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Stearinkerzen sind Kerzen, die aus dem natürlichen Rohstoff Stearin gegossen werden. Stearin ist ein Gemisch aus Stearinsäure und Palmitinsäure (Palmöl). Die Herstellung der Kerzen erfolgt maschinell in Massenproduktion oder per Hand in speziellen Gießformen. Stearinkerzen erlangen wachsende Bedeutung auf dem Markt, weil sie im Gegensatz zum Paraffin als umweltfreundlich eingestuft werden. Kerzen aus Stearin haben zahlreiche Vorteile. Sie brennen ab, ohne umweltschädliches Kohlendioxid (CO2) freizusetzen. Stearinkerzen bleiben bei Temperaturen bis zu 60 Grad Celsius formstabil und rußen weniger als Paraffinkerzen. Sie verbreiten einen angenehmen Duft, und ihre Reste können über die Biotonne entsorgt werden. Zudem sind Stearinkerzen für Menschen, die an Asthma leiden, gut verträglich.
Zur Herzstellung der Kerzen wird körniges Granulat in Gießformen durch Hitzeeinwirkung unter Zugabe von 2 bis 5 Prozent Schrumpfwachs verflüssigt. Ohne Schrumpfwachs bekommt man die Kerze schwer oder gar nicht aus der Gießform. Wird 2 Prozent Schrumpfwachs verwendet, entsteht eine glasfaserartige oder kristalline Struktur auf der Kerze. Bei 5 Prozent Zugabe sieht die Kerze glatt aus wie eine Paraffinkerze. Soll eine Stearinkerze bald abgebrannt werden, kann als Docht normaler Flachdocht verwendet werden. Soll die Kerze etwas länger als Dekorationsobjekt stehen, ist der spezielle Stearindocht zu bevorzugen. Dieser ist so behandelt, dass die Stearinsäure ihn nicht angreift.
Stearinkerzen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen, zum Beispiel als Kronenkerzen, Teelichter, Hochzeitskerzen und Kirchenkerzen. Stearin-Granulat zum Selbergießen der Kerzen wird in wasserdichte Behältnisse abgefüllt. Hier können Sie sich umfassend über Hersteller und Anbieter von Stearinkerzen und deren Grundstoffen informieren.