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Albert Hofmanns rasante Velofahrt
Am 19. April 1943 testete der Schweizer Chemiker Albert Hofmann erstmals das von ihm erfundene LSD - und erlebte dabei so einige verwirrende Momente.
Für die im Kanton Basel-Stadt ansässige Sandoz versuchte der Forscher Albert Hofmann 1938 aus einem Getreidepilz einen Stoff zu entwickeln, der den menschlichen Körper stimuliert. Das Lysergsäurediethylamid LSD-25, die 25. Substanz jener Versuchsreihe, testete er 1943 in einem Selbstversuch. Als Hofmann im Labor schwindlig wurde, fuhr er mit dem Velo nach Hause – vermeintlich langsam, in Wirklichkeit aber rasend schnell. Alles, was der Forscher sah, war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Seine Nachbarin beschrieb er später als «Hexe mit farbiger Fratze». Es ist das Protokoll des ersten LSD-Rausches der Geschichte.
Bis 1966 produzierte Sandoz den Stoff als Therapiehilfsmittel. In den 70er-Jahren wurde er zur Hippie-Droge und weltweit verboten – nicht einmal zu medizinischen Zwecken war LSD erlaubt. Unlängst aber konnte ein Schweizer Psychiater wieder die erste Patientenstudie mit dem Stoff durchführen – die Resultate waren positiv.