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Die mediale Epicondylitis, eher bekannt als "Golfarm", bezeichnet eine Entzündung der Sehnen welche auf der Innenseite des Ellbogens ansetzen (das analoge Beschwerdebild der Sehnen, die auf der Aussenseite des Ellbogens ansetzen, ist als "Tennisarm" bekannt). Der Golfarm betrifft nicht nur Golfer und kann starke Schmerzen und Beeinträchtigungen im Alltag hervorrufen. Doch was genau ist ein Golfarm und wie entsteht er? Und noch wichtiger, wie kann man ihn effektiv behandeln? In diesem weekly Massagen St. Gallen Blogartikel beleuchten wir die Ursachen des Golfarms und erörtern, wie die Triggerpunkttherapie als eine wirksame Behandlungsmethode Abhilfe schaffen kann. Zudem geben wir praktische Tipps zur Vorbeugung im Alltag, um das Risiko einer erneuten Erkrankung zu minimieren.
Was ist ein Golfarm?
Ein Golfarm, auch als mediale Epicondylitis bekannt, stellt eine Entzündung der Sehnen dar, die an den medialen Epikondylus des Ellenbogens ansetzen. Diese Sehnen sind Teil der Muskulatur, die für die Beugung ("Flexion") des Handgelenks und der Finger verantwortlich ist, also der "Flexoren" des Unterarms. Der Begriff "Golfarm" leitet sich daher ab, weil die Bewegung beim Golfschwung eine häufige Ursache dieser speziellen Sehnenentzündung ist. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass nicht nur Golfer von dieser Erkrankung betroffen sind; sie kann jeden treffen, der repetitive Bewegungen, v.a. Beugung, der Hand und des Unterarms ausführt.
Anatomische Ursachen und Symptome
Anatomisch betrachtet, resultiert der Golfarm aus einer Überbeanspruchung der Muskeln und Sehnen, die am inneren Knochenfortsatz des Ellenbogens ansetzen. Diese Überbeanspruchung führt zu kleinen Rissen in den Sehnen, die Schmerzen und Entzündungen zur Folge haben. Die Überlastung der Muskulatur kann ausserdem dazu führen, dass sich die Muskeln nicht mehr selbständig lösen können, wodurch Triggerpunkte entstehen können. Die Symptome eines Golfarms umfassen typischerweise Schmerzen und Empfindlichkeit im Bereich des inneren Ellenbogens, die sich entlang des Unterarms ausbreiten können. Diese Schmerzen werden oft stärker beim Greifen oder Heben von Gegenständen, beim Beugen der Hand nach innen und bei Drehbewegungen des Unterarms.
Diagnose und Unterscheidung von anderen Erkrankungen
Zur Diagnose eines Golfarms führen Ärzte in der Regel eine körperliche Untersuchung durch und können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT anordnen, um die Diagnose zu bestätigen und andere mögliche Ursachen der Schmerzen auszuschliessen. Eine sorgfältige Anamnese, die die beruflichen Aktivitäten und Hobbys des Patienten einbezieht, ist ebenfalls entscheidend, um die spezifischen Belastungen zu identifizieren, die zur Entwicklung des Golfarms geführt haben könnten.
Verbindung zu anderen muskuloskelettalen Beschwerden
Interessanterweise kann der Golfarm auch in Verbindung mit anderen muskuloskelettalen Beschwerden auftreten, zum Beispiel mit Beschwerden im Nacken- oder Schulterbereich. Solche Zusammenhänge sind darauf zurückzuführen, dass eine schlechte Körperhaltung oder muskuläre Dysbalancen in einem Bereich des Körpers oft zu kompensatorischen Bewegungen in anderen Bereichen führen, was wiederum das Risiko für Überlastungsschäden wie den Golfarm erhöht.
Die Behandlung eines Golfarms erfordert daher oft einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die Symptome am Ellenbogen adressiert, sondern auch mögliche zugrundeliegende Ursachen im Körper. Eine solche umfassende Betrachtung und Behandlung kann die besten Langzeitergebnisse sicherstellen und das Risiko einer Wiederholung der Beschwerden minimieren. Um jedoch bei akuten Beschwerden unmittelbar und gezielt Schmerzen zu lindern, hat sich die Triggerpunkttherapie als erprobte Therapiemethode etabliert.
Triggerpunkttherapie als Behandlungsmethode
Die Triggerpunkttherapie, eine spezialisierte Form der manuellen Therapie, zielt darauf ab, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die durch Triggerpunkte verursacht werden, zu lindern. Triggerpunkte sind empfindliche Punkte in der Muskulatur, die bei Druck Schmerzen auslösen können und oft in Verbindung mit muskuloskelettalen Beschwerden wie dem Golfarm stehen.
Anwendung der Triggerpunkttherapie bei Golfarm
Bei der Behandlung eines Golfarms konzentriert sich die Triggerpunkttherapie auf die gezielte Lokalisierung und Behandlung von Triggerpunkten in den Unterarmmuskeln, die für die Beugung des Handgelenks und der Finger verantwortlich sind. Die Therapie beinhaltet Techniken wie:
Ischämische Kompression: Hierbei übt der Therapeut direkten Druck auf den Triggerpunkt aus, um die Blutzirkulation in dem Bereich zu reduzieren und anschliessend zu steigern, was zur Auflösung des Triggerpunkts führt.
