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Autor: Anton Jungo
Allzu grosse Probleme dürfte die neue Verkehrsführung Richtung Leimacker und dem Weiler Heitiwil nicht bieten, meint Kuno Philipona, verantwortlicher Gemeinderat für die öffentlichen Liegenschaften. Er ist überzeugt, dass die Schliessung der Strasse zusammen mit der geplanten Sanierung der Liegenschaft «Ochsen» zu einer bedeutenden Aufwertung des alten Dorfkerns führen wird.
Der motorisierte Verkehr zu den Sportanlagen, in die Wohnquartiere, zum Begegnungszentrum, zum «Ochsen» und den benachbarten Liegenschaften sowie nach Heitiwil wird über die neue Käsereistrasse geführt. Diese beginnt beim Kreisel auf der Kantonsstrasse und mündet beim Chännelmatt-Kreisel wieder auf die alte Linienführung ein. Die neue Strasse hat eine Länge von rund 240 Metern.
Erschliessung von Migros und Bachtelmatte
Notwendig wurde der Bau der neuen Käsereistrasse unter anderem zur Erschliessung des Migros-Centers und des neuen Quartiers Bachtelmatte. Sie erleichtert aber auch den Zugang zum erweiterten Mehrzweckgebäude, in welchem der Werkhof und die Feuerwehr untergebracht sind.
Für den Bau der neuen Strasse hatte die Gemeindeversammlung vom 7. Oktober 1999 einen Kredit von 1,8 Millionen Franken bewilligt. Durch Einsprachen und Verzögerungen beim Migros-Projekt wurde die Realisierung aber hinausgeschoben. Als die Migros im Frühjahr 2007 die Baubewilligung erhielt, schien auch für die Gemeinde der Zeitpunkt gekommen, ihre Projekte auszuführen: die neue Käsereistrasse sowie die Sanierung und Erweiterung des Mehrzweckgebäudes.
Zentral gelegen
Am 20. April 2005 hat die Gemeindeversammlung für den Umbau und die Erweiterung des Mehrzweckgebäudes einen Kredit von 3,8 Millionen Franken bewilligt. Der Bau wird teilweise von der Kantonalen Gebäudeversicherung subventioniert. Das bestehende Mehrzweckgebäude diente sowohl der Feuerwehr wie auch dem Werkhof. Das umgebaute Gebäude steht nun ganz der Feuerwehr zur Verfügung. Für den Werkhof wurde auf der benachbarten Parzelle ein Neubau erstellt.
Der Gemeinderat hatte sich für das Projekt an der neuen Käsereistrasse entschieden, nachdem zuvor mehrere andere Standorte geprüft worden waren. «Doch alle hatten sich als zu kostenintensiv erwiesen», betont Kuno Philipona. Er erachtet den jetzigen Standort für den Werkhof als ideal. «Im Dorf stehen die Werkhofangestellten ja auch am häufigsten im Einsatz», hält er fest. Er weist auch auf die Weitsicht seiner Vorgänger im Gemeinderat hin, die vor Jahren genügend grosse Reserveparzellen reserviert hatten.
Am 26. Januar 2007 hatte der Oberamtmann dem Bauprojekt, das von den Architekten Bruno Mauron und Stefan Zurkinden ausgearbeitet wurde, grünes Licht erteilt. Schon am 5. März erfolgte der erste Spatenstich.
Zeitgemässe Räumlichkeiten
Kuno Philipona ist überzeugt, dass der Feuerwehr und dem Werkhof nun zeitgemässe Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Es ist genügend Raum für die Fahrzeuge und Maschinen vorhanden, aber auch die notwendige Infrastruktur für das Personal. Auf dem neuen Werkhofgebäude wurde für die Feuerwehr ein Schulungslokal eingerichtet, das auch den Ansprüchen für regionale oder kantonale Kurse zu genügen vermag. Auf dem Flachdach des Feuerwehrgebäudes stehen den Feuerwehrleuten Parkplätze zur Verfügung.
Ein wenig ungewöhnlich ist, dass der Fahrzeugpark der Feuerwehr auf zwei Etagen untergebracht ist. Gemäss dem Konzept des Gemeinderates sind die Fahrzeuge der Stützpunkt-Feuerwehr in den Räumlichkeiten untergebracht, die von der Käsereistrasse aus zugänglich sind. In der nächsten Zeit wird aber gemäss Kuno Philipona noch getestet, ob sich dieses Konzept bewährt.
Weichen musste dem Neubau die Abfall-Sammelstelle. Eine solche steht der Bevölkerung jetzt bei der Kevag in der Gewerbezone Warpel zur Verfügung.