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Isle Of Man – Hart am Limit ist eine Dokumentation über die “gleichnamige Tourist Trophy”, dem vermutlich gefährlichsten Superbike-Rennen der Welt. Dieses findet alljährlich an der britischen Küste, der “Isle Of Man”, nicht auf einer offiziellen Rennstrecke sondern schmalen Dorf- und Landschaftsstrassen statt. Seit der Gründung des Isle Of Man TT 1907 kamen bereits 230 Rennfahrer auf der umstrittenen Strecke ums Leben. Der Film dokumentiert umfassend das Rennen von 2010 und stellt dabei einige Spitzenfahrer, mit dem Fokus auf den egozentrischen, aber potenziellen Spitzenfahrer Guy Martins, vor.
Dieser nahm bereits acht Mal am Isle Of Man TT teil und hat bis anhin noch kein Rennen für sich entschieden. Wenn er nicht gerade mit 200 Sachen durch enge Böschungen und knapp an Steinmauern vorbeidonnert, arbeitet er regulär als Mechaniker an Autos und Trucks. Die erste Hälfte der Doku zeigt mehr das Wesen der Fahrer. Warum sie sich dieser Gefahr und den Geschwindigkeiten in engen Gassen überhaupt auf sich nehmen. Martins kommentiert es kurz und knapp damit, dass jeder Rennfahrer irgendwo verrückt sein muss. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist mit 209 km/h verglichen mit modernen Rennstrecken, bei denen es “nur” 160 km/h ist, enorm.
Die erste Hälfte des Films bezieht sich primär auf Kommentare der Fahrer, Sponsoren und Fans welche aus aller Welt kommen um das gefährliche Rennen zu sehen. Ausserdem wird einiges zur Geschichte der Strecke mit historischen Bildern erklärt. So waren anfangs der Jahrhundertwende Rennen auf nicht permanenten Rennstrecken in England verboten. Dies galt jedoch nicht für die Isle Of Man, da dieser Ort eine Sonderstellung im Britischen Reich hatte. Im Gegensatz zu regulären Wettkämpfen gab es hier auch keine Vorschriften bezüglich der Gewichte des Motorrades oder der Hubraumgrösse.
Während der Geschichte werden auch die erfolgreichsten Rennfahrer der Strecke beschrieben. Beispielsweise Joey Dunlop der die TT bereits 26 mal gewinnen konnte, jedoch an einem unbekannten Rennen in Estland ums Leben kam. Die Schwierigkeit der Strecke wird auch damit beschrieben, dass diese als Landstrasse nicht perfekt gewartet wird und viel zu lange ist, um sich jede perfekte Kurve zu merken. Daher kommt es immer wieder zu Unfällen auf der Strecke, welche nicht selten auch tödlich enden. Mittlerweile kann man alle 5 Meilen einen Toten verzeichnen. Selbst an dem dokumentierten Rennen ist dies mit einem Fahrer der Fall.
Die zweite Hälfte wird im Gegensatz zur ersten ungleich spannender. Jedes Rennen der TT wurde professionell gefilmt und mit den Originalkommentatoren des Rennens gezeigt. Der ganze Film wurde deutsch synchronisiert, was auch ziemlich gut gelang. Allerdings ist es gerade bei den Streckenkommentatoren nicht dermassen gut gelungen, da man die Emotionen eines Live Kommentars recht schwierig umzusetzen ist. Dennoch sind die Bilder und Aufnahmen sehr spannend gefilmt, was einem auch als nicht in Motorrad interessierten Zuschauer mitfiebern lässt.
Hier ist auch wieder Guy Martin die Person, welche vor allem in den Vordergrund rückt und mit seinem temperamentvollen Umgang mit dem Team und Angestellten des Rennens von sich aus interessant wirkt. So nimmt er dann und wann Reissaus und verpasst somit fast, dass er fürs Rennen zugelassen wird. Oder sein Motorrad wird beschlagnahmt, weil er illegalerweise damit auf regulären Strassen fährt, welche nicht für das Rennen abgesperrt waren. Allerdings hat er immer wieder Glück. Im letzten Moment kommt er doch noch mit dem Fahrrad zur Anmeldung und auch sein Motorrad wird wieder freigegeben nachdem er sich entschuldigt.
Während der fünf Etappen verlässt Guy Martins allerdings das Glück. Zwar ist er immer bei den vorderen Plätzen dabei, aber einmal muss er mit einer Strafzeit von 30 Sekunden auskommen und gegen Ende nimmt das Schicksal einiger Fahrer auch unglückliche, und in einem Fall sogar eine tödliche Wendung.
Auch wenn man eher weniger interessiert am Motorradsport ist, kann man sich Isle Of Man: Hart am Limit durchaus anschauen. Zwar ist der Film mit den Interviews zu Beginn etwas trocken gelungen, allerdings weiss das eigentliche Rennen in der zweiten Hälfte mit Spannung zu überzeugen. Auch die Landschaftsbilder der Isle Of Man Küste sind gerade in der Blu-Ray Fassung sehr schön anzusehen. Ausserdem ist der Film neben der 2D Variante auch komplett in 3D enthalten, was bei den Geschwindigkeiten der Cockpitkameras durchaus gut zur Geltung kommt. Motorradfans werden durchaus Freude an der Renndokumentation haben, alle anderen können ungetrost mitschauen ohne sich zu langweilen.
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