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Wörtliche Zitate und inhaltliche Übernahmen aus anderen Texten müssen Sie in Ihrer (wissenschaftlichen) Arbeit eindeutig kennzeichnen und alle verwendeten Quellen am Schluss in einem alphabetischen Literaturverzeichnis auflisten. So verlangen es die Spielregeln des wissenschaftlichen Schreibens.
An der PH Zürich ist hierfür das Chicago Manual of Style (nach dem Autor-Jahr-System) massgebend. Ähnlich wie der Duden für Rechtschreibung und Grammatik sollen die formalen Vorgaben des CMoS sicherstellen, dass die Informationen vollständig, korrekt und einheitlich wiedergegeben werden.
Als Ergänzung zu den Ausführungen auf der Zitierseite im Studiweb und dem «A–Z des wissenschaftlichen Schreibens» haben wir nun einen einfachen Zitierkompass mit typischen Beispielen erstellt (den Sie hier herunterladen können).
Die Navigation ist denkbar einfach.
Jede «zitierfähige» Quelle – ob Buch, Zeitungsartikel, Filmbeitrag oder Internetseite – lässt sich in einem ersten Schritt als selbständige oder unselbständige Veröffentlichung kategorisieren. Anschliessend muss dann nur noch entschieden werden, ob es sich bei einer selbständigen Publikation um ein Einzelwerk (eines oder mehrerer Autoren/-innen) oder um einen Sammelband (mit Herausgeberschaft) handelt.
Analog lässt sich bei den unselbständigen Quellen einerseits zwischen Artikeln aus Fachzeitschriften, Zeitungen, dem Internet etc. oder andererseits Beiträgen aus einem Sammelband unterscheiden.
Für jede der vier Möglichkeiten führt der Zitierkompass eine kleine Checkliste mit den erforderlichen Angaben sowie typische Einträge mit den entsprechenden Kurzbelegen auf. Wenn Sie sich an diesen Musterbeispielen orientieren, sind Sie auf der sicheren Seite.
4 Gedanken zu „Ein Kompass fürs Zitieren (Q&A #15)“
Guten Tag
Ich habe eine Frage bezüglich der Kurzbelege im Text. Ist das richtig, dass wenn ich lediglich einen Satz aus einer Quelle paraphrasiere oder zitiere, dass der Kurzbeleg dann vor dem Punkt ist und bei mehreren Sätzen nach dem Punkt?
Z.B.
Die Kommunikation durch Literatur ist einseitig, da der Autor (fast) nie eine Antwort vom Adressaten erhält, ausser bei Autorenlesungen (Thiele und Doonan 2000, 36).
Die Kommunikation innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur ist nicht nur einseitig, sondern auch asymmetrisch, da zwischen dem Autor eines Kinderbuches und seinen jungen Adressaten meist ein erwachsener Vermittler (z.B. Lehrer*in, Erzieher*in, Eltern, usw.) steht. Es sind also immer zwei Adressaten vorhanden, ein primärer (Kind) und ein sekundärer (Erwachsener). (Weinkauff und Glasenapp 2018, 170)
Besten Dank für Ihre Hilfe!
Ich empfehle, den Punkt nach dem Kurzbeleg zu machen, damit die Klammer nicht zwischen zwei Sätzen schwebt. Das ist also eher ein Frage der Grammatik als des korrekten Zitierens. Häufig besteht ein Satz aus drei Elementen: 1) Anmoderation (z.B. Soundso argumentiert in ihrer Studie XY, dass …), 2) Zitat bzw. Paraphrase und am Schluss 3) Kurzbeleg in Klammern.
Guten Tag
Wie sieht der Kurzbeleg aus, wenn ein Autor einen anderen Autor paraphrasiert? Als Beispiel nehme ich einen Artikel von Kathrin Krammer in einer Zeitschrift.
Prominente Beispiele für Weiterbildungsprojekte mit eigenen Videos sind die Video-Clubs (Sherin & van Es, 2009 zit. in Krammer 2014) und der “Problem Solving Cycle” (PSC) (Borko, Jacobs, Eiteljörg & Pittmann, 2008, zit. in Krammer 2014)
Danke für die Hilfe
Beispiele für solche Sekundärzitate finden Sie hier im «A–Z des wissenschaftlichen Schreiben»: stud.phzh.ch/zitieren/az#sekundarzitate
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