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Am 9. Februar stellt sich für den Oberengadiner Souverän die Frage, ob man einen Kredit von CHF 64,5 Millionen für ein neues Pflegeheim gutheissen möchte.
Das würde pro Bett ca. CHF 450'000.- ausmachen, doch eigentlich dürfte ein solches Bett rund CHF 300'000.- kosten! Die Oberengadiner Gemeinden, sowie der Kreis wird in den nächsten Jahren genug mit den Finanzen zu kämpfen haben, darum stellt sich die Frage, ob dieser Neubau wirklich nötig ist? Oder ob es vielleicht nicht Möglichkeiten mit einem Privaten Pflegeheim gibt?
Hinzu kommt, dass die älteren Bewohnerinnen und Bewohner hinter das Spital "abgeschoben" werden, von Spaziermöglichkeiten, geschweige Dorfleben werden unsere Senioren auch nichts mehr sehen. Die möglichen Spazierwege sind so steil, dass ein 85-Jähriger niemals einen gemütlichen Spaziergang machen kann.
Ein Bedarf von 144 Betten zu decken, der mit einer amateurhaften Umfrage bei Gemeindepräsidenten eruiert wurde, ist auch eher fragwürdig, da die Ausbaumöglichkeiten an diesem Standort sehr bescheiden sind und man danach an diese Anzahl Betten gebunden ist.
Synergien nutzen finde ich grundsätzlich gut, nur fragt sich, ob es Sinn macht, ein autonomes Pflegeheim aufzustellen, ohne Küche, Wäscherei, etc, meiner Meinung nach: Nein!
Deshalb bevorzuge ich den Umbau am alten Standort Promulins, was um ca. CHF 20 Millionen günstiger kommen und für die Senioren nicht die Einsamkeit am Walde bedeuten würde.
Aus diesen Gründen und vielen weiteren offenen Fragen werde ich ein klares Nein in die Urne legen!