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Helfen Sie den indigenen Völkern, ihren Kampf gegen die Verschmutzung weiterzuführen !
Die Programme zur Umweltüberwachung in der Region Loreto entwickelten sich weiter und wurden verdienterweise offiziell anerkannt. Damit die Arbeit weitergeführt werden kann, ist aber Unterstützung notwendig.
Die Überwachung trägt Früchte
Erinnern wir uns : Dank der Arbeit der ÜberwacherInnen in den Becken des Corriente, Pastaza und Tigre konnten hunderte von Gebieten identifiziert werden, die durch die Öl-Industrie verschmutzt sind. Darauf basierend hat der peruanische Staat in diesen drei Becken den Umwelt-Notstand ausgerufen und es kam zu Verhandlungen zwischen den indigenen Verbänden und der peruanischen Regierung. Diese führten im Februar 2015 zur Unterzeichnung einer Vereinbarung, die unter anderem Folgendes vorsieht : Reinigung der verschmutzten Gebiete, Trinkwasserzugang, Anerkennung von Landrechten und ein besserer Zugang zum Gesundheitswesen für die von der Ölverschmutzung betroffenen Gemeinschaften. Die indigenen Organisationen werden die Umsetzung dieser Vereinbarung genau überwachen müssen. Zudem werden die Umweltüberwacher ihre Anstrengungen weiterführen müssen, um das Verzeichnis der verschmutzten Gebiete zu vervollständigen und das weiterhin regelmässige Austreten von Öl zu dokumentieren.
Die Arbeit wird endlich unterstützt
Aufgrund des Drucks vonseiten der Verbände anerkennen die peruanischen Behörden den Nutzen der Umwelt-Überwachung zunehmend. Seit 2014 finanziert die Regionalregierung der Region Loreto die monatliche Entschädigung von rund zwanzig Überwachern und wird dies auch 2015 weiterführen. Eine Gruppe Parlamentarier hat im peruanischen Kongress einen Gesetzesentwurf eingereicht, der die Unterstützung und die Finanzierung der Programme durch den Staat ermöglichen soll. Ausserdem sind Verhandlungen im Gange, um die Arbeit der Programme mit derjenigen des peruanischen Umwelt- Prüf- und Kontrollorgans zu koordinieren.
Neue Technologien : geschätzte Helfer
Auch die neuen Technologien tragen zur Weiterentwicklung der Programme bei. Die ÜberwacherInnen haben begonnen, mit Apps ausgerüstete Smartphones zu nutzen, mit denen sie Fotos machen, GPS-Koordinaten festhalten, Formulare ausfüllen und diese Informationen über Internet weiterleiten können. Dies vereinfacht ihre Arbeit enorm und auch die Verbreitung ihrer Ergebnisse, insbesondere über die sozialen Netzwerke, wird einfacher. Die Herausforderung ist jedoch, eine einfachere und der Realität vor Ort angepasste Methode zu finden. Derzeit werden praktische Tests durchgeführt. Diese sollen genau verfolgt werden, damit eventuelle Anpassungen vorgenommen werden können.
Ein erfolgreiches Projekt vervielfacht sich
Die Erfahrung der territorialen Überwachung trägt Früchte. Im Santiago-Becken wurde sie durch einen Verband der indigenen Wampis in einem Fall von illegaler Goldgewinnung wiederholt. Im März 2014 wurde der Ort besucht und es konnten fünf Gebiete dokumentiert werden. Basierend auf dieser Dokumentation wurden die Wampis-Gemeinschaften im Dezember 2014 aktiv und haben die Goldwäscher aus gewissen Gewinnungsgebieten ausgewiesen. In anderen Gebieten hat der Staat interveniert, um die Goldgewinnung zu beenden. Anfang des Jahres 2015 gab es keine Gewinnungsgebiete mehr. Trotzdem bleiben die Verbandsmitglieder wachsam. Denn die Gefahr, dass die Goldwäscher zurückkehren, besteht weiterhin.
Diese Organisationen und ihre Programme zur Umwelt-Überwachung müssen technisch und finanziell weiterhin unterstützt werden, bis im Alltag der lokalen Bevölkerungen konkrete Verbesserungen erreicht sind. Um die Arbeit zu unterstützen, benötigt Nouvelle Planète einen Betrag von CHF 8000. Damit kann eine Fläche von 150'000 ha, also etwa die Fläche des Schweizerischen Nationalparks, überwacht werden. Sie können dieses Projekt unterstützen, indem Sie Umwelt-Überwachung auf Ihren Einzahlungsschein schreiben und Amazonasgebiet ankreuzen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Aurélien Stoll und Jeremy Narby