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Das Getreide gehört zur Gruppe der Kräuter, die Samen hervorbringen (1. Mo 1,11-13). In der Bibel finden wir verschiedene Getreidearten: Gerste, Flachs, Weizen und Hirse.
Gerste
Gerste wird auch bei uns angebaut und vor allem für Tierfutter verwendet. Die Wintergerste wird im Herbst gesät und im Sommer zuerst geerntet. Die Sommergerste sät man im Frühling.
Die Gerste konnte in Israel schon im Frühjahr geerntet werden. Das Gerstenkorn ist gröber als das Weizenkorn und kostete deutlich weniger (2. Kön 7,1.16.18). Deshalb war die Gerste eher bei armen Leuten anzutreffen.
In Johannes 6,1-13 lesen wir eine Geschichte, in der fünf Gerstenbrote vorkommen: Es sind mehr als 5000 Menschen beim Herrn Jesus. Sie haben keine Vorkehrungen getroffen, um länger dableiben zu können. Trotzdem möchten sie nicht nach Hause gehen. Als es immer später wird, stellt sich die Frage, wovon diese vielen Leute ernährt werden sollen. Die Jünger wollen die Menschen fortschicken, damit sie sich in den umliegenden Ortschaften etwas zu essen kaufen. Doch der Herr Jesus weist die Jünger an: «Gebt ihr ihnen zu essen!» Dieser Auftrag überfordert die Vorstellungskraft der Jünger. Auf die Anweisung des Herrn Jesus suchen sie in der Menschenmenge nach Lebensmitteln. Sie finden einen Knaben, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische bei sich hat. Sie fragen sich: «Aber was ist ______ für so _________?» (V. 9).
Wenn du die Geschichte zu Ende liest, merkst du, dass diese geringe Menge einer einfachen Speise für alle genügte. Jeder wurde satt, und es blieben reichlich Reste zurück. Wieso? Der Herr Jesus hat sowohl die Brote als auch die Fische vermehrt. Was lernen wir daraus?
Der Herr hat auch für dich und mich Aufgaben bereit. Wenn Er uns einen Auftrag gibt, müssen wir einsehen, dass unsere Fähigkeit, unsere Kraft, unsere ganze Person völlig ungenügend sind, die Herausforderungen dieses Dienstes zu meistern. Das soll uns jedoch nicht abschrecken. Stellen wir uns mit unseren Fähigkeiten einfach dem Herrn zur Verfügung. Auch wenn deine Möglichkeiten scheinbar so gering sind wie die fünf Brote und zwei Fische – der Herr Jesus kann daraus Grosses und Wertvolles machen. Die Voraussetzung ist, dass du dich mit dem, was du hast, Ihm bewusst zur Verfügung stellst.
Was hatte Mose in der Hand, das Gott zur Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten gebrauchte (2. Mo 4,2)?
Was trug David bei sich, das er im Kampf gegen Goliath einsetzte (1. Sam 17,40)?
Was besass Maria, mit dem sie dem Herrn Jesus ihre Wertschätzung zeigte (Joh 12,3)?
Flachs
Der Flachs folgt in der jährlichen Fruchtfolge der Gerste. Als Gott Ägypten mit der Hagelplage schlug, war die Gerste in der Ähre, während der Flachs Knospen hatte und deshalb auch Schaden nahm (2. Mo 9,______). Der Weizen hingegen verdarb nicht, weil er später reif wird. Flachs ist in der Blütezeit eine hübsche Pflanze. Bei uns hat diese Pflanze weder als Nahrungsmittel noch als Textilfaser eine grosse Bedeutung. Spätestens seit der Verfügbarkeit von Baumwolle verschwand Flachs weitgehend aus dem landwirtschaftlichen Anbau. Zur Zeit der Bibel war Flachs aber ein alltägliches Anbauprodukt. In der Bibel finden wir zwei Begebenheiten, in denen Flachs eine Rolle spielte:
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Was bewog Rahab, sich mit dieser Tat auf die Seite Israels und gegen ihr eigenes Volk zu stellen (Jos 2,9; Heb 11,31)?
