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Im ersten Aufeinandertreffen mit Zhang, die zu Beginn der Saison im Australian Open als Qualifikantin die Viertelfinals erreicht hatte, agierte Bacsinszky insgesamt viel zu fehlerhaft. Nach dem gewonnenen ersten Satz, in dem sie zweimal einen Breakrückstand aufgeholt hatte, geriet sie in den Sätzen zwei und drei nach je zwei Serviceverlusten jeweils 0:3 in Rückstand.
Im Entscheidungssatz vermochte Bacsinszky das Handicap zwar noch einmal wettzumachen. Die 27-jährige Chinesin schlug bei 5:4 und 6:5 zweimal ohne Erfolg zum Matchgewinn auf. Timea Bacsinszky zögerte mit ihrem grossen Kampgeist das unerfreuliche Ende aber nur um ein paar Minuten hinaus: Im entscheidenden Tiebreak führte die 27-jährige Lausannerin 6:3. Sie liess die drei Matchbälle aber ungenutzt, gewann bloss noch einen der letzten sieben Ballwechsel und beendete mit einem Rückhandfehler nach zwei Stunden und 55 Minuten die Partie.
Vor acht Jahren bei den Spielen in Peking hatte Bacsinszky gegen die Amerikanerin Venus Williams in zwei Sätzen verloren. Die Niederlage gegen Zhang wird mehr schmerzen. Zum einen liegt Bacsinszky als Nummer 15 im Ranking 36 Plätze vor der Chinesin, zum anderen wäre sie auch in der 2. Runde gegen die Deutsche Laura Siegemund (WTA 33) oder die Bulgarin Tsvetana Pironkova (WTA 76) als Favoritin angetreten. “Natürlich ist die Enttäuschung riesig”, so Bacsinszky. “Aber ich habe alles probiert. Die Gegnerin spielte sehr gut und stärker, als ich es erwartet hatte. Und viel fehlte ja nicht. Aber leider gelang es mir nicht, den letzten Punkt zu gewinnen.”
Der Marathon im Einzel scheint eine alles andere als gute Vorbereitung auf das Frauen-Doppel mit Martina Hingis vom Samstagabend. “Aber ich werde mich bis zum Doppel wieder aufrichten”, verspricht Bacsinszky. “Auch im Training spielen wir manchmal drei Stunden am Vormittag und weitere Stunden am Nachmittag.”
(SDA)