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In der Schweiz gibt es drei Langohrarten, die äusserlich nur schwer voneinander zu unterscheiden sind: Braunes Langohr, Graues Langohr und Alpenlangohr. Während das Braune Langohr in der ganzen Schweiz und bis zur Baumgrenze vorkommt, beschränken sich die Vorkommen des Grauen Langohrs auf den Jurabogen und diejenigen des Alpenlangohrs auf die warmen Nordalpentäler und das Tessin.
Da die Bestände in den Kolonien des Braunen Langohrs besonders im Mittelland rückläufig und die beiden anderen Arten in der Schweiz selten sind, hat die Stiftung Fledermausschutz ein Nationales Schutz- und Monitoringprogramm Langohren (pdf) entwickelt.
Seit 2015 (Start des Monitoring) stieg die Anzahl der kontrollierten Langohrquartiere von 109 auf 155. Diese Kolonien werden von ehrenamtlichen Mitarbeitenden überwacht. Da sich die Tiere oft im Gebälk der Dachstöcke verstecken, können sie zwar nur selten exakt gezählt werden, doch mit der regelmässigen Erfassung frischer Kot-Chegeli lässt sich der aktuelle Quartierbesatz indirekt kontrollieren.
Das Monitoring erlaubt eine Früherkennung von Veränderungen oder allfälligen Störungen in den überwachten Kolonien. Damit soll der Schutz und Erhalt der bestehenden Kolonien gewährleistet werden. Weitere Ziele sind die Überwachung der Kolonieentwicklung sowie die Dokumentation der Verbreitungsentwicklung in der Schweiz.