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"Frequently Asked Questions" - Immersion
Die Antworten gelten so ab Schuljahr 2022/23
Wie melde ich mich für das Immersionsprogramm an?
Die Anmeldung für das immersive Gymnasium erfolgt mit der Anmeldung für das Gymnasium. Bei Bedarf meldet sich die Schulleitung bei den Schülerinnen und Schülern, die sich angemeldet haben, für weitere Auskünfte.
Wer entscheidet, ob ich in die Immersionsklasse darf?
Basierend auf den Anmeldeunterlagen, dem Leistungsstand und der Klassengrösse entscheidet die Schulleitung in Zusammenarbeit mit der AG Immersion, wer in die immersive Klasse aufgenommen wird.
Wer ist die AG Immersion?
Die AG Immersion ist eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften, die alle im Immersionsprogramm unterrichten. Sie unterstützt die Schulleitung bei der Organisation und Weiterentwicklung des Immersionsprogramms an der Kantonsschule Olten.
Mein Englisch ist nicht so gut. Kann ich mich trotzdem für das Immersionsprogramm anmelden?
Wichtiger als die Englisch-Note sind solide Leistungen in den anderen Fächern. Natürlich sollte Freude an der englischen Sprache und nicht gerade eine ungenügende Note im Fach Englisch mitgebracht werden. Grundsätzlich ist aber der Immersionsunterricht dazu da, dass Schülerinnen und Schüler ihr Englisch verbessern können. Vor allem am Anfang des Immersionsunterrichts kann es zu Situationen kommen, in denen einem während einer Prüfung ein englisches Wort nicht mehr einfällt. Wenn es nicht ein Fachbegriff ist, der extra für diese Prüfung zu lernen war, gibt die Verwendung des entsprechenden deutschen Worts keinen Punkteabzug.
Können auch Schülerinnen und Schüler mit englischer Muttersprache den Immersionsunterricht besuchen?
Grundsätzlich hat jede Schülerin und jeder Schüler ein Anrecht darauf, sich für das Selektionsverfahren des Immersionsprogramms anzumelden. Wer die Anforderungen erfüllt, hat die gleichen Chancen wie alle anderen Schülerinnen und Schüler, in die Immersionsklasse aufgenommen zu werden. Es ist aber wenig ratsam, sich für die Immersionsklasse zu interessieren, wenn die Hauptmotivation darin liegt, der deutschen Sprache aus dem Weg zu gehen.
Was heisst es, dass wenige Unterrichtselemente im 1. Jahr des Gymnasiums „unter Umständen“ auf Englisch gehalten werden?
Das bedeutet, dass ein gewisser immersiver Fachunterricht dann stattfinden kann, wenn entsprechende Lehrkräfte im Lehrpersonenteam der Klasse eingeteilt sind, z.B. eine Musik-Lehrperson, welche die entsprechenden Englisch-Qualifikationen aufweist. Diese Musik-Lehrperson könnte sich dazu entscheiden gewisse Unterrichtsinhalte in englischer Sprache zu halten. Ein anders Beispiel wäre, dass sich eine Lehrperson von einem der vier Immersionsfächer (Mathematik, Geografie etc.) entschliesst, gewisse schriftliche Unterlagen bereits in englische Sprache an die Schülerinnen und Schüler abzugeben, um unterrichtsrelevante Fachbegriffe bereits zu etablieren.
Wann wird bekannt gegeben, welche zwei der drei naturwissenschaftlichen Fächer auf Englisch unterrichtet werden?
Aus administrativen Gründen erfolgt diese Bekanntmachung in der Regel erst mit der Veröffentlichung des Stundenplans für das 1. Semester des 2. Jahres des Gymnasiums.
Wann wird bekannt gegeben, welche Lehrkräfte die Immersionsklasse unterrichten werden?
Aus administrativen Gründen erfolgt diese Bekanntmachung wie bei allen anderen Klassen auch erst mit der Veröffentlichung des neuen Stundenplans.
Inwiefern unterschiedet sich die Immersion vom Schwerpunktfach Englisch?
