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Sirenentest
Um die Funktionsbereitschaft der Sirenen zu testen, findet jeweils am ersten Mittwoch des Monats Februar der jährliche Sirenentest in der ganzen Schweiz statt.
- Um 13.30 Uhr wird in der ganzen Schweiz das Zeichen „Allgemeiner Alarm“ ausgelöst. Wenn nötig darf der Sirenentest bis 14.00 Uhr weitergeführt werden.
- Ab 14.15 Uhr bis 15.00 Uhr wird in der Nahzone unterhalb von Stauanlagen das Zeichen „Wasseralarm“ getestet.
Zusätzlich sind Informationen zugänglich im Internet unter www.sirenentest.ch sowie auf Teletext der SRF-Fernsehsender, Seiten 680 und 681.
Warum ist ein Sirenentest nötig?
Die Alarmierung ist ein wichtiger Pfeiler im Schweizer Bevölkerungsschutz, denn durch rasches Handeln kann sich die betroffene Bevölkerung im Katastrophenfall oft selber schützen. Beim alljährlichen, gleichzeitig in der ganzen Schweiz durchgeführten Sirenentest handelt es sich in erster Linie um einen Funkionstest. Geprüft wird die technische Funktionsfähigkeit der Sirenen in der Schweiz. Darüber hinaus dient der regelmässige Sirenentest den beteiligten Organisationen auch als willkommene Gelegenheit, um die Prozesse zur Auslösung der Sirenen vollständig durchzuspielen. Der Sirenentest ist also immer auch Ausbildung und Training. Zudem ist er eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung das richtige Verhalten bei einer Alarmierung in Erinnerung zu rufen.
Seit wann gibt es den Sirenentest?
Sirenentests (früher Probealarm genannt) werden in der Schweiz schon seit den 1970er-Jahren durchgeführt. Von 1982 bis 1990 fand er zweimal pro Jahr statt, jeweils am ersten Mittwoch der Monate Februar und September. Ab 1991 wurde der Testrhythmus aufgrund eines parlamentarischen Vorstosses und wegen des allgemein guten Zustands der Sirenen auf einmal pro Jahr reduziert.
Warum findet der Sirenentest an einem Mittwochnachmittag statt?
Die Wahl fiel aus praktischen Überlegungen auf den Mittwochnachmittag: Den Test an einem Arbeitstag durchzuführen schien sinnvoll, damit die beteiligten Stellen möglichst vollständig zur Verfügung stehen. Am Mittwochnachmittag ist jedoch üblicherweise schulfrei. Somit wird der Schulbetrieb zumindest nicht durch den Test gestört.
Wozu braucht es zusätzlich mobile Sirenen?
Die mobilen Sirenen werden insbesondere für dünner besiedelte Gebiete oder als kurzfristiger Ersatz beim Ausfall stationärer Sirenen eingesetzt.
Wer ist für den Sirenentest zuständig?
Koordiniert wird der Test durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS). Die Durchführung der Tests ist Sache der Kantone, zusammen mit den Gemeinden und den Betreibern von Stauanlagen. Das BABS koordiniert auf nationaler Ebene die Durchführung des Sirenentests.
Das Sirenen-Schaf ist allen Gerüchten zum Trotz nicht für das Sirenengeheul verantwortlich.
Die Sirenenauslösung ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich organisiert und erfolgt entweder zentral ferngesteuert oder vor Ort bei der Sirene. Im Kanton Zürich zum Beispiel löst die Einsatzzentrale der Kantonspolizei die Sirenen zentral aus, während die manuelle Auslösungen vor Ort je nach lokaler Organisation von Gemeindeangestellten, Zivilschutz, Feuerwehr, Polizei oder von Mitarbeitenden der Wasserkraftwerke erfolgen.