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Für das Foto eines schreienden afghanischen Mädchens nach einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Kabul ist der Fotograf Massoud Hossaini mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Hossaini ist Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP.
Die Vergabejury würdigte Hossainis Foto als "herzzerreissendes Bild". Es war am 6. Dezember nach einem Selbstmordanschlag auf ein Pilgerstätte in Kabul aufgenommen worden und wurde am Folgetag veröffentlicht. Darauf zu sehen ist die damals zehn Jahre alte Tarana Akbari. Das grün und weiss gekleidete Mädchen steht blutbefleckt zwischen auf dem Boden liegenden und sitzenden Menschen, die bei dem Attentat verletzt oder getötet wurden.
Der Pulitzer-Preis wird seit dem Jahr 1917 verliehen. Er ist die wichtigste Auszeichnung für Journalisten in den USA.
Seit drei Jahren können auch Online-Medien den Preis erhalten. David Wood von der "Huffington Post" erhielt ihn für eine Reportage über im Irak und in Afghanistan verletzte US-Soldaten. Matt Wuerker von "Politico" wurde für eine Karikatur geehrt. Die "Tuscaloosa News" erhielt einen Pulitzer-Preis für Berichte über die Suche nach Vermissten nach einem verheerenden Tornado.
Den Preis für eine investigative Reportage teilten sich die Nachrichtenagentur AP und die "Seattle Times". Zwei der Preise wurden der US-Tageszeitung "New York Times" verliehen. Romane und Sachbücher kamen hingegen in diesem Jahr nicht zum Zug.
SDA-ATS