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Samstag, 22. Februar 2020, 20.30 Uhr
Kayo Ishizuka Steiner, Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart (1765-1791) Klaviersonate D-Dur KV 576 I. Allegro II. Adagio III. Allegretto (15’)
Johannes Brahms (1833-1897) Fantasien op.116 I. Capriccio, Presto energico II. Intermezzo, Andante III. Capriccio, Allegro apassionato IV. Intermezzo, Adagio V. Intermezzo, Andante co grazia ed intimissimo sentimento VI. Intermezzo, Andantino teneramente VII. Capriccio, Allegro agitato (22’)
Alban Berg (1885-1935) Klaviersonate h-Moll op.1 (12’)
Sergei Prokofiev (1891-1953) Klaviersonate Nr.3 a-Moll op.28 (8’)
Samstag, 7. März 2020, 17.00 Uhr
Die Talentförderung Musik Klassik ist ein Programm des Verbands Bernischer Musikschulen VBMS mit allen 29 anerkannten Musikschulen im Kanton Bern. Das Programm unterstützt musikalisch besonders begabte Kinder und Jugendliche in der optimalen Entfaltung ihres Talents.
Die Aufnahme ins Programm erfolgt nach einer bestandenen Prüfung. Im Programm haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, die Unterrichtsdauer zu erhöhen, allenfalls ein Zweitinstrument und Zusatzfächer zu belegen. Sie werden dabei eng begleitet. Der Verband organisiert für die jungen Talente verschiedene Auftrittsmöglichkeiten und fördert den Austausch unter den aktuell 20 jungen MusikerInnen.
Samstag, 21. März 2020, 20.30 Uhr
Fraynni Rui Medina, Violine ǀ Alexandre Foster, Violoncello ǀ Aleck Carratta, Klavier
Die zwei ausgewählte Werke wurden in den finstersten Perioden der Geschichte (unserer Gesellschaft) komponiert: die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges. Unter dem kompositorischen Aspekt ist besonders interessant zu sehen, wie das stilistische Prinzip der Wiederholung (Repetition) und die rhetorische Figur in beiden Meisterwerken unterschiedlich angewendet wird.
Beide Werke sind von zwei durchaus unterschiedlich geprägten Komponisten geschrieben worden. Sie haben unterschiedliche Auffassung der ästhetischen Form und eine andere Weltanschauung.
Das Trio op. 120 von Gabriel Fauré (1845-1924) wurde 1922-1923 konzipiert und geschrieben, als der Komponist grundsätzlich am Ende seiner musikalischen Karriere und seines Lebens war.
Auf einem nostalgischen, bitteren Allegro ma non troppo folgt ein zärtlicher, inniger, tönender Andantino. Zum Schluss ein sehr energisches, mitreißendes Allegro vivo, das die Komposition zu einem positiven, fast heroischen Ende in D-Dur bringt. In jedem Satz wirkt das strukturelle Element der Motivwiederholung als Motor der Komposition: durch ständige harmonische Veränderungen ergibt sich der Eindruck, dass der Komponist mit viel Hoffnung auf der Suche nach etwas Wichtigem ist; etwas das schließlich erreicht wird (das Thema in F-Dur am Ende des Andantino, die Bestätigung der Dur-Tonart des Werkschlusses). Im Grunde genommen, trotz dem ungewissen Anfang, strahlt das Trio op. 120 einen optimistischen Geist aus.
Im Gegensatz dazu steht das Trio Nr. 2 op. 67 von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): das Bildnis der Hölle. Komponiert 1943-1944, mitten im Zweiten Weltkrieg. Dieses Werk strahlt kein existenzielles Hoffnungsgefühl aus. In dieser viersätzigen Komposition (Andante – Moderato, Allegro con brio - Largo -Allegretto) ist die rhetorische Figur der motivischen Repetition ein Mittel, um die ganze quälende, unausdenkbare Gewalt des Krieges mit Musik auszudrücken. Das Trio ist einem Freund, dem Publizist und Universalgelehrten, Iwan Sollertinski gewidmet, der Anfang 1944 in Nowosibirsk während der Notevakuierung im Rahmen der Nazi Leningrader Blokade gestorben war. Das Motiv im hebräischen Stil des letzten Satzes lässt aber annehmen, dass die Komposition an allen Opfern des Holocausts und des Kriegs im Allgemeinen gewidmet sei.
