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* 12. August 1906 in Zürich, † 14. November 1977 in Zürich.
Schweizer Bildhauer und Maler. Seine Werke umfassen Malerei, Skulpturen, Harlekin- und Sportlerfiguren und Reliefs. Daneben schuf er zahlreiche Plastiken, Brunnenfiguren und Bauschmuckunst.
Emilio Stanzani wurde als Sohn italienischer Eltern in Zürich geboren. Nach der Schulzeit machte er von 1923 bis 1926 bei Otto Münch eine Bildhauerlehre. Ab 1923 hielt er sich häufig im Ausland, vor allem in Paris, auf. 1925 stellte er erstmals seine Werke in Zürich aus. Ende der 1920er-Jahre arbeitete Stanzani mit Karl Geiser zusammen und begann zu modellieren, zu zeichnen und zu malen. Stanzani unterstützte Geiser vor allem bei der Vergrösserung und Umsetzung der Modelle in Stein. 1929 heiratete Stanzani Emma Fontana aus Carona. In Carona hatte Stanzani sein zweites Atelier und verbrachte dort die Sommermonate. Für sein künstlerisches Werk fand Stanzani ab den 1940er Jahren zunehmend Beachtung, als er sich der Welt von Zirkus und Sport zuwandte. Die ursprünglich aus der Commedia dell’arte stammende Figur des Harlekins wurde zu einem zentralen Motiv, nicht zuletzt aufgrund seiner Freundschaft mit dem französischen Mimen Marcel Marceau, den er auch porträtierte. Mit seinen Skulpturen nahm Stanzani regelmässig im In- und Ausland an Ausstellungen und an Wettbewerben teil.
1939 schuf Stanzani für die Landesausstellung in Zürich das Relief «Der Genossenschaftsgedanke»
1942 trat Stanzani der GSMBA bei. Ende der 1950er-Jahre lebte er in Paris und befreundete sich mit Francis Bott, der einige von Stanzanis Bronzen bemalte. Durch seinen Freund inspiriert schuf Stanzanis polychrome Abstraktionen.
Sein einsetzendes Interesse an Architektur liess Stanzani in den Raum ausgreifende Werke schaffen. Seine Werke befinden sich vor allem im öffentlichen Raum von Zürich. Diese besitzt zahlreiche Werke von Stanzani aus allen seinen Schaffensphasen, in Stein, Bronze, Beton und Stahl.
1957 schuf Stanzani ein Denkmal für Jean Hotz und 1959 die Skulptur des Wilhelm Tell in Küssnach. Stanzani erhielt 1940 ein Eidgenössisches Kunststipendium, 1950 den Conrad Ferdinand Meyer-Preis und 1968 den Kunstpreis des Kantons Zürich. [wiki]