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William Shakespeare, Viel Lärm um Nichts
Die Zuozer Shakespeare-Company widmet sich im Schuljahr 2006/07 einem der beliebtesten Stücke des englischen Dichters: "Much Ado About Nothing" oder, in der deutschen Fassung "Viel Lärm um Nichts". Damit wagt sich die Theatertruppe des Lyceum an einen Komödienstoff, der Witz, Humor, Ironie, manchmal sogar satirischen Biss erfordert. Das ist alles andere als einfach, denn die Darstellung des Humorvollen gehört mit zum Schwierigsten, was die Bühne zu bieten hat.
Shakespeares "Much Ado About Nothing" ist 1598 oder 1599 entstanden - also zwischen dem "Kaufmann von Venedig" und "Wie es euch gefällt". In dieser Epoche entwickelt der Schriftsteller seinen reifen Komödienstil, der immer mehr Tiefgründigkeit offenbart und in "Twelfth Night" gipfelt.
Im Zentrum des Stückes stehen zwei Liebespaare, deren Beziehungen sich spiegelbildlich entwickeln: Hero und Graf Claudio stellen das klassische romantische Paar dar, ihre Zuneigung wird durch die Intrige des Prinzenbruders Don Juan auf die Probe gestellt, muss sich bewähren. Beatrice und Benedikt lieben sich auch, aber sie schaffen es nicht, ihre Liebe einzugestehen. Erst die (gutgemeinte) Intrige des Prinzen und seiner Mitverschwörer zwingt die beiden, zu ihrer Liebe zu stehen. Die ewigen Streitgespräche zwischen Benedikt und Beatrice gehören übrigens zu den schönsten Dialogen, die Shakespeare verfasst hat.
Shakespeare arbeitete in "Viel Lärm um Nichts" mit Figuren aus verschiedenen sozialen Schichten. So bewahren z.B. die beiden Gerichtsdiener Holzapfel und Schlehwein in ihrer burlesken Selbstüberschätzung den Lustspielcharakter des Stückes - auch in seinen bedrohlichen Momenten.
Letztlich ist "Viel Lärm um Nichts" ein Stück über die Macht des Scheins, des nicht Wirklichen, des Eingebildeten, und es braucht seine Zeit, bis die Menschen zueinander, aber auch zu sich selbst finden.
'Viel Lärm um Nichts' in der Bündner Presse:
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