Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03631.jsonl.gz/265

en
it
de
fr
Vorbemerkungen
Im Jahr 1968 ist unter dem Titel «Die Buchdruckausgabe 1882 im Ziffermuster» bei Zumstein & Cie. eine Schrift von M. Schio erschienen (und heute noch erhältlich), die fast alles Wesentliche zu dieser Ausgabe beinhaltet. Diese Schrift ist zum Verständnis der nun vorliegenden neuen Daten sowie zur weiteren Erforschung der Ziffermuster-Ausgaben für Philatelogen unentbehrlich. Wer sich vornehmlich mit 'Plattenfehlern' beschäftigt, kommt zudem nicht ohne die fundamentale Artikelserie von Raymond Roux in der SBZ 9/1985 bis 5/1988 aus. Was sich unterdessen geändert hat, ist hier ab Seite 59 mit direktem Bezug auf diese Publikationen dargelegt. Ebenso finden sich Korrekturen und Ergänzungen zum Zumstein Spezialkatalog 2000 auf einem Beiblatt.
Bis heute fehlt jedoch eine Arbeit über die kleinen Taxstufen der Postmarken 1881-1907 in dem Sinne, wie sie vor mehr als 75 Jahren H. Ritter über die Portomarken publiziert hat. Dass dieses Thema bisher kein Philateloge beim Ziffermuster in Angriff genommen hat, liegt wohl an folgenden Schwierigkeiten: Bei den Portomarken gibt es 1878-1910 insgesamt 35 Dessin-Auflagen (Rahmendrucke ohne Taxwert), beim Ziffermuster bringt es allein schon die 10Rp.-Taxe in 27 Jahren auf 61 Druckauflagen – davon sind 4 Auflagen Heftchenmarken. Bei den Portomarken liegen die jeweiligen Druckauflagen pro Taxe nur selten über 1 Mio. Stück und z. B. total bei 86 Mio. grünen Dessin-Drucken. Vom Ziffermuster erreicht allein die 5Rp. 1904 und 1905 je über 130 Mio. Stück oder die 10Rp. 1903 hat beispielsweise mit 84 Mio. fast die gleiche Auflage wie sämtliche grünen Portomarken in 28 Jahren. Hohe Auflagen haben produktionsbedingte Auswirkungen auf die Stabilität der Farbe. Es wird also nie möglich sein, wie bei den Portomarken jede einzelne Auflage anhand des Druckbildes und des Farbtons zu bestimmen. Bei den immensen Auflagen des Ziffermusters variiert die Farbe dermassen, dass man innerhalb der gleichen Druckauflage zwischen 'hell-matt' und 'dunkel-satt' alles finden kann. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es oft sogar schwierig ist – speziell bei Nr. 61A, innerhalb eines Verwendungsmonats unter 30 Stück zwei gleich getönte Marken zu finden. Dennoch wird es irgendwann gelingen über die bereits bekannten Produktionsschritte (Papierwechsel, Farbwechsel, herausragende seltene Farbtöne) hinaus, neue Merkpunkte zu setzen. Das wären zunächst die Daten der Absenkungen, der Druck mit den Neuen Clichés 1903/04 und der Druckerwechsel im Jahr 1907. Dazu vorab das Wichtigste: Die von der Eidg. Münzstätte (EM) gedruckten 10Rp. sind ZNr. 83d (781'750 Stück) und 83c (4'731'075) – 5Rp. Marken druckt die EM keine. ZNr. 85a ist ebenfalls ein Druck der EM und von der 3Rp. und 12Rp. gibt es gut erkennbare Kleinauflagen der EM. Ausserdem wartet noch eine seltene 2Rp. (Aufl. 660'000) auf ihre Erweckung, höchstwahrscheinlich ist es ZNr. 80c.