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Mehrfarben-Pudel
In Europa gibt es für die
zweifarbigen Hunde einen Sammelbegriff: Mehrfarbenpudel.
Viele glauben, dass die Mehrfarbenpudel eine gänzlich neue Züchtung sind, doch das ist ein großer Irrtum. Bereits aus Aufzeichnungen aus dem Jahre 1555 geht hervor, dass es die zweifarbigen Pudel schon zuvor gab. Leider wurden die Zweifarben Pudel von den um 1880 gegründeten Zuchtvereinen - die sich lieber um die Einfarbenzucht bemühten - vollkommen ignoriert und dadurch verschwand der Mehrfarbenpudel regelrecht von der Bildfläche. Wir verdanken es der Courage engagierter Züchter von damals, dass wir uns auch heute noch an den Zweifarben Pudel erfreuen können.
Der Pudel gehört mit zu den ältesten Hunderassen, jedoch konnte sein Ursprung nie ganz eindeutig geklärt werden. Die Geschichte des einfarbigen Pudel und die Geschichte des Parti- Pudel der bei uns Harlekin genannt wird, ist eigentlich die selbe. Der Urpudel oder auch ganz früher der Grosse Wasserhund genannt waren entweder einfarbig schwarz, einfarbig weiss oder weiss mit schwarz bekannt als Parti-farbige Pudel. Auf den Spuren seiner Ahnen stoß man immer wieder auf zwei-farbige Pudelartige Hunde in löwenartiger Schur sie sind auf Abbildungen der römischen Kaiserzeit zu sehen wie auch im antiken Griechenland. Laut früheren Aufzeichnungen wäre das Pudelland eigentlich Deutschland, Russland oder England und auf keinen fall Frankreich. Man vermutet auch, dass der Urgrosspudel im Nordwesten von Afrika, vermutlich in Marokko oder in Algerien entstand.
Einige sagen, dass er aus Spanien oder Portugal kam. Andere, dass er aus Griechenland kam. Aber von diesen Hunden, wenn sie ursprünglich eindeutig waren, kamen alle unsere modernen Kategorien Pudel.
Daraus geht wieder
hervor dass der „Urpudel“ auch zweifarbig war.
Durch die Aufzeichnungen von Konrad Gessner und Doktor Fitinger im Jahre 1555 kamen die Fachleute zu dieser These.
Der Urpudel ist auch weiss mit schwarzem Abzeichen nicht nur rein weiss oder rein schwarz gewesen. Nur mit der Zeit verschwanden die schwarzen Abzeichen und so hieß es das der erstes weiße Grosspudel in England zu sehen war und später sah man in Russland vermehrt schwarze Grosspudel. Doch mindestens fünfzig Prozent von den Schwarzen weisen entweder einen weißen Stern auf der Brust oder ein weiß unter der Lippe auf oder auch eine oder zwei weiße Zehen und das gibt es noch Heute.
Und trotzdem wurde der Standard, dass der Pudel einfarbig gezüchtet werden soll 1880 in Berlin aufgestellt und bislang hält das angebende Land Frankreich an der alten Bestimmung fest.
Durch die Aufzeichnungen im Jahre 1555 sind die Fachleute jedoch überzeugt das die ursprüngliche Fleckenbildung, die wir von den alten Wasserhunden und den Urpudel her kennen, ohne Fremdeinkreuzung als Mutation plötzlich in Erscheinung treten kann.
Also verpaart man schwarz mit schwarz kann es durchaus vorkommen das als Mutation plötzlich zweifarbige Welpen hervorkommen. Verpaart man dann einfärbig mit zweifärbig gibt es erst in der dritten Generation ein ganzen Wurf reinerbige Harlekin. In der Weiterzucht verhalten sie sich rezessiv. Das heißt, man muss zweifarbig mit zweifarbig verpaaren, um einen ganzen Wurf Harlekin zu erhalten.
George Stubbs (1724-1803) war ein berühmter Künstler seine Malereien wurden in jeder Haupt-kunstgalerie der Welt ausgestellt. Er war der erste britische Tiermaler der die Tiere bildlich darzustellen vermag wie sie wirklich erschienen.
Frau Jane Linien vom Nunsoe Zwinger aus England war eine der ersten die zweifarbige Grosspudel züchtet „Hayes Blake Hoy“ übersetzt „Pudel über den Teich“ war der Populärste Partipudel 1937. Die meisten vom Vulcan Zwinger aus England gingen aus ihrer Linie hervor.
Verschiedene Farben bei Vulkan trugen die Gene für diese attraktiven zweifarbigen Hunde und immer wieder fielen bei einfarbiger Verpaarung auch zweifarbige Pudel. Auch bedingt durch die Starke Linie des Vulcan Champagne Wopper. November 1964 wurden dann im Vulcan Zwinger die letzten Particolours gezüchtet. Aber diese Line wurde zum Glück von anderen bekannten Züchter die Liebhaber dieser attraktiven Partipudel waren weiter gezüchtet. Es ist ganz interessant durch die Information die ich bekommen habe, habe ich erfahren das meine apricotline auch zu den berühmten Vulcan Zwinger zurück geht.
Den engagierten Züchtern von damals können wir es verdanken dass der attraktive zweifarbige Grosspudel nicht in der Versenkung verschwunden ist, so wie es der Standard von 1880 damals gerne gesehen hätte.
Der erste Standard in Deutschland zu diesen Farbvarianten wurde von Frau Eckstein (Ehren-präsidentin des ADP) aufgestellt den auch ihr passierte es 1959 das bei einer schwarz-schwarz parrung zweifärbig Pudelwelpen hervor kamen.