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Die neue CSI-Broschüre vereinigt zwei Vorträge von John Eibner, die er auf Einladung des Keston Institute 2014 und 2016 in London hielt. Beim Keston Institute (früher Keston College) handelt es sich um eine 1969 gegründete Fachstelle für die Erforschung der Religionen unter dem Kommunismus. John Eibner arbeitete dort als Ungarn-Experte, bevor er vor bald drei Jahrzehnten zu CSI kam und unter anderem das Sklavenbefreiungsprogramm im Sudan aufbaute.
Vielfältige Bündnisse für Verfolgte
Ein Gespräch mit Amin Gemayel, dem ehemaligen Präsidenten des Libanon, führte dazu, dass John Eibner die Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche als Stütze der Christen im Nahen Osten genauer untersuchte.
In seiner ersten Rede führt John Eibner in die historischen Hintergründe des Engagements der Russisch-Orthodoxen Kirche für die Christen im Nahen Osten ein. Er berichtet von Reisen nach Syrien und in den Irak, von Begegnungen mit zahlreichen verfolgten Christen, die ihre Rettung eher von Russland erwarten als von den USA, da deren Bündnis mit «genau den Mächten, welche die Verfolgung von Christen ideologisch und finanziell unterstützen», sehr kritisch gesehen werde.
John Eibner zeigt auf, wie die Russisch-Orthodoxe Kirche sich in einer Allianz mit dem russischen Staat und einer NGO für die verfolgten Christen einsetzt. In seiner zweiten Rede geht der CSI-Projektleiter spezifisch auf Syrien ein. Er nennt Beispiele, wie die Russisch-Orthodoxe Kirche die überkonfessionelle Zusammenarbeit mit dem Vatikan und mit Evangelikalen sucht, um ihre Stimme gegen Christenverfolgung deutlicher zu erheben.
Die Lektüre der Broschüre zeigt Ihnen viele neue Aspekte: Sie erfahren zum einen mehr über die Russisch-Orthodoxe Kirche und deren Rolle im Nahen Osten. Zum andern nehmen Sie eine Perspektive ein, die in unseren Medien viel zu selten vorkommt: die Perspektive der verfolgten und Christen in Syrien selber.
Adrian Hartmann