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WASHINGTON (awp international) - Die US-Luftsicherheitsbehörde FAA geht hart mit American Airlines ins Gericht. Sie wirft der zweitgrössten Fluggesellschaften des Landes vor, trotz mehrfacher Ermahnung vorgeschriebene Sicherheitsinspektionen versäumt zu haben. Deshalb soll American Airlines jetzt die Rekordstrafe von 24,2 Millionen Dollar zahlen (19,1 Mio Euro).
"Es dürfen keine Kompromisse gemacht werden, wenn es um die Sicherheit geht", begründete Verkehrsminister Ray LaHood das harte Vorgehen am Donnerstag. American Airlines kündigte umgehend an, gegen die Strafe vorgehen zu wollen: "Wir glauben, dass dieses Vorgehen vollkommen ungerechtfertigt ist."
Die Millionenbusse ist der vorläufige Höhepunkt einer zwei Jahre dauernden Auseinandersetzung. 2008 waren mehr als 300.000 Passagiere gestrandet, weil die Behörde die Mittelstrecken-Jets vom Typ McDonnell Douglas MD-80 am Boden festgehalten und überprüft hatte. Die betroffenen 286 Maschinen bildeten das Rückgrat der Flotte von American Airlines.
Die FAA wirft der Fluggesellschaft vor, Kabel in den Radkästen der Maschinen nicht überprüft zu haben. Dabei hätten Mitarbeiter der Behörde bei Kontrollen mehrfach auf den Fehler hingewiesen. Hätte es hier Defekte gegeben, so malte die FAA aus, hätte die Hydraulik zum Ausfahren der Räder versagen oder Feuer ausbrechen können.
US-Medien werteten die drakonische Strafe als Signal an die anderen Fluggesellschaften, sich nicht mit der FAA anzulegen. Gleichzeitig schätzten sie die Aussichten als vielversprechend ein, dass American Airlines sich vor Gericht der Rekordbusse entledigen kann.
Die FAA hatte American Airlines erst im Februar eine Strafe von 2,9 Millionen Dollar aufgebrummt, weil die Mechaniker einer Regionalflug-Tochter defekte Fahrwerksklappen an vier kleineren Maschinen falsch repariert hatten. Auch damals hatte die Behörde angemerkt, dass American Airlines der Fehler bekanntgewesen, die Flugzeuge aber trotzdem gestartet seien./das/DP/enl
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