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Die Frage, ob ein Gegenstand natürlich oder kulturell definiert wird, stellt einen zentralen Punkt meiner Arbeit dar und schlägt zugleich eine Verbindung zur ehemaligen Steinfabrik, die ebenfalls ein Ort der Reproduktion war. Seit dem 7. Jahrhundert ist das Sammeln und Präsentieren von speziell geformten Steinen ein Teil der japanischen Kunst. Die Herstellung der „Suiseki“ unterliegt strengen Auflagen. Aussergewöhnlich ist, dass sie rein natürlichen Ursprungs sind, obwohl die meisten dieser Objekte künstlich geformt aussehen.
Die gefundenen Steine dürfen nur leicht nachbearbeitet werden. Sie sind natürliche Produkte, die an Landschaften erinnern.
Ihre Produktion besteht allein aus einer Kontextverschiebung und ihrer Präsentation auf Holzsockeln. In der Suisseki Manufaktur werden Steine wirklich künstlich produziert, wie in einer Steinfabrik. Sie werden nicht in der Natur gesammelt, sondern mit synthetischem Gips gegossen. Natürliche Steine sind eher unförmig, aber nie blockförmig wie z.B. ein hergestellter Kalksandstein. Die Form ermöglicht es, Original und Imitat zu unterscheiden. Ähnlich verhält es sich mit den Suiseki und den Suisseki der Manufaktur.
Sie sehen den Originalen zwar ähnlich, jedoch tauchen immer wieder Elemente auf, die nicht in Verbindung zur Landschaft stehen. Es entstehen so Objekte, die mit eigenartigen organischen Ausstülpungen in Kombination mit tektonischen Elementen fremdartige Bilder von Landschaften hervorrufen.