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Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung gelingt vieles besser als denjenigen, die von vornherein zweifeln, zeigen Studien. Auch scheinen sie seltener an kognitiver Dysfunktion, Atemwegserkrankungen oder bestimmten Krebsarten zu erkranken. In einer Metaanalyse untersuchten Forscher jetzt erstmals die Verbindung von Optimismus mit kardiovaskulären Erkrankungen.
Das Team des Mount Sinai Hospital in New York analysierte 15 Studien aus den USA, Europa, Israel und Australien, die zwischen 2001 und 2017 publiziert wurden. Dafür waren insgesamt rund 230 000 Personen zu ihrer Einstellung befragt worden. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 14 Jahre.
Optimisten hatten ein um 35 Prozent geringeres Risiko für Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankung, nicht-tödlicher Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina pectoris. Ihr Gesamtmortalitätsrisiko war um 14 Prozent reduziert. Je ausgeprägter die positive Grundhaltung war, desto geringer waren die Risiken.
Als Ursache vermuten die Forscher, dass Optimisten eher Verhaltensweisen entwickeln, die Herz und Kreislauf schützen, etwa regelmässige sportliche Aktivität oder bewusste Ernährung, während Pessimisten dazu tendieren, ihre Gesundheit zu vernachlässigen.
Ausserdem kann die Stimmung auch körperliche Reaktionen auslösen. Studien zeigen, dass sie Entzündungsprozesse, Hormonhaushalt, Gefässfunktion, Stoffwechsel und Blutdruck beeinflussen kann, was wiederum chronische Krankheiten begünstigt.