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Isaac ist ein alter Mann. Junge Hände waschen ihn wie damals, als er noch Kind war, und reiben die trockene, faltige Haut mit Creme ein. Erinnerungen an früher werden wach: die Mutter, die krank im Bett lag, die Aufsichtsperson, die ihn zu ihr hin schickte, die plötzliche Flucht des überforderten Jungen. Türen öffnen sich, Geflüster, Schatten, sich wölbende Vorhänge. Ursula Meier bedient sich einer klassischen, poetischen Bildsprache. Der nahende Tod des Alten, die spezifische Sensibilität und Körperlichkeit werden ohne Worte spürbar. Die in Blautönen sorgfältig ausgeleuchteten und kadrierten Tableaux machen deutlich, daß es lsaac vergönnt ist, sanft zu entschlafen.
SELECTION CINEMA