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Djokovic erreichte im Juli 2011 erstmals die Spitze der Weltrangliste, nachdem er in Wimbledon triumphiert hatte. Seither hat der Serbe weitere 15 Grand-Slam-Titel gewonnen und fast zwei Drittel der Zeit das ATP-Ranking angeführt. Abgelöst wurde er zwischenzeitlich von Andy Murray, Rafael Nadal und Federer.
Wäre die Weltrangliste wegen der Corona-Pandemie nicht zwischenzeitlich eingefroren worden, hätte Djokovic den Rekord wohl schon im letzten Jahr an sich gerissen. Der 33-Jährige war in den letzten Jahren der konstanteste und erfolgreichste Spieler mit 56 gewonnenen Titeln seit Sommer 2011, darunter 15 Majors, 4 ATP Finals und 27 Masters 1000. Sechsmals war er zum Jahresende die Nummer 1.
Nun könne er sich auf andere Ziele fokussieren, meinte Djokovic, der bei der Anzahl Grand-Slam-Titel nur noch zwei hinter Federer und Nadal (je 20) liegt. In der Weltrangliste hat er derzeit beinahe 2000 Punkte Reserve auf den ersten Verfolger Nadal, was dem Gewinn eines Majors entspricht. Dass sein Rekord in näherer Zukunft gebrochen wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Weder für Federer noch für Nadal hat die Weltrangliste noch Priorität. Mit dem Ranking-Rekord hat Djokovic ein gewichtiges Argument auf seiner Seite im tennishistorischen Dreikampf mit Nadal und Federer.
Federer, der im Juli 2012 den Rekord mit den meisten Wochen an der Weltranglistenspritze von Pete Sampras übernommen hatte, ist aber weiterhin der Spieler, der als Ältester an der Spitze der Weltrangliste stand (2018 mit über 36 Jahren) und am längsten ununterbrochen. Zwischen Februar 2004 und August 2008 war er 237 Wochen in Serie die Nummer 1. Diese Bestmarke scheint auch für Djokovic unerreichbar. Er müsste ab jetzt noch fast vier Jahre das Ranking anführen.