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Sowohl die Mehrdeutigkeit des Ortes, als auch die angestrebte Individualität einer Neubaukonzeption bilden die Grundidee, die Neubauten in eine architektonisch verständliche und logische Gesamterscheinung zu überführen.
In Anbetracht der Nachbarschaft strebten wir nach einem selbstbewussten Ausdruck für das Projekt. Die nach aussen hin klare Geometrie des Gebäudeensembles entwickelt gegenüber den heterogenen Bebauungen der Umgebung eine starke und ruhige Präsenz.
Das Projekt entwickelte sich aus der Idee, ein gemeinsam funktionierendes Ensemble aus ähnlichen Körpern mit Einbezug des bestehenden Wohnhauses zu bilden. Daraus ist die Plastizität der neuen Gebäudekörper bestimmt durch die gegebene Parzellenfläche mit daraus resultierenden gesetzlichen Abstandsbestimmungen. Die asymmetrischen Giebel der vordachlosen Dachflächen gleichen sich der autochton gewachsenen Dachlandschaft in der Stanser Kernzone an.
Die verputzte Fassade wird in 4 Segmenten unterteilt und interpretiert die zonentypische Gestaltung des Hauses mit Sockel neu. Die resultierenden Felder werden unterschiedlich farblich ausformuliert, was die wahrnehmbare Grösse der Gebäudevolumetrie mindert. Dieses übergeordnete Gestaltungselement definiert durch Verfremdung ein prägendes, ausdrucksstarkes Gebäudekonglomerat, welches sich gegen die klassischen Nachbarhäuser zu behaupten vermag, ohne das Dorfbild nachteilig zu beeinträchtigen.
Die im Verhältnis zur Umgebung vergrösserte Lochfenstertypologie verzichtet in ihrer Ausformulierung auf die in der Dorfzone typischen Gestaltungsmerkmale wie Gewände und Gesimse. Dies wird hergeleitet aus dem Verlangen, die klassischen Architekturmerkmale der Fassade auf unkonventionelle Weise neu zu interpretieren.