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Schanfigg
Archäologische Funde belegen, dass das Schanfigg in vorchristlicher Zeit besiedelt worden ist. Der Name des Tales erscheint urkundlich im Jahr 765 als Scanavico. Später hat sich das Wort zu Tschalfigg gewandelt und heute hört man immer mehr Schanfigg, was der ersten geschriebenen Form Scanavico wieder ähnlicher ist. Der Flußname Plessur geht auf ein ebenfalls vorrömisches, offenbar indogermanisches plud-tura zurück.
Ussrtschanfigg, Ussr- und Innrtschanfigg, Plessur, Arosa, Litzirüti, Sunnärüti, Lengwis, Sapün, Fondei, Päischt, Mälinäs, Säpeetr, Pagig, Lüän, Caschtiäl, Cafräissä, Maladrsch, Tschiärtschä, Pradä.
Gemeindenamen, Dorf- und Weilernamen
Herkunftsquellen der Namen: ortsnamen.ch 1
Peist
Der Name Peist gehört zu einer kleinen Gruppe von Bündner Ortsnamen, welche ursprünglich mit dem Suffix -este gebildet sind, beispielsweise Andiast Andeste. Es kann deshalb nur festgestellt werden, dass Peist Paiste wie alle Namen mit dem Suffix -este in Graubünden zu einer vorrömischen und vorkeltischen Sprachschicht gehört, die nicht näher bestimmt werden kann.
Quellen: Hans Stricker, e-periodika.ch ETH Zürich und Schweizerisches Idiotikon. Das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung:
Um 1150 werden abgabepflichtige Lehen in Paiste erwähnt. Peist erscheint in den Urkunden erstmals 1209 als Grundbesitz des Churer Fürstbischofs: … den Hof im Dorfe Malix, den Hof in Maladers und denjenigen in Paisten … . Vor 1350 werden u.a. Wiesen in Marrosch, Turnatel, und Clapuz aufgezählt. Und einige Jahrzehnte später u.a. Tennil, Quadra pitschna, Saldour, Cristalta, Madoz, Arschillis.
Bei einem Grundbesitzhandel durch Walter IV. Freiherr von Vaz und dem Kloster Churwalden wurde 1266 ein Hermannus de Paistins als Bürge für die Einhaltung des Vertrags genannt, bei einem weiteren Handel erscheint Olricus de Paistenes. Bei einem Handel 1273 werden Heinrich von Peist und seine Erben durch das Domkapitel mit dessen Alpen zu Sapün und Peist belehnt. Durch die Einheirat von Frauen in andere Adelsgeschlechter wechselten Güter und Gebäude mehrmals die Besitzer. Der einheimische Adel des Schanfiggertales starb aus. Quelle: Dr. Fritz Jecklin
Siehe auch die nächste Seite zur Flurnamenkarte.