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Ende einer endlosen Geschichte
Gemäss einer kurzen Mitteilung des Innerschweizer Storage-Spezialisten Mount10, wurden die vor etwa einem Jahr eingereichten Klagen in Zusammenhang mit dem Konkurs der Mount10 Service AG mit einem Vergleich erledigt und zurück gezogen. Über den Inhalt des Vergleichs macht Mount10 keine Angben, lässt aber verlauten, er habe "keine negativen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung".
Falls mit dem Vergleich nun sämtliche Klagen gegen Mount10 vom Tisch sind, würde dies das Ende einer unendlichen Geschichte bedeuten: Mount10 machte während des 'New Economy'-Booms Schlagzeilen mit einem "Datenbunker" in den Schweizer Alpen und ging in Deutschland an den "Neuen Markt" (Start-up Börse). Das Geschäft lief aber - trotz grosser Präsenz in den Medien - nicht wie erwartet.
Im November 2001 machten Ex-Angestellte von Mount10 schwerwiegende Vorwürfe gegen das Management der Holding und im Februar 2002 deponierte die Mount10 Service AG, die Bilanz. Ab dann wurden immer wieder Betrugsvorwürfe insbesondere gegen Adrian Knapp und Markus Bernhard in die Medien gebracht und man kündigte jahrelang Strafklagen an. Geklagt wurde dann aber erst im April 2004.
Die endlose Story hat Mount10 in der Schweiz sehr geschadet. Dem Unternehmen scheint es aber unterdessen gelungen zu sein, sich im Markt für Storage-Software in Deutschland einen Platz zu verschaffen. So konnte man den weltweit grössten Hersteller von Tape-Libraries, StorageTek, als Reseller für die Archivierungslösung HiFreezer verpflichten. (Christoph Hugenschmidt)