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August 22nd, 2009 by G!
Ein Paradestück weiblicher Logik Denkweise durfte ich in New York erleben. Eine Flight Attendant aus meiner Crew meinte, sie treffe ihre Freundin. Wo wisse sie noch nicht, sie würden aber über SMS abmachen. Gesagt, getan: als wir uns kurz danach im Hotel besammeln, weiss sie, dass wir ihre Freundin “im Bryant Park” treffen. Nach einigen Gehminuten kommen wir am Bryant Park an, weshalb ich nachfrage, wo genau wir ihre Freundin denn treffen. “Ja, beim Park halt“. OK, das mag beim Pärkchen in einem 200 Seelendorf im Aargau funktionieren. Der Bryant Park ist zwar nicht so gross wie der Central Park, aber im eigentlichen Parkteil könnten problemlos 3 Fussballfelder untergebracht werden.
Hinzu kommt, dass es in NYC kein Geheimtipp ist, bei gegen 30 Grad und Sonnenschein in einem der zahlreichen Pärke zu relaxen. Darum weise ich meine Kollegin freundlich darauf hin, dass es vielleicht nötig sei, nachzufragen, wohin wir denn genau müssten. Die Antwort ihrer Freundin kommt postwendend: “Bei der Bar beim Eingang.” Auch hier gilt wieder: bei vielen Pärk(ch)en mag diese Beschreibung absolut klar sein. Nicht so beim Bryant Park: Erstens ist er auf drei von vier Seiten offen. Nur auf der Ostseite wird er von der New York Public Library begrenzt. Zweitens hat es um den ganzen Park verstreute Bars und Cafés. Probieren geht über studieren: wir laufen los und suchen erfolglos nach der Freundin meiner Kollegin. In der Hälfte der nächste Versuch meinerseits, dass wir es vielleicht noch etwas genauer haben müssten… “Im BP Café” lautet die nächste Antwort. Nun, wie ich schon gesagt habe, wimmelt es nur von Cafés und Bars rund um den Park. Dazu kommt, dass alle – typisch amerikanisch – dieselben Sonnenschirme haben: sie sind grün und tragen den Schriftzug “Bryant Park”. Darum ich: “Da können wir lange suchen. Sag ihr, sie soll sich klarer ausdrücken und etwas sagen, das unverwechselbar ist, wie zB. ein Strassenname oder eine Himmelsrichtung”. So denkt aber nur ein Mann, denn die Freundin schreibt zurück: “Bei der Bar mit den grünen Sonnenschirmen“…
Und da Frag sich noch einer, warum Männer und Frauen manchmal aneinander vorbeireden!
PS: Wir haben uns letzten Endes gefunden – bei der Bar auf der einzigen geschlossenen Seite…
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August 17th, 2009 by G!
1. Flug LX14 (NZZFOLIO)
Auf LXforty, dem sehenswerten Kurzwerbefilm des Schweizer Starregisseurs Marc Forster, folgt “Flug LX14″. Die Neue Zürcher Zeitung NZZ hat die neueste Ausgabe ihrer Zeitschrift NZZFOLIO dem Flug LX14 gewidmet:
Die NZZ-Folio-Redaktion hat den Flug LX 14 vom 12. Mai 2009 begleitet. Von den Vorbereitungen, die vor einem Jahr begannen, bis zur Landung. (Editorial, NZZFOLIO).
Das Resultat ist ein mehr als sehens- und lesenswertes Magazin über das Unternehmen Flug. Es zeigt eindrücklich, welche Aufgaben die einzelnen Schnittstellen vor- und während dem Flug haben und was alles nötig ist, damit das Unternehmen Flug LX14 erfolgreich durchgeführt werden kann.
Flug LX14 gibts derzeit bei jedem Swiss-Flug (buchen) an Bord oder online auf der NZZFOLIO Webseite (deutsch und englisch und sogar gratis als Hörbuch!).
2. Der Spielraum ist eng (Aeropers Rundschau)
Passend zum NZZFOLIO befasst sich der überaus interessante und aufschlussreiche Artikel “Der Spielraum ist eng” in der Aeropers Rundschau 2/09 von CMD Roland Zaugg mit der betriebswirtschaftlichen Mechanik einer Airline. Der Artikel erklärt verständlich und mit Grafiken, wann eine Airline Geld verdient, wie Nahe Gewinn und Verlust beisammen sind und welche finanziellen Auswirkungen eine Reduktion der Flugfrequenzen und andere, ähnliche Massnahmen haben.
