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11.11.2020 – 01:01
Größte Real World Studie über die Phagenyx® Therapie bestätigt signifikante, klinische Vorteile in der Behandlung von Patienten mit Schluckbeschwerden (neurogene Dysphagie), bei verschiedenen Grunderkrankungen
Phagenesis Ltd, führend in der Behandlung von Dysphagie, freut sich heute die Veröffentlichung der größten Studie zur Pharyngealen Elektrischen Stimulation (PES) (PHADER) in der Zeitschrift EClinicalMedicine-The Lancet. bekannt geben zu können.
"Diese bisher größte Studie der PES rekrutierte 255 Patienten aus 14 verschiedenen Zentren in Österreich, Deutschland und Großbritannien, mit fünf verschiedenen Grunderkrankungen. Die Ergebnisse zeigen, dass PES die Behandlung von Patienten mit schweren Schluckbeschwerden -Dysphagie - die zuvor einem hohen Komplikationsrisiko ausgesetzt waren (einschließlich einer schweren Lungenentzündung) grundlegend verändern könnte.", berichtet der Co-Lead-Prüfarzt von PHADER, Professor Philip Bath von der Universität Nottingham.
Die neurogene Dysphagie betrifft bis zu 78 % der Schlaganfallpatienten[1], bis zu 90 % der Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma[2], 50-83 % der tracheotomierten Patienten[3] und bis zu 62 % der Patienten nach künstlicher Beatmung mit oraler Intubation4]. Dysphagie verzögert die Genesung der Patienten und erhöht bekanntermaßen das Risiko von Komplikationen wie Aspirationspneumonie (2-4,5-mal höheres Risiko), Reintubation (2-4-mal höheres Risiko) und Wiederaufnahme auf die Intensivstation[4],[5],[6], was zu einer bis zu 13-mal höheren Mortalität führt[5],[6],[7]. Patienten mit Dysphagie benötigen in der Regel eine spezielle Sondenernährung und haben ein erhöhtes Risiko für Unterernährung und Dehydrierung. Dysphagie vermindert auch die Lebensqualität und erhöht die Dauer des Krankenhausaufenthalts um mehr als das Doppelte[6],[8] - was höhere Kosten und Anforderungen an die Gesundheitssysteme bedingt.
Reinhard Krickl, CEO von Phagenesis, sagt: "Dysphagie ist eine weit verbreitete Komplikation und kann lebensbedrohlich sein. PHADER bestätigt nicht nur den in früheren Studien veröffentlichten signifikanten klinischen Nutzen der Phagenyx®-Behandlung bei Dysphagie nach Schlaganfall, sondern zeigt auch, dass Patienten, die an Dysphagie nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder nach längerer künstlicher Beatmung leiden, ebenfalls von dieser neuartigen Behandlung profitieren."
Professor Shaheen Hamdy von der Universität Manchester und Co-Lead-Prüfarzt fährt fort: "Diese Daten sind insofern hoch relevant, als dass die Phagenyx®-Behandlung bei einer Reihe von Erkrankungen im Zusammenhang mit Dysphagie erfolgreich angewendet werden kann. Dies weckt zusätzliche Hoffnung, dass sich auch kritisch kranke COVID-19-Patienten mit Dysphagie nach künstlicher Beatmung schneller erholen könnten, wie jüngste Berichte aus 2 europäischen Krankenhäusern zeigen. Angesichts der aktuellen globalen Pandemie kann dieser Ansatz dazu beitragen, die begrenzte Ressource Intensivbett schneller für neue Patienten freizumachen."
PHADER zeigt, dass Patienten mit Dysphagie aufgrund von Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder nach künstlicher Beatmung mit und ohne Tracheotomie von einer Behandlung mit PES durch das Phagenyx® System profitieren können. In allen Patienten-Untergruppen war die Phagenyx®-Behandlung signifikant mit einer Verbesserung der Dysphagie und einem verringerten Aspirationsrisiko verbunden. Die Patienten konnten wieder sicher schlucken und überwiegend oral ernährt werden, die Ernährungssonde konnte entfernt werden und die Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden. Insgesamt war die Benutzererfahrung positiv, und es wurden keine behandlungsbedingten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SAEs) gemeldet.[9]
Professor Rainer Dziewas von der Universität Münster und Co-Lead-Prüfarzt sagt "Diese Ergebnisse sind faszinierend, da die meisten Patienten im Verlauf eines chronischen Krankheitszustands behandelt wurden, in dem es normalerweise äußerst schwierig ist, einen Behandlungserfolg zu erzielen. PHADER zeigt klar auf, dass die PES selbst in dieser offenkundig schwierigen Situation deutlich helfen kann. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass Patienten mit Dysphagie so früh wie möglich behandelt werden sollten, um beste Ergebnisse zu erzielen."
Das von Phagenesis Ltd. entwickelte Phagenyx®-System ist ein innovatives medizinisches Gerät, das PES zur Behandlung der Ursache von Dysphagie eingesetzt wird, indem es die neurologische Kontrolle des Schluckens bei Patienten mit Dysphagie wiederherstellt.
* Phagenyx® ist in Europa CE-zertifiziert. In den USA ist Phagenyx® gegenwärtig kommerziell noch nicht erhältlich.
Informationen Phagenyx®
Phagenyx ist ein innovatives Produkt, das mittels der Pharyngealen Elektrischen Stimulation (PES) kleine Mengen an elektrischer Stimulation an einen bestimmten Bereich im Rachen (der als Pharynx bezeichnet wird) abgibt. Die Therapie basiert auf mehr als 20 Jahren Forschung und stellt die neurologische Kontrolle über das Schlucken durch das Anstoßen einer neuroplastischen Reorganisation des Gehirns und Aktivierung der beteiligten Nerven wieder her.
Informationen zu Phagenesis®
Phagenesis wurde 2007 gegründet, um die Forschung von Prof. Shaheen Hamdy von der University of Manchester, GB, in eine nicht-invasive Technik für die standardmäßige Krankenhausbehandlung umzusetzen. Das Unternehmen hat die einzige Therapie für neurogene Dysphagie entwickelt, die die Ursachen von Dysphagie mittels PES behandelt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.phagenesis.com.
Glossar der Fachbegriffe
Dysphagie = Schluckbeschwerden
Neurogene Dysphagie = Dysphagie, die aus der Störung der neuronalen Steuerungsprozesse, die an der Durchführung koordinierter sicherer Schluckvorgänge beteiligt sind, entsteht
PHADER = PHAryngeale elektrische Stimulation zur Behandlung von neurogener Dysphagie: ein europäisches Register (PHADER)
Bibliographie
1. Cohen D et al. Int J Stroke 2016; 11:399-411. 2. Terre R. et al. Brain Inj 2007; 21(13-14):1411-1417. 3. Garuti G et al. Multidisc Resp Med 2014; 9:36. 4. Skoretz SA et al. Chest 2010; 137(3):665-673. 5. Zuercher P. et al. Critical Care 2019; 23:103. 6. Macht M et al. Critical Care 2011; 15: R231. 7. Schefold J. et al. Crit Care Med 2017; 45(12),2061-2069. 8. Clec'h C. et al. Crit Care Med 2007; 35(1):132-138. 9. Bath P.M. et al. EClinical Medicine 2020.
Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen beruhen, die von Phagenesis gemacht wurden. Verschiedene bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren könnten zu Unterschieden zwischen aktuellen und zukünftigen Ergebnissen, Finanzlage, Entwicklung oder Leistung des Unternehmens und den hier gemachten Schätzungen führen. Das Unternehmen übernimmt keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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