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|Talsperre Cumbidanovu||References_430|
Die Staumauer Cumbidanovu liegt am Hauptlauf des Flusses Cedrino, etwa 250 m flussabwärts der Einmündung des Rio Sorasi, in der Gemeinde Orgosolo, Provinz Nuoro. Der Mauerabschnitt befindet sich in der Ortschaft Cumbidanovu, ca. 1,5 m Luftlinie vom Zentrum der Stadt Orgosolo entfernt.
Das Staudammprojekt entstand mit dem Ziel, einen Stausee mit einer Gesamtkapazität von 13,3 hm3 Wasser für die Bewässerung von etwa 2‘810 Hektar Land in den Gemeinden Orgoloso, Oliena, Nuoro, Orune, Lula und Dorgali zu schaffen.
Die Arbeiten begannen im Mai 2011, doch im November 2013 wurde der zentrale Osten Sardiniens von einem beispiellos intensiven Wetterereignis (Zyklon „Cleopatra“) mit sehr starken Regenfällen heimgesucht, die insbesondere das Einzugsgebiet des Cedrino betrafen, und die Baustelle wurde von einem aussergewöhnglichen Hochwasserereignis überschwemmt, das umfangreiche Schäden am Bau und die vollständige Zerstörung der Baustelleneinrichtungen verursachte.
Die nun vom Betreiber beauftragten Leistungen umfassen die Wiederherstellung der zuvor errichteten Bauten sowie die Planung einer 73 m hohen Gewichtsstaumauer aus Beton (V=303.297 m3) mit einer geneigten Achse mit einem Radius von 330 m, die in 18 Segmente mit einer Breite von 13 m sowie ein 19. Segment mit einer Länge von 10.50 m unterteilt ist, und einer Schussrinne, die den ausserordentlichen Durchfluss von 1‘200 m3/s bewältigen kann.
Das Projekt umfasst auch den Bau eines Grundablasses in einem in das Bauwerk integrierten Metalltunnel mit einer maximalen Durchflussmenge von 165 m3/s und einen ersten Abschnitt der künftigen Bewässerungsleitung, die in der Herbst-Winter-Periode auch als Druckleitung für ein künftiges Wasserkraftwerk (nicht im Vertrag enthalten) mit einer Leistung von ca. 700 kW und einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 1,9 Wh/Jahr genutzt werden soll.
|9999||6/1/2020||Italien|
|Talsperre Belesar||References_5966|
Die Belesar Bogenstaumauer, im Besitz von Gas Natural Fenosa SLU, wurde zwischen 1957 und 1963 auf dem Fluss Miño, im Nord-Westen Spaniens gebaut. Die Staumauer ist 129 m hoch und staut ein Volumen von 655 hm³, welches hauptsächlich zur Energiegewinnung genutzt wird. Sie ist mit einem Grundablass (160 m³/s) im mittleren Bereich des Mauerkörpers und zwei verschliessbaren Hochwasserentlastungen in den beiden Widerlagerbereichen der Mauer (totale Kapazität 4‘000 m³/s) ausgestattet. Die totale Mauerkronenlänge beträgt etwa 500 m, unter Berücksichtigung des Bogens (268 m) und der zwei Widerlager (Gewichtsmauern).
In den 1970ern, kurz nach dem Bau, wurden bleibende Verschiebungen Richtung Oberwasser, sowie vertikale Verformungen des Sperrenkörpers beobachtet. Ausserdem ist ein horizontal verlaufender Riss auf der Unterwasserseite in Fundamentnähe entstanden. Dieses Phänomen ist durch eine AAR verursacht worden, welche eine Ausdehnung des Dammkörpers durch Betonquellen verursacht. Die irreversiblen Verformungen haben bis heute Werte von 10 cm in radialer Richtung an der Dammkrone erreicht, ohne bis jetzt einen Gleichgewichtszustand erreicht zu haben.
