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Wie hat sich die Bedeutung des Begriffs “Hexenwahn” und “Hexe” aus ihrer Sicht im Laufe der Zeit (von 1400 bis jetzt) verändert?
Da hat sich wenig verändert. Für die breite Masse der Menschen ist „Hexe“ ein ambivalenter Begriff und man muss ihn näher erklären, damit die Leute auch die andere, positive Seite daran sehen.
Mittlerweile wird es aber bekannter, weil sich generell mehr Menschen für spirituelle Themen interessieren (wie z.B. Meditation, Yoga usw.) und dadurch mehr Offenheit da ist.
Was haben Sie für eine Meinung zu dem Thema “Hexenverfolgung”?
Das war eine schlimme Zeit, wir können uns das heute nicht vorstellen. Auch generell waren Folter und die unbeschränkte Macht von Obrigkeiten an der Tagesordnung. Das einfache Volk hatte keine Stimme und konnte nur gehorchen, viele waren Leibeigene.
Die Hexenverfolgung war eine typische Sündenbock-Geschichte: es gab Hunger und die Pest, sowie die Kleine Eiszeit vom 15. bis 19 Jhd., in der man aufgrund klimatischer Abkühlungen manchmal kaum etwas ernten konnte. Die Leute haben gehungert, es gab große Spannungen. Wenn man sich das mal anschaut dauerte die Hexenverfolgung vom 15. bis Ende des 18. Jhd., die zeitliche Übereinstimmung ist sicher kein Zufall.