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Die Besessenheit auf Gold
Göran Larsson, Vorstandsmitglied der Grünliberalen Partei Zug über die Goldinitiative. «Wer verdient damit sein Geld?», fragt er sich in einem Leserbrief.
Die Goldinitiative verlangt, dass der Staat für 20 Prozent der Bilanzsumme der Nationalbank Gold einkauft (der heutige Wert wäre rund 65 Milliarden Franken), um es dann zu bunkern, der Wirtschaft zu entziehen.
Wer soll das bezahlen? Soll die Nationalbank Geld drucken oder der Bund die Steuern erhöhen?
Zudem gilt Gold als volatil. Das heisst, der Wert schwankt stark, (ich erinnere mich an den Rekordcrash im Frühjahr 13!). Soll die Nationalbank in so eine Anlage investieren, wo die meisten seriösen Anlageberater davon abraten?
Was ist denn überhaupt der Sinn des Nationalbankvermögens? Es ist fast zu simpel: Es dient ausschliesslich dazu, die Währung zu stabilisieren. Das heisst, wenn der Schweizer Franken im Wert sinkt, veräussert die Nationalbank einen Teil des Vermögens, um diesen stützen zu können, und wenn der Wert zu hoch ist, erhöht die Nationalbank die Bilanzsumme. Sie erinnern sich an den September 2011, als die Nationalbank durch die Anbindung des Frankens an den Euro die Schweiz vor einer verheerenden Wirtschaftskrise bewahren konnte. Das konnte sie nur, weil sie flexibel ist, was sie nicht mehr wäre, wenn sie 65 Milliarden für eine nicht stabile, dafür unverkäufliche, Anlage ausgeben müsste.
Alles spricht gegen diese absurde Initiative. Weshalb das Parlament diese wohl auch wuchtig ablehnt. Ich frage mich deshalb: wer hat eigentlich ein Interesse an dieser Initiative? Wer verdient damit sein Geld?
Die Besessenheit auf Gold hat die Wirtschaft immer massiv behindert. Ist es nicht gerade das, was wir NICHT wollen?! Deshalb ein klares NEIN zu dieser Initiative.
Göran Larsson, Zug
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