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Der Rheinhafen beim Dreiländereck in Kleinhüningen umfasst die Hafenbecken I und II sowie das Wendebecken HB 1. Seit der Eröffnung des Hafenbeckens I im August 1922 wurden noch nie Sedimente aus dem Hafenbecken entfernt. Um eine konstante Wassertiefe von rund 3,5 m und die volle Manövrierfähigkeit der Schiffe zu gewährleisten, wurde es nötig, die über einen so langen Zeitraum unvermeidlichen Ablagerungen auf dem Hafengrund abzutragen. Da die Ablagerungen mehrheitlich mit Kohlenwasserstoffen und Spuren von PCB belastet waren, mussten sie auf Deponien der Klassen B (rund 10‘600 t) und E (rund 500 t) fachgerecht entsorgt werden.
Das Material wurde mit einem auf einem Ponton stehenden Bagger ausgebaggert. Anschliessend brachte eine Schutte mit Schubbooten jeweils rund 200 t der Sedimente zur Entladestelle. Hier erfolgte der Umlad mit einem Mobilbagger. Als Subunternehmer der Walo Bertschinger AG transportierten die Eberhard Unternehmungen das schlammige Material mit ihren Speziallastwagen ab. Die fünfachsigen Lastwagen sind mit einem wasserdichten Rückladen ausgerüstet. Zusätzlich lässt sich die Kippmulde mit zwei hydraulisch betätigten Deckeln verschliessen, so dass auch bei Kurvenfahrten das geladene Material nicht über den Muldenrand hinausschwappt.
Aufgrund des hohen Wassergehalts der Sedimente fand sich im Kanton Basel-Landschaft kein geeigneter Deponiestandort. Die Deponie Hardrütenen der Eberhard Unternehmungen in Weiach konnte hier eine gute Lösung anbieten, indem das angelieferte Material in einem eigens dafür erstellten Kompartiment zur Konditionierung und Stabilisierung abgekippt und jeweils fünf Tage zur Entwässerung zwischengelagert wurde. Danach erfolgte, je nach Belastung, der Einbau der nun stichfesten Sedimente in der Deponie Hardrütenen oder der Auflad zur Weiterverbringung auf die eigene Deponie Häuli (Deponietyp E) in Lufingen.