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Die grossen St.Galler Grundwasservorkommen befinden sich in den Talebenen des Rheins, der Seez, der Thur und der Linth.
Zum Grundwasser zählen aber auch die Quellen, die vor allem im Südteil des Kantons in den Bergen wasserreich sprudeln, und das Karst- oder Kluftgrundwasser, das sich in den kalkreichen Höhlensystemen des Säntis- und Churfirsten-Alvier-Gebiets sammelt.
Wie entsteht Grundwasser?
Grundwasser entsteht durch versickernde Niederschläge oder versickerndes Wasser aus Bächen und Flüssen (Infiltration). Dieses Wasser sammelt sich in den Poren und Klüften der Gesteine. So bilden sich in unterschiedlichen Tiefen unterhalb der Oberfläche Grundwasserströme und Grundwasserbecken. Meist hat das Grundwasser eine Fliessrichtung und fliesst mit etwa einem Meter pro Tag zu tiefer gelegenen Gebieten.
Sammlung von Wissen über das Wasser im Untergrund
Die Grundwasservorkommen im Kanton St.Gallen wurden in den vergangenen Jahren mit zahlreichen grösseren oder kleineren Untersuchungen erkundet.
Dieses Wissen wird im hydrogeologischen Archiv des Amtes für Wasser und Energie (AWE) zusammengetragen und verwaltet. Im Laufe der Jahre sind mehr als 10'000 systematisch geordnete und digital erfasste Dossiers zusammengekommen.
Herkunft des Wissens
Erfasst sind zum Beispiel Berichte zu Baugrunduntersuchungen oder zu systematischen Grundwasseruntersuchungen im Kanton St.Gallen. Aber auch Gutachten, die im Zusammenhang mit der Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen erstellt wurden, finden sich in diesen Archiven.
Darauf aufbauend verwaltet das AWE verschiedene digitale Datensätze zu Tätigkeiten im Grundwasser in einem geographischen Informationssystem (GIS). Dazu gehören Bohrstandorte, Quellwasserfassungen oder Grundwasserfassungen.