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Deutsch als Fremdsprache
Kurzbeschreibung
Dieses Studienprogramm vermittelt den Studierenden in Theorie und Praxis, wie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unterrichtet und erlernt wird. Dabei werden die Grundlagen für die Beschreibung, Planung, Gestaltung, Analyse und Beurteilung der Sprachlernprozesse vertieft. In die interkulturelle Kommunikation, in die Landeskunde und zum Einsatz von Literatur im Fremdsprachenunterricht bietet dieses Programm ebenfalls Einblick.
Das Bachelor-Angebot für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Freiburg ist schweizweit einzigartig. Studierenden, die an einer anderen Schweizer Universität für ein Hauptprogramm eingeschrieben sind, steht deshalb auf Antrag offen, das Studienprogramm als Gaststudierender zu belegen.
Dieses Studienprogramm zeichnet sich zudem durch die engen Kontakte mit dem Institut für Mehrsprachigkeit und mit dem Sprachenzentrum aus und profitiert durch die in Freiburg gelebte Mehrsprachigkeit von einem idealen Umfeld.
Profil des Studienprogramms
Das Studienprogramm Deutsch als Fremdsprache (DaF) befasst sich mit der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Es bereitet darauf vor, Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache im In- und Ausland zu unterrichten, als Kulturmittler tätig zu werden oder unterrichtliche Konzepte mit Deutsch als Fremdsprache analysieren und beurteilen zu können.
Es vermittelt die fachwissenschaftlichen Grundlagen für die Beschreibung, Planung, Gestaltung, Analyse und Beurteilung von Sprachlernprozessen des Deutschen als Fremd- oder Zweitsprache.
Dazu zählen linguistische Grundlagen wie z.B. die Kenntnis grundlegender Konzepte und Methoden der Linguistik, des Zweit- und Fremdsprachenerwerbs und des Erwerbs mehrsprachiger Kompetenzen, des Umgangs mit Fehlern und der Beurteilung von Sprachkompetenz, die Kenntnis fremdsprachendidaktischer Ansätze und Methoden sowie ihrer curricularer Grundlagen, sowie Einblicke in Konzepte der interkulturellen Kommunikation, der Landeskunde und des Einsatzes von Literatur im Fremdsprachenunterricht.
Studierende sammeln und reflektieren während des Studiums eigene Sprachlernerfahrungen: nicht-muttersprachige Studierende bauen ihre Sprachkompetenz in Deutsch weiter aus (Eingangsniveau: B2, Zielniveau C1+ und höher), muttersprachige Studierende erlernen u.a. eine neue Sprache auf Niveau A1.
Freiburger Profil
Die Universität Freiburg bietet neben diesem Bachelor-Programm vor allem Ausbildungsgänge im Bereich der Fremdsprachendidaktik oder Mehrsprachigkeit auf Masterstufe an, u.a. in Deutsch als Fremdsprache. Enge Kontakte bestehen zum Institut für Mehrsprachigkeit, das 2010 zum Wissenschaftlichen Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit des Bundes ernannt wurde. Vom Institut für Mehrsprachigkeit wird das Doktoratsprogramm «Mehrsprachigkeit: Erwerb, Bildung und Gesellschaft» ausgerichtet und ein Dokumentationszentrum betrieben. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Sprachenzentrum der Universität. Freiburg bietet also eine fachlich kompetente, forschungsbasierte Lehre, eine ausgezeichnete Infrastruktur und eine gelebte Mehrsprachigkeit.
Die Universität Freiburg ist die einzige Universität, die Deutsch als Fremdsprache im Rahmen eines Bachelorstudiums anbietet. Es ist daher auf Antrag möglich, zu einem Programm zu 120 ECTS-Kreditpunkten an einer Schweizer Universität, das Programm zu 60 ECTS-Kreditpunkten als Gaststudierender zu absolvieren. Das ermöglicht interessante Kombinationen, beispielsweise mit einem Bachelor in Sinologie an der Universität Zürich, in Linguistik an der Universität Bern oder in Psychologie an den Universitäten Bern oder Zürich.
Ausbildungsziele und Berufsperspektiven
Absolventen haben die fachwissenschaftliche Basis, um Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache im In- und Ausland zu unterrichten und Unterrichtskonzepte mit Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache zu verstehen und zu optimieren.
