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Beim Krankheitsbild der chronischen Lungenembolie handelt sich entweder um eine akute Lungenembolie, welche sich nicht spontan oder durch Therapie auflöst, oder oftmals um wiederkehrenden Lungenembolien. Im Endstadium beider Krankheitsentitäten kann es zum sog. pulmonal-arteriellen Bluthochdruck kommen, verursacht durch den permanenten oder wiederkehrenden Verschluss mehrerer Lungenarterien. Die betroffenen Lungenareale weisen folglich eine fehlende Durchblutung auf und sind somit nicht mehr in der Lage, einen ausreichenden Beitrag zum Gasaustausch zwischen der Atemluft und dem Blut zu leisten. Dies äussert sich oftmals im unspezifischen klinischen Bild der Atemnot. Um die beiden oben genannten Krankheitsentitäten von anderen Ursachen eines pulmonal-arteriellen Bluthochdrucks zu unterscheiden und die korrekte Therapieform (Medikamente oder operative Gerinnselentfernung) zu wählen, kommt die sog. ‚Dual-Energy‘ Computertomographie zum Einsatz. Nach Verabreichung von jodhaltigem Kontrastmittel in eine Armvene kann mittels moderner Computertomographietechnik eine Jodverteilungskarte der Lunge erstellt werden. So erhält man eine Übersicht, welche Lungenareale regelrecht mit dem verabreichten, jodhaltigen Kontrastmittel durchblutet sind und welche Lungenabschnitte aufgrund von Lungenembolien von der regulären Durchblutung ausgeschlossen sind.
Bild: CT-Darstellung einer chronischen Lungenembolie mit Perfusionsausfällen im Unterlappen.