Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/657

Beschreibung
Im Val Bavona, wo sehr viel Strom erzeugt wird (drei Kraftwerke und drei Stauseen) gibt es, mit Ausnahme von San Carlo, keinen Strom, daher muss man sich mit Solarzellen, Gas, kleinen Wasserturbinen, Kerzen, Petroleum und anderem behelfen.
Unmöglich, nicht auf den Wasserfall von Foroglio hinzuweisen, der von einem 110m hohen Felsen zu Tal stürzt, und auf das Val Calnegia, das von Foroglio aus erreicht wird.
Ein Lehrpfad zum Thema "Alpaufzug und Alpabzug im Bavonatal" beginnt in den Dörfern Cavergno und Bignasco und führt den Wanderer in mehreren Etappen der Talsohle entlang bis zur Terra di Foroglio, nach Pontido und durch das Calneggiatal bis zu den Alpweiden auf über zweitausend Meter Höhe. Wie andere Alpentäler ist die Geschichte des Bavonatals tief geprägt durch die saisonalen Umzüge der Bevölkerung. Im Bavonatal ist dieser Brauch, zusammen mit den vom Menschen hinterlassenen Spuren, noch heute deutlich erkennbar.
Durch Eis, zerstörerische Erdrutsche und rasende Ueberschwemmungen verunstaltet ist Bavona ein Tal, wo der Mensch für seine Niederlassung schwer bezahlen musste.
Man geht auf einem Weg auf der rechten Seite der Bavona entlang und tritt sehr bald in den Wald im Talboden ein. Nach kurzem Aufstieg führt ein fast ebener Weg zu den Mühlen (533m). Jetzt wechselt man auf die andere Talseite: bei einer Kapelle verlässt der Wanderweg die Strasse und aufwärtsgehend gelangt man in eine waldige Gegend in Mondada. Zahlreich sind die Spuren der alten Urbarmachung, darunter weite terrassenförmige Oberflächen. So erreicht man die Brücke über dem Fluss Larèchia und dann in wenigen Minuten Fontana.
Dies ist die grösste Gemeinde von Bavona. Man sieht bemerkenswerte Steinbauten zwischen den Felsen, wie das kleine Oratorium, das sich bestens an die felsigen Vorsprünge anpasst. Beim Grotto findet man eine Inschrift auf einem Felsen, welche an die unglücklichen Erdrutsche, die das Dorf im Jahre 1594 begraben hat, erinnert.
Bald wird ein alter Weg zwischen Fontana und Ritorto wieder hergestellt, im Moment jedoch geht man während 2 km der asphaltierten Strasse entlang. Auf halbem Weg befindet sich Sabbione, mit seinen wenigen Häusern am Fusse eines grossen Felsens. Unter diesem und andern Felsen sind Keller und Ställe mit unterschiedlichen Funktionen gebaut worden. Das Maggiatal Museum ist daran, eine Studie über diese einzelnen Bauten zu entwickeln.
Nach Sabbione wird das Tal etwas breiter. Man erreicht nach kurzer Zeit Ritorto, eine kleine Gemeinde hinter dem Oratorium, wo man am Fusse eines grossen Felsens ein schönes Grotto findet. Man geht weiter bis zu einem engen von der Strasse abgehenden Weg. Hier wird man vom betäubenden Lärm des Wasserfalles von Foroglio begleitet, welcher den Schluss dieser ersten Etappe kennzeichnet.