Sie kennen die linguistischen, fremdsprachendidaktischen und interkulturellen Theorien, Konzepte und Methoden, die heutigem Fremdsprachenunterricht zugrunde liegen. Sie kennen ihre historische Entwicklung und haben damit die Basis, neuere Entwicklungen einzuschätzen. Sie sind fähig, Unterrichtskonzepte und Methoden mit Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache zu analysieren und zu bewerten sowie Sprachlernprozesse zu beobachten, zu planen und zu evaluieren. Fremdsprachige Studierende verfügen am Ende des Studiums über eine Handlungskompetenz in Deutsch als Fremdsprache mindestens auf dem Niveau C1+ und höher.
Mögliche Arbeitsfelder sind die Betreuung von Migrantinnen und Migranten, Sprachunterricht in der Erwachsenenbildung, Austauschprogramme, berufsspezifische oder betriebsinterne Sprachförderung, zweisprachiger Sachunterricht und Sprachenlernen mit Multimediaprogrammen, konzeptionelle Tätigkeiten im Bereich Fremdsprache.
Das Programm kann mit vielen anderen Studienprogrammen zu 120 ETCS-Kreditpunkten kombiniert werden: bei Interesse an konzeptioneller und praktischer Arbeit im Bereich Migration und Mehrsprachigkeit oder interkultureller Mittlertätigkeit z.B. mit Soziologie, Sozialarbeit und Sozialpolitik, Religionswissenschaft oder Sozialanthropologie, bei Interesse an einer breiten Fundierung oder Ausrichtung auf Fremdsprachenunterricht in der Erwachsenenbildung mit einer Philologie, oder bei Tätigkeiten im Bereich von Bildungsplanung oder Erwachsenenunterricht mit Erziehungswissenschaften, Pädagogik/Psychologie.
Wegen der grossen Nachfrage nach ausgebildeten Lehrpersonen ist es möglich, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, obwohl der offizielle Qualifikationsnachweis in Form eines Masters noch fehlt. Fortgeschrittene Studierende sammeln so erste Praxiserfahrungen.
Wer an öffentlichen Schulen unterrichten will, braucht eine pädagogische Ausbildung auf Masterstufe, wer in der Erwachsenenbildung bei privaten Trägern DaF unterrichten will, sollte sich darauf einstellen, eine SVEB-Anerkennung (www.alice.ch) später einzuholen.
Studienaufbau
Studienstruktur
60 ECTS-Kreditpunkte als Nebenprogramm
Studienplan
Bemerkung
Eine Sprachkompetenz in Deutsch von mind. B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen wird vorausgesetzt.
Zulassung
Folgende schweizerische Vorbildungsausweise berechtigen zur Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg:
- Schweizerische oder schweizerisch anerkannte kantonale, gymnasiale Maturität
- Berufs- oder Fachmaturitätsausweis + Zeugnis über die Ergänzungsprüfung der Schweizer Maturitätskommission (Passerelle)
- Bachelorabschluss einer schweizerischen universitären Hochschule, einer anerkannten schweizerischen Fachhochschule (FH) oder pädagogischen Hochschule (PH)
Eine Liste aller weiteren anerkannten schweizerischen Vorbildungsausweise befindet sich auf der Webseite von swissuniversities: http://studies.unifr.ch/go/de-admission-swiss-certificates
Ausländische Vorbildungsausweise werden grundsätzlich nur anerkannt, wenn sie im Wesentlichen einer schweizerischen gymnasialen Maturität entsprechen. Sie müssen einen allgemein bildenden Charakter aufweisen. Als allgemein bildend gilt ein ausländischer Vorbildungsausweis, wenn in den letzten drei Schuljahren der Sekundarstufe II durchgehend mindestens sechs allgemein bildende, voneinander unabhängige Fächer gemäss folgender Liste absolviert wurden:
- Erstsprache
- Zweitsprache
- Mathematik
- Naturwissenschaften (Biologie oder Physik oder Chemie)
- Geistes- und Sozialwissenschaften (Geographie oder Geschichte oder Wirtschaft/Recht)
- Frei wählbar (Informatik oder Philosophie oder eine zusätzliche Sprache oder ein Fach aus den Fächergruppen 4 oder 5)
Die allgemeinen sowie die länderspezifischen Mindestanforderungen für ausländische Vorbildungsausweise für die Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg befinden sich auf der Webseite von swissuniversities: http://studies.unifr.ch/go/de-admission-countrylist
Zusätzlich muss der Nachweis ausreichender Deutsch- oder Französischkenntnisse erbracht werden.
Als Grundlage für die Bewertung von ausländischen Vorbildungsausweisen gelten die «Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse» (http://studies.unifr.ch/go/crus07de). Die Zulassungsbestimmungen sind jeweils für das angegebene akademische Jahr gültig. Das Rektorat der Universität Freiburg behält sich das Recht vor, sie jederzeit zu ändern.