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Acer, Lenovo, HP, Asus und Toshiba haben neue, billige Notebooks (Chromebooks) angekündigt. Lenovo plant ein schickes, 10-Zoll-Android-Notebook. Microsoft hat ein Preisproblem.
Eine der Gründe, warum Microsoft bisher im Smartphone-Markt nur mit viel Mühe Fuss fasst, ist das Geschäftsmodell. Microsoft verdient Geld am Verkauf von Betriebssystemen an Hersteller - Konkurrent Google verdient hingegen Geld mit dem Verkauf von Werbung in Suchresultaten. Google kann deshalb die Linux-Derivate Android und Chromebook für Smartphone, Tablets und Notebooks den Herstellern gratis abgeben, wenn sie im Gegenzug Google-Suche und -Maps prominent installieren.
Dies, und die Tatsache, dass Android- und Chrome-Book-Geräte normalerweise weniger Ressourcen benötigen, macht sie wesentlich günstiger. PC-Hersteller sind so praktisch gezwungen, auch Computer mit Android und Chrome OS anzubieten, wenn sie im Markt bestehen wollen.
Chromebooks von fast allen
Entsprechend haben grosse Hersteller wie HP, Acer, Asus und Toshiba jüngst "Chromebooks" angekündigt, die auf Intels stromsparenden "Haswell"-Prozessoren aufbauen. HP hat am letzten Dienstag zum Beispiel ein 11,6-Zoll Gerätchen ("Chromebook 11") vorgestellt, das in den USA schon nächste Woche für 300 Dollar erhältlich sein wird. In Deutschland wird es Mitte November für 300 Euro zu haben sei. Mit einem "Chromebook 14" genannten Notebook für ebenfalls 300 Dollar wird HP Business-Kunden ansprechen. Auf diesen Geräten werden Googles Business-Applikationen installiert sein.
Acer seinerseits will den (US-) Schulmarkt mit einem Chromebook (C720, 11,6 Zol Display) für nur gerade 250 Dollar ansprechen.
Lenovo lanciert Tablet-Notebook mit Android
Der berührungsempfindliche Bildschirm des kleinen Laptops ("IdeaPad A10") kann um bis zu 300 Grad gekippt werden. Man glaubt, dass auch dieser kleine Computer sehr günstig werden wird: Er wird mit einer CPU der chinesischen Firma Rockchip ausgerüstet sein. Wann, wo und zu welchen Preisen das "IdeaPad A10" auf den Markt kommen wird, weiss man noch nicht.
Die Flut von günstigen, wenn nicht sogar billigen Linux-basierten Geräten, die mit einem Touchscreen und Web-Applikationen ausgerüstet sind, wird den Preisdruck auf Microsoft erhöhen. So hat HP im Juli in China sogar ein 21-Zoll-All-In-One-Gerät mit Android als Betriebssystem für 399 Dollar angekündigt.
Wir sind gespannt, ob es den Redmondern gelingen wird, Antworten auf diese Herausforderung zu finden. (Christoph Hugenschmidt)
(Foto oben: Verkleinerter Bild eines HP Chromebook 11 in Verkaufsverpackung. Screenshot von hp.com).