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In der letzten Woche lagen die Temperaturen im Mittelland mehrfach bei sommerlichen 25 Grad oder mehr. Trotzdem kühlt es mittlerweile in der Nacht wesentlich stärker ab als noch im Juni, weil die Nächte schnell länger werden. Die Tageslänge nimmt rasant ab, zurzeit um 3 Minuten und 20 Sekunden pro Tag. Wer regelmässig um die gleiche Zeit aus dem Haus geht, kann ein Liedchen davon singen.
Am schnellsten verändert sich die Tageslänge um die Zeit der Tages- und Nachtgleichen (Äquinoktien) herum, also zum Herbst- und Frühlingsbeginn. Der Grund für die unterschiedliche Veränderung der Tageslänge liegt in der Zeitgleichung.
Zeitgleichung
Die Zeitgleichung beschreibt die Differenz zwischen der wahren Sonnenzeit und der mittleren Sonnenzeit eines Ortes. Dabei spielen zwei Komponenten eine Rolle:
1. Die Erde umkreist die Sonne nicht auf einer Kreisbahn, sondern auf einer Ellipse. Deshalb läuft die Erde unterschiedlich schnell auf ihrer Bahn.
2. Die Achse der Erde ist geneigt und je nach Position der Erde zur Sonne (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) verläuft ihr Weg unterschiedlich.
Die längeren Nächte haben meteorologisch gesehen nicht nur einen Einfluss auf die Temperaturen, auch die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Dunst, Nebel oder Hochnebel nimmt zu und die Gewittertendenz nimmt ab.