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Dieses Jahr beginnen die Zürcher Moscheen den Ramadan am Abend (Sonnenuntergang) des 26. Mai, so dass heute die ersten Tarawih-Gebete nach dem Ischa-Gebet stattfinden.
Der erste Fastentag ist morgen, Samstag 27. Mai.
Grusswort zum Ramadan 2017
(verfasst von Schwester Lejla Delic-Begovic)
“Allah braucht den Hunger und den Durst einer Person nicht, die nicht davon ablässt, Lügen zu erzählen und danach zu handeln, auch wenn er fastet.”
(Hadith bei Al-Bukhari)
Der Monat der Rahma-Barmherzigkeit ist da. Er kommt wie ein langersehnter Freund und Gast. Wir erwarten ihn und machen die letzten Vorkehrungen um ihn gebührend zu empfangen. Genauso bereiten sich Muslime für den Monat Ramadan vor, damit sie sich ihm gebührend und mit aller Ehre widmen können. Sind wir bereit für den Empfang des besten Gastes? Dieser Gast bringt die Barmherzigkeit (Rahamat), den Frieden (Salamat), die Vergebung (Magfirat), die Rezitation des Korans, Tarawih-Gebete und vieles mehr.
Der Muslim macht sich einen Plan für den Monat Ramadan. Er und sie machen sich einen Plan, damit sie sich dann vom Ramadan als bessere Menschen verabschieden als sie ihn empfangen haben. Wollen wir denn bessere Menschen sein? Wenn ja, dann haben wir sicherlich einen Plan erstellt und auf diesem Plan befindet sich das Lesen des Korans alleine und mit seinen Familienangehörigen, Besuche von Verwandten und Freunden, Besuch der Moscheen. Wenn wir zum Iftar (Fastenbrechen) eingeladen werden, dann nehmen wir die Einladung an. Bei Unstimmigkeiten und erhöhten Tönen im Gespräch mit unserem Gegenüber, erinnern wir uns daran in welchem Monat wir uns befinden und beenden solche Gespräche mit den Worten: „Ich faste.“
Der Monat Ramadan ist der Monat, in dem die ersten Worte der letzten Mitteilung an die Menschen vom Herren aller Welten herabgesandt wurden. Kein Muslim zweifelt daran und deswegen ist dies auch der Monat der Einheit. Auch wenn wir verschieden sind, machen wir in diesem Monat so viele Sachen, die uns zu einer Einheit machen; das Fasten, das Gebet, die Sadaqa (Spenden), das Fastenbrechen und vieles mehr. Wir alle suchen sehnsüchtig nach der Nacht, die besser als tausend Monate ist. Ja, wir alle suchen nach dieser Nacht, denn wer will schon auf den Segen dieser Nacht verzichten. So bitten wir Allah auch um Gnade, Liebe, Gesundheit, die Rechtleitung, das Wohl im Diesseits und im Jenseits. Ja, wir sind uns der Abhängigkeit Gottes bewusst und deswegen freuen wir uns auf die Zeit, in der unsere Gebete erhört werden und unsere Gebete mehrfach an Wert bekommen.
Bevor die Abenddämmerung antritt und damit der gesegnete Monat beginnt, möchten wir noch so viel erledigen. Wir möchten unsere Freunde, Bekannte, Verwandte und Nachbarn besuchen und anrufen um sie um Verzeihung zu bitten, falls wir ihnen in der Vergangenheit zu nahe getreten sind oder sie sich wegen unserer Unachtsamkeit unwohl gefühlt haben. Wir erbitten um Halal. Und wenn wir dies in der Vorbereitung zum Empfang des Monats Ramadan nicht geschafft haben, dann werden wir uns von unserem Gast (Ramadan) nicht verabschieden ohne unsere Geschwister um Verzeihung gebeten zu haben. Und genauso wie wir von unseren Geschwistern erwarten, dass sie barmherzig sind und uns verzeihen, so sind wir barmherzig und verzeihen Fehler, die uns gegenüber gemacht wurden.
Das alles machen wir um unser Herz zu reinigen, denn nur reinen Herzens können wir bessere Menschen sein. Mögen wir den gesegneten Monat Ramadan gebührend empfangen und sich von ihm mit reinem Herzen verabschieden.
Mit diesen Gefühlen und Vorhaben wünschen wir allen Muslimen in Zürich, in der Schweiz und der ganzen islamischen Welt einen gesegneten Ramadan. Möge der Fastenmonat die spirituellen und ethischen Errungenschaften, mit denen uns der Ramadan beglückt hat, unsere spirituelle Welt erleuchten.
Ramadan kareem
Wir wünschen allen einen gnadenreichen Ramadan 1438/2017.
Möge Gott unser Fasten annehmen und den inneren Frieden der Fastenden in die Welt tragen.