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Die 1788 entdeckte
Mineralquelle enthält viel Schwefelwasserstoff und daneben Calcium- und Magnesiumkarbonate und -sulfate.
Sie ist 1894 durch einen in den triasischen Rauhwackefels getriebenen
Stollen, der den nicht mineralischen Sickerwassern keinen
Zutritt gestattet, neu gefasst worden und hat eine Temperatur von 9,2° C. Sie ist besonders bei
Haut-
und Nervenkrankheiten von grossem Erfolg. Das
Bad wird von nervösen und überreizten Leuten viel besucht und dient auch als
beliebter sommerlicher Luftkurort. Es steht unter musterhafter Leitung und ist leicht zugänglich. Ausgangspunkt für viele
und interessante Spaziergänge und Ausflüge. Eine der schönsten und ruhigsten Lagen im Greierzerland.
In der Umgebung stehen Gips, Rauhwacke und dolomitische Kalke der Trias an, die alle auf einer Unterlage von Flysch mit einem
eingekeilten Fetzen von oberer Kreide ruhen. Man kann hier die Ueberlagerung des Molésonstockes über den Flysch der Sciaz
(Kette des
Niremont) ausgezeichnet beobachten.
Dessous und MontbasDessus (Kt. Wallis,
Bez. und Gem. Conthey).
1550-1650 m.
Maiensäss mit etwa 30 zerstreut gelegenen
Hütten und
einem Bethaus, auf einer Terrasse links über der
Lizerne und am W.-Fuss des
Mont Gond. Die
Hütten von Montbas Dessous (etwa 1550 m)
stehen auf Urgon, die von Montbas Dessus (1596 m) auf Nummulitenkalk.
Werden im Frühjahr und Herbst von
den Leuten aus
Vétroz mit ihrem Vieh bezogen.
Grat; in Allières eine Magdalenenkapelle. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts als selbständige Kirchgemeinde von Albeuve abgetrennt.
Die jetzt abgetragene alte Kirche war vom damaligen BischofJean von Wattenwil von Lausanne geweiht worden. Sehr interessante
alte Holzhäuser mit Inschriften und farbigem Schnitzwerk, schöne Beispiele des Holzbaues im Freiburger und Waadtländer
Greierz. Ein Lokalwind trägt den Namen Ruhlio. Montbovon's frühere Geschicke waren an diejenigen der GrafschaftGreierz geknüpft. 1476 schlug
der im Engpass von La Tine im Hinterhalt liegende Graf Ludwig von Greierz 500 räuberisch ins Land eingefallene Burgunder und
Savoyarden in die Flucht. Das Thal von Montbovon bildet eine weite Mulde, die zwischen den Ketten der
Dent de Lys und des Vanil Noir eingesenkt liegt und sich in der Combe d'Allières fortsetzt. Die beiden Schenkel bestehen aus
obern Jurakalken und Neocom, ihr Kern aus roten oder graugrünen, schieferigen Kalken der mittleren und obern Kreide, die
stark gefaltet sind. 1255 und 1294: Mons bovonis; 1365: Monbovom; 1492: Boemberg.