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Bei einer Annahme der Trinkwasserinitiative dürften Kälbermäster entsprechend des Initiativtextes ihre Tiere nur noch mit betriebseigenem Futter füttern. Das würde bedeuten, dass in der Kälbermast kein Milchpulver mehr verwendet werden dürfte, schreibt der Schweizer Kälbermästerverband in einer Mitteilung. Milchpulver sei aber ein Futtermittel, das in der Kälbermast sehr wichtig sei, um die qualitativen Vorgaben zu erreichen. Wenn Milchpulver nicht mehr eingesetzt werden könnte, wären viele Betriebe gezwungen, die Kälbermast aufzugeben. Trotzdem würde in der Schweiz wohl weiter Kalbfleisch konsumiert. Dieses Kalbfleisch müsste dann von anderen Ländern importiert werden. Der Schweizer Kälbermästerverband sei nicht bereit, den hohen Schweizer Standard gegen Importware einzutauschen, die nicht gut kontrolliert werden könne.
Auch im Bereich Antibiotikaeinsatz entwickle sich die Landwirtschaft stetig weiter. Seit 2008 sei der Antibiotika-Einsatz um 50 Prozent reduziert worden und auch in der Kälbermast sei man in einem stetigen Verbesserungsprozess und reduziere den Einsatz weiter. Es werde darauf geachtet, dass nur so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig an Arzneimitteln zum Einsatz komme. Nur so könnten auch das Tierwohl und die Qualität gewährleistet werden. In Zusammenarbeit mit dem Kälbergesundheitsdienst seien beispielsweise verschiedene Projekte im Gang, die zur Reduktion von Arzneimitteleinsatz und zur Verbesserung des Tierwohles beitragen sollen.
Landwirte, Verbände wie auch verschiedene Organisationen seien bestrebt, sich zu verbessern. Man appelliere darum an die Konsumentinnen und Konsumenten, die Agrarinitiativen abzulehnen, um die Schweizer Produktion nicht zu gefährden.