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Im Anschluss an die US-Invasion in Grenada im Oktober 1983 erhielt die Balair von der EDA den Auftrag, einen Gefangenen-Austauschflug von Bridgetown (Granada) nach Habana (Cuba) durchzuführen. Von Peter (Pesche) Fuhrimann, F/A, und Hans Schmausser, Dispatcher, die dabei waren, stammen die eindrücklichen und amüsanten Bilder.
Wer würde sich nicht die Augen reiben, wenn vor einer A310 ein riesiger roter Stuhl stünde? Die Balair machte dieses Erlebnis möglich, im Herbst 1987. Und das kam so:
Im Jahre 1969 wurde die Balair – als traditionelle Haus-Airline der ICRC – mit der Durchführung der grössten Rettungs- und Hilfsaktion in der Geschichte der Balair betraut.
Für die Balair war dieser Auftrag eine Riesenaufgabe, die ihre Mitarbeiter teilweise unter Lebensgefahr zu bewältigen hatten!
Robert Appel: Wie entlädt man ein DC4-Frachtflugzeug, wenn man keine Laderampe besitzt? Genauer: wie entlädt man einen Jeep? Diese Frage musste sich eine Besatzung stellen, die mit der DC4 HB-ILB Hilfsgüter und einen Jeep nach Najran (heute: Nedjaran) in Jemen flog und dort mit dem Mangel an Abfertigungsgeräten konfrontiert wurde.
Robert Appel: Die DC6 A/B HB-IBS war als kostengünstiges, robustes und unkompliziertes Flugzeug für Frachtflüge sehr gefragt. Mit der Zeit wurde es jedoch immer schwieriger, auf diesen Flügen irgendwo Flugbenzin (Avgas 100LL) und Motorenöl (W120) zu erhalten. Wie kompliziert ein solcher Einsatz werden konnte, zeigt die Geschichte des letzten Frachtflugs, den wir mit dieser Maschine durchführten und auf welchem ich als Loadmaster für die Ladeberechnung der Frachtladung verantwortlich war.
Robert Appel: Mitte/Ende der 70-er Jahre war die Balair auch auf dem Hadj-Markt tätig. Da die Pilgersaison damals in die späten Herbst-Wochen fiel, war der Hadj für die Balair eine willkommene Gelegenheit, die Flugzeuge in der Zwischensaison auszulasten.
Marcel Tschudin: Für einen einzigen Tag setzte die Balair eine Boeing 747-200 „Jumbo“ ein, genauer: einen Jumbo der Swissair.