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Das Strafgericht in Amsterdam sah am Donnerstag seine Schuld für fünf Auftragsmorde und einen Fall von Totschlag von 2002 bis 2006 als erwiesen an. Der 61-jährige Holleeder hatte dem Urteil zufolge aus Machtgier und finanziellem Interesse gehandelt. Seine Opfer waren ebenfalls führende Kriminelle gewesen.
Holleeder ist seit mehr als 35 Jahren eine herrschende Figur des organisierten Verbrechens. Er hatte 1983 den Biermagnaten Freddy Heineken entführt und war dadurch auch international bekannt geworden. In dem spektakulären Prozess hatte er zwar stets seine Unschuld beteuert. Doch dem folgten die Richter nicht.
Als Kronzeugen waren unter anderem die beiden Schwestern des Amsterdamers aufgetreten. Sie hatten jahrelang Gespräche mit ihm heimlich abgehört und die Bänder der Staatsanwaltschaft übergeben. Astrid Holleeder hatte darüber einen internationalen Bestseller geschrieben, der auch verfilmt wurde.
(sda)