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Pirmin Reichmuths perfekter Triumph auf der Rigi
Pirmin Reichmuth, in seiner Schwingerkarriere von vier Kreuzbandrissen zurückgeworfen, erringt am Rigi-Schwinget einen grossen Sieg. Im Schlussgang bezwingt er Joel Wicki.
Pirmin Reichmuth, in seiner Schwingerkarriere von vier Kreuzbandrissen zurückgeworfen, erringt am Rigi-Schwinget einen grossen Sieg. Im Schlussgang bezwingt er Joel Wicki.
Schon bevor Reichmuth den Schwingerkönig in der 4. Minute auskonterte, war er mehrere Male sehr nahe am Sieg. Wicki, der zum zweiten Mal in dieser Saison einen Schlussgang verlor (nach der Niederlage gegen Fabian Staudenmann am Oberaargauer Fest), konnte sich nur mit extremer Defensivarbeit über die Brücke retten.
Pirmin Reichmuth verlor im Anschwingen gegen Werner Schlegel, gewann aber die weiteren Gänge mit der Maximalnote. Für den hochtalentierten, erstklassige körperliche Voraussetzungen mitbringenden Reichmuth war es der siebte Kranzfestsieg, der zweite an einem Bergkranzfest nach jenem vom Brünig 2019.
Die besten Innerschweizer triumphierten letztlich knapp über die Nordostschweizer Armada. Nach einem Remis zum Auftakt gegen Joel Wicki gewann Samuel Giger die weiteren fünf Gänge, aber für die Qualifikation für den Schlussgang fehlte ihm ein Viertelpunkt. Schlegel liess sich im 5. Gang von Wicki zurückbinden, und Damian Ott büsste seine Chancen im 3. Gang mit einer überraschenden Niederlage gegen Christian Schuler ein.
Nummer 6 für Fabian Staudenmann
Fabian Staudenmann hat auch nach dem Berner Oberländer Gauverbandsfest in Frutigen noch keinen Gang in dieser Saison verloren. Vielmehr liess sich der Mittelländer aus Guggisberg zum sechsten Mal in sieben Festteilnahmen als Sieger ausrufen. Im Schlussgang benötigte er weniger als eine Minute, um Kilian Wenger zu bodigen. Der Berner Kantonalfestsieger Matthias Aeschbacher begann mit drei Siegen, fiel jedoch am Nachmittag durch gestellte Gänge gegen Staudenmann und den Oberländer Defensivschwinger Jan Wittwer aus der Entscheidung.
Luzerner Gast geprellt
Die Einteilung für den Schlussgang war fragwürdig. Der auftrumpfende Luzerner Gast Joel Ambühl war nach fünf Gängen punktgleich mit Staudenmann und Wenger. Er wurde aber nicht berücksichtigt, obwohl er Wenger besiegt hatte. Zudem erhielt Ambühl für seinen Sieg gegen Gustav Steffen im 5. Gang nur eine 9,75, obwohl er am Boden nur ganz kurz hatte nachdrücken müssen. Mit einer 10 wäre er als allein Führender in den Schlussgang gestiegen.
Domenic Schneiders dritter Saisonsieg
Da zahlreiche starke Nordostschweizer auf der Rigi starteten, nahmen nur gerade drei Eidgenossen am Appenzeller Kantonalfest in Oberegg teil. Zwei von ihnen standen sich im Schlussgang gegenüber. Der Thurgauer Domenic Schneider bezwang den Einheimischen Martin Hersche und erreichte seinen sechsten Kranzfestsieg, den dritten in dieser Saison.