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Schlechte Nachrichten: 2018 war das viertwärmste Jahr seit dem Beginn der Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts. Und: Die vergangenen vier Jahre sind die vier wärmsten je gemessenen Jahre. Und noch eine schlechte Nachricht: Während die globale Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahr 0,8 Grad über dem Vergleichswert der Jahre 1951 – 1980 lag, waren es in der Schweiz mit 2,4 Grad dreimal mehr.
Die Schweiz gehört damit zu jenen Ländern, die sich 2018 am stärksten erwärmt haben. Das belegt eine Studie des renommierten amerikanischen Forschungsinstituts Berkeley Earth, deren Resultate das deutsche Journalistenteam Klimareporter zusammengefasst hat. Gemessen an den vorindustriellen Temperaturen, an denen sich auch das 1,5 Grad-Ziel des Weltklimarats orientiert, stieg die globale Durchschnittstemperatur um 1,16 Grad. Wäre das Jahr 2018 mit seinen langen Hitzeperioden nur ein einmaliger „Ausrutscher“, wäre das einfach ein aussergewöhnliche warmes Jahr, wie es immer wieder einmal vorkommt. Aber: Dass die Jahre 2015 bis 2018 alle zu den vier Rekordjahren gehören, „spiegelt den Langzeittrend der globalen Erwärmung“, schreiben die Autoren.
Zu den Ausreißern nach oben gehört neben Europa und dem Nahe Osten auch die Arktis mit 2,6 Grad Celsius über dem Durchschnittswert.
Der Guardian ergänzt diese Fakten um eine Zusammenstellung von Umweltkatastrophen und Extremwetterereignissen im vergangenen Jahr, etwa die Überflutungen in North Carolina oder in Indien, die riesigen Waldbrände in Kalifornien, Griechenland und Schweden oder den verheerenden Taifun auf den Philippinen.
Obwohl das einigermassen riskant ist, wagen die Autoren der Studie eine Prognose für das laufende Jahr: Ziehe man die natürliche Variabilität in Betracht und auch die derzeitigen Entwicklungstendenzen, dürfte 2019 wärmer werden als 2018, aber nicht wärmer als das Rekordjahr 2016. So oder so: Emittiert die Menschheit weiter so viele Treibhausgase wie bisher, wird sich die Erde schon 2035 um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt haben, 2060 schon um zwei Grad. (CR)