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San Francisco - Im Fall des 18 Jahre lang festgehaltenen Entführungsopfers Jaycee Dugard hat ein Untersuchungsbericht den kalifornischen Behörden schwere Versäumnisse vorgeworfen.
Als fatalsten Fehler stufte die veröffentlichte Kurzfassung den Entscheid der Strafvollzugsbehörden ein, Dugards mutmasslichen Entführer Phillip Garrido - einen verurteilten Vergewaltiger - als nur gering gefährlich einzustufen. Auch versäumte die Polizei demnach eine Reihe von Möglichkeiten, die junge Frau und ihre Kinder zu entdecken.
Nach Auffassung des Autors des Berichts, Kaliforniens Generalinspektor David Shaw, hätte Dugard schon viel früher befreit werden können. "Viele Möglichkeiten wurden vertan und Hinweise übersehen," kritisierte er vor Journalisten in Sacramento.
Garrido steht im Verdacht, Dugard im Alter von elf Jahren verschleppt und mit Wissen seiner Frau 18 Jahre lang als Sexsklavin in einem Zelt im Hinterhof seines Hauses in Antioch festgehalten zu haben. Dort bekam sie zwei Kinder von ihm.
Drei Jahre vor Dugards Entführung war der verurteilte Vergewaltiger unter Auflagen vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Da die Gefahr eines Rückfalls als gering eingeschätzt wurde, sei Garrido viel nachlässiger kontrolliert worden, heisst es in dem Bericht.
Hinweise des GPS-Systems, das Garrido ständig am Fuss tragen musste, auf Verstösse gegen seine Auflagen, wurden missachtet. Bei insgesamt 60 Besuchen fiel keinem der Beamten der Verschlag im Hinterhof auf. Eine mutmassliche Begegnung mit Dugards Tochter blieb ohne Konsequenzen, selbst der Alarm von Nachbarn blieb ohne Folgen.
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