Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/1149

Spartaco Vela war als Genre- Figuren- und Landschaftsmaler zwar auch fasziniert von den wissenschaftlichen Disziplinen, fühlte sich jedoch «natürlich» zum Studium der schönen Künste berufen und besuchte die Kunstakademie Brera in Mailand, wo Giuseppe Bertini, Eleuterio Pagliano und Mosè Bianchi seine Lehrer waren. In seinem Schaffen als Maler kommen die charakteristischen Elemente aller wichtigen Kunstrichtungen seiner Zeit zum Ausdruck. Seine Landschaften und Genreszenen zeichnen sich durch eine flinke Pinselführung aus, typisch für den sogenannten «lombardischen Impressionismus»: Bemerkenswert ist das grosse Bild mit dem biblischen Thema La Rispa, das 1881 ausgestellt wurde. Spartaco Vela machte sich auch die Fotografie zunutze, die er für seine Werke selber praktizierte, beispielsweise für das Bild Alla cava mit dem entsprechenden «fotografischen Entwurf». Spartacos Schaffen ist begrenzt, wenige Werke sind signiert und datiert, viele unvollendet geblieben. Er war ein begabter Künstler und sensibler Zeichner, doch erreichte er nie die Berühmtheit seiner zeitgenössischen Künstlerfreunde.
Das bevorzugte Modell von Spartaco Vela posiert hier für ein Gemälde, das durch die plastisch-leuchtende Betonung des Körpers und die streng nüchterne und farblich stimmige Inszenierung besticht.
Ein solide konstruiertes Bild in einer überzeugenden Synthese von Licht und Raum, entstanden aus der Beobachtung der Wirklichkeit, wie einige Fotografien voralpiner Steinbrüche belegen, die wahrscheinlich vom Künstler selber stammen und ihm als Dokumentation dienten.