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NADH Von der IUPAC/IUBMB werden die Abkürzungen NAD+ für die oxidierte Form, NADH für die reduzierte Form und NAD im Allgemeinen vorgeschlagen. Zuweilen findet sich noch NAD statt NAD+ und NADH2 statt NADH. Im Vergleich zum Nicotinamidadenindinukleotidphosphat und Nicotinsäureadenindinukleotidphosphat , zwei sonst fast gleich gebauten Coenzymen, die beide am 2’C-Atom des Adenosins einen weiteren Phosphat-Rest besitzen, befindet sich dort beim NAD nur eine normale Hydroxygruppe.
Funktion
Als Reduktionsmittel kommt dagegen vor allem NADPH zum Einsatz, welches ein entsprechend niedriges Verhältnis NADP+/NADPH aufweist. Dabei entstehen schließlich NAD+ und Wasserstoff.
Biosynthese
NAD+ wird im Körper sowohl aus Nicotinsäure und Nicotinamid als auch aus den Abbauprodukten der Aminosäure Tryptophan produziert. Knotenpunkt beider Reaktionswege ist Nicotinat-D-ribonukleotid, das direkt aus Nicotinsäure mittels der Nicotinat-Phosphoribosyltransferase gebildet werden kann, oder das aus dem Tryptophan-Abbauprodukt Chinolinsäure mittels des Enzyms Chinolinat-Phosphoribosyltransferase entsteht.
Absorptionseigenschaften
Dieser absorbiert Licht bei einer Wellenlänge von 260 nm, dies erklärt das im Diagramm dargestellte, gemeinsame Absorptionsmaximum in dem Bereich 260 nm. Der Grund dafür ist, dass sich die Absorption des oxidierten, mesomeren Nicotinamidrings, der ebenfalls bei 260 nm absorbiert, mit der Absorption des Adenins überlagert und so für die erhöhte Absorption bei 260 nm sorgt. Der molare Extinktionskoeffizient ԑ von NADH bei 339 nm beträgt ԑ = 6200 l/. Die Menge des umgesetzten Substrats lässt sich durch die Änderung der Absorption bei 340 nm photometrisch verfolgen, die Konzentration kann dann mit Hilfe des Lambert-Beersches Gesetzes bestimmt werden.