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In der Ukraine sind bei einer Explosion an einem Kontrollposten nahe Odessa am Schwarzen Meer sieben Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz sei am frühen Morgen detoniert, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Proukrainische Aktivisten hätten den Posten errichtet.
Einwohner der Hafenstadt versuchen, mit solchen Kontrollstellen zu verhindern, dass prorussische Separatisten aus der benachbarten Region Transnistrien in die Ukraine eindringen. Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf Augenzeugen, eine Bombe sei aus einem vorbeifahrenden Auto aus auf den Posten geschleudert worden.
In Transnistrien, das sich Anfang der 1990er Jahre von der Republik Moldau losgesagt hat, sind russische Soldaten stationiert, die unter anderem ein Waffenlager aus der Zeit der Sowjetunion bewachen. Die NATO hat unlängst gewarnt, Russland könne nach der Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim nun auch nach Transnistrien greifen.
Angesichts der Ukraine-Krise hat die US-Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Russlands um eine Stufe gesenkt. Die Bonität werde nun mit BBB- bewertet, teilte die Ratingagentur am Freitag mit. Das ist eine Stufe über Ramschniveau.
Standard & Poor's begründete den Schritt mit dem enormen Kapitalabfluss aus Russland im ersten Quartal des Jahres 2014. Hintergrund sei die unsichere Lage angesichts der Spannungen mit dem Nachbarland Ukraine. Die «angespannte geopolitische Lage zwischen Russland und der Ukraine» könne nun einen zusätzlichen Abzug ausländischen Kapitals bedeuten, erklärte das Unternehmen.
Sollte Russland mit weiteren Sanktionen belegt werden, sei eine erneute Herabstufung der Kreditwürdigkeit ebenfalls möglich, hiess es. Wegen der Ukraine-Krise haben die USA und die EU bereits erste Sanktionen gegen Russland verhängt. (sda)