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Los Angeles - Aufschub für Michael Jacksons früheren Leibarzt: Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Kardiologe Conrad Murray muss wohl frühestens ab Januar 2011 mit einem Prozess rechnen.
Ein Richter in Los Angeles setzte am Montagnachmittag (Ortszeit) den 4. Januar für eine weitere Anhörung fest, berichtete der Internetdienst "Tmz.com". Rechtsexperten hatten erwartet, dass Murray bereits im Herbst vor Gericht erscheinen müsste.
Der Kardiologe soll dem Popstar nach einer schlaflosen Nacht am Morgen des 25. Juni 2009 erst Beruhigungs- und Schlafpillen gegeben und dann ein Narkosemittel gespritzt haben. Das zur Betäubung bei Operationen eingesetzte Propofol führte nach dem Befund der Gerichtsmediziner zu Jacksons Tod.
Der Künstler war 50 Jahre alt und wollte wenige Tage später ein Comeback und seinen Abschied mit der "This Is It"-Tournee feiern. Murray ist gegen eine Kaution von 75'000 Dollar auf freiem Fuss.
Bei der Anhörung im Januar, die sich über mehrere Wochen hinziehen könnte, wird die Staatsanwaltschaft Beweismittel vorlegen. Der Richter muss dann entscheiden, ob die Beweislast für ein Verfahren gegen Murray tatsächlich ausreicht.
Der Arzt hat sich an Jacksons Herzversagen für "nicht schuldig" erklärt. Im Falle eines Prozesses mit einem Schuldspruch drohen im vier Jahre Haft.
SDA-ATS