Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03427.jsonl.gz/1205

Die Simme wurde auf dem Abschnitt Brodhüsi - Kander in den Jahren 2011 und 2012 auf einer Länge von ca. 1,3 km renaturiert. Daraufhin setzte im Bereich Brunnigand bereits im Jahr 2015 starke Ufererosion ein und es bildete sich ein Uferanriss von bis zu 15 m Breite. Davon betroffen ist das Naherholungsgebiet der Gemeinde Wimmis mit Wanderwegen sowie einem Vita-Parcours.
Bereits nach den Ereignissen im 2015 wurden diverse Massnahmen getroffen, um die Seitenerosion im betroffenen Bereich einzudämmen. Seither hat sich die Situation flussabwärts jedoch verschlechtert, die Seitenerosion am rechten Ufer nimmt laufend zu.
Die Kissling + Zbinden AG wurde daraufhin beauftragt, Sofortmassnahmen zum Schutz des Naherholungsgebiets der Gemeinde Wimmis zu erarbeiten. Der Projektperimeter befindet sich im Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung «Augand». Insbesondere aus diesem Grund wurden bauliche Massnahmen geplant, welche vielfältige Strukturen für aquatische Habitate bieten und zudem ein möglichst natürliches Erscheinungsbild aufweisen. Zu diesem Zweck sowie zur Strömungsentlastung des gefährdeten Uferbereichs sollen, als zentrale Massnahme, zwei Totholzbuhnen (Engineered Log Jam, ELJ) erstellt werden.
Das Projekt wird im März 2023 öffentlich aufgelegt und soll im Spätsommer 2023 ausgeführt werden.