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Das ist mal eine Ansage: Äthiopiens Regierungsvertreter, Bürger und Umweltinitiativen haben am Montag laut eigenen Angaben innerhalb von zwölf Stunden Setzlinge für mehr als 350 Millionen Bäume gepflanzt.
Die Aktion in Äthiopien fand an rund 1000 Orten in dem ostafrikanischen Land statt. Sie ist Teil der Initiative «Green Legacy Initiative» gegen die Abholzung von Wäldern.
Premierminister Abiy Ahmed verbreitete Bilder der Pflanzaktion auf Twitter:
Die Pflanzoffensive ist noch nicht vorbei. Laut der BBC will die äthiopische Regierung insgesamt vier Milliarden Bäume pflanzen. In den Staatsmedien würden Werbespots laufen, die die Menschen dazu aufrufen, sich um die Bäume zu kümmern.
Der Anteil der von Wäldern bedeckten Fläche in Äthiopien schrumpfte während des 20. Jahrhunderts von 35 Prozent auf nur noch vier Prozent in 2000er Jahren, wie die BBC unter Berufung auf die Vereinten Nationen berichtet.
Laut dem britischen Sender gibt es aber auch Kritik an der Aktion. Präsident Abiy wolle mit der Initiative von den Problemen im eigenen Land ablenken. Dazu gehören ethnische Spannungen, die 1.5 Millionen Äthiopier zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht hatten.
(ll)