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Entschädigung bei Erwerbsausfällen aufgrund des Coronavirus
Am 16. März 2020 hat der Bundesrat verschärfte Massnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus bekanntgegeben und eine «ausserordentliche Lage» ausgerufen. Es wurde eine Entschädigung in Form eines Taggeldes festgesetzt, welches 80% des durchschnittlichen Einkommens deckt, das vor dem Unterbruch erzielt wurde, höchstens CHF 196.00 pro Tag.
Die COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall basierte auf dem Notrecht mit einer beschränkten Geltungsdauer von sechs Monaten vom 17. März bis zum 16. September 2020. Ab dem 17. September gilt das COVID-19-Gesetz.
Arbeitgebende - Wofür gibt es eine Corona-Entschädigung?
Besonders gefährdete Personen
Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung als „besonders gefährdete Person“ sind folgende:
- Die Erwerbstätigkeit muss unterbrochen werden, weil aus organisatorischen oder aus technischen Gründen die Arbeit nicht im Homeoffice verrichtet werden kann.
- Ein ärztliches Attest muss bei der Anmeldung beigelegt werden, aus welchem hervorgeht, dass es sich um eine „besonders gefährdete Person“ handelt.
Der Anspruchsbeginn für die Entschädigung beginnt frühestens ab dem 18. Januar 2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen wird oder spätestens am 31. Mai 2021. Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens.
Quarantäne-Fälle
Eine Corona-Entschädigung infolge Quarantäne ist ausschliesslich für gesunde Personen bestimmt, die sich aufgrund eines Kontaktes mit einer infizierten Person oder einem Verdachtsfall in einer ärztlich oder behördlich verordneten Quarantäne befinden.
Bis und mit 7. Februar 2021 werden bis zu 10 Tage durch die Ausgleichskasse entschädigt, ab 8. Februar wurde dies auf 7 Tage beschränkt, weil bei Vorweisung eines negativen Testergebnisses die Quarantäne bereits nach 7 Tagen vorzeitig beendet werden kann. Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens.
Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen Wegfall der Fremdbetreuung für Kinder
Die Corona-Entschädigung gilt für Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Die Entschädigung wird erst ab dem 4. Tag ausbezahlt (3 Karenztage).
Ein Anspruch wird durch folgende Gründe ausgelöst:
- Schliessung der Betreuungseinrichtung aufgrund eines Covid-19-Falles
- Betreuende Person muss sich in Quarantäne begeben.
- Nur ein Elternteil darf die Betreuung wahrnehmen
Die Entschädigung liegt bei 80% des effektiven Erwerbsausfalles.
Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung
Folgender Begünstigten-Kreis wurde vom Bundesrat ab dem 17. September 2020 bis zum 30. Juni 2021 definiert:
- Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihren Betrieb aufgrund kantonaler Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus oder von solchen auf Bundesebene schliessen müssen und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden.
- Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, deren Veranstaltung infolge eines geltenden Veranstaltungsverbots nicht stattfinden kann, sofern ein Erwerbsausfall vorliegt.
Es gelten folgende Voraussetzungen für eine Entschädigung:
- Umsatzeinbusse muss gegenüber den letzten 5 Jahren vom 17. September bis 18. Dezember 2020 bei mindestens 55% liegen. Vom 19. Dezember 2020 bis zum 31. März 2021 muss die Umsatzeinbusse bei mindestens 40% liegen. Ab dem 1. April 2021 muss die Umsatzeinbusse bei mindestens 30% liegen.
- Die Ursache der Umsatzeinbusse muss aufgrund der Massnahmen des Bundes entstanden sein, welche zur Bekämpfung des Coronavirus bestimmt wurden. Es muss ein direkter Zusammenhang bestehen.
Die Entschädigung liegt bei 80% des effektiven Erwerbsausfalles.
Anmeldeformulare:
» | Anmeldeformular für Arbeitnehmende (nur sofern keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber geleistet wurde)
Selbständigerwerbende
Diese Entschädigung ist bestimmt für Selbständigerwerbende, die aufgrund der beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eine Umsatzeinbusse von mindestens 55% (bis zum 18. Dezember 2020), von mindestens 40% (vom 19. Dezember 2020 bis 31. März 2021) und von mindestens 30% ab 1. April 2021 im Vergleich zu den Jahren 2015-2019 erfahren und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden; vorausgesetzt im Jahr 2019 wurde ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens CHF 10'000.00 erzielt.
Selbständigerwerbende, die aufgrund Massnahmen vom Bund oder Kanton ihren Betrieb schliessen oder Veranstaltungen absagen mussten, haben seit dem 17. März 2020 weiterhin Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung.
Anmeldeformulare: