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Marathon-Weltrekord
Es gibt viele verschiedene Beweggründe, warum Menschen in ihrem Leben einmal eine Marathonstrecke zurücklegen wollen. Tun es einige für das Selbstbewusstsein und um sich selbst und anderen etwas zu beweisen, tun es andere, um einmal die einzigartige Atmosphäre entlang der Strecke hautnah mitzuerleben. Wieder andere Läufer haben Größeres im Sinn, denn auch Profisportler nehmen regelmäßig an einem Marathon teil. Sie wollen die fast 43 Kilometer lange Strecke zum einen in einer guten Zeit zurücklegen die ihren Leistungsstand unterstreicht. Andererseits geht es darum, schneller als andere Teilnehmer zu sein. Einen Weltrekord zu laufen ist wohl das größte und emotionalste Ereignis für einen Marathonläufer.
Weltrekorde auf Marathonstrecken werden zweifelsohne schon lange gelaufen. Jedoch werden die Bestzeiten vom Internationalen Leichtathletikverband IAAF erst seit dem Jahre 2004 statistisch festgehalten. Der Weltrekord auf einer Marathonstrecke ist an bestimmte Anforderungen geknüpft. Diese zu erarbeiten war notwendig, weil bestimmte äußere Gegebenheiten auf einigen Strecken unterschiedliche Zeiten mit sich bringen. Der erste offizielle Weltrekord im Marathon wurde von Paul Tergat erlaufen. Dies geschah zwar bereits im Jahre 2003, dennoch wurde diese Leistung rückwirkend als Weltrekord anerkannt. Vor Tergats Sieg hießen Marathon-Weltrekorde noch Weltbestzeit oder Weltbestleistung. Die erste Weltbestzeit wurde bei den Männern schon im Jahre 1908 gelaufen. Verantwortlich dafür war der US-Amerikaner John Hayes. Er legte die 42,195 Kilometer damals in London in einer Zeit von zwei Stunden, 55 Minuten und 18 Sekunden zurück.
In den darauf folgenden Jahren folgten noch viele weitere Weltbestzeiten von Männern aus aller Welt. Den letzten Weltrekord im Marathon der Männer gab es im Jahre 2011 beim Berlin Marathon vom Kenianer Patrick Makau. Bei den Frauen gelang es zuletzt der Britin Paula Radcliffe, einen Weltrekord in London aufzustellen. Sie legte die Strecke in zwei Stunden, 15 Minuten und 25 Sekunden zurück. Jetzt freuen sich Experten und Fans gleichermaßen auf das kommende Marathon-Jahr. Vielleicht gibt es ja wieder einen Weltrekord zu bewundern.