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Bei einer konventionellen Bohrung wird senkrecht in die Tiefe gebohrt, um herkömmliche Gas- oder Ölvorkommen zu erschliessen. Die Rohstoffe lagern nicht in unterirdischen Ölseen oder Gaskavernen. Vielmehr liegen das Gas und das Öl – wie in einem Hut gefangen – in kleinen Zwischenräumen eines lockeren Gesteins. Einmal angebohrt, strömt das Gas oder Öl durch die Gesteinsporen zum Bohrloch und über dieses nach oben.
Nach der Ausbeutung solcher Lagerstätten bleibt das Gestein stabil. Zudem kann es zur Lagerung des Klima schädigenden CO2 eingesetzt werden.
Die Technologie zur Erkundung und Erschliessung konventioneller Lagerstätten ist technisch ausgereift und wird seit Jahrzehnten eingesetzt. Im sogenannten Rotary-Verfahren bohrt sich der Meissel in einem ummantelten Bohrgestänge in die Tiefe. Das Bohrloch wird mit zunehmender Tiefe enger. Eine wässrige Tonlösung kühlt den Meissel und spült das ausgebrochene Gestein – im Fachjargon Bohrklein genannt – an die Oberfläche. Oben und unten am Bohrloch sichern Ventile ein unkontrolliertes Austreten von Gas oder Öl.
Die Spülflüssigkeit kühlt den Bohrkopf oder Bohrmeissel. Die Flüssigkeit spült das ausgebrochene Gestein (Bohrklein) nach oben. In einem Rüttelsieb werden Spülung und Bohrklein getrennt. Die Spülung wird erneut ins Bohrloch gepumpt.