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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.)

Fünfzig geistliche Homilien1. Homilie.
[S. 1] Allegorische Erklärung der beim Propheten Ezechiel geschilderten Vision.
Der Prophet Ezechiel hat eine einzigartige, herrliche Erscheinung und Vision, die er geschaut, erzählt; ein Gesicht voll unaussprechlicher Geheimnisse hat er beschrieben1. Er sah nämlich in der Ebene einen Wagen von Cherubim, vier lebende Wesen, an jedem Wesen vier Gesichter: das eine Gesicht war das eines Löwen, das andere Gesicht das eines Adlers, das dritte das eines Stieres und das letzte Gesicht das eines Menschen. An jedem Gesichte hin waren Flügel, so daß man nicht unterscheiden konnte, was vorn oder was hinten war. Ihr Rücken war voll Augen; der Bauch war gleichfalls mit Augen angefüllt. Es gab keine Stelle, die nicht voll Augen war. Und Räder waren nach jedem Angesichte hin drei rund herum. In den Rädern war Geist. Und er sah etwas wie eine Menschengestalt und, was unter seinen Füßen war, wie Saphirwerk. Und es trug der Wagen die Cherubim und die lebenden Wesen [trugen] den Herrscher, der darauf einherfuhr. Wohin immer sie gehen mochten, es geschah in der Richtung eines Gesichtes. Und er schaute unter den Cherubim etwas wie eine Menschenhand, die sie stützte und trug.
1: [Ez.] 1, 1 ff.; 10, 1 ff.