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In der Schweiz vermehren sich die Zecken aufgrund des Klimawandels massenhaft, berichtet die Schweizerische Unfallversicherung (Suva). Zwischen 2012 und 2021 ist die Anzahl an Zeckenbissen um 40% gestiegen, und damit einhergehend auch die Risiken.
Das Verbreitungsgebiet von Zecken hat sich zwischen 2009 und 2019 um 4000 Quadratkilometer vergrössert. So haben die Forscher diese Spinnentiere in Zonen zwischen 500 und 1000 Höhenmetern gefunden, wo die klimatischen Bedingungen vorher nicht günstig waren für ihre Vermehrung. Parallel dazu stieg auch die Anzahl der Bisse exponentiell, von 10.000 im Jahr 2012 auf 14.000 im Jahr 2021.
Ein Anstieg der Infektionsrisiken
Mit der Vergrösserung der Verbreitungsgebiete und der Vermehrung der Zecken sehen wir auch einen Anstieg der Infektionsfälle. Die meisten Zecken übertragen keine Krankheiten, aber einige sind Träger von Bakterien oder anderen Organismen, die insbesondere folgende Krankheiten auslösen können:
- Borreliose oder Lyme-Krankheit
- Tularämie
- Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis kommt seit einigen Jahren immer häufiger vor. Im Jahr 2020 gab es zwischen Januar und August einen Höhepunkt mit 400 gemeldeten Fällen, so viele waren es seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1988 noch nie. Ebenfalls im Jahr 2020 meldete das Bundesamt für Gesundheit «ine hohe Anzahl an Stichen und von Zecken übertragenen Krankheiten», insbesondere zahlreiche Borreliosefälle, nämlich 12.600 zwischen Januar und August.
Wie kann man sich schützen?
Zecken vermehren sich von Mai bis Oktober. Man findet sie im Allgemeinen im hohen Gras, auf Sträuchern oder auf Tieren. Ihr Biss kann zunächst schmerzfrei sein, daher sind sie nicht leicht zu entdecken. Und sie beissen generell in Zonen, wo sich Falten bilden, wie in der Leistengegend, der Achselhöhle, dem Bauchnabel oder um die Ohren herum…
Um dies zu verhindern, ist es wichtig, den Körper zu bedecken mit langen Hosen, festen Schuhen, einem Hemd, das in die Hose gesteckt ist… sowie Abwehrmittel auf der Haut und Insektizide auf der Kleidung anzuwenden.
Im Fall eines Bisses muss man die Zecke so schnell wie möglich entfernen, und zwar mit einer Zeckenzange. Dieses kleine Werkzeug ist leicht zu transportieren und ermöglicht ein Entfernen der Zecke, ohne sie zu zerquetschen, was das Infektionsrisiko verringert. Es ist wichtig, die Zone um den Biss herum zu desinfizieren. Bei Symptomen sollte man sich so schnell wie möglich an seinen Arzt wenden.