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Mittelalterliche Handschriftenfragmente sind ein weites und bisher weitgehend unbearbeitetes Feld des schriftlichen Kulturerbes Europas. Häufig haben diese in alten Einbänden in Bibliotheken und Archiven überlebt, da aussortierte Handschriften überall in Europa von Buchbindern als Makulatur wiederverwendet wurden. Da diese Praxis vor allem im Buchdruck des 16. bis 18. Jahrhunderts sehr verbreitet war, finden sich mittelalterliche Handschriftenfragmente überall dort, wo alte Drucke liegen.
Programm
1.Tag, Vormittag:
Fragmente und Fragmentologie (2 Std.)
Typologie der Handschriftenfragmente, Geschichte der Erforschung von Handschriftenfragmenten.
Vorstellung der Instrumente und Technologien, die für die moderne Identifizierung,
Katalogisierung und Erforschung von mittelalterlichen Handschriftenfragmenten
zur Verfügung stehen.
Nachmittag:
Einführung in die Fragmentarium Plattform: backend und frontend (5 Std.)
Praktische Übungen mit der Fragmentarium Plattform: Arbeit mit Bildern, Metadaten
und Beschreibungen mit dem Ziel, diese auf dem Internet zu publizieren.
2.Tag, Vormittag:
Komplexe Fälle: Virtuelle Rekonstruktionen, Palimpseste, digitale Restaurierung (2 Std)
Digitale Fotografie: Richtlinien der wissenschaftlichen Fotografie und praktische Übungen
(1 Std.)
Nachmittag:
Praktische Übungen mit eigenen Fragmenten (4 Std.)
Die Teilnehmenden bereiten eigene Fragmente für die Publikation auf Fragmentarium
vor. Die Publikation wird anschliessend im Plenum besprochen.