Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/789

Outbound
Ein typisches Projekt im Telefonmarketing ist der Verkauf eines hochpreisigen Produktes oder einer erklärungsbedürftigen Dienstleistung mittels Callcentern. Der Prozess wird in mehrere, zeitlich versetzte Stufen unterteilt. Ähnlich dem normalen Marketing ist der Ablauf des Geschäftsprozesses bei einem Business-to-Business-Verkauf der folgende:
- erster Anruf zur Adressaktualisierung vorgegebener Daten, um den Ansprechpartner (Entscheidungsträger) zu bestimmen: Geschäftsleiter, Kantinenpächter…
- Telefongespräch mit dem Entscheidungsträger, um den Bedarf zu ermitteln und Marketingdaten zu sammeln. Diese „Qualifizierungsphase“ dient dem Informationssammeln über vorhandene Produkte, technische Anforderungen und die Investitionsplanung.
- Informationsmaterial wird nach Absprache per Brief, Fax oder E-Mail versandt, je nach Aufwand direkt durch das ausführende Callcenter oder durch spezialisierte Versender.
- Anrufen der positiv qualifizierten Ansprechpartner mit dem Ziel, das Produkt, die Dienstleistung zu verkaufen. Dieser Anruf erfolgt nach geraumer Zeit, in der das Infomaterial gelesen wurde, aber das Erstgespräch noch nicht durch Tagesereignisse überdeckt ist.
- „Nachfass“-Telefonat nach angemessener Zeit, um Ersatzbedarf (Anrufe auf Wiedervorlage) zu erfragen, mittlerweile entstandenen Bedarf zu ermitteln (Interessenten) oder das Produkt in der Aufmerksamkeit zu halten (Nichtreagierer).
Projektabwicklung: Es werden die erfolgversprechenden Adressen qualifiziert, so ergeben sich Volumen und Kapazität (Anrufe pro Tag) des Projekts. Für jede Stufe wird den Agenten ein schriftlicher Gesprächsleitfaden erarbeitet. Mit dem Auftraggeber wird aufgrund der ermittelten Daten die Vergütung des Callcenters ausgehandelt. Die Agenten werden zum Produkt geschult. Im Projektzeitraum erhält der Auftraggeber tagesaktuelle Erfolgsstatistiken, um die laufenden Aktionen zeitnah zu steuern und zu korrigieren.