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Unbedingte Freiheitsstrafen
Die unbedingt ausgefällten Freiheitsstrafen müssen im Gegensatz zu den bedingten Freiheitsstrafen immer verbüsst werden. Der Vollzug erfolgt in Form von geschlossenem oder offenem Vollzug, Halbgefangenschaft oder tageweisem Vollzug.
Rahmenbedingungen und Durchführung
Geschlossener Vollzug
Die Strafverbüssung erfolgt im geschlossenen Vollzug, wenn die Gefahr besteht, dass die Person flieht oder erneut straffällig wird. Der geschlossene Vollzug zeichnet sich durch eine erhöhte Fluchtsicherheit und Umschliessungsmauern aus. Im Kanton Zürich stehen geschlossene Vollzugsplätze in den Betrieben der Vollzugseinrichtungen Zürich und der JVA Pöschwies zur Verfügung.
Offener Vollzug
Die Freiheitsstrafe wird im offenen Vollzug durchgeführt, sofern Halbgefangenschaft nicht in Frage kommt und wenn angenommen werden kann, die beschränkten Aufsichts- und Kontrollmöglichkeiten reichten zur Vermeidung einer Flucht, zur Verhinderung neuer Straftaten und insbesondere zum Schutz der Öffentlichkeit aus. Unter diesen Bedingungen kann der offene Vollzug auch eine Progressionsstufe nach dem geschlossenen Vollzug darstellen. Der offene Vollzug zeichnet sich durch fehlende Umschliessungsmauern und eine erweiterte Urlaubs- und Ausgangsregelung aus.
Bedingte Entlassung
Nach zwei Dritteln der Strafe, frühestens aber nach drei Monaten, kann die verurteilte Person bei guter Führung im Vollzug bedingt entlassen werden, wenn ihr für das künftige Verhalten eine gute Prognose gestellt werden kann. Die Entlassung kann mit einer Bewährungshilfe und/oder mit Weisungen verbunden werden.
Für den Vollzug von Freiheitsstrafen im Kanton Zürich sind die Betriebe der Vollzugseinrichtungen Zürich, die JVA Pöschwies, das Vollzugszentrum Bachtel und die Halbgefangenschaft Winterthur zuständig.