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Als Kind weinte ich, wenn ich mir den Tod
oder die Unendlichkeit des Alls vorstellte.
Das eine war das andere, ungefähr, niemand
erklärte mir den Unterschied zwischen Sekunde
und tausenden Kilometern weit weg;
niemand auf dieser unerklärlichen Welt
konnte mir erklären, dass ich am Leben war:
zu dem einzigen Zweck, gegebenenfalls zu sterben.
Das war in Ordnung. Das war in der Ordnung
der Gemüsesuppe, die es samstags gab,
des Alphabets und des Einmaleins. Es war
in Ordnung, dass der Sozialismus auf oder über
einem und ein Sechstel der Erde herrschte;
dass es zu wenig war (und sowieso nicht in Ordnung)
in Betracht der Unendlichkeit des Alls und des Todes –
das erklärte mir in blitzhellen Momenten niemand.
In diesen Momenten, die blitzschnell vorübergingen,
ich erfasste sie nicht, hatte ich nicht mal die Zeit
zu weinen. Ich sei kein Kind mehr, hatte man mir erklärt.
Die Frage nach Tod und Unendlichkeit löste sich
in der Frage Wer-wen? auf und in der Frage Wem-nützt-es?
Ich hörte auf, ein Kind zu sein, es bringt nichts,
ein Kind zu bleiben und zu weinen und nichts zu verstehen;
bis ich wieder das Kind wurde und weinte. Grad.
Lyrik
Als Kind weinte ich, wenn ich mir den Tod
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