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Konrad ist in den letzten 20 Jahren zu einem der meist behandelten deutschen Autoren des Mittelalters geworden. Befreit von unhistorischen Perspektiven der älteren Forschung, ist der Weg frei geworden für eine unvoreingenommene Betrachtung der in den verschiedensten Bereichen erstaunlich neuzeitlichen Tendenzen dieses Autors.
Mittlerweile ist die Forschung schon fast unübersichtlich geworden, so dass das Bedürfnis nach einer akzentuierenden Überblicksdarstellung und der Vorstellung ausgewählter Werke im Kontext eines Gesamtbilds besteht. Die um den "Pantaleon" erweiterte, bibliographisch umfassend ergänzte und im Darstellungsteil den Forschungsfortschritten angepasste Neuauflage behandelt, ausgehend von einer nach Aspekten gegliederten Gesamtdarstellung des Autors, fünf epische Werke: "Das Herzmäre", "Heinrich von Kempten"; "Der Welt Lohn", "Engelhard" und den "Pantaleon". Anhand dieser Werke, die am häufigsten im akademischen Unterricht behandelt werden, können die Spezifika des Autors besonders deutlich gezeigt werden.
Portrait
Rüdiger Brandt, geb. 1949, ist Professor für Germanistik/Mediävistik an der Universität Duisburg-Essen.