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Der US-Geschäftsmann und ehemalige Gouverneur Mitt Romney versucht es noch einmal: Nach seinem Scheitern bei der Präsidentenwahl 2008 tritt er im kommenden Jahr noch einmal an.
"Es ist Zeit, dass wir Amerika wieder auf den Pfad zur Grösse führen", sagte er in einer am Montag veröffentlichten Video-Botschaft. Mit der Gründung eines Wahlkomitees erfüllte er die formellen Bedingungen, um mit der Einsammlung von Wahlspenden zu beginnen.
Der Multimillionär ist der zweite Republikaner, der bislang eine Kandidatur für 2012 angekündigt hat. Romney war 2008 bei den Vorwahlen seiner Partei gegen John McCain ausgeschieden, der bei der eigentlichen Wahl gegen den Demokraten Barack Obama verlor.
Experten zufolge hat Romney sich seitdem auf die kommende Wahl vorbereitet und gilt als der führende Kandidat seiner Partei. "Er ist der Typ, dem im Moment alle hinterherlaufen müssen", sagte der republikanische Berater Rich Galen.
Der 64-jährige Romney betont seine Wirtschaftserfahrung an der Spitze einer Beteiligungsfirma. "Ich habe gelernt, wie Amerika mit Firmen in anderen Staaten konkurriert, warum Jobs abwandern und wie Jobs hier Zuhause geschaffen werden", sagte er.
Romney gilt zugleich als ausgezeichneter Organisator: So hatte er 2002 die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City auf die Beine gestellt.
Als "Heuschrecke" kritisiert
Demokraten werfen Romney dagegen vor, als "Heuschrecke" gewütet und massenweise Stellen abgebaut zu haben. Einige Konservative kritisieren Romneys Amtszeit als Gouverneur von Massachusetts, ein Bundesstaat, der in den USA als vergleichsweise "liberal" - linksgerichtet - gilt. Dort unterstützte er den Aufbau eines Gesundheitssystems, das als eines der Vorbilder für die umstrittene bundesweite Reform von Obama gilt.
Evangelikalen Christen ist sein Glaube suspekt: Romney ist Mormone, der an der Brigham Young University in Utah studiert hat. Später ging er nach Harvard, wo er seinen Abschluss in Wirtschaft und Jura machte. Würde er die Präsidentschaftswahl 2012 gewinnen, wäre er der erste Mormone im Weissen Haus.
Zögerlicher Wahlkampf bisher
Der Wahlkampf beginnt in den USA eher zögerlich. Auf Seite der Republikaner hat sich neben Romney bislang nur der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, formell beworben. Unklar bleibt, ob bekannte Politiker wie Mike Huckabee oder Sarah Palin überhaupt zu den Vorwahlen antreten.
SDA-ATS