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Heute vor 30 Jahren, am 16. Juli 1979, brachte Hewlett Packard den HP-41C auf den Markt. Die alphanumerische Anzeige und die Erweiterungsmöglichkeiten machten den 41C zu einem der besten Taschenrechner, die je produziert wurden. Die Nachfolgemodelle HP-41CV (mehr Speicher) und HP-41CX (erweiterte Funktionen und eingebaute Echtzeituhr) rundeten die Serie 41 ab. Diese Rechner gehörten mit geringen Anpassungen zur Standardausstattung der US-amerikanischen Space-Shuttle-Raumfahrzeuge. Sie dienten als Taschenrechner für die Besatzung und waren u. a. mit Software zur Unterstützung der Navigation, zur Ermittlung von Funkschatten und zur Verteilung von Ballast ausgestattet.
Durch die Verwendung von undokumentierten Befehlssequenzen war es möglich, auf Systemregister des Taschenrechners direkt zuzugreifen. Damit konnte man zusätzliche Eigenschaften ausnutzen, was zum Beispiel zu kleineren oder schnelleren Programmen, zur Anzeige von normalerweise nicht unterstützten Sonderzeichen im Display oder zur Verwendung von zusätzlichen String-Funktionen führte. Diese Vorgehensweise wurde synthetische Programmierung genannt.
HP-41CY Turbo, modified 41CX with internal 64k RAMBOX
and Turbo Mode (2x Speed), made by W&W. (Zoom)
Solche Geheimnisse, vom Hersteller ziemlich sicher nicht beabsichtigt, sowie die enorme Vielseitigkeit und Erweiterbarkeit dieses Taschencomputers machten den HP-41 schliesslich zum Kultgerät. Es gäbe noch tausend interessante Dinge, die man über ihn schreiben könnte. Trotzdem ist es erstaunlich, dass auch nach 30 Jahren immer noch Hardware für dieses Gerät entwickelt wird, wie z.B. das MLDL2000 und die PIL-Box. Dieser Taschenrechner ist und bleibt ein Klassiker, und ich bin sicher, er wird uns weitere 30 Jahre beschäftigen!
BEEP ‚HAPPY BIRTHDAY‘ AVIEW BEEP