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Das Wildschwein ist in weiten Teilen von Europa verbreitet und nach dessen Ausrottung zu Beginn des 19. Jahrhunderts heute auch wieder in der Schweiz zurück. Hier bewohnen die Wildschweine hauptsächlich den Jura, das Mittelland, Teile der Voralpen sowie das Rhonetal und Teile des Tessins. Mit dem zukünftig milderen Klima werden die Wildschweine jedoch auch in höheren Lagen im Alpenraum zu finden sein.
Wildschweine sind typische Allesfresser und legen auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche grosse Strecken zurück. Der Speiseplan ist sehr variabel und hängt vom Lebensraum, wie auch der Jahreszeit ab. Mit seiner Rüsselscheibe wühlt das Wildschwein den Boden auf und gelangt somit zu einer grossen Menge an Wirbellosen und Wurzeln. Auch Mäuse, deren Nester und Vorräte werden gerne gefressen. Ein weiterer Teil der Nahrung sind Eicheln, Bucheckern und Kastanien, welche vor allem in Mastjahren profitabel für die in Rotten lebenden Wildschweine sind.
Ein grosses Konfliktpotenzial entsteht zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und der Vorliebe der Wildschweine für Mais, Weizen, Raps und vor allem Graslandschaften. Somit können Wildschäden entstehen, welche in nachgewiesenen Fällen vergütet werden können. Im Kanton Solothurn sind meist 80-90% der Schäden auf Graslandschaften und nur ein kleiner Teil bezieht sich auf die genannten Kulturen. Präventionsmassnahmen können elektrische Zäune, Vergrämungsabschüsse oder auch akustische Vergrämungsmethoden sein. Aufgrund der nahen Verwandtschaft zwischen Wild- und Hausschwein ist eine Übertragung der klassischen und afrikanischen Schweinepest möglich.