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Palliative Care
Palliative Care leitet sich aus dem lateinischen Wort «pallum» ab, was so viel wie «umhüllen» oder «mantelartiger Umhang» bedeutet. Palliative Care wird oft auch im Zusammenhang mit Hospiz, Palliativmedizin oder Sterbebegleitung genannt.
Die Palliative Care wurde 1967 durch die Engländerin Cicely Saunders begründet. Sie nahm die alte Tradition, dass arme, unheilbar kranke Leute im Hospiz gepflegt wurden und eine adäquate medizinische, pflegerische und spirituelle Behandlung bekamen, wieder auf. Die Methode wird bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und äteren Menschen durchgeführt und angewendet.
Bei der palliativen Pflege arbeiten verschiedene Teams interdisziplinär zusammen. Dabei geht es um medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen, psychologische, soziale und spirituelle Bedürfnisse des Patienten.
Bei der palliativen Pflege steht nicht die Heilung, also die kurative Behandlung, im Vordergrund, sondern das bestmögliche Lindern der Symptome und des damit verbundenen Leidens. Palliative Care beginnt dann, wenn eine Krankheit unheilbar, chronisch oder lebensbedrohlich ist. Sie beginnt nicht erst am Lebensende, sondern wenn deutlich ist, dass eine Heilung nicht das Ziel sein kann. Diese Pflege läuft oft über die letzten Monate oder sogar Jahre. Die Patienten sind trotz guter Einstellung ihrer Beschwerden im Alltag stark eingeschränkt. Hunger, Durst und das Schlafbedürfnis verändern sich.
Palliative Care wird im Hospiz, im Pflegeheim, im Akutspital oder durch die Spitex zu Hause durchgeführt. Auch die Betriebe der Sensato Gruppe sind auf die palliative Pflege spezialisiert.
Zum Einsatz kommen sogenannte Opioide und Opiate. Die Handhabung mit diesen Medikamenten ist durch das Betäubungsmittelgesetz geregelt. Es gibt zahlreiche Darreichungsformen wie Pflaster, Tabletten, Zäpfchen, Tropfen, Lutscher. Diese Medikamente sind bei starken Schmerzen hilfreich und können auch über längere Zeit eingenommen werden. Ausserdem können sie bei Atemnot in der Sterbephase therapeutisch eingesetzt werden kann. Zu den Nebenwirkungen zählen Verstopfungen und Abhängigkeiten.
Eine regelmässige Mundpflege ist wichtig, um das Durstgefühl zu lindern. Auf Wunsch wird die Aromapflege eingesetzt oder es wird ein Seelsorger beigezogen. Wenn die Beschwerden oder Schmerzen unzureichend behandelt werden können, besteht die Möglichkeit der palliativen Sedation. Diese ist heute ein anerkannter Bestandteil der palliativen Pflege und beinhaltet einen oberflächlichen oder tiefen Schlaf, welcher vorübergehend oder dauerhaft sein kann. Eine Patientenverfügung regelt die Wünsche bezüglich der Behandlung und kann für die Angehörigen entlastend sein.
Team Casa Vivimus, Zürich