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In der Schweiz existieren kaum wissenschaftlich fundierte Studien zur Lebenssituation von unbegleiteten, minderjährigen Asylsuchenden (UMAs), die die Perspektive der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen und deren Potenziale, Belastungen und Hilfebedarf identifizieren. Die Studie untersuchte daher, welchen spezifischen Herausforderungen sich UMAs stellen müssen. Dabei wurden die Lebenssituationen in einer spezifischen Institution für unbegleitete Asylsuchende und die Zeit nach dem Austritt aus der Institution vertiefter analysiert. Mit insgesamt zwölf ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern der Institution konnten problemzentrierte Interviews geführt werden. Die Befragten haben innerhalb der letzten zehn Jahre zwischen vier und 36 Monaten in der Institution gewohnt, wobei sie im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren eingetreten sind. Während die Jugendlichen mit der materiellen Unterstützung sowie mit der Organisation des Schulbesuchs zufrieden sind, lassen sich bei der emotionalen Unterstützung Lücken identifizieren. Der Übergang von der spezifischen Institution mit 18 Jahren in Wohnstrukturen für Erwachsene fällt den Jugendlichen in der Regel sehr schwer und die Vorbereitung durch Fachkräfte gelingt noch nicht optimal.