Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/3206

SYRIENSyrien Transporte und Spedition Dienstleistungen
Syrian Arab Republic
Hauptstadt
Damaskus
Einwohnerzahl
19.6 Mio
Landessprache/n
Arabisch
Währung
Syrisches Pfund (SYP)
Bruttoinlandprodukt (BIP)
USD 36.6 Mrd.
BIP pro Einwohner
USD 3694
Schweizer Exporte
CHF 18.47 Mio
Schweizer Importe
CHF 0.29 Mio.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Syrien
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Das Handelsvolumen ist sehr bescheiden.
Geschäftssprachen
Arabisch, Französisch, Englisch.
Maße und Gewichte
Metrisches System.
Währung
Landeswährung Syrisches Pfund (syr. £) = 100 Piastres (PS).
ISO-Code: SYP
Zolltarif
Harmonisiertes System, Verzollung nach dem cif-Wert.
Importkontrolle
Die restriktiven Maßnahmen wurden teilweise gelockert.
Darunter die Finanzsanktionen zur Ermöglichung humanitärer Hilfen und Verbote zum Schutz syrischen Kulturguts. Es bestehen Lieferverbote für gelistete Dual-use-Güter und Luxusgüter, Dienstleistungsbeschränkungen und Lieferverbote bezüglich Güter zur internen Repression. Das Waffenembargo findet weiterhin Anwendung. Bei kommerziellen Wareneinfuhren ist eine Importlizenz erforderlich, die üblicherweise eine Gültigkeit von 12 Monaten hat. Ab einem Warenwert von 3.000 USD besteht für die meisten Warengruppen (u.a. Nahrungsmittel, Chemische Erzeugnisse, Kunststoffwaren, Hygienepapier, Textilien, Elektrowaren, Fahrzeuge, Spielwaren) eine Vorversandkontrolle, die durch Bureau Veritas und SGS durchgeführt werden kann. Im Allgemeinen werden nur Direktimporte aus den Ursprungsländern der Waren zugelassen. Die Einfuhr von Waren aus Israel ist verboten. Für die Beantragung der Lizenz ist eine Proforma-Rechnung erforderlich, die von der IHK (Industrie- und Handelskammern) bescheinigt sein muss. Am Schluss der Proforma-Rechnung hat der Ausführer folgende rechtsverbindlich (lt. Handelsregister) unterschriebene Erklärung abzugeben: „This is to certify that this proforma-invoice is true and correct and that the goods shall be exported to Syria at theabove mentioned prices.“ Eine Reihe von Waren unterliegen einem Einfuhrverbot, z. Zt. für Rohöl oder Erdölerzeugnisse und Rüstungsgüter. Zudem besteht eine „negative list“, die weitere Waren wie gebrauchte Industriemaschinen, medizinische Geräte, etc. aufführt. Spezielle Einzelheiten sollten jedoch mit dem Importeur abgestimmt werden. Weitere wichtige Einzelheiten sind zu beachten. Darüber Kammern und Verbände befragen.
Der Devisenhandel wird schrittweise liberalisiert. Staatliche Ausfuhrgarantien für kurzfristige Geschäfte mit Kreditlaufzeiten bis 360 Tage möglich. Als Sicherheit wird ein Akkreditiv einer syrischen Bank verlangt.
Zahlungsbedingungen und Angebote
Nur noch Akkreditiv zulässig. Akkreditiv-Eröffnung nur gegen Vorlage der Importlizenz und Nachweis von bei Exportgeschäften verdienten Devisen durch die „Commercial Bank of Syria“ Angebote auf fob-Basis, Fakturierung in €, £ Sterling oder US $.
Ursprungsangaben
Waren nicht syrischen Ursprungs mit Bezeichnungen und Angaben, aus denen geschlossen werden könnte, dass es sich um syrische Erzeugnisse handelt, müssen in deutlichen Buchstaben Angaben des Ursprungslandes („Importé d’Allemagne“) tragen.
Markierung / Etikettierung
Fertigwaren müssen durch Aufklebezettel mit dem Namen des Herstellers und des Ursprungslandes in arabischer Sprache gekennzeichnet sein. Importeur befragen, ob und wie Ware und Verpackung markiert sein müssen.
Verpackung
Seeverpackung. Heu und Stroh als Verpackungsmittel vermeiden. Über Signierung der Kisten Anweisungen vom Importeur anfordern. Besonders achten auf stabile Verpackung, da bei Transport Kisten und Kolli besonders beansprucht werden.
ISPM Nr. 15 findet Anwendung.
Warenmuster und -proben
Muster bis syr. £ 500,– und in angemessenem Rahmen werden zollfrei zugelassen. Waren, die nur vorübergehend eingeführt werden, unterliegen besonderen Vorschriften. Hier ist eine Zollsicherheit zu hinterlegen. Die Wiederausfuhrfrist beträgt 1 Jahr. Werbegeschenke, -drucke sind zollpflichtig, teilweise verboten. Bei Mustern medizinischer Präparate sind Sondervorschriften zu beachten.
Versand- und Begleitpapiere
In der EU sind Boykotterklärungen untersagt.
