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Liebe Lou Beck-Freunde und Krimi-Interessierte
Der neue Band mit der Epidemiologin Dr. Louisa Beck ist da. Wer ein signiertes Exemplar möchte, kann sich gerne bei mir melden oder an die Vernissage am 23. Mai 2018 in die Buchhandlung Stauffacher in Bern kommen.
Zum Inhalt: Lou Beck, Epidemiologin und Leiterin der Forschungsabteilung des Privatspitals Walmont in Bern, wird von ihrem Freund Philipp Laval, Oberarzt der Geriatrie im Walmont, um Hilfe gebeten. Philipp, der selbst indigene Vorfahren hat, arbeitet vorübergehend im Auftrag von Health Canada in Montreal und soll Gesundheitsprogramme für die indigene Bevölkerung Kanadas, die Mitglieder der First Nations, ausarbeiten.
Nun steht er vor dem Problem, dass am Lake Fraser, British Columbia, eine Krankheit ausgebrochen ist, die schwere neurologische Symptome verursacht. Bei allen Betroffenen beginnt die Krankheit damit, dass die Sehkraft ganz plötzlich eingeschränkt ist, sie bekommen eine Art Tunnelblick. Dann Stunden später wird die motorische Koordination zunehmend gestört, die Kranken beginnen zu schwanken, zu taumeln, sie fallen hin, die Sprache wird zunehmend verwaschener und unverständlicher.
Schliesslich kommen sie in eine Phase, in der sie sich vollkommen bizarr verhalten mit Ruderbewegungen und Anfällen von wildem Jähzorn, fallen anschliessend ins Koma und sterben. Rätselhafterweise sind ausschliesslich Mitglieder der Little Creek Band, eines kleinen Stammes der Carrier First Nation betroffen, der nun durch die vielen Todesfälle auszusterben droht. Das lokale Gesundheitszentrum der Carrier und Sekani First Nations besteht aus einer einzigen Ärztin, Sandy Delmare, die Philipp um Hilfe gebeten hat, da sie kaum Ressourcen hat, um diese Epidemie unter Kontrolle zu bringen.
“Indianer? Er hat dich als Indianer bezeichnet. Der spinnt ja.”
Philipp zuckte mit den Schultern, dann lächelte er völlig unerwartet. „Das sind meine winnetou-mässigen Wangenknochen. “
„Und deshalb gibt er dir keinen Alkohol? Ist das überhaupt legal?“
„In seiner Bar kann er tun und lassen, was er will.“
“Winnetou war aber kein Alkoholiker.”
“Würde er heute leben, dann wäre er es.”
„Er spricht in unserer Sprache mit Grossmutter“, sagte Lizzie und der Stolz auf ihren Sohn leuchtete aus ihren Augen. „Ich selbst kann es nicht mehr. Es hat mich nie wirklich interessiert. Ich wollte immer nur fort von hier. Nach Vancouver, Toronto oder vielleicht sogar nach Paris.“
Meine Haare stellten sich auf. Das Krachen von zerbrechenden Ästen. Etwas bewegte sich. Ich schrie auf. Ein Bär, dachte ich, ich darf nicht rennen. Mach dich gross! Mach dich klein! Aber auf keinen Fall rennen! Ein tiefes Knurren. Ich rannte los.