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Der Kleinaugen-Hammerhai Sphyrna tudes.
Wegen seiner goldenen Färbung wird er oft «goldener Hammerhai» genannt.
nach Compagno
Der Kleinaugen-Hammerhai oder
«Goldener Hammerhai», wie er im einzigen Filmdokument über ihn
genannt wurde, gehört zu den seltenen Hammerhaiarten. Der
«Filmname» trug ihrem farblichen Erscheinungsbild Rechnung.
Kleinaugen-Hammerhaie wurden wissenschaftlich noch nicht untersucht
und man weiss entsprechend wenig über sie. Wie alle anderen
Hammerhaiarten besitzt auch diese Art einen auffallend geformten,
einem Holzhammer ähnelnden Kopf.
Die wichtigsten Merkmale dieser Hammerhaiart sind die auffallende
Kopfform, die goldene Färbung und - verglichen mit ihren Verwandten
- sehr kleinen Augen, was ihnen auch ihren deutschen Namen gab.
Verglichen mit anderen Hammerhaiarten besitzt diese eine
verlängerte zweite Rückenflosse und eine verlängerte Analflosse.
Die maximale Grösse dieser Tiere liegt bei ca. 1.5 m, was
gegenüber den grössten Vertretern dieser Familie, den bis zu 6 m
lang werdenden Grossen Hammerhaien (Sphyrna mokarran), eher klein
ist.
Kleinaugen-Hammerhaie scheinen sich bevorzugt von
kleinen Fischen zu ernähren, doch fand man bei den wenigen
Magenanalysen heraus, dass sie scheinbar auch kleine, neugeborene
Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini) fressen. Daneben ernähren
sie sich auch von wirbellosen Tiere.
Die
Fortpflanzung dieser Art ist relativ schlecht untersucht. Bekannt
ist, dass auch sie, wie die anderen Hammerhaiarten, lebend gebären
und eine Dottersack-Plazenta besitzen. Weibchen scheinen die
Geschlechtsreife mit ca. 120 cm zu erreichen, Männchen mit 110 cm.
Die kleinsten Jungtiere waren 30 cm gross als sie gefangen wurden.
Man nimmt an, dass ihre Geburtsgrösse in diesem Bereich liegt.
Die Art bevorzugt die flachen Regionen (bis 12 m) des
Kontinentalschelfs tropischer und subtropischer Regionen. Sie
scheinen auf die Ostküste von Südamerika beschränkt zu sein und man
findet sie von Venezuela bis hinunter nach Uruguay.
Über das Verhalten dieser Art ist noch nichts bekannt. Frühere
Untersuchungen an dieser Art stellten sich als nicht korrekt
heraus, da fälschlicherweise nicht der Kleinaugen-Hammerhai
beschrieben wurde, sondern der sehr ähnlich aussehende
Weissflossen-Hammerhai (Sphyrna couardi).
Aufgrund ihrer Grösse stellt diese Art keine Bedrohung für
den Menschen dar.
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Shark Info / Dr. Erich K. Ritter