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Wie sehen die Hinterlassenenleistungen der BLVK aus?
Die BLVK richtet beim Tod der versicherten Person folgende Leistungen aus:
Die jährliche Ehegattenrente beträgt 60% der Invalidenrente bei aktiv Versicherten oder 60% der Alters- oder Invalidenrente bei verstorbenen Rentenbezügern.
Die jährliche Lebenspartnerrente wird unter gewissen Bedingungen (Art. 19 StVR-BLVK) gewährt. Sie beträgt 60% der Invalidenrente bei aktiv Versicherten oder 60% der Alters- oder Invalidenrente bei verstorbenen Rentenbezügern.
Die Waisenrente beträgt 15% der versicherten oder laufenden Invaliden- oder Altersrente.
Stirbt eine versicherte Person vor dem ordentlichen Rentenalter, ohne dass ein Anspruch auf eine Ehegattenrente oder auf eine Lebenspartnerrente entsteht, wird ein Todesfallkapital fällig.
Wer ist anspruchsberechtigt?
Anspruch auf eine Ehegattenrente hat der überlebende Ehegatte oder eingetragene Partner, wenn er für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss oder das 45. Altersjahr vollendet hat und mit dem verstorbenen Ehegatten mindestens 5 Jahre verheiratet war. Erfüllt der überlebende Ehegatte keine dieser Voraussetzungen, so hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung in der Höhe von 3 Jahres-Ehegattenrenten.
Lebenspartner (auch gleichgeschlechtliche) haben Anspruch auf eine Lebenspartnerrente, sofern
- ein Lebenspartnervertrag bei der BLVK hinterlegt ist und
- sie darin als anspruchsberechtigt bezeichnet sind
- sie nicht verheiratet sind und keine Ehegatten- oder Lebenspartnerrente aus einem anderen Vorsorgefall beziehen
- die Lebenspartnerschaft vor dem 60. Altersjahr des Versicherten eingegangen wurde
- sie älter als 45-Jährig sind und während der letzten fünf Jahre ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft mit der versicherten Person geführt haben oder für mindestens ein gemeinsames Kind aufkommen müssen.
Anspruch auf eine Waisenrente besteht bis zum Tode des Kindes, jedoch spätestens bis es das 18. Altersjahr vollendet hat. Darüber hinaus besteht er bis zur Vollendung des 25. Altersjahres, wenn das Kind nachgewiesenermassen in Ausbildung oder zu 70% invalid ist.
Anspruch auf das Todesfallkapital haben in nachstehender Reihenfolge:
- Ehegatte oder Lebenspartner
- Natürliche Personen, die von der verstorbenen Person in erheblichem Mass unterstützt worden sind¨
- Personen, die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen müssen
- Kinder der verstorbenen Person