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(knü) Die Lukarne stammt aus der Renaissance. Der Name leitet sich aus dem Französischen ab und bedeutet Luke, obwohl Lukarnen Dachaufbauten sind. Bis heute gibt es sie in spitzer, runder oder pultartiger Form. Gauben, hergeleitet vom Erbwort von Spätmittelhochdeutsch gupe (Erker) unterscheiden sich teilweise von Lukarnen, indem sich die Öffnung aus Wölbungen in der Dachfläche ergeben. Ohne allzu sehr in die Gebäudestruktur einzugreifen, lässt sich mit Lukarnen und Gauben im Dachraum Platz zum Wohnen schaffen und das Estrichgeschoss aufhellen.
Kostengünstige Aufwertung des Dachstuhls
In den meisten Fällen ist ein Dachausbau mit Lukarnen und Gauben günstiger als die Aufstockung eines Hauses. Gegen diese Erweiterung des bewohnbaren Raums können die Baubehörden kaum Einwände vorbringen, weil sich die Ausnützungsziffer auf der Parzelle dadurch in vielen Fällen nicht erhöht. Ratsam ist allerdings auf jeden Fall, für die erwünschte Änderung an der Dachlandschaft einen Architekten oder sogar einen Denkmalpfleger aufzubieten. Oft wird in Baubewilligungsverfahren darauf hingewiesen, dass Lukarnen oder Gauben den Verlauf der Dachtraufe nicht beeinträchtigen sollen. Zudem dürfen Lukarnen und Gauben üblicherweise nur über einen Drittel der Fassadelänge die Dachfläche durchstossen. Bauvorschriften schreiben ausserdem vor: Wird das Dachgeschoss bewohnbar gemacht, braucht es dazu einen minimalen natürlichen Lichteinfall. Entsprechend ist die Fensterfläche neuer Lukarnen und Gauben abhängig von der Fläche des bewohnbaren Raums zu bestimmen. Der geforderte Anteil beträgt meistens 1 zu 10.