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Im Dezember 2015 haben mehr als 200 Psychologen, Psychiater und weitere Ärzte aus Chile in einem Dokument bekräftigt: Abtreibungen gehen nicht spurlos an Frauen vorbei, sondern schaden ihrer mentalen Gesundheit und deren Familien.
Die Fachleute verweisen auf mehrere umfassende Studien, die einen Schaden für die Frauen, die abtreiben, klar nachweisen. Anlass für ihr Schrei ben ist ein Versuch der Psychologenkammer in Chile, solche Abtreibungsfolgen zu bestreiten und Abtreibung sogar als therapeutische Behandlung bei Lebensunfähigkeit des ungeborenen Kindes oder bei Schwangerschaft aufgrund von Vergewaltigung zu empfehlen
In ihrem Schreiben halten die Experten fest: Es gibt keine Evidenz, dass Abtreibung die mentale Gesundheit bei Frauen begünstigt oder wiederherstellt. Ungewollte Schwangerschaft, äussern sie, komme häufig in einer Lage psychischer, familiärer und sozialer Verletzlichkeit vor, die einen Nährboden für seelische Störungen in der Zeit vor und nach der Geburt bildeten. Eine Abtreibung könne diese Zustände nicht beseitigen und auch nicht die psychischen Leiden, die damit verbunden sind. Vielmehr nehme bei einer Abtreibung in einer solchen Situation das Risiko mentaler Störungen noch zu.