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01 Juni 2022
Am Samstag 21. Mai fand der für die meisten Spieler wichtigste Anlass des Vereinsjahres statt: Die Clubmeisterschaft. Für die besten Spieler wichtig, weil jeder das Ziel hatte zu gewinnen. Für die zweitbesten Spieler - wie Toni oder Heinz - weil sie die besten Spieler ärgern/punktuell besiegen wollten.
Gespielt wurde wie immer Doppel am Morgen und Einzel am Nachmittag.
In den letzten Jahren wurden die Doppelpaarungen immer ausgelost, wobei ein Spieler der schwächeren Hälfte einem Spieler der stärkeren Hälfte zugelost wurde. Da es der Zufall wollte, dass meistens der stärkste Spieler der schwächeren Hälfte dem stärksten Spieler der stärkeren Hälfte zugelost wurde und der Ausgang dann jeweils nicht mehr so spannend war, wurde am Modus gefeilt. Wie früher in der Schule durften nun die Spieler der schwächeren Hälfte ihren Doppelpartner wählen, beginnend mit dem Tiefstklassierten.
Lehrer Urbi mahnte augenzwinkernd, dass dies nach heutigen PH-Ausbildungsstandards ein absolutes No-Go sei, da so der letzte, der gewählt wird, auf ewig traurig ist.
Wir machten es trotzdem so.
Flynn durfte beginnen und wählte den gleich gekleideten Zeltner. Danach wählte Zoltan José, was sich als sehr kluge Wahl herausstellen sollte. Heinz entschied sich für Stefan. Tsewang hatte am Abend zuvor am SRF bi de Lüt Beizlifest zu tief ins Hugo-Glas geschaut und deshalb verpennt, sodass Zoltans Sohn Ciaran für Tsewang wählen durfte. Als er sich für Toni entschied und somit tatsächlich Hartmut übrig blieb, war dieser mächtig angefressen ob dieser Majestätsbeleidigung und verstand die Welt nicht mehr. Da zeigte sich, dass Urbis PH-Zeugs eben doch seine Richtigkeit hatte. Zum Glück erschien in diesem Moment Tsewang, sodass die Wahl auf den letzten zwei Positionen wiederholt wurde und Tsewang sich für Hartmut entschied. Kuseli bekam somit Toni zugesprochen. Als Flynn dann nach einer fehlerhafte Leistung von Hartmut diesem noch den Spruch anhängte, er habe eben halt schon das Gefühl, dass er etwas langsamer geworden sei, war der Psychologieprofessor ziemlich gefordert, wieder aus dem Hadern rauszukommen
Urbi setzte fürs Doppel noch aus, da er nach einer ausgedehnten Joggingtour fast eine Woche lang am humpeln war und nichts forcieren wollte. Das Alter trifft halt jeden
Heinz mit seinem Markenzeichen-Rückhandschieber
Toni spielt trotz Hopfenspuren im Rumpfbereich nach wie vor leichtfüssig und fast ohne Bodenhaftung.
Flynn und Dominik bescherten Zoltan und José eine Erleuchtung.
Am Ende harmonierte das klassierungsschwächste Doppel José/Zoltan tatsächlich am besten, sodass im Finale auch Toni/Kuseli besiegt wurden und der verdiente Titel eingefahren wurde. Zoltan überzeugte dabei mit gutem Auge und guter Präzision. José zusätzlich noch mit der von ihm gewohnten erbarmungslosen Wucht. Gratulation, reife Leistung.
Für den ganz rechts hat die Migros übrigens eine passende Beschreibung:
Rangliste:
1. Zoltan/José
2. Kuseli/Toni
3. Flynn/Dominik
4. Heinz/Stefan
5. Tsewang/Hartmut
Danach war erstmal Mittagspause angesagt. Da die Temperaturen in der Halle bereits für Mai atypisch hoch waren, wurde der Baguette-Sandwich-Lunch draussen vor der Halle eingenommen. Stefans elektrische Kühlbox lief den ganzen Tag über auf Hochtouren, um Bier und Sirup für die Zuschauer und die rausgefaulten Spieler zu kühlen.
Nachdem alle gestärkt waren, konnte mit dem Einzel begonnen werden.
Unsere beiden TTCO-Fans Roli und Mathis wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen und waren ebenfalls zugegen. Später kamen auch noch Marcel und Guru Dave in die Halle.
Flynn hatte bei der Anmeldung angekündigt, dem Schreibenden zu zeigen, wie man an der Clubmeisterschaft Hartmut besiegt. Erste zaghafte Annäherungsversuche an den Pokal wurden bereits vor Spielbeginn gemacht. In Erwartung des Siegerfotos, liess sich Flynn extra am Morgen noch die Haare schneiden, um nicht zu enden wie Urbi, auf dessen Frisur er so gerne rumhackt. Zu Hartmuts grossem Glück wurde Flynn dann in die andere Gruppe gelost.
Folgendes Zitat zu diesem Bild wurde mir aufgetragen zu überliefern: "Der Heinz hockt höches as ech, weler dänkt er sig besser as ech. Aber mi Schläger esch jo obe, das heisst dasi ne met mim Schläger de scho hole." - Flynn Dupre 2022
Zuerst wurden Gruppenspiele gespielt mit folgenden Ranglisten:
Gruppe A:
1. Hartmut
2. José
3. Dominik
4. Zoltan
5. Heinz
Gruppe B:
1. Stefan
2. Urbi
3. Kuseli
4. Toni
5. Tsewang
6. Flynn
In den anschliessenden Viertelfinals setzten sich Stefan gegen Zoltan und Hartmut gegen Toni klar durch. José hatte gegen Kuseli etwas mehr zu kämpfen, gewann aber doch in 4 Sätzen. Urbi setzte sich gegen mich nach einer Leistungssteigerung ebenfalls in 4 Sätzen durch und setzte der Serie von 9 Finalteilnahmen in Folge ein Ende.
