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Dr. Caroline Weckerle ist Lehrbeauftragte am Institut für systematische Botanik der UZH
Geboren bin ich in den USA, aber den Grossteil meiner Kindheit habe ich in der Schweiz in Schaffhausen verbracht. Die Natur und speziell auch Pflanzen haben mich schon als Kind fasziniert und nach der Schulzeit habe ich Biologie in Zürich studiert. Es nahm mich wunder, wie man Pflanzen verwenden kann und wie Pflanzen in anderen Kulturen genutzt werden und deshalb habe ich mein Studium mit Ethnologie und Pharmakologie kombiniert.
In China konnte ich mein erstes ethnobotanisches Forschungprojekt durchführen und beobachten und dokumentieren wie Menschen, die in sehr abgelegenen Gebieten leben und zu verschiedenen kulturellen Gruppen gehören, Pflanzen in ihrem Alltag gebrauchen: Als Nahrung, als Medizin, für die Dekoration ihrer Häuser oder um mit den Göttern zu kommunizieren.
Während meiner Dissertationsarbeit habe ich Lianen untersucht, die in den Regenwäldern Perus wachsen. Einige von ihnen enthalten die gleichen Inhaltsstoffe wie Kaffee und diese haben mich besonders interessiert. Später bin ich wieder nach China gereist und habe während zwei Jahren zusammen mit meinem Mann an einer chinesichen Universität gearbeitet. Uns interessierte wiederum wie die Menschen ihre Umwelt und vor allem die Pflanzen nutzen und umgekehrt, was diese Pflanzennutzung für einen Einfluss auf die Umwelt hat.
Zur Zeit arbeite ich wieder an der Universität Zürich und forsche und unterrichte zum Thema Ethnobotanik, also zum Thema Menschen und Pflanzen und wie sich diese gegenseitig beeinflussen. Mit meinem Mann und unseren vier Kindern verbringe ich möglichst viel Zeit in der Natur und im Garten.