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Vorbemerkung: Netscape 4.x ist total veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden. Netscape 4.0 stammt aus dem Jahr 1999; seither (bis Version 4.8) wurden nur noch Details geändert.
Seit Juni 2002 gibt es die Netscape 7.0, was dem Open-Source-Browser Mozilla 1.0 entspricht. Derzeit (Anfang 2004) aktuell sind Mozilla 1.5 und Netscape 7.1, wobei Mozilla immer etwas aktueller ist und Netscape oft unnötige Zusatzprogramme enthält.
Mozilla und Netscape sind nicht nur für Windows, sondern auch für Macintosh- und Linux-Rechner erhältlich, und sie werden laufend weiterentwickelt.
Sicherheit: Der Netscape Communicator ist nicht so eng mit dem Betriebssystem verknüpft wie der MS Internet Explorer.
In Mozilla/Netscape ist es einfacher, die potentiell gefährlichen Sprachen Java und JavaScript kurzfristig zu deaktivieren, als im MS IE, wo diese Optionen gut versteckt sind und unverständliche Namen haben (ActiveScripting u.s.w.).
Wenn man das E-Mail-Programm Messenger braucht, ist man vor gewissen E-Mail-Viren besser geschützt als mit dem Microsoft-Programm Outlook Express. Der "fatale Doppelklick" auf ein gefährliches Attachment ist beim Messenger bei vielen Viren ohne jede Folge, da Mozilla/Netscape nichts mit dem Attachment anfangen kann. Bösartige HTML-Mails verursachen keine Schäden, wie dies mit Outlook/Outlook Express und MS IE der Fall ist.
Benutzerfreundlichkeit: Mozilla bietet bequeme Möglichkeiten, um nervige Werbe-Pop-Up-Fensterchen zu unterdrücken, Bilder von gewissen Banner-Servern (z.B. doubleclick.net) zu sperren sowie animierte GIF-Bilder abzuschalten.
In Mozilla und Netscape ist es auch in der Grundeinstellung möglich, die Schriftgrösse auf allen Webseiten ohne weiteres zu vergrössern, selbst wenn ein dummer Webdesigner eine winzige Schriftgrösse "vorschreibt" (z.B. 9 Pixel). Zudem kann man eine Mindest-Schriftgrösse festlegen, die nicht unterschritten werden soll.
Anstatt in zusätzlichen Fenstern kann man in Mozilla neue Seiten in sogenannten "Tabs" (Unterfenstern des Hauptfensters) anzeigen lassen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, findet man die "Tabs" sehr praktisch.
Über Konfigurations-Dateien kann man viele weitere Dinge einstellen. So kann man das Öffnen von neuen Browserfenstern verhindern, nervige Laufschrift unterdrücken und vieles mehr.
Ideologie: Man braucht einen Browser, der von einer Open-Source-Gemeinschaft entwickelt wurde, und nicht das marktdominierende Produkt eines US-Monopolisten.
Vorteil für Webdesigner: Man kann mehrere verschiedene Versionen von Mozilla und Netscape Navigator gleichzeitig auf einem Computer installieren und benutzen, um zu schauen, wie eigene und fremde Webseiten damit angezeigt werden. Auf der Netscape-Homepage hat es auch ein "Archiv", wo man alle Versionen des Netscape Navigators ab 2.0 in allen möglichen Sprachen herunterladen kann.
Mozilla und Netscape halten sich in vielen Dingen besser an die Standards (HTML und CSS) des World Wide Web Consortiums (W3C) als der MS IE.
Der einzige Nachteil von Mozilla und Netscape 6/7 ist, dass der Programmstart sehr lange dauert, auch auf schnellen Rechnern.
Abhilfe könnte hier der Browser "Firebird" schaffen, der auf der gleichen Grundlage wie Mozilla und Netscape beruht ("Gecko"), aber "schlanker" und somit schneller sein soll.
Aus Fairness muss man noch erwähnen, dass der MS Internet Explorer nur so schnell startet, weil wesentliche Teile davon schon mit dem Betriebssystem zusammen gestartet werden. Wenn man genügend Arbeitsspeicher (RAM) hat, kann man auch Mozilla schon "vorladen", sodass der eigentliche Programmstart dann schneller wirkt.
