächstenliebe – und gewisse Eigenschaften alter Schule an den Tag zu legen.
Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu erschaffen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er dies tun?
Die musikalischen von Mozart, aber wirklich nur die musikalischen, nicht das geschäftliche.
Welcher Film hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
«The Game» mit Michael Douglas und Sean Penn ist bis heute mein Lieblingsfilm. Er spornte mich an, irgendwann auch in einem so schönen Haus zu leben.
Was wird man in hundert Jahren über die aktuelle Epoche sagen?
Ich glaube, wir leben nicht gerade in einer spannenden Epoche, was die Musik betrifft. Bisher haben wir keine Trends gesetzt.
Welche Pille gehört erfunden?
Eine, die langsamer altern lässt.
Ihr Spitzname als Kind?
Sorry, das verrate ich nicht. Am Ende greift man den wieder auf.
Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus?
Ein Holzbrett mit zwei Schemeln darunter, ein hölzerner Bürostuhl, ein Bett, eine Ablage für meine Stereoanlage, zwei grosse Boxen, viele Poster von Bands und Bilder von coolen Autos.
Ich glaube, wir leben nicht gerade in einer spannenden Epoche, was die Musik betrifft
Falls Ihr Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler soll die Hauptrolle spielen?
Christian Bale wäre sensationell.
Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Jobmässig fliege ich sehr viel. Da müsste ich mir wohl einen neuen Beruf suchen, aber ehrlich gesagt habe ich darauf keine Lust. Ich liebe, was ich tue.
Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Ich finde, als es über einen Franken ging, war es schon genug. Benzin ist völlig überteuert, und es ist eine Geldmacherei, bei der viele mitverdienen und wir Dummen bezahlen.
Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Dass man das, was man nicht gern macht, aber tun muss, am besten sofort erledigt.
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Welche war das jetzt? (Lacht.) Yvonne brachte aber immer ihre Freundin mit.
Und wer ist Ihr bester Freund?
Das ist Peppe Greco.