Das Immersionsprogramm zielt speziell darauf, die Englischkenntnisse in Fächern wie Mathematik, Geografie und Naturwissenschaften anzuwenden, Englisch wird aber als Grundlagenfach unterrichtet.
Das Schwerpunktfach Englisch hingegen ist ein sprachliches Schwerpunktfach, das sich vertieft mit der englischsprachigen Literatur, der englischsprachigen Kultur und der englischen Sprache auseinandersetzt.
! Achtung: Die Anmeldung für die Immersionsklasse ist für Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunktfach Englisch nicht möglich.
Ist der Zusatzaufwand im Vergleich zum Besuch einer Regelklasse gross?
In den meisten Fällen hält sich der Zusatzaufwand in Grenzen. Immersive Schülerinnen und Schüler haben im 1. Jahr des Gymnasiums eine zusätzliche Lektion Englisch.
Während des 2. Jahres des Gymnasiums wird ein obligatorischer, dreiwöchiger Sprachkurs in England, durchgeführt. Dieser findet zum Teil während der Herbstferien statt.
Im zweiten Semester des 3. Gymnasiums wird während einer Lektion pro Woche der Kurs "Academic Writing" als Vorbereitung auf das Schreiben der Maturaarbeit besucht.
Alles Weitere (Inhalt, Anspruch) erfolgt wie bei allen anderen Klassen des Gymnasiums. Auch haben die Schülerinnen und Schüler der Immersionsklasse grundsätzlich gleich viele Hausaufgaben wie die der Regelklassen, ausser dass sie gegebenenfalls zusätzliche Englisch-Vokabeln lernen müssen.
! Achtung: Der Zusatzaufwand für SchülerInnen und Schüler, die Latein oder Italienisch (und damit kein Englisch) im Grundlagenfach gewählt haben, ist grösser: Für sie kommt der Englischunterricht obligatorisch hinzu.
Gehen die Lehrkräfte auf das sprachliche Niveau der Schülerinnen und Schüler ein?
Die immersiven Lehrkräfte sind sich bewusst, dass der Unterricht in den Immersionsklassen zu Beginn nicht 1:1 vom Deutschen übernommen werden kann und tragen dieser Problematik Rechnung. Fertigkeiten wie das Lernen von Fachvokabular, das Lesen und das Verstehen auf Englisch sind ein Schwerpunkt in den ersten Wochen. Nach der Festigung dieser Grundfertigkeiten wird in den folgenden Semestern der Schwerpunkt auf das Diskutieren und Schreiben verlagert. Die Erfahrung zeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler sehr schnell in der Immersion zurechtfinden.
Inwiefern ist es ein Vorteil, den Immersionsunterricht zu besuchen?
Die traditionelle Matura auf Deutsch ist genau so viel wert wie die zweisprachige Matura. Beide ermöglichen den Eintritt in fast alle Studiengänge der Schweizer Universitäten (exkl. Medizin, wo es für alle eine Zulassungsprüfung gibt). Besonders für ein international ausgerichtetes Studium (Naturwissenschaften, Wirtschaft etc.) ist der Immersionsunterricht eine ideale Vorbereitung, da auch in der Schweiz ein ansehnlicher Anteil der Vorlesungen auf Englisch gehalten wird. Maturantinnen und Maturanten, welche die Immersionsklasse besucht haben, sind versierter und routinierter im Umgang mit der englischen Sprache.
Ich interessiere mich für die Immersion, habe aber Respekt vor der Maturaarbeit, welche auf Englisch verfasst und präsentiert werden muss. Ist diese Angst begründet?
Diese Angst ist unbegründet. Der Erfahrung nach ist bei den Maturaarbeiten die Sprache selten die grösste Herausforderung. Sich mit einer Fragestellung über mehrere Monate lang zu beschäftigen, zu recherchieren und nachzuforschen sowie eine gehaltvolle Argumentation zu erarbeiten, ist anspruchsvoll, unabhängig von der Sprache. Es kann sogar ein Vorteil sein im Umgang mit der englischen Sprache gefestigt zu sein, da viel Quellenmaterial nur auf Englisch zu finden ist. Ausserdem wird bei der Maturaarbeit nicht in erster Linie die Sprache benotet, sondern der Inhalt sowie formale Aspekte und Selbstständigkeit.
