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Aus dem Tolstoi der Weisheit – 5. März – Selbstlob
Mit dem Wind, den man selber macht, lassen sich die Segel nicht füllen. Karl Heinrich Waggerl
Willst du dir deinen guten Namen erhalten, dann lobe dich nicht und lass auch nicht zu, dass dich andere loben. Tolstoi
Ebenso wie es Wahnsinn wäre, dich in die Lüfte zu erheben, sollst du dich auch nicht allzu sehr loben. Wenn du dich selbst lobst, bewirkst du das Gegenteil bei anderen und erscheinst in ihren Augen geringer. Tolstoi
Des Mystikers Sicht: Wir haben keine Zeit, um das was schlecht ist zu kritisieren und das was gut ist anzupreisen und wir können keine Belohnung für das Gute erwarten. Es ist einfach etwas das getan werden soll, es ist gut es zu tun und es gibt keinen Grund eine Belohnung zu erhalten, für etwas das getan werden soll. Wir können Lob spenden, wenn es unsere Bestrebung ist, schwache Menschen zu ermuntern, damit sie mehr Kraft gewinnen und fortschreiten können.
Es ist nicht gut nach Lob zu streben für etwas, das selbsterklärend ist (self-evident) und in Wahrheit unsere Pflicht ist. Wir sollen es vermeiden Menschen zu kritisieren, denn wenn wir das tun, stärken wir die Bedingungen die wir kritisieren und geben ihnen durch unsere Gedanken mehr Aufmerksamkeit. Wir haben in unserer Forschung sehr vorsichtig zu sein und unser Verhalten in der Gesellschaft muss das Ergebnis von rationalem Studium im Licht Gottes sein, solange, bis wir die vollkommene Güte erreichen. Daskalos