Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03221.jsonl.gz/2630

Mehrjährige Freiheitsstrafe für St.Galler Millionenbetrüger bestätigtSchreiben Sie einen Kommentar
Die Richter der strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts stützen im am Donnerstag veröffentlichten Urteil den Entscheid des St. Galler Kantonsgerichts vom Juli 2018. Dieses befand den Mann des gewerbsmässigen Betrugs, des Vergehens gegen das Bankengesetz, der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung und weiterer Delikte schuldig.
Der Mann hatte ein Schneeball-System aufgebaut und von Anlegern aus der Seglerszene auf dem Bodensee Millionenbeträge entgegen genommen. Vom erhaltenen Geld legte er nur rund 11 Millionen Franken an, wie das Bundesgericht ausführt.
Mit dem jeweils frischen Geld zahlte er die vermeintlichen Anlagegewinne der älteren Kunden aus. Zudem finanzierten sich der Verurteilte und seine damalige Freundin mit einem Teil der Gelder teure Autos, Eigentumswohnungen und einen luxuriösen Lebensstil.
Korrekte Strafzumessung
Entgegen der Ansicht des bald 60-jährigen Mannes ging das St. Galler Kantonsgericht gemäss Bundesgericht bei der Strafzumessung korrekt vor. Verschiedene Punkte wie die Kooperation im Strafverfahren, die lange Verfahrensdauer und mehr seien innerhalb des gerichtlichen Ermessens gewürdigt worden.
Der Mann lebt heute mit seiner zweiten Frau und zwei schulpflichtigen Kindern in Polen. Seine Ex-Freundin und sein damaliger Treuhänder sind zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt worden.