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Viele junge Frauen fühlen sich ständig müde. Ein häufiger Grund der Müdigkeit ist EISENMANGEL, auch wenn noch keine Blutarmut vorliegt.
Der «Ferritin»-Test erlaubt die frühzeitige Diagnose eines Eisenmangels.
Wussten Sie, dass…..
…der menschliche Körper etwa so viel Eisen enthält, dass man daraus einen 5 Gramm schweren Nagel schmieden könnte?
…in den Industrieländern ungefähr 25% der Frauen im gebärfähigen Alter einen Eisenmangel aufweisen?
…das Eisen im Hämoglobin der roten Blutkörperchen pro Tag 700 bis 1000 Liter Sauerstoff im Blut transportiert?
…die Menschen heute weniger Nahrung zu sich nehmen, stark raffinierte Produkte verzehren, häufig fleischlos essen und damit viel weniger Eisen aufnehmen als früher?
Gründe für einen Eisenmangel
Vermehrter EISENVERLUST
Mit dem Beginn der Pubertät und bis zur Menopause haben Frauen monatliche Blutverluste mit der Menstruation und verlieren dadurch regelmässig Eisen. Der Blutverlust beträgt im Durchschnitt 30 ml pro Monat. Dies entspricht einem Eisenverlust von 15 mg. Ein Teil der Frauen hat erheblich stärkere Blutungen und verliert monatlich 30 bis 60 mg Eisen. Frauen haben also einen deutlich höheren Eisenbedarf als Männer.
Ungenügende EISENZUFUHR mit der Nahrung
Die Essgewohnheiten von Mann und Frau sind unterschiedlich. Frauen nehmen mit der Ernährung deutlich weniger Eisen zu sich. Frauen essen weniger Fleisch – die Hauptquelle für Eisen – hingegen mehr Gemüse und Obst. Das Eisen pflanzlicher Herkunft ist schlechter verwertbar. Diese Ernährungsgewohnheiten decken den Eisenbedarf der Frauen oft nicht.
4 Situationen können einen Eisenmangel bewirken:
1.Ungenügende Eisenzufuhr mit der Nahrung, wenn wenig oder kein Fleisch gegessen wird.
2.Erhöhter Eisenbedarf, beispielsweise in der Schwangerschaft, bei Jugendlichen im Wachstumsschub, beim Sportler.
3.Ermehrter Eisenverlust, beispielsweise bei Frauen mit starken und/oder langandauernden Menstruationen, bei Vorliegen von Magen-Darm-Blutungen.
4.Ungenügende Eisenaufnahme des Körpers, beispielsweise bei Senioren, die wenig Magensäure bilden, bei Vorliegen einer Magen-Darm-Erkrankung wie Zöliakie.
Funktionen des EISENS im Körper
Eisen ist der wichtigste Bestandteil des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffs in den Blutkörperchen. Das Eisen im Hämoglobin bindet den lebensnotwendigen Sauerstoff. Im Blut transportieren die roten Blutkörperchen den Sauerstoff aus der Lunge zu allen Körperzellen.
Alle unsere Körperzellen brauchen zur Energieproduktion Sauerstoff. Damit Sauerstoff vom Blut in die Zellen gelangt, braucht jede einzelne Zelle Transportenzyme. Diese Transportsysteme enthalten EISEN, um den Sauerstoff zu binden.
Viel EISEN liegt auch im Muskel vor. Die Muskelzellen haben die Fähigkeit, Sauerstoff zu speichern, damit sie jederzeit und äusserst schnell reaktionsfähig sind. Im Muskel wird der Sauerstoff an ein eisenreiches Eiweiss gebunden, das «Myoglobin».
Im Gehirn ist EISEN eines der notwendigen Elemente, um Botenstoffe zu bilden. Diese Botenstoffe beeinflussen motorische Fähigkeiten, den Lernprozess und die Intelligenz.
Eisenhaushalt im Körper
Der Mensch ist auf Eisen angewiesen. Ohne Eisen kein Leben, da ohne Eisen der Sauerstoff im Körper nicht transportiert und verwertet werden kann. Der Eisenhaushalt des Körpers ist praktisch ein geschlossener Kreislauf, Das aufgenommene Eisen bleibt für viele Jahre im Körper, es wird immer wieder verwendet oder gespeichert.
