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Mit grosser Verwunderung haben wir letzthin bemerkt, dass das für die Schulen im Kanton St. Gallen empfohlene Themenheft «sicher!gsund!» zur Sexualpädagogik vom März 2020 offensiv nach den WHO-Standards in Gender-Manier Empfehlungen abgibt. Wir erinnern, dass als Folge der Vernehmlassung zum Lehrplan 21 der Begriff Gender aus dem Lehrplan entfernt werden musste. Dazu hätte auch die Entfernung dieses Gedankenguts gehört, was schon damals leider nicht geschah. Jetzt zeigt sich diese Ideologie in voller Ausprägung in diesem Heft. Wir betrachten eine derartige Beeinflussung der Kinder als extrem übergriffig. Damit werden die Elternrechte ausgehebelt, welche wären:
UNO Pakt-Pakt II, Art.18
(1) Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
Dieses Recht umfasst die Freiheit, eine Religion oder eine Weltanschauung eigener
Wahl zu haben oder anzunehmen, und die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung
allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Gottesdienst, Beachtung religiöser Bräuche, Ausübung und Unterricht zu bekunden.
(2) Niemand darf einem Zwang ausgesetzt werden, der seine Freiheit, eine Religion
oder eine Weltanschauung seiner Wahl zu haben oder anzunehmen, beeinträchtigen
würde.
(3) …
(4) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Freiheit der Eltern und gegebenenfalls
des Vormunds oder Pflegers zu achten, die religiöse und sittliche Erziehung ihrer
Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen.
-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 10.12.1948, Art.26, Absatz 3: Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteilwerden soll.
-Übereinkommen über die Rechte des Kindes, New York am 20. November 1989, in Kraft getreten für die Schweiz 1997:Artikel 18, Absatz 1: Die Vertragsstaaten bemühen sich nach besten Kräften, die Anerkennung des Grundsatzes sicherzustellen, dass beide Elternteile gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind. Für die Erziehung und Entwicklung des Kindes sind in erster Linie die Eltern oder gegebenenfalls der Vormund verantwortlich. Dabei ist das Wohl des Kinds ihr Grundanliegen“.
-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte,1948, Artikel 16, Absatz 3: „Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“
Ein Sexualwissenschaftler, Sexualpädagoge und Sexualpsychologe in einem hat sich dazu seine Gedanken gemacht. Wir bitten Sie sehr, sich damit auseinander zu setzen, auch wenn Ihre Zeit sicher recht ausgefüllt ist! Die Sache ist zu wichtig, um sie zu ignorieren.
Mit freundlichen Grüssen
Lisa Leisi, Präsidentin EDU Kanton St. Gallen