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Gestern Donnerstagabend fassten die Delegierten der BDP Graubünden ihre Parole für die nationalen Abstimmungen zum Referendum gegen eine 2. Röhre am Gotthard. Die BDP Graubünden sagt mit 71:7 Stimmen nein zum Referendum gegen eine 2. Gotthard-Röhre – und somit deutlich ja zum Bau eines zweiten Gotthard-Tunnels.
Genau einen Monat vor dem eidg. Wahlsonntag traffen sich die Delegierten der BDP Graubünden in Laax. In einem Einführungsreferat zeigte Guido Biaggio, Vizedirektor des Bundesamtes für Strassen ASTRA, auf, dass für die Sanierung des Gotthard-Tunnels vier Varianten geprüft wurden. Die Bundesratslösung, gegen die ein Referendum ergriffen wurde, sieht den Bau einer 2. Gotthard-Röhre vor. «Die Bundesratslösung ist die einzige nachhaltige Lösung», betont Biaggio.
Graubünden sonst stark betroffen
«Die vorgeschlagene Sanierungslösung ist für den Kanton Graubünden die sinnvollste Lösung, das Problem während der Sanierung des bestehenden Tunnels zu bewältigen, ohne dass Graubünden nicht massive Einschränkungen in Kauf nehmen muss», argumentiert Andreas Felix, Nationalratskandidat und Parteipräsident der BDP Graubünden. Obwohl die Variante einer rollenden Landstrasse auf den ersten Blick weniger kosten würde, sähe die Rechnung anders aus, wenn man daran denke, dass alle 25 Jahre eine Sanierung des Tunnels notwendig sei und diese Kosten in der Kalkulation nicht aufgeführt wurden.
20’000 LKWs mehr am San Bernardino
Die Delegierten fassten mit 71:7 Stimmen die Nein-Parole und sprachen sich somit deutlich für den Bau einer zweiten Röhre aus. Das Bundesamt für Strassen rechnet damit, dass während der Sanierung des bestehenden Gotthard-Tunnels auf der San Bernardino-Route ein zusätzliches Verkehrsaufkommen von rund 20‘000 LkW zu bewältigen sei.