Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03338.jsonl.gz/1672

Dringliche Verwaltungshandlungen
Diese fallen an, wenn aufgrund überraschender Ereignisse schnelles Handeln erforderlich ist. Das kann etwa nach Eintritt eines Elementarschadens der Fall sein. Sofern sich die Eigentümergemeinschaft nicht dazu entschieden hat, einen Verwalter einzusetzen, der diese Verwaltungshandlungen übernimmt, kann jeder Stockwerkeigentümer dringliche Verwaltungshandlungen selbst und ohne Rücksprache mit den übrigen Eigentümern vornehmen.
Gewöhnliche Verwaltungshandlungen
Sind etwa die Beauftragung eines Handwerkers mit kleineren Reparaturen. Für solche Aufgaben ist regelmäßig der Hausverwalter zuständig. Ist kein Verwalter bestimmt, kann jeder Eigentümer eines Stockwerkes diese Aufgabe übernehmen – sofern die Eigentümergemeinschaft nicht mit absolutem Mehr etwas anderes bestimmt hat.
Wichtigere Verwaltungshandlungen
Sind Geschäfte, die mit hohen oder wiederkehrenden Kosten verbunden sind. Zu diesen Geschäften zählt etwa die Anstellung eines Gärtners. Über wichtigere Verwaltungshandlungen muss die Eigentümerversammlung stets abstimmen und sie mit qualifiziertem Mehr (nach Köpfen und Quoren) beschließen.
Häufigkeit der Versammlung
Die Eigentümer halten mindestens einmal jährlich eine ordentliche Generalversammlung ab. Die Einberufung sowie die Leitung der Stockwerkeigentümerversammlung wird regelmäßig von der Verwaltung übernommen. Darüber hinaus räumt das Vereinsrecht den Stockwerkeigentümern außerdem die Möglichkeit ein, eine ausserordentliche Stockwerkeigentümerversammlung einzuberufen. Die ausserordentliche Generalversammlung ist dann möglich, wenn zumindest ein Fünftel aller Stockwerkeigentümer die Einberufung verlangt.
Wichtige Regelungen für die Einladung zur Stockwerkeigentümerversammlung
Die Stockwerkeigentümer werden üblicherweise durch den Verwalter zur Stockwerkeigentümerversammlung eingeladen. Bestimmungen bezüglich der Einladungsfrist sind nicht vorgesehen. In der Praxis ist es jedoch üblich, dass eine Mindestfrist von zehn Tagen eingehalten wird. So haben die Eigentümer die Möglichkeit, sich ausreichend auf die Versammlung vorzubereiten. Wichtig ist jedoch: Die Einladung zur Stockwerkeigentümerversammlung muss alle Traktanden – also eine Ankündigung aller Beschlussgegenstände – enthalten, über die während der Versammlung Beschluss gefasst werden soll. So soll verhindert werden, dass Sie als Stockwerkeigentümer von nicht angekündigten Themen überrascht werden.