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HANDEL UNTERSAGT: (Caracas) Die Credit Suisse untersagt ihren Mitarbeitern den Handel mit bestimmten Venezuela-Anleihen. Geschäfte mit der Regierung Venezuelas und staatlichen Agenturen des südamerikanischen Landes müssten genehmigt werden. Das geht aus einem internen Schreiben der Credit Suisse hervor. Es soll geprüft werden, ob Risiken für die Reputation des Geldhauses bestehen. Die CS will nicht in Geschäfte mit einer Regierung verwickelt sein, die Menschenrechte verletzt. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage den Inhalt des Schreibens. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte sich in der Vergangenheit wegen ähnlicher Geschäfte bereits scharfer Kritik ausgesetzt. Ende Mai attackierte die venezolanische Opposition die Bank für den Aufkauf von Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA verbal.
MACHTKAMPF BEI UBER: (New York) Beim skandalgeschüttelten Fahrdienst-Vermittler Uber ist ein offener Machtkampf zwischen einem Grossinvestor und dem immer noch einflussreichen Ex-Chef Travis Kalanick ausgebrochen. Kalanick wurde von einem wichtigen Investor verklagt. Der Start-up-Financier Benchmark Capital wirft dem Uber-Mitgründer vor, er habe Investoren getäuscht, um mehr Macht im Verwaltungsrat zu erlangen. Kalanick habe die nun enthüllte Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Gremiums von acht auf elf Sitze zu erhalten, heisst es in der Klage, die von der Website Axios veröffentlicht wurde. Als Beispiele würden in der Klage etwa unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und ein Rechtsstreit um Technologie für selbstfahrende Autos mit der Google-Mutter Alphabet genannt.
HOHE STRAFEN: (Paris) In Paris sind die Strafen für die illegale Vermietung von Wohnungen, beispielsweise über Airbnb, sprunghaft angestiegen. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 31 Wohnungsbesitzer zu Strafen von insgesamt 615'000 Euro verurteilt, wie der für Wohnraum zuständige Vize-Bürgermeister Ian Brossat sagte. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es noch 45'000 Euro gewesen. Paris hat den Kampf gegen die illegale Wohnungsvermietung an Touristen verschärft. In der französischen Hauptstadt dürfen möblierte Privatwohnungen nicht mehr als 120 Tage im Jahr an Touristen vermietet werden. Über Airbnb werden in Paris rund 65'000 Wohnungen angeboten, das ist eines der grössten Angebote weltweit. "Die Zahlen spiegeln nicht eine Explosion der Zahl der angebotenen Wohnungen wider, sondern die Effektivität der Kontrollen", sagte Brossat. Auch würden die Richter inzwischen höhere Strafen aussprechen. Ende 2016 war die mögliche Höchststrafe von 25'000 Euro auf 50'000 Euro verdoppelt worden.
SOLIDES WACHSTUM: (Altdorf UR) Der Industriezulieferer Dätwyler hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres seine Ergebnisse verbessert. Nicht zuletzt dank einer stärkeren Nachfrage aus China konnte der Urner Konzern im Geschäft mit Dichtungen mehr Erträge erwirtschaften. Unter dem Strich verdiente Dätwyler 53,3 Millionen Franken - 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Konzern mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging dagegen um 2 Prozent auf 80,1 Millionen Franken zurück. Die Abnahme sei hauptsächlich auf einmalige Kosten für den Aufbau des neuen "Enterprise Hub" von Distrelec in Manchester zurückzuführen, heisst es. Dank höherer Erträge im Segment Dichtungslösungen erzielte der Konzern einen um 3,8 Prozent höheren Umsatz. Währungs- und Akquisitionseffekte entspricht das einem Wachstum von 2,2 Prozent.
WACHSTUM SETZT SICH FORT: (Luzern) Der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach hat im zweiten Quartal 2017 von einer robusten Nachfrage und höheren Verkaufspreisen profitiert. Der Umsatz lag bei 699,8 Millionen Euro, 13,1 Prozent mehr als in Vorjahresperiode. Dies führte zu einem besseren bereinigten Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda. Dieser erhöhte sich um 32,6 Prozent auf 69,6 Millionen Euro. Das unbereinigte Ebitda betrug 67,7 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 10 Millionen Euro - deutlich mehr als im zweiten Quartal 2016. Damals waren es noch 2,4 Millionen gewesen. Der Stahlhersteller hat ausserdem seinen Jahresausblick angehoben. Neu erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 ein bereinigtes Ebitda zwischen 200 bis 220 Millionen Euro. Bisher hatte Schmolz+Bickenbach mit 160 bis 200 Millionen Euro gerechnet.
