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Eine Arbeit wird dann als Plagiat bezeichnet, wenn sich darin Textauszüge oder Grafiken befinden, die nicht vom Autor selbst geschrieben bzw. designt wurden – und dabei keine Quellen angegeben sind, die kennzeichnen, woher die entsprechenden Inhalte stammen. Im Extremfall wird sogar ein kompletter Text eingereicht, der nicht vom „Autor“, sondern von jemand anderem erstellt wurde. Solche vorsätzlichen Plagiate sind vergleichsweise selten, andere Arten kommen aber umso öfter vor.
Ein Vollplagiat liegt vor, wenn Du ein fremdes Werk unter Deinem Namen abgibst, dass Du zum Beispiel im Internet gefunden hast.
Hier wird eine Arbeit eingereicht, die nicht Du selbst geschrieben hast, sondern jemand anderes. Das Texten übernimmt also ein sogenannter Ghostwriter.
Beim Selbstplagiat wird ein Text, den Du bereits zu einem früheren Zeitpunkt werten lassen hast, in anderem Zusammenhang unverändert erneut eingereicht.
Hierbei kopierst Du zum Beispiel Teile eines Texts und fügst diese ohne Quelle in Deine Arbeit ein.
Wenn Du einen fremdsprachigen Text oder Textauszüge übersetzt und diese ohne Quellenangabe als Deine eigene Schöpfung ausgibst, handelt es sich um ein Übersetzungsplagiat.
Übernimmst Du Teile aus einem fremden Text, formulierst sie etwas um und gibst dabei keine Quelle an, handelt es sich um ein Paraphrasierungsplagiat.
Alle diese Plagiatsfälle lassen sich sowohl auf Texte als auch auf Grafiken beziehen.
Am häufigsten wird aus Versehen plagiiert. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du einfach vergisst, eine Quelle anzugeben. Gerade Paraphrasierungsplagiate kommen in diesem Zusammenhang oft vor, fallen aber seltener auf. Ghostwriting, ein Vollplagiat oder auch ein Selbstplagiat sind natürlich Vorsatz. Diejenigen, die in einer wichtigen Arbeit eine dieser Methoden einsetzen, planen dies also ganz genau und sind sich der Unrechtmässigkeit ihres Vorgehens absolut bewusst. Der Grund dafür ist nicht selten eine Überforderung – sei es bezüglich des Stoffs oder des wissenschaftlichen Arbeitens allgemein. Das ist tatsächlich nicht nur im universitären Umfeld ein Problem, sondern ebenfalls im Bereich der Kantonsschule. Im schlimmsten Fall wird aus Effektivitätsgründen gehandelt. Denn derartige Methoden führen selbstverständlich zu einer sehr viel schnelleren Umsetzung der jeweiligen Arbeit bei wenig Aufwand und – im besten Fall – maximalem Erfolg.
Plagiate sind häufig recht einfach auszumachen. Dafür braucht es keinesfalls immer eine Software. Ändert sich zum Beispiel der Stil einer Arbeit von einer zur anderen Seite drastisch, schöpfen Dozenten und Lehrer schnell Verdacht. So kommt es vor, dass auf einmal sehr durchdacht formuliert wird, wobei die vorherigen Ausführungen jedoch eher oberflächlich erschienen. Oft hängt das mit Kopier- oder auch Paraphrasierungsplagiaten zusammen. In solchen Fällen kann eine Suche per Google bereits Aufklärung verschaffen. Weitere häufig vorkommende, sehr deutliche Indizien für ein Plagiat sind Formatierungsänderungen mitten im Text und kuriose Tippfehler. Letztere können leicht per Web-Recherche zurückverfolgt werden.
Am sichersten ist es selbstverständlich, einen durch und durch selbstverfassten Text abzugeben. Wenn Du Hilfe benötigst, steht Dir Dein Lehrer oder Dozent sicher in vielen Belangen gerne mit Rat zur Seite. Des Weiteren gibt’s – vor allem an Universitäten – immer wieder Informationsveranstaltungen zum effektiven wissenschaftlichen Arbeiten.
