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Die Untersuchung wurde im North Middlesex Hospital in London durchgeführt. Versuchsteilnehmer waren 73 Paare, die sich dort einer künstlichen Befruchtung unterzogen.
Die Männer, die als «sub-fruchtbar» diagnostiziert worden waren, gaben innerhalb von 60 Minuten zwei Spermaproben ab. Erstaunlich: Wenn bei der Befruchtung die zweite Probe verwendet wurde, stieg die Schwangerschaftsrate auf 20 Prozent an. Das ist dreimal mehr als die erwartete Erfolgsquote, die bei dieser speziellen Befruchtungsmethode bei sechs Prozent liegt.
Ähnlich faszinierend war die Tatsache, dass 15 Prozent der Frauen umgehend schwanger wurden. Bei 10 Prozent klappte die Befruchtung in einer zweiten Runde etwa einen Monat später. Das widerlegt gemäss den Forschern die alte Theorie, dass Männer ihr Sperma «aufsparen» sollten, wenn sie ein Baby zeugen möchten.
Die Ergebnisse lassen auch vermuten, dass viel Sex die Spermaqualität nicht etwa schmälert, sondern eher verbessert. Ganz nach dem Motto: Je frischer die Samenzellen produziert werden, desto fruchtbarer ist ein Mann.
Studienleiter Gulam Bahadur: «Auch wenn es sich hierbei um eine relativ kleine Studie handelt, glauben wir, dass sie einen grossen Schritt nach vorne bedeutet und zu einer massiven Veränderung der Schwangerschaftsraten führen kann. Es ist anzunehmen, dass derselbe Effekt auch bei Männern eintritt, die auf natürlichem Wege Nachwuchs bekommen möchten.» (cm/gsc)