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Nach Angaben der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Brüssel stieg die Spielfilmproduktion in der EU im Vorjahr im Vergleich zu 1998 um zehn Prozent, von 577 auf 634 Filme.
Die Kino-Besucherzahlen in der EU sind seit 1997 um fast 45 Millionen gestiegen. Das bedeutet einen Zuwachs von 6,3 Prozent. Nach dem Erfolg des US-Kassenschlagers «Titanic» 1998 verzeichneten viele Länder 1999 einen Besucherrückgang. Beobachter empfehlen daher einen Vergleich der Daten von 1999 und 1997.
Mit einem Rückgang um 1,1 Prozent, von 820 Millionen im Jahr 1998 auf 811 Millionen im Vorjahr, fiel der Besucherschwund in der EU schwächer aus als prognostiziert. Die Schweiz ist als Nicht-EU-Land in der Studie nicht berücksichtigt.
Die Liste der im Vorjahr in der EU erfolgreichsten europäischen Filme führt die britische Produktion «Notting Hill» an, gefolgt von der französisch-deutsch-italienischen Koproduktion «Asterix und Obelix gegen Caesar» und der britisch-amerikanischen Koproduktion «James Bond – The World is not Enough».
Zählt man rein amerikanische Produktionen dazu, belegt «Notting Hill» Platz zwei zwischen den US-Filmen «Star Wars Episode I – The Phantom Menace» auf Platz eins und «Tarzan» auf Platz drei.
US-Filme machen nach wie vor den Löwenanteil auf dem Markt der EU aus und spielen 71 Prozent der Kassenverkäufe ein, 1998 waren es aber immerhin noch 78 Prozent. 1999 war aber auch ein erfolgreiches Jahr für europäische Filme auf dem US-Markt. Mit 5,6 Prozent Marktanteil erreichten sie 1999 das beste Ergebnis seit Jahren. Dem Anstieg der Filmproduktionen in der EU steht zugleich ein Rückgang neuer Filmproduktionen in den USA gegenüber, die von 490 im Jahr 1998 auf 442 im Vorjahr abgesunken sind.