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Für das Jahr 2018 weist die Lohnstatistik für Männer einen Medianlohn (die Hälfte verdient mehr als diesen Betrag, die andere Hälfte weniger) von CHF 7’125 und für Frauen von CHF 6’078 aus. Hochgerechnet auf ein 100-Prozent-Pensum verdienen Frauen im Durchschnitt also rund CHF 1’000 pro Monat weniger als die Männer. Die Lohndifferenz ist in Liechtenstein seit 2005 um rund CHF 200 kleiner geworden.
Da Frauen viel häufiger als Männer in Teilzeitjobs arbeiten, ist die effektive Lohndifferenz noch bedeutend höher. Ein Teil des Lohnunterschiedes lässt sich durch die unterschiedlichen beruflichen Positionen erklären, da Männer deutlich häufiger in Führungspositionen anzutreffen sind als Frauen. Ein nicht exakt zu beziffernder Teil des Unterschiedes basiert jedoch auf Lohndiskriminierung. Das bedeutet, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer. In der Schweiz rechnet man damit, dass rund die Hälfte des Lohnunterschiedes aufgrund von Diskriminierung zustande kommt.
In der Schweiz müssen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden seit dem 1. Juli 2020 alle vier Jahre eine Lohngleichheitsanalyse durchführen. In Liechtenstein besteht keine solche Pflicht. Einige Unternehmen führen jedoch freiwillig entsprechende Analysen durch.
- Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern geht zu langsam zurück.
- Wenn man bedenkt, dass sich das Ausbildungsniveau von Frauen und Männern immer mehr annähert, muss auch dafür gesorgt werden, dass sich das Lohnniveau angleicht.
- In Bezug auf Löhne herrscht in der Privatwirtschaft grosse Intransparenz.
- In einer freien Marktwirtschaft werden Löhne über Angebot und Nachfrage geregelt.
- Es kann nicht abschliessend erklärt werden, ob und in welchem Ausmass Frauen bei den Löhnen diskriminiert werden.
- Wer sich benachteiligt fühlt, kann gerichtlich dagegen vorgehen. Es braucht keine zusätzliche staatliche Kontrolle mit hohem finanziellem und administrativem Aufwand.