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UCI Mountainbike CC Weltcup in La Bresse, Frankreich:
Historischer Sieg für Frankreich bei den Elite Herren
Bei den Elite- und U23 Damen stehen die Schweizerinnen ganz oben
Text und Fotos Jürgen Gruenwidl
Nach 19 Jahren gelingt den französischen Herren vor heimischem Publikum beim Mountainbike-Weltcup in La Bresse erneut einen Dreifachsieg. Julien Absalon fährt in 1:26:38 Stunden zu seinem 31. Weltcuperfolg. Auf Platz 2 und 3 landen seine Landsmänner Maxime Marotte (+1:00) und Victor Koretzky (+1:24). Vor 19 Jahren gelang dies Frankreich mit Miguel Martinez, Ludovic Dubau und Jerome Chiotti im kanadischen Mont Sainte Anne das letzte Mal.
Julien Absalon, der in der Nähe von La Bresse aufgewachsen ist, konnte sich in der dritten Runde aus einer Spitzengruppe absetzen. Der Doppelolympiasieger profitierte dabei von einem Rad Defekt von Nino Schurter. So 20 Sekunden benötigte man für den Wechsel, doch in der folgenden Runde erlitt Schurter einen weiteren Plattfuß. Diesmal dauerte der Radwechsel länger und Nino Schurter fiel zu weit zurück, um noch um den Sieg einzugreifen.
Vorne überholten die beiden Franzosen Maxime Marotte und Victor Koretzky, Mathias Flückiger und vollendeten vor mehr als 10000 Zuschauern den Triumph der Franzosen.
Auch bei den U23 Herren, triumphierte Frankreich:
Der Franzose Titouan Carod feierte seinen ersten Saisonsieg in 2016. Weltcup-Titelverteidiger Carod gewinnt in 1:12:59 Stunden mit 2:05 Minuten Vorsprung auf Landsmann Romain Seigle und 2:49 Minuten vor dem Neuseeländer Sam Gaze, der allerdings sein weißes Leaderjersey verteidigte.
Der Kampf um den Sieg war in diesem Rennen eine einseitige Angelegenheit. Titouan Carod konnte sich bereits im ersten Anstieg absetzen und fuhr dann ungefährdet vorne weg.
Gaze fiel zwischenzeitlich auf Rang fünf zurück, konnte sich aber wieder erholen und kämpfte dann hinter Romain Seigle gegen Marcel Guerrini um den dritten Platz. In der Vierten von fünf Runden setzt sich Gaze im Downhill von Guerrini ab, der als Vierter ins Ziel kam.
Jolanda Neff gewinnt dramatisches Rennen
Im Kampf um den Sieg erlebten die Zuschauer ein dramatisches Rennen. Stürze und Defekte brachten immer wieder Bewegung in den Kampf um die Plätze. Auch Jolanda Neff war davon betroffen. Neff ging in der ersten Runde in Führung und, wie fast schon üblich, mit guten 20 Sekunden Differenz auf Verfolgerin Katerina Nash in die zweite Runde.
Doch unterliefen auch Jolanda Neff Fehler. In der dritten Runde stürzte sie kapital in der letzten Downhill Passage vor dem Ziel über den Lenker in den Fangzaun. Doch blieben sie und ihr Mountainbike heil.
In der vierten Runde war der Vorsprung auf 40 Sekunden angewachsen, doch ein Reifendefekt und der Reifenwechsel, dauerte genau diese 40 Sekunden und die Verfolgerin Emily Batty passierte die Techzone, als sich Neff wieder startete. Auch Catharine Pendrel war plötzlich wieder im Spiel. Gemeinsam, Neff, Pendrel und Batty, gingen sie in die letzte Runde. Neff hatte die meisten Reserven und Pendrel und Batty blieben Platz 2 und 3.
Schon am Samstag konnte man eine ähnliche Dominanz einer Schweizer Fahrerin zur Kenntnis nehmen:
Die Schweizerin Sina Frei hat nach dem U23-Weltcup in Albstadt auch das Rennen im französischen La Bresse gewonnen und ist damit die Weltcupführende. Die U23-Europameisterin vom Team jb Brunex Felt verwies wie eine Woche zuvor, die Britin Evie Richards mit 1:28 Minuten Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde die Niederländerin Anne Tauber.
Zunächst liegt die Britin Evie Richards vorne. Sina Frei spielt jedoch in den technischen Passagen ihre fahrtechnische Überlegenheit aus und ab der zweiten Runde beginnt sie sich, abzusetzen.
Mit dem Sieg schlüpft die 18-jährige Schweizerin in das Weltcup-Leaderjersey der U23 Damen.