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Behörde
Diese Homepage stellt Ihnen Informationen zur Verfügung, welche für die Bewilligung von Erdwärmesonden oder anderen Techniken der oberflächennahen Erdwärmenutzung von Interesse sind. Ebenfalls können die Informationen für Beratungen und Auskünfte nützlich sein.
Laut neusten Erkenntnissen in der Forschung sind die wesentlichen Optimierungsmöglichkeiten ein geeignetes Fluid in der Sonde, die Verwendung von thermisch gut leitfähigem Hinterfüllmaterial und die korrekte Auslegung der Sonde und der Umwälzpumpe. Zudem muss die Wärmeverteilung auf niedrigem Temperaturniveau erfolgen. Die neuen Bestimmungen in den MuKEn, dass die Vorlauftemperatur max. 35 °C bei Flächenheizungen betragen darf, sind rigoros einzufordern.
Beim Sondenfluid sollte der heutige Standard Wasser/Ethylenglykol (Antifrogen N) in Frage gestellt werden. Besser wäre reines Wasser, was aber eine tiefere Sonde und weitere Sicherheitsmassnahmen gegen Vereisung benötigt. Aus Sicht Energieeffizienz und Gewässerschutz ist Wasser anzustreben. Viele erfolgreiche Beispiele zeigen, dass Anlagen mit reinem Wasser möglich sind. Die hier gegebenen Planungshinweise ermöglichen es, risikoarm solche Anlagen zu erstellen. Wo trotzdem ein Frostschutzmittel erforderlich ist, sollte eine Mischung von Wasser und ca. 18 % bis 20 % Ethanol (denaturierter Sekundasprit oder Alkohol) eingesetzt werden.
Für die Auslegung der Sonden ist die SIA 384/6 (Quelle:SIA 384/6, 2010) massgebend. Eine Auslegung nur nach einer bestimmten Sondenbelastung (z.B. 45 W/m) ist ungenügend. Insbesondere ist vermehrt darauf zu achten, ob es schon nahe gelegene Sonden gibt oder solche noch zu erwarten sind. In diesen Fällen ist die Sondenlänge entsprechend zu vergrössern. In Zukunft könnte der COP (Coefficient Of Performance, Leistungszahl) der Wärmepumpen noch um ca. 20 % steigen. Eine ca. 20 % tiefer geplante Sonde hat daher auch den Vorteil, dass bei einem zukünftigen Wechsel der Wärmepumpe die EWS dann nicht zu kurz ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine EWS bis zu 4 Wärmepumpen überlebt.
Beim Bau von Erdwärmesonden scheint es in der Praxis oft Probleme oder Mängel bei der Hinterfüllung zu geben, bis hin zu gar nicht hinterfüllten Sonden. Nicht fachgerecht und sorgfältig hinterfüllte Sonden stellen ein grosses und langfristiges Risiko in Bezug auf den notwendigen Schutz des Grundwassers dar. Der Qualitätssicherung und Überwachung auf der Baustelle ist deshalb grösstes Gewicht beizumessen.
Sie als Fachperson werden allerdings vieles schon wissen. Deswegen bitten wir Sie, alle involvierten Personengruppen, insbesondere die Bauherren, auf diese Homepage hinzuweisen. Besten Dank.
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