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Hoi Pius, danke für's Interesse
Zugegeben die fragestellung ist ungenau. Ich kommuniziere diesbezüglich noch mit einem kenner des themas und erlaube mir zur klärung teile von seiner antwort anzugeben.
Herr M.H. schreibt:
Um es gleich vorweg zu nehmen, Lösungen für Ihre Aufgabe gibts da viele. Mit ihnen stellen sich aber auch eine Million Fragen ...
Wenn ich das richtig verstehe, möchten Sie gerne mit den geerdeten Saiten durch das Berühren der Bundstege eine lineare CV-Spannung und ein Gate erzeugen, damit Sie einen Synthesizer damit ansteuern können.
Genau das meine ich mit meiner anfrage.
Weiter antwortet M.H.
Soweit sogut. Nun hats allerdings sechs Saiten. Wenn Sie für alle sechs Saiten separate CV-Werte erzeugen möchten, müssten Sie Ihre Stege auftrennen in sechs Abschnitte, welche voneinander isoliert sind, ähnlich wie bei der SyntHaxe-Guitar aus den Achtzigern.
Damit erhalten Sie dementsprechend 24 x 6 = 144 Taps, welche Sie verarbeiten müssten.
Und das will ich nicht. Nur geerdete saiten auf 24 Bundstege und demgemäss 24 taps. Ausserdem sind es bei meiner steelguitar 8 saiten und entsprechend ergäbe das 192 taps.
Jetzt wird es interessant:
Ich würde die Abfrage der Saiten in jedem Fall digital ausführen. An den Stegen sind Pullup-Widerstände, ein Überspannungsschutz und Eingänge zu Gattern. Beim Drücken einer Saite würden diese Eingänge dann gegen Masse geschaltet. Damit ist ein invertiertes Gate schon erledigt und die Tonhöhe ergibt sich aus der Position des Stegs. Da es bei verschmutzten Saiten schlechten Kontakt gibt, wäre eine Entprellung angebracht, damit dann beim Drücken nicht mehrere Gates hintereinander ausgelöst werden.
Mit "GATES" ist neben dem (CV) spannungswert für einen VCO das startsignal für einen hüllkurvengenerator gemeint.
Diese Position liesse sich dann mit einem ganz einfachen 6-Bit-DA-Wandler in eine präzise CV-Spannung umwandeln. Der DA-Wandler könnte im einfachsten Fall ein R-2R-Netzwerk mit 0.1 %-Widerständen sein. Dies wäre immer noch präziser als die von Ihnen in Ihrer Nachricht gezeigte Schaltung, welche an zwei Orten abzugleichen ist und nicht sehr temperaturstabil aussieht.
Der Vorteil der digitalen Schaltung ist, dass Sie auch keine Brummspannungen auf die Eingänge geben, welche dann das CV-Signal modulieren könnten.
Wenn ich mit einer solchen Aufgabe beauftragt würde, würde ich sie mit einem CLPD oder einem FPGA lösen. Dies wäre wohl die kostengünstigste und genaueste Variante mit fast keinem Hardware-Aufwand und sehr kurzer Entwicklungszeit. FPGA dann, wenn Sie wirklich alle 144 Taps abfragen wollten.
CPLD und FPGA kenne ich nur theoretisch womit ich aber keine Erfahrung habe.
Und weiter geht's:
Eine weitere Möglichkeit wäre ein kleiner Mikroprozessor, welche die Taps abscannt und dann entsprechend in eine analoge Spannung oder gar in ein Midisignal umwandelt.
Wie nehmen Sie die Saitendehnung beim Spielen ab ? Wird die auch brücksichtigt ?
Machen wir den Fächer noch etwas breiter auf. Ich geh davon aus, dass Sie für jede Saite einen eigenen Tonabnehmer haben. Es gäbe da auch die Möglichkeit, die Frequenz der Saite in eine Spannung umzuwandeln. Dann wäre die Saitendehnung auch gleich dabei und auch das Gate liesse sich einfach realisieren.
Diese variante mit der frequenz zu spannung konvertierung finde ich bestechend.
Soviel soweit. Ansonsten ist bei mir die frühlingsstimmung eingekehrt was mehr draussen als drinnen bedeutet. Darum die längeren beitragspausen.
Heb's guet nische