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Das Wichtigste in Kürze
- Brendan Fraser ist zurück aus der Versenkung.
- Mit «The Whale» feiert er ein starkes Comeback und lanciert seine Karriere neu.
An den Filmfestspielen von Venedig wird unter anderem «The Whale» von Darren Aronofsky (53) vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um eine tiefschürfendes Drama.
Der einstige Hollywood-Schönling Brendan Fraser (53) verkörpert darin einen 300 Kilo schweren «Wal». Als Englischlehrer, der nach dem Tod seines Partners an Fettsucht leidet, versuht er sich mit seiner Tochter zu versöhnen. Das eindrucksvolle Comeback von Fraser auf die grosse Leinwand markiert den Beginn eines zweiten Frühlings in seiner Karriere.
Anfänge als Action-Star
Als «Steinzeit Junior» und damit als weltfremder, treudoofer Naivling war Brendan Fraser 1992 auf der Hollywood-Bildfläche erschienen. Über die Jahre kultivierte er diese Figur und reifte zum Blockbuster-Helden.
Der endgültige kommerzielle Durchbruch gelang ihm 1999 dank des Fantasystreifens «Die Mumie». Fraser schien prädestiniert für eine grosse Karriere als Action-Star. Doch es kam anders.
Missbrauch und Depressionen
Frasers Gesundheit litt massiv unter seiner Profession aufgrund selbst durchgeführter Stunts. Mehr noch als physisch litt er jedoch psychisch an den Folgen seines Ruhms. 2018 enthüllte Brendan Fraser im Zuge der #MeToo-Bewegung: Im Jahr 2003 war er vom damaligen Präsidenten der Hollywood Foreign Press Association sexuell belästigt und begrapscht worden.
«Ich fühlte mich krank. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind. Ich fühlte mich, als wäre da ein Ball in meinem Hals. Ich dachte, ich würde gleich weinen», so Brendan Fraser.
Doch echte Konsequenzen zogen seine Anschuldigungen nicht nach sich, zumindest nicht für den vermeintlichen Täter. Brendan Fraser dagegen verfiel in eine tiefe Depression. Die Scheidung von seiner Ehefrau Afton Smith und den Tod seiner Mutter verstärkten die psychische Belastung.
Ganz von der Bildfläche verschwand Fraser zwar nie, besagte Bildfläche wurde aber deutlich kleiner. Mit diversen Serien- und TV-Rollen hielt er sich über Wasser, von «Texas Rising» bis zuletzt der DC-Serie «Doom Patrol». In «The Whale» könnte nun Frasers Chance liegen.
Brendan Fraser plötzlich Oscar-Kandidat?
Ob «The Whale» Fraser gar zu einem Oscar-Anwärter machen könnte, muss sich erst zeigen. Die Quote von Aronofsky kann sich jedenfalls sehen lassen. Natalie Portman (41) erhielt 2011 für «Black Swan» den Oscar. Ellen Burstyn (89) wurde für «Requiem for a Dream» als Hauptdarstellerin nominiert.
Ganz unabhängig von dem potenziellen Erfolg eines «The Whale» scheint Frasers zweiter Frühling in Hollywood gekommen zu sein. Zwei ebenfalls vielversprechende Filme mit ihm in tragenden Rollen befinden sich bereits in der Postproduktion: Das stargespickte Western-Drama «Killers of the Flower Moon». Zudem die Comic-Adaption zu «Batgirl», in der Fraser Berichten zufolge Bösewicht Garfield Lynns alias Firefly mimt.