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Öffentliche Kulturfinanzierung
Auf dieser Seite finden sich die gesamten Kulturausgaben der öffentlichen Hand sowie eine Gegenüberstellung der drei Staatsebenen (Bund, Kantone, Gemeinden). Verschiedene Kennzahlen stellen die Zahlen in einen breiteren Kontext. Damit die Kulturausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden direkt miteinander vergleichbar sind, wurden sie um die zwischenstaatlichen Transferzahlungen bereinigt: Transferzahlungen werden nur in den Ausgaben des Gebers belassen, bei den Ausgaben des Empfängers aber herausgerechnet. Somit kommt es beim direkten Vergleich nicht zu Doppelzählungen.
Daten zu Kultursubventionen und zu den Kulturausgaben der einzelnen Kantone finden sich auf den beiden untergeordneten Portalseiten.
Die öffentliche Kulturfinanzierung in der Schweiz ist wie viele andere Bereiche stark föderalistisch geprägt. Gesamthaft gesehen entfallen die höchsten Ausgaben auf die Gemeinden, gefolgt von den Kantonen und schliesslich dem Bund.
Insgesamt beliefen sich die öffentlichen Kulturausgaben in der Schweiz im Jahr 2020 auf rund 2,97 Milliarden Franken. Davon entfielen 1,43 Milliarden (48,3%) auf die Gemeinden, 1,20 Milliarden (40,5%) auf die Kantone und 330,4 Millionen (11,1%) auf den Bund.
Gemessen an den Gesamtausgaben der jeweiligen Staatsebene sind die Kulturausgaben der Gemeinden mit 3,2% am höchsten. Bei den Kantonen fallen die öffentlichen Kulturausgaben mit 2,0% der Gesamtausgaben etwas weniger ins Gewicht als bei den Gemeinden. Am niedrigsten ist dieser Anteil auf der Ebene des Bundes mit 0,4% der Gesamtausgaben.
Pro Kopf wurden 2020 von den Gemeinden 166 Franken, von den Kantonen 139 Franken und vom Bund 38 Franken für Kultur ausgegeben, was zusammen ein Total von 343 Franken pro Einwohner ergibt. Die gesamten Kulturausgaben aller drei Staatsebenen entsprachen 2020 0,43% des BIP.
Richtet man den Blick auf die verschiedenen Kulturbereiche, so ist schnell ersichtlich, dass sich Bund, Kantone und Gemeinden die Aufgaben teilen und in jeweils unterschiedlichen Sektoren aktiv sind. Der Bereich Musik und Theater wird am stärksten von den Gemeinden finanziert (466,8 Mio. Franken), gefolgt von den Kantonen mit 331,5 Millionen Franken. Das Gebiet Denkmalpflege und Heimatschutz ist klar Domäne der Kantone, während sich der Bund (neben den Gemeinden) beispielsweise im Bereich Massenmedien stärker engagiert. Klar Sache des Bundes ist der Bereich Film und Kino, wobei hier vor allem die Filmförderung und die Förderung der Filmkultur für den Grossteil der Ausgaben verantwortlich sind. Museen und die bildende Kunst aber auch die Bibliotheken und Literatur fallen dagegen in den Aufgabenbereich aller drei Staatsebenen.