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Pflanzenkohle wird aus organischem Abfällen bei Temperaturen zwischen 400 - 700 °C unter Sauerstoffausschluss hergestellt. Diese sogenannte Pyrolyse bringt ein sehr kohlenstoffreiches, aromatisches, schwarzes Produkt hervor, welches wie ein Schwamm für Nährstoffe und Lebensraum für Mikroorganismen dienen kann. Auf Grund der hohen Stabilität im Boden gilt es als mögliche CO2-Senke und soll gleichzeitig die Bodenqualität verbessern sowie die Erträge erhöhen.
Unklar ist jedoch, wie sich die Ausbringung von Pflanzenkohle auf den Nährstoffkreislauf, insbesondere von Stickstoff, auswirkt. Im Rahmen eines durch den Schweizer National Fond (SNF) geförderten Projekts führen wir Feld- und Laborexperimente mit Pflanzenkohle im Boden durch. Die Messung der Treibhausgasemissionen erlaubt einen Einblick in die veränderte Aktivität der Mikroorganismen.
Von speziellem Interesse ist der Ausstoss von Lachgas (N2O), einem Treibhausgas mit 300-fachem Erwärmungspotential von CO2. Für Lachgas wurden in vorhergehenden Labor- und Feldexperimenten eine zum Teil starke Emissionsreduktion gemessen. In neuen Experimenten untersuchen wir die Situation auf dem Feld und auf einer Lysimeteranlage in einem Ackerbauexperiment mittels markiertem Stickstoffdünger und Pflanzenkohle. Das Projekt ist thematisch in ein Europäisches Projekt zu Pflanzenkohle eingebettet.