Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/72158

<h2>SubmittedText<h2><p>Damit eine Statistik zur Verfügung steht, die über das tatsächliche Funktionieren der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung Aufschluss gibt, beauftrage ich den Bundesrat, die Datenaufnahme und Datenbenutzung wie folgt umzugestalten: </p><p>1. Festlegen ausgewählter Kriterien</p><p>a. Sprache: Ersatz des Begriffs "Korrespondenzsprache" durch die Begriffe "Muttersprache" und "Arbeitssprache";</p><p>b. Berücksichtigung zweisprachiger Personen.</p><p>2. Sortierung der Daten</p><p>a. Übersetzerinnen und Übersetzer aus der Statistik entfernen;</p><p>b. nach Stellung innerhalb der Organisation (auf der Ebene Chef/Direktion der Ämter und auf der Ebene Personalchefs wird auch eine Statistik "Muttersprache"/"Arbeitssprache" erhoben);</p><p>c. nach geografischer Verteilung.</p><p>3. Sicherstellung einer regelmässigen Aufdatierung</p><p>Die Bundesangestellten haben die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten alle fünf Jahre zu aktualisieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Berichterstattung und der Evaluationsbericht über die quantitative und qualitative Entwicklung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung sind für den Bundesrat sowie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein nützliches HR-Führungsinstrument.</p><p>Am 29. November 2006 erteilte der Bundesrat dem EFD den Auftrag, ein Konzept für ein umfassendes HR-Management-Controlling auszuarbeiten. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass allfällige Anpassungen hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Entwicklung der Mehrsprachigkeit im Rahmen des vorerwähnten Auftrags zu erfolgen haben, um die zur Verfügung stehenden und angesichts der laufenden Reformen knapper werdenden Ressourcen optimal auszuschöpfen. Die Vorschläge der Interpellantin werden in diesem Zusammenhang geprüft. Verbindliche Aussagen über allfällige Änderungen können im jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.</p><p>Der Bundesrat beauftragt insbesondere das EFD, eine Vereinfachung der Kriterien der in der Bundesverwaltung verwendeten Sprachen zu prüfen (Muttersprache, Kommunikations- und Korrespondenzsprachen, Arbeitssprache). Ansonsten sieht er keine Notwendigkeit, eine Änderung hinsichtlich der Statistiken der Übersetzungsdienste, welche schon in den vierteljährlichen Berichterstattungen des EPA integriert sind, vorzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.