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für Sopran, Alt und Bass, Vokalensemble, Horn I+II, Oboe I+II, Streicher und Basso continuo
Mit seinen in der zweiten Hälfte der 1730er-Jahre entstandenen vier Kyrie-Gloria- Messen kompilierte Bach ein veritables «Best of» seiner bewährtesten Kirchenstücke, die sich in der neuen lateinischen Umarbeitung sowohl für den Leipziger Gottesdienst wie auch für auswärtige Bestellungen eigneten. Die Missa in F macht in ihren konzertanten Tutti-Sätzen «Gloria in excelsis» und «Cum Sancto spiritu» (nach der Weihnachtskantate BWV 40) wirkungsvoll von einem Hörnerpaar Gebrauch, während die dazwischen geschalteten Arien ihren würdevoll strahlenden, leidenschaftlich erregten und traurig verhaltenen Grundaffekt von ihren Vorlagewerken (etwa BWV 102) übernommen haben. Das eröffnende Kyrie hingegen geht bereits auf eine Weimarer Komposition zurück, die sich durch das Zitat der Abendmahlseinleitung «Christe, du Lamm Gottes» klar dem protestantischen Gottesdienstkontext zuordnen lässt.