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Mantrailing heisst übersetzt etwa „man = Mensch, Mann“ und „trailing = folgen“.
Der Hund bekommt anhand einer Geruchsprobe den Individualgeruch des zu suchenden Opfers präsentiert. Dann hat der die Aufgabe diesen Menschen zu finden. Man setzt den Hund dort auf die Spur (Trail) an, wo man annimmt, dass das Opfer zuletzt war.
Im Gegensatz zur Fährtenarbeit (Tracking) sind Bodenverletzungen nicht wichtig, da sich der Hund nach dem Individualgeruch des Opfers orientiert.
Das Mantrailing umfasst die Ausbildung des Hundes und des Hundeführers.
Der Hund lernt im Mantrailing dem reinen Individualgeruch von Personen zu folgen.
Der Hundeführer hat die Aufgabe, die Signale, welche ein Hund während der Suche zeigt – feinste Änderungen in der Körperhaltung, Rute, Bewegungen des Kopfes, u.s.w. – zu deuten und entsprechend zu reagieren.
Die Reaktion kann sein, den Hund arbeiten zu lassen oder ihn zu korrigieren (verbal oder nonverbal).
Einen gut ausgebildeten Mantrailer kann man in jedem Gebiet einsetzen. Trails die mehrere Stunden – ja sogar Tage – alt sind sollte er sicher ausarbeiten können.
Grundsätzlich kann man mit jedem Hund trailen, da man einen natürlichen Trieb des Hundes nutzt. Es ist eine sinnvolle Beschäftigung für Hund und Hundeführer.
Der menschliche Körpergeruch / der Individualgeruch:
Der Mensch emittiert eine Vielzahl von flüchtigen Substanzen an seine Umwelt. Unter dem Begriff „menschlicher Körper-geruch“ werden im Allgemeinen die Gerüche verstanden, die sich an der Hautoberfläche bilden, insbesondere im Axillien-, Fuss- und Genitalbereich. Neben diesen Geruchstoffen werden über die Hautoberfläche noch weitere flüchtige Verbindungen ausgeschieden, die ihren Ursprung im Stoffwechsel des Organismus, der Ernährung, der Atemluft sowie im Stoffwechsel der auf der Haut angesiedelten Mikroorganismen haben.
Über diese flüchtigen Produkte ist es zum Einen möglich, Aussagen über den physiologischen, funktionellen und emotionalen Zustand des Organismus zu treffen, zum Anderen enthalten sie weitergehende Informationen, die es fast ausschliesslich dem Hund ermöglichen, Individuen zu unterscheiden. Den Hauptbeitrag zum Gesamtkörpergeruch leistet der Hautgeruch. Der Eigengeruch ist aber ebenso in Blut, Speichel, Sperma, Urin, Kot und anderen Körperaus-scheidungen vorhanden. Die hier genannten Begriffe „Eigengeruch“ oder „menschlicher Körpergeruch“ sind im Sinn identisch mit dem Begriff des Individualgeruchs, der durch Löhner geprägt wurde. Er hat den menschlichen „Individualgeruch“ als „den individuellen Ferngeruch des reingehaltenen nackten Körpers“ definiert, welcher sich wiederum aus den „bei der Nahprobe zu ermittelden Geruchsausstrahlungen der einzelnen Körperregionen, den sogenannten Regionalgerüchen (Palmar- und Plantarflächen von Hand und Fuss, Stamm und Extremitäten, Kopfhaar, einschliesslich Bart, Axillarregion, Pubes-Region) zusammensetzt.