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Manuel de Falla (1876-1946)
Manuel de Falla wurde 1876 im Andalusischen Càdiz geboren und wuchs in einem kulturell aufgeschlossenen Elternhaus auf, wo Literaten, Maler und Musiker verkehrten.
Entscheidende Impulse erhielt er in Paris bei Claude Debussy und Paul Dukas. Seine schwache Konstitution und sein Hang zum Melancholischen
zwangen ihn immer wieder zu Wohnortwechsel und rastlosem Leben. Sein relativ kleines Oeuvre erklärt sich auch unter diesen Umständen aber insbesondere durch seine kritische Haltung gegenüber
seinen Kompositionen, die er teilweise vernichtete oder unvollendet hinterliess.
Mit Werken wie „Nächte in Spanischen Gärten“ „La vida breve“ „Der Dreispitz“ oder dem 1914/15 entstandenen Ballet „El amor brujo“ stellte er sich ebenbürtig in die Reihe seiner grossen Zeitgenossen Belà Bartòk, Leos Janàcek, Aram Chatschaturjan und Sergeij Prokeofjev.
In den ersten beiden Jahrzehnten des Jahrhunderts hatte er versucht, eine spanische „Nationalmusik“ aus dem Geist, nicht dem Buchstaben der spanischen Folklore zu entwickeln. Während seines achtjährigen Aufenthalts in Paris 1907-1915 erweiterte er diesen Stil unter dem Einfluss der französischen Impressionisten zu einem „universellen Nationalismus“ (Enrique Franco), den er nach der Rückkehr in die Heimat in den erwähnten grossen Werken auf eindrucksvolle Weise in die Tat umsetzte. Das Concerto für Cembalo und fünf Instrumente schrieb Manuel de Falla zwischen 1923 und 1926 als Beitrag zum gesamteuropäischen Neoklassizismus der 20er Jahre. Es ist der berühmten Cembalistin Wanda Landowska gewidmet, die sich als eine der ersten Musikerinnen dem vergessenen Instrument widmete und den Weg bereitete für die Renaissance der Cembalomusik in den 60er Jahren. Zu einer Aufführung mit Landowska kam es jedoch nicht, da ihr die Komposition zu modern war. So spielte der Komponist selbst die Uraufführung, und zwar zuerst auf dem Cembalo, dann gleich noch einmal in der Fassung für Klavier. Manuele de Falla verlangt in seinen Partiturangaben: „Le clavecin doit être aussi sonore que possible“. Er lässt auch zu, dass ein Klavier den Part des Cembalos übernehmen kann. Sein Klangideal orientiert sich an den monströsen zweimanualigen Neupert-Cembali der 20er Jahre, die klanglich spröde und eher in Richtung eines Pianoforte tendieren.