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Zapfen,
[* 3] im Maschinenbau
Teile an
Wellen
[* 4] oder
Achsen, welche die
Bewegung derselben um ihre geometr.
Achse sichern. Zu diesem
Zwecke sind dieselben Rotationskörper, also derart gestaltet, daß jeder Querschnitt rechtwinklig zur Längenachse des
Zapfen eine
kreisrunde Form besitzt. Sie werden umfaßt von
Büchsen oder Lagerschalen, in denen sie sich drehen und
von deren Lager
[* 5] die
Welle oder
Achse getragen wird. Man unterscheidet
Tragzapfen und Stütz
zapfen, je nachdem die auf den
Zapfen wirkenden
Kräfte mehr seitlich und dabei rechtwinklig zur Drehungsachse, oder in der Längenrichtung des
Zapfen wirken.
Befindet sich der
Zapfen am Ende der
Welle, so nennt man ihn End
zapfen, im andern Fall Hals
zapfen, der zu
beiden Seiten von
Bunden (s.
Anlauf)
[* 6] begrenzt ist.
Halbzapfen heißt ein
Zapfen, der nicht eine volle
Drehung, sondern nur eine Oscillation
um einen gewissen Winkel
[* 7] sichern soll und deshalb nur zu einem
Teil als Cylinder ausgebildet ist.
Tragzapfen,
die zugleich End
zapfen sind, nennt man meist
Stirnzapfen, wogegen am Ende befindliche Stütz
zapfen als Spur
zapfen bezeichnet
werden. Ist der Druck auf die Flächeneinheit für gewöhnliche Stütz- oder Spur
zapfen zu groß, so wendet man Kammzapfen
an, bei denen der Druck durch eine Anzahl von
Ringen, die mit dem Zapfen ein
Stück bilden, aufgenommen und
auf das umschließende Lager übertragen wird. Sie finden bei Turbinenwellen und Schraubenschiffswellen Anwendung.
Gabelzapfen ist ein Zapfen, der zu beiden Seiten seiner Lauffläche verlängert ist und mit diesen Verlängerungen von einem gabelförmigen Konstruktionsteil umschlossen ist, z.B. ein Kreuzkopfzapfen an einer gegabelten Pleuelstange. [* 8] Der Kugelzapfen, dessen Lauffläche eine Kugelzone ist, läßt eine gewisse seitliche Beweglichkeit der Teile zu, weshalb er bisweilen als Kurbelzapfen vorkommt.
Zapfen ist auch ein Holzverband [* 9] (s. Verknüpfung der Hölzer).
|In der Botanik ist Zapfen (Strobilus oder Conus) eine Form der Ähre, bei der die Hauptachse, an der die Einzelblüten sitzen, holzig entwickelt ist.||(S. Tafel: Blütenstand, Fig. 10.)|
Über Zapfen (Schildzapfen) an Geschützrohren s. Geschütz.