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Altes Schloss Andelfingen
Am steilen Aufstieg von der Andelfinger Thurbrücke zum Marktplatz stand im Mittelalter eine Burg. Die Geländeform zwischen der malerischen Schlossgasse und der Landstrasse weist noch heute auf die erstmals 1361 erwähnte Burgstelle hin. Ab 1434 war die Burg Sitz der zürcherischen Landvögte und wurde 1440 im Alten Zürichkrieg erobert. Schliesslich genügte die Burg den steigenden Ansprüchen der Landvögte nicht mehr, und ein neues Schloss wurde 1614 erbaut. Das Alte Schloss brannte 1625 ab. Aus den Ruinen, die heute noch zum Teil als mächtige Mauern im Innern des Hauses bestehen, entstand ein Herrschaftshaus, das 1697 um den Teil zur Schlossgasse hin erweitert wurde. Zum Alten Schloss, damals am nördlichen Dorfrand gelegen, gehörte ein Landbesitz, der weit über die Landstrasse hinausreichte. Um 1725 kam die heute noch zum Teil erhaltene stattliche Gartenanlage nach französischem Vorbild dazu.
Das Haus diente weiterhin der Zürcher Verwaltung, seit spätestens dem 18. Jahrhundert residierte darin der Landschreiber. Im Gefecht von Andelfingen 1799 zwischen Österreichern und Franzosen litt das Gebäude und wurde 1856 vom neuen Landschreiber Johann Jakob Siegfried aus Zürich vollständig restauriert, der dem Alten Schloss das heutige Aussehen verlieh. Das Haus befindet sich seither im Besitz derselben Familie.