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Baselbieter Sportpreise 2006 vergeben
Der Regierungsrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Baselbieter Sportpreis 2006 an Skiakrobatin Evelyne Leu, Olympiasiegerin aus Frenkendorf, zu vergeben. Förderpreise gehen an Springreiterin Janika Sprunger, Bubendorf, und an Karatekämpfer Marco Puglisi, Ramlinsburg. Anerkennungspreise erhalten Hansueli Sprunger, Bubendorf, und Giuseppe Puglisi, Ramlinsburg.
An der öffentlichen Preisverleihung am Freitagabend, 15. Dezember, in der Mehrzweckhalle Zeglingen, wird Regierungspräsident Urs Wüthrich zusätzliche Preise verleihen können. Für seine aussergewöhnlichen Leistungen wird der weltbeste Tennisspieler Roger Federer mit einem Spezialpreis in Form eines Geschenkes gewürdigt. Der Weltsportler der vergangenen zwei Jahre steht in seiner bisher erfolgreichsten Saison, hat er doch 2006 drei von vier Grand-Slam-Turnieren gewonnen. Er triumphierte mit seinem Erfolg an den Davidoff Swiss-Indoors bis jetzt an elf Turnieren und entscheid 87 seiner 92 Spiele für sich. Ebenso erhalten die Fussball-Nationalspieler aus dem Kanton BaselLandschaft, welche an der Fussball-WM in Deutschland die Schweiz vertreten hatten, einen speziellen Anerkennungspreis in Form eines Geschenkes.
Die 30-Jährige Sportpreisgewinnerin Evelyne Leu, Frenkendorf, gehört seit Jahren zur Weltspitze der Freestyle-Akrobatinnen. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin und gewann schon fünf Weltcupspringen. An den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City erreichte sie nach dem Sieg in der Qualifikation den 12. Rang im Finale. Im Jahr 2003 wurde sie mit dem prestigeträchtigen Titel als 'Schweizer Schneesportlerin des Jahres' ausgezeichnet. Letztes Jahr wurde sie Vize-Weltmeisterin. Ihren grössten Erfolg feierte die Baselbieterin allerdings in diesem Jahr an den Olympischen Winterspielen in Turin. Mit ihrem Paradesprung, dem Full-Full-Full - ein Dreifach-Salto mit drei Schrauben - liess sie die Goldmedaillen-Träume wahr werden. Ihre Traum-Saison krönte die erste Baselbieter Olympiasiegerin mit dem Gewinn des Gesamt-Weltcups. Im mit 15'000 Franken dotierten Baselbieter Sportpreis enthalten ist ein Geschenk von bleibendem Wert.
Die 19-jährige Janika Sprunger ist eine der grössten Nachwuchshoffnungen im Schweizer Springsport. Die Schülerin, welche die Sportklasse am Gymnasium Liestal besucht, ist mit Pferden aufgewachsen. Sie wird von ihrem Vater Hansueli Sprunger im Pferdesportzentrum Galms in Lausen trainiert. Die grössten Erfolge feierte Janika Sprunger an den Nachwuchs-Europameisterschaften in San Remo 2003 und in Athen 2006 mit dem Gewinn der Team-Goldmedaille.
Marco Puglisi, wie Sprunger Sportklassenschüler am Gymnasium Liestal, ist der erfolgreichste Nachwuchskampfsportler im Kanton. Zu den grössten Erfolgen des 17-jährigen Sportlers zählen der 1. Rang im Teamwettkampf in der Sparte Knaben Team-Kumite am World Cup 2004 in Pretoria (SA), zwei Bronzemedaillen im Einzel Kumite und Kata sowie diverse Siege und Titel an nationalen Wettkämpfen und Meisterschaften. Seinen Höhepunkt feierte er in diesem Sommer am World Cup in New York mit dem 1. Rang in der Kategorie Jugend (16-17 Jahre) in der Kategorie Kumite Open und dem 2. Rang im Team-Wettkampf der Disziplin Kumite.
Anerkennungspreise erhalten Hansueli Sprunger und Giuseppe Puglisi, beide seit Jahren Trainer ihrer erfolgreichen Kinder und zahlreicher weiterer Nachwuchssportler. Ein Spezialpreis in Form eines Geschenkes geht an den weltbesten Tennisspieler der Gegenwart Roger Federer. Er wurde bereits im Jahr 2003 mit dem Baselbieter Sportpreis ausgezeichnet. Mit dem Spezialpreis würdigt der Regierungsrat die aussergewöhnlichen Leistungen, welche der Oberwiler auch in diesem Jahr mit dem Gewinn von drei Grand-Slam-Turnieren und diversen weiteren Erfolgen erbracht hat. Ebenso mit einem speziellen Preis in Form eines Geschenkes sollen die Baselbieter Fussballer geehrt, welche die Schweiz an der Fussball-WM in Deutschland vertreten hatten: David und Philipp Degen, Alex Frei, Marco Streller, Hakan Yakin und Pascal Zuberbühler.
Die öffentliche Übergabefeier findet am Freitagabend, 15. Dezember 2006, in der neuen Mehrzweckhalle in Zeglingen statt. Der Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion übergibt die Preise im Namen der Regierung. Nach der Preisverleihung offeriert der Regierungsrat allen anwesenden Personen einen Apéro.
Die Verleihung Baselbieter Sportpreises und der Förder- und Anerkennungspreise für den Leistungs-, Breiten-, Gesundheits- und Vereinssport ist in einer Regierungsratsverordnung geregelt. Diese regelt unter anderem die Finanzierung über den Sport-Fonds sowie die seit Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Kanton (Sportamt), der Interessengemeinschaft Baselbieter Sportverbände und der Vereinigung Basellandschaftlicher Sportjournalisten.
Anhänge
- 2006_12_15.pdf [PDF]