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Funktionsweise der Hypnose mit Quellenverzeichnis erklärt
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Quellenverzeichnis
[MM1] »Eine schöne und wahre Geschichte stammt von dem amerikanischen Entscheidungsforscher Gary Klein, der unter anderem das Entscheidungsverhalten von Professionals untersuchte, unter anderem auch das von Feuerwehrkommandanten.
Bei einem Großbrand beorderte ein Kommandant plötzlich alle seine Männer vom brennenden Gebäude weg. Die Feuerwehrleute schauten ihren Chef fragend an und verstanden diese Entscheidung nicht. Wenige Sekunden später stürzte das brennende Gebäude zusammen. Wie konnte das der Kommandant wissen? Die Erklärung: Er und sein Unbewusstes hatten Hunderte von Bränden mit einstürzenden Gebäuden erlebt. Offensichtlich hatte sein Unbewusstes dabei gelernt, dass sich Kurz vor dem Einstürzen bestimmte Geräusche ereignen. Das Unbewusste hatte dieses Geräuschmuster wiedererkannt und den Kommandanten veranlasst, seine Männer zurückzuziehen. Er selbst übrigens konnte seine Entscheidung nicht erklären - ihm war nicht klar, welches Wissen in seinem Unbewussten vorhanden war.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 62, 24.Oktober 2014
[MM2] »Zu was braucht man dann ein Bewusstsein? Nun, das Bewusstsein wird aktiviert, wenn wir mit Neuem und Unbekanntem konfrontiert werden, wenn intellektuelle Probleme zu lösen sind, wenn Entscheidungskonflikte auftreten und das limbische System aus dem Neokortex Erfahrungen und Entscheidungsvorschläge abruft. Um Energie zu sparen, versucht das Gehirn möglichst viel zu automatisieren. Alle Erfahrungen und Handlungen, die wiederholt positive Konsequenzen mit sich gebracht oder negative Konsequenzen vermieden haben, werden gespeichert. Kommt dann ein entsprechendes Auslösesignal, läuft das automatische Programm ab, natürlich ohne dass das Bewusstsein informiert wird.«
Hans-Georg Häusel, Brain View - Warum Kunden kaufen - 4. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 100, 29. März 2016
[MM3] »Übrigens: Eub arbeitendes Gehirn braucht auch weit mehr Energie als ein arbeitender Muskel. Genauer: Gehirnmasse braucht 22-mal so viel Energie wie eine entsprechende Muskelmasse! Warum ist ein geringer Energieverbrauch wichtig? Das ist ein Gesetz der Evolution. Organismen, die Energie nicht nutzlos verbrauchen, haben nämlich Vorteile.«
Hans-Georg Häusel, Brain View - Warum Kunden kaufen - 4. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 100, 29. März 2016
[MM4] »… Den unser Unterbewusstsein schöpft sehr wohl das volle Potenzial unserer grauen Zellen aus. Es verarbeitet nach neusten Erkenntnissen pro Sekunde mindestens 80.000 Informationen und ist somit zehntausend mal schneller - man könnte auch sagen klüger, als unser bewusster Verstand, auf dem wir uns doch so viel einbilden.«
Klaus Bernhardt, Panikattacken und andere Angststörungen loswerden, Hörbuch,
Kapitel 2.1, Die Macht der Unterbewusstseins, Ab Minute 1:10, 11.September 2017
[MM5] »Die Organisation des emotionalen Gehirns ist weit einfacher als die des Neokortex. Im Unterschied zu dem, was in Letzterem abläuft, ist die Mehrzahl der Bereiche des limbischen Gehirns nicht in regelmäßigen Neuronenschichten angeordnet, die eine Verarbeitung von Informationen ermöglichen; vielmehr sind die Nervenzellen miteinander verschmolzen. Infolge dieser weit rudimentärereren Struktur ist die Informationsverarbeitung durch das emotionale Gehirn viel primitiver als die im Neokortex. Doch sie läuft schneller ab und ist höherem Maße für elementare Überlebensreaktionen geeignet.«
David Servan-Schreiber, Die neue Medizin der Emotionen, Gebundenes Buch, Seite 35, 28. Februar 2005
