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EM Plouay
Albasini: «Es war ein ziemlich defensives Rennen»
Der EM-Titel auf der Strasse bleibt in Italien. Giacomo Nizzolo setzte sich in Plouay im Sprint knapp vor dem Franzosen Arnaud Démare und dem Deutschen Pascal Ackermann durch. Bester Schweizer war Michael Albasini als Elfter.
Der 31-jährige Giacomo Nizzolo, der in diesem Jahr eine Etappe an der Tour Down Under und bei Paris-Nizza gewonnen und seine gute Form vor einer Woche mit dem Sieg an den nationalen Meisterschaften unterstrichen hat, profitierte auf den 13 Schleifen um Plouay von der starken Teamarbeit der Italiener. Diese sicherten sich zum dritten Mal in Folge den EM-Titel. Im Vorjahr hatte Elia Viviani triumphiert, 2018 hiess der Europameister auf der Strasse Matteo Trentin.
Von den acht Schweizern klassierte sich keiner in den ersten zehn, Michael Albasini überquerte die Ziellinie als Elfter, Roland Thalmann folgte auf Platz 22. Die Vorarbeit von Bahnfahrer Claudio Imhof und Querspezialist Johan Jacobs, die in der Schlussphase mit aufs Tempo gedrückt hatten, trug keine Früchte.
«Es war ein ziemlich defensives, von den Sprintmannschaften kontrolliertes Rennen. Die Niederländer versuchten das Ganze mit einigen Angriffen aufzuweichen. Als es Mathieu van der Poel zwei, drei Runden vor Schluss in der Steigung versuchte, ging ich mit und geriet in den roten Bereich. Davon erholte ich mich nicht mehr richtig. Im Sprint hätte ich einen grösseren Gang gebraucht», kommentierte Albasini, der seinen letzten Einsatz für das Nationalteam absolvierte und mit dem Resultat gleichwohl zufrieden war.
Mitfavorit Van der Poel, der auf den letzten 40 der 177,5 Kilometer mit Start und Ziel in Plouay verschiedene Attacken setzte, musste sich mit Platz 4 begnügen. Der Niederländer wurde im Sprint im entscheidenden Moment eingeklemmt. Im Gegensatz zu Van der Poel hatten viele andere bekannte Namen auf einen Start verzichtet, weil sie sich in der unmittelbaren Vorbereitung auf die am Samstag beginnende Tour de France befinden.
Buri beste Schweizerin
Im Frauenrennen der U23-Kategorie belegte Noëlle Buri als beste Schweizerin zeitgleich mit Siegerin Elisa Balsamo aus Italien den 18. Rang. Für Noemi Rüegg war der Wettkampf früh zu Ende gegangen. Nachdem sie in einen Sturz verwickelt worden war, vermochte die junge Zürcherin den Rückstand auf das Feld auf der anspruchsvollen Strecke nicht mehr wettzumachen.