Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/449

Eine Gruppe von Bergbau-Gegnern habe in der Stadt Lago Puelo in der südlichen Provinz Chubut Steine auf das Fahrzeug der Delegation des Staatschefs geworfen und zwei Scheiben zertrümmert, berichtete die argentinische Nachrichtenagentur «Telam» am Samstag (Ortszeit).
Demnach beschimpften die Demonstranten den Gouverneur der Provinz Chubut, Mariano Arcioni, dessen Bergbauprojekt Präsident Fernández laut der Regionalzeitung «El Chubut» unterstützt. Fernández verurteilte das Vorgehen der Steinewerfer später via Twitter als inakzeptable Aktion einer gewaltbereiten Minderheit.
Fernández war eigentlich vor Ort, um sich ein Bild von den verheerenden Bränden zu machen, die das Gebiet am Fusse der Anden seit mehreren Tagen heimsuchen. Umweltminister Juan Cabandié zufolge wurden bereits knapp 7000 Hektar Wald verwüstet und 300 Häuser zerstört. Ein Landarbeiter kam ums Leben, Dutzende Menschen wurden verletzt.
Die genaue Ursache für die Brände war zunächst unklar. «Es ist uns sehr aufgefallen, dass sechs Feuer zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten ausbrachen», sagte Cabandié dem Nachrichtensender «Todo Noticias». Deshalb habe die Regierung Ermittlungen einleiten lassen, um herauszufinden, ob die Feuer absichtlich gelegt wurden. In Argentiniens Provinzen gibt es immer wieder schwere Brände - wegen gezielt gelegter Feuer zum Erschliessen von Weideflächen und wegen akuter Trockenheit.
Die Präsidenten-Delegation beendete die Tour der Zeitung «El Clarín» zufolge nach dem Zwischenfall: Fernández machte einen Rundflug im Helikopter und kehrte dann in die Hauptstadt Buenos Aires zurück.