[MM6] »Was dort als Erfahrungsschatz liegt, ist uns und dem Konsumenten selbst nicht bewusst. Das »Ich« weiß nicht, was sein Gehirn weiß. In solchen Entscheidungssituationen erkennt das Gehirn Muster, die es als unbewusste Regeln in vielen oft ähnlichen Situationen abgespeichert hat, falls diese damals zum gewünschten Erfolg führten bzw. Gefahren vermieden werden konnten. In diesen Situationen, werden diese unbewussten Regeln und Muster aktiviert und wir entscheiden intuitiv, ohne genau sagen zu können warum.«
Hans-Georg Häusel, Brain View - Warum Kunden kaufen - 4. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 103, 29. März 2016
[MM7] »Wie das Gehirn arbeitet, zeigt folgender Tatsachenbericht. In neurologischen oder psychiatrischen Kliniken finden sich sehr oft Patienten mit sogenannten Amnesien. Diese Patienten, vor allem die schweren Fälle unter ihnen, können sich an nichts mehr erinnern. Sie wissen nicht, wie sie heißen und warum sie in der Klinik sind. Sie sind völlig unfähig, die Namen z.B. von Arzten zu lernen, und erkennen diese auch auf dem Gang nicht wieder. Einen solchen Patienten zwickte einer der Ärzte bei der Begrüßung mit einer Nadel in die Hand. Des Öfteren befragt, ob er diesen Arzt kenne, sagte der Patient jedes Mal »Nein«. Aber immer wenn er den Arzt auf dem Gang sah, machte er einen weiten Bogen um ihn. Dieser Versuch zeigt, dass die Speicherung emotionaler Erfahrungen keines Bewusstseins bedarf. Genauso wenig bedarf sie eines Bewusstseins, um, wie in diesem Fall, eine massive Ablehnungsreaktion hervorzurufen.«
Hans-Georg Häusel, Brain View - Warum Kunden kaufen - 4. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 107, 29. März 2016
[MM8] »Nun gibt es sowohl in der Fach- als auch in der Populärliteratur unterschiedliche Aussagen über den Anteil des Unbewussten an der Entscheidung. Mein amerikanscher Neuromarketing-Kollege Gerald Zaltman spricht von 95 %. Ich selbst gehe von 70 bis 80 % aus. Wer hat nun Recht?«
Hans-Georg Häusel, Emotional Boosting - Die hohe Kunst der Kaufverführung - 2. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 22, 8. Oktober 2012
[MM9] »Denn wenn wir uns auf aktuelle Forschungen verlassen und davon ausgehen, dass das menschliche Unterbewusstsein rund 95 Prozent unserer Kognition ausmacht, und wir zugleich wissen, dass die Hypnose das wohl beste Werkzeug ist, um mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren, so müssen wir uns eingestehen, dass es kaum etwas Nützlicheres geben kann, als die Hypnose in denjenigen Bereichen anzuwenden, in denen sie uns dient.«
Gabriel Palacios, Hypnotisiere mich - Wenn Gedanken dein Leben schaffen, Gebundenes Buch, 3. Auflage, Seite 226-227 - 02. März 2020
[MM10] »Das dritte Prinzip ist die Verlustaversion. Wenn sie direkt miteinander verglichen oder gegeneinander gewichtet werden, schlagen Verluste stärker zu Buche als Gewinne. Diese Asymmetrie zwischen der Macht positiver und negativer Erwartungen oder Erfahrungen ist evolutionsgeschichtlich bedingt. Lebewesen, die Bedrohungen vordringlicher behandeln als Chancen, haben höhere Überlebens- und Fortpflanzungschancen.«
Daniel Kahneman, Schnelles denken, langsames denken, Gebundenes Buch, Teil IV Entscheidungen, Seite 347, 21. Mai 2012
[MM11] »Der Blick zurück nährt allzu oft Ärger, Trauer, Problemdenken - und der Blick nach vorne macht und häufig Angst, führt zu Sorgen und Zweifel. Warum das so ist? Weil wir ein »neurologisches Ungleichgewicht« in uns haben: Unser Gehirn bewertet Negatives viel stärker als Positives.«
Marcus Täuber & Pamela Obermaier, Alles reine Kopf Sache!, Gebundenes Buch, Seite 71
[MM12] »Die rasante Veränderung der Umwelt in den letzten Jahrhunderten geht weit über unsere biologische Anpassungsfähigkeit hinaus. Im Schnitt dauert es etwa fünfundzwanzigtausend Jahre, bis sich in einer menschlichen Population entscheidende genetische Veränderungen durchsetzen.« Mehr dazu bei O. Wilson, Sociobiology (Cambridge, MA: Belknap Press, 1980), 151.
