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Vorbei die Zeiten völlig rationaler Entscheidungen, die aus reinem Eigennutz getroffen werden – abweichend vom neoklassischen Modell des Homo Oeconomicus berücksichtigt die Verhaltensökonomie Einsichten aus der Psychologie, um das individuelle Verhalten in wirtschaftlich relevanten Situationen zu analysieren. Dabei spielen soziale Präferenzen – wie Fairness – und Abweichungen von vollständiger Rationalität – wie Verlustaversion – eine Rolle. In der Neuroökonomie werden zudem die neurobiologischen Grundlagen ökonomischen Verhaltens untersucht.
Sie lernen die grundlegenden verhaltensökonomischen Modelle kennen und diskutieren ihre Anwendung in den Bereichen Arbeitsmarktökonomik, Organisationsökonomik, Gesundheitsökonomik, Industrieökonomik oder Entwicklungsökonomik. Sie bedienen sich dazu mathematischer, statistischer und empirischer Methoden, wie Labor- und Feldexperimenten.
Die Kenntnis verhaltensökonomischer Einsichten erlaubt eine bessere Prognose der Wirkung von Politikmassnahmen auf das reale Wirtschaftsgeschehen und schafft die Grundlage für das Design neuartiger Politikinstrumente, wie Nudging.
Berufsperspektiven
Mit der Spezialisierung im Nebenfachstudienprogramm Behavioral Economics erwerben Sie analytische und empirische Kenntnisse, die Sie sowohl in privaten als auch öffentlichen Institutionen einsetzen können, beispielsweise in den Bereichen Personalwesen, Organisationspsychologie oder in der Politikberatung.