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Timber frames, multi-layer boards, CNC-milled laminated timber beams—one could, in short, characterise the construction-related evolution of timber building over the past 25 years in this way. In the course of this development the way in which timber is utilised as a material has undergone a fundamental transformation from the cut-to-size timber beam to elements made from left-over wood. Whereas in panel building systems a solid timber frame is still fitted with planks on the assembly table, multilayer panels or laminated timber beam, like many almost homogeneous materials, can be cut to size by a CNC mill. In 1993 the architects Marcel Meili and Markus Peter presented timber frame building in this journal (wbw 11 – 1993) in the form of an experimental project that demonstrated a possible architectural direction; less than ten years later this was followed by Andrea Deplazes (in wbw 1/2 – 2001) with an essay on prefabrication technology and a small house that, like a cardboard model, is built out of panels. In the same issue Anton Kaufmann and Hermann Blumer as well as Hermann Kaufmann discussed the possibilities for construction offered by new production technology. All three, timber construction engineers and architect, appear again in the current issue with work of their own—suggesting strongly that timber building is once more poised on the threshold of a technological leap forward. The innovation goes in different directions. For instance constructions strengthened with steel or concrete allow timber building to perform better as well as making possible spans close to those that can be achieved with steel. A computer-based assembly technology and well worked-out delivery chains facilitate the production and fitting of complex prefabricated building parts which, in terms of expression and technical sophistication, resemble those of the traditional craft of carpentry—and make possible an architecture that is tectonic in the true meaning of the word (tekton in Greek means carpenter or wood-worker). Thanks to the element and modular building systems developed by large timber building firms building with wood is now crossing the threshold to becoming a mass phenomenon: wood has become an industrially produced and traded material. And yet, like brick, it has preserved a very direct kind of expression, inside and outside: enhanced by handcraft, assembled tectonically or composed of large, abstract surfaces.
Im Entwicklungsgebiet Freilager Zürich setzen die drei sechsgeschossigen Langhäuser von Rolf Mühlethaler einen eigenen Akzent. Holzrahmen-Elemente bilden die inneren und äusseren Wände, trittschallgedämmte Brettstapel-Elemente die Decken. Die Konstruktion ist auch Träger des Ausdrucks: Das Relief von Balkonen und kassettierter Fassadenverkleidung, der Rhythmus von Säulen und Konsolen und die feinen Linien der Geländer überlagern sich zu ausdrucksvoller Tiefe.
Die lichten Auenwälder entlang des Bachlaufs der Schmutter im bayrischen Diedorf sind dem Gymnasium von Hermann Kaufmann und Florian Nagler Raummetapher und Bauprogramm. So dient Holz als Baumaterial, und das Raumkonzept baut auf Zimmer wie Waldlichtungen. Eng stehende Stützen umgürten die Gemeinschaftshöfe; das Raster setzt sich in der Sparrenlage des Dachs fort. Von da fällt Tageslicht ins Innere – wie im Wald vor der Tür.
Mitten im freien Feld im bernischen Schwarzenburg steht die fensterlose, aus Holz gebaute Halle von Patrick Thurston unter flach geneigtem Dach: Sie erinnert an klassische Tempel ebenso wie an landwirtschaftliche Scheunen – und dient als Museumsdepot für historische Fahrzeuge. Ihr Dach, getragen von Fachwerkträgern, steht frei über der Ausstellungsbox aus Holz. Eine raffinierte Konstruktion sorgt dafür, dass sich Temperatur und Feuchtigkeit im Inneren mit minimalstem technischem Aufwand kontrollieren lassen.
Schon längst sind die Materialien und Konstruktionen nicht mehr «rein» und «wahr», schon gar nicht im Holzbau. In seinem Beitrag injiziert Tibor Joanelly dem auf den ersten Blick so bodenständigen Holzbau eine Theorie-Spritze: Es geht nicht mehr wie bei Semper um die Suche nach Spuren archaischer Techniken in den heutigen Produktionsmethoden, sondern um die Konzeptualisierung derjenigen Prozesse, die ein Bauwerk in Entwurf und Produktion formen: «Komposit» ist das neue «Hybrid».
Jeder Baum hat in einem bestimmten Gebiet seine optimalen Wuchsbedingungen; genauso soll er seinen optimalen Einsatz am Bau finden. Der Holzhändler Andreas Seiz schaut pragmatisch auf den Wald und stellt fest, dass Holz aus Mitteleuropa oft besser die Bedingungen erfüllt als einheimisches. Für die Schweizer Holzindustrie bestehen aber auch Chancen, so Seiz: Hochwertige Fertigelemente mit hoher Wertschöpfung sind exporttauglich.
In seinem Aufruf zur Wiederbelebung der klassischen Holzverbindung plädiert der Architekt und Bauingenieur Lorenz Kocher für einen materialgerechten Anschluss im Holzbau. In einer Struktur sind die Holzverbindungen Ausdruck der Handwerkskunst und Zeugen des Berufsstolzes des Zimmermanns. Wo sie zu aufwändig werden, kann aktuelle Technik wie die CNC-Fräse es ermöglichen, traditionelle Holzverbindungen neu zu interpretieren.
Das städtische Hochhaus wird vom Baurecht eingehegt wie kein zweiter Bautyp. Daniel Kurz und Caspar Schärer lancieren eine neue Debatte und wünschen sich einen souveräneren Umgang mit dem Hochhaus: Dabei soll der Mehrwert, den die Höhe dem Investor bringt, für Verbesserungen in der «Stadt auf Augenhöhe» eingesetzt werden.
Weiterbauen an der Agglomeration: Im zürcherischen Winkel, soll eine Wohnsiedlung aus den frühen 1970er Jahren erneuert und teilweise neu gebaut werden. Im zweistufigen Projektwettbewerb nahm eine Mehrheit der Teilnehmenden eine defensive Haltung ein – Zita Cotti Architekten mit dem Siegerprojekt jedoch nicht.
Die Bekanntgabe eines ISOS-Inventars über die Stadt Zürich erregte Aufsehen. Viele befürchteten, dass die Verdichtungsziele nicht mehr realisiert werden können. Dominik Bachmann gibt Entwarnung.
Der 1924 geborene indische Bauingenieur Mahendra Raj arbeitete mit illustren Architekten wie Louis Kahn und Le Corbusier zusammen. Nun ist seinem Werk (endlich) ein Buch gewidmet.
Die Ausschreibung für den Schweizer Kunstwettbewerb 2017 ist angelaufen. Daniel Kurz sprach mit den diesjährigen Preisträgern Yves Dreier und Eik Frenzel über ihre Motive, an einem etwas anderen Wettbewerb teilzunehmen.
Bewegung der Körper im Raum: Nach dem rasanten Parkour-Trip in der letzten Ausgabe entwickelt unser Autor nun ein Zukunftsszenario für ein Paris im Jahr 2046. Eine Pizzakurierin hangelt sich durch die Stadt – stets prekär, aber immer präzis.
Mit der Erweiterung des katalonischen Architekturbüros Barozzi Veiga ist das Bündner Kunstmuseum in eine neue Liga aufgestiegen. Der Bau und besonders sein städtebaulicher Beitrag vermögen aber nicht restlos zu überzeugen.
Besucherzentrum im Zoo La Garenne in Le Vaud VD von Localarchitecture, Lausanne