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Die Eisenbahn hatte im vorletzten Jahrhundert entscheidenden Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung: Im Industriequartier von Zürich fuhren die Züge über Bahndämme, die als undurchdringliche Riegel der Ausdehnung des Quartiers im Wege standen. 1894 wurden die Dämme durch Viadukte ersetzt, wodurch Platz für eine Erweiterung der Stadt geschaffen wurde.
Bereits damals nistete sich Gewerbe im Viadukt ein. Bis zu 200 Steinhauer gingen dort ihrem Handwerk nach, zuerst im Freien, dann in schuppenartigen Einbauten, die an der Stelle der heutigen Markthalle errichtet wurden. Neben dem Granitsteinhauer «Stacchi» betrieb die «Bananenzentrale», so der Volksmund, einen Handel mit Südfrüchten und röstete Erdnüsschen. Später kam der Automechaniker «Dittgen» dazu, und etwas weiter oben vertrieb Vater Calleri italienische Esswaren, dessen Sohn heute wieder zu den Mietern IM VIADUKT zählt.
Der Viadukt rumpelte schon damals kräftig, wie sich Hans Stocker erinnert, der die Steinhauerei an der Ottostrasse 4 1980 übernahm. Eines Morgens habe er sogar einen «Meteoriten» vor seiner Werkstatt gefunden – gut habe sich der Bremsklotz nicht während der Arbeitszeit sondern in der Nacht von einem vorbeidonnernden Güterzug gelöst.
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