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Wie sieht dein Traumhaus aus?
Auf der Seite http://www.drawahouse.com kannst du dein Traumhaus selber zeichnen.
Spannend ist es, die gezeichneten Häuser anzuschauen. Vom Krokodil im Garten über den kitschigen Springbrunnen bis zum eigenen Friedhof ist alles zu finden.
Was macht dein Traumhaus aus? Worauf kommt es an, dass ein Gebäude dein „Daheim“ wird?
Dass man in einem Traumhaus unglücklich sein kann ist keine neue Erkenntnis. In manch einer Villa haust eine rastlose Seele.
Lass uns mal an das Haus im übertragenen Sinn denken. Mit deinen Entscheidungen, deinen Beziehungen und deinen Lebenszielen baust du auch an einem Haus. Das Lebenshaus deiner Träume.
Bist du sicher dass du dich in deinem Lebenshaus einmal wohl fühlen wirst? Oder wirst du als rastlose Seele in deiner Lebensvilla enden?
Was macht ein gutes Daheim aus?
– Zuerst sicher einmal, dass das Dach dicht ist. Dann muss es im Winter beheizbar sein. Mir ist auch noch wichtig, dass nachts keine Ratten über die Bettdecke huschen.
– Dann das fliessende Wasser, die Kochgelegenheit und eine abschliessbare Türe.
– Als nächstes kommt eine bequeme Polstergruppe, ein Telefon und ein Tisch an dem man Essen kann.
– Zuletzt auf meiner Wunschliste stehen der Balkon, die Pflanzen und eine Kaffeemaschine.
Wie sieht deine Liste eines guten Daheims aus? Worauf könntest du niemals verzichten?
Stell dir vor, dein Leben würde nach folgender Grafik funktionieren:
Für jedes Prozent an Wohnqualität, das du bereit bist aufzugeben, würde die Beziehungsqualität in Partnerschaft und Familie ansteigen.
Wie weit würdest du gehen?
Wärst du bereit in einer Schilfmattenhütte zu wohnen, wenn du dafür das totale Beziehungsglück erleben könntest?
Die Grafik zum Qualitätszusammenhang von Gestern lässt sich auf auf deine Kirche anwenden. Wärst du bereit auf einen Teil der Ausstattung zu verzichten, wenn dafür deine Gottesbeziehung lebendiger würde?
Würdest du auf die Bänke verzichten und am Boden sitzen, wenn du dafür nacher erfüllter nach Hause gehen könntest?
Gott oder Luxus?
Ruth hat ihr Daheim verloren. Ihr Mann starb unerwartet und nun braucht sie neuen Anschluss an eine Gross-Familie. Zur Zeit als Ruth lebte, konnte man als Einzelperson nicht überleben. Zwei Wege stehen offen. Entweder geht sie zurück zu ihren Eltern oder sie geht mit ihrer ausländischen Schwiegermutter in deren Heimat. Bei der ersten Möglichkeit hat sie eine gesicherte Zukunft. Die zweite Variante birgt viele Risiken. Wird sie sich in dem fremden Land wohlfühlen? Wird sie dort ihren Lebensunterhalt verdienen können? Wird sie ein Daheim finden?
Ruth entscheidet sich für den zweiten Weg. Warum tut sie das? Warum verzichtet sich auf Sicherheit und bequeme Lebensumstände? Die Antwort darauf steht im Buch Ruth im Kapitel 1, Vers 16, wo Ruth zu ihrer Schwiegermutter sagt: „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.“
Ruths entscheidende Argumente waren die gute Beziehung zu ihrer Schwiegermutter und der Draht zu Gott. Für diese beiden war sie bereit, den Luxus eines bequemen Lebens aufzugeben.
Was bist du bereit aufzugeben, wenn du dafür gute Beziehungen und einen Draht zu Gott erhältst?
Was für einen Gott willst du?
Wie stellst du dir dein „Traum-Daheim“ in deiner Beziehung zu Gott vor? Was für eine Gottesbeziehung wünschst du dir?
Ein Gott, der da ist, wenn man ihn braucht?
Einer, dir vorgibt, was du tun sollst?
Einer, der dir eine grosse Freiheit in deinen Entscheidungen gibt?
Einer, der dich auch mal einen Fehler machen lässt?
Einer, der dir nahe ist?
Einer, der dich mit kreativen Gedanken versorgt?
Einer, der dir besondere Gefühle in besonderen Situationen gibt? (z.B. eine besondere Liebe, für eine Person, die gerade sehr traurig ist)
Einer, der jeden Schritt von dir notiert?
Einer, der Humor hat?
Einer, der auch mal was aushält? (z.B. wenn du ihn anklagst, oder zornig auf ihn bist)
Einer, der dich auch mal überrascht?
Einer, der langsam ist? (Langsam zum Zorn, oder langsam im Antworten?)
Einer, der immer einen Plan-B auf lager hat?
