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Acht Personen, vier Schweizer Touristen, ein Deutscher, ein Brite und zwei einheimische Führer sind in einer Höhle in Südthailand von einer Flutwelle überrascht worden und ertrunken.
Der Unfall, den nur eine beteiligte Person überlebte, ereignete sich am Samstag im Khao-Sok-Nationalpark. Dort herrscht bis Ende Monat Regenzeit.
Die Überlebende, eine junge Britin, hatte sich an der Decke der Höhle festgeklammert. Sie wurde nach rund 20 Stunden gerettet. Die Leichen der Ertrunkenen wurden in der Nacht aus den Fluten geborgen.
Offizielle Bestätigung
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern bestätigte den Tod der vier Schweizer Touristen am Sonntagabend. Es handelt sich um einen Mann, eine Frau und zwei minderjährige Mädchen.
Ein Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Bangkok habe vor Ort die Schweizer Bürger identifiziert, sagte EDA-Sprecher Johann Aeschlimann. Noch unklar sei die Herkunft der vier Getöteten.
Aeschlimann nahm nicht Stellung zu Berichten aus Thailand, wonach es sich um eine Familie handelt. "Wir sind im Kontakt mit den thailändischen Behörden, die uns bei den Abklärungen vor Ort weiterhin unterstützen", sagte der EDA-Sprecher.
Beliebtes Ausflugsziel
Der Nationalpark Khao Sok in der südthailändischen Provinz Surathani ist ein beliebtes Ziel vor allem für Touristen, die auf Phuket Urlaub machen. Er ist für seine Vogelwelt und Schmetterlinge bekannt. Es handelt sich um das grösste zusammenhängende Regenwaldgebiet in Südthailand.
Die Höhlen werden wegen ihrer bizarren Kalksteinformationen von Stalaktiten und Stalagmiten sowie wegen der grossen Fledermauspopulationen gerne besucht.
Viele Hotels bieten Tagesausflüge an. Amtlichen Angaben zufolge besuchten im vergangenen Jahr mehr als 20'000 Menschen den Park.
Nach Angaben der Parkleitung werden Touristen jedoch davor gewarnt, die Höhle während der Monsunsaison zu befahren. Die Regenzeit geht bis Ende Oktober.
In derselben Höhle war nach Angaben des Polizisten schon einmal ein belgischer Tourist ums Leben gekommen. Provinzgouverneur Winai Phopradit sagte, er habe die Schliessung des Nationalparks für die Dauer der Regenzeit angeordnet.
swissinfo und Agenturen
Fakten
In Thailand leben rund 4000 Schweizer.
150 Schweizer Firmen sind dort ansässig.
Jährlich besuchen rund 150'000 Schweizer das "Land des Lächelns".
Schweizer Exporte nach Thailand haben sich in der letzten Dekade auf 934 Mio. Franken verdreifacht.
In der selben Zeit haben sich die Importe aus Thailand nahezu verdoppelt, auf 723 Mio.
Thailand ist in der Region nach Singapur der zweitgrösste Handelspartner der Schweiz.