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Schweizer Botschaft in Paris
Das Hôtel de Bésenval, benannt nach dem Baron von Bésenval, Kommandant der Schweizergarde, ist ein Beispiel für die Lebensweise und den Prunk unter Ludwig XVI. Es beherbergt heute die Schweizer Botschaft in Paris.
Die Restaurierungsarbeiten an den Salons wurden im Rahmen der Instandsetzung der Botschaft realisiert. Diese Arbeiten wurden seit 2017 unter Betrieb und etappenweise durchgeführt, und dauern noch bis Ende 2020 an. Nur die Salons wurden während ihrer Restaurierung ganz oder teilweise geschlossen.
Darüber hinaus umfassten die Arbeiten die Renovierung der Fassaden und des Daches, die Schaffung eines Aufzugs, der alle Stockwerke bedient, die Neugestaltung der Grossküche und einer Küche im privaten Teil, die Instandsetzung der sanitären Anlagen und der Heizung, die normgerechte Anpassung der allgemeinen Elektroinstallationen und die Anpassung der Kanzlei an die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Die betrachteten und besuchten Räume sind diejenigen der Repräsentation. Es wird empfangen, es wird willkommen geheissen, es wird zur Schau gestellt.
Die Arbeit wurde in der Optik einer getreuen Restauration getätigt. Den Ursprungzustand berücksichtigen, auf Veränderungen achten, die manchmal nicht sehr offensichtlich zu erkennen und mit aufeinanderfolgenden Besetzungen verbunden sind, und dann versuchen, das Erscheinungsbild buchstäblich und bildlich in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
|Vorbereitung des Untergrunds||Vergoldung||Resultat||Restaurierung Möbel|
Jenseits des Vorraums/Vestibüls, der mit grossen Quecksilberspiegeln und einer Bronzelaterne verziert ist, befinden sich fünf Salons.
Diese fünf Salons mit verschiedenen Intimitätsgraden reihen sich in einer Raumflucht an. Das Spiel der Materialien wird in jeder Hinsicht vom Lichtspiel begleitet, jenem des Tageslichts, wenn Holztäfelung und Vergoldungen es einfangen können, jenem des künstlichen Lichts, dabei muss man bedenken, dass es sich einst um Kerzenlicht handelte und dass diese Wärme erhalten bleiben muss.
Die Alkove ist jetzt mit Quecksilberspiegeln ausgestattet, welche Motive und Vergoldungen vervielfachen, Verzierungen in Posamenten, Fransen, Quasten und Kartisanen vervollständigen die Stoffe, die Vitrinen, die mit Satin und Fransen ummantelt sind, beherbergen die Sammlung von Statuen in Biskuitporzellan aus Sèvres.
Der als historisches Denkmal eingestufte „Salon des Ministres“ war Gegenstand stratigraphischer Forschungen zur Bestimmung der verschiedenen chromatischen Beiträge. Diese Kenntnis ermöglichte es, zusätzlich zur Restaurierung der Bildwirkerei/Tapisserien, die Tonalität der ursprünglichen Dekorationen zu ermitteln. Hier kommt die Lichtquelle von Kronleuchtern und wird mit Wandlampen ergänzt, die den Reliefs der Motive Glanz verleihen und die drei grossen Spiegel einrahmen.
Der durch die Präsenz eines Klaviers zum Musiksalon berufene „Salon des Perroquets“, bietet sich nun in einer völligen Überarbeitung der Farbtöne an, inspiriert von einem Damastgewebe, einer Anordnung von Seidenfäden in Relief, goldene, grüne und florale Motive kombinierend.
Der „Salon de la Tapisserie“, der einen grossen Wandteppich der Manufacture des Gobelins beherbergt, sucht schlicht, durch die Töne, den Reichtum des Lichts, das Hinzufügen von grossen Wandleuchten aus Bronze nach dem Vorbild von Caffieri, das Werk zu begleiten.
Der ebenfalls klassifizierte Speisesaal schliesslich profitiert von denselben Untersuchungen wie der Salon des Ministres und verbindet das chromatische Spiel der Holztäfelung, von Grautönen bis Türkisblau, mit gezielten Arbeiten an Lüster und Stoffen.
Das bereits vorhandene Inventar wurde durch Anschaffungen ergänzt, hauptsächlich von Objekten, die aus dem mit den aufeinanderfolgenden Epochen des Lebens des Hotels zugehörigen Repertoire ausgewählt wurden.
Letzte Änderung 30.07.2020