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Georges Casella: L'Alpinisme
Der Gipfel, welchen Saussure am 23. Juli 1775 von Airolo aus erstieg, und wo er den „ Respekt vor dem Gotthard verlor ", heißt nicht „ Pasciumo ", sondern „ Cime de Fient oder Fieüdo " und ist der Pizzo la Valleüa, 2540 m, des Climbers'Guide. Der richtige Titel von Aegidius Tschudis erstem Buch lautet: De prisca ae vera Alpina Rhätiadescriptio und das Erscheinungsjahr ist 1538, nicht 1536. ( Ich erwähne diesen Druckfehler nur, weil Beraldi sich einen Bibliophilen nennt; solche sind verpflichtet, genau zu zitieren, des guten Beispiels wegen. ) Es ist höchst unwahrscheinlich, daß Calvin je den Col de Fenêtre fliehend überschritten habe ( vgl. die Abhandlung von Pfarrer E. Bähler im Jahrbuch XXXIX, 189 ff. ). J. G. Altmann, der 1758 starb, kann unmöglich 1778 eine neue Ausgabe der Délices de la Suisse veranstaltet haben. Seine vielgeschäftige Hand hat er mit Tillier und anderen nur an die Umarbeitung des Ruchatschen Werkes von 1714 gelegt, welche 1730 u. d. T. L' Etat et les Délices de la Suisse erschien. Wenn Altmann überhaupt erwähnt werden sollte, so hätte das durch Eingehen auf sein Buch von 1751, den Vorläufer von Gruners „ Eisgebirgen ", geschehen können. Auf einen bisher unbeachteten „ Berner Pyrenäisten " möchte ich schließlich Herrn Beraldi rechtzeitig aufmerksam machen. Es ist dies Samuel Studer ( 1757—1834 ), welcher 1784 bei einer Reise in Frankreich, die ihn auch ins Dauphiné führte, die Pyrenäen bereist zu haben scheint. Das Wenige, was ich einstweilen davon weiß, eignet sich nicht zu weiteren Äußerungen.Sedaktion.
Georges Casella: Sports-Bibliothèque: L' Alpinisme. Pierre Lafittespan>
O, Paris.
Der mit 48 photographischen Illustrationen hors texte und zahlreichen schematischen Zeichnungen geschmückte, mit Vorreden von E. Sauvage, Präsident des C.A.F., und Léon Auscher, Kommissionspräsident des louring-Club de France, eingeleitete Band von 428 Seiten unseres Klubgenossen bildet einen Teil einer Folge von Handbüchern über alle auf „ Erde, Wasser, Luft und Meer " möglichen sport- liehen Betätigungen, ihre Organisation, ihre Vor- und Nachteile für den einzelnen und die Gesamtheit usw. Auf ein Kapitel: Allgemeine Bemerkungen, folgen genauere Angaben über das Werk der Alpenvereine, die Pioniere, den A. C, den D. & Ö.A.V.,den S.A.C., den C.A.I., die Société Ramond, den C.A.F., die S. T. D., die neueren alpinen Gesellschaften. Es folgt eine „ Liste der bedeutendsten Alpenklubs und alpinen Gesellschaften " in Deutschland, Amerika, England, Österreich, Belgien, Spanien, Frankreich, Holland, Ungarn, Italien, Japan, Neuseeland, Rußland, Schweiz, mit chronologischen und statistischen Details. Diese Zusammenstellung, für welche gute Quellenvorlagen benützt wurden, ist verdienstlich, und soweit ich dies beurteilen kann, zuverläßig und ziemlich vollständig. Das gleiche gilt von der darauffolgenden „ Liste der alpinen Periodica ". Zu bedauern ist, daß das Jahrbuch S.A.C. zu einem „ Jachbuch " geworden ist, ein Druckfehler, der auch in den folgenden Abschnitt: „ Kleines Glossar der alpinen Ausdrücke ", hinübergelangt ist, sowie in alle späteren Abschnitte. In diesem Kapitel folgt M. Casella guten Vorgängern, die er übrigens nennt. Mehr Gelegenheit, eigene Beobachtungen und Erlebnisse anzubringen, hatte der Autor in den folgenden technischen Kapiteln über die Tracht des Alpinisten,die alpine Ausrüstung, die Ernährung, Führer und Träger, den Marsch im Gebirge, die Klubhütten, Biwak und Zeltlager, das Seil, das Klettern, Pickel und Steigeisen, Schnee und Eis. Wo über diese Materien von Gesellschaften oder Einzelnen Handbücher oder Réglemente herausgegeben wurden, werden diese erwähnt und charakterisiert, zum Teil abgedruckt. Im Abschnitt „ Eis und Schnee " möchte ich den Ausdruck „ du glaciairiste " als Übersetzung von „ Eismann " nicht ungerügt lassen. Das Wort ist in der richtigen Form glaciériste für den „ Gletscherforscher " von der Wissenschaft vorweg genommenes Sprachgut. Mit den Abschnitten: Der führerlose Alpinismus, Orientierung und Leitung, Gefahren der Berge, Unglücksfälle, Erste Hülfe, Alpiner Wintersport, Bergkrankheit, Wohltaten des Bergklimas, gelangen wir zu einer Reihe von Diskussionsthemen, die M. Casella, unter gehöriger Benutzung der Literatur, leidlich beherrscht. Der Ton seiner Belehrung ist ein gemäßigter, und er hält sich, ohne sein Licht als Führerloser unter den Scheffel zu stellen, anderen Argumenten gegenüber neutral. Auf einzelnes können wir nicht eingehen. Wir empfehlen auch diese Kapitel zum Studium, das, mit der nötigen Vorsicht betrieben, Nutzen bringen wird, wenn auch die Autorität eines Wilson oder Dent oder Zsigmondy weder im Stil noch in der Sache erreicht wird. Ich würde endlich annehmen, daß es nur ein „ Versehen " sei, wenn unter dem Bildnis Christian Almers auf Seite 72 die Quelle ( Jahrbuch S.A.C. XXXIV ) nicht angegeben ist, wenn nicht noch andere „ Entlehnungen " im Bildermaterial des Casellaschen Buches vorkämen. Dergleichen ist ungehörig und darf nicht ungerügt passieren.Redaktion.