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Die amerikanische Firma Zenith stellte 1941 mit dem Trans Oceanic einen Mehrband - Reisekurzwellenempfänger vor, der einer ganzen Reihe hochwertiger Weltempfänger voranging. In den Siebzigerjahren verpasste Zenith den Anschluss an die Ära der digitalen Kurzwellenempfänger und die Produktion lief aus.
1924 entstand aus dem „Chicago Radio Laboratory“ die „Zenith Radio Corp.“, die bis 1929 Geradeausempfänger und dann erste Superhets produzierte.
Nach den Wirren der Wirtschaftsdepression kam das Unternehmen rasch wieder auf die Beine. Nachdem der Polarforscher McMillen bereits 1925 ein Kofferradio aus dem Hause Zenith auf seinen Fahrten mitgeführt hatte, wurde ihm 1941 ein Prototyp eines Mehrbandempfängers mitgegeben, den Zenith seit 1939 entwickelt hatte und der sich durch überdurchschnittliche Empfangsleistungen auszeichnete.
Der „Trans Oceanic“ war wie die zahlreichen Nachfolgegeräte nicht nur mit dem Mittelwellenbereich sondern auch mit fünf gespreizten Kurzwellenrundfunkbändern von 49 - 16 m ausgestattet, das Gerät verfügte über eine Telekopantenne, eine eingebaute Mittelwellen - Rahmenantenne und den „Wave Magnet“, eine absetzbar zu betreibende Kurzwellen - Rahmenantenne und die vier Tonschalter des „Radio Organ“ zur Beeinflussung des Klangs. Der Siebenkreissuper 7G605 mit festabgestimmter Vorstufe ist mit Batterieröhren ausgestattet und konnte auch mit 117 V Betzspannung bestrieben werden.
In den Kriegsjahren zierte das Abbild eines Bombers den Lautsprecherstoff, von den Besitzern wurde der Empfänger an allen Kriegsschauplätzen geschätzt, zuverlässig vermittelte es Nachrichten aus der Heimat. 1946 wurde er vom 8G005 abgelöst, der ab 1949 vertriebene und kommerziell sehr erfolgreiche G500 basierte aus Miniaturröhren.
Eines der weitverbreitetsten Geräte war dann der ab 1951 verkaufte H500, weiterhin mit einer runden Senderskala ausgestattet, anstelle des 49m Bands standen nun mit 2-4 und 4-8 MHz zwei Kurzwellenbereiche zur Verfügung, die auch die Tropenbänder abdecken.
Der 1953 nachfolgende H600 ist mit einer Linearskala ausgestattet und war der letzte röhrenbestückte Weltempfänger von Zenith.
Mit dem Trans Oceanic Royal 1000 begann 1957 die Aera der Transistor - Weltempfänger, der querliegende Trommeltuner sorgt für eine vollständig veränderte Optik. Nach dem 1963 erschienen Royal 3000, der erstmals auch über einen UKW-Bereich verfügte, schloss der Royal 7000 1969 den Reigen der Solid state Trans Oceanic - Geräte ab, er erlaubte mit einem BFO CW- & SSB-Empfang.
Mit dem R 7000, der 1978 eingeführt und bis 1981 produziert wurde, und ein ähnliches Konzept wie der Sony Earth Orbiter mit querliegendem Trommeltuner und Abstimmung mit Feintrieb verfolgte, verpasste Zenith den Anschluss: die Konkurrenz aus Deutschland und vor allem aus Japan war in der Lage zu einem vergleichbaren Preis Weltempfänger mit digitaler Frequenzanzeige und dann sogar PLL Synthesizer zu liefern - die Ära des Trans Oceanic und damit der amerikanischen Reise - Weltempfänger ging zu Ende.
Ab 1941/42 hatte Zenith einen Schwerpunkt auf frequenzmodulierten UKW-Rundfunk gelegt, lieferte bald die entsprechenden Empfänger und war an der Entwicklung des Stereoempfangs auf UKW beteiligt; ab 1948 wurden die ersten Fernsehempfänger entwickelt und Zenith war jahrzehntelang einer der bedeutendstens und innovativsten amerikanischen Fernsehgeräte Hersteller, bis die Firma 1999 von der koranischen LG Electronics übernommen wurde.