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Die Kronenverlichtung ist ein guter Indikator dafür, wie stark ein Baum unter Stress steht – etwa durch starken Wind, Frost,Trockenheit, Insektenbefall oder Pilze. Ereignet sich, um grossflächig den Zustand und seine Veränderungen zu dokumentieren, erlaubt aber keine generelle Aussagen über den Gesundheitszustand eines Waldes, da er ein so genannter "unspezifischer Indikator" ist, vergleichbar mit dem Fieber beim Menschen, das auf viele Ursachen zurückzuführen sein kann. Unspezifische Indikatoren weisen immer auf Ursachen hin, die untersucht werden sollten.
Quelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)
Die Kronenverlichtung hat seit 1998 leicht zugenommen. Besonders viele Blätter und Nadeln mussten die Schweizer Wälder bei heftigen Stürme lassen, wie 1990 «Vivian » und neun Jahre später «Lothar ». Auch der Hitzesommer 2003 fügte den Baumkronen Schäden zu. Weil sich die Trockenheit 2003 erst im Hochsommer auswirkte, wurden die Schäden erst im Herbst oder im Jahr darauf sichtbar. Da sich aufgrund dieses Indikators keine generellen Aussagen über den Gesundheitszustand eines Waldes machen lassen, ist eine Bewertung schwierig
Die Daten werden mittels eine Stichprobenerhebung erfasst, und zwar jährlich auf dem systematischen 16x16 km-Netz und alle drei Jahre auf dem systematischen 8x8 km-Netz.
Die Ergebungsmethode beruht auf der im Manual des ICP Forests beschriebenen Methodik.