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„Was ist Beten?“ frage ich meine SchülerInnen. Sofort falten einige die Hände und schauen engelsgleich zur Decke. Ein Kind setzt sich in den Schneidersitz legt die Hände auf die Knie und sagt laut „OOHHMM“.
Die Gesichter der restlichen Kinder sind etwas erstaunt und mir scheint, sie wissen nicht was sie davon halten sollen. Die Kinder in „Betposition“ bitte ich, mir zu helfen den andern Kindern das Beten zu erklären. Aus Engelsgesichtern werden hoch konzentrierte Minen. Folgende Erklärungen sind zu hören: Hände falten (da gibt es ja auch verschiedene Positionen), evtl. dazu knien, aber man darf auch sitzen oder liegen, wir beten vor dem Essen und / oder vor dem Schlafen, eigentlich kann man überall beten, man kann danken, bitten und die Sorgen los werden.
Den „nicht betenden“ Kinder scheint dies noch nicht ganz zu reichen. Ein Kind erklärt: „ ihr müsst euch vorstellen, dass ihr ein Mikrofon vor euch habt. Da könnt ihr alles rein sagen, denn das Mikro hat einen Verstärker, damit es Gott dann auch hört.“