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Fehlende oder mangelhafte sexuelle Aufklärung
Gewalt gegen Frauen und Mädchen erhöht das Risiko von Frühschwangerschaft, HIV-Infektionen und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. In vielen Ländern sind Jugendliche zudem mangelhaft oder gar nicht aufgeklärt, haben beschränkt Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung und wenig Möglichkeiten zu wachsen und sich zu entwickeln, bevor sie Erwachsenenrollen übernehmen müssen. Geschlechternormen verlangen vielerorts, dass Mädchen in ihren frühen oder mittleren Teenagerjahren heiraten und Kinder gebären – ein Alter, in dem sie weder körperlich noch psychisch dazu bereit sind.
terre des hommes schweiz macht sich zusammen mit lokalen Partnerorganisationen in Tansania, Südafrika und Zimbabwe für Jugendliche, deren Gesundheit und sexuellen Rechte stark. Das Konzept der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte wurde 1994 von den Regierungen an der UN International Conference on Population and Development in Kairo (United Nations Population Fund) erstmals verabschiedet. In Bezug auf die Jugendlichen fordert es, dass "die Bildungs- und Dienstleistungsbedürfnisse von Jugendlichen erfüllt werden, damit sie positiv und auf verantwortungsvolle Weise mit ihrer Sexualität umgehen können“.
Für eine jugendgerechte medizinische Versorgung
In Abstimmung mit diesem Konzept schafft terre des hommes schweiz Zugang zu umfassender und jugendfreundlicher medizinischer Versorgung (Verhütung, Information, Beratung), unterstützt Prävention und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten, im Speziellen HIV und Frühschwangerschaften, sowie die Stärkung von Jugendlichen in ihrem Recht, ihre Sexualität frei von Gewalt, Diskriminierung und Zwang leben zu können.