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Das Schweizer Aussenministerium hat sich in einer Demarche an den Libanon vom verurteilten Basler Holocaust-Leugner Jürgen Graf distanziert. Dies wegen eines von Graf geplanten Revisionisten-Kongresses in Beirut.
Die kurze Demarche sei Ende letzter Woche dem libanesischen Aussenministerium übergeben worden, sagte EDA-Informationschef Ruedi Christen am Mittwoch (21.02). Damit habe sich Bern von der Person Grafs distanziert. Die Demarche erfolgte aus Sorge um den Ruf der Schweiz.
Graf will in der libanesischen Hauptstadt zwischen dem 31. März und dem 3. April einen Kongress zum Thema "Revisionismus und Zionismus" durchführen.
Verurteilt und untergetaucht
Graf war im Juli 1998 vom Bezirksgericht Baden wegen mehrfacher Rassendiskriminierung und Beschimpfung zu 15 Monaten Gefängnis unbedingt und einer Busse von 8000 Franken verurteilt worden. Das Urteil wurde im April 2000 vom Bundesgericht bestätigt.
In Basel läuft ein Verfahren gegen Graf wegen Rassendiskriminierung. Im letzten August wurde er ein erstes Mal einvernommen. Dann tauchte er unter. Sowohl Aargau wie auch Basel-Stadt schrieben ihn zur Verhaftung aus - allerdings nicht international.
swissinfo und Agenturen