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Mexiko ist wenig erfreut über Donald Trumps Wahlsieg. Die Ankündigung des neuen US-Präsidenten, eine Grenzmauer zwischen beiden Ländern zu bauen, welche die Mexikaner dann auch noch selber bezahlen müssten, ist eine üble Provokation. Zudem verunglimpfte Trump im Wahlkampf die Mexikaner pauschal als Vergewaltiger und Drogendealer.
Unter diesen Voraussetzungen kann man sehr gut verstehen, dass der mexikanische Formel-1-Pilot Sergio Perez nicht für Mauer-Witzchen empfänglich ist. Ausgerechnet ein Sponsor von Perez erlaubte sich nun einen bösen Fehltritt. Die Sonnenbrillenmarke Hawker schlägt via Twitter allen Mexikanern vor, ihre Sonnebrillen zu kaufen und zu tragen, damit man die Tränen nicht sieht, die fliessen werden, wenn die Mauer entlang der mehr als 3000 Kilometer langen Grenze gebaut wird.
Für Perez ein Schock. Der Ex-Sauber-Fahrer, zur Zeit in Diensten von Force India, reagiert mit einem heftigen Tweet: «Ganz schlechter Kommentar. Ich beende meine Beziehung zu Hawkers per sofort. Niemand soll sich lustig machen über mein Land.» Ein paar Stunden später entschuldigte sich Hawkers per Video-Tweet. Man habe einen schweren Fehler gemacht, sowas komme nie mehr vor.
Die Beziehung zwischen Perez und der Sonnenbrillenfirma ist erst ein paar Wochen alt. Es wurde eigens eine Perez-Edition kreiert, die seit November im Verkauf ist. Nun hat es mächtig geknallt und die Einsicht von Hawker kommt wohl zu spät.
Sergio Perez weilt zurzeit in Sao Paolo, wo morgen das 1. Training zum GP von Brasilien stattfinden wird. Aufs Wochenende sind Wolken und Regen angesagt. Jedenfalls kein Sonnenbrillen-Wetter.