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(ots)
- Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst
Vaduz, 28. April (pafl) - Für das Jahr 2000 betrug das
Wirtschaftswachstum in Liechtenstein 8.7 Prozent. Das
Bruttoinlandprodukt (BIP), der Wert der erwirtschafteten Leistung,
betrug CHF 4'349 Mio. (2002: CHF 4'002 Mio). Das BIP gibt Auskunft
über die während eines Jahres erbrachte Produktionsleistung eines
Landes. Vereinfacht gesprochen umfasst das BIP den durch die
Produktion von Waren und Dienstleistungen geschaffenen Mehrwert.
Hauptbestandteil des BIP ist die Wertschöpfung. Sie wird berechnet,
indem die eingekauften Vorleistungen vom Verkaufswert der
hergestellten Güter abgezogen werden. Typische Vorleistungen sind
Rohmaterialien, die Kosten für Transport, Miete und Werbung. Mit der
erzielten Wertschöpfung decken die Unternehmen unter anderem die
Löhne der Arbeitnehmer, die Zinskosten und die Abschreibungen. Die
Aufgliederung der Wertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen ergibt
folgende Zahlen:
Industrie und warenproduzierendes Gewerbe 40 Prozent
Allgemeine Dienstleistungen 25 Prozent
Finanzdienstleistungen 30 Prozent
Landwirtschaft und Haushalte 5 Prozent
Zur Erzeugung des BIP tragen alle Erwerbstätigen bei, die in
Liechtenstein beschäftigt sind. Wegen des grossen Anteils der
Zupendler an der Gesamtzahl der in Liechtenstein Erwerbstätigen,
Ende 2000 betrug der Anteil der Zupendler 42 Prozent, lassen sich
keine Rückschlüsse vom Bruttoinlandsprodukt auf die
Einkommenssituation der Bevölkerung ziehen.
Das Bruttonationaleinkommen (BNE) betrug im Jahr 2000 CHF 4'116
gegenüber CHF 3'869 Mio. im Vorjahr. Im Bruttonationaleinkommen
werden alle Einkommen zusammengefasst, die den inländischen
Unternehmen, dem Staat und den Einwohnern aus ihrer
Produktionstätigkeit und ihrem Vermögen zugeflossen sind.
Das Volkseinkommen belief sich auf CHF 3'301.5 Mio. (CHF 3'138,7
Mio.). Im Volkseinkommen sind alle Einkommen zusammengefasst, die
der Bevölkerung, den Unternehmen und dem Staat während eines Jahres
zugeflossen sind. Die Einkommen stammen aus der Produktionstätigkeit
und dem Vermögen der Inländer. Den privaten Haushalten flossen rund
CHF 2 Mrd. (CHF 1,9 Mrd.) oder 61 Prozent des Volkseinkommens zu.
Dieser Betrag setzt sich zusammen aus: Arbeitnehmerentgelt: CHF 1,3
Mrd. Selbständigeneinkommen: CHF 0,1 Mrd. Vermögenseinkommen: CHF
0,6 Mrd.
Die restlichen zwei Fünftel des Volkseinkommens verteilen sich auf
die Kapitalgesellschaften und den Staat. Die unverteilten Einkommen
der Kapitalgesellschaften beliefen sich auf CHF 1 Mrd. Franken. Dem
Staat flossen rund 0,13 Mrd. Franken des Volkseinkommens zu.
Arbeit ist der wichtigste Inputfaktor im Produktionsprozess. Dem
Arbeitnehmerentgelt kommt deshalb im volkswirtschaftlichen Kreislauf
eine zentrale Bedeutung zu. Die liechtensteinischen Arbeitgeber
zahlten 2000 rund CHF 2'244 Mio. (CHF 1'981.7 Mio.)
Arbeitnehmerentgelt an die Arbeitnehmer aus. Enthalten sind in
dieser Zahl sowohl die Bruttolöhne als auch die Sozialbeiträge.
Teilt man die Gesamtsumme des Arbeitnehmerentgelts nach
Wirtschaftsbereichen auf, zeigt sich, dass die Industrie und das
warenproduzierende Gewerbe einen Anteil von 45.5 Prozent erbrachten.
Es folgten die allgemeinen Dienstleistungen mit 33.5 Prozent des
Arbeitnehmerentgeltes. Die restlichen Anteile erbringen der
Finanzdienstleistungsbereich mit 20 Prozent sowie die Landwirtschaft
und Haushalte mit 1 Prozent.
Weitere Informationen finden sie in der Publikation
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Liechtensteins 2000. Diese ist
im Internet unter www.avw.llv.li
abrufbar oder in Papierform beim
Amt für Volkswirtschaft erhältlich.
Kontakt:
Amt für Volkswirtschaft
Abteilung Statistik
Bruno Büchel
Tel.: +423/236 68 89
<email-pii>