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VW sieht den Vorgang allerdings als Formalie: "Wie vom Gericht am 8. April 2016 angeordnet, musste der Antrag fristgerecht eingereicht werden", teilte der Konzern auf Anfrage mit. Die Erwiderung beeinträchtige laufende Gespräche und die bereits erzielte Grundsatzeinigung mit den US-Behörden nicht. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte vor einer Woche berichtet, VW stehe kurz vor einer Einigung mit den US-Behörden zu den 3,0-Liter Motoren, die zum Beispiel einige Geländewagen aus dem VW-Konzern antreiben.
Das US-Justizministerium, das die Klage wegen Verstössen gegen das Luftreinhaltegesetz im Januar im Auftrag des Umweltamts EPA eingereicht hatte, liess Anfragen zunächst unbeantwortet. Bei den Dieselautos mit kleineren 2,0-Liter-Motoren - dem weit überwiegenden Teil der in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffenen Wagen - hatte der Konzern im April eine Grundsatzeinigung auf einen Vergleich mit der US-Justiz erzielt. Bis zum 21. Juni sollen die abschliessenden Details geklärt sein, fordert Richter Breyer. Über Zwischenstände sollen die Streitparteien bereits an diesem Donnerstag bei einer Anhörung in San Francisco informieren.
In den USA ging es bei den 3,0-Liter-Motoren um rund 85 000 Fahrzeuge vor allem der Marke Audi. Aber auch in einigen VW Touareg und Porsche Cayenne ist der Motor nach Konzernangaben eingebaut. Für diese Motoren hatte Audi im November eingeräumt, dass sie mit einer verbotenen Software ausgestattet sind. Den Löwenanteil der manipulierten Motoren in den USA machen aber die 2,0-Liter-Aggegrate vom Typ EA189 aus. Insgesamt sind aus dem VW-Konzern rund 580 000 Autos in den USA von Manipulationen betroffen./fri/hbr/had/jha
(AWP)