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Im Vergleich der Altersvorsorgesystem in 25 ausgesuchten Ländern verbessert sich die Schweiz auf Platz vier. Damit liegt sie gleichauf mit Schweden und vor Finnland. Spitzenreiter bleibt Dänemark, gefolgt von Australien und den Niederlanden. Deutschland belegt Rang 12. Die Schlusslichter des Rankings sind Indien, Südkorea und Japan. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Melbourne Mercer Global Pension Index 2015, der vom Beratungsunternehmen Mercer zum siebten Mal in Zusammenarbeit mit dem Australian Centre for Financial Studies erstellt wurde. Die Studie untersucht und bewertet die Alters Vorsorge verschiedener Länder hinsichtlich der Leistungen, Finanzierung und Rahmenbedingungen. Dabei wurden neben den staatlichen Rentensystemen und der beruflichen Vorsorge auch private Anlagen und Vorsorgemassnahmen berücksichtigt.
Gründe für das gute Abschneiden Dänemarks (81.7 von 100 möglichen Punkten) sind u. a. die solide Finanzierung und guten Leistungen auf Basis eines hohen Vermögens- und Beitragsni- veaus. Ein weiterer Vorteil ist ein gut reguliertes privates Vorsorgesystem.
Das Schweizer Vorsorgesystem hat sich mit einem Gesamtindexwert von 74.2 im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert und steht auf Rang vier. In den einzelnen Unterkategorien zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild. Der Bereich „Leistungen» hat sich positiv entwickelt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Schweiz beim Kriterium „Sparquote» die Spitzenrolle übernommen hat. Bei der „Finanzierung» mussten leichte Punktverluste in Kauf genommen werden, da bei steigender Lebenserwartung und gleichbleibendem Pensionierungsalter die Rentendauer zunahm. Bei den „Rahmenbedingungen» blieb die Punktezahl nahezu gleich.
In den elf Ländern, die seit 2009 Teil des Index sind, hat sich die durchschnittliche Renten- bezugsdauer von 16,6 auf 18,4 Jahre erhöht. In fünf dieser Länder – Australien, Deutschland, Japan, Singapur und UK – wurde als Reaktion das Rentenalter angehoben. Doch die Rentenbezugsdauer wird sich in den nächsten 20 Jahren in acht dieser elf Länder weiter erhöhen. Lediglich in Kanada und den Niederlanden (beide planen in den nächsten Jahren eine Anhebung des Rentenalters auf 67) sowie den USA (etwas kürzere Lebenserwartung) zeigt sich eine Verringerung.
„Das Vorsorgesystem der Schweiz ist weiterhin solide. Die Steigerung der Lebenserwartung führt jedoch zu Handlungsbedarf», so Catherine Schoendorff, Geschäftsführerin von Mercer in der Schweiz. „Mit einer schrittweisen Erhöhung des ordentlichen Pensionierungsalters und einer höheren Arbeitsmarktbeteiligung älterer Arbeitnehmer könnte das Schweizer Vorsorgesystem noch robuster gestaltet werden. Auch sollten vorzeitige Pensionierungen nicht mehr im bisherigen Ausmass gefördert werden.»
Weitere Empfehlungen, die sich aus den Studienergebnissen ergeben:
• Eine Regelung, die Pensionskassen auffordert, eine umfassende Risikomanagement- Strategie zu entwickeln
• Eine weitere Limitierung des Kapitalbezugs vor der Pensionierung.