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Systematik:
Überklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
Familie: Pferde (Equidae)
Gattung: Equus
Art: Esel
Wissenschaftlicher Name: Equus asinus
Verbreitungsgebiet:
Hausesel stammen vom Nubischen Wildesel, vom Nordafrikanischen Wildesel und vom Somali-Wildesel ab. Sie alle lebten in verschiedenen Teilen Nordafrikas. Der Nubische und Nordafrikanische Wildesel gelten heute als ausgestorben. Vom Somali-Wildesel sollen noch einige wenige hundert Tiere in Nordostafrika (Somalia und Äthiopien) leben.
Lebensraum:
Die Heimat der Wildesel ist ein karges und raues Land: Sie stammen aus den bergigen Steinwüsten Nordafrikas. Deshalb kommen sie auch mit nur wenig Nahrung wie Disteln und hartem Gras aus und überleben auch ein paar Tage ohne Wasser. Als Haustiere gehaltene Esel gibt es in Europa, Asien und Nordafrika. Die Spanier brachten Esel auch nach Südamerika.
Rassen und Arten:
Anders als bei den Pferden gibt es bei den Eseln nicht so viele Rassen. Sie lassen sich vor allem an Hand der Größe und der Farbe voneinander unterscheiden.Esel, die in den Alpen gezüchtet wurden, sind etwas kleiner und beweglicher. Mit zu den kleinsten gehört der Makedonische Esel: Er wird nur einen Meter hoch. Außerdem gibt es auch noch Kreuzungen aus Eseln und Pferden: Ist die Mutter ein Esel und der Vater ein Pferd, nennt man das Tier Maulesel, ist die Mutter ein Pferd und der Vater ein Esel, nennt man den Nachwuchs Maultier. Beide sind größer als normale Esel, können sich aber nicht fortpflanzen, d. h. sie bekommen keine Jungen.
Lebenserwartung:
Esel können bis zu 50 Jahre alt werden.
Systematik:
Reihe: Laurasiatheria
Unterstamm: Paarhufer (Artiodactyla)
Klasse: Schwenineartige (Suina)
Unterklasse: Echte Schweine (Suidae)
Ordnung: Wildschwein (Sus scrofa)
Familie: Hausschwein
Wissenschaftlicher Name: Sus scorfa domestica
Verbreitungsgebiet:
Mini-Schweine stammen von asiatischen und südamerikanischen Schweinen ab und wurden gezüchtet. Sie sind Nachkommen des vietnamesischen Hängebauchschweins und europäischer Schweinerassen.
Beschreibung:
Im Prinzip sehen Mini-Schweine aus wie ihre großen Verwandten, die Haus- oder Wildschweine: Vier kurze Beine, ein kräftiger Körper und ein großer Kopf mit zwei dreieckigen Ohren und dem typischen Schweine-Rüssel.
Und weil Mini-Schweine von verschiedenen Schweine-Rassen abstammen, sehen sie auch ganz unterschiedlich aus. Sie können schwarz, schwarz-weiß, rosa oder braun sein. Da sie so verschiedene Vorfahren haben, kann man kaum sagen, wie schwer sie werden: Im besten Fall sollte ein Mini-Schwein höchstens zehn bis 15 Kilogramm wiegen. Es gibt aber auch Züchtungen die größer werden bis zu 20 oder gar 65 Kilogramm.
Nahrung:
durchwühlt bei der Nahrungssuche den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Engerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen. Wildschweine fressen neben Wasserpflanzen wie beispielsweise dem Kalmus auch Blätter, Triebe und Früchte zahlreicher Holzgewächse, Kräuter und Gräser.
Lebenserwartung:
Ein Mini-Schwein wird zehn bis 15 Jahre alt.
Systematik:
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Rinderartige (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Ziegen (Capra)
Art: Hausziege
Wissenschaftlicher Name: Capra hircus
Verbreitungsgebiet:
Hausziegen sind heute außer in extrem kalten Regionen weltweit verbreitet. Darüber hinaus wurden Hausziegen auf vielen Inseln rund um den Erdball ausgesetzt.
Hausziegenrassen:
Es gibt eine große Anzahl regionaler Rassen von Hausziegen. Zu diesen zählen u. a.:
- Anglo-Nubische Ziege - Nera Verzasca
- Angoraziege - Ostafrikanische Zwergziege
- Appenzellerziege - Pfauenziege
- Bagot-Ziege - Poitevine
- Bunte Deutsche Edelziege - Rove-Ziege
- Bunte Holländische Ziege - Saanenziege
- Burenziege, auch Fleischziege genannt - Schami
- Bündner Strahlenziege - Stiefelgeiss
- Ergebirgsziege - Tauernscheckenziege
- Gallaziege, auch Somali-Ziege genannt - Thüringerwald-Ziege
- Gemsfarbige Gebirgsziege - Toggenburgerziege
- Girgentana-Ziege - Walliser Schwarzhalsziege
- Kaschmirziege Weiße Deutsche Edelziege - Westafrikanische Zwergziege
- Weiße Deutsche Edelziege
Nahrung:
Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern, Blätter und Kräuter.
