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Eheringe (Trauringe) aus Platin bestehen aus dem golbal teuersten Schmuckmetall. Platin ist strapazierfähiger als Silber, Palladium, Gold und Goldlegierungen. Man spricht von einem dezenten, edlen und modernen weißen Schmuckmetall. [bearbeiten]
Inhaltsverzeichnis:
Geschichte: Platin
Platin leitet sich vom spanischen Wort platina, einer weniger positiven Verkleinerungform von plata („Silber“), ab. Der italienische Humanist Julius Caesar Scaliger beschrieb Platina erstmals als mysteriöses Metall, das sich nicht schmelzen ließ. In Spanien im Jahr 1748 veröffentlichte Antonio de Ulloa erstmals die Eigenschaften von Platin. Der britische Forscher Sir William Matthew Flinders Petrie entdeckte im Jahr 1895 einen minimalen Platingehalt in altägyptischem Schmuck von 3000 vor Christus. Von Indianern wurde nicht abtrennbares Platina beim Goldwaschen gefunden, die gute Eigenschaft der nativen Platinkörner mit Goldstaub wurde unbewusst beim Schweißen genutzt, wobei das Gold als Lot wirkte und bei nur 15% Platinanteil nicht gelblich, sondern gräulich wurde. In spanischen Kolonien im 17. Jh. wurde Platina beim Goldsuchen als lästige Begleitung und als „unreifes Gold“ betrachtet und zurück in Ecuadors Flüsse geworfen. Um Platinschmuggel und Fälscherei zuvorzukommen ( Platin weist ein goldähnliches Gewicht auf), erließ die Regierung ein Exportverbot und erwog sämtliches Platin im Meer zu versenken.
Die Alchemie des 18. Jh. und die damalige Technik war mit dem Extrahieren und dem Unterscheiden von reinem Gold und Platin stark gefordert. Aber das Interesse war geweckt.
In Spanien veröffentlichte der Admiral Antonio de Ulloa y Torre-Guiral im Jahr 1748 einen ausführlichen Bericht über die Eigenschaften von Platin. Der englische Arzt William Brownrigg stellte im Jahr 1750 gereinigtes Platinpulver her.
Der französische Chemiker und Politiker Louis Bernard Guyton de Morveau erfand im Jahr 1783 ein vereinfachtes Verfahren, um Platin für Eheringe (Trauringe), Schmuck und vieles mehr industriell zu gewinnen. [bearbeiten]
Platinnebenmetalle
Die fünf Nebenmetalle von Platin, Osmium, Iridium, Palladium, Rhodium und Ruthenium, kommen in der Natur oft gemeinsam vor und verhalten sich chemisch so ähnlich, dass ihre Trennung voneinander sehr schwierig war. Heute jedoch lassen sich Platin und seine Nebenmetalle einzeln und chemisch rein gewinnen.
Platinmetalle
Platinmetalle (Platinoide) werden in zwei Gruppen eingeteilt:
- Schwere Platinmetalle sind: Osmium, Iridium, Platin
- Leichte Platinmetalle sind: Ruthenium, Rhodium, Palladium
Platin und Palladium werden für Eheringe (Trauringe) und Schmuck als geeignet erklärt. Rhodium ist das teuerste Schmuckmetall überhaupt, wird aber nicht als massives Schmuckmetall verwendet. Rhodium wird als Überzug verwendet, um weniger hübsche Metallfarben wie Weißgold weißlich erscheinen zu lassen. Ein Rhodium-Überzug ist hart, strapazierfähig und weißlich, trägt sich jedoch ab und die Eheringe (Trauringe) müssen regelmäßig neu rhodiniert werden. Rhodium muss leider nicht als Schmuckbestandteil deklariert werden. [bearbeiten]
Platin: Eigenschaften
Platin eignet sich für die Herstellung von hochwertigen Eheringen (Trauringen) und Schmuck, auf Grund seiner Korrosionbeständigkeit, Strapazierfähigkeit und Seltenheit.
Verwendung von Platin & Platinlegierungen
Platin ist ein edles, reines, strapazierfähiges, schmiedbares, schweres und korrosionsbeständiges Schmuckmetall. Es wird ebenfalls für Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräte, Zahnimplantate und Kontaktwerkstoffe verwendet.
Platin und Platinlegierungen werden in einer nahezu unüberschaubaren Anzahl von Bereichen eingesetzt:
- Platin ist ca. 60 mal teurer als Silber und wird für Schmuckwaren und Geldanlagen genutzt.
- Heizwiderstände
- Katalysatoren, auch großindustrielle Prozesse
- Schmelztiegel für Glasherstellung
- Glaseinschmelzlegierungen
- Schubdüsen, Verkleidungen für Raketen
- Platinspiegel (Spiegel und teildurchlässige Spiegel, die im Gegensatz zu Silberspiegeln nicht anlaufen können)
- Laserdrucker (Ladekorona)
- Beschichtungen von Turbinenleitschaufeln in Flugzeugtriebwerken
Allgemeines
Der Schmelzpunkt von Platin beträgt 1772 °C, was eine vergleichsweise komplexere Verarbeitbarkeit mit sich bringt. Zum Vergleich: Der moderate Schmelzpunkt bei Gold liegt bei 1065 °C. Jedoch sitzt ein Edelstein in seiner Fassung etwas besser und länger als im Gold und auch eine mühsam von Hand erarbeitete Oberflächenstruktur im Platin muss weniger rasch aufgefrischt werden. [bearbeiten]