Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/2075

Der Körper ist vor der Geburt mit dünnen, weichen, meist farblosen, flaumartigen Lanugohaaren ohne Haarmark bedeckt. Diese dünnen Härchen, die an die Androgene der Mutter gebunden sind und dem Schutz des Fetus dienen, entwickeln sich im dritten Monat und fallen drei bis vier Monate nach der Geburt aus.
Nach der Geburt befinden sich am menschlichen Körper zwei Haararten: Vellushaare und Terminalhaare.
Die Terminalhaare bilden sich vor der Pubertät nur bei Kopfhaar, Augenbrauen und Wimpern, danach nehmen sie, beginnend in der Schamregion, mit der Wirkung der Androgene die Stelle der Vellushaare ein. Bei Mädchen beginnt diese Änderung durchschnittlich im Alter von 11.7, bei Jungen ab 13.5 Jahren; die Anzahl der Härchen vermehrt sich bei beiden Geschlechtern bis etwa zum Ende des 29. Lebensjahres. Die Vermehrung der Härchen dauert, abhängig von der sexuellen Entwicklung, bis zum 40. Lebensjahr an. Bei Männern setzt sich die Steigerung der Haardichte in der oberen Brustregion bis zum 50.-60. Lebensjahr fort, ausserdem wachsen bei Männern im mittleren Alter Haare an den Ohrläppchen.
Mit der Alterung verringert sich die Zahl der Haare. Während bei Erwachsenen zwischen 20-30 Jahren die durchschnittliche Haaranzahl 615 Stück/cm² beträgt, sinkt diese Zahl im Alter von 30-50 Jahren auf 485 Stück/cm² ab. Bei kahlköpfigen Menschen tritt ein Rückgang in der Zahl der Follikel auf. Beispielsweise beträgt die Zahl mit 30-90 Jahren 306 Stück/cm², bei behaarten Menschen liegt sie bei 459 Stück/cm². Eine Haarlosigkeit von Geburt an wird als ‚Atrichie‘ bezeichnet.