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(07.08.19) Der Unternehmergeist in der Schweiz lässt weiter zu wünschen übrig. Laut den Ergebnissen der Studie Global Entrepreneurship Monitor (GEM), die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HSW-FR) durchgeführt wurde, hatten im Jahr 2018 nur 6,9% die Absicht, ein Unternehmen zu gründen.
Diese Zahl ist rückläufig gegenüber 2017, als sich noch 10,5% der Schweizerinnen und Schweizer für den Start ins Unternehmertum bereit erklärten. Trotz der politischen Förderung und der finanziellen Unterstützung des Unternehmertums bleibt das Ergebnis auch unterhalb des Durchschnitts in den anderen hoch entwickelten Volkswirtschaften, der mit 17,1% beziffert wird.
In der Schweiz glaubt nur jeder Dritte, die Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Firmengründung zu besitzen. Dieses mangelnde Vertrauen führt zu einer wachsenden Angst vor dem Scheitern, die 39,9% der Befragten äusserten und damit 10% mehr als 2017. Die Zahlen zum Vertrauen, die unter dem europäischen und amerikanischen Durchschnitt liegen, nehmen seit mehreren Jahren ab und nähern sich den niedrigen Ergebnissen von 2012.
Die Studie stellt auch fest, dass die unternehmerische Tätigkeit bei der jungen Generation abnimmt. Im letzten Jahr waren nur 2,2% der Schweizer Bevölkerung zwischen 18 und 24 Jahren an der Gründung eines Unternehmens beteiligt, während es beispielsweise in Kanada 27,3% und in den Niederlanden mehr als 15% waren. Mit ihrem Ergebnis liegt die Schweiz auf Platz 30 von 32 Ländern mit hohen Einkommen.
Während 10% der Männer zu einem unternehmerischen Engagement bereit sind, äussern von den Frauen nur 4,72% diese Absicht. Diese Diskrepanz, also doppelt so viele Männer wie Frauen, ist deutlich höher als der Durchschnitt in den anderen Vergleichsländern.
Letzte Änderung 07.08.2019