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Wechselausstellung „Gschirr vo Meli“
Ursprung von „Gschirr vo Meli“
Die Niederweiler Steingutfabrik A.G. wurde von einer lothringischen Unternehmerfamilie gegründet. 1827 erwarb Louis-Guillaume Dryander die historische Fayence-und Porzellanmanufaktur von Niderviller (Moselle). 1830 verzichtete er auf die aufwendige Porzellanproduktion, um sich ausschliesslich der rentableren Erzeugung von Steingut zu widmen. Das Unternehmen wurde 1886 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, dessen Leitung bis 1944 in den Händen der Familie blieb.
1906 entschieden die Nachfahren von Louis-Guillaume Dryander, ein Zweigunternehmen in der Schweiz, mit Sitz in Rheinfelden und einer Fabrikationsstätte in Möhlin, aufzubauen: die Steingutfabrik Niederweiler AG wurde gegründet. Qualifiziere Fachleute brachten den Melern das Steingutdrehen bei.
Rund 60 bis 70 Personen fanden hier ihre Arbeit. Die Chacheli-Erzeugnisse fanden grossen Anklang. Nach fünf Jahrzenten gab es jedoch Konkurrenz von maschinell erzeugten Produkten. So wurden am 21. Januar 1954 allen Arbeitern gekündigt und im Juni dieses Jahres folgte die Stilllegung. Alle Arbeiter fanden wieder eine Arbeit, manche sogar eine besser bezahlte.Auch heute sind die Erzeugnisse von damals bei vielen Familien aus Möhlin in Gebrauch.
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Quelle: Witt oder witt it?