Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03595.jsonl.gz/619

die für Leitung des Bergbaubetriebs
und Beaufsichtigung der Bergleute angestellten Beamten, deren Klassifikation
in den verschiedenen Ländern sehr verschieden ist. In Preußen
[* 3] z. B. steht an der Spitze der Bergbehörden ein Oberberghauptmann,
ihm zur Seite stehen vortragende Räte. Die Bergbehörden gliedern sich dann weiter in Oberbergämter,
deren Direktor der Berghauptmann, deren Mitglieder Oberbergräte, und deren sonstiges Personal aus Hilfsarbeitern (Bergassessoren),
Markscheidern und Bauinspektoren sich zusammensetzt.
Den Oberbergämtern sind untergeordnet für den Privatbergbau Bergreviere mit Bergmeistern oder Berggeschwornen an der Spitze,
für den Staatsbergbau und Hüttenbetrieb Berginspektionen und Hüttenämter, deren Chefs den Titel resp.
Bergrat oder Bergwerksdirektor und Hüttenwerksdirektor oder -Inspektor führen. Unter letztern fungieren Hüttenmeister.
Man unterschied früher Bergbeamte vom Leder (Praktiker) und solche von der Feder (Theoretiker).