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Die Barça-Elf an jenem Tag
Vitor Baia; Sergi Barjuan, Laurent Blanc, Miguel Angel Nadal, Gheorge Popescu; Luis Figo, Pep Guardiola, Luis Enrique, Giovanni; Hristo Stoichkov, Ronaldo. Trainer: Sie Bobby Robson.
12. Oktober 1996: Brasiliens Ronaldo ist vielleicht der beste Stürmer aller Zeiten. Kurz nach seinem Wechsel vom PSV Eindhoven zu Barcelona gelingt ihm gegen Compostela sein vielleicht schönster Treffer.
Ronaldo. Für die junge Generation ist klar, wer das ist: Superstar Cristiano Ronaldo, der Europameister von Real Madrid. Wer ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat, der kennt natürlich noch den «originalen» Ronaldo: Den überragenden Stürmer der 90er-Jahre. «Ronaldo Fenômeno» nennen sie ihn zuhause. Heute wird er wegen seines schwankenden Körpergewichts oft als «der dicke Ronaldo» verspottet.
Dieser Ronaldo Luis Nazario de Lima erzielt in seinen besten Jahren Tore am Fliessband. Sein vielleicht schönster Treffer gelingt ihm im Dress des FC Barcelona. Beim 5:1-Auswärtssieg in Compostela erobert Ronaldo an der Mittellinie den Ball, um zu einem unwiderstehlichen Solo anzusetzen. Nachdem er die komplette Abwehr des Gegners vernascht hat, erzielt er das 3:0.
Die Saison 1996/97 ist Ronaldos einzige bei Barça, danach wechselt er zu Inter Mailand. Zwar reicht es nur zur Vizemeisterschaft hinter Real Madrid. Aber Ronaldo macht Barcelona zum Sieger im Cupsieger-Cup und mit der sagenhaften Bilanz von 34 Toren in 37 Einsätzen wird er Torschützenkönig der Primera Division.
Wo immer Ronaldo ist, da schiesst er seine Tore. Die Zahlen sprechen für sich:
«Ronaldo Fenômeno» war das, was sein Name verspricht: Ein Phänomen.