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Auch wenn Deine Katze einzigartig ist, wirst Du feststellen, dass sie viele Gemeinsamkeiten mit anderen Katzen derselben Rasse hat. Ihre Pinsellohren, die goldenen Augen oder das laute Miauen stammen vielleicht sogar von einem reinrassigen Vorfahren. Aber wie viele Katzenrassen gibt es eigentlich?
Die Geschichte der Katzenrassen
Laut Planet Wissen hielten sich Katzen schon vor etwa 11.000 Jahren in der Nähe menschlicher Siedlungen auf und frassen die Nagetiere, die unsere Getreidespeicher bedrohten. Erst im neunzehnten Jahrhundert begannen Katzenliebhaber:innen, Katzen gezielt auf ein bestimmtes Aussehen oder Verhalten zu züchten. Einige wenige Katzen, wie die Ägyptische Mau, ähneln meist ihren wilden Vorfahren aus den Wüsten des Nahen Ostens (oder im Fall der Maine-Coon-Katze dem verschneiten Nordamerika). Aber im Grossen und Ganzen sind die meisten Rassen das Ergebnis menschlicher Einflüsse auf einen der süssesten Vierbeiner, die die Natur zu bieten hat.
Anders als Hunde haben sich Katzen genetisch kaum gegenüber den Wildkatzen verändert, die sich früher auf unseren alten Bauernhöfen herumtrieben. Da Katzen nie für spezielle Jagd- oder Hüteaufgaben gezüchtet wurden, wie es bei Hunden der Fall war, sind ihre Unterschiede subtiler als z. B. zwischen einem Rottweiler und einem Beagle.
Wie viele Katzenrassen gibt es?
Die Antwort darauf, wie viele Katzenrassen es auf der Welt gibt, hängt davon ab, wo Du Deine Informationen suchst. Internationale Katzenregister und andere Organisationen führen unterschiedliche Qualifikationen für die von ihnen anerkannten Rassen auf und die Gesamtzahl variiert je nach Organisation – allerdings gibt es viel weniger anerkannte Katzenrassen als Hunderassen. Während das britische Governing Council of the Cat Fancy (GCCF) seit 2022 40 verschiedene Rassen auflistet, erkennt die WCF, die World Cat Federation mit Sitz in Essen, zweiundneunzig verschiedene Arten an. Bei letzterem Verband werden langhaarige und kurzhaarige Variationen als eigene Rassen gelistet. Viele andere anerkannte Register und Organisationen liegen zwischen diesen beiden Zahlen.
Beispielsweise erkennt die belgische Fédération Internationale Féline (FiFé) mit Mitgliedsverbänden in vierzig Ländern achtundvierzig Rassen an, die in vier Kategorien unterteilt sind. Die TICA (International Cat Association), das weltweit grösste genetische Register für Rassekatzen, listet hingegen dreiundsiebzig verschiedene Arten auf. Hierbei handelt es sich um eine amerikanische Organisation, die seit 1979 Ausstellungen und Katzenrasseshows organisiert und lizensiert.
Es gibt einige Gründe, warum verschiedene Verbände Katzenrassen unterschiedlich einstufen. Der einfachste Grund ist die allgemeine Klassifizierung. Einige Register berücksichtigen keine Katzen, deren Namen und Rasse nicht über eine bestimmte Anzahl von Generationen zurückverfolgt werden können. Ausserdem fassen einige Verbände mehrere Arten von Katzen in einer Klassifizierung zusammen, während andere sie in eigene Kategorien aufteilen.
Wie viele Katzenrassen gibt es also? Es gibt keine eindeutige Zahl – ein weiterer Beweis dafür, dass Katzen gerne ihren eigenen Regeln folgen.
Werden neue Katzenrassen überhaupt akzeptiert?
Im Allgemeinen bleiben die Rassenlisten, die von den Registern akzeptiert werden, oft gleich. Gelegentlich werden jedoch neue Rassen kreiert oder in neue Länder eingeführt, die eine Anerkennung anstreben. So hat der GCCF zum Beispiel der Rasse Lykoi im Jahr 2020 eine vorläufige Anerkennung erteilt.
Katzenrassen werden oft aus einigen wenigen Katzen entwickelt, die ein bestimmtes genetisches Merkmal teilen. Wenn dieses Merkmal nur wenig bekannt ist oder mit einer genetischen Veranlagung für eine bestimmte Krankheit zusammenhängt, kann die Zucht kontrovers sein. Der GCCF und andere Organisationen stellen strenge Regeln für Züchter:innen auf, um sicherzustellen, dass reinrassige Katzen gesund sind und keine Erbkrankheiten aufweisen.
Egal, ob eine Katze blaue Augen, fünf Zehen oder wunderschöne Streifen hat, die beste Katze ist die, die zu Dir nach Hause kommen möchte! In den Tierheimen gibt es Tausende von Katzen, die vielleicht nicht reinrassig sind, aber auf Dich und ihr neues Zuhause warten. Wenn Du mehr über die Rasse Deiner eigenen Katze erfahren möchtest oder überlegst, eine neue Katze zu adoptieren, solltest Du Dir etwas Zeit nehmen, um mehr über ihre einzigartigen Rassenmerkmale zu erfahren. Dein:e Tierärzt:in kann Dir die besten Informationen über Dein Tier geben und darüber, was es braucht, um glücklich und gesund zu sein. Vergiss auch nicht, Dich über Mischlingskatzen zu informieren. Jedes Jahr werden in Deutschland Tausende dieser Katzen zur Adoption angeboten, von denen viele ähnliche genetische Merkmale wie die Rassekatzen haben, von denen sie abstammen. Wenn es darum geht, eine Katze zu lieben, spielt es keine Rolle, wie viele Rassen es gibt, denn die beste Katze für Dich wird ihre eigenen einzigartigen Merkmale haben, die Dir den Kopf verdrehen.
Biographie der Autorin
Erin Ollila
Erin Ollila glaubt an die Macht der Worte und daran, wie eine Botschaft ihr Zielpublikum informieren und sogar verändern kann. Ihre Texte sind überall im Internet und in Printmedien zu finden und umfassen Interviews, Ghostwriting, Blogbeiträge und kreative Sachbücher. Erin ist Expertin für SEO und alles, was mit sozialen Medien zu tun hat. Sie schloss ihr Studium an der Fairfield University mit einem Master of Arts in kreativem Schreiben ab. Folge ihr auf Twitter @ReinventingErin oder erfahre mehr über sie unter http://erinollila.com.
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