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Johanniterkommende Hohenrain
Auf Distanz wirkt Hohenrain eher wie eine Stadt auf einer aussichtsreichen Hügelkuppe. Nicht wie die meisten Burganlagen dicht gedrängt, sondern locker gruppiert.
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Der mittlere Trakt umfasst den Wohnturm Roten, das Verbindungsgebäude zur Kirche hin, nach einem Bewohner des 19. Jahrhunderts "Moserhaus" geheissen, und die Kirche. Den dritten Trakt bildet das Hauptgebäude, welches mit der Kirche durch eine Mauer mit hölzernem Laubengang verbunden ist. Laut Datum an der Untersicht ist das Holzwerk der Laube zuletzt 1689 erneuert worden. Solche Laubengänge waren eine Spezialität der Johanniterkommende. Dieses ganze Gefüge der alten Ordensburg wird durch die zusätzlichen Bauten der Taubstummenanstalt (heute HPZ) aus dem Gleichgewicht gebracht. In der gleichen Zeile wie das alte Hauptgebäude stehen die neugotische Kapelle und das überdimensionierte Schulhaus (heute Verwaltung) von 1904/1906. Zwischen dem Haupgebäude und Turm Roten ein hoch umauerter Hof oder Zwinger.
1638 bestand die Anlage aus zwei Hauptgebäuden, Kirche mit Pfarrwohnung, Pfisterei mit neuem Gewölbe, Stallungen, Scheunen und anderen Bauten. Für einen Lustgarten (gegen Sonnnenaufgang) sei das Terrain abgegraben und ummauert worden. Der 1706 vollendete Garten (2 Jucharten) mit Obst- und Spallierbäumen ist aufgeteilt in lustige Alleen, Gängen, Feldern und in der Mitte mit einem Springbrunnen.