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Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag einem Bericht zu, nach dem zehn Prozent der europäischen Gewässer als strenge Schutzzonen ausgewiesen werden sollen. Diese Gebiete sollten dann weder für den Fischfang noch für sonstige Zwecke wie Massentourismus oder den Schiffverkehr genutzt werden dürfen.
Die Abgeordneten begrüssten den Vorschlag der Kommission, insgesamt 30 Prozent der europäischen Gewässer zu regulären Schutzzonen zu erklären. Denn bereits existierende Schutzgebiete zahlten sich aus. In dem Areal «Jabuka/Pomo Pit» im Adriatischen Meer etwa hätten sich Arten wie der Seehecht wieder vermehrt und über das Gebiet hinaus erholt, hiess es in einer Begründung des Berichts. Die Areale sollten beispielsweise durch die Einschränkung schädlicher Fangtechniken wie die Grundschleppnetzfischerei geschützt werden. Auch Fischer profitierten von den Schutzzonen, hatte Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius in der Plenardebatte am Montag gesagt.
Weiterhin sollen nach Willen des Parlaments Fischbestände aufgestockt werden. Das Ziel, bis 2020 keine Bestände mehr zu überfischen, sei nicht erreicht worden. Allein im Mittelmeer sind demnach 92 Prozent der Bestände durch übermässigen Fischfang von Schwund betroffen, hiess es unter Berufung auf Daten des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für die Fischerei in dem Bericht.
Die Abgeordneten forderten von der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten ausserdem, Bestände besser erforschen zu lassen. Noch immer würden Arten gefangen, zu deren Vorkommen und Gefährdungslage es kaum Daten gebe.