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Der 47 jährige Herr B. hilft am Wochenende Freunden beim Umziehen. Alles läuft vorerst gut, doch als er sich bückt um eine der letzten Kisten in den Transporter zu stellen passiert es. Ein heftiger Schmerz schiesst ihm in den unteren Rücken und verhindert jede weitere Bewegung.
Sein Arzt diagnostiziert einen Hexenschuss ( Fachbegriff: Akute Lumbago ) und verschreibt ihm Medikamente zur Schmerzlinderung sowie Physiotherapie.
Bei der Erstuntersuchung stellt sich heraus, dass die Muskulatur des unteren Rückens stark verspannt ist und der Versuch die Lendenwirbelsäule zu beugen wegen des Schmerzes nicht möglich ist. Ausserdem berichtet Herr B., dass er im unteren Rücken schon seit seiner Jugendzeit immer relativ steif und unbeweglich war.
In den ersten Sitzungen steht die Schmerzlinderung im Fokus der Therapie. Es werden sanfte Mobilisierungsübungen im schmerzfreien Bereich für die Lendenwirbelsäule als Heimprogramm erarbeitet. Massagen und Elektrotherapie helfen, die verspannte Muskulatur zu lösen und das Schmerzniveau zu senken.
In der Folge wird das Haltungs- und Bewegungsverhalten von Herrn B. unter die Lupe genommen.
Es stellt sich heraus, dass er im Stand die Knie stark durchdrückt, sich sein Becken zu stark nach vorne kippt und sich durch die jahrelange Fehlhaltung die Hüftbeugemuskulatur verkürzt hat, sodass ein Hohlkreuz entsteht. Diese Fehlhaltung wird ihm bewusst gemacht und korrigiert. Da Herr B. einen überwiegend stehenden Beruf hat, wird ihm empfohlen mehrmals täglich die Haltungskorrektur während der Arbeit zu üben.
Ein Trainingsprogramm zur Kräftigung der Bauch- und Beinmuskulatur sowie des unteren Rückens ergänzt die Therapie um muskuläre Dysbalancen auszugleichen.