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Lancierung des Vorprojekts zur Wiedereröffnung der Strecke
Bahnlinie «RER Sud-Léman» zwischen Evian und St-Gingolph
Die Bahnstrecke zwischen St-Gingolph und Evian liegt seit Jahren still. Die einzige direkte Verbindung zwischen dem Wallis und Evian ist die französische Departementsstrasse D1005. Mit einer Regionalbahn, die auf lokaler und departementaler Stufe angestrebt wird, wäre ein starkes, sich gegenseitig ergänzendes Angebot von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr zu schaffen. Das neue Angebot ermöglichte dem östlichen Pays d'Evian einen besseren Anschluss an den Léman Express im Westen (vormals: «RER franco-valdo-genevois»), dessen Inbetriebnahme für 2019 vorgesehen ist, und an den RER Valais|Wallis im Osten.
2009 starteten das «Syndicat Intercommunal d'Aménagement du Chablais (SIAC, Frankreich)» und die «Chablais Région» (Schweiz) eine Vorstudie, um die Voraussetzungen für eine Wiedereröffnung der Personenverkehrslinie zu prüfen. Die Initiative fand Unterstützung von der «Région Rhône-Alpes», dem Staat Wallis und, über das INTERREG-IV-Programm, auch von der EU. Im 2011 veröffentlichten Bericht zur Vorstudie kam man zum Schluss, dass eine kommerzielle Wiedereröffnung wirtschaftlich tragbar wäre. Diese Vorstudie gilt unter Partnern, Bahninfrastrukturbetreibern, zuständigen und lokalen Behörden als hervorragende Arbeitsgrundlage.
Diese Überlegungen weiterführend, erreichten die französischen Partner die Aufnahme der letzte Studienphase in den zwischen der «Région Rhône-Alpes» und der französischen Regierung abgeschlossen Planvertrag (CPER 2014-2020). Ein bedeutender Zuschuss ist vom INTERREG-V-Programm zu erwarten, weshalb sich die Partner für eine erste Pla-nungsphase (2015-2017) entschieden und jetzt arbeitet man am eigentlichen Vorprojekt.
Dessen Ziele liegen zum einen in der Aktualisierung des Planungsbereichs Bahn, wobei eine perfekte Abstimmung mit den vorgesehenen angegliederten Dienstleistungen erreicht werden soll; zum anderen sollen die Planungsbereiche Umwelt und Bahnnhofsbau mit den verfügbaren Daten der Raumplanung angereichert werden. Angesichts der komplexen grenzübergreifenden Rechtslage soll die Studie auch einen juristischen Zusatz erhalten.
Von 2017 bis 2019 soll dann in den Vorprojektstudien die Planungsbereiche Bahn und Tiefbau die Bauarbeiten untersucht werden, die zur Wiedereröffnung der Strecke Evian - Saint-Gingolph erforderlich sind.
Nach Fertigstellung der Studien werden sich die zuständigen Behörden dann 2019-20 ein fundiertes und umfassendes Bild der zu gewärtigenden Investitions- und Betriebskosten machen können. Auf dieser soliden Grundlage wird dann die Zweckmässigkeit der Streckensanierung in der Verlängerung des Léman Express zur Debatte gestellt werden können. Die Entscheidungsträger könnten das Projektdossier dann zwecks Finanzierung des Baus gegebenenfalls für den Planvertrag 2020-2026 vorschlagen.