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2002 wurde die Band unter dem Namen Pilot in Birmingham (England) gegründet. Sie nannten sie später The Pride und anschliessend Snowfield. Erst 2004 beim Unterschreiben ihres Vertrages bei Kitchenware Records entschied sich die Band für den Namen Editors. Das Debütalbum „The Back Room“ schlug 2005 wie eine Bombe ein und erreichte in England Platin, in Belgien und Irland Gold. Für mich ist es das beste und wichtigste Album aus dem letzten Jahrzehnt. Am 6. November 2005 sah ich Band im Zürcher Abart zum ersten Mal live und war sehr beeindruckt.
Auch 2007 mit dem zweiten Album „An End Has A Start“ konnte die Band Erfolge feiern und mit ihren Touren erspielten sie sich eine immer grösser werdende Fangemeinde. Zwei Jahre später mit dem dritten Album „In This Light And On This Evening“ wurde der Sound der Band elektronischer und geschmeidiger. Die erste Single Auskopplung „Papillon“ aus dem Album erhielt viel Airplay und ein breiteres bzw. kommerzorientierteres Publikum begann sich für die Band zu interessieren. Sie spielten an den grossen Festivals und ihre Auftritte wurden von allen Seiten gefeiert.
Im April 2012 verliess der Gitarrist und Gründungsmitglied Chris Urbanowicz wegen musikalischer Differenzen die Band. Mit Justin Lockey und Elliott Williams stiessen zwei neue Musiker zur Band. Im April 2013 wurden die Arbeiten zum vierten Album „The Weight Of Your Love“ beendet.
Nach einem kurzen Intro, mit einer hübschen, sich wiederholenden Gitarrenmelodie und gemächlichem Basskick beginnt „The Weight“, die Bariton Stimme von Tom gibt dem Song die nötige Tiefe. Nach und nach ergänzen Bass und Synthesizer-Akkorde den Track und im Refrain sind klassische Geigen zuhören. Etwas wuchtiger und mit einem dampfenden Bassspiel als tragendes Element dringt „Sugar“ aus den Boxen. Die Passage nach dem zweiten Refrain klingt orientalisch und verleiht dem Song etwas Aussergewöhnliches. „A Ton Of Love”, die erste Single, ist eine rockige Nummer, die mich zuweilen an U2 und ihrem Album „Rattle And Hum“ erinnert.
Bei „What Is This Thing Called Love” beweist Tom, dass er auch in höheren Stimmlagen mithalten kann. Die Instrumentierung und die Umsetzung ab 2 Minuten 50 sind erstklassig und machen den Song zu einer kleinen Hymne. Weiter geht es mit einer rockigen Ballade, die sich „Honesty” nennt, mir gefällt der Klang der Gitarre im Refrain. „Nothing” beschränkt sich auf Streicher und Gesang, die stimmige Ballade wird sicher an den Konzerten ein Lichtermeer aus Feuerzeugen und Handys erzeugen. Mit einem schnelleren Rhythmus und rockiger geht es mit „Formaldehyde” weiter, mir gefällt das Grundgerüst aus Schlagzeug- und Bassspiel.
Das Grundthema von „Hyena“ ist nicht mehr ganz so glatt, es hat mehr Ecken und Kanten und klingt wavig. Die Grundstimmung von „Two Hearted Spider“ ist melancholisch, dabei kommt die beeindruckende Stimme von Tom exzellent zur Geltung. An Amerika erinnert mich „The Phone Book”, ich denke dabei an weite Prärien und an Highways, die in der Unendlichkeit des Horizont verschwinden. Bei „Bird Of Prey” behagt mir der leicht metallische Klang der Snare Drum. Der Gesang wird von warmen, angenehmen Strings und geschmackvollem Klavierspiel begleitet.
Das neue Album „The Weight Of Your Love” von Editors ist nicht mehr so elektronisch wie sein Vorgänger „In This Light And On This Evening“. Die neuen Songs rocken mehr, sind aber geschliffener und entsprechend massentauglicher. Könnte gut sein, dass der Band damit ein grosser Wurf gelungen ist. Mir fehlt etwas die Gradlinigkeit, den Power der ersten zwei Alben und deshalb gebe ich dem Album eine durchschnittliche Bewertung.
Tracklist:
1. The Weight
2. Sugar
3. A Ton Of Love
4. What Is This Thing Called Love
5. Honesty
6. Nothing
7. Formaldehyde
8. Hyena
9. Two Hearted Spider
10. The Phone Book
11. Bird Of Prey
Bandmitglieder:
Tom Smith – Gesang, Gitarre und Piano
Russel Leetch – Bass und Synthesizer
Justin Lockey – Leadgitarre
Eliott Williams – Synthesizer und Gitarre
Ed Lay – Schlagzeug
Gründung:
2002