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Eine der weltweit meist verbreiteten Sportarten
Aus dem Jahr 4.000 v. Chr. stammt die älteste Darstellung eines Hockeyspiels. In Frankreich spielt man im 12. Jahrhundert „Crosse“ oder „Hoquet“, ein Wort das „Schäferstock“ bedeutet. Es wird vermutet, dass das englische Wort „Hockey davon abgeleitet ist. Es handelt sich um ein Treibballspiel, das zu selben Zeit auch in Irland als „Hurling“, in Schottland als „Shinty“ und in Wales unter dem Namen „Bandy“ auftaucht. Was im Mittelalter rau begann, wird im ausgehenden 19. Jahrhundert in England zum modernen Hockey umgewandelt und verfeinert. Im Südosten Londons ist mit Blackheath der erste Hockeclub überhaupt beheimatet.
1883 wird die Mannschaftsstärke auf elf Spieler festgesetzt. 1886 wird der Schusskreis als wichtigste Neuerung ins Regelwerk aufgenommen.
Die grösste Umwälzung im Hockey findet in den 70er Jahren statt. Der Charakter des Spiels ändert sich, die Anforderungen an Spieler und Material werden drastisch in die Höhe geschraubt, das Spiel ist ein anderes. Der Naturrasen wird abgelöst vom Kunstrasen.
In den 90er Jahren bringt Fernando Ferrara eine in Europa bislang unbekannte Technik aus seiner argentinischen Heimat nach Italien mit: Die Technik der „argentinischen Rückhand“ verbreitet sich in Windeseile.
Olympische Tradition
An den Olympischen Sommerspielen 1908 in London wurde erstmals Hockey gespielt. England holt sich im eigenen Land Gold. Indien ist bis heute die mit Abstand erfolgreichste Hockeynation bei Olympischen Spielen. Seit Amsterdam 1928 ist Hockey fester Programmteil bei Olympischen Sommerspielen. Indien ist die führende Hockeynation. Die Damen gaben 1980 in Moskau ihre Premiere an Olympischen Spielen. Der Ausgang von olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften ist äusserst spannend.
Schweizer Landhockey
Wie andere Ballspiele fand auch der Hockeysport seine Einführung durch englische Studenten, die sich in Westschweizer Instituten aufhielten.
In einem Mädcheninternat wurde 1902 zum ersten Mal Hockey gespielt. Fünf Jahre später begeisterten sich auch Einheimische für diese Sportart. Wenig später spielten auch junge Genfer in den Instituten und trugen Wettkämpfe aus. Genfer die aus England zurückkehrten gründeten 1910 den Rovers Hockey-Club Genf.
Ein erstes Spiel zwischen zwei Schweizer Mannschaften wurde am 14.4.1912 ausgetragen. Auf der Margarethenwiese in Basel spielte der Basler HC 1911 gegen die zweite Mannschaft des Rovers Hockey-Club Genf. Es wurde damals mit je 8 Feldspielern gespielt. Die ersten internationalen Spiele bestritten Genfer, die nach Lyon und München reisten.
Im Jahre 1914 gründete der Basler HC 1911 eine Meisterschaft, wegen des Ausbruchs des 1. Weltkrieges wurde die Meisterschaft jedoch verschoben.
Im März 1920 trafen sich fünf Vereine und gründeten den Schweizerischen Landhockey-Verband (SLHV). Wegen Zeitknappheit wurde die erste Meisterschaft vom 15./16. Mai 1920 noch in Turnierform ausgetragen. Erster Schweizer Meister wurde Young Boys Bern. 1920/21 fand bereits ein regulärer Meisterschaftsbetrieb mit zwei Regionen (Ost- und Westschweiz) mit Hin- und Rückspiel statt.
Der Schweizer Cup wurde 1937 zum ersten Mal ausgetragen und ist bis heute ein fester Bestandteil im Spielbetrieb.
Eine der weltweit meist verbreiteten Sportarten