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Soviele Steuern hinterziehen die Reichsten der Welt
Die Cayman Inseln gehören neben der Schweiz zu den bevorzugten Offshore-Paradiesen der Welt.
Bild: Bloomberg
22.07.2012 18:19
Einen neue Studie schätzt das Finanzvermögen, welche reiche Leute in Steueroasen weltweit gebunkert haben. Und den Betrag, welche den Staaten an Einkommensteuern daraus entgeht.
Die Reichen der Welt haben einer Studie zufolge Finanzvermögen von mindestens 21 Billionen Dollar in Steueroasen gebunkert. Dadurch seien den Staaten Einkommensteuern in Höhe von bis zu 280 Milliarden Dollar jährlich entgangen, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Untersuchung für die Organisation Tax Justice Network (Netzwerk für Steuergerechtigkeit). Vielleicht könnte die Höhe auch bis zu 32 Billionen Dollar betragen, die versteckt worden sind, besagt die Studie.
Studienautor James Henry, früher Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, bezeichnete die dem Fiskus entzogenen Privatvermögen als "großes Schwarzes Loch in der Weltwirtschaft". Das Problem spielt seinen Forschungen zufolge in den Entwicklungsländern eine besonders große Rolle.
So hätten die reichsten Bürger in 139 Entwicklungsländern von den 1970er Jahren bis 2010 nicht ausgewiesene Vermögen über schätzungsweise 7,3 bis 9,3 Billionen Dollar angehäuft.
Das Tax Justice Network ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich den weltweiten Kampf gegen die Steuerflucht auf die Fahnen geschrieben hat. Die Studie verwendet Daten der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Vereinten Nationen und der Zentralbanken. Untersucht werden nur Finanzvermögen. Sachvermögen wie Immobilien, Goldbestände, Jachten und Rennpferde etwa werden nicht berücksichtigt.
(Reuters/cash)