Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/966

Kennen Sie die Minsky-Theorie? Wahrscheinlich nicht. So gut wie niemand kennt diese Theorie des Ökonomen, der schon zur Bankenkrise vor 10 Jahren seinen Beitrag leistete. Er behauptet, dass es einen Moment gäbe, in dem eine Blase platzt, nachdem es zuvor eine „hitzige Hausse“, also einen Aufwärtsaufschwung gegeben habe und die Beteiligten dann wahrnehmen, wie unter ihnen ein Abgrund entstanden ist. In den USA platzte diese Blase exakt in dem Moment, in dem die Zinsen zu hoch kletterten. Damals, Sommer 2006, auf 5,25 %. Die Immobilienbesitzer in den USA konnten angesichts variabler und damit anpassbarer Zinsen ihre Kredite nicht mehr zahlen.
Zuvor waren die Immobilienpreise – sämtlich kreditfinanziert, teils bis zu mehr als 100 % vom Immobilienwert – extrem geklettert. Dann allerdings sind sie unmittelbar in sich zusammen gefallen. Der Mittelstand verlor seine Häuser, die Banken ihre Sicherheiten (jedenfalls scheinbar, denn die Häuser fielen ihnen dennoch zu, und zwar zu teils sehr günstigen Zinsen).
Die Kredite wurden in Wertpapieren zusammengefasst, die als Anleihen im…..
….passend dazu…..
Die europäischen Banken stecken in großen Schwierigkeiten
Während die Eurokrise aus dem Fokus gerückt ist, weil derzeit alle Länder innerhalb der Eurozone Staatsdefizite von unter 3% des Bruttoinlandprodukts (BIP) fahren, gibt es nach wie vor ein Problem, das sich geräuschlos vergrößert: Die ungelöste Bankenkrise, die kein kleines Problem darstellt. Die Bankenbilanzen des Eurosystems summierten sich im Januar 2018 auf € 30 Billionen, was 291% des BIPs entspricht.
Europäische Banken sind in Schwierigkeiten aufgrund von verschiedenen Gründen:
Erstens: Die Bankenregulierung wurde nach der Finanzkrise verschärft. Als Konsequenz haben sich regulatorische Kosten und Compliance-Kosten substantiell erhöht. Heute müssen Banken die Anforderungen nationaler Behörden, der…..