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Einem Nettoumsatz von CHF 741 Mio. (Vorjahr CHF 681) Mio.+ 5.3 %) und einem Auftragseingang von CHF 820 Mio. (Vorjahr CHF 701 Mio.) stehen ein EBIT von CHF 22 Mio. (Vorjahr CHF 15 Mio.) sowie eine EBIT-Marge von 2.9 % (Vorjahr 2.1 %) gegenüber.
Die RUAG MRO Holding AG war im Berichtsjahr mit belastenden Ereignissen aus der Vergangenheit sowie neueren Entwicklungen konfrontiert. Neben dem CEO-Wechsel war der Entscheid des Bundesrates in der Öffentlichkeit und RUAG-intern prägend, den Verkauf von 96 sich im Besitz von RUAG befindlichen, nicht einsatzfähigen Kampfpanzern des Typs Leopard 1 zu untersagen. Das Geschäft wurde in der Folge nicht umgesetzt. Für RUAG ist es absolut zentral, dass sämtliche Geschäftsaktivitäten konsequent gesetzeskonform, transparent und gemäss den Vorgaben des Eigners abgewickelt werden. Bei den Leopard-1-Panzern handelt es sich um eine Altlast aus dem Jahr 2016, die in mehreren Untersuchungen aufgearbeitet wird. Die Panzer wurden von der damaligen RUAG Defence, einer Division des mittlerweile aufgelösten RUAG-Konzerns, gekauft. Da nicht alle Sachverhalte in den betreffenden Verträgen nachvollziehbar waren haben sowohl die EFK als auch die RUAG selbst je eine Untersuchung eingeleitet. Die EFK hat die Ergebnisse ihrer Untersuchung im Februar 2024 kommuniziert.
Finanziell auf Jahresbudget 2023
Die Business Area Ground konnte ihr operatives Ergebnis deutlich verbessern, musste aber aufgrund möglicher zusätzlicher Belastungen aus Altverträgen Rückstellungen von CHF 12 Mio. bilden. Die Business Area Air konnte die budgetierten Ergebnisse nicht erreichen, da Leistungen seitens der Armee nicht abgerufen wurden und RUAG in einigen Leistungselementen die gewünschten Kapazitäten nicht vollständig liefern konnte. Trotz eines erheblichen Nachholbedarfs an Investitionen ist das Ergebnis von RUAG Real Estate AG erfreulich. Der Verkauf eines Teilareals in Stans an die Pilatus AG ist für beide Firmen positiv und stärkt den Standort für die Aviatik-Branche.
Die EBIT-Marge von rund 3% ist noch nicht befriedigend und genügt nicht für eine langfristige, nachhaltige, finanzielle Weiterentwicklung von RUAG. Auch zeigt sich, dass die knappe Ausstattung mit Kapital zum Zeitpunkt der Entflechtung nicht ausreicht, um gleichzeitig Altlasten zu bewältigen, in die Zukunftssicherung von RUAG zu investieren und Systemablösungen der Armee vorzufinanzieren.
Strategisch auf Kurs
RUAG konnte zahlreiche, geschäftsrelevante Erfolge erzielen. Sie trugen dazu bei, die Position des Unternehmens als umfassendes Sicherheitsunternehmen zu festigen.
Die umfangreichen Vorbereitungen gemeinsam mit der Logistikbasis der Armee und letztlich der Abschluss des Mehrjahres-Service-Level-Agreements für den Zeitraum 2024-2027 sind ein Zeichen des Vertrauens und der transparenten Zusammenarbeit. Der Vertrag garantiert der Armee eine hohe Verfügbarkeit für 130 Systeme. Ein weiterer erfreulicher Meilenstein ist der Abschluss des dreijährigen Programms Cervino (e2e Prozess Redesign und SAP S4 Migration), das zum 1. Januar 2024 operativ wurde. Damit vereinheitlicht RUAG die übernommene disperse Prozesslandschaft in einer umfassenden Systemumgebung. Effizienz und Verfügbarkeit werden deutlich besser gesteuert und tragen zur operativen Leistungsfähigkeit der Armee bei.
Daneben konnte sich die RUAG Innnovation Organisation (RIO) in enger Abstimmung mit armasuisse W+T und den Swiss Innovation Forces im Ökosystem «Innovation Sicherheit Schweiz» etablieren. Zudem hat RUAG im Geschäftsfeld Cyber Security den Kauf der CyOne Security AG abgeschlossen. Die Akquisition wurde eng mit dem Eigner und der Armee abgestimmt. CyOne ist ein zentrales Element für die sichere Kommunikation des Bundes auch ausserhalb der Armee. Zudem ist es eines der führenden Unternehmen in der Kryptographie in der Schweiz.
Das Projekt Artemis - ein Auftrag zur Aufbereitung und Modernisierung von F-5 Jets für die United States Navy - zeigt, dass die Kompetenzen und Fähigkeiten von RUAG wettbewerbsfähig sind und international hohe Wertschätzung erfahren.
Fokus auf zukunftsfähige Expertise
RUAG ist sicherheitspolitisch relevant und leistet einen wesentlichen Beitrag zur souveränen Sicherheit der Schweiz. Um diesen auch für die Zukunft prioritären Auftrag erfüllen zu können, setzt RUAG den Fokus auf zukunftsfähige Expertise mit motivierten und kompetenten Mitarbeitenden. Durch die hochstehende Ausbildung von Fachkräften zählt RUAG zu den besten Ausbildungsbetrieben des Landes. Insgesamt schlossen 60 Lernende in 13 Berufen ihre Ausbildung bei RUAG ab. Vier von ihnen gewannen Medaillen an den nationalen Berufsmeisterschaften.
Das Jahr 2024 wird im Zeichen der Fokussierung stehen. Es gilt die Führung zu stabilisieren, die neuen Prozess- und Systemwelten zu leben sowie weiterhin konstant und zuverlässig die Leistung und damit die wirtschaftlichen Ergebnisse zu erbringen.
Die weltpolitische Lage sowie die Lernkurve im Zusammenhang mit der SAP S4 Migration 2024 werden ein herausforderndes Umfeld für die Sicherstellung der Supply Chain und damit der Verfügbarkeit der Armeesysteme bilden.
Weitere Informationen zu RUAG erhalten Sie bei Kirsten Hammerich, Senior Media Relations Manager, <email-pii> / Tel. +41 58 467 05 11