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Einsatzdoktrin
Einsatz des Centurion in der Schweizer Armee
Gemäss der damals geltenden Doktrin (TF82) , ist die Abwehr eine gemischte Gefechtsform, bestehend aus Verteidigung und Angriff. Unsere Abwehr stützte sich auf die auf das Infanteriegelände abgestützte Verteidigung von Schlüsselräumen sowie den angriffsweisen Einsatz von Gegenschlagsverbänden. Gegen einen durchgebrochenen, oder luftgelandeten Gegner mussten eigene Panzerverbände bereitgestellt werden, die in der Lage sein mussten, den Kampf so rasch als möglich aus der Bewegung aufnehmen zu können. Diese Verbände der Panzerbekämpfung bildeten die Panzerregimenter der Armeekorps in den mechanisierten Divisionen und die Panzerbataillone der Feldivisionen.
Der grosse Bestand der Centurion erlaubte ab 1962 die Aufstellung von Panzerregimentern in den Mech Div. Mit dem vermehrten Zufliessen von Panzer 61 und Panzer 68 wurden die Centurion in die Panzerbataillone der Feldarmeekorps umgeteilt und wurden dort bis ca. 1990 im Pz Bat Typ C eingesetzt. Dieses Pz Bat diente in erster Linie der beweglichen Panzerabwehr in den Einsatzräumen der Infanterieregimenter. In der Regel wurde das Bataillon kompanieweise den Inf Rgt unterstellt.
Die entscheidenden Kampfgrundsätze:
- Freiheit des Handelns
- Überraschung und die
- Möglichkeit, das Schwergewicht des Pzaw-Feuers im Verlauf des Gefechts verlegen zu können,
erlaubten die Hauptaufgabe, das Vernichten feindlicher Panzer, zu erfüllen. Der Kampf wurde in Form von Feuerüberfällen, Angriffen aus dem Hinterhalt über kurze Einsatzdistanzen und durch raschen Bezug von Sperren geführt. Die Pz Kp durfte dabei die Bewegungs- und Handlungsfreiheit nicht durch statische Eingliederung in Stützpunkte der Infanterie verlieren. Die Infanterie hatte den Nahschutz der Pz KP zu stellen, da das Pz Bat Typ C über keine Pz Gren und Pz Mw verfügte Die Hauptmerkmale der Centurion Kp . waren hohe Feuerkraft und die starke Panzerung der Kampffahrzeuge.
Die Einführung des Panzer 87 ermöglichte Anpassungen (Reduktion der Panzertypen, um Kosten und Aufwand für Unterhalt, Ausbildung und logistische Infrastruktur zu reduzieren). Die Devise unserer Armee hat aber immer zu lauten: «Nicht so gut als möglich, sondern so gut wie nötig!» - weil wir über zu wenig Geldmittel verfügen und den nötigen Zeitfaktor nie erreichen, um «so gut als möglich» gerüstet zu sein. Trotz allem, der Panzer 55/57 Centurion hat sich bewährt und war eine der erfolgreichsten Rüstungsbeschaffungen.