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Und erlöse uns von dem Wachstum.
Autor: Helmut Knolle
Eine historisch und ökonomische Kritik der Wachtumsideologie.
Die Studie "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome entfachte seinerzeit eine sehr lebhaft Diskussion, und der damalige Präsident der EU-Kommission sprach schon davon, die Phase des Nullwachstums in der Europäischen Union so bald als möglich einzuleiten. Knapp 30 Jahre später setzten sich die Regierungschefs der EU das Ziel, ein Wirtschaftswachstum von jährlich 3% zu erreichen. Warum sind die Wachstumsgegner nach frühen Erfolgen derart ins Hintertreffen geraten?
Mit einem interdisziplinären Ansatz macht der Autor deutlich, dass die Aufzählungen von ökologischen Fakten nicht ausreicht, um die Idee des Nullwachstums attraktiv zu machen. Seine Darstellung bewegt sich auf zwei Ebenen, einer deskriptiven und einer analytischen. Auf der deskriptiven Ebene verfolgt er die Entstehung und Ausbreitung der westlichen Wachtumsideologie und ihres politischen und ökonomischen Unterbaus von den Anfängen im Alten Orient bis zur Gegenwart. Auf der analytischen Ebene setzt er sich kritisch mir den ökonomischen Theorien des 19. und 20. Jahrhunderts auseinander.
Zuletzt entwirft er ein ökonomisches Modell für eine Wirtschaft mir Nullwachstum und Vollbeschäftigung. Er zeigt aber auch, welche Schwierigkeiten beim Übergang zum Nullwachstum entsteht und wie man ihnen begegnen kann.
Erschienen 2010 im Pahl-Rugenstein-Verlag, Bonn