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Kommission sagt Ja zur Pistenverlängerung am Flughafen Zürich
Die links-grüne Minderheit der Kommission hat einen Ausbau des Flughafens Zürich abgelehnt. Die GLP fordert verbindliche Zusagen zu Klimazielen und Kapazitätsausbau, wie es in einer Mitteilung der Kommission vom Freitag hiess. Sie will die Vorlage an den Regierungsrat zurückweisen.
Die Mehrheit aus SVP, FDP, Mitte und EVP hält fest, dass eine erhöhte Sicherheitsmarge und eine grössere Zuverlässigkeit im volkswirtschaftlichen Interesse der ganzen Schweiz liegen würden.
Als nächstes wird der Kantonsrat über die Vorlage beraten. Der Entscheid unterliegt dem fakultativen Referendum. Angesichts des Widerstands von Parteien und Anwohnerverbänden ist eine Volksabstimmung absehbar.
Grüne und GLP haben bereits auf die Mitteilung reagiert. «Sollte der Kantonsrat zustimmen, werden wir das Referendum ergreifen», schreiben die Grünen.
Die Vereinigung «Fair in air» hat schon vor dem Kommissionsentscheid eine Kampagne gegen die Verlängerung begonnen. Der Schutzverband wiederum schrieb Ende Februar, dass mit der Verlängerung eine Verkehrszunahme in der Nacht möglich sein werde. Er forderte eine qualitative satt quantitative Aufwertung des Flughafens. Die Handelskammer Zürich und das Komitee «Weltoffenes Zürich» begrüssen den Entscheid hingegen.
Kosten von 250 Millionen Franken
Die Flughafen Zürich AG nimmt «erfreut» vom Entscheid der Kommission Kenntnis, wie sie in einer Mitteilung schreibt. «Die Pistenverlängerungen führen nicht zu einer Kapazitätserhöhung, da kein Zusammenhang zwischen Pistenlänge und Anzahl Flugbewegungen besteht», heisst es weiter. Es gebe keine alternativen Massnahmen im Flugbetrieb, die solche Verbesserungen bei der Sicherheit und Reduktion von Verspätungen mit sich bringen würden.
Der Flughafen Zürich beantragt die Verlängerung der Piste 28 um 400 Meter nach Westen und der Piste 32 um 280 Meter nach Norden. Die Kosten von 250 Millionen Franken würde die Flughafen AG tragen.
Der heutige Betrieb auf dem Flughafen Zürich gilt wegen den sich kreuzenden Pisten und den im Tagesverlauf wechselnden Betriebskonzepten als komplex. Eine Sicherheitsüberprüfung hatte bereits 2012 Handlungsbedarf aufgezeigt. Ein allfälliger Baubeginn wird nicht vor 2030 erwartet.