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Samstag, 11. März 2017, 20.00 Uhr
Presenting Partner: Kursaal Bern
PIANO SPECTACULAR – THREE OUTSTANDING TRIOS
Die Eröffnungsgala präsentiert drei Piano-Genies mit ihren Trios!
Chucho Valdés Trio
Chucho Valdés, p / Yelsy Heredia Figueras, b / Georgis Pico Milian, dr
Sechsfacher Grammy-Gewinner, Irakere-Mitgründer und Meisterpianist aus Kuba!
Joey Alexander Trio
Joey Alexander, p / Reuben Rogers, b / Ulysses Owens Jr., dr
Die 13-jährige Pianosensation und Grammy Nominee 2016 aus Bali!
Robi Botos Trio
Robi Botos, p / Mike Downes, b / Larnell Lewis, dr
Ungarisch-kanadischer Pianovirtuose und Protegé von Oscar Peterson! Erstmals am Jazzfestival!
In Kuba geniesst Chucho Valdés den Status eines Heiligen, da er die Musik seiner Nation in die Welt hinausgetragen hat und für viele junge Musiker als Mentor fungiert. Dieses Jahr gewann Chucho’s Album „Tribute To Irakere: Live In Marciac“ den Grammy in der Kategorie „Best Latin Jazz Album“!
Pianist Jesús „Chucho“ Valdés, Sohn des legendären Kubanischen Pianisten Bebo Valdés, wurde am 9. Oktober 1941 im Süden von Havanna geboren. In seinen frühesten Jahren wurde Chucho vornehmlich von der Musik seines Vaters beeinflusst – später kam die Diversität von Musikern wie Oscar Peterson, Ernesto Lecuona, Pedro „Peruchin“, Herbie Hancock, Bill Evans u.v.m. dazu. Der daraus resultierende Stil von Chucho führte zu seinem Ehrentitel in der „Hall of fame“ Kubanischer Pianisten. Während der frühen 60er-Jahre begann er als „Chucho Valdés y su Combo“ Platten zu veröffentlichen und wurde später zu einem Mitglied des Orchesters von Elio Reve. 1967 gründete Chucho zusammen mit weiteren wichtigen jungen Musikern das „Orquesta Cubana de Música Moderna“. Unter Chucho’s Führung gründeten acht Mitglieder dieses Orchesters die Afro-Kubanische Jazz-Band „Irakere“, die in den 70ern zur Vorhut des Latin Fusion-Stils und zu einem Sprungbrett für Musiker wie Paquito D’Rivera und Arturo Sandoval wurde. Als Leader und Hauptkomponist von „Irakere“ kombinierte Chucho den Einfluss von Musikern wie Art Tatum, Bill Evans und McCoy Tyner mit Afro-Kubanischen Wurzeln und einer feurigen Rhythmustechnik. 1978 gewann ihr’s erstes Album einen Grammy Award. Innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte veröffentlichten „Irakere“ zahlreiche weitere Alben und stellten der Welt immer wieder neue Kubanische Talente vor. 1998 veröffentlichte Blue Note Records Chucho’s Solo-Debut „Bele Bele en la Habana“, welches bei fast jedem Amerikanischen Jazzkritiker in den höchsten Rängen der besten Veröffentlichungen des Jahres auftauchte. Seither spielt Chucho nebst seiner andauernden Arbeit mit „Irakere“ auch mit seinen eigenen Afro-Kubanischen Jazz-Formationen. Chucho glänzt mit einer meisterhaften Piano-Technik und wird aufgrund seiner Fähigkeit, harmonische Konventionen mit Lichtgeschwindigkeit umzukrempeln oft mit Art Tatum verglichen. Er verbindet Elemente von klassischer Musik mit Afro-Kubanischer Folklore und Jazz. Chucho kann zahlreiche Veröffentlichungen unter seinem Namen und als Gastmusiker verbuchen und wurde bislang mit 6 Grammy Awards ausgezeichnet.
