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Pflanzenschutzmitteilung Nr. 05
Weinbau
Die steigenden Temperaturen der letzten Tage haben zum Grünpunktstadium oder sogar zum Austrieb der Blätter beigetragen. Ein rasches und anhaltendes Wachstum könnte die Risiken für Schäden durch Raupen (Eulenraupe und Rhombenspanner) und durch Kräuselmilbenbefall eindämmen. Sollten die Temperaturen allerdings sinken, verlangsamt sich das Wachstum, was möglicherweise zu Schäden durch knospenfressende Raupen und auf Parzellen, die anfällig für Kräuselmilbenbefall sind, zu Blockaden führen kann.
Frostgefahr
Um die Risiken von Frühlingsfrost zu verringern, sollte die Bodenpflege an empfindlichen Stellen angepasst werden. Während dieser Zeit muss die Begrünung in tiefen und halbhohen Kulturen kurzgehalten und von der Bearbeitung des Bodens abgesehen werden. In besäten Parzellen mit Dachtrespen kann dieser Tage noch eine Mahd (oder Verkleinerung) vorgenommen werden. Dadurch wird deren Grösse reduziert ohne ihre Fähigkeit, sich auszusamen, zu beeinträchtigen. Eine spätere Mahd würde verhindern, dass die Sorte ihren Zyklus abschliesst, was nicht wünschenswert ist.
In häufig befallenen Sektoren könnte es von Vorteil sein, künftig eine zusätzliche Reserveranke ungeschnitten und ungekrümmt zu belassen, die nach der Zeit der Frostgefahr entfernt wird.
Eulenraupe, Rhombenspanner
Der Befall mit diesen Raupen scheint im Walliser Weinberg schwach geblieben zu sein. In den späten Sektoren (Stadium 5: Wollstadium der Knospe) bleibt noch Zeit, den Anteil an abgenagten Knospen auf mindestens 10 Serien von 10 nebeneinanderstehenden Rebstöcken, verteilt auf die Parzelle, zu kontrollieren. Ist der Anteil höher als
2-3 %, so rechtfertigt sich ein Einsatz von Gegenmitteln.
Kräuselmilbe
Auf anfälligen Parzellen und bei jungen Reben (2. und 3. Laub) sensibler Rebsorten (Heida, Galotta, Sylvaner, Amigne...) kann eine Behandlung mit Netzschwefel zu 2 % (=16 kg/ha à 800 l/ha) auf den Rebstöcken durchgeführt werden, die das Stadium 11 (erstes Blatt entfaltet) noch nicht erreicht haben.
Falscher Mehltau
In den sehr frühen Lagen waren die Wintereier des falschen Mehltaus (Oosporen) theoretisch bereits am 14. April reif. Bis zum 25. April werden die Oosporen auf dem Grossteil des Walliser Weinbergs reif sein. Die Behandlung dieser Krankheit vor der Primärinfektion, die durch anhaltenden Niederschlag hervorgerufen wird, ist allerdings unnötig. Die Internetseite www.agrometeo.ch informiert Sie täglich über die Lage. In den kommenden Mitteilungen wird genauer über die Behandlungsstrategie in Bezug auf Pilzerkrankungen berichtet.
KANTONALES WEINBAUAMT
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