Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/760

Sonnensystem
NASA/JPL
Von den ca. 200 Milliarden Sternen unserer Milchstrasse können wir von blossem Auge nur etwa 3000 sehen. Einer davon ist unsere Sonne. Sterne sind massereiche, selbstleuchtende Himmelskörper aus Gas und Plasma. Die meisten Sterne bilden Doppel- oder Mehrfachsysteme und werden von Planeten umkreist. Unser Stern, die Sonne, ist ein Einzelstern, der Planeten, Zwergplaneten und andere kleine Himmelskörper auf eliptischen Umlaufbahnen um sich hat. Unser Sonnensystem befindet sich in einem Spiralarm der Milchstrasse. Es ist ca. 25'000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxie entfernt.
Unser Heimatplanet ist die Erde. Neben ihr umkreisen noch 7 weitere Planeten die Sonne. Merkur und Venus bewegen sich auf einer Umlaufbahn zwischen Sonne und Erde. Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun haben ihre Bahnen ausserhalb der Erdumlaufbahn. Pluto, einst der entfernteste Planet, wurde von der Internationalen Astronomischen Union am 24. August 2006 zum Zwergplaneten degradiert und mit der Kleinplanetennummer 134340 katalogisiert.
Ausser Merkur und Venus haben alle Planeten mindestens einen Mond. Bei Jupiter sind heute 67 und bei Saturn 62 solcher Trabanten bekannt. Für die meisten Betrachter noch eindrücklicher als Monde sind die Ringsysteme, wie sie von Bildern des Saturns bekannt sind.
Die vier inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars sind feste Körper mit einem hohen Anteil schwerer Elemente. Die mittlere spezifische Dichte dieser Gesteinsplaneten reicht von 4 g/cm3 für den Mars, bis ca. 5,5 g/cm3 für die Erde (Wasser = 1 g/cm3).
Die äusseren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun bestehen vorwiegend aus Wasserstoff und Helium. Ihre spezifische Dichte liegt dadurch deutlich unter 2 g/cm3. Der leichteste von ihnen ist Saturn. Er würde mit seinen 0,62 g/cm3 auf Wasser schwimmen.
Betrachtet man die Abstände der Planeten von der Sonne, stellt man zwischen Mars und Jupiter eine grössere Lücke fest. Es fehlt ein Planet. Dieser Raum ist aber nicht leer; in ihm bewegen sich Planetoiden oder Asteroiden. Zur Zeit sind ca. 600'000 dieser Kleinkörper erfasst. Der grösste ist Ceres. Er hat einen Durchmesser von immerhin 800 km. Heute wird angenommen, dass der Asteroidengürtel gleichzeitig mit dem restlichen Sonnensystem aus einem präsolaren Urnebel hervorgegangen ist und aufgrund der Einwirkung des Jupiters nicht zu einem Planeten zusammenwachsen konnte. Eine in der Vergangenheit populäre These, nach der es an der entsprechenden Stelle einmal einen kleinen Planeten genannt Phaeton gab, der aber durch die Kollision mit einem größeren Himmelskörper in Stücke gerissen wurde, wird heute kaum noch vertreten. Neben den Planeten, Planetoiden, Asteroiden gehören auch Kometen, Meteoroiden, sowie interplanetarer Staub zum Sonnensystem.
Nach oben