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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich EE.2021.00007 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 1 9. Mai 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Y.___ GmbH gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___ ist Dirigent und seit Mai 2014 als Selbständigerwerbender im Nebene rwerb der Sozial versicherung des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, ange schlossen ( Urk. 8/1 und Urk. 8/ 6 ). Am 4. September 2020 (Eingangsdatum) melde te er sich bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsausfall entschädi gung gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zu sam men hang mit dem Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung Erwerbs ausfall) an (Urk. 8 / 72-73 ). Die Ausgleichskasse verneinte mit Verfügung vom 7. Dezember 2020 einen Anspruch von X.___ auf Ausrichtung einer Er werbs ausfall ent schä di gung ( Urk. 8/1 00 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache vom 1 6. Dezember 2020 (Urk. 8/1 08 ) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ab ( Urk. 8/1 15 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 9. Februar 2021 Beschwerde und bean tragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprache einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Zeitraum vom 1 7. März bis 1 6. September 2020 gestützt auf das Veranstaltungsverbot (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kass enakten [Urk. 8/1-129]), was dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 2 6. März 2021 zur Kennt nis gebracht wurde (Urk. 9 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er for der lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Ver ord nun gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Verwal tungs organisationsgesetzes, RVOG). Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen ( Epidemiengesetz, EpG ) stützen - am 2 0. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 1 7. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 1 6. September 2020 befristet ( Art. 11 Abs. 2). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr die Ver ordnung am 2 3. April und 6. Juli 2020 je eine Änderung, bevor der Geltungs zeitraum zunächst bis am 3 1. Dezember 2021 verlängert ( Art. 11 Abs. 4) und in der Folge auf den 3 0. Juni 2021 befristet wurde ( Art. 11 Abs. 5). Mit dem Bundes gesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 2 5. September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 1 7. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen ( Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz). 1.2 1.2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung hatten Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial ver siche rungsrechts (ATSG), die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Gemäss Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung, war es verboten, öffentliche oder private Veran staltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzu führen. Gemäss Abs. 2 von Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung waren öffentlich zugängliche Ein rich tungen für das Publikum geschlossen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeit betriebe (lit. d) wie Konzerthäuser und Theater. 1.2.2 Nach Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, wenn sie nicht bereits gestützt auf Abs. 3 desselben Artikels einen Anspruch auf eine Entschädigung hatten, anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Co ro navirus einen Erwerbsausfall erlitten und ihr für die Bemessung der Beiträge der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10‘000.-- und Fr. 90‘000.-- lag (sogenannte Härtefall regelung). Laut Art. 2 Abs. 3 ter Covi d-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), die im Veran stal tungs bereich tätig sind, anspruchsberechtigt, sofern sie die Einkommens voraus setzun gen gemäss Absatz 3 bis erfüllten und in der AHV obligatorisch versichert waren. 1.3 1.3.1 Nach Art. 2 Abs. 3 Covid -19-Verordnung Erwerbsausfall in der am 4. November 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbstständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des Bundesgesetzes über die AHV (AHVG) obligatorisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn sie: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden. 1.3.2 Gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnun g Erwerbsausfall in der am 4. No vem ber 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des AHVG obliga torisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein ge schränkt ist; b. s ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un d c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbs ein kom men von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer. 1.4 Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen). 1.5 Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der Ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Prioritätsordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien können beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben (BGE 134 III 16 E. 3, 134 V 170 E. 4.1, 133 III 175 E. 3.3.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus fall entschädigung mit der Begründung, dass nur selbständigerwerbende Personen einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung hätten, die einen Erwerbsausfall in der Schweiz erlitten. Nicht abgedeckt sei hingegen ein Er werbs ausfall für Einkommen, das im Ausland nicht habe erzielt werden können. So bestehe kein Anrecht auf eine Entschädigung, wenn die betroffene Person aufgrund eines Veranstaltungsverbots in einem EU/EFTA-Staat einen Erwerbs ausfall erleide. Der Beschwerdeführer sei zwar in der AHV versichert, er habe jedoch aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland einen Erwerbsausfall erlitten, weshalb er kein Anrecht auf eine Entschädigung habe ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber zusammengefasst geltend ( Urk. 1), er sei als Dirigent weltweit tätig. Der Mittelpunkt seiner selbständigen Tätigkeit liege jedoch in der Schweiz. Hier entrichte er auch auf seinen weltweit erzielten Einkünften die Sozialversicherungsabgaben, soweit nicht gemäss Sozial ver siche rungsabkommen ausgeschlossen (S. 2). Die Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall beinhalte nach ihrem Sinn und Zweck keine Einschränkung auf In lands sach ver halte, weshalb auch Entschädigungen für Erwerbsausfälle wegen aus län dischen vergleichbaren behördlich angeordneten Massnahmen zu gewäh ren seien, sofern die berechtigte Person in der Schweiz AHV-versichert sei und die entsprechenden Einkünfte AHV-pflichtig gewesen wären. Dies entspreche den völkerrechtlichen Vorgaben und auch dem Willen des Verordnungsgebers, wie es die späteren Präzisierungen des Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnu ng Erwerbs aus fall zeigten (S. 7). 