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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2015.01080 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig Urteil vom 4. Januar 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1987, war nach einer abgebrochenen Lehre als Fachfrau Kinderbetreuung (Urk. 6/3 Ziff. 5.3) ab dem 1. Januar 2012 in einem Einsatzprogramm des Y.___ (Urk. 6/3 Ziff. 5.4) tätig, als sie sich am 2. Mai 2012 aufgrund einer psychischen Störung bei der Invalidenver sicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/3 Ziff. 6.2). Die Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische (Urk. 6/8, Urk. 6/11-13 ) und berufliche Abklärungen (Urk. 6/2, Urk. 6/7) und auferlegte der Versicherten m it Schreiben vom 22. November 2012 im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht eine absolute Substanzkarenz sowie entspre chende regelmässige laborchemische Kontrollen während mindestens sechs Mo naten (Urk. 6/14). Nachdem die IV-Stelle von der Versicherten keine Rückmel dung betreffend eine weitere Beratung erhalten hatte, wurde die Berufsberatung mit Mitteilung vom 28. August 2013 abgebrochen (Urk. 6/25). Am 18. Dezember 2013 bat die Versicherte um einen Termin zur Wiederauf nahme der Berufsberatung (Urk. 6/28), teilte m it Schreiben vom 21. April 2014 jedoch mit, sie habe sich entschieden, den Weg in den Arbeitsmarkt selbständig zu gehen (Urk. 6/35). Daraufhin schloss die IV-Stelle die Berufsberatung erneut ab und verwies betreffend Rente auf eine spätere separate Verfügung (Urk. 6/38). 1.2 Nachdem die Versicherte die Termine zur psychiatrischen Begutachtung mehr fach nicht wahrgenommen hatte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40 -42, Urk. 6/ 45) und von der IV-Stelle mit Schreiben vom 16. Mai 2014 unter Androhung der Leis tungsabweisung auf die Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung hingewiesen worden war (Urk. 6/41), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 7. August 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/51). Dagegen erhob die Versicherte am 21. August 2014 einen Einwand (Urk. 6/53) und un terzog sich in der Folge der vorgesehenen psychiatrischen Begutachtung (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht die Durchführung ei ner psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 6/60) und wies sie am 22. Juni 2015 auf ihre Mitwirkungspflicht betreffend Eingliederungsmass nahmen hin (Urk. 6/73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/77-78, Urk. 6/81) verneinte die IV-Stelle am 29. September 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invali denversicherung (Urk. 6/83 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 29. September 2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 19. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prüfung eines Rentenanspruchs (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Versicherten am 3. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Invalide o der von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedroht e Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1) : a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne n Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs lebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg abenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er halten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in me dizinischen Mass nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1.3 Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfä hig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vor bereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen berufli cher Art geschaffen werden können ( Art. 14a Abs. 1 IVG ). Als Integrations massnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit. a) und Be schäftigungsmassnahmen (lit. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu er halten (BBl 2005 4521 ff., 4564; Erwin Murer, Invalidenversicherung: Präven tion, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N. 4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Geburtstag, 2010, S. 111). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 29. September 2015 führte die Beschwer - de gegnerin aus, gemäss den Abklärungen seien berufliche Massnah men an - gezeigt. Die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin könne mit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung wesentlich ver bessert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden. Im Sinne von „Eingliederung vor Rente“ könne während dieses Zeitraums kein Entscheid über einen allfälligen Rentenanspruch gefällt werden. Die Beschwerdeführerin habe sodann nicht begründet, weshalb sie die psychiat risch-psychotherapeutische Behandlung nicht habe aufnehmen können (Urk. 2 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 führte die Beschwerde - gegne rin sodann ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe sich entgegen der gutachterlichen Einschätzung auf den Standpunkt gestellt, dass sie nicht eingliederungsfähig sei, und sei somit ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachge - kommen. Damit mangle es am Eingliederungswillen der Beschwerde führerin (Urk. 5 S. 1 Ziff. 1). Die Zusprechung einer Rente falle erst in Betracht, wenn eine genügende rentenausschliessende Eingliederung nicht möglich sei. Bei der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von maximal 20 % ergebe sich so dann kein Rentenanspruch (S. 1 f. Ziff. 2). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, sie leide seit zwei Jah ren an starken chronischen Schmerzen am ganzen Körper sowie diversen wei teren Symptomen, welche durch körperliche Belastung verstärkt hervortreten würden und die Teilnahme an Massnahmen der Invalidenversicherung verun möglichten. Sie beantrage daher die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prü fung eines Rentenanspruchs. 2.3 Strittig und zu prüfen ist demnach insbesondere, ob die Voraussetzungen für berufliche Massnahmen erfüllt sind oder ob ein Rentenanspruch zu prüfen ist. 3. 3.1 Die behandelnde Psychotherapeutin Z.___, Psychotherapeutin FSP, sowie Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nann ten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2012 (Urk. 6/8) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - generalisierte Angststörung - posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) - Probleme bei körperlicher Misshandlung eines Kindes - Verschwinden eines Familienangehörigen Die Beschwerdeführerin sei mit einem gewalttätigen und psychisch kranken Vater als mittleres von fünf Geschwistern aufgewachsen. Im Alter von zehn Jahren habe die Mutter die Familie verlassen, ohne dass die Beschwerdeführerin deren Aufenthaltsort gekannt habe. Mit 14 Jahren sei sie dann zur Mutter gezo gen. Die Beschwerdeführerin leide an Hypervigilität, Flashbacks, Unruhe, Angstproblematik und Panikattacken sowie Schlafstörungen. Die Regulations fähigkeit der Emotionen sei eingeschränkt, es komme zu extremen Stimmungs schwankungen. Es bestehe eine eingeschränkte Belastbarkeit, eine starke Ermü dbarkeit und wenig Effizienz bei der Arbeit. Sie brauche Pausen und habe Ab senzen. Der Verlauf sei schwankend, die Beschwerdeführerin sei aber zuneh mend belastbar. Sie sei immer mehr fähig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhal ten. Dank hoher Motivation und guten kognitiven Fähigkeiten sei die Prognose gut (Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit zwei Jahren arbeitslos, habe sich aber seit Januar 2012 im B.___ selber einen geschützten Arbeits platz organisiert und sei dort in einem Pensum von 50 % tätig. Sie sei sehr mo tiviert, wieder einer geregelten Arbeit nachgehen zu können und einen Lehrab schluss nachzuholen. Dies sei aber nur mit Unterstützung der Beschwerdegeg nerin möglich (Ziff. 1.7). Zur Aufarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrungen sowie zur Förderung der Belastbarkeit sei eine Psychotherapie notwendig (Ziff. 1.8). Ab wann mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tä tigkeit gerechnet werden könne, sei noch nicht absehbar (Ziff. 1.9). 3.2 Die Hausärztin Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. Juli 2012 (Urk. 6/11) eine PTBS sowie ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom, differenzialdi agnostisch posttraumatisch (Ziff. 1.1). Die Beschwerden der Halswirbelsäule (HSW) würden ihres Erachtens eindeutig mit der Prognose der PTBS zusam menhängen (Ziff. 1.4). Die bisherige Tätigkeit als Hilfskraft im O.___ im Umfang von zirka 35 % halte sie für zumutbar, allerdings während nicht mehr als drei Stunden täglich (Ziff. 1.4). 3.3 Vom 28. März bis 16. Mai 2011 war die Beschwerdeführerin in der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, D.___, hospitalisiert. In ihrem Bericht vom 17. Oktober 2012 (Urk. 6/12) führten die Ärzte aus, während der Hospitalisation habe eine wahnhafte Symptomatik bestanden. Nach Remission dieser Symptomatik seien weiterhin Schwierigkeiten in der Abgrenzung zu An deren und im Äussern eigener Bedürfnisse aufgetreten. Die Beschwerdeführerin habe an einem geringen Selbstwertgefühl, Zukunftsängsten, Konzentrations störungen und Niedergeschlagenheit gelitten. Im Anschluss an die stationäre Behandlung sei die Beschwerdeführerin noch nicht arbeitsfähig gewesen und es sei eine tagesklinische Behandlung in der Tagesklinik E.___ organisiert worden. Im Zeitpunkt der Behandlung habe weiterhin eine um 50 % vermin derte Leistungsfähigkeit bestanden. Es sei davon auszugehen, dass die Be schwerdeführerin beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unterstützende Massnahmen benötigen werde. Inwiefern die Beschwerdeführerin aktuell ar beitsfähig beziehungsweise belastbar sei, sei ihnen nicht bekannt (Ziff. 1.7). 