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Ein Bericht aus Punjab zeigt, dass Syngenta die Bevölkerung noch immer unzureichend über die gesundheitlichen Risiken seiner Pestizide informiert. Fast zeitgleich lieferte die Uni Bern neue Beweise dafür, dass Neonicotinoide das Bienensterben begünstigen. Höchste Zeit, diese Baustellen anzugehen.
In der Theorie ist Syngenta ein vorbildliches Unternehmen. Es unterstützt beispielsweise die Initiative der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) zur Reduktion der Gesundheits- und Umweltrisiken von Pestiziden.
Wo bleibt die Umsetzung?
Der Code of Conduct der FAO gibt vor, welche Sicherheitsstandards Unternehmen im Pestizid-Management beachten müssen, etwa bei Verpackung, Beschriftung und Lagerung. Im indischen Staat Punjab wiesen NGOs mehrfach darauf hin, dass akute wie auch chronische Krankheiten auf den unsachgemässen Einsatz von Syngenta-Pestiziden zurückzuführen sind. Trotzdem versäumte es das Unternehmen bisher, genügend Schutzbekleidung zur Verfügung zu stellen und die Verpackungen mit leicht verständlichen Warnhinweisen zu versehen. Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat deshalb im Oktober 2015 eine Beschwerde bei der FAO eingelegt.
Neue Erkenntnisse zu Neonicotinoiden
Eine Studie der Uni Bern erbrachte neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz von Neonicotinoiden, einer Pestizidklasse zur Bekämpfung von Insekten. Die Hauptaufgabe der Bienenkönigin besteht darin, den Bestand ihres Volkes zu sichern. Neonicotinoide vermindern aber ihre Fruchtbarkeit. In der Folge können ganze Bienenvölker aussterben. Actares fordert, dass Syngenta die betroffenen Produkte weltweit vom Markt nimmt.