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Dornwarzen Indikationen WarzenDornwarzen sind gutartige Hautwucherungen, die an der Fusssohle und hauptsächlich am Ballen und an der Ferse auftreten. Aufgrund des Drucks des Körpergewichts werden sie nach innen gedrückt und können beim Stehen oder Gehen Schmerzen auslösen. Die Hauterkrankung wird von humanen Papillomaviren verursacht, welche Keratinozyten in der Epidermis infizieren. Die Übertragung erfolgt in der Regel beim Barfussgehen, zum Beispiel im Schwimmbad, in Gemeinschaftsduschen oder in der Familie. Zur Behandlung wird oft eine Vereisung, eine Keratolyse mit Salicylsäure oder eine Verätzung mit Säuren durchgeführt. Die Warzen können auch mit einem kleinen Eingriff abgetragen oder herausgeschnitten werden. Warzen verschwinden mit der Zeit von alleine. Dies kann aber Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Symptome
Dornwarzen sind harte, raue, körnige und gutartige Hautwucherungen, die an der Fusssohle auftreten. Sie sind von einem verhornten Ring umgeben. Dornwarzen kommen vor allem am Ballen und an der Ferse vor. Sie wachsen gegen innen und weisen an der Oberfläche eine verdickte Hornschicht auf. Beim Stehen oder Gehen können Schmerzen auftreten, da sich die Warze wie ein Dorn oder ein Stein im Schuh anfühlt. Bei den schwarzen Punkten in der Warze handelt es sich um thrombosierte (blockierte) Blutgefässe. Dornwarzen treten gehäuft bei Kindern und Jugendlichen und bei einer Immunsuppression auf.Ursachen
Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion der Keratinozyten in der Epidermis der Haut mit verschiedenen Typen von humanen Papillomaviren (v.a. HPV 1, 2, 4, 27 und 57). Die DNA-Viren dringen über kleine Verletzungen, aufgeweichte Haut oder Risse in das Gewebe ein. Die Infektion führt zu einer Hyperplasie (Zellvermehrung), einer Verdickung und einer Hyperkeratose des Epithels. Aufgrund des Drucks des Körpergewichts wird die Warze in die Dermis eingedrückt und kann nicht nach aussen wachsen.
Die abgeschilferten Hautschuppen sind infektiös. Die Übertragung findet typischerweise im Schwimmbad, in Gemeinschaftsduschen, in Umkleideräumen, in Turnhallen oder in der Familie statt. Barfussgehen ist ein wichtiger Risikofaktor. Seltener werden die Viren auch von Person zu Person weitergegeben. Wer schon einmal eine Warze hatte, ist anfälliger.Diagnose
Die Diagnose wird anhand der Patientengeschichte und der körperlichen Untersuchung gestellt. Dabei müssen andere Hauterkrankungen wie Hühneraugen ausgeschlossen werden. Diese weisen im Unterschied zu den Dornwarzen keine schwarzen Punkte auf. Warzen stören zudem die Struktur der Papillarleisten.Nicht-medikamentöse Behandlung
Eine erste Möglichkeit besteht im beobachtenden Zuwarten. Dornwarzen können mit der Zeit von alleine verschwinden - dies kann aber bis zu zwei Jahre dauern (!) Nach diesem Zeitraum sind üblicherweise zwei Drittel der Warzen verschwunden. Allerdings können die Warzen Schmerzen verursachen, sie sind ansteckend und kosmetisch störend.
Warzen werden mit physikalischen Methoden zerstört. Eine gängige Methode ist die Vereisung (Kryotherapie). Dabei wird ein Applikator mit flüssigem Stickstoff durchtränkt, wodurch sehr tiefe Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erreicht werden. Der Applikator wird während der vorgeschriebenen Zeit auf die Warze gehalten. Nach etwa einer bis zwei Wochen lässt sich das vereiste Gewebe ablösen. Die Behandlung muss eventuell wiederholt werden. In der Selbstmedikation werden auch andere Substanzen wie Dimethylether und Propan verwendet.
Warzen können auch mit einem kleinen Eingriff abgetragen oder herausgeschnitten werden. Zu den verwendeten Methoden gehören z.B. eine Kürettage oder eine Laserbehandlung.
Gegen den Druckschmerz können Druckstellenpflaster oder Ringe aus Schaumstoff aufgeklebt werden.Medikamentöse Behandlung
Zu den gängigsten Behandlungsmethoden gehören das Auftragen von Salicylsäure und die Vereisung. Gemäss der Literatur sind beide Methoden etwa gleich wirksam (Cockayne et al., 2011). Die Behandlung ist möglicherweise nicht beim ersten Mal erfolgreich und muss wiederholt werden. Einige Warzen erweisen sich auch als hartnäckig. Generell ist eine Therapie wirksamer, wenn vorher die oberste Hornschicht entfernt wird.
Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören (Auswahl):
Salicylsäure hat keratolytische Eigenschaften. Sie löst die infizierte Haut mit der Zeit auf und wirkt zusätzlich reizend, was das Immunsystem stimuliert.
Säuren wie die Trichloressigsäure, die Monochloressigsäure, Essigsäure, Milchsäure oder Ameisensäure lösen die erkrankte Haut auf oder erweichen sie und werden lokal aufgetragen, zum Beispiel mit einem Pinsel oder einem Warzenstift. Falls die Mittel nicht punktgenau appliziert werden können, ist ein Schutz der umgebenden Haut mit einer Salbe möglich.
Zytostatika wie 5-Fluorouracil sind für die Behandlung zugelassen. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der DNA- und RNA-Synthese. Auch die Anwendung von Bleomycin wird in der Literatur erwähnt (Off-Label).
Retinoide wie Adapalen sind gemäss einigen Untersuchungen ebenfalls wirksam. Adapalen wurde unter Okklusion aufgetragen (Gupta & Gupta, 2015). Die Anwendung erfolgt ohne offizielle Zulassung der Behörden (Off-Label).
In der Alternativmedizin ist Thuja ein beliebtes Mittel, zum Beispiel in Form einer Tinktur.Vorbeugung
- Im Schwimmbad und in Gemeinschaftsduschen Badeschuhe tragen.
- Als Warzenträger nicht barfuss gehen.
- Hautkontakt mit Warzenträgern vermeiden und eigene Warzen nicht berühren.
- Warzen im Schwimmbad mit einem wasserfesten Pflaster überkleben.
- Warzen nicht aufkratzen oder manipulieren.
- Schuhe oder Socken nicht teilen.
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
- British Association of Dermatologists’ guidelines for the management of cutaneous warts, 2014
- Cockayne S. et al. Cryotherapy versus salicylic acid for the treatment of plantar warts (verrucae): a randomised controlled trial. BMJ, 2011, 342, d3271 Pubmed
- Gupta R., Gupta S. Topical adapalene in the treatment of plantar warts; randomized comparative open trial in comparison with cryo-therapy. Indian J Dermatol, 2015, 60(1), 102 Pubmed
- Lehrbücher der Dermatologie
- Lichon V., Khachemoune A. Plantar warts: a focus on treatment modalities. Dermatol Nurs, 2007, 19(4), 372-5 Pubmed
- Mulhem E., Pinelis S. Treatment of nongenital cutaneous warts. Am Fam Physician, 2011, 84(3), 288-93 Pubmed
- Vlahovic T.C., Khan M.T. The Human Papillomavirus and Its Role in Plantar Warts: A Comprehensive Review of Diagnosis and Management. Clin Podiatr Med Surg, 2016, 33(3), 337-53 Pubmed
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
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