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VRAG:
Der VRAG wurde von Harris et al. (1993) anhand empirischer Daten entwickelt, die aus einer Stichprobe von 618 männlichen Rechtsbrechern generiert wurde, die aus einer Hochsicherheitseinrichtungen entlassen wurden. Nach 7 Jahren waren 31 % von ihnen mit Gewalttaten rückfällig geworden. Aufgrund einer Analyse der während der Unterbringung erhobenen Daten wurden die Zusammenhänge zwischen diesen Merkmalen und der Wahrscheinlichkeit einer Verhaftung wegen eines Gewaltsdeliktes berechnet.
Es wurden 12 Variablen extrahiert, die mit Rückfällen zusammenhängen, untereinander aber nur gering korrelieren. Diese wurden zum VRAG zusammengefasst. Die Skala zur Bewertung des VRAG unterscheidet sich von denjenigen anderer Prognose-Instrumenten, da sie auch negative (d.h. kriminoprotektive) Werte umfasst. Es können somit Summenwerte zwischen -26 und 38 erzielt werden. Der Summenwert korreliert positiv mit einem gewalttätigen Rückfall, mit der Schwere des Rückfalls und mit der Kürze der Zeitspanne, in der ein Rückfall auftritt. Anhand der Summenwerte erfolgt eine Einteilung in 9 Gruppen, für die numerisch ansteigende Rückfallraten innerhalb von 7 und 10 Jahren berechnet wurden. Der VRAG wurde von Rossegger et al. (2009) ins Deutsche übersetzt.