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In diesen Tagen lese ich den Bericht über den Tempelbau Salomos (1. Könige 6+7). Es ist ein Vorwärtskämpfen durch Materialien, Gewichts- und Grössenangaben (auf hebräisch…). Weshalb ist dies so minutiös aufgeschrieben?
- Eingeleitet wird der Abschnitt durch eine genaue Zeitangabe: 480 Jahre nach dem Auszug, im dritten Jahr von Salomos Herrschaft (1. Könige). Dies deutet auf einen wichtigen Einschnitt hin. Es wird nicht nur Israels Geschichte, sondern Heilsgeschichte geschrieben.
- Seit fast 500 Jahren hatte Gott sein auserwähltes Volk geleitet. In der Wüste hatten sie ihm auf Anweisungen hin ein transportables Heiligtum gebaut. Seit 400 Jahren waren sie sesshaft, und Jahwe weilte immer noch in seinem provisorischen Heiligtum. Er hatte Zion als Ort auserwählt, an dem er seinen Namen wohnen lassen würde (angekündigt schon in 5. Mose 12).
- Grosse Bauprojekte werden in der Regel gut dokumentiert. Es ist ein Ausdruck der Grösse eines Herrschers. Umso interessanter ist es zu lesen, wie der Herrscher von Himmel und Erde angebetet werden möchte.
- Es ist interessant sich auf Details zu achten: Die Steine wurden nicht auf der Baustelle behauen; Salomo baute 7 Jahre, an seinem eigenen Haus 13 Jahre; das Material stammt aus dem Ausland, ebenso Fachkräfte; Salomo richtete ein Fronarbeitssystem ein.