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Bahá'u'lláh
Bahá’u’lláh, ein Titel der «Die Herrlichkeit Gottes» im Arabischen bedeutet, wurde im November 1817 in Teheran, Iran, geboren. Als Kind schon zeichnete er sich durch Zeichen von Grösse und Weisheit aus.
Nach dem Tode seines Vaters, eines Ministers am Hofe des Sháh, lehnte Bahá’u’lláh es ab, eine ihm offenstehende ministerielle Laufbahn in der Regierung einzuschlagen. Er verzichtete darauf, ein Leben der Macht und Musse zu führen und widmete Seine ganze Kraft philanthropischen und wohltätigen Anliegen, die Ihn in den frühen 1840er Jahren als «Vater der Armen» Bekanntheit erringen liess.
Während seines ganzen Lebens – sowohl bevor als auch nachdem er sich erhob, um Seine Sache zu verkünden – war er vielen Trübsalen und Leiden ausgesetzt: man warf Ihn in Teheran ins Gefängnis; im Anschluss wurde er viermal immer weiter ins Exil geschickt über Bagdad, Istanbul, Adrianopel, um schliesslich in der Gefängnisstadt des türkischen Reiches in Akká, Palästina, eingesperrt zu werden. Sein Leben war angefüllt mit Leiden, Exil und Verfolgung.
Alle Anstrengungen, die die Regierungen des Iran und des osmanischen Reiches unternahmen, um Bahá’u’lláh zum Schweigen zu bringen, waren vergeblich. Je entfernter das Exil war, in welches er geschickt wurde, umso mehr zogen Seine Lehren, Seine geistige Macht und Seine Majestät die Menschen an. Allen Verfolgungen zum Trotz offenbarte Bahá’u’lláh das Wort Gottes während vierzig Jahren und brachte Liebe und geistige Energie in die Welt.
Bahá’u’lláh verschied im Jahre 1892. Für Bahá’í ist Sein Schrein, nahe Akká im Norden Israels gelegen, der heiligste Ort auf Erden.
Der Báb
Im Jahre 1844 erklärte ein junger Kaufmann, dass er der Überbringer einer Botschaft sei, die die Menschheit verändern würde. Zu einer Zeit, da Sein Land, Iran, einen moralischen Zusammenbruch erlebte, rief Seine Botschaft Aufregung und Hoffnung in allen Gesellschaftsschichten hervor und zog rasch Tausende von Anhängern an. Er nahm den Namen «Der Báb» an, was im Arabischen «Das Tor» bedeutet.
Mit Seinem Ruf nach geistiger und moralischer Erneuerung und der Wichtigkeit, die er der Verbesserung der Position der Frau und dem Los der Armen beimass, kamen die Vorschriften des Báb für eine geistige Reformation einer Revolution gleich. Gleichzeitig stiftete er eine eigenständige, unabhängige Religion, welche Seine Anhänger dazu inspirierte, ihre Lebensweise vollkommen zu ändern und Taten grossen Heldentums zu vollbringen. Seine Sendung, die nur sechs Jahre dauern sollte, war dazu bestimmt, die Menschen auf das Kommen Bahá’u’lláhs vorzubereiten.
Der Báb, geboren 1819, und Seine revolutionäre Botschaft riefen den Zorn und die Verfolgung durch staatliche – und religiöse Machtinhaber hervor. Er wurde 1850 durch Regierungssoldaten hingerichtet. Seine Anhänger bargen seine Überreste, versteckten und behüteten diese während mehrerer Jahre. Schliesslich konnte Er am Berg Carmel beigesetzt werden an einem Ort, den Bahá’u’lláh Selbst bestimmt hatte.
'Abdu'l-Bahá
‘Abdu’l-Bahá, der älteste Sohn Bahá’u’lláhs, geboren 1844, wurde nach dem Hinscheiden seines Vaters der führende Vertreter des Bahá’í-Glaubens. Zeitlebens setzte er sich ein für soziale Gerechtigkeit und wirkte unermüdlich für internationalen Frieden. Bahá’u’lláh versicherte in Seinen Schriften, dass Sein Glaube niemals das Schicksal anderer erleiden würde, die nach dem Hinscheiden ihres Stifters in Sekten zerfielen, und dass die Einheit aufrechterhalten würde. Er hielt alle Gläubigen an, sich ‘Abdu’l-Baha zuzuwenden. Einerseits, weil dieser zur Auslegung Seiner Schriften befugt war; andererseits verkörperte dieser Geist und Lehren des Glaubens auf beispielhafte Art und Weise.
Abdu’l-Bahás außergewöhnliche Charaktereigenschaften, sein Wissen und sein Dienst an der Menschheit waren eine lebendige Demonstration der Lehren Bahá’u’lláhs in der Praxis und brachten der sich rasch ausbreitenden Gemeinde in der ganzen Welt großes Ansehen. Er widmete seinen Dienst der Verbreitung des Glaubens Seines Vaters und der Förderung der Ideale des Friedens und der Einheit. Er regte die Gründung lokaler Bahá’í-Institutionen an und leitete aufkommende Initiativen im Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftsbereich. Nach seiner Entlassung aus lebenslanger Gefangenschaft reiste ‚Abdu’l-Bahá nach Ägypten, Europa und Nordamerika. Sein ganzes Leben lang vermittelte er mit brillanter Schlichtheit sowohl hohen als auch niedrigen Menschen Bahá’u’lláhs Rezept für die geistige und soziale Erneuerung der Gesellschaft. Er verstarb im November 1921, also vor einem Jahrhundert.
Um sich einen vertieften Einblick über die Glaubensvorstellungen des Bahá’í-Glaubens zu verschaffen bietet sich die Bahá’í Reference Library an. Hier können Sie die Schriften von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá (siehe weiter unten Zentralgestalten des Bahá’í Glaubens) studieren sowie die Schriften von Shoghi Effendi und eine Auswahl der Stellungnahmen und Mitteilungen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit.