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Brunnenreihe Kölliker Rinne
|> Pläne und Grafiken||> Modellierung||> Fotobuch|
Ab 1987 wurden Überlegungen zu Interventionssystemen bei einer allfälligen Grundwasserverschmutzung in der kiesig-sandigen Talfüllung im Abstrom des Deponieareals (Kölliker Rinne) angestellt. Auch wenn unbestritten war, dass für einen effizienten Grundwasserschutz ein Abschirmungssystem am Deponierand erforderlich ist, und nachfolgend im Schutz dieses Systems der Rückbau der ganzen Deponie erfolgen kann, musste doch zuerst eine rasch wirksame Interventionsmassnahme bereitgestellt werden. 1993 wurde im Abstrom der Deponie quer zur Strömungsrichtung eine Reihe von 10 Pumpbrunnen im Lockergestein bis auf die darunter anstehende Moräne abgeteuft.
Die Brunnen sind 7 - 17 m tief; die Brunnenabstände betragen rund 12 m. Die Absenktrichter überschneiden sich bei Pumpbetrieb, so dass eine durchgehende hydraulische Barriere entsteht. Die Brunnen wurden technisch so ausgerüstet, dass sie bei Bedarf in sehr kurzer Zeit (wenige Tage) in Betrieb genommen werden können. Zur Sicherung einer ausreichenden Vorwarnzeit von mehreren Wochen wurde eine vorgelagerte Reihe Beobachtungsrohre rund 40 m oberhalb der Brunnenreihe erstellt.
Die Brunnenreihe wurde im Zuge der weiteren Erkundung der hydrogeologischen Verhältnisse in der Kölliker Rinne durch einige weitere Bohrungen im südlichen Bereich ergänzt. Zurzeit werden Überlegungen angestellt, das Interventionssystem in seiner Wirkung auf den bisher nicht erfassten Felsuntergrund auszudehnen.
Die Interventionsbrunnenreihe musste bisher noch nicht in Betrieb genommen werden. Ihre Funktionstüchtigkeit wird jährlich geprüft.