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Das Geschäftsjahr 2015 war für den Flugzeugbauer Pilatus erfolgreich. Mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Schweizer Franken konnte der Flugzeughersteller an das gute Ergebnis des Vorjahres anknüpfen, wie das Unternehmen in einer Meldung berichtet. Der Rückgang beträgt 4,4 Prozent. Der Gewinn beläuft sich auf 191 Millionen Franken, obwohl fast 150 Millionen Franken in die Infrastruktur sowie in die Forschung und Entwicklung investiert wurden. Auch beim Personal wurde investiert: 63 zusätzliche Vollzeitstellen kamen am Hauptsitz in Stans dazu.
Gegenüber dem Vorjahr konnte Pilatus den Bestellungseingang steigern, so dass per Ende 2015 Bestellungen im Umfang von 1,4 Milliarden Franken vorliegen. Der grösste Flottenauftrag kam von der australischen Luftwaffe, welche knapp vor Ende des Jahres 49 PC-21 Trainingsflugzeuge bestellte und damit die Jahresbilanz rettete. Wie die «Bilanz» in ihrer letzten Ausgabe berichtete, hat der Grossauftrag aus Down Under einem Wert von gegen 800 Millionen Franken; das sind mehr als zwei Drittel des Jahresumsatzes.
Trainingsflugzeuge deutlich lukrativer
Letztes Jahr hat Pilatus 121 Flugzeuge gebaut. Bei rund der Hälfte der Flugzeuge handelte es sich um Zivilflugzeuge, bei den anderen um Trainingsflugzeuge. Der Markt für Zivilflugzeuge entwickelt sich nach einem Tief aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 wieder besser. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 70 PC-12 NG ausgeliefert, am meisten davon nach Nordamerika. Im November präsentierte Pilatus seine neueste Weiterentwicklung des Modells.
Trotz dem grossen Erfolg mit den Zivilflugzeugen ist der Geschäftsbereich der Trainingsflugzeuge für rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes verantwortlich.
Die Investitionen von rund 150 Millionen kamen der Logistik, aber auch der Produktionsinfrastruktur zugute. Ein neues Oberflächenbehandlungszentrum soll zukünftige Umweltstandards erfüllen. Weiter steckte Pilatus Geld in sieben moderne Fräsmaschinen.
Die Vorbereitungen auf die serienmässige Produktion des PC-24 sind am Laufen, dafür wird eine weitere Produktionshalle in Stans benötigt. Im Mai absolvierte ein erster Prototyp einen 55-Minuten-langen Testflug. Laufen die weiteren Tests, der unterdessen zwei Prototypen, nach Plan, sollen die Auslieferungen an Kunden ab dem vierten Quartal 2017 erfolgen. 84 Flugzeuge wurden vorbestellt, vorerst akzeptiert der Flugzeugbauer keine weiteren Bestellungen.
Präsident Oscar Schwenk zeigt sich zufrieden mit dem vergangenen Jahr, warnt gleichzeitig aber vor zu hohen Erwartungen: «Das Jahr 2015 war erneut ein Rekordjahr, aber das laufende Jahr 2016 wird weniger gut werden – das wissen wir schon jetzt. Umsatz und Ertrag werden tiefer ausfallen aufgrund der Tatsache, dass Flottenaufträge erst ab 2017 finanziell wirksam werden.»
(jfr)