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Behandlung bei traumatischen Rückenmarkverletzungen
Eine schnelle und gezielte Behandlung nach einer Verletzung des Rückenmarks steigert die Hoffnung auf Genesung und verhindert eine Verschlimmerung durch Folgeverletzungen.
In den USA geschehen pro Jahr circa 12000 Rückenmarkverletzungen, meistens aufgrund von Autounfällen, Stürzen und Freizeit- und Arbeitsunfällen (National Spinal Cord Injury Statistical Center). Die Patienten leiden danach oft an Lähmung, psychisch-emotionalen Problemen und an Geldsorgen aufgrund des Verlustes der Arbeitsstelle. Karen A. McQuillan, Pflegespezialistin am R Adams Cowley Shock Trauma Center an der Universität Maryland Medical Center in Baltimore erwähnt, dass eine richtige Behandlung von Patienten mit Rückenmarkverletzungen eine weitere Nervenverletzung verhindern und sogar einige Funktionen und Fähigkeiten wieder herstellen kann.
Als einer der ersten Schritte, sollte die Wirbelsäule so stabilisiert werden, dass keine weiteren Schäden durch Bewegung auftreten können. Da bei vielen Rückenmarkverletzungen ein Problem mit der Atmung hinzukommt, muss ein Atemweg gelegt und der Blutfluss gesichert werden, damit genug Sauerstoff in den Kreislauf gelangen kann. So kann das Absterben von zusätzlichen Nervenzellen verhindert werden.
McQuillan gab an einer Konferenz der America Association of Critical-Care Nurses NTI im Mai an, dass das Pflegepersonal über die Folgeschäden einer Rückenmarkverletzung informiert sein muss. So können neben der Wirbelsäule auch Bänder und Muskeln, welche sich um die Wirbelsäule befinden, verletzt und geschwollen sein. Wirbel können gebrochen oder verschoben sein. Ausserdem kann es zu offenen Wunden und zu Gefässverletzungen kommen. Letzteres kann den Blutfluss negativ beeinträchtigen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, alle diese Faktoren zu behandeln und sich gleichzeitig auch dem möglichen Bewegungs- und Sinnesverlusts des Patienten bewusst zu sein.
Carla A. Aresco, Fachfrau im Cowley Shock Trauma Center erklärt, dass das Risiko einer sekundären Verletzung noch lange nach der anfänglichen Behandlung bestehen bleibt. Im Cowley Shock Trauma Center arbeiten sogenannte ‚cirtical care nurses‘ (übersetzt: Pfleger für Pflege in kritischen Fällen‘). Diese Pfleger managen den Blutdruck und die Atmung der Patienten und ergreifen Schritte um Infektionen und Folgeschäden zu vermeiden. Aresco erklärt, dass sie das Bindeglied zwischen den Ärzten, den Therapeuten und der Familie des Betroffenen darstellen.
Durch die finanzielle Unterstützung, wie zum Beispiel durch die Christopher & Dana Reeve Foundation, kann weitere Forschung betrieben werden, welche die Hoffnung für Patienten mit einer Rückenmarkverletzung und deren Folgeschäden (z.B. Lähmung) steigert. Neue Medikamente und Operationsmethoden könnten eine Verbesserung in der Pflege und Heilung dieser Verletzungen mit sich bringen. Auch wird grosse Hoffnung in die Stammzellenforschung gesteckt, welche versucht geschädigte Nerven durch Neue zu ersetzen und somit die Bewegungsmöglichkeit wieder herzustellen.
Quelle: Link zu Advance for nurses >>