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Deutsch: Makifrosch
Portugiesisch: Filomedusa
Spezies: Phyllomedusa distincta
Familie: Hylidae (Laubfrösche)
Vorkommen
In den brasilianischen Bundesstaaten: Norden von Santa Catarina, Paraná und im Süden von São Paulo.
Lebensraum
Waldgebiete – lebt im Blattwerk, in der Nähe von Sümpfen und Seen.
Nahrung
Die Kaulquappen ernähren sich von Algen, Resten von Tieren und abgestorbenen Pflanzenteilen. Die ausgewachsenen Makifrösche sind fast ausschliesslich Fleischfresser – sie ernähren sich zum Beispiel von kleineren Schnecken, Arthropoden und Wirbeltieren – und auch Säugetieren.
Fortpflanzung
Die Eier sind von einem Gel umgeben und werden in Blättern von Bäumen oder Buschwerk eingerollt, deren Zweige sich direkt über dem Wasserspiegel von Lagunen befinden – inmitten oder am Rand von Waldgebieten. Die Kaulquappen schlüpfen nach 7 bis 30 Tagen und fallen direkt ins Wasser, wo sie dann ihre Entwicklung vollenden – nach zirka 80 Tagen. Das Gelege enthält im Durchschnitt 172 Eier.
Beschreibung
Der Makifrosch wird in Brasilien auch als “Prereca-das-folhagens“ (Blattwerk-Frosch) bezeichnet. Das Männchen misst 55 mm. Diese Tiere sind nachtaktiv und baumgebunden. Als Verteidigungsstrategie stellt er sich tot.
In der freien Natur verbirgt er sich innerhalb der Blätter – seine Grundfarbe ist grün. Deshalb können ihn Beutemacher, zu denen in erster Linie Vögel gehören, nur schwer lokalisieren. Er gehört zu den häufigsten Spezies der Südost-Region Brasiliens. Und er hat sich den vom Menschen beeinflussten Gebieten bestens angepasst.
Ein besonderes Merkmal, welches die Laubfrösche von anderen Amphibien unterscheidet, sind ihre Saugnäpfchen an der Spitze ihrer Zehen, die ihnen das Klettern in Bäumen, auf Blattwerk und sogar auf glatten Wänden ermöglichen. Sie müssen ihre Haut immer feucht halten, weil ein Teil ihrer Atmung durch die Haut geschieht – wenn sie austrocknet, schliessen sich die Poren und der Frosch erstickt.
Amphibien sind Tiere von extremer Bedeutung für das Gleichgewicht der Natur: Sie begrenzen die Insektenpopulationen und anderer wirbellosen Tiere einerseits, und sie dienen zahlreichen Reptilien, Vögeln und Säugetieren als Nahrung!