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In einer Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, Massachusetts, hatten Personen, die täglich 1 bis 5 Tassen Kaffee tranken, ein geringeres Sterberisiko als Kaffeeabstinente. Mehr als 5 Tassen täglich brachten allerdings keinen zusätzlichen Schutz.
Anders, wenn nur die Nichtraucher unter den Kaffeetrinkern berücksichtigt wurden. Dann war auch bei höheren Kaffeemengen noch ein positiver Effekt zu beobachten: So vermochte die tägliche Tasse Kaffee das Sterberisiko um 6% senken, bei 2-3 Tassen waren es 8%, bei 4-5 Tassen 15% und bei mehr als 5 Tassen 12%. Die Reduktion des Sterberisikos betraf dabei Herzkreislaufkrankheiten, Diabetes, neurologische Erkrankungen wie z.B. Parkinson oder auch Tod durch Suizid. Auf das Sterberisiko bei Krebserkrankungen schien Kaffee hingegen keinen Einfluss zu haben.
Geringeres Sterberisiko unabhängig vom Koffeingehalt
Dass die schützende Wirkung unabhängig davon auftrat, ob koffeinhaltiger oder koffeinfreier Kaffee konsumiert wurde, legt nahe, dass andere Kaffeeinhaltsstoffe als das Koffein dafür verantwortlich sind, so die Studienautoren. Diese müssten aber in weiteren Studien überprüft werden.
Für die Untersuchung hatten die Forscher Daten von über 200'000 Teilnehmern aus drei grossen laufenden Studien ausgewertet. Über einen Beobachtungszeitsraum von bis zu 30 Jahren waren die Studienteilnehmer alle 4 Jahre mittels Fragebögen unter anderem zu ihrem Kaffeekonsum befragt worden.
''Regelmässiger, massvoller Kaffeekonsum kann Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein'', so Prof. Frank Hu, Seniorautor der Studie in einer Pressemitteilung der American Heart Association, ''Personen wie z.B. Schwangere oder Kinder sollten jedoch mit hohen Koffeindosen aus Kaffee oder anderen Getränken vorsichtig sein.''