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Ich war kürzlich ein paar Tage in der Türkei. Selbstverständlich nicht aus privatem Interesse. Nein, ich war geschäftlich da: Ich inspizierte Pools, liess mir die Haare machen und setzte mich mit der lokalen Sprache auseinander.
Erster Kontakt
Als ich in Izmir beim Coiffeur auf dem Stuhl sass und mir ein gut gekleideter türkischer Herr die Haare ondulierte, blickte ich zu meiner charmanten Begleitung hinüber, die mir mit entspanntem Gesichtsausdruck, Zigarette und Tee in der Hand zunickte und raunte: Süper, dieser Kuaför. Dabei zeigte sie auf das Schild oberhalb des Türrahmens, auf dem tatsächlich stand: Kuaför. Sogleich begann mein Kopf zu rattern und kurz darauf zu rauchen.
Von der sürpriz zum hoparlör
Wie ich mich dann kundig machte, konnte ich erfahren, dass Türkisch sehr viele Lehnwörter aus dem Französischen beinhaltet. Der haut-parleur wird kurzerhand zum hoparlör und die surprise würd, pardon wird, zur sürpriz. Sie können sich vorstellen, dass ich fortan mit weit geöffneten Augen durch die Strassen lief.
Kürzer Geschichtsausflüg
Im 19. Jahrhundert wirkten europäische Sprachen auf das Türkische ein, besonders das Französische. Im Jahre 1928 wurde im Zuge der Reformen Atatürks die lateinische Schrift eingeführt. Dies geschah innert kürzester Zeit, weshalb die Orthographie vergleichsweise lautgetreu ist. Übersetzt: Man schreibt Wörter so, wie man sie ausspricht. Und das zauberte mir mehrmals ein Schmunzeln aufs Gesicht.
Rückkehr
Die Tage in der Türkei vergingen denn auch recht schnell und ich musste meine Poolbesuche auf ein Minimum reduzieren. Leider. Dafür habe ich nun ein neues Hobby: Türkisch lernen für meinen geplanten Istanbul-Besuch.