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Der aus Mexico City stammende Inti Cordera, Jahrgang 1969, ist Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen. Seine Karriere als Regisseur begann 1992 mit dem Dokumentarfilm Neruda in Isla Negra. Das von ihm 1995 gegründete Medienunternehmen LA MAROMA widmet sich der Entwicklung von Doku-Projekten in Form von Fernsehserien, Filmen und Sonderprojekten. Er ist ebenfalls Gründer (2006) und Geschäftsführer des Internationalen Dokumentarfilmfestivals von Mexiko City (DocsDF). Inti Cordera war als Mitglied der Jury an mehreren nationalen und internationalen Festivals sowie als Mitglied des Auswahlkomitees für Projekte des Mexikanischen Filminstituts (IMCINE), des Nationalen Filmrates von Ecuador (CNCINE), des Filminstituts von Uruguay (ICAU) und des Audiovisuellen Fonds von Kolumbien (PROIMAGENES) beteiligt. Von April 2013 bis Juni 2015 war er als Generalkoordinator des Mexican Film Festival Networks tätig: RedMexFest.
Gegen Ende des Kriegs in Nantes geboren. Ausgebildet an der Schule der militanten Cineastik und in Filmklubs. Wird nach mehreren Arbeitsversuchen Beamter und bleibt sieben Jahre im Centre National du Cinéma. Wird Ende der 1980er-Jahre Produzent (weil er weder Autor noch Kinosaalbetreiber sein wollte und es ihm nicht gelang, Filmverleiher zu werden). Entdeckt im Zuge der Arbeit für unterschiedliche Unternehmen, dass das kein Beruf, sondern eine Leidenschaft ist. Gründet 1996 Zeugma Films. In 20 Jahren produziert er rund 60 Dokumentarfilme. Bleibt häufig Autoren treu, die den Dokumentarfilm, wie Pierre Yves Vandeweerd und Alessandra Celesia, aus einer poetischen Perspektive heraus angehen. Hat seitdem mit dem Verleih von Filmen an Kinos begonnen (von 5 caméras brisées bis Sud eau Nord déplacer, von Akerman bis Guerin). Und mit der Herausgabe von DVDs. Hat aber nicht die Absicht, zu einer Multinationalen zu werden. Möchte Handwerker bleiben. Ein Mann, der in das Kino verliebt ist.
Arami Ullón wurde 1978 in Paraguay geboren. Sie ist seit 1995 im internationalen audiovisuellen Bereich tätig. Sie war als Produzentin für Filme wie The Call of the Oboe (1998), Miami Vice (2006) und 18 and 1/2 cigarettes (2011) tätig. El Tiempo Nublado (2014) ist ihr erster Dokumentarfilm in Spielfilmlänge als Regisseurin. Der Film, der von der Beziehung der Filmemacherin zu ihrer alten, kränklichen Mutter erzählt, gewann bei Visions du Réel 2014 den Preis Regard Neuf. Zwei weitere Preise erhielt er 2015 bei den Cinélatino-Rencontres in Toulouse und wurde beim Basler Filmpreis im gleichen Jahr als bester Film ausgezeichnet. El Tiempo Nublado ist der erste Film, der Paraguay bei den Oscars vertrat. Ullón arbeitet derzeit an ihrem zweiten Dokumentarspielfilm I Left Without Looking at You Closer. Der Film wurde 2015 im Rahmen des Curso de Desarrollo de Proyectos Cinematográficos Iberoaméricanos ausgewählt, wo sie mit dem Filmemacher Karim Ainouz und dem Drehbuchautor Fernando Castets arbeitete.