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Das verheerende Erdbeben der Stärke 7.2 vom 14. August im Südwesten Haitis hat gemäss der haitianischen Katastrophenschutzbehörde mehr als 2200 Todesopfer und über 12260 Verletzte gefordert. Das Beben hätte für Haiti nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können, denn das Land leidet noch immer unter der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse am 7. Juli.
Die Situation
Das Ausmass des Erdbebens, das Haiti am 14. August heimsuchte, ist mittlerweile abschätzbar. Das Epizentrum des Bebens lag im Süden des Landes, war aber auch in der Hauptstadt Port-au-Prince zu spüren. Bis zum 21. August meldete das Nationale Zentrum für Notfalleinsätze 2 207 Tote und mehr als 12 268 Verletzte.
Der Tropensturm Grace erreichte das Land am Montag, dem 16. August, und löste Schlammlawinen aus, behinderte die Hilfsmassnahmen und schwächte das ohnehin schon fragile Telekommunikationssystem.
«Unzählige haitianische Familien, die durch das Erdbeben alles verloren haben, stehen jetzt wegen der Überschwemmungen buchstäblich mit den Füssen im Wasser.»
Schwere Schäden an Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Schulen, Wasserversorgungssystemen und Strassen haben dazu geführt, dass die soziale Grundversorgung in einer katastrophalen Lage ist. Bereits vor dem Beben benötigten 4,4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, darunter 2,2 Millionen Kinder.
UNICEF Haiti ist seit dem ersten Tag nach der Naturkatastrophe vor Ort und hat bereits innerhalb der ersten 24 Stunden erste lebensrettende Hilfsgüter geliefert, die UNICEF Haiti vorsorglich gelagert hatte.
Die Teams und Partner vor Ort verteilen seither Gesundheits-, Wasser- und Hygiene-Hilfsgüter und errichten sanitäre Notfalleinrichtungen. Ausserdem besorgten sie Matratzen, Decken und Planen, um den anfänglichen Bedarf von 30 000 Menschen für einen Zeitraum von drei Monaten abzudecken.
Am 22. August erreichte eine erste Ladung zusätzlicher medizinischer Hilfsgüter, Wasser- und Hygieneartikel und sanitäre Einrichtungen aus dem Ausland im Umfang von 40 Tonnen die Hauptstadt Port au Prince. Die Güter werden nun rasch in die betroffenen Regionen transportiert, um die wichtigsten Gesundheitseinrichtungen zu stärken.
So hilft UNICEF
UNICEF ist in allen Sektoren aktiv:
- Bislang wurden zirka 700 000 Liter sauberes Wasser durch Wassertransporte verteilt, wovon schätzungsweise 38 00 Menschen profitierten.
- UNICEF versorgt ausserdem 385 000 Kinder unter 5 Jahren und Frauen in den betroffenen Gebieten mit medizinischer Notversorgung und Basisgesundheitsdiensten. Ausserdem unterstützt UNICEF das haitianische Gesundheitsministerium beim Kauf und der Verwaltung von gebrauchsfertiger Säuglingsnahrung.
- UNICEF arbeitet auch weiterhin eng mit den zuständigen Behörden im Kinderschutz zusammen, um gefährdete Kinder und deren Bedürfnisse zu identifizieren. Ebenfalls versucht UNICEF mit Sensibilisierungsarbeit die Trennung von Familien zu verhindern und den Schutz von Kindern zu gewährleisten.
- Nach aktuellem Stand wurden rund 200 Schulen beschädigt und 80 Schulen zerstört. In diesen Schulen werden über 84 000 Kinder unterrichtet. Zusammen mit dem Bildungsministerium geht es nun darum, baldmöglichst den Plan für den Wiederaufbau umzusetzen.
Bitte spenden Sie, um die lebensrettende Arbeit von UNICEF zu unterstützen.
Schweres Erdbeben in Haiti
Ihre Spende kommt an!
- 24 Rationen Nothilfe-Nahrung für 52 CHF
- Hygiene-Kit für 2 Familien für 106
- 5 Erste-Hilfe-Sets für 155 CHF