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Learning for (Ex)Change
Learning for (Ex)Change ist ein Austauschprojekt, welches in Kooperation der Universität Basel und der Universität von Namibia entstanden ist. Über einen Zeitraum von vier Jahren (2019-2022) werden jeweils im Sommer zwei Exkursionen stattfinden - eine in Namibia und eine in der Schweiz. Die erste Sommer / Winter Schule mit dem Thema "Strukturwandel in semi-urbanen Regionen in Namibia und in der Schweiz" hat 2019 in Oranjemund, Namibia und im Appenzellerland in der Schweiz stattgefunden. Die zweite Ausgabe hat 2021/2022 unter dem Thema "Ländliche Entwicklung" im Naturpark Beverin (Graubünden) und im südlichen Namibia stattgefunden. Die dritte Ausgabe hat 2022 unter dem Thema "Migrant Labour, Land, and Borders in Namibia and Switzerland" stattgefunden. Weitere Informationen zu den Projekten können auf den jeweiligen Unterseiten gefunden werden.
Summer/Winter School 2019
Strukturwandel in Kleinstädten und semi-urbanen Regionen in Namibia und in der Schweiz
Im Rahmen des Projekts haben die Universität Basel und die Universität von Namibia im Sommer 2019 zwei gemeinsame Exkursionen veranstaltet, zunächst nach Namibia und dann in die Schweiz. Studierende und junge Berufstätige aus beiden Ländern haben dabei gemeinsam mit der Frage beschäftigt, wie Kleinstädte in ländlichen Gebieten in Namibia und der Schweiz mit Strukturwandel umgehen und diesen bewältigen können; und zwar sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Es ging also um die Frage, welche Strategien und möglichen Alternativen Behörden und einzelnen Menschen zur Verfügung stehen, um das wirtschaftliche Überleben in der Region zu sichern, wenn ein dominierender Wirtschaftszweig wegfällt. Die Untersuchungsregion in Namibia lag im Süden des Landes. Dort sind ehemalige Minenstädte wie Oranjemund damit konfrontiert, dass Bodenschätze, im Falle von Oranjemund Diamanten, erschöpft sind und sich die grossen Minengesellschaften zurückziehen. Die zentrale Untersuchungsregion in der Schweiz war das Appenzellerland, welches unter anderem den Niedergang und schliesslich das fast vollständige Verschwinden der Textilindustrie und Umbrüche in der Landwirtschaft zu bewältigen hatte.
Die Teilnehmenden haben in kleinen Gruppen unterschiedliche Aspekte von Strukturwandel bearbeitet, sowohl geschichtlich, als auch im Bezug auf aktuelle und zukünftige Fragen. Hierzu haben wir mit Partnerinstitutionen aus den jeweiligen Regionen zusammengearbeitet.
An den beiden Exkursionen haben jeweils neun Studierende und drei junge Berufstätige aus Namibia und sieben Studierende und zwei junge Berufstätige aus der Schweiz teilgenommen. Mit dem Einbezug von jungen Berufstätigen möchte das Projekt einen Austausch zwischen Praxis und Theorie ermöglichen. Junge Berufstätige haben bereits die Erfahrung gemacht, mit welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten die konkreten Umsetzungen von Vorhaben konfrontiert sind. Eine Erfahrung, die Studierende in der Regel noch nicht haben. Umgekehrt profitieren junge Berufstätige von universitären Diskussionen, um neue Ideen und Anregungen für ihren Berufsalltag zu bekommen.
Daten der Exkursionen
Namibia: 15.–29. Juni 2019
Schweiz: 8.–20. Juli 2019
Summer/Winter School 2021/22
Ländliche Entwicklung und Transformation in Namibia und in der Schweiz
Aufgrund der Covid-19 Pandemie mussten die für 2020 geplanten Exkursionen zunächst um ein Jahr verschoben werden. Als Konsequenz der (Ein-)Reiserestriktionen konnte der Austausch auch im Jahre 2021 nicht wie geplant stattfinden. In der Folge wurden im Juli 2021 zwei kleine Vorexkursionen in der Schweiz und in Namibia geplant, um den Studierenden innerhalb ihrer Länder erste vertiefte Einblicke zu gewähren. Exkursionsteilnehmende der Universität Basel verbrachten fünf Tage in Andeer, Graubünden. Die geplante Vorexkursion für die Studierenden der University of Namibia musste aufgrund der epidemiologischen Lage in Namibia kurzfristig abgesagt werden.
Im Januar und Mai 2022 konnten die für 2020 geplanten Exkursion dann endlich stattfinden und führten die Studierenden der University of Namibia und der Universität Basel in die Hardap Region in Namibia und nach Graubünden in der Schweiz. Studierende beider Länder forschten in vier Gruppen rund um Themen der ländlichen Entwicklung. Zentral waren dabei Tourismus, Landwirtschaft sowie Aspekte rund um die Produktion und den Vertrieb landwirtschaftlicher Produkte. Ziel der Exkursion war es unter anderem, ländliche Entwicklung im länder- und kulturübergreifenden Vergleich zu analysieren.
An der Vorexkursion in Graubünden (2021) waren 13 Studierende der Universität Basel beteiligt. An den Exkursionen 2022 nahmen insgesamt drei Studierende der University of Namibia und fünf Studierende der Universität Basel teil. An der Organisation aller Exkursionen waren drei Dozierende der Universität Basel sowie drei Dozierende der University of Namibia beteiligt.
Daten der Exkursionen
Vorexkursion Schweiz: 27.06. – 03.07.2021
Exkursion Namibia: 29.01. - 08.02.2022
Exkursion Schweiz: 21.05. - 27.05.2022
Summer/Winter School 2022
Wanderarbeit, Land und Grenzen in Namibia und der Schweiz
Im Juni und Juli 2022 haben die Universität Basel und die University of Namibia zwei gemeinsame Exkursionen organisiert, zunächst nach Zentral- und Nordnamibia und dann nach Basel (Schweiz), und Como (Italien). Studierende aus beiden Ländern haben sich mit der Geschichte und dem Erbe der Wanderarbeitssysteme in beiden Ländern auseinandergesetzt. In Namibia startete die Winter School in Windhoek, von wo aus die Gruppe nach Ondangwa, Omuthiya, Tsumeb, Karibib und Usakos und zurück nach Windhoek gereist ist. Die Summer School in der Schweiz startete in Basel, von wo aus die Gruppe nach Como (Italien), Mailand (Italien), Baden und wieder zurück nach Basel gereist ist. Der Kerngedanke dieser dritten Summer / Winter School war es, zu verstehen, wie die jeweiligen Wanderarbeitssysteme in Namibia und der Schweiz entstanden sind und sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu untersuchen, die aktuelle Situation zu betrachten und zu verstehen, wie sie mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit zusammenhängen.
Die Studierenden untersuchten verschiedene Aspekte der Wanderarbeit, sowohl historisch als auch in Bezug auf aktuelle und zukünftige Fragen in kleinen Gruppen. Die Themen waren "Entsendungsgebiete", "Grenzen & Transport", "Arbeitsplatz & Wohnen", "Erinnerungen & Erinnern" und "Neue Arbeitsmigration & Fremdenfeindlichkeit".
An den beiden Exkursionen nahmen neun Studierende aus Namibia und zehn Studierende aus der Schweiz, sowie sieben Dozenten und Organisatoren von beiden Seiten teil.
Daten der Exkursionen
Namibia: 21 Juni - 02 Juli 2022
Schweiz: 14-25 Juli 2022