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Am 25. Februar 1980 wird der Philosoph und Semiotiker Roland Barthes Opfer eines Verkehrsunfalls. Doch war es wirklich ein Unfall, oder handelte es sich um einen Mordversuch? Der französische Schriftsteller Laurent Binet nimmt dieses Gedankenspiel zum Ausgangspunkt seines neuen Romans Die siebte Sprachfunktion, der ein turbulentes Tableau aus Spionage-, Kriminal-, Intellektuellen-, und Theoriegeschichte entfaltet. Aus der "French Theory" wird so eine "French Connection"…
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"Schreiben reizt mich nur in dem Maße, wie es sich in der Wirklichkeit eines Kampfes verkörpert, als Instrument, als Taktik, oder Beleuchtung. Ich möchte, dass meine Bücher Skalpelle, Molotowcocktails oder Minengürtel sind und dass sie nach Gebrauch wie ein Feuerwerk zu Asche verglühen." – Michel Foucault: Auf dem Präsentierteller (1975)
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"Die Genealogie stellt als Analyse der Herkunft eine Verbindung zwischen Leib und Geschichte her. Sie soll zeigen, dass der Leib von der Geschichte geprägt und von ihr zerstört wird." Der Leib bzw. der menschliche Körper hat Geschichte – er "ist der Ort der Herkunft; auf dem Leib findet man die Stigmata vergangener Ereignisse; aus ihm erwachsen die Begierden, Schwächen und Irrtümer; in ihm verschlingen sie sich miteinander und kommen plötzlich zum Ausdruck; aber in ihm lösen sie sich auch voneinander, geraten in Streit, bringen sich gegenseitig zum Verlöschen und tragen ihren unüberwindlichen Konflikt aus". Im Anschluss an Friedrich Nietzsche hat Foucault in diesen Zeilen auf die Historizität, aber auch die Räumlichkeit des Körpers hingewiesen, hat ihn als einen Ort, ja vielleicht sogar ein Schlachtfeld der Geschichte konfiguriert. Wenn man mit Foucault über den Körper nachdenken will, so muss man nach den Praktiken, Diäten, Technologien und Machtverhältnissen fragen, die diesen zum Vorschein gebracht haben. Man muss allerdings auch nach den Orten fragen, an denen er erschien und in denen er schließlich selbst zum Raum wurde. Ich will versuchen, diesen Zusammenhang von Körper und Raum zu beschreiben, und dabei einer Spur folgen, die Foucault in zwei kurz hintereinander gehaltenen Radiovorträgen auf France Culture selbst gelegt hat.
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Das 20. Jahrhundert war ein Zeitalter vielfältiger Grenzziehungen und Sicherheitsdispositive: Von den Schützengräben des Ersten und den Konzentrationslagern des Zweiten Weltkriegs, dem ideologisch wie militärisch bewachten Eisernen Vorhang des Kalten Kriegs, der New Frontier John F. Kennedys – dem Weltraum –, bis hin zum Border Fence an der amerikanisch-mexikanischen Grenze, den Gated Communities außerhalb der Mega-Cities oder den Firewalls im Word-Wide-Web wurden und werden ihre Verlaufslinien immer neu gezogen. Ob politisch, militärisch, kulturell oder digital, ihre Aufgabe besteht stets darin, die ungehinderte Zirkulation von Menschen, Waren, Wissen oder Diskursen zu regulieren.
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"Transparenz" ist in den letzten Jahren zu einem Leit- und Lieblingsthema der Medienöffentlichkeit avanciert. Während sie auf der einen Seite als kollektiver Wunschtraum für Aufklärung, Informationsfreiheit sowie offene, nachvollziehbare politische Prozesse steht, befürchten Skeptiker und Datenschützer lückenlose Kontrollen und warnen vor dem ‚gläsernen Bürger‘. Gemeinsam scheint beiden Positionen allerdings die unausgesprochene Grundüberzeugung, dass Transparenz stets etwas Absolutes sei und ihren Gegenstand vollständig durchdringe. Von Open Data zu Orwells Big Brother – Transparenz ist vielseitig interpretierbar, jedoch meist an eine optisch-visuelle Metaphorik der Sichtbarkeit bzw. Durchsichtigkeit geknüpft.
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