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Der Schild des Armbrustschützen
Um die verbesserten Rüstungen im Mittelalter durchschlagen zu können, mussten immer stärkere Armbrüste konstruiert werden. Dies führte dazu, dass diese nur noch mit Spannhilfen geladen werden konnten, was das Nachladen verlangsamte. Auf dem freien Feld war ein Schütze dann besonders verwundbar. Abhilfe schuf ein spezieller Schild, eine sogenannte Pavese, auch Setzschild genannt, welcher ausreichend Deckung bot. Pavesen existieren in verschiedenen Grössen und Formen. Unser Objekt hat in der Mitte eine spezielle Ausformung, um einen Pfahl als Abstützung aufzunehmen. Für eine Belagerung existierten noch grössere und massivere Modelle.
Die Pavese aus dem 15. Jahrhundert stammt ursprünglich aus der Sammlung spätmittelalterlicher Schilde der ehemaligen Rüstkammer von Klausen in Tirol. Die Sammlung wurde im 19. Jahrhundert in alle Welt verkauft, eines der Schilde gelangte über ein Aktionshaus 1936 nach Solothurn.