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Produktionsausfälle nach den Erdbeben von Kumamoto haben die japanischen Exporte im Mai stark schrumpfen lassen. Sie fielen um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Das war der kräftigste Rückgang seit vier Monaten. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 10,4 Prozent gerechnet. Experten führten das schwache Abschneiden auf Unterbrechungen in den Lieferketten infolge der Erdbebenserie von April in der Industrieregion Kumamoto zurück. Dort werden beispielsweise Autoteile und Elektronik hergestellt.
Auch die schwache Nachfrage in wichtigen Abnehmerländern setzte den Unternehmen zu. So fielen die Exporte zum wichtigsten Handelspartner China um 14,9 Prozent, die in die USA um 10,7 Prozent. Die Lieferungen in die Europäische Union sanken um 4,0 Prozent. "Von Juli bis September dürfte es zu einer Belebung der Exporte kommen", sagte Ökonom Hiroaki Muto vom Institut Tokai Tokyo Research Center. "Wir befinden uns nicht in einer Rezession."
Ein weiterer Anstieg des Yen könnte allerdings ein Problem werden, werden dadurch doch japanische Waren auf den Weltmärkten teurer. Der Yen hat seit Jahresbeginn um rund 15 Prozent zum US-Dollar aufgewertet, weil die US-Notenbank ihre Zinsen nicht so zügig anhebt wie zunächst erwartet.
(Reuters)