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Vom “Céu na Terra“ über die traditionsreichen “Bola Preta“ und “Banda de Ipanema“ – mindestens zwei Dutzend karnevalistische “Blocos“ garantieren den Spass von Millionen Menschen an diesem ersten Karnevalstag in den Strassen der Stadt Rio de Janeiro.
Der älteste und traditionellste Bloco der Stadt, “Cordão da Bola Preta“, gegründet im Jahr 1918, ist der letzte Übriggebliebene der antiken karnevalistischen Verbindungen vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Der erste Tag der Bloco-Paraden wird gegen 18:00 Uhr mit der “Banda de Ipanema“ zu Ende gehen. Sie wurde 1964 gegründet, dem Jahr des Militärputsches, von der Gruppe des antiken “Pasquim“ (ein satirisches Blatt), die Gründer waren Albino Pinheiro, Jaguar und Ziraldo. Die Bande de Ipanema konzentrierte sich zu jener Zeit in der Bar Jangadeiros, auf der Praça General Osório, im Stadtteil Ipanema. Die Bar Jangadeiros war Bühne für verschiedene Bewegungen, welche die Kultur des Landes geprägt haben, wie zum Beispiel das “Cinema Novo“ und der “Bossa Nova“.
Als die Band gegründet war, paradierten ihre Mitglieder in weissem Anzug und Strohhut durch die Strassen. Albino und die anderen Gründer veralberten die kulturellen Verbote, die durch die Militärdiktatur erlassen worden waren.
Morgens präsentierte sich, ausser dem “Cordão de Bola Preta“, der “Multibloco“, der durch die Strassen des Stadtteils Lapa, mit dem Thema “Tropicalismus“ marschierte,
angepasst an den Karnevalsrhythmus. “Truque do Desejo”, Mittelpunkt der Pagodes der 1990er Jahre, paradierte im Stadtteil Glória, in der Südzone der Stadt – “Marcha Nerd“, ein Bloco, der sich um die Phantasiegestalten aus der Serie “Krieg der Sterne“ geschart hatte, marschierte mit ihrem Anführer Darth Vader durch den Stadtteil Tijuca, und der Bloco “Céu na Terra“, dessen Mitglieder sich auf dem Platz Largo dos Guimarães zu versammeln pflegten, marschierte durch den Stadtteil Santa Tereza.
An diesem Nachmittag können sich die Karnevalisten am Bloco “Mulheres do Zeca“ erfreuen, der Klassiker von Zeca Pagodinho zu Gehör bringt, gesungen von Frauen – der “Toco-Xana“, ein Bloco für “Mädchen die Mädchen mögen“, so die Organisatoren, beginnt seine Parade um 15:00 Uhr im Stadtteil Botafogo.
Das sind Blocos (Blocks oder Blöcke) und Namen, die über alle Zweifel erhaben sind: Bands aus Madureira und der Freguesia, die am späten Nachmittag in den Stadtteilen mit denselben Namen durch die Strassen ziehen werden. Der “Virilha de Minhoca“ marschiert in der Abenddämmerung in Bangu, in der Westzone der Stadt – und die “Banda de Sá Ferreira“, in Copacabana. Ein bisschen früher, um 16:00 Uhr, paradiert der “Bloco do Barbas“, in Botafogo – und der “Rebarbas“ kommt gleich hinterher.