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DER DEUTSCHE JOURNALIST, AUTOR UND UMWELTSCHÜTZER HORST STERN IST GESTORBEN
21.01.2019 Der am 24. Oktober 1922 in Stettin geborene deutsche Wissenschaftsjournalist, Schriftsteller, Filmemacher und Umweltschützer Horst Stern (Bild) ist am 17. Januar 2019 in Passau gestorben.
Foto: https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/lebenslanger-kampf-fuer-die-umwelt-tv-journalist-horst-stern-feiert-90--geburtstag-3866972.html, Markus Beck, 1997 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Horst_Stern_1997_1.jpg
Er gründete mit Bernhard Grzimek die Umweltschutzorganisation BUND und stellte als Journalist radikale Forderungen
Durch die vom SDR produzierte und in der ARD ausgestrahlte Sendung "Sterns Stunde" wurde Horst Stern auch überregional bekannt. 1975 gründete er unter anderem mit Bernhard Grzimek den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). (...) Nach seiner Fernsehkarriere lebte Stern in Irland, wo er belletristische Literatur schrieb und die Zeitschrift "Natur" gründete.
Mit der Sendung "Sterns Stunde" hat er Fernsehgeschichte geschrieben
Mit den 20 Episoden der Serie "Sterns Stunde" schrieb er zwischen 1970 und 1979 Fernsehgeschichte. (...) Er berichtete ausschließlich über die heimische Tierwelt, geißelte falsch verstandene Tierliebe, informierte über Bienen, Schweine, Spinnen und das Leben von Tieren im Zirkus.
(...)
Horst Stern gilt neben seiner publizistischen Tätigkeit auch als Wegbereiter des organisierten Naturschutzes. Er war 1975 Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, 1982 Mitbegründer der Deutschen Umweltstiftung.
Bernd Kellermann
Eindringliche Stimme
Die eindringliche Stimme Horst Sterns ist den meisten aus der Fernsehserie "Sterns Stunde" bekannt, in der er auf ganz neue Weise die Beziehungen zwischen Mensch und Tier beleuchtete. Später wurde Horst Stern einer der bekanntesten Umweltschützer und -Journalisten. Er war Mitbegründer des BUND, entwickelte die Umweltzeitschrift "Natur" und er machte mit seinem Buch "Rettet den Wald" als einer der ersten auf das so genannte Waldsterben aufmerksam.
Seine oft sehr pointierte Kritik brachte ihm den Ruf eines Kronzeugen für die ökologische Bewegung ein. Main-Donau-Kanal oder Tiere in der Pharmaforschung: Horst Stern meldete sich zu Wort und prangerte an. Er warnte auch frühzeitig vor den Gefahren des Alpen-Tourismus und vor dem Waldsterben.
"Mit der Kamera in diese Massentierhaltung reingegangen"
Horst Stern hat mit seinen Reportagen für Zeitschriften und Rundfunk und den Büchern über Tiere und Natur viele Menschen schockiert, weil er Bilder zeigte und Informationen weitergab, die weder niedlich noch gemütlich waren.
Cornelia Geissler
Videos:
Horst Stern: Natur in die Köpfe
"Stern" Stunden der Fernsehgeschichte
Bemerkungen über den Rothirsch
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