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Die Herpetofauna der Schweiz umfasst 16 Reptilien- und rund 20 Amphibienarten. Die folgenden Seiten sollen einen Überblick zu diesen Arten verschaffen.
Taxonomie
Viele dieser Arten wurden schon früh in Mitte des 18. Jahrhunderts beschrieben - grösstenteils von Carl von Linné (LINNAEUS) und Joseph Nicolaus Lorenz (LAURENTI). Doch die Forschung bleibt nicht
stehen, mittels modernen genetischen Methoden werden regelmässig neue Arten mit einem Vorkommen in der Schweiz entdeckt/beschrieben.
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Italienische Blindschleiche 2017: Die erste Abspaltung erfolgte im Taxon der Blindschleiche (Anguis fragilis), als 2013 die Italienische Blindschleiche (Anguis veronensis) als eigene Art beschrieben wurde (GVOŽDÍK et al.) und 2017 erstmals in der Schweiz (Tessin und Teile des Graubündens) genetisch nachgewiesen werden konnte (URSENBACHER). Morphologisch lässt sich A.veronensis jedoch nicht eindeutig von A.fragilis
unterscheiden.
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Barrenringelnatter 2017: Die zweite taxonomische Umteilung betrifft Unterarten der Ringelnatter (Natrix natrix ssp.). Nachdem 2016 die
Iberische Ringelnatter (Natrix astreptophora), welche nicht in der Schweiz vorkommt, als eigene Art beschrieben wurde (KINDLER et al.), gaben molekulargenetische Untersuchungen von 2017 auch Anlass zur Erhebung der Barrenringelnatter (Natrix helvetica)
in den Artenstatus (KINDLER et al.). Sowohl N.astreptophora wie auch N.helvetica lassen sich morphologisch von der
Nominatfrom N.natrix unterscheiden. Erschwert wird die Bestimmung jedoch in den Kontaktzonen zweier Arten, wo es zu Hybridisierungen kommen kann.
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Po-Laubfrosch 2018: Die aktuellste taxonomische Anpassung in der Herpetofauna der Schweiz betrifft den italienischen Laubfrosch (Hyla intermedia). Aufgrund von
morphologischen, vor allem aber genetischen Analysen konnten Dufreshnes et al. 2018 das Bestehen einer Kryptospezies im nördlichen Verbreitungsgebiet
von H.intermedia nachweisen. Daher erklärten sie diese nördliche Form als eigene Art unter dem Namen Po-Laubfrosch (Hyla perrini).