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Google hat die geplante Rückkehr der Mitarbeitenden in die Büros um einige Monate nach hinten auf September 2021 verschoben. Dies geht aus einer E-Mail von CEO Sundar Pichai hervor, das der 'New York Times' (Paywall)
vorliegt.
Gleichzeitig sieht der Konzern eine Reihe von Massnahme vor, die die Arbeitsweise der Angestellten erheblich verändern könnten. Dem E-Mail zufolge will Google eine flexible Arbeitswoche testen, sobald es sicher sei in die Büros zurückzukehren. Dabei wird von den Mitarbeitenden erwartet, dass sie an mindestens drei Tagen der Woche für sogenannte Kollaborationstage im Office anwesend sind.
"Wir testen die Hypothese, dass ein flexibles Arbeitsmodell zu mehr Produktivität, Zusammenarbeit und Wohlbefinden führt", schrieb Pichai in der E-Mail.
Zunächst erwartete Google, Anfang 2021 in die Büros zurückkehren zu können. Dann wurde der Termin auf Sommer verschoben und nun auf den Herbst. Dieser Termin gilt wohl nicht für alle Google-Mitarbeitenden weltweit, da die Entwicklung der Pandemie in den einzelnen Ländern nicht absehbar ist.
Google sieht für das hybride Modell auch neue Bürokonzepte vor. Etwa sollen vermehrt Aussenbereiche für grössere Versammlungen genutzt werden. Mitarbeiter sollen mehr Optionen erhalten, Plätze für Meetings mit bis zu einem Dutzend Personen reservieren zu können. Hinzu kommen reservierbare Schreibtische, die der konzentrierten Arbeit dienen sollen.
Gleichzeitig solle es Kabinen in den Büros geben, die von den Mitarbeitenden vor Ort für Meetings mit remote Arbeitenden genutzt werden können. Von dort aus sollen auch Übertragungen in professioneller Qualität möglich sein.
Hybride Arbeitsformen: gekommen, um zu bleiben?
Das hybride Arbeitsmodell von Google setzt voraus, dass die Mitarbeitenden in Pendler-Distanz zu ihren Büros wohnen. Vollständig remote zu arbeiten, wird nicht angeboten, so Pichai in der Nachricht, die von 'CNBC' publiziert wurde. Twitter und Facebook haben hingegen angekündigt, dass ihre Mitarbeitenden permanent vom Homeoffice arbeiten könnten.
Aus einem Q&A für Mitarbeitende geht laut 'CNBC' weiter hervor, dass Google aktiv in eine Hub-Strategie investiere und mehr Büros weltweit eröffnen wolle.
Andere Konzepte verfolgen Netflix und Dropbox
Nachdem Angestellte so lange Perioden im Homeoffice gearbeitet haben, ist es für die Unternehmen eine Herausforderung, sie wieder in die Büros zurückzuführen.
Einige Firmenchefs, darunter Netflix-CEO Reed Hastings, haben bereits verlauten lassen, keine Vorteile im Homeoffice zu sehen. Die Arbeit von Zuhause aus sei ein "reiner Nachteil", da man sich nicht persönlich treffen könne, um Ideen zu diskutieren. Den Angestellten werde es nach der Pandemie erlaubt sein, einen von fünf Tagen im Homeoffice zu arbeiten, berichtete das 'Wall Street Journal'
.
Bei Dropbox wiederum wollen die Mitarbeitenden nicht zurück in einen strikten Büroalltag, wie eine Befragung der Angestellten zeigte. Das Unternehmen hat entschieden, dass Remote-Arbeit Standard bleiben werde. Der Softwareanbieter werde zu einem "Virtual-First"-Unternehmen, hiess es.
Um Mitarbeitende zusammenzubringen und die Unternehmenskultur trotz Homeoffice zu fördern, richtet Dropbox sogenannte Studios ein. Diese sollen in bestehenden Immobilien oder anderen flexiblen Räumlichkeiten das gemeinsame Arbeiten ermöglichen. Diese Räumlichkeiten sieht das Unternehmen ausdrücklich
für die Zusammenarbeit und nicht für die Einzelarbeit vor.