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Der Walser Strickbau mit Baujahr 1801 befindet sich in Surrein bei Sedrun. Der Weiler bestehend aus sieben Wohnhäusern und fünf Ställen liegt auf der Südseite des Rheins. In den Walser Streusiedlungen dieser Region baute damals jede Familie auf ihrem Gut das Wohnhaus mit dem Hausstall, den Weidställen und Scheunen. Das Haus war über viele Generationen im Besitz der Familie Hendry, eines alteingesessenen Walsergeschlechts. Der Strickbau in Surrein wurde von 2012-2013 zusammen mit der Bündner Denkmalpflege umfassend restauriert. Von der Konstruktionsweise her handelt es sich um ein firstständiges Zweifamilienhaus. Ein Gang quer zum First verband die beiden Wohnhälften. Im Zuge des Umbaus wurde die ursprüngliche Baumasse wieder sichtbar gemacht.
Der Gangboden wurde von mehreren Schichten Novilon befreit, Vertäferungen jüngeren Datums wurden entfernt und die ursprünglichen Bohlenwände frei gelegt. Der um 1900 entstandene Anbau wurde äusserlich weitgehend belassen, erhielt aber mit einer zweiten Küche eine neue Nutzung. Vereinzelte Eingriffe aus den 1960er- und 1970er-Jahren wurden weitgehend zurückgebaut. Der Zementverputz der Aussenfassade wurde durch einen ursprünglichen hydraulischen Kalkverputz ersetzt. Die beiden alten Specksteinöfen wie auch die über 180jährigen Fenster wurden sorgfältig restauriert. Eine Erdsondenheizung und neue technische Installationen führten dazu, dass der Komfort des Hauses an der Giassa 10 sanft auf heutige Bedürfnisse angehoben wurde.
Zimmermann- und Schreinerarbeiten, strukturelle Reparaturen und Rekonstruktionen, Täferarbeiten
Baujahr: 1801, erweitert 1901
Planung und Bauleitung: Simon Heusser, Männedorf
Projektdauer: 2012-2013