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Bezugspunkte seiner Argumentation waren wiederholt die westlichen Interventionskriege der zurückliegenden Jahre, die seines Erachtens von ausgeprägter Strategielosigkeit, ja Strategieunfähigkeit der westlichen Staatengemeinschaft geprägt waren. Wie schwach seiner Meinung nach die Rolle der Streitkräfteapparate in der Ausmarchung westlicher Sicherheitsstrategien geworden ist, illustrierte Strachan am Beispiel der Abberufungen bzw. Rücktritte diverser westlicher Generalstabschefs bzw. Spitzenmilitärs in den letzten Jahren (Stanley A. McChrystal, Jock Stirrup, Pierre de Villiers) nach deren Kritik am sicherheits- und militärpolitischen Kurs ihrer jeweiligen Regierung. Nach Strachans Einschätzung brauchen konsolidierte Sicherheitsstrategien in demokratischen Staaten entsprechend eine öffentliche Debatte. Nur so lasse sich die Unterstützung von Sicherheitspolitik durch die Öffentlichkeit überhaupt erreichen.
Der Vortrag stiess auf reges Interesse der anwesenden knapp 50 Zuhörerinnen und Zuhörer, davon erfreulicherweise etliche Studentinnen und Studenten, und endete mit einer einstündigen Diskussionsrunde und einem kleinen Aperitiv. Prof. Strachan zeigte sich sehr interessiert am SVMM, weil er seinerseits etliche Jahre in die Arbeit der Britischen Kommission für Militärgeschichte (unserem Äquivalent in GB) involviert war.
Dr. Michael M. Olsansky
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