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Sechs Tage war ein japanischer Junge verschwunden, nachdem seine Eltern ihn im Wald ausgesetzt hatten. Das Paar muss keine Strafe fürchten, sagt die Polizei.
Es ist eine Strafaktion, über die ganz Japan diskutiert: Das Ehepaar Tanooka warf seinen siebenjährigen Sohn Yamato am Rande einer Bergstrasse aus dem Auto.
Der Junge hatte zuvor in einem nahen Park Steine auf Menschen geworfen. Etwa einen halben Kilometer fuhr das Paar weiter, dann kehrte es um. Doch von Yamato fehlte jede Spur. Er war auf der Insel Hokkaido in einem Wald verschwunden.
Sechs Tage brauchten Suchtrupps, um den Jungen zu finden. Und wie durch ein Wunder blieb er weitgehend unversehrt. Er überlebte sechs Nächte in einer Hütte, die er gefunden hatte, ass nichts und traf niemanden.
Aller öffentlichen Empörung zum Trotz sollen die Eltern straffrei bleiben. «Wir wollen das nicht als Kriminalfall behandeln», sagte ein Polizeisprecher, wie der «Guardian» berichtet.
Der Junge hat sich mit seinem Vater offenbar wieder versöhnt. Und zwar noch im Krankenhaus, in das der Junge eingeliefert worden war. In einem TV-Interview, so berichtet es die «BBC», erzählte der Vater, er habe sich bei seinem Sohn entschuldigt. Daraufhin habe Yamato gesagt: «Du bist ein guter Papa, ich verzeihe dir.»
Den Behörden erzählte der Junge, er habe geweint und im Wald die Orientierung verloren. Ungefähr fünf Stunden sei er gelaufen, bis er die Hütte gefunden habe. Wasser trank er während seines Verschwindens aus einem Hahn, den er auf dem Gelände entdeckte.
Inzwischen hat der Junge das Krankenhaus verlassen.
Im Video: Im Wald ausgesetzter Junge gerettet
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