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«WAS DU NIT WAIßT DAS SOLT DU FRAGEN... »
Was haben etwa der Walliser Mediziner Thomas Platter der Ältere und der Berner Ratsherr Thüring Fricker gemeinsam? Beide pflegten ein persönliches Netzwerk mit anderen Gelehrten in ganz Europa. Seit es Universitäten in Europa gibt (Paris und Bologna um 1200), konkurrierten gelehrte mit nicht gelehrten Fachleuten, traf gelehrtes Wissen auf Erfahrungs- und Alltagswissen. Diesen Prozess von Konkurrenz und Austausch zwischen den Wissensträgern und Wissensebenen zu verfolgen, gehört zu den Aufgaben, die sich das Repertorium Academicum Germanicum (RAG) gestellt hat. Die Datenbank des RAG bietet derzeit biographische und wissensbasierte Informationen zu Personen und Verfasserschaften von rund 62 000 Gelehrten aus allen Ländern des ehemaligen römisch-deutschen Reiches (Deutschland, Schweiz, Benelux-Staaten, Österreich-Ungarn, Tschechien, Teilen Frankreichs und Italiens) für den Zeitraum von 1250–1550. Der Vortrag gibt Einblick in die dynamische Visualisierung von kontextualisierten Biographien, Netzwerken, Kommunikationsräumen etc.
Das RAG ist ein Kuratorium der SAGW.