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Wenn man von Bauchfett spricht, meint man in der Regel das viszerale Fett. Dieses Fettgewebe bildet sich in der Bauchhöhle und lagert sich um die Eingeweide und Organe der Bauchhöhle an. Das intraabdominale Fettgewebe unterscheidet sich stark von dem Fettgewebe an anderen Körperregionen, wie zum Beispiel am Gesäss, der Hüfte oder den Oberschenkeln.
Was genau ist Bauchfett?
Das Bauchfett hat im Vergleich zu anderem Körperfett eine viel höhere Aktivität. In Studien konnte gezeigt werden, dass Bauchfett zu deutlich erhöhten Entzündungswerten führt. Auch wird durch das Bauchfett eine vermehrte hormonelle Aktivität im Körper gemessen. Es konnten bisher zwanzig verschiedene Hormone und weitere Substanzen gefunden werden, die durch das Bauchfett in die Blutbahn abgegeben werden. Darunter sind die Hormone Leptin und Adiponektin.
Leptin ist eigentlich ein Botenstoff, der aus Fettzellen abgegeben wird und im Gehirn eine Sättigung signalisiert. Durch das Bauchfett werden jedoch stark erhöhte Konzentrationen von Leptin abgegeben, sodass es im Gehirn zu einer Art Abnutzungsreaktion des Leptins kommt und die Sättigungswirkung vollständig verloren geht.
Adiponektin wirkt auf die Insulinrezeptoren und reduziert die Wirkung von Insulin, welches eigentlich dafür sorgt, dass Zucker in die Zellen transportiert wird. Durch diese Abschwächung der Insulinwirkung – man spricht auch von Insulinresistenz – steigt der Blutzuckerspiegel, sodass letztlich die Zuckerkrankheit Diabetes entsteht.
Viele weitere Stoffe erhöhen so das Risiko für Arteriosklerose, erhöhte Cholesterin- und Triglycerinspiegel, Fettleber, Thrombosen, Embolien, Asthma, Alzheimer und sogar Tumorerkrankungen.
Wie Bauchfett verlieren?
Grundsätzlich sollte ab einem Bauchumfang von 80 cm für Frauen und 92 cm für Männer, gemessen auf Höhe des Nabels, damit begonnen werden, das Bauchfett zu reduzieren. Dies ist nicht einfach und eine gezielte Therapie, die nur das Bauchfett reduziert, gibt es leider nicht. Letztlich kannst Du Fett abbauen, indem Du auf verschiedene Massnahmen achtest.
Die Ernährung steht hier im Vordergrund. Dabei geht es nicht nur darum, besonders fettreduziert zu essen, sondern vor allem auch darum, den Kohlenhydratgehalt zu verringern. Insgesamt sollte eine ausgewogene Ernährung auch viele Ballaststoffe beinhalten.
Darüber hinaus sollte natürlich die Fettverbrennung durch ausreichende körperliche Aktivität erhöht werden. Das bedeutet mehrmals die Woche Sport und den Anspruch, insgesamt mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, indem man zum Beispiel lieber die Treppe als den Lift benutzt.
Die gute Nachricht betreffend dem Ziel, Fett zu verlieren, ist, dass man zwar nicht gezielt am Bauch abnehmen kann, das Bauchfett jedoch schneller abgebaut wird als Fette anderer Körperregionen, da es besonders stoffwechselaktiv ist. Mit einer Ernährungsumstellung und mehr Bewegung lässt sich der Bauchumfang häufig rasch reduzieren. Gleichzeitig kommt es auch zu einer deutlichen Abnahme des Blutzuckerspiegels. Wichtig ist jedoch ein langanhaltender Effekt. Ein Ernährungsplan kann eine gute Hilfe sein, um Deine Ziele auch längerfristig nicht aus den Augen zu verlieren.
Bauchfett beim Mann
Das Bauchfett beim Mann kann aufgrund des enthaltenen Hormons Aromatase eine vermehrte Produktion von Östradiol bedingen. Dadurch steigt beim Mann mit zunehmende Bauchfett das Risiko, eine Gynäkomastie (=weibliche Brust) zu entwickeln. Zudem wird vermehrt Testosteron im viszeralen Fett gebunden.
Wie also das Bauchfett beim Mann loswerden?
