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Ein Versprechen für die Zukunft
Schweizer Leichtathletik-Meisterschaft in Bern – Bronze für Cueni und Galley
Der erst 19-jährige David Galley (CA Freiburg) und die 22-jährige Michelle Cueni (TV Bösingen) gewannen an der Leichtathletik-SM jeweils Bronze über 200 m. Marc Niederhäuser (2. über 200 m und 3. über 100 m) sowie Vera Notz-Umberg (1. über 5000 m und 3. über 1500 m) holten ebenfalls Medaillen.
Nach den Rücktritten von Daniel Dubois und Patric Clerc tritt der erst 19-jährige David Galley in die Fussstapfen dieser Sprinter. Über 200 m holte der Junior des CA Freiburg seine erste Medaille bei den «Grossen». Galley hielt die Saisonbestleitung über die 200 m inne (21,07), machte sich aber dennoch keine allzu grossen Illusionen: «Nach dem Vorlauf (21,42) dachte ich nicht an das Podest. Nach einem starken Saisonstart habe ich jetzt die Tendenz, mich nach dem Kurvenausgang zu verkrampfen. Ich erwartete deshalb keine Bombenzeit.» In 21,34 im Final erreichte er den dritten Platz, einen Hundertstel vor Markus Lüthi. Am Samstag wurde Galley Vierter über die 100 m (10,85). Vom 21. bis 24. Juli nimmt Galey an der Junioren-EM in Kaunas (Lit) teil.
Nachdem Michelle Cueni mit der Staffel 4-mal 100 m am Europacup in Istanbul teilnahm, kann sie sich jetzt über einen zweiten internationalen Start freuen. Vom 14. bis 17. Juli wird sie erneut mit der Staffel in Erfurt an der U23-EM an den Start gehen. In Bern wurde die Sprinterin vom TV Bösingen über 200 m in 24,52 Dritte. «Mein Ziel war das Podest, aber ich war sehr nervös. Und als Sprunger mich überholte, verkrampfte ich mich.» Mit 22 Jahren hat Cueni diese Saison einen Schritt nach vorne gemacht mit neuen Bestleistungen über 100 m (11,95) und 200 m (24,52). «Ich trainiere anders und versuche das Ganze entspannter anzugehen», erklärt Cueni. Im Final über 100 m wurde sie Sechste.
Niederhäuser und Notz-Umberg
Der für die GG Bern laufende Wünnewiler Marc Niederhäuser sammelte zwei weitere Medaillen: Dritter über 100 m in 10,65 und Zweiter über 200 m in 21,14. «Das ist okay», hielt Marc Niederhäuser fest. «Langsam habe ich den Technikwechsel in meinen Laufstil intus. Jetzt kann ich die 21,00 angreifen.»
Die Kerzerserin Vera Notz-Umberg (Stade Genf) zählt ihre Medaillen über 5000 m nicht mehr. Gegen nur fünf Konkurrentinnen setzte sie sich locker durch, obwohl sie drei Stunden zuvor das Rennen über 1500 m bestritten hatte. «Auch wenn ich alleine war, visierte ich die Limite für die WM (Red.: 15:24) an», erklärt Notz-Umberg. «Nach drei Kilometern sah ich ein, dass es nicht reicht, und liess nach.» Nach den 15:41,57 Minuten in Ostrava hat die Kerzerserin beim Golden League Meeting in Rom vom 8. Juli eine letzte Chance, falls sie dort laufen darf. «Ich erfahre es vielleicht erst zwei Tage vor dem Rennen.» Gestern holte sie noch Bronze über 1500 m. sl/fs
Stempfels «schwere» Beine
Mélanie Stempfel zog sich Ende April im Trainingslager in Südafrika einen kleinen Muskelriss an der Hüfte zu. In der Folge nahm sie sieben bis acht Kilo zu, alles in den Beinen. «So konnte ich nicht mehr laufen, bekam sofort Krämpfe», erklärt Stempfel. Der Grund war zu viel Wasser aufgrund einer Trainingsüberbelastung und der zusätzlichen Prüfungsvorbereitung für ihr Studium. Jetzt hat Stempfel die Prüfungen geschafft und wieder vier Kilo in den Beinen verloren. In Bern lief sie die 100 m in 12,27. «Diese Zeit habe ich nicht erwartet.» Damit wird
Stempfel als Ersatzläuferin für die Staffel an die U23-EM mitreisen. Nur einige Monate nachdem Frédéric Dumas den Posten als TK-Chef beim Freiburger Leichtathletik-Verband übernommen hatte, demissionierte er schon wieder. Als Gründe gibt der Nachfolger von Hans Burri fehlender Handlungsspielraum und mangelnde Unterstützung durch die anderen Mitglieder des Verbandes an. «Der Vorstand teilte meine Ziele nicht und ich war nicht diplomatisch genug. Zudem hatte ich nicht die Möglichkeiten eines TK-Chefs, sondern war vielmehr nur ein technischer Berater», so Dumas. sl/fs