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Tohoku-Shinkansen: Der lange Unterbruch
Beim nächtlichen schweren Erdbeben vom 16. März 2022 entgleiste auf der Tohoku-Shinkansen-Strecke der Hochgeschwindigkeitszug Yamabiko 223 (Asienspiegel berichtete). 16 der 17 Wagen hob es aus den Gleisen. Es kam glücklicherweise zu keinen Todesfällen. In den Tagen danach meldete Bahnbetreiber JR East, dass sich drei Passagiere Verstauchungen und Prellungen zugezogen hatten. Es musste jedoch niemand ins Krankenhaus eingeliefert werden.
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Ausfall bis zum 20. April
Die gute Nachricht ist, dass die Sicherheitssysteme des Shinkansen auch bei diesem Beben Todesfälle verhindert haben (Asienspiegel berichtete). So war der Zug dank Sensoren noch vor den Erschütterungen zum Stillstand gekommen (Asienspiegel berichtete). Dies verhinderte Schlimmeres.
Die schlechte Nachricht ist, dass die Reparaturarbeiten mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden. Gemäss JR East kam es auf einem Teilabschnitt zu 1000 kleineren und grösseren Schäden an Fahrleitungen, Strommasten, Gleisen und in Bahnhöfen. Um den verunfallten Shinkansen auf der Hochbrücke zurück auf die Gleise zu heben, kommen Wagenheber zum Einsatz. Für einige Wagen wird jedoch ein Kran notwendig sein. Hierzu wird nun im Eiltempo eine provisorische Strasse zur Hochbrücke gebaut. Allein diese Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen dauern. Der Teilabschnitt zwischen Koriyama und Ichinoseki bleibt damit längere Zeit unterbrochen (siehe Karte unten).
JR East geht davon aus, dass die Tohoku-Shinkansen-Strecke um den 20. April 2022 herum wieder voll befahrbar sein wird. Von diesem langen Unterbruch betroffen sind auch der Yamagata- und der Akita-Shinkansen, die ebenfalls auf einem Teil der Tohoku-Shinkansen-Strecke verkehren. Für die kommende Wochen werden diese lediglich die Abschnitte von Shinjo nach Fukushima (Yamagata-Shinkansen) und von Akita nach Morioka (Akita-Shinkansen) bedienen können (siehe Karte unten).
Die dritte Entgleisung
Für den Tohoku-Shinkansen, der über eine Länge von 675 Kilometern Tokio mit dem Nordosten verbindet, ist es nicht der erste Zwischenfall dieser Grössenordnung. Bereits nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr war der 345 Kilometer lange Abschnitt zwischen Nasushiobara und Morioka nicht mehr befahrbar. 11 Tage dauerten daraufhin die Reparaturarbeiten (Asienspiegel berichtete). Nach der verheerenden Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 war die Tohoku-Shinkansen-Strecke sogar während 50 Tagen unterbrochen (Asienspiegel berichtete).
Die Arbeiten am entgleisten Shinkansen
Der Moment der Entgleisung
Eindrücke am Tag nach dem Beben
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