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Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Gleichzeitig leiden aber genau diese Menschen am meisten unter Hungerkrisen und Missernten. Die kleinbäuerlichen Betriebe erzielen häufig zu tiefe Erträge. Sie können nicht auf notwendige Infrastrukturen zurück greifen, wie zum Beispiel Strassen, Stromnetz und Maschinen und ihnen fehlt das Wissen. Bei der Entwicklung neuer Produktionstechniken werden sie gar nicht oder nur wenig einbezogen.
Eine Versorgung der Weltbevölkerung mit genügend Nahrungsmitteln, setzt eine nachhaltige ländliche Entwicklungsstrategie voraus, die auch oder gerade die kleinbäuerliche Landwirtschaft fördert. Kleinbauernfamilien brauchen Zugang zu fruchtbarem Land und Wissen über angepasste Anbaumethoden und sie müssen ihre Produkte zu einem fairen Preis vermarkten können.
Caritas engagiert sich seit über drei Jahrzenten in der ländlichen Entwicklung. Die nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern ist einer der Schwerpunkte in der Caritas-Strategie. Mittels Diversifizierung, der Herstellung von natürlichem Dünger und der Aufarbeitung der Nutzflächen wird die Produktion erhöht. Die Bauernfamilien erhalten resistenteres Saatgut und Schulungen für verbesserte Anbautechniken. Es wird gegen Bodenerosion vorgegangen und die Vermarktung und Verarbeitung der Agrarprodukte gefördert.
Nur bei akuter Bedrohung, zum Beispiel nach Katastrophen, verteilt Caritas unentgeltlich oder in Food-for-Work-Programmen an die Betroffenen Nahrungsmittel. Damit aber keine Abhängigkeiten entstehen, wird diese Hilfeleistung so bald wie möglich wieder eingestellt.