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Das Wichtigste in Kürze
- Als enger Weggefährte des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic spielte Jovic Anfang der 1990er-Jahre eine prominente Rolle beim Zerfall Jugoslawiens.
Wie Milosevic vertrat er die Idee eines Gross-Serbiens, das die serbischen Siedlungsgebiete in Kroatien und Bosnien einschliessen sollte. Die aggressive Umsetzung dieser Idee durch die damalige serbische Führung mündete in blutige Kriege mit mehr als 100 000 Toten und Millionen Vertriebenen.
Jovic half Milosevic beim Aufstieg zur Macht in Serbien. Später liess ihn jedoch der serbische Autokrat fallen. Jovic rächte sich, indem er in seinen Memoiren mit dem ehemaligen Mentor abrechnete. Das Haager Jugoslawien-Tribunal ermittelte gegen Jovic wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen, erhob aber keine Anklage. Milosevic starb 2006 im Untersuchungsgefängnis des Tribunals, bevor der Prozess gegen ihn zu einem Abschluss gebracht werden konnte.