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dat. 1699
Eisen, Dekor Messing, durchbrochen, graviert
H. 15 cm, L. 16,5 cm, B. 8,2 cm
Inv. 1890.54.
Bügeleisen dienen zum Glätten wie zum Erzeugen von Falten, oder, wie ein Frauenzimmer-Lexicon 1739 empfiehlt: ". . . Glätte und Falten in ein gefälliges Verhältnis zu bringen". Mit dem Aufkommen körpernah geschnittener Kleidung mussten schon bei deren Anfertigung die Nähte für den weiteren Arbeitsverlauf auseinander- oder flachgebügelt werden, doch sind aus frühmittelalterlicher Zeit nur Press- und Reibsteine aus Knochen und Glaskolben zum Kaltplätten erhalten. Die Kleidung der Renaissance mit ihren schweren Stoffen bedurfte nach deren Fertigstellung wohl nur noch der Retouchen, hingegen konnten die Halskrausen nur mit speziellen Plissier- und Rüscheneisen Gestalt annehmen. Die heute noch immer gültige Bügeleisenform wurde im 17. Jahrhundert entwickelt. Das Bolzen- oder Kasteneisen, das mit der Einlage eines im Feuer erwärmten Bolzens geheizt wird, wurde neben moderneren Formen noch bis in die 1920er Jahre gebraucht.