Systematik:
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Rinderartige (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Ziegen (Capra)
Art: Hausziege
Wissenschaftlicher Name: Capra hircus
Verbreitungsgebiet:
Hausziegen sind heute außer in extrem kalten Regionen weltweit verbreitet. Darüber hinaus wurden Hausziegen auf vielen Inseln rund um den Erdball ausgesetzt.
Hausziegenrassen:
Es gibt eine große Anzahl regionaler Rassen von Hausziegen. Zu diesen zählen u. a.:
- Anglo-Nubische Ziege - Nera Verzasca
- Angoraziege - Ostafrikanische Zwergziege
- Appenzellerziege - Pfauenziege
- Bagot-Ziege - Poitevine
- Bunte Deutsche Edelziege - Rove-Ziege
- Bunte Holländische Ziege - Saanenziege
- Burenziege, auch Fleischziege genannt - Schami
- Bündner Strahlenziege - Stiefelgeiss
- Ergebirgsziege - Tauernscheckenziege
- Gallaziege, auch Somali-Ziege genannt - Thüringerwald-Ziege
- Gemsfarbige Gebirgsziege - Toggenburgerziege
- Girgentana-Ziege - Walliser Schwarzhalsziege
- Kaschmirziege Weiße Deutsche Edelziege - Westafrikanische Zwergziege
- Weiße Deutsche Edelziege
Nahrung:
Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern, Blätter und Kräuter.
Systematik:
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Schwielensohler (Tylopoda)
Familie: Kamele (Camelidae)
Gattung: Lamas (Lama)
Art: Lama
Wissenschaftlicher Name: Lama glama
Verbreitungsgebiet:
Es ist in den südamerikanischen Anden verbreitet.
Beschreibung:
Lamas erreichen eine Schulterhöhe von 110 bis 120 cm, ein Gewicht von 120 bis 150 kg. Im Gegensatz zu den Altweltkamelen (Dromedar und Trampeltier) haben Lamas keinen Höcker. Wie bei den meisten Haustieren ist auch beim Lama die Farbe sehr variabel. Es gibt einfarbig weiße, braune und schwarze Lamas sowie solche, die in diesen Farben gefleckt oder sonst wie gemustert sind. Wie Altweltkamele haben Lamas an den Füßen Sohlenpolster, und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich.
Nahrung:
Lamas sind sehr genügsame Tiere, die sich von Gräsern, krautigen Pflanzen, Sträuchern, Flechten, Blättern und Pilzen ernähren.
Spucken:
Wenn Lamas sich belästigt fühlen, spucken sie den Störer an; dabei beweisen sie eine erstaunliche Treffsicherheit. Normalerweise werden jedoch nicht Menschen Opfer solcher Attacken; vor allem untereinander bespucken sich Lamas, um die Rangordnung zu verdeutlichen oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten.
Muntjaks:
Systematik:
Ordnung: Paarhufer (Artidodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie: Cervinae
Tribus: Muntjakhirsche (Muntiacini)
Gattung: Muntjaks
Wissenschaftlicher Name: Muntiacus
Die Muntjaks sind eine in Asien lebende Gattung von Hirschen. Gemeinsam mit dem Schopfhirsch bilden sie die Unterfamilie der Muntjakhirsche. Muntjaks werden überwiegend im asiatischen Raum als Delikatesse angeboten. Ihr Fleisch gilt als zart und schmackhaft.
Merkmale:
Muntjaks sind verhältnismäßig kleine Hirsche. Sie sind durch ein einfaches Geweih charakterisiert, das je Stange nur ein oder zwei Enden hat und nicht länger als 15 Zentimeter wird. Wie bei fast allen Hirschen haben nur Männchen ein Geweih, die knöcherne Basis, „Rosenstöcke“ genannt, ist verlängert. Wie bei den Moschushirschen und Wasserrehen haben männliche Tiere im Oberkiefer zu Hauern verlängerte Eckzähne, die aus dem Maul herausragen. Die Fellfärbung variiert je nach Art von gelblich über graubraun bis dunkelbraun, manchmal ist eine helle Fleckenzeichnung vorhanden. Die Kopfrumpflänge der Muntjaks variiert von 64 bis 135 Zentimeter, wozu noch 6 bis 24 Zentimeter Schwanz kommen. Das Gewicht liegt zwischen 14 und 33 Kilogramm, Riesenmuntjaks können bis zu 50 Kilogramm erreichen.
Verbreitung und Lebensraum:
Das Verbreitungsgebiet der Muntjaks umfasst das südliche und östliche Asien. Von Indien sind sie ostwärts bis China und Vietnam verbreitet und kommen auch auf zahlreichen Inseln vor, zum Beispiel Java, Borneo und Taiwan. Hier verbergen sie sich im dichten Unterholz der Wälder. Fossile Funde belegen, dass Muntjaks im Tertiär auch in Europa verbreitet waren.
