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Am 7. September 1714 unterzeichneten Marschall de Villars und Prinz Eugen von Savoyen im aargauischen Baden den letzten der drei Friedensverträge, die den Spanischen Erbfolgekrieg beendeten.
Der Abschluss der Verträge in Utrecht (1713), Rastatt und Baden (1714) stellte einen historischen Wendepunkt dar. In Europa waren erstmals Ansätze eines Gleichgewichts der Kräfte erkennbar.
Zum verlustreichen Krieg um die spanische Erbfolge kommt es, als 1700 der letzte spanisch-habsburgische König Karl II. kinderlos starb und in seinem Testament einen Enkel des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. zum Erben ernannte. Die europäischen Herrscherhäuser fürchteten sich vor einer bourbonischen Doppelmonarchie und schlossen sich in der "Grossen Allianz" zusammen.
Verhandlungen in Baden
Die Verhandlungen in Baden fanden zwischen den Delegationen von Kaiser Karl VI. im Namen des Heiligen Römischen Reichs und des französischen Königs Ludwig XIV. statt. Der Friede von Baden beendete den Krieg am Oberrhein und klärte zahlreiche Streitpunkte kleinerer Fürsten- und Herrscherhäuser. Während der fünfmonatigen Verhandlungszeit logierten über sechzig Delegationen aus Europa in Baden und brachten viel Geld und Glanz in die Stadt an der Limmat.
Der Friedenskongress von Baden 1714 war der erste internationale Friedenskongress in der Eidgenossenschaft. Er gilt als frühes Beispiel für die "Guten Dienste", welche die Schweiz weltweit im diplomatischen und humanitären Bereich bis heute leistet.
Veranstaltungen 5.–7. September 2014
Der Kanton Aargau und die Stadt Baden gedachten dieses historischen Ereignisses anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums und luden zu vier Veranstaltungen ein. Alle Anlässe waren öffentlich und unentgeltlich.