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Der Malojapass verbindet das Bergell mit dem Engadin. Schon in früher Vergangenheit hatte der Pass eine Bedeutung für den Verkehr, welche auch heute noch zu einem gewissen Masse vorhanden ist.
Bereits die Römer legten einen Saumpfad an, jedoch wurde erst 1776 eine kleine Strasse angelegt. Von 1827 bis 1839 entstand eine moderne Kunststrasse mit 22 Kurven, davon 13 Spitzkehren. Es
dauerte aber bis 1859, bis die Strasse nach Italien führte.

Diese eher sekundäre Bedeutung des Malojapasses führte dazu, dass 1936 bei der Rekognoszierung durch den Chef der Generalstabsabteilung (siehe Kapitel Flüela)
für den Maloja lediglich allenfalls ein IK Werk bei Maloja Kulm und ein MG Werk an der Strasse in Aussicht genommen wurde. Die Sperrung sollte eher mobil erfolgen.
Im Rahmen der Überarbeitung der Projekte wurde im Winter 1936/37 für den Maloja aber eine starke Befestigung in Form eines Infanteriewerks - bewaffnet mit 1 IK und 2 MG - sowie eines Gegenwerks
mit 2 MG geplant. Die Bauarbeiten an den beiden Werken starteten im April 1938. Auch hier war der Rohbau jeweils bis Ende 1938 fertiggestellt und die Waffen eingebaut. Jedoch dauerte der
Innenausbau bis über die Mobilmachung im September 1939 hinaus.
Als das Baubüro der Geb Br 12 1940 seinen Betrieb aufnahm, wurden auch für den Maloja Verstärkungen geplant. Das bestehende IW sollte ab 1942 um eine zusätzliche Etage ergänzt werden und zwei MG mehr
aufnehmen. Die neue obere Etage sollte den eigentlichen Passübergang sperren, weil die ursprünglich erstellte untere Etage mit seinen Waffen auf die obersten Kehren der Malojapassstrasse
wirkte. Da die Unterkunft zu klein war, musste man noch eine weitere Unterkunftskaverne in der oberen Etage ausbrechen. Ebenfalls entstand noch eine weitere zusätzliche MG Kaverne A7677, welche mit
seinen zwei MG als Gegenwerk zur oberen Etage des Hauptwerks fungierte. Um eine Umgehung der Sperrstelle Maloja zu verhindern, wurden am Septimerpass ebenfalls noch vier MG Kavernen erbaut.
Plan des Infanteriewerks A7678 Maloja Kulm
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Bekannteste und doch ungesehenste Anlage ist das MG Werk A7679 Maloja Strasse. Es liegt als Stützmauer getarnt direkt an einer der oberen
Kehren der Passstrasse. Jedes Jahr fahren zur Ferienzeit tausende Autos daran vorbei, ohne zu ahnen, um was es sich bei dieser Mauer handelt. Die Anlage ist zwar schon lange entklassifiziert, aber die Tarnung
ist zum Glück noch bestens erhalten.

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A7677 Maloja Kaverne
A7678 Maloja Kulm
A7679 Maloja Strasse