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Hamburg im Jahr 1713, während des Nordischen Krieges: Flüchtlingselend, Hungersnot und schwarzer Tod brechen über die Menschen herein. Unter dem Vorwand, das Umland vor der Seuche zu schützen, haben die Kriegsparteien die Stadt vollkommen abgeriegelt. Handel ist kaum noch möglich, die Versorgung bricht zusammen. Religiöser Fanatismus und Weltuntergangsängste prägen das Klima und verhelfen einem Mann zu Macht und Ansehen, der den Oberen der Stadt ein ganz besonderes Mittel gegen die Pest verschafft: die sogenannten »Engelskinder«.
Portrait
Claudia Weiss, Jahrgang 1967, ist promovierte Historikerin und Privatdozentin. Sie hat in Hamburg und Moskau Geschichte, Slawistik und Geographie studiert und im Anschluss zwölf Jahre als Osteuropa-Historikerin in Deutschland, Frankreich und Russland geforscht und gelehrt, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Neben wissenschaftlichen Fachpublikationen schrieb sie für »GEO Epoche« und veröffentlichte im März 2011 »Das Reich der Zaren«, einen Sachbildband. "Rattenfängerin" ist nach »Das Geheimnis des Scharlatans« und "Schandweib" ihr dritter Roman.