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Der christliche Glaube von Shristi Gaha schien ihrem hinduistischen Ehemann vorerst nichts auszumachen. Doch dann begann er, sie zu misshandeln. Die Wende in der zerrütteten Ehe kam, weil sich Shristi treu um ihren erkrankten Mann kümmerte. Heute besuchen beide die Kirche. Dank der Kleingewerbehilfe von CSI konnte Shristi eine Ziegenzucht starten.
Shristi ist stolz auf ihre Ziegenzucht, die sie dank CSI starten konnte. csi
Die 30-jährige Shristi Gaha lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in Bangalachuli Dang im Süden Nepals. Sein Einkommen als Tagelöhner reicht knapp zum Überleben. Der ständige Kampf, die Familie zu ernähren, nagt auch an Shristis Gemüt: «Unser Leben ist hart und von Sorge geprägt, da mein Mann nur wenige Arbeitsmöglichkeiten hat.»
Schon früh fand Shristi Halt im Glauben: «Ich kam zum Glauben an Jesus, als ich noch ein Teenager war.» Und dass sie als Christin einen Hindu heiratete, stellte das Ehepaar zunächst vor keine Probleme, denn: «Mein Mann und ich hatten vor der Heirat vereinbart, dass er mich in die Kirche gehen lassen würde. Daran hielt er sich jahrelang.»
Doch Shristis Schwiegereltern war die interreligiöse Ehe ihres Sohnes ein Dorn im Auge. Sie wiegelten ihn gegen seine Frau auf. Der negative Einfluss blieb nicht ohne Folgen: Der Ehemann liess sich auf eine Affäre mit einer jungen Frau aus dem Dorf ein. Es kam so weit, dass Shristi als schwangere Frau von ihrem Mann regelmässig verprügelt wurde. «Stundenlang bat ich Gott um Hilfe. Immerhin konnte ich mit der Familie meines Pastors über die Eheprobleme sprechen», berichtet sie.
Bei all seinem verwerflichen Verhalten verlor Shristi die positiven Eigenschaften ihres Mannes nie aus den Augen: «Er arbeitete stets hart.»
Eines Tages wurde der Mann krank und musste fast einen Monat lang das Bett hüten. Als die treue Ehefrau ihn zu pflegen begann und sich sein Zustand besserte, ereignete sich etwas Unerwartetes: «Mein Mann bat mich um Entschuldigung für sein schlimmes Verhalten mir gegenüber. Er versprach mir, dass er von nun an mit mir in die Kirche gehen würde. Ich war überglücklich und dankte Gott.»
Shristis Ehemann beschloss nun ebenso, für den Rest seines Lebens ein Diener Gottes zu werden. Zusammen schmiedeten sie Pläne für eine Ziegenzucht, damit die Familie nicht mehr allein auf sein geringes Gehalt angewiesen sein würde. Dazu Shristi: «In der Nähe unseres Hauses liegt ein Wald, eine ideale Futterquelle für Ziegen.»
Für die Anschaffung von Ziegen fehlte jedoch das Geld. Deshalb war es für Shristi eine Gebetserhörung, als der örtliche CSI-Partner Stephen Adhikari (Name geändert) von ihren Plänen erfuhr und beschloss, dem Ehepaar Ziegen zur Verfügung zu stellen. «Vielen Dank, dass Sie uns vier Ziegen für die Zucht gegeben haben.
Reto Baliarda