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Kann mir mal jemand erklären warum dese Aktie in Deutschland so weinig gehandelt wird? Wenn ich das richrig raus gelesen habe ist der Laden doch nen halbstaatlicher Immobilienfinanzierer, das heißt doch er kann defakto nicht Pleite gehen. Und bauen werden die Leute in den USA wenn der Spuck vorbei ist auch wieder. Also müsste der Laden doch in eins zwei Jahren wieder richtig abgehen! Oder was meint Ihr?
Mit 8,50$ könnte ich zwar auch leben, ist dann immer noch eine gute Rendite aber mehr ist definitv besser. Hier würde ich den großen Spatz in der Hand bevorzugen wenn schon die Taube nicht zu erreichen ist.
Gemäß Vertragsrechten sind die JPS vorrangig vor den Stammaktien. Deshalb weisen Kthomp19 und Glen Bradford bei iHub immer wieder darauf hin: "Wenn die Stammaktien nach Freilassung auch nur 1 Cent wert sind, wird für die JPS der Nennwert fällig."
Im Umkehrschluss folgt daraus: Nur wenn die Stammaktien komplett wertlos werden, kann es für JPS 8,50 oder 17 Dollar geben (also einen größeren "Haircut").
Es geht bei den JPS auch nicht um riesige Summen. Alle ca. 36 JPS-Klassen zusammen stehen mit "nur" 33 Mrd. $ in der FnF-Bilanz. Das ist vergleichsweise wenig, weil FnF nach KE/Freilassung eine Marktkapitalisierung von 250 bis 300 Mrd. $ haben dürften. Allein im Zuge der KE sollen 140 Mrd. $ reingeholt werden (2 x 70 Mrd. $ nennt die Briefvereinbarung von Jan. 2020).
Die JPS dürften entweder im Zuge der KE nahe dem Nennwert in die jungen Aktien umgewandelt werden. Oder sie werden ausgezahlt und es werden neue JPS im gleichen Volumen, aber mit geringerer Dividende (dem heutigen Zinsniveau entsprechend) ausgegeben.
Die zweite Variante hat den Nachteil, dass 33 Mrd. $ mehr über die KE eingesammelt werden müssten. (Grund: Die JPS zählen nicht zu CET1, und CET1 ist für die KE-Höhe maßgeblich.)
Bei einem Umtausch der JPS in junge Aktien hingegen verschwinden die 33 Mrd. $ für die JPS aus der Bilanz. Und das für die Freilassung erforderliche KE-Volumen würde um 33 Mrd. $ geringer. Allerdings nimmt dann auch die Verwässerung der Stämme entsprechend zu.
Bei AIG, wo eine Chapter-11-Pleite vorlag, wurden die Altaktien beim Relistung an den großen Börsen (= Chapter-11-Exit) komplett wertlos, während die JPS von AIG zu ca. 90 % des Nennwertes ausgezahlt wurden.
In einer einstimmigen Entscheidung stellte der Fifth Circuit fest, dass die Entscheidung des Kongresses, auf seine verfassungsmäßige Bewilligungsbefugnis zu verzichten, d.h. seine finanziellen Befugnisse an das CFPB abzutreten, gegen die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung verstößt.
Die fehlende Einbeziehung des Kongresses in den Bewilligungsprozess wurde als verfassungswidrig eingestuft.
Da es sich bei der CFPB um eine Exekutivbehörde handelt, die "über weitreichende Befugnisse in den Bereichen Regelsetzung, Durchsetzung und Rechtsprechung für einen bedeutenden Teil der US-Wirtschaft" verfügt, kam der Fifth Circuit zu dem Schluss, dass die fehlende Kontrolle des Kongresses über den Finanzierungsapparat der CFPB "nicht mit der Bewilligungsklausel und der ihr zugrunde liegenden verfassungsmäßigen Gewaltenteilung in Einklang gebracht werden kann".
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A.L.: Dies sollte sinngemäß auch für die FHFA gelten, so dass der NWS als "verfassungswidrig" (gegen das Prinzip der Gewaltenteilung verstoßend) rückabgewickelt werden könnte. (Sofern die Klassenjustiz über ihren eigenen Schatten zu springen vermag.)
Die CFPB (genau wie die FHFA) übergeht das jährliche Bewilligungsverfahren des Kongresses.
