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Das Wichtigste in Kürze
- Die Glückskette hat in 75 Jahren fast zwei Milliarden Franken gesammelt.
- Die erste Sendung wurde am am 26. September 1946 ausgestrahlt.
Die Aktion Glückskette hat in ihrer 75-jährigen Geschichte fast zwei Milliarden Franken an Spendengeldern gesammelt. Und damit über 5000 Projekte unterstützt. Die erste Sendung «Chaîne du Bonheur» strahlte das damalige Radio Sottens in Lausanne (heute RTS) am 26. September 1946 aus.
Die Sendung damals betraf die Kinder, die unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu leiden hatten. Dies teilten die Glückskette und die Medienstelle SRG am Mittwoch mit.
Daraus entwickelte sich eine regelmässige Radiosendung, denn wer eine Hilfsaktion am besten realisierte, durfte die nächste Aktion vorschlagen. In der Deutschschweiz hiess die Sendung «Glückskette». Zu Beginn sammelte die Glückskette Sachspenden.
257 Sammlungen
In den 75 Jahren seither führte die Glückskette 257 Sammlungen durch. Sie finanzierte 5097 Projekte. 1525 in der Schweiz, 755 in Europa, 787 in Afrika, 746 in Asien, 753 in Lateinamerika, 528 im Nahen und Mittleren Osten sowie zwei im Südpazifik.
Dabei arbeitete sie mit über 30 Partnerorganisationen im Ausland und 450 Organisationen in der Schweiz zusammen. Die grösste Sammlung fand 2004/05 nach dem Tsunami in Südostasien statt. Spenden von 277 Millionen Franken kamen damals zusammen.
Ein Grossteil der Hilfe entfiel auf den Wiederaufbau nach Erdbeben, Stürmen und anderen Naturkatastrophen. Auch die Opfer von Kriegen und Konflikten sowie Kinder hatten immer grosses Gewicht.
43,5 Millionen Franken für Coronakrise
Während der Coronakrise 2020 sammelte die Glückskette für Betroffene in der Schweiz 43,5 Millionen Franken. Gleichzeitig unterstützte sie 6 Millionen Menschen in 17 Ländern über die Sammlung für Coronavirus International.
Zu ihrem Jubiläum organisiert die Glückskette vom 12. bis 17. Dezember eine Solidaritätswoche für Kinder in Not.
Bis 1983 gehörte die Glückskette zur SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft). Seit dann ist sie angesichts der immer gestiegenen Komplexität ihrer Aufgaben eine unabhängige Stiftung.
Sie bleibt aber eng mit der SRG verbunden, welche sie im Communiqué als ihren «humanitären Arm» bezeichnet. Präsidiert wird die Stiftung von Pascal Crittin, dem Direktor des Westschweizer Radio und Fernsehens (RTS).
An Sammeltagen stellen SRF, RTS, RSI und RTR ihre Logistik und einen Programm-Teil in den Dienst der Glückskette.