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Wie wichtig ist das Stillen für Dein Kind?
Stillen ist die beste Prävention, die Du Deinem Kind in den ersten Lebensmonaten bieten kannst. Direkt nach der Geburt kannst Du Dein Baby gegen unangenehme Infektionskrankheiten schützen, weil es mit Deiner Muttermilch die notwendigen Immunstoffe erhält, die die Gesundheit Deines Kindes unterstützen.
Stillen kann so einfach sein
Lass Dich nach der Geburt von Deinem Kind nicht von gut gemeinten Ratschlägen aus der Familie verunsichern. Halte Dich an die Ratschläge, die Dir der Kinderarzt und Deine Hebamme geben. Stillen ist nicht nur viel einfacher als die Zubereitung von Flaschennahrung, sondern auch günstiger und besser für die Gesundheit Deines Kindes. In der Muttermilch sind alle Inhaltsstoffe genau auf die Bedürfnisse von Deinem Baby abgestimmt. Forscher haben herausgefunden, dass Muttermilch sogar als Prävention gegen Allergien, Asthma und anderen allergischen Erkrankungen dienen kann.
Vorbeugen ist somit immer die bessere Alternative, als hinterher aufwendige Therapien suchen zu müssen. Wenn Du stillst, brauchst Du Dir später einmal, sollten trotzdem Allergien auftauchen, nie Vorwürfe machen, dass Du nicht alles versucht hast, eine erfolgreiche Prävention zu finden. Finde möglichst schnell einen regelmässigen Stillrhythmus. In der Regel reicht es aus, wenn Du Dein Baby alle vier Stunden stillst. Teile Dir die Stillzeiten so ein, dass Du auch Unterstützung in der Familie finden kannst.
Eigentlich reicht es aus, wenn Du Deinem Kind von Anfang an anerziehst, dass es an jeder Brust nur 5 Minuten trinkt. Mit dieser Zeitbeschränkung beim Stillen kannst Du vorbeugen, dass Deine Brust sich entzündet. Dein Baby merkt sich schnell, dass es nicht mehr Zeit zur Verfügung hat, und trinkt somit umso zügiger. Du brauchst Dir keine Gedanken zu machen, dass es zu wenig Milch bekommt. Andere Kinder, die über einen längeren Zeitraum täglich gestillt werden, nehmen nicht mehr Milch auf, Sie verwenden die übrige Zeit zum Spielen.
Die Hirnreifung wird beschleunigt
Die speziellen essentiellen Fettsäuren der Muttermilch lassen das Gehirn eines Babys schneller ausreifen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mütter durch das Stillen in gewissem Masse dem plötzlichen Kindstod vorbeugen können. Häufig tritt der tragische plötzliche Kindstod auf, weil die Hirnreife ungenügend war. Während des Stillens ist die Beziehung zwischen Mutter und Kind besonders innig, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit Deines Kindes auswirkt. Allein schon die Berührungen und das Streicheln des Babykopfes während des Stillens reichen aus, um die Verknüpfung der Hirnsynapsen zu fördern.
Für Unabhängigkeit kann gesorgt werden
Selbst wenn Du nicht jeden Tag während der Stillzeit zu Hause sein kannst, solltest Du Stillen. Du kannst vor einer geplanten Abwesenheit Milch abpumpen und in den Kühlschrank stellen. Somit können andere Mitglieder aus der Familie Deinem Baby während Deiner Abwesenheit die Muttermilch mit der Flasche geben. Du kannst einem Milchmangel auch prophylaktisch vorbeugen, indem Du immer wieder einmal Muttermilch mit einer Milchpumpe abpumpst und diese portioniert einfrierst.
Achte während der Stillzeit auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Nimm nach Möglichkeit keine Medikamente ein und verzichte auf das Rauchen. Alkoholische Getränke sind ebenfalls tabu. Alles, was Du isst und trinkst geht fast ungefiltert in die Muttermilch über, daher solltest Du während der Stillzeit auch auf blähende Speisen verzichten.
Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com