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Apple ist eine Marke die enorm polarisiert. Wenn Apple ein neues Produkt herstellt. Berichten alle Medien weltweit davon. Obwohl es nur technische Geräte sind. Kein anderer Hersteller bringt das fertig. Wenn HP oder Dell einen neuen Computer ins Sortiment aufnehmen, interessiert das kein Mensch, keine Zeitung und auch kein Internetforum. Zeit für mich dieser Firma auf die Spur zu gehen.
Es war kein Aprilscherz, aber Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne in einer Garage gegründet. Das Starkapital kam aus dem Verkauf von Jobs VW-Bus und dem HP Taschenrechner von Wozniak und betrug unglaubliche 1’750 US-Dollar.
Kurz darauf wurde von Wozniak der erste Apple Computer (Apple I) entwickelt. Er musste vom Kunden noch selber zusammengebaut werden, da Apple nur die Platine lieferte. Der Preis lag bei 666.66 US-Dollar. Der Computer floppte und war kein Verkaufserfolg.
Nachdem Apple I wurde der Apple II vorgestellt. Der Rechner wurde wieder von Wozniak entwickelt, Jobs übernahm damals bereits die Vermarktung. In der Zeit von 1977 bis 1993 wurde das Gerät etwa zwei Millionen mal verkauft.
Heute ist es selbstverständlich, das ein Computer bzw. ein Betriebssystem eine grafische Benutzeroberfläche hat. Steve Jobs hat diese Oberfläche bei einem Firmenbesuch bei Xerox entdeckt. Kurz darauf hatten Apple Computer ebenfalls eine grafische Benutzeroberfläche. Die meisten Merkmale und Prinzipen heutiger moderner Benutzeroberflächen (wie Pull-Down Menü, Desktop, Drag und Drop, Doppelklick, Papierkorb) waren Apple Entwicklungen. Damals schon sehr intuitiv, wenn man bedenkt, das sich grundlegend an der Computerbedienung seither nichts geändert hat. Jeder Mac, Windows Rechner hat heute noch einen Desktop, einen Papierkorb und auch einen Desktop. Selbst grafische Oberflächen für Linux folgen diesem Bedienkonzept.
Diese grafische Benutzeroberfläche wurde 1983 mit dem Computer “Apple Lisa” eingeführt. Es war einer der ersten PC mit grafischer Oberfläche und Mausbedienung. Der Rechner verkaufte sich allerdings ziemlich schlecht, was wohl am hohen Kaufpreis (rund 10’000 US-Dollar) lag.
1984 erschien der erste Macintosh. Ein kleiner grauer Kasten mit integriertem Bildschirm und einem Schlitz für Disketten. Er war der Nachfolger vom Apple Lisa. Der Preis lag bei rund 2’500 US-Dollar. Der Macintosh hatte ebenfalls eine grafische Oberfläche und Mausbedienung. Ich selber kenne diese Macs, unsere Schule hatte noch solche. Sim City funktionierte hervorragend darauf!
Nach internen Streitereien verliess Steve Jobs das Unternehmen. Danach ging es bei Apple kontinuierlich bergab. Mitte der 1990er Jahre steckte Apple in einer ernsten Krise. Das Unternehmen stand kurz vor dem finanziellen Ruin oder einer feindlichen Übernahme. Das grösste Problem war, das das Apple Betriebsystem im Vergleich zur Konkurrenz veraltet war. Das Apple Management brachte es nicht fertig einen Nachfolger zu entwickeln, mehrere Versuche scheiterten. Überraschen übernahm Apple im Jahr 1997 das Unternehmen “NeXT”. NeXT wurde von Steve Jobs, nach seinem Abgang bei Apple gegründet, der somit wieder zum Apple Konzern gehörte. Im selben Jahr musste Apple eine Milliarde Dollar abschreiben, nach der NeXT Übernahme nahm Steve Jobs wieder die Führung seines Konzern.
Steve Jobs wusste um Apple zu retten muss er mit dem Teufel einen Pakt schliessen. Für Apple war damals Microsoft der Teufel. Dieser Pakt führte zum berühmten Microsoft – Apple – Deal. Microsoft kaufe für 150 Millionen stimmrechtslose Aktien. Gleichzeitig wollten beide Firmen enger zusammen arbeiten. Microsoft verpflichtete sich Microsoft Office auch für den Mac anzubieten. Der Internet Explorer von Microsoft wurde der Standard Browser auf dem Mac.