3. 3.1 Eine Norm ist in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen (Auslegung nach dem Wortlaut). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung der übrigen Auslegungs elemente (historische, teleologische und systematische Auslegung) nach der wah ren Tragweite der Norm suchen (BGE 146 V 129 E. 5.5.1 mit Hinweisen). 3.2 Gemäss dem Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall in der bis 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung besteht Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Selbständigerwerbende aufgrund ei ner Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Covid-19-Verordnung 2 einen Erwerbsausfall erleiden (vgl. E. 1.2.1). Mit Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2, in Kraft getreten am 17. März 2020, verbot der Bundesrat öffentliche oder private Ver an staltungen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe ( Abs. 2 lit. d) wie Konzert häuser und Theater. Ein im Ausland aufgrund der dort gel ten den Bestimmungen angeordnete s Veranstaltungsverbot wird nicht er wähnt. Der Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ist unzweideutig und vermittelt dem Beschwerde führer, welcher nicht aufgrund einer Massnahme gestützt auf die Covid-19-Ver ordnung 2, sondern von im Ausland erlassenen Gesetzen und An ord nun gen für die Zeit bis 1 6. September 2020 nicht als Dirigent auftreten konnte (vgl. dazu Urk. 3/ 5- 6), keinen Anspruch auf eine Corona-Er werbs ausfallent schä di gung. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass die von der aus län dischen Behörde angeordnete pandemiebedingte Massnahme eine sei, die im Vergleich zu de nen in Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 gleichwertig sei ( Urk. 1 S. 5). Der klare Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt indessen eine richterliche Lückenfüllung auf sich im Ausland realisierte Sachverhalte nicht zu. Seit Aufhebung der Covid-19-Verordnung 2 (per 2 2. Juni 2020) enthält die Covid-19-Verordnung besondere Lage eine Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 äquivalente Regelung. Beide Verordnungen, also sowohl die Covid-19-Verordnung 2 als auch die Covid-19-Verordnung besondere Lage, behielten respektive behalten kantonale Veranstaltungsverbote vor. Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen in den E rläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zu sehen, in denen zu den Verordnungsänderungen vom 1 1. September 2020 ( Ziff. 6) festgehalten wird, An spruch auf eine Ent schädigung sei jenen Selbständigerwerbenden vorbehalten, die nachweisen könn t en, dass ihre Erwerbstätigkeit aufgrund des kantonalen Veranstaltungs verbots oder des Veranstaltungsv erbots des Bundes verboten worden sei. Letztlich sind somit nur in der Schweiz erlassene Veranstaltungsverbote erfasst. Soweit der Beschwer de führer vorbrachte, er sei trotz seiner EU/EFTA-weiten Tätigkeit gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit dem Sozialversiche rungs system der Schweiz unterstellt, weshalb er An spruch auf eine Erwerbsaus fall entschädigung habe ( Urk. 1 S. 4 und 6), ist er darauf hinzuweisen, dass die obligatorische Versicherung in der AHV eine der An spruchsvoraussetzungen ist, die neben dem Erwerbsausf all aufgrund einer nach Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 angeordneten Massnahme ku mulativ erfüllt sein muss. Eine Unter stellung dem Schweizer Sozialversiche rungs system alleine genügt nicht. Schliess lich kann der Be schwerdeführer auch aus der Tatsache, dass der Verweis auf Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verord nung 2 in der seit dem 1 7. September 2020 gültigen Fass ung nicht mehr besteht (vgl. E. 1.3.1), nichts zu seinen Gunsten ab leiten. Die Be schwer de gegnerin hat im an ge fochtenen Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ( Urk. 2) lediglich einen An spruch des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbs ersatz ent schä di gung für die Zeit bis 1 6. September 2020 und dement sprechend nicht unter den ab 17. Sep tember 2020 geltenden (neuen) Bestimmungen geprüft. Dies erweist sich als rechtens. Für einen (erneu ten) Leistungsbezug nach dem 17. Sep tember 2020 wäre nämlich eine neue An mel dung bei der Beschwerde gegnerin erfor der lich ( vgl. Art. 7 Abs. 1 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der mit Wirkung ab 1 7. September 2020 gültigen Fassung, Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpf ung des Coronavirus - Corona-Erwe rbsersatz, KS CE, in den ab 17. September 2020 gültigen Fassungen Rz. 1001.2 f. ). Anzufügen ist sodann, dass das Einkommen des Beschwerdeführers unbestrittenermassen über Fr. 90'000.-- liegt (vgl. Urk. 8/33), weshalb ein Anspruch gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwer bsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ausser Betracht fällt. 3.3 Zusammenfassend besteht aufgrund der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 1 6. September 2020 gültig gewesenen Fassung keine Grundlage für eine Entschädigung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Erwerbsausfalls aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland. Auch aus dem KS CE oder den Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt sich ein solcher Anspruch nicht ableiten. 4. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass die Verordnung über die Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz vom 14. Oktober 2 020 (Covid-19-Kulturverordnung), rückwirkend per 26. September 2020 in Kraft ge treten und bi s zum 21. Dezember 2021 geltend (für die Periode bis 20. Sep tember 2020 galt die Verordnung vom 2 0. März 2020 über die Abfederung der wirt schaftlichen Aus wirkungen des Coronavirus [ Covid -19] im Kultursektor [ Covid -Verordnung Kultur]), verschiedene wirtschaftliche Hilfen für Kultur schaf fen de und Kulturbetriebe vorsieht. In den Erläuterungen zur Covid -Verordnung Kultur wird explizit erwähnt, dass auch finanzielle Schäden, die im Ausland entstanden sind, entschädigt werden können, sofern alle übrigen Anspruchs voraus setzungen erfüllt sind und sie durch staatliche Massnahmen der Schweiz oder des be treffen den Landes verursacht wurden. Im Kanton Zürich wohnhafte Kultur schaffende und Kulturbetriebe können ihre Anträge auf finanzielle Unter stützung (Aus fall entschädigung) bei der Direktion der Justiz und des Innern, Fach stelle Kultur, elektronisch stellen. Das Gesuchsportal für selbständige Kultur schaffen de wurde am 7. Mai 2021 geöffnet. Die Ein gabefrist ist der 31. Mai 202 1. Fer ner bietet das Portal http://nothilfe.suisseculturesociale.ch unter ge wissen Vor aus setzungen Nothilfe für Kulturschaffende an. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___ GmbH - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstStadler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich EE.2021.00007 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 1 9. Mai 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Y.