Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03139.jsonl.gz/2438

30% der pakistanischen Bevölkerung lebt in Armut. Auch 1,7 Millionen Geflüchtete, vor allem Menschen, die vor Jahrzehnten des Krieges in Afghanistan fliehen, leben in dem Land. Pakistan wurde in den letzten Jahren schwer von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Dürren und Überschwemmungen getroffen.
Die Kosten des nachfolgenden Wiederaufbaus üben zusätzlichen Druck auf die fragile Wirtschaft des Landes aus.
Pakistan ist eines der für Klimaschwankungen anfälligsten Länder der Welt. Der Wirbelsturm Yemyin, der im Jahr 2007 über das Land fegte, hinterliess 2 Millionen Betroffene und die Überflutungen, die das Gebiet im Jahr 2010 verwüsteten, bedeuteten für mehr als 18 Millionen Einwohner den Ruin. Die Region wurde im Jahr 2014 und auch 2015 erneut Opfer von Überschwemmungen und eines Erdbebens.
Derart geschwächt leidet Pakistan zudem unter politischer Instabilität und unter den regelmässigen bewaffneten Angriffen. Diese schwierige Lage begünstigt Armut, Mangelernährung und Hindernisse beim Zugang zu Bildung.
|11 Milliarden SFR schwere|
Verwüstungen in Folge der
Katastrophen von 2007 und 2010
|Fast 82,6 Millionen Menschen|
leiden unter Nahrungsmittel-
unsicherheit
|45% der Bevölkerung lebt|
von weniger als 2 SFR pro Tag.
Islamic Relief richtete das Büro in Pakistan im Jahr 1994 im Anschluss an die Umsetzung eines Programmes zum Wohlergehen und Schutz von Kindern ein. Diese Arbeit wurde dann ausgeweitet und umfasst nun ebenso Programme zu Gesundheit und zu Existenzgrundlagen im Tal von Neelum.
Islamic Relief bietet weiterhin Nothilfeleistungen, insbesondere in Reaktion auf Naturkatastrophen, und ist dazu in den Regionen Baloutchistan, Punjab, Rawalpindi und Turbat im Einsatz. Der hohe Wert des Einsatzes, der dem Erdbeben von 2005 nachfolgte, wurde von der Regierung Pakistans gewürdigt.
Die Unterstützung lebensnotwendiger Programme hat es Islamic Relief zudem ermöglicht, den Opfern der afghanischen Krisen von 2002 zu Hilfe zu kommen.
Ein Präventionsprogramm gegen Erblindung ermöglichte die Anregung der Eröffnung einer Augenklinik im Distrikt Nushki im Jahr 2006. Die Entwicklungshilfeprogramme von Islamic Relief umfassen die Erbauung von 15 neuen Schulen, den Schutz der Kindheit und den Kampf gegen die Armut durch mit dem islamischen Gesetz kompatible Kleinkreditprogramme. Schliesslich profitiert das Land auch von unseren Programmen zu Patenschaften für Waisenkinder, zu Ramadan und zu Kurban.
Islamic Relief Schweiz war in Reaktion auf die durch Klimakatastrophen verursachten Verwüstungen mit Programmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zum Wiederaufbau im Einsatz. Unser Büro ermöglichte mindestens 800 Familien, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die Rentabilität ihrer Existenzgrundlagen zu steigern und vom Bau von Zufluchtsstätten zu profitieren.