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Von Bequia zur Marina Phare Bleu - Grenada
Von Bequia ging es weiter Richtung Tobago Cays. Zuerst wollten wir aber noch einen Stopp in der Salt Whistle Bay einlegen. Wir waren relativ früh dort und konnten uns noch einen einigermassen guten Platz erkämpfen. Die Salt Whistle Bay ist eine traumhaft schöne halbrunde Bucht und natürlich sehr beliebt. Am späteren Nachmittag gingen wir dann an Land um zu fotografieren und an der Bar einen Drink zu nehmen. Gegen Abend kam dann noch ein Amerikaner der so nahe ankerte, dass sein Beiboot nicht mehr weit von unserem Schiff entfernt war. Am Morgen entdeckten wir ganz vorne an der Bucht eine freie Boje und wir mussten beim Anker aufnehmen aufpassen, dass wir den dämlichen Amerikaner nicht berührten. Am frühen Nachmittag gingen wir an Land und gingen zu Fuss zur Saline Bay. Ausser dass es einige neuen Häuser und viele Restaurants mehr hat als früher hatte sich kaum was verändert. Da hier auch Kreuzfahrtschiffe ankern und den schönen Strand benützen ist es klar, dass auch die Restaurants einen Teil des Kuchens wollen. Die Insel ist aber immer noch voll Müll wie vor 20 Jahren, hier hat sich nichts geändert. Am Abend versuchte eine Charter Yacht vor uns zu ankern. Eine geschlagene Stunde brauchte der Idiot, bis er so geankert hatte, dass er nicht auf unserm Schiff lag. Da war es beschlossene Sache, am nächsten Tag verschwinden wir hier. Der Weg zu den Tobago Cays ist nicht weit. Dort ist viel mehr Platz und wir konnten recht weit vorne ankern. Leider wie fast immer wenn wir dort ankerten hatte es viel Wind, aber es war trotzdem sehr schön. Wir hatten viel geschnorchelt und auch viele Bilder vor allem von Meeresschildkröten geschossen. Am zweiten Morgen dort hatten wir nicht schlecht gestaunt, als ein Tintenfisch (Sepia) in unserem Cockpit lag und dort ihre Tinte verspritzt hatte. Wie sie dorthin gekommen ist, war für uns ein Rätsel. In den Tobago Cays trafen wir auch Roger und Ursula von der ‚Estrella del Mar‘ welche wir in Lanzarote schon getroffen hatten. Nach drei Tagen hatten wir wieder mal Lust auf Veränderung und wir fuhren wieder mal nach Petit Saint Vincent. Estrella del Mar war auch schon dort. Zum Sundowner trafen wir uns an der Beach Bar um uns einen guten Drink zu genehmigen. Dann hatten wir dort auch vorzüglich gegessen. Sie gingen am nächsten Tag nach Union Island und wir versuchte hinter der Insel schöne Schnorchel Plätze zu finden leider ohne grossen Erfolg. Wir wollten die Nacht vor Palm Island verbringen, aber es war fast unmöglich dort auf einer vernünftigen Tiefe zu ankern. So gingen wir halt auch nach Clifton Harbour an eine Boje. Am nächsten Morgen gingen wir zum ausklarieren. Die Beamten vom Zoll fielen fast um vor Müdigkeit und hatten auch sonst kein grosses Interesse zu arbeiten. ‚Gehen sie ins nächste Büro zur Immigration, und wenn die nicht da sind gehen sie zum Flughafen‘ sagte er zum Abschied. Sie waren natürlich nicht da, also musste ich mit den Pässen zum Flughafen marschieren, dass so ein Kerl noch einen Stempel im unsere Pässe drücken konnte. Fast auf allen ‚englischen‘ Insel ist das Ein- und Ausklarieren eine nervenaufreibende Prozedur. Wir verliessen die Boje und segelten zur Prickley Bay in Carriacou. Dort kann man für Grenada einklarieren. Die Beamten waren wieder mal unfreundlich wie immer und ich füllte elend lange Listen aus, obwohl ich alles bereits über Sailclear online erfasst hatte, aber es funktionierte wieder mal nicht. Danach gab es ein Bier und eine Pizza bei ‚The Lazy Turtle‘ was uns wieder etwas versöhnlicher stimmte. Auch in der Prickley Bay hatten wir das Gefühl, dass sich seit 20 Jahren kaum viel verändert hat, ausser dass eine neue Werft am Entstehen ist. Als wir letztes Mal hier waren, lagen einige Schiffe in der Bucht, heute sind es deren viele. Am nächsten Tag ging es wieder weiter. Bevor wir das Schiff aus dem Wasser nehmen wollten wir noch eine Woche in der Marina Phare Bleu ganz im Süden von Grenada verbringen. Die Marina und das Ressort wurde vom Schweizer Dieter Burkhalter und Jana Caniga aufgebaut und hat ein gutes Restaurant und sogar einen Swimming Pool. Das Wahrzeichen dieser Marina ist das Feuerschiff Phare bleu, in welchem an einigen Abenden Konzerte stattfinden. www.schweizer-illustrierte.ch/stars/schweiz/ex-10-vor-10-chefin-jana-caniga-mann-dieter-burkhalter-hotel-le-phare-bleu-karibik
Zurzeit sind wir am Waschen, putzen und organisieren des Schiffes für die Sommerpause, denn während der Hurrikan Saison hier zu segeln ist nicht sehr ratsam.