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Laut Bauernregel wird es zwischen dem 11. und 15. Mai noch mal richtig kalt, das sind die Tage der Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der Kalten Sophie. Moderne Meteorologen erklären die für die Saison typischen Kälteeinbrüche so: Ab Anfang Mai seien die Temperaturen auf dem europäischen Kontinent schon recht warm. Das Meer erwärme sich aber langsamer – es kommt zu Temperaturdifferenzen zwischen Festland und Ozean, und es entstehen Tiefdruckgebiete. Die warmen Luftmassen des Festlands ziehen nach Norden, es wird kalte Luft aus den Polargebieten aufs Festland gedrückt. Da sich die Bauernregeln auf den Julianischen Kalender beziehen, haben sich seit der Gregorianischen Kalenderreform 1582 die Daten aber eigentlich verschoben. So gesehen beginnen die Eisheiligen erst am 19. Mai, die Kalte Sophie fällt auf den 23. Mai.