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Geboren wurde Artur Beul in Einsiedeln SZ. Hier besuchte er die Klosterschule bis zur Matur, und hier war er später Lehrer. 1942 hörte er im Zürcher Corso-Theater die Geschwister Schmid, welche dort mit Teddy Stauffer gastierten. Seine Lieder gefielen den Kinderstars so gut, dass er beschloss, den Lehrerberuf aufzugeben und mit Klärly, Werner und Willi Schmid als Hauskomponist und Klavierbegleiter auf Tournee zu gehen.
Das Trio Schmid hatte über 80 Beul-Lieder in seinem Repertoire und war damit sehr erfolgreich. Schallplattenaufnahmen und Notenvertrieb liessen nicht lange auf sich warten. Neider sprachen von «verbeulter Musik», aber dem Volk gefielen die Lieder, überall wurden sie gesungen, und jeden Tag hörte man sie im Radio. Engagements gab es auch nach Deutschland und Österreich. Mit den Andrew Sisters gelangte die englische Version von «Stägeli uf, Stägeli ab» an der Spitze der US-Hitparade.
Artur Beul liebte die Schweiz (auch wenn er gelegentlich geneckt wurde, weil er mit einem Regenschirm in die Rekrutenschule eingerückt sei). Als das Trio Schmid für fünf Jahre nach USA flog, blieb er in seinem Haus in Zollikon ZH. Er war auch gelegentlicher Mitarbeiter der Zeitschrift «Alpenrosen», als sie noch «Schweizer Musiker-Revue» hiess. In den Jahren 1944 bis 1948 veröffentlichte er mehrere Artikel. Sein Anliegen war: «Wir können doch nicht nur Ländler und Jodellieder komponieren. Wir jungen Komponisten wollen unsere eigene Musik, unsere Tanzmusik im Schweizerton. Und ich meine, der gute Schweizerschlager verdient seinen eigenen Platz». Der Kanton Zürich ehrte ihn mit der goldenen Ehrenmedaille.
1949 heiratete Artur Beul die Sängerin Lale Andersen, die im Krieg mit «Lili Marleen» berühmt geworden war. Was war da naheliegender, als dass er auch für sie komponierte? «He, hast du Feuer, Seemann» und «Kleine Nordseeschwalbe» sind die bekanntesten Titel. Einmal, als sie ohne ihn auf Tournee war, schrieb er ihr einen musikalischen Liebesbrief: «In unserm Garten blühen Rosen». Er komponierte und textete auch für andere Interpreten, für Marthely Mumenthaler und Vrenely Pfyl, für Lys Assia, Vico Torriani, Hans Albers und Ilse Werner.
Es besteht keine Zweifel, Artur Beul lebt in seinen Liedern ewig weiter, in «Nach em Räge schint d’Sunne», «Am Himmel stoht es Sternli z’Nacht».
Quelle: Zeitschrift «Alpenrosen» 2/2010, Stand 21.7.2022 vA