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Grundlegende Erkenntnisse über Segmente der Haut wurden von Head, McKenzie, Hansen, Dittmar und von Staa gesammelt. Hierbei handelt es sich aber ausschliesslich um Beobachtungen wie Spinalnerven bestimmte Hautbezirke versorgen. Laut Terrich – Leube konnten wissenschaftliche Erklärungen nicht erfolgen, da viszerosensible Fasern und efferente vegetative Nervenfasern nicht voneinander zu unterscheiden sind.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich beide Nervensysteme im Verlauf mehrfach kreuzen.
Gewisse Osteopathen haben die Verbindung von Hautareale in spezifischen Zonen mit viszeralen Dysfunktionen dokumentiert. So erstellte Dr. Henri Jarricot bereits 1975 eine topographische Karte der Haut, auf präzisen Stellen beschrieben sind, die mit den Viszeralen Organen in Verbindung stehen.
Der viszerokutaner Reflex.
Der vom Organ ausgehende Nervenreiz verläuft über die vegetative Nervenbahnen durch den Grenzstrang. Der Reiz läuft über den Ramus comuicas griseus des zugehörigen Segments durch die Hinterhornsäule hindurch in die Seitenhornsäule. Von der Seitenhornsäule erfolgt die Reizübertragung zur Intermediärzone. Durch das Vorderhorn verlässt das Reizpotential das Rückenmark, ohne im Rückenmark selbst auf und ab zu steigen. Über den Ramus communicasns albus wird das Grenzstrangganglion als Schaltneuron erreicht. Vom sympathischen Grenzstrangganglion gelangt der Reiz über den Ramus communicans griseus zum subkuntanen Bindegewebe. Somit kommt es im Bindegewebe und in der Kutis zu Veränderungen die man ertasten kann.
Kutiviszeraler Reflex
Bei dem kutiviszeralen Reflex erfolgt die Reizausbreitung von der Peripherie zum Organ. Dies ist ein wichtiges Kriterium für die Therapie. Die bekannte Einflussnahme auf viszerale Dysfunktionen findet in Bindegewebs, Fussreflexzonenmassage wieder. Die alten Chinesen schienen fähig gewesen zu sein ein Netz über den ganzen Körper zu spinnen mit etwa 380 Punkten die den Organen zugeordnet sind. Die tausenden Stunden an Erfahrungswerten unzähliger Therapeuten haben den Einfluss dieser Punkte auf die jeweiligen Organe und ihre nach der Theorie der chinesichen Medizin zugeordneten physiologischen und psychischen Pathologien bestätigt.
Durch die Stimulierung des jeweiligen Punktes beginnt der kutisvizerale Reflexbogen. Der Reiz wird über die sensiblen Bahnen, über das Spinalganglion zu Radix posterior und weiter zur Seitenhornsäule geleitet. Von hier gelangt der Reiz über den Ramus commuincans albus und das Grenzstrangganglion zum Organ.
Doch wie kann die Behandlung von einem Organ Stress verhindern wenn Stress doch ein neurophysiologisches Problem sind.
Ich erkläre es anhand des Darms.
Ermöglicht wird der Einfluss durch die Darm Hirn Achse. Eigentlich besteht diese Achse aus mehrere Leitungen. Zu einem guten Teil ist der Vagusnerv für die Übertragung verantwortlich. Er besteht aus vielen Nervenfasern von denen die afferenten Fasern Informationen aus der Peripherie ans Gehirn leiten. Etwa vom Herz, von der Lunge oder eben vom Darm. Diese signalisierem dem Hirm zum Beispiel wenn verdorbene Nahrung aufgenommen wurde.
Zwischen Darm und Hirn verkehren aber auch chemischen Boten wie Darmhormone, Immunmoleküle und mikrobielle Metaboliten also Stoffwechselprodukte von Bakterien. Die Signale werden entweder vom Darm selbst auf den Weg geschickt oder entstehen bei der Zersetzung ihrer Balaststoffe kurzkettige Fettsäuren. Diese setzen wiederum Darmhormone frei, unter anderem Dopamin, dass auch als Überträgerstoff im Gehirn zum Einsatz kommt und unsere Laune aufhellt. Signale aus dem Magendarmtrakt können auf diesem Weg Emotionen und Stimmungen Steuern.
Andere Stoffwechselprodukte von Bakterien regen die Produktion von Zytokine an. Das sind Eiweissstoffe deren Aufgabe es ist das Immunsystem zu informieren, wenn schädliche Stoffe ins System eindringen. Sollte die Darmschleimhaut gestört sein kann es sein, dass das Übermass an Warnmeldungen das Verhalten und die Stimmung verändern.
Das zeigt wie ein Organ im Hirn Stress auslösen kann.