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Drogenrausch, Techno und Berlin. Das ist alles, was Held, wie der Ich-Erzähler von «Ultraviolett» heisst, meint zu brauchen, um seinem alten Leben und den Geistern zu entkommen. Jedoch kommt es wie es kommen muss und es holt ihn alles wieder ein:
In Berlin ist Held seit neun Jahren und kommt mit dem Schreiben einer Kolumne und etwas Plakatieren über die Runden. Seine Geister, welche ihn in seiner Kindheit und Jugend in der Schweiz geplagt haben, lassen ihn hier in Ruhe. Durch das Verschwinden seines besten Freundes und das Auftauchen von Mira - sie ist ebenfalls eine Schweizerin, die es nach Berlin gezogen hat - kommen die bösen Gedanken und Gefühle jedoch wieder hoch.
So beginnt Held nach einem knappen Jahrzehnt damit, sich endlich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Er versucht herauszufinden, welche Rollen seine Mutter und sein Vater spielten und spielen. Es kommen Fragen auf wie, warum seine Eltern so geworden sind wie sie sind, weshalb sie gemacht haben, was sie gemacht haben, und welche Auswirkung es auf ihn hat.
Die ganze Geschichte ist verpackt in drei Briefe, die Held an seinen besten Freund Eule, an Mira und an sich selbst schreibt. Reflektiert und gefühlvoll kommt alles zusammen, bis alle Heldinnen und Helden des Buches in die ultraviolette Nacht tanzen. Mit etwas mehr Verständnis für sich und alles um sie herum.
Dshamilja Walde