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Im internationalen Nord-Süd-Verkehr habe die Schweiz in eine moderne Infrastruktur mit einer Flachbahn durch die Alpen investiert, um die Güter von der Strasse auf die Schiene zu verlagern, sagte Füglistaler in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».
Dagegen werde der Binnengüterverkehr in der Schweiz seit 25 Jahren vernachlässigt. Es werde viel zu wenig investiert. Das sei bedauerlich, gerade auch angesichts des Potenzials, das der Binnengüterverkehr für den Klimaschutz habe.
Fehlendes Fundament
Die Schweiz habe es nicht geschafft, den Binnengüterverkehr auf ein tragfähiges Fundament zu stellen. Sie hinke der internationalen Entwicklung hinterher. Andere Länder förderten den Bahnverkehr von Gütern im Inland massiv, so etwa Deutschland und Frankreich.
Im Binnengüterverkehr brauche es einen intelligenten Mix. Lastwagen dürften mittelfristig CO2-frei fahren. Aber die Überlastung der Strassen werde ein Thema bleiben, sagte Füglistaler weiter.
Der Transitverkehr mache heute nur noch rund 40 Prozent aus. Mehr als eine halbe Million der alpenquerenden Fahrten entfalle auf den Binnenverkehr sowie auf Importe und Exporte.
Mehr Überzeugung gefordert
Wenn sich die Schweiz auf den internationalen Transitverkehr beschränke, lasse sich das Verlagerungsziel nie erreichen. Das Potenzial im inländischen Güterverkehr sei gross. Er erwarte von der SBB ehrgeizige Ziele und mehr Überzeugung für den Güterverkehr.