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(Glacierde) (Kt. Wallis,
Bez. Hérens).
3636-1890 m.
GrosserGletscher; bildet zusammen mit dem
Gletscher von
Mont Miné den Thalabschluss der
Combe de Ferpècle, wird von diesem durch den Felsstock des
Mont Miné getrennt und im O. von
der mächtigen Pyramide der
Tête Blanche überragt. Vom Gipfel der
Tête Blanche bis zur Vereinigung mit
dem
Gletscher von
Mont Miné 6,5 km lang; im obern Abschnitt 3,2 km und gegen das Ende hin noch 500 m breit. Eine zwischen
dem plateauförmigen obern Abschnitt des Gletschers und seiner Zunge quer durchziehende Felsrippe, die einzig mit der sogen.
Motta Rotta (= zersplitterter Fels) über das
Eis vorragt, lässt den
Gletscher mit 600 m hohem, prachtvollem
Eisfall abbrechen. Am N.-Fuss des
Mont Miné vereinigt sich mit dem Ferpèclegletscher der
Gletscher von
Mont Miné zu einer
gemeinsamen Zunge, die den Namen Ferpècle beibehält, durch eine grosse Mittelmoräne aber noch deutlich ihre Zusammensetzung
aus zwei Eisströmen erkennen lässt.
oder Ferrex(Val) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
Der Name auf der Dufourkarte in der Form Ferrex, auf der ältern Ausgabe des betr.
Siegfriedblattes Ferret geschrieben. Diesem letztern folgend hat dann die alpine Litteratur beinahe allgemein
die Form Ferret adoptiert. In der neuen Ausgabe kehrt die Siegfriedkarte wieder zur Orthographie Ferrex zurück.
Thal; 14,5 km lang. Steigt längs dem Fuss des schweizerischen Anteils am Mont Blanc Massiv, von woher ihm der grösste Teil
seiner Wasser zufliesst, von SSW.-NNO. ab und bildet gleichsam die Fortsetzung der Furche, die durch das
nach SSW. auf Courmayeur zu absteigende italienische Val Ferret markiert ist. Mündet unterhalb Som la Proz auf die Vallée d'Entremont
aus. Die mittlere Breite, zwischen dem Bec Rond und dem gegen das Thal vorgeschobenen Ausläufer der Clochers de Planereuse,
beträgt 4,5 km. Das Val Ferret beginnt mit den zwei Furchen, die vom kleinen Glacier des Angroniettes
und vom Col du Ban d'Arrey absteigen; nach deren Vereinigung münden auf das Thal in regelmässiger Folge eine Reihe von kleinen
linksseitigen Nebenarmen, das Val de la Peulaz, Val de Merdenson und die Combe des Fonds, aus.
Thalauswärts reihen sich von dieser Stelle an zahlreiche fette Alpweiden auf, längs welcher zwischen Weidegründen und
Waldpartien die weissschäumende Dranse de Ferret hinbraust: es sind die Maiensässe von La Fouly, L'Amône, La Seiloz, Praillon
und Branche, über denen rechts die rasen- u. waldbestandene Grenzkette gegen die Combe de Lâ mit ihren
verhältnismässig bescheidenen Felstürmchen (Bec Rond, 2564 m; Tour de Bavon, 2478 m) aufsteigt. Einen grossen Gegensatz
zu diesen mit Hütten übersäten und zeitweise vom Glockengetön der Heerden belebten Alpweidenhängen der rechten Thalseite
bildet die gegenüber aufstrebende Thalmauer mit ihrem Gewirr von bizarr geformten Spitzen, ihren verwitterten und bis
ins Unendliche zerschnittenen oder mit grünem und weissem Eis gepanzerten Gräten und ihren zuweilen von oben bis unten durch
die Runse eines schäumenden Wildbaches (reuse) zerfressenen Felswänden.