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Theodor und Emilie Fontane sind im September 1873 auf dem Weg nach Gut Wustrau. Während sich beide über den Ruppiner See rudern lassen, ertönt in der Stille des Spätsommertages ein Schuss. Hat die Jagdsaison begonnen? Beim Souper ereilt Graf von Zieten-Schwerin die Nachricht, dass im Forst von Altfriesack ein Toter liegt - im Abendanzug, die Pistole neben sich. Es ist der in den Gründerjahren zu Reichtum gekommene Baulöwe Schwartz aus Berlin. Fontane zweifelt an der Selbstmordthese des märkischen Amtsgerichtsrats und beginnt, sehr zum Leidwesen Emilies, selbst zu ermitteln ...
Rezension
Frank Goyke, feste Grösse in der deutschen Krimilandschaft, hat nun Theodor Fontane für sich entdeckt. Plätschernd wie ein munteres Flüsschen fabuliert Goyke die Geschichte um Mord an dem in in den Gründerjahren zu Reichtum gekommenen Bau-Entrepreneur Schwartz ? Ein unterhaltender Band, nach dessen Lektüre man sich schon auf eine Fortsetzung mit dem spürsinnigen Brandenburg-Chronisten freut.? (Der Nordberliner , 30.10.08)
Portrait
Frank Goyke wurde 1961 in Rostock geboren. Von 1983 - 1988 Studium der Theaterwissenschaften in Leipzig, danach Redakteur und Lektor in Berlin. Von 1991 bis 1996 Dramaturg an einem Berliner Off-Theater. Seit 1997 freier Schriftsteller, Lektor und Herausgeber in Berlin. Er veröffentlichte seit 1992 mehr als zwanzig Bücher, darunter zahlreiche Kriminalromane und Sachbücher. Sein Roman "Dummer Junge, toter Junge" wurde 1996 mit dem Krimipreis "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft als bester deutschsprachiger Kriminalroman ausgezeichnet.
Draußen vor der Stadt ist Fontane ein sehr neugieriger und liebenswerter Mensch.
Gelungene Idee, den Leser in die
Vergangenheit mit zu nehmen.
Kein Thriller, mehr amüsante Unterhaltung mit Pfiff. Ich werde die anderen Fälle auch noch lesen.