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Wolf Wondraschek soll diese Geschichte Georg Tabori erzählt haben. Sie beleuchtet bildhaft, wie wertvoll Lebenserfahrung ist.
In einem wunderschönen Park geht ein junges Mädchen spazieren. Dabei kommt es zu einem hohen Baum, der ganz mit Blüten übersäht ist und gar prächtig aussieht. Das Mädchen schaut sich voller Bewunderung diesen Baum an und bemerkt auf einmal, dass auf dem Baum ein älterer Mann sitzt. Sie fragt ihn, ob sie auch auf diesen Baum klettern darf, da man von dort oben ganz gewiss noch viel mehr sehen könne. Der Mann erlaubt ihr dieses und das Mädchen, eine geübte Kletterin, macht sich auf, diesen Baum zu erklimmen. Doch obwohl der Baum sehr kletterfreundlich mit vielen Ästen ausgestattet ist, gelingt es ihr nicht, die Baumkrone zu erreichen. Enttäuscht gibt das Mädchen auf und fragt verwundert, wie denn der so viel ältere Mann in diesen Baum gekommen sei. Dieser antwortet ganz gelassen: “Ich habe diesen Baum gepflanzt“.
Wie viel gelassener könnte man mit der Schulzeit umgehen, wenn man erfasst, dass lebenslanges Lernen menschengemäss ist und die Zeit in der Schule nur der erste Ast auf dem Weg in die Krone des Baumes.
Bildquelle: freepictures.com