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Verdichtung heisst zusammen leben!
«Dencity forscht und arbeitet anwendungsorientiert», sagt Ryter. «Wir betreiben in dem Sinne keine Grundlagenforschung, sondern entwickeln Produkte, die den Städten und Bewohnern einen direkten Nutzen bringen sollen. Meine Muttersprache ist Französisch, ich lebe und arbeite auf Deutsch, aber meine Herzsprache ist das Italienische! Ich liebe meine Dreisprachigkeit, und genauso mag ich auch die Leute», sagt Ryter. Und er fügt fast überschwänglich hinzu: «Wenn man das Wort Verdichtung durch einen anderen Begriff ersetzen müsste, würde ich das Wort ‹Vielfalt› oder noch besser ‹Zusammenleben› vorschlagen».
«Am schönsten wäre es aber», so Marco Ryter abschliessend, «wenn es ‹Dencity› irgendwann gar nicht mehr benötigen würde, weil die Gemeinden mit den neuen Planungswerkzeugen vertraut sind.»
Marco Ryter
Die Arbeitsweise von «Dencity» –
Der Kompetenzbereich für urbane Entwicklung und Mobilität wurde vor gut 2½ Jahren gegründet, um der Verdichtungsproblematik im Kanton Bern mit anwendungsorientierten Lösungsansätzen zu begegnen. Entgegen grösseren Städten kennen kleinere Gemeinden zwar ihre Orte wie ihre Westentasche. Sie haben aber keinen sogenannten «Drohnenblick», da die notwendigen Gefässe fehlen, die ihnen andere Perspektiven aufzeigen könnten. Im Zuge dessen hat «Dencity» zum Beispiel ein Tool entwickelt, mit dem sich durch Simulationen ganz einfach darstellen lässt, welche baulichen Auswirkungen eine Veränderung der Ausnützungsziffer mit sich bringen kann.