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Geschichtliches
Von Buttikon lesen wir zum ersten Mal in einem königlichen Diplom für ein Kloster unter dem Namen, > Buttikhofen < Am 30. Januar 1045 nimmt der römische König Heinrich der 3. das adlige Frauenkloster Schänis – im Gau Churwalden – in seinen Schutz, gewährt im Reichsfreiheit und das Recht, zur Aeptissinnenwahl, und bestätigt die klösterlichen Besitzungen. Diese liegen vor allem in Vorarlberg, in Liechtenstein, einige im Gaster, dazu kommen Schmerikon, Nuolen und -> Butinchounen-< Buttikon.
Im > Liber Hermeni < (Dotationes) überliefert Aegidius Tschudi unter dem Titel Buttikon eine Schenkung des Berchtold Nicolaus von Rimisingen bei Breisach, in >Buttikhofen< an Einsiedeln. Damit ist ohne Zweifel Büttikon bei Bremgarten gemeint. In Buttikon/SZ, hatte Einsiedeln nie Besitz.
Als der Churer Bischof Adelgott von Schänis, eine strengere Durchführung des klösterlichen Lebens verlangte, wandten sich die bedrängten Nonnen an Papst Alexander den 3. Dieser bestätigte ihnen am 14. Oktober1178 ihre Regel und ihren Besitz an 79 Orten, darunter in Siebnen eine halbe Manse, eine halbe Manse mit der Mühle, und zwei Mansen in Buttikon. Eine Manse oder Hube war 30.50 Jucharten groß. Das Siebner Gut umfasste somit nur viereinhalb bis siebeneinhalb Hektaren, jenes in Buttikon 18-30.
Wann die Namensgebung der Orte stattgefunden hat weiss man nicht, man nimmt jedoch an, dass die Ortsbezeichnungen im 6. oder 7. Jahrhundert gegeben wurden.
Im Frühmittelalter gehörte Buttikon zur Grosspfarrei Tuggen. In diesem Zeitalter reichte der Tuggenersee von Tuggen, Schmerikon, Uznach, Benken, Schänis, Niederurnen, Bilten, Reichenburg, Buttikon, bis Schübelbach. Der 2. Marchenbeschrieb von 1322 ist als letzter Artikel in der Benkner Öffnung von 1438 enthalten. Hier reichte der Tuggenersee noch bis Buttikon. Ein Kaufbrief von 1392 spricht bereits von einem * Stumpen *, gelegen ennet dem Tuggenersee. Somit ist der See auf der östlichen Seite in Verlandung begriffen.
Der Name Tuggenersee taucht ein letztes mal in einem Marchenbeschrieb des Benknerriets von 1538 als >Duger See< auf. Zwischen 1513 und 1533 taucht zwar der See in den Akten von Reichenburg, Buttikon und Tuggen auf, aber nur noch als Flurbezeichnung.
In einem Prozess um Riedland im oberen Teil der Ebene von 1550, wird kein Wort mehr über den See verloren. Er muss also schon längere Zeit verschwunden sein, denn die Urkunde nennt zum ersten mal die Namen der Flussarme: alte Linth, neue Linth oder Spettilinth, Zwischen den Wasserläufen lag Weideland, um welches zwischen den Genossen von Buttikon und Mülenen einerseits, und von Benken anderseits, ab dem oberen Buochberg, ein Nutzungsstreit entstand. In oberen Lagen soll sogar Wald bestanden haben.
Als früheste Schicht in der Namensgebung der Alemannensiedlungen gelten die althochdeutschen – ingen – Orte. Es handelte sich dabei um Insassennahmen das heißt, sie bezeichnen in erster Linie einen Siedlerverband, nicht die Örtlichkeit des Wohnsitzes. In der Linthebene existierten keine – ingen – Orte.
In der Großpfarrei Tuggen existierten zwei – ikon – Orte. Buttikon und Milzikon bei Reichenburg, beide auf, oder bei in den See vorstoßenden Hügelkuppen. Die letzte Phase der Namensgebung bilden sekundäre Siedlungsnamen, vor allem Rodungsnamen. Es geht nicht um galloromanische Namen, welche die alemannischen Einwanderer angetroffen, und an Ort und Stelle übernommen haben, sondern um alemannische Lehwörter romanischen Ursprungs.
Als wichtigster Zeuge dieser Namensgebung für die Grosspfarrei Tuggen, tritt der Siedlungsname >Tafleten< auf, belegt für ein Geschäft oberhalb Reichenburg, und für einen Hof im Dorf Buttikon. Eine grosse Zahl Flurnamen sind entdeckt worden. Z.B. Laui, Rufi, Tafflaten, Tafflatten, Taffleten, Daffleten, Tafleten, Rüschenzopf, Brüschweid, Bettnau, Bethell, Kromen, Wallenwies. In alten Jahrzeitbüchern ist eine kleine Häufung von- Walen – Namen festzustellen. In Buttikon besitzt ein > Uli Wali < einen Hof. Der Buttikoner Familiennahme > Wali< spricht dafür, dass eine romanisch sprechende Familie eingewandert ist, und einen bezeichnenden Namen erhalten hat.
Man musste auf die Urkundebücher der Klöster Einsiedeln, Pfäffers und St. Gallen zurückgreifen. Auch das Bistum Konstanz besitzt keine Urkunden – und Namenssammlungen. Mit den schriftlichen Belegen steht es nicht allzu gut über unser Dorf.
Vieles kann man wohl erahnen, man besitzt jedoch keine geschriebenen Unterlagen.