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Freiburger Staatsrat vor Gericht
Philippe Demierre soll sich Geld für seinen Wahlkampf geliehen haben. Nun will er es zurückbezahlen.
Für seinen Wahlkampf soll sich der Freiburger Staatsrat Philippe Demierre 10'000 Franken von seiner damaligen Beraterin geliehen haben. Nur retourniert habe er den Betrag nie. Deshalb geht die Frau nun vor Gericht.
Lücke in der Schlussabrechnung
Wie RTS berichtet, soll die Beraterin Demierre das Geld im Jahr 2021 ausgeliehen haben. Das Darlehen ist jedoch nirgends in der Wahlkampf-Abrechnung des Gesundheitsministers aufgeführt. Der Haken daran: Übersteigt das Wahlkampfbudget die 10'000 Franken-Marke, dann muss eine Schlussabrechnung ausgewiesen werden. Darin müssen ebenfalls Personen oder Institutionen mit Name aufgeführt werden, die mehr als 5000 Franken in die Wahlkampfkampagne investiert haben.
Die Summe über 10'000 Franken wurde im September 2021 von einer Kommunikationsagentur in Martigny in Rechnung gestellt. Die Firma unterstützte Demierre bei seinem Wahlkampf.
Die Rechnung soll von der Beraterin eingegangen und von ihr bezahlt worden sein, wie die Recherchen von RTS zeigen. Monatelang soll die Frau schliesslich versucht haben, sich aussergerichtlich mit Demierre zu einigen. Allerdings ohne Erfolg. Der SVP-Politiker soll weder auf eine Mail vom 28. Oktober 2022 noch auf einen Brief vom 11. November 2022 geantwortet haben.
Schlichtungsanhörung Ende März
Die Frau reichte schliesslich beim Bezirksgericht des Glanebezirks Klage ein. Neben dem geliehenen Geldbetrag fordert die ehemalige Beraterin Demierres auch einen Schadenersatz von 20'000 Franken ein. Gegenüber RTS wollte Philippe Demierre keine Stellung nehmen und verwies auf die Freiburger Justiz. Diese bestätigt ein aktuelles Verfahren gegen den Gesundheitsminister und eine Schlichtungsanhörung, die am 22. März 2023 stattfinden soll.
Wie der Gesundheitsminister auf Anfrage von RadioFr. heute sagt, will der den Betrag zurückbezahlen. Eine weitere Stellungnahme will er wegen des laufenden Verfahrens allerdings nicht abgeben.