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Sehr geehrte Ständeratinnen und Ständeräte
Die Jugendsession hat entschieden eine Stellungnahme zur Parlamentarischen Initiative zur Wiederzulassung von F1- Autorennen in der Schweiz zu verfassen. Aus folgenden Gründen fordern wir, diese Initiative zu verwerfen.
Diverse wirtschaftliche Aspekte sprechen gegen eine Annahme dieser Initiative. Das Beispiel der Euro 2008 zeigt, dass die Kosten bei Grossanlässen – sei es sportlich oder kulturell – schwer abzuschätzen sind. Neben der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur muss das Volk höchstwahrscheinlich auch einen Beitrag zur Errichtung der Anlagen leisten. Die Rentabilität kann nicht gewährleistet werden, wie diverse Beispiele von Rennstrecken zeigen (Hockenheim (D), Lignières (NE)). Folglich kann diese Initiative keine längerfristige Schaffung von Arbeitsplätzen garantieren, da die Aufnahme einer Rennstrecke in die Formel 1 und andere Rennserien ungewiss und mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden ist. Bereits heute besteht ein grosser Verdrängungskampf unter den europäischen Rennstrecken. Deshalb ist die sportliche Nutzung der Rennstrecke nicht gesichert. Der volkswirtschaftliche Nutzen ist im Verhältnis zu den Kosten und Risiken zu gering.
Ausserdem verändert eine Rennstrecke das Landschaftsbild einer Region immens. Wertvolles Kulturland und touristisch attraktives Naherholungsgebiet geht verloren und die dort vorhandene Tier- und Pflanzenwelt wird gestört. Das Rennen an sich und der Anreiseverkehr sind für die Region eine grosse Lärm- und Abgasbelastung. Des weiteren ist das Zulassen von Rundstreckenrennen in Anbetracht der Klimaveränderung und der Raserproblematik ein Schritt in die falsche Richtung.
Die Jugendsession 2007 empfiehlt deshalb, die Parlamentarische Initiative zur Wiederzulassung von Formel 1- Autorennen in der Schweiz abzulehnen.
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