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Unterdeckung ist eine prekäre Situation, in der das Pensionskassen-Vermögen nicht für alle heutigen und künftigen Verpflichtungen reicht
Eine Vorsorgeeinrichtung muss stets in der Lage sein, ihre eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Eine einfache Kennzahl drückt dies aus: der Deckungsgrad. Er zeigt das Verhältnis zwischen dem Vermögen und den Verpflichtungen einer Vorsorgeeinrichtung.
Eine Unterdeckung besteht dann, wenn am Stichtag das verfügbare Vorsorgevermögen kleiner ist als das versicherungstechnisch notwendige Vorsorgekapital. Oder einfacher gesagt: der Deckungsgrad kleiner 100% ist. Oder noch einfacher: die Kasse hat aktuell nicht genug Vermögen, um neben den laufenden auch alle künftigen Versicherungszusagen vollständig zu bezahlen. Eine vorübergehende Unterdeckung ist zulässig, wenn deine Kasse ihre laufenden Verpflichtungen erfüllt. Um eine andauernde Unterdeckung zu beheben, muss die Kasse nach BVG Sanierungsmassnahmen einleiten. Das sind zeitlich befristete Massnahmen um die Unterdeckung in einer Frist von fünf bis sieben Jahren zu beheben. Solche Massnahmen werden in der Regel dann eingeleitet, wenn der Deckungsgrad unter 90 Prozent sinkt. Es ist zum Beispiel möglich die Anlagestrategie anzupassen, die Finanzierung anzupassen, künftige Leistungen zu reduzieren, den Umwandlungssatz zu senken, den Zins auf Altersguthaben zu senken oder den Arbeitgeber zu Sondereinlagen bewegen. Auch dürfen schliesslich Sanierungsbeiträge von den Versicherten erhoben werden, wenn andere Massnahmen nicht zum Ziel führen. Erst wenn Sanierungsbeiträge von den Versicherten erhoben werden, führt die Unterdeckung der Kasse zu höheren Abzügen vom Lohn.
Mehr dazu findest du beim Bundesamt für Sozialversicherungen.