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- Im US-Bundesstaat Texas hat ein Gericht die geplante Hinrichtung eines wegen Mordes verurteilten schwarzen Mannes vorerst gestoppt.
- Um den Fall war zuvor eine öffentliche Debatte entbrannt, in die sich Prominente und rund 2,9 Millionen Unterzeichnende einer Petition einschalteten.
- Der Mann sitzt seit 1998 wegen Mordes an einer jungen Frau in der Todeszelle.
Demonstranten hatten am Mittwoch im texanischen Bastrop die Freilassung und ein neues Verfahren für den 51-Jährigen gefordert. Auch Politiker, Prominente – darunter Reality-Star Kim Kardashian und Schauspielerin Susan Sarandon – sowie der EU-Botschafter in den USA hatten sich in den Fall eingeschaltet. Unterstützt wurde Reed auch von Sister Helen Prejean, einer Anti-Todesstrafe-Aktivistin, die im Film «Dead Man Walking» von Susan Sarandon dargestellt wurde.
Eine Petition verzeichnete mehr als 2,9 Millionen Unterschriften.
Rodney Reed sitzt nach Angaben von Innocence Project seit 1998 wegen des Mordes an einer jungen Frau 1996 in der Todeszelle. Am kommenden Mittwoch hätte er hingerichtet werden sollen.
«Erheblichen Zweifel an seiner Schuld»
Der EU-Botschafter in den USA, Stravros Lambrinidis, hatte den Gouverneur von Texas, Greg Abbott, aufgerufen, Reed zu begnadigen. Die Beweislage in dem Fall werfe «erheblichen Zweifel an seiner Schuld auf», schrieb Lambrinidis am 30. Oktober in einem Brief.