Lebensweise:
Männliche Muntjaks unterhalten Reviere, die sie erbittert gegen andere Männchen verteidigen. Treffen zwei Männchen aufeinander, kommt es zum Kampf, wobei weniger die stummelartigen Geweihe als vielmehr die scharfen Eckzähne als Waffen eingesetzt werden. Im Zustand der Erregung geben sie Laute von sich, die dem Bellen eines Hundes ähneln. Deswegen werden sie im englischen Sprachraum als Barking Deers („bellende Hirsche“) bezeichnet. Sie können sowohl tag- als auch nachtaktiv sein, viele Arten sind jedoch dämmerungsaktiv.
Die Nahrung besteht aus verschiedenem Pflanzenmaterial. So nehmen sie Gräser, Blätter, Knospen und auch Fallobst zu sich.
Muntjaks erreichen ihre Geschlechtsreife mit zwölf Monaten. Die Paarungszeit ist an keine feste Jahreszeit gebunden. Nach einer rund siebenmonatigen Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt, das sich im dichten Unterholz verborgen hält, bis es seiner Mutter folgen kann.
Die Lebenserwartung in Gefangenschaft ist bis zu 17 Jahren.
Bedrohung:
Vermutlich sind viele Arten aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums in ihrem Bestand bedroht. Für die meisten Arten gibt es jedoch zu wenig Daten, um einen genauen Gefährdungsgrad angeben zu können.
Die Arten:
Bemerkenswert ist, dass fünf Arten, nämlich der Riesenmuntjak, der Gongshan-Muntjak, der Truong-Son-Muntjak, der Putao-Muntjak und der Pu-Hoat-Muntjak, erst in den 1990er-Jahren beschrieben wurden, zu einer Zeit also, als die Entdeckung neuer großer Säugetierarten schon als sehr unwahrscheinlich galt.
Systematik:
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricognatha)
Überfamilie: Meerschweinchenartige (Cavioidea)
Familie: Meerschweinchen (Caviidae)
Unterfamilie: Eigentliche Meerschweinchen (Caviinae)
Gattung: Echte Meerschwenichen
Wissenschaftlicher Name: Cavia
Verbreitungsgebiet:
Meerschweinchen sind in großen Teilen Südamerikas verbreitet.
Beschreibung:
Meerschweinchen erreichen eine Kopfrumpflänge von 20 bis 40 Zentimetern und ein Gewicht von 500 bis 1500 Gramm. Ihr langes und relativ raues Fell ist gräulich oder braun gefärbt. Die Beine sind kurz und kräftig, die Vorderfüße haben vier und die Hinterfüße drei Zehen, die alle in scharfen Krallen enden.
Lebensraum:
Diese Tiere bewohnen eine Reihe von Habitaten, darunter Grasländer, Waldränder, Sumpfgebiete und Gebirgsregionen bis in über 4200 Meter Seehöhe. Es sind meist dämmerungsaktive Tiere, die als Unterschlupf selbstgegrabene Baue oder natürliche Höhlen bevorzugen.
Fortpflanzung:
Meerschweinchen können sich das ganze Jahr über fortpflanzen, die Mehrzahl der Geburten liegt allerdings im Frühling. Die Tragzeit liegt zwischen 56 und 74 Tagen, die Wurfgröße in freier Wildbahn zwischen eins und fünf, beim Hausmeerschweinchen hingegen bis zu 13.
Systematik:
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Kleinbären (Procyonidae)
Gattung: Nasenbären
Wissenschaftlicher Name: Nasua
Verbreitungsgebiet:
Nasenbären leben auf dem amerikanischen Kontinent, vom Süden der USA bis Argentinien.
Lebensraum:
Was ihr Habitat angeht, sind sie nicht wählerisch. Man findet sie sowohl in tropischen Regenwäldern wie auch am Rand von Wüsten. Am häufigsten sind sie allerdings in Wäldern.
Beschreibung:
Sie sind nach ihrer rüsselartig verlängerten, beweglichen Nase benannt. Weitere Merkmale sind kurze, fast im Fell verborgene Ohren, kurze Behaarung und ein langer, buschiger Schwanz, der meist aufrecht getragen wird.
Nahrung:
Sie sind Allesfresser, bevorzugen aber fleischliche Nahrung.
Fortpflanzung:
Weibchen und Jungtiere leben in Gruppen, während die Männchen ein einzelgängerisches Dasein führen Zur Paarungszeit nähert sich das Männchen einer Gruppe an. Mit Fellpflege und anderem unterwürfigen Verhalten erbittet es das Recht zur Paarung, nach der es wieder vertrieben wird.
Systematik:
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Kleinbären (Procyonidae)
Gattung: Waschbären (Procyon)
art: Waschbär
Wissenschaftlicher Name: Procyon lotor
Verbreitungsgebiet:
Waschbären leben auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, der Nordamerikanische Waschbär ist mittlerweile auch in Europa eingebürgert.
