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Der Durchstieg der Eiger-Nordwand ist gefährlich. Nachdem bereits ein Jahr zuvor eine Zweierseilschaft bei einem der ersten Durchsteigungsversuche tödlich verunglückt ist, sterben 1936 alle Bergsteiger einer Viererseilschaft. Am 21. Juli 1938 bricht der Bergsteiger und Forschungsreisende Heinrich Harrer (1912–2006) mit den Begleitern Anderl Heckmair (1906–2005), Fritz Kasparek (1910–1954) und Ludwig Vorg (1911–1941) zur Klettertour auf. Harrer geht mit Kasparek los, das andere Team bilden Heckmair und Vorg. Die beiden Seilschaften steigen getrennt in die Wand ein. Weil Heckmair und Vorg für die nächsten Tage schlechtes Wetter befürchten, kehren sie zunächst wieder um.
Dramatische Tage
Am nächsten Tag machen sich Heckmair und Vorg erneut auf. Sie erreichen Harrer und Kasparek zwischen dem zweiten und dritten Eisfeld. Getrennt klettern beide Seilschaften weiter, Heckmair übernimmt die Führung. Nachdem sie sich mehrfach schon gegenseitig unterstützt haben, schliessen sie sich nach einem überstandenen heftigen Lawinenabgang zusammen. Nach zwei weiteren Nächten im Biwak erreichen sie in der Nacht zum 24. Juli den 3970 m hohen Gipfel des Eigers erstmals über die Nordwand – eine für die damaligen Verhältnisse und ihre Ausrüstung enorme Leistung.
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