Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/132

Asylsuchende, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können, haben ein Anrecht auf Sicherung der Existenz.
Sozialhilfe
Die Sozialhilfe gewährleistet Ernährung, Kleidung, Obdach und medizinische Grundversorgung.
Werden diese Personen in die Gemeinden zugewiesen, so leisten die Gemeinden Sozialhilfe, die sie mit dem Kanton verrechnen kann.
Die Sozialhilfe im Asylbereich unterliegt dem Prinzip der Subsidiarität. Das heisst, sie wird nur gewährt, wenn alle zumutbaren Möglichkeiten der Selbst- und Dritthilfe ausgeschöpft sind.
Nothilfe
Personen, deren Asylgesuch rechtskräftig abgewiesen wird oder die einen Nichteintretensentscheid erhalten, müssen die Schweiz verlassen. Sie haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe.
Gemäss Asylgesetz und Sozialhilfe- und Präventionsverordnung haben sie Anspruch auf Nothilfe. Das heisst, sie erhalten lediglich die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlichen Mittel in Form von Natural- und Sachleistungen, sofern sie nicht in der Lage sind, anderweitig für sich zu sorgen und keine Leistungsverpflichtungen von Drittpersonen bestehen.
Rückkehrberatung und -hilfe
Personen, die ihr Asylgesuch zurückziehen und vorzeitig in ihre Heimat zurückkehren wollen, erhalten Unterstützung in Form der Rückkehrberatung. Rückkehrberatung und -hilfe kann von allen Personen aus dem Asylbereich beantragt werden. Die Rückkehrberatung und -hilfe erfolgt durch das Amt für Migration und Integration (MIKA) des Kantons Aargau.