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Von den 702 Kandidaten, die bei den bevorstehenden Kantonswahlen im Tessin um einen Platz im Regierungsrat oder Parlament buhlen, sind 15 vorbestraft. Die Mehrheit gehört der Lega dei ticinesi an, wie aus dem kantonalen Amtsblatt hervorgeht.
Unter den 36 Anwärtern für den Regierungsrat hat als einziger Lega-Präsident Giuliano Bignasca keine weisse Weste. Seine Vorstrafen gehen auf zwei Verfahren aus den Jahren 2004 und 2008 zurück, bei denen er wegen Anstiftung zu einer Straftat, Drohung und Beleidigung verurteilt wurde.
Von den vorbestraften Grossrats-Kandidaten sind fünf für die Lega, fünf für die FDP, drei für die CVP und einer für die SVP im Rennen. Bei der überwiegenden Zahl der Vergehen handelt es sich um Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung, sprich Trunkenheit am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit.
Verurteilungen gab es aber auch wegen Verstössen gegen das Baurecht, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Körperverletzung. Jeder Kandidat, der bei den Kantonswahlen antritt, muss bei der Nominierung sein Leumundszeugnis einreichen. Allfällige Einträge werden im Amtsblatt veröffentlicht.
SDA-ATS