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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Sechstes Buch
IX. Kapitel
77.
1. Und wegen seiner Liebe ist ihm die Zukunft bereits gegenwärtig. Denn durch die Weissagung und durch die Gegenwart des Herrn ist er zum Glauben an Gott, der nicht trügen kann, gelangt, und das, was er geglaubt hat, besitzt er, und er gewinnt die Verheißung (denn die Wahrheit ist der, der die Verheißung gegeben hat1) und er hat die Erfüllung der Verheißung durch die Zuverlässigkeit dessen, der sie gegeben hat, seinem Wissen nach sicher erhalten.
2. Wer aber die Lage, in der er sich befindet, als sicheres Mittel, die Zukunft zu erfassen, kennt, der begegnet durch seine Liebe bereits im voraus der Zukunft.
3. So wird er denn auch, da er überzeugt ist, daß er die wahren Güter erlangen wird, gar nicht darum beten, die irdischen Güter zu erhalten, sondern darum, daß er den Glauben immer festhalten kann, der der Güter teilhaftig ist und alles zu einem guten Ende führen wird.
4. Und außerdem wird er darum beten, daß sehr viele ihm möglichst ähnlich werden möchten, zur Ehre Gottes, die ihre Vollendung in der reinen Erkenntnis findet.
5. Denn zu einer Art Heilbringer wird jemand, der dem Heiland ähnlich wird, soweit es für eine menschliche Natur erlaubt ist, das Bild des Heilands in sich aufzunehmen, indem er, ohne zu schwanken, die Forderungen der Gebote erfüllt.
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