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Viele arme Familien sind vom Wald abhängig. Das Projekt hat deshalb zum Ziel, den Wald als Ernährungs- und Lebensgrundlage der ethnischen Minderheiten zu erhalten.
Die Provinz Bokeo im Nordwesten von Laos erlebte in den letzten Jahren eine rasche Entwicklung. Diese kam vor allem Familien zugute, die in Besitz von fruchtbarem Land sind und Zugang zu Märkten haben. Das Leben ethnischer Minderheiten, die 70 Prozent der Bevölkerung umfassen, hat sich hingegen wenig verbessert. Viele arme Familien sind vom Wald abhängig. Deshalb sind sie besonders von der kontinuierlichen Abholzung betroffen.
Die Organisation Camkid setzt sich für verbesserte Lebensbedingungen der ethnischen Minderheit in der Provinz Bokeo ein. Sie verwendet dafür eine Strategie, die die Themen Landwirtschaft, Ernährung und natürliche Ressourcen verbindet. Der Wald als Ernährungs- und Lebensgrundlage der ethnischen Minderheiten muss unbedingt erhalten, geschützt und schonend bewirtschaftet werden. Deshalb setzt Camkid ein Projekt zu nachhaltiger Waldwirtschaft um.
Das Projekt arbeitet in 14 Dörfern mit insgesamt 5 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Sie gehören mehrheitlich der Ethnie der Khmu an. Rund die Hälfte sind Frauen. In jedem Dorf wird ein Komitee zur Verwaltung des Waldes gewählt. Es geht darum, die Regeln zum Schutz des Waldes zu verbessern. Dazu werden Karten zu Waldschutzgebieten und Pläne zum Schutz verschiedener Spezies erstellt. Die Resultate und Schlussfolgerungen zur Verwaltung des Waldes werden zwischen den Dörfern ausgetauscht.
Um der Mangel- und Unterernährung zu begegnen, wird ausserdem ein Projekt zu ausgewogener Ernährung durchgeführt. Dieses Projekt arbeitet in zwölf Dörfern mit insgesamt 5 643 Einwohnerinnen und Einwohnern – ebenfalls mehrheitlich Khmu und mit einem Anteil von rund 50 Prozent Frauen. Als Erstes wird die Ernährungsweise in allen Dörfern dokumentiert, um später Verbesserungen feststellen zu können. Es werden ausserdem Koch- und Gartenkurse angeboten. Auch private Gärten werden gefördert. Zudem werden Treffen organisiert, bei denen die Ergebnisse des Projekts unter den Dorfbewohnern verglichen werden.
Zu beiden Schwerpunkten werden Theater aufgeführt, um die Bevölkerung über die Problematik der Zerstörung des Waldes und der Mangelernährung zu informieren.