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24 Studien mit 4473 Probandinnen analysierten Studienleiterin Dr. Ruth Jepsen und ihr Team von der University of Stirling in Schottland. Unter den Probandinnen waren Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen und weitere Risikogruppen: ältere Frauen und Männer, katheterisierte Patienten, Schwangere, Patienten mit Anomalien des Harntrakts und Kinder, die einen ersten oder rezidivierenden Infekt erlitten hatten.
Ausser Cranberry-Saft waren auch andere Produkte wie Tabletten und Kapseln getestet worden. Die Einnahmedauer betrug jeweils mindestens einen Monat. Laut den Wissenschaftlern hatte Cranberry-Saft in keiner der untersuchten Gruppen einen überzeugenden Nutzen im Vergleich zu Placebo, Antibiotika, Laktobazillen oder keiner Kontrolltherapie.
Bemerkenswert war unter anderem die Quote der Therapieabbrüche, die in manchen Studien 55 Prozent erreichte. Das betraf besonders den Saft der Beeren, von dem teilweise ein Liter pro Tag zu trinken war.