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New York City Serenade (2007)
New York City Serenade (2007)
Oder: Dumm und dümmer
Filmregisseur Owen (Freddie Prinze Jr.) ist verlobt, hat eine feste Anstellung, gerade seinen ersten Film fertig und eine Einladung an ein renommiertes Filmfestival. Dies will er mit seinem Freund ordentlich feiern, und nachdem er seine Verlobte abgewimmelt hat, fahren sie los zur nächsten Party. Dort geht es dann ruck zuck zur Sache und ab ins Bett mit einer Schönheit, die er getroffen hat. Dies wird nicht ohne Folgen bleiben, denn seine Verlobte verlässt ihn kurz darauf, und Owen verliert so ziemlich alle Perspektiven. Dennoch fliegt er mit seinem nichtsnutzigen Freund zum Filmfestival, um dort seinen Film zu zeigen.
Kaum angekommen, macht sich sein Kollege an einen sehr wichtigen Produzenten heran, trägt sich mit falschem Namen in ein Hotel ein und lässt sich durch dem Zimmerservice vewöhnen. Mit Owen geht es derweil bergab. Er kann die Trennung von seiner Verlobten beim besten Willen nicht verkraften und versucht verzweifelt, diese wieder ans Telefon zu holen. Doch es kommt noch schlimmer, denn die Machenschaften seines Freundes blieben nicht unbemerkt...
Film-Rating
Auf diesen Film habe ich gewartet. Das sind die Filme, die bei Festivals gezeigt werden und mit interessanten Titeln im Programmheft stehen, um unbekümmerte Festivalbesucher anzulocken. Aber Vorsicht, diese Festivalgurken haben es in sich und dann sitzen Herr und Frau Zuschauer für rund hundert Minuten im Saal und fragen sich: "Bin ich so blöd und verstehe den tieferen Sinn dieses Filmes einfach nicht, oder ist das ganze einfach ein riesiger Müll?"
Während letztes Jahr Fat Girls die Kategorie Festivalgurke vertreten hatte, übernimmt dieses Jahr New York City Serenade diese Aufgabe. Warum, wird inzwischen wohl die brennende Frage sein, warum muss man New York City Serenade nicht gesehen haben. Das kommt zuerst daher, dass Mister ich-habe-nur-zwei-Gesichtsausdrücke alias Freddie Prinze Jr. eine der Hauptrollen hat. Genau das ist der Typ, der die Filmlandschaft mit Perlen wie Scooby-Doo bereichert hat und in I know what you did last Summer seinen zweiten Gesichtsausdruck gelernt hat. Sein Partner, der charmante Chris Klein - der vielen aus American Pie bekannt sein sollte - schafft es doch wirklich, noch mehr auf den Senkel zu gehen, als sein Partner. Jedes Mal, wenn er das Maul aufmacht, verliebt er sich so in seine dämlichen Zeilen, dass er einfach nicht mehr mit quatschen aufhört.
Aber he, ein Film ist nicht unbedingt schlecht, wenn die Schauspieler übel sind. Einige Teenieslasher sind durchaus gelungen und dort sind die Schauspieler etwa ähnlich schlecht - aber bei New York City Serenade ist sogar die Story grottig. Also hat man einen untreuen Freund Owen, der munter die Parties abtingelt und sich an Frauen heranmacht, gleichzeitig Filmregisseur ist und einen nichtsnutzigen Kollegen hat, der sich zwar aus jeder Situation herausreden kann, aber sonst zu nichts taugt. Der dramatische Höhepunkt findet sich etwa nach zwanzig Minuten Spielzeit, als Owen von seiner Freundin verlassen wird. Was für eine Spannung, was für ein Drama. Da gibt es jedoch ein kleines Problemchen: Da Owen sowieso untreu war, ist dies dem Zuschauer schlichtweg egal und wenn dies noch über die restlichen sechzig Minuten ausgewalzt wird, wird es genau so peinlich wie Owens Erklärungsversuche.
Fazit: Ja, damit ist so ziemlich alles gesagt. New York City Serenade ist nicht nur ein langweiliges, träges, sondern durchwegs schlechtes Machwerk, bei dem es nicht verwundert, dass der Regisseur "unerwartet verhindert ist" für die anschliessende Publikumsbesprechung. Die Schauspieler sind schlecht, die Handlung ist so kreativ wie ein Auto auf einem Autoparkplatz und das einzig Amüsante am Streifen ist, dass Owen als Regisseur an ein Filmfestival geht und wir bereits an einem sind. In dem Sinne, ab in die dunkle Ecke, wo du ausgegraben wurdest!
OutNow.CH:
06.10.2007 / db
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