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Kurz vor dem Papst-Besuch äussert sich der Bischof von Basel zum Zölibat. Ehelosigkeit brauche es für Priester nicht mehr zwingend. (mehr …)
Jesus Christus zog überdurchschnittlich viele Frauen an. Ohne sie hätte er sich nie durchgesetzt. (mehr …)
Die Herbert-Haag-Stiftung stellt die Gleichberechtigung der Frauen ins Zentrum
Der Preis der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche geht 2017 an zwei mit Lehrverbot bestrafte Ordensfrauen, die Kirchlichen Gleichstellungsinitiativen beider Basel und das Pilgerprojekt «Für eine Kirche* mit den Frauen». Freiheit in der Kirche stehe aus biblischer und theologischer Sicht allen Menschen zu, heisst es in einer Mitteilung zur Preisverleihung 2017. (mehr …)
E Kardinal in sym Ornat / dää muess e Rogg aa haa. /
Drum het är Angscht, wenn d Fraue kömme / hänn die d Hoose-n-aa.
Die Initiantinnen und Initianten der Basler Gleichstellungsinitiative haben am Sonntag in Luzern den Herbert-Haag-Preis erhalten. Aus diesem Anlass trugen sie im Fasnachtsgewand Schnitzelbänke vor, die unter anderem von den Ängsten der Kirchenmänner vor den Frauen handelten.
Das Engagement der Initiantinnen und Initianten bewirkte 2014 eine Änderung in den Verfassungen der kantonalkirchlichen Körperschaften beider Basel: Diese sollen den zuständigen kirchlichen Amtsträgern das Anliegen der gleichberechtigten Zulassung zum Priesteramt, unabhängig von Zivilstand und Geschlecht, unterbreiten. (sys)
Video zur ganzen Schnitzelbank:
Luzern, 20.3.17 (kath.ch) Mutige Frauen standen im Zentrum der diesjährigen Preisverleihung der Herbert Haag-Stiftung im Hotel Schweizerhof: Die renommierte Auszeichnung ging an die Pastoraltheologin Jadranka Rebeka Anić (Kroatien), die Bibelwissenschaftlerin Mercedes Navarro Puerto (Spanien), die Basler Initiantinnen und Initianten der kirchlichen Gleichstellungsinitiative sowie an die Pilger-Initiative «Für eine Kirche mit* den Frauen». Gegen 400 Personen nahmen an der Preisverleihung teil.
Kurze Version: nur Schnitzelbank, ohne Preisverleihung, mit schweizerdeutschen Untertiteln (8:35 min.)
Schnitzelbank mit hochdeutschen Untertiteln (8:35 min.)
Lange Version: Einführung, Schnitzelbank und Verleihung des Preises (14:54 min.)
Laudatio von Prof. Dr. Sabine Demel, Stiftungsrätin der Herbert Haag-Stiftung (15:32 min.)
Schnitzelbank an der Verleihung des Herbert Haag-Preises am 19. März 2017
© Copyright by Jürg Jösslin (2017)
Melodie: Baselbieterlied
Vo Schöönebuech bis Ammel,
vom Bölche bis zum Rhy,
doo sammle nätti Mensche
viil Underschrifte-n-yy.
Si hänn e Draum und möchte
für d Kiirche neue Schwung.
Jä, Basel-Stadt und Baselland
wänn d Glyychberächtigung.
Joo, s Baselbiet und Basel-Stadt
wänn d Glyychberächtigung.
Melodie: Joshua fit the battle of Jericho
Refrain 1:
Miir dange häärzlig für dää tolli Bryys
dää schööni Bryys, dää bäumig Bryys.
Drotzdäm fühle miir ys zimmlig mys.
S het sich nämmlig nüt bewegt.
Voor viile, viile Joore,
wyt, wyt ewägg vo doo,
wiird s Jesuskind geboore.
E Frau het s überkoo.
S haig nääbe Frau und Kind im Stall
noo Oggs und Eesel gää.
Daas sottsch nit als Begründig
für e Männerherrschaft nää.
