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Obwohl die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Rückenmark durchtrennt waren, konnten die Ratten nach intensivem Training über mehrere Wochen wieder ohne Hilfe gehen. «Wir fanden heraus, dass das Bewegungszentrum im Gehirn in der Lage ist, Bewegungsimpulse wieder an Regionen unterhalb der Rückenmark-Verletzung zu senden. Und zwar durch Bahnen im Hirnstamm, die unversehrt geblieben sind», erklärt Léonie Asboth, Wissenschaftlerin von der EPFL Lausanne.
Die Neu-Vernetzung des Gehirns entstand nicht spontan, sondern erst nach mehrwöchigem Training der Ratten. Die Ratten erhielten Roboter-unterstütztes Gangtraining und eine elektrochemische Stimulation des Rückenmarks. Das Gehirn schuf neue Bahnen zwischen Hirnrinde, Hirnstamm und Rückenmark.
Ein neuartiges Mikroskop analysierte dann Gehirnproben. Darin wurden die Nervenbahnen sichtbar, die im Gehirn neu organisiert wurden.
Ob das Prinzip auf Menschen übertragbar ist, soll jetzt getestet werden.