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Unser Körper macht viele Veränderungen durch. Chirurgische Eingriffe zur Körperkonturierung und Körperveränderungen in den Wechseljahren sind keine Seltenheit. In den Wechseljahren verändert sich der Körper einer Frau, meist von einer gynoiden Körperform zu einer androiden Form. Dies ist auch auf den Verlust von Östrogen zurückzuführen, da dieser die Aktivität der Lipoproteinlipase verringert. Hier kommt die Körperkonturierungsoperation ins Spiel. Es handelt sich um einfache Operationen mit wenig bis gar keinem Risiko. Erstaunlich ist auch, dass das gewonnene Fett für verschiedene Zwecke verwendet werden kann. Wir haben keinen Grund, nicht zu glauben, dass dies mit dem Alter nur noch besser wird.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie den Artikel von Dr. Jérémy Gliksman.
Die Tatsachen
Die Veränderung des Gewichts und der Figur vor dem näher rückenden 50. Geburtstag ist ein sehr häufiger Grund für einen Besuch beim Schönheitschirurgen. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde belegt, dass die Gewichtszunahme zwischen 42 und 50 im Durchschnitt bei 0,08 kg pro Jahr liegt. Es gibt jedoch gewisse Schwankungen, da 20 % der Frauen 1,5 kg pro Jahr zunehmen, während 3 % Gewicht verlieren. Die Fakten weisen eindeutig darauf hin, dass hormonale Schwankungen einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Gewichtszunahme haben, insbesondere durch den Rückgang des Grundumsatzes (Kalorien, die für die Funktionsweise des Organismus und den Erhalt der Körpertemperatur bei 37 Grad erforderlich sind). Das Gewicht ist das Ergebnis eines Gleichgewichts zwischen dem Energieverbrauch (Grundumsatz und körperliche Aktivität) und der Energiezufuhr über die Nahrung, ein Rückgang des Verbrauchs führt somit unweigerlich zu einer Gewichtszunahme und dem Aufbau von überschüssigem Fett. Mit der näher rückenden Menopause verändert sich die Figur vieler Frauen von einer gynoiden Körperform (Fett hauptsächlich an Hüfte und Oberschenkeln = Birnenform) zu einer androiden Körperform (Ansammlung von Unterhautfett und intra-abdominalem Fett, Viszeralfett = Apfelform).
Der mit der Menopause einhergehende Rückgang der Östrogenproduktion ist zum Teil für die Veränderung der Figur in eine androide Form verantwortlich, da er die Aktivität eines Enzyms namens Lipoproteinlipase verringert. Dieser Rückgang der enzymatischen Aktivität während der Menopause führt zu einer Ansammlung von Fett in den Adipozyten (fettspeichernde Zellen) der Bauchdecke. Diese neue Fettverteilung zugunsten des Bauches hat eine Veränderung des Verhältnisses von Taillen- und /Hüftumfang zur Folge und resultiert letztendlich in einer androiden Körperform.
Mögliche Lösungen
Zum Glück gibt es chirurgische Verfahren, mit denen die äusseren Konturen durch einfache Operationen mit geringen Risiken wieder verjüngt werden können. Es handelt sich um die Fettabsaugung in Verbindung mit einer sogenannten Lipostruktur (Eigenfett-Behandlung) und der Einspritzung von Stammzellen.
Im Folgenden werden wir uns diese Verfahren genauer anschauen. Unter einer einfachen örtlichen Betäubung oder unter Vollnarkose, abhängig von der Grösse der Fettschicht unter der Haut, wird mit Kanülen überschüssiges Fett entnommen. Die Enden dieser Kanülen sind abgerundet, um das Gefässsystem der Haut nicht zu verletzen. Sie werden durch 3 bis 4 mm grosse Einschnitte in die Haut eingeführt, die in den natürlichen Körperfalten vorgenommen werden, sodass später keine sichtbaren Narben zurückbleiben. In den meisten Fällen wird dieser Eingriff ambulant durchgeführt. Die Patientin erscheint morgens zur Behandlung und kann abends wieder nach Hause gehen, Nachsorgebehandlungen sind meist nicht erforderlich.
Das entnommene Fett kann zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden.
