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Den grössten Börsengang des Jahres wagte Facebook - er wurde ein Misserfolg. Jetzt will die Fluggesellschaft Japan Airlines bei ihrem IPO rund 8 Milliarden Franken einnehmen.
Die in Kürze an den Aktienmarkt zurückkehrende Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) will bei ihrem mit Spannung erwarteten Börsengang 663 Mrd. Yen (fast 8,0 Mrd. Franken) einnehmen. JAL setzte den Preis je Aktie auf 3790 Yen fest.
Wie das vor zwei Jahren pleitegegangene Unternehmen am Montag bekannt gab, habe es eine ausreichende Nachfrage gegeben, wobei viele Investoren bereit gewesen seien, die Aktien am oberen Ende der Preisspanne zu erwerben. Handelsstart ist am 19. September.
Viertgrösste Airline punkto Börsenwert
Damit wäre dies nach Facebook der grösste Börsengang des Jahres. Facebook kam beim Börsenstart im Mai auf 16 Mrd. Dollar. Gemessen an der Marktkapitalisierung dürfte Japan Airlines bei dem Sprung aufs Parkett ihren heimischen Konkurrenten All Nippon Airways (ANA) als wertvollste japanische Fluggesellschaft ablösen.
Weltweit würde die JAL beim Börsenwert in ihrer Branche an die vierte Stelle rücken - hinter der lateinamerikanischen Latam, Singapore Airlines und Air China.
Lukrativ für Japan
Mit dem Börsengang von JAL wird die japanische Regierung, die derzeit indirekt Besitzerin der Fluglinie ist, fast das Doppelte dessen einnehmen, was sie an Steuergeldern (350 Mrd. Yen) in die Sanierung des Unternehmens gesteckt hat.
JAL hatte vor zwei Jahren Konkurs anmelden müssen und sich danach einer Rosskur unterzogen. Ein Drittel der Arbeitsplätze fielen weg, das Management strich Routen und musterte alte, spritfressende Flugzeuge aus. Inzwischen zählt Japan Airlines wieder zu den profitabelsten Fluglinien der Welt.
(sda)