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In der Klinik gehört die nicht-invasive Bildgebung mit Radiopharmaka, die sogenannte Positronen Emissionstomographie (PET) respektive Einzelphotonen Emissionscomputertomographie (SPECT), heutzutage zu den Standarduntersuchungen bei Krebspatienten. In den letzten Jahren wurde auch die Radionuklidtherapie vermehrt eingesetzt, da diese für die Behandlung von metastasiertem Krebs besonders vielversprechend ist.
Ein theragnostisches Konzept, bei welchem dasselbe Zielmittel für die Bildgebung und die Behandlung verwendet wird, jedoch das Radionuklid entsprechend der Strahlungseigenschaften ausgetauscht wird, findet mehr und mehr Anklang. Die Idee, 44Sc als diagnostisches Gegenstück für PET zum therapeutischen Goldstandard 177Lu einzusetzen, ist wünschenswert, da beide Radionuklide ähnliche chemische Eigenschaften aufweisen. Die resultierenden Radiopharmaka sind sich deshalb sehr ähnlich.
Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es, verlässliche Verfahren für die Produktion von therapeutischen und diagnostischen Radionukliden wie z.B. 165Er und 155Tb in grösseren Mengen und bester Qualität zu entwickeln. Die Eigenschaften der Zielscheiben für die Bestrahlung sowie die Bestrahlungsparameter müssen für alle Produktionsrouten bestimmt werden. Geeignete Trennungsverfahren sollen im Rahmen unserer Forschungstätigkeit entwickelt werden. Bei dieser technologischen Entwicklung, soll die IP2 Bestrahlungslinie am PSI eine Schlüsselrolle einnehmen, da sie Europaweit einzigartige Möglichkeiten bietet, solche Radionuklide herzustellen. Die neuen Radionuklide sollen dann in erster Linie für präklinische Versuche zur Verfügung gestellt werden, so dass ihre Eigenschaften untersucht werden können.
Es wird erwartet, dass die Ergebnisse unserer Forschung für die medizinische Anwendung relevant und potentiell für kommerzielle Zwecke interessant sind. Es ist wichtig, dass die Schweiz ihre Eigenständigkeit gegenüber anderen Forschungsanlagen weltweit mit ihrer bahnbrechenden Forschung beweisen kann.