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Die 230 Delegierten stimmten grossmehrheitlich für die «Ehe für alle». Die Mehrheit im Saal befand, es sei an der Zeit, die Ehe auch für homosexuelle Paare zu öffnen. Marie-France Roth Pasquier (NR/FR) sagte, es sei lediglich eine Anpassung des Rechts an die Realität. Die Ehe für alle fördert die Stabilität von Familien, wovon auch Kinder profitierten.
Benjamin Roduit (NR/VS), der erfolglos gegen die Vorlage referierte, kritisierte insbesondere die vorgesehene Samenspende für lesbische Paare. Das Recht eines Kindes, einen Vater und eine Mutter zu haben, sei legitimer als jenes einer Frau auf ein Kind.
Es bestehe das Risiko, dass der Vater aus der Gesellschaft verschwinde. Auch warnte er vor einer Reproduktionsmedizin ohne Grenzen. «Es ist nicht am Staat zu kreieren, was die Natur nicht vorgesehen hat.»
Die «99-Prozent-Initiative» der Jungsozialisten lehnten die Delegierten mit drei Gegenstimmen grossmehrheitlich ab. Die Initiative erschwere den Nachfolgeprozess bei KMU, die das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft seien, und schwäche den Innovationsstandort Schweiz, sagte Sarah Bünter, abtretende Präsidentin der Jungen Mitte Schweiz.