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Das Instrument besteht aus zwei löffelartig gebogenen Metallblättern, die ähnlich einer Schere miteinander verbunden sind. Die Indikationen für die Anwedung einer Zange sind heute klar definiert: Wenn der Geburtsverlauf verzögert ist oder andere Gefahrensituationen bestehen, wird eine Geburtszange an das Köpfchen des Neugeborenen gelegt und das Kind vorsichtig aus dem Geburtsweg herausgezogen (Zangengeburt).
Als Erfinder der Geburtszange gilt der Engländer Peter Chamberlen (1560–1631). Das Wirkungsprinzip und die Anwendung müssen von Anfang an ziemlich erfolgreich gewesen sein, denn Chamberlen soll diese Erfindung durch strenge Geheimhaltung sich und seinen Nachkommen vorbehalten haben, um daraus Profit zu schlagen.
Im Jahr 1723 erfand der Genter Geburtshelfer Johann Palfyn die Geburtszange zum zweiten Mal. Endlich an die Öffentlichkeit gelangt, wurde das Prinzip schnell aufgenommen und in den folgenden Jahrzehnten modifiziert und verbessert. 1834 soll es ungefähr 130 und Ende des 19. Jahrhunderts über 300 verschiedene Zangenkonstruktionen gegeben haben. Ihre Form und die Indikationsstellung wurden zwar immer wieder modifiziert, doch an ihrem Prinzip – das Kind am Kopf gefasst durch den Geburtsweg zu führen – hat sich bis heute nichts geändert.