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Manchmal verdichtet sich in einem einzigen Dokument ein umfassendes – in diesem Fall unfassbares Geschehen. So in diesem Brief aus dem Jüdischen Museum Hohenems. Das Museum geniesst weit über die Region hinaus einen ausgezeichneten Ruf und ist mit dem Auto ab Winterthur in nur gerade einer Stunde zu erreichen.
Das Jüdische Museum Hohenems dokumentiert beispielhaft das Leben der jüdischen Gemeinde dieses Ortes. Sie erlebte in der Mitte des 19.Jahrhunderts eine kurze Blüte, schon ab 1860 verkleinerte sie sich stetig, vor dem Zweiten Weltkrieg lebte nur noch eine Handvoll Juden in diesem Ort.
Mit Hohenems verbunden ist auch das Schicksal der Familie Baum. Auf dem Begleittext lesen wir: „1943 schreibt Leopold Baum aus Schaan (FL) einen Brief an seinen Bruder in Auschwitz. Sie stammen aus der Hohenemser Familie Burgauer.Leopold ist mit seiner Familie rechtzeitig von Offenburg nach Schaan (FL) emigriert. Sein Brief kommt nach wenigen Monaten zurück mit dem Vermerk „Konzentrationslager verweigert Annahme des Briefes“. Paul Baum ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Leben.
Das Jüdische Museum Hohenems liegt übrigens nur 90 Autominuten von Zürich entfernt im St.Galler Rheintal auf der Höhe von Dornbirn.