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Die Rettung von Kleinbanken in Mittelitalien sei zwar teuer gewesen, habe aber dazu beigetragen, Systemrisiken zu decken, sagte Messina. Allerdings kämen solche Schritte regelmässig zu spät. "Das Problem ist, dass die Bankenrettung immer erst fünf Minuten vor deren Konkurs akut wird." Auch bei der geplanten Teilverstaatlichung der Krisenbank Monte dei Paschi die Siena (MPS) habe die Regierung zu lange gezögert. "Der Staat hätte sich bereits vor Jahren bei MPS engagieren sollen, bevor mit den zahlreichen Kapitalerhöhungen begonnen wurde."
Teuer kam Intesa Sanpaolo die Beteiligung an der früheren Staatsfluglinie Alitalia zu stehen. Der hochverschuldeten Gesellschaft droht nach einem gescheiterten Sanierungsplan das Aus. Derzeit sucht ein Sonderverwalter nach einem möglichen Käufer. Intesa hatte sich vor Jahren mit rund 13 Prozent an Alitalia beteiligt, musste den Wert der Anteile aber inzwischen komplett abschreiben. Messina schloss eine Beteiligung seiner Bank an einer "neuen" Alitalia aus. Kredite könne Intesa möglicherweise gewähren. Dazu brauche es allerdings einen gültigen Geschäfts- und Sanierungsplan für die Airline./stw/nas
(AWP)