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Präzise Zeitmessung fasziniert den Menschen seit Galileo in der Kathedrale von Pisa die Stabilität von Pendeln entdeckt hat. Seit dieser Zeit beschäftigt man sich theoretisch und praktisch mit der Erforschung von Pendeln als Zeitmesser.
Bis zur Einführung der Atomuhr in den fünfziger Jahren waren Pendel die Basis für präzise Zeitmessung in der ganzen Welt. Pendeluhren vermitteln etwas
sehr Stabilisierendes und Befriedigendes, ihre Genauigkeit leitet sich aus den Eigenschaften unserer Erde ab, einige Zeitmessungfehler hingegen werden durch das uns umgebende Universum verursacht, wie z.B. dem Mond.
Das Prinzip
Im Laufe der Zeit haben zahlreiche Uhrmacher und Physiker Jahre damit verbracht, die Eigenschaften von Pendeluhren zu verbessern.
Die besten Resultate erzielten die Zeitmesser von William Harrison Shortt, dessen Uhren vor der Einführung von Atomuhren für internationale
Zeitstandards massgebend waren. Jene Shorttuhren erreichten Zeitmessung genauer als eine Zehntelsekunde jährlich. Diese Uhren vereinigten
zwei Pendel, den „Master“, ein freies Pendel zuständig für die Zeitmessung und einen „Sklaven“, ein Element, das die Zeit anzeigt und die
ganze Arbeit für den „Master“ tut. Dem Master wurde alle 30 Sekunden ein Impuls gegeben und er wurde in einen Vakuumtank platziert um die
Fehler, die durch Luftreibung und Luftdruckschwankungen verursacht wurden, zu reduzieren. Der Sklavenpendel wurde so mit dem Masterpendel
synchronisiert und wurde genauso präzise wie er. Der Masterpendel tat nichts anderes als dem Sklaven alle 30 Sekunden seine exakte
Position mitzuteilen. Durch diese geringe Kraftanstrengung unterliegt der Meister wenig Störungen, was ihm eine ausgezeichnete Zeitmessung
ermöglicht.
Die Ingénieur du Temps hPPC (hybrid Precision Pendulum Clock) beruht auf dem gleichen Prinzip. Der Master ist ein freies Pendel, das alle 60 Sekunden einen Impuls erhält
und dem Sklaven seine genaue Position angibt. Der Sklave ist aber keine zusätzliche Pendeluhr, sondern ein 7-Segment LED-Display. Indem
er die exakte Position des Masters kennt, berechnet der Sklave, wann er dem Master einen Impuls gibt und synchronisiert sich mit ihm.
Da sie das Beste sowohl aus mechanischen – als auch aus elektronischen Uhren nutzt und vereint, trägt sie den stolzen
Namen „Hybrid-Präzisionspendeluhr“
Das Design
In der heutigen schnelllebigen Zeit ermöglicht ein Pendel mit einem Zweisekundentakt eine Visualisierung des Vergehens der Zeit und
beruhigt mit seiner langsamen methodischen Bewegung sein gesamtes Umfeld. Durch seine Konzeption als atmosphärisches Pendel in einem
transparenten Glas- und Metallgehäuse ziert die hPPC jeden Raum, unabhängig von anderen Stilrichtungen oder Designs.
Sie wird ein Lebens- und Diskussionsmittelpunkt werden und uns daran erinnern, das wir Teil eines
grösseren Universums sind.
Wie bei den Shortt-pendeluhren befinden sich Master und Sklave in unterschiedlichen Gehäusen, verbunden nur mit einem elektrischen Kabel,
das die nötigen Signale für Impulsgebung und Synchronisation gewährleistet. Das Mastergehäuse beinhaltet das Pendel mit seiner
Temperatur- und Luftdruckkompensation – sowie die Gewichtsarm-impulseinheit.
Das Sklavengehäuse enthält den digitalen LED -Zeit-Display und die Logik, um dem Master alle 60 Sekunden den exakten Impuls zu geben.
Beide Gehäuse können entweder zusammen oder auch getrennt installiert werden, dank eines bis zu zwei Meter langem Verbindungskabels.
Das System wird durch einen Batteriebackup ergänzt, der das Funktionieren der Uhr während mehrerer Stunden bei möglichem Stromausfall
gewährleistet.
Technische Daten
Master

|Schwingungsdauer:||2 Sekunden (1 Sekundenschlag)

|Pendelstab:||Quarzglas

|Pendelgewicht:||Messing, 6kg

|Kompensation:||Luftdruck und Temperatur

|Impulsmethode:||Gewichtsarm, elektronische Freigabe von dem Sklaven

|Gehäuse :||hochwertiges Aluminium (608X) und Glas

Sklave

|Zeitanzeige:||Stunden, Minuten und Sekunden, 24 Stunden oder 12 Stundendisplay

|Zeiteinstellung:||über 3 Tasten

|Zeitkorrektur:||über 3 Tasten, (sowohl 1 Stunde (Sommer/Winterzeit) als auch bis zu 9 Sekunden zu der laufenden Zeit)

|Synchronization:||durch optische Lichtschranken auf dem Masterpendel

|Gehäuse:||realisiert durch Additivtechnik in hochwertigem Plastik mit Hilfe eines 3D-Druckers. Mehrere Materialmöglichkeiten und viele Farben
stehen zur Verfügung. Die vom 3D-Drucker benötigte Zeit zur Herstellung des Gehäuses beträgt circa 45 Stunden.

Die hPPC wird mit einer 12V Batterie angetrieben, die die Uhr selbst bei Stromausfall ungefähr 8 Stunden versorgt. Die Stromversorgungseinheit
besteht aus der Batterie und einem Ladegerät, um die komplette Aufladung der Batterie sicherzustellen. Es handelt sich um eine besonders
langlebige Batterie, die speziell für eine solche Backupnutzung entwickelt wurde, es empfiehlt sich dennoch, die Batterie mit einem
entsprechenden Modell circa alle 5 Jahre auszutauschen, um unangenehme Überraschungen im Falle eines Stromausfalls zu vermeiden.
Einführungspreis CHF 32'000.- + Versand
Fussnote:
Falls Sie beim Lesen an Bücher und Filme dachten, die in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erregten, gratulieren Sie Ihrem Gehirn, denn Pendeluhren
beflügelten seit jeher die Phantasie nicht nur von Uhrmachern sondern besonders von Poeten. In der Literatur wird das Pendel oft als Metapher für das
Herz benutzt und aus der medizinischen Forschung wissen wir heute, dass Liebende ihren Herzschlag synchronisieren können. Aus zahlreichen Beispiele
hier ein Zitat aus einen Gedicht von Lord Byron "Man! Thou pendulum betwixt a smile and tear."