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Das Wichtigste in Kürze
- Die erfolgreichste Landminen-Spürratte Magawa ist in den Ruhestand getreten.
- Während seiner Arbeit bei der Hilfsorganisation Apopo hat er 71 Landminen gefunden.
- Dafür wurde er mit dem höchsten britischen Tierorden für Tapferkeit ausgezeichnet.
Vor rund neun Monaten wurde die Landminen-Spürratte Magawa mit dem höchsten britischen Tierorden für Tapferkeit ausgezeichnet. Nun ist er in den Ruhestand getreten.
Die Gambia-Riesenhamsterratte stammt ursprünglich aus Tansania. Sie hat während ihrer fünfjährigen Karriere als Schnüffler geholfen, ein 225'000 Quadratmeter grosses Gebiet von Minen zu säubern. Das teilte die belgische Hilfsorganisation Apopo am Samstag mit.
Magawa hat 71 Landminen gefunden
Nachdem der kleine Nager insgesamt 71 Landminen und 38 nicht explodierte Sprengkörper aufgespürt habe, sei er «ein bisschen müde» geworden. Das sagte der Apopo-Programmleiter in Kambodscha, Michael Heiman, der Nachrichtenagentur AFP. Ein Leben als Rentner sei nun das Beste für ihn.
Mit seiner Trefferquote ist der kleine Nager die erfolgreichste Ratte der belgischen Organisation, die ihn auch ausgebildet hatte. Die Ratte kann binnen einer halben Stunde ein Gebiet von der Grösse eines Tennisplatzes nach Minen absuchen. Mit einem Metalldetektor würde dies vier Tage dauern. Magawa selbst ist zu leicht, um eine Mine auszulösen.
Durch Scharren werden gefundene Sprengkörper signalisiert
Hat der Nager einen Sprengkörper entdeckt, scharrt er mit seinen Pfoten in der Erde. Damit macht er die Minen-Entschärfer darauf aufmerksam. Belohnt wird er mit Bananen und Erdnüssen. Seine Lieblingsspeisen wird er als Rentner weiter erhalten.
Für seine aussergewöhnlichen Dienste war Magawa im vergangenen September mit der Goldmedaille der gemeinnützigen britischen Tierorganisation PDSA ausgezeichnet worden. Dies ist das Pendant des britischen Georgs-Kreuzes für menschliche Helden.
Apopo beschäftigt in Afrika und Asien Dutzende der schlauen Nager für die Suche von Landminen. Sowie für das Erschnüffeln von Tuberkulose. Nach Angaben der Organisation trafen erst vor kurzem 20 neu ausgebildete Landminen-Spürratten in Kambodscha ein.
Für sie wird es eine grosse Herausforderung, Magawas Nachfolge anzutreten. «Er ist eine sehr aussergewöhnliche Ratte», sagte Heiman. «Natürlich werden wir ihn bei den Einsätzen vermissen.»