Die Verfassung der Vereinigten Staaten (das Fundament unserer Demokratie) verteilt die Befugnisse unserer "lieben Führer" auf drei Zweige der Regierung, die Exekutive, die Legislative und die Judikative (auch bekannt als Gewaltenteilung).
Die grundlegende Kontrolle der Legislative (d.h. des US-Kongresses) über die Exekutive (hier die FHFA) besteht in der Befugnis des US-Kongresses, die Geldflüsse dieser Bundesbehörden zu kontrollieren.
Die CFPB umgeht dies, indem sie ihre Mittel (etwa 500.000.000 $/Jahr) jährlich von der Federal Reserve erhält (die ihrerseits die Finanzierung durch den Kongress umgeht).
Die FHFA erhält ihre ca. 500.000.000 $/Jahr an Finanzmitteln, indem sie diese Mittel größtenteils aus den Einnahmen/Bilanzen der GSEs entnimmt.
[Drei Mal dürft ihr raten] wer wohl all die Anwälte bezahlt, die [die FHFA und die Regierung gegen die] klagenden Aktionäre in den zahlreichen Prozessen verteidigen?
Für die FHFA gibt es keinen anderen Zweig der US-Regierung, der ihre Befugnis zur Eigenfinanzierung ihres Jahresbudgets kontrollieren könnte. Und da die FHFA 100 % Kontrolle über die Unternehmen hat, die sie reguliert und "konserviert", hat sie keinerlei Anreiz, die wirtschaftlichen Rechte und das Stimmrecht an die klagenden Aktionäre zurückzugeben.
Das scheint mir ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung zu sein.
habe nur stammaktien und schaue nach ca einem halben jahr wieder heir rein, hat sich die situation für die stammaktien verschlechert?, sollte man sie veräußern , da sie richtung 0,20 fallen könnten oder gibt es noch chancen auf einen dollar? Meinungen bitte , weiss gerade nicht wie der sachstand bei fnma ist..... danke
Die Collins-Kläger haben versucht, dass das CFPB-Urteil (siehe # 266 bis 268) als zusätzlicher Punkt berücksichtigt wird bei ihrer Klage vor dem Texas-Gericht. An dieses Gericht wurden sie von Scotus verwiesen. Das Texas-Gericht soll Schäden regeln, die den Aktionären dadurch entstanden sind, dass Trump den von Obama ernannten FHFA-Direktor nicht gleich beim Amtsantritt entlassen konnte. Trump hatte dazu vor einem Jahr einen Brief verfasst, in dem er erklärte, dass er dies getan hätte.
Diese "CFPB-Erweiterung" hat das Texas-Gericht heute abgelehnt (unten).
Dies bedeutet mMn allerdings nicht, dass eine solche Klage nicht aussichtsreich oder sogar SEHR aussichtsreich wäre. Es heißt zunächst nur, dass der Collins-Prozess nicht nachträglich in diese Richtung verschoben bzw "aufgebohrt" werden kann. Vielleicht war sogar die "Gefährlichkeit" der Klageerweiterung der Grund, warum das Texas-Gericht - sich auf Formalien berufend (rot nterstrichen) - erst mal geblockt hat. Die US-Regierung spielt bekanntlich auf Zeit.
sind heute um 3 % (Fannie) und 3,8 % (Freddie) gefallen. Die Kurse der JPS, die schon in der den letzten Wochen deutlich abgegeben hatten, blieben jedoch heute unverändert bzw. sind teils gestiegen: Übersicht aller Kurse
Die Ablehnung (letztes Posting) wurde im Grunde erwartet. Das schrieb heute auch iHuber "release us", der jetzt Chancen beim 5th circuit sieht und über das schnelle Urteil sogar erfreut ist.
Das Volumen ist recht hoch, was auf ein Kapitulationstief hindeutet. Die Rückgänge sind bei den einzelnen JPS unterschiedlich, sehr stark fiel FNMAT, die tatsächlich nun für unter 2 Dollar zu haben sind.
Maßgeblich für die Gesamtentwicklung sind jedoch die JPS, die in großen Stückzahlen gehandelt werden, also FNMAS (Fannie) und FMCKJ (Freddie). Sie spiegeln gut den Gesamttrend wider, während es bei handelsengen JPS zu erratischen Kursausschlägen kommen kann.
