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Wirkstoff:Caniphedrin 20 mg ad us. vet., Tabletten
1 Tablette enthält: Ephedrini hydrochloridum 20 mg (entsprechend 16,4 mg Ephedrinum)
Sonstige Bestandteile:Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
● Ephedrin
Weisse Tabletten mit Kreuzbruchrille.
Nicht anwenden bei Anästhesie mit halogenhaltigen Narkotika wie Halothan oder Methoxyfluran.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem sonstigen Bestandteil.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei TierenDieses Tierarzneimittel ist nicht zur Behandlung von unerwünschtem Harnabsatz aufgrund von Verhaltensstörungen geeignet.
Bei Hündinnen unter einem Jahr sollte vor der Behandlung die Möglichkeit anatomischer Missbildungen als Ursache der Harninkontinenz in Betracht gezogen werden.
Es ist wichtig, eine mögliche Grunderkrankung, die Polyurie/Polydipsie (PU/PD) verursacht und fälschlicherweise als Harninkontinenz diagnostiziert werden könnte, zu identifizieren. Eine entsprechende Behandlung sollte eingeleitet werden.
Nur unter Kontrolle verwenden bei Hunden mit Prostatahypertrophie.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den AnwenderEphedrinhydrochlorid kann bei der Einnahme toxisch sein. Nebenwirkungen können unter anderem Schlaflosigkeit und Nervosität, Schwindel, Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck, vermehrtes Schwitzen und Übelkeit sein.
Die Einnahme kann zum Tode führen, vor allem bei Kindern. Um eine versehentliche Einnahme auszuschließen, muss das Tierarzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern angewendet und aufbewahrt werden.
Nach der Verabreichung des Tierarzneimittels gründlich die Hände waschen.
Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch Kinder, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ephedrin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Es wird nachdrücklich empfohlen, dass schwangere Frauen bei der Verabreichung Handschuhe tragen.
Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Ephedrin können bei empfohlener Dosierung folgende Effekte auftreten:
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:
Bei Kombination mit Digitalisglykosiden und halogenhaltigen Narkotika besteht die Gefahr von Herzrhythmusstörungen.
Sympatholytika können die Wirksamkeit des Tierarzneimittels herabsetzen.
1-2 mg pro kg Körpergewicht täglich.
Während den ersten 10 Behandlungstagen 2 mg Ephedrinhydrochlorid (entsprechend 1,64 mg Ephedrin) pro kg Körpergewicht täglich, das entspricht
Tritt der erwünschte Therapieerfolg ein, wird die Dosis versuchsweise auf 1 mg pro kg Körpergewicht reduziert.
Treten keine Rezidive auf, wird diese erniedrigte Dosis als Dauertherapie beibehalten; andernfalls muss wieder auf 2 mg pro kg Körpergewicht erhöht werden.
Wenn die wirksame Dosis eingestellt wurde, sollten die Hunde weiterhin durch regelmässige Kontrolluntersuchungen überwacht werden.
Bei erheblicher Überdosierung kann es zu folgenden unerwünschten Wirkungen kommen: Tachykardie, Tachyarrhythmie, Erbrechen, Schweißausbruch, Hyperventilation, Muskelschwäche, Tremor mit Übererregung und Unruhe, Ängstlichkeit und Schlaflosigkeit.
Folgende symptomatische Behandlungen können eingeleitet werden:
ATCvet-Code: QG04BX90
Ephedrin hat somit adrenalinähnliche Wirkungen, die zwar schwächer aber länger anhaltend als unter Adrenalin sind. Die sympathische Stimulation verursacht einen Blutdruckanstieg durch α-mimetische Vasokonstriktion und einen β1-mimetischen Anstieg des Herzzeitvolumens, der bei therapeutischen Dosen von einer Pulsverlangsamung infolge reflektorischer Gegenregulation am Herzen begleitet wird. Eine Tachykardie und Tachyarrhythmie tritt nur bei hohen Dosierungen auf.
An Organen mit glatter Muskulatur bewirkt Ephedrin eine Tonussenkung, die zu verringerter Darmperistaltik und Relaxation der Uterus- und Bronchialmuskulatur führt. Der Tonus von Sphinktermuskeln wird dagegen gesteigert. Diese Tonuserhöhung tritt auch am Harnröhrensphinkter auf und führt zu einem Verschluss der Harnröhre bei gleichzeitig herabgesetztem Tonus der Blasenmuskulatur. Diese Wirkungen können bei Harninkontinenz therapeutisch genutzt werden.
