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Das Amt für Wasser und Energie (AWE) beschreibt im Wetterrückblick des Jahres 2020 die Witterungsverhältnisse im Kanton St.Gallen und bringt diese in einen klimatologischen Kontext. Dabei stützt sich das AWE auf die Expertise und Dokumentation der MeteoSchweiz und ergänzt diese punktuell durch zusätzliche Messpunkte oder Beobachtungen im Kantonsgebiet.
Der Klimawandel des 21. Jahrhunderts hält auch im Kanton St.Gallen Einzug, was sich auf den Wasserkreislauf und das Wasserdargebot auswirkt. Gegenüber der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 hat die mittlere Temperatur in der Schweiz um 2.5 Grad zugenommen. Die Veränderungen betreffen nicht nur die Umwelt, sondern bestimmen auch die Schwerpunkte der Aufgaben des AWE.
Wechselhaftes Wetter
Das Wetter als Beschreibung des physikalischen Zustandes der Luft an einem Ort kann sich kleinräumig ändern und täglich variieren. Die Witterung hingegen beschreibt das Wetter in einem bestimmten Gebiet über einen gewissen Zeitraum. Dabei gibt es mit stabilen Grosswetterlagen oft einen ähnlichen Verlauf über mehrere Tage.
Klima als langfristige Entwicklung
Wird das Wetter über einen langen Zeitraum beobachtet und ausgewertet, spricht man von Klima. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit Sitz in Genf legt dabei eine 30-jährige internationale klimatologische Referenzperiode, genannt Normperiode, fest. Aktuell gilt die Normperiode von 1991 bis 2010. Bald wird die Periode dem sich ändernden Klima angepasst und die neue Referenzperiode von 1991-2020 tritt in Kraft.