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Eine Prognose für die Playoff-Viertelfinals in der Swiss League
Die Regular Season in der Swiss League ist gespielt, die Playoff-Paarungen stehen. Wir haben die Spieldaten zusammengefasst und machen eine kurze Vorschau für die Viertelfinals.
Wann wird gespielt?
Für alle, die sich die Playoff-Viertelfinal Termine schon einmal in den Kalender eintragen wollen, so dass die Frau zu Hause nicht plötzlich alleine dasteht, hier sind sie:
Freitag, 22. Februar, 19:45
Sonntag, 24 Februar, 17:30
Mittwoch, 27. Februar, 19:45
Freitag, 1. März, 19:45
Sonntag, 3. März, 17:30
Mittwoch, 6. März, 19:45
Freitag, 8. März, 19:45
Das sind die Paarungen:
HC La Chaux-de-Fonds (1.) - EVZ Academy (8.)
Der HC La Chaux-de-Fonds hat in den letzten zwei Spielen noch den HC Ajoie überholt und erstmals seit der Saison 2010/11 wieder die Regular Season gewonnen. Die Neuenburger haben die ganze Saison hinweg an der Spitze mitgespielt und stehen mit 90 Punkten auf Platz 1. Rapperswil holte in der vergangenen Saison 107 Punkte und stieg schliesslich verdient auf.
Auch die EVZ Academy hat am letzten Spieltag noch einen Platz gut gemacht und sich somit wie schon letztes Jahr als Achter und Letzter für die Playoffs qualifiziert. Die Angelegenheit scheint klar zu sein. Alles andere als ein 4:0 in der Serie wäre für die Innerschweizer ein Erfolg. In dieser Saison waren sie gegen La Chaux-de-Fonds nur einmal nahe am Sieg und verloren erst im Penaltyschiessen.
Prognose: 4:0 für La Chaux-de-Fonds
Der HC La Chaux-de-Fonds sticht weder in der Offensive noch in der Defensive besonders heraus. Doch das Gesamtpacket stimmt. (TOPpictures/Michael Walch)
HC Ajoie (2.) - HC Thurgau (7.)
Der HC Ajoie zählte schon zu Beginn der Saison zu den Favoriten, da sie mit Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen eines der gefährlichsten Ausländer-Duos der Liga in ihren Reihen haben. Devos und Hazen beendeten die Regular Season wie schon in der Vorsaison auf Platz 1 und 2 und trugen die Jurassier zwischenzeitlich zu acht Siegen in Serie. Die letzten beiden Spiele verlor Ajoie allerdings, weshalb sie den ersten Platz an La Chaux-de-Fonds abgeben mussten.
Der HC Thurgau startete nach vielen namhaften Abgängen sehr schlecht in die Saison, entwickelte sich aber hervorragend und qualifizierte sich schliesslich ebenfalls souverän für die Playoffs. Vor ein paar Wochen gab es ein erneutes Leistungstief, doch zuletzt spielte die Mannschaft wieder stärker auf. Die Thurgauer zeichnen sich vor allem durch die zweitbeste Defensive der Liga aus und haben nur 104 Gegentreffer erhalten.
Die Ambitionen der beiden Teams sind sicherlich in unterschiedlichen Sphären. So wäre ein Weiterkommen von Ajoie und ein Ausscheiden von Thurgau keine grosse Überraschung. Alle vier Spiele in dieser Saison gegen Thurgau konnte Ajoie für sich entscheiden. Aber Achtung: Bereits in den letzten Playoffs ärgerte Thurgau den späteren Finalisten Olten zweimal und verlor in Spiel 5 erst nach Verlängerung.
Prognose: 4:2 für Ajoie
EHC Olten (3.) - EHC Visp (6.)
Seit Jahren träumt der EHC Olten vom Aufstieg in die National League. Doch es stand immer mindestens eine Mannschaft im Weg. Bei den letzten Finaleinzügen waren dies die SCL Tigers und zuletzt die Rapperswil-Jona Lakers. In dieser Saison ergibt sich die nächste Chance. Olten ist die Tormaschine der Liga (183 Tore) und hat mit Plus-64 die beste Tordifferenz.
Der EHC Visp schaffte es seit dem NLB-Meistertitel 2014 nie mehr über die Playoff-Viertelfinals hinaus. Doch die Walliser sind nie ganz abzuschreiben, denn auch in den Meisterjahren 2011 und 2014 waren sie jeweils nur von den Plätzen 5 und 6 aus gestartet. Und Visp ist der Angstgegner der Oltener. Alle vier Partien in dieser Saison konnte Visp für sich entscheiden, zweimal zwar erst nach Verlängerung.
Die Frage wird sein, wie sehr sich die beiden Mannschaften in den Playoffs noch steigern können. Schliesslich wird sich aber doch die Klasse der Oltener durchsetzen.
Prognose: 4:2 für Olten
Evgenï Chiriaev ist mit 54 Punkten (30 Tore) in 43 Spielen Oltens bester Schweizer Skorer. (TOPpictures/Sergio Brunetti)
SC Langenthal (4.) - EHC Kloten (5.)
Der SC Langenthal hat in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Dafür bezeichnend ist das über Jahre hinweg dominierende Ausländer-Duo Brent Kelly und Jeff Campbell, welche mit je 37 Jahren ihren Zenit definitiv überschritten haben und nach dieser Saison zurücktreten werden. Trotzdem können die Langenthaler jeden Gegner schlagen. So auch den EHC Kloten, welchen sie in dieser Spielzeit drei von vier Mal besiegt haben.
Der EHC Kloten hat sich seine erste Saison nach dem Abstieg etwas anders vorgestellt. Die Zürcher haben doch mehr zu kämpfen als erwartet und haben die Saison nach mehreren, längeren Niederlagenserien nur auf Platz 5 beendet. Trotzdem stimmt die Entwicklung des Teams Trainer André Rötheli positiv. Und in den Playoffs fängt bekanntlich alles wieder bei Null an.
Neben Olten - Visp ist auch diese Begegnung ziemlich offen. Vom Scheitern im Viertelfinal bis zum Vorstoss in den Final scheint bei beiden Mannschaften alles möglich zu sein.
Prognose: 4:3 für Langenthal