Das hat als Konsequenz, dass die IHK (Industrie- und Handelskammern) n Handelspapiere nicht mehr beglaubigen dürfen, wenn diskriminierende Formulierungen gewählt wurden. Auch der Ausweg über Notare, Landesgerichte oder Bundesverwaltungsamt ist ausgeschlossen.
Es müssen danach positive Formulierungen gewählt werden. Diese Regelung gilt nur für den Warenverkehr; für öffentliche Ausschreibungen wurde noch keine Regelung mit Syrien gefunden – Textformulierungen s. u. Übliche, sowie
- a) Handelsrechnung (4fach in franz. oder englischer Sprache) mit allen handelsüblichen Angaben, u. a. Ursprungsland, Brutto- und Nettogewicht, genaue Warenbezeichnung usw., mit vorgeschriebener Erklärung („Nous certifions que la présente facture est authentique, qu’elle est la seule émise par nous pour les marchandises qui y sont énoncées, qu’elle mentionne leur valeur exacte de ces marchandises sans déduction d’aucun acompte et que l’origine est exclusivement: ………………“). “We certify that this invoice is authentic and that it is the only invoice issued for the goods described therein, that it mentions the exact value of the said goods without deduction of any advance payment. We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported on our own account. The goods are pure …………. origin (ggf.: „They incorporate parts and components which originate from following countries: . . .)’’ Rechnung muss außerdem Bestätigung enthalten, dass die Lieferung nicht Bestandteil der deutschen Wiedergutmachungslieferungen in Israel ist; entsprechender Vermerk auf der Rechnung ist im allgemeinen ausreichend. Falls die deutsche Lieferfirma keinen Vertreter in Syrien hat und Syrien auch nicht zum Vertreterbezirk eines Vertreters gehört, muss die HR (Handelsrechnungen) folgenden Vermerk, beglaubigt von der IHK (Industrie- und Handelskammern) , tragen: „Nous certifions par la présente que nous ne sommes pas représentés en Syrie que la Syrie n’entre pas dans la région d’aucun autre agent et que nous ne versons aucune commission à quiconque pour les marchandises objets de la licence d’importation.“ Falls HR (Handelsrechnungen) in US $ oder £ aufgemacht ist, vorgeschriebenen Wechselkurs €, £, US $ beachten.
- b) UZ (Ursprungszeugnisse) (3-fach) sind erforderlich, da die konsularische Legalisierung der Handelsrechnung nur erfolgen kann, wenn die Handelsrechnung und das Ursprungszeugnis gemeinsam eingereicht werden (2 Kopien verbleiben bei der Konsularabteilung).
Auf der Rückseite des UZ (Ursprungszeugnisse) ist vom Ausführer folgende Erklärung abzugeben und rechtsverbindlich (lt. Handelsregister) zu unterzeichnen: „We hereby declare that the mentioned merchandise is being exported on our own account. The goods are of pure . . . . . . . . . . . (Ursprungsangabe) origin. The goods are manufactured by ……….. (Name und vollständige Anschrift).
c) Konnossemente ohne Beglaubigung.
Transporterklärungen
Folgende Transporterklärungen sind mit dem § 7 AWV vereinbar (weitere Vorschläge: IHK (Industrie- und Handelskammern) ): “The undersigned does hereby declare on behalf of the owner, agent or master of the above named vessel/airplane that said vessel/airplane is not registered in Israel or owned by nationals or residents of Israel and will not call at or pass through any Israeli port enroute to . . . (z. B. Syrien).’’ Wir weisen noch darauf hin, dass derartige Transporterklärungen ausschließlich aus versicherungs technischen Gründen abgegeben werden dürfen bzw. um zu verhindern, dass die Waren auf dem See- oder Luftweg beschlagnahmt werden.
d) WVB (Warenverkehrsbescheinigung) EUR. 1 (EUR.2) können auf Anforderung als Ursprungsnachweis ausgestellt werden. Ausstellung erfolgt durch die Zollstellen.
e) EUR-MED
f) Für Postpakete bis 20 kg, 1 APK (Auslandspaketkarte) , 3 Zl frz./arab.
h) Vom Importeur verlangte Herstellererklärungen dürfen weder auf dem UZ (Ursprungszeugnisse) noch auf der HR (Handelsrechnungen) abgegeben werden. Jedoch kann sie der Ausführer auf seinem Firmenbriefbogen abgeben, die einem Notar am Wohnsitz des Ausführers zur Beglaubigung der Unterschrift vorzulegen ist und anschließend vom Landgerichtspräsidenten überbeglaubigt werden muss. Beglaubigung durch IHK (Industrie- und Handelskammern) wird nicht vorgenommen.
i) Dokumente möglichst früh einreichen
j) Die Bezahlung der Legalisierungsgebühren ( ca. 1,5 % des Rechnungswertes) nur per Banküberweisung möglich (nicht per Postanweisung). IBAN: <iban-pii>, BIC: DEUTDEBBXXX Deutsche Bank AG, Bonn. Eine von der Bank abgestempelte und unterschriebene Kopie der Überweisung ist den zu legalisierenden Dokumenten beizufügen. Die Legalisierungsgebühr ist getrennt von der Ghorfa-Gebühr zu bezahlen; bankquittierte Überweisungsbelege sind beizufügen. (Komplizierte Berechnungsweise der Gebühren– Anfrage bei IHK (Industrie- und Handelskammern) .)