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Auch die kreativsten Köpfe der Zeitgeschichte hatten ihre alltäglichen Spleens. Der US-amerikanische Journalist Mason Currey durchforstete Briefe, Tagebücher und Biografien von 161 Künstlern, um ihre speziellen Angewohnheiten durch den Tag zu finden.
Im Buch «Daily Rituals – How Artists Work» geht er der Frage nach: Braucht man einen alltäglichen Spleen, um so kreativ arbeiten zu können? Wer das Buch gelesen hat, weiss: Ja, man braucht definitiv eine Macke um so wie Beethoven, Warhol oder Voltaire zu werden. Das Buch gibts auch auf Deutsch unter dem Titel: «Musenküsse: Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche.»
Selber forschen
Zum Buch gibt es eine interaktive Infografik, mit der ihr selber recherchieren könnt, wann die Kreativen aktiv waren. Wann stand Sigmund Freud auf? Wann hat Mozart gefrühstückt? Wann ging Kafka schlafen?
Victor Hugo und das Eisbad
Der französische Schriftsteller nahm um 11 Uhr morgens auf dem Dach ein Eisbad. Das Wasser liess er über Nacht drin, damit das Wasser eisigkalt war und schrubbte sich mit einem Pferdehaar-Handschuh sauber.
Voltaire im Bett
Der Französische Schriftsteller und Philosoph arbeitete immer im Bett.
Stephen King und sein Schreibkrampf
Schreibt jeden Tag im Jahr – auch in den Ferien und an seinem Geburtstag. Er hört jeden Tag erst dann auf, wenn er mindestens zweitausend Wörter geschrieben hat.
Friedrich Schiller und die Äpfel
Der deutsche Poet und Philosoph hatte immer eine Schublade voller verdorbener Äpfel. Er sagte, er brauchte deren verfaulender Geruch um die Dringlichkeit des Schreibens zu fühlen.
Marc Twain und das Horn
Um 5.00 Uhr begann er jeweils zu arbeiten. Seine Familie durfte nicht in die Nähe seines Arbeitszimmers kommen. Wenn sie ihn brauchten, mussten sie in ein Horn blasen.
Woody Allen unter der Dusche
Um seine «mentale Energie» aufzuladen, nimmt Woody Allen gerne Extraduschen durch den Tag. Es erfrische ihn und er könne so gut relaxen, sagte er einst. Vor allem wenn es draussen kalt sei, bringe ihm eine Dusche neue Kreativität.
Sigmund Freud und die Zahnpaste
Seine Frau musste ihm jeden Tag die Kleider bereit legen und Zahnpaste auf seine Zahnbürste drücken.