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Wer einmal in seinem Leben ein Werk von Andrés Amador in natura sehen darf, der hat wirklich verdammtes Glück. Denn alles, was dieser Künstler aus San Francisco schafft, währt nur wenige Stunden. Wenn überhaupt.
Mit einer Harke trägt er wundervoll verschlungene Motive auf den Küstensand auf – in dem Wissen, dass mit Aufkommen der Flut alles sofort wieder zerstört sein wird. Manchmal kommt er gar nicht dazu, ein Werk fertigzustellen.class="alignnone class="alignnone
Warum macht er sich trotzdem solche Mühe? Weil es ihm Spass mache, sagt er, weil er gerne draussen am Strand sei, und weil man auf diese Art zeigen könne, dass Vergänglichkeit einfach zum Leben dazugehört.class="alignnone class="alignnone class="alignnone class="alignnone
Trotzdem: Seine Werke sind so schön, man würde sie gerne „besichtigen“. Aber das geht eben nur mit Glück. Am häufigsten ist Amador an den Stränden seiner Heimat Nordkalifornien unterwegs.class="alignnone class="alignnone
Wie aber hält sich Amador über Wasser, wenn seine Kunst immer wieder untergeht? Er macht Fotos von seinen Werken, verkauft Postkarten und Poster über seine Website. Ausserdem gibt er Kunst-Workshops. Und er lässt sich für Heiratsanträge buchen. Denn wer kann schon „Nein“ sagen, wenn, metergross und ornamentreich verziert, bei Sonnenuntergang im Sand steht: „Will You Marry Me?“class="alignnone