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Usbekistan auf Standortsuche
Usbekistan ist eines von derzeit rund 30 Ländern, die beabsichtigen, die Kernenergie in ihren Strommix aufzunehmen. Die IAEO steht diesen Nationen beratend zur Seite. Sie teilte nun mit, dass Usbekistan das Verfahren zur Standortauswahl gestartet habe. Die IAEO hatte zuvor mit der usbekischen Aufsichtsbehörde Uzatom und weiteren Organisationen des Landes im Februar 2019 in der Hauptstadt Taschkent auf Aufrage der usbekischen Regierung einen Workshop durchgeführt. Dabei wurden sicherheits- und nicht sicherheitsrelevante Aspekte bei der Standortwahl eines Kernkraftwerks behandelt.
Usbekistan arbeitet bei seinen Kernenergieplänen bereits mit Russland zusammen. Die beiden Länder unterzeichneten Ende 2017 ein Abkommen zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Im Sommer 2018 folgte ein Abkommen mit dem russischen Staatskonzern Rosatom zum Bau von zwei Kernkraftwerkseinheiten. Geplant sind zwei WWER-1200-Blöcke, wovon der erste 2028 den kommerziellen Betrieb aufnehmen soll. Die beiden Länder feierten im Herbst 2018 den Startschluss für eine vertiefte Standortsuche.
Usbekistans Strombedarf ist derzeit zu rund 85% von Erdgas und Kohle abhängig. Die restlichen 15% stammen von Wasserkraftwerken.