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Alexandervon, Historien- und Schlachtenmaler, geb. zu Königsberg
als Sohn des 1819 ermordeten Dichters August v. K., widmete sich anfangs dem Militärstand, trieb
aber in seinen Mußestunden die Malerei. 1837 wählte er sie zu seinem Beruf, nahm seinen Abschied und wurde unter Sauerweid
(gest. 1844) Schüler der Akademie in Petersburg. Sein erstes bedeutendes
Bild war 1844 die Erstürmung Warschaus, das die große goldne Medaille erhielt und ihm vom
Kaiser später mehrere bedeutende
Aufträge verschaffte, die allmählich zur Ausführung kamen.
Nachdem er sich in Paris bis zum Ausbruch der Revolution von 1848 aufgehalten, bereiste er die Niederlande
und Italien und ließ sich in München nieder. Jene ihm vom
Kaiser aufgetragenen Bilder behandeln die Schlachten der
Russen
im Siebenjährigen Krieg und die Feldzüge Suworows in der Schweiz und Oberitalien. Es sind nicht bloße Schlachtenepisoden,
sondern großartige landschaftliche Kompositionen von überaus korrekter Zeichnung und glänzendem Kolorit, in denen die
Aktion sich stets in klarster Weise entwickelt. Zu diesen und seinen sonstigen Hauptbildern gehören: die Erstürmung von
Schlüsselburg, Schlacht bei Poltawa, Erstürmung von Narwa, Suworows Übergang über den Panixer
Paß, eine Episode aus der
Schlacht an der Trebbia im Juni 1799, das Gefecht an der Teufelsbrücke, der Übergang über den Bottnischen
Meerbusen u. a. Für das Maximilianeum in München malte er die Gründung Petersburgs durch
Peter d. Gr. Eine treffliche Darstellung von sprudelndem Humor und glänzendem Kolorit
ist das Bild: der General Scheremetjew nimmt 1710 im NamenPeters d. Gr. den Huldigungseid der Stadt Riga entgegen.
vonWierusz,Alfred, poln. Historien- und Schlachtenmaler,
geboren zu Warschau, besuchte das Gymnasium zu Kalisch, die Kunstakademien zu Warschau, Dresden u.
zuletzt zu München, wo er sich der besondern Leitung Alex.
Wagners und seines Landsmanns JosephBrandt erfreute und seit etwa
acht Jahren seinen Wirkungskreis hat. Zu seinen durch
Reproduktion bereits großenteils verbreiteten besten Schöpfungen
gehören: die Treibjagd in Polen, Duell nach dem
Ball, eine Reihe von Genrescenen aus der Zopfzeit, Soldatenscenen
mit Tscherkessen aus den Kämpfen der
Russen mit den Bergvölkern in Transkaukasien u. a. Viele derselben gingen nach Rußland,
Polen, Österreich, Norddeutschland, England und Nordamerika.
Anton, Genremaler, geb. 1844 zu Krakau, war Schüler der
dortigen Kunstschule und bezog dann die Akademie in Wien, wo er bis 1871 den Unterricht
Engerths genoß, worauf er in München
seinen Wohnsitz nahm. Er malte bisher Genrebilder, meistens aus dem Volksleben seiner Heimat, von recht gelungener Komposition
und allmählich immer besserm Kolorit, z. B.: das Wiederfinden (1870),
Kinderlust (1872), Verlassen (1873), das Maleratelier,
Soldatenlos, Motiv aus Polen (Nachtscene mit Bauern und Fuhrwerken), die ersten Schritte.
Friedrich,
Genre- und Porträtmaler, geb. zu Krottingen (Ostpreußen), besuchte die Akademie
in Königsberg, bildete sich 1852-54 in Paris und 1855 in Rom aus und ließ sich hierauf in Berlin nieder, wo
er Genrebilder, zum Teil aus der Geschichte entlehnt, und Porträte malt. Mit feinem harmonischen Kolorit und zarter Modellierung
behandelt er das Salonbild in der
Manier von Netscher und Terburg. Dieser Art war schon sein erstes Bild: nach dem Frühstück,
mit dem er einen Erfolg errang, der ihm auch später treu blieb, z. B.:
die neue Robe, Schachpartie, Stadtneuigkeiten, Bürgermeister Six bei Rembrandt, Kartoffelernte, Besuch Seb.
del Piombos bei Tizian, Tizian und seine Geliebte, namentlich die Morgenvisite (1872) und (1880)
die erwachende Bacchantin. Seine Porträte haben einen breiten, malerischen Vortrag und eine feine Charakteristik.