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Am 8. März 2011 fanden die ersten formellen Verhandlungen im Hinblick auf eine Verknüpfung der Handelssysteme für CO2-Emissionsrechte zwischen der Schweiz und der EU statt. Ein Abkommen würde Schweizer Unternehmen Zugang zum grösseren und liquideren europäischen Emissionsmarkt ermöglichen und damit für mehr Flexibilität bei der Erfüllung der Emissionsziele sorgen.
Das Kyoto-Protokoll erlaubt den Industrieländern nur noch einen begrenzten Ausstoss an Klima schädigenden Treibhausgasen. Sie erhalten dafür von der UNO Emissionsrechte. Gemäss Kyoto-Protokoll sind diese Emissionsrechte handelbar. Damit soll erreicht werden, dass Treibhausgase dort vermindert werden wo es am kostengünstigsten ist. Die Schweiz und die EU haben je ein System für den Handel von Emissionsrechten. Aufgrund der engen wirtschaftlichen Beziehungen haben beide Partner ein Interesse an einer Verknüpfung ihrer Emissionshandelssysteme (ETS).
Anlässlich der ersten Verhandlungsrunde wurde festgehalten, dass ein künftiges Abkommen sowohl den Bereich der CO2-Emissionen fest installierter Anlagen (z.B. Fabriken) wie auch den Umgang mit den CO2-Emissionen des Luftverkehrs umfassen soll. In der Schweiz schlägt der Bundesrat vor, im Rahmen der laufenden Totalrevision des CO2-Gesetzes das heutige Schweizer Emissionshandelssystem so anzupassen, dass eine hohe Kompatibilität mit dem EU-ETS erreicht würde. Damit ist eine Voraussetzung geschaffen für eine erfolgreiche Verknüpfung.