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Sechs
Monate nach seiner Geburt starb die Mutter des letztgeborenen von acht Kindern.
Frank wurde von seiner alleinerziehenden Grossmutter erzogen, die vom Handel
mit Eiern lebte. Die Grossmutter sorgte sehr gut für Frank. Doch diese starb,
als er 16 Jahre alt war und er somit seine einzige Verwandte verlor. Mit Strassenverkäufen
morgens früh vor der Schule, verdiente er sich den nötigsten Lebensunterhalt.
Auch wenn er zusätzlich am Wochenende auf dem Markt arbeitete, wurde es
zusehends schwerer für ihn, für seinen Lebensunterhalt selber zu sorgen. Seine
Schulleistungen wurden immer schlechter, sodass er schliesslich die
Abschlussprüfung nicht schaffte.
Ab dann arbeitete er den ganzen Tag als Strassenverkäufer. Es war eine sehr anstrengende und harte Arbeit aber sein Fleiss und seine Treue zahlten sich aus, indem er viele Kunden erwarb. Einer dieser Kunden vermittelte ihm eine Aufgabe als Botenjunge bei seiner Mutter. Auch dort wurde er wegen seiner Zuverlässigkeit und seinem Fleiss befördert, als Verkäufer in dem Laden dieser Frau, Frau Fati, zu arbeiten. Sein einziger Verdienst waren jedoch die täglichen Mahlzeiten.
Durch einen Nachbarn hörte Frank vom YAP-Programm, bewarb sich und war überglücklich, dass er angenommen wurde. Von 450 Bewerbern der Region Cape Coast konnten nur 300 Bewerber berücksichtigt werden. Der Rest kam auf eine Warteliste und kann nur teilnehmen, wenn jemand die Ausbildung abbricht. Frank wählte die Ausbildung zum Schneider und ist sehr zufrieden mit seinem Lehrmeister Ebo. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet er weiter im Laden von Frau Fati. Morgens vor der Arbeit im Schneiderladen, abends nach der Arbeit und am Wochenende.
«Ich habe keinen Schulabschluss, keine besonderen Talente, keine Familienunterstützung. YAP ist alles was ich habe und ich werde mich von ganzem Herzen beim YAP einsetzen, um eine sichere Zukunft zu haben. Ich bin so dankbar ein Yappie zu sein»