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An runden Tischen sitzen Menschen, die sich vorher noch nie begegnet sind. Jeder wünscht sich etwas, und jeder gibt etwas. Die beiden Dinge schreibt er je auf einen Zettel, der dann in einem Korb verschwindet. Das Spiel beginnt: wer zieht zuerst einen der Papierstreifen?
Torsten wünscht sich ein Stück Sachertorte, und bietet an, ein Obertonlied zu singen. Jean wünscht sich ein neues Tattoo, Annick offeriert ein selbstgebasteltes T-Shirt, und Otto verschenkt selbstgebackenen Apfelkuchen. Es entsteht ein Rattenschwanz des Gebens und Nehmens. «Wir wollen einen realen Raum schaffen, in dem Menschen sich treffen», fasst Benedikt Wyss, Organisator, die Idee des social muscle club zusammen. Das Geben, das im Internet in Form von digitalen likes inflationär praktiziert wird, soll auch in der Realität wieder gefördert werden.
Die Idee der social muscle clubs ist nicht eigentlich neu. «In den 1930er-Jahren entstanden in der englischen Arbeiterbewegung Clubs», so Wyss. Man habe sich mit den jeweiligen Stärken ausgeholfen. Diese Idee nahmen Künstler aus Berlin auf - und gründeten eine moderne Variante der Clubs. Benedikt Wyss brachte die Idee von Berlin nach Basel. «Wir wollen kein szeniger Insider-Treff sein, sondern ein möglichst durchmischtes Publikum erreichen.»
(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)