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Josef Arnet war mein Ur-Ur-Urgrossvater. Die Liegenschaft Fegfeuer erwarb er an einer Steigerung in Ruswil für 2‘400 Gulden bzw. 4‘571 Franken und 43 Rappen.
Auszüge aus dem Protokoll
Mit Urkunde wurde festgehalten, dass mit Bewilligung und unter Aufsicht des Gemeinderates von Ruswil, Herr Alois Stirnimann im Saal zu Ruswil, als Beistand der Maria Bächler, Ehefrau des Josef Stirnimann, am Donnerstag, 5. März 1857 abends zur gewöhnlichen Zeit im Gasthaus zum Rössli in Ruswil, das der Maria Bächler gehörende Heimwesen «Fegfeuer» einer öffentlichen und freiwilligen Steigerung aussetzt und zu Handen des Meistbietenden überlässt.
Ihr Heimwesen «Fegfeuer», im Kirchgang Neuenkirch, Gemeinde und Gerichtskreis Ruswil und Amt Sursee, erstand Maria Bächler wiederum – laut Steigerungsbrief vom 20. März 1853 – von der Konkursmasse des Josef Stirnimann.
Grösse der Liegenschaft
Zur Liegenschaft gehörten 6 Jucherten Wald wie auch 6 Jucherten Weidland, Kraut- und Baumgarten. Alle diese Grundstücke lagen bei- und aneinander und grenzten an die Scheuerweid des Besitzers zur Höll, an das Waldweidli des Johann Muff zur Höll, an den Wald des Josef Muri zu Huprächtigen und an den Wald des Josef Amrein zur Schwendi.
Rechte und Pflichten
Der Besitzer der Liegenschaft «Fegfeuer» musste jährlich entrichten:
- a)Dem Herrn Pfarrer in Neuenkirch einen halben Tag holzen un d wenn der Besitzer obigen Unterpfandes mit dem Pfluge ackert, dem gleichen Pfarrer und Sigrist eine Wettergarbe.
- b)In den Murihof Sursee ein Huhn, wofür laut Angabe des früheren Besitzers Zurburg, pro Jahr gewöhnlich sieben Schillinge entrichtet worden seien.
Auch sind alle Strassen, Wege, Zäune, Gräben, Wasser und dessen Leitungen wie bisher zu benutzen und zu erhalten.
Er gibt gewöhnliche Steuern, Gebräuche, Kirchenrechte, die gesetzlichen Abgaben sowie den Zehnten.
Die Steigerungsbedingungen
1) Zum Kauf gehörte: Eine Kuh, alles Heu und Stroh, alles vorfindliche, eine Rölle samt Zubehör, soweit vorhanden, zwei Äxte, ein Beil, zwei Nepperzwei Hauen, eine Schaufel, der in der Stubenkammer stehende Kasten, das Bett in der Stube, eine Stubenuhr, das in der Stube stehende Genterli, ein Tisch und ein Sessel, ein Stossstandli samt Trager sowie eine hölzerne und eine eiserne Gabel.
2) Nutzen und Schaden nehmen ihren Anfang auf den Steigerungstag, den 5. März 1857. Auf diesen Tag hat der Käufer auch alle ordentlichen und ausserordentlichen Steuern und Abgaben zu übernehmen.
3) Die Kaufs- und Fertigungskosten zahlen beide Parteien miteinander, die Steigerungskosten hingegen, zahlt der Verkäufer alleine.
Quelle: Staatsarchiv Luzern