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Unsere Orgeln
Orgel in der Stadtkirche
Unsere Hauptorgel hat ein romantisches Orgelwerk und ist damit eines der wenigen dieser Art in der Schweiz. Es verbirgt sich hinter dem Orgelprospekt (erstellt 1942) und wurde 1863 von der Firma Merklin-Schütze aus Paris/Brüssel geschaffen.
Im Jahre 1863 beschloss die Liestaler Einwohnergemeinde eine neue Orgel anzuschaffen. Es war die dritte in unserer Stadtkirche. Die erste hat Liestal 1719 von Basel als Occasion erhalten, die zweite wurde 1763 eingeweiht und später nach St. Pantaleon verkauft.
Der Erbauer der Orgel war die Firma Merklin-Schütze, Succeseur de M. Ducroquet, Paris-Brüssel und unsere Orgel wurde in Paris gebaut. Nach dem Eintreffen wurde sie in vier Monaten aufgestellt und am 24. Juli 1864 eingeweiht.
Sie hatte 22 Register und enthielt 1647 Pfeifen. Die grösste Pfeife hat eine Länge von 4.8 m und einen Durchmesser von 360 auf 280 mm. Das ergibt einen Kubikinhalt von 484 Liter. Die kleinste Pfeife misst nur 4 mm.
Der Prüfungsbericht enthielt die Worte, dass Merklin ein Werk geliefert habe, «das der fortschrittlichen Kunstfertigkeit und dem trefflichen Geschmack der Erbauer ein ehrenwertes Zeugnis» ausstelle.
Dieses Instrument war und blieb die Stammorgel auch bei allen in den Jahren 1928, 1942 und 1973/74 vorgenommenen Renovationen. Das gesamte Pfeifenmaterial, die Manuals sowie des Pedals wurden beibehalten.
Anlässlich der Renovation von 1942 machte der damalige bekannte Organist und Orgelexperte Karl Matthaei den Ausspruch: Die beste Orgel von Basel stehe in Liestal. Sie gehört auch zur Klasse der seltenen Orgeln. Früher oder später erbaute Orgeln sind häufiger anzutreffen.
Unsere Orgel eignet sich vorzüglich für die Wiedergabe romantischer, besonders auch der französischen Orgelmusik.