[MM13] »Sumerer - Die ersten Aufzeichnungen über Hypnose findet man bei dem ältesten, bekannten Urvolk der Erde, den Sumerern. In den über 4000 Jahre alten Keilschriften wird beschrieben, dass speziell ausgebildete Priesterärzte durch die Anwendung von Hypnose, kranke Menschen heilten. Ebenfalls ist in den alten Schriften ersichtlich, dass die Sumerer bereits die unterschiedlichen Hypnosestufen, d.h. leichte, mittlere und tiefe Trance, kannten und nutzen.«
https://hypno-institut.com/geschichte-der-hypnose/
[MM14] »Methoden zur Tranceinduktion werden zum ersten Mal schriftlich im Leidener demotisch-magischen Papyrus beschrieben. Der Papyrus ist in Hieratisch, Demotisch und Griechisch verfaßt. In einigen Teilen geht er vermutlich auf die Zeit um 1500 bis 1000 v.Chr. zurück.«
https://www.hypnose-kikh.de/magischer-papyrus.html
[MM15] https://www.hypnose-kikh.de/tempelschlaf.html
[MM16] »4.Trance ist biologisch notwendig. Anthropologen haben darauf aufmerksam gemacht, daß Trancerituale eigentlich in jeder Kultur zu finden sind (siehe Richeport 1982).
Historiker wiederum haben gezeigt, daß es solche Rituale schon seit Jahrhunderten gibt. Ihr Vorkommen in allen Kulturen und Zeiten deutet darauf hin, daß Trance für Menschen biologisch lebenswichtig ist. Unter anderem folgt aus dieser Sichtweise, daß Trance gewollt oder ungewollt eintritt. […] Insbesondere hilft sie dabei, verschiedene komplementäre Grundantriebe des Menschen zum Ziel zu führen: die Integrität (,,Ganzheit") einer autonomen (,,selbstregulierenden") Selbstidentität einerseit zu erhalten und andererseits zu vergrössern.«
Dr. Stephen G. Gilligan, Therapeutische Trance - Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen Hypnotherapie, Kapitel 2 Die Tranceerfahrung, Seite 64, 01. Dezember 2016
[MM17] »Für das Gewebe des Bewusstseins ist Trance etwas ganz Natürliches und Grundlegendes. Sie ist ein Zustand, in den Menschen regelmäßig fallen müssen, um ihre Identität zu erneuern, zu schützen, wieder zu erschaffen und zu verwandeln. Diese für Ericksons Arbeit zentrale Idee unterscheidet sich radikal von der traditionellen Sichtweise, die Trance als künstliche Erfahrung betrachtet, verursacht von einer anderen Person (dem Hypnotiseur) und unter deren Kontrolle.«
Dr. Stephen G. Gilligan, Generative Trance, Kapitel 2 Die vielen Gesichert der Trance, Seite 50, 22. August 2014
[MM18] »Trance is an absorptive state of consciousness characterized by narrowed awareness of external surroundings and has long been used-for example, by shamans-to gain insight. Shamans across cultures often induce trance by listening to rhythmic drumming. Using functional magnetic resonance imaging (fMRI), we examined the brain-network configuration associated with trance. [...]
Michael J. Hove, Johannes Stelzer, Till Nierhaus, Sabrina D. Thiel, Christopher Gundlach, Daniel S. Margulies, Koene R. A. Van Dijk, Robert Turner, Peter E. Keller, Björn Merker, Brain Network Reconfiguration and Perceptual Decoupling During an Absorptive State of Consciousness, Cerebral Cortex, Volume 26, Issue 7, July 2016, Pages 3116-3124, https://doi.org/10.1093/cercor/bhv137
[MM19] »[...] Die Ergebnisse weisen darauf hin, daß Hypnotisierbarkeit mit stärkerer Wahrnehmung der Inneren Welt, verminderter Eignung für den Umgang mit Gedächtnisverarbeitung und verstärkter Sensibilität und Empathie verbunden sein könnte.
