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15.4
Milz, Katze 1
Präparat:
Präparatedetails:
Organ: Milz
Herkunft: Katze
Färbung: Goldner
Methode und Präparat:
Normaler histologischer Schnitt, mit einer Übersichtsfärbung (HE).
Ziel der Untersuchung:
Kenntnis der Milz, als ein lymphatisches Organ, das als Filterstation in den Blutkreislauf eingeschaltet ist und das eine besondere Stellung einnimmt, da ein Teil seiner Blutversorgung einen “offenen” Blutkreislauf hat. Kenntnis der roten und weissen Pulpa. Dieses Präparat sollte vor den beiden anderen Milzpräparaten (Milz, Mensch und Milz, Katze 2 mit Gömöri gefärbt) untersucht werden.
Besonderheiten des Präparats:
Bereits in der Übersichtsvergrösserung ist die weisse Pulpa deutlich in Form von Zellkernanhäufungen zu sehen, das verleiht diesen Regionen eine dunklere Färbung. Grössere globuläre Strukturen dieser Art sind die Lymphfollikel, kleinere entweder Tangentialschnitte durch Randregionen der Lymphfollikel oder periarterielle Lymphscheiden (PALS). Beide zusammen machen mit der direkt an die Lymphfollikel angrenzende Marginalzone die weisse Pulpa aus. (Zur Erinnerung: die periarteriellen Scheiden enthalten die T-Lymphozyten, die Lymphfollikel und die Marginalzonen vorwiegend B-Lymphozyten).
Die rote Pulpa besteht aus Pulpasträngen und dazwischen liegenden venösen Sinus. Da ein Teil des Blutkreislaufes in der Milz “offen” ist, also (Pinsel)-Arteriolen über die anschliessenden Hülsenkapillaren direkt in das Retikulum der roten Pulpa münden (von wo aus das Blut wieder durch Endothellücken in die Sinus zurückfliesst), kann an verschiedenen Orten extravasales Blut gesehen werden.
Das Stroma der Milz besteht aus der derben bindegewebigen Kapsel und der von dieser ausgehenden Trabekel. Die Trabekel aus der Hilumregion führen die ein- und austretenden Gefässe und Nerven. Die Gefässversorgung verläuft über die Trabekelarterien, von denen die Zentralarterien abgehen. Die Zentralarterien sind von periarteriellen Lymphscheiden mit ihren T-Lymphozyten umgeben. Zentralarterien verlaufen bis zu den Lymphfollikeln um sich anschliessend zu den Pinselarterien aufzuspalten. Die auf die Pinselarterien folgenden Kapillaren werden häufig auch als Hülsenkapillaren bezeichnet.
Wegen der unterschiedlichen Konsistenzen in den Bereichen der roten Pulpa (vor allem, wenn grössere Mengen extravasalen Blutes vorhanden sind) ist das Gewebe teilweise beim Schneiden gerissen.
Aufgaben:
Beurteilen Sie in der Übersichtsvergrösserung Parenchym und Stroma der Milz und identifizieren Sie die weisse und die rote Pulpa.
Versuchen Sie die einzelnen Gefässabschnitte zu finden: Trabekelarterien/Trabekelvenen, Zentralarterien, Pinselarterien, venöse Sinus.
Suchen Sie Stellen mit extravasalem Blut, d.h. Bereiche der roten Pulpa.
Identifizieren Sie die periarteriellen Lymphscheiden
Versuchen Sie Zellen des Grundgerüstes der Milz aus fibroblastischen Retikulumzellen zu identifizieren.
Verfolgen Sie die Kapsel und einige Trabekel und realisieren Sie ihren Aufbau aus straffem kollagenfaserigem Bindegewebe.
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Universität Basel
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