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Strukturvorschläge für wissenschaftliche Arbeiten
Sie verwenden mit Vorteil die Word-Vorlage für wissenschaftliche Arbeiten, die bereits das allgemeine Grundgerüst enthält.
Word-Vorlage für wissenschaftliche Arbeiten
Titelblatt
- Titel der Arbeit und Name der Autorin/des Autors (inkl. Adresse)
- Name der Betreuerin/des Betreuers, Institution
- Abgabedatum
Inhaltsverzeichnis
- Überschriften mit Seitenzahl
Einleitung
- Fragestellung und Thema
- Überblick über das Vorgehen, um Fragestellung zu bearbeiten/zu beantworten (damit auch Überblick über die Arbeit selbst)
Die einzelnen Hauptkapitel
- Hauptkapitel gliedern Arbeit in wichtigste Stränge (Argumentation, Vorgehen oder anderes)
Schlusswort/Ausblick/Resümee …
- Rückblick auf die Arbeit, der das Wichtigste nochmals zusammenfasst («In Kapitel X hat sich gezeigt, dass …») mit abschliessender Stellungnahme.
- Kann mit Ausblick auf weiterführende Arbeiten, die noch zu leisten wären, ergänzt werden («Zu untersuchen wäre nun …»).
Literaturverzeichnis
- Sämtliche für die Arbeit verwendeten Quellen.
Anhang
- Je nach Ausrichtung der Arbeit (vgl. unten): Auflistung Quellen Bildmaterial, transkribierte Interviews, verwendeter Fragebogen, Texte von Schülern und Schülerinnen etc.
Redlichkeitserklärung
Aufbau nach Ausrichtung
Der allgemeine Aufbau gilt für alle Arbeiten, unabhängig vom jeweiligen Fach oder der jeweiligen Disziplin. Je nach Fragestellung und Vorgehen kann die konkretere Ausgestaltung unterschiedlich sein. Exemplarisch vorgeführt sei dies für quantitative und qualitative Studien sowie für eine Literaturstudie oder eine (forschungsgestützte) Entwicklungsarbeit. Die folgenden Vorschläge verstehen sich als Anregungen: Selbstverständlich kann im konkreten Einzelfall auch ein anderer Aufbau angemessen sein. Es empfiehlt sich, im Zusammenhang mit dem Projektplan ein (provisorisches) Inhaltsverzeichnis zu erstellen.
Hinweis
Eine Arbeit muss nicht zwingend genau einer dieser vorgestellten Richtungen zuzuordnen sein, sie kann auch verschiedene Methoden miteinander verbinden.
Der Hauptteil der Arbeit enthält Haupt- und Unterkapitel, die den Forschungsablauf widerspiegeln:
- Hypothesen und den damit verbundenen theoretischen Hintergrund
- Stichprobe (Auswahlverfahren, Stichprobengrösse …)
- Konstruktion des Fragebogens (und / oder des Tests)
- Durchführung der Befragung
- Auswertung der Daten
- Interpretation der Daten
- Beantwortung der Fragestellung mit Rückgriff auf die Hypothesen
Im Anhang können die Dokumente enthalten sein, die für die Nachvollziehbarkeit zentral sind. Zum Beispiel:
- Fragebogen bzw. Item- und Skalendokumentation (und / oder verwendeter Test)
- Protokolle der Befragung
Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie keine sensiblen Daten aufführen. Das heisst: Drucken Sie nur Daten ab, die ausreichend anonymisiert sind und/ oder die zum Abdruck freigegeben sind.
Auch bei einer qualitativen Studie enthält der Hauptteil Kapitel, die den Forschungsablauf widerspiegeln. Als Beispiel sei hier ein Leitfadeninterview angeführt:
- Problemstellung mit theoretischen Hintergrund (mit Bezug zur Fragestellung und Vorannahmen, die bereits in der Einleitung kurz ausgeführt werden)
- Begründung der gewählten Methode
- Stichprobe (Auswahlverfahren)
- Erläutern des Interviewleitfadens mit theoretischem Bezug
- Durchführung der Interviews
- Auswertungsverfahren, Auswertung und Interpretation
- Beantwortung der Fragestellung mit Rückgriff auf Vorannahmen
Im Anhang können u.a. folgende Dokumente enthalten sein:
- Interviewleitfaden
- Protokolle der Interviews
- transkribierte (und anonymisierte) Interviews
- Kodesystem und Kodierleitfaden
Wenn Sie eine teilnehmende Beobachtung durchgeführt haben, würde sich für den Anhang die Kriterienliste mit den Beobachtungskriterien sowie der Protokollbogen anbieten; im Falle einer Videografie evtl. eine CD-ROM mit Videoausschnitten.
Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie keine sensiblen Daten aufführen. Das heisst: Drucken Sie nur Daten ab, die ausreichend anonymisiert sind und/ oder die zum Abdruck freigegeben sind.
Bei einer Literaturstudie bietet sich ein etwas anderer Aufbau an:
- Zweck und Fokus der Literaturstudie (Bereich, Thema, Fragestellung o.a. neu oder nicht aufgearbeitet; Auftragsarbeit von … im Hinblick auf …)
Beispielsweise kann eine Literaturstudie dazu dienen, Tendenzen herauszuarbeiten, Fallstudien daraus zu erstellen, um Sonder- oder Ausnahmefälle aufzuzeigen etc.
- Beschreibung des Vorgehens: Literaturrecherche, Zugänglichkeit + Art der Quellen
- Hauptkapitel gliedern sich je nach thematischer Ausrichtung. Als Beispiel kann hier die Literaturstudie zu Bildungsstandards dienen, die für die EDK durchgeführt wurde:
- Deutschland: Regelstandards für die Länder
- Bildungsstandards in Österreich
- England – National Curriculum und National Assessment
- Australien – Outcome based Education
Ein Anhang ist in der Regel nicht nötig, je nach thematischer Ausrichtung der Literaturstudie kann sich aber auch ein strukturiertes Literaturverzeichnis anbieten (Primär- und Sekundärliteratur, Lexika, Wörterbücher …; beim obigen Beispiel: geordnet nach den Ländern), evtl. sogar ergänzt mit Kommentaren.
Eine Entwicklungsarbeit kann je nach Fach oder Disziplin sehr unterschiedlich angelegt sein. Wir deuten deshalb nur an, wie sich eine solche Arbeit gliedern könnte:
- Ziel und theoretische Einbettung der Entwicklungsarbeit, durchaus verbunden mit einer Fragestellung
- Vorgehen bei der Entwicklung: theoretische Grundlagen, Kriterien, eigene Überlegungen
- Beschreibung + Erläuterung der Entwicklungsarbeit
- Erprobung (Vorgehen, Durchführung)
- Auswertung der Erprobung, evtl. damit verbunden eine Weiterentwicklung oder Anpassung der Entwicklungsarbeit
- Kritische Reflexion
- Im Anhang kann – falls etwas entwickelt wurde, das sich nicht einfach so beilegen lässt – die Entwicklungsarbeit auch fotografisch dokumentiert werden.
Tipp: Fragen Sie in der Standortbibliothek nach, wo Bachelor- oder Masterarbeiten aufbewahrt werden. Sehen Sie sich Beispiele an und lassen Sie sich von anderen Arbeiten anregen. Aber Vorsicht: Übernehmen Sie keine Struktur mit der gleichen Benennung der Kapitel – das wäre ein sogenanntes «Strukturplagiat».