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Der Atomausstieg kommt für die Schweiz günstiger als die Beibehaltung des Status Quo. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES), die am Mittwoch in Bern den Medien präsentiert worden ist.
In der Studie wurde untersucht, wie sich die Kosten mit oder ohne Energiewende entwickeln werden. Bei einer moderaten Ölpreisentwicklung führe der Atomausstieg in einer ersten Phase zu Mehrkosten von 41 Franken pro Person und Jahr. Ab 2040 sei die Wende aber spätestens profitabel.
Steige der Ölpreis hingegen stark an, auf 210 US-Dollar pro Barrel, rechne sich der Atomausstieg bereits früher. Bei diesem Hochpreisszenario rechne sich die Energiewende bereits ab 2020. Jährlich könnten pro Person und Jahr 374 Franken eingespart werden.
Weiter könne die Energiewende noch schneller rentieren, wenn die Bevölkerung ihr Verhalten entsprechend anpasse. Energiesparend wäre es zum Beispiel, wenn die pro Person bewohnte Fläche nicht weiter ansteigt, die Raumtemperaturen im Schnitt um 0,5 Grad gesenkt werden oder die zurückgelegten Personenkilometer auf dem heutigen Niveau stabil bleiben.
Neben den Kosteneinsparungen hat die Energiewende laut Energiestiftung aber auch indirekte positive Effekte. Da weniger Energieträger importiert werden müssten, würden im Jahr 2050 jährlich 7 Milliarden Franken weniger ins Ausland abfliessen. Ein Teil des Geldes würde eingespart, ein Teil entfalle auf Investitionen im Inland und bringe grosse Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzpotenziale mit sich.