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Buenos Aires - Der argentinische Ex-Diktators Jorge Videla muss sich vor Gericht verantworten: Nach der Aufhebung seiner Begnadigung ist er wegen der Ermordung von 40 Menschen angeklagt worden. Die meisten Opfer, deren Ermordung Videlas Militärregime angelastet wird, waren anonym in Buenos Aires begraben worden.
Videla war 1985 wegen seiner Rolle an der Spitze der Militärdiktatur (1976-1983) zu lebenslanger Haft verurteilt worden, fünf Jahre später jedoch vom damaligen Präsidenten Carlos Menem begnadigt worden. Diese Begnadigung erklärte das argentinische Verfassungsgericht vor einer Woche in letzter Instanz für verfassungswidrig.
Nun stehen dem Ex-Diktator mehrere Prozesse bevor. Videla wird vorgeworfen, dass er 33 Kinder von Oppositionellen verschleppen und 32 politische Häftlinge foltern und ermorden liess. Ausserdem wird gegen ihn wegen Beteiligung an der sogenannten Operation Condor ermittelt, welche die Diktaturen von Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Brasilien und Bolivien zur Verfolgung und Ermordung ihrer Gegner ausführten.
Während Videlas Herrschaft (1976-1981) und bis zum Ende der Militärdiktatur waren in Argentinien nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen 30'000 Menschen ermordet worden oder spurlos verschwunden.
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