Die Rundschau 2/09 kann > HIER < als PDF runtergeladen werden; der Artikel ist auf den Seiten 12-16 zu finden.
3. Managementvergütungen
…und wenn wir schon beim Geld sind und weil das Leben nicht nur aus Fliegen besteht, möchte ich mit einiger Verspätung noch Eigenwerbung für meine Doktorarbeit “Managementvergütungen – Grundlagen, Kompetenzen und Verfahren: Eine Aufnahme und Beurteilung des juristischen Status Quo in der Schweiz” machen, die im vergangenen Mai publiziert wurde. Der Inhalt ist gerade im Hinblick auf die Wirtschaftskrise aktueller denn je.
Das Buch kann im Fachhandel (ISBN 978-3-8381-0698-4) oder zB bei diesen Anbietern online gekauft werden:
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August 5th, 2009 by G!
Meine letzte Rotation brachte mich zum zweiten Mal nach Afrika: über Douala gings in die Hauptstadt von Kamerun, nach Yaoundé. Neben der fliegerischen Vorbereitung galt es – wie zB in Jeddah – die beachtliche Liste mit Sicherheitshinweisen zu studieren. Wie das EDA in seinen Reisehinweisen festhält, ist “[d]as Ausmass der Gewaltkriminalität ist vor allem in den zwei grössten Städten Douala und Yaoundé [...] Besorgnis erregend”. Darum empfiehlt es sich, zwar keine Wertgegenstände, jedoch soviel Geld mit sich zu führen, “um keine Gewaltanwendung zu provozieren” (so das Deutsche Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen). Hinzu kommt, dass wir als Swiss-Crew ein “laisser-passer”-Dokument bekommen, das vom kamerunesischen Polizeichef ausgestellt ist und uns “freies Geleit” bei Polizeikontrollen ermöglichen soll. Da Korruption weit verbreitet ist und das Dokument alleine deshalb nicht ausreichen könnte, sind darauf noch drei Telefonnummern irgendeines Ministeriums angegeben, welches wir im Notfall anrufen können und sollen. Das Handy muss deswegen immer “auf Mann” sein…
[Hinweis zu den Gallerien: wird ein Bild aus der Reihe angeklickt, wird es darüber grösser angezeigt. Ein Klick auf das grössere Bild öffnet es in einer Lightbox in der Originalgrösse]
Nichts desto trotz, wurden wir am Nationalfeiertag (den wir ausnahmsweise tatsächlich “arbeitsfrei” in Yaoundé verbringen durften) vom “Ambassadeur de Suisse” in Kamerun zu einer Feier eingeladen. Wie es sich für Schweizer und in Afrika gehört, wurde diese nicht luxeriös und pompös in der Schweizer Botschaft, sondern unter einfachen Verhältnissen in einer mit Schweizer Hilfe betriebenen Schule gefeiert. Einer kurzen Ansprache des Botschafters folgte ein gemeinsames Essen der nahezu vollständig anwesenden Crew mit anderen Schweizern aus der Region im Speisezimmer der Schule. Schweizer Würste, Raclette (bei 28 Grad Celsius!) und lokale Früchte zum Dessert standen auf der Speisekarte.
Kamerun gehört zu den Gebieten, in denen Malaria sehr verbreitet ist. Deshalb habe ich schon bei der Ankunft meine nicht bedeckten Körperstellen ausgiebig mit Antiinsektenmittel eingesprayt. Abends helfen zusätzlich noch lange Kleidungsstücke, das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Malaria ist in Kamerun mit 8% die dritthäufigste Todesursache. An erster Stelle liegt – nicht überraschend – AIDS/HIV mit 21%! (vgl. die Übersicht der WHO).
Apropos Todesursache: Gemäss aktuellsten Angaben der WHO vom 31. Juli sind bisher 1154 Menschen an der Schweinegrippe H1N1 gestorben. Weltweit. Da es sich um Menschenleben handelt, eine zu hohe Zahl. Angesichts dessen, dass täglich über 11000 (!!!) Menschen an HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria sterben (davon ca 2/3 aus Afrika), erscheint die Schweinegrippe (derzeit?) mehr als harmlos. Der grosse Unterschied liegt darin, dass uns die eine Problematik täglich über die Massenmedien bewusst gemacht wird, während die andere totgeschwiegen wird – soviel zum Einfluss der Massenmedien auf unsere Wahrnehmung(*)…
www.one.org
(*) Aktueller den je deshalb: Michael Crichton’s Roman “State of Fear” (dt: “Welt in Angst“)
PS: der neue Einsatzplan ist downloadbar…
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