Lebensraum:
Waschbären sind entgegen früheren Behauptungen keine Einzelgänger, sondern haben ein komplexes Sozialverhalten. Manchmal leben Weibchen in kleinen Gruppen, auch junge Männchen teilen sich Territorien, die Streifgebiete können sich überschneiden. Sie sind vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv und schlafen tagsüber in Baumhöhlen oder anderen Unterschlupfen.
Beschreibung:
Waschbären sind gekennzeichnet durch einen breiten Kopf mit spitzer Schnauze, abgerundete Ohren, Schulterhöhe von ungefähr 25 Zentimetern zwischen 70 und 85 Zentimetern lang, wobei auf den buschigen, schwarz-braun geringelten Schwanz etwa 20 bis 25 Zentimeter entfallen. Das Körpergewicht erwachsener Tiere liegt zwischen fünf und zehn Kilogramm.
Nahrung:
Waschbären sind Allesfresser: Obst, Getreide, Nüsse und Beeren, Insekten,Würmer, Fische, Kleinsäuger, Amphibien sowie Vogeleier.
Fortpflanzung:
Weibchen und Jungtiere leben in Gruppen, während die Männchen ein einzelgängerisches Dasein führen. Zur Paarungszeit nähert sich das Männchen einer Gruppe an. Mit Fellpflege und anderem unterwürfigen Verhalten erbittet es das Recht zur Paarung, nach der es wieder vertrieben wird.
Systematik:
Reihe: Geschwänzte Altweltaffen (Cercopithecoidea)
Unterstamm: Meerkatzenverwandte (Cercopithecoidae)
Klasse: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Unterklasse: Pavianartige (Papionini)
Ordnung: Makaken (Macaca)
Familie: Javaneraffe
Wissenschaftlicher Name: Macaca fascicularis
Verbreitung und Lebensraum:
Javaneraffen leben in Südostasien, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Thailand über Malaysia bis nach Indonesien und auf die Philippinen. Sie sind damit die am südöstlichsten verbreitete Primatenart. Lebensraum dieser Tiere sind Wälder, sie kommen in verschiedenen Waldtypen vor, so findet man sie beispielsweise in Regenwäldern, Sumpfgebieten und Bambuswäldern. Sie bevölkern auch Plantagen und scheuen die Anwesenheit der Menschen nicht. Einzige Voraussetzung ist die Nähe von Wasser.
Lebensweise:
Javaneraffen sind tagaktiv und halten sich vorwiegend auf Bäumen auf. Sie bewegen sich meist auf allen vieren fort, können aber auch Distanzen bis zu 5 Metern springend zurücklegen. Zur Nahrungssuche kommen sie auch auf den Boden.
Sie leben in Gruppen von 6 bis 60 Tieren zusammen, die aus mehreren Weibchen und Männchen bestehen. Die Weibchen bleiben zeitlebens in ihrer Geburtsgruppe und etablieren eine Rangordnung, die unter anderem bei der gegenseitigen Fellpflege und beim Zugang zu Nahrungsressourcen sichtbar wird. Auch die Männchen bauen eine Hierarchie auf, diese wird unter anderem durch teils heftige Kämpfe – unter anderem Bisse mit den Eckzähnen – ermittelt, wobei es oftmals zu Verletzungen kommt. Es sind territoriale Tiere, die ihr Revier gegenüber anderen Gruppen verteidigen. Dazu gehören lautes Geschrei, das Hüpfen auf den Ästen oder das Präsentieren der langen Eckzähne. Notfalls wird der andere Trupp auch mit Gewalt vertrieben.
Nahrung:
Javaneraffen sind Allesfresser, die sich vorrangig von Früchten ernähren. Wenn keine Früchte verfügbar sind, nehmen sie auch Blätter, Blüten, Gräser, Pilze, aber auch tierisches Material wie Insekten und andere Wirbellose und Vogeleier zu sich. Tiere, die am Meer leben, nehmen auch Krebstiere und Muscheln zu sich.
Fortpflanzung:
Die höhergestellten Männchen genießen Vorrechte bei der Paarung und pflanzen sich mit so vielen Weibchen wie möglich fort. Nach rund 180-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt, wobei die meisten Geburten in die Regenzeit von Mai bis Juli fallen. Nur die Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs, der im zweiten Lebenshalbjahr entwöhnt wird und mit 3 bis 4 Jahren (Weibchen) beziehungsweise 6 Jahren (Männchen) geschlechtsreif wird. Die Lebenserwartung dieser Tiere kann in menschlicher Obhut bis zu 40 Jahre betragen.
Javaneraffen und Menschen:
Javaneraffen werden weitverbreitet als Forschungs- und Labortiere eingesetzt. Diese Versuche beinhalten unter anderem Medikamententests, neurologische Untersuchungen, aber auch Untersuchungen über das Lernverhalten. Tierversuchsgegner haben ihn zum „Versuchstier des Jahres 2004“ gekürt.
