Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03580.jsonl.gz/866

Frau M. entschied sich für die CS-Therapie, weil sie seit Monaten starke krampfartige und stechende Schmerzen in der Gallengegend und im Darm hatte.
Sie konnte fast nichts mehr essen, aber sämtliche ärztliche Untersuchungen im Spital hatten nichts ergeben. Organisch gesehen war sie gesund. Wir sprachen lange und ausführlich über ihre Symptome und auch über frühere Krankheiten. Schon in der ersten Behandlung stellte sich jedoch heraus, dass ihr System ein ganz anderes Bedürfnis hatte. In erster Linie ging es nämlich um ein uraltes Thema: Frau M. musste als Kind zusehen, wie ihr Bruder von einem Auto überfahren wurde. Er starb vor ihren Augen. Das ganze Körpersystem von Frau M. stand noch immer unter Schock, und es dauerte etwa 6 Sitzungen, bis ihr craniosacrales System sich nicht bei jeder Berührung verhielt wie ein Taubenschwarm, der aufgescheucht wegfliegt, weil eine Katze in ihre Mitte springt. Erst als dieses Thema soweit aufgearbeitet war, konnten wir anfangen, konkret an den Organen zu arbeiten. Dies gelang schlussendlich so gut, dass sie die meiste Zeit schmerzfrei war und nur ab und zu eine Art Druckgefühl im Bauch hatte. Dies hinderte sie jedoch nicht mehr daran, das Leben zu geniessen. Sie nahm auch wieder zu, und war nicht mehr so bleich. Ganz weg bekamen wir die Schmerzen nicht, sie waren jedoch nicht mehr bestimmend in ihrem Leben, und mit diesem Zustand war sie sehr zufrieden.