Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/1757

Immer wenn das Basler Verkehrsdepartement bekannt gibt, dass es Parkplätze auf der Allmend aufheben will - wie dieser Tage im Falle des Oberen Rheinwegs - hacken die Gegner auf Peter Wessels herum. Sie übersehen dabei, dass dessen Amt nur ausführendes Organ ist. Wenn man wirklich will, dass Parkplätze auf der Allmend nicht aufgehoben werden, müsste man das entsprechende, vom Grossen Rat verabschiedete und vom Volk gutgeheissene Gesetz wieder ändern. Dieses verlangt, dass der Autoverkehr in der Stadt um 10% vermindert wird. Vermutlich stören sich die Gegner nicht so sehr an der Aufhebung von Parkplätzen an sich, sondern jener von billigen Parkplätzen. Siehe Beispiel Landhof. Ein Parkplatz in einem Quartierparking wäre mehrheitlich nicht nur weiter vom eigenen Wohndomizil entfernt, sondern würde auch ein Mehrfaches davon kosten. Parkplätze auf der Allmend hingegen werden zu einem grossen Teil vom Steuerzahler finanziert. Wer in einem neueren Mehrfamilienhaus wohnt, muss seinen Parkplatz in der Einstellhalle selbst berappen. Schliesslich vergisst man, dass eine autogerechte Stadt eigentlich gar nicht möglich ist, wenn man andere Werte wie Wohnqualität oder Verkehrssicherheit nicht aufs Spiel setzen will.
Suchen Sie in der Presseschau von zeitung.ch
Nutzen Sie die Presseschau und suchen Sie nach Ihrem Thema. Die Presseschau von zeitung.ch durchsucht die wichtigsten Tageszeitungen der Schweiz.