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mercerisierter
Baumwollfaser ist von Natur aus ein mit Zellsaft gefülltes Röhrchen, welches leicht schimmernd glänzt. Nach dem Ernten trocknet der Zellsaft Baumwolle ein, wodurch sich die Oberfläche der Faser verwindet. Die gekrümmte Oberfläche führt zu einer anderen Lichtbrechung, daher wirken Baumwollerzeugnisse stumpf.
Die Merc(z)erisierung ist ein kostspieliges Ver- edlungsverfahren, das diesen ursprünglichen Glanz wieder zurückholt und außerdem die Qualität der Textilien erhöht. Dieses Veredlungsverfahren wird nur für sehr hochwertige Baumwollstoffe angewandt.
Beim heutigen Mercerisieren wird Baumwolle unter Einwirkung von Zugspannung konzentrierter Natronlauge ausgesetzt.
Diese Behandlung verändert die innere Struktur und den Querschnitt der Baumwollfaser: Die Baumwollfaser verändert sich von nierenförmig (eingetrocknet) wieder zu rund (Ursprungszustand) und die korkenzieherartigen Windungen verschwinden.
Optisch erkennbar ist ein seidenartiger waschbeständiger Glanz und fühlbar ist ein weicher fülliger Griff. Nicht sichtbar ist eine gewonnene höhere Reißfestigkeit (ein Drittel höher), eine bessere Färbbarkeit (gleichmässiger und mit weniger Farbstoff nötig) und eine bessere Dimensionsstabilität des Gewebes.