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(v. lat. optimus), im allgemeinen die Neigung, Dinge und Verhältnisse als gut vorauszusetzen, ist entweder
theoretisch oder praktisch. Der praktische Optimismus ist diejenige Illusion oder Täuschung, welche gegenwärtig oder
zukünftige Zustände für besser ansieht, als sie wirklich sind, und sich namentlich in Rücksicht auf den Verlauf irgend
einer Art privater oder öffentlicher Angelegenheiten in unbegründetes Vertrauen und schmeichelhafte Hoffnungen einwiegt.
Man spricht daher von optimistischen Politikern und in Beziehung auf das individuen Leben von optimistischen Launen u. Charakteren.
Der theoretische Optimismus bezieht sich entweder auf die Philosophie überhaupt oder speziell auf Metaphysik.
Von den Versuchen, den letztern Optimismus zu verteidigen, ist Leibniz' »Theodicee« durch dessen Vorstellung, daß Gott
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