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Der Verwaltungsrat der SRG SSR verurteile die Belästigungen und Persönlichkeitsverletzungen aufs Schärfste, hält RSI in einem am Mittwochnachmittag verschickten Schreiben fest. Das Unternehmen kündigt eine Untersuchung durch eine externe Stelle an.
Derweil stellt die Mediengewerkschaft SSM weitere Forderungen. Schuldige sollen sanktioniert werden, sagte Rolando Lepori vom SSM-Sekretariat Tessin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ausserdem brauche RSI ein neues Reglement, das Mitarbeitende besser schützt und die Firmenkultur nachhaltig verändert. Wir möchten vermeiden, dass Schuldige zwar erkannt, aber nicht sanktioniert werden, erklärte Lepori.
Auch die bereits bestehenden internen Instrumente zur Bekämpfung von Belästigung und Mobbing sollen überprüft werden, wie es im Communiqué weiter heisst. Falls nötig, würden diese verbessert oder um weitere Instrumente und Massnahmen ergänzt.
RSI wolle sich in den nächsten Tagen mit der Mediengewerkschaft SSM auf eine unabhängige und unparteiische Stelle einigen. Diese solle die eingegangenen Beschwerden analysieren sowie die Untersuchung der einzelnen Fälle leiten.
Bis Mittwochabend gingen bei der SSM 32 Beschwerden von RSI-Mitarbeitenden ein. Rund die Hälfte von ihnen betreffe Mobbing. Bei der anderen Hälfte der Fälle handle es sich um Belästigung, darunter sexuelle Belästigung und Persönlichkeitsverletzung, resümierte Lepori.
(sda)