Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/236234

<h2>SubmittedText<h2><p>Stimmt es, dass die Schweiz eine der höchsten Pro-Kopf-Quote an Pflegekräften hat, aber der Bundesrat einen angeblichen Mangel an Pflegepersonal in der Covid-19 Pandemie feststellt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2019 liegt die Schweiz bei der pro Kopf-Quote an Pflegekräften unter 25 europäischen Ländern auf Platz sechs, hinter Norwegen, Island, Frankreich, Dänemark und Grossbritannien. Der Mangel an Pflegefachpersonen ist seit langem bekannt. Der Bundesrat hat deshalb in den letzten Jahren verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen und die Fachkräftesituation im Gesundheitswesen zu verbessern. Der Bundesrat unterstützt deshalb die im indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative (pa. Iv. 19.401) vorgesehene Ausbildungsoffensive. Zusätzlich zum allgemeinen Mangel an Pflegefachkräften wird in der Covid-19-Pandemie aufgrund der aufwendigen Pflege und der hohen Belegungszahlen weiteres Personal benötigt. Das aktuell zur Pflege von Covid-19-Patientinnen und -Patienten zusätzlich benötigte Personal lässt sich auch nicht schnell rekrutieren, da es dazu eine hochspezialisierte Ausbildung braucht. Zudem ist das Pflegepersonal seit nun mehr als eineinhalb Jahren einer immensen zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Gesundheitliche Probleme wie Erschöpfungszustände und auch vermehrte Berufsausstiege sind ein Faktor, dass das Gesundheitssystem eine seine Grenzen gelangt.</p>