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Nur die Spitze der FDP Schweiz, vor allem der charmante, aber sonst wirkungslose Tessiner Fulvio Pelli, will nicht begreifen, dass der Freisinn ziemlich am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Alle anderen rätseln, was den Untergang der FDP Schweiz ausgelöst hat. Die wichtigsten Argumente, welche vorgebracht werden, seien hier angeführt:
– Der Untergang der Swissair und der „alten“ UBS.
– Der Sturz von Bundesrätin Elisabeth Kopp
– Der Entscheid der FDP-Delegierten vom 17. Oktober 1992, dem EWR beitreten zu wollen.
– Die Teilübernahme der Liberalen Partei, die seither von der Bühne verschwunden ist.
– Eine ästhetisch falsche Kommunikationspraxis der Partei, die sich in der Auflösung des alten, soliden Parteilogos ausdrückt.
Das sind externe Ursachen und interne Gründe, die auf zwei Faktoren beruhen: Die Parteipräsidenten seit Franz Steinegger haben zu wenig in die Erhaltung und Stärkung der Parteiorganisation investiert. Dies gab der SVP die Chance, sich national zur stärksten Wirtschaftspartei aufzubauen. Die FDP wurde seit Franz Steinegger zu einer „Pendel-Partei“, die kaum mehr ein eigenes Programm aufbaute, sondern Mehrheiten suchte.
Nach Franz Steinegger als Parteipräsident gab es ein Interregnum von unfähigen und scheiternden Parteipräsidenten, darunter eine Frau. Fulvio Pelli, dem fälschlicherweise nachgesagt wurde, er sei im Tessin sehr erfolgreich gewesen, übernahm die Aufgabe, immer den Bundesrat im Blick. Das gab der Partei den Todesstoss. Enorm belastend waren die „linken“ Zürcher Freisinnigen, die eine „Koalition der Vernunft“ gegen die SVP betrieben.
Jetzt sitzt die FDP in der Falle. Nur die Zusammenarbeit mit der SVP kann sie retten, dann als politischer Wurmfortsatz der Volkspartei, die einmal die gleiche Rolle bei der FDP spielen musste.