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Frühgeburt
Neben der Frage, ob das Kind überlebt, stellt sich für die Eltern die Frage,
wie die Entwicklung ihres Kindes verlaufen wird. Das Entwicklungsrisiko ist
für das einzelne Frühgeborene sehr schwer vorherzusagen, da die Prognose von
vielen Faktoren abhängt. Generell ist die Prognose um so besser, je reifer
das Kind ist. Jedoch kann auch ein Frühgeborenes von 34
Schwangerschaftswochen (SSW) später eine Behinderung aufweisen; sehr kleine
Frühgeborene können sich in vielen Fällen völlig normal entwickeln.
Besonders gefährdet sind Frühgeborene, bei denen im Verlauf weitere
Komplikationen wie eine Hirnblutung, Hirnschädigungen, schwere Infektionen
oder eine chronische Lungenerkrankung auftreten. Aber auch hier gilt, dass
Vorhersagen im Einzelfall äußerst schwierig sind, da die Komplikationen von
Kind zu Kind unterschiedliche Auswirkungen haben können. Jedes Frühgeborene
hat seine eigene, nicht aus Statistiken vorhersehbare Geschichte. Die
Qualität des Familienklimas und die Lernerfahrungen, die Eltern ihren
Kindern bieten, können bei vielen Kindern anfängliche Risiken und
Entwicklungsverzögerungen ausgleichen helfen.
"Große Frühgeborene" über 1500g Geburtsgewicht oder über 30 SSW haben,
wenn keine weiteren Komplikationen nach der Geburt eintreten, sehr gute
Chancen, sich körperlich und geistig völlig normal zu entwickeln.
Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von 1000-1500 g oder von 28-30
SSW zeigen in 10-25%, sehr kleine Frühgeborene unter 1000 g Geburtsgewicht
oder unter 28 Schwangerschaftswochen in 20-30% der Fälle
behandlungsbedürftige Entwicklungsstörungen. Diese können sein:
Bewegungsstörungen bis hin zur spastischen Cerebralparese,
Koordinationsstörungen, Krampfanfälle, Blindheit, Taubheit sowie Störungen
der geistigen Entwicklung.
Etwa ein Drittel der kleinen Frühgeborenen zeigt Verhaltensauffälligkeiten
wie eine leichtere Irritierbarkeit, Aufmerksamkeitsstörungen und Probleme im
Sozialverhalten wie z.B. beim Kontakt zu Gleichaltrigen.
Die Störungen der kognitiven Entwicklung und des Verhaltens können Ursache
sein für Probleme in der Schule: Nach Daten der südbayerischen
Entwicklungsstudie und einer holländischen Studie besuchen 20% der kleinen
Frühgeborenen später eine Sonderschule, 25% besuchen nicht die
altersgerechte Klasse, 15% erhalten Sonderförderung in der Regelklasse.
http://www.familienhandbuch.ch/index.html/f_Aktuelles/a_Gesundheit/s_459
http://www.sefk.ch/
http://www.Fruehgeborene.ch/
http://www.alina.ch/efk/