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Vor dem Hintergrund des Algerienkriegs setzt sich Bruno Forestier nach Genf ab, um dem Militärdienst zu entgehen. Dort lernt er das dänische Fotomodell Veronica Dreyer kennen. Er wird vom französischen Geheimdienst gestellt und gedrängt, einen Mittelsmann der algerischen Befreiungsfront, der sich ebenfalls im Genf der neutralen Schweiz versteckt, zu töten. Er zögert und wird von einer arabischen Gruppe entführt und gefoltert. Nach der gelungenen Flucht schlägt er den Franzosen vor, den Auftrag anzunehmen im Austausch für Pässe und Visa nach Brasilien für ihn und Veronika.
Godard drehte seinen zweiten Langspielfilm und den ersten mit Anna Karina direkt nach dem Abschluss der Arbeiten an À bout de souffle, da er fürchtete, ein Misserfolg seines Erstlings würde seine Filmkarriere beenden. Wegen des politischen Inhalts wurde Le petit soldat von der französischen Zensur verboten und konnte erst drei Jahre später uraufgeführt werden.
«La photographie c’est la vérité. Et le cinéma c’est vingt-quatre fois la vérité par seconde.» (pm)
Drehbuch: Jean-Luc Godard
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Maurice Leroux
Schnitt: Lila Herman, Agnès Guillemot, Nadine Trintignant
Mit: Michel Subor (Bruno Forestier), Anna Karina (Veronika Dreyer), Henri-Jacques Huet (Jacques), Paul Beauvais (Paul), László Szabó (Laszlo), Jean-Luc Godard (Mann am Bahnhof)
88 Min., sw, 35 mm, F/d