Nach 50 Jahren im Dienst, wurde die Lombardi AG von der Gas Natural Fenosa SLU mit der Sicherheitsbeurteilung der Staumauer beauftragt. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Analyse der Auswirkungen der AAR auf die Sicherheit der Mauer. Die Expertise beinhaltet die Beurteilung für die mittel- bis langfristige Sicherheit und die Betriebsbedingungen, sowie einen Vorschlag für potenzielle Sanierungsmassnahmen. Diese werden voraussichtlich aus vertikalen, mittels diamantbesetzten Stahlseilen hergestellten Schlitzen bestehen, um die durch die AAR verursachten Druckspannungen abzubauen.
|9999||7/1/2017||Spanien|
|Nenskra Damm – Dynamische Analyse mittels numerischer Modellierung ||References_4939|
Die Lombardi AG wurde von der Salini-Impregilo SpA mit dem Basisentwurf des Wasserkraftwerks Nenskra (installierte Leistung = 280 MW) beauftragt, welches am Fluss Nenskra in der Region Svaneti (Georgien), etwa 260 km nordwestlich von Tbilisi gebaut wird. Das Projekt sieht den Bau eines 130 m hohen AFRD (asphaltic fased rock fill dam) vor, dessen Kronenlänge 940 m beträgt und welcher vollständig auf alluvialem Boden auf dem Talgrund (max. Tiefe = 140 m) und auf alluvialem Schutt im Bereich der beiden Widerlager (max. Tiefe = 60 m) ruht. Aufgrund der Seismizität in der kaukasischen Region, wurde die Stabilität des Damms unter dynamischen Bedingungen untersucht. Das Verhalten des Dammkörpers und seiner Fundation, der Asphaltbetonoberflächendichtung, der Dammkrone und der Schlitzwand wurde bewertet, indem vollständig nicht-lineare dynamische Simulationen mithilfe der Programme FLAC2D und FLAC3D durchgeführt wurden. Die Realisierung grossformatiger Labortests und in-situ Messungen ermöglichte eine geeignete Definition der mechanischen Parameter der modellierten Materiale. Das dynamische Verhalten des Dammes wurde sowohl für das Betriebserdbeben (OBE) wie für das maximal denkbare Erdbeben (MCE) nachgewiesen. Die maximalen bleibenden Verschiebungen an der Dammkrone wurden beurteilt (weniger als 1% der Dammhöhe nach einem MCE). Die bleibenden Verschiebungen nach einem OBE Ereignis wurden analysiert, um die Gebrauchstauglichkeitsbedingungen weiterhin einzuhalten.
Eine detaillierte Analyse der bituminösen Oberflächendichtung wurde ebenfalls anhand des 3D Modells durchgeführt, um beurteilen zu können, ob die maximalen Asphaltdeformationen nahe der Widerlager oder innerhalb des Dammkörpers konzentriert sind. Die max. Zugspannung im Asphalt erlaubte die Abschätzung des Risspotenzials und somit auch des Risikos der Sättigung des Dammkörpers. Das Verhalten der gelenkigen Verbindung zwischen dem Kopf der Schlitzwand und des Kontrollgangs am oberwasserseitigen Dammfuss wurde sowohl im quasi-statischen Zustand (Dammbau) als auch unter dynamischer Belastung nachgewiesen.
|9999||2/1/2015||Georgia|
|Sanierung Staudamm Pavana||References_8082|
Der 1923-25 erbaute Pavana-Staudamm ist eine Mehrbogenstaumauer mit Strebepfeilern. Der Mittelteil besteht aus drei Hauptbögen, die jeweils von drei kleinen Bögen überragt werden, der rechte Teil ist als massive Gewichtsmauer ausgebildet, der linke Teil als Senkkasten.
Der Hochwasserüberlauf ist ein vom Damm getrenntes Bauwerk, das sich auf der Oberwasserseite am rechten Ufer befindet und aus zwei Schleusenfeldern besteht, eines mit Segmenttor und das andere mit einer automatischen Stauklappe. Das übergelaufene Hochwasser wird in einem Becken gesammelt und über einen vertikalen Wirbelschacht in den Auslauftunnel abgeleitet. Im gleichen Auslauftunnel mündet der seitlich des Hochwasserüberlauf gebaute Zwischenauslass auch.