In der freien Natur zählen Javaneraffen aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres großen Verbreitungsgebietes zu den weniger bedrohten Makakenarten, wenngleich ihr Lebensraum durch Rodungen immer weiter eingeschränkt wird. Sie werden als gering gefährdet eingestuft.
Systematik:
Unterordnung: Trockennasenprimaten (Haplorrhini)
Teilordnung: Affen (Anthropoidea)
Ohne Rang: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Krallenaffen (Callitrichidae)
Gattung: Büschelaffen (Callithrix)
Art: Weissbüschelaffe
Wissenschaftlicher Name: Callithrix jacchus
Merkmale:
Weißbüschelaffen erreichen eine Kopfrumpflänge von 18 bis 25 Zentimetern, der Schwanz ist mit etwa 30 Zentimetern deutlich länger. Ihr Gewicht beträgt etwa 300 bis 400 Gramm. Ihr Fell ist vorwiegend graubraun gefärbt, am Rücken verlaufen einige helle Querstreifen. Auch der Schwanz ist gestreift. Ihr Kopf ist bräunlich gefärbt, charakteristisch sind die weißen, büschelartigen Haare, die die Ohren umgeben. Ein weißer Fleck findet sich auf der Stirn, das Gesicht ist haarlos. Die Gliedmaßen sind eher kurz, wie bei allen Krallenaffen befinden sich an den Fingern und Zehen (mit Ausnahme der Großzehe) Krallen statt Nägeln. Männchen und Weibchen sehen sehr ähnlich aus und zeigen keinen Geschlechtsdimorphismus.
Verbreitung und Lebensraum:
Weißbüschelaffen bewohnen das nordöstliche Brasilien. Ihr Lebensraum sind Wälder, wobei sie in verschiedenen Waldtypen vorkommen können. So sind sie in der steppenartigen Caatinga ebenso zu finden wie in den feuchten atlantischen Küstenwäldern. Sie sind anpassungsfähig und können auch in Plantagen oder Parkanlagen existieren.
Lebensweise:
Weißbüschelaffen sind wie alle Krallenaffen tagaktiv. In der Nacht schlafen sie in Baumhöhlen oder im Lianen Dickicht. In den Bäumen bewegen sie sich entweder auf allen Vieren gehend oder springend fort.
Sie leben in Gruppen von zwei bis 15 (durchschnittlich 9) Tieren zusammen. Diese Gruppen sind oft um ein fortpflanzungsfähiges Paar organisiert und beinhalten daneben weitere ausgewachsene Tiere und Jungtiere. Das Territorium einer Gruppe ist sehr klein und umfasst nur rund 0,7 bis 6 Hektar.
Die Gruppenmitglieder kommunizieren durch Gesichtsausdrücke, Körperhaltungen und Laute miteinander.
Nahrung:
Die Nahrung der Weißbüscheläffchen besteht vorwiegend aus Baumsäften und Insekten. Wie alle Marmosetten sind sie dank der spezialisierten Zähne in der Lage, Löcher in die Baumrinde zu nagen, um an die Baumsäfte zu gelangen. Diese spezialisierte Ernährung ermöglicht es ihnen, mit kleinen Lebensräumen auszukommen und vermindert die Nahrungskonkurrenz zu größeren, in stärkerem Ausmaß von Früchten abhängigen Primatenarten. Die Jagd auf Insekten macht rund 24 bis 30% ihrer Zeit aus. In geringerem Ausmaß verzehren sie daneben auch noch Früchte, Samen, Blüten, Pilze, Schnecken, kleine Wirbeltiere und Eier.
Fortpflanzung:
In Gefangenschaft bilden Weißbüschelaffen nahezu ausschließlich monogame Paare. In freier Wildbahn dürfte das Paarungsverhalten hingegen flexibler sein, neben monogamen Paaren kommt es auch zur Polyandrie, das heißt ein Weibchen – das dominante – paart sich mit mehreren Männchen.
Die Weibchen sind das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig und haben einen Regelzyklus von durchschnittlich 28 Tagen Länge, ähnlich wie beim Menschen. Allerdings gibt es keine Regelblutung oder sonstiges äußere Anzeichen des Zyklus.
Nach einer Tragezeit von ca. 150 Tagen bringt das Weibchen wie bei allen Krallenaffen in der Regel Zwillinge zur Welt. In Gefangenschaft kommen öfter auch Drillinge vor, ganz selten Vierlinge. Die Jungtiere sind sehr groß – sie erreichen rund ein Viertel des Gewichts der Mutter. Obwohl die Mutter ihre Jungtiere säugt, kann sie nach der Geburt innerhalb von zwei Wochen wieder neue Eisprünge haben und auch befruchtet werden, während bei Menschen das Stillen normalerweise weitere Eisprünge für mehrere Monate verhindert. Die Väter und auch die anderen Gruppenmitglieder beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht, sie tragen die Jungen herum und beschäftigen sich mit ihnen. Nach drei Monaten sind diese weitgehend entwöhnt, die Geschlechtsreife tritt im zweiten Lebensjahr ein.
