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Ziel jeder Kreislaufwirtschaft ist es, den Wert der Produkte langfristig zu bewahren, und zwar durch eine höhere Lebensdauer, ihre Rückgewinnung und die Schliessung der Rohstoffkreisläufe durch Recycling.
Die PET-Kreislaufwirtschaft in der Schweiz: eines der weltweit besten PET-Recyclingsysteme
PET (Polyethylenterephthalat) ist ein aus Erdöl oder Erdgas hergestellter Kunststoff. PET kann zu 100% recycelt werden und verliert im Prinzip seine Haupteigenschaften nicht. Der Kunststoff kann also mehrere Male wiederverwendet werden, um hochwertige Produkte herzustellen. PET-Verpackungen erfüllen die strengsten Hygieneanforderungen. Im Gegensatz zu Aluminiumdosen oder 33cL und 50cL Glasflaschen sind PET-Flaschen unzerbrechlich, leicht und wiederverschliessbar.
Beim Recycling von PET-Getränkeflaschen gibt es zwei Qualitätsebenen. Zuerst einmal das konventionelle Recycling, bei dem die recycelten Materialien von minderer Qualität sind und nur ein einziges Mal verwendet werden können (Baumaterial, Textilien usw.). Die zweite Qualitätsebene entspricht einem geschlossenen Flaschenkreislauf, bei dem die PET-Getränkeflaschen wieder und wieder gesammelt werden, um neue PET-Flaschen herzustellen.
Die Grundlage des geschlossenen Flaschenkreislaufs ist die separate Sammlung der PET-Flaschen, wie sie in der Schweiz durch den Verein PET-Recycling Schweiz durchgeführt wird. Die gesammelten PET-Flaschen werden gereinigt und zerkleinert und dienen als Material für die Herstellung von neuen Flaschen aus rPET («recyceltes PET»).
In der Schweiz ist das Recycling generell erfolgreich. Über 94 % aller verkauften Flaschen werden gesammelt, über 83 % recycelt. Das Recycling der PET-Getränkeflaschen reduziert deren Auswirkung auf die Umwelt um 75% im Vergleich zu einer Entsorgung in einer Verbrennungsanlage. Das PET-Recycling ermöglicht in der Tat pro Jahr 138 000 Tonnen weniger Ausstoss an Treibhausgasen in der Schweiz, was dem Klima zugutekommt.
Als Mitglied von PRS (PET-Recycling Schweiz) steuert Nestlé Waters Schweiz 1.9 bis 2.3 Rappen pro Flasche für die Sammlung und das Recycling bei.
Seit Ende 2019 bestehen alle HENNIEZ Flaschen zu 75% aus in der Schweiz recyceltem PET. Wir sind bestrebt, sehr bald 100% rPET zu erreichen, um zu garantieren, dass aus einer Flasche wieder eine neue Flasche wird, und zwar mit minimalen ökologischen Auswirkungen und einwandfreier Qualität.
Für weitere Informationen können Sie die Website www.petrecycling.ch konsultieren.
Gülle und Kaffee werden zu erneuerbarer Energie: Kreislaufwirtschaft "made in Henniez"
Die grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz ist ein zentraler Teil des ECO-Broye Programms. Die vom Energieversorger Groupe E Greenwatt betriebene Anlage befindet sich neben den HENNIEZ Abfüllanlagen.
Die Biogasanlage in Henniez ist das Ergebnis einer Harmonisierung von verschiedenen Managementsystemen für Umweltressourcen innerhalb eines Konzepts einer Kreislaufwirtschaft.
Um eine Bedrohung – 30 000 Tonnen Hofdünger von 25 landwirtschaftlichen Betrieben der Region – in eine Chance zu verwandeln, wird die Gülle gesammelt und mit industriellen «Co-Substraten», in erster Linie Kaffeesatz aus der nahegelegenen Recyclinganlage der Nespresso Kapseln sowie Abfällen aus den Nespresso und Nescafé Fabriken, aufgewertet.
Die Gärung dieser Mischung erzeugt jährlich 2,5 m3 Biogas, eine nachhaltige und CO2-neutrale Energiequelle, die einen Generator betreibt, der jährlich 6.8 Gigawattstunden (GWh) Strom sowie 8 GWh Wärme erzeugt. Der so produzierte Strom wird in das Schweizer Stromnetz eingespeist und entspricht dem Stromverbrauch von 1500 Schweizer Haushalten. Ein grosser Teil der erzeugten Wärme wird vor Ort in der HENNIEZ Fabrik verwendet, die dadurch global zu 80% mit erneuerbarer Energie operiert.
MARC MENOUD betreut die Biogasanlage und ist erklärter Fan von CO2-neutralen Energien.
«Als willkommenes Nebenprodukt produzieren wir einen hochwirksamen und geruchsfreien Biodünger für die beteiligten Landwirte.»
Diese Biogas-Initiative ist ein hervorragendes Beispiel für eine Kreislaufwirtschaft: Die Landwirtschafts- und Industrieabfälle werden recycelt, um Biogas und, als Nebenprodukt, einen hochwertigen, geruchlosen Biodünger zu produzieren, den die Landwirte als Ergebnis eines Aufwertungsprozesses erhalten. So ermöglicht diese Biogas-Initiative, den Ausstoss an CO2 um mehr als 3000 Tonnen zu reduzieren, was dem Ausstoss einer Autofahrt von 20 Millionen Kilometern entspricht.