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Dominik Riedo hat Germanistik, Philosohpie und Geschichte der Neuzeit studiert und 2003 abgeschlossen. Während des Studiums hat er allerlei gearbeitet, zum Beispiel auch als Tutor, als Lehrer und als Journalist. Gleich nach dem Studium ist er über Beziehungen an einen dreimonatigen Job in einer Redaktion gekommen. Durch die Beziehungen mit den Zeitungsmenschen ergab sich dann die Arbeit im Kulturkino in Luzern, wo er Verantwortlicher für Filmhistorie ist. Mit seinem selbständigen Unternehmen organisiert er Lesungen und Vorträge, hält zum Teil auch selber solche und ist weiterhin journalistisch als Literaturkenner für Zeitungen tätig. Er produziert CDs von seinen Lesungen und hat eine kleine Buchhandlung auf Webbasis. Auch hält er Proseminare am Deutschen Seminar und ist bei der Carl-Spitteler Stiftung im Gremium. Daneben arbeitet er, wegen des Geldes, als Lehrer an einem Gymnasium.
Kulturmanager und die massenhafte Vermarktung von Kultur
Dominik Riedo sieht sich eigentlich nicht als Kulturmanager, hat sich aber auch nicht gegen die Bezeichnung gewehrt, mit der wir all seine Tätigkeiten in einer Funktionsbeschreibung zusammengefasst haben. Hingegen wehrt er sich gegen die massenhafte Vermarktung von Kultur, die im Begriff des Kulturmanagers auch gesehen werden kann.
Dem setzt er entgegen, dass man von der Kultur alleine nicht leben kann, den Kultur ist immer unterbezahlt. Darum hat er auch einen Zusatzberuf als Lehrer. Er hat sich aber vier 10-Stunden-Tage pro Woche für seine Arbeit im Kulturbereich reserviert und zieht das auch hartnäckig durch.
Der Germanistikabschluss
Das Germanistikstudium hat ihm einen allgemein anerkannten Abschluss gebracht; dieser ist meist wichtig. Ein Mitwirken in einer Kommission wie beispielsweise der Carl-Spitteler Stiftung ist beispielsweise ohne Abschluss kaum möglich. Neben den erworbenen Kenntnissen schätzt Dominik Riedo vor allem, dass er im Studium gelernt hat, wo man Dinge nachschlagen kann.
Die Qual der Wahl
Für seine eigenen Lesungen wählt Dominik Riedo Texte nach eigenem Gutdünken aus, das heisst, er folgt den eigenen Vorlieben. Für "Fremdlesungen", also Lesungen, die jemand anders hält, lässt er vorsprechen und bewertet nach "objektiven" Kriterien: Macht der Vortragende das gut? Bewerbungen müssen dabei gut formuliert sein, denn wer auf den ersten Blick nicht viel hermacht, bekommt oft keine zweite Chance.
Der Tipp von Dominik Riedo: Mann muss den Mut haben, etwas zu machen. Zu Beginn ist es dabei noch nicht so schlimm, wenn man Fehler macht. Später kann man sich diese nicht mehr leisten. Darum soll man sich einfach einmal reinstürzen.
Dazu hat er auch noch eine kleine Anekdote auf Lager: Er hat einmal eine Lesung zu Joyce gemacht und dabei leider versäumt, vorher die nötigen Rechte einzuholen. Er hat sich dann aber aus der misslichen Lage herauswinden können, weil er in seinem Vortrag so viele Texte vermischt hat. Darum noch ein zweiter Tipp: Für eine Lesung immer vorher die Rechte abklären!