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Wie jedes Jahr wartete der höchst temperamentvolle Architekt aus Martigny auch heuer mit aufsehenerregenden Neuerungen auf. So kündete Christian Constantin vor einigen Monaten an, einen erneuten Anlauf zu starten, um die Olympischen Spiele ins Wallis zu holen – ungeachtet der doppelten Abfuhr, die sein Heimatkanton bereits 2002 und 2006 erlitten hatte. Und so begründet der 59-Jährige seine ambitiösen Pläne für eine gemeinsame Kandidatur von Lausanne und Sitten: «In beiden Kantonen haben die Berggebiete mit demselben Problem zu kämpfen: der Erosion des Alpentourismus. Dem kann nur mit einem Grossprojekt Abhilfe geschaffen werden! Durch den Ausbau des Strassennetzes und der Infrastrukturen rückten das Unterland und die Bergregionen näher zusammen, was für diese Kandidatur spricht.»
Um für sein Vorhaben mehr Befürworter zu mobilisieren, appelliert der Präsident des FC Sion an den Heimatstolz: «Auch wollen wir gegen das Projekt von Zürich und Graubünden gewinnen. Und damit können es nur die Walliser Alpen aufnehmen.» Nicht wenige seiner Mitbürger meinen allerdings, dass CC, wie er auch genannt wird, ganz andere Pläne verfolge. So erwarb er das Gelände der ehemaligen Tamoil-Raffinerie in Collombey. Dort will er eine Stadt für 20 000 Bewohner aus dem Boden stampfen. Bleibt das grosse Problem des Umzonungsprozesses. Und um diesen zu beschleunigen, stellt der clevere Immobilienentwickler den Politikern in Aussicht, dort 2026 die Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 unterzubringen.
(Stand: Dezember 2016)