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Plakette «Bergprüfungsfahrt Zugerberg»
Die Plakette besteht aus drei kreisförmigen Felder. In den oberen beiden ist je ein Rad abgebildet, aus welchem Flammen herausragen die sich zu einer Wolke formen und zu einer Spitze zusammenlaufen. Im mittleren Feld ist ein Auto mit vier Insassen zu sehen, welches über eine Brücke fährt. Im Hintergrund sind Berge abgebildet. Darüber steht die Inschrift «S. A. M. V. / BERPRÜFUNGSFAHRT / ZUGERBERG / 1922». Unten in der auslaufenden Spitze steht die Feingehaltsangabe «0.800».
Die Sektion Zürich des Schweizerischen Automobil- und Motorfahrer-Verbandes (SAMV) veranstaltete am Sonntag 01.09.1922 für die eigenen Mitglieder und für diejenigen des Touringclubs der Schweiz (TCS) auf dem Zugerberg die Bergprüfungsfahrt. Damit die Bergprüfungsfahrt stattfinden konnte, hatte der Regierungsrat das Sonntagsfahrverbot für diesen Tag aufgehoben. Dies wiederum führte zu einem Protest der Geistlichkeit gegen die Störung der Sonntagsgottesdienste durch die lauten Motoren. Mit dem Kantonsratsbeschluss vom 07.04.1924 wurde das Autofahren an Sonntagen für die Zeit vom 01.05-1924–30.09.1924 versuchsweise freigegeben. Im offiziellen Rennreglement von 1925 wurden die Automobilisten auf die Gottesdienste bei St. Oswald und St. Michael hingewiesen und dringend ersucht, «an beiden Kirchen vorbei in mässigem Tempo und mit geschlossenem Auspuff zu fahren und auf die Kirchgänger gebührend Rücksicht zu nehmen.» 1924 fand dann die erste Bergprüfungsfahrt der Sektion Zug des Automobilclubs der Schweiz (ACS) statt, die zweite folgte am Sonntag 19.07.1925. In den beiden Jahren fanden jeweils zwei Zugerbergrennen von zwei unterschiedlichen Veranstaltern statt (SAMV/TCS oder ACS).