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Sergej Rachmaninow und Arturo Toscanini treffen sich im Sommer 1939 bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem heutigen LUCERNE FESTIVAL (Archiv LUCERNE FESTIVAL).
Dieser Komponist passte nicht ins Weltbild der bolschewistischen Revolutionäre: Sergej Rachmaninow galt den Rebellen, die in Russland den kommunistischen Umsturz vorbereiteten, als Repräsentant der herrschenden Klasse. Das fing schon damit an, dass Rachmaninow aus altem russischem Landadel stammte. Weiterlesen
Aleksandr Mossolow
Im Januar 1929 beschloss das Leningrader Staatliche Opern- und Balletttheater, die Ideen der sowjetischen Revolution auch im Bereich des Musiktheaters fruchtbar werden zu lassen. Man setzte deshalb eine Kommission zur Schaffung sowjetischer Opern ein und fand rasch das geeignete Thema für den Prototypus: Der Staudamm sollte das bahnbrechende neue Werk heissen und um die Errichtung eines mächtigen Wehrs im Süden des Landes kreisen. Weiterlesen
Béla Bartók hat die Musik erneuert, indem er ihre uralten Wurzeln erkundete. Ab 1905 begann er, seine ungarische Heimat zu durchwandern, um systematisch die Volksmusik zu erforschen. Er zog über die Dörfer und liess sich von den Bäuerinnen Lieder vorsingen, die schon deren Grossmütter gesungen hatten. Ziegenhirten spielten für ihn auf der Flöte, Dorfmusikanten auf der Fiedel oder dem Dudelsack. Weiterlesen
Beethovens Neunte Sinfonie ist ein politisches Kunstwerk. Das verrät bereits die Wahl von Friedrich Schillers Gedicht An die Freude, das Beethoven im Finale vertont und mit dem er seine Botschaft unmissverständlich ausdrückt: «Alle Menschen werden Brüder.» Der Geist der Französischen Revolution mit ihrer Devise «Liberté, Égalité, Fraternité» steht hier also Pate, und Beethoven setzt ihn auch kompositorisch um, indem er die Instrumental- mit der Vokalmusik und die Sinfonie mit der Kantate verschwistert. Ein klarer Fall also, sollte man meinen. Doch ausgerechnet dieses Werk führte zu einem unerbittlichen Streit zwischen den verschiedenen Parteien,den rechten und den linken, die Beethovens Neunte jeweils für ihre Zwecke vereinnahmten: ein Machtspiel um die Deutungshoheit der vielleicht berühmtesten Sinfonie überhaupt.
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Heinz Holliger probt mit der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY (Foto: Stefan Deuber/Archiv LUCERNE FESTIVAL)
Am 21. Mai feiert Heinz Holliger, der LUCERNE FESTIVAL seit über einem halben Jahrhundert als Oboist, Dirigent und Komponist eng verbunden ist, seinen 80. Geburtstag. Moderne-Dramaturg Mark Sattler gratuliert – das Geburtstagskonzert folgt im September, beim Luzerner Sommer-Festival.
Samuel Beckett machte für seinen Monolog NOT I genaue Angaben zur Inszenierung: Per Live-Video soll auf einer Leinwand 20 cm über der Schauspielerin nur deren Mund gezeigt werden, die gesamte Bühne ansonsten schwarz sein. Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Heinz Holliger, Samuel Beckett
Two years ago, they were chosen for the third edition of the Roche Young Commissions, and on 1 September they will unveil their new orchestral works at the Lucerne Summer Festival – having had a chance last summer to do a test-run of the works-in-progress with the Orchestra of the LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Marianna Liik and Josep Planells Schiaffino report on this experience and its impact on the development of their composition process.
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Janine Jansen debutiert beim Luzerner Oster-Festival mit Bartóks Erstem Violinkonzert (Foto: Marco Borggreve)
Zum Auftakt der Residenz, mit der das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auch bei LUCERNE FESTIVAL seinen 70. Geburtstag feiert, spielt die niederländische Star-Geigerin Janine Jansen eines der schönsten Solokonzerte aus dem 20. Jahrhundert: das Erste Violinkonzert von Béla Bartók, das ein Portrait der ungarischen Virtuosin Stefi Geyer darstellt. Weiterlesen
To mark the start of its residency at LUCERNE FESTIVAL, where the Bavarian Radio Symphony Orchestra is celebrating its 70th anniversary, the Dutch star violinist Janine Jansen will play one of the most beautiful solo concertos of the 20th century: Béla Bartók’s First Violin Concerto, a portrait of the Hungarian virtuosa Stefi Geyer. Weiterlesen
Mariss Jansons und das BR-Symphonieorchester 2015 in Luzern (Foto: Peter Fischli)
Welch grossartiger Klangkörper! «Das Orchester ist nicht nur brillant – es hat keinerlei Schwächen», schwärmt Chefdirigent Mariss Jansons, der dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks seit über 15 Jahren die Treue hält. «Die Musiker sind ungeheuer enthusiastisch, sie spielen jedes Konzert, als wäre es ihr letztes, und geben dabei mehr als 100 Prozent. Für mich als Dirigent ist es so, als würde ich einen Rolls-Royce fahren. Das Orchester kann einfach alles.» Und auch der Ungar Iván Fischer erklärt im Festival-Blog, er nehme eigentlich kaum noch Gastdirigate an – beim BR-Symphonieorchester aber mache er eine Ausnahme. Weiterlesen
OSTER-FESTIVAL 2010: Bernard Haitink & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Foto: Priska Ketterer / LUCERNE FESTIVAL
Heute, am 4. März, feiert Bernard Haitink seinen 90. Geburtstag. Ein Gespräch mit Intendant Michael Haefliger über den niederländischen Maestro, der 2019 gleich dreimal bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben ist: am 14. April mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, am 20. August mit dem Chamber Orchestra of Europe und am 6. September mit den Wiener Philharmonikern.
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