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(09.11.2011) In der Schweiz könnte es 2012 laut Einschätzung des Instituts Créa der Universität Lausanne zu einer Rezession kommen. Nach einem Wachstum von voraussichtlich 0,7% im Jahr 2011 dürfte die Schweizer Wirtschaft im nächsten Jahr um 0,4% schrumpfen. Diese Prognosen ergeben sich aus den schlechten internationalen Konjunkturperspektiven und aus dem Abwärtstrend einiger nationaler Indikatoren.
Die Exporte, die im 3. Quartal 2011 ein negatives Wachstum aufwiesen, werden 2012 um 6,2% einbrechen, nachdem für das Gesamtjahr 2011 noch ein leichter Anstieg von 0,8% erreicht wird, so Créa. Positiv hebt sich nur die Uhrenindustrie ab, deren Anteil an den Exporten jedoch nur 10% beträgt. Mehr noch als durch die Stärke des Schweizer Franken werden die Exporte durch die sinkende Nachfrage aus dem Ausland gebremst, wie das Institut weiter mitteilt.
In der Binnenwirtschaft haben besonders die Industrie, das Baugewerbe und der Detailhandel zu kämpfen. Auch der Konsumentenstimmungsindex ist betroffen. So wird der Konsum der Haushalte 2012 voraussichtlich real um 0,2% zurückgehen, während 2011 noch ein Anstieg von 1,1% erreicht wird. Die sinkende Nachfrage dürfte 2012 zu einem drastischen Einbruch der Importe führen (-8,3%).
Der Arbeitsmarkt sei zwar bisher stabil geblieben, werde der für 2012 angekündigten Rezession jedoch nicht standhalten können, so Créa. Die erwartete Verschlechterung dürfte allerdings moderat ausfallen. So werde die Erwerbslosenquote 2012 im Jahresdurchschnitt bei 3,4% liegen, im Vergleich zu 3% in diesem Jahr.
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