Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03400.jsonl.gz/2547

Als Blindleistung bezeichnet man den Strom, der innerhalb des Stromnetzes nicht in nutzbare Energie umgewandelt werden kann. Er ist „blind“, weil er sich nicht für den Betrieb von Maschinen, Geräten und anderem nutzen lässt. Doch ganz nutzlos ist die Blindleistung nicht. Innert von Transformatoren, Generatoren, Elektromotoren und Vorschaltgeräten lässt er sich dafür verwenden, um Magnetfelder aufzubauen und die Kondensatoren mit Energie zu laden. Diese Magnetfelder wiederum liefern den Strom innert eines Wechselstromnetzes. Und das ist wichtig für die Übertragung von Energie von einem Kraftwerk an den Verbraucher. Je unregelmässiger der Strom ins Netz gelangt, desto höher steigt der Anteil der Blindleistung. Dieser Effekt tritt besonders bei den regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wind auf. Um die Spannungen auszugleichen, muss man mehr Blindstrom ins Netz einspeisen. Die Blindleistung gibt man in Voltampere Reaktiv (VAr) an.
Die Wirkleistung ist jene Energie, welche auch direkt beim Verbraucher ankommt, zum Beispiel als mechanische Arbeit beim Motor eines Autos. Die Einheit der Wirkleistung ist Watt (W). Diese Energie der Wirkleistung führt den eigentlichen Zweck der Anlage aus (Licht produzieren, ein Fahrzeug antreiben, Wärme spenden). Sie wirkt tatsächlich und wandelt sich in Wirkarbeit um.
Die Scheinleistung ist die Summe aus der Wirkleistung und der Blindleistung. Ganz so einfach ist es aber nicht, die Berechnung der Scheinleistung ist tatsächlich wesentlich komplizierter. Die Scheinleistung gibt man in Voltampere (VA) an, die Summe ist eine vektorielle Summe. Das heisst, es handelt sich nicht um eine simple arithmetische Rechnung. Stattdessen ergibt sich die Summe aus einer Wurzel aus quadrierten und summierten Werten. Man verwendet auch Voltampere anstelle von Watt, weil man lediglich die Summe aus Spannung und Stromstärke berechnet und dabei den Phasenwinkel auslässt. Voltampere ist die Grundeinheit der Scheinleistung und nicht der Wirkleistung. Die Scheinleistung bestimmt allerdings die Stromstärke in einem Netz und somit die Belastung des Leitungsnetzes.
Blindleistung und Wirkleistung lässt sich nicht einfach addieren. Stattdessen zieht man die Wurzel aus der Summe der Wirkleistung zum Quadrat plus der Blindleistung zum Quadrat. Dazu kommen die Effektivwerte der elektrischen Stromstärke und die elektrische Spannung. Die einzelnen Formelzeichen lassen sich so zuordnen:
Die Formel ist dann
Bei der Scheinleistung gibt es weiterhin eine Phasenverschiebung zwischen dem Strom des Verbrauchers und der Spannung. Diese Phasenverschiebung setzt sich aus dem ohmschen Anteil und dem Widerstand des Wechselstroms zusammen. In ihren Extremen beträgt die Phasenverschiebung null Grad oder 90 Grad. Bei einer Phasenverschiebung von null befindet sich der Strom in Phase mit der Spannung. Damit handelt es sich um einen reinen ohmschen Widerstand. Bei einer Phasenverschiebung von 90 Grad ist sie identisch mit dem Blindwiderstand und damit eine Blindleistung. Alles dazwischen gehört zur Scheinleistung.
Ab einer bestimmten Grenze müssen die Verbraucher die Blindleistung bezahlen, die sich in der Scheinleistung befindet. In der Regel müssen die Stromlieferanten die gesamte Scheinleistung übertragen, damit die Wirkleistung ankommt. Nur bei einem rein ohmschen Widerstand würde keine Blindleistung auftreten. Das ist allerdings bei Stromnetzen, die magnetische Felder benötigen, selten der Fall. Die Scheinleistung ist aber auch für Schalter, zum Beispiel für Dimmer, relevant. Hier kommt ein ohmscher Verbraucher zum Einsatz, um eine Verzerrungsblindleistung zu verhindern. Einweggleichrichter setzen dafür auf eine sinusförmige Wechselspannung und eine Grundschwingung, damit keine Phasenverschiebung eintritt.
Damit ist im Bereich der Elektrotechnik ein elektrischer Verbraucher gemeint. Das kann ein elektrisches Bauelement sein, ein Elektrogerät, eine gesamte Anlage oder eine Fabrik. Sie alle haben gemein, dass sie Strom aufnehmen und ihn in andere Energieformen umwandeln (Wärme, Bewegung, Licht). Es ist ausserdem ein Begriff für den Endkunden des Stromnetzes. Endkunden können Unternehmen und ihre Verfertigungsstätten ebenso sein wie Privathaushalte.
