Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/875

Welche Aufgabe hat Progesteron in unserem Körper?
Östrogen ist das Hormon das in der ersten Zyklushälfte im Vordergrund steht, es baut die Gebärmutterschleimhaut auf und löst den Eisprung aus, Progesteron (auch Gelbkörperhormon genannt) dagegen ist das weibliche Geschlechtshormon, dass in der zweiten Zyklushälfte, dafür sorgt, dass sich die Eizelle gut in die Gebärmutterschleimhaut einnistet und eine Schwangerschaft ermöglichen kann. Es fördert ausserdem das Wachstum der Gebärmutter und bereitet die Brust auf das Stillen vor. Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, sinkt der Progesteronspiegel und es kommt zur Monatsblutung.
Progesteron ist nicht nur ein Ausgleich zum Östrogen, sondern ist auch an vielen anderen Prozessen beteiligt und sorgt für Gesundheit und Wohlbefinden der Frauen.
Woran ist Progesteron noch beteiligt?
- Es aktiviert den Stoffwechsel, sowie die Fettverbrennung
- Es unterstützt die Schilddrüsenfunktion
- Es entwässert den Körper (regelt den Wasserhaushalt)
- Gleicht Östrogenwirkung aus
- Fördert einen guten Schlaf
- Entspannt das Nervensystem
- Hat eine neuroprotektive Wirkung
- Regelt Stressresistenz
- Ist ein natürliches Wohlfühlhormon
- Hat Knochen protektive Wirkung
- Senkt die Spannung der Muskelfasern
- Nimmt Einfluss auf die Körpertemperatur
Ein Mangel an Progsteron kann sich folgendermassen zeigen:
- Zyklusstörungen
- Schmierblutungen
- Wassereinlagerungen vor der Menstruation
- Angst und Panik
- Reizbarkeit
- Überforderung
- Akne, unreine Haut
- Schmerzempfindliche Brüste, v.a. in der zweiten Zyklushälfte
- Libidoverlust
- Schwierigkeiten schwanger zu werden
- Fehlgeburten
- Schlafstörungen
- Heisshunger, Gewichtszunahme
- PMS (Prämestruelles Syndrom)
- Kopfschmerzen
- Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion
- Dysmenorrhoe (schmerzhafte Menstruationsblutung)
- Amenorhoe (Ausbleiben der Regelblutung)
- PCO-Syndrom (polyzystische Ovarialsyndrom)
- Neigung zu Myomen und Zysten
Wichtiger Hinweis: die hier genannten Symptome können auch andere Ursachen haben!
Wichtig ist der Eisprung, dieser sorgt nämlich dafür, dass wir einen ausgeglichenen Hormonspiegel haben. Der Eisprung findet in der Mitte des Monatszyklus statt, ausgelöst durch einen hohen Östrogenspiegel, der danach dann absinkt. D.h. beim Eisprung springt das auf die Befruchtung wartende Ei in den Eileiter, zurück bleibt die Eihülle, das s.g. Corpus luteum (Gelbkörper), der sich aus den geplatzten Eiblässchen bildet (Follikel), dieser produziert dann Progesteron und die Körpertemperatur steigt an. Manche Frauen können ihren Eisprung sehr deutlich spüren. Wenn das Ei nicht befruchtet wird, stirbt der Gelbkörper ab, damit sinkt der Progesteronspiegel und die Gebärmutterschleimhaut wird abgebaut und über die Menstruation aus dem Körper hinaustransportiert. Zusammengefasst bedeutet das, eine wichtige Voraussetzung für eine Progesteronproduktion ist der Eisprung.
Damit es aber zu einem Eisprung kommt müssen die Follikel (Eiblässchen) voll Funktionstüchtig sein, dafür brauchen sie bestimmte Nährstoffe und Bedingungen. Die Follikel müssen 100 Tage heranreifen, bevor sie überhaupt für einen Eisprung in Frage kommen, d.h. bis man in eine Hormonbalance kommt, braucht es ca. 3 Monate.
Ursachen für ein Progesteronmangel:
- Alter, ab dem 35. Lebensjahr lässt die Funktion der Eierstöcke nach, die Zahl und die Qualität der Eizellen und Eisprünge verändert sich.
- Dysfunktion der Eierstöcke
- Stress
- Östrogendominanz
- Schilddrüsenunterfunktion
- Vitaminmangel (B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin E, Magnesium), nährstoffarme Ernährung
- Langzeit fasten, Unterernährung
- Hormonelle Verhütung (es findet kein Eisprung statt), somit bildet der Körper kein körpereigenes Progesteron, durch die „Pille“ wird dem Körper synthetisch hergestelltes Progesteron zugeführt, was dem körpereigenen Progesteron nicht zugleich kommt. Ausserdem ist das synthetisch hergestellte Progesteron nicht in der Lage die Ausschüttung der beruhigenden Neurotransmitter zu provozieren. Das kann nur das körpereigene Progesteron. Viele Frauen erleben durch die „Pille“ depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Libidoverlust. Ausserdem provoziert die Pille eine Östrogendominanz, welches ein Progesteronmangel auslöst.
- Durch Prolaktinüberschuss (Prolaktin ist ein Hormon, das nach der Geburt die Milchproduktion anregt), durch das
Stillen, oder aber Medikamente, Stress, sowie Hypophysentumore.
- Wenn Darm und Leber nicht optimal funktionieren, kann es auch zu einer Östrogendominanz kommen.
- Die Schilddrüse ist ebenfalls beteiligt an einer Progesteronsynthese, daher sind
Dysbalancen auszuschliessen
Was tun?
- Stressreduzierung, hier kann die Hypnosetherapie helfen, aber auch die klassische Massage oder auch die Fussreflexzonenmassage. Das Stresshormon Cortisol kann die Hypophysenhormone ausbremsen, die für den Eisprung zuständig sind.
- Ein Blutbild veranlassen, um wie z.B. Schilddrüsenerkankungen abklären zu lassen.
- Auch die Ernährung sollte individuell angepasst werden. Mit der Ernährungsumstellung, kann die Progseteronproduktion unterstützt werden.
- Nährstoffmangel ausgleichen mit der Naturheilkunde.
- Mit der Phytotherapie kann u.a. für eine gute Entgiftung und einen hormonellen
Ausgleich gesorgt werden.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.