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Tuberkulose wird durch Bakterien verursacht. Diese Infektionskrankheit betrifft vor allem die Lunge, weil die Erreger durch Tröpfchen in der Luft eingeatmet werden.
Symptome von Tuberkulose
Nur 5 bis 10 Prozent aller angesteckten Personen erkranken tatsächlich an einer Tuberkulose. Aber wenn, dann meistens innerhalb von zwei Jahren. Es ist aber durchaus auch möglich, dass die Krankheit erst nach Jahren ausbricht. Eine frühe Erkrankung kommt bei Kleinkindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem häufiger vor.
Es sind verschiedene Tuberkulose-Arten bekannt. Diejenige, die am meisten Probleme verursacht und auch hoch ansteckend ist, ist die offene Tuberkulose.
Zuerst treten Grippesymptome wie Fieber, Husten und Müdigkeit aus. Auch nächtliche Schweissausbrüche oder ein Gewichtsverlust wegen fehlendem Appetit gehören dazu.
Wenn sich die Infektion in der Lunge ausbreitet, bilden sich dort mit Tuberkulosebakterien gefüllte Hohlräume. Diese Kavernen brechen zu den Bronchien durch und es entsteht die offene Tuberkulose. Typisch dafür ist dann ein schleimiger Husten, der auch blutig sein kann und hochansteckend ist.
Auch wenn Tuberkulose-Bakterien in 80 Prozent der Fälle die Lunge befallen, kann sie auch an anderen Organen entstehen, zum Beispiel an der Leber, Milz, den Hirnhäuten, am Darm oder an der Gebärmutter.
So wird die Tuberkulose diagnostiziert
Der Mantoux-Test und der Tuberkulose- Schnelltest dienen unter anderem zur Diagnosestellung. Allerdings sind die Tests alleine nicht aussagekräftig genug. Ein Röntgenbild der Lunge, Laboruntersuchungen und die Krankengeschichte müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Die Behandlung der Tuberkulose
Da die Tuberkulose durch Bakterien ausgelöst wird, kann sie Therapie mit speziellen Antibiotika (Antituberkulotika) behandelt werden. Diese medikamentöse Therapie dauert aber mehrere Monate, weil die Erreger sich sehr langsam vermehren.
Wenn die Medikamente nicht helfen, die Entzündungsherde in der Lunge zu heilen, weil sie zum Beispiel zu gross sind oder die Bakterien resistent gegen das Antibiotikum, muss dieser Teil der Lunge chirurgisch entfernt werden.
Ein Patient mit einer offenen Tuberkulose muss wegen der hohen Ansteckungsgefahr isoliert werden.
Tuberkulose in der Schweiz
In der Schweiz gibt es pro Jahr 550 Tuberkulose-Erkrankungen, die meisten bei Migranten. Insbesondere in Afrika, Südamerika, Osteuropa und Asien ist die Tuberkulose noch verbreitet. Erkrankt ein Einheimischer, dann meist im Pensionsalter. Die Ansteckung ist dann aber bereits als Kind erfolgt.
Tuberkulose-Impfung
Die Impfung gegen Tuberkulose wird heute praktisch nur noch in Ländern mit hohen Tuberkuloseraten durchgeführt. Sie gibt einen gewissen Schutz – aber nur in den ersten Lebensjahren.
Die Lungenliga empfiehlt die Impfung gegen Tuberkulose nur speziellen Risikogruppen, nämlich Neugeborenen und Säuglingen unter zwölf Monaten, deren Eltern aus einem Land mit hoher Tuberkuloserate stammen und wahrscheinlich dorthin zurückkehren.