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Chemiesicherheit
Die Chemiesicherheit betrifft alle Betriebe und Anlagen, in denen chemische Gefahrenpotenziale vorhanden sind. Das sind Anlagen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, Grosstanklager, Lagerhallen mit Gefahrengütern, aber auch Schwimmbäder, in denen Chlorgas zur Wasserdesinfektion verwendet wird, ausserdem Kunsteisbahnen sowie Kühlhäuser, in denen das Kältemittel Ammoniak verwendet wird.
Der Betriebsinhaber muss seine Anlagen beschreiben, die verwendeten gefährlichen Stoffe und ihre Höchstmengen angeben und die vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen dokumentieren. Aufgrund dieser Angaben führt die KCB ein Verzeichnis der Gefahrenquellen, das Gefahrenkataster, und überprüft mit Inspektionen, ob der Inhaber seiner Eigenverantwortung nachkommt.
Anlagen, bei denen im Fall eines gravierenden Unfalls schwere Schädigungen für die Bevölkerung oder für die Umwelt entstehen können, muss der Betriebsverantwortliche vertieft untersuchen; das Risiko wird durch das Ausmass und die Wahrscheinlichkeit eines schweren Unfalls charakterisiert. Nach Anhörung einer vom Regierungsrat gewählten, verwaltungsunabhängigen Risikobeurteilungskommission entscheidet die KCB über die Tragbarkeit des Risikos, bzw. über zusätzliche Sicherheitsmassnahmen. Die Zusammenfassung der Risikoermittlung des Betriebsinhabers und der Kontrollbericht der KCB sind öffentlich.
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