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Dreissig Jahre nach dem Aufbau von elektrischen Verteilnetzen in den Städten und den Gemeinden des Mittellandes fanden Vertreter aus den vier Gemeinden Aedermannsdorf, Herbetswil, Laupersdorf und Matzendorf die Zeit gekommen, auch im mittleren Thal auf diese neue Energie zu setzen. Sie wollten vor allem von sauberen und emissionsfreien Lichtquellen profitieren und den Betrieben durch den Einsatz von Elektromotoren die Arbeit erleichtern.
Die Elektra Thal wurde im September 1911 als Selbsthilfeorganisation mit der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet. Innerhalb eines halben Jahres erfolgte die Gründung der Gesellschaft sowie der Aufbau eines Versorgungsnetzes. Im Frühjahr 1912 war es in den vier Gemeinden für jedermann möglich, in seiner Liegenschaft elektrische Energie zu beziehen.
In den folgenden 100 Jahren wurde das Verteilnetz Schritt für Schritt den neuen Gegebenheiten angepasst, die Übertragungskapazitäten erhöht und vor allem auch der Sicherheit der Versorgung Rechnung getragen. Dies geschah ab den siebziger Jahren vor allem durch die Erdverlegung des Leitungsnetzes sowie durch die Aufstellung neuer Transformatorenstationen.
Der Verkauf der Beteiligung an der onyx Energie Mittelland AG an die Bernischen Kraftwerke AG (BKW) im Jahr 2005 versetzte die Elektra Thal in die vorteilhafte Lage, nunmehr schuldenfrei wirtschaften zu können. Mit dem Erlös dieses Aktienpaketes war es auch möglich, in den vergangenen Jahren die Zuleitungen zu den Aussenhöfen und den Jurahöhen erdgebunden verlegen zu können.
Zum Nutzen der Genossenschafter und der Kunden kann die Elektra Thal in Zukunft weiterhin elektrische Energie zu attraktiven Preisen anbieten, dies auf einem den Witterungseinflüssen weitgehend entzogenen Versorgungsnetz.