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Was ist die Prostata?
Was ist die Prostata?
Ein Thema, das auf den ersten Blick alles andere als sexy klingt. Irgendwie mehr nach Urologe als nach erotischem Spaß. Dabei ist die männliche Prostata keineswegs zu unterschätzen, wenn es um intensive Orgasmen und lustvolle Spielchen geht. Wir werfen für Euch mal einen Blick auf dieses eher ungewöhnliche Thema.
Wo ist die Prostata?
Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und liegt beim Mann unterhalb der Blase. Ihr vorrangiger Sinn und Zweck: Dort wird ein Teil der Samenflüssigkeit produziert. Ihre Funktion wird durch das Hormon Testosteron gesteuert.
Die Prostata gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes, ebenso wie Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenblasen und weitere kleine Drüsen in der Umgebung der Harnröhre. Zu den äußeren männlichen Geschlechtsorganen gehören der Penis, der Hodensack und die Harnröhre. Klingt alles ziemlich anatomisch, aber wie groß ist eigentlich die Prostata? Sie hat in etwa die Größe und das Volumen einer Kastanie und wiegt (bei einem gesunden Mann) ca. 20 Gramm.
Die Prostata liegt zwischen Harnblase und Beckenboden und umhüllt den Beginn der Harnröhre. Sie besteht aus zahlreichen Drüsen, Bindegewebe und Muskelfasern und ist eingehüllt in eine feste, bindegewebige Kapsel.
Wie funktioniert die Prostata?
Die Prostata ist an der Ejakulation, der Spermabildung und dem Hormonstoffwechsel beteiligt. Ihre Hauptaufgabe: die Sekretbildung. Damit beginnt sie erst zu Anfang der Pubertät, wenn die Prostata unter dem Einfluss von männlichen Sexualhormonen, den sog. Androgenen, zu einem funktionstüchtigen Organ heranwächst. Das wichtigste Sexualhormon des Mannes ist das Testosteron, das überwiegend in den Hoden produziert wird und durch die Prostata in seine biologisch aktivste Form, das Dihydrotestosteron (DHT), umgewandelt wird.
Das Sekret der Prostata ist milchig-trüb und dünnflüssig. Es enthält zahlreiche Stoffe, darunter auch Enzyme. Das sind Eiweiße mit wichtigen Aufgaben, wie die saure Prostata-Phosphatase und das PSA (Prostata-spezifisches Antigen), das der Verflüssigung des Ejakulats dient. Ein weiterer Inhaltsstoff ist Spermin; es schützt die DNA (Erbinformation) der Spermien (Samenfäden) und verleiht der Samenflüssigkeit seinen charakteristischen Geruch. Das Prostatasekret macht 20-30 Prozent der Spermamenge aus. Wie bereits erwähnt, ist diese Sekretion wichtig für die Funktionstüchtigkeit der Spermien, also für die Zeugungsfähigkeit des Mannes. Mit seiner Fähigkeit, Sex zu haben, hat es nichts zu tun.
Gesundheitsrisiken und Vorsorgeuntersuchungen
Wie es leider bei Erkrankungen innerer Organe oft üblich ist, gibt es keine wirklich spezifischen Symptome, die auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen. Am ehesten treten unspezifische Symptome beim Wasserlassen auf oder beim Sex. Es kommt beispielsweise zum Brennen beim Wasserlassen, es kann Blut im Urin sein und einen häufigen Harndruck geben. Grob zusammengefasst können die Symptome auf folgendes hinweisen:
- Prostata-Hyperplasie (gutartig vergrößerte Prostata)
- Prostataentzündung
- Prostata-Karzinom
Bei einer erektilen Dysfunktion stehen dagegen meist andere Ursachen im Vordergrund.
Wichtig ist – wie in den meisten medizinischen Fällen – eine regelmäßige Vorsorge. Für Männer ab 45 Jahren zahlt die Krankenkasse einmal jährlich eine Tastuntersuchung der Prostata. Der sogenannte PSA-Test ist eine weitere Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs.
Kann Sex das Risiko von Prostatakrebs senken?
Gute Nachricht: Eine Studie belegt, dass regelmäßiger Sex das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, mindern kann. Männer, die häufig ejakulieren, sollen besser vor der Krankheit geschützt sein. Das geht aus einer US-Studie hervor. Dafür hatten Wissenschaftler 32 000 Männer für 18 Jahre beobachtet. Fazit: Das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken sei bei den Gleichaltrigen geringer, die häufiger ejakulierten.
