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Rechtsrock-Diskussion überschattet Echo-Verleihung
Die diesjährigen Echo-Verleihungen geraten in den Fokus politischer Auseinandersetzungen: Die Deutsche Phono-Akademie hat die Band Frei.Wild von der Liste der Nominierten in der Kategorie Rock/Alternativ National gestrichen. Mit Folgen.
Die Streichung der österreichischen Gruppe ist erfolgt, nachdem die ebenfalls nominierte Berliner Band MIA mit Rückzug drohte, wenn Frei.Wild eine Echo-Plattform geboten werde.
Die Phono-Akademie erklärt, die Nominierungen erfolgten auf Basis der Charts-Auswertung. «Um zu verhindern, dass der Echo zum Schauplatz einer öffentlichen Debatte um das Thema der politischen Gesinnung» werde, habe sich der Vorstand «nach intensiven Diskussionen dazu entschlossen, in die Regularien des Preises einzugreifen» und die Band Frei.Wild von der Liste zu nehmen.
Nach der Streichung haben laut dem Mediendienst Meedia Fans der als rechtsradikal geltenden Gruppe — ein Vorwurf, der von Frei.Wild selber dezidiert bestritten wird — im Internet einen Shitstorm entfacht, allerdings aus Verwechslung gegen die britische Sängerin M.I.A., statt gegen die Berliner Gruppe.
Wie die deutsche Zeitung «Der Westen» schreibt, hat die rechtsextreme deutsche Partei NPD an den Echo-Verleihungen vom 21. März aus Protest gegen die Streichung der Nomination eine Mahnwache angekündigt.