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Psychedelische Kunst
Eine nicht klar definierte Stilrichtung der gegenwärtigen Kunst ist die oft auch Psychedelic Art oder Psychedelia genannte Psychedelische Kunst, welche oftmals unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen (den Psychedelika) wie beispielsweise Psilocybin, Meskalin oder LSD entsteht. Versucht wird, die erfahrenen Sinneseindrücke in Kunst, Musik, Literatur und Film auszudrücken. Der Künstler nutzt diese Form des Ausdrucks auch, um das Erlebte emotional zu festigen und um dem unter Drogeneinfluss stehenden Betrachter einen weiteren Anreiz bieten zu können. Psychedelische Kunst kann, wenn Sie eine akustische und visuelle Überflutung der Reize simuliert, aber nicht nur verstärkend wirken, sondern in unglücklichen Fällen auch schädigen. Empfindliche Menschen können beispielsweise starke epileptische Krämpfe erfahren.
Die pure Form der psychedelischen Kunst entsteht meist im Trance-Zustand – ein höchst fokussierter Bewusstseinszustand, in welchem eine Person ihre komplette Konzentration auf eine bestimmte Thematik, in diesem Fall die Kunst, richtet. Den Begriff des Psychedelischen prägten im Jahre 1956 der britische Psychiater Humphry Osmond und der Schriftsteller Aldous Huxley, um die Wirkung der bewusstseinserweiternden Drogen zu definieren. In Mode kommen heutzutage immer mehr psychedelisch gestaltete Leinwandbilder.
Die Geschichte der Psychedelischen Kunst
Ihren Ursprung hat die psychedelische Kunst in der Erforschung und Entwicklung der Droge Lysergsäurediethylamid, dem LSD, durch den aus der Schweiz stammenden Chemiker Albert Hofmann. Er berichtete durch den Eigenversuch von “unerhörten Farben- und Formenspielen, die hinter geschlossenen Augen andauerten” und beschrieb die Erfahrung noch genauer mit “kaleidoskopartig sich verändernden bunten phantastischen Gebilden in sich öffnend und wieder schliessenden Kreisen und Spiralen”. Schnell erreichten diese Meldungen die Öffentlichkeit.
Vor allem der Psychiater Oscar Janinger und seine Tests an fünfzig verschiedenen Künstlern sorgten für Aufruhr. Bei seinen Untersuchungen sollte jeder Teilnehmer ein Motiv seiner Wahl zunächst ohne, beim zweiten Mal mit dem Einfluss von LSD malen. Nach Ablauf dieser Prozedur folgte der Vergleich der beiden Bilder. Fast alle Künstler waren von der Steigerung ihrer Kreativität sehr überrascht. Die Psychedelische Kunst war damit geboren und erfreute sich vor allem während der gegenkulturellen Bewegung der 1960er Jahre starker Beliebtheit.
Eine starke Strömung ging von Haight-Ashbury, einem Stadtteil von San Francisco, aus, wo sich viele Künstler der Hippieszene trafen, um eine Vielzahl von Postern, Flugblättern und anderen Publikationen entstehen zu lassen, welche oftmals auf Drogenparties und Konzertveranstaltungen hinwiesen. Erste psychedelische Leinwandbilder zur Dekoration entstanden ebenfalls. Auch Musiker wie Carlos Santana, Canned Heat oder Jefferson Airplane waren Anhänger der psychedelischen Kunst und entwarfen zusammen mit den Künstlern von Haight-Ashbury ihre Plattencover. Anfang der 1970er Jahre kam es mit der abklingenden Flower-Power-Bewegung auch zu einem abnehmenden Interesse an der farbenfrohen Drogenkunst.
Leinwandbilder im psychedelischen Design
Unabhängig von dieser eher kurze Blütezeit lassen sich auch in der heutigen Gegenwartskunst noch Tendenzen zur psychedelischen Kunst erkennen. Beliebt sind heutzutage Leinwandbilder und Poster im psychedelischen Design. Diese Leinwandbilder dienen oft zur Dekoration der eigenen vier Wände und sind ein moderner Ausdruck der psychedelischen Kunst.