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14.3.2015 20.30 Uhr Oper der Batwa im Volkshaus Zürich
Die Batwa werden oft als unsichtbare oder vergessene Gruppe, als „peuple invisible ou oublié“, bezeichnet und dies nicht nur, weil sie in Ruanda weniger als ein Prozent der Bevölkerung ausmachen, sondern auch, weil sie in der Vergangenheit vielfach einer starken Stigmatisierung ausgesetzt waren. Gleichzeitig zeugen sie von einem einmaligen Reichtum an musikalischem und künstlerischem Können. Während der Zeit der ruandischen Monarchie waren sie angesehene Künstler am Hofe der Könige (mwami auf kinyarwanda, der ruandischen Landessprache). Viele von ihnen spielten in der Gruppe von Musikern und Tänzer Ishyaka und einer unter ihnen, namens Bashyeta wurde im 18. Jahrhundert vom mwami Cyirima II in Würdigung seines Talentes gar in den engen Kreis seiner Vertrauten aufgenommen.
Bis heute inspirieren sich die grossen Stars in Ruanda am musikalischen Erbe der Batwa. Massamba Intore sagt dazu: « La polyphonie des Batwa est le berceau de la musique rwandaise. Je m’inspire toujours de leur musique et leur technique ».
Mit der Oper der Batwa sind Batwa-Musiker selber auf der Bühne. Ihre Musik entführt Sie in eine einmalige mythische Welt und verzaubert Sie mit den Gesängen intwatwa, begleitet von den ingomba Trommeln, inanga (die ruandische Laute), ikembe (ein Lamellaphone) und der ikondera, eine Flöte mit Horn, die insbesondere von den Batwa gespielt wird.
transpoesis.ch
14.3.2015 20.30 Uhr Oper der Batwa im Volkshaus Zürich