Enrico Facco, Ines Testoni, Lucia Ronconi, Edoardo Casiglia, Gastone Zanette & David Spiegel (2017) Psychological Features of Hypnotizability: A First Step Towards Its Empirical Definition, International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis, 65:1, 98-119, https://doi.org/10.1080/00207144.2017.1246881
[MM20] Forscher aus der Universität Lüttich in der Sendung von WDR Planet Wissen, Mehr als Show, Wie Hypnose heilen kann, Video, Minute 17:10-17:23
https://www1.wdr.de/mediathek/video-mehr-als-show--wie-hypnose-heilen-kann-100.html
[MM21] Kleine Notiz von mir: Das Folgende Wissen haben die Neurowissenschaftler durch spezielle Bildgebende Verfahren wie die MRT feststellen können. »Im Frontallappen (Präfrontaler Cortex) laufen Denkoperationen ab, die mit Planung und Zukunft zu tun haben, sozial-emotionale Erfahrung werden hier verarbeitet, aber auch die Intelligenz ist hier beherbergt.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 45, 24.Oktober 2014
[MM22] »The DLPFC sends afferent projections to the dorsal striatum (ie, the caudate and the putamen) and is involved in higher order processes, such as conscious decision making, reasoning, working memory, inhibition, as well as outcome prediction (Krawczyk, 2002)«
C.A. Hanlon, ... J.L. Jones, in International Review of Neurobiology, 2016
https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/dorsolateral-prefrontal-cortex
[MM23] Prof. Dirk Revenstorf Psychologe und Hypnosetherapeut von der Universität Tübingen Minute in der Sendung von WDR Planet Wissen, Mehr als Show, Wie Hypnose heilen kann, Video, Minute 9:15-9:55 → https://www1.wdr.de/mediathek/video-mehr-als-show--wie-hypnose-heilen-kann-100.html
[MM24] » [...] During hypnosis there was reduced activity in the dACC, increased functional connectivity between the dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC;ECN) and the insula in the SN, and reduced connectivity between the ECN (DLPFC) and the DMN (PCC). These changes in neural activity underlie the focused attention, enhanced somatic and emotional control, and lack of self-consciousness that characterizes hypnosis.
Heidi Jiang, Matthew P. White, Michael D. Greicius, Lynn C. Waelde, David Spiegel, Brain Activity and Functional Connectivity Associated with Hypnosis, Cerebral Cortex, Volume 27, Issue 8, August 2017, Pages 4083-4093, https://doi.org/10.1093/cercor/bhw220
[MM25] »Das gleiche Problem haben wir übrigens auch bei Gefühlen, die wir nur ganz grob bennenen können. Dies liegt daran, dass unsere Sprache entwicklungsgeschichtlich sehr jung ist (ca. 200.000 Jahre), das limbische System dagegen in seiner Grundform mehr als 200.000 Millionen Jahre alt ist.«
Hans-Georg Häusel, Brain View - Warum Kunden kaufen - 4. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 98, 29. März 2016
[MM26] »Die Emotionssysteme in unserem Gehirn und Körper machen sich meist in unserem Bewusstsein über Gefühle bemerkbar. Aber: Emotionen wirken oft auch unbewusst, ohne dass wir im Bewusstsein davon etwas mitbekommen. Schon allein aus dem Grund dürfen Gefühl und Emotion nicht gleichgesetzt werden. Gefühle sind lediglich begleitende Merkmale von Emotionen!.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 40, 24.Oktober 2014
[MM27] »Die Emotionssysteme in unserem Gehirn und Körper machen sich meist in unserem Bewusstsein über Gefühle bemerkbar. Wir sind verliebt, wir sind glücklich oder aber auch traurig. Emotionen sind also komplexe körperliche und neuronale Abläufe, die von uns erlebten Gefühle sind nur die „sichtbare" Spitze dieses Eisbergs. Emotionen können uns übrigens auch beeinflussen, ohne dass unser Bewusstsein etwas davon mitbekommt.«
Hans-Georg Häusel, Emotional Boosting - Die hohe Kunst der Kaufverführung - 2. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 27, 8. Oktober 2012
