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Auf die
richtige Art beschäftigt sein
Hast du schon einmal jemanden beobachtet, der beschäftigt war und gedacht „wow“? Warst du auf irgendeine Art beeindruckt? Uns wird oft weis gemacht, dass das beschäftigt sein eine Tugend ist, die für harte Arbeit und Wohlhaben steht. Je mehr du umherläufst und keine Zeit für irgendetwas anderes hast, umso besser. Doch stimmt das wirklich?
Wenn du in irgendeiner Weise in ein Unternehmen involviert bist, dann bist du mit Sicherheit sehr beschäftigt. Immerhin musst du arbeiten und das Arbeiten ist eine Beschäftigung. Allerdings ist nicht alles, was dich bei der Arbeit beschäftigt, wirklich wichtig. Manchmal ist es viel mehr stressig, unproduktiv und überflüssig.
Mit diesem Hintergedanken möchten wir einige Fälle des Beschäftigtseins vorstellen, die durchweg negativ sind und anschließend Vorschläge präsentieren, wie man dem Abhilfe schaffen kann.
Beschäftigt, aber nicht produktiv sein
Einfach gesagt kann man sehr beschäftigt, aber gleichzeitig auch nicht besonders produktiv sein. Das hört sich vielleicht erst einmal seltsam an, da es gegen die Logik “harte Arbeit = Ergebnisse” verstößt. Man könnte also denken: „Ich bin beschäftigt, arbeite viel, wie kann es da sein, dass ich keine Ergebnisse erziele?“ Vielleicht arbeitest du tatsächlich gar nicht so hart, wie du denkst.
An dieser Stelle ist es sinnvoll, einmal zu definieren, was genau “Produktivität“ überhaupt bedeutet, da dieses Konzept so zentral ist. Laut dem Duden, ist etwas produktiv, wenn es „viel (konkrete Ergebnisse) hervorbringend; ergiebig“ ist.
Als nächstes solltest du definieren, was genau du erreichen willst, da dies manchmal mehr ist, als nur Geld. Je nachdem was deine Mission als Unternehmer ist. Du musst auf deine eigene Art produktiv sein. Du solltest deswegen beschäftigt sein, weil du Dinge mit weniger Aufwand erledigst.
Henry Ford ist wohl das beste Beispiel für jemanden, der seine Produktivität steigerte, ohne wirklich mehr zu arbeiten. Fords großartigste Erfindung war nicht, dass er Autos für einen niedrigeren Preis erhältlich machte, sondern dass er seinen Herstellungsprozess so anpasste, dass er maximale Produktivität erreichen konnte.
Ford wusste, dass es nicht reichen würde, sich einfach mit der Herstellung guter Autos zu beschäftigen. Stattdessen nahm er sich Zeit dazu, einen Weg zu erfinden, auf dem der Gesamtprozess beschleunigt werden konnte. Anstatt länger zu arbeiten, um mehr Autos zu produzieren, konnten seine Mitarbeiter so mehr Autos in der gleichen Anzahl an Stunden herstellen. Sicherlich wären sie auf andere Art sehr viel beschäftigter gewesen, doch es war nicht das Ziel, beschäftigt zu sein; das Ziel war es, produktiver zu sein.
Neben dem ausarbeiten von Strategien, die zu deinem spezifischen Unternehmen passen (denn sie werden von dem abhängen, was du erreichen willst), gibt es noch einige andere, allgemein gültige Wege, auf denen du deine Produktivität steigern und weniger beschäftigt sein kannst, obwohl du mehr schaffst.
Der erste Tipp ist, dass du dir darüber klarwerden musst, dass beschäftigt sein nicht automatisch etwas Gutes ist. Es resultiert lediglich daraus, dass du arbeitest und ist keine Tugend. Wenn du das verstehst, dann wird es dir viel leichter fallen, gut statt viel zu arbeiten.
Abgesehen davon solltest du stets alle Schritte, die für deine Arbeit notwendig sind, im Auge behalten und herausfinden, welche von ihnen tatsächlich dazu führen, dass etwas geschafft wird. Denke auch ab und an über neue Herangehensweisen nach und frag dich: „Was habe ich diese Woche geschafft?“, um zu sehen, wie produktiv du wirklich bist. Ergebnisse können nicht lügen und sie werden dir stets zeigen, ob du wirklich Fortschritte machst.
