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Ein ganz besonderes Erlebnis war meine Auftrittsreise durch 4 Kontinente. Alles in einem Jahr. Das war aufregend.
Ich hatte viele Auftritte vor vielen Leuten, die Deutsch lernen oder schon können. Ich war in 7 Ländern. In den USA und in Kanada (Nordamerika), in Ecuador (Südamerika), in Estland, Lettland und Litauen (genannt Baltikum, und das ist in Europa) und in Indien (Asien). Ich trat in Grundschulen, in Highschools, Universitäten, Literaturclubs und Goethe-Instituten auf. Vor Kindern, Jugendlichen, StudentInnen und anderen Erwachsenen.
USA und Canada in Nordamerika
Diese Fotos zeigen meinen Auftritt vor großem Publikum in der Deutschen Schule in Washington, USA.
Diese Schulbusse sind überall in Nord- und Südamerika, ja sogar in indien auf den Straßen zu sehen. Damit werden die Schüler und Schülerinnen zu den Schulen und von dort wieder nach Hause oder zu Schulausflügen gefahren.
Wolkenkratzer wie Sand am Meer. Riesige Städte.
Und dieser Platz, der Columbus Drive, mit den vielen gelben Cabs (Taxis), befindet sich in New York.
Das also war Nordamerika! Kanada war auch super, mit Montréal, Toronto und Ottawa. Leider kann ich euch nicht alles zeigen, sonst wird dieser Brief endlos lang.
Ecuador in Südamerika
Die nächste Station meiner Leseweltreise war Ecuador in Südamerika. Hier wird nicht Englisch gesprochen, wie in den USA und Kanada (das auch noch Französisch zu bieten hat), sondern Spanisch.
Ecuador liegt, wie der Name sagt, auf dem Äquator. Die Äquatorlinie trennt die Erdkugel in eine Nord- und eine Südhälfte.
Da stehe ich. Mit einem Bein auf der Südhälfte und mit dem anderen Bein auf der Nordhälfte.
Quito, die Hauptstadt Ecuadors, liegt auf 2800 Metern Höhe.
Hier seht ihr mich in der Aula der Deutschen Schule in Quito. Es sind vor allem einheimische Kinder, die hier zur Schule gehen. Deutsch lernen sie erst von der 5. Klasse an. Damit alle möglichst viel verstehen, konnten sie die Geschichten auf der grossen Leinwand mitlesen. Oder die Songs und Bilder halfen zum Verständnis. Und zum Teil wurde auch simultan übersetzt.
Diese Deutsche Schule befindet sich in Guayaquil, am Meer. Da ist es, im Gegensatz zu den Städten in den Bergen, tropisch heiss.
Diese Kinder haben mir ein Flöten-Ständchen gebracht.
In Guayaquil laufen die Leguane frei herum. Und landen nicht selten in den Bratpfannen!
Das war also Ecuador.
Baltikum: Estland, Lettland, Litauen in Europa
Danach reiste ich ins Baltikum. Die Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben eigentlich gar nicht so viel gemeinsam. Weder die Sprachen noch die Religionen. Auch diese Länder sind wunderbar. Und wieder ganz anders als alles zuvor.
Die erste Station war Riga, die Hauptstadt Lettlands. Hier gibt es noch viele russische Schulen.
Hier seht ihr Kinder einer solchen Schule. Sie sprechen Russisch als Muttersprache, lernen Estnisch, die Landessprache, als 1. und Deutsch als 2. Fremdsprache. Sie kamen zu meinem Auftritt ins Goethe-Institut. Deutsche Goethe-Kultur-Institute gibt es weltweit.
Wer heiratet, hängt ein Schloss hier ans Brückengeländer in Riga. Die Ehe soll halten!
In Riga gibt es den schönsten Jugendstil. Das ist der Baustil Ende des 19. /Anfangs des 20. Jahrhunderts. Viele prächtige Häuser.
In Litauen sind viele Leute sehr religiös. Und es gibt die wunderbarsten katholischen Barockkirchen. Die Kirchen sind immer voll am Sonntag.
Tallinn, die Hauptstadt Estlands, ist eine eindrückliche Stadt. Mit einer intakten mittelalterlichen Altstadt und einem modernenTeil. Hinten seht Ihr das Meer. Estland ist das nördlichste baltische Land und liegt am finnischen Meerbusen. Von Tallinn kann man mit der schnellen Fähre in 2 Stunden in Helsinki (Finnland) sein.
Ich bin in Tallinn in der Nationalbibliothek aufgetreten.
In dieser monumentalen Bibliothek, in der man kein Buch ausleihen darf, nur dort lesen, gibt es einen Schweizer Lesesaal. Und auch einen Deutschen und Österreichischen.
Hier zeigt mir die Leiterin dieser Lesesäle, welche Schweizer AutorInnen schon hier zu Gast waren.
Nach meinem Auftritt besehen sich die Leute meine Werke.
Das war das Baltikum.
Indien in Asien
Und nun Aufbruch zur letzten Station meiner Leseweltreise.
Indien! Was für ein Land! Das Land der grössmöglichen Gegensätze. Ein farbenprächtiges Märchenland voller fantastischer Kulturen einerseits. Für die Mehrheit der sehr armen Bevölkerung aber auch ein Land ohne Möglichkei,t der Armut je zu entkommen. 1 Milliarde Menschen leben in Indien. Das ist ein Sechstel der Weltbevölkerung. Und das ist fast nicht vorstellbar.
Diese fröhlichen Kinder waren gerne bereit für ein Foto. Ich traf sie im Viertel, wo die Künstler wohnen, die Figuren aus Lehm für die unzähligen heiligen Feste der Inder modellieren.
Diesen Elefanten und die Moschee habe ich aus dem Taxi aufgenommen.
Ich trat unter anderem auch in der Katha-Schule in New Delhi auf. Das ist eine gemeinnützige Schule für Kinder, die sonst keine Möglichkeit auf Schulbildung hätten.
Es gibt Schüler, die konnten erst im Jugendalter zur Schule gehen. Dann müssen sie erst einmal Englisch lernen. Diese Sprache haben die Engländer als Kolonialherren nach Indien gebracht. In der Katha-Schule spricht niemand Deutsch. Und so habe ich denn mein ganzes Programm auf Englisch gemacht. Eine Lehrerin hat gleichzeitig auf Hindi übersetzt.
Die Schule befindet sich an dieser Strasse. Die Kinder wohnen in diesem Slum-Viertel:
Das war sie, meine Leseweltreise 07. Das heisst, die ferneren Stationen davon. Dazwischen, vor erneuten Abreisen, war ich auch immer wieder in den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz unterwegs. Es war ein Jahr, das ich nie, nie vergessen werde. Ich bin sehr dankbar für all die Erfahrungen, die ich machen durfte.
Und ihr? Was macht ihr so? Wohin reist ihr, was lest ihr, was schreibt ihr? Was erlebt ihr? Im Traum, im Wachen und in der Fantasie?
Ich freue mich auf euch. Auf ein Wiedersehen oder auf ein erstes Kennenlernen. Irgendwo, in einem Buch, nach einer Show von mir oder wo auch immer.
Eure

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