Beinahe gleichzeitig stellte Apple das neue Betriebsystem OS X vor. Wobei das X für 10 steht. OS X das in Grundzügen dem NeXT Betriebsystem entsprang und auf UNIX basiert. Auch die Computer wurden neu entworfen. 1998 stellte Steve Jobs den iMac vor. Der wohl erste Computer, der keine graue Kiste mehr war, sondern ein farbenfrohes Design hatte. Der iMac wurde von Jonathan Ive entworfen, der heute noch Chefdesigner bei Apple ist. Auch gab es eine komplett neue Produktstrategie von nun an gab es bei Apple nur noch 2 Linien an Produkte eine für Heimanwender und eine für Profis. Und für jede Linie je einen mobilen Rechner (Notebook) und einen stationären Desktop Rechner. Das iBook und der iMac waren für die Heimanwender und das PowerBook und der Power Mac für die Profis gedacht.
Die neuen Produkte verkauften sich hervorragend und Apple erholte sich langsam von seiner Krise. Im Oktober stellte Jobs das erste “Post – PC – Gerät” vor. Den iPod. Der iPod war nicht der erste MP3 Player, aber hatte sehr viel Innovation. Der iPod bekam eine 5GB Festplatte und war damals der erste MP3 Player mit einer so grossen Kapazität. Ausserdem führte der iPod die Musiksortierung ein. Man konnte erstmals bei einem MP3 Player nach Interpreten sortieren.
Der iPod ist bis heute ein grosser Erfolg. Im Oktober 2011 wurden über 300 Millionen iPods weltweit verkauft. Im Zusammenhang mit dem iPod wurde auch iTunes die Muiskverwaltungssoftware für Windows und Mac veröffentlicht. 2003 kam der iTunes Music Store hinzu. Heute bietet der Store über 28 Milionen Lieder an. Im Jahr 2011 verkündete Apple das über 15 Billionen Lieder über itunes weltweit gekauft wurden. In den USA sind 88% der gekauften Lieder über iTunes gekauft worden.
2007 kam die nächste Innovation – das iPhone. Das iPhone war das zweite “Post – PC -Gerät”, und war der Beginn der heutigen Smartphone – Ära. Das iPhone war komplett über den Bildschirm steuerbar, und eines der ersten Touch Screen Geräte, das Eingaben von mehreren Fingern interpretieren und verarbeiten konnte. Im März 2012 wurden total über 218 Millionen iPhones weltweit verkauft. Mit dem iPhone, wurde der iTunes Store erweitert, man konnte nun Programme (liebevoll Apps genannt) über den Store erwerben. Entwickler können ihre Apps dort anbieten, der Verkauf mit dem Kunden wird über Apple abgewickelt, Apple erhält pro verkaufte App 30% Provision vom Verkaufspreis. Im Juni 2012 wurden über 30 Billionen Apps über den Store geladen.
Im Januar 2010 kam das dritte “Post-PC-Gerät” – das iPad. Ein Tabletcomputer das auf den ersten Blick ein iPhone in gross ohne Telefonfunktion ist. Zurzeit wurden rund 70 Millionen iPads verkauft. Viele andere Hersteller, entwickeln inzwischen ähnliche Tabletcomputer.
Vor 15 Jahren war Apple kurz vor dem Konkurs. Heute ist Apple die wertvollste Marke der Welt. Apple hat über 100 Milliarden Dollar Barreserven, das ist mehr als der Staatshaushalt der USA. Das Geld würde wohl reichen um Grichenland mehrmals zu “retten”.
Was macht Apple so besonders? Warum interessiert sich die halbe Welt, wenn Apple eine neues Produkt vorstellt? Zum einen ist es bestimmt geniales Marketing. Aber auch die Innovation. Apple hat zwar selten etwas neues erfunden, aber sie haben bisherige Erfindungen genommen, verbessert und Massentauglich gemacht – vielleicht darum wartet man bei jeder Apple Pressekonferenz auf ein Gadget der Zukunft.
Ich selber? Benutze seit 2010 eigentlich nur noch Apple. Weil Apple mir das bietet was bisher kein anderer Hersteller konnte. Perfekte Vernetzung all meiner Geräte und meiner Inhalte. Adressbuch, Terminkalender, Musik, Filme, Serien, sind alle problemlos synchroniserbar mit meinem iPhone oder iPad. Dank dem Apple TV, kann ich den neusten Film oder die neuste Serie auch bequem auf meinem TV ansehen, ohne eine DVD zu brennen oder Filme auf einen USB Stick zu kopieren. Es funktioniert einfach.Das einfache überzeugt. Auspacken, anschliessen und es funktioniert ohne Konfigurationsaufwand – hier dürfen Konkurrenten gerne mal eine Scheibe abschneiden.