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Der
Autor:
1952 geboren, erhielt Hussam al-Din Chaddûr seine Schul-, dann Universitätsausbildung
(Studium der Anglistik) in Lattakia an der syrischen Mittelmeerküste.
Sein "ziemlich bewegter Lebenslauf" (so seine eigene Formulierung)
führte ihn zunächst einige Jahre auf See. 1987 wurde er wegen
"Verhinderung der Umsetzung sozialistischer Gesetzgebung" in
Syrien zum Tode verurteilt. Das war eine in jenen Jahren verwendete Gummibestimmung
für unterschiedliche Arten oppositionellen Denkens und Handelns.
Acht Jahre später wandelte man das Urteil in eine zwanzigjährige
Haftstrafe um, von der Chaddur fünfzehn Jahre verbüsste.
Seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Jahre 2001 widmet sich
Hussam Chaddur ganz dem Schreiben - als Übersetzer und Schriftsteller.
Zuvor Mitglied der KP Syriens, gehört er schon seit 1980 keiner Partei
mehr an und versteht sich als politisch unabhängig, setzt sich aber
mit anderen für die Gründung einer sozialdemokratischen Partei
nach europäischem Muster ein.
Hussam Chaddur arbeitet für syrische Zeitschriften und Kulturbeilagen
von Zeitungen. Er hat bisher fünf Romane veröffentlicht, die
stark autobiografischen Charakter tragen und sich zumal auch mit der Gefängniserfahrung
auseinandersetzen. Der Wagen der Schmach, erschienen 2012, ist
eine Sammlung von "Knastszenen", die von der tiefen Demütigung
von Menschen durch einen repressiven Machtapparat erzählen, gleichzeitig
aber auch vom Willen der Gequälten, menschlich zu bleiben.
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