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Figuig, die bei weitem abgelegenste Oase Marokkos. Im tiefen Südosten des Landes, direkt an der algerischen Grenze, keine zehn Kilometer von der Hauptverbindungsstrasse zwischen Algier und Tindouf, der Stadt, von der aus die Zeltlager und Verwaltungszentren der Polisario versorgt werden. Vor mehr als zehn Jahren bin ich das letzte Mal mit einem ausrangierten Zug von Oujda aus in diese Gegend gefahren. Touristen kommen dort kaum je hin. – Die Oasenbauern von Figuig besitzen seit Generationen Land auf der anderen Seite der einst von den Franzosen ziemlich willkürlich gezogenen Grenze. Seit kurzem dürfen sie ihre Felder auf Weisung der algerischen Armee nicht mehr betreten. Entsprechend verlieren sie ihre Existenzgrundlage. – Es ist zurzeit unklar, was genau hinter dieser jüngsten Eskalation zwischen den beiden verfeindeten Staaten steht. Doch es sind beunruhigende Anzeichen einer Verhärtung der Fronten. Dabei wäre es dringend nötig, eine Lösung in diesem Konflikt zu finden, der den Aufbau einer maghrebinischen Wirtschaftsgemeinschaft vollständig blockiert und den Sahraouis seit Jahrzehnten viel Leid beschert hat.