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Linus Reichlin lebt in Berlin und kommt zur Vorstellung seines neusten Romans «Manitoba» in die Schweiz. Für seinen Debütroman «Die Sehnsucht der Atome» erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009, und es folgten weitere fünf preisgekrönte Bücher. Seinen neusten Roman hat er im kanadischen «Manitoba» angesiedelt.Artikel
Er war noch ein kleiner Junge, als seine Mutter ihm das Familiengeheimnis anvertraute: dass sein Urgrossvater ein Indianer gewesen sei, in den sich die Urgrossmutter, die einst in Amerika als Lehrerin in der Missionsschule gearbeitet hatte, verliebte.
Viele Jahre später begibt er sich auf die Spur seiner Ahnen. Die Tagebuchaufzeichnungen seiner Urgrossmutter sollen ihm wie der Faden der Ariadne dazu verhelfen, seine indianischen Wurzeln zu finden. Die Geschichte seiner Abstammung wird immer löchriger, je tiefer er sich in sie hineinbegibt. Als er in einer einsam gelegenen Hütte in den Wäldern von Manitoba versucht, für eine Weile wie seine indianischen Vorfahren zu leben, muss er jedoch erfahren, dass auch er als unwillkommener Eindringling angesehen wird.
Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman «Die Sehnsucht der Atome» erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009. Sein Roman «Der Assistent der Sterne» wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2010/Kategorie Unterhaltung gewählt. Über seinen Eifersuchtsroman «Er» schrieb der STERN: «Spannend bis zur letzten Minute». 2014 erschien «Das Leuchten in der Ferne», ein Roman über einen Kriegsreporter in Afghanistan, «das ist grosse Literatur, und dann auch noch spannend erzählt» (FAZ). 2015 erschien «In einem anderen Leben», «Reichlins persönlichstes und bislang bestes Buch. Eine vielschichtige, sorgfältig komponierte Kreuzung aus Familiendrama und Kunstfälscherroman.» (SonntagsZeitung)