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Tokio (awp/sda/dpa) - Japan prüft offenbar, die Gefahr des Atomstörfalls in Fukushima auf die höchste Stufe und damit auf die gleiche Stufe wie Tschernobyl anzuheben. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag (Ortszeit) ohne nähere Angaben zu machen.
Nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde eine Skala geschaffen, mit der die Öffentlichkeit einheitlich über die Schwere eines Atomunfalls informiert werden kann. Auf dieser siebenstufigen Ines-Skala (International Nuclear and Radiological Event Scale) bekam bisher nur der Tschernobyl-Unfall die höchste Einstufung 7.
Bisher gilt für drei Reaktoren in Fukushima 1 die Ines-Stufe 5. Dies bedeutet: Begrenzte Freisetzung von radioaktiven Stoffen und Einsatz einzelner Katastrophenschutzmassnahmen. Stufe 7 würde heissen: Schwerste Freisetzung: Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld.
Demnach könnte ein Atomunfall auch ohne eine katastrophale Explosion die höchste Stufe erreichen. Japan hatte am Montag angekündigt, weitere Gebiete evakuieren zu lassen.
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