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Vor 33 Jahren, als Rebecca und Clemens heirateten, wollten sie ins Ausland gehen, um dort Gott zu dienen. Clemens begann die Ausbildung zum Krankenpfleger, weil dies für viele Länder eine praktische Ausbildung war. Die Träume und Pläne der jungen Familie wurden zerschlagen, als sie die Diagnose für die älteste Tochter bekamen: Krebs. Nach einigen Monaten starb das Mädchen.
Clemens konnte seine Ausbildung erst später als geplant beenden, Rebecca erkrankte so schwer, dass sie Jahre brauchte, um sich zu erholen. Ein Arzt erklärte Rebecca, dass sie unmöglich nach dem vierzigsten Lebensjahr in die Tropen reisen sollte.
Was hatte Gott vor?
Rebecca hatte das Gefühl, als sei mit ihrer kleinen Tochter auch der Traum von Grossfamilie und der Arbeit im Ausland gestorben.
In den folgenden Jahren wurde für das Ehepaar Gebet zu einem wichtigen Grundpfeiler ihres Glaubenslebens. Es war für sie wie Öl im Motor. Ihr Haus wurde zu einem Ort, wo Leute ein und ausgingen, die auf der Durchreise waren, oder die einfach ein Zuhause brauchten. Durch die vielen jungen Leute, die für kürzer oder länger mit Rebecca, Clemens und ihren Kindern wohnten, wurde der Wunsch nach Grossfamilie Wirklichkeit! Gott hatte diesen Traum nicht vergessen.
Vor zehn Jahren hörten Rebecca und Clemens in ihrer Gemeinde einen Pastor aus Nordafrika sprechen. Was er sagte, fuhr Rebecca ins Herz. Frauen in Nordafrika seien wie ein schlafender Riese. Wenn sie erkennen würden, welchen Wert Gott ihnen gebe… dann würde es Erweckung in der ganzen Region geben.
Durch den Kontakt mit diesen nordafrikanischen Gläubigen machten Rebecca und Clemens einen ersten Besuch in Nordafrika. Rebecca sagte der Frau des Pastors, sie könne ja einige Frauen zum Malen einladen. Als Künstlerin und weil sie es selber immer wieder erlebt hatte, hatte sie eine Ahnung, dass Kreativität den nordafrikanischen Frauen helfen könnte, einen Zugang zu dem, was Gott sagen wollte zu finden.
Noch ein Traum wird Realität
Zehn Tage vor der Reise meinte ein Freund: „Rebecca, du weisst schon, dass du ein Seminar leitest da in Nordafrika.“ Rebecca erschrak, bereitet sich vor und reiste nach Nordafrika. Was sie dort erlebte als sie mit den Frauen malte und sie ermutigte, war wie ein Wendepunkt.
Rebecca und Clemens besuchten weitere Länder in Nordafrika. In einem trafen sie ein Team, das unter anderem ein kreativ Projekt hatte. Sie spürten Frieden bei diesem Besuch und wussten: „In dieses Land sollen wir ziehen.“
Auch dieser Traum, der gestorben schien, war zum Leben erwacht. Gott hatte die Tür wieder geöffnet.
Nordafrika