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Häufig gestellte Fragen: Vielleicht ist auch deine dabei? Ansonsten: zögere nicht, Simone direkt zu kontaktieren (unter Kontakt)
„Dhoka“ heisst auf Nepali „Türe/ Tor“. Im Zusammenhang mit unserem Projekt weist dieser Name auf die symbolische Türe hin, die das Projekt unseren Kindern und allen Beteiligten sein soll. Eine Türe zu einer guten Kindheit und einer besseren Zukunft. Der Artikel „La“ wurde zum einen aus ästhetischen Gründen vorgesetzt, andererseits sind es die Anfangsbuchstaben von Laxmi, der nepalesischen Partnerin, die das eigentliche Herz des Projektes ist.
Die Kinder kamen immer über „Vitamin B“ (Kontakte und Beziehungen) zu uns. Laxmi brauchte nur den richtigen Leuten (meist Leute aus Lubhoo mit Verwandten in verschiedensten Dörfern) zu erzählen, dass wir weitere Kinder aufnehmen können, und schon wenige Tage später trafen Informationen ein à la „Ich kenne eine Frau, die einen Bruder in einem Dorf hat, dessen Nachbar sich allein um ein Kind kümmert, welches den Vater durch Trinkerei und die Mutter sonst wie verloren hat…“ Sobald wir solche Informationen hatten, besprachen wir (Laxmi, und Simone), ob dieses Kind in Frage kommt. Falls ja, versuchten wir an weitere Informationen, Ortsangaben und Kontaktadressen zu kommen. Manchmal war es möglich, das Kind an seinem alten Ort zu besuchen (Asta, Rajin), machmal sahen wir das Kind bei der Vermittlungsperson Zuhause (Bikesh, Anamica), manchmal stand dann auch einfach ein Verwandter mit dem Kind vor der Türe (Anic, Jamunna).
Tatsache ist, in Nepal ist es leider sehr einfach, Kinder in schwierigen Situationen zu finden. Kein Wunder nach einem 7-jährigen Bürgerkrieg und der katastrophalen Verfassung der Wirtschaft und Politik.
La Dhoka ist in Nepal amtlich registriert und hat eine „Social Welfare Number“.
Die nächsten Angehörigen unserer Kinder unterschreiben einen Vertrag, in welchem die Verantwortungen und Rechte in Bezug auf die Kinder festgelegt sind.
Mittlerweile hat das Child Welfare Council (CWC) seine Regelungen und Auflagen für Kinderhäuser/ Waisenhäuser verschärft und versucht diese vermehrt auch durchzusetzen. Grundsätzlich sind die Regelungen des CWC sehr begrüssenswert; vertreten sie doch die Rechte der Kinder und sind bestrebt, möglichem Missbrauch auszuschliessen. Jedoch erwartet das CWC einen sehr hohen, westlichen Standard für die Kinderhäuser- weit entfernt vom gewöhnlichen nepalesischen Alltag. Momentan werden viele Kinderhäuser in Nepal geschlossen oder aufgegeben, da diese Standards kaum erreichbar sind ohne extrem grosse Mehrausgaben zu haben.
Jedes Jahr müssen wir das Projekt (bzw. die Projekte, denn das Narighar und das Kinderhaus müssen (noch) separat registriert werden) neu anmelden und den entsprechenden Büros Einsicht in die Buchhaltung und den Projektverlauf gewähren.
Dieser Prozess ist sehr aufwändig aber nicht zu vermeiden. Im Zusammenhang mit den neuen Regelungen werden wir keine weiteren Kinder im Kinderhaus aufnehmen.
Die Kinder sprechen alle Nepali, die Amtssprache in Nepal. In der English Medium Schule die sie besuchen lernen sie aber Englisch. Englisch ist essenziell für Zukunftschancen in Nepal. Mittlerweile sprechen alle älteren Kinder ein verständliches Englisch. Mangels muttersprachlichen Vorbildern happert es aber bei der Grammatik zum Teil noch gewaltig. Hauptsache ist aber, dass sie sich verständigen können und verstanden werden und da schlagen sich alle Kinder ganz gut.
