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Infosperber wollte die Namen und beruflichen Lebensläufe der Firmenexperten erfahren, die das Krebsmedikament Folotyn begutachtet hatten. Für Folotyn ist bis heute kein Nutzen nachgewiesen. Es vergingen fast vier Jahre, bis Swissmedic dem Gesuch von Infosperber, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, entsprach und diese Informationen herausrückte.
Solche Experten werden entweder von der antragsstellenden Pharmafirma beauftragt, oder sie sind sogar bei ihr angestellt. Im Zulassungsverfahren bei der Swissmedic kommt ihnen eine wichtige Rolle zu. Im Laufe des Verfahrens stellte das Bundesgericht fest:
- «Die Berichte der Firmenexperten sind ein wichtiger Bestandteil der Gesuchsunterlagen für die Zulassung, weil sie alle wesentlichen Daten zusammenfassen und insbesondere eine sachliche und kritische Bewertung der Wirksamkeit, der Sicherheit und des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Präparats enthalten.»
Die Fakten:
- Im Jahr 2013 hatte Swissmedic die Infusionslösung Folotyn zugelassen für todranke Erwachsene, die an einem T-Zell-Lymphom leiden und bei denen Chemotherapie und/oder Bestrahlung keine Wirkung mehr zeigen.
- In ihrem Zulassungsentscheid räumte Swissmedic selber ein, dass es keinen Nachweis dafür gibt, dass Folotyn das Fortschreiten des Tumors bremst, geschweige denn das Leben der PatientInnen verlängert. Von einer verbesserten Lebensqualität war schon gar nicht die Rede.
- Die europäische Zulassungsbehörde EMA hatte im Jahr 2012 auch…..