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LONDON (awp international) - Der Energiekonzern BP trennt sich von weiteren Unternehmensteilen, um die hohen Kosten der Ölpest im Golf von Mexiko stemmen zu können. BP ziehe sich aus der Öl- und Gasförderung in Kolumbien zurück, teilte der Energieriese am Dienstag in London mit. Die Förderaktivitäten in dem südamerikanischen Land würden an die kolumbianische Ölgesellschaft Ecopetrol und an den kanadischen Konzern Talisman verkauft. BP habe sich mit den Käufern auf einen Preis von 1,9 Milliarden US-Dollar (1,46 Mrd Euro) geeinigt.
Obwohl das Geschäft erst zum Jahresende abgeschlossen werden soll und die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, zahlen die Käufer einen Vorschuss in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar. BP hatte wegen der Kosten der Ölpest für das zweite Quartal 2010 einen Verlust von 17,1 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Der Verkauf in Kolumbien, wo BP bisher rund 25.000 Barrel Erdöl pro Tag förderte, ist Teil der Strategie des angeschlagenen Konzerns, sich in den nächsten eineinhalb Jahren von Firmenteilen im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar zu trennen. Bereits am 20. Juli hatte BP bekanntgegeben, Firmenteile in den USA, Kanada und Ägypten zum Preis von sieben Milliarden US-Dollar an den US-Konzern Apache zu verkaufen. Die der Ölförderung nachgelagerten Geschäfte in Pakistan und Vietnam sollen ebenfalls abgestossen werden.
Im Zusammenhang mit dem Verkaufskonzept war auch über eine Veräusserung der Aral-Tankstellenkette in Deutschland spekuliert worden. Das hatte BP aber dementiert./dm/DP/ang
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