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Wie viele Menschen sind von Schmerzen betroffen?
Eine im November 2003 veröffentlichte europaweite Studie zeigt erschreckende Zahlen (www.painineurope.com):
- Ein Drittel aller europäischen Haushalte ist von der Schmerzproblematik betroffen.
- In der Schweiz leben 1,5 Mio. chronische Schmerzpatienten.
Davon klagen:
- 66% über erträgliche Schmerzen,
- 34% über starke Schmerzen,
- 16% der Betroffenen verlieren schmerzbedingt ihren Arbeitsplatz,
- 18% leiden aufgrund der Schmerzen unter Depressionen,
- 13% der Betroffenen denken an Selbstmord.
Schmerzen sind nicht nur ein individuelles Problem. Sie haben auch negative gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, die bis anhin unterschätzt worden sind. Der wirtschaftliche Schaden als Folge von Schmerzen wird europaweit auf über 50 Mia. Franken geschätzt! Auch in der Schweiz wird ein beträchtlicher Teil der Gesundheitskosten durch Schmerzen und deren Folgen verursacht.
Schmerzen zu oft in der Psyche lokalisiert
Häufig wird das Problem Schmerz unterschätzt und der Patient mit seinen Beschwerden nicht ernst genommen. Lässt sich keine eindeutige Schmerzursache finden oder bleiben die Beschwerden trotz der üblichen medizinischen Massnahmen bestehen, werden psychische Auffälligkeiten, soziale oder berufliche Schwierigkeiten als Grundursache verantwortlich gemacht.
Damit wird aber vielen Patienten Unrecht getan, denn
- oft sind die diagnostischen und schmerztherapeutischen Möglichkeiten nicht ausreichend genutzt worden,
- bei chronischen Schmerzen stösst die Medizin relativ rasch an ihre Grenzen.
Wenn die moderne Medizin nicht helfen kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Schmerzen psychisch bedingt sind oder vom Patienten vorgetäuscht werden. Leider gibt es aber auch immer wieder Personen, die das Sozialsystem mit fadenscheinigen Schmerzangaben missbrauchen.