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In seinen Antworten auf zwei parlamentarische Vorstosse (Interpellation Teuscher "Wie weiter mit dem Atommüll" und Marty Kälin "Wellenberg Ablehnung") hält er fest, dass es im Wellenberg kein Tiefenlager geben wird, nachdem sich die Nidwaldner Bevölkerung am 22. September 2002 gegen einen Sondierstollen ausgesprochen hatte.
Der Bundesrat hält grundsätzlich am schweizerischen Entsorgungskonzept fest, das zwei Programme verfolgt: Das Programm für die schwach- und mittelaktiven Abfälle (SMA) und das Programm für die abgebrannten Brennelemente sowie die hochaktiven und langlebigen mittelaktiven Abfälle (BE/HAA/LMA). Allerdings soll auch eine neue Option geprüft werden - die Möglichkeit eines einzigen Tiefenlagers für alle Abfallsorten. Nach Abschluss der parlamentarischen Beratung des Kernenergiegesetzes werden die betroffenen Bundesstellen die heutige Entsorgungsstrategie, die bestehenden Strukturen, die heutige Organisation der Entsorgung und den Einbezug von Politik und Öffentlichkeit in den Umsetzungsprozess überprüfen.
Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schreibt in seiner Medienmitteilung vom 26. Februar 2003 wörtlich: "Mit dem Wellenberg stand für die SMA ein Standort zur Diskussion, der sich auf Grund der vorhandenen Kenntnisse für weitere Untersuchungen eignete. Der Volksentscheid wirft das SMA-Programm um Jahre zurück. Ein neues Auswahlverfahren muss zu neuen möglichen Standorten und letztlich zu einem konkreten Lagerstandort führen. Dabei wird neben der langfristigen Sicherheit die Transparenz des Verfahrens zur Auswahl eines Lagerstandorts eine wichtige Rolle spielen. Mit einem neuen Auswahlverfahren kann begonnen werden, wenn Klarheit darüber besteht, wie im Kernenergiegesetz die nukleare Entsorgung gesetzlich geregelt wird.
Das Programm BE/HAA/LMA wird wie vorgesehen weitergeführt. Der Entsorgungsnachweis BE/HAA/LMA wird anhand der Option Opalinuston erbracht. Entsprechende Felduntersuchungen fanden im Zürcher Weinland statt. Am 20. Dezember 2002 reichte die Nagra die Unterlagen bei den Bundesbehörden ein. Als nächster Schritt erfolgt die technische Überprüfung durch die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) und durch die Eidg. Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen (KSA). Für die technische Beurteilung wird auch eine von der Kernenergie-Agentur (NEA) der OECD zusammengesetzte internationale Expertengruppe beigezogen. Die Überprüfung wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Danach ist die Durchführung eines öffentlichen Auflageverfahrens vorgesehen. Der Entscheid des Bundesrats über den Entsorgungsnachweis, das weitere Vorgehen und den Zeitplan zur Entsorgung der BE/HAA/LMA ist aus heutiger Sicht im ersten Quartal 2006 zu erwarten."
Quelle
D.S. nach Medienmitteilung UVEK vom 26. Februar 2003