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Vitalstoffe
Vitalstoffe - auch Mikronährstoffe genannt - müssen dem Körper in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, damit alle lebenswichtigen Stoffwechsel-Prozesse störungsfrei ablaufen können. Sie sind wichtig um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unseres Körpers zu erhalten und zu verbessern. Unter den Begriff Vitalstoffe fallen Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und Fettsäuren. Zwei Beispiele welche die Wichtigkeit eines ausgewogenen Vitalstoff-Haushaltes verdeutlichen:
Bei Frauen ist eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen während bestimmter Lebensphasen besonders wichtig. So dient beispielsweise Folsäure der richtigen Kindesentwicklung während der Schwangerschaft, Kalzium und Vitamin D verbessern die Knochenstabilität während der Wechseljahre.
Bei vielen Männer rauben Höchstleistung und psychische Anspannung dem Körper Energie- und Vitalstoff-Reserven. Unter solcher Belastung werden im Körper vermehrt freie Radikale gebildet, die zu oxidativem Stress führen. Aus diesem Grund sollte ausreichend antioxidative Substanzen wie Vitamin A, C und E sowie Carotinoide und Selen dem Körper zugeführt werden.
Die Vitalstoffe sind an vielen biochemischen Vorgängen in unserem Körper beteiligt. Folgende Beispiele zeigen wie bedeutend Vitalstoffe für unseren Körper sind:
Omega-3 beispielsweise steigert den Sauerstoffaustausch in den Zellen und unterstützt die Verdauung und den Blutkreislauf. Vitamin B12 ist für die Blutbildung unerlässlich und eine Unterversorgung kann neurologische Störungen zur Folge haben. Leidet der Körper unter Magnesium-Mangel, besteht ein erhöhtes Risiko an Bluthochdruck und Diabetes Typ2 zu erkranken. Typische Symptome für einen Vitamin E-Mangel sind Störungen der Verdauung, Infektionsanfälligkeit, Konzentrationsschwäche sowie der Abbau von Muskulatur. Die Aminosäure Glutamin stabilisiert das Immunsystem, stärkt die Darmzellen, hilft gegen Stress, Stimmungstiefs und innere Unruhe.
Mit Ausnahme von Vitamin D kann der Körper Vitamine nicht selbst produzieren und ist auf eine Versorgung über die Nahrung angewiesen. Bei einem Vitamin-Mangel werde fast alle Stoffwechsel-Prozesse in Mitleidenschaft gezogen. Grundlegend werden fettlösliche und wasserlösliche Vitamine unterschieden. Fettlösliche Vitamine kann der Körper besser speichern als wasserlösliche. Mit Ausnahme von Vitamin B12 können wasserlösliche Vitamine nicht lange im Körper gespeichert werden und müssen deshalb regelmässig zugeführt werden. Da ein Überschuss einfach über die Verdauung wieder ausgeschieden wird, ist das Risiko, wasserlösliche Vitamine überzudosieren, relativ gering. Von fettlöslichen Vitaminen legt der Körper dagegen umfangreichere Speicher an.
Die wasserlöslichen Vitamine
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B3 (Niacin bzw. Nicotinsäure)
Vitamin B6 (Pyridoxin
Vitamin B12 (Cobalamine)
Folsäure
Pantothensäure
Biotin
Die fettlöslichen Vitamine
Vitamin A (Retinol)
Vitamin D (Calciferol)
Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin K (Phyllochinon
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Mineralstoffe sind anorganische Substanzen und Verbindungen, die für den Menschen lebensnotwendig sind. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, benötigt sie aber für sämtliche Stoffwechselprozesse. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Zusammen mit dem Sonnenlicht bilden Mineralstoffe die Grundlage für das Bestehen lebender Zellen. Mineralstoffe sind noch wichtiger als Vitamine. Mineralstoffe sind am Leben auf zwei Arten beteiligt: Der Organismus benötigt sie als Bausteine, beispielsweise für Zähne und Knochen, und sie übernehmen wichtige Aufgaben im Körper, wie etwa das Managen vieler Stoffwechselprozesse.
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Spurenelemente bilden eine Untergruppe der Mineralstoffe. Obwohl sie an so wichtigen Prozessen wie Blutbildung oder Enzymfunktionen beteiligt sind, werden Spurenelemente - im Vergleich zu Mineralstoffen - vom Körper nur in kleinster Menge benötigt. Im Schnitt benötigt der Körper nicht mehr als 50 mg pro Tag, um lebenswichtige Stoffwechsel-Funktionen ausführen zu können. Nimmt man zu wenig Spurenelementen zu sich, kommt es zu schweren Mangelerscheinungen (wie z. B. Stoffwechselstörungen bei einer Jod-Unterversorgung oder Blutarmut bei einer Unterversorgung mit Eisen). Nimmt man Spurenelemente in zu hoher Dosierung auf, kann es zu Vergiftungen kommen, da einige Spurenelemente giftig sind.
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Unser Körper besteht zu 20% aus Proteinen, auch Eiweisse genannt. Aminosäuren bilden die Grundlage der Proteine. Da ein Grossteil unserer Zellen, Muskeln und unseres Gewebes aus Aminosäuren besteht, übernehmen sie viele wichtige Funktionen in unserem Körper: Aminosäuren verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind darüber hinaus für den Transport und die Speicherung von Nährstoffen aller Art von zentraler Bedeutung. Aminosäuren beeinflussen die Funktionen von Organen, Drüsen, Sehnen und Arterien. Sie sind unentbehrlich bei der Wundheilung und Wiederherstellung von Gewebe, insbesondere Muskeln, Knochen, Haut und Haaren sowie der Behebung negativer Auswirkungen, die in Zusammenhang mit Stoffwechselstörungen aller Art stehen.
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Fettsäuren als Bestandteil der Fette haben viele lebenswichtige Funktionen im Organismus. So bilden sie einen großen Teil der Zellmembranen, sorgen für eine gute Isolierung der Nerven, und dienen in Form von Fettdepots als Energiespeicher, auf die der Körper bei Nahrungsmangel zurückgreifen kann. Fettsäuren und Fette sind auch unerlässlich für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie für die Unterstützung der Gallensalze, die für die Verdauung notwendig sind. Vor allem die ungesättigten Fettsäuren leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag bei der Bildung von Gewebshormonen zur Regulierung der Durchblutung, sie schützen die Gefässwände und wirken mit an der Regulierung des Blutdrucks.
Von besonderer Bedeutung sind die essentiellen Fettsäuren, die der Körper nicht selber bilden kann, sondern über die Nahrung zu sich nehmen muss. Zu ihnen zählen unter anderem die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure, die zu den Omega-Fettsäuren gehören und aus denen der Körper die Arachidonsäure herstellt, die Bestandteil der Zellmembranen ist und die für das Blut-, Hormon- und Kreislaufsystem wichtig ist. Die essentiellen Fettsäuren haben außerdem einen positiven Einfluss auf das Hautbild, weshalb eine ausreichende Aufnahme über die tägliche Nahrung hilfreich bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) ist.
Eine umfassende Übersicht finden Sie im Menü "Wissen" unter "Fettsäuren-Tabelle"