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Ein praktisches Beispiel
Aus vielen anderen Beispielen wird hier die Rudolf Steiner Schule Biel ausgewählt, weil in diesem Unternehmen besonders gründlich versucht wurde, das Prinzipielle in Bezug auf Arbeit und Einkommen herauszuarbeiten. Die Einkommen der Lehrer und Mitarbeiter werden nicht als Personalkosten aufgefasst, sondern als Verteilung des Unternehmensertrags. Vor Beginn des Schuljahres wird der Bedarf ermittelt. Dafür gibt es allgemeine und detaillierte Regeln, die von allen Beteiligten beschlossen worden sind. Das Einkommen der Lehrer und Mitarbeiter richtet sich nach der Größe der Familie und nach dem Alter der Kinder. Sonstige Einkünfte der Familie werden abgezogen. Die Altersvorsorge muss bedacht sein. Es geht nicht um einen Minimalbedarf, wie er für Betreibungen oder für die Sozialhilfe berechnet wird, sondern um ein Einkommen, das eine sparsame, aber gute Lebensführung erlaubt. Der Bedarf aller Beteiligten wird addiert und der Gesamtbedarf in das Jahresbudget der Schule eingefügt. Dieses Budget zeigt dann, ob die voraussichtlichen Erträge den Bedarf decken. Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sparmaßnahmen und Einschränkungen überlegt werden.