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Neophytenkartierung an der Thur: Wachsen auf den renaturierten Flussabschnitten mehr gebietsfremde Pflanzenarten?
Krüsi, B.O. (2011). Neophytenkartierung an der Thur: Wachsen auf den renaturierten Flussabschnitten mehr gebietsfremde Pflanzenarten?. Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft, 65 67-75. Peer reviewed.;
Anlässlich einer internationalen Exkursion entstand 2007 der Eindruck, dass Neophyten an den revitalisierten Thur-Abschnitten deutlich häufiger sind als an den nicht-revitalisierten. Die von Beat Brunner im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit an der ZHAW durchgeführte Untersuchungen bestätigten dies (Brunner 2009): auf den baulich „sehr stark" veränderten Abschnitten besetzten Neophyten 20% der Fläche im Vergleich zu 2.5% auf den „wenig“ veränderten Flächen. Ein mittlerer Neophyten-Deckungsgrad von 20% lässt sich vermutlich nur schwer rückgängig machen. Die flächendeckende Kartierung eines grösseren bereits 2005 untersuchten Uferbereichs zeigte, wie schnell sich Neophyten ausbreiten können: In nur vier Jahren wurde die von der Spätblühenden Goldrute besiedelte Fläche zehn Mal grösser und die vom Japanischen Staudenknöterich besetzte Fläche drei Mal.