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Die Manufaktur
1911 wurde die Charles Muller SA (CMZ) damals von Carl Müller, gelernter Hutmacher an der Waldmannstrasse 6 in Zürich als Einzelfirma gegründet. Mit 10 Mitarbeiterinnen stellte er ungarnierte Strohhüte her, welche von den Modistinnen individuell für deren Kundinnen verziert wurden. Die Wurzeln der Firma reichen aber ins 19.Jahrhundert ins aargauische Wohlen zurück, dem Zentrum der Freiämter Stroh-Industrie. Eine Unternehmung namens „Müller und Rahm“ war ein auf die Herstellung von Damenhüten spezialisierter Kleinbetrieb.
1923 wandelte Carl Müller die florierende Einzelhandelsfirma in eine Aktiengesellschaft um und baute das Verkaufsnetz aus. 8 Jahre später trat August Heiz in die Firma ein, der 1949 als erster Schweizer Unternehmer Damenhüte exportierte. Nur 2 Jahre später übertrafen die Exportzahlen mit den Schwerpunktmärkten Schweden und Deutschland die Verkaufsergebnisse in der Schweiz. 1959 gründete August Heiz in Frankfurt am Main die Tochtergesellschaft Charles Müller GmbH, um bei der Verkaufstätigkeit von Produkten aus dem EWG-Raum in Deutschland nicht diskriminiert zu sein.
1963 übernahm Hans Werner Heiz die Geschäftsführung von seinem Vater August, der die Firma 32 Jahre lang geführt hatte. In den 60erJahren begann die Zeit der „hutlosen“ Mode. Die beiden grössten Damenhut-Produktionsbetriebe in Basel und Zürich mit je 200 Mitarbeitern mussten ihre Tore schliessen. Die Charles Muller SA blieb als Einzige übrig. Die konventionelle Damenhutfabrikation wurde 1975 eingestellt, der Betrieb von Zürich nach Volketswil verlegt und die Produktion auf die Herstellung hochwertiger Pelzhüte konzentriert. 1985 wurde Silvia von Schweden als eine der Liebhaberinnen von Charles Muller Kopfbedeckungen in Lech portraitiert und löste damit einen neuen europaweiten Boom aus.
Seit den 90er Jahren werden wieder unverwechselbare und hochwertige Kopfbedeckungen im eigenen Haus entworfen. Charles Muller – das Besondere erleben, ist das Credo von Minna Susanna Böhi, welche im Jahre 2001 den Besitzerwechsel der Firma vollzogen hat. Individuelles Design aus erlesenen Materialien und Farben prägen ein vielfältiges Angebot, welches mit einem heutigen Exportanteil von 70% von unseren internationalen Kundinnen und Kunden bestellt werden.