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Wo möglich werden die Übertorkameras bereits für die im kommenden September beginnende Saison installiert. Spätestens ab der Saison 2020/21 müssen sie in allen zwölf Stadien der National League einsatzbereit sein. Die Übertorkameras sollen den Schiedsrichtern zu den bereits vorhandenen Bildern der Hintertorkameras eine zusätzliche Hilfe bei strittigen Torszenen sein.
Die Vertreter der 24 Klubs fällten weitere Entscheide, die schon in der nächsten Saison greifen. Zwei davon betreffen die Coaches Challenge. Künftig werden Teams der National League mit einer Zweiminutenstrafe belegt, wenn ihr Trainer nach einem Gegentor aufgrund einer vermuteten Offside-Stellung eine Coaches Challenge nimmt, die Schiesrichterassistenten nach dem Videostudium aber zum Schluss kommen, dass kein Offside vorlag. Pro Match können mehrere solche Coaches Challenges verlangt werden, das Anrecht darauf bleibt unabhängig vom Entscheid bestehen.
Neu können Trainer in der National League und Swiss League auch bei einem Gegentor oder einem aberkannten Tor eine Coaches Challenge wegen Goalie-Behinderung verlangen. Allerdings nur, sofern das Timeout nicht schon genutzt wurde. Liegt ein Team mit der Coaches Challenge richtig, behält es den Anspruch auf eine Timeout. Wenn nicht, verliert die Mannschaft sowohl das Anrecht auf ein Timeout wie auch den Anspruch auf eine weitere Coaches Challenge wegen Torhüterbehinderung.
Weil die Swiss League mit dem Aufstieg des HC Sierre in der nächsten Saison zwölf Teams umfasst, wird in einer Ligaqualifikation ein möglicher Absteiger ermittelt. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 12 nach der Qualifikation bestreiten eine Platzierungsrunde mit je sechs Spielen, die Punkte aus der Qualifikation werden mitgenommen. Für die besten drei Mannschaften ist die Saison zu Ende. Der Letztplatzierte muss gegen den Sieger oder den zweiten Finalisten des Playoff-Finals der MySports League (sofern sich diese für den Aufstieg bewerben und alle Kriterien dafür erfüllen) zur Ligaqualifikation antreten.
Überdies wurde beschlossen, dass Vertreter oder Trainer von Schweizer Klubs künftig im Doppelmandat auch für das Schweizer Nationalteam tätig sein dürfen. So wäre es theoretisch möglich, dass beispielweise Christian Wohlwend nach dem Antritt seines Posten als Chefcoach des HC Davos weiterhin Nationaltrainer Patrick Fischer assistieren könnte. Michael Rindlisbacher, Verwaltungsratspräsident von Swiss Ice Hockey, sprach von einem «Entscheid im Sinne des Schweizer Eishockeys und ein riesiges Bekenntnis der Klubs zur Nationalmannschaft.»
(SDA)