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Klebsiella
In der Gattung Klebsiella werden biochemisch 4 Arten unterschieden und zwar
* Klebsiella pneumoniae,
* K.rhinoscleromatis,
* K. ozaenae und
* K. oxytoca.
Eigenschaften:
Klebsiella-Arten sind unbeweglich, bekapselt und wachsen auf einfach zusammengesetzten Glucose-haltigen Medien in Form großer schleimiger Kolonien. Alle bauen Glucose unter Säure- und Gasbildung ab.
Antigen-Strukturen:
Wie Escherichia besitzen Klebsiellen O- und K-Antigene.
Bedeutung:
Der natürliche Standort von Klebsiellen ist bei etwa 10% der Normalbevölkerung der Intestinaltrakt. Erkrankungen, die durch diesen Erreger verursacht werden und oft schwer verlaufen, sind Pneumonie, Meningitis, Sepsis, Enteritis, Harnwegs- und Wundinfektionen.
K. rhinoscleromatis
ist beim Rhinosklerom, einer chronischen, anfangs infiltrativ-hypertrophischen, später narbig-sklerosierenden Entzündung der Nasenschleimhaut beteiligt.
K. ozaenae
führt ebenfalls zu Entzündungen der Nasenschleimhaut. Faktoren der Virulenz sind die bereits bei E. coli beschriebenen Eigenschaften der bakterien-spezifischen Kapsel; bei Erkrankungen des oberen Respirationstraktes sind prädisponierende
Faktoren funktionelle Veränderungen der Schleimhaut.
Therapie:
Klebsiellen haben eine weitgehend natürliche Resistenz gegen Penicillin G und Aminopenicilline, daneben besteht nicht selten eine R-Faktor-bedingte Mehrfachresistenz. Wirksam sind häufig noch Ureidopenicilline wie Mezlocillin und Piperacillin; auch Cephalosporine und Aminoglycoside und die modernen Chinolone sind meist im Wirksamkeitsbereich. Imipenem hat in vitro die stärkste antibakterielle Aktivität gegenüber Klebsiellen