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Nur sieben der 26 Kantone erheben für den Besuch einer Mittelschule ein Schulgeld. Vier dieser Kantone - Luzern, Obwalden, Schwyz und Uri - befinden sich in der Zentralschweiz.
Mit 700 Franken pro Schuljahr sei der Elternbeitrag in Schwyz verhältnismässig hoch, erklärte Blunschy in seinem Postulat. Es dürfe nicht sein, dass das Schulgeld den Entscheid beeinflusse, ob ein Kind an eine kantonale Mittelschule gehe oder nicht.
Blunschy forderte deswegen, dass der Regierungsrat den Bedarf des Schulgeldes sowie dessen Kürzung oder Aufhebung prüfe. Der Regierungsrat erklärte aber in seiner am Montag veröffentlichten Antwort, er sehe keinen Änderungsbedarf.
Der Regierungsrat begründete sein Nein damit, dass Beschwerden von Eltern wegen des Schulgeldes selten seien. Es könne davon ausgegangen werden, dass der Elternbeitrag grösstenteils akzeptiert sei. Zudem stärke das Schulgeld das Kostenbewusstsein der Schüler- und Elternschaft. Dank des Elternbeitrags könne ferner der Instrumentalunterricht relativ günstig angeboten werden.
Das Schulgeld betrug im Kanton Schwyz in den Achtzigerjahren noch 1'200 Franken und sank zwischenzeitlich auf 400 Franken. Um den Kantonshaushalt zu entlasten, wurde es wieder in zwei Schritte auf 700 Franken erhöht. Diese Höhe ist auch das Resultat von Verhandlungen mit den privaten Mittelschulen im Kanton, wie der Regierungsrat in seiner Postulatsantwort festhält.
Die Summe, welche die Eltern der 880 Jugendlichen an die kantonalen Mittelschulen zahlen, beläuft sich auf 616'000 Franken. Würde es wegfallen müsste der Kanton seinen Globalbeitrag an die Schulen erhöhen. Allenfalls müsste der Kanton auch mehr an die privaten Mittelschulen zahlen.