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Für seine milliardenschweren Zockergeschäfte musste der frühere UBS-Banker Kweku Adoboli in Grossbritannien ins Gefängnis. Nun droht ihm laut «Financial Times» die Abschiebung nach Ghana. Doch der 35-Jährige kämpft dagegen an.
Er hat in Grossbritannien Karriere gemacht – und als Wertpapierhändler der Londoner Niederlassung der UBS-Bank Milliarden verzockt. Jetzt will Grossbritannien den ehemaligen Wertpapierhändler Kweku Adoboli offenbar loswerden. Die «Financial Times» berichtete, ein Einwanderungsgericht habe über seine Abschiebung in sein Heimatland Ghana entschieden.
Adoboli bezeichnete die Entscheidung dem Zeitungsbericht zufolge als «herzzerreissend» und kündigte an, dagegen in Berufung gehen zu wollen. Der 35-Jährige hatte 2012 mit seinen Geschäften in London die grösste Bank der Schweiz, die UBS, an den Rand des Ruins getrieben. 2,3 Milliarden Dollar Verlust gingen auf sein Konto, der grösste illegale Handelsverlust der britischen Börsengeschichte. Adoboli wurde deshalb zu sieben Jahren Haft verurteilt, wegen «Betrugs durch Missbrauch einer Vertrauensposition».
Im Tauziehen um den Verbleib in Grossbritannien argumentierte Adoboli der «Financial Times» zufolge, das Land sei seine Heimat. Sein Vergehen habe nichts mit seiner Nationalität zu tun. Obwohl er seit 23 Jahren in England lebt, hat Adoboli dem Bericht zufolge aber nie die britische Staatsbürgerschaft beantragt. Nach britischem Recht werden ausländische Staatsbürger abgeschoben, wenn sie zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt werden.
Adoboli hat von seiner siebenjährigen Haftstrafe mehr als die Hälfte verbüsst und ist vor vier Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden.
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