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Endo-Help, die Schweizerische Vereinigung für Endometriose, und S-Endo, eine Vereinigung, die Endometriose-betroffene Frauen und deren
Angehörige zusammenbringt, um sie über die Krankheit zu informieren
und zu unterstützen, haben eine Petition gestartet. Die beiden Verbände
wollen auf nationaler Ebene ein Signal senden, dass für Endometriose-
und Adenomyose-Betroffene noch nicht genug getan wird. Sie fordern
vom National- und Ständerat die Erhöhung der finanziellen Beiträge
zur Endometriose-Forschung, das Fördern der Entwicklung von geeigneten therapeutischen Behandlungen sowie das Schaffen eines Konzepts zur effizienteren Diagnostik unter Einbindung der kantonalen
Organe. Zudem wollen sie, dass die Endometriose als Ganzkörpererkrankung anerkannt wird und Anschlussheilbehandlungen geschaffen und gefördert werden.
Quelle: 16. Juni, Schweizerische
Endometriose-Vereinigung
Endo-Help, www.endo-help.ch
News
Endo-Help, die Schweizerische Vereinigung für Endometriose, und S-Endo, eine Vereinigung, die Endometriose-betroffene Frauen und deren
In der Schweiz gibt es aktuell Reformüberlegungen zur Einführung eines konsensorientierten Ansatzes in das Sexualstrafrecht. Zwei Änderungen wurden im Ständetrat angenommen: Die «Nein-heisst-Nein»-Regelung – zukünftig gilt als Vergewaltigung, wenn das Opfer nein sagt und sich die Täterperson sich über sie hinwegsetzt, auch wenn dabei keine Gewalt angewendet wird, – sowie die Geschlechtsunabhängigkeit im Strafbestand des sexuellen Übergriffs. Bisher war im Gesetz nur die Frau als Opfer erwähnt. Eine Minderheit im Ständerat war mit der sogenannten «Nein-heisst-Nein»-Regelung nicht einverstanden. Sie plädierte – und mit ihnen Amnesty International und diverse Frauenorganisationen – für die «Nur-Ja-heisst-Ja»-Regelung. Sie argumentieren, die Anforderungen seien zu hoch, weil ein Opfer nicht immer nein sagen könne. Die Vorlage geht nun in den Nationalrat. Dieser wird sich in der Herbstsession damit befassen.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit einer wegweisenden Entscheidung das liberale Abtreibungsrecht des Landes gekippt. «Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung», heisst es in der Urteilsbegründung. Der mehrheitlich konservativ besetzte Supreme Court in Washington machte damit den Weg für strengere Abtreibungsgesetze frei – bis hin zu kompletten Verboten in einzelnen US-Staaten. Damit ist das aktuelle Recht auf Abtreibung in den Vereinigten Staaten nach fast einem halben Jahrhundert Geschichte. In etwa der Hälfte der Bundesstaaten dürfte es nun zu weitgehenden Einschränkungen kommen. In der Schweiz gilt die Fristenregelung, ein Abbruch in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ist grundsätzlich straflos. Die Fristenregelung trat 2001 in Kraft und löste die damals fünfzig Jahre alten Bestimmungen im Schweizerischen Strafgesetzbuch ab. Die Kampagnenorganisation Campax forderte in ihrer Kampagne «Kein Schritt zurück» eine Loslösung aus dem Strafgesetzbuch, Abtreibung habe nichts mit dem Strafrecht zu tun, die Fristenregelung solle ins Gesundheitsrecht übertragen werden. Im letzten Jahr kam es schweizweit zu 11 000 Schwangerschaftsabbrüchen, womit die Rate im Vergleich zu 2020 konstant geblieben ist.
2021 verzeichnete die Schweiz 89 600 Lebendgeburten, bei drei Vierteln waren die Mütter 30 Jahre oder älter. Zweite und weitere Geburten legten stärker zu als Erstgeburten. Im gleichen Jahr kamen nahezu drei von zehn Kindern ausserehelich zur Welt. Die Zahl der Eheschliessungen und der Scheidungen ist 2021 gestiegen, jene der eingetragenen und der aufgelösten Partnerschaften hingegen zurückgegangen. Zudem gab es weniger Todesfälle als im Jahr 2020. Dies zeigen die definitiven Ergebnisse der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2021.
Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Statistik vom 23. Juni,
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neueveroeffentlichungen.assetdetail.22724361.html
Wer unter Menstruationsbeschwerden leidet, soll sich in der Zürcher Stadtverwaltung künftig einen bis fünf Tage von der Arbeit dispensieren lassen können. Dies fordern die Grünen in einem Postulat im Gemeinderat. Gemäss Schätzungen leiden 25 bis 35 Prozent der Frauen unter Menstruationsschmerzen wie Rücken- Bauch oder Kopfschmerzen. Dass sie dann dennoch arbeiten müssen, wollen die Zürcher Grünen ändern – oder zumindest in einem Pilotversuch testen. In einem Postulat fordern sie, dass der Zürcher Stadtrat in einer Dienstabteilung einen Pilotversuch für einen Menstruationsurlaub durchführt mit anschliessender wissenschaftlicher Untersuchung. Wichtig sei, dass die Angestellten dadurch keiner beruflichen Schlechterstellungen ausgesetzt seien, betonen die Grünen. Sie erhoffen sich mit einem Menstruationsurlaub nicht nur Verbesserungen für die Betroffenen, sondern auch eine Enttabuisierung der Periode.
