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Mario Mantese
anderer Name: Meister M
Der Schweizer Mario Mantese (geb. 1950) war in den 70er-Jahren Bassist der amerikanischen Soul-Funk-Gruppe Heatwave, die mit Hits wie «Boogie Nights» die Hitparaden eroberte. Im Jahr 1978, nach einem Galaabend in London, wurde er auf seinem Heimweg von einem Unbekannten mit einem Messer mitten ins Herz niedergestochen. Nach einer anderen Version war es seine damalige Freundin, welche ihn verletzte.
Bereits mehrere Minuten klinisch tot und mit einem grossen Blutverlust wurde Mantese in ein Spital eingeliefert. Während der langen Operation am offenen Herzen fiel er in ein tiefes Koma, das fast fünf Wochen dauerte. Während der Zeit des Todes durchlebte er, wie er berichtet, eine Reise durch das Jenseits. Dieses tief greifende Erlebnis habe ihn, so Mantese, völlig transformiert (die Reise durch das Jenseits wird in seinem ersten Buch «Vision des Todes» beschrieben).
Nach dem Erwachen aus dem Koma war er blind, stumm und vollkommen gelähmt. Durch seine lange Reise durch das Jenseits habe er, wie er berichtet, jedoch gewaltige verborgene Kräfte und das unendliche Universum in sich selbst entdeckt. Dank diesen neuen spirituellen Einsichten und einem ungeheuren Willen habe er sich selbst wiederherstellen können. Heute sieht und spricht Mantese und kann wieder gehen.
In der Folge war Mantese verschiedentlich in Indien und hat hier u.a. den Ashram von Sathya Sai Baba besucht. Zudem soll er eine Zeitlang Mitglied des Lectorium Rosicrucianum gewesen sein.
Von seinen Schülerinnen und Schülern wird Mario Mantese auch Meister M genannt.
Mantese lehrt im Sinne der hinduistischen Advaita-Bewegung, dass die Realität nur Schein ist: «Dieses ganze illusorische Ich-hafte Dasein – das ist der Tod. Das was ich wirklich bin, ist nie gestorben. Der Tod ist nur eine Vorstellung, eine subjektive Wahrnehmung, die durch Missverständnisse entstanden ist. Ich bin nie geboren, wie könnte ich gestorben sein?»
Durch die Beziehung zu Meister M sollen seine Schülerinnen und Schüler selbst zu dieser Durchbruchs-Erfahrung kommen: «Der wahre Meister ist das Kosmische, das Ungeformte, unbegrenzte Kraft. Der Meister ist kein Individuum, keine Person, kein Körper, sondern die untrennbare Verkörperung der Totalität. Die von ihm ausstrahlende Kraft ist Erlösung, sie bewirkt Erlösung für das scheinbar Unerlöste und Genesung für das scheinbar Kranke.» (Interview mit der Zeitschrift Spuren, Herbst 2002)
Mario Mantese hält in verschiedenen Ländern Vorträge und Seminare, bei welchen seine Erlebnisse und Einsichten weitergegeben werden.
Daneben bestehen Innere Kreise von Schülerinnen und Schülern: «Der Meister hat die Möglichkeit, den Menschen etwas zu schenken, etwas zu sagen, das sie zur unmittelbaren Realisation führt. Die inneren Kreise sind die konkrete Vertiefung dieser spirituellen Arbeit.» (Interview mit der Zeitschrift Spuren, Herbst 2002)
Kritisch diskutiert wird Mario Manteses hoher Anspruch bezüglich seiner eigenen Bedeutung. Zudem wolle Mantese, so seine Kritiker, bewusst keine Verantwortung für die Wirkung seiner Worte übernehmen.