Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03635.jsonl.gz/1312

Peter Wullimann
|Peter Wullimann|
|* 1941|
|† 2016 in Bettlach|
|Bildender Künstler|
Text Ehrentreppe[Bearbeiten]
Peter Wullimann wurde 1941 in Solothurn geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Lengnau und Grenchen und nach seiner Schulzeit liess er sich zum Schriftsetzer in Grenchen ausbilden. Er arbeitete allerdings nie auf diesem Beruf, sondern liess sich nach Abschluss der Lehre am Lehrerseminar in Zug weiterbilden. Danach arbeite er von 1966-1972 als Lehrer in der Primarschule von Grenchen. Anschliessend wechselte er als Werklehrer und Maltherapeut ins Kinderheim Bachtelen, wo er bis 2005 tätig war. Als Künstler erreichte Wullimann durch seine Holzschnitte und Reliefs internationale Bekanntheit. Zu Beginn seiner Karriere verwendete er ausschliesslich grau-schwarz Abstufungen und wendete sich erst in späteren Schaffensperioden Farben zu. Es folgten grossformatige Bilder auf Holz und Leinwand, wie auch Wandteppiche und Glasarbeiten. In seinen Werken versuchte Wullimann nach eigenen Angaben dem Gestalt zu verleihen, was die Menschen als sinnstiftend und als Idee des Lebens interpretieren. Als Inspiration für seine Werke diente ihm meist die Literatur. 1965 durfte Wullimann in der Galerie Des Ages in Evilard seine erste Einzelausstellung durchführen und in Kostanjevica, im damaligen Jugoslawien, fand 1976 seine erste grosse Einzelausstellung im Ausland statt. Wullimann war danach häufig im Ausland tätig und hielt dort beispielsweise Vorträge an renommierten Universitäten über die Kunst des Holzschnittes. Seine Werke sind heute in Kunstsammlungen in der ganzen Welt zu finden: Die Pariser Nationalbibliothek besitzt genauso Werke Wullimanns, wie man sie auch in New York oder Neu Delhi in Kunstmuseen finden kann. Wullimann erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche nationale und internationale Preise verleihen. So zum Beispiel 1966 den eidgenössischen Kunstpreis, 1974 den Werkpreis des Kantons Solothurn, 1976 den Prix Étoile der Internationalen Triennale für Druckgrafik (Grenchen), 1987 den Grenchner Kulturpreis und 1994 den Preis des Kantons Solothurn für Malerei und grafisches Schaffen. Peter Wullimann verstarb 2016 in Bettlach.
(Zurück zur Ehrentreppe)
Quellen[Bearbeiten]
- KAUZ, Daniel et al., Stadt Grenchen (Hrsg.), Vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole. Grenchen im 19. und 20. Jahrhundert, Grenchen 2018, S. 282.
- MESSERLI, Anna, Peter Wulliman. Würdigung, in: Kulturkommission der Stadt Grenchen (Hrsg.), Grenchner Jahrbuch 2015/16, Grenchen 2016, S. 66.
- O.A., Grenzen sprengen und Tiefen ausloten, in: Bieler Tagblatt, 12.04.1986.
- REINHART, Susi, Das Glas ist seine neue Welt, in: Solothurner Tagblatt, 06.12.2005.