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Auf der Plaine Morte haben die Arbeiten für den Bau des Eiskanals begonnen, mit dem der Faverges-See teilweise nach Westen abgeleitet werden soll. Zunächst wird eine 500 Meter lange Rinne ins Gletschereis gegraben. Anschliessend wird ein 800 Meter langer Tunnel gebohrt, durch den das Schmelzwasser ab einem gewissen Pegelstand zu einer westlich liegenden Gletschermühle abfliessen kann. Das Projekt hat Pioniercharakter: Weltweit wurden noch nie Horizontalbohrungen in Gletschereis vorgenommen.
Mai 2019
An einer weiteren Informationsveranstaltung hat die von der Einwohnergemeinde eingesetzte Expertengruppe für Glaziologie konkretisiert, wie künftige Hochwasser nach einem Gletscherseeausbruch verhindert werden sollen. Im Vordergrund steht der Bau eines Kanals auf dem Plaine-Morte-Gletscher. Der Faverges-See am südöstlichen Rand der Hochebene wird durch eine flache, bis zu 13 Meter hohe Eisbarriere am Auslaufen gehindert und entleert sich jeweils im Hochsommer durch ein Höhlensystem im Eis. Der Eiskanal dient der oberflächlichen Ableitung des Wassers zu einer westlich liegenden Gletschermühle. Der Entscheid zugunsten dieser Lösung fiel aufgrund der sofort möglichen technischen Umsetzung, der vermutlich langfristigen Wirkung und der relativ tiefen Kosten. Handout