Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/158092

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht vorzulegen, in dem er darstellt, wie der schweizerische Finanzplatz wirksam und innovativ zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann und welche politischen Anreize sinnvoll sind, damit unsere Finanzinstitute eine nachhaltige Entwicklung des Finanzsektors unterstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt die Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit der nachhaltigen Entwicklung des Finanzplatzes einerseits und mit der Finanzierung von nachhaltigen Projekten andererseits stellen. Verschiedene der im Postulat aufgebrachten Fragen tangieren aktuelle Gesetzgebungsprojekte (insbesondere das Finanzdienstleistungsgesetz, Fidleg) oder sind Gegenstand der laufenden Arbeiten zur Weiterentwicklung der Finanzmarktpolitik des Bundesrates. Ziel des Fidleg ist u. a. eine Verbesserung des Anlegerschutzes im Sinne einer erhöhten Transparenz für Kunden von Finanzdienstleistern. Im Rahmen des geplanten Basisinformationsblatts steht es den Finanzdienstleistern frei, ihre Kundschaft auch auf ökologische und soziale Kriterien hinzuweisen. Der Bundesrat wird voraussichtlich bis Ende Jahr eine Botschaft zum Fidleg zuhanden des Parlamentes verabschieden.</p><p>Es gibt auf freiwilliger Basis bereits diverse Initiativen, welche die aufgebrachten Themen betreffen. Dazu gehören die aktuellen Arbeiten des Swiss Team im Rahmen der Unep (United Nations Environment Programme) Inquiry into the Design of a sustainable financial system sowie Initiativen, die sich für Reportingstandards einsetzen (z. B. die Group of Friends of Paragraph 47) oder konkrete Standards definieren (GRI, Unpri, Unep FI, OECD Guidelines for Multinational Enterprises). Ebenso gibt es Finanzinstitute, die ökologische und soziale Kriterien freiwillig konsequent in ihre Beratung integrieren und ihre Kundinnen und Kunden über nachhaltige Finanzanlagen informieren.</p><p>Der Bundesrat ist aufgrund der laufenden Gesetzgebungsprojekte und Arbeiten des Bundes sowie der freiwilligen Initiativen der Ansicht, dass ein zusätzlicher Bericht zu den im Postulat gestellten Fragen derzeit nicht nötig ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.