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Einstieg in die Kernenergie
Ursprünglich basierte die Schweizer Stromversorgung ausschliesslich auf Wasserkraft, da in der Schweiz keine nutzbaren Vorräte an fossilen Energiequellen vorhanden sind. Mit dem Konjunkturaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg stieg in den Fünfzigerjahren der Strombedarf rasant an; der Ausbau der Wasserkraft stiess jedoch in der Schweiz aus landschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen bald an Grenzen.
Während die Elektrizitätsunternehmen fossil befeuerte Stromproduktionsanlagen planten, setzte der Bundesrat Anfang der Sechzigerjahre auf die Einführung der Kernenergie. Die ausschlaggebenden Argumente zugunsten der Kernenergie waren tiefe Gestehungskosten, Versorgungssicherheit und Umweltschutz. Saubere Kernenergie sollte die saubere Wasserkraft ergänzen.
Die Planung der ersten Kernkraftwerke wurde zügig an die Hand genommen, und bereits 1969 konnte mit dem 350-Megawatt-Kernkraftwerk Beznau I das erste Schweizer Kernkraftwerk den Betrieb aufnehmen. Von mehreren Kernkraftwerkprojekten wurden in der Schweiz schliesslich vier realisiert. Die resultierenden fünf Kraftwerkblöcke gingen zwischen 1969 und 1984 ans Netz. Mit einer Nettoleistung von insgesamt 3253 Megawatt decken diese Kernkraftwerke rund 40 Prozent des schweizerischen Strombedarfs.