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Real Steel (2011)
Real Steel - Stahlharte Gegner
Real Steel (2011) Real Steel - Stahlharte Gegner
Oder: Kampf der Giganten
Charlie Kenton (Hugh Jackman) ist ein äusserst talentierter Boxer, kann aber keine persönlichen Erfolge mehr erzielen. Der Boxsport im bekannten Sinn hat ausgedient, angesagt sind Hightech-Roboterkämpfe, bei denen hoch entwickelte, belastbare Maschinen gegeneinander antreten. Per Fernsteuerung durch den Menschen tragen sie im Ring ihre Kämpfe aus. Charlie lebt von den Gewinnen, aber oft auch von der Hand in den Mund. Viel Geld hat er selten zur Verfügung.
Als er sich nach dem Tod seiner geschiedenen Frau um seinen Sohn Max (Dakota Goyo) kümmern soll, ist er zunächst nur an dem damit verbundenen Geld interessiert. Denn nach ein paar Wochen in der Vaterrolle winkt ihm eine ordentliche Summe für das Abtreten des Sorgerechts. Doch Max lehrt seinen Vater, was es heisst, ein solcher zu sein. In der Begeisterung des Jungen für den Boxsport finden beide eine gemeinsame Grundlage. Als Max den scheinbar veralteten Roboter Atom findet, wird dieser nicht nur unerwartet zur Geld- und Erfolgsquelle, sondern auch zum neuen Champion am Boxhimmel und schweisst Vater und Sohn zusammen.
Film-Rating
Real Steel basiert auf der im Jahr 1956 erschienenen Kurzgeschichte Steel von Richard Matheson und wurde bereits Anfang der Sechziger in einer Folge der Serie The Twilight Zone verfilmt. Regisseur Shawn Levy, vor allem durch Komödien wie Night at the Museum oder What Happens in Vegas... bekannt, setzte die Geschichte zu einem unterhaltsamen Actiondrama um.
Der Film konzentriert sich auf zwei Erzählstränge. Zum einen geht es um Charlie Kenton, den ehemaligen Boxer, der es nie in einen grossen Wettbewerb geschafft hat und sich seit Einführung der Roboterkämpfe von Wettbewerb zu Wettbewerb hangelt. Er ist mit seinem Leben nur äusserlich zufrieden, hat Schulden und nie viel Verantwortung übernommen. Durch seinen stets vernachlässigten Sohn Max, mit dem er plötzlich seinen Alltag teilen muss, lernt er, zu sich selbst zu finden, sein Leben in den Griff zu bekommen und weniger egoistisch zu sein.
Auf der anderen Seite zeigt der Film die Entwicklung eines Sportes, der für uns momentan noch nicht existiert, dessen Entstehung aber durchaus auch in unserer Zukunft liegen könnte. Profikämpfe mit Hightech-Robotern laufen nach demselben Schema ab wie normale Boxkämpfe, sind allerdings wesentlich brutaler. Es geht vor allem um das Prestige: Jeder Roboter tritt für ein Land in den Ring, jeder Gewinn bringt dem Land Ansehen und Geld.
Neben der Vater-Sohn-Geschichte, die für einmal nicht auf die Tränendrüse drückt, sondern geradlinig und nachvollziehbar erzählt wird, steht die Action klar im Vordergrund. Erstaunlich ist dabei, wie sehr die Verbindung Mensch-Maschine funktioniert, auch wenn sie schon zigmal Thema in Filmen gewesen ist. Kleine Gesten und Blicke zwischen Max und Atom erzeugen genauso rührende Momente wie die langsame Selbstfindung Charlies in die Vaterrolle. Die im Motion-Capture-Verfahren umgesetzten Boxkämpfe, bei denen echte Boxer gegeneinander angetreten sind, sind sehr real und wirken nicht wie billiges Aufeinanderhauen von Blech auf Blech.
Fazit: Real Steel bringt alles für gutes Popcornkino mit, ist rührend, hat Charme, zeigt viel Action und sehenswerte Darsteller. Ein Film, der zwar keinen langen Eindruck hinterlässt, aber für gelungene Unterhaltung sorgen kann.
OutNow.CH:
21.10.2011 / jst
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