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Wie die Behörde am vergangenen Mittwoch mitteilte, wird das Embargo am Montag in Kraft treten und auch für Transitware aus den USA gelten. Als Begründung für die Massnahme wurde angeführt, dass zum einen in Maislieferungen aus den Vereinigten Staaten Kolbenfäule festgestellt worden sei. Zum anderen hätten die russischen Kontrolleure in US-Bohnenpartien bakterielle Belastungen und Unkrautsamen gefunden.
Eigentlich sollte jede US-Lieferung mikrobiologisch zertifiziert sein, so dass die Lebensmittelsicherheit gewährleistet sei, erklärte Rosselkhoznadzor-Sprecher Aleksey Alekseenko. Sachgemäße Kontrollen hätten aber gar nicht stattgefunden, kritisierte er. Bei telefonischen Verhandlungen am 9. Februar habe sich zudem ergeben, dass die USA ungeachtet der ernsten Besorgnis der russischen Seite keine Gegenmassnahme zum Ausschluss entsprechend mangelhafter Lieferungen getroffen hätten.
Der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkachjow kündigte an, dass die US-Sojabohnen durch Ware aus lateinamerikanischen Ländern ersetzt werden sollten. Ein Sprecher der US-Botschaft in Moskau äusserte indes sein Bedauern, dass „die russischen Verbraucher nun einen ihrer wichtigsten Anbieter von Mais und Sojabohnen bei einer gleichzeitig rasant steigenden Inflation verlieren“.
Russischen Medienberichten zufolge führte das Land von Januar bis Oktober 2015 in der Summe 300'000 t Bohnen aus den USA ein. Nach Schätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) importierte Russland im vergangenen Wirtschaftsjahr 2014/15 insgesamt 2 Mio. t Sojabohnen.