3.4 Dr. A.___ und die Psychotherapeutin Z.___ hielten in ihrem Bericht vom 12. November 2013 bei unveränderten Diagnosen fest, die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich deutliche Fortschritte gemacht und sei stabiler (Urk. 6/27 /3-4 S. 1 Ziff. 1 und 2). Im Juli 2013 habe sie eine Stelle im Detailhandel (Mode branche) erhalten und sei aus dem betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gezogen. Sie habe sich in der Zeit stabilisiert, die Angst- und Panikattacken seien deutlich geringer gewesen. Nach wie vor sei sie aber hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen eingeschränkt ge wesen. Nach einem Monat habe sie dann die Kündigung erhalten und selbstän dig die Medikamente abgesetzt. Dies habe zu einem heftigen Rückfall in alte Symptome geführt, welche jedoch nach ungefähr eineinhalb Monaten wieder verschwunden seien. Gemäss ihren eigenen Angaben sei sie danach wieder stabiler gewesen (S. 1 Ziff. 3). Weiter e psychotherapeutische Begleitung insbe sondere zur weiteren Stabilisierung der Regulationsfähigkeit der Emotionen, der Stresstoleranz und der Belastbarkeit wäre hilfreich. Eine Prognose zur Arbeits fähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt sei unsicher, die Motivation sei aber wei terhin hoch (S. 2 Ziff. 4). Hilfreich könnte ein Coaching in einem geschützten Bereich sein, in welchem ihre kognitiven und kreativen Fähigkeiten mehr gefor dert seien, und wodurch die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit verbessert werden könne (S. 2 Ziff. 5). 3.5 Am 4. November 2014 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwer - de gegnerin von Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. In ihrem Gutachten vom 9. Dezember 2014 stützte sich Dr. F.___ auf die vorhandenen Akten, die eigene n sowie testpsychologische Untersuchungen (Urk. 6/58 S. 1) und nannte insgesamt folgende Diagnosen (S. 6): - Panikstörung - somatoforme Schmerzstörung - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung Die Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht müsse sowohl anhand des aktuel len Zustandes als auch anhand der Angaben im Längsschnitt beurteilt werden. Die Beschwerdeführerin habe eine traumatisier ende Kindheit mit Ge walt, Vernachlässigung sowie Verlassenwerden durch die Mutter erlebt. Es sei von einer Beeinträchtigung, sehr wahrscheinlich einer Störung der Persönlich keitsentwicklung auszugehen (S. 6 lit. F). Die Arbeitsstellen seien aufgrund zwischenmenschlicher Konflikte immer wieder abgebrochen worden. Dies, ob wohl von den betreuenden Therapeuten immer wieder die hohe Motivation zur beruflichen Integration festgestellt worden sei. Jahrelang habe sie sich in am bulanter sowie stationärer psychiatrischer Behandlung befunden und sei auch medikamentös behandelt worden. Insgesamt müsse von einer geringen psychi schen Stabilität und Belastbarkeit ausgegangen werden, auch wenn das aktuelle Erklärungsmodell der Versicherten ausschliesslich in somatische Richtung ten diere. Da die Versicherte bisher keine berufliche Ausbildung absolviert habe, gebe es noch keinen angestammten Beruf. Die Einschränkungen wirkten sich jedoch stärker aus bei Tätigkeiten, die mit intensivem Kontakt mit Kunden oder Ar beitskollegen verbunden seien. Aktuell sei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routine anzupassen, eingeschränkt. Sie könne Termine nur bedingt verabredungsgemäss wahrneh men und sich in Organisationsabläufe einfügen. Bei der Planung und Struktu rierung von Aufgaben sei sie nicht eingeschränkt, sofern sie hierfür genügend Zeit habe. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien erheblich einge schränkt, hingegen bestünden in der Anwendung fachlicher Kompetenzen keine Einschränkungen. Die Urteilsfähigkeit sowie die Entscheidungsfähigkeit schie nen beeinträchtigt zu sein. Die Durchhaltefähigkeit sei derzeit schmerzbedingt beeinträchtigt. In sozialen Fähigkeiten wie der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfreudigkeit und der Gruppenfähigkeit sowie der Fähigkeit, Beziehungen aufzunehmen, sei die Beschwerdeführerin erheblich eingeschränkt. Insgesamt sei ihr Aktivitätsniveau in allen Lebensbereichen deutlich vermindert. Obwohl die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit immer wieder die Über - zeu gung geäussert habe, selbständig in der Lage zu sein, eine Lehrstelle be ziehungsweise eine Arbeitsstelle zu finden, scheine sie sich in dieser Hinsicht immer wieder überschätzt zu haben. Aus psychiatrischer Sicht sei sie dringend auf Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung angewiesen. Vorerst sollte daher eine Abklärung beziehungsweise eine Belastungserprobung durchgeführt werden, um die Belastbarkeit, aber auch die praktischen F ä higkeiten der Versi cherten zu erproben. Ein Einstieg sei ab sofort zu mindestens 50 % möglich mit einer schrittweisen Steigerung bis zu mindestens 80 % innerhalb von drei Mo naten. Anhand der Ergebnisse dieser Abklärung wären dann berufliche Mass nahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Ob diese in der freien Wirtschaft möglich sein würden, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dies müsse zum Abschluss der Abklärung nochmals über prüft werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Unterstützung während der Eingliederungsmassnahmen sei dringend zu empfehlen (S. 7). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich bei der Abweisung des Leistungsbegehrens auf den Standpunkt, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wesentlich verbes sert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden könne (vgl. E. 2.1). Dabei stützte sie sich insbesondere auf das Gutachten von Dr. F.___ (vgl. E. 3.5). Entgegen der Ansicht der Beschwer degegnerin kann das Gutachten von Dr. F.___ jedoch nicht in dem Sinne ver standen werden, dass mittels beruflicher Massnahmen innert dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von 80 % erreicht werden kann. Vielmehr ist davon auszuge hen, dass im jetzigen Zeitpunkt lediglich die Abklärungen zur Belastbarkeit so wie den praktischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in einem Pensum von derzeit 50 % mit einer schrittweisen Steigerung bis mindestens 80 % innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden können. Erst anhand der so festgestell ten Ergebnisse wären dann in einem späteren Zeitpunkt allenfalls berufliche Massnahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Dr. F.___ hielt denn auch ausdrücklich fest, es könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob dies in der freien Wirtschaft möglich sein werde. Zur Ar beitsfähigkeit im eigentlichen Sinn machte sie gar keine Angaben (E. 3.5). Nachdem sich somit die Interpretation des Gutachtens durch die Beschwer - degeg nerin und damit die Grundlage der angefochtenen Verfügung als unzu - treffend erweist, ist davon auszugehen, dass die Möglichkeiten der Einglie derungsmassnahmen noch nicht vollständig ausgeschöpft wurden. Die ange fochtene Verfügung, in welcher die Beschwerdegegnerin an sich korrekt auf den Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ verwiesen hat (Urk. 2 S. 2), ist damit auf zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4.2 Entsprechend der gutachterlichen Beurteilung hat die Beschwerdegegnerin im Sinne eines letzten Versuches zunächst die von Dr. F.___ vorgeschlagene Ab klärung der objektiven Belastbarkeit und der praktischen Fähigkeiten durchzu führen. Dabei ist etwa an die berufliche Abklärungsstelle G.___ oder die Stiftung H.___ zu denken. Dem Verhalten der Beschwerdeführerin, welche bisher Mühe damit bekundete, die Hilfsangebote der Beschwerdegegnerin zur Integration in den Arbeitsmarkt anzunehmen (vgl. Urk. 6/25, Urk. 6/35) und teilweise auch die Mitwirkung zur Begutachtung verweigerte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40-42, Urk. 6/45), ist im wei teren Verfahren dahingehend Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen haben wird, um der Beschwerdeführerin die Wichtigkeit der Teilnahme an den Abklärungen noch einmal deutlich vor Augen zu führen. Sollte sich jedoch zeigen, dass die von Dr. F.___ vorgeschlagenen Abklärungen trotz Mitwirkung der Beschwerdeführerin nicht die erhofften Ergebnisse bringen und die Durchführung beruflicher Massnahmen nicht möglich ist, wäre in die sem Zeitpunkt eine erneute Begutachtung zu veranlassen, wobei sich die Ärzte dannzumal zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu äussern hätten. 4.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer unzutreffenden Interpretation des Gutachtens von Dr. F.___ die notwendigen Abklärungen zur Durchführung beruflicher Massnahmen nicht in genügendem Ausmass getätigt, sodass die verfügte Abweisung des Anspruches auf Leistungen der Invaliden versicherung zu unrecht erfolgt ist. Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2015 ist aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolgten Abklärungen betreffend Belastbarkeit und praktischen Fähigkeiten der Be schwerdeführerin über deren Anspruch auf berufliche Massnahmen oder gege benenfalls eine Rente neu verfüge. Die Beschwerdeführerin wird auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 IVG) aufmerk sam gemacht. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre chung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwaltung zur weiteren Ab klärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen ( BGE 137 V 57 E. 2.2 ), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be schwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 29. Sep - tember 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannKübler-Zillig

