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||Der Vogel Gryff und die Kleinbasler Ehrengesellschaften

Der Vogel Gryff gilt als der höchste Ehrentag Kleinbasels. Trägerinnen des Brauchtums sind die drei Ehrengesellschaften zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in jene Zeit vor der Vereinigung Kleinbasels mit Grossbasel 1392. Diese drei Gesellschaften waren keine Zünfte und sind es bis heute nicht, denn sie vereinigten keine Berufsleute bestimmter Gewerbe in sich. Sie hatten eher den Charakter von Quartiergesellschaften.
Noch zu jenen Zeiten als der Bischof von Basel der Herr über die Stadt war, hatten sich Berufsleute in Kleinbasel jenen Grossbasler Zünften anzuschliessen die ihre Gewerbe vertraten. Die mindere Stadt hatte sich erst seit dem Bau der Rheinbrücke in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts angefangen richtig zu entwickeln. Es bildete sich ein relativ autonomes Gemeindewesen unter einem eigenen Schultheiss und mit einem eigenen Rat in Kleinbasel.
Das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit dürfte ein Anstoss für die Entstehung der Gesellschaften gewesen sein. In Grossbasel nahmen die Zünfte zum Beispiel Wehraufgaben wahr, wie etwa die Bewachung der Stadtmauer. In Kleinbasel übernahmen die drei Gesellschaften diese Aufgaben. Ebenso dürfte der Wunsch nach Geselligkeit im Kleinbasler Rahmen eine Rolle gespielt haben, so legten sich die Gesellschaften wie die Grossbasler Zünfte eigene Trinkstuben zu.
Nach der Vereinigung mit Grossbasel 1392 erlangten die Gesellschaften das Recht Vertreter in den Rat der Stadt wählen zu lassen. Sie verwendeten sie sich auch für die Beibehaltung von administrativen und richerlichen Privilegien in Kleinbasel. So wurde verhindert dass die in weiten Bereichen eigenständig gewachsene mindere Stadt zu stark von Grossbasel vereinnahmt und dominiert wurde. Die Spuren der drei Ehrengesellschaften reichen bis zurück ins frühe 14. Jahrhundert.
Die Ehrengesellschaft zum Rebhaus
Als erste der drei Ehrengesellschaften sei 1304 die Gesellschaft zum Rebhaus urkundlich in Erscheinung getreten. Ihren historischen Stammsitz erwarb die Gesellschaft 1397 mit der Liegenschaft "zu Strassburg" an der heutigen Riehentorstrasse 11. Heinrich von Strassburg hatte sie 1341 vom Leonhardsstift mit Haus, Hofstatt, Scheune und Garten erworben. Zum Einbau zweier Fenster 1388 wird von Hof und Garten der Rebleute und von deren Trinkstube berichtet.
Links die Wappenscheibe der Gesellschaft zum Rebhaus wie sie seit 1947 wieder in der Theodorskirche zu sehen ist. Rechts die Maske des Löwen der am Vogel Gryff als Ehrenzeichen respektive Wappenhalter der Gesellschaft zum Rebhaus auftritt.
Damit ist belegt dass die Rebleute die Liegenschaft bereits vor den offiziellen Erwerb 1397 nutzten. Obschon der Name darauf hinweist dass der Kern der Gesellschaft sich einst aus den Rebleuten von Kleinbasel zusammensetzte, gehörten ihn auch Landwirte und Gärtner an. In den Händen dieser Gruppen lag die Pflege von Feldern, Wäldern und Teichen der minderen Stadt. Sinngemäss zeigte das Wappen der Gesellschaft ein weisses Rebmesser auf rotem Grund.
Die Grossbasler Zunft zu Rebleuten führte ein sehr ähnliches Wappen was zu Streit deswegen führte. Um Verwechslungen vorzubeugen wurde das Wappen dann geändert. Nun standen mehrere kleine Rebmesser auf grünem Grund für die Gesellschaft zum Rebhaus. Als später die Grossbasler Zunft zu Rebleuten ihr Wappen änderte, konnte das Kleinbasler Rebhaus wieder ein einziges Rebmesser (weiss mit braunem Griff) ins Wappen stellen, wobei der Grund diesmal grün war.
Die drei Gesellschaften werden durch ihre personifizierten Wappenhalter symbolisiert, den sogenannten Ehrenzeichen. Das Wappen der Gesellschaft zum Rebhaus wird von einem Löwen gehalten, wie ihn der 1637 von Johann Jakob Biermann I. geschaffene Leuenbecher zeigt. Der Löwe tritt am Vogel Gryff als Symbol des Rebhaus auf. Seinen Tanz bietet er mit zum Gruss erhobenen Rechten dar, während seine Linke den grün-weissen Stab als Sinnbild seiner Macht hält.
