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James Bond - Never say never again (1983)
James Bond 007 - Sag niemals nie
James Bond - Never say never again (1983) James Bond 007 - Sag niemals nie
Oder: Der böse Bruder
James Bond (Sean Connery) ist in die Jahre gekommen und müht sich in einem Trainingscamp ab, wo er tatsächlich "erstochen" wird. Sein Chef "M" führt diese Formschwäche auf die falsche Ernährung und den Alkohol zurück, die Bond noch immer in Übermassen geniesst. Drum wird er in ein Sanatorium geschickt, wo die Krankenschwestern zum Freiwild werden.
Gleichzeitig arbeitet die Geheimorganisation "SPECTRE" an einem perfiden Plan. Mit Drogen willig gemacht, wird Jack Petachi (Gavan O'Herlihy) die exakte Kopie des Auges des amtierenden US-Präsidenten eingepflanzt, mit dem er den Augensensor überwinden kann, hinter dem Atombomben gelagert sind. Unter der Leitung von Maximilian Largo (Klaus Maria Brandauer) sollen zwei dieser Bomben entwendet werden und die Welt danach eine gigantische Summe Geld zahlen, sonst würden diese Dinger losgelassen.
Da Petachi im gleichen Sanatorium wie James Bond liegt, wird dieser natürlich auf ihn aufmerksam. Die schöne Fatima Bush (Barbara Carrera) amtet als persönliche Bewacherin des wertvollen Patienten und legt sich bald mit unserem Agenten an. Dieser kann dann auch nicht verhindern, dass der Plan von "SPECTRE" ausgeführt werden kann, setzt sich aber diesem grosskotzigen Largo an die Fersen.
Über dessen Freundin Domino (Kim Basinger versucht James Bond nun, an Largo heran zu kommen. Doch der Kerl weiss natürlich, mit wem er es zu tun hat und die Ermittlungen ziehen sich entsprechend in die Länge. Als Bond herausfindet, dass Domino die Schwester des inzwischen aus dem Weg geräumten Petachi ist, scheint er eine Lücke in Largos Plan gefunden zu haben.
DVD-Rating
1965 durften wir James Bond in einem Abenteuer namens Thunderball bewundern. Sean Connery musste damals zwei Atombomben finden, Tom Jones sang den passenden Titelsong und die Unterwasserszenen waren toll. Da aber einige Probleme mit den Verfilmungsrechten anstanden, wurde es möglich, dass ein Remake dieses Films gedreht werden konnte und es dabei möglich war, die originalen Namen darin zu benutzen. Zwar fehlt Never say never again der typische Bond-Vorspann, der Agent bestellt "Whisky on the Rocks" anstatt Martini und Sean Connery spielt den Agenten vielfach mit einem Augenzwinkern und dennoch wird der Film immer wieder als "Stiefbruder" der Agentenreihe betitelt.
Anfänglich macht die Szenerie sogar noch Spass. Ein gealterter Bond müht sich im Trainingscamp ab, schleppt einen Koffer voll Leckereien ins Sanatorium und mit Barbara Carrera konnte ein heisser Feger als böses Bondgirl verpflichtet werden. Jedoch wird einem bald bewusst, dass Never say never again irgendwie halt schon nie so richtig in die Gänge kommt. Das liegt einerseits natürlich an der bekannten Geschichte, die in Thunderball viel besser umgesetzt wurde, andererseits am farblosen und im englischen Original recht lächerlich wirkenden Klaus Maria Brandauer. Er strahlt nur selten die Bedrohun aus, die ein Bond-Bösewicht eigentlich haben sollte.
Kim Basinger ist nett anzuschauen, hat aber kaum anspruchsvolle Szenen. Rowan Atkinson (Mr. Beans Holiday) ist völlig fehl am Platz und auch sonst interessieren die Geschehnisse um die Figuren den Zuschauer nicht wirklich. Zu lau ist die Umsetzung, zu fad die Settings und wenn Sean Connery am Schluss sein "Never again" zum Besten gibt, dann ist man froh, dass es bei dieser letzten Aufarbeitung geblieben ist.
Fazit: Obwohl kein "offizieller" Bondfilm, ist Never say never again mit der Serie verbunden. Das nützt dem Film leider nichts, denn er ist weder richtig spannend, noch spektakulär, geschweige denn komisch. Er entpuppt sich als lahmer Abklatsch von Thunderball, dem es an Tempo und Intensität fehlt. Sean Connery alleine kann diesen Abschiffer auch nicht retten.
Auf der kargen DVD findet man leider nur den Original-Trailer als Bonusmaterial. Man vermisst die üblichen Extras, die auf den offiziellen Bondfilmen so interessant und ausführlich vorhanden sind. Ausserdem wird der Ton nur in Mono und Surround präsentiert, was im Heimkino für einen erneuten Dämpfer sorgt. Das Bild ist typisch 80s, nämlich leicht verschmiert und auch ein bisschen Blass.
OutNow.CH:
16.10.2008 / muri
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