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Die Pressefreiheit in Russland war schon vor dem Krieg stark eingeschränkt. Seit dem Angriffskrieg im Frühjahr 2022 wurde die Arbeit für Journalistinnen und Journalisten in Russland nochmals deutlich schweiriger. Meduza ist das grösste unabhängige russische Medienunternehmen, das noch immer über den Krieg in der Ukraine berichtet und für ein grosses Publikum in Russland erreicht. Meduza ist ein Exilmedium, und hat seinen Sitz in Riga, Lettland. Im April 2021 bezeichneten die russischen Behörden Meduza als "ausländischen Agenten", und im März 2022 wurde die Website gesperrt. Beide Massnahmen zielten darauf ab, die Nachrichtenredaktion zu zerstören. Doch Meduza leistet weiter Widerstand. Wie gelingt es, aus dem Exil die russische Bevölkerung zu informieren? Wie gelingen Recherchen aus der Ferne? Und wie kommt man gegen die russische Propaganda-Maschinerie an?
Pavel Merzlikin leitet die Abteilung für Sonderberichte bei Meduza. Er hat als Sonderkorrespondent, Nachrichtenredakteur und Reporter gearbeitet. Jetzt arbeitet er als stellvertretender Chefredakteur mit Sonderkorrespondenten, Investigativjournalisten und anderen Redakteuren zusammen.
Moderation: Anna Jikhareva ist Polit-Reporterin bei der WOZ, unter anderem mit dem Schwerpunkt Migration. Sie schreibt seit mehreren Jahren über den postsowjetischen Raum mit Fokus auf Russland und die Ukraine. Für eine Reportage ist sie kürzlich nach Lwiw gereist. Vor der WOZ schrieb Jikhareva für den Tages-Anzeiger und die taz in Berlin. Sie ist in Moskau geboren und in Deutschland aufgewachsen.