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Ein ebenfalls sehr wirksames I. liefert P. cinerariaefolium Trev.
in Dalmatien (im Handel als Flores Chrysanthemi). In neuerer Zeit werden meist die ganzen Blütenköpfchen in den Handel gebracht,
die dann erst zum Gebrauch zu zerreiben sind. Das I. ist von ziemlich grober Beschaffenheit, grüngelber
Farbe und eigentümlich aromatischem Geruch. Es betäubt die Insekten
[* 8] und tötet sie bei längerer Einwirkung, während es für
den Menschen unschädlich ist. Es muß in Flaschen aufbewahrt werden, verliert indes unter allen Umständen mit der Zeit seine
Wirksamkeit. Es wird sehr stark verfälscht, sowohl in den Produktionsländern als bei uns; man muß
daher beim Einkauf vorsichtig sein und die Wirkung des Pulvers auf Insekten prüfen.
Die Anwendung desselben besteht einfach darin, daß man es überall dorthin streut, wo man Insekten vertilgen will. Man bedient
sich hierzu für manche Fälle kleiner Papierröllchen, Glasröhren oder kleiner Blasebälge, mit welchen
man z. B. die Fensterscheiben anbläst. Sehr wirksam ist auch eine Tinktur, die man durch Übergießen von 1 Teil I. mit 2 Teilen
Wasser und 2 Teilen starkem Alkohol und Filtrieren
[* 9] nach acht Tagen bereitet. Diese Tinktur kann besonders bei Bettstellen angewandt
werden. Reisende in den Tropen benetzen mit der verdünnten Tinktur den Körper und schützen sich dadurch
sehr wirksam vor Moskitos. Polsterwerk kann man mit I. räuchern, indem man letzteres auf glühende Holzkohlen streut und das
Polsterwerk darüberhält. Ein wässeriger Aufguß als Klystier
[* 10] ist gegen Askariden bei Menschen empfohlen worden. Von einheimischen
Pflanzen dienen die Blüten von Anthemis cotula und Lepidium ruderale als wirksames I.