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Nach wochenlangen Verhandlungen hat Finnland wieder eine Regierung. Der designierte Ministerpräsident Jyrki Katainen von der konservativen Nationalpartei einigte sich mit fünf anderen Parteien auf eine Regierung ohne Beteiligung der rechtspopulistischen Euroskeptiker von den "Wahren Finnen".
Seine Partei stelle den Wirtschaftsminister, sagte Katainen am Freitag. Das Finanz- und das Aussenministerium gehe an die Sozialdemokraten.
Ziel der wegen ihres breiten politischen Spektrums in der Öffentlichkeit als Regenbogen-Koalition bezeichneten neuen Regierung sei es, die Staatsfinanzen über Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen auf eine stabile Grundlage zu stellen.
In der Koalition vertreten sind die Sozialdemokraten, das Linksbündnis, die Grünen, die Schwedische Volkspartei und die Christdemokraten. Die sechs Parteien werden zusammen 126 Sitze im insgesamt 200 Sitze umfassenden finnischen Parlament einnehmen.
Katainens konservative Partei war aus der Parlamentswahl am 17. April als stärkste Kraft hervorgegangen. Die nationalistische Partei Wahre Finnen, die bei der Wahl erhebliche Stimmengewinne verzeichnete hatte, hatte sich bereits vor einem Monat aus den Koalitionsgesprächen zurückgezogen.
Die Wahren Finnen erklärten, sie könnten keiner Regierung angehören, die milliardenschweren Rettungspaketen für Portugal und andere EU-Mitgliedstaaten zustimme.
SDA-ATS