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Definition Grundkompetenzen
Die vier auf diesem Fachportal im Zentrum stehenden Grundkompetenzen sind Lesen und Schreiben, Alltagsmathematik und digitale Grundkompetenzen. Nachfolgend werden diese beschrieben und gängige Definitionen aufgeführt. Die einzelnen Kompetenzen werden in den verlinkten Unterbereichen des Fachportals ausführlich thematisiert.
Lesen und Schreiben (Literalität)
Bei Lesen und Schreiben steht die schriftliche Kommunikation im Vordergrund. Sie ist allgegenwärtig. Die Fähigkeit, Texte verstehen und schreiben zu können ist essentiell. Fehlende Kompetenzen in diesem Bereich erschweren alltägliche Handlungen und die gesellschaftliche Integration, da sie wichtige Kommunikationsmittel darstellen. Die Lese- und Schreibkompetenz kann daher wie folgt definiert werden:
Bei der Beurteilung/Einstufung schriftsprachlicher Kompetenzen ist zudem der verwandte Fachausdruck «Literalität» relevant:
In diesem Zusammenhang beschreibt der Begriff «Illettrismus» das Phänomen, wenn Menschen trotz regulärem Schulbesuch von Lese- und/ oder Schreibschwierigkeiten betroffen sind und den beruflichen oder privaten Alltag selbständig nicht oder nur beschränkt bewältigen können.
Rechenkompetenzen
Um sich im Alltag zu orientieren oder Entscheidungen zu treffen, muss man oftmals Zahlen, Mengen und Grössen beiziehen. Hierzu sind Fertigkeiten wie Rechnen, Schätzen und Vergleichen von Relevanz. Unter Rechenkompetenzen oder dem in der Fachliteratur gebräuchlichen Begriff Alltagsmathematik wird dieses Wissen respektive Können zusammengefasst. Dabei stehen der Umgang mit Zahlen, die konkrete Anwendung sowie pragmatische Lösungsmethoden, wie sie üblicherweise durch Erwachsene beherrscht werden, im Fokus:
Die Begriffe Rechenschwäche, Dyskalkulie und/oder Rechenstörung beschreiben die Beeinträchtigung, nicht über ausreichende Mathematikkompetenzen zu verfügen: Betroffene haben in der Folge Schwierigkeiten, den Anforderungen im Alltag (Einkaufen, Zahlungen tätigen, Distanzen einschätzen etc.) oder dem Berufsleben (Listen und Rechnungen kontrollieren, Tabellenkalkulation etc.) zu genügen. Fehlende Rechenfertigkeiten erschweren somit die Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und/oder wirtschaftlichen Leben.
Digitale Grundkompetenzen
Digitale Kompetenzen werden begrifflich meist mit IKT-Kompetenzen, das heisst Kompetenzen in Informations- und Kommunikationstechnik, gleichgestellt:
Die Konsequenzen fehlender digitaler Kompetenzen sind vielseitig: Zum einen besteht die Gefahr eines gesellschaftlichen Ausschlusses, da der Zugang zu Kommunikations- und Informationsmitteln sowie verschiedensten Dienstleistungen (Behördendienstleistungen, Finanzdienstleistungen, Ticketkäufe, etc.) erschwert ist oder gar verunmöglicht wird. Zum anderen drohen Betroffene in der Berufswelt den Anschluss zu verlieren, da stetig höhere Anforderungen an digitale Kompetenzen gestellt werden.
Bundesamt für Statistik. 2017. Weiterbildung in der Schweiz 2016. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik.
European Association for the Education of the Adults. 2018. The life skills approach in Europe, abrufbar unter: PDF-Dokument.
Grotlüschen, Anke, und Wibke Riekmann (Hrsg.). 2012. Funktionaler Analphabetismus in Deutschland: Ergebnisse der ersten leo. - Level-One Studie. Münster New York München Berlin: Waxmann.
OECD. 2005. Definition und Auswahl von Schlüsselkompetenzen, abrufbar unter: PDF-Dokument
Rat der Europäischen Union. 2018. Empfehlung des Rates vom 22. Mai 2018 zu Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen. Rat der Europäischen Union.
Schweizerische Eidgenossenschaft. 2013. Botschaft zum Bundesgesetz über die Weiterbildung.
Schweizerische Eidgenossenschaft. 2016. Bundesgesetz über die Weiterbildung (WeBiG).
Schweizerische Eidgenossenschaft. 2018. Häufig gestellte Fragen zum Weiterbildungsgesetz (WeBiG).
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