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Aktuelle News aus dem Arosa Bärenland
Jambolina lässt ihre Vergangenheit definitiv zurück...
Zirkusauftritte im Balletröckchen gehörten zu Jambolinas Alltag in der Ukraine. Der Ausbruch von Covid-19 war ihr Glückslos: Jambolina konnte nicht mehr auftreten und durfte nach monatelanger Gefangenschaft in einem winzigen Käfig nun im Arosa Bärenland ein artgemässes Leben starten. Hier darf sie endlich ihren natürlichen Instinkten folgen und sie macht zurzeit ihre allererste Winterruhe.
Jambolinas Vergangenheit in der Ukraine
Eine Braunbärin balanciert in einem Balltröckchen auf dem Seil, läuft auf den Vorderpfoten und fährt Trottinett in der Manege. In der Ukraine präsentierte Jambolina zusammen mit ihrem Dompteur ihr Leben lang Kunststücke zur Belustigung der Zuschauer. Die Bilder schockieren.
Im Alter von nur fünf Wochen wurde die in einem Zoo geborene Bärin Jambolina von einem ukrainischen Dompteur gekauft, von Hand aufgezogen und trainiert. Es folgten unzählige Zirkusauftritte, die mit langen Reisen unter nicht artgemässen Bedingungen verbunden waren. Nach den Auftritten in der Manege lebte sie in einem viel zu kleinen Käfig. Als Belohnung für die Kunststücke erhielt Jambolina oft Kekse oder gesüsstes Brot, was später auch negative Auswirkungen auf ihren Gesundheitszustand hatte.
Mit dem Ausbruch von Covid-19 konnte der Besitzer keine Auftritte mehr machen und er hielt Jambolina in seiner Garage in einem 4m2
grossen Käfig gefangen. Ab und zu ging er an abgelegenen Orten mit Jambolina spazieren. Aus wirtschaftlichen Gründen sah sich der Dompteur im Jahr 2020 gezwungen, Jambolina abzugeben. Erfreulicherweise übergab er sie freiwillig der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN
, welche Jambolina ab Dezember 2020 ein neues, artgemässes Zuhause im Arosa Bärenland
ermöglichte. Wie Jambolina zurück zu ihren natürlichen Instinkten findet
Aufgrund der lebenslangen Gefangenschaft von Jambolina hatte sie nie die Gelegenheit, sich wie ein Wildtier zu verhalten. Diese Möglichkeit soll sie von nun an im Arosa Bärenland haben. Hier fokussieren sich die Tierpflegerinnen und Tierpfleger darauf, den Tieren ein möglichst naturnahes Leben zu ermöglichen.
Nach der Ankunft im Arosa Bärenland erkundete Jambolina ihr neues Zuhause, zeigte aber schon bald starke Verhaltensstörungen. Sie lief bis zu 10 Stunden am Tag im Kreis, ein Kreis der etwa der Grösse ihres ehemaligen Käfigs entsprach. «Ein klares Zeichen dafür, dass die Käfighaltung bei Jambolina schwere psychische Spuren hinterlassen hat», ist man sich auf der Seite der Spezialisten sicher. Doch Jambolina fand im Arosa Bärenland zur Ruhe, scharrte Langstroh sowie Tannenzweige in ihre Höhle und zog sich zurück. Ende Dezember konnte sie endlich das tun, was für sie jahrelang nicht möglich gewesen war: Sie hält die erste Winterruhe ihres Lebens. Dr. Hans Schmid hat die ganze Entwicklung von Jambolina genau beobachtet und zeigt sich mit ihrem Entscheid äusserst zufrieden.
Wer die Braunbärin bei ihrer ersten Winterruhe beobachten möchte, kann über die Webcam auf Arosa Bärenland
einen Blick in die Höhle von Jambolina werfen.
Quellnachweis und weitere Info's findet ihr direkt hier...
VIER PFOTEN | Arosa Bärenland
Jambolina lässt ihre Vergangenheit definitiv zurück