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Erste Hilfe vor rund 80 Jahren
Noch vor gut 80 Jahren waren solche Tafeln das Einmaleins der Nothilfe. Sie wurden übersichtlich an öffentlichen Orten platziert, damit man im Ernstfall eingreifen konnte. Doch ein genauerer Blick auf die Aufzeichungen lassen uns aufhorchen.
Unter Punkt H finden wir das Beispiel der Wiederbelebung. Hier gab es verschiedene Möglichkeiten, welche nach diversen Professoren und Doktoren benannt wurden. Man sprach von direkten und indirekten Methoden. Dies waren folgende:
- Mund-zu-Nase-Methode (direkt)
- Mund-zu-Mund-Methode (direkt)
- die Methode nach Holger Nielsen (indirekt)
- die Methode nach Howard-Thomsen (indirekt)
- die Methode nach Silvester-Brosch (indirekt)
Somit standen sich damals zwei direkte Methoden, welche als Atemspende bekannt waren und deren drei indirekten Methoden gegenüber. Die indirekten Methoden waren als Armzug-Thoraxdruck-Verfahren bezeichnet worden.
Schauen wir uns das Beispiel der Methode nach Silvester-Brosch ein wenig konkreter an:
Sie wurde im Jahr 1858 zum ersten Mal von SILVESTER beschrieben und gilt als älteste, manuelle Wiederbelebungsmethode. Über Jahre hinweg wurde die Methode jedoch modifiziert. Die bekannteste Modifikation wurde durch BROSCH im Jahre 1896 hervorgebracht. Man platzierte den Patienten zuerst auf den Rücken und legte etwas auf Schulterhöhe unter den Rücken, damit der Kopf überstreckt wurde.
Der Beatmer kniet nun oberhalb des Kopfes hin und überkreuzt die Arme des Patienten über dem unteren Thoraxabschnitt. Der Helfer drückt anschliessend mit gestreckten Armen auf den Thorax, ehe die Arme des Patienten gelöst und seitlich bis über die Kopfhöhe angehoben. Das Körpergewicht des Helfers wird bei dieser Aktion nach hinten verlagert.
Die Beatmungsfrequenz lag damals bei 18-20 Wiederholungen pro Minute.
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