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Ein Monolog, den Antoine an einen Plastikstuhl richtet – der ihm näher ist als die Menschen, mit denen er seit Geburt im gleichen korsischen Dorf lebt. Antoine erzählt kreuz und quer von seiner Kindheit, seinem Vater, seinem Bruder, seiner Schwester, von seiner Freundschaft mit der 16jährigen Florence, die er angeblich umgebracht haben soll, und von Saguézé, der ihn im Gefängnis, wo er 15 Jahre für den Mord an Florence verbracht hat, unter seine Fittiche genommen hat. Und er erzählt von all den Dingen, die die Dorfbewohner lieber versteckt wissen wollen. Er erzählt von seinen Gefühlen, seinen Ängsten, seinen Träumen, darüber, wie ihn die anderen behandeln und stigmatisieren. So ist es auch keine Überraschung, dass er – als Florence tot aufgefunden worden ist – als Schuldiger bereits feststand.
Eine berührende Erzählung in einem rauen Ton darüber, wie Menschen zu dem werden, was die anderen von ihnen glauben, dass sie es sind. cnKlappentext:
Ein Dorf in den Bergen Korsikas, Mitte der 1980er-Jahre. Als die 16-jährige Florence tot im Pinienwald gefunden wird, ist ein Schuldiger schnell ausgemacht: Antoine Orsini, der Dorftrottel, dem die Walnussbäume näher sind als die Menschen und der ein Diktiergerät seinen besten Freund nennt. Jahre später hat er seine Haftstrafe abgesessen und kehrt zurück. Noch immer spricht im Dorf niemand mit ihm, und so streift Antoine allein umher und berichtet einem Plastikstuhl davon, was damals wirklich geschehen ist.
Ruppig und mit eigenwilliger Sinnlichkeit erzählt ein einfacher Mann seine Geschichte. Und die Geschichte einer Dorfgemeinschaft, die so erbarmungslos ist wie die korsische Sonne.Über die Autorin / über den Autor:
Julie Estève wurde 1979 in Paris geboren, wo sie auch lebt. Sie studierte Jura und Kunstgeschichte und arbeitet für verschiedenen Museen und Magazine. Ich, Antoine ist ihr zweiter Roman.Preis: CHF 28.90