Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/156784

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie eine Bestandeserhöhung der Armee auf einen Bestand von 120 000 und 140 000 Angehörigen der Armee (AdA) aussehen könnte. Er klärt dafür insbesondere folgende zwei verschiedene Grundmodelle ab:</p><p>1. Im ersten Modell erfolgt die Erhöhung von Grund auf: Es wird das gesamte Vorgehen umschrieben, welches notwendig ist, um die neue Armee von 100 000 AdA bei Anzeichen einer erhöhten Bedrohung auf einen Bestand von 120 000 und 140 000 AdA zu erhöhen. Dabei wird der Aufwand von Zeit und Kosten bezüglich Aufbieten, Ausbildung, Ausrüstung, dem Bilden von Formationen usw. ausgewiesen.</p><p>Angestrebt wird für dieses zusätzliche Element die Kampfkraft einer flexibel einsetzbaren, modern ausgerüsteten Infanterie.</p><p>2. Das zweite Modell basiert auf einer Reserve: Über den Soll-Bestand von 100 000 AdA hinaus bleiben weitere 20 000 oder 40 000 AdA im Soll-Bestand eingeteilt. Sie behalten ihre persönliche Waffe und Ausrüstung. Es ist aufzuzeigen, welche Sicherheitsaufgaben diese Truppen aus dem Stand heraus bzw. mit minimaler Aufrüstung übernehmen könnten. Zudem ist aufzuzeigen, welcher Aufwand an Zeit und Geld notwendig wäre, bis auch sie die Kampfkraft einer flexibel einsetzbaren, modern ausgerüsteten Infanterie erreicht haben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat schlägt auf der Grundlage der Weiterentwicklung der Armee einen Bestand von 100 000 Armeeangehörigen vor. Zudem sollen die Reserven aufgelöst werden. Der Bundesrat sieht aktuell keinen Mehrwert in einem Bericht, der sich mit den obenbeschriebenen Modellen befasst.</p><p>Der Bundesrat begrüsst aber grundsätzlich das Anliegen einer Notfall- bzw. Vorsorgeplanung, damit eine allfällige Bestandeserhöhung rechtzeitig an die Hand genommen werden kann, falls eine Verschlechterung der Sicherheitslage eine solche Massnahme nahelegen würde.</p><p>Allfällige Planungsmassnahmen müssen dementsprechend in eine strategische Gesamtplanung eingebettet sein. Aus Sicht des Bundesrates wäre der geeignete Rahmen hierfür der neue sicherheitspolitische Bericht, der 2016 erscheinen wird. Der sicherheitspolitische Bericht analysiert die Bedrohung der Schweiz und leitet daraus die erforderlichen strategischen Massnahmen ab. Je nach Erkenntnissen aus dem Bericht wäre der Bundesrat denn auch bereit, die Notwendigkeit einer allfälligen Bestandeserhöhung zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.