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Hinweise auf verstärkten Druck der Polizeibehörden auf den südafrikanischen Finanzminister Pravin Gordhan haben am Dienstag den südafrikanischen Rand deutlich geschwächt. Am Abend fiel die Währung im Verhältnis zum US-Dollar um circa 3,5 Prozent auf den schwächsten Stand seit knapp drei Wochen. Ein Dollar kostete zwischenzeitlich bis zu 13,9816 Rand.
Zuvor hatten Medienberichte Spekulationen um einen möglichen Rücktritt Gordhans befeuert. Die südafrikanische Internetzeitung «Daily Maverick» berichtete ohne Angabe einer Quelle, eine Polizeieinheit habe ein Schreiben an Gordhan geschickt, in dem er darüber informiert werde, dass er einer Straftat beschuldig werde. Eine Sprecherin des Finanzministeriums bestätigte am Abend, dass Gordhan ein Schreiben von Polizeibehörden erhalten habe.
Seine Ernennung sorgte für Stirnrunzeln
Er werde das Schreiben prüfen, kommentiere es aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ermittlungen gegen Gordhan ziehen sich bereits seit Monaten hin. Dabei geht es um seine vorherige Tätigkeit als Chef der Steuerbehörde. Bereits in der Vergangenheit hatten Unsicherheiten um den Posten des südafrikanischen Finanzministers für starke Bewegungen an den Finanzmärkten gesorgt.
Im Dezember hatte der südafrikanische Staatspräsident Jacob Zuma für viele überraschend den international anerkannten damaligen Finanzminister Nhlanhla Nene abgesetzt und dafür den weithin unbekannten David van Rooyen eingesetzt. Daraufhin war der Rand auf ein damaliges Rekordtief gefallen. Zuma reagierte und hob nur wenige Tage später Gordhan auf den Posten, woraufhin sich der Rand wieder erholte.
(awp/mbü)