Am Auge kommt es zu Mydriasis bei erhaltenem Pupillenreflex.
Anders als Adrenalin kann Ephedrin in begrenztem Umfang die Blut-Hirn-Schranke überwinden und im ZNS in hohen Dosen erregende Wirkungen, z.B. Atemstimulation und psychomotorische Unruhe auslösen. Bei wiederholter Verabreichung hoher Dosen kann es durch Entleerung der Noradrenalinspeicher zu einer schnell eintretenden Wirkungsabschwächung (Tachyphylaxie) kommen, die insbesondere die kardiovaskulären Reaktionen betrifft. Bei den niedrigen zur Behandlung der Harninkontinenz verwendeten Dosierungen ist diese Tachyphylaxie ohne therapeutische Bedeutung und konnte in klinischen Studien bei harninkontinenten Hündinnen nicht beobachtet werden.
Ephedrin hat bei oraler Gabe eine geringe akute Toxizität. Die tödliche Dosis beim Hund betrug bei i.v. Gabe 75 mg/kg. Nach oraler Verabreichung war die Toxizität bei Versuchstieren etwa achtmal geringer. Hinweise auf eine chronische Toxizität wurden unter Langzeittherapie bei Mensch und Tier nicht beobachtet. Aufgrund der schnellen Elimination kommt es bei längerer Anwendung von Ephedrin im empfohlenen Dosierungsschema nicht zu einer Akkumulation.
Nebenwirkungen der Behandlung mit Ephedrin bei Harninkontinenz sind Folge der unerwünschten sympathomimetischen Effekte wie mässiger Blutdruckanstieg, Herzklopfen und Extrasystolen sowie verringerter Tonus des Magen-Darm-Trakts. Erst bei erheblicher Überdosierung kommt es zu klinisch relevanter Verstärkung der sympathomimetischen Wirkungen und zu zentraler Übererregung.
Erworbene Harninkontinenz nach der Kastration betrifft ca. 20% der kastrierten Hündinnen. Schwere Rassen sind davon wesentlich häufiger betroffen als leichte. Die Ursache der Inkontinenz ist ein Nachlassen des Harnröhrenverschlussdruckes nach der Kastration. Der Grund für dieses Nachlassen ist bis heute nicht bekannt.
Ephedrin verbessert den Harnröhrenverschluss, unter den verschiedenen angewendeten Therapieversuchen erweist sich heute die Dauertherapie mit Ephedrin als eine der am meisten Erfolg versprechenden Methoden. In klinischen Studien wurde Ephedrin von Hündinnen gut vertragen. Klinisch relevante Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. In seltenen Fällen waren zentralnervöse Symptome zu beobachten.
Ephedrin wird nicht über die Stoffwechselwege der körpereigenen Katecholamine abgebaut, was die längere Wirksamkeit im Vergleich zu Adrenalin erklärt. Durch N-Demethylierung entsteht als Hauptmetabolit Norephedrin, ein hochwirksamer Metabolit, der beim Hund sehr schnell gebildet wird und wesentlich an der Wirkung von Ephedrin beteiligt zu sein scheint.
Die Ausscheidung erfolgt über die Nieren und ist nach 24 Stunden fast vollständig abgeschlossen. Die Halbwertzeit beträgt 3 bis 6 Stunden.
Solani amylum
Lactosum monohydricum
Talcum
Cellulosum microcristallinum (E 460)
Glycerolum 85% (E422)
Im Originalbehältnis aufbewahren.
Tablettendose fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Faltschachtel mit Tablettendose aus Kunststoff (HD PE), Garantie-Schnappdeckelverschluss aus Kunststoff (LD PE) und Füllmaterial aus Polyurethanweichschaumstoff.
Caniphedrin 20 mg / 50 mg ad us. vet., Packungen zu 500 Tabletten:
Tablettendose aus Kunststoff (LD PE), Garantie-Schnappdeckelverschluss aus Kunststoff (MD PE), Füllmaterial aus Polyurethanweichschaumstoff.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.
Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Bahnhofstrasse 7
8730 Uznach
Telefon: +41 (0)55 285 90 70
Fax: +41 (0)55 285 92 90
E-Mail: <email-pii>
Swissmedic 47066 026 20 mg/Tablette 500 Tabletten
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung
VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND / ODER DER ANWENDUNGNicht zutreffend.
Dieser Text ist behördlich genehmigt.