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Besser spät als gar nie
Jira* arbeitet als Gesundheisarbeiterin an einer Dalit-Schule. Schon länger bemerkte sie, dass ein Junge aus der fünften Klasse etwas verstört und bekümmert schien. Sie beobachtete ihn über einige Tage hinweg, konnte aber nichts Auffälliges an ihm entdecken. Schliesslich bestellte sie ihn zu sich in das Untersuchungszimmer, aber er vertraute sich ihr nicht an. Nachdem sie ihn immer wieder ermutigt hatte und ihm versicherte, dass sie ihm helfen wollte, kam er eines Tages zu ihr und zeigte ihr den Grund für seine Sorge: er war von einem Hund gebissen worden und aus Angst vor einer Spritze, sagte er niemandem etwas davon. Bald darauf hatte sich der Biss, welcher ziemlich gross war, entzündet und er hatte Angst, diesen dem Arzt zu zeigen, obwohl die Wunde gar nicht heilte, sondern im Gegenteil immer schlimmer wurde. Jira konnte ihn überzeugen, ihn sofort in ein Spital zu begleiten, wo sich ein Arzt um die Wunde kümmern konnte. Dieser fand einen grossen Abszess, welchen er sogleich operativ entfernte; Jira versorgte die Wunde nach der Operation und der Junge befand sich schnell auf dem Weg zur Besserung.
* Name geändert