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Demenz-Screening: Kognitive Tests im Vergleich
Zur Abklärung einer Demenz stehen mehrere Screening-Tests zur Verfügung, von denen der Mini-Mental-State-Test (MMST) am häufigsten in der Praxis eingesetzt wird. Ein systematischer Review mit Metaanalyse verglich Sensitivität und Spezifität der am häufigsten verwendeten Demenz-Tests.
Die Studiensuche erfolgte in MEDLINE, EMBASE und PsychoINFO sowie ergänzend in Google Scholar. Eingeschlossen wurden nur Studien, in denen die Demenz-Tests im direkten Interview mit dem Patienten durchgeführt wurden und ein Abgleich mit den Diagnosekriterien für Demenz erfolgte.
149 Studien mit insgesamt mehr als 49'000 Teilnehmern, darunter 10'263 Demenz-Patienten, wurden identifiziert, in denen 11 verschiedene Screening-Tests angewendet wurden. Der MMST wurde am häufigsten eingesetzt (102 Studien) und wies eine Sensitivität von 81% und eine Spezifität von 89% auf. Mit dem MMST vergleichbar waren noch der Mini-Cog (3 Wörter, Uhrentest) mit einer Sensitivität von 91% und eine Spezifität von 86% sowie der ACE-R (Addenbrooke's Cognitive Examination-Revised) mit einer Sensitivität von 92% und einer Spezifität von 89%. Zum Nachweis einer milden kognitiven Beeinträchtigung war nur der MoCA (Montreal Cognitive Assessment) mit dem MMST vergleichbar (Sensitivität 89%, Spezifität 75%).
Fazit der Autoren: Zur Erfassung einer Demenz gibt es eine Reihe von Screening-Tests, die eine ähnlich gute diagnostische Performance aufweisen. Die besten Alternativen zum MMST waren der Mini-Cog und der ACE-R sowie der MoCA zur Erfassung einer milden kognitiven Beeinträchtigung.
Link zur Studie
JAMA Intern Med. 2015;175(9):1450-1458 - Tsoi KK et al.
16.09.2015 - undefined