Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/134964

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Massnahmen zu treffen, damit im öffentlichen Sektor (Bund sowie Unternehmen, die dem Bund ganz oder teilweise gehören) ein angemessenes Angebot an Praktikumsstellen besteht für Personen, die Kurse und Ausbildungen für den beruflichen Wiedereinstieg absolvieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bundesverwaltung achtet auf eine diskriminierungsfreie Rekrutierung, fördert die Chancengleichheit zwischen Frau und Mann und ermöglicht eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. So haben Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger die gleichen Chancen auf eine Festanstellung wie alle anderen Bewerberinnen und Bewerber.</p><p>Die Bundesverwaltung bietet bereits seit Jahren Praktika für Studierende und Hochschulabsolventinnen und -absolventen an. Der Zweck der Praktika ist die Vermittlung von Praxiserfahrungen. Die Bundesverwaltung ist sich ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung bewusst. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass junge Leute eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung erhalten, und ermöglicht ihnen damit einen Einstieg ins Erwerbsleben.</p><p>Der Praktikumslohn ist deutlich tiefer als bei einer normalen Anstellung (Praktikumslohn mit dem Master-Abschluss: monatlich Fr. 4176.45, Stand 2013). Die Praktikumsdauer ist auf maximal ein Jahr befristet, und nach dem Praktikum besteht keine Garantie auf eine Weiterbeschäftigung bzw. kein Anspruch auf eine feste Anstellung. Unter diesen Voraussetzungen erachtet der Bundesrat ein Praktikum als eine nichtangemessene und nichtnachhaltige Massnahme für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger. Diese Personen sollen eine feste Anstellung mit einem angemessenen Lohn für ihr Alter und ihre allfällig schon vorhandene Berufserfahrung erhalten.</p><p>Um den Wiedereinstieg zu erleichtern und zu ermöglichen, bietet die Bundesverwaltung moderne Arbeitszeitformen (Teilzeitarbeit, Telearbeit, Jobsharing usw.) und flexible Arbeitszeitmodelle (Vertrauensarbeitszeit, Jahresarbeitszeit, gleitende Arbeitszeit usw.) an. Alle neu zu besetzenden Vollzeitstellen in der Bundesverwaltung werden zudem grundsätzlich mit einem Beschäftigungsgrad von 80 bis 100 Prozent ausgeschrieben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.