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Forscher lüften Corona-Geheimnis: So kommt das Virus ins Gehirn
28.07.2022 • 16:40
© Wochit
Das Robert Koch-Institut beschreibt die Langzeitfolgen von einer Corona-Erkrankung wie folgt: „Zu den häufig genannten Beschwerden (allein oder in Kombination) zählen Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -Schmerzen sowie psychische Probleme wie depressive Symptome und Ängstlichkeit.“ Wissenschaftler:innen des Instituts Pasteur in Paris sind nun der Frage nachgegangen, wie das Coronavirus in die Gehirnzellen hineinkommt. Die Forscher:innen veröffentlichten ihre Ergebnisse auf der Website des wissenschaftlichen Magazins „science.org“.
Das sind die Ergebnisse des Forscherteams
Sie untersuchten, welche Rolle interzelluläre Nanotunnel bei der Übertragung spielen könnten. „Nanotunnel sind dünne, membranöse und actinhaltige Leitungen, die den direkten Transport von zellulärer Fracht wie Organellen, Amyloid-Proteinen und auch Virenpartikeln zwischen entfernten Zellen ermöglichen“, heißt es in dem Paper und weiter: „Wir konnten zeigen, dass SARS-CoV-2 sich die Nanotunnel zu Nutzen machen kann, um sich über die verbundenen Zellen auszubreiten.“ Bedeutet: Wenn also Neuronen gemeinsam mit virusempfänglichen Epithelzellen kultiviert werden, findet das Virus einen Weg durch die Nase ins Gehirn. Inwiefern man die möglicherweise daraus resultierenden Konzentrations- und Gedächtnisprobleme behandeln kann beziehungsweise wann diese Symptome nachlassen, ist noch nicht erforscht.