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Game of two halves
Im Heimspiel gegen die Mannschaft aus Münster im Kanton Bern (oder ist es der Jura? Oder ist es der Berner Jura?), zeigte die Herren-1-Mannschaft des CVJM Riehen, wozu sie fähig ist. Eine souveräne Defensive in der zweiten Spielhälfte und eine fabelhafte Trefferquote sorgten dafür, dass man die Gäste aus Moutier mit einem klaren Sieg verabschieden durfte.
Aber gemach; das Spiel begann ganz anders. Die Gäste aus Moutier zeigten sich mit einem fast vollen Kader und waren auf Augenhöhe mit der Heimmannschaft, welche praktisch die gleiche Delegation stellte wie im letzten Spiel. Die ersten zehn Minuten dürfen als ein wenig chaotisch bezeichnet werden, aber die Riehener Scharfschützen liessen das Team nicht im Stich. Al Rubai und Fretz erzielten jeweils 2 Drei-Punkte-Würfe und waren für insgesamt 20 der 22 Punkte der Riehener verantwortlich. Dank dessen konnte Riehen mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die erste Viertelpause gehen.
Im zweiten Viertel versuchte man weiterhin, von ausserhalb zu punkten, da dies gegen die 3:2-Zonenabwehr der Gäste als vielversprechend galt? Der Erfolg blieb aus und die Mann-Mann-Verteidigung scheiterte kläglich, so dass das Viertel mit 7 Punkten Differenz verloren wurde.
Entsprechend enttäuscht ging man in die Garderobe. Den beiden Riehener Strategen war klar, dass sie den Wagen aus dem Dreck ziehen und einige Anpassungen vornehmen mussten. Noah und Marc steckten ihre kahlen Köpfe zusammen und konnten den Riehenern erklären, dass sie zwar gute Schützen haben, aber auch gute Dinge passieren, wenn Bälle in die Zone gespielt werden. Der katastrophalen Verteidigung, wollten die Coaches mit einem strategischen Winkelzug entgegentreten. Sie griffen tief in die Trickkiste und schüttelten ein verbliebenes Juwel des emeritierten Trainers Lee aus dem Ärmel.
Der neue Schlachtplan der Riehener Masteminds Noah und Marc führte dazu, dass im dritten und vierten Viertel jeweils 6 bzw. 7 verschiedene Riehener Punkte erzielten. Die Umstellung der Riehener Abwehr auf das sagenumwobene Einhorn einer Zonendefense erwies sich als ganz schön «clever»! Den Gegnern wurden im dritten Viertel nur 5 Punkte erlaubt, was Riehen einen komfortablen Vorsprung verschaffte, welcher im letzten Viertel noch ausgebaut werden konnte.
Der langen Rede kurzer Sinn: Es war die bis anhin beste Halbzeit der Riehener in der laufenden Saison und man hofft, dass man nächste Woche an die Leistung dieser zweiten Halbzeit anknüpfen kann.
Riehen mit Aebi J (4), Aebi N (2), Weiss (2), von Rohr (5), Fretz (23), Ilic (2), Beck (11), Moshfegh (3), Birsan, Pappacena (4), Al-Rubai (19)
Viertelresultate: 22:18 / 10:17 / 21:5 / 22:13
Game of two halves