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Knapp zwei Drittel der Bevölkerung haben 2020 in der Schweiz als Mieterinnen und Mieter gelebt. Über eigene vier Wände verfügten 36 Prozent aller Privathaushalte. Damit wohnten 1,4 Millionen Privathaushalte in eigenen Räumen, 2,3 Millionen mieteten ihre Wohnung. Eher selten sind andere Wohnformen wie Genossenschaftswohnungen oder Dienstwohnungen.
Wie gross die sogenannte «Eigentumsquote» ist, variiert sehr stark nach Kanton. Im Kanton Basel-Stadt wohnt beispielsweise nur in 15 Prozent aller Wohnungen die Person, der die Wohnung (oder das Haus) auch gehört. Ganz anders im Kanton Appenzell Innerrhoden: Hier sind nur knapp ein Drittel der Wohnungen gemietet – die überwiegende Mehrheit wohnt in den eigenen vier Wänden.
Je grösser das Objekt, umso eher gehört es den Bewohnern. Wohnungen oder Häuser mit sechs oder mehr Zimmern werden kaum noch vermietet. Genau andersherum ist es bei den kleinsten Wohnungen: Nur gerade 8500 1-Zimmer-Wohnungen wurden im vorletzten Jahr von ihren Besitzern bewohnt, doch 170'000 Kleinst-Wohnungen gemietet.
47 Prozent der Mietwohnungen befanden sich 2021 im Besitz von Privatpersonen. Während Private 44 Prozent der Ein- oder Zweizimmerwohnungen besassen, waren es bei grösseren Mietwohnungen mit mehr als fünf Zimmern über 60 Prozent. Zwei Drittel der Wohnungen mit Baujahr vor 1946 gehörten Privaten. Bei nach 2000 gebauten Wohnungen waren es lediglich 35 Prozent.
Beim Eigentum von Mietwohnungen verfügt das BFS neu über Daten aus drei Jahren (2019 bis 2021). Das ermöglicht Analysen für die Kantone und die sechs grössten Städte der Schweiz. Der Kanton Genf hatte in dieser Zeit mit 26 Prozent den geringsten Anteil von Mietwohnungen in Privatbesitz. In den Kantonen Tessin mit 70 und im Wallis mit 68 Prozent lag der Anteil deutlich höher.
Institutionelle Anleger wie Versicherungen, Pensionskassen oder Anlagefonds besassen in Genf die Hälfte aller Mietwohnungen, im Wallis 23 und im Tessin 21 Prozent. Im Schweizer Durchschnitt besassen Anleger 33 Prozent der Mietwohnungen.
Die Mieterinnen und Mieter bezahlten gemäss BFS durchschnittlich 1373 Franken im Monat für ihr Logis. In knapp 90 Prozent der Fälle lag die Miete unter 2000 Franken.
Am teuersten ist der Netto-Mietpreis im Schnitt im Kanton Zug. Am günstigsten lebt es sich im Kanton Jura.
(Mit Material der sda)
Macht die Schweiz genug für den Klimaschutz? Dieser Frage widmete sich die SRF-«Arena» diesen Freitag. Obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) genau diese vergangene Woche klar beantwortet hatte: Nein, die Schweiz ergreife nicht ausreichend Massnahmen gegen den Klimawandel, um seine Bevölkerung vor diesem zu schützen. Damit verletze der Bund das Menschenrecht auf Respekt für das Privat- und das Familienleben.