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Die Ölpreise haben zuletzt keine klare Richtung gefunden. "Gemessen an der Preisentwicklung befindet sich der Ölmarkt aktuell in einer ausgeglichenen Situation, wobei sich positive und negative Faktoren gegenseitig aufheben", erklärte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. So würden der schwächere Dollar, die höhere Risikobereitschaft der Anleger und eine anhaltend gute Förderdisziplin der Opec preisstützend wirken.
Zudem hätten sich die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung im Atomstreit zwischen den USA und dem Opec-Land Iran nicht erfüllt. Iranische Hardliner haben Präsident Hassan Ruhani am Montag aufgefordert, die für diese Woche geplanten diplomatischen Verhandlungen zur Rettung des Wiener Atomabkommens von 2015 abzubrechen. Hintergrund ist ein Angriff auf die Atomanlage Natans am Sonntag, für den der Iran seinen Erzfeind Israel verantwortlich macht.
Belastet würden die Preise durch die anhaltenden Beschränkungen in der Corona-Krise und die signifikante Steigerung der Produktion der Opec+, schreibt Weinberg. Daher seien insbesondere Grossanleger zuletzt pessimistischer gewesen./jsl/jha/
(AWP)