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Single Edge Nibble Transmission (SENT) ist ein serielles Transportprotokoll, das dem zunehmenden Einsatz von Sensoren in der Automotive Technik gerecht wird. Die Übertragung mittels SENT Protokoll ist digital und relativ unkritisch gegen Störsignale.
Der Vorteil des SENT Protokolls ist auch darin zu sehen, dass die Daten nach der A/D Wandlung im Sensor, bis hin zum Steuergerät digital übertragen und im Steuergerät digital verarbeitet werden.
Es sind immer die Informationen in der Zeit zwischen zwei fallenden Flanken relevant. Ein Ladedrucksignal zum Beispiel, teilt sich auf in drei Bereiche. MSN (Most Significant Nibble), MidN (Middle Significant Nibble) und LSN (Least Significant Nibble)
Für eine Ladedruckmessung sind im Prinzip nur die MSN Werte (obere 4 Bits) relevant. Die MidN Werte (mittlere 4 Bits) und die LSN Werte (untere 4 Bits) liefern nur sehr kleine Zahlenwerte, müssen aber trotzdem erfasst und bearbeitet werden.
SENT Protokolle in einem Prozessor zu erfassen, zu bearbeiten und geändert wieder auszugeben, ist ein sehr komplexes Thema und erfordert eine spezielle Prozessortechnik und detailliertes Wissen in der Programmiertechnik.
Es muss das gesamte Protokoll erfasst und bearbeitet werden, obwohl das Ladedrucksignal nur ein Teil des gesamten Protokolls ausmacht. Es können weitere Werte wie zum Beispiel die Höhe der Temperatur erfasst und weitergegen werden.
Derzeit sind diese Sensoren in den neuen Euro 6 Diesel Motoren von Mercedes, OM 654 (R4 2.0), OM 656 (R6 3.0), in den Audi / VW 3.0 TDI und in einigen Turbo Benzin Motoren verbaut, werden aber immer mehr zum Einsatz kommen.
Hier geht es zu den Informationen Mercedes 1.6 d und 2.0 d mit den Motoren OM 654 und OM 656 die ein digitalisiertes Ladedrucksignal haben.
Standardmässige Motoroptimierung, wie z.B. Erhöhung des Kraftstoffdruckes bei Dieselmotor oder Erhöhung des Ladedrucks beim Benzinmotor, sind bei modernen Euro 6d ISC-FCM Motoren nicht mehr möglich.
Sensoren sind untereinander digital vernetzt und gleichen sich gegenseitig ab.
(Closed Loop Systeme)
Somit kann das Motorsteuergerät, z.B. eine Kraftstoffdruckerhöhung, durch eine Rücknahme der Haupteinspritzzeit entgegenwirken.
Durch eine alleinige Erhöhung des Kraftstoffdrucks, kann keine Leistungs- und Drehmomentsteigerung mehr erzielt werden.
Erst durch Erfassung und Bearbeitung der SENT Signale, kann ein höherer Kraftstoffdruck, sogar in Verbindung mit einer Einspritzzeitverlängerung, umgesetzt werden, was zu einen deutlichen uns sehr harmonischen Anstieg, von Leistung und Drehmoment zur Folge hat.
Für Dieselmotoren die ein digitales Signal für den Ladedruck/Kraftstoffdruck haben werden die Diesel Tuning Module mit der
Bezeichnung DIG CR D… verwendet. D für Digital
Hier kommt die Hybrid Technologie zum Einsatz 64 MHz Analog für Raildruck, und 140 MHz SENT digital für Ladedruck.
Das Turbodrucksignal wird digital bearbeitet auf das wir keinen Einfluss haben.
Raildruck können wir mit der Hexschraube in feinen Schritten von 1-16 einstellen ohne das Ihr
Fahrzeug in den Notlauf geht, die Motorstörlampe aufleuchtet.
Einfach geht heute wirklich kein Tuning mehr