___ GmbH gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___ ist Dirigent und seit Mai 2014 als Selbständigerwerbender im Nebene rwerb der Sozial versicherung des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, ange schlossen ( Urk. 8/1 und Urk. 8/ 6 ). Am 4. September 2020 (Eingangsdatum) melde te er sich bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsausfall entschädi gung gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zu sam men hang mit dem Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung Erwerbs ausfall) an (Urk. 8 / 72-73 ). Die Ausgleichskasse verneinte mit Verfügung vom 7. Dezember 2020 einen Anspruch von X.___ auf Ausrichtung einer Er werbs ausfall ent schä di gung ( Urk. 8/1 00 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache vom 1 6. Dezember 2020 (Urk. 8/1 08 ) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ab ( Urk. 8/1 15 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 9. Februar 2021 Beschwerde und bean tragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprache einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Zeitraum vom 1 7. März bis 1 6. September 2020 gestützt auf das Veranstaltungsverbot (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kass enakten [Urk. 8/1-129]), was dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 2 6. März 2021 zur Kennt nis gebracht wurde (Urk. 9 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er for der lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Ver ord nun gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Verwal tungs organisationsgesetzes, RVOG). Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen ( Epidemiengesetz, EpG ) stützen - am 2 0. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 1 7. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 1 6. September 2020 befristet ( Art. 11 Abs. 2). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr die Ver ordnung am 2 3. April und 6. Juli 2020 je eine Änderung, bevor der Geltungs zeitraum zunächst bis am 3 1. Dezember 2021 verlängert ( Art. 11 Abs. 4) und in der Folge auf den 3 0. Juni 2021 befristet wurde ( Art. 11 Abs. 5). Mit dem Bundes gesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 2 5. September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 1 7. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen ( Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz). 1.2 1.2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung hatten Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial ver siche rungsrechts (ATSG), die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Gemäss Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung, war es verboten, öffentliche oder private Veran staltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzu führen. Gemäss Abs. 2 von Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung waren öffentlich zugängliche Ein rich tungen für das Publikum geschlossen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeit betriebe (lit. d) wie Konzerthäuser und Theater. 1.2.2 Nach Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, wenn sie nicht bereits gestützt auf Abs. 3 desselben Artikels einen Anspruch auf eine Entschädigung hatten, anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Co ro navirus einen Erwerbsausfall erlitten und ihr für die Bemessung der Beiträge der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10‘000.-- und Fr. 90‘000.-- lag (sogenannte Härtefall regelung). Laut Art. 2 Abs. 3 ter Covi d-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), die im Veran stal tungs bereich tätig sind, anspruchsberechtigt, sofern sie die Einkommens voraus setzun gen gemäss Absatz 3 bis erfüllten und in der AHV obligatorisch versichert waren. 1.3 1.3.1 Nach Art. 2 Abs. 3 Covid -19-Verordnung Erwerbsausfall in der am 4. November 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbstständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des Bundesgesetzes über die AHV (AHVG) obligatorisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn sie: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden. 1.3.2 Gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnun g Erwerbsausfall in der am 4. No vem ber 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des AHVG obliga torisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein ge schränkt ist; b. s ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un d c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbs ein kom men von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer. 1.4 Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen). 1.5 Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der Ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Prioritätsordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien können beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben (BGE 134 III 16 E. 3, 134 V 170 E. 4.1, 133 III 175 E. 3.3.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus fall entschädigung mit der Begründung, dass nur selbständigerwerbende Personen einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung hätten, die einen Erwerbsausfall in der Schweiz erlitten. Nicht abgedeckt sei hingegen ein Er werbs ausfall für Einkommen, das im Ausland nicht habe erzielt werden können. So bestehe kein Anrecht auf eine Entschädigung, wenn die betroffene Person aufgrund eines Veranstaltungsverbots in einem EU/EFTA-Staat einen Erwerbs ausfall erleide. Der Beschwerdeführer sei zwar in der AHV versichert, er habe jedoch aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland einen Erwerbsausfall erlitten, weshalb er kein Anrecht auf eine Entschädigung habe ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber zusammengefasst geltend ( Urk. 1), er sei als Dirigent weltweit tätig. Der Mittelpunkt seiner selbständigen Tätigkeit liege jedoch in der Schweiz. Hier entrichte er auch auf seinen weltweit erzielten Einkünften die Sozialversicherungsabgaben, soweit nicht gemäss Sozial ver siche rungsabkommen ausgeschlossen (S. 2). Die Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall beinhalte nach ihrem Sinn und Zweck keine Einschränkung auf In lands sach ver halte, weshalb auch Entschädigungen für Erwerbsausfälle wegen aus län dischen vergleichbaren behördlich angeordneten Massnahmen zu gewäh ren seien, sofern die berechtigte Person in der Schweiz AHV-versichert sei und die entsprechenden Einkünfte AHV-pflichtig gewesen wären. Dies entspreche den völkerrechtlichen Vorgaben und auch dem Willen des Verordnungsgebers, wie es die späteren Präzisierungen des Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnu ng Erwerbs aus fall zeigten (S. 7). 3. 