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Laut Medienberichten wurden in der Region Chuvisca, Bundesstaat Rio Grande do Sul, 4 tote Brüllaffen aufgefunden. Bei einem der Affen konnte eine Gelbfieberinfektion bestätigt werden. Die betroffene Region, in denen die toten Affen gefunden wurden liegt zwischen Porto Alegre und der Grenze Uruguay.
Todesfälle bei Affen gehen in Südamerika häufig humanen Gelbfieberfällen voraus und sind damit ein Indikator für eine (vermehrte) Zirkulation von Gelbfieberviren.
Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.
Folgen für den Reisenden
Die Gelbfieberimpfung wird von der WHO für die meisten Regionen in Brasilien empfohlen. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung auch in bisher als gelbfieberfrei erklärten Gebieten sollte die Indikation für aktuell noch als gelbfieberfreie deklarierte Regionen ebenfalls großzügig gestellt werden (Hauptsaison für Gelbfieber ist Dezember bis Mai)! Empfehlung des Schweizerischen Expertenkomitees für Reisemedizin (EKRM): bei immunkompetenten Personen wird eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Zweitimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.