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NEW YORK – Die sogenannte Senior Supervisors Group, bestehend aus Aufsichtsbehörden von zehn Staaten, hat heute einen Bericht veröffentlicht: Darin werden die Fortschritte von Finanzinstituten bewertet bei der Entwicklung von Leitlinien zur Risikobereitschaft (sogenannten Risk Appetite Frameworks), beim Ausbau einer hoch entwickelten IT-Infrastruktur sowie bei der Fähigkeit, Daten unternehmensweit zu aggregieren.
Der Bericht mit dem Titel "Observations on Developments in Risk Appetite Frameworks and IT Infrastructures" kommt zum Schluss, dass die Banken bei der Entwicklung von Risk Appetite Frameworks zwar Fortschritte erzielt und über mehrere Jahre angelegte Projekte zur Optimierung der IT-Infrastruktur in die Wege geleitet haben, jedoch noch umfangreiche weitere Arbeiten zur Stärkung der bestehenden Massnahmen erforderlich sind. Insbesondere die Datenaggregation von Risikoinformationen stellt trotz ihrer entscheidenden Bedeutung für die strategische Planung, die Entscheidungsfindung und das Risikomanagement nach wie vor eine Herausforderung dar.
Im Bericht werden die Beobachtungen und Schlussfolgerungen von zwei Arbeitsgruppen der SSG zusammengefasst. So befragte die Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt Risikobereitschaft eine Reihe von Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitgliedern globaler Finanzinstitute, um die Fortschritte in Bezug auf Risikobereitschaftsaspekte einschätzen zu können. Die Arbeitsgruppe zur IT-Infrastruktur stütze sich hingegen weitgehend auf Beobachtungen, die aus der laufenden Überwachung der Banken stammen.
Dieser Bericht ist das Resultat der Zusammenarbeit von zwölf Aufsichtsbehörden aus zehn Ländern: Deutschland (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), Frankreich (Autorité de Contrôle Prudentiel), Grossbritannien (Financial Services Authority), Italien (Banca d’Italia), Japan (Financial Services Agency), Kanada (Office of the Superintendent of Financial Institutions), Niederlande (De Nederlandsche Bank), Schweiz (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht), Spanien (Banco de España) und Vereinigte Staaten (Office of the Comptroller of the Currency, Securities and Exchange Commission und Federal Reserve).
Die Untersuchungen der SSG wurden durchgeführt, um das Financial Stability Board bei seiner Aufgabe zu unterstützen, Schwachstellen im Finanzsystem anzugehen und die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu fördern.
Kontakt
Jack Gutt, Federal Reserve Bank of New York, (212) 720-6142, <email-pii>