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Begründet wurde die Zähringia Bernensis als studentischer Zirkel von Mitgliedern der Studentenverbindung Schwizerhüsli in Basel und Studenten der Universität Bern am 3. November 1888. Zu ihren Stiftern zählen Robert Friedli, Walter Strasser, Wilhelm Hadorn, Alfred von Lerber, Paul Gruner und Fritz de Quervain. Ihre Motivation zur Begründung eines neuen Zirkels beruhte auf der Abneigung gegen den Trinkzwang der damals bestehenden Verbindungen und der Ablehnung von Duellen. Die damaligen Zusammenkünfte des Zirkels fanden wöchentlich am Samstagabend auf ihren Buden statt, wobei ein Mitglied eingangs jeweils einen wissenschaftlichen Vortrag hielt, der anschliessend vom gesamten Zirkel diskutiert wurde.
Im Frühjahr 1889 konkretisierte sich der Gedanke an die Gründung einer Studentenverbindung. Am 31. März wurde der Name Zähringia und die Farben Blau-Weiss-Gold, am 11. Mai der Zirkel festgelegt. Drei Jahre später, am 20. Juni 1893 änderte man die Farben auf Rot-Gold-Blau, da eine Burgdorfer Technikumsverbindung die gleichen Farben trug und man Bedenken hatte, ob die Farbwahl heraldisch vertretbar sei.
Im Jahre 1891 gründete Zähringia gemeinsam mit dem Schwizerhüsli Basel den Falkensteinerbund (noch unter dem Namen "Schweizerbund"), der seit 1892 mit Unterbrechungen in einem Freundschaftsverhältnis zum Wingolfsbund in Deutschland steht.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 bis zu dessen Ende 1918 war der Betrieb der Verbindung erheblich gestört. Gründe waren unter anderem die Abwesenheit vieler Mitglieder aufgrund ihres Militärdienstes und die 1917 auftretende Spanische Grippe, welcher einige Zähringer-Couleurstudenten zum Opfer fielen. Nach Kriegsende unterhielt die Zähringia ein gespanntes Verhältnis zum Corporationen Convent der Universität Bern, da sie ihre Teilnahme an den damals durchgeführten Fackelzügen verweigerte und sich gegen einen Eintritt in die Bürgerwehr und in den Schweizerischen Vaterlandsverein stellte.
Die 1920er-Jahre waren von mehreren Krisen gezeichnet, unter anderem aufgrund mangelnder Teilnahme der Mitglieder und diversen Austritten und Ausschlüssen. Dies führte zur Annahme verschiedener Reformvorschlägen, wie der Abschaffung des Trinkcomments, wobei aber dieser mit der Zeit wieder eingeführt wurde. Es folgten heftige Diskussionen über das Prinzip der Zähriniga, bei welchen das Devisenwort “Gott“ im Zentrum stand. Verschiedene Stimmen forderten dessen Abschaffung und Ersetzung z.B. durch “Wahrheit“. Man entschied sich jedoch in einer Abstimmung schliesslich doch zur Beibehaltung der bisherigen Devise und die Auseinandersetzung über das Prinzip war für längere Zeit beendet. Eine bisher letzte grosse Prinzipiendiskussion entflammte im Zeitraum zwischen 1969 und 1974.
In den Jahren des Nationalsozialismus in Deutschland brach die Zähringia ihre Beziehungen zu den deutschen Verbindungen, wie dem Wingolfsbund oder dem Schwarzburgbund ab - die Bünde wurden kurz darauf von den Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gezwungen - und nahm diese erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf.
Nachdem die Zähringia während Jahrzehnten in diversen Stammlokalen und teils gemieteten Räumlichkeiten Unterkunft fand und langfristige Lösungen zusehends schwieriger wurden, konkretisierte sich der seit den 1920ern bestehende Wunsch nach einem eigenen Verbindungshaus als feste Bleibe, worauf die Verbindung schliesslich 1976 durch die Genossenschaft Zähringerhaus Grundstücks- und Hauseigentümerin wurde. Auch heute noch werden aber die normalen, wöchentlichen Stämme meistens auswärts abgehalten, während Jahren bis zu einem Besitzerwechsel im Restaurant Beaulieu, und bis im Sommer 2016 im heutigen Restaurant Rathaus an der Gerechtigkeitsgasse, als beschlossen wurde, die Stämme wieder mindestens vorübergehend im eigenen Haus abzuhalten.
Nach einigen schwierigen Jahren sind dank Engagement der Mitglieder und allgemein wieder besserem Image von Studentenverbindungen wieder stabilere Mitgliederzahlen absehbar.