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Jill Robinson
Die Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich verleiht die Würde einer Doktorin ehrenhalber an Frau Jill Robinson in Anerkennung ihrer grossen Verdienste um den Tierschutz. Durch öffentliche Kam- pagnen, direkte Verhandlungen mit Behörden und ihr unerschrockenes Auftreten vor Ort hat sie in Asien einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Tieren geleistet.
Jill Robinson ist in England geboren und engagierte sich bereits in ihrer Jugend für Tiere. Sie sammelte Spenden für Tierschutzorganisationen und arbeitete teilzeitlich als Tierarzthelferin in einer lokalen Tierklinik. Ihre Karriere bei Thames Television wurde 1985 unterbrochen, als sie – inzwischen verheiratet – nach Hongkong zog. Als sie sah, wie viele Tiere in Asien zu leiden hatten, engagierte sie sich beim International Fund for Animal Welfare (IFAW), dessen regionale Leitung sie später übernahm.
Ab 1991 startete sie die Kampagne «Dr. Hund», das erste Tiertherapieprogramm, zunächst in Hongkong und dann in ganz China, in Taiwan, den Philippinen, in Indien und in Japan. 1998 gründete Jill Robinson die Animals Asia Foundation, um gegen die grausame Praxis der Bärenfarmen anzukämpfen, Bärengalle für die traditionelle chinesische Medizin zu gewinnen. Im Jahre 2000 unterzeichnete sie im Namen der Animals Asia Foundation ein Abkommen mit den chinesischen Behörden über die Rettung von 500 Farmbären sowie die langfristige Schliessung aller Bärenfarmen.
Jill Robinson ist eine Frau, die ihr Leben kompromisslos für die Rechte der Tiere einsetzt. Mit Unerschrockenheit, Überzeugungskraft und Verhandlungsgeschick erwirkt sie auch unter schwierigsten Bedingungen pragmatische Lösungen zur Verbesserung des Schicksals von misshandelten Tieren. Sie hat hunderte von Vorträgen auf der ganzen Welt gehalten und mit ihrer Arbeit die Aufmerksamkeit der international tätigen Medien (CNN, BBC, Voice of America, etc.) geweckt. Jill Robinson erhielt zahlreiche Auszeichnungen, aber noch nie zuvor von einer akademischen Institution. Von der britischen Königin Elisabeth II. wurde sie zum Member of the Order of the British Empire (MBE) ernannt. Zahlreiche weitere Auszeichnungen erhielt sie in den USA, in Europa und in Asien.