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Novissima 7 – Newsletter codices.ch – 27.12.2018
Veröffentlichung der «Liste der illuminierten und illustrierten Handschriften der Schweiz»
Während in anderen Ländern wie beispielsweise Österreich gross angelegte Katalogisierungsprojekte zu illuminierten Handschriften laufen, ist ein entsprechender Katalog für die Schweiz noch ein Desiderat. Um trotzdem einen bestandsübergreifenden Zugang zur mittelalterlichen Buchmalerei in Schweizer Bibliotheken und Archiven zu ermöglichen, wurde vom Kuratorium das Projekt «Liste der illuminierten und illustrierten Handschriften der Schweiz» ins Leben gerufen. Ziel ist nicht die Erarbeitung von Handschriftenbeschreibungen, sondern vielmehr die Zusammenstellung von Handschriften mit mittelalterlicher und teilweise auch frühneuzeitlicher Buchmalerei. Die Erfassung erfolgt in Form einer Liste. Sie ist entsprechend kurz und beruht in der Regel auf älteren Katalogbeschreibungen, die zusammengetragen, aber meistens nicht autoptisch geprüft wurden.
Die «Liste der illuminierten und illustrierten Handschriften der Schweiz» erfasst gleichermassen Initialen wie auch Miniaturen, Bordüren und Zierseiten. Figürliche Elemente sind unter ikonographischen Stichwörtern indexiert. Informationen zu Handschriften, die über Signatur, Zeit und Illumination/Illustration bzw. Initialen und Ornamentik hinausgehen, sind über weiterführende Links zu Hauptbeschreibung und allfälligem Digitalisat verfügbar. Das Verzeichnis liefert damit explizit KEINE Handschriftenbeschreibungen, sondern versteht sich als Findmittel zu Elementen der Buchmalerei und Ikonographie. Die Felder sind im Umfang beschränkt. Berücksichtigt werden nur Handschriften mit Buchschmuck, wobei einfache Rubrizierungen mit Lombarden, auch wenn sie mit Fleuronné ausgestattet sind, nicht berücksichtigt werden. Die Terminologie richtet sich weitgehend nach der Publikation von Christine Jakobi-Mirwald; für die ikonographischen Begriffe wird auf das Regelwerk für Handschriftenkatalogisierung im Verbundkatalog HAN zurückgegriffen.
Die sich noch im Aufbau befindliche «Liste der illuminierten und illustrierten Handschriften» wird online über die Homepage des Kuratoriums bereitgestellt.
Zurzeit sind die Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, der Stiftsbibliothek St. Gallen, der Ministerialbibliothek und der Stadtbibliothek Schaffhausen in die «Liste der illuminierten und illustrierten Handschriften» eingearbeitet. In Vorbereitung sind die Bestände der Burgerbibliothek Bern, der Vadianischen Sammlung St. Gallen und der Zentralbibliothek Zürich.
An der Liste mitgearbeitet haben: Christoph Eggenberger, Rudolf Gamper, Marlis Stähli, Monika Studer, Simone Wagner und Romano Zoccolan.
Kontakt: Arbeitsgruppe
Kürzlich erschienene Publikationen
- Cornel Dora und Franziska Schnoor (Hrsg.): An der Wiege Europas. Irische Buchkultur des Frühmittelalters. St. Gallen: Verlag am Klosterhoft 2018.
- Charlotte Gutscher-Schmid: Exklusive Bilderwelt. Das Berner Udelbuch von 1466. Baden: Hier und Jetzt Verlag 2018.
- Joseph Prijs: Die hebräischen Handschriften in der Schweiz. Katalog der hebräischen Handschriften in den Schweizer öffentlichen Bibliotheken. Basel; Bene Beraq: Sefer-Verlag 2018.
- Ruth Wiederkehr: Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil. Zürich: Chronos Verlag 2018 (Murensia 6).
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