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Atomkraft
Inhaltsverzeichnis
Technik
Die Umwandlung in elektrische Energie geschieht indirekt wie in herkömmlichen Wärmekraftwerken: Die Wärme, die bei der Kernspaltung im Kernreaktor entsteht, wird auf einen Wärmeträger – meist Wasser – übertragen, wodurch dieses erwärmt wird. Direkt im Reaktor oder indirekt in einem Dampferzeuger entsteht Wasserdampf. Der unter Druck stehende Wasserdampf wird einer meist mehrstufigen Dampfturbine zugeführt. Dampfturbinen in Kernkraftwerken gehören zu den größten Dampfturbinen überhaupt.
Nachdem die Turbine den Dampf expandiert und teilweise kondensiert hat, wird der restliche Dampf in einem Kondensator niedergeschlagen. Der Kondensator entspricht dabei einem Wärmeaustauscher, welcher auf Sekundärseite etwa mit einem Fluss oder einem Kühlturm verbunden ist. Nach der Kondensation wird das nunmehr flüssige Wasser durch Pumpen auf den Dampfdruck im Kernreaktor oder Dampferzeuger gebracht und in mehreren Schritten nahezu auf Sättigungstemperatur regenerativ vorgewärmt. Das Wasser gelangt danach in den Kernreaktor und der Kreislauf beginnt erneut.
Quelle: Wikipedia
Kernkraftanteil am Schweizer Markt
Anteile am Schweizer Markt Momentan stellen 5 AKWs ca. 38% der Gesamtproduktion her. Die Kernenergie ist das Fundament der schweizer Stromversorgung. Man hat jedoch vor die AKW vom Netz zu nehmen sobald ihre Betriebszeit abgelaufen ist. Bis dahin sollen sie mit erneuerbaren Energien ersetzt worden sein. Es gibt jedoch noch kein festgelegtes Datum.
- 37.9% Kernkraft
- 31.7% Speicher kraft
- 24.8% lauf Wasserkraft
- 3.8% weitere erneuerbare Energien
- 1.9% konventionell-thermische und fern Heizkraftwerke (ohne erneuerbaren Anteil)
Vor- und Nachteile eines Kernkraftwerkes
Beim Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas wird sehr viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt, bei der Nutzung von Kernenergie hingegen nur sehr wenig. Bei Atomstrom sind es pro Kilowattstunde 2 bis 6 g CO2, bei Strom aus Wasserkraft, Sonnenenergie und Windkraft, also erneuerbaren Energien, 2 bis 130 g CO2 pro Kilowattstunde und bei der Energiegewinnung von Kohle, Erdöl oder Erdgas 105 bis 360 g CO2 pro Kilowattstunde.
Der Atommüll der durch das Atomkraftwerk entsteht, wird in Zukunft in unteren Erdschichten versorgt und stellt deshalb kein Problem dar. Ebenfalls kann ein Kernkraftwerk auf die Nachfrage der Bevölkerung eingehen und die Produktion von Energie resp. Strom regulieren. Anders als bei z.B Solarkraftwerken sind Atomkraftwerke nicht von einem anderen Einfluss wie der Sonne oder dem Wind betroffen. Das grösste Problem jedoch, neben der allgemeinen Unfallgefahr, ist die Radioaktivität. Wenn es nämlich z.B. in der Schweiz zu einem Atomunfall kommen würde, wären grosse Landteile der Schweiz wegen den radioaktiven Strahlen unbewohnbar.
Quelle: arte
Beispiele in der Region
Kernkraftwerk Beznau-1/-2
Das Kernkraftwerk Beznau, kurz KKB, befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Döttingen (Kanton Aargau, Schweiz) auf einer künstlichen Insel der Aare.Die Schweiz entschied sich für die Kernenergie als die Unternehmen der Schweiz erkannten das mit Wasserkraft alleine nicht mehr genügend Strom produziert werden konnte. So begann man 1957 mit der Planung für ein Grosskraftwerk und entschied sich 1964 endgültig für die Option der Kernenergie. 1969 wurde Beznau 1 nach 5 Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren nahm 1971 der baugleiche Block Beznau 2 den Betrieb auf. Beznau 1 war somit das erste Kernkraftwerk der Schweiz.
Seit das Kraftwerk Oldbury in England am 29. Februar 2012 abgeschaltet wurde, ist Beznau 1 mit 46 Jahren Betriebszeit das älteste Kernkraftwerk auf der Welt. Die Zukunft des Kernkraftwerkes Beznau ist jedoch ungewiss, aufgrund von Schwachstellen die bei einer Untersuchung des Reaktordruckbehälters 2015 gefunden wurden.
Mont Terri
Das Felslabor Mont Terri in St. Ursanne existiert seit 1996 und hat den Zweck Opalinuston-Formationen im Hinblick auf die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen zu erforschen. Das Labor liegt in 300 m Tiefe und man erreicht es über den Sicherheitsstollen des Autobahntunnels Mont Terri.
Das Felslabor besteht aus 600 Metern Galerien und Nischen in denen Ingenieure, Forscher und Techniker bohren und Experimente durchführen. Das Labor wird von 15 Projektpartnern unterstützt und wird von Swisstopo geleitet. Man kann das Labor besichtigen und man wird von einem Tour Guide betreut, der einen Einführungsvortrag hält und anschliessend die Besucher durch das Labor führt wo er die einzelnen Experimente vorstellt und erklärt. Wir durften eine solche Besichtigung machen welche uns einen Einblick in die Projektarbeiten gewährte.