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Hirtius,
Aulus, diente seit 58 v. Chr. unter Julius Cäsar als dessen Legat in Gallien und hielt sich auch später zu dessen Partei, ohne sich jedoch selbst an den weitern Kriegen Cäsars gegen Pompejus und die Pompejaner zu beteiligen. Er hielt sich vielmehr meist in der Hauptstadt auf, um da die Interessen Cäsars wahrzunehmen. Im J. 46 wahrscheinlich Prätor, gab er ein Gesetz, durch welches die Pompejaner von den Ehrenstellen ausgeschlossen wurden. Nach der Ermordung Cäsars stellte er sich auf die Seite der Gegner des Antonius und führte, nachdem er 43 mit Gajus Vibius Pansa das ihm schon von Cäsar bestimmte Konsulat angetreten hatte, mit seinem Kollegen und mit Octavianus Krieg gegen Antonius (den sogen. mutinensischen). Er schlug Antonius 15. April bei Forum [* 3] Gallorum und nahm an dem entscheidenden Sieg über denselben bei Mutina teil (26. oder 27. April), fiel aber in dieser letztern Schlacht. Er war mit Cicero befreundet und ließ sich von diesem in der Beredsamkeit unterrichten (wofür er als Feinschmecker Cicero nach dessen scherzhaftem Ausdruck in der Kunst zu essen unterrichtete). Von den unter seinem Namen gehenden Fortsetzungen der Kommentarien Cäsars: »De bello Gallico lib. VIII«, »De bello Alexandrino«, »De bello Africano« und »De bello Hispaniensi« ist nur das erstgenannte Buch sicher und das zweite wahrscheinlich von ihm verfaßt.