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DPP-4-Hemmer erhöhen ebenfalls das Risiko von Gallenerkrankungen
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 18. Oktober 2022
Vor einigen Monaten haben wir darüber berichtet, dass GLP-1-Agonisten («Glutide») das Risiko von Gallenerkrankungen erhöhen (GLP-1-Agonisten: Erhöhtes Risiko von Gallenerkrankungen bestätigt). Wie einer kürzlich veröffentlichten Metaanalyse zu entnehmen ist, trifft dies auch auf DPP-4-Hemmer («Gliptine») zu: Unter einer Behandlung mit DPP-4-Hemmern, vor allem wenn sie länger als ein halbes Jahr dauert, treten signifikant häufiger Gallenerkrankungen wie eine Cholezystitis oder Cholelithiasis auf; die «Odds Ratio» im Vergleich zu den mit Placebo oder anderen Antidiabetika behandelten Kontrollgruppen beträgt 1,22 (1,04–1,43), wobei das absolute Risiko mit 15 zusätzlichen Fällen pro 10'000 Personenjahre relativ gering ist.
DDP-4-Hemmer scheinen auch mit Cholangiokarzinomen assoziiert zu sein, worauf wir vor einiger Zeit hingewiesen haben (Häufiger Cholangiokarzinome unter Inkretinmimetika).
Volltext der Metaanalyse zu den DPP-4-Hemmern aus dem BMJ: Dipeptidyl peptidase-4 inhibitors and gallbladder or biliary disease in type 2 diabetes: systematic review and pairwise and network meta-analysis of randomised controlled trials
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