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Der Schweizerische Nationalpark
ist eine 170 Quadratkilometer grosse Wildnis-Landschaft, in der sich die Natur praktisch ungehindert entwickeln kann. Der Park ist seit 1914 das grösste Naturschutzgebiet der Schweiz. Forschung, Information, Bildung und Sensibilisierung haben einen hohen Stellenwert.
Wer steht hinter dem Nationalpark?
Die eidgenössische Nationalparkkommission (ENPK) ist das strategische Gremium des Parks. Sie besteht aus neun Mitgliedern, die vom Bundesrat gewählt werden. Je einen Sitz in der ENPK haben die vier Parkgemeinden Zernez, S-chanf, Scuol und Val Müstair. Sie verpachten dem Nationalpark das Land und erhalten dafür von der Eidgenossenschaft einen jährlichen Pachtzins. Weiter haben Pro Natura drei sowie die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (scnat) je zwei Sitze. Der Kanton Graubünden hat einen Sitz.
Der Nationalpark – ein ausgezeichneter Park
Der Schweizerische Nationalpark erfüllt die strengsten Normen, die es international für Schutzgebiete gibt. Er ist ein Wildnisgebiet mit einer sehr restriktiven Zugangs- und Nutzungsordnung. Innerhalb des Parks gilt ein Wege-Gebot; das Campieren ist verboten, ebenso das Feuern auf den 18 Rastplätzen. Damit sollen menschliche Störungen reduziert und kanalisiert werden.
Der Nationalpark ist Träger diverser Auszeichnungen:
- Schutzgebiet Kategorie 1a (streng geschütztes Wildnisgebiet) gemäss Internationaler Naturschutzunion IUCN
- Europäisches Diplom für geschützte Gebiete des Europarats in Strassburg (seit 1967)
- Erstes Schweizer Biosphärenreservat (1979), Anpassung an die Sevilla-Strategie ab 2001 mit Val Müstair und Gemeinde Scuol (Ergänzung Kernzone mit Pflege- und Entwicklungszone), 2017 von der UNESCO definitiv anerkannt
- Objekt Nr. 1915 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN, seit 1996)
- Park von nationaler Bedeutung (Träger des Parklabels des Bundes, seit 1. Februar 2020)
- Seit dem 20. April 2021 in der exklusiven Grünen Liste der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) aufgenommen