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Der Oltner "Rathskeller"
Tatsächlich nämlich wurde das Haus erst kurz vor 1900 unter Verwendung alter Bauteile zu einer Wirtschaft umgebaut. Vorher diente es jahrhundertelang als Gaststall des wohl ältesten Oltner Gasthauses, der Herberge «zum Löwen». An den «Rathskeller» grenzte bis zur Jahrhundertwende noch der einstige «Rittersaal», ein Gebäude, das ursprünglich als Ökonomiebau zum Zielempenschloss gehört haben dürfte und dessen grabenseitiges Mauerwerk noch sichtbar Spuren römischer Bauweise erkennen liess.
Der «Rathskeller», er hiess ursprünglich übrigens «Baselbieter», erhielt sein heutiges Aussehen anno 1905. Ein Jahr später erhielt er auch seine Fresken. Sie wurden von dem Luzerner Maler Emil Kniep gemalt und kosteten damals ganze 1592 Franken. Auf dem stadtinnenseitigen Fresko «Auszug der Oltner in den Bauernkrieg» hat Emil Kniep übrigens Vertreter dreier Generationen der Oltner Bürgerfamilie Lang samt dem Architekten porträtiert, der den Umbau geleitet hatte.
Foto: Der «Rathskeller» ist mit seinen Fresken aus unserem Stadtbild nicht wegzudenken. Hier: der «Auszug der Oltner in den Bauernkrieg» (Foto J. Vurma)