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Laufende Projekte
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Projektbeschreibung: Das DIRECT-Projekt beschäftigt sich mit den individuellen sowie sozialen Faktoren, die beim Rauchstopp eine Rolle spielen. In einem längsschnittlichen Design werden Paare untersucht, von denen eine Person raucht und die andere Person Nichtraucher/in ist. Während einer Baseline-Erhebung legen die Rauchenden ein Rauchstoppdatum fest. Im Zeitraum um den Rauchstopp erfolgt während 32 Tagen täglich eine kurze Befragung mittels Smartphone. Nach dieser Befragung sowie 6 Monate später folgen zwei weitere Erhebungen am Psychologischen Institut. Zur individuellen Regulation werden vor allem Variablen des Prozessmodells gesundheitlichen Handelns (Health Action Process Approach, HAPA) erhoben, welches den theoretischen Bezugsrahmen bildet. Das HAPA-Modell ist in zwei Phasen gegliedert: in der motivationalen Phase tragen Risikowahrnehmung, Handlungsergebniserwartung, und Selbstwirksamkeit zur Intentionsbildung bei, während in der volitionalen Phase nebst der Intention auch Planung, Handlungskontrolle und Selbstwirksamkeit das Verhalten bestimmen. Bei der Erhebung der sozialen Faktoren liegt der Schwerpunkt auf der sozialen Unterstützung und der sozialen Kontrolle, wodurch auch die Perspektive des nichtrauchenden Partners oder der nichtrauchenden Partnerin einbezogen wird.
Mitarbeitende: lic. phil. Sibylle Ochsner, Prof. Dr. Urte Scholz, Prof. Dr. Rainer Hornung sowie Forschungspraktikanten/innen
Laufzeit: seit 12.2009
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
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Projektbeschreibung: Mehrere Forschungsarbeiten konnten bereits einen positiven Einfluss sportlicher Aktivität auf die Gesundheit und das Wohlbefinden zeigen. Trotzdem treibt nach eigenen Angaben gut ein Drittel der Schweizer Bevölkerung gar keinen oder nur unregelmässig Sport. Soziale Unterstützung kann einen positiven Einfluss auf das Gesundheitsverhalten ausüben, indem sie gesundes Verhalten fördert und ungesundes reduziert. Dieses Projekt beschäftigt sich mit sozialer Unterstützung im Zusammenspiel mit Sportverhalten. Ziel ist es, zu untersuchen, ob das gemeinsame Trainieren mit einem/r Trainingspartner/in zu einer Veränderung der erhaltenen sozialen Unterstützung und zu einem Interventionseffekt hinsichtlich des Sportverhaltens führt. In einem längsschnittlichen Design werden Personen befragt, die gerne mehr Sport treiben möchten. Sie werden per Zufall einer Interventions- oder einer Kontrollgruppe zugewiesen. Die Aufgabe der Interventionsgruppe ist es, sich für die Dauer der 8-wöchigen Studie eine/n neue/n Trainingspartner/in zu suchen und gemeinsam mit ihm/ihr sportlich aktiv zu sein. Neben Angaben zum Sportverhalten und zu sozialer Unterstützung, werden ebenfalls Variablen zur Motivation aus der Self-Determination Theory (SDT) und zur individuellen Regulation aus dem Prozessmodell gesundheitlichen Handelns (Health Action Process Approach, HAPA) erhoben.
Mitarbeitende: Dipl.-Psych. Pamela Rackow, Prof. Dr. Urte Scholz, Prof. Dr. Rainer Hornung
Laufzeit: seit 01/2010
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung:
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Steigerung der körperlichen Aktivität mit Hilfe von Entscheidungshinweisen: Bewegung und Treppe (BUT)
Projektbeschreibung: In vielen westlichen Industrieländern ist der Tagesablauf Erwachsener durch bewegungsarme Tätigkeiten gekennzeichnet, obwohl körperliche Aktivität eine wichtige Rolle bei der Erhaltung von Gesundheit spielt. Treppensteigen statt den Aufzug zu nehmen, stellt eine Möglichkeit dar, körperliche Aktivität im Alltag zu steigern. Einige Studien konnten bereits zeigen, dass eine einfache Veränderung in der täglichen Umgebung von Personen mit Hilfe von sogenannten Entscheidungshinweisen (motivierende visuelle Hinweise wie Poster, Schilder usw.) zu einer Zunahme des Treppensteigens führt. Ziel dieses Projekts ist es, durch eine solche Interventionsmassnahme das Treppensteigen in einem Gebäude der Universität Zürich zu steigern. Zu diesem Zweck werden Poster aufgestellt und die Häufigkeit der Treppenbenutzung wird zum einen beobachtet (standardisierte Feldbeobachtung), und zum anderen mit Hilfe elektronischer Sensoren erhoben. Parallel findet ein Versand von Online-Fragebögen an Studierende und Mitarbeitende der Universität Zürich statt, um das Treppensteigen als Verhalten in einem theoretische Rahmenmodelle der Gesundheitspsychologie einbetten zu können. Um dies zu gewährleisten, werden neben dem Treppensteigen auch Intention, Gewohnheit, soziale Normen sowie Motive und Barrieren des Treppensteigens erfasst.
