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Sportlich geht die Talfahrt von Belinda Bencic unvermindert weiter. Gegen Beleidigungen und Drohungen aus dem Internet setzt sie sich vehement zur Wehr.
Selbst ein vermeintlich günstiges Los verhilft Belinda Bencic nicht zum erhofften Befreiungsschlag, im Gegenteil. Die 20-Jährige unterliegt in der Startrunde von Miami der Italienerin Sara Errani (29, WTA 102) mit 3:6, 6:4, 3:6. Anfang April wird sie im besten Fall noch als Nummer 133 der Welt geführt. Vor einem Jahr gehörte sie noch zu den Top Ten.
Sandspezialistin Errani hat eine ähnliche Talfahrt wie Bencic hinter sich und in diesem Jahr erst zwei Siege einfahren können. Die bisherigen zwei Duelle mit der French-Open-Finalistin von 2013 und ehemaligen Nummer 5 der Welt hat Bencic jeweils gewonnen. Doch Bencic ist weit von ihrer Bestform entfernt. Sie zeigt Zeichen von Frustration und Ratlosigkeit.
In Miami stand Bencic nur dank einer Wildcard im Hauptfeld. Zu verdanken hat sie diese den Verbindungen zwischen dem Turnier und ihrem neuen Sponsor Nike, dem sie in den letzten Tagen einen Besuch abstattete. Ab sofort wird Bencic überall die Qualifikation bestreiten müssen. Für weitere Turniere hat sie sich noch nicht eingeschrieben.
Auch unter dem neuen Trainer, dem Polen Maciej Synowka, wartet Bencic auf ein Resultat, das sie aus der Negativspirale befreien könnte. Dafür setzt sie sich gegen Beleidigungen, Drohungen und Hass aus dem Internet vehement zur Wehr. Auf Twitter hatte sie ein User als «dumme, fette Kuh» bezeichnet und ihr den Rücktritt nahe gelegt.
Bencic reagierte mit einem Retweet. Wenige Stunden später löschte der Benutzer seinen Eintrag. Drohungen und Beschimpfungen gehören in der Welt der Sozialen Medien inzwischen zur Tagesordnung. Überwiegend davon betroffen sind weibliche Athletinnen. Sie reagieren mit Rebellion oder Resignation. Im Falle von Bencic mit Rebellion.