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Im 17. Jh. wird das Haus Mühlemoos gebaut.
1995/96 wird die Fassade im Stil des 17. Jhs. restauriert.
Auffallend ist das, im Vergleich zu den umliegenden Bauernhäusern, schwach geneigte Dach. Ein solches Dach wird Tätschdach genannt.
Das verbreitetste Bedachungsmaterial in dieser Gegend waren Schindeln. Diese wurden ursprünglich nicht angenagelt, sondern lose auf die Dachkonstruktion gelegt und mit sogenannten Schwarlatten und Schwarsteinen beschwert. Natürlich durfte ein solches Dach nicht zu steil sein, damit die Schindeln nicht herabrutschten.
Es ist jedoch nicht so, dass ein Tätschdach automatisch etwas über das Alter des Hauses aussagt. Man findet Tätschdächer auch an Häusern aus dem 19. Jahrhundert.