Um 1769/70 wurde das baufällig gewordene Rebhaus durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt. Damit das als gemeinsames Gesellschaftshaus vorgesehene Café Spitz ausgebaut werden konnte verkaufte die Gesellschaft zum Rebhaus 1856 ihren Stammsitz an der Riehentorstrasse. Als das Haus 1997 verkauft wurde vereinigten sich einige Rebhausbrüder zu einer Immobiliengesellschaft und übernahmen die Liegenschaft, deren Rückkehr zur Gesellschaft damit lanciert wurde.
Die Ehrengesellschaft zur Hären
Die Gesellschaft zur Hären vereinigte in ihren Reihen einst Jäger und Fischer. Später kamen Handwerker und Angehörige des niedrigen Adels mit Grundbesitz in Kleinbasel dazu. Ihren Namen entlieh die Gesellschaft von einem Fangnetz für Kleingeflügel. Dieses Jagdgerät aus Weidenruten und Rosshaarschlingen ziert auch das Wappen der Gesellschaft. Mit dem Handwechsel des einstigen Hauses Rheingasse 6 trat die Gesellschaft 1384 erstmals urkundlich auf.
Links die Marienscheibe mit Wappen der Gesellschaft zur Hären von 1526 im Südschiff der Theodorskirche. Rechts die grimmige Maske des Wilden Mannes der am Vogel Gryff als Ehrenzeichen der Gesellschaft zur Hären auftritt.
Als Vertreter der Gesellschaft zur Hären übernahm der Ziegler Kunz von Hiltalingen damals die Liegenschaft vom Kloster Klingental. Seither hatte seine Gesellschaft ihre Trinkstube in diesem Haus nahe der Rheinbrücke, direkt an die Niklauskapelle anstossend. Interessant ist hierbei die Tatsache dass hier schon 1321 ein "Hus zer Herren" belegt ist. Vielleicht ein Indiz darauf dass sich die Härenbrüder schon vor 1384 hier trafen. Das Haus wurde 1856/57 abgerissen.
Noch im 19. Jahrhundert sah man am alten Haus der Gesellschaft, an der Fassade zur Rheingasse hin, einen aufgemalten Wilden Mann mit einem Bäumchen in Händen. Er ist bis heute der Wappenhalter der Gesellschaft zur Hären und somit am Vogel Gryff auch ihre lebendige Symbolfigur. Der Wilde Mann aus dem Wald war eine beliebte Gestalt des Mittelalters - er ist in zweifacher Gestalt auch der historische Wappenhalter von Delsberg im heutigen Kanton Jura.
Dieser Waldmann kommt zum Vogel Gryff mit einem Floss den Rhein hinab um beim Kleinen Klingental die beiden anderen Ehrenzeichen zu treffen. Der "Wild Maa" trägt um Kopf und Hüften je einen Kranz von Efeu der mit roten Äpfeln geschmückt ist. Sie stehen für Fruchtbarkeit und neues Leben. Davon sollen vor allem jene kecken Knaben protifitieren, denen es gelänge dem grimmigen Wilden einen solchen Apfel abzureissen. Heidnische Bräuche schimmern durch.
Nach dem Abriss des alten Hauses "zur Hären" entstand 1857/60 an seiner Stelle das neue Gasthaus zum Weissen Kreuz. Sein Bauherr hatte es verstanden die Gesellschaft zur Hären, der er im Rahmen eines Liegenschaftstausches noch 10'000 Franken schuldig war, dazu zu überreden ihm ein Darlehen von insgesamt 30'000 Franken zu gewähren und ihm Baumaterial des alten Härenhauses zu überlassen. Die Gesellschaften fanden aber bald ein gemeinsames Domizil.
Die Ehrengesellschaft zum Greifen
Als dritte im Bunde erscheint im 15. Jahrhundert die Gesellschaft zum Greifen, die vorab noch nach ihrer Trinkstube in der gleichnamigen Liegenschaft "zum Baum" (Schafgässlein 1 bis 7) hiess. Die Liegenschaft zerfiel spätestens um 1412 in mehrere Teile, wobei das der Gasse zugewandte Haus der Gesellschaft den Namen "zum vorderen Baum" erhielt. Ihre erste Nennung 1409 verdankt die Gesellschaft ihrer Teilnahme am Feldzug zur Eroberung der Festung Istein.
Die Gesellschaft erwarb 1429 das bereits Anno 1383 erwähnte Haus "zum Greifen" an der späteren Greifengasse 31. Das Haus "zum vorderen Baum" befand sich 1439 nachweislich wieder in privater Hand, so dass der Umzug der Gesellschaft im Jahrzehnt zuvor anzusiedeln ist. Der Hausname "zum Greifen" wurde zum Gesellschaftsnamen. Im Umfeld der Schlacht von St.Jakob 1444 wurden die militärischen Kontingente der Zünfte aufgelistet.
