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Durch den Verlust eines Zahnes kommt es häufig zu Knochenresorptionen. Damit ein Implantat langfristig stabil im Knochen integriert bleibt, sollte es von einer kompakten, mindestens 1.5 bis 2mm dicken Knochenschicht umgeben sein. Häufig ist der Zahnarzt mit einem Knochendefizit konfrontiert.
Kleinere und mittlere Knochendefekte können gleichzeitig mit der Implantation mit Knochenersatzmaterialien (Calciumphosphatkristalle) aufgebaut werden (Guided Bone Regeneration). Dabei wachsen Blutgefässe in die Struktur des Knochenersatzmateriales ein und Knochenzellen bilden um das Ersatzmaterial neuen Knochen (Osteokonduktion). Der Aufbau wird durch eine Membran (resorbierbar oder nicht-resorbierbar) geschützt, sodass keine Bindegewebezellen einwachsen können.
Kleinere bis mittlere Defekte können gleichzeitig mit der Implantation mit Knochenersatzmaterialien und einer Membran regeneriert werden.
Grössere Defekte müssen mit Eigenknochentransplantaten (autologes Blocktransplantat) aufgebaut werden. Der Eigenknochen enthält bereits vitale Knochenzellen und Wachstumsfaktoren, was die Integration des Transplantates beschleunigt (Osteoinduktion).
Im Oberkieferseitenzahngebiet ist das Knochenangebot oft durch die Kieferhöhle begrenzt. Durch die chirurgische Verlagerung des Kieferhöhlenbodens kann genügend Knochen für eine erfolgreiche Implantation regeneriert werden (Sinus Floor Elevation oder Sinuslift).
Sämtliche oben beschriebenen augmentativen Verfahren sind in vielen wissenschaftlichen Langzeitstudien bestens dokumentiert und werden in unserer Zahnarztpraxis erfolgreich angwendet.