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Nach einer Stunde sah es in München so aus, als hätten die Bayern den gordischen Knoten des 1. FC Köln endlich gelöst. Die Einwechslung von Youngster Jamal Musiala brachte Schwung in die Reihen des Serienmeisters und das Tempo des 18-Jährigen überforderte die Gegenspieler vermeintlich vorentscheidend. Vier Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause stürmte Musiala nach einer Finte spielend leicht am Gegenspieler vorbei und legte mustergültig für Lewandowski auf, der aus fünf Metern zum 1:0 einschiessen konnte.
Neun Minuten später folgte das 2:0 durch Serge Gnabry, das die Kölner Gegenwehr hätte brechen sollen. Nur waren es die Münchner, die mit dem Vorsprung abbauten, und Köln innerhalb von drei Minuten und Toren von Anthony Modeste (60.) und Mark Uth (62.) zurück ins Spiel brachten. Die Bayern brauchten ein zweites Tor von Gnabry (71.) gegen dessen Lieblingsgegner Köln, um den ersten Meisterschaftssieg doch noch sicherzustellen.
Keinen Sieger gab es im Duell zwischen Hoffenheim und Union Berlin, die sich in einem offensiv geführten Spiel 2:2 trennten. Nachdem die von Urs Fischer trainierte Union unter der Woche im Europacup einen 4:0-Erfolg verbucht und Hoffenheim die Meisterschaft mit demselben Resultat in Augsburg eröffnet hatte, bekamen die Fans der beiden Teams also auch im Direktduell vier Tore serviert – brüderlich geteilt. Anders als in München, wo die Tore erst nach der Pause kamen, fielen in Sinsheim drei der vier Tore in der ersten halben Stunde.