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Ausgangslage
1995 nahm der Bundesrat die Umfahrung Klosters in das Hauptstrassen-Finanzierungsprogramm des Bundes für die Jahre 1996-1999 auf. Kernstück der Umfahrung Klosters ist der ca. 4200 m lange Gotschnatunnel.
Auftrag
Für die Ausarbeitung des Bau- und Ausführungsprojektes sowie für die Durchführung der Submission wurde die Ingenieurgemeinschaft GAESTRA, unter Federführung von Gähler Partner durch das Tiefbauamt Graubünden beauftragt. Das Mandat umfasst den Gotschnatunnel mit den Tagbautunneln und den Lüftungszentralen Drostobel und Selfranga sowie den parallelen Sicherheitsstollen mit 14 Querverbindungen.
Projekt
Der Gotschnatunnel durchfährt verschiedene Einheiten des penninischen Bündnerschiefers. Im östlichen Abschnitt (Selfranga) treten Kakirite auf. Die maximale Überdeckung zwischen Strassentunnel und Gelände beträgt ca. 400 m.
Infolge der schwierigen geologischen Verhältnisse und den vorgegebenen Endterminen wurde der Gotschnatunnel sowohl steigend als auch fallend vorgetrieben. Der steigende Vortrieb ab Drostobel (L = 3'370 m) wurde im Sprengverfahren als Kalottenausbruch mit nachfolgendem Strossenabbau ausgeführt. Der fallende Vortrieb ab Selfranga erfolgte auf den ersten 150 m, infolge schwieriger geologischer Verhältnisse, nach der Deutschen Kernbauweise. Auf den nachfolgenden 450 m wurde analog dem steigenden Vortrieb mit Kalottenausbruch und nachfolgendem Strossenabbau vorgetrieben.
Die maximale Längsneigung des Gotschnatunnels beträgt rund 4.8%. Auf der ganzen Tunnellänge wird ein einheitliches Quergefälle von 7 % in den Kurven und 2.5 % in der Gerade erstellt.
Parallel zum Tunnel wird bergseitig ein Sicherheitsstollen mit einem Axabstand von 30 m erstellt. Dieser wird ca. alle 300 m mit dem Tunnel verbunden.
Der Vortrieb des Sicherheitsstollens erfolgt von Drostobel her mit einer TBM (Ø = 4.5 m). Beim Portal Selfranga werden aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse die ersten 30 m konventionell im Schutze eines Rohrschirmes ausgebrochen.
Als Lüftungssystem ist eine Halbquerlüftung mit je einer Zentrale in Drostobel und Selfranga vorgesehen. Im Brandfall wird die Zufuhr der Frischluft eingestellt und die Abluft abgesaugt.
Die Entwässerung findet im Trennsystem statt.
Der Gotschnatunnel enthält 6 Ausstellbuchten mit Elektro-Nischen und 3 Trafostationen.
Bauherrschaft
Tiefbauamt Graubünden
Unsere Leistungen
Bauprojekt, Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Inbetriebnahme
Status
Abgeschlossen
Ort
Klosters