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EURO: Schweiz im Viertelfinal ausgeschieden
Das EM-Abenteuer der Schweizer Nationalmannschaft endet in den Viertelfinals auf bittere Art und Weise. Das Team von Vladimir Petkovic verliert gegen Spanien im Penaltyschiessen 1:3. Nach 120 Minuten hat es 1:1 gestanden.
Die Schweizer verlassen die grosse Bühne mehr als nur mit erhobenem Haupt. Vier Tage nach dem Triumph gegen der Weltmeister Frankreich fehlte nur wenig, und die Schweizer hätten im ersten Viertelfinal seit 67 Jahren die Grenzen nochmals verschoben.
Am Ende reichten die Kräfte nicht. Fabian Schär, Manuel Akanji und Ruben Vargas scheiterten mit ihren Versuchen im Penaltyschiessen. Mikel Oyarzabal verwandelte den letzten spanischen Versuch zum 3:1.
Die Schweizer hatten eine heroische Abwehrschlacht geboten, um ins Penaltyschiessen zu kommen. Yann Sommer bewahrte sein Team in der Verlängerung mit tollen Paraden vor einem Rückstand. Ab der 77. Minute hatte die SFV-Auswahl in Unterzahl agiert, nachdem Remo Freuler für ein Foul die viel zu harte Rote Karte sah.
Die Schweiz war früh in Rückstand geraten. In der 8. Minute lenkte Denis Zakaria, der den gesperrten Granit Xhaka ersetzte, einen Schuss von Jordi Alba unhaltbar ab. Nach der Pause kam das Team von Vladimir Petkovic besser ins Spiel, besser in die Zweikämpfe.
Das A-Nationalteam kam zu vielen Cornern und zu einer guten Chance, als Zakaria nach dem Eckball von Ricardo Rodriguez mit dem Kopf das Tor nur um Zentimeter verpasste (56.). Dem Ausgleich kam acht Minuten später auch Steven Zuber nahe, er scheiterte nach einem Konter über Shaqiri und Vargas aber an Spaniens Keeper Unai Simon. Es waren Vorboten für das, was die 67. Minute brachte. Haris Seferovic und Ruben Vargas erkämpften sich auf der rechten Seite den Ball, dann drang Freuler in den Strafraum ein und bediente Shaqiri - 1:1! Es war der Moment, in dem das Spiel hätte kippen können. Erst in Überzahl und in der Verlängerung nahm der Druck der Spanier zu.
Stimmen zum Spiel:
Vladimir Petkovic über seine Gefühle: "Sie sind gemischt. Ich bleibe aber immer positiv. Deshalb überwiegt der Stolz über die Leistung der Mannschaft. Alle sind Helden. Wir haben so viele positive Aspekte gesehen. Enttäuscht bin ich nur, weil wir jetzt nach Hause müssen. Aber wir gehen mit erhobenem Haupt."
Yann Sommer: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Grossartig! Wir haben uns vor dem Spiel gesagt: Es wird kompliziert, wir müssen viel leiden, viel laufen, gut die Räume zumachen. Die Rote Karte war natürlich 'heavy'. Aber ich finde, wir haben es gut gemacht. Es ist schade, dass wir es im Penaltyschiessen nicht über die Runden bringen konnten."
Xherdan Shaqiri: "Wir standen knapp davor. Aber ich muss sagen: Unglaublich, was die Jungs geleistet haben! Es ist unbeschreiblich, was sie über 120 Minuten auf den Platz gebracht haben, mit einem Mann weniger. Ich bin einfach unglaublich stolz auf die Mannschaft. Schade, haben wir die Rote Karte bekommen, sonst wäre das Spiel sicher noch offener gewesen. Aber zu zehnt gegen diese Spanier ist es natürlich schwierig. Und trotzdem sind wir ins Penaltyschiessen gekommen. Wir haben schon mitbekommen, dass wir etwas ausgelöst haben mit dem Sieg gegen Frankreich. Ein Dankeschön an alle, die uns von weitem angefeuert haben. Wir haben etwas Historisches erreicht. Die ganze Mannschaft wird man nie mehr vergessen. Wir haben eine grosse Zukunft vor uns."
► Telegramm Schweiz - Spanien 1:1 n.V. (1:1 ; 0:1) n.V., 1:3 i.P.
(SFV/Keystone-SDA)