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Trotz zeitweise beeindruckendem Tennis hat Roger Federer am Sonntagabend den Final in Indian Wells gegen Novak Djokovic im Tie-Break des dritten Satzes verloren. Federer verpasste zwar seinen 79. Turniersieg auf der ATP-Tour, er rückt aber in der Weltrangliste wieder von Platz 8 auf 5 vor.
Roger Federer stand seinem ersten Masters-1000-Titel seit August 2012 nahe. Der Baselbieter spielte hervorragend, führte rasch 3:0 und gewann den ersten Satz ohne ins Zittern zu geraten. Auch in der Folge spielte er sehr gut, nur leistete Djokovic immer mehr Widerstand und steigerte sich vor allem beim Returnspiel markant.
Zwar konnte sich Federer im dritten und entscheidenden Satz noch ins Tie-Break retten, doch dort behielt Djokovic mit 7:3 die Oberhand. Am Ende hiess es: 3:6, 6:3, 7:6 (7:3) aus Sicht Djokovics. Wie eng das Spiel war, zeigt die Matchstatistik: In den 132 Minuten machte Djokovic 99 Punkte, Federer deren 98.
«Am Ende hätte ich gerne einige Punkte mehr gewonnen, aber Djokovic hat mir das verunmöglicht», sagte Federer nach dem Spiel.
In seiner Analyse an der Pressekonferenz verwies Federer auf den Wind, mit dem beide Spieler zu kämpfen gehabt hätten. Der Rückenwind habe ihm geholfen, im dritten Satz das Break zu holen, das ihn ins Tie-Break rettete, sagte er. Dort habe der Wind dann aber eher Djokovic unterstützt.
Djokovic habe gut gespielt, sagte Federer weiter. «Er sorgte dafür, dass der Ball im Spiel blieb und ich habe wohl einige Fehler zu viel gemacht, als es darauf ankam.» Mit dem Turnier zeigte er sich aber zufrieden: «Insgesamt war es eine gute Leistung».
Für den Weltranglistenzweiten Djokovic war es der 42. Titel, womit der Serbe im All-Time-Ranking den Schweden Stefan Edberg - Federers aktueller Coach - verdrängte und neu alleine den 14. Platz belegt. Im direkten Duell mit Federer liegt Djokovic neu einen Sieg hinter Federer (16:17).
Djokovic sprach von einem «unglaublichen» und «unglaublich schwierigen» Spiel, wie immer gegen Federer. Djokovic zeigte sich stolz über seine Leistung im Turnier. Dass er zweimal nach einem Satzverlust zurückgekommen sei, habe ihm viel Selbstvertrauen gegeben.
Trotz der ersten Niederlage nach zuletzt elf Siegen in Folge hat Federer in Indian Wells eindrücklich gezeigt, dass mit ihm in diesem Jahr jederzeit zu rechnen ist. Mit seiner Spielweise hat Federer viele Beobachter beeindruckt.
Federer wird in der Weltrangliste nach der Finalniederlage auf Platz 5 vorstossen. Im Jahresranking liegt er unmittelbar hinter dem Australian-Open-Sieger Stanislas Wawrinka sogar auf dem zweiten Platz.
Als nächstes steht das Turnier in Miami an, an dem Federer im Ranking weiter vorrücken könnte. Eine italienische «Fast-Journalistin» (Eigendefinition) berichtet von der Pressekonferenz, dass Federer seine Anwesenheit noch nicht zu 100 Prozent bestätigen wollte. Immerhin: Er werde aber noch am Abend nach Florida fliegen. (trs)
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Mit Material der Nachrichtenagentur si.