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Der Holocaust-Überlebende Eddie Jaku wurde 101 Jahre alt.
Vor einem Jahr hat er mit den Memoiren «The Happiest Man on Earth» in Australien einen Bestseller gelandet. Da war der als Abraham «Adi» Jakubowiez in Leipzig geborene Immigrant 100 Jahre alt. «Glücklich» sei einerseits als Referenz an die unwahrscheinliche Tatsache seines schieren Überlebens zu verstehen, schrieb Eddie Jaku. Dieser Gedanke sei ihm bei der Geburt seines ersten Sohnes gekommen.
Jaku hatte Ingenieurwissenschaften studiert, was ihn für die Nazis interessant als Sklavenarbeiter gemacht hat. So konnte er Lager wie Buchenwald oder Auschwitz überstehen und dann bei Kriegsende einem Todesmarsch entfliehen. Er ging anschliessend nach Belgien und heiratete dort eine Überlebende namens Flore, die sich unter deutscher Besatzung als Christin hatte tarnen können. 1950 wanderte das Paar nach Australien aus, wo er einen neuen Namen annahm und im Immobiliengeschäft erfolgreich wurde. In späteren Jahren blieb Jaku als Freiwilliger am Sydney Jewish Museum aktiv und sprach dort zu Schulkindern über seine Erfahrungen. Damit hinterlasse er bleibende Spuren, würdigt ihn das Museum nun (Link).
Sein Buch wurde in 30 Sprachen übersetzt und dürfte damit noch wirkungsvoller sein. Eine neue Fassung, die auch das Schicksal seiner Schwester schildert, soll laut JTA bald erscheinen. Die Nachrichtenagentur zitiert Jaku mit den denkwürdigen Worten: «Das Leben ist, was du selbst daraus machst, es liegt in deiner Hand. Glück fällt nicht vom Himmel. Du willst glücklich sein? Dann kannst du das auch» (Link).