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Die internationalen Touristenankünfte stiegen von Januar bis Juni 2019 durchschnittlich um 4% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, das zeigt das jüngste UNWTO World Tourism Barometer. Fast in allen Regionen der Welt verzeichnet der Tourismus ein Wachstum. Das Wachstum wurde angeführt vom Mittleren Osten und Asien und dem Pazifik, wo die Zunahme zwischen 5% und 6% liegt. Die internationalen Ankünfte in Europa stiegen um gleich viel wie im weltweiten Durchschnitt. In Afrika und Amerika hingegen verzeichnete man ein moderates Wachstum zwischen 3% und 4%.
In Europa präsentierte sich das erste Quartal positiv, gefolgt von einem überdurchschnittlichen zweiten Quartal. Im April betrug die Zunahme an Ankünften 8% und im Juni 6%. Auch die Nachfrage aus Überseemärkten wie den USA, China, Japan und den Golf-Staaten trug zu diesen positiven Ergebnissen bei. Asien und der Pazifikraum verzeichneten im Zeitraum Januar bis Juni 2019 ein überdurchschnittliches Wachstum, das vor allem durch chinesische Auslandsreisen getragen wurde.
Rückgang in Südamerika
In Nord- und Zentral-Amerika verbesserte sich das Ergebnis im zweiten Quartal nach einem schwachen Jahresauftakt. Die Karibik, welche einen Anstieg von 11% verzeichnete, profitierte von der starken US-Nachfrage und erholte sich weiter von den Auswirkungen der Hurrikane Irma und Maria Ende 2017. Der Wirbelsturm Dorian stellt die Region leider vor die nächste Herausforderung. In Südamerika gingen die Ankünfte hingegen um 5% zurück.
Die Auslandsreisen aus den USA blieben solide, unterstützt durch einen starken Dollar. In Europa waren die Ausgaben Frankreichs und Italiens für den internationalen Tourismus robust, während das Vereinigte Königreich und Deutschland moderatere Zahlen aufwiesen.
Von den asiatischen Märkten waren die Ausgaben aus Japan mit einer Zunahme von rund 11% stark, während die Republik Korea in der ersten Jahreshälfte 2019, 8% weniger ausgab, was zum Teil auf die Abwertung des koreanischen Won zurückzuführen ist. Australien gab hingegen 6% mehr für den internationalen Tourismus aus.
Die Russische Föderation verzeichnete im ersten Quartal nach zwei Jahren starker Erholung einen Rückgang der Ausgaben um 4%. Die Ausgaben aus Brasilien und Mexiko gingen um 5 bzw. 13% zurück, was zum Teil die allgemeine Situation der beiden grössten lateinamerikanischen Volkswirtschaften widerspiegelt. (TI)