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250 Jahre Hans Georg Nägeli (1773 – 1836)
Hans Georg Nägeli wurde am 26. Mai 1773 in Wetzikon geboren, als 4. Sohn des ref. Pfarrers Hans Jakob Nägeli und der Emerentinia Wirz. Es war ein musizierfreudiges Haus, denn Vater Nägeli leitet bereits eine „Singgesellschaft“, zu der auch ein kleines Orchester gehörte.
Hier konnte klein Hans Georg schon früh mitsingen und einzelne Proben leiten. Diese „Singgesellschaft“ hatte Vater Nägeli von seinem Vorgänger Pfarrer Johannes Schmidlin (1722-1772) übernommen, der sie – als weltweit erste dieser Art – 1755 gegründet hatte.
Diese Ausstellung fokussiert sich zum einen auf die Wetziker Herkunft Nägelis. So sind im „Nägeli-Stübli“ wertvolle Kostbarkeiten, Instrumente und alte Singbücher zu bestaunen, die aus Nägelis Wetziker Nachlass stammen. Darüber hinaus wird sein visionäres musikpädagogisches Schaffen im Geiste Pestalozzis aufgezeigt, das ihn in ganz Europa bekannt machte.
Er war beseelt von der Idee, alle Menschen, ob arm oder reich, musikalisch zu bilden und im chorischen Singen zu vereinen. Nägeli war Mitbegründer und Präsident der Schweizerischen Musikgesellschaft. Als solcher sorgte er, der noch in der Zeit der „Helvetischen Republik“ lebte, für erste kantonsübergreifende Musik- und Sängerfeste. Mit Festreden und Liedern wurde hier das nationale Gedankengut gestärkt, das 1848 schliesslich die Bundesverfassung ermöglichte.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Hutkreationen von Manuela Rami im Kabinett im ersten Stock.