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Sorge um frühere First Lady
Der früheren First Lady Barbara Bush geht es gesundheitlich schlecht
Barbara Bush ist die älteste First Lady der USA. Der Gesundheitszustand der 92-Jährigen ist schlecht, sie hat sich gegen weitere Behandlungen entschieden. Noch 2016 machte sie Wahlkampf für ihren Sohn Bush - und sprach sich dabei gegen Donald Trump aus.
Der früheren First Lady Barbara Bush geht es gesundheitlich schlecht. Die 92-jährige Frau des früheren republikanischen Präsidenten George H. W. Bush und Mutter von George W. Bush hat sich gegen eine weitere medizinische Behandlung entschieden, wie es am Sonntag in einer Stellungnahme des Sprechers der Familie hieß. Nach einer Reihe von Krankenhausaufhalten und Gesprächen mit ihrer Familie habe sie sich dazu entschlossen, keine zusätzlichen Behandlungen mehr durchführen zu lassen. Sie wolle stattdessen nur noch eine betreuende Pflege in Anspruch nehmen.
Bush sei im Angesicht ihres sich verschlechternden gesundheitlichen Zustands standhaft, hieß es in der Stellungnahme weiter. Sie sei umgeben von einer Familie, die sie bewundere. Genauere Angaben zu ihrer Krankheit machte der Sprecher nicht.
Mehrfach im Krankenhaus behandelt
Der Sender CNN berichtete, die 92-Jährige sei im vergangenen Jahr mehrfach im Krankenhaus behandelt worden, weil sie an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung und kongestiver Herzinsuffizienz leide. Dem Bericht zufolge befindet sie sich derzeit im Haus der Familie in Houston (Texas).
Die 92-Jährige ist die älteste ehemalige First Lady der USA. Die Bushs sind seit 73 Jahren verheiratet. Die beiden lernten sich kennen, als Barbara 16 Jahre alt war. George H. W. war ab 1981 Vizepräsident von Ronald Reagan. 1989 wurde er dann selbst Präsident.
Barbara Bush engagierte sich an seiner Seite in sozialen Projekten, etwa im Kampf gegen Obdachlosigkeit und Aids. In einem Krankenhaus für Krebspatienten wusch sie Kranke und kümmerte sich um die Sterbenden. Als First Lady machte sie sich dafür stark, Erwachsenen Lesen und Schreiben beizubringen. 1948 schrieb sie ein Kinderbuch über ihre Familie aus der Sicht ihres Hundes.
Unterstützte Sohn im Wahlkampf
Ihr Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident. Er nannte seine Mutter als Grund dafür, dass er so viele Frauen in seinem Führungsstab hatte. "Der Grund, warum ich die Ratschläge von Frauen schätze, die einen starken Willen haben und ihre Meinung vertreten, ist meine Mom", sagte er.
Der zweitälteste Sohn Jeb Bush bewarb sich 2016 um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und geriet dabei oft mit seinem Konkurrenten Donald Trump aneinander. Barbara Bush hatte sich 2013 noch gegen eine Kandidatur ausgesprochen und in einem Interview gesagt, man habe genug Bushs im Weißen Haus gehabt. Andere Familien müssten eine Chance haben. Später änderte sie ihre Meinung aber.
Während des Vorwahlkampfes unterstützte die Frau mit den schlohweißen Haaren Jeb trotz ihres hohen Alters sogar mit Auftritten. In einem Interview machte sie deutlich, dass sie Donald Trump für einen ungeeigneten Kandidaten halte. Sie verstehe nicht, wie Frauen ihn wählen könnten, sagte sie mit Blick auf verachtliche Kommentare Trumps über die Moderatorin Megyn Kelly. Jeb Bush galt am Anfang des Rennen als Favorit, schied dann während der Vorwahlen aber früh aus.
Laut einem Buch des Autoren und Historikers Mark Updegrove haben weder George H. W. Bush noch Bush Junior eine gute Meinung von Trump. Keiner der beiden Ex-Präsident hat demnach bei der Wahl im November 2016 für den Kandidaten der Republikaner gestimmt.