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Ein Durchlauferhitzer ist ein elektrisches oder mittels Gas betriebenes Gerät zur Warmwasserbereitung. Anders als ein Boiler, der über einen Tank eine vordefinierte Menge warmes Wasser bereitstellt, erhitzt ein Durchlauferhitzer das Wasser erst dann, wenn das Wasser über einen geöffneten Wasserhahn entnommen werden soll. Technisch bedingt ist ein Durchlauferhitzer in der Lage, unbegrenzt warmes Wasser erzeugen zu können. Daher werden die Geräte häufig im Badezimmer als Durchlauferhitzer für Dusche oder Bad eingesetzt. In manchen Wohnungen werden die Geräte auch für warmes Wasser in der Küche verwendet.
Unabhängig davon, ob die Geräte mit Strom oder Gas betrieben werden, ist das grundlegende Funktionsprinzip immer gleich. Die Wärmeübertragung von Heizeinheit an das Wasser erfolgt über einen Wärmeübertrager, zumeist ein Rohrheizkörper aus Kupfer. Dieses Heizelement wird von Wasser umflossen, wodurch sich das Wasser erwärmt.
Elektrische Geräte sind für eine schnelle Wärmeübertragung an das Wasser mit großer elektrischer Leistung ausgestattet. Anschlusswerte von 18 bis 33 kW sind hier üblich. Je höher die Leistungsaufnahme ist, desto schneller wird das Wasser erwärmt. Elektronisch geregelte Geräte bieten eine konstante Ausgangstemperatur, wohingegen hydraulisch gesteuerte Erhitzer mit zunehmender Durchflussmenge abnehmende Temperaturen aufweisen. Wer gerne länger duscht oder Vollbäder geniessen möchte, sollte also unbedingt auf elektronisch geregelte Systeme achten! Elektronisch geregelte Geräte bieten aber nicht nur hohen Komfort hinsichtlich konstanter Wassertemperatur, einfacher Bedienbarkeit und erhöhtem Wirkungsgrad – sie sind auch rund 20 % sparsamer gegenüber hydraulischen Geräten.
Gasbetriebene Geräte erhitzen Wasser entweder durch eine konstant betriebene Flamme oder einem Piezozünder, der den eigentlichen Brenner selbsttätig bei Bedarf anzündet. Das zu erwärmende Wasser wird bei diesen Geräten innerhalb des Systems in Lamellen-Röhren durch die Flammen geführt und so erhitzt. Betrieben werden die Geräte fast immer mit Erdgas, sofern eine entsprechende Versorgungsleitung zum Haus oder der Wohnung besteht. Alternativ ist es auch möglich, die Geräte mit Flüssiggas aus Kartuschen zu betreiben. Oft finden man diese Durchlauferhitzer in der Küche. Gegenüber elektrischen Systemen haben Durchlauferhitzer mit Gas einige Nachteile. So sind die gasbetriebenen Geräte von der Bauform her wesentlich grösser und weisen einen Wirkungsgrad von nur 75 – 85 % auf (elektrische Geräte: bis zu 99 % Wirkungsgrad). Ausserdem müssen gasbetriebene Geräte jährlich gewartet werden, was bei elektrischen Systemen vollständig entfällt.
Bei einem elektrisch betrieben Gerät lassen sich die jährlichen Kosten relativ einfach errechnen. Geht man von einem Gerät mit 18 Kilowatt Leistungsaufnahme aus, bedeutet dies einen stündlichen Verbrauch von 18 Kilowattstunden. Bei einem Durchschnittspreis von 28 Franken pro kWh und einem Zweipersonenhaushalt, wo täglich ungefähr zwölf Minuten geduscht wird (pro Person), entsteht so ein jährlicher Verbrauch von 1095 kWh. Auf der Stromrechnung schlägt sich dies mit rund 307 Franken brutto nieder.
Bei gasbetriebenen Geräten werden die Kosten umfänglicher berechnet. Der Gaspreis liegt im Durchschnitt bei ungefähr sechs Franken pro kWh. Hinzu kommen die Kosten für Wartung, Schornsteinfeger sowie eine Grundgebühr für den Gaszähler. Unterm Strich entstehen einem Zweipersonenhaushalt so jährliche Kosten von 100 Franken.