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Jährlich werden in der Schweiz etwas weniger als 230'000 Kälber gemästet. Davon kommt der grösste Teil von Milchproduzenten, die ihre überschüssige Milch den Kälbern verfüttern und ein weiterer Teil aus bäuerlichen Kälbermastbetrieben. Einige zehntausend Kälber stammen aus gewerblichen Betrieben, die ihre Tiere vorwiegend mit Milchpulver füttern. Heute werden die Kälber nur noch selten ausschliesslich mit Vollmilch gemästet. Um das von den Metzgern geforderte Schlachtgewicht von rund 200 Kilogramm zu erreichen, füttern die Mäster ihren Tieren neben Milch auch etwas Milchpulver. Mit der Kälbermast können die saisonalen Schwankungen der Milchproduktion ausgeglichen werden.
In der Vergangenheit hat die Farbe von Kalbfleisch immer wieder zu Diskussionen Anlass gegeben. Heute ist das Kalbfleisch rosa oder rötlich. Das Kalb muss laut Tierschutzgesetz jederzeit Zugang zu Heu haben, deshalb wird das Fleisch rosa bis rötlich. Im Heu hat es mehr Mineralstoffe, die unter anderem zur Bildung des rötlichen Muskelfarbstoffes Myoglobin gebraucht werden.
Doch nicht nur die Fütterung hat einen Einfluss auf die Farbe des Kalbfleisches. Auch die Haltung, das Stallklima und das Geschlecht spielen eine Rolle. Zudem hängt die Fleischfarbe auch von der genetischen Veranlagung des jeweiligen Tieres ab und kann deshalb vom Mäster nur bedingt beeinflusst werden.