Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03422.jsonl.gz/903

Kamelreiten in Ägypten gehört für viele Urlauber zu den Top-Attraktionen, wird aber bald der Vergangenheit angehören, da Touristen auf alternative Verkehrsmittel umsteigen müssen.
Das Verbot touristischer Kamelritte bei den Pyramiden von Gizeh und archäologischen Stätten wurde im Oktober 2020 vom ägyptischen Tourismusministerium angekündigt. Grund für das Verbot ist die Misshandlung von Arbeitstieren, die gegen die ägyptische Verfassung verstösst. Eine Untersuchung zum Missbrauch von Tieren in der ägyptischen Tourismusbranche wurde 2019 von der Tierschutzorganisation PETA durchgeführt. Laut PETA-Biologin Yvonne Würz wurden sie Zeugen, wie Kamele mit Stöcken geschlagen, gezwungen wurden, sich auf die Knie zu bewegen, gezogen und geschleift wurden, und sie wurden Zeuge, wie ein Kamel auf der Ladefläche eines Lastwagens festgebunden und mitgeschleift wurde.
Die Tierschutzgruppe glaubt, dass die einzige Möglichkeit, die Situation zu korrigieren, ein Verbot der Arbeitstiere aus touristischen Orten ist, was hoffentlich ab diesem Jahr in die Praxis umgesetzt wird. Das Verbot wurde aufgrund der Pandemie ausgesetzt. Alternative Transportmittel wie Elektroautos, Tretrikschas und Sandfahrzeuge sollten genutzt werden.
PETA empfiehlt, dass auch Touristen ihren Teil dazu beitragen sollten, diese Art von Tierquälerei zu verhindern, indem sie diese Art von Tierattraktionen meiden. Dies geschieht nicht nur in Ägypten, sondern auch an anderen Reisezielen, beispielsweise in Asien, wo Elefantenreiten eine Attraktion ist, oder Stierkämpfe in Spanien.
Bild (c) unsplash/Simon Berger