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Ungepflügte Felder reflektieren mehr Strahlung als gepflügte, wie eine neue Studie von ETH-Forschenden zeigt. Dieser Effekt kann bei Hitzewellen die Temperaturextreme um bis zu zwei Grad dämpfen.
Eine in Europa weit verbreitete und übliche Bewirtschaftungsmethode ist das Umpflügen von Weizenfeldern nach der Ernte. Statt heller Stoppeln an der Oberfläche verbleibt dunkle Erde, dies zum Nachteil für das lokale Klima.
Der Albedo-Effekt bewirkt, dass circa 30 Prozent der Sonnenstrahlung von nicht gepflügten Äckern zurückgeworfen wird, während es bei gepflügten Feldern nur 20 Prozent sind. Dies wirkt sich laut Artikel wiederum auf Extremtemperaturen aus: Unbearbeitete Felder haben die lokale Temperatur um zwei Grad während der extremen Hitze im Jahr 2003 in Europa gesenkt.
Neben dem Albedo-Effekt wirken nach Meinung der Forscher auch die Erntereste als Isolationsschicht. Diese hält laut Artikel die Feuchtigkeit in den tieferen Bodenschichten, entlässt die Feuchtigkeit nur langsam und vermag es, die Lufttemperatur während einer Hitzewelle zu senken.
Zwar wirkt der Kühleffekt nur kurzfristig und lokal bis regional, und dürfte laut den Forschern langfristig keine Folge auf den Trend zu wärmeren Klima und mehr Hitzewellen haben. Dennoch sehen die Forscher laut Artikel ein Potential darin, dass bei besonders starken Hitzewellen die Ackerland-Albedo die hohen Temperaturen zu dämpfen vermag.