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Mahlweizen
Das Jahr 2020 weist beim Mahlweizen die niedrigste Deoxynivalenol-Belastung (DON) seit der Einführung des Monitorings im Jahr 2007 auf. Im Vergleich zum Vorjahr war die Weizenblüte deutlich früher. Für die Winterweizenbestände, die vor Anfang Juni in Blüte waren, herrschten trockene und warme Bedingungen, welche für die Infektion mit F. graminearum ungünstig waren. Für Bestände, die erst Anfang/Mitte Juni blühten, waren die Bedingungen feuchter und kühler. Trotzdem war die Witterung nach der Blüte und bis zur Ernte für die weitere Entwicklung des Pilzes und die DON-Bildung vermutlich ungünstig.
Gerste und Triticale
Das Jahr 2020 weist bei Gerste und Triticale ebenfalls die niedrigste DON-Belastung auf seit der Einführung des Monitorings. Dieses sehr tiefe Belastungsniveau ist vermutlich auf die frühe Blüte mit trockenen und warmen Bedingungen zurückzuführen.
Aus Kostengründen wurde Zearalenon (ZEA) nur bei Proben mit einem DON-Gehalt über 0.3 mg/kg analysiert. Somit wurden nur 4 Triticale-Proben untersucht. ZEA wurde in einer Probe nachgewiesen (0.0022 mg/kg). Die geringe Anzahl an Proben ermöglicht keine Schlussfolgerungen über das ZEA-Belastungsniveau der Ernte 2020.
Aussaat 2021
Die Problematik der Mykotoxine betrifft jeden Produzenten. Bezüglich F. graminearum-Befall und DON-Belastung wird Folgendes empfohlen:
- Fruchtfolge mit zu hohem Getreide- und insbesondere Mais-Anteil vermeiden
- Ernterückstände fein mulchen und in den Boden einarbeiten (bei Pflug nicht zu tief, da sonst der Abbau der Ernterückstände verringert wird),
- Bei Bodenbearbeitung ohne Einarbeitung der Ernterückstände: Weizen, Triticale oder Gerste nach Mais, oder Triticale nach Weizen vermeiden,
- Wenig anfällige Sorte und zertifiziertes Saatgut wählen.
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