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Zinggenbrücke
Die Zinggenbrücke, eine alte Holzbrücke im Grenzbereich der Gemeinden Hasle und Schüpfheim, diente ursprünglich dem Verkehr der landwirtschaftlichen Gehöfte von und zur Kantonsstrasse. Schon im Jahr 1640 stellte Landvogt Christof Pfyffer das starke Interesse der Einzelhöfe fest. Die ursprünglich unverteilten Höfe Enetacher, Obrischwand und Tällen waren über Jahrhunderte zu einem wesentlichen Teil an Bau und Unterhalt pflichtig. Unverteilte Gemeindewälder dienten auch dem Erhalt von Brücken und Wuhren. In der Folge übernahm das Säckelamt Flühli-Schüpfheim einen massgebenden Anteil am Unterhalt.
Schon mehrere Jahrzehnte war die Zinggenbrücke in einem schlechten Zustand. Die Abklärungen zeigten, dass die Brücke nicht erhaltenswert war. Studiert wurde in der Folge ein Neubau. Die Varianten in Holz oder Beton wurden einander gegenübergestellt. Im nahen bernischen Emmental wurden neuere Holzbrücken als praktische Beispiele herangezogen. Der Genossenschaftsvorstand konnte die kantonalen Instanzen für eine zweckmässige, gefällige Lösung in Holz überzeugen. Die neue Holzbrücke wurde im Jahr 1972 für rund Fr. 300 000.– gebaut und ist ein Beweis dafür, dass unser Rohstoff Holz auch in neuester Zeit im Brückenbau sinnvoll eingesetzt werden kann.