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Die Biene ist, mit Ausnahme von Nord- und Südpol, auf der ganzen Welt anzutreffen. Sie hat sich in den letzten Jahrtausenden in ihrer Rolle als Bestäuberin stark verfestigt und andere Lebewesen – wie auch uns Menschen – von sich abhängig gemacht. In einigen Teilen Chinas ist die Biene jedoch wieder vollständig verschwunden. Weil Sperlinge Körner aus den Äcker pickten und Müll frassen hat man sie gejagt und getötet. Die Folge war, dass sich die Insekten ohne natürlichen Feind vermehrten, eine Insektenplage folgte, worauf Pestizide gespritzt wurden, welche neben den unerwünschten Insekten auch die Bienen umbrachten. Ohne deren Bestäubung folgten grosse Verluste bei der Ernte – ein Teufelskreis.
Das Prinzip beim Bestäubungsakt ist immer das gleiche, egal ob von einer Biene, einem Schmetterling, einem Käfer oder von einer Fliege ausgeführt. Schlussendlich geht es immer darum, dass ein Pollenaustausch zwischen den Pflanzen stattfindet. Die jeweiligen Tiere tragen dabei den Blütenstaub von einer Pflanze zur anderen. Die Biene ist dabei der wichtigste Bestäuber und hat im Laufe der Jahrhunderte vieles verändert. So können einige Pflanzen nur von besonderen Bienen mit langen Rüsseln besucht werden. Einige Pflanzen wiederum sind zu 100% auf die Bestäubung der Bienen angewiesen. Beispielsweise hätten die Mandelbauern in Amerika enorme Probleme. Die dort heimischen Bienen können sich nicht von der kurzen Trachtzeit ernähren und würden wegen der Monokultur sterben. Wanderimker fahren monatelang durch die ganzen USA, um mit ihren Bienen die riesigen Mandelplantagen zu bestäuben. Das bringt den Bienen jedoch enormen Stress, was sie anfälliger für Krankheiten macht. Diese Krankheiten und Erreger werden durch das Herumreisen ihrerseits weiterverschleppt.
Wie kann die Biene eigentlich wissen, wann und wo gute Trachtquellen vorhanden sind? Der einfache Grund ist eine perfektionierte Kommunikation untereinander und eine geniale Zusammenarbeit miteinander. Wenn eine Biene eine Trachtquelle entdeckt hat, fliegt sie nach Hause in ihren Stock und teilt ihren Schwestern den Ort mit dem bekannten Schwänzeltanz mit - dabei geht sie eine Acht und schüttelt dazu ihren Hinterleib. Die anderen Bienen tanzen ihr nach und erfahren dadurch die Distanz und den Winkel zur Sonne. In 6 Sekunden eine Runde bedeutet die Pflanze ist 500 m entfernt. Dieses System wird proportional weitergeführt. Bei 100 m oder weniger Distanz läuft die Biene einen Rundtanz, beim dem ist nur die Richtung, nicht aber die Distanz angegeben. Das verblüffendste daran ist, dass sich diese Geschichte in einem dunklen Stock, mit rund 60‘000 übereinander rennenden Bienen abspielt – und diese dann zielgenau die Trachtquelle der Botschafterin finden.
Bis heute ist es der Wissenschaft nicht gelungen, honigähnlichen Substanzen künstlich herzustellen. Das heisst, mit den Bienen würden wir auch den Genuss von Honig vollständig verlieren. Honig ist seit dem Mittelalter ein wichtiges Nahrungs- und Heilmittel. vor der Entdeckung der Zuckerrübe war es das einzige Süssungsmittel und hatte im Mittelalter einen ähnlich hohen Wert wie Salz.
Bis heute gilt Honig als wertvolles Nahrungs- und Genussmittel mit hohem Zuckergehalt, Mineralstoffen und Enzymen, das auch für die Heilkunde genutzt wird.
Wir fühlen uns verantwortlich, die Bienen zu schützen
und den Erhalt durch Weiterzucht
gesunder Völker zu fördern!
