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Mit dem Sieg der Labor-Partei in Australien wird womöglich ein weltweit bekannter Rockmusiker in ein Ministeramt katapultiert: Peter Garrett, bis 2002 Sänger von “Midnight Oil”. Ein Jahr lang war er bereits Umweltminister im Schattenkabinett von Labor. Der charismatische Glatzkopf ist von Haus aus Jurist und ein langjähriger Umweltaktivist, der auch als Frontman der “Oils” immer wieder pointiert für die Umwelt seine Stimme erhoben hatte.
Dasselbe kann von Jimy Hofer nicht behauptet werden. Der schillernde Alt-Rocker, “Bronco” und ehemalige Country-Musiker hat Klimawandel usw. noch nicht entdeckt. Obwohl er als Bewohner des Berner “Matte”-Quartiers die Auswirkungen schon zweimal am eigenen Leib zu spüren bekam (Überschwemmungen 1999 und 2005).
Aber im nächsten Jahr möchte Hofer Stadtpräsident werden. Das ist für ihn seit geraumer Zeit eine abgemachte Sache. Ebenso, dass er bei den Exekutivwahlen auf die bürgerlichen Liste von CVP, FDP und SVP gesetzt wird. Und sollten ihm diese drei Parteien die Unterstützung verweigern, will er alleine antreten. Dieses Ansinnen hat Sprengkraft: Jimy Hofer ist bekannt wie ein bunter Hund und in der Stadt ziemlich populär, für viele ein sympathischer “Outlaw”. Gewählt wird er nie, aber er könnte den bürgerlichen Kandidierenden wichtige Stimmen abluchsen. Gänzlich ohne Erfahrung im politischen Taktieren und Intrigieren hat Hofer den Parteipräsidenten ein Schnippchen geschlagen und ein kraftvolles Powerplay aufgezogen.