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Bei Northern Inuits International Unleashed ist es von essenzieller Bedeutung, dass alle Hunde einer Reihe von Gesundheitstests unterzogen werden, bevor eine Entscheidung über ihre Zuchttauglichkeit getroffen und sie in den Genpool aufgenommen werden. Diese Tests sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Rassegesundheit und können sich aufgrund neuer Erkenntnisse und Aktualisierungen in den Gesundheitsaufzeichnungen ändern.
Augenuntersuchungsprogramm:
Gemäß den Richtlinien des Britischen Veterinärverbands dürfen Augenuntersuchungen erst bei Hunden durchgeführt werden, die das erste Lebensjahr vollendet haben. Für die Zulassung zur Zucht ist ein eindeutig ‚klares‘ Ergebnis dieser Tests erforderlich. Dabei werden auch gleichwertige alternative Testmethoden anerkannt, um eine umfassende Beurteilung zu ermöglichen.
Degenerative Myelopathie:
Degenerative Myelopathie (DM) ist eine ernsthafte genetische Erkrankung, die bei Northern Inuit Hunden vorkommen kann. Sollte einer der Elternteile Träger des DM-Gens sein, ist es unerlässlich, dass der Hund auf diese Krankheit getestet wird, um informierte Zuchtentscheidungen treffen zu können. Es ist entscheidend, dass alle identifizierten Träger nur mit genetisch ‚klaren‘ Hunden gepaart werden, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Paarungen zwischen Trägern des Gens oder zwischen einem Träger und einem betroffenen Tier sind strikt untersagt, um das Risiko der Weitergabe der Krankheit zu minimieren.
Okuloskelettale Dysplasie:
Die okuloskelettale Dysplasie (OSD3), eine genetische Mutation, die bei Northern Inuit Hunden vorkommen kann, erfordert besondere Aufmerksamkeit in der Zucht. Es ist unerlässlich, dass Hunde auf die OSD3-Mutation getestet werden, wenn bekannt ist, dass einer ihrer Elternteile Träger dieser Mutation ist. Um das Risiko der Weitergabe dieser Erkrankung zu minimieren, müssen identifizierte Träger ausschließlich mit genetisch ‚klaren‘ Hunden gepaart werden. Paarungen zwischen zwei Trägern oder zwischen Trägern und betroffenen Tieren sind strikt verboten, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Rasse zu gewährleisten.
Hüft- und Ellenbogentests:
Die Hüft- und Ellenbogentests des Britischen Veterinärverbands sind ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitsüberprüfung. Derzeit liegt der Durchschnittswert für Hüften bei 12 und für Ellenbogen bei 0. Alle Hunde müssen mindestens zwei Jahre alt sein, bevor die Röntgenaufnahmen gemacht werden. Hunde, deren Werte über dem Rassedurchschnitt liegen oder mehr als 8 auf jeder Hüftseite aufweisen, unterliegen einer zusätzlichen Bewertung durch mindestens drei Mitglieder des NIIU-Vorstandes. Diese Bewertung entscheidet über die Eignung des Hundes für die Zucht, seinen Beitrag zur Zuchtstrategie und seine Übereinstimmung mit dem Rassestandard. Genehmigte Hunde werden einer Testpaarung unterzogen, und eine zufällige Auswahl von Welpen wird im Rahmen des BVA-Programms getestet. Zusätzlich akzeptieren wir internationale Äquivalente zu diesen Tests, wie FCI, australisches BVA oder OFA, um ein breites Spektrum an Bewertungsmöglichkeiten zu bieten.
Genetische Profilerstellung:
Wir empfehlen unseren Züchtern dringend, ein umfassendes genetisches Screening an ihren Zuchthunden durchzuführen. Dazu können renommierte Labore wie Embark oder MydogDNA genutzt werden. Embark wird aufgrund seiner umfangreichen Testtiefe und der Möglichkeit, die Ergebnisse in andere Programme zu integrieren, besonders geschätzt. Die Durchführung einer genetischen Profilerstellung ist ein entscheidender Schritt, um die Gesundheit und Vielfalt des Genpools unserer Rasse zu sichern. Die erzielten Ergebnisse sollten dem Ausschuss und dem Gesundheitsbeauftragten zur Überprüfung vorgelegt und in unsere Stammbaumdatenbank eingetragen werden. Der Einsatz solcher genetischen Tests ermöglicht es den Züchtern, informierte Entscheidungen zu treffen, die sowohl die individuelle Gesundheit der Hunde als auch das langfristige Wohlbefinden der gesamten Rasse verbessern.
Glaukom-Augentest (Gonioskopie):
Wir raten unseren Züchtern dringend, bei ihren Hunden mindestens einmal im Leben einen Gonioskopie-Test durchzuführen. Dieser Test ist entscheidend, um Anzeichen von Glaukom frühzeitig zu erkennen und angemessen behandeln zu können, was für die Aufrechterhaltung der Augengesundheit der Hunde unerlässlich ist.
Jährliche Augentests:
Es wird ebenfalls empfohlen, dass Züchter ihre Hunde jährlich auf Augenerkrankungen untersuchen lassen. Besonders vor einer geplanten Paarung oder wenn seit dem letzten Test mehr als ein Jahr vergangen ist, ist es wichtig, die Augengesundheit der Hunde zu überwachen. So können neue Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, um das Wohlbefinden der Hunde zu gewährleisten.