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(Kt. Glarus
und Uri).
2974 m. Gipfel, nö. Eckpunkt der vergletscherten Kette des
Claridenstocks; fällt nach S. in
steilen Felswänden ab und trägt am sanft geböschten
N.-Hang den
Langfirn. Erscheint vom
Claridengletscher aus gesehen als
schöne Felskuppe. Sendet zwei Felskämme nach N. und NO. aus, deren erster sich bis zum
Kammerstock zieht,
während der kürzere zweite im Rotstock endigt. Dazwischen die von hohen Felswänden umrahmte schöne Fisitenalp. Der Gemsfayrenstock
ist von der Claridahütte des S. A. C. aus in 1½-2 Stunden ohne Schwierigkeiten zu erreichen und wird
seiner sehr schönen Aussicht wegen oft besucht.
(Kt. Wallis,
Bez. Goms).
Etwa 3181 m. Passübergang, auf der Landesgrenze gegen Italien, zwischen dem Siedelrothorn und
seiner auf der italienischen Karte mit 2480 m kotierten Schulter; verbindet das Firnfeld des
Griesgletschers mit den
Hütten
vonGemsland (in einem ins obere Formazzathal ausmündenden Seitenthälchen) und damit den
Griespass mit
den Fällen der Tosa.
(Monte)(Kt. Tessin,
Bez.Mendrisio).
1704 m. Berggruppe und Gipfel, der
Rigi der italienischen
Schweiz, auf der
Landesgrenze gegen Italien. Gehört zum Gebiet der südlichen
Voralpen und bildet ein Glied der aus Kalken bestehenden Gebirgsmassen
zwischen dem Comer- und
Luganersee. Ueber dem SO.-Arm des
Luganersees und 10 km sö.
Lugano. Besteht der Hauptsache nach aus
steil aufgerichteten und oft fossilreichen Liasschichten, die stark gefaltet und von der Verwitterung und Erosion bereits
derart bearbeitet sind, dass der Bergstock stellenweise mit seinen zerrissenen und kahlen
Wänden einen recht wilden Charakter
hat. Im Gegensatz dazu findet man aber auch wieder weite sanftgeböschte Hänge mit prachtvollen Waldungen und saftigen
Alpweiden.
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Während der Monte Generoso an absoluter Höhe dem Rigi um etwa 100 m nachsteht, erhebt er sich relativ 50-70 m höher über
den Luganersee als der Rigi über den Vierwaldstättersee. Der Monte Generoso ist ein in allen Beziehungen hervorragender Gipfel
und zugleich ein Aussichtspunkt ersten Ranges. Zu seinen Füssen liegen einerseits ein wie der Vierwaldstättersee
tiefblauer und von Voralpengebirge umrahmter See, andererseits die reiche und fruchtbare lombardische Tiefebene; rund um den
seines milden Klimas und seiner üppigen Vegetation wegen dem Rigi überlegenen Berg herum schlingt sich ein höchst malerischer
Kranz von Dörfern, Villen, Kirchen und Kapellen.
Und vollends die Aussicht! Da blitzen von nah und fern andere Seen auf; in der endlos sich hinziehenden
Ebene des Po - dem Garten Europas - mit ihren zahlreichen Städten und Dörfern tauchen Lodi, Pavia, Novara, Monza auf, alle
in den Schatten gestellt durch das an seinem weissmarmornen Dom leicht kenntliche Mailand; im weiten S.
endlich schliesst die in blauem Duft sich verlierende Kette des Apennin - ähnlich dem Jura vom Rigi aus gesehen - den Horizont
ab. Auf der andern Seite öffnet sich in mächtigem Bogen der glänzende Eiswall der Alpen, vom Monte Viso aus über die mit
dem Monte Rosa besonders kräftig heraustretenden WalliserAlpen, die Berner, Tessiner und Bündner Alpen bis
zum Ortler. An Grossartigkeit u. Abwechslung übertrifft dieses ganze reiche Panorama ohne Zweifel noch dasjenige des Rigi.
Von der am SO.-Ende des Luganersees gelegenen Ortschaft Capolago aus führt eine 9 km lange und eine Höhendifferenz von 1368 m
überwindende Zahnradbahn hinauf bis 50 m unter den Kulm des Monte Generoso. Diese kühn angelegte Bergbahn
schmiegt
sich an manchen Stellen an senkrechte Felswände an, durchbricht den Fels in zahlreichen Tunnels und Gallerien und
führt über tiefen Abgründen vorbei. Von Capolago aus steigt sie zunächst auf eine Strecke von 3 km
nach S. an, biegt dann in einem eine senkrechte Felswand durchbrechenden Kehrtunnel nach N. um und erreicht ihre erste Haltestelle
und Wasserstation San Nicolao, in deren Nähe die EinsiedeleiSan Nicolao mit ihrem zweimal des Jahres vom Landvolk in Prozession
besuchten Wallfahrtskirchlein wie ein Schwalbennest am Felsen klebt.
Von hier aus klettert der Zug,
sich immer am SO.-Gehänge des Berges haltend, bis zur zweiten Station Bellavista
hinan, von wo aus sich dem erstaunten Blick über einen beinahe senkrechten Absturz hinaus plötzlich der ganze Luganersee
erschliesst. Unweit der Station das prachtvoll gelegene grosse Hotel Monte Generoso. Bald nachher tritt die
Bahn aus der Waldzone heraus in das Gebiet der Alpweiden mit ihrer reichen Blütenpracht und erreicht nach 70 Minuten
weiteren Steigens ihre Endstation La Vetta, 10 Minuten unter dem eigentlichen Gipfel.
Neben der Bahn führen aber natürlich auch eine Reihe von heute noch stark begangenen Wesen auf den Monte Generoso. Von
Mendrisio aus kann man den Gipfel entweder über Salorino, Cragno, das zum Hotel Monte Generoso aufsteigende kleine Thälchen
und weiterhin über Alpweiden, oder über das malerische Val di Muggio und Scudellate erreichen; von Maroggia oder Melano aus
klettert ein steiler aber reizender und aussichtsreicher Pfad über Rovio die Terrassen und Felshänge
der W.-Flanke hinan; wieder andere Wege gehen von Osteno am NO.-Arm des Luganersees oder von Argegno am Comersee aus und gewinnen
die Höhe über die anmutigen Hänge der Valle d'Intelvi.
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