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Was bedeutet Konkurs oder Insolvenz
Das Wort Konkurs stammt aus der lateinischen Sprache. Concursus bedeutet so viel wie Auflauf. Es ist damit das Zusammentreffen der Gläubiger bei der gerichtlichen Vermögensteilung des Schuldners gemeint. Einige verwenden aber auch den gleichbedeutenden Begriff Insolvenz. Dieses lateinische Wort „insolventia“ beziehungsweise „solvere“ bedeutet zahlen. In Deutschland ist der Begriff Konkurs durch die Fachbezeichnung Insolvenz ersetzt worden.
Was heisst Konkurs nun genau?
Die Nomenklatur Konkurs oder Insolvenz wird für einen Kreditnehmer verwendet, der seine Zahlungspflichten nicht mehr gegenüber den Kreditoren nachkommen kann. Selbst wenn er alle Besitztümer verkaufen würde, kann er seine Darlehensgeber nicht mehr auszahlen. Was heisst Konkurs für die Gläubiger? Für sie besteht ein hohes Risiko, dass sie ihr Geld nie mehr wiedersehen. Sie werden schon vorab versuchen, ihr Geld vom Darlehensnehmer zu bekommen.
Was heisst Konkurs in der Umgangssprache und welche Wörter werden verwendet?
- Akute Zahlungsunfähigkeit
- Bankrott
- Überschuldet
- Illiquide
- Hoch verschuldet
- Pleite
- Blank
- Total abgebrannt
- Knapp bei Kasse
- Ohne Pfennig
- Schwach auf der Brust
Das Insolvenzverfahren
Ein Konkursverfahren soll nur im äußersten Notfall beantragt werden. Es muss mittels Antrags beim zuständigen Amtsgericht eingebracht werden. Der Antrag kann von der zahlungsunfähigen Firma selbst oder von einem Gläubiger gestellt werden. Das Amtsgericht entscheidet, wann gestartet wird. Das Verfahren hat die Aufgabe, das Vermögen des Debitors so gerecht als möglich auf die Geldgeber aufzuteilen. Wenn das Konkursverfahren läuft, darf kein Schuldner seine Forderungen außergerichtlich einheben. Was heisst Konkurs nun für den Zahlungsunfähigen? Es bedeutet, dass er keinen Zugriff auf sein Geld besitzt. Sein Vermögen wird durch einen Insolvenzverwalter auf die Schuldner streng gesetzlich geregelt, aufgeteilt. Das Insolvenzverfahren kann je nach Rechtslage eines Staates unterschiedlich sein. In den deutschsprachigen Ländern liegt das Ziel eher in der gerechten Verteilung der Verluste. Die Rechtsordnung in den USA hingegen versucht, dem bankrotten Unternehmen einen schnellen Wiederstart zu ermöglichen.
Die Konkursursachen
Meist sind es drei Gründe, warum ein Unternehmen in Insolvenz gerät.
Was heisst Konkurs nun für die Firmen? Entweder eine komplette Zahlungsunfähigkeit, eine bevorstehende Zahlungsunfähigkeit oder eine Überschuldung. Der Begriff zahlungsunfähig trifft dann zu, wenn ein dauerhafter Zustand der Illiquidität besteht. Bei einem drohenden Bankrott kann es sogar noch Geld geben, aber es besteht keinerlei Aussicht auf Einnahmen. Bei Kapitalgesellschaften gibt es noch den Grund der Überschuldung. Dieser liegt vor, wenn das gesamte Vermögen nicht mehr die hohen Schulden deckt.
Bei natürlichen Personen sind oft Ehescheidungen, Krankheiten oder der Verlust des Arbeitsplatzes die Ursachen.
Was bedeutet ein Privatkonkurs für die Gläubiger?
Die Regelungen für Unternehmens- und Privatinsolvenzen sind recht unterschiedlich. Die insolvente Person muss zuerst versuchen, sich mit den Kreditoren außergerichtlich zu einigen. Falls ein Übereinkommen gelingt, so wird kein gerichtliches Konkursverfahren eingeleitet. Kommt es zu keinem Vergleich mit den Gläubigern, so wird der Antrag eingebracht und somit das Verfahren gestartet.