Nach einem spezifischen Aufbereitungsverfahren kann es direkt während des chirurgischen Eingriffs in Bereiche injiziert werden, in denen nicht mehr genügend Fett vorhanden ist. Die körperlichen Veränderungen im Rahmen der Menopause umfassen häufig auch ein Abflachen des Gesässes und ein Erschlaffen der Brüste und der Gesichtszüge. All diese Bereiche können durch Lipostruktur im Rahmen einer globalen Verjüngungsbehandlung korrigiert werden.
Die Zukunft
Ein neues, sehr vielversprechendes Verfahren besteht darin, einen Teil des entnommenen Fetts zurückzubehalten und Stammzellen daraus zu isolieren. Diese sogenannten «mesenchymalen Stammzellen» haben die Fähigkeit, bestimmte Gewebearten zu regenerieren, und können zur direkten Injektion in das Gesicht verwendet werden, um die Hautqualität zu verbessern. Die Fibroplasten (Dermiszellen, die Kollagen produzieren) werden stimuliert und synthetisieren neue Kollagen-Moleküle. Dadurch wird die Haut wieder dicker, Falten werden geglättet, die Haut erhält neue Strahlkraft und die Hautstruktur wird verbessert. Dieses Verfahren ist eine Vorschau auf die Medizin der Zukunft, die es ermöglichen wird, alle Arten von Gewebe, die im Laufe der Zeit abgenutzt werden, durch die Einführung von Stammzellen in den Organismus zu regenerieren. Da wir uns am Beginn einer neuen Ära der Medizin befinden, ist es umso interessanter, diese berühmten Stammzellen zur späteren Verwendung aufzubewahren, bis die Medizin in der Lage ist, ein komplettes Organ (Leber, Niere …) zu reparieren. Mit der Einwilligung der Patientin kann also ein Teil des Stammzellenkontingents injiziert werden, um die Hautqualität zu verbessern, während der Rest zur späteren Verwendung in einer Gewebebank aufbewahrt wird.
Ergänzende Lösungen
Die Veränderung der Fettverteilung im Rahmen der näher rückenden Menopause ist folglich kein unabänderliches Schicksal mehr. Die moderne Chirurgie ermöglicht es, dauerhafte und einfache Korrekturen vorzunehmen. Doch obwohl diese Verfahren die Figur wieder gleichmässiger machen, sind sie keine Lösung für die Erschlaffung der Haut insgesamt. Daher kann es manchmal notwendig sein, sie mit Verfahren zur Straffung des Hautgewebes zu kombinieren. Ein Beispiel für ein solches Verfahren, das auf den unteren Teil des Bauches beschränkt ist, ist die Abdominoplastik (Bauchdeckenstraffung). Dabei wird der untere Teil des Bauches gestrafft und es bietet den Vorteil, dass die zurückbleibende Narbe unter der Unterwäsche liegt und gut versteckt werden kann. Es wird mit einer Fettabsaugung in einem einzigen chirurgischen Eingriff kombiniert.
Der Eingriff ist in der Regel nicht mit schmerzhaften nachoperativen Folgen verbunden und ermöglicht es, das Volumen zu verringern und die Spannkraft der Haut am Bauch zu verbessern. Im Rahmen einer Fettabsaugung ist es ausserdem möglich, das Gesäss und die Oberschenkelseiten durch ein Gesässlifting zu straffen. Dabei bleibt lediglich eine unauffällige Narbe zurück, die unter der Unterwäsche versteckt werden kann. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die Injektion von Fett in das Gesäss häufig nicht ausreicht, um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Daher ermöglicht die Kombination mit einer Straffung der Hautdecke eine optimale Korrektur.
Frauen können der Menopause und den damit verbundenen Veränderungen der Figur also gelassen entgegenblicken. Die Entnahme von Fett in Bereichen, in denen es im Übermass vorhanden ist (Fettabsaugung), kombiniert mit seiner erneuten Einspritzung in jene Bereiche, in denen Fett fehlt (Lipostruktur), ermöglicht es, Figurprobleme zu beseitigen, die durch die Hormonschwankungen bei Frauen um die 50 entstehen, und das körperliche und seelische Gleichgewicht zu bewahren.