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Das Wichtigste in Kürze
- In Tschechien besuchte der Radek Vondracek den Präsidenten Milos Zeman am Krankenbett.
- Dies ist ohne Zustimmung der Ärzte geschehen.
- Zemann liegt seit knapp einer Woche auf der Intensivstation
In Tschechien hat ein unerlaubter Besuch des Parlamentspräsidenten Radek Vondracek beim schwerkranken Präsidenten Milos Zeman für Empörung gesorgt. Dies sei ohne die Zustimmung der Ärzte geschehen, teilte das Zentrale Militärkrankenhaus in Prag mit.
Ministerpräsident Andrej Babis warf seinem Parteikollegen am Freitag vor, einen Fehler begangen zu haben. Vondracek berichtete, Zeman sei guter Laune gewesen und habe eine Passage aus einem deutschen Literaturklassiker zitiert. Der 77-Jährige liegt seit knapp einer Woche auf der Intensivstation.
Nur noch Besuch mit Zustimmung
Die Polizei kündigte an, dass die Personenschützer des Präsidenten nur noch Besucher zu ihm lassen werden, welche die Zustimmung der Ärzte haben. Zemans Ehefrau Ivana sagte am Donnerstag in einer emotionalen Fernsehansprache aus der Prager Burg, dass die Behandlung Zeit brauche. Jegliche Spekulationen über Diagnose und Prognose nannte sie «sehr unethisch».
Die Informationspolitik des Präsidialamts gerät immer mehr in die Kritik. Oppositionspolitiker fordern Klarheit darüber, ob Zeman sein Amt überhaupt noch ausüben kann. Zwei Oppositionsbündnisse hatten bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus vor einer Woche eine klare Mehrheit von 108 der 200 Sitze errungen. Dem Präsidenten kommt es unter anderem zu, den Auftrag zur Regierungsbildung zu erteilen. Die neugewählte Parlamentskammer tritt erstmals am 8. November zusammen.