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Zusammenfassung
Bei der Lumbalgie handelt es sich um eine Erkrankung des Bewegungsapparats, von der mindestens 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben betroffen ist. Sie äussert sich durch Schmerzen im unteren Rücken (im Bereich der Lendenwirbelsäule), was alltägliche Bewegungen erschwert. Die Ursachen lassen sich nicht immer ermitteln und können von anderen, nicht unbedingt naheliegenden Störungen herrühren (z. B. Angstzustände und Depressionen).
Um die Auswirkungen von Lumbalgien auf das Gesundheitswesen besser zu verstehen, hat die Groupe Mutuel ein Projekt zu den Diagnoseverfahren und Behandlungen bei Lumbalgien und deren Kosten unterstützt, das vom Institut für Hausarztmedizin des Universitätsspitals Zürich durchgeführt wurde.
Auf der Grundlage anonymer Versicherungsdaten haben die Forschenden aus dem Team von Professor Rosemann in Zusammenarbeit mit der Groupe Mutuel nachgewiesen, dass Rückenschmerzen sowohl bei der Diagnose als auch bei der Behandlung viele medizinische Interventionen und damit Kosten verursachen: 85,3 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Lumbalgien haben mindestens ein Schmerzmittel eingenommen. Die Kosten für Patientinnen und Patienten mit Diagnose Lumbalgie liegen 72 Prozent über denen von Patientinnen und Patienten ohne diese Erkrankung. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung von Präventionsmassnahmen und Initiativen zur Vermeidung ungeeigneter Behandlungen.
2021 wurden zwei wissenschaftliche Artikel zu Lumbalgien veröffentlicht, einer über die Kosten und einer über die Behandlung. Auf der Webseite der Groupe Mutuel erschien im Januar 2022 ein Blogbeitrag mit einer Zusammenfassung dieser beiden Artikel. Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen.