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Der Schweizer Tennisprofi Roger Federer besiegte Andre Agassi im Masters-Final in Houston glatt in drei Sätzen mit 6:3, 6:0, 6:4.
Der Baselbieter liess sich auch durch eine über zweieinhalb-stündige Pause wegen Regens nicht bremsen und hievte sich mit dem Gewinn des WM-Titels auf den 2. Platz in der Weltrangliste.
"Ich bin sehr glücklich", so Federer beim Siegerinterview auf dem Platz. "Für mich war es eine phantastische Woche." Er sei in der Gruppe mit den stärksten Gegnern gewesen, und er habe alle Matches gewinnen können.
Von Agassi erhielt er Lob aus berufenem Mund: "Roger ist eine Inspiration für mich und er wird mir im nächsten Jahr helfen, noch besser zu werden."
Agassi gratulierte Federer denn auch nicht nur zum Turniersieg, sondern für das "grosse Tennis" der ganzen Woche. Mit Federer hat zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder ein Europäer den Masters Cup gewinnen können.
Der Final war auch ein Zusammentreffen zweier Tennis-Generationen. Während Agassi mit seinen 33 Jahren der letzte "Dinosaurier" der Sampras-Ära ist, vertritt der 22-jährige Baselbieter die aktuellen "Jungen Wilden", zu denen auch der Weltranglisten-Erste Roddick und die Nummer 8, der Argentinier David Nalbandian, gehören.
Stupende Überlegenheit
Wozu der 22-jährige Wimbledonsieger Federer fähig ist, wenn er sein bestes Tennis spielt, wurde vor allem vor aber auch nach der über zweieinhalstündigen Regenpause beim Stande von 6:3, 2:0, 30:0 bei Aufschlag von Agassi deutlich: Federer zeigte ein unglaubliches Feuerwerk an Gewinnschlägen und liess dem achtfachen Major-Turnier-Sieger nicht den Hauch einer Chance.
Federer spielte bereits von Beginn weg im Eilzugs-Tempo. Den ersten Satz brachte er in nur 27 Minuten nach Hause.
Alle Grand-Slam-Sieger bezwungen
Agassi kam nicht einmal zu einem Breakball. Das patriotische Publikum verstummte mehr und mehr. Nach lediglich 88 Minuten konnte Federer das Racket verstauen und sich für die Siegerehrung vorbereiten.
Rein sportlich ist dieser Sieg mindestens so wertvoll wie der Triumph in Wimbledon vom Sommer. In sechs Tagen besiegte Federer fünf Gegner aus den Top Ten, davon vier, gegen die er vorher eine negative Bilanz hatte.
Und Mit Agassi (Australien Open), Roddick (US Open) und Ferrero (French Open) waren alle Grand-Slam-Gewinner der Saison darunter. Insgesamt gab er in den fünf Partien in Houston nur einen Satz ab.
In Australien die Nummer 1?
Federer beendet wegen des siebten Turniersieges der Saison das Jahr auf Platz 2 im Entry Ranking. Er überholt Juan Carlos Ferrero und hat nun in Australien, dem ersten Grand-Slam-Turnier des nächsten Jahres, ausgezeichnete Chancen, den US-Amerikaner Andy Roddick vom Thron zu stürzen.
Für den Weltmeistertitel, dem zweitgrössten Turniersieg seiner Karriere nach dem Wimbledon-Triumph, erhält Federer 1,52 Mio. US-Dollar (rund 2 Mio. Franken).
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Mit dem Sieg im Masters-Final in Houston wurde Roger Federer Tennisweltmeister.
Der Sieg bringt Federer auf den 2. Platz der Weltrangliste.
Seine Prämien in Houston belaufen sich auf rund 2 Mio. Fr.
Der Turniergewinn ist deshalb sehr wertvoll, weil in Houston die gesamte Weltelite am Start war.