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Insgesamt war 2020 die Geflügel- und Schweinefleischproduktion höher als im Vorjahr, die Produktion von Kalbfleisch sowie von Fleisch von Verarbeitungskühen jedoch rückläufig. Hingegen wurden mehr Rinder, Muni und Ochsen geschlachtet. Der Inlandanteil blieb konstant auf 81% und die zur Verfügung stehende Menge Fleisch aller Arten war um 1,3% höher als im Vorjahr, schreibt Proviande in einer Medienmitteilung.
Die Auswirkungen des Lockdowns vom Frühjahr und der Einschränkungen Ende Jahr hätten sich auch in der verfügbaren Menge Fleisch gezeigt. Mit der Schliessung der Gastronomie sei ein Kanal ausgefallen, der üblicherweise 50% des Fleischabsatzes ausmacht. So seien im Frühjahr die Importe kurzfristig ausgesetzt worden um die Inlandproduktion zu stützen und Fleisch aus der inländischen Produktion wurde zur Marktentlastung eingefroren, so Proviande.
Mit einer höheren Produktion konnte die Nachfrage nach Fleisch der im Land gebliebenen Bevölkerung gedeckt werden. Weil der Konsum ausser Haus im Coronajahr 2020 stark eingeschränkt war, wurde vermehrt zu Hause gekocht. Die Entwicklungen 2020 zeigten, dass im Fleischmarkt Produktion und Verarbeitung das Angebot auf die Nachfrage ausrichten müssen und können.
Im letzten Jahr wurden gesamthaft 362’288 Tonnen (+1,5%) Fleisch erzeugt. Der Import stieg geringfügig um 0,9 Prozent auf 94’457 Tonnen. Exportiert wurden mit 9’263 Tonnen 6,5 Prozent mehr und total wurden 447’482 Tonnen (+1,3%) Fleisch verbraucht. Der Pro Kopf-Verbrauch sank leicht auf 50,9 Kilogramm, gegenüber 2019, wo er bei 51.14 Kilogramm lag. Dagegen erhöhte sich der Inlandanteil von 80,8 auf 81 Prozent.