Mit den gleichen Massnahmen, wie bei allen anderen auch: Vermehrte Bewegung und gesündere Ernährung. Insbesondere der Verzicht auf Alkohol macht sich bei Männern positiv bemerkbar und zeigt, wie schnell man Bauchfett verlieren kann. Um die Bauchmuskeln zu stärken, sollte darüber hinaus auf einen ausreichenden Anteil an Proteinen in der Nahrung geachtet werden. Natürlich müssen auch entsprechende Kraftübungen durchgeführt werden, um das Bauchfett wegzubekommen und durch Muskulatur zu ersetzen.
Bauchfett bei der Frau
Letztes Jahr konnte eine schwedische Studie zeigen, wie Bauchfett das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht. Dabei zeigte sich, dass insbesondere Frauen mit einem vielfach höheren Risiko belastet sind als Männer mit vergleichbarer Masse an Bauchfett. Die Ursachen für das erhöhte Risiko bei Frauen ist nicht geklärt, dennoch erscheint es umso wichtiger, als Frau das Bauchfett loszuwerden. Die gute Nachricht ist, dass bei Frauen das Fett vermehrt im Unterhautfettgewebe an Gesäss, Hüfte und Oberschenkeln ansetzt und weniger in der Bauchhöhle. Dies ist natürlich Fluch und Segen zugleich, führt diese Fettverteilung häufig zu einem Körperbild, dem Frauen ungern entsprechen. Auf der anderen Seite ist dieses Körperfett jedoch weniger schädlich als das viszerale Fett.
Dennoch gilt auch für Frauen:
Das Bauchfett verbrennen geht ebenfalls nur mit einer ausgewogenen Ernährung und häufiger körperlicher Bewegung. Nur mit diesen Komponenten kann das Bauchfett weg und Frau sich wohlfühlen.
Bauchfett loswerden mit Ernährungsumstellung
Das Abnehmen am Bauch gelingt nur mit einer gesunden Ernährung. Um Bauchfett abnehmen zu können, müssen nicht nur weniger Fette, sondern auch weniger Kohlenhydrate, und da vor allem Zucker, dem Körper zugeführt werden. Da eine solche Ernährungsumstellung bei eingefahrenen Ernährungsmustern schwerfällt, ist ein Ernährungsplan oft sehr hilfreich. Wer Bauchfett loswerden will, kommt an einem Ernährungsplan kaum vorbei! Dieser bietet aber viele Vorteile. Zunächst solltest Du Dir Notizen über Deine bisherige Ernährung machen.
Erst dann fällt einem auf, wie viel an Kalorien man pro Tag eigentlich zu sich nimmt. Häufig fällt es dadurch schon leichter, auf bestimmte Sachen, wie den Caffè Latte zwischendurch, zu verzichten. Neben der Reduktion von Fett und Kohlenhydraten sollte der Anteil an Ballaststoffen erhöht werden. Wer zusätzlich noch Muskeln aufbauen möchte, sollte auf eine ausreichende Proteinzufuhr in seinem/ihrem Ernährungsplan achten. Eine Diät muss daher nicht vollständig auf die schmackhaften Dinge verzichten. Auch Fleisch darf in gesunden Mengen durchaus im Ernährungsplan vorkommen. Was man alles essen und trotzdem Bauchfett loswerden kann, dafür findest Du im Internet viele gute Rezepte. Wichtig ist, die oben genannten Grundsätze zu beachten.
Gibt es Tricks oder Geheimnisse, wie man Bauchfett verliert?
Leider müssen wir Dich da enttäuschen. Wäre es sehr einfach, Bauchfett wegzubekommen, würdest Du wahrscheinlich nicht diesen Text lesen. Tricks um Fett zu verlieren, werden immer wieder angeboten, doch wahrscheinlich sind diese Tipps nicht viel Wert. Auch die sogenannten Fett-weg-Spritzen oder das Fettabsaugen bekämpfen das Unterhautfettgewebe zwar effektiv, aber eben nicht, um das Bauchfett loszuwerden. Ein weitaus nützlicherer Tipp scheint die regelmässige Einnahme von Ingwer zu sein. Eine Studie aus New York konnte zeigen, dass durch den Verzehr von Ingwer der Stoffwechsel angeregt wird und damit der Kalorienumsatz steigt. Noch interessanter scheint die Wirkung auf den Appetit zu sein. Die Probanden, die vermehrt Ingwer zu sich nahmen, hatten ein schnelleres und anhaltenderes Sättigungsgefühl. Ingwer scheint hier eine positive Wirkung zu haben, gesund und schmackhaft ist es allemal.