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Das Forschungsseminar befasst sich mit der Entstehung, Nutzung und Vergänglichkeit
von Freiräumen. Unter Freiräumen werden einerseits öffentliche Räume,
Plätze und Strassen verstanden, andererseits Räume, die neu definiert und angeeignet
werden, insbesondere in ehemaligen Fabriken und Industriearealen. Sehr gut
geeignet für dieses Thema ist das Gebiet Zürich-West, welches seit etlichen Jahren
einen Transformationsprozess vom Industriequartier zum Trend-, Luxus-, und
Kulturquartier durchläuft.
Im Forschungsseminar soll folgenden Fragen vertieft nachgegangen werden:
Welche lokalen Akteure nutzen die öffentlichen Räume? Wie und wann nutzen sie
diese? Wo entstehen Alltagsräume? Welche Tätigkeiten finden in geplanten, welche
dagegen in ungeplanten, unstrukturierten Räumen statt? Welche Bedeutung haben
die Zwischennutzungen für die Lebendigkeit und das soziale Leben im Quartier?
Welche Veränderungen durchlaufen diese Räume? Wie verändern sich Alltagsperspektiven
(Wahrnehmung, Gestaltung, Reaktionen) mit dem Wandel des Quartiers?
Wir nähern uns in einem ersten Teil der Frage nach der Raumnutzung mittels Beobachtung
und Kurzinterviews. Im zweiten Teil des Seminars werden Interviews mit
Pionieren und Zeitzeugen geführt.
Ziel des Seminars ist es, Nutzungsmuster des Alltags zu rekonstruieren und subjektive
Alltagsperspektiven lokaler Akteure in Zürich West zu gewinnen. Die Ergebnisse
werden in ein Forschungsprojekt zum Thema Urbane Transformationsprozesse und
die Entstehung öffentlicher Freiräume in Zürich West einfliessen.
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