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Der Pharmakonzern Novartis will einem Bestechungsvorwurf in China nachgehen. Die Augenheil-Tochter Alcon soll einem Zeitungsbericht zufolge Ärzte bestochen haben.
"Alcon toleriert keine Aktivitäten, die den Gesetzen und Vorschriften in den Märkten, in denen wir tätig sind, nicht entsprechen", erklärte Novartis am Dienstag in einer schriftlichen Stellungnahme. Wenn Verdachtsmomente auftauchten, gehe die Firma diesen nach.
Alcon soll an mehr als 200 Krankenhäusern in China Ärzten Geld angeboten haben, um die Verkäufe künstlicher Linsen anzukurbeln, schrieb die Zeitung "The 21st Century Business Herald" unter Berufung auf einen "Zorro" genannten Informanten.
Alcon soll ein Forschungsunternehmen mit fingierten Tests beauftragt haben - genannt Erfahrungsberichte von Patienten. Den Ärzten seien dann Zahlungen in Form von Forschungshonoraren angeboten worden.
Novartis erklärte, Alcon habe die in China durchgeführten Patientenstudien 2012 einer internen Prüfung unterzogen. Sie hätten den Regeln und Vorschriften entsprochen.
Chinas Behörden haben ihren Kampf gegen Korruption im Gesundheitswesen intensiviert. Novartis wurde bereits vor einem Monat in einem Zeitungsbericht mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert.
Im Juli hatte der britische Pharmariese GlaxoSmithKline seine Beteiligung an einem Bestechungsskandal zugegeben. Im Visier der Behörden stehen aber auch andere Branchenriesen wie etwa das französische Unternehmen Sanofi und der US-Konzern Eli Lilly.
SDA-ATS