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HP arbeitet an einer neuen Computerarchitektur für die kommende Dekade. Die erstmals 2008 angekündigten Memristoren sollen bald Realität werden.
Am zweiten Tag der Kunden- und Partner-Veranstaltung Discover in Las Vegas überraschte Hewlett-Packard gestern mit der Ankündigung einer völlig neuen Computerarchitektur. HP nennt das Ganze "The Machine" und spricht von einer "Revolution", welche die gesamte IT-Industrie verändern werde. Die "Maschine" sei weder Server, noch Workstation, PC oder Smartphone, sondern umfasse all diese Dinge.
Ausgangspunkt ist Big Data, also der Umstand, dass Firmen immer mehr Daten verwalten müssen. HP glaubt, dass bestehende Technologien gegen Ende dieses Jahrzehnts nicht mehr in der Lage sein werden, diese Komplexität zu bewältigen. In einer Mitteilung zur Ankündigung der "Maschine" fragt HP: "Wäre es nicht toll, unbegrenzte Rechenleistung zu haben?"
Was steckt dahinter? Im Fokus steht die Entwicklung von Memristoren, wie sie HP bereits 2008 angekündigt hat
.
Nun heisst es bei HP, man wolle 2015 erste Prototypen herstellen und ab 2018 erste Systeme auf den Markt bringen. Das Betriebssystem namens "Machine OS" dazu soll auf Open-Source-Software basieren. Die Serienproduktion der "Maschine" ist ab 2019 vorgesehen. Schon ab 2016 sollen DIMMs verfügbar sein. Diese Module werden laut HP eine Umschaltzeit im Bereich von wenigen Pikosekunden
haben. HP will auch Systems-on-a-Chip (SoC) mit Memristoren ausstatten und nicht mehr über einen parallelen Bus, sondern über eine serielle optische Verbindung kommunizieren.
Die "Maschine" von HP würde heute kaum vorstellbare Kapazitäten erlauben. In einem einzigen Rack liesse sich eine Speicherkapazität von 160 Petabyte einrichten, wobei die Zugriffszeit auf jedes Byte nur 250 Nanosekunden betragen soll. (mim)