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Kontakt
Sitz der zwei Basler Logen (Augusta-Raurica Loge und Camelot-Loge):
Solothurnerstr. 76, 4053 Basel
Präsident Schweizerischer Druiden Orden (SDO): Rolf Gasser
Mail Augusta-Raurica-Loge: <email-pii>
Mail Camelot-Loge: <email-pii>
Der Schweizerische Druidenorden
Geschichte
Ein auf hoher Kulturstufe stehendes Volk der germanischen Frühzeit waren die Kelten. Ihre geistigen Führer waren die Druiden, welche Priester, Richter, Heil- und Sternkundige und Lehrer zugleich waren. Die Söhne der Vornehmen drängten sich zu ihrem Unterricht, der nur mündlich erteilt wurde und bis zu 20 Jahren dauern konnte.
Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung gerieten die Kelten und mit ihnen ihre geistigen Führer, die Druiden, in Vergessenheit. Erst 1781 schlossen sich in England einige Männer zusammen, nahmen sich die keltischen Druiden zum Vorbild und gaben sich danach ihren Namen und ihre Ordensregeln. Dabei haben sie die Glaubens- und Götterlehre der Druiden nicht übernommen, wohl aber das Erhabene und Edle in ihren Anschauungen und in ihrem Wirken innerhalb der Gemeinschaft. Die Philosophie der Aufklärung ist für Ihre Weltanschauung ein massgebendes Prinzip.
Schon bald nach der am 29. November 1781 erfolgten Gründung des Ancient Order of Druids in einer kleinen Taverne an der Londoner Poland Street brachten Auswanderer die neuzeitlichen Ideen nach Nordamerika, Australien und Neuseeland. Auf dem europäischen Kontinent entstand 1872 die erste Vereinigung unter dem Namen Dodona-Loge, Berlin. Von Berlin aus wurden nacheinander Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark erschlossen.
In der Schweiz fasste der Orden zuerst in Zürich Fuss, wo 1912 die Arnold-Winkelried-Loge gegründet wurde. Da diese dem Deutschen Druidenorden unterstellt war, löste sie sich, wie die deutschen Logen, während des Naziregimes wieder auf. Auf Grund von Kontakten mit der süddeutschen Grossloge gründeten 1962 einige Männer in Basel die Jacob-Burckhardt-Loge. Von Basel aus verbreitete sich der Orden in unserem Land mit Logen in Bern, Langenthal, Thun, Aarberg, Zürich und Rapperswil.
Die Mitgliederzahlen sind eher rückläufig.
Mitgliederzahl Weltweit ca: 10 000
Schweiz: 180
Basel: 40
Altersstruktur Weltweit 40-80 Jahre
(Stand Dez. 2019)
Mitglieder können alle erwachsenen Männer (ab 25 Jahre) werden.
Bevor jemand aufgenommen wird, wird er mehrmals als Gast eingeladen. Die geheime Abstimmung über die Aufnahme, muss einstimmig ausfallen.
Frauenlogen bestehen in der Schweiz keine. In Skandinavien gibt es die Birgita-Logen und in Deutschland die Rebekka-Logen, die ähnliche Zielsetzungen haben, aber losgelöst vom Druidenorden tagen.
Lehre und Ziele
Die Druiden zeichnen sich über die Philosophie des «Lebenslangen Lernens» aus. Im Vordergrund steht dabei die Horizont- und Wissenserweiterung für die persönliche Entwicklung.
Selbstdarstellung:
«Sind Logen Geheimbünde?
In der Literatur ist jegliche Information über den Druiden-Orden zugänglich. Es bestehen gedruckte Mitgliederverzeichnisse. Da nur aufgenommene Mitglieder Zutritt zu den Sitzungen haben, kann der Eindruck des Geheimnisvollen entstehen.
Die Mitglieder des Ordens verpflichten sich, gegenüber Aussenstehenden über ordensinterne Angelegenheiten Stillschweigen zu wahren, insbesondere über die Logenrituale, die Symbole, Zeichen und Worte.
