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Entstehung von Kältewellen
Eine Kältewelle entwickelt sich, wenn grossräumig Kaltluft herangeführt wird. In Mitteleuropa beispielsweise geschieht dies bevorzugt während den Wintermonaten, wenn kalte Luftmassen vom Pol oder von Osten heran transportiert werden. Aufgrund der abgeschwächten oder fehlenden Sonneneinstrahlung sammelt sich dort in den kurzen Herbst- und Wintertagen vermehrt kalte Luft an. Es baut sich ein grosses, kontinentales Reservoir an Kaltluft auf. Bei Wetterlagen wie Nordstau oder Bise können diese Kaltluftmassen nach Mitteleuropa gelangen und einen extremen Temperaturrückgang bewirken. Innerhalb von wenigen Stunden kann das Thermometer um mehr als 10°C fallen. Da Kaltluftmassen träge sind, wird mit dem Kälteeinbruch ein längerer Zeitabschnitt mit kalter Witterung eingeleitet.
Auch auf anderen Kontinenten können sich Kältewellen entwickeln. Während einer Kältewelle im Januar 1994 wurden in Rhode Island (USA) Temperaturen von –45°C gemessen. Die Kaltluftmassen bringen nur wenig Feuchtigkeit mit sich. Ihr Niederschlag erfolgt wegen der Abkühlung in Form von Schneefall oder Eisregen. Kältewellen können auch von starkem Wind begleitet sein, man spricht dann von Winterstürmen.
Welche Schäden können entstehen?
Es sind überwiegend die Begleiterscheinungen von Kältewellen, die Schäden verursachen. Heftiger Schneefall kann ein Verkehrschaos auslösen. Bei unangepasster Fahrweise entstehen Unfälle, die Menschenleben kosten können. Eisregen kann Eisbruch an Bäumen und Telefonleitungen bewirken. Von Kältewellen direkt betroffen sind dann aber insbesondere Obdachlose, Menschen die (z.B. für die Arbeit) vor allem draussen sind oder auch ältere Menschen, welchen die tiefen Temperaturen besonders stark zu schaffen machen.
Durch die moderne Wettervorhersage sind Kälteeinbrüche voraussehbar. Zur Verhinderung von Verkehrsunfällen kann die Wettervorhersage nützliche Warnungen verbreiten.