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Zur Präsentation der Verfassungsinitiative über die Zersiedelung an der Delegiertenversammlung der FDP-Kantonalpartei lud der Vorstand den Gemeindeammann von Cugy, Alexandre Vonlanthen, ein. Dieser kritisierte aus der Sicht des Gemeindepolitikers, dass die Vorlage der Jungen Grünen zu enge Grenzen setzen würde. Als Beispiel aus seiner Region erwähnte er den Bau eines OS-Schulzentrums, das am Dorfrand gebaut werden soll. «Wenn die Verfassungsinitiative umgesetzt würde, könnten wir die Schule nicht dort bauen», sagte er. Ebenso müsste ein Bauer eine Poulet-Masthalle in Zukunft in einer Wohn- oder Industriezone bauen.
Vonlanthen hob hervor, dass das aktuelle Raumplanungsgesetz die Anliegen der Initianten schon umsetze. Die Bauzonen in der Schweiz würden nur fünf Prozent der Gesamtfläche ausmachen, und seit 2012 seien sie nur um 3400 Hektaren oder 0,082 Prozent angewachsen. Zudem sei seit Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner zurückgegangen.
Aus der Runde kam zur Abstimmungsvorlage, über die am 10. Februar abgestimmt wird, nur eine Wortmeldung. Eine Annahme der Initiative wäre eine Katastrophe für die Wirtschaft, meinte ein FDP-Mitglied. Bereits jetzt sei es für einen Unternehmer schwierig, im Kanton Freiburg Land für einen Neubau zu finden. Mit einem Ja an der Urne würde dies noch viel schwieriger.
Entsprechend lehnten die Delegierten die Vorlage auch einstimmig ab.