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Ein über Monate hinweg eingefädelter Gefangenenaustausch zwischen den Erzfeinden USA und Iran steht offenbar kurz vor dem Vollzug. Fünf US-Bürger würden in Kürze freigelassen, sagte eine in die Angelegenheit eingeweihte Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Flugzeug aus Katar stehe im Iran bereit, um die Gefangenen nach Doha auszufliegen. Von der Hauptstadt des Golfemirats sollen sie anschliessend in die USA gebracht werden. Im Gegenzug sollen fünf in den USA festgehaltene Iraner freigelassen werden. Zudem wurden nach Angaben des Insiders iranische Gelder in Höhe von sechs Milliarden Dollar freigegeben, die bislang in Südkorea eingefroren waren. Sie seien auf Konten in Katar überwiesen worden. Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums sagte, die Summe werde bald wieder im Besitz des Iran sein, womit der Gefangenenaustausch seinen Weg nehmen könne.
Katar tritt bei dem Gefangenenaustausch als Vermittler auf. In einem ersten Schritt wurde die Überweisung der Gelder vereinbart. Die Mittel waren in Südkorea, das normalerweise einer der grössten Ölabnehmer des Iran ist, eingefroren, nachdem die USA Finanzsanktionen gegen die Islamische Republik verhängt hatten, woraufhin das Geld nicht mehr überwiesen werden konnte. Die USA haben die Freigabe der Mittel an die Auflage gebunden, dass sie nur für den Kauf humanitärer Güter verwendet werden dürfen. Katar soll dies überwachen.
(Reuters)