Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/264

Der Brand sei in dem Ort Benitatxell ausgebrochen und habe sich später in Richtung Jávea ausgedehnt, berichtete die Zeitung "El País" am Montag. "Mehrere Autos und Häuser sind schon abgebrannt", sagte ein Augenzeuge. "Die Situation ist im Vergleich zu gestern noch schlimmer geworden."
Darüber, wie viele Menschen in der Nacht in Sicherheit gebracht werden mussten, gab es unterschiedliche Angaben. Spanische Zeitungen sprachen untere Berufung auf Behördenangaben von 330 Anwohnern und Urlaubern, das Fernsehen und Augenzeugen berichteten von 1000 Menschen. Auch ein Campingplatz musste evakuiert werden.
Die Betroffenen wurden teilweise in Schulen untergebracht. Das Rote Kreuz sei im Einsatz und habe Notbetten unter anderem aus Alicante und Benidorm angefordert, hiess es.
Die Flammen griffen auch auf das naheliegende Naturschutzgebiet "Parque forestal de la Granadella" über, laut der Zeitung "Marina Plaza" einer der "grössten Naturschätze der ganzen Region". 370 Feuerwehrmänner kämpften allein auf dem Boden gegen die Flammen, so "El País". Auch die Zivilgarde und das Militär waren im Einsatz.
Der Augenzeuge berichtete zudem von mindestens fünf bis sechs Löschflugzeugen und vier Helikoptern, die versuchten, die Flammen zu löschen.
"Marina Plaza" berichtete weiter, der Brand sei von einem Brandstifter entfacht worden. Er soll der Polizei zufolge womöglich an mehreren Stellen Feuer gelegt haben. Weil an der Costa Blanca derzeit für September extrem hohe Temperaturen von bis zu 40 Grad herrschten und die Vegetation extrem trocken sei, seien die Flammen schnell ausser Kontrolle geraten.
Jávea ist ein Hafenstädtchen mit etwa 30'000 Einwohnern im Norden der Costa Blanca. Der Ort gehört zur Provinz Alicante. Besonders der Strand Playa del Arenal zieht Touristen an. Hier war am Sonntagabend ebenfalls kurzzeitig ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte.
(SDA)