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3.1 Einleitung
Die Stromversorgung der Schweiz muss im Gesamtenergiekontext betrachtet werden. Die Energiedebatte ist primär wegen der Klimaproblematik hochaktuell, denn Kohlevorräte bestehen noch zur Genüge. Der Bundesrat unterstützt das Ziel, das Klima auf einen Wert von maximal +2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu stabilisieren, wofür die Emissionen bis 2050 um mindestens 80% verringern werden müssten. Der schweizerische Bruttoenergieverbrauch stammt zu etwa 65 % aus fossilen Quellen. Das bedeutet: Um die Klimaziele zu erreichen, muss gut die Hälfte des gesamten Bruttoenergieverbrauchs eingespart oder durch nicht-fossile Energien ersetzt werden. Heute wird der Strom in der Schweiz praktisch CO2-frei (3.2% Anteil an den Emissionen) produziert im Gegensatz zu Deutschland, wo 50 % der CO2-Emissionen aus der Stromproduktion stammen. Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Stromproduktionsarten mit ihren Umweltbelastungen.
Mitarbeit im Bericht "Stromversorgung Schweiz" (2009 - 2012)
Synthesebericht auf Deutsch Synthesebericht auf Französisch Vollständiger Bericht auf Deutsch
4 Stromübertragung und Stromspeicherung
Das elektrische Übertragungs- und Verteilnetz spielt im Stromsystem eine zentrale Rolle. Es hilft, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem benötigten Strom zu bedienen, und erlaubt auch den für die Versorgungssicherheit bedeutenden Stromhandel mit dem Ausland. Bereits heute besteht beim Stromnetz ein grosser Erneuerungs- und Ausbaubedarf. Dazu kommt, dass das Netz künftig aufgrund der veränderten Produktionsverhältnisse völlig neuen Anforderungen genügen muss.
3.5 Solarthermische Elektrizität
Solarthermische Kraftwerke werden in sonnenreichen Ländern in zunehmendem Masse zur Stromerzeugung eingesetzt. Für die Schweiz kommen sie wegen der relativ geringen Sonneneinstrahlung kaum in Frage. Hingegen könnte der Import von Solarstrom aus dem Mittelmeerraum in Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Schweizer Energiemix leisten.
3.9 Fossil-thermische Stromproduktion
Fossile Energien sind global gesehen die weitaus wichtigsten Energiequellen zur Stromproduktion. In der Schweiz gibt es seit der Stilllegung des Kraftwerks Vouvry kein solches Grosskraftwerk mehr. Es existieren lediglich wenige Industrie-Kraftwerke für den Eigenbedarf. Ihr Beitrag zur Landeserzeugung liegt bei 3 %. Welche Bedeutung die fossile Stromerzeugung in unserem Land künftig haben wird, entscheidet sich auf der politischen Ebene. Dabei müssen nicht nur Aspekte der Stromversorgung berücksichtigt werden, sondern auch dieTreibhausgasemissionen.
3.6 Windkraft
Die Windkraft ist in vielen Ländern die heute wichtigste neue erneuerbare Stromquelle. In der Schweiz trägt die Windenergie mit einem Anteil von 0,11 % (2011) erst einen bescheidenen Anteil zur Stromerzeugung bei. Die Windkraft wird aber auch bei uns einen nicht vernachlässigbaren Anteil an die Stromproduktion erbringen müssen.