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Livio Wenger wird im Massenstart Vierter. Er reisst früh mit anderen aus, läuft dann alleine und verbraucht so Kraft, die ihm im Schlusssprint fehlt. Ein taktischer Fehler? Wenger im SRF: «Nein, überhaupt nicht. Das gab es im Weltcup oder auch schon an der WM, dass so ein Ausreissversuch durchkommt.»
Geplant war die Attacke nicht zu diesem frühen Zeitpunkt des Rennens. «Ich ging intuitiv mit, schenkte den Fluchtgefährten Punkte, wollte etwas versuchen. Wir wussten, dass ich der fünft- oder sechstschnellste Läufer im Feld bin. Zwei der sechs Schnellsten erwischte es im Halbfinal, also war ich gefühlt die Nummer drei oder vier.» Er habe den Ausreissversuch der Gegner nicht einfach weg gehen lassen können, sagte Wenger, und irgendwann habe er sich auf der Flucht gesagt: «Jetzt versuche ich es, fertig, Schluss.» Diese Taktik erwies sich als falsch.
Bild: KEYSTONE