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Cherbourg - Greenpeace hat in Frankreich einen Uran-Transport nach Russland eine Nacht lang aufgehalten. Ein Aktivist der Umweltschutzorganisation kettete sich im nordwestfranzösischen Cherbourg an Bahngleise, um einen Zug mit dem Atommaterial zu stoppen.
Es gelang der Polizei erst heute am frühen Morgen, den Mann von den Gleisen zu bekommen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Er hatte seine zusammengeketteten Arme in eine Röhre gesteckt, die unter einem Gleis eingegraben war.
Das schwach angereicherte Uran sollte laut dem Atomkonzern Areva von Cherbourg per Schiff nach Russland transportiert werden. Dort solle es angereichert und dann als Grundlage für die Brennstäbeproduktion zurück nach Frankreich geschickt werden, erklärte der staatliche Konzern.
Greenpeace bestreitet dies. Demnach schickte Frankreich seit 2006 33'000 Tonnen Uran nach Russland, aber lediglich gut 3000 Tonnen seien zurückgekommen. Der Grossteil werde in Russland illegal gelagert.
Greenpeace verlangt deshalb einen sofortigen Lieferstopp. Das Umweltministerium prüft seit Oktober Vorwürfe, Frankreich entsorge einen Teil seines Urans entgegen geltenden Bestimmungen in Lagerstätten in Russland.
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