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Oberhalb Melano - der Ortsname Castelletto wird von den Ruinen einer Burg abgeleitet - erhebt sich die Kirche Madonna di Castelletto. Sie bildet einen der suggestivsten und volkstümlichsten Wallfahrtsorte im Kanton Tessin. Zum aussichtsreichen Hügel führt ein Kreuzweg. einige der Stationen sind in jüngster Zeit gebaut worden. Die Kirche mit re
chteckigem Schiff und Chor wurde schon im 14. Jahrhundert erwähnt, geht aber in der jetzigen Form auf die Barockzeit (1634-1644) zurück. Die Fassade weist zwei Säulenreihen auf, über dem Tor erhebt sich ein bogenförmiges Vordach.
Der lichtdurchflutete Kirchenraum weist üppige Stukkaturen und Malereien des einheimischen Künstlers Giovanni Stella (Fresko im Gewölbe, 17. Jahrhundert) und von Antonio Rinaldi aus Tremona (Heiligenfiguren, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) auf. Für den Altar wurde Marmor aus Arzo, Ravenna und Carrara verwendet. Das Altarbild in spätgotis
chem Stil, die Stillende Gottesmutter darstellend, wird Nicola da Seregno zugeschrieben. Zahlreiche Votivtafeln, manche von geschichtlichem und künstlerischem Wert, wurden vom 17. Jahrhundert bis auf unsere Tage in der Kirche angebracht.