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Coronavirus: Informationen für Forschende
Home-Office bleibt grundsätzlich Pflicht. Jedoch können Organisationseinheiten der Universität, welche einmal pro Woche testen, ihren Mitarbeitenden die Rückkehr aus dem Home-Office ermöglichen. Die Organisation der Tests liegt in der Verantwortung der Geschäftsführenden Direktionen. Die Grundlagen und die Anleitung hierzu finden sie in der Teststrategie der Universität (Stufe 2) . Es gibt derzeit noch keine Erleichterungen für geimpfte Personen. Zu beachten ist zudem, dass auch bei repetitivem Testen die universitären Schutzkonzepte (Hygiene, Abstand, Masken) jederzeit einzuhalten sind.
Allgemeines
- Die Allgemeinen Hygieneregeln sind einzuhalten.
- Home-Office bleibt grundsätzlich Pflicht. Sämtliche Arbeiten, die nicht zwingend vor Ort durchgeführt werden müssen, sind ins Homeoffice zu verlagern. Jedoch können Organisationseinheiten der Universität, welche einmal pro Woche testen, ihren Mitarbeitenden die Rückkehr aus dem Home-Office ermöglichen. (zur Teststrategie).
- Forschungsmeetings, Datasessions etc. sind virtuell abzuhalten.
- Es ist konsequent darauf zu achten, dass sich Gruppen und Teams nicht durchmischen.
- Die Forschenden achten auch auf social distancing in den Arbeits- und Essenspausen.
- Das Tracing der Kontakte ist zu gewährleisten (Persönliches Log).
Experimentelle Arbeiten in geschlossenen Räumen / Labors
- Pro belegtem Arbeitsplatz muss eine Fläche von mindestens 10 Quadratmetern pro Person gewährleistet sein.
- Zwischen zwei belegten Arbeitsplätzen ist eine Distanz von 1.5 Metern einzuhalten.
- Wird die Distanz in Ausnahmefällen unterschritten, sind die Arbeitsplätze entsprechend zu verschieben oder es sind Trennelemente, Stellwände oder Ähnliches anzubringen.
- Jeder Raum mit mehr als einem anwesenden Mitarbeitenden muss, wo dies möglich ist, stündlich während 5-10 Minuten gelüftet werden.
Experimentelle Arbeiten mit Tieren
- Das Ticketing System wird nahtlos fortgesetzt.
- Die Einheiten planen für die Versorgung der Tiere Notfalleinsatzpläne für den Fall, dass ein Engpass bei der Versorgung der Tiere entsteht (inkl. Wochenenden und Feiertage).
- Die Planung der Versuche wird so gestaltet, dass im Falle eines «worst case scenarios» im Sinne eines kompletten Lock-Downs des öffentlichen Lebens (Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs, Ausgangssperren) der Bestand an gehaltenen Tieren mit einem personellen Minimalaufwand erhalten werden kann.
Arbeiten in Institutsbibliotheken, Handbibliotheken
- Bücherausleihe ist in jedem Fall zu bevorzugen.
- Wo dies nicht möglich ist, ist dem Schutzkonzept der Bibliothek Folge zu leisten (maximale Anzahl Arbeitsplätze, Distanzvorschriften, …).
Feldforschung
- Es gelten die Schutzmassnahmen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum des Kantons Bern (auch bei Arbeiten ausserhalb der Kantonsgrenzen).
Informationen für Nachwuchsforschende
Die Universitätsleitung ist sich bewusst und darum besorgt, dass die Auswirkungen der aktuellen Situation auf den Nachwuchs in verschiedenster Hinsicht herausfordernd und oft auch belastend sind. Sie ist bereit, gemeinsam mit den Instituten und Fakultäten bei relevanten Problemen zu angemessenen Lösungen beizutragen. Insbesondere werden belegte Verzögerungen in Forschungsvorhaben aufgrund von Covid-19 von der Universitätsleitung als Grund für die Verlängerung eines Arbeitsverhältnisses über die maximale Anstellungsdauer hinaus akzeptiert, wenn dies mit den involvierten Instituten und Fakultäten als zielführender Lösungsansatz vereinbart wurde.