Die Biene stirbt nicht wegen einem Problem, welches gestern entstanden ist und das man morgen wieder lösen könnte. Sie stirbt, weil von vielen verschiedenen Problemen und Fehlern aus früheren Zeiten jetzt die Konsequenzen nach und nach folgen. Dass die Biene schwindet, ist schon lange ein Fakt. Sie stirbt leise, doch leider stetig. Jährlich sterben 1/3 der Bienenvölker, einfach so und ohne einen offensichtlichen Grund. Man muss sich mal die Panik vorstellen, welche vergleichsweise bei Kühen entstehen würde. Jede dritte Kuh auf der Wiese tot, da würde sich sehr viel, sehr schnell ändern, nur um das zu stoppen. Bei der Biene ist es gerade andersrum, hier geht alles eher schleppend und langsam voran, vielleicht kostet uns diese idiotische Umgang mit der Biene irgendwann mal unser Leben. Viele Menschen sind immer noch zu blind und reden sich ein, „die Rettung von Bienen“ sei Sache der Forscher und Wissenschaftler. Das stimmt aber nicht, denn jeder, auf diesem Planeten ist zuständig für den Umweltschutz und muss dabei helfen, dass die Umwelt erhalten bleibt. Wie überall, beginnt auch der Schutz der Bienen bei der Einstellung gegenüber dem Tier. Es reicht schon sich im Frühling die Wichtigkeit der Bienen bewusst zu machen und Blumensaat zu kaufen, diese dann aber auch auszusäen (dabei ist es sehr wichtig, dass eine Blumenart verwendet wird, die Pollen trägt). Weiter könnte man den Honig auch einfach beim Imker nebenan kaufen, anstatt bei einem Grossverteiler, denn dort sind die meisten Honige aus verschiedenen EU Ländern, und somit aus grossen Silos zusammen gemixt. Mit solchen beispielhaften Vorgehensweisen unterschützt man die Bienen sowie den Imker.
Diese parasitische Milbe saugt sich auf der Biene fest und lebt von ihrem Blut. Die 1.5 mm grosse Milbe befällt Erwachsene Bienen, sowie die Brut. Durch das aussaugen des Blutes schwächt sie die Biene und diese wird anfälliger für Krankheiten. Durch den internationalen Bienen-Handel kam die Varroamilbe 1977 in die Schweiz. Ursprünglich stammt die Milbe aus Indien und war für die dort heimischen Indischen Honigbienen ein schadloser Parasit. Denn die Tiere erkennen die Gefahr und zerbeissen dann den Übeltäter. Unsere Westliche Honigbiene ist dazu leider nicht in der Lage. Heutzutage besteht nicht mehr die Frage, ob man den Parasit im Volk hat, sondern wie viele Milben es ungefähr sind. Man kann jedoch die Varroamilbe mit Ameisen- und Oxalsäure behandeln. Dies geschieht zwischen September und November. Der Nachteil bei diesen Methoden ist, dass bei jedem Eingriff die Völker zusätzlich geschwächt werden. Daher gibt es auch bessere Varianten um gegen die Varroamilbe vorzugehen, wie zum Beispiel die Drohnenbrut auszuschneiden. Weil die Drohne am längsten in ihrer Entwicklung hat, bevorzugt die Milbe diese Brut am meisten.
Da es aber oft genug Drohen hat, schadet es meistens nicht, ein kleiner Teil von der Drohnenbrut zu entfernen. Durch das Ausschneiden wird dann auch ein Grossteil der Milben mit entfernt.
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, und die immer grösser werdenden Erwartungen an den Bauern, muss dieser immer öfter zu giftigen Pestiziden greifen, damit der Ertrag rentabel genug ist. Es ist heutzutage ganz normal, Gift auf unsere Lebensmittel zu sprühen, bloss um die Ernte zu steigern. Doch die Natur ist nicht faul, sie schlägt auch zurück, vielleicht langsamer als eine Menschenhand, aber dafür härter.
Pestizide die Bienen bei ihrer Arbeit beeinträchtigen, heissen Insektizide.
Wenn beispielsweise einen Biene von einer bespritzen Rapsblüte Pollen und Nektar aufnimmt, frisst sie immer einen kleinen Teil. Das eingenommene Gift verbreitet sich dann im Körper und lähmt sie. Sehr schlimm können die Folgen bei Neonicotinoiden sein, hier macht das Gift die Biene süchtig, fluguntauglich, lähmt sie und zerstört ihr Erinnerungsvermögen. Sie tötet die Biene ab. Wenn ganze Felder voller solcher Gift sind, geht es ganz schnell und alle Bienenstöcke sind betroffen. Da keine Biene mehr zurückkehrt, hungern die restlichen still aus. Viele grosse Firmen wie beispielsweise Syngenta oder Bayer produzieren täglich Tonnen von diesem synthetischen Gift und verkaufen das anschliessend den Landwirten zu hohen Preisen. Wir zahlen also im Grunde genommen dafür, dass man unseren Planeten zerstört. Diese Firmen behaupten zwar, durch eigene Tests bewiesen zu haben, dass ihre Insektizide den Bienen nichts antun würden. Doch viele Skeptiker (zu denen ich auch zähle) finden, dass diese Tests zu oberflächlich ausgeführt wurden und parteiisch von der jeweiligen Firma beeinflusst worden seien.