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Kolumbiens Regierung versucht die Produktion von Kokain neu mit Anreizen zu bekämpfen: Präsident Juan Manuel Santos kündigte in einer Fernsehansprache an, dass Bauern, die auf den lukrativen Koka-Anbau verzichten, Land vom Staat geschenkt bekommen.
Wer fünf Jahre lange legale Pflanzen anbaue, dem werde Land vom Staat übertragen, versprach Santos am Dienstag. «Es gibt keinen Grund, warum Kolumbien der weltweit grösste Kokain-Exporteur bleiben muss – wir werden es beweisen», betonte Santos.
Neue Strategie mit der FARC abgesprochen
Die Drogenproduktion in Kolumbien ist nach Angaben der UNO wieder stark gestiegen. Von 2013 bis 2014 nahm die Kokain-Produktion demnach um mehr als 50 Prozent auf 442 Tonnen zu, wie es in einem im Juli veröffentlichten UNO-Bericht hiess.
Das neue Programm zur Drogenbekämpfung sei mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) abgesprochen, sagte Santos. Regierung und Guerillabewegung verhandeln seit 2012 über ein Friedensabkommen – ein wichtiger Punkt ist nun die Übereinkunft, wie der Drogenanbau reduziert werden kann.
Verzicht auf Glysophat
Der Präsident gab zudem den vollständigen Verzicht auf das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ab dem 1. Oktober bekannt. Das Pflanzengift war im März von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als «wahrscheinlich krebserregend für den Menschen» eingestuft worden.
Glyphosat wurde seit 1994 in Kolumbien aus der Luft gespritzt, um Koka-Pflanzen zu vernichten. Das Programm lief mit Milliarden-Unterstützung der USA.