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Während manche die heissen Tage in der kühlen Badi geniessen, mussten Rekruten vor rund sechs Jahren am späten Nachmittag bei rund 30 Grad in Erlinsbach einen Berg erklimmen. Nach 45 Minuten sagte ein Rekrut zu seinem Vorgesetzten, dass er sich nicht wohlfühlte. Dieser versuchte den Rekrut daraufhin zu motivieren, nicht aufzugeben – was er auch tat. Kurze Zeit später brach der Rekrut zusammen und wachte erst vier Tage später im Kantonsspital Aarau auf der Intensivstation wieder auf.
Er litt unter einem so starken Hitzeschlag, dass bei ihm sogar Organe versagten. Drei seiner Vorgesetzten wurden beschuldigt, ihre Sorgfaltspflicht verletzt zu haben und standen am Freitag deshalb wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Militärgericht in Aarau.
Die drei Vorgesetzten wurden einstimmig vom Militärgericht in Aarau freigesprochen. Laut Gerichtspräsident Kenad Melunovic hätten alle drei nicht die Befehlsmacht gehabt, den Marsch abzubrechen. Die Vorgesetzten hätten zwar sicher Fehler gemacht, jedoch keine, die strafrechtlich relevant wären. Zudem fehlte das medizinische Wissen, die kritische Situation richtig einzuschätzen, so der Gerichtspräsident weiter.
Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Es kann innert fünf Tagen Einspruch erhoben werden.
Was sie vor Gericht genau aussagten, erfährst du im obigen Video.