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Der erste Lauf des Porsche Sports Cup sowie der GT3 Cup Challenge der Saison 2016 fand am vergangenen Wochenende auf der legendären Rennstrecke „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola statt. Unter sonnigen Bedingungen bei rund 22 Grad fuhren am Freitag und Samstag über 90 Teilnehmer in den Trainings. Nach einem sonnigen Trainingsbeginn am Freitag und Samstag, mussten sich die Starter zum Qualifying und Rennen am Sonntag auf widrige Verhältnisse mit Wind und viel Regen einstellen. Insgesamt starteten am Sonntag mehr als 70 Fahrer in der Porsche GT3 Cup Challenge, dem Porsche Sports Cup und der Porsche Driver’s Challenge (Gleichmässigkeitsprüfung).
Beim ersten Rennen in Imola wurde eines von zwei Sprintrennen der Porsche GT3 Cup Challenge als auch des Porsche Sports Cup durch ein Langstreckenrennen ersetzt. Im Endurance-Rennen starten Fahrer der Porsche GT3 Cup Challenge und des Porsche Sports Cup gemeinsam. Dies wird ebenfalls bei den Rennen in Le Castellet und Magny-Cours der Fall sein. In Mugello, Dijon und Misano werden jeweils zwei Sprintrennen gefahren.
Porsche GT3 Cup Challenge
Im Qualifying des Sprints fuhr der Gewinner der GT3 Cup Challenge 2015, Jean-Paul von Burg auf 991 GT3 Cup auf die Pole: Er startete im Rennen aufgrund des nassen Wetters hinter dem Safety Car. Verfolgt wurde er von Ernst Keller und Luca Casella (beide ebenfalls auf 991 GT3 Cup, Gruppe 5d). Keller hatte keine Möglichkeit auf von Burg aufzuschliessen, da er aufgrund seiner Ergebnisse des Qualifyings eine schlechte Position im Startfeld hatte und der Regen die Überholmanöver erschwerte. Von Burg konnte seine Führung weiter ausbauen und blieb in Führung. In der neunten Runde wurde das Rennen aufgrund des starken Regens abgebrochen und von Burg entschied den Sprint für sich. Er resümierte: „Ich war einfach nach jeder Runde froh, dass ich auf der Strecke geblieben bin. Es war einfach unglaublich rutschig.“ Ernst Keller stimmte zu: „Im Regen zu Überholen war sehr schwierig. Auf der Zielgeraden konnte ich teilweise nichts mehr sehen.“
Neben dem Sieg des Sprintrennens der GT3 Cup Challenge lief ebenfalls das Qualifying des Endurance-Rennens für von Burg sehr gut. Er startete im Rennen von der Pole der GT3 Cup Challenge. Hinter ihm starteten Ernst Keller, Patrick Schmalz und Luca Casella. Keller erhielt kurz nach dem Start eine Zeitstrafe ein, da er einen Fahrer noch während der Safety-Car-Phase überholte. Dies hatte jedoch am Ende keine Auswirkungen auf seine Platzierung: Trotz einminütiger Zeitstrafe wurde er Zweiter, Luca Casella Dritter. Von Burg konnte nach dem Sieg im Sprintrennen ebenfalls das Endurance-Rennen für sich entscheiden. „Das Endurance-Rennen lief sehr gut, es war nicht mehr so viel Wasser auf der Strecke wie im Sprint, obwohl es erneut zum Ende hin anfing zu regnen“, fasste er im Parc fermé das Rennen zusammen.
Porsche Sports Cup
Ebenfalls die Fahrer des Porsche Sports Cup mussten sich im Qualifying und Rennen auf den Regen einstellen. Wie im Sprint der GT3 Cup Challenge führte das Safety Car den Sprint des Sports Cup an. Nach zwei Runden wurde das Rennen freigegeben.
Das Feld des Porsche Sports Cup wurde von Fahrern der Gruppe 3b dominiert. In der Gruppe 3b fahren ausschliesslich Cayman GT4 Clubsport. In Imola gingen insgesamt zehn Cayman GT4 Clubsport an den Start. Heinz Bruder gewann die Wertung im Sprint der Gruppe 3b vor Eric Schmid und Thomas Brauch (alle auf Cayman GT4 Clubsport). Bruder fuhr zudem die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes mit 2:15.125 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130.785 Kilometern pro Stunde.
Im Endurance-Rennen starteten die Fahrer der Gruppe 3b (Cayman GT4 Clubsport) im hinteren Feld, hinter den Fahrern der GT3 Cup Challenge. Das Fahrerduo Pascal Delafontaine und Richard Feller konnte sich die Pole Position für das Endurance-Rennen in dieser Gruppe sichern. Hinter ihm starteten Heinz Bruder und das Duo Marco Zolin-Meyer und Alex Fach. Delafontaine und Feller konnten ihre Position nicht halten und gaben die Führung der Gruppe an Bruder ab, der sich den Sieg im Feld der Cayman GT4 Clubsport sichern konnte. Delafontaine und Feller schlossen auf dem vierten Rang ab. Patrick Meystre, der von Position fünf gestartet war, fuhr als Zweiter über die Ziellinie. Das Fahrerduo Zolin-Meyer/Fach wurde Dritter.
Porsche Driver’s Challenge
Der Sieg in der Porsche Driver’s Challenge ging an diesem Sonntag an Sonja Heininger, die auf ihrem 997 Turbo die geringsten Abweichungen zu ihrer Referenzrunde fuhr. Bei dem Gleichmässigkeitsrennen wird der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Auf Heiningers Konto standen am Ende 2590 Strafpunkte, womit sie sich den ersten Platz sicherte. Den zweiten Platz unter den 13 Teilnehmern holte sich René Auinger auf 991 GT3 RS mit 2974 Strafpunkten. Yves Becker-Fahr sicherte sich im 997 GT3 den dritten Rang mit 4826 Strafpunkten.
Richard Feller vom Verband Schweizer Porsche Clubs war für die Veranstaltung hauptverantwortlich und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Saisonstart: „Der Andrang auf die Motorsport-Saison war enorm gross. Es waren extrem viele Teilnehmer zu den Trainings als auch zum Rennen gemeldet. Einziges Manko: Der Dauerregen am Renntag. Neben der GT3 Cup Challenge hatten wir mit den neuen Cayman GT4 Clubsport ein super Feld im Porsche Sports Cup. Die Weichen für eine erfolgreiche Saison sind definitiv gesetzt.“
Der nächsteLauf des Porsche Sports Cup Suisse findet am 17. Juni in Le Castellet statt.
27.04.2016