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Dass die Zentralbanken nach der Finanzkrise von 2008 in grossem Stil Anleihen des eigenen Staats aufgekauft haben, ist bekannt. Gleichwohl sind die Zahlen, welche die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem jüngsten Jahreswirtschaftsbericht präsentiert, eindrücklich. Der Anteil der von den Zentralbanken gehaltenen Staatsanleihen hat sich seit Ende 2010 vervielfacht. In der Grafik sind Prozentwerte abgebildet, die absoluten Beträge wären noch eindrücklicher, hat doch die Verschuldung in den USA, in Grossbritannien, der Eurozone und Japan in dieser Zeit kräftig zugenommen.
Die Zentralbanker begründeten die Käufe stets geldpolitisch, gilt doch die direkte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse als Sakrileg. Nach dem Erreichen der Nullzinsgrenze habe man Staatsanleihen anhäufen müssen, um angesichts der Deflationsgefahr die Geldpolitik anderweitig zu lockern. Heute bereitet den Stabilitätshütern die Inflation Kummer. Sie haben daher die Leitzinsen kräftig angehoben, bauen die Anleihensbestände aber nur im Schneckentempo ab. Die BIZ warnt vor einer speziellen Form der «Schuldenfalle»: Es sei schwierig, die Zentralbankbilanzen zu schrumpfen, weil der Markt angesichts der hohen Verschuldung mehr Zeit brauche, um grössere Anleihensvolumen zu verdauen.