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Novartis Campus – Fabrikstrasse 4
Mit dem Buch «Novartis Campus – SANAA» setzen wir die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Architekturmuseum (AM) in Basel fort. Das AM begleitet jeweils mit einer Ausstellung die Bauten des neu entstehenden «Novartis Campus» in Basel. Die Novartis, ein weltweit führender Pharma-Konzern mit Haupsitz in Basel, lässt seinen in den nächsten Jahren erstehenden Campus von herausragenden, international renommierten Architekturbüros nach einem Masterplan von Vittorio Magnago Lampugnani bauen. Den ersten Bau haben wir mit dem Buch «Novartis Campus - Forum 3» bereits dokumentiert; das Buch über das Visitor-, Büro- und Auditorium-Center von Peter Märkli erscheint Mitte August 2006.
Das in Tokio unter dem gemeinsamen Büronamen SANAA tätige Architektenteam Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa zählen derzeit zu den international meist-beachteten Baukünstlern Japans. Bevor sich Kazuyo Sejima 1987 in Tokio selbständig machte, war sie im Büro des einflussreichen japanischen Architekten Toyo Ito tätig. Ihr heutiger Partner Nishizawa arbeitete nach seinem Studium 1990 zuerst als Angestellter von Sejima. Gemeinsam gründeten sie dann 1995 das Büro Sanaa, das schnell internationale Beachtung fand. Hier entwerfen die beiden Partner ihre grösseren Projekte.
Neben dem gemeinsamen Architekturbüro besitzen Sejima und Nishizawa aber weiterhin auch eigene Studios, wo sie kleinere Projekte bearbeiten. Ihr erstes gemeinsames Bauwerk war das Museum «O» in den Bergen bei Nagano (1996). Das reduzierte, elegant auf Stützen schwebende Gebäude ist aussen vollkommen verglast, wobei die transparente Hülle mit einem abstrakten Muster bedruckt ist, das sich auf die umliegenden Bambuswälder bezieht. Als bis anhin wichtigstes Bauwerk von Sanaa gilt das unlängst eröffnete Museum für zeitgenössische Kunst in Kanazawa.
Auf dem Novartis-Campus in Basel werden sie in diesem Jahr ein schmales, verglastes Bürogebäude mit einem parkartigen Innenhof fertigstellen. Die nur 5,5 Meter breiten Büroräume sind frei unterteilbar und bieten allen Angestellten einen Arbeitsplatz in Fensternähe. Dank den völlig transparenten Glasfassaden kommen die Geschossplatten als strukturierende Elemente des eleganten Baus voll zur Geltung.
(Text: Auszüge aus einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 6.1.2006)
Textbeiträge: Ulrike Jehle-Schulte Strathaus, Aaron Betsky, Moritz Küng, Valerio Olgiati, SANAA, Nicole Berganski, Sam Chermayeff, Isao Shinohara.
Fotografien: Walter Niedermayr, SANAA.