Der Grundablass befindet sich zwischen dem Damm und dem Hochwasserüberlauf. Sein Zulauf wird durch zwei hydraulische Schleusentore geregelt, und das Wasser wird flussabwärts durch einen unabhängigen Auslaufstollen abgelassen.
Die Betone des Bauwerks unterliegen expansiven Veränderungsphänomenen aufgrund der AAR-Reaktion, wobei Risse an Gewölben und Strebepfeilern zu erkennen sind.
Lombardi wurde mit der Überarbeitung des Detailprojektes und der Ausführungsplanung für die Sanierungsarbeiten beauftragt. Nach der Fertigstellung wird das historische Bogenpfeiler-Statisches System in dem von einer Gewichtsstaumauer umgewandelt, wobei ein Teil des ursprünglichen Betons beibehalten wird. Strukturelle Verbindungen werden hergestellt, um eine ungünstige Übertragung von Lasten zwischen den bestehenden und den neuen Teilen zu vermeiden. Es wird ein neues Drainagekonzept umgesetzt.
Die technische Planung umfasst die Überprüfung der Erdbebensicherheit und die seismische Anpassung des Bauwerks und seiner Anlagenteile.
Lombardi AG war auch für die Umweltverträglichkeitsprüfung, die Unterstützung bei der Erteilung von Genehmigungen, die Bauleitung und die damit verbundene Unterstützung zuständig.
|12/31/2023||2023||12/1/2020||2023||Italien|
|Frankonédou und Kogbédou Staudämme||References_6122|
Der Wasserkraftwerk-Komplex Frankonédou und Kogbédou am Fluss Milo im Hochland von Guinea umfasst den Bau von zwei Kaskadensperren mit folgenden Eigenschaften:
Frankonédou-Staudamm: Zusammengesetzter Damm mit Betonkern, Höhe 40 m und Länge 305 m, mit Auslaufbauwerken und einer Zentrale mit zwei Francis-Gruppen mit einer Leistung von 18 MW sowie zwei seitlichen Steinschüttdämmen mit Tonkern von 403 respektive 242 m Länge.
Kogbédou-Staudamm: Zusammengesetzter Damm mit freiem Überlauf aus Beton im Mittelteil, maximale Höhe 11 m und Gesamtlänge 216 m, und zwei Steinschüttdämmen mit Tonkern an den Seiten, von 267 respektive 324 m Länge.
|12/31/2021||2021||10/10/2016||2021||Guinea|
|Gewichtsbogenstaumauer Arenal RCC||References_6401|
Das Wasserkraftwerk Arenal, welches das Wasser des Yaguala-Flusses nutzt, befindet sich in den Distrikten Arenal und Olanchito im Departement Yoro im Norden von Honduras.
Das Projekt beinhaltet den Bau einer RCC-Gewichtsbogenstaumauer vor (H = 93.5 m vom Fundament bis zur Schussrinne, H = 100 m bis zur Dammkrone). Die Staumauer hat ein Volumen von ca. 270’000 m³ und staut ein Becken von ca. 72’000'000 m³ Volumen auf.
Die Arbeiten umfassen auch den Bau einer Triebwasserfassung, eines 4,52 km langen Umleitungsstollens mit einem Querschnitt von 28.5 m², einer oberirdisch verlegten Stahl-Druckleitung bestehend aus zwei Rohren mit D = 2,4 m und L = 110 m, eines Krafthauses mit zwei vertikalachsigen Francis-Turbinen und zwei Bypass Tunnel für den Yaguala-Fluss während der Bauzeit. Einer davon, wird nach der Bauzeit als Grundablass verwendet werden. Die zentrale Hochwasserentlastung des Staudamms hat eine Kapazität von über 6’000 m³/s.
