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Aufgrund ihrer guten Leistungen an der OL-EM in Schweden hatte die Richterswilerin Julia Gross vom Schweizer OL-Verband ein Aufgebot für die Teilnahme an zwei Weltcupläufen erhalten, die am vergangenen Wochenende bei Appenzell und in der Stadt St. Gallen ausgetragen wurden. Zwar freute sich Gross sehr auf ihre beiden ersten Weltcupeinsätze im eigenen Land, doch bei der Vorbereitung auf diese wichtigen Wettkämpfe musste die angehende Lehrerin wegen ihrer Ausbildung Kompromisse eingehen.
Sie verbrachte nämlich die drei letzten Wochen vor den Weltcupläufen in Schottland, wo sie im Rahmen ihres Studiums als Hilfslehrperson in einer Schule arbeitete. Trotz dieses Handicaps gelang ihr im steilen Gelände oberhalb von Appenzell ein ansprechender Lauf. Im Feld der 77 Athletinnen erreichte sie den 33. Rang und klassierte sich dabei unmittelbar vor ihrer Klubkollegin, der Norwegerin Ida Marie Naess Bjorgul, die nur zwei Sekunden länger als Gross unterwegs war.
Am Sonntagnachmittag starteten dann die vierzig weltbesten OL-Läuferinnen zu einem City-Sprint durch die Stadt St. Gallen, was für alle beteiligten Athletinnen ein ganz besonderes Erlebnis sein musste. Gross schrieb später in ihrem Blog von einer genialen Stimmung in der Zielarena. Die Richterswilerin absolvierte den anspruchsvollen Parcours, der in zwei Schlaufen quer durch die Innenstadt führte, in einer Zeit von 16:29 Minuten. Damit belegte sie schliesslich den 19. Platz und erhielt für diese Leistung 22 Weltcuppunkte.