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Levi Vito
* 1899 + 2002
Das musikalische Schaffen von Vito Levi - als namhafter Autor, Dozent und Gelehrter wichtiger Zeuge und Hauptfigur des musikalischen Lebens nicht nur in und um Triest - umfasst zahlreiche symphonische Werke für Orchester, kammermusikalische Stücke, Werke für Stimme und Klavier und Kompositionen für Chor. In jedem dieser Bereiche übte Levi zuallererst an sich selbst eine gewissenhafte und sorgfältige Kritik und liess nur jene Werke überleben, die den musikalischen Werten entsprachen, an die er glaubte.
Sein Interesse an der Stimme, und besonders an der lirica da camera, erwachte bereits am Anfang seiner langen Karriere als Musiker. So gehen die Skizzen einiger Kompositionen auf die ersten Jahrzehnte des XX. Jahrhunderts zurück. Einige Jahre später sollten sie dann eine klare Form bekommen und in der Verwirklichung kurzer Hefte Gestalt annehmen: Quattro Anacreontiche (1920) und Le rose mistiche (1924) neben einzelnen Stücken wie Sorores dolorosae und Ballata dolorosa.
Neben diesen schon bekannten und mehrmals aufgeführten Werken existieren noch verschiedene andere unveröffentlichte Stücke des Maestros, auf deren Grundlage nicht nur ein Künstlerprofil genauer definiert werden kann, sondern etwas allgemeiner auch die damalige kompositorische Entwicklung in Triest, das damals gerade erst die Wirren des Ersten Weltkriegs hinter sich hatte, aber weiterhin Schnitt- und Mittelpunkt der Kultur war.
(Elia Macri)