Dabei erscheint die Gesellschaft offiziell unter dem Namen zum Greifen. Das Wappen der Gesellschaft zeigt ein weisses Kreuz auf blauem Grund. Es erinnert daran dass Gesellschaftsbrüder wohl einst den Kleinbasler Klöster Klingental und St.Clara untertan waren. Dieses Wappen wurde von einem Greif getragen, ein altes Fabelwesen halb Vogel halb Löwe. Der Greif mit seinem imposanten Vogelkopf wurde zum Ehrenzeichen dieser Gesellschaft.
Links die Wappenscheibe der Gesellschaft zum Greifen in den neuen Fassung von 1984 in der Theodorskirche. Rechts die Maske des Greif der am Vogel Gryff als Ehrenzeichen respektive Wappenhalter der Gesellschaft zum Greifen auftritt.
Lebendig geworden schreitet er bis heute mit dem Löwen des Rebhaus und dem Wilden Mann des Hären durch Kleinbasel an jenem Ehrentag der seinen Namen trägt - Vogel Gryff. Ihr Haus an der Greifengasse musste die Gesellschaft 1838 für 70'000 Franken verkaufen. Es wurde 1928 abgerissen. Der Nachfolgebau wich seinerseits dem 1993 erstellten aktuellen Neubau. 1836 hatten die drei Ehrengesellschaften die Chance das alte Richthaus an der Rheinbrücke zu kaufen.
Vom Richthaus zum Café Spitz
Diese Liegenschaft war einst der Regierungssitz des Kleinbasler Schultheissen und musste vom Staat wegen der Finanznöte in Folge der Kantonstrennung 1833 verkauft werden. Die Ehrengesellschaften zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen hatten die Vision eines gemeinsamen Gesellschaftshauses. So wurde das alte Richthaus mit seinem Türmchen für den Turmbläser abgerissen und 1838/40 von Amadeus Merian (1808-1889) ein Neubau im byzantinischen Stil erbaut.
Das neue Haus bekam in Erinnerung an das spitze Türmchen auf dem Richthaus den Namen "zum goldenen Spitz". Der alternative Name "zur Harmonie" setzte sich nicht durch. Etwas hartnäckiger blieb später der Name "Café National" haften doch langsam tauchte der Spitzname "Café Spitz" auf, der schliesslich ab 1896 offiziell wurde. Nebst Greifen 1838 verlor 1856 auch Rebhaus sein Stammhaus und das das gemeinsame Gesellschafthaus wurde zu klein.
Die Gesellschaft zur Hären besass noch als einzige ihr Haus und tauschte es gegen die benachbarte Niklauskapelle die andererseits an das Café National stiess. Damit hatten die Gesellschaften die Möglichkeit das Café auszubauen. Der Umbau 1859/60 wurde ebenfalls durch Amadeus Merian durchgeführt. Der Erweiterungsbau existierte etwas über ein Jahrhundert. Nach einem Dachstuhlbrand 1962 stand er leer und wurde 1966 auf amtliche Weisung hin abgerissen.
An seiner Stelle erhebt sich heute das Hotel Merian. Der Merianflügel von 1838/40 wurde 1969 Opfer einer Brandstiftung die Dach und Innengefüge stark schädigte. Bei der Sanierung 1969/72 blieben die Fassaden bestehen derweil die Innenpartien rekonstruiert wurden. Im Erdgeschoss wurde für den Fussgängerverkehr eine offene Arkade aufgebrochen, die man 1990 wieder vermauerte. Das Café Spitz ist bis heute das Stammhaus der drei Ehrengesellschaften.
St.Theodor und die drei Ehrengesellschaften
Wie die Zünfte in Grossbasel hegen auch die drei Kleinbasler Gesellschaften eine innige Beziehung zur Kirche. Dazu gehörte die Verbindung zu einem Gotteshaus, welches in diesem Fall St.Theodor war, die wohl älteste Kirche Kleinbasels. Hier suchten die Gesellschaftsbrüder und ihre Familien Gottes Nähe im Gebet. Sehr beliebt bei den Gesellschaften war hierbei der Heiligkreuzaltar mit der Statue von St.Theodul, dem Schutzheiligen der Rebleute.
Wie es ebenfalls bei den Zünften zu beobachten war, vereinigten sich auch die besonders frommen und glaubenfesten Mannen der drei Kleinbasler Gesellschaften in einer eigenen Bruderschaft, die sich hier nach dem als Pestheiligen verehrten St.Pantaleon benannte, dessen Altar in der Theodorskirche stand. Die Reformation liess die Bruderschaften verschwinden, doch 1957 entstand im Kreis der drei Ehrengesellschaften in weltlichem Geiste die Niklausbruderschaft.
