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Der Apotheker
Opera buffa von Joseph Haydn
In Österreich-Ungarn wirkte nach den Belagerungen Wiens die Furcht vor den Osmanen fort. Zugleich aber übte alles Orientalische eine exotische Faszination aus.
Mozarts Opern «Die Entführung aus dem Serail» und «Così fan tutte» erzählen von diesem Angstkitzel ebenso wie Joseph Haydns «Der Apotheker».
Uraufgeführt wurde die Oper 1768 zur Eröffnung des Opernhauses auf Schloss Esterhazy. Kaiserin Maria Theresia besuchte eine der Aufführungen dieser opera buffa, die auf einer Vorlage von Carlo Goldoni basiert.
Die lautten compagney bringt das verwirrungsreiche Lustspiel nun wieder auf die Bühne. Getreu ihrer historischen Aufführungspraxis. Ein aufwändiges Unterfangen, zumal der dritte Akt teilweise, aufgrund verschollener Noten, rekonstruiert werden musste.
Lückenlos vorhanden ist hingegen das Libretto dieser musikalischen Komödie, die vom geschäftstüchtigen Apotheker Sempronio erzählt. Der hat ein Auge auf seine hübsche Ziehtochter Grilletta geworfen, spekuliert allerdings in erster Linie auf die üppige Mitgift.
Mit dem Lebemann Volpino tritt bald ein Nebenbuhler auf den Plan.
Und auch den Apotheker-Gehilfen Mengone sollte Sempronio nicht unterschätzen.
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