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Zwei Grabhügel im Britzigerwald
In den Jahren 1969 und 1971 fanden im Britzigerwald in Riehen archäologische Ausgrabungen statt. Dabei wurden in zwei aus Kalksteinen gebauten Grabhügeln die menschlichen Überreste von drei Individuen entdeckt.
Anhand von Funden und Vergleichen lassen sich die Riehener Grabhügel in die Zeit des 14. Jh. v. Chr. datieren. Es handelt sich damit um Bestattungen aus der Übergangszeit der Mittel- und Spätbronzezeit. Solche Bestattungen sind typisch für diese Zeit und unsere Region.
Der erste Grabhügel wurde 1969 ausgegraben. Zu diesem Zeitpunkt war er nur noch 50 cm hoch. Im Inneren wurden die kremierten Überreste einer Person gefunden, die man zusammen mit Kleidern, Schmuck und weiteren Artefakten verbrannt hatte.
In der Mitte des zweiten, 1971 ausgegrabenen Grabhügels legte man eine Körperbestattung frei. Dieses sogenannte Zentralgrab war möglicherweise schon in der Antike ausgeraubt worden, weshalb „nur“ noch ein verbogener Golddraht und eine zu einem Spachtel umfunktionierte Gewandnadel geborgen werden konnte. Es ist aber anzunehmen, dass man die Person einst mit vielen prunkvollen Beigaben bestattet hatte.
Nach der Bestattung wurde ein Teil des Hügels wieder abgetragen und mit einer Trockenmauer abgestützt. Auf dem so entstandenen Platz fand die Kremation einer weiteren Person statt. Die Asche wurde in einem Steingefäss, einem sogenannten Ossuar, gesammelt und anschliessend wurde der Hügel wieder aufgeschüttet. Auch diese Person ist zusammen mit Schmuckobjekten verbrannt worden.
In unmittelbarer Nähe wurden keine Siedlungsspuren gefunden, so dass unklar bleibt, wo die hier bestatteten Menschen gelebt haben. Möglicherweise gibt es aber einen Zusammenhang mit der ungefähr zeitgleich datierten, aber doch in einiger Entfernung liegender Siedlung am Haselrain.
Details
Fundobjekt: Zwei Grabhügel mit drei Bestattungen
Datierung: 14. Jh. v. Chr.
Fundort: Riehen-Britzigerwald