Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/1167

Angesichts der enormen Kriegsschäden und der Flucht von 15 Prozent der Bevölkerung habe die Wirtschaft Widerstandskraft gezeigt. Grund für den vorsichtigen Optimimus sind laut WIIW ein positiveres Geschäftsklima, eine bessere Energieversorgung, das Abkommen für Getreide-Exporte sowie internationalen Finanzhilfen.
In Russland erwarten die WIIW-Ökonomen in diesem Jahr eine Stagnation - nach einem BIP-Rückkgang von 2,1 Prozent im Vorjahr. Die boomende Kriegsindustrie, die Anpassung an die Sanktionen und die Neuausrichtung des Handels auf Asien verhinderten in diesem Jahr wohl eine Schrumpfung, sagte Russland-Experte Vasily Astrov.
Dennoch wirkten die Sanktionen gegen Russland langsam, hiess es. Im ersten Quartal dieses Jahres seien die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft um 45 Prozent eingebrochen, während die öffentlichen Ausgaben um 34 Prozent gestiegen seien.
Östliche und südöstliche EU-Staaten wachsen laut der Prognose in diesem Jahr um durchschnittlich 1,2 Prozent - mehr als doppelt so schnell wie die Eurozone mit 0,5 Prozent. Laut WIIW wird das Wachstum jedoch schwächer ausfallen, falls Zinsen drastisch erhöht werden oder der Krieg in der Ukraine eskaliert./al/DP/mis
(AWP)