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Selbst Experten können nicht mit Sicherheit sagen, warum Jahr für Jahr die Grippe im Winter immer wieder ausbricht. Es gibt eine Reihe von Studien, die zeigen, dass sich die Influenza-Viren, die für Erkältungen und Grippe verantwortlich sind, bei niedrigen Temperaturen draussen und bei trockener Heizungsluft sehr wohlfühlen. Die Influenza-Viren können sich so leicht vermehren. Dagegen vermuten Experten jedoch auch, dass unser Immunsystem bei niedrigen Temperaturen und bei trockener Heizungsluft nicht so aktiv ist, um Viren abzuwehren. Die Schleimhaut der oberen Atemwege ist für Infektionen anfälliger.
Die Erkrankten sind in allen Altersschichten zu finden und die Influenza kann sogar zum Tod des Patienten führen. Sehr schlimm war die Grippe in der Saison 2014/2015. Gefährlich wird die Influenza vor allen Dingen für Kinder, chronisch Kranke, ältere Menschen ab etwa 60 Jahren und für Schwangere.
Aus welchem Grund ist die Influenza so ansteckend?
Die Grippeviren werden durch eine Tröpfcheninfektion von einer Person auf die andere übertragen. Dies geschieht durch Sprechen, Niesen, Husten und auch beim Küssen. Des Weiteren können sich die Viren eine Zeitlang auf Kontaktflächen wie Türklinken, Einkaufswagen, Telefonhörer und Ähnlichem halten. Die Viren gelangen dann über die Handflächen auf die Schleimhäute, wie zum Beispiel Mund, Nase oder Augen.
Hat man sich erst einmal angesteckt, dann bricht die Grippe oft innerhalb von eins bis zwei Tagen aus. Sie kann bis zu einer Woche anhalten. Zu den typischen Symptomen für eine Grippe zählen Kopf- und Gliederschmerzen, Reizhusten, Fieber und Schüttelfrost.
Wie lange ist man mit einer Grippe ansteckend?
Schon einen Tag bevor man die Symptome selbst wahrnimmt, ist man für andere Menschen ansteckend. Es kann durchaus gesagt werden, je schlimmer die Symptome sind, umso ansteckender ist man für andere.
Wie kann man sich schützen?
1. Die Hände sollte man nicht nur regelmäßig, sondern auch mit warmem Wasser und Seife waschen. Dies gilt insbesondere, bevor man beginnt zu kochen, zu essen oder nachdem man auf der Toilette war.
2. Man sollte die Hände vom Gesicht fernhalten. Auf keinen Fall sollte man sich mit ungewaschenen Händen an den Mund, die Nase oder die Augenfassen.
3. Zu Erkrankten sollte man engen Kontakt vermeiden. Ideal ist ein Abstand von mindestens 2 Meter. Hat in der Familie jemand Grippe, dann sollte man auf eine räumliche Trennung achten und Bereiche, die man gemeinsam nutzt, wie Küche und Bad, extrem sauber halten.
4. Man sollte die Schleimhäute möglichst feucht halten. Dazu ist es sinnvoll überheizte Räume zu meiden, regelmäßig zu lüften und auch viel zu trinken.
5. Wunden sollte mit einem Pflaster oder einem Verband schützen, damit an diesen Stellen keine Viren in den Körper gelangen.
6. In den besonderen Grippe-Monaten sollte man auf das Händeschütteln verzichten. Experten raten zu einem Klopfen auf die Schulter bei der Begrüßung, denn dies ist ebenso freundlich.
7. Man sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Dazu zählen viel frisches Obst und Gemüse. Die Vitamine A, C und B6 schützen sehr gut gegen Grippeviren.
8. Hat man sich mit Grippe angesteckt, sollte man in jedem Fall zu Hause bleiben, bis man wieder richtig gesund ist. Kranke Kollegen auf der Arbeit sind eine Gefahr für alle anderen Kollegen. Bleibt man nicht zu Hause, steckt man sehr leicht andere Kollegen an.
Hilft eine Grippe-Impfung?
Wer sich rechtzeitig und jährlich gegen Grippe impfen lässt, kann aktiv gegen die Influenza-Viren vorgehen. Jedoch muss man auch wissen, dass der Impfstoff nicht zu 100 % schützt und man dennoch erkranken kann.
Bildquelle: Capri23auto / pixabay.com