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Die Behandlung mit Pulveraktivkohle (PAK) ist neben der Ozonierung eine weitere technische Möglichkeit Spurenstoffe zu eliminieren. Der Einsatz von PAK benötigt je nach Einsatzort auf der Kläranlage (zum Beispiel als separate Behandlungsstufe für den Ablauf der Nachklärung) jedoch zusätzliche bauliche Infrastrukturen, um die PAK mit dem biologisch gereinigten Abwasser in Kontakt zu bringen und im Weiteren effektiv zurückzuhalten. Vor diesem Hintergrund gibt es Überlegungen die PAK kombiniert mit Flockungsmittel direkt vor vorhandene Sandfiltrationen zu dosieren. Oftmals ist der Feststoffabtrieb aus den Nachklärungen bei guten Belebtschlammabsetzeigenschaften gering, so dass der Sandfilter mit einer zusätzlichen Feststofffracht -bestehend aus PAK und Fällungsprodukten -beaufschlagt werden könnte. Durch die Verweilzeit der PAK im Filtermedium kann ggf. eine hinreichende Sorption der Spurenstoffe erfolgen.
Da es in diesen Zusammenhang wenige bis keine Erfahrungen gibt, insbesondere zum Rückhaltevermögen von PAK durch den Sandfilter und zum Sorptionsverhalten im Filter, wurden im 2008 auf der Kläranlage Kloten/Opfikon und an der Eawag entsprechende Versuche zur PAK-Dosierung durchgeführt. Da die Ergebnisse einige neue Fragestellungen aufgeworfen haben, sollen diese Versuche durch ein umfangreiches Zusatzprogramm an der Eawag und ggf. auch erneut grosstechnisch auf der Kläranlage Kloten/Opfikon ergänzt werden.
Da das vorgestellte Projekt thematisch sehr stark mit dem Bafu-Projekt „Einsatz von PAK zur Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser“ im Rahmen des nationalen Micropoll-Projektes verlinkt ist, sind die Arbeiten im Themengebiet eng aufeinander abgestimmt.