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Projektbeschrieb
„Foxholes (a shallow pit dug by soldier in combat for immediate refuge against enemy fire)“
Foxholes nennt man die flachen Erdlöcher, die Soldaten gruben, um sich möglichst schnell vor feindlichem Feuer in Deckung zu bringen. Während der Ardennenoffensive, im tiefsten Winter 1944/45 harrten amerikanische Soldaten nördlich von Bastogne wochenlang in unzähligen solchen Löchern aus, obwohl ihnen die deutschen Streitkräfte um ein Fünffaches überlegen waren. Für viele von ihnen wurden die Foxholes zum Grab. Und viele dieser Gräber sind verschüttet und vergessen worden. Eine Ausnahme bilden einige Foxholes zwischen Foy und Bizory in Belgien.
Wir fuhren in der Dämmerung eines Maimorgens 2014 in den Bois Jacques. In diesem Licht wirken die Bäume des Waldes wie ein Bataillon schwarzer Streichhölzer, dichtgedrängte Statisten, die in ihrer militärischen Gleichförmigkeit die Foxholes und ihre Unterschiede in den Vordergrund treten lassen. Die Vergangenheit erscheint plötzlich ungeheuer gegenwärtig. Denn in diesen Löchern sind Menschen verblutet und erfroren - oder sie verdanken ihnen ihr Leben. Bilder können die Geschichte nicht ändern. Aber sie können die Geschichte neu erzählen.