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1997
Der Fraumünster-Postraub
September 1997, Fraumünsterpost in Zürich: Fünf junge Männer fahren in einem Lieferwagen in den Innenhof der Post und erbeuten in nur vier Minuten 53 Millionen Schweizer Franken.
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Zürich, 1. September 1997, 10.30 Uhr: Im Innenhof der Fraumünsterpost stehen mehr als 70 Millionen Franken zum Transport in die Nationalbank bereit. Fünf junge Männer wissen davon durch einen weiteren Komplizen, einen Aushilfsmitarbeiter der Post. Sie fahren in einem gestohlenen Lieferwagen zur Fraumünsterpost. Das Auto ist als Servicewagen der Telecom getarnt. Die Räuber erbeuten innerhalb von vier Minuten 53 Millionen Franken, indem sie die Kisten mit dem Geld in ihr Auto laden – zwei Kisten müssen sie stehen lassen, weil der Kofferraum zu klein ist. Die Beute ist somit grösser als die des legendären Posträubers Ronald «Ronnie» Biggs 1963. Der Fraumünster-Postraub gilt als «Postraub des Jahrhunderts».
Zunächst bringt die sofort eingeleitete Grossfahndung kein Resultat. Später zeigt sich aber, dass die Posträuber stümperhaft vorgegangen sind und diverse Spuren hintelassen haben. Nach und nach werden sie alle gefasst, der letzte 1998 in Miami. Sie sind alle geständig und verbüssen Haftstrafen in der Grössenordnung von fünf Jahren.
Die Post stärkt und professionalisiert in der Folge das Sicherheitsmanagement. So lagert sie etwa Hochrisikotransporte aus.
In einer Doku-Fiction und einem Podcast hat SRF das Ereignis 2020 nacherzählt; unter anderem nimmt der Haupttäter darin Stellung:
Doku-Drama: «Es geschah am… Der Postraub des Jahrhunderts»
Quellen:
Walter Knobel, Schweizerische Post (Hg.): Gelb bewegt. Die Schweizerische Post ab 1960, Bern 2011.