Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03385.jsonl.gz/383

Um die Zufahrten zu den NEAT-Basistunneln an die steigenden Anforderungen anzupassen, investiert die Schweiz weitere rund 1,7 Milliarden Franken (heutige Preise, inkl. Zinsen und Mehrwertsteuer) – primär in neue Signalanlagen, welche es erlauben, Züge rascher nacheinander fahren zu lassen.
Die Schweiz hat mit Deutschland (1996) und Italien (1999) in Staatsverträgen vereinbart, dass die Zulaufstrecken auch im angrenzenden Ausland ausgebaut werden. Es wurde beschlossen, dass die deutsche Rheintalstrecke und die verschiedenen italienischen Zulaufstrecken «Schritt haltend mit der Verkehrsnachfrage» für die NEAT ausgebaut werden. Diese Arbeiten sind im Gang und werden regelmässig in bilateralen Ausschüssen überprüft.
Zudem werden im Inland und in Norditalien verschiedene Hindernisse beseitigt, damit höhere und längere Züge verkehren können. Während die Basistunnel und die Lötschberg-Basislinie bereits für den Bahnverlad von Sattelaufliegern mit 4 Metern Eckhöhe konzipiert sind, war dies auf den Zulaufstrecken der Gotthardachse nicht möglich. Der Bund hat deshalb 2014 die Anpassung von verschiedenen Tunnel, Perrondächern und Fahrleitungen in Auftrag gegeben. Damit ist seit Ende 2020 der durchgehende Transport von Containern und Sattelaufliegern mit 4 Metern Eckhöhe auf der schweizerischen Nord-Süd-Achse möglich. Dies ist wichtig, weil Transporte mit 4 Metern Eckhöhe im kombinierten Verkehr ein stark wachsendes Segment darstellen. Die Schweiz finanziert auch entsprechende Profilanpassungen auf der italienischen Luino-Linie, damit wichtige Umladeterminals für 4-Meter-Transporte erreichbar sind.