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Biography
Den ersten Musikunterricht erhielt Benno Ammann bei seinem Vater. Nach dem Besuch des Gymnasiums der Stiftsschule Einsiedeln studierte er von 1925 bis 1930 am Landeskonservatorium in Leipzig (Komposition: Sigfrid Karg-Elert, Hermann Grabner und Fritz Reuter; Dirigieren: Max Hochkofler).
Nach Abschluss der Studien hatte er von 1930 bis 1936 die Stelle eines Musikdirektors am Kollegium St. Fidelis in Stans inne. 1934 und 1935 brachten ihn Studienreisen u. a. nach Paris, wo er bei Arthur Honegger, Darius Milhaud und Albert Roussel weitere kompositorische Kenntnisse erwerben konnte.
Nach dem Besuch eines Meisterkurses bei Felix Weingartner in Basel siedelte Benno Ammann 1936 ganz in die Rheinstadt über. Bis 1939 wirkte er hier als Korrepetitor und Chorleiter am Stadttheater. Dann wechselte er als Solo-Repetitor an die Oper in Rom unter Tullio Serafin, kehrte aber nach Kriegseintritt Italiens 1941 wieder nach Basel zurück. Nach längerer Aktivdienstzeit in der Schweizer Armee während des Zweiten Weltkriegs dirigierte er mehrere Symphonie- und Radiokonzerte in Paris, Rom, Genf, Basel sowie in anderen Städten und war auch Leiter verschiedener Chöre in der Region von Basel.
Ab 1951 besuchte er während über 20 Jahren jeden Sommer die zweiwöchigen internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, die sich damals zu einem der wichtigsten Foren zeitgenössischer Musik entwickelt hatten und bedeutende Musiker anzogen (Pierre Boulez, Olivier Messiaen, Luigi Nono und Karlheinz Stockhausen). Bereits in den 50er-Jahren gehörte das seinerzeit experimentellste Gebiet der musikalischen Avantgarde, die Elektronische Musik, zu den ständigen Darmstädter Themen. Benno Ammann belegte regelmässig auch die dort angebotenen Kurse mit praktischem Unterricht in den Kompositions- und Realisationsmethoden der Elektronischen Musik (Herbert Eimert und Werner Meyer-Eppler), die dann später ins Siemens-Haus in München verlegt wurden.
Seine letzten Lebensjahrzehnte verbrachte Benno Ammann als freischaffender Komponist in Basel, von wo er zu häufigen Auslandsaufenthalten aufbrach, um in den verschiedensten Studios für Elektronische Musik künstlich Ton-, Klang- und Geräuschstrukturen zu erzeugen. So arbeitete er zeitweise von 1969 bis 1971 am Studio R7 in Rom mit Franco Evangelisti, 1971 und ab 1973 am Institut für Sonologie der Universität Utrecht (Niederlande), hierauf am Instituut voor Psychoacustica en Elektronische Muziek (IPEM) der Universität Gent (Belgien), am Experimentalstudio des polnischen Radios in Warschau und 1977 sowie 1978 im Electronic Music Center der Columbia-Princeton University of New York.
Benno Ammann starb 1986 während eines Arbeitsaufenthaltes in Rom.