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Angeblich wollen Fussballprofis nichts weniger als eine Verletzung ihrer Berufskollegen. Zu diesem Thema blättert unser Hollandbeauftragter heute in der Biographie von Andy van der Meijde, Seite 51f.
Das 324 Seiten dicke Werk enthält ein Vorwort von van der Meijdes Kumpel Zlatan Ibrahimovic und trägt den nicht völlig unpassenden Titel "Geen Genade", zu deutsch "gnadenlos".
Vor seinen dekadenten Wanderjahren bei Inter Mailand und Everton spielte der Flügelflitzer bei Ajax Amsterdam.
An einem Jugendturnier brach er dem Torwart von Newcastle United das Bein.
Später habe ich auch einem Verteidiger von Go Ahead Eagles das Bein gebrochen. Wir spielten mit einem Oranje-Jugendteam in Zeist gegen die Eagles. Bei denen spielte so eine Eiterbeule (galbak), die wir schon aus der Meisterschaft kannten. Auch in diesem Spiel fuhr er stets absichtlich in die Beine. Ich sagte meinen Teamkollegen in der Pause, dass ich mich revanchieren würde. Bei der erstbesten Gelegenheit ging ich mit gestrecktem Bein auf ihn los. Ich hörte den Knochen brechen. Wer dieses Geräusch je gehört hat, weiss was ich meine. Der Beinbruch war nicht das Ziel, aber der Tritt war sehr bewusst."
Van der Meijde wurde vom fuchsteufelswilden Trainer Co Adriaanse clubintern für eine Woche gesperrt. Ein rechtliches Nachpsiel hatte der Vorfall nicht.
Van der Meyde ist mittlerweile Schiedsrichter, wenn auch nur am Lingerie World Cup.