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Die ersten St. Anna-Schwestern Elisabeth Affentranger, M. Francisca Feer, Katharina Müller und Marie Wicki wurden von Frau Mutter Emilie Dormann 1927 nach Indien entsandt – damals und bis 1947 eine britische Kolonie. Die vier mutigen, beherzten Frauen waren unter 60 Freiwilligen ausgewählt worden und stiegen am 7. Dezember im südfranzösischen Hafen Marseille in jenes Schiff, das sie nach Madras bringen würde. Drei Wochen dauerte die zum Teil stürmische Fahrt, gefolgt von der Weiterreise per Eisenbahn. Der Grundstein für die Mission war gelegt.
1930 verfügten die Schwestern in Bheemunipatnam im Bundesstaat Andhra Pradesh an der Ostküste über ihr erstes regionales Mutterhaus. 1939 meldeten sich die ersten Inderinnen, die der Gemeinschaft beitreten wollten, ein Jahr später konnte trotz des Zweiten Weltkriegs in Vijayawada ein Spital eröffnet werden, das heute mit 400 Betten das grösste Krankenhaus der St. Anna-Gemeinschaft in Indien ist. 1975 zählte die Gemeinschaft in Indien erstmals mehr Schwestern als in der Schweiz.
Heute engagieren sich in Indien über 800 Schwestern in 117 Kommunitäten. In 74 Schulen werden fast 51'000 Schülerinnen und Studenten ausgebildet. In 16 Spitälern, Heimen und anderen spezialisierten Einrichtungen werden Hunderte Menschen betreut und gepflegt. Kindertagesstätten, Frauenhäuser und Dorfentwicklungsprogramme ergänzen als Sozialapostolat das Bildungs- und das Gesundheitsapostolat.
Die Schwerpunkte der Arbeit auf dem Subkontinent liegen an der Ostküste und im Süden. Im Nordosten Indiens sind in den letzten Jahren Niederlassungen entstanden. Die indischen St. Anna-Schwestern arbeiten mit 30 Partnerorganisationen zusammen, stehen im Dialog mit anderen Religionen und Konfessionen und sind entsprechend gut vernetzt. Der Grossteil der Leistungsempfängerinnen und -empfänger in Indien gehört nicht der christlichen Religion an.
Bilderausstellung über die Mission St. Anna
Besuch Sie unsere Bilderausstellung über die Mission. Sie ist vom 30. November bis 11. Dezember 2017 in den Fluren der Hirslanden-Klinik St. Anna und des Gemeinschaftszentrums der St. Anna Stiftung zu sehen (jeweils 9 bis 18.30 Uhr). Die Bilder zeigen Impressionen des Wirkens in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales.
Spenden für die Mission: Postkonto: 60-19328-0 / IBAN: CH 75 0900 0000 6001 9328 0 Herzlichen Dank!