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Büste von El Greco, Datum unbekannt
1541 – 1614
El Greco (spanisch für: Der Grieche, richtiger Name: Domínikos Theotokópoulos) war ein spanischer Maler griechischer Herkunft. Er gilt als Hauptmeister des Manierismus und der ausklingenden Renaissance. In seiner Heimat Kreta absolvierte er eine Ausbildung als Ikonenmaler nach byzantinischer Tradition. In Italien, wo er im Atelier von Tizian arbeitete, nahm er westliche Bildthemen und Techniken auf und in Spanien bewegte er sich dann vom vorherrschenden Naturalismus weg hin zu einem Individualstil, indem er einen neuen Ausdruck für spirituelle Phänomene suchte und zunehmend wieder die byzantinische Maltechnik einfliessen liess. Er bescherte der katholischen Bilderwelt neue Themen und eine Neuinterpretation bekannter Ikonografien. El Greco malte hauptsächlich Bilder religiöser Themen und Porträts, daneben wenig Landschafts- und Genremalerei, wobei seine Förderer weniger Adelige waren als vielmehr Intellektuelle, Geistliche und Humanisten. Zudem war er als Bildhauer und Architekt tätig. Nach seinem Tod wurde seinem Werk lange Zeit keine grosse Wertschätzung zuteil. Erst im 19. Jahrhundert wurde er von der künstlerischen Avantgarde der Moderne wiederentdeckt und insbesondere von Künstlern des Expressionismus als einen wichtiger Bezugspunkt gesehen.