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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat gemäss provisorischen Berechnungen im Geschäftsjahr 2019 einen Gewinn von rund 49 Milliarden Franken erzielt. Der Löwenanteil des Gewinns entfiel mit 40 Milliarden auf die Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 6,9 Milliarden, und der Erfolg auf den Frankenpositionen (mehrheitlich Negativzinsen) belief sich auf rund 2 Milliarden Franken.
Diese Zahlen können sich sehen lassen. Bravo! Wieviel Gewinn schreibt eigentlich die EZB?
quantas
: Die SNB wird ihre Politik in 2020 fortsetzen
Die SNB dürfte 2020 an ihrer Politik negativer Zinsen festhalten
Eine autonome Zinserhöhung ist in der Schweiz unwahrscheinlich. Die Phase negativer Zinsen dürfte erst zu Ende gehen, wenn auch im Euro-Raum die Zinsen steigen. Im Jahr 2020 wird dies kaum der Fall sein.
In der Schweiz liegt der geldpolitische Zinssatz seit fünf Jahren im negativen Bereich. Bei der Bekanntgabe der ausserordentlichen Massnahme hätte kaum jemand gedacht, dass diese Phase so lange andauern wird. Eine zinspolitische Normalisierung ist auch für 2020 keine erkennbar; kaum ein Prognoseinstitut rechnet damit. Sollte es im neuen Jahr zu einem Zinsschritt kommen, dürfte diese Korrektur, so die Meinung am Finanzmarkt, eher die Form einer weiteren Zinssenkung annehmen.
Die Gründung der Nationalbank erfolgte aufgrund des Bundesgesetzes über die Schweizerische Nationalbank, das am 16. Januar 1906 in Kraft trat. Der Geschäftsbetrieb wurde am 20. Juni 1907 aufgenommen.
Die Nationalbank ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundesrechts. Sie wird unter Mitwirkung und Aufsicht des Bundes nach den Vorschriften des Nationalbankgesetzes verwaltet. Die Aktien sind als Namenaktien ausgestaltet und an der Börse kotiert. Das Aktienkapital beträgt 25 Millionen Franken und ist zu rund 55% im Besitz der öffentlichen Hand (Kantone, Kantonalbanken usw.). Die übrigen Aktien befinden sich grösstenteils im Besitz von Privatpersonen.
Das Aktienkapital der Nationalbank beträgt 25 Millionen Franken. Es ist eingeteilt in 100 000 Namenaktien mit einem Nennwert von je 250 Franken. Die Aktien sind vollständig liberiert (Art. 25, Abs. 1 NBG). Vom Bilanzgewinn wird eine Dividende von höchstens 6% des Aktienkapitals von 25 MIO SRF ausgeschüttet. Die SNB-Aktie gleicht (wegen der gesetzlichen Dividendenbeschränkung auf 6% des Nennwerts) eher langfristigen Obligationen als sonstigen Aktien.
Ungewöhnlich: Ehemaliger LMU-Professor hält 5'240 SNB-Papiere All diese sehr ungewöhnlichen Einschränkungen haben den deutschen Ex-Manager und Familienunternehmer Prof. Dr. Theo Siegert jedoch nicht davon abgehalten, grösster Privataktionär der SNB zu werden. Denn der aus einem alten Düsseldorfer Handelshaus stammende Theo Sieger, welcher mehrere Jahre als Honorarprozessor an der LMU München gelernt hat, besitzt laut dem jüngsten Geschäftsbericht der Schweizerischen Nationalbank 5'240 SNB-Aktien und somit 5,24 Prozent der 100'000 Anteilsscheine. Weitere Grossaktionäre der Bank sind die öffentlich-rechtlichen Schweizer Kantone Bern, Zürich, Waadt und St. Gallen, welche auf eine Beteiligungsquote von 6,63, 5,20, 3,40 und 3,00 Prozent kommen.