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Das Wichtigste in Kürze
- In Grossbritannien fehlen schätzungsweise 100'000 Lkw-Fahrer.
- Dadurch kam es zuletzt zu Engpässe, viele Briten tätigten Panikkäufe.
- Die Regierung prüft «vorübergehende Massnahmen, um unmittelbare Probleme zu vermeiden».
Angesichts eines Mangels an Lkw-Fahrern in Grossbritannien will die Regierung Medienberichten zufolge kurzfristig die Visa-Bestimmungen lockern. Wie mehrere Medien am Samstag berichteten, könnten im Zuge einer kurzfristigen Regelung bis zu 5000 befristete Visa ausgestellt werden. Weil den Berichten zufolge schätzungsweise 100'000 Lkw-Fahrer fehlen, war es zuletzt zu Engpässen an zahlreichen Tankstellen gekommen – viele Briten tätigten daraufhin Panikkäufe.
Das Büro von Premierminister Boris Johnson bestätigte am Freitagabend, dass die Regierung «vorübergehende Massnahmen» prüfe, «um unmittelbare Probleme zu vermeiden». Ein solcher Schritt würde eine Abkehr von Johnsons restriktiver Einwanderungspolitik bedeuten. Der Premier hatte wiederholt betont, er wolle Grossbritanniens Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften beenden.
Brexit und Corona-Pandemie haben Lkw-Mangel verschärft
Nachdem die Corona-Pandemie und der Brexit den Mangel an Lkw-Fahrern in Grossbritannien weiter verschärft haben, steht die Regierung jedoch unter Handlungsdruck. Die Treibstoffknappheit betrifft nicht nur private Nutzer, sondern verursacht auch Störungen bei der Lieferung von Lebensmitteln und Waren.
Am Samstag bildeten sich an vielen Tankstellen im Land erneut lange Schlangen. «Ich will nur tanken, um zur Arbeit zu kommen. Die Leute füllen einfach Kanister auf – es ist lächerlich», sagte der 56-jährige Mike Davey der Nachrichtenagentur AFP, als er im südenglischen Kent vor einer Zapfsäule wartete.