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Schw.StV. Geschichte
Der Schweizerische Studentenverein wurde am 31. August 1841 in Schwyz mit dem Ziel gegründet, die konservative und patriotische Jugend an den höheren Schulen zu sammeln. Obwohl auch offen für die Reformierten, war der Verein von Anfang an katholisch geprägt. Vereinspatron ist Niklaus von Flüe. Nach dem Sonderbundskrieg von 1847 und dem darauffolgenden Rückzug der Katholiken ins Ghetto trug der StV wesentlich dazu bei, dass sich die Katholisch-Konservativen schliesslich doch in den Bundesstaat integrierten.
Die Studenten verbanden sich in Sektionen an Gymnasien, Seminarien und Universitäten im In- und Ausland. Bereits 1843 entstanden Verbindungen in Freiburg i. Ü., Schwyz, Luzern und Freiburg i. Br. 1845 wurde in Freiburg i. Ü. die erste welsche Sektion gegründet und 1885 hoben die Tessiner mit der „Lepontia“ einen Kantonalverband aus der Taufe. 1857 öffnete sich der Studentenverein auch für Technikumsstudenten.
1849 führte man als gemeinsames Zeichen aller StVer das Band mit den Farben Rot-Weiss-Grün und 1860 die rote Mütze ein. Hinzu kamen 1851 ein erstes Liederbuch und 1856 die Vereinszeitschrift „Späte Rosen“ (1857 umbenannt in „Monat-Rosen“, seit 1945 „Civitas“).
1968 beschloss der StV die Aufnahme von Frauen. In diesem Jahr wurde auch das „Freiburger Manifest“ zur Hochschulpolitik verabschiedet, das zusammen mit dem Gesellschaftspolitischen Leitbild von 1971 und dem Bildungsprogramm die Vorläufer zu den heute gültigen Grundsatzpapieren von 1987 darstellte. Der Verein öffnete sich 1977 im Zeichen der Ökumene allen christlichen Studentinnen und Studenten.
Der StV. heute
Mit seinen rund 8'500 Mitglieder - 1'500 Aktive und 7'000 Altherren - ist der Schweizerische Studentenverein heute der grösste Farben tragende Studentenverein der Schweiz. Entsprechend nimmt er auch seine Aufgabe in der Gesellschaft wahr.
Der Verein legt grossen Wert auf die gesellschaftliche, politische und religiöse Schulung seiner Mitglieder im Sinne der 1987 in Altstätten verabschiedeten Grundsatzpapiere. Das Zentralkomitee erstellt zu diesem Zweck jedes Jahr ein Aktionsprogramm, organisiert Weiterbildungsseminare, Sozial- und Bildungsanlässe und führt eine Zentraldiskussion durch.
Durch sein Engagement in der Bildungspolitik setzt der StV wesentliche Akzente, wie etwa in der Diskussion um das neue ETH-Gesetz oder bei Fragen der Stipendienharmonisierung. Ein wesentliches Anliegen des StVs ist die Information über Belange und Möglichkeiten des Studiums. Zusammen mit Schwesterverbänden in Deutschland (CV), in Österreich (ÖCV) und in Belgien (KVHV) stellte er die Schrift „Schritt Nr. 1 zum Auslandsemester“ und weiteres Informationsmaterial zu diesem Thema zusammen, sowie ein Vademecum zu den schweizerischen Hochschulen. Kontakte mit ausländischen Verbänden bestehen zudem mit dem europäischen Kartellverband (EKV), dem österreichischen Mittelschüler-Kartellverband (MKV), der italienischen Federazione Universitaria Cattlolica Italiana (FUCI) und der tschechischen Studentenunion.
Zahlreiche eidg. Parlamentarier, Bundesräte und weitere Führungskräfte in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kirche gehören dem StV an.
Die Regionalverbände
Da die StVer nicht immer in der Stadt heimisch werden, in der sie in die Studentenverbindung eingetreten sind, wurden in allen Gegenden der Schweiz Regionalverbände gegründet. In den Regionalverbänden treffen sich StVer und StVerinnen aus allen Sektionen zu geselligen und kulturellen Anlässen in ihrer Region. Die Regionalverbände fördern die Solidarität in Leben und Beruf. Der Regionalverband Olten und Umgebung ist einer von momentan 25 Regionalverbänden.
Quelle: Vademecum Schw. StV 1991