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Ende 2010 lebten 385 468 Personen in der Stadt Zürich; 2562 mehr als zu Beginn des Jahres. Der Zuwachs war etwas grösser als 2009 (+2407 Personen), doch deutlich geringer als in den Jahren 2006–2008, als die Bevölkerung im Mittel jährlich um über 4500 Personen wuchs.
Mit einer Zunahme von 2505 Personen wurde das Bevölkerungswachstum 2010 fast ausschliesslich von Schweizerinnen und Schweizer getragen. Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer vergrösserte sich um nur 57 Personen. Das unterschiedliche Wachstum der beiden Bevölkerungsgruppen führte zu einem Rückgang des Ausländeranteils von 30,7 auf 30,5 Prozent.
Ein Viertel der Ausländerinnen und Ausländer sind Deutsche
Hinter der kaum veränderten Gesamtzahl der Ausländerinnen und Ausländer verstecken sich deutliche Umschichtungen. Am stärksten zugenommen hat 2010 erneut die Zahl der Deutschen. Nach einem Plus von 1051 Personen lebten Ende Jahr 29 877 Deutsche in Zürich. Sie bilden einen Viertel des hiesigen Ausländerbestandes (25,4 %). Die zweitgrösste Ausländergruppe der Italienerinnen und Italiener hingegen ist kleiner geworden: Nach einem Rückgang um 277 Personen sind es noch 13 096 Personen. Noch ausgeprägter war der Rückgang bei der drittgrössten Ausländergruppe der Menschen aus Serbien, Montenegro oder Kosovo: Der Bestand sank im Laufe des Jahres von 9120 auf 8184 Personen.
Zahlreicher geworden sind 2010 neben den Deutschen auch die Franzosen (+282 Personen), die Briten (+279 Personen) und die Österreicher (+156 Personen). Zürcherinnen und Zürcher erhalten dadurch immer öfter Gelegenheit, die in der Schule gelernten Sprachen Hochdeutsch, Französisch und Englisch auch in der Heimatstadt einzusetzen.
Die Bevölkerung wächst da, wo Wohnungen gebaut werden
Die Bevölkerungszunahme verteilt sich ungleichmässig auf das Stadtgebiet; die Leute ziehen da hin, wo sie eine Wohnung finden. Altstetten, das im Laufe des Jahres über 250 neue Wohnungen erstellt hat, gewann 814 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner, in Affoltern und Seebach (beide über 150 Neuwohnungen) stieg die Einwohnerzahl um 589 bzw. 548 Personen. Bedeutend war die Bevölkerungszunahme auch in Alt-Wiedikon (+484 Personen) und in den Quartieren Seefeld und Mühlebach (zusammen +242 Personen).
Verjüngung der Zürcher Stadtbevölkerung
Im Laufe des Jahres 2010 sind die Schweizerinnen und Schweizer in der Stadt Zürich im Mittel zweieinhalb Monate jünger geworden. Die Verjüngung ergibt sich überwiegend dadurch, dass Schweizer Kinder unter 15 Jahren immer zahlreicher werden, während die Zahl der 70- bis 85-Jährigen ebenso kontinuierlich abnimmt. 2010 hat die Zahl der Schweizer Kinder unter 15 Jahren in der Stadt Zürich um 1306 zugenommen, während sich die Zahl der 70- bis 85-Jährigen um 823 Personen verminderte. Die Altersentwicklung der ausländischen Bevölkerung folgt keinem längerfristigen Trend.
Statistiken siehe angehängte Medienmitteilung.