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20.01.2010
Neuerscheinung:
Catalogue raisonné James Pradier (1790–1852)
Soeben ist der von Dr. Claude Lapaire verfasste Catalogue raisonné zum Schaffen von James Pradier (1790–1852) erschienen. Herausgegeben wird das neue Standardwerk zu einem der bedeutendsten Bildhauer der Schweiz vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Verlagshaus 5 Continents.
James (eigentlich Jean-Jacques) Pradier zählt zu den grössten Genfer Künstlern des 19. Jahrhunderts und zu den wichtigsten Vertretern der romantischen Skulptur in Europa. Pradier ging 1808 nach Paris, gewann 1813 den vielbegehrten Prix de Rome und erhielt dadurch die Möglichkeit, während fünf Jahren in der Ewigen Stadt als «pensionnaire» der Académie Française seine Kunst zu vervollkommnen. Nach seiner Rückkehr wurde er mit Aufträgen für verschiedene Prestigeprojekte der französischen Metropole regelrecht überhäuft. So arbeitete er an der Ausstattung für den Dôme des Invalides, für die Place de la Concorde, für den Arc de Triomphe, für den Palais du Luxembourg und für die Kammer der Abgeordneten. In seiner Geburtsstadt realisierte er verschiedene Büsten von Genfer Gelehrten und die berühmte Statue des Philosophen Jean-Jacques Rousseau.
Das Musée d’art et d’histoire von Genf besitzt eine grosse Sammlung von Pradiers Werken, die in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Weitere Arbeiten des Bildhauers befinden sich in den grossen Museen Europas, Russlands und Amerikas.
Claude Lapaire, Autor des neuen Standardwerks über Pradier und Ehrendirektor des Musée d’art et d’histoire von Genf, ist zugleich einer der besten Kenner der Bildhauerei in der Schweiz. Neben zahlreichen diesem Thema gewidmeten Aufsätzen verfasste er auch den 2001 ebenfalls von SIK-ISEA herausgegebenen Werkkatalog zum Schaffen von Auguste de Niederhäusern-Rodo (1863–1913).
Der Catalogue raisonné von James Pradier umfasst mehr als 500 Werke – wovon rund 100 bisher unpubliziert sind –, die in detaillierten Studien einzeln untersucht und beschrieben werden. Dargestellt werden auch zahlreiche Quellen, eigene, vorbereitende Skizzen, verschiedene Exemplare oder Varianten sowie die erst nach dem Tod des Künstlers nach seinen Entwürfen ausgeführten Arbeiten. Die minutiöse Rekonstruktion seines Werdegangs erlaubt es, die einzigartige Karriere Pradiers nachzuvollziehen, und vermittelt ein eindrückliches Bild seines Alltags, seiner Verbindungen zu anderen Künstlern seiner Zeit und zu seinen Auftraggebern. Die Abbildungen wurden im aufwendigen Duoton-Verfahren gedruckt.
Das Projekt unterstand seit 2004 der kundigen Leitung von Paul-André Jaccard, Leiter der Antenne romande von SIK-ISEA. Finanziell unterstützt wurde der Werkkatalog James Pradier von der Loterie romande, vom Kanton Genf, von der Stiftung Hans Wilsdorf, von der Stiftung Leenaards und zahlreichen weiteren Stiftungen und privaten Gönnern.
Publikation
Claude Lapaire, James Pradier (1790–1852) et la sculpture française de la génération romantique. Catalogue raisonné. Herausgegeben vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Lausanne, und dem Verlagshaus 5 Continents, Mailand, 2010. 23 x 29,5 cm, 512 Seiten, 578 Katalognummern, 800 Abbildungen in Duoton, französische Sprache, CHF 140.–, ISBN 978-88-7439-531-6
Die Publikation erscheint als Band 24 der Reihe «Œuvrekataloge Schweizer Künstler» und ist im Fachhandel erhältlich oder kann elektronisch via www.sik-isea.ch (Publikationen / Publikationsverzeichnis) bestellt werden.
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Kontakt für weitere Informationen
Paul-André Jaccard, Leiter Antenne romande, SIK-ISEA, UNIL-Dorigny, Anthropole,
CH–1015 Lausanne. T +41 21 692 30 96, <email-pii>
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Zuletzt aktualisiert am 27.04.2010