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Für Murray war es der zwölfte Turniersieg in der Masters-1000-Kategorie, der zweite auf Sand nach demjenigen vor Jahresfrist in Madrid.
Novak Djokovic zeigte sich für einmal nicht auf der Höhe seiner Aufgabe – auch mental. Er lamentierte unablässig über die schwierigen Platz-Bedingungen im Nieselregen. Der dritte Hochkaräter innerhalb von drei Tagen war für den Turniersieger der letzten zwei Jahre einer zu viel. Im Viertelfinal hatte er in zweieinhalb Stunden Rafael Nadal bezwungen, im Halbfinal in drei Stunden Kei Nishikori niedergerungen. Gegen Murray, den er vor einer Woche im Final in Madrid noch in drei Sätzen abgewiesen hatte, war der Tank dann leer. An seinem 29. Geburtstag triumphierte der Schotte am Pfingstsonntag klar.
Im ersten Satz musste der Brite seinem Gegner keinen Breakball zugestehen. Am ausgeglichensten war die Partie zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Murray im ersten und zweiten Game drei Breakchancen souverän abwehrte. Stattdessen gelang wenig später ihm der vorentscheidende Aufschlagdurchbruch zum 3:2. Nach nur 95 Minuten verwertete Murray gleich seinen ersten Matchball auf spektakuläre Weise – mit einer Rückhand aus scheinbar unmöglicher Position.
Der Sieg hat fast schon eine historische Dimension. Djokovic hatte seine letzten zehn Finals – seit einer Niederlage gegen Roger Federer in Cincinnati im vergangenen August – allesamt gewonnen. Auf Sand verlor er im sechsten Anlauf überhaupt zum ersten Mal gegen Murray. Der Schotte verdrängte Federer damit wieder vom zweiten Platz und ist wieder erster Verfolger des Serben – mit allerdings riesigem Abstand. Die Karten für das French Open wurden aber auf jeden Fall wieder etwas neu gemischt.
(SDA)