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Yamato Gunkei stammen aus Japan. Trotz einiger Ähnlichkeiten mit den Ko Shamos handelt es sich bei den Yamato Gunkei nicht um die Grossrasse der Ko Shamos. Über die Entstehung dieser Kämpfer ist kaum etwas bekannt. Erzüchtet wurde die Rasse um 1920 in Japan. Es lässt sich jedoch erahnen, dass kleine shamoartige Hühner beteiligt waren. Die Kopfpunkte, welche bei keiner anderen Rasse so markant sind, wurden durch starke Selektion erreicht.
In Europa wurden die Tiere Ende des 20. Jahrhunderts das erste Mal eingeführt. Damals gab es noch viele Probleme bei der Haltung und Aufzucht. So waren sich die Tiere die hiesigen Wetterbedingungen nicht gewohnt, weshalb viele von ihnen krank wurden und verendeten. Es war damals unmöglich, die Tiere im Winter ohne Heizung zu halten. Mit der Befruchtung hatte man in dieser Zeit ebenfalls zu kämpfen. Auch heute sind die Tiere noch sehr wärmebedürftig und sollten im Winter nach Möglichkeit frostfrei gehalten werden. Yamato Gunkei war von Beginn an eine sehr seltene Rasse. Selbst im Ursprungsland werden die Tiere nicht von vielen Züchtern gehalten. In Europa nimmt sich kaum jemand dieser imposanten Rasse an. Meist gelangt man deshalb nur durch gute Kontakte an solche Tiere.
Nacktes Brustbein, düsterer Blick
Yamato Gunkei besitzen ein wahrlich kraftvolles Aussehen. Die breite und tiefe Stellung verleiht dem kräftigen Kampfhuhn ein massives Aussehen. Die gut bemuskelten Tiere zeigen eine starke Schulterung. Durch die sehr kurze Befiederung tritt das Brustbein nackt hervor. Die Läufe sind sehr grob und erscheinen durch die feine Schuppung eckig. Die Schenkel sind sehr kräftig und treten hervor. Das Gefieder wird sehr kurz verlangt, was das rudimentäre Vorhandensein der Axialfeder mit sich bringt. Dies ist dann als Lücke zwischen Arm- und Handschwingen erkennbar. Dabei sollen die Federn von harter Struktur sein und dem Körper gut anliegen.
Sicherlich die markantesten Merkmale der Yamato Gunkei finden sich am Kopf. Dieser soll sehr kräftig und breit sein. Die stark ausgebildeten Überaugenwülste lassen den Kopf noch breiter scheinen, als er ohnehin ist. Auch die Unteraugenwülste sollen gut ausgebildet sein. Der Schnabel ist kurz und kräftig. Hier muss auf einen korrekten Schnabelschluss geachtet werden. Die Kehlwamme ist sehr gut ausgebildet und reicht im Idealfall bis zum zweiten Halsdrittel. Der Kopf soll im Allgemeinen sehr grob wirken und verleiht den Tieren einen düsteren Blick.
Yamato Gunkei sind sehr genügsame Tiere. Trotz ihrer Grösse brauchen sie deshalb nicht sehr viel Platz, obschon sie es sich nicht entgehen lassen, im Grünen nach Futter zu suchen. Die Tiere hält man am besten paarweise oder in einem Stamm von einem Hahn und zwei Hennen. Yamato Gunkei mit anderen Rassen zu halten ist möglich, jedoch nicht empfehlenswert. Verglichen mit anderen Rassen, vor allem Nicht-Kämpfern, haben die Yamato Gunkei deutlich andere Ansprüche. Des Weiteren zählen diese imposanten Kämpfer nicht zu den robustesten Rassen.
Yamato Gunkei ist eine ruhige Rasse, die bei entsprechender Pflege sehr zahm wird. Untereinander sind sie dennoch Kämpfer. Bei der Zusammenstellung der Zuchtpaare oder Stämme muss man deshalb mit Fingerspitzengefühl handeln und anschliessend gut beobachten. Das gilt vor allem auch bei der Zusammenstellung von Jung- mit Alttieren. Setzt man einen Junghahn mit einer oder mehreren Althennen zusammen, gilt besondere Vorsicht, da Althennen sehr dominant sind.
Wärmelampe selbst im Sommer
Während der Zuchtzeit empfiehlt es sich, die Tiere in Zuchtboxen zu halten. So erreicht man meist eine gute Befruchtungsrate. Gefüttert werden die Tiere während der Zuchtzeit mit dem Körnerfutter, welches etwa zur Hälfte mit Legehennenfutter gemischt wird. Die Hennen legen dann im Normallfall genug Eier, um den Bedarf an Nachzucht zu decken. Zusätzlich zum Zuchtfutter können dann verschiedene Kräuter und sonstiges Grünzeug in kleinen Mengen angeboten werden.
Bei der Zucht von Yamato Gunkei gilt es einiges zu beachten. Die wenigen Eier, die gelegt werden, müssen relativ trocken gebrütet werden. Hier empfehlen sich Werte von durchgängig 37,7 Grad Celsius und knapp 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. So hat man die besten Schlupfresultate. Der Schlupf verläuft meist relativ schnell, und sobald die Küken trocken sind, kann man sie ins Kükenheim umsetzen. Dort sollten geeignetes Futter, sauberes Wasser und eine Wärmelampe bereitstehen. Nach sechs bis sieben Wochen sind die Tiere fast vollständig befiedert. Die Wärmelampe sollte jedoch mindestens bis zur 10. Lebenswoche im Stall installiert bleiben, wird sie doch sogar bei sommerlichen Temperaturen gerne genutzt.
Gewicht Hahn: 2 bis 2,8 Kilogramm
Gewicht Henne: 1,8 bis 2,3 Kilogramm
Brutei-Mindestgewicht: 35 Gramm
Schalenfarbe: cremefarbig bis bräunlich
Ringgrösse: Hahn 22, Henne 18 Farbenschläge: 6
Haben Yamato Gunkei zu kalt, fressen die Tiere nicht mehr richtig und werden schnell krank. Die Jungtiere liegen dann oft sehr eng zusammen und so bildet sich Feuchtigkeit, welche zusammen mit der Körperwärme eine ideale Umgebung für Krankheitserreger bildet. Doch auch Alttiere haben teilweise Mühe mit Minustemperaturen, weshalb man sich überlegen sollte, in den Wintermonaten eine Wärmequelle im Stall anzubringen.
Ein handelsübliches Kükenfutter bildet den Hauptbestandteil in der Aufzucht bis zur 10. Lebenswoche. Weiter können ab der zweiten Lebenswoche weitere Proteinquellen wie Ei oder Insekten angeboten werden. Diese jedoch nur in kleinen Mengen. Von der 10. bis 20. Lebenswoche wird dann das Kükenfutter mit Körnerfutter gemischt und nach dem Erreichen der 20. Lebenswoche nur noch Körnerfutter gefüttert. Hier lässt sich Turteltaubenfutter sehr empfehlen, gemischt mit etwas Gerste. Mais sollte nur in sehr kleinen Mengen verfüttert werden, da die Tiere schnell verfetten und dann nur noch schlecht befruchten.