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Die Schweizer Springreiter verpassen den angestrebten Podestplatz im Nationenpreis des CSIO St. Gallen. Der Sieg geht an Irland, die Schweiz wird bloss Sechste.
Steve Guerdat mit Bianca, Paul Estermann im Sattel von Lord Pepsi und Romain Duguet mit Quorida de Treho blieben mit Rang 6 und 20 Strafpunkten klar unter den Erwartungen. Die Schweizer Equipe bestritt den Wettkampf allerdings mit einem Handicap. Martin Fuchs wurde nach dem ersten Umgang disqualifiziert, weil an der Flanke von Clooney Blutspuren gefunden wurden, die von einem Kratzer durch den Stiefelsporen des Reiters herrührten. Das umstrittene Reglement verlangt ohne Wenn und Aber einen Ausschluss. Somit kamen Fuchs' 4 Punkte vom ersten Umgang nicht in die Wertung, in der Reprise durfte der Zürcher nicht mehr starten. Das gleiche Schicksal widerfuhr dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson mit Unita Ask.
Die Schweizer mussten ohne Streichresultat auskommen, was nicht ohne Folgen blieb. Nach Halbzeit lag die Equipe von Andy Kistler mit 8 Punkten noch auf Platz 2, zusammen mit den USA und Irland. Die führende Equipe aus Deutschland stieg mit 4 Strafpunkten in den zweiten Umgang. Allerdings brachten sie den Vorsprung nicht über die Runden. Irland schnappte sich mit 8 Punkten den Sieg, Rang 2 mit 12 Zählern ging an das Quartett mit Deutschland, Schweden, Frankreich und den USA.
Vom Schweizer Quartett hinterliess Romain Duguet den besten Eindruck. Erst am letzten Sprung des zweiten Umgangs unterlief ihm der einzige Fehler. Duguet hätte als insgesamt fünfter Reiter einen Doppel-Nuller in den Parcours gelegt.
Bei Guerdat und Estermann fiel pro Umgang je eine Stange. Das Duo war nicht mit seinen Top-Pferden Nino und Castlefield Eclipse angetreten. Stattdessen sollten Bianca und Lord Pepsi getestet werden, ob sie allenfalls eine Option für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro wären. Eine schlüssige Antwort liess sich nicht finden, obwohl beide Reiter erklärten, sie müssten die Fehler auf ihre Kappe nehmen. "Mit einem besseren Ritt hätte ich die zwei Fehler vermeiden können", sagte Olympiasieger Guerdat. Und auch Estermann blieb selbstkritisch: "Ich hätte besser reiten sollen."
"Heute haben wir das Pech für diese Saison bereits aufgebraucht. Jetzt kommt alles gut", sagte Kistler mit einem Augenzwinkern. "Alle vier Pferde sind gut gegangen, das ist das Positive", fügte er hinzu. Aber mit dem Resultat sei er überhaupt nicht zufrieden, eigentlich wäre alles für einen grossen Erfolg angerichtet gewesen.
sda-ats