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<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss Bundesamt für Statistik wurden 2014 über 1,24 Milliarden Franken an privaten Mitteln an die zwölf kantonalen und eidgenössischen Universitäten und Hochschulen in der Schweiz überwiesen. Deren Drittmittelanteil beträgt damit 16 Prozent. Während der finanzielle Einsatz von Bund und Kantonen für Projekte mit Tierversuchen und zum Unterhalt von Versuchstieranlagen an Universitäten oder Hochschulen sowie für die Erforschung von 3R-/Alternativmethoden weitgehend bekannt ist, ist über die Unterstützung dieser Bereiche durch private Geldgeber relativ wenig bekannt.</p><p>Ich frage deshalb den Bundesrat an:</p><p>1. Wurden mittels Sponsoring 2014 auch Lehrstühle und Forschungsinstitute an Universitäten oder Hochschulen unterstützt, welche Tierversuche durchführen, und um welche handelt es sich? Ist ihm bekannt, wie viel private Mittel diesen zugeflossen sind?</p><p>2. Wurden mittels Sponsoring 2014 auch Lehrstühle und Forschungsinstitute an Universitäten oder Hochschulen im Bereich Ersatzmethoden unterstützt, und um welche handelt es sich? Ist ihm bekannt, wie viel private Mittel diesen zugeflossen sind?</p><p>3. Wie viele Lehrstühle und Forschungsinstitute zu Ersatzmethoden gibt es insgesamt an Schweizer Hochschulen, und wie viele gibt es, die Tierversuche durchführen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die schweizerischen universitären Hochschulen haben sich in ihrem Grundsatzpapier zur tierexperimentellen Forschung (https://www.swissuniversities.ch/fileadmin/swissuniversities/Dokumente/DE/UH/Empfehlungen/CRUS_Grundsa%CC%88tze_tierexpForschung_170113_d.pdf) verpflichtet, Verbesserungen im Sinne der 3R (replace, reduce, refine) zu fördern und einzufordern und ihre Forschenden resp. in der tierexperimentellen Forschung tätigen Mitarbeitenden mit adäquaten Massnahmen zu unterstützen (beispielsweise bezüglich Ausbildung, Infrastruktur und Kommunikation).</p><p>Um die 3R in der Schweiz weiter zu stärken, sieht der Bundesrat in seinem Bericht in Erfüllung des Postulates der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates 12.3660 vom 17. August 2012 als eine zentrale Massnahme die Prüfung der Errichtung eines nationalen 3R-Kompetenzzentrums vor. Wie in der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017-2020 erläutert (BBl 2016 3211), kann bei entsprechender Gesuchseingabe eine finanzielle Unterstützung nach Artikel 15 des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (SR 420.1) geprüft werden.</p><p>Angesichts der Datenlage ist die konkrete Beantwortung der in der Anfrage gestellten Fragen schwierig. Der Bundesrat kann sie wie folgt beantworten:</p><p>1.-3. Tierversuche sind in den Artikeln 17 bis 20 des Tierschutzgesetzes (SR 455) geregelt. Wer Tierversuche durchführen will, benötigt eine Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde. Die Herkunft der finanziellen Mittel ist für die Erteilung der Bewilligung nicht massgebend, und sie muss deshalb im Bewilligungsgesuch nicht angegeben werden. Die Finanzierungsquellen liegen deshalb nicht vor und werden entsprechend in den vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) veröffentlichten Tierversuchsstatistiken nicht ausgewiesen.</p><p>Die Lehrstühle und Forschungsinstitute, an welchen die einschlägigen Projekte angesiedelt sind, nutzen und kombinieren häufig verschiedene wissenschaftliche Ansätze und arbeiten in vielen Fällen sowohl mit tierexperimentellen Ansätzen als auch mit Ersatzmethoden. Eine klare Trennung zwischen Tierversuchen einerseits und Ersatzmethoden andererseits vornehmen zu wollen ist deshalb kaum möglich. Die Finanzierungsquellen von universitären Lehrstühlen und Forschungsinstituten sind in aller Regel ebenfalls nicht homogen und setzen sich primär aus einer auf der Zeitachse variablen Mischung aus öffentlicher Grundfinanzierung sowie öffentlichen und privaten Drittmitteln zusammen.</p><p>Im vorliegenden Kontext erwähnenswert sind die von der Stiftung Forschung 3R unterstützten Forschungsprojekte (<a href="http://www.forschung3r.ch">www.forschung3r.ch</a>). Die Stiftung fördert die Umsetzung und Verbreitung der 3R-Grundsätze und wird zu gleichen Teilen durch den Bund (BLV) und Interpharma, den Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, finanziert.</p>  Antwort des Bundesrates.