Aktuell ist Version 6.0 für Windows und Version 5.2 für Mac. Offenbar plant Microsoft keine Weiterentwicklung der Mac-Version mehr. Ob es noch neue Windows-Versionen von MS IE geben wird, die nicht mit einem Betriebssystem gekoppelt sind, ist unklar.
Einige (schlecht gemachte) Webseiten werden vom MS IE
hübscher oder besser dargestellt als von anderen Browsern.
Der Grund dafür: Faule Webdesigner "optimieren" ihre Seiten für den MS IE, weil dieser Browser (je nach Statistik) zwischen 80 und 90 % Marktanteil hat, anstatt sie gemäss den geltenden Standards des World Wide Web Consortiums (W3C) zu erstellen und in allen Browsern zu testen.
Gewisse seltene Plug-Ins sind nur für den MS Internet Explorer verfügbar.
Microsoft sorgte in letzter Zeit immer wieder für Negativ-Schlagzeilen, auch im Zusammenhang mit dem Internet Explorer, dessen Einbettung ins Betriebssystem Windows und Datenschutz-Problemen.
Gerade die enge Beziehung zwischen Browser und Betriebssystem macht den MS IE zu einem potentiellen Sicherheitsrisiko. Es gibt gewisse Leute, die sich einen Spass daraus machen, sogenannte "Sicherheits-Löcher" in Programmen zu finden, und beim MS IE finden sie immer wieder neue solche Löcher.
Seit der Verbreitung des Wurms (Virus) "Nimda" ist es leider eine bewiesene Tatsache: Es ist gefährlich, mit dem MS IE zu surfen und die E-Mail-Programme Outlook und Outlook Express zu verwenden, welche den MS IE benutzen, um HTML-Mails anzuzeigen.
Wenn man auf eine bösartig umprogrammierte Internet-Seite gelangt, und diese im MS IE anschaut, kann dies den Computer infizieren, so dass er den Wurm weiterverbreitet oder dass gewisse Dateien (oder sogar die ganze Harddisk) beim nächsten Systemstart gelöscht werden.Mittlerweilen gibt es bei Microsoft Updates, Patches und Bug-Fixes für diesen Wurm, aber es kann immer wieder neue Würmer und Viren geben, die andere Schwachstellen im MS IE ausnützen.
Im Newsticker von heise.de erscheinen regelmässig Beschreibungen von neuen Sicherheitslöchern; oft wird als einzig möglicher Schutz empfohlen, ActiveScripting (JavaScript) abzuschalten. Weil viele (schlecht gemachte) Webseiten allerdings JavaScript voraussetzen, ist anzunehmen, dass viele MS IE Benutzer diesen Rat nicht befolgen und somit mit einem ungeschützten Browser durchs Internet surfen.
Auch das E-Mail-Programm Outlook Express, das zum Browser Internet Explorer gehört, ist ein Sicherheitsrisiko. Viele E-Mail-Viren können sich nur verbreiten, weil auf den meisten Computern das Betriebssystem Windows und das E-Mail-Programm Outlook Express oder Outlook in Kombination laufen.
Der Wurm "Nimda" hat auch gezeigt, wie gefährlich die Kombination von Outlook und MS IE ist: Es reichte, sich ein Mail anzeigen zu lassen, und der Computer war infiziert. Man musste also nicht einmal mehr auf ein Attachment doppelklicken.
Ein Nachteil für Webdesigner ist, dass man unter Windos von diesem Browser normalerweise nur eine einzige Version pro Computer installiert haben kann. Wenn man die neuste Version installiert, kann man die vordere Version nicht mehr benützen. Somit kann man auch seine eigenen Seiten nicht mehr mit den älteren Browsern testen.
Letzlich ist es wohl eine Frage des Geschmacks und der Ideologie, welchen Browser man benutzt.
Ich persönlich bevorzuge und empfehle klar Mozilla, weil er in meinen Augen sicherer und benutzerfreundlicher ist.
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