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Unabhängige Fachhändler würden von Ketten übernommen, die grössere Mengen einkauften und höhere Rabatte von den Herstellern forderten, sagte Braunschweiler in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" (9. Oktober). "Darum ist es für uns wichtig, eigene Läden zu haben. Sie helfen, die Gewinnmarge abzusichern, ausserdem wächst dieses Geschäft auch stärker als jenes mit den Geräten."
Die Sonova hatte im Mai die Übernahme des niederländischen Hörgeräte-Retailunternehmens AudioNova bekanntgegeben. "Nach der Akquisition des Fachhändlers Audio Nova wird jedes siebte Hörgerät, das wir produzieren, über unsere Ladentische gehen. Das wird an die 40% des Umsatzes beisteuern", sagte Braunschweiler.
Die Übernahme weiterer Ketten sieht Braunschweiler allerdings nicht. "Es gibt nicht mehr viele grosse Häuser, jetzt kommen eher kleine Schritte." Keine Option sei es auch, in den Geschäften Sehhilfen zu verkaufen. "Der Schritt in die Optik wäre zu gross für uns."
Auch einen Einstieg von Sonova in den Markt von Kopfhörern strebt der Sonova-CEO nicht an. "Uns fehlt schlicht der Zugang zu diesem Markt, darum arbeiten wir lieber mit Firmen zusammen, die darauf spezialisiert sind."
(AWP)