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Wird Produktivität beim Internetkonzern wichtiger als Innovation?
Googles 20-Prozent-Regel ist so gut wie tot. Dies berichtet der Newsdienst 'Quartz'
. Die Regel besagt, dass Angestellte des Internet-Giganten 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte einsetzen können. Diese Projekte werden, falls sie vielversprechend sind, später von Google aufgegriffen. Dadurch entstanden unter anderem Gmail, AdSense, Google Talk und Google News. Viele andere Firmen kopierten diese Idee.
Diese "20% time" existiere nun faktisch nicht mehr, schreibt 'Quartz'. Obwohl das Programm offiziell noch existiere, berichten Quellen, dass Ingenieure neu das Einverständnis des Managements einholen müssen, wenn sie an einem anderen Projekt arbeiten wollen. Bislang war die 20-Prozent-Regel ganz einfach ein Recht für alle. Dem Bericht zufolge kommt es nun öfters vor, dass das obere Management die Projekte ablehnt. Kurzfristige Produktivität scheint stärker im Fokus zu sein als langfristige Innovation.
Wie 'Quartz' erinnert, hat Google unter der Leitung von CEO Larry Page immer wieder betont, dass mehr Ressourcen und Mitarbeitende für weniger Projekte zur Verfügung stehen sollen. Tatsächlich hat Google in den jüngsten Jahren einige Experimente beerdigt
.
Trotzdem: Jüngste Ideen von selbstfahrenden Autos über Internet-Ballone
beweisen, dass Google bemüht ist, innovative Produkte und Dienste auf den Markt zu bringen. (mim)