3.1 Eine Norm ist in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen (Auslegung nach dem Wortlaut). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung der übrigen Auslegungs elemente (historische, teleologische und systematische Auslegung) nach der wah ren Tragweite der Norm suchen (BGE 146 V 129 E. 5.5.1 mit Hinweisen). 3.2 Gemäss dem Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall in der bis 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung besteht Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Selbständigerwerbende aufgrund ei ner Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Covid-19-Verordnung 2 einen Erwerbsausfall erleiden (vgl. E. 1.2.1). Mit Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2, in Kraft getreten am 17. März 2020, verbot der Bundesrat öffentliche oder private Ver an staltungen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe ( Abs. 2 lit. d) wie Konzert häuser und Theater. Ein im Ausland aufgrund der dort gel ten den Bestimmungen angeordnete s Veranstaltungsverbot wird nicht er wähnt. Der Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ist unzweideutig und vermittelt dem Beschwerde führer, welcher nicht aufgrund einer Massnahme gestützt auf die Covid-19-Ver ordnung 2, sondern von im Ausland erlassenen Gesetzen und An ord nun gen für die Zeit bis 1 6. September 2020 nicht als Dirigent auftreten konnte (vgl. dazu Urk. 3/ 5- 6), keinen Anspruch auf eine Corona-Er werbs ausfallent schä di gung. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass die von der aus län dischen Behörde angeordnete pandemiebedingte Massnahme eine sei, die im Vergleich zu de nen in Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 gleichwertig sei ( Urk. 1 S. 5). Der klare Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt indessen eine richterliche Lückenfüllung auf sich im Ausland realisierte Sachverhalte nicht zu. Seit Aufhebung der Covid-19-Verordnung 2 (per 2 2. Juni 2020) enthält die Covid-19-Verordnung besondere Lage eine Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 äquivalente Regelung. Beide Verordnungen, also sowohl die Covid-19-Verordnung 2 als auch die Covid-19-Verordnung besondere Lage, behielten respektive behalten kantonale Veranstaltungsverbote vor. Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen in den E rläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zu sehen, in denen zu den Verordnungsänderungen vom 1 1. September 2020 ( Ziff. 6) festgehalten wird, An spruch auf eine Ent schädigung sei jenen Selbständigerwerbenden vorbehalten, die nachweisen könn t en, dass ihre Erwerbstätigkeit aufgrund des kantonalen Veranstaltungs verbots oder des Veranstaltungsv erbots des Bundes verboten worden sei. Letztlich sind somit nur in der Schweiz erlassene Veranstaltungsverbote erfasst. Soweit der Beschwer de führer vorbrachte, er sei trotz seiner EU/EFTA-weiten Tätigkeit gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit dem Sozialversiche rungs system der Schweiz unterstellt, weshalb er An spruch auf eine Erwerbsaus fall entschädigung habe ( Urk. 1 S. 4 und 6), ist er darauf hinzuweisen, dass die obligatorische Versicherung in der AHV eine der An spruchsvoraussetzungen ist, die neben dem Erwerbsausf all aufgrund einer nach Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 angeordneten Massnahme ku mulativ erfüllt sein muss. Eine Unter stellung dem Schweizer Sozialversiche rungs system alleine genügt nicht. Schliess lich kann der Be schwerdeführer auch aus der Tatsache, dass der Verweis auf Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verord nung 2 in der seit dem 1 7. September 2020 gültigen Fass ung nicht mehr besteht (vgl. E. 1.3.1), nichts zu seinen Gunsten ab leiten. Die Be schwer de gegnerin hat im an ge fochtenen Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ( Urk. 2) lediglich einen An spruch des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbs ersatz ent schä di gung für die Zeit bis 1 6. September 2020 und dement sprechend nicht unter den ab 17. Sep tember 2020 geltenden (neuen) Bestimmungen geprüft. Dies erweist sich als rechtens. Für einen (erneu ten) Leistungsbezug nach dem 17. Sep tember 2020 wäre nämlich eine neue An mel dung bei der Beschwerde gegnerin erfor der lich ( vgl. Art. 7 Abs. 1 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der mit Wirkung ab 1 7. September 2020 gültigen Fassung, Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpf ung des Coronavirus - Corona-Erwe rbsersatz, KS CE, in den ab 17. September 2020 gültigen Fassungen Rz. 1001.2 f. ). Anzufügen ist sodann, dass das Einkommen des Beschwerdeführers unbestrittenermassen über Fr. 90'000.-- liegt (vgl. Urk. 8/33), weshalb ein Anspruch gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwer bsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ausser Betracht fällt. 3.3 Zusammenfassend besteht aufgrund der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 1 6. September 2020 gültig gewesenen Fassung keine Grundlage für eine Entschädigung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Erwerbsausfalls aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland. Auch aus dem KS CE oder den Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt sich ein solcher Anspruch nicht ableiten. 4. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass die Verordnung über die Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz vom 14. Oktober 2 020 (Covid-19-Kulturverordnung), rückwirkend per 26. September 2020 in Kraft ge treten und bi s zum 21. Dezember 2021 geltend (für die Periode bis 20. Sep tember 2020 galt die Verordnung vom 2 0. März 2020 über die Abfederung der wirt schaftlichen Aus wirkungen des Coronavirus [ Covid -19] im Kultursektor [ Covid -Verordnung Kultur]), verschiedene wirtschaftliche Hilfen für Kultur schaf fen de und Kulturbetriebe vorsieht. In den Erläuterungen zur Covid -Verordnung Kultur wird explizit erwähnt, dass auch finanzielle Schäden, die im Ausland entstanden sind, entschädigt werden können, sofern alle übrigen Anspruchs voraus setzungen erfüllt sind und sie durch staatliche Massnahmen der Schweiz oder des be treffen den Landes verursacht wurden. Im Kanton Zürich wohnhafte Kultur schaffende und Kulturbetriebe können ihre Anträge auf finanzielle Unter stützung (Aus fall entschädigung) bei der Direktion der Justiz und des Innern, Fach stelle Kultur, elektronisch stellen. Das Gesuchsportal für selbständige Kultur schaffen de wurde am 7. Mai 2021 geöffnet. Die Ein gabefrist ist der 31. Mai 202 1. Fer ner bietet das Portal http://nothilfe.suisseculturesociale.ch unter ge wissen Vor aus setzungen Nothilfe für Kulturschaffende an. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___ GmbH - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstStadler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich EE.2021.00007 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 1 9. Mai 2021

