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Das Berufungsgericht in Amsterdam hat entschieden: Die niederländische Regierung ist bekräftigt, die Anzahl der Flüge am Flughafen Schiphol zu reduzieren.
Im letzten Jahr führte der Flughafen Amsterdam Schiphol eine Passagierobergrenze ein, um das Chaos bei der Abfertigung zu reduzieren. In diesem Jahr sollte weiterhin daran festgehalten werden, doch fünf Fluggesellschaften, darunter KLM, leiteten rechtliche Schritte gegen den Beschluss ein. Nun wurde jedoch entschieden, dass die Passagierobergrenze rechtskräftig ist, wie Reuters berichtet.
Klage ohne Erfolg
Die Passagierobergrenze wurde im Juni 2022 aufgrund von Personalproblemen bei der Abfertigung der Passagiere eingeführt. Monatelang hatte der Flughafen Schiphol Schwierigkeiten, das Chaos in den Griff zu bekommen. Zahlreiche Verspätungen und Annullierungen waren die Folge. Die Kapazitätsobergrenze sollte im März dieses Jahres bereits wieder aufgehoben werden, doch die niederländische Regierung entschied sich für eine Verlängerung. Der Flughafenbetreiber Royal Schiphol Group ist zum grössten Teil im Besitz des niederländischen Staates. Um den Lärm und die Luftverschmutzung am Flughafen Schiphol zu reduzieren, sollen die jährlichen Flugbewegungen von 500.000 auf 460.000 bis September 2024 begrenzt werden. Gegen diesen Beschluss hatten mehrere Fluggesellschaften geklagt, allerdings ohne Erfolg. Am Freitag erklärte das Berufungsgericht in Amsterdam die Obergrenze für rechtskräftig.
Die Enttäuschung bei den Airlines ist gross, und das Urteil soll nun geprüft werden. Unter der Leitung von KLM hatten fünf Fluggesellschaften Klage gegen die Entscheidung der niederländischen Regierung eingereicht. Mithilfe von dem Branchenverband Airlines for Europa und der International Air Transport Association (IATA) sollte der Beschluss rückgängig gemacht werden. Eine Passagierobergrenze verringert die Anzahl an abgefertigten Flügen und könnte zu Verspätungen, auch aufgrund von verpassten Anschlüssen, führen. Darunter leidet nicht nur die Pünktlichkeit der Airlines, es entstehen auch zusätzliche Kosten, wenn Fluggäste aufgrund von verpassten Flügen untergebracht werden müssen. Die Fluggesellschaften argumentierten ausserdem damit, dass bereits milliardenschwere Investitionen getätigt wurden, um die Dekarbonisierungspläne der Regierung einzuhalten.
Fazit zur rechtskräftigen Passagierobergrenze am Flughafen Schiphol
Die Debatte um die Kapazitätsobergrenze am Flughafen Schiphol wurde zugunsten der niederländischen Regierung entschieden. Somit dürfen die Flugbewegungen weiterhin reduziert werden. Die Klage der Fluggesellschaften war damit erfolglos, allerdings soll das Urteil nun geprüft werden. Es wird sich zeigen, ob die Obergrenze ein Chaos am Flughafen in Amsterdam in diesem Sommer vermeiden wird.