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Charakteristisch für das Angelman-Syndrom ist unter anderem das Ausbleiben der Sprache.
Viele AS-Kinder, so auch Julia, scheinen genug Verständnis oder rezeptive Intelligenz zu besitzen, um sprechen zu können, aber bei den am weitesten Entwickelten kommt es zu keiner Ausbildung sinnvoller Sprache. Es ist kein Fall bekannt, wo ein Kind, das unter AS leidet, ein sinnvolles Gespräch geführt hätte.
Ein einzelner erkennbarer Laut, wie z.B. „ Mama“ kann sich entwickeln, wird aber nur selten und ungezielt verwendet, meist ohne Bedeutungsträger zu sein.
Wie ebenfalls typisch fürs Angelman Syndrom "brabbelte" und "gurrte" Julia auch als Baby nie. Der einzige Laut welcher sie von sich gibt ist: "äää". Dies tut sie in verschiedenen Tonlagen und Situationen. Es gibt Tage, da redet sie kaum, und es gibt Tage, da erzählt sie ganze Geschichten mit "ää".
Heute ist ein wunderschöner Tag!
Das Telefon klingelt und Julias Ergotherapeutin sagt:" Melanie, Julia hat soeben klar und deutlich "Ja" gesagt!
Wir sind zu Tränen gerührt und können es noch immer kaum glauben. Spricht schon für einen positiven Blick auf und von der Welt, wenn das erste Wort JA ist, oder?!
In Gedanken habe ich den Satz der Ergotherapeutin im Ohr, die sagt: "Wenn etwas einmal kommt, dann haben wir die Basis und die Chance, dass es auch ein 2. Mal kommt."
Leider warten wir immer noch auf eine Wiederholung dieses bis anhin einmaligen Ja`s!