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Den künstlerischen Durchbruch im Werk Marc Chagalls (1887-1985) beleuchtet das Kunstmuseum Basel in einer neuen grossen Ausstellung. Höhepunkte sind etwa die - erstmals zusammengeführten - "vier grossen Rabbiner".
"Die Jahre des Durchbruchs 1911-1919" lautet der Untertitel der vom 16. September 2017 bis zum 21. Januar 2018 zu sehenden Sonderschau im Neubau des Basler Kunstmuseums. 108 Werke Chagalls - Gemälde und Arbeiten auf Papier - hat Museumsdirektor Josef Helfenstein, der die Ausstellung kuratiert hat, mit seinem Team zusammengetragen.
1911 bis 1919 seien herausragende Jahre im Schaffen von Chagall gewesen, in denen dieser "mindestens drei Kulturschocks" erlebt habe, sagte Helfenstein am Donnerstag vor den Medien. 1911 sei der Künstler aus seiner weissrussischen Heimat nach Paris gekommen, habe unter Heimweh gelitten, aber kein Geld für eine Rückkehr gehabt.
Von Paris zur Revolution
Chagall hatte indes Erfolg im Salon des Indépendants und war mit den Dichtern Guillaume Apollinaire und Blaise Cendrars sowie dem Ehepaar Robert und Sonja Delaunay befreundet. 1914 machte eine erste umfassende Einzelausstellung in der Galerie Der Sturm in Berlin Chagall auch ausserhalb von Paris bekannt.
Von Berlin reiste Chagall weiter in seine Heimatstadt Witebsk, um seine Braut Bella Rosenfeld zu holen. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwang ihn jedoch zum Bleiben. Erst 1923 kehrte Chagall nach Paris zurück.
Hatte Chagall in Paris Motive aus dem russischen Provinzleben geschöpft, wurde seine Malerei später in Witebsk realistischer, und in seinem Werk bildete sich auch der Krieg ab. Viele Selbstporträts zeugen zudem von der intensiven Selbstreflexion des Künstlers.
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