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Identitätssuche, Architekturgeschichte und viel Poesie
- Bewertet: Einband: Taschenbuch
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Der Ich-Erzähler, ein Deutscher, der wie der Autor selbst, lange in England gelebt hat, erzählt die Geschichte des böhmischen Juden Jaques Austerlitz nach dessen eigener Erzählung, die er bei den über Jahrzehnte verteilten, scheinbar zufälligen Zusammentreffen an unterschiedlichsten Orten zu Gehör bringt. Austerlitz, als Junge a... Der Ich-Erzähler, ein Deutscher, der wie der Autor selbst, lange in England gelebt hat, erzählt die Geschichte des böhmischen Juden Jaques Austerlitz nach dessen eigener Erzählung, die er bei den über Jahrzehnte verteilten, scheinbar zufälligen Zusammentreffen an unterschiedlichsten Orten zu Gehör bringt. Austerlitz, als Junge aus Prag geflüchtet, in Irland bei Pflegeeltern aufgewachsen, erfährt spät von seiner Herkunft und begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln. Interessant konstruiert, eine Mischung aus Fiktion, Dokumentation und peotischer Erzählung garniert mit unkommentierten Fotos zum Thema Architektur, dem Interssensgebiet von Austerlitz
Austerlitz
Beschreibung
"Ein Meisterwerk." Denis Scheck, Deutschlandfunk
Antwerpen, Hauptbahnhof, Salle des pas perdus im Jahr 1967. Dem Erzähler fällt ein Mann auf, der eingehend die Architektur des Gebäudes betrachtet. Die beiden Herren kommen ins Gespräch und verabreden sich für den nächsten Tag. Aus dem zufälligen Zusammentreffen wird ein über 30 Jahre andauerndes Gespräch an verschiedensten Orten Europas. Zwischen London, Paris und Prag erzählt der Kunsthistoriker Austerlitz seine Geschichte: die Geschichte einer verlorenen Kindheit, die sich bruchstückhaft und nach und nach zu der eines Überlebenden einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheit zusammensetzt.Gelesen von Michael Krüger, mit einem Originalton des Autors.(Laufzeit: 11h 19)
W. G. Sebald, 1944 im allgäuischen Wertach geboren, lebte nach seinem Studium in England, wo er ab 1988 als Professor an der University of East Anglia in Norwich Deutsche Literatur lehrte. In dieser Zeit entstanden in regelmässiger Folge auch eigene Romane und Gedichte, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden und ihn zunächst in Grossbritannien und den USA, ab Mitte der neunziger Jahre schliesslich auch in Deutschland berühmt machten. Bereits vielfach ausgezeichnet erhielt er im Jahr 2000 in Anerkennung seines literarischen Werks den grossen Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. Nur ein Jahr nach der Preisverleihung starb W. G. Sebald bei einem Autounfall in England..
Michael Krüger, geboren 1943, begann 1968 seine Tätigkeit als Lektor im Münchner Carl Hanser Verlag, den er von 1986 bis 2013 leitete. Während dieser Zeit war er der Verleger seines Freundes W. G. Sebald. Seit 2013 ist er Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zudem ist er u. a. Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Berliner Akademie der Künste. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen die Lyrikbände "Die Dronte", "Brief nach Hause" und "Nachts, unter Bäumen" sowie der viel beachtete Roman "Die Cellospielerin". Zuletzt veröffentlichte Krüger den Roman "Das Irrenhaus". Als Herausgeber editierte er u. a. die Literaturzeitschrift "Akzente". Neben Auszeichnungen wie dem Peter-Huchel-Preis und dem Mörike-Preis wurde Michael Krüger die Ehrendoktorwürde der Universitäten Bielefeld und Tübingen verliehen. Für den Hörverlag las er eine Auswahl seiner Gedichte unter dem Titel "Wettervorhersage" sowie Siegmund Freuds "Literatur, Religion, Krieg", erschienen in der "Höredition. Entdeckungen auf der Couch". Ausserdem ist er Herausgeber der Hörbuch-Originalton-Anthologien "Lyrikstimmen", "Erzählerstimmen" und "The Poets' Collection".