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Spätestens Anfang der 2020er Jahre müssen die Weichen für den Ersatz der heutigen Hauptkampfsysteme des Heeres, vor allem Panzer 87, Schützenpanzer 2000 und Panzerhaubitze M109 gestellt werden. Um die Anforderungen an die Nachfolgesysteme bzw. an die zukünftige Verteidiungsdoktrin der Schweizer Armee aufstellen zu können, muss zuerst folgende Frage beantwortet werden: Wie sieht der Kampf der Landstreitkräfte in Zukunft aus?
Die selbe Frage stellte sich auch die Führung der Bundeswehr in einem kürzlich erschienen Thesenpapier. Obwohl sich das Thesenpapier nicht 1:1 auf die Schweizer Armee umsetzen lässt, beinhaltet es doch einige Kernpunkte, welche für die Ausrichtung unserer zukünftigen Landesverteidigung zu beachten sind (stichwortartig, nicht abschliessend):
Im Bereich der Führung
Mensch steht mit seinen Fähigkeiten weiterhin im Mittelpunkt (ethische und moralische Aspekte);
Führung muss auch unter massivem gegnerischem EKF-Einsatz zuverlässig funktionieren;
Zusammenfassung grosser Informations- und Datenmengen zu einem integrierten Lagebild.
Im Bereich der Wirkung
Fähigkeit zum präzisen, weitreichenden Wirken;
Mittel gegen alle Formen der Aufklärung aus der Luft, insbesondere (Mini-) Drohnen;
Munition zur wirksamen Bekämpfung von Flächenzielen;
Einsatz von aktiven und passiven Schutzsystemen;
Mittel zur Abwehr von Artilleriefeuer (z.B. kinetisch oder elektromagnetisch);
Flugabwehr zum mobilen Schutz im Nah- und Nächstbereich.