Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03476.jsonl.gz/2189

Im vorangegangenen Paukenschlag No. 5 /2020 habe ich die Ursachen des Bevölkerungswachstums daraufhin untersucht, wie unsere Prämissen in Bezug auf den Wert des menschlichen Lebens entstanden sind, und ob diese nicht längst an vollkommen veränderte Bedingungen angepasst werden müssten. Vor allem, weil die scheinbare Endlosigkeit der Ressourcen, die für Sippenverbände auf einer sehr dünn besiedelten Erde galt, an allen Ecken und Enden von der Erkenntnis der Grenzen des Planeten und seiner nicht vermehrbaren Substanz abgelöst wird.
PaD 5 /2020 endete mit diesen Ausführungen:
Fazit
Die für menschliches Leben nutzbare Oberfläche der Erde ist nicht vermehrbar und bereits soweit genutzt, dass jede weitere Ausdehnung menschlicher Siedlungen, landwirtschaftlicher Anbauflächen, industrieller Anlagen und Verkehrswege den Verlust von intakter Umwelt, von Artenvielfalt und von intakten Regelkreisen bedeutet, die – auch wenn wir das noch nicht vollständig begriffen haben – für unser Überleben als Art nicht verzichtbar sind.
Der Ressourcenverzehr der Menschheit ist in allen Bereichen immens und es ist nicht falsch, davon auszugehen, dass wir, an dem was wir haben, zumindest Raubbau treiben und späteren Generationen nur noch leere Hüllen hinterlassen. Auch das, was als „Umweltverschmutzung“ bezeichnet wird, ist ein Einflussfaktor, der mit der Zahl der Menschen auf dem Planeten wächst, was die Frage aufwirft:
- Können wir es uns als Menschheit eigentlich leisten, alle 7,8 Milliarden, in 30 Jahren alle 9,8 Milliarden Menschen, auf einen Wohlstandslevel zu bringen, der dem europäischen Durchschnitt entspräche, oder
- würde der Planet schon heute ächzend in die Knie gehen, wollte man ihm dies abverlangen?
Die Frage ist rhetorisch. Es ist nicht möglich.