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Der Schweizer Magnum-Fotograf Werner Bischof (*1916 in Zürich) gilt als einer der wichtigsten und herausragendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er ist ein Meister der Schwarzweiss-Fotografie und sein gewaltiges Werk schuf er in einer äusserst kurzen Zeit. Seine Arbeit als Fotojournalist und Dokumentarist des Zeitgeschehens führte ihn um die halbe Welt.
Bischofs Biografie ist die eines Mannes der Moderne. In den 1940er Jahren arbeitete in seinem Fotostudio «Fotografik» und wurde dabei stark durch die Bewegung «Neues Sehen» beeinflusst. Nach dem 2. Weltkrieg reiste er durch Europa und schuf eine umfassende Dokumentation über die Zerstörung und den Wiederaufbau Europas nach dem Krieg. Während der frühen Zeit des Fotojournalismus publizierte Bischof in den bedeutendsten Magazinen der Welt und wurde Mitglied der legendären Fotografenagentur Magnum Photos. Seine Reportage über die Hungersnot in Indien verhalf Werner Bischof 1951 zur internationalen Berühmtheit.
In den frühen 1950er Jahren folgten Reisen durch Japan und weitere asiatische Länder. Auf diesen Reisen brach er aus dem Korsett der reinen Auftragsfotografie aus und widmete sich zunehmend auch freien Arbeiten. Im Herbst 1953 begann Bischof auf einer Reise durch die USA mit der Farbfotografie zu experimentieren und reiste darauf nach Zentral- und Südamerika, wo er 1954 bei einem Autounfall in den peruanischen Anden ums Leben kam.