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Der Devisenhandel geschieht nach unterschiedlichen Geschäftsarten. Die wesentlichen Unterscheidungspunkte liegen dann darin, dann der Zeitpunkt der Erfüllung vorliegt und damit der Lieferverpflichtung – und eben darin liegt dann bei den Devisengeschäften der Unterschied – die Geschäftsart begründet. Das klingt schwierig, ist es aber bei näherem Betrachten nicht.
Da ist dann zunächst einmal das Kassageschäft. Hier handelt es sich um die Basistransaktion im Forex Geschäft und die wird dann auch als Sportgeschäft bezeichnet. Beim Kassageschäft erfolgt die Valutierung – also die beiderseitige Kontrakterfüllung dann etwa zwei Tagen, nachdem die Transaktion vollzogen wurde. Der Hintergrund dafür liegt darin, dass zwischen dem Abschluss und der Erfüllung dann die administrativen Abläufe des Geschäftes getätigt werden können. Obwohl der administrative Teil im Verlauf der Jahre an Bedeutung verloren hat, ist die Valutierungsregelung in ihrer klassischen Form beibehalten worden.
So ist es dann der Fall, dass bei einem Kurs, der von einem Händler gestellt wird und der dann beispielsweise bei EUR/USD 1,1531/1,1536 liegt und bei dem kein Geschäft zustande kommt, dann davon ausgegangen wird, dass dieser Kurs von den Teilnehmern des Marktes als markgerecht bewertet wurde. Da liegt wiederum der Hintergrund darin, dass nämlich dann, wenn die Händler annehmen würden, der Kurs höher oder niedriger liegen müsste und somit wiederum gekauft oder verkauft würde. Findet aber zu einem bestimmten Kurs kein Geschäft statt, dann spricht man im Jargon von „pari“ oder auch „Parität“.
Für das Devisentermingeschäft ist die Basis der Berechnung des Kurses dann der aktuell geltende Kassakurs. Bedingt durch die in der Zukunft liegende Fälligkeit, also die entsprechende Laufzeit, eines Devisentermingeschäftes wird auch der Terminkurs durch die Differenz, die sich zwischen den Zinssätzen der am Geschäft beteiligten Währungen ergibt, beeinflusst. Und genau diese sich ergebende Zinsdifferenz wird dann bei der entsprechenden Kursberechnung mittel sogenanntem Swap-Satz berücksichtigt. Der Swap-Satz ist in diesem Fall für die Quantifizierung der Zinsdifferenz zwischen zwei Währungsräumen zuständig. Ein positiver Swap-Satz wird dann als Aufschlag, ein negativer Swap-Satz als Abschlag bezeichnet.
Dabei tendiert er Swap-Satz aber meistens dazu, einer Zinsdifferenz, die sich zwischen zwei Währungen auf dem freien Markt ergibt – also zum Beispiel dem Euro-Markt – zu entsprechen. Legt man nun die Euro-Dollar-Anlage zugrunde, die in zwölf Monaten eine Rendite von 6 Prozent ausmacht und die Euro-Franken-Anlage als Gegenstück, die dann auf zwölf Monate die Rendite von 2,5 Prozent ergibt, dann liegt der Swap-Satz hier ca. in der Differenz, also etwa bei 3,5 Prozent. Und das genau bedeutet dann für die Anleger als Info, das der Dollar nämlich einen Diskont von 3,5 Prozent gegenüber dem Franken verzeichnet oder dass umgekehrt der Franken eine Prämie von 3,5 Prozent gegenüber dem Dollar verzeichnet.
Aber warum ist das jetzt so?
Geht man mittels o.g. Beispiel davon aus, dass die Dollaranlage dann einen Ertrag von 6 Prozent bringt, aber der Diskont gegenüber dem Franken läge dann nur bei einem Prozent. Die daraus resultierende Nettorendite von fünf Prozent ergäbe sich dann für denjenigen, der US-Dollar gegen Schweizer Franken per Kassegeschäft und Termin verkauft. Hier würde er dann die Rendite von 6 Prozent erhalten, die dann nur durch den Abschlag von einem Prozent durch Terminkurs gemindert würde und so würde wohl niemand bei diesem Status zu 3,5 Prozent bei dem Franken bleiben. So wäre es dann der Fall, dass große Beträge in Dollar umgelagert, per Kassageschäft gekauft und auf Termin verkauft würden, was den Diskont vergrößern würde.
Vom Termingeschäft kann das Swap-Geschäft nicht getrennt werden, denn hier stellt die Kombination Kassatransaktion mit Termintransaktion dar. Da Verwechslungen der Termingeschäfte möglich sind, wird bei Händlern von „Outright“ gesprochen, wenn das einfache Termingeschäft gemeint ist – ohne Swap-Operation.
Bei Swap-Geschäften wird der Terminkurs nicht notiert, sondern in Dezimalstellen als Differenz zwischen Kassa- und Terminpreis angegeben – also mit Auf- und Abschlägen gearbeitet.