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Der Gelehrte kam eines Tages in eine Stadt. Es war ein heisser Tag gewesen, und er war viele Meilen weit gelaufen. Zu dieser Zeit gab es keine Verkehrsmittel. Er war müde und lief ganz langsam entlang der Stadtmauer. Hier gewahrte er den Tod, der im Schatten an der Stadtmauer lehnte. Zunächst meinte er zu halluzinieren, doch so sehr er auch seine Augen rieb, der Tod blieb trotzdem da sitzen.
Da ging er zu ihm hin und sprach:
„Was suchst Du hier?“ Der Tod schaute ihn an und sprach mit ruhiger Stimme: „Ich werde heute Abend in die Stadt hinein gehen und mir hundert Menschen holen.“ Als der Gelehrte das hörte, rannte er hysterisch in die Stadt hinein und schrie unaufhörlich: „Der Tod ist auf dem Weg hier in die Stadt und will sich hundert Menschen holen!“
Alle Menschen dort bekamen es mit der Angst zu tun und schlossen sich in ihre Häuser ein. Es gab auch noch andere eher unsinnige Vorkehrungen, wie sie dem Tod entkommen könnten. Die Zeit verging, und viele Menschen waren gestorben. Als der Gelehrte die Stadt verließ, traf er wieder den Tod, der an der Stadtmauer angelehnt sass.
Wütend lief er auf den Tod zu und schrie diesen an:
„Du erbärmlicher Lügner! Du hast mir erzählt, du wolltest 100 Menschen holen, und jetzt sind mehr als 10000 tot.“
Da erhob sich der Tod und schaute dem Gelehrten direkt in die Augen und sprach: „Ich habe mir 100 Menschen geholt: Alte, Schwache und Kranke. Die anderen hat die ANGST getötet und die hast Du in der Stadt verbreitet.“
Unbekannter Autor
Aus der Erinnerung frei erzählt.
Viel Gesundheit, viel Mut, viel Durchhaltekraft, viel Liebe und immer wieder einmal in die Natur gehen. Der Frühling, die Sonne, die Vögel, sie kümmern sich nur um das Jetzt und blühen, scheinen und zwitschern.
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Tags: Angst, Corona, Cornavirus, Mut, Hoffnung, Verbundenheit, Zuversicht Liebe , gemeinsam schaffen wir das,
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