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Neben dem Stoss ist der Ruppenpass der zweite grosse Übergang von Altstätten im Rheintal ins Appenzellerland. Hier - nach steilem Aufstieg - liegt knapp unterhalb der
Passhöhe - auch Landmark genannt - die gleichnamige Sperre Landmark. Diese Sperre besteht aus drei grossen Infanteriebunkern, welche durch Bäume und Wald gut getarnt direkt
an der Passstrasse stehen.

Das besondere an dieser Sperre ist nicht die Sperre selber, sondern ein Gedenkstein auf der Ruppen Passhöhe, gegenüber dem Restaurant Landmark. Der Gedenkstein wurde
aufgestellt in Erinnerung an die Grenzbrigade 8, welche den Raum zwischen Bodensee/Rorschach und Rheintal/Appenzell zu schützen hatte.
In den Grenzbrigaden - welche mehrere tausend Mann stark waren - waren Wehrmänner aus der jeweiligen Region eingeteilt und sie sollten - im Fall der zum Glück nie eintraf
- die Bunker der Region besetzten und den Gegner aufhalten. Aufhalten hiess aber in diesem Fall maximal ein paar Tage. So waren die Grenzbrigaden während des zweiten
Weltkrieges - was Waffen und Munition anbelangt - chronisch unterdotiert. Die Chancen, dass sie lange Widerstand leisten konnten waren daher gering. Dies wurde aber durch
die Armeeführung bewusst in Kauf genommen, sollte doch der Abwehrkampf in den Bergen stattfinden und nicht an der Grenze. Es gibt Stimmen, welche die Soldaten der
Genzbrigaden als Kanonenfutter bezeichnen. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Soldaten jener Zeit dessen wohl bewusst waren und das Opfer in Kauf nahmen.
Beweis dafür ist wiederum eine Episode aus den Biografien von Leonhard Grässli (siehe Text zur Sperre Diepoldsau).
Er beschreibt darin, wie die Grenzwächter und die Soldaten die Rheineck verteidigen sollten sich auf eine Abwehr vorbereiteten und sich ihrer schlechten Karten sehr bewusst waren.
Trotzdem war jeder an seinem Platz und entschlossen, sich bis zum Letzten zu verteidigen, als in einer Nacht im Mai 1940 Alarm ausgelöst wurde. Man erwartete einen Angriff in jener
Nacht und die Bevölkerung wurde evakuiert. So auch die Familie von Leonhad Grässli. Er verabschiedete sich von Frau und Kind und ging mit den anderen Grenzwächtern und Soldaten in
seine Stellung und erwartet den Angriff - der zum Glück nie kam. Von daher hegen wir grosse Zweifel an den Stimmen die behaupten, die Menschen an der Grenze seien sich der Gefahr
nicht bewusst gewesen oder wurden absichtlich im Dunkeln gelassen.
Im Rahmen der Armeereform 95 wurden die Grenzbrigaden aufgelöst, die Wehmänner und ihre Bunker aus dem Dienst entlassen. Die Menschen verschwinden im Laufe der Zeit -
ihre Erinnerungen aus Stein aber werden sie lange überdauern.

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Bunker Landmark
Schiesspanorama 43
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