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Auenlandschaften seien faszinierende, vielfältige Lebensräum mit grosser Bedeutung für viele Tier und Pflanzenarten, schreibt die BGS in einer Medienmitteilung.
Auenböden befinden sich in Flusstälern, die im natürlichen Zustand sehr dynamische Naturräume sind. Periodische Hochwasser führen zu einem Wechsel von Ablagerung und Erosion von Sedimenten. Auenböden charakterisieren sich durch die Wechsellagen verschiedener Ablagerungsschichten. Durch die Häufigkeit der Überschwemmungen kann sich kein Oberboden ausbilden. Der Fluss ändert häufig seinen Lauf und überschwemmt Flächen, die zuvor trocken waren. Diese Dynamik erzeugt eine grosse Vielfalt an Arten und Lebensräumen, die einem ständigen Wandel unterworfen sind.
Eine typische Bodenabfolge in einem Auengebiet beginnt in dem mehrmals pro Jahr überschwemmten Flussbett mit einem nur ganz schwach entwickelten, geschichteten Auenboden unter einer gehölzfreien Aue. Auf Auenterrassen sind die Standortsbedingungen stabil genug, dass sich trotz der Hochwasser, die dort jährlich oder seltener auftreten, ein Pionierwald entwickeln kann.
In dieser Lage findet man in der Regel Böden des Bodentyps Fluvisol, immer noch schwach entwickelt aber mit einem meist schön ausgebildeten Oberboden. In den weiter vom Fluss entfernten Bereichen und auf den höher gelegenen Terrassen findet man schliesslich Böden des Bodentyps Braunerde. Durch chemische Verwitterungsprozesse ist dort über längere Zeit ein gut entwickelter, fruchtbarer Boden entstanden.
Wegen der Begradigung von Flüssen sind seit 1850 rund 70 Prozent der Auen zerstört worden. Durch Revitalisierungen werden sie wiederhergestellt. Diese aussergewöhnlichen Naturräume werden heute teilweise durch Revitalisierungen wiederhergestellt, hält die BGS fest.