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Am 19.8. erschien im Schweizer Fernsehen ein interessanter Beitrag zum FSC-Label. Die Rundschau stellte die Frage, ob Tropenholz mit dem FSC-Siegel wirklich aus garantiert nachhaltigem Waldbau stammt. Zweifel sind schon seit längerem angebracht, wie zum Beispiel die vielen Enthüllungen unter www.fsc-watch.org zeigen. Die Probleme des Siegels: die Anforderungen sind nicht in jedem Land die gleichen, das Label agiert nicht losgelöst von der Holzindustrie und in einigen korrupten Ländern (zB Kongo) sind die Kontrollmechanismen nicht gegeben. Zudem sind die Anforderungen an den Waldbau relativ gering (in der Schweiz müssen in FSC-Wäldern nur 10 Prozent der Wälder unangetastet bleiben), und das Schlimmste: es können sogar Plantagen, die auf früheren Regenwaldstandorten angelegt wurden, zertifiziert werden.
Darf man also nun FSC-Tropenholz kaufen oder nicht? Einige Umweltschutzorganisationen meinen Ja. Andere meinen Nein. Ich meine: nein, noch nicht. Erst wenn beim FSC-Label alle Kinderkrankheiten behoben sind und es keine Negativmeldungen mehr gibt, kann man sauberen Gewissens FSC-Tropenholz kaufen.
Und hier der Beitrag der Rundschau zum FSC-Holz aus dem Kongo: