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Es sei "komplett verfrüht", über einen geldpolitischen Wendepunkt zu sprechen, sagte der Chef des Notenbank-Bezirks Minneapolis am Mittwoch. Die Wirtschaft sei noch recht weit von dem Punkt entfernt, an dem die beiden Ziele der Zentralbank Federal Reserve in Konflikt geraten würden, was eine Wende der Geldpolitik erzwingen würde: Diese Ziele sind stabile Preise und Vollbeschäftigung. Die Höhe eines möglichen nächsten Zinsschritts im Dezember liess Kashkari offen: Sowohl eine Erhöhung um einen halben als auch um einen dreiviertel Prozentpunkt sei möglich. Aber auch ein grösserer Schritt sei denkbar.
Kashkari äusserte sich vor Veröffentlichung der US-Inflationszahlen für Oktober, die der Notenbank als ein Anhaltspunkt für die Festlegung der Höhe des nächsten Zinsschritts dienen dürften. Experten erwarten für die am Nachmittag (14.30 MEZ) anstehenden Daten einen Rückgang der Teuerungsrate auf 8,0 von 8,2 im September. Damit würde sich der Preisdruck nur weiter leicht abschwächen. Die US-Währungshüter streben eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. Sie sind sich allerdings auch bewusst, dass ihre Zinserhöhungen nur mit zeitlicher Verzögerung Wirkung zeigen.
Kashkari sagte dazu, während die Fed die Zinsen "aggressiv erhöhe" und dafür einige Schritte unternehme, könne sie unterdessen beobachten, wie sich die Wirtschaft entwickele. Dieses Vorgehen verringere das Risiko, geldpolitisch über das Ziel hinauszuschiessen. Zuletzt hatte die Notenbank die Zinsen erneut um 0,75 Prozentpunkte angehoben - auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Sie will nachlegen, aber womöglich bald etwas Tempo bei den Straffungsschritten herausnehmen.
(Reuters)