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Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist bereits vor der Schwangerschaft wichtig und betrifft ebenso den Vater!
Der Bedarf an Mikronährstoffen nimmt während der Schwangerschaft massiv zu! Durch eine optimale Supplementierung kann das Risiko von Schwangerschafts-, Geburtskomplikationen und Wochenbettdepression vermindert werden.
Ich empfehle das Produkt "Schwangerschaft und Stillzeit" von Burgerstein. Die Einnahme sollte wenn möglich einige Monate vor der Befruchtung beginnen, das betrifft bitte auch den Vater ;-)
Hier einige wichtige Nährstoffe im Überblick:
Folsäure
Um das Risiko eines Neuralrohrdefektes zu reduzieren, ist es wichtig, dass man mit der Folsäure-Supplementierung bereits vor der Schwangerschaft beginnt.
Präparate können entweder die synthetische Form oder die biologisch aktive Form (5-Methyl-Tetrahydrofolat = 5-MTHF) enthalten. Die synthetische Form wird im Körper durch das Enzym Methylentetrahydrofolat-Reduktase in die aktive Form umgewandelt. Bei einem Teil der Bevölkerung ist dieses Enzym mutiert und somit seine Aktivität eingeschränkt. Für betroffene Frauen ist es deshalb sinnvoll ein Präparat mit 5-MTHF einzunehmen.
Vitamin D
Eine alleinige Gabe von VitaminD reduziert das Risiko einer Präeklampsie, eines niedrigen Geburtsgewichtes und einer Frühgeburt. Ausserdem scheint eine ausreichende Versorgung der Mutter für die geistige Entwicklung des Kindes wichtig zu sein. Eine Studie zeigt, Kinder von Müttern die während der Wintermonaten schwanger wurden, haben ein höheres Risiko für autistische Erkrankungen.
Eisen
Der Eisenbedarf während der Schwangerschaft verdoppelt sich!! Eisen wird für die Bildung der Plazenta und das Wachstum des Fötus benötigt. Eine schwere Eisenanämie erhöht das Risiko einer Fehlgeburt, Frühgeburt und intrauterine Wachstumsrestriktion.
Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Eisenstatus bestimmen lassen. Eine gute Eisenversorgung zu Beginn der Schwangerschaft reduziert das Risiko, dass im späteren Verlauf der Schwangerschaft hochdosierte Eisenpräparate eingenommen werden müssen, welche dann oft sehr schlecht vertragen werden und zu Gastrointestinalen Irritationen führen können.
Jod
Der Jodbedarf während der Schwangerschaft steigt etwa um ein Drittel. In einer englischen Studie konnte gezeigt werden, dass auch ein leichter Mangel an Jod während der ersten drei Schwangerschaftsmonate die kindliche kognitive Entwicklung beeinträchtigt.
In der Schweiz wird zwar das Salz jodiert, da aber immer mehr Menschen auf eine Salzarme Ernährung achten und insbesondere bei Fertigprodukten nicht immer jodiertes Salz eingesetzt wird, kann auch bei uns die Jodversorgung suboptimal sein.
Vitamin A
Sicherlich ist Vitamin A auch wichtig für die kindliche Entwicklung, jedoch ist bekannt, dass eine hohe Vitamin A-Aufnahme teratogen (Fruchtschädigend) wirken kann. Schwangere sollten deshalb nicht mehr als 3mg Vitamin A (10 000 IE) zu sich nehmen.
Wird hingegen eine Vorstufe (Pro-VitaminA = Beta Carotin) verabreicht, besteht keine Gefahr der Hypervitaminose. Der Körper wandelt das Beta Carotin nur solange wie nötig in VitaminA um, der Rest wird einfach ausgeschieden. (Burgerstein enthält diese Vorstufe von VitaminA)