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August Franz Johann Christoph Graf von Degenfeld-Schonburg (1798-1876)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär als Feldmarschall-Leutnant in in dekorierter Uniform. Bereits im Alter von 16 Jahren nahm Degenfeld an seinem ersten Feldzug teil. Nach 1835 war er als Major respektive Adjudant mehrere Jahre in Böhmen stationiert, ehe er 1848 als Generalmajor einer Brigade vorangestellt war. Im Folgejahr machte sich Degenfeld in der Schlacht von Novara verdient. Im Anschluss wurde er zum Feldmarschall-Leutnant befördert. 1859 war er als General an den Italienischen Kriegen beteiligt – als Verantwortlicher für die Küstenländer. 1860 wurde Degenfeld Feldzeugmeister und Kriegsminister, bis er 1864 seine Ämter niederlegte. 1866 nahm er den Aktivdienst kurzfristig nochmal auf, um die Waffenstillstandskonvention von Nikolsburg zu vereinbaren.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Wiener Steindruckerei der gebrüder Rauh gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die mit (1)850 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen.
Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut.
Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 210.00Preis