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Der Gewerkschafter Serge Gaillard behauptet: Die Nationalbank ist schuld !
Kein Industrieland der Welt hat je so tiefe Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts (BIP) gehabt wie die Schweiz in den Neunzigerjahren. Von 1990 bis 1996 ist in der Schweiz das BIP pro Kopf stark gesunken. Erst 2000 wurde das Niveau von 1990 wieder erreicht.
Die lange Stagnationsperiode 1991 bis 1996 ist auf die inländische Wirtschaftspolitik zurückzuführen. Insbesondere war die Geldpolitik, zumindest gemessen am Auftrag, das Wirtschaftswachstum möglichst nahe an den Produktionsmöglichkeiten (Potentialwachstum) zu stabilisieren, in dieser Periode deutlich zu restriktiv. Dadurch ist der schweizerischen Volkswirtschaft ein grosser Schaden entstanden. Im Vergleich zu einer normalen Entwicklung mit durchschnittlichen realen Wachstumsraten von 1,5%, gingen in den Jahren 1992-96 der Schweiz im Mittel jährlich ca. 4,5% des BIP verloren, was insgesamt mehr als 80 Mrd. Franken entspricht. Darin sind die negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Produktionspotentials nicht berücksichtigt.
1996 hat sich die Geldpolitik vom Monetarismus abgewendet. Mit einem Investitionsprogramm konnte der Rückgang der Bauinvestitionen gestoppt werden. Seither wächst die Wirtschaft wieder. Das zeigt: Auch ein kleines Land wie die Schweiz hat einen gewissen konjunktur- und geldpolitischen Spielraum. Die Geldpolitik kann auch in einem kleinen Land ein wirksames Instrument sein , um mittels Aenderung der kurzfristigen Zinsen nicht nur ein realistisch formuliertes Mass an Preisstabilität sondern auch eine reale Entwicklung nahe am Produktionspotential zu erreichen.
|Was
meint der Kabarettist Franz Hohler dazu ?|