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Archiv zu Magen, 20.2.2010 bis 26.10.2012
Bei ständigem sauren Aufstossen von Magensäure in die Speiseröhre wirkt die ärztlich verschriebene Behandlung bei Rauchern doppelt so gut, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Das zeigt eine Studie mit etwa dreissigtausend Patienten in den Niederlanden. Bei übergewichtigen Rauchern ist neben dem Rauchstopp auch entscheidend, dass sie Gewicht reduzieren. [3203]
26. Oktober 2012 – Ärztezeitung
Der Magenkeim Helicobacter pylori, Hepatitis-Viren (Erreger von Gelbsucht) und Papilloma-Viren in der weiblichen Gebärmutterschleimhaut sind die Keime, die weltweit am häufigsten Krebs erzeugen. Alle Keime zusammen verursachen etwa 16 Prozent aller Krebserkrankungen. Am meisten Menschen sterben daran in den Entwicklungsländern, wie die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC mitteilt. [3102]
9. Mai 2012 – Ärzteblatt
Pillen gegen Magensäure (Protonenpumpenhemmer, PPI) können dazu führen, dass schädliche Keime im Magen besser überleben und im Darm zu Infektionen führen. Gefährlich werden kann vor allem der Durchfall-Erreger Clostridium difficile. Das Risiko solcher Infektionen ist mit PPI ungefähr doppelt so hoch wie ohne dieses Medikament. Das teilt die amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde FDA mit, nachdem sie ihre Datenbanken über unerwünschte Nebenwirkungen neu ausgewertet hat. PPI sind auch rezeptfrei erhältlich. [3043]
13. Februar 2012 – Ärzteblatt
Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]
1. Februar 2012 – Telegraph
Die Magenbakterie Helicobacter pylori führt zwar zu Entzündungen der Magenschleimhaut und zu Magengeschwüren, schützt aber wahrscheinlich vor allergischem Asthma. Das zeigen Versuche an Mäusen an den Universitäten von Zürich und Mainz. Sie liefern eine weitere Bestätigung der Hypothese, dass zuviel Hygiene für die Zunahme von Allergien in modernen Industrieländern verantwortlich ist. [2898]
4. Juli 2011 – Ärztezeitung
Die Bakterie Helicobacter pylori, Erreger von Magengeschwüren, fördert möglicherweise die źSchüttellähmung╗ Parkinson. Dieser Verdacht stützt sich auf Versuche an Mäusen im Labor, ist allerdings bei Menschen noch nicht erhärtet. [2878]
31. Mai 2011 – Focus
Einer Frau, die von 100 auf 75 Kilogramm abnehmen will, haben Chirurgen in Schwabach (Bayern) ein Gerät etwa vom Format einer Visitenkarte in der Nähe des Magens eingepflanzt. Der Magenschrittmacher sendet Impulse aus, die den Nerven vorgaukeln, die Frau sei satt. Sensoren messen darüber hinaus, wann und wieviel die Frau isst. Die Daten sind per Scanner von aussen ablesbar. Die Bayerin ist die erste deutsche Patientin mit einem Magenschrittmacher. Laut Studien sind die Erfolgsaussichten gut, sofern die Patienten nach der Operation intensiv ärztlich begleitet werden. [2838]
31. März 2011 – Ärztezeitung
Viren, die man beim Küssen aufgelesen hat, gelangen über den Speichel in den Magen und gehen dort in der Magensäure zugrunde. Wenn schon ein Verbot aus Vorsicht, dann müsste es das Händeschütteln betreffen: Reibt man sich die juckende Nase oder die brennenden Augen, gelangen die Viren in die Schleimhäute und von dort in den ganzen Körper. Deshalb ist es wichtig, sich nach Körperkontakt mit Erkälteten die Hände zu waschen. [2796]
21. Januar 2011 – Ärztezeitung
Wer den traditionellen Weisswein zum Fondue trinkt, dem liegt die Käsespeise deutlich länger im Magen als mit Schwarztee oder Wasser. Auch ein Gläschen Schnaps danach hilft nicht beim Verdauen - ganz im Gegenteil. Alkohol in jeder Form ist also schlecht für die Verdauung. Zu diesem Schluss kommt ein Experiment mit zwanzig Freiwilligen an der Universität Zürich. [2773]
16. Dezember 2010 – Ärztezeitung
Eine Art von Diabetes Typ 2 tritt zeitweise oft bei Delfinen auf. Finden sie einen Fischschwarm, schlagen sie sich den Magen voll, aber zwischen solchen Fress-Attacken müssen sie mit längeren Fastenperioden leben. In dieser Zeit reagiert ihr Körper nicht mehr auf Insulin. Delfine haben ein Gen, das ihren źDiabetes╗ ein- und ausschalten kann. Von dieser Erkenntnis erhofft man sich Fortschritte im Kampf gegen die menschliche Zuckerkrankheit. [2427]
20. Februar 2010 – Die Zeit
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