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Über 50 Jahre Forschung an der Universität von South California zeigen, dass auch Väter einen Einfluss auf die Entwicklung des Fötus haben.
Bis jetzt standen vor allem werdende Mütter im Fokus der Forschung. Das ändert sich nun – zum Glück. Denn Väter spielen von Anfang an eine sehr wichtige Rolle, und zwar noch bevor das Kind zur Welt kommt.
Eine Forschungsstudie zeigt sieben Einflüsse, die Väter auf die kindliche Entwicklung während der Schwangerschaft haben. Das ist ein nützliches Instrument für pränatale Angebote in der Gesundheitsversorgung.
Sieben Einflüsse von Vätern auf ihr ungeborenes Kind:
Frühere Gesundheitsverhaltensweisen (Epigenetische und genetische Veränderungen): Adipositas kann das Wachstum in der Kindheit einschränken.
Umweltgiften ausgesetzt sein (Epigenetische und genetische Veränderungen): Väter, die Pestiziden ausgesetzt sind, haben mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine suboptimale Spermienqualität.
Traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit (Epigenetische und gen. Veränderungen): Kinder von Vätern, die eine posttraumatische Belastungsstörung aufweisen, haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer psychiatrischen Erkrankung.
Neurobiologische und hormonelle Veränderungen: Väter, die vor der Geburt ihres Kindes einen höheren Testosteronspiegel haben, berichten sechs Monate nach der Geburt über eine weniger positive Elternschaft.
Einflüsse auf das Gesundheitsverhalten von werdenden Müttern: Der Alkoholkonsum des Vaters ist mit einem höheren Alkoholkonsum der werdenden Mutter verbunden.
Einflüsse auf die psychische Gesundheit von werdenden Müttern: Konflikte in der Beziehung lösen Stress bei Müttern aus und können Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes zur Folge haben.
Einflüsse auf die Hormone der Mütter: Niedrige Testosteronwerte bei den Eltern sagen ein grösseres Engagement des Vaters nach der Geburt voraus.