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Im Herbst 2015 (16.11. bis 06.12.2015) verbrachte ich (Christian Roesti) zusammen mit meiner Freundin Susanne Felder drei Wochen in Äthiopien. Wir waren mit dem Chauffeur und Guide Mesfin von Nurgi Birding unterwegs. Hauptziel der Reise war es, die in Äthiopien typischen Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Dies waren unter anderen der Äthiopische Wolf, der Gelada und der Bartgeier. Im November hat es in Äthiopien eine grosse Anzahl paläarktischer und afrikanischer Zugvögel, die den Winter teilweise hier verbringen, oder auf dem Durchzug sind. So zum Beispiel Rotkehlpieper, Schafstelzen, Nonnensteinschmätzer, Isabell-Steinschmätzer, Gartenrotschwanz, viele Limikolen-Arten wie Teichwasserläufer, Flussuferläufer oder aber grössere Vögel wie Steppenadler, Steppenweihe und Kranich.
Vögel und Verschiedenes
Der grosse Vorteil von Äthiopien gegenüber anderen afrikanischen Ländern ist, dass man auch in Nationalparks frei herumgehen und das Auto jederzeit verlassen kann. Die Nationalparks sind im Gegensatz zu denjenigen in Südafrika oder Namibia nicht eingezäunt. So kann man sich auch in Nationalparks den kleineren Tieren widmen. Obwohl alle grossen Raubkatzen in den meisten äthiopischen Nationalparks vorkommen, sind sie durch den Menschen in Randgebiete verdrängt worden. Sie kommen in geringer Zahl vor und sind scheu, oft nachtaktiv und haben sich zum Teil in grössere, noch verbliebene Waldgebiete zurückgezogen. Auch werden die meisten Nationalparks täglich von grossen Rinder-, Schaf- und Ziegenherden beweidet, so dass die Huftiere wie Beisa Oryx oder die Südliche Grantgazelle in der Menge der Nutztiere untergehen. Es gibt kaum ein Ort, der nicht hoffnungslos überweidet ist und im staubtrockenen Rift Valley frägt man sich, was die Nutztiere in der Trockenzeit überhaupt zu fressen haben!
Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht unbedingt in Nationalparks unterwegs sein muss, um Tiere zu beobachten. Oft findet man grosse Vogelkonzentrationen unmittelbar im Siedlungsgebiet oder an Seenufer, wo viele Menschen ihre täglichen Geschäfte erledingen. Da den Vögeln in Äthiopien nicht oder nur gering nachgestellt wird, zeigen sie meist keine Scheu und die Fotodistanz ist entsprechend gering. Die scheuesten Vogelarten waren paläarktische Zugvögel wie der Nonnensteinschmätzer oder der Graureiher.
Geplante Natur- und Fotoreise zu den Insekten Äthiopiens 2017
Ziel ist es, im Winter 2017 (Januar bis Februar, Datum veränderlich, ca. drei Wochen Reisedauer) eine Reise mit maximal 6 Personen nach Äthiopien durchzuführen. Wer sich für eine solche Reise interessiert, soll sich bitte bei Christian Roesti melden. Es gibt neben Insekten und Vögeln eine Vielzahl anderer interessanter Tiere zu beobachten, z.B. Beisa Oryx, Serval, Äthiopischer Wolf, Gelada und Paviane. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Felsenkirchen von Lalibela zu besuchen. Ein Interesse an Vögeln ist von Vorteil, da diese in manchen Regionen dominieren und den Säugetieren und Insekten ganz klar die Show nehmen. Das Sanetti-Plateau liegt auf über 4000 m und wir sind oft in Höhen von rund 3000 m unterwegs. Aus diesem Grund sollte man die Höhe vertragen können.
Die definitive Route, das Datum und sämliche Details werden mit den interessierten Personen direkt abgesprochen.
Highlights einer Äthiopienreise:
- Bale Mountains NP mit Riesenlobelien, Äthiopischem Wolf und Bergnyala
- Simien Mountains NP mit dem Walia-Steinbock
- Debre Libanos mit den Geladas und Greifvögeln
- Awash Nationalpark und Aledeghi Plains mit der Arabertrappe
- Awassa mit den vielen Wasservögeln
- Bishangari Lodge am Lake Langano mit den vielen unterschiedlichen Lebensräumen
- Rift Valley Landschaft
- Felsenkirchen von Lalibela