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Von Melanie G. Host
Heiligenattribute Hund (Teil 3)
Der Hund ist ein Symbol der Treue zum Herrn. In dieser Weise hat ihn Gott auch im Leben einer wunderbaren Heiligen, die bei uns noch viel zu wenig bekannt ist, benutzt. Sie heisst Margareta von Cortona, war lange auf Abwegen, wurde aber ausgerechnet durch einen Hund zu ihrem Herrn zurückgeführt.
Margareta wurde im Jahr 1247 in Laviano als Kind einfacher Leute geboren. Sie entwickelte sich schon bald zu einem Mädchen von grosser Schönheit und zeichnete sich durch ein besonders liebenswürdiges Wesen aus. Diese Vorzüge sollten Margareta noch zum Verhängnis werden.
Mit acht Jahren verstarb ihre Mutter. Da der Vater bald erneut heiratete, aber die Stiefmutter das Kind nicht mochte, verliess Margareta ihr Elternhaus und stellte sich bei einem reichen unverheirateten Edelmann aus Monte-pulciano in den Dienst. Aufgrund ihrer Schönheit und der Gewissenslosigkeit des Mannes entwickelte sich aus dem Dienst- ein Liebesverhältnis, welches neun Jahre währte und woraus auch ein Kind hervorging.
Eines Tages begab sich Margaretas Liebhaber auf Geschäftsreise und wurde unterwegs von Räubern erschlagen. Er war in Begleitung seines treuen Hundes, der danach noch drei Tage bei der Leiche verweilte. Am dritten Tag lief er nach Hause zu Margareta, heulte fortwährend und versuchte, sie am Kleid mit sich fortzuziehen.