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Was ist interkulturelles Dolmetschen
Interkulturelles Dolmetschen findet in einer Trialogsituation – einem „Dialog zu Dritt“ – statt. Es bezeichnet die mündliche Übertragung (Konsekutivdolmetschen) des Gesprochenen von einer Sprache in die andere unter Berücksichtigung des sozialen und kulturellen Hintergrunds der Gesprächsteilnehmenden.
Interkulturell Dolmetschende sind ExpertInnen für die Übertragung des Gesprochenen (in der Regel: Konsekutivdolmetschen) in einer Trialogsituation. Sie dolmetschen unter Berücksichtigung des sozialen, ethnischen, schichtspezifischen und kulturellen Hintergrunds der Gesprächsteilnehmenden. Sie kennen die möglichen Missverständnisse und Konflikte, die in diesem Kontext entstehen können, und sind in der Lage, angemessen darauf zu reagieren.
Interkulturell Dolmetschende verfügen über ausreichende Kenntnisse der örtlichen Amts- und der Dolmetschsprache, um eine korrekte und vollständige Übersetzung in beide Sprachen zu gewährleisten. Darüber hinaus verfügen sie in der Regel über eigene Migrationserfahrungen und damit über fundierte Kenntnisse der Lebenswelten sowohl des Herkunftslandes als auch der Aufnahmegesellschaft.
Interkulturell Dolmetschende sind vorwiegend im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich tätig, z.B. in Spitälern, Institutionen des Sozialwesens, Beratungsstellen, Schulen etc., und stellen, meist im Auftrag dieser Institutionen, die Verständigung zwischen MigrantInnen und Fachpersonen sicher. Sie kennen sich im schweizerischen Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen aus, kennen aber auch die entsprechenden Strukturen, Abläufe und Konzepte des Herkunftslandes aus eigener Erfahrung. Dieses Wissen sowie die dadurch gesteigerte Sensibilität für potentielle Schwierigkeiten und Missverständnisse sind Teil ihres beruflichen Profils.
Sie arbeiten nach berufsethischen Grundsätzen.