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Heim in Vietnam bindet behinderte Kinder ans Bett
Quelle: CH Media Video Unit / Silja Hänggi
Ein Tiktok-Video löst grosses Entsetzen in der Community aus. Zu sehen sind Kinder mit Behinderungen, die ans Bett gebunden sind. An ein Stahlbett.
Gemäss «20 Minuten» stammen die Aufnahmen von einem Heim im Süden Vietnams. Die Stadt Ho-Chi-Minh, die ehemals Saigon hiess, spielte eine zentrale Rolle im Vietnamkrieg. Damals versprühten die US-Amerikaner massenhaft Entlaubungsmittel über den Feldern und Wäldern Vietnams. Das Dioxin, das unter dem Namen «Agent Orange» bekannt ist, blieb im Boden und im Trinkwasser. Viele Menschen atmeten das Gift ein und haben es dann vererbt.
Die Folge: Auch heute leben noch hunderttausende Menschen mit Agent Orange in Vietnam. Bei Menschen führt das Gift zu geistigen und/oder körperlichen Fehlbildungen. Der Staat kommt der Pflege und Betreuung nicht nach, was zu den im Video gezeigten Zuständen führt. Das Heim in Ho-Chi-Minh wird privat geführt.
Laut der NGO Handicap International plant das vietnamesische Ministerium für Arbeit, Invaliden und Soziales private Betreuungszentren in Kürze zu überprüfen. Die NGO engagiert sich in Vietnam für die physische Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen in medizinischen Einrichtungen.
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