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Wendy Holdener verpasste an den Weltmeisterschaften in Are ihre dritte Medaille, die nach dem ersten Lauf für sie bereit zu liegen schien. Die Schwyzerin wurde letztlich nur 17., derweil Mikaela Shiffrin gewann.
Wendy Holdener lag bei Halbzeit knapp voraus, aber im zweiten Lauf war nach wenigen Schwüngen alles vorbei. Die 25-jährige aus Unteriberg drehte eine Pirouette, fuhr danach zwar weiter, aber als 17. klassierte sie sich noch zwei Ränge hinter der Urnerin Aline Danioth. Die Walliserin Elena Stoffel war schon im ersten Durchgang ausgeschieden.
Holdener war zu bedauern. Die Ausgangslage bei Halbzeit war für sie aber etwas zwiespältig. Erst zum dritten Mal lag sie nach einem ersten Slalomlauf ganz vorne und dementsprechend gab sie vor dem finalen Durchgang zu: «So locker wie zuvor bin ich nicht mehr.» Im März 2017 hatte sie beim Weltcup-Slalom in Squaw Valley das Feld angeführt, ehe sie dann im zweiten Lauf ausschied. Und letzten Winter an den Olympischen Spielen führte sie mit zwei Zehnteln Vorsprung auf die Schwedin Frida Hansdotter, die sie schliesslich noch abfing. Mit fünf Hundertsteln Rückstand gab es für Holdener aber noch immer Silber.
Eine Klasse für sich war erneut Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin, erkältet angetreten, errang im Slalom den vierten WM-Titel in Folge. Was sie im zweiten Lauf zeigte, unterstrich einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Slalom. Nach ihrem Sieg im Super-G errang sie ihr zweites Gold in Are. Insgesamt war es ihr fünfter WM-Titel.
Shiffrin siegte mit 58 Hundertsteln Vorsprung auf Anna Swenn Larsson, die dem Gastgeberland Schweden die erste Medaille dieser Titelkämpfe bescherte. Bronze ging an die Slowakin Petra Vlhova, die nach Gold im Riesenslalom und Silber in der Kombination einen ganzen Medaillensatz nach Hause nehmen darf.
Die Österreichischen Frauen sind nicht zu beneiden. Katharina Liensberger beendete den Slalom als Vierte – bereits als dritte ÖSV-Athletin an diesen Weltmeisterschaften. Damit bliebt das Austria-Team erstmals seit 1982 an einer WM ohne Medaille.