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Innere Parasiten gehören zu den wichtigen Gesundheitsproblemen von Rindern. Das grösste Risiko für Infektionen besteht in der zweiten Hälfte der Weideperiode. Mit dem Herbstgras aufgenommene Parasiten können aber auch während der Stallperiode im Winter zu Symptomen und Leistungseinbussen führen. Bei Magen-Darm- und Lungenwurminfektionen besteht vor allem für erst- und zweitsömmrige Tiere ein erhöhtes Risiko für Gesundheitsprobleme. Beim grossen Leberegel können auch ältere Tiere betroffen sein. Der häufige Einsatz von Entwurmungsmitteln (Anthelminthika) hat jedoch vor allem bei Magen-Darm-Würmern zu Resistenzen geführt, sodass die Mittel nicht mehr oder nur noch reduziert wirken. Um das Resistenzproblem nicht weiter zu verschärfen, muss für Entwurmungsmittel die Devise gelten: «So wenig wie möglich aber so viel wie nötig einsetzen». Das bedeutet konkret, dass auf Entwurmungen der ganzen Herde verzichtet und vielmehr gezielt Einzeltiere oder Tiergruppen behandelt werden sollen.
Eine regelmässige Kontrolle der Tiere hilft, Symptome eines Parasitenbefalls wie Struppigkeit, Appetitlosigkeit, Leistungsrückgang oder Absonderung von der Herde frühzeitig festzustellen. Um den Verdacht einer Parasiteninfektion zu erhärten eignen sich Kotuntersuchungen. Das FiBL bietet ein Parasitenüberwachungsprogramm für Rinder an. Die Betriebsleiter senden Kotproben ihrer Tiere ein. Diese werden im Labor untersucht und beurteilt. Der Tierhalter erhält eine Rückmeldung per E-Mail. Die Teilnahme ist für alle Rinderhalter möglich. FH
Weiterführende Informationen
Parasitenkontrolle (Rubrik Rindvieh)