Das neuzeitliche Gedankengut beruht auf der Idee der Humanität, der Toleranz und Fairness gegenüber dem Mitmenschen. Humanität soll nicht nur unter den Mitgliedern, die sich Brüder nennen, geübt werden, sondern im Grunde gegenüber jedem Menschen, ja jedem Lebewesen.
Toleranz verlangt die Achtung der Bekenntnisse und Überzeugungen Andersdenkender.
Nach diesen Grundsätzen bemüht sich jedes Mitglied des neuzeitlichen Druidentums, ein nützliches Glied der menschlichen Gesellschaft und ein guter Bürger seines Landes zu sein.
Die Zielsetzungen des Druiden-Ordens wurzeln in einer natürlichen Ethik, deren Normen nicht "Monopol" des Ordens, sondern allgemein zugänglich sind. Der Druiden- Orden bietet einen der möglichen Wege, sich mit diesen Zielen auseinanderzusetzen und sich dabei moralisch und geistig zu vervolIkommnen.
Der Toleranzgedanke beinhaltet Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Achtung der Bekenntnisse und Überzeugungen Andersdenkender ist für den Druiden ein wichtiges Gebot. Dem politisch und konfessionell neutralen Orden können Männer jeder politischen Einstellung und Religion beitreten, soweit sie sich mit den allgemeingültigen demokratischen und ethischen Regeln einverstanden erklären. Die Loge kann und will keinen "Religionsersatz" anbieten, wie man dies bisweilen von Aussenstehenden hört.
Wenn in der Loge über Politik und Religion nicht diskutiert wird, so schliesst dies nicht aus, dass der einzelne im Alltag an Politik und Kirche Anteil nimmt.
Das Ritual enthält nichts, dem ein Ehrenmann nicht zustimmen könnte. Es gibt beispielsweise Arbeits-, Aufnahme-, Beförderungs- und Trauerrituale. Immer geht es dabei um die Auseinandersetzung mit druidischem Gedankengut, um Selbstbesinnung und Loslösung vom Alltag. Musikalische Darbietungen untermalen die Arbeit im Innenraum. Dort werden auch Vorträge aus den Bereichen Kultur und Wissenschaft gehalten.»
Zusammenarbeit
Es bestehen lose Kontakte zu vergleichbaren Organisationen wie Freimaurer, Odd Fellows.
Organisation, Finanzen
International-Grand-Lodge of Druidism VOAD (IGLD), Landesgrossloge Schweiz (LGL-CH) Logen
Alle Stufen unterstehen dem Vereinsrecht und sind entsprechend organisiert mit einem Präsidium d.h. Altpräsident, Präsident, Vizepräsident, Sekretär, Schatzmeister.
Mitgliederbeiträge 500.-/ 1200.-SFr. je nach Loge
Eintrittsgebühr 800.-/1200.-SFr. je nach Loge
Fonds: Sterbefond Ebene LGL
Spendenfond Ebene LGL
Logenaufbaufond Ebene LGL
Jahresrechnung: Diese wird auf Ebene LGL und L erstellt an der Mitgliederversammlung vorgelegt und abgenommen.
Mit dem Geld wird die Raummiete bezahlt und ein Teil an die Landesgrossloge abgegeben.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die 2 Basler Logen haben eine Vereinslokalität an der Solothurnerstrasse 76, 4053 Basel gemietet.
Zum Erreichen der Ziele besteht die Hauptaktivität der Druiden in zweiwöchentlichen Logenabendenen, die wie folgt aufgebaut sind:
1.Teil: Organisatorisches, Administratives
2. Teil: Ritual und Vortrag von einem Logenmitglied zu einem selbst gewählten Thema
3. Teil: Diskussion über Vortrag
anschliessend: Brudermahl, Pflege der Geselligkeit.
Alle zwei Jahre führt die Gemeinschaft grössere Charity-Events durch, womit Entwicklungsprojekte im Globalen Süden unterstützt werden.
Werbung geschieht vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda und durch die Homepage.
Literatur, Zeitschrift
Der Druidenstern (2x jährl.)
Organ der Landesgrossloge. Ist nicht öffentlich erwerbbar, kann aber auf Wunsch in einzelnen Exemplaren bezogen werden.
Weitere Links
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Deutscher Druidenorden