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Information zu Schulprojekten des ABZ ETH
Das Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht ABZ setzt sich für einen nachhaltigen und intellektuell herausfordernden Informatikunterricht ein. Zu den Aktivitäten gehört die Entwicklung von Lehrbüchern und Unterrichtsmaterialien, Fortbildung der Lehrpersonen aller Stufen mit der Vorführung von fünf wöchentlichen Unterrichtssequenzen vor Ort, die individuelle Förderung von interessierten Jugendlichen und die Popularisierung der Informatik in der breiten Öffentlichkeit. Der Informatikunterricht legt den Fokus auf die Entwicklung des Abstraktionsvermögens und die Fähigkeit, konstruktive Lösungswege zu entdecken und diese unmissverständlich zu kommunizieren. Diese Ziele werden auch bei der Einführung in die Programmierung für die Primarschule und Sek I verfolgt. Das konstruktive Denken und Handeln kommt in keinem anderen Fach in vergleichbarem Masse vor. Die modulare Vorgehensweise ermöglicht es, unerwartet komplexe Systeme schon ab dem Alter von 10 Jahren systematisch und übersichtlich zu entwerfen, erfolgreich zu implementieren und zu testen. Mehr Informationen über die Beiträge des frühen Programmierens zur Bildung findet man auf:
Wegen des grossen Interesses an der kostenlosen Durchführung von Unterrichtsprojekten in Primarschulen werden diejenigen Schulhäuser bevorzugt, welche folgende Bedingungen erfüllen:
- Die Schulleitung zieht für die Zukunft ernsthaft in Betracht, das Programmieren im obligatorischen Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler anzubieten.
- Alle Lehrpersonen der Schule, die beabsichtigen, potenziell in den nächsten Jahren das Programmieren zu unterrichten, nehmen an einer vier- bis sechsstündigen Lehrerfortbildung vom ABZ teil.
- Das Projekt verläuft in 15-20 Unterrichtsstunden, verteilt auf 5 Wochen, in allen Klassen eines Jahrgangs, wahlweise in den fünften oder den sechsten Klassen.
- Die Lehrpersonen nehmen als Beobachter oder als Mitwirkende am gesamten Unterricht teil und betrachten dies als Praxis-Teil der Fortbildung.
- Nach der erstmaligen Durchführung des Projektes entscheidet die Schulleitung über die Weiterführung des Projektes in den nachfolgenden Jahren und informiert das ABZ über diese Entscheidung.
Für die Durchführung des Projektes offeriert das ABZ:
- Arbeitshefte für die Kinder und Lehrbücher für die Lehrpersonen
- Organisation und Durchführung der Lehrerfortbildung
- Erstmalige Durchführung des Projektes mit dem Einsatz von mindestens zwei ABZ-Mitgliedern pro Klasse. Bei Bedarf wird für die Zeit des Projektes ein mobiles Arbeitszimmer an die Schule ausgeliehen.
- Wettbewerb am Ende des Projektes, mit Preisen für alle beteiligten Kinder und Feedback über die Resultate an die Schule.
- Nach Bedarf unterstützt das ABZ die Schule im nachfolgenden Jahr beim Programmierunterricht mit einem ABZ-Mitarbeiter pro Klasse.
- Nach dem 2. Jahr wird eine möglichst selbständige Weiterführung durch die Schule angestrebt, indem die Lehrpersonen alleine oder mit der Assistenz durch eine zweite Lehrperson oder einen PH-Studierenden unterrichten.