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Das Wichtigste in Kürze
- Der Produktionsfirma von«Rust» wurde eine Geldstrafe von etwa 130'000 Franken erteilt.
- Dabei handelt es sich gemäss der Behörde in New Mexico um die «maximale Geldstrafe».
- Alec Baldwin hat dazu auf Instagram ein Statement seines Anwalts gepostet.
Der Produktionsfirma, die hinter dem Low-Budget-Western «Rust» steht, wurde eine Geldstrafe von knapp 137'000 Dollar (etwa 130'000 Franken) auferlegt. Diese wurde von der für die Sicherheit am Arbeitsplatz zuständige Behörde in New Mexico erteilt. Am Drehort in Santa Fe wurde die Kamerafrau Halyna Hutchins (1979-2021) im vergangenen Oktober versehentlich erschossen.
«Rust Movie Productions, LLC» erhielt die höchstmögliche Strafe wegen: «offensichtlicher Gleichgültigkeit gegenüber den offensichtlichen Gefahren im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen am Set. Diese führten zu einem Todesfall, schweren Verletzungen und unsicheren Arbeitsbedingungen».
War sich Firma der Mängel bewusst?
Das Management der Produktionsfirma «wusste, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Schusswaffen am Set nicht befolgt wurden». Und dennoch seien «keine Abhilfemassnahmen ergriffen» worden. Dies heisst es in der Mittelung des Büros für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (OHSB) des Umweltministeriums.
Dem Unternehmen wurde auch die «höchste Verwarnungsstufe» auferlegt, die nach dem Gesetz des US-Bundesstaates New Mexico zulässig ist. Dies teilte das Umweltministerium weiter mit.
Der tödliche Vorfall ereignete sich, nachdem Hauptdarsteller Alec Baldwin (64) eine Requisitenwaffe abgefeuert hatte. Diese tötete die 42-jährige Hutchins am Set des Westernfilms in New Mexico versehentlich. Baldwin war auch als Produzent an dem Filmprojekt beteiligt. Der Regisseur Joel Souza (48) war von dem Schuss an der Schulter verletzt worden.
So reagiert Anwalt von Alec Baldwin
«Wir sind der Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz von New Mexico für die Untersuchung dieser Angelegenheit dankbar.» Dies heisst es in der Erklärung. «Wir freuen uns, dass der Bericht Herrn Baldwin entlastet, indem er klarstellt, dass er glaubte, die Waffe enthalte nur Platzpatronen.»
Der Vertreter fährt fort: «Herr Baldwin hatte keine Befugnisse in den Bereichen, die Gegenstand der vom FBI festgestellten Verstösse waren. Wir freuen uns, dass die Behörden von New Mexico diese kritischen Fragen geklärt haben. Wir sind zuversichtlich, dass die in dem Bericht genannten Personen für diese Tragödie zur Rechenschaft gezogen werden.»
Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es noch keine Anklage. Die Ermittelnden haben eine solche aber nicht ausgeschlossen.