Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/664

Er ist Selfmade-Millionär, Triathlet und hat den Mount Everst bezwungen. Jetzt strebt New Mexikos Ex-Gouverneur Gary Johnson in die lichten Höhen der Politik und will Barack Obama im November 2012 den Chefsessel im Weissen Haus abnehmen.
Der 58-jährige Bauunternehmer kündigte am Donnerstag seine Bewerbung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner an. "Ich besitze die Qualifikation, die Fähigkeit und das Wissen für das Amt. Ausserdem kann ich auf eine Erfolgsbilanz verweisen", sagte Johnson auf den Stufen des State House in New Hampshire. Der Bundesstaat ist einer ersten, in denen Vorwahlen der Republikaner stattfinden.
Unkonventionelle Ideen
Aus dem Kreis der potenziellen Bewerber sticht der frühere Handwerker durch unkonventionelle Ideen hervor. So setzt sich Johnson für die Legalisierung von Marihuana ein, um die Drogenkartelle zu bekämpfen.
Als Gouverneur von Neu-Mexiko handelte er sich den Spitznamen "Gouverneur Veto" ein, weil er 750 Parlamentsbeschlüsse mit seinem Nein stoppte. Darunter waren auch Entwürfe aus den Reihen der eigenen Partei.
Staatsausgaben senken
Johnson setzte sich für niedrigere Steuern sowie Staatsausgaben ein und verringerte die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundesstaats im Südwesten der USA um zehn Prozent. Beim Ausscheiden aus dem Amt hinterliess er 2003 einen ausgeglichenen Haushalt.
"Amerika braucht jetzt einen 'Präsident Veto', der 'Nein' zu verrückten Staatsausgaben sagt und Wahnsinn stoppt, zu dem Washington geworden ist", verkündete Johnson.
Mit der Bewerbung für eine zweite Amtszeit hat Obama unlängst das Rennen um das Präsidialamt eröffnet. Aus dem Kreis potenzieller republikanischer Bewerber hat sich noch kein ernstzunehmender Herausforderer herausgeschält.