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Zur Vorbereitung Ihrer Ohroperationen ist es eventuell notwendig, spezielle Ohrentropfen zur Reinigung des Gehörgangs zu verwenden.
Vor und später auch nach der Operation muss immer eine Gehörstestung (Audiometrie) durchgeführt werden.
Die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen für die Vorbereitung, den Spitalaufenthalt und die Nachbehandlung von Ohroperationen dienen.
Vorbereitung
Bitte nehmen Sie in den 10 Tagen vor Ihrer Operation keine Aspirin-haltigen Tabletten ein (Alcacyl, Alca-C, Aspirin cardio und andere). Dies könnte die Blutungsneigung verstärken.
Operationsrisiken
Bei jeder Mittelohroperation bestehen gewisse Risiken. Falls ein Loch im Trommelfell geflickt werden muss, tritt bei etwa 10% der Patienten irgendwann später im Verlaufe des Lebens wieder ein Loch im Trommelfell auf. Sind bereits mehrfach solche Trommelfelllöcher eingetreten, steigt das Risiko sogar auf 20%.
Bei jeder Ohroperation wird prinzipiell versucht das Hören zu verbessern. In einigen Situationen bleibt das Gehör aber gleich schlecht, in wenigen Fällen kann das Gehör durch die Operation aber noch schlechter werden. Im seltensten Fall kann sogar eine Ertaubung auf diesem Ohr eintreten.
Schwindelbeschwerden sind nach jeglicher Ohroperation möglich. Sie verschwinden aber meist nach ein paar wenigen Tagen, falls sie überhaupt auftreten.
Durch das Mittelohr verläuft ein feiner Nerv, der für die Geschmacksversorgung für die vorderen zwei Drittel der Zunge verantwortlich ist. Es wird immer versucht, diesen Nerv zu erhalten. Trotzdem besteht aber die Gefahr, dass er gedehnt oder verletzt wird. Bei grösseren Operationen muss dieser Nerv durchtrennt werden. Die einseitige Geschmacksstörung der Zunge ist während etwa 3 Monaten dann bemerkbar. Danach übernimmt die andere Seite der Zunge diese Funktion. In der Regel ist der Patient nach einem halben bis einem ganzen Jahr dadurch nicht mehr gestört.
Ohrgeräusche (Tinnitus) können durch eine Mittelohroperation in der Regel nicht günstig beeinflusst werden. Durch die Verbesserung des Hörvermögens tritt der Tinnitus glücklicherweise teils in den Hintergrund. Es ist aber auch immer möglich, dass ein Tinnitus durch eine Ohroperation verstärkt wird.
Spitalaufenthalt
In der Regel werde ich Sie am Eintrittstag am Abend kurz besuchen. Von dem Bethesda-Spital Basel werden Sie ein Blatt mit der Operationseinwilligung erhalten. Wir haben dies aber bereits in der Praxis eingehend miteinander besprochen. Sie müssen dieses Blatt also nur für den Anästhesisten ausfüllen.
In der Operation wird in der Regel der Gehörgang austamponiert. Sie werden nach der Operation also zeitweise schlechter hören.
Ohroperationen sind meistens nicht schmerzhaft.
Falls es notwendig war, hinter dem Ohr eine Wundlasche einzulegen, wird diese nach 1–2 Tagen entfernt.
Am Austrittstag verlassen Sie die Klinik zwischen 08:00 und 10:00 Uhr. Bitte kontrollieren Sie, dass ein Kontrolltermin in der Praxis bis dann vereinbart worden ist.
Nachbehandlung
Eine Woche nach der Operation wird der Verband um das Ohr entfernt und die ersten Teile der Tamponade aus dem Gehörgang entfernt. Allfällige Fäden werden dann ebenfalls entfernt.
Nach einer weiteren und eventuell nach einer dritten Woche werden dann die weiter innen liegenden Anteile der Gehörgangstamponade noch weggenommen.
Eventuell ist nach der Tamponadenentfernung die Verwendung von Ohrentropfen notwendig.
Die Gehörprüfung erfolgt in der Regel erstmals 3 Monate nach der Ohroperation. Später ist sie dann 12 Monate nach der Operation notwendig.
In den ersten 6 Wochen nach der Operation fühlt sich das Ohr oft dumpf an. Teils haben Sie ein Wassergefühl im Ohr. Dies kommt von Blut oder sonstigen Operationsflüssigkeiten und bildet sich spontan vollständig zurück.
Falls Sie eines der folgenden Symptome verspüren, sollten Sie sich vorzeitig melden:
- Zunehmende Schmerzen tief im Ohr drin
- Pulsartiges Pochen im Ohr
- Zunehmendes Ohrensausen, insbesondere von hohen Tönen
- Zunehmende Schwindelbeschwerden