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Der in Biel geborene Linksintellektuelle bewegte sich politisch zwischen der Unterstützung von Freiheitskämpfen und dem Stalinismus.
Mühlestein gehörte zu den bekanntesten Schweizer Linksintellektuellen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1887 in Biel geborene Sohn eines verarmten Uhrmachers begab sich schon kurz nach dem Besuch des Bieler Gymnasiums nach Deutschland, wo er an verschiedenen Universitäten Philosophie und Kulturgeschichte studierte.
Immer wieder wurde Mühlesteins Leben von seinem politischen Engagement geprägt: Im Zusammenhang mit seinem Einstehen für die Arbeiter- und Soldatenräte aus Deutschland ausgewiesen, kehrte er 1919 vorübergehend in die Schweiz zurück. Nach einer intensiven Forschertätigkeit zur Geschichte der Etrusker begab er sich 1930 nach Frankfurt am Main, um dort als Lektor für Vorgeschichte zu wirken. Kurz nach Hitlers Machtergreifung wurde er jedoch erneut ausgewiesen und begann in der Schweiz mit seinem Engagement gegen die faschistische Gefahr - ein Engagement, das zu seiner Annäherung an die Kommunistische Partei und damit in die Isolation führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg distanzierte sich Mühlestein definitiv vom Stalinismus. Trotzdem blieb sein reiches schriftstellerisches und historisches Werk bis nach dem Ende des Kalten Krieges weitgehend unbeachtet.