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Das Äussere der Kirche präsentiert sich als einfacher und überschaubarer Längsbau mit polygonalem Chor und axialem Frontturm. Es handelt sich dabei um eine starke Vereinfachung eines spätmittelalterlichen Kirchenbausystems, die im 19. Jahrhundert vielfach wiederaufgenommen wurde und für welches die Kirche Gebenstorf landesweit eines der spätesten Beispiele ist. Der Turm steigt zwischen zwei quergiebeligen Annexen auf, die ihn wie Schultern einrahmen. Diese «Schultern» haben vor allem eine ästhetische Funktion, denn sie verhindern, dass bei Frontalansicht die Dachschrägen neben dem zentralen Turm als kleine dreieckige Restflächen übrig bleiben. Nachdem 1884 ein derartiges Projekt des Architekten (für die St. Galler Leonhardskirche) als «engbrüstig» und zu wenig monumental gerügt wurde, dürfte sich Paul Reber zu diesem Ausweg entschlossen haben.
Stilistisch hielt sich Paul Reber, wie mit der Baukommission vereinbart, an den gotischen Stil, der sich in den Spitzbögen, den steilen Giebeln, den gestuften Strebepfeilern und im charakteristischen, vierblättrigen Masswerk in den offenen Fenstern des Glockengeschosses kennzeichnet. Der mittelalterliche Stil der Gotik, in der Schweiz vorwiegend vom 13. bis zum 16. Jahrhundert gepflegt, kam im 19. Jahrhundert als «Neugotik» vor allem für Kirchenbauten wieder in Beliebtheit, weil er nach vorherrschenden Meinungen das Sakrale besonders sinnfällig verkörperte. Die Sparsamkeit zwang in Gebenstorf allerdings dazu, dass die Kirchenfenster nur durch feine metallene Einteilungen gegliedert wurden und dass das Kirchendach verhältnismässig schwach geneigt ist.
Die an den Ecken diagonal hervorstossenden Strebepfeiler, die Eckquader und das Glockengeschoss wurden in einem Kalk-Sand-Mischgestein aus Mägenwil errichtet, das Dach war ursprünglich mit rotem und grünem Schiefer gedeckt, der hochaufragende spitze Turmhelm mit verzinkten Eisenschindeln.