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Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war eine turbulente Zeit für die Politik der Länder Lateinamerikas. Eine Zeit die vielerorts geprägt war von zahlreichen Machtwechseln, Diktaturen und dem erbitterten Kämpfen nach Freiheit und Demokratie. Diese Themen spielten auch in der damaligen Musik eine wichtige Rolle. Angesichts des politischen Klimas schien es vielen Künstler*innen oft unmöglich zu schweigen. In politisch geladenen Texten stellten sie ihre Position klar dar und antagonisierten sich oft mit den Regierungen ihrer Länder. In Chile entstand schliesslich der Begriff Nuevo Canto (dt. Neues Lied) für diese Bewegung.
Oscar Chavéz war ein mexikanischer Sänger, - er machte Musik verknüpft mit Aktivismus, seine Lieder waren Proteste gegen Ungerechtigkeit. Eine Spezialität von ihm waren neoliberale Parodien über Politiker. Oscar Chavéz unterstütze die zapatistische Armee, eine Organisation für Bildung und eine demokratische Regierungsform in Mexiko.
Luis Rico ist ein bolivianischer Künstler, welcher mehrere Male seiner politischen Werke wegen von der Regierung in das Exil verbannt wurde. Er kehrte aus jedem Exil zurück in seine Heimat, denn seine Lieder handelten von genau diesem Land. Die politisch kritischen Liedtexte verknüpfte Luis Rico geschickt mit traditionellen Rhythmen aus dem bolivianischen Hochland. Er tourte ebenfalls viel in Europa und hatte insbesondere in der Schweiz Erfolg.
Die ganze Sendung findest du hier zum Nachhören: