Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03279.jsonl.gz/2024

Ich heisse Theresa, sagte sie am Schluss dann noch, aber das wirst du ohnehin vergessen. Und sie lachte und ihre hellblauen Augen auch. Und natürlich werde ich das nun nie tun. Ich werde sie nie vergessen. Theresa aus Vicksburg, Mississippi.
Ich war halt in so einer Stimmung. Larmoyant. Ich hatte Mitleid mit mir. Bald würde es wieder zurückgehen in die Schweiz. Es waren nur noch Wochen und dann wäre ich wieder in Zürich. Das würde natürlich Folgen haben.
Theoretisch für den Klimaschutz zu sein genügt eben nicht. Es braucht es jetzt auch, dass all jene, die finden, man müsse etwas machen, jetzt auch wirklich Verantwortung übernehmen und Ja stimmen gehen. Es wäre eigentlich ganz einfach.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheint mir vieles unmöglich. Das jedenfalls ist ein vorläufiges Fazit, das ich in der Hitze einer Sauna für mich formulierte.
Man kann diesem Land leicht verfallen. Es fühlt sich dann so an, als würde man sich in den falschen Mann verlieben. Als Schweizerin ist die amerikanische Politik unerträglich, wieso also die plötzliche Liebe? Das heimische Umfeld reagiert auf diese denn auch so, wie es Eltern tun, wenn ein wesentlich älterer, vorbestrafter Mann aus einer wüsten Gang ihrem minderjährigen Kind die Sinne vernebelt. Mit vielen Argumenten, die eindeutig dagegensprechen. Nur, was vermögen Argumente gegen die Liebe auszurichten?
Fünfzehn Wahlgänge brauchte Kevin McCarthy, bis er endlich gewählt wurde zum Speaker des Repräsentenhauses. Seit Jahren sein erklärtes Ziel. Das Drama hatte sich abgezeichnet, nachdem die Republikaner nur eine knappe Mehrheit in den Zwischenwahlen gewinnen konnten. Es war damit klar, dass McCarthy praktisch jede Stimme brauchte, um gewählt zu werden. Keine einfache Ausgangslage.
Eine schwangere Frau lag eine Woche lang in einem Spital in Malta. Während der Ferien auf dieser malerischen Insel im Mittelmeer bekam sie Blutungen, die Plazenta hatte sich teilweise abgelöst. Ihre Tochter hatte keinerlei Überlebenschancen mehr, auch wenn ihr Herz noch schlug.
Am 24. Juni entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in seinem Urteil im Fall Dobbs vs. Jacksons Women’s Health Organization, das Recht auf Abtreibung aufzuheben. Dieses wurde 1973 im Urteil Roe vs. Wade beschlossen und 1992 im Urteil Planned Parenthood vs. Casey bestätigt. Dieser Entscheid hatte sich abgezeichnet, nachdem am 2. Mai ein Vorentwurf des Entscheids den Medien zugespielt wurde (P.S. berichtete). Jetzt wurde das Urteil mit 6 zu 3 Stimmen gefällt.