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Meine Philosophie (auf den Punkt gebracht).

Hier ist das Allerwesentlichste über meine Philosophie (sehr) kurz zusammengefasst.
Wie kam ich zur Philosophie? Nichts deutete in meiner Jugend darauf hin, dass ich mich später mit Philosophie beschäftigen würde. Im Gymnasium faszinierte mich erstmals die Lektüre von belletristischen Büchern. Ich begann auch privat zu lesen - meine damaligen Lieblingsschriftsteller waren etwa (u.a.) Andersch, Camus, Loetscher, Orwell oder Paton - und ebenfalls zu schreiben: Gedichte und Kurzgeschichten, später auch Theaterstücke und Romanfragmente - jedoch alles eigentlich noch ohne irgendeinen Publikationsgedanken (ich habe das Schreiben in jener Zeit auch im engeren Kollegenkreis eigentlich für mich behalten und niemand hat etwas davon gewusst). Es kamen erste populär- und vulgärphilosophische Bücher dazu - besonders bedeutend ist in diesem Zusammenhang vielleicht das Buch "Wendezeit" des US-amerikanischen Physikers und Esoterikers Fritjof Capra. Zur echten Philosophie, sozusagen, kam ich aber erst später. Durch verschiedene schwierige Ereignisse in meinem Privatleben - inkl. dem Abbruch meines Studiums der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften - kam ich anfangs der 1990-er Jahre, mit etwa 27 Jahren, auf diese Spur: zur Lektüre von philosophischen Büchern. Daraus wurde eine richtiggehende Passion, welche mich fortan nicht mehr losliess - als weitere Gebiete kam auch ein bedeutendes Religions- und Wissenschaftsinteresse dazu.
Eine andere, anschliessende Frage wäre: wie kam ich zur Religion? Das war nämlich auch nicht selbstverständlich (und dies geschah eigentlich während meiner philosophischen Phase und wurde dann auch in diese integriert - das integrale Denken ist neben der Seinsphilosophie ein weiterer bedeutender Ansatz in meiner Philosophie*). Im Zentrum standen dabei (u.a.) - ohne dass ich zu alledem ins Detail gehen möchte - ein Bekehrungserlebnis zum Christus, eine intensive Bibellektüre sowie eine Phase der Beschäftigung mit Steiners Anthroposophie.
* Die Bedeutung, welche dieser Begriff für mich hat, muss ich erklären, da er konservativ und reaktionär angehaucht ist. Wenn man dem Begriff vom Integralen - abseits der Mathematik - nachspürt, dann kommt man etwa zu drei verschiedenen Ansätzen: 1. Integraler Nationalismus im 19. Jahrhundert (so bezeichnet nach dem US-Historiker Hayes [Nation als zeitlose, universale Ordnung]), 2. Integrales Yoga (Sri Aurobindo) und Integrale Theorie (Jean Gebser, Ken Wilber), 3. Bedeutung im Katholizismus (als Reaktion gegen den Modernismus - später und/oder früher). Ich sehe den Begriff in einer neuen Art und Weise, indem ich anführen möchte, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man etwas in einen bestehenden Kreis oder Zirkel integriert, oder aber in eine offene Welt der Zukunft. Meine Auffassung ist natürlich mit der zweiten Art verbunden. Das bedeutet nicht, dass der reaktionäre Faktor gar keine Rolle spielt, aber ich deute die Welt doch letztlich in einer progressiven Art und Weise (nicht mit einer blinden Progressivität, natürlich, sondern vielmehr mit einer überlegteren Progressivität). Ich würde auch von einer positiven und einer negativen Reaktion sprechen: die negative versucht die Progressivität zu verhindern, die positive versucht, sich selber - mit seinen Grundwerten - in die Progressivität einzubringen. Diese Unterscheidung ist nicht ganz unbedeutend für die heutige politische Zeit. Grundsätzlich bedeutet Integralität/Holismus: Vollständigkeit, Ganzheit, Ganzheitlichkeit.
