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In dieser Woche arbeitet der Weltklimarat IPCC in Südkorea mit Staatenvertretern an einem neuen Bericht: Was passiert, wenn sich die Erde um 1,5 Grad im Vergleich zum Zeitraum vor der Industrialisierung erwärmt und wie ist die Erwärmung an dem Punkt zu stoppen? Bedeutend ist bei den Verhandlungen in Incheon vor allem eine Zusammenfassung des Reports für politische Entscheidungsträger.
Morgan rief die Regierungen und die Verhandler bei der UN-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz auf, den neuen IPCC-Bericht "sehr ernst" zu nehmen. Der Bericht sollte die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels "spezifischer aufzeigen, so dass die Entscheidungsträger wirklich verstehen, was auf dem Spiel steht", forderte Morgan. Die Ziele von Paris sei keine Frage der Wissenschaft, sondern der politischen Entscheidung.
Im Abkommen von Paris wurde Ende 2015 beschlossen, die Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Es sollten zudem Anstrengungen unternommen werden, sie bei 1,5 Grad zu stoppen. Letzteres hatten sich vor allem die kleinen Inselstaaten gewünscht.
In den vergangenen Jahren habe man deutlich gesehen, was die Auswirkung der Klimaänderung in einer Welt bedeute, die schon um ein Grad wärmer sei: "Busch- und Flächenbrände, Hitzewellen, extreme Regenfälle und Superstürme", sagte der führende Experte für globales Klima und Energie beim WWF, Christopher Weber, bei der CAN-Diskussion. Er erwarte, dass der Weltklimarat-Report eine optimistische Aussicht zum 1,5-Grad-Ziel aufzeigen werde. Die Vorgaben könnten erfüllt werden, doch müssten die Länder ihre Schutzziele erhöhen und die Treibhausgasemissionen zurückführen.
Unterdessen riefen Forscher in einem schriftlichen Appell dazu auf, mehr für den Schutz der Wälder zu tun. Zwar würden mittlerweile Hightech-Lösungen entwickelt, um das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) der Atmosphäre zu entnehmen. Doch die "natürliche Technologie" der Wälder sei derzeit das einzige erwiesene Mittel, CO2 in einem bedeutenden Umfang aus der Luft zu entfernen und zu speichern. Aufforstung und ein besseres Waldmanagement seien erforderlich, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad stoppen.
Die Erklärung, hätten bisher 40 Forscher unterzeichnet, teilte der Zusammenschluss Climate and Land Use Alliance mit. Von den 39 Milliarden Tonnen CO2, die demnach jedes Jahr ausgestossen werden, werden 28 Prozent auf dem Land und dabei zum grössten Teil von den Wäldern sowie etwa ein Viertel von den Ozeanen aufgenommen./dg/DP/she
(AWP)