Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03139.jsonl.gz/2467

Wir unterstützen Sie bei Massenentlassungen, Betriebsschliessungen und Konkursen.
Sind in Ihrem Unternehmen Entlassungen unumgänglich? Planen Sie betriebliche Veränderungen, welche einschneidende Massnahmen beim Personal zur Folge haben? Wir unterstützen Sie bei der Suche nach Lösungen, um Entlassungen zu vermeiden oder diese sozialverträglich zu gestalten.
Bitte beachten Sie, dass ab zehn Entlassungen eine gesetzliche Meldepflicht besteht (Art 29 AVG; Art. 53 AVV).
Beschäftigt Ihre Unternehmung zudem mindestens 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Sie diese vorgängig befragen, wie Kündigungen vermieden, beschränkt oder die Folgen gemildert werden können (Konsultationsverfahren bei Massenentlassungen nach Art. 335 ff OR).
Meldepflicht nach Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG)
Arbeitgeber müssen Entlassungen einer grösseren Anzahl von Arbeitnehmenden sowie Betriebsschliessungen dem zuständigen Arbeitsamt melden. Diese Meldung hat möglichst frühzeitig zu erfolgen, jedoch spätestens zum Zeitpunkt, in dem die Kündigungen ausgesprochen werden.
Stellen Sie uns nachstehende Informationen zur Verfügung:
- Anzahl, Geschlecht, Alter, Wohnort und Herkunft der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
- Grund der Umstrukturierung, Betriebsschliessung oder Verlagerung
- Den Arbeitsbereich und die Funktionen der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- den Zeitpunkt der Wirksamkeit der ausgesprochenen Kündigungen
Massenentlassung nach Obligationenrecht (OR)
Als Massenentlassung gelten Kündigungen, die der Arbeitgeber innert 30 Tagen in einem Betrieb aus Gründen ausspricht, die in keinem Zusammenhang mit der Person des Arbeitnehmenden stehen.
Eine Massenentlassung liegt vor, wenn die Kündigungen ein bestimmtes Ausmass annehmen:
- mindestens 10 Personen in Betrieben mit mehr als 20 und weniger als 100 Beschäftigten
- mindestens 10% der Beschäftigten in Betrieben, die in der Regel mindestens 100 und weniger als 300 Personen beschäftigen
- mindestens 30 Personen in Betrieben mit in der Regel mindestens 300 Beschäftigten
Beabsichtigt ein Arbeitgeber eine Massenentlassung vorzunehmen, so hat er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu konsultieren (Art. 335f OR). Er gibt ihnen die Möglichkeit, Vorschläge zu unterbreiten, wie Kündigungen vermieden, die Anzahl der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschränkt und die Folgen gemildert werden können.
Der Arbeitgeber hat dem Amt für Wirtschaft und Arbeit jede beabsichtigte Massenentlassung und jeweils die Ergebnisse aus dem Konsultationsverfahren schriftlich mitzuteilen.
Unterstützungen für betroffene Mitarbeitende
Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) bietet Informationsveranstaltungen für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Sie werden über die Pflichten und die Rechte bezüglich einer allfälligen Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung unterrichtet.
Im Rahmen eines mehrtägigen Kurses erhalten betroffene Mitarbeitende Unterstützung für die bevorstehende Stellensuche.
Entlassene Mitarbeitende erarbeiten im Kurs ein Kompetenzportfolio mit den persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. Im Hinblick auf eine neue berufliche Herausforderung setzen sich die Teilnehmenden mit ihrem Werdegang auseinander. Der Kurs wird durch unsere Mitarbeitenden während der Kündigungsfrist in Ihrem Unternehmen durchgeführt.
Das betriebliche Arbeitsmarktzentrum unterstützt die betroffenen Mitarbeitenden bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit. Alle Mitarbeitenden erstellen ein komplettes Bewerbungsdossier und werden durch uns über ihre Rechte und Pflichten informiert.
Das betriebliche Arbeitsmarktzentrum wird von der Personalabteilung der Unternehmung und von Mitarbeitenden des zuständigen RAV betrieben.