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Infos des ECF zur explodierten "E-Zig"
Der verunfallte Dampfer war Mitglied im englisch-amerikanischen Dampferforum ECF. Das Forum hat gestern zu dem Unfall folgendermassen informiert:
ERF-User istmabare war so nett und hat das ins Deutsche übersetzt
Dies ist ein Update um die aktuellen Ereignisse zu beurteilen und um sicher zu gehen, dass die Ansicht vom ECF verstanden wird.
Anfang 2012 gab es zwei Vorfälle; einen ohne folgende Nachrichten, und einen weiteren, der in der Weltpresse große Aufmerksamkeit erfuhr, und unserer Sache schadete. Letzterer scheint ernst zu sein. Das Opfer wurde in der Notaufnahme behandelt, nachdem es massive Verletzungen im Gesicht erlitten hatte.
Dies zeigt, dass sich die Situation leider nicht verbessert, wahrscheinlich weil die Zahl der verkauften Akkuträger stark ansteigt.
Hier eine Aufzählung einiger Punkte die zu beachten sind:
Dem ECF sind insgesamt acht Vorfälle bekannt. Nach Händlerangaben gibt es weitere Vorfälle, über die nicht im ECF berichtet wurde. Dies veranlasst das ECF anzunehmen, dass vielleicht bis zu 15 Explosionen stattfanden.
Alle bisher bekannten Explosionen fanden in metallenen, zylindrischen Akkuträgern statt (Tube-Mods), in welchen zwei Akkus in Serie betrieben wurden.
Box-Mods sind nicht betroffen. Neben den Leitereigenschaften von Plastik oder Holz, ist es wahrscheinlich, dass das Gas austreten kann und/oder die Abdeckung des Box-Mods beim ersten Gasaustritt fortgeschleudert wird, bevor der zweite gefährlichere Gasaustritt stattfindet.
Akkuexplosionen sind seit langer Zeit bekannt, begannen mit den ersten Mods und kommen auch noch mit den aktuellsten Modellen vor.
Mods, die nur einen Akku nutzen, waren noch nie von einer Explosion betroffen, soweit dies dem ECF bekannt ist.
Alle Lithium Akkutypen, sowohl einzeln als auch in Paaren betrieben, können Einschmelzen und dabei Hitze, Gas und Feuer abgeben. Es gibt keine Ausnahmen. Es gibt keine „sicheren“ Lithium Akkus. Es besteht aber ein Unterschied zwischen Schmelze und Explosion. Explosionen kommen, wie oben erwähnt, nur in zylindrischen metallischen Akkuträgern mit zwei Akkus vor.
Je größer der Akku, desto sicherer ist er. Einer der Gründe warum Akkus explodieren ist, dass sie zu schwach für die geforderte Leistung sind. Kleinere Akkus sind nicht sicherer. Auch eine kleine 16340 Zelle hat in etwa die gleiche Explosionskraft, wie eine Granate der selben Größe. Das reicht mehr als aus, um Schaden anzurichten, wenn sie sie vor ihr Gesicht halten.
Alle bekannten Explosionen betrafen zwei hintereinander geschaltene RC123 Zellen (16340).
Alle Akku Größen und Typen können Einschmelzen, da jede Zelle zerstört wird, wenn sie missbräuchlich oder falsch verwendet wird.
Einige Anmerkungen zu Akkuträger Sicherheitsfunktionen
Jeder der einige Jahre im Elektronik Sektor gearbeitet hat, kennt die grundlegende Regel der Technik, manchmal auch Murphy’s Gesetz des Ingenieurswesen genannt: wenn es schief gehen kann, wird es das eines Tages, zum absolut schlechtesten Zeitpunkt.
Ein Techniker würde keinen Akkuträger entwerfen, ohne darauf Rücksicht zu nehmen. Das wäre ein Pfusch um fünf Dollar zu sparen. Kaufen Sie niemals einen Tube Mod aus Metall, wenn er keine Sicherheitsfunktionen hat. Er wurde nicht von einem Techniker entworfen, sondern von einem Pfuscher.
Lüftungslöcher
In allen Berichten, die das ECF erhalten hat, hatte das Gas eine Möglichkeit auszuströmen. Es gab eine erste Ausgasung, die in etwa zwei Sekunden dauerte, in welcher heißes Gas und Flammen aus dem Lüftungsloch strömten. Darauf folgte eine zweite größere Ausgasung welche zur Explosion des Akkuträgers führte, falls das Gas nicht ausreichend Möglichkeit hatte auszuströmen.
