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Der Prostatakrebs verursacht im Frühstadium keine speziellen Symptome oder Beschwerden, allenfalls dieselben Probleme wie eine gutartige Prostatavergrösserung. Selten treten Rückenschmerzen, als Folge von Ablegern (Metastasen) in der Wirbelsäule, als erstes Symptom auf.
Das beste Verfahren, einen Prostatakrebs im Frühstadium zu entdecken, ist die Kombination von PSA-Messung im Blut und dem Abtasten der Prostata über den Enddarm. Ist der rektale Tastbefund der Prostata normal und der PSA-Wert nicht erhöht, ist ein Prostatakrebs eher unwahrscheinlich. Eine weitere Abklärung sollte folgen, wenn der rektale Tastbefund positiv und der PSA-Wert erhöht ist (> 4 ng/ml). Ein auffälliger Tastbefund und ein erhöhter PSA-Wert sind jedoch kein endgültiger Beweis für das Vorliegen eines Prostatakrebses. Der PSA-Wert kann auch aufgrund anderer Ursachen (z.B. Entzündung der Prostata) erhöht sein. Gewissheit für die Diagnose Prostatakrebs kann daher nur eine Gewebeprobe aus der Prostata (Biopsie) liefern. Hat diese das Vorliegen von Krebszellen in der Prostata bestätigt, werden die Tumorzellen charakterisiert und weitere bildgebende Untersuchungen, wie Computertomographie (CT), Röntgen und Knochenszintigrafie, angewendet, um festzustellen, ob der Krebs bereits in anderen Organen Ableger gebildet hat. Solche findet man vor allem in Lymphknoten, Lunge und Knochen.
Eine Vorsorgeuntersuchung ist alle 1-2 Jahre sinnvoll, um eine bösartige Erkrankung der Prostata frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln zu können. Diese Untersuchung kann auch der Allgemeinarzt durchführen. Sie besteht - wie oben ausgeführt - aus einer rektalen Tastuntersuchung der Prostata und der Messung des PSA-Wertes im Blut.
Wer profitiert von einer Vorsorgeuntersuchung?
- Männer über 50 Jahre
- Männer ab 45 Jahren mit erhöhtem Risiko (Prostatakrebs in der Familie, Rasse).
- Die Lebenserwartung sollte mindestens 10 Jahre betragen. Eine Vorsorgeuntersuchung im Alter über 75 ist nicht mehr sinnvoll, da sich der Nutzen einer Behandlung wegen des langsamen Wachstums des Prostatakrebses erst nach ungefähr 10 Jahren zeigt.
- Eine Untersuchung sollte eine therapeutische Konsequenz haben, sonst macht sie keinen Sinn.