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Staatsrat will einen Drittel Frauen in den Verwaltungskommissionen
Der Staatsrat will erreichen, dass die Verwaltungskommissionen zu einem Drittel aus Frauen bestehen. Für die Periode 2018-2021 plant er eine Erhöhung um sechs Prozentpunkte, damit die Kommissionen auf einen Frauenanteil von 33 Prozent kommen.
Nach mehreren Jahren der Stagnation hatte der Frauenanteil in den Kommissionen in der letzten Verwaltungsperiode um 6,3 Prozentpunkte zugenommen und damit 27,3 Prozent erreicht. Dieser Anstieg des Frauenanteils war dem Entscheid des Staatsrats von 2011 zu verdanken, das kantonale Amt für Gleichstellung und Familie (KAGF) bei jeder Kommissionserneuerung oder Ersetzung eines Kommissionsmitglieds systematisch um dessen Vormeinung anzugehen.
Gegenwärtigi kommen aber nur 37 von 105 Kommissionen auf einen Frauenanteil von 30 Prozent, während Männer in bloss einer Kommission mit weniger als 30 Prozent vertreten sind. Keine einzige Kommission besteht ausschliesslich aus Frauen - ganze 15 aber nur aus Männern. Die Frauen sind in den Kommissionen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft, der öffentlichen Sicherheit, den Finanzen, der Umwelt und dem Bauwesen nur schwach vertreten (weniger als 20 Prozent). Im Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesen hingegen liegt der Frauenanteil bei 30 Prozent. In den Kommissionen im Zusammenhang mit Sozial-, Personal- und Verwaltungsfragen sitzen zwischen 40 und 60 Prozent Frauen ein. Dieses Ergebnis widerspiegelt die berufliche Ausrichtung der Geschlechter, die noch immer sehr stark durch Stereotypen geprägt ist.
Für die Periode 2018-2021 will der Staatsrat erreichen, dass ein Drittel der Mitglieder der Verwaltungskommissionen weiblich sind, damit in den kantonalen Kommissionen die gesellschaftliche Realität besser abgebildet wird und so vielfältige Erfahrungen in die Kommissionsarbeit einfliessen können. Hierzu erneuert er die 2011 angenommene Strategie: Die Dienststellen werden aufgefordert, aktiv nach Frauen zu suchen; die in den Kommissionen vertretenen Organisationen sollen für jeden neu zu besetzenden Sitz einen Mann und eine Frau vorschlagen; die Vormeinung des KAGF wird beibehalten. Das KAGF spielt selbst eine proaktive Rolle, indem es potenzielle weibliche Kommissionsmitglieder vorschlägt. Hierzu führt es eine regelmässig aktualisierte Liste. (Einschreiben möglich unter: www.gleichstellung-familie.ch > Aktualitäten)