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Der Grosse Rat von Neuchâtel hat am Mittwoch, 30. September 2020, mit überwältigender Mehrheit (96 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen) eine Dringlichkeitsresolution angenommen, die den Bundesrat auffordert, mehr Menschen aus dem Lager Moria auf Lesbos aufzunehmen.
In Neuchâtel war es eine Koalition aus Mitte-Rechts und Linken, die das Thema vor den Generalrat brachte, der fast einstimmig einen Text unterstützte, in dem die Aufnahme von rund fünfzig Geflüchteten gefordert wurde. Die Entscheidung über die Zahl der Geflüchteten, die von der Schweiz aufgenommen werden können, fällt in den Zuständigkeitsbereich des Bundes, für den Bund kann es aber wertvoll sein zu wissen, dass die Behörden vor Ort bereit sind, sich für die Aufnahme der Opfer dieser humanitären Tragödie einzusetzen.
“Unsere multikulturelle Stadt hat eine schöne Tradition der Solidarität mit Geflüchteten. Sei es durch die Arbeit der städtischen Dienste, durch die Religionsgemeinschaften und ihre gegenseitige Hilfeleistung oder durch die zahlreichen Vereine, die im Bereich der Integration tätig sind. Wieder einmal haben wir die Gelegenheit, dieser Tradition gerecht zu werden.
Deshalb möchten wir der Stadtverwaltung die folgende Frage stellen:
Ist die Gemeinde bereit, sich dem Appell der Schweizer Städte anzuschliessen und dem Bund schriftlich mitzuteilen, dass sie bereit ist, die Opfer, insbesondere Familien und unbegleitete Minderjährige Geflüchtete, der humanitären Tragödie, die der Brand in Mähren darstellt, aufzunehmen?”
Mercredi, les députés neuchâtelois se sont prononcés en faveur d’une aide envers les réfugiés du camp grec de Moria, qui a été ravagé par les flammes.