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Trockenheit
Wegen des geringen Wurzelraums und der starken Exposition der Kronen ist die Trockenbelastung für Stadtbäume noch grösser als im Wald. Zum Teil ist nicht klar, woher die Bäume das Wasser aufnehmen. Eine Wässerung grosser Bäume innerhalb der Baumscheiben und Rabatten hatte keinen Einfluss auf den Wasserhaushalt dieser Bäume, während bei kleineren Bäumen eine Gabe von Wasser sinnvoll ist. Die Belastung durch Trockenheit kann zum Beispiel durch das Verhältnis zwischen aktueller und potentieller Verdunstung quantifiziert werden. Die Berechnungen dieses Indikators wurden für die Stadtbäume Basel mit einem hydrologischen Modell der ETH Zürich (Wasim-ETH) durchgeführt und sind nachstehend im Vergleich zu einem stadtnahen Waldstandort dargestellt. Je tiefer das Verhältnis zwischen aktueller und potentieller Verdunstung (Evapotranspiration), umso mehr müssen die Bäume ihre Verdunstung wegen Trockenheit einschränken, umso stärker ist der Trockenstress.
Verhältnis zwischen aktueller und potentieller Evapotranspiration als Mass für die
Trockenheit, berechnet für einen Standort in der Stadt (rote Linie) sowie für einen
stadtnahen Waldstandort (Riehen-Maienbühl). 1 bedeutet uneingeschränkte
Verdunstung (=feucht), 0.6 bedeutet eine um 40% eingeschränkte Verdunstung
(=sehr trocken). Klimadaten in täglicher Auflösung interpoliert von Jan Remund,
Meteotest.
Typische Trockenstresssymptome bei der Linde in Baselstadt: Eingerollte Blätter (links) und Kleinblättrigkeit (rechts).