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Theologische Fakultät, Prof. Dr. Sonja Ammann, Dr. Nesina Grütter, Prof. Dr. Hanna Jenn
Alttestamentlich-Semitistisches Kolloquium FS19 - ein Rückblick
Den Auftakt bildete am 29. März die Eröffnung des Projekts «Transforming Memories of Collective Violence in the Hebrew Bible» mit einem Festvortrag von Prof. Sylvie Honigman aus Tel Aviv. Im April feierten wir mit einem zweitägigen Symposium und rund 100 Gästen den 60. Geburtstag von Prof. Hanna Jenni (siehe dazu separaten Eintrag im Veranstaltungsarchiv). Im Mai besuchte uns Dr. Paul Michael Kurtz aus Cambridge/Queen’s College und hielt einen Vortrag über die «Entdeckung» hellenistisch-jüdischer Schriftsteller im 19. Jahrhundert. Anhand von Jacob Bernays Arbeiten über Pseudo-Phokylides und Jakob Freudenthals Forschungen über (Pseudo-)Eupolemus zeigte er auf, wie die Debatten über das hellenistische Judentum eng mit zeitgenössischen Fragen jüdischer Identität und Praxis zusammenhingen. Der letzte Vortrag des Semesters fand in der Woche nach Semesterende im Rahmen des Sommerkurses «Judeans in Babylonia» (siehe separater Rückblick) statt. Dr. Tero Alstola von der Universität Helsinki erläuterte anhand biblischer Texte, archäologischer Befunde, babylonischer Dokumente und möglicher Parallelen die Möglichkeit einer Rückwanderung deportierter Judäer aus dem babylonischen Exil. Wenn mit einer Rückkehr von Judäern aus Babylonien zu rechnen ist, so sein Fazit, dann nur in kleinen Gruppen aus bestimmten Milieus.
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