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Publikationen
Der Morbus Bechterew kann bekanntlich zu Einschränkungen bei der Berufstätigkeit führen. Die verminderte Produktivität hat auch indirekte volkswirtschaftliche Kosten. Ein Team von italienischen Forschern interessierte nun aber eine ganz andere Perspektive: diejenige der Betroffenen.
Bechterew-Patienten gehen objektiv gemessen gleich häufig körperlichen Aktivitäten nach wie Nicht-Betroffene. Die Betroffenen betreiben aber weniger intensiv Sport.
Biomechanische Faktoren wie Gelenkbelastungen durch den Beruf oder Verletzungen wurden schon länger in Verbindung mit dem Morbus Bechterew gebracht. Britische Forscher haben Betroffene befragt, inwieweit sie solche Belastungen mit dem Ausbruch der Krankheit in Verbindung bringen.
Müdigkeit (oder so genannte «Fatigue») ist ein bekanntes Symptom beim Morbus Bechterew. Spanische Forscher wollten nun genauer wissen, welche Faktoren zu dieser Müdigkeit führen. Es ist nicht nur die Krankheitsaktivität.
Hat ein intensives Trainingsprogramm bei Bechterew-Betroffenen einen Effekt auf die Krankheitsaktivität, die Alltagseinschränkung und ihr Herzkreislauf-System? Norwegische Forscher untersuchten 24 Patienten.
Wie gut sind Hausärzte über die entzündliche Rückenschmerzen und den Morbus Bechterew informiert? Wie schnell überweisen sie einen Patienten bei Verdacht an einen Spezialisten? Holländische Bechterew-Forscher wollten es genauer wissen.
Zweifellos haben die TNF-Alpha-Hemmer die Lebensqualität vieler Bechterew-Patienten eindeutig verbessert. Handkehrum werfen die hohen Kosten der Therapie und die nicht bekannten Langzeitfolgen die Frage auf, ob die Dosis reduziert, oder die Therapie mit der Zeit gar erfolgreich gestoppt werden kann.
Die häufigsten Begleiterkrankungen beim Morbus Bechterew ausserhalb des Skeletts betreffen die Augen, den Darm, die Nieren und die Lunge. Neue Studien ergaben, dass auch Hörprobleme beim Bechterew häufiger sind als in der Allgemeinbevölkerung. Allerdings ist deren Ursache unbekannt.
Amerikanische Forscher berichten über einen 21-jährigen Leichtathleten. Seine Symptome wurden zunächst als instabiles Iliosakral-Gelenk und später als Übermüdungsbruch im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk diagnostiziert. Weitere Abklärungen waren nötig, bis die richtige Diagnose gestellt wurde.
Während über 40 Jahren hatte eine 73-jährige Frau immer wieder unerträgliche Schmerzen in verschiedenen Körperregionen. Trotz positivem HLA-B27-Status wird kein Morbus Bechterew diagnostiziert. Denn die Frau war körperlich aktiv und es gab immer wieder schmerzfreie Phasen.
Der Krankheitsverlauf des Morbus Bechterew ändert sich bei Langzeit-Patienten nicht gross. Dies hat eine englische Studie mit 69 Teilnehmenden ergeben.
Sport- und Bewegungstherapie haben zahlreiche positive Auswirkungen auf die Symptome des Bechterew. Neuere Studien ergaben Hinweise, dass ein gezieltes Training evtl. sogar das Entzündungsgeschehen positiv beeinflussen kann.
Auch Bechterew-Betroffene dürfen ihre Muskeln mit Ball und Hanteln kräftigen. Die Krankheitsaktivität wird dadurch keineswegs gesteigert, wie eine am Eular 2013 präsentierte Studie zeigt.
Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung leiden Menschen mit Bechterew an einer geringeren Lebensqualität. Bei betroffenen Frauen und Betroffenen mit einer einfacheren Ausbildung scheint die Lebensqualität besonders eingeschränkt zu sein.
In der Schweiz wird weltweit am meisten Schokolade konsumiert. Und das ist für die Bechterewler hierzulande eine gute Nachricht.
Morbus Bechterew kann auch mit anderen entzündlichen Erkrankungen im Zusammenhang stehen, z.B. Entzündungen der Sehnenansätze, der Augen oder des Darmes. In einer Studie wurde nun auch das Vorkommen von entzündlichen Zahnfleischerkrankungen beim Bechterew genauer untersucht.
Die Bewegungsstudie der SVMB und des Unsiversitätsspitals Zürich hat gezeigt, dass ein regelmässiges Herzkreislauf-Training die Fitness bei Bechterew-Patienten verbessert.
Eine Auswertung von Swiss Clinical Quality Management (SCQM) hat ergeben, dass sich Bechterew-Betroffene immer noch zu wenig bewegen. Mitglieder der SVMB bewegen sich öfter als Nicht-mitglieder.