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Der Blutdruck wird von verschiedenen Faktoren und Hormonen im Körper reguliert. Er ist ein Mass dafür, wie kräftig das Blut vom Herz in die Peripherie gepumpt wird (oberer, systolischer Druck) und wie der Widerstand im arteriellen Gefässsystem ist (unterer, diastolischer Wert).
Der obere Druck wird durch die Elastizität der Gefässe begrenzt und ist somit auch erhöht, wenn diese abnimmt (Arteriosklerose). Dabei können grosse Blutdruckunterschiede, zum Beispiel abhängig von der körperlichen Belastung, ganz normal sein.
Ein (zu) tiefer Blutdruck ist bei einem gesunden Menschen harmlos, aber oft unangenehm. Er macht sich bemerkbar durch Schwindel, vor allem wenn man zu wenig trinkt, rasch aufsteht oder lange stehen muss. Dagegen hilft: genug trinken, genügend Salzeinnahme, regelmässige körperliche Aktivität, Wechselduschen oder -bäder. Zudem sollte auf Alkohol (gefässerweiternd) und Nikotin verzichtet werden. Auch pflanzliche Therapiemassnahmen sind möglich. Tiefe Blutdruckwerte können bei verschiedenen Krankheiten auftreten und müssen individuell ärztlich beurteilt werden.
Ein zu hoher Blutdruck (arterielle Hypertonie) ist meist lang nicht spürbar. Wird er zu lange nicht bemerkt, entsteht eine Mehrbelastung des Herzens. Dadurch können sich Schäden an den Gefässen bilden, und es kann zu Durchblutungsstörungen in Hirn, Herz, Nieren und Augen kommen. Dies ist mit zunehmendem Alter ein häufiges Problem und kann unbehandelt zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. In den meisten Fällen findet sich keine spezifische Ursache, es besteht jedoch häufig eine familiäre Belastung.
Von hohem Blutdruck spricht man ab Blutdruckwerten von über 140/90 mm Hg, bei Personen über 60 Jahren ab 150/90 mm Hg.
Wenn andere Krankheiten vorliegen (Diabetes oder Nierenerkrankung), muss möglicherweise bereits bei tieferen Werten eine Therapie erfolgen.
Für die Diagnose sind mehrere Messungen nötig. Wichtig ist, dass der Blutdruck korrekt gemessen wird (siehe rechts). Wenn die so gemessenen Werte mehrfach über 140/90 mm Hg liegen, sollten Sie dies mit Ihrem Hausarzt besprechen.
Im Zweifelsfall wird dieser eine Messung über 24 Stunden anordnen, wo das Blutdruckverhalten in Ruhe, bei Anstrengung und auch nachts gut beurteilt werden kann.
Falls sich eine arterielle Hypertonie bestätigt, berät Sie Ihr Arzt, ob eine medikamentöse Therapie sofort erforderlich ist oder ob allenfalls durch die Änderung des Lebensstils eine Verbesserung möglich ist. Zur medikamentösen Therapie stehen Medikamente mit verschiedenen Angriffspunkten zur Verfügung.
Autor: Eva Engler