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2015.01080 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig Urteil vom 4. Januar 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1987, war nach einer abgebrochenen Lehre als Fachfrau Kinderbetreuung (Urk. 6/3 Ziff. 5.3) ab dem 1. Januar 2012 in einem Einsatzprogramm des Y.___ (Urk. 6/3 Ziff. 5.4) tätig, als sie sich am 2. Mai 2012 aufgrund einer psychischen Störung bei der Invalidenver sicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/3 Ziff. 6.2). Die Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische (Urk. 6/8, Urk. 6/11-13 ) und berufliche Abklärungen (Urk. 6/2, Urk. 6/7) und auferlegte der Versicherten m it Schreiben vom 22. November 2012 im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht eine absolute Substanzkarenz sowie entspre chende regelmässige laborchemische Kontrollen während mindestens sechs Mo naten (Urk. 6/14). Nachdem die IV-Stelle von der Versicherten keine Rückmel dung betreffend eine weitere Beratung erhalten hatte, wurde die Berufsberatung mit Mitteilung vom 28. August 2013 abgebrochen (Urk. 6/25). Am 18. Dezember 2013 bat die Versicherte um einen Termin zur Wiederauf nahme der Berufsberatung (Urk. 6/28), teilte m it Schreiben vom 21. April 2014 jedoch mit, sie habe sich entschieden, den Weg in den Arbeitsmarkt selbständig zu gehen (Urk. 6/35). Daraufhin schloss die IV-Stelle die Berufsberatung erneut ab und verwies betreffend Rente auf eine spätere separate Verfügung (Urk. 6/38). 1.2 Nachdem die Versicherte die Termine zur psychiatrischen Begutachtung mehr fach nicht wahrgenommen hatte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40 -42, Urk. 6/ 45) und von der IV-Stelle mit Schreiben vom 16. Mai 2014 unter Androhung der Leis tungsabweisung auf die Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung hingewiesen worden war (Urk. 6/41), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 7. August 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/51). Dagegen erhob die Versicherte am 21. August 2014 einen Einwand (Urk. 6/53) und un terzog sich in der Folge der vorgesehenen psychiatrischen Begutachtung (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht die Durchführung ei ner psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 6/60) und wies sie am 22. Juni 2015 auf ihre Mitwirkungspflicht betreffend Eingliederungsmass nahmen hin (Urk. 6/73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/77-78, Urk. 6/81) verneinte die IV-Stelle am 29. September 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invali denversicherung (Urk. 6/83 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 29. September 2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 19. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prüfung eines Rentenanspruchs (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Versicherten am 3. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Invalide o der von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedroht e Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1) : a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne n Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs lebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg abenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er halten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in me dizinischen Mass nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1.3 Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfä hig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vor bereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen berufli cher Art geschaffen werden können ( Art. 14a Abs. 1 IVG ). Als Integrations massnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit. a) und Be schäftigungsmassnahmen (lit. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu er halten (BBl 2005 4521 ff., 4564; Erwin Murer, Invalidenversicherung: Präven tion, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N. 4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Geburtstag, 2010, S. 111). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 29. September 2015 führte die Beschwer - de gegnerin aus, gemäss den Abklärungen seien berufliche Massnah men an - gezeigt. Die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin könne mit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung wesentlich ver bessert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden. Im Sinne von „Eingliederung vor Rente“ könne während dieses Zeitraums kein Entscheid über einen allfälligen Rentenanspruch gefällt werden. Die Beschwerdeführerin habe sodann nicht begründet, weshalb sie die psychiat risch-psychotherapeutische Behandlung nicht habe aufnehmen können (Urk. 2 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 führte die Beschwerde - gegne rin sodann ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe sich entgegen der gutachterlichen Einschätzung auf den Standpunkt gestellt, dass sie nicht eingliederungsfähig sei, und sei somit ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachge - kommen. Damit mangle es am Eingliederungswillen der Beschwerde führerin (Urk. 5 S. 1 Ziff. 1). Die Zusprechung einer Rente falle erst in Betracht, wenn eine genügende rentenausschliessende Eingliederung nicht möglich sei. Bei der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von maximal 20 % ergebe sich so dann kein Rentenanspruch (S. 1 f. Ziff. 2). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, sie leide seit zwei Jah ren an starken chronischen Schmerzen am ganzen Körper sowie diversen wei teren Symptomen, welche durch körperliche Belastung verstärkt hervortreten würden und die Teilnahme an Massnahmen der Invalidenversicherung verun möglichten. Sie beantrage daher die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prü fung eines Rentenanspruchs. 2.3 Strittig und zu prüfen ist demnach insbesondere, ob die Voraussetzungen für berufliche Massnahmen erfüllt sind oder ob ein Rentenanspruch zu prüfen ist. 3. 3.1 Die behandelnde Psychotherapeutin Z.___, Psychotherapeutin FSP, sowie Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nann ten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2012 (Urk. 6/8) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - generalisierte Angststörung - posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) - Probleme bei körperlicher Misshandlung eines Kindes - Verschwinden eines Familienangehörigen Die Beschwerdeführerin sei mit einem gewalttätigen und psychisch kranken Vater als mittleres von fünf Geschwistern aufgewachsen. Im Alter von zehn Jahren habe die Mutter die Familie verlassen, ohne dass die Beschwerdeführerin deren Aufenthaltsort gekannt habe. Mit 14 Jahren sei sie dann zur Mutter gezo gen. Die Beschwerdeführerin leide an Hypervigilität, Flashbacks, Unruhe, Angstproblematik und Panikattacken sowie Schlafstörungen. Die Regulations fähigkeit der Emotionen sei eingeschränkt, es komme zu extremen Stimmungs schwankungen. Es bestehe eine eingeschränkte Belastbarkeit, eine starke Ermü dbarkeit und wenig Effizienz bei der Arbeit. Sie brauche Pausen und habe Ab senzen. Der Verlauf sei schwankend, die Beschwerdeführerin sei aber zuneh mend belastbar. Sie sei immer mehr fähig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhal ten. Dank hoher Motivation und guten kognitiven Fähigkeiten sei die Prognose gut (Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit zwei Jahren arbeitslos, habe sich aber seit Januar 2012 im B.___ selber einen geschützten Arbeits platz organisiert und sei dort in einem Pensum von 50 % tätig. Sie sei sehr mo tiviert, wieder einer geregelten Arbeit nachgehen zu können und einen Lehrab schluss nachzuholen. Dies sei aber nur mit Unterstützung der Beschwerdegeg nerin möglich (Ziff. 1.7). Zur Aufarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrungen sowie zur Förderung der Belastbarkeit sei eine Psychotherapie notwendig (Ziff. 1.8). Ab wann mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tä tigkeit gerechnet werden könne, sei noch nicht absehbar (Ziff. 1.9). 3.2 Die Hausärztin Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. Juli 2012 (Urk. 6/11) eine PTBS sowie ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom, differenzialdi agnostisch posttraumatisch (Ziff. 1.1). Die Beschwerden der Halswirbelsäule (HSW) würden ihres Erachtens eindeutig mit der Prognose der PTBS zusam menhängen (Ziff. 1.4). Die bisherige Tätigkeit als Hilfskraft im O.___ im Umfang von zirka 35 % halte sie für zumutbar, allerdings während nicht mehr als drei Stunden täglich (Ziff. 1.4). 3.3 Vom 28. März bis 16. Mai 2011 war die Beschwerdeführerin in der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, D.___, hospitalisiert. In ihrem Bericht vom 17. Oktober 2012 (Urk. 6/12) führten die Ärzte aus, während der Hospitalisation habe eine wahnhafte Symptomatik bestanden. Nach Remission dieser Symptomatik seien weiterhin Schwierigkeiten in der Abgrenzung zu An deren und im Äussern eigener Bedürfnisse aufgetreten. Die Beschwerdeführerin habe an einem geringen Selbstwertgefühl, Zukunftsängsten, Konzentrations störungen und Niedergeschlagenheit gelitten. Im Anschluss an die stationäre Behandlung sei die Beschwerdeführerin noch nicht arbeitsfähig gewesen und es sei eine tagesklinische Behandlung in der Tagesklinik E.___ organisiert worden. Im Zeitpunkt der Behandlung habe weiterhin eine um 50 % vermin derte Leistungsfähigkeit bestanden. Es sei davon auszugehen, dass die Be schwerdeführerin beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unterstützende Massnahmen benötigen werde. Inwiefern die Beschwerdeführerin aktuell ar beitsfähig beziehungsweise belastbar sei, sei ihnen nicht bekannt (Ziff. 1.7). 