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Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Stierva.
Das Gotteshaus zu Stierva (Ecclesia in Seturuio) wird schon im Reichsguturbar des 9. Jahrhunderts erwähnt. Die Ausgrabungen von 1980 haben neues Licht in die Baugeschichte von Sontga Maria Madla-gna gebracht. Es wurden durch den archäologischen Dienst Graubünden die Grundmauern einer ersten Saalkirche mit einer Apsis freigelegt. Der mittlere Vorgängerbau stellte ein rechteckiges Schiff dar. Der Jüngste Vorgängerbau brachte eine Verlängerung des Schiffes über den alten Apsidenteil hinaus und witer einen rechteckigen Chor. Für 1357 ist eine Neuweihe nachgewiesen. Der Turm stammt wahrscheinlich aus dieser Zeit.
Der Neubau von 1520/21 zählt zu den bemerkenswertesten Werken des spätgotsichen Denkmalbestandes Graubündens.
Der Hochaltar der Pfarrkirche ist ein Meisterwerk aus der Werkstatt von Augustin Henckel (Schaffhausen). Der zweiteilige Tabernakel wurde um 1660 als komplizierter Tempelbau konzipiert, und ein bewegtes Netz von komplizierten geometrischen Figuren überzieht das Gewölbe der Kirche in Stierva.