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Die an der Stanford University lehrende Psychologie Professorin Carol S. Dweck hat – sehr kurz zusammengefasst – herausgefunden, dass es besser ist, jemanden für seine Leistung zu loben «praise effort» und nicht für seine Klugheit und für sein Talent «praise results».
Sie gab an zwei Gruppen von Testpersonen nach einem guten Testergebnis folgendes Feedback:
Gruppe A: «You must be really smart at this!»
Gruppe B: «You must have worked really hard!»
Es zeigte sich, dass sich die Leistung der Gruppe A mit der Zeit verschlechterte, während sich die Leistung der Gruppe B kontinuierlich steigerte, bis eine Differenz von 30 Prozent zur Gruppe A bestand.
Dies kann folgendermassen begründet werden: Bei der Gruppe A hat sich die Einstellung (Mindset) verstärkt, dass die persönlichen Fähigkeiten, Intelligenz und Talent von Natur aus gegeben sind. Man beschränkt sich darauf, permanent einen cleveren Eindruck zu machen, um nie dumm dazustehen.
Bei der Gruppe B wird hingegen die persönliche Einstellung gestützt, dass sich Anstrengung lohnt und man sich damit verbessern kann.1
Was hat das nun alles mit Lean zu tun?
Wie im Buch «Toyota Kata» von Mike Rother nachzulesen ist, legt Toyota bei der Problemlösung ebenfalls klar den Fokus auf die Art und Weise, wie bei der Problemlösung vorgegangen wird, und nicht auf das Resultat.
Bei Toyota geht es bei der Lösung eines Problems in erster Linie darum, die Problemlösungskompetenz zu steigern und damit eine Person weiterzuentwickeln. Es geht darum, kontinuierlich zu lernen, noch besser zu werden. Der Management-Fokus liegt auf dem Weg und nicht auf den Resultaten. Das ist unter vielen anderen ein Grund, warum Toyota an der Börse soviel mehr wert ist als alle anderen Automobilhersteller.
Ich finde, die Ergebnisse der Dweck-Studie und der Toyota-Ansatz bestätigen sich gegenseitig. Sehen Sie das auch so? Vielleicht überlegen sich die Väter und Mütter unter Ihnen, ob dieses «Lobe-die-Anstrengung-und-nicht-das-Talent-Prinzip» auch bei der Kindererziehung wertvoll sein könnte?
1Mehr über die Studie finden Sie unter folgenden Links:
Links zum Artikel
Literatur