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Dieser Text erschien im Original am 21. Mai 2010 auf Presentation Zen unter dem Titel «We are the stories we tell ourselves». Die Übersetzung erfolgte durch prezentation.ch mit freundlicher Genehmigung des Autors Garr Reynolds. Folgt Garr auf Twitter unter @presentationzen.
Ich wollte Euch aus zwei Gründen auf diese kurze TED Präsentation unten aufmerksam machen: (1) Es ist ein ziemlich gutes Beispiel für einen Vortrag mit visueller Unterstützung auf einem Monitor, und noch wichtiger, (2) der Inhalt wird für viele von Euch inspirierend sein. Speziell für diejenigen, die möglicherweise feststecken oder versuchen, ihr Leben zu verändern (aber etwas Angst davor haben). In vielerlei Hinsicht ist diese Präsentation von Roz Savage eine gute Fortführung zum vorangehenden Eintrag. Jake Shimabukuro (siehe vorangehender Eintrag) ist hervorragend, indem er die Erwartungen anderer an sein Instrument bei Weitem übertrifft. Und Roz Savage spricht (unter anderem) über die Idee, die Angst davor zu durchbrechen, unsere (alten) Erwartungen für uns selbst bei Weitem zu übertreffen.
Präsentieren mit einem Flachbildschirm
Der Monitor hinter Roz Savage ist nicht besonders gross, aber gross genug für kleinere Veranstaltungsorte. Es ist seit einiger Zeit üblich bei Schulen und Firmen, solche Flachbildschirme in Präsentations- und Besprechungsräumen zu installieren. Bereits vor sieben bis acht Jahren habe ich Monitore wie diesen genutzt, um Bilder und Videos in Japan anzuzeigen. Der Vorteil ist, dass man die Lichter im Raum an lassen kann, da das Umgebungslicht den Bildschirm nicht so stark beeinflusst wie bei der Nutzung eines Projektors. Ausserdem kann (und sollte) man sehr nah am Bildschirm stehen, ohne Angst zu haben, das List vom Projektor zu blockieren. Ich hätte es gerne gesehen, wenn Roz mehr grafische Hilfsmittel genutzt hätte, während sie ihre FAQ behandelte. Tatsächliche Bilder von den Dingen, die sie an Bord gegessen hat, ihrem Bett und wie sie geschlafen hat, etc. wären sehr informativ gewesen. Auf der anderen Seite war ihr Thema in dieser Präsentation eher die Bedeutung der Reise als das Typische der tägliche Routine des Ruderns. Was mir besonders gefallen hat, war wie sie ihre Schultern immer dem Publikum zugewandt hatte und ihre Augen fast nie von den Menschen um sie herum genommen hat.
Ihr könnt Eure Geschichten ändern
In mancherlei Hinsicht, sind wir das, was wir zu sein glauben. Es liegt viel Wahrheit in dem Gedanken, dass «wir die Geschichte sind, die wir uns selbst erzählen.» Manchmal ist diese Geschichte – der innere Dialog – nicht nur eine positive. Für viele von uns ist diese Geschichte de facto eine einschränkende, eine Geschichte von «auf Nummer Sicher gehen» oder Akzeptanz der Mittelmässigkeit aus Angst vor etwas noch schlimmeren: Arbeitslosigkeit zum Beispiel. Für andere ist die Geschichte noch weniger inspirierend, eine Geschichte von Selbstzweifeln, Unsicherheit und niedrigen Erwartungen. Aber wir müssen mit unseren Geschichten verbunden sein. Unsere Vergangenheit muss nicht unsere Gegenwart oder Zukunft bestimmen. Die Aussage ist nicht, dass wir alle alles stehen und liegen lassen sollen, um über die Weltmeere zu rudern. Ich sehe Roz’s Vorbild eher als Metapher für den Rest von uns. Einige Menschen, die Ihr kennt – vielleicht sogar Ihr selbst – haben Gedanken wie diesen: «Ich habe das Gefühl, dass da ein Sinn im Leben ist – ich weiss nicht, was es ist, aber ich bin ziemlich sicher, es ist nicht __________ (aktueller Job, Ausbildung, etc.)!» Wenn das so ist, kann Roz’s Geschichte Euch vielleicht inspirieren, etwas zu ändern, ein neues Leben zu beginnen, statt zu warten, dass das neue Leben über Euch kommt.
Eine Lehre vom Samurai
Wie ich bereits erwähnt habe, war ich vergangene Woche bei der TEDxTokyo. Ein Vortrag, den ich wirklich genossen habe, war diese achtminütige Präsentation des Schauspielers, Comedians und Gastgebers von «Ich habe eine japanische Gameshow überlebt» Rome Kanda. Der Ausschnitt unten kommt am Ende nach seinen Scherzen. Er fordert dazu auf, eine Lektion aus dem Kodex der Samurai zu übernehmen. Auch hier geht es nicht darum, buchstäblich dem Weg der Samurai zu folgen. Rome spricht davon, ein Ziel, eine Bestimmung zu finden, die grösser als man selbst ist, eine, der man sein Leben widmen kann. Natürlich geben uns unsere Familien und insbesondere unsere Kinder ein solches Gefühl für Bestimmung, aber wenn wir darüber hinaus gehen: Es ist ein glücklicher Mann oder eine glückliche Frau, wer an etwas arbeiten kann, das nicht nur ein Job ist sondern eine Bestimmung. Nicht nur ein Verdienst, sondern eine Berufung.