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Die Brandschutzvorschriften BSV 2003 enthielten keine Definition für ein Untergeschoss. Mit der Revision der Brandschutzrichtlinien 2015 wurde dies ergänzt: Die Brandschutznorm (Art. 13 Abs. 4) definiert ein Untergeschoss als ein Geschoss, bei dem mehr als 50 % der Summe der Aussenwandfläche der Umfassungswände unter Terrain liegen.
In Spezialfällen ist eine objektspezifische Beurteilung für die Festlegung der Terrainlinie erforderlich. Die Brandschutzvorschriften stützen sich dabei auf die interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (siehe Informationen zur IVHB).
Ob ein Geschoss als Untergeschoss gilt, ist massgebend für den geforderten Feuerwiderstand: Das Tragwerk im Untergeschoss muss mindestens einen Feuerwiderstand von 60 Minuten aufweisen, unabhängig davon, welcher Feuerwiderstand bei den Geschossen über Terrain gilt. Ausnahmen sind Einfamilienhäuser und Gebäude geringer Abmessungen. Dort gelten grundsätzlich keine Anforderungen an den Feuerwiderstand des Tragwerkes.