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Forschung - 27.09.2017 - 00:00
27. September 2017. Die Schweizer Volkswirtschaft hält dieses Jahr erneut den ersten Rang im Global Competitiveness Index und untermauert damit ihre starke, nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Die Leistung der Schweiz blieb weiterhin äusserst robust und verbesserte sich erneut im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichte die Schweiz seit Einführung der Messmethode 2007 das beste Resultat, jedoch nur ganz knapp vor den USA, welche neu auf Platz 2 fungieren, gefolgt von Singapur, den Niederlanden und Deutschland.
Innovation, Effizienz, Bildungssystem
Die hervorragende Platzierung verdankt die eidgenössische Volkswirtschaft wie in den Jahren zuvor den durchwegs guten Platzierungen in den einzelnen Bereichen. In elf von zwölf Kategorien ist die Schweiz unter den besten zehn platziert. Vor allem das überdurchschnittliche Innovationspotenzial des einheimischen Denk- und Werkplatzes (Platz 1), das sich unter anderem durch die hohe Anzahl der Patentanmeldungen (Platz 3), die Qualität der wissenschaftlichen Forschungsinstitutionen (Platz 1) und die Höhe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung manifestiert (Platz 1), sowie der ausserordentlich hohe Entwicklungsgrad der Wirtschaft (Platz 1) machen die Schweiz zur wettbewerbsfähigsten Nation der Welt.
Überdies punktet die Schweiz mit der höchsten Effizienz des nationalen Arbeitsmarktes (Platz 1), welcher unter anderem durch sehr gute Sozialpartnerschaften und hohe Flexibilität gekennzeichnet ist. Dazu zählt auch die Fähigkeit, talentierteste Arbeitskräfte anzuziehen und diese im Land zu halten (beides Platz 1). Auch Weiterbildungs- und «On-the-job»-Ausbildungsmöglichkeiten sind exzellent.
Die hohe Qualität des Bildungssystems (Platz 1), welche sich vor allem in den weltbesten wissenschaftlichen Institutionen und Management Schools sowie der dualen Berufsausbildung niederschlägt, und die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft (Platz 1) ermöglichen die Entwicklung intelligenter Produkte und Prozesse für die kommerzielle Anwendung. Neu führt die Schweiz auch die Rangliste der Basisanforderungen an (Platz 1), welche die Qualität der Institutionen, die Qualität der Infrastruktur, die makroökonomische Performance sowie die Qualität des Gesundheits- und obligatorischen Schulsystems abbilden.
Denn die öffentlichen Institutionen zählen zu den transparentesten und effizientesten der Welt (Platz 4), was Vertrauen für Geschäftstätigkeiten stärkt. Zudem sind die infrastrukturellen Einrichtungen qualitativ hochstehend (Platz 6), die Rechtssicherheit ist gewährleistet und die öffentlichen Institutionen sind überaus rechtschaffen. Schliesslich zählt das makroökonomische Umfeld der Schweiz zu den stabilsten der Welt (Platz 3), was teils auf die Schuldenbremse zurückzuführen ist.
Regulierungen und Besteuerung machen Sorgen
Als grösstes Problem für ein erfolgreiches Wirtschaften werden neu vor allem die zunehmende Bürokratisierung und Regulierung erwähnt. Ferner sind restriktive Arbeitsvorschriften, der Zugang zu talentierten Arbeitskräften sowie die Komplexität der Besteuerung von Unternehmen die grössten Sorgen der Unternehmer.
Die Executive School der Universität St.Gallen (ES-HSG) hat als Partner des WEF erneut die diesjährige Befragung bei Geschäftsleiterinnen und -leitern von Schweizer Unternehmen durchgeführt. Diese Umfrage gilt als wichtigster Bestandteil des Global Competitiveness Reports des WEF und beinhaltet jene Kennzahlen, die den Bericht zu einem jährlich repräsentativen Massstab über die internationale Wettbewerbsfähigkeit aller Staaten der Welt machen.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter: www.weforum.org/gcr
Bild: photocase / like.eis.in.the.sunshine