Die durchschnittliche Jahresproduktion von 230 GWh wird mit einer installierten Gesamtleistung von 60 MW bei einer verfügbaren Fallhöhe von 129 m und einem Durchfluss von 51 m³/s erreicht. Zusätzlich ist die Installation einer Dotierturbine mit einer Leistung von 1 MW vorgesehen.
|12/31/2021||2021||1/1/2015||2021||Honduras|
|Les Marécottes - Sanierung Ausgleichsbecken ||References_4804|
Die SBB ist Besitzerin des Ausgleichsbeckens Les Marécottes, welches die turbinierten Abflüsse der Zentrale Châtelard aufnimmt und sie für die weitere Energieproduktion in der Zentrale Vernayaz bereitstellt. Die Gewölbereihenstaumauer auf der Talseite ist das prägende Element des Ausgleichsbeckens, welches im Jahr 1926 vom Ingenieur A. Sarrasin konzipiert wurde. Die Gewölbereihenstaumauer besteht aus 43 dünnen, geneigten und durch Pfeiler gestützten Stahlbetonbögen. Die Gesamtlänge der Struktur beträgt 200 m. Obwohl seit der Inbetriebnahme kein aussergewöhnliches Verhalten der Staumauer auszumachen ist, beabsichtigt eine generelle Sanierung der Anlage, die Lebensdauer der relativ empfindlichen Struktur zu verlängern.
In enger Zusammenarbeit mit dem Experten Herrn Prof. E. Brühwiler (EPFL) wurde das Vorprojekt vervollständigt und optimiert, um das historische Bauwerk behutsam zu erhalten. Als erster Schritt ist der Abtrag der vorhandenen Porenverschluss-Schicht an den Pfeilern durch sanftes Wasserhochdruck-Strahlen vorgesehen. Diese wasserdampfundurchlässige Schicht verursachte die verschiedenen Betonabplatzungen und Korrosionserscheinungen an der ursprünglichen Stahlarmierung. Nach der lokalen Behandlung der beschädigten Zonen und einer Reprofilierung durch einen farblich angepassten Reparaturmörtel wird die gesamte Betonoberfläche durch eine Tiefenimprägnierung getränkt. Die Tiefenimprägnierung hat die Aufgabe, den Korrosionsschutz der bestehenden Armierung sicherzustellen. Die wasserseitige Oberfläche der Pfeilerstaumauer wird durch einen Auftrag von synthetischen Schichten auf PUR-Basis abgedichtet. Die beschädigten Stellen auf der Bodenplatte des Beckens sowie auf den bergseitigen Stützmauern werden lokal saniert.
Die Ausführung der Sanierungsarbeiten, welche in den Jahre 2019 und 2020 vorgesehen sind, beinhalten auch die Motorisierung der Tafelschützen beim Einlaufbauwerk des Ausgleichsbeckens sowie die Sanierung des Grundablassbauwerks.
|11/1/2020||2020||1/1/2015||2020||Schweiz|
|El Cajón ||References_6437|
Die Sperre Francisco Morazan, bekannt als El Cajón, befindet sich am Fluss Comayagua in Honduras. Sie wurde zwischen 1980 und 1985 auf einem Kalksteingelände errichtet.
Mit einer maximalen Höhe von 226 m und einer Kronenlänge von 382 m entsteht ein Becken von etwa 1'470'000 m3 mit der Eigenheit, noch nie die maximale nutzbare Stauhöhe erreicht zu haben. In der Tat, seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1985, wies die Sperre bedeutsame Untersickerungen und abnormal hohe Drucke auf.
Seither wurden mehrere Sanierungsarbeiten mittels Injektionen durchgeführt.
Lombardi hat folgende Leistungen erbracht:
- Stabilitätsberechnungen der Sperre im Jahr 1996
- Studie eines neuen Zugangsstollens an das Kraftwerk „El Nispero“ im Jahr
1996
- Regelmässige Prüfungen der Sperre seitens der Sicherheitsexperten G.
Lombardi von 1996 bis 2011 und R. Bremen ab 2016
- Festlegen eines Interpretationsmodells des Verhaltens der Sperre
- Umsetzung der Auskultation-MIC-Software im Jahr 2018.
|12/31/2019||2019||11/1/2016||2019||Honduras|