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Seit einigen Jahren gilt folgendes Abkommen zwischen meiner Frau und mir: Wenn ich zu Hause bin, übernehme ich die Führung der Kinder. Das bedeutete – vor allem in der Anfangsphase – einen erhöhten Energieaufwand für sie. Sie musste sich ständig zurücknehmen bzw. die Impulse, die Zügel wieder an sich zu nehmen, zurückhalten. Von der Sache her hätte sie allen Grund gehabt, auf der Kommandobrücke zu bleiben. Denn der Mann ist nicht nur weniger geübt als sie, er reagiert deutlich langsamer, übersieht manche Details oder – noch häufiger – ist mit seinen Gedanken an einem anderen Ort. Ich winde meiner Frau ein Kränzchen: Sie liess mich geduldig gewähren, weil sie um die Langfrist-Perspektive wusste: Wenn sie jetzt nicht losliess, verdrängte sie ihren Mann aus der Wohnung. Ihre Energie sparte sie auf für wichtige Diskussionen auf: Zum Beispiel Führungsfehler, gröbere Versäumnisse, Erziehungsfragen.