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In Deutschland ärgert man sich
nicht mehr richtig glücklich geworden und musste Quartal für Quartal mehr oder weniger grosse Verluste melden. Auch im ersten Quartal dieses Jahres musste BenQ wieder 1,76 Milliarden Taiwanische Dollar (etwa 63 Millionen Franken) Verlust verbuchen. Der Umsatz sank, unter anderem wegen den wegfallenden Umsätzen von BenQ mobile, um rund die Hälfte von 58 auf 29 Milliarden Taiwandollar.
In den letzten Jahren versuchte BenQ, früher wie viele taiwanische Elektronikfirmen vor allem ein Auftragsfertiger, dessen Produkte dann von anderen Herstellern verkauft wurden, den eigenen Brand aufzubauen und damit zu reüssieren. Dadurch sollte die eigene Marge erhöht werden. Auch die nun gescheiterte Übernahme der Siemens-Handysparte war Teil des Versuchs, ein grosser, international anerkannter Hersteller zu werden.
Nun bahnt sich wieder eine grössere Änderung dieser Strategie an. BenQ hat gestern angekündigt, dass die Geschäftsteile, die sich um den Vertrieb der Produkte unter eigenem Namen kümmern, in eine eigenständige Firma ausgelagert werden sollen. Dieses Unternehmen wird weiter den Namen BenQ, während der Rest des Unternehmens unter dem neuen Namen "Jia Da Corp." operieren wird.
BenQ wird zwar vorerst eine hundertprozentige Tochter von Jia Da bleiben, und gemäss BenQ soll die Massnahme die Effizienz und die Möglichkeit, sich auf das eigene Business zu konzentrieren, auf beiden Seiten zu verbessern. Viele Beobachter nehmen allerdings an, dass dies nur der erste Schritt auf dem Weg dazu ist, die beiden Unternehmen durch einen Börsengang oder den Verkauf eines der beiden Teile völlig zu trennen. (hjm)