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Ekaterina Jablunowskaja war neun Jahre alt, als sie allein gelassen wurde. Ihre Eltern waren beide drogenabhängig. Infolge einer Überdosis ist die Mutter sehr früh gestorben. Der Vater “machte sich aus dem Staub“ – floh ins Ausland, weil er tief verschuldet war. Er verschwand für ganze 8 Jahre, denn die Nichtbezahlung hätte ihm das Leben kosten können!
Ihre Oma Nina, die an Zuckerkrankheit leidet, hat sie gross gezogen. Ekaterina ist zu früh erwachsen geworden. Zu früh und auf einen Schlag. Als kleines Kind war sie auf solche Schicksalsschläge nicht vorbereitet. Die Folge – chronische Gastritis, die einmal zu einem Magengeschwür führen wird, sowie Dystonie der Blutgefässe.
Wie sich herausstellte, hat ihr Vater Igor in einer Fabrik in Italien als Mechaniker gearbeitet. Vor kurzem verunglückte er bei der Arbeit. Durch ein Elektrogerät war er schwer verletzt worden. An ihm ist kein heiler Fleck geblieben. Eine Hand funktioniert nicht. Nach kurzer Rehabilitation im dortigen Spital, wo ihm Nothilfe geleistet wurde, musste er als behinderter Mensch in die Ukraine zurückkehren.
Nun ist er arbeitsunfähig und wohnt bei ihnen. Die Familie hat bereits alle Ersparnisse ausgegeben, um seinen Gesundheitszustand ein bisschen zu verbessern.
Das Mädchen bangt so sehr, ihren lieben Vater zu verlieren und fleht deshalb an, sie zu unterstützen. In diesem Jahr schliesst sie die Schule ab und hat sich bereits entschieden, den Beruf als Coiffeur zu erlernen.