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Walddauerbeobachtung
Im Auftrag der Kantone Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn, Zug und Zürich hat das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie IAP bereits 1983/84 begonnen, Wald-Dauerbeobachtungsflächen einzurichten. In der Zwischenzeit haben sich noch die Kantone Thurgau und Fribourg dem Programm angeschlossen. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf eine grosse Bedeutung von Stickstoff- und Ozonbelastung für den Wald hin. Die beteiligten Kantone haben im Jahr 2009 einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen von 25 Jahren Walddauerbeobachtung publiziert:
Sanasilva-Inventur
Der Gesundheitszustand der Bäume im Schweizer Wald wird seit 1985 mit der Sanasilva-Inventur repräsentativ erfasst. Damit beauftragt ist die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die wichtigsten Merkmale zur Einschätzung des Zustands der Bäume sind die Kronenverlichtung und die Sterberate.
Bis 1993 wurden die Ergebnisse in jährlichen Berichten herausgegeben. Danach erschienen die Ergebnisse und eine kurze Zusammenfassung innerhalb des europäschen Berichts, welcher zusammen von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen und der europäischen Gemeinschaft herausgegeben wird.
Zwangsnutzungen
Von Zwangsnutzungen ist die Rede, wenn Bäume ausserplanmässig geerntet werden. Dies ist beispielsweise bei gebrochenen und geworfenen Bäumen nach einem Sturm oder bei Bäumen der Fall, die vom Borkenkäfer befallen sind.
Der Umfang der jährlich anfallenden Zwangsnutzungen ist ein Hinweis auf den Waldzustand und die Belastung durch äussere Einflüsse. Zwangsnutzungen im öffentlichen Wald des Kantons werden von den Revierförsterinnen und Revierförstern alljährlich gemeldet. Der Anteil der Zwangnutzungen an der Gesamtnutzung schwankte in den letzten 30 Jahren zwischen unter 5% und über 85%. Ein Trend ist nicht ersichtlich.
Der Borkenkäferbefall (Befall der Fichte oder Rottannen durch den Buchdrucker) ist aktuell unbedeutend. Seit 2010 ist er wieder auf dem Niveau vor Lothar bzw. dem Trockensommer 2003.