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Veronika Minder, Schweiz 2005; 87' Dialekt
Fünf Frauen aus fünf Generationen erzählen offen und mit Humor von der Suche nach einer lesbischen Identität in der Schweiz. Sie rollen damit die Geschichte und die gesellschaftspolitischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts auf eine besondere Weise auf. Wurde die Älteste, Jahrgang 1912, in ihrer Jugend schlicht nicht ernst genommen, wenn sie Begehren für eine Frau äusserte, so lebten die Generationen dazwischen ihre Liebe zunächst versteckt, dann kämpferisch. Die Jüngste schliesslich konnte von Anfang an offen dazu stehen.
Veronika Minders Dokumentation geht über die Geschichte einer Subkultur hinaus: «Daneben glänzt KATZENBALL durch einen virtuosen Umgang mit Archivmaterial: seien es Fotografien, die die Anfänge der Frauenbewegung dokumentieren, Ausschnitte aus der Zeit des frühen Films, in denen der Rollentausch zelebriert wird (...) , launige Häppchen aus den guten alten Schweizer Filmen (...) oder skurrile Ausschnitte aus den ersten Produktionen des Schweizer Fernsehens, in denen das konservative Gesellschaftsbild der Sechzigerjahre Urständ feiert.» (Doris Senn)
• Im Anschluss an die Vorstellung vom Donnerstag, 16. 8., Gespräch mit der Regisseurin Veronika Minder
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