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Pensionskassen erlebten im Oktober den zweitbesten Monat des Jahres
Schweizer Pensionskassen erzielten im Oktober 2015 eine Rendite von 2.59% – der zweitbesten eines Monats in diesem Jahr. Insbesondere die Aktienmärkte performten gut; aber auch Anleihen, Immobilien und Hedge Funds verzeichneten positive Renditen.
Die Aktienmärkte weltweit erlitten im dritten Quartal 2015 den schlimmsten Einbruch seit 2011. Die Märkte erholten sich im Oktober jedoch stark. Die Sorgen um China ebbten ab, die US-Wirtschaft zeigte erneute Stärke und die Anzeichen für weitere Lockerungen in der Geldpolitik der Europäische Zentralbank stärkten das Vertrauen der Anleger.
Jahresperformance 2015 ist wieder im positiven Bereich
Gemäss der UBS «Pensionskassen-Performance» erlebten Schweizer Pensionskassen im Oktober 2015 mit einer Monatsperformance von durchschnittlich 2.59% den zweitbesten Monat des Jahres. Die starke Performance im Oktober brachte die Jahresperformance zurück in den positiven Bereich. Die Peer-Gruppe mit verwalteten Vermögen über 1 Milliarde Franken schnitt mit einer Jahresperformance von 1.46% besser ab als die anderen Vergleichsgruppen. Der Abstand hat sich seit September allerdings verringert.
Annualisierte Rendite seit Januar 2010 beträgt 4.03%
Die untersuchten Pensionskassen erzielten seit Januar 2010 im Durchschnitt eine annualisierte Rendite von 4.03%. Der Performance-Einbruch aus dem dritten Quartal konnte im Oktober beinahe wettgemacht werden. Vorsorgewerke mit Vermögen über 1 Milliarde Franken hatten über den gesamten Zeitraum die Nase vorn, mit einer durchschnittlichen Rendite von 4.37% pro Jahr. Kleinere Pensionskassen mit Vermögen von 300 Millionen bis zu 1 Milliarde Franken liegen bei 4.03% Rendite pro Jahr, gefolgt von der Gruppe mit weniger als 300 Millionen Franken Vermögen, die 3.88% Rendite pro Jahr erzielte.
Aktien Global erlebten den besten Monat des Jahres
Alle Anlageklassen erzielten im Oktober eine positive Rendite. Aktien Global erlebten mit einer Performance von 8.76% den besten Monat des Jahres. Schweizer Aktien rentierten in diesem Zeitraum mit 5.27%. Aber auch Anleihen – sowohl in der Schweiz (+0.81%) als auch im Ausland (1.39%) – erzielten ansehnliche Renditen. Die Zinsen auf CHF-Anleihen rutschten allerdings tiefer in den negativen Bereich und liessen die Anleihenpreise steigen. Zehnjährige Eidgenossen rentierten per Monatsende Oktober mit -0.3%. Hedge Fonds erzielten im Oktober 0.81% Rendite, während Immobilien noch mit 0.74% rentierten.
Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden globalen Rezession wurde zerstreut
Die Kurse risikoreicher Anlagen stiegen im Oktober weltweit. Die Konjunkturzahlen wiesen eine ausreichende Verbesserung auf, um die Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden globalen Rezession zu zerstreuen. Der Zuwachs war jedoch nicht stark genug, um eine sofortige geldpolitische Straffung in den USA erwarten zu lassen. Angesichts des fehlenden Inflationsdrucks dürfte die US-Geldpolitik in absehbarer Zukunft sehr locker bleiben, wie die UBS schreibt.
In den USA ist die Konjunkturerholung am weitesten fortgeschritten; der Arbeitsmarkt erholt sich laut UBS weiter solide. Die langsame aber stetige Erholung in Europa setzt sich fort. Insbesondere im soliden Kreditwachstum sieht die UBS ein positives Signal für weiteres Wirtschaftswachstum. In den Schwellenländern sind die Konjunkturzahlen zwar immer noch schwach, ihr Abwärtstrend wurde jedoch gestoppt. Nach Ansicht der UBS wird China verhindern können, dass die Schwäche des Fertigungssektors auf den bedeutenderen Dienstleistungssektor übergreift.
UBS gewichtet Aktienmarkt von der Eurozone über
Vor dieser Mischung aus moderatem Konjunkturwachstum und lockerer Geldpolitik schätzt die UBS globale Aktien positiv ein und drückt dies durch eine Übergewichtung des Aktienmarkts der Eurozone aus. Die Unternehmensgewinne wachsen in der Eurozone und in Japan weiterhin stärker und die quantitative Lockerung unterstützt beide Regionen, so die UBS weiter.
Sie hält ein Übergewicht in japanischen Aktien und ein Untergewicht in britischen Aktien. In Grossbritannien ist das Gewinnwachstum verhalten, was teilweise der starken Währung und des grossen Gewichts der rohstoffbezogenen Sektoren geschuldet ist.
Einschätzung von Schwellenländeraktien könnte sich verbessern
Für eine Trendwende in den Schwellenländern ist es nach Meinung der UBS noch zu früh, weil die Unternehmensgewinne weiterhin nachgeben. Die attraktiven Bewertungen und die zuletzt verhaltene Stabilisierung der Konjunkturzahlen dieser Region könnten jedoch zu einer weiter verbesserten Einschätzung von Schwellenländeraktien führen.
UBS bevorzugt auf Euro lautende Hochzinsanleihen und kurzfristige Investment-Grade-Anleihen
Die UBS rechnet während der nächsten sechs Monate bei erstklassigen Anleihen mit einem leicht negativen Gesamtergebnis. Das aktuelle Renditeniveau ist zu niedrig, um für den erwarteten allmählichen Zinsanstieg zu entschädigen, was die Durchschnittskurse belastet.
Die Anlageklasse ist laut UBS aber weiterhin wichtig für die Portfoliodiversifizierung. Ihr Nutzen wurde während des Ausverkaufs riskanter Vermögenswerte von Juni bis September 2015 deutlich. In diesem Zeitraum stiegen erstklassige USD-Anleihen um 3%, während globale Aktien um über 5% nachgaben.
Aus taktischer Sicht zieht die UBS auf Euro lautende Hochzinsanleihen sowie kurzfristige Investment-Grade-Anleihen in US-Dollar vor. EUR-Hochzinsanleihen bieten einen ansprechenden Carry von über 5% gegenüber EUR-Staatsanleihen. Die Ausfallrisiken erachtet die UBS als niedrig, da europäische Unternehmen über solide Bilanzen verfügen und rohstoffabhängige Sektoren nur schwach im Index vertreten sind.
Unterschiedliche Geldpolitik dürfte den Euro und den Yen belasten
Die voraussichtlich unterschiedliche Geldpolitik der USA einerseits und der Eurozone sowie Japans andererseits dürfte den Euro und den Yen belasten. Die UBS erwartet, dass EUR-USD in den nächsten sechs Monaten auf 1.08 sinken und USD-JPY auf 127 ansteigen wird.
UBS zieht Hedge Fonds anderen Alternativen Anlagen vor
Im Universum alternativer Anlagen zieht die UBS Hedge Fonds vor, insbesondere solche mit Equity-Hedge-Strategien. Gemäss der UBS bieten die Privatmärkte attraktive Chancen für Anleger mit einem sehr langen Zeithorizont, die das Risiko einer niedrigen Liquidität akzeptieren können.