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Wie Inseln inmitten einer grünen Wiese liegen die drei Flachdach-Bauten auf dem langen Grundstück zwischen Rössliacker und Lochweg in Brugg. Sie sind in einer senkrecht zum Hang angeordneten Reihe aufgestellt und verfügen über einen Abstand von rund 18 Metern zueinander, wodurch die Grünfläche weiterhin grossräumig und zusammenhängend wahrgenommen wird. In ihrem Grundprinzip sind die drei Häuser identisch; einzig das unterschiedlich aus dem Terrain ragende Sockelgeschoss differenziert die Bauten zueinander: Gegen den Hang hin schwinden die Sockel höhen. Damit wird der natürliche Terrainverlauf aufgenommen und die Bebauung harmonisch in den Landschaftsraum der Unteren Au integriert. Die Auenlandschaft wird bei dieser Überbauung auf vielfältige Weise zitiert: So verweisen beispielsweise die Sockelgeschosse aus gestocktem Beton mit ihrer grobkörnigen Struktur auf das Flussufer. Auch die geschwungenen Gehwege, die dunklen Holzverschalungen an den Fassaden, die Kiesflächen unter den Auskragungen, die unregelmässig verteilten Pioniergehölze sowie der ‹wilde› Spielplatz mit seinen runden Steinen und den abgeschliffenen Baumstämmen erinnern an eine Aue.
Die nahe Aare und das Hochwasserrisiko bestimmten schliesslich auch die Anordnung der Häuser auf der Parzelle und das Baukörperkonzept: Am unteren Rand der Parzelle (Rössliackerstrasse) liessen sich auf dem Erdgeschoss keine Wohnungen einbauen, denn die möglichen Schäden bei einem ‹Jahrhundert-Hochwasser› wurden als zu gross taxiert. Stattdessen hat man hier eine offene Autoeinstellhalle untergebracht. Von der Rössliackerstrasse aus erscheint das erste Gebäude bloss dreigeschossig; Die Attikawohnung im vierten Geschoss mit ihrer über 100 Quadratmeter grossen Terrasse entzieht sich dem Blick. Zudem wurde das Gebäude von der Strasse auf ungefähr dieselbe Fluchtlinie wie die benachbarten Einfamilienhäuser zurückversetzt, was eine harmonische Einbindung in den Strassenraum ergibt. Über einen asphaltierten Zugangsweg gelangt man in die offene Einstellhalle von Haus A (5 Autoeinstellplätze, Veloplätze, Technik) und von dort weiter in eine unterirdische Halle mit 20 Autoeinstellplätzen und 15 Kellerabteilen, die sich zwischen den Häusern B und C befindet. Von den beiden Einstellhallen führen Lifte direkt in die Wohnungen. Insgesamt 15 Eigentumswohnungen mit 3½ und 4½-Zimmern sind in den drei Häusern untergebracht. Alle verfügen sie über gedeckte bzw. teilgedeckte (Attika) und nach Süden ausgerichtete Terrassen. Getrennt sind die Terrassen nicht wie üblich durch eine Wand, sondern durch einen 2 Meter hohen Metallschrank, der jeder Seite ein eigenes Abteil bietet.
Architektonisch fallen die Häuser durch ihre weit auskragenden Sichtbeton-Decken auf. Von vorne erinnern diese mit ihren grosszügigen Terrassen an die Decks eines Schiffs. Und auch der nordseitige Aussenzugang zu den Häusern B und C erfolgt wie auf einem Schiff: Die Bewohner und Gäste schreiten dort über eine ziemlich spektakuläre (Beton-)Brücke ins Innere.
Auftraggeber: JKB Immobilien AG
Baujahr: 2017