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Philippe Jaroussky singt Rossi, Cavalli und Steffani
Philippe Jaroussky, Countertenor
Ensemble Artaserse
Luigi Rossi (1597–1653), L’Orfeo: Lamento d’Orfeo «Lasciate averno»
Marco Uccellini (1603–1680), Sinfonia quinta a cinque stromenti
Francesco Cavalli (1602–1676), Ormindo: Aria «Che città»
Pietro Antonio Cesti (1623–1669), Il Tito: Lamento di Polemone «Berenice»
Agostino Steffani (1654-1728), Alarico: Aria ciaccona «Gelosia, lasciami in pace»
Die einzigartige Stimme des Philippe Jaroussky
An der Seite des Ensemble Artaserse bietet der Franzose Philippe Jaroussky ein Programm mit ausdrucksstarken und virtuosen Werken dar, die aus grossen italienischen Opern der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen und seiner glasklaren Stimme besondere Geltung verschaffen. Jedes von Philippe Jarousskys Konzerten gestaltet sich durch die vollkommene Verschmelzung von Emotionen und Virtuosität, seiner Stimme und seines überaus ausdrucksstarken Gesichtsausdrucks zu einem Ereignis. Sein Repertoire hat eine aussergewöhnliche Spannbreite: vom Schwerpunkt Barock mit Oper und geistlicher Musik über französische Lieder bis hin zur zeitgenössischen Oper.
Dramatische Opern in Venedig
Mitte des 17. Jahrhunderts geniesst Pietro Antonio Cesti in Italien unter den Musikern seiner Generation einen Bekanntheitsgrad ohnegleichen. Mit seinen prunkvoll komponierten und orchestrierten Werken und den eingesetzten szenischen Mitteln stellt er das venezianische Opernschaffen der damaligen Zeit in den Schatten. Im Gegensatz zu Meistern wie Monteverdi vor ihm und Cesti nach ihm, setzt Francesco Cavalli in seinen Opern relativ kleine Orchester ein, um deren Anpassung an die noch begrenzten Mittel der öffentlichen Operntheater zu ermöglichen. Später wird er eingeladen, sein lyrisches Talent in Paris zu entfalten, wo seine Oper Ercole amante 1662 anlässlich der Hochzeit von König Louis XIV, im Louvre aufgeführt wird. Seine Opern zeichnen sich durch ihre dramatische Kraftentfaltung, ihre flüssige Komposition und einen burlesken Humor aus, der für die venezianische Oper charakteristisch ist.
Wandel von der Renaissance zur Barockmusik
Anfangs des 17. Jahrhunderts in Neapel ausgebildet, steht Luigi Rossi in Florenz bei den Medicis und in Rom bei Kardinal Barberini und später bei Papst Urban VIII. in Diensten. Er gilt als einer der Wegbereiter von Lully in Frankreich sowie von Cavalli und Cesti in Italien.Anlässlich einer Einladung an den französischen Hof im Jahr 1646 sorgt Luigi Rossi für Aufsehen, indem er im Auftrag von Kardinal Mazarin eine grosse italienische Oper komponiert. Es handelt sich dabei um Orfeo. Sein Werk markiert die Wende in der Musik von der italienischen Renaissance zu den Anfängen des Barock. Wie viele italienische Musiker aus der Zeit des Barock stellt Agostino Steffani sein Leben vorwiegend in den Dienst der deutschen Kurfürsten Steffani bereichert die italienische Musik mit Elementen der deutschen Musik und der französischen Musik. Lassen Sie sich von Philippe Jaroussky in die Opernwelt anführen.