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In der Schweiz will niemand Schweinefüsse haben, in China gelten sie als Delikatesse. Nach jahrelangen Verhandlungen hat nun die Swiss Nutrivalor im solothurnischen Oensingen den ersten mit Schweinefüssen gefüllten Container in Richtung Shanghai verschickt, wie die Firma am Mittwoch mitteilte.
Die Geschichte mit dem Export von Schweinefüssen und anderen Schlachtnebenprodukten reicht über zehn Jahre zurück, wie Swiss Nutrivalor, eine Tochter der Centravo-Hodling, schreibt. Bereits 2007 wurde eine erste chinesische Delegation begrüsst, um die Möglichkeiten des Exports nach Fernost abzuklären. Jahrelang habe man daraufhin mit chinesischen Fach-Auditoren die Zulassungsbedingungen und die Gestaltung der geplanten Fabrik in Oensingen besprochen und abgestimmt. Die Centravo investierte 20 Millionen Franken in die Anlage zur Verwertung von Schlachtnebenprodukten, 2017 nahm das Werk den Betrieb auf.
Die offizielle Zulassung für den Export gab es aber erst im Juni 2019. Fünf Schweizer Fleischbetriebe erhielten von China die Zulassung als Exportbetriebe. Und danach mussten administrative Abläufe dokumentiert und getestet werden.
In sechs Wochen soll nun der erste Container von Swiss Nutrivalor in China eintreffen. 6000 Tonnen Schweinefüsse sollen jährlich nach China gehen. Die Swiss Nutrivalor exportiert bereits Schweizer Schweineohren, -füsse oder -schwänze beispielsweise nach Osteuropa, Afrika oder nach Fernost.