Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/201029

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Rechtsgrundlagen für das Zulassungs- und Preissystem bei Medikamenten dahingehend anzupassen, dass im Bereich der Spezialitätenliste (SL) neben den Tagestherapiekosten auch die Kosten auf das gesamte Gesundheitssystem berücksichtigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass die Kosten für neue Arzneimittel aufgrund der zunehmend hohen Preise, längerer Therapiedauern, Kombinationen und Sequenzen von Arzneimitteltherapien in Verbindung mit hohen Prävalenzzahlen besorgniserregend ansteigen. Um das Kostenwachstum zu dämpfen, werden daher bereits heute auch vermehrt Preismodelle wie z. B. Volumenbegrenzungen (Festlegung eines maximal zu vergütenden Umsatzvolumens pro Jahr), Volumen-Preis-Modelle oder Capping-Modelle (Festlegung von maximal zu vergütenden Kosten pro Patient) bei der dann meist befristeten Aufnahme von neuen Arzneimitteln in die Spezialitätenliste umgesetzt. </p><p>Der Bundesrat erachtet die Umsetzung von Preismodellen auch in Zukunft als wichtiges Element zur Kostendämpfung im Arzneimittelbereich. Deshalb erwägt er im Rahmen des Kostendämpfungspakets 2, die Grundlagen für die Umsetzung solcher Preismodelle zu konkretisieren und zu festigen. Die Arbeiten dazu wurden aufgenommen, und die entsprechende Vernehmlassung soll im Jahr 2020 stattfinden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.