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Der Stör gehört zu den erd-geschichtlich ältesten Lebewesen, die seit über 30 Millionen Jahren bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben sind. Namhafte, wilde Störbestände von wirtschaftlicher Bedeutung finden wir heute nur noch im Kaspischen und Schwarzen Meer wie auch im Amur, dem Grenzfluss zwischen Russland und China.
Das Kaspische Meer, mit rund 400'000 Quadratkilometern das grösste Binnenmeer der Welt, beherbergt heute noch etwa 90 Prozent der noch freilebenden Störe und liegt zu rund einem Drittel auf iranischem und zwei Drittel auf russischem Hoheitsgebiet. Neben den freilebenden Stören gibt es heute einige erfolgreiche Zuchtstationen, so zum Beispiel in den USA, wo vor allem der weisse Stör herangezüchtet wird. Aber auch in Europa gibt es grössere Zuchtbetriebe wie in Italien bei Brescia und in Frankreich bei Bordeaux.
Die geschätzte jährliche Produktionsmenge an Zuchtkaviar beläuft sich auf rund dreissig Tonnen. Diese nicht unbedeutende Menge könnte sich etwas entlastend auf den Raubbau, vor allem im russischen Teil des Kaspischen Meeres, auswirken.