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Kanton BL: Neubeurteilung der Wildtierkorridore
Im Kanton Basel-Landschaft liegen 14 Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung. Deren Zustand wurde im Jahr 2016 von nateco überprüft. Als Basis für die Neubeurteilung der Korridore wurde der IST-Zustand im Feld erfasst, wobei alle Defizite aus wildtierbiologischer Sicht (Wanderhindernisse, Störfaktoren, Strukturarmut) aufgenommen wurden. Für jeden Korridor wurde ein Objektblatt erstellt, das den IST-Zustand beschreibt und kartografisch darstellt. Um die Engpässe und die kritisch zu sanierenden Bereichen der Korridore einfach visualisieren zu können, wurde die Durchgängigkeit des Korridors modelliert. Schliesslich wurden Sanierungs- und Aufwertungsmassnahmen vorgeschlagen und priorisiert. Im Jahr 2018 wurden die regionalen Wildtierkorridore mit der gleichen Methode beurteilt. Somit wurden alle Wildtierkorridore im Kanton neu beurteilt.
Weiter hat nateco im Jahr 2019 die Wildtierkorridore anhand von Luftbildern, Befragungen und einer GIS-Analyse bewertet, um das Aufwertungspotenzial zugunsten von Kleintieren (z. B. Mauswiesel, Haselmaus, Gelbbauchunke, Grosses Mausohr) zu eruieren. Für jeden Wildtierkorridor wurden anhand von Auswahlkriterien neue Kleintier-Zielarten definiert und Massnahmen zugunsten der einzelnen Kleintiere in Massnahmenblättern vorgeschlagen. Als Grundlage für diese Arbeit wurde ein Massnahmenkatalog erstellt, der für alle 37 Zielarten die Habitatsansprüche und mögliche Aufwertungsmassnahmen beschreibt.