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Bei dieser naturnahen, tiergerechten Form der Rinderhaltung werden die Kühe nicht gemolken. Kuh und Kalb werden nicht – wie in der Milchkuhhaltung üblich - kurz nach der Geburt getrennt. Die Kälber bleiben bei Ihren Müttern.
Jede Kuh lässt ihr Kalb 6 bis 10 Monate säugen, oft bis kurz vor der Geburt des nächsten Nachwuchses. Die dem Kalb reichlich zur Verfügung stehende Muttermilch stellt bis zur Entwicklung eines eigenen Immunsystems einen hervorragenden Schutz vor Infektionskrankheiten dar. Ein derart natürliches Aufwachsen im Herden- bzw. Familienverband gewährleistet eine optimale Entwicklung des Kalbes.
Die Produktionsform der Mutterkuhhaltung ist eine Alternative zur agroindustriellen Fleischproduktion, da die Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung auf dem gleichen Hof bleiben. Das bedeutet weniger Stress für die Tiere.
Mutterkühe werden im Sommer mit ihren Kälbern auf der Weide gehalten. Im Winter sind die Mutterkühe im Stall und sehr oft im Laufhof.