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- In Fischbach-Göslikon wird das Ausbildungszentrum der Schweizer Armeetaucher neu gebaut.
- Zu dieser Truppe gehören nur ca. zwei Dutzend Mann.
- Die Taucher sind nicht Kämpfer, sondern Handwerker.
Es ist wohl die speziellste Einheit, die es in der Schweizer Armee überhaupt gibt. Nur ca. 25 Mann sind als Armeetaucher registriert. Die Zahl schwankt, mal sind es ein paar mehr, mal ein paar weniger. Einen Sollbestand gibt es nicht. Die Taucher kennen keine Hierarchien, sie haben keine WKs, sie werden nur für kurze Einsätze aufgeboten. Dabei hat derjenige das Sagen mit der grössten Erfahrung. Militärische Hierarchien spielen keine Rolle. Ein Soldat kann durchaus einem Major Befehle geben.
Die Armeetaucher sind keine Kämpfer. Sie legen keine Minen. Sie schwimmen nicht hinter die feindlichen Linien und machen Sabotageakte. Und sie verwenden nicht Hightech-Geräte wie Mini-U-Boote.
Arbeiten unter Wasser mit der Kettensäge
Die Armeetaucher der Schweizer Armee sind Handwerker. Cheftaucher Claudio Demarmels sagt: «Tauchen bei uns, das ist nicht bei schönem Wetter ein paar Fische anschauen. Bei uns geht es darum, dass man ein Handwerk ausübt, zum Beispiel eine Kettensäge unter Wasser einsetzt.»
Armeetaucher – eine winzige Elitetruppe
Armeetaucher kann man nur werden, wenn man schon die Rekrutenschule gemacht hat. Und man muss ein sehr erfahrener Taucher sein. Es gibt Bewerber, die schon 3000 Tauchgänge vorweisen können. Pro Jahr bewerben sich bis zu 45 Männer als Armeetaucher. Aber nur 3 bis 4 schaffen die Selektion. Nach der Auswahl absolvieren sie auf dem Waffenplatz Bremgarten (Genie- und Rettungstruppen) eine Spezialausbildung.
Diese Kettensäge läuft natürlich nicht mit Benzin. Es ist ein Spezialgerät, das hydraulisch angetrieben wird. Es ist über Leitungen mit einer Anlage an der Oberfläche verbunden. Dieses presst Hydrauliköl in die Säge und treibt so die Säge an.
Verwendet wird die Kettensäge zum Beispiel am Grund von Flüssen. Dort müssen die Armeetaucher manchmal alte Pfähle oder Baumstämme beseitigen, wenn das Militär eine Brücke baut. Die Armeetaucher kommen aber auch zum Einsatz, wenn Gerät im Wasser verloren gegangen ist oder wenn man Personen vermisst.
Und man sieht die Taucher zum Beispiel auch im Neuenburgersee. Dort gibt es den Schiessplatz Forel. Es sind Ziele im See, auf die Kampfflugzeuge schiessen. Die Taucher müssen sicherstellen, dass diese Ziele immer gut verankert sind.
Das Hauptquartier ist in Fischbach-Göslikon
Das Hauptquartier der Armeetaucher, ihr Kompetenzzentrum, liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Fischbach-Göslikon. Es sind zwei aneinander gebaute Gebäude im Gebiet «Usser Weid». Dieses liegt direkt an der Reuss und es gehört zum Waffenplatz Bremgarten.
Dort haben die Armeetaucher ihre Ausrüstung gelagert, auch ein grosser Tauchtank ist vorhanden. Und es gibt Garagen für ihre Fahrzeuge. Bis jetzt war das Gebäude ein Provisorium. Die Armee will nun aber das Ausbildungszentrum total sanieren und permanent nutzen. Dazu liegt momentan in Fischbach-Göslikon ein Baugesuch auf.