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Ich habe mir Gedanken über den Umgang mit Gerüchten in Unternehmen gemacht. Thomas Schirrmacher redet vom “Trockenlegen”, was ich für eine ungemein passende Metapher halte. Gerüchte “trocknen” am besten a) im Direktkontakt mit dem Verbreiter und/oder den Betroffenen und b) in der Luft der Realität.
Selbstführung
- Mentale Distanz – das Eisen schmieden, wenn es kalt ist; wenn ich reagiere, weil es mich hat, ist es der falsche Zeitpunkt.
- Innerer Test: Was würde ich sagen, wenn diese Person dabeisteht?
- Aufkommende Ohn-Macht wahrnehmen: Ich kann den anderen nicht verändern, aber meinen eigenen Fokus, meine Bewertung und meinen nächsten Schritt steuern.
Wenn ich unter 4 Augen mit einem Gerücht konfrontiert werde
- Sichtweise vorstellen lassen
- Nach Gründen fragen
- Zusammenfassen: Fakten & Bewertungen trennen
- Erwartung äussern: Die Situation direkt mit dem Betroffenen klären
- Überprüfen: Nachfragen, ob geschehen (terminieren)
Wenn in einer Gruppe gerüchteweise getratscht wird
- Robin Hood: Etwas Gutes über die Person sagen (aber keine Abschwächung, Relativierung, Rechtfertigung)
Wenn mir ein Gerücht (zufällig) zu Ohren gekommen
- Verbreiter persönlich ansprechen
- Genau wiedergeben, was mir zu Ohren gekommen ist; sagen, was es mit mir macht; Erwartungen äussern (Ansage)
- Konsequenzen ankündigen – nur dann, wenn sie sich umsetzen lassen
Wie ich in Sitzungen und Gremien darauf eingehen kann
- Wenn etwas Wahres daran ist und dies öffentlich werden darf: Dazu stehen, kurz begründen (ohne sich zu rechtfertigen)
- (was rufschädigend sein könnte und nachweislich nicht stimmt) Öffentlich richtigstellen oder die Fakten mit einer einfachen Visualisierung darstellen, evtl. durch mehrere Mitglieder der Geschäftsleitung