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Robert Frank
Fotograf, Regisseur und Kameramann
Die Eidgenossenschaft ehrt den 85-jährigen Schweizer Fotografen Robert Frank für sein Lebenswerk. Kaum jemand hat die Fotografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute so nachhaltig geprägt wie er.
Nach einer Ausbildung zum Fotografen und ersten Anstellungen in der Schweiz, emigrierte Robert Frank 1947 nach New York. Seine erste Anstellung erhielt er bei Harper's Bazaar. Bis Mitte der 50er Jahre bereiste er Südamerika, Europa und die USA, unter anderem im Auftrag von Magazinen wie Life und Vogue.
In seiner wohl bedeutendsten Publikation ‘Les Américains' (1958), ‘The Americans' (1959) wählte Frank aus 28'000 Bildern 83 Fotografien aus, die als Dokumentation einer ganzen Zivilisation angesehen werden können. In dieser Bilderserie entwickelte er einen völlig eigenständigen und neuen Stil in der Fotografie, der für zahlreiche nachfolgende Künstler wegweisend wurde. Zu Unrecht viel weniger bekannt sind seine Filme. Mit seinem Erstlingswerk ‘Pull My Daisy' (1959), dessen Vorlage von Jack Kerouac stammt, gelingt ihm ein faszinierendes Porträt der Beat-Generation, wo unter anderen auch Beatpoet Allen Ginsberg mitspielt.
Auch heute werden seine Werke von namhaften Museen auf der ganzen Welt gezeigt.