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Wenn Medien Bericht erstatten, passt das nicht jedem. Anzeigenkunden zeigen ihren Unmut gern dadurch, dass sie Anzeigen in den entsprechenden Publikationen stornieren. Solche Strafaktionen kommen selten ans Tageslicht, da niemand gern darüber spricht. Schon gar nicht die Medienhäuser, die ja irgendwie zugäben, erpressbar zu sein.
Dabei könnten boykottierte Medien selbst Druck ausüben, wie ein Beispiel aus den 70ern zeigt: Nach einem Inserateboykott des Asbach-Uralt-Brenners wurde einfach der "Stern"-Fortsetzungsroman laufend umgeschrieben. "Wollen Sie einen Asbach oder darf es was Besseres sein?", wurde in jeder Kneipe gefragt, in der die Romanprotagonisten etwas zu trinken bestellten. Nach drei Wochen wurden im "Stern" wieder Asbach-Uralt-Anzeigen geschaltet.