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Erzengel Michael (29. September)
Die Wallfahrtskirche ist Bestandteil des Klosters Leiden Christi und steht in Jakobsbad an der Hauptstrasse von Gonten nach Urnäsch.
Auf dem First des abgewalmten Satteldaches sitzt das viereckige Glockentürmchen mit Zwiebelkuppel. Der frühere Altar wurde 1940 in der Sakristei wieder aufgestellt. Das Gnadenbild ist eine Pietà, die Darstellung der schmerzhaften Muttergottes. Die Kirche hat 130 Sitzplätze.
Geschichte
Bereits im Jahre 1676 vermacht Hans Gmünder an ein Chappeli in Stechlenegg, wo heute das Kloster steht, ein Vermächtnis. Der Name Leiden Christi erscheint erstmals im Jahre 1687. Nach dem Tode von Hauptmann Uli Neff ging die Kapelle an dessen Sohn über. Die Besitzer liessen die Kapelle aus Dankbarkeit für die Hilfe bauen, die sie vor Jahren in einem schweren Anliegen erfuhren. Am 31. Juli 1848 wurde in der renovierten Kapelle die erste hl. Messe gefeiert.
Am 3. April 1851 konnte Maria Rosa Bättig, zusammen mit einigen Mitschwestern, das «Sägenweidli» für ihre künftige Klostergründung erwerben. Der damalige Pfarrer von Gonten hatte die Leiden Christi-Kapelle, die von Wallfahrern besucht wurde, erneut renovieren und einen Altar einbauen lassen. Die Grundsteinlegung für das Kloster erfolgte am 18. März 1853. Am 14. Juli war die Aufrichtung der Klosterkirche, welche 1854 benediziert wurde. 1891 liess man die Klosterkirche renovieren. Später wurde durch Kunstmaler Johannes Hugentobler wieder ein Dachreiter aufgebaut mit dem ehemaligen Glöcklein. Unter Beibehaltung des bisherigen Grundrisses erfolgte 1889-1891 der Neubau der Klosterkirche durch Johann Thürlemann. Die Innenausstattung ist neugotisch. 1925-1930 entstand die Heiligblutkapelle, die Johannes Hugentobler ausgestaltet hat. Im Jahre 1937 erhielt die Kirche ein neues Geläute mit vier Glocken. 1981/82 erfolgte die Restaurierung der Kirche durch Hans Morant unter der Aufsicht der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege.
|offen||Die Klosterkirche ist tagsüber offen|
|Bezirk||Gonten|
|Eigentümer||Frauenkloster Leiden Christi, Jakobsbad|
|Besonderes||Nebst der Klosterkirche gibt es dort eine Heiligblut-Kirche und eine Apotheke|