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Sterberate von Babys geht zurück
Die gerade veröffentlichte Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt: Die Säuglingssterblichkeit in der Schweiz ist von 1993 bis 2002 weiter zurückgegangen, und zwar um 12 %. Im Jahr 2002 starben im Schnitt noch 4,5 von 1000 Neugeborenen.
Zwei Drittel der im ersten Lebensjahr gestorbenen Säuglinge sterben schon in der ersten Lebenswoche. Der Grund ist einleuchtend: In der Schweiz kommen fast 6 % der Kinder zu leicht, also mit einem Gewicht von unter 2500 Gramm, auf die Welt. Das ist gegenüber 1994 eine Zunahme der untergewichtigen Neugeborenen von 11 %. Das mittlere Geburtsgewicht sank zwischen 1994 und 2002 jährlich um durchschnittlich 3 Gramm. "Das scheint wenig zu sein, ist aber bemerkenswert, weil es (das Geburtsgewicht) zwischen 1979 und 1994 ebenso kontinuierlich jedes Jahr um 2,5 g angestiegen war", schreibt das BFS. Die Studie nennt zwei Ursachen für diese Entwicklung. Den Anstieg des Anteils von Zwillings- und Mehrlingsgeburten auf 2,7 % sowie die Zunahme von Frühgeburten, welche sich aber nicht beziffern lässt.
Im 2. bis 12. Lebensmonat halbierte sich dagegen die Sterblichkeitsrate nahezu. Sie nahm von 1,9 auf 1,0 Promille ab. Der wichtigste Grund dafür ist die Abnahme des plötzlichen Kindstods um 60 %. Dies lasse sich zurückführen auf die seit den 90er Jahren empfohlene Rückenlagerung, die verbesserte medizinische Versorgung (frühe Diagnosen und schnelle, hochspezialisierte Behandlungen) und auf eine bessere Prävention.
Im interkantonalen Vergleich fällt das kleinere mittlere Geburtsgewicht in den Westschweizer Kantonen und im Kanton Tessin auf. Besonders der Kanton Waadt weist aber trotz eines niedrigen mittleren Geburtsgewichts eine niedrige Säuglingssterblichkeit auf.
Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz nur im Mittelfeld. Eine tiefere Kindersterblichkeitsrate haben Finnland, Schweden und Norwegen mit durchschnittlich 3 bis 3,4 Promille sowie Frankreich und Deutschland mit 4,1 respektive 4,2 Promille. Verglichen mit der Sterblichkeitsrate von Finnland macht dies für das Jahr 2002 mindestens 100 zusätzliche Todesfälle aus.
Quelle: www.bfs.admin.ch
Stand: 12/07, BH