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Roboter im Kampf um WM
Zwischen dem 14. und 18. Juni fand parallel zur Fussball-WM der RoboCup 2006 statt, die Weltmeisterschaft der Roboter. Rund 2500 Wissenschaftler aus 36 Ländern sind angetreten, um die Fähigkeiten der von ihnen entwickelten Roboter zu vergleichen und um der Öffentlichkeit den aktuellen Stand der Entwicklung zu präsentieren. Beim RoboCup 2006 ging es, wie wäre es anders zu erwarten, vor allem um Fussball. Zum Einsatz kamen dabei sowohl simulierte Roboter («Computerspiel») als auch solche in Form von Tieren (mit vier Beinen), Menschen (mit zwei Beinen) und Autos (mit Rädern). Die Herausforderung ist dabei ähnlich wie beim Computer-Schach gelagert, wobei aber die Konstruktion der Geräte und der Steuerungssoftware deutlich komplexer ist, da der Ball überall hinrollen kann und auch die kompletten Bewegungsabläufe ausgeführt werden müssen. So liefern insbesondere humanoide Roboter noch recht dürftige Spiele ab, da die Forscher Probleme haben, Sehnen und Muskeln für schnelle Bewegungen nachzubilden. Ganz ansprechend geht es dagegen schon bei den Aibos zu und her, mit denen aber auch bereits seit 1998 experimentiert wird – die humanoiden Roboter spielen erst seit 2002.
Ziel dieser ungewöhnlichen Forschung ist es, die Grundlagen für die Entwicklung autonomer Service-Roboter zu schaffen. Sie sollen beispielsweise bei Katastrophen als Helfer agieren. Auch hier fanden bereits Wettkämpfe statt, bei denen die Roboter koordiniert Opfer suchen oder spezielle Aufgaben lösen mussten.