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«Das Leben in Eschlikon geht weiter», schreibt der Eschliker Gemeinderat in seinen aktuellen Mitteilungen, die am Freitag erscheinen. Grund für diese schicksalshaft tönenden Zeilen ist die mögliche Wahl von Gemeindepräsident Hans Mäder (CVP) zum Wiler Stadtpräsidenten im Herbst. Dieser habe den Eschliker Gemeinderat jedoch schon vor der Bekanntmachung seiner Kandidatur orientiert.
Wenn Mäder am 27. September im ersten, oder am 29. November im zweiten Wahlgang gewählt wird, steht Eschlikon ab dem 1. Januar 2021 ohne Gemeindepräsident da. Wie diese Zeit überbrückt werden könnte, dazu hat sich der Gemeinderat der Hinterthurgauer Gemeinde bereits Gedanken gemacht. Besprochen wurden zwei Szenarien: die Aufteilung der Verantwortlichkeiten auf die übrigen Gemeinderatsmitglieder und die Übernahme der Aufgaben durch den Vize-Gemeindepräsidenten Bernhard Braun (Grüne).
«Nach diversen Abklärungen und Abwägungen sowie intensiven Diskussionen» hat sich letzteres Szenario durchgesetzt. Braun würde ab dem 1. Januar 2021 bis Ende Juni 2021 als Gemeindepräsident ad interim übernehmen. Möglich würde dies auch dank dem Entgegenkommen von Brauns Arbeitgeber, der Braun für diese Zeit beurlauben würde. Als übergangsmässiger Gemeindepräsident würde Braun zu 80 Prozent angestellt. Eingeschlossen in dieses Pensum wäre die Leitung seines bisherigen Ressorts Umwelt und öffentlicher Verkehr. Mäders Nachfolger würde dann am 13. Juni gewählt.
Der Gemeinderat würde Mäder «nur ungerne ziehen lassen». Das heisse jedoch nicht, dass ihm eine die Wahl zum Wiler Stadtpräsidenten nicht gegönnt würde. Im Falle einer Nichtwahl könne sich der Gemeinderat die weitere Zusammenarbeit mit Mäder aber sehr gut vorstellen.