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Von 1095 Ostschweizerinnen und Ostschweizer, die im Rahmen einer Studie des Instituts für Wirtschaft und Ökologie der Universität St.Gallen zur Windenergie befragt wurden, würden 76 % die Entwicklung von Windenergie sowohl auf nationaler Ebene als auch in ihrer näheren Umgebung befürworten.
Wie soll die künftige Stromversorgung der Schweiz sichergestellt werden? Unter welchen Umständen wären Bürger bereit einen Windpark in Ihrer Nähe zu akzeptieren? Wie nehmen Anwohnenden von Windenergieanlagen diese wahr? Das sind einige der Fragen, die die Befragten im Rahmen der Studie beantwortet haben.
Geht es nach den Bürgern in der Ostschweiz, so ist die Zukunft der Schweizer Stromversorgung effizient und erneuerbar. Über 90 % sehen in Energieeffizienz und erneuerbaren Energien die Eckpfeiler der Energiezukunft. Hingegen stossen der Neubau von Atom- (11 %) oder Gaskraftwerken (6 %) auf ebenso wenig Zustimmung wie der Stromimport aus dem Ausland (11 %). 76 % der Befragten würde die Entwicklung von Windenergie sowohl auf nationaler Ebene als auch in ihrer näheren Umgebung akzeptieren. Oft gehörte Bedenken zur Windenergie scheinen in der Bevölkerung nur von einer Minderheit geteilt zu werden: Einen Zusammenhang zwischen Windenergieanlagen und gesundheitlichen Problemen sehen nur 9 % der Befragten und nur 22 % der Teilnehmer würden sich durch eine Windenergieanlage in einem Skigebiet gestört fühlen.
Eine gewisse Kompromissbereitschaft Anhand eines Wahlexperiments wurde untersucht, welche Eigenschaften eines Windenergieprojekts einen wichtigen Einfluss auf die gesellschaftliche Akzeptanz haben. Das Ergebnis zeigt, dass die Minimierung ökologischer Auswirkungen, eine sorgfältige Standortwahl und die Einbeziehung lokaler Investoren sich positiv auf die Akzeptanz auswirken. Gleichzeitig deuten die Umfrageresultate auf eine gewisse Kompromiss-bereitschaft der Bevölkerung hin. 69 % der Befragten wäre bereit, Veränderungen des Landschaftsbildes in Kauf zu nehmen, um die Stromversorgung sicherzustellen respektive die Risiken der Atomenergie zu vermeiden.