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Zurückzuführen lassen sich die Ursprünge der professionellen Zahnmedizin in der Schweiz auf einen einfachen Auslöser, der auch heute noch in aller Munde ist:
Zucker. Während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert importierte Europa Unmengen dieses Süsstoffes aus ihren damaligen Kolonien. Insbesondere im Adel
und dem gut situierten Bürgertum fand der Zucker schnell Verbreitung. Der erhöhte Konsum hatte freilich einen bitteren Beigeschmack, denn Zahnschmerzen und
Karies griffen rasch um sich.
In der Folge entstanden erste strukturelle Modelle zur Behandlung von Zahnleiden. Im Jahr 1886 wurde in der Schweiz etwa der Verein Schweizer Zahnärzte
gegründet. Bereits 1887 trat neu das Bundesgesetz betreffend die Freizügigkeit des Medizinpersonals in der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Kraft, welches
Zahnärzte anderen wissenschaftlichen medizinalen Berufen gleichstellte. Ab diesem Zeitpunkt verbesserte sich in der Schweiz die Zahnmedizin und die
mundpflegerische Versorgung stetig. Mit der deutlichen Zunahme der Lebenserwartung und dem Erhalt von eigenen Zähnen auch bis ins hohe Alter
stellen sich seit der Jahrtausendwende jedoch neue Probleme und die Alterszahnmedizin tritt auf den Plan.
Die Geschichte der Alterszahnmedizin ist in der Schweiz noch nicht geschrieben.