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Uneinheitliche Bodenverhältnisse und ein unterschiedlich starker Krautfäulebefall führen sehr häufig dazu, dass die Kartoffelfelder ungleichmässig abreifen. Eine rechtzeitige Krautentfernung fördert die gleichmässige Abreife sowie eine zeitigere Schalenfestigkeit und Erntereife. Eine frühe Ernte reduziert das Risiko von Schäden durch Drahtwürmer und Rhizoctonia und verhindert, dass Sporen sich auf die Knollen ausbreiten.
Im biologischen Anbau wird das Kartoffelkraut standardmässig mit Krautschlägern vernichtet, was im Vergleich zum Abflammen billiger und bezüglich Energieverbrauch vorteilhaft ist.
Ein Krautschläger (drei Meter breit, vierreihig) kostet 140 Franken pro Hektare, das Abflammen (drei Meter breit) hingegen 540 Franken pro Hektare. Die Flächenleistung ist beim Krautschläger mit 119 Aren pro Stunde fast dreimal so gross wie das Abflammen mit 40 Aren pro Stunde. Bei alleinigem Abflammen liegt der Gasverbrauch bei 110 bis 150 Kilo Propangas pro Hektare, in Kombination mit Krautschlagen kann der Verbrauch auf die Hälfte gesenkt werden.
Abflammen ist sinnvoll bei starkem Krautfäulebefall und bei Pflanzkartoffeln nach dem Krautschlagen zur Verhinderung von Wiederaustrieben. Für das Einleiten des Abreifeprozesses genügt eine schnelle Überfahrt mit 8–12 Stundenkilometer.
Weiterführende Informationen
Abflammen (Rubrik Unkrautregulierung)
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.10.2018