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Die Morsetelegraphie ist ein Verfahren, mit dem Schriftzeichen, Zahlen und Interpunktionen optisch, graphisch oder akustisch übermittelt werden können.
Erfunden wurde diese Technik von Herr Samuel Finley B. Morse, einem amerikanischen Maler und Erfinder (27.4.1791 bis 2.4.1872).
In den Anfangszeiten, Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Zeichen, über „Telegraphieleitungen“ übermittelt. Manch einer errinnert sich an ältere Westernfilme, wo die Zeichen aus kompliziert anmutenden Kästen tickten und auf langen Papierstreifen ausgedruckt wurden.
Später, mit dem Einzug der drahtlosen Technik bedienten sich vor allem die internationale Schifffahrt, der Flugverkehr und das Militär dieser Übermittlungstechnik. Die Zeichen wurden in dieser Zeit nicht mehr auf Papier ausgedruckt, sondern akustisch wiedergegeben und vom Operator aufgeschrieben. Nach dem dramatischen Untergang der Titanic 1912, wurde erkannt, dass für Passagierschiffe die dauernde Bemannung einer Radiotelegraphiestation für die Sicherheit unabdingbar ist.
Seit den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat die Morsetelegraphie an Bedeutung verloren; sie wurde durch verschiedene Arten von Radiofernschreiben abgelöst, wie etwa SITOR, Pactor usw. Daher ist sie heute nur noch ein Spezialgebiet, das vor allem noch durch uns Radioamateure gepflegt wird.
Die Morsetelegraphie ist auf den meisten Teilen der Frequenzbänder für den Amateurradiodienst zugelassen.