Wenn du Fortschritte machst, dann frag dich: „Welche spezifischen Handlungen haben zu diesem Erfolg geführt?“. Analysiere alles und all das, was nicht zu deinem Fortschritt beiträgt, ist überflüssig. Wenn du keinen wirklichen Fortschritt gemacht hast, dann solltest du erst recht deinen Arbeitsprozess analysieren.
Multitasking ist eine weitere, ganz furchtbare Form des Beschäftigtseins. Du konzentrierst dich nicht richtig und deine Ergebnisse sind folglich in allen Bereichen schlechter.
Selbst in unserem Privatleben kann uns Multitasking schaden. Wenn du Zeit mit deinem Kind verbringst und dabei ununterbrochen am Handy bist, oder nebenbei zu arbeiten versuchst, dann wirst du den Moment nicht genießen und auch deine Arbeit wird von niedriger Qualität sein.
Multitasking kann ab und zu mal vorkommen, doch es sollte keinesfalls zur Routine werden. Stattdessen solltest du festlegen, was deine Prioritäten sind und dich auf diese konzentrieren; sorge dafür, dass deine Zeit zählt. Das bedeutet auch, dass du eventuell zu vielen anderen Dingen “nein” sagen musst, sodass du all deine Zeit und Kraft in eine einzige (wichtige) Aufgabe investieren kannst.
Mit Dingen beschäftigt sein, die nicht zum Fortschritt beitragen
Früher habe ich gerne Zitate gelesen wie “Um erfolgreich zu sein, muss man das tun, zu dem 99% der Menschen nicht bereit sind”, die mich jedoch immer ein wenig verwirrt haben. Ich dachte, das damit die langweiligen aber notwendigen Dinge im Leben gemeint waren, zum Beispiel das Putzen oder stressige Jobs im Allgemeinen.
Jetzt weiß ich, dass das nicht stimmt. Das, was die meisten Menschen nicht zu tun bereit sind, ist das, was sie nicht kennen oder wovor sie Angst haben. Dinge, die außerhalb der eigenen Komfortzone liegen. Die Dinge, die zum Wachstum beitragen.
Wachstum beinhaltet Marketing, die Suche nach Kunden, das Kontaktieren von Menschen, Überlegungen zur Wahl der richtigen Unternehmenspartner, etc. Diese Herausforderungen können überwältigend erscheinen und aus diesem Grund lösen wir Probleme oft auf eine umständliche Weise. Sich auf Wachstum zu konzentrieren kann trotzdem den Unterschied zwischen einer regulären Kamera und einer GoPro bedeuten.
Ein Teil des Erfolgs der Marke GoPro ist ihrer beeindruckenden Strategie geschuldet, mit der sie das Produkt relevant gemacht haben. GoPro schafft und bewirbt Inhalte, die sowohl verlockend, als auch leicht nachzuempfinden sind (aus der Sicht des Zielpublikums).
Die Firma GoPro postet nicht nur selbst interessante Inhalte, sondern hat auch eine Community rund um ihr Produkt geschaffen, in der die Anhänger auch Filme und Fotos veröffentlichen können. So werden ständig neue Menschen erreicht und das Ergebnis ist eine sehr engagierte Community, die stetig wächst und die Marke folglich auch immer mehr wachsen lässt.
Natürlich ist ein Teil deines Wachstums auch der Voraussetzung geschuldet, dass das Produkt/die Dienstleistung, die du anbietest, erstklassig sind, denn so stellst du die Zufriedenheit deiner Kunden sicher. Wenn du zum Beispiel in der Gastronomie tätig bist, wird ein leckeres Essen, das so schnell nicht vergessen werden wird, der Grundstein sein, mit dem du sicher gehen kannst, dass dein Marketing nicht an einer geringen Kundenbindung scheitert.
Da Verbesserungen deines Produktes, Marketing, Planung und andere wachstumsrelevante Aktivitäten so wichtig sind, solltest du viel Zeit und Energie dort investieren. Mit anderen Dingen beschäftigt zu sein sorgt dafür, dass du deine Zeit nicht effektiv nutzt.
