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Die Spieler werden hier, im Gegensatz zum bekannten Vorgänger "Pandemie", nicht die Menschheit und die Welt vor Viren retten, sondern sind selbst Viren, die sich endlich wehren und die unfairen Heilmethoden und deren Erfinder ausmerzen wollen. Jeder Virus versucht für sich die höchsten Opferzahlen zu erreichen und verbreitet sich mutierend... Die Spieler werden hier, im Gegensatz zum bekannten Vorgänger "Pandemie", nicht die Menschheit und die Welt vor Viren retten, sondern sind selbst Viren, die sich endlich wehren und die unfairen Heilmethoden und deren Erfinder ausmerzen wollen. Jeder Virus versucht für sich die höchsten Opferzahlen zu erreichen und verbreitet sich mutierend über die Welt. Spielablauf: Vor Beginn jeder Runde wird die oberste Karte vom Ereignis-/WHO-Kartenstapel aufgedeckt und deren Text vorgelesen - dieser gilt für die aktuelle Runde für alle Spieler. Ist ein Stadtsymbol auf der Karte abgebildet, wird eine neue Stadtkarte gezogen und aufgedeckt. Findet sich ein Totenkopf auf der Karte wieder, kommt es im Falle des 2., 4. und 6. erschienenen Totenkopfs sofort zu einer Todesopferwertung (s.u.)! Der aktive Spieler hat 2 Aktionen zur Verfügung und kann dabei aus folgenden 3 Möglichkeiten wählen (und diese auch mehrmals wählen): 1) Karten ziehen Der Spieler zieht soviele Karten vom Seuchenkartenstapel nach, wie sein Mutationslevel "Inkubationsrate" hierfür erlaubt (oberste Reihe). Das Handkartenlimit beträgt 9 und am Ende des Zuges muss die Anzahl evtl. entsprechend, durch Abwerfen, nach unten korrigiert werden. 2) Eine Stadt infizieren Der Spieler legt soviele Virenwürfel in eine Stadt seiner Wahl, wie es seinem Mutationslevel "Infektionsquote" (mittlere Reihe) entspricht - er entnimmt die Virenwürfel dabei seiner Petrischale. Will er eine Stadt infizieren, in der er noch keinen seiner Virenwürfel liegen hat, muss er zwei Seuchen-Karten in der entsprechenden Stadtfarbe ablegen, dann legt er einen (oder mehrere, je nach Mutationslevel) Virenwürfel in die oberste freie Reihe der Stadtkarte. Infiziert er eine Stadt, in der schon Viren von ihm wüten, legt er eine passende Karte ab und legt einen (oder mehrere, je nach Mutationslevel) Virenwürfel in die selbe Reihe der Stadtkarte. Als Joker kann man jederzeit 2 beliebige Karten für eine Farbe nutzen. 3) Den eigenen Virus mutieren Der Spieler kann seinen Virus in drei Bereichen mutieren lassen, ihn also "verbessern". Da gibt es die "Inkubationsrate", die es ermöglicht mehr Karten ziehen zu können, die "Infektionsquote" erlaubt mehr Virenwürfel auf einmal einsetzen zu können und die "Resistenz" verhindert bzw. schwächt bestimmte Ereignisse ab, die den Virus betreffen können. Zwischen den Mutationsleisten stehen auf dem Spielertableau die Kosten für eine solche Aufwertung (Mutation), so kostet z.B. das Mutieren der Infektionsquote des Virus' von Stufe 2 auf Stufe 3 vier beliebige Karten - die Karten werden abgeworfen. Entsprechend wird der Marker dann weitergerückt. Im Falle bestimmter Ereignisse kann eine Mutation auch wieder um eine oder mehrere Stufen gesenkt werden. Dazu gibt der jeweilige Ereignistext zu Anfang jeder Runde genauere Informationen preis und die Resistenz eines Virus' kann ihn hierbei schützen (weniger Karten, Viruswürfel oder Mutationsstufen verlieren). Während des Spiels kommt es immer wieder zu einer Wertung und zwar immer dann, wenn eine Stadt ausgelöscht wurde - es wurden (insgesamt, also durchaus von mehrere Spielern gemeinsam) soviele Virenwürfel auf der Stadtkarte abgelegt, wie diese Einwohner vorweist (große Zahl