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Gatlin gewinnt «Sprint-Gipfel» – Sieg für Farah
- Donnerstag, 9. Juli 2015, 21:33 Uhr
Justin Gatlin hat an der Athletissima in Lausanne das 100-m-Rennen in starken 9,75 Sekunden für sich entschieden. Im 5000-m-Rennen setzte sich Mo Farah durch und jubelte anschliessend ausgelassen.
Justin Gatlin hat auf der Pontaise seine seit August 2013 andauernde Serie der Ungeschlagenheit ausgebaut. Der Amerikaner gewann den als «WM-Hauptprobe» deklarierten 100-m-Lauf vor dem Jamaikaner Asafa Powell und Landsmann Tyson Gay. Gatlin wurde in 9,75 Sekunden gestoppt, womit er nur eine Hundertstelsekunde über seiner in diesem Jahr in Doha aufgestellten persönlichen Bestzeit blieb.
Powell und Gay hatten 17 Hundertstel Rückstand. Dennoch sagte Gatlin: «Ich wollte schneller sein». Dennoch zog er ein positives Fazit: «Während des Rennens war ich in meiner Zone und fühlte mich wirklich gut.» Weltrekordhalter Usain Bolt, der in diesem Jahr noch nicht auf Touren gekommen ist, hatte seine Teilnahme in Lausanne abgesagt.
Farah dank packendem Finish
Derweil zeigte sich auch Mo Farah beim ersten Auftritt nach den Doping-Anschuldigungen gegen seinen Trainer Alberto Salazar in starker Verfassung. Der Doppel-Olympiasieger von London 2012, der erstmals in Lausanne antrat, entschied das 5000-m-Rennen für sich.
« Dieser Sieg war eine Antwort auf die Kritiken, mit denen sich zuletzt mein Coach konfrontiert sah »
Mo Farah
Auf den letzten 100 Metern musste der Brite aber einiges auspacken, um den erst 17-jährigen Yomif Kejelcha in die Schranken zu weisen. In 13:11,77 Minuten distanzierte er den jungen Äthiopier am Ende doch noch deutlich um 82 Hundertstel. «Dieser Sieg war eine Antwort auf die Kritiken, mit denen sich zuletzt mein Coach konfrontiert sah», so Farah.
Über 800 m wurde mit David Rudisha ein anderer Olympiasieger geschlagen. Der Weltrekordhalter aus Kenia wurde in 1:43,76 Minuten gestoppt und kam hinter Nijel Amos (1:43,27) aus Botswana ins Ziel. Zuvor hatte Rudisha in Lausanne dreimal triumphiert.
Eine Jahresweltbestleistung und vier Meeting-Rekorde
Die einzige JWB realisierte die Russin Anna Tschitscherowa, die im Hochsprung die 2,03-Meter-Marke knackte. Im Dreisprung der Männer wurde der erwartete Meeting-Rekord von Christian Taylor mit 18,06 m aufgestellt. Für weitere Meeting-Rekorde sorgten auch Steeple-Läuferin Virginia Nyambura (Ken/9:16,99 Minuten), Kugelstösser David Storl (De/22,20 m) und Speerwerfer Keshorn Walcott (Trinidad und Tobago/90,16 m).
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 9.7.15, 20:00 Uhr
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