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Schmerzen und Krämpfe im Unterleib, Brennen beim Wasserlösen sowie ständiger Drang, auf die Toilette gehen zu müssen, sind die charakteristischen Symptome einer Blasenentzündung.
Von einer Harnwegsinfektion spricht man, wenn Bakterien die Harnwege besiedeln. Dadurch wird eine Entzündung der Blasenschleimhaut ausgelöst. Die erste Abwehrreaktion des Körpers gegen die eingedrungenen Erreger ist eine vermehrte Harnproduktion. Dies führt dazu, dass man so häufig zur Toilette gehen muss. Durch die Entzündung verkrampfen sich die Blase und die Harnröhre, was das Wasserlassen deutlich erschwert und zu krampfartigen Schmerzen im Unterbauch führen kann.
Je nach Lokalisation der Symptome sind entweder die unteren Harnwege (Harnblase oder Harnröhre) oder die oberen Harnwege (Harnleiter, Nieren oder Nierenbecken) betroffen. Die meisten Harnwegsinfektionen beschränken sich auf die unteren Harnwege – es liegt eine Entzündung der Blase vor.
Der Harn drängt laufend. Auf der Toilette spürt man einen fast unerträglichen, stechenden und brennenden Schmerz beim Wasserlassen. Meist kommen nur ein paar Tropfen heraus, welche oft weisslich trübe sind und intensiv riechen. Die Erleichterung durch das Wasserlassen währt meist nur kurz, auf welche bereits von Neuem das Gefühl aufkommt, wieder auf die Toilette gehen zu müssen.
Zusammengefasst - die Symptome sind:
- Brennen beim Wasserlassen
- Ständiger Harndrang – das Gefühl, immer auf die Toilette gehen zu müssen
- Übel riechender, trüber Urin
- Unterleibsschmerzen
Diese Symptome sind Anzeichen für einen unkomplizierten Harnwegsinfekt der unteren Harnwege (Harnröhre und Blase), auch Zystitis genannt. Bitte beachten Sie, dass eine unkomplizierte Harnwegsinfektion nur bei erwachsenen Frauen als unkompliziert gilt.
Bei Personen mit besonderen Risikofaktoren für einen schweren Verlauf (aufsteigen in die oberen Harnwege) oder Folgeschäden, wird von einem komplizierten Harnwegsinfekt gesprochen. Das sind folgende Personengruppen:
- Kinder
- Schwangere
- Männer
- Diabetiker
- Immunsupprimierte Personen (z.B. bei Autoimmunerkrankung, nach Gewebs- oder Organtransplationen)
Diese Personengruppe soll bei den ersten Anzeichen eine Fachperson kontaktieren.
Eine unkomplizierte Harnwegsinfektion verläuft in der Regel ohne grössere Schwierigkeiten und kann mit einem entsprechenden Produkt aus der Apotheke oder der Drogerie nach wenigen Tagen ausgeheilt werden. Bei fünf von hundert Frauen verläuft ein Harnwegsinfekt sogar ohne spürbare Symptome.
Mit dem Selbsttest können Sie prüfen, ob Ihre Symptome auf eine Blasenentzündung hindeuten können.
Kommen nebst dem Brennen beim Wasserlassen, ständige Drang, auf die Toilette gehen zu müssen, dem übel riechenden Urin noch weitere Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen oberhalb der Blase oder Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hinzu, sind meist die oberen Harnwege (Harnleiter und Nierenbecken) betroffen.
Zusammengefasst – die Symptome sind:
- Brennen beim Wasserlassen
- Ständiger Harndrang – das Gefühl, immer auf die Toilette gehen zu müssen
- Übel riechender, trüber Urin
- Eventuell Blut im Urin
- Unterleibsschmerzen
- Fieber
- Rückenschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
Es herrscht Gefahr für die Nieren! Für eine genaue Diagnose sollten Sie sofort eine Ärztin/einen Arzt kontaktieren.
Einem Bumerang gleich, für jede Frau ein Gräuel und ein echter Dauerbrenner – die wiederkehrenden Blasenentzündungen. Treten zwei oder mehr Blasenentzündungen pro Halbjahr auf, spricht man von einer chronischen oder rezidivierenden Zystitis resp. Blasenentzündung.
Bei 30-44 % der Betroffenen – überwiegend Frauen – treten Blasenentzündungen wiederholt auf. Wenn bereits zwei aufeinanderfolgende Infektionen stattgefunden haben, ist die Wahrscheinlichkeit bei 50 %, innerhalb von wenigen Wochen erneut an einer Blasenentzündung zu erleiden.
Dabei wird in ungefähr 90 Prozent der Fälle die Entzündung durch den gleichen Erreger ausgelöst.
Der allgemeine Gesundheitszustand kann verantwortlich sein für rezidivierende Blasenentzündungen. So kann Stress, zu wenig Schlaf, langwierige Erkrankungen oder eine allgemeine ungesunde Lebensweise die Ursache sein, dass das Immunsystem des Körpers geschwächt ist und sich nicht ausreichend gegen die Krankheitserreger zur Wehr setzen kann.
Ein harter Stuhl oder häufige Verstopfung stehen ebenfalls im Verdacht, die Entwicklung von Blasenentzündungen zu begünstigen. Viel Obst und Gemüse sowie probiotische Produkte können den Stuhl weich machen und helfen, rezidivierende Harnwegsinfekte vorzubeugen. Erfahren Sie hier, was sonst noch zur Prävention gemacht werden kann.