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Indirekt zum Ziel [Excel]
Während die Funktion =SUMME() jedem Excel-Anwender bekannt ist, kommt die Funktion =INDIREKT() selten zum Zug. Eigentlich schade, denn mit dieser Funktion lassen sich viele tolle Berechnungen erstellen.
Allerdings zählt sie zu den sogenannten „volatilen Funktionen“, welche bei jeder Eingabe neuberechnet werden - selbst dann, wenn die Funktion in einer anderen geöffneten Arbeitsmappe steht.
Was bedeutet „indirekt“?
Microsoft schreibt dazu:
„Gibt den Bezug eines Textwerts zurück. Bezüge werden sofort ausgewertet, sodass die zu ihnen gehörenden Werte angezeigt werden. Verwenden Sie die INDIREKT-Funktion, um den Bezug auf eine in einer Formel befindliche Zelle zu ändern ohne die Formel selbst zu ändern.“
Auf ein allgemeines Grundgerüst wird verzichtet. Zwei unterschiedliche Beispiele sollen erklärend wirken. Diese sind, entgegen der Praxis, stark vereinfacht.
Allgemeines Beispiel
Die Zeilen 2-5 weisen in der Spalte B die Umsätze für die Monate (Spalte A) aus. In der Zelle E4 soll anhand der Zellennummer automatisch der korrekte Umsatz in E6 angezeigt werden.
In die Zelle E4 tragen wir die Zahl 2 ein – für den Monat Mai. Die Formel in E6 lautet: =INDIREKT("B"&E4)
.
Die Funktion sucht in der Spalte B sowie der Zeilennummer (E4) den gesuchten Wert. Sie verbindet somit zwei unterschiedliche Begebenheiten miteinander.
Praxistipp:
Bei langen Listen kennt man den Standort einer Zelle natürlich nicht mehr. Mittels der Funktion =VERGLEICH() kann diese Problematik geschickt umgangen werden, wie es auf dem nachfolgenden Bild aufgezeigt wird.
Beispiel mit statischem Bezug
Die Funktion ermöglicht den Zugriff auf Zellen, deren Bereichsangabe als Text vorliegt.
Vorarbeit:
Sortieren wir nun die Spalte B aufsteigend. Noch bleibt alles identisch.
Fügen wir eine neue Zeile 3 ein, ist eine Abweichung zu erkennen.
Der indirekte Bezug bleibt statisch, während sich der direkte Bezug verschiebt. Aus dem Ursprung A4 wird automatisch A5.
Viele Möglichkeiten
Die kurz erläuterte Funktion kann auf externe Tabellenblätter oder Arbeitsmappen zugreifen oder mit anderen Funktionen verbunden werden. Die Grenze bildet einmal mehr das eigene Vorstellungsvermögen. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass =INDIREKT() sparsam eingesetzt werden soll.
Ein Anwendungsbeispiel der =INDIREKT() Funktion finden Sie hier.