Es soll vermieden werden, dass infolge der Einschränkungen laufende Qualifikationsarbeiten (Doktorate, Habilitationen) nicht zu Ende geführt werden können. Verantwortlich und erste Ansprechpersonen sind die jeweiligen Vorgesetzten, welche im Rahmen von Standortgesprächen die Situation individuell mit den Nachwuchsforschenden besprechen und in den Doktorats-, Postdoc- oder MAG-Vereinbarungen entsprechende Anpassungen vornehmen. Besonders sollte hierbei berücksichtigt werden, dass Personen mit Betreuungsverpflichtungen oder anderen erschwerenden Konstellationen in ihrer Forschung und Publikationstätigkeit zum Teil stark eingeschränkt waren oder sind. Hier gilt es, nach individuellen Lösungen zu suchen und im Forschungsteam mit Flexibilität auf die veränderten Bedürfnisse zu reagieren. Lösungen werden in erster Linie innerhalb der Institute/Forschungsgruppen, allenfalls innerhalb der Fakultäten gesucht.
Beratung finden Sie bei folgenden Ansprechstellen
Dienstliche und private Reisen ins Ausland
Alle Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit hohem Infektionsrisiko in die Schweiz einreisen, müssen während zehn Tagen in Quarantäne. Weitere Informationen insbesondere für Mitarbeitende der Universität finden Sie hier.
Schutzkonzept
Die Universität Bern sieht für Forschungseinrichtungen ein 4-stufiges, risikoadaptiertes Schutzkonzept vor, welches aus einer Kombination von allgemeinen und spezifischen Massnahmen besteht.
Stufe I: Arbeitsweg planen, Social Distancing, Händehygiene und Schutz vulnerabler Personen
- Anfahrtsweg: Meiden Sie den ÖV zu Stosszeiten. Im ÖV gilt Maskentragepflicht. Wo möglich, weichen Sie auf das Fahrrad oder den Individualverkehr aus.
- Social Distancing: Es gilt weiterhin ein limitierter Personenverkehr in den Forschungseinrichtungen der Universität und Abstand-Halten. Dies hat Auswirkungen auf die Anzahl zugelassener Personen pro Raum. Aktuell gilt: 1.5 m Abstand im Arbeitsbereich und mindestens 4 m2 pro Mitarbeiterin / Mitarbeiter in geschlossenen Räumen.
- Es gilt generelle Maskenpflicht (Ausnahme Einzelbüro).
- Hygienemassnahmen: Das Waschen und Desinfizieren der Hände nach Kontakten, Berühren von Türklinken und Oberflächen sowie nach der Nutzung von Toiletten ist eine wichtige Schutzmassnahme.
- Laboratorien und andere geöffnete Forschungseinrichtungen haben den Mitarbeitenden Desinfektionsmittel und nach Möglichkeit ebenfalls Hautschutzmittel zur Verfügung zu stellen.
- Gefährdete Personen schützen: Der Schutz der Gesundheit, insbesondere bei besonders gefährdeten Personen, hat oberste Priorität. Im Zweifelsfall sind individuelle ärztliche Risikoeinschätzungen für potenziell gefährdete Personen einzuholen.
