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Kühe haben wie alle Wiederkäuer (z.B. Rind, Schaf, Ziege, Reh, Hirsch und viele andere Tiere) 4 Mägen. Sie heissen der Reihe nach wie die Nahrung sie passiert:
- Pansen: Der Pansen ist der grösste der 4 Mägen. Im Pansen leben sehr viele Mikroorganismen und vergären die Nahrung. Wiederkäuer schlingen das Futter rasch hinunter. Während Ruhephasen wird die aufgenommene Nahrung in kleinen Portionen wieder in den Mund gegeben und dort in aller Ruhe „wieder gekaut“. Darum der Name Wiederkäuer.
- Netzmagen: auch im Netzmagen hat es sehr viele Mikroorganismen. Der Netzmagen sortiert die Nahrung. Zu grobe Teile müssen zurück in den Pansen und was fein genug ist, gelangt in den Blättermagen.
- Blättermagen: der Blättermagen entwässert den Nahrungsbrei und liefert diesen an den Labmagen.
- Labmangen: der Labmagen entspricht dem Magen z.B. des Schweines oder auch von uns Menschen. Ab dem Labmagen beginnt die chemische Verdauung mit Säuren und Enzymen, die anschliessend im Darm weitergeführt wird.
Was ist der Vorteil des Magensystems der Wiederkäuer?
Mit der Vergärung in den ersten Mägen werden für den Wiederkäuer Nährstoffe verfügbar, die bei einer rein chemischen Verdauung wie sie ab dem Labmagen abläuft, nicht verdaulich sind. Bei der Vergärung bilden sich im Pansen Milliarden von Mikroorganismen und die leben z.B. vom Gras, das die Kuh gefressen hat. Die Mikroorganismen ihrerseits werden anschliessend im Labmagen und im Darm chemisch verdaut und dienen so der Ernährung der Wiederkäuer. Wiederkäuer können also aus Pflanzen, die für Tiere mit einem einzigen Magen schlecht oder gar unverdaulich sind, wertvolle Nahrung gewinnen und hochwertige Produkte wie Milch und Fleisch aufbauen, die dann uns Menschen wieder als Lebensmittel dienen. Nur über den Umweg durch die Wiederkäuer können wir Menschen Nahrungsmittel nutzen, die mit Gras erzeugt wurden. Dank den Wiederkäuern können Graslandschaften wie Wiesen, Alpweiden, die Prärien oder die Pampa und die Savanne für die Ernährung der Weltbevölkerung genutzt werden.