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Der französische Countertenor Philippe Jaroussky, Jahrgang 1978, stammt aus dem Département Yveline in der Île-de-France. Er studierte zunächst Violine, Klavier und Komposition an den Musikakademien von Versailles und Boulogne, bevor er 1996 den Gesangsunterricht bei Nicole Fallien aufnahm; ausserdem wurde er im Fach Alte Musik bei Michel Lapenie und Kenneth Weiss an der Pariser École de Musique National-Régional ausgebildet. Jarousskys künstlerischer Schwerpunkt liegt auf dem Opernrepertoire des Barock und namentlich auf Werken von Antonio Vivaldi und Claudio Monteverdi. Mit einer Produktion aller drei Monteverdi-Opern am Théâtre des Champs-Elysées gelangte er in der Saison 2001/02 zu internationaler Bekanntheit; weitere Marksteine seiner Laufbahn bildeten Auftritte in Vivaldis Orlando furioso am Théâtre du Châtelet während der Spielzeit 2003/04, kurz darauf sein Deutschland-Debut als «Einspringer» für den erkrankten Andreas Scholl und, im Jahr 2005, sein Einstand an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in einer von René Jacobs geleiteten Neuproduktion von Monteverdis Ulisse. Regelmässig konzertiert Philippe Jaroussky mit Christina Pluhars L’Arpeggiata und dem Ensemble Matheus von Jean-Christophe Spinosi; mehrere Platteneinspielungen dokumentieren diese Zusammenarbeit. 2010 standen ausserdem Konzerte mit William Christie und Les Ars Florissants, mit Emmanuelle Haïm und dem Concert d’Astrée, mit dem Concerto Köln und mit Jos van Immerseels Anima eterna auf seinem Terminkalender. Auch das französische Liedrepertoire, das er auf seiner CD Opium vorstellte, hat in ihm einen berufenen Interpreten gefunden. 2008 erhielt Philippe Jaroussky den «Echo Klassik» und wurde auf der MIDEM in Cannes als «Sänger des Jahres» ausgezeichnet, 2009 folgten die Verleihung des «Grand Prix Charles Cros» und die Ernennung zum «Chevalier des Arts et des Lettres».
Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2010.
Juni 2010