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Die Filmwochenschau gilt manchen als eine Art Tagesschau im Kinosaal. Die Analogie mag nicht perfekt sein, aber sie skizziert auch eine Schwierigkeit der Filmwochenschau. Denn die Filmwochenschau existierte ja nicht nur vor der Einführung des Fernsehens und damit der Tagesschau, sondern auch noch, als es diese schon gab. Was aber soll die Filmwochenschau beinhalten, wenn das Publikum aktuellere Ereignisse in Bild und Ton schon zuhause sieht? Diese Frage begleitet die Filmwochenschau seit 1956, noch bevor der reguläre Fernseh-Sendebetrieb 1958 aufgenommen wird, bis zu ihrem Ende.
Die Filmwochenschau als Magazin: filmischer und farbiger. So kann man die Anträge, Forderungen und Empfehlungen zusammenfassen, die über die nächsten 18 Jahre formuliert werden und die Filmwochenschau vor dem Fernsehen retten sollen. Filmischer meint zunächst längere Beiträge, weniger Tagesaktualität, dafür längere Verwertungsdauer.
Gegen Ende der 1960er-Jahre sollte die Filmwochenschau zudem auch näher am aktuellen Filmschaffen sein und jungen Filmemachern eine Plattform bieten. Farbiger, eine einfache Unterscheidung zum Schwarzweiss des Fernsehens, gelang aufgrund der hohen Kosten nur sporadisch. Beides wurde immer wieder gefordert und umgesetzt, aber auch verworfen.
Das Programm, zusammengestellt und präsentiert von unserem Filmwochenschau-Spezialisten Severin Rüegg, zeigt Magazinbeiträge aus den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren, farbig und schwarzweiss. Dauer ca. 90 Min.
Unterstützt vom Förderverein Lumière.