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FreiburgSeit einem Vierteljahrhundert warte die Freiburger Bevölkerung auf ein gedecktes 50-Meter-Schwimmbecken, schreibt Pro Freiburg. Doch dürfe dies nun nicht dazu führen, dass das letzte Woche vorgestellte Projekt von privaten Promotoren für ein Schwimmbad nicht genauer unter die Lupe genommen werde. «Das Projekt auf dem verschmutzten Gelände der früheren Boxal-Fabrik wirft Fragen auf», heisst es in der Mitteilung weiter. Eine private Investorengruppe will einen Wohnkomplex mit einem unterirdischen Schwimmbad samt Wellnessbereich bauen. Der Kanton soll sich finanziell am Schwimmbadbau beteiligen (FN vom 5. November).
«Ich würde mich sehr freuen über ein Schwimmbad – aber doch nicht im dritten Untergeschoss ohne direkten Lichteinfall», sagt Jean Luc Rime, Präsident von Pro Freiburg, den FN. Die Gemeinden rund um Freiburg hätten geeignete Landreserven für ein Schwimmbad; aber auch auf dem Boxal-Gelände sei ein besseres Bauprojekt möglich. «Wir verlangen, dass der Kanton sich nur dann finanziell beteiligt, wenn ein Architekturwettbewerb veranstaltet wird», sagt Rime.
«Das stimmt nicht»
Pro Freiburg kritisiert auch, dass die Sanierungskosten für das verseuchte Gelände sich später in den Betriebskosten niederschlagen würden, welche die Gemeinden zu tragen haben. «Das stimmt nicht», entgegnet Pascal Kuenlin im Namen der Promotoren: Der Landbesitzer saniere das Gelände vor dem Verkauf. Dies habe keinen Einfluss auf den Landpreis und noch weniger auf die Betriebskosten. Kuenlin lobt auch die Qualität des Projektes. Das Schwimmbad sei baulich gesehen nur ein kleiner Teil des Projektes; «wir werden uns nicht deswegen einem Wettbewerb unterziehen, der alles nur verzögert». njb