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Der Satellit Arktika-M-1 startete am 28. Februar 2021 um 12:55 Ortszeit und ist der erste von zehn Arktika-Satelliten, welche Roscosmos in den nächsten Jahren auf eine Umlaufbahn bringen will. Arktika-M-1 wurde auf einer Sojus 2.1b Rakete vom Startkomplex 31/6 des Kosmodrom Baikonur gestartet und umkreist die Erde in einer stark elliptischen-Umlaufbahn von 1.000 bis 40.000 km mit einer Neigung von 63,4 °. Die elliptische Umlaufbahn des Satelliten ermöglicht, viel Zeit über einer Polarregion zu verbringen.
Russland hat seinen ersten Satelliten zur Überwachung des Klimas in der Arktis ins All gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos mitteilte, beförderte am Sonntag eine Sojus-Rakete den Satelliten Arktika-M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in den Weltraum. „Der Satellit erreichte erfolgreich seine beabsichtigte Umlaufbahn, nachdem er von einer Sojus-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus gestartet worden war“, sagte Dmitry Rogozin, der Leiter der russischen Weltraumagentur Roscosmos, in einem Beitrag auf Twitter.
Ursprünglich war der Start für 2015 geplant, verzögerte sich aber mehrmals durch nicht rechtzeitig angelieferte Instrumente. Nach den letzten Tests im Dezember 2020 wurde die Sojus 2.1b mit dem Satelliten an Bord am 25. Februar zur Startrampe gefahren, bevor er am 28. Februar gestartet wurde.
Um als Meteorologie-Satellit für die Arktis zu dienen, wurde Arktika-M-1 in eine spezielle hochelliptische Umlaufbahn gestartet. Mit einer erdnahen Entfernung von etwa 1’000 km und einer weitesten Entfernung von etwa 40’000 km und einer Neigung von 63,4° ermöglicht es dem Satelliten, die arktische Region in einem hohen Blickwinkel und über lange Zeiträume zu überwachen. Der Satellit benötigt für eine Erdumrundung etwa 12 Stunden. Arktika-M wird rund um die Uhr eine kontinuierliche Überwachung des nördlichen Territoriums Russlands und der Meere des Arktischen Ozeans ermöglichen.
„Mit dieser elliptischen Umlaufbahn kann der Satellit alle 15 bis 30 Minuten die Arktis überwachen und Bilder aufnehmen, die von Satelliten, die über dem Erdäquator die Erde umkreisen, nicht kontinuierlich beobachtet werden können“, sagte Roscosmos.
Die Arktis hat sich in den letzten drei Jahrzehnten mehr als doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt und die Regierung in Moskau versucht die energiereiche Region zu entwickeln. Die wirtschaftliche Ausbeutung der Arktis ist eines der Hauptziele des russischen Präsidenten Wladimir Putin, da die Arktis über riesige Öl- und Gasreserven verfügt. Zudem soll die Nordmeerroute für die Schifffahrt zugänglicher und sicherer gemacht werden. Dazu sind Wetterdaten über die Land- und Meeresgebiete der Arktis wichtig.
Um eine lückenlose Überwachung zu erreichen, werden nach Angaben von Roscosmos jedoch mindestens zwei Satelliten benötigt. Der zweite Arktika-M-Satellit soll erst 2023 ins All gebracht werden. In den Jahren 2024 und 2025 werden drei weitere Satelliten folgen.
Heiner Kubny, PolarJournal