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In Schule und Ausbildung wird unser Verstand zu Höchstleistungen getrimmt. Die ganze Welt wollen wir rational erfassen und erklären. Wieviel weiß unser Verstand aber wirklich? Treffen wir unsere Entscheidungen tatsächlich mit unserem Verstand? Oder hat unser Unterbewusstsein vielleicht auch etwas zu sagen? Gibt es vielleicht sogar eine Möglichkeit der aktiven Kommunikation mit dem Unterbewussten? Und wie kann diese uns zuverlässige Auskünfte geben?
Diesen Fragen möchte ich ein wenig nachgehen.
Der Eisberg
Ein gutes Bild für das Verhältnis zwischen unserem bewussten, verstandesmäßigen Anteil und unserem Unterbewussten ist ein Eisberg. Nur eine kleine Spitze ragt aus dem Wasser. Diese wird von einem um ein Vielfaches größeren nicht sichtbaren unterwasserliegenden Teil getragen.
Die kleine Spitze, die aus dem Wasser ragt, entspricht dabei dem Verstand, der unsichtbare Teil unserem Unterbewussten. In Zahlen liegt das Verhältnis ungefähr bei 2-5% bewussten und 95-98% unbewussten Anteilen. Offensichtlich steckt also viel mehr in uns, als das, was unser Verstand uns sagt.
Bekannt ist, dass die Werbung sehr geschickt unser Unterbewusstes beeinflusst. Gezielt eingesetzte Musik, Farben, Düfte, Slogans usw. gehen mitunter ganz an unserem Verstand vorbei und setzen sich in unserem unbewussten Teil fest.
Wenn es in uns einen so riesigen Fundus an Wissen gibt, wäre es nicht schön, diesen nutzen zu können?Eine Kommunikation mit dem Unterbewussten könnte uns Antworten auf viele Fragen geben.
Die gute Nachricht ist, dass es tatsächlich eine Möglichkeit der Kommunikation mit dem Unterbewussten gibt. Hilfsmittel dafür ist der Armlängentest, der durch einen natürlichen neurologischen Muskelreflex Antworten gibt.
Der Armlängentest nach Raphael Van Assche
Wie so manches verdankt der Armlängentest seine Entdeckung als Kommunikationsinstrument einer zufälligen Beobachtung. In den 80er Jahren behandelte der Osteopath Raphael Van Assche einmal eine Frau, die nach der Gartenarbeit über einen plötzlichen Schmerz im Rücken klagte. Da dieser Schmerz auf einen angespannten Psoasmuskel im Lendenbereich hinwies, machte Van Assche zur Bestätigung seines Verdachts einen Test. Bei der liegenden Patientin streckte er ihre beiden Arme nach oben über den Kopf, zog kräftig daran und sah sich die Armlänge an.
Wenn ein Arm kürzer ist als der andere, zeigt das die Verkürzung des Psoasmuskels auf der entsprechenden Seite an. Dies ist ein natürlicher neurologischer Reflex. Während sich die Muskeln der einen Körperseite entspannen, spannen sich die der anderen Körperseite an. Es ist als Stressreaktion des Muskelsystems zu verstehen.
Bei der Frau zeigte sich tatsächlich eine Verkürzung des rechten Arms und bestätigte die Verdachtsdiagnose. Bei einer Wiederholung des Tests etwas später waren die Arme jedoch wieder gleichlang. Weitere Wiederholungen zeigten ebenfalls gleichlange Arme, ohne dass die Psoas-Disbalance behandelt worden ist. Wie kam das?
Während der Behandlung erzählte die Patientin, dass sie bei der Gartenarbeit an ihren Sohn gedacht und sich über ihn geärgert hatte. Van Assche bemerkte, dass sich der Spannungszustand ihrer Arme immer dann änderte, wenn die Frau über ihren Sohn sprach. Daraufhin fragte er genauer nach den Problemen, die seine Patientin gerade mit ihrem Sohn hatte. Das Reden darüber tat ihr sehr gut, so dass die Rückenschmerzen auf einmal nicht mehr spürbar waren. Jetzt gab es im Armlängentest auch keinen Hinweis mehr auf die Verkürzung des rechten Psoasmuskels.
Nach dieser Beobachtung forschte Van Assche weiter und wendete den Armlängentest bei verschiedenen Problemen an. Er kam zu dem Schluss, dass über die Armlänge Stressreaktionen angezeigt werden.
Der Armlängentest zur Kommunikation mit dem Unbewussten bei innerwise
Der Arzt und Entwickler von innerwiseUwe Albrecht entwickelte den Armlängentest so weiter, dass er eine praktikable Testmethode ist, die jeder selber bei sich anwenden kann. Die Arme werden dabei vor dem Körper zusammengeführt. Die nebeneinanderliegenden Daumen zeigen eine Ja- oder Nein-Antwort an.
Landen die beiden Daumen exakt nebeneinander, bedeutet dies, es ist kein Stress im Muskelsystem vorhanden. Sind die Daumen jedoch auf unterschiedlicher Höhe und damit die Arme unterschiedlich lang, deutet das auf eine Irritation bzw. Stress im Muskelsystem hin.
Diesen Mechanismus können wir nutzen und unserem Körper konkrete Fragen stellen. Lautet die Antwort „ja“, bereitet die Frage keinen Stress und die Daumen liegen genau nebeneinander. Wenn die Antwort jedoch „nein“ heißt, handelt es sich für unseren Körper um etwas, das ihm einen Stress verursacht. Durch den neurologischen Muskelreflex werden die Arme nun unterschiedlich lang.
„Welches Paar Schuhe soll ich nehmen?“
Mit einem praktischen Beispiel möchte ich dies verdeutlichen:
Im Schuhgeschäft hast du zwei paar Schuhe in die engere Wahl gezogen. Nun brauchst du eine Entscheidungshilfe. Zunächst schaust du das eine Paar an und führst dabei deine Arme vor deinem Körper zusammen. Die Daumen liegen nicht nebeneinander. Irgendetwas verursacht also Stress. Dein Unterbewusstsein weiß vielleicht schon, dass dir dieses Paar Schuhe beim längeren Gehen doch unbequem sein wird. Entsprechend übermittelt es dir über den Armlängentest ein „Nein – bitte nicht kaufen!“
Nun schaust du das andere Paar an und führst wiederum deine Arme vor deinem Körper zusammen. Diesmal landen deine beiden Daumen genau nebeneinander. Dein Unterbewusstsein hat also eine Entscheidung getroffen und gibt sein ok für dieses zweite Paar Schuhe.
Auf diese Weise ist der Armlängentest sehr leicht im Alltag zu nutzen. Er gibt aber ebenfalls bei viel tiefer gehenden Themen Antworten. Diese können z.B. unsere Gesundheit, unser Berufsleben oder unsere Beziehung betreffen.
Eine Kommunikation mit dem Unterbewussten ist so tatsächlich möglich.
Und dieses stellt uns eine riesige Datenbank zur Verfügung, in der es viele gute Antworten auf unsere Fragen gibt!