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J-Power erhält Baubewilligung für Ohma
Die J-Power reichte das Baugesuch für Ohma am 18. März 2004 beim Meti ein. Nach einer umfassenden Prüfung besonders der technischen Massnahmen, welche die Sicherheit bei einer Beladung des Reaktors ausschliesslich mit Mox gewährleisten, einer öffentlichen Anhörung und einer Überprüfung des Erdbebenschutzes empfahlen die Nuclear Safety Commission und die Atomic Energy Commission (AEC) dem Meti anfangs April 2008, die Errichtung zu bewilligen. Dieser Empfehlung ist das Meti jetzt gefolgt.
Nach vorbereitenden Arbeiten am Standort will die J-Power mit den eigentlichen Bauarbeiten noch im Mai 2008 beginnen. Die Nuclear and Industrial Safety Authority (Nisa) wird die einzelnen Errichtungsschritte freigeben und die Arbeiten überwachen. Die Erstinbetriebnahme ist für 2012 vorgesehen. Wird Ohma ganz mit Mox betrieben, verbrennt die Einheit jährlich rund 1,1 t Plutonium. Das wäre ein Viertel des Plutoniums, das die japanischen Wiederaufarbeitungsanlage Rokkasho in Form von Uran-Plutonium-Mischoxid liefern wird.
Jahrzehnte der Vorbereitung
Der erste Vorstoss zum Bau eines Kernkraftwerks ging 1976 von der Handelskammer Ohma aus. Die oft auch Ōma geschriebene Stadt liegt an der nördlichen Spitze der japanischen Hauptinsel in der Präfektur Aomori. Der Stadtrat unterstützt das Vorhaben seit 1984 aktiv. Das erste Projekt der J-Power - der Bau eines Advanced Thermal Reactor vom Fugen-Typ - zerschlug sich 1995, als die AEC beschloss, die Entwicklung dieser Reaktorlinie aufzugeben. Stattdessen empfahl sie die Errichtung eines ABWR, der mit 100% Mox betrieben werden kann. Bis zur Einreichung des endgültigen Baugesuchs verfloss fast ein weiteres Jahrzehnt, weil Japan den Bau neuer Kraftwerke entsprechend der Bedarfsentwicklung mehrmals erstreckte.
Ohma ist das erste kommerzielle Kernkraftwerk der J-Power. Die halbstaatliche Elektrizitätsgesellschaft betreibt hauptsächlich Kohlekraftwerke und ein Transportnetz. Mit Ohma kann sie ihre Treibhausgasbilanz massgeblich verbessern.