Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/674

Die Neurokonsumforschung zeigt, dass wir als Konsumenten Dinge kaufen, die im Gehirn starke Emotionen hervorrufen. Im Zentrum steht das limbische System mit seinem Belohnungszentrum. Dieses schüttet Dopamin aus, was wir dann als positive Stimmung erleben. Nach diesem guten Gefühl können wir süchtig werden. Die Vorfreude beim Einkauf von schönen und guten, vor allem jedoch auch teuren! Dingen. Stark positiv aufgeladene Marken, Statussymbole und Luxusgüter lösen starke emotionale Reaktionen aus und fördern so die Ausschüttung von Dopaminneuronen.Eine amerikanische Forschergruppe liess die Versuchspersonen drei Weine zu einem Preis von $ 5, $ 35 und $ 90.- verkosten. Gaben die Forscher die Weine mit falschen Preisangaben an, also z.B. der $ 90 Wein mit einem Preis von 10 $, schmeckte er den Probanden deutlich weniger gut, als mit dem richtigen, höheren Preis. Dasselbe nur unter umgekehrten Vorzeichen passiert mit dem billigen Wein. Die Aufnahme des Magnetresonanztomografen zeigten, dass die „teuren“ Weine im mittleren Stirnhirn, das für die Speicherung positiver Erlebnisse zuständig ist, starke Aktivitäten auslösten, die bei der Annahme, „billigen“ Wein zu trinken, nicht auftrat. Und dies obwohl die Geschmackszellen merkten, dass der vermeintlich teure Wein nicht besonders schmeckte. Dieser Versuch zeigt, wie wir uns über die Preisgestaltung in die Irre leiten lassen und andere sinnliche Qualitätsverarbeitungssinne (Geschmack, Aussehen, Geruch, Haptik, etc.) in den Hintergrund treten. Was teuer ist, muss auch gut sein, scheint das Motto unseres Gehirns zu sein.Dies funktioniert nicht nur bei Weinen sondern z.B. auch bei Medikamenten. Erhalten zwei Gruppen von Patienten dasselbe Medikament, einmal als teures und einmal als billiges Medikament, so wirkt in der Gruppe, die das „teure“ Medikament nimmt, derselbe Wirkstoff in derselben Dosis deutlich besser. In diesem Fall schüttet das Gehirn aufgrund der positiven Erwartungshaltung zur Wirkung körpereigene Opiate aus, die den Schmerz lindern. Die Erwartung und die Reaktion des Körpers wirkt hier als eigentliches Schmerzmittel.Wie Sie sich vor Manipulation und zu hohen Preisen wirksam schützen, lesen Sie in unserem Coachingtipp!
Alltag
Die Menschen unterscheiden sich weniger dadurch, ob sie Angst haben, sondern dadurch wovor sie Angst haben, wie sie die Angst auszudrücken und wie sie mit ihrer Angst umgehen. Lassen Sie die Angst vor der eigenen Angst zu oder wehren Sie diese ab?Verdrängen sie Ihre Angst oder konfrontieren Sie sich mit ihr? Der Neurologe und Psychiater Egon Fabian unterscheidet in seinem Buch „Anatomie der Angst“ neben der klassischen Verdrängung zehn unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Angst. Diese treten selten in Reinform auf, sondern zeigen sich meistens als Mischungen:AktionismusHyperaktivitätStreben nach MachtBesitzsuchtÜbermässiges RivalisierenFlucht in die GewohnheitenErotisieren und SexualisierenSuchtverhaltenZwanghafte VerhaltenPsychosomatische KrankheitenBei aller Unterschiedlichkeit dieser zehn Strategien gibt es eine grosse Gemeinsamkeit: Die Flucht vor der Angst als solches. Mit diesen Strategien verpassen wir es, uns der Furcht zu stellen. Sie auszuhalten. Sie zu ergründen. Und auf dieser Basis einen reifen Umgang damit zu finden.Alle diese oben aufgeführten Strategien dienen einzig und allein dazu, uns die Angst vor der Angst zu ersparen, uns mit unserem innersten Kern auseinanderzusetzen. Wenn wir den Mut finden, uns selbst und unserer Angst zu begegnen, können wir die richtigen Konsequenzen ziehen und innerlich wachsen. Wie das gehen kann, zeige ich Ihnen