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Gewässer können Menschen und Sachwerte erheblich gefährden. Das bernische Wasserbaugesetz verpflichtet die Gemeinden bzw. die Eigentümer der Gewässer, solche Gefahren durch geeignete Massnahmen abzuwenden. Diese Aufgabe wird von eigens eingesetzten öffentlich-rechtlichen Körperschaften – den Schwellenkorporationen – wahrgenommen.
In der Region Brienz kommt dem Thema Wasserbau grosse Bedeutung zu. In den vergangenen fünf Jahrhunderten ist die Gegend wiederholt von schweren Murgängen heimgesucht worden, die teilweise auch im Siedlungsgebiet zu massiven Zerstörungen führten. Zum jüngsten dieser Ereignisse kam es im August 2005. Nach intensiven Niederschlägen traten der Glyssibach und der Trachtbach über die Ufer. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben; rund dreissig Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. In der Folge wurden an den beiden Wildbächen Glyssibach umfangreiche Hochwasserschutzmassnahmen ausgeführt. Derzeit sind die benachbarten Wildbäche Lammbach und Schwanderbach im Fokus der Wasserbauingenieure.
Über die geplanten Arbeiten und die aktuellen Vorhaben orientiert jeweils das Publikationsorgan „Bach-Blettli“, das von den Schwellenkorporationen der Region Brienz seit 2006 regelmässig herausgegeben wird.