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Ricki and the Flash
Meryl Streep, 66, kann alles: Die einsame Farmersfrau (The Bridges of Madison County), die strenge Chefin (The Devil Wears Prada) oder die Hexe (Into The Woods). Und jetzt nimmt man ihr selbst die Hardrock-Sängerin ab. In «Ricki and the Flash» spielt sie eine Amerikanerin, die ihren Mann und ihre drei Kinder verlassen hat, um ihren Traum, ein Rockstar zu werden, zu verwirklichen. Für mittelklassige Auftritte lebt sie sehr bescheiden als Kassiererin, nahezu bankrott und unfähig, sich auf eine neue Liebe einzulassen.
Als ihre Tochter Julie (Mamie Gummer, auch im richtigen Leben ihre Tochter) einen Selbstmordversuch unternimmt, macht sich die Mutter auf den Weg, um sich ihrer eigenen Familie wieder anzunähern. Die Komödie spielt mit haufenweise Klischees, ist durch und durch amerikanisch und hat natürlich ein Wohlfühl-Happy-End. Leichte Unterhaltung mit einer sehenswerten Meryl Streep.
Still the Water
Der Film «Still the Water» von Naomi Kawase spricht die ganz grossen Themen des Lebens an, den Tod und die Liebe. Das aber tut er auf eine sehr poetische Erzählweise und mit verstörend schönen Aufnahmen des Meeres. Es geht um die sechzehnjährige Kyoko, die behütet auf der japanischen Tropeninsel Amami aufwuchs. Ihre Mutter liegt im Sterben und ihr Freund, der sechzehnjährige Kaito, hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen: Die Trennung seiner Eltern, die vielen Affären seiner Mutter und die Leiche, die er im Meer findet, vor dem er sich fürchtet. Trotz der durchaus schweren Themen bleiben am Ende des Films die Leichtigkeit einer jungen Liebe und die tröstliche Gewissheit, dass Liebe über den Tod hinaus geht.
Beide Filme starten am 3. September in unseren Kinos.