Die Bindung an St.Theodor manifestierte sich auch in Gaben und Stiftungen. 1480 liess die Gesellschaft zum Rebhaus eine Wappenscheibe (noch mit dem weissen Rebmesser auf rotem Grund) fertigen die im südlichen Seitenschiff im Masswerk eines Chorfensters angebracht wurde. 1895 brachte man sie ins Historische Museum aber seit 1947 kann man sie wieder in der Kirche sehen und zwar in nördlichen Seitenschiff. Weitere Scheiben folgten.
Eine Scheibe der Gesellschaft zum Greifen stand einst im Chorfenster links von jenem mit der Rebhausscheibe im Nordschiff. Dies wird 1668 erwähnt, wobei zugleich festgehalten wurde dass diese Greifenscheibe schon vor einer Weile verschwunden sei. 1984 spendete ein anonymer Gesellschaftsbruder aus dem Kreis der Kirchgemeinde eine neue Greifenscheibe die im Elsass geschaffen wurde. Sie befindet sich heute im Südschiff, vis a vis der Rebhausscheibe.
Ebenfalls im Südschiff ist heute die wohl schönste Glasmalerei einer Gesellschaft zu St.Theodor zu entdecken. Im östlichsten Fenster des Seitenschiffs befindet sich eine Marienscheibe deren Riss noch auf Hans Holbein den jüngeren (ca 1497-1543) zurückgehen soll. Unter dem Bildnis Marias mit dem Kind ist das Wappen des Hären im Sockelfries zu sehen. Ursprünglich hing die Scheibe im Westfenster des Mittelschiffs. Seit 1947 befindet sie sich am heutigen Platz.
Bemerkenswert an dieser Scheibe ist die Tatsache dass es sich um eine der wenigen Mariendarstellungen handelt die den Bildersturm 1529 während der Reformation überlebten. Anders als in Grossbasel, wo ein fanatischer Pöbel die alten Kirchenzierden zerschlug, übernahmen die drei Gesellschaften zu St.Theodor das Entfernen von Zierwerk das dem neuen Glauben widersprach. Dabei wurde offenbar wesentlich sorgsamer mit den Kunstwerken umgegangen.
St.Theodor - das Zentrum des religiösen Lebens der drei Gesellschaften im Mittelalter. Hier besuchten ihre Mitglieder und deren Angehörigen die Gottesdienste, hier verehrte die Bruderschaft von St.Pantaleon ihren Patron.
Bestattungsbräuche bei den Ehrengesellschaften
Auch im reformierten Basel hielten die Gesellschaften zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen an ihrer alten Kirche fest. Als man 1731 die Frage aufwarf ob man künftig die Predigt am Sonntagabend zu St.Clara abhalten solle, verwarfen dies die Gesellschaften zugunsten des weiteren Gottesdienstes in der Theodorskirche. Auf dem Kirchhof von St.Theodor fanden seit dem Mittelalter auch die meisten Gesellschaftsbrüder ihre letzte Ruhestätte.
Die Gesellschaft zum Greifen hielt in ihrer Ordnung 1446 detailiert fest wie beim Ableben eines Mitbruders zu verfahren war. Unter anderem sollte auch am Montag der Fronfasten am nächsten lag ein gesungenes Seelenamt und sechs Messen im Gedenken an die Seelen der abgegangenen Greifenbrüder abgehalten werden. Aus späteren Zeiten ist die Verpflichtung belegt, der Beisetzung eines Mitbruders oder einem der Häupter der Gesellschaft beizuwohnen.
Während des Totengeleits wurde der Sarg des Verblichenen im Kerzenschein von Brüdern der jeweiligen Gesellschaft zu Grabe getragen. Bedeckt war der Sarg dabei von einem speziellen Bahrtuch. Von der Gesellschaft zur Hären ist etwa für 1598 die Neuanschaffung eines solchen Tuches belegt, welches aus schwarzem Leinenstoff bestand. Man erwartete von jedem Gesellschaftsbruder dass er seiner Ehrenpflicht beim Totengeleit wenn immer möglich nachkam.
Wer nicht zu einer Beisetzung erschien musste damit rechnen dass man ihn bestrafte und vorlud um den Grund für sein Versäumnis zu erfahren. 1708 musste man sich gar in einem sogenannten "Ehrenbott" versammeln, weil das Fernbleiben von Beerdigungen überhand nahm. Man stellte fest dass immer weniger Leute zum Totengeleit erschienen und beschloss eine Strafgebühr von 3 Batzen für fehlbare Vorgesetzte und 2 Schilling und 6 Rappen für Gesellschaftsbrüder
Wehr- und Wachtpflichten
Wie die Zünfte und Vorstadtgesellschaften im mittelalterlichen Grossbasel so hatten in Kleinbasel die drei Gesellschaften Wacht- und Hütepflichten. Rundgänge durch die Gassen und Patrouillen entlang der Stadtmauer sollten für Sicherheit und Schutz sorgen. Dabei musste auch die Brandgefahr im Auge behalten werden. Im Jahr 1443 wurde festgehalten dass in Kleinbasel 26 Mann jede Nacht zu wachen hatten, wobei genau festgelegt war wer wo sein musste.