Heute hat ein großer Trader (vermutlich Hedgefonds) erst 680.000 FNMAS verkauft und kurz darauf ca. 130.000 FNMAT (können auch 2 unterschiedl. Fonds gewesen sein.)
Dahinter steckt höchstwahrscheinlich Window-Dressing, weil viele Fonds ihre Bücher zum 1. Dezember schließen. Davor betreiben sie meistens noch ausgiebiges Tax-loss-selling von Positionen, die ohnehin deutlich im Minus sind. Damit kompensieren sie steuerlich Gewinne bei anderen Aktien, die sie teuer verkauft haben. Die Verkäufe dienen aber auch dazu, dass die Fonds-Kunden in ihren Jahresauszügen diese Verlustpositionen nicht mehr vorfinden. Reine Kosmetik...
Abgerechnet wird zum Schluss. Da die (relativ große Anzahl an) FNMAS nur einen kleinen Teil meiner Gesamtinvestition (vorwiegend im DAX<9 ausmachen, beobachte ich den Kurssturz zwar nicht erfreut, doch belustigt. An der Argumentation ALs ist Logik die Basis - auch etwas Rechtssicherheit, somit nehme ich die Zukunft als "Kaviar auf´s Butterbrot".
"Eine expansive Exekutivbehörde (= FHFA], die isoliert (nein, sogar doppelt isoliert) ist vom Geldbeutel des Kongresses, ausdrücklich von der Haushaltskontrolle ausgenommen ist und von einem einzigen Direktor geleitet wird, der nach Belieben des Präsidenten absetzbar ist, ist der Inbegriff für die Verschmelzung "des Geldbeutels und des Schwertes" [= der Finanz- und Exekutivhoheit] - eine Abscheulichkeit, die, wie die Gründerväter warnten, "die Gewaltenteilung zerstört, auf der die politische Freiheit beruht".
der FHFA immer weiter angeschwollen auf inzwischen 650 Mitarbeiter. Das es keine externe Kontrolle über die Ausgaben gibt (betrifft auch die kapitalverbrennenden CRTs), kann die FHFA beliebig weiterwachsen. Besonders tückisch ist, dass FHFA und Schatzamt zusammen (via Briefvereinbarungen) ohne Kongressbefragung über das Schicksal der Zwillinge entscheiden können. HERA gibt ihnen die Macht dazu.
Ein erheblicher Teil der FHFA-Mitarbeiter ist nur für die Zwangsverwaltung eingestellt. Daher besteht für diese Leute wenig Anlass, durch Freilassung eigenhändig den Ast abzusägen, auf dem sie sitzen, und ihre eigenen Futtertröge trockenzulegen. Sie sitzen wie ein Krebsgeschwür am Hals von Fannie und Freddie.
Wenn die Collinskläger, was sehr wahrscheinlich ist, Berufung einlegen und die Klage um die "Appropriations Clause" erweitern, landet der Fall vor dem Fifth Circuit, der von einigen Wochen bereits in Sachen CFPB (siehe # 266 ff.) den Klägern recht gegeben hatte, dass dort Finanz- und Exekutivhoheit nicht sauber getrennt sind. Die schnelle Ablehnung des Texas-Richters (# 271) beschleunigt das Geschehen sogar. Falls dies der Grund für den kürzlichen Abverkauf bei den Stämmen und den JPS war, dann hat da jemand nicht zu Ende gedacht. Alternativ habe ich etwas Wichtiges übersehen ;-)
Sollte der Fifth Ciruit die Finanzierung der FHFA als gesetz- und verfassungswidrig einstufen, könnte später evtl. auch der NWS für nicht rechtmäßig erklärt werden. Scotus urteilte zwar, dass HERA den Akteuren einen Freibrief gibt. Aber über allem steht immer noch die US-Verfassung.
Offensichtlich ist das Wall Street Journal (WSJ) kein großer Fan der GSE, aus der heutigen WSJ-Ausgabe:
Die lockere Geldpolitik der Federal Reserve hat die Inflation auf dem Immobilienmarkt angeheizt, und jetzt verdrängen die steigenden Hypothekenzinsen die Käufer. Was also tut die Biden-Regierung? Sie garantiert Hypotheken in Millionenhöhe, was die Haftung der Steuerzahler und die Dysfunktion des Immobilienmarktes ausweiten wird.