3.4 Dr. A.___ und die Psychotherapeutin Z.___ hielten in ihrem Bericht vom 12. November 2013 bei unveränderten Diagnosen fest, die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich deutliche Fortschritte gemacht und sei stabiler (Urk. 6/27 /3-4 S. 1 Ziff. 1 und 2). Im Juli 2013 habe sie eine Stelle im Detailhandel (Mode branche) erhalten und sei aus dem betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gezogen. Sie habe sich in der Zeit stabilisiert, die Angst- und Panikattacken seien deutlich geringer gewesen. Nach wie vor sei sie aber hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen eingeschränkt ge wesen. Nach einem Monat habe sie dann die Kündigung erhalten und selbstän dig die Medikamente abgesetzt. Dies habe zu einem heftigen Rückfall in alte Symptome geführt, welche jedoch nach ungefähr eineinhalb Monaten wieder verschwunden seien. Gemäss ihren eigenen Angaben sei sie danach wieder stabiler gewesen (S. 1 Ziff. 3). Weiter e psychotherapeutische Begleitung insbe sondere zur weiteren Stabilisierung der Regulationsfähigkeit der Emotionen, der Stresstoleranz und der Belastbarkeit wäre hilfreich. Eine Prognose zur Arbeits fähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt sei unsicher, die Motivation sei aber wei terhin hoch (S. 2 Ziff. 4). Hilfreich könnte ein Coaching in einem geschützten Bereich sein, in welchem ihre kognitiven und kreativen Fähigkeiten mehr gefor dert seien, und wodurch die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit verbessert werden könne (S. 2 Ziff. 5). 3.5 Am 4. November 2014 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwer - de gegnerin von Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. In ihrem Gutachten vom 9. Dezember 2014 stützte sich Dr. F.___ auf die vorhandenen Akten, die eigene n sowie testpsychologische Untersuchungen (Urk. 6/58 S. 1) und nannte insgesamt folgende Diagnosen (S. 6): - Panikstörung - somatoforme Schmerzstörung - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung Die Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht müsse sowohl anhand des aktuel len Zustandes als auch anhand der Angaben im Längsschnitt beurteilt werden. Die Beschwerdeführerin habe eine traumatisier ende Kindheit mit Ge walt, Vernachlässigung sowie Verlassenwerden durch die Mutter erlebt. Es sei von einer Beeinträchtigung, sehr wahrscheinlich einer Störung der Persönlich keitsentwicklung auszugehen (S. 6 lit. F). Die Arbeitsstellen seien aufgrund zwischenmenschlicher Konflikte immer wieder abgebrochen worden. Dies, ob wohl von den betreuenden Therapeuten immer wieder die hohe Motivation zur beruflichen Integration festgestellt worden sei. Jahrelang habe sie sich in am bulanter sowie stationärer psychiatrischer Behandlung befunden und sei auch medikamentös behandelt worden. Insgesamt müsse von einer geringen psychi schen Stabilität und Belastbarkeit ausgegangen werden, auch wenn das aktuelle Erklärungsmodell der Versicherten ausschliesslich in somatische Richtung ten diere. Da die Versicherte bisher keine berufliche Ausbildung absolviert habe, gebe es noch keinen angestammten Beruf. Die Einschränkungen wirkten sich jedoch stärker aus bei Tätigkeiten, die mit intensivem Kontakt mit Kunden oder Ar beitskollegen verbunden seien. Aktuell sei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routine anzupassen, eingeschränkt. Sie könne Termine nur bedingt verabredungsgemäss wahrneh men und sich in Organisationsabläufe einfügen. Bei der Planung und Struktu rierung von Aufgaben sei sie nicht eingeschränkt, sofern sie hierfür genügend Zeit habe. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien erheblich einge schränkt, hingegen bestünden in der Anwendung fachlicher Kompetenzen keine Einschränkungen. Die Urteilsfähigkeit sowie die Entscheidungsfähigkeit schie nen beeinträchtigt zu sein. Die Durchhaltefähigkeit sei derzeit schmerzbedingt beeinträchtigt. In sozialen Fähigkeiten wie der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfreudigkeit und der Gruppenfähigkeit sowie der Fähigkeit, Beziehungen aufzunehmen, sei die Beschwerdeführerin erheblich eingeschränkt. Insgesamt sei ihr Aktivitätsniveau in allen Lebensbereichen deutlich vermindert. Obwohl die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit immer wieder die Über - zeu gung geäussert habe, selbständig in der Lage zu sein, eine Lehrstelle be ziehungsweise eine Arbeitsstelle zu finden, scheine sie sich in dieser Hinsicht immer wieder überschätzt zu haben. Aus psychiatrischer Sicht sei sie dringend auf Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung angewiesen. Vorerst sollte daher eine Abklärung beziehungsweise eine Belastungserprobung durchgeführt werden, um die Belastbarkeit, aber auch die praktischen F ä higkeiten der Versi cherten zu erproben. Ein Einstieg sei ab sofort zu mindestens 50 % möglich mit einer schrittweisen Steigerung bis zu mindestens 80 % innerhalb von drei Mo naten. Anhand der Ergebnisse dieser Abklärung wären dann berufliche Mass nahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Ob diese in der freien Wirtschaft möglich sein würden, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dies müsse zum Abschluss der Abklärung nochmals über prüft werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Unterstützung während der Eingliederungsmassnahmen sei dringend zu empfehlen (S. 7). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich bei der Abweisung des Leistungsbegehrens auf den Standpunkt, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wesentlich verbes sert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden könne (vgl. E. 2.1). Dabei stützte sie sich insbesondere auf das Gutachten von Dr. F.___ (vgl. E. 3.5). Entgegen der Ansicht der Beschwer degegnerin kann das Gutachten von Dr. F.___ jedoch nicht in dem Sinne ver standen werden, dass mittels beruflicher Massnahmen innert dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von 80 % erreicht werden kann. Vielmehr ist davon auszuge hen, dass im jetzigen Zeitpunkt lediglich die Abklärungen zur Belastbarkeit so wie den praktischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in einem Pensum von derzeit 50 % mit einer schrittweisen Steigerung bis mindestens 80 % innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden können. Erst anhand der so festgestell ten Ergebnisse wären dann in einem späteren Zeitpunkt allenfalls berufliche Massnahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Dr. F.___ hielt denn auch ausdrücklich fest, es könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob dies in der freien Wirtschaft möglich sein werde. Zur Ar beitsfähigkeit im eigentlichen Sinn machte sie gar keine Angaben (E. 3.5). Nachdem sich somit die Interpretation des Gutachtens durch die Beschwer - degeg nerin und damit die Grundlage der angefochtenen Verfügung als unzu - treffend erweist, ist davon auszugehen, dass die Möglichkeiten der Einglie derungsmassnahmen noch nicht vollständig ausgeschöpft wurden. Die ange fochtene Verfügung, in welcher die Beschwerdegegnerin an sich korrekt auf den Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ verwiesen hat (Urk. 2 S. 2), ist damit auf zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4.2 Entsprechend der gutachterlichen Beurteilung hat die Beschwerdegegnerin im Sinne eines letzten Versuches zunächst die von Dr. F.___ vorgeschlagene Ab klärung der objektiven Belastbarkeit und der praktischen Fähigkeiten durchzu führen. Dabei ist etwa an die berufliche Abklärungsstelle G.___ oder die Stiftung H.___ zu denken. Dem Verhalten der Beschwerdeführerin, welche bisher Mühe damit bekundete, die Hilfsangebote der Beschwerdegegnerin zur Integration in den Arbeitsmarkt anzunehmen (vgl. Urk. 6/25, Urk. 6/35) und teilweise auch die Mitwirkung zur Begutachtung verweigerte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40-42, Urk. 6/45), ist im wei teren Verfahren dahingehend Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen haben wird, um der Beschwerdeführerin die Wichtigkeit der Teilnahme an den Abklärungen noch einmal deutlich vor Augen zu führen. Sollte sich jedoch zeigen, dass die von Dr. F.___ vorgeschlagenen Abklärungen trotz Mitwirkung der Beschwerdeführerin nicht die erhofften Ergebnisse bringen und die Durchführung beruflicher Massnahmen nicht möglich ist, wäre in die sem Zeitpunkt eine erneute Begutachtung zu veranlassen, wobei sich die Ärzte dannzumal zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu äussern hätten. 4.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer unzutreffenden Interpretation des Gutachtens von Dr. F.___ die notwendigen Abklärungen zur Durchführung beruflicher Massnahmen nicht in genügendem Ausmass getätigt, sodass die verfügte Abweisung des Anspruches auf Leistungen der Invaliden versicherung zu unrecht erfolgt ist. Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2015 ist aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolgten Abklärungen betreffend Belastbarkeit und praktischen Fähigkeiten der Be schwerdeführerin über deren Anspruch auf berufliche Massnahmen oder gege benenfalls eine Rente neu verfüge. Die Beschwerdeführerin wird auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 IVG) aufmerk sam gemacht. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre chung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwaltung zur weiteren Ab klärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen ( BGE 137 V 57 E. 2.2 ), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be schwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 29. Sep - tember 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannKübler-Zillig

