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Aus dem Blog «Chinese Whispers» von Davidine SV Sim (davidinesimchinesewhispers.blogspot.com)
Das Peng Jin gilt als die wichtigste der dreizehn Bewegungstechniken (Jin) des Taijiquan. Ohne Peng Jin wirken Handlungen schwach und es fehlt ihnen die ganzheitliche Elastizität und Geschmeidigkeit des Taijiquan, und Kraft kann nicht hervorgebracht und ausgedrückt werden.
Peng Jin ist eine Art geschmeidige und unterstützende Kraft (die so genannte Unterstützungskraft in acht Richtungen), die durch die Dehnung und Verlängerung des Körpers während des Übens erreicht wird.
Dieser Prozess kann durch die Beachtung der folgenden drei Grundprinzipien trainiert werden:
1. Eine substanzlose Energie hebt den Kopf; das Qi sinkt in das Dantian.
Der Kopf und die Halswirbelsäule heben sich sanft nach oben, während das Qi ins Dantian sinkt und sich dort konzentriert. Letzteres ermöglicht es dem Unterbauch, sich zu entspannen und das Steißbein zu senken. Diese beiden Vorgänge erzeugen eine entgegengesetzte Aufwärts- und Abwärtskraft in der Wirbelsäule, während diese gestreckt wird. Mit der Zeit vergrößert sich der Bewegungsspielraum der Gelenke, und die Faszien dehnen sich aus, um den richtigen Qi-Fluss in das Dantian zu unterstützen. Wenn die Faszien nicht beteiligt sind (wenn das Training zu weich ist), ist es schwierig, das Qi zu spüren und zu stärken.
2. Halten Sie den Brustkorb zusammen und strecken Sie den Rücken; lockern Sie die Schultern und senken Sie die Ellbogen.
Dadurch wird eine überkreuzte Unterstützung der Schultern und des Rückens erreicht. Wenn Sie den Brustkorb halten, vermeiden Sie den Rücken hochzuziehen oder zu krümmen. Der Brustkorb bleibt flach und entspannt, so dass die Atmung leicht und natürlich ist. Brustkorb und Rücken dehnen sich gegenläufig aus und stützen so Vorder- und Rückseite. Die Schulterblätter öffnen sich nach außen, um den Rücken zu verlängern.
Das Ziel der Lockerung der Schultern ist es, die Arme und die Schultern so zu verbinden, dass sie sich als eine Einheit bewegen. Durch das Absenken der Ellbogen werden die Ellbogengelenke allmählich gelockert und gestreckt. Wenn die Verbindung zwischen den Armen und dem Rücken hergestellt ist und die Wirbelsäule beginnt, die Handlungen zu kontrollieren, wird Peng Jin in den Armen sein, weil die Übertragung von Jin nicht an den Schultern unterbrochen wird.
3. Leistengegend öffnen und Hüfte (Hüftgelenke) entspannen.
Diese beiden Prinzipien ermöglichen es der unteren Ebene, komplementäre, entgegengesetzte und verlängernde Kräfte zu erzielen. Da die Beine ständig mit Gewicht belastet werden, ist dies schwieriger zu erreichen. Indem die Leistengegend nach hinten unten geöffnet und die Hüfte (Hüftgelenke) locker gehalten wird, werden die Beine und Gelenke durch die entgegengesetzte Kraft und auch durch die Drehung des Zentrums und andere Aktionen gestreckt.
Die oben erwähnte Dehnung, Streckung, Verlängerung und Anwendung entgegengesetzter Kräfte geschieht unter der Voraussetzung der Lockerheit, Entspannung und Geisteskraft und nicht durch Gewalt.
PS: Die 13 Grundprinzipien (resp. Bewegungstechniken) hat auch Jan Silbersdorff in seinem Buch beschrieben «Chen, Lebendiges Taijiquan im klassischen Stil» (2003), Lotus Verlag, (Seiten 115-125). Chen Bing hat zudem eigens eine Form kreiert «Chen Style Taiji Basics (Jiben) 13 Form, in welcher die 13 Grundbewegungen enthalten sind.