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Joni Mitchell wurde 1943 im Südwesten Kanadas geboren. Mit neun fing die verhaltensauffällige Joni nicht nur mit dem Rauchen an, sondern erkrankte ebenfalls an der Kinderlähmung. Nach langen Spitalaufenthalten fand sie ihre Bewegungsfreiheit auf der linken Hand massiv eingeschränkt. Um weiterhin ihre Lieblingssongs auf der Gitarre spielen zu können, experimentierte sie mit der Stimmung der verschiedenen Saiten herum. Durch dieses Herumexperimentieren entwickelte sie schon bald ihren völlig eigenen Sound auf der Gitarre.
Um neben dem Kunststudium etwas dazuzuverdienen, fing sie an, in Cafés und Bars zu spielen. Nach der Trennung von ihrem damaligen Freund bemerkte die damals 20-jährige Joni Mitchell, dass sie schwanger war. Sie gab das Kind gleich nach der Geburt zur Adoption frei, in der Hoffnung ihm so eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Kurz darauf heiratete sie einen US-Amerikaner und zog mit ihm in die Vereinigten Staaten. Dort stiess ihre Musik immer mehr auf Anklang.
Nach dem Auseinandergehen der Ehe nahm Mitchells Karriere immer mehr an Fahrt auf, bis schliesslich Musikgrössen wie Frank Sinatra oder Willie Nelson ihre Songs coverten. Die späten 60er Jahre wurden für Joni Mitchell, welche nie bekannt sein wollte, zu einer regelrechten Achterbahnfahrt. Zu dem Stress, welche ihre steigende Popularität mit sich zog, hatte Joni in diesen Jahren auch ein turbulentes Liebesleben. So führte sie Liebesbeziehungen mit Leuten wie James Taylor, Leonard Cohen oder Graham Nash. Für die Band des Letzteren (Crosby, Stills and Nash) schrieb sie sogar den Hit "Woodstock", welchen sie später selber aufnahm.
Nach den bewegten Erfahrungen dieser Zeit zog sich Joni Mitchell Anfang der 70er immer mehr vom Rampenlicht zurück. Nach ausgedehnten Reisen und Reflektionen schrieb sie 1972 wohl ihr bekanntestes Album "Blue". Voll mit retrospektiven Gedanken über ihre vielen Beziehungen, ihre Sehnsucht nach ihrer Heimat in Kanada und ihre Schwangerschaft, gilt das Album heute als Meilenstein der populären Musik.
Nach Blue driftete Mitchell immer mehr in eine wilde Experimentierfreudigkeit ab. So entstanden Kollaborationen mit Jazz-Grössen wie Herbie Hancock oder Charles Mingus. Was damals von Musikkritiker*innen oftmals zerrissen wurde, gilt heute als bahnbrechend und revolutionär.
Die ganze Playlist zur Sendung findest du hier: