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Waschmitteldosierung ist abhängig von der Wasserhärte
Kalzium kann in Verbindung mit Waschmitteln die unlöslichen Kalkseifen bilden und damit dem Waschvorgang waschaktive Substanzen entziehen. Durch die im Waschmittel enthaltenen Enthärter kann Kalzium an diese gebunden und damit unwirksam gemacht werden. Je härter das Wasser ist, umso mehr Enthärter bzw. Waschmittel ist erforderlich.
Auf den Packungen der Waschmittel sind deshalb Dosierungsvorschriften für drei Härtebereiche angegeben: bis 15°fH, 15–25°fH, über 25°fH
Waschen bei äusserst kalkreichem Wasser
Einzelne Gemeinden haben in ihrem Netz Wasser mit sehr hoher Härte. Bei Wasserhärten über 45°fH kann der Einbau eines Ionenaustauschers in Erwägung gezogen werden. Auf dem Markt sind kleinere Ionentauscher erhältlich, die mit der Waschmaschine vorgekoppelt werden können. Die Dosierung des Waschmittels für das enthärtete Wasser entspricht dann demjenigen des niedersten Härtebereichs (bis 15°fH). Bei Verwendung eines Ionenaustauschers kann anstelle eines herkömmlichen Waschmittels auch Seife eingesetzt werden, da die Wasserhärte auf weniger als 15°fH reduziert wird.
Waschen mit zwei Komponenten
Kantonale Laboratorien empfehlen, so genannte Basiswaschmittel zu verwenden, welche kein Bleichmittel enthalten. Aus ökologischen Gründen soll das Bleichmittel nur bei Bedarf zugegeben werden. Viele Bleichmittel werden erst bei höheren
Waschtemperaturen aktiv, weshalb deren Einsatz bei tieferen Temperaturen oder bei wenig verschmutzter Wäsche wenig Sinn macht. Bei der gezielten Zugabe von Bleichmitteln spricht man auch vom Waschen mit zwei Komponenten.
Waschen mit drei Komponenten
Einzelne Waschmittelanbieter, die Gewicht auf ökologische Eigenschaften legen, bieten Waschmittelsysteme mit drei Komponenten an: Basiswaschmittel, Enthärter und Bleichmittel. Bei dieser Strategie wird das Basiswaschmittel immer nur für den untersten Härtebereich dosiert. Die Dosierung des Enthärters hingegen wird auf die vorliegende Wasserhärte ausgerichtet.
Waschen mit Seife
Bei Wasserhärten bis 20°fH lässt sich anstelle eines Waschmittels auch Seife einsetzen; über 15°fH ist die Seife allerdings mit einem Wasserenthärter – der Wasserhärte entsprechend – zu ergänzen.
Quelle: Kantonales Labor Aargau