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Zahllose Rennen, Sieger und Verlierer: jedes Jahrzehnt der Formel 1 kennt seine Helden, seine Überflieger, seine Enttäuschungen. Wir vom BrasilienPortal haben die Highlights herausgepickt und für Sie aufgearbeitet. Lesen Sie nachfolgend alles über die Formel 1 von 2001 bis 2008.
2008
Die Saison 2008 – und besonders das geschichtsverdächtigte Schlussrennen in Interlagos um den diesjährigen Weltmeister – wird bei allen Formel1-Fans in bleibender Erinnerung bleiben.
Zur Erinnerung: In der letzten Kurve des Rennens überholte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton Toyota-Fahrer Timo Glock. Das brachte ihm erneut den benötigten fünften Platz den er kurz vorher an Sebastian Vettel abgeben musste, um zum ersten Mal als jüngster Pilot Weltmeister zu werden. Saison-Endstand 2008: Lewis Hamilton – McLaren-Mercedes 98 Punkte, Felipe Massa – Ferrari 97 Punkte. Massa wäre bei Punktgleichheit Weltmeister gewesen, weil er mehr Siege einbrachte als Lewis Hamilton. So währte der Traum Felipe Massas, der erste brasilianische Weltmeister seit Ayrton Senna vor 17 Jahren zu werden, nur für 39 turbulente Sekunden.
Massa unser Aufsteiger des Jahres (neben dem deutschen Shootingstar Sebastian Vettel und dem BMW Sauber Piloten Robert Kubica), der im vergangenen Jahr in der Gesamtwertung Vierter wurde, hat sich mit seiner gezeigten Leistung endgültig in die Herzen der brasilianischen Fans gefahren. Zu Beginn der Saison nach seiner Karussellfahrt fahrt in Silverstone (5 Dreher) belächelt, nach Singapur (dem neuen Kurs mit dem ersten Nachtrennen) und dem Tankrüsseldebakel verhöhnt – allerdings auch bemitleidet nach dem Ausfall in Budapest – ist er nun Vizeweltmeister und für die brasilianischen Medien die neue Formel1 Hoffnung.
Und die anderen zwei Brasilianer im Teilnehmerfeld? Die Zukunft für Altmeister (271 GP-Starts) Rubens Barrichello (Honda) ist weiter offen. Er beendete die laufende Saison auf dem 14. Platz mit 11 WM-Punkten.
Der dritte Brasilianer im Feld, Nelsinho Piquet blieb als Teamkollege von Fernando Alsonso bei Renault ebenfalls hinter den Erwartungen zurück und beendete seine Rennsaison mit 19 WM-Punkten auf dem 12. Schlussrang. Seine Zukunft ist ebenso ungewiss, aber die 19 Punkte im ersten Jahr als Formel 1-Fahrer könnten jedoch den Verbleib in der Königsklasse bedeuten.
2007
Es ging in diesem Jahr hoch her – auf und neben den Strecken. Unbestritten wird die Formel-1-Saison 2007 als eine der aufregendsten in die Geschichte eingehen. Zahlreiche Unfälle und die Spionage-Affäre zwischen Mercedes und Ferrari machten Schlagzeilen in diesem Jahr. Die Befürchtungen, nach dem Rückritt von Michael Schumacher eine langweilige Saison zu erleben, trafen nicht ein. In Fachkreisen vermutete man, Fernando Alonso werde im McLaren-Mercedes die Formel-1 in den kommenden Jahren beherrschen und in Schuhmacher-Manier einen WM-Titel nach dem anderen einfahren.
Aber es kam ganz anders. Die Saison ging zuende und der Schuhmacher-Nachfolger Kimi Räikkönen wurde Weltmeister 2007. Der 2-fache Champion Alonso und auch der neue Stern am Formel-1-Himmel, Lewis Hamilton, sind geschlagen, obwohl der letztere schon als jüngster Weltmeister aller Zeiten gehandelt wurde. McLaren-Mercedes, dem Arbeitgeber von Alonso und Hamilton, wurden alle Punkte gestrichen, darüber hinaus steht ihnen eine Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar ins Haus.
Neben dem Neuling Lewis Hamilton ist der Auftritt von Markus Winkelhock beim Grossen Preis von Europa positiv aufgefallen. Bei seinem ersten und einzigen Rennen ging er als Letzter an den Start und setzte sich bereits in der zweiten Runde mit seinem unterlegenen Spyker-Boliden an die Spitze des Feldes. Auch Nick Heidfeld und Robert Kubica im BMW-Sauber können auf eine gute Saison zurückblicken. Sie zeigten ihr grosses fahrerisches Können, und BMW-Sauber belegte den 2. Platz in der Konstruktionswertung, hinter Ferrari. (Die Punkte von McLaren-Mercedes wurden aberkannt). Den Formel1-Fans werden sicher auch die spektakulären Unfälle von Lewis Hamilton am Nürnburgring, und von Robert Kubica in Kanada, in Erinnerung bleiben. Dank der grossen Fortschritte in der Sicherheit der Chassis, kamen beide Crash-Piloten ohne grössere Verletzungen davon. Felipe Massa beendet sein zweites Ferrari-Jahr auf Platz 4, mit 3 Siegen und 94 Punkten. Nur bei Rubens Barrichello lief es überhaupt nicht, er landete nach 17 Rennen mit Null Punkten auf dem 21. Platz.
