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Urs Viktor Gschwind
|Urs Viktor Gschwind|
|* 14. März 1778 in Grenchen|
|† 14. Juni 1850|
|Gemeindeammann und Chronist|
Urs Viktor Gschwind wurde am 14. März 1778 geboren. Der Vater hiess Johannes, die Elisabeth, geborene Hugi. Sein Elternhaus lag unter der „Öle“ an der Mitteldorfstrasse (Centralstrasse). Urs Viktor wurde Oeler, doch scheint ihm dieser Beruf nicht sonderlich behagt werden. Schon früh wurde er Mitglied des Gerichtes. Beim Kirchenbau war er einer der drei Bevollmächtigten, die den gesamten Bau zu leiten hatten. Von 1805 bis 1807 war Gschwind Seckelmeister der Gemeinde und von 1807 bis 1817 Gemeindeammann. 1815 wurde in den Appellationsrat gewählt und 1817 zum Mitglied des Kleinen Rates, was heute einem Regierungsrat entsprechen dürfte. Deshalb wurde er in Grenchen „der Ratsherr“ genannt. Noch lange hörte man in der Gemeinde den Spruch, den Gschwind gesagt haben soll:
„Ich bin ein Herr und bleib ein Herr, und werde niemals ein Bauer mehr“.
Die vielen hohen Ämter, die er bekleidete, brachten ihm aber kaum finanzielle Vorteile. Er geriet in Konkurs und trat von der Bühne der Öffentlichkeit zurück. Er starb, berichtet Pfarrer Niggli, am 14. Juni 1850 als 72Jähriger an einer Unterleibsentzündung. Gschwind war zweimal verheiratet: Zuerst mit Anna Maria Hugi-Greder und dann mit Marianne Hugi von Haag-Selzach.