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Pauwels,
Wilhelm Ferdinand, Historienmaler, geb. zu Eckeren bei Antwerpen, kam schon 1842 auf die dortige Akademie unter Dujardin und blieb Schüler derselben bis 1850, wo er Schüler von Wappers wurde, dem er den größten Teil seiner künstlerischen Ausbildung verdankt. Nachdem er 1851 mit dem Bild: Balduin und seine Tochter Johanna guten Erfolg gehabt hatte, trug er 1852 mit Coriolan vor Rom, durch die Thränen seiner Mutter überwunden, den großen römischen Preis davon. Er ging daher auf vier Jahre nach Italien und malte unter dem Einfluß der dortigen Kunstwerke einige biblische Gegenstände, die er zum Teil erst nach seiner Rückkehr vollendete. Es sind: Deborah als Richterin über einen Ehebruch und Rispa, die Gattin Sauls, an den Leichen ihrer Söhne wachend (1856 in Dresden vollendet).
Nach Antwerpen zurückgekehrt, bezog er das Atelier seines ehemaligen Lehrers Wappers und warf sich auf die Darstellung der vaterländischen Geschichte, worin er glänzende, fast stetig zunehmende Erfolge hatte. Dahin gehört zunächst das meisterhafte Bild: die Witwe Jakobs van Artevelde (1857, Museum in Brüssel) und noch mehr die 1861 in Antwerpen allgemein bewunderten Verbannten des Herzogs Alba (Privatbesitz in Berlin), die den belgischen Leopoldsorden und einen Ruf als Professor der Historienmalerei nach Weimar zur Folge hatten.
Hier bildete er eine Reihe von tüchtigen Schülern, z. B. Thumann, Gussow, Günther, Graf von Harrach u. a., und schuf während seines dortigen zehnjährigen Aufenthalts an historischen Bildern unter andern: Lebensrettung Levyn Pyns, Genter Bürger vor Philipp dem Kühnen (1865), Amerika schafft die Sklaverei ab (kolossales Bild für Amerika), Scene aus der Verfolgung der Protestanten in den Niederlanden (Museum in Königsberg), Königin Philippine den Armen in Gent Hülfe spendend, Ludwig XIV. empfängt ¶
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die Deputation der Republik Genua (Maximilianeum) u. a. Dann führte er im Lutherhaus der Wartburg Fresken aus, malte Lutherbilder für die Tiedge-Stiftung und kehrte 1872 in seine belgische Heimat zurück, von wo er 1876 einem Ruf als Professor und Mitglied des akademischen Rats nach Dresden folgte. Sein jüngstes großes Werk ist die Vollendung des von de Groux begonnenen Cyklus von 12 Wandgemälden (Wachsfarbe) in der Tuchhalle zu Ypern, aus der Blütezeit dieser alten Fabrikstadt.