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Das Internet ist eine feine Sache und eine Erfindung aus der Schweiz. Wie war das? Eine Erfindung aus der Schweiz?
So ist es, um präzise zu sein wurde in Cern (Genf) 1989 das HTTP-Protokoll (Hypertext Transfer Protocol) von Roy Fielding und Tim Berners-Lee entwickelt, was der Grundbaustein für das heute bekannte Internet ist.
Die weltweite Vernetzung hat über die Jahre eine unvorstellbare Dimension angenommen. Redet man vom Internet, sind meistens direkt die bekannten Sozialplattformen gemeint und welche beachtlichen Möglichkeiten diese bieten. Doch ist nicht wirklich bewusst, welche technische Komplexität dahinter steckt und wie sich diese aufgebaut hat.
Globale Produkte, wie z.B. Autoersatzteile, welche um die ganze Welt geliefert werden, sind international genormt. Oft spricht man von einem Standard. “Klar, das ist eine Tatsache und im Internet gilt das sicher auch”, werden sicher viele denken. Denn wie soll etwas so Mondiales ohne Normen und Standards funktionieren? Im Falle des Internets lernt man – zumindest was die Standards für Websites angeht – dass es noch viel zu tun gibt.
Gehen wir zurück ins Jahr 1990. Unbedacht erfand einer der Väter des Internets, Tim Berners-Lee, den ersten Webbrowser. Diese Erfindung sollte die Welt verändern, denn es war der Auslöser für das heute bekannte Internet. Drei Jahre später wurde die erste Version des Browser Mosaic (später als Netscape bekannt) veröffentlicht. Zusammen mit Windows95 wurde Microsofts Internet Explorer eingeführt und verschaffte dem Internet einen neuen Hype. Ab 1996 fing der Konkurrenzkampf der Webbrowser erst richtig an, als ein neuer Spieler Names Opera das Feld betrat. Netscape kam in seine Problemjahre, weshalb die Mozilla-Foundation gegründet wurde, aus der später der Firefox hervorging. Folgend führte Apple 2003 den Safari ein. Der einzige Browser, der jetzt noch fehlt, war der vom Internet-Giganten Google. Dieser liess sich bis 2008 Zeit und veröffentliche dann Chrome.
Könnte es sein, dass wir vom Thema abgeschweift sind? Nein, denn die Entwicklung der verschiedenen Browsers spielt eine grosse Rolle in der Geschichte des Web “Standards”. Der Konkurrenzkampf unter den Browsern führte bei den Entwicklern zu noch kreativeren und ausgefalleneren Innovationen, welche ihr Produkt attraktiver gestalten sollten. “DAS ist die Zukunft, DAS ist der neue Standard”, so wurde jede Neuigkeit gross angekündigt. Dies führte dazu, dass fast kein Browser die sogenannten “Standards” des jeweiligen Konkurrenten unterstützte. Wurde z.B. eine Website gemäss gewünschtem Layout im Netscape angezeigt, konnte Abstände von Texten, Darstellung von Bildern usw. im Internet Explorer anders aussehen.
Zur Hilfe eilte wieder Vater Berners-Lee und gründete das W3C (World-Wide-Web-Consortium) um die verstrittenen Parteien an einen Tisch zu rufen und einen endgültigen Standard zu definieren. Das Ziel war, die besten Lösungen der verschiedenen Browsern zu nehmen und wieder als allgemeingültige Komponenten zu implementieren. Das Resultat sollte ein Happyend und ein unglaublich fortschrittliches Internet sein. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus! Noch heute kämpft das W3C um die Vereinheitlichung der Internetstandards. Mit der neuen Programmiersprache HTML5 soll diese Vereinheitlichung unterstützt werden. Zum Teil auch mit Erfolg, doch die Rebellen gibt es immer noch.
Moderne Browser sind jetzt schon in der Lage, die aktuellen Websites basierend auf HTML5 richtig darzustellen. Jedoch sind viele auch noch nicht soweit um die neusten W3C-Standards zu unterstützen. Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die Browser mit eignen Technologien Schwierigkeiten haben, moderne Webstandards im globalen Netz anzuzeigen. Der Internet Explorer z.B. war immer der grösste Rebell. Das Resultat: technologisch ist er abgeschlagen und verliert zunehmend an Benutzern. Als früherer Spitzenreiter liegt er hinter Mozilla Firefox und Google Chrom.
Was genau ist der Unterschied und Nachteil einer alten gegenüber einer neuen Browserversion? Eine Website sollte auf allen Browsern gleich aussehen und sich gleich bedienen lassen. Dadurch entsteht ein intensiver Arbeitsaufwand, der je nach Website extrem variieren kann. Die Website-Optimierung auf diverse Browser mit unterschiedlichen (veralteten) Versionen benötigt oft einen Viertel der gesamten Realisationskosten. Doch nicht nur zeitlicher und dadurch entstehender finanzielle Aufwand sind Nachteile – es hemmt auch die Entwicklung. Heutzutage wäre die Umsetzung von Internetpräsenzen, welche sehr moderne Leistungsmerkmale integriert haben, durchaus möglich. Die Webindustrie ist jedoch vorsichtig, da für diese Funktionen gerade von veralteten Browsern keine Unterstützung vorhanden ist.
Neue Browser verbessern das Surferlebnis und bringen zusätzlich noch viele wichtige Komponenten mit wie:
- weniger Abstürze des Browsers
- schnelleres Surfen im Internet
- automatische Softwareupdates
- geschlossene Sicherheitslücken von alten Versionen
- besserer Schutz vor Viren, Trojaner, Malware etc.
- zusätzlich Plugins, welche das moderne Internetleben verbessern
- die Darstellungsfläche ist grösser
Fazit
Als Spezialist im Webbereich rate ich, die neuste Browser-Version zu installieren und zu verwenden. Ein Browserwechsel ist nicht zwingend nötig, denn hat man sein passendes Tool gefunden, muss nicht gleich alles umstossen werden. Das Update auf die aktuelle Version ist aber unumgänglich.
Referenzen