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Vor sechs Jahren noch, belegten die chinesischen Lebensmittelinspektoren die neuseeländische Molkerei Westland Milk Products mit einer Importsperre. Der Grund damals lag in den angeblich zu hohen Nitratwerten in den Milchprodukten. Schon bald aber fingen die Chinesen an, sich für die unabhängige Genossenschafts-Molkerei, im Besitz von mehr als 429 Bauern Aktionären, zu interessieren. Konkret die Hongkong Jingang Trade Holding Co Ltd, ein Tochterunternehmen der Inner Mongolia Yili Industrial Group. Dieses chinesische Unternehmen wird nun für Westland 588 Millionen neuseeländische Dollar oder 391 Mio. Franken bezahlen. Die neuseeländischen Anteilseigner werden davon aber nur 246 Mio. NZD (164 Mio. Franken) erhalten. Mit dem Rest müssen Schulden und Verbindlichkeiten der wirtschaftlich angeschlagenen Molkerei bezahlt werden. Diese stimmtem dem Deal mit über neunzig Prozent der Stimmen zu. Auch die Behörde für Auslandsinvestitionen und der oberste Gerichtshof haben grünes Licht zur Übernahme erteilt. Westland verarbeitete im letzten Jahr rund 690 Mio kg Milch, vorallem zu Milchpulver und Butterfett und erzielte damit einen Erlös von 693 Mio NZDollar oder 461 Millionen Franken.