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- Bist du demütig dem Leben gegenüber? Oder in einer Anspruchshaltung?
- Welche Gefühle weckt das Wort «Demut» in dir?
- Was ist dein Beitrag?
Demut meint ursprünglich die Gesinnung eines Dienenden. Es kommt vom Althochdeutschen "diomuoti" (dienstwillig). Es lässt sich weiter herunterbrechen in "dienen“ (dionōn) und „Mut“ (muot). Lassen wir jetzt mal die christliche Bedeutung zur Seite und schauen auf diesen ursprünglichen Wortsinn. Wo dienst du mit Mut?
Wir Menschen neigen dazu, Erwartungen an das Leben zu haben. Wir meinen, gewissen Dinge verdient zu haben wie Gesundheit, Glück, einen Partner oder eine Partnerin, genug finanzielle Mittel, eine schöne Wohnung, körperliche Schönheit, Intelligenz und was dir sonst noch in den Sinn kommt. Das ist durchaus verständlich und geht mir genauso. Ich will also etwas vom Leben haben. Doch sollte die Frage nicht vielmehr auch lauten, was verlangt das Leben von mir? Womit kann ich dem Leben dienen? Was wird gebraucht von mir? Welche Gabe habe ich zu verschenken? Wie sieht mein Beitrag aus?
Bei mir so:
Heute bekam ich Besuch vom Engel der Selbstliebe und Selbstfürsorge. Er zeigt sich mir fliederfarben. Sein Hinweis galt meinen Grenzen und meiner Hartnäckigkeit. Er liess mir das Wort «Demut» da. Mein Wollen wird sich meinen Grenzen anpassen müssen. Dafür ist eine gewisse Demut nötig. Wie kann ich gleichwohl dem Leben dienen?
Und bei dir so?
Alles Liebe, Barbara