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Wissenschaftliche News über Frühmenschenfunde finde ich sehr interessant, vor allem wenn sie das gängige Geschichtsbild erweitern oder gar verändern. Ende Januar erschienen solche Neuigkeiten im Magazin Spektrum. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Archäologen entdeckten unterhalb der Burg Ranis in Thüringen Funde, die darauf hindeuten, dass der moderne Mensch vor mehr als 45’000 Jahren in Mitteleuropa präsent war, viel früher als bisher angenommen. Diese Entdeckung stellt die bisherige Vorstellung über die Ausbreitung des Homo sapiens in Europa in Frage und wirft Licht auf das Verschwinden der Neandertaler. Die Untersuchung von Werkzeugen und Knochen in der Ilsenhöhle lieferte Hinweise darauf, dass der moderne Mensch bereits zu dieser Zeit in der Region präsent war, während die Neandertaler noch in anderen Teilen Europas lebten. Moderne wissenschaftliche Methoden wie Proteomanalyse und DNA-Sequenzierung wurden eingesetzt, um die Identität der gefundenen Knochenfragmente zu bestimmen und die Zeit der Anwesenheit des Homo sapiens in der Höhle zu datieren. Die Ergebnisse legen nahe, dass kleine Gruppen des modernen Menschen vor mehr als 45’000 Jahren sporadisch durch Mitteleuropa zogen, was unsere bisherigen Annahmen über ihre Wanderungsbewegungen infrage stellt.
Und noch ein weiterer Text, der über Funde berichtet, die belegen, dass der Frühmensch Homo erectus bereits vor 1,4 Millionen Jahren in der heutigen Ukraine lebte.
Und abschliessend noch ein Artikel, der aufzeigt, dass vor 115’000 bis 130’000 Jahren Savannen mindestens die Hälfte der Fläche Europas einnahmen.
Bild: Wikimedia