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Der Captain des Schweizer Nationalteams, Nikola Portner, wechselt innerhalb der französischen Liga den Klub. Der Transfer hat sich abgezeichnet.
Bei Montpellier kam Nikola Portner zuletzt nicht mehr zum Zug, jetzt wechselt er zu Chambéry.
Die Zukunft des Schweizer Handball-Goalies Nikola Portner ist geklärt. Der Captain der Nationalmannschaft wechselt auf kommende Saison von Montpellier zu Chambéry Savoie HB.
Bei Montpellier kam der 26-jährige Portner zuletzt nicht mehr zum Zug, weil die Mannschaft aus Südfrankreich drei Goalies im Kader hat. Der Schweizer spielte diese Saison trotz Vertrag bis 2022 vorwiegend in der zweiten Mannschaft sowie im Cup. Portners Transfer hat sich abgezeichnet, auch ein Wechsel in die Bundesliga oder zum aktuellen Sieger der Champions League, Vardar Skopje, stand im Raum. Portner sagt: «Ich habe Montpellier eine Chance gegeben, doch der Verein hatte andere Pläne. Ich will spielen und mich weiterentwickeln.»
Portners Transfer nach Chambéry ist eng mit dem Coach Erick Mathé verknüpft. Mathé war bis 2018 Assistenztrainer in Montpellier und kennt Portner aus dieser Zeit. «Unter ihm habe ich die grössten Fortschritte gemacht und meine beiden besten Saisons gespielt», sagt Portner. Als die Situation in Montpellier für ihn schwierig geworden sei, habe Mathé ihn sofort angerufen und gesagt, dass er ihn verpflichten wolle.
Keine Champions League mehr
Beim Tabellen-Neunten Chambéry ersetzt Portner im Tor Yann Genty, der im Sommer zu Paris Saint-Germain wechselt. Mit Lukas von Deschwanden beschäftigt der Klub aus Savoyen einen weiteren Schweizer Internationalen. Bis am vergangenen Dienstag spielten Portner und von Deschwanden mit der Schweiz an der EM in Göteborg, die Schweiz schied in der Vorrunde aus.
Portner wechselte 2016 von Kadetten Schaffhausen nach Montpellier. 2018 gewann er als bisher erster Schweizer die Champions League. Während der Rekordmeister Montpellier auch in dieser Saison in der Champions League spielt, ist Chambéry auf europäischer Ebene nicht engagiert.
Chambéry belegte aber in der letzten Saison den dritten Rang in der Liga und gewann den französischen Cup. «Sportlich ist der Transfer für mich kein Rückschritt. Ich verzichte lieber auf die Champions League, als dass ich auf der Tribüne sitze», sagt Portner.