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Der grosse Umbruch, den die exakten Naturwissenschaften in der frühen Neuzeit erfuhren
und der sie bis heute prägt, ist durch eine Gruppe von Gelehrten aus Basel wesentlich
mitgestaltet worden. Mit der Berufung Jacob Bernoullis auf den Mathematik-Lehrstuhl der
Universität Basel im Jahr 1687 setzt ein “goldenes Jahrhundert” der Schweizer Wissenschaft
ein: über drei Generationen wirkten Angehörige der Familie Bernoulli und ihre Schüler an
der vordersten Front der Forschung.
Vier dieser Mathematiker und Physiker geniessen Weltrang: neben Jacob Bernoulli sein jüngerer Bruder Johann (I), dessen Sohn Daniel und der Bernoulli-Schüler Leonhard Euler, der seine lange, an grossen Erfolgen reiche Karriere allerdings in Russland und Preussen verbrachte. Die Entwicklung der Analysis, der Differentialgeometrie, der Stochastik, aber auch der Mechanik – insbesondere der Hydrodynamik –, der Astronomie und der Optik ist ohne die Beiträge der “Basler Schule” nicht zu denken.