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Natürlich war es keine Option für zukünftige Benutzer eines VR-Headsets ihr Zimmer mit Markierungen zu Tapezieren. Die Lösung für dieses Problem war eine Laser-basierte Technologie, die heute in der HTC Vive zu finden ist: Lighthouse (en. für Leuchtturm). Die beiden Lighthouse-Stationen, die in gegenüberliegenden Ecken des Raumes platziert werden senden abwechslungsweise Laser-Impulse aus, welche von Fotodioden auf dem Headset registriert werden. Durch die gemessenen Zeitabstände der Laserimpulse und der Geometrie der Fotodioden auf dem Headset kann eine genaue Position im Raum ermittelt werden. Dieser Prozess findet ca. 120 Mal pro Sekunde statt, mit einer Genauigkeit von ungefähr einem Drittel Millimeter.
Abgesehen von der hohen Genauigkeit ist einer der grössten Vorteiler dieser Methode die Anzahl an Geräten, die in einem Raum verfolgt werden können. Da jedes Gerät für seine eigene Position verantwortlich ist können beliebig viele Geräte gleichzeitig in einem Raum verfolgt werden (natürlich wird es früher oder später ein Problem mit dem Platz geben und die Geräte werden sich gegenseitig Schatten werfen und so die Laserimpulse nicht mehr erhalten).
Meiner Meinung nach wird die Lighthouse Technologie in Zukunft für weit mehr gebraucht als nur für VR. Dank der hohen Genauigkeit des Systems und die relativ tiefen Kosten der Hardware ist es perfekt für andere Anwendungsbereiche. Lighthouse wurde zum Beispiel schon getestet als Motion Capture Methode. Da der PC sofort die Koordinaten des gefolgten Punktes erhält kann dieser Punkt direkt einem 3D Model «angelegt» werden. Sobald genügend dieser Punkte vorhanden sind können die Modelle ohne weiteren Aufwand animiert werden.