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Vorschau
Patricia Bucher – don’t answer the door
Kelims, Reliefs und Arbeiten auf Papier25. November 2018 - 17. Februar 2019
Patricia Bucher (*1976) befasst sich mit der Entwicklung einer formalen Bildsprache, deren Grundbestandteile Formen mit elementarem Charaktersind. Oft greift sie dafür auf bestehende Schriftsysteme, Symbole, Zeichen oder Piktogramme zurück, die sie verändert, abwandelt oder neu zusammensetzt. Daraus entsteht eine Formensprache, die gleichzeitig abstrakt und gegenständlich, gleichzeitig modern und archaisch ist. Zu grösseren Kompositionen zusammengefügt und schliesslich in Aquarellen, Webteppichen, Wandmalereien oder Holzreliefs umgesetzt, suggerieren die Werke eine Inhaltlichkeit, die allerdings nicht eindeutig lesbar ist. Auf diese Weiseregen die Werke die Fantasie an und evozieren eine Vielzahl an Geschichten, die sowohl auf eine mythische Vergangenheit als auch auf zeitgenössische Aktualität verweisen könnten. Die Ausstellung im Neubau versammelt neueste Arbeiten in einer raumspezifischen Präsentation.
Theodor Bally – Schwerpunkt Variation: Das Erproben der reinen Form
Gemälde, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen25. November 2018 - 17. Februar 2019
Der Solothurner Theodor Bally (1896–1975) ist ein Künstler aus dem Umfeld der konkreten Kunst, den es neu zu entdecken gilt. In die Familie der berühmten Schuhfabrikanten Bally geboren und finanziell unabhängig, entwickelte er sein Werk stets abseits des Ausstellungsbetriebs. Dies ist einer der Gründe, weshalb sein Schaffen, trotz seiner künstlerischen Eigenständigkeit bisher keine nachhaltige Wirkung erzielte. Bally beschäftigt sich seit den 1910er Jahren intensiv mit Kunst, wird unter anderem Schüler von Cuno Amiet, lässt aber ab 1935 die gegenständliche Malerei gänzlich hinter sich, um sich ausschliesslich mit Volumen, Fläche, Licht und Schatten zu beschäftigen. Er entwickelt ein Vokabular aus den Grundelementen Stab, Rechteck und Kreissegment, die er unter verschiedenartigen Gesichtspunkten, zumeist mittels fototechnischer Verfahren zu stets neuen, sich subtil entfaltenden Variationsreihen fügt. Die Ausstellung in der Villa Girard führt Ballys Schaffen anhand einer Auswahl von Gemälden, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen vor Augen. Es ist dies die erste grössere Präsentation seit den 1980er Jahren.
20m2 – Fenster ins Atelier von Lina Müller
25. November 2018 - 17. Februar 2019
Mit der 2016 ins Leben gerufenen Ausstellungsreihe «20m2 – Fenster ins Atelier von...» bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus
dem Kanton Solothurn im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard eine Plattform für die Präsentation eines oder mehrerer Werke.
Lina Müller (*1981), im Solothurnischen Jura aufgewachsen, ist regelmässig mit Atelier- und Reisestipendien unterwegs, jüngst in Schweden und New
York. In ihren Malereien und Zeichnungen begibt sie sich in traumartige und teils surreal anmutende Gefilde. Wenn etwa im Dampf über einer schwarz-weiss-gestreiften Kaffeetasse ein Sonnenuntergang in allen Farben des Regenbogens erscheint oder ein gemaltes Loch in der Leinwand den Blick auf einen violett-türkis gescheckten Nebel freigibt, beginnen die Kategorien Realität und Vorstellung zu verschwimmen.
Die Ausstellung wird kuratiert von Anna Leibbrandt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunsthaus Grenchen.
Boycotlettes - A chacun son souhait
INTERVENTION_225. November 2018 - 13. Januar 2019
Das Künstlerinnenduo Boycotlettes, bestehend aus der Solothurnerin Melanie Fischer Fadera (*1976) und der Aargauerin Lara Schwander (*1976) bringt viele gute Wünsche in das Foyer des Kunsthauses. Es ist die zweite Intervention, welche anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Kunsthaus-Erweiterungsbaus präsentiert wird. Inspiriert von der im Alltag Westafrikas fest verankerten Praxis, für alle möglichen Begehrlichkeiten und Tätigkeiten ein sogenanntes Juju, das heisst einen Talisman, vorzusehen, tragen Boycotlettes unter dem Titel «A chacun son souhait» eine «Juju-Installation» zusammen. Im Foyer, an der Fensterfront und auf dem Vorplatz installiert, kreieren die Objekte und Bilder einen Raum, der an einen magischen Kraftort erinnert, Wünsche sichtbar macht und Verbindungen schafft. Begleitend zur Ausstellung laden die Künstlerinnen Besucherinnen und Besucher zu einem Juju-Workshop ein.