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Olympische Winterspiele: 12 000 bis 15 000 Vollzeitstellen in Graubünden
Die Bündner Regierung spricht sich für eine Kandidatur um die Olympischen Winterspiele in Graubünden im Jahr 2022 aus. Sie beantragt beim Kantonsparlament einen Verpflichtungskredit von acht Millionen Franken.
Chur. – Ausserdem sollen Reserven in der Höhe von 300 Millionen Franken für Investitionsprojekte und Kosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Spiele gebildet werden, wie die Bündner Regierung am Montag mitteilte.
Die Bündner Regierung rechnet bei einer Durchführung von Olympischen Winterspielen im Kanton Graubünden mit einem Defizit von einer bis 1,3 Milliarden Franken. Die Gesamtausgaben werden auf 2,8 Milliarden Franken geschätzt, die Einnahmen auf 1,5 bis 1,8 Milliarden.
Zu diesen Ergebnissen seien zwei renommierte Beratungsunternehmen unabhängig voneinander gekommen. Das sagte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Hansjörg Trachsel in Chur.
In diesen Zahlen nicht enthalten sind Kosten von etwa 1,5 Milliarden Franken für Infrastruktur und Sicherheit, wie Trachsel weiter sagte. Zwei Drittel der Summe machen Investitionen im Strassen- und Schienenverkehr aus. Allein 400 Millionen Franken will man für neue Züge für die Rhätische Bahn ausgeben.
12 000 bis 15 000 Vollzeitstellen
Von den Gesamtausgaben für Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 würden 1,9 bis 2,3 Milliarden Franken in Graubünden anfallen. Daraus würde sich laut der Regierung ein Beschäftigungs-Effekt ergeben von 12 000 bis 15 000 Vollzeitstellen im Kanton und etwas über 30 000 Stellen in der ganzen Schweiz.
Am vergangenen Mittwoch hatte bereits der Bundesrat seine Unterstützung für eine Kandidatur bekannt gegeben und 30 Millionen Franken dafür gesprochen («suedostschweiz.ch» berichtete). Ausserdem sprach er sich für eine Defizitgarantie von einer Milliarde Franken aus, sollten die Olympischen Spiele tatsächlich im Bündnerland stattfinden. (sda)