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18. Okt 2000 - In der allgemeinen Bundesverwaltung arbeiten 71.5 % Deutsch-, 20.7 % Französisch- und 6.5 % Italienischsprachige. Die Anteile der Sprachgruppen beim Bundespersonal entsprechen damit im Durchschnitt ihren Anteilen an der Schweizer Wohnbevölkerung. Je nach Hierarchiestufe oder Tätigkeitsbereich differieren die Zahlen jedoch. Zu diesem Ergebnis kommt ein Evaluationsbericht zu Förderung der Mehrsprachigkeit beim Bund, den der Bundesrat heute genehmigt hat.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts gibt es Bestrebungen, die Französisch- und Italienischsprachigen in der Bundesverwaltung zu fördern. Die neusten Weisungen stammen von 1997 (Weisungen zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der allgemeinen Bundesverwaltung vom 19. Februar 1997). Sie bestimmen, dass die Schweizer Sprachgruppen in der Bundesverwaltung angemessen vertreten sein sollen. Das bedeutet, die Anteile Deutsch-, Französisch- und Italienischsprachiger auf allen Verwaltungsstufen sollen ihren Anteilen an der Schweizer Wohnbevölkerung entsprechen. Zur Erreichung dieses Ziels stellen die einzelnen Organisationseinheiten pro Legislaturperiode spezifische Massnahmenkataloge auf, über welche mit den Departementen und der Bundeskanzlei Vereinbarungen getroffen werden. Rund zwei Drittel der Organisationseinheiten verfügen über einen solchen Massnahmenkatalog.
Erstmals ist nun der Stand der Förderungsmassnahmen evaluiert und dem Bundesrat vorgelegt worden. Gemäss Evaluationsbericht des Eidg. Personalamts ist das grundlegende Ziel - die angemessene Vertretung der Sprachgruppen - erreicht worden. In den letzten vier Jahren haben die Anteile der lateinischen Sprachgruppen beim Bund leicht zugenommen (1.1 Prozentpunkte bei den Französischsprachigen und 0.2 Prozentpunkte bei den Italienischsprachigen), während der Anteil Deutschsprachiger etwas zurückgegangen ist (1.4 Prozentpunkte). Besonders bei den Neueinstellungen in den höchsten Lohnklassen (Lohnklasse 30 bis Überklasse) sind die Französischsprachigen über ihrem Bevölkerungsanteil vertreten. Italienischsprachige hingegen sind besonders auf Stufe Direktion untervertreten.
Die Mehrheit der im Rahmen der Evaluation repräsentativ befragten Mitarbeitenden hält eine multikulturelle Bundesverwaltung für erstrebenswert und die Zusammenarbeit in gemischten Gruppen für bereichernd. Auch der Bundesrat ist der Meinung, dass eine aktive Förderung der Mehrspachigkeit wesentlich zur Motivation der Mitarbeitenden und damit zum Erfolg des Unternehmens "Bundesverwaltung" beiträgt. Die Förderungsmassnahmen sollen deshalb fortgesetzt werden.
Auskunft:
Barbara Selong Vogt, Produkteverantwortliche Eidg. Personalamt Tel. 031 324 42 37
18. Oktober 2000
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