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Die 1939 in den USA gegründete Aircraft Owners and Pilots Association AOPA ist heute in über 80 Ländern vertreten und mit mehr als 470’000 Mitgliedern die grösste Pilotenvereinigung der Welt mit Sitz in Frederick, Maryland USA.
In ihr sind Piloten, Pilotinnen und Flugzeugeigentümer der Allgemeinen Luftfahrt organisiert. Alle Ländervertretungen der AOPA gehören dem internationalen Dachverband IAOPA an.
Der International Council of Aircraft Owner and Pilot Associations (IAOPA) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von autonomen, nichtstaatlichen, nationalen Organisationen der Allgemeinen Luftfahrt. Seit 1962 vertritt die IAOPA die internationale allgemeine Luftfahrt auf der ganzen Welt. Insgesamt vertreten die Mitgliedsgruppen der IAOPA Piloten, die Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt geschäftlich, zum Vergnügen und zur persönlichen Fortbewegung fliegen. Die Ländervertretung für die Schweiz, die AOPA Switzerland, wurde Juli 1964 gegründet.
Die Anfänge der AOPA
Alles beginnt in den USA, als die Aircraft Owners and Pilots Association AOPA, eine gemeinnützige Organisation, die sich der Allgemeinen Luftfahrt verschrieben hat, am 15. Mai 1939 in den USA gegründet wird.
Von Anfang an hat die AOPA in den USA dafür gekämpft, die Freiheit des Fliegens zu schützen und die Allgemeine Luftfahrt sicher, unterhaltsam und erschwinglich zu halten. In den Anfangsjahren wuchs die AOPA nur langsam, doch im Jahr 2010 waren bereits mehr als 400’000 Personen Mitglied der AOPA.
Die starke und wachsende Vereinigung von heute ist weit entfernt von den Anfangsjahren. Noch vor der Gründung der AOPA wurde mit dem Verlag Ziff-Davis vereinbart, dass die AOPA in jeder Monatsausgabe von «Popular Aviation», dem Vorgänger des Fach-Magazins «Flying», eine eigene Rubrik zum Austausch mit ihren Mitgliedern erhält. Ziff-Davis verhandelte jedoch hart mit einer Klausel, die mit der Kündigung der Vereinbarung drohte, falls die AOPA im ersten Jahr nicht 2’500 Mitglieder erreichen würde.
Selbst der Name der Vereinigung schwebte bis kurz vor der Gründung in der Luft. Die fünf Gründungsväter trafen sich im April 1939, um die Details auszuarbeiten, und verbrachten Stunden damit, über einen geeigneten Namen für die Organisation zu streiten. Der Gründer P.T. Sharples bevorzugte «Pilots, Incorporated», um der Gruppe einen seriösen Ton zu verleihen, der auf ein geschäftsmässiges Vorgehen hindeutete. Zu den anderen Gruppen dieser Zeit gehörten die Private Flyers Association PFA, die Sportsman Pilots Association SPA, die Association for the Advancement of Aeronautics AAA, die American Pilots League APL, die Private Pilots Association PPA und die United Pilots and Mechanics Association UPMA.
Die Debatte darüber, wie die noch nicht eingetragene Gruppe genannt werden sollte, dauerte bis in die Nacht hinein an. Schliesslich gähnte der Gründer C. Townsend Ludington - zu diesem Zeitpunkt war es fast drei Uhr morgens - und verkündete: «Meine Herren, ich bin müde, also gehe ich ins Bett. Ich schlage vor, dass wir die Organisation so nennen, wie sie ist, nämlich die Aircraft Owners and Pilots Association». Das Resultat war einstimmig.
J.B. «Doc» Hartranft war der erste AOPA- Angestellte. Er übernahm den Titel des Geschäftsführers und verlegte die Büros von Philadelphia nach Chicago, direkt neben das Verlagshaus Ziff-Davis. Von dort aus startete Hartranft eine Vielzahl an Aktivitäten zum Vorteil der Privatflieger.
Die erste politische Aktivität der AOPA USA bestand darin, auf die Verabschiedung einer Senatsvorlage zu drängen, die das «Civilian Pilot Training Program» einführen sollte. Dieser wichtige Rechtsakt ermöglichte es Tausenden von Menschen, ihre Pilotenlizenz mit staatlicher Unterstützung zu erwerben. Es förderte auch die General Aviation und den Verkauf von Flugzeugen und bot eine solide Ausbildung für diejenigen, die später in den Luftstreitkräften des Zweiten Weltkriegs dienen sollten.
Es folgten prägende Jahre und Ereignisse, wie zum Beispiel der 2. Weltkrieg und in jüngster Vergangenheit die Attacken vom 11. September 2001. Danach war nichts mehr wie zuvor und die Fliegerei wurde in ein enges regulatorisches Korsett gesteckt. Zum Beispiel gab es im Jahr 2006 einen Vorschlag, dass 60 Minuten vor dem Verlassen der USA oder dem Einflug ins Land die Passagierlisten per Internet übermitteln werden müssen. Die AOPA argumentierte, dass viele ausländische Standorte keinen Internetzugang haben. Dieses Verfahren blieb bis auf weiteres freiwillig. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es war, mit der AOPA USA gemeinsam mit ihren Schwesterorganisationen weltweit, eine gewichtige Fürsprecherin der General Aviation zu haben. Heute mehr denn je.