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Andere Namen: Italienisch Mera. Die Schreibweise Maira ist rätoromanisch und lombardisch. In der italienischen Schriftsprache heisst der Fluss Mera. Auf den gängigen Landkarten wird der Fluss bis Bondo als Maira und danach als Mera bezeichnet.
Hydrologie: Die Maira entspringt auf 2826 m.ü.M am Piz Mungiroi im Val Maroz und mündet nach 50 km bei Gera Lario in den Comersee, 21 km davon fliesst sie in der Schweiz. Das Einzugsgebiet in der Schweiz beträgt 190 km². Über die Wasserführung finden sich auf die Schnelle keine Angaben. Eine Besonderheit ist, dass die Maira bei der Einmündung in die grössere Orlegna südlich von Casaccia ihren Namen beibehält, obwohl sie das kleinere Gewässer und nur ein seitlicher Zufluss ist.
Urkundlich überlieferte Namen: noch keine bekannt.
Namensentwicklung: *Mera
Etymologie: Der Flussname hat eine italienische Abkunft und bedeutet entweder 'die Reine' oder dann 'die Grosse'. Die Maira/Mera hat Zwillingsflüsse in Italien (Cuneo), Spanien (Galizien) und Russland (zur Wolga).
Die Maira bei Cuneo lädt natürlich dazu ein zu prüfen, ob sie dazu beitragen kann, die oben erwähnte Deutung zu bestätigen. Es finden sich Hinweise, dass diese Maira 984, 1162 und 1171 Macra und 1291 Magra und Maira genannt wurde. Lat. macra bedeutet knapp, was andeutet, dass der Fluss zeitweise wenig Wasser führte, was auf eine andere Deutung hinweist. Somit kann diese Meira vorerst nichts dazubeitragen, die Deutung der Maira im Bergell zu festigen. Sie sei aber einmal erwähnt.
Flussnamentyp: Der Name gehört zum Flussnamentyp *mer-/*mor.
Geologie: Die Maira war früher einmal der Quellfluss des Inns, indem das Val Marozzo in nordöstlicher Richtung einmal der oberste Teil des Engadins darstellte und in den Silsersee floss. Da aber der alte Inn (die heutige Maira) sich durch rückschreitende Erosion immer mehr in das Gelände einfrass, schaffte er es eines Tages nicht mehr, in den Silsersee zu fliessen und wendete die Flussrichtung in Richtung Bergell und wurde so zur Maira. Als Innquelle wurde dann der kleinere Fluss vom Lago di Lunghino zum heutigen Inn.
Flussgeschichte: Die Maira hat bei Starkregen eine beträchtliche Wasserkraft und hat immer wieder die Dörfer im Bergell überschwemmt. Es sind die Jahre 1673, 1778, 1834 und 1863 als besonders gravierende Ereignisse überliefert. Allerdings war es nicht nur die Maira, sondern auch Rüfen, Bergschlipfe und Lawinen waren daran beteiligt.
Quellen: Wikipedia, Costanzo Garancini, Geografisches Lexikon der Schweiz Bd. III.