Auf der politischen Tagesordnung die Menstruation auch, wenn es um die Finanzierung von Hygieneprodukten geht. Produkte der Monatshygiene wie Tampons und Binden sollen günstiger werden und künftig einem reduzierten Mehrwertsteuersatz unterliegen. Dieser Meinung ist der Nationalrat. Er ist in diesem Punkt dem Bundesrat gefolgt. Künftig sollen auf Produkte der Monatshygiene nur noch 2,5 Prozent Mehrwertsteuer erhoben werden. Dieser reduzierte Satz gilt für Güter des täglichen Bedarfs.
Quellen: Zürcher Tagblatt vom 2. Juni
Zur Medienmitteilung Parlament vom 10. Mai https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2022/20220510171407744194158159038_bsd156.aspx
Seit September 2020 wird an einigen Schweizer Kliniken die von Ihnen erarbeiteten Richtlinien zur Prävention und Therapie einer Hypoglykämie bei Neugeborenen ab 35+0 Schwangerschaftswochen in der Gebärabteilung und auf der Wochenbettstation angewendet. Die Gruppe Hebammenexpertinnen Schweiz möchten Ihnen in diesem Brief ihre Erfahrungen aus der Praxis weiterleiten und eine Stellungnahme abgeben.
Der Bundesrat hat Paket 1 zur Umsetzung der Pflegeinitiative verabschiedet. Angesichts der desolaten Lage auf dem Pflegepersonalmarkt fordert der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK vom nationalen Parlament, Paket 1 sofort zu beraten und schnellstmöglich gutzuheissen. Gleichzeitig müssen die Kantone Sofortmassnahmen ergreifen, um die Berufsausstiege zu bremsen. Paket 1 entspricht dem ehemaligen indirekten Gegenvorschlag, dem das Parlament im Juni 2021 mit lediglich einer Gegenstimme bereits zugestimmt hat. «Für den SBK ist klar, dass das Parlament dieses Paket mit der Ausbildungsoffensive und dem eigenverantwortlichen Bereich durchwinken muss», sagt Yvonne Ribi, Geschäftsführerin des SBK. Alles andere wäre angesichts der mehr als kritischen Lage auf dem Personalmarkt unverständlich. «Wir befürchten, dass unnötige Diskussionen und Zeitverzögerungen den anhaltenden Exodus des Pflegepersonals noch befeuern würden». Die Zahl der offenen Stellen im Pflegebereich pro Monat steigt um rund 300 Stellen, wie der SBK in seiner Medienmitteilung zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai bekanntgemacht hat. Es ist bemerkenswert, dass Hebammen von diesem Massnahmepaket ausgeschlossen sind, obwohl es die Situation dieses Berufsstands ebenfalls erfordern würde (Anmerkung der Redaktion).
Quelle: Pressemitteilung des Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner https://www.sbk.ch/aktuell/news-single/pflegeinitiative-bundesrat-praesentiert-paket-1
Siehe auch Pressemitteilung des Bundesamts für Gesundheit vom 25. Mai 2022: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-89015.html
Der Bundesrat will dem Mangel an Pflegepersonal mit einer Ausbildungsoffensive begegnen. Die Ausbildung zu Pflegefachperson soll während acht Jahren mit bis zu einer Milliarde Franken durch Bund und Kantone gefördert werden. Pflegefachpersonen sollen zudem bestimmte Leistungen direkt zulasten der Sozialversicherungen abrechnen können. Mit diesen Massnahmen soll ein wichtiger Teil der Pflegeinitiative rasch umgesetzt werden. Sie waren bereits im indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative enthalten, weshalb der Bundesrat auf eine erneute Vernehmlassung verzichtet hat. Er hat die Botschaft an seiner Sitzung vom 25. Mai 2022 zuhanden des Parlaments verabschiedet.
Die Pflege ist ein wichtiger Pfeiler der medizinischen Versorgung, und der Bedarf an mehr diplomierten Pflegefachpersonen steigt in den nächsten Jahren weiter an. Der Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung wird zunehmen, und damit auch der Bedarf an professioneller Pflege und Unterstützung. Bereits heute haben Spitäler und Pflegeeinrichtungen Mühe, genügend Pflegefachpersonen zu finden.
Mit einer Ausbildungsoffensive will der Bundesrat den wachsenden Bedarf im Pflegebereich angehen und damit einen zentralen Punkt des neuen Verfassungsartikels umsetzen, wie er nach Annahme der Initiative «Für eine starke Pflege (Pflegeinitiative)» verankert wurde.
Eine Evaluation der Eltern-App «parentu» der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) gibt spannende Einblicke in die Nutzung der App durch die Eltern und deren Nützlichkeit.