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Die NBA geht in die heisse Phase: Trades sind nicht mehr möglich, die Kader für den Rest der Saison sind so gut wie fix und der Kampf um die Playoffs läuft heiss. Wir verraten dir, worüber in der Basketball-Welt gerade diskutiert wird.
Die Verpflichtung von Andre Drummond ist das letzte Puzzleteil im grossen Wettrüsten zwischen den Los Angeles Lakers und den Brooklyn Nets. Die beiden Franchisen, die mit LeBron James und Anthony Davis sowie Kevin Durant und James Harden bereits eine Menge Superstar-Power hatten, verstärkten sich in den letzten Wochen noch weiter.
Alles begann mit dem Trade, der Anthony Davis 2019 zu den Los Angeles Lakers brachte. Der beste Spieler seiner Generation, LeBron James, bekam den besten Mitspieler, den er je hatte. Trotz vieler Zweifel aufgrund der grossen Leere hinter den beiden Superstars – der Kader war ansonsten eher Durchschnitt – holten die Lakers den Titel.
Dann verstärkte sich der Meister auch noch mit Spielern wie Montrezl Harrell und Dennis Schröder, die in der Vorsaison zum besten bzw. zweitbesten Bankspieler der Liga gewählt wurden. Mit Marc Gasol, NBA-Champion mit Toronto, und Wes Matthews stiessen zwei weitere erprobte NBA-Spieler zum Kader. Vor kurzem stiess mit Andre Drummond auch noch einer der besten Rebounder der Liga zum Team. Der amtierende Meister ist jetzt also noch stärker als beim Gewinn des Titels.
Doch rund 4000 Kilometer weiter östlich formt sich gerade ein weiteres «Superteam»: Denn auch die Brooklyn Nets machen ernst. Im Sommer 2019 holten sie mit Kevin Durant und Kyrie Irving zwei der besten Spieler der Liga und zwei NBA-Champions. Durant verpasste die gesamte Saison 2019/20 aufgrund eines Achillessehnenrisses, den er sich noch bei den Golden State Warriors zuzog. Das war den Nets aber bereits bei Vertragsunterschrift klar und die Titelhoffnungen wurden um ein Jahr verschoben. Diese Saison war es so weit und KD kam zu seinem Debüt im Trikot der Nets.
Genug war das dem Team aus dem New Yorker Stadtteil aber noch nicht. Im Januar wurde James Harden per Trade aus Houston geholt, um Durant und Irving zu verstärken. Dabei gab Brooklyn vier Spieler und vier Erstrundenpicks ab. Ähnlich wie die Lakers vor einem Jahr hatten die Nets ein Problem mit der Tiefe des Kaders. Das behob Brooklyn aber sehr schnell. Blake Griffin und LaMarcus Aldridge wurden bei ihren Teams aussortiert und kamen nun bei Brooklyn unter. Beide sind mehrfache Allstars und verstärken das Team, das ohnehin schon eines der besten der Liga war.
Wieso ist das in einer Liga mit einer Gehaltsobergrenze überhaupt möglich? Die angesprochenen Drummond (Cleveland), Aldridge (San Antonio) und Griffin (Detroit) wurden bei ihren ursprünglichen Teams nicht mehr gebraucht und wurden aus ihren Verträgen freigekauft. Dadurch konnten sie für den Mindestlohn bei neuen Teams ihrer Wahl unterschreiben und entschieden sich für die ihrer Meinung nach beste Möglichkeit, um einen Titel zu gewinnen. So konnten sich die Lakers und die Nets die Verträge leisten, obwohl sie schon mehrere sehr teure Spieler im Kader hatten.
Drummond in Clevland und Griffin in Detroit passten nicht mehr in die Pläne der eher jungen Teams, die ihre Bilanz in Hinsicht auf den Draft verschlechtern wollen, um einen höheren Pick zu erhalten. Aldridge hat sich mit seinem alten Team geeinigt, dass es besser für beide Parteien ist, wenn er zum Ende seiner Karriere noch bei einem anderen Team mit besseren Titelchancen unterkommt.
