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Er war ein schweizerischer Emile Zola und wurde häufig in der Nachfolge Gotthelfs gesehen: Carl Albert Loosli, der «Philosoph von Bümpliz». Der unehelich geborene Loosli verbrachte mehrere Jahre in Anstalten der deutschen und welschen Schweiz. Nach ruhelosen Jahren zwischen Bern, Neuchâtel und Paris, wo er sich als Bohemien herumtrieb, liess er sich Ende 1904 auf Dauer in Bümpliz nieder. Er baute sich eine Existenz als Journalist und Schriftsteller auf, von deren Erträgen seine Familie mehr schlecht als recht zu leben vermochte.
Loosli verfasste Satiren, Novellen und Anekdoten; Romane lagen ihm weniger. Mit Loosli stehen wir an den Quellen der schweizerischen Kriminalliteratur - lange vor Glauser und Dürrenmatt. Als Pionier erwies sich Loosli auch in gewerkschaftlicher Hinsicht, indem er 1912 den schweizerischen Schriftsteller-Verein aus der Taufe hob.
Sein eigenes Schicksal liess ihn zum Kämpfer für die Menschen- und Bürgerrechte werden. Die Arbeit analysiert Looslis jahrzehntelangen Einsatz gegen die Anstalten und gegen die «Administrativjustiz», seine Bemühungen um bedingungslose Rechtsstaatlichkeit.
Der vorliegende erste Teil der Biographie thematisiert Looslis wilde Jugendjahre.
«Mit ‹Carl Albert Loosli› hat Erwin Marti die frühen Jahre des kämpferischen und zuweilen bitterbösen Satirikers und Zeitkritikers aufgearbeitet. Marti gibt sich dabei nicht mit biographischen Begebenheiten aus dem näheren und weiteren Umfeld zufrieden, sondern zeichnet mit vielen Details und Dokumenten ein eigentliches Sittengemälde der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Looslis früher Zeit.»
Berner Tagwacht