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Grosse alte Brunnen gehören nicht auf eine Deponie im Wald!
Im Höragenwald, in der Nähe des Forsthauses der Stadt Bülach lagern drei Brunnen. Zwei davon sind schöne, grosse Exemplare aus Sandstein und Muschelkalk. Einer davon hat sogar zwei Tröge, die aus einem Stein gemeisselt wurden.
In den 1960-er Jahren wurde das Städtli 'aufgeräumt'. Dieser Aufräumaktion fielen auch zahlreiche Brunnen zum Opfer (siehe Croquis von 1888). Dank der Initiative des damaligen Försters, Max Schweizer, konnten diese vor der Zerstörung gerettet werden, indem er sie im Wald zwischenlagerte. Einige der Brunnen wurden glücklicherweise später wiederverwendet und können an neuer oder sogar an ihrer ursprünglichen Position weiterhin bestaunt werden.
Die letzten dieser Brunnen fristen aber seit Jahrzehnten ein trauriges Schicksal. Abgestellt und ausgemustert stehen sie im Wald und werden ganz langsam von Büschen, Bäumen und anderen Pflanzen überwachsen. Entsprechend schlecht ist ihr Zustand. Einer der grossen Tröge aus Sandstein ist sogar beim seinerzeitigen Transport an seine heutige Stelle zerbrochen. Das viele Moos und das Wurzelwerk der Pflanzen, das sie überwuchert, setzen den Brunnen arg zu. Jahr für Jahr versinken sie tiefer im Waldboden.
Wäre es nicht schön, diese Zeugnisse der Geschichte Bülachs aus dem Wald zu befreien, zu restaurieren und an einem neuen Standort in Bülach der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, anstatt sie im Wald vergammeln zu lassen?
Eine Gelegenheit würde der neue Stadtteil Bülach Nord bieten!