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Entstehung einer Hitzewelle
In Europa kann eine Hitzewelle durch die Bildung von sehr ausgeprägten, beinahe stationären sommerlichen Hochdrucklagen entstehen. Dann befindet sich ein feststehendes Hoch über Osteuropa oder Skandinavien, das sich oft mit dem Azorenhoch verbindet. Aufgrund dieser Lage bewegen sich trockene, warme Luftmassen aus Nordafrika nach Mitteleuropa. Während des Transports wird die Luft zusätzlich durch intensive Sonneneinstrahlung und Föhnwirkung erwärmt.
Hochdrucklage
Kennzeichnend für diese Wetterlagen, auch Schönwetterlagen genannt, ist der praktisch wolkenfreie, blaue Himmel. Wegen der Zufuhr von trockener Warmluft lösen sich trotzdem vorhandene Wolken schnell wieder auf. Typisch ist auch der nur leichte oder fehlende Wind. Eine Hochdrucklage kann aufgrund der Stabilität längere Zeit andauern, sodass die Erwärmung immer grösser wird. Werden mehrere Tage über 30°C Lufttemperatur gemessen, spricht man von einer Hitzewelle.
Infolge der starken Sonneneinstrahlung, welche das Festland und die bodennahen Luftschichten stark erwärmt, sowie durch die Zufuhr von Höhenkaltluft, kann es zur Destabilisierung der Luft kommen. Dabei steigt die Luft auf, es entstehen lokale Hitzetiefs. Bei feuchter Luft kann es zu Gewittern kommen.
Welche Schäden können entstehen?
Infolge der trockenen, warmen Luft während einer Hitzewelle können für längere Zeit keine Niederschläge fallen. Dies kann zu Trockenheit oder gar Dürre führen. Pflanzen stellen dann ihr Wachstum ein, im schlimmsten Fall verdorren sie. Auf diese Weise können in der Landwirtschaft enorme Ernteeinbussen entstehen.
Durch die starke Sonneneinstrahlung und erhöhte Stickoxidkonzentrationen infolge fehlenden Luftaustausches wird die Bildung von Ozon in der untersten Atmosphärenschicht gefördert. Übermässige Ozonkonzentrationen reizen die Schleimhäute und können zu Erkrankungen der Atemwege führen. Bei erhöhter Ozonbelastung sollten körperliche Betätigungen deshalb gemieden werden.
Auch die Hitze selbst kann für den Menschen gefährlich werden. Hitze kann im menschlichen Körper zu Sonnenstich, Hitzschlag oder gar Kreislaufkollaps führen. Bei heissem Wetter ist es daher wichtig viel zu trinken.