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- Mo Farah macht es wie Lasse Viren 1972 und 1976
- Nach 1908 jubeln die USA wieder über 1500-m-Gold
- Der Deutsche Thomas Röhler siegt im Speerwurf
- Julius Yego weint silberne Tränen
5000 m: Farah holt das «Double-Double»
Mo Farah hat nach dem Sieg im 10'000-m-Rennen über die 5000 m nachgedoppelt. Der 33-jährige Brite behauptete sich im Finish und siegte in 13:03,30 Minuten. Farah hatte bereits in London zweimal Gold geholt. Damit gelang ihm das gleiche Kunststück wie dem Finnen Lasse Viren 1972 und 1976.
Mo Farah wurde auch heuer seiner Favoritenrolle gerecht. Nach 3000 Metern übernahm er das Tempodiktat und spielte seine Klasse aus. Der Äthiopier Hagos Gebrhiwet probte auf der Schlussrunde zwar noch den Aufstand, musste dem Effort aber Tribut zollen und sich mit Bronze begnügen. Silber ging an Paul Kipkemoi Chelimo. Der zwischenzeitlich disqualifizierte Amerikaner legte erfolgreich Protest ein. Chelimos 41-jähriger Landsmann Bernard Lagat – als Fünfter ins Ziel gekommen – durfte sich nur kurze Zeit über Bronze freuen.
1500 m: US-Durststrecke endet in Rio
Der 26-jährige Centrowitz setzte sich im Finish in 3:50,00 Minuten gegen Taoufik Makhloufi aus Algerien (3:50,11) durch. Bronze ging in 3:50,24 an den Neuseeländer Nicholas Willis.
Vor dem sehr langsamen Rennen war vor allem ein Duell zwischen Makhloufi (Olympiasieger 2012) und Asbel Kiprop (Olympiasieger 2008) erwartet worden. Der Kenianer landete auf Rang 6 und ging als grosser Verlierer hervor. Stattdessen triumphierte Centrowitz und avancierte zum ersten amerikanischen 1500-m-Olympiasieger seit den Spielen von 1908 in London.
Auch wenn der Ausgang des Rennens als kleine Überraschung zu werten ist: Centrowitz, dessen Vater Matt ebenfalls die 1500 m lief, ist kein unbeschriebenes Blatt. Er holte 2011 WM-Bronze und 2 Jahre später WM-Silber. In London hatte er sich 2012 noch mit dem 4. Rang begnügen müssen. Centrowitz ist amtierender Hallenweltmeister.
Speerwurf: Yego weint und gratuliert
Dank Thomas Röhler hat Deutschland 44 Jahre nach Klaus Wolfermann wieder einen Speerwurf-Olympiasieger. Der 24-Jährige kam im 5. Durchgang auf 90,30 Meter und feierte damit den grössten Erfolg seiner Karriere.
Silber ging an Weltmeister Julius Yego mit 88,24 Metern, der sich allerdings verletzte und die letzten zwei Würfe nicht mehr absolvieren konnte. Der Kenianer weinte bittere Tränen, gratulierte dem Deutschen jedoch später zum Olympiasieg. Bronze gewann vier Jahre nach seinem Olympiasieg in London Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago mit 85,38.
Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung