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Die Sportwelt trauert um den iranischen Radsportler Bahman Golbarnezhad. Der 48-Jährige war am Samstag bei den Paralympics in Rio de Janeiro in einer Abfahrt des Strassenrennens schwer gestürzt und erlag später seinen Kopfverletzungen.
Der Sturz war der letzte in einer Reihe von tragischen Schicksalsschlägen: Als Teenager musste er seinen Geburtsort Abadan im Süden Irans verlassen, da dies die Frontstadt im Iran-Irak-Krieg war. Nachdem er selbst eingezogen worden war, trat er 1988 während einer Patrouille auf eine Landmine und verlor sein linkes Bein. Wenig später war der Krieg zu Ende.
Drei Jahre später startete Golbarnezhad seine Profikarriere als Sportler. Als Gewichtheber gewann er zahlreiche Goldmedaillen an internationalen Wettkämpfen, darunter den Para-Asienspielen. 2006 wechselte er in den Radsport und wurde einer der Besten in ganz Asien.
Als er sich 2012 für die Paralympischen Spiele in London qualifizierte, erkrankte seine Frau an Krebs. Sie starb wenig später.
Dieses Jahr war Golbarnezhad zuversichtlich, seine erste Medaille als Radrennfahrer zu gewinnen. Er wollte sie seiner verstorbenen Frau widmen, hatte er im Vorfeld gesagt. Er hinterlässt einen Sohn, der nun Vollwaise ist. (kri)