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In einem Vorgängerprojekt, das Caritas Schweiz in Zusammenarbeit mit Unicef und Caritas Kericho umsetzte, verbesserten 21 Grundschulen ihre Hygienesituation sowie den Zugang zu sauberem Trinkwasser und angemessenen Sanitäranlagen. Zusätzlich förderte das Projekt in 12 umliegenden Dörfern die Hygiene- und Sanitärpraktiken und baute ein Wassersystem für weitere 12 Dörfer in einem besonders trockenen Gebiet von Kericho. Das vorliegende Projekt knüpft an diese Ergebnisse an und leistet einen weiteren Beitrag zu einer verbesserten Wasserversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner von Kericho County.
Das Projekt wird dafür Sorge tragen, dass 7‘969 Schülerinnen und Schüler sowie 6‘000 Gemeindemitglieder über ein vertieftes Wissen und verbesserte Praktiken im Bereich der Hygiene verfügen. 17 Schulen in drei Sub-Counties in Kericho sollen zudem Zugang zu sicherem Wasser erhalten und davon wiederum 14 Schulen von der Bereitstellung sanitärer Infrastruktur profitieren. Die begünstigten Schulen und Dörfer wurden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien auf Landkreisebene während einer Abklärungsmission bestimmt. Die auf dieser Grundlage erarbeitete Intervention umfasst die folgenden vier Bereiche:
1) Wasserversorgung: Durch die Bereitstellung von 10m3-Plastiktanks und Regenauffangsystemen sammeln die Schulen Regenwasser und bereiten es anschliessend auf. So erhalten die Schulkinder in den 17 begünstigten Schulen Zugang zu angemessen Mengen an sicherem Wasser zum Trinken und Händewaschen.
2) Sanitärversorgung: Hauptziel der sanitären Verbesserung ist der Bau geschlechterspezifischer und getrennter Toilettenblocks in 14 Schulen. Um den Mädchen die Möglichkeit zu geben, sich während ihren Perioden zu waschen, enthalten die Blocks für Mädchen unter anderem einen Waschraum. Zudem entstehen an verschiedenen Orten auf dem Schulhof Handwaschstationen, damit sich die Hygiene der Schülerinnen und Schüler verbessert. Die Wiederverwendung von Restwasser wird den Kindern anhand eines Schulgartens vermittelt. Für den Bau der Toilettenblocks werden lokale Handwerker angestellt, die während des Vorgängerprojekts speziell ausgebildet wurden.
3) Hygiene-Förderung: Caritas Schweiz verwendet das von ihr entwickelte Children’s Hygiene and Sanitation Training (CHAST), um bei den Kindern gutes Hygieneverhalten zu fördern. Dabei wird eine Vielzahl von Übungen und Spielen eingesetzt, um den Kindern die direkte Verbindung zwischen persönlicher Hygiene und guter Gesundheit zu vermitteln. Als Teil von CHAST werden auch die Veränderungen des Körpers während der Pubertät thematisiert und den Mädchen beigebracht, welche Materialien sie für die Körperhygiene während ihren Perioden benutzen können. Förderliche Hygiene- und Sanitärpraktiken werden auch in den Dörfern gefördert, insbesondere die konsequente Benutzung von Toiletten.
4) Kapazitätsbildung (Capacity Building): Schliesslich werden die Schulleitung und der Elternrat der begünstigten Schulen im Betrieb und Unterhalt der Wasser- und Sanitäranlagen ausgebildet. Dies wird ergänzt durch Diskussionen um eine nachhaltige Finanzierung der Anlagen sowie benötigter Gebrauchsgegenstände wie Seife, Putzmittel und Toilettenpapier. Dabei wird auch die Verteilung und Wiederbeschaffung von Damenbinden thematisiert, welche die kenianische Regierung seit Kurzem den Schulen zur Verfügung stellt.
Das Projekt wird vor Ort eng durch Spezialistinnen und Spezialisten der Caritas Schweiz begleitet. Alle Projektaktivitäten werden zudem in enger Zusammenarbeit und unter Einbezug lokaler Regierungsbehörden umgesetzt, um eine breite Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Arbeit zu garantieren.