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Berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit einer Depression
Chancen und Herausforderung von «Supported Employment»
In dieser Bachelor Thesis wird die berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit einer Depression behandelt. Mit der Annahme, dass die berufliche Wiedereingliederung mehrheitlich stufenweise erfolgt, wird das Konzept «Supported Employment» näher beleuchtet. Die zentrale Fragestellung bezieht sich auf Chancen und Herausforderungen des Konzepts. Die folgende Arbeit zielt darauf ab, die Vorzüge des SE-Konzepts im Kontrast zum herkömmlichen «Stufenkonzept» darzustellen.
Zur Bearbeitung der Fragestellung werden zunächst zentrale Thematiken dieses Felds bearbeitet. Dabei wird klar, dass Gesundheit eine relative Begrifflichkeit ist und sie je nach Kontext eine andere Bedeutung aufweist. Das biopsychosoziale Verständnis von Gesundheit kann im Kontext dieser Arbeit Zusammenhänge erklären und ist für die Bearbeitung der Fragestellung wesentlich. In einem weiteren Schritt wird festgestellt, dass Gesundheit kein fester Zustand ist. Anhand der Salutogenese nach Antonovsky wird Gesundheit als erstrebenswertes Ideal ermittelt, dass sich weitgehend dynamisch verhält. Daten zur psychischen Gesundheit in der Schweiz belegen, dass psychische Krankheiten zu den häufigsten Einschränkungen der Gesundheit gehören. Die Zielgruppe sowie der Begriff «Depression» wird weiter ausdifferenziert. Ursachen für die Erkrankung an einer Depression sind multidimensional. Dies wird anhand des Vulnerabilitäts-Stressmodells aufgezeigt. Es zeigt sich, dass eine Depression Betroffene oft in ihrer Erwerbsfähigkeit einschränkt. Die berufliche Wiedereingliederung wird insofern als relevant eingestuft, als dass sie die soziale Sicherheit sowie Teilhabe determiniert. Ferner kann Erwerbsarbeit eine salutogene Wirkung auf Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung haben. Für die berufliche Eingliederung von Menschen mit einer Depression wird in erster Linie das SE-Konzept genauer betrachtet.
Als Alternative zum herkömmlichen «Stufenkonzept» ist es für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung besonders geeignet. Weiter wird der Ablauf eines SEProzesses erklärt. Dabei werden die einzelnen Phasen, die wiederum aus Teilprozessen bestehen, aufgezeigt. Nachfolgend geht der Schlussteil auf die zentrale Fragestellung ein. Demnach bietet das SE-Konzept Chancen wie auch Herausforderungen für alle Beteiligte. Diese werden bezogen auf die einzelnen Akteure nochmals dargelegt und in Zusammenhang mit Handlungsempfehlungen gebracht.