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Die vom Initianten der Debatte geäusserte Beobachtung kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Ich habe nicht das Gefühl, dass in der Stadt Zürich bewusst "bestens erhaltene" Häuser aus Profitgründen abgebrochen werden - ich sehe eher eine ganze Menge Häuser, die längst hätten saniert werden müssen.
Es darf nicht vergessen werden, dass das Eigentum an einer Immobilie nicht zuletzt Kosten verursacht. Finanzielle Aufwendungen für Erneuerungen und Sanierungen führen dazu, dass die Eigentümer ein grundsätzliches Interesse haben, selbige bestmöglich zu amortisieren, regelmässig über den Mietertrag. In aller Regel bedeutet dies, den einmal erstellten Zustand so lange als möglich unberührt zu lassen und weitere Investitionen zu vermeiden. Nur schon deshalb ist es unwahrscheinlich, dass eine weiterhin unverändert amortisierbare Liegenschaft frühzeitig aufgewertet oder abgebrochen wird.
Nicht richtig ist zudem, dass die Häuser einer Stadt irgendwie "allen" gehören, was hier zwischen den Zeilen angedeutet wurde. So gehören Mietobjekte nicht den Mietern, sondern dem eingetragenen Eigentümer. Dieser hat die rechtliche und finanzielle Last der Liegenschaft zu tragen. Aspekte des Sozialschutzes sind im Mietrecht bereits ausreichend berücksichtigt; darüber hinaus soll der Eigentümer eines Mietobjektes frei über sein Eigentum verfügen können.
Soweit hier das Stadtbild angesprochen wird: "gute Architektur" und ein "schönes Stadtbild" sind subjektiv. Was heute umstritten ist, gefällt morgen und steht übermorgen unter Gebäudeschutz. Im Rahmen des gesetzlich zulässigen soll es einem Hauseigentümer denn auch frei stehen, wie und ob er seine Liegenschaft umgestalten will.