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Cornelĭa,
eine edle Römerin aus dem Cornelischen Geschlecht, die jüngere Tochter des ältern Publius Scipio Africanus; sie war verheiratet an Tiberius Sempronius Gracchus, der 177 und 163 v. Chr. Konsul und 169 Censor war. Als Witwe schlug sie die Hand [* 2] des Königs Ptolemäus Physcon von Ägypten [* 3] aus. Ihre Tochter Sempronia war an den jüngern Publius Scipio Africanus verheiratet; ihre beiden Söhne sind die berühmten Tiberius und Gajus Sempronius Gracchus (s. d.), die sie beide überlebte.
Als einst eine mit ihrem schmucke prangende Römerin den Schmuck der
Cornelia zu sehen verlangte,
stellte sie ihr ihre
Knaben als ihr edelstes
Kleinod vor.
Beim Heranwachsen der
Söhne wurde sie voll
Eifersucht gegen ihren Schwiegersohn
erfüllt, dessen Ruhm nach der Bezwingung
Karthagos den ihrer
Kinder überragte. Als nun noch polit. Gegnerschaft zwischen
diesen und Scipio hinzutrat, wurde ihr Haß so leidenschaftlich, daß, als Scipio am
Tage, nachdem er die Erschlagung des
Tiberius gefeiert, ermordet wurde, die öffentliche Meinung vielfach sie als Veranstalterin der Greuelthat bezeichnete.
Ihre
Briefe rühmt
Cicero wegen
^[Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.] ¶