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Über eine mit Graphen und Kohlenstoffnanoröhren angereicherte Wasserlösung lassen sich hochresistente und superelastische Fäden herstellen. - Amandad (CC0 Public Domain)
"Die von uns getestete Widerstandsfähigkeit der von Spinnen produzierten Fäden kommt beinahe der von Stahl gleich", erklärt Projektleiter Nicola Pugno. Dabei habe es man mit einem sechsmal niedrigeren Gewicht zu tun. In Sachen Zugfestigkeit werde sogar Kevlar, eine besonders robuste Aramidfaser, übertroffen. Als weitere Vorteile seien die biologische Kompatibilität und Abbaubarkeit zu nennen. Praktisch verwendet werden kann der innovative Faden wie ein Textilgarn, der in eine Nadel eingefädelt wird. Diese Eigenschaften ist den Experten vor allem in der Biomedizin wie beispielsweise beim Vernähen von Wunden und gentherapeutischer Anwendungen nutzbar. "Es ist möglich, diese Eigenschaften in zahlreichen fertigungstechnischen Bereichen zu nutzen", so der italienische Wissenschaftler. Entstehen weniger resistente Fäden Bei Experimenten hat sich jedoch herausgestellt, dass eine Massenproduktion derzeit noch nicht möglich ist. Den Forschern nach ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Methodik auf andere Tierarten wie beispielsweise die Seidenraupe übertragbar ist. Dabei entstünden zwar weniger resistente Fäden. Dieser Nachteil könne aber durch einfachere Verfahren bei Herstellung und Vermarktung ausgeglichen werden.