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Wissenschaftler des Brigham and Women´s Hospital in Boston berichteten über die Studie an der Konferenz der Herzgesellschaft in Chicago. Demnach war das Bluthockdruckrisiko bei Frauen, die täglich Folsäure (Vitamin B9) zu sich nahmen um ein Drittel niedriger, als bei Frauen mit fast keinem Folsäurekonsum.
Folsäure gehört zur Vitamin B-Gruppe und ist für die Bildung von Blutkörperchen, Schleimhautzellen, Erbsubstanz und Proteinen massgeblich. Zudem hilft Folsäure Homocystein beseitigen.
Homocystein entsteht beim Eiweissabbau und begünstigt die Arteriosklerose. Besonders junge Frauen und Schwangere benötigen viel von diesem wasserlöslichen Vitamin.
Die empfohlene Tagesdosis liegt etwa bei 0.4 mg und bei Schwangeren bei 0.6 mg. Nahrungsmittel, die Folsäure enthalten sind: Leber, Vollkornprodukte, grünes Gemüse wie Spinat oder Broccoli, Eigelb, Nüsse und Tomaten.
Zur Vorbeugung von Herzinfarkt oder Schlaganfällen wird schon seit längerem Folsäure in der Nahrung empfohlen. Nach dieser Studie kann nun auch (zumindest bei Frauen) Folsäure als „Mittel“ gegen erhöhten Blutdruck empfohlen werden.
Studienresultate:
- 93'000 Frauen im Alter zwischen 26 und 46: Frauen mit einer täglichen Folsäuredosis von mehr als 0.8 mg hatten ein um ein Drittel kleineres Risiko einen Bluthochdruck zu bekommen als Frauen, die weniger als 0.2 mg Folsäure täglich zu sich nahmen.
- 63'000 Frauen zwischen 43 und 70 Jahren: hier hatten die Frauen mit erhöhtem Folsäurekonsum ein um 13 Prozent niedrigeres Bluthockdruckrisiko.
Der Einfluss der Folsäure war dabei unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren wie Body-Mass-Index, sportlicher Betätigung und sonstigen Ernährungsgewohnheiten, schreiben die Forscher.
Den genauen Wirkmechanismus der Folsäure kennen sie jedoch noch nicht. Neben dem besseren Abbau von Homocystein helfe Folsäure jedoch möglicherweise dabei, die Blutgefässe zu entspannen und dadurch den Blutfluss zu verbessern, kommentiert Studienleiter John Forman.
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