Vier Mann hatten ausserhalb des Stadtgrabens zu patrouillieren. Besonders zu bewachen war der Turm beim Kloster Klingental, das Bläsitor, das Riehentor und der Eckturm bei der Kartause. Vierzehn Mann sollten daneben als Scharwacht bereitstehen. Zu ihnen hatte jede Nacht ein Rat oder Hauptmann als eines der Häupter der drei Gesellschaften zu stossen. Prinzipiell war jeder Bürger zur Wache verpflichtet, aber mit der Zeit wurden Ausnahmen gemacht.
Anno 1518 wandte der vermögende Ritter Hans Kilchmann (gestorben 1522) an die Gesellschaft zum Greifen mit dem Begehren vom Wachtdienst befreit zu werden. Für zehn Schillinge im Jahr erliess man ihm das nächtliche Wachen. Auch die Brandbekämpfung lag in den Händen der drei Gesellschaften. Sie waren gemäss der Feuerordnung von 1715 verpflichtet auf dem Richthaus an der Rheinbrücke zwei Feuerleitern und 36 Löscheimer bereitzuhalten.
Der Totenschild des 1522 verstorbenen Ritters Hans Kilchmann, der als Gesellschaftsbruder zu Greifen 1518 von der Wachtpflicht freikam. Wie die meisten Mitglieder der Gesellschaften fand auch er seine letzte Ruhe zu St.Theodor.
Dass die Wehrpflicht auch ins Feld führen konnte belegen Aufzeichnungen zum bereits genannten Auszug gegen die Festung Istein 1409. Neun Angehörige der Gesellschaft zum Rebhaus und 27 der damals noch "zum Baum" genannten Gesellschaft zum Greifen zogen mit zu dieser Belagerung. Das Rebhaus war auch bei einem weiteren Auszug zwei Jahre später gegen Neuenstein und Blauenstein mit 25 Mann vertreten. Weiteres hört man 1444 bei der Schlacht von St.Jakob.
Im Kontingent der Basler die ausziehen wollten um den bedrängten Eidgenossen Hilfe zu bringen marschierten nachweislich drei Gesellschaftsbrüder des Greifen, zwei des Rebhaus und einer vom Hären mit. Im unblutigen 1.Kappelerkrieg der in die legendäre Kappeler Milchsuppe mündete, zogen 1529 sechs Mann vom Hären, neun vom Rebhaus und vierzehn vom Greifen. Die Mannschaften mussten jeweils vom Meister oder einem Vorgesetzten ins Feld geführt werden.
Militärische Musterungen zur Fasnachtszeit
Nach der Reformation 1529 wurde das ausgelassene Treiben zur Fasnacht von den Wächtern des neuen Glaubens als katholisches Relikt verboten. Es waren die Zünfte und Gesellschaften die dem Brauchtum aber eine Hintertür öffneten. Da in ihren Händen das Wehrwesen lag und in ihren Häusern vielfach auch Waffen und Ausrüstung für die eigenen Mannschaften lagerten, wurden auch dort die Musterungen, die Inspektionen der Wehrpflichtigen in ihren Reihen abgehalten.
Die Zünfte und Gesellschaften legten neu die Musterungen auf die Zeit um Aschermittwoch, wo früher die Fasnacht stattfand. Im Fahrtwasser dieser Musterungen trat zur Mitte des 16. Jahrhunderts auch immer mehr wieder fasnächtliches Maskentreiben in Erscheinung. Bei diesen Musterungen zogen Zünfte und Gesellschaften gerüstet und bewaffnet unter Trommelklang durch die Strassen. Begleitet wurden sie von den Symbolgestalten ihrer Vereinigungen.
In Kleinbasel wurden diese Züge durch die bereits genannten Wappenhalter der drei Gesellschaften begleitet. Dies waren für die Gesellschaft zum Rebhaus der Löwe (Baseldeutsch > Leu), für die Gesellschaft zur Hären der Wilde Mann (Wild Maa) und für die Gesellschaft zum Greifen der Greif (Gryff). Man kann hier die Wurzeln des heute gepflegten Brauchtums des Umherziehens mit den Fahnen der Gesellschaften unter Trommeln und Pfeifen erkennen.
Das Brauchtum des Vogel Gryff
Jede der heutigen drei Kleinbasler Ehrengesellschaften hat seit alters her einen eigenen Jahrestag. Dies ist beim Rebhaus der 13. Januar, beim Hären der 20. Januar und beim Greifen der 27. Januar. An jenen Tagen feierten einst die jeweiligen Gesellschaften, was sich mit der Teilnahme an den Musterungen und später an der Fasnacht ergänzte. Die bei feierlichen Anlässen leibhaftig auftretenden Wappenhalter sind belegbar seit dem 16. Jahrhundert.
