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Ich habe vor drei Jahren ein 3a-Konto eröffnet und bezahle jedes Jahr den maximalen Betrag ein. Nun habe ich vernommen, es würde sich lohnen, zwei oder mehrere Konti einzurichten und den Betrag gestaffelt auszahlen zu lassen. Stimmt das? Wenn ja, könnten Sie mir aufzeigen, wie sich eine Auszahlung in mehreren Tranchen effektiv auswirkt? M. C. in B.
Diese Information ist richtig. Beim Bezug des Guthabens 3a ist eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer zu bezahlen, die unabhängig vom übrigen Einkommen erhoben wird. Weil aber der Steuersatz
progressiv ausgestaltet ist, zahlen Sie insgesamt weniger Steuern, wenn Sie sich - zum Beispiel - viermal nacheinander jedes Jahr 50'000 statt auf einmal 200'000 Franken auszahlen lassen.
Nach geltendem Recht kann das Guthaben 3a frühestens fünf Jahre vor und spätestens mit Erreichen des AHV-Alters bezogen werden. Man kann jedoch keine Teilauszahlung veranlassen. Es gilt der Grundsatz «alles oder nichts». Um das Guthaben trotzdem in verschiedenen Jahren beziehen zu können, müssten Sie mehrere Konti haben. Theoretisch könnte man also ab Alter 60 jedes Jahr, also fünfmal nacheinander, je ein Konto 3a auflösen und dann zu einem verhältnismässig tiefen Steuersatz versteuern. So jedenfalls funktioniert es heute. Ob das auch in drei Jahrzehnten von den Steuerbehörden noch akzeptiert wird, kann Ihnen niemand sagen. Gut möglich, dass ein gestaffelter Kapitalbezug in Zukunft als Steuerumgehung taxiert wird und die einzelnen Auszahlungen zusammen zum höheren Steuersatz versteuert werden. Wie stark heute die Steuerersparnis bei einer gestaffelten Auszahlung ins Gewicht fällt, hängt von der Höhe des ausbezahlten Kapitals, von der Höhe des Steuersatzes und von der Stärke der Progression ab. Die Schweiz wäre nicht die Schweiz, wenn wir nicht in jeder Wohngemeinde unterschiedliche Verhältnisse hätten. In Ihrem heutigen Wohnort B. würden Sie heute 2731 Franken weniger Steuern zahlen, wenn Sie sich viermal 50'000 statt einmal 200'000 Franken auszahlen liessen.
Gut möglich ist aber, dass Sie bei Ihrer Pensionierung nicht mehr in B. wohnen. Sie finden daher in der Tabelle noch drei andere Zahlenbeispiele. Zürich, weil die Zwinglistadt die grösste Schweizer Stadt ist, Freienbach, weil im Schwyzer Steuerparadies die Steuerbelastung gering ist, und Freiburg, weil die Stadt mit einer starken Progression auffällt. Dort sparen Sie 10'143 Franken, in Zürich 1253 Franken und in Freienbach 4628 Franken.
Erschienen im CASH am 7. September 2006