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Update
Nach einer kurzen aber intensiven Hallensaison standen für Selina ein paar ruhigere Tage an. Das zweiwöchige Trainingslager in Zypern musste sie aufgrund der Verbreitung des Coronavirus frühzeitig abbrechen. Ob und wann die Freiluftsaison 2020 startet, ist zurzeit ungewiss.
Selina startete anlässlich eines nationalen Hallenmeetings in Magglingen über 800 m in eine kurze, aber intensive Indoor-Saison. In 2:03.49 Minuten lief sie zu einem Start-Ziel-Sieg, womit der Einstieg ins Wettkampfgeschehen glückte. Eine Woche später trat die 28-Jährige in Metz (Frankreich) erneut über die vier Bahnrunden an. In einem offensiven Rennen lief sie in 2:02.44 Minuten auf den vierten Rang. Wiederum eine Woche später wurden die Schweizer-Hallenmeisterschaften in St. Gallen ausgetragen. Über 800 m wurde ein spannender Dreikampf zwischen Lore Hoffmann, Delia Sclabas und Selina erwartet. Delia Sclabas führte das Spitzentrio, dass sich schon kurz nach dem Start vom restlichen Feld absetzen konnte, eine Runde lang an, ehe Selina die Führung übernahm. Bis ins Ziel gab die Toggenburgerin diese Position nicht mehr ab und gewann schliesslich das taktische Rennen in 2:06.84 Minuten vor Delia Sclabas und Lore Hoffmann. Als Abschluss der Hallensaison wollte sie im französischen Liévin ihre Saisonbestleistung angreifen. Für einmal passte nicht viel zusammen. Die 28-Jährige verpuffte viel Energie und musste sich mit einer Endzeit von 2:04.76 Minuten begnügen. «Ich blicke auf eine solide Hallensaison mit sehr unterschiedlichen Rennen zurück. Dabei konnte ich gute Erkenntnisse gewinnen, welche mich zukünftig weiterbringen werden.»
Das Extrajahr nutzen
Nach der Hallensaison standen ein paar ruhigere Tage an, welche Selina unter anderem für einen Ausflug in den Schnee nutzte. Es folgte eine krankheitsbedingte Trainingspause. Der geplante Start an den Cross-Schweizermeisterschaften fiel dem Corona-Virus zum Opfer. Mitte März reiste Selina nach Zypern, wo sie für zwei Wochen in der Heimat ihrer Trainingskollegin Natalie Evangelidou trainieren und sich auf die Freiluftsaison vorbereiten wollte. Doch die unberechenbare Ausbreitung des Coronavirus zwang sie zu einer verfrühten Heimreise. «Nun trainiere ich zuhause weiter. Als Läuferin kann ich auch ohne grosse Infrastruktur gut trainieren. Ich habe die Situation akzeptiert und mache das Bestmögliche daraus.» Ob 2020 noch Leichtathletikwettkämpfe stattfinden, ist zurzeit ungewiss. Mit den Olympischen Spielen wurde das grosse Saisonziel um ein Jahr nach hinten verschoben. «Meiner Motivation im täglichen Training tut dies keinen Abbruch, im Gegenteil. Nun habe ich ein Jahr mehr Zeit, um am Tag X in Topform zu sein», so Selina.