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Rekruten der Infanterie-RS 206 sind in der Nacht auf Mittwoch (04.10.) im Toggenburg beinahe im Schlaf durch Kohlenmonoxid umgekommen. Eine Wache verhinderte die Katastrophe.Dieser Inhalt wurde am 04. Oktober 2000 - 16:26 publiziert
Die 34 Rekruten und drei Zugführer wurden mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen hospitalisiert. Das Gas in der Unterkunft stammte laut VBS von einem Stromaggregat.
Wie der militärische Untersuchungsrichter Roger Egli zur Ursache sagte, lief im Nebenraum zum Schlafraum ein Benzinmotor zum Laden von Batterien. Abgase seien durch Ritzen in den relativ grossen Hauptraum zu den Schlafenden gelangt.
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) teilt mit, dass eine Wache um 02.00 Uhr auffällige Gerüche feststellte. Eine Kontrolle der Unterkunft ergab, dass einige der 34 Rekruten und drei Zugführer schwer ansprechbar waren.
Die alarmierte toggenburgische Notfallärztin stellte Kohlenmonoxid-Vergiftungen fest. Die Patienten wurden mit Sauerstoff versorgt und mit Krankenwagen in die umliegenden Spitäler gebracht.
Alle sind ausser Lebensgefahr und sollten bis Donnerstag das Spital verlassen können. Eine militärgerichtliche Untersuchung ist im Gang.
Die zweite Kompanie der Infanterie-RS 206 führte am Dienstagabend auf dem Schiessplatz Selamatt ein Nachtschiessen durch. Die Truppe übernachtete in den nahegelegenen Alpställen auf rund 1'500 Metern Höhe und kehrte nicht an den Verlegungsstandort Unterwasser (SG) zurück.
swissinfo und Agenturen
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