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Die Landwirtschaft macht nur einen geringen Teil der Schweizer Wirtschaft aus, aber sie leistet einen wichtigen Beitrag für den Tourismus und gewährleistet die Versorgung des Landes mit Lebensmitteln.
Landwirtschaft
Der Primärsektor steuert ungefähr 1% des Brutto-Inlandprodukts bei (2016) und erwirtschaftet ein Jahreseinkommen von rund 10,1 Milliarden Franken (2015). Die Hälfte dieses Betrages entfällt auf die Tierhaltung, hauptsächlich im Bereich der Milchwirtschaft. Die andere Hälfte beansprucht der Ackerbau. Der grösste Teil der landwirtschaftlichen Produkte ist für den heimischen Markt bestimmt, wobei gewisse Produkte wie Käse und Getreide auch exportiert werden.
Der Primärsektor beschäftigt insgesamt 155ʼ184 Personen. Das sind 14% weniger als 2005. Zwischen 2005 und 2015 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 64ʼ000 auf 53ʼ000 abgenommen. Pro Betrieb wurde 2015 eine Fläche von 19,5 Hektaren bewirtschaftet. Im Jahr 2015 waren rund drei Viertel der Betriebe auf die tierische Produktion spezialisiert.
Der Agrarsektor hat in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung eingebüsst. 1990 entfielen 2,2% der erarbeiteten Wertschöpfung auf die Landwirtschaft, im Jahr 2000 waren es noch 1,1%. Die wichtigsten Gründe dafür sind: Der Strukturwandel in der Schweizer Wirtschaft, die sich mehr und mehr auf den Dienstleistungssektor ausrichtet, und die Konkurrenz jener Länder, die billiger produzieren können.
Doch die Leistungen der Landwirtschaft beschränken sich nicht auf das Wirtschaftliche.Der Agrarsektor bewirtschaftet rund die Hälfte der Gesamtfläche des Landes und trägt damit zum Schutz und Erhalt der Landschaft bei. Die Landwirtschaft liefert zudem rund 55% der in der Schweiz verzehrten Lebensmittel (2014) und garantiert damit einen Teil der Lebensmittelversorgung des Landes.
Die biologische Landwirtschaft weitet sich seit einigen Jahren ständig aus. Gegenwärtig sind mehr als 12,2% aller Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz Bio-Betriebe. Die Bio-Produkte machen derzeit einen Anteil von 7,7% des gesamten Lebensmittelmarktes der Schweiz aus.
Mit seiner Agrarpolitik schützt der Bund den Landwirtschaftssektor. Im Jahr 2015 leistete er 2,8 Milliarden Franken Direktzahlungen, etwa 4,2% des Bundesbudgets, zum Schutz der Landwirtschaft und der Lebensmittelversorgung.