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Die lokalen Staatsanwaltschaften von Fukushima, Tokio und Kanazawa haben am 1. August Anklagen gegen die Tepco-Führung und Regierungsmitglieder angenommen. Die japanischen Medien berichten allerdings von Schwierigkeiten dessen, dass der Atomunfall zum Gerichtsfall wird.
Die Anklagen wurden erst angenommen, nachdem alle vier Untersuchungen über den Unfall vom AKW Fukushima I abgeschlossen worden waren.
In Fukushima hat im Juni eine Gruppe aus 1’324 Einwohnern eine Klage gegen 15 Manager und Sicherheitsverantwortlichen von Tepco sowie 18 Regierungsmitglieder eingereicht. „Tepco hat für die Sicherheit des AKW nichts unternommen, obwohl Gefahren durch Erdbeben und Tsunami aufmerksam gemacht worden waren.“ Die Regierung hätte dazu den Einwohnern Strahlenbelastung ausgesetzt, weil sie die Information zum Evakuation nicht angemessen bekannt gemacht hätte.
In Tokio haben im letzten Sommer ein Schriftsteller und ein Reportage-Autor gegen die Mitglieder der Regierung und des Tepco-Managements Anzeige erstattet. Bis ihre Anklage angenommen wurde, mussten sie ein Jahr warten. Der bekannte Schriftsteller Takashi Hirose meinte am 1. August vor den Medien: „Die Bevölkerung ist damit nicht einverstanden, dass bis heute keine Untersuchung geführt wurde. Mit allen Mitteln muss der Fall untersucht werden.“
Speziallisten sind jedoch der Meinung, dass es schwierig ist, den Fall tatsächlich vor Gericht zu bringen. Der Verdacht liegt hauptsächlich einer fahrlässigen Körperverletzung und Tötung vor. Es muss daher überprüft werden; ob es möglich war, den Unfall vorherzusehen und die Folgen zu verhindern; ob man die Folgen als Schaden durch den Unfall konstatieren kann; und ob man bestimmten Menschen dafür verantwortlich machen kann.