Mitarbeitende: Dipl.-Psych. Pamela Rackow, Dr. Theda Radtke, Prof. Dr. Rainer Hornung
Laufzeit: seit 03/2011
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung:
Projektbeschreibung: Übergewicht stellt laut WHO ein grosses individuelles sowie gesellschaftliches Problem dar, dem nur durch eine effektive und langfristige Ernährungsumstellung begegnet werden kann. Allerdings scheitern die meisten Personen an einer solchen Umstellung alter Gewohnheiten (Intentions-Verhaltens-Lücke). Im sozial-kognitiven Prozessmodell gesundheitlichen Handelns (Health Action Process Approach, HAPA) wird die Intentionsbildung der motivationalen Phase als notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzung für eine Ernährungsumstellung angesehen. Das vorliegende Forschungsprojekt untersucht Prozesse der volitionalen Phase, in der es darum geht intendiertes Verhalten zu initiieren, langfrisitg aufrechtzuerhalten und mit Rückfällen adäquat umzugehen. Das volitionale Konstrukt der Ausführungsplangung (auch Implementationsplanung) umfasst die Bildung von einfachen Wann-, Wo-, Wie-Plänen, anhand derer Situations-Verhaltens-Kontingenzen erstellt werden, so dass bei Auftreten eines spezifizierten Situationsreizes die geplante Handlung ohne grosse volitionale Anstrengung initiiert wird. Mit der Bewältigungsplanung werden individuelle Schwierigkeiten und Hindernisse, die die Verhaltensausführung behindern könnten, antizipiert und deren Überwindung geplant. Das erste Ziel des Projekts liegt in der Untersuchung der kurz- und langfristigen Wirksamkeit einer einfachen Planungsintervention und dreier unterschiedliche Zeiträume umfassende Planungshäufigkeitsinterventionen für die Ernährungsumstellung im Vergleich miteinander und mit einer Kontrollgruppe. Das zweite Ziel des Projekts liegt in der Untersuchung der Mechanismen, welche die Effekte der Interventionen vermitteln.
Mitarbeitende: Dr. phil. Urte Scholz, cand. Dipl.-Psych. Tobias Fehlinger, lic. phil. Wanda Fenice, cand. phil. Sandy Krammer, cand. phil. Olivia Santella, cand. phil. Nusa Sokolic, cand. phil. Christina Wendlinger
Laufzeit: 2007 - 2009
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung: Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie
Rauchspezifische kompensatorische Gesundheitsüberzeugungen bei Jugendlichen: Eine Onlinebefragung im Rahmen des Tabakmonitoring Schweiz (TMS)
Projektbeschreibung: Obwohl sich Jugendliche den gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums bewusst sind, raucht fast jeder vierte Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren. Entsprechend dem Modell der kompensatorischen Gesundheitsüberzeugungen kann das Wissen auf der einen Seite und das Verlangen zu rauchen auf der anderen Seite zu einer kognitiven Dissonanz führen. Eine mögliche Strategie zur Reduktion dieser kognitiven Dissonanz können kompensatorische Gesundheitsüberzeugungen (CHBs) darstellen. CHBs sind Überzeugungen, dass die negativen Auswirkungen eines ungesunden Verhaltens (z.B. Rauchen) durch gesundes Verhalten (z.B. Sport treiben) kompensiert oder neutralisiert werden können. Das Ziel dieser Längsschnittstudie bei Jugendlichen Rauchern ist es, zum einen Zusammenhänge zwischen jugendlichem Rauchverhalten und den rauchspezifischen CHBs zu ermitteln und zum anderen mögliche Prädiktoren der CHBs zu untersuchen, da diese negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Zum einen kann die Gesundheit beeinträchtigt werden, wenn das kompensatorische Verhalten (z.B. Sport treiben) nicht das vorhergehende ungesunde Verhalten (z.B. Rauchen) neutralisiert und wenn es zum anderen nicht ausgeführt wird (Intentions-Verhaltens-Lücke). Dies kann längerfristig zu Gesundheitsschäden führen. Beim Rauchen kann zudem der Entwöhnungsprozess erschwert werden. Es wird erwartet, dass die Resultate der Studie Implikationen für die Entwicklung geeigneter Interventions- und Präventionsstrategien haben werden. Die Datenerhebung mittels Onlinebefragung wird als ein Teilprojekt des Tabakmonitoring Schweiz vom LINK Institut für Markt und Sozialforschung durchgeführt.