Im Jahr 1520 gibt eine Aufzeichnung mit dem "Gryffen Zeichen" schon vor der Reformation erstmals einen konkreten Hinweis auf eine Verkleidung im Zusammenhang mit dem Wappenhalter einer Kleinbasler Gesellschaft. Andreas Ryff schreibt 1597 von einer "alten Tradition", was auf ein Brauchtum hindeutet das schon vor dem Glaubenswechsel gepflegt wurde. In den frühen Zeiten wurden sowohl der Greif als auch der Löwe von einem Bändiger angebunden geführt.
Aus diesen Begleitern mit Tierwärterfunktion entwickelten sich mit der Zeit die heutigen Ueli. Einst trugen sie alte Schweizertrachten doch seit 1879 sind für sie die nunmehr bekannten Narrenkostüme in Gesellschaftsfarben belegt. Sie bekamen im 19. Jahrhundert die Aufgabe. mit Sammelbüchsen Gaben für bedürftige Kleinbasler zu sammeln. Heute schwärmen am Vogel Gryff die seit 1937 vier Ueli um neun Uhr vom Café Spitz aus, um bis spät Abends Geld zu sammeln.
Der aus den Musterungen erwachsene militärische Zug im Brauchtum offenbart sich auch in einem Bericht von 1720. Am 8. April seien die drei Gesellschaften mit ihren Wappenhaltern umhergezogen begleitet von 42 Grenadieren und Männern im Harnisch und gefolgt von insgesamt 318 Gesellschaftbrüdern. Sie zogen auf den Münsterplatz in Grossbasel wo die Grenadiere blinde Granaten warfen und Salut schossen. Am Tag darauf zogen sie auf die Schützenmatte.
Dort führten sie ein Wettschiessen durch und beendeten den Tag mit einem Zug durch die Vorstadt von St.Alban. Sie erwiesen dort einem vermögenden Gerichtsherrn mit blinden Granaten ihre Reverenz und wurden von ihm mit einer Geldspende belohnt. Allgemein sah man die Kleinbasler mit ihren Wappenhaltern immer wieder auf der Schützenmatte wo sie an Preisschiessen teilnahmen. Auch zur Fasnacht zog man bis ins 19. Jahrhundert durch Grossbasel.
Der Wilde Mann und die Talfahrt auf dem Rhein
Vom Wilden Mann ist ein Kostüm erst im 18. Jahrhundert definitiv belegt, aber gewiss ist dass es ihn als verkleidete Symbolgestalt der Gesellschaft zur Hären schon früher gab. Manchmal traten gar zwei Wilde Männer bei den Anlässen auf, so wie es zuweilen neben dem Vogel Greif noch einen "kleinen Greiff" gab. Der Wilde Mann gab sich sinngemäss als lebhafter Geselle, schwenkte heftig sein entwurzeltes Tännchen und Zeterte lauthals.
Das aus zwei Weidlingen bestehende Floss des Wilden Mannes kurz vor der Landung beim Kleinen Klingental. Man erkennt den Wilden Mann sowie die beiden Tambouren und die Banner der Ehrengesellschaften zur Hären und zum Rebhaus.
Am Abend des Anlasses schloss er sich dann jeweils zum öffentlichen Gaudium der ausziehenden Wache an. Die ersten Indizien für eine Talfahrt des Wilden Mannes auf dem Rhein gibt es schon für das 17. Jahrhundert. Konkret spricht davon allerdings erst 1713 der Chronist Samuel von Brunn (1660-1727). Auch in den Jahren danach wird mehrfach berichtet wie der Wilde Mann unter Salutschüssen auf einem Boot den Rhein hinabkam um unter der Rheinbrücke durchzufahren.
Der Wilde Mann schifft sich traditionell an einer unüberbauten Partie des Rheinufers ein. Dies war bis ins 19. Jahrhundert die Baarmatte ausserhalb der Kleinbasler Stadtmauer beim Waisenhaus. Nach dem Bau der Wettsteinbrücke 1878/79 verlegte man die Stelle rheinaufwärts zum Landgut Rosengarten an der heutigen Grenzacherstrasse 106. Als nächste Stelle der Wässerung später kam die Solitude der Familie Hoffmann (von Hoffmann-LaRoche) in Gebrauch.
Die Tradition der Rheinfahrt ist kein ununterbrochen gehegtes Brauchtum. Nach einer langen Pause die im 18. Jahrhundert begann ist für 1836 erstmals wieder eine Talfahrt belegt. Dabei kamen gleich zwei Wilde Männer (das Phänomen wurde bereits erwähnt) auf einem Nachen den Rhein hinab. Es kam aber schon vor dass Vater Rhein die Talfahrt mit Hochwasser verhinderte, so etwa im Jahre 1910. Der Wilde Mann musste damals zu Fuss am Rheinweg entlang zu Tal gehen.
