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Cötus
(lat., »Versammlung«),
im Universitäts- und Schulleben die bei festlichen Anlässen vereinigte Gesamtheit der Lehrer und Schüler, auch der Lehrer oder der Schüler. Außerdem findet das Wort auch Anwendung auf einzelne Klassen. So nennt man an höhern Schulen von hoher Besuchsziffer die Klassen gleicher Stufe, die nebeneinander hergehen, Parallelcöten und solche, die um ein halbes Jahr voneinander entfernt sind, Wechselcöten. Diese letztern gewähren den großen und doppelten Vorteil, daß Schüler, ohne dadurch in ihrem Studiengang geschädigt zu werden, auch in der Mitte des Schuljahrs aufgenommen werden können (zu Michaelis), und daß solche Schüler, die das einer Klasse gesteckte Ziel in der regelmäßigen Zeit nicht erreicht haben, nicht ein ganzes, sondern nur ein halbes Jahr in derselben zurückgehalten werden. Bei dem raschen Anwachsen unsrer großen Städte und dem großen Zudrang zu den höhern Unterrichtsanstalten haben manche Gymnasien sogar Parallel- und Wechselcöten nebeneinander einführen müssen.