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Wegen der Häufigkeit von depressiven Erkrankungen ist die Kenntnis der Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten nicht nur für Ärzte jeder Fachrichtung, sondern auch für die Allgemeinbevölkerung von grosser Wichtigkeit. Zirka 15-20% der Bevölkerung sind betroffen, wobei Frauen doppelt so häufig, wie Männer erkranken (Männer: 10%, Frauen: 20%). Dies bedeutet, dass jeder in seinem Verwandten-, Bekannten- oder Freundeskreis Betroffene finden müsste. Leider wird die Erkrankung noch immer viel zu häufig verschwiegen oder nicht erkannt. Ein Grund für die Unterschätzung der Depression liegt darin, dass umgangssprachlich häufig schon von «Depressionen » gesprochen wird, wenn lediglich die Stimmung etwas gedrückt ist.
Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter – von der Kindheit bis ins hohe Alter – auftreten. In ungefähr 15-20% der Erkrankungsfälle kann sich vor allem bei nicht stattfindender oder unzureichender Behandlung ein chronischer Verlauf entwickeln. In 50-75% der Fälle folgt eine zweite Episode. Mit steigender Episodenzahl wächst das Risiko des Auftretens einer weiteren Krankheitsepisode. Umso wichtiger ist die sorgfältige Therapie jeder einzelnen Erkrankung.
Weltweit zählt die Depression zu den fünf häufigsten Krankheiten, die sowohl mit einer erhöhten Sterblichkeit als auch mit einem hohen Grad an Behinderung und chronischer psychosozialer Beeinträchtigung einhergehen. Die Bedeutung der Depression wird bis zum Jahr 2020 noch zunehmen. Nach den Berechnungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird die Depression nach den Herzerkrankungen dann diejenige Erkrankung mit dem grössten Bedarf an Finanzmitteln sein.