Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03318.jsonl.gz/800

Die hohe Zahl der HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), hängt mit ihrem Sexualverhalten zusammen. Das zeigen die Resultate von Gaysurvey 2007. Gaysurvey ist eine nationale Studie, die schwule Männer in der ganzen Schweiz zu ihrem sexuellen Verhalten befragt. Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Lausanne führt diese Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit seit 1987 periodisch durch.
Nachstehend Details aus der Umfrage 2007:
- ¾ der Antwortenden hatte Sex mit Gelegenheitspartnern, ½ mit mehr als 5 Partnern.
- Der Anteil MSM, die sich beim Analverkehr mit Gelegenheitskontakten nicht konsequent mit Kondomen schützen, nimmt seit 1994 stetig zu (von 9% auf 24%).
- 31% der HIV-Positiven hatte mindestens einen ungeschützten Kontakt mit einem mit negativem oder unbekanntem Serostatus.
- 21% praktizierten unsafen Oralsex mit Gelegenheitspartnern.
71% der Antwortenden befindet sich in einer stabilen Beziehung. Mehr als die Hälfte dieser Männer hatte auch sexuelle Kontakte ausserhalb ihrer Beziehung. 42% der Männer in stabiler Beziehung wissen nicht ob sie selbst oder der Partner mit HIV infiziert sind oder nicht. Trotzdem machen 40% von ihnen nicht konsequent safen Sex.
Die Mehrheit der Befragten unterzog sich im Laufe ihres Lebens schon einmal einem HIV-Test. Schwulenfreundliche Testeinrichtungen (Checkpoints) bieten den optimalen Rahmen, da sie nebst HIV-Tests auch Beratungen und Tests auf andere sexuell übertragbare Krankheiten durchführen.
Quelle: Pink Cross Newsletter