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Der Tag der Kapellenweihe, der Sonntag vor Margarethen (Margarethentag früher 15. Juli, heute 20. Juli), wurde zum Kirchweihdatum. Daran hielt man bis ins 18. Jahrhundert hinein fest. Seit 1768 setzt Hütten die Kirchweih auf den Sonntag nach Margaretha fest.
Die Chilbi war eines der wenigen Feste der Bewohner des Richterswiler Berges. Oft ging es da ausgelassen zu und her. 1623 beispielsweise wurden einige Personen gebüsst, weil sie an diesem Tage – den Verboten der reformierten zürcherischen Obrigkeit zum Trotz – getanzt hatten. Am 1. Februar 1656 wurde die Kapelle von 1496 beim Einfall von schwyzerischen Truppen eingeäschert. Einzig die beiden Glocken konnten aus den Brandresten gezogen werden und wurden im Pfarrhaus Richterswil bis 1668 aufbewahrt. 1669 erhält Hütten ein neues Kirchlein, finanziert u.a. mit einer in Stadt und Land erhobenen Liebessteuer. Der Bau der am 20. Juli 1856 geweihten heutigen Kirche war für Hütten ein finanzieller Kraftakt. 335 Klafter Gemeindewald reichten nicht zur Deckung der Kosten von 35‘000 Fr. für Kirche und 7‘000.- für die Glocken. Solidarisch griffen die die kantonalen Kirchgänger auf Empfehlung des Kirchenrates der Berggemeinde unter die Armen.