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Mein unbewusster
Lebenweg

(Skriptanalyse / biografisches Lernen)
Die ganze Welt ist Bühne
und alle Frauen und Männer blosse Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
und jeder spielt im Leben viele Rollen.
(Shakespeare)
Problemstellung
Der Mensch spielt in irgendeiner Form "Theater", er steht für ein
unterschiedliches Publikum auf verschiedenen Bühnen. Der amerikanische Psychologe
Frederick Perls formulierte dies so: "Wir leben auf zwei Ebenen ~ der öffentlichen
Ebene unseres Handelns, das man beobachten kann und der privaten Bühne, der Denk- und
Probebühne, auf der wir uns auf die künftigen Rollen vorbereiten, die wir zu spielen
gedenken.
Ein Grossteil unseres Rollenverhaltens und
die dazugehörenden dramatischen Lebensereignisse werden früh im Kindesalter erlernt. Die
Schwierigkeit liegt darin, dass das "Rollendrehbuch" (Skript) eines jeden
Menschen zwar auf dieser Weltbühne "aufgeführt" wird, jedoch dem Bewusstsein
weitgehend verborgen ist. Es handelt sich um einen "Lebensauftrag", dessen
Inhalt vergessen wurde und der ein unterschiedliches Mass an schöpferischen wie auch
destruktiven Kräften in sich birgt.
Ein Skript ist die "Anweisung" für
das Lebensdrama eines Menschen, für die Rolle, die er darstellt, auch wenn er sich ihrer
nur vage bewusst sein mag. Ursprung des Skripts sind die Botschaften, die ein Kind von
seinen Eltern empfängt und die Lebensanschauungen, die es allmählich über sich und
andere bildet. In dem Mass, in dem die Botschaften des Rollenbuches nicht mit den
tatsächlichen Möglichkeiten übereinstimmen, können sie Störungen unterschiedlicher
Art erzeugen.
Zielsetzung
Wenn jemand erkennt, dass und auf welche Weise man das eigene "Theater"
spielt, schenkt dieses Bewusstsein die Freiheit, hinderliche Rollen zu modifizieren. So
kann man den Möglichkeiten des eigenen Menschseins auf die Spur kommen und dem Zwang, nur
innerhalb angebotener Rollen zu leben, entfliehen. Der Weekend-Kurs will Wege zur
Aufhellung des selbstverborgenen Lebensspiels weisen und zu Handlungsschritten befähigen,
die in eine Richtung gehen, die man selbst bestimmt, ohne die Grenzen, die das soziale
Umfeld setzt, aus den Augen zu verlieren. Ziel ist es, mit dem persönlichen Skript
bewusster und fruchtbringender umzugehen.
Methode
Nebst der Vermittlung des theoretischen Hintergrundes werden dem Teilnehmer und der
Teilnehmerin eine Vielzahl von Übungen angeboten, deren Ergebnisse im Gruppengespräch
vertieft werden können.