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Mit guten Düften lassen sich Tanzflächen füllen. Das belegen Experimente in drei niederländischen Discotheken. Wissenschaftler haben verschiedene Düfte versprüht, die Discogänger während des Abends beobachtet und sie danach befragt.
Das Rauchverbot bringt es mit sich, dass unangenehme Körpergerüche stärker wahrgenommen werden. Findige Betreiber setzen deshalb künstliche Aromen ein, so wie es beispielsweise in Einkaufszentren und grossen Hotels schon länger geschieht.
Forscher der Technischen Universität Delft besuchten drei Clubs in Universitätsstädten und testeten sie an fünf gleichen Wochentagen in Folge. Am ersten und letzten Abend der Versuchsreihe wurde kein angenehmer Duft verbreitet.
Am den anderen drei Abenden wurden Aromen mit Hilfe von Duftmaschinen versprüht: entspannender Orangenduft, anregender Pfefferminzduft und neutraler Meerwassergeruch. Der jeweilige Duft war leicht wahrnehmbar. Der gespielte Musikstil blieb in den betreffenden Clubs stets gleich.
Bei Videoaufnahmen zeigte sich, dass an den Duftabenden mehr Leute tanzten. Auch die Temperatur stieg etwas im Vergleich, vor allem beim Orangenaroma. Die Zahl der Besucher und ihr Konsum sind jedoch nicht signifikant gestiegen.
In den Duftnächten wurden die Disco und die Musik von den befragten Gästen positiver beurteilt. Die Studie über die Wirkung der Düfte wurde im Fachjournal „Chemosensory Perception“ publiziert.