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Ozon
Beschreibung
Ozon (O3) ist ein Gas, das natürlicherweise in kleinsten Mengen in unserer Atemluft vorkommt. Es entsteht in der bodennahen Luftschicht aus verschiedenen Vorläuferstubstanzen, vor allem NOx (Stickstoffverbindungen) und VOC (flüchtige organische Verbindungen), unter Einstrahlung von Sonnenlicht. Je mehr VOC und NOx in der Luft sind und je stärker die Sonne scheint, desto höher ist die Ozonbelastung. Nebst Ozon entstehen so auch andere aggressive Sauerstoffverbindungen (Oxidantien). Diese Luftbelastung wird auch Sommersmog genannt. Will man ihn reduzieren, müssen die Vorläuferschadstoffe massiv reduziert werden.
Problem
Ozon ist ein Sekundärschadstoff, d. h. er entsteht, wenn bereits andere Schadsubstanzen (Vorläuferschadstoffe) vorhanden sind. Ozon beeinflusst nicht nur die menschliche Gesundheit stark, sondern hat nachweislich auch eine pflanzenschädigende, ertragssenkende Wirkung in der Landwirtschaft.
Belastungsquellen
Seit Messbeginn in den 80-Jahren konnten durch den kontinuierlichen Rückgang der Vorläufersubstanzen die Ozonbelastungsspitzen gesenkt werden. Hauptquellen der VOC sind Industrie, Gewerbe, Haushalte, Motorfahrzeuge sowie der Umschlag von Brenn- und Treibstoffen. Die VOC entweichen überall dort, wo lösungsmittelhaltige Substanzen eingesetzt werden: z. B. Reinigungsmittel, Körperpflegemittel, Leime, Lacke, Farben, oder aus dem Umleeren von Treibstoffen aller Art, aber auch unvollständige Verbrennungen sind Quelle von VOC. Hauptquellen der NOx sind Verbrennungsprozesse in Motoren und Feuerungen. Sauerstoff aus der Verbrennungsluft reagiert mit Stickstoff, der in der Luft bereits vorhanden ist, resp. direkt emittiert wird.
Wirkung
Ozon ist ein aggressives Reizgas und kann aufgrund seiner geringen Wasserlöslichkeit tief in die Lungen eindringen. Als starkes Oxidationsmittel kann Ozon Zellmembranen und die oberflächenaktive Schicht in den Atemwegen angreifen. Die Folge sind Gewebeschäden, starke Reizwirkungen und Entzündungen in diesem Bereich. Ozon ist hauptverantwortlich für die Wirkungen des Sommersmogs auf den Menschen. Die Ozon-Wirkungen sind zum grossen Teil unabhängig von den Wirkungen anderer Schadstoffe. Stickoxide und Feinstaub, aber auch grosse Hitze können die Wirkungen von Ozon allerdings noch verstärken.
Zu den akuten Wirkungen gehören unter anderem:
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Augenbrennen und Reizungen der Schleimhäute, Kratzen im Hals, Druck auf der Brust und Schmerzen beim tief Einatmen
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Entzündungen der Atemwege, mehr Atemwegssymptome und Atemwegserkrankungen
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eine messbare vorübergehende Einschränkung der Lungenfunktion
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eine Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit
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ein Anstieg der Spitaleinweisungen und der Sterblichkeit
Massnahmen generell
Der Stickstoffausstoss kann am effizientesten durch den Einsatz alternativer Energieformen gesenkt werden. Bei Feuerungen sind die technischen Möglichkeiten an die Grenzen gestossen. Auch bei den VOC sind technische Massnahmen weitgehend ausgeschöpft. Durch die Lenkungsabgaben auf VOC ist ein unkontrollierter Zuwachs ausgeschlossen. Stickstoffe stammen auch aus der Landwirtschaft; hier sind weitere Reduktionen denkbar.
Verwenden von lösungsmittelfreien Produkten, Rasen Mähen mit dem Handrasenmäher oder unter Verwendung von Gerätebenzin , Lösungsmittelfrei Anstreichen, Lackieren oder Verleimen... Raumtemperatur anpassen.