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Spiezer-Verbindungsbahn
|Kürzel||SVB|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1905-08-02|
|Betriebseinstellung||1960-09-25|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1905 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte SVB war nur 1251 Meter lang. Sie gehörte einer reinen Aktiengesellschaft und hatte keine Anleihen. Die SVB verband in Spiez am Thunersee den Hafen mit dem höher gelegenen Bahnhof der Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS), die auch den Betrieb der eingleisigen SVB besorgte.
Bis 1913 wirtschaftete die SVB knapp kostendeckend. Für Dividenden reichte es indessen nie. Mit der 1914 einbrechenden Tourismuskrise des Weltkriegs, die das fremdenorientierte Berner Oberland mit aller Härte traf, wurde die SVB defizitär. 1913 hatte sie fast 77'000 Personen befördert, 1915 waren es noch 16'000. Ab 1914 musste die SVB Jahr für Jahr einen grösseren Passivsaldo auf die nächste Rechnung vortragen. Die schwebenden Schulden hielten sich hingegen in Grenzen. Zinsen für Fremdkapital hatte die SVB somit annähernd keine zu tragen, was ihre Lage erträglicher machte. Zur Kostendämpfung wurde das Transportangebot (Züge pro Tag usw.) stark reduziert.
Die Bauaufwendungen der SVB betrugen relativ hohe 208'700 Franken pro Bahnkilometer, wobei klar ist, dass kurze Bahnen in der Regel pro Kilometer teurer sind als längere, weil gewisse Kosten unabhängig von der Streckenlänge anfallen. Den mit Abstand grössten Ausgabenposten blidete das Rollmaterial, das 30 Prozent der Gesamtaufwendungen auf sich vereinigte. Dahinter folgten der Hoch- und der Oberbau mit je 16 Prozent. Ab 1908 wurden praktisch keine Neuinvestitionen mehr in die SVB getätigt.
Im September 1960 stellte die SVB den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: