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Er könnte als Model in einem Magazin durchgehen, wie er so dasteht: grossgewachsen, drahtig, scharf geschnittene Gesichtszüge, kräftige dunkle Haare, kurzer Bart. Der haubenförmige Filzhut, das körperbetonte Hemd, die weiten Hosen, sie alle sind von einem tiefen Schwarz. Um die schmalen Hüften trägt er einen breiten Ledergurt, am Handgelenk eine goldfarbene Uhr, den Ringfinger ziert ein Goldring. Der Mann jedoch ist Nomade, er gehört zu den Bachtiaren, einem Volksstamm im Südwesten Irans.
15 bis 25 Tage zu Fuss
Nabi ist dieses Frühjahr als einer der Ersten mit seiner Frau und den zwei kleinen Töchtern im Kuhrang-Tal angekommen. Zweimal im Jahr ziehen gegen 50 000 Bachtiari-Nomaden mit ihren Hunderten von Schafen, Ziegen und Lasttieren über das Massiv des Zard Kuh, des Gelben Bergs. Mit 4550 Metern ist er die höchste Erhebung des Zagros-Gebirges, das sich über rund 1500 Kilometer von der irakischen Grenze bis zur Strasse von Hormuz zieht. Die schneebedeckten Gipfel ragen majestätisch über der kargen Landschaft in den Himmel. Mehrere Passübergänge machen es den Menschen möglich, die Bergkette auf etwa 3000 Metern zu überqueren.
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