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Quartettbiografie:
Das Vector Quartett wurde im Frühling des Jahres 2013 von Mitgliedern des Luzerner Sinfonieorchesters gegründet. Die vier Musiker sind nicht nur musikalisch seelenverwandt, sondern auch sonst gute Freunde. In den Kammermusikreihen von Grafenort und Luzern ist das Vector-Quartett prominent vertreten.
Geschätzt für seine Energie und seine Klangfülle und -vielfalt, spielt das Vector-Quartett immer wieder Benefiz-Konzerte für Waisenkinder in Thailand und der Ukraine. Im Jahr 2014 vollendete das Vector-Quartett zusammen mit Alexander Besa den Zyklus aller Streichquintette von W. A. Mozart in der Grafenorter Kammermusikreihe. Aktuell bietet es ebenda einen Zyklus mit den drei Streichquartetten Johannes Brahms‘ dar.
Im Herbst 2015 fand mit grossem Erfolg die schweizerische Erstaufführung des Quartetts «Das Mädchen und der Tod» des bekannten deutschen Komponisten Siegfried Matthus statt. Das Werk wurde im Konzert Schuberts berühmten Quartett „Der Tod und das Mädchen“ gegenübergestellt. Zu den Künstlern, mit denen das Vector Quartett zusammengearbeitet hat, gehört auch die Solo-Harfenistin des Luzerner Sinfonieorchesters Mahalia Kelz für Aufführungen von André Caplets „Conte fantastique“.
In der kommenden Zeit wird das Vector-Quartett zusammen mit Alexander Besa (Viola) und Stojan Krkuleski (Klarinette) einen Brahms-Zyklus präsentieren, in dem neben den Streichquintetten auch das Klarinettenquintett in h-moll zur Aufführung kommen wird.
Biografien der Quartett-Mitglieder:
Denitza Kucera, Violine
Die bulgarische Violinistin Denitza Kucera, geborene Kostova, ist seit jüngstem Alter eine aktive Solistin und Kammermusikerin. Sie
ist Absolventin der Musikschule in Plovdiv, Bulgarien, in der Klasse von Tatyana Krasteva. Denitza hat oft als Solistin mit dem Philharmonischen Orchester von Plovdiv, dem Sinfonieorchester von Pazardjik, dem Sinfonieorchester von Kurdjali, und weiteren Orchester in Bulgarien gespielt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen an nationalen musikalischen Wettbewerben ausgezeichnet.
Im Jahre 1991 wurde Denitza mit einem vollen Stipendium an der Idylwild Arts Academy (Kalifornien) im Studio von Todor Pelev angenommen. Während ihrer Zeit in Kalifornien gewann sie die Rio Hondo Symphony Music Competition und erschien als Solistin mit dem Rio Hondo Symphony und dem International Chamber Orchestra, mit welchem sie 1992 ihre erste CD aufnahm.
Im Jahre 1993 Denitza führte sie ihr Studium am Oberlin Conservatory mit Prof. Taras Gabora fort. Sie gewann 1995 die Bach Competition, ein Teil der Kingsville International Young Artist Competition und spielte zahlreiche Recitals in Oberlin, in Südkalifornien, in Kanada und in Italien, wo sie 1996 ihre zweite CD aufnahm. Danach gewann sie 1997 die Montgomery International Violin Fellowship Competition, diente anschliessend während einem Jahr als Konzertmeisterin und Solistin des Montgomery Symphony und war auch Solistin des Auburn Symphony.
Im Jahre 1998 kam Denitza als Studentin zu Donald Weilerstein im Cleveland Institute of Music (CIM) und erwarb dort 2000 ihren Mastertitel in Musik. Im gleichen Jahr gewann sie die Tuesday Musical Club Music Competition in Akron. Im März 2000 gewann Denitza die CIM Concerto Competition und erschien als Solistin mit dem CIM Orchestra in dessen Frühjahrkonzertreihe von 2001. Denitza gründete als das Mephisto String Quartet, in welchem sie erste Geige spielte und mit welchem sie Preisträgerin der Coleman Chamber Music Competition wurde. Sie beteiligte sich an den Festivals von Ravinia (USA), Piovera (Italien), Johannessen (Victoria, B.C., Canada), New York String Seminar, Bowdoin (Maine), Colorado und Norfolk (Massachussets), wo das Mephisto Quartet ein Stipendium für ein intensives Studium mit dem Tokyo String Quartet bekam.
