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Meine persönliche Auseinandersetzung mit dem Stabat mater
Gleich zu Beginn der Auseinandersetzung mit dem Stabat mater war mir klar, dass es mir ausserordentlich wichtig war den Text auf verschiedenen Ebenen verständlich darzustellen. So entstand eine Komposition für Solosopran mit einer visuellen Darstellung des Textes als computergeneriertes Video. Das Video wie der Gesang sind jeweils eine eigenständige Ebene. Diese zwei Ebenen ergänzen und kontrapunktieren sich auf verschiedene Weise.
Der Ablauf der Bilder besteht aus Texttafeln, die sich alternierend mit einem schwarzen Bild von links nach rechts bewegen.
Der Gesang wiederholt ein Ritual das aus zwei Vokalisen besteht, die ineinander geschoben eine Texttafel bzw. eine Gedichtzeile musikalisch ausformen.
Die Sängerin hat die Anweisungen, die zwei Vokalisen in verschiedenen subjektiven Tempi auszuführen, die sind bezeichnet mit, schnell, langsamer, usw. Die Idee ist die, das aus fast rohen nur subjektiv gestaltetem Material die musikalische Darstellung des Stabat Mater erarbeitet wird.
So auch beim Video. Aus einem schwarzen Bild, der ungeformten Dunkelheit entsteht ein Textbild. Dieser Ablauf wiederholt sich so, dass beide Ebenen ein Ritual ausführen. Dies war mir sehr wichtig, denn ich wollte erreichen, dass die Handlung meditativ durchlebt werden kann, damit am Schluss die Hoffnung auf Erlösung, des Paradieses Herrlichkeit sich in der Seele entfaltet.
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