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Schweizer Industrie leidet weiterhin unter BeschaffungsproblemenSchreiben Sie einen Kommentar
Die Schweizer Industrie hat mit Beschaffungsproblemen zu kämpfen. Dies zeigt eine neue Blitzumfrage des Verbands der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmem unter seinen Mitgliedern. Von 1'200 Firmen haben 290 geantwortet. Das Resultat ist klar: Fast drei Viertel der Unternehmen würden «sehr stark» oder «ziemlich stark» unter den Beschaffungsproblemen leiden, berichtet das St.Galler Tagblatt. Ein Viertel sei mittelmässig betroffen und lediglich zwei Prozent hätten keine Probleme.
Weiter zeigt die Umfrage, dass die Firmen nicht mit einer schnellen Besserung rechnen. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen frühestens in einem Jahr, also Ende 2022 oder anfangs 2023, mit Verbesserungen. Ein Fünftel wagt gar keine Prognose wegen der unübersichtlichen Lage.
Konkret liege das Beschaffungsproblem an fehlenden Rohstoffen. So fehle es vor allem an Metallen wie Aluminium, Kupfer oder Stahl und Metallerzeugnissen wie Blech oder andere Komponenten. Die Hälfte der Industriefirmen sieht sich mit diesem Problem konfrontiert. Gar 60 Prozent klagen über Lieferengpässe bei Elektrotechnik respektive Elektronikkomponenten. Weniger stark sei das Problem bei Kunststoffen oder Chemikalien.
Ebenfalls würden die Firmen mit stark gestiegenen Preisen kämpfen. 72 Prozent der Firmen sind mit höhren Kosten bei der Beschaffung von Metallen und Metallerzeugnissen konfrontiert, 51 Prozent bei der Elektrotechnik und Elektronikkomponenten.