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Mit einem ungewöhnlichen Beitrag will ein ägyptischer Milliardär bei der Eindämmung der Flüchtlingskrise helfen: Naguib Sawiris bot am Donnerstag an, eine ganze Insel im Mittelmeer zu kaufen, um dort Flüchtlinge unterzubringen.
«Griechenland oder Italien verkaufen mir eine Insel, ich rufe die Unabhängigkeit aus, bringe die Migranten unter und verschaffe ihnen Arbeitsplätze beim Aufbau ihres neuen Landes», schrieb der Unternehmer im Kurzbotschaftendienst Twitter.
Greece or Italy sell me an island,ill call its independence and host the migrants and provide jobs for them building their new country
«Natürlich ist es machbar»
Später sagte Sawiris in einem Fernsehinterview, dass er mit seinem Plan an die Regierungen Griechenlands und Italiens herantreten wolle. Auf die Frage der Nachrichtenagentur AFP, ob sein Plan realistisch sei, sagte er: «Natürlich ist das machbar.» Es gebe dutzende verlassene Inseln, auf denen hunderttausende Flüchtlinge leben könnten.
Nach Sawiris Schätzung dürfte eine Insel bis zu 90 Millionen Euro kosten. «Das Wichtigste sind aber Investitionen in die Infrastruktur», sagte er.
Zunächst wären auf einer solchen Insel vorübergehende Unterkünfte zur Unterbringung der Menschen nötig, sagte Sawiris weiter. Dann sollten sich die Menschen Häuser, Schulen, Universitäten und Spitäler bauen.
«Wie Vieh behandelt»
Sawiris räumte ein, dass es schwierig werden könnte, Griechenland oder Italien von seinem Plan zu überzeugen. Sollte sich dieser aber umsetzen lassen, würden die Flüchtlinge zumindest wie «menschliche Wesen» behandelt, sagte er und ergänzte: «Derzeit werden sie wie Vieh behandelt.»
Sawiris ist der Bruder des Investors Samih Sawiris, der in der Schweiz durch ein Ferienresort und das Luxushotel «The Chedi« in Andermatt UR Bekanntheit erlangte.
(sda/mbü)