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Obwohl es am Ende schnell ging, stand Djokovic fast dreieinhalb Stunden auf dem Platz, bevor sein 19-jähriger Gegner das Handtuch warf. Mit 6:7 (7:9), 6:7 (2:7), 6:1, 6:0, 4:0 führte der Weltranglisten-Erste, als Musetti von Krämpfen und Rückenschmerzen geplagt, aufgab. «Ich habe zwei Stunden lang mein bestes Tennis gespielt. Dann begannen die physischen Probleme. Daran muss ich arbeiten», analysierte der Weltranglisten-78. nach seinem ersten Grand-Slam-Turnier.
Musetti hatte mit den Siegen gegen David Goffin und Marco Cecchinato in Paris schon auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Djokovic winkte der grosse Coup. Zwei Sätze lang war der junge Italiener immer am richtigen Ort und hatte auf alles, was Djokovic versuchte, die richtige, oft spektakuläre Antwort. Wie sehr Musetti den Serben verunsicherte, zeigte sich an den ungewöhnlich vielen unerzwungenen Fehlern, die dieser produzierte. 35 waren es in den ersten beiden Sätzen.
Nach dem zweiten Tiebreak verliessen beide den Platz und kehrten wie verwandelt zurück. «Ich habe mental wieder auf null gestellt», sagte Djokovic. Musetti verlor dagegen komplett den Tritt und machte dem 18-fachen Grand-Slam-Sieger die Aufholjagd überraschend leicht. Djokovic trifft nun auf einen weiteren Italiener, den Weltranglisten-Neunten Matteo Berrettini, der vom Forfait von Roger Federer profitierte.
Nadal, der weiterhin ohne Satzverlust ist, konnte gegen den ebenfalls 19-jährigen Italiener Jannik Sinner (ATP 19) in den entscheidenden Momenten immer noch etwas zulegen, so dass am Ende das Resultat mit 7:5, 6:3, 6:0 deutlicher ausfiel als der Niveauunterschied. Im ersten Satz konnte der letztjährige Viertelfinalist sogar zum Satzgewinn aufschlagen, gab seinen Service aber zu null ab.
Nadal trifft im Viertelfinal auf den Argentinier Diego Schwartzman (ATP 10). Beide standen sich auf Sand schon sechsmal gegenüber: im letzten Jahr ging das Duell in Rom an Schwartzman und jenes im Halbfinal von Roland Garros an Nadal.
Premieren für Gauff und Sakkari
Im Frauen-Tableau schied mit der Vorjahresfinalistin Sofia Kenin die vorletzte Top-10-Spielerin bereits im Achtelfinal aus. Die Amerikanerin unterlag mit 1:6, 3:6 der Griechin Maria Sakkari (WTA 18), die nun auf die Titelverteidigerin und Weltranglisten-Neunte Iga Swiatek trifft.
Auch die 17-jährige Cori Gauff überstand wie Sakkari zum ersten Mal die Achtelfinals bei einem Grand-Slam-Turnier. Die Amerikanerin deklassierte die Tunesierin Ons Jabeur in 53 Minuten mit 6:3, 6:1 und trifft nun als jüngste Viertelfinalistin seit 15 Jahren auf die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA 33).