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Die Sandgruben bilden eine wohltuend barocke Insel in und um das gewachsenen Quartier Wettstein, nahe der pulsierenden Verkehrsstränge nach Deutschland und der Messe Basel . Das Landgut Sandgruben beherbergt heute einen der Studienorte der Pädagogischen Fachhochschule Nordwestschweiz. In der Nachbarschaft des entstanden ab 1949 zwei Schulhäuser, die ebenfalls den alten Flurnamen Sandgruben übernahmen. Die Sandgrubenschule 1 wurde von den Architekten Schneider & Gürtler 1949-51 erbaut.
Der winkelförmige Bau Sandgruben 1 besteht aus seinem viergeschossigen Hauptbau, der quer zur Schwarzwaldstrasse situiert ist und einem langgestreckten, eingeschossigen Trakt mit zwei schmalseitig zusammengebauten Turnhallen, parallel zur selben Strasse. In direkter Nachbarschaft wurde 1956 die Sandgruben 2 (Architekt: Beckmann) und die neue Gewerbeschle (Architekt: Hermann Baur) realisiert. 1964 folgte schliesslich das Schulhaus Vogelsang, welches die vorhandenen Spiel-, Sport- und Turnplätze gegenüber der Wohnbebauung, den Bauten der Gewerbeschule und der Sandgrubenschule in möglichst grossem Ausmass zu erhalten versuchte.
Ausgehend von der barocken Gartenanlage des Landgutes Sandgruben wird eine Serie grossflächiger und klar definierter Aussenräume etabliert. Die Setzung des Neubaus der Sekundarschule als solitärem Baukörper parallel zum Vogelsangweglein erlaubt eine grosszügige Ausdehnung der Freifläche zwischen dem bestehenden Schulhaus Sandgruben 1 und dem Schulhaus Vogelsang. Durch die Maximierung der Distanz zur Schwarzwaldallee lässt sich der Emissionspegel so weit reduzieren, dass hier ein Schulhaus ohne Lärmschutzanforderungen errichtet werden kann.
Eine leicht ansteigende Tribüne entlang der Schwarzwaldallee gibt dem grosszügigen Aussenraum mit dem Sportfeld einen räumlichen Abschluss. Die Sportanlage tritt aus Sicht der Schwarzwaldallee als eingeschossige Fassade in Erscheinung. Sie dient als Oberlicht für die in der Tiefe liegenden Mehrfachturnhallen. Mit der gewählten Anordnung werden die Lärmemissionen für die Erholungsflächen reduziert. Mit dieser Strategie lassen sich hohe Lärmemissionen eindämmen, ohne dabei wichtige Lern- und Lehrräumlichkeiten als „Lärmpuffer“ benutzen zu müssen.
Der Neubau der Sekundarschule wird in einem freistehenden Baukörper untergebracht. Das Erdgeschoss wird zum Ort der Begegnung: Hier finden unter einem gemeinsamen Dach die Aula mit Foyer, die Bibliothek mit Mediathek und die Mensa Platz; der Verzicht auf eine räumliche Trennung zwischen den einzelnen Funktionen schafft maximale Flexibilität und Synergiepotentiale. Dieser Raum ist als offenes Zelt im Park gedacht. Diesen „Zeltraum“ flankieren das Schulsekretariat mit Schulleitung, die Lehreraufenthaltsträume mit -bibliothek und -arbeitsplätzen sowie die Kücheneinheit. Seine Mitte erhellen vier grosse Lichthöfe, von denen zwei der Haupterschliessung dienen und in den eigentlichen Schulhauskörper führen.
Der Neubau ist horizontal in einzelne Funktionsschichten gegliedert, welche von der nach oben sich verästelnden Treppenskulptur erschlossen werden. Während die öffentlichen Funktionen und die Räumlichkeiten für die Lehrerschaft sich im Erdgeschoss liegen, befinden sich im ersten Obergeschoss die Spezialräume des Förderzentrums, der Ganztageseinrichtungen und die Hauswirtschaftsräume mit den Theorieräumen als kleine Vorlesungssäle mit Podesterie auf dem Dach des darunterliegenden „Zeltraums“. Im zweiten Obergeschoss ist der Fachklassenbereich mit den Zeichnen-, Werk- und Textil-räumen untergebracht, im dritten bis fünften Obergeschoss die eigentlichen Schulraum-Cluster.