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Beim sonst schon umstrittenen Parallel-Riesenslalom werden nun neu die Torabstände minimiert. Justin Murisier kritisiert die FIS für dieses Vorgehen.
Der Parallel-Riesenslalom gilt als äusserst problematische Disziplin im Ski-Weltcup. Mehrere Fahrer haben sich über das Format bereits öffentlich beschwert. Alexis Pinturault stören die unfairen und gefährlichen Bedingungen des Wettbewerbs. Und Loïc Meillard, der in der letzten Saison die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin gewonnen hat, kritisiert die wenigen Rennen. «Dieses Parallel-Format ist zu wenig gut durchdacht», so Meillards Fazit im letzten Winter.
In diesem Winter ist erneut nur ein Rennen im Parallel-Riesen in Lech (Österreich) Ende November geplant. Dabei soll eine neue Regel in Kraft gesetzt werden, die die Gemüter der Fahrer bereits wieder strapaziert. Die FIS hat die Torabstände im Parallel-Riesen reduziert. Bisher waren die Tore rund 26 Meter voneinander entfernt, in Zukunft darf der Zwischenraum höchstens 20 Meter betragen.
«Die neue Regel ist ein schlechter Witz», sagt Justin Murisier gegenüber «Blick» und erklärt das Problem wie folgt: «Ich habe mich im Parallel-Training ungefähr wie ein Autorennfahrer gefühlt, der mit einem vier Meter breiten Gefährt über eine zwei Meter breite Piste fahren muss. Die neuen Torabstände sind für unsere Riesenslalom-Ski, die einen Radius von 30 Metern aufweisen, viel zu kurz.»
Justin Murisier hätte gerne an seine bisherige Leistung in Sölden anknüpfen wollen. Das könnte mit den neuen Regeln ein Ding der Unmöglichkeit werden. Mit dem 11. Rang erzielte er sein bestes Weltcup-Ergebnis im Riesenslalom seit seinem dritten Kreuzbandriss im Sommer 2018.