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Eingriffe an der Milz
Die Nebennieren liegen knapp oberhalb beider Nieren, sind völlig unabhängig von diesen und produzieren zahlreiche für die Körperfunktionen wichtige Hormone (Mineralocorticoide, Cortison sowie Sexualhormone) oder Botenstoffe (Adrenalin, Noradrenalin). Die unterschiedlichen Hormone werden in 3 bestimmten Zonen der Nebennierenrinde gebildet, die Botenstoffe Noradrenalin/Adrenalin im Nebennierenmark.
Operationen an diesen Organen können notwendig werden, wenn gutartige Tumoren (Nebennierenadenome) oder eine diffuse Vergrösserung des Organs (Nebennierenhyperplasie), seltener auch bösartige Tumoren (Nebennierencarcinome) vorliegen, In vielen aber nicht allen Fällen besteht eine gesteigerte Bildung eines bestimmten Hormons oder von Adrenalin/Noradrenalin (Phäochromocytom). In anderen Fällen wird die Hormonproduktion in den Nebennieren durch Tumoren der Hirnanhangdrüse (Hypophysenadenome) ausgelöst (zB zentraler Morbus Cushing).
Die Erkrankungen können eine aber auch beide Nebennieren betreffen.
Die Nebennieren sind nicht selten auch ein Ort für Metastasen anderer Organe (zB Lungenkrebs, Magen- oder Speiseröhrenkrebs).
Desweiteren können sogenannte Inzidentalome (zufällig entdeckte Tumoren, meist ohne Hormonproduktion) auftreten.
Erkrankungen der Nebennieren
- Nebennierenadenome ohne Hormonüberproduktion
- Nebennierenadenome oder Nebennierenhyperplasien mit Hormonüberproduktion
- Conn Syndrom (Hyperaldosteronismus) durch Adenome oder beidseitige Hyperplasien
- Cushing Syndrom und Morbus Cushing: Überproduktion von Steroiden durch Tumoren der Nebenniere (gut- und bösartig) oder der Hypophyse
- Adrenogenitales Syndrom mit und ohne Salzverlust
- Virilisierung (Vermännlichung) durch Tumoren der Nebennierenrinde oder Hyperplasien
- Myelolipome (gutartige fetthaltige Tumoren, müssen selten operiert werden)
- Nebennierencarcinome
- Nebennierenmetastasen
Phäohromocytom: Überproduktion von Adrenalin/Noradrealin mit Blutdruckkrisen. Wir führen bei diese Erkrankung ein DOPA-PET-CT durch. Bei diesen Tumoren muss der Patient einige Tage mit Hemmstoffen sogenannten Alpha und Betablockern behandelt werden, damit es während des Eingriffs keine zu starken Stressreaktionen durch schlagartige Ausschüttung von Adrenalin aus dem Tumor gibt.
Mögliche Komplikationen
Zu den möglichen Komplikationen gehören wie bei allen Eingriffen selten Blutung und Infektion. Durch die Nähe der Milz zum Schwanzteil der Bauchspeicheldrüse muss der Chirurg besondere Sorgfalt darauf verwenden, bei der Milzentfernung nicht den Bauchspeicheldrüsenschwanz zu verletzen, da sonst Fisteln und Abszesse entstehen können.