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Laut Dr. med. Helena Shang Meier leiden 30 bis 40 Prozent
der Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen an Schlafproblemen. Der Zusammenhang
zwischen Schlaf und Depression ist wissenschaftlich eindeutig bewiesen.
Wenn die Nacht zur Qual wird
Die Insomnie (Schlafstörung ohne begleitende organische oder psychiatrische Erkrankung) ist recht häufig, ebenso die Depression. «Patienten mit Depressionen, die schlecht schlafen, haben ein höheres Risiko, erneut depressiv zu werden. Deshalb müssen bei der Behandlung der Depression auch die Schlafprobleme mitbehandelt werden – möglichst mit Medikamenten, beispielsweise Antidepressiva, die im Gegensatz zu Schlafmitteln nicht abhängig machen», rät Dr. Shang Meier.
Andauernder Schlafmangel – beispielsweise hervorgerufen durch Insomnie oder auch Schlafapnoe – kann daher zu depressiven Verstimmungen führen. Andersherum verursachen depressive Verstimmungen und manifestierte Depressionen oft erhebliche Schlafstörungen in Form von Ein- und Durchschlafstörungen, unerholsamem Schlaf und . Depressive Menschen wachen meist sehr früh am Morgen auf und finden keinen Schlaf mehr. Das verstärkt in der Folge die Tagesmüdigkeit mit allen weiteren Folgeerscheinungen.
Bei der bipolaren Depression wechseln sich manische und depressive Phasen ab. Im Gegensatz zur depressiven Phase besteht in der manischen Phase nur ein sehr geringes Schlafbedürfnis.
Auch ein übermässiges Schlafbedürfnis kann Zeichen einer Depression sein. Dies tritt bei 20 Prozent der depressiven Patienten auf und wird mit geeigneter Behandlung wieder verschwinden.
Ulrike Heber
Persönlicher Schlaftipp: Schlafen Sie möglichst regelmässig. Wenn Sie einen Mittagsschlaf machen wollen, dann nur 15 bis 30 Minuten, damit der Nachtrhythmus nicht beeinflusst wird.