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Wir feiern Beethovens 250. Geburtstag mit seiner Sinfonie Nr. 6, der „Pastorale“! Ein gemeinsames Musikprojekt der Kantonsschule Uetikon am See mit dem Jugendsinfonieorchester Zürichsee.
Unter Anleitung von Fabian Klausberger und Fabian Carisch haben die Schüler*innen der 4. Klasse mit Kunstfachwahl Musik das Projekt thematisch begleitet. Erstaunliche Aspekte und Hintergrund-Informationen zu Beethovens Leben und Werk sind auf dieser Seite zusammengestellt.
von Anna Boendermaker, Sophie Flatt Jimenez, Kate Galley, Leona Hölzel, Haleena Janjua, Sophie von Wartburg
von Anna Akesson, Sophie Pfister, Victoria Zimmermann
Jael Guggenheim, Jaël Barghorn, Florina Rischatsch
Musikalische Erziehung gab es schon früher in Form von Singen, Spielen, Tanzen seit (1782-1852) während der Kindergartenzeit. Jedoch wurden wenige Kinder in eine so musikalische Familie reingeboren wie Ludwig van Beethoven.
Schon sein Vater Johann van Beethoven und sein gleichnamiger Grossvater Ludwig arbeiteten einer Hofkapelle in Boon als Musiker. Der Vater als Sänger und Musiklehrer und der Grossvater als Hofkapellenmeister. Der Vater erkannte früh die außerordentliche Begabung seines Sohnes und sorgte für eine solide Musikausbildung. Der Vater galt als sehr streng. Deswegen war der Musikunterricht Ludwigs nicht selten mit Ohrfeigen und Schlägen versehen. Mit fünf Jahren bekam er seine erste Klavierstunde und war schon früh in der Lage frei zu improvisieren, was nebst dem Fantasieren auf dem Instrument zu seinen Stärken gehörte. Die Alkoholkrankheit des Vaters war eine Belastung für die ganze Familie. Nicht desto trotz war sein Vater die treibende Kraft, was den Erfolg seines Sohnes anging. Bereits mit acht Jahren absolvierte Beethoven sein erstes Konzert. Während seiner Auftritte spielte er nicht nur nach Noten, sondern improvisierte auch. Sein erster Lehrer und Förderer war Christian Gottlob Neefe, der 1779 als Musiker nach Bonn kam, das musikalische Talent Ludwigs erkannte und ihn neben dem Klavierspiel Generalbass und Komposition lehrte. Er vermittelte ihm auch Musikwerke zeitgenössischer Komponisten, der Mannheimer und Wiener Schule.
Seine Schulbildung dagegen kam etwas zu kurz, denn auf Zwang lernte er ungern. Ausserdem blieb daher verfügte er lediglich über grundlegende Fertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen. Zudem erhielt er Unterricht in Italienisch, Französisch und Latein.
In den folgenden beiden Jahren, (1793/1794) nahm Beethoven Unterricht bei Joseph Haydn, Johann Schenk, Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri. Man munkelt, dass er auch von Mozart persönlich unterrichtet wurde. Ob sie sich wirklich getroffen haben ist allerdings ungewiss.
von Leon Fassbender, Thiago De Martin-Bianco
von Aldo Bauer, Leonardo Goldoni, Lionel Jaccard, Corsin Möri, Kiran Rai
Der Anfang seiner Krankheit
Schon mit 27 Jahren litt Beethoven an Gehörleiden, damit wurde seiner Karriere ein frühzeitiges Ende gesetzt. Im Alter von 32 Jahren schildert Beethoven seine Symptome. Diese waren Schwerhörigkeit mit Hochtonverlust und Sprachverständlichkeitsverlust, quälende Ohrgeräusche, Verzerrungen und Überempfindlichkeit für Schall. Aufgrund dieser vielen Einschränkungen im Alltag, mied er die Welt der Hörenden und isolierte sich. Er war viel für sich alleine und hatte auch mit Suizidgedanken zu kämpfen. Die Musik hat ihm dabei geholfen sich besser zu fühlen. Während er zuerst noch viele Konzerte gegeben hatte, spielte er bald nur noch für enge Freunde oder sich selbst. Mit seinen freien Improvisationen und Fantasien spielte er sich in alle Herzen.
Auswirkungen auf die Musikstücke, die er nach dem Erkranken komponierte
Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. Aus seinem umfangreichen konzertanten Werk stechen insbesondere die neun Sinfonien und seine Klavierwerke hervor, speziell die fünf Klavierkonzerte und 32 Klaviersonaten. Daneben schuf er u. a. ein Violinkonzert, die Oper Fidelio sowie die Missa Solemnis.
Seine letzten Jahre und der Tod
Ab dem Jahr 1812 verschlechterte sich seine Lebenssituation gewaltig. Ereignisse mit der «Unsterblichen Geliebten», materielle Sorgen (Rentenvertrag), Verschlimmerung des Gehörleidens bis zur kompletten Gehörlosigkeit spielten dabei eine grosse Rolle. Nur sechs Jahre später gelang es Beethoven schon nicht mehr als Pianist aufzutreten. Obwohl diese Krise ihn schwächte, versuchte er weiterhin Musikstücke zu komponieren, unter anderem Klaviersonate. 1821 erkrankte der Komponist an Gelbsucht und Leberzirrhose (Endstadium einer Lebererkrankung), welche ihn in seiner Karriere noch mehr beeinträchtigten. Anfang 1823 vollendete er trotz seinen gesundheitlichen Problemen ein riesiges Projekt, eine Komposition für eine feierliche Messe.
