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In Zürich-Seebach selber gibt es keine echte Sternwarte, jedoch nur wenige hundert Meter in nordwestlicher Richtung auf Rümlanger Boden die bekannte Rümlanger Sternwarte Rotgrueb. Sie wurde vom Seebacher Mechaniker und Hobbyastronomen Arnold Jost im Jahre 1968 mit dem Segen der Gemeindebehörden von Rümlang fertiggestellt. Bei den Maurerarbeiten war ebenfalls ein Seebacher beteiligt, daher findet sie hier Erwähnung, auch wenn sie auf Rümlanger Boden liegt. Die Sternwarte war die Verwirklichung eines lange gehegten Jugendtraumes des Arnold Jost. Die Bewilligung zum Bau erhielt er bereits 1966 mit dem Einverständnis, den Kuppelbau von 5.5 m Durchmesser auf ein altes Wasserreservoir auf der Erhebung zwischen Rümlang und Watt in der Flur Rotgrueb zu bauen. Altershalber musste er seine Aktivitäten in der Warte 1992 aufgeben.
Seit dem 6. November 1996 wird die Sternwarte Rotgrueb von einem lokalen Verein aus Amateur-Astronomen, dem Verein Sternwarte Rotgrueb Rümlang (VSRR) betrieben, der Mitglied der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG) ist. Dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Rümlang, des Kantons Zürich, der Zürcher Kantonalbank sowie der Bevölkerung und des Gewerbes von Rümlang und Umgebung hat der VSRR die Sternwarte renovieren und eine moderne und hochwertige Instrumentierung anschaffen können. Das Observatorium wurde ab August 1998 der Öffentlichkeit sowie Gruppen und Schulklassen zugänglich gemacht. Das alles war gerade zu jener Zeit, als uns der Komet Hale-Bopp im März 1997 einen Besuch abstattete.
Damals musste allerdings noch mit der alten parallaktischen Montierung mit ihrer unhandlichen Nachführung gearbeitet werden, welche im Winter/Frühling 1998/99 ersetzt werden konnte. Das Observatorium ist nunmehr mit einem Spiegelfernrohr von 30 cm Öffnung ausgestattet.
Jeden Mittwoch Abend finden bei geeigneter Witterung Führungen statt. Die Öffnungszeiten ändern jeweils mit Beginn und Ende der Winterzeit.
Seebach ist allerdings nicht ohne Fernrohre. Von einigen privat betriebenen Instrumenten hat die OGS Kenntnis, allerdings leiden die meisten dieser Betreiber unter den gleichen Problemen, welche man in einem Wohnblock in Kauf nehmen muss: Zu viel Licht rund herum, zu hohe Nachbarhäuser und Bäume, störende Vordächer und fehlende Möglichkeiten, das Instrument auf dem Dachboden zu montieren.
Quellen: - OGS-eigene - die Vorstadt 27.8.1998 - Tagblatt der Stadt Zürich 1998