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Die Bebauung Riehenring erstreckt sich auf einem den Wohnhäusern Hammerstrasse östlich gegenüberliegenden Strassengeviert. Das Programm subventionierter Wohnungen wurde hier durch Büros, Laden- und Gewerberäume erweitert. Obwohl die ganze Anlage als eine Art Blockrandbebauung städtebaulich in das Matthäus-Quartier eingebunden ist, erreicht sie mit ihrem Angebot an Dienstleistungen die Wirkung eines peripher gelegenen Quartierzentrums.
Anders als die Bebauung Hammerstrasse ist der Gebäudekomplex aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes, mit Gestalt und Ausdruck von Industrieanlagen entwickelt. Die Wohnbauten sind zu den drei Strassen unterschiedlich ausgeprägt und zu Reihen von je drei oder vier Häusern zusammengefasst. Die Geschäftsbauten sind in die Ecken dazwischen gesetzt. Die Volumen fassen einen weiten, öffentlich zugänglichen Hof. Dieser endet in einer Terrasse mit Ballspielfeld, die sich auch für die Projektion von Filmen unter freiem Himmel nutzen lässt. Ein Sonnendeck über den drei höchsten Häusern ergänzt das Angebot kollektiver Freiräume. Ein Fussweg zwischen der neuen und alten Bebauung bildet die Fortsetzung der Allee, die durch das Geviert „Hammerstrasse“ führt.
Die Gebäudeform ist vom statischen Muster einer Randbebauung losgelöst und durch die Grundrissorganisation bestimmt. Die einzelnen Wohnungen setzen sich aus gleichen oder ähnlichen Teilen zusammen. Es gibt eine kontinuierliche Struktur von Zimmern gleicher Grösse, die sich nur durch die Fenster unterscheiden. Sie spannen sich wie die Glieder einer Kette um den Innenhof.
Auch die Wohnräume an den drei Strassen sind in Form, Tragstruktur und Art der Fensteröffnungen verschieden. Im Erdgeschoss der Wohnbauten sind Läden und Gewerberäume eingerichtet, im Erdgeschoss der Geschäftsbauten befinden sich der Eingang und die Anlieferung des Supermarkts.
Die Gebäude sind in Massivbau ausgeführt. Die Strassenfassaden der Wohnbauten am Riehenring und die Stirnfassaden der Geschäftsbauten sind nicht tragend. Die übrigen Aussenwände sind tragend, teils mit verputztem Mauerwerk, teils mit weiss emailliertem Wellaluminium verkleidet. Eine kontrastreiche Materialität ist ein Charakteristikum des gesamten Komplexes.
Datum: 1980—1985
Auftraggeber: Basellandschaftliche Beamtenversicherungskasse Liestal
Ort: Riehenring/ Amerbachstrasse/ Efringerstrasse, Basel, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 19.412 m²
Programm: 74 Wohnungen (3-Zimmerwohnungen à 81-100m², 5-Zimmerwohnungen à 127m²,
5-Zimmer-Maisonetten à 139-146m²), Tiefgarage, Büros, Läden
Bauingenieur: Léon Goldberg