im Coachingtipp.CoachingtippEs gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der Angst umzugehen, hier einige wenige davon:Stellen Sie sich der Angst„Geh an die Orte, vor denen du dich fürchtest“ ist der Titel eines Buches zu dem Thema und gleichzeitig ein wirksames Programm zur Überwindung von Ängsten. Gehen Sie tatsächlich oder auch nur in Gedanken an die Orte, die Ihnen Angst machen. Schauen Sie sich dort um und benennen Sie, was Ihnen Angst macht. Geben Sie der Angst einen Namen oder ein Gesicht. Die Angst anzuerkennen kann sie bereits erheblich reduzieren. Wenn die Angst keine Berechtigung erhält und nicht gesehen wird, wird sie sich immer stärker zeigen.Finden Sie heraus, wie die Angst sich Ihnen zeigtNehmen Sie Ihre Emotionen und Körpergefühle wahr und kommunizieren Sie diese. Äussern Sie die Körpergefühle gegenüber sich selbst. Zum Beispiel: Jetzt rast mein Herz, meine Hände werden feucht, mein Magen zieht sich zusammen, etc. Nehmen Sie wahr und äussern Sie sich, ohne zu bewerten oder diese Körpergefühle loswerden zu wollen. Nun wenden Sie sich Ihren Emotionen und den Angstauslösern zu. Sind es Schmerzen, ist es das Alleinsein, die Abhängigkeit, die Sorge, nicht zu genügen, zu versagen, zu sterben, etc.? Benennen Sie diese wieder und schreiben Sie sie auf einen Zettel. Finden Sie ein für Sie passendes Behältnis (zum Beispiel eine Keksdose oder ähnliches) für die Angst; legen Sie den Zettel hinein und bewahren Sie dieses Behältnis auf. Die Angst ist dort gut aufgehoben; Sie sind sich ihrer bewusst und wissen sie trotzdem verschlossen.Suchen Sie die Ausnahme von der AngstNiemand hat permanent Angst. Es ist wichtig, die Angst nicht zu generalisieren. Suchen Sie die Ausnahme von der Regel: Wann waren Sie schon einmal in der gleichen oder ähnlichen Situation und hatten Zugang zu Ihren Ressourcen? Erinnern Sie sich an diese Zeit. Schauen Sie sich bewusst von Aussen an, so, wie Sie jemand anderen sehen würden, der ressourcevoll mit dieser Situation umzugehen weiss. Wenn Sie sich ein genügend klares Bild von sich selbst gemacht haben, wie Sie ressourcevoll mit dieser Situation umgegangen sind, schlüpfen Sie in sich hinein und werden Sie eins mit sich und den Ressourcen in dieser Situation. Erleben Sie Ihre eigene Kompetenz.Erlauben Sie sich Orte und Zeiten der AngstWie erwähnt: Jeder Mensch hat Angst. Diese Emotion ist ein Grundbestandteil unseres Lebens. Definieren Sie einen Ort wo Sie Ihre Angst jeweils zulassen und anschauen. Das kann zum Beispiel ein Sofa oder ein Sessel sein. Gehen Sie dorthin und geben Sie sich der Angst hin. Definieren Sie vorab eine Zeit, die Sie mit sich und Ihrer Angst verbringen. Das können zehn Minuten oder eine Viertelstunde sein. Stellen Sie auf einem Wecker oder einer Eieruhr die Angstzeit ein. Wenn es klingelt, stehen Sie auf, schauen Sie auf das Sofa zurück und lassen Sie Ihre Angst dort.Das alles können Sie auch kombinieren. Wichtig ist nur: Machen Sie etwas für sich; nehmen Sie sich und Ihre Angst wichtig. Mut, ein Gefühl persönlicher „Macht“ und Lebensfreude ist Ihre Belohnung.Methoden und ModelleDie Strategien im Coachingtipp sind Ihr Programm, besser mit der Angst umzugehen. In unserem Schatztruhe gibt es mehrere wirksame Techniken, die Ihnen helfen können, spezifische Ängste wie zum Beispiel Angst vor Höhenangst, Flugangst, Klaustrophobie, Vorträgen, etc. schnell und wirksam zu besiegen. Der folgende Link führt Sie zum Phobiemodell von Moshé Zwang, einem israelitischen Naturarzt, der die Handflächentherapie entwickelt hat. Eine faszinierende, einfach zu erlernende Technik, die wir neben anderen auch in unseren Ausbildungen und im Phobieseminar vermitteln.
