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Geschichte
Pöyry blickt in der Schweiz auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Sie begann 1895 mit der Gründung der Elektrobank In Zürich. Die neu gegründete Finanzierungsgesellschaft des AEG-Bankenkonsortiums nutzte die einsetzende Elektrifizierung dazu, den Bau und Betrieb von Stromversorgungsunternehmen zu finanzieren.
Nach der Stagnation der Elektrifizierung Europas, bedingt durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges, emanzipierte sich die Elektrobank von der AEG. 1920 wurde eine technische Stabsabteilung ins Leben gerufen. Ab 1941 begann die Elektrobank mit der Planung von diversen neuen Wasserkraftanlagen.
Mit dem Namenswechsel von Elektrobank zu Elektro-Watt wurde ein lange anhaltender Konjunkturaufschwung eingeläutet. Dank zahlreicher Wasserkraftprojekten in der Schweiz konnte das technische Büro bis 1964 auf 355 Mitarbeiter ausgebaut werden.1965 wurde deshalb die eigenständige Elektrowatt Ingenieurunternehmung (EWI), mittlerweile das grösste Schweizer Ingenieurunternehmen, gegründet.
Dank der grossen Erfolge konnte die Aktivität im Ausland stark wachsen. Vor allem im Wasserkraftbereich realisierte die in der Zwischenzeit unter dem Namen Elektrowatt Engineering agierende Ingenieurunternehmung namhafte Stauanlagen wie der Atatürk-Staudamm und die Wasserkraftanlage Karakaya. Auch in der Kernenergie setzte die Elektrowatt-Gruppe mit dem Bau des Kernkraftwerkes Leibstadt Massstäbe.
Mit dem Ausstieg der Credit Suisse aus dem Energiegeschäft war die Auflösung der Elektrowatt Holding besiegelt. Die Elektrowatt Engineering AG wurde von der finnischen Ingenieurgruppe Jaakko Pöyry übernommen. Im Jahr 2001 wurde das Unternehmen in einen Energie- (Electrowatt-Ekono AG) und einen Infrastrukturbereich (Electrowatt Infra AG) aufgeteilt.
Im Frühling 2006 schliesslich wurden mit dem Ziel die Position der Marke weiter zu stärken, sämtliche Firmen des Konzerns in Pöyry umbenannt. Heute ist Pöyry eines der weltweit führenden Ingenieur- und Beratungsunternehmen.
Durch Akquisition von Kündig + Partner AG 2008 baut Pöyry die Kompetenzen insbesondere in der Haustechnikplanung sowie in der Fachkoordination deutlich aus. 2010 erweitert Pöyry seine Kompetenzen mit dem Fachbereich Wasser- und Abwassertechnik. Im Frühling 2011 übernimmt Pöyry 100% des Aktienkapitals des traditionsreichen Familienunternehmens pkag Paul Keller Ingenieure AG und verstärkt dadurch die Marktstellung und -präsenz im Bereich Bahntechnik.
Im Jahr 2013 erfolgte die Zusammenführung der drei Unternehmen Pöyry Energy AG, Pöyry Infra AG und Paul Keller Ingenieure AG unter einem Dach: der Pöyry Schweiz AG.