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Was ist ein Schocktrauma?
Schocktraumata sind einmalige, intensive Erlebnisse, welche zu plötzlich, zu heftig und zu intensiv auf uns einwirken. Dies kann durch einen Unfall, eine kurze Naturkatastrophe, Krankheit, Kündigung, finanziellen Verlust, den Tod eines geliebten Menschen, Scheidung, Einbruch, Gewalterfahrung, Mobbing, etc. sein.
Das Trauma liegt jedoch nicht im Ereignis selbst, sondern in der jeweiligen Reaktion darauf. Gelingt die Verarbeitung nicht vollständig, können Symptome folgen, welche sich in Form von Albträumen, Flashbacks, Unruhe, Gereiztheit, Gedankenkreisen, Hyperaktivität, körperliche Stressreaktionen (z.B. Herzrasen, Schweissausbrüche) oder Schlafproblemen zeigen können.
Wieso diese Schockstarre?
- Im Moment der enormen Lebensbedrohung geht es darum, das eigene Leben zu sichern. Für das bewusste Nachdenken und Entscheiden bleibt keine Zeit. Deshalb wird das Grosshirn, welches für das rationale Denken zuständig ist, ausgeschaltet.
- Das limbische System (auch Mittelhirn genannt) übernimmt die Führung. Die Amygdala, das Alarmsystem des Gehirns, spring an und schlägt Alarm. Stresshormone werden in sehr grossen Mengen freigesetzt. Blitzschnell wird entschieden, wie diese schlimme Situation am schnellsten eliminiert wird, ob durch fliehen oder kämpfen.
- Wenn beides nicht möglich ist (z. B. eingeklemmt im Auto nach einem Unfall), kommt das Stammhirn zum Einsatz (wird auch Reptiliengehirn genannt und ist evolutionsbedingt der älteste Gehirnteil).
Da Entkommen aus dieser äusseren, massiven Bedrohung nicht möglich ist, findet die Erstarrung und Abspaltung statt. (Freeze oder Fragment)
Dies ist eine Überlebensstrategie, welche auch bei Tieren zu beobachten ist, hier ein Beispiel:
Greift der Adler die Feldmaus an, und sie kann nicht fliehen, dann geht die Maus in den Totstellreflex. Dies in der Hoffnung, dem Tod zu entgehen. Denn die meisten Raubtiere mögen kein Ass und lassen von der Beute ab.
Hat die Feldmaus überlebt, schüttelt sie sich und zittert, um die Stressreaktion in ihrem Körper loszuwerden. Sie läuft weiter, als wäre nichts geschehen.
Ein unverarbeitetes Schocktrauma schränkt die Handlungsfähigkeit ein
Was ist, wenn das Nervensystem sich von diesen hochgefahrenen Stresshormonen nicht befreien kann? Wenn Zittern und Schütteln ausbleiben?
Wir unterscheiden 2 Arten von Schockstarre:
1. Bei Lebensbedrohung versteifen sich die Muskeln, um einen tödlichen Schlag nicht mehr zu spüren. Der Mensch fühlt sich wie gelähmt vor Angst.
2. Wenn das Gefühl vorherrscht, dass der sichere Tod bevorsteht, dann kollabieren die Muskeln. Der Mensch resigniert und fühlt sich hilflos.
Wenn Stresshormone im Körper nicht neutralisiert werden können, so verbleiben wir in der mobilisierten Energie von Kampf und Flucht.
Dies in Form von Übererregung (bei der ersten Schockart) oder Untererregung (bei der zweiten Schockart).
Möglichkeiten zur Auflösung von Schockstarre
Viele Wege führen nach Rom, so führen auch verschiedene Therapieformen, Methoden und Übungen zur Überwindung der Schockstarre:
- Somatic Experience
- Neurogenes Zittern
- Körperorientierte Traumatherapie
- EMDR
- Trauma Buster Technique
-
Etc.
Es gibt effektive Übungen, um wieder in die Selbstregulation zu kommen
Welche Übungen sehr wirkungsvoll sind, darauf gehe ich in im Online-Kongress: «Best of Masterclass» ein.
Da stelle ich diese Übungen im Video vor.
Fazit:
Schockstarre bezeichnet ein Feststecken von körpereigenen Stresshormonen, welche sich nach einem schlimmen Ereignis nicht auflösen konnten. Diese zeigen sich in einer Über- oder Untererregung. Ziel ist es, wieder in die Selbstregulation zu gelangen, dies durch gezielte Therapien, Methoden und Übungen.
In meiner Masterclass spreche ich über das Thema Schockstarre überwinden und zeige gezielte Übungen zur Selbsthilfe auf.
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