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Geschichte der Schnelllauf-Sektion des Eislauf-Clubs Zürich
Der Eislauf-Club Zürich ("ECZ") wurde 1910 gegründet. Anschliessend an die Seegfrörni 1929 und dem sich daraus ergebenden Eislauf-Boom eröffnete im Dezember 1930 die Dolder Kunsteisbahn ihre Pforten. Dies dürfte auch das Gründungsjahr der Schnelllauf-sektion gewesen sein. Im Folgejahr wurde die Eisbahn auf eine Grösse von 88m x 63m ausgebaut, die das Durchführen von Kleinbahn-Eisschnelllauf-Wettkämpfen erlaubte.
Die Pioniere
Erster ECZ Athlet der im Eisschnelllaufen einen Schweizer Meistertitel erreichen konnte war im Jahre 1938 Hermann Schöllkopf. Dem Vernehmen nach soll dieser im Grand Hotel Dolder residiert haben und sich mit Hilfe eines Privattrainers auf die Wettkämpfe vorbereitet haben. Sein grösster Konkurrent war der erfolgreichere Arthur Ritzi, der 5 Meistertitel einfahren konnte, ehe er anlässlich der Brevetierung zum Linienpiloten mit seiner Messerschmidt abstürzte und jäh aus dem Leben gerissen wurde.
Der unumstrittene Star
Die bekannteste Persönlichkeit des ECZ war mit Abstand Franz Krienbühl. Der Architekt aus Unterägeri begann spät mit dem Eisschnelllaufen, errang trotzdem 14 Schweizer Meistertitel und erreichte zur Krönung seiner Karriere im Alter von 47 Jahren an den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976 den 8. Platz. Insbesondere aufgrund seiner Erfindung des hautengen einteiligen Rennanzugs, wofür er vorerst belächelt wurde, war der "eisschnelllaufende Opa" in den Niederlanden ein wahrer Volksheld. Seine unglaubliche Popularität wurde in einer holländischen Fernseh-Reportage dokumentiert.
Der Erfolgsreichste
Mit Abstand erfolgreichster Athlet ist Livio Wenger. Mit seinem 4. Platz an den Olympischen Spielen in PyeongChang 2018 erreichte er ein herausragendes Resultat. Livio ist einer der weltbesten Athleten im Massenstart in dessen Sog mit Ramona Härdi und Nadja Wenger auch erstmals ECZ Athletinnen an den olympischen Spielen teilnehmen konnten.
Teams
Das Eisschnelllaufen auf dem Dolder ist und war oft der Ausgangspunkt für grosse individuelle Karrieren. Neuerdings nehmen unsere Läuferinnen und Läufer auch mit grossem Erfolg an Teamwettkämpfen teil. Dies ist ein weiterer Schritt zum Teamspirit, der im Eisschnelllaufen im Training, auch für die Individualisten, schon immer von grösster Bedeutung war.
Hobbyläufer
Da die professionellen Athleten des ECZ hauptsächlich im Ausland unterwegs sind, setzt sich der grösste Teil der Läuferinnen und Läufer auf dem Dolder aus Hobbyläufern zusammen und zwar von jung bis sehr alt. Steht für die kleinen das spielerische mit anderen Kindern im Mittelpunkt, so steht für die Fortgeschrittenen das Leistungstraining in der Gruppe, das ambitionierte Feilen an der Technik, das fast schon phylosophische Gleiten oder ganz einfach das soziale Erlebnis im Vordergrund.