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Eine berührend offene Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben Was bleibt von der ganzheitlichen Antikrebs-Medizin, wenn der Krebs den besiegt, der sie erdacht hat? Alles, meint David Servan-Schreiber. Fast 20 erfüllte Lebensjahre hat er dem Tumor abgetrotzt. Der französische Arzt und Neurowissenschaftler ermutigte Erkrankte auf der ganzen Welt, ihr Schicksal aktiv anzugehen. Seine Empfehlungen gingen dabei weit über den schulmedizinischen Standard hinaus. „Stellen Sie sich auch die Frage, was passiert, wenn die Behandlung nicht anschlägt?“, so fragte er früher seine Patienten. In seinem letzten Buch ist er selbst der Patient. Es geht nicht mehr darum, mit aller Kraft den Tod zu bekämpfen. Diesmal geht es um ein würdevolles Abschiednehmen.
Portrait
David Servan-Schreiber, geboren 1961 bei Paris, studierte Medizin und Psychiatrie und promovierte in den USA bei Nobelpreisträger Herbert Simon in neurokognitiven Wissenschaften, bevor er sich wieder der psychiatrischen Praxis zuwandte. In Pittsburgh hat er das renommierte UPMC Center for Integrative Medicine mitbegründet. Der Mediziner war in den USA zudem Gründungsmitglied von »Ärzte ohne Grenzen«. Seine Bücher »Die neue Medizin der Emotionen« und »Das Antikrebs-Buch« sind internationale Bestseller. Im Juli 2011 erlag David Servan-Schreiber einem Hirntumor.