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Wiesen-Salbei, Salvia pratensis
Wuchshöhe:
bis zu 60 cm
Stängel:
aufrecht, vierkantig, behaart
Laubblätter:
grundständig, lang gestielt, herz-eiförmig, unregelmässig stumpf gezähnt, runzelig
Blüten:
blauviolett, selten rötlich, typische Lippenblüten, in lockeren, quirligen Teilblütenständen
Blütezeit:
Mai bis August
Bestäubung:
Hummeln, Selbstbestäubung
Früchte:
Spaltfrüchte, die bei Reife in 4 Teile zerfallen
Ausbreitung:
Tiere, Wind, Regen
Standorte:
hauptsächlich auf trockenen, nährstoffarmen Kalkböden, auf sonnigen Trocken- und Magerwiesen, sowie auf Schuttplätzen
Diverses:
Kriegt die Salbei weniger als 20% des normalen Lichtgenusses, bleibt sie steril.
Der wissenschaftliche Name Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare (heilen) und weist somit auf die Heilkraft der Salbeipflanzen hin. Tatsächlich wird eine nahe Verwandte der Wiesen-Salbeis, die Echte Salbei (S. officinalis), auch heute noch gegen Erkältungen, Halsschmer-en, Verdauungsbeschwerden und übermässiges Schwitzen eingesetzt. Die Wiesen-Salbei hat aber wegen ihres sehr geringen Gehalts ätherischer Öle und anderer Wirkstoffe in der Heilkunde keine Bedeutung. Die jungen Blätter und die Blüten können zum Aromatisieren von Speisen und Getränken verwendet werden. Ihr Geschmack ist jedoch weit weniger intensiv als der der Echten Salbei.
Eine weitere Verwandte der Wiesen-Salbei, die Wahrsage- oder Azteken-Salbei (S. divinorum), enthält psychoaktiv wirkende Stoffe und wird von gewissen südamerikanischen Indianerstämmen als Wahrnehmungssteigernde Droge verwendet.
Gewisse Salbei-Arten und Sorten werden zur Zierde im Garten gesetzt.