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Geb. 1979 in Lissabon, Portugal
“Vácuo“ from the series „Compêndio do Nada“, 2017
100 x 70 cm, Inkjet Print
Was sehe ich?
Kunstwerk im Kontext
Valter Ventura untersucht in seiner Kunst das Wesen der Fotografie. Wahrnehmung, Erkenntnis und das Verstehen physikalischer Phänomene durch fotografische Dokumentation sind zentrale Anliegen in seinen stark an die Naturwissenschaft erinnernden Arbeiten. Die Serie „Compêndio do Nada“ ist ein Versuch, eine „Zusammenstellung von Nichts“ zu erschaffen.
Schauen wir uns an, was die Philosophie über das Nichts zu sagen hat:
Die Idee des Nichts hat die Philosophen seit Platon immer wieder beschäftigt. Aufschlussreich ist die Theorie von Georg Wilhelm Friedrich Hegel ( geb. 1770-1831): Das Nichts ist der Gegenbegriff zum Sein. Hegel beginnt seine Wissenschaft der Logik mit den drei Bestimmungen „Sein“, „Nichts“, „Werden“. Das reine Sein ist unbestimmt, es existiert einfach, es kann keine Qualität haben, es können auch keine Beziehungen zu anderen Dingen oder Gedanken bestehen. Die Unmittelbarkeit des reinen Seins betont, dass das reine Sein keinen äußeren Bedingungen unterliegt, keine Ursache hat, sondern einfach nur es selbst ist. Der Gedanke des reinen Seins erweist sich somit als vollkommen leer und das, was in diesem leeren Gedanken gedacht wird, ist eigentlich nichts. Die Bestimmungen vom reinen Sein und vom reinen Nichts erweisen sich als dieselben und auch der Gedanke vom reinen Nichts ist mit dem Gedanken vom reinen Sein identisch.
„Dies reine Sein ist nun die reine Abstraktion, damit das Absolut-Negative, welches, gleichfalls unmittelbar genommen, das Nichts ist.“
Interpretation Lernende
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