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Die Idee für die Gründung eines neuen Clubs ist wohl irgendwann um die Jahrtausendwende auf dem Reisbrett rotarischer Strategen entstanden. Exponenten der Rotary Clubs Oberer Zürichsee, Linthebene, Schönenberg, und Au am Zürichsee, Thalwil, Zürich-Knonaueramt und Zürich-Sihltal haben mit dem Gründungsspezialisten und –mentoren des Distrikts, PDG Heinz Kindlimann, damals von einem neuen Club im Raum «Höfe/Wollerau» gesprochen. Der Durchbruch wurde mit der Aufhebung der Gebietsgrenzen der jeweiligen Clubs geschafft. Die Bahn war frei für die Arbeit des Sondervertreters, Rot. Heiner Oechslin, RC Oberer Zürichsee, der im Sommer 2002 seine Arbeit als Gründungsgötti aufnahm. Unter seiner Leitung fand am 1. Juli 2002 die erste Sitzung mit einigen wenigen Frischlingen in der Landwirtschaftsschule Pfäffikon statt. Die sogenannte Kerngruppe (bestehend aus Barbara Ludwig, Claudia Hendry, Bruno Kuhn, Ueli Schück, Felix Nöthiger und dem Chronisten) lernte in den folgenden Abenden vieles über rotarische Gepflogenheiten kennen. So stand immer wieder das Wort „Präsenz“ im Raum; es war von Gemein- und Jugenddienst die Rede und es wurde instruiert, dass die Versammlungen sorgfältig zu protokollieren seien. Am 18. September 2002 hatte der Rotary Club «Höfe/Wollerau» zum ersten Mal Besuch von DG Remo Hediger, der vor kleiner Runde das Wesen von Rotary erläuterte und pries. Eine Herausforderung der besonderen Art war die Findung eines geeigneten Namens für den neu gegründeten Club. Für die Mitglieder war schnell klar, dass es nur „Ufenau“ sein könnte, wurden doch Ortschaftsnamen der verschiedenen umliegenden Dörfer dem überregionalen Charakter des Clubs nicht gerecht und fehlte ihnen auch der emotionale Bezug. Der Name der grössten (!) Insel der Schweiz – Ufenau – als regionales, kulturelles, historisches und nicht zuletzt auch «herzmässiges» Zentrum war vielmehr geeignet, den Spirit des Clubs zu umschreiben. Es erforderte allerdings die Intervention sämtlicher dem Club wohlgesinnter Amtsträger, um diesen Namen gegenüber dem Büro Zürich und Evanston durchzusetzen, da dem Namen Ufenau der Makel anhaftete, keine Ortsbezeichnung zu sein. Diese Bedenken konnten derart überzeugend ausgeräumt werden, dass der Antwortbrief des Weltpräsidenten an den Chronisten mit „lieber Präsident, liebe Bewohnerinnen und Bewohner von Ufenau“ eingeleitet wurde... Es folgte die ebenfalls anspruchsvolle Aufgabe der Suche nach einem oder mehrerer für unsere Zwecke geeigneten Clublokalitäten. Nach zahlreichen Gesprächen, Testessen, Umfragen, Offerten, viel Gespür und menschlichster Vermittlungsarbeit definierte der Club eine Kombination aus Hotel Panorama und dem altehrwürdigen Leutschenhaus in Freienbach, das sich im Besitz des Klosters Einsiedeln befindet. Einer der nachhaltigsten Beschlüsse des noch jungen Clubs war die Einführung eines Frühstücks (um 0645!) und des Präsenzaperos (honni soit qui mal y pense). Die beiden Gefässe haben sich bis heute mit guter Präsenz halten können. Nach einer gelungenen Gründungsfeier am 11. Dezember 2002 im Leutschen begann für die 22 Gründungsmitglieder der rotarische „Alltag“. Unsere Delegationen besuchten die Distriktskonferenz in Vaduz, übten sich im Golfspiel, dem Curling oder der Teilnahme an Regionentreffs. Mit der würdigen Charterfeier vom 28.6.2003 im Landgasthof Au mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand das rotarische Geburtsjahr einen krönenden Abschluss. In den Folgejahren wurde der junge Club von Barbara Ludwig (03/04), Eugen Vigini (04/05), Gisela Müller (05/06), Ernst Haas (06/07) und Claudia Hendry (07/08) präsidiert und weiterentwickelt. Im Archiv habe ich einen Artikel im Höfner vom 13.12.2002 ausgegraben, den wir mit freundlicher Mitwirkung von Philipp Theiler haben platzieren können. Beachtenswert ist das Foto mit den Gründungsmitgliedern, wie sie eben damals vor knapp 20 Jahren ausgesehen haben.
Andreas Schubarth, Chronist und Gründungspräsident
Zollikon, 8. Januar 2021