Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03120.jsonl.gz/2848

Die Novartis wird in den USA mit einer Busse von sage und schreibe 422,5 Millionen Dollar bestraft! Dies wegen Verstössen rund um die Vermarktung von Medikamenten. Das Initiativkomitee der eidg. Volksinitiative «gegen die Abzockerei» verlangt, dass Daniel Vasella als Verwaltungsratspräsident und damaliger CEO im Doppelmandat die Verantwortung für diesen Skandal übernimmt und auf seine variable Vergütung verzichtet. Diese Boni-Summe beläuft sich für den Zeitraum 2005 bis 2009 auf unglaubliche 170’813’191 Franken! (Quelle: Ethos Vergütungsstudien 2005 bis 2009)
Herr Vasella hat in all den Jahren sein Millionengehalt stets damit verteidigt, die Novartis müsse ihm soviel bezahlen, weil es seiner Top-Leistung entspreche und er in einer grossen Verantwortung stehe. Da Herr Vasella zum Zeitpunkt der Verstösse (ab 2005) gleichzeitig CEO und Verwaltungsratspräsident war, kann er sich nun nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Sein Doppelmandat, das jährlich – zum realen Marktwert und nicht zum Steuerwert berechnet – mit zumeist über 40 Millionen Franken vergütet wurde, hat nicht nur Rechte – es hat auch Pflichten. Herr Vasella kann die Glaubwürdigkeit seines zweistelligen Millionengehalts in den letzten zehn Jahren gegenüber seinen Aktionären, den Stakeholder und der Öffentlichkeit nur rechtfertigen, wenn er auf den variablen Teil seines Gehalts (Bonus) für die Jahre 2005 bis 2009 verzichtet! In diversen Interviews und Aussagen hat Vasella immer wieder betont, dass er seine Position und seine Tätigkeit im Sinne eines Unternehmers wahrnehme, indem er auch grosse Risiken trage.
Thomas Minder verlangt: «Herr Vasella, als Initiant der eidg. Volksinitiative «gegen die Abzockerei» und Aktionär der Novartis AG nehme ich Sie beim Wort und verlange die sofortige Ankündigung zur Rückgabe Ihrer bereits bezogenen Boni von 170’813’191 Franken für die Jahre 2005 bis 2009.»