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Weitere Tabakprodukte
Elektronische Zigaretten sind mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Die in diesen Produkten enthaltenen toxischen Substanzen können zu einer Beeinträchtigung der Endothelfunktion, Verengung der Arterien, erhöhter Herzfrequenz und erhöhtem Blutdruck führen. Die von elektronischen Zigaretten erzeugten Aerosole enthalten giftige Chemikalien, die sowohl für Verbraucher als auch für Nicht-Konsumenten schädlich sind und daher mit spezifischen Gesundheitsrisiken verbunden sind. Wenn elektronische Nikotininhalatoren in Kombination mit dem Rauchen verwendet werden, was bei der Mehrheit der Benutzer gängige Praxis ist, werden die gesundheitsschädlichen Wirkungen von zwei oder mehr Produkten kombiniert. Die genauen Auswirkungen dieser Produkte auf die kardiovaskulären Erkrankungen sind noch nicht ausreichend bekannt, und es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich. In der Zwischenzeit ist Vorsicht geboten. Das Fehlen endgültiger wissenschaftlicher Erkenntnisse über die geringsten potenziellen Risiken dieser Produkte kann keinesfalls als Beweis gewertet werden, dass die Produkte nicht gesundheitsschädlich sind.
Schnupf- und Kautabak enthalten gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe und das in ihnen enthaltene Nikotin birgt die Gefahr der Abhängigkeit. Die Gesundheitsgefährdung durch rauchlose Tabakprodukte ist zwar geringer als durch Rauchtabak, diese Produkte sind aber keineswegs harmlos: Sie verursachen Krebs im Mundbereich, erhöhen das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen, gefährden die Schwangerschaft und das Ungeborene und schädigen Zahnfleisch und Zähne.
Bei den Shishas wird der Rauch durch ein mit Wasser gefülltes Gefäss gezogen. Durch das Wasser im Gefäss wird der Rauch soweit abgekühlt, dass er tiefer inhaliert werden kann und so auch die letzten Verästelungen der Lungenblässchen erreicht und Schaden anrichtet. Shishas können zahlreiche schädliche Auswirkungen auf Herz und Blutgefässe haben, was langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Eine Shisha-Session liefert 10-mal mehr Kohlenmonoxid als eine herkömmliche Zigarette. Betrachtet man das Rauchvolumen, sind es sogar 100 Zigaretten. Zudem versteift das Rauchen von Shishas die Arterien – und zwar genauso wie herkömmliche Zigaretten. Eine arterielle Gefässsteifigkeit gilt bereits als Vorbote für Arteriosklerose und mögliche Folgeereignisse wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte.
Viele, vor allem junge Menschen, weichen auf „Snus“ aus, Säckchen mit Kautabak, die unter die Lippe geschoben werden. Das ist leider nicht weniger gesundheitsschädlich. Rauchloser Tabak ist keineswegs eine bessere Alternative zum Glimmstängel. Er erhöht das Risiko von Mundhöhlenkrebs, steht in Verbindung mit der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und kann das Risiko für eine koronare Herzkrankheit erhöhen.