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Geschichte
PostFinance blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. In dieser Zeit entwickelte sich der Postcheck- und Girodienst der Schweizerischen Post zum vollwertigen Retailfinanzinstitut.
Die Privat- und Kantonalbanken sind nicht mehr in der Lage, die Schweizer Wirtschaft ausreichend mit Bargeld zu versorgen. Aus diesem Grund reicht der Basler Nationalrat und Oberst Carl Koechlin zusammen mit fünf Mitunterzeichnenden eine Motion ein. Er legt damit den Grundstein für die Einführung eines «Postcheck- und Girodienstes».
Im Zuge der Wirtschaftskrise in den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts wurde der Zinssatz immer mehr gesenkt. Ende 1949 war er bei 0,2 % angelangt und somit für viele Kontoinhaber bedeutungslos geworden. Da die Berechnung jedoch einen beträchtlichen Arbeitsaufwand verursachte, wurde die Verzinsung des Postcheckguthabens eingestellt.
Die Postcard geht aus der POSTOMAT PLUS-Karte und dem blauen, garantierten Postcheque hervor. Dieser ermöglichte ab 1984 den Bargeldbezug bei Poststellen in Europa und Japan. Die POSTOMAT PLUS-Karte kam erstmals 1988 im Shoppyland Schönbühl BE zum Einsatz. Dank Magnetstreifen und Chip vereinfachte sie das bargeldlose Bezahlen stark.
Die Lancierung der drei gelben Fonds erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bankverein (Heute: UBS). Heute hat PostFinance sieben eigene Fonds: Die Fonds 1-5, sowie die beiden Fonds Global und Suisse. Seit 2002 bietet PostFinance auch eine Auswahl an Anlagefonds von Drittanbietern an.
Mit der Postreform von 1998 sollte die landesweite Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit guten und preiswerten Post- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen sichergestellt und verbessert werden. Die Reform umfasste für die Post sowohl eine Marktreform, wie auch eine Unternehmensreform.
PostFinance wurde mit dieser Reform per Gesetz dazu angehalten, bei der Anlage der Kundengelder einen marktkonformen Ertrag zu erzielen sowie die Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten. Die Aufhebung der Verzinsungslimite war Grundlage für eine marktübliche Verzinsung der Kundengelder beim Post- wie beim Depositkonto geschaffen.
PostFinance bringt zusammen mit der UBS AG die Gelben Hypotheken und das Gelbe Vorsorgekonto 3a auf den Markt. Damit wird PostFinance zum vollwertigen Retail-Finanzinstitut. Seit Sommer 2008 bietet PostFinance in Zusammenarbeit mit der Münchener Hypothekenbank eG zusätzliche Hypotheken an.
PostFinance übernimmt für die UBS AG die Abwicklung des beleggebundenen Zahlungsverkehrs. Die Belegmenge erhöht sich auf einen Schlag um 30 Prozent. Gleichzeitig wechseln 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der UBS zu PostFinance. Heute verarbeitet PostFinance auch den Zahlungsverkehr für die Kantonalbanken der Kantone Glarus, Tessin und Freiburg sowie die Bank CIC (Schweiz).
PostFinance war das erste Schweizer Finanzinstitut mit zwei Standorten für voneinander unabhängige IT-Rechenzentren. Am neu geschaffenen Sitz in Zofingen werden 230 Arbeitsplätze für ein Rechenzentrum und einen Teil der Belegverarbeitung eingerichtet. Die Mehrheit der Belegschaft stammt von den Standorten Bern und Luzern. Der Umzug erhöht die Sicherheit der Informatikinfrastruktur entscheidend.
Die Post - und mit ihr PostFinance - erhält den Status einer direkt unterstellten Finanzintermediärin (DUFI). PostFinance wird somit bei der Einhaltung des Geldwäschereigesetzes bereits vor der Überführung in eine Aktiengesellschaft und der kompletten Unterstellung unter die Finanzmarktaufsicht (FINMA) branchenüblich beaufsichtigt.
Seit Juni 2013 ist PostFinance eine privatrechtliche Aktiengesellschaft und eine Konzerngesellschaft der Schweizerischen Post AG. Die PostFinance AG ist der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt und verfügt über eine Bewilligung nach Bankengesetz. Der Verwaltungsrat PostFinance AG ist das oberste Gremium der PostFinance AG.
Swissquote und PostFinance gehen eine langfristige, strategische Partnerschaft im Onlinetrading ein. Swissquote wird für PostFinance ab Herbst 2015 als Tradingplattform tätig sein. In dieser Funktion wird sie die Börsenaufträge abwickeln, die die Kunden von PostFinance im E-Trading aufgeben. Die Kooperation sieht weiter vor, dass sich PostFinance mit 5% am Aktienkapital von Swissquote beteiligt.