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Am Morgen des 18. November wurde der 54jährige Paul Rhodes durch Giftspritze in Idaho hingerichtet. Er hatte mehr als zwanzig Jahre im Todestrakt gesessen. Seine Hinrichtung ist die erste im Bundesstaat Idaho seit 17 Jahren und erst die zweite seit 1957.
Rund 100 Personen haben vor dem Gefängnis gegen die Hinrichtung von Paul Rhodes protestiert. Die Medien berichteten, der Gouverneur sei mit vielen Aufrufen, die Hinrichtung zu stoppen, eingedeckt worden. Darunter waren Appelle der Europäischen Union, vom Vatikan – und von der Schweizer Regierung.
Eine Entscheidung des Gewissens
Am 22. November hat Gouverneur John Kitzhaber in Oregon eine anstehende Hinrichtung blockiert und angekündigt, er werde keine weiteren Hinrichtungen erlauben solange er im Amt ist. Damit hat er den 49jährigen Gary Haugen vor der auf den 6. Dezember geplanten Hinrichtung bewahrt.
Der Gouverneur erklärte, er bereue, dass er früher zwei Hinrichtungen autorisiert hatte. Damals sei er «zwischen meiner persönlichen Überzeugung gegen die Todesstrafe und seinem Eid auf die Verfassung von Oregon hin und hergerissen» gewesen. «Heute könnte ich nichts mehr tun, was ich für moralisch falsch halte.»
Die Todesstrafe sei «weder fair noch gerecht», so der Gouverneur, es sei Zeit «eine bessere Lösung» zu finden. Er hoffe, das Moratorium für Hinrichtungen in Oregon werde zu einer Entscheidung führen wie in den Bundesstaaten Illinois, New Jersey und New Mexiko, welche die Todesstrafe in den letzten zwei Jahren abgeschafft haben. Es befinden sich zurzeit 37 Gefangen im Todestrakt von Oregon.