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Idiopathische Hypersomnie
von J.Mathis
Die idiopathische Hypersomnie ist in erster Linie charakterisiert durch ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Diese Patienten benötigen mehr als 10 Stunden Schlaf pro 24 Stunden, was zu einem erschwerten Erwachen führt. Nach einer normalen Bettliegedauer von 7-9 Stunden hören sie meistens den ersten Wecker gar nicht, sie benötigen 3-4 Wecker und müssen dann noch mühsam von Angehörigen geweckt werden. In der ersten Stunde nach dem Aufstehen empfinden sie sich in einer Art Halbschlaf und erst nach ca. einer Stunde können sie einigermassen normal funktionieren. Oft bleibt auch tagsüber eine verstärkte Schläfrigkeit bestehen, welche aber im Gegensatz zu der Narkolepsie nicht mehr in unwiderstehlichen Schlafattacken, sondern eher in einer chronischen mässig ausgeprägten Form vorliegt. Auch diese Patienten haben insbesondere bei passiven Tätigkeiten, wie beim Lesen oder arbeiten am PC, die grösste Mühe, wachzubleiben. Oft findet sich eine positive Familienanamnese, in dem schon die Eltern ein erhöhtes Schlafbedürfnis hatten und bereits in jungem Alter regelmässig einen Mittagsschlaf eingeschoben haben.