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Präventive Massnahmen sind beispielsweise eine übersichtliche und transparente Gestaltung des öffentlichen Raums, eine gute nächtliche Beleuchtung oder die wahrnehmbare Anwesenheit von Menschen. Sie alle wirken durch die dadurch empfundene informelle soziale Kontrolle präventiv gegenüber unerwünschtem und illegalem Verhalten.
Die beste Prävention ist, möglichst keinen Abfall zu erzeugen. Dabei ist das Instrument «Pfand» differenziert zu beurteilen: An Veranstaltungen haben sich Pfandsysteme im Zusammenhang mit Mehrweg-Konzepten sehr bewährt. Für Gemeinden und Städte hat eine generelle Pfandeinführung aber Vor- und Nachteile.
Der Effekt von reduziertem Littering an Interventionsstandorten ist vor allem während der Dauer der Anwesenheit zu beobachten und bei Tageseinsätzen (z.B. Picknicken zur Mittagszeit) am stärksten. Geringere Effekte werden nachts erzielt, da Nachtschwärmer mit zunehmendem Alkoholisierungsgrad nicht mehr präventiv angesprochen werden können.
Interventionsteams können auch präventiv arbeiten, in dem sie Beziehungen zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufbauen, die sich nachts an Brennpunkten treffen. Die Einsatzkräfte können dabei auch die Funktion von Vertrauenspersonen einnehmen, was bei der Identifizierung besonders problematischer Personen wichtig ist. Im Gegensatz zu Raumpaten, deren Hauptaufgabe die Vorbildfunktion ist, können Interventionsteams und Sicherheitskräfte auch zu problematischen Zeiten wirksam sein. Als unbewaffnete Einsatzkräfte nehmen Interventionsteams mit ihrer Devise des achtungsvollen und positiven Umgangs mit der Bevölkerung eine ergänzende Funktion zur Polizei ein.
Der Broken-Window-Effekt ist ein Konzept, das beschreibt, wie relativ harmlose Beschädigungen oder Verschmutzungen (z.B. ein zerbrochenes Fenster in einem leerstehenden Haus) die Wahrscheinlichkeit für weitere Verschmutzungen und Schäden erhöhen. Es geht auf Experimente in amerikanischen Vorstädten zurück und geht davon aus, dass der Effekt zur völligen Verwahrlosung von Stadtteilen führen kann. Auf Littering-Situationen umgemünzt bedeutet dies, dass wirksame Prävention auch daraus besteht, kleine Verschmutzungen möglichst bald zu beseitigen. Tatsächlich ist erwiesen, dass Littering auf verschmutzen Plätzen eher auftritt als auf sauberen. Am Boden liegender Abfall senkt die Hemmschwelle für weiteres Littering, und ist ein gewisser Verschmutzungsgrad erreicht, littern auch solche, die sich in der Regel korrekt verhalten. Dies, da herumliegender Abfall suggeriert, dass Littering normal ist und gesellschaftlich toleriert wird. Eine zentrale Vorbedingung für den Broken-Window-Effekt ist die Anonymität. Ist diese hoch (nachts oder in grossen Menschenmengen), genügen schon kleine Anzeichen von Verschmutzungen, um den Broken-Window-Effekt eintreten zu lassen.