Wenn ich die Frage beantworten müsste, welche Philosophen mich am Meisten beeinflusst, oder sagen wir: mitgeprägt haben. Dann würde ich sagen: viele, sehr viele, im Besonderen aber vielleicht: Camus, Capra, Konfuzius, Heidegger, Jesus, Steiner, Kant, Hegel, Buddha, Küng, Gebser. Ich schreibe hier keine Namen hin, weil sie schön, toll oder speziell tönen, sondern das wären ungefähr die Namen, die ich angeben würde, wenn ich ein paar Namen angeben müsste. Natürlich ist das eine etwas spezielle Mischung, und ich kann nicht von jedem Universitätsphilosophen erwarten, dass er diese nachvollziehen kann. Wenn ich ein paar Richtungen angeben müsste, welche in meiner Philosophie besonders bedeutend sind, wären es vielleicht etwa diese: Ontologie/Existentialismus, Christentum/Christologie/Ökumene, Holismus/Integralismus, Schichtenlehre/Emergenztheorie, Feldtheorie, Ökologie, Soziologie. Dagegen gibt es kaum Richtungen, welche ich vollkommen verwerfen würde, sondern: ich versuche mich mit allem möglichst adäquat zu beschäftigen (und aus dem, was ich adäquat finde, ergibt sich dann vermutlich meine persönliche Philosophie - man kann daraus, meinetwegen, einen Adäquatismus ableiten [what in the whole thing is really relevant, and what is even more relevant, and what shall we do to not forget all the rest]).
Was ist meine Philosophie? Mein Ausgangspunkt war der Begriff vom (Da-) Sein. Ausgegangen bin ich philosophisch eigentlich vom französischen bzw. einem künstlerischen Existentialismus (v.a. mit Sartre und Camus - ich hatte ja eben auch als belletristischer Schriftsteller mit existentialistischem Flair begonnen). In der Auseinandersetzung mit dem Begriff des (Da-) Seins zeigte sich rasch, dass ein System um diesen Begriff, wie ich es begründen wollte, weg vom reinen Existentialismus und hin zu einer Ontologie führen muss. Daher kam ein gewisses, wenn auch nicht überbetontes Interesse für Heidegger (Existenzphilosophie) und Hartmann (Ontologie) dazu. Diese Wendung vom Existentialismus zur Ontologie ist einer der zentralen Gedanken und Entwicklungen ganz im Anfang meiner Philosophie. In rund elf Jahren bis zur Publikation meines ersten Buches ("Postmoderne Ontologie", 2003*) entwickelte ich mein philosophisches bzw. ontologisches System, mit fünf Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln (später [in meinem zweiten Buch ("Politika 2000+", 2016), in welchem es ansonsten spezifisch um die Schweizer Politik ging] ergänzt: inkl. Nicht-Handeln und Gut-Handeln - eine kleine, aber feine Ergänzung!). Nach diesem ersten Buch machte es mir einige Mühe, eine entsprechende Logik und Ethik zur gegebenen Systematik zu finden: über ein paar Umwege kam ich im Herbst 2017 in (m)einem kleinen Heureka zum Schluss, dass diese eigentlich schon in der Systematik drin stecken (und im ersten Buch bereits dargelegt sind [in der ausführlichen Beschreibung der Systematik, welche nur dort gegeben ist]). Die Logik erscheint nämlich in der dialektischen Schichtung der Systematik, die Ethik in den beiden letzten (Ziel-) Faktoren der Systematik, d.h. in der Sozialgerechtigkeit und der Umweltverträglichkeit**.
* Kleines Detail am Rand: der Titel meines ersten Buches beinhaltet - eher unbewusst - zwei grosse Richtungen der europäischen (Festland-) Philosophie des 20. Jahrhunderts: in Frankreich (Postmoderne bzw. Poststrukturalismus) und in Deutschland (Ontologie und Existenzphilosophie - wobei ich unter der Postmoderne allerdings in eine ferner in der Zukunft liegende Zeit meine).
** Daraus könnte man einen Moralischen Konjunktiv ableiten, welcher so aussehen würde: Du könntest so handeln, dass die Maxime deines Willens und Leidens grundsätzlich an der Sozialgerechtigkeit und der Umweltverträglichkeit ausgerichtet ist***. (Dass ich selber dem vollkommen entsprechen würde, ist keine Bedingung für die Behauptung des Satzes - es besteht immer Verbesserungspotenzial [für alle]).
