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Als Wirtschaftspionier pflügte Duttweiler den Schweizer Detailhandel um und schuf ein Unternehmen, das heute der grösste Arbeitgeber des Landes ist. Kein Wunder, dass Dutti auch als Nationalrat in Bern für Unruhe sorgte. Grosse Empörung löste er am 8. Oktober 1948 aus, als er aus Protest zwei Fensterscheiben im Bundeshaus mit Steinwürfen zerstörte.
War Duttweiler also bisweilen ein Wüterich? Wer sich die Aktion ansieht, bekommt einen ganz anderen Eindruck. Um den Anlass der Steinwürfe zu verstehen, muss man wissen, dass sich der Migros-Gründer während Jahren mit grossem Aufwand für die Versorgungssicherheit der Schweiz einsetzte. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs experimentierte er zum Beispiel mit Unterwassertanks als Getreidelager. Der Rohstoff sollte so vor Bombenabwürfen geschützt sein.
1948 reichte Duttweiler im Nationalrat eine sorgfältig vorbereitete Motion ein. Es ging ihm darum, auch nach Kriegsende sicherzustellen, dass die Schweiz über Vorsorgelager mit wichtigen Lebensmitteln und Rohstoffen verfügte. Das Land sollte für künftige Krisen gewappnet sein. Der Nationalrat ging zuerst nicht auf den Vorstoss ein und lehnte ihn schliesslich am letzten Tag der Herbstsession ab, um die Sitzung pünktlich um 11 Uhr schliessen können.
Danach zerbrach Duttweiler zwei Fensterscheiben mit Steinwürfen von innen nach aussen. Er kündigte die Aktion einem Bundesweibel an, und bat diesen anschliessend, die Polizei zu rufen. Es war also kein Wutausbruch, sondern eine wohlüberlegte Protestaktion, mit der Dutti auf sein Anliegen aufmerksam machte.