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Ernte- & Marktsituation Aprikosen KW 27
Aprikosen
Die extrem hohen Temperaturen im Wallis haben den Start der Aprikosenernte stark beeinträchtigt. Die heisse Witterung blockiert die Reifung der Früchte, einige Früchte weisen Sonnen-brandschäden auf und die Obstkulturen leiden unter diesem Hitzeschock. Der Rückstand bei der Ernte wird auf eine Woche bis 10 Tage geschätzt. Die Tallagen sind stärker betroffen als die Hang-gebiete, wo die Reife weitergeht. Der Unterschied zwischen Tal und Hang nimmt ab und die Ernte wird wahrscheinlich zur gleichen Zeit stattfinden. Der Gesundheitszustand ist für alle Kulturen gut. Letzte Woche wurden 65.2 Tonnen geerntet.
Die Menge der gepflückten Aprikosen lag deutlich unter der 220 t der Wochenprognose. Die Prognose für die Kalenderwoche 27, überprüft und korrigiert, erreicht gesamtschweizerisch 300 t. Die Menge der ab dem 2. Juli geernteten Aprikosen beträgt 115.5 t.
Martigny-Coude du Rhône: die Ernte erfolgt unter schwierigen Bedingungen, die häufigere Pflückgänge sind notwendig. Die Ernte der sehr frühen Sorten ist abgeschlossen; die Ernte geht mit den Sorten Flopria und Pink Cot weiter und die Erntemengen dürften am Wochenende deutlich steigen. Die Qualität ist gut.
Charrat und Umgebung: Die Ernte der saisonalen Sorten erfolgt mit Orangered, Colorado, Mambo. Grössere Mengen werden nächste Woche erwartet.
Saxon: Derzeit liegen die Mengen aufgrund der klimatischen Bedingungen unter den Erwartungen.
Aproz, Fey und Salins: die Ernte der sehr frühen Sorten ist abgeschlossen. Es geht weiter mit den Sorten Lilly Cot, Flopria, Colorado und Samurai. In den Hanggebieten ist die Ernteverzögerung weniger bedeutend als in den Talkulturen.
Marktsituation
Der Markt ist zu Beginn der Saison schwierig, da die einheimische Aprikose fehlt, während die Aktivitäten an der Verkaufsfront im Hinblick auf die Planung der Ernte organisiert wurden. Die Bestellungen werden reduziert oder sogar annulliert, was die Versorgung des Marktes sehr schwierig macht und zu Umsatzeinbussen führt. Der Umsatz bleibt gut, aber leider mit importierten Früchten.
Importregelung
Die freie Importphase wurde bis zum 2. Juli verlängert. Vom 3. bis 9. Juli wurden ein Importkontingent von 250 t und zusätzlich ein Importkontingent von 750 Tonnen zugeteilt, um die Inlandversorgung sicherzustellen, während auf die einheimische Aprikose gewartet wird. Die Situation wird am Montag, den 8. Juli, erneut überprüft, um über eine weitere Regulierung zur Sicherstellung der Marktversorgung zu entscheiden.
Ernteverlauf