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Weltmeister im Verdrängen
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Weltmeister im Verdrängen
Beim Plaudern über den Gartenzaun erzählte mir eine Frau, dass wenn ihre Schwägerin anrufe, sie das Telefon einfach auf den Tisch stelle und den Lautsprecher einschalte. Das Gespräch könne ohne Weiteres bis zu zwei Stunden dauern. Das Radio sei sowieso den ganzen Tag eingeschaltet. Als ich sie auf die Schädigungen von Strahlung und Elektronik- Ausdünstungen aufmerksam machen wollte, erwiderte sie: Ach, ich nutze dieses Zeug ja fast nicht.
Eine andere Frau, welche unzählige gesundheitliche Probleme hat, erzählte unter anderem folgendes:
Sie vertrage einfach kein Metall in ihrem Körper. Amalgam in den Zähnen hat sie entfernen lassen. Eine Drahtspange auf den Zähnen habe sie gar nicht vertragen. Ein Kniegelenk wurde bereits zum zweiten Mal durch ein künstliches ersetzt. Im Korridor hätte sie ein Schnurgebundenes Telefon und einen Stuhl daneben. Trotzdem benutzt sie weiterhin nur das Schnurlostelefon zum Telefonieren.
Ein junger Familienvater argumentierte, das WLAN werde ja über Nacht ausgeschaltet. Tagsüber müssten die Kinder dies jedoch nutzen können. Beim DECT- Telefon habe er schliesslich den ECO-Modus aktiviert. Dass er damit nur einen Bruchteil der Bestrahlung damit eliminiert hat, kümmert ihn nicht. Offensichtlich müssen nicht nur er, sondern die ganze Familie, auch ihre Kinder geschädigt werden.
Übrigens, leider ist dieser ECO-Modus standardmässig in den Einstellungen des Telefons meistens nicht aktiviert, oder in älteren Telefonen gar nicht verfügbar. Dies sollte unbedingt korrigiert werden.
Oft höre ich auch das Argument: Es sind ja nicht alle Menschen so empfindlich wie du.
ein Kollege sagte Folgendes:
Was ich nicht bemerke, kann mich nicht schädigen.
Haben etwa die heuteigen Asbestopfer vor Jahrzehnten etwas davon bemerkt?
Darauf bleibt nur eine Antwort: In Wirklichkeit sind sie nur noch nicht so stark geschädigt wie ich, aber „daran arbeiten wir noch“. Willst du wirklich warten, bis das Fass zu überlaufen beginnt.
Viel Verständnis
Bei vielen Begegnungen stosse ich auf oft Verständnis. Wenn es aber darum geht, Konsequenzen zu ziehen, schwindet dieses Verständnis. Oft ernte ich aber auch nur Spott und Hohn.
Die Menschen lieben den Komfort mehr als die Gesundheit, weil sie bequem sind