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Beim Versuch handelt es sich um eine Fortsetzung von Freisetzungsversuchen, die bereits seit 2008 durchgeführt werden, wie das BAFU am Donnerstag mitteilte.
Das Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie der Universität Zürich hatte das Gesuch am 23. Oktober 2018 beim BAFU eingereicht. Ziel des Freisetzungsversuchs ist, Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich so genannte transgene Weizenlinien, deren Resistenz gegen Mehltau (eine Pilzkrankheit) durch gentechnische Veränderungen erhöht wurde, auf freiem Feld verhalten und wie sich unterschiedliche Genkombinationen auf diese Resistenz auswirken. Es handelt sich um eine Fortsetzung der bewilligten Versuche, die zwischen 2008 und 2010 (Nationales Forschungsprogramm NFP 59) sowie zwischen 2014 und 2018 durchgeführt wurden, heisst es in der Mitteilung des BAFU weiter.
Maximale Laufzeit von fünf Jahren
Das BAFU hat am 14. März 2019 den Freisetzungsversuch bewilligt und gleichzeitig festgelegt, welche Massnahmen die Universität Zürich treffen muss, um zu verhindern, dass sich gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsgeländes verbreitet. Diese Auflagen sind mit denjenigen vergleichbar, die für bisherige Versuche mit gentechnisch verändertem Weizen in der Schweiz verfügt wurden. Die Universität Zürich muss dem BAFU im Lauf des maximal fünf Jahre dauernden Versuchs (Frühjahr 2019 – Herbst 2023) jedes Jahr vor der Aussaat die Grösse der Versuchsflächen sowie weitere Detailinformationen zur Prüfung einreichen.
Die Versuche werden auf der «Protected Site» am Standort Reckenholz (ZH) der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope durchgeführt.
Produktionsverbot bis 2021
In der Schweiz besteht für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu Forschungszwecken eine Bewilligungspflicht. Die landwirtschaftliche Produktion ist aufgrund des Moratoriums bis Ende 2021 verboten.