Der Leistungsfaktor ist das Verhältnis zwischen der Wirkleistung zu der Scheinleistung. Eine andere Bezeichnung ist Wirkfaktor. Der Leistungsfaktor kann zwischen null und eins liegen. Stromlieferanten bemühen sich um einen möglichst hohen Leistungsfaktor, zumeist liegt er zwischen 0,9 oder 0,95. Ein niedriger Leistungsfaktor ist ein Kostentreiber für Unternehmen, da dabei viel Blindleistung entsteht, die der Energieversorger dem Unternehmen in Rechnung stellt. Eine Blindleistungskompensation kann die Kosten senken.
Wer Leuchten im Niedervoltbereich flexibel installieren will, sollte auf moderne Stromschienensysteme setzen. Sie bestehen aus einer Schiene, die zugleich den Strom führt und als Aufhängung für Lampen dient. Mit unterschiedlichen Verbindungsstücken kannst du das Schienensystem so gestalten, dass es zu den Raumverhältnissen und zur Beleuchtung passt. An der Schiene bringst du Lampen und Strahler nach Wunsch an und veränderst ihre Position auch im Nachhinein noch. Stromschienensysteme sind aber nicht nur praktisch und funktional, sondern bieten auch ein ansprechendes Design. Im Folgenden erfährst du mehr über moderne Stromschienensysteme und wie du sie korrekt an Wand oder Decke montierst.
Die Winkelgeschwindigkeit und die Kreisfrequenz begegnen uns tagtäglich im Leben. Dies gilt sowohl in einem sehr grossen Massstab, etwa für den Umlauf der Planeten um die Sonne, als auch im Kleinen. Sowohl die Herzfrequenz als auch die Bewegung der Gelenke können mit einer kreisförmigen Bewegung verglichen werden. Aber auch in der Elektrotechnik macht man sich die Kreisfrequenz zunutze. Wissenswertes zum Thema gibt es hier.
Montageelektriker sind berufsbedingt überaus flexibel. Verantwortlich für die Installation von elektrischen Anlagen in Häusern und Gewerbeimmobilien, wechselt die Arbeitsstelle meist häufig. Als Montageelektriker arbeitest du auf Baustellen und in grossen Unternehmen, wenn dort moderne Anlagen zu installieren sind. Aber auch das Ersetzen von veralteten Elektroanlagen in Altbauten gehört zum Berufsbild. Zusammen mit dem Automatiker, dem Telematiker und dem Elektromonteur gehört der Beruf des Montageelektrikers zu den abwechslungsreichsten in der gesamten Elektrobranche. Zudem ist diese Berufswahl eine Entscheidung für eine sicherere berufliche Zukunft, solange du regelmässig eine Weiterbildung auf moderne Techniken wahrnimmst.
Die unterbrechungsfreie Stromversorgung ist ein Gerät, das die Stromversorgung für daran angeschlossene Geräte sicherstellt, auch wenn der Strom ausfällt, beispielsweise durch einen Kurzschluss in der Gebäudeinstallation. Zudem springt die USV ein, wenn das Spannungsniveau im Netz drastisch abfällt. Kleine USV-Systeme liefern einige Minuten lang Strom – genug, um den Computer ordnungsgemäss auszuschalten. Grössere Systeme können Computer, Beatmungsgeräte, Kühlschränke oder ähnliche Geräte über mehrere Stunden ausreichend mit Strom versorgen. Zudem verfügt eine moderne unterbrechungsfreie Stromversorgung über einen Spannungsregler. Dieser schützt die angeschlossenen Server, Computer oder andere empfindliche Anlagen von Spannungsspitzen und einer Überspannung, etwa bei einem Blitzschlag.
In einer sogenannten Dreieckschaltung werden – wie der Name bereits vermuten lässt – drei Phasenstränge eines Drehstromsystems in Reihe geschaltet. Am Ende eines jeden Phasenstrangs wird der folgende angeschlossen, sodass drei Eckpunkte mit Drehzahl entstehen. In der Elektrotechnik verwechselt man die Dreieckschaltung häufig mit der Sternschaltung, die jedoch bei allen Motoren anders aufgebaut ist. Worin genau die Unterschiede liegen, was die Vorteile einer Dreieckschaltung sind und viele weitere Fragen beantworten wir dir in diesem Artikel.
Bestimmte Anwendungsbereiche benötigen eine höhere oder geringere Auslastung der Stromversorgung. Das betrifft Strassenbeleuchtungen, Heizsysteme oder andere Technik, die zu gewünschten Zeiten aktiviert oder deaktiviert wird. Möglich ist das durch die Rundsteuertechnik und durch Rundsteuerempfänger, bei denen Sensoren genau erkennen, wann eine Aktivität erforderlich ist. Das Abschalten des Stroms durch entsprechende Geräte zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen ermöglicht ein besseres Lastmanagement und verhindert Stromausfälle.