Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03632.jsonl.gz/357

Eine weiter, eine Out: Das ist die Schweizer Bilanz am zweiten Tag der Australian Open. Während Timea Bacsinszky nach hartem Kampf in die nächste Runde einzog, wird Belinda Bencic nach ihrem Ausscheiden in der Weltrangliste weit zurückfallen.
Timea Bacsinszky zog am Australian Open in Melbourne in die 2. Runde ein. Die 27-jährige Waadtländerin setzte sich in einem schwachen Spiel gegen die Italienerin Camila Giorgi 6:4, 3:6, 7:5 durch. Nach zweieinhalb Stunden erlöste Giorgi (WTA 74) mit ihrem 69. nicht erzwungenen Fehler Bacsinszky (WTA 15), die im entscheidenden Durchgang eine 5:2-Führung aus der Hand gegeben hatte und die ersten drei Matchbälle nicht verwerten konnte.
Bacsinszky kam mit dem unkonventionellen Stil der zwei Jahre jüngeren Italienerin phasenweise überhaupt nicht zurecht. Zudem war der Lausannerin der fehlende Matchrhythmus anzumerken. Für sie war es das erste Spiel im neuen Jahr, nachdem sie wegen einer Bauchmuskelverletzung den in Shenzhen geplanten Saisonauftakt hatte verschieben müssen.
In der 2. Runde trifft Bacsinszky am Donnerstag auf Danka Kovinic, die Nummer 68 der Welt. Gegen die 22-jährige Montenegrinerin hat sie bislang noch nie gespielt.
Belinda Bencic war am Ende weit von einer Überraschung gegen Serena Williams entfernt. Trotz eines gelungenen Starts und einer Steigerung am Schluss verlor die 19-jährige Ostschweizerin in der Startrunde in 79 Minuten 4:6, 3:6.
Dank nie erlahmendem Kampfgeist verhinderte Bencic gegen die sechsfache Australian-Open-Siegerin ein eigentliches Debakel. In ihrer stärksten Phase verkürzte die Nummer 59 der Welt im zweiten Satz noch von 0:5 auf 3:5, mehr liess Williams, die bei ihrem ersten Turnier des Jahres in Auckland alles andere als überzeugt hatte, aber nicht zu. Gegen Bencic zeigte sie sich aber stark verbessert und sehr konzentriert.
Im ersten Satz war Williams 3:1 in Führung gegangen, doch die junge Schweizerin konterte sogleich. Beim Stand von 5:4 brillierte die 22-fache Grand-Slam-Gewinnerin aber mit drei Returnwinnern. Sie gewann dann bis zum 5:0 gleich sieben Games in Folge, ehe Bencic den Lauf nochmals stoppen konnte. Am Ende war der Aufschlag aber ein zu grosses Handicap. Williams gewann mehr als drei Viertel der Punkte, wenn sie den ersten Service im Feld hatte, der Teenager aus Wollerau nur knapp über die Hälfte.
Die Niederlage bei gut 30 Grad in der grossen Rod Laver Arena ist für Bencic kein Grund, alles zu hinterfragen. Dennoch stehen für die 19-jährige, die vor elf Monaten noch die Nummer 7 der Welt war, wichtige und potenziell schwierige Wochen bevor. Im WTA-Ranking wird die letztjährige Achtelfinalistin weitere rund 20 Positionen verlieren.
Alle drei Schweizer, die morgen Mittwoch ihre 2. Runde spielen, werden dies bereits in der Nacht tun. Den Auftakt macht Stefanie Vögele um 11 Uhr Lokalzeit (1.00 Uhr in der Schweiz) in der grossen Rod Laver Arena gegen Venus Williams. Gegen 4.30 Uhr Schweizer Zeit folgt Roger Federer mit seiner Partie gegen den Qualifikanten Noah Rubin. Ungefähr zur gleichen Zeit tritt Stan Wawrinka in der zweitgrössten Margaret Court Arena gegen Steve Johnson an. (cma/ram/sda)