Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03414.jsonl.gz/208

Was ist ein guter Schreibstil? Gibt es den einen richtigen Schreibstil überhaupt? Nein, denn auch die bekanntesten Autor*innen unterscheiden sich in ihrer Schreibweise und begeistern mit ihren Texten ganz unterschiedliche Leser*innen.
Doch es gibt bestimmte Kriterien, die dir dabei helfen, Fehler beim Schreiben zu vermeiden und einen guten Schreibstil zu entwickeln. Ich zeige dir in diesem Blogbeitrag, welche fünf von zehn Fehlern beim Schreiben von Texten und Webtexten häufig gemacht werden und wie du diese bei deinen Texten verhinderst. So wirst auch du schnell deinen Schreibstil verbessern und mit deinen Texten bei deinen Leser*innen und Kund*innen glänzen.
Welche weiteren fünf Fehler du beim Schreiben unbedingt vermeiden solltest, zeige ich dir im nächsten Blogbeitrag.
1. Fehler: passive statt aktive Sätze
«Der Dieb wurde von der Polizei geschnappt, als er aus dem Laden flüchten wollte.» Oder: «Die Polizei schnappte den Dieb, als es aus dem Laden flüchten wollte.» Welche Version bevorzugst du? Zur Aufklärung: der erste Satz ist passiv, der zweite aktiv.
Im Internet tummeln sich viele Texte mit Passivsätzen. Nicht, dass das schlecht ist. Doch in grosser Menge lassen Passivsätze einen Text träge wirken. Das will niemand, weder die schreibende, noch die lesende Person. Also versuche deine Sätze wenn möglich aktiv zu formulieren: Drehe den Satz, so dass das Hilfsverb «werden» wegfällt, und streiche verallgemeinernde Ausdrücke wie «man» oder «viele Menschen».
Stelle vielmehr das Subjekt – das können zum Beispiel deine Kund*innen sein – in den Mittelpunkt. Das könnte dann so klingen: «Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und profitieren Sie vor allen anderen von unseren neuesten Aktionen!»
Ich empfehle dir, deine Texte aktiv zu schreiben und deine Leser*innen direkt mit «Sie» oder «du» anzusprechen. Eine aktive Schreibweise bringt nicht nur mehr Schwung und Dynamik in deine Texte, sie baut auch Nähe auf und liest sich deutlich leichter.
2. Fehler: verschachtelte statt kurze Sätze
Kennst du das: du liest einen Satz und beim Punkt angelangt, hast du bereits vergessen, wie der Satz begonnen hat? Mach mal einen Punkt, auch wenn du viele tolle Ideen hast, die du in diesem einen Satz noch einbauen und aufzählen möchtest.
Überlege dir doch, wie du deinen Satz kompakter schreiben könntest. Vielleicht indem du einen zusammenfassenden Überbegriff einbaust? Oder macht es doch mehr Sinn, den Satz in mehrere Sätze aufzuteilen?
Lange und verschachtelte Sätze wirken ermüdend, sind unverständlich und rauben jeder Geschichte den Pfiff. Also: Willst du deine Leser*innen bei Laune halten, hältst du deine Sätze am besten kurz und knackig.
3. Fehler: komplizierte statt einfache Worte
Um ein Beispiel zu nennen: Schreibst du gerade einen Artikel über Windkraftanlagen? Ist es dein Ziel, die Akzeptanz für Windräder in der Bevölkerung zu erhöhen? Dann achte auf deine Wortwahl.
Die Fachbegriffe für die Windkraft-Technologie sind dir und deinen Kolleg*innen aus dieser Branche natürlich geläufig. Doch dein Ziel ist es, die Bevölkerung von der Windenergie zu überzeugen. Das heisst, du musst dich in die Lage von Laien versetzen und in ihrer Sprache schreiben. Darum vergiss den Fachjargon und Fremdwörter. Wähle einfache, aussagekräftige und kurze Worte!
Sind deine Texte nachvollziehbar und klar, verstehen dich deine Leser*innen. Sie nehmen dich als Gesprächspartner*in auf gleicher Augenhöhe wahr und schenken dir ihr Vertrauen.
4. Fehler: undeutliche statt konkrete Aussagen
«Aus nachhaltiger Produktion» oder «in Einklang mit der Natur»: das sind vertrauenserweckende Aussagen, doch als kritische Leser*in frage ich mich, was wirklich dahintersteckt. Auch wenn solche Aussagen toll klingen, sind sie oberflächlich und intransparent.
Um deinen Leser*innen für dich zu gewinnen, musst du ehrlich sein. Sage ihnen klar und deutlich, wofür dein Unternehmen steht, was deine Ziele sind und wie sie konkret von deinem Angebot profitieren. Das kommt deutlich besser an, als Selbstweihräucherung!
5. Fehler: mit statt ohne Schreibfehler
Dein Webtext ist fertig und du klickst gleich auf veröffentlichen? An alles gedacht? Auch daran, deinen Text durchzulesen und auf Schreibfehler zu überprüfen?
Ich muss dir sagen, Rechtschreib- und Grammatikfehler fallen deinen Leser*innen leider auf. Vor allem, wenn sie über mehr als einen stolpern. Sie stören den Lesefluss und lassen einen Text unprofessionell wirken.
Aber alles ok. Fehler schleichen sich bei allen mal ein. Das ist völlig normal. Doch bitte lies deine Texte nochmals gut durch, bevor du sie veröffentlichst. Vielleicht hilft es dir, den Text nach dem Schreiben beiseite zu legen und erst am nächsten Tag zu korrigieren. Oder lass den Text von jemandem gegenlesen. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.
Welche weiteren 5 Fehler du beim Schreiben nicht machen solltest, verrate ich dir in meinem nächsten Blogbeitrag. Ich hoffe, diese fünf Tipps helfen dir dabei, deinen Schreibstil zu verbessern.
Ich freue mich, wenn du meinen Blogartikel teilst oder kommentierst.