Die Lebenserwartung der Weißbüschelaffen beträgt in freier Wildbahn rund 12 Jahre.
Weißbüschelaffen und Menschen:
Seit den 1960er-Jahren wurden Weißbüschelaffen gefangen und in Tierversuchen eingesetzt oder zu Heimtieren gemacht. Als Labortiere zählen sie bis heute zu den am häufigsten eingesetzten Primatenarten, werden allerdings dazu eigens gezüchtet und nicht mehr gefangen. Die Jagd auf Haustiere kommt aber immer noch vor. Eine weitere Bedrohung stellt die Zerstörung ihres Lebensraums dar, der die Tiere mancherorts ausgesetzt sind.
Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrer relativen Anspruchslosigkeit an den Lebensraum zählen die Weißbüschelaffen allerdings nicht zu den bedrohten Arten. Wie oben erwähnt, konnten sie sich auch in Regionen ausbreiten, die nicht Teil ihres ursprünglichen Lebensraums waren.
Biologen und Mediziner nutzen den Weißbüschelaffen zur Forschung mit Schwerpunkten in Verhalten, Reproduktion, Neurologie und Toxikologie.
Insbesondere in der Hirnforschung gelten Weißbüscheläffchen als Modell-Tiere zur Erforschung von Erkrankungen des Menschen, wie z.B. der Parkinson-Krankheit.
Stachelschwein
Systematik O: Rodentia (Nagetiere), F: Hystricidae (Stachelschweine), G: Euarchontoglires,
A: Hystricomorpha
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Genauer Herkunftsort unbekannt.
Verbreitung: Asien, Afrika, Europa
Körperbau,
Funktion Kurzen Beinen, kurzes in Stachelkleid verstecktes Schwanz, borstige Haare, meist Schwarz-Weisse Stacheln, grosse Nase, breites Kiefer.
Ernährung Pflanzenfresser: Gemüse, Obst
Tägliche Wassereinnahme: ? (abhängig von der körperlichen Betätigung)
Fortpflanzung Säugetier: Trächtigkeit dauert ca. 3 Monate, eine Paarung pro Jahr
Verhalten Die Tiere sind nachtaktiv und verbringen ihre Aktivitätsphase mit der Nahrungssuche und dem Fressen. Den Tag verbringen die Stachelschweine in den Bauen und Verstecken, in denen sie ein Nest aus Pflanzenmaterial anlegen.
Besonderheiten Die Stacheln bestehen aus Keratin (Haare)
Sie können ihre Stacheln nicht spicken
Zähne müssen abgenutzt werden durch Nagemöglichkeit
Stacheln besitzen wiederhaken damit sie im Feind stecken bleiben
Stacheln werden nach hinten immer dicker und kürzer
Sie können mit den Stacheln rasseln um zu drohen
Nutria (Myocastor Coypus)
Die Nutria, auch Biberratte genannt, ist eine aus
Südamerika stammende Nagetierart.
Die Nutria wird gelegentlich mit der, aus Nordamerika
stammenden Bisamratte verwechselt, die allerdings kleiner ist und einen seitlich abgeplatteten Schwanz hat.
Die Körperlänge von Nutrias beträgt bis zu 65 cm und
ihr runder, schuppenbedeckter, kaum behaarter Schwanz hat eine Länge von 30 bis 45 cm.
Die Tiere erreichen ein Gewicht zwischen 8 und 10 Kg.
An den Hinterfüssen haben Nutrias Schwimmhäute und auffällig ist bei Erwachsenen Tieren auch die orange Färbung der Nagezähne, die durch Eiseneinlagerung hervorgerufen wird.
Nutrias gibt es inzwischen in vielen verschiedenen Farben.
Nutrias sind sowohl tag-als auch nachtaktiv, insbesondere dämmerungsaktiv.
Als fast reine Vegetarier ernähren sie sich von Blättern Stängeln, Wurzeln, Früchte und Gemüse. Selten werden auch Würmer und Schnecken gefressen.
Die Tiere leben entweder Paarweise oder in Gruppen bis zu 15 Tieren bestehend aus den Eltern und eigene Nachkommen.
Sie leben monogam und können sich zu jeder Jahreszeit fortpflanzen.
Nach einer Tragezeit von 19 Wochen, kommen 6-8 Jungtiere als Nestflüchter zur Welt.
Mit 5 Monaten sind die Jungen dann selber geschlechtsreif.
Nutrias können über 10 Jahre alt werden und halten keinen Winterschlaf.
