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Restrukturierungspläne der Areva
Den Plan, eine neue Tochtergesellschaft zu schaffen, hatte die Areva bereits im Februar 2016 angekündigt. Die vorerst unter dem Namen New Co firmierende Tochtergesellschaft soll sich auf Aktivitäten im Brennstoffkreislauf ausrichten und die in Finanznöte geratene Areva-Gruppe entlasten. Die Geschäftsleitung sieht in diesem Bereich Wachstumschancen, zum einen wegen der sich abzeichnenden Zunahme des weltweiten Stromverbrauchs und zum anderen wegen der steigenden Kernkraftwerkskapazität in Asien. Die Areva stellt zudem ein Bedürfnis für neue Rezyklieranlagen, Zwischenlagerlösungen und Reaktorrückbau-Technologien fest.
Die Übernahme eines Mehrheitsanteils an der Areva NP – der für kommerzielle Reaktoren zuständigen Tochtergesellschaft der Areva SA – durch die EDF ist ein weiterer Teil von Arevas Plan, ihre Schulden von EUR 7 Mrd. (CHF 7,6 Mrd.) abzubauen. Die EDF hatte sich im Sommer 2015 bereit erklärt, mindestens 51% der Areva NP zu übernehmen.
Pläne bis Ende 2016 …
Die Areva SA plant, in der zweiten Jahreshälfte 2016 die New Co zu gründen. Ihr unterstellt werden die Areva Mines, die Areva NC, die Areva Projects sowie die diese Geschäfte unterstützende Unternehmensteile. Dabei wird ein Teil der Schulden der Areva SA zur New Co transferiert. Bis zum Jahresende soll zudem die auf nukleare Messtechnik und Instrumentierung spezialisierte Canberra Industries Inc. abgestossen werden.
… und danach
Anfang 2017 soll die von der Regierung Frankreichs zugesprochene Aufstockung des Aktienkapitals um EUR 5 Mrd. (CHF 5,4 Mrd.) zu noch nicht festgelegten Teilen zwischen der Areva und der New Co aufgeteilt werden. Der französische Staat hält danach an der New Co einen Anteil von mindestens zwei Dritteln. Den Rest würden laut Areva strategische Investoren übernehmen.
Die Übernahme der Areva NP durch die EDF soll im Verlauf von 2017 erfolgen. Der in Finnland in Bau stehende EPR am Standort Olkiluoto wird im Konsolidierungskreis der Areva bleiben. Einerseits erfülle die Areva damit ihre vertraglichen Verpflichtungen, andererseits solle damit die Fertigstellung der Einheit sichergestellt werden.