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Auf den Philippinen erfolgt der Transport von Personen und Gütern hauptsächlich per Boot, da das Land aus über 7.000 Inseln besteht, die alle bewohnt sind. Die Boote heißen Bangkas und sehen normal aus, haben aber jeweils einen Ausleger auf der linken und rechten Seite, der für Stabilität sorgt und die Boote in Trimarane verwandelt.
Einer der Ingenieure des Bootes, Jonathan Salvador, bemerkte, dass die Wellen die Ausleger bewegten. Er begann mit der Entwicklung eines Trimarans, der kinetische Energie aus der von den Wellen freigesetzten Energie sammelt und nutzt. Das Boot soll auf offenem Wasser ausschließlich durch Wellenenergie angetrieben werden können.
Um dies zu erreichen, hat Salvador in die beiden Ausleger jeweils einen Wellenenergiekonverter integriert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rohre, die durch Gelenke miteinander verbunden sind. Durch die Wellenbewegungen wird Öl durch die Hydraulikmotoren gedrückt, die wiederum einen Generator antreiben und ihn schließlich in nutzbaren Strom umwandeln. Angetrieben wird das Boot schließlich von einem Elektromotor. Wenn das Meer nicht genügend Wellen hat, wird es auch einen Dieselmotor an Bord geben, der in diesem Fall eingesetzt werden kann.
Obwohl Wellenenergiekonverter keine neue Erfindung sind, wird Salvador der erste sein, der diesen Ansatz auf einem Boot anwendet. 2018 begann er mit dem Bau eines solchen Trimarans, um zu beweisen, dass seine Idee funktionieren würde. Er ist optimistisch, dieses Modell bis Ende des Jahres vorstellen zu können.
Da viele Schiffe auf den Philippinen CO₂-Emissionen verursachen, wäre dieses Konzept eine sehr gute Nachricht für das Land und die Flotten könnten elektrifiziert werden, ohne in eine Ladeinfrastruktur zu investieren. Das Wissenschaftsministerium fördert daher den Bau des Prototyps.