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Zyklusstörung bezieht sich auf Blutungsanomalien der Frau. Die Zyklen sind zu kurz, zu lang oder unregelmässig, ihre Intensität ist zu stark, zu schwach oder wechselnd. Unregelmässigkeiten während der Pubertät entsprechen einer Anpassung des Körpers an Umstellungen im Hormonhaushalt und sind somit keine Zyklusstörungen im eigentlichen Sinn. Entsprechendes gilt für die Wechseljahre.
Als Zyklus bezeichnet man die Zeitspanne vom ersten Tag der Regelblutung bis zum Beginn der nächstfolgenden Blutung. Zyklen zwischen 21 und 32 Tagen gelten als normal und bleiben weitgehend konstant, wenn sie sich einmal eingependelt haben.
Der Begriff der Zyklusstörung umfasst verschiedenartige, wiederholte Blutungsanomalien mit zu kurzen, zu langen oder unregelmässigen Zyklen, mit zu starker, zu schwacher oder wechselnder Intensität.
Menstruationsbeschwerden beziehen sich dagegen eher auf Schmerzen und andere subjektive Krankheitszeichen im Zusammenhang mit der Monatsblutung.
Zyklusunregelmässigkeiten während der Pubertät entsprechen einer Anpassung des Körpers an Umstellungen im Hormonstoffwechsel. Das allmähliche Abnehmen der Regelblutung um das 50. Lebensjahr gehört zum regulären Alterungsprozess und weist auf die nahende Menopause hin.
Eine neu einsetzende Blutung nach den Wechseljahren andererseits sollte vom Arzt abgeklärt werden, da eine schwerwiegende Krankheit dahinter stecken kann.
Seltene Blutungen, verlängerter Zyklus, das heisst er umfasst mehr als 32 Tage.
Häufige Blutungen, verkürzter Zyklus mit einer Dauer von weniger als 21 Tagen.
Schmierblutung zwischen zwei Menstruationen, oft von bräunlicher Farbe. Sie dauert meist kurz und tritt im Zusammenhang mit dem Eisprung auf.
Vom Zyklus unabhängige, anhaltende Blutung. Möglich ist die Kombination mit Menorrhagie.
Völliges Ausbleiben der Regelblutung.
Schwache, meist kurz dauernde Regelblutung.
Regelmässige aber starke Regelblutung.
Lange andauernde Menstruationsblutung.
Koliken in Zusammenhang mit der Regelblutung.
Zyklusstörungen können auf Krankheiten oder Beeinträchtigungen der Funktion innerer Geschlechtsorgane zurückzuführen sein oder auf Allgemeinerkrankungen.
Als Folge zu häufiger oder starker monatlicher Regelblutung kann Blutarmut (Anämie) entstehen. Die Frau ist blass, müde, ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit ist herabgesetzt.
Vorbeugend ist ein gesunder Lebensstil, wozu auch ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und Vermeiden von Übergewicht gehören. Leistungs- oder Extremsport kann dagegen Zyklusstörungen auslösen oder verstärken.
Das Führen eines Menstruationskalenders erleichtert das Erkennen von Veränderungen.
Zyklusstörungen sind nicht selten verbunden mit Menstruationsbeschwerden, so dass einzelne Symptome gleichzeitig bestehen können. Schwache oder seltene Regelblutungen verursachen kaum körperliche Beschwerden und ein Arztbesuch erfolgt vornehmlich aus psychologischen Gründen.
Notwendig ist ein Arztbesuch in folgenden Situationen:
Der Arzt klärt ab, ob anatomische Ursachen vorliegen, ob eine hormonelle Störung oder anderweitige Krankheit besteht. Die Palette möglicher Ursachen von Zyklusstörungen ist gross und entsprechend weit gefächert das therapeutische Spektrum, das von Medikamenten (auch Hormonen) über psychologische Beratung bis zu operativen Eingriffen reicht.
Oft ist eine ursächliche Therapie allerdings nicht möglich sie richtet sich dann nach den unangenehmen Symptomen.
Neben Hormonen werden heute vermehrt auch pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) angewendet. Wegen der möglichen Nebenwirkungen und Interaktionen (Wechselwirkungen) mit anderen Medikamenten ist jedoch auch für die Einnahme von Phytopharmaka eine ärztliche Beratung empfehlenswert.