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Seriensieger in Le Mans
Es ranken sich viele wunderbare Geschichten um die vier Siege von Alfa Romeo bei den 24 Stunden von Le Mans in den Jahren zwischen 1931 und 1934. Eine der schönsten ist sicher jene 1933, die Alfa Romeo 8C 2300 waren nach dem Sieg von Raymond Sommer/Luigi Chinetti im Vorjahr wieder die Favoriten. Sommer holte sich Tazio Nuvolari ins Team, Chinetti fuhr das zweite vom Werk gemeldete Fahrzeug zusammen mit dem Franzosen Philippe de Gunsburg, in weiteren Alfa Romeo sassen Louis Chiron und Franco Cortese. Schon früh wurde klar, dass nur die Alfa um den Sieg kämpfen würden, und weil Nuvolari 16 Minuten an der Box stehen blieb, weil sein Tank leckgeschlagen hatte, führte überraschenderweise Franco Cortese das Rennen lange an. Doch dann hatte der Italiener einen schlimmen Unfall, Nuvolari musste acht Minuten vor dem Ende wieder mit leckem Tank an die Box (geflickt wurde er – mit Kaugummi…), und so kam es in der letzten Runde zum grossen Kampf zwischen Chinetti und Nuvolari. Die Führung wechselte mehrfach, dann musste der Amerikaner einem langsameren Fahrzeug ausweichen – und Sommer/Nuvolari sicherten sich den Sieg mit nur gerade 10 Sekunden Vorsprung. Es sollte auf viele Jahre hinaus die knappste Entscheidung bei den 24 Stunden von Le Mans bleiben; Chinetti erhielt von einem privaten Sponsor die damals unfassbare Summe von 60’000 Francs, obwohl er «nur» Zweiter geworden war. Die Geschichte mit dem Kaugummi, nun, es heisst, dass Sommer und Nuvolari fleissig gekaut haben sollen, damit auch genügend Dicht-Material zur Verfügung stand. Se non è vero, è molto ben trovato (Giordano Bruno).
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Photos ©Peter Ruch.