Sollten sämtliche Stars beider Teams in den Playoffs gesund sein (siehe weiter unten), wird es für den Rest der Liga sehr schwierig mitzuhalten. Für die Buchmacher sind die Nets und die Lakers die klaren Favoriten auf den Titel.
An keinem aktiven Basketballer scheiden sich die Geister so sehr wie an Russell Westbrook. Für die einen ist der MVP von 2017 ein Held, der mit seinen Triple-Doubles Rekorde bricht und Leistungen zeigt, die keiner vor ihm geschafft hat. Für die anderen ist er ein egoistischer Spieler, der nur für die Statistiken spielt und gerade in den Playoffs immer wieder untertaucht.
Beide Seiten haben Argumente für ihren Standpunkt, doch eines ist klar. Russell Westbrook liefert Highlights – und zwar am laufenden Band. So zeigte der 32-Jährige erst gerade wieder seine Explosivität, als er den Ball über den 15 Zentimeter grösseren Bismack Biyombo in den Ring stopfte.
Der Point Guard der Washington Wizards hat aber noch eine andere Seite. Man kann von Westbrooks Leistungen auf dem Feld halten, was man will, ausserhalb des Sports ist er einer der Spieler, die sich am meisten für die Gesellschaft einsetzen. Mit seiner Stiftung engagiert er sich für benachteiligte Menschen.
Vor Kurzem äusserte sich Russ in einem Interview über seinen Einsatz neben dem Platz: «Mein Vermächtnis werden nicht meine Leistungen auf dem Court sein, sondern was ich neben dem Sport mache und wie viele Menschen ich positiv beeinflussen kann.» Zudem sagte er darüber, dass er noch nie einen Titel gewinnen konnte: «Ein Titel würde mein Leben nicht ändern, ich bin glücklich. Ich war ein Champion, sobald ich es in die NBA geschafft hatte.»
Für die Los Angeles Lakers und ihre Fans war es ein Schock. Nach Anthony Davis verletzte sich auch LeBron James, der Superstar fällt mehrere Wochen aus. Doch es gibt noch einige andere Verletzungen, die den NBA-Teams ihre besten Spieler nehmen. So mussten die Brooklyn Nets lange ohne Kevin Durant auskommen und müssen jetzt auch noch auf James Harden verzichten. Das neuste Opfer der Verletzungsplage ist Victor Oladipo, der das Spiel der Miami Heat in der Nacht auf heute frühzeitig verlassen musste.
Diese Saison gibt es mehr Verletzungen als in den letzten Jahren. Pro Partie können über fünf Spieler aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. In den vergangenen beiden Saisons waren es noch etwa vier. Bereits 2018 wurde berichtet, dass es so viele Verletzungen gab wie noch nie. Nun sind die Zahlen sogar noch höher.
Ein Grund könnte die kürzeste Offseason aller Zeiten sein. Gerade einmal 72 Tage lagen zwischen dem letzten Finalspiel und der ersten Partie der neuen Saison. Besonders für die Finalteilnehmer Los Angeles Lakers und die Miami Heat war die Pause sehr kurz. Andere Teams hingegen hatten seit dem Saisonabbruch im März 2020 keinen Ernstkampf mehr bestritten und konnten sich neun Monate ausruhen.
Beide Situationen bieten nicht die besten Voraussetzungen, um zu Saisonbeginn in Wettkampfform zu sein. Die Angst vor Verletzungen war daher in beiden Lagern gross und bisher scheint sie sich zu bestätigen. Die Statistik zeigt die wichtigsten Spieler, die mindestens zehn Spiele verpasst haben und wie ihre Teams mit ihnen sowie ohne sie abschnitten.
Es fällt auf, dass die Verletzungen deutliche Auswirkungen auf die Erfolgsquoten der betroffenen Teams haben. Bei einem Sport, bei dem nur fünf Spieler gleichzeitig auf dem Feld stehen und viel von den Stars abhängt, ist das offensichtlich. Einzig Kevin Durant bildet eine Ausnahme, da die Nets in James Harden und Kyrie Irving zwei weitere Topspieler im Kader haben, die den Ausfall kompensieren konnten.
