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Rinpoches VisionZur Zeit, als Buddha Shakyamuni auf Erden weilte, erlangten viele seiner Schüler die Erleuchtung. Sie überwanden alle ihre Verdunklungen und wurden deshalb Feindüberwinder, Arhats genannt. Sie bilden eine Gruppe von sechzehn erleuchteten Meistern, bekannt als die Sechzehn Arhats.
Als Bodhisattvas gelobten sie nicht ins Nirvana einzugehen, sondern zum Wohle der fühlenden Wesen zu wirken. So zogen sie aus, in alle Himmelsrichtungen um die Lehre zu verbreiten.
Der 16. Arhat, Abheda, oder tibetisch, Michedpa, wandte sich nach Nordosten in die Berge des Himalaya. Zum Abschied überreichte im der Buddha einen Chörten, den er fortan als Symbol bei sich trägt.
In einer viel späteren Zeit, etwa im 18.Jahrhundert, erreichte ein wandernder Mönch das Kloster Samdup, im unteren Gerölltal im Nordosten. Er war ein Meister des Chöd und wurde vom Tulku des Klosters, eingeladen zu bleiben und zu lehren. Er blieb bis zu seinem Lebensende im Kloster Samdup. Nach seinem Hinscheiden wurde seine Wiedergeburt gefunden und im Kloster eingesetzt und begründete die Linie der Lodrö Tulku. Die Tulkus dieser Linie gelten als Manifestationen des Arhat Michepa.
Der gegenwärtige Lodrö Rinpoche weilt heute in der Schweiz und studiert, lehrt und praktiziert wie seine Vorgänger die Praxis des Chöd
Lama Lodrö Rinpoches Vision ist es, ein Zentrum zu gründen, ein Haus in den Bergen, in dem seine Lehren, vor allem die Lehre des Chöd, an Interessierte zugänglich gemacht werden können. Das neue Chöd- und Meditationszentrum Ganden Chökhor in Churwalden in den Schweizer Bergen erfüllt diesen Traum. Es wurde ein Ort für Studium und Praxis des tibetischen Buddhismus.
Nach der Renovation finden hier, im Sommer 2010 die ersten Kurse unter Lama Lodrö Rinpoches Leitung statt. Zur Praxis und Theorie des Chöd lehrt er in Deutsch, Englisch und Tibetisch. Das Gelernte kann dann unter fachkundiger Leitung, in Einzel- und Gruppenretreats vertieft werden.