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Wer im Oktober Knoblauch pflanzt, kann im nächsten Frühsommer dickere Knollen ernten.
Knoblauch gehört eigentlich nicht zu den Kräutern, sondern eher zu den Würz- und Heilpflanzen, darf aber in keinem Garten, bzw. in keiner Küche fehlen. Der Boden, wo Knoblauch wachsen soll, darf auf keinen Fall frisch gedüngt sein, sollte aber doch nahrhaft sein. Humoser Boden in sonniger Lage wird bevorzugt. Die Zehen werden ca. 5 cm tief in die Erde gesteckt, in einem Abstand von 15cm. Reihenabstand 20-25cm. Die Herbstpflanzung verfrüht die Ernte um rund vier Wochen. Der Grund: Die Knolle treibt noch im Herbst grüne Blätter, die geschützt den Winter gut überstehen.
Vor dem Pflanzen die Außenhaut vorsichtig entfernen. Nur gesunde Zehen stecken!
Der gewöhnliche Knoblauch ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 cm. Die flachen, bläulich-grünen Laubblätter sind bis zu 15 mm breit. Die Zwiebel ist von einer dünnen, weißen oder rötlichen Hülle umgeben und besteht aus einer Hauptzehe, um die etwa fünf bis 20 Nebenzehen angeordnet sind. Aus der mittleren Hauptzehe treibt ein stielrunder Stängel aus.
Der Blütenschaft ist rund und trägt eine Scheindolde mit wenigen weißen oder rosafarbenen Blüten. Die Blüten sind dreizählig. Neben den unfruchtbaren Blüten entwickeln sich in einem zylindrischen Hütchen etwa zehn bis 20 runde Brutzwiebeln.Der Geschmack der Zehen ist sehr scharf-aromatisch, der Saft der Zehen von klebriger Konsistenz.
Der Knoblauch wird in der kalten und warmen Küche genutzt. Er wird in Gerichten mit ausgeprägtem Knoblauchgeschmack, wie Knoblauchbaguette oder Knoblauchsoßen, verwendet, wirkt aber auch als Gewürz geschmacksverbessernd oder -verstärkend und kann so Braten-, Schmor-, Fisch- oder Eintopfgerichten hinzugefügt werden. Beim Braten darf er nicht zu braun werden, weil er sonst bitter werden kann. Vor allem von Menschen aus Kulturbereichen, in deren traditioneller Küche wenig bis gar kein Knoblauch verwendet wird, werden die körperlichen Ausdünstungen von Menschen, die ihn gegessen haben, als störend empfunden; dagegen wird der Geruchsentwicklung in vielen Kulturen keine Bedeutung beigemessen. Die strengriechenden Stoffe kommen dabei nicht, wie oft angenommen, aus dem Magen. Tatsächlich werden die schwefelhaltigen Abbauprodukte über die Lungenbläschen an die Atemluft abgegeben. Diese Gerüche werden von einem selbst und von anderen Personen, welche Knoblauch gegessen haben, nur schwach oder gar nicht wahrgenommen. Knoblauch hat eine sehr vielseitige Wirkung, die unsere Gesundheit positiv beeinflussen kann. Er wirkt Blutdrucksenkend, antibakteriell, stärkend und vor allem wirkt er vorbeugend gegen Altersprozesse. Rohe Zehen oder der Saft vom Knoblauch sind reich an Vitaminen A, B und C. Gekocht oder gebraten geht der Großteil dieser leider verloren.
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