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RT DE hatte vor einem Jahr über die massiven Repressionen gegen Andersdenkende in Kiew und andren Städten der Ukraine berichtet, die im März 2022 eingesetzt hatten und bis heute fortdauern. Unter anderem berichteten wir über die Verhaftung des krebskranken Journalisten, Dichters und Schriftstellers Jan Taksjur.
In der Folge befand sich der 71-Jährige trotz der Erkrankung und schlechten Gesundheitszustandes mehr als ein Jahr in Untersuchungshaft, bis ihm am 24. Mai 2023 der Prozess gemacht wurde. Für seine Gedichte, die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft und des Gerichts "der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit der Ukraine schadeten" und "die Moral der Bevölkerung und der Armee untergruben", wurde er zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt.
Wie inzwischen bekannt wurde, gelang es Russland, Taksjur freizukaufen. Im Zuge eines Gefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine wurde er an Moskau übergeben und hält sich nunmehr an einem geheim gehaltenen Ort in Russland auf. Darüber berichtete als Erstes die Publizistin Miroslawa Berdnik unter Berufung auf die Familie des Schriftstellers.