Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03336.jsonl.gz/3125

Begründet wird der Schritt mit einer angeblich unzuverlässigen Zertifizierung. Zuletzt sei aus mehreren EU-Ländern immer wieder versucht worden, Schweinfleisch als billigere Fleischabschnitte, Sehnen oder Innereien vom Rind zu tarnen und nach Russland zu exportieren. Der Aufsichtsdienst fordert eine elektronische Zertifizierung und Massnahmen zur Rückverfolgbarkeit betreffender Produkte.
Darüber hinaus verhängte Rosselkhoznadzor am vergangenen Freitag ein Verbot für lettische Fertigprodukte, die auf der Basis von Schweinefleisch hergestellt werden. Hintergrund sind erste Funde der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Grenze Lettlands zu Weissrussland in der vergangenen Woche. Bislang war der Virus nur in Wildschweinen gefunden worden.
Die lettischen Behörden errichteten umgehend eine Sicherheitszone um das betroffene Gebiet. Behördenabgaben zufolge wurde der Bestand gekeult. Die Europäische Kommission ist informiert und wird den Fall diese Woche mit den Mitgliedstaaten diskutieren.