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Du bist Manager eines Fussballklubs, der einen Spieler namens Yado Mambo unter Vertrag hat. Klarer Fall, welche Rückennummer du ihm gibst. Eigentlich.
1999 war der grosse Sommer des Lou Bega. Mit dem Hit «Mambo No. 5» stürmte er weltweit die Charts, er war die Nummer 1 in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich und auch in England. Kaum jemand, der das Lied nicht kennt.
Wenn du also Yado Mambo heisst und Fussballer bist, dann ist die Wahl der Rückennummer wohl von Anfang an klar: Es muss die No. 5 sein. Dieser Yado Mambo spielt beim englischen Fünftligisten Ebbsfleet United – und er läuft mit der Rückennummer 18 auf.
Denn die 5 gehört Dave Winfield. Der ist Captain des Klubs und wie Mambo ein Innenverteidiger. «Versuchen Sie mal, diesem grossen Kerl die Nummer wegzunehmen», schreibt der Klub über den 1,91 m grossen Winfield. «Es benötigt mutigere Männer, als wir es sind.»
Und darum bleibt's für Mambo bei der No. 18 – mit einer Ausnahme. Für einen wohltätigen Zweck – das Geld geht in den Kampf gegen Prostatakrebs – liess Ebbsfleet United ein Mambo-Trikot mit der Rückennummer 5 anfertigen. Wer es sich ersteigert, erhält dazu ein Echtheits-Zertifikat und das wahrscheinlich einzige Foto der Welt, das Yado Mambo mit der No. 5 zeigt.
«Ich habe dem Trainer schon anfangs Saison gesagt, er müsse mir die Fünf geben, aber er hat nicht auf mich gehört», sagte Mambo zu BBC Radio Kent. «Vielleicht lässt er ja nächste Saison einen Wechsel zu. Mambo No. 5 war als Kind eines meiner Lieblingslieder, ich habe oft mitgesungen.»
Ebbsfleet handelte aufgrund des grossen Interesses am Thema in den sozialen Medien. Man sei davon ein wenig überrascht worden, gab Klub-Sprecher Ed Miller zu. Schliesslich gehörte der Verteidiger schon vor sechs Jahren zum Team, schon damals habe es entsprechende Sprüche gegeben. «Man hört bei Auswärtsspielen oft, dass ein Mambo doch die Nummer 5 haben müsse», sagte Miller in der «Wiltshire Times». Er wies auch darauf hin, dass der Spieler auch bei anderen Klubs war und auch dort nicht mit der Fünf auflief: weder bei Charlton (15), noch bei Shrewsbury Town (23) oder beim AFC Wimbledon (30).
Während der Saison habe der Klub aber ohnehin keine Möglichkeit, die Rückennummern der Spieler neu zu vergeben. «Wir haben dennoch nach einer Möglichkeit gesucht, wie wir darauf reagieren können.» Er hoffe, fügte Miller an, dass das Trikot einen möglichst hohen Betrag zugunsten der Krebshilfe einbringe.