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Geschichte des Areals der ARA STEIH
Zwischen 1947 und 1974 hat die ehemalige Firma Produits Chimiques Ugine Kuhlman auf dem Areal der ARA STEIH eine Produktionsstätte für Pestizide betrieben und dabei das Gelände mit Lindan kontaminiert. Die damalige Sandoz (heute: Novartis) hat das Gelände 1973 erworben, um eine Industriekläranlage zu errichten. Die STEIH S.a.r.l. war bis 2012 für den Betrieb der Abwasserwiederaufbereitungsanlage verantwortlich. Die Industrieabwässer, die vormals bei STEIH gereinigt wurden, werden heute in der Industriekläranlage ProRheno (ARA Chemie) in Basel wiederaufbereitet.
Das Areal des Unternehmens Produits Chimiques Ugine Kuhlman mit Lindan-Rückständen um 1972
Bereits 1972 haben die französischen Behörden auf dem Areal ein Grundwasser-Monitoring verordnet. 2011 und 2012 sind auf dem Gelände Altlasten-Erkundungsarbeiten (Bohrungen sowie Probennahmen und Analysen) durchgeführt worden, um das Ausmass der Verunreinigungen zu erfassen. Diese Erkundungen konnten im März 2012 abgeschlossen werden.
Luftaufnahme des Novartis Campus. Rot markiert ist das Areal des ehemaligen Hafen St. Johann, der im Rahmen des «Campus Plus» Projekts von Novartis umgebaut wird. Gelb eingezeichnet ist der Verlauf des Fuss- und Radwegs, der dem Rhein entlang über das Areal der heutigen Baustelle ARA STEIH bis zur Dreiländerbrücke führen wird. Über die endgültige Nutzung der Fläche (jetzt mit Bäumen und Grünflächen visualisiert) ist noch nicht definitiv entschieden.
Der Novartis Campus soll als optimales Umfeld für Innovation und Forschung mittelfristig Platz für 10 000 Mitarbeitende bieten. Novartis hat deshalb gemeinsam mit dem Kanton Basel das Projekt «Neunutzung Hafen St. Johann – Novartis Campus Plus» – kurz «Campus Plus» – entwickelt.
Das Projekt besteht aus mehreren Teilprojekten. Eines der wichtigsten ist der Verkauf des Hafenareals an Novartis. Die Verlegung der Hafenbetriebe ermöglicht die Erweiterung des Campus zum Rhein hin und die Neugestaltung einer Uferzone, von der auch die Bevölkerung profitieren wird. Ein weiteres wichtiges Projekt war die Integration der Hüningerstrasse ins Novartis-Werksareal.
Das Projekt bringt auch der Öffentlichkeit eine Reihe von Vorteilen: Die Bevölkerung erhält einen direkten Zugang zum Rhein von der Voltamatte her, entlang des Rheins entsteht eine öffentliche Fussgänger- und Veloverbindung und Novartis bietet der Stadt Areale für neuen Wohnraum an. Das Projekt ist also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: für Novartis, für Basel als Wirtschaftsstandort, für die Bevölkerung im Quartier und in der gesamten Region.