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Titelschutz in der Schweiz
Der Bund regelt den Erwerb und den Gebrauch von Berufsbezeichnungen und Titeln nicht umfassend. Er hat lediglich Bestimmungen dazu erlassen, um entweder die eidgenössisch anerkannten Fachausweise und Diplome im Bereich der Berufsbildung (Industrie, Handwerk, Handel, etc.) und der Hochschulausbildung (nur Eidgenössische Technische Hochschulen ETH und Fachhochschulen FH) zu schützen oder um den Gebrauch von Berufsbezeichnungen und Titeln generell unter Strafe zu stellen, sofern diese den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs, des Betrugs oder der arglistigen Vermögensschädigung erfüllen. Der private Gebrauch von Titeln ist bundesrechtlich nicht geregelt. Im nichtgeschäftlichen Verkehr lässt sich daher die Verwendung eines falschen Titels nicht (ohne weiteres) verhindern.
Mangels einer nationalen Regelung können in der Schweiz ausländische akademische Titel, die von staatlich anerkannten Universitäten im Rahmen eines regulären Studien- und Forschungsprogramms verliehen worden sind, in der Form geführt werden, wie sie im Staat der Verleihung aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen geführt werden dürfen.
Ein ausführliches Grundlagenpapier zum Thema Titelschutz wurde vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF herausgegeben.