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Bitcoin ein Wertspeicher? Nach Jahren der öffentlichen Verspottung von Bitcoin hat Nouriel Roubini zugegeben, dass die Kryptowährung Nr. 1 dennoch als Wertspeicher dienen könnte.
Roubini, ein langjähriger Kritiker von Bitcoin (BTC), unterrichtet an der Stern School of Business der New York University und hat seine eigene Wirtschaftsberatungsfirma namens Roubini Macro Associates. Bekannt für die Vorhersage des Immobilienblasencrashs von 2007-2008, haben ihm seine düsteren Vorhersagen den Spitznamen „Dr. Doom“ in den Medien gesichert.
Bitcoin unterscheidet sich von anderen Kryptowährungen
Obwohl Dr. Doom weiterhin skeptisch gegenüber Kryptowährungen ist, scheinen neueste Ereignisse wie die Adoption durch PayPal oder etwa bullische Prognosen von JPMorgan seine Meinung zum Teil geändert zu haben.
In einer Anhörung des Senats im Oktober 2018 bezeichnete er die Kryptowährung als „die Mutter aller Betrügereien und Blasen“. Roubini hat jedoch seine Meinung zu Bitcoin zumindest bis zu einem gewissen Grad geändert. Letzte Woche wurde er in einem Interview gefragt, was er von Bitcoin halte, nachdem es gerade einen Bullenlauf hatte.
Nachdem Roubini seine Haltung bekräftigt hatte, dass es sich nicht um eine Währung handelt, gab er zu, dass Bitcoin dennoch ein Wertaufbewahrungsmittel sein könnte, da es im Gegensatz zu tausenden anderen Kryptowährungen, die er als „Shitcoins“ bezeichnet, nicht so leicht entwertet werden kann.
„Bei Bitcoin gibt es zumindest einen Algorithmus, der entscheidet, um wie viel sich das Angebot an Bitcoin im Laufe der Zeit erhöht. Die meisten anderen Währungen werden ad hoc gehandelt“, sagte Dr. Doom in Bezug auf andere Kryptowährungen.
„Kryptowährung“ ist eine Fehlbezeichnung
Roubini erklärte auch, warum er glaubt, dass die Bezeichnung Kryptowährung eine Fehlbezeichnung ist:
Damit etwas als Währung betrachtet werden kann, muss es eine Rechnungseinheit, ein skalierbares Zahlungsmittel und ein stabiler Wertspeicher sein, der nicht sehr volatil ist.
Bitcoin sei jedoch keine Rechnungseinheit, weil Bitcoin oder eine andere Kryptowährung keinen Preis haben, behauptete er. Es sei auch kein skalierbares Zahlungsmittel, da im Gegensatz zum Visa-Netzwerk, bei dem bis zu 25.000 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden, bei Bitcoin nur fünf Transaktionen pro Sekunde ausgeführt werden können.
In Bezug auf die Zukunft der Kryptowährung als Anlageklasse betonte er, dass Bitcoin seiner Ansicht nach nicht sicher, nicht dezentralisiert, nicht skalierbar und keine Währung ist.
CBDCs als Gefahr für Bitcoin
Roubini erwartet in den nächsten drei Jahren eine grosse Revolution, da die Zentralbanken ihre eigenen digitalen Währungen (CBDC) auf den Markt bringen. Er fügte hinzu, dass jede Person ein Konto bei einer Zentralbank haben kann, von dem aus sie Zahlungen ausführen kann. Roubini zufolge werden globale CBDCs in den nächsten 3 Jahren Kryptowährungen in ihrer Funktion als Zahlungsmittel überflüssig machen.
„In diesem Fall brauchen Sie keine Krypto, kein Venmo und Sie brauchen nicht einmal ein Scheck oder ein Bankkonto. Die grosse Revolution in den nächsten Jahren werden die digitalen Währungen der Zentralbank sein. CBDCs werden Kryptowährungen und digitale Zahlungssysteme verdrängen.“
Ob er mit seinen Prognosen recht haben wird, wird sich in den nächsten Jahren noch zeigen.
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