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Ericas musikalischer Werdegang
Aufgewachsen in einer Familie, in der viel gesungen wurde, ist eine frühe Erinnerung von Erica, wie die grossen Brüder an Sonntagen Handorgel spielten.
Als ein Klavier in die Familie kam, brachte ihr der acht Jahre ältere Bruder die Logik der Tasten bei und sie lernte - ohne Noten - zu spielen. Die Art dieses Lernens ist im Sofiabuch (Kapitel Dritte Generation) beschrieben.
Die alleinerziehende Mutter brachte es fertig, für die zwei Jüngsten je eine Gitarre unter den Christbaum zu legen. Sie war es auch, die ihnen einen Auftritt im Volkshaus bei Heidi Abel ermöglichte. Zusammen mit ihrer ein Jahr älteren Schwester sang sie sich buchstäblich durch die Kinderzeit.
Erica und Anna 1962
In der Familie wurde viel gesungen. Zwei Brüder spielten Handharmonika, der älteste Bruder spielte zusätzlich Hawaigitarre, Die ältere Schwester spielte die Zither, und auch der behindeerte Bruder spielte handorgel (siehe Brief an meinen Bruder Wädi unter dem Kapitel 'Behinderte'). In der Wohnung der Familie stand auch ein Klavier. Der acht Jahre ältere Bruder brachte Erica das Klavierspielen aufgrund von Logik und Gehör bei. Dies hat sie im Buch "Sofia - eine Frau aus dem Prättigau" beschrieben. Das Spielen nach Gehör und das Imrovisieren fiel ihr leicht, aber gerne hätte sie auch die Noten gekannt. So schrieb sie eines Tages an den ihr vom Montagswunschkonzert von Radio Beromünster bekannten Briefkastenonkel und fragte, ob er jemanden wüsste, der günstig Klavierstunden erteilen würde. Die alleinerziehende Mutter konnte sich keinen Musikunterricht für die Kinder leisten. Der Briefkastenonkel beantwortete ihr Anliegen mit dem Satz: "Such dir selber jemand, der dir gratis Klavierstunden gibt."
Als Jugendliche klopfte sie am Konservatorium an und fragte, ob sie da Klavierstunden bekommen dürfte, sie möchte die Noten knnenlernen, da sie Lieder in sich habe, diese aber nicht aufschreiben könne. Der Direktor und eienr der Dozenten hiessen sie auf dem Klavier vorspielen. "Hast du das am Radio gehört?", fragten sie. "Nein, das spielt mein Bruder immer, er kennt auch keine Noten." Nun bekam sie Erika Richner als Klavierlehrerin. Zwar lernte sie die Noten nun kennen, aber nach Noten spielen ging deshalb nicht mehr, weil sie die Musik stets schon in den Ohren hatte und also auswendig spielte. Aber ab nun konnte sie ihre Lieder aufschreiben. Mit Erika Richner verband sie eine sehr schöne Beziehung bis zu deren Tod. Ericas Dankbarkeit gegenüber dem Direktor und gegenüber der Klavierlehrerin hält bis heute unverändert an.
CD-Aufnahme in den Hardstudios in Winterthur