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Thätigkeit sowohl in idealen und mythologischen Gegenständen als auch namentlich in monumentalen Porträtstatuen und Büsten.
Aus dieser überaus reichen Zahl heben wir als die bedeutendsten Arbeiten hervor: das Denkmal des Bischofs Julius in Würzburg,
die Statuen Orlando di Lassos (1848) und Westenrieders auf dem Promenadenplatz in München, die MarmorstatueRauchs
auf der Außenseite der
Glyptothek, das eherne Schiller-Denkmal (1863), das für eine seiner besten Schöpfungen gilt, ebenso
das eherne Goethe-Denkmal (1869) und das nach einer von Schwanthaler angeregten Idee von ihm ausgeführte meisterhafte Reiterstandbild
König
Ludwigs I., begleitet von zwei (weniger gelungenen)
Pagen und am
Piedestal mit den Bronzestatuen der
Poesie und Religion, der Kunst und der Industrie (1862). Dazu kommen die Erzstatuen Ifflands (1864) und Dalbergs (1866),
beide in Mannheim, das Grabdenkmal der Großherzogin Mathilde von Hessen-Darmstadt und neuerdings die beiden Kolossalfiguren
des Kastor und Pollux für das Hauptportal des noch unvollendeten Akademiegebäudes in München. Fast alle diese Arbeiten,
wenn auch mehr Produkte des Verstands als des Gefühls, zeigen einen feinen Formensinn, edlen Geschmack und reinen Stil;
sie sind naturwahr, ohne die Gesetze der idealen Kunst zu verletzen. Er ist
Ritter des bayrischen Michaelsordens und Professor
an der Akademie in München.
Wilhelm, Genremaler, geb. zu Stepnitz in Pommern,
war Schüler von
Otto zu Berlin, wurde durch seine Genrebilder in Deutschland wenig bekannt, weil er meistens außerhalb desselben
thätig war, einige Zeit in England, 3 Jahre in Rußland, 4 Jahre in Paris und 24 Jahre in Rom, bis er 1873 nach Deutschland
zurückkehrte und sich in Berlin niederließ. Bekannt sind unter seinen Bildern namentlich die Messe
bei der Kirche Araceli in Rom (1856, Berliner Nationalgallerie) und die Beichte am Gründonnerstag in der Peterskirche, Ceremonienbilder
ohne Handlung und tiefere Pointe.
Marie Elisabeth, geborne Hancke,Genre- und Porträtmalerin,
geb. zu Silberberg (Regierungsbezirk
Breslau), kam 1841 nach Düsseldorf, wo sie Schülerin von Hermann Stilke und namentlich in der Porträtmalerei
von Karl Sohn wurde und den Architekten und Maler Rudolf W. (gest. 1865) heiratete. Später
besuchte sie für ihre weitere künstlerische Ausbildung die bedeutendern Kunststädte Deutschlands und die Gallerien in
Holland, England und Venedig.
Wie ihre Bilder des idealen, den Dichtungen entnommenen
Genres eine poetische, echt weibliche Auffassung,
ein tiefes Gefühl für Naturwahrheit und Schönheit und eine kräftige
Technik zeigen, so ihre Porträte (namentlich der
Kinder) eine geistvolle Auffassung der betreffenden Persönlichkeit. Solche ideale Genrebilder sind z. B.:
Undine (1860), eine Betende, ein Wiedersehen u. a., und unter den Porträten
bekannter Persönlichkeiten die der Gräfin Hatzfeld, des Malers Karl Sohn, des Professors
Heinrich v. Sybel und des Kunsthistorikers
Karl Schnaase (Nationalgallerie in Berlin).
Alexandervon, Architekt in Wien, geb. 1843, war anfangs Schüler von van der
Nüll und Siccardsburg, trat dann mit 25 Jahren beim GotikerFriedrichSchmidt ein, wo er bis zum Herbst 1874 blieb.
Er beteiligte sich durch Entwürfe bei den Konkurrenzen für den Centralfriedhof (gotisch), für das Kurhaus in Ischl (italienische
Renaissance), für das Rathaus in Großenhain (deutsche Renaissance), für das Musik- und Kunstvereinsgebäude in Prag (italienische
Renaissance) und mit glänzendem Erfolg für den Justizpalast in
Wien, der, in den 70er Jahren von ihm
errichtet, die Anmut der italienischen mit der malerisch wirkenden Kraft der deutschen Renaissance in glücklicher Weise
verbindet.
1) Jakob, belg. Medailleur, geb. zu
Venloo, begann mit 13 Jahren seine Studien in Aken beiL. Baruch und setzte sie 1837-40 unter Levesque
in Paris fort, worauf er sich in Brüssel als Medailleur niederließ. Man hat von ihm zahlreiche treffliche Medaillen auf
denkwürdige Begebenheiten der
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Neuzeit, z. B.: auf das Jubiläum in Lüttich mit der Innenansicht der dortigen Martinskirche,
auf den Tod des Bischofs Bommel mit der Ansicht der Kathedrale in Lüttich u. a., auf denen er besonders meisterhaft das Äußere
und Innere von holländischen und englischen Kirchen darstellt. Sehr reich war er mit solchen Medaillen auf
der Ausstellung in Antwerpen 1861 vertreten. Er ist Ritter des portugiesischen Christus-, des preußischen Roten Adler- und
des belgischen Leopoldsordens.
2) Karl, ebenfalls belg. Medailleur und Bildhauer, schuf in letzterer Eigenschaft einige
wohlgelungene Idealstatuen und machte sich vorzugsweise durch eine große Menge von Medaillen und Münzen bekannt, von denen
die erstern teils Bildnisse, teils bestimmte Begebenheiten darstellen, z. B.:
Einzug des Kaisers von Rußland in London, Jubelfeier der belgischen Unabhängigkeit, die deutsche Einheit, Bündnis der amerikanischen
Republiken etc. Andre enthalten wiederum Architekturen, z. B.:
Kölner Dom, Kathedrale von Toledo, die Stadt Antwerpen, Klosterkirche in Belem, Nationalbank in Brüssel u. a.
Mit allen diesen war er auf der Ausstellung in Brüssel 1880 reich vertreten. Er ist Ritter des Wasaordens,
des Ordens der Eichenkrone und des Christusordens.
3) Leopold, belg. Bildhauer und Medailleur in Brüssel, jüngerer Bruder und Schüler
von Jakob W. Auch er lieferte zahlreiche treffliche Medaillen und begründete seinen Ruf als Bildhauer durch
die monumentale Marmorgruppe der Brüder van Eyck, die in ihrem Geburtsstädtchen Maaseyck 1864 errichtet wurde, ein Werk
von glücklicher Erfindung und sehr charaktervoller Ausführung. Bald nachher schuf er die allegorischen Figuren
des Gewerbfleißes und des Handels für die Nationalbank in Brüssel. 1853 wurde er Ritter und 1865 Offizier des Leopoldsordens.