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Schizophrenien und andere psychotische Störungen sind durch Symptome wie Halluzinationen, Denkzerfahrenheit, Wahnvorstellungen und Störungen des Ich-Empfindens gekennzeichnet. Neben der Schizophrenie gibt es noch andere psychotische Störungen.
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Artikelübersicht
Unterteilung psychotischer Störungen
Zu den psychotischen Störungen bzw. Psychosen werden gerechnet:
- Schizotype Störung: Eine Störung mit sonderbarem Verhalten und Ungewöhnlichkeiten des Denkens und der Stimmung, die schizophren wirken, obwohl nie eindeutige und charakteristische schizophrene Symptome aufgetreten sind. Der Verlauf ist chronisch, die Behandlung schwierig. Einzelne Patienten sprechen auf Neuroleptika an.
- Anhaltende wahnhafte Störung (Paranoia): Chronischer Verlauf mit Entwicklung einer einzelnen Wahnidee oder mehrerer aufeinander bezogener Wahninhalte („systematisierter Wahn“). Häufige Themen sind der Verfolgungswahn (die Patienten glauben also, dass sie verfolgt und beobachtet werden), der Eifersuchtswahn sowie der Liebeswahn (die Patienten, v.a. Frauen, sind dann unkorrigierbar davon überzeugt, dass sie von einem anderen Mann geliebt werden, auch wenn dieser sie vielleicht nur einmal kurz gesehen hat).
- Vorübergehende akute psychotische Störungen: Kurzer (kürzer als ein Monat) und eher gutartiger Krankheitsverlauf mit typischen schizophrenen Symptomen. Meist akuter oder sogar abrupter Beginn.
- Induzierte wahnhafte Störung (Folie à deux): Übernahme wahnhafter Überzeugungen eines psychisch Kranken durch eine ansonsten gesunde Person (oft Ehepartner)
- Schizoaffektive Störungen: Störungen, bei denen sowohl affektive (also depressive oder manische) als auch schizophrene Symptome in der gleichen Krankheitsphase auftreten.
An Subtypen unterscheidet man:
- schizoaffektive Störung, gegenwärtig manisch (F 25.0)
- schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (F 25.1)
- gemischte schizoaffektive Störung (F 25.2)
Häufigkeit und Prognose bei psychotischen Störungen
Die Erkrankung ist etwas seltener als die Schizophrenien, die Prognose ist insgesamt aber besser. Generell gilt: Je ausgeprägter die schizophrene Symptomatik, desto schlechter ist die Langzeitprognose.
Etwa 20 Prozent der Patienten haben einen chronischen Verlauf, bei den übrigen kommt es zu wiederholten Krankheitsphasen. Über einen Langzeitverlauf von 25 Jahren zeigen sich durchschnittlich 6 Rezidive (Wiedererkrankungen).
Behandlung psychotischer Störungen
Zur Therapie schizodepressiver Störungen werden primär Neuroleptika, zur Therapie schizomanischer Episoden Neuroleptika und Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Zur Vorbeugung (Phasenprophylaxe) weiterer Krankheitsphasen kommen klinisch meist Kombinationen aus Stimmungsstabilisierern und Neuroleptika zur Anwendung.