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Die meisten Touristen kennen die Insel Phuket als reine Urlaubsinsel mit ihren herrlichen Stränden und einem wunderschön sauberen und warmen Meer. Dank dem Tourismus wurde diese Region von Thailand binnen von nur wenigen Jahren aufgewertet und ist heute eine der reichsten Regionen des Königreichs mitten in Südostasien. Doch wer auf die Insel kommt, der kennt zwar einige Details der jüngeren Geschichte der Insel, nämlich das Drama um den 2. Weihnachtsfeiertag 2004, als allein auf der Halbinsel vor Thailand rund 8000 Menschen starben, darunter zahlreiche Touristen, wobei noch immer viele Menschen als vermisst gelten. Doch kaum einer kennt die vergangene Geschichte der Insel. Doch auch noch nach dem verheerenden Seebeben vor Sumatra und dem anschließenden Tsunami in weiten Teilen des Indischen Ozeans, sind davon noch diverse Spuren vorhanden. Doch nur die wenigstens Urlauber kommen mit dieser Vergangenheit der Insel wirklich in Kontakt.
Spuren des alten Phuket
Erstmals erwähnt wurde Phuket im 2. Jahrhundert n. Chr. durch den griechischen Philosophen und Seefahrer Ptolemäus. Damals war Phuket bereits vom Festland getrennt worden – wohl durch eine Erosion. Ptolemäus bezeichnete diese Insel al Junk Ceylon. Die Einwohner der Insel lebten damals vornehmlich im Nordteil der Insel. Interessant für den Rest der Welt wurde Phuket vor allem durch sein reiches Zinnvorkommen. Der Handel mit Zinn blühte im 17. Jahrhundert. Dabei gehörte Phuket schon damals zu Thailand und Thailand hatte es geschafft über all die Jahrhunderte unabhängig zu bleiben von den vielen Kolonialmächten, die sich in dieser Zeit in der Region im Indischen Ozean ein Land nach dem anderen einverleibten.
Angriff der Burmesen und Nationaldenkmal
Wegen der zentralen Lage war Phuket aber nicht nur im Fadenkreuz der Kolonialmächte. Auch die Burmesen versuchten immer wieder die Halbinsel zu erobern. 1785 kam es dann zum großen Kampf zwischen den Einheimischen auf der Insel und den Burmesen. Es war dabei Chan, die Frau des kürzlich verstorbenen Gouverneurs, und deren Schwester Muk, welche die lokalen Truppen in die Schlacht von Thalang führten und die feindlichen Truppen besiegten. Ihnen zu Ehren wurde auch ein Denkmal errichtet und die beiden Frauen erhielten Ehrentitel Thao Thep Khasattri und Thao Si Sunthon von König Rama I. verliehen.