Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/3264

Kompositionsauftrag an Luke Bedford
The Royal Opera House, London, GB
Das Royal Opera House beauftragt den namhaften jungen britischen Komponisten Luke Bedford, seine zweite Oper zu komponieren. Bedford gilt weithin als einer der faszinierendsten britischen Komponisten seiner Generation. Während seine Orchester-, Kammer- und Chorwerke auf große Resonanz bei Kritik und Publikum stießen, fand seine erste Oper Seven Angels (2011) nur ein geteiltes Echo. Der Auftrag zu einer zweiten Oper erfolgt also an einem entscheidenden Punkt in Luke Bedfords Entwicklung als Opernkomponist. Das Royal Opera House fördert Bedford seit Jahren, indem es zuerst Seven Angels koproduzierte, später Bedford mit dem Librettisten seines neuen Werks bekannt machte und nicht zuletzt, indem es Recherche- und Entwicklungszeiten und dramaturgische Beratung ermöglichte. (Der Librettist des neuen Werks, David Harrower, ist ein sehr erfahrener Bühnenautor und pflegt ein intensives Arbeitsverhältnis zu Bedford.) Langfristig möchte die Royal Opera Bedford mit einer großen Oper beauftragen, weshalb das aktuelle Werk einen wichtigen Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung darstellt. Bedfords neues Werk bezieht sich auf die klassische Faust-Geschichte und läuft parallel zu Gounods Faust, der auf der Hauptbühne gegeben wird. Der Plot orientiert sich lose an dem wahren, 2005 aufgedeckten Fall des Hochstaplers Robert Hendy-Freegard, der seinen Opfern vorgaukelte, für den britischen Geheimdienst MI5 zu arbeiten. Die haarsträubende Story hat der versierte Theaterautor David Harrower für die Bühne aufgearbeitet. Hauptfigur ist ein zwielichtiger Geheimdienstmitarbeiter, der ähnlich wie der Faust aus Goethes Erzählung Menschen mental manipuliert und mit ihrer Loyalität und ihrem Vertrauen spielt. Das Werk untersucht das Thema Manipulation und Beherrschung und geht der Frage nach, wie jemand einen anderen Menschen vollkommen beherrschen kann.
Das Kammerorchester mit acht Instrumentalisten (Posaune, Akkordeon, Perkussion, Harfe, Geige, Cello, Kontrabass sowie ein Klarinettist, der auch die Bassklarinette spielt) und drei Sängern entwirft eine düstere, intensive Klanglandschaft. Das Werk dauert eine Stunde und hat keine Pause; Aufführende sind die gefeierten Experten für zeitgenössische Musik von CHROMA unter der Leitung von Sian Edwards. Die Leitung der Produktion hat Bijan Sheibani.
3.-11. April 2014
Linbury Studio Theatre im Royal Opera House, London, GB
Weitere Informationen:
www.roh.org.uk