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Spätestens im Herbst will Johann Schneider-Ammann, 66, aus der Landesregierung zurücktreten. Das kündigt der Wirtschafts-, Bildungs- und Landwirtschaftsminister in einem Interview mit der «NZZ» an. Auf die Frage, wie lange er noch Bundesrat sein werde, sagt er: «Ich habe einen klaren Orientierungspunkt: Legislaturende 2019.»
Er sei einst als Bundesrat angetreten, um mitzuhelfen, die Vollbeschäftigung in diesem Land zu sichern, die Industrie in der Schweiz zu halten und seine Partei, die FDP, dabei zu unterstützen, die Talsohle zu durchschreiten.
«Heute ist die Beschäftigung so gut wie noch nie, die Industrie stark und die FDP im Aufwind», sagt der Magistrat stolz - und zeigt Humor: «Okay, vielleicht nicht nur wegen mir...». Er hätte schon früher zurücktreten können. Doch er wolle mit seiner Agrarpolitik den Bauern noch etwas Gutes auf die Beine stellen.
Zweifacher Familienvater
Johann Schneider-Ammann wurde 2010 als Nachfolger von Hans-Rudolf Merz, 75, in die Landesregierung gewählt. 2016 war er Bundespräsident. Internationale Bekanntheit erlangte der Berner Bundesrat mit seiner Rede für die Kranken im Jahr 2016. Sein ulkiges Französisch und die zum Thema unpassende Tonalität brachte ihm viel Spott ein.
Schneider-Ammann ist verheiratet mit Ehefrau Katharina und er hat zwei Kinder.