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Aktuelles
Organisationen fordern weltweiten Zugang zu Impfstoffen
Über 100 Länder haben noch keinen Zugang zu Corona-Impfstoffen, deren Patente von einigen wenigen Pharmakonzernen gehalten werden, so Amnesty International und Public Eye. Dies müsse sich ändern.
In einer Petition fordern die Organisationen, dass die Schweiz vorübergehende Ausnahmen vom Schutz des geistigen Eigentums bei Covid-19 – Behandlungen, Tests und Impfstoffen unterstützt. Der Bundesrat solle zudem die Teilnahme von Schweizer Pharmaunternehmen an der Wissensaustausch-Plattform der Weltgesundheitsorganisation WHO fördern. Schliesslich solle der Bundesrat die mit den Pharmaunternehmen abgeschlossenen Verträge über den Kauf von Impfstoffen, die mit Steuergelder bezahlt würden, öffentlich machen.
Reiche Länder, darunter die Schweiz, hätten mehr als die Hälfte des Impfstoffvorrates gekauft, obwohl sie nur 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachten, so die Organisationen in einer Medienmitteilung. Demgegenüber sei in 100 Ländern noch keine einzige Person geimpft worden.
Nur wenige Unternehmen kontrollierten die Patente, während viele andere Unternehmen das Know-how hätten, ebenfalls Impfstoffe zu produzieren. Deshalb solle die Schweiz einer vorübergehenden Lockerung des Patentschutzes zustimmen. Dies würde Behandlungen, Tests und Impfstoffe insbesondere durch weitere Hersteller im globalen Süden erleichtern.