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BeimFußvolk bis zur Einführung der Patrontaschen sehr breites
Ledergehänge, an welchem auf der
Brust 12-20 hölzerne
Büchsen für je eine Pulverladung sowie eine Pulverflasche mit Zündpulver
und ein Säckchen mit
Kugeln hingen. In gleicherWeise wurden später die Patrontasche über der linken,
der
Säbel über der rechten
Schulter getragen.
(frz. bandoulière), ein
breites, ledernes Wehrgehänge, an dem im 15. und 16. Jahrh.
Pulvertasche, Lunte, Kraut und Lot getragen wurden. Später wurden eine Anzahl Patronen in besondern Hülsen am Bandelier befestigt,
wie es bei verschiedenen orient. Völkern noch jetzt Brauch ist; seit Ende des 16. Jahrh.
legte man die Patronen in einen am Bandelier befestigten ledernen Kasten, Cartouche genannt. Im allgemeinen wird
das einfache Bandelier von der linken Schulter nach der rechten Hüfte getragen. Von Beginn des 18. bis zur Mitte
des 19. Jahrh. wurde von der Infanterie das doppelte oder Kreuzbandelier getragen, an dem
Patronentasche und Seitengewehr befestigt waren; diese, die Brust des Mannes beengende Tragweise wurde jedoch
allmählich durch die neuere Form des Lederzeuges ersetzt.