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Blasenprobleme bei der Frau
Die kurze Harnröhre, die anatomische Nähe von Vagina und Anus sowie die relative Instabilität des weiblichen Beckenbodens begünstigen Probleme beim Schliessmechanismus der Blase sowie wiederkehrende Infektionen. Hinzu kommen mechanische Belastungen durch Schwangerschaften und Geburten, hormonelle Einflüsse im Zyklus sowie durch Östrogen-Mangel bedingte Rückbildung des Gewebes.
Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der weiblichen Inkontinenz, gefolgt von der hyperaktiven Blase, welche auch mit Dranginkontinenz einhergehen kann. Es gibt auch Mischformen aus Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz.
Blasenprobleme beim Mann
Männer leiden seltener an Inkontinenz als Frauen. Auch ist die Inkontinenz beim Mann völlig anders gelagert. Am häufigsten äussert sich die Inkontinenz beim Mann im Zusammenhang mit Prostataproblemen, zum Beispiel bei gutartiger Prostatavergrösserung, oder nach Prostataoperationen. Grundsätzlich gibt es aber dieselben Inkontinenzformen wie bei der Frau, nämlich Dranginkontinenz, Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz), Überlaufinkontinenz, Inkontinenz bei neurologischen Leiden und Mischformen.
Während bei der Frau die Belastungsinkontinenz im Vordergrund steht, ist dies beim Mann die Dranginkontinenz, die bei rund 50% aller Fälle von Inkontinenz auftritt.