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Dufry vereinfacht den Aufbau und teilt die regionalen Einheiten neu in vier anstatt wie bisher in fünf Divisionen ein. Dazu legt der Konzern die heutigen Bereiche Südeuropa und Afrika sowie Grossbritannien und Zentraleuropa neu in der Division "Europa&Afrika" zusammen. Die Leitung des Geschäfts übernimmt Eugenio Andrades.
Pedro Castro Benitez und Fred Creighton, die bislang für die beiden zusammengelegten Einheiten verantwortlich waren, werden die jeweiligen Regionen weiterhin führen und an Andrades berichten. Die restlichen drei Divisionen - es sind dies "Osteuropa, Mittlerer Osten, Asien&Australien" sowie "Lateinamerika" und "Nordamerika" - bleiben bestehen.
Die vereinfachte Geschäftsstruktur soll es Dufry erlauben, agiler am Markt aufzutreten und Kosten insbesondere am Hauptsitz einzusparen. Gleichzeitig werde man ins Verkaufspersonal und das digitale Projekt E-Motion investieren.
Neuer Finanzchef
In der Geschäftsleitung gibt es eine Reihe von Veränderungen: So tritt der Finanzchef Andreas Schneiter per Ende März zurück. Er tue dies aus persönlichen Gründen, hiess es. Schneiter arbeitet bereits seit 2003 in verschiedenen leitenden Funktionen für Dufry.
Für Schneiter rückt Yves Gerster nach, der das Unternehmen ebenso bestens kennt und seit 2006 für Dufry im Bereich der Finanzen tätig ist. Darüber hinaus werden neu alle Divisionsleiter in die Geschäftsleitung aufgenommen. Nebst Andrades sind das Andrea Belardini (Leiter "Osteuropa, Mittlerer Osten, Asien&Australien"), Rene Riedi ("Lateinamerika") und Roger Fordyce ("Nordamerika").
Zukäufe geplant
Weiter will Dufry die solide Finanzlage des Unternehmens auch dazu nutzen, im laufenden Jahr kleinere und mittlere Unternehmen zuzukaufen. Es sollen dabei leicht integrierbare Firmen übernommen werden, lautet die Devise. Und man werde weiterhin Kapital über Dividendenzahlungen an die Aktionäre zurückführen, verspricht das Unternehmen.
Dufry wird die Geschäftszahlen für 2018 Mitte März vorlegen. Zuletzt ist das Wachstum ins Stocken geraten, in den Monaten Januar bis September nahm der Umsatz noch um 3,3 Prozent auf 6,56 Milliarden Franken zu. Währungsschwächen in den wichtigen Märkten Brasilien und Argentinien sowie abflauende Touristenströme in Spanien haben im dritten Quartal für deutliche Bremsspuren gesorgt.
mk/tt
(AWP)