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Über 3000 Menschen aus 160 Nationen trafen sich anfangs Februar zum 61. National Prayer Breakfast im Hotel Hilton in Washington. Ich habe ebenfalls teilgenommen. Eine einmalige Gelegenheit, sich mit Christinnen und Christen aller Denominationen im Gedankenaustausch und Gebet zu vereinen.
Dwight D. Eisenhower ließ sich 1953 als erster amerikanischer Präsident dazu bewegen, diese Zusammenkunft einzuberufen, obgleich er zunächst Bedenken hatte. Wie würde sich das Prinzip der Trennung von Staat und Religion mit der Zielsetzung dieses Anlasses vereinbaren? Um diesem Dilemma aus dem Weg zu gehen, untersagte er die Direktübertragung der Festrede im Radio und Fernsehen.
Die Gastgeber sind abwechselnd entweder zwei Abgeordnete des Repräsentantenhauses oder des Senats. Am Programm der Veranstaltung selbst nehmen jedoch bis zu zehn Senatoren und Repräsentanten sowie der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten und hohe Würdenträger anderer Nationen teil. Es wird peinlichst genau darauf geachtet, dass unter den eingeladenen Gästen eine ausgeglichene Anzahl von Demokraten und Republikanern anwesend ist, damit der Veranstaltung keine parteipolitische Voreingenommenheit nachgesagt werden kann. Der Höhepunkt ist die Ansprache einer oder mehrerer prominenter Persönlichkeiten. In der Vergangenheit trat meistens Billy Graham als Hauptredner auf, mittlerweile werden berühmte Personen aus Politik, Showbusiness und Wohltätigkeit eingeladen. Dieses Jahr war es der begnadete blindgeborene Tenor aus Italien Andrea Bocelli. In einem ausserordentlich bewegenden Zeugnis teile er mit den Anwesenden sein Berührtheit dieser Gebetsgemeinschaft, von deren Wirksamkeit er überzeugt ist.