Refrain 2:
Miir dangge dääne, woo daas aadänggt hänn,
woo gsammled hänn, woo mitgmacht hänn.
Waas miir euch doo no saage wänn:
Miir gänn no lang nit uff!
In un’srer Kiirche Prieschtere,
doo muesch no lang druff waarte.
Voorhäär git s die erschti Frau
in dr Schwyzergarde.
Dr Vatikan haig kai Brobleem,
wänn d Fraue Prieschtere syy.
Schliesslig danzt scho im e Joor
die wild Frau uff em Rhyy.*
Refrain 3:
Miir dangge dääne, woo sich yygsetzt hänn,
woo g’handlet hänn, woo abgschtimmt hänn.
Waas miir euch doo no saage wänn:
D Hoffnig, die stiirbt z’letscht!
Freude herrscht im Vatikan.
Döört singt e-n-Ängelchoor:
Die erschti Frau, woo Prieschtere wiird
git s scho in hundert Joor.
Will s ändlig, ändlig voorwäärts goht
Wäär s für uns maximal,
In wyt’re hundert Joor
wählt me-n-e Frau zum Kardinal.
Mit Fraue by de Kardinäl
Gäb s mänggs Brobleem zum lööse
Zum Byschpil: Sait me Kardinesse
ooder Kardinööse?
Refrain 4:
Miir dangge dääne, woo dää Bryys gää hänn,
dää Bryys gää hänn, dää Bryys gää hänn.
Waas sii uns dermit saage wänn:
Mached wyter uff däm Wääg!
Dr Hailig Gaischt beriefft kai Frau.
Derzue fallt ys nur yy:
Wenn daas stimmt, kaa d Graft vom Gaischt
nit wirgglig hailig syy.
E Kardinal in sym Ornat
dää muess e Rogg aa haa.
Drum het är Angscht, wenn d Fraue kömme
hänn die d Hoose-n-aa.
Refrain 1: siehe oben
D Maria Magdalena
kunnt als Aposchtelin in d Gränz.
By Männer, woo s vergässe hänn,
dänggt me an Demänz.
Am Aafang het dr gueti Gott
d Wält wunderbar erschaffe.
Mit Bild vo sich als Maa und Frau.
Dasch kai Grund zum blööd gaffe!
Refrain 2: siehe oben
Dr Felix isch e nätte Maa
e Bischof gschiid und glaar.
Äär het mit Fraue kai Brobleem
stöhn si nit am Altar.
Gäärn losst äär d Fraue an Altar
zum Bätte ooder Singe.
Miecht d Frau e Wandlig, het äär gsait,
miesst äär um d Fassig ringe.
Refrain 3: siehe oben
Dr Kirche lauffe d’Lütt dervoo
kaasch s in dr Zytig lääse.
Mit stargge Fraue, hoolsch si zrugg.
Nit jeedi isch e Bääse.
Daag yy Daag uss doo schaffe si
die viile Kiirche-Fraue.
Wenn die dr Bättel aanegheye,
wämm wottsch denn no verdraue?
Refrain 4: siehe oben
Z Basel an mym Rhy stoot me zämme-n-yy.
Drey Daag gilt für alt und jung:
Doo herrscht Glychberächtigung.
Z Lieschtel, z Basel,
überall am Rhy spränge miir dr Rahme**,
daas muess syy.
* Jedes Joohr tanzt am Vogel Gryff “dr wild Maa” uff dr Mittlere Brugg. Fraue sinn bi de drei Ehregsellschafte ussgschlosse.
** Sujet vo dr Basler Fasnacht 2017: „Mir spränge dr Rahme“
D’Gliichstelligsinitiative isch am 28.9.2014 mit 81,8% in BS und mit 87,5% in BL aagno worde.
www.kirchlichegleichstellung.ch
Die Helgen (Illustrationen) zum Schnitzelbank an der Preisverleihung am 19. März 2017:
Am 19. März 2017 erhielt die Kirchliche Gleichstellungsinitiative den Herbert Haag-Preis für Freiheit in der Kirche. Wir bedankten uns in Form eines Schnitzelbanks. Hier ein paar Eindrücke von der Preiseverleihung.