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Toxoplasmose gehört zu den häufig auftretenden Infektionskrankheiten, die vorwiegend Katzen befallen. Der Erreger ist der Parasit Toxoplasma gondii, für den hauptsächlich Katzen den Endwirt darstellen. Als Zwischenwirte können dem Erreger jedoch alle Säugetiere dienen.
Toxoplasma gondii
Der Parasit hat nur ein Lebensziel: Die Organe seiner Wirte zu befallen, Zysten zu entwickeln und schließlich Oozysten über den Kot eines Endwirts zu verbreiten. Bei einer Erstinfektion scheidet eine Katze etwa eine Woche lang Oozyten über ihren Kot aus. Während der Entwicklungsstadien des Parasiten können
- Durchfall
- Husten
- Fieber
- Entzündungen der Skelettmuskulatur, des Gehirns, der inneren Augenhaut, der Herzmuskulatur und des Gehirns
- Lymphknotenschwellungen
- Gelbsucht
- Atembeschwerden
auftreten. Bei Jungtieren kann es zu einem plötzlich Tod kommen. In seltenen Fällen kann Toxoplasmose chronisch verlaufen, dabei leidet das Tier möglicherweise zusätzlich an
- Gehstörungen
- Schüttelkrämpfe
- Erbrechen
- Abmagerung
Katzen erkranken in der Regel nur einmal an Toxoplasmose und entwickeln dann Antikörper. Bei einer erneuten Infektion werden Oozyten nicht mehr ausgeschieden.
Kann Toxoplasmose den Menschen infizieren?
Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine Zoonose, wie Wiiliam M. Hutchinson in den 60er Jahren herausfand. Unter Zoonose versteht man eine Krankheit, die sich vom Tier auf den Menschen übertragen kann. Für Menschen mit intakten Immunsystem verläuft die Infektion meist beschwerdefrei. Vereinzelt kann es zu Lymphknotenschwellungen, Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Anders ist die Situation für Patienten mit defekten Immunsystem: hier können Lähmungserscheinungen, Krampfanfälle sowie Hirnhaut- und Lungenentzündungen auftreten. Nach einer Infektion bildet der menschliche Organismus Antikörper.
Infektion während einer Schwangerschaft
Ähnlich wie Zytomegalie, kann Toxoplasmose während einer Schwangerschaft sehr gefährlich werden. Gefährdet sind Frauen bzw. deren Kind, die eine Erstinfektion im ersten und ganz besonders im zweiten Drittel der Schwangerschaft erleiden. Die Schädigungen für das Kind sind enorm:
- Fehlgeburten
- Epilepsien
- geistige Behinderungen
- kognitive Einschränkungen
- Schäden an Augen, Gehirn, Hirnhaut, Leber, Lunge und Herzmuskel
gehören zu den möglichen Risiken der Toxoplasmose. Eine Infektion sollte daher so früh wie möglich behandelt werden, um den Schaden für das Kind möglichst effektiv zu minimieren. Eine erfolgreiche Behandlung der Toxoplasmose kann Schäden für den Fötus um bis zu 60 Prozent senken.