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«Dies ist der erste Beweis dass regionalen Klimaerwärmungen das leben auf dem Meeresboden im südlichen Atlantik beeinflusst», meint der Autor der Studie David Barnes. Die Ökosysteme am antarktischen Meeresboden werden wegen der Zerstörung durch antreibendes Eis immer eintöniger.
Zwei Jahrzehnte lang haben Taucher auf einer Fläche von über 1.000 Quadratmeter den Meeresboden in der Nähe der britischen Rothera-Forschungsstation untersucht und aufgezeichnet. Die Langzeitstudie zeigt ab dem Jahr 2007 einen überraschenden Anstieg der Fenstrulina rugula und ein Verlust der sonst in grosser Zahl auftretenden bunten Moostierchen.
Als Ursache haben die Forscher antreibende Eisberge ausgemacht, die in Küstennähe auf Grund laufen und dabei den farbenprächtigen Aufwuchs der dort heimischen Moostierchen und anderer Organismen grossflächig zerstören. Seit kurzem sei nun ein sehr plötzlicher Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Das Problem habe sich offenbar mit dem Klimawandel verschärft, fassen die Forscher zusammen. In Folge der Erderwärmung friert das Meer um die westliche antarktische Halbinsel im Herbst nicht mehr so schnell zu, wobei auch die treibenden Eisberge normalerweise festfrieren. Daher bewegen sich Eisberge nun länger und über weitere Strecken und schrammen auch häufiger über die Böden nahe der Küste.
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