Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/645

Die EO kommt nicht nur Dienstleistenden zu Gute. Sie unterstützt auch erwerbstätige Mütter. Mit der am 1. Juli 2005 in Kraft getretenen siebten Revision der EO wurde eine Mutterschaftsentschädigung in die EO eingebaut. Im Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft EOG ist sowohl die Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende als auch die Mutterschaftsentschädigung geregelt.
Ein neuer Sozialversicherungszweig wurde damit nicht geschaffen: Es kann nicht von einer "Mutterschaftsversicherung" an sich gesprochen werden. Die Grundzüge der EO wurden lediglich auf das "Versicherungsrisiko Mutterschaft" ausgedehnt.
Wie die EO für Dienstleistende ist die EO für den Mutterschaftsfall als Taggeldsystem organisiert. Die EO für die Mutterschaftsentschädigung ist ausschliesslich für erwerbstätige Mütter gedacht – anders als die EO für Dienstleistende, welche auch Nichterwerbstätige erhalten.
Es kommt nicht darauf an, ob die erwerbstätige Mutter selbständig oder unselbständig erwerbend ist. Einen Anspruch auf die Ausrichtung von EO-Beiträgen haben Mütter, die in den neun Monaten vor der Geburt des Kindes im Sinne des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert waren. In der selben Zeit müssen sie zudem mindestens fünf Monate einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sein und am Tag der Geburt als erwerbstätig gelten.