Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/1081

Wer mit Google Ads arbeitet wird früher oder später mit dem Qualitätsfaktor in Berührung kommen. Wie setzt sich dieser zusammen und wie kann er optimiert werden?
Ermittlung des Qualitätsfaktors
Der Qualitätsfaktor ist eine Kennzahl, mit welcher Google die Qualität von Google Ads Kampagnen beurteilt. Dabei wird der Qualitätsfaktor als Wert von 1 bis 10 für jedes einzelne Keyword definiert. Der Qualitätsfaktor basiert auf folgenden drei Einflussfaktoren:
- Voraussichtliche Klickrate
- Anzeigerelevanz
- Nutzererfahrung mit der Zielseite
Google weist zu jedem Keyword einen Status zu den drei Einflussfaktoren aus: unterdurchschnittlich, durchschnittlich oder überdurchschnittlich.
Nachfolgend zeigen wir auf, wie die drei Einflussfaktoren positiv beeinflusst werden können, damit insgesamt der Qualitätsfaktor zunimmt.
Voraussichtliche Klickrate
Die voraussichtliche Klickrate gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit Nutzer auf eine Anzeige klicken, nachdem sie einen Suchbegriff in der Suchmaschine eingegeben haben. Der Status unterdurchschnittlich bedeutet, dass der Anzeigetext überarbeitetet oder besser auf die Keywords abgestimmt werden soll. Gleichzeitig können die schwachen Keywords pausiert werden. Zudem können Anzeigeerweiterungen eingesetzt werden, die nützliche Informationen wie Adresse, Bewertungen oder Links zum Unternehmen darstellen. Nachfolgende Abbildung mit dem Keyword "Sprachschule" zeigt eine Anzeige mit spezifischen Anzeigetiteln, guter Übersicht und Verständlichkeit in Bezug auf den Text sowie Sitelink-Erweiterungen.
Anzeigerelevanz
Mit der Anzeigerelevanz wird angegeben, wie stark der Zusammenhang zwischen einem Keyword und einer Anzeige ist. Wenn hier der Status unterdurchschnittlich erscheint kann es sein, dass entweder die Anzeige oder das Keyword nicht spezifisch genug sind oder die Anzeigegruppe zu viele Themen beinhaltet. Folglich sollte man thematisch klar abgegrenzte Anzeigegruppen erstellen sowie darauf achten, dass die Anzeigen und eine kleine Gruppe von Keywords (5-20 Keywords) einen starken Zusammenhang aufweisen. Weiter müssen mehrere spezifische Anzeigetexte (mindestens 3 Anzeigen) erstellt werden, die die wichtigsten Werbebotschaften kurz und knackig zusammenfassen. Folgende Abbildung stellt Anzeigegruppen dar, die einen engen Zusammenhang zu ihren jeweiligen Keywords aufweisen.
Nutzererfahrung mit der Zielseite
Die Nutzererfahrung einer Zielseite gibt darüber Auskunft, wie relevant und nützlich die Zielseite für die Nutzer ist, die auf eine Anzeige geklickt haben. Optimal ausgewählte Zielseiten sind gut strukturiert, umfassen qualitativ gute Texte, die mit den Suchbegriffen der User identisch sind, stellen einen Nutzen für die User dar und verfügen über eine Call to Action. Auch eine kurze Ladezeit, Transparenz sowie Vertrauenswürdigkeit sind wichtige Kriterien, die bei der Bewertung von Google miteinfliessen. Das Airbnb Beispiel zeigt auf, wie eine Zielseite übersichtlich gestalten werden kann und wie eine klare Call to Action aussieht.
Anzeigerang = Maximales Gebot x Qualitätsfaktor
Wenn ein Advertiser sein maximales Gebot für CPC erhöht um besser als seine Mitbewerber zu sein garantiert dieser Vorgang nicht, dass man automatisch die beste Anzeigeposition erhält.
Der Grund dafür ist, dass der Qualitätsfaktor auch in die Berechnung des Anzeigerangs miteinfliesst: Anzeigerang = Maximales Gebot für CPC x Qualitätsfaktor.
So erzielt Advertiser 1, der zwar das geringste maximale Gebot für den CPC aufweist, jedoch den höchsten Qualitätsfaktor besitzt, einen Anzeigerang von 8 und erhält somit die beste Anzeigeposition.
Fazit
Google beurteilt mit dem Qualitätsfaktor die Nutzerfreundlichkeit der Google Ads Anzeigen. Mit obigen Empfehlungen kann der Qualitätsfaktor schrittweise erhöht werden, was zu mehr Klicks und geringeren Kosten führen wird. Jedes Keyword mit einem Qualitätsfaktor unter dem Wert 6, sollte so schnell wie möglich analysiert, respektive optimiert werden.