Verschiedene Faktoren können die Ampeln unserer Motivation auf grün stellen! Kennen wir die Grundlagen, können wir diese leicht nutzen, um Motivation für unsere Vorhaben zu gewinnen. Nachfolgend ist zum besseren Verständnis einiges zusammengefasst, das einen Einfluss auf die Farbe der Ampel hat oder eben darauf, wie motiviert wir unterwegs sind. Grundsätzlich sind zwei Systeme an unserer Motivation beteiligt.Zwei Systeme für die MotivationWenn wir etwas wollen oder ein Ziel vor Augen haben, sind generell zwei Systeme daran beteiligt, der bewusste Verstand und das adaptive (beeinflussbare) Unterbewusstsein. Wir erreichen unsere Ziele besser, wenn wir beide Systeme mit einbeziehen und um ihre Meinung fragen.Der bewusste Verstand. Ist zwar (fast) immer im Einsatz, aber nicht die ganze Zeit auf unsere Ziele fokussiert. Er hat eine eher geringe Verarbeitungskapazität von nur 40 Bits pro Sekunde, ist störanfällig, flexibel und sein Inhalt ist verbunden nach Regeln der Logik (richtig/falsch). Er wird durch präzise Sprache sichtbar.Das adaptive Unterbewusstsein dagegen ist dauernd im Einsatz, hat eine grosse Verarbeitungskapazität von 10 Millionen Bits pro Sekunde, ist wenig störanfällig, stabil und der Inhalt ist verbunden nach Ähnlichkeit und/oder Nähe in Raum und Zeit (gut für mich/schlecht für mich). Das adaptive (beeinflussbare) Unterbewusstsein äussert sich in diffusen (Bauch-)Gefühlen, Bildern oder Assoziationen.Teamwork der SystemeBeide Systeme arbeiten Hand in Hand, doch beeinflusst das Unbewusste deutlich stärker unser tägliches Verhalten. Vor allem dann, wenn wir:Unter Zeitdruck stehen.Mentale Landkarten und unbewusste Strategien helfen uns dann, die Komplexität der Realität zu reduzieren und Wahlmöglichkeiten auszublenden.Mit Informationen überlastet sind.Deshalb greifen wir im Supermarkt vor einer Riesenauswahl von Produkten gerne zu Markenartikeln, weil wir die Vielzahl der Informationen kaum verarbeiten können und uns die Marke Sicherheit und Qualität suggeriert.Wenig interessiert sind.Deshalb können Sie nach einigen Jahren Fahrpraxis Ihr Auto automatisch lenken, ohne über die einzelnen Handgriffe und Fussbewegungen nachdenken zu müssen (was in den ersten Fahrstunden ganz anders war).Wir unsicher bezüglich einer Entscheidung sind.Diesen Umstand machen politische Parteien zunutze, da sie wissen, dass kaum jemand das Parteiprogramm liest und deswegen zu plakativen Slogans greifen. “Freiheit oder Sozialismus?” sich Markenartikel zunutze. Sie versprechen Sicherheit in einer unsicheren Situation. (“Da weiss man, was man hat.”, “In der Mitte sind nur wir.”)In jedem dieser Fälle ist vor allem der Autopilot aktiv. Wenn wir etwas gut gelernt haben, dann schaltet unser System auf Autopilot und wir handeln ohne uns dessen gewahr zu sein. So können Sie Auto fahren und dabei telefonieren und sich nach einer Weile wundern, dass Sie schon auf dem Büroparkplatz angekommen sind. Doch wer ist gefahren? Nicht Sie – sondern Ihr Autopilot.Das Unbewusste bewusst machen – Sabotage verhindernDas Bewusstsein zu befragen ist relativ einfach, mit dem Unterbewusstsein ist es schon schwerer. Wenn wir es aktivieren (in Bilder aber vor allem dem eigenen Bauchgefühl), dann braucht das zwar etwas mehr Zeit, bringt uns aber dauerhafte Erfolge. Und es unterstützt uns permanent aus dem Hintergrund dabei, unser Leben zu gestalten.Schlussendlich ist es oft das Unterbewusstsein, das uns in Sachen Motivation sabotiert. Wir formulieren mit dem Bewusstsein, der Logik, ein attraktives Ziel, ohne unser Bauchgefühl zu Wort oder eben Bild kommen zu lassen. Beim Wunsch Abnehmen auf der Bewusstseinsebene formuliert will das Unterbewusstsein vielleicht nicht mitziehen, da es den Schutz der molligen Schicht um uns braucht. Oder sich hungernd und leidend