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Nach 50 Minuten köpfelte Kopenhagens uruguayischer Stürmer Michael Santos eine Flanke auf der Höhe des näheren Pfostens ein. Auch wenn nur etwa 45 Minuten zu spielen blieben, war es im Prinzip schon die Entscheidung, denn die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini war gegen den dänischen Meister zu keiner Reaktion fähig. Aufregung kam nur nach 74 Minuten auf, als Marco Aratore zum vermeintlichen 1:1 einköpfelte. Aber das Spiel war unterbrochen, weil der im Offside stehende Filip Holender in die Aktion eingegriffen hatte. Die Dänen beherrschten den Match weiter, wie sie es schon vor dem Führungstor getan hatten.
Ungefährliche Ticinesi
Die Tessiner waren in der ersten halben Stunde kein einziges Mal in Tornähe gekommen, nicht einmal in den gegnerischen Strafraum. Es war bereits bis dorthin die unbefriedigende Leistung, die man von einer Mannschaft erwarten musste, die in der Meisterschaft viermal am Stück verloren hatte und zuletzt vom unterklassigen Lausanne-Sport mit 0:3 aus dem Cup geworfen worden war. Ein Rückstand in der Pause wäre logisch gewesen. In der Startphase schlitterte Verteidiger Yao in höchster Not in einen Schussversuch des Zyprioten Pieros Sotiriou, der wenig später Goalie Noam Baumann mit einem Kopfball zu einer erstklassigen Parade zwang. Und nach 24 Minuten klatschte ein Schuss des schwedischen Verteidigers Pierre Bengtsson neben dem geschlagenen Baumann gegen den Pfosten. Die Ticinesi hatten dem vor der Pause nur zwei Weitschüsse entgegenzusetzen – einen gefährlich abgelenkten und einen deutlich verzogenen.
So misslich ihre Lage im nationalen Fussball ist, so günstig wäre für Lugano der Moment gewesen, gegen die Dänen etwas herauszuholen. Kopenhagen musste das ärgerliche Ausscheiden aus der Champions-League-Qualifikation (im Penaltyschiessen gegen Roter Stern Belgrad) wettmachen und verlor zuletzt zweimal in der Meisterschaft.