rechts oben) - oder, wenn aufgrund von Totenköpfen auf den Ereigniskarten eine Todesopferwertung durchgeführt wird. Wird eine Stadt ausgelöscht, erhält derjenige Spieler die Punkte für die Stadt (ist gleich der Einwohnerzahl rechts oben auf der Karte), der die meisten Virenwürfel dort abgelegt hatte. Der Spieler mit den zweitmeisten Virenwürfel, so denn vorhanden, erhält die mittlere Punktzahl auf der Wertungstafel gutgeschrieben. Ist noch ein dritter Spieler beteiligt, erhält dieser die unterste und niedrigste Punktzahl. Im Falle eines Gleichstands, entscheidet die höhere Reihe. Bei der Todesopferwertung (nachdem zum zweiten, vierten bzw. sechsten Mal eine Ereigniskarte mit Totenkopfsymbol aufgedeckt wurde), erhält jeder Spieler, gemäß der niedrigsten Punktzahl einer jeden Stadkarte, Punkte, der die meisten Virenwürfel in einer Stadt liegen hat (es reicht also z.B. auch der Einzige mit nur einem Virenwürfel zu sein). Im Falle eines Gleichstands, entscheidet die höhere Reihe. Hat ein Spieler schliesslich seine beiden Aktionen durchgeführt, folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn. Spielende: Das Spiel geht in die letzte Runde, sobald die letzte WHO-Karte aufgedeckt wurde oder zu einem beliebigen Zeitpunkt nur noch 2 Städte in der offenen Auslage liegen. Am Ende dieser Runde kommt es noch zu einer Schlusswertung, die abschliessend der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. In der Schlusswertung wird nochmals eine Todesopferwertung durchgeführt und zusätzlich erhält jeder Spieler noch die Stufenzahl seiner Mutationen als Punkte vermerkt. Fazit: Dieser Spin-Off der "Pandemie"-Reihe ist mal ein ganz Neckischer. So martialisch das Thema und die Beschreibung in Teilen auch wirkt, ist die Spielidee und die Mechanik dahinter, ziemlich genial. Der Spielablauf geht flink und kurzweilig von statten, auch dank der übersichtlichen Anleitung, welche die wenigen einfachen Regeln gut erklärt, und sorgt für durchgehend ungetrübten Seuchenspaß. Abwechslung kommt durch die in jedem Spiel zufällig neu verteilten Ereignisse hinzu und bis alle Städte einmal infiziert wurden, vergehen schon mehrere Spielrunden. Eine inkludierte 2-Spieler-Variante bringt das Spiel auch Viren-Pärchen für zwischendurch näher^^. Die Testrunden in 3er- und 4er-Besetzung waren gut unterhalten und wenn auch manche das Thema ziemlich übel fanden, waren doch alle schnell vom Spiel infiziert und wollten nach Ende gleich noch eine Runde spielen - dies zeugt dann doch von einem runden Spiel. Fans der Pandemie-Reihe werden entweder die Nase rümpfen oder sich freuen, endlich mal "die andere Seite" spielen zu können. Auf jeden Fall erfreut auch das gute Spielmaterial, das durch die Bank als wertig zu bezeichnen ist und dem Thema entsprechend auch optischen Reiz bietet. Dabei passt das gesamte Spiel auch noch in einen schmalen Karton und eignet sich auch gut zum "überall mit hinnehmen" (doch Vorsicht mit der Pandemie-Gefahr^^). "Pandemie - Die Seuche" könnte eine komplett neue Reihe anstossen und den Original-Pandemie-Erweiterungen und Neuauflagen vllt. als erweiterter Familiezweig beitreten^^. Die Spielbeschreibung sollte, wie gesagt, nicht zu ernst genommen werden, denn, wenn man sich bei diesem, wie auch dem geistigen Original, das Thema wirklich zu Herzen nimmt, kann kein Spielspaß aufkommen und das wäre bei diesem, wenn locker aufgenommen, Spiel sehr schade! Im Kern und vom Spielprinzip her, kann dieses Spin-Off ansonsten nur wärmstens empfohlen werden und sollte von allen Fans, Interessenten, Virologen und solchen die es werden wollen, unbedingt angeschafft werden.