bei schon wieder der nächsten Diät sieht. Vielleicht haben Sie auch schon den rationellen Wunsch gefasst auf Schokolade zu verzichten. Doch unser Unterbewusstsein kennt zum Thema Schokolade ein ganz starkes, lustvolles und geniesserisches Bild, welches durch die Werbung unterstützt wird. Und wenn es noch zusätzlich Glückshormone freisetzt; wer kann da schon widerstehen?Benutzen wir also Bilder, um uns beim Erreichen von Zielen oder Vorhaben zu unterstützen und holen so das Unterbewusstsein mit in’s Boot. Aber auch die Formulierung unserer Ziele ist wichtig. Beachten Sie dabei die folgenden drei Punkte.1. Starke Ziele werden auf der Haltungsebene formuliert„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um ihnen die Arbeit zu zeigen, um ihnen zu zeigen, welche Werkzeuge sie verwenden sollen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem grossen, weiten Meer.“ Saint ExuperyMenschen, die Ziele auf der Haltungsebene formulieren (warum will ich das tun…) haben grössere Chancen, dass diese einen Sog nach vorne entwickeln und das erforderliche Verhalten nachhaltig bleibt. Ziele auf der Verhaltensebene oder Ausführungsebene (Wie, Wann und Wo tue ich etwas) sind in ihrer Wirkung schwächer und auch weniger nachhaltig.Lassen Sie uns das mal am Thema Spanisch Lernen und am Beispiel der Zielpyramide festmachen. Wo & Wann lerne/mache ich? Wie oft, wo, mit wem?Wie lerne/mache ich? Was sind meine besten Strategien?Was lerne ich? Vor allem die Dinge des Alltags: Essen bestellen, nach dem Weg fragen... etc.Warum lerne ich Spanisch? Weil ich nach Spanien reise und dort mit den Menschen in Kontakt kommen möchte. Wer um sich zu motivieren in der Haltungsebene einen starken Grund findet, warum er etwas tun möchte, dem fällt auf der Ausführungsebene beim wann & wo das Tun leichter.2. Ziele handlungswirksam formulierenDas auf der Haltungsebene entstandene Ziel wird in die Ausführungsebene transferiert. Das Ziel muss eigenerreichbar sein. Sätze wie: „Wenn ich…, dann...!“ unterstützen dabei.Also:Wenn ich gerade so gemütlich im Sessel sitze und lieber sitzen bleiben möchte, dann höre ich mir „meinen“ Motivations-Song „Tengo la Camisa Negra“ von Juanes an, der mich wieder in Spanisch Lernlaune bringt.Wenn es 18.00 Uhr ist blinkt eine Meldung mit meinem Motivationsmotto auf meinem PC auf, dann räume ich meinen Arbeitsplatz, um mich in mein Spanisches Lieblingslokal zu verziehen und dort neue Vokabeln mit dem netten Kellner zu lernen!3. Attraktive Ziele begeistern!Damit wir wirklich aktiv werden und unsere Ziele umsetzen, soll das Ziel auch wirklich attraktiv sein. Mit „…ja, wäre ganz schön...“ kommt man nicht richtig in die Gänge! Mit „Ja, das will ich unbedingt…!“ gibt es jedoch eine hohe Anfangsmotivation.Mit der Skalenfrage lässt sich die Attraktivität einfach erfassen. 10 ist total attraktiv und unwiderstehlich. Eine 1 lässt völlig kalt; interessiert überhaupt nicht. Auf einer Skala von 1 – 10 soll es eine 9 oder bessere eine 10 sein. Wenn das noch nicht der Fall ist: Wie könnte das Ziel oder die Rahmenbedingungen so verändert werden, enn nicht, dass es eine 10 bekommt?Attraktiv heisst auch anziehend und nicht abstossend: So sollte das Ziel auch „hin zu“ formuliert sein, nicht „weg von“.Weg-von formuliert: Enthält nur kurze Antriebsmotivation, die schnell abnimmtIch möchte in meinen nächsten Ferien nicht mehr auf andere angewiesen sein, wenn ich was will...Hin-zu formuliert : Erzeugt längerfristig Energie und MotivationIch geniesse es, frei und unabhängig mit den Menschen in ihrer Sprache in Kontakt zu kommen und zu sagen, was ich will! Wie Sie bewusst Motivation gewinnen und Ihre Ziele nachhaltiger verwirklichen können lesen Sie im Coaching-Tipp. In der Rubrik Methoden und Modelle finden Sie einen Trainings-Ablauf „Grünes Licht für Ihre Motivation“. Im Alltag angewendet bringt er Bewusstsein für Ihr Unterbewusstsein. Sie lernen sich nebenbei kennen und feiern regelmässig Erfolge – was Spass macht!Literatur zum Thema:M. Storch: Mein Ich-Gewicht. Wie das Unterbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden.M. Storch; F. Krause: Selbstmanagement-ressourcenorientiert. Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)
