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Friedi Kühne, geboren 1989 und aufgewachsen in Süddeutschland, konnte schon früh von der Nähe zu den Alpen profitieren. In seinem Elternhaus gehörten Skifahren und Bergsteigen zum festen Wochenendprogramm. Als Jugendlicher kam er bald über Parkour und Freerunning zum Turnen, Bouldern und Klettern. Mit 19 Jahren stand er während eines Kletterurlaubs in Arco zum ersten Mal auf einer Slackline und wurde schnell süchtig nach dem Balancesport.
Mit 20 Jahren versuchte sich Kühne an seiner ersten 30 m hoch gespannten Highline. Während eines Austauschjahres als Fremdsprachenassistent in den USA legte er sein Augenmerk vollends auf das Balancieren in der Höhe. So konnte er an der amerikanischen Westküste zahlreiche Highlines von über 100 m Länge erstbegehen. Auf Festivals schloss er Freundschaften mit lokalen Slackline-Ikonen, welche ihn in den darauffolgenden Jahren bei zahlreichen Highline-Projekten unterstützten.
Seine erste ungesicherte Highline-Begehung machte Kühne im Sommer 2014 in Ostrov, Tschechien, auf einer 25 m langen, ca. 20 m hohen Highline. Anfangs liess er sich dabei aus Gründen der persönlichen Motivation nie filmen oder fotografieren und hielt seine Leidenschaft für das Free Solo Highlinen geheim, bis auf das Wissen weniger enger Freunde. Als er im August 2016 eine 72 m lange, 400 m hohe Highline an den Hunlen-Wasserfällen in Kanada ohne Sicherung lief, gestattete er zum ersten Mal seinen Freunden, ihn dabei zu filmen. Der Free Solo Weltrekord war gebrochen und die umstrittene Leidenschaft Kühnes wurde damit zum ersten Mal publik gemacht. Es folgten zahlreiche weitere Slackline Weltrekorde, sowie Show-Auftritte und Reisen in Europa, USA, Kanada und sogar Russland, China und dem Iran.
Heute erzählt Kühne dem Publikum in seinen eindrucksvollen Vorträgen von den tiefgreifenden Erfahrungen, die er im Extremsport macht.
Friedi Kühne
Bad Aibling / Deutschland