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World Vision ist erschüttert über die abermalige Wende im Konflikt und setzt weiterhin alles daran, Hilfe für die Opfer zu leisten. Während der kurzen Feuerpause konnte World Vision Lebensmittel und Hygienesets an die notleidende Zivilbevölkerung im Gazastreifen verteilen, sowie medizinisches Material für Spitäler bereitstellen. Ausserdem wurden traumatisierte Kinder in sogenannten Kinderschutzzonen psychologisch betreut.
Grosses Leid auf beiden Seiten
Der Konflikt hat nach neusten UNO-Zahlen bereits 1869 Palästinensern, davon 423 Kinder und 224 Frauen, das Leben gekostet. Auf israelischer Seite starben bisher 67 Menschen. Mehr als 485 000 Personen sind mittlerweile von ihrem Zuhause vertrieben worden. Zwar konnten viele Familien während der Waffenruhe wieder in ihre Wohnviertel zurückkehren, fanden diese aber weitgehend zerstört vor.
Verwüstungen wie bei einem Tsunami
Alex Snary von World Vision Jerusalem, West Bank und Gaza reiste diese Woche ins Krisengebiet. «Die Zerstörung ist noch viel grösser, als ich angenommen hatte», berichtet er. Snary vergleicht die Verwüstung mit der eines Tsunamis. Snary besuchte auch Familien, die in schwierigsten Verhältnissen leben: Viele harren auf engem Raum aus, nur unzureichend mit Wasser und Lebensmitteln versorgt und weitgehend ohne Strom. Am meisten leiden die Kinder unter der Gewalt. Umso wichtiger ist es, dass die traumatischen Erlebnisse so bald als möglich aufgearbeitet werden können. Da die Not- und Katastrophenhilfe wegen der schwierigen Sicherheitslage in Gaza stark eingeschränkt ist, fordert World Vision beide Konfliktparteien auf, eine langfristige Waffenruhe anzustreben.