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Schutz vor Viren
Wie kann man sich Viren im Internet holen?
Immer dann, wenn Sie Dateien aus dem Internet auf den eigenen Rechner übertragen (neudeutsch "downloaden"), können Sie sich Computerviren einfangen. Die lauern z.B. in ausführbaren Dateien. In der DOS-Welt wären dies Dateien vom Typ *.exe oder *.com.
Ausserdem können sich Viren beim "Infizieren" des PC im Bootsektor von Festplatten oder Disketten einnisten. Viren, die sowohl Dateien als auch Partitionssektoren befallen, nennt man "multivalent". Aber auch in WinWord-Textdokumenten vom Typ *.doc können sich sogenannte Makroviren befinden. Werden solche Dateien ausführt bzw. aufgerufen, können weitere Dateien angesteckt, verändert oder gelöscht werden.
Tipp: Vor dem Klicken Gehirn einschalten!
Sie gewähren ja auch nicht jedem Fremden sofort Einlass. Das gilt für
alle ausführbare Dateien und Dokumente die Sie von Downloadseiten oder
in E-Mails enthalten auf Ihre Festplatte lassen. Wenn Sie nicht gerade ausländische
Bekannte oder
Geschäftspartner haben, sollten Sie Werbesendungen, vermeintliche "super-sicheren Geschäfsideen", Liebesbriefen, "gutgemeinten Ratschlägen" und dergleichen mit einer gesunden Portion Misstrauen begegnen.
Wo lauern Viren im Internet?
Auf Shareware-Servern, auf denen Software zum "downloaden" bereitgehalten
wird. Dort könnten sich aus Boshaftigkeit oder aus mangelnder Sorgsamkeit
verseuchte Dateien befinden. Firmen, die ihrem Ruf nicht schaden wollen, sollten
im Eigeninteresse dafür sorgen, dass nur virenfreie Dateien auf ihren Servern
liegen. Stellen Sie sich die Schlagzeile vor: "Microsoft verbreitet Virus
in seinem neuesten xy-Upgrade!" :-)
Auf Internet-Seiten, in denen z.B. Programme angeboten werden, die als Trojanisches-Pferd oder Dropper Einzug in Ihren PC halten um dort Schäden anzurichten (Malware). "Laden Sie sich gratis den neusten Bildschirmschoner!".
In gepackten Dateien vom Typ *.zip oder *.exe können Viren in komprimierter Form vorliegen, die von Virenscannern vielleicht erst nach dem Entpacken festgestellt werden können.
In Dateien, die Sie per E-Mail erhalten.
Wie stelle ich einen Virenbefall fest?
Wenn plötzlich die Festplatte formatiert wird, Dateien gelöscht wurden, Textdateien zerstört sind, Buchstaben "vom Bildschirm fallen", ein Liedchen aus dem Lautsprecher ertönt, die Festplatte auf einmal voll ist, ... dann ist es schon zu spät!
Würmer sind sicherlich die gefährlichste Arten von Viren!
Der Verbreitungsmechanismus des Virus bewirkt, dass er sich selbst in andere
Programmdateien kopiert und sich methodisch von einer Datei zur anderen, von
einem Rechner zum anderen ausbreitet.
Einmal auf den Weg gebracht, brauchen Würmer kein menschliches Zutun, um sich extrem schnell innerhalb eines Firmennetzwerks oder über das Internet zu verbreiten. So nutzen sie beispielsweise die E-Mail-Funktionen eines Rechners, um sich selbst an beliebige Internetadressen zu versenden. Neben ihrer Fähigkeit zur schnellen eigenständigen Verbreitung enthalten Würmer fast immer ein schädliches Programm, das sich wie ein herkömmlicher Virus innerhalb des befallenen PCs verhält.
Innerhalb nur weniger Stunden hat der Wurm "W32.Blaster" oder "W32Lovsan" weltweit tausende Rechner infiziert und sich explosionsartig verbreitet (wir berichteten). Ungeachtet aller guten Ratschläge, ernstzunehmenden Warnungen und Hinweisen aus Fachkreisen, den Rechner möglichst umfassend zu schützen, sorgen Computerviren und -würmer weltweit immer wieder für Massenepidemien auf vernetzten PCs. Firmen wie private Anwender sind vor den gefährlichen Dateien nicht gefeit, denn sie richten sich gegen jeden, der mit seinem PC ins Netz geht. Absolute Sicherheit gegen die Plagegeister gibt es nicht. Erst recht nicht, wenn man seinen Rechner einigermassen zwanglos ins Web bringen möchte. Mit ein paar grundlegenden Verhaltensweisen und einfachen Tipps halten Sie aber einen Grossteil der Plagegeister von Ihrem System fern.
Gerade durch nicht oder nur mangelhaft geschützte Systeme drohen Gefahren und ein Wurmvirus kann sich mit rasanter Geschwindigkeit verbreiten. Man könnte also behaupten, dass jedem Benutzer, der sein System ungeschützt betreibt, eine gewisse Mitverantwortung für die rasche Verbreitung der Schädlinge vorgeworfen werden kann.
Die im Heimbereich noch sehr verbreiteten Betriebssysteme Windows 9x und Me sind erheblich leichter zu "knacken" und in einem weitaus höheren Maß gefährdet als die von Hause aus etwas besser geschützten semiprofessionellen Betriebssysteme, etwa Windows 2000 oder Windows XP.
Grundlegende Sicherheits-Tipps
Antiviren-Software nutzen
Sie sollten in jedem Fall einen Virenscanner nutzen! Es gibt einige, für die private Nutzung kostenlose Virenscanner, die Ihre Arbeit sehr zufriedenstellend verrichten. Viele Programme bieten neben der reinen Suche einen Virenwächter, der im Hintergrund läuft und Sie warnt, wenn etwas Ungewöhnliches auftritt. Achten Sie auf aktuelle Viren-Signaturen, die einige Programme automatisch beziehen. Manche erfordern ein manuelles Update.