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- geboren 1961, von Rickenbach/TG
- lic. phil. I
- wohnhaft in Freiburg
- im Amt seit 2016
- Sozialdemokratische Partei
- in Partnerschaft mit Manon Delisle, 2 Kinder
- frühere Tätigkeit: Nationalrat, Delegierter für interkantonale Bildungsfragen
Zuständig für
Dienste der RUBD
- Amt für Umwelt
- Bau- und Raumplanungsamt
- Hochbauamt
- Mobilität
- Nachhaltige Entwicklung
- Natur- und Landschaftsschutz
- Tiefbauamt
Vertreter: Maurice Ropraz
Jean-François Steiert ist der Präsident der Delegation für öffentliche Bauten und Umweltschutz
Bibliografische Angaben
Geboren am 7. Februar 1961 in Bern, von Rickenbach (TG). Katholisch. Sohn des Wolfgang, Arzt, und der Sébastienne, geborene Binz, Dozentin für Klavier. Er lebt mit seiner Partnerin Manon Delisle, Tochter des Jean-Pierre, Professor an der EPFL, und zwei Töchtern in Freiburg. Er ist der Älteste von drei Brüdern, von denen der zweite, Thierry Steiert, seit 2016 Stadtpräsident (2016) der Stadt Freiburg ist. Sein Grossvater mütterlicherseits ist René Binz, christlich-sozial konservativ, er war Vizekanzler (1924-1933) und dann Staatskanzler des Staates Freiburg (1933-1969).
Jean-François Steiert wächst in einem zweisprachigen Umfeld auf, spricht zuhause Französisch, besucht aber deutschsprachige Schulen und später das französischsprachige Kollegium St. Michael, wo er 1987 eine Maturität des Typs C erwirbt. Er schliesst die Ausbildung zum Historiker 1989 mit einem lic. phil. I an der Universität Freiburg ab.
In seiner Freizeit liebt er es genauso, Klavier, Klarinette oder Flöte zu spielen, wie er dem Fahrradsport frönt, wandert, Ski fährt oder Skitouren macht. Er spielt auch Schach, ist Mitglied des Schachclubs Düdingen.
Von 1983-1991 war er an mehreren genossenschaftlichen Projekten beteiligt (Wohnbau, Energie, Mobilität, Spiele usw.), arbeitete zudem sowohl auf Französisch wie auch auf Deutsch bei verschiedenen Tageszeitungen und anderen Publikationen mit. Ab 1992 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftlichen Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit in Bern. Er wird nacheinander Zentralsekretär und Pressesprecher der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (1993) und, fünf Jahre später, Generalsekretär dieser Partei und deren Fraktion in der Vereinigten Bundesversammlung (1998). Im Jahr 2000 wird er persönlicher Mitarbeiter der Chefin des Departements für Bildung und Jugend des Kantons Waadt, bevor er am 1. August 2002 zum Delegierten für interkantonale Fragen desselben Departements ernannt wird.
Von 1991 bis 2001 Mitglied des Generalrats der Stadt Freiburg und von 2002 bis 2007 Mitglied des freiburgischen Grossen Rates, wo er namentlich die Funktion des Vizepräsidenten der Fusionskommission innehat.
Am 1. September 2007 tritt er als Nachfolger der verstorbenen Liliane Chappuis in den Nationalrat ein. Er engagiert sich im Speziellen für Dossiers mit Bezügen zur Bildung, zur Gesundheit, zum Sozialen oder zur Umwelt. Und er bringt sich in zahlreichen Vereinen und Stiftungen ein, etwa bei Pro Velo Schweiz, beim Zentrum für Weiterbildung für behinderte Erwachsene, bei der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspolitik (Präsidium), beim Dachverband der Schweizerischen Patientenstellen (Vizepräsident).
Nach seiner Wahl in den Staatsrat am 27. November 2016 scheidet er aus dem Nationalrat aus und tritt an die Spitze der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD). Er stellt in dieser Funktion unter anderem den kantonalen Richtplan und das Konzept zur Verbesserung der Bahnsituation fertig.
Daneben treibt er verschiedene Vorhaben voran: Das Projekt für ein neues städtisches Zentrum am Standort Bertigny-Chamblioux im Zentrum von Grossfreiburg mit der Überdeckung der Autobahn, die heute das Kantonszentrum durchschneidet, die Verbindung Marly-Matran mit einer Brücke, deren Länge mit der Poya-Brücke vergleichbar ist, oder den Sachplan Velo für die Realisierung von Veloinfrastrukturen im gesamten Kanton.
Die RUBD von Jean-François Steiert hat gemäss Regierungsprogramm 2017-2022 vier spezifische Ziele. Das erste Ziel ist es, eine effektive Raumplanung zu betreiben. Das zweite besteht darin, die Infrastrukturen an die wachsenden Bedürfnisse anzupassen. Das dritte ist es, auf nachhaltige Mobilität zu setzen. Das vierte besteht darin, die natürlichen Ressourcen zu schonen.
Die grösste Herausforderung besteht darin, die Verdichtung von Wohnraum und Aktivitäten mit einer Verbesserung der Lebensqualität in Einklang zu bringen, was auch die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und der sanften Mobilität nötig macht. Ein neues Mobilitätsgesetz soll eine zeitgemässe und zukunftsfähige Basis für Entwicklungen in diesem Bereich bieten.
2021 präsidiert Jean-François Steiert den Staatsrat. Auf seine Anregung hin hat der Staatsrat das Jahr in das Zeichen einer nachhaltigen Entwicklung gestellt, die unsere wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Erwartungen miteinander in Einklang bringt, statt sie als unvereinbare Gegensätze zu verstehen. Diese Ausgewogenheit soll auch den Blick auf die Gesundheit prägen, die weiterhin im Zentrum der Bestrebungen stehen wird. Dazu gehört der Kampf gegen die Pandemie. Dazu gehören aber auch der Erhalt und die Entwicklung von Arbeitsplätzen, der Einsatz gegen Armut, die Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte sowie der Schutz unserer Umwelt, damit auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse decken können.