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Während der Vorsorgeuntersuchung nimmt der Frauenarzt aus dem Bereich des Gebärmutterhalses einen Abstrich und schickt diesen ins Labor. Dort wird entweder ein Pap-Test, ein HPV-Test oder eine Kombination beider Tests durchgeführt. Beim Pap-Test werden Zellen, die beim Abstrich vom Gebärmutterhals gesammelt wurden, im Labor auf Zellveränderungen untersucht. Mit dieser Methode können also bereits auffällige Zellen nachgewiesen werden.
Neben dem Pap-Test kann deiner Frauenärtin/deinem Frauenarzt auch der HPV-Test helfen Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen. Ein HPV-Test weist nämlich Hochrisiko-HPV-Typen nach, die zu Krebs führen können. Er untersucht also, ob du eine HPV-Infektion hast, insbesondere mit den Hochrisiko-Typen HPV-16 und HPV-18. Da Gebärmutterhalskrebs praktisch ausschliesslich durch HPV-Viren ausgelöst wird, liefert das Testresultat eine wichtige Information, um dein Risiko für eine Gebärmutterhalskrebserkrankung einschätzen zu können, sogar bevor du Vorstufen entwickelst. Bei einem negativen Ergebnis ist dein Risiko äusserst gering, in den nächsten Jahren Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln. Ist das Ergebnis positiv, zeigt dies ein höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs: Deine Frauenärztin/dein Frauenarzt wird dann weitere Tests machen, um genauer abzuklären, wie hoch dein Risiko wirklich ist. Der HPV-Test wird Frauen erst ab 30 Jahren empfohlen, weil eine akute, also eine frische Infektion mit HPV noch wenig über dein Risiko aussagt, Krebs zu entwickeln. Finde hier mehr Informationen über eine HPV-Infektion.
Die schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt Frauen von 21 bis 29 Jahren alle 3 Jahre einen Pap-Test zu machen. Ab 30 Jahren wird empfohlen, den PAP-Test oder den HPV-Test alle 3 Jahre durchzuführen. Welcher Vorsorgetest für dich persönlich sinnvoll ist, solltest du mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin abklären und diskutieren.
Wird eine Krebsvorstufe in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert, muss das Gewebe meist entfernt werden (Chirurgie, Laser, Konisation), damit sich das Gewebe nicht zu einem Krebs entwickeln kann. Im frühen Stadium erkannt, ist Gebärmutterhalskrebs meist heilbar.
Wichtig: Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt sind für alle Frauen trotz der HPV-Impfung notwendig, da die Impfung nicht vor allen HPV-Typen schützt.