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Bericht zur Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauen Schweiz
Beatrice Luck v/o Taifun
Am 28. April 2018 fand die Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) in Bern statt, an welcher der Cevi Schweiz mit jeweils vier Stimmen votieren durfte.
Das Nachmittagsprogramm widmete sich nach dem offiziellen Teil mit den üblichen Traktanden (Jahresbericht und Jahresrechnung 2017, Budget 2018, etc.) mit verschiedenen Workshops dem Thema „Care-Arbeit – zwischen Liebestätigkeit und Ausbeutung“. Gleich zu Beginn der Versammlung führte eine Ordensschwester das Thema mit einer Meditation über die Bibelstelle „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“ ein. Unter anderem wies sie darauf hin, dass ihre Kolleginnen, welche ihr ganzes Leben der tätigen Nächstenliebe verschrieben hätten, sich selbst sehr schwer damit täten, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als Quintessenz der Meditation: Selbstliebe schützt am besten davor, (unabsichtlich) von hilfsbedürftigen Menschen ausgebeutet zu werden.
Sehr eindrücklich war die Präsentation von Matthias Herren vom HEKS, welcher von den verheerenden Auswirkungen der Arbeitsmigration junger Rumäninnen und Rumänen in den Westen (z.B. für Care-Arbeit in einem Privathaushalt) auf ihr Heimatland und der dort fehlenden Betreuung der überalterten Menschen auf dem Land berichtete. HEKS unterstützt in Siebenbürgen das Hilfswerk Diakonia beim Aufbau eines Spitexdienstes, welcher wenigstens teilweise zu einer Entschärfung des Problems beiträgt.
Ganz zum Schluss verabschiedete die Versammlung eine Resolution, welche unter anderem eine grössere Wertschätzung der hauptsächlich von Frauen geleisteten Care-Arbeit mit entsprechender sozialen Absicherung und Entlohnung in der Schweiz fordert.
Für den Cevi Schweiz
Beatrice Luck v/o Taifun
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