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Knapp eine Woche nach dem WM-Triumph der Frauen um Skip Silvana Tirinzoni starten auch die Schweizer Männer in ihr WM-Abenteuer. Während die Schweiz bei den Curlerinnen seit 2014 satte 4 Mal WM-Gold gewann, warten die Männer nun seit 27 Jahren auf den Titel.
4 Teilnahmen, 4 Medaillen?
Leer ging Skip Peter de Cruz noch nie aus, wenn er an einer WM startete. 2014 in Peking und 2017 in Edmonton gewann er mit Valentin Tanner (Lead), Claudio Pätz (Third) und Benoît Schwarz (Fourth) Bronze. Nach den Olympischen Spielen in Pyeongchang beendete Pätz seine Karriere, worauf er durch Sven Michel ersetzt wurde. In dieser Konstellation peilt die Equipe des CC Genf nun in Lethbridge die 4. Medaille bei der 4. Teilnahme an.
Kanada und Schweden als Favoriten
Äusserst schwierig dürfte es dieses Jahr mit dem Gewinn einer Goldmedaille werden. 2 Teams stechen heraus:
- Das kanadische Quartett um Kevin Koe scheint so stark wie nie zuvor. Der 44-Jährige veränderte sein Team auf 2 Positionen. Mit Erfolg: Im Februar gewann er die als WM-Qualifikation zählende kanadische Meisterschaft mit 11 Siegen aus ebensovielen Spielen. Das war seit 10 Jahren keinem Skip mehr geglückt. Ausserdem könnte er vom Heimvorteil profitieren.
- Auch die Schweden um Niklas Edin sind seit Jahren Titelanwärter. 2013, 2015 und im letzten Jahr gewannen sie Gold. Mit einem Sieg könnte Edins Team den bisherigen Rekord von 4 Titeln egalisieren.
Die WM der Frauen in Silkeborg hat jedoch gezeigt, dass Prognosen nach Papierform nicht viel wert sein müssen. Niemand hätte die Kanadierinnen und die Schottinnen auf den Plätzen 8 und 10 erwartet. So könnte auch bei den Männern einiges anders verlaufen, als man vermutet, und für De Cruz der ganz grosse Wurf drinliegen.
Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 24.03.2019, 16:00 Uhr