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Ein junger Mann namens Ismet Prcic verlässt seine vom Krieg zerrissene Heimat. Er landet in Kalifornien, unter einem ewig blauen Himmel. Zurückgelassen hat er seine Eltern, seine erste Liebe, einen Teil von sich. Und die Gewissheit, dass die Wirklichkeit solide ist, ein fester Boden. Er schreibt Briefe an seine Mutter, doch die Wahrheit steht in seinem Tagebuch: dass er in Deckung geht, wenn ein Auto eine Fehlzündung hat, dass er eine Pistole besitzt, dass die Leute ihn meiden: ein durchgeknallter Bosnier, der nicht klarkommt und zu viel trinkt. Jemand rät ihm, alles aufzuschreiben, die Vergangenheit zu ordnen. Die Bilder der Kindheit kommen, süss und schmerzvoll. Tuzla, die belagerte Stadt. Das Sommerhaus. Doch wer ist Mustafa, dessen Geschichte sich in seine drängt wie ein nagender Widerspruch? Mustafa, der dem Krieg nicht entkommen ist und der ihn jetzt heimsucht wie ein Schatten, eine zweite Existenz. Die Erinnerungen, sie zerfallen vor seinen Augen, nichts lässt sich ordnen. Ismet hat Angst, den Verstand zu verlieren. Und Melissa, seine grosse Liebe.
»Scherben« ist ein kraftvoller, ergreifender, zärtlicher Roman über das, was der Krieg im Menschen zerstört. Seine Klarheit und Kraft bringen eine dunkle Geschichte zum Leuchten.
Ismet Prcic wurde 1977 in Tuzla/Bosnien-Herzegowina geboren. 1996 emigrierte er in die USA. Er studierte an der University of California in Irvine und unterrichtet heute Theater am Clark College in Portland, Oregon, wo er mit seiner Frau lebt. Scherben ist sein erster Roman, der in den USA breite Resonanz auslöste.
Dies ist der Roman einer Kindheit, des Erwachsenwerdens, des Liebens, des Witzes, des Leidens und der Tragödien. Die scheinbar heile jugoslawische Welt der frühen 90er (inkl. Ninja Turtles und Beavis & Butt-Head) bricht mit dem Bürgerkrieg in Scherben. Der jugendliche Held lebt trotzdem sein Leben, macht Erfahrungen (Slibowitz,... Dies ist der Roman einer Kindheit, des Erwachsenwerdens, des Liebens, des Witzes, des Leidens und der Tragödien. Die scheinbar heile jugoslawische Welt der frühen 90er (inkl. Ninja Turtles und Beavis & Butt-Head) bricht mit dem Bürgerkrieg in Scherben. Der jugendliche Held lebt trotzdem sein Leben, macht Erfahrungen (Slibowitz, zarte Liebe mit ewigem Knutschen) und entkommt -vor der Einberufung zur Armee- gerade noch in die USA. Berichtet wird das alles so kurzweilig, daß man sich das Grinsen nicht verkneifen kann. Auch wenn die Realität des Krieges immer wieder gewalttätig einbricht. Noch nie war man so dicht an der Historie dran, wie in diesem Buch, egal, ob das bereits 20 Jahre her ist. Beeindruckend, stark ist dieser Roman und vor allem ein Lobgesang auf "das Leben", allem Übel der Welt zum Trotz!