Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/1945

Wir alle kennen sie und treffen sie im Alltag oftmals an: Brüche. Heute sind schöne Brüche dank OpenType-Fonts relativ einfach. In den Glyphen finden wir einige pfannenfertige Brüche, und wenn sie dort nicht vorhanden sind, können wir über das Kontextmenü rechts oben in InDesign über OpenType // Brüche einen schönen Bruch erstellen.
Hier das entsprechende Menü:
Wie bekommen wir aber nun einen schönen Bruch hin, wenn wir z. B. eine TrueType-Schrift haben und OpenType nicht zur Verfügung steht?
In dem Fall verwenden wir die Funktion «Hochstellen» und «Tiefstellen» in InDesign:
Von Haus aus sieht der Bruch nun, gelinde gesagt, scheisse aus (siehe oben). Damit wir zu einem anständigen manuellen Bruch gelangen müssen wir folgendes tun:
- Wir ersetzen den regulären Bruchstrich ( / ) durch den extra für Brüche angefertigten Bruchstrich ( ⁄ ). Bei anständigen Fonts müsste man diesen in den Glyphen finden. Er zeichnet sich durch eine stärkere Neigung und eine andere Strichdicke aus.
- Wir ändern unsere Voreinstellungen unter «Erweiterte Eingabe…» wie folgt:
Wenn wir nun die Hoch- und Tiefstellfunktion auf die beiden Zahlen (Zähler und Nenner) anwenden und sie optisch an die Dicke des Striches anpassen (meist durch einen fetteren Schriftschnitt Light -> Roman z. B.), dürfte unser Bruch in etwa so aussehen:
Aus meiner Sicht muss so ein manueller Bruch aussehen. Selbstverständlich kann und darf auch hier der geschulte Typograf mit Unterschneiden den Abstand von Zähler und Nenner zum Bruchstrich optimieren.
Diese Einstellung dürfte meines Erachtens auch dann funktionieren, wenn man andere Schriftschnitte hat oder nur ein 2 z. B. bei Quadratmeter hochstellen muss.