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Nachdem Villalba vor zwei Wochen krankheitsbedingt den "FUT Champions Cup" in Singapur verpasst hatte und vor Wochenfrist aus den gleichen Gründen auch die Online-Qualifikation für den vorletzten "Licensed Qualifier Event" der FIFA19 Global Series vorzeitig abbrechen musste, kehrte der Argentinier in London zurück ins Wettkampfgeschehen. Wegen den Nachwehen der Erkältung und des Jet-Lags sah sich der 19-Jährige vor Turnierstart nach eigener Einschätzung "bei gerade einmal 70 Prozent". Die Fragezeichen hinter seinem Fitnesszustand und den damit verbundenen Auswirkungen auf sein Leistungsvermögen wurden nicht kleiner, als Villalba der Start in den Wettkampf gehörig misslang – mit einem 1:6 gegen den Israeli Roee Feldman.
Von da an steigerte sich Villalba aber peu à peu und machte mit drei Siegen aus den nächsten drei Gruppenspielen vorzeitig den Einzug in die K.o.-Phase klar. Dabei setzte sich der Weltranglisten-Erste im vierten Spiel gegen seinen ärgsten Verfolger in der Weltrangliste, den Belgier Stefano Pinna vom PSV Eindhoven, nach 1:2-Rückstand mit 4:2 durch. Diesen Schwung nahm Villalba mit in den Sonntag, wo weder Fatih Üstün vom Team Özil (7:5) noch Lev Vinken aus Holland (5:4 nach 1:3-Rückstand) oder der Japaner Taichi "Web Nasri" Aoki (5:2) seinen Siegeszug auf dem Weg zum Gewinn des PlayStation-Turniers stoppen konnten.
Final gegen den Weltmeister
So wartete im Cross-Console-Final mit dem Xbox-Gewinner "Msdossary" kein Geringerer als der FIFA18-Weltmeister, der Villalba an gleicher Stelle beim "FUT Champions Cup" im Dezember im übergreifenden Finale gleich auf beiden Konsolen bezwungen hatte. Das Hinspiel wurde auf der Xbox ausgetragen, was Villalba diesmal aber keineswegs in Rücklage brachte - mit einem souverän herausgespielten 3:1-Vorsprung ging es ins Rückspiel auf seine angestammte PlayStation. Dort zeigte der Araber seine ganze Klasse und ging kurz nach Beginn der 2. Halbzeit mit 3:0 in Front. Villalba konterte jedoch und rettete sich mit dem Treffer zum 1:3 in die Verlängerung, wo der Argentinier wieder die Oberhand gewann und zum 3:3 ausgleichen konnte. Der späte 4:3-Führungstreffer von "Msdossary" änderte in der Addition nichts mehr an der erfolgreichen Revanche und dem nächsten grossen Titelgewinn für den FCB-eSportler.
Weniger Grund zum Jubeln hatten am 23. und 24. März Villalbas Teamkollegen. Tim "TheStrxngeR" Katnawatos scheiterte am Samstag im PlayStation-Viertelfinal der Playoffs zur Virtual Bundesliga aufgrund der Auswärtstorregel mit 3:2 und 1:2 am Wolfsburger Riad Fazlija. Damit verpasste Katnawatos die Gelegenheit, im April beim Grand Final der Virtual Bundesliga seinen Titel als "Deutscher Meister" zu verteidigen. Noch bitterer erging es seinem Landsmann Florian "CodyDerFinisher" Müller am Sonntag auf der Xbox. Im alles entscheidenden Spiel um das letzte Grand-Final-Ticket führte Müller frühzeitig mit 2:0 gegen Yannic Bederke vom FC Augsburg, um mit einem späten Penalty-Gegentor zum 2:3 das sicher geglaubte Final-Ticket doch noch in extremis zu verlieren. Und auch Luca "LuBo" Boller verpasste mit einer 0:1-Niederlage im Halbfinal des Coca-Cola-eCup, der als inoffizielle Schweizer Meisterschaft gilt, den Einzug ins Grand Final Anfang Mai an der Fantasy Basel. Immerhin hat der zweifache Schweizer Meister am 30. und 31. März noch zwei weitere Chancen, sich eines der letzten Final-Tickets zu sichern.