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Bleioxyd,
PbO, entsteht bei dem Erhitzen des
Bleies unter Zutritt der Luft als gelbe
Masse, welche
bei Rotglühhitze schmilzt und beim Erkalten dann in rotgelben
Blättern erstarrt. Es wird dann
Bleiglätte (s. d.),
Silberglätte,
Goldglätte oder
Lithargyrum genannt. Steigt die
Temperatur nicht bis zum Schmelzen, so bildet das ein zartes
gelbes Pulver,
Massicot. In letzerer Form erhält man es auch beim Erhitzen des
Bleicarbonats oder
Bleiweißes. In krystallinischer
Form hat das
Bleioxyd das spec.
Gewicht 9,36. An der Luft nimmt es Wasser und
Kohlensäure
auf und verwandelt sich dabei teilweise wieder in basisches
Carbonat.
Von den Säuren wird es leicht in
Bleisalze verwandelt.
Bleioxydhydrat,
Bleihydroxyd, Pb(OH)2, wird erhalten durch
Zersetzung
eines löslichen
Bleisalzes durch Natriumhydroxyd, wobei ein Überschuß des letztern zu vermeiden ist.
Weißer, schwerer, in Salpetersäure und
Essigsäure sowie in
Alkalien leicht löslicher Niederschlag, der bei 130° Wasser
abgiebt und bei 145° wasserfrei (zu
Bleioxyd) wird. Es bläut im feuchten Zustande roten Lackmus.