2006
Die Saison des Jahres 2006 war bis zu ihrem Ende pure Emotion – obwohl sie genauso ausging, wie im Jahr 2005: Alonso wurde wieder Champion mit Renault. Obwohl es für den Spanier sicher nicht einfach gewesen ist – erst beim letzten Rennen fiel die Entscheidung für seinen zweiten Weltmeistertitel. Der “ewige“ Michael Schumacher wehrte sich bis zuletzt, und es gab Momente, in denen man das Wunder kommen sah, mit dem er erneut Weltmeister werden würde – aber das Wunder blieb aus. Stattdessen entschied sich der Deutsche, sich von den Rennstrecken zu verabschieden – diese Nachricht bewegte die gesamte Formel-1. Robert Kubica, der Ersatzmann für Jaques Villeneuve bei BMW-Sauber, erschien als vielversprechender neuer Stern am Formel-1 Himmel, so wie Nico Rosberg, der eine unstete Saison hinter sich brachte, mit Höhen und Tiefen im Rennstall von Williams. Die japanischen Teams (Honda und Toyota) konnten sich immer noch nicht unter den ersten Plätzen behaupten.
2005
Der Spanier Fernando Alonso stellte den Rekord von Emerson Fittipaldi ein und wurde der jüngste Formel-1 Champion aller Zeiten. Im Alter von 24 Jahren gelang dem Piloten von Renault der erste Sieg gleich am Anfang der Saison. Seine weiteren 3 Siege in den ersten sieben Rennen gaben ihm einen gewaltigen Punktevorsprung, den er gut zu wahren verstand – während der Finne Kimi Räikkönen im Verlauf der Wettbewerbe wuchs. Der Spanier erhielt auch einen Pokal in Brasilien: Auf der Rennstrecke von Interlagos errang er mit seinem Renault-Boliden den Dritten Platz – genug, um ein Fest zu veranstalten. Nach fünf Weltmeistertiteln hintereinander, blieb diesmal Michael Schumacher weit zurück. Probleme mit seinem Ferrari erlaubten ihm keine Siege mehr. Der einzige letzte Sieg war ein polemischer Grand Prix in den USA, na dem lediglich die italienische Garde, sowie Jordan und Minardi teilnahmen.
2004
Nicht ein einziges Mal war der letzte Weltmeistertitel des deutschen Michael Schumacher in dieser Saison gefährdet. Nachdem er 12 von den 13 Rennen der Saison gewonnen hatte, eroberte der Ferrari-Pilot noch einen zweiten Platz im Grand Prix von Belgien. Der Brasilianer Rubens Barichello, Vize-Champion, glänzte mit seinen Siegen in Italien und in China. Die Überraschung der Saison wurde BAR. Der englische Rennstall blieb lediglich hinter Ferrari zurück beim Weltmeistertitel der Konstrukteure, und sein erster Pilot, Jenson Button, schlug Rivalen von McLaren und Williams und landete auf dem Dritten Platz.
2003
Die IFA veränderte das Reglement der Formel-1 um den Wettbewerb beim Rennen anzuheizen. Das Punkte-System, sowie das Training zur Klassifizierung waren davon in erster Linie betroffen. Danach hatten alle teilnehmenden Piloten am Samstag vor der Entscheidung nur noch das Recht auf eine einzige Trainingsrunde, welche die Reihenfolge ihrer jeweiligen Startposition entschied. Die Resultate der Reglements-Veränderungen konnte man gleich nach den ersten Etappen feststellen: David Coulthard und Kimi Räikkönen – die Piloten der McLaren – gewannen den GP von Australien und den von Malaysia. Beim Rennen in Brasilien eroberte Giancarlo Fisichella, an Bord von Jordan, die zehn Punkte. Der deutsche Michael Schumacher siegte zum ersten Mal in der vierten Ausgabe des Wettkampfs in San Marino. Und dann musste er bis zu seinem letzten Rennen der Saison, in Japan, um seinen Titel kämpfen – den er aber schliesslich gewann – zum vierten Mal Weltmeister: Michael Schumacher mit Ferrari. Er, Räikkönen und Juan Pablo Montoya, von Williams, waren die Piloten, die um den ersten Platz der Weltmeisterschaft kämpften. In der Endklassifikation stand der Deutsche an der Spitze, aber lediglich mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Räikkönen und elf Punkten gegenüber dem Kolumbianer.
2002
Wieder eine Ferrari-Saison – in der Michael Schumacher das Feld beherrschte. Der Deutsche eroberte den Weltmeistertitel schon während der Saison und zog mit dem Rekord des Argentiniers Juan Manuel Fangio gleich: mit fünf Siegen hintereinander. Felipe Massa fährt seine erste F1-Saison für den Schweizer Rennstall Sauber Petronas. Es war ein Jahr der Auseinandersetzungen und Polemik. Zum Beispiel beim GP von Österreich, den Schumacher auf direkte Anordnung seiner Equipe gewann – die verhinderte, dass sein Team-Kamerad Rubens Barichello als erster durchs Ziel ging. Der Kolumbier Juan Pablo Montoya gewann nicht ein einziges Rennen, aber er erreichte sieben Pole-Positions und wurde Dritter beim Weltmeistertitel. Der Brasilianer Rubens Barichello wurde Zweiter.
2001
Das Debüt des Kolumbianers Juan Pablo Montoya in der Formel-1: er gewinnt seine erste Pole-Position in Hockenheim und seinen ersten Sieg kann er in Monza feiern. Während der Weltmeisterschaft, die ohne Probleme von Michael Schumacher gewonnnen wurde (vierfacher Weltmeister), konnte man die Unterschiede zwischen den grossen Teams (Ferrari, McLaren und Williams) und dem Rest der Rennställe deutlich beobachten. Der Finne Mika Hakkinen (McLaren) und der französische Rennstall Prost, von seinem Besitzer, dem vierfachen Weltmeister Alain Prost, verabschiedeten sich definitiv von der Formel-1.