Mitarbeitende: Dipl.-Psych. Theda Radtke; Dr. phil. Urte Scholz; Dr. phil. Roger Keller; Prof. Dr. Rainer Hornung
Laufzeit: seit Oktober 2008
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung: Schweizerischer Tabakpräventionsfonds
Projektbeschreibung: Das Tabakmonitoring wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Psychologischen Institut der Universität Zürich, Sozial und Gesundheitspsychologie, und Hans Krebs, Kommunikation und Publikumsforschung, Zürich, realisiert. Die Datenerhebungen werden vom LINK Institut für Markt und Sozialforschung durchgeführt. Mit dem Tabakmonitoring wird der Tabakkonsum der 14- bis 65-jährigen Wohnbevölkerung der Schweiz repräsentativ und kontinuierlich erfasst. Seit Januar 2001 wird in jedem Quartal eine Erhebungswelle mit 2500 Telefoninterviews durchgeführt, d.h. pro Jahr stehen die Antworten von insgesamt 10000 Personen für die Auswertungen zur Verfügung. Das Tabakmonitoring besteht aus einem Basismodul sowie aus verschiedenen Zusatzmodulen. Im Basismodul werden vierteljährlich die wichtigsten Daten zum Tabakkonsum erhoben. Die Fragen aus dem Basismodul können mit zusätzlichen Frageblöcken (z.B. Zusatzmodul mit Fragen an Jugendliche) während einer oder mehrerer Erhebungswellen ergänzt werden.
Mitarbeitende: Prof. Dr. Rainer Hornung; lic. phil. Roger Keller; Dipl.-Psych. Theda Radtke; Hans Krebs, Kommunikation und Publikumsforschung; LINK Institut
Laufzeit: seit September 2000
Publikationen (Auswahl):
ausgewählte Forschungsberichte unter: www.tabakmonitoring.ch
Finanzielle Unterstützung: Schweizerischer Tabakpräventionsfonds
Projektbeschreibung: Thema und Ziele: Das junge Erwachsenenalter ist durch verschiedene normative Transitionen (z.B. Auszug aus dem Elternhaus, Übertritt von der Schule ins Studium oder in den Beruf) geprägt. Transitionen lösen Adaptationsprozesse aus und können sich positiv oder negativ auf das individuelle Wohlbefinden auswirken. Im Sinne eines bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodells können sich Veränderungen im physischen, psychischen und sozialen Wohlbefinden ergeben. Das Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, welche Auswirkungen der Beginn des Studiums und der oft damit verbundene Auszug aus dem Elternhaus auf das Wohlbefinden (z.B. Lebenszufriedenheit und emotionales Befinden), das Gesundheitsverhalten (vor allem sportliche Aktivität) und die sozialen Beziehungen (Familie, Freundeskreis und Partnerschaft) haben. Ausserdem wird überprüft, ob sich mit dem gewählten Studiendesign und den eingesetzten Instrumenten Adaptationsprozesse bei normativen Transitionen empirisch nachweisen lassen. Methode: Es handelt sich um eine Längsschnittstudie mit 9 Messwiederholungen im Abstand von 2 Wochen. Die Befragungen von StudienanfängerInnen (Universität Zürich) begannen 4 Wochen vor Studienbeginn (August 2007) und endeten am Ende des ersten Semesters (Dezember 2007). 294 Studierende haben an der ersten Erhebung teilgenommen, 252 auch an der letzten. 200 Personen haben alle 9 Befragungen ausgefüllt.
