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coccus palustris, Sweertia perennis, Andromeda polifolia, Salix aurita, verschiedenen Arten von Carex, Eriophorum etc. Prof.
Früh in Zürich
hat hier auch den Dopplerit, die konzentrierteste Form des Torfes, gefunden. Im w. Abschnitt des
Thales saftige
Wiesen.
An seinem Ende verengert sich das Thal zu einem vom
Kronbach (gebildet aus
Weissbach und
Schwarzbach; Zufluss
zur
Urnäsch) durchflossenen
Tobel. Die
Wasser des ö. Gemeindeabschnittes gehen zur
Sitter. Von Gonten ist seiner Zeit die Bewegung
der Gegenreformation im Kanton Appenzell
I. R. ausgegangen, indem hier zuerst die
Messe wieder hergestellt und eine grosse Prozession nach
Appenzell
zur Wiederaufrichtung des alten Glaubens veranstaltet ward. Eine jährliche Prozession erinnert heute
noch daran. Im 18. Jahrhundert waren die Bewohner von Gonten die treuesten Anhänger ihres Mitbürgers Landammannes Sutter
(s. den Art.
Gontenbad), weshalb ihrer eine grosse Anzahl mit schweren Strafen belegt wurden.
Telephon. Stark eisenhaltiges Mineralwasser
mit Kohlensäure, Schwefelwasserstoff, kohlensaurem Kalk und Chlorkalk.
Heilerfolge bei Rheumatismen, Kehlkopf- und Hautkrankheiten.
Im 18. Jahrhundert Eigentum des unglücklichen Landammannes Sutter. 1760 Landvogt im
Rheinthal, 1762 Landammann, wurde 1775 das
Ziel heftigster Anklagen wegen Hochverrates und aristokratischer Gesinnung, suchte sich durch die Flucht zu retten, wurde
aber durch Verrat gefangen und 1784 enthauptet.
oder Gonze (Kt. St. Gallen,
Bez. Sargans).
1833 m. Gipfel, am SO.-Ende der Kette
Churfirsten-Alvier, bei
Sargans imWinkel
zwischen
Rheinthal und
Seezthal stolz aufragend. Kann von
Sargans aus über den
Gonzewald bestiegen werden. Bewundernswerter
Faltenbau der Malm- und Doggerschichten. Die untern Hänge bewaldet, oben mit hohen Felswänden gekrönt. Besteht aus Dogger
und Malm und bildet den Gewölbekern der ganzen Kette. Zwischen dem Gipfel des Gonzen und demGonzewald
hat man seit undenklichen Zeiten im Jurakalk Eisenerz abgebaut. Die Nachrichten über diesen Betrieb reichen bis zum Jahr 1200 hinauf,
doch ist es wahrscheinlich, dass hier schon die
RömerEisen abbauten. Da das Erz 50-60% reines
Eisen enthält, darf es als
ein gutes Rohmaterial zur Eisengewinnung angesprochen werden. Es findet sich zusammen mit Pyrit, Jaspis,
Thon, Quarz, Calcit, Baryt, Eisenglanz, Fluorit, Chlorit, Hausmannit, Rhodochrosit, Wiserit etc. Das geförderte Erz
wurde in
Plons, im
Seezthal 2 km nw.
Mels, verhüttet und eignete sich besonders zur Herstellung von Schmiedeeisen und Bessemerstahl,
konnte aber seiner
Härte und Sprödigkeit wegen nicht gut zu Gusseisen verarbeitet werden. Der Erzgang,
der zum grössten Teil aus dichtem Boteisenerz (Hämatit) oder Magneteisenerz besteht und von Manganerzen begleitet ist,
liegt mitten im Jurakalk und kann bis zu 1,52 m Mächtigkeit anschwellen. Er kann in den gefalteten Schichten auf eine Strecke
von mindestens 1 km verfolgt werden und wurde in den normal gelagerten Schichten des O.-Hanges und den
überkippten Schichten des W.-Hanges zwischen 1250 und 1450 m
Höhe bergmännisch abgebaut.
Die (abgewickelt gedachte) Fläche des noch abbaufähigen Eisenerzlagers ist auf 450000 m2 geschätzt worden. Prof.
Heim
hat vor wenigen Jahren nachgewiesen, dass das
Lager sich im mittlern Malm (Sequan) und nicht im Dogger
(wie die Mehrzahl der ähnlichen Vorkommnisse in den
Kalkalpen) befindet. Der immer nur sehr unregelmässig betriebene Abbau
ist heute ganz eingestellt. Vergl. Zweifel,
B., und A. Gutzwiller. Das Bergwerk am Gonzen
(Ber. der naturf. Ges.St. Gallen.
1875/76).
-
Heim,
Alb. Ueber das Eisenerz¶
mehr
am Gonzen (Vierteljahrsschr. der naturf. Ges. inZürich.
45, 1900).