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Rosental-Areal
Der Kauf des Rosental-Areals eröffnet dem Kanton in vielerlei Hinsicht Chancen. Langfristig ist die Sicherung des Bodens für den Kanton von strategischer Bedeutung. Die Ziele für die künftige Nutzung des Rosental-Areals stehen in Grundzügen fest. Heute ist das Rosental-Areal ein Wirtschaftsstandort und soll dies auch in Zukunft bleiben. Die Zielsetzung sieht hochwertige Arbeitsnutzung vor. Dadurch eröffnet sich für den Kanton die Chance, für bestehende und neue Firmen Platz für Expansionen zu bieten.
Schwarzwaldallee, Maulbeerstrasse,
Mattenstrasse, Rosentalstrasse
4058 Basel
Arealentwicklung
Das Industrieareal zwischen Badischem Bahnhof, Maulbeerstrasse, Mattenstrasse und Rosentalstrasse befand sich bis im Jahr 2007 im Eigentum der Syngenta. Diese verkaufte den grössten Teil des Areals an einen privaten Investor mit Sitz in Gibraltar. Inzwischen wurden zahlreiche Mietverträge abgeschlossen und einzelne Teile des Areals an die Universität Basel (Neubau Zahnmedizinisches Institut) und Private verkauft. Die Gebäude auf dem Areal, das als „Biopark Rosental“ vermarktet wird, sind vorwiegend Industriebauten: Labors, Büros und Lagerflächen. Der bisherige Eigentümer entschloss sich allerdings, das Areal zu veräussern. Im Herbst 2015 waren mehrere Investoren zu Kaufangeboten eingeladen, darunter auch der Kanton Basel-Stadt. Ein interdepartementales Team unter Leitung von Immobilien Basel-Stadt nahm zusammen mit Experten eine Due Dilligence vor und lotete die Entwicklungsmöglichkeiten des Areals aus. Im März 2016 konnte Immobilien Basel-Stadt den Kauf des Rosental-Areals für den Kanton Basel-Stadt vorankünden: Mit der Investition und den bestehenden Mietverträgen lässt sich eine marktkonforme Bruttorendite erzielen, zudem ist das Potenzial für die Zukunft mit Neubauten auf dem Areal (80‘000 m2 Bruttogeschossfläche) zu den bestehenden 120‘000 m2 beträchtlich und eine zusätzliche Wertsteigerung realistisch.
Zur Geschichte des Rosental-Areals
Benannt nach dem einstigen Landgut „zum Rosental“, lag das Rosental-Areal bei seiner Bebauung 1858 vor dem Riehentor und damit noch ausserhalb der Stadt. Es ist das älteste Chemieareal Basels, hier wurden erstmals überhaupt Farben industriell hergestellt. Johann Rudolf Geigy errichtete auf dem Rosentalareal seine neue Farbholzmühle, die Extraktfabrik. Sein Geschäft, das seit 1830 aus Farbhölzern Pulver mahlte, mit denen Stoffe gefärbt wurden, befand sich ab 1833 im St. Alban-Tal. Der Vorteil des Rosental-Areals lag im nahen Badischen Bahnhof, der sich in seinem ersten Provisorium 1855–1862 auf dem heutigen Areal der Messe Basel befand und 1913 an seinen aktuellen Standort verlegt wurde. Dreizehn Jahre nach dem Bau der Farbholzmühle waren 66 Arbeiter in der sogenannt „inneren Fabrik“ beschäftigt, in der sowohl natürliche als auch synthetische Anilinfarben hergestellt wurden. Später wurde die Extraktfabrik vergrössert und das Fabrikgelände erweitert, es entstanden Büroräumlichkeiten und Forschungsgebäude. 1960 wurde die Produktion auf dem Rosental-Areal schliesslich eingestellt, die Betriebsgebäude wichen Laborbauten und zehn Jahre später fusionierte die J.R. Geigy AG mit der Ciba zur Ciba-Geigy AG. 1980 wurde das ursprüngliche Mahl- und Mischgebäude abgebrochen. Aus der Ciba-Geigy AG und Sandoz entstand 1996 Novartis, aus der vier Jahre danach die Syngenta mit Hauptsitz Rosental hervorging. 2007 verkaufte der Konzern einen Grossteil des Areals an einen privaten Investor mit Sitz in Gibraltar und behielt lediglich seinen Sitz, an dem rund 1200 Angestellte aus etwa 50 Nationen arbeiten.