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© Dario Acoasta
Olga Peretyatko
Olga Peretyatko, eine der weltweit gefragtesten Sopranistinnen, erreichte ihren internationalen Durchbruch mit dem Gewinn von Plácido Domingos renommiertem Operalia Wettbewerb und ist seither ein regelmässiger Gast in den führenden Opernhäusern und Konzertsälen weltweit.
Zum Auftakt der Saison 2021 / 2022 sang Olga Peretyatko die vier Damen in «Les Contes d’Hoffmann» an der Hamburgischen Staatsoper unter der Leitung von Kent Nagano. Ein weiteres bemerkenswertes Rollendebüt führte die Sopranistin zurück an das Festspielhaus Baden-Baden, wo sie die Maria in Tschaikowskys Oper «Mazeppa» in der Neuinszenierung von Dmitri Tcherniakov sang. Der Titel wurde auch als Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko aufgeführt. Ein weiteres aufregendes Rollendebüt als Liu in Puccinis «Turandot» brachte sie zurück an die Berliner Staatsoper, wo sie auch als Leïla («Les Pêcheurs des Perles») auftrat. In der Saison gab die Sopranistin auch ihr Rollendebüt als Lucrezia Borgia am Teatro Comunale in Bologna. Darüber hinaus kehrte die Sopranistin als Gilda («Rigoletto») an das Teatro Liceu Barcelona und als Fiorilla («Il Turco in Italia») an das Opernhaus Zürich zurück.
Zu den Höhepunkten der Saison 2020 / 2021 zählen ihr erstes Solo-Recital mit Elena Bashkirova im Pierre-Boulez-Saal in Berlin und ihre Rückkehr an die Berliner Staatsoper als Leïla («Les Pêcheurs des Perles»). Ausserdem veröffentlichte Olga Peretyatko bei dem Label Melodiya ihr neues Soloalbum «Songs for Maya», das ihrer erstgeborenen Tochter gewidmet ist. Sie gab Liederabende mit Schlafliedern aus diesem Album in Russland, Luzern, Koufonisia und beim Verbier Festival. Geplante Auftritte als Micaela («Carmen») an der Metropolitan Opera und Rollendebüts als Elettra («Idomeneo») an der Berliner Staatsoper, als Manon am Teatro Colon in Buenos Aires, als Maria («Mazeppa») im Festspielhaus Baden-Baden und in der Berliner Philharmonie, als Mathilde («Guillaume Tell») an der Wiener Staatsoper, als Anaï («Moïse et Pharaon») beim Rossini Opera Festival sowie Konzerte in der Slowakei, Tschechien, Österreich, Teneriffa, Vilnius, Taipeh, Guangzhou und Singapur wurden in den Jahren 2020 / 2021 und 2019 / 2020 aufgrund der Covid-Pandemie abgesagt.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten gehören die vier Damen in «Les Contes d’Hoffmann» an der Wiener Staatsoper, wo sie auch als Donna Anna in Mozarts «Don Giovanni» zu sehen war. Ihr Rollendebüt als Anna Bolena gab die Sopranistin an der Opera Royal de Wallonie Liège und gastierte in dieser Produktion auch am Royal Opera House Muscat im Oman. Ein weiteres umjubeltes Rollen- und Hausdebüt gab Olga Peretyatko 2019 am Royal Opera House Covent Garden: als Norina («Don Pasquale») war sie an der Seite von Bryn Terfel in der Titelpartie live in Kinos weltweit zu erleben. Mit ihrem Rollendebüt als Pamina begeisterte sie in Barrie Koskys magischer Produktion von «Die Zauberflöte» am Teatro Real Madrid. In der Titelpartie in «Lucia di Lammermoor»war Olga Peretyatko zuletzt an der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York und der Opera Monte Carlo zu hören. An der Hamburgischen Staatsoper sang sie ihre erste Contessa («Le Nozze di Figaro») und im Rahmen der Chorégies d’Orange eine charmante Rosina («Il Barbiere di Siviglia»). Am Mariinsky Theater St. Petersburg sang sie Gilda in Valeriy Gergievs allererstem Dirigat von Verdis «Rigoletto».
