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Havanna - Nach der angekündigten Freilassung von 52 politischen Gefangenen auf Kuba sind die ersten sieben Dissidenten aus der Haft entlassen worden und nach Spanien ausgereist. Mit zwei Linienflügen trafen sie am Dienstag in Madrid ein.
"Das Exil ist eine Fortführung des Kampfes", sagte der Oppositionelle Ricardo González nach seiner Ankunft am Flughafen Barajas. Nach Überzeugung von González, der zu 20 Jahren Haft verurteilt worden war, ist der demokratische Wandel auf der sozialistischen Karibikinsel unausweichlich.
González ist einer der bekanntesten Oppositionellen Kubas. Vor seiner Verhaftung 2003 war der 60 Jahre alte Journalist für die Organisation Reporter ohne Grenzen tätig.
Bei den anderen sechs Freigelassenen handelt es sich um Léster González, Omar Ruiz, Antonio Villarreal, Julio César Gálvez, José Luis García Paneque und Pablo Pacheco. Sie reisten mit rund 50 Familienangehörigen nach Madrid. Nicht alle wollen aber in Spanien bleiben, zumal einige auch Verwandte in den USA haben.
Die spanische Regierung versprach den Freigelassenen, ihnen bei der Integration und der Suche nach einer Wohnung zu helfen. "Sie stehen unter unseren Schutz", betonte der Staatssekretär im Aussenministerium Juan Pablo de la Iglesia. Insgesamt will Spanien in den kommenden Wochen bis zu 20 freigelassene politische Gefangene aus Kuba aufnehmen.
Noch über 100 Inhaftierte
Die sozialistische Regierung Kubas hatte vor einer Woche nach Vermittlung der katholischen Kirche und der spanischen Regierung die Freilassung von insgesamt 52 inhaftierten politischen Gefangenen verkündet.
Sie alle gehören zur "Gruppe der 75", die 2003 im sogenannten "Schwarzen Frühling" wegen "Söldnertums" im Dienste der USA zu Haftstrafen von jeweils bis zu 28 Jahren verurteilt worden waren. Nach Angaben der katholischen Kirche in Kuba warten derzeit 13 weitere politische Gefangene auf ihre Abreise nach Spanien in den kommenden Tagen.
SDA-ATS