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Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Schleiereule da und dort als ein Symbol des Bösen eingefangen und teils bei lebendigem Leib an Stalltüren genagelt. Heute flieht sie oft von selbst – durch die Intensivlandwirtschaft des Feldes verwiesen. Unter anderem gehen bei der Umfunktionierung von Gebäuden viele geeignete Nistplätze verloren.
Grösse: 33 bis 39 cm.
Spannweite: 80 bis 95 cm.
Stimme: heiserer, gedehnter, etwas gehässig und schrill klingender Schrei von etwa zwei Sekunden Länge. Bereichert die Nacht damit um eine schauerliche, aber umso reizvollere klangliche Nuance. Ihre Stimme geht durch Flug- und Verkehrslärm vermehrt unter.
Biotop: offene, reich strukturierte Landschaften mit Bäumen, Hecken und Alleen. Gerne in der Nähe von Siedlungen. Sie bevorzugt strukturreiche Gebiete und meidet ausgeräumte Feldfluren.
Zug: überwiegend Standvogel, doch teilweise grossräumige Strichbewegungen nach dem Selbstständigwerden.
Status in der Schweiz: spärlicher Brutvogel. Durchzügler und Wintergast.
Bestand in der Schweiz: 1000 bis 2500 Paare.
Gefährdungsursachen: Abnahme der Kleinsäuger (Hauptnahrungsquelle) durch Intensivierung der Landwirtschaft. Pestizideinsatz. Flurbereinigung. Zersiedelung. Zudem fordern der Verkehr und schneereiche Winter viele Opfer.