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Thatchers arme Kinder
Eine Studie des Institute of Fiscal Studies (IFS) brachte ans Licht, dass Briten der Geburtsjahrgänge der 1980er-Jahre vergleichsweise arm sind.
Das Vermögen dieser Kinder der Thatcher-Ära ist mit durchschnittlich 27.000 Pfund nur halb so gross wie das ihrer zehn Jahre zuvor geborenen Landsleute vor zehn Jahren. Schuld daran sind die schlechten Einkommen und die hohen Mieten.
Kontinuierliche Verschlechterung
Vom britischen Wirtschaftswunder unter der „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher spüren die damals geborenen Briten wenig, von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise dagegen besonders viel. Denn laut IFS hat die Krise ausgerechnet für junge Erwachsene am ehesten Einbussen bei ohnehin schon stagnierenden Einkommen oder gar Arbeitslosigkeit bedeutet.
Unter dem Strich sind die Kinder der 1980er-Jahre damit die erste Generation seit dem Zweiten Weltkrieg, deren Einkommen als junge Erwachsene nicht höher sind als die der Generation davor.
Somit ist es für junge Briten eher schwer, überhaupt Wohlstand zu erarbeiten. Dafür ist es vergleichsweise leicht, diesen wieder schwinden zu sehen. Denn für diese Generation macht die Miete im Schnitt knapp 30 Prozent des Nettoeinkommens aus, sodass es sich nur 40 Prozent der 30-Jährigen leisten können, vergleichsweise günstig im Eigentum zu wohnen.
Für frühere Nachkriegsgenerationen lag der Anteil bei mindestens 55 Prozent. Freilich hatten sie es auch leichter, an Darlehen zu kommen und selbst etwas anzusparen. So mussten in den 1960er-Jahren Geborene als junge Erwachsene nur 20 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete aufwenden.
Keine rosige Zukunft
Während noch die in den 1970er-Jahren geborenen Briten in ihren frühen 30ern noch im Schnitt ein Vermögen von 53.000 Pfund hatten, ist es daher bei der nächsten Generation nur etwas mehr als die Hälfte. Besserung ist nicht in Sicht.
„Deutliche Rückgänge bei der Wohneigentumsrate und der Zugang zu grosszügigen Firmenpensionen sowie historisch niedrige Zinsen werden es für die jungen Erwachsenen von heute viel schwerer machen, Vermögen aufzubauen als für frühere Generationen“, meint IFS-Wirtschaftsforscher Andrew Hood, einer der Studienautoren.
Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © JohnDWilliams – istockphoto.com