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Vereinsgründung und Vorläufer
Der Verein Peace Watch Switzerland (PWS) wurde im Sommer 2001 gegründet, doch die Begleitung der Menschen in Konfliktsituationen durch freiwillige MenschenrechtsbeobachterInnen in Guatemala und Chiapas (Südmexiko) hatte schon Jahre zuvor begonnen.
Rückkehrbegleitung der guatemaltekischen Flüchtlinge durch freiwillige MenschenrechtsbegleiterInnen, 1993 – 1996
Das Begleitprogramm COSAR (Coordinación Suiza para el Acompañamiento de Refugiados Guatemaltecos) für die rückkehrenden guatemaltekischen Flüchtlinge startete 1993. Die konkrete Anfrage für internationale Begleitung kam von der Flüchtlingskommission Comisiones Permanentes (CCPP), die 1984 in Mexiko gegründet worden war. Der lose Zusammenschluss von Schweizer Organisationen bestehend aus HEKS, Caritas, Fastenopfer, Peace Brigades International, Guatemala-Netz Bern, Guatemala-Komitee Zürich und Christliche Solidarität mit Lateinamerika bildeten gemeinsam die Trägerschaft für das Programm COSAR, die am 25. März 1993 gegründet wurde. Sie finanzierte die Suche von Freiwilligen, deren Ausbildung, Entsendung und Begleitung und schufen dafür eine 10%-Koordinationsstelle. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags in Guatemala und dem Abschluss des UNO-Rückführungsprogramms stellte die Interessensgemeinschaft die Begleitarbeit der Flüchtlinge in Guatemala wieder ein.
Freiwillige Menschenrechtsbegleitung im Friedensprozess von Chiapas seit 1995
Das Begleitprogramm CORSAM (Coordinación Suiza de Acompañamiento en México) startete 1995. Die konkrete Anfrage kam von Bischof Samuel Ruíz aus San Cristóbal de las Casas, der nach dem zapatistischen Aufstand in Chiapas Anfang 1994 als Vermittler zwischen der mexikanischen Regierung und den ZapatistInnen agierte und um internationale Begleitung bat. Die Menschenrechtsorganisation Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de las Casas (FrayBa) in San Cristóbal de las Casas übernahm die Koordination vor Ort, und in der Schweiz war es wieder die Interessensgemeinschaft der NGOs mit HEKS, Caritas, Peace Brigades International, Schweizerisches Ökumenisches Friedensprogramm, Guatemala-Netz Bern und verschiedene Solidaritätsgruppen mit Chiapas, welche die Verantwortung übernahm. Im Laufe de Jahre kümmerte sich die Koordinationsstelle für Guatemala auch um das Projekt in Chiapas und wurde auf 40 Stellenprozente erweitert.
Gründung des Vereins Peace Watch Switzerland 2001
Die Schweizer Organisationen der Interessensgemeinschaft beschlossen 2001, der internationalen Menschenrechtsbeobachtung und Begleitung durch Freiwillige in Kurzzeiteinsätzen mehr Kontinuität zu geben und gründeten im Jahr 2001 den Verein Peace Watch Switzerland. Die eigenständige Organisation soll in Zusammenarbeit mit den Schweizer NGOs Aufträge zur Suche, Ausbildung, Entsendung und Betreuung von freiwilligen MenschenrechtsbeobachterInnen aus der Schweiz übernehmen können und professionell durchführen.

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