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Sprach- und Buchstabenspiele können das Lesen- und Schreibenlernen unterstützen und eine motivierende Abwechslung bieten. Die folgenden Spiele richten sich an Kindergarten- und Primarschulkinder.
Förderung der phonologischen Bewusstheit
Die phonologische Bewusstheit ist die wichtigste Vorläuferfertigkeit für das Lesen- und Schreibenlernen. Darunter versteht man die Fähigkeit, einzelne Laute aus Wörtern herauszuhören und Wörter in ihre Bestandteile (Silben, Phoneme und Buchstaben) zu zerlegen. Kinder, die damit Probleme haben, haben zum Beispiel Mühe mit den folgenden Aufgaben:
- Was reimt sich auf Maus?
- Was hörst du am Anfang von Apfel?
- Aus welchen Silben besteht das Wort Lo-ko-mo-ti-ve? (Trennt hier der Erwachsene das Wort in Silben auf und klatscht dazu, haben Kinder mit einer Schwäche in diesem Bereich Mühe, dies nachzumachen oder auf andere Wörter zu übertragen)
Studien zeigen, dass:
- Kinder, die im Kindergarten grosse Probleme in diesem Bereich haben, später mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Lese-Rechtschreibschwäche entwickeln
- Ein Training dieser Fertigkeit während des Kindergartens eine Lese-Rechtschreibschwäche erfolgreich verhindern kann
Ein Training und eine Abklärung ist sinnvoll, wenn in der Verwandschaft, vor allem bei Ihnen als Eltern oder bei Geschwistern, Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen aufgetaucht sind. Wichtige Hinweise sind auch eine verzögerte Sprachentwicklung und eine undeutliche Aussprache.
Spielerisch trainiert werden kann die phonologische Bewusstheit mit dem Spiel:
Die Kinder lernen durch das Spiel, Wörter in Silben zu zerlegen. Wächter, ein Zwerg, ein Riese und ein Drache, bewachen die Tore zum Schloss. Indem die Zauberwörter mit der richten Anzahl Silben gesprochen werden, öffnen sich die Türen.
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Ein weiteres Spiel trainiert das Reimen und die differenzierte Wahrnehmung von Lauten:
Es gibt zwei Kartensets - solche mit violetten und solche mit weissem Rand. Bei den violetten Karten müssen die Kinder Paare finden, die sich reimen; bei den weissen werden ähnlich klingende Wörter gesucht. Dazu werden jeweils die Hälfte der Karten verdeckt auf einen Stapel gelegt, die andere offen auf dem Tisch verteilt. Die Kinder ziehen nacheinander eine Karte vom Stapel und suchen das passende Paar. Sie legen die Karten verdeckt auf den Hexenkessel und können dort selbst - mit Hilfe der roten Scheibe (des Topfdeckels) - überprüfen, ob die Karten tatsächlich zusammen gehören. Wenn ja, dann dürfen sie die Karten mit dem Hexenstab und einem Hexenspruch in den Kessel rühren. Mehr Informationen finden Sie hier.
Wörter aus dem Grundwortschatz richtig schreiben
Das Schreiben von Wörtern stellt für viele Kinder eine grosse Herausforderung dar. Nicht alle Wörter schreibt man so wie sie laut ausgesprochen klingen und selbst bei denen, die genau so geschrieben werden, stellen sich noch Fragen. Manche Buchstaben, wie b und p, d und t oder g und k klingen ähnlich und manchmal hört man einfach nicht, ob ein Buchstabe doppelt geschrieben wird oder es sich um ein i oder ie handelt. Und verbirgt sich vielleicht ein h im Wort?
Um sich die richtige Schreibweise eines jeden Wortes zu merken, braucht es also viel Übung. Oft kommen wir nicht umhin, mit dem Kind einzelne Wörter systematisch einzuüben. Hier kann das Zettelkastensystem hilfreich sein.
Lernspiele wie "Wort für Wort" können dabei etwas Abwechslung bieten. Besonders motivierend für das Kind ist es, wenn Sie die Wörter aus dem Spiel zuerst mit dem Kind gut geübt haben. So kann das Gelernte noch einmal wiederholt werden und Ihr Kind wird Freude an den Erfolgserlebnissen haben.
Wort für Wort ist ein Spiel, bei dem die Kinder die richtigen Buchstaben für das Wort auf dem Bild finden müssen. Es kann alleine oder in einer Gruppe und mit drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt werden. Eine Drehsscheibe bestimmt, wie viele Buchstaben auf einmal gewählt und unter das Bild gelegt werden dürfen. Die Zeichen unter den Buchstaben dienen der Kontrolle der richtigen Schreibweise. Die richtige Abfolge der Zeichen ist auf der Rückseite der Bildkarten zu finden. Die Kinder können sich somit selbst kontrollieren. Bei Fehlern muss der falsche Buchstabe zurück gelegt und gewartet werden, bis man wieder an der Reihe ist. Das Spiel ist zu Ende, wenn eine zuvor festgelegte Anzahl von Bildkarten gesammelt wurde. Mehr dazu finden Sie hier.
Die Leselust spielerisch wecken
Lesen beginnt erst dann Spass zu machen, wenn das Kind erfährt, dass es dadurch an spannende Informationen gelangt. Für manche Kinder ist das Lesenlernen von Buchstaben, Silben und schliesslich ganzen Wörtern und Sätzen ein mühsamer Prozess, sodass ein Lernspiel dafür sorgen kann, dass die Motivation nicht verloren geht.
Das Spiel fördert die Sinnentnahme aus Texten. Das Ziel besteht darin, mehrere Rätsel zu lösen, um an den Schatz der Burg zu kommen. Es warten Juwelen, Diamenten und Goldstücke! Mit dem Katapult werden Steine in die Burg geschossen. Ein schöne Abwechslung zum Bücherlesen, um spielerisch die Lesefähigkeit zu trainieren. Das Spiel ist für Kinder von sechs bis neun Jahren geeignet. Mehr dazu finden Sie hier.