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Tiere, die Wolle, Fleisch und Milch lieferten, waren begehrt. So wurden Schafen schon vor über 10'000 Jahren domestiziert.
Schafe wurden vor gut 10'000 Jahren in Vorderasien domestiziert, also vom Menschen gezähmt und in seine Obhut genommen. Der Stammvater aller heutigen Schafrassen ist das Mufflon.
Alle ProSpecieRara-Schafe sind so genannte Landrassen. Anders als Leistungsrassen, die meist spezialisiert auf eine Disziplin hin wie Milch oder Fleisch gezüchtet werden, sind diese traditionellen Rassen Multitalente. Sie weisen zwar in den einzelnen Sparten keine Rekordwerte auf, zeigen dafür aber mit weniger energiereicher Fütterung und unter extensiven Bedingungen respektable Leistungen in mehreren Bereichen.
Ihr Körperbau ist dank ihrer Vielseitigkeit ausgewogener als jener der Leistungsrassen. Dass es aber auch unter den Landschafen Unterschiede gibt, zeigen die sechs ProSpecieRara-Rassen: Die urtümlich anmutenden Walliser Landschafe, die sehr fruchtbaren Engadinerschafe, die fleischbetonten Spiegelschafe, die feingliedrigen Bündner Oberländerschafe, die grossrahmigen Saaser Mutten und die kleinen Skudden bilden einen Pool an unterschiedlichen Eigenschaften, aus denen der Züchter*innen wählen kann.