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Windräder: So werden sie in der Öffentlichkeit akzeptiert
Visualisierungen könnten die Akzeptanz von Windrädern erhöhen. Dies haben zwei Professorinnen in einer Studie über Windenergieprojekte und deren Einfluss auf Schweizer Wahlen herausgefunden.
Trotz breiter öffentlicher Zustimmung für Windenenergie sind konkrete Vorschläge für den Bau von Windrädern in der Bevölkerung oftmals umstritten. Ohne den Ausbau erneuerbarer Energien ist jedoch sowohl das klimapolitische Ziel des generellen Ausstiegs aus fossilen Energiequellen als auch das sicherheitspolitische Ziel einer Unabhängigkeit von Russland nicht zu erreichen.
Daher erfahren Windräder eine steigende Beliebtheit. In der Schweiz soll die Anzahl der Windkraftanlagen in den nächsten drei Jahrzehnten von einigen Dutzend auf mehrere Hundert anwachsen.
Mit und ohne Visualisierung
Die beiden Professorinnen Resul Umit (Universität Oslo) und Lena Maria Schaffer (Universität Luzern) untersuchten mögliche Ursachen von Opposition gegenüber Windrädern und ihre Auswirkung auf Wahlen in der Schweiz. Mithilfe eines visuellen Experiments fanden sie heraus, dass die öffentliche Akzeptanz des Windenergieausbaus höher war, wenn Personen ein Bild einer Landschaft mit einem Windrad vorgelegt wurde, als wenn sie dieselbe Landschaft ohne ein Windrad sahen.
So könne man gegebenenfalls eine höhere Akzeptanz lokalen Windkraftausbaus erreichen, indem man den Betroffenen genau veranschaulicht, wie Windräder in der betroffenen Landschaft aussehen würden.
Neutrale Haltung zum Windausbau
Ein weiteres Resultat der Studie ist, dass eine Politisierung des Windkraftausbaus durch politische Parteien weder auf die öffentliche Akzeptanz noch auf den Wahlentscheid eine Auswirkung hat. Es scheint daher, dass Wähler politische Parteien (zumindest zum Zeitpunkt der Studie vor den letzten Nationalratswahlen 2019) für ihre Positionen zu Windenergie weder belohnen noch bestrafen.
- Medienmitteilung Universität Luzern
- Studie von Resul Umit und Lena Maria Schaffer
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