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Der Revisor2009
Informationen zum Stück
Die Bosse einer kleinen russischen Provinzstadt versammeln sich zu einer konspirativen Notsitzung. Sie sind in heller Aufruhr, haben sie doch erfahren, dass ein Revisor aus Petersburg zu ihnen kommt, um die lokalen Institutionen zu überprüfen. Dieser aber sei inkognito unterwegs.
So halten sie einen kleinen glücklosen Beamten auf Durchreise für den gefürchteten Revisor und versuchen alles, um sich bei ihm in ein günstiges Licht zu rücken. Alle Mittel sind recht, selbst offensichtlichste Bestechung. Chlestakow weiss nicht, wie ihm geschieht und geniesst die unerwartete Wendung seines Schicksals in vollen Zügen. Plötzlich rückt sogar die Tochter des Stadthauptmanns in Griffweite. Oder soll es doch lieber dessen Frau sein?
Während sich die Honoratioren in Sicherheit wiegen und die Verlobung feiern, wird die Ankunft des richtigen Revisors gemeldet.
Der Revisor von Nikolai Gogol wurde 1836 uraufgeführt. Gogols Blick für die menschlichen Schwächen seiner Zeitgenossen war schonungslos und seine prägnante Stückkomposition wegweisend.
Diese Komödie gehört zu den meistgespielten Stücken im deutschsprachigen Raum und zu den zeitlosen Werken der Weltliteratur.
Autor
Nikolai Gogol
Regie
(*1973) Regisseur, Dramaturg, Schauspieler und Theaterwissenschaftler
Seit 1998 initiiert Mengarelli Theater-Produktionen und ist als Regisseur, Produzent, aber auch als Schauspieler tätig. Dem ging eine Bewegungstheater- und Tanzausbildung voraus. Entsprechend gilt sein Interesse den unterschiedlichen Genres eines erweiterten Sprechtheaters. Erweitert in dem Sinne, dass die Kommunikationsmittel Körper, Bild/Film, Musik, Artistik etc., die dem Medium Bühne zur Verfügung stehen, als Humus für seine ausgewogenen, reichen und sinnlichen Inszenierungen dienen. Ein anderer Background ist Mengarellis Studium der Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte. Stefano Mengarelli lebt in Winterthur und ist Vater von zwei Mädchen.
Akutell doktoriert Stefano Mengarelli am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Forschungsprojekts "Humanitas und Zivilisation im Spiegel der italienischen Improvisationskomödie des 16. Jahrhunderts". Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt bei den Theaterphänomenen des 15.-18. Jh. In seiner Doktorarbeit widmet sich Mengarelli der Theaterikonographie (Bildforschung) bei besonderem Fokus auf die handgemalten hundert Illustrationen der anonymen commedia dell'arte Szenariensammlung im so genannten römischen Corsini Manuskript.
"Ich freue mich riesig, diesen Text in einer leichtfüssigen, modernen und leicht grotesken Inszenierung mit dem Theater 88 auf die Bretter zu stellen. Nach der fulminanten Komödie "Der Floh im Ohr" von 2005 ist dies meine zweite Arbeit in Ramsen.
Und wieder erwartet Sie, wertes Publikum, eine ganze Reihe von skurrilen Figuren, eine wunderschöne Bühne und ein unterhaltsamer Abend.
Theater 88 in Höchstform. Der Spass ist garantiert!"