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Wie kamst du damals zu den Alemannen?
Obwohl sich damals in meinem persönlichen und sogar familiären Umfeld diverse Alemannen tummelten, kam ich ohne irgendwelches Vorwissen nach Fribourg. Lustiger weise war mein einziger Kontakt vor dem Studium mit der AV Leonina. Dies aufgrund meiner Wohnungssuche. Am Erstsemestrigentag wurde ich dann bereits vom jetzigen CP und meinem späteren Bierbruder Herr angesprochen. Ich weiss nicht woher, aber Herr verfügte über einen halben Lebenslauf von mir. Den Namen der Quelle ist man mir bis dato schuldig geblieben. In einer Vorlesung lernte ich meine späteren Consemester kennen.
Beschreibe deinen ersten Besuch am Stamm?
Der erste Stammbesuch war meines Wissens in der zweiten Studienwoche. Damals warst du Grips frisch eingesetzter Fürst. Beim Jus-Infoanlass hatte ich meinem späteren Biervater Norm versprochen, kurz am Stamm vorbeizuschauen. Eigentlich war ich unterwegs an den Interessentenstamm der AV Leonina, wo eine Freundin aus Altstätten bereits beigetreten war. Ich habe dann am selben Abend noch bei den Alemannen unterschrieben. Eine Entscheidung, welche die vergangenen sechs Jahre geprägt hat wie keine zweite. Bereut habe ich es nie.
Woher kommt dein Vulgo?
Das wissen die Götter. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen Begriff aus der Aviatik. Die kleinen Flügel an den Tragflächen (sog. Winglets) sorgen für Stabilität und eine höhere Wendigkeit. Anscheinend sind das Eigenschaften welche mir die Götter nachsagen? Der Ursprung liegt wahrscheinlich aber in meiner militärischen Einteilung im Fliegergeschwader. Die Götter beschäftigen sich dabei offensichtlich lieber mit der zivilen als mit der militärischen Aviatik. Im Überschallbereich findet man nämlich keine "Winglets". Inwiefern meine Tätigkeit als "Wingman" für bestimmte Aktive mitgespielt hat, sei dahin gestellt.
Wenn du nochmals Fux wärst, was würdest du dir raten?
Entspann dich und trink mehr Bier
Welcher Anlass bescherte dir den grössten Kater?
Wahrscheinlich meine Beichte. Damals war ich noch nicht besonders trinkfest und beharrte darauf, mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Wer die Lausannegasse kennt, kann sich vorstellen, dass das Anfahren bergauf im 21. Gang relativ schwierig ist. Meine Fahrt endete im gegenüberliegenden Schaufenster. Den Erzählungen nach hast du Grips mich nach Hause gebracht. Am Folgetag schaffte ich es mit 4 Stunden Verspätung doch noch an die Uni. Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich mich im Tag geirrt und eigentlich einen "Freitag" hatte. Intensiver wurde es dann noch einmal im CC Jahr. Dabei waren die OLMA und das Krambambuli bei der AV Bodania wohl die "schlimmsten" Momente.
Du warst im CC, danke für den tollen Einsatz. Was war das Highlight des Jahres?
Es ist schwierig einen spezifischen Moment zu nennen. Am meisten gefallen hat mir aber die Arbeit im CC als solches. Durch das Zusammenspannen von Aktiven und Altherren kann man das Amtsjahr ab dem ersten Tag anpacken und wirkliche Projekte durchpauken. Ein Höhepunkt war dabei die letzte Sitzung. Wir konnten in unserer eigenen Jahresbilanz erkennen, dass sich der Schw. StV. kontinuierlich zum besseren entwickelt. Eine Tendenz die nicht zuletzt dem Einsatz unserer Verbindung mit dem VCP Nochwuchs und dem ZS Salopp zu verdanken ist. Ein Engagement welches nicht genug zu verdanken ist. Gerne würde ich einmal alle Telefonate und Mails mit den beiden zusammenzählen.
Und was war das Lowlight?
Natürlich der Wegzug aus meiner geliebten Studienstadt. Im CC Jahr selbst kommt der Tiefpunkt aber auch nicht in einem einzelnen Moment. Vielmehr ist es bedrückend zu erkennen, dass sich der Schw. StV. auf der einen Seite prächtig entwickelt und auf der anderen Seite stagniert. Die positive Entwicklung wird gestützt durch Mitglieder, welche sich konstruktiv und auch kritisch in das Geschehen einbringen. Gebremst werden wir meines Erachtens durch Personen, welchen weder das Wohl des Vereins noch die Sachgeschäfte selbst am Herzen liegen. Diese Destruktivität ist ein zu weit verbreitetes Übel und geht mit der Scheu vor Verantwortung und Angst vor Veränderungen einher.
Was steht bei dir als nächstes an?
Derzeit schliesse ich mein erstes Berufsjahr auf der Staatsanwaltschaft Appenzell Innerrhoden ab. Anschliessend werde ich mich in die Dienste von RA Imfeld v/o Rumpel in St. Gallen begeben und im Frühjahr 2019 die Anwaltsprüfungen antreten. Daneben drücke ich mit ein paar Lektionen an der HSG wieder die Schulbank. Im Sommer 2019 steht das Abverdienen des Kompaniekommandanten im Fliegergeschwader 11 an. Was nach dem Anwaltspatent mit mir geschieht, weiss ich noch nicht. Vielleicht Wirt im Touring?
An welchem Anlass trifft man dich als nächstes an?
Man trifft mich regelmässig am Alemannenstamm in St. Gallen. Meine Präsenz im heimischen Carnotzet hat durch das CC Jahr zugegebenermassen arg gelitten. Die Reisezeit verhindert leider auch einen spontanen Besuch im Touring. Sicher bin ich an der Invasion und an der Weihnachtsfeier in der Lorettokapelle dabei. V.a. Letzteres gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu.