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Die Kündigung gilt als missbräuchlich, wenn:
sie in Missachtung von Treu und Glauben erfolgt ist, z.B. bei leichtem Zahlungsrückstand;
sie als Repressalie eingesetzt wird, um den/die Mieter/in beispielsweise dazu zu zwingen, eine Mietzinserhöhung zu akzeptieren;
sie den/die Mieter/in dazu veranlassen soll, die Wohnung zu kaufen;
sie aufgrund einer Änderung der familiären Situation des Mieters oder der Mieterin erfolgt.
Liegt eine missbräuchliche Kündigung vor, kann sie innert 30 Tagen nach Erhalt des Kündigungsschreibens bei der Schlichtungsbehörde angefochten werden (Annullierung). Siehe unter Links gegenüber.
Kann die Kündigung nicht annulliert werden, können die Mieter/innen eine oder zwei Vertragsverlängerungen verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für sie oder ihre Familie erhebliche Konsequenzen hätte und die Kündigung nicht gerechtfertigt ist.
Eine Verlängerung des Mietvertrags ist ausgeschlossen bei:
ausstehender Mietzahlung;
Konkurs des Mieters oder der Mieterin;
schwerer Verletzung der Sorgfaltspflicht seitens des Mieters oder der Mieterin oder schwerwiegenden Verfehlungen gegenüber den Nachbarn und Nachbarinnen;
Angebot einer vergleichbaren Wohnung.
Der Mietvertrag kann zweimal verlängert werden, jedoch nicht länger als um insgesamt vier Jahre.
Aktualisierung 25.11.2016