Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03433.jsonl.gz/1351

Tornado vom 26.06.2020 in Hohenrain (LU)
Eine erste Auswertung der Schäden vor Ort durch Mitglieder der Tornado Taskforce Schweiz (kurz TTS) hat ergeben, dass der Tornado von Hohenrain eine knapp 2 km lange von NW nach SO gerichtete Schneise zog und dabei Sachschäden verursachte, welche mindestens der Stärke F1 nach Fujita zuzuordnen sind. Es grenzt an ein Wunder, dass nach weder Mensch noch Tier zu Schaden kam. Eine detaillierte Dokumentation und Schadensanalyse folgen hier in den kommenden Tagen. In diesem Zusammenhang nehmen wir weiterhin gerne Informationen und Bildmaterial aus der Bevölkerung über unsere Kontaktadresse entgegen.
19990727 01 Sturzflut Saxetbach
Diese Seite befindet sich im Aufbau!
Das Canyoning-Unglück bei Interlaken im Berner Oberland wurde durch ein Gewitter verursacht, welches sich zwischen 16 und 17 Uhr über dem oberen Bereich des Saxetentales entlud. Das folgende Bild zeigt einen stark vergrösserten Ausschnitt aus einem Radarbild, welches die Radar-geschätzte Regensumme zwischen 16 und 17 Uhr zeigt. "Hellblau" bedeutet eine Regensumme von 10-20 mm, und "dunkelblau" bedeutet eine Regensumme von 20-40 mm. Regensummen in dieser Grössenordnung innerhalb einer Stunde sind keineswegs selten und treten bei Gewittern lokal immer wieder auf. Bei diesem Gewitter hat sich das Wasser sehr schnell im Talboden gesammelt. Dies hat schliesslich zum plötzlichen und katastrophalen Anschwellen des Saxetenbaches geführt.
ETH Radarbild:
Das Beispiel zeigt eindrücklich die hervorragenden Möglichkeiten zur Ueberwachung von Starkniederschlägen mittels Wetterradar. Trotz der recht grossen Distanz zwischen der Unfallregion und dem ETH-Radar (ca. 100 km) wurde das Gewitter gut erfasst. Radarmessungen und daraus abgeleitete Kurzfristvorhersagen und Warnungen sind grundsätzlich praktisch in "Echtzeit" verfügbar und können deshalb dazu beitragen, ähnliche Unglücke zu vermeiden.