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Taiwans früherer Präsident Chen Shui-bian und seine Ehefrau Wu Shu-chen sind am Freitag wegen Korruption je zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Spuren der Veruntreuung und Korruption in Millionenhöhe führen auch in die Schweiz.Dieser Inhalt wurde am 11. September 2009 - 12:02 publiziert
Chen hatte die Vorwürfe zu Verhandlungsbeginn im März zurückgewiesen und sich als Opfer einer politischen Hexenjagd bezeichnet.
Chen, seine Frau und weitere Angehörige wurden in dem sechsmonatigen Prozess der Korruption, Geldwäsche, Veruntreuung und Dokumentenfälschung beschuldigt.
Sie sollen den Ermittlungen zufolge drei Millionen Dollar Staatsgelder veruntreut sowie im Rahmen eines Immobiliengeschäftes Bestechungsgelder in Höhe von 14 Millionen Dollar angenommen haben. Chens Frau und die anderen wurden kürzlich in einem anderen Korruptionsverfahren zu Haftstrafen von bis zu einem Jahr verurteilt.
Beide wurden zusätzlich zu einer Geldstrafe von insgesamt 500 Millionen Taiwan-Dollar (15,9 Millionen Franken) verurteilt.
Erste Korruptionsvorwürfe waren bereits erhoben worden, als Chen noch Präsident war. Im August 2008 hatte er eingeräumt, dass seine Frau ohne sein Wissen 21 Millionen Dollar auf Schweizer Konten überwiesen habe.
Es habe sich um übriggebliebene Wahlkampfspenden gehandelt. In der Folge hatte Taiwan ein Rechtshilfegesuch an die Schweiz gestellt.
swissinfo.ch und Agenturen
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