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Von Daniel Röttele (Grafik) und Thomas Angeli (Text)
BeobachterNatur 2/09
Kohlenstoff ist ein Hauptbaustein des Lebens. In einem ewigen Zyklus wird er gebunden, freigesetzt, erneut gebunden. Der unendliche Kreislauf beruht auf einem fragilen Gleichgewicht, das jetzt durch den Menschen aus dem Lot zu geraten droht.
Wo Leben ist, ist Kohlenstoff. Er ist Teil von Laubblättern, Plastikbechern, Zeitschriften und Motorenöl. Er steckt tief in der Erdkruste in Jahrmillionen alten Kohle- und Erdölsedimenten, und er schwebt unsichtbar fürs Auge in den Luftschichten der Atmosphäre. Das gesamte Kohlenstoffvorkommen wird auf 75 Millionen Gigatonnen* geschätzt.
Kohlenstoff hat keinen festen Platz, er zirkuliert. In einem ewigen Kreislauf werden Kohlenstoff und seine Verbindungen aufgenommen, verwertet, ausgeschieden, wieder aufgenommen. Die grosse Masse zirkuliert sehr langsam, im Verlauf von mehreren 100 Millionen Jahren. Selbst der kurzfristige Kohlenstoffkreislauf übersteigt jedoch die menschliche Vorstellungskraft: Knapp 800 Gigatonnen Kohlenstoff (800 Billionen Kilogramm) werden verschoben.