Ihre einzigartige Stimme und bestechende Bühnenpräsenz erlauben Olga Peretyatko eine grosse Bandbreite unterschiedlichster Partien zu interpretieren. Sie prädestinieren die Sopranistin nicht nur für Rossini Partien wie Fiorilla («Il Turco in Italia»), Berenice («L’occasione fa il ladro»), Mathilde («Guillaume Tell»), Anaï («Moïse et Pharaon») und Rosina, sondern auf für humorvolle Partien wie Adina («L’Elisir d’amore»), Norina («Don Pasquale») sowie tragische Figuren wie Anna Bolena («La traviata»). Es gibt annähernd kein führendes Opernhaus, an dem sie noch nicht gesungen hat: so gastiert sie regelmässig an der Deutschen Oper Berlin, den Staatsopern in Berlin, München, Hamburg und Wien, der Oper Zürich, Lausanne Opéra, Opéra Monte Carlo, Teatro La Fenice Venedig, Mailands Teatro alla Scala, dem Teatro Real in Madrid, der Opéra Bastille in Paris, der Netherlands Opera Amsterdam, La Monnaie in Brüssel, dem Bolschoi Theater in Moskau, dem Mariinsky Theater in St. Petersburg und der Metropolitan Opera in New York.
Olga Peretyatko hat mit berühmten Regisseuren wie Robert Lepage zusammengearbeitet, dessen vielbeachtete Produktion von Strawinskys «Le Rossignol» in Toronto 2009 ihren Status als einer der führenden Sopranistinen unserer Zeit bestätigt hat. Sie sang Marfa in Dmitri Tcherniakovs provokativer Inszenierung von «The Tsar’s Bride», die 2013 / 2014 zuerst an der Staatsoper Unter den Linden und dann am Teatro alla Scala aufgeführt wurde. 2017 sang sie Leïla in Wim Wenders Operndebüt mit «Bizets Les Pêcheurs des Perles», wie bereits bei der Zarenbraut unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Die russische Sopranistin ist ebenfalls ein regelmässiger Gast der renommiertesten Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, den Festivals in Aix-en-Provence, Pesaro und den Chorégies d’Orange, wo Videoaufnahmen der Produktionen von «Matilde di Shabran», «Sigismondo», und «La Scala di Seta» entstanden und weltweit bei DECCA, Arthaus Musik oder Opus Arte erschienen.
Olga Peretyatko sang unter anderem beim Concert de Paris, dem Konzert zum Jahrestag des Sturms auf die Bastille am Fusse des Eiffelturms, vor tausenden Zuschauern und mit internationaler Fernsehübertagung. In Nordamerika sang sie Strauss’ «Vier letzte Lieder» mit dem National Symphony Orchestra und sang das gleiche Repertoire unter der Leitung von Kent Nagano auf einer China-Tournee mit dem Orchestre Symphonique de Montréal. Eine in Nantes entstandene Aufnahme wird regelmässig auf arte ausgestrahlt. Ausserdem tourt Olga Peretyatko regelmässig in Asien, sang zum Beispiel ein Konzert in der Forbidden Concert Hall in Peking, sowie Leïla am National Centre for Performing Arts. 2018 gab Olga Peretyatko ihr umjubeltes erstes Solorezital an der Mailänder Scala.
Olga Peretyatko veröffentlichte 2019 ihr sechstes Album «Mozart +» das sie zusammen mit dem Sinfonieorchester Basel, unter der Leitung von Ivor Bolton aufgenommen hat. Im Jahr 2018 veröffentlichten sie auch gemeinsam das hochgelobte «The Secret Fauré». Ihre umfangreiche Diskographie enthält ausserdem ihre Soloalben «Russian Light» (2017, OPUS Klassik Preis 2018), mit einigen der schönsten Arien und Lieder des russischen Repertoires sowie «Rossini!» (2015) – als bestes Soloalbum mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet – sowie die Belcanto Alben «La Bellezza del Canto» (2011) und «Arabesque» (2013).
Olga Peretyatko wurde in St. Petersburg geboren und begann ihre musikalische Ausbildung im Kinderchor des Mariinsky Theaters. Sie studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und war im Opernstudio der Staatsoper Hamburg. Sie erhielt weiterhin prestigeträchtige Auszeichnungen, wie zum Beispiel den Premio Franco Abbiati della Critica Musicale Italiana.