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Es kommt zu folgendem Auslegungsergebnis:"Diebstahl: Verlust, Zerstörung oder Beschädigung durch Diebstahl, Entwendung oder Raub; ausgeschlossen sind Veruntreuung und Unterschlagung".
Unklar blieb aber, ob der Deckungsausschluss bei Veruntreuung die Deckung bei Bruch von Mitgewahrsam des Opfers einschränkt. Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts greift der Deckungsausschluss, wenn der Vertrauensbruch den Bruch des Mitgewahrsams an Bedeutung übertrifft (5C.306/2005). Das traf im vorliegenden Fall - Übergabe des Autoschlüssels an einen vermeintlichen Hotelangestellten - nicht zu; im Gegenteil überwog der Gewahrsams- den Vertrauensbruch. Damit bestand Deckung.Die Auslegung der AVB nach dem Vertrauensprinzip führt damit an sich zu einem eindeutigen Ergebnis. Gibt das Opfer seinen Gewahrsam freiwillig und vollständig zu Gunsten des Täters auf, besteht keine Deckung. Deckung ist gegeben, wenn fremder Gewahrsam gebrochen wurde und zwar grundsätzlich auch, wenn es sich um blossen Mitgewahrsam handelte.