Der tägliche Eisenbedarf beträgt in Abhängigkeit von Lebensalter und Geschlecht 1.0 bis 1.5 mg. Diese Menge muss vom Körper aufgenommen werden. Vom zugeführten Eisen werden durchschnittlich nur ca. 10% aufgenommen. Dies bedeutet, dass die Eisenzufuhr bei der Frau sowie beim Jugendlichen mindestens 15 mg und beim Mann mindestens 10 mg betragen muss. Damit dem Körper jederzeit genügend Eisen zur Verfügung steht, muss eine Menge als «Vorrat» gespeichert werden. Eisen wird hauptsächlich im Knochenmark, in Leber und in der Milz gespeichert. Durch die Bestimmung des Ferritins im Blut, kann gemessen werden, wie hoch Eisenreserven in den Speichern sind.
2 Stadien des Eisenmangels
Bei einem Ungleichgewicht zwischen Eisenaufnahme und Eisenverlust entleeren sich zuerst die Eisenspeicher. Es kommt zu einem Eisenmangel ohne Blutarmut. Das Ferritin ist erniedrigt, das Hämoglobin noch normal.
Falls der Eisenmangel fortschreitet, kommt es zu einem Eisenmangel mit Blutarmut.
Die 2 Stadien können diese Folgen für die Gesundheit haben:
•Müdigkeit
•Lustlosigkeit
•Lernschwierigkeiten
•Konzentrationsschwierigkeiten
•Gereiztheit
•Hautveränderungen
•Kälteempfindlichkeit
•Atemnot
•Starkes Herzklopfen
•Haarausfall, brüchiges Haar
•Schwindel
•Kopfweh
•Drang, die Beine zu bewegen
Behandlungen des Eisenmangels:
Die Behandlung des Eisenmangels erfolgt entweder mit Eisentabletten, oder aber, wenn diese nicht genügend aufgenommen werden, oder wenn der Eisenmangel sehr stark ausgeprägt ist, mittels Eiseninfusionen. Wichtig ist, dass die Behandlung über lange Zeit erfolgen muss, da Eisen im Körper leider nur schlecht aufgenommen wird.
Ernährung und EISEN
Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Eisen ist wichtig. Ernährungsmassnahmen können beitragen, einem Eisenmangel vorzubeugen. Ernährungsmassnahmen sind jedoch ungenügend zur Behandlung eines Eisenmangels.
EISEN aus tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Geflügel und Fisch wird vom Körper besser aufgenommen. Eisenaufnahme 10-20%.
EISEN aus pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Gemüse, Früchte, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse wird vom Körper schlecht aufgenommen. Eisenaufnahme: 3-5%.
Ernährungstipps
•Fleisch, Geflügel und Fisch sind reich an Eisen. Essen Sie pro Woche 2 bis 4 Mal eine Portion Fleisch und 1 bis 2 Portionen Fisch.
•Die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Nahrungsmitteln kann erhöht werden, wenn in der gleichen Mahlzeit eine kleine Menge Fleisch vorkommt. Mischen Sie Schinkenwürfeli in den Gemüsegratin, ein wenig Pouletfleisch ins Champignongericht, Rohschinken mit Melone, ein wenig Wurst in die Gemüsesuppe.
•Vitamin C erhöht die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Reich an Vitamin C sind zum Beispiel Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Peperoni, Sauerkraut, Fenchel. Ergänzen Sie die Mahlzeiten mit etwas Fruchtsaft oder Früchten zum Dessert.
•Die Eisenaufnahme, insbesondere die des Eisens aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, wird gehemmt durch Schwarztee, Grüntee, Eistee sowie Kaffee. Geniessen Sie diese Getränke ausserhalb der Mahlzeiten.
•Kalzium in Milchprodukten hemmt die Eisenaufnahme, insbesondere die des Eisens aus Fleisch. Zu einer Fleischmahlzeit möglichst keine Milch trinken oder Milchprodukte essen.