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Die makroseismische Intensität ist eine Klassifizierung der Bodenbewegung basierend auf den beobachteten Effekten in einem begrenzten Gebiet. Diese Beobachtungen können in fünf Kategorien eingeteilt werden: Schäden an der Bevölkerung, Objekten, Gebäuden, Tieren und der weiteren Umwelt. Diese fünf Gruppen werden für die Berechnungen mit numerischen Werten skaliert. Es existieren weltweit mehrere Skalen; momentan beim SED und in weiten Teilen Europas in Gebrauch ist die 1998 eingeführte Europäische Makroseismische Skala (EMS-98, Grünthal ed. 1998). Eine Intensitätsskala weist allgemeine Beschreibungen der Effekte eines Erdbebens auf, angefangen bei den schwächsten (Intensität I in EMS-98: nicht fühlbar) bis hin zu den stärksten (Intensität X+ in EMS-98: extrem). Jedem Ort wird ein Intensitätsgrad zugeschrieben. Die daraus resultierende Intensitätskarte ergibt ein umfassendes Bild der Auswirkungen eines Erdbebens.
Grundsätzlich spielen bei der Festlegung der Intensität auch subjektive Bewertungskriterien des jeweiligen Analysten eine Rolle. Deshalb ist es wichtig, den Evaluationsprozess und die Interpretationsspielräume zu dokumentieren und Unsicherheiten zu benennen. So wird in der Praxis des SED für jeden Ort eine Spanne zwischen minimalem und maximalem Wert angegeben (Imin und Imax) und der Wert mit der höchsten Wahrscheinlichkeit festgesetzt (Iw). Die Katalogeinträge und Karten basieren auf dem Iw Wert.
Quelle:
Grünthal, G. ed. 1998. ‘European Macroseismic Scale 1998 (EMS–98)’, Cahiers du Centre Européen de Géodynamique et de Séismologie 15, Helfent-Betrange (Luxembourg).