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Theo Oberson wurde am 15. März 1922 den Eltern Elisabeth und Joseph Oberson-Sturny als sechstes von vierzehn Kindern in Rohr in die Wiege gelegt. Mit seinen zahlreichen Geschwistern durfte er auf dem stattlichen Hof in Rohr eine glückliche Jugend erleben. Theodor besuchte die Schulen in Tafers. Danach erweiterte er im Welschland seine Bauernkenntnisse. Als junger Bursche war er aktiver Turner und Schwinger. Von allen Hobbys aber pflegte er die Blasmusik am längsten, war er doch während mehreren Jahrzehnten Aktivmitglied der Musikgesellschaft Tafers. Markant in seinem Leben war auch die Rekrutenschule, die in die Aktivdienstzeit des Zweiten Weltkriegs fiel.
Nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahr 1949 half er auf dem elterlichen Betrieb mit und war später auf Höfen in Galteren und Lamprat angestellt. Im Jahr 1956 erwarb er den Bodenackerhof, der fortan sein Daheim war.
Am 24. November 1958 trat er mit Elisabeth Brülhart in Einsiedeln an den Traualtar. Sie half fortan unermüdlich mit, den Betrieb auf- und auszubauen. Anfänglich ging Theo noch zusätzlichen Erwerbsmöglichkeiten nach, später war sein Leben geprägt von langen Arbeitstagen auf dem Hof. Meistens war er dabei von seiner Familie umgeben, denn Theo und Elisabeth wurden drei Töchter geschenkt, denen er ein geduldiger Papa war. In ihrer Erinnerung wird er der kräftige, braun gebrannte Vater bleiben, der mit starken Armen und Ausdauer die Arbeit auf dem Hof verrichtete. Bis ins hohe Alter half er auf dem Betrieb mit.
Mit dem Alter häuften sich die Spitalaufenthalte aufgrund gesundheitlicher Probleme. Ende 2001 wurde ein operativer Eingriff an der Lunge nötig, und weitere Gebrechen folgten. Dank der grossen Unterstützung und Pflege durch seine Tochter Edith und seine Gattin Elisabeth konnte er trotz seiner Gebrechen möglichst lange daheim sein, aber im Sommer 2007 wurde der Eintritt in das Pflegeheim St. Martin in Tafers unausweichlich. Trotz der liebevollen und sorgfältigen Pflege dort war das für ihn sehr hart, denn der Bodenackerhof war sein Zuhause, seine Welt. Gerne hätte man es ihm gegönnt, ihn als älter werdenden Mann «uf em Bänkli vorem Huus» zu erleben, wo er dem Plätschern des Brunnens, dem Rauschen des Blätterdaches der Linde und den Stimmen der Tiere zuhören konnte. Sie werden uns immer an ihn erinnern und in Gedanken mit ihm verbinden. Am 12. Februar durfte er friedlich einschlafen. Eing.