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Die Salsa ist ein moderner Gesellschaftstanz aus Lateinamerika, der paarweise oder in der Gruppe getanzt wird. Der Begriff Salsa wurde Mitte der 70er-Jahre geboren als die Exil-Kubaner sich mit Latino-Künstlern aus Kolumbien, Venezuela, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik zusammen getan haben um Musik zu spielen. Heute tanzt man Salsa überall in Lateinamerika und in der Karibik.
Wie die Salsa-Musik ist auch der dazugehörige Tanz eine Verbindung afrokaribischer und europäischer Tanzstile. Die Ursprünge stammen aus dem englischen Kontratanz des 17. Jahrhunderts. In vielen Figuren steht sich das Paar dort in einer ähnlichen Tanzhaltung wie beim Gesellschaftstanz gegenüber, bei der die Frau ihre linke Hand auf dem Oberarm oder die Schulter des Mannes legt, der Mann mit seiner rechten Hand ihre Hüfte umfasst und sich die freien Hände in der Luft treffen. Der Kontratanz war ein Gruppentanz; die meisten Figuren umfassten zwei 4/4-Takte, also acht Schläge.
Französische und spanische Kolonialherren führten die Tänze ihrer Heimat in die Karibik ein. Eine besondere Rolle spielte dabei die Insel Hispanola. Hispaniola ist seit dem 18. Jahrhundert zweigeteilt: Saint Domingue Francés, das heutige Haiti im Westen und Santo Domingo Español, die heutige Dominikanische Republik im Osten.
Nach dem Aufstand gegen die französische Kolonialmacht 1791 flohen französische Plantagenbesitzer mit ihren Sklaven auf den östlichen Teil der Nachbarinsel Kuba und brachten ihre Bräuche, Tänze und ihre Musik mit. Im kubanischen Oriente vermischten sich die afrikanischen Trommel- und Tanztraditionen mit der Gitarrenmusik der spanischen Farmer.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges gingen viele als Emigranten aus Kuba, Puerto-Rico, Kolumbien und Venezuela nach Nordamerika. In Städten wie New York trafen so viele Kulturen aufeinander, einschließlich des Tanzes und der Musik. In den Sessions wurden die Tanzarten vermischt, sodass eine "Sauce" (Salsa) aus verschiedenen Tänzen entstand. Die wichtigsten Einflüsse waren der Rumba, der aus dem Kontratanz hervorgegangene Danzón, der Mambo, Son und Latin-Jazz.
Heute unterscheidet man bei der Salsa diverse Tanzstile, die alle eines gemeinsam haben: sie wollen Lebendigkeit, Lebensfreude und Leichtigkeit vermitteln.
Mehr zu den einzelnen Tanzstilen findest Du hier im Anschluss.
Diese Tanzart ist aus dem kubanischen Son hervorgegangen. Die Bewegungen sind fliessend, natürlich und harmonisch. Der Casino ist ein typischer Tanz von der Strasse (de la Calle Stil) und sehr dynamisch. Dieser Stil eignet sich besonders um die karibische Musik zu geniessen.
Merengue ist ein lateinamerikanischer Paartanz, der einen sehr einfachen Grundschritt hat. Charakteristisch für diesen Tanzstil ist eine markante Hüftbewegung bei jedem Schritt. Dadurch erhält der Tanz eine stark sinnliche Komponente. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise – eine offene Tanzhaltung ist eher die Ausnahme.
Bachata hat seine Wurzeln warscheinlich im karibischen Bolero. Der Tanz entstand in den 1960er Jahren und ist einer der erotischsten Tänze überhaupt, da er in der Regel sehr eng und hüftbetont getanzt wird.
Das sind Tänze, deren Ursprung in Afrika liegen und von den afrikanischen Sklaven auf Kuba weiterentwickelt wurden. Das wichtigste Merkmal der afrokubanischen Tänze ist, dass sie ein "höheres Ziel" verfolgen. Das kann die Ehrung eines Orishas sein, die Bitte um gute Ernten oder die Brautwerbung. Die afrokubanischen Bewegungen sind die Grundbausteine von Tänzen wie Salsa oder Reggaeton. Hier sind fliessende Bewegungen und Koordination gefordert. Afrocubano wird alleine getanzt.
Reggaeton basiert auf einem Mix von Hip-Hop, Reggae und Dancehall mit elektronischer Musik und wurde vor etwa 10 Jahren international populär. Reggaeton kann alleine aber auch gemeinsam getanzt werden. Hierbei kommt viel Isolationsbewegungen von Schultern und Hüften zum Einsatz. Eine Extremform des Tanzes ist der Perreo welcher auf dem spanischen Wort perro (zu deutsch: Hund) basiert und dabei das Paarungs-verhalten von Hunden mimt.
Es ist ein Gruppentanz in Kreisform. Wie der Name "Rueda" (Rad) andeutet, tanzen die Paare im Kreis. Einer von der Gruppe sagt jeweils die Figuren an, welche die Herren dann zu führen und die Damen zu folgen versuchen. Die Figuren werden Synchron getanzt und dabei die Partnerinnen dauernd gewechselt. Die Rueda de Casino ist ein Gruppenerlebnis wie kein anderes. Und wird heute in Kuba sehr oft getanzt.
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