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Mit einem 6:3-Sieg im Final gegen dass Überraschungsteam aus Norwegen um Skip Marianne Rörvik wird das Team des CC Aarau zum vierten Mal am Stück Weltmeister. Die Schweizerinnen gewannen alle 14 Spiele. An WM-Turnieren sind sie seit März 2021 über 36 Partien unbezwungen. Briar Schwaller-Hürlimann, Carole Howald, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz leisteten in der ganzen Turnierwoche in Schweden Aussergewöhnliches.
Der Final verlief von Beginn an ausgeglichen. Dank einem gestohlenen Stein im 4. End erhöhten die Schweizerinnen auf 2:0, aber die Norwegerinnen glichen noch vor der Pause mit einem Zweierhaus aus. Noch vor dem 10. End war alles offen. Die Schweizerinnen führten 4:3, aber die Norwegerinnen konnten auf den Vorteil des letzten Steins zurückgreifen. Ein gestohlenes Zweierhaus führte schliesslich zum grandiosen Sieg.
Die Serie von 36 Siegen an Weltmeisterschaften, die Tirinzonis Crew hingelegt hat - und die in einem Jahr noch weitergehen könnte -, ist im Weltcurling einmalig. Auch bei den Männern ist kein ähnlich hoher Wert bekannt. Der schwedische Super-Curler Niklas Edin - er gewann wie Tirinzoni die letzten vier WM-Turniere - brachte es mit seiner besten Serie auf zwölf Siege.
Einzigartig ist auch die Dominanz der Schweiz im Frauencurling. Seit 2012 gewannen verschiedene Schweizer Frauenteams acht von elf Weltmeisterschaften. Vor Tirinzonis Aarauerinnen waren es Davos um Skip Mirjam Ott (2012), Flims um Skip Binia Feltscher (2014 und 2016) sowie Baden Regio um Skip Alina Pätz (2015). In der 1979 begonnenen Geschichte der Frauen-WM holte keine andere Nationen in einer so kurzen Zeit derart viele Titel.
In den Anfangszeiten siegten für die Schweiz Basel Albeina (Gaby Casanova) 1979 und Bern-Egghölzli (Erika Müller) 1983. In der ewigen Bestenliste hat die Schweiz mit nunmehr zehn Titeln den 2. Platz gefestigt. Kanada ist mit 17 WM-Titeln bei den Frauen unerreicht.
Für Norwegens Frauencurling ist die Finalqualifikation eine Wiederauferstehung. Der legendäre Skip Dordi Nordby gewann 1990 und 1991 WM-Titel, aber nach Nordbys Rücktritt 2007 brachte es 15 Jahre lang keine norwegische Crew in die erweiterte Weltspitze. Zahlreiche WM- und EM-Turniere fanden sogar ohne norwegische Beteiligung statt.
(sda)