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„Antelope Canyon“
Den heutigen Tag haben wir für diesen „Slot Canyon“ reserviert, was die amerikanische Bezeichnung für eine enge, durch fliessendes Wasser geschaffene Schlucht ist. Es ist ein typisches Landschafsmerkmal im Colorado-Plateau, wo leicht erodierbare Sedimentsschichten aus Sandstein sowie das trockene Klima zur Bildung der Canyons beigetragen haben. Den „Little Wild Horse Canyon“ haben wir dieser Tage besucht. Über die Schwierigkeiten, Eintrittskarten zu erhalten, haben wir bei unserer Ankunft in Page berichtet. Der Antelope Canyon gilt als der am meisten fotografierten Canyon. In der Sprache der Navajos heisst der „Upper Antelope Canyon“ „Tsé bighánílíní“, was bedeutet „der Ort wo das Wasser zwischen den Felsen fliesst“. Der „Lower Antelope Canyon“ heisst „Hazdistazí“ oder „Spiralen von Felsbogen“.
„Upper Antelope Canyon“
Unsere Fahrt beginnt mit viel Hektik und Stress um 10.30 h mit der Abfahrt des Camions mit der Fotogruppe mit 16 Personen, mit dem wir nach ziemlich zügiger Fahrt gut durchgeschüttelt den „Upper Antelope Canyon“ erreichen. Man kann in den etwa 400 m langen und bis 44,3 m tiefen Canyon ebenerdig hineinspazieren. Durch schmale Öffnungen dringen Sonnenstrahlen von oben in die Schlucht. Die Lichtverhältnisse ändern aber ständig und so entstehen immer wieder neue Motive. Höhepunkt sind die Sonnenstrahlen, die um die Mittagszeit einen Lichtkegel im Canyon bilden. Wenn die Guides dann Sand aufwirbeln, entsteht ein wunderbares Schauspiel, allerdings in einem fürchterlichen Gedränge mitten unter einer ganzen Anzahl verschiedenen Fotografen-Gruppen, die ein Arbeiten mit einem Stativ verunmöglichen.
Warnung: Der Eintritt für die Photo-Tour von 11-13 Uhr beträgt $88 pro Person! Die normalen Touren kosten je nach Tageszeit $33 bis $48. 🙁
„Lower Antelope Canyon“
Am Nachmittag besuchen wir den einige Kilometer entfernten zweiten Canyon. Gegen Vorzeigen der Kameras und der Stative erhalten wir ein Fotografen-Schild, mit dem wir uns völlig allein und zeitlich unlimitiert bewegen dürfen. Seltsam ist der Blick über die Landschaft mit den Einschnitten unter denen sich der Canyon befindet. Der Einstieg erfolgt gefährlich steii hinunter über Stahlstreben und -Leitern. Es hat bedeutend weniger Besucher. Mit uns seigt nur noch eine asiatische Gruppe hinunter. Ein Blick nach oben zeigt, dass auch dort alles ausgewaschen ist. Danach bestaunen wir die Farbenpracht und die bizarren, abgeschliffenen Felsformen, bis wir über die Leiter aus dem Canyon steigen und von dort wieder zum Ausgangspunkt zurück krabbeln, wohl darauf achtend, dass wir nicht versehentlich wieder in den Canyon fallen. Der heutige Besuch ist sicher ein weiteres Highlight unserer Reise.
Seit 2015 sind Photo-Touren nur noch mit einem Guide möglich . Dafür zahlt man $50 für zwei Stunden. 🙁
Ein Vorsatz für das Jahr 2017: Wenn ich irgendwann mehr Zeit habe, werde ich diese Aufnahmen noch etwas bearbeiten und ergänzen. Da wir aber mit drei Kameras fotografiert haben und sich ein Rauschen nicht vermeiden liess, ist das eine grosse Arbeit, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass wir an diesem Tag fast 900 Aufnahmen gemacht haben.
„The Wave“
Dieser Besuch ist für uns ein Traum geblieben, denn es ist schwierig, eine Genehmigung zu erhalten, um die Welle zu sehen. In den besten Monaten (April, Mai, September, Oktober) können sich 150 Personen für zehn Tagesgenehmigungen (!) bewerben. In den anderen Monaten hat man in der Regel eine Chance von weniger als 50%, eine Genehmigung bei der täglichen Lotterie (!) zu bekommen! Um im Web eine Bewilligung zu erhalten, muss man zu bestimmten Zeiten eine Anmeldung einreichen, um an einer Verlosung teilzunehmen. Es werden nur etwa 20 Besucher täglich zugelassen. Wir haben an verschiedenen Tagen an den Verlosungen teilgenommen. Die Reservationsgebühr verfällt nach der Teilnahme. Ich habe den Eindruck, dass Nicht-Amerikaner gar keine Chance haben, „The Wave“ zu besuchen. 🙁 Es stimmt uns aber nicht traurig, denn wir haben ja bereits so viel gesehen. Wir sind nur einmal mehr von den amerikanischen Behörden enttäuscht. 🙁 🙁 🙁