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Der international anerkannte Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, hat das Gebiet rund um die Residenz seines Rivalen Laurent Gbagbo in Abidjan zum Sperrgebiet erklärt.
Mit der Blockade sollten die Anwohner vor den Kämpfen mit Gbagbo und seinen letzten Getreuen geschützt werden, sagte Ouattara in seiner ersten Fernsehansprache seit der blutigen Eskalation seines Machtkampfs mit Gbagbo.
Der langjährige Staatschef weigert sich weiter, sein Amt abzugeben, und hält sich seit Tagen in einem Bunker seiner Residenz in Abidjan verschanzt. Alle Versuche Ouattaras und seiner Truppen, ihn mit Gewalt aus der Residenz zu holen, sind bisher gescheitert.
Während sich die Situation in Abidjan von Tag zu Tag zuspitzt, versprach Ouattara, für Ruhe, Ordnung und Sicherheit in der Millionenmetropole und im ganzen Land zu sorgen. Ab Freitag werde die nächtliche Ausgangssperre gemildert mit dem Ziel, die Lage wieder zu normalisieren.
Ouattara rief alle Landsleute zur Versöhnung auf: Niemand dürfe Rache nehmen, forderte der Staatschef, dessen Truppen inzwischen das Land kontrollieren. Gleichzeitig versicherte er, die Elfenbeinküste sei "unteilbar". Mit seinem Aufruf zur Einheit und Versöhnung kam er einer Forderung Frankreichs nach.
Auch seine eigenen Truppen forderte Ouattara zu "vorbildlichem Verhalten" auf. Er kündigte an, Berichten über von seinen eigenen Leuten verübten Massakern im Westen des Landes nachzugehen. Alle Verbrechen würden aufgeklärt, die Täter zur Verantwortung gezogen.
Gleichzeitig teilte er mit, Massnahmen eingeleitet zu haben, damit sich Wirtschaft und Finanzen möglichst rasch wieder erholen können. Unter anderem habe er die EU um Aufhebung ihrer Sanktionen über die Häfen des Landes gebeten.
SDA-ATS