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«Wie sollen wir jetzt unsere Kinder ernähren?», fragten die Teilnehmerinnen eines Austauschtreffens der west- und zentralafrikanischen Palmölallianz in Sierra Leone. Durch die Ausweitung von Ölpalmplantagen haben viele von ihnen ihr Land verloren, auf dem sie Lebensmittel für ihre Familien anbauten. Den Frauen fällt oft traditionsgemäss die Verantwortung zu, die Kinder zu ernähren, doch gleichzeitig verfügen meist nicht sie über die Landtitel, sondern die Männer. Das führt oft zu grossen Konflikten und Problemen. Der Landverlust ist eine Katastrophe für sie, aber als Frauen werden sie nicht in die Verhandlungen einbezogen, in denen Regierungs- und Firmenvertreter die Chiefs oder Landbesitzer davon überzeugen, ihr Land abzugeben.
Projekt:
HEKS unterstützt die lokale, regionale und globale Vernetzung von Menschen und Organisationen, die sich gegen Land Grabbing zum Anbau von Palmölplantagen wehren. Die von HEKS finanzierte west- und zentralafrikanische Allianz gegen die Ausbreitung von Ölpalmplantagen entwickelt Strategien gegen Land Grabbing. In Workshops kommen Betroffene aus zehn afrikanischen Ländern zusammen und tauschen Informationen über die aktuellen Ent-wicklungen aus. Ein besonderer Fokus liegt auf den Frauen und den Auswirkungen der Palmölplantagen auf ihren Alltag. Die Menschen lernen ihre Rechte kennen und wie sie diese durchsetzen können. Dies stärkt die Solidarität zwischen den betroffenen Gemeinschaften über Ländergrenzen hinweg. Das gegenseitige Lernen und koordinierte Vorgehen zahlt sich aus, denn die Konzerne, die das Land pachten und die Plantagen betreiben, sind oft die gleichen. Die regionalen Workshops helfen den Betroffenen, die Strategien der Konzerne zu verstehen und ihre Verträge zu vergleichen. HEKS deckt die Aktivitäten der Konzerne auf, veröffentlicht sie und stärkt so die lokalen Gemeinschaften.
Ziele und Aktivitäten:
Engagement im Süden
HEKS unterstützt die Palmölallianz darin, weitere Workshops für die von Palmölplantagen betroffen Gemeinschaften durchzuführen. Dort werden sie über ihre Rechte informiert und können sich über Möglichkeiten, wie sie sich wehren können, austauschen. Dazu entwickeln die Mitglieder der Allianz gemeinsam Informationsmaterial, Radiobeiträge oder auch Theateraufführungen.
Weiter führt die Allianz Recherchen vor Ort durch und verfasst Berichte über die Auswirkungen der Plantagen auf die Dorfbevölkerung. Diese dienen der Medienarbeit in den Ländern sowie auf internationaler Ebene.
Engagement im Norden
HEKS informiert die Bevölkerung in der Schweiz über die Folgen der Palmölproduktion. Wir üben Druck auf die politischen Entscheidungs-trägerinnen und -träger aus, damit Regulierungen bezüglich der schweizerischen Finanzierung solcher Plantagen geschaffen werden.