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Reisehinweise Jemen

gültig am:

Publiziert am: 05.03.2013

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie unbedingt auch die nebenstehenden Rubriken; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Von Reisen nach Jemen und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.
Das EDA empfiehlt Schweizer Staatsangehörigen, die sich in Jemen aufhalten, das Land zeitweilig zu verlassen. Beachten Sie dabei die Anordnungen der lokalen Behörden und die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen.
Der Entscheid zur Ausreise ist ein individueller Entscheid. Falls Sie sich für eine Ausreise entscheiden, nutzen Sie die verfügbaren kommerziellen Transportmittel. Auskunft über die Flugmöglichkeiten erteilen die Fluggesellschaften. Informieren Sie sich vor Ort über die lokalen Transportmöglichkeiten.
Im Falle einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage kann die Ausreise nicht mehr garantiert werden.
Wegen der schwierigen Sicherheitslage hat die Schweiz unter Umständen nur begrenzte oder gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen.
Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Angehörigen sowie mit der schweizerischen Botschaft in Riad, und informieren Sie diese im Falle Ihrer Abreise.
Schweizerische Botschaft in Riad
Das Land ist instabil und es bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken:
Die Zahl der Entführungen und Entführungsversuche ist hoch; das Risiko besteht im ganzen Land. Bei den Entführern handelt es sich um Stammesangehörige oder, immer häufiger, um terroristische Gruppierungen. Bei den Entführungsopfern handelte sich um einheimische Personen, ausländische Touristen, Sprachstudenten, sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, zum Beispiel:
- Im Juni 2009 wurde eine Gruppe Ausländer in der Provinz Sa'ada verschleppt. Drei Personen wurden tot aufgefunden, andere bleiben vermisst.
- Im März 2012 sind eine Schweizer Lehrerin in Hodeida und ein saudischer Vizekonsul in Aden entführt worden.
- Im Dezember 2012 wurden in Sanaa ein österreichischer und zwei finnische Sprachstudenten entführt.
Im ganzen Land besteht das Risiko von terroristischen Akten. Seit 2007 kommt es wiederholt zu Anschlägen auf Ausländer und ausländische Einrichtungen. So wurden zum Beispiel im März 2012 ein amerikanischer Lehrer und im Dezember 2012 ein saudischer Diplomat erschossen. Betroffen sind unter anderem auch von Touristen besuchte Sehenswürdigkeiten. Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Trotz des Rücktritts des langjährigen Präsidenten Saleh und der Einsetzung einer Übergangsregierung bleiben die politischen und sozialen Spannungen sehr hoch. Die Entwicklung der Lage ist ungewiss. In verschiedenen Landesteilen bekämpfen sich Regierungstruppen und aufständische Gruppierungen. Die Kämpfe fordern zahlreiche Todesopfer und Verletzte.
Bei Demonstrationen kommt es regelmässig zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften; sie haben zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert.
Im Indischen Ozean und auch in den jemenitischen Gewässern ist Piraterie verbreitet, besonders im Golf von Aden. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Piraterie
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland (Schweizerische Botschaft in Riad)
Helpline EDA
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.