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Studien zeigen, dass Frauen schmerzempfindlicher sind als Männer und gleich grosse Schmerzen stärker und unangenehmer bewerten. Ausserdem leiden sie häufiger an Schmerzkrankheiten. Laborexperimente von Forschern der ETH und der Universität Zürich zeigen etwa, dass Frauen im Schnitt um 1,5 Grad Celsius tiefere Schmerztoleranz bei Hitzeschmerz haben und diese Reize stärker und unangenehmer empfinden als Männer.
Warum das so ist, ist noch nicht bekannt. Bewiesen ist bislang, dass das weibliche Geschlechtshormon Östrogen Schmerz verstärkt und dass Frauen sowohl auf körpereigene Schmerzhemmstoffe als auch auf Schmerzmittel weniger gut reagieren als Männer. Andere Studien zeigen, dass sich die Pupillen von Frauen bei Schmerzen schneller weiten oder dass bei Männern unter Schmerzen andere Hirnareale aktiv sind. Eine Rolle spielen könnte auch, dass Männer in wissenschaftlichen Versuchen nicht gerne zugeben, dass sie Schmerz empfinden.
- Quellen
Amrei Wittwer, Gerd Folkers: «Schmerz. Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt», S. Hirzel Verlag, 2017
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