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Brasilien gilt laut UN als das Land, in dem die meisten Städte auf Naturkatastrophen vorbereitet sind. Insgesamt 282 brasilianische Kommunen nehmen an dem UN-Programm „Resistente Städte“ teil. Mit diesem sollen Regionen und Städte entsprechende Vorbeugemaßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen von Katastrophen möglichst gering zu halten und Opfer zu vermeiden. Es mahnt aber auch zu einer nachhaltigen Entwicklung an.
Überschwemmungen, langanhaltende Trockenheit und Stürme sind keine Seltenheit in Brasilien. Jährlich sind tausende von Menschen davon betroffen. Laut einem UN-Bericht ist Brasilien eins der zehn Länder, in denen die meisten Naturkatastrophen stattfinden. Allein in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden in dem südamerikanischen Land 23.000 Naturkatastrophen registriert, darunter langanhaltende Trockenheiten, Überschwemmungen und Muren. Festgestellt haben die Forscher ebenso, dass sich deren Zahl in den vergangenen Jahren erheblich erhöht hat.
In vielen Regionen wurde deshalb mit Vorbeugemaßnahmen begonnen. Geologische Bestandsaufnahmen wurden durchgeführt, Umsiedlungspläne für diejenigen erstellt, deren Häuser in Gefahrenzonen stehen und Überwachungs- und Alarmierungssysteme wurden eingeführt.
Zu den Stödten und Gemeinden, die an dem Programm teilnehmen gehören unter anderen Belo Horizonte, Recife, Manaus. Sie und viele andere kleinere und größere Munizipe haben sich verpflichtet, den Städtebau im Hinblick auf mögliche Katastrophen anzupassen. Zu den Vorbeugemaßnahmen gehört auch die Einbindung der Bevölkerung mit Aufklärungsmaßnahmen sowie die Erarbeitung von Katastrophenschutzplänen. Normen für den Bau von Häusern, Prinzipien für eine schonende Nutzung des Bodens und Anlagen zur Vermeidung von Hochwasser sind weitere Punkte des Programmes, welches nun schrittweise umgesetzt werden soll.