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Senator Al Franken äusserte sich in einem Brief an die US-Aufsicht FCC und führende Kartellwächter skeptisch. Der amerikanische Kabelmarkt werde bereits jetzt von wenigen Konzernen beherrscht, die dem Konsumenten "keine andere Wahl lassen, als hohe Summen für ein oft unzureichendes Angebot zu zahlen". Die Übernahme könnte diesen Zustand noch verschlimmern.
Die Konsumentenschutz-Gruppe Consumer Watchdog sprach von einem Monopol, das die Preise erhöhen werde und keinen Grund hätte, die Breitband-Versorgung auszubauen. Das American Antitrust Institute rief dazu auf, die Fusion "mit Zähnen und Klauen" zu bekämpfen. Dass wegen fehlender Gesetze zum Schutz der Netzneutralität ein derartiger Riesenkonzern geschaffen werde, sei für die Demokratie gefährlich, sagte der Vorsitzende Bert Foer.
Experten weisen darauf hin, dass das fusionierte Unternehmen mit 30 Millionen Kunden - rechnerisch etwa zehn Prozent der US-Bevölkerung - eine enorm starke Verhandlungsposition gegenüber Medienkonzernen wie Walt Disney, CBS oder Fox erhalten würde. Comcast kontrolliere mit NBC dabei sogar einen direkten Konkurrenten, erklärte der Analyst Moffett Nathanson von Craig Moffett.
Comcast hat sich bereiterklärt, einige Geschäftsbereiche mit rund drei Millionen Abonnenten abzustossen. Zusammen würden Comcast und Time Warner Cable dann nicht mehr als 30 Prozent des Pay-TV und Video-Marktes kontrollieren. Vizepräsident David Cohen verteidigte die Übernahme als "im Sinne des Kunden, im Sinne des Wettbewerbs und zulassungsfähig". Allerdings sagte er weiter: "Wir versprechen mit Sicherheit nicht, dass die Preise für den Verbraucher sinken
oder auch nur weniger schnell steigen." (sda/mim)