Dehnung: Spezifische Dehnübungen werden angewandt, um die betroffenen Muskeln zu entspannen und die Flexibilität zu verbessern.
Massage: Die Massage fördert die Durchblutung und hilft, Verhärtungen in den Muskeln zu lösen.
Diese Techniken werden in Kombination angewendet, um die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung zu fördern und die Schmerzen zu reduzieren, die mit dem Golfarm verbunden sind. Weitere Informationen dazu findest du auch in unserem Artikel zu den Techniken der Triggerpunkttherapie.
Häufigkeit der Anwendung
Die Häufigkeit der Triggerpunkttherapie kann individuell stark variieren, je nach Schweregrad der Symptome und der Reaktion des Patienten auf die Behandlung. In der Regel beginnt die Therapie mit häufigeren Sitzungen, oft 1-2 Mal pro Woche, und wird reduziert, sobald eine Verbesserung der Symptome eintritt. Eine typische Behandlungsdauer umfasst 4 bis 6 Sitzungen, wobei eine fortlaufende Bewertung erforderlich ist, um den Therapieplan anzupassen.
Ergänzende Therapiemethoden
Um die Wirksamkeit der Triggerpunkttherapie zu erhöhen und eine ganzheitliche Behandlung des Golfarms zu gewährleisten, können zusätzliche Therapiemethoden integriert werden:
Physiotherapie: Individuell angepasste Übungsprogramme können helfen, die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit des Ellenbogens zu verbessern.
Ultraschalltherapie: Die Anwendung von Ultraschall kann tief in das Gewebe eindringen und die Heilung fördern, indem sie die Durchblutung erhöht und Entzündungen reduziert.
Kältetherapie: Die Anwendung von Eis kann helfen, Entzündungen und Schwellungen zu reduzieren, besonders in den ersten Tagen nach dem Auftreten von Schmerzen.
Ergonomische Anpassungen: Die Anpassung der Arbeits- oder Sporttechnik und des Umfelds kann helfen, zukünftige Belastungen zu vermeiden und das Risiko eines erneuten Auftretens zu minimieren.
Durch die Kombination dieser Therapiemethoden mit der Triggerpunkttherapie kann eine umfassende Behandlungsstrategie entwickelt werden, die nicht nur die Symptome lindert, sondern auch langfristig zur Wiederherstellung der Funktionalität und zur Prävention weiterer Verletzungen beiträgt.
Tipps zur Vorbeugung im Alltag
Um das Risiko eines Golfarms zu minimieren, sind präventive Maßnahmen im Alltag essentiell. Hier einige Tipps, die helfen können:
Ergonomie am Arbeitsplatz: Achte auf eine ergonomische Gestaltung deines Arbeitsplatzes. Die Höhe von Stuhl und Tisch sollte so eingestellt sein, dass die Unterarme beim Tippen auf der Tastatur oder bei der Benutzung der Maus leicht abgewinkelt sind.
Stärkung der Unterarmmuskulatur: Regelmässige Übungen zur Stärkung der Unterarmmuskulatur können helfen, die Belastung auf die Sehnen zu reduzieren. Einfache Übungen mit einem Theraband oder leichten Hanteln können bereits effektiv sein.
Pausen und Dehnübungen: Bei Tätigkeiten, die repetitive Bewegungen erfordern, sind regelmässige Pausen wichtig. Dehnübungen für die Unterarme und Handgelenke können die Muskeln entspannen und die Flexibilität verbessern.
Technik überprüfen: Bei Sportarten wie Golf oder bei körperlicher Arbeit ist es wichtig, die richtige Technik zu erlernen und anzuwenden, um unnötige Belastungen zu vermeiden.
Wärme- und Kältetherapie: Die Anwendung von Wärme oder Kälte kann helfen, Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren. Wärme fördert die Durchblutung, während Kälte die Entzündung und Schwellung reduzieren kann.
Durch die Integration dieser Tipps in den Alltag und die Berücksichtigung präventiver Massnahmen kann das Risiko für die Entwicklung eines Golfarms deutlich reduziert werden. Sollten jedoch trotz dieser Massnahmen Schmerzen oder Beschwerden auftreten, ist es ratsam, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen, um eine geeignete Behandlung zu erhalten.
Fazit
Der Golfarm kann zu wesentlichen Beschwerden führen und bereits alltägliche Bewegungsabläufe wie Greifen oder Heben schmerzhaft und herausfordernd werden lassen. Die Triggerpunkttherapie ist eine der Therapiemethoden, welche diese Beschwerden in vielen Fällen schnell und effektiv lindern kann. Für nachhaltige Besserung sollten jedoch auch ergänzende Massnahmen, wie die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung der Technik bei regelmässigen Bewegungsabläufen sowie das Dehnen der Muskulatur, ergriffen werden.
Falls du ebenfalls von Golfarm geplagt wirst und die Triggerpunkttherapie gerne ausprobieren möchtest, kannst du bei uns deine Triggerpunkttherapie in St. Gallen online buchen. Wir freuen uns auf dich!