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Wenn Kinder fremdeln
Gleich zu Beginn sei erwähnt: das Fremdeln ist eine normale Reaktion, die zur Entwicklung Ihres Kindes gehört.
Dennoch kann es im ersten Moment erstaunlich sein, wenn Ihr eigenes Kind plötzlich anders auf Personen reagiert.
In den ersten Lebensmonaten strahlen alle Babys die Welt um sich an. Zwischen dem sechsten und neunten Monat fangen Babys an zwischen vertrauten und fremden Menschen unterscheiden zu können. Das löst das Fremdeln aus, dieser Mechanismus ist von der Natur gedacht, dass ein Kind lernt, sich nicht mit fremden Menschen einzulassen oder mitzugehen. Es gibt auch Kleinkinder, bei denen das Fremdeln erst im zweiten Lebensjahr anfängt.
Wie stark das Fremdeln ausfällt, ist bei jedem Baby unterschiedlich ausgeprägt.
Wie sich ein Kind während des Fremdelns verhält, ist abhängig von seiner Persönlichkeit.
Einige sind offener, andere brauchen etwas mehr Zeit, um Kontakt zu knüpfen.
Kinder, die schon früh Kontakt zu vielen verschiedenen Personen haben, fremdeln oft weniger ausgeprägt. Kinder, die eine Krippe oder einen Hort besuchen oder in einer Grossfamilie aufwachsen, fremdeln in der Regel weniger als Kinder aus Kleinfamilien.
Wie können Sie Ihr Kind unterstützen?
Der wichtigste Punkt ist: nehmen Sie die Vorsicht oder die Angst Ihres Kindes ernst. In der Fremdelen-Situation sucht es Schutz bei Ihnen, in dem es sich hinter Ihnen versteckt. Bieten Sie ihm diesen Schutz und überlassen Sie es Ihrem Kind, wann es mit der abgelehnten Person Kontakt aufnehmen möchte. In der Regel, fängt Ihr Kind von alleine an, mit der abgelehnten Person Blickkontakt herzustellen und geht infolgedessen von alleine auf sie zu.
Nach dem dritten Lebensjahr ist die Fremdeln-Phase meist abgeschlossen. Ihrem Kind fällt es nun leichter, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten.
Haben Sie Geduld, sobald sich Ihr Kind sicher fühlt, verfliegt auch das Fremdeln.