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2015.01080 IV.2015.01080

IV.2015.01080 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Bachofner

Ersatzrichterin Lienhard

Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig

Urteil vom 4. Januar 2016

Urteil vom 4. Januar 2016 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1987, war nach einer abgebrochenen Lehre als Fachfrau Kinderbetreuung (Urk. 6/3 Ziff. 5.3) ab dem 1. Januar 2012 in einem Einsatzprogramm des Y.___ (Urk. 6/3 Ziff. 5.4) tätig, als sie sich am 2. Mai 2012 aufgrund einer psychischen Störung bei der Invalidenver sicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/3 Ziff. 6.2). Die Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische (Urk. 6/8, Urk. 6/11-13 ) und berufliche Abklärungen (Urk. 6/2, Urk. 6/7) und auferlegte der Versicherten m it Schreiben vom 22. November 2012 im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht eine absolute Substanzkarenz sowie entspre chende regelmässige laborchemische Kontrollen während mindestens sechs Mo naten (Urk. 6/14). Nachdem die IV-Stelle von der Versicherten keine Rückmel dung betreffend eine weitere Beratung erhalten hatte, wurde die Berufsberatung mit Mitteilung vom 28. August 2013 abgebrochen (Urk. 6/25).

1.1 X.___, geboren 1987, war nach einer abgebrochenen Lehre als Fachfrau Kinderbetreuung (Urk. 6/3 Ziff. 5.3) ab dem 1. Januar 2012 in einem Einsatzprogramm des Y.___ (Urk. 6/3 Ziff. 5.4) tätig, als sie sich am 2. Mai 2012 aufgrund einer psychischen Störung bei der Invalidenver sicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/3 Ziff. 6.2). Die Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische (Urk. 6/8, Urk. 6/11-13 ) und berufliche Abklärungen (Urk. 6/2, Urk. 6/7) und auferlegte der Versicherten m it Schreiben vom 22. November 2012 im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht eine absolute Substanzkarenz sowie entspre chende regelmässige laborchemische Kontrollen während mindestens sechs Mo naten (Urk. 6/14). Nachdem die IV-Stelle von der Versicherten keine Rückmel dung betreffend eine weitere Beratung erhalten hatte, wurde die Berufsberatung mit Mitteilung vom 28. August 2013 abgebrochen (Urk. 6/25). Am 18. Dezember 2013 bat die Versicherte um einen Termin zur Wiederauf nahme der Berufsberatung (Urk. 6/28), teilte m it Schreiben vom 21. April 2014 jedoch mit, sie habe sich entschieden, den Weg in den Arbeitsmarkt selbständig zu gehen (Urk. 6/35). Daraufhin schloss die IV-Stelle die Berufsberatung erneut ab und verwies betreffend Rente auf eine spätere separate Verfügung (Urk. 6/38).

Am 18. Dezember 2013 bat die Versicherte um einen Termin zur Wiederauf nahme der Berufsberatung (Urk. 6/28), teilte m it Schreiben vom 21. April 2014 jedoch mit, sie habe sich entschieden, den Weg in den Arbeitsmarkt selbständig zu gehen (Urk. 6/35). Daraufhin schloss die IV-Stelle die Berufsberatung erneut ab und verwies betreffend Rente auf eine spätere separate Verfügung (Urk. 6/38). 1.2 Nachdem die Versicherte die Termine zur psychiatrischen Begutachtung mehr fach nicht wahrgenommen hatte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40 -42, Urk. 6/ 45) und von der IV-Stelle mit Schreiben vom 16. Mai 2014 unter Androhung der Leis tungsabweisung auf die Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung hingewiesen worden war (Urk. 6/41), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 7. August 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/51). Dagegen erhob die Versicherte am 21. August 2014 einen Einwand (Urk. 6/53) und un terzog sich in der Folge der vorgesehenen psychiatrischen Begutachtung (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht die Durchführung ei ner psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 6/60) und wies sie am 22. Juni 2015 auf ihre Mitwirkungspflicht betreffend Eingliederungsmass nahmen hin (Urk. 6/73).

1.2 Nachdem die Versicherte die Termine zur psychiatrischen Begutachtung mehr fach nicht wahrgenommen hatte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40 -42, Urk. 6/ 45) und von der IV-Stelle mit Schreiben vom 16. Mai 2014 unter Androhung der Leis tungsabweisung auf die Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung hingewiesen worden war (Urk. 6/41), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 7. August 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/51). Dagegen erhob die Versicherte am 21. August 2014 einen Einwand (Urk. 6/53) und un terzog sich in der Folge der vorgesehenen psychiatrischen Begutachtung (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht die Durchführung ei ner psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 6/60) und wies sie am 22. Juni 2015 auf ihre Mitwirkungspflicht betreffend Eingliederungsmass nahmen hin (Urk. 6/73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/77-78, Urk. 6/81) verneinte die IV-Stelle am 29. September 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invali denversicherung (Urk. 6/83 = Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/77-78, Urk. 6/81) verneinte die IV-Stelle am 29. September 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invali denversicherung (Urk. 6/83 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 29. September 2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 19. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prüfung eines Rentenanspruchs (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Versicherten am 3. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).

2. Gegen die Verfügung vom 29. September 2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 19. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prüfung eines Rentenanspruchs (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Versicherten am 3. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Invalide o der von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedroht e Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1) :

1.2 Invalide o der von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedroht e Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1) : a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne n Massnahmen erfüllt sind. b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne n Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs lebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg abenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er halten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ).

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs lebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg abenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er halten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in me dizinischen Mass nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in me dizinischen Mass nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1.3 Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfä hig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vor bereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen berufli cher Art geschaffen werden können ( Art. 14a Abs. 1 IVG ). Als Integrations massnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit. a) und Be schäftigungsmassnahmen (lit. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu er halten (BBl 2005 4521 ff., 4564; Erwin Murer, Invalidenversicherung: Präven tion, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N. 4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Geburtstag, 2010, S. 111).

1.3 Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfä hig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vor bereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen berufli cher Art geschaffen werden können ( Art. 14a Abs. 1 IVG ). Als Integrations massnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit. a) und Be schäftigungsmassnahmen (lit. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu er halten (BBl 2005 4521 ff., 4564; Erwin Murer, Invalidenversicherung: Präven tion, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N. 4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Geburtstag, 2010, S. 111). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

1.5 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3).

Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2.

2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 29. September 2015 führte die Beschwer - de gegnerin aus, gemäss den Abklärungen seien berufliche Massnah men an - gezeigt. Die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin könne mit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung wesentlich ver bessert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden. Im Sinne von „Eingliederung vor Rente“ könne während dieses Zeitraums kein Entscheid über einen allfälligen Rentenanspruch gefällt werden. Die Beschwerdeführerin habe sodann nicht begründet, weshalb sie die psychiat risch-psychotherapeutische Behandlung nicht habe aufnehmen können (Urk. 2 S. 2).

2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 29. September 2015 führte die Beschwer de gegnerin aus, gemäss den Abklärungen seien berufliche Massnah men an gezeigt. Die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin könne mit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung wesentlich ver bessert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden. Im Sinne von „Eingliederung vor Rente“ könne während dieses Zeitraums kein Entscheid über einen allfälligen Rentenanspruch gefällt werden. Die Beschwerdeführerin habe sodann nicht begründet, weshalb sie die psychiat risch-psychotherapeutische Behandlung nicht habe aufnehmen können (Urk. 2 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 führte die Beschwerde - gegne rin sodann ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe sich entgegen der gutachterlichen Einschätzung auf den Standpunkt gestellt, dass sie nicht eingliederungsfähig sei, und sei somit ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachge - kommen. Damit mangle es am Eingliederungswillen der Beschwerde führerin (Urk. 5 S. 1 Ziff. 1). Die Zusprechung einer Rente falle erst in Betracht, wenn eine genügende rentenausschliessende Eingliederung nicht möglich sei. Bei der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von maximal 20 % ergebe sich so dann kein Rentenanspruch (S. 1 f. Ziff. 2).

In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 führte die Beschwerde gegne rin sodann ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe sich entgegen der gutachterlichen Einschätzung auf den Standpunkt gestellt, dass sie nicht eingliederungsfähig sei, und sei somit ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachge kommen. Damit mangle es am Eingliederungswillen der Beschwerde führerin (Urk. 5 S. 1 Ziff. 1). Die Zusprechung einer Rente falle erst in Betracht, wenn eine genügende rentenausschliessende Eingliederung nicht möglich sei. Bei der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von maximal 20 % ergebe sich so dann kein Rentenanspruch (S. 1 f. Ziff. 2). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, sie leide seit zwei Jah ren an starken chronischen Schmerzen am ganzen Körper sowie diversen wei teren Symptomen, welche durch körperliche Belastung verstärkt hervortreten würden und die Teilnahme an Massnahmen der Invalidenversicherung verun möglichten. Sie beantrage daher die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prü fung eines Rentenanspruchs.

