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13.03.2007 | Machbarkeitsstudie
Die Wasserlandschaft Chur ist machbar
Die Wasserlandschaft Chur ist unter Einhaltung der Anforderungen des Hochwasserschutzes und des Gewässerschutzes sowie aufgrund der günstigen klimatischen Verhältnisse und guten Voraussetzungen in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse machbar.
Das Projekt Churersee wird in 3 Phasen (Machbarkeit, Konzept und Realisierung mit Teilprojekten) eingeteilt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Gian Andrea Riedi (Kanton GR, Amt für Natur und Umwelt), Peter Göldi (Stadt Chur, Stadtplanung), Bruno Claus (Churer Seeverein), Jon Domenig (Churer Seeverein), Martina Voser (ETH) hat mit Unterstützung der Büros Hartmann & Sauter, Tuffli & Partner und Sieber Cassina + Hantke AG die Machbarkeitsstudie erstellt.
Auf der Basis der vorhandenen Grundlagen waren in der Machbarkeit die folgenden Fragen zu klären:
Klimatische Verhältnisse
Bodenverhältnisse
Hochwasserschutz
Grundwasserschutz
Wasserbeschaffung
Der Projektperimeter wurde bewusst weit gefasst.
Wichtige Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
Die Wasserlandschaft Chur ist unter Einhaltung der Anforderungen des Hochwasserschutzes und des Gewässerschutzes sowie aufgrund der günstigen klimatischen Verhältnisse und guten Voraussetzunge in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse machbar.
Der Wasserbedarf für den See hängt in erster Linie von der technischen Ausgestaltung der Wasserlandschaft ab (Grundwassersee, gestaute Seen unterschiedlicher Art, Kanäle, u.a). Für die Speisung der Seen kommt Grundwasser in Frage oder für gestaute Seen muss Wasser aus dem Rhein oder dem Mühlbach unter Einhaltung der Gewässerschutzvorschriften (Einhaltung der Restwassermengen) bezogen werden. Die dafür notwendige Wassermenge steht im Rhein und in der Plessur zur Verfügung. Die gestauten Seen sollten abgedichtet werden, um den Wasserbedarf möglichst klein zu halten.
Der Rhein soll von der Wasserlandschaft „getrennt“ sein, (d.h. kein Stausee). Um die Option für einen möglichst grossen See zu wahren, sollte im Gebiet Rossboden auch eine Rheinverlegung in die Konzeptüberlegungen einbezogen werden.
Offen und zur Festlegung der definitiven Planungsfläche für die Wasserlandschaft sehr wichtig ist die Frage der weiteren Stadtentwicklung im Raum Obere Au - Rossboden. Dabei geht es vor allem um den Ausbau der Sportanlagen und die Festlegung von Flächen für Gewerbe- und Dienstleistungen im Raum Autobahnanschluss Chur Süd. Um eine möglichst optimale Abstimmung der verschiedenen Interessen zu erreichen, ist ein integrales Konzept für den Raum Obere Au - Rossboden zu erstellen.
Wie geht es weiter?
Die Machbarkeitsstudie zeigt das Planungsfeld für eine Wasserlandschaft auf. Gleichzeitig wurde klar, dass in diesem Raum zur Erlangung eines optimalen Konzepts verschiedene Interessen aufeinander abgestimmt werden müssen. Dazu braucht es intensive Gespräche und einen Konsens über den weiteren Planungsprozess. Ferner hat die Diskussion in der Arbeitsgruppe ergeben, dass verschiedene Konzepte einer Wasserlandschaft möglich sind. Es sollte deshalb vorerst ein Grobkonzept erarbeitet werde. Dieses soll die verschiedenen Möglichkeiten für eine Wasserlandschaft und die Konflikte mit anderen Interessen klären. Um möglichst viele und innovative Ideen zu erhalten, wird empfohlen, mit ausgewählten Fachleuten aus verschiedenen Sachgebieten eine Ideenwerkstatt durchzuführen.
Der Churer Seeverein wird intensivere Gespräche mit den direkt betroffenen Institutionen, Gemeinden und Interessengruppen führen. Zudem sind nun alle Personen, die ein Interesse an einer Wasserlandschaft haben aufgerufen, Mitglieder des Churer Seevereins zu werden. Der Verein brauchen nun eine breite ideelle und finanzielle Unterstützung.
Chursee_Machbarkeitsstudie.pdf [1.22 MB]
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