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Priesterbruderschaft St. Pius X
Beim Zweiten Vatikanischen Konzil lehnten einige Bischöfe Neuerungen wie Liturgiereform, Religionsfreiheit und Ökumene ab. Darauf gründete der französische Erzbischof Marcel Lefebvre 1970 mit Zustimmung des Papstes die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). 1975 wurde ihr die kirchliche Anerkennung entzogen. Die Bruderschaft hatte jedoch weltweit grossen Zustrom von traditionalistischen Priestern. 1988 weihte Lefebvre vier Priester zu Weihbischöfen, woraufhin er zusammen mit diesen exkommuniziert wurde. Er starb 1991. Die Exkommunikation gegen die vier Bischöfe wurde 2009 von Papst Benedikt XVI. aufgehoben. In Luzern gründeten Anhänger 1980 den St. Josef-Verein und feierten ab 1981 die Messe auf Latein in vorkonziliarer, tridentinischer Form. 1997 erwarb die Gemeinde ein Gelände in Littau, wo seit 2002 die eigene Kirche steht. Hier haben die Gläubigen, die aus unterschiedlichsten Kantonen zusammenkommen, die Möglichkeit, an der täglich gefeierten Messe teilzunehmen. Weitere Aktivitäten sind Katechismusunterricht, Jugendtreffen und Wallfahrten.
«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 6. 9. 2017