[QE25] [Kleine Notiz von mir: Informationen sind auch visuelle Reize, wie z.B. eine Geschichte, die man meistens in der Hypnose im assoziierten Zustand erlebt. Wenn dann noch wie in der Hypnose üblich alle Sinne einbezogen werden, kommt es zu einer «Superadditivität» also, dass sich sozusagen die emotionalen Informationen von den jeweiligen Sinneskanälen miteinander multiplizieren. Dies ermöglicht dem Gehirn enorm neuroplastisch zu sein, da das Netzwerk des Gehirns, wie im wirklich erlebenden Zustand aktiv ist. Die Nervenbotenstoffe können dadurch ein altes destruktives emotionales Muster faktisch überschreiben. Dies könnte auch ein essenzieller Hinweis darauf sein, warum Milton Erickson auf die lösungsorientierte statt der problemorientierten Hypnosetherapie gesetzt hat. Der lösungsorientierte Ansatz in der Therapie sollte definitiv allen anderen Ansätzen vorgezogen werden, da es nicht nötig ist, alte traumatische Muster durch das erneute Erleben erneut zu befeuern und somit erneut zu verstärken …]
»Bei allen Informationen, die vom limbischen System als wichtig bewertet werden, wird, so die Überlegungen des Neurowissenschaftlers Damásio, die neue Information mit einem sogenannten somatischen Marker gekoppelt. Diese Marker setzen sich aus den verschiedensten Neurotransmittern, wie z. B. Serotonin, Dopamin, Acetylcholin und Noradrenalin zusammen. Und diese Neurotransmitter sind es, wie wir gesehen haben, die in unserem Bewusstsein Gefühle auslösen. Durch diese Marker werden der neuen Information sozusagen ein Gefühl und eine körperliche Reaktion angehängt. Die Information und ihre zugehörigen Marker werden dann über den Hippocampus an verschiedenen Stellen im Neocortex abgespeichert.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 54, 24.Oktober 2014
[MM28] Timothy D. Wilson, Strangers to Ourselves: Discovering the Adaptive Unconscious (Cambridge, Massachusetts: Belknapp Press, 2004), Seite 24.
[MM29] »Unsere Sprache ist maximal 250.000 Jahre alt. Unsere Augen und die mit der Bildverarbeitung beschäftigten Hirnregionen wie z.B. Thalamus sind aber 200-mal älter. Unser Gehirn ist aufgrund dieser Entwicklung in erster Linie ein visuell-sensorisches Gehirn, das konkrete Bilder und direkte sensoritsche Erfahrungen der abstrakten Sprache vorzieht.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 46, 24.Oktober 2014
[MM30] »Unser Gehirn ist aber ein sensuales Gehirn, das wesentlich stärker auf Bilder, Töne und Gerüche reagiert als auf Buchstaben und Worte. Sprachfreie Signale wie Bilder, Symbole und Rituale haben eine zehnmal höhere Kommunikationswirkung.«
Hans-Georg Häusel, Think Limbic! - Die Macht des Unbewussten nutzen für Management und Verkauf - 5. Auflage, Gebundenes Buch, Seite 180, 24.Oktober 2014
[MM31] »We report on a highly hypnotizable patient with a previous allergy to lidocaine and paradoxical reactions to pharmacological sedation, who underwent oral surgery with mepivacaine for local anesthesia, and hypnosis for sedation. During the procedure, she felt some pain and the hypnotist recommended bupivacaine to ensure lasting anesthesia. While remaining under deep hypnosis, the patient refused to change anesthetic and decided autonomously to continue with mepivacaine (for which she had previously been tested for allergy). Our case clearly shows a preserved, exemplary reasoning and ability to make autonomous decisions diverging from the hypnotist's advice while under deep hypnosis.«
Enrico Facco, Christian Bacci, Edoardo Casiglia & Gastone Zanette (2021) Preserved critical ability and free will in deep hypnosis during oral surgery, American Journal of Clinical Hypnosis, 63:3, 229-241, DOI: 10.1080/00029157.2020.1797625
[MM32] »Wenn Sie unter Hypnose Anweisungen bekommen, die gegen Ihre eigenen Interessen verstoßen, führt das dazu, dass Sie entweder spontan erwachen oder einfach einschlafen oder aber Einwände erheben.«
Brian M. Alman & Peter T. Lambrou, Selbsthypnose - Ein Handbuch zur Selbsttherapie, Teil 1 Lernen Sie Selbsthypnose, Seite 50, 1. Juni 2019
[MM33] »Eine weitere Basis lautet, dass wir beim Gegenüber einen positiven Willen, einen Glauben und ein Vertrauen an-streben: Glaube, Wille und Vertrauen hinsichtlich des gemeinsamen Ziels oder hinsichtlich der Beziehung zwischen den beiden Gesprächspartnern. Denn können wir schon vorab beim Gegenüber erkennen, dass das Vertrauen nicht wirklich vorhanden ist, so ist durchaus mög-lich, dass das Gegenüber unsere Suggestionen gar nicht annehmen will.«
Gabriel Palacios, Hypnotisiere mich - Wenn Gedanken dein Leben schaffen, Gebundenes Buch, 3. Auflage, Seite 120 - 02. März 2020