In Beethovens letzten Jahren quälten ihn noch einige Krankheiten mehr, wie zum Beispiel Durchfall, Leibschmerzen, Koliken, Fieberzustände oder Entzündungen, wobei eine chronische oder akute Erkrankung die Ursachen hätten sein können. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein übermäßiger Alkoholkonsum, eine dadurch ausgelöste Bleivergiftung (giftige Metalle im Körper haben seine bisherigen Krankheiten noch verstärkt) und Brucellose die Hauptursachen für seinen frühen Tod waren.
Auf Ludwigs Rückreise nach Wien im Jahre 1826, fing er sich eine Lungenentzündung ein, woraufhin sämtliche Gefäße verstopften und Wasserablagerungen in Körperteilen auftraten. 1827 verstarb Ludwig van Beethoven im Alter von 56 Jahren auf Grund seinen Erkrankungen in Wien, wobei 20‘000 Personen an seinem Trauerzug teilnahmen und den Musiker ehrten.
von Irina Jocham, Noëmi Weber, Elissavet Felekidou
Ludwig van Beethoven (Herr im linken Bild), wie auch der 14 Jahre ältere Wolfgang Amadeus Mozart (Herr im rechten Bild), wurde väterlicherseits in eine Musikerfamilie hineingeboren. Während Mozart mit vier am Klavier sass, mit fünf Jahren Stücke komponierte, spielte Beethoven dann doch noch lieber mit Holzklötzen. Doch er holte schnell auf, konnte mit sieben Jahren Klavier, Orgel und Violine spielen. Die ersten öffentliche Konzerte hielten beide in früher Kindheit und wurden ebenso von den beiden Vätern arrangiert.
Mit 16 Jahren machte sich Beethoven auf in Mozarts Heimat Wien, weil er bei ihm Unterricht nehmen wollte. Wer weiss, was geschehen wäre, wenn Beethovens Mutter nicht plötzlich krank geworden und er nicht schon nach zwei Wochen wieder nach Bonn in seine Heimat hätte zurückkehren müssen. Als Beethoven Jahre später wegen seines Studiums nochmals nach Wien kam, war Mozart bereits tot.
Angeblich war keiner dieser beiden Herren ein Frauenschwarm. Mozart hatte laut Zeitzeugen zwar eine freundliche Art, doch sein, wie auch Beethovens Aussehen, machte sich weniger. Beethoven soll weniger sozial, schon fast ein wenig autistisch gewirkt haben.
Während Mozarts Musik verspielt und oft sehr fröhlich klingt, wirken Beethovens Werke meist sehr dramatisch. Und genau das gilt heute als Beethovens Errungenschaft. Er war einer der ersten Komponisten, der die Musik dramaturgisch aufbaute. Seine Kompositionen finden die Krönung in einem grossen Finale, Mozarts Stücke hingegen enden an einem Punkt. Ebenso typisch für seine Musik ist die gewisse Unberechenbarkeit, oder konnten Sie aus den Anfängen seiner Stücke schon mal erahnen, wie sie weiterklingen? Versuchen Sie es sich das nächste Mal vorzustellen. Mit seiner Musik wollte Beethoven das Heldenhafte im Menschen darstellen und baute deswegen völlig überraschende Wendungen in seine Stücke ein. Vielleicht ein Grund, warum seine Musik in Wien mehr Anerkennung fand als vergleichsweise Mozart.
Ursprünglich diente die Sinfonie als Einführung in ein Konzert oder eine Oper: Beethoven und Mozart förderten die Weiterentwicklung der Sinfonie derart, dass sie sie als eigene Kunstform und zu dem, was wir heute darunter verstehen, erhoben.
Ein grundlegender Unterschied zwischen den beiden Komponisten, die die Musik für immer geprägt haben, liegt in der Art und Weise, wie sie komponierten. Wenn wir die Quantität Beethovens und Mozarts Werke vergleichen, ist Mozart mit mehr als 600 Kompositionen in nur 35 Jahren Beethoven mit seinen rund 340 Musikstücken in 56 Lebensjahren weit voraus. Der Grund für das grössere Gesamtwerk Mozarts hängt mit der völlig unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Komponisten zusammen. Mozart arbeitete sehr spontan, hatte er ein Stück geschrieben, war es für ihn beendet. Während Mozart einfach aufsaugte was er hörte, soll Beethoven viele Unterrichtsstunden bei anderen Musikern genommen haben. Doch liegt das wohl weniger am aussergewöhnlichen Talent Mozarts, mehr daran, dass Beethoven mit zunehmender Gehörlosigkeit zu kämpfen hatte.
Zusammengefasst kann man sagen, auch wenn die beiden Musiker in derselben Epoche lebten und die gleichen Grundsätze verfolgten, waren sie verschieden und haben, jeder auf seine Weise, die Musik verändert und geprägt.
Elisa Rüttimann, Emily Curtis
von Severin Stenz, Enea Hänni, Federico Sanchez Trachsel