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Im Gegensatz zur Totalsimulation war in diesem Fall der Wille zur Ehe vorhanden. Es wurde aber eine wesentliche Eigenschaft der Ehe ausgeschlossen: ihre Einheit, bzw. die Treue. Man nennt einen solchen Ausschluss ‚Partialsimulation‘.
Eine solche Partialsimualtion liegt vor, wenn ein Partner bei der Eheschliessung die Ehe grundsätzlich nicht für eine exklusive Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau hält oder nicht gewillt ist, in seiner eigenen Ehe treu zu sein. Es ist zu beachten, dass ein solcher Vorbehalt im Ehenichtigkeitsverfahren nicht nur behauptet werden kann, sondern bewiesen werden muss.
Falls es im Verlauf einer Ehe zu Untreue kam, ist das für sich genommen noch kein Nichtigkeitsgrund, kann aber ein Hinweis darauf sein. Die eigentliche Frage ist, ob man von Anfang an dem Ehepartner nicht treu sein wollte. Dies kann der Fall sein, wenn bereits vor der Eheschliessung eine neue Beziehung mit einer dritten Person eingegangen wurde, die bevorstehende Eheschliessung jedoch nicht mehr gestoppt werden konnte.
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