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Comité International de la Linnaea
Section Chaux-de-Ponds du Club alpin suisse 1894. Bulletin annuel n° 3. Chaux-de-Fonds 1895.
Ich habe in dieser etwas bunten Reihe eine Anzahl von Publikationen alpiner Gesellschaften zusammengestellt, weil ich eine allgemeine Bemerkung daran knüpfen möchte. Ich habe mir zum Gesetz gemacht, mit bestimmten, schon von meinem Vorgänger herrührenden Ausnahmen, nur solche alpinen Publikationen hier zu rezensieren, die mir zu diesem Zwecke von Vereinen oder Verlegern direkt zugestellt werden, ich kann mich aber nicht verpflichten, das für alle zu thun, wenn der Zudrang der Re-zensionsexemplare zu groß werden sollte. Die Wahl müßte sich dann nach der Bedeutung für unsern besondern Leserkreis richten und ebenso natürlich auch die Länge oder Genauigkeit der Besprechung. Nun zur Sache.
Der Jahresbericht der Sektion Würzburg hat mich interessiert, weil er mir Einblick gab in die Thätigkeit einer mittelgroßen Sektion des D. und Ö.A.V., also gewissermaßen eine Durchschnittsleistung repräsentiert. Was aber über den Durchschnitt weit hinausgeht, das sind die im Jahresbericht und der beigegebenen Einladung zum kostümierten Alpenkränzchen vom 7. Februar 1895 enthaltenen oberbairischen Dialektgedichte von Gymnasialprofessor Dr. W. Zipperer. Mehrere Mitglieder der Sektion Würzburg haben 1894 interessante Touren durch die Schweiz gemacht.
Die Bedeutung der Mittel, über die die größern Sektionen des D. und Ö.A.V. verfügen, beweist unter anderm die Jubiläumsgabe, welche die Sektion Augsburg ihren Mitgliedern verabreicht. Es ist dies eine auf Grundlage der Originalaufnahmen des k. k. Militär-Geographischen Instituts von Hugo Köhlers, Graphische Kunstanstalt, München, gezeichnete und lithographierte Karte des Gebietes, für welches die Augsburgerhütte errichtet wurde. Die Karte ist im Maßstab von 1: 50,000 angelegt und in der Manier der von Ingenieur Simon für den D. und Ö.A.V. bearbeiteten Ötzthalerkarten. Sie vereinigt deren Vorzug ungemein großer Lesbarkeit mit deren Nachteil, daß das Relief der Bodengestaltung nicht sehr deutlich hervortritt.
Aus dem Bericht der Gletscherkommission für 1893194 ersehen wir mit Vergnügen, daß durch eine neue Kombination die Fortführung der vom S.A.C. aufgegebenen Messungen am Rhonegletscher bis 1899 gesichert ist. Die Arbeiten werden in der bisherigen Weise unter Leitung der Gletscherkommission und des Eidg. Topogr. Bureaus durch Herrn Ingenieur Held fortgesetzt und sind also in den besten Händen. Eine Vermehrung der Betriebsmittel wäre immerhin auch dieser Gesellschaft zu wünschen, die allerdings keine Dividenden verteilt.
Die eben gemachte Bemerkung gilt auch für die Gesellschaft Linnaea, die zwar ihren Aufgaben ungefähr genügen kann, die aber doch von denjenigen, die ein Interesse an der Erhaltung der alpinen Pflanzen haben, besser unterstützt werden sollte. Hoffentlich wird die Genferausstellung, für welche ein vollständiger Katalog des botanischen Gartens von Bourg -St-Pierre angefertigt wird, die Zahl der Gönner der Linnaea vermehren.
Die rührige Sektion Chaux-de-Fonds des S.A.C. hat wieder eine sehr hübsche Broschüre herausgeben können, dank der klubistischen Thätigkeit und Opferwilligkeit ihrer Mitglieder. Sie wird das wohl auch in Zukunft thun können, da sie bei einer Mitgliederzahl von 162 einen Reservefonds von fast Fr. 1600 besitzt. Ausser den Vereinsnachrichten, zu denen ich auch die Sektionstouren rechne, enthält das Büchlein folgende