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Chondrosarkom
Klinische Bedeutung
Ein Chondrosarkom ist ein bösartiger Tumor, der durch Entartung von Knorpelzellen entsteht und zu den Knochentumoren gezählt wird. Dieser Tumor kann in jedem Knochen des Körpers auftreten, am häufigsten kommt er jedoch an der Schädelbasis oder an der Wirbelsäule vor.
Meistens sind Patienten zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr betroffen, wobei der Tumor bevorzugt bei Männern auftritt. Die meisten Chondrosarkome der Schädelbasis treten sporadisch auf, als prädisponierende Faktoren gelten:
- Vorheriges Trauma / Knochenbruch
- Ollier Krankheit
- Maffucci-Syndrom
Symptomatik
Das häufigste Symptom dieses Knochentumors sind lokale Schmerzen und intermittierend Doppelbilder, wobei je nach Ort des Tumors auch unterschiedliche neurologische Ausfälle (zum Beispiel Kraftminderung der Beine oder weitere Augenmuskelstörungen) auftreten können.
Diagnostik
Die Diagnose eines Chondrosarkoms erfolgt durch die Bildgebung (CT und MRI) sowie durch die histologische Gewebeanalyse anhand einer Biopsie oder nach der operativen Entfernung.
Therapie
Die schonende, möglichst komplette mikrochirurgische Entfernung des Chondrosarkoms ist die Methode der Wahl. Eine anschliessende Bestrahlung erfolgt meist unter folgenden Bedingungen:
- bei unvollständiger Tumorentfernung eines höhergradigen Chondrosarkoms (konventionell oder mit Protonenbestrahlung)
- bei Tumorrückfällen, die nicht mehr operabel sind
- bei Tumormetastasierung
Eine Chemotherapie wird meist nur bei bestimmten Subtypen des Chondrosarkoms angewendet (sogenannter mesenchymaler Subtyp).
Prognose
Trotz der Einstufung als bösartiger Tumor ist sein Wachstum in etwa 90% der Fälle sehr langsam. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt etwa bei 30–70 Prozent.