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Der Pianist Paul Rivinius, Jahrgang 1970, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Seine Lehrer waren zunächst Gustaf Grosch in München, später dann Alexander Sellier, Walter Blankenheim und Nerine Barrett an der Musikhochschule in Saarbrücken. Nach dem Abitur studierte er zusätzlich Horn bei Marie-Luise Neunecker an der Frankfurter Musikhochschule und setzte seine Klavierausbildung bei Raymund Havenith fort. 1994 wurde er in die Meisterklasse von Gerhard Oppitz an der Musikhochschule in München aufgenommen, die er 1998 mit Auszeichnung abschloss. Paul Rivinius war langjähriges Mitglied im Bundesjugendorchester und im Gustav Mahler Jugendorchester. Als Kammermusiker profilierte er sich mit dem 1986 gegründeten Clemente Trio, das 1995 die Konkurrenz von Caltanissetta und 1998 den Zweiten Preis beim renommierten ARD-Musikwettbewerb in München gewann; anschliessend wurde das Ensemble zum «Rising Star» der «European Concert Hall Organisation» ernannt. Gemeinsam mit seinen Brüdern Benjamin, Gustav und Siegfried bildet Paul Rivinius das Rivinius Klavier-Quartett, ausserdem gehört er seit 2004 dem Mozart Piano Quartet an. Zahlreiche CDs dokumentieren seine künstlerische Arbeit; für seine Einspielung der Cellosonaten von Schostakowitsch, Weinberg und Boris Tschaikowsky mit Johannes Moser erhielt er 2007 den «Echo Klassik». Von 2004 bis 2010 lehrte Paul Rivinius als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule «Hanns Eisler» in Berlin. Heute lebt er als freischaffender Künstler in München.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 31. August 2001 mit dem Clemente Trio und Werken von Mendelssohn und Schostakowitsch.
August 2012