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La Cibourg - Les Hauts-Geneveys
Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde
Teilnehmer: 7
Datum:
Pfingstsamstag, 19. Mai 2018
Wetter:
Anfangs sonnig, gewitterhaft, leichter Regen
Bericht:
Wanderung T1
Wanderroute:
Wanderkarte
La Cibourg (1034m) – Clermont (1070) – ehemalige Haltestellen Le Creux (1013) + Les Convers (1047) – Vue des Alpes (1284) – Les Hauts-Geneveys (954)
Wir trafen uns in der Bahnhofhalle La Chaux-de-Fonds und starteten während der Umstiegszeit auf die CJ mit dem Kaffee auf dem Galeriegeschoss des Cafés "Le Fournil de Pierre". Innerhalb der Stadt als Strassenbahn angelegt, fuhren wir bald durch die bekannten, hügeligen Juraweiden bis La Cibourg.
Kurz nach dem Überqueren der Staatsstrasse von La Chaux-de-Fonds, die sich wenig später nach Biel und Richtung Freiberge-Basel aufteilt, wechselten wir in den Kanton Bern und auf der Krete in den obersten Teil des Vallon de Saint-Imier mit Blick auf den Chasseral und den Mont Soleil mit den Windkraftanlagen. Vorbei an verstreuten Häusern erreichten wir die Bahnlinie Biel-La Chaux-de-Fonds, konnten diese aber nicht überqueren um den ehemaligen Halt Le Creux am Eingang des Crosettes-Tunnels direkt anzusteuern, da der Bahnübergang aufgehoben ist. Der Wanderweg führt durch den Wald hoch über den Tunnel und mit einem glitschigen Abstieg zum teilweise eingestürzten kurzen Tunnel der ehemaligen Linie nach Les Convers:
Um die Tunnelkosten durch den Crosettes-Hügel zu sparen, eröffnete die JB (Jura Bernois) 1874 die Strecke Biel – Les Convers. Zwischen Convers und La Chaux-de-Fonds wurden die Wagen mit den Zügen der JI (Jura industriel) der Linie von Neuchâtel befördert. Bereits 1888 wurde der 1618m lange Crosettes-Tunnel eröffnet, die Strecke nach Convers aber aus militärischen Gründen bis 1895 erhalten. Weitere Infos und Fotos über den Link https://www.eingestellte-bahnen.ch/594/22801.html.
Wir machten dann den kurzen Abstecher zur ehemaligen Haltestelle Le Creux am Eingang des Crosettes-Tunnels und zurück. Der Wanderweg folgt der ehemaligen Streckenführung und ist teilweise als Forststrasse ausgebaut. Von den in der vorgenannten Homepage gezeigten Fotos mit alten Schienen konnten wir nichts mehr sehen. Während der Mittagspause verdichteten sich die Gewitterwolken und begleitet von Donnergrollen begann es bei der Enge von Les Convers zu regnen. Die brutalen Bauten der überdeckten Autobahn J20 Neuchâtel – La Chaux-de-Fonds beherrschen diese Enge zwischen den Tunnels unter der Vue-des-Alpes im Süden und des Mont-Sagne im Norden. Mit dem Bau der Autobahn wurde die Ausweichstation Les Convers aufgehoben, womit die letzten Zeugen des ursprünglichen Keilbahnhofs mit der Abzweigung Richtung Biel verschwanden.
Der folgende, steile Aufstieg zur Vue-des-Alpes verläuft mehrheitlich im Wald und da der Regen aufhörte, konnten wir Schirme und Regenkleider wieder einpacken und die Stöcke einsetzen. Das Dach unserer Tour machte seinem Namen keine Ehre, doch war wenigstens die Sicht auf die nähere Umgebung frei. Beim abwechslungsreichen Abstieg über Weiden und durch Wälder waren vereinzelt noch blühende Aprilglocken zu sehen und kurz vor Les Hauts-Geneveys kamen wir an der Talstation des vor sich hinrostenden, ehemaligen Skilifts auf den Tête-de-Rang vorbei.
Im asiatisch geführten Buffet kamen wir zum verdienten Schlusstrunk. Um die Wartezeit in Neuchâtel zu vermeiden, benützten wir nicht den RE sondern machten mit dem Bus die Fahrt durchs Val-de-Ruz mit Umsteigen in Cernier. Wegen der ungewöhnlichen Umsteigestation gem. Internetfahrplan mussten sich Kurt und Edi sputen um den Zug noch zu erreichen.
Statistik:
4h, +483m/-564m
Der Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde
Fotos:
Kurt Rüegg, Winterthur
Edi Ehrbar, St. Gallen

Eingang des Crosettes-Tunnels
Viel Beton für J20