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Die OECD veröffentlicht jährlich die Studie "Bildung auf einen Blick: OECD-Indikatoren", die aufzeigt, wie es um die Bildung in den OECD-Ländern bestellt ist. Die diesjährige Ausgabe legt einen Schwerpunkt auf Chancengerechtigkeit und enthält Trenddaten zu den Ausgaben für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung.
In den OECD-Ländern nehmen insgesamt fast 90% aller 4-Jährigen (88%) an vorschulischen Bildungsangeboten bzw. Bildungsangeboten des Primarbereichs teil. Zahlenmässig stieg die durchschnittliche Bildungsbeteiligung 3- bis 5-Jähriger an vorschulischer Bildung im Elementar- und Primarbereich von 2005 bis 2016 von 75% auf 85%. Einige wenige Länder wie Chile, Litauen, Polen, die Russische Föderation und die Türkei erlebten in diesem Zeitraum einen beeindruckenden Anstieg. In anderen Ländern gab es dagegen keine großen Veränderungen. Die Schweiz gehörte beispielsweise den Angaben zufolge 2005 zu der Gruppe der Länder mit der niedrigsten Bildungsbeteiligung, und daran hat sich auch 2016 nichts geändert (OECD 2018, 210).
Auch was die Ausgaben für vorschulische Bildungsgänge im Elementarbereich als Prozentsatz des BIP anbelangt, liegt die Schweiz auf einem der letzten Plätze. Nur Irland, Japan, Australien, Griechenland, Kolumbien und die Niederlande gaben im Jahr 2016 anteilsmässig noch weniger für vorschulische Bildung, Betreuung und Erziehung aus als die Schweiz. In Ländern wie Island und Schweden werden mehr als 1% des BIP für den vorschulischen Bereich ausgegeben. In der Schweiz waren es 2015 0.4%. Diese Unterschiede können durch die Bildungsbeteiligung, gesetzlich festgelegte Ansprüche, die Intensität der Teilnahme sowie das unterschiedliche Eintrittsalter in den Primarbereich erklärt werden (OECD 2018, 216).
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