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Im «goldenen Zeitalter» der Polarforschung wurde die Ausrüstung von Expeditionen zum Geschäft. Der arktische Naturraum verlangte nach spezifischen Ausrüstungsgegenständen und eigener Logistik: Grönländerinnen und Grönländer boten Schlittenhunde und Schutzkleidung, Tran und Transport, Intimität und Sex. Die am Zentrum «Geschichte des Wissens» (ETHZ/UZH) assozierte Historikerin Lea Pfäffli untersucht in ihrer Doktorarbeit an der Professur für Technikgeschichte der ETH Zürich die Schweizerische Grönlandexpedition von 1912/1913. Rechnungsbelege aus dem Nachlass geben Einblick in die wirtschaftliche Dimension der schweizerisch-grönländischen Begegnungen. Dabei interessiert sie, ob diese Quellen neue Einsichten in die Handlungsspielräume kolonisierter Subjekte ermöglichen? Erlauben sie, eine eurozentristische Geschichtsschreibung aufzubrechen? Oder besteht in der Deutung der kolonialen Begegnung als selbstbestimmte Arbeitsbeziehung die Gefahr, Ausgrenzungsverhältnisse entlang von Kategorien wie Geschlecht, «Rasse» oder Sozialstatus auszublenden?