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„Wer weiss, vielleicht entspricht mein Leben diesen Gedanken nicht. Doch wenn mein Leben ihnen bis zum letzten Atemzug entspricht, nur dann lohnt es sich, diese Gedanken zu veröffentlichen“ (Gandhi). In diesem Satz liegt das Geheimnis für die Anziehungskraft, die besondere Wirkung dieser Sammlung. Es sind eben nicht nur „Gedanken“, Kopfgeburten, sondern Sätze, die das Ergebnis von konkreten Lebenserfahrungen sind. Es ist nicht verwunderlich, dass in diesen Tagesgedanken Gandhis grosse Themen in immer neuen Variationen auftauchen: Wahrheit und Gewaltlosigkeit, Gebet und Schweigen, Bedürfnislosigkeit, Askese und Reinheit, die Notwendigkeit des Leidens und der Loslösung, die Hingabe an Gott. (Aus dem Vorwort von Martin Kämpchen)
Portrait
Mohandas Karamchand Gandhi, geb. 1869 in Porbandar in Indien, studierte Jura in England und arbeitete als Anwalt in Südafrika, wo er sich gegen die Diskriminierung der Inder einsetzte. Nach seiner Rückkehr nach Indien wurde er Präsident der Congress-Bewegung, aus der er schliesslich wieder ausschied, um sich ganz dem "Volksdienst" widmen zu können. Er kam mehrfach in Gefangenschaft wegen Agitation für ein freies Indien. Die Unabhängigkeit und die Teilung Britisch-Indiens in Indien und Pakistan 1947 konnte er noch miterleben, am 30.1.1948 wurde er in New Delhi von einem Hindu-Fundamentalisten mit drei Revolverschüssen getötet.