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Psalmen haben für Musikinteressierte eine besondere Bedeutung. Da sie offenbar schon vor etwa 2500 Jahren als Lieder gedichtet oder immerhin seit alters her «Lieder» genannt werden, sind sie auch musikhistorisch interessant.
Befasst man sich mit der Musik der antiken Welt, ist man bei der Erforschung der meisten Kulturen auf Funde und Abbildungen angewiesen, die zuerst interpretiert werden müssen. Bei der Musik der alten Hebräer ist es da einfacher: in den Psalmtexten findet man nur schon im Psalm 150 eine Aufzählung von Instrumenten: Hörner, Harfe, Leier, Trommel, Saiten, Flöte, Zimbeln.
Das Singen der Psalmen ist wohl die in der Musikgeschichte längste verfolgbare Musikpraxis: Der Jüdische Tempelgesang wurde im frühchristlichen liturgischen Gesang weitergeführt (Epheser Brief: «Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen»). Daraus entstand die mittelalterliche Gregorianik. Auch die Renaissance, Barockzeit, Klassik, Romantik und Moderne brachten Psalmvertonungen hervor, welche noch heute zum Repertoire der Chöre gehören.
Der grosse Chor, der am Bettag im Festgottesdienst am Gemeindefest singen wird, wird den 150. Psalm in einer Vertonung von César Franck singen. Der Psalm kann auch als Anleitung für ein Fest, wie es am 15. September gefeiert werden soll, gelesen werden: Loben auf vielfältigste Weise mit Musizieren und Singen und Tanzen.
Wer sich dem Chor noch anschliessen möchte, kommt am besten am 19. August in die Probe des Kirchenchores.
Luzius Appenzeller, Chorleiter
Luzius AppenzellerLaubisrütstrasse 1058713 Uerikon044 910 08 63
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