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Geschichte Libanons
Handels- und Seemacht der Antike
Das Phönizische Reich, dessen Hauptgebiet im heutigen Libanon lag, beherrschte als größte Handels- und Seemacht der Antike in seiner Blütezeit zwischen 1200 und 900 v. Chr. das gesamte Mittelmeer, ehe die phönizischen Städte im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Assyrern erobert wurden. Im späten 7. Jahrhundert v. Chr. wurde das Gebiet dem Babylonischen, 539 v. Chr. dem Persischen Reich einverleibt. Nach dem Sieg Alexanders des Großen über die Perser, fiel Tyros 332 v. Chr. als letzte Phönizierstadt unter griechische Herrschaft.
Die Spaltung
Vom 9. bis Ende des 11. Jahrhunderts herrschten ägyptisch-muslimische Fürsten über die Region. Im 11. Jahrhundert spalteten sich die im Süden des heutigen Libanon lebenden Drusen von den schiitischen Ismailiten ab. 1099 errichteten Kreuzfahrer hier während des 1. Kreuzzuges die Grafschaft Tripolis, ehe um 1280 die ägyptisch-mameluckische Eroberung einsetzte.
Osmanisches Reich
1516 eroberten die Osmanen die ganze östliche Mittelmeerküste. Nach bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Christen und Drusen, die zum Teil von Frankreich, England und dem Osmanischen Reich geschürt worden waren, wurde das Gebiet 1842 in eine drusische und eine christliche Provinz geteilt. Unter dem Druck der europäischen Mächte stimmte das Osmanische Reich 1861 einer Regelung zu, den Kleinen Libanon zu einer weitgehend autonomen osmanischen Provinz unter einem christlichen Gouverneur, der nur mit Zustimmung der europäischen Mächte ernannt werden konnte, zu machen. Dabei sollte ein Religionsproporz in Regierung und Verwaltung die friedliche Koexistenz der verschiedenen Religionsgemeinschaften gewährleisten. Diese Vereinbarung wurde während des 1. Weltkrieges von der türkischen Regierung aufgekündigt. Der Name Libanon enstand bereits in der Zeit um 3000 v. Ch.