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News
Illegale Langleinenfischerei in Kalabrien um 70 % reduziert
Freitag, 27 Okt, 2023
Dank der gemeinsamen Bemühungen von Sea Shepherd und der italienischen Guardia di Finanza ist die illegale Langleinenfischerei vor der Küste Kalabriens in diesem Sommer um 70 % zurückgegangen.
Den ganzen Sommer hat die Sea-Shepherd-Besatzung an Bord der Sea Eagle in Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden im Rahmen der Operation Siso6 Tag und Nacht im Tyrrhenischen Meer patrouilliert. Das Ergebnis war ein bemerkenswerter Rückgang der illegalen Fischereiaktivitäten im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs.
Die sechste Kampagne von Operation Siso hat in diesem Jahr bedeutende Fortschritte gemacht: Gemeinsame Aktionen führten zur Entfernung von 30 Kilometern Hauptleinen und 2.000 Haken, die eine Bedrohung für Meeresbewohner darstellten. Mit Genehmigung des Comando Navale di Vibo Valentia der Guardia di Finanza konnte die Sea-Shepherd-Besatzung alle nicht gekennzeichneten und zurückgelassenen Fanggeräte bergen und demontieren. Jedes Fanggerät, das nicht ordnungsgemäss gekennzeichnet ist, wird automatisch als illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) eingestuft.
Im Juni unterstützte die Sea Eagle das Boot Gregoretti der italienischen Küstenwache bei der Beschlagnahmung von zwei illegalen Netzen im Golf von Sapri. Leider enthielt das erste Netz, das am frühen Morgen entdeckt wurde, die verhedderten Überreste mehrerer Meeresbewohner, darunter einen Schwertfisch. Das zweite Netz war so stark verheddert, dass es zur sicheren Entsorgung nach Vibo Valentia gebracht wurde.
Sea Shepherds unermüdlicher Einsatz hat über die Jahre dazu beigetragen, dass sich die Populationen der Meeresbewohner im Tyrrhenischen Meer erholen konnten. Videos, die Pottwale, Delfine, Schwertfische und vor allem den vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfisch zeigen, haben die sozialen Medien regelrecht überschwemmt. Um die Notlage des Thunfischs zu verdeutlichen, sei darauf hingewiesen, dass der Blauflossen-Thunfisch auf der IUCN-Liste als vom Aussterben bedroht geführt wird und nur noch 10 % seiner früheren Population vorhanden sind.
Ohne die grosszügige finanzielle Unterstützung der Allianz wäre Operation Siso nicht möglich. Sea Shepherd patrouillierte während des gesamten Sommers mit zwei voll besetzten Schiffen (der Sea Eagle und der Conrad) und einem Land-Team von fast 150 Freiwilligen aus 20 Ländern die italienischen Gewässer und legte dabei fast 3.000 Seemeilen zurück. Diese Einsätze haben die italienischen Behörden in ihrem Kampf gegen die Wilderei entscheidend unterstützt.
Die Partnerschaften von Sea Shepherd in Italien sind ein Beweis dafür, was mit kollektivem Engagement im Meeresschutz erreicht werden kann, um den kontinuierlichen Schutz unserer wertvollen marinen Ökosysteme zu gewährleisten.