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Neugestaltung des Berner Bundesplatzes - voraussichtlich ab Sommer 2003
Der Gemeinderat hat an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr die Baukreditvorlage für die Neugestaltung des Bundesplatzes verabschiedet. Beantragt wird ein Nettokredit von 3,98 Mio. Franken. Die andere Hälfte der auf rund 8 Mio. Franken veranschlagten Gesamtkosten übernehmen der Bund (2,3 Mio. Franken) und die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft als private Sponsorin (1,7 Mio. Franken). Der Kreditbeschluss des Stadtrats wird dem fakultativen Referendum unterliegen.
Das Gestaltungsprojekt orientiert sich am Vorschlag der Basler Gestalter Mundwiler, Stauffenegger und Stutz, der 1991 aus einem nationalen Projektwettbewerb hervorgegangen und im Sommer / Herbst 2000 überarbeitet worden ist. Es ist darauf ausgerichtet, dass der Bundesplatz weiterhin Ort staatlicher Repräsentation und nationaler Manifestationen ebenso wie traditioneller Marktplatz, Kulturbühne und Sportarena sowie überhaupt Treffpunkt der Bundesstadt sein soll.
Prägendes Element der neu gestalteten Fläche zwischen den Fassaden der umliegenden Gebäude ist ein begehbares Rechteck, das sich auf die Geometrie des Bundeshauses bezieht. Es besteht aus Natursteinplatten, ist mit einem Chromstahlband eingefasst und breitet sich wie ein Teppich auf dem Platz aus. Durchschnitten wird das Rechteck von einem leicht geschwungenen, vor allem bei Dunkelheit optisch stark wirkenden Leuchtband, das den Bärenplatz mit dem Bundeshaus verbindet. Durch ein Wasserspiel mit 26 Fontänen ? entsprechend der Anzahl Kantone ? und durch die an den umliegenden Gebäuden montierten Beleuchtungskörper wird dafür gesorgt, dass der Bundesplatz auch dreidimensional animiert werden kann.
Neu ist auch die Verkehrsführung: Der Durchgangsverkehr Richtung Westen wird künftig auf der Ostseite, vor der Nationalbank hindurch, und dann dem Bundeshaus entlang geführt. Die Achse Amthausgasse?Schauplatzgasse steht nur noch für den öffentlichen Verkehr und den Anlieferverkehr zur Verfügung. Die direkte Fussgängerverbindung Bärenplatz?Bundesplatz kann auf diese Weise aufgewertet und sicherer gestaltet werden.
Mit den Vorarbeiten für die Platzgestaltung, die vor allem aus archäologischen Grabungen bestehen, soll Anfang August dieses Jahres begonnen werden. Zuvor werden die Parkplätze auf dem Bundesplatz in die Metroeinstellhalle verlegt, deren Erweiterung im Juli abgeschlossen sein wird.