Joey Alexander wurde 2003 in Denpasar auf der Insel Bali geboren, traf mit sechs Jahren erstmals auf ein Piano und konnte sich die Melodien von Jazz Standards – aus der Plattensammlung seines Vaters – merken und nur nach Gehör nachspielen. Joey’s Vater – selbst ein Amateurmusiker – förderte Joey’s Begabung für Swing und Improvisation, indem er ihm klassische Jazz-Aufnahmen vorspielte und ihn zu Konzerten der bedeutendsten Musiker von Bali und Jakarta mitnahm. Von diesem Zeitpunkt an blühten Joey’s musikalische Intuition und seine Liebe für Jazz auf. Joey’s früheste musikalische Einflüsse waren Duke Ellington, Thelonious Monk, Bill Evans und John Coltrane. Eine spezielle Affinität entwickelte Joey zu Trompetern wie Clifford Brown, Lee Morgan, Miles Davis und Wynton Marsalis. Obwohl er nie formell geschult wurde, entwickelte Joey eine präzise Technik und machte sich dank seiner enormen Musikalität innerhalb und ausserhalb der Indonesischen Jazz-Szene einen Namen. Mit 8 Jahren wurde Joey von der UNESCO dazu eingeladen, ein Piano Solo-Konzert für Herbie Hancock während dessen Indonesien-Aufenthalts zu spielen. Herbie’s Reaktion war äusserst enthusiastisch, was Joey enorm inspirierte. Mit 10 Jahren trat Joey auf Jazzfestivals in Jakarta und Kopenhagen auf. In Odessa, Ukraine gewann er den „International Improvisation Contest“ – und liess damit über 200 professionelle Jazz-Musiker aus 17 Ländern leer ausgehen. 2014 trat Joey an hochangesehenen Galas in New York City auf – für Jazz At Lincoln Center in der Rose Hall, für die Jazz Foundation Of America im Apollo und am Arthur Ashe Lerning Center in der Gotham Hall. Am 12. Mai 2015 veröffentlichte Joey Alexander sein heiss erwartetes Debut-Album „My Favorite Things“ auf dem Grammy-prämierten Label Motema Music aus Harlem. Auf seinem Debut spielt Joey Klassiker von Coltrane bis Rodgers & Hammerstein mit grossem Feingefühl, Abenteuerlust und voll improvisatorischem Elan. „My Favorite Things“ wurde vom Grammygewinner Jason Olaine produziert. Das Album wurde in 2016 für einen Grammy nominiert – in der Kategorie „Best Jazz Instrumental Album“. Seither spielte Joey bereits an Orten wie dem Rochester Jazz Festival, dem Newport Jazz Festival, Jazz At Lincoln Center, an einer TED-Konferenz, Marciac, dem Internationalen Jazzfestival Bern 2016 und Marians Jazzroom. Für diesen jungen, höchst talentierten Künstler steht die Zukunft weit offen. In diesem Jahr wurde Joey abermals für einen Grammy nominiert – in der Kategorie „Best Improvised Jazz Solo“ für „Countdown“!
Robi Botos wurde in Ungarn geboren und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Seine musikalische Karriere begann er als Kind, während er in Budapest aufwuchs. Mit sieben Jahren konzentrierte sich Robi auf das Piano.
1998 wanderte er nach Kanada aus, wo er seither lebt. Kurz nach seiner Ankunft in Kanada erweckte Robi das Interesse der Pianolegende Oscar Peterson und wurde kurz darauf zu seinem Protegé. Bis heute spielt Robi unter dem Einfluss des mächtigen Swings und der technischen Virtuosität des Kanadischen Jazz-Giganten. Robi ist auch tief in der Tradition von Romani-, Ungarischem und Europäischem Folk sowie klassischer Musik verwurzelt. Diese Verschmelzung von nordamerikanischem Bebop, Hard Bop und Modern Jazz mit osteuropäischer Folkmusik und klassischer Musik ergibt einen einzigartigen Stil, der sowohl beeindruckend wie auch unerreicht bleibt. Viele der grossen Jazzmusiker wie Branford Marsalis, Chaka Khan oder Al Jarreau bezeichnen Robi als einen der besten Leaders am Piano weltweit. Robi’s dynamische Live-Auftritte brachten ihm erhebliche internationale Beachtung und führten zu diversen Auszeichnungen in der ganzen Welt. An den National Jazz Awards 2007 wurde Robi zum Keyboarder des Jahres erkoren und erhielt im selben Jahr vom „NOW Magazine“ den Titel „Bester Jazzmusiker“. Robi’s Debutalbum „Place To Place“ war eines der am heissesten erwarteten Kanadischen Jazzalben von 2011. Im Folgejahr gewannen Robi und sein Trio den begehrten „TD Grand Jazz Award“ des Montreal International Jazzfestivals. In 2014 wurde Robi als Teil des Mike Downes Trio für zwei Juno Awards nominiert. In 2013 folgen zwei Film-Projekte, die bedeutend für Robi’s Karriere sein sollten: Das erste war für den Golden Globe-nominierten Film „Arbitrage“ mit Richard Gere und Susan Sarandon, für welchen er die Musik für die letzte Szene und die Schlusstitel einspielte. Als zweites zeichnete Robi verantwortlich für den Soundtrack des Dokumentarfilms „A People Uncounted“, der den Existenzkampf und die reichhaltige Kunst der Romani aufzeigte. Im März 2013 war Robi Teil eines Gedenkkonzertes anlässlich des 50. Jahrestags des legendären Oscar Peterson-Albums „Night Train“. Das Konzert fand in Oscar’s Heimatstadt Montreal statt und Robi leitete das Trio um Oscar Peterson’s frühere Bandmitglieder Dave Young am Bass und Alvin Queen am Schlagzeug. Robi Botos spielte und/oder machte Aufnahmen mit Musikern wie Dave Young, Alvin Queen, Molly Johnson, Jeff „Tain“ Watts, Robert Hurst, Seamus Blake und zahlreichen anderen.