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Noch verstärkt in vielen Entwicklungsländern das extrem hohe Bevölkerungswachstum die Armut. Das Produktionspotential wächst schwächer als die Bevölkerung. Die Produktion pro Kopf nimmt ab. Doch es gibt immer mehr Länder, die eine Trendwende verzeichnen. Gelingt es, in armen Ländern das Bevölkerungswachstum zu verlangsamen, nimmt die Armut ab. Die Chance, das Bevölkerungswachstum zu vermindern, ist umso grösser, je schneller die Armut reduziert wird.
In den reichen Industrieländern kommt es zunehmend zu einer Ueberalterung. Es hat immer weniger junge und mehr alte Leute. Diese Umstrukturierung gefährdet den Wohlstand. Für den Wohlstand entscheidend ist das Verhältnis der Erwerbstätigen zu den Nicht-Erwerbstätigen. Es drohen Wohlstandseinbussen, wenn immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Nicht-Erwerbstätige aufkommen müssen.
In der Schweiz ist zwischen 1950 und 1999 der Anteil der über 65-Jährigen von 9,6 % auf 15,3 % angestiegen, die Zahl der unter 20-Jährigen von 30,6 % auf 23,2 % gesunken. Die Zahl der Jugentlichen ist somit stärker gesunken als die Zahl der alten Leute zugenommen hat. Das Verhältnis der aktiven zur übrigen Bevölkerung hat sich verbessert, allerdings zulasten der zukünftigen aktiven Bevölkerung.
Eine markante Alterung der Wohnbevölkerung zwischen 2005 und 2035 und eine rückläufiger Anteil der Erwerbsbevölkerung ab 2005: Das sind die wichtigsten Resultate der drei neuen vom Bundesamt für Statistik (BFS) ausgearbeiteten Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz.
Bis zum Jahr 2015 wird wahrscheinlich das Erwerbspersonenpotential altersstrukturbedingt noch leicht wachsen, unterstützt durch einen positiven Wanderungssaldo. Nach 2015 nimmt die Zahl der Erwerbstätigen voraussichtlich ab. Diese Prognose dürfte vor allem bis 2035 zutreffen, danach ist eher mit stabilen Verhältnissen zu rechnen.