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(02.08.2017) Die Schweizer Unternehmen sollten ältere Mitarbeitende und auch diejenigen, die bereits das Rentenalter erreicht haben, besser integrieren. Dafür plädiert UBS. Stärker auf die "Generation Silber" zu setzen, ist eine Lösung für den bevorstehenden Fachkräftemangel und den Anstieg der Sozialausgaben.
Im kommenden Jahrzehnt werden rund 1,1 Millionen Menschen in der Schweiz die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen und 690'000 Arbeitnehmende werden in Rente gehen. Ohne Zuwanderung gibt es allerdings nur 480'000 Erwerbstätige, die an ihre Stelle treten können, wie die Bank berechnet. Insgesamt werden über diesen Zeitraum voraussichtlich 480'000 Vollzeit arbeitende Personen fehlen. Deshalb muss man sich bemühen, den Arbeitsmarkt besser an die Älteren anzupassen, die heute besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
Indem die Unternehmen die Arbeitszeit der älteren Arbeitnehmenden schrittweise reduzieren, könnten sie einen Wettbewerbsvorteil erhalten, wie der Bericht hervorhebt. Dafür wird empfohlen, ein Jobsharing einzuführen, bei dem sich ältere und jüngere Arbeitnehmende einen Posten teilen.
Ganz allgemein sollten sich die Schweizer Firmen gegenüber ihren Mitarbeitenden flexibler zeigen, um besser auf die Bedürfnisse der Älteren eingehen zu können. Eine der Optionen, die zum Ziel führen können, besteht darin, die Kündigungsfristen zugunsten der Mitarbeitenden zu verlängern und im Gegenzug die Erwerbstätigkeit über das Alter 65 hinaus auszudehnen. Eine andere Möglichkeit: Weiterbildung wird in die Entlöhnung einbezogen, anstatt zusätzlicher Ferien, Lohnerhöhungen oder Boni. Und eine dritte Lösung wäre, mit den Arbeitnehmenden Bruttolöhne anstatt Nettolöhnen auszuhandeln, damit diese selbst bei steigenden Lohnnebenkosten für das Unternehmen attraktiv bleiben.
Letzte Änderung 02.08.2017