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Jury der Peter-Liechti-Wandertrophäe
Norika Sefa
Norika Sefa ist eine im Kosovo geborene Regisseurin. Ihre Filme zeichnen sich durch einen heterogenen Stil aus, der Fiktion und Dokumentation miteinander verbindet und eher eine Atmosphäre schafft, als sich an konventionelle Erzählungen zu halten. Sefa führte Regie bei dem Kurzfilm Desde Arriba (2020), der unter der Anleitung von Werner Herzog im peruanischen Dschungel gedreht wurde, und Kiss Me, Now (2020), beides hybride Dokumentarfilme. Looking for Venera (2021) ist ihr erster Spielfilm, der beim International Film Festival Rotterdam (IFFR) seine Premiere hatte und den Spezialpreis der Jury im Tiger-Wettbewerb gewann. Der Film wurde auch bei verschiedenen anderen Festivals ausgezeichnet, darunter: Hong Kong International Film Festival (beste Regie, beste Darstellerin), Sarajevo Film Festival Special Award for Promoting Gender Equality), Trieste Film Festival (Cineuropa Award) und Bildrausch Filmfest – Gewinner des Peter-Liechti-Preises, ein spezieller Ring, der einen Film ehrt, der durch seinen besonderen narrativen und visuellen Mut hervorsticht; ein Film, der – wie Liechti es ausdrückte – «aufs Ganze geht».
Norika wurde bereits eingeladen, der Europäischen Filmakademie beizutreten. Weitere Einladungen führten sie zu verschiedenen renommierten Kunst- und Kultureinrichtungen, um über ihren filmischen Ansatz zu sprechen. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Spielfilm, der im Kosovo gedreht werden soll, und befindet sich in der Vorproduktion für ihren nächsten Dokumentarfilm.
Farahnaz Sharifi
Farahnaz Sharifi ist eine preisgekrönte iranische Filmemacherin und Cutterin. Ihre Filme sind Moon’s Voice, 2002; Destiny, 2003; Iran According to Ads, 2005; My Sad Face, 2008; Revolutionary Memories of Bahman Who Loved Leila, 2013; Profession: Documentarist, 2014, (eine Sammlung von sieben Kurzdokumentationen iranischer Filmemacherinnen); Missing, 2016. (Alle Filme sind unter 60 Minuten lang, Missing läuft 60 Minuten.) Sie verfügt auch über umfangreiche Erfahrung im Dokumentarfilmschnitt und wird häufig als Cutterin von Dokumentarfilmen im Iran herangezogen. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören der Grand Jury Prize des Aljazeera International Documentary Film Festival und der Grand Prix des Uppsala International Short Film Festival. Im Jahr 2021 gewann der von ihr geschnittene Film Radiograph of a Family (Regie: Firouzeh Khosrovani), bei dem Farahnaz auch als Erzählerin fungiert, den Preis für den besten abendfüllenden Dokumentarfilm beim International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) sowie den Award for Best Creative Use of Archive. Im Iran wurde er im August 2021 mit dem Preis für den besten Schnitt von der Independent Documentary Filmmakers Association ausgezeichnet. Zu ihren weiteren Werken zählt eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel Sleeping in Open Air.
Im November 2021 war sie IDFA-Jurymitglied für den niederländischen Filmwettbewerb.
Kurzfilm Jury
Jenny Billeter
Filmkuratorin und Co-Programmleiterin des Kino Xenix in Zürich. Nach mehreren Jahren in einer Band und im Musikjournalismus, Studium der Filmwissenschaft und Ethnologie an der Universität Zürich und Wien. 2006 bis 2013 am Filmfestival Visions du Réel in der Auswahlskommission. Gleichzeitig beim Filmfestival Locarno als Pressebetreuerin und in der Auswahlkommission der Kurzfilme. 2014 bis 2017 Leitung der Sektion «Fokus» an den Solothurner Filmtagen. 2019 Co-Regie des Kurzdoks «Eisbär».
Marion Nyffenegger
2019 beendete sie den Bachelor in Animationsfilm an der HSLU. 2018 reiste sie für ein Austauschsemester nach Edinburgh, College of Art. 2019 wurde sie mit den Filmförderpreis Solothurn ausgezeichnet. Ihr Abschlussfilm feiert in Locarno die Weltpremiere. 2016 bis 2019 programmierte sie die Virtual Reality Ausstellung, 2020 bis 2021 leitete sie die Jugendplattform Gässli Film Festival. Zeitgleich stellt sie ihre Arbeitsprozesse in Ausstellungen aus. Zurzeit arbeitet sie an ihrem neuen Filmprojekten, unterrichtet in Kunstbereichen und ist Projektleiterin beim Zoomz Film Festival, Luzern.
Aurelio Buchwalder
Geboren 1987. 2013 Bachelor an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste), Fachrichtung
Film. 2019 Master an der ZHdK in Dokumentarfilm. Arbeitet seit 2013 als freischaffender
Kameramann. Für Wanderzeit - eine Gletscherperformance (2014) erhielt er
den Kamerapreis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur. 2020 erhält er den
Schweizer Filmpreis, Bester Abschlussfilm für seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm Isola.