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15.09.2023, 17:08 Uhr
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Es war Gustav Klimts letzte Arbeit vor seinem plötzlichen Tod – nun ist die «Dame mit Fächer» mit 99 Millionen Euro das teuerste Gemälde, das jemals in Europa versteigert wurde.
Gustav Klimts letztes Porträt hat bei einer Auktion in London 74 Millionen Pfund erzielt und damit den bisherigen Rekord in Europa gebrochen. Dies teilte das Auktionshaus Sotheby’s mit.
Dem Zuschlag vorausgegangen war ein zehnminütiger Bieterkampf, die Kontrahenten sollen sich im Wechsel um 500 000 Pfund überboten haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Inklusive Gebühren wurden am Ende sogar 85,3 Millionen Pfund (99,24 Millionen Euro) fällig. Sotheby’s hatte einen Preis von rund 65 Millionen Pfund für das Klimt-Gemälde erwartet. Wer den Zuschlag erhielt, wurde nicht bekannt gegeben. Zuletzt hatte das Gemälde 1994 bei Sotheby's in New York für 11,6 Millionen US-Dollar den Besitzer gewechselt.
Den Rekord für den höchsten Preis bei einer Kunstauktion in Europa hielt bislang Alberto Giacomettis Skulptur «Walking Man I», die Sotheby’s im Jahr 2010 für 65 Millionen Pfund versteigert hatte.
Die unbekannte «Dame mit Fächer» war auf der Staffelei in Klimts Atelier gefunden worden, nachdem er im Februar 1918 unerwartet im Alter von 55 Jahren gestorben war. Die farbenfrohen Porträts des österreichischen Malers kommen nur sehr selten auf den freien Markt. 2006 war sein Porträt «Adele Bloch-Bauer II» bei Christie’s in New York für 87,9 Millionen Dollar versteigert worden. 2017 wechselte es bei einem privaten Verkauf für 150 Millionen Dollar den Besitzer.