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Die Schweiz verfügt über ein breites Spektrum politischer Parteien. Während einzelne Parteien nur regional aktiv sind, sind andere in der ganzen Schweiz gut verwurzelt und in der Bundesversammlung, dem Parlament, vertreten. Die vier wählerstärksten Parteien stellen traditionell die Mitglieder des Bundesrates, also die Landesregierung.
Politische Parteien
Vier Parteien sind in praktisch allen Kantonen vertreten und verfügen über mindestens einen Vertreter im Bundesrat. Dieser setzt sich entsprechend dem System der Konkordanzdemokratie aus Mitgliedern rechter, linker und Mitte Parteien zusammen: der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der Sozialdemokratischen Partei (SP), der Mitte Partei (Zusammenschluss CVP und BDP) und der Partei FDP.Die Liberalen.
Weitere Parteien sind zwar nicht im Bundesrat vertreten, verfügen aber über Abgeordnete im Bundesparlament. Es sind dies die Grüne Partei der Schweiz (GPS), die Grünliberale Partei (GLP), die Eidgenössische Demokratische Union (EDU), die Ensemble à Gauche, die Lega dei Ticinesi, die Evangelische Volkspartei (EVP) und die Partei der Arbeit Schweiz (PDA) – sowie 9 Jungparteien (an die Mutterparteien gehängte Jugendorganisationen).
2008 spaltete sich die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) von der SVP ab, 2009 fusionierten auf nationaler Ebene FDP und die Liberale Partei Schweiz (LPS) zur Partei «FDP.Die Liberalen» und 2021 schlossen sich BDP und die Christdemokratische Partei (CVP) zur «Mitte» Partei zusammen.
Die Entwicklung der politischen Landschaft
Die politische Landschaft der vergangen zwei Jahrzehnten war geprägt vom Vormarsch der SVP, einer konservativen Partei mit bäuerlichem Hintergrund, auf Kosten der anderen bürgerlichen Parteien. Diese Tendenz wurde mit den Wahlen 2019 abgeschwächt, zugunsten der grünen Parteien: Nach den eidgenössischen Wahlen 2019 hält zwar die SVP mit 59 Sitzen immer noch die stärkste Position im Parlament, hat aber im Vergleich zu 2015 11 Sitze verloren. Auch die traditionellen Parteien SP (48 Sitze -7), FDP.Die Liberalen (41 Sitze -5) und die Mitte (41 Sitze, -7), erlitten Einbussen, während die beiden grünen Parteien (GPS und GLP 49 Sitze) mit zusätzlichen 30 Sitzen an Terrain gewinnen konnten.
Parteienfinanzierung
Die politischen Parteien finanzieren sich zur Hauptsache mit Mitgliederbeiträgen und Spenden. Auf Bundesebene sind die Parteien nicht verpflichtet, ihre Buchhaltung und ihre Spenderliste offenzulegen. Die Kantone Genf, Neuenburg und Tessin hingegen haben entsprechende Vorschriften erlassen.