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Die Geschichte des Verlorenen Sohnes ist zu finden im Lukas-Evangelium Kp. 15, 11-32
Zu den ersten Dingen die Henri Nouwen tat, als er in der Arche, der sozialen Institution für Behinderte, seine Arbeit aufnahm, gehörte die Suche nach einem geeigneten Platz, um sein Bild vom „Verlorenen Sohn“ aufzuhängen. Sein Arbeitszimmer erwies sich als ideal. Zu jeder Zeit konnte er jene geheimnisvolle Umarmung von Vater und Sohn sehen, die zu einem wesentlichen Teil seines inneren Glaubensweges geworden war.
Seit dem Besuch in der Eremitage in Sankt Petersburg war Henri Nouwen stärker auf die anderen Figuren des Bildes aufmerksam geworden, die am Rande des Geschehens stehen. Er realisierte, dass er jahrelang selber die Zuschauerrolle gespielt hatte. Er schreibt: „Hatte ich jedoch selber jemals wirklich gewagt, in die Mitte zu treten, niederzuknien und mich von einem vergebenden Gott umarmen zu lassen?“
Markus Zogg, Sozialdiakon
Impulse für den Glauben - II
- Wie hat sich mein Glaube in den vergangenen Jahren entwickelt/verändert?
- Was würden ich sagen: Bin ich heute näher bei Gott oder habe ich mich von ihm distanziert? Welche Gründe liegen dieser Veränderung zugrunde?
- Welches Gottesbild habe ich? Das Bild von einem strafenden oder vergebenden Gott?
- Welcher Ursprung hat mein Gottesbild?
- Bin ich mit meinem Gottesbild zufrieden? Oder wünsche ich mir ein anderes?