Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/804

Eine Datei zur Information und Nachverfolgung der Impfkampagne gegen Covid-19 wurde diese Woche vom Gesundheitsministerium eingerichtet. Sie heißt SI Vaccination Covid und soll Statistiken über die Durchimpfungsrate liefern, Personen identifizieren, die für eine Impfung in Frage kommen, Impfgutscheine verschicken, geimpfte Patienten im Falle eines späten Auftretens von unerwünschten Ereignissen kontaktieren … Diese Datei erzeugt Ängste und Kritik, und in den sozialen Netzwerken sind die Internetnutzer überrascht, dass Ärzte eine Zahlung von 5,40 € für jeden in der Datenbank eingetragenen Patienten erhalten.
Diese Vergütung, die manchmal als versteckt dargestellt wird, ist ganz offiziell und erscheint in öffentlichen Dokumenten auf der Ameli-Seite der Krankenkasse.
Nach Angaben der französischen Krankenkasse müssen die Ärzte Daten in das Register eintragen, um eine ordnungsgemäße Überwachung der Impfkampagne zu gewährleisten. Der Prozess rund um den Covid-19-Impfstoff ist komplexer als zum Beispiel bei der Grippe. Die einzuhaltende Kühlkette erfordert ein Beratungsgespräch vor der Impfung, das Einholen von Informationen und einer informierten Zustimmung des Patienten sowie die Überwachung der Person für eine halbe Stunde nach der Injektion.
Der Arzt muss Informationen über den Patienten und die erhaltene Dosis (Datum, Art des Impfstoffs, Chargennummer, erste oder zweite Injektion usw.) eingeben. Für die Krankenkasse ist es legitim, dass diese Gebühr, die jedes Mal mehrere Minuten für den Arzt bedeutet, bezahlt wird, daher die 5,40 € pro Patient. Die Bezahlung erfolgt um den 15. eines jeden Monats, was für den Patienten transparent ist: die Beratung und die Injektion des Impfstoffs sind zu 100% abgedeckt.