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Die Begriffe Anti-Kunst und Anti-Museum spielen eine wichtige Rolle im künstlerischen Denken des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts. Bereits sehr früh in seiner Karriere entwickelte Jean Tinguely ein Interesse dafür und schuf 1960 mit seinem Werk “Hommage to New York” im MoMA eine radikale Inkarnation dieser Ideen. Sein Letzter Wille, das Torpedo Institut, war gar geprägt vom Wunsch der Gründung eines Anti-Museums im landschaftlichen Gebiet Freiburgs.
Widerspruch und Provokation, die Herausforderung der Kunst mit ihren eigenen Mitteln, sind bis heute unerschöpfliche Quellen der Reflexion und bieten Raum für notwendige Überlegungen für ein kompromissloses künstlerisches Engagement.
Eine Retrospektive von geschlossenen Ausstellungen
Seit Beginn der 1960er Jahre haben Kunstschaffende sich der radikalen Geste der Schliessung bedient. Galerien und Museen wurden dadurch zur Untätigkeit gezwungen.
Diese kompromisslosen Werke konfrontieren uns mit der Schliessung eines Ausstellungsraums und laden zur Erkundung einer physischen, sinnlichen sowie konzeptuellen Wirklichkeit ein.
Die Ausstellungen werden für Fri Art neu konzipiert. Zwischen dem 6. August und dem 19. November 2016 erwirkt eine nach der anderen die Schliessung des Ausstellungsraums und wird so Teil einer Retrospektive, die sich dem Lauf der Zeit einschreibt.
Am letzten Tag der Retrospektive wird der Ausstellungsraum mit einer Party und der Veröffentlichung einer bedeutenden pluridisziplinären, zugleich historischen und vorausschauenden Anthologie zu dieser radikalen künstlerischen Haltung wiedereröffnet: The Anti-Museum.
Eine Ausstellung von Mathieu Copeland