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An der heutigen Gemeinderatssitzung ist die geplante Eishockey- und
Sportarena im Mittelpunkt der Debatte gestanden. Dabei ging es um die Gewährung eines Baurechts, eines rückzahlungspflichtigen Darlehens von 120 Millionen Franken und eines
jährlichen Betriebsbeitrags von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions Arena Immobilien AG sowie Objektkredite von 2,8 Millionen Franken für Altlastenbereinigung und von 1,9
Millionen Franken für allfällige Erschliessungsmassnahmen. Mit grosser Mehrheit (96 Ja, 13 Nein und 9 Enthaltungen) hat der Zürcher Gemeinderat diese Weisung genehmigt. Nur die
Grünen und AL waren dagegen oder haben sich enthalten. Geschlossen dafür gestimmt haben SVP, FDP, GLP, CVP und SP.
Die ZSC Lions
Die ZSC Lions gehören mit 65 Teams und über 1250 Spielerinnen und Spielern zu einer der grössten Eishockey-Organisationen in Europa und sind eine der grössten
Sportnachwuchsorganisationen der Schweiz. Die Spiele des ersten Herren-Teams der ZSC Lions werden im Hallenstadion ausgetragen. Die Trainings finden vor allem in der Kunsteisbahn
Oerlikon statt. Alle übrigen Teams, insbesondere alle Nachwuchs- und Frauenteams, trainieren und spielen auf verschiedenen städtischen, kantonalen und ausserkantonalen Anlagen.
Die ZSC Lions waren 8 x Schweizer Meister, einmal Gewinner der Champions Hockey League sowie einmal Gewinner des Victoria Cups. Im Schnitt besuchen über 9000 Zuschauer ein Spiel
der ersten Mannschaft.
Welche Gründe sprechen für ein eigenes Stadion?
Das Hallenstadion ist aktuell die Heimstätte der ZSC Lions. Inzwischen erfüllt aus Sicht des Eishockeysports das Hallenstadion die Bedürfnisse nur noch bedingt. Auch sind die ZSC
Lions die einzige Eishockeyorganisation in der Schweiz, die nicht über ein eigenes Stadion verfügen. Folgende wichtige Gründe sprechen die Erstellung und den Betrieb eines
eigenen Stadions in der Stadt Zürich:
- Die Hallenstadion AG kann den ZSC Lions nicht sämtliche gewünschte Termine zu einem für sie tragbaren Preis gewähren, ohne das Geschäftsmodell des Hallenstadions kommerziell
zu gefährden. Dies hat zur Folge, dass die ZSC Lions nicht alle Spiele im Hallenstadion durchführen können, was zu erheblichen Einnahmeausfällen führt.
- Die ZSC Lions sind im Hallenstadion gleichzeitig Mieter und Veranstalter. Damit fehlt ihnen die Möglichkeit, wichtige Zusatzeinnahmen zu generieren. Dies betrifft vor allem
die Vermarktung der Halle, die Berücksichtigung eigener Sponsoren sowie eine eigene Gastronomie und ein eigenes Catering.
- Die ZSC Lions führen ihren Spiel- und Trainingsbetrieb an zahlreichen Standorten auf zürcher Stadtgebiet und im ganzen Kanton Zürich durch mit entsprechendem logistischem,
aber auch finanziellem Aufwand. Mit einer neuen Eishockey- und Sportarena können Abläufe im Training wie auch im Spielbetrieb durch die Reduzierung der Standorte vereinfacht und
Kosten können gespart werden.
Die oben aufgezählten Punkte tragen dazu bei, dass den ZSC Lions einerseits Erträge entgehen und anderseits erhöhte Kosten entstehen. Dies führt mittel- und langfristig dazu, dass
die Konkurrenzfähigkeit der ZSC Lions im nationalen und internationalen Eishockey geschwächt wird.
Bestgeeignetster Standort für den Bau des Stadions gewählt
Die ZSC Lions haben in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich im Jahr 2009 eine Standortevaluation bei rund 20 städtische Areale durchgeführt, die für die Realisierung einer
Eishockeyarena grundsätzlich in Betracht kamen. Aufgrund der Kriterien der Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr, der topografischen Lage, der Parzellengeometrie und
möglicher Nutzungskonflikte wurden drei mögliche Standorte in die engere Wahl genommen und vertieft betrachtet: «Auzelg» in Zürich-Nord, «Offene Rennbahn» in Oerlikon und «Untere
Isleren» in Altstetten. In der Gesamtbilanz erwies sich der Standort «Untere Isleren» als der Geeignetste.
Nach dem Entscheid für den Standort Altstetten gaben die ZSC Lions im August 2010 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Begleitet wurde sie durch ein Projektteam, bestehend aus
Vertretern der ZSC Lions, des Hochbaudepartements und aller relevanten städtischen Dienstabteilungen. Auch zahlreiche Spezialisten sind einbezogen worden. Ziel der Studie war die
Prüfung der städtebaulichen und finanziellen Machbarkeit sowie die Definition der Rahmenbedingungen für die Durchführung des Projektwettbewerbs. Die Machbarkeitsstudie führte zur
Erkenntnis, dass das Projekt sowohl städtebaulich, verkehrs-, erschliessungs- und sicherheitstechnisch als auch hinsichtlich der Bereiche Baugrund, Energie und Nachhaltigkeit
grundsätzlich umsetzbar ist (Quelle: Weisung 2015/283).