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<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Zivilgesetzbuch und die Zivilprozessordnung werden wie folgt geändert:</p><p>Zivilgesetzbuch</p><p>Art. 133a Mediation</p><p>Abs. 1</p><p>Können sich die Eltern in der ersten Anhörung des Trennungsverfahrens nicht über die elterliche Sorge, die Betreuung des Kindes, die Verteilung der Unterhaltsbeiträge oder andere für das Kind wichtige Angelegenheiten einigen, so müssen sie an einer Mediation teilnehmen.</p><p>Abs. 2</p><p>Die Kantone stellen sicher, dass die Mediation rasch und fachkundig durchgeführt wird; sie schaffen das dafür notwendige Angebot.</p><p>Abs. 3</p><p>Führt die Mediation nicht zu einer umfassenden Einigung, so entscheidet das Gericht über die offenen Punkte; dabei berücksichtigt es die Fähigkeit beider Elternteile zur Zusammenarbeit und die Interessen des Kindes.</p><p>Zivilprozessordnung</p><p>Art. 218</p><p>...</p><p>Abs. 2</p><p>Mediation in kindesrechtlichen Angelegenheiten</p><p>In kindesrechtlichen Angelegenheiten nicht vermögensrechtlicher Art haben die Parteien Anspruch auf eine unentgeltliche Mediation:</p><p>a. wenn das Gericht die Durchführung einer Mediation empfiehlt oder anordnet;</p><p>b. für die ersten fünf Sitzungen;</p><p>c. für höchstens drei weitere Sitzungen, wenn ihnen die erforderlichen Mittel fehlen.</p><p>...</p><p>Art. 296a Qualifikation der Richterinnen und Richter, Interdisziplinarität</p><p>Abs. 1</p><p>Die Richterinnen und Richter in kindesrechtlichen Angelegenheiten müssen sich über eine anerkannte Fachausbildung ausweisen.</p><p>Abs. 2</p><p>Die Kantone übertragen dem Gericht die Befugnis und die Mittel, innerhalb von drei Wochen, nachdem es von der Uneinigkeit der Eltern über die Anteile an der Betreuung des Kindes Kenntnis erhalten hat, Fachpersonen des Gesundheits-, des Erziehungs- und des Sozialwesens zusammenzurufen.</p><p>Art. 297</p><p>...</p><p>Abs. 2</p><p>Es (Das Gericht) kann die Eltern unter Strafdrohung nach Artikel 292 StGB oder unter Drohung einer Einschränkung der elterlichen Obhut dazu verpflichten, innerhalb von drei Wochen, nachdem es von der Uneinigkeit der Eltern über die Anteile an der Betreuung des Kindes Kenntnis erhalten hat, an einer Mediation teilzunehmen.</p>