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Aufgabe ist der Vetrieb von Infrastruktur für "Cloud"-Rechenzentren. VMware und Intel sind auch beteiligt.
Cisco und EMC haben gerade die sich in den letzten Tagen verdichtenden Gerüchte über die Gründung eines Joint Ventures bestätigt. Das gemeinsam finanzierte Unternehmen wird den Namen "Acadia" tragen. Cisco und EMC sind die Hauptbeteiligten, die EMC-Tochter VMware sowie Intel sind als Minderheitsinvestoren ebenfalls finanziell involviert. Weitere Details zu Acadia und der weiter unten erwähnten "Virtual Computing Environment Koalition" sollen heute Abend bekannt gegeben werden.
vBlock-Vertrieb auch über Channel-Partner
Acadia wird aus Storagesystemen von EMC, Blade-Servern und Netzwerkkomponenten von Cisco sowie Virtualisierungssoftware von VMware bestehende, vorintegrierte Infrastrukturpakete für "Private Clouds" namens "vBlock" vertreiben. Die Beteiligung Intels wird damit begründet, dass die Hardware auf Xeon-Prozessoren des Chipriesen basiert.
Acadia werde für den Vertrieb das Modell "build, operate, transfer" verwenden, so die Mitteilung. Das bedeutet, dass Kunden die Pakete sowohl von Acadia bauen und betreiben als auch im eigenen Rechenzentrum installieren lassen können. Der Vertrieb von "vBlock" und darauf basierenden Services soll aber auch über Partner wie Systemintegratoren, Service-Provider und andere Channel-Partner laufen.
Entwickelt wird vBlock von der aus EMC, Cisco und VMware bestehenden "Virtual Computing Environment Koalition", deren Gründung gleichzeitig bekannt gegeben wurde. Es gibt verschiedene Varianten. "Vblock 2" ist die High-end-Konfiguration für 3000 bis 6000 virtuelle Maschinen, "vBlock 1" ist für 800 bis 3000 virtuelle Maschinen konzipiert. Die "Einsteigerlösung" vBlock 0 für 300 bis 800 virtuelle Maschinen soll ab dem nächsten Jahr zu Verfügung stehen.
Reaktionen
Interessant wird sein, wie andere grosse IT-Hersteller, die meisten davon sowohl Konkurrenten als auch Partner von EMC und Cisco, auf die Koalition reagieren. Die meisten dürften aber, so unsere Einschätzung, an ihren bestehenden Partnerschaften mit EMC, Cisco und vor allem VMware festhalten.
In Freudenstürme darüber, dass sich drei ihrer Partner nun enger zusammenschliessen, brechen sie aber auch nicht gerade aus. Als Beispiel dafür hier ein Kommentar von Jay Kidd, Vice President Storage Solutions Group und Chief Marketing Officer beim EMC-Konkurrenten NetApp: "Wir sehen die heutige Ankündigung als cleveren Versuch von Cisco, UCS-Server über die bestehende Kundenbasis von EMC zu verkaufen. Auch sehen wir mit dieser Ankündigung den Trend bestätigt, dass mehr und mehr Unternehmen über eine virtualisierte, dynamische Datacenter-Infrastruktur nachdenken und diese in Betracht ziehen. Dank unserer engen Partnerschaften mit Cisco und VMware können wir Unternehmen bei Umstellungen schnell unterstützen. Mit VMware haben wir große Datacenter für Kunden wie T-Systems, BT und Sprint virtualisiert und haben diese Architekturen mit verschiedenen Integrationspartnern um Cisco UCS Server erweitert. Offene Partnerschaften und nicht geschlossene Koalitionen sind das, was Kunden für die Transformation hin zum virtualisierten Datacenter brauchen und wollen." (Hans Jörg Maron)