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Japan: Takahama-4 wieder am Netz
Takahama-4 (PWR, 830 MW) wurde im Februar 2016 unmittelbar nach Wiederaufnahme der Stromproduktion wegen einer Fehlermeldung im nichtnuklearen Teil des Werks automatisch abgeschaltet. Die Einheit produzierte seither – wie Takahama-3 auch – wegen Einsprachen keinen Strom mehr. Im März 2017 verfügte der Osaka High Court, dass die beiden Blöcke wieder in Betrieb gehen dürfen. Das Gericht ging mit der Betreiberin einig, dass die Einheiten sicher betrieben werden können. Die Kansai EP setzte daraufhin zwischen dem 28. April und 1. Mai 2017 insgesamt 157 Brennelemente einschliesslich 4 Mischoxid-Brennelemente (Mox) in den Reaktorkern von Takahama-4 ein. Gemäss dem Japan Atomic Industrial Forum (Jaif) ist dies das erste Mal, dass Mox-Brennelemente in dieser Einheit eingesetzt werden. Takahama-4 wurde am 22. Mai mit dem Netz synchronisiert und soll Mitte Juni in den kommerziellen Betrieb überführt werden.
In Japan produzieren damit vier Einheiten wieder Strom: Neben Takahama-4 sind dies Sendai-1 und -2 sowie Ikata-3. Die Wiederinbetriebnahme von Takahama-3 steht kurz bevor. Die Brennstoffbeladung für diesen Reaktor wurde am 16. Mai 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Kansai EP plant, die Einheit Anfang Juni wieder in Betrieb zu nehmen und Anfang Juli dem kommerziellen Betrieb zu überführen.
Die Kansai EP verfügt über neun betriebsfähige Kernkraftwerkseinheiten: Mihama-3 und je vier Einheiten an den Standorten Ohi und Takahama. Mit Takahama-4 konnte das Unternehmen nun seinen ersten Reaktorblock wieder in Betrieb nehmen. Die Kansai EP hatte mit Ausnahme von Ohi-1 und -2 für alle Einheiten einen Antrag zum Wiederanfahren bei der Behörde eingereicht.