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Jackie Chan, Zorro und ein Baby: 11 Fun Facts zu «James Bond - Tomorrow Never Dies»
Pierce Brosnan, zum Zweiten! Dabei musste der Star für die Anfangssequenz des Filmes nicht mal am Set sein. Dies und weiteres Filmwissen gibt es in unserem Hintergrundbericht.
«Lies» oder «Dies»?
Dass Tomorrow Never Dies so betitelt wurde, hatte man einem Übertragungsfehler einer Sekretärin zu verdanken. Denn der eigentliche Titel lautete «Tomorrow Never Lies». Doch die Macher fanden Gefallen an den falsch übertragenen Buchstaben und kündigten den Film mit «Tomorrow Never Dies» an.
Zorro > Bond
Regisseur Martin Campbell und Schauspieler Sir Anthony Hopkins wurden beide für den Film angefragt. Campbell lehnte es ab, weil er nach GoldenEye nicht wieder gleich Bond-Regie führen wollte. Und Hopkins konnte mit dem Drehbuch nichts anfangen. Stattdessen drehten Campbell und Hopkins ein Jahr später The Mask of Zorro zusammen.
Brosnan darf zuhause bleiben
Der Waffenmarktplatz auf dem Hochplateau zu Beginn des Films sollte den Chaiber-Pass (zwischen Pakistan und Afghanistan) darstellen. Man drehte jedoch in den französischen Pyrenäen. Die gesamte Anfangssequenz mit all den zerstörten Flug- und Fahrzeugen kostete bereits ca. 10 Millionen US-Dollar. Pierce Brosnan war selbst nie am Dreh in den Pyrenäen. Dort kam sein Double zum Einsatz. Brosnans Grossaufnahmen wurden im Studio gefilmt.
Über das Budget hinausgeschossen
Auch in Tomorrow Never Dies kommen viele Produktplatzierungen vor, beispielsweise BMW oder Ericsson-Mobiltelefone. Grund dafür war, dass das geplante Budget von ca. 80 Millionen US-Dollar überschritten wurde und auf 100 anwuchs. Doch die verschiedenen Firmen waren gütig, sodass man mit Produktplatzierungen die Finanzierung sicherstellen konnte.
Noch ein Roger mit: «Isch mini Idee gsi»
Regisseur Roger Spottiswoode wurde vorgeworfen, unschlüssig zu sein. Er agierte langsam, herrisch und liess ständig Änderungen am Drehbuch vornehmen. So beklagten sich unter anderem Jonathan Pryce und Teri Hatcher darüber, dass ihre Rollen gegenüber dem ersten Drehbuch immer kleiner wurden.
Oh, Baby...
Pierce Brosnan beklagte sich über Teri Hatcher, da sie einmal zu spät am Set erschienen war. Hatcher begründete anschliessend, dass sie schwanger war. Brosnan entschuldigte sich danach bei ihr für sein Verhalten. Durch diese erfreuliche Nachricht wurde eine komplette Liebesszene zwischen Bond und Paris (Hatchers Figur) gestrichen und durch die Überwachung-Szene mit Carver und Gupta mit den beiden Protagonisten an der Party ersetzt.
Alle wollen am Bond-Song mitarbeiten
Komponist John Barry wurde angefragt, ob er den Score zu Tomorrow Never Dies beisteuern würde. Er lehnte ab, da er am Titelsong nicht mitwirken durfte, an dem bereits die Sängerin Sheryl Crow die Arbeit aufgenommen hatte. Barry empfahl jedoch den Komponisten David Arnold, der dann den Score fabrizierte. Auch Arnold war enttäuscht, sich nicht am Titelsong beteiligen zu dürfen. Stattdessen kreierte er einen eigenen Song mit K.d. lang, der als End-Credits-Song benutzt wurde.
Etwas Jackie Chan hat noch nie geschadet
Michelle Yeoh, die Wai Lin verkörpert, machte viele ihrer Stunts selbst. In der Szene im Versteck, das als Fahrrad-Werkstatt fungierte, wollte niemand vom eigenen Stuntteam die Kampfsequenzen drehen - aus Angst vor hartem Körperkontakt. Daraufhin wurde das Stuntteam von Jackie Chan organisiert, um diese Szene authentisch vollenden zu können.
«Der Schlüssel steckt.»
Bestens bekannt ist jene Szene, in welcher der BMW 750 iL vom obersten Stockwerk des Parkhauses direkt in eine AVIS-Mietstation in der Fussgängerzone landet. Ergänzend gab es laut den Storyboards noch folgende Szene: Bond läuft in die Mietstation und teilt lässig der Fachkraft mit: «Der Schlüssel steckt.» Allerdings wurde diese Szene nie gedreht. Insgesamt kamen 15 BMW-750er bei den Dreharbeiten zu Schaden.
Vietnam oder Thailand, Hauptsache Saigon!
Die zweite Hälfte des Films spielt in Vietnam. Leider hat die dortige Regierung die Dreharbeiten in ihrem Land verweigert. Das Produktionsteam wich auf Thailand aus und Bangkok stand für Saigon Pate. Während des Drehs lotste das Dreh-Team irrtümlicherweise einen Helikopter über die amerikanische Botschaft in Thailand, welche dann Alarm auslöste, da die Amerikaner dachten, dass es sich um Spionage handeln würde.
Money, Money, Money
Obwohl Tomorrow Never Dies doppelt so viel kostete als Goldeneye, spielte dieser weltweit etwas weniger ein wie sein Vorgänger, nämlich nur ca. 340 Millionen US-Dollar. Nur vier Wochen nach dem Kinostart hat der Film dabei benötigt, um sein Budget von ca. 100 Millionen US-Dollar wieder einzuspielen. Diesmal hatte die USA mit 125 Millionen Dollar mehr Interesse an Bond im Kino. Das sind 20 Millionen mehr als noch bei Goldeneye.