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Der Hollywood-Star und sein Vater, der Auftragsmörder
Woody Harrelson spielte in diversen Filmen verschiedene Arten von Mördern, sein Vater war im wahren Leben einer. Während seiner Karriere sind Realität und Fiktion für den Schauspieler darum einige Male verschmolzen. Gruselig.
Drei Morde hat der Auftragskiller Charles Harrelson begangen. Und beim Attentat auf John F. Kennedy soll er ebenfalls die Finger im Spiel gehabt haben.
Er war der Vater von Schauspieler Woody Harrelson, der einige merkwürdige Überschneidungen mit Charles' Taten während seiner Karriere erleben musste.
Per Zufall bin ich nach einem Rewatch von «No Country for Old Men» (2007) und anschliessendem Trivia-Verschlingen auf dieses Detail gestossen. Der Film handelt vom fiktiven Auftragsmörder Anton Chigurh (Javier Bardem), der wegen seiner Verbrechen von Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) gesucht wird.
Der Film basiert auf dem Roman «Kein Land zum Altwerden» von Cormac McCarthy, der im Jahr 1980 spielt. Darin sagt Sheriff Bell im Zusammenhang mit der Suche nach Chigurh: «Vor einer Weile wurde in San Antonio ein Bundesrichter erschossen.»
Der Autor verweist damit auf das sehr reale Attentat auf Richter John H. Wood Jr. Jener wurde 1979 von Charles Harrelson getötet.
Und jetzt kommt's.
Woody Harrelson spielt in «No Country for Old Men» den Vietnamveteranen und ebenfalls Auftragsmörder Carson Wells, der Chigurh das Handwerk legen soll. Bestimmt keine angenehme Sache für den Sohn eines echten Hitman.
Es kommt noch dicker.
Der Film wurde 2007 veröffentlicht, im selben Jahr starb Charles Harrelson im Gefängnis an einem Herzinfarkt.
Und glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass es noch dicker kommt? Am dicksten quasi.
Jahre zuvor nämlich, 1994, schrieb Quentin Tarantino das Drehbuch für «Natural Born Killers». Verfilmt wurde das Skript von Regisseur Oliver Stone, der damals gefühlt unendliche Castings abhielt, um seine Hauptfigur «Mickey» zu finden.
Mallory und Mickey Knox, zwei Amokläufer.
Stone war unermüdlich bei der Suche nach seinem männlichen Lead, den weiblichen hatte er mit Juliette Lewis bereits gefunden. Woody Harrelson kam zum Vorsprechen und sicherte sich die Rolle.
Warum er sich schliesslich für Harrelson entschieden hat, begründete Stone mit den Worten: «Er hatte so etwas Verrücktes in den Augen.»
Der Sohn eines Auftragsmörders hat etwas Verrücktes in den Augen, Oliver? Jesus, Maria und Josef.
Dieser ganze Spuk beruht aber wohl schlicht auf Zufällen. Woody Harrelson gilt als äusserst liebenswürdiger, tiefenentspannter Kerl, der schon offen mit seinem Marihuana-Konsum umging, als es in Amerika dafür noch Mut brauchte.
Regelmässig gibt es werktags um 11:30 Uhr und manchmal auch erst um 12 Uhr bei «blue News» die Kolumne am Mittag – sie dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.