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Im Oktober 2016 bestätigte die 39. Generalversammlung der ICAO das Ziel, ab 2020 ein CO2-neutrales Wachstum anzustreben und zu diesem Zweck unter anderem auch die globale marktbasierte Massnahme zur Kompensation der darüberhinausgehenden CO2-Emissionen, das sogenannte Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (CORSIA), einzuführen.
Basierend auf dieser Entscheidung verabschiedete der ICAO Rat im Juni 2018 den neuen Band IV des 16. Anhangs zur Konvention von Chicago, die direkt damit verbundenen ICAO CORSIA Implementation Elements sowie das Environmental Technical Manual Volume IV DOC 9501 und setzte dieses Regelwerk per Oktober 2018 in Kraft. Die damit vorliegenden Grundlagen werden einer regelmässigen Überprüfung unterzogen.
Seit dem 1.1.2019 sind die Luftfahrzeugbetreiber aller ICAO-Mitgliedstaaten (inkl. Schweiz), welche auf internationalen Flügen pro Jahr mehr als 10‘000 t CO2 emittieren, grundsätzlich zur Erfassung ihrer CO2-Emissionen auf internationalen Flügen und einer Berichterstattung darüber verpflichtet. Ab 2021 oder sobald die globalen Emissionen des Luftfahrtsektors das Emissionsniveaus von 2019 übertreffen, müssen die betroffenen Luftfahrtbetriebe dann einen Teil ihrer CO2-Emissionen durch den Zukauf und die Löschung von CO2-Emissionseinheiten kompensieren. Ab dem 1. Januar 2024 müssen diejenigen Emissionen kompensiert werden, welche 85% der Emissionen des Jahres 2019 überschreiten.