Stufe II: Nachvollziehbarkeit und Limitierung der Personenkontakte im Forschungsbetrieb
- Nachvollziehbarkeit der Kontakte (Tracing): Um die Personenkontakte (länger als 15 Minuten und näher als 1.5 Meter) im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 nachvollziehen zu können (Traceability), ist jede Person, die im Forschungsbetrieb arbeitet, verpflichtet, ein persönliches und täglich nachgeführtes Logbuch (digital oder per Formular) zu führen. Dieses Logbuch soll folgende Angaben enthalten: Datum, besuchte Orte im Universitätscampus (Raumnummer, ungefähre Zeitangaben), Personenkontakte (Name, Funktion), ausgeführte Arbeiten. Das Logbuch ist 4 Wochen aufzubewahren und ist grundsätzlich persönlich und vertraulich. Es muss jedoch gegenüber dem Vorgesetzten jederzeit ausgewiesen werden können, dass ein aktuelles und personalisiertes Logbuch geführt wird. Im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 werden die Mitarbeitenden eingeladen, das Logbuch den zuständigen geschäftsführenden Direktionen zur Identifikation der möglichen Infektionskette offenlegen.
Der Krisenstab empfiehlt, als Alternative zum persönlichen Logbuch, die Nutzung der Swiss Covid App Swiss Covid App. Diese kann aber nur zielführend eingesetzt werden, wenn sich alle Mitglieder eines Arbeitsteams dazu entschliessen, diese App zu installieren und zu nutzen. Falls diese Bedingung erfüllt ist, entfällt die Pflicht, ein persönliches Logbuch zu führen.
- Limitierung der Personenkontakte: Der Krisenstab empfiehlt nach wie vor, die Einteilung der Forschenden in einen Schichtbetrieb oder in strikte voneinander getrennt arbeitende Teams (Schichtentkopplung) zu prüfen, dies vor allem dort, wo enge räumliche Verhältnisse das Einhalten der Distanzregeln erschweren.
Stufe III: Bewilligung der Forschungsprojekte und Zusammenarbeit mit der Sicherheitsorganisation
- Übersicht über die Forschungsaktivität: Das Ticketing-System für die Bewilligung von allgemeinen Forschungsprojekten entfällt per 1. Juli 2020. Existierende «Tickets» werden überführt in Projektlisten, welche durch die Institute/Departemente zwingend nachzuführen sind. Die Institutsdirektorinnen und -direktoren sind verantwortlich für das korrekte Nachführen der Projektlisten. Diese enthalten Informationen zu den involvierten Personen, der ausgeübten Tätigkeit und der grundsätzlichen Art des Projektes. Im Falle einer Situation, in der neue Massnahmen zur Kontrolle der Virusausbreitung nötig würden, bilden diese Listen die Basis für die Koordination allfälliger Massnahmen, die der Krisenstab ergreifen müsste. Nachgeführte Projektlisten sind innert 12 Stunden auf Anfrage dem Krisenstab zur Verfügung zu stellen.
- Für in vivo Versuche gilt das Ticketing-System nach wie vor und das Experimental Animal Centre (EAC) bleibt die zuständige Bewilligungsinstanz (interner Link). Besonders in diesem Bereich ist eine behutsame Strategie nötig, die im Falle von Rückschlägen ein «Up and Down» verhindert. Personen mit Verantwortung in diesem Bereich bleiben in Kontakt mit dem EAC.
- Jeder Forschungsbetrieb bezeichnet und meldet der Fachstelle Risikomanagement via Dekanat Änderungen in der bestehenden Sicherheitsorganisation (Liste der GeSiBe). In der Regel ist pro universitäre Einheit ein GeSiBe (mit Stellvertreterfunktion) benannt. Bei komplexeren Institutionen in unterschiedlichen Liegenschaften sind durch die geschäftsführenden Direktionen weitere Kontaktpersonen für Arbeitssicherheit (KOPAS) für klar definierte Räumlichkeiten zu bezeichnen.
- Die GeSiBe sind im Auftrag der Geschäftsführenden Direktion beauftragt, die Einhaltung dieses Schutzkonzeptes umzusetzen und haben diesbezüglich Weisungsrecht.
