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Bekannte Motorradrennen
Auch wenn die Rennen des MotoGP die meisten Zuschauer anlocken, gibt es auch viele andere Rennveranstaltungen für Motorräder, die bei Fans berühmt und manchmal auch berüchtigt sind. Oftmals dürfen bei diesen Rennen auch Amateure und Anfänger teilnehmen, was immer auch zu bisweilen sogar tödlichen Unfällen führt.
Isle of Man Tourist Trophy
Das oft auch als Isle of Man TT abgekürzte Rennen findet auf der englischen Insel Isle of Man statt und ist eines der ältesten Motorradrennen der Welt. Es wurde erstmals 1907 ausgetragen. Es ist aber auch eines der gefährlichsten Rennen, seit Beginn starben 257 Fahrer bei den Rennen, was es immer noch zu einer sehr umstrittenen Veranstaltung macht.
Die Rennstrecke ist kein eigener Kurs, sondern findet auf den Straßen der Insel statt. Das hat vor allem zur Folge, dass es keine ausreichenden Kiesbetten gibt und viele Hindernisse wie Mauern, die zu nah an der Strecke sind. Gestartet wird in der Stadt Douglas, in der auch das Ziel ist. Die Strecke führt über sechzig Kilometer, eine Länge, die es den Fahrern unmöglich macht, sich alle Kurven und damit die besten Bremspunkte zu merken. Am Mad Sunday wird dann die Strecke für Jedermann freigegeben und darf nur in eine Richtung befahren werden. Erfolgreichster Fahrer ist Joey Dunlop, der 26 Mal gewann und bei einem anderen Straßenrennen ums Leben kam. Das Rennen verlor wegen seiner Gefährlichkeit bereits 1973 seinen Status als Weltmeisterschaftsveranstaltung. Mitmachen können Fahrer, die eine gültige Motorradlizenz haben. Die Klassen sind aufgeteilt nach Hubraum, eine Klasse geht bis 750, eine anderen bis 1000 Kubikzentimeter und Leichtgewichte dürfen bis 650 Kubik haben.
Das Rennen in Macau
Der Straßenkurs in Macau ist der einzige Kurs seiner Art, auf dem sowohl Auto- als auch Motorradrennen stattfinden, und auch der einzige Straßenkurs im Rahmen des MotoGP. Wie die meisten Straßenkurse ist dieser gefährlich, weil es kaum Sturzzonen gibt, und im Laufe seiner Geschichte kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Acht Fahrer kamen seit 1973 ums Leben, der letzte bislang war Daniel Hegarty, der mit seiner Honda in einer scharfen Kurve vom Kurs abkam, durch die Luft flog und dabei seinen Helm verlor, was zu tödlichen Verletzungen führte. Der Kurs ist 6,2 Kilometer lang, hat einige sehr schnelle Geraden, vor allem aber viele schwierigen Kurven und ist an schmalen Stellen nur sieben Meter breit. Für Motorradfahrer, aber auch Autorennsportler gilt Macau als einer der schwierigsten Kurse der Welt überhaupt, zumindest was das professionelle Rennen betrifft. Dennoch ist der chinesische Kurs nach wie vor im Rennkalender enthalten. Bei den Autorennen starten Wagen der Tourenwagenklasse, außerdem ist es ein offizieller Formel 3-Kurs. Die Deutsche Sophia Flörsch hatte 2018 hier einen spektakulären Unfall, als sie mit ihrem Boliden durch die Luft flog und sich beim Unfall die Wirbelsäule brach.