- Flachsschnüre verlieren bei Feuereinwirkung ihre Reissfestigkeit: Die Flachsfasern wurden häufig zu Seilen gewickelt. Als Simson von seinem Volk an die Philister übergeben wurde, banden sie ihn mit zwei neuen, d.h. noch nicht ausgetrockneten Stricken, die besonders reissfest waren. Vermutlich waren es Stricke aus Flachsfasern. Diese starken Stricke lösten sich unter der gewaltigen Kraft von Simson so auf, wie wenn sie durch Feuer verbrannt worden wären (Ri _____,9-14).
Das Geheimnis der grossen Kraft von Simson lag in seinem langen Haar (Ri 16,17), das er als Nasir Gottes trug. Das lange Haar ist ein Sinnbild davon, dass wir uns als Gläubige dem Willen Gottes unterordnen und vom Herrn Jesus abhängig leben. Darin liegt das Geheimnis unserer Glaubenskraft. Was sagt Paulus in Philipper 4,13 dazu?
Der Flachs war also in Israel verbreitet. Dafür gab es zwei Gründe:
- Nahrung: Flachs kann wie andere Getreidearten zur Nahrung verwendet werden. Noch heute wird Flachs zur Gewinnung von Leinöl angebaut.
- Kleidung: Neben Wolle war Leinen, das aus Flachsfasern gewonnen wird, die wichtigste Textilsorte. Eine tüchtige Frau in Israel wusste mit Flachs umzugehen (Spr 31,10.13). Bis jedoch das Garn gewoben werden kann, muss viel Arbeit geleistet werden:
Zuerst schneidet man den reifen Flachs. Dann wird er meistens auf dem Feld oder in einem warmen Wasserbad «geröstet». Dabei lösen sich die Bestandteile auf, die die Fasern zusammenhalten. Es gibt nun einzelne Fasern, die kürzer oder länger sind. Die langen können zu Garn gesponnen werden, aus dem dann das Leinen gewoben wird.
Leinen
Das Leinen ist in der Herstellung sehr aufwändig. Deshalb trugen oft nur reiche Leute Kleider aus Leinen in feiner Form (Lk 16,19). Tote wurden häufig in diesen Stoff gewickelt. Das bedeutete eine grosse Wertschätzung. Joseph von Arimathia, der den Herrn Jesus vom Kreuz nahm, schätzte Ihn hoch ein. Deshalb wickelte er Ihn in ein feines Leinentuch und legte Ihn in seine Gruft (Lk 23,50-53). Nachdem der Herr Jesus auferstanden war, blieben nur diese Tücher zurück. Die Jünger sahen in der Gruft nichts anderes mehr (Joh 20,5-7). Diese leinenen Tücher lieferten ihnen einen ersten Hinweis auf die Auferstehung: Sie waren weder zerrissen noch unordentlich zusammengeknüllt, wie es bei einem Grabraub wohl der Fall gewesen wäre. Sie lagen ordentlich zusammengelegt in der Gruft. Bei der Auferstehung des Herrn Jesus ging alles geordnet zu und her.
Werfen wir noch einen Blick in die Zukunft. In Offenbarung 19,6-9 wird die Hochzeit des Lammes beschrieben. Wir erblicken die Versammlung als Braut des Herrn Jesus. Sie trägt ein Hochzeitskleid aus feiner, reiner und glänzender Leinwand. Wieso beschreibt uns Gott dieses Kleid so detailliert? Die Erklärung findest du im gleichen Vers: Das Hochzeitskleid aus Leinen stellt ____________________________ dar.
Diese Gerechtigkeiten umfassen alle Taten im Leben der einzelnen Gläubigen, die Gottes Anerkennung finden. Damit ist alles gemeint, was wir nicht eigenwillig oder unabhängig von Gott, sondern für und mit dem Herrn Jesus tun.
Ein solches gerechtes Verhalten ist uns nicht angeboren. Vielmehr ist es die Folge der Bemühungen unseres Gottes. So wie es ein langer Weg von der Flachspflanze bis zum schönen Hochzeitskleid aus Leinen ist, muss Gott uns erziehen und formen, damit Er in unserem Leben gerechte Taten bewirken kann.
Hier findest du die Lösungen zum Lückentext.