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Die CVP, welche bei den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2007 auf 14.5% Wähleranteil kam, versucht seit dem Verlust ihres zweiten Bundesratssitzes im Jahr 2003 verzweifelt, diesen zurückzugewinnen. Dabei scheut sie sich auch nicht einen Pakt mit dem Teufel (den Linken) einzugehen.
Im Jahr 2007 rächten sich die CVP-Parlamentarier am damaligen Bundesrat Christoph Blocher, den sie für den Verlust ihres zweiten Bundesratssitzes verantwortlich machten, indem sie diesen nach Absprache zusammen mit den Sozialdemokraten und Grünen nicht mehr wählten und stattdessen die damalige Bündner Regierungsrätin und Bundesratstochter Eveline Widmer-Schlumpf wählten. Die meisten CVP-Parlamentarier kannten Widmer-Schlumpf damals nicht. Sie handelten lediglich auf Geheiss des CVP-Präsidenten Christoph Darbellay, der zusammen mit Ursula Wyss und Andrea Hämmerle (SP) massgeblich an dieser Straf- bzw. Racheaktion beteiligt war. Man war sich damals in der CVP einig darüber, dass man Christoph Blocher für den 2003 verloren gegangenen Bundesratssitz abstrafen musste. Allzuschnell war man daher bereit beim heimtückischen Plan von Darbellay und seinen linken Freunden von SP und Grünen mitzumachen. Als der Coup gelang, freute man sich sichtlich.
Nun versucht die CVP auf Kosten der FDP einen zweiten Bundesratssitz zu ergattern. CVP’ler rechtfertigen dies unter anderem damit, dass ihre Fraktion bestehend aus CVP, Grünliberalen und der EVP grösser ist als die FDP. Es ist klar, dass die SVP einen FDP Kandidaten unterstützt sofern die FDP bereit ist der SVP nach den Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2011 zu helfen Widmer-Schlumpf mit einem SVP-Kandidaten zu ersetzen. Der CVP kann es also nur mit Hilfe der Linken gelingen den verlorengegangenen Bundesratssitz zurückzuerobern.
Da es die CVP im Umgang mit den Linken besonders gut kann, wie die gemeinsame Aktionen von Christoph Darbellay, Ursula Wyss und Andrea Hämmerle gezeigt hat, hat sie gute Chancen einen zweiten Sitz zulasten der FDP zu ergattern. Die Kräfteverhältnisse sind klar. Es hat mehr linke Parlamentarier als rechte. Die einzige Schwierigkeit der CVP dürfte es sein, das kleine Grüppchen des wirtschaftsnahen CVP-Flügels zu überzeugen einen CVP-Kandidaten zu unterstützen, der auch für die Sozialdemokraten und die Grünen wählbar ist. Mit Urs Schwaller scheinen sie so einen Kandidaten gefunden zu haben.
Es drängt sich daher die Frage auf was für ein Mann der Freiburger Ständerat Urs Schwaller ist. In der Öffentlichkeit verkauft er sich gerne als ein gemässigter Sachpolitiker. Doch ist er das wirklich? Wenn man die von ihm eingereichten Voten im Rat sowie die von ihm eingereichten Vorstösse der letzten Jahre anschauen könnte, wären Rückschlüsse möglich. Leider funktioniert der auf seiner Webseite angegebene Link nicht mehr. Zufall?
Bleibt zu hoffen, dass sich die Journalisten der Massenmedien neben der Frage ob Schwaller nun Romand oder Deutschschweizer sei auch für seine politischen Positionen interessieren und es dem einten oder anderen gelingt frühere Vorstösse und Voten von Herrn Schwaller publik zu machen. Es würde zumindest dem Bürger helfen Schwaller, der nur mit Hilfe der Linken gewählt werden kann, besser einzuordnen.
PS: Vielleicht ist Schwaller aber auch nur Teil einer weiteren CVP-Finte. Wer weiss, gut möglich, dass er Wegbereiter für Christophe Darbellay, welcher ein waschechter Westschweizer ist, spielt. Damit nicht vergessen geht, was für ein Mensch Darbellay ist: