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Kurzmeyer war von 1984 bis 1996 Stadtpräsident von Luzern. In seine Amtszeit fiel 1993 der Brand der Kapellbrücke oder 1994 der Entscheid der Stimmberechtigten zum Bau des KKL Luzern.
Kurzmeyer war ein populärer Stadtpräsident, dem die Anliegen von Minderheiten wichtig waren. So setzte er sich für Drogenabhängige ein. «Legalität ist etwas Wichtiges, aber auch Gerechtigkeit ist ein wichtiges Prinzip», sagte er 1996, als seine Amtszeit als Stadtpräsident endete, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Kurzmeyer gilt als Vater des «Luzerner Kulturkompromiss», mit dem die Politik der alternativen Kultur den gleichen Stellenwert einräumte wie der etablierten. Luzern erhielt in der Folge neben dem KKL auch Veranstaltungsorte für die Alternativkultur, so die Schüür, das Bourbaki oder die nicht mehr existierende Boa.
Die Stadt Luzern habe Kurzmeyer sehr viel zu verdanken, erklärte am Donnerstag Stadtpräsident Beat Züsli (SP) in einer Mitteilung. Sein Wirken sei über seine Amtszeit hinaus bis heute spürbar,
Kurzmeyer trat 1984 als Stadtpräsident die Nachfolge seines im Amt verstorbenen Parteikollegen Matthias Luchsinger an. Als er 1996 vom Amt zurücktrat, endete auch die Tradition, dass die Stadt Luzern einen freisinnigen Stadtpräsidenten hat. Sein Nachfolger Urs W. Studer war aus der FDP ausgetreten und politisierte als Parteiloser, dann folgten Stefan Roth (Mitte) und Beat Züsli (SP).
Bevor Kurzmeyer Stadtpräsident war, amtete der Jurist und Anwalt unter anderem als Richter und Kantonsparlamentarier. Kurzmeyer stammte aus einer Politikerfamilie. Sein Vater war Regierungsrat und Nationalrat.
Kurzmeyer hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn. Sein Gattin war 2022 verstorben.