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Die Flucht der jordanischen Prinzessin Haya Bint Al-Hussein (48) vor drei Jahren las sich wie ein Krimi. Monatelang soll Haya damals die Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann Mohammed bin Raschid Al Maktoum (73) geplant haben. Scheich Mohammed war und ist nach wie vor ein mächtiger Mann: Er ist nicht nur Herrscher von Dubai, sondern auch der Vizepräsident, Premierminister und Verteidigungsminister der Vereinigten Arabischen Emirate.
Doch Haya, die die sechste Ehefrau von Scheich Mohammed war, ist die Flucht mit ihren beiden Töchtern Al Jalila (14) und Zayed (10) am Ende geglückt. Zunächst tauchten die drei unter, dann strandeten sie in Grossbritannien. Inzwischen sind drei Jahre vergangen und die jordanische Prinzessin ist nach jahrelanger Unterdrückung in Dubai nun in der neuen Heimat England zur Ruhe gekommen, «hat ihren Seelenfrieden gefunden», wie das spanische Magazin «Hola» schreibt.
Haya fand «Seelenfrieden in England»
So lebt Prinzessin Haya gemäss dem Bericht in einer Villa in Egham, einer Stadt im Südosten von England und hat in diesem Jahr das alleinige Sorgerecht für ihre beiden Töchter zugesprochen bekommen. Ihr Ex-Mann wollte die Trennung anfangs nicht hinnehmen, inzwischen scheint er sie zu akzeptieren. Und in Geldsorgen ist die jordanische Prinzessin nach der Trennung sicher nicht gekommen: Sie soll sehr luxuriös leben. Nebst ihres Hauptwohnsitzes soll sie auch in der Nähe des Kensington Palastes in London ein 115 Millionen Franken schweres Herrenhaus besitzen.
Scheich Mohammed in London verurteilt
Die Prinzessin dürfte also jetzt nicht nur in Freiheit, sondern auch in Saus und Braus leben. Mohammed bin Raschid Al Maktoum muss seiner Ex-Frau nämlich eine Entschädigung von 635 Millionen Franken zahlen. Entschieden hat dies das Londoner «High Court»-Gericht 2021. Unter Abwesenheit des Angeklagten hat das Gericht Mohammed unteranderem wegen Entführung seiner Töchter, körperlichen Misshandlungen und Morddrohungen verurteilt.
Enge Beziehung zum britischen Königshaus
Dass Prinzessin Haya, die Halbschwester vom jordanischen König Abdullah II. (60), sich nach der Flucht in Grossbritannien niederlassen konnte, gelang ihr mit der Hilfe ihres Bruders. Der König von Jordanien machte Haya kurzerhand zur stellvertretenden Leiterin der jordanischen Botschaft im Vereinigten Königreich. Somit ist die Prinzessin nun auch Diplomatin und hat gemäss der Genfer Konvention Immunität und diplomatischen Schutz und ist nun auch vor ihrem Ex-Mann sicher.
Bereits während ihrer Ehe waren Haya und Mohammed gern gesehene Gäste des britischen Königshauses. Inzwischen lässt sich der Emir von Dubai, der einer der reichsten Männer der Welt ist, nicht mehr in England blicken. Haya hat sich mehrheitlich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Doch bei der Trauerfeier von Queen Elizabeth II. allerdings bewies Haya, dass sie sich nicht länger verstecken muss und schritt mit der Trauergemeinde hinter dem Sarg der Queen her. Haya hatte stets ein gutes Verhältnis zu den britischen Royals, mit der Queen verband sie die Liebe zum Pferdesport.
Nicht nur die Nähe zur britischen Königsfamilie und ihre neue Position als Diplomatin der jordanischen Botschaft erkoren England als neue Heimat für Haya aus: Bereits ihre Ausbildung absolvierte die jordanische Prinzessin in Grossbritannien: In Oxford studierte sie damals Politikwissenschaften, Philosophie und Wirtschaft. Nun hat Prinzessin Haya und ihre Töchter in England zu einem neuen Leben in Freiheit, weit weg von ihrem tyrannischen Ex-Mann, gefunden.