[MM34] »Was immer der Part des Hypnotiseurs sein mag, zur Rolle des Patienten gehört der größere Anteil aktiven Handelns - eines Handelns, das sich herleitet von den Begabungen, dem Lernen und der Erfahrungsgeschichte der ganzen Persönlichkeit. Der Hypnotiseur kann nur führen, lenken, supervidieren und für Gelegenheiten sorgen, daß der Patient die produktive Arbeit tun kann. Damit er das fertigbringt, muß er die Situation und ihre Erfordernisse verstehen, muß den Patienten gänzlich schützen und in der Lage sein, die ausgeführte Arbeit auch anzuerkennen. Er muß das Verhalten, das sich entwickelt, akzeptieren und nutzbar machen, und er muß Gelegenheiten und Situationen schaffen können, die ein angemessenes Funktionieren des Patienten begünstigen (Erickson 1952;
in Rossi 1980a, S. 167).«
Dr. Stephen G. Gilligan, Therapeutische Trance - Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen Hypnotherapie, Kapitel 1 Die Ericksonsche Auffassung von Hypnose, Seite 30, 01. Dezember 2016
[MM35] Kleine Notiz von mir: Es ist eine Tatsache, dass Milton H. Erickson Lehrerseminare veranstaltet hat, die von vielen Fachleuten in der Psychotherapie, Psychologie, Psychiatrie usw. besucht wurden. So arbeitete der damalige Psychotherapeut Jay Haley siebzehn Jahre lang mit Milton H. Erickson zusammen und wurde somit einer der bedeutendsten Familientherapeuten. Aus dem Buch von Sidney Rosen, Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson konnte ich noch Folgendes entnehmen.
»,,Ich musste zu viel Zeit mir einem einzelnen Patienten verbringen. Ich wollte lieber vielen Menschen beibringen, wie sie denken sollten und wie sie mit Problemen fertig werden könnten. Ich habe Dutzende von Briefen bekommen, in denen es heißt: ,Sie haben meine Art, Patienten zu behandeln, völlig verändert.' Ich habe viele Patienten, aber ich empfange sie weniger häufig. Ich empfange mehr Patienten und benötige weniger Zeit."«
Sidney Rosen, Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson, Gebundenes Buch, Seite 24, 1. September 2009
[MM36] »Der Hauptbegründer dieses klinischen Ansatzes der Hypnose war der Arzt Dr. Milton H. Erickson. Fast 60 Jahre lang widmete er sich der psychiatrischen Erforschung innovativer therapeutischer Anwendungen der Hypnose und entwickelte einen wirklich einzigartigen Ansatz der Psychotherapie. Ericksons Ansatz war in allererster Linie kooperativ: … «
Dr. Stephen G. Gilligan, Therapeutische Trance - Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen Hypnotherapie, Kapitel 1 Die Ericksonsche Auffassung von Hypnose, Seite 29, 01. Dezember 2016
[MM37] »This documentary explores the personal life and incredible career work of Milton H. Erickson, M.D., founder of Modern Hypnotherapy. This unsung American genius was a pioneer in psychiatry using radical and unconventional hypnotic techniques to cure not only patients, but to control his own debilitating pain and paralysis.«
Wizard of the Desert: An Alexander Vesely Film, 2014, Minute: 34:00 - 38:50
[MM38] Auf dem Foto ist eine Gedenktafel mit Folgenden Worten zu sehen:
»… For Bringing A Vaster Perspective And A Higher Point Of View To Psychotherapy.«
Deutsch: Für das einbringen, einer umfassendere Perspektive und einen höheren Anschauung in die Psychotherapie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Milton_H._Erickson#/media/Datei:Milton_H._Erickson_Memorial_on_squaw_peak.jpg
[MM39] https://expertlife.com.br/wp-content/uploads/2018/07/Alfred-A-Barrios-Psychotherapy-Theory-Research-and-Practice.pdf
[MM40] »Die Wirksamkeit von Hypnotherapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden. Dennoch ist sie wissenschaftlich noch nicht anerkannt. Um dies zu erreichen, haben 30 Experten unter der Leitung von Prof. Revenstorf eine Expertise erstellt, die beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie eingereicht wurde. Nun gilt es abzuwarten. Dr. phil. Marion Sonnenmoser«
https://www.aerzteblatt.de/archiv/40891/Hypnotherapie-Noch-nicht-alle-Indikationen-entdeckt
[MM41] https://dgh-hypnose.de/wissenschaftliche-anerkennung
[Notiz]
[Notiz2] Es gab eine Zeit, wo mich eine phobische Angst enorm herausgefordert hat.
