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Der Bundesrat hat die Revision der Flachmoorverordnung und der Moorlandschaftsverordnung beschlossen. Die Moorlandschaft Grimsel wird definitiv ins Moorlandschaftsinventar aufgenommen, und der Perimeter leicht verkleinert. Dieser Entscheid erlaubt den Kraftwerken Oberhasli (KWO), das Verfahren für die Bewilligung der geplanten Erhöhung der Staumauer weiterzuführen.
Die Umweltorganisationen sind über den Bundesratsentscheid zum Moorschutz an der Grimsel sehr befremdet. Ihrer Ansicht nach verletzt die beschlossene Beschneidung der geschützten Moorlandschaft die Bundesverfassung und ist ausschliesslich und willkürlich auf die Bedürfnisse der Kraftwerke Oberhasli zugeschnitten. Diese wollen die Staukapazität des Grimselsees erhöhen, um die Stromproduktion noch stärker auf erzielbare Höchstpreise ausrichten zu können. Mit seiner Entscheidung missachtet der Bundesrat das klare Gutachten des Bundesamtes für Justiz aus dem Jahr 1996/97, das eine Interessenabwägung zugunsten einer solchen Nutzung bei der Festlegung des Moorlandschaftsperimeters für unzulässig erklärt hatte. Für die Organisationen, die sich für die volle Erhaltung der geschützten Landschaft einsetzen, ist deshalb das letzte Wort noch nicht gesprochen, da die Beschneidung des Moorschutzes einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten wird.