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Das Trockene Auge ist eine multifaktorielle Erkrankung des Tränenfilms und der Augenoberfläche, die zu Beschwerdesymptomen, Sehstörungen und Träneninstabilität mit möglicher Beschädigung der Augenoberfläche führt. Sie wird von einer erhöhten Osmolarität des Tränenfilms und einer Entzündung der Augenoberfläche begleitet.
Bei rund 80 % aller Betroffenen wird das Trockene Auge durch eine Störung der Lipidschicht hervorgerufen. Das ist die äusserste Schicht des Tränenfilms, mit der Aufgabe die darunterliegende wässrige Schicht zu schützen. Ist die Lipidschicht gestört, verdunstet die wässrige Schicht schneller oder fliesst als Träne über den Lidrand ab.
Eine intakte Lipidschicht vermindert die Verdunstung um bis zu 95 %.
Verantwortlich für eine intakte Lipidschicht sind die Meibom-Drüsen im Ober- und Unterlid.
Auch ein Vitamin-A-Mangel, Entzündungen der Tränendrüsen und altersbedingte Schleimhautveränderungen können zu trockenen Augen führen.
Ebenso beeinflussen verschiedene Arzneimittel den Tränenfilm: Allergiemedikamente, Beruhigungsmittel, harntreibende Mittel, Antidepressiva, Betablocker und andere Bluthochdruckmedikamente, Neuroleptika, Parkinsonarzneien und Wirkstoffe gegen chronische Bronchitis - selbst Augentropfen gegen gerötete Augen können die Beschweren verstärken.
Auch viele Erkrankungen selbst wirken sich negativ auf den Tränenfilm aus: Diabetes, Rheuma und andere Entzündungskrankheiten, die Hauterkrankung Rosazea, die atopische Dermatitis (Neurodermitis) oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.
Sogar ein Ungleichgewicht der Geschlechtshormone kann die Funktion der Meibom-Drüsen im Auge stören.