Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/196

Taxonomie
In den letzten Jahren sind aus der Paläarktis elf neue Egira-Arten beschrieben worden (insgesamt umfasst die Gattung ca. 40 Arten in der Holarktis.) Viele davon lassen sich nur genitalmorphologisch sicher ansprechen. Das gilt auch für die 3 aus Griechenland bekannten Arten:
Egira conspicillaris (L., 1758)
Egira tibori Hreblay, 1994
Egira anatolica (Hering, 1933)
Auch Egira bulgarica Beshkov, 2000 könnte noch in Griechenland auftauchen.
Die Männchen, insbesondere die von Egira anatolica, lassen sich an der Genitalmorphologie unterscheiden, bei den Weibchen ist das allerdings nicht immer zuverlässig möglich. Äußerlich gibt es keine sicheren Merkmale, nur gewisse Anhaltspunkte: Egira conspicillaris ist im Durchschnitt am grössten (Spannweite 36-44 mm gegenüber 33-39 mm bei Egira tibori und 34-42 mm bei Egira anatolica). Bei Egira conspicillaris und Egira tibori sind die Fransen schwächer und weniger kontrastreich gescheckt als bei Egira anatolica und auch die schwarzen Makelumrandungen sind bei den beiden erstgenannten Arten schwächer ausgeprägt als bei letzterer. Man erkennt das ansatzweise beim Betrachten von Serien gespannter Falter. Einzeltiere auf Fotos würde ich so nicht zu bestimmen wagen. Aufgrund dieser Situation ist auch die Verbreitung der Egira-Arten noch recht ungenügend bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß noch weitere neue Arten gefunden werden. In Südosteuropa sollte z.B. auf die vorderasiatische Egira fatima Hreblay, 1994 geachtet werden (Axel Steiner).