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Start: September 2006
Umsetzung der Fusion: 1. Januar 2009
Die Bevölkkerung hat zugestimmt
Am 17. Juni 2007 wurde die Fusion zwischen Beromünster und Gunzwil von der Bevölkerung klar angenommen. In Beromünster mit 74,4 Prozent oder 771 Ja- und 265 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung 62,7 Prozent); in Gunzwil mit 56,9 Prozent oder 552 Ja- und 418 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung 74,9 Prozent). Die Fusion wird auf den 1. Januar 2009 umgesetzt. Anlässlich einer kleinen Feier mit der Bevölkerung wurde der Vertrag von den zwei Gemeindenpräsidenten unterzeichnet.
Projektleitung
Projektleiter: Hanspeter Lang, Gunzwil
Projektsekretär: André Zihlmann, Beromünster
Echogruppe: Sie ist das "Gewissen des Volkes" und besteht aus rund 50 Personen aus der Bevölkerung der beiden Gemeinden.
Projektziel
Die Gemeinden Beromünster und Gunzwil wollen auf den 1. Januar 2009 fusionieren. Die neue Gemeinde soll attraktiv, wettbewerbsfähig und zu einem starken Zentrum der Region "Michelsamt" werden. Mit der Fusion werden nebst finanziellen Einsparungen auch eine Senkung des Steuerfusses und - trotz Finanzreform 08 - eine tiefere Verschuldung erwartet.
Aktueller Stand
Am 17. Juni 2007 wurde die Fusion zwischen Beromünster und Gunzwil von der Bevölkerung klar angenommen. In Beromünster mit 74,4 Prozent oder 771 Ja- und 265 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung 62,7 Prozent); in Gunzwil mit 56,9 Prozent oder 552 Ja- und 418 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung 74,9 Prozent). Die Fusion wird auf den 1. Januar 2009 umgesetzt.
Vernehmlassung
Die Vernehmlassung zur Fusion wurde von der Bevölkerung grundsätzlich positiv beurteilt. Von den 36 Antworten aus Beromünster und 37 aus Gunzwil sprechen sich rund ein Drittel für die Fusion aus.
Projektverlauf
Nachdem die Fusion Beromünster, Gunzwil und Neudorf im November 2004 gescheitert war, haben die Verantwortlichen von Beromünster und Gunzwil im September 2006 entschieden, in ein neues Fusionsprojekt einzusteigen und die Machbarkeit zu prüfen. Der Abstimmungstermin wird auf den 17. Juni 2007 festgelegt; die Fusion soll auf den 1. Januar 2009 erfolgen.
Der Bericht "Machbarkeit und mögliche Auswirkungen eines Zusammenschlusses der Gemeinden Beromünster und Gunzwil" liegt Ende Februar 2007 vor. Im April 2007 reichen die beiden Gemeinden beim Kanton ein Gesuch um Fusionsbeiträge ein. Im März macht der Kanton die Zusage zu einem Beitrag in der Höhe von 3 Millionen Franken.
Machbarkeit
In den Teilprojekten Verwaltung, Umwelt-Strassen-Raumordung und Gewässer, Kultur-Freizeit-Medien, Behördeorganisation, Soziales, Schule, Finanzen, Erlasse-Reglemente und Name-Bürgerrecht werden die Grundalgen für den Fusionsvertrag erarbeitet. Daraus ergeben sich Einsparmöglichkeiten von rund 360 000 Franken pro Jahr. Dank dem so genannten "Besitzstandsartikel" aus dem Finanzausgleich bleiben den fusionierenden Gemeinden finanzielle Privilegien während mehr als zehn Jahren erhalten. Für das fusionierte Beromünster wird sich dieser Betrag auf rund 1 Million Franken pro Jahr belaufen; also gegen 12 Millionen Franken insgesamt.
Gleichzeitig kann der Steuerfuss von Beromünster von 2,05 Einheiten - für beide Gemeinden - gehalten werden. Im Alleingang müsste Beromünster - wegen der Steuergesetzreform - den Steuerfuss um 0,15 Einheiten anheben oder mit einem Defizit rechnen von rund 500 000 Franken pro Jahr. Gunzwil könnte seinen Steuerfuss von 2,25 Einheiten auf das Niveau von Beromünster von 2.05 Einheiten senken. Ohne Fusion müsste die Gemeinde den Steuerfuss um 0,4 Einheiten anheben. Die Ursachen dafür sind Einnahmenausfälle von 420 000 Franken durch die Steuergesetzreform und zirka 700 000 Franken durch Gesetzesänderungen im topographischen Finanzausgleich.
Vorgeschichte
In den Jahren 2003 und 2004 wurde eine Fusion zwischen den drei Michelsämter Gemeinden Beromünster, Gunzwil und Neudorf geprüft. An der Abstimmung im November 2004 haben die beiden Gemeinden Beromünster und Gunzwill der Fusion zugestimmt, die Bevölkerung in Neudorf war dagegen. Damit ist war die Fusion gescheitert. Erfolgreich fusioniert ist seit dem 1. September 2004 Beromünster mit der Gemeinde Schwarzenbach. Es war die erste Fusion im Kanton Luzern.