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Die Schweizer Hochschulen, auf deren Campus sich täglich mehrere Tausend Personen aufhalten, waren von der Coronakrise besonders betroffen. Die Reaktionen der Hochschulen auf diese Ausnahmesituation richteten sich nach den eidgenössischen und kantonalen Vorgaben und waren zudem durch die jeweilige Grösse, den Grad der Zentralisierung und die bereits vorhandenen Kapazitäten der Institutionen begründet.
Alle Hochschulen haben das Frühlingssemester 2021 so wiederaufgenommen, wie sie das Herbstsemester 2020 abgeschlossen hatten: Fast alle Lehrveranstaltungen wurden online durchgeführt, wobei Ausnahmen für Bereiche oder Fächer, die zwingend eine Infrastruktur oder Interaktion erfordern, ermöglicht wurden. Im Anschluss an die vom Bundesrat am 14. April 2021 beschlossenen Lockerungen hat die Mehrheit der Institutionen ihre Strategie angepasst und die Möglichkeit für erneute Präsenzveranstaltungen vor Ort geschaffen. Die vom Bundesrat erlassenen Bestimmungen (maximal 50 Personen in Innenräumen, Einhaltung der Abstände und Beschränkung der Nutzung auf einen Drittel der Raumkapazitäten) erwiesen sich allerdings insbesondere für kleinere Einrichtungen, die ihren Studierenden nur wenig infrastrukturelle Unterstützung anbieten konnten, als sehr restriktiv. Zu Beginn des Herbstsemesters 2021 konnten die Institutionen auf einige Einschränkungen verzichten und dank der Einführung der Zertifikatspflicht vielerorts wieder Präsenzveranstaltungen anbieten. Dank umfangreichen Online-Angeboten, insbesondere in Form von Aufzeichnungen oder Fernunterricht, ermöglichte ein Grossteil der Hochschulen auch den Studierenden ohne gültiges Covid-Zertifikat die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen.
Die Prüfungen in den Winter- und Sommersessionen 2021 wurden hauptsächlich online durchgeführt.
Um die Qualität der zu vergebenden Abschlüsse zu gewährleisten, wurden Ausnahmeregelungen, die in den vergangenen Sessionen galten, häufig nicht verlängert. Aus diesem Grund wurden Misserfolge erneut als solche gewertet.
Zahlreiche Hochschulen entwickelten neue Massnahmen, um die Studierenden angesichts der materiellen Auswirkungen der Krise zu unterstützen (Nothilfen, Solidaritätsfonds, Revision der Regeln für Darlehen und Stipendien etc.), oder verstärkten bereits bestehende Massnahmen. Dasselbe galt für Massnahmen zur Unterstützung der psychischen Gesundheit der Studierenden (Einführung von Coachings, Beratungen durch Spezialisten, Workshops, Online-Sportprogramme etc.).
Abschliessend gilt es, zu betonen, dass sich die Hochschulen, wie bereits im Jahr 2020, weiterhin stark in Forschungsprojekten im Zusammenhang mit dem Coronavirus engagierten.