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«Die Regierung ist der Ansicht, dass der Weiterbetrieb des Kraftwerks Loviisa aus Gründen der Stromversorgungssicherheit in Finnland gut begründet ist. Das Kraftwerk stärkt die Selbstversorgung Finnlands mit Strom, was zu einer Senkung des Strompreisniveaus in Finnland beiträgt und somit den Haushalten, Unternehmen und allen anderen Stromverbrauchern zugutekommt», schrieb das finnischen Ministry of Economic Affairs and Employment (MEAE) in seiner Medienmitteilung. Gemäss Regierung ist es für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie von entscheidender Bedeutung, dass die Stromversorgung zu einem angemessenen Preisniveau gewährleistet ist. Die Aussicht auf stabile und erschwingliche Strompreise bis weit in die Zukunft hinein werde das Interesse der Investoren an Finnland erhöhen.
Umfassende Sicherheitsbewertung fiel positiv aus
Mit einer Jahresproduktion von etwa 8 TWh deckt das Kernkraftwerk Loviisa derzeit etwa 10% des finnischen Strombedarfs. Die bisherigen Betriebsgenehmigungen für Loviisa-1 und -2 laufen 2027 respektive 2030 aus. Deshalb reichte Fortum beim MEAE am 18. März 2022 einen Antrag für einen verlängerten Betrieb bis zum Jahr 2050 ein.
Damit die finnische Regierung die Laufzeitverlängerung genehmigen konnte, brauchte es zuerst von der finnischen Nuklearaufsichtsbehörde Stuk eine positive Stellungnahme, die sich auf eine umfassende Sicherheitsbewertung des Kernkraftwerks Loviisa stützt. Am 26. Januar 2023 habe Stuk dem MEAE mitgeteilt, dass Fortum über die erforderlichen Fähigkeiten, Verfahren, Fachkenntnisse und Ressourcen verfüge, um den sicheren Betrieb fortzusetzen. Das Unternehmen habe ausserdem Alterungsmanagementpläne erstellt und Verfahren ausgewählt, die nach Einschätzung von Stuk ausreichten, um den Zustand der Anlage zu überwachen und notwendige Verbesserungsmassahmen einzuleiten, so das MEAE.
Gemäss MEAE hat die finnische Regierung neben der Laufzeitverlängerung bis 2050 zur Stromproduktion den beiden Blöcken in Loviisa eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2055 erteilt, damit diese stillgelegt werden können. Fortum habe ausserdem eine Betriebsgenehmigung für die Nutzung der Gebäude und Lager erhalten, die für die Entsorgung von Kernbrennstoffen und nuklearen Abfällen erforderlich seien, mit den erforderlichen Erweiterungen bis Ende 2090.
Quelle
B.G. nach MEAE, Medienmitteilung, 16. Februar 2023
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