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Sanierung der Raffinerie in Collombey
Der Staat Wallis, die Gemeinde Collombey-Muraz und die Tamoil SA haben ein Übereinkommen unterzeichnet, in welchem die von der Tamoil SA zu leistenden finanziellen Garantien für die Deckung der Sanierungs- und Überwachungskosten des Raffineriestandorts in Collombey geregelt werden.
Gestützt auf die Altlasten-Verordnung vom 26. August 1998 (AltlV), forderte die Dienststelle für Umweltschutz des Kantons Wallis (DUS) die Tamoil SA am 29. April 2015 dazu auf, für ihren Raffineriestandort eine Detailuntersuchung zwecks Abklärung der zu treffenden Sanierungsmassnahmen durchzuführen und zur Deckung der dabei anfallenden Kosten eine finanzielle Sicherheit zu leisten.
Während Ausarbeitung des Sanierungsprojekts äusserte die Tamoil SA dann im Juni 2016 den Wunsch, sich mit der DUS zu treffen, um über die Form der zu leistenden Finanzgarantie zu beraten, woraufhin zwischen der Tamoil SA, der Gemeinde Collombey-Muraz und dem Staat Wallis das nun vorliegende Übereinkommen ausgehandelt wurde.
Inzwischen hat die Tamoil SA eine finanzielle Garantie über 5.5 Mio. Franken hinterlegt, welche der Deckung der Kosten für die Sanierungs- und Überwachungsmassnahmen in 5 Bereichen des Raffineriegeländes dienen soll. Dieser Betrag ist den geplanten Massnahmen angemessen und liegt um einiges tiefer, als man für eine Raffinerie dieses Alters erwarten dürfte. Die festgestellten Belastungen in den übrigen Bereichen bedürfen keiner Sanierungsmassnahmen.
Das Übereinkommen regelt ebenfalls die Konditionen für eine allfällige Übertragung der Umwelthaftung.
Aktueller Stand der Untersuchungen und Sanierungen
Am 30. September 2016 legte die Tamoil SA der DUS ihr Sanierungsprojekt vor, so wie die Dienststelle dies am 18. Mai 2016 vom Unternehmen verlangt hatte (vgl. Medienmitteilung vom 30. September 2016). Nach einer eingehenden Prüfung des Projekts ist die DUS nun dabei, eine Sanierungsverfügung auszuarbeiten.