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Die wahre Sonnenzeit
Sonnenuhren zeigen die wahre Sonnenzeit an. Gegenüber der Ortszeit gehen diese bis zu rund 16 Minuten vor beziehungsweise bis etwa 14 Minuten nach. Diese Differenz zwischen der wahren Sonnenzeit und der mittleren Sonnenzeit (Ortszeit) wird als Zeitgleichung bezeichnet. Die Ursachen der Zeitgleichung sind die leicht schwankende Geschwindigkeit der Bewegung der Erde auf ihrer elliptischen Bahn um die Sonne sowie die Tatsache, dass die Erdachse nicht senkrecht zur Bahnebene steht. Dabei ändert sich die Zeitgleichung um bis zu 30 Sekunden pro Tag. Am 3. November erreicht die Zeitgleichung den Jahresrekord von über 16 Minuten. Dabei verschiebt sich der Sonnenhöchststand bei uns auf 12.10 Uhr. Die Zeitdifferenz zum spätesten Sonnenhöchststand (12.40 Uhr) am 11. Februar 2016 beträgt über eine halbe Stunde. Diese Verschiebung innerhalb rund dreier Monate macht sich ab Ende November durch eine markante Verkürzung des Tages am Morgen bemerkbar, während der Sonnenuntergang sich weniger stark verschiebt. Im Januar ist die Situation dann umgekehrt. Am Abend wird es jeden Tag deutlich länger hell, während man am Morgen kaum einen früheren Tagesanbruch wahrnimmt.
Foto: Andreas Walker