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Muhammad Ali erzählt
„In der Anfangszeit meiner Profikarriere war ich in Las Vegas, um gegen Duke Sabelong zu kämpfen, einen grossen, schweren, zähen Haweianer. Auch George Gorgeous, der Wrestler, war zu einem Kampf in der Stadt.
Ein paar Tage vor dem Kampf waren George Gorgeous und ich gemeinsam Gast in einer Rundfunksendung. Sie fragten mich, wie ich meine Chancen bei dem Kampf einschätze. Ich war sicher, dass ich gewinnen würde, und sagte das auch, aber ich drückte es etwa so aus: „Ich kann diesen Mann besiegen.“ Etwa in dieser Art. Nicht zu bombastisch. Ziemliche das Übliche.
Dann fragten sie George Gorgeous nach seinem Kampf. Er riss dem Moderator praktisch das Mikrofon aus der Hand. Er bezeichnete sich als den grössten Wrestler der Welt.
Dann schrie er, er würde seinen Gegner auseinander nehmen, Knochen für Knochen.
Er würde ihn umbringen, und wenn der Gegner ihn doch besiegen sollte, würde er sich sein schönes blonde Haar abschneiden.
Im stillen dachte ich mir. „Man das wird ein Kampf. Den sehe ich mir bestimmt an.“ Und das tat ich auch. Die Halle war voll besetzt. Tausende Menschen. Tausende Menschen, die dafür bezahlt hatten, diesen Wrestling-Kampf zu sehen.
Das war mir eine Lehre. Bis dahin war ich zwar auch nicht schüchtern gewesen, wenn ich über mich gesprochen hatte, aber von da an sprach ich wesentlich mehr über mich. Ich begriff, dass ich mehr tun musste, als nur zu boxen. Ich musste die Menschen dazu bewegen, dass sie meinen Kampf mit ansehen wollten. Ich musste dafür sorgen, dass es sie interessierte, was passieren würde. Dann würden sie mit ihren Freunden darüber reden und die wiederum mit ihren Freunden, und die Spannung würde wachsen. Heute nennt man das Public Relations oder Öffentlichkeitsarbeit.
Ich habe es einfach Reden genannt. Sorge dafür, dass genug Leute über dich reden, und du hast ein Publikum.
Das habe ich gelernt. Ich lernte, mir ein Netz von Veranstaltern, Sponsoren und wichtigen Medien- und Showleuten aufzubauen.
Wenn man ein Beziehungsnetz aufbaut, muss man darauf achten, was die Leute wollen. Ich habe immer schnell gelernt.“
Da hat er recht, Muhammad Ali hatte zu seiner Zeit durch seine Affirmation „Ich bin der Grösste“, wohl sehr viele Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Vorbildlich wie er da ein Beziehungsnetz aufgebaut hat.
Im Video sind seine Reden zu hören 🙂
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- muhammad ali rede (26)