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Obwohl die Schweiz von 2003 bis 2020 um 1,3 Millionen Einwohner gewachsen ist und sich die Zahl der Grenzgänger verdoppelt hat, hat sich die Anzahl der offenen Stellen vervierfacht. Dies ist ganz einfach ein Schneeballeffekt und eine Endlosspirale. Der neue Arzt (zugewanderte Fachkraft aus dem Ausland) mit zwei Kindern braucht eine Lehrerin, die einen Bäcker benötigt, der wieder einen Lastwagenfahrer und Maurer braucht, welcher dann wieder fehlt und aus dem Ausland rekrutiert wird. Der Maurer zieht mit zwei Kindern hierher. Dieser bringt wieder zwei Kinder mit, und es beginnt von vorne – wie eine unendliche Wendeltreppe. Dieses quantitative Wachstum kann nicht ewig so weitergehen. Wir müssen auf ein qualitatives statt auf ein quantitatives Wirtschaftswachstum (pro Kopf) setzen. Wer dem Fachkräftemangel wirklich etwas entgegensetzen will, unterschreibt die Nachhaltigkeits-Initiative.[1]
Quelle: Einwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung nach Grund im Jahr 2022, https://www.sem.admin.ch/dam/sem/de/data/publiservice/statistik/auslaenderstatistik/monitor/2022/statistik-zuwanderung-2022-jahr.pdf, Seite 11.
Was die Einwanderungsgründe des letzten Jahres betrifft, so kamen die Zuwanderer aus dem EU-Raum hauptsächlich, um einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Bei den Zugewanderten aus Drittstaaten, von welchen die Schweiz im Jahr 2022 608’000 Personen zählte, waren gesamthaft 59 Prozent im Arbeitsprozess oder in einer Lehrlingsausbildung.[2] Von den im Jahr 2022 in die Schweiz zugewanderten Personen, die hier arbeiten wollten, machten EU-Bürger 94 Prozent aus, die restlichen 6 Prozent stammten aus Drittstaaten.
Eigentlich müssten zwingend Zuwanderer rekrutiert werden, die unserem Land einen Mehrwert bringen. Das heisst, Zuwanderer, die in der Schweiz mehr oder mindestens gleich viel an Abgaben leisten, wie sie Leistungen von unserem Staat in Anspruch nehmen. Leider nimmt die Sesshaftigkeit eines Zuwanderers zu, je schlechter seine Qualifikationen sind.[3] Damit bleiben vor allem schlecht qualifizierte Arbeitskräfte in unserem Land und profitieren vom gut ausgebauten Sozialstaat. Demgegenüber tendieren hochqualifizierte Fachkräfte dazu, für berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten die Schweiz wieder zu verlassen.
Unkontrolliertes und massloses Bevölkerungswachstum ist deshalb schädlich für den Arbeitsmarkt, für den Sozialstaat, für die Umwelt und für die Gesellschaft an sich.[4] Wer dem etwas entgegensetzen will, unterstützt die Nachhaltigkeits-Initiative!
[1] Quelle: Adecco Group, Swiss Job Market Index (jeweils März), saisonbereinigt.
[2] Gemäss «Erwerbsstatus der ständigen Wohnbevölkerung», BFS.
[3] «Was kostet die Zuwanderung?», George Sheldon in Politik & Wirtschaft, Schweizer Monat Nr. 1049, September 2017, S. 15.
[4] Reiner Eichenberger: Zuwanderung: Bitte mal nachrechnen, in: Handelszeitung, 4.7.2020, https://www.handelszeitung.ch/politik/zuwanderung-bitte-mal-nachrechnen-304058