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Einige Notizen aus dem Leben von Emma Wirth (1882 – 1968)
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notiert von Ulrich Sutter-Wirth
Geboren 15. Sept. 1882 in der Hub Gossau, als 8. Kind von Johannes Wirth, Käsehändler Hundwil und der Anna Katarina Schiess (seiner II. Frau). Joh. Wirth, ein Waisenkind, wurde möglichst früh gezwungen, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen und hatte sich durch arme, einfache Verhältnisse hindurchgearbeitet. Da er als tüchtiger Handelsmann gerade in die Zeit hineingeriet, wo die Käserei und der Käsehandel ihren Aufschwung nahmen, durfte der unternehmungslustige Mann bald viele Käsereien in der Umgebung in Pacht übernehmen und verstand es, die Konjunktur ausnützend, sich ein ordentliches, ahnsehnliches Vermögen und ein schuldenfreies Heimwesen, die Hub zu erwerben.
Emmas Jugendzeit verlief, wie alle auf dem Lande, einfach, ohne besondere bleibende Eindrücke. Sobald wie möglich musste Emma, wie alle Kinder, im Haushalt und bei der Landwirtschaft mithelfen. Im Jahre 1888 hatte sie das Unglück, ihre Mutter durch einen Unglücksfall (Petroleum) zu verlieren. Von da an musste sie noch viel mehr der ältesten Schwester Trina (verehel. Eppenberger zur Linde Herisau) den Haushalt führen helfen, Strümpfe stricken etc. (1888 - Sept. 1891)
Emma besuchte die Dorfschule in Gossau vom Mai 1889 bis Frühjahr 1897. Sie war eine gute Schülerin und konnte gut rechnen.
21. Sept. 1891 Doppelhochzeit Vater Wirth (3te Frau) und seine älteste Tochter Trina mit Karl Eppenberger.
1895-97 Sekundarschule in Gossau.
1898 Karfreitag: Konfirmation in der Kirche Oberglatt (bei Gossau, weil Gossau selber noch keine reformierte Kirche hatte.) von Hr. Pfr. Stäger, dann Eintritt in den neugegründeten Kirchenchor Gossau, zur Einübung für die Einweihung der ref. Kirche Gossau. Besuch des Tanzkurses, bei den Anlässen der Gossauer Gesellschaft ordentlich mitgemacht. Gern gesehen als gute Tänzerin (1902).
Es kam die Zeit, wo Emma selbständig den Haushalt in den Käsereien Arnegg und später Niederdorf/Gossau führte.
1904 zog sie in die Fremde, nach Zürich. Durch ihren Pathen, Herrn Wächter, Eierhandlung Basel und Zürich, konnte sie auf dessen Bureau als Sekretärin arbeiten. Pension bei Geschwister Kündig, Zeltweg, später Plattenstrasse 43. Ihre freie Zeit verbrachte sie bei Familie Otto und Bertha Trabinger-Signer mit Kind Werner Trabinger (geb. 1904). Bertha Trabinger ist Nichte der II. Mutter Emmas.
1905 mit Ulrich Sutter zusammen gab es manchen Bummel auf den Zürichberg und manche Seefahrt. Weiteres siehe in seinem Lebenslauf.