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Erstmals überhaupt trat Lea Sprunger am Freitagabend im Rahmen der höchsten Meeting-Serie im Ausland an – und dies gegen überaus starke Langhürdlerinnen. Sämtliche sieben Konkurrentinnen gingen mit einer besseren persönlichen Bestleistung in die Startblöcke.
Trotz verhaltenem Start reichte es Sprunger letztlich in 55,42 Sekunden zu Platz 5. Die auf der Bahn nebenan als Leaderin im Diamond Race gestartete Cassandra Tate aus den USA lief bereits nach 100 m zu ihr auf, die 26-jährige Romande liess sich dadurch jedoch nicht beirren. Wie am vergangenen Sonntag im Olympiastadion von Amsterdam vermochte Sprunger auf den letzten Metern zuzusetzen. Letztlich blieb sie eine Hundertstelsekunde über ihrer Zeit im EM-Final.
Der Sieg ging in 54,09 Sekunden an die Britin Eilidh Doyle, die an den Europameisterschaften auf einen Einzelstart verzichtet hatte. Platz 3 hinter Tate (54,63) sicherte sich die dänische Europameisterin Sara Petersen (54,81). Vor dem Rennen der Langhürdlerinnen war im Stade Louis II eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags tags zuvor im benachbarten Nizza abgehalten worden. Auf die üblichen Festivitäten rund um das Meeting wurde verzichtet.
Über 100 m der Frauen lieferte Dafne Schippers eine weitere Machtdemonstration ab. Die niederländische Europameisterin erwischte einen guten Start, lief stets vorne weg und distanzierte die Konkurrenz in 10,94 Sekunden um 18 Hundertstelsekunden und mehr. Die Jamaikanerin Veronica Campbell-Brown, die Olympia-Dritte von 2012 in der Königsdisziplin, musste sich mit Rang 2 begnügen.
Auch im Stabhochsprung blieb die Europameisterin mit Katerina Stefanidi ungefährdet. Die Griechin siegte in Abwesenheit der verletzten Seeländerin Nicole Büchler mit 4,81 m vor der Kubanerin Yarisley Silva (4,71). Im Diamond Race liegt Stefanidi zwei Wettkämpfe vor Schluss 21 Punkte vor der nun drittplatzierten Büchler.
Gianmarco Tamberi setzte sich im Hochsprung der Männer durch, konnte sich darob allerdings nicht freuen. Der italienische Europameister siegte mit persönlicher Bestleistung (2,39 m), verletzte sich beim Versuch, die Höhe von 2,41 m zu meistern, jedoch am Fuss. Er konnte die Anlage nicht selbst verlassen und musste abtransportiert werden.
Im 800-m-Rennen der Frauen war Caster Semenya nicht zu schlagen. Die Südafrikanerin verbesserte in 1:55,33 Minuten ihre eigene Jahresweltbestleistung um 1,31 Sekunden.
(SDA)