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Thesis:
In den letzten Jahren hat die Verbreitung von Memes in den sozialen Medien stark zugenommen.
Memes sind kurze, oft humorvolle Bilder oder Videos, die oft mit einem Text versehen
sind. Sie werden verwendet, um Ideen, Meinungen oder Emotionen auszudrücken.
In meiner Bachelorarbeit setzte ich mich intensiv mit dem Informationsgehalt von Memes des schweizerischen Rundfunks (SRF) auseinander. Mein Fokus lag auf der Frage, ob diese Memes in der Lage waren, ohne Vorkenntnisse tatsächlich eine Form von Neu-Information im Stil von Nachrichtenvermittlung zu transportieren. Ferner wollte ich die Chancen und Möglichkeiten untersuchen, die sich durch die Verwendung von Memes in der Informationsvermittlung ergaben.
Insbesondere interessierte mich, wie die Memes auf «srfkultur» aufgebaut waren, welche Inhalte sie vermittelten und inwiefern sie eine klare Informationsbotschaft transportierten. Zudem analysierte ich die Reaktionen und Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer auf diese Memes, um herauszufinden, wie sie von der Zielgruppe wahrgenommen und verstanden wurden.
Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen führte ich eine detaillierte Analyse des Instagram-Kanals «srfkultur» durch, der als zentrale Quelle für die Veröffentlichung dieser Memes diente. Dabei kamen verschiedene Methoden zum Einsatz, um die in der Stichprobe enthaltene Information differenziert abzubilden.
Die Bachelorarbeit strebte an, einen fundierten Einblick in die Rolle von Memes als Informationsvermittler zu geben und ihren Beitrag zum Informationsfluss in der damaligen Medienlandschaft zu beleuchten. Durch diese Untersuchung konnten möglicherweise neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie digitale Memes als innovative Instrumente zur Kommunikation und Informationsübermittlung eingesetzt werden konnten.
Lehrprojekt:
In meinem Lehrprojekt konzipierte ich eine Meme-Ausstellung mit dem Ziel, die zeitliche Evolution des Memes darzustellen. Die Planungsphase dieses Vorhabens erfolgte massgeblich mittels eines Miro Boards. Hierbei wurden Auswahlkriterien basierend auf dem Bekanntheitsgrad von Meme-Varianten von der Webseite „knowyourmeme“ in einer chronologischen Reihenfolge abgeleitet und festgelegt. Primär war die ursprüngliche Austragungsstätte der Ausstellung in der Zentralwäscherei angedacht. Jedoch ergab sich aufgrund unerwarteter Raumdimensionen die Notwendigkeit einer Verlagerung in die „parat“ Galerie.
Die realisierte Ausstellung unterteilte sich in vier distinkte Zeitperioden, die mittels einer differenzierten Farbgebung gegliedert wurden: Die Ur-Anfänge des Memes (1921-1999), die experimentelle Phase (2000-2004), die klassische Epoche (2004-2014) und die kommerzielle Ära (2015-Gegenwart). Parallel dazu wurde ein gleichlautender Instagram-Account „meme.olution“ ins Leben gerufen. Dieser bot nicht nur die Meme-Darstellungen, sondern beinhaltete auch ausführliche Erläuterungen und Informationen über deren Verbreitung in Form von Infoslides innerhalb eines Carousels, ergänzt um weitere exemplarische Memedarstellungen.
Die physische Ausstellung vor Ort war durch QR-Codes zu den jeweiligen Exponaten gekennzeichnet, welche auf den Instagram-Kanal mit den zugehörigen Infoslides verwiesen. Als Alternative für diejenigen, welche die QR-Codes nicht nutzten, wurde begleitendes Informationsmaterial in gedruckter Form bereitgestellt. Als feierlichen Höhepunkt wurde eine Vernissage initiiert, deren dokumentarische Aufzeichnung in beigefügtem Video zu finden ist. Diese Veranstaltung erfreute sich einer positiven Resonanz und zog zahlreiche Besucher*innen an.
Im retrospektiven Blickwinkel manifestiert sich der Wunsch, ein Feedback-Formular einzuführen, um eine ausführlichere Bewertung der Ausstellung durch das Publikum zu erlangen. Trotz herausfordernder Aspekte bei der Planung, Kuratierung und Umsetzung der Ausstellung, die in ihrer Gesamtheit diverse, oft leicht übersehbare Aufgaben einschlossen, konnte das Projekt durch die Unterstützung erfolgreich realisiert werden.
Instagram-Account:
https://www.instagram.com/meme.olution/
Hier der Aftermovie zur Ausstellung: