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Ähnliche Vergehen, völlig unterschiedliche Strafen. Langnaus Topskorer Chris DiDomenico geht nach dem Zusammentreffen mit dem Linienrichter straffrei aus. Zugs Fabrice Herzog kassiert hingegen für einen Zusammenstoss mit dem Head sieben Spielsperren.
Die Video-Bilder entlasten Chris DiDomenico. Er hatte im Spiel gegen Langenthal in der 56. Minute nach einem Zusammentreffen mit Linienrichter Michael Tscherrig einen Restausschluss kassiert. Nun zeigen die laufenden Bilder, dass der Kanadier Langenthals Haudegen Joël Fröhlicher im Visier hatte und Michael Tscherrig dazwischenfuhr und deshalb getroffen wurde.
Einzelrichter Reto Steinmann verzichtet auf eine Spielsperre. Freispruch erster Klasse also für Langnaus hitzköpfigen Stürmer.
Hingegen kassiert Zugs Stürmer Fabrice Herzog für den Zusammenstoss mit Headschiedsrichter Andreas Koch im Spiel gegen Lugano sieben Spielsperren.
Die Begründung, kurz zusammengefasst: Der Zuger hätte den Zusammenstoss vermeiden können und vermeiden müssen. Oder noch anders gesagt: Das ganz besondere Trikot der Schiedsrichter muss für die Spieler sein, was der Fussgängerstreifen für den Automobilisten. Er darf nicht einfach drüber fahren. Er muss dem Fussgänger (dem Schiedsrichter) den Vortritt lassen.