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Bis ins Jahr 2030 wird das Kasernenareal im Zentrum von Aarau noch vom Militär genutzt. Damit nach 2030 möglichst schnell mit der Umnutzung begonnen werden kann, planen Stadt und Kanton schon jetzt gemeinsam die Zukunft des Kasernenareals. Dafür wird ein Masterplan erarbeitet, der die von Kanton und Stadt gemeinsam angestrebte städtebauliche Entwicklungsstrategie für die Arealentwicklung Kaserne Aarau aufzeigt.
In drei Bänder eingeteilt
Im Masterplan wird das 4,7 Hektaren grosse Areal in drei Nutzungsbänder gegliedert: nördliches Band, mittleres Band und südliches Band. Zudem noch einmal in 13 Sektoren eingeteilt.
Im nördlichen Band (Sektoren A, B, C, D) stehen geschützte historische Bauten. Sie sollen optimal genutzt und -weiterentwickelt werden, Ergänzungsbauten südlich der Kaserne und des Trompeterhauses sind möglich. Vorwiegende Nutzungen sind Dienstleistungen, Hotellerie, Bildung, Gewerbe und Kultur und auch Wohnen (nicht abschliessend).
Das mittlere Band (Sektoren E, F, G, H, I) ist das Kerngebiet des Areals. Im Vordergrund stehen Mischnutzungen mit Wohnen und Arbeiten in hoher Dichte im Sinne eines Zentrumsgebiets.
Im südlichen Band (Sektoren J, K, L, M), wo auch die Reithalle steht, strebt man neben der Kultur Nutzungen wie Dienstleistungen, Gastronomie, Hotel und Bildung an. Auch hier ist Wohnen nicht ausgeschlossen.
Umgeben von Gebäuden findet auch die 4500 Quadratmeter grosse Piazza nördlich der Reithalle ihren Platz auf dem Kasernenareal. Die Nutzung der Piazza wird sehr vielfältig sein. Sie soll als attraktiver Begegnungsort und multifunktional bespielbarer Zentrumsplatz dienen.
Nicht autofrei, aber autoarm
Mit dem Ziel einer zentrumsgerechten Durchmischung wird ein Wohnanteil im Umfang von 25 bis 40 Prozent weiterverfolgt. Der Schwerpunkt im Bereich Wohnen wird dabei wohl im mittleren Band liegen. Die Hauptzugänge ins Areal erfolgen vom Bahnhof und der Laurenzenvorstadt über die Kasernenstrasse, sowie von der Igelweid (Westen) über den neuen Hauptweg zwischen den Sektoren E und J. Das Areal soll zwar nicht autofrei, aber zumindest autoarm werden. Gestützt auf die Testplanung werden im Masterplan drei Anschlussmöglichkeiten für neue Parkinganlagen bezeichnet: Anschluss bestehendes Kasernenparking, Anschluss Laurenzenvorstadt/Kasernenstrasse, Anschluss an Poststrasse.
Rückmeldungen zum Masterplan-Entwurf können bis am 10. März unter <email-pii> eingereicht werden. Nachdem der Masterplan überarbeitet wurde soll er Mitte 2020 dem Stadt- und Regierungsrat vorgelegt werden.