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Lange Zeit galten Opioide bei chronischen Schmerzen als allerletztes Mittel, falls alle anderen Schmerzmedikamente versagt hatten. Nur bei Krebspatienten im Endstadium war man weniger restriktiv. In den 1990er-Jahren verstärkte man dann in der Schweiz die Bemühungen, Opioide auch in der Therapie von Patienten mit chronischen, nicht krebsbedingten Schmerzen zu etablieren. Offenbar mit Erfolg. In der Schweiz sei, anders als in den USA noch keine Zunahme von Suchtproblemen im Zusammenhang mit den Opioidmedikamenten festzustellen, heisst es im Suchtpanorama 2018. Man deutet die stetige Steigerung des Opioidgebrauchs als verbesserte Schmerzbekämpfung. Falls das tatsächlich so ist, wäre das eine gute Nachricht. Ob das wirklich so ist, weiss aber leider niemand.