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Die Vier Edlen Wahrheiten umfassen die ganze Lehre von Buddha. Sie lauten: Das Leben ist Dukkha, Die Ursache von Dukkha, Das Beenden von Dukkha, und Der Weg zum Beenden von Dukkha.
Dukkha ist Buddhas Definition des menschlichen Schicksals. Es gibt Dukkha als: gewöhnliches Leiden, Veränderung, bedingte Persönlichkeitsfaktoren (die Fünf Skandhas)
Dukkha als gewöhnliches Leiden: Das ist das körperliche und mentale Leiden im ewigen Kreislauf von Geburt, Alter, Krankheit und Tod.
Dukkha als Veränderung: Das Leiden am Versuch, die Dinge festzuhalten, die sich andauernd verändern.
Das Leiden als die fünf Skandhas: Die fünf Skandhas bewirken eine grundsätzliche Unzufriedenheit mit dem menschlichen Dasein, weil sich nirgendwo ein Kern oder eine Substanz finden lässt. Die fünf Skandhas sind: körperliche Form, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen, Bewusstsein.
Die Skandhas bilden das mentale Selbst Der Buddha lehrt, dass die fünf Skandhas leer sind, d.h. sie existieren nur als mentale Konstruktionen, als unsere persönlichen mentalen Vorstellungen. Das menschliche Wesen ist ein Prozess, der nach sinnlicher Befriedigung und Dauerhaftigkeit strebt.
Form, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewusstsein passen zusammen wie die fünf Matrjoschka-Puppen. Jede trägt etwas bei zur Matrix, die man als sein«Selbst» bezeichnet. Jede entpuppt sich beim Öffnen als leer. Es gibt kein Kernelement.
Was ist die Ursache von Dukkha? «Das ist die edle Wahrheit von der Entstehung von Dukkha: Das Begehren nach sinnlicher Befriedigung, Das Begehren nach Existenz, Das Begehren nach Nicht-Existenz»
Was ist das Beenden von Dukkha? «Das ist die edle Wahrheit vom Beenden von Dukkha: Das restlose Verblassen und Verschwinden, das Aufgeben, sich lösen und loslassen und sich vollständig trennen von diesen Begehren»
Was ist der Weg zum Beenden von Dukkha? »In gleicher Weise sah ich einen alten Pfad, ... Und was ist dieser alte Pfad, diese alte Strasse, auf der die Buddhas der Vergangenheit wanderten? Einfach dieser edle achtfache Pfad: rechte Sicht, rechtes Bestreben, rechtes Reden, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechtes Bemühen, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration. …Diesem Pfad folgte ich.»
«Śāriputra, Form ist nicht anders als Leere und Leere ist nicht anders als Form. Form selbst ist Leere und Leere selbst ist Form. Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewusstsein sind ebenfalls leer.»
Der Buddha sprach: «Ich sage euch: So sollt ihr unsere bedingte Existenz in dieser vergänglichen Welt betrachten: Wie ein Tautropfen, eine Luftblase in einem Strom, ein Blitz in einer Sommerwolke, ein flackerndes Licht, ein Phantom, ein Traum. So betrachte man die ganze bedingte Welt.»