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Ruedi Späni erhielt am Montagabend den Kulturpreis der Gemeinde Freienbach.
Er sei nicht so sehr der Kulturschaffende, sondern «vielmehr der Kulturraum- Schaffer», sagte der Freienbacher Gemeindepräsident Daniel Landolt am Montagabend an der Kulturpreisübergabe. Der Kulturpreisträger 2023 der Gemeinde Freienbach ist Ruedi Späni. Sein «Werk» ist umfangreich. Landolt blickte weit zurück, erwähnte das Jahr 1865, als das Vorhaben, in Pfäffikon einen Dampfschiffsteg zu erstellen, scheiterte, 120 Jahre später aber wieder aufgenommen wurde, und zwar von Ruedi Späni, damals Vizepräsident des Gemeinderates. «Zusammen mit dem Kloster, der Steinfabrik und der Hofleute-Korporation gelang es Ruedi Späni, aus den knapp 1000 Quadratmetern öffentlichen Raumes am See im Pfäffiker Unterdorf 36 000 Quadratmeter zu schaffen.» Es entstanden die Seeanlagen, die Badi, und das Unterdorf wurde «mit Kultur belebt». Landolt erwähnte die Chilbi, Zirkus-Gastspiele und nicht zuletzt das Kino am See, in dessen Rahmen die Kulturpreisübergabe erfolgte.
Ein harmonisches Trio
Badi und Seeanlagen waren das eine, es folgte die Renovation des Schlossturmes in den Jahren 1986 bis 1988, die Gründung des Vereins Pro Schloss, dessen erster Präsident Ruedi Späni war, und schliesslich in den Jahren 2002 bis 2018 die Renovationsarbeiten auf der Insel Ufenau. Der Ufenau-Projektgruppe stand wiederum Ruedi Späni vor. Ein harmonisches Trio also, das heute Räume für die Kultur bietet. «Die Ufenau», so zitierte Gemeindepräsident Landolt den Kulturpreisträger Späni, «bildet das Ende der Perlenkette.»
Erstmals mit Kulturpreis-Pin
Die Gemeinde Freienbach vergibt den mit 5000 Franken dotierten Kulturpreis in unregelmässigen Abständen, letztmals 2017 an Fredy Kümin. Erstmals erhielt dieses Jahr der Preisträger einen von Al Meier entworfenen und von der Kulturkommissionspräsidentin und Goldschmiedin Ladina Gross erschaffenen Kulturpreis-Pin in Platin und mit einem Saphir besetzt.
«Im Kreis vieler Gleichgesinnter»
Ruedi Späni bedankte sich herzlich, wollte jedoch die Lorbeeren nicht alle für sich selbst beanspruchen. «Die Anerkennung und Wertschätzung ehrt und freut mich. All das ist im Kreis vieler Gleichgesinnter entstanden und wird heute von vielen gehegt und gepflegt», so Späni. Und viele dieser Gleichgesinnten waren denn auch Gäste an der Preisübergabe. Zum Schluss wartet Späni noch mit einer kleinen Überraschung auf: Er übergab dem Gemeindepräsidenten ein Fläschen Marc, das vom Schlossturmfest 1985 übrig geblieben war. Ob dieser Marc noch geniessbar war beziehungsweise ist, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Stefan Grüter