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Bei der Präsidentschaftswahl in Kirgistan ist der Ex-Regierungschef Sooronbai Scheenbekow als eindeutiger Sieger hervorgegangen. Teilergebnissen der Wahlkommission zufolge erreichte er im ersten Durchgang eine absolute Mehrheit von rund 54 Prozent der Stimmen.
Sein grösster Rivale, der 47-jährige Oligarch Omurbek Babanow, kommt auf knapp 33 Prozent. Umfragen hatten ein knapperes Ergebnis erwarten lassen. In dem Fall wäre eine Stichwahl notwendig geworden. Definitive Ergebnisse standen am Sonntagabend noch aus.
Insgesamt elf Kandidaten hatten sich um die Nachfolge von Präsident Atambajew beworben, der laut Verfassung nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr antreten darf. Knapp drei Millionen Kirgisen waren an die Urne gebeten worden, wie die Wahlkommission mitteilte.
Kurz vor Beginn der Wahl soll eine Gruppe Aufständischer festgenommen worden sein, die Massenunruhen nach der Wahl geplant habe. Unter den Festgenommenen sei auch ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter, teilte das nationale Sicherheitskomitee Agenturen zufolge mit.
Die Nachricht sorgte bei Wählern für Unsicherheit. Internationalen Beobachtern zufolge war die Wahl aber ruhig und ohne Probleme verlaufen
Der Urnengang ist auch ein Demokratie-Test für die ehemalige Sowjetrepublik, denn seit der Unabhängigkeit 1991 hat es in Kirgistan noch nie einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Vorgänger Atambajews wurden durch Volksaufstände gestürzt.