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Das St. Albantor (1230 erstmals geschichtlich erwähnt) gehörte zur 1. und 2. Stadtbefestigung Basels. Ab 1398 diente es zusammen mit den Toren Aeschentor, Bläsitor, Riehentor, Spalentor, St.Johanntor und dem Steinentor als 3. Stadtbefestigung. Teile der Befestigungs-Stadtmauer und der Stadtgraben sind beim Letziturm am Rhein noch vorhanden. Am 18. Oktober 1356 wurde die Befestigungsanlage durch das grosse Erdbeben teilweise zerstört, aber zw. 1362 und 1374 ab dem 1. Stock wieder aufgebaut.
1473 erhielt das St. Albantor, ebnso wie die enderen Stadttore ein Vorwerk, da mit kriegerischen Auseinandersetzungen gerechnet wurde (Burgunderkriege). In der Zeit des „dreissigjährigen Krieges“ (1618-1648) wurde vor dem Tor ein Bollwerk errichtet.
Im 16. Jahrhundert wurde die Verteildigungseinrichtung geändert:
Das Fallgatter im 1. Stock wurde durch 11 Rammpfähle ersetzt, die mit der Winde im 2. Stock bewegt werden konnten. Fenster sind nur stadtwärts vorhanden;landwärts Schiessscharten und im 4. Stock ebenfalls landwärts, befand sich die Pechnase. Sie enthielt im Boden eine Öffnung durch die siedendes Pech oder Oel auf eventuelle Angreifer gegossen werden konnte.
Im frühen 19. Jahrhundert wurde das Vorwerk abgebrochen. 1832 verlangte das Militärkollegium wegen des baufälligen Zustandes die Erlaubnis „zur Verfertigung eines neuen Stadttores“ und bekam sie auch. Trotzdem liess man es in der Folgezeit mit Reparaturen bewenden.
1859 wurde das Gesetz über die Erweiterung der Stadt erlassen, das den Abbruch der grossen Stadtmauern zur Folge hatte. Auch das St. Albantor sollte entfernt werden. Private Kreise setzten sich jedoch für seine Erhaltung ein und erreichten schliesslich die Renovation des Tores in den Jahren 1871 – 1873.
Jahrhundertelang wurde das St. Albantor nur renoviert, aber nicht restauriert. Die Mittel für die Restaurierung sammelte die Christoph-Merian Stiftung zusammen mit der Basler Bevölkerung anlässlich des Dalbedoorfestes im Jahre 1975,dem Denkmalschutzjahr der Stadt Basel. Auch der Bund beteiligte sich an den Restaurierungskosten von ca. CHF. 900’000.–. Im Mai 1976 konnten die Restaurierungsarbeiten beginnen. Sowohl innen wie aussen wurde soweit möglich der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. Eigentümerin des „Dalbedoors“ ist nun die Bürgergemeinde Basel-Stadt.
Durch die Demontage des Pyramidendaches und Errichtung des ursprnglichen Zeltdaches auf das wiederhergestellte Zinngeschoss konnte eine Glockenstube gebaut werden, die das aus dem Jahre 1872 datierte, von Ungerer Freres in Strasbourg hergestellte, Uhrwerk aufnimmt und der Öffentlichkeit einen herrlichen Rundblick über die Stadt gewährt.
Der Turm ist 31 m hoch, quadratisch, mit 8 m Seitenlänge. Die Mauern sind stadtwärts 95 cm dick, landwärts 160 cm. Die 3 Glocken im Glockenstuhl wurden 1871 von Jakob Keller in Zürich gegossen. Die kleinen wiegen 90 und 140 kg, die grosse 280 kg.
Vor mehr als tausend Jahren war die Gegend des „Dalbeloch“ noch eine Wildnis. ein dichter Wald bedeckte den steilen Rain, auf dem jetzt die Häuser der St. Albanvorstadt stehen. Von der alten Landstrasse führte ein schmaler Weg durch den Wald hinunter zum Rhein Er endete bei der kleinen Kirche, die an der Stelle der heutigen St. Albankirche stand und schon damals nach dem heutigen Alban benannt war. Dieser Name steht im Zusammenhang mit verschiedenen Glaubenshelden. Der eine hatte in England, der andere in Deutschland gelebt. Ein Albanus kommt auch unter frühchristlichen Märtyrern der Römerzeit vor. Vieleicht lebte aber auch in der Nähe Basels ein Mann namens Alban, der wegen seines Glaubens getötet und nachher in der einsamen Gegend des St. Albantals begraben wurde.
Noch mehr Geschichte vom Bau- und Verkehrsdepartement als PDF Download: Geschichtliches_zum_St._Albantor