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Sind Sie interessiert an einem Informationsgespräch oder Sie möchten eine Unterbindung durchführen lassen? Gerne dürfen Sie sich mit uns in Kontakt setzten.
Vasektomie – Ziel des Eingriffs
Mit der Vasektomie wird das Ziel verfolgt den Mann unfruchtbar zu machen. Hierbei werden während eines kleinen Eingriffes am Hoden des Mannes die Samenleiter beidseitig durchtrennt, so dass der natürliche Transportweg der Spermien unterbrochen wird. Bei dem Mann bleibt hinsichtlich der Sexualität nach der Durchtrennung der Samenleiter alles weitgehend unverändert. Erektionsfähigkeit wie auch der Orgasmus mit Samenerguss bleiben von der Vasektomie unberührt bzw. unbeeinflusst. Ebenso verhält es sich mit der Lust auf Geschlechtsverkehr, dem Lustempfinden und auch dem Wahrnehmen des Orgasmus.
Das Ejakulat enthält nun keine Samenzellen (Spermien) mehr, da diese nicht mehr durch die Samenleiter befördert werden können. Es kommt lediglich zu einer geringfügigen Veränderung der Menge der Samenflüssigkeit. Der Hauptteil der Flüssigkeit wird in der Vorsteherdrüse der Prostata gebildet. Die Funktion der Hoden mit der Hormonproduktion und des Testosterons (männliches Sexualhormon) sind gleichbleibend.
Vasektomie – Operationstechniken
Es gibt verschiedene Operationstechniken bzw. Methoden, um die Sterilisation beim Mann vorzunehmen. Die genannten Methoden unterscheiden sich nur in der Art der Hautöffnung und führen zum gleichen Ergebnis, der Unfruchtbarkeit des Mannes.
- Klassische / Konventionelle Vasektomie: Bei der konventionellen Methode der Vasektomie wird die Haut mit Hilfe eines Scalpells geöffnet, indem ein kleiner Schnitt mit einer Länge von etwa 1 cm im Hodensack getätigt wird. Durch die vorab gespannte seitliche Haut am Hoden kann so problemlos der Samenleiter freigelegt, durchtrennt und ein Teilstück von ungefähr 2-3 cm Länge entnommen werden. Die entstandenen Enden werden abgebunden bzw. verödet und in der Regel zusätzlich u-förmig umgeschlagen. Nach beidseitiger Durchführung werden die Samenleiterenden in die verschiedenen Bereiche des Hodengewebes zurückgelegt und die kleine entstandene Hautöffnung mit selbstauflösendem Faden vernäht.
- „No-Scalpel“ Vasektomie: Bei der „No-Scalpel“ Vasektomie wird auf den Einsatz eines Skalpells verzichtet. Bei dieser öffnet der Urologe die Haut mit einer spitzen Klemme und spreizt so die Haut auf. Danach erfolgt durch die etwa einen Zentimeter gedehnte Hautöffnung die Freilegung der Samenleiter, die folgend mit einer speziellen Halteklemme fixiert werden. Genau wie bei der konventionellen Vasektomie wird die anschließende Durchtrennung, Entnahme von Teilen der Samenleiter und das Einbinden der Samenleiterenden in verschiedene Gewebeschichten vollzogen.
Vasektomie – konkreter Ablauf
Nachdem die Entscheidung für die Unterbindung Ihrerseits getroffen worden ist, vereinbaren wir mit Ihnen einen Operationstermin in der Praxis. Nehmen Sie sich etwa eine Stunde Zeit. Am besten bringt und holt Sie jemand ab, ansonsten ist prinzipiell auch die eigene An- und Abreise möglich. Nach der erfolgten Unterbindung geben wir Ihnen ein Schmerzmittel mit und empfehlen Ihnen den Hodensack zu Hause hochzulagern und zu kühlen. Duschen ist ab dem ersten Tag wieder möglich, Vollbäder erst rund 12 Tage nach der Operation.
Eine reguläre Nachkontrolle ist nicht notwendig, die benutzten Fäden zum Hautverschluss lösen sich selbst auf. Die notwendigen Unterlagen für die geplante Kontrolle des Ejakulates nach etwa 3 Monaten geben wir Ihnen ebenfalls bereits mit. Sollten Probleme auftreten dürfen Sie sich natürlich jederzeit bei uns melden.