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道
Dao - der Weg - gehen - waying
Dao
http://de.wikipedia.org/wiki/Dao
http://de.wikipedia.org/wiki/Daoismus
Ein Dao - kann es als Dao bestimmt werden,
ist es kein stetiges Dao.
Ein Name - kann er als Name bestimmt werden,
ist er kein stetiger Name.
Keinen-Namen-habend
ist der Beginn der zehntausend Dinge.
Namen-habend
ist die Mutter der zehntausend Dinge. Laozi 1
Möller
Wohlfart - dao
陽 降
Yin - Yang
http://en.wikipedia.org/wiki/Yin_and_yang
Das chinesische Denken und Fühlen wurzelt in dem Prinzip der Polarität, das nicht zu verwechseln ist mit dem Begriff des Gegensatzes oder Konflikts...
Daoisten betrachten die Welt als identisch mit oder untrennbar von ihrem "Selbst", so das Laozi sagen konnte: "Ohne aus dem Haus zu treten, er kenne ich die ganze Welt". Das bedeutet, dass Lebenskunst sich mehr mit der Kunst der Schifffahrt als mit der Kriegsführung vergleichen lässt, denn wichtig ist, die Winde, die Gezeiten, die Strömungen, die Jahreszeiten und das Prinzip des Werdens und Vergehens zu begreifen, so dass man sie handelnd nutzen kann und nicht dagegen ankämpft. Im Chinesischen heißen die beiden Pole der kosmischen Energie yang (positiv) und yin (negativ)....Der Schlüssel zur Beziehung zwischen yang und yin wird hsiang sheng (xiang sheng) genannt, beiderseitiges Entstehen oder Unzertrennlichkeit.
Allan Watts
養生
yang sheng das Leben nähren
Zhuangzi Buch 3
Nourishing the Lord of Life - Sturgeon
Prinzipien der Pflege des Lebens Schuhmacher
Pflege des Lebensprinzips Wilhelm
The secret of caring for Life Watson
What matters in the nurture of Life Graham
Jullien Das Leben nähren
162: Das Leben nähren…dass unser Lebenspotential einen höheren oder niedrigeren Ertrag haben kann.
...so wie sich die Chinesen dem Realen nicht in Thermen des "Seins", sondern der investierten "Fähigkeit" (de), des Quellgrunds (der Immanenz: das dao) oder der Ressource genähert haben, so haben sie sich auch kaum für die Zweckbestimmung interessiert und sich ausschließlich auf die Funktionalität konzentriert (das yong: der diskrete und kontinuierliche Lauf der Dinge und nicht das große "Warum" der Welt), dass das Leben selber in ihren Augen nur als Lebenskraft zu verstehen ist. So bedeutet das selbe chinesische Verb, sheng, sowohl "leben", "zur Welt kommen" als auch "erzeugen"
相生
xiang sheng miteinander entstehen
Koproduktion
Laozi 2
有 無 相 生
you wu xiang sheng
Debon: Sein und Nichtsein entspringen einander.
Sein -Nichtsein /Fülle und Leere
Möller
Laozi 40
天下萬物生於有，
Die Dinge der Welt gehen hervor aus der Fülle
有生於無。
Die Fülle geht hervor aus der Leere.
Laozi 42
有
you
You bedeutet als Werk soviel wie "da sein" oder "Vorhandensein" bzw. "haben" oder "besitzen", es kann sowohl die Existenz als auch den Besitz von etwas anzeigen. Als Substantiv hat you die Bedeutung von Dasein, Existieren, oder Sein.
無
wu
Wu ist die Verneinung von you, kann also "nicht da sein" oder "nicht haben" ausdrücken. Dementsprechend bedeutet es als Substantiv Nicht-Dasein, Nicht-Existenz oder - als Verneinung des "Seins" - auch einfach das "Nichts".
Häufig kann man dieses gegensätzliche Begriffspaar im Wortfeld von "Sein und Nicht-Sein", aber auch viel konkreter als "Fülle" und "Leere" verstehen und dort, wo etwas ist, oder dort, wo es etwas gibt, ist Fülle, während dort, wo nichts ist, oder dort, wo es nichts gibt, Leere herrscht. In diesem Sinne bezeichnet you einen Ort oder einen Platz, wo etwas ist, während wu einen Ort oder einen Platz bezeichnet, an dem sich nichts befindet, also gewissermaßen eine Leerstelle. So besitzen eben im Bild des Rades die Speichen den Ort des you, d.h. Den Ort der Fülle, des Daseins oder des Seins, während die Nabe den Ort des wu, d.h. Den Ort des Nichts oder eben die Leerstelle "besetzt". Dieser spezifische Zusammenhang von you und wu, von Lehre und Fülle, von Sein und Nichts ist die Struktur daoistischer philosophischer Entwürfe. Möller 158
自然
ziran
von-selbst-so
Wohlfart Lebenskunst Seite 230: Eine von den daoistischen Lebemeistern inspirierte konkrete Situationsethik zielt nicht auf die Errichtung einer Logokratie und die Inthronisierung einer utopischen Universalmoral...Die Weisheit einer solchen Situationsethik liegt in ihrer Begrenzung. Die Moral der Geschichten um die es ihr geht, ist lokal-temporal. Am Ende geht es ums Hier und Jetzt...Grund ohne Grund, ein grundloser Grund, ein autopoietischer Selbst-Grund? Ist dieser Selbst-Grund vielleicht das daoistische Von-selbst-so , Natur-Freiheit, Natürlichlichkeit – Freiheitlichkeit? Ist dieses frei-von-selbst-so-Verlaufende und Wirkende, das nicht an der Kette einer Ursache liegt und auf ihr beruht, nicht der Grund des Grundes unserer gründelnden Vernunft?