Dies machte mir im Alltagsleben stark zu schaffen.
Zusammen mit meiner Trigeminusneuralgie, also einer sehr schmerzlichen Nervenkrankheit am Gesicht, war dies ein reiner Albtraum. Diese Krankheit kam durch Amalgam wurzelbehandelte Zähne zustande.
Nur 3200 Menschen von 83.200.000 haben diese Krankheit in Deutschland.
Viele berichten von vernichtenden Schmerzen.
Dem kann ich anerkennend zustimmen.
Meine immer wiederkehrende Angst brachte mich gemeinsam mit meinen "vernichtenden" Schmerzen dazu, dass ich über 20Kilo verlor, dürre wurde und eine schreckliche Wesensveränderung durchmachte.
Ich war sehr reizbar.
Hatte eine starke innere Unruhe.
Litt an Konzentrationsschwierigkeiten.
Schlapp und Kraftlos.
Ich war einfach ein Wrack.
Ich wollte mich sogar komplett aufgeben …
Es war einfach ein zerstörerisches Gefühl …
Dieses Gefühl wünsche ich niemandem auf der Welt …
Ich deutete jedoch meinen Zustand um.
Ich wollte Kämpfen. Ich sah mich nämlich als ein Kämpfer.
So sah ich das als Geschenk, um ein stärkerer Mensch zu werden.
Die Reise begann:
Ich wollte damals verstehen, woher oder wie diese Emotionen in mir entstanden sind und warum gerade bei fremden Menschen. Ich vertiefte mich in die Literatur und lass viele Bücher über die Veränderungspsychologie. Bücher wie NLP, die Kybernetik in der Psychologie, Energiepsychologie, Hypnose, Selbsthypnose, Trance, Emotionen usw. Mit der Psychologie beschäftigte ich mich schon etwas länger, da ich im Marketing tätig war. Nur diesmal musste ich mich deutlich tiefer mit der Psychologie befassen, weil mir keine Ärzte helfen konnten. Auch war der Besuch bei einen Hypnosetherapeuten in Hamburg vergeblich. Ich musste mein eigener Heiler werden.
Diese Themen brachten mich schliesslich auch zum Neuromarketing. Dieses Feld beschäftigt sich mit der Funktionsweise des Unterbewusstseins und des Gehirns.
Es erklärt viel, warum wir, wie handeln. Wie beeinflussbar wir sind.
Schliesslich wollte ich auch weiterhin meine Säge für das Marketing schärfen und diese nicht vernachlässigen. Ich musste ja meine Brötchen verdienen.
Nach einer Zeit war ich vom Unterbewusstsein so fasziniert, dass ich meine Ausbildung zum Hypnosetherapeuten in der Schweiz bei dem sehr bekannten Gabriel Palacios in Bern absolvierte. Ich hatte das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, um meine phobische Angst vor fremden Menschen loszuwerden. Damit auch meine Nervenkrankheit zu bändigen.
Schliesslich musste ich ja auch einen Weg finden, meinen Marketing Beruf und die Suche nach meiner Heilung unter einem Hut zu bekommen. Ich entschied mich dazu, meine Marketing und Hypnose Fähigkeiten unter einem Hut zu nehmen.
Ich unterstütze nun Hypnosetherapeuten im Marketing.
Diese Idee nahm mir eine grosse Last weg.
So lernte ich dann Andreas Burri kennen, der sich durch einen starken Willen auszeichnete, die Hypnose mehr Menschen nahezubringen.
Sein Wesen inspirierte mich sehr, mehr aus meinem Leben zu machen, da er sich unermüdlich in der Hypnose weiterbildete.
