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Überlegen Sie sich, was Sie sagen wollen. Formulieren Sie diesen Grundgedanken in einem Satz. Dieser Satz bildet die Basis und das Zentrum Ihrer Rede. Der Nationalfeiertag bietet sich an, über Ihre Beziehung zur Schweiz zu sprechen. Machen Sie dafür eine Stichwortliste, welche zehn Sachen Ihnen an der Schweiz gefallen und welche nicht. Diese Themenliste bildet die zwanzig Eckpunkte Ihrer Rede.
Strukturiert wird die Themensammlung anhand der folgenden vier Schritte.
Informieren Sie sich vorab, vor welchem Publikum Sie sprechen werden, um die Begrüssung entsprechend zu formulieren. Sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer geduzt oder gesiezt werden? Wenn Sie sich für das «Du» entscheiden, wird die Rede persönlicher – bei «Sie» bleibt sie distanzierter und allgemeiner.
Achtung: Aufmerksamkeit! Fanfaren, Chöre und ein Tusch: Eröffnen Sie mit einem Knall – einem Teaser, der neugierig macht auf mehr. Aber wie? Redenschreiber schwören auf die Methode, sich als Allererstes aufzuschreiben, was sie auf keinen Fall sagen wollen. Oft ergebe sich daraus ein idealer Eröffnungssatz.
Im Hauptteil geht es darum, die zwanzig Eckpunkte auszuformulieren. Schreiben Sie dafür zu jedem Eckpunkt einen Satz, maximal zwei Sätze. Fällt es Ihnen beim einen oder anderen Punkt besonders schwer, Worte dafür zu finden, ist dies ein guter Hinweis darauf, ihn wegzulassen. Je mehr Sie streichen, umso besser. Denn damit verdichtet sich Ihre Rede auf das Wesentliche. Nicht vergessen: Bei Reden ist weniger mehr.
Beim Schluss geht es darum, das Gesagte nochmals zusammenzufassen, nämlich auf den Kernsatz, das Redeziel. Verabschieden Sie sich mit einer Pointe. Wie das geht? Eine bewährte Comedy-Methode: Nehmen Sie dafür einfach eine andere Position ein und hinterfragen Sie Ihr Redeziel aus einem anderen Blickwinkel. Oder erzählen Sie zum Schluss einen passenden Witz: Das Publikum wird lachen – auch weil es erleichtert ist, dass die Rede vorbei ist.