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von Michel Voisard
Das Programm der Arena-Sendung hat einen spezifischen Selektionsmechanismus, der bereits behandelte Themen aufgreift. Damit aber nicht bereits verwertete Information wiederholt wird, muss sie aus einem “alten” Thema (also: Nicht-Information) “neue” Information herstellen. Dem Moderator fällt dabei eine wichtige Rolle zu. Nicht zuletzt durch ihn wird sichergestellt, dass die Sendung nach Maßgabe der Strukturen der Massenmedien abläuft. Er ist sozusagen wesentlicher Teil der Schnittstelle der strukturellen Kopplung, welcher anhand der Unterscheidung „Information/Nicht-Information“ die Weiche immer wieder in Richtung Massenmedien stellt, z.B. indem er sämtliche Kommunikationen unterbindet, die bereits einstudiert, mehrfach publiziert und gesendet worden sind. Und er wird versuchen, z.B. mit einer Provokation, daraus neue Information zu ziehen, die vielleicht nicht im Sinne von „Nachricht“, aber durch die Inszenierung einer Dramaturgie für eine neue Information im Sinne von „Unterhaltung“ sorgt.
Für die Arena-Sendung sind Nachrichten zur Nicht-Information geworden, sie muss auf die Unterhaltung zurückgreifen.
Die Arena-Sendung besteht aus einem ein Gemisch von Information im Sinne von Unterhaltung durch Kampf, Kontroverse, Meinungsschlacht, und von Information in Form von Nachricht durch die spezifische Sichtweise jener neu eingeführten Vertreter in den Massenmedien. Im neuen Konzept der Sendung wurde die Anzahl dieser „Hintergrund-Informationslieferanten“ drastisch reduziert. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass deren Informationen durch den allgemeinen, riesigen Bedarf an neuer Information der Massenmedien bereits durch andere Kanäle verbreitet worden sind.