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Nazarij Zatorsky ist zusammen mit seinem Bruder in Lemberg aufgewachsen – in der westlichsten Stadt der Ukraine mit 1 Million Einwohner: Lemberg ging 1772 an Österreich; nach dem 1. Weltkrieg war die Stadt polnisch, seit 1944 unter sowjetischer Herrschaft und seit 1991 ukrainisch.
Die bewegte Geschichte hat auch die Familie des jungen Priesters geprägt. Nazarij hat das Schicksal seines Landes aus nächster Nähe mitverfolgt und war an der orangen Revolution im Jahre 2004 in Kiew mit dabei. Was die Revolution gebracht hat, bringt er auf den Punkt: «Das Wichtigste ist geopolitisch. Vor der Revolution war nur der Westen ukrainisch, jetzt aber drei Viertel des Landes.» Die Revolution habe den kulturellen, mentalen Durchbruch gebracht. «Uns hat sie ein Stück Freiheit gebracht und die Sklaverei hat ein Ende genommen.» il