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Vor 14 Tagen hatte das Bundesgericht entschieden, dass Rolf Erb seine Haftstrafe von 7 Jahren definitiv antreten muss. Wiederholt hatte Erb den Haftantritt wegen gesundheitlicher Problemen und Selbstmordgefahr hinausgezögert. Nun ist der Millionen-Betrüger tot. Seine Partnerin hatte ihn in seinem Schloss in Salenstein im Kanton Thurgau gefunden. Die Todesursache sei bislang noch unklar, so die Kantonspolizei Thurgau. Durch die Vorgeschichte deutet vieles auf Selbstmord hin.
Jahrelanger Justizfall
Am 22. März 2012 wurde Rolf Erb unter anderem wegen gewerbsmässigen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung zu 8 Jahren Haft verurteilt. Erb zog das Urteil durch alle Instanzen, bevor das Bundesgericht im Jahr 2015 Erb zu insgesamt sieben Jahren verurteilte. Ausserdem entschieden die Gerichte, dass seine Immobilien und die Oldtimer-Sammlung zwangsversteigert werden. Am 1. Mai diesen Jahres hätte Erb definitiv aus seinem Schloss im Kanton Thurgau ausziehen müssen.
Firmenpleite für die Geschichtsbücher
In den 1920er Jahren baute der Grossvater von Rolf Erb eine Autoreparaturwerkstatt in Winterthur auf. Die Firma entwickelte sich zum weltweit tätigen Grossunternehmen. Am Schluss hatte die Erb-Gruppe 5000 Angestellte in 80 Länder. Nach dem Tod von Erbs Vater 2003 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Mit einer Forderungssumme von 2.4 Milliarden Franken war es die zweitgrösste Firmenpleite in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Nur das Swissair Grounding sorgte für mehr Schulden.