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Inklusive ausserordentlicher Effekte wie einem Buchgewinn aus dem Umbau der Konzernstruktur verdoppelte sich der Überschuss auf 1,86 Milliarden Euro. Credit-Agricole-Chef Philippe Brassac sieht sein Haus inzwischen finanziell so gut aufgestellt, dass er höhere Dividenden in Aussicht stellen kann. Für 2016 soll es wie im Vorjahr eine Gewinnbeteiligung von 60 Cent geben. Ab dem kommenden Jahr will er mindestens die Hälfte des jeweiligen Überschusses ausschütten, dabei aber die 60 Cent nicht unterschreiten.
Um ihre Struktur zu vereinfachen und ihre Kapitalbasis zu stärken, hat die Bank ihre Verbindung zu den genossenschaftlichen Regionalbanken in Frankreich neu geordnet. Die Credit Agricole war zu einem Viertel an den gut drei Dutzend Genossenschaftsbanken beteiligt. Diesen Anteil gab die Bank an ein Investmentvehikel der Regionalinstitute zurück. Der Deal hat einen Umfang von 18 Milliarden Euro und brachte der börsennotierten Bank einen Buchgewinn von 1,25 Milliarden Euro im dritten Quartal ein.
Die kleinen Genossenschaftsbanken bleiben weiter Mehrheitsaktionär bei ihrem börsennotierten Zentralinstitut. In Deutschland ist die Credit Agricole mit der DZ Bank vergleichbar, die hierzulande als Zentralinstitut für den Genossenschaftssektor dient. Die DZ Bank ist aber nicht börsennotiert. Die Zahlen der Credit Agricole fielen im Grossen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen aus. Für Auftrieb könnten dagegen die Aussagen zur Dividende sorgen. Die Credit-Agricole-Aktie verlor im bisherigen Jahresverlauf knapp elf Prozent und schnitt damit zum Beispiel besser ab als das Papier des Konkurrenten Societe Generale oder der Branchenindex./zb/enl/fbr
(AWP)