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Psychosomatik bei Tieren
Wie ist das möglich?
Ähnlich wie bei einem Kleinkind bis zum Alter von drei bis vier Jahren fehlt auch einem Haustier das Wissen um die eigene Identität. Man darf deshalb davon ausgehen, dass es ein ähnlich offenes Wesen hat wie ein Kleinkind oder Baby.
Der Neuroswissenschaftler Marc D. Hauser weist wohl deshalb auch darauf hin, dass für die Untersuchung des Denkvermögens der Tiere der am meisten lohnende Vergleich der zwischen Kleinkind und Tieren ist.
Daraus folgt, dass ein Haustier sich seinem Besitzer gegenüber auf eine ähnliche Art und Weise verbunden fühlen dürfte wie ein Kleinkind seiner Mutter. Beide nehmen vermutlich Gedanken und Gefühle des sie versorgenden Menschen in grosser Offenheit und Durchlässigkeit wahr. Daran können wir uns, die wir ja auch einmal Baby waren, jedoch nicht mehr erinnern.
Emotionen sind keine fassbaren materiellen Gegenstände, besitzen aber dennoch Energie, das heisst, sie haben Informationsgehalt. Die Informationen werden durch Schwingung vom Tierhalter auf das Haustier übertragen. Falls sich bestimmte Inhalte über einen längeren Zeitraum ständig wiederholen - was zum Beispiel in einer Lebenskrise der Fall ist - baut sich energetisch eine sehr starke und in einem Krisenfall auch sehr belastende "Ladung" auf, die zu einer körperlichen Reaktion beim Haustier führen kann. Es findet dann eine Transformation statt, bei der aus einer geistigen, mentalen Form, das heisst den negativen Gefühlen und Gedanken des Tierhalters, eine materiell sichtbare Form, das Krankheitssymptom des Tieres, entsteht. Aus psychosomatischer Sicht geht jeder manifest gewordenen Krankheit eine derartige Umwandlung voraus.
Konkret heisst das: Ein Haustier lebt mit einem Tierhalter zusammen, der eine persönliche Krise durchlebt, zum Beispiel Existenznot, Beziehungsprobleme, Mobbing, Krankheit, Tod eines Angehörigen. Das Tier spürt den Kummer und die Sorgen seines Besitzers und nimmt die entsprechenden Gefühle aufgrund seiner fehlenden Ich-Grenzen teilweise oder vielleicht sogar vollständig als seine eigenen wahr.
Abhängig von Art, Intensität und Dauer der belastenden Situation kann das Tier dann sehr schnell oder auch zeitverzögert eine Krankheit entwickeln, die, psychosomatisch betrachtet, vor allem den unbewussten Geistes- und Gemütszustand des Tierhalters widerspiegelt.
Quelle: Das Tier als Spiegel der menschlichen Seele
Dr. Rüdiger Dahlke & Dr. med. vet. Irmgard Baumgarnter