Der Kongress hat die staatlich geförderten Unternehmen Fannie Mae und Freddie Mac geschaffen, um Hypotheken für die Mittelschicht zu garantieren und den Wohnraum erschwinglicher zu machen. Jetzt verwandelt die Regierung eine staatlich gesicherte Hypothek in ein Anrecht für Wohlhabende in Küstengebieten, in denen Bebauungsvorschriften die Preise in die Höhe treiben.
Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) sagte am Dienstag, dass sie die Höchstgrenze für Hypotheken, die Fannie und Freddie abdecken, von 970.800 Dollar in diesem Jahr und 765.600 Dollar im Jahr 2020 auf 1.089.300 Dollar in Gebieten mit hohen Kosten erhöhen wird. In anderen Gebieten wird die Grenze für konforme Darlehen von 510.400 Dollar vor zwei Jahren auf 726.200 Dollar steigen.
Die Hauspreise sind während der Pandemie in die Höhe geschnellt, da die rekordverdächtig niedrigen Zinssätze und die Ankäufe hypothekarisch gesicherter Wertpapiere [= MBS, A.L.] durch die Fed die Kosten für Käufer senkten und die Nachfrage anheizten. Doch was die Fed den Hauskäufern gibt, nimmt sie im Kampf gegen die Inflation wieder zurück. Der Zinssatz für eine 30-jährige Hypothek lag in diesem Monat im Durchschnitt bei 6,8 %, während er vor einem Jahr noch bei etwa 3 % lag.
Die höheren Zinssätze haben die monatliche Hypothekenzahlung für ein durchschnittliches Haus im Wert von 454.900 $ im letzten Jahr um etwa 800 $ erhöht. In Ballungsgebieten wie Boston, Washington, D.C. und der kalifornischen Bay Area, wo viele Häuser für mehr als 1 Million Dollar verkauft werden können, müssen neue Käufer 2.000 Dollar mehr pro Monat für eine Hypothek aufbringen als noch vor einem Jahr.
Der Bau neuer Häuser geht zurück, was die Wirtschaft belasten könnte, da der Wohnungsbau die Nachfrage nach Haushaltsgütern ankurbelt. Eine Korrektur ist überfällig und würde eine Immobilienmanie verhindern, die 2008 in Tränen endete.
Stattdessen will die Regierung die Nachfrage nach Wohnraum und die Preise stützen, indem sie die Garantiegrenze anhebt. Das wird die Immobilienmakler und die Wohlhabenden erfreuen, vor allem in den kalifornischen Gebieten, in denen der durchschnittliche Hauspreis die neue Grenze überschreitet, wie Orange County (1,2 Millionen Dollar), San Francisco (1,3 Millionen Dollar) und San Jose (1,7 Millionen Dollar).
Es tut mir leid, das Offensichtliche zu sagen, aber wer sich für eine Millionenhypothek qualifizieren kann, braucht keine staatliche Subvention in Form einer Garantie. Der durchschnittliche 30-Jahres-Zinssatz für ein Jumbo-Darlehen liegt bei 6,8 % und ist damit ähnlich hoch wie bei einer staatlich geförderten Hypothek.
Kreditnehmer mit Jumbo-Darlehen haben in der Regel ein höheres Einkommen und eine höhere Kreditwürdigkeit. Diese Hypotheken werden jedoch immer riskanter, da die monatlichen Zahlungen der Kreditnehmer schneller gestiegen sind als ihre Einkommen. Entlassungen nehmen in besser bezahlten Bereichen wie der Technologiebranche zu, und eine Rezession könnte zu Zwangsversteigerungen führen. Die FHFA erweitert die Haftung der Steuerzahler zu einem besonders riskanten Zeitpunkt.
Nachdem Fannie und Freddie während des Zusammenbruchs des Immobilienmarktes in Konkurs gegangen waren, wurden sie unter staatliche Aufsicht gestellt und erhielten ein 190 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket vom Finanzministerium. Wir sprachen uns dafür aus, die Unterstützung durch den Steuerzahler zu verringern, indem wir die Obergrenze für konforme Darlehen herabsetzten. Stattdessen wurde die Grenze seit 2015 um 75 % angehoben, was die Immobilienpreise und die Verbindlichkeiten der Steuerzahler in die Höhe getrieben hat.
Je mehr die Regierung in den Immobilienmarkt eingreift, desto mehr Schaden richtet sie an.