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Zwei Fokusgruppengespräche mit Milchproduzentinnen und -produzenten über ihre Motive und Einstellungen zu den beiden Fütterungsstrategien „Hochleistung“ und „Vollweide“ wurden mit dem qualitativen Verfahren der «Grounded Theory» ausgewertet. Die Studie soll die Faktoren bestimmen, welche die Betriebsleitende bei der Wahl ihrer Fütterungsstrategie leiten. Obwohl eine Verallgemeinerung der Resultate nicht zulässig ist, gibt die Analyse einen Einblick in die Strategien, Motive und Einstellungen der einbezogenen Betriebsleitenden. Sowohl auf Ebene der (Betriebs-)Strategien, als auch bei den Zielen und Werten zeigen sich erhebliche Unterschiede. Die beiden Fütterungsstrategien stehen stellvertretend für zwei grundsätzlich unterschiedliche Produktionsphilosophien, wobei gemäss der Auffassung der befragten Landwirte einerseits die produzierte Milchmenge (Hochleistung) und andererseits eine ökoeffiziente Produktion (Vollweide) im Zentrum stehen. Während sich die Hochleistungsgruppe als moderne Unternehmer verstehen und sich der marktorientierten Milchproduktion verpflichten, spielt für die Vollweidegruppe die Ökologie und das Gemeinwohl eine wichtigere Rolle.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.