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An Strümpfe werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Im Winter trägt man andere Strumpfarten als im Sommer. Eine wärmende Strumpfhose muss andere Eigenschaften besitzen als eine Feinstrumpfhose oder halterlose Strümpfe. Aber auch bei Feinstrumpfhosen gibt es Unterschiede zwischen denen, die man im Alltag trägt und den exklusiven Luxusstrümpfen, die zu besonderen Gelegenheiten getragen werden. Den Unterschied macht neben dem verwendeten Material auch die Feinheit der Strümpfe aus.
Mit dem Begriff Feinheit ist die Beschaffenheit des verwendeten Garns gemeint. Je dünner der Faden ist, desto feiner ist später der Strumpf. Angegeben wird diese Feinheit in zwei Einheiten: In Denier oder kurz Den und in Dezitex oder abgekürzt dtex oder tex. Dabei entspricht 10 Dezitex (1 tex) 1 Gramm pro 1000 Meter und ein Denier (1 den) 1 Gramm pro 9000 Meter.
Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass ein höherer Den (Denier) oder dtex (Dezitex) Wert dickere Strümpfe bezeichnet als ein niedriger. Bei einer Feinstrumpfhose mit der Angabe 20 Den zum Beispiel würde das bedeuten, dass sie mit einem Garn hergestellt wurde, bei dem 9000 verwendete Meter Garn 20 Gramm wiegen. Eine Feinstrumpfhose hat also in der Regel einen niedrigen Den oder dtex Wert. Zumeist besitzen Strümpfe mit einem niedrigeren Wert nicht nur eine grössere Feinheit, sondern auch eine höhere Transparenz. Besonders feine Strümpfe (8, 10 und 15 Den) müssen mit grosser Vorsicht behandelt werden und sind oft eher den besonderen Gelegenheiten vorbehalten, während die alltagstauglichen Feinstrumpfhosen bei etwa 20 Den liegen. Im Winter werden in der Regel Strümpfe ab 40 bis 60 Den getragen.
Neben der Dicke des Garns ist natürlich auch das Maschenbild für die Feinheit der Strümpfe verantwortlich. Dies entsteht dadurch, dass mehr oder weniger Nadeln bei der Herstellung der Strümpfe verwendet wurden. Die Feinheit, also Enge, des Maschenbildes wird in Gauge (Gg) gemessen. Je höher hier die angegebene Zahl ist, desto mehr Nadeln wurden verwendet und desto grösser ist die Feinheit der Strümpfe. Auch hier kann ein feineres Maschenbild für eine höhere Empfindlichkeit der Strümpfe sorgen.