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Teil 7 – Glossar
Technisches Vokabular zur Verlegung
Grundierung
Die Grundierung wird vor dem Mörtel auf den Untergrund aufgetragen und dient dazu, dass dieser gleichmäßig stark aufgesaugt wird. Die verlegte Fläche wird dann besonders eben, weil der Mörtel überall gleich dick verteilt bleibt.
Edelsplitt
Floating-Verfahren
Der Mörtel bzw. Fliesenkleber wird auf den Untergrund aufgetragen und mit einem Kammspachtel abgezogen. Der Naturstein wird in den feuchten Mörtel gedrückt und festgeklopft.
Buttering-Verfahren
Bei diesem Verfahren wird nicht der Untergrund mit Mörtel bedeckt, sondern dieser wird direkt auf die Fliese oder Platte aufgetragen. Dies bietet sich z.B. an, wenn der Naturstein nicht gleichmäßig dick ist.
Buttering-Floating-Verfahren (kombiniertes Verfahren)
Das Buttering-Floating-Verfahren kombiniert die beiden zuvor erwähnten Varianten. Der Mörtel wird sowohl auf den Untergrund aufgetragen und dort mit einem Kammspachtel abgezogen, als auch auf die Fliese. Der beidseitige Auftrag verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Fliese bzw. Platte und Untergrund.
Fliesen & Platten
Offiziell gelten alle Natursteinbodenbeläge bis zu einer Stärke von 12mm als Fliese. In der Praxis werden die Begriffe „Fliesen“ und „Platten“ aber häufig synonym verwendet.
Für alle Natursteine, die eine Stärke von über 12mm aufweisen, ist „Platte“ die korrekte Bezeichnung. In der Schweiz werden unter diesem Begriff allerdings meistens sowohl Fliesen als auch Platten gehandelt.
Dehnungsfuge
Die Dehnungsfuge (oder Bewegungsfuge) wird am Rand der verlegten Fläche angelegt, also an Übergängen zu Wänden, anderen Räumen oder sonstigen Bauteilen. Sie wird mit elastischem Natursteinsilikon ausgefüllt und gleicht die Ausdehnung des Bodenbelags bei Temperaturveränderungen aus. Mit ihr wird sichergestellt, dass Ihre Fliesen und Platten unbeschädigt bleiben, egal wie warm oder kalt es ist!
Maßtoleranz
Die Maßtoleranz bezeichnet die mögliche Abweichung von einem Orientierungsmaß. Dies kann vor allem bei gespaltenen Natursteinfliesen und –platten der Fall sein. Ein Beispiel: Die Schieferfliese Peacock ist 12 mm stark, kann aber Maßtoleranzen von +/- 4 mm aufweisen. Andere Fliesenarten sind wiederum deutlich maßhaltiger, z.B. Schiefer Mustang mit Maßtoleranzen im Bereich von +/- 1 mm. Diese Unterschiede können mit der richtigen Verlegungsweise ausgeglichen werden.
Haftschlämme
Die Haftschlämme verbessert die Haftung der Fliesen bzw. Platten auf dem Untergrund. Die relativ dünnflüssige Substanz dringt in die Löcher auf der Unterseite des Materials ein und bindet somit eine größere Fläche an den Untergrund.
Natursteinkleber / -mörtel
Mit Natursteinkleber – oder einfach Mörtel – werden Fliesen und Platten auf dem Untergrund aufgeklebt. Er ist in verschiedenen Variationen erhältlich und muss abhängig von Verlegemethode und Einsatzort ausgewählt werden.
Drainage
Die Drainage dient dem entwässern von bebauten Flächen. Im Fall von Natursteinplatten ist dies besonders wichtig, da bei Staunässe Frostschäden und Verfärbungen entstehen können. Es gibt spezielle Drainagemörtel oder Drainagematten, die Regen- und Schmelzwasser abfließen lassen und Schäden an den Platten verhindern.
Imprägnierung
Die Imprägnierung ist ein Pflegemittel, das in den Stein einzieht und sich wie eine Schutzschicht in den Kapillaren ablegt. Feuchtigkeit, Schmutz und Fette können nach der Behandlung mit einer Imprägnierung nicht mehr in den Stein einziehen, sondern lassen sich ganz einfach abwischen.
Oberflächenbearbeitung
Die Oberfläche von Naturstein kann auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden. Man unterscheidet grobe und feine Methoden. Je nach Bearbeitung ist die Oberfläche eher glatt, rau, griffig oder glänzend. Manche Sorten, wie z.B. Schiefer, werden auch naturgespalten angeboten, d.h., dass die Oberfläche nach dem Spalten nicht weiter bearbeitet wurde.
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