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Mir war nie bewusst, dass ich mich um meine Darmflora kümmern sollte. Sie ist einfach da und macht ihr Ding, wie alle Organe, Drüsen und sonstige Sachen im Körper.
Ich fühlte mich null verantwortlich für die Bakterien im Darm. Wieso sollten sie mich auch weiter interessieren?
Auch wenn mir klar war, dass der Darm das Essen verdaut und mein Durchfall, die Bauchschmerzen und Magenkrämpfe mit der Verdauung zu tun hatten, habe ich mich nie direkt Gedanken zu der Darmflora gemacht.
So wie du dich durch Sport, Schlaf und Körperpflege um deinen Körper kümmerst, genauso musst du dich auch um deine Verdauung kümmern.
Stell dir vor, dein Darm wäre ein Aquarium mit Fischen
Die Fische müssen gefüttert werden. Die Wasserqualität muss stimmen. Du gibst nichts ins Aquarium, dass den Fischen schadet und du schaust, dass sie sich vermehren oder kaufst ab und zu neue Fische fürs Aquarium. Du hast unterschiedliche Fischarten, um ein optimales Ökosystem aufrecht zuerhalten.
Die Fische sind deine Bakterien.Sie brauchen gute, hochwertige Nahrung (Ballaststoffe) um zu überleben. Sie brauchen ein gutes «Klima», sprich keine störenden Faktoren wie Zusatzstoffe und Stabilisatoren,Pestizide, Fungizide, Herbizide (an Gemüse und Früchten),ungesunde Ernährung mit zu viel Zucker, zu viel Fett oder Kohlenhydrate, regelmässiger Alkohol und viel Kaffee.
Die Artenvielfalt erreichst du, indem du möglichst unterschiedliches Gemüse isst. Gemüse in allen Farben. Vielleicht hast du auch schon den Satz gehört «eat the rainbow».
Durch roh fermentierte Lebensmittel, die du auch roh isst, siedelst du neue Bakterien im Darm an. Diese neuen Bakterien sind wiederum darauf angewiesen, dass sie einen guten «Nährboden» haben und ausreichend gefüttert werden mit faserhaltigen (= ballaststoffreichen) Lebensmitteln.
Fermentiere Lebensmittel:
-Sauerkraut
-Randen
-Kimchi
-Kefir
-Kombucha
-Tempeh
-Miso
-Tamari (Sojasauce ohne Weizen)
Ballaststoffhaltige Lebensmittel:
-Brokkoli
-Artischocken
-Lauch
-Federkohl
-Zwiebeln
-Pack Choi
-Kürbis (Butternut)
-Quinoa
-Amaranth
-Kichererbsen
-Chiasamen
Macht ja nichts, wenn ich nicht so gesund esse. Oder doch?
Auch wenn du nach dem Essen nicht umgehend Symptome bekommst, heisst es nicht, dass es deinem Körper guttut. Wir lassen uns zu sehr vom «Belohnungssystem» leiten: Hat es keine Konsequenzen (in naher Zukunft) dann war es okay.
Die Bakterien werden trotzdem beeinträchtig und über die Jahre wird dein Körper krank und die Symptome kumulieren sich.
Vergiss das «Belohnungssystem» und sieh gesund und gut zu essen als eine Form der Selbstliebe und der Wertschätzung gegenüber dir und deinem Körper.