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Der Beitrag versucht Latours ANT methodisch mit Foucaults Dispositivanalysen zu verschränken und lässt sich dabei von der Annahme leiten dass sich beide Konzepte komplementär zueinander verhalten. Ihre Verbindung verspricht einerseits die "Arten von Verknüpfungen" die für das Dispositiv zentral sind mithilfe der Latour'schen Existenzmodi näher bestimmen oder gar systematisieren zu können und erlaubt andererseits die bei Latour recht arbiträr anmutende Auswahl ebenjener Existenzmodi durch ihre historische Situierung in konkreten Dispositiven empirisch zu fundieren.
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September 20 2017 |
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"Schreiben reizt mich nur in dem Maße wie es sich in der Wirklichkeit eines Kampfes verkörpert als Instrument als Taktik oder Beleuchtung. Ich möchte dass meine Bücher Skalpelle Molotowcocktails oder Minengürtel sind und dass sie nach Gebrauch wie ein Feuerwerk zu Asche verglühen." – Michel Foucault: Auf dem Präsentierteller (1975)
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Die Zeit des Diskurses wirkt brüchig. Schließlich stellt die Konzentration auf Brüche in Aussagesystemen und auf historische Diskontinuitäten ein zentrales Element der diskursanalytischen Vorgehensweise dar. Dieser Fokus auf das Diskontinuierliche ist bereits in der Archäologie des Wissens prägend also derjenigen Arbeit Foucaults die 1969 in Frankreich erstmals erschien und die als grundlegend für seine Methodik und Definition des Diskursesgilt. Hier begreift er die "Suche nach den Diskontinuitäten" als den Mittelpunkt seiner Methode und bestimmt den Bruch in einer doppelten Funktion nämlich als "zugleich Instrument und Gegenstand der Untersuchung". Auch verschiedene Ansätze in seiner Nachfolge betonen die diskontinuierliche Perspektive und so werden in vielen empirischen Arbeiten immer wieder diskursive Wandel Modifikationen von Wissensordnungen und Brüche in Aussagesystemen postuliert.
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