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Seit der Wahl von Crans-Montana/Wallis durch die Delegiertenversammlung von Swiss-Ski 2014 als nächster Schweizer Kandidat für die Durchführung der FIS alpinen Ski-Weltmeisterschaft nach St. Moritz im Jahre 2017 ist es um das grosse Vorhaben noch ruhig geblieben. Dies liegt begründet durch das Gebot der Höflichkeit, die „Schweizer WM-Bühne“ bis Ende der Durchführung der Ski-Weltmeisterschaft 2017 (6. bis 19. Feburar) dem Bündner Kurort St. Moritz zu überlassen.
Im Hintergrund ist Crans-Montana aber aktiv. Noch nicht im wichtigen Lobbying für seine Kandidatur bei den internationalen Ski-Instanzen und -Organisatoren, aber in den ersten Planungsschritten. Unter der Ägide von Marius Robyr – als von der Vereinigung der Gemeinden des Hochplateaus (ACCM) beauftragter Projektleiter – haben verschiedene Meetings stattgefunden.
So u.a.:
> mit den Gemeindepräsidenten für die Erstellung der Entwürfe des Organigramms des zu gründenden Kandidaturkomitees und des Kandidaturbudgets;
> mit dem Kanton Wallis, dem Partner Swiss-Ski und dem internationalen Ski-Verband FIS;
> mit den WM-Organisatoren von St. Moritz, denen seitens Crans-Montana die freundschaftliche WM-Unterstützung zugesichert wurde;
> mit verschiedenen Dienststellen betreffend infrastrukturelle Belange, die eine WM erfordern.
Eine kleine Delegation von Crans-Montana besuchte die alpine Ski-WM 2015 in Vail-Beaver Creek (USA). Der in der Folge erstellte Rapport zeigt auf, dass eine Ski-WM nach wie vor ohne überdimensionierte Bauten und Infrastrukturen erfolgreich im Sinne eines nachhaltigen Nutzens für die Region und das Wallis durchgeführt werden kann.
Die Kandidatur Crans-Montana/Wallis weist jetzt schon ein grosses Plus auf: Die beiden Pisten „Nationale“ und „Mont Lachaux“ wurden in den letzten Jahren dank den Gemeinden, Bergbahnen und der Stiftung Casino für den modernen Skirennsport markant renoviert. Beide Pisten verfügen über ein gemeinsames Ziel, was nur einen Zielstadion-Neubau erfordert und vor allem auch für die Fernsehproduktion top ist. Die zur Zeit im Totalumbau befindliche Eisbahn Ycoor in Montana wird mit der neuen Infrastruktur und Grösse wie bei den WM’87 der ideale Ort für die Durchführung der WM-Siegerzeremonien und -Startnummernauslosungen sowie Standort des WM-Villages für die Skifans sein.
Mit den nunmehr ab der Saison 2015/16 alljährlich in Crans-Montana organisierten Weltcuprennen – der neuen Frauen-Klassik – können viele organisatorische Belange mit Blick auf die angestrebte Weltmeisterschaft getestet sowie innovative Entwicklungen eingeleitet werden.
Der Grob-Zeitplan für die WM-Kandidatur Crans-Montana/Wallis
2016 bis 2018
Planung der benötigten Infrastruktur (insbesondere Zielstadion), Erstellung des Kandidaturdossiers und erforderliche Präsenz der Verantwortlichen an diversen internationalen alpinen Skisportgrossanlässen.
ab März 2017 bis Mai 2020
Lobbying bei den internationalen Ski-Instanzen und –Organisatoren.
1. Mai 2019
Eingabe des Kandidaturdossier über Swiss-Ski bei der FIS (welche das Dossier eingehend prüft, inkl. diverse Inspektionen von Crans-Montana).
Juni 2020
Präsentation der Kandidatur für die WM 2025 beim FIS Council im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden FIS-Kongresses. Danach wählt der FIS Council den WM-Ort 2025. Allfällige Gegenkandidaten von Crans-Montana für die WM 2025 sind noch nicht bekannt. Gemäss dem WM-Reglement der FIS ist nach St. Moritz 2017 eine erneute Schweizer Kandidatur (das heisst Crans-Montana) acht Jahre nach der Durchführung im gleichen Land möglich.
Der „Challenge Ski-Weltmeisterschaft Crans-Montana/Wallis“ hat begonnen – wenn die regionalen und kantonalen Behörden, die Bergbahnen, die Touristik, Hotellerie und Geschäfte sowie die Bevölkerung am gleichen Strick ziehen, kann es auf dem Walliser Hochplateau zur Wiederholung der sehr erfolgreichen Weltmeisterschaft ´87 kommen. Dies im Zeichen von Authentizität und Schlichtheit. Es soll im Wallis ein echtes WIR-Gefühl gefördert und die Jugend für den Schneesport begeistert werden; alles in einer wunderschönen Bergwelt, deren Grenzen und Schutzbedürfnisse respektiert werden.