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In einer Produktion des Theater Stadelhofen zeigt Rossi, Russius & das Saxophon die Geschichte von Sabina Spielrein nach dem biographischen Roman «Sabina» von Karsten Alnaes (1994).
Unter der Regie von Klaus Henner Russius spielt Graziella Rossi in einem überaus gelungenen Monolog alle Rollen von den Eltern Spielreins bis zum Übervater Freud selbst. Es ist die Geschichte der russisch-jüdischen Psychiaterin Sabina Spielrein (1885-1942). Sie erlebte die grossen politischen Tragödien, die im letzten Jahrhundert Europa heimgesucht haben, am eigenen Leib. Als Patientin von C.G. Jung kam sie 1904 in die Irrenheilanstalt Burghölzli in Zürich, studierte hier nach ihrer Genesung Medizin und beschäftigte sich als Psychoanalytikerin intensiv mit dem Seelenleben von Kindern. 1911 promovierte Sabina Spielrein in Zürich. In Wien wurde sie als erste Frau in die dortige Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen. Sie wurde schliesslich im zweiten Weltkrieg beim deutschen Überfall auf die Sowjetunion gefangen genommen und ermordet.