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wenn man mehrmals hintereinander auf die gleiche publikation verweist, benutzt man die abkürzungen ebd. (= ebenda) oder a.a.O. (= am angegebenen Ort). bisher hatte ich immer gedacht, dass beide austauschbar wären, ebenso wie zum beispiel zwischen etc. und usw. kein inhaltlicher unterschied besteht.
nun habe ich allerdings gelesen, das dies nicht zutreffen soll – offenbar gibt es tatsächlich einen unterschied zwischen ebd. und a.a.O.: ebd. verweist auf die zuletzt genannte stelle (d.h. die genannte publikation an der genannten stelle), wohingegen a.a.O. nur auf die letztgenannte publikation verweist, ohne über die genaue stelle eine auskunft zu geben. dies bedeutet, dass man ebd. nie, a.a.O. dagegen stets mit einer seitenangabe kombinieren muss. beispiele:
hühner legen eier (müller 1890: 12). ausserdem gackern sie (ebd.).
vs.
hühner legen eier (müller 1890: 12). ausserdem gackern sie (a.a.O., s. 13).
nun, ich kann nicht aus meiner eigenen erfahrung bestätigen, dass dies tatsächlich die “korrekte” verwendungsweise ist, aber es leuchtet mir jedenfalls ein und ich werde ab jetzt die augen offen halten, ob diese regel in der fachliteratur wirklich so angewendet wird. mit sicherheit ist es jedenfalls nicht die alleinig gültige regel und man findet leicht auch noch weitere ansichten, wie diese zwei abkürzungen zu verwenden seien.
übrigens: wer sich fragt, wieso man überhaupt eine dieser zwei abkürzungen benutzen soll und nicht einfach die blosse seitenzahl schreibt (der leser könnte sich ja denken, dass jeweils die zuletzt genannte publikation gemeint ist)… das problem dabei ist, dass eine einfache seitenangabe häufig auch zum verweis innerhalb des eigenen textes gebraucht wird. wenn man also nur “vgl. s. 12” ohne weitere angabe schreibt, muss der leser erraten, ob s. 12 des vorliegenden textes oder aber der zuletzt genannten publikation gemeint ist. um diese zwei fälle auseinanderzuhalten, setzt man eben entweder ebd./a.a.O. oder (im anderen fall) so etwas wie “oben s. 12”/“unten s. 12”.