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Die Formel E bestreitet am Wochenende ihr Finale im südkoreanischen Seoul. Für Edoardo Mortara geht es dabei um alles oder nichts. Der Genfer kann (mit Glück) noch Weltmeister werden.
41 Punkte Rückstand – das ist die Hypothek für den Genfer Edoardo Mortara vor dem Saisonfinale der Formel E an diesem Wochenende im südkoreanischen Seoul. Will er den Spiess noch umdrehen, muss der gegenwärtig Drittplatzierte auf Pech des Führenden Stoffel Vandoorne setzen (185 Punkte). Denn schafft es dieser, im ersten Rennen am Samstag vor seinen Verfolger Mitch Evans (149), Mortara (144) und Jean-Eric Vergne (128) ins Ziel zu kommen, ist der Belgier unabhängig von den Ergebnissen seiner noch verbliebenen Rivalen automatisch Meister.
Das will Mortara verhindern. «Ich habe mir keinen konkreten Plan zurechtgelegt, wie ich das Ruder nochmals herumreissen kann. Aber ich versuche einfach, mein Bestes zu geben. Danach schauen wir, was passiert.»
Falls Vandoorne und Mercedes im ersten Finallauf einen Nuller einfahren, würden die Chancen für Mortara auf einen Schlag wieder besser stehen. Seinen Rückstand von 41 Punkten könnte der 35-Jährige dann mit einem Sieg (25) und den Zusatzpunkten für Pole-Position (3) und schnellste Rennrunde (1) auf – im besten Fall – zwölf Zähler eindampfen. Das würde ihn für das zweite Rennen am Sonntag in eine weitaus bessere Ausgangslage bringen.
Falls Mortara nicht mehr zum Gegenangriff übergehen kann, wäre es die Konstanz, die 2022 den Ausschlag gegeben hat. «In dieser Beziehung waren Stoffel und Mercedes besser als wir», sagt Mortara. Zwar hat Vandoorne bisher nur ein Rennen gewonnen, Mortara deren drei. Doch der ehemalige McLaren-F1-Pilot hat bis auf ein Rennen immer gepunktet. «Edo» ist in vier Rennen leer ausgegangen. Besonders schmerzvoll waren die mickrige Punkteausbeute in New York und die Plätze 18 und 13 zuletzt in London. «Aber so ist halt eine Meisterschaft. Man holt den Titel nur, wenn man konstant Punkte holt.»
Kein Wort um den Titel kann diesmal Sébastien Buemi mitreden. Der zweite Westschweizer im Feld liegt abgeschlagen auf dem 14. Zwischenrang. Das beste Ergebnis für Buemi war ein fünfter Platz beim Rennen in New York.