Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/2561

Die Schweiz ist in Kenia seit dessen Unabhängigkeit präsent. Anfangs war sie vor allem in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv, heute umfasst die Zusammenarbeit auch Wirtschaft, Korruptionsbekämpfung, Förderung der Menschenrechte und kulturelle Beziehungen.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kenia
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die politischen Beziehungen sind gut. Kenia ist für die politische Stabilität Ostafrikas von Bedeutung und gleichzeitig auch das wirtschaftlich stärkste Land in der Region. Die Schweiz setzt sich darum zusammen mit anderen Staaten für eine bessere Gouvernanz sowie die Einhaltung der Menschenrechte ein und pflegt die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen.
Nairobi beherbergt zudem einen der vier UNO-Hauptsitze. Die Botschaft vertritt die Interessen der Schweiz im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Kenias Wirtschaft ist vielfältig, trotzdem arbeiten weiterhin rund 75% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Blumen, Tee und Kaffee sind die Hauptexportgüter.
2017 war Kenia der zwölfwichtigste Handelspartner der Schweiz in Subsahara-Afrika. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern lag bei CHF 138,2 Mio. In die Schweiz eingeführt wurden fast ausschliesslich landwirtschaftliche Produkte; die Ausfuhr bestand grösstenteils aus pharmazeutischen und chemischen Erzeugnissen.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Kooperationsstrategie 2018–2021 für das Horn von Afrika verfügt über ein Budget von insgesamt CHF 170 Mio. und wird von der Schweizer Botschaft in Nairobi koordiniert. Es handelt sich um eine regionale Strategie, die sich hauptsächlich auf Somalia und die ariden und semiariden Gebiete Kenias und Äthiopiens konzentriert. Die Aktivitäten der Schweiz am Horn von Afrika sind auf Gouvernanz, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Migration und Schutz von Zivilpersonen ausgerichtet.
In Kenia liegen die Schwerpunkte bei der Stärkung der Resilienz in der Land- und Viehwirtschaft und bei der Förderung nachhaltiger Lösungen für Binnenvertriebene.
Schweizerinnen und Schweizer in Kenia
Die Nationalparks und die Strände machen Kenia zu einer unter Schweizern beliebten Tourismusdestination. Anfang 2019 lebten rund 860 (bei der Botschaft gemeldete) Schweizerinnen und Schweizer in Kenia.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz hat 1963 die Unabhängigkeit Kenias anerkannt. Im folgenden Jahr entwickelten die beiden Länder diplomatische Beziehungen, und die Schweiz eröffnete eine Botschaft in Nairobi.