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Henryk Wolski, geboren 1951 im polnischen Slupca, studierte an der Technischen Universität in Poznan/Polen Maschinenbau. Er schloss sein Studium als Diplomingenieur ab und arbeitete anschliessend einige Jahre in einem Schiffsmotorenwerk. Schon von Kindheit an war Henryk ein begeisterter Segler, und noch während des Studiums erwarb er das Patent als Skipper für Hochsee-Yachten. Schliesslich machte er sein Hobby zum Beruf und arbeitete zunächst als Segellehrer und Skipper für die Hochsee-Yachtschule «Nordsee» in Bremen.
1989 gründete er seine eigene Firma «Henryk's Sailing». Schwerpunkt ist für Henryk Wolski bis heute das sogenannte Konzeptsegel. Seine Törns stehen meist unter einem historischen Motto, z. B. «Auf den Spuren des Odysseus».
Ferner hat Henryk Wolski seit vielen Jahren grosse Expeditionen mit vorbereitet und durchgeführt. So nahm er beispielsweise an der Expedition ICESAIL von Arved Fuchs teil. Ziel der Expedition war die Umrundung des Nordpols auf einem Segelschiff durch die Nordwest- und die Nordostpassage. Die Expedition dauerte vier Jahre. 1993 wurde die Nordwestpassage bezwungen; die Durchfahrung der Nordostpassage gelang erst 2002 im Rahmen einer weiteren Expedition.
Im Jahr 1994 begann Henryk sein eigenes Projekt «Auf den Spuren der Wikinger» von Riga nach Odessa auf Flüssen quer durch den europäischen Kontinent. Für weitere historische Reisen liess er sogar ein Schiff der Wikingerzeit nachbauen, die «Welet».
Im Jahr 2000 unternahm Henryk eine weitere spektakuläre Expedition mit Arved Fuchs. Auf einem Nachbau des historischen Rettungsbootes «James Caird» von Sir Ernest Shackleton segelte die vierköpfige Besatzung mehr als 900 Seemeilen von der Antarktischen Halbinsel über Elephant Island nach Südgeorgien. Anschliessend wurde die gebirgige Insel zu Fuss überquert. Damit hatte das Team die historische Reise von Shackleton als erste nachvollzogen.
Im Sommer 2003 schloss Henryk mit einer eigenen Unternehmung auf dem Schiff «Zjawa IV» seine persönliche Umrundung des Nordpolarmeeres ab, indem er das letzte noch fehlende Teilstück von Norwegen nach Grönland segelte. Im selben Jahr gelang ihm ausserdem die Umrundung des berühmt-berüchtigten Kap Hoorn - ebenfalls auf der «Zjawa IV».
2006 brachte er sein Projekt «Auf den Spuren der Wikinger» mit der Expedition «Viking 2006» von Gdansk (Danzig) an der Ostseeküste nach Odessa am Schwarzen Meer zum Abschluss. Mit seiner «Welet» – dem Nachbau eines Schiffes aus der Wikingerzeit - legte er auf den Flüssen Weichsel, San und Dnjestr eine Strecke von über 2.000 km zurück. Damit war die letzte der vier bekannten Handelsrouten der Wikingerzeit nachvollzogen. Die Reise wurde von einem ARTE-Filmteam begleitet, die eine Dokumentation für die Reihe «GEO 360°» erstellt hat.
Im Jahre 2008 organisierte Henryk auf der Yacht «Nashachata» einen anspruchsvollen Etappentörn von Gdañsk (Danzig) in Polen nach Australien, Motto: «Vom Bernsteinstrand zur Korallensee». Im Rahmen dieses Unternehmens führte er die Etappe, die im Oktober in Buenos Aires begann. Die Reise führte weiter durch die Magellan-Strasse in den Pazifik und dann rund um Kap Hoorn nach Ushuaia (Feuerland). Hier wechselte er von der Yacht «Nashachata» auf das offene Holzboot «Fuegia», den historisch getreuen Nachbau eines Walfangbootes.
Jetzt begann die Expedition «Darwin & Tierra del Fuego» auf den Gewässern des Beagle-Kanals. Deren Ziel der war die Darstellung bzw. Wiederholung eines wichtigen Teilstücks der historischen Weltreise (1831 - 1836) von HMS «Beagle» unter Kapitän Robert FitzRoy, auf der der damals junge Charles Darwin wesentliche Einsichten für die spätere Formulierung seiner bahnbrechenden Evolutionstheorie gewonnen hat.
Ende Dezember 2008, nach Beendung der Expedition auf der «Fuegia», übernahm Henryk in Ushuaia wieder die Yacht «Nashachata» und segelte eine riesige Etappe: «Antarctica – Circumpolar Navigation Part I». Die Reise führte über die Falkland-Inseln, Südgeorgien, Kapstadt und weiter schon im Indischen Ozean über die Crozet-Insel, die Amsterdam-Insel nach Melbourne (Australien). Die Reise endete im Mai 2009 in Neukaledonien im Pazifik.
In Rahmen der Reisen auf der «Nashachata» umrundete Henryk die 3 berühmten südlichen Kaps: Kap Hoorn (Südamerika), Kap Agulhas (Afrika) und Kap Leeuwin (Australia).
Insgesamt hat Henryk Wolski als Skipper, auf verschiedenen Segelschiffen in ganz unterschiedlichen Regionen der Welt mehr als 140.000 Seemeilen als Skipper zurückgelegt, was in etwa der Distanz sechsmal rund um die Erde entspricht.
Seit 2000 Henryk arbeitet regelmässig als Expeditionsleiter oder Lektor auf Expeditions- Kreuzfahrtschiffen in der Arktis, der Antarktis, den Amazonas und anderen Regionen der Welt.
Website von Henryk Wolski