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regelmäßig niedrigen)
Preis zu entrichten ist, z. B. Deputatgetreide, Deputatholz etc.
Wo diese Leistungen abgelöst und in feste Geldbeträge umgewandelt worden sind, pflegte man sich zur Bestimmung der letztern
nach dem Durchschnittspreis der letzten 25 oder 20 Jahre (mit Auslassung der beiden teuersten und der beiden wohlfeilsten
Jahre) zu richten. Die Verpflichteten haben dabei fast immer gewonnen, die Berechtigten häufig verloren.
- Bei sequestrierten
Stammgütern ist Deputat das, was dem
Besitzer daraus zum Unterhalt ausgesetzt ist.
Endlich bedeutet, wiewohl
seltener, Deputat s. v. w.
Besoldung,
Bestallung, auch s. v. w.
Apanage.
Beide waren wieder entweder ordentliche oder außerordentliche Deputationstage, je nachdem sie nach der in den
Reichs- oder
den Provinzialgesetzen vorgeschriebenen
Verfassung oder außer der
Ordnung wegen eingetretener besonderer Umstände gehalten
wurden. Die von den
Deputierten und kaiserlichen
Kommissaren zu stande gebrachten und in einer
Urkunde gesammelten
Beschlüsse hießen Deputationsrezesse (Deputationsabschiede); vgl.
Reichsdeputation. - Deputationen hießen auch früher
die von einem Kollegialgericht abgeordneten
Einzelrichter.
(lat.), »Abgeordnete«,
die von einer Versammlung, einem
Kollegium oder aus der Mitte sonstiger Genossen Abgesandten, welche für
jene auftreten und dieselben vertreten sollen. So werden in größern
Gemeinden einzelne Mitglieder zur
Verwaltung besonderer
Zweige des Gemeindewesens
(Armen-,
Schul-, Gewerbewesen etc.) »deputiert«.
Quincey (spr. kwinnssi),Thomas, engl. Schriftsteller, geb. zu Greenhay bei
Manchester,
[* 2] Sohn eines wohlhabenden
Kaufmanns, der frühzeitig starb, wurde zu
Bath erzogen, entlief mit 16
Jahren
heimlich nach
London,
[* 3] wo er in die bitterste
Not geriet, vollendete von 1803 an in
Oxford
[* 4] seine
Studien und ließ sich dann zu
Grasmere in der Seengegend nieder, wo er zu
Wordsworth, der dort wohnte, in vertrauliche Beziehungen trat und der Schriftstellerei
zugeführt wurde.
Schon seine ersten
Versuche, Beiträge zum
»LondonMagazine«,
dem er fortan ein treuer Mitarbeiter blieb,
hatten glänzenden Erfolg.
Später (1832) siedelte er nach
Laßwade bei
Edinburg
[* 5] über, wo er sein übriges
Leben, zuletzt in
ziemlich dürftigen Umständen, verbrachte. Er starb in
Edinburg während eines Besuchs. Von seinen zahlreichen
Schriften, die sich über die verschiedensten Gegenstände verbreiten und sich stets durch vollendeten
Stil und geistvolle, wenn auch nicht immer gründliche Behandlung auszeichnen, sind als das bedeutendste seine
»Confessions
of an
English opium-eater« zu nennen, die 1821 im
»LondonMagazine«, 1822 als
Buch erschienen und seitdem zahlreiche
Auflagen
erlebten.
Dieses ergreifende Werk, das in seiner Eigenartigkeit gewissermaßen eine neue
Spielart litterarischer
Erzeugnisse bildet, ist eine Art
Autobiographie, da der Verfasser selber der
Gewohnheit des Opiumessens schon von
Oxford her
eine
Reihe von
Jahren hindurch im stärksten
Grad frönte (er genoß eine Zeitlang täglich 320
Gran)
[* 6] und sich trotz alles Ankämpfens
nie ganz davon befreien konnte. Ein
Pendant dazu bilden die pathetisch beredten »Suspiria
de profundis«.