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Andrew Parsons/10 Downing Street/AFP
Obwohl es den Einwohnern Englands nicht erlaubt ist, das Land über die Feiertage zu verlassen, um „den NHS zu schützen und Leben zu retten“, ist es ihnen nach wie vor erlaubt, für Sterbehilfe ins Ausland zu reisen.
Die Enthüllung kam gestern, als Mitglieder des Parlaments im Vereinigten Königreich den Gesundheitsminister Matt Hancock zu den Auswirkungen des Reiseverbots befragten.
Der konservative Abgeordnete Andrew Mitchell forderte Hancock auf, „die Auswirkungen der neuen Coronavirus-Bestimmungen auf die Möglichkeit todkranker Erwachsener ins Ausland zu reisen um Sterbehilfe zu Erhalten“, zu klären.
Hancock gab eine ausführliche Antwort und erklärte, dass man trotz der neuen Sperrmaßnahmen, mit einer vernünftige Entschuldigung immer noch ins Ausland reisen könne, um dort zu sterben. Er sagte, „ins Ausland zu reisen, um Sterbebegleitung zu erhalten, sei eine vernünftige Entschuldigung, so dass jeder, der dies täte, nicht gegen das Gesetz verstoßen würde“.
Das Thema wurde im Parlament aufgrund eines kürzlichen Falles zur Sprache gebracht, in dem eine 45-jährige Frau ihre Pläne, zum Sterben in die Schweiz zu reisen, beschleunigte, bevor sie durch die bevorstehende Abriegelung daran gehindert würde, England zu verlassen.
Nach dem britischen Suicide Act 1961 ist es nach wie vor ein Verbrechen, jemandem zu helfen oder zu ermutigen, sich das Leben zu nehmen, aber es ist gesetzlich erlaubt, für Sterbehilfe ins Ausland zu reisen, z.B. in die Dignitas-Zentren der Schweiz.
Fiona Bruce, eine christliche Abgeordnete, gab eine strenge Antwort, in der sie die Diskrepanz zwischen einer strikten Abschottung für Gesundheitszwecke und der Zulassung von Reisen zum Zwecke des Selbstmordes hervorhob.
„Versteht und akzeptiert die Ministerin in dieser Zeit, in der das ganze Land große Opfer bringt, um Leben zu schützen, in einer Zeit außergewöhnlich hoher körperlicher und geistiger Belastung und in der sich viele Menschen sehr verletzlich fühlen könnten, die Meinung vieler, auch in diesem Haus, dass es völlig unangemessen – ja sogar unsensibel – wäre, wenn dieses Parlament auch nur annähernd erwägen würde, den Zugang zu irgendeiner Form von Selbstmord zu erleichtern?
Quelle und mehr Details: UK: People can travel for assisted suicide, but not the holidays