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Inhalt
Geschichte
Frühzeit in Nidwalden
Wann Nidwalden erstmals besiedelt wurde, wissen wir nicht mit Bestimmtheit. Die in Buochs und Oberdorf aufgefundenen Brandgräberfelder bringen aber die Gewissheit, dass in unserer Gegend im 1./2. Jahrhundert Gallorömer lebten. Vermutlich bildeten sie die kleinwüchsige, grazile Urbevölkerung, deren Skelette neben den seit dem 5.-7. Jahrhundert einwandernden Alemannen im mittelalterlichen Friedhof von Stans gefunden wurden. Die Alemannen drangen offenbar friedlich in unser Gebiet vor. Sie beliessen den bereits Ansässigen ihre angestammten Liegenschaften und urbarisierten neue Flächen. Anhand der Skelettfunde lässt sich ablesen, dass sich beide Volkstypen miteinander vermischten.
Die Alemannen hatten ihre eigenen Rechts- und Herrschaftsverhältnisse mitgebracht. Die Abhängigkeit von ihrer Grundherrschaft und Landesherrlichkeit blieb bestehen, nachdem das alemannische Herzogtum untergegangen war und unser Tal zuerst ins fränkische und dann ins deutsche Reich eingegliedert wurde. Der grösste Teil des gerodeten Bodens gehörte im 9. und 10. Jahrhundert Adeligen aus dem Dreieck Zürich-Aarau-Luzern. Diese übertrugen etwa ab dem 11. Jahrhundert ihren hiesigen Landbesitz zunehmend an geistliche Stifte, insbesondere an die Klöster Luzern/Murbach, Einsiedein und ab 1120 auch an Engelberg. Während des 13. Jahrhunderts konzentrierte sich dieser Besitz eher auf Luzern/Murbach und Engelberg. Beide Stifte hatten in Stans, Buochs und Wolfenschiessen ihre Verwaltungszentren, wo ihre Lehensleute periodisch die Zinsen entrichteten, Weisungen entgegennahmen und sich allenfalls dem Gericht stellen mussten.
Neben diesen Abhängigen lebten in Nidwalden auch freie Leute. Man schätzt heute ihren Anteil allerdings auf nicht mehr als einen Fünftel der Gesamtbevölkerung. Es ist nicht sicher, aber immerhin möglich, dass sie sich zum königlichen Gericht zu Wil an der Aa trafen, wo sich später die Landsgemeinde versammelte.
> Geschichte von Nidwalden
Geschichte von Ennetbürgen
Die „Bergleute vom Bürgen“, die Vorgänger der heutigen Genossenkorporation, organisierten bis 1850 das ganze Zusammenleben in unserem Dorf. Die Zuständigkeit einer Körperschaft für fast alle Belange des öffentlichen Lebens von damals war sicher praktisch und wäre für viele Zeitgenossen auch für die heutige Zeit ein Wunschtraum. Doch der Nachteil von damals, dass nur Genossenbürger politische Rechte ausüben durften, war mit der Annahme der Bundesverfassung von 1848 nicht mehr zu vereinbaren. Deshalb wurde Nidwalden, obwohl hier die Verfassung haushoch abgelehnt worden war, gezwungen, seine Kantonsverfassung anzupassen und allen Einwohnern gleiche Rechte zuzugestehen. Um dies zu erreichen, mussten neue politische Institutionen geschaffen werden. Dies war die Geburtsstunde der Bezirksgemeinden, welche 1965 in Politische Gemeinden umgetauft wurden.
Am 1. Mai 1850 wurde die erste Gemeindeversammlung abgehalten. Die Kompetenzen, welche an den Gemeinderat gingen, waren nicht so gross, wollten doch die Einheimischen möglichst Vieles in ihren Händen behalten. Doch mit den Jahrzehnten wuchs auch der Aufgabenbereich der Gemeinden.
Die anfängliche Entwicklung muss wohl sehr beschaulich gewesen sein, denn erst 1869 musste erstmals eine Gemeindesteuer eingezogen werden.
1870 erstellte die Gemeinde die Strasse nach Stans; diejenige nach Buochs bestand schon von alters her. Fünf Jahre vor der Jahrhundertwende wurde die Bürgenstockstrasse erstellt, 1903 die Schiffstation, und 1946 wurde unser Dorf ans Postautonetz angeschlossen. Das Jahr 1910 brachte elektrisches Licht, und 1925 floss erstmals Trinkwasser durch die gemeindeeigene Wasserversorgung.
Mit der Melioration der Allmend (Fläche zwischen Stans und See) ab den 20-iger Jahren, erlebte unsere Gemeinde einen ersten Aufschwung, der mit dem Bau des Militärflugplatzes 1939 einen weiteren markanten Anstieg erfuhr. Es galt nun viele teure Infrastrukturaufgaben zu erstellen: Strassen, Wasserversorgung, elektrische Versorgung, Kanalisation, Abfallentsorgung, öffentliche Bauten, usw.
Heute ist Ennetbürgen eine moderne Gemeinde an einer ausgesprochen schönen Wohnlage. Mit ca. 4'900 Einwohnern haben wir eine überschaubare Grösse und können unsere Aufgaben zweckmässig, kostengünstig und bürgerfreundlich erfüllen.