Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03190.jsonl.gz/1522

In der französischen Gemeinde Barsac, die sich in dem Département Gironde befindet, liegt das Château Doisy-Védrines. Das Château Doisy-Védrines gehört zu den wenigen Weingütern Frankreichs, deren Weine unter einem anderen Namen vertrieben werden. Mit 27 Hektar gehört das Château Doisy-Védrines zu den kleineren Weingütern Frankreichs. Das Weingut, das sich zwischen dem Château Doisy-Dubroca und dem Château Doisy Daëne erstreckt, gilt als äußerst historisches Anwesen, dessen Weine allerdings nicht den Namen des Weingutes tragen. Vielmehr werden die edlen Tropfen mit der wohlklingenden Bezeichnung „Sauternes“ etikettiert, die das Weinbaugebiet beschreibt, in dem die Weinberge des Weingutes sich befinden. Die Weinregion Sauternes steht für edelsüße Weißweine, die sich durch einen hohen Zuckergehalt und einen raffinierten Fruchtgeschmack auszeichnen. Die Geschichte des Weingutes begann im 17. Jahrhundert, als Jean Raymond ein Anwesen namens Doisic erwarb. Ursprünglich war das Weingut keine 27 Hektar groß, weshalb der Weinbau vorerst in einem geringen Umfang stattfand. Viele Jahre später heiratete Marie Raymond, die Enkeltochter von Jean Raymond, ihren langjährigen Lebensgefährten Jean-Baptiste Védrines, mit dem sie das Weingut fortan vergrößerte, um mehr Wein produzieren zu können. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Anwesen geteilt, sodass die heutigen Weingüter, die als Château Doisy-Dubroca und Château Doisy Daëne bekannt sind, entstanden. Die Familie Boireau, deren Enkel Pierre Castéja das Anwesen weiterführt, gilt als letzter Inhaber des Weingutes. 85 Prozent der Rebfläche wird von der Rebsorte Sémillon eingenommen, der Rest entfällt auf die Rebsorte Sauvignon Blanc. Die edelfaulen Beeren werden ausschließlich per Hand gelesen und sorgfältig selektiert. Nach der alkoholischen Gärung, die im Holzfass stattfindet, wird der Wein in Edelstahltanks stabilisiert. Im Anschluss reifen die Weißweine in traditionellen Barriques heran, bevor der „Grand Vin“ oder der „La Petite Védrines“ auf den Markt kommen.