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© Jari Peltomäki
Die Jagd auf Vögel entspricht zwar regional einer stark verwurzelten Tradition, ist aber aktuell als Sport- und Freizeitaktivität einzustufen.
Aus ökologischer Sicht kann eine den jeweiligen Verhältnissen angepasste Jagd bei Arten mit stabilen oder zunehmenden Beständen verantwortet werden, (a) wenn die Gefährdungssituation auf europäischer und nationaler Ebene berücksichtigt wird, (b) wenn sie keine messbaren negativen Auswirkungen auf die Verbreitung, die Bestände und die Sozialstruktur der betroffenen Arten hat, (c) nicht zu anderen negativen Auswirkungen auf Lebensgemeinschaften führt und (d) wenn die Jagdverantwortlichen und Jagdausübenden vermehrt auf allen Ebenen mithelfen, die alarmierende Lebensraumsituation unserer Fauna wirkungsvoll zu verbessern.
Seit dem Beginn der Reglementierung der Jagd auf Bundesebene 1876 hat sich der Schutzstatus der Vögel verbessert. Insbesondere wurde die Liste der jagdbaren Arten sukzessive eingeschränkt. Trotzdem blieben auch bei der am 15. Juli 2012 in Kraft gesetzten Revision der Jagdverordnung1 einige gut begründete Anliegen für die Verbesserung des Schutzes der Vögel unberücksichtigt.
Die Schweizerische Vogelwarte empfiehlt die Umsetzung der folgenden Anliegen auf kantonaler Ebene. Eine Übernahme auf Bundesebene ist in der nächsten Revision anzustreben.
Standpunkt der Schweizerischen Vogelwarte Sempach