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Schaffhausen19. September 2010 | Von admin | Kategorie: Schaffhausen, Städteguide
Kanton: Schaffhausen
Bezirk: –
Plz.: 8200-8208
Schaffhausen ist mit seinen knapp 35.000 Einwohnern größte Stadt und zugleich Hauptort des gleichnamigen Kantons. Die rund 42 km² große Gemeinde liegt durchschnittlich auf einer Seehöhe von 400 m über dem Meeresspiegel.
Sehenswürdigkeiten
Kloster Allerheiligen:
Dieses wurde schon Mitte des 11. Jahrhunderts als Benediktinerkloster gegründet. Auf den Fundamenten des Vorgängerbaus wurde gegen Ende des 11. Jahrhunderts das heute noch bestehende Münster errichtet. Heute ist dieses der größte romanische Kirchenbau der Schweiz. Neben dem Münster gibt es noch weitere Kapellen in der Klosteranlage, die zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert entstanden sind. Im Jahr 1944 wurde Schaffhausen irrtümlich bombardiert, wobei auch das Kloster teilweise beschädigt wurde. Heute steht es unter Schutz der Eidgenossenschaft.
Museum zu Allerheiligen:
Dieses ist in der Klosteranlage von Allerheiligen untergebracht. Erbaut wurde es zwischen 1921 und 1938. Über Jahrzehnte hinweg wurden viele kunst- und kulturhistorische Sammlungen zusammengetragen denen man mit diesem Museum eine Unterkunft gegeben hat. Teilweise ist die Sammlung auch im ehemaligen Kloster selbst untergebracht. Die verschiedenen Ausstellungen befassen sich mit unterschiedlichen Themen wie Geschichte, Kunst oder Archäologie.
Haus zum Ritter:
Dieses wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Das Bürgerhaus hat auf der Fassade Malereien, die original in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts angebracht wurden. Um diese zu erhalten wurden sie 1935 abgelöst und ins Museum zu Allerheiligen gebracht, wo man sie heute bewundern kann. Aber auch am Haus selbst sind die Malereien neu entstanden. Die Originalmalereien gelten als die bedeutendsten Malereien aus der Renaissancezeit nördlich der Alpen.
Munot:
Die Burganlage mitten in der Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Heute gilt sie als eines der Wahrzeichen der Stadt. Zur Verteidigung musste sie nur einmal, nämlich 1799, dienen, als die Franzosen sich vor den Österreichern zurückzogen. Danach war sie zum Zwecke der Verteidigung eigentlich Bedeutungslos und wurde als Steinbruch benutzt. Die Anlage wäre verloren gewesen, wenn nicht ein Lehrer der Kantonsschule sich für den Erhalt der Burg eingesetzt hätte und sie auf diese Initiative hin wieder restauriert worden wäre. Heute dient die Anlage als Veranstaltungs- und Kulturzentrum.
Kirche St. Johann:
Die heute evangelische Kirche dürfte vermutlich schon rund um das Jahr 1000 entstanden sein. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie jedoch eine Vielzahl an stilistischen Änderungen. So ist heute die Außenfassade im gotischen Baustil gehalten und der Innenraum ist sowieso ein Stilmix der verschiedensten Kulturepochen. Vor rund 20 Jahren wurde sie zuletzt renoviert. In der Kirche werden nicht nur Messen abgehalten, sondern auch Konzerte.