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Der Fussball-Weltverband FIFA hat offenbar einen Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgelehnt, wonach dieser vor Beginn des WM-Finales am Sonntag eine Friedensbotschaft habe senden wollen. Das berichtet der US-amerikanische TV-Sender CNN und beruft sich dabei auf eine nicht näher beschriebene Quelle.
Demnach habe Selenskyj angeboten, eine Video-Botschaft ins Lusail-Stadion von Katar zu senden, wo am Sonntag (16 Uhr im Liveticker bei watson) das Finale der Weltmeisterschaft zwischen Argentinien und Titelverteidiger Frankreich ausgetragen wird. Ob die Videobotschaft dabei live oder aufgezeichnet gewesen wäre, ist unklar.
Dem Bericht zufolge war Selenskyj überrascht von der Absage der FIFA. «Wir dachten, die FIFA wolle ihre Plattform zum Wohle der Allgemeinheit nutzen», zitiert CNN die Quelle.
An der Entscheidung könnte sich jedoch noch etwas ändern, denn die Gespräche mit der FIFA liefen weiter. Die FIFA hat sich bislang noch nicht geäussert.
Selenskyj hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder Grossereignisse genutzt, um den russischen Angriffskrieg gegen sein Land ins Scheinwerferlicht zu rücken. So trat er etwa beim G20-Gipfel, bei den Grammy-Verleihungen in den USA und auch bei den Filmfestspielen von Cannes mit einer Videobotschaft auf. Auch gab er immer wieder grössere Interviews, wie zuletzt dem US-Talker David Letterman.
Die FIFA hat sich im Turnierverlauf hingegen bemüht, politische Botschaften zu unterbinden. So verbot sie unter anderem die «One Love»-Kapitänsbinde, mit der einige europäische Nationen (auch Deutschland) bei der WM auflaufen wollten, und drohte mit sportlichen Sanktionen.
Auf der anderen Seite wurde das wiederholte Zeigen von Palästina-Flaggen durch Anhänger und Spieler muslimisch-geprägter Länder bislang nicht unterbunden.
Auf einer Pressekonferenz am Freitag hatte FIFA-Präsident Infantino gesagt, man müsse «politische Statements» unterbinden, da man «sich um alle kümmern» müsse.
«Wir sind eine Weltorganisation und wir diskriminieren niemanden», so Infantino. Und weiter:
Am Dienstag befragten Vertreter von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie Richter Juan Merchan weitere Kandidaten und Kandidatinnen für die Jury, bevor sie sich vorerst auf sieben Geschworene einigten. Die Suche nach fünf weiteren Geschworenen könnte sich noch über mehrere Tage hinziehen. Das Verfahren soll am Donnerstag fortgesetzt werden.