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Der Einfluss von Zuckern auf unseren Stoffwechsel oder: Glykonährstoffe beeinflussen fast alle Funktionen des menschlichen Körpers positiv, insbesondere das Immunsystem. Das aus dem Griechischen stammende Wort "Glyko" bedeutet "süss". Ein "Glykonährstoff" ist somit ein "süsser Nährstoff". Glykonährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten bzw. leiten deren Heilung ein, wie z. B. bei Krebs-, Autoimmunerkrankungen, neurologischen Störungen sowie chronischen oder wiederkehrenden Infektionen.
Wir kennen Einfachzucker (Monosaccharide) und Mehrfachzucker (Polysaccharide). Die Mehrfachzucker sind Kohlenhydrate, die aus einer grossen Anzahl Monosacchariden, also Einfachzuckern (mindestens
10) bestehen. Polysaccharide sind zum Beispiel Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose.
Einzelzucker / Monosaccharide wie Glucose, Fructose oder Galactose sind die für uns bekanntesten Zucker. Sie dienen dem menschlichen Organismus als Energieträger aber auch als Bausteine für die Zellstruktur. Jede Zuckerart hat einen direkten oder indirekten Einfluss auf unsere Stoffwechselprozesse. Die oben genannten Monosaccharide stellen allerdings nur einen Bruchteil der vielfältigen Zuckerquellen dar, die an unseren Stoffwechselfunktionen beteiligt sind.
Ein Mitteleuropäer nimmt täglich 140-150g Zucker zu sich. Bereits 50g Zucker können die Leistung unseres Immunsystems für mehrere Stunden um bis zu 50% reduzieren. Dieser negative Einfluss entsteht vor allem dadurch, dass der raffinierte Zucker ein sogenannter "toter" Zucker ist, der keinerlei "Vitalstoffe" für den Zuckerstoffwechsel mitliefern kann. Der Organismus muss diese fehlenden Stoffe aus eigenen Depots mobilisieren und dem Zuckerstoffwechsel zur Verfügung stellen. Das bedingt, dass diese Stoffe unter anderem dem Immunsystem für Immunreaktionen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ein agiler Stoffwechsel verändert durch den Zuckerstoffwechsel die unterschiedlichsten Zuckerarten und produziert so die Grundlage für die Energiegewinnung und für viele weitere Prozesse.
Die Funktionen des Organismus sind von der Zufuhr bestimmter Zucker abhängig. Es handelt sich teilweise um sogenannte essentielle Zucker, d.h. Zucker die zugeführt werden müssen, weil sie der
Körper nicht selbst herstellen kann. Somit bildet auch in diesem Falle eine Ernährung aus saisonalen und regionalen Nahrungsmitteln eine grundlegende Basis für die Gesunderhaltung des
Körpers.
Die konsequente Überlastung des Organismus mit einseitigen Zuckerarten bringt das fragile Stoffwechselsystem in Schwierigkeiten. Es entstehen Dysfunktionen. Bedingt durch die Minderversorgung des Körpers mit essentiellen Zuckern können gewisse Prozesse nicht mehr optimal ablaufen. Auf längere Zeit kann z.B. Diabetes mellitus entstehen, Entzündungsfaktoren können zunehmen. Botenstoffe wie Interleukin fördern dann weitere Entzündungsprozesse und so kann einseitige Zuckerzufuhr rheumatische Beschwerden, Herzkreislaufbeschwerden bis hin zu Krebs auslösen oder fördern.
Essentielle Zucker/Glykonährstoffe nehmen auch Einfluss auf die Protein (Eiweiss)- und Fettsäuren-Qualität in unserer Zellstruktur. Eine Verminderung derselben führt z.B. zur Schwächung unsers Bindegewebes. Ein direkter Zusammenhang mit einer erhöhten Verletzungsgefahr, einer schlechteren Regeneration oder Verminderung der Reparaturmöglichkeiten liegt auf der Hand.
Die Glykonährstoffe sind für unser Zellsystem, deren Kommunikation und für Milliarden von Prozessen von enormer Bedeutung. Kleine Abweichungen, für sehr kurze Zeit werden von einem intakten Organismus toleriert. Länger dauernde Veränderungen haben Auswirkungen auf Haut, Blutviskosität, Knorpelmasse, Gelenkkapseln, Sehnen, Muskelansätze und können zudem das Immunsystem massiv stören.
Glykonährstoffe sollten nicht isoliert und in grossen Mengen verzehrt werden. Ihre Wirkungsweise sind bereits in sehr kleinen natürlichen Mengen enorm und ähnlich wie bei Hormonen!