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Startschuss an der EM 2016: Abassia Rahmani kommt viel zu langsam aus den Blöcken. Doch nach wenigen Metern nimmt sie Tempo auf, überholt eine Sprinterin nach der anderen. Diese Medaille gehört mir!, denkt sie. Federnden Schrittes fliegt sie als Dritte über die Zielgerade. 100 Meter in 14,78 Sekunden. Bronze!
Zwei Jahre später: Abassia Rahmani (26), durchtrainiert, dunkler Teint, lange dunkle Haare, schwarze Augenbrauen über den grossen Augen, mit einem kleinen, silbernen Nasenring und äusserst charmantem Lachen, sitzt vor dem Training in der Kabine der Leichtathletikanlage Deutweg in Winterthur ZH und blickt zurück. Noch vor zehn Jahren habe nichts darauf hingedeutet, dass sie mal an internationalen Wettkämpfen für Menschen mit Handicap um Bestplätze kämpfen würde.