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Als Steuerzahler in Genf kann ich es nicht verstehen, warum mein Stadtpräsident den guten Ruf der Stadt Genf, eine grossartige Stadt, die ihren berechtigten Platz in der Geschichte des Menschen- und Völkerrechts hat, an das “Russell Tribunal on Palestine” ausleiht. Dieses Tribunal ist eine radikal-politische Übung, welche die Kernprinzipien der Gerechtigkeit, darunter audi alteram partem, korrumpiert.
Stadtpräsident Rémy Pagani vom Linksbündis À gauche toute! soll [hat!] an diesem anti-Israel Event vom 6.-7. Oktober in New York teilnehmen. Seine Taten stehen im Widerspruch dazu, dass Genf das europäische Hauptquartier der Vereinten Nationen beherbergt. Sogar Richter Richard Goldstone, Leiter der in Genf ansässigen Gaza-Fakten-Findungsmission der UN, die Israel heftig kritisiert hatte, schrieb folgendes dazu in der New York Times (Betonung hinzugefügt): „Eine in London ansässige nichtregierungs-Organisation namens Russell Tribunal on Palestine wird eine „Anhörung“ durchführen, ob Israel schuldig des Verbrechens der Apartheid ist. Es ist kein „Tribunal“. Die „Beweise“ werden einseitig sein und die Mitglieder der „Jury“ sind Kritiker, deren harsche Ansichten zu Israel gut bekannt sind. Während „Apartheid“ eine breitere Bedeutung haben kann, soll seine Verwendung die Situation in Südafrika vor 1994 hervorrufen. Es ist eine unfaire und inakkurate Verleumdung Israels, die bestimmt ist, Friedensverhandlungen zu bremsen statt zu fördern.“
Die Teilnahme von Stadtpräsident Pagani als eine wichtige Person an diesem verlogenen und verleumderischen Tribunal wirft ernsthafte Fragen bezüglich seiner Qualifikation als Stadtpräsident einer wichtigsten europäischen Stadt auf und schadet zudem dem Ruf Genfs als Hauptstadt des internationalen Völkerrechts und humanitären Rechts.
Originalversion: Geneva mayor heads to anti-Israel tribunal condemned by UN’s Richard Goldstone by Hillel Neuer © UN Watch, October 5, 2012.
Anmerkung: Laut Bericht von Le Courrier vom 5. Oktober 2012, wurde die vierte Session des Russell Tribunal angeblich von der Stadt Genf mit 50.000 CHF mitfinanziert. Der Genfer Stadtrat hat diesen Betrag genehmigt als Beitrag zu den Gesamtkosten in Höhe von 1 Millionen $. Diese finanzielle Unterstützung ist Teil von Paganis Engagement, das 2009 anfing, als er sich die Verteidigung der Genfer Konvention auf die Fahnen schrieb. Sein Besuch in New York erfolgt auf Einladung der Teilnehmer dieser Session des Russell Tribunals.