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Von Meghana Raveendra
Im National Food Security Act (2013) heißt es: «Das Grundkonzept der Ernährungssicherheit besteht weltweit darin, sicherzustellen, dass alle Menschen zu jeder Zeit Zugang zu den Grundnahrungsmitteln für ein aktives und gesundes Leben haben.
Obwohl unsere indische Verfassung keine explizite Bestimmung bezüglich eines Rechts auf Nahrung enthält, kann das Grundrecht auf Leben, das in Artikel 21 der Verfassung verankert ist, derart interpretiert werden. Denn es sollte doch das Recht auf ein menschenwürdiges Leben einschließen, was wiederum das Recht auf Nahrung und andere Grundbedürfnisse beinhalten kann.
Nach Angaben des Mid-Day Meal Scheme – Ministry of Education, Government of India, sind 115,9 Millionen Kinder in dieses Program berücksichtigt.
Im letzen Jahr, als sich die Lockdowns immer weiter ausdehnten, beschloss die Zentralregierung, gemeinsam mit den Regierungen der Bundesstaaten, den Familien bedürftiger Kinder, Nahrungsmittel und Koch-Utensilien zur Verfügung zu stellen.
Denn die Schulen waren geschlossen und warme Malzeiten konnten nicht mehr bereitgestellt werden. Heute, nach einem Jahr gibt es keinen Bericht darüber, ob alle Kinder wirklich mindestens eine Mahlzeit am Tag zu sich nehmen konnten. Aber viele Kinder und ihre Familien sind in Indien oft auf diese eine Mahlzeit angewiesen, um den Tag überstehen zu können.
Die Eltern, die als Tagelöhner arbeiten, hatten im letzten Jahr überwiegend keine Arbeit und konnten nicht zum Broterwerb beitragen.
Der Anteil der Kinder, die in staatliche Schulen gehen, liegt bei 65 %. Und doch gibt es den Glauben, dass private Schulen die besseren Schulen sind.
Ob das so stimmt, sei mal dahin gestellt. Klar ist aber, dass ein Großteil der Bevölkerung sich für ihre Kinder keine private Schule leisten kann.
Daher können wir davon ausgehen, dass der größte Teil aller Schulgänger in Staatlichen Schulen aus armen Familien stammt.
Ob diese 65 % wirklich während der Lockdowns eine warme Malzeit bekommen, kann nicht nachgewiesen werden.
Wenn eine Pandemie uns nicht dazu bringt, aktiv zu werden und sicherzustellen, dass jedes Kind in unserem Land Zugang zum Recht auf Nahrung hat, haben wir als System versagt.
Glücklicher Weise gibt es Menschen und Organisationen in Indien, die das Problem aktiv angehen. John Peter, ein kanthari von 2013, hat eine Organisation namens ALDU Foundation gegründet. Er arbeitet mit ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen in Pondicherry und Tamil Nadu, besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Lebensunterhalt.
Sein aktuelles Projekt befindet sich in Thiruvallur, Tamil Nadu. Anna Nagar ist eines der Dörfer eines Ureinwohnerstamms. Die meisten Einwohner sind Tagelöhner. Sie arbeiten in einer Reismühle oder sie verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Pflücken von Blumen.
Es gibt etwa 800 Familien in dieser Gemeinschaft.
Er hat 210 Kinder identifiziert, davon lernen 110 in der Grundschule, 60 in der weiterführenden Schule und 40 in Sonderschulen (die meisten sind allerdings Schulabbrecher).
John Peter hat in den letzten zwei Monaten mit ihnen gearbeitet. Dabei fand er heraus, dass es seit der Schul-Schließung im Letzten Jahr für die Kinder der Familien weder warme Malzeiten, noch Grundnahrungsmittel gab.
John Peter hat jetzt einen Fundraiser gestartet, um den Kindern wenigstens eine tägliche warme Malzeit zur verfügung zu stellen. In der Zwischenzeit müssen die Dörfler herausfinden, welche Arbeiten sie während des Lockdowns verrichten dürfen/können, um ein wenig Einkommen zu generieren. Über folgenden Link können Sie John Peter helfen: https://gocrowdera.com/aldufoundation
Die Auswirkungen der Pandemie werden in den kommenden Jahren zu spüren sein. Man kann nur darauf hoffen, dass die Regierung alles dafür tut, dass die Grundbedürfnisse wirklich sicher gestellt werden.
In der Zwischenzeit müssen NGOs wie die von John Peter unterstützt werden. Denn sie gleichen aus, was von oben vernachlässigt wird.