2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, sie leide seit zwei Jah ren an starken chronischen Schmerzen am ganzen Körper sowie diversen wei teren Symptomen, welche durch körperliche Belastung verstärkt hervortreten würden und die Teilnahme an Massnahmen der Invalidenversicherung verun möglichten. Sie beantrage daher die Wiederaufnahme des Verfahrens zur Prü fung eines Rentenanspruchs. 2.3 Strittig und zu prüfen ist demnach insbesondere, ob die Voraussetzungen für berufliche Massnahmen erfüllt sind oder ob ein Rentenanspruch zu prüfen ist.

2.3 Strittig und zu prüfen ist demnach insbesondere, ob die Voraussetzungen für berufliche Massnahmen erfüllt sind oder ob ein Rentenanspruch zu prüfen ist. 3.

3. 3.1 Die behandelnde Psychotherapeutin Z.___, Psychotherapeutin FSP, sowie Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nann ten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2012 (Urk. 6/8) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):

3.1 Die behandelnde Psychotherapeutin Z.___, Psychotherapeutin FSP, sowie Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nann ten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2012 (Urk. 6/8) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - generalisierte Angststörung

generalisierte Angststörung - posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) - Probleme bei körperlicher Misshandlung eines Kindes

Probleme bei körperlicher Misshandlung eines Kindes - Verschwinden eines Familienangehörigen

Verschwinden eines Familienangehörigen Die Beschwerdeführerin sei mit einem gewalttätigen und psychisch kranken Vater als mittleres von fünf Geschwistern aufgewachsen. Im Alter von zehn Jahren habe die Mutter die Familie verlassen, ohne dass die Beschwerdeführerin deren Aufenthaltsort gekannt habe. Mit 14 Jahren sei sie dann zur Mutter gezo gen. Die Beschwerdeführerin leide an Hypervigilität, Flashbacks, Unruhe, Angstproblematik und Panikattacken sowie Schlafstörungen. Die Regulations fähigkeit der Emotionen sei eingeschränkt, es komme zu extremen Stimmungs schwankungen. Es bestehe eine eingeschränkte Belastbarkeit, eine starke Ermü dbarkeit und wenig Effizienz bei der Arbeit. Sie brauche Pausen und habe Ab senzen. Der Verlauf sei schwankend, die Beschwerdeführerin sei aber zuneh mend belastbar. Sie sei immer mehr fähig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhal ten. Dank hoher Motivation und guten kognitiven Fähigkeiten sei die Prognose gut (Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit zwei Jahren arbeitslos, habe sich aber seit Januar 2012 im B.___ selber einen geschützten Arbeits platz organisiert und sei dort in einem Pensum von 50 % tätig. Sie sei sehr mo tiviert, wieder einer geregelten Arbeit nachgehen zu können und einen Lehrab schluss nachzuholen. Dies sei aber nur mit Unterstützung der Beschwerdegeg nerin möglich (Ziff. 1.7). Zur Aufarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrungen sowie zur Förderung der Belastbarkeit sei eine Psychotherapie notwendig (Ziff. 1.8). Ab wann mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tä tigkeit gerechnet werden könne, sei noch nicht absehbar (Ziff. 1.9).

Die Beschwerdeführerin sei mit einem gewalttätigen und psychisch kranken Vater als mittleres von fünf Geschwistern aufgewachsen. Im Alter von zehn Jahren habe die Mutter die Familie verlassen, ohne dass die Beschwerdeführerin deren Aufenthaltsort gekannt habe. Mit 14 Jahren sei sie dann zur Mutter gezo gen. Die Beschwerdeführerin leide an Hypervigilität, Flashbacks, Unruhe, Angstproblematik und Panikattacken sowie Schlafstörungen. Die Regulations fähigkeit der Emotionen sei eingeschränkt, es komme zu extremen Stimmungs schwankungen. Es bestehe eine eingeschränkte Belastbarkeit, eine starke Ermü dbarkeit und wenig Effizienz bei der Arbeit. Sie brauche Pausen und habe Ab senzen. Der Verlauf sei schwankend, die Beschwerdeführerin sei aber zuneh mend belastbar. Sie sei immer mehr fähig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhal ten. Dank hoher Motivation und guten kognitiven Fähigkeiten sei die Prognose gut (Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit zwei Jahren arbeitslos, habe sich aber seit Januar 2012 im B.___ selber einen geschützten Arbeits platz organisiert und sei dort in einem Pensum von 50 % tätig. Sie sei sehr mo tiviert, wieder einer geregelten Arbeit nachgehen zu können und einen Lehrab schluss nachzuholen. Dies sei aber nur mit Unterstützung der Beschwerdegeg nerin möglich (Ziff. 1.7). Zur Aufarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrungen sowie zur Förderung der Belastbarkeit sei eine Psychotherapie notwendig (Ziff. 1.8). Ab wann mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tä tigkeit gerechnet werden könne, sei noch nicht absehbar (Ziff. 1.9). 3.2 Die Hausärztin Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. Juli 2012 (Urk. 6/11) eine PTBS sowie ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom, differenzialdi agnostisch posttraumatisch (Ziff. 1.1). Die Beschwerden der Halswirbelsäule (HSW) würden ihres Erachtens eindeutig mit der Prognose der PTBS zusam menhängen (Ziff. 1.4). Die bisherige Tätigkeit als Hilfskraft im O.___ im Umfang von zirka 35 % halte sie für zumutbar, allerdings während nicht mehr als drei Stunden täglich (Ziff. 1.4).

3.2 Die Hausärztin Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. Juli 2012 (Urk. 6/11) eine PTBS sowie ein chronisches zervikogenes Schmerzsyndrom, differenzialdi agnostisch posttraumatisch (Ziff. 1.1). Die Beschwerden der Halswirbelsäule (HSW) würden ihres Erachtens eindeutig mit der Prognose der PTBS zusam menhängen (Ziff. 1.4). Die bisherige Tätigkeit als Hilfskraft im O.___ im Umfang von zirka 35 % halte sie für zumutbar, allerdings während nicht mehr als drei Stunden täglich (Ziff. 1.4). 3.3 Vom 28. März bis 16. Mai 2011 war die Beschwerdeführerin in der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, D.___, hospitalisiert. In ihrem Bericht vom 17. Oktober 2012 (Urk. 6/12) führten die Ärzte aus, während der Hospitalisation habe eine wahnhafte Symptomatik bestanden. Nach Remission dieser Symptomatik seien weiterhin Schwierigkeiten in der Abgrenzung zu An deren und im Äussern eigener Bedürfnisse aufgetreten. Die Beschwerdeführerin habe an einem geringen Selbstwertgefühl, Zukunftsängsten, Konzentrations störungen und Niedergeschlagenheit gelitten. Im Anschluss an die stationäre Behandlung sei die Beschwerdeführerin noch nicht arbeitsfähig gewesen und es sei eine tagesklinische Behandlung in der Tagesklinik E.___ organisiert worden. Im Zeitpunkt der Behandlung habe weiterhin eine um 50 % vermin derte Leistungsfähigkeit bestanden. Es sei davon auszugehen, dass die Be schwerdeführerin beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unterstützende Massnahmen benötigen werde. Inwiefern die Beschwerdeführerin aktuell ar beitsfähig beziehungsweise belastbar sei, sei ihnen nicht bekannt (Ziff. 1.7).

3.3 Vom 28. März bis 16. Mai 2011 war die Beschwerdeführerin in der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, D.___, hospitalisiert. In ihrem Bericht vom 17. Oktober 2012 (Urk. 6/12) führten die Ärzte aus, während der Hospitalisation habe eine wahnhafte Symptomatik bestanden. Nach Remission dieser Symptomatik seien weiterhin Schwierigkeiten in der Abgrenzung zu An deren und im Äussern eigener Bedürfnisse aufgetreten. Die Beschwerdeführerin habe an einem geringen Selbstwertgefühl, Zukunftsängsten, Konzentrations störungen und Niedergeschlagenheit gelitten. Im Anschluss an die stationäre Behandlung sei die Beschwerdeführerin noch nicht arbeitsfähig gewesen und es sei eine tagesklinische Behandlung in der Tagesklinik E.___ organisiert worden. Im Zeitpunkt der Behandlung habe weiterhin eine um 50 % vermin derte Leistungsfähigkeit bestanden. Es sei davon auszugehen, dass die Be schwerdeführerin beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unterstützende Massnahmen benötigen werde. Inwiefern die Beschwerdeführerin aktuell ar beitsfähig beziehungsweise belastbar sei, sei ihnen nicht bekannt (Ziff. 1.7). 3.4 Dr. A.___ und die Psychotherapeutin Z.___ hielten in ihrem Bericht vom 12. November 2013 bei unveränderten Diagnosen fest, die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich deutliche Fortschritte gemacht und sei stabiler (Urk. 6/27 /3-4 S. 1 Ziff. 1 und 2). Im Juli 2013 habe sie eine Stelle im Detailhandel (Mode branche) erhalten und sei aus dem betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gezogen. Sie habe sich in der Zeit stabilisiert, die Angst- und Panikattacken seien deutlich geringer gewesen. Nach wie vor sei sie aber hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen eingeschränkt ge wesen. Nach einem Monat habe sie dann die Kündigung erhalten und selbstän dig die Medikamente abgesetzt. Dies habe zu einem heftigen Rückfall in alte Symptome geführt, welche jedoch nach ungefähr eineinhalb Monaten wieder verschwunden seien. Gemäss ihren eigenen Angaben sei sie danach wieder stabiler gewesen (S. 1 Ziff. 3). Weiter e psychotherapeutische Begleitung insbe sondere zur weiteren Stabilisierung der Regulationsfähigkeit der Emotionen, der Stresstoleranz und der Belastbarkeit wäre hilfreich. Eine Prognose zur Arbeits fähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt sei unsicher, die Motivation sei aber wei terhin hoch (S. 2 Ziff. 4). Hilfreich könnte ein Coaching in einem geschützten Bereich sein, in welchem ihre kognitiven und kreativen Fähigkeiten mehr gefor dert seien, und wodurch die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit verbessert werden könne (S. 2 Ziff. 5).

