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Madrid - Ein übergewichtiger spanischer Junge, der sich einer von den Behörden verordneten, ärztlich überwachten Diät hätte unterziehen sollen, ist untergetaucht. Die Eltern weigerten sich, der Anordnung Folge zu leisten und versteckten ihren Sohn bei Bekannten.
Nun sucht die Polizei nach dem Jungen. Die spanische Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren gegen die Eltern ein. Das Paar begründete seine Weigerung damit, dass eine Einweisung in ein Heim dem Sohn zusätzlichen Schaden zufügen würde.
Mit fünf Jahren hatte der Junge aus Ourense im Nordwesten Spaniens bereits 83 Kilogramm gewogen. Er war so aufgedunsen, dass man seine Augen kaum sehen konnte. Dies war vor vier Jahren. Damals schlug ein Krankenhaus bei den Jugendbehörden Alarm. Die Behörden hielten die Eltern dazu an, den Kleinen einer ärztlich überwachten Diät zu unterziehen - aber ohne Erfolg.
Ein Gericht ordnete nun an, den mittlerweile neunjährigen Jungen wegen "Verwahrlosung" bis auf weiteres in ein Kinderheim einzuweisen. "Da die Eltern die empfohlene Behandlung nicht veranlassten, erreichte die Fettleibigkeit des Jungen ein solches Ausmass, dass seine Gesundheit und sein Leben in Gefahr sind", begründete der Richter seine Entscheidung.
Der Fall sorgt in Spanien seit Wochen für Schlagzeilen. Er ist auch heikel, weil es sich bei den Betroffenen um eine Roma-Familie handelt.
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