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Bau- & Verkehrsinfos
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Die Limmattalbahn steht in der Tradition der 1847 eröffneten Spanisch-Brötli-Bahn sowie des «Lisebethli», der Limmattaler Strassenbahn, die 1955 ihren Betrieb einstellte. Sie schlägt damit eine Brücke zwischen den Kantonen Zürich und Aargau.
Im Jahr 1847 blickte die ganze Schweiz voller Bewunderung auf das Limmattal. Die Spanisch-Brötli-Bahn dampfte als erste Bahnlinie der Schweiz durch das malerische Tal entlang der Limmat von Zürich nach Baden. Sie markierte den Anfang einer grossen Bahn-Tradition in der Schweiz. Ein gutes halbes Jahrhundert später nahm die Limmattaler Strassenbahn, das «Lisebethli», ihren Betrieb auf der Strecke Letzigraben – Dietikon auf. 1928 wurde der Betrieb allerdings zwischen Schlieren und Dietikon und 1955 auch zwischen Farbhof und Schlieren eingestellt.
Im Jahr 2000 begann die Planung für die künftige Limmattalbahn mit ersten Korridor- und Trasseestudien. Fünf Jahre später war das regionale Verkehrskonzept Limmattal geboren, welches die Limmattalbahn als eine der Kernmassnahmen beinhaltete. In den Jahren 2006 und 2007 wurde die Linienführung in den kantonalen Richtplänen von Aargau und Zürich eingetragen. Ebenfalls im Jahre 2007 bestärkten die Limmattaler Gemeinden ihren Wunsch nach der Limmattalbahn mit dem „Letter of Intent“. 2010 gründeten die Kantone Zürich und Aargau die Limmattalbahn AG und beauftragten sie mit der Planung und Realisierung der Infrastruktur für die Limmattalbahn.
Das Limmattal ist eine der wachstumsstärksten Regionen im Grossraum Zürich/Aargau. Auch in den nächsten 20 Jahren erwartet der Zürcher Regierungsrat steigende Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen. Die Kantone Zürich und Aargau unterstützen die Ausgestaltung des Limmattals zu einem urbanen Siedlungsgürtel.
Das Limmattal gehört zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Damit sich die Städte und Gemeinden qualitativ weiter entwickeln können, ist ein weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs notwendig. Die Limmattalbahn verbindet ab Ende 2022 die Gemeinden Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen und schlägt eine Brücke zwischen den Kantonen Zürich und Aargau.
Die Limmattalbahn soll die Verkehrsprobleme im Limmattal nachhaltig lösen und die nötige Kapazität im öffentlichen Verkehr sicherstellen. Sie verbindet einerseits die Gemeinden untereinander und mit der Stadt Zürich und wird andererseits zum wichtigsten Zubringer für die S-Bahn im Limmattal. Auf ihrer 13,4 Kilometer langen Strecke bedient sie insgesamt 27 Haltestellen. Sie bietet pro Fahrt Platz für rund 250 Personen und fährt zu über 90 Prozent losgelöst vom Strassenverkehr auf einer eigenen Spur.
Die Limmattalbahn ist jedoch weit mehr als ein ÖV-Projekt: Sie ist ein bedeutender Teil der Stossrichtung, die Siedlungserneuerung und -entwicklung zu unterstützen und im Limmattal die Lebensqualität zu erhöhen. Wichtige zukünftige Siedlungsgebiete wie das Niderfeld, Schlieren-West oder Kreuzäcker werden durch die Limmattalbahn erschlossen. Das Projekt bietet die grosse Chance für eine Attraktivitätssteigerung der gesamten Region.
Verkehrstechnisch ist das Limmattal bereits heute ausgelastet und an vielen Orten ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Dies führt zu Fahrzeitverlusten für die Busse und den Autoverkehr. Bis 2030 erwarten die Kantonsplaner täglich über 113'000 zusätzliche Fahrten (ohne Durchgangsverkehr). Die Verkehrsnachfrage soll dank des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs (Fussgänger, Velo) aufgefangen werden. Im Limmattal streben die Kantone Zürich und Aargau einen ÖV-Anteil von mindestens 60% an. Die Limmattalbahn trägt wesentlich zur Erreichung dieser Ziele bei, indem sie dank schneller und attraktiver Verbindungen einen erheblichen Teil des Mehrverkehrs von der Strasse auf die Schiene bringt. Dadurch werden Siedlungsgebiete entlastet, was zu einer höheren Lebensqualität in Bezug auf Lärm, Luftqualität und Sicherheit führt.
Quelle:
Agglomerationsprogramm Limmattal, 30.05.2012, Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich und Departement Bau, Verkehr und Umwelt Kanton Aargau
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Die Limmattalbahn ist als doppelspurige Meterspurbahn konzipiert. Auf der zukünftigen Strecke werden Zweirichtungsfahrzeuge fahren. Diese sind einem Tram der Stadt Zürich ähnlich, können aber in beide Richtungen fahren, ohne Wendeschlaufen an den Endhaltestellen; so kann auch Platz gespart werden. Dadurch haben sie Vorteile bei Störungsfällen und können flexibel bei der Angebotsgestaltung eingesetzt werden. Die Fahrzeuge der Limmattalbahn können auch auf dem Netz der Verkehrsbetriebe Zürich und der Bremgarten-Dietikon-Bahn fahren.