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Die serbische Sprache ist die Amtssprache Serbiens. In Montenegro und in Teilen Bosnien-Herzegowinas, Mazedoniens und Rumäniens hat sie ebenfalls amtlichen Status. Seit Oktober 2007 heißt das in Montenegro gesprochene Serbisch offiziell „Montenegrinisch“. Weltweit gibt es rund zwölf Millionen Menschen, die serbisch sprechen.
Das Serbische ist eine südslawische Sprache und gehört somit zur indogermanischen Sprachfamilie. Die serbische Sprache ist kulturell östlich geprägt – bedingt dadurch, dass Serbien zunächst byzantinisch ausgerichtet war und ab dem 15. Jahrhundert zum osmanisch-türkischen Reich gehörte. Davon zeugen einerseits die kyrillische Schrift, andererseits zahlreiche türkische Lehnwörter. Serbisch zählt zu den flektierenden Sprachen, in denen die Wörter gebeugt werden. Es ist eng mit dem Kroatischen verwandt und hat fast gleiche grammatikalische Strukturen, unterscheidet sich jedoch lautlich und im Wortschatz deutlich. Die serbischen Dialekte gehören zur stokavischen Gruppe – dieses Dialektgebiet zieht sich bis in den Süden Kroatiens und den Westen Bosniens.
Zu Beginn der 1990er-Jahre löste Serbisch das 1850 künstlich geschaffene und als übergreifende Sprache im ehemaligen Jugoslawien amtlich verwendete Serbokroatisch als Schriftsprache ab. Seitdem werden vermehrt mundartliche Wörter in den Wortschatz aufgenommen und kroatische Lehnwörter vermieden, um sich von der kroatischen Sprache abzugrenzen; in Bosnien werden türkische Entlehnungen bevorzugt und gepflegt.
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