Die Halbfinals Stefan - José und Hartmut - Urbi boten alles, was das Tischtennisherz begehrt: Spannung, brutale Ballwechsel und Kampf. Beide Halbfinals gingen über 5 Sätze. Hartmut sparte sich gegen Urbi seine beiden Kantenbälle für ganz am Schluss auf und fightete sich somit ein weiteres mal in den Final. Auch im anderen Halbfinal setzte sich der erfahrenere Spieler am Ende knapp durch und so kam es "wie früher" zum Final Hartmut gegen Stefan. Den kleinen Final um Rang 3 bestritten José und Urbi.
Hier konnte José die Spannung hochhalten und sich in 3 Sätzen durchsetzen.
Im Grande Finale musste sich Hartmut mächtig strecken.
Kein Wunder, ihm standen schliesslich die brutalsten, beeindruckendsten, massivsten, geilsten Waden der Schweizer Tischtennisszene gegenüber. Die verleihen jedem Ball noch ein bisschen mehr Wucht und Spin.
Der Pokal wurde derweil von Türsteher Heinz bewacht.
Der Final entwickelte sich zu einer hochstehenden Partie, die in der Verlängerung des 4. Satzes zu Gunsten von Hartmut entschieden wurde. Nach dem Siegesschrei durfte er somit den Pokal zum 5. mal entgegennehmen.
3 glückliche Gesichter was will man mehr? Herzliche Gratulation an Grossmeister Hartmut und ebenfalls an Stefan und José für die exzellenten Leistungen bei dieser Hitze. Wenn man sieht, wie Stefan schon bei Aussentemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt dampfend durch die Gegend läuft, will man sich gar nicht vorstellen, wie viel Flüssigkeit er bei über 30 Grad in einem solchen Spiel verliert. Eigentlich ein medizinisches Wunder, da wurden Grenzen der Wissenschaft verschoben
Natürlich gab es auch noch die andere Seite. Flynn war sehr traurig, dass er den angestrebten und von ihm erwarteten Titel nicht holen konnte. Nachdem ich ihr dieses Bild geschickt hatte, forderte Flynns Mami, ihn zu trösten.
Dies war leider nicht möglich, da ich genauso traurig und am weinen war.
Dass die Bilder mit einem Filter bearbeitet waren, wurde natürlich sogleich aufgelöst. Die arme Mutter möge uns den Spass verzeihen
Zum Abendessen gingen wir nach Trimbach in die Pizzeria und Steakhouse Kastaniengarten
Je nach Version des Fotos hatte sich der zwölffache Clubmeister Toni schon von seiner Niederlage erholt oder eben nicht.
Wie es sich gehört im TTCO war gutes Essen mindestens so wichtig wie der sportliche Erfolg
phüüü
phüüüquadrat
Toni konnte dem Rittiseili nicht widerstehen
Ein passendes Pablo-Meme muss sein
Auch Flynn liess es sich dessertmässig gut gehen....wenn auch nicht ganz freiwillig
Im Hintergrund sieht man, wie er kurz darauf im Dämmerlicht Urbi verhaute. Dass Urbi kurz zuvor mal wieder mit Essen (ein Zitronenschnitz aus dem Getränk) um sich geworfen hat, kann sicher nicht der Grund gewesen sein.
Den ganzen Tag durch stellten sich alle die eine Frage: Wo war eigentlich Ronny? Wie immer in seinen etwa 25 Jahren beim TTCO, erschien er einfach nicht zur Clubmeisterschaft.
Die Auflösung kam spätabends live im Staatsfernsehen SRF: Ronny wohnte der grossen "SRF bi de Lüt" Livesendung in Olten bei. Als Deutscher weiss er, dass man sich den guten Platz frühzeitig besetzen muss, da blieb wohl keine Zeit mehr, in die Halle zum Tischtennis zu kommen
Die 3G-Regel galt noch bis spätabends: gegessen, getrunken, gelabert. Mit Mathis und Flynn wurde wohl eine weitere TTCO-Generation von den Grossschnorris verdorben.
So war der gemütliche Teil des Tages am Ende wie es zu unserer Vereinskultur gehört mindestens so schön und wichtig wie der sportliche Teil.
König Hari ist nun für ein weiteres Jahr der gejagte. Um dumme Sprüche werden wir ja sicher nie verlegen sein, schauen wir mal, ob er weiterhin so gut damit klarkommt ;-)
Hoch lebe König Harimoto V.!
Weitere Fotos:
Auf Tonis Toni-Topspins haute Flynn erbarmungslos drauf und brachte den Altmeister arg in Bedrängnis, inkl. Satzball beim Stand von 1:1 Sätzen.
Feschter!
José ausnahmsweise mal am joggeln und nicht am durchpeitschen
Tsewang brachte Stefan mit seinen Tibetischen Momo-Schlägen an den Rand einer Niederlage.
Ein Vorhandflip, so perfekt wie nur Chöseli es kann