Mitarbeitende: Prof. Dr. Sonja Perren (Projektleitung; Jacobs Center for Productive Youth Development); Dr. phil. Urte Scholz; lic. phil. Roger Keller
Laufzeit: 2007 - 2008
Publikationen (Auswahl):
Perren, S., Keller, R. & Scholz, U. (2008). Der Studiumsbeginn – (k)eine Krise?!. Kurzbericht mit ausgewählten Resultaten für die Studienteilnehmenden. Zürich: Jacobs Center for Productive Youth Development.
Werner, D. (2008). Vorsicht, frisch geschlüpft. Universität Zürich, unijournal, 38 (2), S. 3.
Finanzielle Unterstützung: Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie
Dyadischer Austausch, Wohlbefinden und Demenz - Eine Längsschnittstudie mit Paaren, die von einer Demenz betroffen sind
Projektbeschreibung: In den letzten Jahrzehnten stieg die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern und Frauen stark an. Eine Folge dieses gesellschaftlichen Wandels ist die gesteigerte Prävalenz dementieller Erkrankungen; Immer mehr Paare sind zum einen mit der Demenzerkrankung an sich, zum anderen mit der Pflege eines demenzkranken Partners konfrontiert. Hauptanliegen des Forschungsprojekts ist eine längsschnittliche Analyse der auftretenden Veränderungen des sozialen Austauschs bei Ehepaaren, in denen der Ehemann an einer Demenz erkrankt ist. Des Weiteren geht es um die Klärung der Zusammenhänge zwischen Veränderungen des dyadischen Austauschs und dem Wohlbefinden der Partner, hierbei interessiert das individuelle Wohlbefinden und das Wohlbefinden in der Partnerschaft. Es wird erwartet, dass aus den Resultaten der Studie Implikationen für Betreuung und Behandlung betroffener Ehepartner ableitbar sind, beispielsweise die Entwicklung gesundheits- und wohlbefindensförderlicher Interventionen, die eine Steigerung der adaptiven Kapazitäten von Ehepaaren ermöglichen.
Mitarbeitende: Dipl.-Psych. Melanie Braun, Dr. phil. Urte Scholz, Prof. Dr. Rainer Hornung, Prof. Dr. Mike Martin, lic. phil. Melanie Wight
Laufzeit: 2006 - 2009
Publikationen (Auswahl):
Braun, M., Mura, K., Peter-Wight, M., Hornung, R., & Scholz, U. (in press). Toward a better understanding of psychological well-being in dementia caregivers: The link between marital communication and depression. Family Process.
Braun, M., Scholz, U., Hornung, R., & Martin, M. (in press). Die subjektive Belastung pflegender Ehepartner von Demenzerkrankten: Hinweise zur Validität des deutschen Zarit Burden Interviews. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie.
Braun, M., Scholz, U., Hornung, R., & Martin, M. (in press). The Burden of Spousal Caregiving: A preliminary psychometric evaluation of the German version of the Zarit Burden Interview. Aging and Mental Health.
Braun, M., Scholz. U., Bailey, B., Perren, S., Hornung, R., & Martin, M. (2009). Dementia caregiving in spousal relationships: a dyadic perspective. Aging and Mental Health, 13, 3, 426-436.
Finanzielle Unterstützung:
Parents Caring for a Child with a Life-Limiting Illness: An Assessment of Individual and Dyadic Coping and Personal Growth
Projektbeschreibung: Die Pflege und Betreuung eines Kindes mit einer lebenslimitieren den Erkrankung belasten Eltern und stellen sie vor grosse Herausforderungen. Der Fokus der vorliegenden Studie richtet sich auf die Verarbeitung der Trauer von Elternpaaren, die ihr erkranktes Kind in der letzten Lebensphase gepflegt haben. Frühere Studien konzentrierten sich auf pathogenetische Auswirkungen wie Depression und somatische Symptome. Die salutogenetische Perspektive jedoch wurde nur selten berücksichtigt. Im Rahmen der Studie steht die salutogenetische Betrachtungsweise im Vordergrund: Die Hauptfragestellungen lauten: „Wie bewältigen Eltern individuell und als Paar den Tod ihres Kindes?“ und „Gibt es Eltern, welche von einer persönlichen Reifung im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Bewältigung des Verlustes ihres Kindes berichten?“ Drei Krankheitsgruppen werden in die Untersuchung eingeschlossen: a) onkologische Erkrankungen, b) neurologische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen sowie c) Herzerkrankungen. Für jede Patientengruppe sollen zehn Elternpaare (30 Mütter, 30 Väter) interviewt werden. Schwerpunkte der Befragung sind: ‚Betreuung in der letzten Lebensphase’, ‚Trauerverarbeitung’, ‚individuelle und dyadische Bewältigungsstrategien’ sowie ‚persönliche Reifung’. Standardisierte Fragenbogen für Eltern zu diesen Themen ergänzen die Ergebnisse der qualitativen Erhebungen. Die Ergebnisse zum individuellen und dyadischen Coping sowie einer möglichen persönlichen Reifung von Eltern, welche ein Kind nach einer lebenslimitierenden Erkrankung verlieren, werden ein besseres Verständnis dieses bislang nur wenig erforschten Bereichs ermöglichen. Sie können Grundlage für eine Förderung und Verbesserung der pädiatrisch-palliativen Betreuung sein.
