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Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy fängt an, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren. Sie stösst auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien gekommen ist. Als Einzige einer angesehenen Familie ist es ihr gelungen, das Pogrom in Iasi und den Holocaust zu überleben. Im Wiener Rothschild-Spital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht. Mit diesem beeindruckenden Familienroman ist ein grossartiger Erzähler zu entdecken.
Es wird oft vergessen, dass Rumänien mit Hitler verbündet und in dieser Zeit ebenfalls faschistisch war. Mihuleac geht in diese Zeit zurück und schildert in grausamer Sprache, was damals geschehen ist. In der Gegenwart kommt die Familie Oxenberg in die Heimat ihrer Vorfahren, in dem Ort des Massakers, aus dem man flüchten musste. In einer verschachtelten Handlung deckt Mihuleac die grausame Vergangenheit auf und was die Familien Oxenberg und Bernstein damit zu tun haben.
Das Verdienst dieses Buches ist es, die Aufarbeitung des Holocausts auf Rumänien auszudehnen und dies in virtuoser Sprache zwischen Brutalität und Reflexion auszudrücken. Wer literarische Sprache liebt, ist mit diesem Buch gut bedient. Die Thematik ist allerdings langsam abgegriffen und in zu vielen Varianten erzählt.