Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/1690

Dubai Women's Tennis Championships 2006

zurück zur Übersicht Last updated: 20.03.2006
|alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Tatiana Poutchek, Henrieta Nagyova, Jennifer Smith, Stephanie Gehrlein, Kyra Nagy, Mashona Washington|
|Die Hitze der Qualifikation - Tatiana Poutchek, Henrieta Nagyova|
|34
Grad Celsius war es am Sonntagnachmittag, als ich mir einige Spiele der
Qualifikation ansah. Die Bilder 1 und 2 zeigen die Courts 1-5 von links
nach rechts.

Die Matches auf den Aussenplätzen konnten gratis mitverfolgt werden. Im Verlaufe des Turniers fanden hier später auch sehr gute Matches des Haupttableaus statt.
Woche für Woche den Gang durch die
Qualifikationsmühlen gehen zu müssen, ist ein hartes Los für die
Tennisprofis ausserhalb der Top 100. Bei einem relativen grossen Turnier
wie hier in Dubai gibt es zum Beispiel folgende Punkt- und
Preisgeldverteilung:
Um den Sprung in die Top 100 zu schaffen, müssen mit den besten 17 Turnierresultaten innerhalb eines Jahres knapp 300 Punkte erreicht werden.
Auf Court 1 schickte Alona Bondarenko die
mit einer Wild Card angetretene erst 14-jährige Britin Jennifer Smith in der ersten Runde
glatt mit 6:0 6:0 nach Hause.
Am Lautesten war es auf Court 4, einem
Trainingsplatz, wo sich Jelena Jankovic für das Turnier einspielte
beziehungsweise einschrie.
|Qualifikation
2. Runde: Tatiana Poutchek - Maria Vento-Kabchi (6)
6:7 1:6

Ich weiss nicht, was in Tatiana Poutchek gefahren war, doch so wie sich die 27-jährige Weissrussin auf dem Tennisplatz benahm, kam sie mir vor wie ein verrücktes Huhn. Die 141. der Weltrangliste befand sich zwischen den Ballwechseln am Rande eines Heulkrampfes und schmiss alles durch die Luft, was ihr so in den Weg kam: Schläger, Handtuch, Trinkflasche.
Dabei hatte für sie dank einer 4:2-Führung im ersten Satz alles relativ gut begonnen. Doch je enger die Partie wurde, desto ungeduldiger, frustrierter und lustloser zeigte sich Poutchek. Und als sie bei 5:4 und 6:5 jeweils das Break zum Satzgewinn gegen Vento-Kabchi nicht realisieren konnte, war es völlig um sie geschehen.
Die Filmszene bei 0:3 im Tie-Break ist nur eine von vielen Entgleisungen der Weissrussin in diesem Spiel. So kann man natürlich keine Partie gewinnen.

(ca. 3 MB)
|Qualifikation
2. Runde: Henrieta Nagyova - Stephanie Gehrlein 5:7
7:5 6:1

Eine Hitzeschlacht lieferten sich die Slowakin Henrieta Nagyova und die Deutsche Stephanie Gehrlein auf Court 2. Den hartumkämpften ersten Satz konnte die 23-jährige Deutsche verdient zu ihren Gunsten entscheiden.
Danach erspielte sich Nagyova aber eine schnelle 4:0-Führung im zweiten Satz. Doch Gehrlein kam nochmals zurück und konnte dank fünf Games in Folge bei 5:4 zum Matchgewinn servieren. Doch was die 192. der Weltrangliste bei diesem Spielstand bot, war völlig ungenügend. Sie ging mit einer negativen Einstellung in das vielleicht wichtigste Game dieser Partie und schenkte ihr Aufschlagspiel relativ locker ab. Das war der Wendepunkt in dieser Partie. Es war nun Nagyova, welche 9 der folgenden 10 gespielten Games und somit auch das Match für sich entschied.
Nahe an der Niederlage vorbeigeschrammt, hatte die 27-jährige Slowakin ihre Chance doch noch ergriffen. Und dank weiteren Siegen über die Top 100-Spielerinnen Tsvetana Pironkova (WTA 76, Setzliste 4) in der ersten und Zi Yan (WTA 78, Setzliste 5) in der dritten Runde qualifizierte sich die 146. der Weltrangliste dank drei Dreisatzerfolgen für das Hauptfeld.
|1.
Runde: Henrieta Nagyova (Q) - Kyra Nagy (Q) 6:2 6:0

Da bot sich einer der beiden Qualifikantinnen aufgrund der glücklichen Auslosung der Einzug in die zweite Runde. Entsprechend umkämpft war auch die Anfangsphase der Partie, in der mit allen Mitteln gekämpft wurde. Die extrem lauten Arbeiten auf der grossen Baustelle gleich nebenan taten das ihre zur heissen Stimmung dazu.
Henrieta Nagyova beispielsweise zögerte das Spiel mit langen Unterbrüchen hinaus, um Nagys Rhythmus zu brechen. Die 28-jährige aus Budapest ihrerseits monierte eine Linienrichterentscheidung. Erbost über den Entscheid schlug sie einen Ball weg, der bis in die Zuschauer hinaus flog. Richtigerweise kassierte Nagy dafür eine Verwarnung.
Es war die 27-jährige, neunmalige WTA-Turniersiegerin Henrieta Nagyova, welche die Partie gewann. Ihre beste Klassierung im Einzel war Rang 21 im September 2001.
2. Runde: Henrieta Nagyova (Q) - Amelie Mauresmo (1) - 3:6 1:6
|Doppel 1.
Runde: Mashona Washington/Henrieta Nagyova - Daniela
Hantuchova/Ai Sugiyama (3) 4:6 3:6

(Mehr Infos zu dieser Partie gibt es im Bericht zu Hantuchová/Sugiyama.)
Genau so wie das Aus von Henrieta Nagyova im Einzel gegen Amelie Mauresmo war auch die Doppelpartie gegen Hantuchova/Sugiyama eine etwas einseitige Angelegenheit. Die Favoritinnen mussten nicht mehr tun als notwendig.
In diesem Match gefiel mir Mashona Washington, die 29-jährige US-Amerikanerin, dank ihrer guten Übersicht und Spielverständnis sehr gut.
zurück zur Übersicht