Einer der vergesslich ist? (Bei dem Müll den du anrichtest, oder bei seinen Versprechen?)
Einer, der dich herausfordert?
Einer, den du nicht verstehst?
Einer, den du manipulieren kannst?
Einer, mit dem du auch mal ein Bier trinken kannst?
Einer, der dich auch mal zappeln lässt?
Peinliche Funde
Zügeln ist peinlich. Da kommen Dinge zum Vorschein, die ich normalerweise in der untersten Schublade verstecke. Zum Beispiel meine Bart-Simpson-Gummimaske.
Hier eine Simpsons Maske von Barts Schwester Lisa.
Voller Simpsons-Euphorie bestellte ich vor Jahren dieses Teil aus Deutschland. Am Anfang war es ein lustiger Gag, dann verschwand sie in der Schublade. Als sie beim Zügeln wieder zum Vorschein kam, schämte ich mich dafür, wie ich so etwas dooooofes kaufen und aufbewahren konnte. Ich packte sie in eine Tasche, damit sie den Zügelhelfern ja nicht auffällt. Weggeworfen habe ich sie noch immer nicht…
Gibt es in meinem Lebenshaus auch solche peinlichen Funde? Dinge die ich mal getan oder gedacht habe, die mir heute peinlich sind? Die Idee eine Bombenattrappe im Schulhaus zu verstecken, oder Zeit als ich ein bisschen in Britney Spears verliebt war?
Was sind die peinlichen Funde in deinem Leben?
Gefährliche Funde
Beim Zügeln sind bei mir noch andere Dinge aufgetaucht, die gefährlicher sind, als eine alte Gummimaske. Zum Beispiel die Batterien, bei denen die Säure am Auslaufen ist. Ich habe sie in einer Plastiktüte zusammen mit alten 3.5“ Disketten aufbewahrt. Die Disketten wurden angesäuert und teilweise durchgefressen. Wer weiss, wohin sich diese Säure weiter gefressen hätte? Durch den Boden auf die Bettdecke der Nachbarn? Oder sogar in eine Strom- und Gasleitung? Das hätte einen riesen Knall gegeben!
Was sind die gefährlichen Funde in meinem Leben? Dinge, die sich durch die Konstruktion fressen und zum Schluss zum Einsturz des ganzen Gebäudes führen?
Jesus sagt in Matthäus 6.15: „Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“Unversöhnlichkeit ist eine Substanz, die mein Leben ruinieren kann. Ein gefährlicher Fund, den ich entsorgen muss, damit es nicht zum grossen Knall kommt.
Durch die Wüste
Staub wirbelt auf. Beladene Kamele trotten durch den Wüstensand. Dazwischen Karren, die von Eseln gezogen werden. Und ringsherum Menschen. Alte, junge, schwangere, ein ganzes Volk zieht hier durch die Wüste. Eines der wichtigsten Ereignisse, von denen die Bibel berichtet, ist die Wüstenwanderung der Hebräer von Aegypten nach Israel. Mose erzählt in seinen Büchern vom Leben in der Wüste und der Hoffnung auf ein Daheim das bleibend ist.
In Hebräer 13.14 steht: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Ich verstehe mein Leben als eine Reise. Die Gebäude in denen ich wohne sind Stationen auf einem Weg. Ich bin auch ein Wüstenwanderer.
Ich finde Wanderer lustige Leute. Modisch bilden sie mit ihren Kniesocken eine eigene Kategorie. Und dass sie im ganzen Land gelbe Wegweiser verteilen, damit sie sich nicht verlaufen, finde ich süss. Ich mochte eigentlich nie ein Wanderer sein.
Ein Wüstenwanderer im übertragenen Sinne zu sein, finde ich hingegen spannender. Einer, der in seinem Leben noch nicht angekommen ist. Einer, der mit jedem weiteren Tag einen neuen Horizont entdeckt. Einer, der weiss, dass die schönsten Täler bis jetzt noch unentdeckt blieben.
Wie lebst du dein Leben? Wie ein Sesshafter, der sich selbst genügt und jeden Tag am liebsten im gleichen Trott angeht? Oder wie ein Wanderer, der für jedes Abenteuer bereit ist?
Unterwegs oder gestrandet?
Noch unterwegs zu sein, empfinde ich als entspannend. Meine Lebenssituation darf unperfekt sein – mein Charakter unfertig und mein Glaube auch mal brüchig. Ich muss hier und jetzt noch nicht alles haben. Das Beste kommt noch.
Arm dran sind die Menschen, die sich ihr Paradies hier auf Erden zu bauen versuchen. Sie wollen den perfekten Partner, den perfekten Job und das perfekte Haus. Wer im Hier und Jetzt seine Erfüllung sucht, muss scheitern. Auch das Beste wird nicht perfekt genug sein.
Jesus sagt in Matthäus 10.39: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“