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Analysten hatten mit einem Gewinn gerechnet. Es war der grösste Verlust seit mehr als drei Jahren, als ein Betrugsskandal das Unternehmen erschüttert hatte.
An seiner Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2019/20, wonach der Betriebsgewinn um 73 Prozent auf 30 Milliarden Yen fallen dürfte, hielt Mitsubishi jedoch fest. Allein im dritten Geschäftsquartal türmte sich ein Nettoverlust von 14,4 Milliarden Yen.
Der Fahrzeugabsatz schrumpfte besonders in China, wo auch andere Hersteller wegen des Handelsstreits mit den USA sinkende Verkäufe verbuchen, sowie auf dem Heimatmarkt in Japan. Auch in Südostasien, wo Mitsubishit traditionell stark ist, lief es schlechter.
Verschärfung seines Sparkurses
Gegen die Talfahrt reagiert Mitsubishi bereits mit einer Verschärfung seines Sparkurses. Insidern zufolge sollen mehr als 4000 Stellen gestrichen und zwei Werke dichtgemacht werden. "Die Situation ist düster. Es geht um Kopf und Kragen", hatte eine Person aus dem Umfeld der Geschäftsleitung zu Reuters gesagt.
Mitsubishi gehört der Allianz des französischen Autobauers Renault mit dem japanischen Rivalen Nissan an. Die drei Autobauer hatten sich unter dem Druck schlechter laufender Geschäfte jüngst darauf verständigt, den Bund zu erneuern, der seit der Trennung von Carlos Ghosn bröckelt.
Der einst gefeierte Manager war im Herbst 2018 von japanischen Behörden festgesetzt und angeklagt worden. Er hatte sich Ende Dezember unter spektakulären Umständen in den Libanon abgesetzt, wo er aufgewachsen ist. Die drei Chefs der Allianz hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, ihre Aufgaben künftig untereinander aufzuteilen. Demnach soll sich Renault auf Europa, Nissan auf China und Mitsubishi auf Südostasien konzentrieren.
(AWP)