Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03221.jsonl.gz/2073

De tout mon Coeur t'exalteray
Die Schweiz im Psalmenfieber
Er infizierte in der Mitte des 16. Jahrhunderts die reformierten Teile der Schweiz und das ganze reformierte Europa mit einem wahren Psalmenfieber:
Der Genfer Psalter.
Die berührenden Melodien dieser Psalmensammlung in französischer Sprache inspirierten die bedeutendsten Komponisten der Zeit zu einem Boom mehrstimmiger
Werke: Genfer Psalter, Psalmen und Psalmmotetten von J. P. Sweelinck und C. Goudimel
Besetzung: 2 Sängerinnen, 6 Sänger
Variante: In angepasster Form mit 5 Sängerinnen und Sängern
Puer natus est nobis
Weihnachtliche Renaissancemusik von Ludwig Senfl
Er gilt als grösster Schweizer Komponist der Renaissance: Ludwig Senfl (um 1490-1543), aus Basel oder Zürich stammend, wurde am Hofe von Kaiser Maximilian I. von Heinrich Isaac (um 1450-1517) ausgebildet und zu dessen berühmtesten Schüler und Nachfolger als Hofkomponist der kaiserlichen Kapelle.
Werke: Weihnachtsmesse und Motetten zum Weihnachtstag von L. Senfl und H. Isaac
Besetzung:1 Sängerin, 3 Sänger, 2 Zinken, 2 Posaunen
Pegaso
Motetten, Canzonetten und Instrumentalmusik von Tarquinio Merula und Claudio Monteverdi
Wie es klingt, wenn das Himmelspferd Pegasus seine Flügel ausbreitet, zeigen die Ensembles Ad Fontes und Lamaraviglia in diesem abwechslungsreichen Konzertprogramm. Neben Psalmen und Motetten erklingen Madrigale und instrumentale Werke Merulas, die während seiner Zeit am Warschauer Hof entstanden sind. Scherzi musicali und Instrumentalmusik von Claudio Monteverdi (1567 – 1643), Merulas berühmtem Zeitgenossen, sowie Volksmusik aus Venetien bereichern das Programm und zeigen, wie nah sich Volksmusik, höfische und sakrale Musik in dieser Zeit waren.
Werke: Motetten, Canzonetten und Instrumentalmusik von Tarquinio Merula und Claudio Monteverdi, Volksmusik aus Norditalien
Besetzung: 4 SängerInnen, Barockvioline, Blockflöten, Barockcello, Theorbe
In Zusammenarbeit mit dem Ensemble Ad Fontes
Mit seinem umfangreichen Werk trug er einen wichtigen Teil zur Entwicklung des franko-flämischen polyphonen Stils in Deutschland bei. Umso überraschender ist es, dass der grössere Teil seines Werkes noch auf Erforschung wartet und nur selten im Konzert zu hören ist.
Lamaraviglia lädt ein, eine Weihnachtsmesse und Motetten zum Weihnachtstag von Ludwig Senfl zu entdecken. Vokale und instrumentale Werke seines Lehrers Heinrich Isaac runden das Programm ab. Stimmen, Zinken und Posaunen vereinen sich zu einem vollen und doch transparenten Klang und schaffen dabei eine ebenso innige wie festliche Weihnachtsstimmung.
Psalmvertonungen. Diese erfreuten sich rasch einer unglaublichen Beliebtheit und verbreiteten sich dank Übertragungen ins Deutsche, Italienische und sogar ins Rätoromanische in Windeseile in ganz Europa und bis in die entlegensten Bergtäler der Schweiz.
Von dieser erstaunlichen Reise berichtet des Ensemble Lamaraviglia klangvoll in seinem aktuellen Programm. Es folgt den Spuren des Genfer Psalters durch Länder und Sprachen, und stösst dabei auf eine ganz besondere „Schweizer Spezialität“: die mit rätoromanischem Text versehenen Psalmen des Niederländers Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621), welche der Kirchenchor von Zuoz im Oberengadin bereits Ende des 17. Jahrhunderts in der Kirche sang.
Mit den kraftvoll archaischen Genfer Gesängen, den schlichten Kompositionen von Claude Goudimel und den kunstvoll strahlenden Werken Jan Pieterszoon Sweelincks, gesungen in allen vier Schweizer Landessprachen, verspricht Lamaraviglia einen Hörgenuss mit spannendem kulturhistorischem Hintergrund, der Renaissance-Fans, Liebhaber des reinen A-Cappella-Stimmklanges, Sprachfreunde sowie historisch und theologisch Interessierte gleichermassen zu begeistern weiss.