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Sport des Monats April 2015: Sepak Takraw
Du möchtest etwas Neues und Einzigartiges ausprobieren? Dann zeige vollen Einsatz beim Sepak Takraw.
Kick den Rattan!
Es ist weder Volleyball, noch Fussball, noch Badminton und doch ein wenig von allem. Denn gespielt wird Sepak Takraw in einem Badmintonfeld, über ein Netz und der Ball wird buchstäblich mit Füssen getreten.
Der Name dieser Sportart ist sehr bezeichnend, wortwörtlich übersetzt heisst Sepak Takraw „Kick den Rattan“. Der Sepak Takraw-Ball wurde jahrhundertelang aus Rattan geflochten. Erst seit dem Jahr 1984 werden Bälle aus synthetischem Material entwickelt und benutzt. Doch noch immer bestehen die Bälle aus verwobenen Bändern mit kleinen Lücken.
Gespielt wird dieser aussergewöhnliche Sport vor allem in südostasiatischen Ländern, auf den Philippinen gilt Sepak Takraw gar als Nationalsport. Aber auch in Europa gibt es seit 2005 eine Serie von Turnieren, die sogenannten Euro-Series.
Ohne Regeln kein Spiel
Wenn auch hierzulande eher ein ungewöhnliches Spiel, so gelten für Sepak Takraw klare Regeln. Es stehen sich auf einem Badmintonfeld, getrennt durch ein circa 1.50 Meter hohes Netz, zwei Mannschaften gegenüber. Jede Mannschaft zählt drei Spieler. Ihre Aufgabe ist es, den Ball über das Netz zu befördern und dafür lediglich Füsse, Kopf, Knie oder Brust zu verwenden. Wie beim Volleyball muss der Ball nach drei Ballkontakten innerhalb eines Teams übers Netz gespielt werden; ein Spieler darf aber auch mehrere Ballkontakte nacheinander haben. Punkte können gemacht werden, indem der Ball im gegnerischen Feld zu Boden gebracht wird oder das gegnerische Team einen Fehler macht, zum Beispiel den Ball nach drei Kontakten nicht zurück gibt oder ins Aus spielt. Es werden drei Sätze à 15 Punkte gespielt, wer zwei Sätze gewinnt, ist Sieger des Spiels!
Vollen Körpereinsatz, bitte!
Sepak Takraw ist ein schnelles Spiel, welches den ganzen Körper beansprucht. Da der Ball nicht mit Händen oder Armen gespielt werden darf, wird von den Spielern einiges an Schnelligkeit und Kreativität abverlangt, damit sie die Bälle über das Netz bringen können. Saltos, spektakuläre Sprünge und die Annahmen von bis zu 140 Stundenkilometer schnellen Bällen machen das Spiel auch für die Zuschauer zu einem Ereignis.