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Noch bevor der Präsidentenberater und langjährige Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten Ende 2022 im Alter von 82 Jahren von seinen Ämtern zurücktritt, musste er sich im November einer siebenstündigen Vernehmlassung hinter verschlossenen Türen durch Eric Schmitt unterziehen. Schmitt ist Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Missouri und wurde im November als Republikaner in den US-Senat gewählt. Es ging darum, ob er das Verbreiten bestimmter Informationen über Covid-19 aktiv zu verhindern suchte. Am 12. Dezember wurde das Protokoll von Faucis Vernehmlassung veröffentlicht.
Die «NZZ» hat es ausgewertet: «Für jemanden, der nichts zu verbergen hat, zeigten sich dabei auffällige Gedächtnislücken». Generalstaatsanwalt Schmitt habe hinterher gesagt: «Faucis zweiter Name scheint ‹Ich erinnere mich nicht› zu sein.»
Fauci wird vorgeworfen, mit Social Media zusammengearbeitet zu haben, um die Redefreiheit auf deren Plattformen einzuschränken. Im Zentrum standen Informationen, die von Netzwerken als Fake News markiert oder entfernt wurden, weil sie darauf hinwiesen, dass das Virus aus dem Labor in Wuhan stammen könnte.
«Wenn Fauci es wünscht, zensieren die Social Media»
Das hat laut der «NZZ» eine «politische Dimension»: «Die USA waren an der Finanzierung von Experimenten in Wuhan beteiligt, die nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler wie etwa dem deutschen Virologen Christian Drosten unter die Kategorie Gain-of-Function fallen. Dabei werden genetische Veränderungen an Viren vorgenommen, was als besonders riskant gilt.»
Infosperber hat mehrmals über diese Forschung in Wuhan informiert.
Generalstaatsanwalt Schmitt sieht sich laut Protokoll in seiner Annahme bestätigt, dass die US-Regierung mit Social Media in problematischer Art zusammenarbeitete. Die Vernehmung habe gezeigt: «Wenn Fauci es wünscht, zensieren die Social Media.» Im Juli 2021 räumte die damalige Pressesprecherin des Weissen Hauses ein, dass die Regierungsbehörden Facebook auf «problematische» Beiträge aufmerksam machte, damit das Netzwerk diese Beiträge entferne. Mit der US-Gesundheitsbehörde tauschte sich Facebook darüber aus, was «das Weisse Haus in Bezug auf Desinformation von uns erwartet» und löschte daraufhin entsprechende Konten, Gruppen und Seiten auf Facebook und Instagram.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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