Stehen Sie auch dann zu Ihrer Meinung, wenn viele um Sie rum anderer Meinung sind?Der Sozialpsychologe Solomon Asch wollte es genau wissen. In den 1950ern führte er eine ganze Serie von Untersuchungen durch. Er zeigte den Teilnehmern der Studie zwei Karten. Auf der ersten Karte war eine vertikale Linie abgebildet. Auf der zweiten waren es deren drei. Eine dieser drei Linien hatte dieselbe Länge wie die Linie auf der ersten Karte.Der Studienleiter griff in die Trickkiste der Meinungsmanipulation und liess einige von ihm in die Studie eingeschleuste Probanden falsche Antworten geben, bevor er die „richtigen“ Studienteilnehmer befragte. Das erstaunliche Ergebnis: Drei von vier der nachher Befragten schlossen sich der falschen Antwort an.Schlossen sich die echten Studienteilnehmer der falschen Meinung wissentlich an und fügten sie sich damit bewusst dem Gruppendruck? Oder verzerrte die falsche Antwort der eingeschleusten Probanden die Wahrnehmung der Studienteilnehmer so, dass sie die falsche Linie für die richtige hielten?Diese Frage konnte Asch wegen fehlender Untersuchungsmöglichkeiten nicht beantworten. In einer späteren Studie und mit der neuen Technologie der bildgebenden Verfahren, der funktionellen Magnetresonanztherapie, konnte der Psychiater und Neurologe Gregory Berns dieser Frage erneut nachgehen. Er erzielte dieselben Ergebnisse wie Asch in seiner ersten Studie.Berns konnte jedoch zusätzlich darstellen, dass sich die Aktivität die Gehirne der Teilnehmer die sich der falschen Meinung anschlossen (Gruppe eins) stark von der unterschieden, die sich von der falschen Meinung nicht beeinflussen liessen (Gruppe zwei). In der Gruppe eins waren Gehirnareale aktiv, die eindeutig mit der Wahrnehmung verbunden sind. Diese Gruppe glaubt also nicht was sie sieht, sondern sie sieht, was sie glaubt!In der anderen Gruppe hingegen waren es Areale, die vorab für die Emotionen zuständig sind. Das bedeutet: Gegenüber der Gruppe eine andere Meinung zu vertreten, löst heftige Gefühle aus. Es ist also eine grosse emotionale Anstrengung für Menschen, in der Gruppe eine andere Meinung zu vertreten. Die meisten Menschen, nämlich drei Viertel, sind unter dem Druck der Gruppe nicht in der Lage, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden und sind sich dessen nicht bewusst.Diese Erkenntnis hat bei politischen Themen eine ebenso erhebliche Bedeutung, wie bei Entscheiden in Unternehmen, die in Gruppen getroffen werden. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Beeinflussung bewusst sind und uns dem Gruppendruck soweit wie möglich entziehen respektive uns ihm widersetzen. Hier einigeTippsLassen Sie die Einschätzung der Leute zuerst schriftlich festhalten und tauschen Sie erst danach mündlich aus, damit reduzieren Sie den Gruppendruck und die nachträgliche Revision des inneren Entscheides.Lassen Sie eine hohe Meinungsvielfalt zu und fördern Sie diese bewusst.Lassen Sie bei wichtigen Entscheiden Zeit zwischen der Diskussion und dem Entscheid verstreichen.Fragen Sie spezifisch nach Kriterien für die Meinung von Menschen: aus welchen konkreten Gründen sehen Sie das so?Betrachten Sie ein Projekt oder ein Thema immer aus mehreren Perspektiven, indem Sie entweder verschiedene Leute in verschiedene Rollen schlüpfen lassen oder eine multiperspektivische Methode, zum Beispiel die De Bono Hüte oder ähnliches nutzen.
