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Werner Rohner
Geboren 1975 in Zürich. Studierte Philosophie, Germanistik und Filmwissenschaft, später absolvierte er das Schweizerische Literaturinstitut. Arbeitete u. a. als Journalist. «Das Ende der Schonzeit» ist sein erster Roman. (2015)
Oeuvres (Selection)
Was möglich ist.
Lenos Verlag, 2020
Das Ende der Schonzeit.
Lenos Verlag, 2014
Das Ende der Schonzeit
Lenos Verlag, 2014
Zürich, das ist für den heimkehrenden Joris nicht nur die peinliche Erinnerung an den Krebstod seiner Mutter zehn Jahre zuvor; Zürich, das ist auch die überraschende Begegnung mit einem Mann, der sein Vater ist, und mit der Zeit, in der die Eltern politisch umtriebig waren. Und schliesslich ist Zürich auch immer wieder der Ausgangsort für Joris’ gedankliche Reise in die Studienstadt Wien.
De: Werner Rohner. Das Ende der Schonzeit. Lenos Verlag, 2014
Mutters Mund lag wie eine Narbe quer im Gesicht und atmete nicht mehr. Ihre Lippen waren noch bläulicher geworden, aber sie schien noch immer zu lächeln. Die Bilder von Leichen aus dem Fernsehen tauchten auf, verkohlte, oder solche, die lange irgendwo gelegen hatten; wenigstens Blut. Mutter aber lag nur da, wie sie immer dagelegen hatte, bloss ruhiger; ihre Wangen waren mit einer leichten Röte überzogen, als ob sie sich geschämt hätte, dem Tod doch noch zu unterliegen.