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Die ältern S. werden vorzugsweise Silene
[* 10] (s. Silen) genannt und haben meist Glatzen und Bärte; die jüngern heißen Satyrisken.
Ihrem Wesen nach sind sie die Repräsentanten des üppigen und ausgelassenen Naturlebens, die rohere Seite dessen, was bei
Dionysos veredelt und verklärt erscheint. In späterer Zeit sind S. und Satyrisken oft mit den Panen und
Panisken verwechselt und infolge davon mit Hörnern und Bocksfüßen dargestellt, von römischen Dichtern auch mit den Faunen
identifiziert worden. - Die griechische Kunst kennt in der ältern Zeit nur bärtige Silene, in welchen das tierische Element
oft zum häßlich Grotesken ausgeprägt ist. Im Lauf der Zeit gewinnt dann daneben eine jugendlichere Form
der S. Geltung, in der das Tierische nur leise angedeutet auftritt, und deren schadhafte Anmut den Satyr als würdigen Gespielen
des Weingottes erscheinen läßt.