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Die Südseite der Anlage wurde durch einen tief eingeschnittenen Halsgraben (3) und durch einen mächtigen Erdwall (4) mit gemauertem Torgebäude geschützt. Das Torgebäude (5), zu dem eine steile Rampe (2) führte, bestand aus der Tordurchfahrt und zwei seitlichen Räumen. Ihre Fundamente wurden 1941 ausgegraben und konserviert. Im Vorgelände ( A ) südlich des Halsgrabens bestand ein kompliziertes System aus zusätzlichen Wallanlagen und Gräben (1). Sie erschwerten einem berittenen Angreifer die Durchquerung des Vorgeländes.
Innenüberbauung
Das Innenareal des Bürkli ist durch Gräben und Erdwälle in zwei Abschnitte unterteilt. Im Südabschnitt ( B ) stand ein grosses Gebäude (6) unbekannter Funktion. Ob in diesem Areal noch weitere Gebäude bestanden haben, muss beim heutigen Stand der Forschung offen bleiben. Der durch zwei Gräben (7) und Wälle (8) gesicherte Nordabschnitt ( C ) der Wehranlage war ursprünglich doppelt so gross wie heute. Seine Westhälfte ist der Erosion durch den Rhein zum Opfer gefallen. Im Zentrum der Kernburg stand ein Turm (9), der vor langer Zeit durch Unterspülung in den Rhein abgestürzt ist. Dieser Turm könnte zur spätrömischen Grenzbefestigung gehört haben und diente vermutlich im Mittelalter einer Adelsfamilie als Wohnsitz.
Zeitstellung und Funktion
Ausgehend von den aufwendigen Befestigungsanlagen aus gestaffelt angelegten Erdwällen und Gräben, die für Wehranlagen des Frühmittelalters und besonders des 10. Jahrhunderts typisch sind, dürfte das Bürkli in die Zeit der Ungareneinfälle von 917 und 925 zu datieren sein. Damals suchte die bedrohte Bevölkerung vor den kriegerischen Reiterhorden in Fluchtburgen Schutz. Die Zweiteilung der Anlage in Kern- und Vorburg weist zudem auf einen frühen Adelssitz hin. Als Bewohner der Kernburg kommt für das 10. Jahrhundert am ehesten eine Grafenfamilie in Betracht.