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«Die Gelegenheit ist zu gut, um sie zu verpassen»: Sean Connery hofft, dass die Schotten für die Unabhängigkeit von Grossbritannien stimmen. Doch in dieser Frage sind nicht alle Promis seiner Meinung.
Schottische Prominente und ihre Kollegen aus England mischen sich kurz vor dem Referendum in die Debatte ein. Oscar-Preisträger Sean Connery etwa hat seine Landsleute aufgefordert, in drei Wochen ihr Kreuzchen für die Unabhängigkeit zu setzen: «Als Schotte und als jemand, der sein Leben lang Schottland wie auch die Kunst geliebt hat, bin ich überzeugt, dass die Gelegenheit für die Unabhängigkeit zu gut ist, um sie zu verpassen», schrieb der frühere James-Bond-Darsteller im Magazin «Cicero».
Connery, der auf den Bahamas lebt, gehört zu den prominenten Unterstützern der Unabhängigkeitsbewegung. Auch sein Schauspielkollege Brian Cox («Braveheart»), der im schottischen Dundee geboren wurde, ist für die Abspaltung. Genau so wie Alan Cumming («The Good Wife»), der auf seiner Homepage schreibt: «Die Yes-Kampagne für die Schottische Unabhängigkeit ist für mich der Inbegriff für Hoffnung, Optimismus und eine positive Einstellung, und ich glaube, dass Unabhängigkeit das Beste für Schottland ist.»
Andere Schotten wollen lieber mit England, Wales und Nordirland vereint bleiben. Etwa die Fussball-Trainerlegende Alex Ferguson (72): Er spendete umgerechnet gut 630 Euro für die Kampagne «Better Together» (Besser zusammen). «Warum sollte man unbedingt eine neue Grenze ziehen wollen zwischen Menschen in einer Welt, die immer kleiner wird, in der wir immer noch Schwierigkeiten haben, miteinander zu leben?», fragte Oscar-Preisträgerin Emma Thompson kürzlich in einem Interview mit dem «Telegraph». Ihre Mutter ist Schottin.
Sängerin Susan Boyle, die über ihren Auftritt in der Castingshow «Britain's Got Talent» international berühmt wurde, will auf jeden Fall «No» ankreuzen: «Ich bin eine stolze, patriotische Schottin», sagte sie der «Sun» – aber sie sei trotzdem gegen die Abspaltung.
Auch englische Stars bitten die Schotten, sich nicht in die Unabhängigkeit zu verabschieden. Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, Hollywoodstar Judi Dench und Physiker Stephen Hawking unterzeichneten Anfang August einen offenen Brief, der den Nachbarn im Vereinigten Königreich halten soll. Und Sänger David Bowie flehte schon im Februar bei den Brit Awards: «Schottland, bleibe bei uns!»
In den Umfragen liegen die Befürworter der Abspaltung hinten. Das Kräfteverhältnis liegt ungefähr bei 55 zu 45, wenn man die Unentschlossenen hinzurechnet.
(wit/dpa)