Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03291.jsonl.gz/1147

Gegenüber der WirtschaftsWoche betonte Minister Scholz Ende letzter Woche, dass eine digitale Währung gut für den Finanzplatz Europa sowie die Integration in das Weltfinanzsystem wäre.
«Das Feld für digitale Währungen soll nicht China, Russland, den USA oder gar privaten Anbietern überlassen werden», so Scholz weiter. Private Anbieter, wie Facebook über seine Libra Association, haben in der jüngsten Vergangenheit bereits angekündigt eine eigene digitale Währung zu lancieren.
Bereits im September hat Deutschland ausserdem eine Blockchain-Strategie veröffentlicht, welche verhindern soll, dass parallele Währungen im Land ausgegeben werden. Scholz äusserte sich damals dazu wie folgt: "Ein Kernelement der staatlichen Souveränität ist die Ausgabe einer Währung. Wir werden diese Aufgabe nicht privaten Unternehmen überlassen."
Amerikanische Repräsentanten fordern einen digitalen Dollar
Auch aus anderen Nationen werden immer wieder befürwortende Stimmen nach digitalen Währungen laut, so haben erst letzte Woche die Repräsentanten French Hill (R-Arkansas) und Bill Foster (D-Illinois) in einem offenen Brief die Idee eines digitalen Dollars gefordert. Das Schreiben der beiden Kongressabgeordneten richtete sich an die Federal Reserve, die Zentralbank des Landes.
Auch China bereitet eine eigene Digitalwährung vor
Chinas Zentralbank beispielsweise sei wohl «bereit», eine digitale Version ihres Währungsyuans noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres auf den Markt zu bringen. Bereits vor einigen Wochen sind zur Digitalwährung Chinas erste Gerüchte aufgekommen.