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«1:12» – Gastkolumne in den FN vom 7. November, und «Sozialismus pur» – Leserbrief in der FN-Ausgabe vom 14. November
Herrn Reitze danke ich für seine klaren Ausführungen, mit denen er die Essenz des Gedankenguts hinter der 1:12-Initiative schonungslos aufzeigt. Ich stimme mit ihm vollständig überein.
Viele an sich intelligente Menschen lassen sich im Zusammenhang mit hohen Salären zu selbstgerechtem Gerede hinreissen, welches sie im Nachhinein wohl bereuen. Herrn Schallers Gastkolumne vom 7. November ist diesbezüglich eine einzige Enttäuschung. Es läuft einem kalt den Rücken hinunter, wenn bestandene und erfahrene Glückselige in der verwöhnten Schweiz behaupten, sie wüssten, was Gerechtigkeit sei, und sie wollten sie jetzt in der Schweiz einführen. In einem Land, in dem die Einkommensunterschiede geringer sind als in den am meisten von der Krise betroffenen Ländern in Europa und weltweit. In einem Land, in dem tiefe Arbeitslosigkeit, die höchsten Löhne im Tieflohnsegment, die (noch) gesündesten Staatsfinanzen und (noch) sichere Sozialversicherungen bestehen. Angesichts einer solchen Anmassung bleiben Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Demut auf der Strecke.