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1982 Aufnahme in den bernischen Kirchendienst
Professor Ulrich Luz starb am 13. Oktober 2019. Er studierte Theologie an den Theologischen Fakultäten in Zürich und Göttingen und promovierte und habilitierte sich in Zürich bei Professor Eduard Schweizer. Nach 2 Jahren als Dozent in Japan wurde er nach Göttingen berufen, wo er 8 Jahre lang lehrte. 1980 wurde er an die Theologische Fakultät in Bern berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung Neues Testament lehrte. Seine Rückkehr in die Schweiz erlaubte es ihm die Theologie, und besonders wichtig für ihn die exegetische Arbeit, in der Kirche und der Gesellschaft aktiv einzubringen. Sein Hauptwerk war nach einem Buch zum Geschichtsverständnis des Paulus sein vierbändiger Matthäuskommentar, in dem er Gewicht auf die Wirkungsgeschichte legte. Zahlreiche Publikationen begleiteten seine Lehrtätigkeit. Nach seiner Emeritierung 2003 verfasste er eine Theologische Hermeneutik zum Neuen Testament. Sein letztes Buch schrieb er mit Laien für Laien: Das Neue Testament, wer, was, wo für Einsteiger*Innen (eine Einführung und Hintergrund zum Neuen Testament).
Schon während des Studiums in Zürich und Göttingen pflegte er Kontakte zu Theologie-Studenten in Ostdeutschland (DDR). Nach dem Fall der Mauer erweiterte er diese Kontakte nach ganz Osteuropa, woraus ein intensiver theologischer Austausch zwischen Ost und West entstand, der in der Gründung des „Liaison Committee for Eastern Europe“ gipfelte. Der ökumenische Dialog und die Förderung junger angehender Theolog*innen war ihm ein sehr wichtiges Anliegen. Auch in Afrika und Lateinamerika setzte er sich für den ökumenischen Dialog ein.
Ulrich Luz war verheiratet. Ihm wurden 3 Kinder und 5 Enkel geschenkt.