Wollen wir Autofahren lernen, besuchen wir die Fahrschule. Wollen wir einen Beruf lernen, machen wir eine Lehre. Um tolle Gerichte auf den Tisch zu bringen haben wir Mama über die Schulter geguckt, Rezepte aus dem Internet oder eben Jamie Oliver...Doch auf die wichtigsten Dinge des Lebens sind wir schlecht vorbereitet. Zum Beispiel: Als Paar zusammen das Leben gestalten, als Eltern Kinder erziehen, als Partner eine Beziehung zu einem anderen Menschen leben, usw.Heute möchte ich Ihnen ein einfaches und wirkungsvolles Verfahren vorstellen, das Ihre Paarbeziehung bereichern kann. Zwiegespräche heisst es. Und stammt von dem Psychoanalytiker und Buchautor Michael L. Moeller.Die Liebe erstickt oft langsam daran, dass Paare nicht in einer reifen Form miteinander kommunizieren. Wo hätten Sie das auch lernen sollen? Nur selten sind Eltern gute Vorbilder. Ahnungslos und unvorbereitet lassen wir uns auf Paarbeziehungen ein. Und stürzen uns damit in eines der schönsten, wichtigsten aber auch eines der grössten Wagnisse unseres Lebens.Am Anfang der Liebe spielt das keine Rolle. Denn da ist die Neugierde aufeinander; die gegenseitige Anteilnahme aneinander, der Halt in schwierigen Stunden. In einem schleichenden Prozess, ganz langsam, nehmen wir uns immer weniger Zeit füreinander, kritisieren uns gegenseitig und werden passiv. Da dauert es oft nicht lange und wir verlieren auch die erotische Lust aneinander.„Beziehungslos in der Beziehung" nennt Moeller den beklagenswerten Zustand, als weltweites und sich ausbreitendes Phänomen. Unsere Beziehungsprobleme beruhen oft auf dem Irrtum, dass wir nicht mehr neugierig und dem anderen nicht mehr zugewandt sind. Wir glauben zu oft, vom anderen nichts Neues mehr erfahren zu können, weil man sich schon so viel erzählt hat und wir sowieso alles über den anderen wissen... Das stimmt jedoch nicht; ganz und gar nicht.Möller nennt die Lösung „Wesentlich miteinander sprechen“. Damit meint er sprechen über sich selbst, seine Gefühle, seine Gedanken, Wünsche, Träume, Sehnsüchte und Ängste. Nicht über die Arbeit, über die Kinder oder über’s Essen. Als Mittel dazu hat Moeller das „Zwiegespräch" entwickelt. Das ist eine Unterhaltung nach einfachen, festen Regeln. Beide Partner verpflichten sich gegenseitig diese Regeln einzuhalten. Den Ablauf des Zwiegesprächs können Sie in unserem Coachingtipp nachlesen.Ich wünsche Ihnen viel Freude und interessante Erlebnisse auf Ihrer Entdeckungsreise.
