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Gestern nahm ich zum letzten Mal an einem Fraktionsausflug der SP teil. Die Reise führte uns u.a. in das Sankt-Immer-Tal in den Berner Jura. Nach einem sehr interessanten Rundgang durch die Uhrenfabrik Longines in Saint-Imier besuchten wir auch das regionalgeschichtliche Dokumentations- und Forschungsinstitut Mémoires d’Ici. In einer Vitrine war unter anderem das Testament des „zweifachen“ Friedensnobelpreisträgers Albert Gobat ausgestellt. Wie ich lesen konnte, hat er seine goldene Tabakdose, die ursprünglich seinem Ur-Grossvater Jacob Gobat gehört hatte, dem Historischen Museum in Bern vermacht, mit der Auflage dass diese ausgestellt und wie folgt beschriftet sein soll: in etwa „Legat von Albert Gobat, Regierungsrat und Nationalrat, Urenkel von Jacob Gobat, der diese Tabakdose 1815 vom Kleinen Rat von Stadt und Staat Bern erhalten hat als Erinnerung an die Signature der Vereinigungsakte…“.Dass uns der Fraktionsausflug in den Berner Jura führte ist ja nicht ganz zufällig und hat auch mit der Abstimmung im November über die weitere Zugehörigkeit des Berner Juras zum Kanton Bern zu tun. Das ich bei diesem Ausflug nun indirekt noch auf ein Andenken aus der Zeit der Vereinigung treffe, fand ich schon faszinierend.
Da sich nächstes Jahr der Todestag von Albert Gobat zum 100. Mal jährt, wäre dies sicher ein guter Anlass, dass das Historische Museum die Tabakdose wieder einmal dem Publikum zugänglich macht. Albert Gobat leitete von 1889-1914 ja auch die Aufsichtskommission des Historischen Museums.