Denitza war Professorin für Violine am Mercyhurst College (Erie, Pennsylvania) von 2001 bis 2002 und ist seit 1997 Fakultätsmitglied des Apple Hill Chamber Music Festival.
Im Sommer 2002 kehrte Denitza nach Europa zurück. Von 2002 bis 2003 war sie Konzertmeisterin des Aargauer Sinfonieorchesters und war dann im Tonhalle Orchester in Zürich während zwei Jahren angestellt. Seit 2005 ist sie Mitglied des Luzerner Sinfonieorchesters im Register der ersten Violinen. Im Jahre 2007 wurde sie Mitglied des Alpha Ensemble und des Luzerner Streichoktetts und 2013 gründete sie das Vector Quartet.
Reiko Koi, Violine
Geboren in Tokio, Japan. Erster Violinunterricht mit 6 Jahren.
1994 bis 1997 Violinstudium bei Yoko Kubo am „Tokyo college of Music“.
2000 bis 2003 Violinstudium bei Gunars Larsens (Konzertklasse mit Auszeichnung) und 2003-2005 Kammermusikstudium bei Sebastian Hamann an der Musikhochschule Luzern.
1998 2. Preis bei „Kawasaki city Music Competition“.
2001 1. Preis sowie Publikumspreis bei „International Music Competition Citta di Cortemilia“,
1.Preis bei „European Music Competition Citta di Moncalieri“.
2001-2006 spielte sie mit dem in Luzern gegründeten „un altro trio“ (Klavier-Trio), mit welchem sie am 7. Internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Sanguinetto (Italien) den 3.Preis gewann.
Mit „un altro trio“ erhielt sie ausserdem 2003 den Mozartpreis Luzern.
2003 Auftritt als Solistin mit dem Kammerorchester der Deutschen Oper Berlin im Rahmen der Quakenbrücker Musiktage.
Seit 2003 ist sie Mitglied der Festival Strings Luzern und seit 2005 des Luzerner Sinfonieorchesters.
Bernd Haag, Viola
Bernd Haag wurde in Mannheim geboren.Nach seinem Studium bei Francoise Pfister, Sandor Zöldy und Christoph Schiller in Basel war er Mitglied des Euler- Quartetts und später des Stuttgarter Streichquartetts.
Nach sechs anschliessenden Jahren als stellvertretender Solobratschist des Zürcher Kammerorchesters war er bis 2005 stv Solobratschist in der Camerata Bern.
- Seit 2003 ist er als stv. Solobratscher im Luzerner Sinfonieorchester tätig, spielt in verschiedenen Kammermusikformationen und tritt auch solistisch auf.
Sebastian Diezig, Cello
Der Schweizer Cellist Sebastian Diezig ist ein gefragter Solist und Kammermusiker. Er studierte bei Pierre-Bernard Sudan, Marc Jaermann und schliesslich bei Thomas Demenga, bei dem er im Jahr 2008 seine Studien mit einem brillanten Solistendiplom abschloss. Diezig ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, besonders hervorzuheben sind sein 3. Preis am Internationalen Cellowettbewerb von Lugano (2008) sowie der Spezialpreis für die beste Interpretation des Pflichtstücks am Internationalen Cellowettbewerb von Zagreb (2008). Seit 2010 ist Diezig als stellvertretender Solo-Cellist im Luzerner Sinfonieorchester angestellt, mit welchem er als Orchestermusiker im KKL und im Luzerner Theater auftritt sowie regelmässig in wichtigen Musikstädten Europas, Asiens und Südamerikas. Als Solist trat er mit Orchestern auf wie dem Basler Sinfonieorchester, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Freiburger Kammerorchester und anderen mehr sowie an namhaften Festivals wie dem Lucerne Festival, Young Artists in Concert Davos, Sine Nomine Festival in Lausanne und weitere in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Belgien und in Luxemburg. Sebastian Diezig komponiert auch. Bislang hat er unter anderem die virtuosen Solostücke “Top Gun Variations” (2012) und “Blues”(2007) geschrieben, uraufgeführt und für seinen Youtube-Kanal eingespielt. Dort findet auch sein aktuellstes Projekt statt, mit dem er auf dem Cello fit bleibt: Die Video-Gesamteinspielung aller Piatti-Capricen. Sportlich fit bleibt er durch Rennradfahren in der Freizeit. Er ist mit der Geigerin Paula Novoa verheiratet.