Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03467.jsonl.gz/1232

18.00 Uhr: Glockenläuten
18.30 Uhr: Bibliolog
Eine Geschichte der Bibel erleben und mitten in der Geschichte und ein Teil davon sein. Die Geschichte mit neuen Augen sehen.
19.30 bis ca. 21.15 Uhr
Orgeltänze – Rhythmische Lieder – Hip Hop Tanz
Orgeltänze haben eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert veröffentlichte z. B. Girolamo Frescobaldi Tanzsätze für Orgel (Balletto, Cappriccio, Corrente, Galliarda). Auch in den Klöstern der Barockzeit entstand Orgel-Tanzmusik, die allerdings selten aufgeschrieben wurde.
Auf Hausorgeln wurden schon im 17. und 18. Jahrhundert Walzer, Polkas und allerlei höfische Tänze gespielt, berühmt sind die überlieferten Tänze aus dem Toggenburg. Um 1850 wurde die Musik der Oper, der Blaskapellen und des Salons auch auf der Kirchenorgel gespielt, vor allem in Frankreich und Norditalien. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Rückbesinnung auf traditionelle Kirchenmusik statt und die «feierliche Fröhlichkeit» erklang in der Kirche immer seltener.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden ausserhalb der Kirchen vermehrt Orgeln mit neuen musikalischen Möglichkeiten gebaut. In der Stummfilmzeit standen elektro-pneumatische Kinoorgeln im Einsatz, ab 1940 fanden die elektromechanischen Hammond-Orgeln eine weite Verbreitung in der Rock-, Jazz- und Gospel-Musik. Auf diesen kompakten Instrumenten konnte die Musik der Salonorchester und der Jazz-Bands einfacher wiedergegeben werden als auf den grossen Kirchenorgeln.
Mit dem Aufkommen der christlichen Pop- und Rockmusik wurden auch die Kirchenorgeln wieder vermehrt für rhythmische Musik eingesetzt. Ebenso erlebte die volkstümliche Orgelmusik in den letzten Jahren einen Aufschwung. Der Orgeltanz fand damit den Weg zurück in die Kirche.
Orgeltänze im Stile der Salonmusik
- Boléro de concert op. 166
- Tango
- Foxtrott
Lefébure-Wély war in der Zeit um 1850 ein sehr populärer Organist in Paris, der Boléro de concert gehört zu seinen berühmtesten Kompositionen. Margaretha Christina de Jong ist Organistin an der Nieuwe Kerk in Middelburg, Niederlande. Tango und Foxtrott erschienen zusammen mit fünf weiteren Tänzen im Jahr 2014.
Orgeltänze im Jazz-Stil
- Intrada in Jazz
- In my Hand, Lord (Latin)
- Dance with me (Kletzmer)
- Stompin’
- Swing
Intrada in Jazz und In my Hand, Lord sind Stücke von Johannes Matthias Michel aus dem Swing- und Jazz-Orgelbüchlein 1997. Stompin’, Dance with me und Swing stammen von Michael Schütz aus den 20 Pop-Stücken für Orgel 2008. Beide deutschen Kirchenmusiker widmen sich nebst den traditionellen Musikstilen intensiv der Popularmusik und dem Jazz.
Volkstümliche Orgeltänze
von Maja Bösch
- Zringelum
- De Lismer
- Fidle und pfiife
- Lueg ufe und säg dankä
- Gruess i d’Berge
Maja Bösch-Schildknecht wurde in Lichtensteig geboren. Sie ist Hauptorganistin in St. Maria Neudorf, St. Gallen und Leiterin verschiedener Chorprojekte. Die fünf Tänze sind ihrem dritten Heft von Orgeltänzen entnommen (2017).
Hans Egg, Orgel
Kirchenchor Rothrist
Stepintimes Hip Hop und Streetdance
Franco Pedrotti, Moderation
Ab ca. 21.45 Uhr
Ein geistliches und spirituelles Programm für verschiedene Sinne für alle Interessierten, für Neugierige, Zweifler, Gläubige, Ungläubige, Skeptiker, Suchende … Hier kann gehört, geredet, erzählt, nachgedacht, geschwiegen werden. Oder es können auch nur die Stille und der Kirchenraum genossen und erlebt werden.