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KONSTANTE ABFALLMENGE BEIM HAUSKEHRICHT
ABFALLENTWICKLUNG OBERWALLIS 2006
Brig-Glis /Oberwallis. – Für das Jahr 2006 weist die Abfallstatistik eine geringe Abnahme der Kehrichtmenge aus. Insgesamt fielen rund 35’770 Tonnen Abfälle zur Verbrennung in Gamsen an, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 4% entspricht. Der Anteil des Hauskehrichts erhöhte sich nur geringfügig (0.4%), derjenige der Privatanlieferungen nahm im Vergleich zum Vorjahr um gut 13% ab.
Im Jahr 2006 wurden insgesamt 35’772 Tonnen Abfälle aus dem Oberwallis nach Gamsen transportiert und verbrannt. Diese Abfallmenge liegt um 1480 Tonnen oder 4% tiefer als diejenige des Vorjahres. Dabei erhöhte sich der Anteil des Hauskehrichts um 100 t oder 0.4% und derjenige der privat nach Gamsen transportierten Abfälle nahm um 1700 t oder 13% ab. Die Veränderungen bei den Geheimakten und den Schlämmen sind mengenmässig nicht bedeutend und fallen von daher nicht ins Gewicht.
Entwicklung nach Monaten
Die Abfallstatistik nach Monaten lässt beim Hauskehricht folgende Tendenzen erkennen: in den Monaten Februar, März, Juni, September und Dezember ist die Abfallmenge rückläufig, in den Monaten Januar, April, Mai, Juli, Oktober und November (mit der grössten Zunahme im Januar mit 8%) steigt die Kehrichtmenge dagegen um 2 bis 8%, der Monat August ist nahezu konstant: per Saldo ergibt dies eine geringfügige Zunahme von 0.4%. Die Wachstumsmonate bei der Kehrichtverbrennung sind in der Regel auch diejenigen mit einer guten touristischen Auslastung, was hinsichtlich des Saisonverlaufs im Wintertourismus gewiss für den Monat Januar gilt, weniger jedoch für die Monate Mai und Oktober.
Geringfügige Abnahme bei den Direktanlieferungen
Unter den Direktanlieferungen werden die von Transporteuren und Bauunternehmern, Gewerbebetrieben und Privaten in eigener Regie nach Gamsen transportierten Abfälle statistisch erfasst. Während diese Abfallkategorie im Vorjahr deutlich zugenommen hat (+22%), hat sie im Jahr 2006 um 13% abgenommen. In den Monaten Februar bis August haben die Mengen abgenommen, von September bis Januar zugenommen. Die grösste Abnahme ist dabei in den Monaten Mai und Juni (-43%) zu verzeichnen. In den übrigen Monaten bewegt sich die prozentuale Steigerung zwischen 2 und 23%. Diese Wachstumsrate bei den Direktanlieferungen zeigt in der zweiten Jahreshälfte und gegen Jahresende eine leichte Zunahme, im Frühjahr und im Sommer hingegen eine Abnahme. Offensichtlich wurden in diesem Frühjahr/Sommer weniger Baustellen in Betrieb genommen oder neu begonnen.
Bilanz 2006
Die Abfallstatistik des Jahres 2006 weist ein befriedigendes Ergebnis auf. Die Menge des Hauskehrichts hat mit 0.4% nur geringfügig zugenommen, und bei den Direktanlieferungen ist 2006 sogar eine Abnahme von 13% zu verzeichnen. Dies ist vor allem auf die Monate Mai und Juni zurückzuführen in denen die Menge um etwa 40% abgenommen hat. In diesem Zusammenhang möchten wir alle Direktlieferanten wiederum daruf hinweisen, dass auch Abfälle aus Industrie und Gewerbe vor der Anlieferung sorgfältig sortiert werden müssen und nur die brennbaren Fraktionen in die Kehrichtverbrennung geliefert werden dürfen. Wertstoffe wie Papier/Karton, Glas, Metalle etc. oder problematische Abfälle, wie Farben, Reiniger, Fette, Öle, Batterien usw. müssen vorher aussortiert und getrennt entsorgt werden. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für inerte Materialien wie Mauer- und Betonabbruch, welche nicht nur nicht verbrannt werden können, sondern auch die Schredderanlage beschädigen.
Abschliessend möchten wir all jenen danken, die sich im Verlauf des Jahres 2006 für die Ziele und Massnahmen einer umweltgerechten Abfallbewirtschaftung eingesetzt haben und sie dazu ermutigen, diese auch in Zukunft weiter zu verfolgen.
Brig, den 1. Februar 2007
Abfallberatung Oberwallis
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