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Kohlenhydrate in der Milch kommen als Laktose vor, die aus je einem Molekül Glukose und Galaktose besteht; es handelt sich also wie bei der Saccharose (Haushaltszucker) um ein Dissacharid (Zweifachzucker). Mit dem Enzym Laktase wird Laktose in der Dünndarmschleimhaut in diese zwei Bestandteile gespalten, welche absorbiert werden können.
Laktoseintoleranz (Milckzuckerunverträglichkeit; nicht zu verwechseln mit der Milchallergie!) ist keine Krankheit, sondern ein normaler physiologischer Vorgang. Sie basiert auf einer mangelnden Laktaseaktivität oder einem Laktasemangel. Laktose kann als Folge davon nicht mehr gespalten werden und gelangt als Dissacharid in die unteren Darmabschnitte. Dort wird sie durch Bakterien zu organischen Säuren, Kohlendioxid, kurzkettigen Fettsäuren, Wasserstoff und diversen Gasen abgebaut und regt einerseits die Darmperistaltik an, andererseits wird der osmotische Druck erhöht. Dies führt zu Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, diffuse Bauchbeschwerden, Bauchkrämpfe, Übelkeit oder Erbrechen.