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(Kt. Graubünden,
Bez. Heinzenberg,
Kreis Thusis, Gem. Masein). 868 m. Burgruine und Wohnhaus, am rechtsseitigen Gehänge des Porteinertobels
und 2 km nw. der Station Thusis der Albulabahn. 9 reform. Ew. deutscher Zunge, Kirchgemeinde Masein. Wiesenbau und
Viehzucht. Die Burg war die Wiege des schon 1080 genannten Geschlechtes der Freiherren von
Schauenstein. Bruno von Schauenstein
war 1179 Bischof von Chur, und Albert von
Schauenstein ist der zweite Stifter des Dominikanerinnenklosters Cazis.
Durch Verträge, die das Geschlecht 1423 mit den Gemeinden des Domleschg geschlossen hatte, wurde die Entstehung
der spätern Bünde in Graubünden
günstig vorbereitet. Die
Schauenstein nannten sich auch Herren von Ehrenfels und später Herren von Haldenstein.
Mehrere ihrer Angehörigen zeichneten sich im Waffenhandwerk oder als Staatsmänner aus: Jakob fiel in der Schlacht von Siena
(1554);
Rudolf amtete 1585-1589 als Landeshauptmann im Veltlin und trat dann in fremde Dienste;
Thomas
von
Schauenstein-von Ehrenfels, Herr von Haldenstein, war Rektor der Universität Padua, liess als solcher seit 1604 verschiedene
Münzsorten schlagen und suchte 1619 durch klugen Rat das zerrissene Vaterland zu versöhnen.
Das Geschlecht erlosch zu Ende
des 18. Jahrhunderts. Sein letzter Vertreter, der die Grafenwürde erlangt hatte, hinterliess das Schloss
samt den von ihm abhängigen Besitzungen seinem Neffen Anton von Buol unter der Bedingung, dass dieser Namen und Wappen derer
von
Schauenstein führen solle. Karl Rudolf von Buol-Schauenstein war 1794-1833 der erste Bischof der Diözese Chur-St. Gallen.
Nachdem die
Schauenstein die Herrschaft Haldenstein erworben hatten, liessen sie ihre Stammburg allmälig
in Trümmer zerfallen.