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Am Mittwoch standen im Missbrauchsfall in der Broye die Plädoyers an: Die Staatsanwaltschaft forderte 15 Jahre Haft mit Verwahrung für den Mann, der sieben Jahre lang seine Tochter missbraucht haben soll.
Jean-Luc Mooser, der auf eine lange Karriere als Staatsanwalt zurückblicken kann, betonte am Mittwoch zu Beginn seines Plädoyers, dass der Fall, der seit Dienstag vor dem Gericht des Broyebezirks verhandelt wird, einer der abscheulichsten ist, mit denen er je zu tun hatte. Welche Strafe kann die Justiz einem Vater auferlegen, der seine eigene Tochter ab dem zwölften Lebenstag wiederholt und systematisch sexuell missbraucht hat (die FN berichteten).
Nach dem Schweizer Strafgesetzbuch beträgt die Höchststrafe für sexuelle Handlungen mit Kindern 15 Jahre Gefängnis. Diese Strafe forderte Staatsanwalt Mooser denn auch und verlangte zudem, dem Angeklagten eine stationäre Therapiemassnahme zu verordnen. Diese Behandlung ermöglicht es, einen Täter, der an einer schweren psychischen Störung leidet, bis zu fünf Jahre lang in Haft zu halten. Die Massnahme kann dabei so lange verlängert werden, wie der Betroffene rückfallgefährdet ist, also theoretisch bis in alle Ewigkeit.
Der psychiatrische Gutachter erkannte zwar die volle strafrechtliche Verantwortung des Mannes an, diagnostizierte bei diesem jedoch auch eine psychologische Störung und kam zu dem Schluss, dass tatsächlich ein hohes Rückfallrisiko besteht.
Die Anwältinnen der Tochter und der Ehefrau strichen in ihren Plädoyers die schrecklichen Leiden heraus, die der Angeklagte seiner Tochter zugefügt hat, und forderten zudem 200‘000 Franken Schmerzensgeld vom Angeklagten.
Das Urteil wird am kommenden Dienstag verkündet.