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Stationen der Ästhetik bei Baumgarten, Kant und Zimmermann
Häufig ist in der Ästhetik vom Begriff der Schönheit als dem zentralen Terminus die Rede. Ohne Zweifel ist die Schönheitsfrage für die philosophische Ästhetik von besonderer Bedeutung, im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung steht jedoch der Begriff der Form und die These, dass dieser als der ,heimliche Leitbegriff' der Ästhetik verstanden werden muss. Das ,Formproblem' resultiert aus der zweifachen Verständnismöglichkeit des Begriffs, die sich erstens aus der empirischen Bedeutung von Form (,Die Form der Vase.') ergibt, zweitens aus der philosophischen Ebene (Form als immaterielles Prinzip), auf der sich der Begriff originär bewegt. Die Inblicknahme der beiden Bedeutungsdimensionen von Form wird anhand einer Analyse der philosophiegeschichtlichen Stationen, die der Begriff beginnend mit Baumgarten, weiter zu Kant und schließlich zu Zimmermann nimmt, geliefert. Im Beschluss wird der Formbegriff zum eigentlichen Leitbegriff der Ästhetik erklärt und zudem ein neuer Terminologievorschlag für einen ,umfassenden' Formbegriff geliefert, was insbesondere für interdisziplinäre Fragestellungen, u.a. in den Kunstwissenschaften, von hoher Relevanz ist: Denn damit kann auch ein neuer Impuls für die Problematik der künstlerischen Formgebung versucht und die Frage nach einem Formprinzip der Kunst neu aufgerollt werden.