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Anbau
Soja ist eine ideale Vorfrucht für Getreide, denn dieses kann einen Teil des von der Soja mineralisierten Stickstoffs aufnehmen. Unter unseren klimatischen Bedingungen wird Soja Anfang Mai, also etwas nach Mais, gesät. Gesät werden kann mit einer Sämaschine für Getreide. Das Ziel ist es, 45 bis 60 Pflanzen pro Quadratmeter auf dem Feld zu haben. Anders als bei anderen Leguminosen kommen die stickstofffixierenden Knöllchenbakterien von Soja in unseren Böden natürlicherweise nicht vor. Daher muss entweder das Saatgut oder der Boden mit den entsprechenden Bakterien geimpft werden.
Pflege
Soja ist in Bezug auf die Düngerart keine anspruchsvolle Pflanze. Jedoch wird der Dünger mit Vorteil vor der Saat ausgebracht. Da die Knöllchenbakterien Stichstoff aus der Luft fixieren, ist eine Stickstoffdüngung nicht notwendig.
Ernte
Wenn sich die Blätter der Sojabohne gelb verfärben und abfallen, ist dies das Zeichen, dass die Zeit der Ernte naht. Wenn die Körner reif sind, liegen sie lose in der Hülse und rasseln, wenn der Wind über das Feld streicht. Die Ernte mit dem Mähdrescher findet meist im Oktober statt. Diese ist nicht unproblematisch, da die Hülsen zu früh aufspringen können, was zu beträchtlichen Verlusten führen kann. Die Erträge liegen etwa bei 2.7 Tonnen pro Hektare.