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Globetrotter ist die Bezeichnung eines kleinen Gaskochers, den die französische Firma "Campinggaz" seit den 1960er Jahren mit grossem Erfolg in zahlreichen Ländern Europas auf den Markt brachte, so auch in der Schweiz. Das äusserst kleine Gasköcherli zeichnete sich dadurch aus, dass es zusammenlegbar war und es dennoch ermöglichte, dem Camper, dem Motorradfahrer, dem Velotourenfahren, dem Bergwanderer und sogar dem Clochard usw. ein Gerät zur Verfügung zu stellen, mit dem man sich etwas Warmes zubereiten konnte.
Gelegentlich wurde später moniert, dass man damit wegen seiner Kleinheit nur Kaffee oder Tee zubereiten könne, doch das stimmte nicht solange man nicht eine 4-köpfige Familie zu bedienen hatte. Ich habe diesen Gaskocher erstmals im Juni 1971 erworben und ihn danach während mehr als 30 Jahren auf meinen Bergwanderungen und Töfftouren und auch beim Zelten oder im Wohnwagen regelmässig gebraucht. Bei meinen Töfftouren haben auch meine Kollegen rasch die Vorzüge dieses Gaskochers erkannt und ihn ebenfalls zugelegt. Wir haben damit nicht nur unseren Nescafé zubereitet, sondern auch Gulasch oder Ravioli aus der Dose abgekocht. Im ersten Jahr (1986) meiner Wohnwagenzeit hat er mir sogar geholfen, die Zeit zu überbrücken, bis ich einen grösseren und passenden Gasherd auftreiben konnte. Später diente er dann bei weit über 100 Bergwanderungen meist als Kaffeekocher. Das Original hat bis heute überlebt und noch heute koche ich aus reiner Freude immer mal wieder einen Nescafé. Zum Gaskocher gehörte natürlich stets eine Reserve-Kartusche, eine kleine Wasserflasche, eine Döschen Nescafé, Zucker und ein Schnapsglas, ein Flachmann und ein Militärbesteck.
Leider änderten sich die Zeiten und Stechkartuschen wurden seltener. Ab etwa 2012 gab es dann die kleine Stechkartuschen GT106 nicht mehr, doch hatte ich ohne es zu ahnen, rechtzeitig einen grösseren Vorrat an solchen Stechkartuschen zugelegt, sodass ich das Ende der GT106 gar nicht bemerkte. Erst 2015 stellte ich ich das Fehlen der GT106 in den Regalen der Grossverteiler fest. Seither bin ich bemüht, in den Internetbörsen diese alten Stechkartuschen zuzukaufen und bin heute bei einem Notvorrat von 17 Kartuschen recht gut eingedeckt, zumal ich längst einen zweiten ganz ähnlichen Gaskocher von "Campinggaz" zugelegt habe, wo man die immer noch erhältlichen 206er Stechkartuschen benützen kann.
"Campinggaz" hat das Kocherli noch um etwa 1995 überarbeitet. Statt des blauen Bandes zum Zusammenhalten der Packung gab es neu ein schwarzes Band. Die praktischen Ösen an den Pfännchen verschwanden leider und der Chromstahldrahtgriff wurde durch eine Aluzange ersetzt. Aus der Sicht des praktischen Anwenders leider keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung. So war es nicht verwunderlich, dass das Ende des Globetrotters nahte. Es lag also nicht nur am System der Stechkartuschen.
Ich hatte bis heute in fast 50 Jahren nie irgendein Problem mit diesem Köcherli, daher wundere ich mich bis heute, warum man nicht rechtzeitig den Globetrotter modernisiert, aber das Grundprinzip des Globetrotters beibehalten hat. Es gibt heute von einem anderen Hersteller ein solches Kocherli: Es heisst Optimus - Crux Lite Solo und es ist ein guter Ersatz. Ich bleibe dennoch beim Globetrotter und allein schon deswegen habe ich den weiter oben erwähnten Vorrat an Kartuschen zugelegt.
Die Abschaffung des Globetrotters und der GT-106-Kartusche war leider ein kleines Missgeschick von "Campinggaz", indem diese den rechten Zeitpunkt verpasst haben, es zu modernisieren. Dennoch bin ich der Firma treu geblieben und betreibe das etwas grössere Gaskocherli 206, einen Gasgrill und einen Gasherd dieser Firma auf meinem Balkon.
Ein paar Fotos folgen etwas später, sobald ich wieder Fotos hochladen kann. Eine technische Störung an meinem PC verhindert das momentan.