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Psalm 8, 4-6: «Wenn ich den Himmel sehe, das Werk deiner Hände, den Mond und die Sterne, die du erschaffen und an ihren Ort gesetzt hast, dann staune ich: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? Wer ist er schon, dass du dich um ihn kümmerst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, mit Ehre und Würde hast du ihn gekrönt.»
Rabelais hat geschrieben: «Lachen ist der Menschen Eigenart.» Inzwischen wissen wir, dass auch die Tiere (zumindest einige unter ihnen) gerne lachen, spielen, Witze machen. Im Tierreich ist auch die Nutzung von Werkzeugen bekannt, Tiere sprechen komplexe Sprachen und können sogar eine Form von Kunst erschaffen. Was unterscheidet sie also vom Menschen?
Der Mensch unterscheidet sich dadurch, dass er eine Spiritualität und Riten entwickelt. Er hat einen Sinn für das Sakrale, er erschafft religiöse Bauten. Unsere postmoderne Gesellschaft schiebt nun aber das Religiöse an den Rand, als wäre es eine fakultative Option.
Sind wir etwa drauf und dran, unsere Menschlichkeit zu verlieren?
Philippe Kneubühler