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Mutter Teresa von Kairo
Maggie Gobran wurde 1949 geboren. Sie wuchs in einem wohlhabenden Viertel Kairos auf, abgeschirmt vom Elend und der Armut in ihrer Umgebung. Das Leben der Menschen in den Müll-Slums erlebte sie zum ersten Mal während eines Oster-Einsatzes, bei dem Lebensmittel und Kleider an Familien verteilt wurden. Es erschütterte sie, was sie dort sah. Vor allem auch den Hunger der dortigen Kinder nach Liebe und Akezptanz. 1989 gab die Informatikprofessorin ihre akademische Laufbahn auf und gründete die Wohltätigkeitsorganisation „Stephen's Children“, die sich für die Bewohner der Slums einsetzt.
Sie sagt: "Ich ging in den Luxushotels und Nobelrestaurants ein und aus, doch die wertvollsten und kostbarsten Momente des Lebens habe ich nicht dort erlebt, sondern in der Müllstadt. Ich traf während meiner Karriere die Elite Ägyptens: die Schönsten, Reichsten und Erfolgreichsten. Aber wenn meine Kinder mich mit ihren glücklichen Gesichtern anstrahlen, sehe ich innere Schönheit aufblitzen. Das ist ein Geschenk des Himmels, denn der Himmel ist geprägt von Liebe, Freude und Barmherzigkeit. Wenn ich bei den Ärmsten bin, kann ich oft ein Stück von diesem Himmel erkennen. Alles, was du weggibst, wirst du wieder erhalten, alles, was du behältst, wirst du verlieren. Wenn du Liebe verschenkst, wirst du Liebe bekommen, wenn du Freude austeilst, kommt Freude zurück."
Zu den Projekten der Hilfsorganisation „Stephen's Children“ gehören Hausbesuche, eine Schule mit ca. 1‘000 Mädchen und Knaben, Vorschul- und Kindergartenunterricht (wird selten angeboten), Alphabetisierungs-Kurse, Mütterversammlungen, Sport-Camp- und Tagesausflüge, Berufsbildungszentren und Medizinische Hilfe.
Die bewegende Lebensgeschichte von Maggie Gobran, der Mutter Teresa von Kairo, zeigt, was ein einzelner Mensch bewirken kann.