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Die 1939 geborene Metallbildhauerin Gillian White ist ungeheuer facettenreich : In der Schweiz von großer Bekanntheit, hat sie nichts von ihrem britischen Ungestüm eingebüßt, das sie gekonnt mit helvetischem Brauchtum vereint – das ist sie ihrer doppelten Staatsbürgerschaft schuldig. Nach einer ersten Karriere als Balletttänzerin, die sie im Alter von 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen abbrechen muss, setzt sie es sich in den Kopf, eine Laufbahn als bildende Künstlerin einzuschlagen. Auf die St. Martin’s School of Art in London folgt die Staatliche Hochschule der Schönen Künste in Paris. Sie betreibt ihr Studium und folgt ihrer Bestimmung ohne Murren, zwischen Gelegenheitsjobs und Schulbank pendelnd. Ihre Entschlossenheit bleibt auch dem Schweizer Albert Siegenthaler, ihrem künftigen Ehemann, nicht verborgen. Das Paar lässt sich 1966 in der Schweiz nieder, in einem selbst errichteten Atelier, in dem White monumentale Werke hervorbringt, vorwiegend aus Cortenstahl. Gillian Whites Kunst ist geprägt von ihrer sorgfältigen und harten Arbeit, ob in Bezug auf die Symmetrie der Linien, die Einhaltung des Rhythmus oder aber die statische Schwere, die paradoxerweise in poetischen Werken voller Leichtigkeit und Harmonie mündet.