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Entscheid: BGer 2C_495/2019 vom 19. Juni 2020
Ausgangslage
Wer in frei bestimmter Selbstorganisation und durch Einsatz von Arbeitsleistung und Kapital zum Zweck der Gewinnerzielung am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt, gilt als selbstständig Erwerbender. Erleidet der Unternehmer einen Verlust, kann dieser steuerlich in Abzug gebracht werden. Kommt die Steuerbehörde zum Schluss, dass keine Gewinnerzielungsabsicht mehr vorliege, qualifiziert es die Tätigkeit als Hobby, Liebhaberei oder Mäzenatentum und die Aufwendungen stellen steuerlich irrelevante Lebenshaltungskosten dar.
Sachverhalt
Der Steuerpflichtige erwarb 2001 einen Gasthof im Kanton Zürich. In den Jahren 2003 bis 2007 tätigte er Investitionen in der Höhe von ca. CHF 5 Mio. und eröffnete 2007 einen Hotel- und Gastrobetrieb. In den Geschäftsjahren 2007 bis 2017 traten ausnahmslos Verluste ein. Erst nach einem Wechsel des Betriebskonzepts im Jahre 2017 konnte der Betrieb rentabel geführt werden. Gegenstand des Entscheids ist die Steuerperiode 2012. Die kantonale Steuerbehörde verneinte die Gewinnerzielungsabsicht mit dem Argument, dass die Tätigkeit als Basis für eine rentable Erwerbsquelle ungeeignet erscheine. Selbstständige Erwerbstätigkeit käme erst wieder ab dem Zeitpunkt der Änderung des Betriebskonzepts infrage.
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