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Der Begriff «ausmärzen»
Der Begriff «ausmärzen» wurde 1948 von Johnny Oberholzer geprägt, als er am 1. März nach dem Mittagsschläfchen vor sein Haus trat und absolut keinen Schnee mehr vorfand. «Der Schnee ist von der Sonne ausgemärzt worden», sagte er damals zu seiner Frau, welche er just 35 Jahre davor zum ersten Mal geküsst hatte. Im Schneegestöber wohlgemerkt!
Johnny Oberholzer gilt deswegen nicht nur als Erfinder des Begriffs «ausmärzen» sondern zudem als Begründer der Klimaerwärmung, wofür ihn die einen hassen und die anderen verleugnen.
Zum Frühlingsmonatsbeginn und in Gedenken an Johnny Oberholzer hier die Top-Ten-Dinge, welche nach meiner Meinung endlich und ein für allemal ausgemärzt werden sollten:
Die Liste der Top 10 Dinge, welche auszumärzen sind
- Katzenpisse
Das ist die gelbe Sosse, in welche du zwangsläufig reingreifst, wenn du bei steigenden Temperaturen die Luftpolsterfolie von den Blumentöpfen löst.
Eine neue wissenschaftliche Studie lässt hoffen, dass Katzenpisse durch die Beigabe von Ölbindemittel in Futter und Trinkwasser gar nicht erst entsteht, sondern beim Entleeren der Blase blütenstaubähnlich die Katze verlässt. Der Begriff abstauben bekommt in diesem Zusammenhang eine neue Bedeutung.
- Katzenkacke
Das sind die braunen Haufen, in welche du beim Zurückschneiden der Ziergräser greifst.
Dabei wäre das Problem einfach zu beheben. (Nein, nicht so, wie Sie nun meinen. Allein daran zu denken, die Katzen selber auszumärzen, führt zu einem Shitstorm, der Sie wünschen liesse, Sie hätten sich nach dem Griff in die Kacke wie andere normale Menschen einfach die Hände gewaschen und eine Woche lang kein Gemüse mehr gerüstet.)
Die Lösung des Problems gibt es nämlich bereits. Sie heisst Homöopathie und wurde in den 1905er Jahren bereits erfolgreich getestet, als Dr. Dr. Ludmilla Sparski an der Südküste von England ein Mikrogramm Pyrit dem Golfstrom übergab. Zehn Jahre später fing sie an der Westküste Englands an, Meerwasser aus dem Atlantik zu pumpen und dieses nach der Entsalzung zusammen mit dem Katzenfutter einzudosen. In der Folge schissen die beliebten Vierbeiner in erster Linie Katzengold, welches problemlos in den nahegelegen Gewässern entsorgt wurde und so den homöopathischen Kreislauf schloss. Leider war die Abfüllanlage von Dr. Dr. Sparski bei einem Angriff der Deutschen Flugwaffe komplet zerstört worden und in Vergessenheit geraten.
- Fake News
Das sind diese Nachrichten, welche man Ihnen erzählt, damit Sie die richtigen Fakten von alternativen Fakten nicht mehr unterscheiden können.
Machen wir ein Beispiel: Angenommen Enten halten ihre Köpfe unter Wasser, könnte das in Zusammenhang mit Handystrahlung stehen (muss aber nicht). Weil Sie das in Frage stellen, bezweifeln Sie am Ende auch das mit der Mondlandung und, dass ein Klimagipfel am Ende nicht doch ein paar Billigairlines retten könnte.
- Gerade Zahlen
Das sind jene Zahlen, welche entstehen, wenn Sie – völlig unnötigerweise – etwas verdoppeln.
Warum man diese ausmärzen soll, kann ich Ihnen leider nicht sagen, ohne dass Sie mich für verrückt halten.
- Handyoptimierte Musik
Das ist jene äusserst populäre Musik, welche aus ein oder zwei Klavier- oder Gitarrenakkorden besteht, dazu eine simple Schlagzeugmaschine und darüber eine sich innerhalb einer halben Oktave bewegendende Singstimme, welche entweder Mütter oder Frauen ganz allgemein beleidigt oder aber Belanglosigkeiten huldigt und dir dieses grenzdebile Happygefühl ins Herz und aufs Gesicht zaubert. Das Ganze wird bis an den Anschlag aufgeblasen, damit es auf 20 Meter Distanz aus einem Handylautsprecher noch ansatzweise als Musik erkennbar bleibt und somit vom Lärm eines Laubbläsers unterschieden werden kann.
- Wahlplakate
Das sind jene A-Null-grossen Papierwände mit Dachlattenrahmen, welche vorzugsweise in frisch gegüllten Wiesen stehen und dir jemanden zur Wahl empfehlen, weil er oder sie genau die Richtige oder der Richtige für einen Job ist, dessen Folgen eben diese Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht selber ausbaden werden müssen wird.
- Modalverben
Wer es schafft einen Satz mit drei Modalverben zu beenden, sollte keinen Blog schreiben dürfen! Pfui!
- Geschenke
Das sind jene Dinge, welche in einem unendlichen Kreislauf des Schenkens und Gegenschenkes als Schwemmgut in den menschlichen Sozialnetzen hängen.
(Ich habe diesen Satz nur geschrieben, um meinen Fehler unter Punkt 6 auszumärzen. Ein Wurf menschlicher Schreibkunst. Was für ein Satz!)
- Temporesistente Autofahrer_innen
Das sind jene Menschen, welche immer erst dann auf ihren Tacho schauen, wenn du sie überholen willst.
«Hupps!», denken sie dann. «Ich bin ja viel zu langsam.» Und geben Gas. In dem Moment, da du dich mit deinem Fahrzeug wieder hinter ihnen einreist, schauen sie abermals auf den Tacho und stellen fest – man sieht es kommen! -, «Hupps, ich bin nullkommafünf Stundenkilometer über dem Limit.» Sicherheitshalber lassen sie sich gleich zehn Stundenkilometer zurückfallen.
Würde man die Fahrbewilligungen dieser Menschen ihrer natürlichen Bestimmung zuführen und öffentlich verbrennen, hätten wir Tempomatfahrer_innen endlich freie Fahrt und das Klima würde sich vor Glück ins Fäustchen lachen.
- Hirnlose Vergleiche und Verniedlichungen
Das ist, wenn Blogautoren zum Beispiel dem Klima ein schnuggeliges Kinderfäustchen andichten, in das es sich vor Vergnügen lacht.
Um das mal klarzustellen: Das Klima hat eine Faust, welche noch grösser ist als sein ökologischer Fussabdruck. Und wenn die zuschlägt, dann wächst kein Gras mehr. (Wieso stelle ich mir nur die Klimafaust gerade als Pistenfahrzeug vor? Keine Ahnung!)
Soweit meine Liste der zehn Dinge, welche man ultimativ ausmärzen sollte. Zögern Sie nicht, sich Ihre eigene Liste zu machen! Es wirkt ungemein befreiend.
Ich habe natürlich auch noch eine private Liste, welche ich nicht veröffentlichen kann. Allein schon meiner Schwiegermutter zuliebe.
Nachtrag
Auch noch auf die Liste hätte gehört: Billige Schwiegermutterwitze.
Schliesslich sind die meisten Mütter von verheirateten Kindern auch irgendwie Schwiegermütter oder? Und wer liest so einen schwachsinnigen Blogbeitrag schon bis zum bitteren Ende? Eben.
Danke für alles, liebe Mami!