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Myomembolisation
Mikrokügelchen lassen Gebärmutter-Myome schrumpfen
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Myome sind gutartige Tumoren in der muskulären Wand der Gebärmutter, deren Wachstum durch das Geschlechtshormon Östrogen angeregt wird. Daher entstehen Myome meist bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren und kommen selten alleine vor. Wenn die Myome eine bestimmte Grösse erreichen, können sie Beschwerden wie verstärkte und verlängerte Regelblutungen, Unterleibschmerzen oder verstärkten Harndrang verursachen.
Behandlungsoptionen
Myome können medikamentös, operativ, aber auch minimal-invasiv behandelt werden. Eine medikamentöse Therapie kann die Symptome lindern, ist aber zeitlich begrenzt und dient somit oft nur dazu, einen Eingriff hinauszuzögern. Bei einzelnen, gut zugänglichen Myomen kann man diese operativ im Rahmen einer Myomektomie entfernen. Liegen mehrere Myome vor, so wird häufig die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) empfohlen. In Konsequenz werden circa 30 Prozent aller Hysterektomien aufgrund von Myomen vorgenommen.
Myome verkümmern
Die Myomembolisation stellt eine organerhaltende minimal-invasive Behandlungsoption dar, welche nach langjähriger Erfahrung aufgrund der guten Wirksamkeit und der geringen Komplikationsrate mit dem Prädikat der höchsten medizinischen Beweiskraft (Evidenz) versehen ist. Hierbei wird in örtlicher Betäubung in einem etwa einstündigen Eingriff unter Röntgenkontrolle die Blutzufuhr der Myomgefässe mit sandkorngrossen Mikrokügelchen (Partikel) blockiert, welche über einen sehr feinen Schlauch (Mikrokatheter) gegeben werden.
In Folge werden die Myome ausgehungert und verkümmern. Die Beschwerden bilden sich in circa 90 Prozent der Fälle zurück.
Zum Autor
Dr. med. Lorant Szabo
FMH Radiologie spez. interventionelle
Radiologie EBIR, Zentrum für Mikrotherapie,
Klinik Hirslanden
veröffentlicht: 13.08.2021