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| Dionysius Areopagita, ps. (geschrieben vor 476) - Schriften über "Göttliche Namen" (De divinis nominibus)

Achtes Kapitel: Über die Macht, die Gerechtigkeit, das Heil, die Erlösung und hierbei auch überdie Ungleichheit.
§ 1.
Weil aber die Hagiographen die göttliche Wahrheit und überweise Weisheit als Macht und als Gerechtigkeit feiern und sie Heil und Erlösung nennen, so laßt uns, soweit es uns möglich ist, auch diese Gottesnamen erklären und dem Verständnis erschließen! Daß die Urgottheit über jegliche Macht, welche nur immer sein oder gedacht werden mag, hinausgerückt und erhaben ist, das wird nach meinem Dafürhalten keiner, der in den göttlichen Aussprüchen aufgenährt worden ist, verkennen. Es hat ihr ja die göttliche Offenbarung die Herrschaft zugeschrieben und diese auch von den überhimmlischen Mächten unterschieden. Wie feiern aber die Hagiographen sie als Macht, da sie über jegliche Macht entrückt ist? Oder wie sollen wir bei ihr den Namen „Macht“ auffassen?