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Bolivien: Die Fälle von Hunde- und Katzentollwut haben sich in diesem Jahr in Cochabamba gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verdoppelt; vier Gemeinden haben den Notstand ausgerufen. Laut Angaben des offiziellen Tollwutprogrammes von Bolivien wurden 2021 bereits 45 Fälle bei Tieren registriert, 4 Personen sind verstorben. Massen-Impfkampagnen für Tiere wurden angekündigt.
Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Immunglobulin und 4 Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.
Folgen für den Reisenden
Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Der Zugang zu hochwertigen Tollwutimpfstoffen ist in Bolivien nicht immer gewährleistet! Für Langzeitreisende und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.
Quellen