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Das Schulheim Gute Herberge wurde 1905 als kantonales Erziehungsheim für Mädchen eröffnet. Ende der 1950er-Jahre wurde es erweitert und zum koedukativen Kinderheim umgewandelt.
Das Schulheim Gute Herberge wurde 1905 an der Äusseren Baselstrasse 180 als Erziehungsheim für verwahrloste Mädchen eröffnet. Davor verfügte der Kanton Basel-Stadt mit der Rettungsanstalt Klosterfiechten auf dem Bruderholz bereits über eine entsprechende Institution für Knaben.
Nach dem Kauf der Liegenschaft Äussere Baselstrasse 194 im Jahr 1958 konnte das Mädchenheim erweitert und zu einem koedukativen Kinderheim umgewandelt werden: Das Heim legte den Anstaltscharakter ab, die grossen Schlafsäle wurden zugunsten von kleineren Wohn- und Familiengruppen aufgegeben. 2013 wurde das Angebot des Heims um eine Intensivgruppe erweitert. Seither verfügt das Heim über 38 Betreuungsplätze, aufgeteilt in vier gemischte sowie eine Knaben-Wohngruppe.
Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit erheblichen familiären, sozialen und schulischen Problemen. Auf der Basis der Lehrpläne des Kantons Basel-Stadt wird ein individualisierter heilpädagogischer Unterricht angeboten, wobei die Integration in die öffentliche Schule angestrebt wird.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 8.1.2023
Käslin-Schönenberger, Josef und Sylvia: Das Leben in der «Guten Herberge» heute. In: Jahrbuch z’Rieche 1981. S. 82–89.
Würsch-Suter, Ernst: Zur Geschichte des kantonalen Schulheims «Gute Herberge». In: Jahrbuch z’Rieche 1981. S. 72–81.
Schnyder, Arlette: Bildungswandel. In: Schnyder, Arlette et al.: Riehen – ein Portrait. Basel 2010. S. 300–325, hier S. 321.