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Das Wichtigste in Kürze
- Wladimir Putin verliert wegen dem Kriegstreiben immer mehr einflussreiche Berater.
- Nun hat auch Jelzin-Schwiegersohn Walentin Jumaschew seinen Posten abgegeben.
Je länger der Ukraine-Krieg dauert, desto mehr Berater sagen sich offenbar von Wladimir Putin (69) los. Jüngstes Beispiel laut der Nachrichtenagentur «Reuters»: Walentin Jumaschew (64) – und zwar nach 25 Jahren im Kreml!
Laut dem Bericht soll er seine Rolle als Berater bereits im April aufgegeben haben und zwar auf «seine Initiative» hin. Bedeutet: Jumaschew hatte endgültig genug von Putin und seinem Kriegstreiben.
Spannend: Jumaschew hatte zwar kaum Einfluss auf Putins Entscheidungen. Aber er war das letzte noch direkt mit dem Kreml verbundene Mitglied der einflussreichen Jelzin-Familie. Jumaschew ist nämlich der Schwiegersohn des ehemaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin (†2007).
Während Jelzins Präsidentschaft (1991 bis 1999) diente Jumaschew als Kreml-Berater. Später wurde er zum Stabschef des Kreml ernannt. Als Wladimir Putin 1997 zum stellvertretenden Stabschef der Kreml befördert wurde, leitete Jumaschew die Präsidialverwaltung.
Jumaschew half Putin in den Kreml
Wie die «Daily Mail» berichtet, hatte Jelzin damals Jumaschew sogar vor Putins Beförderung gefragt, was dieser von ihm halte. Jumaschew soll gesagt haben, er halte ihn für einen «hervorragenden Kandidaten» und er sollte «in Betracht gezogen werden».
Die anschliessend Beförderung war schliesslich auch das Sprungbrett für Putin, um das Erbe Jelzins zu übernehmen. Im Jahr 2000 gewann Putin nach Jelzins Rücktritt seine erste Präsidentschaftswahl.
Macht Ihnen der Ukraine-Krieg Angst?
Obwohl sich Putins Politik im Laufe der Jahre von Jelzins entfernt hat, hat er enge Beziehungen zu der Ex-Präsidentenfamilie unterhalten. Laut der Kreml-Website soll er etwa im Januar 2020 Jelzins Tochter Tatjana zu ihrem Geburtstag besucht haben.
Tatjana Jelzin ist seit 2009 mit dem jetzt zurückgetretenen Kreml-Berater Walentin Jumaschew verheiratet. Spannend: Die erwachsene Tochter des Paares sorgte mit einem öffentlichen Anti-Kriegs-Statement für Aufsehen. Maria postet am 24. Februar ein Bild der ukrainischen Flagge auf ihrem Instagram-Account und schrieb dazu :«Nein zum Krieg».
Mehrere Top-Berater sind seit Ukraine-Krieg zurückgetreten
Zuletzt haben mehrere russische Top-Berater dem Kreml den Rücken gekehrt. So etwa der langjährige Putin-Freund Anatoli Tschubais (66). Er räumte seinen Posten als Sonderbeauftragter der russischen Regierung und verliess wegen dem Ukraine-Krieg auch sein Land.
Tschubais gilt als Architekt der postsowjetischen Wirtschaftsreformen Russlands. Unter Jelzin diente er als Stabschef. Auch in den letzten Jahren hatte er immer wieder Wirtschaftsreformen gefordert. In der russischen Regierung galt er als einer der profiliertesten Liberalen.
Für ein riesiges mediales Echo sorgte der Rücktritt des russischen UN-Diplomaten Boris Bondarew. Der Grund: Er verabschiedete sich nicht leise von seinem Posten, sondern kritisierte gleichzeitig die Kreml-Führung öffentlich.
Er meinte unter anderem, dass er sich für sein Land schäme. Er bezeichnete den Ukraine-Krieg als «Verbrechen am ukrainischen und russischen Volk». Auch Präsident Putin und Aussenminister Lawrow kamen in seinem Abschiedsschreiben unter die Räder.