3.4 Dr. A.___ und die Psychotherapeutin Z.___ hielten in ihrem Bericht vom 12. November 2013 bei unveränderten Diagnosen fest, die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich deutliche Fortschritte gemacht und sei stabiler (Urk. 6/27 /3-4 S. 1 Ziff. 1 und 2). Im Juli 2013 habe sie eine Stelle im Detailhandel (Mode branche) erhalten und sei aus dem betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gezogen. Sie habe sich in der Zeit stabilisiert, die Angst- und Panikattacken seien deutlich geringer gewesen. Nach wie vor sei sie aber hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen eingeschränkt ge wesen. Nach einem Monat habe sie dann die Kündigung erhalten und selbstän dig die Medikamente abgesetzt. Dies habe zu einem heftigen Rückfall in alte Symptome geführt, welche jedoch nach ungefähr eineinhalb Monaten wieder verschwunden seien. Gemäss ihren eigenen Angaben sei sie danach wieder stabiler gewesen (S. 1 Ziff. 3). Weiter e psychotherapeutische Begleitung insbe sondere zur weiteren Stabilisierung der Regulationsfähigkeit der Emotionen, der Stresstoleranz und der Belastbarkeit wäre hilfreich. Eine Prognose zur Arbeits fähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt sei unsicher, die Motivation sei aber wei terhin hoch (S. 2 Ziff. 4). Hilfreich könnte ein Coaching in einem geschützten Bereich sein, in welchem ihre kognitiven und kreativen Fähigkeiten mehr gefor dert seien, und wodurch die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit verbessert werden könne (S. 2 Ziff. 5). 3.5 Am 4. November 2014 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwer - de gegnerin von Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. In ihrem Gutachten vom 9. Dezember 2014 stützte sich Dr. F.___ auf die vorhandenen Akten, die eigene n sowie testpsychologische Untersuchungen (Urk. 6/58 S. 1) und nannte insgesamt folgende Diagnosen (S. 6):

3.5 Am 4. November 2014 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwer de gegnerin von Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. In ihrem Gutachten vom 9. Dezember 2014 stützte sich Dr. F.___ auf die vorhandenen Akten, die eigene n sowie testpsychologische Untersuchungen (Urk. 6/58 S. 1) und nannte insgesamt folgende Diagnosen (S. 6): - Panikstörung

Panikstörung - somatoforme Schmerzstörung

somatoforme Schmerzstörung - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung

Verdacht auf Persönlichkeitsstörung Die Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht müsse sowohl anhand des aktuel len Zustandes als auch anhand der Angaben im Längsschnitt beurteilt werden. Die Beschwerdeführerin habe eine traumatisier ende Kindheit mit Ge walt, Vernachlässigung sowie Verlassenwerden durch die Mutter erlebt. Es sei von einer Beeinträchtigung, sehr wahrscheinlich einer Störung der Persönlich keitsentwicklung auszugehen (S. 6 lit. F). Die Arbeitsstellen seien aufgrund zwischenmenschlicher Konflikte immer wieder abgebrochen worden. Dies, ob wohl von den betreuenden Therapeuten immer wieder die hohe Motivation zur beruflichen Integration festgestellt worden sei. Jahrelang habe sie sich in am bulanter sowie stationärer psychiatrischer Behandlung befunden und sei auch medikamentös behandelt worden. Insgesamt müsse von einer geringen psychi schen Stabilität und Belastbarkeit ausgegangen werden, auch wenn das aktuelle Erklärungsmodell der Versicherten ausschliesslich in somatische Richtung ten diere.

Die Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht müsse sowohl anhand des aktuel len Zustandes als auch anhand der Angaben im Längsschnitt beurteilt werden. Die Beschwerdeführerin habe eine traumatisier ende Kindheit mit Ge walt, Vernachlässigung sowie Verlassenwerden durch die Mutter erlebt. Es sei von einer Beeinträchtigung, sehr wahrscheinlich einer Störung der Persönlich keitsentwicklung auszugehen (S. 6 lit. F). Die Arbeitsstellen seien aufgrund zwischenmenschlicher Konflikte immer wieder abgebrochen worden. Dies, ob wohl von den betreuenden Therapeuten immer wieder die hohe Motivation zur beruflichen Integration festgestellt worden sei. Jahrelang habe sie sich in am bulanter sowie stationärer psychiatrischer Behandlung befunden und sei auch medikamentös behandelt worden. Insgesamt müsse von einer geringen psychi schen Stabilität und Belastbarkeit ausgegangen werden, auch wenn das aktuelle Erklärungsmodell der Versicherten ausschliesslich in somatische Richtung ten diere. Da die Versicherte bisher keine berufliche Ausbildung absolviert habe, gebe es noch keinen angestammten Beruf. Die Einschränkungen wirkten sich jedoch stärker aus bei Tätigkeiten, die mit intensivem Kontakt mit Kunden oder Ar beitskollegen verbunden seien. Aktuell sei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routine anzupassen, eingeschränkt. Sie könne Termine nur bedingt verabredungsgemäss wahrneh men und sich in Organisationsabläufe einfügen. Bei der Planung und Struktu rierung von Aufgaben sei sie nicht eingeschränkt, sofern sie hierfür genügend Zeit habe. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien erheblich einge schränkt, hingegen bestünden in der Anwendung fachlicher Kompetenzen keine Einschränkungen. Die Urteilsfähigkeit sowie die Entscheidungsfähigkeit schie nen beeinträchtigt zu sein. Die Durchhaltefähigkeit sei derzeit schmerzbedingt beeinträchtigt. In sozialen Fähigkeiten wie der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfreudigkeit und der Gruppenfähigkeit sowie der Fähigkeit, Beziehungen aufzunehmen, sei die Beschwerdeführerin erheblich eingeschränkt. Insgesamt sei ihr Aktivitätsniveau in allen Lebensbereichen deutlich vermindert.

Da die Versicherte bisher keine berufliche Ausbildung absolviert habe, gebe es noch keinen angestammten Beruf. Die Einschränkungen wirkten sich jedoch stärker aus bei Tätigkeiten, die mit intensivem Kontakt mit Kunden oder Ar beitskollegen verbunden seien. Aktuell sei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routine anzupassen, eingeschränkt. Sie könne Termine nur bedingt verabredungsgemäss wahrneh men und sich in Organisationsabläufe einfügen. Bei der Planung und Struktu rierung von Aufgaben sei sie nicht eingeschränkt, sofern sie hierfür genügend Zeit habe. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien erheblich einge schränkt, hingegen bestünden in der Anwendung fachlicher Kompetenzen keine Einschränkungen. Die Urteilsfähigkeit sowie die Entscheidungsfähigkeit schie nen beeinträchtigt zu sein. Die Durchhaltefähigkeit sei derzeit schmerzbedingt beeinträchtigt. In sozialen Fähigkeiten wie der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfreudigkeit und der Gruppenfähigkeit sowie der Fähigkeit, Beziehungen aufzunehmen, sei die Beschwerdeführerin erheblich eingeschränkt. Insgesamt sei ihr Aktivitätsniveau in allen Lebensbereichen deutlich vermindert. Obwohl die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit immer wieder die Über - zeu gung geäussert habe, selbständig in der Lage zu sein, eine Lehrstelle be ziehungsweise eine Arbeitsstelle zu finden, scheine sie sich in dieser Hinsicht immer wieder überschätzt zu haben. Aus psychiatrischer Sicht sei sie dringend auf Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung angewiesen. Vorerst sollte daher eine Abklärung beziehungsweise eine Belastungserprobung durchgeführt werden, um die Belastbarkeit, aber auch die praktischen F ä higkeiten der Versi cherten zu erproben. Ein Einstieg sei ab sofort zu mindestens 50 % möglich mit einer schrittweisen Steigerung bis zu mindestens 80 % innerhalb von drei Mo naten. Anhand der Ergebnisse dieser Abklärung wären dann berufliche Mass nahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Ob diese in der freien Wirtschaft möglich sein würden, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dies müsse zum Abschluss der Abklärung nochmals über prüft werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Unterstützung während der Eingliederungsmassnahmen sei dringend zu empfehlen (S. 7).

