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Boeing ist wegen der Corona-Situation in eine historische Krise gerutscht. Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von rund USD 2,4 Mia. Der Konzern hat deshalb zahlreiche Änderungen angekündigt, unter anderem das Ende des Jumbo-Jets: «Angesichts der aktuellen Marktdynamik und der Aussichten werden wir die Produktion der ikonischen 747 im Jahr 2022 abschliessen», sagt Boeing-Chef Dave Calhoun.
Es ist das Ende einer Ära. Seit über einem halben Jahrhundert prägt die 747 das Bild am Himmel. Aktuell wird die achte Generation der Flugzeugreihe konzipiert. Die erste entstand Ende der 1960er-Jahre. Sie läutete ein Zeitalter der Riesenflieger ein.
Der Jumbo Jet mit dem markanten Oberdeck war der Stolz jeder Airline. Die Swissair orderte bereits in den 1970ern die erste Maschine des Typs. 1971 landete schliesslich der erste Jumbo Jet in Zürich. Er bediente die Strecke nach New York und zurück. Im Jahr 2000 wurde der Flugzeugtyp von der damaligen Swissair aus dem Verkehr genommen.
Fast 40 Jahre lang war der Jumbo-Jet das grösste Passagierflugzeug der Welt. Im Maximum bietet er Platz für rund 600 Personen. Erst nach der Jahrtausendwende wurde die Legende entthront. Der durchgehend zweistöckige Airbus A380 lief der 747 den Rang ab. Er ist für den Transport von über 800 Fluggästen zugelassen. Die Zeit der Riesenjets geht allerdings zu Ende, der A380 wird von zahlreichen Airlines bereits wieder aus dem Verkehr genommen und die Produktion schon 2021 eingestellt, ein Jahr vor dem Ende der B747. (TI)