Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/56

Wähle die Ordner aus, zu welchen Du "Biwi" hinzufügen oder entfernen möchtest
0 Exakte Antworten
0 Text Antworten
48 Multiple Choice Antworten
Karte wurde gelöscht
Ist in der Hermeneutik von Schleiermacher ein absolutes Verstehen möglich?
Es ist möglich, wenn über Kritik ein klares Ergebnis vorliegt.
Es ist mit seinem neuentworfenen Konzept einer allgemeinen Hermeneutik möglich.
Es ist möglich, wenn die grammatikalischen Regeln verstanden werden.
Es ist nur in einem philologischen Zeitalter durch vollkommene Philosophen möglich.
Es ist nur annäherungsweise möglich und stellt insofern eine endlose Aufgabe dar.
Wie gestaltet sich das Verhältnis von Reden u. Denken in der Hermeneutik von Schleiermacher?
Mit der Rede kann das Denken des Autors nicht näher erschlossen werden.
Da Reden die äußere Seite des Denkens ist, kann das Denken selbst im Verstehensprozess vernachlässigt werden.
Die Regeln einer Sprachgemeinschaft haben keinen Einfluss auf das Denken in der allgemeinen Hermeneutik. Denken kann die Sprachgebundenheit zwar überschreiten, aber Reden muss an Vorhandenes anknüpfen.
Die Rede folgt dem Denken nach, und Denken bezieht sich auf das Reden.
Denken lehnt sich an einen universellen Bezeichnungsrahmen von Sprache an.
Mit welcher Begründung weist Schleiermacher ein festes hermeneutisches Regelwerk zurück?
Die Unendlichkeit der Sprache einerseits und die des Individuellen andererseits machen die Formulierung eines festen Regelwerks unmöglich.
Regeln sind immer zeitbedingt, deshalb kann auch ein Regelwerk nur zeitgebunden gelten.
Regeln sind Ausdruck von Herrschaftsinteressen, weshalb ein festes Regelwerk vermieden werden muss.
Eine allgemeine Hermeneutik braucht aufgrund des Prinzips der Binarität kein Regelwerk.
Ein Katalog mit Regeln ist zwar im Alltag oftmals vorhanden, aber in einer (geistes)wissenschaftlichen Methode wird kein festes Regelwerk benötigt.
Verstehen ist für Dilthey...
ausschließlich ein Verstehen von sprachlichen Ausdrücken.
immer ein kunstvoll entwickelter Vorgang.
ein Alltagsphänomen.
nur anhand schriftlich fixierter Lebensäußerungen möglich.
ein Spezifikum menschlichen Naturerkennens.
Allgemeingültigkeit der Interpretation ist nach Dilthey...
dann erreicht, wenn die zirkuläre Struktur des Verstehens von Einzelnem u. Ganzem überwunden ist.
ausschließlich auf kunstmäßigem Wege zu erreichen.
durch eine gemeinsame Menschennatur automatisch gegeben.
aufzugliedern in grammatische, historische, ästhetische und sachliche Gültigkeit.
Aufgabe der wissenschaftlichen Psychologie.
Zum Verstehensprozess gehört nach Gadamer, dass...
die ehemals für das Vorverständnis konstitutiven Vorurteile reflektiert und anschließend ausgeräumt werden.
man so weit in den Entstehungskontext eintaucht, dass man den Autor sogar besser versteht als er sich selbst.
man sich die zeitliche Differenz zum zu Verstehenden bewusst macht.
man den Zeitabstand überwindet und sich in den Autor hineinversetzt.
die Wirkungsgeschichte eines Textes zirkelhaft verarbeitet wird.
Was meint Gadamer mit „Horizontverschmelzung"?
Das unablässige Bemühen des Verstehenden, den Horizont des Autors in den eigenen zu überführen.
Das reflexive Bemühen, die Vorurteile und Vorverständnisse des Gegenwartshorizonts aufgrund des historischen Horizonts einzuschmelzen.
Die unvermeidliche Verbindung des Gegenwartshorizonts und des historischen Horizonts im Prozess des Verstehens.
Der intendierte Vorgang, bei dem sich der Horizont des Verstehenden mit dem des Autors kernschmelzähnlich vereint.
Das wiederkehrende Bemühen des Verstehenden, den eigenen Horizont an den des Autors anzupassen.
Mit seinem Hinweis auf das ontologische Strukturmoment des Verstehens meint Gadamer...
den Umstand, dass nur Gegenstände analysiert werden können, die empirisch gegeben ‚sind'.
die Gemeinsamkeit, die einen Interpreten auf ‚seinsmäßige Weise' mit der Überlieferung verbindet.
das existenzielle ‚Geworfensein' des Einzelnen in die Welt.
die ‚subjektive' Verschmelzung der gegenwärtigen und historischen Horizonte.
die Wirkung bzw. ‚Rezeption', die nicht in einem absoluten Sinne erfüllbar ist.