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A2 Zweite Röhre Gotthard: Verträge für Arbeiten am Haupttunnel und für die Materialbewirtschaftung unterschrieben
Bellinzona, 11.11.2022 - Das Bundesamt für Strassen ASTRA informiert, dass die Verträge für die drei Baulose 111, 241 und 341 des Bauprojekts für den zweiten Gotthard-Strassentunnel abgeschlossen wurden. Am 11. November 2022 wurde in Airolo der Vertrag für das Los 341 unterzeichnet. Am 28. Oktober waren in Airolo und Göschenen bereits die Verträge für die Vergabe der Lose 111 und 241 unterschrieben worden. Die Lose 241 sowie 341 betreffen den Ausbruch des Haupttunnels von Norden und Süden her. Das Los 111 betrifft die Materialbewirtschaftung und -logistik Nord und Süd. Der Gesamtwert der Vergaben beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Franken (inkl. MwSt.).
Ausbruch des Haupttunnels Süd
Zum Los 341 zählen die Arbeiten rund um den südlichen Teil des Haupttunnels. Dazu gehört insbesondere der Ausbruch des Haupttunnels auf einer Länge von ca. 7,8 Kilometern, mittels einer Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von 12,26 m. Das Los 341 umfasst zusätzlich auch den Ausbruch der südlichen Störzone (ca. 290 m lang, ca. 4,9 km vom Südportal entfernt).
Den Zuschlag für das Los 341 hat die Arbeitsgemeinschaft «ARGE Marti 2TG, Los 341» erhalten, bestehend aus den folgenden Unternehmen: Marti Tunnel AG, Moosseedorf; Mancini & Marti SA, Bellinzona; Ennio Ferrari Impresa Generale SA, Lodrino. Dieselben Unternehmen hatten auch bereits den Zuschlag für den Ausbruch des Zugangsstollens Süd (Los 343) erhalten. Für das Los 341 belaufen sich die Kosten auf rund 499 Millionen Franken.
Ausbruch des Haupttunnels Nord
Die Arbeiten für das Los 241 betreffen den Ausbruch des Haupttunnels von der Nordseite her. Die Arbeitsgemeinschaft «ARGE secondo tubo», bestehend aus Implenia Schweiz AG in Glattpark und Frutiger AG in Thun, erhielt den Zuschlag für dieses wichtige Projekt. Dieselbe Arbeitsgemeinschaft hatte bereits den Zuschlag für den Ausbruch des Zugangsstollens Nord (Los 243) erhalten.
Die Arbeiten für das Los 241 betreffen in erster Linie den Ausbruch des Haupttunnels auf einer Länge von ca. 7,2 Kilometern ab dem Nordportal mit einer Tunnelbohrma-schine, welche – analog zum Los 341 – einen Durchmesser von 12,26 m haben wird. Darüber hinaus umfasst dieses Los den Ausbruch der nördlichen Störzone (ca. 300 m lang, ca. 4 km vom Nordportal entfernt) sowie den Rückbau und Neubau der Lüf-tungsanlage Göschenen. Der Vertrag für das Los 241 beläuft sich auf eine Summe von rund 467 Millionen Franken.
Die Vergabe der Arbeiten für die Lose 241 (Haupttunnel Nord) und 341 (Haupttunnel Süd) ist aufgrund des vorgesehenen Budgets von fast einer Milliarde Franken von grosser Bedeutung für die gesamte Schweizer Bauwirtschaft.
Materialbewirtschaftung und -logistik Nord und Süd
Das Baulos 111 umfasst das Management sowie die Logistik des Materials im Norden und Süden, insbesondere die Projektierung, die Erstellung, den Betrieb und den Rückbau von Anlagen für den Verlad, Transport und Ablad des Ausbruchmaterials mit Förderbändern, Eisenbahn und LKW. Darüber hinaus gehören auch die Herstellung von Gesteinskörnung für Beton sowie der Bau und Betrieb von Zwischen- sowie Endlagern für das Ausbruchmaterial zu diesem Los. Die Kosten für das Los 111 belaufen sich auf rund 241 Millionen Franken. Der Auftrag wurde an das «Consorzio Sasso Gottardo» vergeben, zusammengesetzt aus den folgenden Unternehmen: Otto Scerri SA, Arbedo-Castione; Marti Technik AG, Moosseedorf; Sirnatec Maschinenbau AG, Horw; Mancini & Marti SA, Bellinzona; Arnold & Co. AG, Flüelen.
Das Volumen des Ausbruchmaterials beträgt etwa 7,4 Millionen Tonnen. Der grösste Teil dieses Materials kann wiederverwendet werden. 1,8 Millionen Tonnen werden als neues Baumaterial für die zweite Röhre eingesetzt. Rund 1,9 Millionen Tonnen werden für die Neugestaltung des Autobahnanschlusses in Airolo verwendet. Weitere 3,5 Milli-onen Tonnen Material werden für die Renaturierung der Flachwasserzonen im Urnersee abtransportiert. Das restliche Aushubmaterial wird in Endlagern deponiert.
Mit den drei Vergaben, die zu den wichtigsten der letzten Jahre in den Kantonen Tes-sin und Uri gehören, wurden die Hauptarbeiten für die zweite Röhre vergeben. Damit können nun auch die weiteren Arbeitsphasen stabilisiert werden.