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General Ulrich Wille machte das Hotel Bellevue während dem 1. Weltkrieg 1914–1918 zu seinem Hauptquartier. «Das Bellevue liegt gleich neben dem Bundeshaus Ost, wo damals das Militärdepartement seinen Sitz hatte», sagt Rudolf Jaun, emeritierter Professor für Militärgeschichte an der Universität Zürich.
Armeekommandos in Hotels oder Sälen von Restaurants seien damals courant normal gewesen, so Rudolf Jaun, Gefahr von oben aus dem Himmel drohte damals noch nicht. Und die Hotels waren froh um die zusätzlichen Gäste: Wegen dem Krieg brach der Tourismus weltweit zusammen.
Vor Fliegerangriffen musste man sich damals noch nicht fürchten.
Was heute jedoch undenkbar wäre: Damals blieben das Hotel und die Bellevue Bar während dem Krieg auch der Öffentlichkeit zugänglich. «Da tummelten sich Hotelgäste und wahrscheinlich auch Agenten und Spione», so Rudolf Jaun.
Gemeinsam mit der Schweizer Armee zeigt das Hotel den Besuchern der Museumsnacht, Link öffnet in einem neuen Fenster am Freitag das Hauptquartier des Oberbefehlshabers: In einem Zimmer wird unter anderem sein Schreibtisch rekonstruiert und ist seine damalige Uniform ausgestellt.
Wo genau Wille im Hotel einquartiert war, ist nicht überliefert. «Es gibt ein Bild von Wille an seinem Schreibtisch mit einem Cheminée im Hintergrund. Nur; wir haben vier Suiten mit einem solchen Cheminée», sagt Hoteldirektor Urs Bührer.
Das Hotel der Eidgenossenschaft
Das Bellevue Palace, östlich des Bundeshauses West, wurde 1865 eröffnet und 1912/13 vollständig neu erbaut. 1976 übernahm die Schweizerische Nationalbank die Aktienmehrheit. 1994 schenkte sie diese der Eidgenossenschaft. Diese renovierte und modernisierte das Hotel. Für den Betrieb ist es an eine private Gesellschaft verpachtet, die auch andere Schweizer Hotels mit grossem Renommee im Portfolio hat.
(SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03/17:30 Uhr; haym;widc)