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Das Hotel Engel mit heutiger Adresse Dorfplatz 1 ist wohl im Zuge der Bebauung des Dorfes nach dem Dorfbrand von 1713 erstellt worden. Das Inventar der neueren Schweizer Architektur hält fest, dass das Haus 1800 grundlegend zu einem Gasthaus umgestaltet wurde, was auch Publikationen und Schriften des 19. Jahrhunderts bestätigen, welche vom Engel als Herberge erzählen.
Ein erster Saalanbau wurde in den Jahren 1878 bis 1898 für Hauptmann Franz Odermatt gebaut. In dieser Zeit führte der Dorfbach noch direkt am Engel vorbei.
1931 wurde die strassenseitige Terrasse abgerissen und eine neue Terrasse und ein zweiter Saalanbau von Architekt Paul Hess für den Wirt Ulrich Gabriel erstellt.
Schon seit langem also besteht das Hotel Engel aus einem Restaurant und einem Saalanbau, welcher während längerer Zeit und in mehreren Etappen immer wieder erweitert wurde. Seit 1800 wurde das Hotel Engel ganz unterschiedlich genutzt – vom Erstklasshotel «Hotel de l'Ange» als «besuchtestes Haus am Platz» bis zur besseren Militärunterkunft während den Weltkriegen. Und um 1900 – genau genommen um 1904 konnte man für 1 Fr. und 50 Rappen im Engel übernachten, und für das Frühstück hat man 1 Fr. und das Dîner 2.50 Fr bezahlt.
Bis 1934 gehörte auch das Restaurant Chalet zum Engel. Anfang der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in der Gemeinde Stans eine grosse Saal-Diskussion, weil der Theatersaal der Theatergesellschaft nicht mehr genügte. Es gab emotionsgeladene Dispute, ob auf der Liegenschaft Tellenmatt, auf welcher heute die Tellenmatt- Schulhäuser stehen, ein Casino gebaut werden soll. Die Wogen glätteten sich erst langsam, als die Genossenkorporation Stans Ende 1954 die Liegenschaft Hotel Engel erwarb. Das Restaurantgebäude konnte von Robert Roost-Gabriel und Hans Gabriel gekauft werden, der angebaute Saalteil von der Kirchgemeinde Stans. 1957 baute die Genossenkorporation das Hotel um und erstellte einen Saalneubau; ein Saal, der von da an für diverseste offizielle und private Anlässe immer wieder zur Verfügung stand und rege benützt wurde. So fanden zum Beispiel bis zum Bau des Pestalozzisaales auch die Stanser Gemeindeversammlungen im Engel-Saal statt. Seit dem 9. April 1963 steht der Engel unter kantonalem Schutz.
Immer wieder wurde in den Engel investiert. So bekam das Haupthaus 1977 einen neuen Aussenanstrich und grüne Vorläden, und 1997 wurde das Gebäude dann so bemalt, wie wir es heute kennen.
1982 wurde in einem ersten Teil einer Gesamtsanierung der Saal restauriert und die Zimmer über dem Saal erneuert und mit Nasszellen ausgerüstet. Im zweiten Teil der Gesamtsanierung wurden 1989 der Küchenumbau und die Terrassenerweiterung umgesetzt.
12 Jahre später beschloss die Genossengemeinde am 29. März 2001 eine Totalsanierung der Zimmer im Altbau, des Restaurants, Sääli und Saal.