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Gentech-Baumwolle in Indien
Durch den Anbau von Gentech-Baumwolle in Indien sahen sich viele Bauernfamilien getäuscht und erlitten finanzielle Einbussen. Die Versprechen der Saatgutkonzerne wie Mahyco-Monsanto erwiesen sich als falsch. Weder waren die Ernten besser als die aus konventionellem Anbau, noch konnte der Einsatz von Pestiziden wie versprochen gesenkt werden.
Das belegen die Fallstudien unserer Partnerorganisation YUVA im Gliedstaat Maharashtra sowie der Deccan Development Society aus Andrah Pradesh, die die Erfahrungen von Baumwollbauern und-bäuerinnen über drei Jahre aufgezeichnet haben.
Gentechnisch verunreinigtes Saatgut in Kolumbien
In Kolumbien hat sich ein von den Zenúes verwaltetes Territorium an der Atlantikküste zur gentechfreien Region erklärt. Die Problematik der Gentechnologie ist für die Zenúes sehr konkret: Seit 2003 wird in der benachbarten Region gentechnisch veränderte Baumwolle kommerziell angebaut, seit 2007 ist auch GV-Mais für den kommerziellen Anbau zugelassen.
Für die Ernte werden Landarbeiter aus den umliegenden Regionen angeheuert – unter anderem auch aus ihrem Gebiet. Häufig bringen diese Landarbeiter Saatgut mit nach Hause, um mit diesen neuen, als hochwertig angepriesenen Sorten zu experimentieren. Das bedeutet, dass das transgene Saatgut schnell Verbreitung findet und sich in bestehende, auch in traditionelle Sorten, einkreuzt.
Das ist besonders bei Mais sehr problematisch. Denn Mais ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Kolumbien und daher existentiell für die ansässigen Bauern und Bäuerinnen – sowohl für die eigene Produktion wie für den Verzehr.