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EIN SCHWIERIGES JAHR FÜR DEN EISVOGEL
In den Thurauen konnte im 2016 nur eine erfolgreiche Eisvogelbrut nachgewiesen werden. Dies geht aus dem jährlichen Bericht von Matthias Griesser für das Ornithologische Inventar des Kantons Zürich hervor.
Obwohl der Eisvogel dank des milden Winters 2015/16 und den Bruterfolgen aus den Vorjahren mit einem Höchstbestand ins Jahr startete, lag die Bruterfolgsquote am zürcherischen Abschnitt der Thur im Jahr 2016 auf einem historischen Tiefststand. Die insgesamt 8–9 Brutpaare brachten gerade mal zwei erfolgreiche, sowie eine wahrscheinliche Brut zustande. Schuld daran sind insbesondere drei Hochwasserereignisse zwischen Mai und August.
In den Thurauen nahmen die Eisvogelpaare zu Brutbeginn vier Brutplätze in Beschlag und begannen zu brüten. Das Hochwasser Mitte Mai zerstörte jedoch sämtliche Bruten. Auch die Ersatzbruten von Juni–August fielen bis auf eine den Hochwasserereignissen zum Opfer. In den Thurauen konnte damit nur eine einzige erfolgreiche Brut nachgewiesen werden.
Da sich die Brutplätze des Eisvogels grösstenteils im Steilufer eines Gewässers befinden, sind sie einem Hochwasserereignis gänzlich ausgeliefert. Fällt das Hochwasser ungünstig auf die Brutphase, geht die Brut meist verloren. Deshalb ist es wichtig, dass die Eisvögel während der Brutphase nicht durch menschliche Erholungsnutzungen zusätzlich gestört werden. Wir hoffen auf eine erfreulicheres Jahr 2017 für die Eisvögel!