Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/2786

Umso grösser ist jetzt die Enttäuschung über das Ende – ein Ende mit Schulden und einem juristischen Nachspiel mit zwei Geschäftspartnern. Der Ausgang habe deshalb nicht nur damit zu tun, dass die Gäste vor allem gegen Ende des Abends ins Flanagans kamen, um ein letztes Glas zu trinken. «Man kann nicht überleben, wenn man nur an den Wochenenden arbeitet und während der Woche ab 22.00 Uhr», sagte Rowland.
Aber die Sorgen haben für Rowland, der bis im Juli 2002 das Flanagans in Genf geführt hat, schon vor der Eröffnung angefangen. Ein Genfer Pseudo-Investor, der vom Besitzer des Gebäudes an der Reichengasse vorgestellt wurde, hatte sich bereit erklärt, sich an den Kosten für den Umbau zu beteiligen. Dieser Betrag belief sich auf rund 400000 Franken. Und Rowland hat abgesehen von einigen zehntausend Franken nie etwas vom Geld gesehen.
Auch wenn sich der persönliche Konkurs abzeichnet, ist Rowland bereit weiterzukämpfen. Gegen den Pseudo-Investor und den Besitzer des Gebäudes wird er Strafanzeige einreichen wegen Veruntreuung. «Ich war zu naiv», erkennt Rowland im Nachhinein. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit als gering ein, dass das «Flanagans» wieder öffnen wird. Obwohl die Zeit drängt. Denn die Räumlichkeiten sind weder geheizt noch gelüftet und das Mobiliar aus massiver Eiche verkommt langsam.