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Gewinner*innen 2020
Wir gratulieren Clara A'Campo, Kim de l'Horizon und Cassiane Pfund. Sie sind die Gewinner*innen des OpenNet-Schreibwettbewerbs 2020. Aus 168 anonymisierten Texten aus allen Landessprachen hat die Jury einen französischsprachigen und zwei deutschsprachige Texte ausgewählt.
Seit 2001 wird jährlich der OpenNet-Schreibwettbewerb für Nachwuchsautor*innen aus allen Landessprachen ausgeschrieben. Als Preis erhalten die Gewinner*innen eine Einladung an die Solothurner Literaturtage, wo sie ihren Text vor Publikum präsentieren sowie ein professionelles Lektorat.
Die Jury 2020: Carlotta Bernardoni-Jaquinta (it), Simon Deckert (de), Nathalie Garbely (fr), Susanne Schenzle (de), Verena Stössinger (de), Bettina Vital (rm)
Informationen
Einsendeschluss für die Texte war der 15. Januar 2020. Später eingereichte Texte werden nicht berücksichtigt.
Alle Teilnehmenden wurden bis spätestens sechs Wochen vor den Solothurner Literaturtagen informiert, ob sie zu den Gewinner*innen gehören. Darüber hinaus wird über den Wettbewerb keine Korrespondenz geführt.
Teilnahmeberechtigt sind Autor*innen mit Schweizer Wohnsitz, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation vorweisen. Sie können einen Prosatext einreichen. Die Texte sollen mindestens 2'500 Zeichen und max. 10'000 Zeichen umfassen (inkl. Leerzeichen), sie können in allen vier Schweizer Landessprachen geschrieben sein. Skizzen, Gedichte oder Theatertexte werden nicht berücksichtigt.
Die Gewinner*innen
Clara A'Campo
Geboren 1995. Sie schreibt Kurzprosa und Gedichte und brachte ihre Texte in Zusammenwirkung mit Film, Sound, Grafik und Konzeptkunst. Sie repariert Fahrräder und lebt in Basel.
wir nehmen die rosen
Ein Engel muss seine Flügel warten lassen, ein Paar erhält eine Ehegenehmigung für fünf Jahre und verreist, über der Stadt wird es auch tags nicht mehr hell, die Restaurants sind überfüllt. Carla A'Campos poetisch-verspielter Text entwirft das Bild einer nicht allzu weit entfernten Zukunft.
Kim de l'Horizon
Geboren 1993. Studierte Germanistik sowie Literarisches Schreiben in Biel. Gewann Preise u.a. am Treibhaus-Wettbewerb, am Kurzfilmwettbewerb der HAZ und am Textstreich 2019. Nimmt am Dramenprozessor 2020 teil.
Santiago de Compostela liegt nicht am Meer
Der Text, ein bedrängender Sprachsturz, ist der Brief eines genderfluiden Twens an die Grossmutter, «seine Grossmeer», zu der ihm noch am ehesten Nähe möglich scheint – in einer Familie, die Wünsche, Wunden, Lebenswege und Wirklichkeiten ignoriert, um als «eine völlig normale Familie» zu gelten.
Cassiane Pfund
Née en 1993. Après des études en philosophie, elle choisit de se consacrer à l'écriture. Elle termine actuellement un programme en Pratique d'Arts Contemporains à la HKB.
Peut-être la mer
Qu'est-ce que ça fait de voir la mer ? Et de ne jamais l'avoir vue ? Dans un dialogue philosophique entre deux voix, qu'on imagine volontiers sur unse scène de théâtre, Cassiane Pfund livre, avec finesse, une réflexion sur la langue, notre capacité à partage nos expériences et à rencontrer l'altérité.