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Regatta: Olympic Hopes Regatta Poznan (POL)
Die Schweiz war im polnischen Poznan mit fünf Athleten und einer Athletin vertreten. Für die positive Überraschung sorgte aus Schweizer Sicht der neu formierte Zweier mit Sven Hirzel (KC Rapperswil-Jona) und Aaron Schmitter (KC Nidwalden) in der U17-Kategorie. Die beiden bewiesen heuer schon, dass sie in einem Mannschaftsboot harmonieren, indem sie Rang 4 an der EM und Rang 5 an der WM im Viererkajak erzielten. In Polen steigerten sich die beiden über die olympischen 500 Meter von Lauf zu Lauf. Mit der achtbesten Zeit aller Halbfinalisten reichte es für das A-Finale der besten 9. Dort rangierten sie sich sensationell auf dem vierten Platz. "Dass es so weit nach vorne reicht, haben wir selber nicht erwartet", so Schmitter dazu. Zum Podest fehlten 86 Hundertstel, auf die Siegerzeit von 1:37.50 verlor das Schweizer Duo 2,86 Sekunden.
Die beiden zeigten auch im Einer respektable Auftritte: Hirzel verpasste über die olympischen 1000 Meter das A-Finale nur wegen einer Sekunde. Im B-Final wurde er Zweiter und bestätigte als Elfter, dass er über 1000 Meter mit der internationalen Konkurrenz seines Jahrgangs mithalten kann. So klassierte er sich noch vor den beiden traditionell starken Paddlern aus Deutschland. Wirklich zufrieden war er trotzdem nicht: "Ich habe viel gelernt, da ich das ganze Jahr nicht für diese Distanz trainiert habe", sagte er. Auch Schmitter erzielte ähnliche Ergebnisse über die nichtolympischen 500 (12. Platz) und 200 Meter (11. Platz).
Das erste Mal an einer solch grossen Regatta paddelte der 15-jährige Romanshorner Sebastian Bachmann. Der amtierende Jugendschweizermeister liess sich von der Kulisse nicht beeindrucken und erreichte in der U15-Kategorie Rang 17 über 500 Meter. Auch Stella Kaddur vom Paddelclub Kreuzlingen gelang das Debüt. Sie gewann das C-Finale und sicherte sich so den 19. Platz in der U15 über 500 Meter. Etwas Lehrgeld zahlen, mussten hingegen die beiden Matthias Muff (U17) und Robin Egli (U16) vom Kanuclub Rapperswil-Jona. Bei den Feldern mit um die 50 Athleten bedeuteten für sie die Vorläufe jeweils Endstation.
Text: Fabio Wyss