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In Farbe geschriebenvon Lula Pergoletti Das Kunstmuseum Bern widmet der 95-jährigen Künstlerin Teruko Yokoi mit «Tokio-New York-Paris-Bern» eine Ausstellung. Sie zeigt Werke der in Bern lebenden Japanerin, die während 20 Jahren entstanden sind.
Veranstaltungsdaten
Intuitiv und fein konstruiert zugleich wirken die Bilder von Teruko Yokoi, in denen Bezüge zur asiatischen Tuschmalerei und japanischen Schriftzeichen deutlich durchschimmern. Mit den Farbfeldern drücke sie ihre Gefühle aus, schrieb sie einst an ihren Vater: «Meine Bilder sind in Farbe geschriebene Gedichte zu den vier Jahreszeiten.»
Aufgewachsen in Tsushima, nahe der Hauptstadt der japanischen Präfektur Aichi, wurde Yokoi früh von ihren Eltern gefördert. Untypisch für das traditionelle Japan, in dem Mädchen vor allem darauf vorbereitet wurden, eines Tages zu heiraten. Dieses von den Eltern mitgegebene Selbstbewusstsein verlieh ihr vielleicht den Mut dazu, mit Mitte 20 alleine nach Amerika auszuwandern. Sie studierte am San Francisco Art Institute, lebte in New York und lernte ihren früheren Mann, den abstrakt-expressionistischen Maler Sam Francis, kennen. Gemeinsam zogen sie nach Paris, im Jahr 1962 kam Yokoi mit ihrer Tochter nach Bern, wo sie bis heute lebt.
Im Schatten von Sam Francis
Lange stand Yokoi im Schatten ihres berühmten Exmannes. Zwar hängen viele ihrer Bilder im Inselspital, doch eine bedeutende Ausstellung ihres Werkes wird Yokoi erst jetzt, mit 95 Jahren, zuteil: Das Kunstmuseum Bern zeigt mit «Teruko Yokoi. Tokio-New York-Paris-Bern» eine Schau ihrer Bilder, die zwischen den 50er- und frühen 70er-Jahren und an verschiedenen Stationen ihres wechselhaften Lebensweges entstanden sind.