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Was ist mit mir?
Partizipation von Kindern im Fremdplatzierungsprozess
In der vorliegenden Arbeit werden die Wichtigkeit der Partizipation von Kindern im Fremdplatzierungsprozess aufgezeigt und relevante Aspekte der Sozialen Arbeit für die Umsetzung dieses Rechts dargestellt. Nach einer theoretischen und normativen Vertiefung und der Darlegung von aktuellen Forschungsergebnissen folgt ein praktischer Zugang zur Umsetzung. Die konkrete Fragestellung lautet:
Wie können Kinder im Alter von 6-12 Jahren von Fachpersonen der Sozialen Arbeit partizipativ in den Fremdplatzierungsprozess miteinbezogen werden?
Kinder sollen im Kontext von Fremdplatzierungen angemessen partizipieren können. Durch Partizipation kann der Problematik der Fremdbestimmung entgegengewirkt werden, indem sich Kinder im Prozess zu selbständigen Akteuren und Akteurinnen entfalten. Gemäss Forschungsergebnissen wissen Kinder bis heute kaum über die Platzierungsgründe Bescheid. Fachleuten ist unklar, wie sie Kinder im Prozess miteinbeziehen können, da klare Konzepte und Handlungsanweisungen fehlen.
Damit Kinder eine Chance zur Teilhabe im Platzierungsprozess haben, müssen Fachleute sie angemessen informieren, ihnen aktiv zuhören und sie zu Beteiligung ermächtigen. Dies bedingt die Bereitschaft der Erwachsenen, Kontrolle abzugeben. Qualitätsstandards und Instrumente für partizipative Prozesse müssen zudem als verbindlich erklärt werden und Partizipation bedarf einer Verankerung in den Organisationsstrukturen. Beteiligungsmethoden sollten differenziert und an das einzelne Kind angepasst sein. Das Kind darf nicht unter- oder überfordert werden. Kinderpartizipation beansprucht eine klare und offene Kommunikation, bei welcher auch Grenzen der Beteiligung transparent gemacht werden.