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Du denkst, du musst dich ausserordentlich daneben benehmen, um irgendwo rausgeschmissen zu werden? Diese Geschichten beweisen das Gegenteil.
David Swindler (54) verbringt mit seiner Frau und den zwei Kindern ein Wochenende im Walt Disney World Resort in Orlando, Florida. Es gefällt ihnen dort so gut, dass sie noch eine Nacht länger bleiben möchten. Swindler ruft deshalb die Rezeption an, legt aber nach einer Viertelstunde in der Warteschleife frustriert auf. Als er gleich danach nochmals anruft, sagt er dem Mann am anderen Ende: «In der Zeit, die ihr braucht, um meine Frage zu beantworten, hätte ich ein Meth-Labor bauen können.» Und da hörte der Spass für den Freizeitpark auf.
Einige Minuten später stürmten Polizei und Sicherheitskräfte das Hotelzimmer des Amerikaners. «Ich weiss nicht, weshalb ich Meth-Labor gesagt habe», sagt Swindler zu HuffingtonPost. «Die Serie Breaking Bad habe ich noch nie gesehen.» Ein Meth-Labor fanden sie nicht, eskortieren die Familie aber aus dem Hotel. Seine neunjährige Tochter habe dabei einen Polizisten angeschaut und gesagt: «Kindheit ruiniert.» Anstatt einer Entschuldigung erhielt der 54-Jährige ein lebenlanges Verbot für alle Disney-Parks weltweit. Seine Frau und die zwei Töchter sind jedoch immer noch willkommen.
Gilbert Arenas, ein erfolgreicher Basketballspieler, sahnte an einem Dorffest in Orange County dermassen viele Preise ab, dass er für alle Wurfspiele gesperrt wurde. Das teilte der 1,93m grosse Profispieler via Instagram mit. Die Veranstalter wiesen jedoch später darauf hin, dass es eine allgemeine Regelung gibt, dass pro Teilnehmer nicht mehr als 15 Preise gewonnen werden dürfen - pro Tag. Arenas hätte somit an einem anderen Tag um weitere Minions, die seinen Sohn überragen, spielen können.
Die 54-jährige Maria Duran aus Vigo, Galicien ist seit 2010 Besitzerin der Sonne. Obwohl kein Land Anspruch auf einen Planeten oder einen Stern stellen könne, seien Privatpersonen nicht an dieses Abkommen gebunden, sagt Duran. Als sie 2013 auf ihrem eBay-Account anfing, Grundstücke auf der Sonne zu verkaufen, schaltete sich das Internetauktionshaus ein und sperrte ihr Konto. Sie bezogen sich auf ihre Richtlinie, dass keine immaterielle Ware verkauft werden dürfe. Die vierfache Mutter wiederum verklagte eBay wegen Vertragsbruch. Der Internet-Riese wollte sich aussergerichtlich einigen, was Duran gemäss der The Times of India aber abwies und jetzt knapp 12'000 Franken für nicht erhaltene Zahlungen einfordert.
Nkosana Mdikane sorgt seit 2013 an jedem Wochentag dafür, dass Kinder in West Dunbartonshire, Schottland, sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Als sogenannter «Lollipop»-Mann regelt er den Verkehr nahe der Schulhäuser. Der 74-Jährige wurde bald nur noch der «fröhlichste Lollipop-Mann Schottlands» genannt. Eltern würden sogar einen Umweg fahren, um seine Tanzeinlagen zu sehen.
Nebst seinem Lächeln war er vor allem bekannt und beliebt dafür, High Fives an Kinder zu verteilen. Doch genau das hat ihm der Gemeinderat im Februar 2015 verboten. «Als ich sie fragte, was ich falsch machte, sagten sie ‹Du konzentrierst dich nicht auf den Verkehr›», erzählt der Südafrikaner zu BBC.
David Dufton, Gründer der Facebook-Gruppe «Save the high fives» sagt zu BBC, die Überlegung des Gemeinderats sei fehlerhaft. «Weil unsere Kinder Herrn Mdikane sehen möchten, benutzen sie den Fussgängerstreifen, anstatt irgendwo über die Strasse zu rennen, also sorgt er für ihre Sicherheit.» Ausserdem sei er eine dermassen legendäre Persönlichkeit, dass «die Autofahrer auch aufmerksamer sind».
