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Lütschental
Verteilt auf einer Länge von beinahe 2.5 km erstreckt sich das Gebiet der Gemischten Gemeinde Lütschental. Vom Kienbach im Westen bis zum Wartenberggraben im Osten auf einem engen Talboden entlang des Laufes der schwarzen Lütschine. Umgeben von der steilen Senggfluh und vom Männlichengrat liegt das Dorf Lütschental während rund vier Wintermonaten im Schatten dieser Berge. Rund 230 Personen bewohnen entlang der alten Strasse, auf der Schattseite und am Stalden die Wohnhäuser. Schon mancher Passant wird sich gefragt haben, wo diese Einwohner wohnen. Aus gutem Grund, denn die langgezogene Streusiedlung lässt die Einwohnerzahl nicht vermuten. Einzig im Bereich Stegmatte/Lehmatte in der Mitte des Gemeindegebietes ergibt sich eine Art Dorfzentrum.
Die Gemeindegrenze verläuft zu den Nachbargemeinden Grindelwald, Iseltwald, Gündlischwand und Lauterbrunnen.
Das im Jahre 1908 erbaute Kraftwerk der Jungfraubahnen bietet nebst einer Transportfirma, einem Garagenbetrieb und zwei Restaurants Arbeitsplätze an. Die Landwirtschaftliche Nutzfläche wird von 13 voll- bzw. nebenamtlich tätigen Landwirten bewirtschaftet. Mit dem Bau des Verwaltungs- und Postgebäudes im Jahre 1996 konnte leider der Fortbestand und die Erhaltung der Post nicht gesichert werden. Genau 150 Jahre nach der Einrichtung der ersten Postablagestelle in Lütschental am 1. Juli 1846, musste die Poststelle im 2001 geschlossen werden. Lütschental verfügt über keine eigene Kirche und gehört deshalb der Kirchgemeinde Gsteig/Interlaken an.
Heute besuchen die Sekundarschüler in Wilderswil die Schule. Mit der BOB-Bahnverbindung ist der Schulweg praktisch zu bewerkstelligen. Seit dem Schuljahr 2012/2013 haben sich die Schulen Gündlischwand und Lütschental zusammengeschlossen. Heute gehen die Schüler der Unterstufe in Lütschental zur Schule, die Basisstufenschüler sowie die Oberstufen-Schüler werden in Gündlischwand unterrichtet.