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Medizinische Codierung:
> Das Buch der Bücher an meinem Brot-Job-Arbeitsplatz: Dem Verschlüsseln der Diagnosen aller Patienten im Krankenhaus.
→ seit 2012 werden in der Schweiz alle stationäre Fälle damit abgerechnet:
→ Stichwort "Fallpauschalen" SwissDrg" - damit ist die Verantwortung (und das Ansehen) für diese Arbeit explosionsartig gestiegen
→ ein neuer Beruf ist entstanden: "medizinische Kodiererin" mit dem Berufsverband SGMC und der Möglichkeit einer Prüfung zum Erwerb des eidg. Diploms "medizinische Kodiererin"
→ seit meiner dritten Pensionierung 2020 ergänze ich die ICD-Codes auf den entsprechenden Wikipedia-Seiten und so öffnet sich mit dieser Arbeit als Autorin nochmals eine ganz neue Welt
Aus dem Vorwort des Kodierungshandbuches 2021 (BFS):
"Die Klassifikation ICD-10 wurde entwickelt, um die Analyse und den Vergleich von Daten zu Mortalität und Morbidität zu ermöglichen. Für eine solche Interpretation ist ein Instrument zur Verschlüsselung von Diagnosen unerlässlich. Die ICD-10 Version, die in der Schweiz ab 01.01.2021 zur Kodierung der Diagnosen verwendet wird, ist die ICD-10-GM-2021 (German Modification)."
Geschichte:
William Farr, Leiter des Statistischen Amtes für England und Wales und Marc d’Espine aus Genf setzten sich zu ihrer Zeit intensiv für die Entwicklung einer einheitlichen Klassifikation der Todesursachen ein. Das von Farr vorgeschlagene Modell einer Klassifikation der Krankheiten nach fünf Gruppen (...) liegt der Struktur der ICD-10 zugrunde. 1893 legte Jacques Bertillon, Leiter des Statistischen Amtes der Stadt Paris, der Konferenz des Internationalen Statistischen Instituts seine Klassifikation «Internationale Nomenklatur der Todesursachen» vor. Die Klassifikation wurde angenommen und sollte alle zehn Jahre revidiert werden. 1948 wurde diese Klassifikation von der Weltgesundheitsorganisation angenommen. Es existieren verschiedene Ländermodifikationen der ICD-10, die hauptsächlich zu Abrechnungszwecken erstellt wurden. Nun sind die Vorarbeiten für die ICD-11" weit fortgeschritten und eine weltweite Einführung ist ab 2022 geplant, mit einer Übergangszeit von 5 Jahren.
Codierbeispiel:
M 54.6 Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule
Y 86 Folgezustände nach sonstigen Unfällen
G 58.8 Läsion N.thoracicus longus
Y88.1 Folgezustände nach Zwischenfällen während chirurgischer und medizinischer Massnahmen
I34.1 Mitralklappenprolaps
I83.9 Varizen der unteren Extremitäten ohne Ulzeration oder Entzündung
F15.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulantien, einschliesslich Koffein. Abhängigkeitssyndrom
Z86.0 Andere Neubildungen in der Eigenanamnese
Z87.4 Krankheiten des Urogenitalsystems in der Eigenanamnese