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In Fachtexten ist es üblich, O-Töne von Expertinnen und Experten einzuflechten. Manchmal in Form von Zitaten, manchmal in indirekter Rede. Letztere nehmen wir im Folgenden genauer unter die Lupe.
Bei der indirekten Rede setzen wir das Verb vom Indikativ in den Konjunktiv. Als Beispiel nehmen wir ein Zitat von Person X:
- Direkte Rede: «Die Werbekampagne ist bereits jetzt ein Erfolg.»
- Indirekte Rede: Person X sagt, die Werbekampagne sei bereits jetzt ein Erfolg.
Soweit alles klar. Aber wenn wir uns die Grundregel für die Bildung der indirekten Rede anschauen, wird es doch noch etwas knifflig:
- Die indirekte Rede steht im Konjunktiv I, wenn sich die benötigte Form vom Indikativ unterscheidet. Oder anders ausgedrückt: Wird in der indirekten Rede der Konjunktiv I erkannt, bleibt er stehen (z. B. er komme).
- Ist die Form im Konjunktiv I und im Indikativ gleich (z. B. ich lüge), dann verwendet man den Konjunktiv II (z. B. ich löge).
- Ist diese Form aber nicht gängig oder nicht eindeutig von einem Indikativ zu unterscheiden, verwendet man würde + Infinitiv (z. B. ich würde lügen), um die indirekte Rede klar zu markieren.
Schliesslich gibt es auch Fälle, in denen es die indirekte Rede gar nicht braucht. Nämlich dann, wenn eine Aussage mit «laut», «gemäss» oder «zufolge» eingeleitet wird:
- Laut Person X ist (nicht: sei) die Werbekampagne bereits jetzt ein Erfolg.