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Geschichte der Burg
Die Burg Tegerfelden wurde von den Freiherren von Tegerfelden im späten 11. Jahrhundert gegründet. Die Burg bestand damals aus einigen Holzgebäuden und aus einem gemauerten Herrenhaus . Als Befestigungswerke dienten vermutlich eine Palisade und auf der Angriffseite zwei Gräben (2, 3). Im späten 12. Jahrhundert fiel die Burg einem Brand zum Opfer. Der daraufhin errichtete Neubau bestand aus einem Turm (4), einer 2 m dicken Ringmauer, einem Steinhaus (5) und aus zwei Fachwerkhäusern mit Sockelmauern (6, 7). In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg um ein unterkellertes Fachwerkhaus (8) erweitert. Bereits um 1250 wurde die Burg vermutlich nach einer Feuersbrunst verlassen.
Ausgrabung und Konservierung
Von 1948 bis 1958 wurde die Ruine unter der Leitung von Karl Heid von der Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach ausgegraben. Der Turm sowie Teile der Ringmauer und der Sockelmauern von Haus 8 wurden konserviert; die übrigen Gebäudereste (5-7) wurden wieder zugeschüttet. Der äussere Burggraben (3) wurde bei einer Strassenverbreiterung 1957 weitgehend zerstört. Nachsanierungen folgten 1966, 1971, 1986 und 2008.
Die Freiherren von Tegerfelden
Erst einige Jahrzehnte nach der Gründung der Burg wurden die im Surbtal und am Unterlauf der Aare begüterten Freiherren von Tegerfelden in einer Urkunde von 1113 erstmals schriftlich erwähnt. Der Aufstieg der Familie vollzog sich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts: Ulrich I. von Tegerfelden erlangte 1167 im Kloster St. Gallen die Abtswürde und stieg 1171 zum Bischof von Chur auf. Eine Generation später bekleidete Konrad II. von 1209 bis 1233 das Bischofsamt in Konstanz. Mit Walther III. starb das Haus Tegerfelden um 1246 im Mannesstamm aus. Durch Heirat seiner Tochter Ita kam das Tegerfeld'sche Erbe an Ulrich II. von Klingen. Schon 1239 hatte Ulrich von Klingen im unteren Aaretal die Stadt Klingnau gegründet. Die Stadtburg von Klingnau diente ihm als Residenz. Sein Sohn, der Minnesänger Walther von Klingen, verkaufte 1269 Klingnau zusammen mit der bereits verlassenen Burg Tegerfelden dem Bischof Eberhard II. von Konstanz.
Bibliographie