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Hintergrund
Malaysia ist neben Indonesien der grösste Palmölproduzent weltweit. Für die jährliche Produktion von 20 Millionen Tonnen Palmöl werden allein in Malaysia Waldflächen zerstört, welche die Fläche der Schweiz übersteigen. Neue Plantagen entstehen nicht nur in den grössten Anbauländern Indonesien und Malaysia, sondern inzwischen auch in anderen Tropenländern wie Papua-Neuguinea, Kolumbien, Elfenbeinküste und Nigeria. Die Ölpalmplantagen zerstören nicht nur Regenwälder, gefährden bedrohte Arten wie den Orang-Utan, sondern sie entziehen auch der lokalen Bevölkerung in vielen Fällen ihre Lebensgrundlage und ihre Rechte auf ihr Land. Durch die Brandrodung und die Trockenlegung von Sumpfwäldern werden zusätzlich grosse Mengen an Treibhausgasen wie Kohlendioxid freigesetzt und versprühte Chemikalien verseuchen den Boden.
Palmöl steckt in unzähligen Produkten. Global spielt die Verwendung von Palmöl in Nahrungsmitteln mit 68% die grösste Rolle, gefolgt von der industriellen Verwendung für z.B. Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel (27%) und der energetischen Nutzung (5%).
Weltweit engagieren sich Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen seit Jahren für einen Palmölanbau, der Rücksicht auf die Umwelt und die Bevölkerung in den Anbaugebieten nimmt. Grosse Plantagenbesitzer, Industriekonzerne sowie Nichtregierungsorganisationen wie der WWF haben den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) ins Leben gerufen und Kriterien für die Kultivierung von nachhaltigem Palmöl ausgearbeitet. Anbauer, die diese erfüllen, können sich dies vom RSPO zertifizieren lassen. Eine verantwortungsvolle Geschäftspraxis verlangt, jene Unternehmen zu bevorzugen, die bei der Palmöl-Produktion Minimalstandards einhalten.
Richtlinie Basler Kantonalbank
Die Basler Kantonalbank sieht von aktiven Kaufempfehlungen für Wertschriften jener Unternehmen ab, die in gravierende Kontroversen im Zusammenhang mit Palmöl verwickelt sind.
Der Erwerb von entsprechenden Wertschriften wird – ohne explizite anders lautende Vorgabe der Kunden – im Rahmen von Mandatslösungen sowie selbstverwalteten Kollektivanlagen ausgeschlossen. Im Weiteren werden an entsprechende Unternehmen keine Kredite gewährt.
Schwellenwert
Ausgeschlossen werden Unternehmen, die gemäss der Kontroversenliste von MSCI ESG in gravierende Kontroversen im Zusammenhang mit der Rodung von Regenwald, insbesondere für Palmölplantagen, verwickelt sind.