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Sobald die Beatles-Coverband die Bühne betrat, war das Publikum in heller Aufregung. Die Spannung der Zuschauenden war von der ersten Minute an zu spüren. Zeitweise war es, als ob die echten Beatles auf der Bühne standen und das lag nicht nur an der optischen Ähnlichkeit. Vor allem Tony Kishman sah Paul Mac-Cartney erstaunlich ähnlich. Einen Unterschied zumindest gab es dennoch: Tony hielt die Gitarre anders herum als Paul zu seiner Zeit.
Wo alles begann
Grundsätzlich sind Beatles-Musicals immer eine heikle Angelegenheit. Denn um an die Originale heran zu reichen, braucht es nicht nur musikalisches Können und Bühnenpräsenz, sondern auch die Fähigkeit das Publikum in den Bann zu ziehen. Als die Aufführung begann, fand sich das Publikum in Deutschland wieder, wo die Beatles einige ihrer ersten Auftritte hatten. Damals waren sie noch eine unbekannte Gruppe, die hauptsächlich als Begleitband arbeitete. Unter anderem für Tony Sheridan, einem britischen Musiker. Zu der Zeit waren sie bei Bert Kaempfert unter Vertrag und spielten Songs wie “My Bonnie”. Und zwar je als englische und deutsche Fassung, die sich nicht nur sprachlich unterscheiden. Die deutsche Version hat eine neue Melodie im Schlagerstil.
Neue Aufmachung
Die Beatles fassten den Entschluss, sich von Tony Sheridan zu trennen und alleine durch zu starten. Der Geschäftsführer eines Schallplattenladens wurde damals durch einen Kunden auf die Beatles aufmerksam gemacht und wollte sie unbedingt unter Vertrag nehmen. Mit ihrem neuen Manger Brian Epstein tauschten die Beatles ihre Lederkluften gegen Anzüge. Die Beatles schafften es, einen Vorspieltermin bei den Londoner Abbey Road Studios zu erhalten. Dort spielten sie dem Produzenten George Martin vor. Im La Poste während der Szene ihrer ersten Plattenaufnahme spielte die Band Songs wie “Twist And Shout” oder “Seventeen”, woraus später “I Saw Her Standing There” wurde. Das letzte Stück “Twist And Shout” war zusätzlich ein Hinweis auf die Coverband.
Nächster Stopp Amerika
Durch das zunehmende Interesse an den Beatles, erklärte sich bald einmal auch Capitol Records, einem amerikanischen Plattenlabel, bereit, Platten der vier Pilzköpfe zu veröffentlichen. Dazu gehörte unter anderem die Single “I Want To Hold Your Hand”, die heute als eine der umsatzstärksten Millionenseller der Schallplattengeschichte gilt. Als die Band im La Poste “Yellow Submarine” zum Besten gab, wurde das Publikum aufgefordert, mit zu singen. Weiter ging es mit “Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band”, wobei die farbenfrohen Uniformen nicht zu übersehen waren.
Die vier Bandmitglieder von “Twist And Shout” erlebten denselben Schock auf der Bühne, wie ihn seinerzeit die Beatles erlebten, als ihr Manager, Brian Epstein, im Alter von nur 32 Jahren 1967 verstarb. Am 30. Januar gaben sie ihr letztes Konzert auf dem Dach des Applekonzerns. Passend dazu spielte die Band das Lied “Revolution”, wie als Hinweis auf alle die Dinge, die die Beatles durch ihre Musik prägten. Ganz zu Ende war die Vorstellung aber noch nicht. Es gab Zugaben und die Zuhörerinnen und Zuhörer dankten den Abend mit Standing Ovations.