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Die reichen Fugger hatten kein schlechtes Gewissen. Sie bauten ihre Arbeitssiedlungen, die man heute noch besichtigen kann, um ihr Volk billig und religiös sicher halten zu können. Ghadhafi und die anderen arabischen Scheibs hätten von den Fuggers lernen können, wie man Volksaufstände vermeidet. Die Krupps, berühmt für ihre Wohltätigkeit, bauten ihren Arbeitern billige Häuschen mit Vorgärten, damit diese dort Gärten anlegen konnten, womit sie die Löhne tief halten konnten.
Seit einigen Jahrzehnten haben wir aber eine neue Unternehmer-Spezies: Unternehmer mit schlechtem Gewissen. Der WWF und seine Epigonen, die Kleinunternehmern das Leben schwer machen, wurde von der Basler Milliardärs-Familie Hoffmann ins Leben gerufen und finanziert. Thomas Bechtler, Industrieller aus dem Zürcher Oberland, jetzt an der Goldküste lebend, hat ein Industrie-Imperium geerbt und es verschleudert. Dem Bauherrn des Ghadhafi-Bunkers sagt sein Insolvenzverwalter: „Nicht jedem ist es gegeben, Unternehmer zu sein.“Bechtler ist Vorstandsvorsitzender von Human Right Watch, einer Kampforganisation westlichen Kapitals. Die Reinhardts aus Winterthur, einst reich an globaler industrieller Macht (und Kultur), haben viel gefördert (Hermann Hesse, Suhrkamp, Impressionisten). Von ihnen ist wenig geblieben, es sei denn der Satz des von ihnen ebenfalls finanzierten technischen Dichters, der im Wallis auf dem Burghügel von Raron begraben ist „Das Schöne, das wir erleben, ist nur der Anfang des Schrecklichen, den wir gerade noch ertragen.“ Rainer Maria Rilke hat diesen Satz vor gut hundert Jahren seinen reichen Gastgebern ins Stammbuch geschrieben.