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Entwicklung des Handballsports in der Schweiz
Obschon das Handballspiel bereits im Jahr 1917 durch den Berliner Oberturnwart Max Heiser eingeführt wurde, konnte erst 1927 – mit der Einführung eines kleineren Balls und diverser Regelanpassungen – ein international gültiges Regelwerk erreicht werden. Der deutsche Sportlehrer Carl Schelenz entwickelte somit das erste internationale Regelwerk für den Handballsport und gilt daher als eigentlicher Handballvater. 1932 wurde die erste Schweizer Feldmeisterschaft durchgeführt. 1940 wurde Handball als offizieller Kampfsport in der Schweizer Armee eingeführt. 1946 wurde die Nationalliga als oberste Spielklasse gegründet. 1950 wurde in St. Gallen der erste Schweizermeister im Hallenhandball in Turnierform ermittelt und 1963 fand die erste NLA-Meisterschaft im Hallenhandball statt.
GRASSHOPPER CLUB ZÜRICH
1931, nur vier Jahre nach der Einführung des oben genannten Regelwerks gründete Karl Schmid die Handball-Sektion des Grasshopper-Club. Diese gehört somit zu den Handballabteilungen der ersten Jahre. Von da an entwickelte sich die dynamische und attraktive Sportart sprunghaft: Eine Entwicklung, welche während der ganzen Zeit durch Exponenten des GC initiiert und vorangetrieben wurde. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass GC massgebend zur Entwicklung und Förderung des Handballsports in der Schweiz beigetragen hat. Mit 20 Schweizermeisterschafts-Goldmedaillen der Herren ist GC bis heute der erfolgreichste Handballclub der Schweiz.
ZMC AMICITIA ZÜRICH
Es war eine Fusion zweier unterschiedlicher Vereine: HC Amicitia, 1931 von Handelsschülern gegründet, hatte seine grossen Erfolge in den 30er Jahren, war aber in den 50er Jahren ins Mittelmass abgesunken. ZMC (Zürcher Mittelschulclub), gegründet 1961 an den Kantonsschulen Rämi und Freudenberg, ein Verein junger Akademiker. 1962 schlossen sich der HC Amicitia und der Zürcher Mittelschulclub (ZMC) zusammen. Mit 6 Schweizermeisterschafts-Goldmedaillen der Herren ist der ZMC in den 80-er Jahren der erfolgreichste Handballclub der Schweiz. 1986 wurde die Mädchenabteilung gegründet. 1989 Fusion mit dem NLA-Frauenverein DHC Zürich (Damenhandballclub). Im Jahr 2004 gelang es den Frauen den ersten Schweizermeistertitel zu holen.
2004 Gründung GAN Foxes (GC Amicitia Nachwuchs), der gemeinsamen Nachwuchsförderung von GC und dem ZMC mit insgesamt 14 Schweizermeister-Titeln in den Stufen U15 bis U21. 2005 Gründung WAN Foxes (Wollishofen Amicitia Nachwuchs), der gemeinsamen Nachwuchsförderung des HC Wollishofen und dem ZMC mit insgesamt 4 Schweizermeister-Titeln in den Stufen U14 bis U19.
Ab 2010: GC AMICITIA ZÜRICH
Im Jahr 2010 fusionierten die beiden Grossclubs auf dem Platz Zürich, die Handballsektion des Grasshopper Club und der ZMC Amicitia Zürich, zu GC Amicitia Zürich. Damit wurde GC Amicitia Zürich zum grössten Handballclub der Schweiz mit jährlich 24-30 Teams und zum einzigen Verein der Schweiz, der sowohl mit Männern wie auch mit Frauen ein NLA-Team hat und bis heute als einziger Verein im Nachwuchs sowohl bei Mädchen wie auch bei den Jungs in sämtlichen Elite-Stufen vertreten ist, jeweils ein 1.Liga Team führt und bei den Männern auch ein NLB-Team als Sprungbrett für eine NLA-Karriere bieten kann.
Als GC Amicitia Zürich errangen die Nachwuchsteams seit der Fusion im Jahr 2010 insgesamt 12 Schweizermeister-Titel in den Stufen U13 bis U19. Im Jahr 2022 gelang dem Herrenteam der Gewinn des Schweizer Cups und damit die Rückkehr auf die europäische Bühne.