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15.- / 25.- / 35.-
11 Jahre lang arbeitete Renata Carvalho als ehrenamtliche Präventionsbeauftragte für STIs, Hepatitis und Tuberkulose mit cross-dressed Sexarbeiter*innen und Transfrauen in São Paulo. Mit dieser Erfahrung brachte sie ihr erstes Solo Inside Me Lives Another auf die Bühne und entwickelte als Aktivistin, Performerin und Künstlerin ihre eigene Forschung: die «Transpologie».
Mit ihren Performances, in denen sie die Stimmungsmache religiöser und fundamentalistischer Interessensgruppen anprangert, hat Renata Carvalho auf vielen Bühnen für Aufsehen gesorgt. Ihr Manifesto Transpofágico durchleuchtet die verschiedenen Vorstellungen von Transkörpern und demontiert die Sexualisierung, die Stereotypen, die strukturelle Transphobie sowie die Kriminalisierung und Gewalt, von denen «Travesti»-Körperlichkeit und -Identität geprägt sind. Daraus entsteht ein Traum von der «Transpophagie»: die Idee, diesen Körper zu essen und zu verdauen, um sich den damit verbundenen Traumata zu entledigen.
Im September wird Renata Carvalho in der Kaserne Basel eine Residenz haben, in der sie Kontakte zur Schweizer Trans-Community aufbauen und an ihrer nächsten Produktion arbeiten wird. Das Gastspiel wird in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Theater Spektakel gezeigt.
Dauer: ca. 100 Minuten
Publikumsgespräch am 28.09.
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Biografie
Renata Carvalho begann ihren Weg als Aktivistin und Freiwillige für Humanrights und LGBTQ+-Rechte im Jahr 2007, als sie bereits über eine zehnjährige Erfahrung als Theaterregisseurin verfügte. Im Jahr 2012 debütierte sie als Schauspielerin in dem Solostück Inside me lives another, in dem ihr Körper zum Gegenstand von Studien und Debatten wurde - eine Perspektive, die ihr künstlerisches Schaffen von diesem Moment an prägen sollte.
Im März 2017 gründete Renata Carvalho MONART, Movimento Nacional de Artists Trans, sowie das Manifest Representatividade Trans, Já! - diga SIM ao talento trans, mit dem Ziel einer kollektiven, soliden und inklusiven Repräsentation von Trans-Künstler*innen in Kunsträumen und der Beendigung der Praxis des "Trans Fake". Im selben Jahr gründete sie auch Coletivo T, das erste Künstlerkollektiv, das ausschließlich aus Trans-Künstler*innen besteht.
‘When we are on a stage, we are confronted with all these prejudices against our bodies, which are still not seen as human bodies, as something natural – it is a body that causes discomfort and that is why it is so difficult for us. People do not believe that a ‘travesti’ is capable of discussing art in an intellectual or purposeful way. We always have to transcend barriers to be regarded as artists and not simply as exotic or folkloric bodies.’
Credits
Dramaturgin und Performance
Renata Carvalho
Regie
Luiz Fernando Marques (Lubi)
Licht
Wagner Antônio
Deutsche Übertitel
SUBTEXT, Dóra Kapusta
Übersetzung Talk
Jô Osbórnia
Video
Cecília Lucchesi
Lichtgestaltung und Bearbeitung
Juliana Augusta
Eine Produktion von
Corpo Rastreado (São Paulo)
Eine Koproduktion zwischen
dem Risco Festival (São Paulo); MITsp - Mostra Internacional de Teatro de São Paulo und Corpo Rastreado (São Paulo)