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1888/89 wurde an heutiger Stelle das „Volkstheater am Pfauen“ erbaut (der Name der anliegenden Wirtschaft lautete „Zum Pfauen“), 1901 wurde das Gebäude mit Goethes „Mitschuldigen“ als Schauspielhaus neu eröffnet. Bis 1938 blieb das Schauspielhaus ein Privattheater, die künstlerische Aufwertung durch Emigranten aus Nazi-Deutschland wie Leopold Lindtberg und Therese Giehse ging einher mit der Gründung der „Neuen Schauspiel AG“. Hier setzt die ruhmreiche Geschichte des Schauspielhauses an: Unter der Leitung von Oskar Wälterlin erlebten einige der wichtigsten Stücke von Bertolt Brecht ihre Weltpremiere, nach 1945 wurden am Pfauen zahlreiche Dramen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt uraufgeführt. Prägnante Autoren und Regisseure sowie herausragende Schauspieler prägen bis heute das künstlerische Erscheinungsbild des Hauses.