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Usbekin gewinnt Europäischen Komponistenpreis
Im Rahmen des Festivals Young Euro Classic ist in Berlin die Usbekin Aziza Sadikova mit dem Europäischen Komponistenpreis 2014 ausgezeichnet worden. Am Festival ist auch das Werk «Enallagai» des Schweizer Komponisten Stefan Wirth zur deutschen Erstaufführung gekommen.
Der mit 5000 Euro dotierte Europäische Komponistenpreis wird jährlich vom Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin für die beste Ur- oder Deutsche Erstaufführung beim Festival Young Euro Classic vergeben. Aziza Sadikova hat ihn für ihr Werk Brief Scherben erhalten.
Als Inspiration für ihr Werk nennt die Komponistin das Tagebuch von Daniil Charms, einem russischen Avantgarde-Schriftstellers der 30er Jahre, in dem er emotionale Verzweiflung und erotische Wünsche aufzeichnete. Der physische Prozess des Verfassens eines Tagebuchs wird in der Komposition unter anderem durch den Gebrauch einer Schreibmaschine und entsprechende Orchester-Effekte wiedergegeben.
Die Jury begründete ihre Wahl mit der Verschiedenartigkeit musikalischer und darstellerischer Ausdrucksmittel, die «als Töne, Klänge und Wörter wie ein Gebet aus einer fernen Welt geisterhaft und doch intensiv zerrüttend zu hören» seien. Die 1978 geborene Aziza Sadikova studierte am Staatlichen Konservatorium von Taschkent, am Konservatorium in Birmingham und am Trinity College of Music in London. Ihre Musik ist unter anderem beim Salzburger Aspekte-Festival, bei Wien Modern und beim Southbank Festival in London erklungen.
Im Rahmen von Young Euro Classics ist es auch zur deutschen Erstaufführung von Enallagai des Schweizer Komponisten Stefan Wirth gekommen. Insgesamt zählte das «Festival der besten Jugendorchester der Welt» in Berlin 23'500 Eintritte.