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Yverdon–Ste–Croix
|Kürzel||YSteC|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1893-11-27|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1893 eröffnete YSteC gehörte einer Aktiengesellschaft. Den Betriebsdienst besorgte in den ersten Jahren die Jura–Simplon-Bahn (JS) auf Rechnung, hernach die YSteC selbst. Eine von Anfang an und zunehmend wichtige Funktion kam der YSteC im Güterverkehr zu. Um die Verbindung der schmalspurigen Bahn mit der Hauplinie Lausanne–Yverdon–Biel herzustellen, wurden ab 1899 vorübergehend Rollböcke eingesetzt. Für den Personentransport war das Angebot sehr limitiert. Noch 1910 verkehrten täglich nur fünf Zugpaare. An Sonn- und Feiertagen stand die YSteC still. Letzteres war – ein kurioses Detail – ausdrücklicher und in der Konzession festgeschriebener Wunsch des Konzessionsinhabers der Bahn. Diese Einschränkung galt bis 1918. Ebenfalls etwas sonderbar sind ausserdem teilweise die Klassenverhältnisse, welche die Statistik für die YSteC auswies, indem diese mitunter von Jahr zu Jahr scheinbar wechselten. Wir haben diese Angaben trotzdem übernommen. Bis 1903 dürfte es sich jedoch um eine Einheitsklasse, danach um ein Zweiklassensystem gehandelt haben.
Die ersten Betriebsjahre der YSteC verliefen angesichts der überwiegend negativen Ergebnisse aus dem Transportgeschäft finanziell nicht unproblematisch. 1895 wandelte man die schwebenden Schulden in feste Anleihen um und stockte diese auf, um die Situation zu konsolidieren. Ab 1899 besserte sich die Lage deutlich und kontinuierlich. Ab 1905 konnte die YSteC eine zwar nicht berauschende, aber regelmässige Dividende ausrichten, die Anleihen sukzessive abbauen und beachtliche Reserven anlegen – dies vorab dank kräftig steigender Einnahmen aus dem Güterverkehr selbst in den Kriegsjahren nach 1914.
Die Elektrifizierung der YSteC (Wechselstrom) erfolgte erst 1945.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.