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- 27.03.2007
- Seebeben Asien
Der Bürgerkrieg in Sri Lanka zwischen der singhalesischen Regierung und der tamilischen LTTE nimmt seit letztem Sommer immer brutalere Formen an. Partner-Hilfswerke der Glückskette, die im Norden und Osten des Landes tätig sind, müssen ihre Hilfsprojekte zum Teil unterbrechen, einfrieren oder verlagern - sie bekunden aber alle den Willen, mit der Hilfe trotz allem weiterzufahren. Die Projekte im Süden und Südosten laufen gegenwärtig noch nach Plan.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) empfiehlt jedoch, während der nächsten drei Monate keine neuen Projekte mehr in Angriff zu nehmen. Die Caritas Schweiz hat der Glückskette einen Projektänderungsantrag gestellt und möchte 150 Häuser in der Region Ampara weiter südlich bauen. Das Schweiz. Arbeiterhilfswerk (SAH) hat ein gemeinsames Projekt mit einem deutschen und norwegischen Hilfswerk (1100 Häuser in 6 Dörfern) im Norden des Landes vorübergehend ganz eingestellt, Mitarbeitende zurückgezogen und Material so gut wie möglich in Sicherheit gebracht.
«Praktisch alle Tsunami-Opfer, denen wir helfen wollen, sind aus der Region geflohen», kommentiert Jürgen Stoerk vom SAH die Situation in einer Sendung von Schweizer Radio DRS, «wir wissen auch nicht genau, wie es vor Ort aussieht, da wir zurzeit keinen Zugang zu unseren Baustellen haben». Das Arbeiterhilfswerk will deshalb zusammen mit dem Konsortium «Solidar» seine Strategie ändern und den Vertriebenen an den neuen Aufenthaltsorten helfen.