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Hierbei handelt es sich um Achsfehlstellungen zwischen Hüftkopf und Oberschenkelschaft im Bereich des Schenkelhalses. Die Steilstellung des Schenkelhalses wird als Coxa valga, die Abflachung des Schenkelhalses als Coxa vara. bezeichnet. Ist die Schenkelhalsebene vermehrt nach vorne gerichtet, wird dieses als Coxa antetorta, bei nach hinten gerichteter Fehlstellung als Coxa retrotorta bezeichnet. Die Achsfehlstellungen können angeboren, ein- oder doppelseitig sein. Des Weiteren können sie durch Stoffwechselstörungen, fehlverheilte Knochenbrüche, durch Durchblutungsstörungen in der Kindheit (M. Perthes) und durch Ablösen der Wachstumsfuge im Kindesalter (Epiphysiolysis capitis femoris) entstehen.
Durch die Fehlstellungen des hüftgelenknahen Oberschenkelknochens im Bereich des Schenkelhalses, kommt es neben Gelenksfunktionsstörungen vor allem zu einer Fehlbelastung des Hüftgelenkes, was zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen im Hüftgelenk führen kann. Um diesem vorzubeugen, können die Fehlstellungen operativ korrigiert werden.
Nach genauer Analyse der Fehlstellung wird der Oberschenkelknochen durchtrennt, die Fehlstellung korrigiert und der Knochen in korrigierter Stellung mittels einer Metallplatte fixiert. Die Operation erfolgt unter stationären Bedingungen. Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 10 Tage.
Die Mobilisation erfolgt ab dem 1. Tag nach der Operation mit Hilfe der Krankengymnastik an Unterarmgehstützen. Das operierte Bein darf für 3 Wochen nicht vollbelastet werden. Hier ist eine zeitweise Teilbelastung an Unterarmgehstützen einzuhalten. Für diesen Zeitraum ist eine medikamentöse Thromboseprophylaxe erforderlich. Nach der stationären Entlassung sollte die Krankengymnastik weiter fortgesetzt werden. In der Regel ist nach einer Korrektur des Oberschenkelknochens mit einer Rehabilitation von 12 Wochen zu rechnen.