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Ein grosser Teil des Lebens in einem See spielt sich in Ufernähe, im flachen Wasser ab. Hier ist das Wasser im Sommer am wärmsten und die Wasserpflanzen bilden an geschützten Stellen dichte Unterwasserwiesen. Viele Wassertiere, wie Wasserschnecken, Molche oder bestimmte Fische, legen ihren Laich auf die Pflanzen ab. Nach dem Schlüpfen bleiben die meisten Larven und Jungtiere noch eine Zeit lang in der Unterwasserwiese, weil die Pflanzen sie schützen und ihnen Sauerstoff spenden. Entsprechend wimmelt es hier oft nur so von kleinen Tieren. Die Flachwasserzone wird deshalb auch als Kinderstube des Sees bezeichnet. Die Seeschüttungen, die in den letzten Jahren im Reussdelta erfolgten und voraussichtlich noch weitergehen werden, haben unter anderem zum Ziel, die Flachwasserzone zu vergrössern.
Vorkommende Pflanzenarten:
Im See liegt viel Erstaunliches verborgen. Da leben zum Beispiel Süsswasserpolypen, millimetergrosse, fast durchsichtige festsitzende Organismen mit langen Fangarmen, die ähnlich funktionieren wie Quallen im Meer. Kommt ein Kleintier zufällig mit einem Fangarm in Berührung explodiert eine speziell dafür entwickelte Zelle des Polypen. Ein Giftpfeil schiesst hervor und lähmt das Beutetier. Anschliessend bewegt der Polyp seinen Fangarm zur Mundöffnung, streift die Beute ab und verdaut sie. Andere kleine Räuber sind die Wassermilben. Sie sehen aus wie Stecknadelköpfe und bewegen sich eher ungeschickt, heftig mit ihren dünnen Beinchen rudernd durchs Wasser. Kreuzt zufällig ein anderes Kleintier ihren Weg entpuppen sie sich als eine Art Wegelagerer. Sie packen ihr Opfer, stechen es an und saugen es aus. Schwimmer brauchen sich nicht zu fürchten, sind doch Menschen eine Nummer zu gross für die beschriebenen Räuber.