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Ausländische Kunstschaffende in SIKART
Alexej von Jawlensky (1864–1941)
Variation: Winter II, 1916
Öl auf Malpapier auf Karton, 37,2 x 26,8 cm
Foto: Koller Auktionen, Zürich
Was haben Ernst Ludwig Kirchner, Gustave Courbet, Marianne Werefkin und Karin Sander gemeinsam? Sie alle waren oder sind in der Schweiz künstlerisch tätig und deshalb in SIKART vertreten, obwohl sie keine Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen. Kirchner kam aus gesundheitlichen Gründen ins Sanatorium nach Davos, während Courbet als politischer Flüchtling in die Schweiz gelangte. Marianne Werefkin liess sich mit ihrem Partner Alexej Jawlensky nach Ausbruch des ersten Weltkrieges zuerst am Genfersee nieder, zog dann nach Zürich und wählte schliesslich ab 1918 Ascona als Wohnsitz. Für die deutsche Konzeptkünstlerin Karin Sander, die eine Professur an der ETH Zürich innehat, ist sowohl Zürich als auch Berlin Lebensmittelpunkt.
Rund 0,5% aller Kunstschaffenden in SIKART sind Personen ausländischer Herkunft. Diese haben sich über mehrere Jahre in der Schweiz aufgehalten oder leben hier. Künstler und Künstlerinnen mit einem Werk von internationaler Resonanz werden zusätzlich mit einem Lexikonartikel gewürdigt, in dem ihr Wirken in der Schweiz berücksichtigt wird. Momentan verzeichnet SIKART 56 Einträge von ausländischen Kunstschaffenden mit wissenschaftlichem Artikel. Im Unterschied zu Schweizer Kunstschaffenden wird die Bearbeitungstiefe bei ausländischen Künstlerinnen und Künstlern mit einem \ (Schrägstrich) bezeichnet.