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Wappen von Stein im Fricktal
Das Gemeindewappen stellt eine weisse Fiedel auf rotem Grund dar.
Auf rotem Grund eine schrägrechts gestürzte weisse Fiedel. Das Steiner Wappen hat seinen Ursprung im Wappen der Edlen von Stein und Wieladingen, die bis 1373 als erste Schirmvögte das Meieramt über die Höfe des Säckingerstifts in Stein inne hatten. Deren Burg hat sich als Ruine unweit von Säckingen im Murgtal bis heute erhalten. Obschon Stein eine altüberliefertes Wappen hat, wurde es erst 1962 in die Stempel und Signete der Gemeinde übernommen. Bereits im Jahre 1803 nach der Gründung des Kantons Aargau, erliess der Regierungsrat ein Dekret, dass er zuständig sei über die Wappensiegel der Kantons-, Bezirks- und anderer Behörden zu beschliessen. Viele Gemeinden, so auch Stein, wählten oft eigentümliche Wappenbilder. In der Gemeindesiegelsammlung der Staatskanzlei von 1872 figuriert das Wappen von Stein folgendermassen: In Grün ein weisser Stein im Schildfuss und ein horizontaler Wellenbalken mit der Aufschrift "Rhein".
Im Jahre 1915 führte der Historiker und Oberrichter Walther Merz eine Bestandesaufnahme über die aargauischen Gemeindewappen durch. Dabei schlug er der Gemeinde Stein vor, das "heraldisch ganz bedenkliche Wappen" mit dem weissen Stein durch das "historisch einzig gerechtfertigte Wappen" der Herren von Stein zu ersetzen.
Premiere hatte das neue Steiner Wappen 1939 an der Landesausstellung in Zürich als "Landifähnchen".
Unter dem Patronat von Staatsarchivar Nold Halder wurde dann Anfang der Sechzigerjahre das offizielle Gemeindewappen geschaffen. Die wohlproportionierte Darstellung der Fiedel, einem meistverwendeten Saiteninstrument des Mittelalters, das zum Vorläufer der späteren Streichinstrumente wurde, erfolgte an Hand eines Museumsstückes.
Auf der Gemeindekanzlei können Wappenkleber von Stein gekauft werden.