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Das Wichtigste in Kürze
- Der berühmte Journalist Carlos Chamorro ist aus Nicaragua geflohen.
- Er teilte auf Twitter mit, dass er und seine Frau die gemeinsame Freiheit schützen wollen.
- In Nicaragua sind in den letzten Wochen mehrere Oppositionelle verhaftet worden.
Angesichts einer Verhaftungswelle gegen Regierungskritiker ist der prominente Journalist Carlos Fernando Chamorro aus Nicaragua geflohen. Er und seine Frau hätten das Land verlassen, um ihre Freiheit zu schützen. Dies teilte der Sohn der früheren Präsidentin Violeta Chamorro am Dienstag auf Twitter mit.
In den vergangenen Wochen waren in dem mittelamerikanischen Land über ein Dutzend Oppositionelle verhaftet worden. Chamorros Schwester Cristiana, Bewerberin um eine Kandidatur für das Präsidentenamt, steht seit Anfang Juni unter Hausarrest. Ihr wird unter anderem Geldwäsche vorgeworfen.
Freier Journalist im Ausland
Carlos Chamorros Haus war in der Nacht zum Dienstag stundenlang von der Polizei durchsucht worden. «Sie haben nach mir gesucht. Das Ziel war, mich zu fangen», sagte der Gründer des Nachrichtenportals «Confidencial» in einem Fernseh-Interview.
Er sei allerdings nicht zu Hause gewesen. Jetzt werde er aus dem Ausland freien Journalismus praktizieren. Wo er sich befindet, sagte er nicht. Bereits 2019 hatte er in Costa Rica Schutz gesucht.
Die Opposition wirft der autoritären Regierung von Präsident Daniel Ortega vor mögliche Rivalen aus dem Weg räumen zu wollen. Der frühere Revolutionär regierte Nicaragua von 1979 bis 1990 und seit 2007 erneut.
Im Jahr 2014 verabschiedete seine Partei eine Verfassungsreform, mit der die bis dahin geltende Amtszeitdauer abgeschafft wurde.