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Ein halbes Jahr ist es her, seit in Rio de Janeiro die olympischen Spiele stattfanden. Das Versprechen des Olympia-OK, dass man zum Beispiel das 50-Millionen-Franken teure Aquatic Center nach den Spielen an anderen Standorten für die Bevölkerung öffnen würde, wurde nicht eingehalten. Das Aquatic Center gleicht mehr einer Pfütze, wie das Foto zeigt.
Im Maracanã, wo im letzten Sommer um die Gold-Medaille im Fussball gekämpft wurde, ist der Rasen von Katzenkot übersät. Die Fenster sind kaputt und 7000 Plastiksitze fehlen. Auch Fernseher wurden gestohlen und sogar die Büste des Namensgebers des Stadions, Mario Filho, wurde entwendet. Der Strom funktioniert auch nur mässig. In wenigen Wochen sollen hier eigentlich wieder reguläre Fussballspiele stattfinden, denn die Clubs Flamengo und Fluminense tragen hier ihre Heimspiele aus.
Das Stadion, das mehrheitlich dem Baukonzern Odebrecht gehört, sei nicht wie vertraglich vereinbart wieder in dem Zustand übergeben worden, wie man es für den 400 Millionen Franken teuren Umbau für Olympia im März 2016 überlassen habe. Das bei der Eröffnung- und Schlussfeier verwendete Feuerwerk habe Schäden verursacht und die für die Bühnenaufbauten abmontierten Sitze seien kaum noch zu gebrauchen. Die Betreiber des Stadions weigern sich, die Schäden selbst zu beheben.
Und auch um den eigens für die Spiele angelegten Golf-Kurs, der 25 Millionen Franken gekostet hat, steht es nicht viel besser: Die Betreiber haben Mühe, überhaupt zahlende Spieler anzulocken.