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Warschau/Bratislava/Budapest - Das Hochwasser in Mitteleuropa hat bisher mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Nach heftigen Regenfällen traten die Oder, die Weichsel und andere Flüsse über die Ufer. In Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn überschwemmten die Fluten Ortschaften, Häuser, Strassen und Felder.
Auf der Weichsel erreichte die Hochwasserwelle die historische Königsstadt Krakau. Der Pegel des Flusses habe dort die 9-Meter-Marke überschritten und liege höher als bei der Jahrhundertflut von 1997, berichtete der polnische Fernsehsender TVN24.
Im Zentrum der Stadt wurde eine Brücke gesperrt, einige Stadtteile standen unter Wasser. Die Zahl der Todesopfer in Polen stieg unterdessen auf fünf. Zwei Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Polens Regierungschef Donald Tusk hielt sich in der Krisenregion auf, um die Situation zu beobachten. Man werde eng mit Tschechien und der Slowakei kooperieren, sagte Tusk.
In der Slowakei stürzte ein Mann in einen hochwasserführenden Bach und ertrank. Seine Leiche war bereits am Sonntag geborgen worden, die Todesumstände konnten aber erst am Dienstag geklärt werden, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.
Am Montag hatte die slowakische Regierung den Einsatz von 1400 Soldaten angeordnet. Am Dienstag wurden weitere 2000 Mann in Bereitschaft versetzt.
Die tschechischen Behörden riefen in etwa 15 Orten Hochwasseralarm aus. Eine Frau ertrank am Montag nur 60 Meter von ihrem Haus entfernt im Flussbett der Olse (Olsa).
Die tschechische Regierung stellte 800 Soldaten für Notfalleinsätze bereit. Die Behörden planten 50 Millionen Kronen (rund 2,74 Millionen Franken) für eine Hochwasser-Soforthilfe ein.
Auch in Ungarn verschärfte sich die Lage: Entlang einer Strecke von 770 Kilometern herrsche an den nord- und ostungarischen Flüssen Sajo, Hernad, Bodva, Zagyva, Ipoly und Tarna Hochwasseralarm, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums mit.
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