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Etwa 5 Millionen Menschen sprechen die mongolische Sprache. Mongolisch wird natürlich in der Mongolei gesprochen, aber auch in China und andern Ländern.
In schriftlicher Form existiert die mongolische Sprache seit dem 13. Jahrhundert. Ein uigurischer Schreiber passte das Alphabet, das er für seine eigene Sprache gebrauchte, an die mongolische Sprache an. Dieses Alphabet ist heute als „traditionelles Alphabet“ bekannt und wird noch immer von den Mongolen in China verwendet.
Im 17. Jahrhundert schuf ein mongolischer Mönch eine neue Schriftform, Soyombo genannt, mit der nicht nur Mongolisch, sondern auch Sanskrit geschrieben werden konnte. Dieses Alphabet wurde häufig zur Übersetzung buddhistischer Texte und zur Ausschmückung von Tempeln mit religiösen Inschriften verwendet.
Bis 1941 wurde das Soyombo gebraucht, dann beschloss die mongolische Regierung, das lateinische Alphabet einzuführen. Dieses erwies sich jedoch als völlig ungeeignet für die mongolischen Laute, sodass das kyrillische Alphabet bevorzugt und als offizielles Schriftsystem gewählt wurde.
Das Alphabet auf der diesjährigen Wycliffe-Weihnachtskarte ist das traditionelle Alphabet, das in den autonomen mongolischen Enklaven in China noch weit verbreitet ist, in der Mongolei selbst jedoch kaum bekannt ist, da dort fast ausschließlich das kyrillische Alphabet verwendet wird.
Wie liest man das traditionelle mongolische Alphabet? Die mongolische Schrift wird von oben nach unten in vertikalen Spalten gelesen, wobei man auf der linken Seite der Seite beginnt. Die Schrift ist schön und dekorativ, auch wenn man sie nicht entziffern kann…
Der Grossteil der Mongolen bekennt sich zum tibetischen Buddhismus, der als Nationalreligion anerkannt ist, und eine kleine Minderheit praktiziert noch schamanistische Riten. Im Jahr 2012 wurde die Zahl der Christen auf 50.000 geschätzt, während die mongolische Kirche ein Jahr zuvor ihr 30-jähriges Bestehen feierte.
Die mongolische Sprache wird v.a. in der Mongolei und in China gesprochen, wobei sich die beiden Varianten leicht unterscheiden. So gibt es auch zwei Bibelübersetzungen. Die Bibel für die Mongolei wurde 2003 fertig in kyrillischer Schrift; für die Mongolen in China gibt es seit 2003 das Neue Testament, in der traditionellen Schrift.