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Am 6. August 2015 organisierte die GSoA zusammen mit ContrAtom und dem International Peace Bureau (IPB) eine Gedenkveranstaltung auf dem Place des Nations in Genf, um den Opfern der Atombombeneinsätze vor 70 Jahren zu gedenken und die Grossmächte an ihre Verantwortung zu erinnern.
Vor 70 Jahren entschieden sich die USA dazu, Hiroshima und Nagasaki zu bombardieren. Allein in Hiroshima starben in einem Augenblick über 75’000 Menschen; die Stadt selber wurde praktisch komplett zerstört. Heute sind Atomwaffen trotz der Konsequenzen dieser Katastrophen immer noch eine Aktualität. Mehr als 80 Personen versammelten sich deshalb auf dem Place des Nations und marschierten anschliessend zur Erinnerungssäule, welche Marcel Junod gewidmet ist, der als Arzt und Delegierter des IKRK die Erste Hilfe in Hiroshima organisiert hatte.
Amanda Gavilanes (GSoA), Anne-Cécile Reimann (ContrAtom), Nationalrätin Anne Mahrer (Grüne, GE), Thibault Schneeberger (Solidari- téS) und Grossrat Roger Deneys (SP, GE) riefen in verschiedenen Reden zur Abrüstung auf. Sie alle insistierten auf der Notwendigkeit, sowohl die zivile als auch die militärische Nutzung der Kernenergie zu beenden und endlich die bestehenden Atomwaffensperrvertrag zu respektieren. Zwischen Ländern, die auf Knopfdruck entscheiden können, ganze Städte auszulöschen, könne kein dauerhafter Frieden bestehen. Mit den bestehenden Kernwaffenarsenalen liesse sich die Erde schliesslich mehrmals zerstören. Hinzu kommt, dass von den knapp 20’000 Atomsprengköpfen weltweit rund 2’000 innert Minuten einsetzbar wären. Wir alle leben unter einem stetigen Damoklesschwert.
Mit dem Steigenlassen von Ballons wurde die Gedenkveranstaltung beendet, an der auch VertreterInnen japanischer Medien teilgenommen und über sie berichtet hatten. Der 6. August 2015 trug eine klare Botschaft: Es ist Zeit, das Atomzeitalter zu beenden.