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Auswirkungen des Klimawandels in Europa
ie folgenden Karten zeigen, wie Europa im 21. Jahrhundert und darüber hinaus von den wichtigsten Klimagefahren wie Dürren, Überschwemmungen, Waldbränden und dem Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein könnte. Diese Karten beruhen auf verschiedenen Szenarien für Treibhausgasemissionen und Klimamodellen und wurden bereits in verschiedenen Berichten und Indikatoren der EUA veröffentlicht.
Der europäische Überblick
Der Klimawandel findet bereits jetzt statt und wird sich in Zukunft noch verschärfen, selbst wenn die weltweiten Bemühungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen Wirkung zeigen. Die Auswirkungen werden jedoch weit weniger gravierend sein, wenn es gelingt, den globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2°C zu halten (wie im Pariser Abkommen gefordert). Jedes Szenario mit höheren Emissionen würde zu einem erheblich stärkeren Klimawandel führen.
Extreme Wetter- und Klimagefahren wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren werden in vielen Regionen häufiger und intensiver auftreten. Dies wird zu negativen Auswirkungen auf Ökosysteme, Wirtschaftssektoren sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen führen. Um die Risiken des globalen Klimawandels zu minimieren, sind daher neben Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch gezielte Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels erforderlich. Die Anpassung muss auf die spezifischen Gegebenheiten in den verschiedenen Regionen und Städten Europas zugeschnitten sein.
Dürreperioden
Verfügbare Studien gehen davon aus, dass Häufigkeit, Dauer und Schwere von meteorologischen und hydrologischen Dürren im 21. Jahrhundert in den meisten Teilen Europas zunehmen werden, mit Ausnahme von Teilen Nordeuropas. Die größte Zunahme von Dürreperioden wird für Südeuropa prognostiziert, wo der Wettbewerb zwischen Wassernutzern wie Landwirtschaft, Industrie, Tourismus und Haushalten zunehmen wird. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Südeuropa könnten bis 2100 erhebliche dürrebedingte Verluste erleiden.
Klimawandel und Landwirtschaft
Die Auswirkungen des Klimawandels, einschließlich zunehmender Dürren, beeinträchtigen die landwirtschaftliche Produktion, den Handel und letztlich die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und die Einkommen der Landwirte. Die Einkommen der Landwirte werden außerdem von der Agrarpolitik, der Landnutzungspolitik und der Politik zur Eindämmung des Klimawandels beeinflusst. Die Landwirte können jedoch die negativen Auswirkungen des Klimawandels begrenzen und die positiven Auswirkungen durch geeignete Anpassungsmaßnahmen verstärken, z. B. durch Anpassung der Pflanzensorten, Änderung der Aussaattermine und Verbesserung der Bewässerung.
Der Klimawandel wirkt sich auf komplexe Weise auf landwirtschaftliche Systeme aus. Steigende CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre, höhere Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster, einschließlich Dürreperioden, wirken sich auf die Quantität, Qualität und Stabilität der Nahrungsmittelproduktion aus. Es wird nicht erwartet, dass die Ernährungssicherheit in der EU gefährdet ist, aber die kaskadenartigen Auswirkungen des Klimawandels von außerhalb Europas können die landwirtschaftlichen Einkommen und das Preisniveau in Europa durch veränderte Handelsmuster weiter beeinträchtigen.
Der potenzielle Nutzen von Anpassungsmaßnahmen wird in den nachstehenden Karten veranschaulicht. Darin werden die Einkommensveränderungen der Landwirte zwischen dem Basisjahr 2004 und dem Jahr 2020 für ein bestimmtes klimatisches und sozioökonomisches Szenario (einschließlich globaler Preisanpassungen) sowohl mit als auch ohne technische Anpassungsmaßnahmen geschätzt (weitere Erläuterungen finden Sie im EUA-Bericht). Es sei darauf hingewiesen, dass andere Studien, die verschiedene Szenarien und Annahmen verwenden, zu recht unterschiedlichen Schätzungen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft kommen können, jedoch sind sich alle einig über die Bedeutung der Anpassung auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe und darüber hinaus.