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Eure persönliche Einstellung spielt sicher eine große Rolle, wie ihr mit dem Schmerz während der Geburt umgehen könnt.
Ganz wichtig ist es, einen guten Atemrhythmus zu finden. Vielen Frauen hilft es, sich während der Wehen auf die Atmung zu konzentrieren. Je einfacher die Atmung, desto besser. Es braucht keine komplizierte Technik. Die meisten Hebammen empfehlen folgende Atmung:
Einatmung durch die Nase, Ausatmung mit lockeren Lippen durch den Mund.
Wichtig ist, die ganze Luft auszuatmen, bevor der nächste Atemzug kommt. Klingt trivial, ist aber unter Wehen nicht ganz so einfach.
Je kräftiger die Wehen sind, desto grösser ist die Herausforderung, bei einer ruhigen Atmung zu bleiben. Es ist für viele Gebärende eine Hilfe, tönend auszuatmen. Am häufigsten entscheiden sich Frauen für eine Ausatmung auf „schsch“, „pfffff“, oder die kraftvollen Töne wie „aaaah“, „ooooh“ oder „uuuuuh“. Nicht gut sind „eee“ oder „iiiii“. Es ist also in jedem Fall besser „Jaaa“ als „Neiiiin“ zu sagen, wenn eine Wehe kommt.
Mir hat persönlich „sch“ am besten bei der Geburt meines Sohnes geholfen, und auch als Hebamme probiere ich es am meisten mit den Frauen aus. Aber nichts funktioniert bei allen Frauen gleichermaßen.
Es kann auch hilfreich sein, sich einen Takt zu geben: bei der Einatmung gedanklich bis 4, bei der Ausatmung bis 8 zählen.
Manche Männer schauen auf die Uhr und sagen die Zeit an bis z.B. die Hälfte der Wehe nach 30 Sekunden verstrichen ist.
Den Atem bewusst zu lenken, kann auch eine hilfreiche Atmung sein: zum Schmerz hin lenken oder bewusst zum Baby atmen.
Probiert verschiedene Atmungen aus und seid während der Geburt offen für die Vorschläge eurer Hebamme!