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Am 22. März 2020 geht die Sanierung des Gotschnatunnels mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten in die dritte und letzte Phase. Während der Bauarbeiten, die bis
voraussichtlich bis Anfang Juli dauern, ist der Tunnel vollständig gesperrt und der Verkehr wird durch Klosters umgeleitet. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 25 Millionen Franken.
Nachdem im Jahr 2019 die ersten beiden Etappen des Sanierungsprojektes «Gotschnatunnel» abgeschlossen wurden, beginnt am 22. März die dritte und letzte Phase der Instandstellungsarbeiten. Bei der Wahl der Bauzeitfenster wurde darauf geachtet, dass diese in Zeiten mit möglichst geringem Verkehrsaufkommen gelegt werden (Nebensaison). Die dritte Etappe wird folglich zu Beginn der Sommersaison, voraussichtlich Anfang Juli, beendet sein.
Während der Instandsetzung des Gotschnatunnel ist das Bauwerk komplett gesperrt. Der gesamte Verkehr wird durch Klosters umgeleitet. Damit die Belastung für Klosters möglichst gering wird, werden flankierende Massnahmen wie in den letzten Phasen umgesetzt; diese haben tatsächlich gute Resultate gegeben. An vier Kreuzungen (Alte Bahnhof-, Monbieler-, Gotschna-und Doggilochstrasse wird bei Bedarf am Wochenende und zu
Spitzenzeiten ein Verkehrsdienst den Verkehr regeln. Dies erhöht für alle Verkehrsteilnehmer die Sicherheit und optimiert zusätzlich den Verkehrsfluss.
Die Sanierung des Gotschnatunnels ist notwendig, da an der Fahrbahn Schäden in Form von Hebungen festgestellt wurden. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gestein des Gotschnatunnels Anhydrit (Calciumsulfate) enthält. Kommt dieses Anhydrit mit Wasser in Kontakt, findet eine chemische Reaktion statt und es entsteht Gips. Diese Reaktion führt zu einer Vergrösserung auf das ca. 1.5-fache Volumen, und übt einen enormen Druck auf die Umgebung aus. Die Folge sind Schäden an der Fahrbahn, aber auch an Leitungen und am Tunnelgewölbe.
Die schadhaften Abschnitte werden nun sorgfältig saniert und dabei die Tunnelsohle in kleinen Etappen vollständig entfernt und verstärkt wieder eingebaut. Nebst dem Ersatz der defekten Leitungen wird zwischen dem Felsen und der eigentlichen Betonröhre unter der Fahrbahn eine sogenannte Knautschzone eingebaut, welche allfällige Quellungen aufnimmt. Über der Knautschzone wird ein verstärktes Gewölbe eingebaut, welches der Hebung Widerstand leistet. Die aktuell feststellbaren Schäden an den beiden «Deformationszonen» werden nachhaltig instandgesetzt, so dass die Nutzung der instandgesetzten Abschnitte langfristig gesichert ist.