Stufe IV: Niederschwellige Identifikation von Infektionen und Krankheitsfällen
- Mitarbeitende der Universität Bern mit möglicher Sars-CoV-2 Infektion und Krankheitssymptomen können sich auf Wunsch im Universitären Notfallzentrum (UNZ) des Inselspitals testen lassen. Die Universität Bern hat mit dem UNZ eine Vereinbarung geschlossen, wonach diese Testung unkompliziert erfolgen kann. Sie können sich während der Servicezeiten (täglich 10:00 - 17:00h) am Empfang der Notfallstation melden und mit der UNICARD identifizieren. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Den Mitarbeitenden entstehen dadurch keine Kosten. Die Rechnungsstellung erfolgt an die Universität Bern. Die Resultate des Abstrichs liegen innerhalb von 36 Stunden vor. Im Fall eines positiven COVID-19 Resultates werden die Patienten und Patientinnen telefonisch informiert. Negative Resultate werden nicht kommuniziert. In dringenden Fällen oder ausserhalb der Servicezeiten kann ein Abstrich im Rahmen einer regulären medizinischen Konsultation durchgeführt werden. Auch hier ist eine telefonische Anmeldung nicht nötig, eine Krankenkassenkarte jedoch erforderlich.
- Im Falle einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-Cov-2 erfolgen die vom BAG vorgesehenen Massnahmen, welche den Mitarbeitenden von ärztlicher Seite abgegeben werden.
Sicherheitsorganisation
Die Institutsdirektorinnen und -direktoren sowie Abteilungsleiterinnen und -leiter sind in ihrer Einheit verantwortlich für die Arbeitssicherheit, den Gesundheitsschutz und die Umweltsicherheit und verfügen über eine(n) Gesundheitsschutz- und Sicherheitsbeauftragte(n) (GeSiBe).
Je nach Grösse der Universitären Einheit bestimmen die Direktionen weitere Kontaktpersonen für Arbeitssicherheit (KOPAS). Sie legen entsprechend einen Funktionsbeschrieb für die GeSiBe bzw. KOPAS fest, betrauen eine für die Wahrnehmung der Funktion taugliche Person mit den entsprechenden Aufgaben und Kompetenzen und bewilligen ausreichend Zeit, finanzielle Mittel und weitere Ressourcen, um diese Aufgabe umsetzen zu können.
Zu beachten ist, dass die Verantwortung in den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltsicherheit zwingend bei der Institutsdirektion bzw. Abteilungsleitung liegt und nicht auf die GeSiBe bzw. KOPAS übertragen werden kann. Entsprechende Ausführungen dazu finden sich auch in den Richtlinien der Universitätsleitung zu Aufgaben und Anstellung von ordentlichen und ausserordentlichen Professorinnen und Professoren an der Universität Bern vom 23. August 2011 und sowie im Merkblatt «Übersicht über die wichtigsten Aufgaben der geschäftsführenden Instituts-Direktoren und Instituts-Direktorinnen» vom 20. Dezember 2009/06.10.20152.
Weitere Erläuterungen zu den Verantwortlichkeiten in der Sicherheitsorganisation finden Sie im Leitfaden Sicherheit und Umwelt der Fachstelle Risikomanagement.
COVID-19 Informationen für Gesuchstellende und Projektverantwortliche
Auf der uniinternen Webseite zu Forschung finden Sie aktuelle COVID-19 Informationen von SNF, EU Horizon 2020, US NIH und US DoD für Gesuchstellende sowie für laufende Drittmittelprojekte. Die Webseite ist innerhalb des Uni- und Inselspitalnetzes oder via VPN zugänglich. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte das Grants Office.
Webseite mit den wichtigsten Studien und Richtlinien im Zusammenhang mit Covid-19
Auf der Website www.update-covid.ch, einer Plattform der Taskforce Wissensmanagement des Inselspitals und der Universität Bern, finden Sie eine aktuelle Sammlung der wichtigsten Studien und Richtlinien in Zusammenhang mit Covid-19. Zielgruppe sind Angehörige der Gesundheitsberufe aller Fachrichtungen.