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"Der klassische Vermögensverwalter wird künftig einiges über Computertechnologie verstehen müssen", erklärte Swissquote-Chef Marc Bürki in einem Interview mit der "SonntagsZeitung".
Die Technologie sei die einzige Form, wie man die Kosten senken könne. "Man verdient in der Vermögensverwaltung heute schon weniger Geld. Die Margen sinken weiter. Vermögensverwalter müssen zwingend mehr Kunden betreuen und in der Folge einen Teil der Pflichten an den Computer delegieren können", so Bürki.
Banken, die den digitalen Wandel nicht mitmachten, würden verschwinden. Sehr schwierig werde es für kleine Banken mit weniger als 15 Milliarden Franken verwalteten Vermögen - auch weil der Regulationsaufwand weiter zunehme. Kunden seien heute zudem preissensitiver bei den Gebühren. Roboter würden die Gebühren noch stärker drücken.
Swissquote setzt auf das Robo-Advisory. Aktuell hat die Onlinebank in diesem Bereich 1600 Kunden mit 170 Millionen Franken Vermögen. "In drei Jahren werden wir allein mit dem Robo-Advisory eine Milliarde Franken verwaltete Vermögen erreichen", erklärte Bürki.
Die Vermögensverwaltung mittels Roboter kostet bei Swissquote 0,5 Prozent als Management Fee plus 0,45 Prozent für die Transaktions- und Depotgebühren. Es gehe nicht darum, ein Discountangebot zu machen, sondern einen technologischen Vorsprung zu bieten, verteidigte Bürki diese Kosten.
Seiner Meinung nach treffen Computer bessere Entscheide als erfahrene Vermögensverwalter. Computer würden laufend Risiken überwachen und anhand neuer Informationen Vermögensentscheide treffen. Anders als der klassische Vermögensverwalter schlafe der Computer nicht, mache kein Wochenende und treffe Entscheide viel schneller und ohne Emotionen.
(SDA)