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Neuanstellungen und Ehrungen
Ordentliche Professorin für Wirtschaftsgeographie
Als Nachfolgerin von Paul Messerli hat der Regierungsrat Heike Mayer auf den 1. September zur ordentlichen Professorin gewählt. Sie wird die Gruppe Wirtschaftsgeographie und Regionalforschung am Geographischen Institut der Universität Bern leiten.
Heike Mayer (36) ist in Weinstadt (Deutschland) aufgewachsen und hat an den Universitäten Konstanz, Salzburg und an der Portland State University, Oregon (USA) Verwaltungswissenschaft, Politikwissenschaften und Urbanistik studiert. 2003 promovierte sie in den USA mit einem PhD in «Urban Studies» und arbeitete schliesslich als Assistenzprofessorin in Stadt- und Regionalplanung an der Virginia Tech University im US-Bundesstaat Virginia. Nach zwei Jahren in Blacksburg war sie an einem Satellitencampus der Virginia Tech in Alexandria tätig. 2008 erwarb Heike Mayer die «Tenure» (Festanstellung) und wurde zur ausserordentlichen Professorin ernannt. Zwischen 2008 und 2009 wirkte sie ausserdem als Co-Direktorin des Metropolitan Institute an der Virginia Tech University.
Im Zentrum ihrer Forschung stehen Themen zur Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung mit besonderem Augenmerk auf Innovationsprozesse, Firmengründungen und die Wettbewerbsfähigkeit von Städten und Regionen. Während Ihrer Arbeit an der Virginia Tech sammelte Heike Mayer zudem Erfahrungen in der angewandten Forschung und Politikberatung. Sie hat Studien zu wirtschaftsgeographischen Fragestellungen für Städte und Regionen in den USA erstellt.
Ordentlicher Professor für Modern English Linguistics
Als Nachfolger von Richard Watts hat der Regierungsrat David Britain zum ordentlichen Professor für Modern English Linguistics ernannt. Er wird seine Stelle am 1. Januar 2010 antreten.
David Britain (44) wurde in Wisbech, England geboren, und studierte Sprachen und Linguistik an der Universität East Anglia in Norwich, ehe er 1987 seinen PhD in Soziolinguistik an der Universität Essex in Colchester begann. Nachdem er seinen PhD über die sprachlichen Konsequenzen der Entwässerung der englischen Fenlands zu Beginn des Jahres 1991 abschloss, verbrachte er zwei Jahre in Neuseeland an der Universität Victoria in Wellington als Postdoktorand. Hier arbeitete er an der ersten, grossangelegten Studie über zeitgenössisches neuseeländisches Englisch. Danach kehrte er als Dozent an die Universität Essex zurück und wurde 2002 zum «Senior Lecturer» befördert.
Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Dialektologie des Englischen (im Speziellen die Dialekte Südenglands und die historische Entwicklung der Dialekte Neuseelands, Australiens und der Falkland-Inseln in der südlichen Hemisphäre) und die Schnittstelle zwischen Dialektologie und Humangeographie, insbesondere in Bezug auf die menschliche Mobilität. Britain ist zudem Mitherausgeber des «Journal of Sociolinguistics».
Ehrungen und Preise
Britta Engelhardt koordiniert neues EU-Kooperationsprojekt
Britta Engelhardt, Professorin für Immunbiologie und Direktorin des Theodor-Kocher-Instituts, hat bei der Ausschreibung des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms für die Universität Bern ein EU-Kooperationsprojekt eingeworben und wird diesem als Koordinatorin vorstehen. Das Projekt «JUSTBRAIN» sucht nach neuen Wegen, um Medikamente gegen Multiple Sklerose, Alzheimer und andere neurologische Krankheiten durch die Blut-Hirn-Schranke zu schleusen. Die Blut-Hirn-Schranke schützt das zentrale Nervensystem vor Krankheitserregern, hindert aber auch Medikamente am Ein-dringen. Das Kooperationsprojekt läuft über vier Jahre und hat ein Budget von rund 3 Millionen Euro.
«Grammer European Spine Journal Award» für Berner Wirbelsäulenforscher
Anlässlich der «EuroSpine 2009» in Warschau, dem weltweit grössten Treffen von Wirbelsäulenforscherinnen und -forschern, wurde ein Forscherteam unter der Leitung von PD Dr. Stephen Ferguson vom Institut für Chirurgische Technologie und Biomechanik der Universität Bern mit dem renommierten Grammer-Preis ausgezeichnet. Der Wissenschaftspreis honorierte die Wissenschaftler für ihre Untersuchungen der Auswirkungen von Wirbelbrüchen auf das Gewebe der Bandscheibe. Der Grammer-Preis ist mit 20'000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenforschung.
Ehrendoktorwürde für Heinz Wanner
Aus Anlass des 200. Gründungsjubiläums der HU und des 150. Todestags von Alexander von Humboldt verlieh die Humboldt-Universität die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Heinz Wanner. Der Professor vom Geographischen Institut wurde für seine Verdienste um die internationale Klimaforschung geehrt.
