Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03321.jsonl.gz/257

Die Projektplaner der Firma Greulich & Haag planten das Trasse der Gornergrat Bahn so, dass es sich möglichst gut in das Terrain einfügte. Zudem wählten sie eine landschaftsschonende Linie, welche unvergesslichen Fahrgenuss mit maximaler Aussicht auf die Berge verband. Die Bahnstrecke überwand zu Beginn eine Distanz von 9029 Metern, wobei die Endstation 1898 noch 71 Höhenmeter tiefer lag als heute. 1905 entschieden die Bahnverantwortlichen die Verlegung der Endstation auf 3089 m ü. M. 1907 startete der Bau des neuen Abschnitts.
Am 1. Juni 1909 fuhren die Züge der Gornergrat Bahn erstmals in die neue Gornergrat Station ein. Die Betriebslänge beträgt seither 9 Kilometer und 339 Meter. Davon sind 97.3 Prozent Steigungs- und 2.7 Prozent Horizontalstrecken. Aktuell ist mit 3,8 Kilometern etwas weniger als die halbe Strecke mit einer Doppelspur ausgebaut. Dies ermöglicht die Kreuzung von berg- und talfahrenden Zügen.
Die Tunnels und Galerien weisen eine Gesamtlänge von 1364 m auf. Dies entspricht 14.4 Prozent der Bahnstrecke. Die Gornergrat Bahn ist damit die höchste im Freien gelegene Zahnradbahn Europas. Auch überquert sie fünf Brücken und kurze Viadukte auf einer Distanz von 127 Metern, darunter die Vispabrücke (24 m) und die Findelbachbrücke (90 m).
155 000 Zähne
Die gesamte Strecke ist mit dem Zahnradsystem des Ingenieurs Abt ausgestattet. Rund 155 000 Zähne helfen der Bahn, die Strecke von Zermatt bis auf den Gornergrat zu bewältigen. Der Schweizer Maschineningenieur, Erfinder und Unternehmer Carl Roman Abt lebte von 1850-1933.
Übrigens: 44 Kilometer der Strecke der Matterhorn Gotthard Bahn sind mit dem Zahnradsystem von Abt ausgestattet.