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Die tragischen Ereignisse der letzten Jahre machen die Anfälligkeit globaler Lieferketten deutlich und lenken so die Aufmerksamkeit zunehmend auf die lokale Produktion. Industrielle Aktivitäten können jedoch erhebliche Auswirkungen auf die städtische Bevölkerung, die Umwelt und die sensorischen Landschaften der Städte haben. Wenn die industrielle Produktion in den Städten bleiben oder dorthin zurückkehren soll, welche Art von Aktivitäten sind die Menschen dann bereit zu tolerieren - oder sogar zu akzeptieren? Können Formen der "unübersehbaren Produktion" (Baker 2017) der Entfremdung der Verbraucher von der Produktion entgegenwirken und sie dadurch dazu bringen, Verantwortung für die Auswirkungen ihres Lebensunterhalts zu übernehmen?
Das Studio erforscht die urbane Produktion und ihre sensorischen Dimensionen in der Stadt Mendrisio im Tessin. Die Studierenden entwickeln einen Forschungsplan, der während dreier Tage vor Ort in Mendrisio umgesetzt wird. Dabei experimentieren sie mit Methoden, die es ihnen erlauben, die sensorische Dimension der Produktion in der Stadt zu erfassen und darzustellen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden am Ende des Semesters in Mendrisio ausgestellt.
Elf Studierende, begleitet von Ottavia Cima (Unit Wirtschaftsgeographie) und Ewa Wasilewksa (mLab), nahmen in den Osterferien an einer Exkursion nach Mendrisio (Tessin) teil, die Teil des diesjährigen Wirtschaftsgeographischen Studios war. Die Gruppe erkundete die Stadt mit sensorischen Methoden (Blind Walk, Body Mapping, Poesie), traf lokale Akteure und arbeitete mit dem Steger Center der Virginia Tech in Riva San Vitale zusammen. Die Studenten arbeiteten in Zweiergruppen an ihrem eigenen Forschungsprojekt, das sich auf die multisensorische Dimension der Produktionstätigkeiten in der Stadt konzentrierte. Die Ergebnisse ihrer Projekte werden im September 2023 in einer Ausstellung in der örtlichen Bibliothek La Filanda präsentiert.
Kontakt: Ottavia Cima (<email-pii>)