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Das Grundstück in Hochdorf befindet sich in einem dicht bebauten Einfamilienhausquartier, das in den vergangenen drei Jahren auf Grundlage eines strikten Bebauungsplans entstanden ist. Trotz dieser Regelung wirken die Häuser der Nachbarschaft heterogen.
Das zweigeschossige Haus für eine junge Familie umfasst knapp hundert Quadratmeter Grundfläche. Ausgehend von der dispersen Umgebung wurde ein länglicher Baukörper unmittelbar an die Baugrenze im Nordosten gesetzt. Dieser orientiert sich im Süden Richtung Garten und im Westen zur Landwirtschaftszone.
Architektonisch bestimmend ist ein vom Boden losgelöster Holzbau, der auf einem Betonsockel ruht. Durch die Staffelung des Baukörpers entstanden zwischen Hülle und Kern Aussenräume unterschiedlichen Charakters. Diese werden als Sitzplätze und Garage genutzt und dienen als räumliche Erweiterung der Innenräume. Sie bieten eine zusätzliche Intimität gleich einem Filter zwischen dem Haus und der Nachbarschaft. Die Südfassade, grosse Ausschnitte in der Hülle und ein Oberlicht im Dach sorgen für ausreichend Licht und gezielte Aussichtspunkte.
Der Zugang erfolgt ebenerdig an der Längsseite im Süden. Der Baukörper mit seinen grosszügigen, vielteiligen Glasflächen im Süden gliedert sich in zwei Wohnebenen. Zentraler Ort im Haus ist die Eingangshalle mit dem Aufgang ins Obergeschoss. Hier wurde die Holzdecke des Erdgeschosses über zwei Balkenfelder ausgespart, sodass der gebäudehohe Raum Erd- und Obergeschoss miteinander verbindet.
Die Eingangshalle im offenen Grundriss bildet eine Zäsur in der Nutzung – zwischen Wohnraum auf der einen Seite und Küche mit Essraum sowie Büro auf der anderen Seite. Mehrere Türen innerhalb der Südfassade erlauben den Zutritt in den Garten. Über die Treppe in der Eingangshalle erschliessen sich das elterliche Schlafzimmer, die Kinderzimmer und das Badezimmer im Obergeschoss. Ein offener Multifunktionsraum orientiert sich mit einer Seite zur Eingangshalle und schafft so einen räumlichen Zusammenhang zwischen den Ebenen.
Der Holzbau wurde in Holzrahmenbauweise mit sichtbarer Holzbalkendecke ausgeführt, die vorvergraute Fassade aus Weisstanne als schmale Vertikalschalung realisiert. Bei den Öffnungen im Norden und Süden wurde die Fassade fortgeführt und jede zweite Holzlattung ausgeklinkt, sodass eine Abgrenzung zur Nachbarschaft erzeugt wird.
Mittels weiterer Holzeinbauten im Inneren wurden die Räume untergliedert und verputzt. Der Betonboden der gedeckten Terrasse findet als Anhydritbelag im Erdgeschoss eine Übersetzung. Die grossen, stark unterteilten Verglasungen garantieren eine gute Belichtung des Innenraums sowie dessen visuelle Erweiterung unter der Loggia.