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Bei einem tödlichen Unfall ist über eine Organentnahme zu entscheiden. Wenn es Sie persönlich trifft, sind Sie nicht mehr in der Lage, Ihren Willen zu äussern. Haben Sie Ihre Meinung schriftlich festgehalten? Sind Ihre Angehörigen orientiert? Diese haben sonst unter Stress eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Das wirf oft als Belastung empfunden.
Aktuell gilt in der Schweiz die erweiterte Zustimmungslösung. Zukünftig wird die erweiterte Widerspruchsregelung gelten. Wenn Ihr Wille nicht ermittelt werden kann, ist es an Ihren Angehörigen, über eine Gewebe- und Organentnahme zu entscheiden.
Im Ausland gelten andere Gesetze, Regeln und Gepflogenheiten. Wenn Sie eine Organspende ablehnen, halten Sie dies schriftlich in mehreren Sprachen fest. Tragen Sie diese Mitteilung mit Ihren Identitätspapieren auf sich. Rechnen Sie nicht damit, dass Ihre Angehörigen ausfindig gemacht, angehört und deren Meinung beachtet würde. Sie riskieren, gegen Ihren Willen zum Organspender zu werden.
In gewissen Ländern können Ihre Organe (wie Leber, Lunge, Herz, Niere oder Gewebe) entnommen werden, wenn Sie sich nicht explizit dagegen ausgesprochen haben. Vor Auslandreisen ist zu prüfen, ob es allenfalls nicht ein Widerspruchsregister gibt, in das Sie sich einzutragen haben.
Ob Sie Organe spenden werden, ob eine Person Ihres Vertrauens in Ihrem Namen medizinische Entscheidungen treffen wird, ob Sie medizinische Entscheidungen im Voraus treffen, unternehmen Sie die die notwendigen Schritte, füllen Sie Formulare aus, wie z. B. eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht.