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Graciela Iturbide – Das innere Auge
Das Bild Mujer ángel (Engelsfrau), auf dem eine Seri-Indianerin von hinten zu sehen ist, die mit einem Radiorekorder in der Hand durch die Wüste wandert, gehört zu den symbolträchtigsten Fotografien von Graciela Iturbide. Es ist streng genommen ein Dokument, wirkt aber gleichzeitig wie ein Symbol der Spannung zwischen zwei Kulturen, ein Symbol der Frage, wie die indianische innerhalb der westlichen Kultur fortbestehen kann. Graciela Iturbide stellt ihre Bilder oft in den „Schattenriss“, um Dinge auszudrücken, die zwischen Ahnen und Wissen pendeln. Ihre Fotografie handelt vom subtilen und komplexen Ineinanderverfügtsein von Wirklichkeiten, von verschiedenen Realitätsebenen. Sie spricht selbst davon, dass „die Fotografie ein Vorwand sei, um etwas zu erkennen“. Und wenn sie das Wort „erkennen“ ausspricht, gewinnt man den Eindruck, als handle es sich dabei eigentlich um ein Synonym für „leben“; als sei es gleichbedeutend mit „auf der Welt sein“, mit „sein“ überhaupt. Die Ausstellung Graciela Iturbide – Das innere Auge ist eine grosse Werkschau der wohl berühmtesten lebenden mexikanischen Fotografin.
Die Ausstellung wurde von Marta Dahó kuratiert. Eine Zusammenarbeit mit der Fundación MAPFRE, Madrid.
Hauptsponsor: Avina Stiftung