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Man kann den Lichtstrom einer Glühbirne – der, wie wir wissen, in Lumen angegeben wird – mit dem Wasserfluss aus einer Dusche vergleichen. Je weiter man seine Hand vom Duschkopf entfernt hinhält, umso weniger Wasser spritzt auf die Hand. Gleiches gilt für das Licht: je weiter entfernt man sein Buch zum Lesen von der Nachttischlampe hält, umso weniger Licht fällt darauf. Lumen ist demnach nicht die geeignete Masseinheit, um beispielsweise den Sehkomfort an einem Arbeitsplatz zu beziffern. Hierfür muss man die Lux (lx) hinzuziehen: mit dieser Masseinheit kann die Beleuchtungsstärke bestimmt werden, welche der Lichtstrom beschreibt, der auf eine Fläche auftritt: “Ein Lux ist die Helligkeit, welche dem Lichtstrom von einem Lumen auf einem Quadratmeter Fläche entspricht” (wissenschaftliche Definition). Nimmt man als Beispiel wiederum die Dusche, gibt diese Masseinheit an, wie viel Wasser auf die Hand spritzt.
Unsere Augen können sich an höchst unterschiedliche Helligkeitsstufen anpassen: die Spannweite reicht von 100’000 Lux an einem sonnigen Sommertag bis zu weniger als 1 Lux in einer Vollmondnacht. Für einen Korridor oder ein Treppenhaus reichen in der Regel 100 Lux, für Badezimmer und WC rechnet man mit etwa 200 Lux, die Beleuchtungsstärke für Schlafzimmer und Aufenthaltsräume einer Wohnung liegt zwischen 100 bis 400 Lux und diejenige für Arbeitsplätze zwischen 200 bis 800 Lux. Je mehr Präzision eine zu verrichtende Arbeit verlangt, desto mehr Helligkeit wird dazu benötigt.