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Gaylord Focker (Ben Stiller) hat es geschafft: Seine Frau Pam (Teri Polo) und er sind seit fünf Jahren Eltern der beiden Zwillinge Henry (Colin Baiocchi) und Samantha (Daisy Tahan), das Eigenheim steht kurz vor der Fertigstellung, und mit Schwiegervater Jack Byrnes (Robert De Niro), einem ehemaligen CIA Agenten, scheint endlich alles im Lot zu sein.
Doch der Schein trügt. Der Hausbau verzögert sich, das Geld wird knapp und die Kinder müssten demnächst eingeschult werden. Pams Eltern bieten der jungen Familie ihre Hilfe an; ab da sind die Probleme vorprogrammiert. Als dann auch noch Pams Ex Kevin (Owen Wilson) auftaucht und Greg sich gegen die Annäherungsversuche der attraktiven Pharmavertreterin Andi Garcia (Jessica Alba) wehren muss, ist das Chaos perfekt: Kevin macht Pam den Hof, Samantha spricht kein Wort mit ihrem Vater und Jack kämpft mit Herzproblemen und den Folgen einer Überdosis Viagra.
Zum Glück für alle sind Gregs Eltern Roz und Bernie Focker (Barbara Streisand und Dustin Hoffman) noch da und versuchen, der drohenden Eskalation Einhalt zu gebieten.
Im Jahr 2000 kam das "Traumpaar" Ben Stiller und Robert De Niro in Meet the Parents zum ersten Mal ins Kino. Vier Jahre später folgte Meet the Fockers, und als Abschluss folgt nun Little Fockers. Der spielte zwar in den USA, verglichen mit den ersten beiden Filmen, am wenigsten ein, liess aber das Duo Stiller/DeNiro einmal mehr über die Leinwand fetzen und zum ersten Mal in einer grossen Prügelei gegeneinander antreten.
Zugegeben, die Luft ist raus aus der Geschichte rund um Gaylord Focker, seinen Schwiegervater, den Hippiekumpel und die sexuell aufgeschlossenen Eltern. Zumal vor allem Dustin Hoffman und Barbra Streisand in diesem dritten Teil enttäuschend kleine Rollen haben. Es wird auf das erwähnte Duo fokussiert, das sich solide, aber irgendwie halt doch etwas ausgelutscht präsentiert. Auch die Neulinge Jessica Alba und Harvey Keitel bleiben hinter den Erwartungen zurück. Vor allem die schöne Dame aus Machete versucht sich etwas hilflos in ihrer aber auch gar blöden Rolle.
Fazit: Little Fockers ist klar der schwächste Teil der Serie und schliesst das Chaos um Gaylord Focker und seine Familie hoffentlich endgültig ab. Die Witze sind platt, die Gags ausgelaugt, und die Darsteller reissen sich auch kein Bein mehr aus. Wer sich allerdings ab den ersten beiden Filmen amüsiert hat, dürfte auch hier seinen Spass haben. Halt einfach ein bisschen weniger...
Die DVD von Little Fockers kommt in gewohnt guter und starker Qualität daher und bietet Bild und Ton in sehr schöner und klarer Qualität. Bei den Extras kriegen wir viele lachende Stars zu sehen, wenn das Gag-Reel angeklickt wird. Ausserdem gibt's einen alternativen Anfang (Hochzeit), ein ebensolches Ende (Baumhaus und blonde Jessica Alba) und noch mehr entfernte Szenen. Zwei kurze Reportagen handeln vom Faustkampf auf der Geburtstagsparty und geben uns einen Blick hinter die Kulissen. Dass man mit dem Namen "Focker" sogar ein ganzes Feature füllen kann, beweist selbiges, in dem alle Sequenzen der drei Filme aneinandergereiht wurden, in denen der ach so glatte Familienname zu hören ist.
Die Geschichte um die kleinen Fockers ist die bisher Schlechteste. DeNiro und Stiller werden erst gegen Schluss richtig wild aufeinander, Dustin Hoffman kriegt viel zu wenig Präsenz und Jessica Alba spielt fürchterlich. Die witzigen Szenen halten sich in Grenzen und mit Kotz -und Schnäbi-Jokes kann auch diese Komödie nicht punkten. Im Endeffekt zeigt Little Fockers nichts Neues, bietet zwar ab und zu was zu lachen, aber das hatten die Vorgänger um einiges besser drauf.