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Ich esse morgens ein gekochtes Müesli mit Dinkel- Vollkornhaferflocken, Hirse, Leinsamen und einem Soja- und Mandelmilch-Wassergemisch. Am Schluss mische ich rohe Früchte dazu. Macht es ernährungstechnisch Sinn, die Flocken einzuweichen? C. H., Basel
Wenn Sie die Vollkornflocken einweichen, können Sie wesentlich mehr
Mineralstoffe aus den Getreideprodukten verwerten. Vollkornflocken aus ganzen
Getreidekörnern enthalten Phytinsäure, die das Getreidekorn keimfähig macht.
In den Flocken ist bereits weniger davon enthalten als im ganzen Korn, aber immer noch ziemlich viel. Schädlich ist die Phytinsäure nicht; aber sie verbindet einen grossen Teil der Mineralstoffe zu Nährstoffkomplexen, und diese sind so stabil, dass sie der Körper fast nicht aufspalten kann. Wenn die Phytinsäure durch das Einweichen über Nacht (oder mindestens für eine halbe Stunde) abgebaut wird, sind die Mineralstoffe besser zugänglich. Dazu kommt, dass das Getreide einfacher verdaubar ist, wenn es eingeweicht wurde. Ich würde es deshalb einweichen.
Wenn Sie Nüsse und Rosinen mögen, können Sie diese auch mit einweichen. Nüsse liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Rosinen sind wichtig, weil sie den Körper von innen her befeuchten. Anstelle von gehackten Nüssen können Sie auch Mandelmus verwenden, das Sie am Schluss zum Müesli geben. In diesem Fall würde ich den Getreidebrei aber nur mit Wasser kochen. Und noch ein Tipp: Ins ayurvedische Müesli kommt noch etwas Salz, Kardamom- und Ingwerpulver. Die Gewürze heizen den Stoffwechsel an. Die Früchte kocht man mit, damit damit sie nicht ganz so sauer sind.
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Sabine Hurni, Drogistin, Naturheilpraktikerin und Ayurveda-Expertin, beantwortet Ihre Fragen zu Gesundheits- und Ernährungsthemen persönlich und ganzheitlich: <email-pii>