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Am EJSF 2020 wird beim Steinstosswettbewerb während zwei Tagen um Ruhm und Ehre gekämpft.
Für die Wettkampfteilnahme ist eine Qualifikation erforderlich. Pro Steingewicht qualifizieren sich 24 Athleten.
Die erste Qualifikationsrunde findet am Sonntag, 30. August 2020, auf dem Alpenbitter-Areal in Appenzell statt.
Der zweite Qualifikationswettkampf folgt schliesslich am Samstag, 10. Juli 2021, ebenfalls auf dem Gelände der Alpenbitter AG in Appenzell.
Am EJSF 2020 wird am Samstag, 4. September 2021, die Vorrunde für den Unspunnenstein und das Finale mit dem Schwendner Chilbistein ausgetragen. Der finale Durchgang mit dem Unspunnenstein erfolgt am Sonntagnachmittag, 5. September 2021, in der Schwinger-Arena auf dem Bleiche-Areal.
Für die Organisation des EJSF-Steinstosswettbewerbs zeichnet der Schwendner Chölbi-Verein verantwortlich.
Kontakt
Fefi Sutter
<email-pii>, Tel. +41 71 787 52 33, Tel. +41 79 708 49 54
Am Sonntag, 30. August 2020, fand in Appenzell bei garstigen Wetterbedingungen der erste Qualifikationswettkampf für den EJSF-Steinstosswettkampf statt. Offiziell qualifiziert ist bis dato noch niemand. Das definitive Teilnehmerfeld wird erst am 10. Juli 2021, nach der zweiten Qualifikationsrunde, feststehen.
Hier die Resultate:
Genau wie das Schwingen gehört auch das Steinstossen zu den Schweizer Ur-Sportarten. Seinen Ursprung hatte der Wettkampf vermutlich im 13. Jahrhundert. Reiseberichten zufolge wurde dieser Brauch im 18. Jahrhundert in den Regionen Appenzell, Glarus und Schwyz ausgeübt. Dabei kamen 100 bis 200 Pfund schwere Steine zum Einsatz. Gestossen wurde mit oder ohne Anlauf, ein- oder beidhändig, nach einer Zielmarke oder auf grösstmögliche Weite. Heute wird das Steinstossen professionell ausgeübt und trainiert. Die Wettkämpfe finden in der ganzen Schweiz statt. Doch auch über die Grenzen hinaus werden vereinzelt Wettkämpfe durchgeführt, beispielsweise die Europameisterschaft in Berlin und an deutschen Bürgerfesten. In Amerika werden ähnlich wie in der Schweiz meist Schwingwettkämpfe kombiniert mit Steinstossen organisiert.
Am ersten Unspunnenfest 1805 stand beim Steinstosswettbewerb ein Innerrhoder im Rampenlicht: Anton Joseph Dörig stiess mit einer beeindruckenden Technik den 83,5 Kilogramm schweren Stein am weitesten.
Am ersten Unspunnenfest 1805 nahmen auch zwei Innerrhoder teil: Joseph Anton Fässler von Steinegg und Anton Joseph Dörig von Schwende - «zwei riesige, schlanke und nach Landestracht gekleidete Männer». Dörig siegte, Fässler wurde Zweiter. Erfolgreich waren sie vor allem aufgrund ihrer eigenwilligen Technik. Im «Appenzeller Kalender» für das Jahr 1806 steht über den Sieger geschrieben: «Er hielt den 184 Pfund schweren Stein mit einer Hand eine Zeit lang über sein Haupt empor und warf dann denselben mit unbegreiflicher Leichtigkeit, ohne mit den Füssen eine Bewegung zu tun, sondern stillstehen bleibend, auf 10 Fuss weit vor sich.» Der 83.5 Kilogramm schwere Stein dürfte folglich etwa drei Meter weit gestossen worden sein.
Der vollständige Artikel über die siegreichen Appenzeller Steinstösser ist am 5. September 2019 im Appenzeller Volksfreund erschienen. Autor: Achilles Weishaupt.