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«Ich bin etwas emotional», sagte der 49-Jährige mit Tränen in den Augen: «Das macht etwas mit einem, wenn ein Freund leidet. Es ist eine harte Nacht. Er ist einer unserer besten Spieler und sogar ein noch besserer Mensch. All unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.»
Die Spieler konnten sich nicht vorstellen, schlafen zu können und dann Sonntagmorgen zum Spiel in den Bus zu steigen. Es war besser, es gleich zu machen.
Eriksen war beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland (0:1) kurz vor der Halbzeitpause kollabiert, inzwischen ist er laut der Uefa und dänischen Verantwortlichen stabil und wach. Es habe «keinen Druck» von der Uefa gegeben, das Spiel noch am Samstagabend fortzusetzen. Doch die einzige mögliche Alternative sei ein Nachholtermin am Sonntag um 12:00 Uhr gewesen.
Kritik an Spielfortsetzung: So reagiert die Uefa
Der europäische Fussballverband (Uefa) hat als Reaktion auf die Kritik an der Fortsetzung der EM-Partie zwischen Dänemark und Finnland auf Artikel 29 das Regelwerks verwiesen:
«Wenn ein Spiel nicht beginnen oder zu Ende gespielt werden kann, wird das komplette Spiel oder die verbleibende Spielzeit nach den Regularien am kommenden Tag ausgetragen.»
Darin geht es allerdings lediglich um das Prozedere bei einer Neuansetzung, Ausnahmesituationen wie in Kopenhagen werden nicht thematisiert.
Eriksens Wunsch erfüllt
«Die Spieler konnten sich nicht vorstellen, schlafen zu können und dann Sonntagmorgen zum Spiel in den Bus zu steigen. Es war besser, es gleich zu machen», sagte Hjulmand. Es sei auch Eriksens Wunsch gewesen, die Partie zu beenden. Aber dies habe sich als «unglaublich schwierig» herausgestellt.
«Die Spieler wollten es versuchen, aber einige waren nicht fähig zu spielen», sagte der ehemalige Mainz-Coach weiter. «Wir haben unser Bestes versucht. Du kannst auf diesem Niveau kein Fussballspiel machen, wenn du mit so einem harten Thema umgehen musst.» Captain Simon Kjaer habe beispielsweise um seine Auswechslung gebeten.
Er war sehr getroffen, sie sind sehr gute Freunde. Er wollte es versuchen, aber es war unmöglich.
«Er war sehr getroffen, sie sind sehr gute Freunde. Er wollte es versuchen, aber es war unmöglich. Die Gefühle haben ihn übermannt», erklärte Hjulmand. Es werde auch die kommenden Tage schwierig bleiben, mit dieser Situation umzugehen. Man werde den Spielern deshalb «professionelle Hilfe» anbieten, betonte der Trainer.