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Arealentwicklung Stürm / Mariabergstrasse
Für das Gebiet Mariabergstrasse zwischen Kirchstrasse, Mariabergstrasse, Bahntrassee und Stadthof wurde im Jahr 2017 eine Testplanung abgeschlossen. Daraus wurden städtebauliche Leitlinien für eine vollumfängliche Gebietsentwicklung abgeleitet. Aufgrund von unterschiedlichen Interessen konnte die Gebietsentwicklung nicht zur Umsetzung gebracht werden. In der Zwischenzeit erarbeitete die Maria baut AG, ausgehend von der Bebauungsstruktur entlang der Mariabergstrasse, ein neues Projekt zur Baueingabereife. Es liegt auf der Parzelle 1592, dem sogenannten 1'000 m2 Areal. Dieses hält sich im Wesentlichen an die Vorgaben der Regelbauweise, benötigt aber aufgrund der Längenüberschreitung und der abweichenden Nutzungsverteilung einen Sondernutzungsplan.
Das neue winkelförmige Gebäude steht im Innenhof von Kirch- und Mariabergstrasse. Es nimmt mit seiner Ausdehnung Bezug auf den östlich gelegenen Stadthof und das nördlich gelegene Gebäudeensemble Kirchstrasse 11/13. Zwei verbindende Terrassenplattformen (1. OG, Dach) vereinen drei Einzelvolumen zu einem Neubau. Im Inneren der Gärten bildet dies einen städtebaulich willkommenen Kontrast zu der historischen Punktbebauung entlang der Mariabergstrasse.
Innerhalb des Areals entsteht eine Mischung aus unterschiedlichen Nutzungen. Die Wohnnutzung überwiegt und wird in den Obergeschossen integriert. Im überhohen Erdgeschoss sind Wohnungen sowie vor allem Gewerbe- und Gemeinschaftsräume vorzufinden. Die Wohnungsgrössen variieren zwischen 2.5-, 3.5-, 4.5- und 5.5-Zimmer, was neben der Durchmischung von Wohnen und Gewerbe auch die Durchmischung unterschiedlichster Bewohner fördert.
Das gesamte Areal ist für den motorisierten Individualverkehr ab der Mariabergstrasse erschlossen. Eine Tiefgaragenzufahrt befindet sich westlich des Neubaus. Damit sich die Tiefgaragenzufahrt gut in die umliegende Gartengestaltung integrieren kann, ist sie mit einer Pergola versehen. In der Tiefgarage werden Parkplätze für die Anwohner, Besucher sowie Beschäftigte zur Verfügung gestellt. Oberirdisch ist östlich des Neubaus ein behindertengerechter Parkplatz platziert. Das Planungsgebiet sowie das östlich gelegene Grundstück sind für den motorisierten Verkehr über den befestigten Erschliessungsbereich befahrbar. Zudem wird die Zufahrt für die Notfahrzeuge sichergestellt.
Die Überbauung kann über Fussverbindungen durchquert werden. Die Erschliessung der Wohnungen, Gemeinschafts- und Gewerberäume des Erdgeschosses erfolgt direkt von der Umgebung aus. Die Wohnungen der beiden Obergeschosse sind über den Terrassenbereich im 1. Obergeschoss sowie über Treppen und den Aufzug barrierefrei erschlossen.
Der Freiraum wird mit dem geplanten Vorhaben gefördert und gestärkt. Durch die Entwicklung auf diesem Areal kann der Grünraum, unter anderem die Erhaltung und Instandsetzung der historischen Gärten, an Gewicht gewinnen. Die bis anhin versiegelten Flächen werden durch attraktive Begegnungs- und Aufenthaltsräume aufgewertet. Die begrünte Dachterrasse des Neubaus dient als Begegnungs- und Aufenthaltsfläche und wird mit Pergolen und Cheminées ausgestattet.
Das Raumplanungsgesetz verpflichtet den Stadtrat, die Bevölkerung in geeigneter Art und Weise in die Planungsvorgänge miteinzubeziehen. Die Unterlagen liegen deshalb vom 6. August bis zum 27. August 2020 beim Bereich Bau und Stadtentwicklung auf und können eingesehen werden. Hinweise und Vorschläge zum geplanten Vorhaben können im Mitwirkungsverfahren von jedermann innert der Frist schriftlich beim Bereich Bau und Stadtentwicklung eingereicht werden.