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Die Kultivierung
Die Anlagen werden mit einer sogenannten Kopffüllmaschine befüllt. Auf dem Förderband rechts im Bild wird das in Full frisch produzierte Substrat zugeführt. Von links wird gleichzeitig die Deckerde durch die Kopffüllmaschine gleichmässig auf dem Substrat verteilt und auf Bändern in die Aluminiumgestelle gezogen.
Nach dem Einfüllen wird der Raum geschlossen und das Kultivieren kann beginnen. Zuerst muss die Wärme die das Substrat abgibt, kompensiert werden. Kalte Luft wird in die Anlage geleitet und die „warme“ Abluft wird über ein Wärmerad, welches Temperatur und Feuchte überträgt an die Zuluft und nachher im Luftkanal abgeleitet.
Die wichtigsten Faktoren sind Lufttemperatur, Komposttemperatur, Feuchte und CO2-Gehalt. Diese Einheiten werden Tag und Nacht genau überwacht. Das Mycel,
welches im Substrat als weisse Fäden bereits vorhanden ist, muss während den ersten 7 Tagen bei 95 % Luftfeuchte und einer Lufttemperatur von 17 Grad die Deckerdeschicht durchwachsen.
Die Komposttemperatur beträgt rund 25 Grad. Der CO2-Gehalt ist in dieser Zeit ca. 20-mal höher als bei Frischluft. In den ersten 6 Tagen werden pro Quadratmeter ca. 30 Liter Wasser gegossen.
Nach 8 bis 9 Tagen wird „abgelüftet“. Dabei wird die Temperatur und der CO2-Gehalt gesenkt. Das simuliert den Herbstanfang und damit beginnt die Fruchtkörperbildung. Nach 20 bis 22 Tagen können dann die ersten Champignons geerntet werden. Das ist die erste Welle welche am meisten Pilze hergibt. Die Champignons aus der ersten Welle sind vielfach etwas schuppiger als die darauf folgenden.
Die Ernte erfolgt von Hand mit grosser Sorgfalt. Da die Pilze sehr empfindlich sind, wird jedes unnötige Anfassen vermieden.
Je nach dem werden 3 bis 4 Wellen geerntet. Zwischen den einzelnen Wellen wird jeweils eine Ruhezeit von 4 bis 5 Tagen benötigt. Während dieser Phase wird jeweils erneut gegossen.
Nach 3 bis 4 Wochen Erntezeit ist das Substrat weitgehend verbraucht und muss ausgetauscht werden.
Das „verbrauchte“ Substrat – Champi-hum - ist ein sehr guter Bodenverbesserer und wird im Garten- und Gemüsebau sowie in der Landwirtschaft wieder verwendet.
„Champi-hum“ eignet sich auch für private Gärten sehr gut und lässt Blumen und Gemüse wunderbar gedeihen.
Die Entwicklung des Champignons
Champignons werden bereits seit über 200 Jahren gezüchtet, waren aber lange Zeit eine fast unerschwingliche Delikatesse. Durch die kontinuierlich verbesserten Zuchtmethoden sind sie heute das ganze Jahr in gleichbleibender Qualität und zu günstigen Preisen erhältlich.
Champignons - der Gesundheit zuliebe
Champignons können noch viel mehr: Lange waren die gesundheitlichen Wirkungen von Pilzen bei uns in Vergessenheit geraten. Pilze sind besonders reichhaltig an
aktiven Substanzen.
Champignons sind aufgrund ihrer Nährstoffe ideal für eine moderne Ernährung und eine hervorragende Abwechslung zu Fleisch. Die Ernährungswissenschaft fordert schon lange eine Reduktion des Fettkonsums. Champignons kommen diesen Forderungen in idealer Weise entgegen, daneben enthalten sie auch komplexe Kohlenhydrate (Nahrungsfasern).
Durch ihr feines Aroma passen Champignons zu fast allen Gerichten. Aus diesem Grund werden sie vielfach als Beilagen verwendet. Warum aber nicht auch zwischendurch Pilze als Hauptgericht und als Fleischersatz?
Folgende Eigenschaften machen Champignons zu einem wertvollen Nahrungsmittel:
- sehr geringer Fettgehalt
- hochwertiges Eiweiss (Protein)
- reich an Ballaststoffen
- kein Cholesterin
Champignons sind fast schon küchenfertig!
Champignons müssen nicht geschält werden. Dadurch brauchen sie bei der Vorbereitung wenig Zeit und es fällt kaum Abfall an. Die Pilze nur kurz unter fliessendem Wasser waschen und fertig. Champignons können übrigens auch roh als Salat genossen werden.