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Bei der Reduktion der Armut wurden in Indien während der letzten Jahre beträchtliche Fortschritte erzielt. Doch nach wie vor lebt ein Drittel aller Armen weltweit in Indien. Dies zeigt, dass in diesem Land weiterhin grosse Ungleichheit herrscht und dass ein nachhaltiges Wachstum dringend notwendig ist, an dem ein möglichst grosser Teil der Bevölkerung teilhaben muss.
Mit über 1,2 Milliarden Menschen weist Indien die zweitgrösste Bevölkerung weltweit auf. Ausserdem steigt die Einwohnerzahl weiterhin unablässig an. Jedes Jahr gelangen 8 Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Doch nur 16 % der Arbeitskräfte erzielen ein Einkommen aus regulärer Lohnarbeit.
Aufgrund des permanenten Wachstums und der Entwicklung der Wirtschaft nimmt der Bedarf an besser ausgebildeten Arbeitskräften in Indien in allen Wirtschaftssektoren stark zu.
Die Arbeitgeber haben grosse Mühe, qualifiziertes Personal zu finden. Es herrscht ein Mangel an Arbeitskräften, welche die von der Wirtschaft benötigten Kompetenzen aufweisen. Indien verfügt zwar über ein riesiges Reservoir an Arbeitskräften, doch müssen die Qualifikationen der Erwerbstätigen, einschliesslich der ausgebildeten jungen Menschen, dringend verbessert werden.
Das öffentliche Bildungssystem kann mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nicht Schritt halten und muss daher neu ausgerichtet werden, damit es die steigenden Anforderungen der sich entwickelnden Wirtschaft erfüllen kann. Annähernd 50 % der Schülerinnen und Schüler verlassen bereits im Alter von 13 Jahren die Schule. Nur 10 % der Bevölkerung hat sich bei der Arbeit in gewisser Weise ausgebildet. Zudem ist verschiedenen Berichten zu entnehmen, dass lediglich 40 % der Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar sind und über die Fähigkeiten und das Know-how verfügen, die von der Wirtschaft nachgefragt werden.
Die Berufsbildung steht immer noch in den Anfängen. In diesem Bereich besteht weiterhin ein grosses Verbesserungspotenzial. Bislang haben nur 2 % der indischen Bevölkerung eine Berufsausbildung im eigentlichen Sinn absolviert. Dies ist eine der tiefsten Raten weltweit. Die staatlichen Stellen des Bildungssektors konzentrieren sich seit jeher auf die Primar- und Sekundarschulstufe, auf die Mittelschulen und auf die Verbesserung der Infrastruktur, damit ein grösserer Teil der Bevölkerung eine Schule besuchen kann.
Die indische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis im Jahr 2022 500 Millionen Arbeitskräfte eine Berufsausbildung absolviert haben. Damit soll dem Mangel an qualifizierten Fachleuten abgeholfen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Regierung verschiedene Massnahmen ergriffen. So hat sie unter anderem die National Skills Development Corporation (NSDC) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft, mit der das Engagement des privaten Sektors für Berufsausbildungen und Kompetenzentwicklung gefördert wird.
Entwicklungseffekte im Überblick
Mit Unterstützung von VenturEast konnte Orion Edutech von der NSDC Fremdkapital in Höhe von USD 6,3 Millionen aufnehmen, um sein operatives Geschäft auszubauen.
Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2005 hat Orion Edutech über 100’000 Studierende in den verschiedensten Bereichen ausgebildet.
75’000 der ehemaligen Studierenden von Orion Edutech haben eine Beschäftigung gefunden, da sie über eine Ausbildung entsprechend den Anforderungen der einzelnen Branchen verfügten. Hilfreich war in diesem Zusammenhang zweifellos auch die Partnerschaft von Orion Edutech mit zahlreichen Unternehmen. Absolventinnen und Absolventen einzelner Ausbildungsprogramme konnten bei einigen Arbeitgebern zu 100% vermittelt werden dank der hohen Standards von Orion.
Orion Edutech betreibt seine Berufsbildungseinrichtungen in insgesamt 16 indischen Bundesstaaten. Dazu gehören auch sechs Bundesstaaten, die nach dem Pro-Kopf-Einkommen zu den zehn ärmsten zählen.
Als einziger Anbieter legt Orion Edutech den Fokus unter anderem auf semi-urbane Gebiete. Daraus ergeben sich Chancen für jene ausbildungswilligen Menschen, die sonst keinen Zugang zu Ausbildungsprogrammen hätten. Ausserdem eröffnet dieser Schwerpunkt neue Möglichkeiten für Menschen, die aus ländlichen Regionen stammen.
Im Rahmen seiner Partnerschaft mit der NSDC erleichtert Orion Edutech seinen Studierenden den Zugang zu kostengünstigen Ausbildungskrediten.
Die Studierenden von Orion Edutech gehören in ihren Familien meist der ersten Generation an, die eine formale Ausbildung absolviert. Wenn sie nach dem Ausbildungsabschluss eine Beschäftigung gefunden haben, können sie ihre Eltern und weitere Familienangehörige unterstützen und ihre Ausbildungsdarlehen zurückzahlen. Dies führt oftmals dazu, dass auch die nachfolgenden Generationen eine richtige Ausbildung absolvieren. Auf diese Weise wird ein Beitrag zum Abbau der Armut in Indien geleistet.
Orion Edutech wurden bereits mehrere Preise verliehen, unter anderem die Auszeichnung «Franchisor of the Year in Education» (Franchisegeber des Jahres im Bildungsbereich), die 2010 im Rahmen der «Franchise Plus Awards» vergeben wurde, und die Auszeichnung «Best Vocational Training Institute» (Beste Ausbildungseinrichtung im Bereich Berufsbildung), die Orion Edutech 2011 im Rahmen der «Indian Education Awards» entgegennehmen konnte.
Obviam hat sich darum bemüht, die Richtigkeit der dargestellten Daten zu gewährleisten. Die Informationen in einer Fallstudie werden bei Besuchen von Obviam vor Ort gesammelt und/oder von den Investitionspartnern von Obviam zur Verfügung gestellt. Die Daten sind gültig zum angegebenen Zeitpunkt.