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Im US-Staat New Hampshire fanden diese Woche die Vorwahlen für den Senatssitz statt. Dazu wollte auch eine Frau in Exeter ihre Stimme abgeben, natürlich – wie in den USA üblich – im Wahllokal.
Allerdings hatte die Frau dazu ein Anti-Trump-Shirt angezogen, auf dem «McCain Hero, Trump Zero» stand. Das rief den Aufpasser Paul Scafidi auf den Plan und er machte die Frau darauf aufmerksam, dass ein solches Shirt als Wahlbeeinflussung aufgefasst werden könnte und deshalb nicht im Gebäude erlaubt sei.
Ganz so einfach gab die Frau jedoch nicht auf. Sie fragte, wieso man dann ein Shirt mit der US-Flagge tragen dürfe aber ihr Shirt nicht erwünscht sei. Scafidi: «Das eine Shirt ist ein Bekenntnis zur Flagge, das andere ein Statement zu einem Kandidaten.» Die Frau müsse das Shirt entweder ausziehen oder die Botschaft abdecken, wenn sie wählen wolle.
«Ich ging davon aus, dass sie kurz aufs WC geht und sich umzieht», sagt Scafidi gegenüber dem «Boston Globe». Doch daran dachte die Frau nicht mal. Sie zog kurzerhand das Shirt mitten im Wahlzentrum aus. Scafidi: «Es dauerte nicht mal drei Sekunden! Ich wusste ja nicht, dass sie nichts darunter anhatte.»
Die Mitarbeitenden seien alle ziemlich erschrocken. Scafidi blieb ruhig: «Ich sagte nur: ‹Egal, lasst sie doch einfach wählen.›» Was die Frau auch machte – und danach das Shirt wieder anzog und wortlos aus dem Wahllokal ging.
(red.)