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1787 liess der in Schottland lebende Ire Robert Parker (1739-1806) seine Erfindung des kurz später als Panorama bezeichneten «Nature at glance» patentieren. «Nature at glance» kann mit «Die Natur auf einen Blick» übersetzt werden und meinte ein neues Naturerlebnis und Lebensgefühl: eine Rundsicht von 360° bei der Himmel und Erde sich trafen, den Eindruck von Unendlichkeit erweckten und ein Glücksgefühl auslösten.
Die Erfindung wurde im 19. Jahrhundert auf verschiedene Formate – von Taschen- über Tapeten- bis zu Grossbildpanoramen – und für verschiedenste Themen umgesetzt. Das Panorama erhielt als Medium vorübergehend einen ersten Platz.
In der ersten Welle von Grossbildpanoramen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden vor allem ferne Städte und Landschaften gezeigt.
Eine zweite Welle folgte ab 1880, in der vor allem grosse Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges dargestellt wurden. Diese Phase war kurz, denn mit dem Aufkommen des Films, dem bewegten Bild, entstand den Panoramen eine überlegene Konkurrenz und war ihre Zeit vorbei. Die Grossleinwände wurden in Depots gebracht, vergessen oder zerstört und die Rotunden abgebrochen oder anderen Zwecken zugeführt.
Die Atelierrotunde Brauns auf der Theresienhöhe in München brannte 1915 nach Brandstiftung ab. Vermutlich gingen mit ihr mehrere, dort deponierte Panoramen Brauns verloren.