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Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi will mehr Zeit für ihre Sanierung. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte am Montag der Nachrichtenagentur Reuters, das Traditionsinstitut werde einen neuen, verschärften Restrukturierungsplan bei der EU-Kommission einreichen, der bis 2018 laufen solle. Der im vergangenen Jahr vorgelegte Plan sah dagegen lediglich eine Laufzeit bis 2015 vor. Das Sanierungsprogramm ist die Bedingung dafür, dass die EU die Staatshilfen für die Bank genehmigt.
Für die Ratingagentur Fitch rückt eine Verstaatlichung der ältesten Bank der Welt näher. Die Experten sehen mittlerweile eine geringere Überlebensfähigkeit aus eigener Kraft und senkten ihre entsprechende Bewertung («Viability Rating») auf «CCC» von «B». Die von der EU-Kommission geforderte Kapitalerhöhung von 2,5 Milliarden Euro mache zumindest eine Teilverstaatlichung des drittgrössten italienischen Geldhauses wahrscheinlicher, erklärte Fitch.
Die EU-Kommission hatte in Verhandlungen mit der italienischen Regierung durchgesetzt, das Volumen der geplanten Kapitalerhöhung mehr als zu verdoppeln. Experten halten es für unrealistisch, dass Monte Paschi die verlangte Summe am Kapitalmarkt zusammenbekommt. Die Bank will nächste Woche einen neuen Sanierungsplan beschliessen. Sie hofft, damit die Zustimmung der Brüsseler Behörde für die Staatshilfen zu bekommen. Ferner muss Monte Paschi die Kosten weiter senken und den Bestand an italienischen Staatsanleihen verringern.
(reuters/chb)