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Dreibereichsverfahren
Dreibereichsfotometer sind ähnlich aufgebaut wie Densitometer. Anstelle der drei Farbfilter Rot, Grün und Blau sowie des Visualfilters werden Filterkombinationen verwendet, welche die drei Normspektralwertfunktionen X, Y, und Z nachbilden.
Dreibereichsfotometer haben jedoch eine geringere absolute Messgenauigkeit als Spektralfotometer, da in der Regel weder die Normspektralwertfunktionen absolut exakt nachgebildet werden könnennoch das gewünschte Normlicht vorhanden ist. Sie eignen sich jedoch zur Bestimmung von Farbabständen, da dabei die Absolutgenauigkeit keine Rolle spielt.
Dreibereichsgeräte sind auch deutlich günstiger als Spektralfotometer. Mit einer Lampe, deren spektrale Zusammensetzung einer Normlichtart angenähert ist, wird das Messfeld beleuchtet.
Die spektrale Reflexion wird mit drei verschiedenen Filtern X, Y, Z gemessen: Hinter Filter X (Rot) wird der Normfarbwert X gemessen, hinter Filter Y (Grün) der Normfarbwert Y und hinter dem Filter Z (Blau) der Normfarbwert in ein empfindungsgemäss gleichabständiges System (CIELAB oder CIELUV) umgerechnet werden.
Spektralverfahren
Beim Spektralverfahren wird das sichtbare Spektrum zum Beispiel von 380 bis 780 nm gemessen. Dabei wird das von einem Farbton reflektierte Licht durch ein Beugungsgitter in seine spektralen Bestandteile zerlegt und von einer Vielzahl von Sensoren erfasst.
Je nach Genauigkeitsanforderungen erfolgt die Erfassung in Abständen von 1, 5 oder 10 nm. Aus den gemessenen Reﬂexionen werden die Normfarbwerte X, Y und Z errechnet. Dazu sind im Rechner die Normspektralwertfunktionen X, Y und Z abgespeichert. Da diese Funktionen nicht durch Filter nachgebildet werden müssen, ist die Absolutgenauigkeit von Spektralfotometern sehr hoch. Allerdings sind sie auch teurer als Dreibereichsfotorneter.
Ein wichtiger Vorteil des Spektralverfahrens – neben der hohen Absolutgenauigkeit – ist die Tatsache, dass Spektralfotometer die Normfarbwerte prinzipiell für alle ge- normten Lichtarten und Beobachter ausgeben können, sofern die entsprechenden Werte gespeichert sind. Sie können zudem Farbdichten für beliebige Filternormen berechnen.
Farbenfabriken müssen sich bei Farbanreibungen exakt nach Vorgaben richten. Dies ist sehr wichtig bei den genormten Farben (Europaskala), aber auch bei HKS-Farben und allen Sonderrezepturen. Dazu wird das Muster mit dem Spektralfotometer gemessen und das Mischungsverhältnis für die Druckfarbe über einen Computer mit entsprechendem Rezepturprogramm berechnet.
Spektralmesstechnik hält zur Zeit den Einzug in die Graﬁsche Vorstufe. Professionelles Color Management ist ohne die Spektraltechnik nicht denkbar. Die Softwareanbieter programmieren meist diverse Schnittstellen für die gängigsten Spektralfotometer. Die erfassten Daten können so direkt zur Erstellung von Differenztabellen (Proﬁlen) verwendet werden.