Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/2023

In der Ergonomie spricht man von einer Fehlhaltung, wenn es durch eine ungünstige Körperhaltung bei der Arbeit, wie zum Beispiel durch langes, starres Sitzen oder Stehen zu Verspannungen oder Schmerzen kommt. Es entsteht eine physiologische Anpassung bzw. Veränderungen des Körpers, welche sich negativ auf den Stütz- und Bewegungsapparat auswirkt. Dies hat einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit, Wohlbefinden und die Lebensqualität.
Das Ausharren in sitzender Position, zum Beispiel vor dem PC, führt zu einer Annäherung der Hüftbeuger (M. iliopsoas), was auf Dauer zu einer Verspannung und später zu einer Verkürzung führen kann. Diese Gewebeveränderung beeinflusst unsere alltäglichen, aber auch sportlichen Bewegungsmuster negativ und es kommt zu einer erhöhten biomechanischen Belastung des Systems. Die passiven Körperstrukturen wie Knochen, Gelenke, Bänder und Bandscheiben erfahren eine verstärkte Abnutzung, welche zu Schmerzen und weiteren Fehlbelastungen führen können.
Neben Verspannungen können muskuläre Schwächen entstehen, dies geschieht durch eine Inaktivität ganz im Sinne von “use it, or loose it” (nutze es, oder verliere es).