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Nach langem Widerstand hat die Verwaltung im Auftrag der SGK-N eine Langfristprognose für das Umlageergebnis der AHV erstellt. Die Zahlen zeigen: ab 2029 geht es trotz AHV 21 rasch in den roten Bereich. Mit der drohenden Initiative für eine 13. AHV-Rente wären wir schon 2026 so weit. Alles weitere ist natürlich mit erheblicher Unsicherheit verbunden, die sich aber darauf beschränkt, wie gross schliesslich das Defizit sein wird.
Hansueli Schöchli schreibt in der NZZ dazu:
Das Parlament hat dieses Jahr eine Motion an den Bundesrat überwiesen, die eine nachhaltige und «generationengerechte» AHV-Finanzierung bis 2050 verlangt. Unbescholtene Bürger mögen den Begriff «generationengerecht» so interpretieren, dass alle Generationen ähnliche Lasten tragen müssen.
Die bisherige Mehrheit in Bundesbern hatte aber eine ganze andere Vorstellung von diesem Begriff. Das Motto: Je stärker die Jüngeren zugunsten der Älteren belastet sind, desto besser.
Die genannten Zahlen bis 2050 sind angesichts der erwähnten Unsicherheiten als grober Hinweis auf eine plausible Grössenordnung zu betrachten. Die Zahlen werden sich fast sicher als falsch entpuppen – doch es ist unklar, in welche Richtung.
Nützlich für politische Entscheide sind solche Rechnungen vor allem, wenn sie unverzerrt sind: wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zahlen als übertrieben entpuppen, etwa gleich gross ist wie die Wahrscheinlichkeit, dass es noch schlimmer kommt.