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Keine zu klein, eine Feuermeisterin zu sein!
Gruppe Azalee, Bienli Schwarz, Abteilung Manegg, 1971.
Bienlimutter und
Wolfsführerin
In den 1930er-Jahren wurde die Bienlistufe geschaffen, deren Leiterinnen «Bienlimütter» hiessen. In Bubenabteilungen waren junge Frauen als Wolfsführerinnen gefragt. Diese Aufgabe inklusive Ausbildung entwickelte sich bis in die 1950er-Jahre zur Frauenbastion in den Bubenabteilungen. Besondere Anforderungen stellte die katholische Abteilung Uto: zusätzlich zum halbjährigen Einstiegskurs mussten die jungen Frauen der Jungfrauen-Kongregation beitreten, die ein mütterliches, frommes und keusches Leben forderte.
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Das Wolfsrudel Amsel stellt sich vor.
Gruppenbucheintrag von Muck, Rudel Amsel,
Korps Glockenhof, 1937.
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Legendärer Besuch von Lady Olave Baden-Powell am Tag
des Waffenstillstandes, hier mit Ruth Karrer/Mops,
damalige Abteilungsleiterin Manegg, Bürkliplatz, 8. Mai 1945.
Selbständigkeit
und Teamarbeit
Die Pfadi ermöglichte Mädchen selbständiges Handeln und das Sammeln von Führungserfahrungen, ohne von Männern bevormundet zu werden. Flache Hierarchien und Teamarbeit wurden in den Mädchenabteilungen gross geschrieben. Gleichberechtigung war eine zentrale Forderung. So war die Doppelbesetzung leitender Positionen ein wichtiges Anliegen des BSP während der Fusionsgespräche zwischen Mädchen- und Bubenbund (BSP und SPB). Letztlich konnte sich der Gedanke der Gleichberechtigung durchsetzen: Wichtige Ämter werden in der Pfadibewegung seit der Fusion 1987 von je einem Mann und einer Frau besetzt.
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Diese BSP-Delegation initiierte eine Mädchenpfadi in Zypern wenige Tage vor dem Ausbruch
des politischen Umsturzes. Delegationsleiterin Sibyll Kindlimann / Bill und verschiedene
BSP-Mitglieder mit Präsident Erzbischof Makarios, 1963.
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Die Mädchenpfadi leistete in den Weltkriegen Hilfsdienste,
u. a. in Zusammenarbeit mit dem Frauenhilfsdienst (FHD).
Aktion «Helft uns helfen» während des Zweiten Weltkriegs,
Abteilung Manegg, 1939.
Hilfsdienste und
die eigene Uniform
Allzeit hilfsbereit, lebensfroh und tüchtig wollten die ersten Pfadi-Mädchen sein. Sie leisteten Kriegshilfe: Socken stricken, Kinder hüten, sammeln für das Rote Kreuz. Nach dem Ersten Weltkrieg erlosch die Zürcher Bewegung. Erst die 1925 gegründeten Abteilungen Manegg und Zurich-Romand verankerten die Mädchenpfadi in Zürich. Trotz grinsenden Pfadfindern und kritischen Blicken aus der Bevölkerung wuchs die Schar der Manegg-«Pfadösen» rasch: 800 Pfadi zählte die Abteilung in den 1940ern. Sie trugen nun blaue Blusen und Röcke.
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Koordination und Teamarbeit beim Zeltaufbau im ersten Nationallager, 1931.
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25-Jahre-Jubiläum des Bundes Schweizerischer Pfadfinderinnen (BSP), Zürich, 1944.
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Kartenlesen will geübt sein! 6. Zug, Abteilung Manegg, 1939.
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Mädchenpfadi – ein Thema von allgemeinem Interesse.
Titelblatt von Ringiers «Blatt für alle», 1961.
Geschlechtertrennung
und Verbandsfusion
Die Forderung nach «Gleichberechtigung der Frau» und «Koedukation» führte in den 1970er- Jahren zur Annäherung von Mädchen- und Bubenabteilungen – zunächst auf Rover Stufe. Nicht zuletzt der Leitermangel führte anfangs der 1980er-Jahre in vielen Zürcher Abteilungen zu Zusammenschlüssen von Mädchen- und Bubenabteilungen. nHeute sind zahlreiche Pfadiabteilungen auf Stammesebene gemischt, die Gruppen geschlechtergetrennt oder ebenfalls gemischt. Manegg und Agua sind reine Mädchenabteilungen geblieben.
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Schwingen im Sennen-HeLa, Trupp Atlantik,
Abteilung Agua, Platenga, 1991.