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Behandlung von Krampfadern
Nicht alle Krampfadern müssen behandelt werden; ausschlaggebend sind der Grad der Schädigung, der Leidensdruck und/oder der Wunsch, die kosmetisch störenden Krampfadern zu behandeln. Jede Therapie wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasst.
Es stehen verschiedene Methoden der Behandlung zur Auswahl:
- Kompressionstherapie mit Strümpfen und Bandagen: Diese üben Druck auf die Beingefässe aus und verbessern den Abtransport des Blutes.
- Medikamentöse Therapie: Medikamente helfen, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren. Eine längerdauernde medikamentöse Therapie wird aber nicht empfohlen.
- Sklerotherapie: Ein Verödungsmittel, das in die Venen injiziert, wird, lässt die Venen verkleben. Die verödete Vene wird anschliessend vom Körper abgebaut. Diese Therapie wird vor allem bei kleinkalibrigen Venen, Besenreisern oder Seitenastkrampfadern angewandt.
- Endovenöse Lasertherapie: Die erkrankte Stammvene wird mittels Laserstrahl erhitzt. Die Energie des Lasers führt dazu, dass die Vene schrumpft und sich schliesslich verschliesst. Die Seitenvenen werden anschliessend mit einem Häkchen herausgezogen (Phlebektomie). Der Eingriff ist besonders schonend und wenig schmerzhaft. Er erfolgt ambulant und in örtlicher Betäubung. Seit 2016 wird die Behandlung von der Grundversicherungen der Krankenkasse übernommen.
- Chirurgische Verfahren: Eine bewährte und seit Jahrzehnten angewandte Methode ist das Stripping (Herausziehen) der Stammvene. Bei dieser Operation wird die betroffene Vene mit einer Sonde, die durch die Leiste oder Kniekehle eingeführt wird, entfernt. Die Seitenvenen werden anschliessend mit einem Häkchen herausgezogen (Phlebektomie). Je nach Schweregrad erfolgt die Operation in lokaler Anästhesie oder stationär in Spinalanästhesie oder Narkose.