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September 2020
Vergangenen Monat waren wir in der Pfarrkirche von Payerne, vor dem berühmten Grabmal der Königin Bertha, das 1818 angelegt wurde, aber dies ist nicht sein ursprünglicher Platz. Die darin befindlichen Gebeine wurden im Oktober 1817 in der Abteikirche von Arbeitern gefunden, die den Boden aushoben, um ein Gefängnis einzurichten. Zu diesem Zeitpunkt wird die Abteikirche noch als Kornspeicher oder als Lagerhalle genutzt, und Zwischendecken unterteilen den Innenraum des Bauwerks in mehrere Etagen.
Kaum über die Entdeckung benachrichtigt, begibt sich Oberst Rodolphe de Dompierre vor Ort. Er beschreibt die Reste des Skeletts, die sich in einem Steinsarkophag befanden, dessen Deckel verloren gegangen war. Da Ärzte versichern, es handele sich um das Skelett einer Frau, kommt sofort der Gedanke an Königin Bertha auf, deren Grab die Einwohner von Payerne nach alter Überlieferung in diesem Teil der Kirche vermuteten. So entsteht der Mythos und der Staatsrat beschliesst, ihr eine neue, ihrem Rang angemessene Begräbnisstätte zu schaffen und dafür ihre sterblichen Überreste in die Pfarrkirche zu überführen.
Zu der Zeit, Anfang des 19. Jahrhunderts, steckt die Archäologie im Waadtland noch in den Kinderschuhen. Sie wird sich jedoch im Laufe des Jahrhunderts stark weiterentwickeln und folgt darin einer allgemeinen Tendenz in der Schweiz und in ganz Europa. Rodolphe de Dompierre ist einer ihrer Wegbereiter: neben seinen Arbeiten in Payerne führt er Ausgrabungen in Avenches durch und wird 1824 Konservator des ersten römischen Museums. Wenngleich sich das Augenmerk von Öffentlichkeit und Wissenschaftlern vor allem auf die Überreste von Pfahlbauten richtet, bildet das 1841 erschienene Werk von Frédéric Troyon, Description des tombeaux de Bel-Air près Cheseaux sur Lausanne, die erste wissenschaftliche Studie zu einem Gräberfeld aus dem Frühmittelalter. Ein erstes Museum für Archäologie wird in Lausanne 1852 gegründet, und das Studienfach findet 1860 Eingang in die Académie. Im Jahr 1898 wird das erste kantonale Gesetz zum Schutz von Denkmälern und historisch wertvollen Objekten erlassen, und im folgenden Jahr wird Albert Naef zum ersten Kantonsarchäologen ernannt.
1920 nimmt der Architekt Louis Bosset eine umfassende Restaurierung der Abteikirche in Angriff. Dieser gebürtige Einwohner von Payerne wird 1929 Stadtpräsident und 1934 Kantonsarchäologe. Seine Arbeiten, insbesondere die Erforschung des Untergeschosses im Chorraum und im Kreuzgang des romanischen Bauwerks, sollten nicht weniger als etwa dreissig Jahre andauern.
Aber wo befand sich nun also dieser Sarkophag in der Abteikirche? Entdecke die Stelle mithilfe der beiden nachfolgenden Hinweise.
Der im Vorraum der Abteikirche versteckte Hinweis Nr. 2 sagt dir, welcher Teil des Plans nunmehr von der Suchzone der Archäologen und Historiker ausgeschlossen ist.
Übertrage diese Angabe auf deinen Plan, indem du ihn schraffierst. Das wird dir den weiteren Verlauf deiner Suche erleichtern.
Lade hier den Lageplan herunter, der dir die Suche erleichtern wird, oder frage am Empfang der Abteikirche danach. Man wird ihn dir gern aushändigen!
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Wenn du die Hinweise vor Ort entdecken möchtest, kannst du am Empfang der Abteikirche das Jahresabo abschliessen. Es kostet nur CHF 30.- und ermöglicht es dir, die Anlage bis Mai 2021 beliebig oft zu besuchen.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenlos. Nutze die Gelegenheit!
Der Hinweis Nr 3 wird am 1. Oktober 2020 um 17:30 enthüllt.