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Was sind kurze Schläfchen und wann sind sie ein Problem?
Die Definition von „kurze Schläfchen“ ist, wenn ein Schläfchen weniger als 1 Stunde lang andauert, also nur ein Nickerchen darstellt. Neugeborene sind sehr schläfrig und können tagsüber manchmal 2-3 h am Stück schlafen. Zwischen 6-8 Wochen fängt der Biorhythmus eines Babys an sich zu festigen und 45 minütige Schlafzyklen werden erkennbar. Kurze Schläfchen sind ganz normal in diesem Alter.
Babys unter 16 Wochen
Wenn Ihr Baby junger als 16 Wochen, mit 4 kürzeren Schläfchen pro Tag (45-60min) zufrieden ist und die Wachzeiten zwischen den Schläfchen dem Alter vom Baby entsprechen, dann können Sie alles gut so sein lassen!
Allerdings kann es sein, dass Ihr Baby, wenn es um die 16 Wochen alt ist, mehr anfängt zu quengeln. Das ist häufig das Ergebnis von zu kurzen Schläfchen. Schläfchen, die länger als 1 h sind, sind erholsamer als die unter einer Stunde.
Babys älter als 16 Wochen
Wenn Ihr Baby älter als 16 Wochen alt ist und nur kurze Schläfchen macht, dann ist die Chance hoch, dass es übermüdet ist. Babys, die unter Übermüdung leiden, sind nicht nur tagsüber quengelig, sondern können auch von einem gestörten Nachtschlaf betroffen sein. Dies führt zu noch größerer Übermüdung und somit auch zu Schlafproblemen am Tag. So geht der Teufelskreis weiter und weiter.
Aus diesem Grund empfehle ich, dass Sie Ihrem Baby ab 16 Wochen (spätestens) helfen die Schlafzyklen zu verbinden, damit es länger am Stück schlafen kann und so weniger übermüdet ist.
So können Sie die Schläfchen ihres Babys verlängern
Hier sind die häufigsten Fehler Eltern machen, die zu kurze Schläfchen führen, und wie Sie diese Fehler vermeiden können:
- Eine zu lange Wachzeit zwischen den Schläfchen (führt zu Übermüdung!): Wenn Sie probieren Ihr Baby länger wach zu behalten, um es müde zu machen, damit es länger schläft, dann wird dies sehr wahrscheinlich fehlschlagen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Baby ins Bett bringen, wenn es müde und nicht schon übermüdet ist.
- Schlafassoziationen: In diesem Alter können Schlafassoziationen wie ein Nuggi, das Einschlafstillen oder Schlaf in Bewegung (Kinderwagen, Schaukeln, usw.) zu Problemen führen. Nach einem 45 minütigen Schlafzyklus kommt Ihr Baby in eine Leichtschlafphase und wird sich nach den Dingen umschauen, die beim Einschlafen vorhanden waren (Nuggi, Brust, Schaukelbewegung) um wieder Einschlafen zu können. Wenn sich die Schlafumgebung verändert hat oder eben diese Einschlafhilfen nicht mehr vorhanden sind und Ihr Baby diesen Zustand von sich aus nicht wieder herstellen kann, dann wird es ganz aufwachen. Zudem wird es ihm dann natürlich schwer fallen wieder einzuschlafen. Schlafcoaching ist bei diesem Problem sehr effektiv und kann einem Baby helfen die ungünstigen Schlafassoziationen abzutrainieren.
- Die Schlafumgebung ist zu hell: Melatonin (das schläfrig machende Hormon) wird nur im Dunkeln produziert. Aus diesem Grund schlafen Babys generell besser, wenn es dunkel ist. In einer Leichtschlafphase, die nach 45 Minuten eintritt, kann Licht einen störenden Einfluss haben und zur Folge haben, dass das Baby ganz aufwacht.
- Routine und Unbeständigkeit: Babys schlafen generell am besten, wenn ihr Tagesrhythmus mehr oder weniger gleich bleibt. Zusätzlich kann es ihr Baby verwirren, wenn Sie es manchmal stillen bis es einschläft und andere Male erwarten, dass es selber und alleine einschläft. Probieren Sie Ihr Schlafritual bei allen Schläfchen durchzuziehen und gleich zu behalten. Wenn möglich schauen sie auch darauf, dass Ihr Baby immer am gleichen Ort schläft. Beim anschaffen eine altersgerechte, Schlaf-optimierte Tagesroutine für Ihr Baby helfen Ihnen die Traumhafte Tagesroutinen Handbücher.
Ich hoffe, dass Sie diese Informationen hilfreich fanden und dass Sie diese praktischen Tipps benutzen können. um den Schlaf Ihrer Familie zu verbessern. Wenn Ihr Kind nur kurze Schläfchen macht, oder Sie das Gefühl haben, dass es übermüdet ist und Sie nicht genau wissen wie Sie darauf reagieren sollen, dann nehmen Sie doch mit mir Kontakt für eine kostenlose 15-minütige Schlafberatung auf. Erlauben Sie mir die Schlafsituation Ihres Kindes persönlich einzuschätzen.