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Dieser Entscheid der Rennorganisatoren folgte auf die Ankündigung der ungarischen Regierung, dass der in knapp zwei Monaten geplante Auftakt zur dreiwöchigen Italien-Rundfahrt nicht in Budapest durchgeführt werden könne. Von Ungarn sah die Streckenführung des Giro 2020, der am 31. Mai in Mailand enden sollte, einen Transfer mit dem Flugzeug nach Sizilien vor.
Laut dem Rennveranstalter RCS sind alle Parteien entschlossen, zusammenzuarbeiten, damit die 103. Ausgabe des Giro zu einem späteren Zeitpunkt von Ungarn aus starten kann. Ein möglicher neuer Starttermin werde aber frühestens am 3. April bekannt gegeben. Dann endet das Dekret von Italiens Regierung, mit dem landesweit alle Grossveranstaltungen abgesagt wurden.
Die Absagen von Radrennen haben sich in den letzten Tagen gehäuft, so dass die World Tour derzeit fast zum Stillstand gekommen ist. Die derzeit in Frankreich stattfindende Fernfahrt Paris - Nizza, dessen für Sonntag geplante letzte Etappe abgesagt wurde, wird wahrscheinlich das letzte Etappenrennen für längere Zeit sein. Auch die Durchführung der Tour de Romandie (28. April bis 3. Mai) scheint nach den jüngsten Entwicklungen und den neuen Verordnungen des Bundesrates mehr als fraglich.
Am Dienstag soll in der Schweiz ein Treffen zwischen dem Weltverband UCI und Vertretern der Rennorganisatoren, sowie Teams und Fahrern stattfinden, um den weiteren Verlauf der Radsaison zu planen. Womöglich werden dann schon Entscheide gefällt, die auch die Organisation der Tour de Suisse (6. bis 14. Juni) und der WM in Aigle/Martigny (20. bis 27. September) beeinflussen.