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Die «National Library of Medicine» ist ein Projekt der amerikanischen Regierung. Forschungsarbeiten, die sich hier finden, sollte entsprechend Hand und Fuss haben.
Dass das auf die Studie «Covid-19-Impfstoffe und die Fehlinterpretation wahrgenommener Nebenwirkungen» zutrifft, darf bezweifelt werden.
Der Australier Raymond Palmer behauptet darin, dass Nebenwirkungen oder Schäden nach der Impfung in den meisten Fällen nichts mit dem Impfstoff zu tun haben. Schuld seien vielmehr die Impfgegner.
Seine These: Die Gerüchte über negative Folgen der Impfung führen bei Geimpften zu mentalem Stress. Dieser löse unter anderem eine Verengung der Blutgefässe aus. Das führt laut Palmer zu Komplikationen, vom Blutgerinnsel über Schlaganfälle bis zum Herzinfarkt.
«Die extreme psychische Belastung des Patienten könnte höchstwahrscheinlich auf die Angstmacherei und Panikmache verschiedener Impfgegnergruppen zurückgeführt werden», heisst es in der Zusammenfassung.
Dass psychische Belastungen gesundheitliche Folgen haben können, ist bekannt. Allerdings unterschlägt der Autor andere Stressfaktoren der letzten Jahre.
Dazu gehören Lockdowns, geschlossene Schulen, Versammlungsverbote, getrennte Familien und die ständige Berichterstattung über Covid-19 und das drohende Long Covid.
Da können sich durchaus einige Arterien verengt haben. Nur hat das nichts mit den Impfgegnern zu tun.
Vielleicht sollte Raymond Palmer bei seinem angestammten Gebiet bleiben. Die meisten seiner wenigen medizinischen Studien drehten sich nicht um Viren. Sondern um Anti-Aging.