Ich entschied mich auch sein Klient zu werden, weil ich sowieso ein erhöhtes Vertrauen zu ihm durch die Zusammenarbeit im Marketing hatte.
Ich wollte es noch einmal versuchen.
Während der Hypnosetherapie beim Andreas fiel mir auf, wie sehr ich mich tiefen entspannen konnte. Ich vertraute ihm nämlich uneingeschränkt.
Dadurch konnte ich auch meine Emotionen freien lauf lassen.
Nach der 3 Sitzung beim Andreas erzielte ich einen Durchbruch mit meinen Emotionen.
(Mein Dank geht hiermit auch an Andreas Frau Manuela Mezzetta raus, die mich auch in meiner Transformation unterstützt hat.)
Ich war endlich frei von meiner phobischen Angst.
Meine Trigeminusneuralgie wurde seit dem Tag täglich besser.
Für mich war dies die beste Investition meines Lebens.
Seitdem, bin ich von der Hypnosetherapie noch schwerer überzeugt, als ich ohnehin schon vorher durch die vielen wissenschaftlichen Fakten und logischen Schlussfolgerungen war.
[MM42] »(In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass Anton Mesmer der Erste war, der den Begriff ,,Rapport" in Verbindung mit Therapie benutzte.) Die meisten Therapeuten - ganz gleich, welcher ,,Schule" sie angehören - werden bestätigen, dass dieser Rapport, die Arzt-Patient-Beziehung, von zentraler Bedeutung ist. Eine starke therapeutische Beziehung gibt dem Patienten das Gefühl, verstanden zu werden und sicher zu sein. Mit Hilfe dieser Unterstützung kann er sich dann mit größerer Zuversicht und Risikobereitschaft in innere und äußere Welten wagen. «
Sidney Rosen, Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson, Gebundenes Buch, Seite 35, 1. September 2009
[QE43] Warum ich es für wichtig empfinde, Hypnosetherapie-Programme mit mindestens drei Sitzungen anzubieten:
»Hypnose sollte primär das Ergebnis einer Situation sein, in welcher interpersonelle und intrapersonelle Beziehungen auf konstruktive Weise entwickelt werden, um dem Zweck sowohl des Hypnotherapeuten als auch des Patienten zu dienen. Das kann nicht geschehen, so lange man sich an rigide Prozeduren oder fixierte Methoden hält oder bestrebt ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Komplexität menschlichen Verhaltens und seiner zugrundeliegenden Motivationen macht eine Erkenntnis der Vielfalt von Faktoren nötig, die sich in jeder Situation zwischen zwei Personen ergeben, die etwas gemeinsam tun (1952; in Rossi 1980a, S. 166-167).«
Dr. Stephen G. Gilligan, Therapeutische Trance - Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen Hypnotherapie, Kapitel 1 Die Ericksonsche Auffassung von Hypnose, Seite 29, 01. Dezember 2016
Starten Sie jetzt in 3 Schritten
Schritt 1: Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch
Buchen Sie zuerst ein unverbindliches Erstgespräch mit Andreas Burri, um herauszufinden, inwieweit ihr Anliegen für das MindTraveller® Hypnoseprogramm geeignet ist. Bei einer erfolgreichen Annahme vereinbaren Sie die Termine für die Hypnosetherapie vor Ort in Luzern Hochdorf oder online über eine Videokonferenz.
Schritt 2: Starten Sie mit dem MindTraveller® Hypnoseprogramm
Sobald Sie die Termine vereinbart haben, starten Sie ihr Unterbewusstsein nach ihrem emotionalen Wunschzustand umzuprogrammieren. Möglich wird dies durch positive Suggestionen (Botschaften, die das 10.000x schnellere Unterbewusstsein erreichen). Am besten fruchten die positiven Suggestionen, indem Sie sich selbst mit der Unterstützung von Andreas Burri in einen tiefenentspannten und veränderbaren emotionalen Zustand (Trance) versetzen.
Schritt 3: Geniessen Sie ihr neues Lebensgefühl
Kurz bevor Sie das MindTraveller® Programm abschliessen, wird ihr neues Lebensgefühl geankert. Mit der enorm wichtigen Nachbehandlung werden ihre neuen und wünschenswerten Verhaltensmuster dauerhaft durchgesetzt, um einen Rücksprung in alte Verhaltensmuster mit der Zeit zu verhindern.
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