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Der neu ernannte Übergangsregierungschef Bruno Tshibala gehörte der Union für Demokratie und sozialen Fortschritt (UDPS) an, hatte die Partei jedoch im Streit um die Nachfolge des im Februar gestorbenen langjährigen UDPS-Vorsitzenden Etienne Tshisekedi verlassen.
Beobachter gehen davon aus, dass die Ernennung Tshibalas zu einer weiteren Spaltung der Opposition führen könnte, weil die UDPS gern ihren neuen Vorsitzenden Felix Tshisekedi, den Sohn des langjährigen Oppositionsführers, auf dem Posten des Ministerpräsidenten gesehen hätte.
Kabilas Amtszeit war bereits im Dezember abgelaufen, gegen seinen weiteren Verbleib im Amt hatte es heftige Proteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Teile der Opposition in dem zentralafrikanischen Land bezweifeln, dass Kabila, der seit 2001 an der Macht ist, tatsächlich abtreten wird. Er kann legal nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren.
(SDA)