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Schweiz(?), frühes 19. Jh.
Unsigniert
Schweiz(?)
frühes 19. Jh.
Messing, Eisen, Holz
L. gesamt 169,2, B. 39,1 cm
Inv. 1980.2058.
An einer Eisenstange sind unterschiedlich gestaltete Elemente aus Messing befestigt: von unten nach oben ein halbmondförmiger Rahmen mit acht Glöckchen, ein Helm mit durchbrochenem Rand, eine Lyra mit zwei und ein Kreuz mit vier Glöckchen sowie eine hohle, wohl die Welt symbolisierende Kugel; den oberen Abschluss bildet eine Sonne mit Gesicht und einzeln hervorgehobenen Strahlen. Die Stange steht lose in einem Holzköcher auf einer Feder. Dies bewirkt, dass sie sich beim Marschieren bewegt und dabei die Glöckchen im Rhythmus der Schritte zum Klingen gebracht werden. Seine Entstehung verdankt der ab dem späten 18. Jahrhundert in der Militärmusik eingesetzte Schellenbaum der damals aufgekommenen Türkenmode. Äusserlich zeigt sich dies in der Vorliebe halbmondförmiger Elemente und musikalisch in dem Wunsch nach einer Untermalung durch rhythmische Rassel-, Glocken- oder Schellentöne.