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6E. Psycho-physiognomisches Grundgesetz
Einleitung: Wie ist es zu erklären, dass aus dem Äusseren des Menschen Rückschlüsse auf sein Wesen gezogen werden können?
Carl Huter hat mehrere Faktoren gefunden, die dazu führen, dass sich aus dem Äusseren Rückschlüsse auf das innere Wesen des Menschen und jedes Lebewesen ziehen lassen:
a. Helioda, siehe B. Helioda II; Zitate I und C. Helioda III; Zitate II namentlich die dort mit gelber Farbe markierten Stellen
b. Psycho-physiognomisches Grundgesetz (unten)
c. Allgemeines mechanisches Korrespondenzprinzip, vgl. nächste Rubrik
d. Drei Korrespondenzgesetze - chemisches, spezielles mechanisches und psychisches Korrespondenzgesetz; vgl. nächste Rubrik
Den Huterschen Schriften lässt sich folgendes entnehmen ("Welt- und Menschenkenntnis", sowie "Individuum und Universum"):
1. Das psycho-physiognomische Grundgesetz
"Jeder Reiz, der von der Aussenwelt (II) auf ein aus Zellen aufgebautes organisches Lebewesen, in Fig. 1 auf ein einzelliges Individuum (I) einwirkt, sei es Licht, Wärme, Druck oder sonst irgendein mechanischer, chemischer oder psychischer Reiz, berührt zunächst das Äussere der Zelle, die Peripherie (C) des Zellkörpers. Da alle Teile des lebenden Körpers -Zellhaut (C), Zellfleisch (B) und Zellkern (A) -durch den empfindenden Seelenleib miteinanderverbunden sind und die Zelle ihren konzentrischen Kraftpunkt im Zellkern hat, so wird jeder eindringende Reiz dieser Lebenszentrale, dem Zellkern, übertragen. Der Zellkern sucht nun aus den aufgenommenen Reizen neue Energien für den ganzen Zelleib zu sammeln. Er speichert also von jedem eindringenden Reiz die Kraft desselben zur eigenen Spannkraft auf, belebt und ernährt, nachdem er diese Reize nicht nur sammelt, sondern auch verdaut, auf strahlenartigem Wege den ganzen Zelleib, alle Zellfleischteile und auch die Zellhaut."
"Es findet also eine Rückstrahlung der Kräfte, die von II nach I, über C und B schliesslich bis A gedrungen sind, statt, und zwar von A nach C. Wenn nun die eindringenden Kräfte meist chemisch-mechanischer Natur sind, so haben die ausstrahlenden Kräfte einen ganz anderen Charakter angenommen. Die Kräfte der Aussenwelt, die auf den belebten Körper einwirken, werden am und im Zellkörper physiologischer Natur. Die von der Zellzentrale rückstrahlenden Energien sind jedoch psychisch-chemischer, psychisch-physikalischer und psychisch-physiologischer Art. Die aufgenommenen Stoffe und Kräfte werden in der Zellzentrale psychisch umgewandelt und als Baumaterialien resp. -kräfte dem Zelleib zweckdienlich untergeordnet. Eisen, Schwefel, Sauerstoff haben im lebendigen beseelten Körper etwas Beseeltes von der Lebensenergie der Zelle mitbekommen. Diese Stoffe haben wohl die chemischen Grundeigenschaften behalten, aber neue Kräfte seelischer Natur noch hinzubekommen. Die Materie in jedem lebenden Körper ist also mit psychischen Kräften geschwängert, sie ist eigenartig, individuell von der Lebenskraft "Seele" beeinflusst, bereichert; und dadurch unterscheiden sich die materiellen Substanzen im lebenden Körper von denen, die ausserhalb des lebenden Körpers anzutreffen sind."
"Der Regel nach findet nun eine Rückstrahlung von Stoffen und Kräften vom Zellkern aus zur Peripherie am lebhaftesten dort statt, wo ein starker Reiz von aussen her auf dieselbe einwirkte. Nehmen wir an, von II wirkt ein Lichtreiz (5) auf I. Dieser trifft zunächst C und pflanzt sich von dort auf B und schliesslich auf A fort mit wellenförmiger Linie in gerader Richtung. Dieser Lichtstrahl vermag in seiner nächsten Nähe eine Molekularbewegung der Stoffe des Zellkörpers hervorzurufen; von a aus, wo der Lichtstrahl zuerst auftrifft, werden die weiter entfernt liegenden Zelleibteile zunächst in der Breite (b- c) stark in Vibration versetzt."
"Der Lichtstrahl wirkt am stärksten auf la, seine Wirkung wird, je tiefer er eindringt, nach der Breite zu immer schwächer, steigert sich dafür aber konzentrisch, intensiv im letzten Berührungspunkt, im Zellkern (A), dem Spannbehälter der Zelle. Der Zellkern nimmt auch die Begleiterscheinungen, welche dem Lichtstrahl beiderseits im eigenen Zelleib folgen, als Erfahrungsresultat auf; im Zellkern selbst erwacht dann das Bewusstsein über den empfangenen Lichtreiz, und dieses Bewusstsein spürt der Herkunft des Reizes nach, zunächst bis zum Einfallspunkt desselben an der Peripherie, und von hier aus über die Peripherie hinaus zurück bis nach II 5, dem Ausgangspunkt des Lichtreizes, und sucht diesen nach seiner Ursache zu erkennen. Wenn nun aus dem aufgenommenen Lichtreiz im Zellkern eine Spannkraft entwickelt wird, so pflanzt sich diese Spannkraft auf den ganzen Zelleib, mechanisch und elektrisch vibrierend, auf alle Moleküle und Atome des gesamten Zellkörpers fort. Diese reagieren besonders unter der Spannkraft der Haut des Zelleibes auf den vom Zellkern erhaltenen Anstoss zurück nach dem Zellkern, und dieser nimmt die inneren seelischen Reaktionen des Lichtreizes in sich als subjektive Anschauung und Erfahrung auf und strahlt nun diese subjektiven Erfahrungsprodukte auch nach dem Einfallspunkte des Lichtreizes an der Peripherie zurück. Somit spiegelt sich in der Peripherie: l. die Aussenwelt mit ihren spezifischen Reizen, 2. die Innenwelt des Individuums. Die Peripherie ist stets der Kreuzungspunkt aller Reize, welche von aussen eindringen, und diese Reize hinterlassen ihre Merkzeichen in Form und Farbe."
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