GEWINNSPRUNG: (Zürich) Beim Mischkonzern Conzzeta laufen die Geschäfte rund. Das Unternehmen, zu dem auch die Sportartikelmarke Mammut gehört, steigerte seinen Gewinn im ersten Halbjahr 2017 um 44 Prozent auf 30 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn legte im selben Zeitraum um 46,5 Prozent auf 38,3 Millionen Franken zu, wie Conzzeta mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 4,8 Prozent im Vorjahr auf 5,8 Prozent. Conzzeta habe vor allem von einem stärkeren Wachstum in Asien profitiert. Nicht zuletzt dank der Übernahme der chinesischen DNE Laser im Juli 2016 legte der Konzern in dieser Region um fast 68 Prozent zu. Insgesamt erzielte Conzzeta einen Umsatz von 625,9 Millionen Franken. Das ist knapp ein Fünftel (19,3 Prozent) mehr als noch im Vorjahr.
CLIENTIS VERDIENT MEHR: Clientis hat im ersten Halbjahr 2017 deutlich mehr verdient. Die in der Gruppe zusammengeschlossenen 15 Regionalbanken steigerten den Konzerngewinn um 22 Prozent auf auf 37,2 Millionen Franken. Darin enthalten ist indes als Sondereffekt ein ausserordentlicher Ertrag aus Rückzahlungen aus dem Clientis-Hilfsfonds in Höhe von 3,7 Millionen Franken. Im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Geschäftsfeld, konnten die Clientis-Banken den Erfolg um 2,6 Prozent auf 84,6 Millionen Franken steigern. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 11 Prozent auf 12,3 Millionen Franken. Der Handelserfolg verbesserte sich von 3,7 Millionen auf 4 Millionen Franken.
VZ WÄCHST WEITER: (Zürich) Der Finanzdienstleister VZ Holding hat im ersten Halbjahr 2017 den Ertrag gesteigert und deutlich mehr verdient. Der Reingewinn stieg um 9,3 Prozent auf 44,2 Millionen Franken. Bei der Kundennachfrage kann sich die Gruppe über anhaltenden Zuspruch freuen. So flossen ihr Netto-Neugelder in Höhe von 1,10 Milliarden Franken zu gegenüber 1,01 Milliarden im Jahr davor. Die verwalteten Vermögen stiegen auf knapp 20,0 Milliarden, nachdem sie Ende 2016 noch bei 18,4 Milliarden gelegen hatten. Die Anzahl der langfristigen Kunden erhöhte sich in den vergangenen sechs Monaten um etwa 2000 auf rund 31'000.
OPTIMISTISCHE GROSSHÄNDLER: (Basel/Zürich) Die Geschäftslage für Schweizer Grosshändler hat sich weiter verbessert. Dies zeigt sich etwa in längeren Lieferfristen und höheren Lagerbeständen. Die Unternehmen sehen sich ausserdem im Wettbewerb wieder besser positioniert. Zu diesem Resultat kommt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) im Auftrag von Handel Schweiz. Über 30 Prozent der befragten Unternehmen erwarten auch in den kommenden sechs Monaten eine weitere Verbesserung der Geschäftslage. Besonders optimistisch sind die Grosshändler von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern. Diese haben wieder mehr Waren verkauft und erwarten in Zukunft eine beachtliche Zunahme der Nachfrage. Mehr Nachfrage und ein höherer mengenmässiger Warenverkauf können vor allem die Sparte Nahrungs- und Genussmittel und die Grosshändler von landwirtschaftlichen Grundstoffen verzeichnen.
GOOGLE-TREFFEN ABGESAGT: (Mountain View) Google hat ein Mitarbeitertreffen abgesagt, bei dem es um den umstrittenen Text eines inzwischen entlassenen Software-Entwicklers gehen sollte, der Frauen für weniger fähig zur Karriere in der Tech-Branche hält. Google-Chef Sundar Pichai erklärte die Absage in einer internen E-Mail mit Sorgen um die Sicherheit von Beschäftigten. Auf ultrakonservativen Websites in den USA waren bereits Informationen zu mehreren Mitarbeitern veröffentlicht worden, die Fragen auf dem Treffen stellen wollten. Der Software-Entwickler James Damore hatte intern einen zehnseitigen Text veröffentlicht, in dem er unter anderem erklärte, Frauen seien biologisch eher veranlagt, sich mehr als Männer auf Gefühle und Emotionen statt Ideen zu fokussieren. Deshalb seien Männer erfolgreicher in der Tech-Branche und es sei ein Fehler, über Diversity-Initiativen mehr Frauen in die Unternehmen zu bringen.
TEUERUNG: (Wiesbaden) Teurere Lebensmittel haben die Inflation in Deutschland im Juli ansteigen lassen. Die Konsumentenpreise zogen um durchschnittlich 1,7 Prozent zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juni lag die Rate mit 1,6 Prozent einen Tick tiefer. Nahrungsmittel verteuerten sich im Juli überdurchschnittlich: Sie kosteten 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Butter verteuerte sich um 64 Prozent. Bei Fisch (3,2 Prozent) und Fleisch (2,4 Prozent) zogen die Preise ebenfalls kräftig an. Die Mieten (ohne Nebenkosten) erhöhten sich um 1,8 Prozent und Pauschalreisen verteuerten sich sogar um 4,3 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Währungsraum eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die sie für die Konjunkturentwicklung als ideal ansieht.
(AWP)