Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03257.jsonl.gz/1195

Je nach Literaturquelle erkranken Frauen zwischen 4–8x häufiger als Männer. In einigen Familien kann die Erkrankung auch gehäuft vorkommen, ohne dass bis heute ein bestimmter
Erbgang nachgewiesen werden konnte. In den westlichen Industriegesellschaften beträgt die Krankheitshäufigkeit ca. 2–3% der Gesamtbevölkerung. Der Ausbruch der Erkrankung liegt meist in der vierten und fünften Lebensdekade (30–50) und liegt somit in der Phase der hormonellen Umstellung der Frau, zeigt jedoch noch einen zweiten Häufigkeitsgipfel zwischen 60–65 Jahren. Ein Drittel der Betroffenen ist allerdings jünger als 35-jährig und selten können auch Kinder erkranken. Schweregrad und Verlauf des Morbus Basedow sind sehr unterschiedlich. Unbehandelt kann die Erkrankung sogar zum Tode führen. Schilddrüsenhemmende Medikamente erreichen in den meisten Fällen eine gute Kontrolle und oft sogar eine definitive Heilung. Mit einem erneuten Auftreten des Morbus Basedow muss in vielen Fällen jedoch ein Leben lang gerechnet werden. Die genaue Ursache des Morbus Basedow ist jedoch wie bereits erwähnt auch bis heute nicht geklärt. Mit Sicherheit spielen jedoch genetische, immunologische, aber auch umweltbedingte Einflüsse eine Rolle. So konnte in verschiedenen Untersuchungen z.B. gezeigt werden, dass der Verlauf der endokrinen Orbitopathie (Beteiligung der Augenlider und Augenhöhle) vor allem durch das Rauchen negativ beeinflusst wird. Daneben ist aber auch der Einfluss von psychischem Stress als Auslöser der Erkrankung heute unbestritten.