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Hussein bog an dritter Position auf die Zielgeraden ein, schloss zum Zweiten auf und wurde schliesslich bei Gegenwind in 49,10 Sekunden gestoppt. Dies reichte in der Endabrechnung zu Bronze. In erster sei er glücklich über den Gewinn der Medaille, allerdings liess der Thurgauer auch durchblicken, dass mehr möglich gewesen wäre.
Der 27-Jährige ist damit der sechste Schweizer nach Fritz Schwab (10 km Gehen), Philippe Clerc (100 m/200 m), Meta Antenen (Fünfkampf/Weit), André Bucher (800 m) und Viktor Röthlin (Marathon), der an Europameisterschaften zwei Medaillen gewinnen konnte.
Europameister wurde der als Favorit gestartete Türke Yasmani Copello (48,98) vor dem Spanier Sergio Fernandez (49,06). Der gebürtige Kubaner Copello lebt seit 2012 in der Türkei und vertrat seine neue Heimat auch schon vergangenen Sommer im WM-Final von Peking.
Wesentlichen Anteil an Husseins Entwicklung hat Flavio Zberg, der den Sohn eines Ägypters und einer Schweizerin seit 2012 trainiert. In Sachen Grundschnelligkeit, Kraft oder Hürdentechnik legt Hussein immer noch zu. Dies ist nur möglich, weil er sein Studium in die Länge zieht. Der angehende Arzt wird das Staatsexamen 2018 ablegen.
Zberg wirkte am Freitagabend zufriedener als Hussein. “An Titelkämpfen geht es um Medaillen. Kariem hat eine davon gewonnen”, meinte er. Insgesamt sei der Lauf von Hussein gut gewesen, im Endkampf hätte er die neunte Hürde etwas besser nehmen können. Das Duo schaltet nun mit Blick auf Rio nochmals einen Trainingsblock ein.
Hussein wird in Brasilien seinen nächsten grossen Auftritt haben. Seine Form testet er unmittelbar vor der Abreise beim Meeting Anfang August in Langenthal. Das Erreichen das Olympia-Finals ist 2016 das grosse Ziel des EM-Dritten von Amsterdam.
(SDA)