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Werdegang einer Einzelgängerin
Wanda Czełkowska begann ihre Karriere gegen Ende der 1950er Jahre in Krakau und spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Konzeptkunst in Polen. Sie war Mitglied der berühmten Grupa Krakowska, der unter anderem folgende Künstler:innen angehörten: Tadeusz Kantor, Tadeusz Brzozowski, Jonasz Stern, Maria Jarema und Erna Rosenstein, behielt aber ihre unabhängige Stimme und war nie vollständig in den künstlerischen Diskurs und das gesellschaftliche Leben der Gruppe eingebunden. Diejenigen, die Wanda Czełkowska kannten, bezeichnen sie oft als jemanden, der seinen eigenen Weg geht. Im Gegensatz zu ihren Zeitgenossinnen Alina Szapocznikow und Magdalena Abakanowicz bleibt ihr Werk ausserhalb Polens weitgehend unbekannt. Czełkowskas bekanntestes Werk, eine Serie von Skulpturen mit dem Titel Głowy (Köpfe), zeigt die Fähigkeit der Künstlerin, eine Brücke zwischen dem Figürlichen und dem Abstrakten zu schlagen. Ab Anfang der 1970er Jahre schuf sie konzeptionelle Werke, von denen die Installationen Table (1968-1971) und Absolute Elimination of Sculpture as a Notion of Shape (1972) die monumentalsten Beispiele sind. Obwohl sie sich selbst als Bildhauerin definierte, war sie parallel dazu auch als Malerin tätig.