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Jeder Mensch lebt in drei Beziehungsdimensionen. Er hat eine Beziehung mit Gott oder einem Gottesersatz. Er hat eine Beziehung zu sich selber und er hat Beziehungen zu anderen Menschen. Eine biblische Konfliktbewältigung hat immer alle drei Dimensionen im Blick, weil ein glücklicher Mensch mit Gott, mit sich selber und mit anderen Menschen im Frieden ist. Jesus sagt in Matthäus 5,9, dass Menschen, die Frieden stiften, Söhne Gottes genannt werden. Jesus kam als Sohn Gottes in die Welt, um zwischen den Menschen und Gott Frieden zu stiften.
Biblische Konfliktbewältigung geht davon aus, dass Jesus selber Frieden schafft und dass die Schlichtung von Streitigkeiten innerhalb des Leibes Christi möglich sein muss (1.Korinther 6,1-8). Sie lässt sich durch folgende Merkmale charakterisieren:
Sie geschieht im Vertrauen darauf, dass Gott die Situation im Griff hat.
Die Friedensstifter sind Menschen, die auf Gott ausgerichtet sind und in einer Gemeinde integriert sind.
Die im Konflikt beteiligten Personen tragen die Verantwortung für ihre Reaktionen, ihr Reden und ihr Handeln. Sie handeln im Prozess eigenverantwortlich.
Frieden/Versöhnung wird in alle drei Richtungen angestrebt (Gott, Ich, Mitmensch)
Die Lösung kommt nicht durch den Druck oder die Macht der Beteiligten zustande. Sie ehrt Gott.
Die Lösung wird in der Regel schriftlich ausformuliert. Alle Beteiligten haben genügend Zeit, um dem Vorschlag definitiv zuzustimmen. Je nach Konflikt kann allenfalls eine Versuchsphase vereinbart werden, damit geprüft werden kann, ob die Lösung lebbar ist.