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In der Übersicht
Bereits in den 1910er Jahren werden Verfahren der Schülerauslese sowie Intelligenztests entwickelt und erprobt; in den 1920er Jahren Persönlichkeitstests und psychotechnische Eignungsprüfungen entworfen, um die am besten zur Tätigkeit passenden Kandidat*innen festzustellen; in den 1940er Jahren schliesslich gruppendynamische Trainingsverfahren konzipiert, die das Verhalten der Einzelnen im Rahmen eines sozialen Settings zu formen und zu verändern gestatten sollten. Wie im Seminar gezeigt werden soll, stellen diese Trainings- und Testverfahren ein Repertoire von Techniken der Selbst- und Fremdführung bereit, die für heutige Formen der Subjektivierung entscheidend sind: Nur wer sich als „unternehmerisches Selbst“ (Bröckling) begreift, wer beständig an seinen Fähigkeiten arbeitet, wer flexibel und agil auf dynamische Situationen zu reagieren vermag, wer als versierter Steuermann des Sozialen zwischen der Durchsetzung seiner eigenen Ziele und deren sozialer Verträglichkeit zu vermitteln weiss, kann sich als erfolgreicher Teamplayer und Manager, als kompetentes Subjekt profilieren.