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Coronavirus | Neue Fälle auf Kreuzfahrtschiff
Frankreich meldet ersten Coronavirus-Todesfall in Europa
Erstmals ist ein an dem neuartigen Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben.
Der 80-Jährige stammte aus der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch Wuhan liegt. Der Tourist war Anfang Februar auf die Intensivstation des Spitals Bichat in der französischen Hauptstadt gebracht worden.
Sie sei am Freitag über den Tod des Mannes informiert worden, sagte Buzyn am Samstag. Der Patient sei mehrere Tage in kritischem Zustand gewesen. Den anderen zehn Infizierten im Land gehe es gut, vier von ihnen seien inzwischen wieder gesund und nicht mehr ansteckend.
Ausserhalb des chinesischen Festlands wurden zuvor drei Todesfälle in Hongkong, Japan und den Philippinen gemeldet. In Festlandchina starben nach Angaben der Behörden mindestens 1523 durch den neuartigen Erreger, mehr als 66'000 Menschen steckten sich demnach an. Über zwei Dutzend Länder meldeten inzwischen weitere Fälle, darunter zuletzt Ägypten. Damit erreichte das Virus inzwischen auch Afrika - einen Kontinent, auf dem die Gesundheitsversorgung oftmals mangelhaft ist.
Neue Fälle auf Kreuzfahrtschiff
Die meisten Infizierten ausserhalb des chinesischen Festlandes befinden sich aber nach wie vor auf dem vor Yokohama ankernden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess". Dort wurden am Samstag 67 neue Fälle gemeldet, damit haben sich nun schon 285 der rund 3700 Menschen an Bord mit dem Virus angesteckt.
Die USA kündigten an, am Sonntag ein Flugzeug nach Japan zu schicken, um ihre Staatsbürger von dem seit Anfang Februar unter Quarantäne stehenden Riesenschiff zu holen. Nach ihrer Rückkehr in die USA müssten die Betroffenen erneut zwei Wochen in Quarantäne. Nach Angaben des japanischen Rundfunksenders NHK befinden sich rund 400 US-Bürger auf der "Diamond Princess". Diese sollen am Montag von Tokio ausgeflogen werden.
Unter den Passagieren ist auch ein Schweizer Paar. Das Aussendepartement EDA hatte am Freitag mitgeteilt, die beiden Schweizer Staatsangehörigen seien bei guter Gesundheit und erhielten von der Schweiz konsularische Unterstützung.
China setzte unterdessen seine drastische Politik der Abschottung fort. In Peking müssen sich alle Neuankommenden seit Freitag freiwillig in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Tun sie das nicht, drohen heftige Strafen.
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