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«Höchstwahrscheinlich versteht Depardieu nicht vollständig, was los ist», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge. «Wenn nötig, sind wir bereit, ihm alles zu erzählen und aufzuklären, damit er es besser versteht.»
Depardieu, der seit Jahren einen russischen Pass besitzt und Putin einst als seinen Freund bezeichnete, hatte dem Kremlchef am Donnerstag «verrückte, inakzeptable Entgleisungen» vorgeworfen, die wiederum zum Krieg in der Ukraine geführt hätten. Der 73-Jährige kündigte zudem an, alle Einnahmen aus drei Konzerten Anfang April an ukrainische Kriegsopfer zu spenden. Das russische Volk sei nicht für die Taten von Putin verantwortlich zu machen, sagte Depardieu.
In Russland wird der Krieg gegen das Nachbarland Ukraine offiziell als «militärische Spezial-Operation» bezeichnet, durch die angeblich die Ostukraine von Nationalisten «befreit» werden solle.
Kremlsprecher Peskow warf Depardieu nun vor zu ignorieren, was diese in den vergangenen acht Jahren im Donbass angerichtet hätten: «Weil er nicht vollständig in die politische Agenda eingetaucht ist, versteht er nicht (...), was Donezk und Luhansk sind. Er versteht kaum, was Bombardierung von Zivilisten bedeutet. Es ist unwahrscheinlich, dass er etwas über nationalistische Elemente weiss.»