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Nepals Regierung reagiert auf die Anhebung von Indiens Gold- und Silberimportzöllen durch eine Angleichung der eigenen Tarife. Auf diese Weise soll der illegale Schmuggel beider Edelmetalle nach Indien unterbunden und verhindert werden. Erst seit diesem Fiskaljahr ist es den in Nepal ansässigen Händlern wieder erlaubt, Gold und Silber einzuführen. Deren Handel blieb in den letzten beiden Jahren allein den Geschäftsbanken vorbehalten, um das horrende Budgetdefizit des Staates zu reduzieren.
Nepal versucht den illegalen Schmuggel von Gold und Silber nach Indien zu unterbinden
Nepals Staatsführung folgte der Entscheidung Indiens, die Importzölle für Gold und Silber anzuheben, um eine Wiederholung des illegalen Schmuggels ins Nachbarland auf Basis günstigerer Zollbedingungen zu unterbinden. Mitte Januar gab Indiens Regierung eine Erhöhung der Importzölle bekannt, die im Falle von Goldeinfuhren auf Basis des momentanen Preisniveaus von 300 auf 540 Rupien pro 10 Gramm angehoben wurden. Im Silbersektor kletterte die Importsteuer sogar noch deutlich stärker um 1.500 auf nunmehr 3.120 Rupien pro Kilogramm, was einer Verdopplung entspricht. Um diesen Schritt nachzuvollziehen, teilte die nepalesische Regierung am Mittwoch mit, ihre Importzölle für Goldeinfuhren auf 1.500 nepalesische Rupien pro 10 Gramm und Silberimporte auf 4.600 nepalesische Rupien pro Kilogramm anzuheben. Nepals Verband der Gold- und Silberhändler (Negosida) hatte die Regierung um die Angleichung der Importzölle ersucht, um eine Wiederholung des illegalen Schmuggels von Gold und Silber nach Indien zu verhindern. Dies gilt insbesondere für das weiße Metall, dessen Preis in Indien höher ist als in Nepal. In den vergangenen beiden Wochen sei es laut Negosida auf Basis der voneinander abweichenden Importzölle beider Himalaya-Nachbarländer zu hohen Kauforders für nepalesisches Silber aus Indien gekommen. Im letzten Jahr verbot Nepals Regierung den Händlern den Import von Gold und Silber, der allein den Geschäftsbanken des Landes vorbehalten blieb. Dadurch sollte das horrende Budgetdefizit des Staates reduziert und ein Ausgleich der Zahlungsbilanz herbeigeführt werden. Hohe Importe von Gold und Silber trugen im Fiskaljahr 2009/2010 maßgeblich zu dem enormen staatlichen Budgetdefizit bei. Die ergriffenen Maßnahmen führten dazu, dass Gold- und Silberimporte in 2011 nur noch einen Anteil von 3 Prozent an den Gesamteinfuhren Nepals aufwiesen. Im Fiskaljahr 2009/2010 hatten diese Importe noch einen Anteil in Höhe von 10 Prozent an den Gesamteinfuhren. Der Import von Gold und Silber wurde den lokal ansässigen Händlern nun zwar wieder gestattet, wohingegen Goldeinfuhren von mehr als 15 Kilogramm pro Tag jedoch auch weiterhin den Geschäftsbanken vorbehalten bleiben.