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Im Jahr 2022 wurden total 58 Standorte in der gesamten Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein visuell durch die zuständigen kantonalen Dienste kontrolliert. Es wurden keine befallenen Wirtspflanzen festgestellt.
Emaravirus rosae (rose rosette virus, RRV) verursacht die rose rosette disease bei wilden und kultivierten Rosen. Die Krankheit wurde um 1940 erstmals in Nordamerika beobachtet und zeigt sich in deformiertem Wachstum, Rotfärbungen und Absterben der Pflanze. Das Virus verbreitet sich lokal via vegetative Ausbreitung und eine als Vektor agierende Milbe. Über weite Distanzen verbreitet es sich via Verschleppung infizierter Milben und insbesondere durch infiziertes Pflanzenmaterial. Die Krankheit ist weitverbreitet in Nordamerika und tritt vereinzelt in Westbengal (Indien) auf. Das RRV wird in der Schweiz im Rahmen der Gebietsüberwachung durch die zuständigen kantonalen Dienste, meist die Kantonalen Pflanzenschutzdienste, auf Rosen visuell überwacht. Im Rahmen der Pflanzenpasskontrolle sowie bei der risikobasierten Kontrolle beim Import von Pflanzen oder pflanzlichen Erzeugnissen wird es durch den EPSD überwacht.
Emaravirus rosae ist in der Schweiz als potentieller Quarantäneorganismus geregelt und unterliegt somit der Melde- und Bekämpfungsplicht. Die Meldung im Verdachtsfall ist an den zuständigen kantonalen Dienst zu richten. Betriebe, die für das Ausstellen von Pflanzenpässen zugelassen sind, melden den Verdacht dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD).
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Letzte Änderung 16.01.2023