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Erdbeben in Ishikawa
Am nördlichen Zipfel der Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa am Japanischen Meer kam es am gestrigen Sonntag um 15:08 Uhr zu einem Erdbeben der Magnitude 5,4. Das Epizentrum befand sich in der Stadt Suzu, die knapp 15’000 Einwohner zählt.
Auf der japanischen Intensitätsskala, die bis zu einer 7 reicht, war es eine hohe 6-. Diese gibt das Ausmass der spürbaren Erschütterungen und potenziellen Zerstörung wieder. Bei einer 6- bedeutet dies, dass es bereits schwierig ist, während des Bebens stehenzubleiben. Zudem kann es zu erheblichen Sachschäden kommen. Das Beben war bis in die Präfekturhauptstadt Kanazawa zu spüren.
Erschütterungen auf Mitsukejima
Die Bilder in den japanischen Medien zeigten beträchtliche Erschütterungen in Suzu. Glücklicherweise forderte das Beben keine Toten. Mindestens fünf Menschen haben sich jedoch Verletzungen zugezogen. Im AKW Shika, das sich auf der Halbinsel befindet, wurden keine Unregelmässigkeiten registriert. Derweil blieben zwei Wahrzeichen von Suzu nicht verschont. Das Stein-Torii des Kasuga-Schreins fiel komplett in sich zusammen. Auch Steinlaternen und Treppen wurden beschädigt.
Derweil kam es auf der berühmten Felseninsel Mitsukejima, die wegen ihrer Form auch «Schlachtschiffinsel» genannt wird (Asienspiegel berichtete), zu einem Steinschlag. In der Folge entstand rund um den Felsen herum eine Staubwolke. Touristen, die zum Zeitpunkt des Erdbebens vor Ort waren, filmten die Szenerie. Eine spätere Aufnahme zeigt, dass ein kleiner Teil des vorderen, linken Felsabschnitts im oben Bereich abgebrochen war (siehe Tweet unten).
Das stärkste Beben seit 2007
Für die Noto-Halbinsel, die ein grünes Paradies ist (Asienspiegel berichtete), war es das schwerste Erdbeben seit 2007. Damals kam es in Wajima, der berühmten Stadt der Lackkunst (Asienspiegel berichtete) zu einem Beben der Magnitude 6,9. Auf der Intensitätsskala war es eine 6+. Eine Person starb, 356 Menschen verletzten sich. Das gestrige Erdbeben zeichnete sich seit geraumer Zeit ab. In den vergangenen vier Jahren kam es wiederholt zu kleineren und grösseren Erdbeben.
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