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Beschreibung
Johannes Müller (1733–1816) konnte sich in französischen Diensten, in Schlettstadt und Strassburg, als Militäringenieur ausbilden lassen. 1756 wählte ihn der Rat zum Stadtingenieur. Im Laufe der Jahre entstanden Pläne der Schanzenlehen, über 50 Zehntenpläne von zürcherischen Gemeinden und mehrere Kopien des Kartengemäldes des Zürchergebiets von Hans Conrad Gyger. Sein Hauptwerk ist der grosse Stadtplan im Massstab 1:916, der erste Katasterplan der Stadt, in 20 Blättern, die zusammen eine Fläche von 12 Quadratmetern ausmachen. Für die Reproduktion wurde der Riesenplan verkleinert auf den Massstab 1:1’832, wobei auch die kleinen Details, wie zum Beispiel die Hausgärten, sehr gut lesbar blieben.
Müllers Plan zeigt auch auf gleiche Art die nähere Umgebung der Stadt, das ganze Gebiet innerhalb der Kreuze, mit grossen Teilen der damals selbständigen Gemeinden Fluntern und Oberstrass. Er verwendet helle, lichte Farben, die gut aufeinander abgestimmt sind und schattiert die Dachflächen, sodass der sehr detailreiche Katasterplan zu einem wunderschönen Kartengemälde wurde.