Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/143949

<h2>SubmittedText<h2><p>Von Chiasso (über Bern) nach Genf existiert keine direkte Zugverbindung. Reisende müssen also immer entweder in Arth-Goldau, Luzern, Olten oder Zürich umsteigen. Für Touristinnen und Touristen, für Tessiner Studierende an Westschweizer Universitäten, für Armeeangehörige sowie für das Verhältnis des Tessins zur Bundesstadt wäre eine direkte Zugverbindung ein wichtiger Baustein, um die Kontakte zwischen dem Tessin, Bern und der Romandie zu vereinfachen.</p><p>Ist es vorstellbar, dass der Bundesrat das Thema gegenüber den SBB zwecks Abklärung vorbringt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Schon heute sind Chiasso und die anderen Städte im Tessin zwar nicht durchgehend, aber doch sehr gut mit Bern und der französischen Schweiz verbunden. Das Knotenprinzip und abgestimmte, vertaktete Anschlüsse ermöglichen zahlreiche Verbindungen zwischen allen Landesteilen. Dabei steht es den Verkehrsunternehmen frei, den optimalen Verbindungstyp festzulegen. Der Bundesrat sieht deshalb keine Notwendigkeit, den SBB weitere Ziele im Fernverkehr aufzuerlegen.</p><p>Angebotsuntersuchungen der SBB zeigen, dass die Nachfrage nach einer Direktverbindung zwischen dem Tessin und Genf gering ist. Es ist davon auszugehen, dass nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels auch die Nachfrage nach Verbindungen zwischen dem Tessin, Bern und der Westschweiz ansteigen wird.</p>  Antwort des Bundesrates.