Prostatakrebs ist leider ziemlich schwer festzustellen. Meist sind regelmäßige Untersuchungen beim Urologen notwendig. Ein neues Diagnosetool soll die Untersuchung nun erleichtern. Britische Forscher haben ein Gerät entwickelt, dass anhand des Urins erkennt, ob der Patient an Prostatakrebs leidet.
Was ist eine Prostata Massage?
Die Prostata ein äußerst empfindsames Organ und somit sehr empfänglich für Stimulation. Sowohl durch innere als auch äußere Massage kann Mann tiefgehende Höhepunkte erleben. Angeblich ist die Intensität eines Prostata Orgasmus um die 30 Prozent intensiver als der ’normale, es lohnt sich also durchaus, das mal auszuprobieren! Liest man Sex Tipps und Ratgeber fällt auf, dass die Prostata in Sachen Liebe und Lust bisher eher stiefmütterlich behandelt wurde – vergleicht man das z.B. mit dem viel diskutierten G-Punkt. Wir finden: Zeit, das zu ändern!
Vorurteile zur Prostata Massage
Über die Prostata oder gar eine Prostata Massage zu sprechen, fällt auch heute noch vielen Menschen nicht leicht. Viele Männer verschließen sich dem Thema, befürchten irgendwie ‚zu weit zugehen‘. Es gibt Vorurteile, dass eine Prostata Massage weh tut, dass das Ganze irgendwie ‚unsauber‘ ist. Dabei hat eine Prostata Massage echt viel zu bieten und sollte definitiv auf der erotischen To-Do-Liste stehen!
Wie fühlt sich eine Prostata Massage an?
Bei der Prostata Massage wird die Region rund um den Anus, den Damm und den Hoden sexuell berührt und stimuliert. Im Englischen kursiert zudem noch der Begriff „Prostata milking“, also „Prostata melken“. Gemeint ist damit die Massage bis zum vollen Orgasmus und der Ejakulation beim Mann.
„Beim Prostata melken ist das Ziel ist nicht nur das Anheizen, wie beim Vorspiel. Es geht um das absolute Loslassen und um die Stimulation des Mannes, ohne, dass dabei der Penis unmittelbar berührt wird“, betont Daniel Saynt, der Gründer der New Society for Wellness (NSFW), einem sex-positiven Club, der Workshop zur Sexualaufklärung anbietet.
Was muss man vorab beachten?
Wie beim Analsex geht es auch bei der Prostata Massage vor allem darum, behutsam vorzugehen. Denn: Der Anus dehnt sich nicht wie eine Vagina aus, der Schließmuskel wiederum besonders stark. Deswegen ist die Vorbereitung so wichtig. Für ein gutes Gefühl bei beiden Sexualpartnern, ist es sinnvoll, vorab unter die Dusche zu springen, damit ihr Euch beide sauber fühlt. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann auch ein Handtuch als Unterlage helfen, falls dann doch einmal ein Malheur passiert. Wichtigste Regel beim Prostata melken ist zudem: Je mehr Feuchtigkeit, desto besser. Nutzt daher viel Gleitgel!
Indirekte Prostata Massage
Hierbei wird die Prostata nicht von innen, sondern von außen stimuliert. Das geht über den Damm (Perineum), sprich, über den Bereich zwischen Hodensack und Anus. Hier kann durch eine sanfte Druckausübung die Prostata stimuliert werden. Es gibt Sextoys, die speziell für das Perineum entwickelt wurden und hier zum Einsatz kommen können.
Direkte Prostata Massage
Dabei wird die Prostata, die als lustvolles Organ nun mal im Körper liegt, auch von innen stimuliert – und zwar über den Anus. Etwa fünf bis sieben Zentimeter hinter dem Ausgang in Richtung Bauchdecke lässt sich der G-Punkt des Mannes ertasten. Diese Art der Massage nennt man die direkte Prostata Massage. Dabei kann ein Finger oder ein Sextoy benutzt werden.
Weitere Tipps zur Prostata Massage
Langsam und sachte anfangen, denn wie gesagt, die Prostata ist ein besonders empfindliches Organ.
Übung macht den Meister: Manchmal dauert es etwas länger, bis man den richtigen Punkt erwischt. Mit der Zeit ist das aber kein Problem mehr.
Achte auf saubere Hände und kurze Fingernägel. Auch auf Schmuck verzichten, damit Du die empfindsame Stelle nicht verletzt.
Nutze Gleitgel, das macht die Massage viel angenehmer.
So findest Du den P-Punkt: Du kannst ihn am einfachsten ertasten, indem du mit leicht gekrümmtem Finger oder einem Prostata-Stimulator in seinen Anus eindringst.