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Ablauf
Eine Angioplastie kann in vielen Arterien des Körpers durchgeführt werden. Häufig kommt die Behandlung im Bereich der Beinarterien vor. In ähnlicher Form können auch Gefässe im Bereich der Schultern, der Niere, des Darmes, des Beckens oder des Halses behandelt werden. Dabei ist der Ablauf der Katheteruntersuchung bei allen betroffenen Gefässen ähnlich.
Zu Beginn der Katheteruntersuchung machen wir die Einstichstelle durch eine lokale Betäubung unempfindlich. Anschliessend führen wir eine sogenannte Schleuse ein, die wie ein Ventil funktioniert: Wir können darüber metallene Drähte und Katheter (= spezielle dünne Schläuche, über die ein Kontrastmittel gespritzt werden kann) in die Arterie einführen, ohne dass es aus der Einstichstelle bluten kann. Die Gefässverengung können wir nun direkt durch das Spritzen von Kontrastmittel mithilfe von Röntgenstrahlung sichtbar machen. Anders als bei der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann die Gefässverengung nicht nur erkannt, sondern im Rahmen der Katheteruntersuchung sogleich behandelt werden. Dazu bringen wir einen kleinen zusammengefalteten Ballon über die Einstichstelle in die verengte Arterie ein. Durch Aufblasen des Ballons mithilfe einer Hochdruckspritze behandeln wir die Verengung: Der entfaltete Ballon drückt die Gefässverkalkungen tiefer in die Arterienwand; somit ist die Verengung behoben und das Gefäss wird wieder besser durchblutet. Diese Behandlung nennt man Ballondilatation. Um den langfristigen Erfolg dieser Behandlung sicher zu stellen, kann es notwendig sein, dass wir eine Gefässstütze, den sogenannten Stent, in die behandelte Arterie einbringen. Dieser Stent hält das Gefäss offen. In den folgenden Monaten wächst eine Gefässinnenhaut über diesen Stent und schützt ihn vor Ablagerungen. Nach Abschluss der Katheteruntersuchung entfernen wir die Schleuse, drücken die Einstichstelle für 15 Minuten manuell ab und legen dann einen Druckverband an. Dies ist notwendig, damit sich die Einstichstelle sicher verschliessen kann und es nicht nachblutet. In der Regel müssen Sie nach dem Eingriff für sechs Stunden auf dem Rücken liegen. Ist die Einstichstelle nach dieser Zeit verschlossen, können Sie im Idealfall noch am gleichen Tag nach Hause gehen. Manchmal ist es zugunsten einer hohen Sicherheit notwendig, dass Sie über Nacht zur Überwachung in unserer Klinik bleiben müssen. Dann ist die Entlassung aus dem Spital erst am folgenden Morgen möglich.