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Schweizerinnen und Schweizer zahlen weniger Steuern als die Bürger in den meisten anderen Industriestaaten. Dies hat eine Untersuchung der US- Wirtschaftszeitschrift "Forbes Global" ergeben. Laut "Steuerschmerzindex" steht die Schweiz an 14. Stelle.Dieser Inhalt wurde am 02. Februar 2000 - 11:53 publiziert
Schweizerinnen und Schweizer zahlen weniger Steuern als die Bürger in den meisten anderen Industriestaaten. Dies hat eine Untersuchung der US- Wirtschaftszeitschrift "Forbes Global" ergeben. Laut "Steuerschmerzindex" steht die Schweiz an 14. Stelle. Bei den Einkommenssteuern und Sozialabgaben kann es die Schweiz gemäss Studie mit den USA aufnehmen.
Für seinen Vergleich zog das Wirtschaftsmagazin über 30 Industrieländer in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und im Nahen Osten heran. Das Magazin untersuchte alle in einem Land erhobenen Steuern und Abgaben: die direkten Steuern, die Beiträge an die Sozialversicherungen sowie die indirekten Fiskalabgaben wie Mehrwerts- und Umsatzsteuer.
All diese Steuern werden beim Ländervergleich in Betracht gezogen und ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP) des jeweiligen Staates gestellt. Mit einer Steuerquote von 34,8 Prozent nimmt die Schweiz einen Platz in der unteren Hälfte der Tabelle ein.
Eine ähnlich hohe Steuerquote weisen die USA (29,8 Prozent), Australien (29,6) und Japan (28,8) auf. Am geringsten ist sie in Mexiko (15,5). In Schweden macht die Steuerquote dagegen 53 Prozent der inländischen Wertschöpfung aus. Nur unwesentlich geringer ist sie in Dänemark mit 49,3 Prozent.
Zürich günstiger als Genf
Forbes vergleicht zudem die direkten Abgaben eines fiktiven Angestellten - verheiratet, mit zwei unmündigen Kindern - in drei verschiedenen Einkommensklassen: 50'000 Euro, 100'000 Euro und 200'000 Euro. Hier schneidet die Schweiz in Europa am besten ab, wobei die Zeitschrift für den Vergleich zwischen Genf und Zürich unterscheidet.
In Genf verbleiben dem Angestellten nach Abzug der persönlichen Einkommenssteuern und der Sozialabgaben 79,8 Prozent seines Bruttoeinkommens von 50'000 Euro, in Zürich 81,8 Prozent.
Das ist ein höherer Prozentsatz als in allen anderen europäischen Ländern, mit Ausnahme von Luxembourg, das sich zwischen Genf und Zürich schiebt. In den USA ist die entsprechende Zahl nur unwesentlich höher (82,8 Prozent).
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den beiden anderen Einkommensklassen. Bei einem Buttoeinkommen von 100'000 Euro verbleiben einem Angestellten in Genf nach den Abzügen 70,6 Prozent, in Zürich 76,7 Prozent.
Bei einem Bruttoeinkommen von 200'000 Euro stellt sich im wesentlichen das gleiche Ergebnis ein, doch tut sich hier eine Kluft zwischen Genf und Zürich auf. In Genf verbleiben dem Angestellten noch 59,6 Prozent des Bruttoverdienstes, verglichen mit 67,4 Prozent in Zürich.
Steuerschmerzindex: Schweiz an 14. Stelle
Schliesslich erstellt Forbes einen "Steuerschmerzindex", der allerdings nur nationale Steuern in Betracht zieht. Frankreich steht hier an der Spitze mit einem Indexwert von 193,1. Von 18 untersuchten Ländern steht die Schweiz mit einem Index von 125 an 14. Stelle. Den Platz mit dem niedrigsten Index nehmen die USA ein (90).
Der Schmerzindex fällt zu Gunsten der USA aus, weil die hohen Liegenschaftssteuern in den USA im Index nicht berücksichtigt sind. Zweitens werden für die Schweiz die den Kantonen und Gemeinden geschuldeten Einkommenssteuern beigezogen. Beides erklärt, warum die Schweiz einen relativ hohen Steuerschmerzindex aufweist.
SRI und Agenturen
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