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Mother! ist Horror in einer Endlosschleife. Das verbrannte Gesicht einer Frau, ein verbranntes Haus, ein Mann mit einem Kristall, ein Lächeln. Die Asche hebt sich, der Morgen ist da, die Frau erwacht im Bett. Damit fängt es an.
Die Figuren haben keine Namen. Sie heisst im Abspann einfach «Mother». Jennifer Lawrence (geboren 1990) spielt die junge Frau des von Javier Bardem (geboren 1969) verkörperten wesentlich älteren Dichters. Sie renoviert liebevoll das einsam in einer grossen Lichtung gelegene ausgebrannte Haus des Mannes. Er, im Abspann nur als «him» geführt, quält sich (und sie) mit seiner Schreibblockade. „MOTHER! von Darren Aronofsky“ weiterlesen
Gleich zwei Filme im Wettbewerb hatten heute die gleiche Konstellation: jeweils zwei Brüder mit gebrochenen Biographien und dahinter eine Mutter, die offensichtlich versagt hat. Aber das ist eben das Tolle am Kino: wiederkehrende Themen in ganz unterschiedliche Werke. Der erste Film stammt aus Rumänien und heisst Eu cand vreau sa fluier, fluier (Wenn ich pfeifen möchte, pfeife ich) und ist von Florin Serban. Mit ganz einfachen Mitteln – Handkamera, Originalschauplatz, Laiendarsteller – setzt der junge rumänische Regisseur ein Bühnenstück der Autorin Andreea Valean um: Silviu sitzt als jugendlicher Straftäter in einer Anstalt. Die Verhältnisse sind hart: Silviu ist in der Rangordnung weit unten. Schon zu Beginn des Filmes schwant einem, dass die baldige Entlassung auf der Kippe stehen wird. Silvius Familienverhältnisse sind ebenfalls schwierig – er hat seinen kleinen Bruder praktisch allein aufgezogen, weil seine Mutter in Italien lebt. Er selber wurde als Kind von der unsteten Mutter immer wieder weggegeben.