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Gestohlene Rolex-Uhren im Wert von über einer halben Milliarde Dollar sind im Umlauf.
Rolex-Daytonas gehören aufgrund ihres sofortigen Barwerts auf dem Sekundärmarkt zu den am häufigsten gestohlenen Uhren.
Rolex geraten ins Visier von Gelegenheitskriminellen und organisierten Kriminellen, da sie leicht gegen Bargeld verkauf werden können, was zu einem dramatischen Anstieg der Diebstähle in Privathäuser und auf der Strasse führt.
Fast 80’000 Luxusuhren im Wert von über einer Milliarde Pfund (1,25 Milliarden US-Dollar) werden derzeit vom Uhrenregister als verloren oder gestohlen registriert.
Rolex-Uhren machen 44 Prozent der gesamten Datenbank im Watch Register aus, mit einem geschätzten Wert von 440 Millionen Pfund (550 Millionen US-Dollar).
Die Daytona-, GMT- und Oyster Perpetual-Modelle von Rolex werden am häufigsten gestohlen, weil die Nachfrage das Angebot übersteigt, die Wartelisten bei autorisierten Händlern so lang sind und die Preise auf dem Sekundärmarkt hoch sind. Da nützt es sehr wenig, wenn Rolex Händler mit dem CPO zertifiziert, so kann man keinen Graumarkt kontrollieren. Vielmehr würde die vielen Uhren-Diebstähle sofort zurückgehen, wenn Rolex die Nachfrage durch Ankurbelung der Produktion befriedigen würde. Das Thema wollten wir mit Rolex CEO Jean-Frédéric Dufour diskutieren, er hatte jedoch kein Gehör dafür.
Omega und Breitling belegen in der Watch Register-Datenbank die Plätze zwei und drei, was den Wert und die Menge der verlorenen oder gestohlen Uhren betrifft.
Besitzern von Luxusuhren wird empfohlen, eine Spezialversicherung abzuschliessen, die den aktuellen Wert und nicht nur den Wiederbeschaffungspreis im Einzelhandel berücksichtigt.
Sie sollten ausserdem hochauflösende Fotos mit sichtbaren Dellen und Kratzern machen, Seriennummern notieren und Kartons und Papiere aufbewahren, die den Besitz belegen.
Nach Angaben der Behörden werden ein Drittel der gestohlenen Uhren innerhalb von sechs Monaten und einem halben Jahr wiedergefunden. Wenn alle Details erfasst werden, ist es wesentlich einfacher, die Uhren wieder ihrem Besitzer zuzuordnen.
Händlern wird empfohlen, vor dem Ankauf einer Luxusuhr das Uhrenregister zu prüfen, wenn sie irgendwelche Verdachtsmomente haben.
SUMMARY_Aus meiner persönlichen über 50 Jährigen Erfahrung wurde mir noch nie eine Uhr aus zweifelhaftem Besitze der Marke Omega oder Breitling angeboten. Vielmehr Modelle der Marke Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet und neu Uhren der Marke Richard Mille. Solche Uhren sind ein “no go” für mich.