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Die folgende Zusammenfassung basiert auf IAEO-Informationen.
Erfolgreicher Abschluss der zweiten Unterstützungsmission nach Tschernobyl
Am 3. Juni 2022 hat die IAEO informiert, dass ein siebenköpfiges IAEO-Team die zweite Mission nach Tschernobyl erfolgreich abgeschlossen habe. «Die in dieser Woche durchgeführte kombinierte IAEO-Mission für Sicherheit, Sicherung und Sicherungsmaßnahmen konnte trotz der erheblichen logistischen Herausforderungen bei Reisen und Arbeiten in der Ukraine alle Ziele erreichen», gab der IAEO-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi bekannt. «Während ihres dreitägigen Aufenthalts im Kernkraftwerk Tschernobyl und in der nach dem Unfall von 1986 eingerichteten Sperrzone unterstützten die IAEO-Experten ihre ukrainischen Kollegen in den Bereichen Strahlenschutz, Sicherheit der Abfallentsorgung und nukleare Sicherheit», so Grossi. Die erste Mission nach Tschernobyl fand Ende April 2022 statt.
Gemäss IAEO haben Experten der IAEO-Hauptabteilung für nukleare Sicherheit und Sicherung in Tschernobyl die wichtigsten Anlagen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und ausgedienter Brennelemente besichtigt, um den aktuellen Stand zu bewerten. Zudem hätten sie eine Schulung an den im April gelieferten Strahlungsüberwachungsgeräten durchgeführt und das Strahlenschutzprogramm für das Kernkraftwerk und die Sperrzone überprüft. Dabei sei es auch um physikalische Schutzvorkehrungen in den Anlagen für nukleare Brennstoffe, ausgediente Brennelemente und radioaktives Material gegangen. Ebenfalls seien Bereiche für die zukünftige Unterstützung und Zusammenarbeit ermittelt worden.
Schon früh zu Kriegsbeginn sei das automatische Strahlenüberwachungssystem ausgefallen, das Strahlungswerte aus der Sperrzone um das Kernkraftwerk herum liefern sollte. Laut IAEO-Mitteilung vom 31. Mai konnte es noch nicht wiederhergestellt werden. Die IAEO habe die Ukraine deshalb nun hinsichtlich Wiederherstellung des Systems technisch beraten und habe Informationen für dessen geplante Einbindung ins Internationale Strahlungsüberwachungs-Informationssystem (IRMIS) erhalten.
Laut IAEO haben zudem Experten der IAEO-Hauptabteilung Sicherheitsüberwachung während der aktuellen Mission die jährlich stattfindenden Verifizierungsaktivitäten zur Verhinderung von Proliferation durchgeführt. Dabei seien das gemeldete Kernmaterial und Aktivitäten im Zusammenhang mit Kernmaterial überprüft worden. Zudem hätten sich die Inspektoren und Techniker vor Ort vergewissert, dass die Datenfernübertragungssysteme zur Sicherheitsüberwachung des Kernkraftwerks Tschernobyl an den IAEO-Hauptsitz in Wien ordnungsgemäss funktionieren würden und hätten diese aufgerüstet. Diese Systeme konnten bereits bei der ersten Mission Ende April wiederhergestellt werden.
«Der Generaldirektor setzt nun auch seine Bemühungen fort, eine IAEO-Mission zum grössten ukrainischen Kernkraftwerk Saporoschje zu organisieren, das unter russischer Kontrolle steht», so die IAEO.
Fernüberwachung des Kernkraftwerks Saporoschje ist unterbrochen
Am 3. Juni hat die IAEO ebenfalls darüber informiert, dass das Datenfernübertragungssystem zur Sicherheitsüberwachung des Kernkraftwerks Saporoschje seit dem 30. Mai nicht mehr funktioniere. «Mit Unterstützung des Betreibers setzt die IAEO ihre technischen Versuche fort, die Datenübertragung wiederherzustellen», so die IAEO.
Quelle
B.G. nach IAEO, Medienmitteilungen, 31. Mai und 3. Juni 2022