Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/0

Newcastle-Krankheit: Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung
Am 21. Januar 2022 wurde in einem Geflügelbetrieb im Zürcher Unterland die Newcastle-Krankheit festgestellt. Bei der Newcastle-Krankheit handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung vieler Vogelarten. Die wichtigsten Merkmale der Krankheit sind: Legeleistungsrückgang, dünnschalige Eier, Atemnot mit Schnabelatmung, geschwollene Augenlider, Blauverfärbung des Kammes, Durchfall, Fieber, Mattigkeit und Inappetenz. Ab der zweiten Krankheitswoche treten Symptome wie schlaffe Bein- oder Flügellähmungen und Halsverdrehungen auf.
In seltenen Fällen kann bei Menschen, die in engem Kontakt mit erkrankten Tieren stehen, eine Bindehautentzündung auftreten.
Der betroffene Bestand im Zürcher Unterland wurde unverzüglich gesperrt und die Massnahmen eingeleitet. Die Gemeinde Winkel befindet sich in der sogenannten Überwachungszone. Darin gelten folgende Massnahmen:
- Jede Person, die den Ausbruch einer Seuche feststellt oder einen Verdacht hat, muss dies unverzüglich einem/einer Tierarzt/Tierärztin melden.
- Der/die Tierhalter/Tierhalterin hat eine Tierbestandeskontrolle über alles Hausgeflügel und alle anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögel des Bestandes zu erstellen. Diese enthält eine Liste mit dem aktuellen Tierbestand sowie allen Zu- und Abgängen in den letzten drei Wochen vor dem Zeitpunkt der Seuchenfeststellung (22. Januar 2022).
- Alles Hausgeflügel und alle anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögel sowie deren Bruteier und Eintagsküken durch nicht aus der Zone verbracht werden. Ausgenommen sind das Verbringen in Schlachtanlagen der Schutzzone zur sofortigen Schlachtung sowie die Durchfahrt auf Hauptstrassen und im Eisenbahnverkehr.
- Das Verbringen von Hausgeflügel und andere in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln sowie deren Bruteier und Eintagsküken in die Schutzzone und während der ersten 7 Tage nach dieser Anordnung in die Überwachungszone ist verboten. Ausgenommen sind das Verbringen in Schlachtanlagen der Schutzzone zur sofortigen Schlachtung sowie die Durchfahrt auf Hauptstrassen und im Eisenbahnverkehr.
- Die Durchführung von Geflügel- und Vogelausstellungen oder ähnlichen Veranstaltungen ist verboten.
- Mist darf nicht aus der jeweiligen Zone hinausgebracht werden.
- Tierkörper und andere Gewebe von Vögeln müssen unter Aufsicht des/der amtlichen Tierarzt/Tierärztin und nach dessen/deren Anweisungen entsorgt werden.
Noch nicht beim VETA angemeldete Geflügelhaltungen (auch Kleinst- oder Hobbyhaltungen) sollen sich beim kantonalen Veterinäramt registrieren. Das geht ganz einfach online: Über zh.ch/tierregister gelangt man auf die allgemeine Tier-Registrierungs-Site.
Bei Fragen im Zusammenhang mit diesen Massnahmen wenden Sie sich bitte an das kantonale Veterinäramt unter der Rufnummer 043 259 41 41.