Muss in der Immersion ein englischsprachiges Ergänzungsfach gewählt werden?
Für das 4. Jahr des Gymnasiums können Schülerinnen und Schüler aus einer Vielzahl von Fächern ein Ergänzungsfach wählen, dessen Jahreszeugnisnote ganz für das Maturazeugnis zählt. Immersive Schülerinnen und Schüler haben dabei genau die gleichen Auswahlmöglichkeiten wie alle anderen Schülerinnen und Schüler. Die Auswahl ist in keiner Weise auf Ergänzungsfächer beschränkt, welche in englischer Sprache durchgeführt werden. Immersive Schülerinnen und Schüler können also frei irgendein normal auf Deutsch unterrichtetes Ergänzungsfach wählen oder ein auf Englisch unterrichtetes Ergänzungsfach so wie alle anderen Schülerinnen und Schüler auch.
Müssen die Maturaprüfungen in den immersiven Fächern abgelegt werden?
Schülerinnen und Schüler der Immersionsklasse haben genau die gleichen Auswahlmöglichkeiten wie Schülerinnen und Schüler der anderen Klassen, aber alle immersiv unterrichteten Fächer werden auch auf Englisch geprüft. Beispiel: Bei der Wahl, ob eine schriftliche Geschichts- oder Physikprüfung abgelegt wird, würde Geschichte auf Deutsch geprüft und Physik nur dann auf Englisch, wenn dieses Fach ab dem 2. Jahr des Gymnasiums auf Englisch unterrichtet wurde (andernfalls ebenfalls auf Deutsch). Immersionsklassen legen die mündliche wie auch die schriftliche Maturitätsprüfung in Mathematik auf Englisch ab.
Können Schülerinnen und Schüler nach einem Austauschjahr (wieder) in die Immersionsklasse eintreten?
Schülerinnen und Schüler, die vor dem Auslandaufenthalt schon im Immersionsprogramm waren, kehren im Normalfall (wenn die Klassengrösse das erlaubt) in eine Immersionsklasse zurück. Schülerinnen und Schüler, die noch nicht im Immersionsprogramm waren, können gegebenenfalls nach einem Aufenthalt im englischsprachigen Raum per Schulleitungsentscheid in eine Immersionsklasse eintreten. Hierzu wäre frühzeitig mit dem zuständigen Konrektor Kontakt aufzunehmen.
Ist es möglich, das Immersionsprogramm zu verlassen?
Die Anmeldung zum Immersionsprogramm ist grundsätzlich bis zur Matura verbindlich. Muss eine Schülerin oder ein Schüler aus der Immersionsklasse aufgrund Nichterfüllens der Promotionsbedingungen ein Schuljahr repetieren, ist ein Übertritt in eine Regelklasse per Schulleitungsentscheid möglich.
Welche Alternativen zur Immersion gibt es?
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Olten können verschiedene Englisch-Freikurse belegen, u. a. auch als spezifische Vorbereitung auf die "Cambridge Sprachzertifikate". Auch das Erlebnis eines Austauschjahres kann die eigenen Sprachfertigkeiten natürlich gewaltig steigern.
Weitere Informationen dazu finden sich in der Rubriken "Freikurse" und "Sprachaufenthalte".
Die Durchführung des Schwerpunktfaches Englisch vom 1. bis ins 4. Jahres des Gymnasiums ist zudem immer garantiert. Diese Wahl sollte aber nur getätigt werden, wer sich speziell für englischsprachige Literatur, englischsprachige Kultur und die englische Sprache interessiert – im Schwerpunktfach Englisch findet kein weiterer Fachunterricht auf Englisch statt (d.h. Mathematik, Geografie etc. alles auf Deutsch).