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Die Wildtierüberführung befindet sich an der Grenze zwischen den Kantonen Glarus und St.Gallen, in Weesen. Der Korridor verbindet die Wildtierlebensräume des Speergebiets und des Toggenburgs mit denen des Mürtschenstockgebiets und des St.Galler Oberlands. Der Unterbruch durch die Nationalstrasse soll mit der Überquerung überwunden werden.
Der Wildtierkorridor GL 06 Biberlikopf ist ein Korridor von überregionaler Bedeutung, der durch die A3 unterbrochen wird. Das ASTRA realisiert deshalb eine Wildtierquerung über die Autobahn und den angrenzenden Flur-/Wanderweg. Die Massnahme steht in Zusammenhang mit umliegenden Vernetzungsprojekten der Kantone St.Gallen und Glarus zur Aufwertung des Korridors.
Das Plangenehmigungsverfügung für das Projekt wurde im Oktober 2022 erteilt. Aktuell wird das Detailprojekt erarbeitet. Die Realisierung des Projekts ist für 2025 – 2026 geplant. Die Kosten der Wildtierüberführung Biberlikopf belaufen sich auf rund 15.5 Mio. Franken.
Ziel des Projekts
Der Bau eines wildtierspezifischen Querungsbauwerks über die A3 sorgt für die Wiederherstellung der Durchlässigkeit für grössere Wildsäuger wie Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Potential besteht zudem für Luchse und Gämse. Das Bauwerk ist folglich auf die Bedürfnisse dieser Arten auszurichten – wobei mittels geeigneter Kleinstrukturen auch die Situation für Kleintiere (bspw. Amphibien) verbessert wird. Im Zusammenhang mit dem Bau der Wildtierquerung sind eine ökologische Aufwertung der Ebene im Bereich des Korridors durch Leitstrukturen in Form von Hecken und Feldgehölzen durch die Kantone Glarus und St.Gallen sowie Massnahmen zur Vermeidung von Wildtierunfällen vorgesehen.
Leichte Konstruktion
Die geologischen Verhältnisse machen den Bau der Überführung zur Herausforderung. Der Untergrund besteht aus mehreren weichen Schichten und ist stark setzungsempfindlich. Ein ausführliches Variantenstudium hat hierzu mehrere Tragsysteme geprüft und als Bestvariante eine möglichst leichte Konstruktion aus einem Dreigelenkbogen aus Brettschichtholzträgern ergeben. Zugbänder unter der Nationalstrasse tragen zur nötigen Stabilität bei. Dieses Tragwerk ermöglicht zudem die geringste Störung des Wilds, indem der nördliche Flurweg resp. Wanderweg überspannt wird.