Das Trio beginnt aus dem nichts. Eine leise, bedrückende Melodie vom Cello wird gespielt, die im leisen und unbestimmten E-Dur Akkord endet. Es gibt keinen Friede in diesem Meisterwerk. Es gibt keine Geschichte, keine echte Entwicklung und kein echtes Ende. Es handelt sich um einen Einblick in die Dunkelheit, wo man sich im Kreis dreht. Es gibt Wutausbrüche, Verzweiflung, Nostalgie, Groteske und Hohngelächter (das Motiv im letzten Satz) jedoch keine Lustigkeit und keine Heiterkeit - nicht einmal in den schnellen und glänzenden Passagen des 2. Satzes (grundsätzlich ein Scherzo). Wenn es musikalische Gelächter gibt, sind diese wahrscheinlich das einzige mögliche Kampfmittel gegen solch einem Schicksal.
Ausstellung Minimuseum Mürren in 8 Schaufenstern
Die Ausstellung befasst sich mit den 288 Flurnamen, dem immateriellen Kulturgut von Mürren. Sie sind aus dem Alltag der Bergbauern in der Alpwirtschaft entstanden und gelten bis heute. Viele dieser Flurnamen waren bis vor ein paar Jahren auch die offiziellen Postadressen. Der Sprachforscher Peter Zinsli nennt es „die Vermenschlichung der Landschaft durch die Sprache der Bergbauern“. Erst die britischen internierten Offiziere und später der Kandaharskiclub waren die geläufigen Flurnamen im Skigebiet zu schwierig deshalb benannten sie Hügel und Täler in ihrer eigenen Sprache, die bis heute benutzt werden.
Der 2018 verstorbene Mürrner Fritz von Allmen „Hittisfritzel“ hat in den von ihm herausgegebenen Broschüren „Bsinnsch di no“ Mürrendeutsche Wörter übersetzt und seine Lebensgeschichte und Geschichten aus dem Dorf der 50er und 60er Jahre aufgezeichnet.
Samstag, 28. März 2020, 20.30 Uhr
Afred Gut, Swisstopo, Leiter Geodatenbeschaffung, Projektleiter Konsultationsdienst Namen
Samstag, 15. August 2020, 20.30 Uhr
Hans Fässler
Der St.Galler Historiker und Politiker Hans Fässler ist unter anderem bekannt geworden durch seine Forderung, das Agassizhorn (3946 m ü. M.) auf der Grenze zwischen Bern und Wallis in „Rentyhorn“ umzubenennen. In seinem Vortrag berichtet er über die Kampagne „Démonter Louis Agassiz“, die ihn nicht nur nach Grindelwald, Guttannen und Fieschertal geführt hat, sondern auch auf die Karibikinsel Antigua und fast auf den Mond. Dabei soll es auch darum gehen, wie ein Ort (Flurname, Bergspitze, Strasse, Platz) zu seinem Namen kommt, was ihn damit verbindet und warum es manchmal so schwierig ist, etwas daran zu ändern. Wie sagte doch Shakespeare in „Romeo und Julia“: "What’s in a name? That which we call a rose / By any other name would smell as sweet.“
Donnerstag, 10. - .13. September 2020
Am Ausstellungsprojekt zu den Mürrner Flurnamen soll mit Schülerinnen und Schülern der Schule Lauterbrunnen weitergearbeitet werden.
2. August bis 09. August 2020 (Schlusskonzert)
Die Experimentalwerkstatt für Musik mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Ländern ist für 2020 wieder geplant. Die 5. Internationale Sommerakademie war ein grosser Erfolg.
22. August - 30. August 2020
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26. Juli - 30. Juli 2020, Schlusskonzert Donnerstag, 30. Juli 2020
Der Meisterkurs findet wieder mit Tilman Krämer statt.
16. Januar 2021
27. Februar 2021
27. März 2021