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Einen tollen 4:1-Sieg landeten die SCRJ Lakers in Fribourg, wo sie mit viel defensiver Arbeit beschäftigt waren. Gottéron drückte jeweils zu Beginn jedes Drittels ordentlich aufs Gaspedal, sah sich aber mit einer gut organisierten Rapperswiler Verteidigung konfrontiert. Die Lakers ihrerseits nutzten die wenigen Möglichkeiten ungewöhnlich abgebrüht. Knackpunkt des Spiels war ein Doppelschlag des SCRJ kurz vor der zweiten Drittelspause, auf welchen das Heimteam keine passable Antwort fand.
Im ausverkauften Stadion mit vollem Gästesektor war Fribourg bemüht, das Spiel sogleich an sich zu reissen. Dies gelang ihnen gut, denn sie kamen mit viel Tempo zu guten Chancen und liessen den Lakers kaum Zeit, ihr Spiel zu finden. Diese gelangten ihrerseits nur nadelstichartig vor das gegnerische Tor. Gottéron konnte das angeschlagene Tempo allerdings nicht lange halten, denn nach acht Minuten neutralisierte sich das Geschehen in einem munteren ersten Drittel, in welchem die offensiven Aktionen auf beiden Seiten zunächst vielversprechend aussahen, dann aber zu durchsichtig für die gegnerische Defensive waren. Während Marchon und Maier wegen einer Keilerei die Strafbank hüteten und beide Teams mit je vier Feldspieler auf dem Eis agierten, konnten die SCRJ Lakers eine solche offensive Szene nach 15 Minuten zur 1:0-Führung nutzen, als Jan Mosimann ein tolles Zuspiel von Steve Mason verwertete. Hervorzuheben war im ersten Drittel insbesondere die Leistung von Melvin Nyffeler: Mehrfach parierte er hochkarätige Abschlussversuche der Hausherren, etwa von Lhotak in der 5. Minute, von Marchon nach 13 Minuten oder mehrfach gegen Andrei Bykov.
Im zweiten Drittel sahen sich die Rapperswiler mit viel defensiver Arbeit konfrontiert. Gottéron agierte bemüht und konnte gleich zu Beginn ein Powerplay auf frischem Eis spielen, welches sie aber ungenutzt verstreichen liessen. In der Folge verlagerte sich das Spielgeschehen für lange Zeit in die defensive Zone des SCRJ. Dieser liess aber mit souveräner Verteidigungsarbeit gegen einen wenig zielstrebigen Gegner kaum etwas anbrennen, insbesondere das Forechecking der Rapperswiler bescherte dem zahlreich mitgereisten Anhang Freude. Da die Lakers aber offensiv quasi inexistent waren, halbierte sich der Genuss des Gezeigten. Dies änderte sich in der 37. Minute aus dem Nichts, als Casey Wellman nach einem Bully in der offensiven Zone eine herrliche Direktabnahme zum 2:0 in die hohe Ecke des Gottéron-Tors zimmerte. Eine Wucht und Entschlossenheit war dies, wie wir es gerne öfter sehen würden. Kurze Zeit nach dem Tor erhielten die Lakers nach einem unnötigen Foul von Killian Mottet die Möglichkeit, ein Powerplay zu spielen. Casey Wellman orchestrierte dieses in toller Manier an der blauen Linie und setzte damit die Grundlage für das 3:0, wo Corsin Casutt in vielversprechender Position an den Puck kam und Dion Knelsen im Slot in Szene setzte. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und netzte zum dritten Rapperswiler Tor ein. Die 3:0-Führung zur zweiten Pause war wegen der fehlenden Cleverness Gottérons nicht gestohlen, schmeichelte aber in der Höhe durchaus etwas.
Nach der 18-minütigen Pause wurde dann aber noch kein Eishockey gespielt. Vielmehr hatte der Eismeister seinen Auftritt des Tages, als er sich mit zahlreichen Pfützen auf dem Eis konfrontiert sah, welche partout nicht verschwinden wollten. Nachdem die Schiedsrichter die beiden Teams nochmals in die Garderobe schickten und sich die Pfützen auf ein erträgliches Mass reduzierten, wandte man sich dann dem dritten Drittel zu, in welchem die Freiburger loslegten wie die Feuerwehr. Sie versuchten ihr erstes Tor zu erzwingen und kamen mehrmals gefährlich vor das Tor von Melvin Nyffeler, welcher aber Mal für Mal den Gegner verzweifeln liess und während des gesamten Spiels ein hervorragender Rückhalt war, welcher es verstand, viel Ruhe und Sicherheit auszustrahlen. Die Lakers hatten in diesem Abschnitt des Spiels Mühe, dem Tempo Gottérons zu folgen und kassierten folgerichtig das 1:3, als Jim Slater Melvin Nyffeler aus halber Distanz in der Stockhand-Ecke erwischte. Fribourg behielt das Tempo hoch und liess die Lakers auch nach dem Tor kaum durchschnaufen. Dies relativierte sich erst etwa neun Minuten vor dem Ende, als das Heimteam während eines Powerplays das hohe Tempo nicht konservieren konnte. Sie bekundeten in der Folge immer mehr Mühe, in die Zone der Rapperswiler vorzudringen und kamen nur noch zu einer richtig grossen Chance, als Sprunger nach einer sehenswerten Kombination nur die Latte traf. Als Schlusspunkt krönte Casey Wellman seine tolle Leistung mit seinem zweiten Tor zum 4:1, bei welchem ein misslungener Querpass in das verlassene Freiburger Gehäuse abgelenkt wurde. Die Lakers holten sich also in cleverer Manier und mit einer kämpferisch ausgezeichneten Leistung drei Punkte und eine Menge Mut für das schwierige Auswärtsspiel in Bern am kommenden Freitag, 15. Februar, wo sie hoffentlich eine ähnlich tolle Unterstützung zählen dürfen wie heute, wo die mitgereiste rote Wand eine tolle Unterstützung war.
HC Fribourg Gottéron vs SCRJ Lakers 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)
BCF Arena, Fribourg / 6'500 Zuschauer