EE.2021.00007

EE.2021.00007

EE.2021.00007 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler

Urteil vom 1 9. Mai 2021

Urteil vom 1 9. Mai 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Y.___ GmbH

vertreten durch Y.___ GmbH gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___ ist Dirigent und seit Mai 2014 als Selbständigerwerbender im Nebene rwerb der Sozial versicherung des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, ange schlossen ( Urk. 8/1 und Urk. 8/ 6 ). Am 4. September 2020 (Eingangsdatum) melde te er sich bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsausfall entschädi gung gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zu sam men hang mit dem Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung Erwerbs ausfall) an (Urk. 8 / 72-73 ). Die Ausgleichskasse verneinte mit Verfügung vom 7. Dezember 2020 einen Anspruch von X.___ auf Ausrichtung einer Er werbs ausfall ent schä di gung ( Urk. 8/1 00 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache vom 1 6. Dezember 2020 (Urk. 8/1 08 ) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ab ( Urk. 8/1 15 = Urk. 2).

1. X.___ ist Dirigent und seit Mai 2014 als Selbständigerwerbender im Nebene rwerb der Sozial versicherung des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, ange schlossen ( Urk. 8/1 und Urk. 8/ 6 ). Am 4. September 2020 (Eingangsdatum) melde te er sich bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsausfall entschädi gung gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zu sam men hang mit dem Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung Erwerbs ausfall) an (Urk. 8 72-73 ). Die Ausgleichskasse verneinte mit Verfügung vom 7. Dezember 2020 einen Anspruch von X.___ auf Ausrichtung einer Er werbs ausfall ent schä di gung ( Urk. 8/1 00 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache vom 1 6. Dezember 2020 (Urk. 8/1 08 ) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ab ( Urk. 8/1 15 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 9. Februar 2021 Beschwerde und bean tragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprache einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Zeitraum vom 1 7. März bis 1 6. September 2020 gestützt auf das Veranstaltungsverbot (Urk. 1).

2. Dagegen erhob X.___ am 9. Februar 2021 Beschwerde und bean tragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprache einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Zeitraum vom 1 7. März bis 1 6. September 2020 gestützt auf das Veranstaltungsverbot (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kass enakten [Urk. 8/1-129]), was dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 2 6. März 2021 zur Kennt nis gebracht wurde (Urk. 9 ).

Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kass enakten [Urk. 8/1-129]), was dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 2 6. März 2021 zur Kennt nis gebracht wurde (Urk. 9 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er for der lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er for der lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Ver ord nun gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Verwal tungs organisationsgesetzes, RVOG).

1.1 Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Ver ord nun gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Verwal tungs organisationsgesetzes, RVOG). Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen ( Epidemiengesetz, EpG ) stützen - am 2 0. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 1 7. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 1 6. September 2020 befristet ( Art. 11 Abs. 2). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr die Ver ordnung am 2 3. April und 6. Juli 2020 je eine Änderung, bevor der Geltungs zeitraum zunächst bis am 3 1. Dezember 2021 verlängert ( Art. 11 Abs. 4) und in der Folge auf den 3 0. Juni 2021 befristet wurde ( Art. 11 Abs. 5). Mit dem Bundes gesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 2 5. September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 1 7. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen ( Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz).

Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen ( Epidemiengesetz, EpG ) stützen - am 2 0. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 1 7. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 1 6. September 2020 befristet ( Art. 11 Abs. 2). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr die Ver ordnung am 2 3. April und 6. Juli 2020 je eine Änderung, bevor der Geltungs zeitraum zunächst bis am 3 1. Dezember 2021 verlängert ( Art. 11 Abs. 4) und in der Folge auf den 3 0. Juni 2021 befristet wurde ( Art. 11 Abs. 5). Mit dem Bundes gesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 2 5. September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 1 7. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen ( Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz). 1.2

1.2 1.2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung hatten Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial ver siche rungsrechts (ATSG), die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung.

1.2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung hatten Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial ver siche rungsrechts (ATSG), die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ( Covid -19; Covid -19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Gemäss Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung, war es verboten, öffentliche oder private Veran staltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzu führen. Gemäss Abs. 2 von Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung waren öffentlich zugängliche Ein rich tungen für das Publikum geschlossen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeit betriebe (lit. d) wie Konzerthäuser und Theater.

Gemäss Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung, war es verboten, öffentliche oder private Veran staltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzu führen. Gemäss Abs. 2 von Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 in der vom 17. März bis 5. Juni 2020 gültig gewesenen Fassung waren öffentlich zugängliche Ein rich tungen für das Publikum geschlossen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeit betriebe (lit. d) wie Konzerthäuser und Theater. 1.2.2 Nach Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, wenn sie nicht bereits gestützt auf Abs. 3 desselben Artikels einen Anspruch auf eine Entschädigung hatten, anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Co ro navirus einen Erwerbsausfall erlitten und ihr für die Bemessung der Beiträge der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10‘000.-- und Fr. 90‘000.-- lag (sogenannte Härtefall regelung).

1.2.2 Nach Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, wenn sie nicht bereits gestützt auf Abs. 3 desselben Artikels einen Anspruch auf eine Entschädigung hatten, anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Co ro navirus einen Erwerbsausfall erlitten und ihr für die Bemessung der Beiträge der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10‘000.-- und Fr. 90‘000.-- lag (sogenannte Härtefall regelung). Laut Art. 2 Abs. 3 ter Covi d-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), die im Veran stal tungs bereich tätig sind, anspruchsberechtigt, sofern sie die Einkommens voraus setzun gen gemäss Absatz 3 bis erfüllten und in der AHV obligatorisch versichert waren.

