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Nach dem Debakel für die Sozialisten bei der Kommunalwahl tauscht Frankreichs Präsident François Hollande seine Regierung aus: Innenminister Manuel Valls werde noch am Montag zum neuen Regierungschef ernannt, hiess es übereinstimmend aus Kreisen der Regierung.
Premierminister Jean-Marc Ayrault trat bereits mit seiner Regierung zurück, wie das Büro des Regierungschefs bekanntgab. Hollande will sich am Abend um 20.00 Uhr in einer Fernsehansprache äussern, wie der Elysée-Palast mitteilte.
Ayrault war seit Monaten auch aus den eigenen Reihen vorgeworfen worden, er zeige zu wenig Führung und erkläre die Regierungspolitik nicht ausreichend. Hollande hatte aber bis zuletzt an seinem loyalen Premierminister festgehalten.
Valls ist in Umfragen einer der populärsten Politiker Frankreichs. Der eher zum rechten Parteiflügel zählende, gebürtige Katalane wird aber von der Parteilinken und von den Grünen kritisiert, die ihm unter anderem einen zu harten Kurs in der Ausländerpolitik vorwerfen.
Die Sozialisten hatten bei den Kommunalwahlen, die am Sonntag mit der zweiten Runde zu Ende gegangen waren, eine historische Niederlage erlitten. Die Linke verlor mindestens 155 Städte mit über 9000 Einwohnern an die Konservativen - darunter auch Hochburgen, die seit mehr als hundert Jahren links regiert waren wie Limoges.
Als einer der Hauptgründe gilt angesichts von Rekord-Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsschwäche der ausbleibende Erfolg der sozialistischen Reformpolitik.
(sda/tke)