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The Sensational Alex Harvey Band (without Alex) – Fourplay
Besetzung:
Hugh McKenna – keyboards, vocals
Chris Glen – bass guitar
Ted McKenna – drums, vocals on track 4
Zal Cleminson – guitar, vocals on track 5
Label: Phonogram
Erscheinungsdatum: 1977
Stil: Rock
Trackliste:
1. Smouldering (5:34)
2. Chase It Into The Night (5:32)
3. Shake Your Way to Heaven (5:13)
4. Outer Boogie (5:03)
5. Big Boy (4:57)
6. Pick It Up And Kick It (4:28)
7. Love You For A Life Time (5:11)
8. Too Much American Pie (6:15)
Gesamtspieldauer: 42:12
„Fourplay” ist das vorletzte und siebte Album der Sensational Alex Harvey Band, obwohl Alex Harvey darauf gar nicht mitgewirkt hat. Dieser war 1977 bereits stark von seiner Alkoholsucht gezeichnet und zog es vor, sich eine Auszeit von der Band zu nehmen. Er hatte die Möglichkeit vom Label K-Tel bekommen, ein Tondokument über das Ungeheuer von Loch Ness anzufertigen, welches in sehr kleiner Auflage unter dem Titel „Alex Harvey Presents The Loch Ness Monster” auch veröffentlicht wurde. Hierauf ist Alex Harvey jedoch lediglich 40 Sekunden singend und pfeifend zu hören, ansonsten gibt er ein paar kurze Statements zu Interviewpassagen von Leuten ab, die das Ungeheuer von Loch Ness wahrhaftig gesehen haben wollen.
Die anderen vier Musiker waren in dieser Zeit jedoch nicht untätig und veröffentlichten im selben Jahr das Album „Fourplay” unter der Überschrift SAHB (without Alex). Auf dieser Scheibe hört man ganz nett gemachte Rock-Musik, die manchmal auch in den Pop-Bereich abdriftet. Das klingt mitunter sogar richtig gut, manches Mal jedoch auch überaus belanglos. Erwähnenswert sind hierbei vor allem der erste und der letzte Titel des Albums, „Smouldering“ und „Too Much American Pie“. Der erste dieser genannten Nummern ist ein sehr gelungenes Rock-Stück im Mid-Tempo, mit einem Hugh McKenna, der dem Lied mit seinem groovenden Pianospiel den gewissen Wiedererkennungswert verleiht. Dazu geseöllen sich noch einige Soli von Zal Cleminson auf der Gitarre und fertig ist der Höhepunkt der Platte.
Ebenfalls gelungen, wie bereits erwähnt, ist der Abschluss des Albums: „Too Much American Pie“. Die Zutaten ähneln sich dabei. Wieder kommt dem Piano eine größere Rolle zu, das Lied steigert sich immer weiter und die Gitarre des Zal Cleminson lässt es rocken. Nun und der Rock-Nummer „Big Boy“ kann man ebenfalls durchaus etwas abgewinnen. Aus mehreren Teilen zusammengesetzt, verfügt das Lied über eine sehr eingängige Melodie. Das war es leider im Grunde genommen aber auch schon. Der Rest ist ein wenig Rock’n’Roll oder aber poppige Rockmusik, die irgendwie einfach so durchläuft. Manchmal benötigt man sogar eine ganze Prise Humor, um solche Textstellen wie „I love you for a lifetime, if you say you want me too. I love you for a lifetime, if you say you want me too. So come on let me know where I am standing. Don’t let me wait another day. You know that time don’t stop for anyone, so don’t let love walk out the door. I love you for a lifetime, if you say you want me too…” verkraften zu können. Der Deutsche Schlager hätte das nicht besser hinbekommen. Auch wenn die anderen Stücke textlich nicht ganz so darniederliegen, so können sie einen trotzdem weder diesbezüglich noch musikalisch einfangen.
Fazit: Leider ist „Fourplay“ einer der Scheiben geworden, die man im Schrank stehen hat und auch davon weiß - auf die Idee sie einzulegen kommt man allerdings nicht, denn es gibt so viel andere Musik, die im Augenblick sehr viel mehr Spaß machen würde. Richtig schlecht ist dieser Versuch der verbleibenden Musiker der Sensational Alex Harvey Band jedoch auch nicht, zumal es auch Höhepunkte gibt. Sicherlich gibt es auch die oder den ein oder anderen, der hier noch mehr für sich entdecken kann, wenn sie oder er auf diese Mischung aus Mid-Tempo Rock mit Pop-Anteilen steht. Mich ergreift das jedoch irgendwie nicht so ganz. Sieben Punkte.
Anspieltipps: Smouldering, Big Boy, Too Much American Pie