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Amiodaron und Metoprolol und andere Diuretika beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Bradykardie und Überleitungsstörungen
Mechanismus
Es kann zu additiven kardialen Effekten sowie zur Hemmung von CYP2D6 durch Amiodaron und damit verbunden der Hemmung des oxidativen Metabolismus von Metoprolol kommen [Fukumoto K, 2006]. Chlortalidon kann eine Hypokaliämie verursachen [Roush GC, 2013], welche die proarrhythmogenen Effekte von Amiodaron verstärken kann.
Effekt
Durchschnittlich verdoppelte sich die Metoprolol-Plasmakonzentration nach 6-tägiger Gabe einer Amiodaron-Loading Dose von 1.2g/d [Werner D, 2004]. Dadurch kann es zu einem erhöhten Risiko für Bradykardie, höhergradigen atrioventrikulären Überleitungsstörungen und kardiodepressiver Wirkung kommen. Dieses Risiko kann bei einer Hypokaliämie, einer häufigen Nebenwirkung von Thiaziddiuretika, zusätzlich erhöht sein. In einer Analyse zweier grosser Studien fand sich bei gleichzeitiger Anwendung von Betablockern und Amiodaron bei Patienten nach Infarkt allerdings eine verminderte Mortalität [Boutitie F, 1999].
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist von der gleichzeitigen Verwendung von Amiodaron und Betablockern abzuraten. In bestimmten klinischen Fällen überwiegt jedoch der Vorteil des Kombinationseinsatzes das Risiko für Reizleitungsstörungen. In diesen Fällen sind vorsichtige Titration der Dosen, sowie regelmässige EKG-, Blutdruck- und Herzfrequenz-Kontrollen empfohlen. Zudem sollen die Kaliumwerte kontrolliert werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018