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- 1971 wurde das schweizerische Frauen- und Wahlrecht eingeführt
- 1981 wurde die Forderung nach Gleichstellung in der schweizerischen Verfassung verankert
- 1988 wurde das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau eingesetzt
- 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft
- 1997 wurde das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau ratifiziert
- 2018 wurde die Revision des Gleichstellungsgesetzes zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung verabschiedet.
Dies ist nur ein kurzer Aufriss eines Längsschnittes von schweizerischen Eckdaten historisch und politisch relevanter Entscheidungen in Richtung Gleichstellung von Mann und Frau.. Wo stehen wir heute?
- Obwohl mittlerweile mehr als die Hälfte der Studierenden weiblich ist, bleibt die wissenschaftliche Karriere mit einem Männeranteil von 77 % insbesondere den Männern überlassen.
- Nur ein Drittel der Führungspositionen ist von Frauen besetzt. Diese Tatsache und weitere Faktoren führen dazu, dass Männer im Durchschnitt 1532 Franken mehr pro Monat verdienen als Frauen.
- 2018 wurden in der Schweiz in 365 Tagen 7’576 Frauen Opfer durch häusliche Gewalt. Das sind 21 pro Tag. Pro Monat werden zwei Frauen von ihrem Partner getötet. Zudem kam es in der Schweiz im Jahr 2018 zu einem Tötungsversuch jede Woche. Dies zeigt aber nur ein beschränktes Abbild der Realität, da es eine hohe Dunkelziffer gibt.
- 40 % der Frauen in der Schweiz machen sich in ihrem Alltag Sorgen, sexuell belästigt zu werden. Ein erheblicher Teil der Frauen hat schon unterschiedlichste Belästigungsformen erlebt. In der Schweiz mussten 22 % der Frauen ab dem Alter von 16 Jahren bereits ungewollte sexuelle Handlungen erleben. Nur zehn % der Frauen die sexuelle Gewalt erleben melden den erlebten Vorfall der Polizei.
- Im Jahr 2019 betrug der Frauenanteil im Ständerat 15.2 % und im Nationalrat 32 %. In den Kantons- und den Gemeinderegierungen bilden Frauen durchschnittlich ein Viertel der Gesamtanzahl
- In den Theatern ist knapp ein Drittel der leitenden Funktionen mit Frauen besetzt. Die Musikbranche zeigt sich als die Branche die bezüglich Gleichstellung am meisten hinterherhinkt. 85 % der Musikschaffenden in der Schweiz sind Männer. Nur 15.7 % der Urheber*innen von musikalischen Werken in der Schweiz sind Frauen, obwohl in den Musikschulen der Mädchenanteil über 50 % beträgt.
Die genannten Fakten basieren auf einem heteronormativen Verständnis, welches zwei Geschlechter (weiblich/männlich) voraussetzt. Im Gegensatz dazu anerkennen und zelebrieren wir von Cats Calling Back die Vielfalt der Geschlechter, welche weit über das binäre Geschlechterverständnis hinausgeht.
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Aufgrund solcher Tatsachen werden FLINT-Personen gehindert Projekte umzusetzen, es fehlt ein kreatives und unterstützendes Netz an FLINT-Personen, es fehlen mögliche Vorbilder für die Nachwuchsförderung, wie auch ein spannender Diskurs zu Gleichstellungsthemen. Das will Cats Calling Back ändern.
Cats Calling Back will durch regelmässige kulturelle Veranstaltungen, Workshops und Partys, wie auch mit Beiträgen auf Social Media folgende Ziele erreichen:
- Förderung der Sichtbarmachung der Projekte von FLINT-Personen
- Vernetzung von engagierten und interessierten FLINT-Personen
- Schaffung sicherer Räume
- Nachwuchsförderung durch den Zugang zu Vorbildern
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf Gleichstellungsthemen
- Vermittlung von Feminismus in einer jungen, frischen und ermutigenden Art und Weise, welche die junge Generation anspricht.
Quellen:
Tagesanzeiger, “Wieso so wenige Frauen auf der Bühne stehen”, https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/pop-und-jazz/wieso-so-wenig-frauen-auf-der-buehne-stehen/story/28350680, abgerufen am 05.08.2020.
SRF, “Frauen in Kulturbetrieben”, https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/wochenende-gesellschaft/frauen-in-kulturbetrieben-buehne-frei-fuer-frauen-aber-auch-fuer-die-frauenquote, abgerufen am 05.08.2020
Amnesty International, “Sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt an Frauen sind in der Schweiz verbreitet”, GFS, Mai 2019.