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Die diesjährige Vollversammlung stand ganz im Zeichen der Entmilitarisierung der Schweiz: Mit den zwei grossen Themen «Referendum gegen die Kampfjets» und «Abstimmungskampf zur Aufhebung der Wehrpflicht».
In seiner Rede zur Kampfjetdebatte erklärte Jo Lang, was die GSoA mit dem neuen Luftwaffenkommandanten gemeinsam hat: Beide freuen sich über die Loopings des Gripen. Der Militärmann über richtige Loopings, die GSoA über politische Loopings. Jo betonte in seinen Ausführungen nochmals, dass es richtig war, die Initiative gegen neue Kampfjets zurückzuziehen. Er erläuterte das Chaos um die Kampfjetbeschaffung und wie es voraussichtlich weitergehen wird. Die GSoA-Band untermalte das Hin und Her beim Kampfjetkauf mit einer munteren Adaption eines Mani-Matter-Liedchens.
Wehrpflicht aufheben
Der thematische Schwerpunkt der Vollversammlung lag aber bei der Aufhebung der Wehrpflicht. Seraina Patzen erörterte die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche, die von der Wehrpflicht und deren Aufhebung betroffen sind. Daraufhin waren zwei Referate diesem Thema gewidmet. Tarek Naguib vom Zentrum für Sozialrecht der ZHAW sprach über die Ungleichbehandlung der Geschlechter, die von der Wehrpflicht ausgeht und stellte dies in einen verfassungs- und völkerrechtlichen Kontext. Er machte deutlich, dass die Ungleichbehandlung in der juristischen Diskussion für Frauen gleichermassen positiv wie negativ ausgelegt werden kann. Piet Dörflinger von zivildienst.ch sprach über die Wichtigkeit eines freiwilligen Zivildiensts und über seine Arbeit mit Armeeangehörigen. Er betonte, dass der Zivildienst mehr als ein Militär-Ersatzdienst ist und mit der Aufhebung der Wehrpflicht der Zivildienst für alle, Männer und Frauen, Schweizer und Ausländer, geöffnet werden kann.