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Frankreich wählt
Strassburg: Letzte Vorbereitungen für die französische Präsidentenwahl. (Reuters)
In Frankreich selbst öffnen die 85'000 Wahllokale am Sonntagmorgen. Zur Wahl treten neben dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy neun weitere Kandidatinnen und Kandidaten an. Experten rechnen damit, dass keine Person im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht.
Als Favorit gilt der Sozialist François Hollande gefolgt von Sarkozy sowie der Rechtsradikalen Marine Le Pen, dem Linkspolitiker Jean-Luc Mélanchon und dem Zentrumspolitiker François Bayrou.
In den jüngsten Umfragen kam Hollande auf 28 Prozent. Sarkozy lag mit rund 26 Prozent auf Platz zwei vor Marine Le Pen mit 16 Prozent und Mélenchon mit 14 Prozent. Für die Stichwahl am 6. Mai wird Hollande ein klarer Sieg gegen Sarkozy vorausgesagt.
Peinliche Niederlage für Syrkozy
Sollte Sarkozy in der ersten Wahlrunde tatsächlich hinter Hollande landen, wäre dies das schlechteste Ergebnis eines Präsidenten der fünften Republik. Bislang profitierten alle seine Vorgänger zumindest in der ersten Abstimmungsrunde von einem Amtsbonus und entschieden sie für sich.
Für die Sozialisten gilt ein Sieg in der ersten Runde als Vorentscheidung. Sie hoffen darauf, erstmals seit 1995 wieder an die Macht zu kommen. Damals war François Mitterrand aus dem Amt geschieden, Sarkozys Parteifreund Jacques Chirac gewann die Wahl.
Erste Ergebnisse werden am Sonntag um 20.00 Uhr nach der Schliessung der letzten Wahllokale bekannt gegeben. Die Veröffentlichung von Ergebnissen vor dieser Frist ist in Frankreich verboten, die Frist wurde in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder durchbrochen. (bat, sda/afp/dpa)
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