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1881 wurde die Offiziers-Reitgesellschaft Zürich (ORG) gegründet – mit dem Hauptgedanken, auch den unberittenen Offizieren die Möglichkeit zu bieten, sich ausserdienstlich auf dem Pferderücken fit zu halten.
Vom Bund wurden zu diesem Zweck Armeepferde mit dem notwendigen Stallpersonal zur Verfügung gestellt. Daran änderte sich auch nichts, als nach dem Zweiten Weltkrieg, infolge der fortschreitenden Motorisierung, das Reiten nicht mehr zur Grundausbildung jedes Offiziers gehörte.
Neue Ausrichtung
Als 1964 festgelegt wurde, dass das Reiten nicht mehr als ausserdienstliche Aus- und Weiterbildung für Offiziere galt, gestaltete sich die damals 300 Mitglieder zählende Gesellschaft zum sportlichen und gesellschaftlichen Verein um.
Anfang 1971 beschloss der Vorstand, im Hinblick auf die bevorstehende Abschaffung der Kavallerie, den Reitbetrieb neu zu orientieren. Nach Auflösung der Reitertruppe konnte nicht mehr mit bundeseigenen Pferde gerechnet werden.
Gründung der RGO
Um das Überleben der ORG zu wahren, musste ein eigener Reitbetrieb errichtet werden. Da die ORG dazu – als Verein – weniger geeignet erschien, gründete sie im August 1973 die Reitbahn-Genossenschaft ORG-Zürich (RGO) in Dielsdorf, mit einer Beteiligung der ORG von mehr als 90 Prozent.
Heute reiten nicht nur die Mitglieder der ORG in “ihrem” Betrieb, sondern auch unzählige pferdebegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
- Filmbeitrag im SRF Archiv: Abschaffung der Kavallerie (15.12.1972)
Der Nationalrat beschliesst, die Kavallerie in der Schweizer Armee abzuschaffen. Selbst eine Petition mit 430’000 Unterschriften hatte das Parlament nicht umzustimmen vermocht.