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Die Urform des Pferds, das Przewalskipferd, galt bis vor drei Jahren als in der freien Wildbahn ausgestorben. Jetzt aber erscheint die Art auf der neuesten roten Liste der IUCN, welche die Gefährdung von über 60‘000 Arten immer wieder neu beurteilt, nur noch als „gefährdet“. Die Wiederansiedlung der Przewalskipferde in der Mongolei kann damit laut einer Medienmitteilung des Wildnisparks Zürich Langenberg als Erfolgsgeschichte gewertet werden.
In den drei Wiederansiedlungsgebieten in der Mongolei leben momentan rund 300 freilebende Przewalskipferde, die von den Mongolen Takhis genannt werden. Die International Takhi Group (ITG) mit Sitz im Wildnispark Zürich betreibt zusammen mit der mongolischen Regierung das Projekt im Gobi B Schutzgebiet, welches der wichtigste Lebensraum für diese Tierart ist. 1968 wurde das letzte freilebende Przewalskipferd im Gebiet des heutigen Gobi B Schutzgebiets gesichtet. Es ist daher kein Zufall, dass die Gobi B 1985 bei einer Evaluation durch ein Expertenteam als das am besten geeignete Gebiet für eine Wiederansiedlung bestimmt wurde. 1992 wurden die ersten Takhis aus europäischen Zuchten dorthin gebracht. Der Wildnispark Zürich Langenberg wirkte ab 1996 als Sammelpunkt und Drehscheibe bei den Transporten. Diese wurden bis 2004 fortgeführt. Insgesamt wurden 89 Pferde in die Gobi B geflogen.
Auch der junge Hengst „Herkules“ wurde 1997 im Langenberg geboren und 1999 in die Mongolei gebracht. Nach Jahren, in denen er mit anderen Junggesellen durch die Gobi streifte und sich an die harten Bedingungen gewöhnen musste, führt er nun seit 2005 eine eigene Haremgruppe im westlichen Teil des Reservats. Dank der günstigen Lage hat die Gruppe im langen, harten Winter 2009/10 nur ein einziges Tier verloren, während die restliche Population sehr stark dezimiert worden ist. Nur die am besten angepassten Tiere haben überlebt.