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Mit seiner charmanten und erfrischenden Art eroberte Chris Roberts die Herzen der Schlagerfans im Nu. Er galt als absoluter Mädchenschwarm. Sein Porträt schmückte so manches Zimmer weiblicher Teenager. Bei Liedern wie «Hab ich Dir heute schon gesagt, dass ich Dich liebe», «Du kannst nicht immer 17 sein» oder «Ich bin verliebt in die Liebe» stimmten sie verträumt mit ein.
Hitparadenkönig
Chris Roberts gehörte zur Goldenen Generation des deutschen Schlagers, zusammen mit Udo Jürgens, Rex Gildo und Roy Black. Sie alle profitierten von der grossen Popularität, die dieses Genre in den 1970er-Jahren genoss. Nicht zuletzt dank Sendungen wie der ZDF-Hitparade, in der Chris Roberts von 1969 bis 198 mit 65 Auftritten Dauergast war. 13 Mal wurde er von Dieter-Thomas Heck als Nummer 1 angekündigt und avancierte damit zum ungekrönten Hitparadenkönig.
Herzensbrecher
Auch als Schauspieler war Chris Roberts gern gesehen. Rollen als smarter Herzensbrecher waren ihm wie auf den Leib geschrieben. Im Film «Wenn die tollen Tanten kommen» (1970) spielte er neben Rudi Carrell und Ilja Richter, in «Wenn jeder Tag ein Sonntag wär» (1973) neben Ireen Sheer und Heinz Reincke.
Staatenloser
Chris Roberts wurde 1944 als Christian Klusacek in Nazi-Deutschland als Sohn einer deutschen Mutter und eines jugoslawischen Vaters geboren. Seinen Eltern war es untersagt zu heiraten. «Ungeklärte Staatsangehörigkeit» wurde deshalb in der Geburtsurkunde ihres Sohnes vermerkt. Den deutschen Pass erhielt Chris Roberts erst im April dieses Jahres.