In anderen Fällen hatte der Träger ausreichend dimensionierte Lüftungslöcher, und die zweite Ausgasung führte nicht zu einer Explosion. Hier begann es zu brennen, als der Akkuträger mit Möbeln oder Teppichen in Berührung kam, da der Akkuträger einem kleinen Flammenwerfer gleich kam. Auch gab es Vorfälle, bei der die zweite Ausgasung so gewaltig war, dass der Akkuträger wie eine Rakete herumschoss.
Dies zeigt, dass kleinere Lüftungslöcher eine warnende Funktion haben. Sind sie an der Haltefälche des Akkuträgers positioniert, was der idealen Position entspricht, verbrennt die erste Ausgasung die Hand, und der Mod wird fallengelassen. Die zweite Ausgasung und Explosion findet erst auf dem Boden statt, weit weg vom Gesicht.
Ohne Lüftungslöcher hat man keine Möglichkeit zu erkennen, wenn der Akku heiß wird und schmilzt. Der Akkuträger explodiert dann in der Nähe des Gesichtes.
(Da mein technisches Verständnis gegen null geht, ergibt meine Übersetzung keinen Sinn.) The ideal design for a metal tube mod would be to have three milled slots in the tube body: three slots, equally spaced around the circumference, of around 50mm / 2 inches length or so, and 4mm / 5/32nds width. This cross-sectional area should allow the second-stage outgas to escape without causing an explosion, and a blowout plug would not be needed.
Mini e-cigs
Minis wie die 510 und KR808 explodieren nicht, trotzdem sie Stahl Mods sind, da sie mit Überwachungs- und Schutzvorrichtungen ausgestattet sind. Zusätzlich wird ihr Boden-Verschluss bei Überdruck abgestoßen.
Die Wahrscheinlichkeit das mittelgroße E-Zigaretten wie die E-Go oder Riva explodieren ist gering, da sie einen integrierten Schutz haben. Ein abstoßbarer Boden-Verschluss wäre auch hier von Vorteil. Als Träger mit nur einer Zelle ist das Risiko klein. Trotzdem scheinen sie öfter betroffen zu sein als jeder andere Typ, vielleicht weil es so viele von ihnen im Umlauf sind.
Akkuträger/Akkus Versagens-Szenarien
Es gibt drei Versagens-Szenarien, die dem ECF bekannt sind:
1.: Das Einschmelz-Szenario: hier versagt ein Akku und schmilzt unter extremer Hitze, Flammen und etwas Gas. Dies ist bei allen Lithium-Akkus möglich, wenn man es darauf anlegt. Keine Lithium Zelle ist dagegen immun. Wird die Zelle missbräuchlich oder falsch verwendet, kann man von diesem Szenario ausgehen.
Missbräuchlich oder falsch wird die Zelle verwendet, wenn sie überladen, überbeansprucht, fallengelassen und beschädigt, einen klaren Defekt zeigt und nicht überprüft wird, einen Kurzschluss mit dem Träger/Kleingeld/Schlüssel/Adapter verursacht oder der Schalter eingeklemmt wird. Es gibt also viele Wege einen Akku zu beschädigen.
2.: Das Raketen-Szenario tritt ein, wenn die zweite größere Ausgasung ausreichend ausströmt um eine Explosion zu vermeiden, aber der austretende Gasstrom den Träger wegschleudert wie eine Rakete. Bei dem Gas handelt es sich um Wasserstoff, der in großen Volumen entsteht, wenn manche Akku Typen versagen. Der Wasserstoff entzündet sich, bei einer ausreichend hohen Temperatur, die von dem defekten Akku unter umständen erzeugt wird.
3.: Das Granaten-Szenario: hier hat das Gas keine ausreichende Möglichkeit auszutreten, und der Akkuträger explodiert bei der zweiten Ausgasung. Gäbe es gar keine Schwachpunkte im Träger, würde das Gehäuse zerspringen wie eine Granate. Dies entspricht dem Prinzip einer Rohrbombe, nämlich einem Metallgehäuse mit einer internen raschen Gas abgebenden Quelle. Einen Schwachpunkt gibt es aber immer, und zwar den Verdampferanschluss. Wenn nichts explodiert, wird dieser in das Gesicht des Benutzers gestoßen, genau wie eine langsame 9mm Kugel.
