Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/183675

<h2>SubmittedText<h2><p>Angesichts der von der Schweiz angepeilten Beiträge von 450 bis 600 Millionen US-Dollar sucht der Bund "im Dialog mit dem Privatsektor" nach Ideen und Modellvorhaben, die zu einer substanziellen Zunahme der Mittel aus privaten Quellen führen könnten.</p><p>- Um welche Modelle handelt es sich?</p><p>- Müssen interessierte Firmen, die mithilfe von Investitionen des Bundes und ihrer eigenen Investitionen zur Klimafinanzierung beitragen, spezifische Sorgfaltspflichten bezüglich Menschen- und Umweltrechten erfüllen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Öffentliche Beiträge im Bereich internationaler Klimaschutz werden heute vor allem in Form von Zuschüssen vergeben. Um zukünftig mehr klimafreundliche Investitionen des Schweizer Privatsektors in Entwicklungsländern zu mobilisieren, will der Bundesrat prüfen, ob öffentliche Mittel vermehrt in Form von Krediten, Darlehen oder Garantien vergeben werden können. Diese Finanzierungsinstrumente eignen sich, um die Investitionsrisiken in Entwicklungsländern zu verringern und so das Engagement des Privatsektors zu erleichtern. Zudem haben auch die multilateralen Entwicklungsbanken und internationale Klimafonds ein grosses Potenzial, um private Investitionen zu mobilisieren. Die multilateralen Entwicklungsbanken verfügen bereits über wichtige Erfahrungen mit solchen Zusammenarbeitsformen. Der Bundesrat will diese Erfahrung für die Entwicklung neuer Modelle zur Mobilisierung privater Mittel für klimafreundliche Investitionen nutzen. Projekte im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz werden auf ihre Umwelt- und Sozialverträglichkeit geprüft. Die entsprechenden Sorgfaltspflichten gelten auch für mit öffentlichen Mitteln mobilisierte Investitionen des Privatsektors.</p>