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In der Runde der letzten vier trifft er am Samstag auf Stan Wawrinka oder Andy Murray.
Im ersten Satz zeigte Federer seine bisher schwächste Leistung am diesjährigen Masters. Er ging zwar schnell 3:1 in Führung, machte aber in einem Spiel, in dem es für ihn nicht mehr um allzu viel ging, einen etwas unkonzentrierten Eindruck. Der Japaner, der immerhin zwei von zuvor fünf Begegnungen mit dem Schweizer gewonnen hatte, kämpfte sich zurück, holte sich gleich zwei Breaks hintereinander und ging 4:3 in Führung. Damit hatte Federer aber genug. Im folgenden Game weckte er sich mit zwei lauten “Chum jetzt”-Rufen gleich selber auf und steigerte sich gewaltig. Mit drei guten Games in Folge gewann der sechsfache Masters-Sieger den ersten Satz 7:5.
Der Aufschlag funktionierte allerdings auch in der Folge nicht wie gewünscht. Auch im zweiten Satz konnte er eine 4:1-Führung nicht ins Trockene bringen. Diesmal verlor Federer sogar nach vielen sehr leichten Fehlern (im gesamten Spiel 35) sogar fünf Games in Folge und damit den Satz.
Die erneute Wende gelang Federer nicht sofort. Auch im Entscheidungsdurchgang verschaffte sich Nishikori im dritten Game drei Breakbälle, die der Schweizer aber alle abwehrte. Mit einem Rückhandfehler verhalf Nishikori stattdessen Federer zur 3:1-Führung. Zum dritten Mal liess dieser den Vorteil aber wieder entgleiten. Erst als Federer zum 6:4 mit einem Smash beim ersten Matchball ein weiteres Break gelang, gab es für den Japaner kein Zurück mehr.
“Es ist schade, dass ich nicht in zwei Sätzen gewonnen habe”, stellte Federer danach fest. Er könne nicht sagen, ob es eine Rolle gespielt habe, dass er bereits für die Halbfinals qualifiziert war. “Der Sieg war aber wichtig für mich, um mit einem guten Gefühl weiterzumachen.”
Die Bilanz Federers an den ATP-Finals ist damit weiterhin äusserst eindrücklich. Bei seiner 14. Teilnahme erreichte der Rekordchampion zum 13. Mal die Halbfinals, zum neunten Mal blieb in der Vorrunde ungeschlagen. Nur einmal hat er danach den Halbfinal verloren, bei seinem ersten Masters 2002 gegen Lleyton Hewitt.
Djokovic im Halbfinal
Der letztjährige Halbfinalist Nishikori schied mit seiner zweiten Niederlage hingegen aus. Den zweiten Platz hinter Federer sicherte sich Novak Djokovic. Die Weltnummer 1 setzte sich ohne völlig zu überzeugen 6:3, 7:5 gegen den Tschechen Tomas Berdych durch, der auch seine dritte Partie verlor.
(SI)