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Kalkablagerungen beinträchtigen funktionierende Entwässerungssysteme. Diese müssen in der Folge gespült oder gar gefräst werden. Härtestabilisierung hat sich als eine ergänzende Massnahme etabliert, um die Aushärtung von Kalk zu unterbinden. Fräsarbeiten fallen mitunter ganz weg.
Fliessendes, tropfendes oder stehendes Wasser, wie es z.B. in Sickerpackungen, Sickerschlitzen, Schächten und Becken vorkommt, kann zu Versinterungen führen. Dies sind Kalkablagerungen, die entstehen, wenn das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht im Wasser gestört wird. Der so im Wasser gelöste Kalk vermag sich nicht mehr in der Schwebe zu halten, fällt aus und lagert sich ab.
Bei Strassen- und Bahntunnel-Entwässerungen kann der ausfallende Kalk zu erheblichen Querschnittsverengungen oder im Extremfall zum Verschluss der Leitung führen. Das hat zur Folge, dass das Wasser zurückgestaut wird. Es läuft unkontrolliert auf die Fahrbahn oder in das Schotterbett. Bei Gebäudeentwässerungen (Keller, Tiefgaragen) kann versinterungsfähiges Wasser, dass beispielsweise länger im Pumpenschacht liegen bleibt, Kalkablagerungen im Pumpenschacht und an der Pumpe selbst zur Folge haben. Bewegliche Teile der Pumpe können mit einer Kalkschicht überzogen werden und im schlimmsten Fall den Totalausfall der Pumpe bewirken.
Nicht jedes Wasser reagiert gleichermassen. Bergwasser, das mergelhaltige Kalkschichten durchfliesst, hat ein höheres Versinterungspotenzial als stehendes Seewasser. Temperatur, ph-Wert und Partialdruckbeeinflussen den Verkalkungsgrad daher massgeblich.
Die Wirkungsweise ist einfach: Dem abfliessenden Wasser wird ein Wirkstoff, ein sogenannter Inhibitor zugesetzt, welcher den Kalk im Wasser am Ausfallen hindert. Der Kalk wird im Wasser stabilisiert, die Versinterungen werden stark reduziert oder gar ganz verhindert. Der verwendete Wirkstoff ist biologisch abbaubar und muss nur in sehr kleinen Mengen dosiert werden. Die Anwendung der Härtestabilisierung ist somit umweltverträglich.
Der eingesetzte Härtestabilisator ist ein Polyamid, das sich an der Oberfläche der Kalkkeime anlagert und dort zu einer elektrostatischen Abstossung der Kalkkeime führt. So bleibt der auskristallisierende Kalk im Wasser länger in der Schwebe. Die Härtestabilisierung ist also keine Methode, um das Wasser dauerhaft zu enthärten, wie dies bei einer Entkalkungsanlage beispielsweise in Wohnhäusern der Fall ist. Dem Wasser wird der Kalk nicht entzogen, vielmehr bleibt der Kalk im Wasser stabilisiert und wird abgeleitet.
Die Zugabe des flüssigen Wirkstoffes (Polyasparaginsäure), erfolgt über eine mit Dosierpumpentechnik gesteuerte Anlage, welche über verlegte Zuleitungen den Härtestabilisator tropfenweise an das fliessende Wasser abgibt. Die Dosiermengen werden dabei auf die entsprechenden Versinterungssituationen vor Ort abgestimmt. Die Konzeption und Projektierung umfasst verschiedene Anlagegrössen: von Kleinstanlagen in Schächten bis zu mittleren Anlagen in Zentralen oder Grossanlagen in Kavernen.
Damit die Anlagen stets die optimale Leistung erbringen, werden diese zweimal jährlich durch unser Serviceteam technisch gewartet, der Wirkstoff nachgefüllt und die Erfolgskontrolle der Versinterungsreduzierungen anhand eines technischen Berichtes protokolliert und dokumentiert.
Bei der festen Härtestabilisierung wird durch die Anwendung von Depotsteinen, ein fester Härtestabilisator in Form von Tabs, der Wirkstoff in selbstregulierender Weise an das Wasser abgegeben. Der Einsatz von Depotsteinen ist dann die erste Wahl, wenn es sich beim zu behandelnden Entwässerungssystem um ein sporadisch trockenliegendes Entwässerungssystem handelt. Die Depotsteine geben den Wirkstoff nur dann dem Wasser ab, wenn ein aktiver Wasserfluss vorherrscht. Durch die verschiedenen Gebindegrössen lassen sich auch sehr kleine Rohrquerschnitte wirkungsvoll behandeln.
Oftmals sind auch Kombilösungen mit Flüssiganlagen sinnvoll. Vor allem dann, wenn das zu behandelnde Bauwerk systemtechnisch unterschiedliche Wasserflussmengen aufweist. Depotsteine werden auch oft eingesetzt, wenn der Kunden die Wirkungsweise der Härtestabilisierung hautnah miterleben will, bevor eine teure Härtestabilisierungsanlage installiert wird.
Die Experten der F. Preisig AG beurteilendas Risiko für Kalkablagerungen in Entwässerungs- und Pumpkreislaufsystemen und zeigen vorbeugende Massnahmen auf. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Entwässerungs- und Pumpkreislaufsystemen zu erhalten, Wartungsintervalle zuverlängern, Reinigungsmassnahmen zu reduzieren und im wirtschaftlichen Sinne Kosten zu sparen.
In der Anfangsphase eines jeden Projektessteht die umfassende Analyse und Beurteilung auf Versinterungsproblematik des betroffenen Entwässerungssystems. Im nächsten Schritt werden die Optimierungsmassnahmen mittels Wahl der geeigneten Härtestabilisierungsmethode konzipiert und die Projektierung der Anlagen und eventuell baulichen Massnahmen in Zusammenarbeit mit dem Kunden erarbeitet.
Das ausgearbeitete Konzept und die Auswahl der Härtestabilisierungsanlage, wird von uns in Beschaffung, Montage und anschliessender Inbetriebnahme der Anlage vollumfänglich realisiert. Monitoring und Wartung der installierten Anlagen sowie eine laufende Erfolgskontrolle und Zustandserfassung in Berichtsform schliessen unser Gesamtdienstleistungsangebot ab.
Zu unseren langjährigen und mit dem Einsatz der Härtestabilisierung zufriedenen Kunden gehören sowohl Grosskunden aus dem Staatssektor wie die schweizerischen Bundesbahnen SBB oder das Bundesamt für Strassen ASTRA als auch kleinere Kundengruppen wie Liegenschaftsverwaltungen und Pumpenhersteller.
Wir analysieren und bewerten Bauwerke, Entwässerungs- und Versinterungssituationen, machen Optimierungsvorschläge, beraten und unterstützen unsere Kunden mit der Projektierung und Umsetzung von Härtestabilisierungsmassnahmen. Gerne steht Ihnen das Team der Härtestabilisierung für eine Beratung und eine individuell auf Situation und Problemstellung zugeschnittene Lösung zur Verfügung.
Roman Widmer, Verkauf und Beratung
<email-pii>
044 308 85 65
Mario Del Conte, Leiter Härtestabilisierung
<email-pii>
044 308 85 36