Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/1168

Die neuesten Erhebungen der Weltbank ergaben für Nahrungsmittel einen Preisanstieg von 10% für den Monat Juli 2012. Den stärksten Anstieg verzeichneten Mais und Weizen mit 25%, gefolgt von Soja mit 17%. Nur Reis verbilligte sich um 4%. Für den dramatischen Anstieg macht die Weltbank die zunehmende Bioethanol-Produktion mitverantwortlich. Etwa 40% der US-Maisproduktion werden für die Produktion von Bioethanol verbraucht. Wegen der stark angestiegenen Rohölpreise lohnt es sich selbst für Bauern in Deutschland, Getreide an Biogasanlagen statt der Nahrungsmittelindustrie zu verkaufen.
Während in den saturierten Staaten Nordamerikas und Europas steigende Nahrungsmittelpreise kaum problematisch sind, weil der Anteil des verfügbaren Einkommens, der für die Nahrungsmittel ausgegeben wird, nach wie vor sehr gering ist, verschärfte sich die Situation in den ärmeren Teilen dieser Welt um ein Vielfaches. Mittlerweile können viele Menschen in Afrika und anderen Teilen der Welt sich nicht mehr ausreichend Nahrungsmittel leisten, weil deren Preis derart gestiegen ist, dass das persönliche verfügbare Einkommen nicht mehr zur ausreichenden Ernährung ausreicht. Hinzu kommt, dass die «US-israelische Kriegsführung» im Mittleren Osten durch das Embargo gegen Iran sowie den Krieg in Syrien in der ganzen Region die Nahrungsmittelpreise stark ansteigen liess. Während dies für Angriffsziele wie Iran und Syrien möglicherweise noch erwünscht ist, um eine Sprengkraft innerhalb der Länder gegen die Regierungen zu erzeugen, dürfte es zu erheblichen Problemen in den bereits unterworfenen Ländern Ägypten, Marokko und Libyen führen und dort ein ungewolltes Revolutionspotential schüren. Möglicherweise wird sich an der Nahrungsmittelfrage entscheiden, ob der Mittlere Osten wieder zur Ruhe kommen kann oder sich zu einem Flächenbrand ausweitet. •
Quelle: Vertrauliche Mitteilungen Nr. 3998 vom 25. September 2012
Unsere Website verwendet Cookies, damit wir die Page fortlaufend verbessern und Ihnen ein optimiertes Besucher-Erlebnis ermöglichen können. Wenn Sie auf dieser Webseite weiterlesen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Wenn Sie das Setzen von Cookies z.B. durch Google Analytics unterbinden möchten, können Sie dies mithilfe dieses Browser Add-Ons einrichten.