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Anisha wurde im 1997 geboren. Sie kommt aus einer sehr armen Familie, ihre Eltern sind Analphabeten und von hinduistischem Hintergrund.
Anisha lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder zusammen. Ihr Vater verdient seinen Lebensunterhalt durch das Spielen der „Chendai Melam“ – einer zylindrischen Doppelfelltrommel. Er gehört zu einer Gruppe von Männern, die mit verschiedenen Musikinstrumenten und Trommeln auf Hochzeiten, Beerdigungen und vor allem in hinduistischen Tempeln spielen. Zeitweise arbeitet er auch als Hindu–Priester, Wahrsager und Tempeltänzer. Anishas Mutter ist Hausfrau. Der Bruder von Anisha war ebenfalls im Projekt, hat sein Studium abgeschlossen und arbeitet nun als medizinischer Vertreter.
Unterkunft und Umgebung
Anisha ist in einer Zigeunersiedlung im Süden Indiens aufgewachsen. In dieser Siedlung lebten fast 400 Familien. In dem kleinen Haus der Familie gab es zwei Zimmer, aber kein Bad oder Toilette. Die Frauen und Mädchen mussten auf den Friedhof gehen, wenn sie zur Toilette mussten – das war besonders nachts sehr herausfordernd und auch gefährlich, da es in dieser Gegend viele Schlangen und gefährliche Insekten gibt.
Ausbildung und Arbeit
Anisha war von klein auf gut in der Schule, besonders in Mathematik war sie ausgezeichnet. Im Jahr 2014 schloss sie ihre schulische Ausbildung ab. Unser lokaler Partner hat das Mädchen in vielerlei Hinsicht unterstützt – dadurch war es ihr möglich, sich ihren Berufswunsch, Bauingenieurin, zu erfüllen. Sie machte ihren Bachelor in Bauingenieurwesen und ist nun Ingenieurin für Bauwesen. Ihre Eltern hätten sie, aufgrund ihrer schlechten finanziellen Situation, nicht unterstützen können.
Nach dem Studium arbeitete sie im Büro eines Baulagers und später als Beraterin in einer Baufirma. Leider musste sie diese Arbeit aufgrund einer schwierigen Situation aufgeben und ist nun auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Derzeit unterrichtet sie regelmässig die Projektkinder in ihrer Siedlung.
Anisha spielt gerne Volleyball, Carrom (ein indisches Brettspiel) oder geht eine Runde joggen. Sie ist sehr kreativ und bringt sich mit ihren Ideen bei der Gestaltung der Kinderwochen oder speziellen Programmen für die Projektkinder in ihrer Siedlung gerne ein.