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Abtrocknung aus Westen
Nachdem eine schwache Störungszone in der vergangenen Nacht und am Morgen die Schweiz gestreift hatte, stabilisierte sich das Wetter heute im Tagesverlauf. Aus Westen gelangte vor allem in den mittleren und höheren Lagen trockenere Luft zu uns, und die Quellwolkenbildung blieb nördlich der Alpen eher bescheiden. Im Süden hingegen war die Luftmasse etwas feuchter und instabiler, was sich entsprechend auswirkte. Mehr dazu im folgenden Blog.
Schwache Störungszone
Eine schwache Warmfrontokklusion streifte in der vergangenen Nacht und bis in die Morgenstunden den Alpenraum. Sie gehörte zu einem weit entfernten Tief südlich von Island und war deshalb bei uns kaum wetteraktiv. Einzig nördlich des Lago Maggiore überquerte eine isolierte Schauerzelle das Tessin von West nach Ost. Es wurden jedoch kaum mehr als 5 mm Niederschlag registriert.
Warum sich nur südlich der Alpen eine Schauerzelle bilden konnte, lag an der höheren Labilität und der wärmeren und feuchteren Luftmasse in der Grundschicht.
Stabilisierung aus Westen
In den mittleren und höheren Schichten wurde die Luft aus Westen abgetrocknet. Nicht nur dass mit der westlichen Höhenströmung etwas trockenere Luft herangeführt wurde, auch der Druckanstieg in der Höhe trug zu dieser Abtrocknung bei.
Gut erkennbar war dies auch bei der Beobachtung der Quellbewölkung auf der Alpennordseite, diese wurde in der vertikalen Ausdehnung deutlich gedämpft. Im Süden dagegen, blieb die Luftmasse etwas feuchter und war ausserdem wärmer. Dort entwickelten sich im Tagesverlauf zahlreiche und auch grössere Quellwolken.
Bodennah feuchter, in der Höhe trockener
Interessant zu beobachten war die vertikale Verteilung der Luftfeuchtigkeit. Unterhalb von 2000 Metern nahm die Feuchtigkeit von gestern auf heute zu, darüber bis ca. 5500 Metern mehrheitlich ab. Gleichzeitig erwärmte sich die Luftmasse oberhalb von 2000 Metern im Durchschnitt um ca. 3 bis 4 Grad. Diese Erwärmung und Abtrocknung ist hauptsächlich der subsidenten (Absinkbewegung der Luft) Wirkung des Höhenrückens zu verdanken. Dass die höheren Schichten sogar noch etwas feuchter wurden lag daran, dass mit der Warmadvektion in der Höhe bis am Freitagmittag noch etwas feuchtere Luft um den Höhenrücken (und damit auch an der Schweiz vorbei) geführt wurde.
Grössere Quellwolken im Süden
Wie im ersten Teil erwähnt blieb die Luftmasse südlich der Alpen wärmer, feuchter und auch labiler. Wie bereits gestern bildeten sich daher dort grössere Quellwolken. Obwohl die Höchsttemperaturen mit 28 Grad ähnlich hoch waren wie im Norden reichte eben die Feuchtigkeit hier aus um grössere Quellwolken entstehen zu lassen. Bis in die Abendstunden entwickelten sich dabei aber kaum Schauer, einzig vom Engadin Richtung Puschlav zog eine schwache Schauerzelle.
Und hier noch ein paar Eindrücke vom Tag...
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