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Zürich/Basel, um 1820/30
Zürich
um 1820/30
H. 82, B. 75, L. 150 cm
Inv. 1920.176.
Basel
um 1820/30
H. 115, B. 77, L. 132 cm
Inv. 1915.22.
Solche als Spielzeug für die Kinder oder auch als eigentliche Kinderwagen hergestellte Fahrzeuge wurden von den Kindern selbst oder von einem Kindermädchen bzw. Hausburschen gezogen. Manchmal wurden auch Hunde, Ziegen oder Schafe vorgespannt. Der linke Wagen entspricht bis in alle Details einem massstäblich verkleinerten C-gefederten Vis-à-vis der Biedermeierzeit.
Am rechten Wagen verraten die Holzteile beste Wagnerarbeiten, besonders deutlich wird dies am Untergestell mit dem fein ausgearbeiteten Vorwagen. Das ganze Fahrzeug ist eine wagenbauerisch korrekte Verkleinerung einer Biedermeier-Kalesche. Sogar das Gepäck- oder Lakaienbrett über der hinteren Achse ist vorhanden. Der Kasten ist in C-Federn und Lederriemen schwebend gelagert. Schwungriemen zwischen dem Kutschenkasten und dem Langbaum des Untergestelles verhindern ein allzu starkes Ausschwingen des Kutschenkastens. Schön erhalten hat sich auch die alte Samtpolsterung mit den weissen Porzellanknöpfen.