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Unwetter im Rückblick
Blizzard "Nemo" trifft USA
Bis 1 Meter Schnee im Nordosten
Blizzard "Nemo" hat am 9. Februar den Nordosten der USA heimgesucht und das öffentliche Leben regional zum Stillstand gebracht. In Connecticut und Maine war es der stärkste Schneesturm seit dem Jahr 1888. Gebietsweise fiel bis zu einem Meter Schnee in 24 Stunden. Die Millionenstadt Boston wurde durch 60 Zentimeter Schnee lahmgelegt, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Insgesamt waren über eine halbe Million Haushalte ohne Strom, nachdem Böen bis über 150 Stundenkilometer Bäume umkippten und Stromleitungen kappten.
Blizzard "Nemo" wütet in Boston
Über 5000 Flüge wurden annulliert. Betroffen waren vor allem die großen Flughäfen in New York und Boston, auch viele Verbindungen aus Europa mussten gestrichen oder umgeleitet werden. Der Zugverkehr wurde gebietsweise ebenfalls komplett eingestellt. Viele Bewohner New Yorks folgten einem Aufruf ihres Bürgermeisters Michael Bloomberg, sich mit Vorräten und Medikamenten zu versorgen und möglichst nicht mit dem Auto zu fahren. In Massachusetts wurde für die Dauer des Sturms sogar ein striktes Fahrverbot erlassen.
Auch die Atlantikküste Kanadas wurde von dem schweren Schneesturm getroffen. In Nova Scotia fielen bis zu einem halben Meter Schnee. Auch dort bleiben mehrere tausend Menschen im Dunkeln, nachdem der Wind in Böen vereinzelt Orkanstärke erreichte und Stromleitungen kappte. Hinzu kam an der Küste eine starke Sturmflut, die Schäden an den Uferpromenaden anrichtete. Es kam zu Überflutungen durch mit Eisschollen durchsetztem Meerwasser.