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Es gibt in der Schweiz grundsätzlich zwei Organisationen, deren Ziel es ist, die Daten eines jeden Kreditnehmers zu erfassen. Diese Erfassung ist automatisch und im Rahmen des Konsumkreditgesetzes obligatorisch. Wenn eine Privatperson eine Kreditanfrage bei einer Bank stellt, kann die Bank die Daten des Antragstellers bei diesen Organisationen kontrollieren.
Die IKO, oder der Verein zur Führung einer Informationsstelle für Konsumkredit, ist die vom Gesetz vorgeschriebene Schweizer Informationszentrale. Die IKO registriert die Daten von Privatpersonen, die Geschäfte mit Kredit- und Leasingunternehmen abwickeln. Jeder Kredit, Kreditkarte oder Leasing einer Privatperson wird also bei der IKO registriert.
Die ZEK, oder der Verein zur Führung einer Zentralstelle für Kreditinformation, ist der IKO relativ ähnlich. Der Hauptunterschied ist, dass die ZEK mehr Informationen sammelt als dass das Gesetz fordert. Ausserdem wendet die ZEK auch andere Aufbewahrungsfristen für die Informationen an. Jede bei der ZEK eingegangene Information wird unter einem Code registriert: Man spricht also von einem ZEK-Code, wobei jeder Code einem Registrierungstyp entspricht (Zahlungsverspätung, Zahlungsausfall, Betrug, etc.). Multicrédit bietet Informationen über die ZEK und die ZEK-Codes an, damit Sie besser informiert sind.
Die Gesetze
Die Gesetzgebung für Konsumkredite ist in der Schweiz relativ streng. Wir bieten Ihnen in diesem Kreditlexikon eine Erklärung der beiden wichtigsten Gesetze an, die bei Konsumkrediten eine Rolle spielen:
Das KKG, oder das Bundesgesetz über den Konsumkredit, ist das Gesetz, welches die Rechte und Pflichten zwischen den Kreditgebern (bspw. Banken) und den Kreditnehmern (die Konsumenten) regelt. Das KKG deckt ebenfalls den Fall von Privatleasing und Kreditkarten ab. Das Gesetz ist auf der offiziellen Seite admin.ch einsehbar.
Das UWG, oder das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, beinhaltet mehrere Artikel und Punkte in Bezug auf Werbung für Konsumkredite. Dieses Gesetz ist ebenfalls auf der Seite admin.ch verfügbar.
Die technischen Ausdrücke
Wir bieten Ihnen in unserem Kreditlexikon eine Erklärungen für die wichtigsten Fachausdrücke im Zusammenhang mit Privatkrediten oder allgemeiner mit Konsumkrediten an:
Die Amortisation: Die monatlichen Kosten eines Kredits werden in den gezahlten Zins und die Amortisation des Kredites aufgeteilt. Letztere bedeutet einfach die Rückzahlung des Kredites.
Der Budgetüberschuss: Bezeichnet die theoretisch monatlich verfügbare Summe, sobald die Lebenskosten bezahlt sind. Diese berechnet sich aus dem Nettoeinkommen, von dem die verschiedenen Kosten abgezogen werden (Miete, Versicherung, Nahrungsmittel etc.).
Die Finanzgeschichte: Diese spiegelt die Zahlungsvergangenheit der Privatperson wider und kann ein Grund für die Ablehnung einer Anfrage sein. Ein schlechter Code bei der ZEK oder Zahlungsverspätungen bei der Bank sind Beispiele für eine schlechte Finanzgeschichte.
Gelbe Identifizierung: Ein Dokument, das bestätigt, dass der Inhaber eines Identifikationsdokumentes wirklich die auf dem Dokument aufgeführte Person ist. Es handelt sich um eine Sicherheit, um zu verhindern, dass ein Kredit durch Identitätsdiebstahl erlangt wird. Die Gelbe Identifikation kann an jedem Postschalter in der Schweiz vorgenommen werden.
Der Zins: Entspricht den Kreditkosten. Es handelt sich um eine Gesamtquote und die Berechnung des Zinses ist nicht immer einfach (es wird also empfohlen, einen Kreditrechner zu verwenden). In der Schweiz ist der Zins seit 2016 auf 10% begrenzt.
Die Bonität: Bezeichnet die Kapazität des Kreditnehmers, seinen möglichen Kredit zurückzuzahlen.
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