Obwohl die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit immer wieder die Über zeu gung geäussert habe, selbständig in der Lage zu sein, eine Lehrstelle be ziehungsweise eine Arbeitsstelle zu finden, scheine sie sich in dieser Hinsicht immer wieder überschätzt zu haben. Aus psychiatrischer Sicht sei sie dringend auf Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung angewiesen. Vorerst sollte daher eine Abklärung beziehungsweise eine Belastungserprobung durchgeführt werden, um die Belastbarkeit, aber auch die praktischen F ä higkeiten der Versi cherten zu erproben. Ein Einstieg sei ab sofort zu mindestens 50 % möglich mit einer schrittweisen Steigerung bis zu mindestens 80 % innerhalb von drei Mo naten. Anhand der Ergebnisse dieser Abklärung wären dann berufliche Mass nahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Ob diese in der freien Wirtschaft möglich sein würden, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dies müsse zum Abschluss der Abklärung nochmals über prüft werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Unterstützung während der Eingliederungsmassnahmen sei dringend zu empfehlen (S. 7). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich bei der Abweisung des Leistungsbegehrens auf den Standpunkt, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wesentlich verbes sert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden könne (vgl. E. 2.1). Dabei stützte sie sich insbesondere auf das Gutachten von Dr. F.___ (vgl. E. 3.5). Entgegen der Ansicht der Beschwer degegnerin kann das Gutachten von Dr. F.___ jedoch nicht in dem Sinne ver standen werden, dass mittels beruflicher Massnahmen innert dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von 80 % erreicht werden kann. Vielmehr ist davon auszuge hen, dass im jetzigen Zeitpunkt lediglich die Abklärungen zur Belastbarkeit so wie den praktischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in einem Pensum von derzeit 50 % mit einer schrittweisen Steigerung bis mindestens 80 % innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden können. Erst anhand der so festgestell ten Ergebnisse wären dann in einem späteren Zeitpunkt allenfalls berufliche Massnahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Dr. F.___ hielt denn auch ausdrücklich fest, es könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob dies in der freien Wirtschaft möglich sein werde. Zur Ar beitsfähigkeit im eigentlichen Sinn machte sie gar keine Angaben (E. 3.5).

4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich bei der Abweisung des Leistungsbegehrens auf den Standpunkt, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wesentlich verbes sert und mit beruflichen Massnahmen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % erreicht werden könne (vgl. E. 2.1). Dabei stützte sie sich insbesondere auf das Gutachten von Dr. F.___ (vgl. E. 3.5). Entgegen der Ansicht der Beschwer degegnerin kann das Gutachten von Dr. F.___ jedoch nicht in dem Sinne ver standen werden, dass mittels beruflicher Massnahmen innert dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von 80 % erreicht werden kann. Vielmehr ist davon auszuge hen, dass im jetzigen Zeitpunkt lediglich die Abklärungen zur Belastbarkeit so wie den praktischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in einem Pensum von derzeit 50 % mit einer schrittweisen Steigerung bis mindestens 80 % innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden können. Erst anhand der so festgestell ten Ergebnisse wären dann in einem späteren Zeitpunkt allenfalls berufliche Massnahmen im Sinne einer beruflichen Ausbildung möglich. Dr. F.___ hielt denn auch ausdrücklich fest, es könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob dies in der freien Wirtschaft möglich sein werde. Zur Ar beitsfähigkeit im eigentlichen Sinn machte sie gar keine Angaben (E. 3.5). Nachdem sich somit die Interpretation des Gutachtens durch die Beschwer - degeg nerin und damit die Grundlage der angefochtenen Verfügung als unzu - treffend erweist, ist davon auszugehen, dass die Möglichkeiten der Einglie derungsmassnahmen noch nicht vollständig ausgeschöpft wurden. Die ange fochtene Verfügung, in welcher die Beschwerdegegnerin an sich korrekt auf den Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ verwiesen hat (Urk. 2 S. 2), ist damit auf zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Nachdem sich somit die Interpretation des Gutachtens durch die Beschwer degeg nerin und damit die Grundlage der angefochtenen Verfügung als unzu treffend erweist, ist davon auszugehen, dass die Möglichkeiten der Einglie derungsmassnahmen noch nicht vollständig ausgeschöpft wurden. Die ange fochtene Verfügung, in welcher die Beschwerdegegnerin an sich korrekt auf den Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ verwiesen hat (Urk. 2 S. 2), ist damit auf zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4.2 Entsprechend der gutachterlichen Beurteilung hat die Beschwerdegegnerin im Sinne eines letzten Versuches zunächst die von Dr. F.___ vorgeschlagene Ab klärung der objektiven Belastbarkeit und der praktischen Fähigkeiten durchzu führen. Dabei ist etwa an die berufliche Abklärungsstelle G.___ oder die Stiftung H.___ zu denken.

4.2 Entsprechend der gutachterlichen Beurteilung hat die Beschwerdegegnerin im Sinne eines letzten Versuches zunächst die von Dr. F.___ vorgeschlagene Ab klärung der objektiven Belastbarkeit und der praktischen Fähigkeiten durchzu führen. Dabei ist etwa an die berufliche Abklärungsstelle G.___ oder die Stiftung H.___ zu denken. Dem Verhalten der Beschwerdeführerin, welche bisher Mühe damit bekundete, die Hilfsangebote der Beschwerdegegnerin zur Integration in den Arbeitsmarkt anzunehmen (vgl. Urk. 6/25, Urk. 6/35) und teilweise auch die Mitwirkung zur Begutachtung verweigerte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40-42, Urk. 6/45), ist im wei teren Verfahren dahingehend Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen haben wird, um der Beschwerdeführerin die Wichtigkeit der Teilnahme an den Abklärungen noch einmal deutlich vor Augen zu führen.

Dem Verhalten der Beschwerdeführerin, welche bisher Mühe damit bekundete, die Hilfsangebote der Beschwerdegegnerin zur Integration in den Arbeitsmarkt anzunehmen (vgl. Urk. 6/25, Urk. 6/35) und teilweise auch die Mitwirkung zur Begutachtung verweigerte (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/40-42, Urk. 6/45), ist im wei teren Verfahren dahingehend Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen haben wird, um der Beschwerdeführerin die Wichtigkeit der Teilnahme an den Abklärungen noch einmal deutlich vor Augen zu führen. Sollte sich jedoch zeigen, dass die von Dr. F.___ vorgeschlagenen Abklärungen trotz Mitwirkung der Beschwerdeführerin nicht die erhofften Ergebnisse bringen und die Durchführung beruflicher Massnahmen nicht möglich ist, wäre in die sem Zeitpunkt eine erneute Begutachtung zu veranlassen, wobei sich die Ärzte dannzumal zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu äussern hätten.

Sollte sich jedoch zeigen, dass die von Dr. F.___ vorgeschlagenen Abklärungen trotz Mitwirkung der Beschwerdeführerin nicht die erhofften Ergebnisse bringen und die Durchführung beruflicher Massnahmen nicht möglich ist, wäre in die sem Zeitpunkt eine erneute Begutachtung zu veranlassen, wobei sich die Ärzte dannzumal zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu äussern hätten. 4.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer unzutreffenden Interpretation des Gutachtens von Dr. F.___ die notwendigen Abklärungen zur Durchführung beruflicher Massnahmen nicht in genügendem Ausmass getätigt, sodass die verfügte Abweisung des Anspruches auf Leistungen der Invaliden versicherung zu unrecht erfolgt ist.

4.3 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer unzutreffenden Interpretation des Gutachtens von Dr. F.___ die notwendigen Abklärungen zur Durchführung beruflicher Massnahmen nicht in genügendem Ausmass getätigt, sodass die verfügte Abweisung des Anspruches auf Leistungen der Invaliden versicherung zu unrecht erfolgt ist. Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2015 ist aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolgten Abklärungen betreffend Belastbarkeit und praktischen Fähigkeiten der Be schwerdeführerin über deren Anspruch auf berufliche Massnahmen oder gege benenfalls eine Rente neu verfüge.

Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2015 ist aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolgten Abklärungen betreffend Belastbarkeit und praktischen Fähigkeiten der Be schwerdeführerin über deren Anspruch auf berufliche Massnahmen oder gege benenfalls eine Rente neu verfüge. Die Beschwerdeführerin wird auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 IVG) aufmerk sam gemacht.

Die Beschwerdeführerin wird auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 IVG) aufmerk sam gemacht. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre chung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwaltung zur weiteren Ab klärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen ( BGE 137 V 57 E. 2.2 ), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be schwerdegegnerin aufzuerlegen sind.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre chung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwaltung zur weiteren Ab klärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen ( BGE 137 V 57 E. 2.2 ), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be schwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 29. Sep - tember 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 29. Sep tember 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannKübler-Zillig