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Für alle Freunde des aussergewöhnlichen Humors – die Dramolette von Max Goldt, die ihren ganz besonderen, bestechend komischen Reiz entfalten. Reiseplanung zu morgendlicher Stunde Ein Bett. Ein Mann mit stark gepunktetem Kinn und eine Frau mit leicht gepunkteter Nase erwachen. Er: Ich habe geträumt, du hättest mein Motorrad geputzt. Lass uns nach Fuschl fahren! Sie: Wo liegt das denn? Er: Am Fuschlsee. Sie: Was gibt’s denn dort zum Angucken? Er: Schloss Fuschl. Sie: Und was tun wir dort? Er: Ins «Café Fuschl» gehen. Sie: Mit was sind da die Vitrinen gefüllt? Er: Mit «Original Fuschl-Torte». Sie: Wieviel kostet ein Stück? Er: Drei Fuschl fünfzig. Sie: Du meinst wohl drei Euro fünfzig. Er: Natürlich! Hab ich was anderes gesagt?
Rezension
Unter seinen zu Dramoletten umgearbeiteten Comic-Szenarien sind, kurz gesagt, einige der besten Arbeiten Goldts; so wie die frühen Gedichte in keiner Lyrikanthologie fehlen dürfen, so gehören diese Szenen in jede Geschichte des Absurden Theaters. Der Dichter Max Goldt ist ein bekennender Moralist und ein stiller Metaphysiker. Heinrich Detering
Portrait
Max Goldt, geb. 1958 in Göttingen, siedelt 1977 nach dem Abitur nach Berlin über, wo er eine Fotografenausbildung beginnt. Er bricht diese jedoch ab und widmet sich der Musik. Auf den Wogen der Neuen Deutschen Welle schwimmt er als Frontmann der Gruppe 'Foyer des Arts', die er zusammen mit Gerd Pasemann 1981 gründet. Er ist als Musiker ebenso erfolgreich wie als Autor. Als Musiker hat er zahlreiche Schallplatten veröffentlicht, teils im Duo, teils solo; als Autor schreibt er seit 1989 für das Satire-Magazin Titanic. Max Goldt lebt und arbeitet in Berlin. 2006 erhielt er den 'Max und Moritz-Preis' in der Kategorie "Bester Szenarist" und 2008 den 'Kleist-Preis'.