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A Critical Discourse Analysis of Climate Measures in the Metropolitan Region of Amsterdam
Expertinnen und Experten tragen eine grosse Verantwortung wenn es darum geht, die Akzeptanz der Klimapolitik zu erhöhen und die Risiken der sozialen Polarisierung anzugehen, die mit deren Umsetzung verbunden sind. Gemeinsam mit ihrem Forschungspartner Dr. Victor Munoz Sanz an der TU Delft hat Prof. Dr. Tanja Herdt einen Artikel veröffentlicht, der die Akzeptanz von klimapolitischen Massnahmen in der Metropolregion Amsterdam analysiert, um zu verstehen, wie Politik und Planung mit privaten und öffentlichen Interessen zusammenhängen. Diese Ergebnisse zeigen, dass der öffentliche Diskurs meist abstrakt und losgelöst von lokalen Kontexten geführt wird. Da Expertinnen und Experten, Politikerinnen und Politiker die Debatte dominieren, befasst sich der Diskurs hauptsächlich mit wissenschafts- und politikbezogenen Argumenten. Dies repräsentiert das öffentliche Interesse, gibt aber private Interessen und Fragen zur lokalen (Um-)Verteilung von Kosten und Nutzen nur unzureichend wieder. Die Arbeit zeigt, dass NIMBY- Effekte (Not In My Backyard) nicht allein dafür verantwortlich sind, sondern die mangelnde Anerkennung der lokalen «Idee des Ortes» und der Gemeinschaft im Sinne der Baukultur, die durch Expertinnen und Experten sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger stärker Berücksichtigung in der Planung finden muss.