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Durch seine Rolle als Lausbub schaffte es Fritz Wermuth auf die Titelseite des «Gelben Heftlis». Und Fritz Wermuth wurde später sogar Käser.
Der Regieassistent des Filmemachers Franz Schnyder klopfte 1958 in Krauchthal im Emmental an der Schulzimmertüre und erzählte dem Lehrer von Fritz Wermuth, dass er für die Folgeproduktion der Gotthelf-Filme «Uli der Knecht» und «Uli der Pächter» einen Buben suche. Der Lehrer empfahl, Fritz Wermuth zu nehmen. Sein Vater stimmte zu der Teilnahme am Filmprojekt zu, obwohl er für den Filmdreh längere Zeit fernbleiben musste.
Action mit Ruedi Walter und Margrit Rainer
Fritz Wermuth kannte die berühmten Schweizer Volksschauspielerinnen und -schauspieler vorher nicht. Aber die Drehtage empfand er als grossartig und lustig. Vor allem Ruedi Walter und Margrit Rainer sorgten immer für «Action». In jeder Pause spielten die beiden weiter, tanzten und sangen.
Für Fritz Wermuth, der heute in Muttenz im Baselbiet wohnt, war die Schauspielerei kein Berufsthema. Sein Beruf sollte der Käser werden, wobei er verrät, dass er als Emmentaler den Greyerzer Käse bevorzuge.
Seine Lieblingsszene im Film war, als ihn der Lehrer zur Strafe am Ohr zog. Da immer wieder Schulkinder im Raum direkt in die Kamera blickten, musste die Szene mehrmals gedreht werden. Zum Schluss blutete Fritz Ohr. Eindrücklich war für ihn auch die Verfolgungsjagd der Pferdewagen. Da brannte ein Ross durch und konnte erst spät beruhigt werden.
Jodler aus Leidenschaft
Auf der Bühne stand Fritz Wermuth im späteren Leben vor allem als Jodler. Viele Jahre war er Mitglied im Jodlerklub Mayenfels Pratteln und sang Duett mit seiner Frau Rita. Noch heute ist Fritz Wermuth Aktivmitglied im Jodlerklub Füllinsdorf. Seine Begeisterung für das Jodeln konnte er an seine Söhne weitergeben.