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Die wenigen archäologischen Funde deuten darauf hin, dass Maroggia bereits im Altertum besiedelt war. 1906 wurden bei Erweiterungsarbeiten des ehemaligen Kollegiums Don Bosco (Villa Petrucci) eine Sandsteinplatte mit nordetruskischem Alphabet und 1926 eine Stele mit römischer Inschrift gefunden.
Die kontinuierliche Besiedelung wird durch Dokumente etwa aus dem Jahr 724 bezeugt, als der Langobardenkönig Liutprand diese Grundstücke der Kirche San Carpoforo in Como schenkte (die sie daraufhin dem Kloster Sant’Ambrogio in Mailand verkaufte), und durch weitere Urkunden aus den Jahren 962 und 966. Darin werden in „loco et feudo Marogia“ sieben Rebberge und drei Felder erwähnt, die der Abt Aupaldo vom Kloster Sant’Ambrogio in Mailand zusammen mit anderen Grundstücken in Mendrisio und Meride dem Abt Liutprando vom Kloster San Pietro in Lodi übergab, im Austausch gegen einige Güter und Häuser, die das Kloster in Lodi im Hof Campione besaß.
Im Jahr 1335 wird das Schloss „Castellum de Marozia“ bezeugt, von dem es keine Spuren mehr gibt; dahinter befanden sich der „prato de la Rozia“ und die „strata franzischa“, also die mittelalterliche Hauptverkehrsachse zwischen Campione, Bissone und Mendrisio.
Das kleine und kompakte Dorf Maroggia hat sich hinter der Pfarrkirche entwickelt. Seine Einwohner lebten ursprünglich von der Fischerei und der Holzkohleherstellung. Als „Carbonera“ wird noch heute der Bereich des Oratoriums Madonna della Cintura bezeichnet; dieses Gebäude wurde zwischen 1731 und 1766 nördlich des Dorfes an der alten Straße nach Bissone erbaut.
In der Folge wurde dank der großen und regelmäßigen Wassermenge des Bachs die Haupttätigkeit jene des „Müllers“ und es gab zahlreiche Mühlen (neben einer Papierfabrik und einer Lebensmittelfabrik, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Bestand hatten) entlang den Bewässerungskanälen: Diese traditionelle Tätigkeit wird nach vielen Jahrhunderten noch heute mit modernen Techniken weitergeführt.
Wie viele andere Dörfer der Region war Maroggia Heimat berühmter Künstler aus den Familien Rodari, Longhena und Somaini.
Es sei hervorgehoben, dass sich Maroggia hauptsächlich im Süden des kleinen historischen Dorfkerns entwickelt hat, sodass sich die verwobene und enge Verbindung zum See unverändert erhalten hat.
Eigenschaften
- TRANSPORTMITTEL Bus , Eisenbahnen