Wegen ihrer blassen Haut war das Personal der Etihad Airways überzeugt, dass Grace Wain krank sei und somit nicht mitfliegen könne. Für die junge 14-Jährige brach eine Welt zusammen. Ihr Vater machte den Angestellten klar, dass ihr heller Teint und ihre roten Haare einfach zu ihrem normalen Aussehen gehören. Umstimmen konnte er das Personal damit aber nicht. Erst eine Bescheinigung des hauseigenen Familienarztes, die eine Tante in letzter Sekunde dem Etihad Dienstleiter zusenden konnte, erlaubte Wain und der Familie doch noch den Eintritt ins Flugzeug. Die ganze Geschichte dazu gibt es hier.
Amy Corey aus Ohio beschmiss eine McDonald's-Angestellte durch das Drive-Thru-Fenster mit einem Chicken Burger und kassierte so Hausverbot. Zu ihrer Verteidigung: das Pouletfleisch wurde fälschlicherweise frittiert und nicht grilliert - zweimal! Speck und Käse hätten auch gefehlt. Der Burger bestellte Corey für ihren Verlobten, für den soll schliesslich alles perfekt sein. «Es hatte nur einen Klecks Mayonnaise drauf und der Salat war schlecht», erzählt Corey. Und das Fleisch war auch falsch zubereitet.
Sie verlangte daraufhin, dass der Burger nochmals gemacht wird. Doch die Angestellte war unhöflich. «Ich habe überhaupt keine Herzlichkeit gespürt.» Als der zweite Burger dann nochmals Coreys Erwartungen nicht entsprach, schmiss sie ihn durch das Ausgabefenster und verlangte eine Geldrückerstattung. Weshalb sie Hausverbot bekam, versteht die Amerikanerin nicht. «Ich habe die Mitarbeiterin nicht einmal getroffen», sagt Corey zu Daily News. «Wieso soll ich ein McDonald's-Verbot erhalten? Das ist einfach falsch.» Das ganze Desaster wäre ihrer Meinung nach ganz einfach zu verhindern gewesen. «Sie wäre nie mit dem Burger beworfen worden, wäre sie nur höflich geblieben», sagt Corey.
Diane Barker aus Phoenix, Arizona, ist mit ihren 65 Jahren noch gesund und fit. Die ehemalige Cheerleaderin ist sich sicher, ihre Gesundheit auch ihrer Transportwahl zu verdanken. Sie fährt nämlich kein Auto. Um sich für alternative Transportmittel und vor allem mehr Bewegung starkzumachen, bringt die Anwältin ihr Anliegen immer wieder an öffentlichen Versammlungen vor. Um ihren Worten mehr Nachhalt zu geben, schliesst sie ihren Vortrag mit einem geschlagenen Rad, das in einem Spagat endet. «Es macht Spass und drückt meine Leidenschaft aus», sagt die 65-Jährige gegenüber HuffingtonPost.
Davon haben die Funktionäre genug. Die Maricopa Association of Governments (MAG) hat DD, wie sie auch genannt wird, verboten, an ihren Veranstaltungen Räder zu schlagen. Ihre Räder verteidigt Barker damit, dass sie zur freien Meinungsäusserung gehören. Fredda J. Bisman, Anwalt der MAG, wies sie in einem Brief aber darauf hin, dass «ihre Haltung falsch sei». Die Räder würden die Treffen stören und eine Verletzungsgefahr darstellen. Barker hat beschlossen, nicht gegen die Regierung zu kämpfen und versprochen, auf ihre Räder zu verzichten. Dafür lernt sie jetzt den Rückwärtssalto.
Eine besonders grosse und verwirrte Katzenliebhaberin wurde im Zoo in Memphis erwischt, wie sie den Löwen Cookies füttern wollte. Die Sicherheitsleute baten sie darauf, den Zoo zu verlassen, erzählte die Pressesprecherin Abbey Dane WMC. Unbeirrt kehrte die Amerikanerin zum Löwen-Gehege zurück. Diesmal hüpfte sie sogar über Absperrungen, wobei sie nur noch ein Draht von den Wildtieren trennte. «Sie sang Lieder und erzählte den Katzen, wie sehr sie sie vermisst hätte», berichtet Michelle Beasly, die den Vorfall live miterlebte. «Es war bizarr. Ich habe noch nie jemanden Löwen vorsingen gesehen.» Der Memphis Zoo sprach ein Besucherverbot aus und postete später auf Facebook einen Aufruf, lokale Bäckereien zu unterstützen. Mit dem Hashtag #cookiesareforpeople (dt. Cookies sind für Menschen).