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Giger und Giger
Grosserfolg für den jungen Ostschweizer Filmer Ramon Giger: Sein Zweitling «Karma Shadub» gewinnt den Grossen Preis des Festivals Visions du Reel.
Der junge Ostschweizer Filmer Ramon Giger hatte bereits letztes Jahr mit seinem sorgsamen Porträt eines autistischen Jugendlichen, Eine ruhige Jacke, Festivals und Publikum fasziniert. Jetzt schafft er, was als letztem Schweizer Regisseur Peter Mettler mit Gambling, Gods and LSD 2002 gelungen war: Er gewinnt den grossen Preis des Dokumentarfilmfestivals Vision du Reel in Nyon.
Sein neues Werk Karma Shadub ist eine Auseinandersetzung mit seinem Vater, dem Violinisten Paul Giger. Der grösste Teil des Filmmaterials entstand 2011 während den Proben und Aufführungen zu Paul Gigers Komposition für die St.Galler Festspiele und in dessen Heim in Rehetobel. Der Filmtitel bezieht sich auf eines der in der Kathedrale aufgeführten Werke; Karma Shadub (Tanzender Stern) hatte Giger einst zur Geburt seines Sohns komponiert.
Die Jury würdigte den Film als berührendes Porträt und als «schwindelerregenden Tanz». In der NZZ war kritischer von einem «psychologischen Duell zwischen zwei künstlerischen Egomanen» die Rede, aber auch von der «grossen visuellen Gestaltungskraft» des Filmemacher-Duos Ramon Giger und Jan Gassmann.