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Nach zweieinhalb Wochen intensiver Verhandlungen am UNO-Hauptsitz in New York haben sich die Mitgliedstaaten auf ein Ergebnisdokument geeinigt, das die Notwendigkeit der Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen anerkennt. Die Schweiz freut sich sehr, dass ein Konsens erzielt werden konnte bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt, Frauenhandel und Zwangsprostitution, weiblicher Genitalverstümmelung, Kinder-, Früh- und Zwangsheiraten, sexueller Gewalt gegen Frauen als Kriegswaffe sowie sexueller Belästigung in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz. Andere wichtige Themen wie der Schutz derjenigen, die sich für Frauenmenschenrechte einsetzen, werden im Ergebnisdokument ebenfalls berücksichtigt.
Die CSW bekräftigte die Bedeutung der bestehenden internationalen Instrumente, die Verantwortlichkeiten der Staaten und die Notwendigkeit starker und koordinierter öffentlicher Dienste. Die Kommission betonte, dass die Themen geschlechtsspezifische Stereotype für Frauen und Männer, Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit von Frauen, umfassende evidenzbasierte Sexualerziehung sowie Zugang zu Verhütungsmitteln angegangen und auch Männer und Buben einbezogen werden müssen.
Sylvie Durrer, Leiterin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann und Vizechefin der Schweizer Delegation, kommentierte den Ausgang der Verhandlungen wie folgt: «Zu den wichtigsten Errungenschaften der diesjährigen Tagung der CSW zählt die klare Feststellung, dass Bräuche, Traditionen und religiöse Überlegungen nicht als Rechtfertigung für Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen dienen können.»
Die Schweiz engagiert sich auf nationaler wie auf internationaler Ebene stark im Kampf gegen jegliche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Unter anderem verabschiedeten die eidgenössischen Räte 2012 zwei Strafnormen, die Genitalverstümmelung und Zwangsheirat explizit unter Strafe stellen. Ausserdem wurde in das Legislaturprogramm 2011–2015 eine Leitlinie zur Gleichstellung von Mann und Frau eingefügt, die unter anderem die Prävention von häuslicher Gewalt vorsieht. Schliesslich unterstützt das Parlament auch die Absicht des Bundesrats, bis 2018 die Massnahmen im Kampf gegen Zwangsheiraten zu verschärfen.
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