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Ursprünglich war der Yoga-Weg ein rein spiritueller Weg. Im Yoga Sutra erscheint das Wort «Asana» zum ersten Mal und meint damit jene Sitzhaltung, in welcher meditiert wird. Die Körper- und Atemübungen werden erst mit der Hatha-Yoga-Pradipika um 1400 n.Chr. detaillierter beschrieben. Es ging einerseits darum, den Körper für die Meditation zu stärken, um lange genug in den Sitzhaltungen verweilen zu können. Anderseits kam mit dem Tantrismus auch ein Bewusstsein für die Gesunderhaltung des Körpers dazu und wurde ein wichtiger Bestandteil des Hatha-Yoga. Daraus haben sich nachher viele weitere Richtungen und Schulen entwickelt, welche unterschiedliche Schwerpunkte haben: Körperübungen («Asanas»), Atemübungen («Pranayama») oder die Meditation («Dhyana»). Ziel in allen Yogasystemen ist die Selbsterkenntnis und dadurch die Erlösung. Der Weg dazu ist jedoch unterschiedlich. Heute wird Yoga im Westen vor allem körperlich anhand der Asanas praktiziert. Immer mehr tritt aber auch wieder der ganzheitliche Aspekt in den Vordergrund, so dass Pranayama und Dhyana wieder stärker integriert werden.
«Ananta» bedeutet unendlich, endlos, grenzenlos. Ananta soll das Bewusstsein ausdrücken, dass wir eins mit dem Unendlichen sind, dass wir uns nicht mit dem Begrenzten identifizieren sollen, sondern mit dem Endlosen, mit dem, was überall ist. Hinter allem, was so scheinbar sich verändert, steckt das Eine, das Ewige, das Unendliche.