*** Haben wir das ethische Ziel gefunden, müssen wir es aber noch mit dem moralischen Anfang verbinden (sonst bleibt es eine blutleere Papierethik). Der Anfang aber ist der Ursprung, d.h. die Natur bzw. die Schöpfung. Zielt die Ethik auf die Gesellschaft und die Umwelt, so kommt der Anfang von der Natur her. Wir können daher die Conditio Humana festhalten zwischen den Faktoren: Natur, Gesellschaft, Umwelt. Darin ist alles enthalten: von der Freiheit des Individuums über das Zusammenleben der Menschen bis zu einer irdischen oder gar kosmischen Konditionierung der Welt (nachdem der Mensch über mehrere Jahrhunderte jegliche Konditionierung ablehnte, müssen wir heute - mit dem Aufkommen der Ökoproblematik - eine gewisse Konditionierung wieder anerkennen, und dies ist gleichsam der Beginn einer neuen Zeit, welche in ihrer eigentlichen Ausprägung aber noch weit entfernt ist, denn die Ausprägung dieser neuen Zeit liegt nicht in der Erkenntnis dieser Zeit, sondern in der Gestaltung dieser Zeit).
(Kürzest-) Zusammenfassung meiner Philosophie, Religion und Wissenschaft. (Entspricht dem Anhang in meinem dritten Buch und eigentlichen Hauptwerk "Vom Sein, vom Wahren und vom Guten", 2017 - noch einmal redigiert und ergänzt.) Philosophie. 1. Das (Da-) Sein ist der Urgrund der Welt, und Gott ist der Schöpfer vom Sein ins Dasein. 2. Die Systematik vom (Da-) Sein hat fünf Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln (inkl. Nicht-Handeln [d.h. Verzicht auf Handeln] und Gut-Handeln [d.h. Ausrichtung des Handelns am Guten (Ethik und Moral)]). 3. Die Logik liegt in der Schichtung des Systems (wie sie aus der Systematik [in ihrer ganzen Darstellung (in meinem ersten Buch)] herauszulesen ist), die Ethik in den letzten zwei Faktoren der Systematik: Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit (ich unterscheide ferner in der Logik zwischen seriellen und dialektischen Ereignissen, in der Ethik zwischen Kondition, Mediation und Perfektion - je als Ziel von Handlungen gegeben [je nach Alltags- und Handlungssituation verschieden bedeutend]). Religion. 1. Es gibt ein Phänomen der Welt-Religion. 2. Jesus (aus dem Judentum) und Buddha (aus dem Hinduismus bzw. dem Brahmanismus) sind die beiden grossen Erlöserfiguren vom Westen und vom Osten her. 3. Eine Weltlehrerfigur, wie sie in der Religion und Literatur beschrieben ist - eine Zusammensetzung von Messias-Paraklet-Mahdi-Kalki-Maitreya - dient der Ökumene im Phänomen der Weltreligion (jedoch steht sie nicht höher als der Christus Jesus*). Wissenschaft. 1. Die spät- und postmoderne Wissenschaft benötigt klarere Richtlinien, Gründe und Ziele. 2. Die Ökologie ist die führende Disziplin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften (zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes), die Soziologie jene der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (zur Förderung der Gesellschafts- und Weltgerechtigkeit). 3. Die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit - siehe: Ethik - sind auch die beiden wesentlichen (politischen) Faktoren in einem Wirtschaftsmodell der Zukunft: über diese beiden Faktoren führt der lange und schwierige Weg zu einer allgemeinen (Welt-) Wohlfahrt. Schliesslich: die Freiheitlichkeit dürfen wir dabei nicht preisgeben, aber sie kann nicht der einzige Grund einer nachhaltigen Entwicklung für die Zukunft sein (wie auch die westliche Politik des 20. Jahrhunderts gezeigt hat).
* Denn dieser hat, klug wie er war in aller Religion, den Parakleten für sich gepachtet, und dies ist auch die einzige dieser Figuren, notabene, welche in der bedeutendsten Grundschrift der entsprechenden Religion verankert ist (das Problem dieser Weltlehrerfigur ist: dass sie von allen grossen Weltreligionen, oder allen bedeutenden Religionen der Welt überhaupt, im Sinn der erwähnten Zusammensetzung anerkannt werden muss, und das ist ein sehr grosses Problem, natürlich).
P.S. Die Ergänzungen sind auch hier nötig, weil meine Philosophie in einer ständigen Verbesserung meines Denkansatzes beruht. Es baut einerseits alles - vom ersten Buch an - aufeinander auf, aber es wird andererseits auch ständig verfeinert und verbessert. Das ist ein schwierig einsehbarer Prozess, aber das ist vermutlich so, wenn man - wie ich es tue - vom Ganzen ausgeht, und immer auch vom Ganzen spricht, und nicht im Einzelnen von Thema zu Thema springt (das kann auch gut sein, aber mein Ansatz ist ein anderer [holistisch-integraler]).
Meine Bücher finden sich auf meiner Verlagsseite, wo auch Angaben zu den Büchern zu finden sind.