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Brille, eine wichtige Erfindung
Wann genau die Brille erfunden wurde, ist nicht klar. Je mehr die Menschen lasen, umso wichtiger waren dafür scharfe Augen. Diese Tatsache förderte die Entwicklung der Brille.
Bereits in der Antike verfassten Gelehrte Bücher zur Optik. Mönche in
den Klöstern, aber auch Gelehrte und Mächtige legten vergrössernde
Halbedelsteine auf die Texte, damit sie sie besser lesen konnten.
Von
einem solchen Edelstein, dem Beryll, stammt wohl auch das Wort Brille
ab. Rechnungen aus dem Jahr 1316 zeigen, dass damals in Venedig schon
Brillen hergestellt wurden. Dort wusste man, wie man reines, weisses
Glas giessen konnte. Die ältesten gefundenen Brillen, die noch erhalten
sind, stammen aus einem niedersächsischen Kloster. Sie wurden vor allem
fürs Lesen und Schreiben verwendet und nur von gebildeten Leuten
genutzt. Der Zwicker oder die Klemmbrille wurden um 1600 erfunden. Im
18. Jahrhundert kamen das Monokel auf und ersten Ohrenbrillen. Die
Brille, wie wir sie heute kennen, ist mitte des 19. Jahrhunderts
entstanden.