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Dass es im Gemeinderat der zweitgrössten Stadt des Kantons, Bulle, zu markanten Veränderungen kommen würde, war abzusehen: Fünf von neun bisherigen Gemeinderäten traten nicht mehr an.
Mit der Wahl vom Sonntag ist auch die Wählerstärke der Regierungsparteien durcheinandergewirbelt worden. Ohne den abtretenden Syndic Yves Menoud als Wahllokomotive büsste die CVP gleich zwei ihrer drei bisherigen Sitze ein. Ein Sitzverlust der CVP war erwartet worden, da die Partei vor der Ära Menoud auch höchstens zwei Sitze hatte. Nun ist Pierre Pythoud abgewählt worden, und kein neuer CVP-Kandidat schaffte den Sprung in die Stadtregierung. Auch nicht der ehemalige Vize-Syndic und aktuelle HFR-Präsident Philippe Menoud.
Erfolg des Unabhängigen
Erwartungsgemäss ist die SVP mit Jérôme Tornare erstmals im Gemeinderat von Bulle vertreten. Den zweiten Sitz verlor die CVP an den Unabhängigen Patrice Morand. Dieser sitzt zwar für die CVP im Grossen Rat, doch setzte ihn die CVP-Ortspartei Bulle nicht auf die Liste. Er bleibe sicher bis zu den kantonalen Wahlen Mitglied der CVP, so Morand gegenüber den FN, betrachte sich aber als unabhängiger Gemeinderat. Er legte sich als Co-Präsident der Vereinigung zugunsten der Grünflächen mit dem Gemeinderat und ihrem CVP-Syndic an.Ihre drei Sitze verteidigte die FDP in der traditionellen FDP-Hochburg mit drei neuen Kandidaten, darunter die 27-jährige Generalratspräsidentin Johanna Gapany. Schliesslich errang auch die SP drei Sitze. Zuletzt hatte die SP nur noch zwei Gemeinderäte, da die nun nicht mehr angetretene Sylvie Magne während der Legislatur aus ihrer Partei ausgetreten war.
Mehr SVP-Generalräte
Im 50-köpfigen Generalrat haben die SP (–1) und die FDP (wie bisher) 15 Sitze. Die CVP hat neu 8 Sitze (–4). Dafür kommt die SVP nun auf 8 Sitze (+3). Die Grünen behalten 3 Sitze, und die GLP verliert einen ihrer beiden Sitze.