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Die industrielle Revolution in Grossbritannien hatte viele Menschen in Armut gestürzt. Der Laienprediger William Booth gründete 1865 die "Christliche Mission Ost-Londons", die Gottesdienste auf der Strasse durchführte. Die Bewegung wuchs rasch. 1878 entstand die "Salvation Army" mit dem Ziel, gegen Elend und Laster zu kämpfen. 1882 fand die erste Predigt in Genf statt. 1885 kam die Heilsarmee in die deutschsprachige Schweiz. Die Behörden verboten Versammlungen und verwiesen Mitglieder des Kantons, trotzdem schlossen sich viele der Heilsarmee als neue Mitglieder an. In den frühen 1890er Jahren pochte der Gesetzgeber auf Einhaltung der durch die Verfassung garantierten Glaubens- und Kultusfreiheit, die ebenso für die Heilsarmee gelte.
Die Heilsarmee Luzern hat Anfang 2019 ihre langjährig genutzte Liegenschaft an der Dufourstrasse 25 verkauft. Stattdessen hat sie sich in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Getränkefabrik an der Bruchstrasse 59 eingemietet.
In der Schweiz bestehen 55 Gemeinden (Korps) und knapp 4'000 Personen (Stand 2014) gehören der Heilsarmee an. In den Gemeindezentren finden Gottesdienste, Bibelkreise, Jugendgruppen, Frauentreffen und Weiteres statt. Zudem werden in den landesweit 22 Brockis Kleidung, Möbel und Lebensmittel unentgeltlich abgegeben.
«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 27.11.2019