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Wenige Tage nach der Schneeschmelze beginnt bei den Alpenvipern (Vipera aspis "atra") die Paarungszeit. Bei günstiger Witterung dauert diese Phase des jährlichen Aktivitätszyklus oft nur zwei Wochen. Mehrere Exkursionen führten mich im April 2021 in die Schweizer Alpen und ich hatte das Glück, Kommentkämpfe und Paarungen aus nächster Nähe fotografieren zu können.
Oft finden sich mehrere Männchen bei einem der wenigen paarungsbereiten Weibchen ein. Die Vipern zeigen sich jetzt wenig scheu und lassen sich nicht stören, wenn man sich ihnen behutsam und langsam nähert.
In vielen alpinen Habitaten ist ein grosser Anteil der Vipernpopulationen schwarz gefärbt. Die Schwarzfärbung bietet in Höhenlagen Vorteile. Die melanistischen Schlangen können sich schneller aufwärmen als ihre normal gefärbten Artgenossen.
Während der Paarungszeit legen die männlichen Vipern auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen oft grössere Strecken zurück.
Im Sommer wird es ruhiger bei den Alpenvipern. Die Schlangen sind schwieriger anzutreffen als im Frühling und halten sich oft in der schützenden Vegetation auf. Vor allem trächtige Weibchen und Individuen in der Häutungsphase sind jetzt zu sehen. Auch diese exponieren sich jedoch oft nicht voll der Sonne, sondern liegen halb verdeckt an mikroklimatisch günstigen Stellen in der Vegetation oder zwischen Geröll und Felsbrocken.
Mehr Informationen über die Alpenviper und weitere Fotos gibt es im Album EINHEIMISCHE VIPERN UND OTTERN.