Ein Bodenverschluss, der sich bei Überdruck löst, würde zuerst nachgeben. Das rasche Austreten des Gases würde den Akkuträger mit einem schnellen staken Schlag in das Gesicht des Benutzers stoßen. Das hätte keine ernsthaften Verletzungen zur Folge. Nur die haltende Hand könnte verletzt werden, wenn sie den Bodenverschluss zu diesem Zeitpunkt verdeckte.
Alle diese Szenarien sind vorgefallen und wurden im ECF berichtet.
Zeitfaktor
Die Explosionen scheinen unmittelbar nach dem Laden, bei der ersten Nutzung nach dem ersten Betätigen des Schalters vorzufallen. Jeder vorliegende detaillierte Bericht bestätigt dies.
Ein vorhandenes Lüftungsloch vorausgesetzt, findet die erste zwei Sekunden andauernde Ausgasung statt, welche einen intensiven Strom aus heißem Gas aus dem Lüftungsloch verursacht.
Danach kann eine Explosion stattfinden (oft nachdem der Benutzer den Akkuträger fallen ließ), oder sollte der austretende Gas-Strom stark genug sein, kann der Akkuträger zum Flammenwerfer werden. In dieser Phase scheint es eine gute Idee ihn bereits fallengelassen zu haben. Ohne Lüftungsloch würde der Träger einfach explodieren.
Aktuelle Ratschläge
Das sind die grundlegenden Informationen, die das ECF im Moment hat. Daraus resultierend geben sie zur Zeit die folgenden Ratschläge:
Für größte Sicherheit nutze einen Einzel-Zellen Träger.
Für höhere Spannungen nutze einen geregelten Einzel-Zellen Träger.
Nutze die besten und teuersten verfügbaren Akkus. Es ist es nicht wert bei den Akkus zu sparen. Nach Meinung des ECF sind zurzeit die besten Zellen rote AW IMR. Diese sind Lithium Magan „sichere Chemie“ Zellen, die ohne einen integrierten Schutz des Trägers auskommen. Auch wenn nicht bekannt ist, dass eine dieser Zellen explodiert ist, ist kein Lithium Akku absolut sicher. Auch sie schmelzen sicher unter großer Hitze und Flammen, wenn sie falsch gebraucht werden. Sollten sie in einem dichten Gehäuse zum Versagen gebracht werden, könnte unter diesen Umstände eine Explosion stattfinden.
Das ECF weiß, dass die Nutzung von Zwei-Zellen Trägern gefährlicher ist, da bis jetzt nur bei diesen Explosionen stattfanden.
Einen solchen Träger ohne Lüftungsloch oder unter Druck abfallenden Bodenverschluss zu nutzen, birgt das größte Risiko.
Man sollte sich gut überlegen eine metallische Tube zu kaufen, die keine technischen/materiellen Schutzfunktionen hat (also weder Lüftungsloch noch Bodenverschluss).
Akkuträger brauchen Sicherheitsfunktionen, weil niemand wirklich weiß welche Akkus genutzt werden. Man denkt es seien solche, wie auf dem Etikett beschrieben, aber es gibt viel mehr Gucci-Taschen, als Gucci jemals produziert hat. Viele Menschen denken eine Gucci-Tasche zu besitzen, tun sie aber nicht.
Akkuträger brauchen Sicherheitsfunktionen weil die Benutzer Fehler machen. Jeder macht Fehler. Hängt deine Sicherheit davon ab, niemals einen Fehler zu machen, bist du nicht sicher.
Akkuträger brauchen Sicherheitsfunktionen weil der Akku defekt sein kann, ohne das dies bemerkt wurde. Manche Nutzer haben nicht einmal ein Multimeter.
Man sollte gut überlegen, bevor man die billigsten Akkus kauft und hintereinander schaltet, insbesondere in einem metallischen Tube Mod ohne Sicherheitsfunktionen.
Alle Akkus haben eine C Bewertung. Nutze keine Akkus mit einer Bewertung unter 2000 mA. Sie sind nicht stark genug.
Größere Akkus sind sicherer, da sie die Leistung die Verdampfer verlangen verkraften können. Kein großer Akku (18500 oder größer) ist jemals explodiert.
Alle Akkus können schmelzen und Feuer verursachen, wenn sie falsch oder missbräuchlich verwendet werden.
Gib niemals einen Akkuträger in die Hosentasche oder Handtasche, wenn ein Verdampfer angeschlossen und der Träger einsatzbereit ist. Auch Schlüsseln oder Kleingeld sollten getrennt transportiert werden. Adapter können heimtückisch sein, also seid vorsichtig