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Was tun Finanzschwache?
Meine Schulbildung
In unserer damaligen Wohngemeinde herrschte nach wie vor das Mehrjahrgangssystem. Das heisst, dass mehrere Klassen in einem Raum sind. Nach Beendigung des vierten Schuljahres entschlossen sich meine Eltern, mich in eine Privatschule in Basel zu geben, denn damals hätte ich wohl kaum den Übertritt in die Sekundarschule geschafft. So wurde mir in Basel die Möglichkeit geboten, dass ich bei Bedarf unterstützt wurde und adäquat gefördert wurde. Dies ermöglichte mir den Besuch der Gymnasialabteilung, was mir ein unheimliches Allgemeinwissen brachte. Nach 12 Schuljahren hatte ich aber genug und wollte nicht mehr die Schulbank drücken. Erneut genoss ich ein Privileg, denn ich verbrachte ein Jahr in Fribourg in einem Institut. Danach, wiederum aufgrund privater Finanzierung, durfte ich den Beruf der Arztgehilfin an der HWS in Basel erlernen.
Was wäre aus mir geworden, hätten sich meine Eltern nicht so sehr für meine Schulbildung und Ausbildung einsetzen können?
Was tun finanzschwache Menschen in einer solchen Situation?
Ist das gerecht?
Entspricht dies unserer Verfassung?
Silvia Hofmann, Laufenstrasse 15, 4226 Breitenbach