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Bescheidenheit
Mozart liebte die Bratsche. Man sagt, dass er sie sehr gut spielte und dass er ihren reichlichen und warmen Klang unendlich schätzte. In seinen Quartetten entwickelte er den Part dieses, bis dahin zweitrangigen Instruments, erheblich weiter. Und schlussendlich schaffte er es mit seiner Symphonie, dieses Instrument der Violine ebenbürtig zu machen. Als hybrides Werk, auf halbem Weg zwischen Sinfonie und Konzert, ist diese Symphonie ein wahres Juwel des Mozart- Repertoires. Die Orchesterbeschaffenheit ist dicht und zweifellos geprägt von der Progression der Mannheimer Schule, welche Mozart besucht hatte. Aber auch die Solopartien zeugen von grossem melodischem Reichtum, wobei das Ganze zutiefst kohärent bleibt, geprägt von einer bescheidenen Lyrik.
Diese Lyrik, diese Bescheidenheit finden wir – wenn auch auf andere Art und Weise – in Beethovens siebter Symphonie. Dieses zwischen 1811 und 1812 komponierte, in vier Sätzen erschaffene Memorial des sinfonischen Repertoires dreht sich um das Allegretto. Letzteres gilt als einer der Höhepunkte von Beethovens Handschrift während der zentralen Phase seines kreativen Schaffens.
Das Programm wird durch eine Originalkreation von Richard Dubugnon – einem der führenden Komponisten der zeitgenössischen Musikszene – für das Sion Festival ergänzt. Es erwartet Sie ein freudig stimmender und abwechslungsreicher Abend.
Théâtre du Crochetan
avenue du Théâtre 9
1870 Monthey
Schweiz