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In den letzten fünf Jahren habe die Zahl jener zugenommen, die trotz einer Erwerbstätigkeit auf Sozialhilfe angewiesen sind, teilte Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mit. Erhöht habe sich die Quote vor allem bei Erwerbstätigen ab einem Pensum von 50 Prozent.
Knapp 30 Prozent der Sozialhilfebezüger im erwerbsfähigen Alter waren erwerbstätig. Von ihn arbeiteten 206 Personen in einer Vollzeitstelle, im Vorjahr waren es noch 171 gewesen. Erwerbstätigen wird die Sozialhilfe als Ergänzung zum Lohn ausbezahlt, wenn dieser zusammen mit anderen Einkommensquellen nicht zur Deckung des Lebensbedarfs ausreicht.
Ausländer sind deutlich häufiger auf Sozialhilfe angewiesen als Schweizer. Die Quote stieg von 5,9 auf 6,2 Prozent, bei den Schweizern sank sie von 1,6 auf 1,5 Prozent. Gründe dafür seien etwa ein im Schnitt tieferes Bildungsniveau, schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt sowie Arbeiten in Tieflohnbranchen.
Am höchsten ist die Sozialhilfequote bei der Altersgruppe von 0 bis 17 Jahren, 65- bis 79-Jährige weisen die tiefste Quote auf. Ihre Existenzsicherung sei überwiegend über die AHV und mittels Ergänzungsleistungen sichergestellt. In den ländlichen und suburbanen Luzerner Gemeinden ist die Sozialhilfequote tiefer als in den urbanen Gemeinden.