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Inhalte zum dritten Workshop.
Methodik
Beim Brainstorming handelt es sich wohl um die bekannteste Kreativitätstechnik. Durch gemeinsames Nachdenken werden Ideen für ein vorgegebenes Problem entwickelt. Eine besondere Bedeutung kommt der Rolle des/r Moderators/in zu: Diese Person muss den zum kreativen Denken und zur offenen Aussprache von Ideen anregen, und gleichzeitig prüfen, dass alle Teilnehmenden ihren Beitrag leisten können. Der Kreativität der Gruppenmitglieder sollen keine Grenzen gesetzt werden. Die erfolgreiche Anwendung dieser Technik setzt voraus, dass alle Gruppenmitglieder frei und ungehemmt ihre Gedanken äussern können, ohne das Gefühl zu haben, sich zu blamieren. Brainstorming ist für fest umrissene, abgegrenzte und eindeutig definierte Themen auf allen Gebieten anwendbar.
- Die Gruppe sollte möglichst divers zusammengesetzt sein, damit unterschiedliche Erfahrungen, Einsichten und Meinungen zur Ideenfindung beitragen können
- Die moderierende oder eine unterstützende Person kann gleichzeitig die genannten Ideen an einer Pinnwand oder auf einem Flipchart festhalten
- Kritik an anderen Ideen ist in einem ersten Schritt verboten. Jedoch können benannte Ideen spontan von anderen Personen weiterentwickelt werden
Nach der Ideensammlung werden diese ausgewertet: Erst bei diesem Schritt werden die hervorgebrachten Ideen beurteilt und auf die Zweckdienlichkeit hin überprüft! Die daraus abgeleiteten Vorschläge dienen als
Arbeits- und Entscheidungsunterlage für weitere Schritte im Toolbox-Prozess.
Weitere Informationen zum Brainstorming:
Gerade zurückhaltende Personen haben oftmals Mühe ihre Ideen im Plenum mündlich zu präsentieren. Die 6-3-5-Methode bietet die Chance, Personen, die sich lieber schriftlich äussern, besser einzubeziehen.
Alle Teilnehmenden schreiben Ideen oder Lösungsvorschläge zu einer vorab definierten und umrahmten Problemstellung auf. Je nach Grösse des Projektteams können hierfür Untergruppen gebildet werden. In diesen Kleingruppen rotieren diese Blätter, wobei sich die Mitglieder der Kleingruppe von den Vorschlägen der anderen inspirieren lassen und diese Ideen weiterentwickeln sollen.
6-3-5 Methode bedeutet in Worten übersetzt: 6 Teilnehmer schreiben jeweils 3 Ideen in 5 Minuten auf.
Ablauf:
- Das Projektteam teilt sich bei Bedarf in Untergruppen. Die Gruppengrösse sollte 4-6 Personen betragen.
- Die Moderation erklärt das Vorgehen. Die Problemstellung sollte möglichst präzis umschrieben sein. Es werden Papiervorlagen zum Niederschreiben der Ideen verteilt (siehe Abbildung unten).
- Nun schreiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder für sich in der ersten Zeile ihre Ideen nieder (pro Spalte eine Idee).
- Nach ca. 5 Minuten werden die Zettel an die nebensitzende Person weitergegeben. Nun tragen alle in die zweite Zeile wiederum drei Ideen oder Vorschläge ein. Dabei können die bereits aufgeschriebenen Ideen als Inspiration dienen oder sogar weiterentwickelt werden.
- Dieses Verfahren wird durchgespielt, bis alle Boxen auf dem Blatt ausgefüllt sind.
Nach dieser Phase der Ideenentwicklung werden die Blätter aufgehängt, kategorisiert und bei Bedarf mit Klebepunkten bewertet.