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Zur Geschichte der PdG
Einige Kenn- und Schlüsselzahlen
1943
Geburt der PdG
1949
Tödlicher Unfall einer Patrouille
1984
Wiederaufnahme des Rennens
05:35:27
Neuer Rekord im 2018 der italienischen Seilschaft 2544 (Roberto Antonioli, Matteo Eydallin, Michel Boscacci)
07:15:35
Neuer Frauenrekord im 2018 für die Seilschaft 2516 bestehend aus Jennifer Fiechter, Axelle Mollaret, Laeticia Roux
05:52:20
Rekord des Walliser Trios Florent Troillet, Martin Anthamatten und Yannick Ecoeur bei der Ausgabe 2010
Die Ursprünge der PdG gehen auf den 2. Weltkrieg (1939-1945) zurück.
Die Gebirgsbrigade 10 war bereit für ihren Auftrag: die Verteidigung des südwestlichen Teils der Schweizer Alpen.
Ein Rennen mit Schweizer Militärgeschichte
Die Idee der PdG nahm kurz vor Kriegsausbruch Gestalt an: Zwei Hauptmänner der Brigade, Roger Bonvin, späterer Bundesrat, und Rodolphe Tissières, Nationalrat und späterer Gründer der Téléverbier SA, waren die Initiatoren.
Die Truppe musste ihre Leistungsfähigkeit bei einem Patrouillenlauf der besonderen Art unter Beweis stellen. Die Organisatoren hatten eine legendäre Strecke zwischen Zermatt und Verbier gewählt, die damals als „Haute Route“ bekannt war. Die Strecke, die normalerweise vier Tage in Anspruch nimmt, sollte an einem Stück bewältigt werden.
Der Wettlauf wurde erstmals im April 1943 ausgetragen – die „Patrouille des Glaciers“ wurde ins Leben gerufen.
Leider wurde die dritte Ausgabe im Frühjahr 1949 durch einen tragischen Unfall überschattet. Eine Militärpatrouille verschwand in einer Gletscherspalte auf dem Mont-Miné-Gletscher zwischen Zermatt und Arolla und wurde erst acht Tage später gefunden. Auf die Euphorie des Anfangs folgten Bilder der Verwüstung in den Nachrichten. Die Bergregionen wurden erschüttert, und das damalige Eidgenössische Militärdepartement verbot die Veranstaltung.
Das Verbot wurde über 30 Jahre lang aufrechterhalten.
Der Mythos der PdG hat sich jedoch gehalten. Aus dieser Erinnerung heraus entstand der Wunsch, die Veranstaltung wieder aufleben zu lassen, und zwei Offiziere, Major René Martin und Hauptmann Camille Bournissen, ein Bergführer, entwickelten das Konzept.
Im Jahr 1983 hörte der Chef der Armeeausbildung, Korpskommandant Roger Mabillard, diesen Appell an. Er war selbst ein begeisterter Anhänger von militärischen Wettkämpfen und genehmigte die Organisation der neuen PdG. Er vertraute diesen Auftrag dem Kommando der Gebirgsdivision 10, Divisonär Adrien Tschumy, an.
In der Nacht vom 5. auf den 6. April 1984 begann der Zauber von neuem: Rund 190 Patrouillen zu je drei Personen machten sich von Zermatt aus auf den Weg nach Verbier. Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um jeden Teil dieses Hochgebirgsrennens zu sichern. Eine Verantwortung, die eindeutig der Armeeführung zugewiesen wurde und die bis heute geblieben ist.
Ab 1986 war die Patrouille des Glaciers auch für die Teilnahme von Frauenpatrouillen offen. Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit in allen Bereichen dieses Hochgebirgsrennens zu gewährleisten. Im Jahr 2006 war die Teilnehmerzahl so hoch, dass das Kommando beschlossen hat, zwei Starts in Zermatt zu organisieren. Eine Maßnahme, die in Arolla schon seit langem praktiziert wurde.