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Jedes Jahr bekommen weltweit über 12 Millionen Menschen die Diagnose Krebs und 7.6 Millionen sterben an Krebs.
Die gute Nachricht: bis zu 40% der Krebse könnten vermieden werden. Etwa 20% der diagnostizierten Krebse stehen im Zusammenhang mit Infektionen, die durch Viren oder Bakterien verursacht wurden, so der Direktor der UICC. Deshalb wird der Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne auf die Förderung des Bewusstseins bezüglich Vorbeugung von bakteriellen und viralen Infektionen gelegt.
Denn: es gibt präventive Strategien wie zum Beispiel Impfungen oder Veränderungen des Lebensstils, die man weltweit in die Tat umsetzen könnte.
Der erste Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs, der das menschliche Papilloma-Virus bekämpft, ist seit gut zwei Jahren auch in der Schweiz zugelassen. Gebärmutterhalskrebs ist die dritthäufigste Todesursache für den Krebstod bei Frauen.
Ein anderer Impfstoff schützt vor dem Hepatitis B-Virus, das zu Leberkrebs führen kann. Leberkrebs gehört zu einer der häufigsten Krebstodesursachen bei Männern.
Arme Länder – arm an Vorsorge
Die UICC prangert an, dass die Diskrepanz zwischen ökonomisch schlechter gestellten gegenüber ökonomisch gut gestellten Ländern immer noch viel zu gross ist. Das Krebsrisiko, das mit Infektionen in Zusammenhang gebracht werden muss, liegt in ärmeren Ländern bei 26%; im Vergleich dazu liegt das Risiko in reicheren Ländern bei 8%. 80% der Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs findet man zum Beispiel in Entwicklungsländern. Aber auch in Ländern, wo die präventiven Technologien zugänglich und bezahlbar sind, ist das Bewusstsein zu bestimmten Krankheiten sehr tief, wie die Berichte der weltweiten Hepatitis-B-Impfprogramme belegen.
Das Thema der Kampagne 2010 ist deshalb dem Schutz vor krebsverursachenden Infektionen gewidmet: "Cancer can be prevented too" so der Name der Kampagne (Krebs kann auch vorgebeugt werden).
Lebensstilveränderungen und Kontrollmassnahmen
Ein zweites Ziel der Kampagne ist das Erwecken der Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass das Krebsrisiko durch einfache Lebensstiländerungen (regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, geringer Alkoholkonsum, wenig intensive Sonnenbäder und Nikotinabstinenz) sowie durch Kontrollmassnahmen und Impfungen laut WHO um bis zu 40% verringert werden kann.
Ziele der Kampagne zusammengefasst:
- Rauchstopp und Eindämmung des Passivrauchens
- Moderater Alkoholkonsum
- Verzicht auf intensive Sonnenexposition und Erhöhung des Sonnenschutzes
- Gewichtsregulierung durch gesunde Ernährung und regelmässige Bewegung
- Wo möglich sich impfen lassen und sich regelmässigen Krebsvorsorgeuntersuchungen unterziehen
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