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welchem Verfahren alsdann die freie Röhrenbildung nicht mehr das Wesentliche ist. Das Walzen über einen Dorn (nach [* 1] Fig. 4) kann auch zur Erweiterung unter gleichzeitiger Festigung einer fertigen Röhre dienen. Die nach dem R. hergestellten Röhren [* 3] zeichnen sich gegenüber den geschweißten Röhren durch das Fehlen jeglicher Naht und damit durch große Festigkeit [* 4] und Widerstandsfähigkeit gegen innern Druck aus und haben vor diesen noch den Vorzug, daß die Fabrikationsmethode selbst unmittelbar einen Maßstab [* 5] für die Güte des Fabrikates bildet, also die fertigen Röhren einer besondern Prüfung auf ihre Haltbarkeit nicht unterzogen zu werden brauchen. Bei einer neuern von der Charlottenburger Versuchsanstalt ausgeführten Materialprüfung wurde bei 24 bis 17 Proz. Dehnung eine Zerreißfestigkeit von 80 bis 86 kg pro 1 qmm festgestellt.
Zur Ausübung gelangt das R. gegenwärtig durch die Aktiengesellschaft Deutsch-Österreichische Mannesmannröhrenwerke auf ihren Werken in Bous a. d. Saar, Remscheid [* 6] und Komotau, durch die Kupfer- und Messingwerke C. Heckmann in Duisburg-Hochfeld und durch die Mannesmann Tube Company zu Landore in Wales. Die erstgenannte Gesellschaft fabriziert in Komotau hauptsächlich Lokomotiv-Kesselrohre und Stahlrohre für die Bohr- und Bergbautechnik u. dgl. In Remscheid werden hauptsächlich Kriegsmaterial, wie Stahlgranaten, Gewehrmantelrohre u. dgl. hergestellt. Das Werk in Bous liefert blanke, kaltgezogene Röhren namentlich für Velocipede, [* 7] sowie Flaschen für hohen innern Druck; außerdem besitzt es für Deutschland [* 8] die alleinige Berechtigung zur Fabrikation von Kupfer- und Messingröhren nach dem R.
[* 1] ^[Abb. Fig. 3 und
Fig. 4]