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Hydrologie: Die Rançonnière entspringt bei La Baume in der Combe des Enfer im Kanton Neuenburg, ist 10.3 km lang und durchfliesst das ehemals sumpfige Talgelände von Le Locle und mündet bei Les Pargots in den Lac de Brenets und damit in den Doubs. Der Oberlauf mit dem Namen Le Bied ist eher ein Bach, welcher ganz Le Locle durchfliesst, allerdings völlig zugedeckt. Kurz vor der Landesgrenze zu Frankreich versickert der Bach am Ende der Marais de Calame im dortigen Karst und tritt 80 m vor der Grenze nach dem Col des Roche als La Rançonnière wieder ans Tageslicht. Dabei bildet sie einen 90 m hohen Wasserfall. Nach Erreichen der französischen Grenze fliesst sie noch 2.7 km entlang der schweizerisch-französischen Grenze. Die letzten paar Dutzend Meter sowie die Mündung der Rançonnière liegen wieder auf Schweizer Gebiet. Sie hat ein Einzugsgebiet von rund 44 km² und eine geschätzte Wasserführung von 1-2 m³ pro Sekunde.
Urkundlich überlieferte Namen: bisher keine älteren Namen gefunden
Namensentwicklung: noch offen
Etymologie: Die Rançonnière hat zwar einen französischen Namen, doch dürfte der ursprünglich anders gelautet haben.
Flussnamentyp: noch offen
Geologie: Juragewässer
Flussgeschichte: Bis 1805 verlor sich das Flüsschen beim Col des Roches in einem Felsentrichter. In diesem Abschnitt bildete er kleine Kavernen, welche früher zum Betrieb von unterirdischen Mühlen benützt wurden. Der Col des Roches hiess ursprünglich Cul des Roches, wobei mit Cul nicht das Hinterteil gemeint war, sondern die Abgelegenheit der Gegend. Später baute man einen 300 m langen Tunnel, der dem Bach den Weg durch das karstige Gebiet erleichterte. Am 9. März 1896 gab es eine grosse Überschwemmung. Danach vorgenommene Schutzbauten in Le Locle sowie die Kanalisation verhinderten das fortan und ermöglichten eine Trockenlegung des Sumpfgebietes Marais des Calame.
Quellen: Topografische Karte Nr. 1143, Geografisches Lexikon der Schweiz, Bd. 1, Seite 250 unter Le Bied. Thomas Widmer, 5. August 2016 im Tages-Anzeiger.