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Postulat (Cristina Anliker Mansour, GB/Seraina Patzen, JA!)
Die GSoA hat mit der Armeeabschaffungsinitiative von 1989 und dem Aufruf zur Militärdienstverweigerung wesentlich dazu beigetragen, dass junge Männer, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten wollen, heute in Spitälern, Heimen, bei Bergbauern, bei gemeinnützigen Institutionen und bei Umweltschutzorganisationen Dienst für eine gute Sache leisten können.
Die Zahl der Zivildienstleistenden nimmt zu. Rund 15’000 Zivis haben im Jahr 2012 einen Einsatz geleistet (2011: 14’349). Dies obwohl sie anderthalb Mal länger Dienst leisten müssen als in der Armee. Die Zivildienstleistenden klagen aber schon heute über zu wenige Einsatzplätze. Es ist anzunehmen, dass der Bedarf nach Zivildienststellen weiterhin steigen wird (Link).
Wir sehen in der Stadt Bern und bei den Institutionen mit Leistungsverträgen ein grosses Potenzial für die Schaffung von Zivildienststellen. In der Verwaltung, in sozialen oder kulturellen Institutionen könnten Plätze geschaffen werden, die den Zivildienstleistenden spannende Einblicke ermöglichen, gleichzeitig bekommen die Einsatzbetriebe Unterstützung von einer jungen, motivierten Person. Es entsteht eine Win-win-Situation.
Aus dem Grund bitten wir den Gemeinderat zu prüfen:
1. Welche Bereiche innerhalb der Verwaltung für die Schaffung von Zivildienststellen geeignet sind.
2. Ob die Schaffung von Zivildienststellen bei den Institutionen mit einem Leistungsvertrag mit der Stadt gefördert werden könnte, zum Beispiel mit einem Passus in den Leistungsverträgen.
3. Massnahmen zu prüfen, welche die Vorteile von Zivildienststellen sichtbar machen, und Arbeitgeber_innen so zur Schaffung von Einsatzplätzen für Zivildienstleistende zu animieren.
Bern, 3. Juli 2014