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Im Grossen Moos hätte es mehr Platz für eine Autobahn als am nördlichen Seeufer. Aber diese Alternative ist nun Geschichte. Eine solche Strasse wäre «nicht bewilligungsfähig.»
Gegenwärtig schlängelt sich der Verkehr auf der N5 mit Tempo 60 oder 80 zwischen Weinbergen und Seeufer durch. Eigentlich ein topografischer Unsinn, hätte es doch auf der anderen Seeseite viel mehr Platz. Deshalb ist für das letzte Stück im Nationalstrassennetz immer wieder die Option einer Seelandtangente über das grosse Moos in die Diskussion eingebracht worden.
Doch nun erteilt eine Studie dieser Alternative eine Abfuhr. Der Grund: Eine solche Autobahn
müsste durch Fruchtfolgeflächen gebaut werden. Und diese sind im Kanton Bern besonders geschützt. Ein solcher Schutz könnte nur aufgehoben werden, wenn ein nationales verkehrliches
Interesse bestünde. Das wäre bei einer Seelandtangente aber nicht gegeben. Die verkehrliche Entlastung liegt zwischen 5000 und 6000 Fahrzeugen pro Tag. So viele Fahrzeuge verkehren zwischen Aegerten und Scheuren. Auch wenn dieser Anteil mit flankierenden Massnahmen erhöht werden könnte, lautet das Fazit: «Nicht bewilligungsfähig.» Wegen der Umweltschutzgesetze. Pikant: Aus heutiger Sichtwäre auch die N5 durch die Weinberge nicht bewilligungsfähig. Aber weil die Strasse bereits gebaut ist, lässt sich da nichts mehr machen.