Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/2293

Soziale Beschaffungen durch die Stadt
Am 19. Juni reichte Willy Rüegg ein Postulat „betreffend Berücksichtigung der IAO-Kernübereinkommen im städtischen Beschaffungswesen“ ein, welches am 1. September 2008 überwiesen und (nach Aufrechterhaltung) am 3. Oktober 2011 abgeschrieben wurde.
Kernanliegen war, dass sich Wädenswil klare Vorgaben setzt, um Aufträge zukünftig nur an Unternehmen mit gewissen sozialen Standards zu vergeben. Soziale Beschaffung bedeutet insbesondere, bei der Vergabe von Aufträgen (v.a. Materialeinkauf) darauf zu achten, dass einfachste Rechte der Arbeiter (z.b. Verbot von Zwangsarbeit) eingehalten werden. Der Bericht des Stadtrates fiel damals negativ aus: Der Kontrollaufwand sei zu hoch.
Vor einiger Zeit veröffentlichte Solidarsuisse ein Gemeinderating. In diesem wurden die Gemeinden sowohl nach Kriterien der Entwicklungszusammenarbeit als auch der sozialen Beschaffung bewertet. Während Wädenswil im Bereich Entwicklungszusammenarbeit gut abschnitt, wurden im Bereich soziale Beschaffung nur 3 von 50 möglichen Punkten erreicht. Die Gesamtbeurteilung war entsprechend nicht besonders erfreulich.