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Die Südwestumfahrung Brugg soll das Zentrum von Brugg-Windisch vom Durchgangsverkehr entlasten und den Entwicklungsschwerpunkt Brugg-Windisch an das übergeordnete Nationalstrassennetz anbinden.
Weitere Informationen über das Projekt "Brugg – Südwestumfahrung"
Die Südwestumfahrung Brugg (Kantonsstrasse K 128) erstreckt sich vom Autobahnzubringer Hausen bis zur Aarauerstrasse in Brugg und umfasst auch die neue Querverbindungsstrasse K 401 neu, welche als Ersatz für die Unterwerkstrasse von der Südwestumfahrung zur Aarauerstrasse führt.
Südwestumfahrung als Teil der verkehrlichen Gesamtlösung
Die Südwestumfahrung Brugg steht in einem grossräumigen verkehrlichen Zusammenhang. In der Region Brugg-Windisch-Baden geht es vor allem um eine optimale Lösung des Verkehrs aus dem unteren Aaretal und vom westlichen Aaretal Richtung Schweizer Mittelland. Dies gelingt nur mit einer Gesamtlösung, welche etappiert realisierbar ist und aus den folgenden aufeinander abgestimmten und aufwärts kompatiblen Elementen besteht:
Zur Sanierung des Verkehrssystems wurde mit Beschluss des Grossen Rats vom 8. Mai 2007 die Verkehrssanierung Brugg-Windisch im Richtplan festgesetzt. Diese bestand aus zwei Teilen: Südwestumfahrung Brugg und Nordumfahrung Windisch. Inzwischen wurde die damalige Nordumfahrung Windisch planerisch vom Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau OASE mit seiner Umfahrung "Zentrumsentlastung Brugg/Windisch" abgelöst. Wird die OASE wie vorgesehen Ende 2020 im Richtplan festgesetzt, soll die damalige Nordumfahrung Windisch aus dem Richtplan entlassen werden.
Die Südwestumfahrung ist die Grundvoraussetzung, dass die anderen Elemente überhaupt realisiert werden können.
Stand des Projekts
An der Abstimmung vom 23. September 2012 hat das Stimmvolk von Brugg dem Beitrag der Stadt für den Bau der Südwestumfahrung mit 60 Prozent Ja-Stimmen deutlich zugestimmt. Nach der Zustimmung Bruggs ging das Vorhaben an den Grossen Rat des Kantons Aargau. Am 5. März 2013 hat der Grosse Rat der Südwestumfahrung mit 80:45 Stimmen zugestimmt. Da das Behördenreferendum ergriffen wurde, erfolgte am 9. Juni 2013 eine kantonale Volksabstimmung. An dieser Abstimmung hat das Aargauer Stimmvolk der Südwestumfahrung deutlich zugestimmt.
Die öffentliche Projektauflage fand vom 24. November 2014 bis am 23. Dezember 2014 statt. Gegen das Projekt wurden Einwendungen erhoben.
Dank einer Projektänderung mit der ökologischen Ersatzmassnahme "Schacheninsle" (Projektauflage Sommer 2017) konnte das Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Südwestumfahrung Brugg als gegenstandslos abschreiben. Somit ist das Grossprojekt rechtskräftig.
Die Kosten für den Strassenausbau inklusive Landerwerb sowie ökologische Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag auf total 46,45 Millionen Franken.
Das Landerwerbsverfahren konnte abgeschlossen werden und damit auch die Kostenbeteiligung durch die Grundeigentümer (Interessenbeitrag).
Die Baumeistersubmission wurde im Sommer 2018 durchgeführt, worauf der Regierungsrat am 19. Dezember 2018 die Baumeisterarbeiten vergab.
Anfang Februar 2019 starteten die Rodungsarbeiten.
Der Start der Bauarbeiten erfolgt im Mai 2019.