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Von byzantinisch bis Bauhaus, Israel hat Duzende von architektonischen Stilen, die sich wunderbar in die Landschaft Israels einfügen. Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber ISRAEL21c hat versucht, einige der markantesten Gebäude des Landes ausfindig zu machen. Es stehen mehr als genug zur Auswahl, da die Architektur des modernen Israels eine eklektische Mischung der Antike bis zur Avantgarde ist.
1. International YMCA, Jerusalem
Das von Arthur L. Harmon, dem Architekten des Empire State Building, entworfene YMCA-Gebäude ist ein Wahrzeichen in der Skyline Jerusalems. Wie sein Cousin in New York, war das YMCA-Gebäude zur Zeit seiner Eröffnung um das Jahr 1935 herum das höchste Gebäude der Stadt. Harmon wollte die architektonischen Traditionen des Judaismus, Christentums und Islam miteinbeziehen, so beinhaltet das Design des YMCA Elemente des byzantinischen, romanischen, gotischen und orientalisierenden Stils und sein Fundament enthält Steine aus Steinbrüchen, von denen angenommen wird, dass sie auch zum Bau des herodianischen Tempels dienten. Vierzig Säulen im Hof repräsentieren die 40-jährige Wanderung der Israeliten durch die Wüste sowie die 40 Tage der Versuchungen Jesu, während die 12 Fenster im Auditorium und die 12 Zypressen im Garten die 12 Stämme, die 12 Jünger Jesu und die 12 Nachfolger Mohammeds symbolisieren.
Das Jerusalem YMCA gilt das schönste YMCA-Gebäude der Welt. An der Spitze des 50 Meter hohen Turmes befindet sich eine Relieffigur des vom Propheten Isaiah beschriebenen sechsflügeligen Seraphen. Die Kapitelle der beiden Eingangssäulen zeigen die in den Evangelien erwähnte Samariterin und ein Lamm, das für Jesus steht.
2. Mivtachim Sanatorium/Hotel, Zichron Ya‘acov
Der Architekt Yacov Rechter, der auch das Tel Aviv Performing Arts Center und andere markante Gebäude entwarf, gewann 1973 den Israel-Preis für das Mivtachim Sanatorium. Ursprünglich Teil eines Gesundheitscampus im Karmel-Gebirge, wird der lange ungenutzte 7.752 Quadratmeter grosse Bau ein zweites Leben als Boutique-Hotel erhalten, das diesen Frühling mit 80 Zimmern, einer Kunstgalerie, zwei Konzertsälen und einem Aufnahmestudio eröffnen soll. Das lang gestreckte Design folgt den Linien der Topografie und ist auf seiner gesamten Länge offen für Ausblicke über das Mittelmeer. „Die Grösse des Projekts macht die Art aus, in der es den Berg krönt“, sagt Beni Levy, Dekan der Fakultät für Architektur am Universitätszentrum Ariel.
Das 1932 fertiggestellte Museum auf dem Rothschild Boulevard bildete den Rahmen für die Proklamation der Gründung des Staates Israel im Mai 1948 durch Premierminister David Ben-Gurion. Der Helena Rubinstein Pavilion for Contemporary Art wurde 1959 hinzugefügt. Im Jahr 2011 wurde der Herta-und-Paul-Amir-Flügel eröffnet. Entworfen vom Harvard-Professor Preston Scott Cohen, zeichnet sich das Amir-Gebäude durch einen vertikalen „Lichteinfall“ aus, der den Besucher dabei hilft, sich zurechtzufinden, da er von einer Ebene zur nächsten führt und natürliches Licht in die untere Ebene des Gebäudes fallen lässt. Die Aussenoberfläche, aus 430 polierten Zementplatten gefertigt, bricht aus in Modulen mit unterschiedlichen Winkeln.
4. Chaim-Weizmann-Haus, Rehovot
Das Weizmann-Haus, erbaut im Jahr 1936 auf dem Campus des Weizmann-Instituts für Wissenschaften, war das erste israelische Projekt für den überaus produktiven Architekten Erich Mendelsohn, der aus Nazi-Deutschland geflohen war. Das einfache und klassische Haus verfügt über ein über eine zentrale Wendeltreppe aus Glas und Beton, die im Kontrast zu den kubischen Elementen, die einen Innenhof mit Swimmingpool umschliessen, steht. Das auf einem Hügel gelegene Haus mit Blick über die Küstenebene im Westen und die Judäischen Bergen im Osten wurde von Mendelsohn als ein „Modellhaus für eine auf der Bühne der Geschichte stehende Person“ beschrieben ‒ angemessen für den Mann, der der erste Präsident des Staates Israel war und der das Weizmann-Institut begründete.
