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Die imaginale Sichtweise nach Selene Calloni Williams ist von den natürlichen Psychologien und Philosophien inspiriert, die periodisch durch die Arbeit visionärer, kreativer und poetischer Denker vorgeschlagen wurden. Es ist eine Erfahrung der Quelle des wahren Glücks, die unter tantrischen Meistern und Theravada-Mönchen, unter Mystikern und christlichen Historikern, Schamanen, Sufis, Yogis und Künstlern entsteht.
Mit den Worten des bedeutenden Religionshistorikers, Mircea Eliade: „Heute beginnen wir zu sehen, dass der antihistorische Teil eines jeden Menschen nicht, wie man früher dachte, im Tierreich versinkt, sondern im Gegenteil aus ihm hervorgeht und sich weit über ihn erhebt. Dieser ahistorische Teil des Menschen trägt wie eine Medaille den Abdruck der Erinnerung an ein reicheres, vollständigeres, fast seliges Dasein.“
„Auf der Suche nach dem Glück“ oder besser noch „Die Geheimnisse des Glücks“: so könnte man das Abenteuer der imaginalen Sichtweise auch betiteln. Sie verwendet Worte und Bilder mit evokativer Kraft, die nicht verlangen, geglaubt, verstanden oder analysiert zu werden, sondern einfach nur gehört und in einem friedlichen Zustand, in völliger Abwesenheit von Anstrengung, visualisiert zu werden.
Oft wird in der konkreten Praxis der imaginalen Sichtweise die Beteiligung des Körpers gefordert, der jedoch als Symbol und nicht als Objekt verstanden wird. Als Symbol für den Willen zur Existenz, für die Fähigkeit, sich dem Leben, dem Tod, dem Heiligen hinzugeben, nimmt der Körper mit symbolischen Gesten an der imaginalen Erfahrung teil und ermöglicht so, dass das, was in der natürlichen Tradition „Mutter-Erfahrung“ (das imaginative Ereignis) genannt wird, sich mit der sogenannten „Kind-Erfahrung“ (der körperlichen Geste) verbindet.
Nach dem Essay „Il metodo simbolo-immaginale“ von Selene Calloni