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Wer zu wenig schläft, riskiert Bluthochdruck
Eine französische Studie hat ergeben, dass Kurzschläfer ein erhöhtes Risiko haben an Bluthochdruck zu erkranken.
Wissenschaftler an der Pariser Sorbonne haben im Rahmen einer Studie 1046 Patienten im Alter von 40 bis 71 Jahren untersucht. Die Teilnehmer wurden gefragt, wie lange sie an Arbeitstagen nachts schlafen. Zudem wurde der Blutdruck der Probanden gemessen. Als Hypertoniker galt, wer mehr als 140/90 mmHg aufwies oder Antihypertensiva einnahm. Das Studienresultat: 51% der Kurzschläfer hatten Hypertonie. Deutlich tiefer war der Anteil bei Personen, die nachts sieben Stunden schliefen, nämlich 31%.
Das Schlafdefizit aktiviert vermutlich die Stressachse, welche im Gehirn unter Beteiligung von Hypophyse, Hypothalamus und Nebennierenrinde die Hormonausschüttung steuert. Die dadurch freigesetzten Botenstoffe könnten einerseits die Gefässerweiterung hemmen und andererseits die Aktivität von Mineralokortikoiden erhöhen und damit zum Bluthochdruck führen.
Christian Neumann, KSM, Facharzt Neurologie und Psychiatrie, Schlafspezialist
zum Artikel vom 11. Juli 2012 aus “Deutsche Ärztezeitung”