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Schlucken ist die Fähigkeit des Menschen, Speisen, Getränke oder Speichel rasch aus dem Mund und Rachen
in den Magen zu befördern, ohne dabei die Atemwege zu gefährden.
Normalerweise funktioniert das Schlucken von Speisen und Getränken einwandfrei, ohne dass wir darüber nachdenken müssen. Durch verschiedene Erkrankungen kann jedoch der komplexe und
halbreflektorische Vorgang des Schluckens gestört werden, man spricht in diesem Fall von einer Schluckstörung oder Dysphagie.
Dysphagie
Der Begriff Dysphagie ist vom griechischen „phagein“ (essen, schlucken) und der Vorsilbe „dys-“ (auffällig, gestört) abgeleitet. Häufig wird der Begriff Dysphagie für oropharyngeale
Schluckstörungen (also Mund und Rachen betreffend) oder ösophageale Schluckstörungen (die Speiseröhre betreffend) verwendet.
odynophagie
Von einer Odynophagie spricht man, wenn das Schlucken von Flüssigkeiten, festen Speisen oder Speichel Schmerzen in Mund, Rachen oder in der Speiseröhre auslöst.
phagophobie
Phagophobie ist der Begriff für eine psychogene Dysphagie und bedeutet wörtlich Schluckangst. Die Diagnose darf erst nach sorgfältigem Ausschluss aller organischen Ursachen gestellt werden.
Die Betroffenen erleben Schluckschwierigkeiten oder Schluckblockaden, obwohl die am Schlucken beteiligten Organe und Hirnnerven nicht erkrankt oder verletzt sind.