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Die Gemeinde Bonaduz veranstaltete im Sommer 1995 einen öffentlichen Projektwettbewerb unter Bündner Architekten. Das Ziel des Wettbewerbes war, innerhalb des Schulareals - unter Einbezug des Grundstückes zwischen dem Gemeindehaus und der neuen Turnhalle - mögliche Lösungsvarianten für die benötigten Schulräumlichkeiten aufzuzeigen. Aus den eingereichten 56 Arbeiten ging, nach eingehenden Beratungen des Preisgerichtes, der Vorschlag des Architekten Rudolf Fontana aus dem benachbarten Domat/Ems als Siegerprojekt hervor.
Der neue Schultrakt entwickelt sich rechtwinklig zum Schulhaus Ruver in Ost-West Richtung. Der einfache, gut proportionierte Baukörper begrenzt den zentralen Pausenplatz gegen Westen und vermittelt ihm einen hofähnlichen Charakter. Die nach Süden orientierten Klassenzimmer für Normalunterricht, Handarbeit und Werken, sowie die Korridore sind in einem Hauptbaukörper untergebracht und in einem leicht abgesetzten rückwärtigen Anbau liegen, gut ablesbar, Vertikalerschliessung, Nebenräume sowie Kleinklassenzimmer und ein Gruppenraum. Die Schulküche mit dem Hauswirtschaftsraum liegt im Erdgeschoss an geeigneter Lage und ist ideal konzipiert für den Schulablauf. Durch die Ausrichtung der Klassenzimmer nach Süden wurde eine Beeinträchtigung des Unterrichtes durch Lärm auf dem Pausenplatz ausgeschlossen; zugleich ermöglichte sie die aktive und passive Nutzung der Sonnenenergie. Das klare konstruktive Konzept und die Umsetzung der artikulierten Projektidee sind überzeugend.