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Es ist das attraktivste Duell im Banking in Europa: Sergio Ermotti gegen Andrea Orcel. Zwei Alphatiere, hoch ambitioniert, mit Vorliebe für edles Tuch aus Italien, gestählt im amerikanischen Investmentbanking. Und sie kennen sich bestens: Ermotti wie Orcel arbeiteten lange bei der US-Bank Merrill Lynch, Ermotti war auch der Chef von Orcel, als dieser von 2014 bis 2018 bei der UBS das Investmentbanking lenkte.
Nun ist Orcel Chef der Mailänder Grossbank Unicredit, bei der Ermotti in der Chefetage sass, bevor er 2011 zur UBS wechselte. Ermotti teilte bei Unicredit das Schicksal des verschmähten Topmanns mit Orcel, dieser jedoch später dann bei der UBS: Orcel wollte dort Ermottis Nachfolger werden, doch weil ihm Präsident Axel Weber die Garantie für den Sprung an die Spitze verweigerte, zog er ein Haus weiter und landete schliesslich 2021 auf dem Unicredit-Chefposten.