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Chile legt Beschwerde gegen Ecuador ein
Wegen Zweifeln an der Herkunft des ecuadorianischen Nationalspielers Byron Castillo hat Chiles Fussballverband (ANFP) Beschwerde bei der FIFA eingelegt. Einem Medienbericht zufolge wollen die Chilenen erreichen, dass sie den Platz Ecuadors bei der WM-Endrunde in Katar übernehmen.
Castillo, Rechtsverteidiger von Barcelona SC Guayaquil, soll falsche Angaben über seinen Geburtsort und sein Geburtsdatum gemacht haben, teilte der ANFP mit. So sei Castillo in Kolumbien zur Welt gekommen und nicht in Ecuador. Ausserdem sei er in Wirklichkeit drei Jahre älter als angegeben. Die FIFA bestätigte auf Anfrage, dass eine formelle Beschwerde Chiles eingegangen sei und gab keine weiteren Kommentare ab.
Sollten sich die Vorwürfe der Chilenen als wahr herausstellen, könnte dies sogar Auswirkungen auf die WM haben. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge zielt die Beschwerde Chiles darauf ab, dass die FIFA die acht Qualifikationsspiele, an denen Castillo beteiligt war, als Siege für die jeweiligen Gegner Ecuadors gewertet werden. So würde Ecuador seinen Platz für die Weltmeisterschaft verlieren und Chile nachrücken.
Um die tatsächliche Herkunft von Castillo wird seit Jahren debattiert. Im vergangenen Jahr ordnete die ecuadorianische Justiz schliesslich an, dass Castillo eine neue Geburtsurkunde mit Geburtsort in Ecuador ausgestellt wird. Erst danach wurde er in das Nationalkader für die Qualifikationsspiele für die WM in Katar berufen. „Bei internationalen Wettbewerben dürfen wir kein Risiko eingehen“, sagte damals der Vizepräsident des ecuadorianischen Fussballverbandes, Carlos Manzur.
(text:sda/bild:unsplash)
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