Dromedar
Systematik O: Artiodactyla (Paarhufer), F: Camelidae (Kamele),
G: Camelus, A: Camelus dromedarius (Dromedar)
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Arabien
Verbreitung: Afrika, Indien, Balkan, Australien
Körperbau,
Funktion Langer Hals, langgezogener Kopf, gespaltene Oberlippe, Schlitzförmigen Nasenlöcher (Verschliessbar), einzelner Höcker. Dromedare werden Hauptsächlich als Nutztiere verwendet.
Ernährung Pflanzenfresser: Heu
Tägliche Wassereinnahme: 60 bis 120L können im Höcker gespeichert werden (keine genaue tägliche Einnahme)
Fortpflanzung Säugetier: Trächtigkeit dauert ca. 440 Tage
Verhalten starker Herdeninstinkt, mürrisch, widerspenstig
Besonderheiten Verschliessbare Nasenlöcher wegen Sandstürmen
Wasser, Fett und Nahrung können im Höcker gelagert werden für harte Zeiten
Sie laufen im Passgang
Sie können die Augen tränen lassen um die Augen zu reinigen
Die Hufe gehen auf und zu damit die Dromedare nicht im Sand versinken
Körpertemperatur Regulierung
Dichte Wimpern gegen Sand im Auge
In 15min. 200 Liter Wasser trinken (Nach langer Trockenzeit)
Katta (Lemuren)
Systematik Klasse: Säugetiere
Lateinischer Name: Lemur Catta
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Madagaskar
Verbreitung: Madagaskar
Körperbau,
Funktion Grösse: bis zu 50cm
Gewicht: 3-4 kg
Alter: 15-20 Jahre alt
Ernährung Früchte, Blätter, Gemüse, Insekten
Fortpflanzung Geschlechtsreife: ca. ab dem vierten Lebensjahr
Paarungszeit: April - Mai
Tragzeit: ca. 120 - 130 Tage
Wurfgröße: 1 - 2 Jungtiere
Verhalten Rudeltiere
Tagaktiv (einziger tagaktive Lemur)
Morgendliches Sonnenanbeten
Besonderes Kurios ist die Namensherkunft der Äffchen: Das lateinische Wort aus der römischen Mythologie „Lemur“ kann mit „Geist der Verstorbenen“ übersetzt werden. Große, schwarz umrundete Augen, das markante Gesicht sowie die Tatsache, dass einige Lemuren nachtaktiv sind, haben zu dieser Namensgebung geführt.
Streifenhörnchen
Systematik Lateinischer Name: Tamlas
Klasse: Säugetiere
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Nordamerika
Verbreitung: Nordamerika, Europa, Asien
Körperbau,
Funktion Sie sind gute Kletterer und haben schnelle Stockartige Bewegungen.
In ihren Backen können sie Nahrung verstecken und diese in Ihr Lager bringen.
Ernährung Pflanzenfresser: Körner, Früchte, Gemüse
Tägliche Wassereinnahme: (abhängig von der körperlichen Betätigung)
Fortpflanzung Streifenhörnchen werden gegen Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Die Paarungszeit findet von Februar bis Mai statt. Nach 35-40 Tagen Tragzeit gebärt das Weibchen 5-10 Jungtiere.
Verhalten Die Streifenhörnchen sind tagaktiv. Sie sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung. Sie besitzen kein Geschlechtsdimorphismus, das bedeutet, dass man das Geschlecht nicht von blossem Auge unterscheiden kann.
Kultur,
Domestikation Der Kot wird in Blindgängen abgegeben, die auch als Müllkammern für Nahrungsreste dienen.
• Ihren Namen verdanken die Streifenhörnchen der charakteristischen Zeichnung am Rücken und im Gesicht. Zwischen den bis zu fünf auffällig dunkelbraunen Streifen verlaufen mehrere weiße und hellbraune Linien, die eine deutliche Kontrastzeichnung ergeben. Der Rest des Felles sowie der lange und dünne Schwanz erscheinen in unterschiedlichen Braun- und Grautönen.
• Je nach Art erreichen Streifenhörnchen eine Gesamtkörperlänge von bis zu 25 Zentimetern und ein Gewicht von maximal 130 Gramm.
• Auffallend sind die großen Backentaschen der Streifenhörnchen, die als Zwischenlager für Futtervorräte dienen und bei vollem Inhalt auf die Größe des gesamten Kopfes ausgedehnt werden können.
Zwergseidenäffchen
Systematik Klasse: Säugetiere
Lateinischer Name: Callithrix pygmaea
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Amazonas Gebiet
Verbreitung: Südamerika
Körperbau,
Funktion Sie gehören zu den Krallenaffen und haben eine graue bis bräundliche Färbung. Sie sind etwa 12-15cm. Lang und ca. 100g schwer.
Ernährung Ratten sind allesfresser
Fortpflanzung Die Tragzeit beträgt 134 Tage. Nur das dominante Weibchen bringt Jungen auf die Welt, die anderen helfen jedoch bei der Aufzucht der jungen Äffchen.
