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Extrem milder Winter
Der zu Ende gehende Winter war fast durchwegs sehr mild. Winterliche Kälte mit deutlich unterdurchschnittlicher Temperatur und einer Schneedecke in tiefen Lagen gab es nur während weniger Tage um die Januarmitte. Gemittelt über die drei Wintermonate Dezember bis Februar ist für die Schweiz ein Temperaturüberschuss von 2.5 Grad gegenüber der Norm 1981–2010 zu erwarten. Vergleichbar milde Verhältnisse brachte der Rekordwinter 2006/2007 mit einem Überschuss von rund 2.6 Grad.
Dezember mit extremer Rekordwärme
Extrem mild war vor allem der Winterbeginn. Anhaltendes Schönwetter mit Warmluftzufuhr bescherte der Schweiz den mildesten Dezember seit Messbeginn 1864. Im landesweiten Mittel übertraf er die Norm 1981–2010 um 3.2 Grad, in höheren Lagen gar um 4 bis 6 Grad. Diese Werte liegen 2 Grad über den bisherigen Dezember-Rekorden und stellen deshalb für den Dezember ein absolut einzigartiges Ereignis in der Messgeschichte dar.
Das beharrliche Schönwetter führte im Engadin sowie in den Regionen Davos, Basel, Altdorf und Zürich zudem zum sonnigsten Dezember in den seit 1959 homogen verfügbaren Messreihen, und auf der Alpensüdseite ergab sich eine extreme Niederschlagsarmut. Regional fiel hier gar kein Dezember-Niederschlag, und vielerorts waren es nur wenige Zehntelmillimeter.
Januar und Februar wechselhaft und mild
Ganz im Gegensatz zum Dezember brachten die Monate Januar und Februar vorwiegend unbeständige Witterung. Eingebettet in eine lebhafte, zum Teil auch stürmische West- bis Südwestströmung flossen mild-feuchte atlantische Luftmassen zur Schweiz. Im Januar fielen auf der Alpennordseite regional Niederschlagssummen in Rekordhöhe, während die Mengen auf der Alpensüdseite mit lokal nur der Hälfte der Norm erneut stark unterdurchschnittlich blieben. Die Januartemperatur bewegte sich im landesweiten Mittel 1.8 Grad über der Norm 1981–2010. Am grössten waren die Überschüsse auf der Alpennordseite und im Wallis mit 2.0 bis 2.7 Grad, während in Gipfellagen die Norm nur knapp übertroffen wurde.
Die erste Februarhälfte brachte überall in der Schweiz reichlich Niederschlag. Auf der Alpensüdseite, im Wallis und in der Westschweiz wurden die durchschnittlichen Februarmengen bereits zur Monatsmitte überschritten. Dabei blieb es vorwiegend sehr mild und nur vereinzelt gab es Schneefall bis in tiefe Lagen.