Laut Art. 2 Abs. 3 ter Covi d-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung waren Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), die im Veran stal tungs bereich tätig sind, anspruchsberechtigt, sofern sie die Einkommens voraus setzun gen gemäss Absatz 3 bis erfüllten und in der AHV obligatorisch versichert waren. 1.3

1.3 1.3.1 Nach Art. 2 Abs. 3 Covid -19-Verordnung Erwerbsausfall in der am 4. November 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbstständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des Bundesgesetzes über die AHV (AHVG) obligatorisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn sie:

1.3.1 Nach Art. 2 Abs. 3 Covid -19-Verordnung Erwerbsausfall in der am 4. November 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbstständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des Bundesgesetzes über die AHV (AHVG) obligatorisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn sie: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und

a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden. b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden. 1.3.2 Gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnun g Erwerbsausfall in der am 4. No vem ber 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des AHVG obliga torisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn:

1.3.2 Gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnun g Erwerbsausfall in der am 4. No vem ber 2020 rückwirkend per 1 7. September 2020 in Kraft gesetzten Fassung sind Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3 Buchstaben b und c AVIG, welche im Sinne des AHVG obliga torisch versichert sind, anspruchsberechtigt, wenn: a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein ge schränkt ist;

a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass nahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein ge schränkt ist; b. s ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un d

b. s ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un d c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbs ein kom men von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer. c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbs ein kom men von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer. 1.4 Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen).

1.4 Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen). 1.5 Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der Ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Prioritätsordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien können beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben (BGE 134 III 16 E. 3, 134 V 170 E. 4.1, 133 III 175 E. 3.3.1).

1.5 Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der Ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Prioritätsordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien können beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben (BGE 134 III 16 E. 3, 134 V 170 E. 4.1, 133 III 175 E. 3.3.1). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus fall entschädigung mit der Begründung, dass nur selbständigerwerbende Personen einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung hätten, die einen Erwerbsausfall in der Schweiz erlitten. Nicht abgedeckt sei hingegen ein Er werbs ausfall für Einkommen, das im Ausland nicht habe erzielt werden können. So bestehe kein Anrecht auf eine Entschädigung, wenn die betroffene Person aufgrund eines Veranstaltungsverbots in einem EU/EFTA-Staat einen Erwerbs ausfall erleide. Der Beschwerdeführer sei zwar in der AHV versichert, er habe jedoch aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland einen Erwerbsausfall erlitten, weshalb er kein Anrecht auf eine Entschädigung habe ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus fall entschädigung mit der Begründung, dass nur selbständigerwerbende Personen einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung hätten, die einen Erwerbsausfall in der Schweiz erlitten. Nicht abgedeckt sei hingegen ein Er werbs ausfall für Einkommen, das im Ausland nicht habe erzielt werden können. So bestehe kein Anrecht auf eine Entschädigung, wenn die betroffene Person aufgrund eines Veranstaltungsverbots in einem EU/EFTA-Staat einen Erwerbs ausfall erleide. Der Beschwerdeführer sei zwar in der AHV versichert, er habe jedoch aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland einen Erwerbsausfall erlitten, weshalb er kein Anrecht auf eine Entschädigung habe ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber zusammengefasst geltend ( Urk. 1), er sei als Dirigent weltweit tätig. Der Mittelpunkt seiner selbständigen Tätigkeit liege jedoch in der Schweiz. Hier entrichte er auch auf seinen weltweit erzielten Einkünften die Sozialversicherungsabgaben, soweit nicht gemäss Sozial ver siche rungsabkommen ausgeschlossen (S. 2). Die Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall beinhalte nach ihrem Sinn und Zweck keine Einschränkung auf In lands sach ver halte, weshalb auch Entschädigungen für Erwerbsausfälle wegen aus län dischen vergleichbaren behördlich angeordneten Massnahmen zu gewäh ren seien, sofern die berechtigte Person in der Schweiz AHV-versichert sei und die entsprechenden Einkünfte AHV-pflichtig gewesen wären. Dies entspreche den völkerrechtlichen Vorgaben und auch dem Willen des Verordnungsgebers, wie es die späteren Präzisierungen des Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnu ng Erwerbs aus fall zeigten (S. 7).

2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber zusammengefasst geltend ( Urk. 1), er sei als Dirigent weltweit tätig. Der Mittelpunkt seiner selbständigen Tätigkeit liege jedoch in der Schweiz. Hier entrichte er auch auf seinen weltweit erzielten Einkünften die Sozialversicherungsabgaben, soweit nicht gemäss Sozial ver siche rungsabkommen ausgeschlossen (S. 2). Die Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall beinhalte nach ihrem Sinn und Zweck keine Einschränkung auf In lands sach ver halte, weshalb auch Entschädigungen für Erwerbsausfälle wegen aus län dischen vergleichbaren behördlich angeordneten Massnahmen zu gewäh ren seien, sofern die berechtigte Person in der Schweiz AHV-versichert sei und die entsprechenden Einkünfte AHV-pflichtig gewesen wären. Dies entspreche den völkerrechtlichen Vorgaben und auch dem Willen des Verordnungsgebers, wie es die späteren Präzisierungen des Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnu ng Erwerbs aus fall zeigten (S. 7). 3.

3. 3.1 Eine Norm ist in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen (Auslegung nach dem Wortlaut). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung der übrigen Auslegungs elemente (historische, teleologische und systematische Auslegung) nach der wah ren Tragweite der Norm suchen (BGE 146 V 129 E. 5.5.1 mit Hinweisen).

