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Risse in 16 Kampfjets der Armee – Flotte wird verkleinert
- Dienstag, 14. April 2015, 16:20 Uhr, aktualisiert um 20:27 Uhr
Die Kontrolle aller 36 regelmässig im Einsatz stehenden einsitzigen F-5-Tiger-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe hat bei 16 Flugzeugen Risse festgestellt. Nun wird die Flotte um zehn Jets verkleinert, sechs Flugzeuge werden repariert. Betroffen ist auch die Patrouille Suisse.
Einst standen 110 F-5-Tiger im Einsatz für die Schweizer Luftwaffe. Künftig würden nur noch 26 F-5 Tiger im Einsatz stehen, teilte das Verteidigungsdepartement (VBS) mit. Auf zehn Jets werde aus Kostengründen und «Flottenoptimierung» verzichtet. Dies habe zur Folge, dass die Patrouille Suisse nicht mehr permanent mit sechs rot-weissen Flugzeugen auftreten könne.
Die Reparaturkosten der fünf rot-weissen und eines grauen Kampfjets werden mit rund einer Million Franken veranschlagt. Da die Zahl der Standplätze bei der Industrie begrenzt ist, wird die Reparatur laut VBS voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals 2016 dauern.
Risse hinter dem Cockpit
Die nun abgeschlossene Kontrolle wurde veranlasst, nachdem im vergangenen Jahr bei einem Tiger F-5 Risse hinter dem Cockpit festgestellt worden waren. Anfang Januar 2015 wurde bei einem zweiten Flugzeug ein grösserer Riss am gleichen Bauteil entdeckt.
Dieser Riss wurde in einer technischen Beurteilung als gravierend eingestuft, so dass die Luftwaffe nach einer Risikoanalyse gemeinsam mit armasuisse und RUAG beschloss, vorsorgliche Massnahmen anzuordnen. Demnach wurden Flugzeuge mit einem festgestellten Riss für den Flugbetrieb bis zur Reparatur gesperrt.
Von den zwischen 1978 und 1984 beschafften 110 F-5 Tiger (98 Einsitzer und 12 Zweisitzer) stehen heute noch 26 Flugzeuge im Einsatz.