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Im Grunde geht es um nichts Geringeres als die totale Auslöschung. Was für uns die Apokalypse ist, nennen die Bewohner Asgards «Ragnarök». Klar, dass Thor sein Volk davor bewahren will.
Doch dann kommt dem Donnergott die Waffe abhanden. Nun muss Thor sich und der Welt beweisen, dass seine Potenz als Krieger nicht an seinem Hammer hängt.
Das hammerhärteste Zitat
Nachdem Thor dem Stein-Gladiator Korg vom Verlust seiner Wunderwaffe berichtet hat, entgegnet ihm dieser sanft: «Du führst offenbar eine sehr intime Beziehung mit diesem Hammer. Ihn zu verlieren, muss sich für dich wie der Tod einer geliebten Person angefühlt haben.» Thor ist von Korgs warmen Worten ganz gerührt: «Das hast du schön gesagt.»
Der Regisseur
«Thor: Tag der Entscheidung» ist Taika Waititis erster Hollywoodfilm. Trotzdem dürfte so mancher Zuschauer den neuseeländischen Regisseur, Schauspieler und Stand-up-Comedian bereits kennen.
Der Sohn eines Maori hat in seinen 42 Lebensjahren nämlich schon verblüffend viele Erfolge gefeiert. Dazu zählen unter anderem sieben Kurzfilme (wie das Oscar-nominierte Juwel «Two Cars, One Night»), drei TV-Serien (wie der HBO-Hit «Flight of the Conchords») und vier Komödien (wie die Vampir-Mockumentary «What We Do in the Shadows»).
Fakten, die man wissen sollte
«Thor: Tag der Entscheidung» ist eine US-Produktion, die schauspielerisch vor allem von Briten, Australiern und Neuseeländern getragen wird. Um den starken Commonwealth-Touch zu erkennen, muss man nur die Besetzungsliste lesen.
Für Grossbritannien sind Sir Anthony Hopkins (Odin), Tom Hiddleston (Loki), Idris Elba (Heimdall) und Benedict Cumberbatch (Dr. Strange) am Start. Australien schickt den Nationalhelden Chris Hemsworth (Thor) gegen Landsfrau Cate Blanchett (Hela) in den Kampf.
Neuseeland hat sich zu guter Letzt die nettesten Nebenrollen gekrallt: Karl Urban spielt den Söldner Skurge und Regisseur Taika Waititi leiht dem Steinmonster Korg seine helle Stimme – mitsamt markantem Maori-Akzent.
Das Urteil
Das «Marvel Cinematic Universe» wächst und wuchert weiter. Über 12 Milliarden US-Dollar hat die erfolgreichste Filmreihe der Kinogeschichte bereits eingespielt und ein Ende der Superhelden-Saga ist nicht in Sicht: Die Startdaten für die Teile 18 («Black Panther»), 19 («Avengers: Infinity War») und 20 («Ant-Man and the Wasp») sind längst in Stein gemeisselt.
«Thor: Tag der Entscheidung» illustriert perfekt, mit welcher Wunderwaffe es Marvels Helden geschafft haben, Batman und Superman abzuhängen. Nicht mit Magie, Muskeln oder Moneten, sondern mit Humor – der Universalkraft unseres Planeten. Den Comedy-Experten Taika Waititi mit der Inszenierung von Thors neusten Abenteuern zu betrauen, war darum eine kluge Wahl.
Marvel hat ganz offensichtlich begriffen: Hulk reimt sich auf Ulk. Und Thor ist ein Super-Mann, mit dem man göttlich lachen kann, Link öffnet in einem neuen Fenster.
Kinostart: 2.11.2017