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Öko-Landbau stärkt Familien
Dürre und Überschwemmungen zerstören immer wieder die Ernten der ländlichen Bevölkerung Malawis. Diese führt zu ständiger Lebensmittelknappheit. Unsere Partnerorganisation ändert dies und hat mit ihrem Projekt das Ziel, die Ernährungs- und Lebensgrundlage von rund 6'000 Haushalten im Dedza Distrikt zu verbessern. Dies wird vor allem durch eine nachhaltige Landwirtschaft erreicht.
Rund 3'200 Projektbeteiligte erhalten Schulungen in Praktiken der nachhaltigen Landwirtschaft zur Steigerung der Pflanzenproduktion bei minimaler Bodenbearbeitung. Hierfür werden unter anderem Verfahren angewendet um die Bodenfruchtbarkeit und den Feuchtigkeitsgehalt zu verbessern.
ERLEBT: NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT FÜR BESSERE ERTRÄGE
"Unsere Bewässerungsgruppe wurde im Mai 2020 gegründet, nachdem wir von der Evangelical Association of Malawi für das Thema Bewässerung sensibilisiert wurden", sagt die Vorsitzende der Kanyenyezi Bewässerungsgruppe, die aus 10 Mitgliedern (4 Frauen und 6 Männer) besteht.
Ein weiteres Mitglied der Gruppe fügt hinzu: "Die Ernährung in meinem Haus war jedes Jahr ein Problem, weil die Ernte nicht ausreichte. Aber als ich von der Bewässerungslandwirtschaft hörte, war ich glücklich, weil ich wusste, dass dies mein Problem lösen würde". Die Gruppe baut verschiedene Gemüsesorten wie grüne Bohnen, Kürbisblätter und Senf für den Eigenbedarf an. Außerdem baut sie auf 0,2 ha Land mittels Bewässerungssystem Mais an, der zum Verkauf bereit ist. Die Vorsitzende der Gruppe sagt aufgeregt: "Als Gruppe erwarten wir einen Gewinn von MK250.000 (USD330), wenn wir unseren grünen Mais verkaufen. Wir werden das Geld verwenden, um den Bedarf unserer Familie zu decken".
Die Kanyenyezi Bewässerungsgruppe ist eine der 15 Bewässerungsgruppen, die im Rahmen des Dedza-Lobi Livelihood-Projekts gegründet wurden. Jede Gruppe wird geschult und mit einer Tretpumpe für die Bewässerung der Felder ausgestattet.
Projektinhalt
Rund 450 Haushalte werden in Gruppen organisiert, um in Kleingärten in der Trockenzeit durch ein Bewässerungssystem Nutzpflanzen und Gemüse zu züchten. Dies ermöglicht es ihnen, zweimal jährlich Nahrungsmittel und Nutzpflanzen anzubauen und dadurch ihre Nahrungsmittelproduktion und ihr Einkommen zu steigern.
Ausserdem werden rund 1'500 Landwirte ermutigt, Gemüsegärten anzulegen, um das erlernte Wissen über eine reichhaltige Ernährung in ihren Familien anwenden zu können.
195 bedürftige Haushalte züchten in Gruppen Ziegen, welche nach deren Vermehrung an die Mitglieder der Gruppe weitergegeben werden. Dabei werden die Projektbeteiligten in der artgerechten Haltung der Tiere und deren Impfung geschult.
Schlussendlich profitieren rund 800 Personen von der Teilnahme in einer Spar- und Leihgruppe. Die Menschen erhalten das Wissen, um sich finanziell gemeinschaftlich abzusichern. So können sie Kleinstbeträge sparen und damit z.B. die Schulgebühren der Kinder bezahlen und fehlendes Saatgut oder Land kaufen.
Unserer Partnerorganisation
Die Evangelical Association of Malawi (EAM) ist als Nicht-Regierungs-Organisation registriert und eine christliche Dachorganisation für evangelische Kirchen und christliche Organisationen in Malawi. Der Verband wurde 1962 gegründet mit dem Ziel, die Mitgliedskirchen zu stärken und soziale Projekte zu fördern. EAM arbeitet dabei eng mit staatlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren im ganzen Land zusammen.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium und der Abteilung für Gemeinschaftsdienste im Distrikt Dedza durchgeführt. Darüber hinaus arbeiten im Projekt der Bezirksvorstand der Evangelischen Allianz und ein Konsortium von Ortsgemeinden zusammen, um die Kapazität der Kirche in der Entwicklungsarbeit zu stärken.
Projektgebiet
Das Projektgebiet liegt im Gebiet von Kachere im Distrikt Dedza liegt in der Zentralregion Malawis. Dort leben rund 15'400 Haushalte.
Wie in anderen Teilen Malawis sind die forstwirtschaftlichen Reserven im Projektgebiet aufgrund des hohen Bedarfs an Holz als Brennstoff und für Bauzwecke.
Zwischen 1991 und 2015 nahm die Waldfläche im Landkreis um 37,2 % ab. Die Entwaldung hat zu einem Verlust der Bodenbedeckung geführt, was zu Bodenerosionen, schlechter Bodenfruchtbarkeit und schlechter landwirtschaftlicher Produktivität führt.
Bitte helfen Sie den Menschen in Malawi: Schon 30, 50 oder 100 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten – herzlichen Dank!
Kurz erklärt
Vor einigen Jahren wurde in Simbabwe die Anbaumethode «Farming God’s Way» – auf Deutsch «Landwirtschaft nach den Grundsätzen der Schöpfung» – formuliert.
Die Grundlagen und Empfehlungen sind wissenschaftlich belegt und decken sich mit Erkenntnissen aus dem ökologischen Landbau. Diese werden ergänzt durch biblische Leitsätze, die in den christlich geprägten Regionen Afrikas für Kleinbauern einfacher nachvollziehbar sind. Daher auch der Name.
Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet minimales Pflügen, keine Pestizide, organische Düngung und Bodenbedeckung mit Mulch, damit dieser nicht austrocknet. Der Ansatz wird oft kombiniert mit Wiederaufforstung von Wäldern und Quellschutz.
|Land:||Malawi|
|Gebiet:||Traditional Authority|
Kachere, Distrikt Dedza
|Schwerpunkte:||Nachhaltige Landwirtschaft, |
Aufbau von Spar-
und Leihgruppen, Einkommens-förderung, Mobilisierung von Kirchen
|Partnerorganisation:||Evangelical |
Association of
Malawi (EAM)