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Ein-Satz-Review (Planet Magnon)
von Cedric Weidmann
Ein-Satz-Review
In einem anderen Sonnensystem, von dem wir nicht wissen, ob es unseres, ob es nah von unserem, ob es überhaupt eins ist, liegt die schönste Utopie, von der ich schon gelesen habe, die zugleich vorstellbar und wünschenswert ist und nur in der plumpsten, langweiligsten Lesart, die in der fairen Verteilung des Übercomputers ActualSanity eine bedrohliche Autorität sieht oder hinter der Toleranz und dem Verständnis der post-pragmatischen Kollektiven eine Unterdrückung der «natürlichen» Emotionen vermutet, also in einer überholten links-konservativen Lesart einer Gesellschaftskritik gleichkommt, denn diese Erzählung, in einer austarierten Sprache, die sich zum Verschwinden bringt, hat an all das gedacht, hat noch viel weiter gedacht und kritisiert schon die, die dem Text ein gesellschaftskritisches Potenzial unterstellen wollen, weil sie seine Schönheit nicht verkraften: Planet Magnon ist die perfekte Welt, der schöne, unbedrohliche Kapitalismus, in dem ich gerne leben würde.