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Das Zürcher Obergericht hat Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbands und Gemeinderat in Volken ZH, sowie zwei Mitangeklagte freigesprochen. Es kippte damit ein Urteil des Bezirksgerichts Affoltern ZH.
«Wir sind wahnsinnig erleichtert, dass etwas Alltägliches nicht bestraft wird», sagte die Verteidigerin nach der Urteilsverkündung.
Pferd nicht überanstrengt
Hodel, seiner Frau und einer Hilfskraft wurde von den Besitzern eines Pferdes vorgeworfen, das Tier beim Verladetraining «unnötig überanstrengt» und sich dadurch der fahrlässigen Tierquälerei schuldig gemacht zu haben. Die Besitzer schläferten das Pferd später ein.
Das Obergericht hielt in seinem Urteil fest, dass das Pferd mit dem Namen Saten nicht überanstrengt worden sei und ihm auch keine Schmerzen zugefügt worden seien. «Es wurde also auch nicht gequält.» Beim Ehepaar Hodel handle es sich um anerkannte Pferdefachleute. Diese hätten beim Verladetraining übliche Methoden angewandt.
Das Gericht äusserte sich auch zum späteren Tod des Pferdes: Ein Gutachten widerlege, dass das Tier hätte eingeschläfert werden müssen.
Besitzer gaben dem Tier nie eine Chance
Experten seien der Meinung, dass Saten nach der Ausheilung als Freizeitpferd oder dank Spezialsattel auch als Reitpferd hätte eingesetzt werden können. Es habe aber von seinen Besitzern nie eine Chance erhalten, sich zu regenerieren und beispielsweise bei einem anderen Besitzer als Freizeitpferd zu leben.
Die Richter sähen im Tod des Pferdes «keinen Sinn». Es sei frappierend, wie schnell man sich von einem Tier trenne und einen Tierarzt finde, der einen darin unterstütze. (SDA)Publiziert am 08.11.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016