Ehrendoktorwürde für Ernst B. Hunziker
Prof. Dr. med. Ernst B. Hunziker vom Departement Klinische Forschung (DKF) wurde zum Ehrendoktor der Universität Kuopio (Finnland) ernannt. Er wurde damit als einer der anerkanntesten Forscher im Bereich des Bewegungsapparats geehrt.
Ehrendoktorwürde für Ernest W. B. Hess-Lüttich
Die Philosophische Fakultät der Károly Gáspár-Universität zu Budapest hat Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ernest W.B. Hess-Lüttich die Würde eines Doctor honoris causa verliehen.
Walter Dietrich zum Ehrensenator ernannt
Prof. em. Dr. Walter Dietrich vom Institut für Bibelwissenschaft wurde in Sibiu (Rumänien) zum Ehrensenator der dortigen Universität ernannt. Er erhielt diesen Ehrentitel für seinen Beitrag zur Vertiefung der ökumenischen und akademischen Zusammenarbeit zwischen der Universität Bern und der Lucian Blaga-Universität und ihren theologischen Fakultäten.
Swiss Bridge Award für Matthias Egger
Prof. Dr. med. Matthias Egger, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin, wurde mit dem «Swiss Bridge Award» ausgezeichnet. Er erhielt CHF 200'000.- für das Projekt «AIDS-definierende Krebserkrankungen im südlichen Afrika im Zeitalter antiretroviraler Therapien». Swiss Bridge wurde 1997 mit Hilfe der Krebsliga Schweiz gegründet. Ziel der Stiftung ist es, qualitativ hochstehende in- und ausländische Projekte der Krebsforschung zu unterstützen.
ORCA-Zsolnay-Preis für Adrian Lussi
Prof. Dr. Adrian Lussi, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin, hat am diesjährigen Kongress der «European Association of Caries Research» (ORCA) den renommierten ORCA-Zsolnay Preis für seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Kariologie und dentalen Erosionen erhalten. Nach 37 Jahren ging damit der begehrte Preis erstmals wieder an einen Schweizer.
Fritz-Strassmann-Preis für Sönke Szidat
Der am Departement für Chemie und Biochemie tätige PD Dr. Sönke Szidat hat den Fritz-Strassmann-Preis erhalten. Der Preis der Fachgruppe Nuklearchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird an herausragende Nachwuchswissenschaftler verliehen. Sönke Szidat erhält den Preis für seine Arbeiten zur Messung von Kleinstmengen des Radionuklids C-14 mit dem Ziel, die Quellen kohlenstoffhaltiger Aerosolteilchen in der Atmosphäre zu bestimmen.
Medida-Prix
Das Projekt «DOIT – Dermatology Online with Interactive Technology» hat den mediendidaktischen Hochschulpreis Medida-Prix erhalten. Er wird von der Gesellschaft für Medien in der Wis-senschaft (GMW) im Auftrag der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Ministerien bzw. Staatssekretariate für Bildung und Forschung verliehen. Am interaktiven E-Learning-Programm «DOIT» hat die Universitätsklinik für Dermatologie unter der Leitung von Dr. med. Thomas Hunziker wesentlich mitgearbeitet.
Stipendium «For Women in Science»
Dr. Barbara Geering vom Institut für Pharmakologie wurde mit einem Stipendium «For Women in Science» von L’Oréal Schweiz ausgezeichnet. In Kooperation mit der Schweizerischen UNESCO-Kommission und den Akademien der Wissenschaften Schweiz werden alle zwei Jahre Stipendien verliehen für «herausragend qualifizierte Postdoktorandinnen in der Biologie, Medizin, Chemie und Biomedizin». Barbara Geering verwendet das Preisgeld für ein wissenschaftliches Projekt, das die molekularen Mechanismen der Beseitigung abgestorbener Immun-«Fresszellen» untersucht.
«EPA Oral Presentation Prize»
Dr. Joannis Katsoulis, Oberassistent an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik, wurde in Innsbruck am «33rd Annual Congress of the European Prosthodontic Association» (EPA) 2009 mit dem Preis für den besten Vortrag ausgezeichnet. Er konnte für seine Präsentation «EPA Oral Presentation Prize» entgegennehmen. Dieser Preis wurde von der Firma Dentsply gesponsert.
Nachwuchspreis für Bauchemie
Dr. Alex de Gasparo erhielt an der Technischen Universität Freiberg den «GDCh Nachwuchspreis» der Fachgruppe Bauchemie für seine Doktorarbeit. Er untersuchte das Verhalten von organischen Zusätzen und die mikrostrukturelle Entwicklung von Fliessböden.
IOP-Award 2009
Das Institut für Organisation und Personal (IOP) verleiht alle zwei Jahre einen Award für Spitzenleistungen im Personalmanagement. In diesem Jahr wurden Programme zur systematischen Förderung von Hochschulabsolventen ausgezeichnet. Als bestes Dienstleistungsunternehmen erhielt die Zurich Financial Services AG den Anerkennungspreis. Den IOP-Award für das beste Trainee-Programm der Schweiz erhielt im September 2009 die weltweit tätige Syngenta Crop Protection AG.
13.11.2009