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Agassizhorn bleibt Agassizhorn
Pablo Kaufmann/Shutterstock
Der Naturforscher Louis Agassiz sei zwar ein Rassist gewesen, eine Umbenennung des Berges könne das in der Geschichte Geschehene jedoch nicht ungeschehen machen.
Das teilten die drei Gemeinden am Donnerstag gemeinsam mit. In der Mitteilung distanzierten sich die drei Gemeinden jedoch «klar vom Verbrechen der Sklaverei und des Rassismus und somit von den dunklen Machenschaften des Louis Agassiz».
Verbreiter rassistischer Theorien
Louis Agassiz (1807-1873) war ein bekannter Gletscherforscher, der nach der Übersiedlung in die USA rassistische Theorien verbreitete. Für ihn war klar, dass es eine «wissenschaftliche Rangfolge der Rassen» gebe und dunkelhäutige Menschen minderwertig seien.
Ein Komitee um den Historiker Hans Fässler verlangte deshalb schon 2007 die Umbenennung des Agassizhorns – und blitzte 2010 bei den drei Standortgemeinden Grindelwald, Guttannen BE und Fieschertal VS ab. Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung unternahm das Komitee nun einen neuen Anlauf.
Bereits am (gestrigen) Mittwoch wurde bekannt, dass die Gemeinde Grindelwald gegen die Umbenennung ist. Nun ist auch die Position der beiden anderen Gemeinden klar.