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Meyer Ludi l.
Das Weben ist in der in Triengen beheimateten Familie Meyer alte Tradition. Wir finden in den Büchern der Gemeinde Triengen soweit solche vorhanden sind, schon im Jahre 1820 den Namen von Josef Meyer, Fabrikant, ebenso werden als Fabrikanten aufgeführt dessen Brüder Alois und Ludwig, letzterer Gemeindeammann von Triengen, ferner die Vettern Vinzenz und Johann. Mitteilungen hierüber lauten: „Unter den Fabrikanten in Triengen standen an erster Stelle die Familie Meyer, unter ihnen Josef, der um 1830/40 ungefähr 60-80 Arbeiter beschäftigte. Fast in jedem Hause in Triengen standen ein oder mehrere Webstühle. Fabriziert wurden sogenannte Fassene, das heisst Fassig für Kopfkissen und Bettdecken. Diese Tücher wurden einfachgewoben und dann zusammengenäht. Um das Durchsechen der Federn zu verhindern, wurde die Ware appretiert, und zwar durch aufstreichen von Kleister mit Handbürsten. Die Ware wurde hauptsächlich auf den dazumal noch grossen Märkten der deutschen und welschen Schweiz verkauft. Dann wurde ein Artikel, genannt Nörliger, fabriziert. Wir finden den Ausdruck Nördlinger in einem Gedenkblatt über die Hungerjahre 1816/1817, wo der Preis der Elle neben jenen von Lebensmitteln genannt wird. Dieser in Triengen genannte Artikel, Nörliger war wohl ein Halbtuch, das verwendet wurde zu Unterröcken, aus dem aber auch handgenahte Handschuhe erstellt worden seien. Dieses Gewebe sei auch gerauht worden Ludwig Meyer sel. Erzählte noch von der Kratzenbabe, welche den Webern das Kratzen besorgte, wobei sie sich für ihr mühsames Handwerk der Disteln bediente, welche sie im Wauwilermoos jedes Jahr geholt habe. Dann wurde aber in Triengen während einer langen Zeitspanne auch sehr viel Reinleinenes gewoben, aus Flachs, den die Fabrikanten den Bauern der Gegend abkauften. Es habe jetzt noch solche Ware im Lande, sie sei nicht zum Umbringen. Der Gemeinderat von Triengen unterstützte die Fabrikanten in der Weise, dass er für die notleidenden Weber „Gutstand leistete“ für Zettel und Eintrag. Fabrikant Josef Meyer begab sich öfters ins Ausland, so nach Paris, Lyon und auch nach Marseille, eine für die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts schon bemerkenswerte Leistung. Die Familie Meyer, besonders die Brüder Alois und Ludwig Meyer (letzterer Gemeindeammann von Triengen) beschäftigten als Weber an die 60 bis 80 Arbeitskräfte. Fast in jedem Haus in Triengen standen ein oder mehrere Webstühle. Ludwig Meyer erzählte auch, dass er verschiedene Gewebe gerauht habe. Es entstand daraus der weiche Barchentstoff. Er erinnere sich noch gut der Kratzenbabe, welche den Webern das Kratzen besorgte, wobei sie sich für ihr mühsames Handwerk der Disteln bediente, welche sie im Wauwylermoos jedes Jahr geholt hatte. Der genannte Ludwig Meyer betrieb später in Reiden ein groses Versandhaus. Eine grosse Leinenindustrie in Zofingen gab Zettel und Eintrag zum Handweben aus. Viele Trienger arbeiteten für Zofingen, indem sie die verarbeitete Ware mit einem Handkarren nach Zofingen brachten. Morgen früh zog man aus um zu fergen. Jedesmal wurde ein Wupp heimgenommen, um es wieder zu verarbeiten.