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«Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Mass ihrer Not zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben.»
Das Gleichbehandlungsgebot bezieht sich auf die gesamte Schutz-, Hilfs- und Betreuungstätigkeit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Den leidenden Menschen sollen Schutz, Hilfe und Betreuung nach gleichem Masse und in gleicher Weise zukommen, ohne nachteilige, unsachliche und damit diskriminierende Unterscheidung.
Durch das Prinzip der Proportionalität bemühen sich alle Mitglieder der Bewegung, bei der Hilfeleistung dem Mass der Not Rechnung zu tragen und den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben. Der grössten Not soll die grösste Hilfe zukommen; die dringendste Not soll die schnellste Hilfe erhalten.
Das Rote Kreuz unterscheidet nicht zwischen Opfer und Täter und fragt nicht nach der Ursache der Not. Das Mass der Not, sprich der Grad der Verletzung ist Kriterium, wem zuerst geholfen wird. Es hilft dort, wo die Not am grössten ist, und nicht dort, wo es am meisten Sympathie empfindet.