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Deutscher Gewerkschaftsbund
Das Grundstück des Deutschen Gewerkschaftsbundes an der Urania stellt prototypisch eine Situation dar, an welcher das alte Berlin mit dem Massstab des neuen Berlins konfrontiert wird. Diese beiden beiden Maßstäbe werden in einen Neubau überführt, der sowohl Stadtblock als auch Punkthaus ist.
Zwei Gebäudeteile bilden diese Ambition über einem gemeinsamen Sockelgeschoss ab. Der L- förmige Baukörper bildet entlang der beiden Brandmauern einen zusammenhängenden Gebäudeflügel für die Bestands- und die zukünftigen Fremdmieter aus. Das Punkthaus ist der Neubau für die Bundesvorstandsverwaltung. So gelingt es auf dem Grundstück des Deutschen Gewerkschaftsbundes zwei Baukörper als zusammenhängendes städtebauliches Ensemble einzupassen und den übergeordneten städtebaulichen Kontext konzeptionell in die architektonische Figur zu überführen.
Das Sockelgeschoss ist als einen Ort gedacht, welcher dem freien politischen Ausdruck der Gewerkschaft einen Raum gibt. Das Sockelgeschoss ist zudem das verbindende Element des gesamten baulichen Ensembles. Es ist Adressat, Versammlungsort, Forum und Emblem zugleich. Strukturell bildet seine Fassade den räumlichen Übergang der erhöhten Trägerlage der grossen Spannweiten des Erdgeschosses und der feinen äusseren Gestaltung der beiden Hochbauten.
Der Neubau ist schlicht. Seine äußere Anmutung widerspiegelt seine innere Rationalität. Der Skelettbau wird mit feinem, hellem Kunststein verkleidet und geschlossen verfugt. So entsteht ein robuster aber filigraner Baukörper, der zum einen die Konzentration auf das Wesentliche darstellt, zum anderen aber auch für eine offene und helle Arbeitswelt steht.
Deutscher Gewerkschaftsbund
Keithstr.
10787 Berlin
Germany
Images: ZUEND, Zürich