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Nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Gruppen
Landesprogramm Senegal
HEKS unterstützt in Senegal Bauern- und Viehzüchterfamilien dabei, sich und zukünftigen Generationen eine stabile Lebensgrundlage aufzubauen: durch einen verbesserten Zugang zu Land, durch den Wiederaufbau und Schutz der natürlichen Ressourcen, durch eine nachhaltige Bewirtschaftung sowie eine Verbesserung der Einkommen.
Übersicht
Der Senegal ist in politischer Hinsicht ein stabiles Land mit relativ gut funktionierenden staatlichen Institutionen. Er blieb bisher von regionalen Sicherheitskrisen verschont, ist jedoch mit schweren wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, die den inneren sozialen Frieden bedrohen. Die Gesundheitskrise und die Verschlechterung der Sicherheitslage in den Nachbarländern haben die senegalesische Ökonomie stark belastet und nationale Probleme, wie die hohe Arbeitslosigkeit und Armutsrate, weiter verschärft. Der Klimawandel, starkes Bevölkerungswachstum und der Zustrom von jährlich 300'000 jungen Menschen, die der senegalesische Arbeitsmarkt nicht auffangen kann, erhöhen nicht nur die sozialen Spannungen, sondern auch den Druck auf die natürlichen Ressourcen. Unverhältnismässig stark von deren Verarmung betroffen sind Bewohner:innen ländlicher Regionen, im Besonderen Frauen. Das Ziel des Engagements von HEKS im Senegal ist, die Lebensbedingungen der benachteiligten ländlichen und stadtnahen Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu erhalten, von denen 60 % der Senegales:innen direkt abhängig sind. In diesem Sinne konzentriert sich HEKS auch in dieser Phase des Landesprogrammes auf ländliche, landwirtschaftliche und pastorale Gemeinschaften und unterstützt sie dabei, ihre Lebensgrundlagen auf nachhaltige Weise aufzubauen und zu erhalten.
Ziele und Schwerpunkte
Das Landesprogramm 2022-2026 legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von gesellschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen. HEKS ist der Ansicht, dass dies nicht nur durch eine Erhöhung ihrer Einkommen zu erreichen ist. Im Rahmen einer ganzheitlichen Unterstützungsstrategie werden Gemeinschaften deshalb systematischer in Entscheidungsprozesse miteinbezogen. Ein Fokus liegt dabei auf einem gerechteren Ressourcenzugang für lokale Nutzer:innengruppen und ihrer Einbindung betreffend deren Verwaltung. HEKS und seine lokalen Partnerorganisationen sind in der Region Ferlo im Nordosten des Landes, in den Landwirtschaftszonen des Niayes und der Petite Côte, sowie im Saloum-Delta tätig.
Corina Flühmann
Aktivitäten
Zur Erreichung dieser Ziele sind folgende Aktivitäten vorgesehen:
Förderung technischer Kompetenzen von Basisorganisationen, um in den Entscheidungsgremien ihrer Gemeinden mitzuwirken.
Umsetzung von Massnahmen zum Erhalt und der Wiederherstellung von natürlichen Ressourcen und deren gerechte Nutzung.
Einkommensförderung und Unterstützung von Produzent:innengruppen bei der Vermarktung ihrer Produkte.
Förderung des Zugangs zu Land für Kleinproduzent:innen und Einrichtung einer Bürger:innenwache, die Gesetzesübertretungen (wie beispielweise die häufigen Landnahmen) vorbeugen und melden kann.
Begleitung zivilgesellschaftlicher Partner:innen in der Mitgestaltung nationaler politischer Reformprozesse, wie der Überarbeitung des Land- oder des Hirtengesetzes.