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Auch wenn ich lange skeptisch war: Facebook ist ja gut und schön, aber auch gewaltverherrlichend. Zu einem “neu gewonnenen Freund” (der allerdings schon seit Jahren mein Freund ist, liebes Fatzebock) hiess es kürzlich:
XY hat deine Freundschaftsanfrage bestätigt. Da er neu bei Facebook ist, solltest du schlage ihn…
… ach so: “schlage ihn Personen vor, die er kennt”.
Aber egal – dies und Sätze wie “XY hat seine Status ebenfalls kommentiert” erinnern mich trotzdem verdächtig an die Babelfish-übersetzten Schrottmails des “easyJet Kundenderfahrung Team” [sic!].
Gut, auch auf der Tagi-Website stehen tagelang Dinge wie “Pendler Sitzplatzfrust” oder “Aeroflot Maschine”; aus zwei Toten werden kurzerhand drei gemacht. Wenn schon bei einer grossen Tageszeitung das Netz-Korrektorat offenbar weggespart wurde und sich unsorgfältig formulierte Texte unbedarfter Praktikanten zusehends unter diejenigen gestandener Schurnis mischen, wäre es ja beinahe schon frech, von anderen Websites eine korrekte Sprache zu verlangen.
Man muss kein pensionierter, verknorzter Deutschlehrer alter Schule sein, um sich über die zunehmende Anzahl Fehler in Netztexten zu nerven (siehe auch hier und hier), die auf der Verursacherseite niemanden zu interessieren scheinen und auf einen latenten Mangel an Sprachgefühl bzw. eine unterentwickelte Sensibilisierung für solche Anliegen schliessen lassen.