Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03539.jsonl.gz/512

Beantwortet von: lic. phil. Claudine Kroužel, Psychiatrischer Dienst Spital Emmental
Nimm deine Gefühle und Beobachtungen ernst. Scheue dich nicht, die betroffene Person anzusprechen und deine Sorge zum Ausdruck zu bringen. Empfehle ihr, professionelle Hilfe anzunehmen. Lass nicht locker, oft braucht es mehrere Anläufe und verschiedene Personen die ihre Sorge ausdrücken. Wenn du das Gefühl hast, dass die betroffene Person akut gefährdet ist oder andere gefährdet, melde es weiter (Eltern, andere Bezugsperson, Lehrer, Hausarzt, Psychiatrischer Notfalldienst). Auch die Telefonnummer 147 ist für Jugendliche eine gute Anlaufstelle. Es ist im äussersten Notfall möglich, dass jemand gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Ein solches Vorgehen muss ein Arzt anordnen. Dies geschieht aber nur, wenn alle anderen Mittel versagt haben.