Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/173088

<h2>SubmittedText<h2><p>In Kanada besteht im Rahmen des Resettlement-Programms für Uno-anerkannte Kriegsflüchtlinge eine Einbindung der Zivilgesellschaft, indem auch private Hilfsorganisationen oder anerkannte Personengruppen in den Gemeinden des Resettlement das private Sponsoring und die Integrationsbegleitung übernehmen können.</p><p>- Ist ein solches Sponsorship-Programm auch in der Schweiz möglich?</p><p>- Könnte damit die humanitäre Tradition zivilgesellschaftlich stärker verankert werden?</p><p>- Bräuchte es dazu gesetzliche Anpassungen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Schweiz fehlt heute eine klare gesetzliche Grundlage für eine verbindliche Beteiligung privater Akteure an humanitären Aufnahmeprogrammen, wie dies etwa Kanada kennt. Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf die Motion Sommaruga Carlo 16.3455 in Aussicht gestellt, die gesetzlichen Grundlagen für eine verbindliche Beteiligung privater Akteure bei der Umsetzung von humanitären Aufnahmeaktionen zu prüfen. Dabei wird er sich auch mit den Erfahrungen anderer Staaten in diesem Bereich auseinandersetzen und abklären, ob eine solche Lösung auch für die Schweiz sinnvoll wäre.</p>