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Eibe
Eiben wachsen sehr langsam, werden aber über tausend Jahre alt und gedeihen auch an überaus schattigen Orten. Die Blätter sind etwa 2 mm breite, spitze aber weiche Nadeln mit glänzender Oberseite. Die Blüten sind unauffällig und klein und sind von März bis April an den Unterseiten der Zweige zu finden. Ab August reifen die Samen, umhüllt von einem süsslichem ungiftigen Samenmantel. Ursprünglich ist der immergrüne Baum oder Strauch in Europa, Südwestasien und Nordafrika heimisch. Doch als Ziergehölz kommt er trotz der starken Giftigkeit weltweit zum Einsatz. Die älteste Eibe der Schweiz (über 1000 Jahre) findet man in Heimiswil. Der Eibenbaum ziert sogar das Wappen des bernischen Dorfes.
Blütezeit
Blüte: März-April
Früchte: August-Oktober
Giftige Pflanzenteile
Alle Pflanzenteile bis auf den roten Samenmantel enthalten Taxin. Besonders giftig sind die Nadeln. Ein Auszug aus 50-100 Nadeln ist für den Mensch tödlich.
Verwendung
Im Altertum als Schutz vor Dämonen und Blitze, als Gift, Extrakte aus den Nadeln werden als Pfeilgift verwendet, in der Krebstherapie (hemmt Mitose und Zellteilung).
Symptome
Treten ungefähr nach 30-60 Minuten nach der Einnahme auf: Rotfärbung der Lippen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Tod durch Atemlähmung.
Erste Hilfe nach Einnahme
145 oder Arzt anrufen, Person zum Erbrechen bringen, Erbrochens aufheben (für den Arzt)