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Die chinesische Medizin zählt Ginseng zu einer der wertvollsten Heilpflanzen, wobei zumeist die manchmal der Menschenform ähnelnde Wurzel, aber auch Blätter und Stiele Anwendung finden. Die in der Pflanze enthaltenen Saponine sollen Herzleistung, Atmung und Immunabwehr verbessern und Blutzucker, Fett- und Cholesterolgehalt sollen gesenkt werden. Der botanische Name spiegelt die vorgenannten Bedeutungen wieder: Panax = griechisch = allheilend / Ginseng = chinesisch jen shen = Menschenwurzel. Für Wurzeln mit hoher menschlicher und zudem männlicher Ähnlichkeit werden Preise bis zu 25.000 $ bezahlt. Die hohen Marktpreise haben mittlerweile dazu geführt, dass Teilbestände im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES als schutzbedürftig ausgewiesen werden und Wildbestände weitgehend als ausgerottet gelten.
In nordöstlichen chinesischen Provinzen, im Norden Koreas und in Süden der russischen Region Primorje finden sich die Naturstandorte des Ginseng.
Aussaat:
Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Ginseng ist ein sogenannter Kaltkeimer und die Anzucht erfolgt am besten in einer Schale. Drücken Sie die Samen nur leicht in lockeres und feuchtes, aber nicht durchnässtes Anzuchtsubstrat und stellen Sie die Schale an einen hellen Ort bei circa 20° Celsius. Halten Sie das Anzuchtsubstrat feucht, aber nicht nass. Nach 2-4 Wochen ist dann eine Kühlperiode von ebenfalls zwei bis vier Wochen notwendig, während der die Umgebungstemperatur der Anzuchtschale nur circa 5° Celsius betragen sollte. Gegen Ende dieser Kühlperiode erfolgt die Keimung.
Pflege:
An seinen Naturstandorten siedelt Ginseng im lichten Schatten von Mischwäldern. Er sollte daher niemals direkter Sonne ausgesetzt werden, weil seine Blätter sehr schnell verbrennen und die ganze Pflanze abstirbt.
Am liebsten steht Ginseng in einem kalkfreien, humusreichen und durchlässigen Pflanzsubstrat. Ginseng lässt sich gut im Haus kultivieren, ist aufgrund seiner Frostsicherheit aber auch gartentauglich. Im August können Sie die Ausbildung einer kräftigen Wurzel durch Gaben von organischem Dünger fördern. Ab dem dritten Jahr bildet die Pflanze rote Blütenstände und ab einem Alter von vier bis sechs Jahren können die spnidelförmigen Menschenwurzeln ausgegraben und getrocknet werden. Dies erfolgt am besten im Herbst, wenn sich die oberirdischen Teile der Pflanze zurückgezogen haben.
Im Winter: Ginseng überwintert gerne in einem kühlen Raum bei circa 8° Celsius. Die Erde sollten Sie weiterhin leicht feucht halten. Im Garten schützt eine dicke Mulchschicht aus Stroh die Wurzeln im Winter vor Frostschäden.
Text-Autor: © SAFLAX