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Hevajra-Mandala
Die Hevajra-Lehren und Schriften wurden gegen Ende des 800 Jahrhunderts in Indien zusammengestellt und im 11. Jahrhundert durch Padmasambhava nach Tibet gebracht. Zielsetzung ist die geistige Befreiung aus dieser Welt. Ein wichtiges meditatives Hilfsmittel auf diesem Weg ist das Hevajra Sandmandala.
Hevajra ist eine so genannte zornvolle Gottheit, eine Meditationsgottheit, die keinen gewöhnlichen Zorn zeigt. Es handelt sich um „heiligen Zorn“, der von grossem Mitgefühl geprägt ist. Dabei geht es also nicht um Zerstörung unserer Welt, sondern um die Zerstörung aller egoistischen Leidenschaften.
Hevajra ist die wichtigste Gottheit der Sakya-Schule. Das erste Sakya-Kloster wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Die Sakay-Schule mit der Hevajra-Lehre gewann bald an Bedeutung und hatte grossen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft in Tibet.
Herstellung des Hevajra-Mandalas
Nach rituellen Rezitierungen werden die verschiedenen Schichten des Mandalas vom Meditierenden gezeichnet. Die Konstruktion und der Aufbau sind streng vorgegeben und seit Jahrhunderten überliefert. Dann wird das äussere Mandala – das für uns sichtbare – mit eingefärbtem Sand hergestellt. Es wird mit dem Zentrum und dann mit dem östlichen Teil begonnen, nach und nach entsteht ein Palast mit Mauern und vier Toren. Für den Meditierenden ist die Gottheit Hevajra im Mandala-Palast gegenwärtig (inneres Mandala). Sie bietet ihm Unterstützung für die Dauer der Mandala-Herstellung.
Die meditative Gottheit Hevajra gilt als Personifizierung von Mitleid und Weisheit. Der Meditierende soll die unbeugsame Haltung von Hevajra übernehmen und die Fähigkeiten der Meditation dazu benutzen, sich von negativen Gedanken und Gefühlen zu befreien oder anders gesagt, er soll sich mit dieser Gottheit identifizieren, um sich über Wohlwollen, Mitleid, Freude und Gleichmut zu tieferen Erkenntnissen zu kommen.
Aktuelles
Sandmandala 2018
Im Januar 2018 finden
zwei Sandmandala-
Veranstaltungen statt.