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Das Haus besteht aus drei Flügeln. In der Mitte ist, ein halbes Stockwerk höher als der Hauseingang, die Küche mit einem Essbereich und einer grossen Verglasung mit Zugang zum Garten. Das Dach ist in diesem Bereich überhöht, um viel Licht zu gewinnen. Über der eigentlichen Küche ist die Decke nieder und bildet mit dem Essplatz und einem Feuerplatz einen intimen Bereich.
Aus diesem Mittelbereich, der als Familientreffpunkt dient, gelangt man eine halbe Treppe höher in einen grosszügigen Wohnbereich mit einem kleinen angeschlossenen Büro. Auf der anderen Seite der Küche führt eine Türe in den Schlafbereich, mit einem Eltern-Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer und in der Mitte einem Badezimmer als Sanitärblock. Das Badezimmer ist über ein Dachoblicht beleuchtet und gelüftet.
Im Untergeschoss, respektive Sockelgeschoss ist der Eingang, mit einem Vorraum, einem Gäste-WC und der Waschküche. In der Waschküche befindet sich zusätzlich eine Dusche. Die Kellerräume sind ein halbes Geschoss tiefer. Hier ist die Heizung als Technikraum, Kellerräume, ehemaliger Zivilschutzraum, Brennstofflager und ein Spielraum, der wohl ursprünglich nicht vorhanden war und nachträglich erstellt wurde.
Das Einfamilienhaus in Bassersdorf wurde 1967 vom Zürcher Architekten Oskar Burri (1913-1985) entworfen und gebaut. Es wurde in drei Teilen, als Holzbau auf einem Betonsockel, konzipiert. Mit diesen drei Bereichen, der Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen, der modernen, grosszügigen Architektur und den ausgesuchten Materialien, ist es dem Planer nicht nur gelungen, ein modernes Einfamilienhaus mit einem beeindruckenden Charakter zu schaffen, sondern der Architekt, Künstler und Handwerker Oskar Burri verlieh dem Haus, mit viel Liebe zum Detail und handwerklicher Konstruktion eine ganz besondere Atmosphäre.
Zu einem späteren Zeitpunkt wurden, wohl nicht von den ursprünglichen Bewohnern, einige Änderungen vorgenommen.
Leider war das Haus bei der Übernahme, mit seiner rudimentären Dämmung, der nicht zeitgemässen Konstruktion und der veralteten Technik nicht mehr bewohnbar.
Um das Haus zu sanieren, wurde versucht, die bestehenden Bereiche in ihrem ursprünglichen Konzept zu belassen. Die gute Architektur und ihr Charakter sollten weitgehend erhalten bleiben. Die Oberflächen innen und aussen wurden erneuert und der sich wechselnden Baukultur angepasst. Für alle Sanierungsarbeiten wurden so viel wie möglich natürliche Materialien, gemäss Richtlinien der Baubiologie verwendet.
Das Gebäude mit seinen einzelnen Ansichten bleibt in seinen Ausmassen, der Gebäudehöhe, der Grösse und Position der Fenster und deren Einteilung gleich.
Die Fenster wurden ersetzt. Anstelle der bestehenden Schiebefenster als Schreinerarbeiten, zum Teil einfach verglast, wurden moderne Holz-Metall-Fenster eingesetzt. Grösse, Einteilung und Erscheinungsbild bleiben wie bestehend, aber es sind neu Drehflügel, Schiebefenster sind schwierig abzudichten.
Der Betonsockel Untergeschoss blieb unverändert.
Alle, innen mit Fasergipsplatten verkleideten Aussenwände, ein Teil der Innenwände und Decken wurden mit Naturlehm, weiss verputzt. Alle Fussböden wurden neu aufgebaut.
Der Bereich wurde, wie im ursprünglichen Zustand geöffnet und eine moderne Küche eingebaut.
Dieser Bereich wurde, bis auf die Oberflächen vollständig belassen. Der Cheminée wurde mit einem modernen, schliessbaren Einsatz reaktiviert.
Die Trennwände innerhalb dieses Bereiches wurden entfernt, die Dachkonstruktion statisch saniert. Im Zentrum wird, nach dem Vorbild des bestehenden Sanitärblocks ein neuer Bad-WC-Bereich, mit einem neuen modernen, gedämmten Oblicht eingebaut. Mit dieser Massnahme kann ein loftartiger, offener Schlafbereich geschaffen werden.
Der bestehende Oelkessel wurde durch einen modernen Belletkessel ersetzt. Die Sonnenkollektoren auf dem Dach ermöglichen es den Brenner im Sommer auszuschalten. Der bestehende Oeltank wurde demontiert und entsorgt und an seiner Stelle ein Belletlager gebaut. Die bestehenden Heizkörper werden weitgehend belassen und nur wo nötig mit neuen Heizkörpern ergänzt.
Autor: Bernhard Stohler
Juli 2016