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Die Plattform zu Flucht vor Naturkatastrophen (Platform on Disaster Displacement) setzt die Schutzagenda um, die im Rahmen der Nansen Initiative erarbeitet wurde. Die Plattform mit Sitz in Genf ist der Nachfolgemechanismus der Initiative, die die Schweiz 2012 zusammen mit Norwegen lanciert hatte und die 2015 zum Abschluss kam. Die Plattform nahm ihre Arbeit im Juli 2016 auf.
Plattform zu Flucht vor Naturkatastrophen
Ziel der Nansen Initiative war, den Schutz für Menschen zu verbessern, die wegen Naturkatastrophen und der negativen Folgen von Klimawandel ausser Landes flüchten. Diese Menschen werden gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht als Flüchtlinge anerkannt. Zwar finden die allgemeinen Menschenrechte Anwendung, aber der Schutz ist lückenhaft, etwa bei Einreise und Aufenthalt.
Um diese Schutzlücken zu schliessen, trug die Nansen Initiative innovative Lösungsansätze und gute Praktiken aus betroffenen Staaten zusammen. Unter anderem soll eine bessere Vorbereitung auf den Katastrophenfall solche Vertreibungen verhindern und Betroffene besser davor schützen. Die Massnahmen und beste Praxis aus den Bereichen Katastrophenvorsorge, Anpassung an den Klimawandel oder humanitäre Hilfe fanden Eingang in eine so genannte Schutzagenda. 109 Staaten verabschiedeten sie im Oktober 2015 in Genf.
Ein Schweizer ist Gesandter der Plattform zu Flucht vor Naturkatastrophen
Seit dem 1. Juli 2017 ist Walter Kälin, emeritierter Professor für Völkerrecht, Gesandter der Plattform. In dieser Funktion vertritt er den Vorsitz und berät ihn und den Steuerungsausschuss. Gleichzeitig gehört es zu seinen Aufgaben, die Welt für die Anliegen der Schutzagenda zu sensibilisieren, die Arbeit der Plattform zu fördern und besser bekannt zu machen.
Von 2012 bis 2015 war Kälin bereits Gesandter des Vorsitzes der Nansen Initiative.
Links
Dokumente
Auf der Flucht vor Überschwemmungen, Erdbeben, Dürreperioden und dem Anstieg des Meeresspiegels: Zwölf Erkenntnisse über den Schutz von Personen, die aufgrund von Naturkatstrophen und den Folgen des Klimawandels vertrieben wurden (PDF, Anzahl Seiten 21, 7.6 MB, Englisch)