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Die Zyprer müssen in einer Stichwahl am kommenden Sonntag über ihren neuen Präsidenten entscheiden. Der amtierende konservative Präsident Nikos Anastasiades verfehlte die absolute Mehrheit.
In der ersten Runde der Präsidentenwahl an diesem Sonntag setzte sich laut einer ersten Prognose Anastasiades klar gegen seine Mitbewerber durch, er verfehlte aber die notwendige absolute Mehrheit.
Nach Zahlen des staatlichen zyprischen Fernsehens (RIK) vom Sonntag unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale kam er auf 38 bis 42 Prozent der Stimmen. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die Prognosen privater zyprischer Fernsehsender.
Das Rennen um den zweiten Platz und damit den Einzug in die Stichwahl scheint der Kandidat der Linken, Stavros Malas mit etwa 27 bis 31 Prozent zu gewinnen. Dritter wäre den Prognosen zufolge der Vertreter des politischen Zentrums, Nikolas Papadopoulos. Mit aussagekräftigen Ergebnissen auf Grund von ausgezählten Stimmen wurde am frühen Sonntagabend gerechnet.
Gewählt wird nur im griechisch-zyprischen Südteil der Insel. Der türkisch-zyprische Norden nimmt nicht teil. Die drittgrösste Mittelmeerinsel ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt. Zahlreiche Vermittlungen der Vereinten Nationen (Uno) zur Überwindung der Teilung sind bisher gescheitert. (sda/dpa)