In Nepal gibt es unzählige Hilfswerke. La Dhoka ist im Vergleich eine sehr kleine Organisation. Zudem gehört es zu unseren Zielen, für unsere Kinder ein möglichst normales Umfeld zu bieten. La Dhoka wird von Lokalen geführt und fügt sich in das normale Dorfleben ein. Nachbarn, Freunde und Verwandte wissen natürlich über unser Projekt Bescheid. Eine zu grosse Bekanntheit würde uns unweigerlich Neider und Missgunst bringen, beides Dinge, die wir nicht anstreben. Wichtiger als eine grosse Bekanntheit in Nepal ist, dass La Dhoka eine breite Unterstützung von der Schweiz aus bekommt.
Das Schulsystem ist kaum vergleichbar mit unseren Standarts. Die Lehrkräfte sind mehrheitlich schlecht ausgebildet, unterbezahlt und geniessen nicht wirklich viel Ansehen in der Gesellschaft. Wer sonst keine Arbeit findet beginnt halt mit unterrichten. Leider ist das Angebot an qualitativen, pädagogischen Ausbildungen verschwindend klein. Zudem muss man die unzähligen Schulen aufteilen in Government Schools (Gratis, aber nur in Nepali) und Private Schools. Alle Eltern, die es sich irgendwie leisten können, schicken ihr Kind in eine Private School. Diese Schulen sind kostenpflichtig, und oft nur wenig besser als die Government Schools. In erster Line will der jeweilige Besitzer mit seiner Schule Geld verdienen. Somit zählt bedauerlicherweise Profit mehr als Qualität; wer leidet sind die Lehrkräfte und im weiteren Sinne die Schüler und somit das Bildungsniveau des Landes.
Zusätzlich zu den Government und Privat Schools gibt es unzählige Schulen, die von verschiedenen Hilfswerken und ausländischen Investoren unterhalten werden. Diese Schulen haben in der Regel einen recht guten Standard was Infrastruktur und Qualität betrifft, sind aber entweder fest in ein Projekt eingebunden, oder entsprechend teuer.
In der Schweiz wurde im Mai 2009 der Verein La Dhoka gegründet. Diese Struktur ermöglicht uns eine grosse Transparenz und eine einfachere Verwaltung von Sponsoren und Mitgliedern.
Den jährlichen Mindestbetrag haben wir auf 60 CH Fr festgelegt. Uns ist wichtig, dass auch jüngere Leute die Möglichkeit haben, uns nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. Zudem ist es möglich, als „aktiv Mitglied“ monatlich einen selbstgewählten Betrag an La Dhoka beizusteuern.
Bei Interesse: Melden unter „Kontakt“
La Dhoka ist ein kleines, unbürokratisches Projekt, welches sich zu Ziel gemacht hat, einigen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Falls du schon immer ein Projekt in einem Drittweltland unterstützen wolltest bietet sich La Dhoka aus verschiedenen Gründen an:
- Dein Geld kommt vollumfänglich dem Projekt in Nepal zugute, da sich der Vorstand und alle Helfer ehrenamtlich engagieren. Die einzigen Nebenkosten, die entstehen, sind jeweils die Überweisungsgebühr, Druck und Versand des Jahresberichts (einmal jährlich) und manchmal Mietgebühren für Räumlichkeiten
- Du unterstützt mit deinem Geld ausschliesslich Einheimische, vom Dorflädeli bis zum Nachbar, der in Lubhoo einige der Möbel geschreinert hat, oder die Mutter von drei Kindern, die wöchentlich die Wäsche wäscht.
- Bei Interesse steht dir Simone jederzeit für Auskünfte zur Verfügung (siehe Kontakt)