Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/654

Das Areal Volta Ost zwischen Voltastrasse, Elsässerstrasse, Wasserstrasse und Mülhauserstrasse wird in den nächsten Jahren verändert: es werden neue Wohnungen und Büroräume entstehen.
Informationen zum Projekt
Entwicklungskonzept Volta Ost
Die Planung Volta Ost begann im Hinblick auf die Auslagerung der IWB in ein eigenständiges Unternehmen. In das Eigentum der IWB ging 2010 nur jene Flächen über, die für den Betrieb des Fernheizkraftwerks notwendig sind. Die übrigen Flächen blieben im Eigentum des Kantons. Der Regierungsrat gab bereits 2008 eine städtebauliche Studie in Auftrag, die Überlegungen zur künftigen Nutzung dieser Flächen festhielt. 2009 wurde das Entwicklungskonzept Volta Ost durch den Regierungsrat verabschiedet, das im Sinn eines Richtplans die Ergebnisse der städtebaulichen Studie für die Behörden verbindlich festhielt. Im westlichen Arealteil entlang der Elsässerstrasse und der Voltastrasse ist eine Blockrandbebauung für Wohnen und Arbeiten vorgesehen (siehe Quartierergänzung Volta Ost). Im östlichen Arealteil sollte ursprünglich eine Erweiterung der bestehenden Schule realisiert werden, 2018 hat jedoch der Grosse Rat beschlossen, dass das neue Schulhaus auf dem Lysbüchelareal zu stehen kommen. Somit können die Häuser an der Wasserstrasse (mit Ausnahme von Nr. 39) erhalten bleiben.
Ratschlag Volta Ost
Die öffentliche Planauflage des Ratschlags Volta Ost lief vom 19. Oktober bis 18. November 2011. Am 8.5.2012 verabschiedete der Regierungsrat den Ratschlag Volta Ost. Der Ratschlag umfasst Antrag für eine Zonenänderung, die Festsetzung eines Bebauungsplans und die Änderung des Wohnflächenanteils. Der grosse Rat überwies den Ratschlag betreffend das Areal Volta Ost am 6.6.2012 seiner Bau- und Raumplanungskommission zur Berichterstattung. Im Oktober 2012 bat das Bau- und Verkehrsdepartement namens des Regierungsrats die Behandlung des Geschäfts vorläufig auszusetzen, bis der Standort des neuen Holzheizkraftwerks der IWB und die Frage nach der Erweiterung des Voltaschulhauses geklärt ist. Im September 2014 wurde das Geschäft von der Bau- und Raumplanungskommission wieder aufgenommen. Die Kommission hat dem Grossen Rat beantragt dem Ratschlag zuzustimmen. Der Grosse Rat hat am 6.2.2015 den Zonenänderungsplan, den Bebauungsplan und die Änderung des Wohnanteils für verbindlich erklärt.
Projekt „Quartierergänzung Volta Ost“
Im Juli 2015 wurde für den westlichen Arealteil der anonyme Projektwettbewerb Quartierergänzung Volta Ost ausgeschrieben. Am 9.9.2015 war Eingabeschluss. Sieger des Projektwettbewerbs war das Projekt „Gregory“ der ARGE Trachsler & Hoffmann. Es sieht einen zehngeschossigen Riegelbau entlang der Elsässerstrasse vor, einen dreigeschossigen Sockel zum Fernheizkraftwerk an der Voltastrasse und einen Anschlusbau im Südwesten der Parzelle (Elsässerstrasse). Im Hauptbei an der Elsässerstrasse sind im Erdgeschoss neun Ladenräume vorgesehen, im ersten Obergeschoss Büros und Ateliers sowie ein 300 Quadratmeter grosser Raum für Co-Working. In den zweiten bis neunten Stockwerken befinden sich 92 Wohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern. Im neunten Obergeschoss sind zudem vier Altersgemeinschaftswohnungen mit acht Zimmern geplant, die auch in acht Viereinhalbzimmer-Wohnungen aufgeteilt werden können. In der Halle befinden sich im Erdgeschoss die Räume für eine Kindertagesstätte mit Gruppenräumen sowie einem kleinen Saal. Ein Teil der Zimmer für Studierende entsteht darüber im ersten Stockwerk, wobei die Einheiten mit fünfmal sechs und einmal fünf Zimmern auch Küche und Bad umfassen. Die Zimmer sind 16 bis 18 Quadratmeter gross und haben meist eine Galerie. Weiter entstehen im Anschlussbau an der Elsässerstrasse auf vier Geschossen acht Wohngemeinschaften mit je fünf Zimmern ebenfalls für Studierende. Im Neubau beläuft sich die Wohnfläche auf 9300 Quadratmeter und damit auf das Achtfache des heutigen Bestands. Die Überbauung Volta-Ost beruht auf einem Bebauungsplan, den der Grosse Rat im Jahr 2015 gutgeheissen hat. Im Teilbereich West darf «zur Gewährleistung einer städtebaulich und architektonisch hochstehenden Bebauung» von der zulässigen Gebäudehöhe und Geschosszahl abgewichen werden. Der Hauptbau wird 30 Meter hoch.
