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1. Vorwort
2. Verregnete Ferien
3. Die Legende von Geoffrey Young
4. Unter Wasser
5. Legende oder nicht?
6. Afrika?
7. Afrika!
8. Haie und Harpunen
9. Der Gute Mr Ellis
10. Goldfieber
11. Überwachung
12. G.Y.
13. Die Letzten Deppen
14. Schweissgebadet
15. Rettungsmission
16. Achteinhalb Minuten
17. Gut versteckt in der Tiefe
Verregnete Ferien
Dicke Regentropfen klatschten gegen die Scheibe und liessen die Welt draussen verschwimmen. Auf der Hauptstrasse von Sandfield standen riesige Pfützen. Niemand war unterwegs.
"Wenn es weiter so regnet, werden das sehr traurige Ferien", murmelte Peter, das Kinn in die rechte Hand gestützt und zum wolkenverhangenen Himmel blickend. Es goss wie aus Eimern. Im "Brother Jonathan", dem kleinen Cafe, in dem die drei ??? sassen, war es zwar warm, doch allein der Anblick des Wetters liess Peter frösteln.
"Ach was", widersprach Justus. "Wir lassen uns von dem Regen doch nicht unseren Urlaub vermiesen. Wir können lesen, Schach spielen, uns mit mathematischen Rätseln beschäftigen..."
"Wir können uns auch zu Tode langweilen", meinte Peter.
"So schlimm wird es schon nicht werden", sagte Bob. "Ich denke, in dieser netten, kleinen Stadt gibt es genügend Dinge, die man auch bei Regenwetter unternehmen kann. Zum Beispiel ins Museum gehen oder..."
"Verschone mich", bat Peter.
"Oder wir machen einen Ausflug in den Redwood National Park zu den Mammutbäumen."
"Bei Regen. Super Idee, Bob."
Die drei Jungen waren von Ford Foliows, einem alten Journalistenkollegen und Freund von Bobs Vater, eingeladen worden, einen Teil ihrer Ferien in Sandfield zu verbringen, einem beschaulichen Ort an der Küste im Norden von Kalifornien.
Sandfield war mit seiner malerischen Bucht, dem breiten Sandstrand und den alten viktorianischen Häusern ein beliebtes Touristenziel. Mr Follows vermietete zwei kleine Bungalows, was ihm als Nebenverdienst zu seinem Job bei der Tageszeitung "Times-Standard" diente. Ein Gast war abgesprungen und Mr Follows hatte den Bungalow den drei Jungen umsonst angeboten. Begeistert von der Idee, eine Woche lang faul am Strand zu liegen, zu schwimmen und zu angeln, hatten die drei Detektive ihre Koffer gepackt und waren
mit Peters Auto nach Sandfield gefahren. Lediglich Justus hatte anfangs über den Sinn eines Urlaubs an der Küste nachgegrübelt, denn Sonne, Strand und Meer hatten sie schliesslich auch zu Hause in Rocky Beach. Doch das Argument von Peter und Bob, auf diese Weise Tante Mathilda und ihrer niemals endenden Herumscheucherei auf dem Schrottplatz entkommen zu können, hatte ihn überzeugt.
Aber aus Sonne, Strand und Meer war bislang nichts geworden. Seit gestern waren sie hier, und es hatte noch nicht eine Sekunde lang aufgehört zu regnen. Auch der Wetterbericht liess nichts Gutes erwarten.
"DrauSsen rührt sich gar nichts", murmelte Petermissmutig. "Nichts. Null. Kein Mensch auf der Strasse."
"Sandfield lebt vom Tourismus", antwortete Justus sachlich, ohne Peters schlechter Laune Beachtung zu schenken. "Da es schon seit Tagen
regnet, stehen die Hotels und Ferienhäuser leer."
"Sogar der Souvenirladen gegenüber hat zu", bemerkte Peter. Inzwischen lag sein Kinn auf der Tischplatte. "Und das Restaurant auch. Dabei ist Mittag." Er sah sich im Cafe um. Es war in einem behaglichen Fischerhüttenstil eingerichtet. Das Holz der Möbel war dunkel und rissig.