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Mit der Nahrung nehmen wir viel zu viel Salz zu uns als nötig. Allerdings ist nicht nachgewiesen, dass ein zu hoher Salzkonsum zu hohem Blutdruck führt.
Speisesalz besteht aus Natriumchlorid (NaCl) und ist für Mensch und Tier das wichtigste Mineral. In unserem Körper sind zwischen 150 und 300 Gramm Salz gespeichert. Davon verlieren wir täglich 3 bis 20 Gramm, die wir ersetzen müssen. Der menschliche Körper ist bestrebt, eine bestimmte Salzkonzentration aufrechtzuerhalten (physiologische Kochsalzlösung = 0.9%). Je mehr Salz sich im Körper befindet, desto höher ist auch der Wasseranteil, den unser Körper speichert. Laut dem 6. Schweizerischen Ernährungsbericht nimmt die Schweizer Bevölkerung doppelt so viel Salz zu sich, wie empfohlen. Vor allem Fertigprodukte (Aufbackbrot, Fertigpizzas etc.) enthalten als Geschmacksgeber viel Salz. Gleiches gilt für Käse-, Wurst- und Fleischwaren. Grundsätzlich macht ein hoher Salzgehalt Lebensmittel länger haltbar.
Eine wankende These
Die These, wonach ein zu hoher Salzgenuss automatisch zu einem hohen Blutdruck führt, ist allerdings nicht erwiesen und gerät immer mehr ins Wanken. Die Menschen reagieren nämlich unterschiedlich auf einen erhöhten Salzkonsum. Es gilt also, sein persönliche Risikoprofil ganzheitlich zu evaluieren Da der Flüssigkeitshaushalt und die Blutdruckregulation von der Niere kontrolliert werden, wirkt sich ein zu hoher Salzkonsum vor allem bei Personen negativ aus, die an einer Nierenerkrankung oder an Diabetes leiden. Auch ältere Personen (ab 65 Jahren) reagieren aufgrund der abnehmenden Nierenfunktion empfindlicher auf Salz. Kommt hinzu, dass ältere Menschen schneller satt sind und oft zu wenig trinken. Ein Mangel an Flüssigkeit und Salz oder an Flüssigkeit alleine ist eine häufige Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes älterer Menschen.