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Food Contact Materials
Lebensmittelkontaktmaterialien werden oft auch als Food Contact Materials (FCM) bezeichnet. Im Schweizer Lebensmittelrecht heissen sie Bedarfsgegenstände.
Primäres Ziel des Netzwerkes des EURL-FCM und den entsprechenden NRL der EU-Mitgliedstaaten, Norwegens und der Schweiz ist eine Harmonisierung der Untersuchungsmethoden für geregelte Substanzen; für FCM aus Kunststoff gibt es in der EU rund 1‘000 davon. Aber auch Substanzen aus anderen FCM sind ein Thema, wie z.B. die Mineralölmigration aus Recyclingkarton. Dazu kommen viele Verbindungen die nicht spezifisch geregelt sind und solche die bei der Herstellung nicht absichtlich zugegeben werden (non-intentionally added Substances NIAS).
Die Migration aus FCM stellt die grösste bekannte organisch-chemische Verunreinigung von Lebensmitteln dar. Viele der in FCM eingesetzten und bei deren Herstellung entstehenden Substanzen (Reaktionsprodukte, Oligomere, Verunreinigungen) sind nicht charakterisiert und ihre toxikologischen Eigenschaften sind unbekannt. Die grosse Anzahl Substanzen macht es unmöglich sämtliche messen und beurteilen zu können.
Das EURL-NRL Netzwerk ist wegen dieser Vielfalt an Problemstellungen neben der Harmonisierung gewisser Methoden auch auf eine Spezialisierung der Mitglieder und der amtlichen Untersuchungslaboratorien angewiesen.