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Plötzlicher Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome = SIDS, Sudden Infant Death = SID), Krippentod - verschiedene Bezeichnungen für das Unfassbare.
Offensichtlich gesund ins Bett zum Schlafen gelegt, wird der Säugling Stunden danach unerwartet tot aufgefunden, ohne dass ein eindeutiger medizinischer Grund gefunden werden kann.
Man geht heute davon aus, dass keine „geheimnisvolle", bisher nicht erkannte Einzel-Ursache für den Plötzlichen Säuglingstod verantwortlich ist. Vielmehr ist man zur Erkenntnis gekommen, dass eine Vielzahl von Ursachen und Risikofaktoren eine Rolle spielen.
So schützen Sie ihr Kleinkind vor dem plötzlichen Kindstod, so beugen Sie ihn vor:
In weltweit durchgeführten Studien wurden die Risikofaktoren für den "Plötzlichen Kindstod" ermittelt - mit folgenden Massnahmen können Sie die Gefahren des Plötzlichen Kindstodes eindämmen:
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Legen Sie Ihr Kind zum Schlafen immer auf den Rücken!
Die Rückenlage ist die sicherste Lage: Mund und Nase sind nicht verdeckt, der Brustkorb kann sich frei entfalten. So kann Ihr Baby auch kräftig husten und der Speichel kann über die unten liegende Speiseröhre wieder ablaufen.
Als absoluter Irrtum erwies sich Bauchlage im Schlaf für Babys: In Studien zeigte sich, dass Babys in Bauchlage ein sechs Mal höhres Risiko haben, plötzlich und unerklärlich zu sterben. Ebenso erwies sich die Seitenlage als nicht besonders empfehlenswert.
- Legen Sie Ihr Baby in einen Schlafsack! Verwenden Sie einen Schlafsack mit eng anliegendem Oberteil und geräumigem Sack für die Beine. Der Pucksack erschwert Ihrem Säugling das Drehen in die Bauchlage und verhindert sowohl, dass sich Ihr Kleines komplett zudeckt und überhitzt, als auch, dass es sich durch wildes Freistrampeln auskühlt.
- Neben Überbetten sollten Sie auch andere Bettwaren vermeiden, die den Mund oder Nase bedecken können: Dicke Kopfkissen, lose Bettumrandungen (sogenannte Nestchen), tief eindrückbare, softe Matratzen oder auch flauschige Matratzenauflagen.
- Lassen Sie Ihr Baby bei Ihnen schlafen, aber immer im eigenen Bettchen! Im Bett der Eltern sollte das Baby nicht schlafen. Das Schlafzimmer sollte möglichst nicht geheizt werden. Raumtemperaturen von 19 Grad (+/- 1 °C) sind auch in der kalten Jahreszeit optimal.
- Rauchen Sie nicht in Anwesenheit Ihrer Kinder oder im Kinderzimmer! Nicht nur das aktive, auch das passive Rauchen der zukünftigen Mutter während der Schwangerschaft ist äusserst gefährlich, da die schädlichen Stoffe (Teer, Nikotin etc.) über den Blutkreislauf der Mutter direkt in den Fötus gelangen.
- Nach der Geburt senken Sie das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod erheblich, indem Sie Ihr Kind möglichst in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen lassen.
- Vor allem sollten Sie in dem Zimmer, in dem Ihr Kind schläft, auf jegliches Rauchen vermeiden. Am besten ist ein vollständiger Zigarettenverzicht, aber schon jede einzelne Zigarette weniger senkt das Risiko erheblich.
- Weitere hohe Risikofaktoren für den Plötzlichen Kindstod während und nach der Schwangerschaft sind Alkohol- sowie Drogenkonsum.
- Stillen Sie möglichst ungefähr eine halbes Jahr lang! Gestillte Babys sind nur selten vom Plötzlichen Säuglingstod betroffen. Woran das liegt ist momentan noch unbekannt: Man vermutet entweder, dass der Schutz durch die Muttermilch selbst entsteht oder durch die intensive Nähe der Mutter zum Kind.
- Nach dem Abstillen empfehlen wir Ihnen, Ihrem Kind einen Schnuller anzubieten, da auch Schnullerkinder besser geschützt sind.