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Die NEA beleuchtet in ihrem Bericht «The Role of Nuclear Energy in a Low-carbon Energy Future» die Kernenergieszenarien verschiedener Organisationen und analysiert schliesslich das sogenannte Blue-Map-Szenario der Internationalen Energieagentur (IEA). Dieses Szenario rechnet mit einer installierten Kernkraftwerksleistung von 1200 GW im Jahr 2050. Damit könnten die energiebedingten weltweiten CO2-Emissionen im Vergleich zu 2005 halbiert werden. Wie bereits die IEA ausgewiesen hat, müssten zur Erreichung des 1200-GW-Kapazitätsziels bis 2050 jährlich 30 neue Kernkraftwerke gebaut werden. Die NEA hält im Bericht fest, dass die jährliche Zubaurate von Kernkraftwerken noch erheblich zunehmen müsste, um dieses Ziel zu erreichen.
Das Blue-Map-Szenario halten die NEA-Experten auch nach dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima-Daiichi immer noch für wahrscheinlich. Sie nennen in ihrem Bericht jedoch auch die Herausforderungen, denen sich die Kernenergie zu stellen hat. Dazu gehören laut NEA-Experten die Finanzierung der hohen Kapitalkosten von Kernkraftwerken sowie die Aufgabe, die Akzeptanz der Kernenergie wieder auf den Stand vor dem Fukushima-Unfall zu bringen. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Kernenergiezubau sei die sichere Handhabung des radioaktiven Abfalls sowie die Umsetzung von Plänen zur Endlagerung des hochaktiven Abfalls. Gemäss NEA wird es auch herausfordernd sein, die Kernenergie in neuen Ländern einzuführen und gleichzeitig den Schutz vor Proliferation zu gewährleisten sowie die Brennstoffversorgung im Gleichschritt mit der Expansion der Kernenergienutzung zu erhöhen, um die sichere Brennstoffversorgung während den 60 Jahren Betrieb eines jeden Kernkraftwerks sicherzustellen.
Quelle
D.S. nach NEA, Bericht «The Role of Nuclear Energy in a Low-carbon Energy Future», Juli 2012