Verhalten Sie sind Tagaktiv. Ihre aktivste Zeit ist am Morgen und am frühen Mittag. Sie leben in Gruppen von 2-9 Tieren zusammen. Die Gruppen bewohnen sehr kleine Reviere.
Besonderes Ihre Art gilt als nicht bedroht, da Ihr Lebensraum sehr klein ist.
Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Baumsäften.
Die Lebenserwartung beträgt in Gefangenschaft rund 12 Jahre.
Kamerunschaf
Systematik O: Ruminantia (Wiederkäuer), F: Bovidae (Hornträger),
G: Ovis (Schafe), A: Ovis Aries (Kamerunschaf)
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Westafrika
Verbreitung: Afrika
Körperbau,
Funktion Kamerunschafe sind kleine, kurzschwänzige Hausschafe mit länglichem Kopf und kleinen Ohren. Das Haarkleid ist dicht und enganliegend. Es wird im Winter durch eine dichte Unterwolle ergänzt, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird. Böcke besitzen Sichelhörner sowie eine Mähne an Hals und Brust. Weibliche Tiere sind hornlos. Rassetypisch ist die braunmarkenfarbige Fellzeichnung mit mehr oder weniger kastanienfarbener Grundfärbung und schwarzer Zeichnung an Bauch, Kopf und Beinen.
Ernährung Pflanzenfresser: Heu
Tägliche Wassereinnahme: 1.5L bis 3L (abhängig von der körperlichen Betätigung)
Fortpflanzung Säugetier: Die Paarungszeit fällt meist in den Herbst, nach einer rund fünf- bis sechsmonatigen Tragzeit kommen im Frühling ein bis vier Jungtiere zur Welt. Nach mehreren Monaten werden die Jungtiere entwöhnt, nach einem bis sieben Jahren geschlechtsreif.
Verhalten Schafe sind vorwiegend tagaktiv, manchmal ruhen sie aber während der heißesten Tagesstunden und weiden auch nachts. Die Weibchen bilden gemeinsam mit den Jungtieren kleine Gruppen, die sich manchmal zu größeren Verbänden zusammenschließen. Die Männchen leben die meiste Zeit des Jahres von den Weibchen getrennt, entweder einzelgängerisch oder in Männchengruppen. Dabei bilden sie – häufig aufgrund der Horngröße oder durch Kämpfe ausgefochten – eine strenge Rangordnung. Sie sind Pflanzenfresser, die sich vorwiegend von Gräsern ernähren.
Kultur,
Domestikation Da ein Schafbock der männliche Vertreter der Gattung Ovis (Widder, Stähr), an einem Tag etwa fünfzig Begattungen vornehmen kann, galt er (wie auch der Ziegenbock) in vielen indogermanischen Kulturen als Sinnbild der Fruchtbarkeit und Verkörperung einer Fruchtbarkeitsgottheit. Diese Vorstellung lebt noch heute im skandinavischen Julbock weiter.
Zwergkaninchen
Systematik O: Lagomorpha (Hasenartige), F: Leporidae (Hasen),
G: Brachylagus, A: Euarchontoglires
Verbreitung,
Herkunft Ursprung: Amerika
Verbreitung: Zwergkaninchen leben im zentralen Westen der Vereinigten Staaten im Bereich des Großen Beckens und einiger angrenzender Regionen
Körperbau,
Funktion gedrungenen Körper, kurze gerade Ohren, seitlich stehenden Augen, kurze Beine, Lange Ohren.
Farbe: einfarbig braun, rot, weiß, schwarz oder gescheckt.
Ernährung Pflanzenfresser: Gemüse, Obst, Heu
Tägliche Wassereinnahme: 100 bis 400Ml (abhängig von der körperlichen Betätigung)
Fortpflanzung Säugetier: Trächtigkeit dauert ca. 4 Wochen, nach 5 bis 6 Wochen selbständig, 1-12 Jungtiere
Verhalten Als Lebensraum bevorzugen Zwergkaninchen dicht mit Wüsten-Beifuß bestandene Gebiete. Die Tiere können den ganzen Tag über aktiv sein, sind jedoch vorwiegend dämmerungs- (abends wie morgens) und nachtaktiv und verbringen den Tag ruhend in oder in der Nähe ihrer Baue.
Kultur,
Domestikation Das Hauskaninchen ist die domestizierte Form des Wildkaninchens. Beide Arten werden unter dem lateinischen Namen Oryctolagus cuniculus zusammengefasst. Das wilde Kaninchen war ursprünglich in Nordafrika und auf der Iberischen Halbinsel beheimatet. Es wurde schon im Mittelalter als Haustier und Fleischlieferant gehalten und verbreitete sich allmählich in ganz Europa sowie in Großbritannien. Durch die spanischen und portugiesischen Seefahrer gelangten die Kaninchen als mitgeführte Haustiere auch nach Südamerika, Australien und Neuseeland. Dort wurden viele Tiere ausgesetzt und etablierten sich schnell in freier Wildbahn.