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Es sind 100 verspiegelte Quadrate, die jeweils in einem anderen Winkel aneinandergereiht sind und sich zusammen wiederum zu einem Quadrat formieren. Dabei bringen die einzelnen Quadrate individuelle Spiegelungen hervor. Direkt vor dem Objekt stehend lassen sich einzig Strukturen der näheren Umgebung erkennen. Die Funktion des Spiegels, mit dessen Hilfe der Mensch nicht nur sich selbst, sondern auch das weit entfernte Universum näher betrachten kann, wird im vorliegenden Objekt von Ruedi Guggisberg nichtig gemacht. In seinem künstlerischen Schaffen hat sich der Künstler vermehrt mit dem Medium des Spiegels auseinandergesetzt. Unter anderem im Jahr 1984 mit seinem Spiegelbild-Projekt in Thun und New York: Auch hier verändert der Einsatz von Spiegeln in einer Fotografieserie von aussergewöhnlichen Situationen die Wahrnehmung, indem sie das Abgelichtete verdichten und oben und unten verkehren. Guggisberg bringt mit seinen verspiegelten Objekten unterschiedliche Vorstellungen von Grenzenlosigkeit zum Vorschein, innerhalb derer sich die Betrachtenden selbst wieder Orientierung verschaffen müssen.
Katrin Sperry
Wenn wir vor einem Spiegel stehen,
sehen wir uns selbst.
Hier ist es anders.
100 kleine Spiegel
bilden ein Quadrat.
Jeder Spiegel zeigt etwas anderes.
Jeder Spiegel schaut in eine andere Richtung.
Der Künstler arbeitet oft mit Spiegeln.
Ihn interessiert das Grenzen-lose.
Sara Smidt