Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03304.jsonl.gz/729

Zersiedelungs-Initiative JA: Kompensationen in den Agglomerationen nötig!
Die neuen kantonalen Richtpläne setzen den Gemeinden bezüglich ihrer Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung (E+A) und ihrer Besiedlungsdichte (E+A/ha Bauzone) auf Wachstum ausgerichtete behördenverbindliche Vorgaben. Die Gegner der Zersiedelungs-Initiative täuschen sich gewaltig, wenn sie meinen, die Gemeinden könnten diese ambitiösen kantonalen Vorgaben überwiegend in den bestehenden Bauzonen erfüllen. In den Agglomerationsgemeinden wird es heftigen Widerstand gegen eine übermässige Verdichtung geben. Leute, welche unverdichtetes Wohnen schätzen, werden ihre Ansprüche anmelden. Standortgebundene Betriebe und öffentliche Einrichtungen und Anlagen sind bei Erweiterungen auf Neu-Einzonung von Kulturland in die Bauzone angewiesen.
Wenn die Kompensationen dieser Neu-Einzonungen in den Randregionen der Schweiz erfolgen würden, hätten wir für die Erhaltung des Grünraums innerhalb der Agglomerationen nichts gewonnen. Solche Kompensationen müssen innerhalb der Agglomerationen selbst vorgenommen werden. Nur dann können wir den für die Landwirtschaft, die Naherholung und die Natur notwendigen Grünraum erhalten. Dies muss bei der gesetzlichen Umsetzung einer angenommenen Zersiedlungs-Initiative unbedingt beachtet werden.