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Wer heute an der Aare nach wandert, kann sich kaum vorstellen, wie es hier vor der Vollendung der Kanderkorrektion (1711- 1714) und der Aare-Zulg-Korrektion (1871 – 1892) ausgesehen hat. Das Flussbett der Aare verteilte sich in viele Arme und bildete gewaltige Geschiebeablagerungen. Das ganze Aaretal bis nach Bern war oft überschwemmt.
Die immer wiederkehrenden Hochwasser verwüsteten regelmässig das Land der Burgergemeinde, der das Auenland gehörte. Die Burgergemeinde war nicht mehr in der Lage, die Au vor einer Verwilderung zu schützen.
Nach der Kanderkorrektion konnte 1871 – 1878 zwischen Thun und Uttigen eine sinnvolle Flussverbauung realisiert werden.
Die Schwellenkorporation Aare- und Zulgkorrektion Thun-Uttigen, welche alle angrenzenden Gemeinden beeinhaltete, pflegte Flusslauf und Wege bis 2017.
2005 bis 2017 erarbeiteten unter der Federführung des Kantons achtzehn Anliegergemeinden und die Schwellenkorporation Aare-Zulg-Korrektion den Kantonalen Wasserbauplan „Nachhaltiger Hochwasserschutz Aare Thun-Bern“ (aarewasser). Vorrangiges Ziel war es, die Bevölkerung vor künftigen Hochwassern zu schützen.
Darüber hinaus wollte das Projekt
- die Trinkwasserversorgung sichern,
- den Aare-Raum ökologisch aufwerten und
- für Erholungssuchende die Gegend noch attraktiver machen.
Kanton und Burgergemeinde schlossen Vorverträge ab, wodurch der Burgergemeinde Heimberg 69‘585 m2 Wald verloren gegangen wäre.
Anfang 2017 wurde das Gesamtprojekt zugunsten einer flexibleren Umsetzung der Massnahmen als Einzelmassnahme abgeschrieben. Die Planung und Realisierung der Einzelmassnahmen obliegt dem Kanton Bern, konkret dem Tiefbauamt des Kantons Bern, das für wasserbauliche Massnahmen und den Gewässerunterhalt entlang der Aare zuständig ist. In Heimberg sind zwei Massnahmen geplant:
|Bereich Autobahn A6||Oberi Au|
https://www.aare.bve.be.ch/aare_bve/de/index.html
Detaillierte Informationen bezüglich den Einzelmassnahmen sind unter folgendem Link zu finden.