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Erstmals wird 1275 eine Kirche in Ramsen erwähnt. Damals dürfte sie aber bereits seit längerem bestanden haben. 1489 rekonsekrierte Weihbischof Daniel Zehender von Konstanz die St Nikolauskirche samt dem Friedhof. Demzufolge muss damals ein Um- oder Neubau stattgefunden haben. Ende des 18. Jahrhunderts wird der Bauzustand des Schiffes als elend bezeichnet. 1795/96 erfolgte der Abbruch der Kirche und der Beginn des Wiederaufbaus, der sich infolge der Kriegswirren verzögerte. Erst 1804 konnte die Kirche durch den Konstanzer Weihbischof Graf von Bissingen-Nippenburg konsekriert werden. Anlässlich der Renovation 1878 schmückte der Kunstmaler Xaver Meier von Aesch, Baselland, das Innere der Kirche und malte an die Decke des Kirchenschiffs ein Bild der heiligen Dreifaltigkeit nebst einer Ansicht des Dorfes Ramsen. 1894 setzte man vier von Glasmaler Adolf Kreuzer, Zürich, verfertigte Chorscheiben mit Szenen aus dem Leben Jesu ein. Die grösste und einschneidendste Restauration erfolgte aber erst 1928/29 unter der Leitung des Ramser Architekten Otto Schweri. Die bestehende Flachdecke im Kirchenschiff wurde durch ein Tonnengewölbe in Korbbogenform ersetzt, während der Altarraum als Kontrast dazu eine Flachdecke besitzt. Am Erweiterungsbau wirkten die Brüder des Architekten, Ingenieur Traugott und der Kunstmaler und Glasmaler Albin Schweri mit. Letzterer schuf die beiden Deckengemälde Krönung Mariens durch die Heilige Dreifaltigkeit und das der heiligen Marguerite- Marie Alacoque erschienene Herz Jesu. Letzteres wurde Ende der Siebzigerjahre übermalt und das erstere durch einen Anstrich mit lasierender Kalkfarbe gedämpft. 1967/68 senkte man den Kirchenboden ab und errichtete eine neue Bestuhlung. Eine umfassende Renovation von Turm und Kirche nahm man 1984 vor und seit 2003 dürfen wir uns nach abgeschlossener Innenrenovation über den heutigen Zustand freuen.
Die heutige Orgel stammt von 1950 und wurde von der berühmten Genfer Orgelbaufirma Ziegler hergestellt. Sie wurde anlässlich der Innenrevision im Jahr 2003 überholt und dem Stand der Technik angepasst.
Eine Besonderheit: Der Orgelbauer Josef Neidhart, der Sohn einer Bauersfamilie aus Ramsen, arbeitete bei der Genfer Orgelbaufirma. Ihm ist es zu verdanken, dass die katholische Kirchgemeinde Ramsen eine so prächtige Orgel mit 2 Manualen und 26 klingenden Registern erhielt.
Die Schreinerarbeiten der Orgel wurden nach den Plänen der Firma Ziegler durch den Ramser Schreiner Richard Schmid ausgeführt.
Deckengemälde «Maria Krönung» des Ramser Malers Albin Schweri, das er im Jahr 1928 gemalt hatte.