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Der Fall: Ein 13-jähriges Mädchen erlitt eine Steissbeinverletzung. Die Ärztin zeigte zwei Möglichkeiten auf: Entweder verzichte man auf eine Behandlung und lasse die Zeit wirken oder man richte es mit einem physiotherapeutischen Eingriff. Eine Behandlung war somit nicht zwingend.
Die Mutter entschied sich jedoch für den Spezialisten - sehr zum Missfallen der Tochter. Vor und während der zwei schmerzhaften Behandlungen weinte das Kind ununterbrochen und schrie mehrmals: «Ich will nicht!» Bei diesem massiven Widerstand hätte der Physiotherapeut den Willen des Mädchens respektieren müssen, ungeachtet dessen, was die Mutter äusserte, entschied das Bundesgericht. Es erachtete das Mädchen im konkreten Fall als fraglos urteilsfähig und bestätigte die vom kantonalen Gesundheitsrat erteilte Disziplinarbusse von 1500 Franken für den Therapeuten.
Bundesgericht, Urteil vom 2. April 2008 (2C_5/2008)