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Vom Eisen zum Stahl: Ein beeindruckendes industrielles Verfahren
Stahl wird hergestellt, indem Kohle und Eisenerz – in der Regel ein Oxid wie Hämatit (Fe2O3) oder Magnetit (Fe3O4) – zusammen erhitzt werden. Heutzutage wird dieses Verfahren in Hochöfen von über 30 Metern Höhe durchgeführt. Der Windkanal, der das Feuer schürt, ist rund um die Uhr in Betrieb. Das Eisen fliesst bei über 1500°C zu Boden. Es bildet sich Gusseisen, das etwa 5% gelösten Kohlenstoff enthält. Erkaltetes Gusseisen ist relativ brüchig. Darum wird in das noch flüssige Eisen Luft eingeblasen, die den Kohlenstoff verbrennt. Bei einer Restmenge von 1% Kohlenstoff erhält man Stahl, der seit dem 18. Jahrhundert die Grundlage unserer Industrie darstellt. Bleibt gar kein Kohlenstoff mehr übrig, erhält man weiches Eisen, das sich zur Herstellung von Eisendrähten oder Blech eignet.