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Leserbrief – Lieber Walter Bär, es amüsiert mich, dass Dein Leserbrief vom Freitag, 20. April 2018 gegen meine Person Dir zu einer Fangemeinde verholfen hat. (Jost Rüegg, Kreuzlingen)
Das wundert mich nicht. Du wirst als guter Demokrat aber verstehen, dass ich mich bei meinem Tun weder Dir noch Deiner Fangemeinde verpflichtet fühle, selbst wenn meine Umzugskosten ins Tessin von Euch bezahlt würden. Ich habe in Kreuzlingen vielleicht keine Fangemeinde aber eine Wählerschaft. Diese hat mich von 1987 bis 2007 sechs Mal in den Gemeinderat von Kreuzlingen gewählt, bis ich nach 24 Jahren, im Jahre 2011 freiwillig nicht mehr angetreten bin. Im April 2016 wurde ich dann von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im Bezirk Kreuzlingen mit 1’845 Stimmen in den Kantonsrat gewählt. Ich erfülle also mit meiner politischen Arbeit einen Wählerauftrag. Es gibt für mich, als ein in Kreuzlingen aufgewachsener Mitbürger, keinen Grund ins Tessin umzuziehen. Ich bedaure, Dir und Deiner Fangemeinde keinen anderen Bericht abliefern zu können. Zudem finde ich es mit Deiner Sichtweise gegenüber allen Tessinerinnen und Tessinern ziemlich unfair von Dir, dass Du ihnen ausgerechnet mich als Staatsbürger zumuten willst. Falls Du jetzt aber wegen mir ins Tessin umziehen solltest, musst Du die Umzugskosten wohl selber bezahlen.