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Asana
In den ersten Jahren meiner Yogapraxis war dies die herausforderndste Position für mich. Ich spürte ein sehr seltsames Kribbeln an der Rückseite meiner Oberschenkel und im Nacken. Es fühlte sich an, als könnte mein Kopf vom Körper lösen. Es war ein sehr seltsames Gefühl.
Nach einiger Zeit habe ich gelernt, wie wichtig es ist, viel länger als vielleicht erwünscht in dieser Position zu bleiben. Es ist nicht unbedingt eine Yin-Yoga-Position, aber auf diese Weise ist es sicherlich vorteilhaft.
Um diese Position zu geniessen, blieb ich darin länger als mein damaliges Limit. Ich atmete tief durch. Ich verstand, dass tief sitzende Emotionen endlich freigesetzt wurden und mit dieser Praxis würde ich zuerst Unbehagen und dann Freiheit empfinden.
Das Tier: die Taube
Als ich Anfang zwanzig war und Europa besuchte, hatte ich kein Smartphone. Ich hatte nur eine Karte. Das Lesen einer Karte und das Verstehen der vier Himmelsrichtungen sind Fähigkeiten, die sowohl Spass als auch Selbstvertrauen förderten. Meine Augen waren auf die Strassen gerichtet, meine fünf Sinne wurden aktiviert und ich entdeckte oft Orte und Szenen, die ich nicht sehen wollte.
Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, habe ich so viele schöne Erinnerungen, die nicht in der Cloud, sondern in meinem eigenen mentalen Palast gespeichert sind.
Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Beitragsserie mit dem Titel: April ist für Anima. Für jeden Tag im April wird eine Karte sowohl persönlich als auch praktisch reflektiert.