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von Stefan Lehmann
Der Wohnturm von Redde, im Zuge des Landesausbaus um die Mitte des 13. Jh. errichtet, wurde in der Folgezeit mehrmals verändert. Dank bislang unbeachteten steingerechten Zeichnungen und archäologischen Beobachtungen während der Restaurierungsarbeiten, wird eine neue bauhistorische Interpretation vorgestellt. Im Spätmittelalter vergrösserte sich die Burganlage mittels Anbauten und einer Umfassungsmauer (mit Graben). Auf diese Erweiterung folgte eine Auflassung. In der Neuzeit funktionierte die Lokalbevölkerung den Wohnturm zu einem typischen Tessiner Turmhaus (casa torre) um. Die Bedeutung des Turmes blieb ungebrochen und Unbekannte reparierten immer wieder schadhafte Stellen. Der Turm diente noch bis zu Beginn des 20. Jh. als Stall.
, Stefan : Turm und Wüstung von Redde TI
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 18. Jahrgang 2013, Heft 1, 1-14.