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|Das Louvre Museum in Paris mit der Piramide|
Zuerst stand hier eine mittelalterliche Festung. Als dieses Bauwerk im XIV. Jahrhundert seine militaerische Funktion verlor, liess Karl V. es ausbauen – zu einer koeniglichen Residenz, die allerdings nur selten gebraucht wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Louvre mehrmals umgebaut. Sein „neuestes“ Element ist der 1989 erbaute Haupteingang, die beruehmte Glaspiramide.
Das Louvre-Museum in dem Louvre-Palast
Das Louvre-Museum wurde gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts, zur Zeit der franzoesischen Revolution, errichtet. Mit einem Erlass vom 27. Juli 1793 wurde in dem Louvre-Palast das „Zentralmuseum der Kuenste“ geschaffen. Heutzutage erstreckt sich das Museum des Louvre auf ca. drei Fuenftel des ihm den Namen gebenden Palastes. Es wird durch Schenkungen und Ankaeufe staendig bereichert. In dessen uebrigen Teilen sind das Finanzministerium das Kunsgewerbe-Museum (Musee des Arts decoratifs) untergebracht.
|Das grosse Gebaeude des Louvre Museums in Paris|
Die Gemaeldesammlung gehoert zu den umfangreichsten der Welt
Die Abteilung der orientalischen Altertuemer bietet mit dem Gesetzeswerk von Hummurabi einen fast lueckenlosen Ueberblick ueber die frueheren Kulturen Vorderasiens. Die Abteilung der aegyptischen Altertuemer wurde von Jean-Francois Champillion, dem Entzifferer der Hieroglyphen gegruendet. Zu den zahlreichen Bestaenden dieser Abteilung gehoeren Texte, figuerliche Darstellungen, Gebrauchsgegenstaende aller Art, wie Spielsachen, Musikintrumente und Schmuck. Sie ermoeglichen dem Besucher das Leben und die Sitten der frueheren Niltalbewohner kennenzulernen. Die dritte archaeologische Abteilung wurde den Griechen und Roemern gewidmet. Bewundern kann man hier vor allem die Bilderhauerkunst – wie beispielsweise die dorische „Dame von Auxerre“, die ionische „Hera von Samos, „Nike von Samothrake“, „Venus von Milo“ oder „Apollo aus Piombino“.
Die franzoesische und italienische Schule im Louvre
Die franzoesische und italienische Schule im Louvre
Die Gemaeldesammlung des Museums gehoert zu den umfangreichsten der Welt. Zwei Drittel der im Louvre befindlichen Gemaelde gehoeren der franzoesische Schule an – mit Georges de La Tour, Louis Le Nain, Nicolas Poussin, Antoine Watteau, Eugene Delacroix, Jean-Francois Millet, Gustave Courbet. Von den auslaendischen Schulen ist die italienische im Louvre am besten vertreten – mit Giotto, Leonardo da Vinci, Raffael, Sandro Boticelli, Tizian, Caravaggio.
|Der Louvre im Zentrum von Paris|
Die flaemische und hollaendische Schule im Louvre
Weniger zahlreich aber nicht weniger bedeutend ist im Louvre die flaemische und hollaendische Schule vertreten – mit Jan van Eyck, Hans Memling, Pieter Brueghel Senior, Peter Paul Rubens, Anton van Dyck, Hieronymus Bosch, Rembrandt, Jan Vermeer van Delft.
Weniger zahlreich aber nicht weniger bedeutend ist im Louvre die flaemische und hollaendische Schule vertreten – mit Jan van Eyck, Hans Memling, Pieter Brueghel Senior, Peter Paul Rubens, Anton van Dyck, Hieronymus Bosch, Rembrandt, Jan Vermeer van Delft.
Deutsche und englische Gemaelde in Paris
Der Bestand an deutschen Gemaelden ist bescheidener, enthaelt aber mehrere Meisterwerke – u.a. von Albrecht Duerer, Lucas Cranach Senior, Hans Holbein Junior. Aus der englischen Schule kann man Werke von Sir Joshua Reynolds, Jahn Constable, Joseph W. Turner bewundern. Spanier sind durch El Greco, Murillo, Velazquez, Goya und weitere Kuenstler vertreten.
|Das grosse Louvre-Museum mit der beruehmten Piramide|
Ausserdem lohnt es sich, dem reichhaltigen Zeichenkabinett, den verschiedenen Skulpturen oder dem historischen Kunsthandwerk eine Weile zu schenken. Eine Weile? Im uebertragenen Sinne des Wortes, natuerlich :).
Ein Strassenmusiker mit Dudelsack bei einem Seiteneingangs des Louvres.
Text und Fotos: Maria H. Flueckiger