Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03570.jsonl.gz/1709

Die Anordnung zum Töten werde in Kürze unterzeichnet. Umweltschützer kündigten am Mittwoch an, gegen eine solche Verordnung gerichtlich vorzugehen. Das Tier wurde noch nicht ausfindig gemacht. Unklar ist, ob es ein Männchen ist oder ein Weibchen, das seine Jungen verteidigen wollte.
Ein Vater und sein Sohn waren dem Bären am Montag am Monte Peller begegnet. Als der 28-jährige Sohn zu Boden fiel, machte sich das Tier nach Angaben der Provinz über ihn her. «Er warf sich auf meinen Sohn, traf ihn an den Beinen. Da bin ich gegen ihn angetreten, um (meinen Sohn) Christian zu verteidigen. Er biss mich in ein Bein, dann in einen Arm, dann in die andere Hand. Dann ging er weg, wie durch ein Wunder. Er hätte uns beide töten können», sagte Fabio Misseroni.
Der Vater habe seinen Sohn verteidigt. Dabei verletzte der Bär den 59-Jährigen schwer. Der Mann kam mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus. In der beliebten Alpen-Urlaubsregion leben nach einem Wiederansiedlungsprogramm mittlerweile rund 90 Bären. Dabei gibt es immer wieder Probleme zwischen Mensch und Tier.
«Es ist kein einfaches Verhältnis. Der jetzige Vorfall könnte den Konflikt weiter anheizen», sagt Marco Galaverni, wissenschaftlicher Direktor beim Umweltschutzbund WWF. Die Menschen in der Region müssten viel besser aufgeklärt werden, dass sie sich in einem Gebiet mit Bären befinden.