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|:: 1994 - 1996|

Gross hatte im Sommer 1993 die Aufgabe, eine junge, neue GC-Mannschaft zu bilden. Kurz nach Saisonbeginn kehrte Elber aus Mailand zurück. Er war noch nicht reif genug für Italien. GC spielte in der ersten Saisonhälfte gut und führte die Tabelle zur Winterpause an. Vier Heimspiele mussten während dieser Zeit in Wettingen oder im Letzigrund ausgetragen werden, da der Hardturmrasen fürs Spiel Schweiz-Estland geschont wurde. Auch im Cup lief es rund. Man schaffte den Weg bis ins Cupfinal auch dank einem Sieg gegen den FCZ im Halbfinale. In der Finalrunde kam es dann zu einem Vierkampf. GC, Sion, YB und Servette kämpften um den Meistertitel. Zwei Runden vor Schluss wurde aus dem Vier- ein Zweikampf. GC und Servette blieben übrig. GC benötigte zwei Siege gegen Lausanne und Aarau. Der erste gelang ihnen. In Aarau reichte es aber nur für ein Remis. Servette gewann in der letzten Runde in Bern und wurde Meister. GC sicherte sich dennoch den Cupsieg dank einem 4:0 gegen Schaffhausen. Nach einer turbulenten Saison, in welcher unter anderem dem GC-Manager Erich Vogel Steuerhinterziehung vergeworfen wurde, wechselte Elber endgültig ins Ausland und Brunner beendete seine Torhüter-Karriere.
Mit einer neuen Mannschaft startete Gross das Projekt Meisterschaft. Und GC startete gut. Erst nach zehn Runden wurden die Hoppers ein erstes Mal besiegt. In der Hälfte der Hinrunde verlor GC dann aber drei Mal in Serie. Auch im Europacup schied man in der zweiten Runde gegen Sampdoria aus. Doch man behielt kühlen Kopf und konnte die Qualifikationsrunde auf dem ersten Platz mit sechs Punkten Vorsprung auf Lugano und Aarau beenden. Die Finalrunde war dann ein Schaulaufen der Grasshoppers. In den ersten neun Spielen gewannen sie sieben Mal. Bereits in der 10. Runde hätten sie alles klar machen können. Doch in Aarau reichte es nur zu einem Remis. Doch der Meistertitel konnte eine Woche später gefeiert werden, als die Hoppers den FCB mit 1:0 bezwangen. Der souveräne Meister stand auch im Cupfinal. Doch diesen verlor man gegen den FC Sion. Diese Saison sollte allerdings erst der Anfang des Zürcherischen Höhenfluges sein.
Die Saison 1995/96 begann schwach. Aus den ersten drei Spielen holte GC nur vier Punkte. Dann kam das CL-Heimspiel gegen Tel Aviv. Das Spiel endete 1:1 und war eine grosse Enttäuschung. Das Rückspiel wurde 1:0 gewonnen und GC konnte zum ersten Mal in der Königsklasse mitspielen. Gegner waren Ferencvaros Budapest, Real Madrid und Ajax Amsterdam. In der Meisterschaft steigerten sich die Hoppers und konnten bei Qualifikations-Runden-Halbzeit die Tabellenführung übernehmen. Der Start zur Champions-League war ernüchternd. Eine 3:0-Niederlage gegen Budapest, ein 2:0 in Madrid und ein 3:0 in Amsterdam waren die ersten Resultate. Dann folgte das sensationelle 0:0 gegen Ajax im Hardturm, als ein stark ersatzgeschwächtes GC kein Gegentreffer zuliess. In Budapest erreichte man ein 3:3, ehe man gegen Real erneut mit 0:2 verlor. In der Meisterschaft konnte die Leaderposition bis zur Winterpause verteidigt werden. Dennoch erkannte man ein Stürmerproblem. Und so wechselte Kubilay Türkyilmaz (für die in der Champions-League gewonnen Prämien) im Winter nach Zürich. Mit einem Punkt Vorsprung startete der Favorit in die Finalrunde, in der GC von grossen Verletzungssorgen begleitet wurde. Die Hoppers begannen die Finalrunde mit drei Remis schwach. Auch im Cup schied man gegen St. Gallen aus. Doch dann setzte GC zu einer wahren Siegesserie an. Die folgenden sieben Partien konnten gewonnen werden. Erst in Runde 11 kamen sie nicht über ein Remis in Sion hinaus. In der drittletzten Runde konnte der Meistertitel dank einem 2:0-Heimsieg gegen Servette gesichert werden. In den letzten beiden Spielen gab es wieder Remis. Massgeblich an den Erfolgen in der Finalrunde, welche ohne Niederlage für GC zu Ende ging, war Türkyilmaz beteiligt. Und er sollte auf die kommende Saison mit dem Torschützenkönig Moldovan einen starken Sturmpartner erhalten. Marcel Koller beendete seine aktive Karriere nach der EM in England.