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Eröffnung, 30. März: «From Object to Ornament» Teil I
«From Object to Ornament» Teil I: 30. März bis 27. Mai mit neuen Werken von Daniel Karrer, Sarah Margnetti, Valentina Pini, Dan Walsh
«From Object to Ornament» ist eine zweiteilige Ausstellung, die sich mit der Umwandlung von Alltagsgegenständen in rein ästhetische und formale Bildobjekte beschäftigt. Sie verlieren ihren ursprünglichen Zweck und verwandeln sich in symbolische Gegenstände, die gleichwohl bedeutungsvolle kulturelle, politische, soziale und ästhetische Zeichen darstellen. Muster, Skulpturen, Formen, Autos, Räume, Körperteile oder Relikte erhalten eine neue, visuelle Materialität. Die neu entstandenen Arbeiten bieten ein breites Spektrum an Ansätzen, um Ornament als mehr als eine reine Formulierung von Oberfläche zu verstehen.
Die erste Folge der Gruppenausstellung umfasst vier Künstler:innen:
Eine Serie von Lithografien von Daniel Karrer zeigt ein Auto hinter einer Füllschicht aus bläulich-grüner Hinterglasmalerei. Das Auto selbst wird zu einem vielfältigen, gedruckten Ornament hinter der gemalten Fläche. In einer anderen Lithografie erkundet Karrer den Rand eines Tisches mit einem Tischtuch voller sich perspektivisch auflösender ornamentaler Strukturen.
Die Radierungen von Sarah Margnetti erforschen die Koexistenz von Körper und Raum. Sie zeigt Fragmente von Körpern, die sich aus architektonischen oder innenarchitektonischen Elementen abzeichnen oder mit ihnen verschmelzen. Die surrealistischen Formen oszillieren meisterhaft zwischen Illusionen und abstrakten Formen, die organische Körperformen als formale architektonische Strukturen zeigen.
Valentina Pinis neue Arbeiten erforschen in zwei Heliogravüren das Leben von Relikten. Pini verwendet zwei Farbverläufe, die von Kupfer auf Papier übertragen werden, um eine Sepiaschale inmitten eines Laubwaldes zu kolorieren. In der inszenierten Umgebung verwandelt sich das elliptische Objekt in eine vogelähnliche Skulptur.
Zwei neue Holzschnitte von Dan Walsh werden neben einer Auswahl seiner berühmten handgefertigten Künstlerbücher gezeigt, die wie Museen im Taschenformat funktionieren und Miniaturzeichnungen und -gemälde enthalten. Walshs Arbeiten scheinen sich nicht um die Rivalität zwischen Abstraktion und Ornament zu kümmern. Die Arbeiten erinnern an Textilien und Ornamente mit einer sehr grundlegenden Struktur, die durch Schichten von Farbe und Abdruck komplex werden und durch raffinierte Kombinationen eine tiefe Dimension erreichen.
Teil II der Ausstellung wird während des Zurich Art Weekend mit neuen Arbeiten von Sonia Kacem und Not Vital folgen.