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Die Anfänge der Kirche liegen in der Gründungszeit der Gestelnburg im 12. Jahrhundert, was verschiedene Überreste wie Fundamente und eine zugeschüttete Krypta zeigen.
Die heutige Kirche hat ihren Ursprung im 16. Jahrhundert. Der markante Käsbissenturm, dem einzigen dieser Art im Wallis, wird ebenfalls dem bekannten Sakralbau-Architekten Ulrich Ruffiner zugeschrieben. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erstmals nennenswert umgebaut und bekam die heute sichtbare Gestalt.
Zur Standortwahl für die Kirche gibt es eine schöne Sage (Augustin Imboden): «Es hiess, man wollte die Kirche von Niedergesteln zuerst gemeinsam mit Eischoll jenseits des Rottens bauen. Da begann man auch mit den Fundamenten. Aber in der Nacht verschwanden dort immer die Instrumente, drei Mal hintereinander. Weil sie jeweils am Standort der heutigen Kirche wieder gefunden wurden, betrachtete man das als Vorboten Gottes, denn man hatte in der Nacht Wachen aufgestellt und nichts gesehen. So baute man die Kirche am heutigen Standort unter dem Burgfelsen.»