Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03608.jsonl.gz/1117

John Eliot Gardiner hat den verordneten Kulturstillstand genutzt, um den grossen italienischen Komponisten und Mitbegründer der Oper in einer Podcast-Reihe auf originelle Weise neu zu beleuchten.
Das repräsentative Porträt von Bernardo Strozzi täuscht: Claudio Monteverdi (1567–1643) blieb bis ins Alter ein musikalischer Revolutionär.
Als der Dirigent Sir John Eliot Gardiner Anfang März 2020 eine Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten beendet hatte, landete er, heimgekehrt nach Grossbritannien, mitten im ersten Lockdown der Corona-Pandemie. In der erzwungenen Ruhe der folgenden Wochen und Monate entstand eine achtteilige Podcast-Serie mit dem Titel «Monteverdi and his constellation». Die Reihe ist ein wegweisender Versuch, Neu und Alt zusammenzuführen, indem sie ein mediales Format unserer Zeit für die Vermittlung einer sehr viel älteren Kunst nutzbar macht, nämlich der inzwischen über vierhundert Jahre alten Musik des italienischen Grossmeisters der Spätrenaissance.