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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

48. Homilie.
4.
[Forts. v. [S. 343] ] Du wirst sagen: Gewiß, ich glaube es. Denn darin (= in diesem Glauben) stehe ich fest und diese Erwartung hege ich. Nun so prüfe und erforsche dich selbst, ob nicht etwa deine körperlichen Leiden dich zu irdischen Ärzten führen, gleich als könnte Christus, an den du glaubst, dich nicht heilen. Sieh, wie du dich selbst täuschst. Denn du meinst Glauben zu haben, während du noch nicht in Wahrheit glaubst, wie du sollst. Glaubtest du nämlich, daß die ewigen und unheilbaren Wunden der unsterblichen Seele von Christus geheilt werden, so würdest du glauben, daß es ihm möglich sei, auch die zeitlichen Leiden und Krankheiten des Leibes zu heilen, würdest auf ärztliche Behandlung und Pflege verzichten und zu ihm allein deine Zuflucht nehmen. Denn der die Seele geschaffen hat, der hat auch den Leib gemacht. Und der jene unsterbliche [Seele] heilt, der kann auch den Leib von den zeitlichen Leiden und Krankheiten heilen.