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| Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

67.
Daß aber Arsenius sich deßhalb verborgen hielt, damit diese das Mährchen von seinem Tode erfinden könnten, das bezeugen die, welche mit ihm umgingen. Denn als wir nach ihm forschten, fanden wir ihn, und Pinnes schrieb an Johannes, der diese Intrigue spielte, wie folgt:
Dem geliebten Bruder Johannes / der Priester Pimes [cor.: Pinnes] im Kloster Ptemencyrcis 1 im Nomos [„Landschaft, Gegend“] Anteopolis Gruß 2
„Ich will dir zu wissen machen, daß Athanasius einen [S. 139] seiner Diakonen in die Thebais gesendet hat, um Alles in Betreff des Arsenius zu erforschen. Die er nun zuerst traf, der Priester Pecysius und Silvanus, der Bruder des Elias, Tapenacerameus und der Mönch Paulus von Hypsele gestanden, daß Arsenius bei uns ist. Wir aber, als wir hievon Kenntniß erhielten, ließen ihn auf ein Schiff bringen und mit dem Mönche Elias in die unteren Gegenden schiffen. Unmittelbar hernach kam der Diakon wieder mit Einigen und verfügte sich in unser Kloster wegen des nämlichen Arsenius. Ihn selbst fanden sie nun zwar nicht, weil wir ihn, wie gesagt, nach den unteren Gegenden weiter befördert hatten. Mich aber und den Mönch Elias, der ihn übernommen hatte, brachten sie nach Alexandria und führten uns vor den Dux, und ich vermochte es nicht zu leugnen, sondern gestand es ein, daß er lebe und nicht getödtet worden sei. Das Nämliche gestand auch der Mönch, der ihn übernommen hatte. Deßhalb mache ich dir das zu wissen, Vater, damit es dir nicht in den Sinn komme, den Athanasius anzuklagen. Denn ich habe gesagt, daß er lebe und bei uns verborgen war, und Das alles ist in Ägypten bekannt, und es läßt sich nicht mehr verbergen. Der Mönch Paphnutius im nämlichen Kloster schrieb den Brief. Unter herzlichem Gruße wünsche ich dir Wohlergehen.“
Was aber der Kaiser schrieb, als er erfuhr, daß Arsenius lebendig aufgefunden wurde, ist Folgendes:
Der siegreiche Constantin der Größte, Durchlauchtigste, an den Vater Athanasius.
1: In Oberägypten
2: Bearbeiter: [siehe Migne P.G. tom. 25, col. 368 C: Τῼ ΑΓΑΠΗΤῼ ΑΔΕΛΦῼ ΙΩΑΝΝῌ Πίννης πρεσβύτερος μονῆς Πτεμεγκύρκεως τῆς Ἀντεοπολίτου νομοῦ χαίρειν. (Tō agapētō adelphō Iōannē. Pinnēs presbyteros monēs Ptemenkyrkeōs tēs Anteopolitou vomou chairein)
ebd.: DILECTO FRATRI JOANNI Pinnes presbyter monasterii Plemencyrceos [Ptemencyrceos] in Anteopolite nomo salutem.]