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Burgdorf, im Mittelalter eine der wichtigsten Städte um Bern.
Burg und Dorf
1150 erste Siedlungsspuren beim Niederspital, 1084 wird die Burg der Zähringer erstmals erwähnt. 1273 erhält Burgdorf das Stadtrecht. Nach einer Belagerung während des Burgdorferkriegs (1383/84) kauft Bern 1384 Burgdorf und gleichzeitig Thun.
Schloss Burgdorf
Hoch oben auf einem mächtigen Felsen thront das Burgdorfer Schloss und bewacht das «Tor zum Emmental».
Die ursprüngliche Burg stammt aus dem 11 Jahrhundert und ist von 1084 bis 1218 im Besitz der Zähringer. Um 1200 liess Herzog Berchtold V. von Zähringen die ältere Burg durch das heutige mächtige Schloss ersetzen.
Die Sage von Burgdorf
Textauszug vom Kulturschloss Burgdorf:
Laut der von Jeremias Gotthelf aufgeschriebenen und dichterisch ausgestalteten Gründungssage soll im Felsen, worauf später das Schloss erbaut wurde, ein schrecklicher Drache gehaust haben.
Im Jahr 712 gelang es den Brüdern Sintram und Bertram im Lauf eines dramatischen Kampfes, das Untier zur Strecke zu bringen. Da nun das Land vom Drachen befreit war, konnten die beiden lenzburgischen Grafen auf dem Felsen ein Schloss bauen und zu seinen Füssen eine Stadt gründen.
Die Sage wird von den «Ämmitaler Drachentöter» Excelsis im Album «vo Chrieger u Drache» und der akustischen Variante «Chrieger Lieder» besungen.
Das Siechenhaus
Das Siechenhaus in Burgdorf ist ein schweizweit einzigartiges Objekt aus dem Spätmittelalter. Im Siechenhaus wurden die Aussätzigen weitab von der Stadt Burgdorf bis zu ihrem Tode betreut und behandelt.
Die «Siechen» durften um Almosen betteln und Wegzölle erheben, deshalb standen die Siechenhäuser bei vielen Städten nahe der Hauptverbindungsstrassen sowie in der Nähe von Brücken.
Die Bartholomäuskapelle beim Siechenhaus
Bereits 1179 urkundlich erwähnt und 1446 erneuert, wurde in der «Siechenkapelle» für die Aussätzigen der Gottesdienst vom Spitalkaplan abgehalten. Wo der Friedhof der Siechen liegt, ist archäologisch nicht erforscht.