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Der Innenraum beinhaltet das eigentliche Kirchenschiff mit Bankbestuhlung und den Chorbereich mit einfacher Chorbestuhlung. Den Zutritt zum Innenraum gewährleisten der Hauptzugang durch das Turmerdgeschoss und der nordseitige Seiteneingang.
Sofort fällt die asymmetrische Lage des Chores auf, der gegenüber der Hauptachse des Schiffs um einige Meter nach rechts verschoben ist. Dies geht zurück auf den Einbau des ersten Turmes in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wofür ein Teil des alten Chorraumes geopfert werden musste. Mit dem Einbau einer beim Chorbogen ansetzenden südlichen Seitenkapelle ist allerdings die erwähnte Achsenabweichung des Chores geschickt optisch teilweise wieder ausgeglichen worden.
Wie bereits erwähnt, wurde 1792 für vergleichsweise wenig Geld im westlichen Viertel des Schiffs eine hölzerne Empore eingebaut. Sie steht auf zwei säulenartigen Pfosten und trägt seit 1903 auch die für gut 2000 Franken angeschaffte Orgel.
Die Kanzel aus dem Jahr 1869/70 befand sich bis zur Renovation in den 1980er-Jahren auf der Südseite des Chorbogens. Sie wurde 1983 durch einen schlichten neuen Kanzelkorpus ersetzt, der in seiner Form dem alten Kanzelpostament aus der Berner Zeit angepasst und diesem nur wenig erhöht aufgesetzt ist.
Der heutige neugotische Taufstein wurde in den 1860er-Jahren angeschafft. Die Kosten von 250 Franken übernahmen damals je zur Hälfte ein prominenter Gemeindebürger und der Kanton.
In der Seitenkapelle findet sich eine alte Grabplatte aus Jahr 1698, die lange Zeit vor dem Taufstein in den Boden eingelassen war und deshalb Abnützungsspuren aufweist. Das Epitaph trägt die Inschrift «Hier ligt begraben Herr Ioh[annes] Mathei des fromen fürnemen und weisen Herren Matheis, alt Obervogts zu Schenkenb[erg] Sohn». Und dann in gereimter Form: «Gnad und ewigs Leben / Mir mein Iesus geben / Die ewig Frölikeit / Im Himmel mir bereit. Starb d[en] 14. Dec[embris] 1698 aet[atis] 23». Vom gleichen Johannes Matthey (1687–1693 Landvogt im Amt Schenkenberg), der ab 1701 Landvogt in Aarburg war, ist eine Wappenscheibe in der Kirche von Brittnau vorhanden.
Als vorreformatorisches Überbleibsel ist an der nördlichen Chorflanke die Rückwand eines gotischen Sakramentshäuschens von 1483 erhalten geblieben. Im diesem Sakramentshäuschen bewahrte der Priester vor 1528 die Hostien auf. Während des Bildersturms wurden die vorspringenden Teile abgeschlagen. Die Rückwand liess man stehen, weil sie nur mit abstrakten Reliefs verziert war.
Im Turm befindet sich noch heute eine mechanische Waagturmuhr aus dem Jahr 1736. Sie wurde 1983/84 restauriert. Diese Uhr besass ursprünglich nur einen Stundenzeiger.