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Der Schweizer Fedcup-Captain Heinz Günthardt entscheidet sich für den Halbfinal in Weissrussland für Viktorija Golubic als zweite Einzelspielerin neben Timea Bacsinszky.
Am Samstag (ab 12.00 Uhr Schweizer Zeit) eröffnet Golubic (WTA 54) die Halbfinal-Begegnung in Minsk gegen die weissrussische Nummer 1 Alexandra Sasnowitsch (WTA 95), gegen die sie letzte Woche in Biel im Achtelfinal verloren hat. Anschliessend trifft die Schweizer Teamleaderin Bacsinszky (WTA 22) auf die 18-jährige Arina Sabalenka (WTA 125).
Günthardt sprach von einem "Gefühlsentscheid". Alle vier Spielerinnen hätten "super gut" trainiert. Wie bereits bei anderen Gelegenheiten sagte der Captain: "Es ist sehr schwierig, das richtige Team zu bestimmen, aber unmöglich, falsch zu liegen." Im Gegensatz zum Viertelfinal gegen Frankreich in Genf, als Belinda Bencic den entscheidenden dritten Punkt geholt, fiel die Wahl diesmal wieder auf Golubic.
Die 24-jährige Zürcherin hat wie Bencic keinen guten Saisonstart hinter sich, überzeugte aber vor einem Jahr im Halbfinal gegen Tschechien mit zwei Exploits gegen die wesentlich höher eingestuften Karolina Pliskova und Barbora Strycova. "Auch wenn es die Resultate noch nicht zeigen, hat sie zuletzt begonnen, besser zu spielen", strich Günthardt heraus. Eine Rolle dürfte auch die Handgelenkverletzung von Bencic gespielt haben, die wohl noch nicht gänzlich ausgeheilt ist, auch wenn er dies so nicht bestätigen wollte.
Golubic erhält nun schnellstmöglich die Gelegenheit, die 1:6, 4:6-Niederlage in Biel wettzumachen. "Ich denke, das ist ein Vorteil", erklärte sie. "Ich spielte dort nicht so schlecht, aber ich kann es taktisch sicher noch besser machen." Auf dem schnellen Belag in der mit 8800 Zuschauern ausverkauften Tschischowka-Halle werde sie noch mehr versuchen müssen, Sasnowitsch unter Druck zu setzen und zum Laufen zu bringen.
Anschliessend ist Bacsinszky, die sonst meist als erste spielte, gegen den aufstrebenden Teenager Sabalenka klare Favoritin. Auf die leichte Schulter wird sie die Aufgabe aber nicht nehmen. "Sie ist jung und voller Energie", weiss sie. Allerdings hofft sie, dass das volle Stadion auch etwas zusätzlichen Druck auf die Weissrussinnen ausüben könnte und das den Schweizerinnen sogar entgegenkommen könnte.