Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03115.jsonl.gz/1918

lat: Esox lucius
Allgemeines:
Der Hecht ist vor allem in der Barben und Brachsmen Region anzutreffen, jedoch findet man ihn auch im Brackwasser. Er hält sich meist bei langsam fließender Strömung oder noch zutreffender im Stillwasser auf. Hechte lieben es, Wasserpflanzen und Schilf um sich zu haben, wo sie auf Beutefische lauern und zuschlagen können. Hechte sind sehr standtreue Fische. Der Hecht bewohnt - als Einzelgänger - je nach Alter und Gewässergegebenheiten unterschiedlich große Reviere. Mit der Anzahl dieser Reviere ist gleichzeitig die maximale Zahl von Hechten in einem Gewässer festgelegt. Der Hecht ist weit verbreitet, man findet ihn in ganz Europa, andere arten in Asien und in Amerika.
Die grösste Form des Hechtes ist der Muskellunge, auch Muski genannt, der in Nordamerika beheimatet ist.
Für den heutigen Sportfischer ist der Hecht ein begehrtes Ziel. Richtig zubereitet ist der Hecht sehr fein zum essen, wobei Exemplare bis 80cm am besten sind.
Merkmale:
Der nordische Hecht kann bis zu 150cm gross werden, das Männchen ist in der Regel kleiner als 100cm, nur in absoluten Ausnahmefällen überschreitet er die magische Metermarke.
Er hat einen pfeilförmigen Körper und ein weites Maul mit spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen (Hundszähne),
einen seitlich abgeflachten Körper. Er ist leicht erkennbar an seinem schnabelartigen Maul sowie an seiner zurückgesetzten Rückenflosse, die sich auf der Höhe der Afterflosse befindet.
Der Unterkiefer ist länger. Ebenfalls charakteristisch ist das bis in die Kiemenbogen mit Zähnen versehene Maul. Der Körper ist Marmoriert. Rücken, After- und Schwanzflosse haben dunkle Flecken auf rötlichem Grund.
Der Rücken des Hechtes ist graugrün bis kräftig dunkel (oft auch leicht rötlich oder bräunlich), die Seiten grünlich mit gelben Flecken, die sich manchmal zu Streifen vereinen, der Bauch ist meistens schmutzig weiss mit grauen Punkten.
Fortpflanzung:
Die Fortpflanzungszeit ist sehr früh im Jahr, gleich nach Abschwemmen des Eises, wenn das Wasser am Ufer 4 - 10 'C warm ist. Nach 10 - 15 Tagen schlüpfen bereits die Larven. Die Geschlechtsreife tritt im ersten oder zweiten Jahr ein. Hechte legen ihren Laich nur auf Pflanzen ab. Die Fruchtbarkeit belegt sich auf 40'000-300'000 Eier, je nach der Grösse des Fisches. Die Jungen leben zunächst von Zooplankton, beginnen aber bereits mit 3 - 5 cm Länge Fische und Froschquappen zu jagen. Ab 20 cm leben sie nur noch räuberisch. Häufigste Nährfische sind Plötze, Ukelei und Barsche. Je Kilo Gewichtszunahme muss er 5 - 8 kg Fisch fressen. Je nach dem Nahrungsangebot erreicht der Hecht im ersten Jahr 12-50 cm, im fünften dann 50-75 cm und im zehnten Lebensjahr 80- 110 cm.
Fang/Geräte:
Der Hecht ist ein aggressiver Raubfisch. Dadurch ist er eigentlich beim Spinnfischen recht leicht zu erwischen. Gerät für Hechte sollte schon etwas robuster sein. Der Hecht unternimmt zwar keine weiten Fluchten, entwickelt aber auf kurze Distanz gewaltige Kräfte, die er oft zum Erreichen eines Hindernisses einzusetzen versucht. Zudem muss sie natürlich auch zu den verwendeten Ködern passen. Die übrigen Komponenten müssen dann auch kräftig genug sein: Schnur, Vorfach, Wirbel. Beim Fischen auf Hecht, besser gesagt: beim Spinnfischen in Gewässern mit Hechtbestand, ist unbedingt ein Stahlvorfach zu verwenden.
Köderarten gibt es allerlei auf Hecht. Am meisten wird mit grossen Wobblern, Gumifischen, Blinker, Löffel oder auch Twister gefischt. Auch eine beliebte Angelart ist das Fischen mit Köderfischen, je nach dem werden sie am System angeboten oder tot. In den Gewässern wo es gestattet ist, wird auch mit lebendigem Köderfisch geangelt.
Wenn man grössere Hechte fangen will, ist es vorteilhaft ein Boot zu besitzen, da sie sich sehr gerne im Freiwasser der Seen aufhalten.
Schweizerrekord: 42,5 Pfund 139,5 cm Gryerzersee rene`Gremount, Gumefens
Weltrekord nach IGFA 50 Pfund gefangen im Oktober 1986 im Greifensee, Deutschland von Lothar Louis