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|Aus der Zentralvorstandssitzung vom 11. Juni 2012

Seit der diesjährigen DV ist der SMV-Zentralvorstand wieder komplett. Der freie Sitz konnte mit Daniel Schädeli aus der Sektion Bern besetzt werden. Der Zentralvorstand freute sich, sein neues Mitglied an der Sitzung vom 11. Juni in Bern begrüssen zu können. Mit diesem Einsitz ist nun der direkte Informationsfluss über die Veränderungen und Entwicklungen im KTB (Konzert Theater Bern) gegeben.
Verfasst von: s.imobersteg am Samstag, 07. Juli 2012, 09:27 Uhr >>> weiterlesen... 'Aus der Zentralvorstandssitzung vom 11. Juni 2012' (1924 Zeichen mehr)
|Die WIPO-Mitgliedsstaaten verabschieden ein internationales Abkommen zum Schutz audiovisueller Darbietungen

Peking, den 26. Juni 2012: Nach jahrelangen Bemühungen konnten die Verbände ausübender Künstler/innen einen historischen Sieg verzeichnen, da es ihnen gelang, die internationale Gemeinschaft dazu zu bewegen, die Rechte ausübender Künstler/innen auf deren audiovisuelle Darbietungen anzuerkennen.
Von der FIM war diese diplomatische Konferenz, die von 20. bis 26. Juni 2012 stattfand, mit großem Eifer verfolgt worden. Diese verabschiedete ein Abkommen, das den ausübenden Künstlern/innen schon zu lange gefehlt hatte. Nach dem Scheitern der diplomatischen Konferenzen von 1996 und 2000 schloss dieser außergewöhnliche Erfolg von Peking erfolgreich eine schwer hinnehmbare Rechtslücke.
Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die Formulierung von Artikel 12, welcher, obschon damit den Staaten die Möglichkeit eingeräumt wird, eine Annahme der Rechteübertragung der Künstler/innen an die Produzenten aufrechtzuerhalten oder diese zu ermöglichen, darin auch darauf verwiesen wird, dass Bestimmungen erlassen werden sollen, die es den Künstlern/innen ermöglichen, im Falle einer solchen Rechtübertragung eine Vergütung zu erhalten. Dies ist auch in Form einer angemessenen Vergütung möglich, ebenso können schriftliche Verträge eingesetzt werden.
Die gemäß dem Peking-Abkommen den ausübenden Künstlern/innen übertragenen Rechte müssen jetzt in nationale Bestimmungen umgesetzt werden. Dies setzt vor allem voraus, dass möglichst viele WIPO-Mitgliedsstaaten so schnell wie möglich dieses Abkommen ratifizieren (aktueller Stand am 26. Juni 2012: 46 Ratifizierungen). Aber der nationale Gesetzgeber muss sich hierbei von den nationalen und internationalen Vertreterorganisationen ausübender Künstler/innen leiten lassen, damit der durch das Abkommen gewährte Schutz in für die Künstler/innen am günstigsten ausfallenden Konditionen umgesetzt wird.
Die FIM beabsichtigt, in dieser Hinsicht umgehend ihre Position zu nutzen, indem von der neuen Möglichkeit reiflich Gebrauch gemacht werden soll, und zwar auf nationaler sowie internationaler Ebene, auf Seiten der anderen Vertreterorganisationen und auch in der Zusammenarbeit mit der WIPO.
Verfasst von: Admin am Donnerstag, 28. Juni 2012, 09:28 Uhr >>>
|«Die Aufführung wird dann übrigens aufgenommen...»

Rechtliche Überlegungen zu einem immer wieder gehörten Satz
Vielen vor allem freischaffenden Musikerinnen und Musikern dürfte das nachfolgende Szenario vertraut vorkommen: Am Schluss einer Probe (z.B. zu einem Gottesdienst) wird das aus Berufsmusikern bestehende Ad-hoc-Orchester informiert, dass die morgige Aufführung aufgezeichnet werde. Jemand aus dem Orchester weist darauf hin, dass darüber nicht einfach informiert werden könne, sondern dass um das Einverständnis zur Aufnahme gefragt werden müsse. Aus dem Chor wird entgegnet, dass es sich ja lediglich um eine chorinterne Aufnahme zum «Eigengebrauch» handle und auch im Orchester werden verschiedene Ansichten vertreten. Dirigent und Chor sagen, sie hätten nicht gewusst, dass man bei den Orchestermusikern vorgängig die Erlaubnis zur Aufnahme hätte einholen müssen. An der Vorprobe sind dann mehrere Mikrofone aufgebaut und mit einem Aufnahmegerät in einem Nebenraum verbunden. Es stellt sich heraus, dass insgesamt drei Aufführungen aufgezeichnet werden sollen, wobei man sich nach wie vor auf den Standpunkt stellt, die Aufnahmen seien nur für chorinterne Zwecke, also für den Eigengebrauch und somit erlaubt. Da ich erst kürzlich wieder von einer solchen Situation gehört habe, erscheint es mir sinnvoll, die vorgebrachten Argumente näher zu betrachten und die Frage nach der korrekten Vorgehensweise zu klären.
Verfasst von: s.imobersteg am Dienstag, 12. Juni 2012, 10:15 Uhr >>> weiterlesen... '«Die Aufführung wird dann übrigens aufgenommen...» ' (6095 Zeichen mehr)
|Online-Petition zur Rettung der SWR-Orchester

Der SWR hat radikale Sparmaßnahmen bei seinen beiden Orchestern angekündigt. Sowohl das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart als auch das Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sind hierdurch in ihrer Existenz bedroht. Schon bald sollen verbindliche Entscheidungen getroffen werden.
Unterstützen Sie die DOV, den deutschen Partnerverband des SMV, bei ihrem Kampf gegen diesen irreversiblen Kulturabbau in unserem Nachbarland und bei ihrer Forderung, beide Orchester zu erhalten - an ihren Standorten und mit ihrem hohen künstlerischen Niveau.
Hier geht's zur Online-Petition
Verfasst von: Admin am Mittwoch, 16. Mai 2012, 07:07 Uhr >>>
|Kulturinfarkt bedroht Fagott-Konzerte!

Vor einigen Jahren lernte ich – eher zufällig bei einem Krankenbesuch – meinen Kollegen in gleicher Position, den Solo-Fagottisten des Orchestra della Svizzera Italiana kennen und da sich dabei herausstellte, dass wir Cousins (zwar entfernterer Grade) waren, blieben wir weiterhin in Kontakt. Nach seiner Pensionierung erhielt ich von ihm immer wieder Mitschnitte von unbekannten aber wunderbaren Fagott-Konzerten des 20.Jahrhunderts, welche er mit seinem Orchester aufgenommen hatte. Das waren noch Zeiten, denke ich mir. Das Radio mitten drin im zeitgenössischen Schaffen. Was für eine Vielfalt musikalischen Schaffens gewährten damals noch öffentlich-rechtliche Gebühren. Aber das war einmal, das Schweizer Radio zieht sich demnächst weitgehend aus der Unterstützung auch «seines» letzten Klangkörpers, dem «OSI», zurück. In Deutschland wird das für zeitgenössische Musik höchst qualifizierte SWR-Sinfonie-Orchester Baden-Baden bald Geschichte sein.
Verfasst von: s.imobersteg am Sonntag, 06. Mai 2012, 16:04 Uhr >>> weiterlesen... 'Kulturinfarkt bedroht Fagott-Konzerte!' (3472 Zeichen mehr)