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Die Schweizer Spielbankenbranche floriert, obwohl sich die grossen Ertragssprünge der Anfangsjahre nicht mehr erreichen lassen. Die Erhöhung der Abgaben und ein drohendes generelles Rauchverbot stellen die Casinos jedoch vor Probleme.
Die Schweizer Spielbanken erwirtschafteten im Jahr 2006 einen Bruttospielertrag von 955 Millionen Franken, was einer Zunahme von fast 9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf dem Bruttospielertrag erhoben Bund und Kantone Abgaben von insgesamt 495 Millionen Franken, dies neben den ordentlichen Kapital- und Gewinnsteuern. Der Ertrag stammt zu 78% von Glücksspielautomaten und nur zu 22% von Tischspielen. Die Betriebe verzeichnen pro Jahr rund 5 Millionen Besucher und beschäftigen 2600 Angestellte.
Die Sozialkonzepte greifen. Letztes Jahr verhängten die Casinos 3400 neue nationale Spielsperren. Bei 79% handelte es sich um freiwillige, bei 21% um angeordnete Sperren. Zur Zeit gilt für über 16'000 Personen eine Spielsperre.
Im Bericht der eidgenössischen Spielbankenkommission zur Casinolandschaft Schweiz wird eine Erhöhung der Abgaben angekündigt. Da der geltende Steuersatz der Spielbankenabgabe progressiv ausgestaltet ist, führten alleine schon die Umsatzsteigerungen der letzten Jahre zu höheren Abgaben. Der Schweizer Casino-Verband wehrt sich deshalb gegen weitere gewinn- und investitionshemmende Erhöhungen und fordert sogar Erleichterungen, um Anreize für zusätzliche Investitionen zu schaffen.
Die Casinos wären von einem Rauchverbot stark betroffen: Erhebungen haben ergeben, dass mehr als die Hälfte der Casinogäste Raucher sind. Die Casinos fordern eine praktikable, landesweite Lösung, die gut belüftete Raucherräume sowie klar deklarierte Raucherbetriebe weiterhin möglich macht.