3.1 Eine Norm ist in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen (Auslegung nach dem Wortlaut). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung der übrigen Auslegungs elemente (historische, teleologische und systematische Auslegung) nach der wah ren Tragweite der Norm suchen (BGE 146 V 129 E. 5.5.1 mit Hinweisen). 3.2 Gemäss dem Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall in der bis 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung besteht Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Selbständigerwerbende aufgrund ei ner Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Covid-19-Verordnung 2 einen Erwerbsausfall erleiden (vgl. E. 1.2.1). Mit Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2, in Kraft getreten am 17. März 2020, verbot der Bundesrat öffentliche oder private Ver an staltungen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe ( Abs. 2 lit. d) wie Konzert häuser und Theater. Ein im Ausland aufgrund der dort gel ten den Bestimmungen angeordnete s Veranstaltungsverbot wird nicht er wähnt. Der Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ist unzweideutig und vermittelt dem Beschwerde führer, welcher nicht aufgrund einer Massnahme gestützt auf die Covid-19-Ver ordnung 2, sondern von im Ausland erlassenen Gesetzen und An ord nun gen für die Zeit bis 1 6. September 2020 nicht als Dirigent auftreten konnte (vgl. dazu Urk. 3/ 5- 6), keinen Anspruch auf eine Corona-Er werbs ausfallent schä di gung. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass die von der aus län dischen Behörde angeordnete pandemiebedingte Massnahme eine sei, die im Vergleich zu de nen in Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 gleichwertig sei ( Urk. 1 S. 5). Der klare Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt indessen eine richterliche Lückenfüllung auf sich im Ausland realisierte Sachverhalte nicht zu. Seit Aufhebung der Covid-19-Verordnung 2 (per 2 2. Juni 2020) enthält die Covid-19-Verordnung besondere Lage eine Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 äquivalente Regelung. Beide Verordnungen, also sowohl die Covid-19-Verordnung 2 als auch die Covid-19-Verordnung besondere Lage, behielten respektive behalten kantonale Veranstaltungsverbote vor. Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen in den E rläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zu sehen, in denen zu den Verordnungsänderungen vom 1 1. September 2020 ( Ziff. 6) festgehalten wird, An spruch auf eine Ent schädigung sei jenen Selbständigerwerbenden vorbehalten, die nachweisen könn t en, dass ihre Erwerbstätigkeit aufgrund des kantonalen Veranstaltungs verbots oder des Veranstaltungsv erbots des Bundes verboten worden sei. Letztlich sind somit nur in der Schweiz erlassene Veranstaltungsverbote erfasst. Soweit der Beschwer de führer vorbrachte, er sei trotz seiner EU/EFTA-weiten Tätigkeit gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit dem Sozialversiche rungs system der Schweiz unterstellt, weshalb er An spruch auf eine Erwerbsaus fall entschädigung habe ( Urk. 1 S. 4 und 6), ist er darauf hinzuweisen, dass die obligatorische Versicherung in der AHV eine der An spruchsvoraussetzungen ist, die neben dem Erwerbsausf all aufgrund einer nach Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 angeordneten Massnahme ku mulativ erfüllt sein muss. Eine Unter stellung dem Schweizer Sozialversiche rungs system alleine genügt nicht. Schliess lich kann der Be schwerdeführer auch aus der Tatsache, dass der Verweis auf Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verord nung 2 in der seit dem 1 7. September 2020 gültigen Fass ung nicht mehr besteht (vgl. E. 1.3.1), nichts zu seinen Gunsten ab leiten. Die Be schwer de gegnerin hat im an ge fochtenen Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ( Urk. 2) lediglich einen An spruch des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbs ersatz ent schä di gung für die Zeit bis 1 6. September 2020 und dement sprechend nicht unter den ab 17. Sep tember 2020 geltenden (neuen) Bestimmungen geprüft. Dies erweist sich als rechtens. Für einen (erneu ten) Leistungsbezug nach dem 17. Sep tember 2020 wäre nämlich eine neue An mel dung bei der Beschwerde gegnerin erfor der lich ( vgl. Art. 7 Abs. 1 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der mit Wirkung ab 1 7. September 2020 gültigen Fassung, Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpf ung des Coronavirus - Corona-Erwe rbsersatz, KS CE, in den ab 17. September 2020 gültigen Fassungen Rz. 1001.2 f. ). Anzufügen ist sodann, dass das Einkommen des Beschwerdeführers unbestrittenermassen über Fr. 90'000.-- liegt (vgl. Urk. 8/33), weshalb ein Anspruch gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwer bsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ausser Betracht fällt.