Sich mit Dingen beschäftigen, die andere Menschen (besser) erledigen könnten
Du fragst dich jetzt vielleicht “Wer soll dann die Jobs erledigen, die ich nicht machen “darf”, während ich mich auf das wirklich Wichtige konzentriere?“. Andere Experten. Genau aus diesem Grund kann das Outsourcing so wichtig sein.
Es ist auch möglich, dass du einfach nicht gut in der Sache bist, die deinem Unternehmen Wachstum bescheren würde. Vielleicht hast du schon versucht, aus deiner eigenen Komfortzone herauszukommen, um neue Kunden zu finden und andere Dinge zu tun, die das Wachstum fördern, doch es hat einfach nicht funktioniert? Das ist durchaus möglich.
Egal, ob du mehr Zeit für die wichtigeren Jobs haben möchtest oder einige wichtige Aufgaben selbst einfach nicht besonders gut ausführen kannst, du wirst Hilfe brauchen. Unabhängig von deinen Beweggründen kann es lebensrettend sein, sich einen Business-Partner zu suchen, oder durch Outsourcing bestimmte Prozesse von Anderen erledigen zu lassen.
Hilfe zu haben spart nicht nur Zeit und Mühe, sondern ist letztlich auch kostengünstiger. Menschen für einen Teil deiner Arbeit zu bezahlen ist eine Investition, denn so wird sichergestellt, dass ein bestimmter Teil der Arbeit gut erledigt wird, während du dich auf das konzentrierst, was du am besten kannst.
Wenn du versuchen würdest, alles selbst zu erledigen, dann würdest du dich mit Sicherheit überarbeiten. Wenn du Hilfe hast, ist es eindeutig leichter möglich, Fortschritte zu machen und Stress abzubauen. Möglicherweise bist du zu sehr damit beschäftigt, Dinge zu erledigen, die du eigentlich gar nicht tun müsstest. Sie müssen natürlich erledigt werden, aber vielleicht nicht von dir. Dort kommen andere fähige Leute ins Spiel.
Apple, eines der besten Beispiele für unternehmerischen Erfolg aller Zeiten, veranschaulicht dies perfekt. Apple war nie ein Ein-Mann-Geschäft. Die beiden Gesichter hinter der Marke, Steve Jobs und Steve Wozniak, hatten verschiedene Fähigkeiten, die in Kombination zu riesigem Erfolg führten.
Wozniak war der großartige Ingenieur, der bahnbrechende Maschinen herstellen konnte und diese leichter zugänglich machen wollte. Er hatte jedoch nicht die notwendigen Fähigkeiten, um ein Unternehmen zu großem kommerziellem Erfolg zu führen. Steve Jobs hatte sie. Er war der Visionär in Sachen Unternehmen, der den unternehmerischen Scharfsinn ganz leicht aussehen ließ. Er selbst hingegen konnte keine Computer bauen. Alleine hätten die beiden nicht viel erreicht. Zusammen wurden sie Apple.
Apple wäre nie das geworden, was es heute ist, wenn Jobs all seine Zeit damit verbracht hätte, das Programmieren zu erlernen, oder Wozniak damit, Computer zu verkaufen. Sie hätten sich beide überarbeitet und am Ende nicht viel erreicht. Wir können von den beiden lernen, auch wenn unsere eigenen Anstrengungen auf einer deutlich kleineren Ebene liegen. Outsourcing ist sehr wichtig für Bereiche, in denen wir selbst nicht so gut sind.
Statt deine Schwächen zu verbessern, sollten du dich lieber auf deine Stärken konzentrieren, denn so wirst du damit beschäftigt sein, tatsächlich Fortschritte zu machen, statt dich einfach nur anzustrengen. Die Bereiche des Unternehmens, in denen du nicht so gut bist, können (und sollten) von Anderen erledigt werden.
Vergesse dabei nie, dass diese Tipps harte Arbeit gar nicht ausschließen. Stattdessen wird diese nur auf das gerichtet, was wirklich zählt. So kannst du von dir behaupten, dass du damit beschäftigt bist, Fortschritte zu machen.