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Hallo Adonis,
ich habe vor langem eine etwas 40-jährige Zahnärztin kennen gelernt. Sie war gerade dabei. ihre hübsche Privatpraxis aufzulösen. Sie sei anerkanntermaßen berufsunfähig; sie beschrieb sehr unangenehme - v.a. mentale - Symptome.
Ja, sie habe jahrzehntelang völlig ungeschützt mit Amalgam gearbeitet. Auch "natürlich" Füllungen herausgebohrt usw. In ihrem Studium sei von der Schädlichkeit nie die Rede gewesen; spätere Warnungen habe sie lange nicht ernst genommen.
Ich glaube nicht, daß Quecksilber-Ausleitung in diesem Alter aussichtslos ist. Aber die Dame schien dieser Meinung zu sein.
Irgendwo habe ich gelesen, Zahnärzte seien die Facharztdisziplin mit der höchsten Selbstmordrate. (Oder waren sie an zweiter Stelle nach den Psychiatern oder den Anästhesisten? Jedenfalls an vorderster Front.)
Meine Frage: Bist Du der Auffassung, daß Du die Sache tatsächlich ernst genug nimmst?
Ein Gleichnis aus dem Pali-Kanon; der Buddha erzählt es: Ein Mann, dem ein Pfeil in der Brust steckt, kommt zu einem Arzt. Der sagt: Wenn du willst, kann ich Dir den Pfeil herausziehen. "Ja, gerne," der andere. "Aber vorher will ich wissen, wo der Pfeil angefertigt wurde, wer ihn abgeschossen hat, wer dessen Eltern waren, welche Art von Pfeilgift verwendet wurde, woher der Bogen, aus welchem Holz usw. usw. Eine Unmenge von Fragen. Als der Verletzte die letzte gestellt hatte, war er tot.
Möge dieses Gleichnis auf Dich gar nicht passen. Mögest Du lange leben und gut!
Windpferd