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Der Start für die Instandsetzung des Viadukts in Riddes ist auf Anfang 2021 festgelegt worden. Ziel des Bundesamtes für Strassen ASTRA und des Kantons Wallis ist, bis Ende 2021 den Viadukt wieder für sämtlichen Verkehr öffnen zu können. Auch die Methode für die Instandsetzung des Viadukts in Riddes steht nun fest: Er wird mit einem Ultra-Hochleistungs-Faserbeton (UHFB) verstärkt. Es handelt sich um denselben Werkstoff, der auch für die Sanierung des Chillon-Viadukts verwendet worden war.
Seit dem Sommer 2019 ist der Viadukt in Riddes für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Diese Vorsichtsmassnahme wurde ergriffen, nachdem eine Inspektion verschiedene Schäden ans Licht brachte. Weitere, umfangreiche Untersuchungen bestätigten den schlechten Zustand des Bauwerks und die Richtigkeit der Sperrung für den Schwer-verkehr.
Auf dieser Grundlage haben die zuständigen kantonalen Behörden und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) beschlossen, ein Sanierungsprojekt zu starten, damit die Brücke so schnell wie möglich wieder vom Schwerverkehr bis 40 Tonnen befahren werden kann. Unterdessen haben die Analysen als Bestvariante die Verstärkung des Viadukts Seite Martinach ergeben. Der Viadukt kann anschliessend den gesamten Verkehr in beiden Fahrtrichtungen aufnehmen. Der rechte Viadukt (Seite Sitten) wird nicht dem Verkehr nicht mehr offenstehen. Er wird nicht verstärkt, aber weiter überwacht, und punktuell werden Massnahmen ergriffen, um die Funktionsfähigkeit der Anschlussrampen von und zur A9 sicherzustellen.
Auch das Verfahren für die Verstärkung des linksseitigen Viadukts wurde festgelegt. Die Brückenplatte wird auf der Oberseite mit einem sogenannten Ultra-Hochleistungs-Faserbeton (UHFB) überzogen. Es handelt sich um denselben Betontyp, der 2014/15 auch für die Sanierung des Chillon-Viadukts verwendet worden war. Dieser verstärkt das Bauwerk strukturell und dient auch als Schutzschicht zur Abdichtung der darunterliegenden Beton-Schichten, um die Bildung weiterer Schäden am Beton oder an der Armierung zu verzögern.
Mit diesen Massnahmen lässt sich die Lebensdauer des Bauwerks im Eigentum von Bund und Kanton um mindestens 10 bis 15 Jahre verlängern. Die Sanierungsmethode verspricht auch eine vergleichsweise kurze Bauzeit. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen zwei bis drei Jahre dauern die Arbeiten nur ungefähr ein Jahr. Sie werden voraussichtlich Anfang 2021 gestartet. Während der Bauzeit bleibt der Viadukt für den Verkehr bis 3,5 Tonnen geöffnet. Einige Ein- und Aus-fahrten müssen jedoch temporär gesperrt werden. Ziel ist, bis Ende 2021 die Arbeiten abzuschliessen und den Viadukt wieder für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu öffnen.
Die Baukosten werden aktuell auf rund 12 Millionen Franken geschätzt. Sie werden zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent vom Kanton getragen. Im Anschluss an die Massnahmen wird die Variantenstudie zur Zukunft des Bauwerks, des Autobahn-anschlusses und der Kantonsstrasse vorangetrieben. Sie wird mittel- und langfristige Massnahmen umfassen.