3.2 Gemäss dem Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Er werbs ausfall in der bis 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung besteht Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Selbständigerwerbende aufgrund ei ner Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Covid-19-Verordnung 2 einen Erwerbsausfall erleiden (vgl. E. 1.2.1). Mit Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2, in Kraft getreten am 17. März 2020, verbot der Bundesrat öffentliche oder private Ver an staltungen, namentlich Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe ( Abs. 2 lit. d) wie Konzert häuser und Theater. Ein im Ausland aufgrund der dort gel ten den Bestimmungen angeordnete s Veranstaltungsverbot wird nicht er wähnt. Der Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 16. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ist unzweideutig und vermittelt dem Beschwerde führer, welcher nicht aufgrund einer Massnahme gestützt auf die Covid-19-Ver ordnung 2, sondern von im Ausland erlassenen Gesetzen und An ord nun gen für die Zeit bis 1 6. September 2020 nicht als Dirigent auftreten konnte (vgl. dazu Urk. 3/ 5- 6), keinen Anspruch auf eine Corona-Er werbs ausfallent schä di gung. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass die von der aus län dischen Behörde angeordnete pandemiebedingte Massnahme eine sei, die im Vergleich zu de nen in Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 gleichwertig sei ( Urk. 1 S. 5). Der klare Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt indessen eine richterliche Lückenfüllung auf sich im Ausland realisierte Sachverhalte nicht zu. Seit Aufhebung der Covid-19-Verordnung 2 (per 2 2. Juni 2020) enthält die Covid-19-Verordnung besondere Lage eine Art. 6 der Covid-19-Verordnung 2 äquivalente Regelung. Beide Verordnungen, also sowohl die Covid-19-Verordnung 2 als auch die Covid-19-Verordnung besondere Lage, behielten respektive behalten kantonale Veranstaltungsverbote vor. Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen in den E rläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zu sehen, in denen zu den Verordnungsänderungen vom 1 1. September 2020 ( Ziff. 6) festgehalten wird, An spruch auf eine Ent schädigung sei jenen Selbständigerwerbenden vorbehalten, die nachweisen könn t en, dass ihre Erwerbstätigkeit aufgrund des kantonalen Veranstaltungs verbots oder des Veranstaltungsv erbots des Bundes verboten worden sei. Letztlich sind somit nur in der Schweiz erlassene Veranstaltungsverbote erfasst. Soweit der Beschwer de führer vorbrachte, er sei trotz seiner EU/EFTA-weiten Tätigkeit gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit dem Sozialversiche rungs system der Schweiz unterstellt, weshalb er An spruch auf eine Erwerbsaus fall entschädigung habe ( Urk. 1 S. 4 und 6), ist er darauf hinzuweisen, dass die obligatorische Versicherung in der AHV eine der An spruchsvoraussetzungen ist, die neben dem Erwerbsausf all aufgrund einer nach Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verordnung 2 angeordneten Massnahme ku mulativ erfüllt sein muss. Eine Unter stellung dem Schweizer Sozialversiche rungs system alleine genügt nicht. Schliess lich kann der Be schwerdeführer auch aus der Tatsache, dass der Verweis auf Art. 6 Abs. 1 und 2 Covid-19-Verord nung 2 in der seit dem 1 7. September 2020 gültigen Fass ung nicht mehr besteht (vgl. E. 1.3.1), nichts zu seinen Gunsten ab leiten. Die Be schwer de gegnerin hat im an ge fochtenen Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 ( Urk. 2) lediglich einen An spruch des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbs ersatz ent schä di gung für die Zeit bis 1 6. September 2020 und dement sprechend nicht unter den ab 17. Sep tember 2020 geltenden (neuen) Bestimmungen geprüft. Dies erweist sich als rechtens. Für einen (erneu ten) Leistungsbezug nach dem 17. Sep tember 2020 wäre nämlich eine neue An mel dung bei der Beschwerde gegnerin erfor der lich ( vgl. Art. 7 Abs. 1 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der mit Wirkung ab 1 7. September 2020 gültigen Fassung, Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpf ung des Coronavirus - Corona-Erwe rbsersatz, KS CE, in den ab 17. September 2020 gültigen Fassungen Rz. 1001.2 f. ). Anzufügen ist sodann, dass das Einkommen des Beschwerdeführers unbestrittenermassen über Fr. 90'000.-- liegt (vgl. Urk. 8/33), weshalb ein Anspruch gemäss Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwer bsausfall in der bis am 1 6. Sep tember 2020 gültig gewesenen Fassung ausser Betracht fällt. 3.3 Zusammenfassend besteht aufgrund der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 1 6. September 2020 gültig gewesenen Fassung keine Grundlage für eine Entschädigung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Erwerbsausfalls aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland. Auch aus dem KS CE oder den Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt sich ein solcher Anspruch nicht ableiten.

3.3 Zusammenfassend besteht aufgrund der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 1 6. September 2020 gültig gewesenen Fassung keine Grundlage für eine Entschädigung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Erwerbsausfalls aufgrund eines Veranstaltungsverbots im Ausland. Auch aus dem KS CE oder den Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall lässt sich ein solcher Anspruch nicht ableiten. 4. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass die Verordnung über die Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz vom 14. Oktober 2 020 (Covid-19-Kulturverordnung), rückwirkend per 26. September 2020 in Kraft ge treten und bi s zum 21. Dezember 2021 geltend (für die Periode bis 20. Sep tember 2020 galt die Verordnung vom 2 0. März 2020 über die Abfederung der wirt schaftlichen Aus wirkungen des Coronavirus [ Covid -19] im Kultursektor [ Covid -Verordnung Kultur]), verschiedene wirtschaftliche Hilfen für Kultur schaf fen de und Kulturbetriebe vorsieht. In den Erläuterungen zur Covid -Verordnung Kultur wird explizit erwähnt, dass auch finanzielle Schäden, die im Ausland entstanden sind, entschädigt werden können, sofern alle übrigen Anspruchs voraus setzungen erfüllt sind und sie durch staatliche Massnahmen der Schweiz oder des be treffen den Landes verursacht wurden. Im Kanton Zürich wohnhafte Kultur schaffende und Kulturbetriebe können ihre Anträge auf finanzielle Unter stützung (Aus fall entschädigung) bei der Direktion der Justiz und des Innern, Fach stelle Kultur, elektronisch stellen. Das Gesuchsportal für selbständige Kultur schaffen de wurde am 7. Mai 2021 geöffnet. Die Ein gabefrist ist der 31. Mai 202 1. Fer ner bietet das Portal http://nothilfe.suisseculturesociale.ch unter ge wissen Vor aus setzungen Nothilfe für Kulturschaffende an.

4. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass die Verordnung über die Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz vom 14. Oktober 2 020 (Covid-19-Kulturverordnung), rückwirkend per 26. September 2020 in Kraft ge treten und bi s zum 21. Dezember 2021 geltend (für die Periode bis 20. Sep tember 2020 galt die Verordnung vom 2 0. März 2020 über die Abfederung der wirt schaftlichen Aus wirkungen des Coronavirus [ Covid -19] im Kultursektor [ Covid -Verordnung Kultur]), verschiedene wirtschaftliche Hilfen für Kultur schaf fen de und Kulturbetriebe vorsieht. In den Erläuterungen zur Covid -Verordnung Kultur wird explizit erwähnt, dass auch finanzielle Schäden, die im Ausland entstanden sind, entschädigt werden können, sofern alle übrigen Anspruchs voraus setzungen erfüllt sind und sie durch staatliche Massnahmen der Schweiz oder des be treffen den Landes verursacht wurden. Im Kanton Zürich wohnhafte Kultur schaffende und Kulturbetriebe können ihre Anträge auf finanzielle Unter stützung (Aus fall entschädigung) bei der Direktion der Justiz und des Innern, Fach stelle Kultur, elektronisch stellen. Das Gesuchsportal für selbständige Kultur schaffen de wurde am 7. Mai 2021 geöffnet. Die Ein gabefrist ist der 31. Mai 202 1. Fer ner bietet das Portal http://nothilfe.suisseculturesociale.ch unter ge wissen Vor aus setzungen Nothilfe für Kulturschaffende an. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___ GmbH

Y.___ GmbH - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstStadler