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Geschichte des Parks
Die Parkanlage orientiert sich am englischen Landschaftsgarten und wurde ab 1866 «zur Ergötzlichkeit» angelegt. Sie erstreckt sich nördlich des Hofes auf einer Fläche von rund einem Hektar. Den Mittelpunkt des Parks bildet der Weiher mit seinem markanten Springbrunnen, dessen Höhe vom natürlichen Wasserdruck abhängt. Am südlichen Ende wurde ein Gartenpavillon, das sogenannte Rindenkabinett erstellt, von welchem ein Mergelweg direkt auf den Springbrunnen zuführt. Dem Park vorgelagert entstand bereits 1869 ein kupferbedeckter Pavillon, der als Aussichtspunkt einen aussergewöhnlichen Rundblick bis in den Schwarzwald zulässt.
Der Baumbestand setzt sich in erster Linie aus einheimischen Gehölzen zusammen, die meist in ungewöhnlichen Baumgruppen auftreten. Als Exoten dürfen die zwei Sequoiadendron und die Spanische Tanne bezeichnet werden. Der Weiher wird von einer zweistämmigen, mächtigen Esche dominiert, die über 200 Jahre alt sein dürfte. Ebenso erwähnenswert ist der wohlriechende Falsche Jasmin, der den Eingangsbereich ziert. Sozusagen als Wegmarke in der Landschaft säumt eine Reihe von italienischen Pappeln die Zufahrt von Häfelfingen zum Hofgut Mapprach.
1995 fand eine grundlegende Sanierung des Parks statt. Über 60 Bäume mussten gefällt werden; das bestehende Wegnetz wurde erweitert und eine Wasserkaskade, welche das Hangwasser aufnimmt, angelegt. Das Wegsystem verläuft seither neu auf zwei Ebenen und erlaubt so dem Spaziergänger immer neue Ein- und Durchblicke innerhalb des Parks und gibt auch den Blick auf die unvergleichliche Weite der Landschaft frei.
Schon im 19. Jahrhundert beklagte man sich in etlichen Stiftungsratsprotokollen über den undichten Weiher, der mit den Jahren immer mehr verlandete. Grosszügige Spenden haben 2009 eine nachhaltige Sanierung ermöglicht. Der Weiher wurde von sämtlichem Schilf befreit und mit Seerosen sowie diversen anderen Pflanzen bestückt. Das vom Sturm Lothar am Ende des Jahres 1999 aus den Angeln gehobene Rindenkabinett konnte ebenfalls originalgetreu nachgebaut werden. 2011 erhielt die Stiftung als Schenkung ein Rosenkabinett aus der Zeit der Errichtung des Parks, welches beim Weiher aufgestellt wurde.
Die unter Denkmalschutz stehende Parkanlage in unmittelbarer Nähe des Hofes ist in dieser Form einzigartig im Baselbiet und macht das Hofgut Mapprach zu einer kulturhistorisch interessanten und bedeutenden Anlage.
Ein Kulturdenkmal im Oberen Baselbiet, PDF
Essay aus der Publikation 'René Küng - Kunst und Natur; Eine lebenslange Beziehung'
von Daniela Settelen-Trees