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Der Freiburger Halbmarathon in Courtepin wurde wie vor Jahresfrist eine sichere Beute des 25-jährigen äthiopischen Landwirts und Flüchtlings Mekonen Tefera aus Herrenschwanden bei Bern (TV Länggasse). Da er nicht wie 2016 von einem Streckenposten fehlgeleitet wurde, verbesserte er seine Laufzeit um über vier Minuten auf 1:09,48. Dem Vorjahreszweiten Mario Morgado (Courtaman), der sich um über 2,5 Minuten verbesserte, nahm er über einen Kilometer ab.
Tefera lebt jetzt bereits seit über vier Jahren in der Schweiz und spricht im Gegensatz zum Vorjahr perfekt Deutsch. Er muss immer noch auf den Entscheid der Migrationsbehörden zu seinem Asylgesuch warten. «Es war gut, dass es heute regnete und nicht so heiss war wie vor einem Jahr. Leider hatte ich praktisch keinen Konkurrenten. Gestern (Red.: Samstag) noch bestritt ich den steilen 13-km-Lauf in Neuenburg.» Und weiter berichtet er: «Heuer werde ich erstmals den Jungfrau-Marathon und den Lausanne-Marathon absolvieren.» Platz drei belegte mit Philipp Bütikofer aus Kernenried ein Berner.
Bei den Frauen siegte wie vor Jahresfrist die 44-jährige Bernerin Christine Willi aus Steffisburg. Sie nahm der zweitplatzierten Freiburgerin Madalena Morgado aus Courtepin über 4,5 Minuten ab. Die Plätze 3 bis 5 belegten mit Nafissa Hannesen (Marly), Rachel Buchs (TSV Rechthalten) und Nour Viquerat (Remaufens) weitere Freiburgerinnen.
Kein Rezept gegen Jenny
Ein starkes Rennen über die 10-km-Distanz – die als Freiburger Strassenmeisterschaft gewertet wurde – liefen neben Inge Jenny, ohne diese aber zu gefährden, weitere Freiburgerinnen. So belegte Teres Heimlicher aus St. Antoni (LAT Sense) den dritten Rang. Seraina Tschachtli (5., Kerzers) Sarah (6.) und Anne Currat (10., beide Essert) sowie Julie Olsen (8., Villars-sur-Glâne) rundeten das starke Ergebnis ab. Sehr zufrieden über ihren Sieg war Jenny: «Der Lauf war steiler, als ich gedacht hatte. Die ersten sieben Kilometer lief ich im Feld und gab erst dann Gas. Der zweitplatzierten Emmentalerin nahm ich so bis ins Ziel noch rund 19 Sekunden ab.» Sie fühlt sich körperlich fit und will als Nächstes den Berglauf auf den Moléson gewinnen.
Bei den Männern verlor Erich Huber aus Rechthalten (LAT Sense) den Endspurt gegen David Girardet aus Belfaux nur knapp. «Mit meinem Rang bin ich zufrieden, nicht aber mit meiner Zeit, denn ich lief rund 4 Minuten langsamer als vor vier Jahren bei meinem letzten Start hier in Courtepin.» Schuld daran sei wohl, dass er die ersten 5 km im Feld mitgelaufen sei, statt anzugreifen. Mit dem drittplatzierten Christian Siegrist (Cordast), Xavier Thierrin (4., Grolley), Alexandre Delabays (5., Treyvaux), Sylvain Simonet (7., Freiburg) und Tristan Lanz (8., Grolley) klassierten sich weitere Freiburger auf den Top-Plätzen der Männer Overall.