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Die UEFA schüttet in der Saison 2016/17 erstmals einen Gesamtbetrag von über 1,3 Milliarden Euro aus. Zahlen und Fakten zur am Dienstagabend beginnenden Champions League:
1,72 Milliarden Euro an Prämien verteilt die UEFA 2016/17 an die Teilnehmer der internationalen Bewerbe, den Grossteil – 1,3 Milliarden – an die Klubs in der Champions League. Für die Teilnahme gibt es ein Startgeld von 12,7 Millionen Euro, ein Sieg dort bringt 1,5 Millionen, ein Unentschieden 500’000 Euro. Wer die Gruppenphase übersteht und in die Achtelfinals einzieht, erhält 6 Millionen. Der Viertelfinal bringt 6,5 Millionen ein, der Halbfinal 7,5 und der Final 11 Millionen. Weitere 15,5 Millionen Euro winken dem Sieger des Finals in Cardiff. Maximal kann ein Klub 57,2 Millionen Euro Einnahmen kumulieren. Hinzu kommen TV-Gelder, deren Höhe abhängig ist von der Wichtigkeit des heimischen TV-Marktes.
Leicester City, Arsenal, Tottenham und Manchester City aus England, der FC Barcelona, Titelverteidiger Real Madrid, Atletico Madrid und Europa-League-Sieger FC Sevilla aus Spanien und Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach aus Deutschland: Je vier Teams stellen die drei Top-Nationen 2016/17 in der Champions League. Zu den «Kleinen» gehören Ludogorez Rasgrad, Legia Warschau, Dinamo Zagreb, Brügge, der FC Kopenhagen und Rostow. Legia ist der erste polnische Vertreter seit Widzew Lodz vor 20 Jahren.
Leicester City und Rostow haben sich zum ersten Mal für die Champions League qualifiziert. Die beiden Klubs verbindet noch eine Parallele: Beide kämpften vor Kurzem noch gegen den Abstieg, ehe sie zum Höhenflug ansetzten. Bei Rostow gilt Kurban Berdjew als Baumeister des Erfolgs. Der Turkmene, der zuvor schon Rubin Kasan fast aus dem Nichts zu zwei Titeln geführt hatte, übernahm das Traineramt im Dezember 2014, als Rostow Tabellenletzter war. Nach einigen Querelen im Sommer steht Berdjew dem russischen Vizemeister nur noch als einflussreicher Berater zur Verfügung. Der englische Überraschungsmeister Leicester, der das Gros seines Personals halten konnte (Ausnahme: N’Golo Kanté/zu Chelsea), spielt zum ersten Mal überhaupt international.
Real Madrid (225 Spiele), der FC Barcelona (216) und Bayern München (211) haben seit der Einführung der Champions League 1992 am meisten Partien in der Königsklasse bestritten. Die drei Dauergäste sind auch 2016/17 dabei – im Gegensatz zur Nummer 4, Manchester United (206). Der englische Rekordmeister ist der grosse Abwesende, spielt in dieser Saison nur in der Europa League. Die erfahrenste Mannschaft, die nicht aus einer der vier Topligen (Spanien, Deutschland, England, Italien) kommt, ist der FC Porto (7./162). Die Portugiesen waren wie Real, Barcelona und Manchester United bisher 20 Mal dabei. Der FC Basel steht auf Platz 39, sammelte bei seinen sechs Teilnahmen in 46 Spielen 53 Punkte.
Mit fünf Titeln seit 1992 und elf inklusive Meistercup, dem Vorläufer der Champions League, ist Real Madrid die erfolgreichste Mannschaft im wichtigsten europäischen Klub-Wettbewerb. Milan sammelte total sieben Titel, Bayern München, Barça und Liverpool fünf. 16 Mal triumphierte eine Mannschaft aus Spanien, je zwölf Mal ein italienischer oder ein englischer Klub.
Die beiden Spieler, die in der Champions League die meisten Treffer erzielten, können ihre Ausbeute in dieser Saison weiter ausbauen. Cristiano Ronaldo (Real Madrid) führt das Ranking mit 93 Toren (127 Spiele) an, gefolgt von Lionel Messi (FC Barcelona), der bisher 83 Mal traf in 106 Spielen. Seit 2008 hiess der beste Torschütze der Saison immer entweder Messi oder Ronaldo.
Nebst jenen acht beim FC Basel sind sieben im Ausland engagierte Schweizer in der Champions League mit von der Partie. Granit Xhaka greift am Dienstag mit Arsenal gegen Paris Saint-Germain ins Geschehen ein, Yann Sommer, Nico Elvedi und Djibril Sow gehören (im Gegensatz zu Josip Drmic) zum 25er-Kader von Borussia Mönchengladbach. Roman Bürki hütet bei Borussia Dortmund das Tor und trifft in der Gruppe F auf Legia Warschau mit dem ehemaligen Junioren-Internationalen Aleksandar Prijovic, Admir Mehmedi hofft bei Bayer Leverkusen auf längere Einsätze im Millionengeschäft.
Überraschend (vorerst) nicht dabei ist Stephan Lichtsteiner. Juventus Turin nahm den Captain der Nationalmannschaft nach der Verpflichtung von Dani Alves nicht auf die 25 Spieler umfassende Liste für die Gruppenphase. Bei Gladbachs Gruppengegner Celtic Glasgow schaffte es der Zürcher Saidy Janko nichts ins Champions-League-Kader.
(SDA)