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Nachdem am 19.4.1863 der Schweizerische Alpenclub durch Dr. Simler in Bern gegründet wurde, haben sich am 16. Januar 1870 30 Männer zusammengefunden, um die Sektion Toggenburg zu gründen. Das damalige Zentralkomitee hatte den Vorschlag gemacht, dass die Toggenburger eine Untersektion der grossen Sektion St. Gallen werden sollen. Die Toggenburger wollten dies nicht und daher verzichtete der Präsident der Sektion St. Gallen auf die Gründung dieser Untersektion. Am 13. März 1870 fand dann die Gründungsversammlung einer eigenen Sektion, der Sektion Toggenburg mit 14 Vollmitgliedern und 22 Halbmitgliedern statt. Die Halbmitglieder waren nur Mitglieder der Sektion Toggenburg, aber nicht des Schweizerischen Alpenclubs. Die Idee, eine Untersektion zu bilden, hatte scheinbar einige Männer verärgert.
Die Sektion Toggenburg wurde mit folgendem Zweck gegründet:
Zu Beginn waren unter den Mitgliedern einige Gastwirte zu finden. Der Mitgliederbestand stieg in den ersten Jahren auf 60 und sank wieder bis auf 29 im Jahre 1905. Sie war dann sogar die kleinste Sektion im SAC! Von 1905 bis 1920 stieg der Mitgliederbestand auf 200. Danach folgten ca. 3 Jahrzehnte mit praktisch keinem Zuwachs. Von 1955 bis 1970 konnte der Mitgliederbestand von 211 auf 400 gesteigert werden. 1956 wurde die JO (Jugendorganisation) gegründet. Somit hatte die Sektion auch ein Angebot für junge Mitglieder. Im September 2007 lag der Bestand bei ca. 1100 Mitgliedern.
Schon früh hatte die Sektion die Absicht eine eigene Hütte zu bauen. Mit dem Ziel die umliegenden Berge besser zu Erschliessen hatte sich die Sektion vor allem am Bau der Wege auf den Speer und den Säntis aktiv beteiligt. 1871 begann der Wegbau auf den Säntis, zusammen mit der Sektion Säntis, über die Tierwies. 1872 konnte der Weg bis zu diesem Punkt fertiggestellt werden und das erste Tierwies-Hüttchen eingeweiht werden. Dieses Hüttchen diente als Basis für den weiteren Wegbau. In den folgenden 2 Jahren wurde der Weg, zum Teil unter erschwerten Umständen, auf den Säntis fertiggestellt und das Tierwies-Hüttchen vergrössert. So entstand die erste Klubhütte, welche 1874 eingeweiht wurde. Bedingt durch die steigenden Besucherzahlen schloss man 1879 einen Vertrag mit dem ersten ständigen Hüttenwart ab. Der Besucherstrom stieg weiter und hatte zur Folge, dass 1891 die Hütte umgebaut und vergrössert werden musste. Sie erhielt dann ein Giebeldach. Weil die Tierwies sich im Laufe der Jahre zu einer Gaststätte entwickelte, wurde sie 1904 an den Tierwieswirt mit der Übernahme der Wegpflicht von der Schwägalp auf den Säntis verkauft.
1905 wurde die Haghütte mietweise übernommen. Ebenso mietete die Sektion die Regelsteinhütte bis 1958. An der HV 1941 wurde beschlossen, dass man wieder eine eigene Hütte erstellen möchte. Auf der Chreialp fand man einen geeigneten Standort. Die Hütte konnte aber aus finanziellen Gründen noch nicht erstellt werden. 1944 traten unerwartete Probleme mit dem Bodenerwerb auf der Chreialp auf. Die Alpgenossenschaft stellte zu hohe Auflagen. An der HV 1945 wurde entschieden, den Hüttenbau in Aussicht zu stellen. Erst 1966 konnte der Boden des jetzigen Standortes beim Zwinglipass erworben werden. Das eidgenössische Militärdepartement nahm vorgängig das Grundstück aus dem Schiessservitut. Die Sektion beteiligte sich auch am Bau der Transportseilbahn auf die Chreialp. Dadurch bekam sie das Recht 50 Tonnen Baumaterial zu transportieren. 1968 fiel der einstimmige Beschluss mit dem Hüttenbau zu beginnen. Es gelang auch, durch Spenden der Mitglieder, Fr.160'000.-- zu sammeln. Demzufolge konnte die Erstellung der Hütte aus eigenen Mitteln finanziert werden. Am 9. August 1969 konnte die Aufrichte gefeiert werden. Im November war die Hütte bis auf den Innenausbau fertig. 1970 konnte die Hütte zum 100-jährigen Bestehen der Sektion eingeweiht werden.
1991 wurden die Kellerräume und der Waschraum unter der Terrasse erstellt. 2007 ersetzte man die Holzfassade und die Fenster. Diese Bauelemente trotzten 38 Jahre lang dem Wetter.
Die Hötteträgete, welche immer am letzten Samstag des Monats Juni stattfindet, ist der meistbesuchte Anlass unserer Sektion. 2005 durften wir den Anerkennungspreis von Mountain Wilderness in Empfang nehmen. Der Preis wurde uns wegen der Hötteträgete und der einfachen Führung der Hütte vergeben. Im Jahre 2006 wurden die „Sherpas vom Zwinglipass" vom Schweizer Fernsehen gefilmt und in der Tagesschau ausgestrahlt. Zudem erscheint unsere Klubhütte immer wieder in verschiedenen Printmedien. Der Standort und der einfache Betrieb der Hütte sind unsere Aushängeschilder. Hervorzuheben ist, dass die Betreuung und die Bewartung der Hütte durch Sektionsmitglieder ehrenamtlich bestritten werden. Unsere Klubhütte ist ein ausgezeichneter Treffpunkt.
Die oben aufgeführten Informationen sind ein Zusammenfassung aus den Festschriften des 50- und 100- jährigen Bestehens unserer Sektion. Diese Festschriften und andere interessante Dokumente können in unserer Bibliothek ausgeliehen werden. (Geschrieben am 7.10.2007)