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Macht Kalzium die Knochen stark?
Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) wird fälschlicherweise meist gleichgesetzt mit Kalkmangel und dementsprechend mit Kalziumgaben auch zu behandeln versucht. Wahrer Kalziummangel führt zu einer vermehrten Knochenbiegsamkeit (Rachitis, Osteomalazie).
Für den Knochenaufbau sind die Osteoblasten zuständig, welche die organische Knochensubstanz aufbauen (unabhängig von Kalzium, aber abhängig von Silizium und anderen Spurenelementen und Vitaminen wie Vitamin D und Vitamin K). Diese bildet ein Netz, an dem sich Kalzium anlagert und das den Knochen Festigkeit gibt. Bei der Osteoporose ist die Knochenbälkchenmenge vermindert, d.h., es gibt weniger organische Struktur, an dem sich Kalzium anlagern kann. Dieser Knochenaufbau wird schon vor Beginn der Menopause vermindert, d.h., die organische Stützsubstanz wird bereits abgebaut, bevor Knochendichtemessungen dies bestimmen können. Die Basis des Knochens bildet das Kollagen, welches durch Pyridiniumverbindungen quer vernetzt ist. Wird zu viel Knochen abgebaut, erscheinen die Pyridinium-Crosslinks im Urin, je mehr, desto grösser das Risiko, an Osteoporose zu erkranken!
Die Bestimmung der Pyridinium-Crosslinks im Urin ist derzeit der sensitivste biochemische Marker zur Erkennung von knochendegenerativen Prozessen. Wir führen diese in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Labor durch. Auch mit einer Haarmineral-Analyse kann man frühzeitig eine Stoffwechselentgleisung erkennen, bevor eine Osteoporose entstanden ist.