Das Floss des Wilden Mannes besteht heute aus zwei verbundenen Weidlingen und ist genau betrachtet ein Katamaran. Auf der überbrückten Fläche findet der Tanz statt der von zwei Tambouren die den Rhy-ab-Marsch schlagen begleitet wird. Auf dem Floss dabei sind ferner zwei der drei Bannerherren mit ihren Fahnen sowie die Kanoniere welche unterwegs die Böllerschüsse abfeuern, wobei wegen des Echos Schüsse unter Brückenbogen besonders beliebt sind.
Wild-Maa-Horst und Hefeschnecke
Als die Solitude in Staatsbesitz kam musste wiederum ein neuer Ort gesucht werden. Man zog an einem Platz mit Spitznamen "Sumaki" der sich einige hundert Meter oberhalb der Eisenbahnbrücke befand. Dort, nahe des Rankhof, kippte die Firma J.R.Geigy AG die Reste von gerbstoffhaltigen Sumachblättern zur Entsorgung in den Rhein, woher der Name "Sumaki" rührte. Dieser wenig rühmliche Ort wurde bis ins Jahr 1940 als Beginn der Talfahrt genutzt.
Dann sorgte schliesslich im Kriegsjahr 1941 ein Vorgesetzter der Ehrengesellschaft zur Hären dafür dass der Wilde Mann jenen Ausgangspunkt für seine Rheinfahrt bekam der heute noch zu Ehren kommt. Es war Rudolf Moser der an der äussern Grenzacherstrasse den Fischergalgen Nummer 32 als Häuschen fürs Wochenende ausbauen liess. Er stellte diese kleine Liegenschaft für den 27. Januar 1941 erstmals in den Dienst der Talfahrt der Wilden Mannes.
Ebenfalls auf Rudolf Moser geht der Brauch des "Schnägg" zurück. Zweihundert Schulkinder wurden 1941 zur ersten Talfahrt ab dem Fischergalgen auf Initiative Mosers eingeladen und bekamen je eine Hefeschnecke geschenkt. Das Fischerhäuslein, nunmehr als Wild-Maa-Horst bekannt, ging nach dem Tod Mosers 1952 in den Besitz der drei Ehrengesellschaften über. Bis heute erhalten die nun wesentlich zahlreicheren Schulkinder beim Horst ihren "Schnägg".
Der Wilde Mann verlässt das Floss um sich an Land mit dem Löwen und dem Greif zu vereinigen. Sein Tännchen holte er bis in die 1850er Jahre im Hardwald, dann in der Langen Erlen und schliesslich im Riehener Wald.
Die drei Ehrenzeichen unterwegs
Nach der Vereinigung beim Kleinen Klingental ziehen die drei Ehrenzeichen gemeinsam durch Kleinbasel um verdienten Vertretern der Ehrengesellschaften ihre Reverenz mit einem Tanz zu erweisen. Begleitet werden sie dabei von Tambouren die jeweils für jedes der Ehrenzeichen einen charakteristischen Tanz trommeln. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Tänze auch von Pfeifern begleitet, wobei aber schon im 17. Jahrhundert ab Mittag nur noch die Tambouren musizieren durften.
Heute bilden Trommelklänge die einzige Untermalung der Tänze. Tambouren waren bis ins 19. Jahrhundert nicht speziell gekleidet. Ab Mitte des Jahrhunderts setzte jedoch die Kostümierung ein die 1887 zur definitiven Einkleidung der Trommler in Altfrankenkostüme führte. Die Bannerherren indes trugen die Gesellschaftsfahnen noch lange im Sonntagskleid mit schwarzem Frack und Zylinder. 1935 erhielten sie die heutige, den Tambouren angepassten, Kostüme.
Beim Kleinen Klingental gilt heutzutage der erste Tanz gemeinsame Tanz der drei Wappenhalter dem vorsitzenden Meister der drei Ehrengesellschaften. Der Vorsitz wechselt jährlich unter den dreien. Um 12.00 Uhr findet jeweilen der Tanz auf der Mittleren Brücke vor dem Käppelijoch statt. Dort wo sich die Brückenkapelle erhebt stiessen einst nicht nur Gross- und Kleinbasel aufeinander, sonder auch die beiden Bistümer Konstanz und Basel.
Der Tanz vor dem Käppelijoch wird erstmals für 1642 schriftlich bezeugt. Dies daher weil gerade zu jenem Zeitpunkt als man einen Ehebrecher bei der Brückenkapelle Schwemmte auch der Greif mit seiner Entourage dort zum Tanz erschien. Während heute bei anderen Tänzen für Kleinbasler Würdenträger der Geehrte den Gruss der tanzenden Ehrenzeichen erwidert, grüsst beim Tanz für das Käppelijoch der Chef des Spiels die Tänzer mit dem Ziehen des Hutes.
