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Gerade Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber ist es zu verdanken, dass die Klarinette einen festen Platz im heutigen Konzertleben einnimmt. Beiden Komponisten gemeinsam waren freundschaftliche Bande zu den grössten Klarinettisten ihrer Epoche, welche ihnen die unglaublichen klanglichen und technischen Möglichkeiten des "Mysteriums" Klarinette offenbarten. Im Falle Mozarts war dies Anton Stadler, bei Weber war es Heinrich Joseph Bärmann.
Stadler war Mitglied der Wiener k. k. Hofkapelle und spielte außerdem in der "Kaiserlichen Harmonie". Aber nicht nur als Solist hatte Anton Stadler große Bedeutung; er betätigte sich auch auf dem Gebiet des Instrumentenbaus. So verfügte er über ein selbst entworfenes Instrument, dessen Tonumfang gegenüber den gebräuchlichen Klarinetten in der tiefen Lage um eine grosse Terz erweitert worden war. Sowohl das Quintett KV 581 als auch das Konzert KV 622 wurden ursprünglich für diese sogenannte "Bassettklarinette" geschrieben.
Das von Mozart als "Stadler"-Quintett bezeichnete Klarinettenquintett entstand 1789 in Wien. In grossartiger Weise ist es Mozart gelungen, die Klarinette in den Streicherklang einzubetten. Es entstand ein Werk von tiefer verinnerlichter Abgeklärtheit, im ersten Satz allerdings von einer dramatischen Durchführung kontrastiert. Das Larghetto gehört zu den schönsten Klarinetten-Kantilenen überhaupt. Auf das Menuett mit einem pathetischen ersten und einem "wienerisch" angehauchten zweiten Trio folgt ein heiterer Variationen-Satz. Besonders im rezitativisch-gesanglichen Adagio kurz vor dem Schluss ist die Nähe zur Oper wahrnehmbar.
Seinen Platz in der Musikgeschichte verdankt Carl Maria von Weber dem Erfolg des "Freischütz". Weit weniger bekannt ist dagegen sein instrumentales Oeuvre. Seiner Freundschaft mit Bärmann verdanken wir zahlreiche Klarinettenkompositionen, unter anderem das Concertino op. 26, die beiden Konzerte op. 73 und op. 74 oder das hier eingespielte Grand Quintetto op. 34. Die Klarinette steht, quasi als Primadonna, im Mittelpunkt und bekommt ausreichend Gelegenheit, mit quirligen Läufen, grossen Intervallen oder mit opernhaftem Pathos, speziell in der "Fantasia", die ganze Klangpalette zu demonstrieren. Auch wenn bei Weber die Klarinette stärker als Soloinstrument in der Vordergrund tritt als bei Mozart, ganz dem Stil der frühen Romantik verpflichtet, so stellen beide Werke Höhepunkte im Kammermusikschaffen der jeweiligen Epoche dar."
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