5. Design Museum, Holon
Dieses 17-Millionen-Dollar-Projekt des Architekten und Planers Ron Arad, in Zusammenarbeit mit Bruno Asa, wurde vom Condé Nast Traveler-Magazin als „eines der neuen Weltwunder“ bezeichnet. Das im Jahr 2010 eröffnete ins Auge springende Gebäude wird umhüllt von einer Stahlbandfassade, die aus witterungsbeständigen COR-TEN-Stahlbändern gefertigt ist. Arad hat das Design des Museums als „eine Hierarchie von Aussenräumen“ beschrieben: „So treten Sie also unter dem Gebäude in einen zur Hälfte überdachten Hof ein, wo Sie die Wahl haben, die klimatisierte Route oder eine der Witterung ausgesetzte zu nehmen. Die Gebäudehülle ist nicht nur ein hübscher Raum, sie ist auch eine Struktur.“
6. Bet Gabriel, Tzemah
Dieses kulturelle und soziale Zentrum im Jordantal am See Genezareth bildete den Rahmen für die Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Jordanien und Israel im November 1994. Es gewann den Rechter Prize, einen nach Yacov Rechter benannten israelischen Architekturpreis, für seinen Entwurf durch ein Team von Architekten, angeführt von Ulrich Plesner und Partnern. Das Zentrum wurde 1993 eröffnet. Der Steinbau enthält Galerie- und Ausstellungsräume, eine Aula mit 300 Sitzen, ein Kino, mehrere Amphitheater am Seeufer und ein Restaurant.
7. Bonem House, Jerusalem
Der Bauhaus-Stil ist gleichbedeutend mit Tel Aviv, das Tausende von diesen weissen abgeflachten Betongebäuden mit schmalen, horizontalen Fenstern hat. Jerusalem hat etwa zwei Duzend von ihnen, einschliesslich dieser Schönheit von Leopold Krakauer, einem Bauhaus-Architekten der 1930er-Jahre in Israel. Das 1935 in einem Winkel des Stadtteils Rehavia als Privathaus für eine Arztfamilie entworfene Gebäude ist heute eine Filiale der Bank Leumi.
Die Schöpfung der Architekten Haim Dotan und Avi Arbel erhebt sich als stilisierte Figur eines emporschnellenden Wals ‒ oder vielleicht emporschnellender Wellen, abhängig von Ihrer Perspektive ‒ über den Strand dieser Hafenstadt am Mittelmeer. Der aus Stahl, Glas, Holz und Aluminium erbaute 100-Millionen-Dollar-Konzertsaal fängt das Licht und die Meeresbrisen seiner Umgebung ein.
9. Oberster Gerichtshof, Jerusalem
Die New York Times nannte den Komplex des Obersten Gerichtshofs einmal „Israels schönstes öffentliches Gebäude“. Es ist das Werk der Architektengeschwister Ram Karmi und Ada Karmi-Melamede, die einen Wettbewerb um den Entwurf dieses ikonischen Gebäudes gewannen. Um eine Reihe von Höfen herum angeordnet, mischt der 1992 eröffnete Komplex verschiedene Stile von herodianisch bis modern und führt gezielte Kontraste beim Licht sowie bei den Dimensionen, Winkeln und Materialien herbei. Führungen sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
10. Mercaz Shimshon-Beit Shmuel, Jerusalem
Der israelisch-amerikanische Architekt Mosche Safdie entwarf diesen auf dem Campus der Weltunion für Progressives Judentum stehenden Komplex. Er begann mit Beit Shmuel, das 1986 mit 41 um einen Innenhof gruppierten Schlafräumen, Klassenzimmern, Speisesälen und Verwaltungsbüros sowie einem Empfangsraum im Freien eröffnete. Mercaz Shimshon wurde 2001 fertiggestellt und fügte dem Komplex noch 11 Gästezimmer, Konferenzräume, das Hirsch Theater und einen Festsaal mit Blick über die Altstadt hinzu.
Originalversion: The Top 10 must-see buildings of Israel by Abigail Klein Leichman © Israel21.org, Innovation News Service, February 05, 2012.