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Franz Bühler (1760–1823) war ein süddeutscher Kirchenmusiker und Komponist. Er wurde als Franciscus Bihler getauft und wuchs im Württembergischen Schneidheim in einer grossen Lehrersfamilie auf. Seinen ersten Unterricht erhielt er bei seinem Vater. Im Alter von zehn Jahren kam er als Chorknabe in die Benediktinerabtei Neresheim, wo er das Klavierspiel und den Generalbass erlernte. Ab 1775 studierte der junge Franz in Augsburg Theologie, Philosophie und Musik und trat 1778 in das Benediktinerkloster Heilig Kreuz in Donauwörth ein. Hier erhielt er von dem Komponisten Antonio Rosetti Unterricht. 1794 kam Pater Gregor, wie sein Benediktiner Ordensname lautete, als Stiftsorganisten nach Bozen und nannte sich hier Abbé Bihler. 1801 wurde er zum Augsburger Domkapellmeister berufen und entschied sich nun definitiv für den Namen Franz Bühler.
Orgelmusik von Franz Bühler
Von den Kompositionen für Orgel wurden 6 Sammlungen während seiner Augsburger Zeit herausgegeben. Die meisten Werke sind ausdrücklich für Orgel oder Pianoforte bestimmt.
- 10 Galanterie Stücke aus den vorzüglichsten Dur- und Moll-Tonarten, 2 Hefte 1815
- Vorspiele aus den vorzüglichsten Dur- und Moll-Tonarten 1817
- Vorspiele, Versetten und Galanteriestücke, 2 Hefte 1818/1819
- 8 kurze und leichte Orgel-Pastorellen
- 6 kurze und leichte Sonaten
- 10 kurze und leichte Galanteriestücke … besonders für Organisten auf dem Lande
Franz Bühlers Bedeutung liegt hauptsächlich in seiner Chormusik. Er hinterliess eine grosse Zahl geistlicher Chorwerke. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Messen und Vespern im süddeutschen Raum sehr oft gesungen. Im Jahre 1811 veröffentlichte er zudem eine umfangreiche Schrift mit dem Titel «Etwas über Musik, Orgel, dessen Erfindung [et]c [et]c nebst einigen Bemerkungen darüber».
Klangbeispiele
Aufnahmen: Johannus Rembrandt, 2016