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Der österreichische Tenor Herbert Lippert, der in Linz geboren wurde, begann seine musikalische Laufbahn als Mitglied der Wiener Sängerknaben. Nach Abschluss der Schulzeit studierte er Musikpädagogik an der Universität Wien und liess seine Stimme professionell ausbilden. 1990 wurde er in das Ensemble der Wiener Staatsoper engagiert, dem er vier Jahre lang angehörte. Dort wurden Dirigenten wie Georg Solti und Wolfgang Sawallisch auf ihn aufmerksam, die ihn nachhaltig förderten und für ihre Platteneinspielungen verpflichteten. Für seine Aufnahme der Meistersinger von Nürnberg, in der Lippert unter Soltis Leitung die Partie des David gestaltete, wurde er 1997 mit einem Grammy ausgezeichnet. Zahlreiche internationale Bühnen luden ihn zu Gastspielen ein: das Londoner Royal Opera House, die Bayerische Staatsoper, die Mailänder Scala, die Salzburger Festspiele, das Festival d’Aix-en-Provence. Stand zunächst das lyrische Fach im Mittelpunkt seines Repertoires, hat sich Herbert Lippert mittlerweile auch dramatischere Partien erarbeitet: von Mozarts Titus über den Max in Webers Freischütz bis zu Wagners Stolzing und dem Lohengrin, den er im Juni 2009 am Teatro Colón in Buenos Aires vorstellen wird. Ein grosses Faible hegt Herbert Lippert für die Operette: Die Wiener Philharmoniker, mit denen er im Konzertbereich ohnehin eng zusammenarbeitet, haben für gemeinsame Projekte in diesem Genre eigens das Ensemble «Herbert Lippert und seine philharmonischen Freunde» gegründet. Zu den Dirigenten, mit denen der Tenor bevorzugt konzertiert, zählen Nikolaus Harnoncourt, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa und Franz Welser-Möst. Mit ihnen führt er ein Konzertrepertoire auf, dessen Spektrum von Händels Messias über Oratorien von Haydn und Mendelssohn sowie Messen von Schubert, Beethoven und Bruckner bis zu den Gurre-Liedern von Arnold Schönberg reicht.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. März 1997 mit Mozarts Spatzenmesse und Haydns Stabat mater.
Januar 2010