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SCL Tigers:
Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hat an der WM in Edmonton (Ka) ihr Minimalziel, die Qualifikation für die Viertelfinals, klar verfehlt. In der Gruppe A belegte sie nach vier Niederlagen hinter Kanada (12 Punkte), Finnland (9), Deutschland (5) und der Slowakei (4) mit null Punkten und einem negativen Torverhältnis von 5:20 den letzten Rang. Damit verpasste das Team des ehemaligen SCL Tigers-Sportchef Marco Bayer erstmals seit vier Jahren wieder die Runde der letzten acht. Zur Relegationsrunde der beiden Gruppenletzten gegen die ebenfalls punktlos gebliebenen Österreicher mussten die Schweizer nicht antreten, weil es wie beispielsweise in der National League auch an der U20-Junioren-WM wegen der Corona-Krise keinen Absteiger gibt. Das entscheidende Spiel ging gegen Deutschland, das sich erstmals an einer U20-WM für die Viertelfinals qualifizierte, mit 4:5 verloren. Das knappe Resultat täuscht allerdings über den effektiven Spielverlauf hinweg. Nach 18 Minuten lagen die Schweizer bereits mit 0:3 und nach 33 Minuten entscheidend mit 0:4 zurück. Vier ihrer insgesamt fünf Turniertore erzielten die Schweizer gegen Deutschland, aber eben erst viel zu spät, in den letzten zehn Minuten nämlich. Das enttäuschende Abschneiden wird dem Coachingteam mit Marco Bayer, Nationaltrainer Patrick Fischer und Tommy Albelin, dem zweifachen Stanleycupsieger mit New Jersey und Weltmeister mit Schweden, in den kommenden Wochen einigen Gesprächsstoff liefern. Es drängt sich beispielsweise die Frage auf, was die zwölf in Nordamerika und Schweden spielenden Junioren, abgesehen von Simon Knak (Portland; ausgeliehen an Davos), der Mannschaft gebracht haben. Und, haben sich auch etliche Schweizer Eishockeyinteressierte gefragt, weshalb einer wie der SCL Young Tigers-Topskorer Patrick Petrini nicht im WM-Aufgebot figurierte. Die drei Langnauer WM-Teilnehmer blieben alle ohne Skorerpunkt: Giancarlo Chanton erzielte eine Minus-1-Bilanz, Bastian Guggenheim minus 3 und Joel Salzgeber in nur zwei Spielen einen Minus-2-Wert.