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Wenn Erzählungen solange Bestand haben können wie es Literatur gibt, dann wird Die Toten dazugehören, ein Wunder und wundervoll ist sie, eine Menschengeschichte, die in das Herz sieht und das Herz öffnet. James Joyce hat sie an das Ende seines Buches Die Dubliner gestellt, eine Kosmogenese in der Nussschale. Ein Stück Trauer und ein Stück Glück über die Nähe des Todes zum Leben.
Portrait
Christian Gesprochen u. a. v. Brückner:
Christian Brückner, geboren 1943, studierte Theaterwissenschaft, Soziologie und Germanistik. Er spielte in diversen Theaterstücken, Fernsehserien und Kinofilmen mit. Seine Stimme ist besonders durch die Synchronisation von von Robert De Niro, Harvey Keitel und Robert Redford bekannt geworden. Daneben hat Brückner in über 25 Jahre lang als Sprecher und Literaturinterpret für fast alle Rundfunkanstalten gearbeitet. Außerdem spricht er Reportagen, Dokumentationen, gibt Literaturlesungen, in denen er unter anderem Gedichte Hölderlins, Celan und Novalis vor Publikum liest. Er hat in zahlreichen Hörspielen und Hörbüchern mitgewirkt und 2000 für Aufmerksamkeit gesorgt, als er gemeinsam mit seiner Frau Waltraut Brückner den Hörbuch-Verlag „parlando. Edition Christian Brückner“ gründete. Bis dahin hatte er über 25 Jahre lang Texte und Hörspiele gelesen und fast allen Rundfunkanstalten als Sprecher und Literaturinterpret zur Verfügung gestanden; Brückner war der erste Sprecher, der sich auf diese Weise „emanzipierte“ (Der Tagesspiegel).
James Joyce:
James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuß fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.
Sie wollten immer schon mal an einem Neujahrsempfang von zwei älteren Damen (Schwestern) und ihrer jüngeren Nichte in Dublin teilnehmen? Hier können Sie mit dabei sein! Den Gesprächen am 6.Januar 1904 lauschen, der Musik zuhören, mittanzen und später bei den Plaudereien an der Tafel und bei den unterschiedlichen Gängen dabei sein! Und ganz zum Schluß werden Sie begreifen, was es mit dem Titel dieser Erzählung "Die Toten" auf sich hat. Fast immer höre ich den Sprecher Christian Brückner sehr gerne. Und diese zwei CDs sind wieder so von ihm vorgelesen, daß ich zu gerne bei diesem Fest und den anschließenden Nachtstunden dabei gewesen wäre!
Da habe ich den Text gelesen und vor langer Zeit auch die Verfilmung von John Huston gesehen und trotzdem wurde ich mit diesem Text nie ganz vertraut. Nun, durch Herrn Brückners wunderbaren Vortrag, glaube ich die Tiefe, die Dimension und natürlich die Schönheit von "Die Toten" erfasst zu haben. Ein tolles Erlebnis! Möge es Ihnen auch so gehen...