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In der aktuell veröffentlichten Lancet-Studie «Lives saved tool modelling study», die ein Beispiel ist für den diesjährigen Slogan des Internationalen Hebammentages, wurden anhand fiktiver Berechnungen die Auswirkungen verschiedener Interventionen im Rahmen professioneller Hebammenversorgung auf die Vermeidung und Senkung mütterlicher und kindlicher Sterbefälle sowie Fehlgeburten untersucht. Darüber wurde die Anzahl an Todesfällen geschätzt, die jährlich bis 2035 abgewendet werden könnten. Die Studie rechnete in 88 Ländern vier Szenarien durch. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass
- eine moderate Erhöhung professioneller Hebammenversorgung um 10 % alle fünf Jahre jährlich zu einer Senkung von 22 % der mütterlichen Todesfälle, 23 % der kindlichen Todesfälle und 14 % der Fehlgeburten führen würde.
- eine universelle Abdeckung aller erforderlicher Interventionen durch Hebammen jährlich zu einer Senkung von 67 % der mütterlichen Todesfälle, 64 % der kindlichen Todesfälle und 65 % der Fehlgeburten führen würde.
Die Autorinnen und Autoren empfehlen, die Probleme, die Hebammen daran hindern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, zu lösen und praktische Kompetenzen von Hebammen an Empfehlungen der International Confederation of Midwives auszurichten.
Studie: Nove, A. et al. (2020). Potential impact of midwives in preventing and reducing maternal and neonatal mortality and stillbirths: a Lives Saved Tool modelling study. Lancet Global Health. https://doi.org/10.1016/S2214-109X(20)30397-1