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Die Aktie des Bieler Technologie-Unternehmens Mikron ist nach der Ankündigung des Hauptkunden Ericsson, die Handy-Produktion auszulagern, unter Druck geraten. Mikron zeigt sich am Freitag (26.01.) vom Entscheid "positiv überrascht".
Bis zum Handelsschluss fielen die Mikron-Aktien um 4 Prozent auf 432 Franken, nachdem die Aktien am Vortag noch unverändert bei 450 Franken geschlossen hatte.
Analysten führten den Rückgang auf die Funktion von Mikron als bedeutender Zulieferer für Ericsson zurück. Einer von ihnen schätzte, dass Ericsson etwa 80 Prozent des Umsatzes des Mikron-Geschäftsbereichs Infocom generiert habe, was im abgelaufenen Geschäftsjahr etwa 160 Mio. Franken entsprochen habe.
Auslagerung als Chance
Mikron bezeichnete die Übertragung der Produktion von Ericsson-Mobiltelefonprodukten an die Flextronics-Gruppe per 1. April 2001 in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme als positive Überraschung. Produktion und Logistik würden so auf eine neue globale und höchst professionelle Basis gestellt. Das Bieler Technologieunternehmen erwartet auf Grund der Strategie und Struktur von Flextronics keine negativen Auswirkungen auf die
Geschäftsbeziehungen zwischen Mikron und den neu zu Flextronics gehörenden Produktionsfirmen in Schweden, England, USA und Malaysia.
Aufgrund schon länger bestehender Probleme der Ericsson-Handy-Sparte hatte Mikron am Dienstag die eigenen Gewinnschätzungen nach unten korrigiert und an der Börse einen Kurseinbruch verzeichnet. Für 2000 rechnet Mikron bei einem Umsatz von 665 Mio. Franken mit einem Gewinnanstieg um 21 Prozent auf 34 Mio. Franken.
swissinfo und Agenturen