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Die SCRJ Lakers dominierten den Cup-Viertelfinal gegen den Lausanne HC weitgehend. Nach einem frühen 0:2-Rückstand konnte die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson dank einer ausgezeichneten Mannschaftsleistung und viel Wille kurz vor Spielhälfte ausgleichen. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschiessen, wo die Waadtländer ihre Effizienz einmal mehr unter Beweis stellten und den Cup-Traum der SCRJ Lakers beendeten.
Spielerisch gesehen erwischten die SCRJ Lakers den besseren Start in die Partie. Sie gewannen das erste Bully und konnten sogleich offensiv agieren. Doch bereits in der 2. Spielminute wurde Melvin Nyffeler kalt erwischt. Mit einem Konterangriff brachte Pesonen die Waadtländer in Führung. Es kam sogar noch dicker für die SCRJ Lakers, denn der 8. Spielminute erzielte Miéville das 0:2 für den NLA-Vertreter aus Lausanne. Daraufhin wurde Nyffeler ausgewechselt und machte Platz für Tobler, der seit mehreren Spielen nicht mehr eingesetzt worden war. "Wir haben vereinbart, dass ich wieder spielen kann, sobald wir verlieren. Für einen Einsatz während des Spiels muss der Ersatztorhüter aber immer bereit sein, das wird von uns erwartet", meinte Tobler zu seiner Einwechslung direkt nach dem 0:2. Von diesem Resultat liessen sich die SCRJ Lakers jedoch nicht beirren und spielten weiterhin ein offensives Eishockey. In der 16. Minute gelang dann Ryan McGregor endlich der 1:2-Anschlusstreffer.
Im zweiten Spielabschnitt knüpften die SCRJ Lakers da an, wo sie im ersten aufgehört hatten. Sie erkämpften sich Chance um Chance, aber Caminada im Tor von Lausanne wehrte allesamt ab. Geyer mit einem Schuss von der blauen Linie, McGregor mit einem Dribbling und Frei mit einem Handgelenkschuss aufs Tor, alle scheiterten sie am Lausanner Keeper. Bis zur 27. Spielminute, als Raphael Kuonen den hoch verdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte. Sehr zur Freude der grossartigen Fans, welches die Heimmannschaft immer wieder euphorisch anfeuerten. "Wir kamen zwar unglücklich in Rückstand, konnten uns aber mit einer starken Mannschaftsleistung wieder ins Spiel zurückkämpfen. Jeder ist für jeden gelaufen. Wir wollten unbedingt gewinnen und mit dieser Einstellung sind wir auch angetreten", fasste Tobler dieses Spiel zusammen.
Im dritten Abschnitt kam Lausanne etwas besser in Fahrt. Die Partie wurde ausgeglichener mit Chancen auf beiden Seiten. Die Torhüter zeigten eine souveräne Leistung und verhinderten in der regulären Spielzeit weitere Treffer. Hügli hatte nur wenige Sekunden vor Schluss noch die grosse Möglichkeit gehabt, das Siegestor für die Lakers zu erzielen, scheiterte aber nur um wenige Zentimeter. Auch die Verlängerung brachte keinen Gewinner, das Penaltyschiessen musste entscheiden. Jan Vogel und Cyrill Geyer trafen nicht, Lausanne hingegen verwertete alle vier Penalties. Dieses Resultat wiederspiegelt den gesamten Spielverlauf: Die SCRJ Lakers hatten viel mehr Möglichkeiten, aber Lausanne war effizienter und entschied somit den Cup-Viertelfinal für sich. Michael Tobler zu seiner Leistung im Penaltyschiessen: "Dass ich gleich gar keinen Penalty halten konnte, ist mir glaub’ noch nie passiert. Das macht mich sicher nicht glücklich." Letztendlich gilt es nun aber, das Positive aus diesem Spiel mit in die Meisterschaft zu nehmen und dort weiter Gas zu geben. Die nächste Chance bietet sich bereits nächsten Samstag beim Auswärtsspiel in Küsnacht gegen die GCK Lions.
SC Rapperswil-Jona Lakers vs Lausanne HC 2:3 n.P. (1:2, 1:0, 0:0, 0:0)
Ort: Diners Club Arena
Zuschauer: 3518
Schiedsrichter: Marc Wiegand, Tobias Wehrli; Roger Bürgi, Simon Wüst
Tore:
01:42 Pesonen (Lardi) 0:1
07:42 Miéville (Pesonen) 0:2
15:11 McGregor (Rizzello, Profico / Ausschluss Miéville) 1:2
26.03 Kuonen (Frei) 2:2
Penaltyschiessen: Louhivaara 0:1, Profico 1:1, Miéville 1:2, Herren 1:3, Rizzello 2:3, Pesonen 2:4
Strafen:
3x2 Minuten gegen die SCRJ Lakers;
5x2 Minuten gegen Lausanne
Foto: Thomas Oswald - hockeypics.ch