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Das grosse Drama um die durchgeknallten Mitarbeiter einer New Yorker Werbeagentur hat bei den Emmy-Awards letzte Nacht überzeugt: "Mad Men" räumte bei der Preisverleihung in Los Angeles zum vierten Mal die Trophäe für die beste Drama-Serie ab.
Das Sittengemälde um die Werbebranche und die US-Gesellschaft der 60er Jahre setzte sich gegen die ebenfalls hoch gehandelte Serie "Broadway Empire" durch. Deren Regisseur Martin Scorsese erhielt immerhin den Emmy für die beste Regie.
Ein grosser Gewinner war auch die im deutschsprachigen Raum noch unbekannte Sitcom "Modern Family", die mit gleichgeschlechtlichen und multiethnischen Liebespaaren das amerikanische Familienleben von heute porträtiert. Zum zweiten Mal heimste die Serie die Auszeichnung als beste Comedy ein.
Dazu gab es vier weitere Emmys für die besten Nebendarsteller (Ty Burrell und Julie Bowen), die beste Regie (Michael Spiller) und das beste Drehbuch (Steven Levitan und Jeffrey Richman).
Produzent und Drehbuchautor Steven Levitan würdigte in seiner Dankesrede vor allem die Fans der Serie. Während der Dreharbeiten hätten sich echte homosexuelle Paare persönlich bei ihm bedankt, erklärte er. "Sie sagten: 'Du bringst die Leute nicht nur zum Lachen, sondern machst sie auch toleranter'."
Winslet aufgeregt
In der Kategorie Miniserie durfte Kate Winslet die Trophäe für die beste Hauptrolle entgegennehmen. Ausser sich vor Freude umarmte sie ihre Kollegen überschwänglich, bevor sie in einem gewagten roten Kleid auf die Bühne ging. In dem Fünfteiler "Mildred Pierce" kämpft Winslet in den Wirren der Weltwirtschaftskrise um die Liebe ihrer Tochter.
Sie sei schon als Kind in ihren Ko-Star Guy Pearce verliebt gewesen, gestand Winslet, "während den Dreharbeiten mit ihm im selben Raum zu sein, war an sich schon eine aufregende Erfahrung". Guy Pearce wurde mit einem Nebenrollen-Emmy geehrt.