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Lina Khalifeh hatte es satt, immer wieder zu hören, dass Frauen im Mittleren Osten Gewalt akzeptieren müssten. Deshalb gründete die Jordanierin in ihrem Heimatland das erste Kampfstudio des Mittleren Osten, das Frauen und Mädchen beibringt, sich selbst zu verteidigen. Damit stiess sie auf grosses Interesse.
Seit der Eröffnung des Studios im Jahr 2012 wollen immer mehr Frauen Taekwondo, Kung Fu und Boxen erlernen. Zurzeit nehmen insgesamt über 5000 Frauen und junge Mädchen an den Kursen teil. Nun eröffnet Khalifeh weitere Kampfstudios in Saudi Arabien und Kuwait, um auch den dortigen Frauen eine Möglichkeit zur Selbstverteidigung zu bieten, schreibt das Newsportal PRI.
Foto: shefighter gallery
Khaliefeh freut sich, dass sie ihre Kurse nun auch in weiteren Ländern anbieten kann, in denen Frauen immer noch unterdrückt werden. Doch in der Gesellschaft habe sich in den letzten Jahren bereits etwas verändert, so die Jordanierin. «Endlich wollen auch immer mehr Männer, dass ihre Töchter lernen, wie sie sich selbst verteidigen können. Das freut mich sehr.»
Für die Dienste, die sie den jungen Frauen ihrer Region mit den Kursen erbringt, wurde Khaliefeh 2015 sogar vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama geehrt. Er lud sie ins Weisse Haus ein und bezeichnete sie als «Anführerin eines gesellschaftlichen Wandels».
Lina Khalifeh hat auch bereits ein TeDx-Rede gehalten.
Quelle: youtube
Auf die Idee, ein Kampfstudio zu eröffnen, kam Khaliefeh, als eine Kommilitonin immer wieder mit blauen Augen zur Uni kam. Ihr Vater hatte sie geschlagen. Die junge Frau schlug nicht zurück, weil sie das nicht gelernt hatte.