Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/3841

Die Gebärmutter (Uterus)
Die Gebärmutter (Uterus)
Die Gebärmutter (Fachausdruck Uterus) ist das Fruchbarkeitsorgan, in dem sich eine befruchtete Eizelle einnistet und das ungeborene Baby bis zur Geburt gedeiht.
Anatomisch besteht die Gebärmutter aus zwei Bereichen:
- Gebärmutterhals (Zervix uteri)
- Gebärmutterkörper (Korpus uteri)
Erkrankungen der Gebärmutter zeigen bereichsspezifische Veränderungen:
Bereits in jungen Jahren, nach Aufnahme der sexuellen Aktivität, zeigen sich häufig Veränderungen (Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen bis zu Krebs). Diese Erkrankungen können bei Einhalten von regelmässigen „Vorsorgeuntersuchungen“ mittels Abstrich und mikroskopischer Beurteilung mit grosser Verlässlichkeit meist im Stadium einer Krebsvorstufe erfasst werden.
Veränderungen, welche den Ursprung im Gebärmutterhalskanal haben, können sich gelegentlich der Früherfassung entziehen.
Eine gute Prävention ist die seit einigen Jahren bekannte Impfung, wodurch Infekte mit HPV-Viren (human papilloma virus), die häufig Ursache der Erkrankung sind, stark reduziert werden.
Wenn die Krebsvorstufe überschritten ist, spricht man von einem Gebärmutterhalskrebs, der je nach Stadium mittels ausgedehnter Operation, Chemotherapie und Bestrahlung behandelt werden muss.
Gebärmutterkörper-Erkrankungen machen sich typischerweise nach Ausbleiben der Periode (Menopause) durch Blutungen, seltener in den Wechseljahren durch Schmier- und Dauerblutungen bemerkbar. Eine verlässliche Vorsorge oder Früherkennung wie beim Gebärmutterhalskrebs gibt es bis heute nicht.
Die Diagnose wird durch Vornahme einer Gebärmutterspiegelung und –ausschabung gesichert (Hysteroskopie und Kurettage).
Die Behandlung erfolgt stadiengerecht durch einen meist ausgedehnten operativen Eingriff, oft mit einer nachfolgenden Bestrahlung.
Die Heilungschancen sind bei korrekter Diagnose, Planung und Therapie heute sehr gut.