Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/109

Diese Sportlerinnen und Sportler haben uns verzaubert
«Waisch no früahner ...?» – ein Satz, der sofort alte Erinnerungen hervorruft. Da wird einem plötzlich ganz wohlig, und eine gewisse Wehmut nach den «guten alten Zeiten» macht sich breit.
«Waisch no früahner ...?» – ein Satz, der sofort alte Erinnerungen hervorruft. Da wird einem plötzlich ganz wohlig, und eine gewisse Wehmut nach den «guten alten Zeiten» macht sich breit.
Sie stellten Rekorde auf, dominierten Disziplinen und lockten die Menschen in Scharen in die Sportstätten oder vor die Fernsehgeräte. Die Sportlerinnen und Sportler aus unserer Kindheit hinterliessen nicht nur Siege und Rekorde, sondern Erinnerungen an Emotionen und Momente für die Ewigkeit. Wir schauen auf die Sportpersönlichkeiten, die die 2000er-Jahre aus unserer Sicht geprägt haben.
Simon Ammann
«Flieg, Simi, flieg»: Wer erinnert sich nicht an diese drei legendären Worte von SRF-Kommentator Michael Stäuble bei Simon Ammanns Olympiasieg 2002 in Salt Lake City? «Der Harry Potter der Lüfte», wie er liebevoll genannt wurde, gehörte in der Zeit nach seinen Olympiasiegen zur Weltspitze des Skispringens.
Serena Williams
Während der 2000er-Jahre war sie das Mass aller Dinge im Frauentennis: Serena Williams. Nachdem sie an den US Open 1999 ihren ersten Majortitel ergattern konnte, setzte sie sich 2002 bei den French Open und im selben Jahr beim traditionsreichen Wimbledonturnier gegen ihre Schwester Venus durch. Diese zwei wichtigen Endspiele katapultieren sie für die nächsten 57 Wochen an die Spitze der Weltrangliste. 20 weitere Einzeltitel und 14 im Doppel und Mixed an Grand-Slam-Turnieren folgten.
Michael Schumacher
Wer an die Formel 1 denkt, der denkt an Ayrton Senna, Niki Lauda oder Michael Schumacher. Der Deutsche wurde siebenmal Weltmeister, davon von 2000 bis 2004 fünfmal hintereinander für Ferrari. Kein anderer Fahrer dominierte damals den Rennsport so sehr wie Schumacher. Er blieb stets verletzungsfrei, bis er sich ein Jahr nach seinem Karriereende 2013 beim Skifahren eine schwerwiegende Verletzung zuzog. Bis heute geben seine Angehörigen keinerlei Informationen zu seinem gesundheitlichen Zustand an die Öffentlichkeit.
Anja Pärson
19 Olympische- und Weltmeisterschaftsmedaillen sowie zweifache Weltcup-Siegerin – Anja Pärson ist eine der erfolgreichsten Skirennfahrerinnen aller Zeiten. Die Schwedin wurde aufgrund ihres massigen Körpers, ihres extrovertierten Auftretens sowie ihres wuchtigen, kraftvollen Fahrstils auch «Schwedenbombe» genannt. Wer in dieser Zeit den Skisport verfolgte, kam an Pärson nicht vorbei.
Ronaldinho
«Wenn du mit ihm spielst und siehst, was er mit dem Ball anstellt, überrascht dich danach gar nichts mehr. Irgendwann wird er dem Ball auch noch das Sprechen beibringen.» Mit diesen Worten beschrieb der ehemalige Barcelona-Spieler Eidur Gudjohnsen einst seinen damaligen Mitspieler Ronaldinho. Dem ehemaligen isländischen Nationalspieler zu widersprechen, fällt schwer. Der Brasilianer tanzte mit dem Ball Samba, erzielte unvergessliche Zaubertore und war der Inbegriff des brasilianischen Fussballs. Schade nur, dass Ronaldinho das Leben abseits des Platzes ein wenig zu sehr liebte.
Ariella Käslin
Ariella Käslin galt als das ewig lächelnde «Schätzchen der Nation» und war am Pferd eine Überfliegerin. Die Luzerner Turnerin gewann 29 Titel, holte an der Europameisterschaft 2009 in Mailand Gold und Bronze und krönte ihre Leistungen an der Weltmeisterschaft in London mit der Silbermedaille. Im Alter von 23 Jahren gab sie ihren Rücktritt vom Spitzsport bekannt.
Roger Federer
Er ist das Aushängeschild und Botschafter des Schweizer Sports: Roger Federer. Der Tennissport der Männer brachte zwar mit Boris Becker, Pete Sampras oder Andre Agassi grosse Namen heraus, doch der grösste von ihnen ist der Schweizer. Besonders in Erinnerung bleibt seine Zeit Mitte der 2000er-Jahre, als er einen Erfolg nach dem anderen feiern konnte. Insgesamt 320 Wochen sass er auf dem Thron, davon 237 Wochen in Serie. Ein absoluter Weltrekord im Tennis. Mit seinen 20 Grand-Slam-Titeln ist er nicht nur einer der erfolgreichsten Tennisspieler, sondern auch aufgrund seiner Bescheidenheit einer der beliebtesten Sportler.
Simone Niggli-Luder
Orientierungslauf, oder auch besser bekannt als OL, kennt jedes Kind aus der Schulzeit. Während es für viele nur ein gewöhnlicher Schulsport war, wurde es für Simone Niggli-Luder zur grossen Leidenschaft. Mit insgesamt 47 Gold-, 13 Silber- und neun Bronzemedaillen ist sie die erfolgreichste Läuferin aller Zeiten und prägte diesen nicht-olympischen Sport wie keine andere.
Jürg Abdias Huber ist Multimediaredaktor bei «suedostschweiz.ch». Der gelernte Kaufmann aus der Stadt Zürich hat Multimedia Production studiert und lebt im Herzen von Chur. Er arbeitet seit 2018 für die Medienfamilie Südostschweiz.
Jetzt für den «zMorga»-Newsletter anmelden
Mit unserem Morgenbriefing von Montag bis Freitag top informiert in den Tag starten.