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Napoleonmuseum Thurgau
Das Napoleonmuseum verfügt auch über eine umfangreiche Forschungsbibliothek.
Einziges Kompetenzzentrum zur napoleonischen Geschichte des deutschsprachigen Raums
Das 1906 ins Leben gerufene Napoleonmuseum ist das einzige Kompetenzzentrum zur napoleonischen Geschichte des deutschsprachigen Raums. Es beschäftigt sich mit dem Zeitraum von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv. Als besonders hervorzuheben gelten seine Einrichtungsgegenstände (Möbel / Gemälde) sowie der umfangreiche Grafikbestand (Karikaturen und Lebenswelt des späten 18. sowie 19. Jahrhunderts). Die ca. 25'000 Bände umfassende Forschungsbibliothek des Museums beinhaltet u. a. äusserst seltene Bücher, welche teilweise nicht in den grossen internationalen Bibliotheken (z. B. Bibliothèque Nationale, Paris) nachgewiesen sind. Das tradtitionsreiche Museum hat sich zum modernen Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte entwickelt.
Forschungsschwerpunkte und Vermittlerrolle
Derzeitige Forschungsschwerpunkte der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind die Bau- und Parkgeschichte (15. bis 20. Jahrhundert). Darüber hinaus arbeiten die Wissenschaftler über die Biographien der Bonapartes im Exil sowie deren soziales Umfeld. Aufgrund seiner Lage am internationalen Bodensee sowie seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Thurgau als Vermittler zwischen den Staaten: der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, England, Polen, den USA. Es gibt praktisch keine Nation, mit denen die Familie Bonaparte nicht von Schloss Arenenberg aus in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend, unterhält und pflegt das Napoleonmuseum umfangreiche Kontakte zu internationalen Forschungseinrichtungen.