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René Vasquez wurde am 11. Juli 1950 als ältestes von drei Kindern in der Hafenstadt Valparaíso in Chile geboren. Sein Vater war Kapitän bei einer Schifffahrtgesellschaft, welche internationalen Güterverkehr betrieb. Seine Mutter war deswegen oft monatelang allein mit den Kindern. Die Großmutter mütterlicherseits prägte René Vasquez ganz besonders. Dank ihr kam er bereits in seinen ersten Lebensjahren mit der Malerei und der spanischen Kultur in Kontakt.
Schon als Kind verspürte René Vasquez den Wunsch, Künstler oder Schriftsteller zu werden. 1958 schreibt er mit 8 Jahren sein erstes Gedicht, das er seiner Mutter widmet. Doch bei seinen Eltern stößt er damit nur auf Unverständnis.
Mit 17 Jahren trifft er 1967das erste mal Pablo Neruda. Er zeigt ihm seine Texte. Neruda ermutigt den jungen Vasquez, mit dem Schreiben fort zu fahren. Es folgen weitere Treffen mit Neruda und anderen chilenischen Schriftstellern.
Nach der obligatorischen Schulzeit möchte René Vasquez an die Kunstakademie von Viña del Mar. Doch sein Vater billigt diesen Wunsch nicht. Stattdessen schreibt er ihn 1968 für ein Studium in Wirtschaft an der Universität von Valparaíso ein. René Vasquez schließt das Wirtschaftsstudium nach 5 Jahren erfolgreich ab. Anschließend schreibt er sich 1973 an der Kunstakademie von Viña del Mar ein. Sein tiefer Wunsch, Künstler zu werden, war nie erlöscht.
1973 beginnen mit dem Putsch von Pinochet die Jahre der chilenischen Diktatur. Nur 12 Tage nach dem Putsch stirbt Pablo Neruda. Das Leben in Chile wird in den kommenden Jahren von Ausgangssperren, Angst und Unterdrückung gezeichnet sein.
René Vasquez widmet sich vermehrt der Malerei. Ab 1977 beginnt er seine Bilder in Santiago de Chile auszustellen.
Trotz der Diktatur lässt sich René Vasquez nicht entmutigen. Er organisiert 1982 im Untergrund eine Ausstellung zur Hommage an Pablo Neruda. Doch Neruda war ein Feind der Diktatur. Das Regime bekommt Wind von der Ausstellung und verhaftet René Vasquez. 30 lange Tage und Nächte verbringt er in einem der berüchtigten Gefängnisse in Santiago de Chile. Mit Hilfe von ‚Amnesty International’ kann er schließlich das Land verlassen. Er wird direkt nach Genf geflogen. Die Spuren der Folter und Verletzungen sprechen für sich. Er bekommt von der Schweiz den Flüchtlingsstatus und wird dem Kanton Freiburg zugeteilt, wo er bis heute lebt und arbeitet.
Die Trennung von der Familie, die Spuren der Folter, die Entwurzelung und Einsamkeit belasten René Vasquez sehr. Trotz allem bleibt er sich selbst treu. Er sucht sich ein Atelier und verfolgt seinen Wunsch, Künstler zu sein und zu bleiben, weiter. Es ist nicht mehr nur ein Wunsch, sondern eine nun lebenswichtige Notwendigkeit, zu Malen, zu Schaffen, zu Gestalten, sich auf verschiedene Arten auszudrücken. Sei es in der Malerei, als Bildhauer oder in der Literatur
1987 stellt René Vasquez zum ersten Mal seine Bilder in Freiburg aus. Die Arbeiten im Atelier werden in den folgenden Jahren von unzähligen Besuchen von Konzerten, Opern, Ausstellungen und anderen kulturellen Veranstaltungen bereichert. Er selbst stellt seine Werke regelmäßig in der Schweiz und später auch in Frankreich aus.
2007 bis 2009 ist René Vasquez Präsident von der Sektion Fribourg von Visarte, einem Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz.
In den Jahren 2013 und 2014 stellt René Vasquez zum ersten Mal seine Werke an internationalen Kunstmessen in Asien (Taiwan, China) aus.