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Robuste Apfel- und Birnensorten sind ein wichtiges Instrument im Feuerbrandmanagement. Zur Einstufung der Feuerbrandanfälligkeit einer Kernobstsorte nach künstlicher Inokulation werden zwei Methoden angewandt: die Triebinokulation und die Blüteninokulation. Seit 2013 kann Agroscope auf einer schweizweit einmaligen Prüfparzelle erstmals künstliche Blüteninokulationen im Freiland durchführen. Die beiden Methoden wurden mittels einer Korrelationsanalyse auf ihre Vergleichbarkeit getestet. Es konnte eine schwach positive Korrelation beobachtet werden, die jedoch nicht signifikant war. Sorten, die in der Triebinokulation im Gewächshaus bereits wenig anfällig waren, zeigten sich oft auch in der Blüteninokulation als robust. Bei einigen Sorten wurde die Anfälligkeit in der Triebinokulation im Vergleich mit der Blüteninokulation jedoch deutlich unter- oder auch überschätzt. Zur besseren Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Praxis sollten die vielversprechenden Sortenkandidaten aus der Triebinokulation deshalb zusätzlich mittels künstlicher Blüteninokulation im Freiland geprüft werden. Durch die Kombination beider Testmethoden und den zusätzlichen Beobachtungen zur Anfälligkeit der Sorten aus der Praxis können verlässliche Empfehlungen feuerbrandrobuster Sorten für den Schweizer Kernobstanbau gemacht werden.
Zufferey V., Delabays N., Verdenal T., Reynard J.- S., Dienes A., Belcher S., Lorenzini F., Bieri S., Blackford M., Bourdin G., Spangenberg J.-E., Carlen C., Spring J.-L.
Reynard J.- S., Spring J.-L., Verdenal T., Zufferey V., Bourdin G., Bieri S., Carlen C., Crettenand F., Favre G.