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Herr Gross fordert in seinem ersten Politnetzartikel Chancengleichheit. Ein schöner Gedanke, gegen den sich auf den ersten Blick niemand wehren wird. Aber beim zweiten Durchlesen kommt ein grosses Stirnrunzeln. Legt eine politisch aktive Gruppe ihre Spenden offen, ist es seine Idee, dass der Staat alle Spenden unter 1'000 Franken verdoppelt.
http://www.politnetz.ch/beitrag/12801
Spielen wir diesen Gedanken durch. Fordert die SVP nahe AUNS (Aktion für eine unabhängige Schweiz) Ihre über 34'000 Mitglieder zum Sammeln und Spenden von Beträgen unter 1'000 Franken auf, wird der Betrag verdoppelt - sofern die AUNS ihre Finanzen offen legt. Nehmen wir einen Schnitt von 500 Franken an, die jedes Mitglied selbst einzahlt oder durch Strassenaktionen und Betteltouren einnimmt, sind dies 17 Millionen Franken Spendeneinnahmen. Nach der Idee von Herrn Gross kommt jetzt der Staat und verdoppelt die Einnahmen auf sagenhafte 34 Millionen.
Sie und ich bezahlen mit unseren Steuern der AUNS Plakate, die Sie und ich wahrscheinlich nie aufhängen würden.
Ich finde dies eine lausige Idee.