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Das Tokamak-Projekt ist Teil des VIP-Programms (Vertically Integrated Projects) der UNSW, das darauf abzielt, Studenten und Doktoranden an «ehrgeizigen, langfristigen und multidisziplinären Herausforderungen» unter der Leitung von UNSW-Wissenschaftlern zu beteiligen.
Das Fusionsbauprojekt steht unter der Leitung des Nukleartechnikers Dr. Patrick Burr und soll innerhalb von zwei bis drei Jahren eine fusionsfähige Anlage hervorbringen. Es ist jedoch nicht geplant, tatsächlich Wasserstoff zu fusionieren. Die von den Studenten gebaute Anlage wird ohne Brennstoff betrieben, der eine Fusionsreaktion auslösen kann. Danach werden möglicherweise andere Anlagen folgen, welche die Fusion mit anderen Methoden erreichen könnten, z. B. mit Hochleistungslasern.
Multidisziplinäres Projekt
«Da ich seit vielen Jahren in der Kerntechnik tätig bin, weiss ich, dass neue Technologien in diesem Bereich sehr umstritten sein können, sagte Burr. Deshalb will er die Diskussion über die gesellschaftlichen Auswirkungen in den Vordergrund stellen. «Es handelt sich um ein fakultätsübergreifendes Projekt, an dem auch Wissenschaftler aus den Sozial- und Geisteswissenschaften beteiligt sind. Unsere VIP-Studenten werden untersuchen und analysieren, wie die Fusionstechnologie in der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen wird, und herausfinden, wie wir am besten mit der Gesellschaft zusammenarbeiten können, um den Nutzen, den sie bringen könnte, zu vermitteln», so Burr.
Die UNSW ist die einzige Universität Australiens, die ein Studiengang in Nukleartechnik anbietet. Die Sir William Tyree Foundation sprach dem Studiengang im September 2021 AUD 1 Mio. (CHF 580’000) zu.
Quelle
M.A. nach UNSW, Medienmitteilungen, 12. September 2023 und 22. September 2021