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[Stand: 15.02.2021] Wo man sich im März 2020 aus virologischer Sicht noch sicher war, dass eine Übertragung des Coronavirus zwischen Mensch und Haustier unwahrscheinlich ist, sehen die aktuellen Forschungsergebnisse mittlerweile anders aus.
So informiert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Zusammenhang mit der Virusübertragung zwischen Mensch und Hund oder Katze darüber, dass eine Ansteckung von Haustieren nicht auszuschließen sei.
Ein positiver Corona-Test bei Hunden bedeutet nicht, dass im Körper der Vierbeiner eine Ausbreitung oder Ausscheidung des Virus über Nasensekret oder Hustenauswurf stattfindet. So konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus von Hunden zu einer Erkrankung mit Symptomen oder sogar zum Tod geführt hat. Das FLI bezieht dazu wie folgt Stellung:
"Weltweit wurde das Virus bzw. dessen Erbmaterial bei wenigen Hunden nachgewiesen. Keiner der Hunde verstarb aufgrund einer Covid-19 Erkrankung. Eine erste tierexperimentelle Studie aus China und die beiden Einzelfälle aus Hong Kong weisen auf eine geringe Empfänglichkeit von Hunden für SARS-CoV-2 hin."
Anders verhält es sich bei Katzen, die im Zusammenhang mit einem positiven Corona-Test durchaus Symptome wie trockenen Husten zeigten. Die jeweiligen Tiere, die aus verschiedenen Ländern stammen, hatten laut FLI Kontakt zu ihren positiv getesteten BesitzerInnen.
So wurden auch in einem New Yorker Zoo 8 Großkatzen positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem sie Kontakt zu ihrem positiv getesteten Pfleger hatten und auch eine chinesische Studie zeigte die mögliche Übertragung des Virus auf Katzen. Bisher sind jedoch keine Fälle bekannt, in denen sich die Samtpfoten nicht von der Infektion erholten.
Trotz dieser möglichen Übertragung von Mensch auf Tier ist die aktuelle Forschungssituation nach FLI und der WHO die folgende:
"Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. [...] Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung.
Ob solche Infektionen [von Haustier auf Mensch] tatsächlich stattfinden können, muss weiter untersucht werden. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben. Die Haltung von Katzen [und Hunden] wurde nicht als Risikofaktor identifiziert.
Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden."
Geht es dir also gesundheitlich gut, spricht nichts dagegen, dass du deinen Vierbeiner auch weiterhin mit Streicheleinheiten verwöhnst. Das FLI informiert außerdem darüber, dass infizierte TierhalterInnen auf eigenen Wunsch einen Test des Tieres auf das Coronavirus über das zuständige Veterinäramt anfordern können.
Was aber, wenn du infiziert bist? Wer geht Gassi, wer kauft Futter? Wie sollst du dich deinem Hund oder deiner Katze gegenüber verhalten? Berechtigte Fragen. Die haben wir uns auch gestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit empfiehlt:
"Es ist davon auszugehen, dass ihre Umgebung entsprechend mit Virus belastet ist, auch bei Einhaltung von grundlegenden Hygieneregeln. [...]
Daher sollten infizierte Personen gerade beim Kontakt zu ihren Haustieren besonders auf Hygiene achten, engen Kontakt möglichst vermeiden, die Tiere nicht anhusten oder anniesen und sich von den Tieren nicht durchs Gesicht lecken lassen. [...] Haustiere wie Hunde und Katzen können und sollten im Haushalt verbleiben. Unbedingt beachtet werden sollten jedoch allgemeine Hygieneregeln wie Händewaschen vor und nach Kontakt mit den Tieren und die Vermeidung von engem Kontakt zu den Tieren."
Zum Gassigehen suchst du dir am besten außerhalb deines Haushalts Menschen, die dir zur Hand gehen können. Entweder das sind Nachbarn, Familienmitglieder oder du hast einen Dogsitter. Logischerweise sollte aber jeder, der mit unseren lieben Vierbeinern zu tun hat, an die generellen Hygieneprinzipien denken und sich mindestens regelmäßig die Hände waschen. Auch, wenn dein Vierbeiner selbst keine Menschen infizieren kann, kannst du das Virus durch Berührung von Halsband, Leine und Fell an andere weitergeben.
Wir bei Pets Deli haben erhöhte Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und dich weiterhin normal beliefern zu können.
Es ist eine merkwürdige Zeit und sie wird vorübergehen. Wichtig ist, dass du dich jetzt nicht kirre machst. Immerhin merken unsere lieben Tiere das sofort und die guten Seelen leiden dann direkt mit dir - meist sogar noch stärker als du selbst.
Wir hoffen, dass du und deine Lieben, egal ob Menschen oder Tiere, gesund bleiben und freuen uns, wenn wir bald wieder gemeinsam bessere Zeiten erleben dürfen.
Bleib tapfer! Bleib gesund!
Falls du dir Sorgen wegen der Lieferung machst, haben wir hier alle wichtigen Fragen und Antworten zusammengefasst.