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Siedlung in Ebikon: «Begrünter Zwischenraum für alle»
ro.ma. roeoesli & maeder architekten gewinnen den Projektwettbewerb für eine Wohnüberbauung in Ebikon. Philipp Roeoesli wählt für Hochparterre zwei Visualisierungen und zwei Pläne aus und beantwortet unsere drei Fragen.
ro.ma. roeoesli & maeder architekten gewinnen den Projektwettbewerb für eine Wohnüberbauung in Ebikon. Philipp Roeoesli wählt für Hochparterre zwei Visualisierungen und zwei Pläne aus und beantwortet unsere drei Fragen.
Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Philipp Roeoesli: Trotz der ausgeprägten Hanglage kann dank der Stütz- und Lärmschutzmauerwirkung des nordseitigen länglichen Baukörpers ein für alle künftigen Bewohner nutzbarer, mehr oder weniger horizontaler, begrünter Zwischenraum generiert werden, welcher von den Immissionen der Kantonsstrasse geschützt ist. Den südlichen Abschluss bilden drei kürzere Einzelvolumen, welche die Besonnung des Zwischenraumes sicherstellen und gleichzeitig die Durchlässigkeit der angrenzenden Quartiere weiterführt.
Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die projektierten Neubauten müssen aufgrund der gestiegenen Ansprüche bezüglich Lärmschutz und den Anforderungen an Erschliessung und Parkierung heute ganz andere Rahmenbedingungen erfüllen als die wesentlich früher bebauten Nachbarparzellen. Damit die Siedlung trotzdem kein Fremdkörper innerhalb ihrer Umgebung ist, werden ansatzweise vorhandene Bebauungsstrukturen komplettiert, Freiräume weitergeführt und eine verträgliche Massstäblichkeit durch die volumetrische Ausgestaltung erreicht.
Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Die grösste Herausforderung des Wettbewerbes bestand in der Kombination von teilweise divergierenden Anforderungen. Um die Lärmschutzvorgaben zu erreichen, ist eine durchgehende Fassadenflucht entlang der Kantonsstrasse praktisch unumgänglich. Gleichzeitig stellt ein Gebäude dieser Länge jedoch ein Fremdkörper innerhalb des Umfeldes dar. Durch die volumetrische Gliederung des Baukörpers mittels horizontalen und vertikalen Vor- und Rücksprüngen kann sowohl der Quartierverträglichkeit als auch dem Lärmschutz Rechnung getragen werden. Neben der Erschliessung des eigenen, relativ steilen Grundstückes bestand eine weitere Herausforderung darin, dass innerhalb des Projektes auch mehrere östlich angrenzende Einfamilienhäuser und eine westlich angrenzende, unbebaute Parzelle neu erschlossen werden sollten. Bei der Ausgestaltung der Erschliessung waren wir daher in besonderem Masse bestrebt, dass der motorisierte Verkehr so kurze Wege wie möglich innerhalb der Grundstückes zurücklegen muss.
Wohnüberbauung Ebikon Ausserschachen
Projektwettbewerb auf Einladung mit sechs Architekturbüros für die katholische Kirchgemeinde Luzern.
- 1. Rang: ro.ma. roeoesli & maeder architekten, Luzern, mit Koepfli Partner Landschaftsarchitekten, Luzern.
- 2. Rang: Lustenberger & Condrau Architekten, Ebikon, und Ueli Zbinden, Architekt, Zürich.
- 3. Rang: Dorji Sigrist Architekten, Luzern.