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Mit 101 Jahren will sich Josefina Villaverde in die Politik stürzen: Die rüstige alte Dame tritt als Kandidatin für die regierende sozialistische Partei bei den Kommunalwahlen am 22. Mai in ihrem Heimatort Cuntis im Nordwesten Spaniens an.
Die am 19. November 1909 geborene Villaverde zögert nicht, gemeinsam mit ihren Mitbewerbern durch die Strassen ihres Dorfes zu laufen, um für ihre Sache einzutreten.
Von Geburt an sei sie durch und durch Sozialistin, sagte die dreifache Urgrossmutter und einfache Ururgrossmutter dem Blatt "El Mundo". "Man muss nicht für seine Freunde stimmen, sondern für seine Prinzipien", stellte die seit knapp 40 Jahren verwitwete Seniorin klar.
Ihren ersten Stimmzettel füllte Villaverde am 19. November 1933 an ihrem 24. Geburtstag aus - bei den ersten Wahlen in Spanien, an denen auch Frauen teilnehmen durften. Politisch schlägt ihr Herz für die junge Verteidigungsministerin Carme Chacón - weil sie eine Frau sei. Allerdings wolle sie auch nicht, dass Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero abtrete.