Zitate sind in einer umfangreicheren Arbeit sehr wichtig. Mit ihnen können Sachverhalte zum Beispiel glaubhaft untermauert werden. Wenn Du viele korrekte Zitate einbringst, wird dem Dozenten oder Lehrer häufig schon dadurch klar, dass die Arbeit selbst geschrieben ist. Denn Zitate sind natürlich nicht ohne Weiteres passend in einem Text unterzubringen. Bei einem Vollplagiat sind zwar ebenfalls Zitate integriert, dass ein solches vorliegen könnte, wird aber in der Regel erst einmal nicht angenommen.
Ein deutlicher Stilbruch innerhalb einer Arbeit ist besonders verdächtig. Um gleich zu vermeiden, dass Dein Lehrer oder Dozent hier auf einen Plagiatsfall schliesst, achte also genau auf eine einheitliche Schreibweise.
Neben dem einheitlichen Schreibstil ist das Beibehalten eines Formatierungsmusters besonders wichtig. Das gesamte Layout mit Schriftarten, Absatz- und Einrückformen etc. sollte über die komplette Arbeit gleichbleiben.
Versehentliche Plagiate kommen besonders häufig vor. Auch wenn sie nicht vorsätzlich erfolgen, bereiten sie mitunter genauso schwerwiegende Probleme wie geplante Plagiate. Deshalb folgt hier eine kleine Nachhilfe, wie Du sie vermeiden kannst.
Zitate sind ein zentraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit. Sie dienen dazu, Deine Aussagen überprüfbar und glaubwürdig zu machen. Andernfalls ist eine kritische Auseinandersetzung mit Deinen Inhalten nicht möglich. Das „immer wieder Nachfragen sowie Infragestellen“ gehört zur Wissenschaft einfach dazu.
Für eine wissenschaftliche Arbeit musst Du in der Regel viel lesen. Ohne Notizen geht hier zum einen schnell der Überblick verloren und zum anderen verinnerlichst Du den Stoff zunehmend. Wenn Du Dir also wichtige Aspekte nicht als potenzielle Zitate mit Buchtitel, Seitenzahl etc. anmerkst, kann es sein, dass Du den entsprechenden Inhalt ohne einen Quellenhinweis ganz unbewusst wiedergibst. Schon hast Du versehentlich plagiiert.
Das automatische Kopieren bzw. Einfügen von Inhalten führt besonders schnell zu einem versehentlichen Plagiat. Selbst, wenn Du eine Textstelle von einem anderen Autor nimmst und diese komplett umformulierst, ist das schon sehr problematisch. Copy-and-paste ist also höchstens bei eigenen Texten zu nutzen. Vorausgesetzt, Du änderst die Formulierung und setzt den Inhalt in Bezug zur aktuellen Arbeit, läufst Du hier keine Gefahr, ein Plagiat zu produzieren. Wenn Du eine komplette Arbeit umschreibst und im selben wissenschaftlichen Kontext bzw. mit identischer Fragestellung abgibst, wirst Du natürlich ebenfalls Probleme bekommen.
Nach dem Abschluss der Textarbeit ist Deine Abhandlung noch nicht fertig. Du solltest jetzt genau prüfen, ob alles wahrheitsgemäss formuliert ist. Dein Lehrer oder Dozent wird schnell erkennen, wenn Du an irgendeiner Stelle Sachverhalte nicht ganz korrekt dargestellt hast, oder sie sogar von jemand anderem stammen. Bedenke dabei, dass der Lesende Deinen Wissensstand mitunter sehr genau einschätzen und auf die Arbeit übertragen kann. Genau das solltest Du ebenfalls tun, wenn Du sie abschliessend prüfst. Schau also kritisch, an welchen Stellen vielleicht doch etwas mehr Informationen von anderen Quellen stammen könnten, als Du eventuell angegeben hast. Die simple Frage ist dabei: Kann ich den Inhalt auf Basis meines eigenen Wissensstands oder anhand vorheriger Informationen aus klar dargelegten Quellen herleiten?
Berücksichtigst Du diese Tipps, stehen die Voraussetzungen plagiatsfrei durch die Prüfung zu kommen sehr gut. Das Beste ist: Du musst keinen Lektor oder eine spezielle Software bezahlen, um erfolgreich zu sein!
Zur weiterführenden Lektüre bezüglich der Bearbeitung von wissenschaftlichen Arbeiten empfehlen wir Dir diesen Blogpost!
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Dieser Blogeintrag zeigt Dir zusammengefasst, was Du beim Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit beachten musst.