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Der Gornergrat mit seinen idyllischen Wäldern, Alpwiesen und Gebirgsseen, ist seit jeher ein Ort zum Träumen.
Erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz
Der Tourismus begann sich bereits vor dem Bau der Gornergrat Bahn zu entwickeln. Zu Fuss erklomm man damals den aussichtsreichen Berg gegenüber des Matterhorns. Die Geschichte der 9’339 Meter langen Bahnstrecke von Zermatt auf den Gornergrat begann mit der Bewilligung der Bahn im Jahr 1892. Das Bauvorhaben wurde als reine Zahnradbahn mit einer Maximalsteigung von 20 Prozent und elektrischem Betrieb bewilligt.
Nur während der Sommermonate, zwischen Schneeschmelze und Wintereinbruch, konnte gebaut werden. Daher beeindruckt es umso mehr, dass die Zahnradbahn nach zweijähriger Bauzeit am 20. August 1898 eröffnet wurde.
Mehr als 2400 Arbeiter mehrheitlich aus Italien, arbeiteten auf der Gebirgsbaustelle. Zu Spitzenzeiten waren Tausend Arbeiter gleichzeitig am Werk. Die erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz wurde mit dem Zahnstangensystem von Ingenieur Roman Abt ausgerüstet, einem noch heute gängigen System.
Anfänge des Wintersports in Zermatt
In den ersten Jahren war aufgrund verschiedener Gefahren im Winter nur der Sommerbetrieb der Gornergrat Bahn möglich. Erst in der Saison 1928/29 fuhr man auch im Winter bis zur Station Riffelalp. Diese Verbindung ermöglichte die erste Wintersportsaison in Zermatt.
Der Tourismus im Matterhorn Dorf nahm in den folgenden Jahren rasch zu. Mit der Verlängerung der Winterstrecke bis Riffelberg konnte im Winter 1938 das Skigebiet erheblich vergrössert werden. Durch den Bau einer 770 Meter langen Lawinengalerie kurz vor Riffelberg wurde anschliessend auch die Endstation Gornergrat in der kalten Jahreszeit zugänglich.
Steter Ausbau
Die Bergstation der Gornergrat Bahn befand sich zunächst rund 71 Meter unter dem heutigen Standort. 1909 wurde das alte Kulmhotel abgerissen und ermöglichte den Bau für die Station am heutigen Standort auf 3089 Meter über Meer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Gornergrat Bahn dank steigenden Passagierzahlen in neue Triebwagen investieren. Eine weitere Kapazitätssteigerung ermöglichte der Umbau des Bahnhofs Zermatt in den 1960er Jahren, wo nun gleichzeitig sechs Züge abgefertigt werden konnten.
In dieser Zeit wurde auch die Strecke zwischen Riffelberg und Gifthittli doppelspurig ausgebaut. Die ursprüngliche Höchstgeschwindigkeit der Bahn von 7,2 km/h konnte 1965 dank neuen Fahrzeugen auf 14,5 km/h erhöht werden. Seit 1993 beträgt sie bergwärts 28 km/h, talwärts 15,5 bis 21 km/h.
Seit dem Jahr 2008 beträgt die Fahrzeit nur noch 28 Minuten, davor waren es 42. Und die weitere Steigerung der Attraktivität des Gornergrats und der Bahn geht laufend weiter. Seit der Eröffnung der Gornergrat Bahn ist diese energiesparend unterwegs. Dank der sogenannten Rekuperation kann bei der Talfahrt Energie gewonnen werden, welche zurück ins Netz gespeist wird.
Integration in die BVZ Holding
1997 wurde die Gornergrat Bahn in Gornergrat Monte Rosa Bahnen umbenannt – eine Entscheidung, die an der Generalversammlung vom April 2005 wieder rückgängig gemacht wurde. Im Oktober desselben Jahres wurde die Integration der Bahn in die BVZ Holding genehmigt. Sie wurde mit dem Glacier Express zum wichtigsten Angebot der Unternehmensgruppe im Bereich der Erlebnisreisen. Die Gornergrat Bahn ist nach der Jungfraubahn die zweithöchste Bergbahn Europas, und mit der Aussichtsplattform auf 3131 Meter ist der Gornergrat ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen. Umgeben von 29 Viertausendern, darunter das Matterhorn, bietet er ein überwältigendes Gebirgspanorama.