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Der Flughafen als Ort, um den Lebensabend zu verbringen? Was werde ich tun, wenn ich alt bin? Welcher Beschäftigung geht man nach, wenn
die Arbeit plötzlich wegfällt und man in den lebenslang ersehnten Ruhestand tritt? Mit dieser Thematik setze ich mich in meinem fortlaufenden Langzeitprojekt über meinen Vater seit mehreren Jahren auseinander.
Als er 65 wurde, trat er in den Ruhestand. Meine Schwester und ich waren seit längerem ausgezogen. Meine Mutter arbeitete bereits einige Monate am Flughafen Zürich bei der Sicherheitskontrolle. Gürtel ausfädeln, Koffer röntgen, den Menschen Sackmesser, Shampoo oder Parfüm aus den Taschen ziehen. In den ersten Monaten nach seiner Pensionierung war mein Vater oft zuhause. Er kümmerte sich nun mit aller Kraft um den Haushalt und genoss es, nicht mehr zu arbeiten. Bald schien ihn das irgendwann zu langweilen. Er begann, meine Mutter an den Flughafen zu begleiten.
Diese Arbeit dient der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Älterwerden.