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Was ich durch COVID-19 gelernt habe: Dana Salama (Syrien)06/04/2020
Dana Salama ist 24 Jahre alt und lebt in Syrien. Sie war 2019 Teil des Caux Peace and Leadership-Programms und hatte gerade eine neue Arbeitsstelle angetreten, als die COVID-19-Krise ausbrach. COVID-19 ist eine globale Herausforderung. Entdecken Sie, wie Menschen aus aller Welt und aus allen Gesellschaftsschichten damit umgehen.
Wie ist Ihre derzeitige Situation? Wie wirkt sich die Verbreitung von COVID-19 auf Sie aus?
Mein Name ist Dana Salama. Ich hatte gerade eine neue Arbeitsstelle angetreten, als die COVID-19-Krise ausbrach. Wir mussten die Büros der Firma zu unserer Sicherheit schliessen. Es ist nicht so einfach, aus der Ferne zu arbeiten, wenn es sich um einen neuen Job handelt. Es ist eine Herausforderung, aber ich bin froh, diese neue Erfahrung der Online-Arbeit zu machen.
Beschreiben Sie in 3 Worten, wie Sie sich im Moment fühlen?
Besorgt, aber optimistisch.
Was ist im Moment Ihre grösste Herausforderung?
Die Arbeit von zu Hause aus erfordert meiner Meinung nach die Fähigkeit, meine Zeit einteilen zu können, vor allem, wenn es darum geht, früh morgens aufzuwachen und meine täglichen Aktivitäten zu Hause zu erledigen. Eine schlechte Internetverbindung und Elektrizität könnten ebenfalls eine Herausforderung sein, deshalb versuche ich, Wege zu finden, damit alles funktioniert.
Welche Lehren haben Sie aus dieser Zeit bereits gezogen?
Zeit ist kostbar, ich habe gelernt, sie mehr zu schätzen und mehr Zeit für mein Wohlbefinden zu tun, indem ich (als Anfängerin) mein Gehirn trainiere und z.B. Schach spiele.
Inzwischen bleibe ich zu Hause und stehe in ständiger Kommunikation mit meiner Familie und das bringt mir wirklich Freude und Zufriedenheit in mein Leben.
Nehmen Sie sich Zeiten der Stille? Wenn ja, wie machen Sie das und wie hilft sie Ihnen?
Einer meiner Lieblingsabschnitte des Tages ist die Zeit der Stille. Ich mache das nachts, wenn ich meinen eigenen Gedanken und Gefühlen zuhören und sie aufschreiben kann. Diese Zeit kann mir helfen, mich selbst besser kennenzulernen und mich anleiten, meine Probleme auf die richtige Art und Weise zu lösen.
Was sind Ihre besten Tipps und Tricks zur Bekämpfung von Angst/Einsamkeit und Unsicherheit (je nachdem, womit Sie am meisten zu kämpfen haben)?
Ich kämpfe gegen die Routine, indem ich jeden Tag etwas Neues mache. Lesen, Kochen, Tanzen und Umdekorieren daheim können mir helfen, alle unnötigen Gefühle zu bekämpfen und mich von schlechten Nachrichten fernzuhalten. Alles, was ich tun muss, ist, zuhause zu bleiben.
Wie können wir uns mit anderen vernetzen und sie unterstützen, wenn wir uns abschotten müssen?
Soziale Medien sind Alleskönner! Ich bleibe durch regelmässige Gespräche und Videoanrufe mit all meinen Freundinnen und Freunden in Kontakt. Es gibt keine Umarmungen, wenn sie Unterstützung brauchen, aber ich weiss, dass sich Seelen durch warme Worte begegnen können.
Was hat Sie heute zum Lachen gebracht?
Ich habe auf Facebook Bilder von Tieren gesehen, die in der ganzen Stadt auf den Strassen herumlaufen und von Menschen, die sie wegen der Quarantäne aus ihren Fenstern beobachten. Alles kann sich in dieser Welt ändern!
Was möchten Sie (als Person) aus dieser Krise mitnehmen?
Ich hoffe, dass ich mehr Verantwortung für das, was in der Welt geschieht, übernehmen und stärker als bisher sein werde.
Wofür sind Sie dankbar?
Ich bin dankbar dafür, dass mich eine grosse Familie mit Liebe umgeben kann. Die IofC-Familie spielt hier eine grosse Rolle, weil sie mich dankbar macht, die Person zu sein, die ich jetzt bin.
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