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Das Phänomen vom roten Wasser im Hallwilersee ist regelmässig im Frühjahr zu beobachten. Die Färbung stammt vom «Burgunderblut». Diese Alge vermehrt sich im Winter und erlebt dann einen regelrechten Wachstumsschub im Frühling, wenn sich die Schichten erwärmen.
Besorgniserregend ist dieses Schauspiel nicht. Das «Burgunderblut» ist vielmehr ein Zeichen, dass es dem Hallwilersee besser geht. Denn durch die jahrzehntelange massive Überdüngung des Sees im 20. Jahrhundert war die Alge von anderen Arten verdrängt worden, die eine so starke Überdüngung ertragen.
Durch die Belüftung des Hallwilersees mit Sauerstoff seit Ende der 1990er-Jahre hat sich das Gewässer langsam erholt – und damit auch dem «Burgunderblut» die Rückkehr ermöglicht.
Der Übername der Alge mit dem wissenschaftlichen Namen «Planktothrix Rubescens» geht übrigens auf die Schlacht bei Murten von 1476 zurück: Laut einer Sage kehrt mit der röten Verfärbung des Wassers das Blut der im See ertränkten Burgunder zurück.