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Gasparotto hatte nicht zu den ersten Sieganwärtern gezählt, obwohl er das Rennen bereits einmal für sich entschieden hatte. Vielmehr düpierte er die Favoriten mit einem Angriff zum richtigen Zeitpunkt. Am Cauberg, der berühmten 900 m langen Rampe gut 2 km vor dem Ziel, stellte der 34-Jährige den ausgerissenen Belgier Tim Wellens. Und weil die Topfahrer zögerten, zog der italienische Routinier seinen Angriff gleich durch.
Als einziger vermochte Valgren zu folgen. Dem Rest blieb der Sprint um Platz 3, den mit Gasparottos Landsmann Sonny Colbrelli, dem Sieger des GP Lugano, ebenfalls ein Aussenseiter für sich entschied. Vor vier Jahren war Gasparotto noch für Astana gefahren. Mittlerweile steht er in Diensten der zweitklassigen Equipe Wanty-Groupe Goubert, die nur dank einer Wildcard antreten durfte. Den Sieg widmete er seinem vor drei Wochen bei Gent – Wevelgem nach einem Sturz verstorbenen Teamkollegen Antoine Demoitié.
Den Topteams blieb nur das Nachsehen. Der Pole Michal Kwiatkowski und der Belgier Philippe Gilbert, die Sieger der letzten beiden Austragungen, fielen schon früh aus der Entscheidung. Auch Roman Kreuziger, der Sieger von 2013, kam mit seinem Angriff acht Kilometer vor dem Ziel nicht weg.
Ebenfalls unbelohnt blieb der Effort von Michael Albasini und seinem Team Orica GreenEdge. Nicht zuletzt dank Albasinis Tempoarbeit hatte das Feld 14 km vor dem Ziel die Spitzengruppe des Tages gestellt. Aber seine Teamkollegen vermochten die Vorarbeit des Thurgauers nicht zu belohnen. Teamleader Michael Matthews musste mit Platz 5 Vorlieb nehmen.
(SDA)