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einem
Chor, dem ein gemischter Bibeltext oder einfacher Psalmtext zu
Grunde liegt, welcher mit dem
Gloria Patri schließt. In
dieser Form wurde der I. auch von den
Reformatoren in die prot. Liturgie übernommen, die ihn in einzelnen Kirchenordnungen
(z. B. der mecklenburgischen) noch bis zur Gegenwart behalten hat. Die musikalischenWeisen des I. sind
durchschnittlich sehr alt.
(neulat.) oder
Tubage (frz.), das Einlegen einer
Röhre aus Hartkautschuk oder besser aus Metall in die Kehlkopfhöhle
vom Munde aus, ohne vorhergegangene operative Eröffnung der Luftröhre, um bei krankhaften Verengerungen des
Kehlkopfes die
Erstickungsgefahr zu beseitigen, wird in neuerer Zeit vielfach beiDiphtheritis als Ersatz der
Tracheotomie
(s. d.) angewendet.
im philos. Sprachgebrauch eine unmittelbare Erfassung des Gegenstandes wie in einem,
eine Vielheit von Gegenständen auf einmal aufnehmenden und zur Einheit zusammenfassenden
Blick.
Intuitive Erkenntnis, die
auf solcher I. beruhende Erkenntnis, im Gegensatz zur diskursiven, d. h. schrittweis vom einen
zum andern fortgehenden Erkenntnisweise. Nach Kant ist unser Verstand stets diskursiv, nicht intuitiv.
Auch im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter I. eine solche Erfassung des Objekts, die nicht des Umwegs der logischen
Reflexion
[* 2] bedarf, sondern sich gleich unmittelbar in die Sache zu versetzen vermag. So trauen wir namentlich dem
Genie des
Dichters und Künstlers zu, daß es zu seinen Ideen vielmehr durch glückliche I. als durch viel Reflektieren
und logische
Operation gelange. In etwas anderer Bedeutung heißt Intuitionismus bei den Engländern die philos.
Richtung,
welche die Einsicht in die Principien aus dem bloßen Selbstbewußtsein (gleichsam einem unmittelbaren Schauen in sich selbst)
schöpfen will.
(neulat.),
Aufnahme in das
Innere, besonders innige Aneignung fremder, in den organischen Körper aufgenommener
Stoffe; in der
Medizin die Einstülpung eines Darmstücks in das andere, sog.
Darminvagination. (S.
Darmverengerung.) In der
Botanik ist I. Bezeichnung für diejenige Art des Wachstums von Membranen, Stärkekörnern u. s. w.,
bei der durch
Aufnahme neuer kleinster Teilchen der betreffenden
Substanz, der
Micelle, zwischen den bereits vorhandenen eine
Volumenvergrößerung stattfindet.
Die Intussusceptionstheorie ist von Nägeli in exakter
Weise begründet worden und für die genauere Kenntnis der Wachstumsvorgänge
in der
Pflanze von außerordentlicher Wichtigkeit. Ihr gegenüber steht die
Appositionstheorie, nach der
das Wachstum z. B. der Stärkekörner durch fortwährende Auflagerung neuer Teilchen stattfinden
soll. Diese letztere
Theorie hat neuerdings wieder mehr
Anhänger unter den Botanikern, sie entbehrt jedoch noch der genauern
mechan.
Begründung. Sie ist in früherer Zeit hauptsächlich von
Dippel vertreten worden; neuerdings haben
Strasburger, Schmitz,
Schimper u. a. Forscher dieselbe durch mehrere Untersuchungen zu stützen gesucht.
L., Pflanzengattung aus der Familie der
Kompositen
[* 8] (s. d.) mit gegen 60, vorzugsweise in
den gemäßigten Zonen der
Alten Welt verbreiteten
Arten. Es sind meist ausdauernde Gewächse mit unzerteilten
Blättern und
großen lebhaft gelb gefärbten Blütenköpfchen. Unter den in
Deutschland
[* 9] vorkommenden
Arten ist die wichtigste der sog.
Alant
oder das Helenenkraut (I. HeleniumL.), dessen
Wurzel
[* 10] als Radix Helenii offizinell ist. Sie enthält außer
reichlichen Mengen von
Inulin (s. d.) den sog.
Alantkampfer (s. d.). Der
Alant ist hauptsächlich in
Mittel- und Südeuropa einheimisch,
doch wird er vielfach seiner
Wurzeln wegen im
Garten
[* 11] angepflanzt.
I. conyza DC. (Conyza squarrosaL.) wird wegen ihres starken
Geruches nicht selten zur Vertreibung der Motten benutzt.
Dahlin, eine stärkeähnliche
Substanz, die wahrscheinlich die Zusammensetzung 6 C6H10O5 + H2O
^[6 C6H10O5 +H2O] besitzt und als Reservestoff in den Wurzelknollen der
Georginen und vieler
Pflanzen aus der Familie
der
Kompositen (z. B. in
InulaHeleniumL.) besonders reichlich im Herbst vorhanden ist. Das I. löst sich
leicht in heißem Wasser und scheidet sich beim Erkalten als zartes
weißes Pulver von krystallinischer
Struktur aus. Es ist
geruch- und geschmacklos, klebt an den
Zähnen, schmilzt bei 165° und wird durch
Jod gelb gefärbt. Es ist das beste Ausgangsmaterial
zur
Darstellung von reinem
Fruchtzucker, da es beim
Kochen mit Wasser oder noch schneller mit verdünnten
Säuren vollständig in diesen übergeht.