Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03361.jsonl.gz/2895

Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Burundi sind bescheiden und insbesondere durch die Entwicklungszusammenarbeit und das Engagement der Schweiz im Burundi-Friedensprozess geprägt.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Burundi
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweizer Diplomatie konzentriert sich in Burundi vor allem auf Entwicklung und Friedensförderung.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kulturschaffende aus Burundi können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Friedensförderung und Menschliche Sicherheit
Die Schweiz trug in Burundi wesentlich zu einem Waffenstillstandsabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien bei. Sie engagiert sich aktiv in der Kommission für Friedenskonsolidierung und hat den Vorsitz im Burundi-Friedensprozess.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Burundi gehört innerhalb der DEZA zum Sonderprogramm «Grosse Seen». Mit dem koordinierten Einsatz der drei aussenpolitischen Instrumente – Entwicklungshilfe, Förderung von Frieden und Menschenrechten sowie humanitäre Hilfe – will die Schweiz den komplexen Herausforderungen in der Region in Sachen Politik, Sicherheit, humanitäre Hilfe und Entwicklung so wirksam wie möglich begegnen.
Kernpunkte der Unterstützung sind Frieden und Sicherheit, Demokratie und gute Regierungsführung, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Integration sowie humanitäre und gesellschaftliche Fragen.
Schweizerinnen und Schweizer in Burundi
Ende 2015 lebten 50 Schweizerinnen und Schweizer in Burundi.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz hat Burundi 1962, am Tag der Unabhängigkeitserklärung, anerkannt. Zwischen 1972 und 1990 existierte in der Hauptstadt Bujumbura ein Schweizer Konsulat.
Das bilaterale Abkommen über die Entwicklungszusammenarbeit von 1969 ermöglichte die Unterstützung von Lehrerseminaren, der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie von unterschiedlichen Projekten in den Bereichen öffentliches Bauen, Handwerk, Gesundheitswesen, sozialer Wohnungsbau und Entwicklung der Landwirtschaft. Seit 1986 ermöglichte dieses Abkommen eine finanzielle Beteiligung der Schweiz am Strukturanpassungsprogramm.
Die Massaker zwischen den einzelnen Volksgruppen von 1972 und 1988 führten zu einer Sistierung der Entwicklungszusammenarbeit, die sich ab den 1990er Jahren auf die humanitäre Hilfe beschränkte. Nach den Wahlen von 2004 wurde das Land in ein neues Entwicklungshilfeprogramm eingebunden, welches ab 2006 auf das gesamte Gebiet der Grossen Seen in Ostafrika ausgedehnt wurde.