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Details zu den derzeitigen Überlegungen wollte Enders nicht nennen. Es sei aber ein "Muss, in diesem Bereich vertreten zu sein", sagte er. Laut einer Studie der Luftfahrt-Beratung Teal Group dürfte der Markt für Drohnen - abseits kleiner Fluggeräte für Privatleute - bis Mitte des nächsten Jahrzehnts von rund 4 Milliarden auf 14 Milliarden US-Dollar wachsen. Während eine Vielzahl von Herstellern zivile Drohnen anbieten, wird der Markt für militärische Drohnen von den US-Unternehmen Northrop Grumman und General Atomics sowie von Israel Aerospace Industries dominiert.
Mit Northrop Grumman haben die Europäer bereits zusammengearbeitet - und Schiffbruch erlitten. Die vom Airbus-Vorgänger EADS für Deutschland umgerüstete Drohne Euro Hawk basierte auf Northrop Grummans Global Hawk, erhielt am Ende keine Zulassung für den deutschen Luftraum. 2013 stoppte der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die Entwicklung. Die Affäre hätte ihn fast seinen Job gekostet.
Eine eigenständig entwickelte, marktreife Drohne hat Airbus bisher nicht auf die Beine gestellt und lediglich Geräte auf Basis eines israelischen Modells verkauft. Ein europäisches Drohnen-Programm wurde über Jahre hinweg immer wieder verzögert, Airbus-Manager beklagten dies immer wieder. 2015 einigten sich Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, ein gemeinsames Drohnenprojekt zu prüfen. Konkrete Pläne gibt es aber bislang nicht./stw/jha/fbr
(AWP)