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Sr. Helene Claus-Auberlen leitete als Oberin von 1898 bis 1935 die stetig wachsende Diakonissengemeinschaft Riehen. Die Eröffnung der Psychiatrischen Heilanstalt Sonnenhalde, der Umzug des Diakonissenspitals in den Neubau am Spitalweg 20 und der Bau der Pflegeanstalt Moosrain fielen in ihre Amtszeit.
Tochter des Carl August Auberlen (Theologe) und der Clara, geborene Menzen. Heirat 1883 mit Wilhelm Friedrich Claus (Pfarrer).
Helene Auberlen wurde am 10. Oktober 1854 in Basel geboren. Ihr aus Fellbach im Königreich Württemberg stammender Vater war 1851 als ausserordentlicher Professor für Theologie an die Universität Basel berufen worden. Bis zu Auberlens zehntem Lebensjahr wurde sie daheim unterrichtet. Danach besuchte sie von 1864 bis 1870 die Basler Töchterschule. Nach ihrer Konfirmation 1871 zog sie für ein Jahr zu den Grosseltern nach Stuttgart. Anschliessend entschied sie sich für einen Aufenthalt im Missionshaus im preussischen Barmen, einem heutigen Stadtteil von Wuppertal.
1883 heiratete sie den Pfarrer Wilhelm Friedrich Claus. Nach sechs Ehejahren starb Claus am 26. Januar 1890 an einer Lungenentzündung und Claus-Auberlen zog nach Stuttgart zu ihrer Mutter. Dort wurde sie Mitglied des Komitees des Stuttgarter Diakonissenhauses.
Am 19. Mai 1898 wurde Claus-Auberlen als Oberin der Riehener Diakonissengemeinschaft eingesegnet. Während ihrer 37-jährigen Amtszeit wuchs diese beträchtlich: Gehörten 1898 insgesamt 313 Schwestern der Gemeinschaft an, so waren es 1935, bei ihrem Rücktritt, 565 Schwestern. In Claus-Auberlens Amtszeit fielen richtungsweisende Entscheide und die Erweiterung der Tätigkeitsfelder der Gemeinschaft: die Eröffnung der psychiatrischen Heilanstalt Sonnenhalde um 1900, der Bezug des neu gebauten Spitals 1907 und zwischen 1917 und 1919 der Bau der Pflegeanstalt Moosrain.
Sr. Helene Claus-Auberlen starb am 22. März 1946 in Riehen und wurde auf dem dortigen Gottesacker bestattet.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 9.1.2023
Nekrolog von Helene Claus-Auberlen.
Hoch, Fritz: Mutter Helene. Blätter der Erinnerung an Diakonisse Helene Claus-Auberlen, Oberschwester der Diakonissenanstalt Riehen 1898–1935. Riehen 1935.
Stückelberger, Karl: Frau Pfarrwitwe Helene Claus-Auberlen. In: ders.: Ein Neues «Eben Ezer». Das Diakonissenhaus Riehen in seinem Werden und Wirken 1852–1927. Basel 1927. S. 83.