„Nur wer es bei sich selbst aushält, ist anderen zumutbar“, ist die Erkenntnis des bekannten Bergsteiger Reinhold Messner. Doch halten wir uns selbst immer aus? Oder finden wir uns manchmal selbst unerträglich und unwohl in unserer Haut? Ob wir uns wohl fühlen oder nicht, hat meist weniger mit den Umständen als vielmehr mit unseren ureigenen Gefühlen zu tun.Oft passiert es, dass unsere Gefühle die Regie übernehmen, dass sie den Bus steuern, in dem wir sitzen, statt dass wir unseren eigenen Bus des Lebens und damit unsere Gefühle lenken.Du bist schuld, dass ich traurig bin. Du machst mich wütend. Unser Streit macht mich ratlos und ähnliche Aussagen sind Hinweise darauf, dass wir andere für unsere Gefühle zuständig erklären. Das scheint auf den ersten Blick das Einfachste. Doch indem wir das tun werden wir zum Spielball der anderen. Ohne dass wir es wollen und meist ohne dass die anderen das wollten. Aber es passiert halt. Einfach so, ohne dass wir dies ändern könnten?Nein. Aber die meisten Menschen nutzen bevorzugt eine von zwei Strategien im Umgang mit als negativ empfundenen Gefühlen wie Ärger, Wut, Stress, Druck, Apathie, Neid, Gier, Verwirrung, Unzufriedenheit, Traurigkeit.Entweder sie verdrängen sie oder sie erleben ihre Gefühle so intensiv, dass sie zu ihren Gefühlen werden und sich ihnen ausgeliefert fühlen. Beides sind gleichermassen untaugliche Verfahren. Und beide können über die Zeit unangenehme Folgen haben. Von der milden Unausgeglichenheit bis hin zum massiven Stress. Von der leichten Muskelverspannung bis zum chronischen Rückenschmerz, und anderen chronifizierenden, psychosomatischen Krankheiten, denen sie selbst und die Ärzte oft ratlos gegenüberstehen.Leider hat uns niemand beigebracht, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen können. Schade, wo dies doch eine der wichtigsten Kompetenzen im Umgang mit uns selbst wäre. Denn wie können wir glücklich und selbstbestimmt leben, wenn unsere Gefühle mit uns machen, was sie wollen? Wie können wir es schaffen, dass wir Herr über unsere Gefühle sind, statt die Gefühle Herr über uns? Die Sedona Methode, die von Lester Levenson entwickelt wurde, hilft uns, besser mit unseren Gefühlen klar zu kommen.Coaching-Tipp: Die Sedona Methode in fünf Schritten
Das Modell Moment of Excellence (MoE) dient dem Selbstempowerment. Durch das erneute Erleben vergangener Erfolgsmomente werden Ressourcen erinnert und reaktiviert. Das Modell fördert ein positives Selbstbild sowie das Erfahren von Selbstwirksamkeit und eignet sich daher auch als Motivationstool. Der MoE kann auch rollen- oder kontextspezifisch gewählt werden. Z.B. einen MoE als Mutter in schwierigen Situationen, als Redner bei Vorträgen, als Trainer vor grossen Gruppen, usw.[[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"226","attributes":{"alt":"","class":"media-image","typeof":"foaf:Image"}}]]
Diese Makrostrategie geht auf Walt Disney, den Mitbegründer der weltbekannten Disney Company zurück. Disney war ein sehr kreativer Mensch und auch in der Lage seine Visionen umzusetzen. Seine einzigartige und produktive Art war es wohl, weshalb er als Modell im NLP Einzug erhalten hat. Disney soll die Phasen von der Idee bis zur Umsetzung in drei Phasen aufgeteilt haben. Diese waren:Das kreative Träumen oder die Vision.Der realistische PlanerDer konstruktive Kritiker[[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"227","attributes":{"alt":"","class":"media-image","typeof":"foaf:Image"}}]]
Wir Menschen haben die fabelhafte Kompetenz, nicht nur in der Zeit zu wandern, auf ein Fingerschnippen verschiedenste Emotionen hervorzurufen,... - weiterlesen (PDF-Datei)[[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"229","attributes":{"alt":"","class":"media-image","typeof":"foaf:Image"}}]]
Mit diesem Modell kannst du erfolgreiche Zieldefinitionen für dich oder deinen Coachee festlegen. Zieldefinitionen, die Sinnvoll, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert und Eigenerreichbar sind. S.M.A.R.T.E Ziele verhelfen zum nachhaltigen Erfolg. (Modell als PDF-Datei)[[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"230","attributes":{"alt":"","class":"media-image","typeof":"foaf:Image"}}]]