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Capharnaüm
Nadine Labaki, Lebanon, 2018o
In Lebanon, many parents can simply not afford to have their children officially registered. As a result, these undocumented kids do not exist in the eyes of the state and have no rights. That is the fate of young Zain. But Zain is a fighter: even at his young age, he is already supporting his family with various odd jobs. When Zain's parents plan to marry off his eleven-year-old sister Sahar, Zain does everything in his power to stop them.
Die Filme der französisch-libanesischen Regisseurin Nadine Labaki spielten bisher in einem Coiffeursalon («Caramel») und einem imaginären Dorf («Et maintenant on va où?»). Jetzt filmte sie in Beirut direkt auf der Strasse, mit Laien. Ihre Geschichte ist zwar nicht ganz kitschfrei -- aber die kleinen Protagonisten sind so stark, dass ein Blick in ihre Augen alles wettmacht.Matthias Lerf
Ein Junge verklagt seine Eltern, weil sie ihn in die Welt gesetzt haben: Immer dokumentarischer und wahrhaftiger sind die Filme der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki geworden, seit "Caramel" und "Wer weiß, wohin?" In ihrem zärtlichen Blick gewährt sie den Ärmsten der Armen aus den Elendsvierteln von Beirut einen Schutzraum. Die Fiktion ist da nur noch ein hauchzartes Gerüst für die dokumentarische Wahrhaftigkeit von Laiendarstellern, die ihr eigenes Schicksal in den Film tragen. "Capernaum" heißt Chaos. Der Film geht für den Libanon ins Rennen um den Fremdsprachen-Oscar - mit guten Chancen.Anke Sterneborg
C'est prenant, haletant même, un poil surligné par la musique, mais cela reste du cinéma fort, concernant et romanesque.Christophe Carrière