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Harnblasentumore
Harnblasentumore sind selten beim Pferd und kommen meistens bei >15 jährigen Pferden vor. Häufige Symptome sind Harnabsatzschwierigkeiten, Blutbeimengungen im Urin und Abmagerung. Die Diagnose erfolgt mittels endoskopischer Untersuchung der Blase und einer Gewebeprobeentnahme der veränderten Harnblasenschleimhaut. Diese wird von Spezialisten unter dem Mikroskop untersucht.
Wissenswertes zu Harnblasentumore
Wie entstehen Harnblasentumore
Harnblasentumore kommen sehr selten vor, sind aber leider sehr agressiv. Die Ursache von Harnblasentumoren ist unbekannt. Es sind meist >15 Jahre alte Pferde betroffen. Es gibt keine bekannte genetische Prädisposition. Stuten und Wallache sind ähnlich häufig betroffen. Risikofaktoren sind keine bekannt.
Pferde haben zwei Arten von Harnblasentumoren
Es kommen am häufigsten Plattenepithelkarzinome und Übergangsepithelkarzinome vor. Die Unterscheidung ist klinisch nicht möglich. Eine genaue Diagnose liefert erst die histologische Untersuchung einer Gewebeprobe. Für beide Typen von Harnblasentumore gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten und es ist ein ähnlicher Verlauf der Erkrankung zu erwarten.
Typische Symptome bei Harnblasentumoren
Es treten einerseits Symptome einer Erkrankung des Harnapparats und andererseits unspezifische systemische Symptome auf:
- Blut im Harn
- Harnabsatzschwierigkeiten
- Abmagerung
- Fressunlust
- Mattigkeit
Wie wird ein Harnblasentumor diagnostiziert?
Wenn Ihr Pferd blutigen Harn absetzt, häufig eine Harnabsatzstellung einnimmt aber keinen Urin absetzt oder Schmerzen beim Harnabsatz zeigt, empfehlen wir eine Untersuchung mittels Endoskopie der Blase (Zystoskopie). Eine Kamera wird unter Sedation in die Harnröhre bis zur Blase eingeführt um die Blase zu untersuchen.
Bei dieser Untersuchung können auch andere Erkrankungen der Harnwege, z.B. Blasenentzündung oder Harnsteine abgeklärt werden.
Zusätzliche Untersuchungen
Häufig wird eine Ultraschalluntersuchung der Blase durchgeführt um Veränderungen der Blasenwand darzustellen und die Grösse des Tumors abzuschätzen. Um die Nierenfunktion zu überprüfen wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Eine Röntgenuntersuchung der Lunge kann angezeigt sein, um nach Tumormetastasen zu suchen.
Wissenswertes zur Behandlung
Wer behandelt mein Pferd?
Ihr Pferd wird von einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit Spezialgebiet Pferdemedizin untersucht. Für spezielle Behandlungen werden weitere Spezialistinnen und Spezialisten anderer Fachgebiete beigezogen.
Bei uns stehen Spezialisten zur Verfügung, die mit Hilfe von modernsten Untersuchungsmethoden die Ursache der Symptome bei Ihrem Pferd diagnostizieren, den Schweregrad und die Prognose der Erkrankung beurteilen und Ihnen die Therapiemöglichkeiten aufzeigen, sollte Ihr Pferd an einem Harnblasentumor erkrankt sein.
Behandlung von Harnblasentumoren
Leider ist bis jetzt keine erfolgreiche Therapie bekannt. Je nach Stadium des Tumors kann eine lokale Therapie angewendet werden, um zu versuchen das Tumorwachstum zu hemmen. Allerdings gibt es dazu wenig Erfahrungswerte. Die Chemotherapie ist bei Pferden noch nicht gut erforscht. Eine Operation zur Entfernung des Tumors ist nicht möglich.
Die Prognose ist daher vorsichtig bis schlecht. Wenn betroffene Pferde ein schlechtes Allgemeinbefinden, Abmagern oder Fressunlust zeigen, sollte eine baldige Erlösung in Betracht gezogen werden.
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