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An Johanna M. und andere, 19. August 2011
"... Die Bewohner Bukavus haben keine hohe Meinung von Kinshasa. Die Ostkongolesen sind der Ansicht, die Elite in Kinshasa sauge die Provinzen aus, um das Geld zu verprassen, und habe keinerlei Vorstellung vom Leid, das der östlichen Zivilbevölkerung durch Kriege und anhaltende Rebellenangriffe zugefügt werde. Beide Klagen sind durchaus berechtigt und verschärfen den ohnehin schon großen Graben zwischen Westen und Osten.Zwischen Bukavu und Kinshasa liegen 1500 Kilometer, vier Provinzen, unzählige ethnische Gruppen und eine unsichtbare, aber hörbare Grenze: der Westen spricht Lingala, der Osten Swahili. Weil durch den Verfall des Schulsystems immer weniger Kongolesen die Kolonialsprache Französisch beherrschen, wird diese Barriere immer höher. Hin und wieder prophezeit der eine oder andere ausländische Afrika-Experte, das Land könne eines Tages auseinanderbrechen, was sofort eine hitzige Debatte in Fachkreisen auslöst. ..."
Viele Fragen ... und herzliche Grüsse,
Martin