Weniger Glück hatten die Vorjahresfinalisten aus Los Angeles und Miami. Mit LeBron James (41 Spiele) und Anthony Davis (23) konnten die beiden Superstars der Lakers nur einen Teil der bisher 52 Spiele absolvieren und fallen seit mehreren Spielen gleichzeitig aus. Die Miami Heat mussten gerade zu Beginn der Saison auf mehrere Leistungsträger der letzten Saison verzichten und ohne Jimmy Butler sah es überhaupt nicht gut aus in Florida. Mit weniger Verletzungspech wäre wohl mehr möglich gewesen als der aktuell sechste Platz in der Western Conference.
Während viele Teams mit Verletzungen zu kämpfen hatten, konnten unter anderem die Utah Jazz und die Phoenix Suns profitieren. Die beiden Teams mit den aktuell besten Siegquoten konnten in einem Grossteil der Spiele auf ihre Leistungsträger setzen.
Dass Kevin Durant auf den sozialen Medien gerne mal seine Meinung sagt, ist bekannt seit aufflog, dass er Fakeaccounts nutzte, um seinen Wechsel zu den Warriors selbst zu verteidigen. Zudem wissen NBA-Fans und die Medien, dass er sich auch gerne mal provozieren lässt und eher sensibel mit Kritik umgeht. Was kürzlich geschehen ist, stellt jedoch alles Bisherige in den Schatten.
Der zweifache Champion beleidigte Schauspieler Michael Rapaport auf Instagram aufs Übelste. Ausschlaggebend für den Angriff war ein Tweet Rapaports, in dem er Durant als sehr sensibel bezeichnete. Der NBA-Star deckte den Schauspieler daraufhin mit diversen Beleidigungen ein und forderte ihn auf, sich mit ihm zu treffen: «Ich spucke dir ins Gesicht, wenn ich dich sehe.»
Rapaport schaltete daraufhin seine Anwälte ein, was Durant so kommentierte: «Deine Frau ist verdammt wütend, dass du dein bisschen Geld für einen Anwalt verschwendest, weil du keinen Witz verstehen kannst.»
Nachdem die Nachrichten seitens des Schauspielers veröffentlicht wurden, entschuldigte sich Kevin Durant für seine Wortwahl. Die NBA brummte ihm für den Vorfall eine Strafe von 50'000 Dollar auf.
Die Highlights der NBA auf den sozialen Medien:
Alljährlich findet in den Vereinigten Staaten die «NCAA March Madness» statt. Beim grössten College-Basketball-Turnier des Landes treten die besten Teams der amerikanischen Universitäten gegeneinander an. Die zukünftigen NBA-Stars wollen sich den Zuschauern und den Scouts von ihrer besten Seite zeigen. Deshalb bietet dieser Wettbewerb immer wieder einige Highlights und zieht die Augen von Millionen von Menschen an.
Aufgrund des K.O.-Modus gibt es immer wieder grosse Überraschungen und sogenannte «Cinderella-Storys», wenn Aussenseiter mehrere Siege aneinanderreihen. So konnten beispielsweise die Loyola Ramblers mit «Superfan» Sister Jean 2018 bis ins Halbfinale einziehen. Dieses Jahr war im Achtelfinale Schluss.
In der Nacht auf Dienstag fand das Finale zwischen Gonzaga und Baylor statt. Die Gonzaga Bulldogs haben mit Jalen Suggs eines der grössten Talente in ihren Reihen und haben vor dem Finale noch keines ihrer 32 Spiele dieser Saison verloren. Dank einer starken Teamleistung konnten sich der Aussenseiter aber durchsetzen. Die Baylor Bears liessen Gonzaga übers gesamte Spiel gesehen keine Chance und setzten sich mit 86:70 durch. Zu viele Turnovers und eine schwache Dreierquote wurden den Bulldogs zum Verhängnis.