Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03267.jsonl.gz/527

|ISBN||Beschreibung||Einzelpreis||Anzahl||Preis|
Ein junger Mann in Bern. Er lebt zurückgezogen am Stadtrand. Er hat sich in Thea verliebt und eine beeindruckende Begegnung mit ihr hinter sich, die die einzige bleiben soll. Georg, so heisst der Mann, taucht ein in seine Gefühle, sieht die Welt in all ihrer Pracht und Einzigartigkeit, um sie gleich danach wieder als grau und bedrohlich wahrzunehmen. Er beschliesst, dass er, entgegen aller Abmachungen, Thea noch einmal sehen will, um ihr, ihrer Liebe würdig, ein imposantes Abschiedsgeschenk zu machen. Es soll ein Buch werden. Im Antiquariat eines seiner Freunde wird er nach langer Suche und vielen Gedanken darüber, was ein Buch wertvoll macht und anziehend und wie ein Buch sein muss, das das ganze Leben enthält, schliesslich fündig. Er geht zu Thea, um es ihr zu überbringen.
Georgs Hineingeworfensein in diese Welt beschreibt der Autor, der ein Verehrer von Hermann Hesse ist, mit einem hohen Mass an Genauigkeit und Einfühlsamkeit. Er hat diese Erzählung in jungen Jahren geschrieben.
André Imer, 1928 in La Neuveville geboren, zweisprachig aufgewachsen, Studium der Rechtswissenschaften in Genf und Bern, war Richter am Obergericht des Kantons Bern und später Bundesrichter in Lausanne. Heute lebt er in La Neuveville.
Er hat Lyrik und Kurzprosa in französischer Sprache in mehr als einem Dutzend Bänden publiziert. Seine drei Hauptwerke »Rupture de Ban«, »Francs-Alleux« und »Le Rêve ambulant« sind bei den Éditions L’Âge d’Homme unter dem Sammeltitel »L’État sauvage« erschienen.
André Imer wurde 1978 mit dem Preis für Poesie der »Société jurassienne d’Émulation« ausgezeichnet. Er war Mitglied des PEN-Clubs, von 1982 bis 1986 Präsident des Schweizerischen Schriftsteller-Verbandes und von 1980 bis 2000 Mitglied des Institut jurassien des sciences, des lettres et des arts.
Die hier vorliegende, 1954 – 1957 entstandene Erzählung ist eine, die er in deutscher Sprache geschrieben hat. 1954 – 59 verfasste er darüber hinaus auf Deutsch einen Gedichtband »Mensch, Mond und Blume« und 1990 »Briefe an ein kleines Mädchen«.
»Georg und Thea oder Das Buch« wird zum ersten Mal veröffentlicht.