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Schwere Verluste: 100.000 russische Soldaten im Krieg gefallen
10.11.2022 • 11:00
© Wochit
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine fordert zahlreiche Opfer. Laut US-Generalstabchef Mark Milley sind bisher „weit mehr als“ 100.000 russische Soldaten gefallen oder verwundet oder getötet worden. Auf ukrainischer Seite sehe es wahrscheinlich genauso aus, so Milley in einer Rede in der Denkfabrik "The Economic Club" in New York. Der 64-Jährige betonte: „Es gibt ein gewaltiges Ausmaß an Leid, menschlichem Leid.“ Auch unter den ukrainischen Zivilist:innen gebe es Tausende Opfer. Laut Milley seien seit Kriegsbeginn rund 40.000 Tote zu beklagen. Dennoch sieht Milley eine Chance für Friedensverhandlungen – insbesondere durch die russische Ankündigung eines Rückzugs aus dem strategisch wichtigen Cherson, einer Gebietshauptstadt im Süden der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich – wie anscheinend auch die russische Seite – zunächst zurückhaltend offen für etwaige Verhandlungen. Dennoch warnt das ukrainische Staatsoberhaupt auch vor einer möglichen Falle. Selenskyj warnte, dass Russland einen Abzug aus Cherson nur vortäuschen könnte, um die ukrainischen Soldaten in eine Schlacht zu locken. US-Generalstabchef Milley erläuterte bezüglich eines Rückzugs: „Ich glaube, dass sie es tun, um ihre Stärke zu erhalten und ihre Verteidigungslinien südlich des Flusses Dnipro wieder aufzubauen, aber das muss sich erst zeigen.“ Möglich sei, dass Russland den Rückzug nutze, um seine Truppen für eine Frühlingsoffensive neu zu sortieren.