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Die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerkseinheit Ikata-3 war wegen eines Rechtsstreits über ein Jahr lang verhindert worden. Der Hiroshima High Court gab der Berufung von Shikoku Electric statt und hob eine einstweilige Verfügung auf, die den Betrieb der Anlage verhindert hatte. Damit stand der Wiederinbetriebnahme nichts mehr entgegen und die Betreiberin brachte Ikata-3 am 6. Dezember 2021 wieder ans Netz.
Vor dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi erzeugte der japanische Kernkraftwerkspark etwa 33% der elektrischen Energie des Landes. Der Atomstromanteil betrug Ende 2020 rund 5%. Von den ursprünglich 33 Kernkraftwerkseinheiten Japans sind laut des Japan Atomic Industral Forum (Jaif) gegenwärtig acht am Netz: Genkai-3 und -4, Ikata-3, Ohi-3 und -4, Sendai-2 sowie Takahama-3 und -4.
Japans Energiepolitik
Japan verabschiedete eine neue Energiepolitik, die Kernenergie und erneuerbare Energien als saubere Energiequellen fördert, um das Ziel der Kohlenstoffneutralität bis im Jahr 2050 zu erreichen. Das Ziel für die Kernenergie bleibt unverändert bei 20 bis 22%, und die Wiederinbetriebnahme von Reaktoren ist laut Regierung der Schlüssel zur Erreichung der Emissionsziele.
In einem Bericht von März 2021 hatte die Internationale Energieagentur (IEA) Japan aufgefordert, die Wiederinbetriebnahme von Reaktoren zu beschleunigen, damit die nationalen Klimaschutzverpflichtungen erfüllt werden können.
Quelle
M.A. nach NucNet, 6. Dezember 2021