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Maurice Denis – Maler des Symbolismus
Maurice Denis
Maler des Symbolismus und Gründungsmitglied der Künstlergruppe Les Nabis zusammen mit Pierre Bonnard, Paul Sérusier und Édouard Vuillard –, er teilte sich das Atelier mit Bonnard und Vuillard. Weitere Künstler der Nabis waren Félix Vallotton, George Lacombe und Aristide Maillol. Denis wird als wichtigster Theoretiker dieser Gruppe eingeschätzt. Auf seinen Italien-Reisen zwischen 1890 und 1895 studierte er die Werke der Renaissance.
Denis schuf Bilder mit einfachen Formen, sanft geschwungenen Linien und blassfarbenen Flächen. Zu seinen Arbeiten zählen Wandmalereien, Tafelbilder und Grafiken, sowie Buchillustrationen.
Die Ateliers d'Art Sacré wurden nach dem Ersten Weltkrieg von Denis und Georges Desvallières als Teil einer breiten Bewegung in Europa gegründet, um die Kirche mit der modernen Zivilisation in Einklang zu bringen. Die Ateliers schufen Kunst für Kirchen, besonders jene, die durch den Krieg verwüstet wurden. 1920 schuf Denis das Altarmosaik in der Basilika der Abtei Saint-Maurice im Kanton Wallis. Es zeigt die Krönung des Hl. Mauritius.
Denis gehörte zu den ersten Künstlern, welche die Flächigkeit der Bildebene betonten – einer der grossen Ausgangspunkte der Moderne in der Malerei. In seinem berühmten Vorschlag zur Definition der Malerei, proklamierte er im Jahre 1890: «Denken Sie daran, dass ein Bild, bevor es ein Kampfpferd, ein Akt, eine Anekdote oder sonst was werden soll, im Wesentlichen eine flache Oberfläche ist, die mit Farben bedeckt ist, die sich in einer bestimmten Reihenfolge zusammensetzen.» (Se rappeler qu’un tableau […] est essentiellement une surface plane recouverte de couleurs en un certain ordre assemblées.)
Denis hat viele Artikel zur Malerei veröffentlicht. Zur Essenz der Kreation: «Das, was ein Kunstwerk schafft, ist die Kraft und der Wille des Künstlers.» Um 1900 distanzierte er sich öffentlich vom akademischen Kunstbetrieb und der damals an den Akademien gelehrten Historienmalerei. Seiner Meinung wurden wurden dort die Emotionen geopfert und zu Konvention und Kunstfertigkeit transformiert. Und er war gegen den Realismus in der Malerei, dies sei Prosa und er wolle Musik, er wolle vor allem Schönheit, die ein Attribut der Göttlichkeit darstelle.
Denis wurde 1932 Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Die offizielle Historienmalerei in Frankreich war überwunden und seine Konzepte und Ideen wurden allgemeingültig.