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Mit flexiblen Netzen und Zäunen sorgen Bauern dafür, dass ihre Nutztiere auf der Weide zusammenbleiben. Genau diese Zäune können aber für Wildtiere eine Gefahr darstellen. Besonders gefährlich sind die sogenannten «Flexinetze», leichte Zäune aus Kunststoff, die einfach auf- und abzubauen sind.
53 tote Tiere in vier Jahren
Zum Problem werden diese Zäune, wenn die Bauern sie auf den Feldern stehen lassen, auch wenn gar keine Tiere mehr eingezäunt sind. Wenn Wildtiere wegen Zäunen sterben, sei dies in 65 Prozent der Fälle in diesen Flexinetzen, schreibt die Schwyzer Regierung in einer Antwort auf einen CVP-Vorstoss aus dem Parlament. Die restlichen Tiere verhedderten sich vorwiegend in Stacheldraht-Zäunen. Rotwild und Rehe seien dabei besonders betroffen, aber auch Füchse, Dachse oder Kleintiere wie Hasen und Igel. In den letzten vier Jahren seien dem Kanton 53 Tiere gemeldet worden, die in Zäunen verendet seien.
Bauern werden regelmässig informiert
Die Schwyzer Regierung schreibt in ihrer Antwort weiter, die Bauern würden durch das Amt für Landwirtschaft regelmässig darauf aufmerksam gemacht, dass die Zäune bei Nichtgebrauch entfernt werden sollen. Systematische Kontrollen gebe es aber keine. Und strafrechtliche Folgen habe es erst, wenn ein Wildtier im Zaun eines Bauern sterbe, welcher diesbezüglich bereits verwarnt war.