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Leyla und Madschnun ist der Titel einer klassisch orientalischen Liebesgeschichte, die über die Zeiten hinweg immer wieder von grossen Dichtern des Orients gestaltet wurde, zu ihnen zählen die aserbaidschanischen Dichter Nizami Gandschavi (1141-1209) und Fizuli (1495-1556). Die romantischste Fassung der Geschichte handelt von den beiden Beduinenkindern Leyla und Qays, die sich in jungen Jahren ineinander verlieben, jedoch nicht zusammenkommen dürfen. Ihre Trennung treibt den verliebten Qays in den Wahnsinn, weshalb er ‹Madschnun› [aserb.], der Verrückte, genannt wird, und letztlich in den Tod. In einer aufwendigen Inszenierung wird diese Geschichte vom Staatlichen Pantomimetheater Aserbaidschan als Oper auf die Bühne gebracht. Vor einem pompös-romantischen Bühnenbild leihen die Vokalsolisten den stummen Mimen ihre Stimme. Diese interpretieren das traurige Schicksal der zwei Liebenden zur Opernmusik von Üzeyir Hadschibeyov.