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Liechtenhan, Rudolf
Angaben zur Person
* 6. Dezember 1875 in Basel
† 29. November 1947 ebd.
Leben:
Liechtenhan entstammte den Basler Patriziergeschlechtern Burckhardt und Liechtenhan und gehörte somit dem «Basler Daig» an. Nach seinem Schulabschluss studierte er Theologie in Basel, Berlin und Marburg. Abschluss 1901 mit dem Lizentiat. Anschliessend Arbeit als Pfarrhelfer und später Pfarrer in Frauenfeld und Buch am Irchel. Von 1910 bis 1936 Pfarrer an St. Matthäus in Basel. Ab 1921 auch als Privatdozent an der Universität Basel tätig. Er ist Mitgründer der religiös-sozialen Zeitschrift «Neue Wege», interessierte sich für den religiösen Sozialismus und war Teil der Vereinigung antimilitaristischer Pfarrer. 1928 wurde Liechtenhans Ruf zum ordentlichen Professor von der Berner Regierung abgelehnt, dies aufgrund seiner pazifistischen Einstellung. 1929 verlieh ihm die Universität Zürich den Ehrendoktortitel in Theologie. 1935 wurde er ausserordentlicher Professor für das Neue Testament an der Universität Basel und beendete seine Tätigkeit als Pfarrer.
Normdaten
GND: 10638824X