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Selva Almadas kurzer Roman «Sengender Wind» (Berenberg Verlag 2016, aus dem Spanischen von Christian Hansen) ist ein Juwel der argentinischen Literatur. Die 1973 geborene Autorin machte sich zuerst als Dichterin und Journalistin einen Namen (u.a. schrieb sie über Mädchenmorde in der argentinischen Provinz), bevor sie sich der Prosa zuwandte. Kammerspielartig und in einer luziden Sprache erzählt sie die Geschichte zweier Väter, die in der Weite Argentiniens aufeinandertreffen: ein evangelikaler Prediger mit übler Familiengeschichte, der mit seiner Tochter unterwegs ist, und ein heruntergekommener Schrottplatzbesitzer, der seinen Sohn alleine grosszieht. Zwischen den beiden entspannt sich ein erbitterter Zweikampf um die richtige Lebensführung und um die Zuneigung der Kinder. Am Ende einer Gewitternacht in der Pampa wird nichts mehr so sein wie vorher.
Alle, die das Buch gelesen haben, sind zur Diskussion herzlich eingeladen.
Eintritt frei