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Die nun 6 Jahre alte Jharna Naskar wurde mit einem Herzfehler, einem so genannten Ventrikelseptumdefekt geboren.
Dies bedeutet, dass sich ein oder mehrere Löcher in der Herzscheidewand befinden, also eine Verbindung zwischen rechter und linker Herzkammer besteht. Dabei handelt es sich um einen der häufigsten Herzfehler überhaupt. Manchmal verschliessen sich die Defekte von selber während des Wachstums. Wenn allerdings das Loch zu gross ist, gelangt Blut aus der linken in die rechte Herzkammer. Dies führt langfristig zu Herzversagen.
Die kleine Jharna hatte im Alter von 6 Monaten ständig Mühe mit dem Atmen. Der Arzt in ihrem Ort befürchtete einen Herzfehler und überwies sie in die Chitranjan-Klinik, eine staatliche Spezialklinik in Kolkata.
Die Abklärungen bestätigten den Verdacht auf einen Herzfehler und Jharna wurde für die notwendige Operation auf die Herzchirurgie überwiesen. Für den Fall einer erfolgreichen Operation wurde ihr eine gute Prognose mit baldiger Rückkehr zu normaler Aktivität vorausgesagt.
Jharna hat zwei ältere Schwestern und einen zwei Monate alten Bruder. Sie lebt mit ihren Eltern in einem Lehmhaus ohne Elektrizität und ohne fliessendes Wasser. Ihr Vater arbeitet als Handwerker und Taglöhner und verdient 1000-1500 Rupien/Monat, je nachdem wie viel Arbeit er findet. Er konnte die Operation nicht selber bezahlen und meldete sich deshalb in der Strassenklinik von Calcutta Rescue.
Die Operation verlief erfolgreich. Anfänglich musste Jharna noch Herzmedikamente einnehmen, nun ist sie fast gesund und es geht ihr gut. Da es, wie ihre Ärzte sagen, eine grosse Operation für ein kleines Mädchen war, leidet sie ab und zu noch unter leichten Brustschmerzen und muss sich ausruhen. Gemäss Prognose wird sie aber in 2-3 Monaten vollständig genesen und körperlich ohne Einschränkungen leistungsfähig sein.
Ihre Eltern sind überglücklich vor Freude, wenn sie ihre kleine Tochter spielen sehen. Jharna konnte auch schon einige Schulstunden besuchen. Wenn sie wieder ganz fit ist, wird sie auf jeden Fall die Schule in ihrem Dorf besuchen können.
Ihr Vater sagt: «Wir hatten so viel Angst um sie und sind nun so erleichtert, ihr wurde wortwörtlich ein neues Leben geschenkt.»
Herzlichen Dank auch von unserer Seite, dass es möglich wurde, diesem kleinen Mädchen ein neues Leben zu schenken. Ihre Unterstützung ermutigt uns immer wieder, mit unserer bescheidenen Arbeit weiterzumachen.