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Es wird wohl kaum möglich sein, festzustellen seit wann im Oberwallis getrommelt und gepfiffen wird. Schon im Mittelalter zogen Krieger mit Trommel und Pfeife in die Schlachten und während den friedlicheren Zeiten wurde das Spiel mit der „Trumma und der Natwärischpfiffa“ in unseren Dörfern zur Belustigung und Unterhaltung mit Hingabe gepflegt. Dies beweisen uns vor allem die überlieferten Märsche und ihre Namen. Einsichtige Männer waren sich um das alte Kulturgut bewusst und setzten sich für die Erhaltung der „alten Musik“ ein. Am 8. Dezember 1930 trafen sich Ober- und Unterwalliser in Siders und gründeten den Kantonalen Verband, dem ein erstes und vorerst auch letztes Verbandsfest im Jahre 1931 in Visp folgte. Die elf Oberwalliser Vereine: Visp, Lalden/Eyholz/Baltschieder, Ausserberg, Eisten, Raron, Eggerberg, Visperterminen, Törbel, Staldenried, Zeneggen und Stalden gründeten am 22. November 1931 im sonnigen Stalden den Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferverband. Der Initiant Josef Bittel aus Visp wurde an der Gründungsversammlung zum ersten Verbandspräsidenten gewählt. Wohl einer der wichtigsten Beschlüsse war, sich alle Jahre einmal zum gemeinsamen Musizieren zu treffen, dies zur Erhaltung der engeren Kontakte und zur Förderung der Ahnenmusik. Als Bestimmungsort des ersten Festes im Jahr 1932 wurde Stalden bezeichnet. Hier trafen sich denn auch am 11. September 1932 die 11 Sektionen und eine Tambourengruppe aus Embd zum ersten Verbandsfest. Bei Behörden und Bevölkerung war die Begeisterung gross. Vorerst im Abstand von zwei Jahren, später alle Jahre, wurde an einem andern Orte und in einem vorbestimmten Turnus das Oberwalliser Verbandsfest durchgeführt.