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Ein stärkeres Erdbeben hat am Montagabend um 21.12 Uhr die Zentralschweiz erschüttert, berichtet der Schweizerische Erdbebendienst in einer Mitteilung.
Das Epizentrum des Bebens lag nahe des Ortstocks ungefähr 4 km westlich von Linthal (GL) und hatte eine Magnitude von 4.6 auf der Richterskala. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 5 km. Das Beben wurde in der gesamten Zentralschweiz deutlich verspürt. Beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich gingen zudem zahlreiche Meldungen aus den Kantonen Bern, Aargau, Zürich und Graubünden ein. Dies ist auch der Grund, weshalb die Webseite des SED teilweise nur schwer erreichbar war.
Kleinere Schäden sind in der Nähe des Epizentrums bei einem Beben dieser Stärke möglich; entsprechende Meldungen sind beim SED bisher aber keine eingegangen. In den ersten zwei Stunden nach dem Beben wurden rund ein Dutzend Nachbeben gemessen. Eines davon war stark genug, dass es in der Nähe des Epizentrums spürbar war. Nach einem Beben dieser Stärke sind in den nächsten Stunden und Tagen weitere Nachbeben zu erwarten, die unter Umständen auch verspürt werden können. Beben mit einer ähnlichen oder gar grösser Magnitude sind zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen.
Ein Beben dieser Stärke tritt in der Schweiz im Schnitt alle paar Jahre einmal auf. Das letzte Beben mit einer vergleichbaren Stärke ereignete sich am 8. September 2005 bei Vallorcine (F) nahe der Schweizer Grenze. Es wurde vor allem im Wallis stark verspürt.