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«Es ist für Opfer schwierig, zu wissen, an wen sie sich wenden sollen. Den Hausarzt, das Spital, die Opferhilfe, eine Frauenorganisation, die Polizei?», sagte Marylène in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit Tamedia. Oft müssten Opfer einen regelrechten Parcours zwischen den Instanzen absolvieren, was sie dazu zwinge, ihre Geschichte mehrmals zu wiederholen. «Das bezeichnet man in der Fachsprache als sekundäre Viktimisierung.»
Eine Harmonisierung der Anlaufstellen würde den Betroffenen das Gefühl geben, gehört zu werden. «Natürlich hängt dies auch davon ab, wie gross die finanziellen Ressourcen sind, die zur Verfügung stehen», so Marylène.