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USA: Strahlenkonservierung von Fleisch am Markt
Mit zwei Entscheiden vom 2. Dezember 1997 hat die Food and Drug Administration (FDA) des amerikanischen Department of Health and Human Services (HHS) die Konservierung von rotem Fleisch und Geflügel bei der Herstellung, Verarbeitung und Behandlung mittels ionisierender Strahlen genehmigt. Nach eingehender Prüfung hält die FDA die Sicherheit dieses Verfahrens für erwiesen und stellt fest, dass damit die Kontamination durch Krankheitserreger erheblich verringert wird, ohne den Nährwert der bestrahlten Lebensmittel zu mindern.
Die FDA hatte schon früher die Strahlenkonservierung von Früchten, Gemüsen und Gewürzen gegen Insektenbefall und Auskeimen sowie von Schweinefleisch gegen Trichinen freigegeben. Wie die FDA betont, ist die Bestrahlung eine zusätzliche Massnahme, um den Konsumenten vor Lebensmittelvergiftungen zu bewahren, und sie ersetzt nicht die saubere und fachgerechte Herstellung, Verarbeitung und Behandlung von Lebensmitteln.
Nach der Inkraftsetzung der Verordnungen durch die Clinton-Administration im Februar 1999 stellt sich die Nahrungsmittelindustrie jetzt auf die Anwendung des Verfahrens ein. So hat die Titan Corp. in Kalifornien den Auftrag erhalten, eine industrielle Grossanlage zur Fleischbehandlung mittels Elektronenstrahlung zu errichten, die gegen Ende 1999 den Betrieb aufnehmen soll. Für die bestrahlten Lebensmittel gilt eine Deklarations- und Anschreibpflicht. Die Industrie ist überzeugt, dass die Konsumenten die bestrahlten Produkte angesichts der offensichtlichen Vorteile trotzdem kaufen werden.
Quelle
P.B. nach HHS News vom 2. Dezember 1997 und IAEA-News vom April/Mai 1999