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Sind meine Schilddrüsenhormone richtig eingestellt?
Ich nehme schon lange Schilddrüsenhormone. In letzter Zeit habe ich vermehrt Herzrasen, auch wenn ich mich nicht körperlich anstrenge. Manchmal wird mir dann auch schwindelig. So schnell wie das Unwohlsein kommt, verschwindet es auch wieder. Liegt es an den Hormonen?
Schilddrüsenhormone spielen eine zentrale Rolle im menschlichen Körper und beeinflussen verschiedene Stoffwechselschritte. Typische Symptome beim Fehlen von Schilddrüsenhormonen sind eine Verlangsamung des Stoffwechsels mit vermehrter Müdigkeit, Gewichtszunahme, Verlangsamung des Stuhlgangs (Obstipation), trockener Haut und spröden Haaren sowie eine Verlangsamung der Herzaktion. Auf der anderen Seite führt eine Überfunktion der Schilddrüse typischerweise zu einer gesteigerten Nervosität, einer Gewichtsabnahme, vermehrtem Schwitzen und erhöhten Blutdruckwerten. Herzrhythmusstörungen und Herzrasen sind ebenfalls typische Symptome bei einer Schilddrüsenüberfunktion.
Mit einem einfachen Laborwert kann die Schilddrüsentherapie kontrolliert und sichergestellt werden, dass die Dosis richtig gewählt ist.
Der TSH-Wert gibt Aufschluss
Deshalb muss die Dosis der Schilddrüsenhormone richtig eingestellt werden. Zum Glück können wir mit einem einfachen Laborwert die Schilddrüsentherapie kontrollieren und sicherstellen, dass diese Dosis richtig gewählt ist. Dabei messen wir das TSH (Thyroidea- stimulierendes Hormon) – ein Hormon, das in der Hirnanhangdrüse produziert wird und die Schilddrüse zur Produktion von Hormonen aktiviert. Ein tiefer TSH-Wert zeigt also eine Übersubstitution an, während ein hoher TSH-Wert eine Untersubstitution anzeigt.
In diesem konkreten Fall sollte der Hausarzt oder die Hausärztin das TSH messen und damit die Korrektheit der Schilddrüsenhormonsubstitution überprüfen – und allenfalls die Dosis anpassen. Wenn der TSH-Wert im Zielbereich ist, sollten andere Ursachen für ein Herzrasen ausgeschlossen werden.
Der Arbeitsbereich der Allgemeinen Inneren Medizin beinhaltet die Grundversorgung aller Patienten mit körperlichen und seelischen Gesundheitsstörungen in der Notfall-, Akut- und Langzeitversorgung.
Viele Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem Bereich der Allgemein Inneren und Notfallmedizin haben verschiedene, sich gegenseitig beeinflussende Krankheiten und Medikamente und sind sogenannt «polymorbide». Ein interdisziplinärer und interprofessioneller Ansatz ist wichtig, um den komplexen Krankheitsbildern gerecht zu werden.
Für Diagnose, Therapie und Nachsorge erwartet Sie ein kompetentes Team.