Den Zuschlag für den Bauauftrag erhielt das Studio Trachsler Hoffmann in Zürich mit den Generalplanern Caretta + Weidmann am 15.09.2017. Der Kanton hatte das Baugesuch im November 2017 eingereicht. Die Einsprachefrist lief bis zum 8. Dezember 2017. Mindestens zwei Einsprachen sind eingegangen. Eine davon von Mario Ress, dem Inhaber der Spiil-butygg und ehemaligen Präsidenten des NQV St. Johann. Die andere kommt von einem betroffenen Anwohner. Das Verwaltungsgericht befindet zur Zeit über die Einsprachen. Die Baugenehmigung ist somit noch nicht rechtsgültig. Da die Baurekurskommission zugleich die aufschiebende Wirkung der Einsprachen für Vorbereitungsarbeiten aufgehoben hatte, starteten entsprechende Arbeiten – namentlich die Schadstoffsanierung, der Rückbau der oberirdischen Gebäudeteile und schliesslich auch die archäologische Bodenforschung – im Februar 2019.
Östliches Baufeld
Im östlichen Arealteil sollte ursprünglich eine Erweiterung der bestehenden Schule realisiert werden. Nachdem sich der Grosse Rat 2018 als neuen Schulstandort für das Lysbüchelareal entschieden hat, können die bestehenden Liegenschaften an der Wasserstrasse 21-39 (bis auf Nr. 39) erhalten bleiben. Sie wurden bereits im Sinne der Bewahrung von günstigem Wohnraum an die Wohngenossenschaft Gnischter im Baurecht abgegeben.
Mitwirkung
Bereits im Dezember 2009 hat das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit der BVD die Öffentlichkeit über das geplante Projekt informiert. Im April 2010 organisierte das Stadtteilsekretariat Basel-West einen Workshop, um Anliegen aus dem Quartier bezüglich der Arealentwicklung Volta Ost zu sammeln. Die Anliegen der Quartierbevölkerung wurden an der Anhörung am 14.7.2010 den Behörden unterbreitet.
Am 20. Oktober 2011 – vor der öffentlichen Planauflage zum Ratschlag – führte das Stadtteilsekretariat Basel-West gemeinsam mit der Verwaltung eine weitere Informationsveranstaltung zur Arealentwicklung Volta Ost durch. Die Veranstaltung war mit rund 70 Personen gut besucht.
Im Rahmen der Bauträgerausschreibung auf dem westlichen Baufeld gab es eine Quartiervertretung im Auswahlgremium. An der Delegiertenversammlung des Stadtteilsekretariats vom 29.04.2015 haben die Delegierten Rebekka Wuchner als Quartiervertretung in die Jury gewählt. Das Stadtteilsekretariat hat seine Mitglieder und Interessierte über das Siegerprojekt informiert. 2017 hat das Stadtteilsekretariat die Öffentlichkeit über die öffentliche Ausschreibung des Baugesuchs informiert und sich mit betroffenen Anwohnern ausgetauscht.
Eine weitere Informationsveranstaltung zusammen mit der Verwaltung fand am 16. Mai 2018 im Quartiertreffpunkt LoLa statt. Auf dem Podium informierten und diskutierten: Peter Kaufmann (Finanzvermögen, Immobilien Basel-Stadt), Marc Février (Planungsamt); Rudolph Illes (Sozialhilfe Basel); Chaim Howald (Wove – Verein für studentisches Wohnen).
Downloads
Infoveranstaltung Volta Ost