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Dorf der Mühlen
Das Dorfwappen zeigt ein schwarzes Wasserrad auf gelbem Hintergrund. Ueken war eines der letzten Dörfer des Aargaus, die ein Gemeindewappen erhielten. Anfang der 60er Jahre drängte sich jedoch das heutige Wappen auf, hatten doch die Mühlen und deren Besitzer und Betreiber in der Dorfgeschichte einst eine wichtige Rolle gespielt. So wird 1500 in Oberüken eine Mühle zusammen mit umfangreichen Gütern in den Händen der Ritter von Rinach erwähnt. 1618 wird der Schultheiss Rumelin von Rosheim bei Strassburg Lehensnehmer dieser so genannten Hellmüllerischen Güter. Grosse Flächen an abgabenpflichtigem Acker- und Mattenland besassen in Ueken zudem die Deutschordensritter von Beuggen sowie die Freiherren von Schönau.
Auch in Ueken mahlte über Jahrhunderte eine Mühle, deren Erdgeschoss noch heute steht. In diesem Dorfteil liessen die Müllersleute Jakob und Maria Herde 1705 die barocke Antoniuskapelle errichten, die sich seit 1930 im Besitze der Ortsbürger befindet. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein suchten die Bäuerinnen der Umgebung beim Viehpatron Antonius – der auch „Säutoni“ genannt wird – Hilfe für Ihre erkrankten Schweine.