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Beim Heimspiel gegen die Chicago Wolves gleicht Simon Moser in der 42. Minute mit seinem vierten Saisontor zum 2:2 aus. Das Spiel gewinnen die Milwaukee Admirals 3:2 im Penaltyschiessen. Simon Moser kann seinen Penalty nicht verwerten, beendet die Partie jedoch mit einer ausgeglichenen Bilanz. Der Admirals-Stürmer mit der Nummer 21 hat in 18 Spielen bereits neun Skorerpunkte gesammelt - dies die nackten Fakten aus Nordamerika.
Der gebürtige Schlosswiler Simon Moser ist zweifellos in Milwaukee angekommen. Sein NHL-Traum hat sozusagen einen Zwischenhalt eingelegt in der Eishockey-Provinz, am Westufer des Lake Michigan. Bei den Milwaukee Admirals, dem Farmteam der Nashville Predators ist jedoch nicht Träumen, sondern harte Arbeit gefragt: „Der grösste Unterschied zum Schweizer Eishockey ist, dass du auf dem kleineren Eisfeld weniger lange Zeit hast Entscheidungen zu treffen. Du musst stark sein an der Bande, Zweikämpfe gewinnen und den Puck irgendwie zum Netz bringen“, so der 24-jährige Emmentaler in einem Interview gegenüber dem Milwaukee „Journal Sentinel“.
Zwischenstopp oder Endstation AHL
Im Herbst wurde der WM-Silbermedaillengewinner von den Nashville Predators ins Trainings Camp eingeladen. Die Verantwortlichen waren vom "ungedrafteten" Rookie so beeindruckt, dass Simon Moser einen Zweiweg-Vertrag erhielt. Das heisst ein Jahressalär von 500'000 Dollar in der NHL, 70'000 beim Farmteam in der AHL.
Es hat zweifellos nichts mit der Leistung von Simon Moser auf dem Eis zu tun, dass der 24-jährige Flügelstürmer nun in der AHL die Saison begonnen hat: „Einweg-Verträge können einen Spieler wirklich überfordern. Bei Simon war dies nicht der Grund. Wir waren einfach der Meinung, dass er noch eine gewisse Zeit braucht sich selbst und sein Spiel den Verhältnissen in Nord-Amerika anzupassen“, so Paul Fenton, Assistent General Manager bei den Nashville Predators.
„Physically and mentally shaped for the NHL“ nennt sich dieser ganz normale Prozess im nordamerikanischen Eishockey. Physisch und psychisch sollen die Spieler auf die NHL vorbereitet werden – wo das Salär um ein vielfaches höher ist, aber auch der Erfolgsdruck. Die AHL kann somit Zwischenstopp sein aber auch Endstation bedeuten für eine Eishockey-Karriere in Nordamerika.
Simon Moser auf gutem Weg
Wenn der Assistant General Manager Paul Fenton spricht, zeigt sich deutlich wo der Weg von Simon Moser hinzeigt: „Er macht viel Detailarbeit, ist immer auf der richtigen Seite des Pucks, stark im Bandenkampf und fällt die richtigen Entscheidungen. Er nimmt nicht unnötig viel Risiko und kann das Spiel gestalten. Er besitzt einfach alles was sich ein Coach von einem Spieler wünscht.''