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Schwangerschaft: Essen Sie nicht für Zwei
Die Ernährung während der Schwangerschaft kann die Entwicklung des Fötus nachweislich fördern und die Gesundheit von Mutter und Kind positiv beeinflussen. Idealerweise sollten Mütter bereits einige Wochen vor der geplanten Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung achten. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten an die besonderen Umstände anzupassen.
Energiebedarf
Entgegen der weitverbreiteten Meinung Schwangere müssten für Zwei essen, ist der Energiebedarf in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kaum erhöht. Ab dem vierten Monat steigt der tägliche Energiebedarf um etwa 200 bis 300 Kalorien. Diese sind zum Beispiel in einem Stück Vollkornbrot mit Käse oder zwei Bechern Joghurt enthalten.
Eiweiss
Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat ist der Eiweissbedarf etwas erhöht. Dieser kann mit vier Portionen Eiweiss aus Milchprodukten und einer Portion Eiweiss aus Fleisch, Fisch, Eiern oder Tofu gut gedeckt werden.
Kohlenhydrate und Nahrungsfasern
Die in Kohlehydraten enthaltene Glukose ist die Hauptenergiequelle für den heranwachsenden Fötus. Eine regelmässige, über den Tag verteilte Aufnahme von Kohlenhydraten ist während der Schwangerschaft deshalb unerlässlich. Pro Tag werden zwei Portionen Früchte und drei Portionen Stärkeprodukte (Brot, Müsli, Teigwaren, Kartoffeln) empfohlen. Durch Bevorzugung von Vollkornprodukten gegenüber Produkten aus Weissmehl kann die Zufuhr an Nahrungsfasern, Vitaminen und Mineralstoffen auf einfache Weise gesteigert werden. Da viele Frauen im Verlauf der Schwangerschaft an Verstopfung leiden, kann eine nahrungsfaserreiche Ernährung helfen, die Darmtätigkeit anzuregen.
Fett
Der Fettbedarf erhöht sich während der Schwangerschaft nicht. Der Bedarf an essentiellen Fettsäuren, die in pflanzlichen Produkten wie Olivenöl und Nüssen enthalten sind, sollte allerdings unbedingt gedeckt werden. Diese sind für die Bildung und Funktion des kindlichen Nervensystems unerlässlich.
Vitamine und Mineralstoffe
Besondere Beachtung ist während der Schwangerschaft der Zufuhr von Kalzium, Eisen, Zink und den Vitaminen B12 und D zu schenken. Allenfalls ist eine Supplementierung dieser Nährstoffe ab der 12. Schwangerschaftswoche notwendig. Hohe Dosen von Vitamin A (wie z.B. in Kalbsleber) können das ungeborene Leben allerdings schädigen. Schwangeren wird deshalb empfohlen, auf Kalbsleber zu verzichten. Folsäuresupplemente sind bereits vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft und bis zur 12. Schwangerschaftswoche einzunehmen. Es wird empfohlen, täglich 0.4 mg synthetische Folsäure als Tabletten einzunehmen. Allein über die Nahrung ist es nicht möglich, diese Menge an Folsäure zuzuführen. Eine vegane oder unausgewogene vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft kann ohne Supplemente mit Gefahren für das Kind verbunden sein. Veganerinnen und Vegetarierinnen sollten die Ernährung in der Schwangerschaft deshalb mit ihrem Arzt besprechen.
Getränke
Pro Tag sollten Schwangere mindestens 1.5–2 Liter Flüssigkeit (Wasser, Kräutertee) trinken. Auf alkohol- und chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water) gilt es dabei zu verzichten. Diese können die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und vorzeitige Wehen auslösen. Koffeinhaltige Getränke sollten mit Zurückhaltung konsumiert werden, da bei hohem Koffeinkonsum (mehr als drei Tassen Kaffee am Tag) Wachstumsverzögerungen und Spontanaborte beobachtet wurden.
Gut aufgehoben
Die SWICA Gesundheitsorganisation ist für Mütter besonders attraktiv: Sie setzt auf Prävention, überdurchschnittliche Servicequalität und ein bedürfnisorientiertes Dienstleistungsangebot. Ab der 11. Stillwoche vergütet SWICA 200 Franken Stillgeld sowie bis zu 600 Franken pro Jahr an die Kosten für Mutterschafts- und Rückbildungsgymnastik. Zudem stehen SWICA-Versicherten die Ärzte und das medizinische Personal von sante24 bei Fragen zur Gesundheit von Mutter und Kind rund um die Uhr mit fachkundigem Rat zur Verfügung. Telefon +41 (0)44 404 86 86. Weiter Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie hier.