Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/2723

Der Sportlehrer Albi Schneider wollte trotz quälender Nacken- und Rückenschmerzen nicht auf seine grosse Leidenschaft, das Klettern, verzichten. Nach einem langen Tagen am Fels, an welchem er die ehemalige deutsche Meisterin im Sportklettern, Andrea Eisenhut gesichert hatte, konnte er seinen Hals kaum noch drehen. Er sass am Steuer und musste sich ganz auf den Rückspiegel verlassen. Albi kam ins Grübeln, blickte wieder in den Spiegel und kam so auf eine Idee: Spiegel sollten seinem Problem Abhilfe schaffen. Nach zahlreichen Versuchen mit Spiegeln, die er beim Sichern zum Beispiel am Bein festband, kam Albi auf die Idee mit den Prismen. Ihr grosser Vorteil gegenüber Spiegeln: man sieht nicht alles seitenverkehrt.
Albi fragte beim Optikspezialisten Carl Zeiss nach. Die Mengen waren zu klein, aber ein Mitarbeiter stellte in seiner eigenen Firma auch kleinere Serien der Prismen her und erklärte sich bereit, Albi zu beliefern. Es vergingen viele Wochen und kostete eine Menge Geld, bis die richtige Grösse und Form der Prismen gefunden war. Der Schminkspiegel einer Bekannten, den man wie eine Brille aufsetzen kann, brachte Albi schliesslich auf die Idee mit der Brille. So löste er das Problem der Befestigung. Sein Freund Viktor, der Produktdesigner ist gab dem Design den nötigen Schliff. 2007 kam die erste Brille auf den Markt. Bei der Vermarktung konnte Albi auf sein grosses Netzwerk in der Klettercommunity zurückgreifen. 2008 gewann CU Brillen den ISPO Award.