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- 05.11.2013
- Erdbeben Haiti
Anfang Oktober führte die Glückskette in Port-au-Prince ein dreitägiges Seminar durch. Dieses hatte zum Ziel, die seit dem Erdbeben im Januar 2010 in Haiti geleisteten Hilfsmassnahmen zu analysieren. Dabei wurden insgesamt 70 Wiederaufbau- und Instandsetzungsprojekte, welche von den Schweizer Partnerhilfswerken der Glückskette durchgeführt wurden, unter die Lupe genommen.
Unter dem Titel «Kann Soforthilfe nachhaltig sein?» befassten sich die Teilnehmer mit der doppelten Herausforderung der Hilfe in Haiti: Wie koordiniert und steuert man unter Berücksichtigung der komplexen lokalen Gegebenheiten den Wiederaufbau am effizientesten? Diese Komplexität kann von Spenderinnen und Spendern, aber auch von den Medien aus der Ferne nicht erfasst werden. Das Land war geschwächt und aus begreiflichen Gründen fehlte es lange an politschem Leadership und die zivile Gesellschaft musste neu aufgebaut werden.
Die Durchführung der von der Glückskette mitfinanzierten Projekte litt unter diesen Umständen, konnte sich verzögern oder musste stark verändert werden. Flexibilität war gefagt und zahlte sich aus. Die Strategie der Glückskette, sich vor allem auf den Wiederaufbau zu konzentrieren (2800 Häuser, 3200 Latrinen und 2270 Wasserzisternen), ging schliesslich auf. Sämtliche Projekte wurden abgeschlossen oder stehen vor dem Abschluss. Nach einhelliger Ansicht der Experten, die am Seminar in Port-au-Prince teilnahmen, sind Projekte dieser Art nachahmenswerte Beispiele.