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Geschichte des Weggiser Kindergartens
Der Christliche Frauen -und Mütterverein Weggis gründete im Jahre 1937 den Kindergarten. Damals hiess er „Kleinkinderschule“.
In der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Frauen- und Müttervereins 1970 heisst es dazu: „In entgegenkommender Weise räumte Herr Kaplan Amrein im Kaplanenhaus sein Studierzimmer aus und stellte es dem Kindergarten zur Verfügung. Am 20. April nahm Schwester M. Julia vom Kloster Baldegg ihre Tätigkeit als erste Weggiser Kindergärtnerin mit ca. 30 Kindern auf.“
Vom Kaplanenhaus ins Schulhaus …
1939 zog der Kindergarten dann ins Dorfschulhaus. „Im obersten Stock neben der Sigristenwohnung“, so heisst es weiter, „nahm er einen Schulraum in Beschlag. Die Kinderzahl wuchs, und das Schulzimmer erwies sich als zu klein. Daher richtete der christl. Frauen- und Mütterverein im neuerstellten Pfarreiheim auf seine Kosten ein geräumiges Kindergartenlokal ein und stellte neue Tische und Stühle für die Kleinen hinein.
… und 1950 ins Pfarreiheim
Im Jahre 1950 konnte Schwester Aloisia mit ihren ca. 40 Kindern einziehen. In einem grossen, extra angefertigten Wandschrank fanden alle Spielsachen und Utensilien Platz. Der Kindergarten verfügt zudem über eine eigene Garderobe und einen Estrich.
Schwester Ismelda
Nach mehrjähriger, erfolgreicher Tätigkeit berief das Mutterhaus Baldegg Schwester Aloisia im Jahre 1953 an einen andern Wirkungskreis. Als ihre Nachfolgerin wurde Schwester Ismelda bestimmt, die bis heute die Weggiser Kindergärtler liebevoll und wachsam auf die Volksschule vorbereitet.“
„Finanzielles Sorgenkind“
Weiter heisst es: „Der Kindergarten erwies sich für den christl. Frauen- und Mütterverein in den ersten Jahren, finanziell gesehen, als ein Sorgenkind. Blumen- Zuckerrollen- und Schokiverkäufe halfen Geld einbringen für den Kindergarten, der sich im Dorfe grosser Beliebtheit erfreute. Trotzdem waren die Betreuerinnen des Kindergartens dafür besorgt, dass die Kinder schöne Festchen an Ostern, Samichlaus und Weihnachten mit einer grosszügigen Bescherung erleben durften, ohne dass die Kasse damit belastet wurde. Seit dem Jahre 1951 unterstützt die Gemeinde den Kindergarten mit einem jährlichen, namhaften Beitrag, den sie im Laufe der Jahre der Teuerung anpasste.“
Seit 1973 unter der Führung der Gemeinde
Soweit die Zitate aus der Festschrift des Frauen- und Müttervereins. Seit 1973 nun obliegt die Führung der Kindergartenklassen der Gemeinde, und mit dem neuen Volksschulbildungsgesetz 1999 wurde der Kindergartenbesuch obligatorisch. Auf das Schuljahr 2012/13 wurde die Kindergartenklasse vom Pfarreizentrum in das Schulhaus Sigristhofstatt verlegt.
Zweiter Kindergarten ab 1972 …
Mit der wachsenden Bevölkerung wurde im Wohngebiet 1972 ausserhalb des Dorfzentrums im Quartier "Unterbühl" an der Luzernerstrasse ein zweiter Kindergarten eröffnet, da, wo sich heute die Kanzlei der Korporation Weggis befindet. Dieser Kindergarten wechselte 2002 die Strassenseite und kam in die neue Überbauung des Einkaufszentrums Neubühl. Hier kaufte die Gemeinde für den neuen Kindergarten Neubühl eine Wohnung. Und nun, seit Beginn des Schuljahres 2016/17 - mit der kantonal obligatorischen Einführung des zweiten Kindergartenjahres - führt die Schule Weggis ihre dritte Kindergartenabteilung.