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Alpines Museum ehrt Erhard Loretan zu dessen 10. Todestag
Das Alpine Museum in Bern plant aus Anlass des 10. Todestags des Freiburger Bergsteigers Erhard Loretan zwei Gedenkveranstaltungen im Herbst. Zwei Jahre später soll Loretans Nachlass mit einer Ausstellung erstmals öffentlich gemacht werden.
Loretan verstarb am 28. April 2011, dem Tag seines 52. Geburtstags, bei einem Bergunfall, wie das Alpine Museum am Donnerstag in Erinnerung rief. 2014 übergab seine Familie den Nachlass zunächst dem Musée gruérien in Bulle und schliesslich dem Alpinen Museum in Bern.
Der Nachlass sei ein „wahrer Kosmos“ aus Tagebüchern, Materiallisten, Fotos und Kleidern – darunter der Kombi-Anzug, in dem Erhard Loretan bei der Besteigung des Everest 1986 so erbärmlich gefroren haben soll. Diese Bestände sollen nun bis 2023 erschlossen, kontextualisiert und für eine Ausstellung aufbereitet werden.
Noch dieses Jahr sind im November zwei Gedenkveranstaltungen in Bern und Bulle mit dem Titel „Erhard Loretan – Alpinist, Freund, öffentliche Figur“ geplant. Dabei sollen Loretans bisher kaum veröffentlichte Filme gezeigt werden. Seine Touren dokumentierte er mit einer „guten Portion Schalk“, wie das Alpine Museum schreibt.
Dieser stand im Gegensatz zu tragischen Ereignissen in seinem Leben: Loretan verursachte den Tod seines sieben Monate alten Sohns durch zu starkes Schütteln des Babys. Sein Schritt an die Öffentlichkeit sollte ein Beitrag sein, solche Tragödien künftig zu verhindern.
(text:sda/bild:alpines muesum bern)
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