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Holcim ist mit rund 81’000 Beschäftigten und einem Umsatz von 23.3 Milliarden Schweizer Franken (2011) zusammen mit der französischen Lafarge-Gruppe der Weltmarktleader im Zementgeschäft. Ein grosser Teil des Weltmarktes wird heute von den Baustoffmultis Lafarge, CRH, Cemex, Heidelberg, Italcementi und Holcim beherrscht. Holcim ist das am globalsten aufgestellte Unternehmen, mit rund 2’200 Betrieben in rund 70 Ländern. Im letzten Jahrzehnt gelang insbesondere auch die Expansion in die aufstrebenden Märkte Südostasiens: Holcim ist dort in allen grossen Ländern vertreten, seit mehreren Jahren auch in Indien, wo Holcim mit rund 25 Prozent Marktanteil der wichtigste Anbieter wurde.
Holcim verfolgte die Strategie, in den aufstrebenden Märkten Asiens, Ozeaniens, Osteuropas und Lateinamerikas den Anteil an der Zementproduktion zu erhöhen, um so die Marktführerschaft zu erlangen. In Westeuropa und in den USA hingegen wurde in den letzten Jahren vor allem entlang der Produktionslinie investiert, um sich die Zuliefer- und Absatzkanäle zu sichern (Sand- und Kiesgewinnung, Betonproduktion). Diese Expansion geschah vorwiegend durch Übernahme von bestehenden, lokalen Gesellschaften und war aggressiv: Innert fünf Jahren, von 2002 bis 2007, hat sich der Umsatz ziemlich genau verdoppelt und die Anzahl der Beschäftigten ist von rund 50'000 auf 90'000 Personen gestiegen.
Erst die Weltwirtschaftskrise hat den Konzern 2008 gebremst. Die Absatzzahlen sind zurückgegangen und es wurden radikale Personalabbau- und Restrukturierungsmassnahmen durchgeführt. Dies vor allem in jenen Ländern, die stark von der Immobilienkrise und des darauf folgenden Rückgangs der Bautätigkeit betroffen waren, wie die USA, Spanien, Bulgarien und Ungarn, wo zahlreiche Zementwerke und Betonzentralen geschlossen wurden. Von 2007 bis 2010 wurden weltweit 10 Prozent der Beschäftigten abgebaut. 2011 erfolgte wieder ein kleiner Zuwachs. Während die Zahl der Arbeitsplätze in Asien/Ozeanien und Lateinamerika nahezu stabil blieb, wurden in Europa rund 14, in Nordamerika gar 33 Prozent abgebaut.
Holcim wird trotz rückläufigen Gewinnzahlen im Vergleich mit den anderen Baustoffkonzernen als finanziell gesund eingeschätzt. Vom Konzentrationsprozess in der Branche infolge der Krise wird Holcim mittelfristig profitieren.