Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/1830

«Die kalte, harte Tatsache ist, dass selbst inmitten der wirtschaftlichen Erholung zu viele Amerikaner nur dafür arbeiten, dass sie gerade über die Runden kommen.» Das hat US-Präsident Barack Obama in seiner Rede zur Nation vor dem Kongress erklärt.
Er kritisierte besonders, dass die Durchschnittslöhne in den USA in den vergangenen vier Jahren fast nicht gestiegen sind. Die Profite der Unternehmen, die Aktienkurse und die Saläre der Topverdiener dagegen seien in neue Höhen geklettert. Die Chancen der Familien, in den Mittelstand aufzusteigen seien stagniert und die soziale Ungerechtigkeit habe zugenommen.
Mindestlohn gegen Armut
Das will der Präsident nun ändern, wie er seinem Volk versicherte. «Was ich ihnen heute anbiete, sind eine Reihe praktischer und konkreter Vorschläge, um das Wachstum zu beschleunigen und die Mittelklasse zu stärken. Ich werde ihr neue Leitern zum Aufstieg bauen.»
Das wolle er zusammen mit dem Kongress erreichen. Aber wenn er für mehr amerikanische Familien auch ohne den Kongress neue Möglichkeiten schaffen könne, dann werde er dies tun.
Um die Armut zu bekämpfen will Obama den Mindestlohn von heute 7.25 auf 10.10 Dollar pro Stunde erhöhen. Für Staatsangestellte und für jene, die im Auftrag des Staats arbeiten, werde er das per Dekret durchsetzen, sagte der Präsident. Er hoffe aber, den Kongress für die Erhöhung des Mindestlohns zu gewinnen, damit weitere Millionen Menschen davon profitieren könnten.
Der Präsident gab sich aber optimistisch, dass 2014 für die
US-Wirtschaft zu einem «Jahr des Durchbruchs» werden könnte.