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Wolhusen ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im westlichen Teil des Kantons Luzern und bildet das Eingangstor zum Entlebuch. Die Kantonsstrasse K 10 stellt die Verbindung Richtung Osten nach Luzern und zu den Autobahnen A2 und A14 sowie Richtung Entlebuch und dem Kanton Bern sicher. Die Kantonsstrasse K 11 führt Richtung Norden über Willisau bis zum Autobahnanschluss Dagmersellen. Die Kantonsstrasse K 34 verbindet Richtung Nord-Osten mit Ruswil.
Das Verkehrssystem mit dem zentralen Knoten Kreisel Rössliplatz ist in den Spitzenstunden stark belastet. Weiter führt der Niveauübergang Bahnhofstrasse zu Verkehrsbehinderungen.
Die heutigen Verkehrswege (Bahn, Strassen) folgen im engen Tal den Flüssen Kleine Emme und Wigger. Die Kleine Emme hat sich gegenüber den umliegenden Höhen, welche gut 700 m. ü. M. erreichen, bis auf eine Kote von ca. 560 m. ü. M. in den felsigen Untergrund eingefressen. Durch die erfolgte Erosion ergaben sich beidseitig ausgeprägte Steilufer. Der Talboden mit der Kleinen Emme ist schmal, seine Breite beträgt bloss 200 – 400 Meter. Infolge der Enge des Tals beanspruchen die Verkehrswege einen beträchtlichen Teil der Gesamtfläche. Ihr Einfluss auf Landschaft und Bewohner ist dementsprechend gross.
Zur Lösung der Verkehrsprobleme wurden in der Vergangenheit verschiedene Umfahrungsvarianten studiert. Aufgrund der Topographie handelt es sich dabei allesamt um Tunnellösungen mit sehr hohen Kosten.
Im Bauprogramm 2019–2022
für die Kantonsstrassen ist das Projekt zur Umfahrung Süd (Plan Nr. 206) im Topf C enthalten. Der Kantonsrat hat mit dem Bauprogramm auch festgelegt, dass die Planung der Umfahrung bereits ab 2020 erfolgen soll.
Im Bauprogramm für die Kantonsstrassen 2019–2022 ist im Topf B auch das Projekt K 10, Wolhusen, Aufhebung Niveauübergang aufgeführt (Plan Nr. 104). Mit der Planung der Umfahrung Süd ist auch dieses Projekt parallel zu vertiefen. Die notwendigen Planungen erfolgen innerhalb des Projekts zur Umfahrung Süd.
Die Planungsstudie mit dem Ergebnis zur Umfahrung Süd liegt bereits 20 Jahre zurück. Die bestehenden Planungen sollen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrszahlen und Entwicklungen inkl. der Ergebnisse aus dem Projekt «Zukunft Mobilität Kanton Luzern»
überprüft werden. Dazu wird eine Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) durchgeführt.