Mitarbeitende: Prof. Dr. Rainer Hornung, PD Dr. Markus Landolt, Dr. med. Eva Bergsträsser, lic. phil. Susanne Inglin
Laufzeit: April 2008 bis April 2011
Publikationen (Auswahl):
Finanzielle Unterstützung: - Krebsliga Zürich - Donation UBS AG - Johanna und Werner M. Wolf Stiftung
Projektbeschreibung: Im Auftrag des Jugenddorfs in Knutwil Bad (LU) entwickelte das Psychologische Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie, im Rahmen einer Lizentiatsarbeit ein Erhebungsinstrument, mit dem die Jugendlichen, Eltern und einweisenden Behörden bezüglich ihrer Zufriedenheit mit dem Heimaufenthalt befragt werden können. Das Selbstevaluationsinstrumentarium wird vom Jugenddorf zur internen Qualitätssicherung eingesetzt. Die Daten werden seit der Implementierung des Instruments im Jahr 2000 kontinuierlich erhoben und durch die Abteilung Sozial- und Gesundheitspsychologie ausgewertet.
Mitarbeitende: lic. phil. Roger Keller; Prof. Dr. R. Hornung
Laufzeit: seit 1998
Publikationen (Auswahl):
Keller, R. & Hornung, R. (2006). Auswertung der Zufriedenheitsbefragungen des Jugenddorfs in Knutwil Bad: Auswertungsbericht 2005/2006. Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie.
Saldutto, B., Fabian, C. & Hornung, R. (2000a). Entwicklung eines Selbstevaluationsinstrumentariums für ein Jugendheim. Schlussbericht. Fachbericht Nr. 9a. Zürich: Psychologisches Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie.
Saldutto, B., Fabian, C. & Hornung, R. (2000b). Entwicklung eines Selbstevaluationsinstrumentariums für ein Jugendheim. Instrumentenband. Fachbericht Nr. 9b. Zürich: Psychologisches Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie.
Saldutto, B. (2000). Entwicklung eines Selbstevaluationsinstrumentariums für ein Jugendheim. Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit. Zürich: Psychologisches Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie.
Finanzielle Unterstützung: Jugenddorf Knutwil Bad
Projektbeschreibung: Die jugendliche Entwicklungsphase ist geprägt von einer zunehmenden Anzahl von eigenständig getroffenen Entscheidungen (Entscheidungsautonomie), während bei Abhängigkeiten im Alter oder auch im Falle von Krankheiten eine z.T. drastisch eingeschränkte Autonomie zu beobachten ist (hoher Anteil an Fremdbestimmtheit). Einschränkungen wirken sich schlussendlich negativ aus auf die Lebenszufriedenheit und Gesundheit. Mit einem geeigneten Instrument wird der Verlauf der subjektiv wahrgenommenen Entscheidungsautonomie über die Lebensspanne bzw. um kritische Lebensphasen herum gemessen. Zudem werden Faktoren erforscht, die z.B. nach einem Unfall oder der Diagnose einer Krankheit wie Diabetes mittel- und längerfristig wieder zu einem zufriedenstellenden Ausmass an Handlungsfähigkeit und Autonomie führen. Zudem sollen Interventionsmassnahmen in der Beratung und Therapie entwickelt werden, um im privaten wie im beruflichen Bereich geeignete Ansatzpunkte zu finden, die versuchen, das Ungleichgewicht an Entscheidungsautonomie auszugleichen. Ein wichtiges Ziel wird es dabei sein, den Anteil an gemeinsam getroffenen Wir-Entscheidungen zu erhöhen (shared decision making).
Mitarbeitende: Dr. phil. Daniel Hausmann-Thürig; Dr. phil. Susanne Brauer
Laufzeit: Jan 2008 bis Dezember 2012
Finanzielle Unterstützung: