Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/806

Bertelsmann hält mit 53 Prozent die restlichen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen Penguin Random House. Die Gütersloher zeigten sich für eine Aufstockung ihres Anteils offen, wenn die wirtschaftlichen Konditionen angemessen seien. "Das Buchverlagsgeschäft ist für Bertelsmann seit mehr als 180 Jahren identitätsstiftend, es ist unser ältestes Kerngeschäft", sagte Konzern-Chef Thomas Rabe. Strategisch würde Bertelsmann so nicht nur das Geschäft mit Inhalten stärken, sondern auch die Präsenz in den USA.
Penguin Random House umfasst den Angaben zufolge rund 250 redaktionell unabhängige Einzelverlage auf fünf Kontinenten, die jährlich mehr als 15 000 Bücher veröffentlichen und 2015 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro erwirtschafteten. Dank der "hervorragenden Partnerschaft" mit Pearson habe sich Penguin Random House zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, erklärte Bertelsmann. Die Verlagsgruppe Random House in Deutschland sei nicht Teil des Gemeinschaftsunternehmens. Sie werde vollständig von Bertelsmann kontrolliert.
Pearson hatte nach der Trennung von der Wirtschaftszeitung "Financial Times" den Rotstift im Buchgeschäft im vergangenen Jahr angesetzt und tausende Stellen gestrichen. Mit radikaleren Schritten solle nun die Wende zu digitalen Modellen beschleunigt werden, erklärte Konzernchef John Fallon. Für 2016 erwartet er einen bereinigten operativen Gewinn von 630 Millionen Pfund (726,4 Mio Euro). Je Aktie läge der bereinigte Gewinn bei 57 Pence. Für 2017 kündigte der Manager einen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn von 570 bis 630 Millionen Pfund an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 48,5 bis 55,5 Pence sinken./jha/she/stb
(AWP)