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Der Linthkanal ist ein Äschen-Gewässer von nationaler Bedeutung?
Im Linthkanal wurden nur noch 600 Kilogramm Fisch gefangen. Das sind nur noch rund 10% der Fänge die in den Jahren um 1970 gefangen wurden! Es ist der tiefste Fang seit Beginn der Aufzeichnungen 1940. Um die Äsche noch besser zu schützen, beschloss die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee an ihrer Jahresversammlung eine Änderung der Ausführungsbestimmungen Fischerei Linthkanal. Das Schonmass wird auf 35 Zentimeter erhöht und die Schonzeit um einen Monat verlängert. Dass aber für den heutigen Zustand des schlechten Fischbestands im Linthkanal nicht der Fischer, sondern Kormoran und Gänsesäger verantwortlich ist, zeigen die Ausführlichen Berichte von Staub 1987. Erste Kormoraneinflüge erfolgten im Winter 1982/83. Ab 1983/84 bis zum Beginn des Winters 1984/85 erfolgten Abwehraktionen der Fischer mit Petarden. Nach einem Verbot solcher “Selbsthilfeaktionen“ folgte im späten Winter 1984/85 ein sehr starke Einflug durch Kormorane. Diese führte nicht nur zu einem massiven Rückgang der Anglerfänge um 82%, sondern auch zu einem Zusammenbruch des Äschen-Laichfischfangs, der als “catch per unit effort CPUE“ (Staub) dargestellt werden kann und somit belegt, dass ein effektiver Zusammenbruch des Bestandes stattgefunden hat. Das Beutespektrum der Kormorane ist breit, wie Auswurf- und Magenanalysen ergaben: Äschen zwischen 15 und 45 cm Länge wurden gefressen, wobei Tiere zwischen 28 und 45 cm Länge überwogen (STAUB et al. 1992). Diese Ergebnisse decken sich mit Angaben zur maximalen Grösse von Fischen, die Kormorane verschlingen können: Diese liegt bei 800 gramm. Also ist einmal mehr der Fischer der leidtragende! Tatsache ist aber, dass sich der Fischbestand seit diesem Einflug der Kormorane nicht mehr erholt hat. Ich behaupte, dass auch teure Renaturierungen nicht zum Erhalt des Fischbestandes beitragen, solange die Fischfressenden Vögel nicht auf ein Minimum bekämpft werden.