Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03431.jsonl.gz/1374

von Jean-Louis Chiss
Der Artikel stellt zunächst den Kontext der 1980er-Jahre dar, als der Begriff der Literalität im didaktischen Diskurs aufkam. Im Zusammenhang mit dem Aufkommen einer kommunikativen Didaktik des Lesens und Schreibens erscheint in angelsächsischen Forschungsarbeiten und namentlich in den Arbeiten von Jack Goody das kognitiv-kulturelle Paradigma der «literacy». Chiss thematisiert im Folgenden den Einbezug von Literalität in die Debatte über das Schulversagen, die Neugewichtung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, die Bedeutung des Memorierens und die Konzeption des schulischen Übens (z.B. beim Rezitieren). Danach wird am Beispiel der Grammatik die schriftliche Strukturierung des Wissens und der Fachdisziplinen behandelt und zu einer Diskussion der Dichotomien von Skripturalität vs. Textualität sowie Kodifizierung vs. Habitus weitergeführt. Schliesslich diskutiert der Autor anhand des Begriffspaars Kanonisierung vs. Individuierung eine anthropologische Sichtweise auf Literalität.
Ganzer Artikel als PDF (in Französisch)
von Maik Philipp
In einem früheren Überblick (Philipp & Garbe, 2007) wurden fünf Achsen der geschlechtsspezifischen Differenz im Lesen benannt. Ihnen zufolge unterscheiden sich Jungen und Mädchen in Lesemotivation, -verhalten und -verstehen. In diesem Beitrag werden die Achsen der Differenz erneut betrachtet und mit neueren und angelsächsischen Befunden angereichert. Im Lichte breiter internationaler Befunde stellt sich die Frage nach den Unterschieden neu, insbesondere beim Leseverstehen, den Lektüremodalitäten und zum Teil den -präferenzen. Ebenfalls ist genauer zu differenzieren, in welcher Art von Lesemotivation Unterschiede der Geschlechter bestehen. Das Geschlecht erscheint insgesamt keineswegs als eine unproblematische Kategorie, sondern wirft sogar mehr Fragen auf, als es tatsächlich beantwortet.
von Christiane Blaser et Pascale Erpelding-Dupuis
Für den Studienerfolg an der Universität ist sind spezifische Lese- und Schreibfähigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Texten von entscheidender Bedeutung. Trotzdem bieten in Québec nur wenige Institute Kurse an, die den Studierenden helfen, die für ihre Ausbildungsbereiche benötigten Schreibfähigkeiten zu erwerben.
Ganzer Artikel als PDF (in Französisch)