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Ein Vorfahre des heutigen Besitzers des Castel di Salve Francesco Winspeare musste nach dem Rosenkrieg zwischen den englischen Adelshäusern von 1455 bis 1485 als alliierter Verlierer aus dem Land fliehen. Der junge Mann gelangte schliesslich nach Apulien, wo er mit einer einheimischen Adligen eine Familie gründete. Eines ihrer Besitztümer war das Castel di Salve. Der Wohlstand der Familie Winspeare (wie von Apulien überhaupt) basierte damals noch mehr auf der Gewinnung von Olivenöl, das nicht nur als Lebensmittel, sondern auch zur Beleuchtung in Öllampen diente. Erst viel später wurde der Anbau von Weinreben bedeutsamer und neben dem Castel di Salve wurde eine Kellerei erbaut, wo auch die Ernten der beiden weiteren Güter der Familie eingebracht wurden.Erst vor wenigen Jahren kam Francesco Winspeares erster Primitivo auf den Markt. Dem Cento su Cento war ein durchschlagender Erfolg beschieden. Jetzt hat Winspeare einen zweiten Primitivo folgen lassen, den Centino. Er wollte einen Wein anbieten, der die Charakteristik dieser uralten Traubensorte zum Ausdruck bringt, ohne den hohen Alkoholgehalt (rund 15,5%) des Cento zu übernehmen. Entstanden ist ein Wein von intensiver Fruchtigkeit mit Noten von gekochten Waldbeeren und Nelken. Geschmeidig, aber nicht süss am Gaumen, ist er ein herrlicher Zechwein, der frisch zubereitete Pasta vorzüglich begleitet.