Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03327.jsonl.gz/4191

Weiteres Ungemach für Silvio Berlusconi: Die Ratingagentur Standard & Poor's prüft eine Herabstufung der Bonitätsnote Italiens von "stabil" auf "negativ". Rom reagierte mit Empörung.
Italien droht eine schlechtere Bonitätsnote der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Die S&P-Experten prüfen eine Herabstufung der Staatsanleihen des Euro-Landes, wie die Agentur am Samstag mitteilt.
Der Ausblick für das Rating wurde demnach auf "negativ" von bislang "stabil" gesenkt. S&P-Analystin Eileen Zhang sprach von schwachen Wachstumsaussichten und einem stagnierenden Reformwillen.
"Ein möglicher politischer Stillstand könnte zu einer Abschwächung der Fiskallage führen", warnte Zhang. "Im Ergebnis gehen wir davon aus, dass Italiens Aussichten auf eine Reduzierung der Schulden der Regierung sich verschlechtert haben."
Das Finanzministerium in Rom reagierte mit Unverständnis auf diese Einschätzung. Diese weiche sehr stark ab von Beurteilungen internationaler Organisationen wie der OECD, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission, erklärte es.
Daten zum italienischen Wirtschaftswachstum und zum Haushaltsdefizit seien ständig besser ausgefallen als erwartet. Die Pläne, bis 2014 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, seien weit gediehen und erhielten voraussichtlich bis Juli die Zustimmung des Parlaments.
(rcv/sda)