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Ar 416
Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.
Ar 416
1984-1998
1.5 m
Am 20. August 1984 gründeten sieben Frauen den Verein Villa Kassandra. Vereinszweck war der Betrieb des gleichnamigen Bildungs- und Tagungszentrums. Im Herbst 1986 konnte der Verein im jurassischen Grenzdorf Damvant eine geeignete Liegenschaft erwerben. Das Themenspektrum des Kursprogrammes war vielfältig und reichte von Spiritualität, Selbsterfahrung und Körperarbeit über Handwerkliches wie Veloflicken bis hin zu politischen Seminaren (Gen- und Reproduktionstechnologie, Frauenarbeit und Finanzkrise, Sachzwang Weltmarkt). 1988 fand erstmals die Frauen-Sommer-Universität statt, in deren Rahmen namhafte Wissenschafterinnen und Politikerinnen über feministische Themen referierten und diese mit den Teilnehmerinnen diskutierten. 1994 wurde für die Villa Kassandra ein neues Betriebskonzept erarbeitet. Die vermeintlich vorübergehende Schliessung bedeutete dann das definitive Ende des Projekts. Alle Bemühungen zur Gewinnung von neuen Frauen für die Vereinsarbeit und für den Betrieb der Villa Kassandra scheiterten und die Liegenschaft in Damvant wurde verkauft.
Die Akten des Projektes „Villa Kassandra“ wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv Anfang März 2004 von den Gründerinnen Shelley Berlowitz und Lena Rérat übergeben. Die Bearbeitung erfolgte im März 2004 durch Anna Hasler und Urs Kälin.
Der Bestand enthält: Protokolle von Projekt- und Teamsitzungen; Korrespondenz; Praktikumsberichte; Verträge; Presseberichte; Finanzielles; Unterlagen zur Frauen-Sommer-Universität; Audio-Kassetten und Fotodokumente. Vorhanden sind ferner Unterlagen zu feministischen Projekten und Initiativen der 1990er Jahre in Zürich: Eisbar / Strandbar, Frauen fordern Räume, Musikwerkstatt „Zwischen den Stühlen“.
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.