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Die älteste Davoserin wird 103
Als Elsi Stiffler-Lietha am 29. Oktober 1919 auf Strahlegg (Fideris) im Prättigau als Älteste von vier Kindern geboren wurde, war Europa noch dabei, sich von den Folgen des Ersten Weltkrieges zu erholen.
Als Elsi Stiffler-Lietha am 29. Oktober 1919 auf Strahlegg (Fideris) im Prättigau als Älteste von vier Kindern geboren wurde, war Europa noch dabei, sich von den Folgen des Ersten Weltkrieges zu erholen.
Die Prättigauerin fand nach der Bäuerinnenschule den Weg nach Davos. Hier verguckte sie sich in Heinrich Stiffler, heiratete ihn am 25. April 1947 und erhielt das Davoser Bürgerrecht. Ihr Sohn, Heini, kam im Jahr darauf in Davos zur Welt. Die junge Familie zog 1950 nach St. Moritz, wo der Ehemann eine Stelle bei der Post als Chauffeur und Mechaniker bekam. Im Engadin wurden die Töchter Ursi und Elsi geboren. Die Familie zog 1960 wieder nach Davos, wo sie zuerst im Haus Frohsinn an der Tobelmühlestrasse wohnte. Es war eine Zeit der Holzfeuerung und der warmen Pullover. Doch bald konnte die Familie umziehen an die Ducanstrasse, wo sie ein eigenes, noch heute von der Familie bewohntes Dreifamilienhaus gebaut hatte. Dort hatte Elsi dann einen eigenen Blumengarten, den sie gerne pflegte. Wie die Kinder grösser wurden, war Elsi gerne als Aushilfe im Service tätig. Im Elternhaus auf Strahlegg hatte sie das Leben in einer Wirtschaft mit angegliedertem Laden und Bauernhof kennengelernt. So war es naheliegend, dass sie in der Gastronomie tätig wurde. «Ich servierte lange Jahre im Hotel Seehorn. Meine beste Freundin aus dem Prättigau war dort Geschäftsführerin.»
Haus im Schanfigg
Mit einem Bauernhaus in Langwies, das sie von «Bäsi Elsi» in den 1970er- Jahren erbte, gab es eine neue Aufgabe. Von nun an verbrachte das Ehepaar viele Wochenenden – nach Heinis Pensionierung auch mehr – im Schanfigg, wo sie das alte Haus und seinen Garten mit grossem Elan pflegten.
Über viele Jahre war Elsi Stiffler eine fleissige Produzentin von gestrickten Pullovern und Socken, Puppen und Rössli für den «Claro Midenand Lada». Als die Hände zu schmerzen anfingen, schaffte sie sich sogar noch eine Strickmaschine an. «Das war eine gute Sache», sagt sie. Ebenso werkelte Ehemann Heini herzige Holztiere und Schlitten für den Claro Laden. Elsi war dort auch viele Jahre engagierte Verkäuferin. Heute noch ist sie Ehrenmitglied.
Weiterhin mobil
War bis zum Tod ihres Ehemannes 2001 das Auto das bewährte Fortbewegungsmittel, fing Elsi Stiffler danach an, Zug zu fahren. Auf diese Weise konnte sie weiterhin ihre alten Freunde in Chur und im Prättigau besuchen. Mit Unterstützung der beiden Töchter, die im gleichen Haus lebten, konnte sie bis zum 99. Altersjahr in der eigenen Wohnung sein. 2018 erfolgte dann der Umzug in den Guggerbach, wo sie sich sehr gut eingelebt hat. Auch wenn das Gehen inzwischen schwerfällt und die Augen auch nicht mehr so mögen, nimmt sie doch an so vielen Aktivitäten teil wie möglich. Beim Turnen zum Beispiel ist sie regelmässig dabei. Von ihrer Familie wird sie auch weiterhin liebevoll umsorgt. Sie schätzt es sehr, wenn sie eine Spazierfahrt machen kann und Besuch kommt. Ihre drei Kinder, sechs Enkel und sieben Urenkel gratulieren ihr denn auch: «Liebe Mama, wir sind sehr dankbar, dass es Dir gut geht. Wir haben Dich lieb und geniessen die Zeit mit Dir. Wir wünschen Dir alles Liebe, Glück und Gesundheit zu Deinem 103. Geburtstag und freuen uns, mit Dir zu feiern.»