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Martin Trüssel
In der Schrattenhöhle mit einer Gesamtlänge von 20 km und einer Höhendifferenz von 570 m läuft seit 28 Jahren (seit 1990) ein Langzeit-Temperaturmessprogramm. In dieser Karsthöhle im Übergang von der subalpinen zur alpinen Zone der zentralschweizerischen Alpennordseite wurden im Abstand von jeweils 150 Höhenmetern insgesamt vier Logger eingerichtet, die im Stundentakt die Lufttemperatur registrieren. Deren Messwerte können mit den beiden ebenfalls mit Loggern ausgerüsteten Aussenstationen, die sich nahe am unteren und oberen Ende des stark bewetterten Höhlensystems befinden, verglichen werden. Die geringsten Temperaturschwankungen (0,3 °C) wurden in der «Windkluft» festgestellt. Deshalb eignet sie sich besonders gut zum Studium des langfristigen Höhlenklimas. An dieser Station wurde seit Beginn der Aufzeichnungen ein ununterbrochener Anstieg der Jahresmitteltemperatur gemessen. Seit 1990 beträgt der Anstieg 0,7 °C.