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Schwyz, 6443
|Wir verkleinern unsere Krippensammlung und geben diese schönen Marolin Krippenfiguren zu einem fairen Preis ab.|
Diese Figuren stammen alle aus der ersten Herstellerzeit vor 1958.
Diese handbemalten Figuren sind in ihren Farben in einem guten Zustand mit einer altersüblichen Patina.
Faszinierend für einen Sammler oder unter den Christbaum etc. zu stellen.
Masse:
- Maria 9 cm
- Jesuskind 4 cm Hoch, 5,5 cm Lang, 3,5 cm Breit
- Josef 12 cm
- Hirten 10,5 cm bis 12 cm
- 3 Könige 9 cm bis 12 cm
Die Figuren können durch ihr Alter, kleine Chips, Farbverluste und teilweise seit vielen Jahren restauriert und geleimt oder mit kleinen Abbrüchen versehen sein.
Die Geschichte zu den Marolin-Figuren:
Die Firma Richard Mahr wurde im Jahr 1900 von dem aus Steinach in Thüringen stammenden Richard Mahr (*1876, +1952) in dessen Elternhaus gegründet.
Die Belegschaft bestand am Anfang nur aus Richard Mahr und seiner Frau. Abnehmer der damals gefertigten Produkte waren die in Sonneberg ansässigen Verlegerfirmen aus dem In- und Ausland.
Um 1910 waren bereits 10 Arbeiter und 1 Lehrjunge in der Firma beschäftigt.
1920 trat der aus Steinach stammende Modelleur Julius Weigelt (*1901, +1982), in die Firma ein.
Während die Modelle von Richard Mahr in ihrer, ohne Zweifel tadellosen, qualitativ hochwertigen Gestaltung noch eher dem Nazarenerstil des 19. Jahrhunderts angehörten, orientieren sich Weigelts Modelle mehr an einem heimatlichen und volkstümlichen Stil, wie er ab den 20er Jahren beliebt war.
2. Weltkrieg
Mit Beginn des 2. Weltkriegs wurde der stetigen Expansion der Firma seit ihrer Gründung im Jahr 1900 ein jähes Ende bereitet. 1940 wurde die Produktion der Marolin-Figuren völlig eingestellt, da die männlichen Mitarbeiter zum Kriegsdienst herangezogen wurden.
Nach 1945 schien die Firma aufgrund der raschen Wiederherstellung der alten Geschäftsbeziehungen zunächst an den Erfolg der Vorkriegsjahre anknüpfen zu können und man war guter Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft.
Die Bildung der zwei deutschen Staaten sollte aber die weitere Geschäftsentwicklung stark behindern. Erschwerend kam hinzu, dass die seit 1944 eingefrorenen Preise erst ab 1970 schrittweise dem realen Niveau angeglichen wurden.
Am 6.6.1958 kam es zu einer weiteren Tragödie in der Firmengeschichte:
Der Dachstuhl des Firmengebäudes, grosse Teile der Lagerräume fielen dem Feuer zum Opfer. Die Flammen und vor allem das Löschwasser zerstörten grössere Mengen von Rohlingen und die gesamten Lagerbestände - und dies kurz bevor die Auslieferungen für das kommende Weihnachtsgeschäft erfolgen sollten.
Auch die Wohnräume der Familie Mahr im ersten Stock mussten vollständig geräumt werden. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Es dauerte über zwei Jahre, bis die Schäden behoben waren und wieder Normalität einkehrte.
In den Folgejahren geriet die Herstellung von Krippenfiguren mehr und mehr in den Hintergrund.
Man hatte schon frühzeitig damit begonnen, die Mutterformen aufgrund fehlender Nachfrage zu vernichten. Auf diese Weise ist ein grosser Teil der frühen Modelle, vor allem die des Firmengründers Richard Mahr, verloren gegangen. Viele können heute nur noch auf Bildern bewundert werden.
Nach der Enteignung der Firma im Jahr 1972 setzte sich die Vernichtung von alten Formen unter dem neuen Eigentümer fort.
Man schätzt, dass etwa ein Drittel der Formen dadurch verloren gegangen sind.
Die Farben auf den Fotos können farbliche Abweichungen enthalten, da es schwierig ist, sie korrekt darzustellen.
Dies ist ein Privatverkauf.
Die von Ihnen gekauften Figuren können nach Absprache abgeholt werden, eine persönliche Übergabe wird bevorzugt.
Auf Risikoübernahme und den Portokosten des Käufers können die Figuren auch verschickt werden.
Bei Bezahlung am Postschalter müssen die Spesen von Franken 2.00 vom Käufer übernommen werden.