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Madagaskar ist mit 587'041 Quadratkilometern nach Grönland, Neuguinea und Borneo die viertgrösste Insel der Welt. Sie liegt rund 400 km vor der Küste Ostafrikas im Indischen Ozean. Die Insel
entstand vor mindestens 50 Millionen Jahren, als sie sich vom Urkontinent Gondwanaland, aus dem später Afrika und Asien entstanden, ablöste.
Auf Madagaskar leben beinahe 20 Millionen Menschen asiatischen und afrikanischen Ursprungs. Das Leben ist geprägt von faszinierenden Bräuchen und religiösen Riten. Die Madagassen
besitzen ein tiefes Gespür für das Heilige und tolerieren jede Art von Religion. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung folgt traditionellen Religionen, 41 Prozent sind Christen, 7
Prozent sind Muslime.
Wer Madagaskar besucht, kehrt mit aufregenden Geschichten zurück. Von zauberhaften Menschen und geheimnisvollen Tieren, von einem einmaligen Regenwald und von paradiesischen Stränden. Und von
einem Leben mit einem ganz besonderen Rhythmus.
Madagaskar ist ein potenziell reiches Land, ist aber wirtschaftlich arm geblieben. Probleme gibt es vor allem in der Schulbildung und in der Gesundheitsfürsorge. Aber auch Transport- und Kommunikationsmöglichkeiten sind für viele ein Luxus.
Im Gegensatz zu Äthiopien, wo häufig die Schul-Infrastruktur gänzlich fehlt, ist diese in Madagaskar meistens vorhanden. Dort mangelt es hingegen vielen Menschen (vor allem Witwen und ledigen Müttern) an Geld, um ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken zu können.