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Der Schweizer Volkan Oezdemir überzeugt bei seinem ersten Auftritt auf der grösstmöglichen Bühne. Wer ist dieser Aufsteiger der MMA-Szene und was sind diese Mixed Martial Arts überhaupt?
Volkan Oezdemir ist ein Schweizer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer aus Fribourg. Er ist der Sohn einer Schweizerin und eines Türken. Seinen ersten professionellen MMA-Kampf absolvierte er 2010. Erst seit diesem Jahr kämpft er im Rahmen der Ultimate Fighting Championship (UFC). Oezdemir kämpft in der zweithöchsten Gewichtsklasse, den Halbschwergewichten. Beim UFC-214-Event hatte der Schweizer seinen ersten Auftritt auf der grösstmöglichen Weltbühne. Zu seiner Kämpfer-Karriere inspiriert wurde er nach eigenen Angaben von Kung-Fu-Filmen mit Jackie Chan oder Bruce Lee.
MMA oder Mixed Martial Arts ist eine Kampfsportart, bei der Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten angewendet werden. Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken des Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten, darf bei MMA auch im Bodenkampf geschlagen und getreten werden.
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist eine Mixed-Martial-Arts-Organisation aus den USA. Sie ist weltweit der grösste Veranstalter von MMA-Events. Gekämpft wird in der UFC in neun verschiedenen Gewichtsklassen.
Die Kämpfe gehen über drei oder fünf Runden, die je fünf Minuten dauern. Gekämpft wird in einem achteckigen Ring mit einem Durchmesser von 9,75 Metern. Anstelle von Ringseilen wird die Kampffläche durch einen Maschendrahtzaun begrenzt. Es wird mit dünnen, an den Fingern offenen Handschuhen gekämpft. Sie dienen dazu, die Hände zu schützen und Platzwunden zu vermeiden, bieten jedoch kaum Dämpfung.
Ein MMA-Kampf kann auf vier verschiedene Arten beendet, respektive gewonnen werden.
UFC 214 war ein MMA-Event, der in der Nacht auf Sonntag (Schweizer Zeit) stattfand. Der Hauptkampf des Events war das Duell zwischen Daniel Cormier und Jon Jones. Dort ging es um den Titel in der Halbschwergewicht-Klasse. Das Duell zwischen Volkan Oezdemir und dem Briten Jimi Manuwa war der zweite Kampf in dieser Klasse am selben Abend.
Der Schweizer präsentierte sich sehr gut. Er schlug seinen Gegner Jimi Manuwa, die Nummer 3 der Gewichtsklasse, nach nur 42 Sekunden k.o. Bereits vor dem Kampf hat er angekündigt, dass er nicht vorhat, den Kampf über die erste Runde hinauszulassen. Bereits in seinem letzten Kampf sorgte der Fribourger für ein schnelles Ende: Nach nur 28 Sekunden hat er damals seinen Gegner Misha Cirkunov ausgeknockt. Weil seine Kämpfe meistens schnell enden und weil er möglichst Schnell den Titel gewinnen will, hat er sich den Spitznamen «No Time» zugelegt.
Oezdemir ist derzeit der Shootingstar der MMA-Szene. Im Februar kommt er in Houston kurzfristig zu seinem UFC-Debüt, weil sich ein anderer Fighter verletzt. Seither hat er einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Der Titel in der Halbschwergewicht-Klasse ist das erklärte Ziel des 27-Jährigen. Früher oder später wird er wohl den aktuellen Titelhalter fordern wollen. Der nächste grosse Kampf winkt Oezdemir, der in seiner Gewichtsklasse die Nummer 4 ist, wohl bereits noch in diesem Jahr.
Nein. Volkan Oezdemir ist nicht nur unglaublich selbstbewusst, er hat offenbar auch noch einen guten Sinn für Humor. Vor dem Kampf gegen Manuwa, bot er seinem Gegner, wie es sich für einen Schweizer gehört, Schokolade an. Manuwa lehnte ab, und kassierte im später im Kampf dafür die Quittung.
Privat spielt er gerne mit seinem Hund und verbringt Zeit mit seiner Freundin, die «Mit MMA überhaupt nichts zu tun hat». Sein bester Freund und Manager, Frédéric Engelund, sagt über den Fribourger: «Er ist im Käfig ein ganz anderer Mensch. Sein Vorname ist perfekt für Volkan. Er ist der entspannteste Mensch, den ich kenne. Und dann im Käfig explodiert er.»