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Als Funktionale Differenzierung (der Gesellschaft) bezeichne ich - in Anlehnung an N. Luhmann - das Resultat einer Theorie, die gesellschaftliche Verhältnisse statt unter dem Gesichtspunkt von Schicht (Stratifikation), Stände oder Klasse unter dem Gesichtspunkt von ausdifferenzierten Funktionen beobachtet.
Die Funktionale Differenzierung steht im Zentrum der Soziologie von N. Luhmann. Er argumentiert in Anlehnung an T. Parsons, dass sich erste Gesellschaften als Familien oder Sippen als segmentäre Gesellschaft herausgebildet haben, die dann in einer weiteren Phase in hierarchischen Herrschaftssystemen mit Ständen (Adel) und Schichten eingegliedert wurden (Stratifikation). Schliesslich wuchs die Komplexität derart an, dass sich Funktionssysteme herausgebildet haben.
Der Commonsense, der in solcher Soziologie durchschimmert, ist
1) die historische Vorstellung eines Mittelalters, in welchem Monarchen regierten und das durch eine Neuzeit abgelöst wurde, und
2) eine Differenzierung im Sinne einer Arbeitsteilung, bei welcher die Familie, die noch älter als Monarchien ist, immer mehr Funktionen wie Erziehung, Pflege oder Altersvorsorge auslagert.
einfaches Denken