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Die Sopranistin Helena Juntunen, die aus dem nordfinnischen Kiiminki stammt, absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Sibelius-Akademie in Helsinki, wo sie von Anita Välkki unterrichtet wurde; Meisterkurse führten sie zu Elisabeth Schwarzkopf, Renata Scotto, Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. Ihre Bühnenlaufbahn begann sie 1999/2000 an der Finnischen Nationaloper, wo sie seither in Rollen wie Madama Cortese (Il viaggio a Reims), Sophie (Der Rosenkavalier), Micaëla (Carmen), Liù (Turandot), Mimì (La Bohème) und als Liisa in Leevi Madetojas Ostrobothnian aufgetreten ist. Zu einer ihrer Paradepartien avancierte die Pamina in Mozarts Zauberflöte, die sie beim Festival von Aix-en-Provence, bei den Wiener Festwochen, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, am Grand Théâtre de Genève und an der Dresdner Semperoper interpretierte. Doch Helena Juntunen ist nicht allein im lyrischen Sopranfach zuhause, sie gestaltet auch jugendlich-dramatische Partien wie Mozarts Donna Elvira (Don Giovanni), die Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro) oder die Marietta aus Korngolds Die tote Stadt, und sogar die Marie im Wozzeck hat sie bei einer Produktion an der Opéra de Nice schon verkörpert. Als Konzertsängerin widmet sich Helena Juntunen intensiv dem finnischen Repertoire, etwa den Sinfonischen Dichtungen Kullervo und Luonnotar von Sibelius, die sie mit Dirigenten wie Osmo Vänskä, Jukka-Pekka Saraste und Leif Segerstam zur Aufführung brachte. 2009 debutierte sie mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms bei den Berliner Philharmonikern – Donald Runnicles dirigierte dieses Konzert. Auf CD hat Helena Juntunen Lieder und Vokalwerke von Sibelius sowie Arien von Mozart eingespielt.
9. August 2011