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Arnaud Montebourg will französischer Präsident werden. Der 53 Jahre alte Ex-Minister gab seine Kandidatur am Sonntag in Frangy-en-Bresse bekannt und sagte, es sei ihm unmöglich, den amtierenden Staatschef François Hollande, ebenfalls Sozialist, zu unterstützen.
Offen liess Montebourg, ob er sich der Vorwahl stellt, mit der die sozialistische Regierungspartei ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im April und Mai 2017 küren will. Der von schlechten Umfragewerten geplagte Hollande will erst Ende des Jahres entscheiden, ob er sich erneut bewirbt.
Montebourg zählt zum linken Flügel des Parti Socialiste. Hollande hatte ihn 2012 zum Industrieminister gemacht, zwei Jahre später flog Montebourg nach offener Kritik an der Sparpolitik aus der Regierung. Auch der damals ebenfalls im Streit ausgeschiedene Benoît Hamon hat bereits seine Bewerbung für die Präsidentschaftswahl angekündigt.
Parteichef Jean-Christophe Cambadélis hält Hollandes Kandidatur für wahrscheinlich: «Ich glaube, dass er sich auf alle Eventualitäten vorbereitet, aber dass die Waage sich in Richtung einer Kandidatur senkt», sagte er der Zeitung «Le Journal du Dimanche». «Er muss denken, dass man ihn ein bisschen zu schnell beerdigt hat.» (sda/dpa)