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Die Reserve Bank of Australia (RBA) erhöhte ihren Leitzins am Dienstag um einen viertel Prozentpunkt - von 2,60 auf 2,85 Prozent. Nach der siebten Anhebung binnen sieben Monate liegt er nun auf dem höchsten Niveau seit neun Jahren. Im Oktober hatten die Währungshüter die Finanzmärkte überrascht und nach vier Zinsschritten um 0,5 Punkte die Geldpolitik nur um 0,25 Prozentpunkte gestrafft.
Die RBA kündigte an, dass weitere Zinserhöhungen nötig seien, um die Inflation zu bekämpfen. Sie geht nun davon aus, dass die Teuerung im Laufe dieses Jahres einen Höchststand von etwa acht Prozent erreichen wird, nach zuvor prognostizierten 7,75 Prozent. Bis 2024 dürfte sich die Inflation auf etwas über drei Prozent abschwächen, läge damit aber immer noch über der angepeilten Spanne der Zentralbank von zwei bis drei Prozent.
Notenbankchef Philip Lowe erklärte, die RBA wolle die Inflation in den Zielbereich zurückzuführen und gleichzeitig die Wirtschaft im Gleichgewicht halten. "Der Weg zur Erreichung dieses Gleichgewichts ist nach wie vor schmal und mit Unsicherheiten behaftet." Es sei klar, dass Geldpolitik mit einer gewissen Verzögerung agiere.
(Reuters)