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Der Song «Euphoria» aus Schweden hat das Publikum und die Jury überzeugt und sich am Samstagabend in Aserbaidschans Hauptstadt Baku gegen seine 25 Konkurrenten aus ganz Europa durchgesetzt. In Schweden feierten die Menschen bis spät in die Nacht auf den Strassen., Link öffnet in einem neuen Fenster
Das bemerkenswerte Endresultat: 372 Punkte – satte 113 Punkte vor Russland mit 259 Punkten. Auf dem dritten Platz landete Serbien mit 214 Punkten. Das Schlusslicht bildete Norwegen mit sieben Punkten. Auch bei den Lesern der g&g-Website war Loreen hoch im Kurs – sie erreichte beim Online-Voting den zweiten Platz. Schweden hat den ESC bereits zum fünften Mal gewonnen: Schon 1974 (ABBA, «Waterloo»), 1984 (Herreys, «Diggi-loo, Diggi-ley»), 1991 (Carola, «Fångad av en stormvind») und 1999 (Charlotte Perrelli, «Take Me To Your Heaven») sicherten sich die Skandinavier den Sieg.
Loreen: Durchbruch bei Casting-Show
Loreen, die mit vollem Namen Lorine Zineb Noka Talhaoui heisst, galt als die Top-Favoritin am diesjährigen Eurovision Song Contest. Ihr mystischer Dance-Popsong «Euphoria» und der düstere Auftritt stachen aus den 26 Finalisten hervor. Die 28-Jährige ist marokkanisch-berberischer Herkunft. In Schweden wurde sie 2004 durch ihre Teilnahme an der Castingshow «Idol» bekannt. Damals schaffte sie es auf den vierten Platz. Es folgte eine Single-Veröffentlichung und die Moderation einer schwedischen TV-Show im Jahr 2005.
Gegeneinander angetreten waren am Samstagabend 26 Künstler. Gesetzt waren im Final der Vorjahresgewinner Aserbaidschan und die sogenannten Big Five (Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien und Deutschland). Aus den beiden Halbfinalen vom Dienstag und Donnerstag kamen die besten zehn dazu: Island, Rumänien, Dänemark, Ungarn, Moldawien, Albanien, Zypern, Griechenland, Russland, Irland, Schweden, Mazedonien, Ukraine, Estland, Bosnien-Herzegowina, Litauen, Malta, Norwegen, Serbien, Türkei.
Sinplus verfehlte den Final-Einzug äusserst knapp
Die Schweizer Band Sinplus hatte den Final des Eurovision Song Contest am Dienstag verfehlt. Die beiden Tessiner Brüder Ivan und Gabriel Broggini landeten mit ihrem Song «Unbreakable» nicht unter den Top Ten., Link öffnet in einem neuen Fenster Am Samstag wurde allerdings bekannt, dass Sinplus den Einzug in den Final nur sehr knapp nicht geschafft hat, Link öffnet in einem neuen Fenster: Die Brüder landeten auf dem undankbaren elften Rang.
Die grösste Musikshow der Welt
Geschätzte 120 Millionen Zuschauer in ganz Europa verfolgen die weltgrösste Musikshow im Fernsehen. Den Sieger des Grand Prix bestimmen Juroren und Fernsehzuschauer aus 42 Ländern. Für die Schweiz kommentierte Sven Epiney die Show, Link öffnet in einem neuen Fenster und die g&g-Moderatorin Sara Hildebrand verkündete die Punkte des Schweizer Votings., Link öffnet in einem neuen Fenster (siehe Video)
Anke Engelkes politische Botschaft
So sehr das Gastgeberland Aserbaischan auch versuchte, sich in gutem Licht darzustellen – am Schluss schaffte es trotzdem jemand, eine kritische Bemerkung in die Livesendung des Eurovision Song Contest einzuflechten. Und zwar Anke Engelke, die per Schaltung das Resultat des deutschen Votings verkündete. Nach den Punkten sagte sie eindeutig zweideutig auf Englisch: «Heute Nacht konnte ja niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, wenn man abstimmen darf und eine Wahl hat. Alles Gute auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch.» Die Regierung des Landes unter Präsident Ilcham Alijew steht wegen ihres Umgangs mit Oppositionellen und wegen Verstössen gegen die Rede- und Pressefreiheit in der Kritik.
Mehr zu Aserbaischan: «Ein Kleinstaat im Grössenwahl» (Tagesschau), Link öffnet in einem neuen Fenster