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Rabble-GrandSlam-Reise nach New York 2005

zurück zur Übersicht Last updated: 13.11.2005
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|Damen
Einzel 1. Runde: Martina Suchá - Sybille Bammer
4:6 6:4 7:5

Es war bisher ein durchzogenes Jahr, in dem Martina Suchá bereits 13 Erstrundenniederlagen einstecken musste. Zwischen Mitte Februar und Anfangs Juli hatte die 24-jährige eine Durststrecke zu überstehen, in der sie lediglich ein einziges Match auf der WTA-Tour siegreich bestreiten konnte.
Die 25-jährige Sybille Bammer spielte sich erfolgreich durch die Qualifikation und stand zum ersten Mal im Hauptfeld erstes Grand Slam-Turniers. Sie hatte vor vier Jahren eine Babypause eingelegt, welche ihre Tenniskarriere ins Stocken gebracht hatte. Ihr aktuelles Ranking von Platz 93 bedeutet ein Karrierehoch.
Die in der Weltrangliste um 22 Positionen besser klassierte Suchá bekundete Mühe im Spiel gegen die österreichische Linkshänderin. Das war keine Feinkost, welche es da zu sehen gab. Aber als Ausklang des zweiten Tages gönnte ich mir diese Partie. Das sind jeweils die Matches, wo die meisten der wenig dagebliebenen Zuschauer entweder Slowaken oder Österreicher sind und zum Anhang der Spielerinnen gehören...
Die 24-jährige aus Nove Zamky konnte keine Gewinnschläge anbringen. Suchá spielte zwar mit harten Schlägen von der Grundlinie, diese waren aber einfach zu eintönig und ohne jeglichen Überraschungseffekt. Sybille Bammer hingegen variierte etwas mehr und konnte Suchá ab und zu aus dem Platz drücken.
Im genau drei Stunden dauernden Match behielt die erfahrenere Slowakin knapp das bessere Ende für sich.
|2.
Runde: Martina Suchá - Patty Schnyder (11)
3:6 6:2 2:6

(Mehr Infos zu dieser Partie gibt es im Bericht zu Patty Schnyder.)
Unerwartet kamen Patty Schnyder und Martina Suchá zum Ende der Day Session zu einem Auftritt im Arthur Ashe Stadium. Weil die Matches von Henin-Hardenne, Davenport und Agassi schneller als geplant beendet waren, wurde ihre Partie kurzfristig auf den Center Court verlegt. Wie man auf Bild 1 sieht, hatten die meisten Zuschauer ihre Day Session aber bereits abgeschlossen und so wurde dieses Spiel vor nahezu leeren Rängen ausgetragen. Eine ungewöhnliche Atomsphäre.
Ich war erstaunt von der starken Leistung Suchás, die in der ersten Runde noch so nahe am Ausscheiden gestanden war. Vor allem in der Defensive zeigte sich die 71. der Weltrangliste in einer unglaublich guten Verfassung. Und dies gegen die Linkshänderin Patty Schnyder, deren variantenreiches Tennis dem aggressiven, jedoch relativ simplen Spiel der Slowakin eigentlich nicht entgegen kommt.
Die 26-jährige Baslerin hatte im zweiten Satz eine ungewohnte Schwächephase zu überstehen. Schnyder beging, auch bedingt durch den Wind, zu viele unnötige Fehler. Sie versuchte ihr Spiel anzupassen und ihr ganzes Repertoire zu ziehen, aber keiner der Schläge sass mehr.
Martina Suchá hingegen unterliefen praktisch keine Fehler mehr. Sie spielte sich dank dem deutlichen Satzgewinn gegen die Weltranglistenelfte in den Entscheidungssatz. Ihre Anzahl unforced Errors im zweiten Satz lag bei unglaublichen 4 Stück, während sie im ganzen Match auf 32 kam. Dazu schlug sie in diesem Satz auch 8 ihrer 13 Winner der gesamten Partie. Das war sozusagen der perfekte Satz für die Slowakin, ihr vermutlich Bester in diesem Jahr.
Schnyder fand im dritten Satz aber wieder besser zu ihrem Spiel. Und wenn die Schweizerin dieses auf die Reihe kriegt, dann ist der Sieg gegen eine Martina Suchá nur noch Formsache.
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