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Eine spannende historische Quelle ist das englischsprachige Nachschlagewerk Who’s Who in Switzerland aus dem Jahr 1952. Da ist die ganze damalige Prominenz mit Adressen und Telefonnummern verzeichnet. Auch über Mitgliedschaften, Hobbys usw. bekommt man Auskunft.
Der Komponist Paul Burkhard wohnte damals noch am Zeltweg in Zürich – nach Zell im Tösstal zog er erst später. Ebenfalls in Zürich wohnten die Schauspieler Anne-Marie Blanc und Heinrich Gretler, der Regisseur Leopold Lindtberg, Gastronom und Mövenpick-Besitzer Ueli Prager, Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler und natürlich Stadtpräsident Emil Landolt. Der Kunsthändler Siegfried Rosengart residierte an der Haldenstrasse in Luzern, der Sammler und Mäzen Oskar Reinhart natürlich am Römerholz in Winterthur. Die Adresse von Hermann Hesse ist kurz und bündig mit „Montagnola near Lugano“ angegeben. In Pully bei Lausanne wohnte Ex-General und Nationalheld Henri Guisan an einer Strasse, die seinen Namen trug, und betrieb hobbymässig Landwirtschaft. Der Kabarettist Walter Lesch, wohnhaft in Goldbach-Küsnacht am Zürichsee, sammelte Mineralien, während sein in Bassersdorf ZH ansässiger Kollege Max Werner Lenz in seiner Freizeit gärtnerte. Die Schriftstellerin Mary Lavater-Sloman lebte in Ascona TI, der Theologe Karl Barth in Basel. Der St. Moritzer Hotelier Hans Badrutt konnte damals bereits auf über 50 Dienstjahre in seinem Hotel „Palace“ zurückblicken. In Carouge GE war die Philosophin Jeanne Hersch zuhause, in St. Gallen die Dichterin Regina Ullmann. Bundespräsident Eduard von Steiger hatte seinen Wohnsitz an der Muristrasse in Bern.
Ein besonders interessanter Eintrag befindet sich auf Seite 542. Der NZZ-Redaktor Dr. phil. Werner Weber, geboren am 13. November 1919, verheiratet mit Marie-Louise Bachem, wohnhaft an der Neptunstrasse in Zürich-Hottingen – mein Grossvater.