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Am 8. März 2008 hat der Schweizer Nicolas Michel, seit vier Jahren Untergeneralsekretär bei der UNO, seinen Rücktritt auf Juni 2008 bekannt gegeben. Mit Michel tritt der ranghöchste Schweizer bei der UNO ab.
Er bedauere seinen Rücktritt aus der UNO, sagte der Rechtsberater des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon. «Trotz einer dauernden Diskrepanz zwischen dem, was man machen sollte, und dem, was wir tatsächlich erreichen, konnte ich doch einen Beitrag zum Ende der Straffreiheit leisten». Michel hat sich in seiner Amtstätigkeit unter anderem um die Einrichtung eines internationalen Libanon-Tribunals zur Aufklärung des Mordes am ehemaligen libanesischen Premierminister Rafik Hariri bemüht. Er war 2004 vom damaligen Generalsekretär Kofi Annan im Zusammenhang mit dem Oil-for-Food-Skandal an die UNO berufen worden.
Nicolas Michel tritt nach eigenen Angaben aus «administrativen und familiären Gründen» zurück. Er betont gegenüber Swissinfo gleichzeitig sein Bedauern, dass die Schweiz nun nach den Abgängen von Carla Del Ponte und Adolf Ogi keinen Vertreter mehr auf der höchsten Ebene der Vereinten Nationen habe. «Ich bedaure es umso mehr, als die Teilnahme der Schweiz bei der UNO sehr geschätzt wird. Heute ist die multilaterale Diplomatie der ideale Ort, um seine Interessen zu vertreten».
- Der Schweizer Nicolas Michel verlässt die UNO
Swissinfo, 14. März 2008
17.03.2008