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Das Lorenz-Wasserrad
Das Wasserrad von E. Lorenz ist ein
Beispiel eines chaotischen Dynamischen Systems.

- Das Wasser fliesst aus der Zuflussröhre oberhalb des Rades und
fällt in die darunter liegenden Gefässe des Wasserrades.
Die unterschiedlichen Wassermengen in den Gefässen führen
zu einem Drehmoment, welches das Rad in Drehung versetzt.
- Jedes Gefäss hat einen Auslauf, aus dem das im Gefäss enthaltene
Wasser wieder austritt. Weiter wird das Rad mit einer Wirbelstrombremse
leicht abgebremst.
- So entsteht eine scheinbar zufällige Bewegung, bei welcher
sich die Drehrichtung in unregelmässigen Zeitabständen dauernd ändert.
- Manchmal gerät das Rad vorübergehend in eine Periode, bei
der 9 - 10 Gefässe im Uhrzeigersinn überstrichen werden,
dann im Gegenuhrzeigersinn. Dies ist ein Attraktor
der Bewegung. Solche Attraktoren kommen in der Natur häufig
vor, z.B. verläuft die Wetterentwicklung öfters in einem
Wochen-Rythmus.
- Das Rad demonstriert das Deterministische Chaos: Obwohl die
Bewegung zu einem gegebenen Anfangszustand mathematisch bis in alle
Ewigkeit eindeutig bestimmt ist, kann die Bewegung in der Praxis langfrististig
nicht vorausberechnet werden, da sich minime Abweichungen in den Anfangsbedingungen
(Messungenauigkeiten) langfristig signifikant auswirken.