Das Spiel besteht nebst den drei Ehrenzeichen und den Ueli auch aus den drei Tambouren und Bannerherren, sowie zwei Kanonieren für das Böllerschiessen auf dem Floss, einem Bubengeneral und dem Quartiermeister mit Begleiter. Nicht überall waren einst die Auftritte der drei Wappenhalter mit ihrer Begleitung gerne gesehen. Eifrige Frömmler wandten sich immer wieder gegen den Brauch. Etwa weil das Verkleiden als Tiere und Fabelwesen unchristlich sei.
Anfeindungen
Unter dem Klerus fanden sich oftmals Vertreter die im Vogel Gryff Auswüchse heidnischen Brauchtums sahen und die danach trachteten ihn zu verbieten. Besonders heikel wurde es nach einem tragischen Vorfall 1750. Da er wegen seiner chronischen Erkrankung arbeitslos war, erlaubten die Vorgesetzten des Rebhaus einem Mauerer gegen ein Entgelt den Löwen darzustellen um ihm finanziell zu helfen. Der Mann starb während des Umzuges infolge eines Schlaganfalls.
Nun hagelte es von den Kanzeln herab böse Worte und zweckdienliche Auslegungen der Bibel gegen den Brauch. Dergleichen Kreise wetterten allgmein gegen das Verkleiden und die Fasnacht auch. Die Obrigkeit der Stadt verbot schliesslich den Auftritt der drei Ehrenzeichen, was jedoch von den Kleinbaslern schlicht ignoriert wurde. Es erhob sich jedoch mit dem Waisenhauspfarrer Johann Jakob Speng (1699-1768) ein Geistlicher um für den Vogel Gryff zu sprechen.
Im Gedenken an seinen Einsatz im Sinne des Brauchs zieht heute noch kurz nach halb Eins das Spiel ins Waisenhaus ein, wo Spreng einst wirkte. Dort finden zwei Tänze statt die auch an sein Auftreten für den Vogel Gryff erinnern. Weitere Anfeindungen hatte der Brauch in den Zeiten der Helvetischen Republik durchzustehen. 1798 wurden die Umzüge und die Auftritte der drei Ehrenzeichen verboten. Doch schon 1802 erschien der Löwe des Rebhaus wieder.
Auf Betreiben des Oberstmeisters Christoph Pack (1768-1841) von der Gesellschaft zum Rebhaus wurde in privatem Rahmen ein Löwenmähli mit tanzendem Löwen abgehalten. Dann eilte plötzlich wieder ein Löwe mit einem Ueli durch die Gassen von Kleinbasel. Pack kam vor Gericht und wurde gebüsst. Die Kostüme der drei Wappenhalter mussten sicher verwahrt oder eingeschlossen werden. Das Brauchtum geriet nunmehr in eine Durststrecke.
Mit neuer Kraft in die Gegenwart
Wohl lebte das Brauchtum weiterhin fort, so ist für 1806 der Auftritt des Gyff gemeinsam mit einem kleinen Gryff belegt. In der Zeit der Kantonstrennung 1833 und danach schlief der Vogel Gryff für einige Jahre weitgehend ein. Im Frühjahr 1836 wurden aber die Umzüge mit den Ehrenzeichen und die Gesellschaftsmähler wieder abgehalten. Das Brauchtum erhielt neue Kraft, wurde in seinem Ablauf verfeinert und niemand sprach mehr davon es abzuschaffen.
Interner Querverweis:
>> Kinderlied in Dialekt zum Vogel Gryff
>> Landung der Wilden Mannes beim Klingental 2007
>> Bilder vom Vogel Gryff 2009
Beitrag erstellt 15.01.06 / Layout überarbeitet 07.11.12
Quellen:
Thomas Lutz, Kunstdenkmäler des Kantons Basel Stadt, Band 6, (Altstadt Kleinbasel), herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern, 2004, IISBN 3-906131-78-5, Seiten 110 bis 115, 179 bis 183 und 277 bis 291
Eugen Alfred Meier, Vogel Gryff, Litera Verlags- und Buchhandels-Aktiengesellschaft, Basel, 1986, ISBN 3-906701-01-8
Robert Schiess, Die Zunft- und Gesellschaftshäuser der Stadt Basel, herausgegeben vom Basler Heimatschutz, Schwabe & Co AG, Basel, 2001, ISBN 3-7965-1889-3, Seiten 64 bis 71
Niggi Schoellkopf, Vogel Gryff, Birkhäuser Verlag, Basel, 1971, ISBN 3-7643-0578-9
Gustaf Adolf Wanner, Zunftkraft und Zunftstolz - 750 Jahre Basler Zünfte und Gesellschaften, Birkhäuser Verlag, Basel, 1976, ISBN 3-7643-0856-7, Seiten 193 bis 226
Rudolf Wackernagel, eschichte der Stadt Basel, Band 2/I, Helbing & Lichtenhahn, Basel, 1911, Seiten 265 und 266