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die klosterküche
Um zur Klosterküche zu gelangen, ist eine kleine Zeitreise in das 16. Jahrhundert notwendig. Denn die Klosterküche im Johanneum Neu St.Johann hat Ihre Entstehung grundsätzlich schon im 16. Jahrhundert. Aufgrund eines verheerenden Brandes vom 8.Februar 1626 im Kloster St.Johann entschloss man sich ein neues Kloster im zentral gelegenen Neu St. Johann zu errichten. 1626 entstand die mächtige und burgartige Klosteranlage welche 1629 bezogen wurde. Der Neubau war sehr grosszügig geplant worden und eigentlich dem Ort nicht angemessen. Auch deshalb standen die Bewohnder der Gemeinden Krummenau und Nesslau dem Kloster wenig wohlwollend gegenüber. 1712 entlud sich der Groll der Bewohner, als der Toggenburger Krieg ausbrach. Eine fanatisierte Schar überfiel im April 72 das Kloster, misshandelte die Mönche und plünderte die Zellen und Keller.
Im 17./18. Jahrhundert war das Kloster fast immer mit etwa zwölf Mönchen besetzt und diente als Stützpunkt des katholischen Glaubens im überwiegend reformierten Obertoggenburg. Der grösste Teil der Patres in Neu St. Johan waren als Lehrer tätig. Gelehrt wurden hauptsächlich die Fächer Humaniora, Philosophie und ausnahmsweise Theologie.
Im Jahr 1806 erfolgt die Auflösung von St. Johann und die katholische Kirchgemeinde Neu St. Johann wurde gegründet. Die Klosterkirche und der Ostflügel des Klosterviertels gingen an die Kirchgemeinde über und die beiden anderen Klosterflügel ging an Private.
1902 wurde in den Klosterräumlichkeiten eine Anstalt für lernbehinderte Kinder eröffnet. Dies war die Geburtsstunde des heutigen Johanneums in Neu St. Johann. Das Johanneum bietet zurzeit etwa 220 Schüler, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lern- oder geistiger Behinderung die Möglichkeit die Schule zu besuchen, die Berufswahl abzuklären oder eine Ausbildung zu absolvieren. Zudem haben die Menschen die Möglichkeit in den Johanneums-Eigenen geschützten Werkstätten zu arbeiten. Wie schon beschrieben wurde die Anstalt als karitative, geistliche geführte Anstalt für bildungsfähige, lernbehinderte Kinder gegründet.
Diese Anforderungen haben sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Geblieben ist die heutige Stossrichtung: «Christlich-humanistischer Wert der Gleichheit aller Menschen und den daraus resultierenden Zielen in Bereich der Förderung, Bildung, Betreuung und Pflege». Das Johanneum setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft wahrgenommen und anerkannt werden, sowie auch ihren Platz in der Gesellschaft finden.
Ein weiterer Eckpunkt des Johanneum bildet die Ernährung. Unter dem Motto «gsund & guet» leitete der Enkel bis zur seiner Pensionierung die Klosterküche im Johanneum und verpflegte die Bewohnerinnen und Bewohner mit genussvoller und gesunder Verpflegung. Täglich werden in der Klosterküche rund 300 Mittagsmahlzeiten sowie 200 Nachtessen zubereitet. Dabei hat die Gesundheitserhaltung der Bewohnerinnen und Bewohner einen hohen Stellenwert. Dazu arbeitete der Küchenchef mit einer Ernährungsberaterin der Berner Fachhochschule zusammen, um eine gesunde und bekömmliche Ernährung zu gewährleisten.
Dieses Credo lebt die Klosterküche auch heute noch. Die Klosterküche verwendet hauptsächlich Frischprodukte aus der Region. Seit 2013 wird der gesunden Ernährung in der Klosterküche noch grössere Beachtung geschenkt. Die Klosterküche verzichtet bei der Zubereitung der Speisen gänzlich auf Glutamat, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.
Diese Werte wurden in die Klosterküche GmbH mit eingebracht. Diese Werte sollen weiterentwickelt und entsprechend gelebt werden.