Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/1940

Beschreibung
Emanuel Swedenborg
Die Weisheit der Engel
Band 2: Die göttliche Vorsehung
Aus dem Lateinischen von Friedemann Horn
Im ersten Band der Engelsweisheit war die reine Idealität der göttlichen Liebe und Weisheit das Thema. Hier nun, im zweiten Band, tritt die menschliche Realität des Bösen hinzu, freilich sub specie Dei, das heißt im Blickwinkel der göttlichen Vorsehung. Swedenborg wendet sich den alten Fragen zu, die ihm bekannt waren, beispielsweise durch die Theodizee von Gottfried Wilhelm von Leibniz; die Fragen nach dem Verhältnis von göttlichem Vorherwissen und menschlicher Freiheit und nach dem Dasein des Bösen angesichts der Herrschaft der göttlichen Liebe und Weisheit. Swedenborg führt u.a. aus, dass es der göttlichen Vorsehung nicht darum gehen kann, die menschliche Vernunft und die menschliche Freiheit aufzuheben, denn das käme der Aufhebung des Menschseins gleich. Die göttliche Vorsehung kann daher nur durch und mittels der menschlichen Vernunft und Freiheit wirksam werden. Das Problem des Bösen wird von Swedenborg unter den Gesetzen der Zulassung abgehandelt, die ebenfalls Gesetze der Vorsehung sind.