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Buchfinken zwitschern nicht überall gleich. Das hat der Österreicher Ferdinand Adam Freiherr von Pernau schon im Jahre 1702 beschrieben: «Merckwürdig ist, dass fast alle 5. und 6. Meilen die Gesänge der Fincken in den Wäldern und Gärten sich verändern, so, dass wann man reiset, die Gesänge, die man einen Tag zuvor gehöret, theils gantz und gar aufhören und sich hingegen neue hören lassen.» 1972 hat sich der kalifornische Ornithologe Luis Baptista auf dem Bodanrück diese Dialekte des Buchfinken genauer angehört und tatsächlich Unterschiede beim Regenruf festgestellt. An manchen Orten konnte er ein «huit» ausmachen, an anderen ein «rülsch».
Knapp 50 Jahre später hat sich der St.Galler Ruben Lippuner Baptistas Arbeit nochmals vorgenommen und die Daten für seine Maturaarbeit überprüft. Die beiden Dialekte kann Lippuner noch immer feststellen, auch hätten sie sich vom Gebiet her wenig verändert. Auf der Insel Mainau hingegen habe der Dialekt gewechselt.
Für seine Maturaarbeit wurde Ruben Lippuner von der St.Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet.