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Worum geht's?
Die amerikanische Technikjournalistin Adrienne Lafrance wollte ein «Roboter-Ich» entwickeln. Ihr Gedanke: Roboter ersetzen immer häufiger menschliche Arbeit, was wäre, wenn mich ein Programm ersetzt? Die Idee ist nicht weit hergeholt: Es gibt bereits schreibende Maschinen, zum Beispiel das Programm, das die Erdbebenberichte der Los Angeles Times schreibt, Link öffnet in einem neuen Fenster. Aber LaFrance wollte mehr. Sie wollte ein Programm, dass nicht nur einfach Artikel schreibt, sondern ihren persönlichen Schreibstil imitiert.
Sie klopfte bei einem Machine-Learning-Experten an, der mit neuronalen Netzen arbeitet. Sie fütterten ein Programm mit Texten von Lafrance, insgesamt mit über einer halben Millionen Worte. Der Text, den der Computer daraufhin schrieb, liest sich so:
«Content that was that communications and everything that makes on a person what they’re are also to be in the Internet in the fact about it is that models are technologication of the same that its also from the most computer.»
Warum ist's interessant?
Das Ergebnis ist ernüchternd. Der Text ergibt weder grammatikalisch noch inhaltlich Sinn. Immerhin sieht man an den Stichworten wie Internet oder «technologication», dass das Programm Lafrances Themenschwerpunkte erkannt hat. Ein Grund für die schlechte Qualität des Textes war die zu geringe Datenmenge. Das Programm hätte mindestens 18 Millionen Worte gebraucht, um valide Ergebnisse zu produzieren. Das entspräche 30 Ausgaben von Tolstois «Krieg und Frieden».
Lafrances Fazit: Programme können sehr gut Wettervorhersagen oder Berichte von Fussballspielen schreiben – also alles, was Muster hat und klar strukturiert ist. Wo mehr Kreativität verlangt ist, scheitert ein Programm – noch.
Aber wird ein Computer jemals Gedichte oder ganze Romane so gut ein menschlicher Autor schreiben können? Wissenschaftler tendieren zum Nein. Eine Maschine kann nie so gut wie ein Mensch Emotionen und Gefühle vermitteln, einfach, weil eine Maschine sie selbst nie direkt erfahren wird. Doch die eigentliche Frage ist ja: Macht es überhaupt Sinn, einem Computer beizubringen, Gedichte zu schreiben?
Der ganze Artikel auf theatlantic.com: A Computer Tried (and Failed) to Write This Article, Link öffnet in einem neuen Fenster
Screenshot
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