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Mittelohrentzündungen sind neben Entzündungen der Gaumenmandeln die Erkrankungen, die Kinderärzte am häufigsten bei kleinen Patienten diagnostizieren. Die meisten Mittelohrentzündungen entwickeln sich im Alter von sechs bis 18 Monaten. Im ersten Lebensjahr erkranken ein bis zwei von vier Babys. Gehäuft treten Mittelohrentzündungen im Winter auf, ebenso wie Erkältungen.
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen haben nur geringe Effekte. Völlig nutzlos ist es aber nicht, eine Mütze auf den Kopf zu setzen, nach dem Schwimmen oder Duschen die Haare trocken zu föhnen und die Ohren gründlich zu trocknen. Mehr Wirkung sollte es bringen, wichtige Risikofaktoren zu vermeiden: Neugeborene mindestens drei Monate zu stillen und Kinder keinem Zigarettenrauch auszusetzen. Ständiges Nuckeln am Schnuller fördert möglicherweise ungünstige Umbildungen im Rachenraum.