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Die Konkordia ist nicht nur ein Blasmusikverein, dessen Tätigkeit bis ins Jahr 1806 zurück verfolgt werden kann, sondern sie ist auch in der Schweizer Vereinslandschaft einer der ersten Blasmusikvereine.
Die Vereinsgründung hat sicher etwas mit der Beziehung der Dorfbevölkerung zum Kloster zu tun. Ebenso spielt das reiche Kulturleben während der Barockzeit eine Rolle. Einen sehr wichtigen Einfluss muss man zudem dem Gedankengut der Französischen Revolution zubilligen.
Die Festlegung der Vereinsgründung auf 1806 ist nicht ganz frei von Zufall: Als in den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts die grosse Trommel („Pauke“) demontiert wurde, fand man auf der Innenseite des Holzrohres einen Zettel mit dem Vermerk „Joh. Rudolf Ziegler, Sieb- Viertel- und Trommelmacher in Zürich, Juli 23, 1806“. Dazu fand sich eine Inschrift, derzufolge diese grosse Trommel von Pfarrer P. Isidor Moser 1806 der Feldmusik geschenkt wurde.
Über diesen Fund berichtete erstmals 1906 die Festschrift zur 100-jährigen Jubelfeier der Bezirksmusikgesellschaft Einsiedeln. Dem Verfasser Martin Ochsner war es zu verdanken, dass 1906 die Konkordia nicht eine Fünfzig-, sondern die Hundertjahrfeier hielt. Wie es dazu kam, beschrieb er auf Seite 70 der Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum:
„Mit Ordnung des Bezirksarchivs beschäftigt, glaubt der Verfasser den Präsidenten darauf aufmerksam machen zu sollen, dass - ausschlaggebend bleibt nicht der Name - die Musikgesellschaft ‘Concordia’ aus den früheren Vereinigungen herausgewachsen sei, indem Mitglieder jeweilen von einer Organisation in die andere übertraten, und so ab 1806 eine ununterbrochene Kette von ineinandergreifenden gleichartigen und denselben Zwecken dienenden Verbänden entstand. Die Musikgesellschaft könne daher 1906 nicht auf einen fünfzig- sondern auf eine hundertjährigen Bestand zurückblicken. Dieser Auffassung trat die ‘Concordia’ mit Freuden bei.“