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Bom dia! Gut in Salvador angekommen, haben wir uns aufgemacht die Stadt zu erkunden. Nachdem wir von allen Seiten gewarnt worden sind, wo wir uns nicht aufhalten dürfen und welche Regeln wir beachten sollten, sind wir mit dem Geld in den Schuhen und ohne Wertsachen (ausser der Kamera im Hosensack) los gezogen.
Der touristische und historische Stadtteil von Salvador, die Cidade Alta, wie sie in Portugiesisch genannt wird, wurde 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die Gebäude aus dem 17. und 18. Jh. wurden grösseren Restaurierungsarbeiten unterzogen, welche durch die UNESCO finanziert wurden. Dieser Stadtteil ist als Tourist problemlos zu Fuss erkundbar, jedoch können es sich Brasilianer nicht leisten, in dieser Gegend zu wohnen. So sind die Strassen eigentlich nur gefüllt mit Kunst-, Souveniergeschäften und einigen Restaurants, in denen man die lokale Spezialität Moqueca de Peixe geniessen kann (für jeden der einmal in Bahia unterwegs ist, ein absolutes Muss!). Um etwas mehr über die Geschichte und Hintergründe der Gebäude zu erfahren, haben wir an einer CityTour vom Hostel (Galeria 13) teilgenommen. Der Guide war sehr gesprächig und lustig (dazu später etwas mehr:-)). So erfuhren wir, dass die meisten Gebäude die man sieht nur aus Fassaden bestehen und darin entweder weitere Häuser gebaut wurden (also ein Haus im Haus), oder einfach Nichts ist (siehe Bilder)! So besteht zum Beispiel auch die einzige Bank in Salvador aus einer Fassade hinter der Geldautomaten und eine Klimaanlage die es tatsächlich schafft die Temperatur auf gefühlte 0 Grad herunter zu kühlen. Der Grund für die unfertigen Häuser sind die Engländer. Diese wollten sich in Salvador niederlassen und ihre Häuser mit den gewohnten Gärten im Stadtzentrum errichten. Da für dies kein Platz war, zogen sie in einen anderen Teil der Stadt, wo sie ihre Häuser mit Gärten errichten konnten und so blieben die bereits errichteten Fassaden zurück. Doch sobald man den historischen Stadtteil verlässt, was man als Tourist besser nicht tun sollte, gleicht die Stadt einer Kulisse aus einem Horrorfilm. Die Stadt ist in einen oberen Teil und einen unteren Teil getrennt, der durch einen Lift verbunden ist. Im unteren Teil der Stadt befindet sich eine Markthalle, der Busbahnhof und die Anlegestelle für ein Speedboat, welches einem durch die zweitgrösste Bucht der Welt auf die Ilha de Itaparica bringt. Doch diesen Weg sollte man anscheinend besser nicht wählen, anscheinend gibt es NIEMANDEN der dabei nicht seekrank wird. Auf der Suche nach einem Büro wo man lokale Touren in den Nationalpark buchen kann, bogen wir mutig in eine der “verbotenen” Strassen ein. Doch schon nach einigen Metern wurden wir angesprochen, wir sollen doch besser wieder umkehren, diese Gegend sei nichts für Touristen, schon gar nicht für weisse. So drehten wir um und machten uns auf die Suche nach einem Büro im nicht soooo gefährlichen Stadtteil. Unser Hostel in Salvador ist TOP und wir bekommen jeden Abend eine Stunde lang FREE Caipiriñhas, was die Abende hier in Salvador ziemlich lustig enden lässt. hier kommt wieder der Guide ins Spiel. Er hat uns lange erklärt, dass Caipis nichts für ihn seien und er nur ein Bier trinke und dann wieder gehe. Doch nach etwa der vierten Runde Caipiriñhas und mehreren Skols (Brasilianisches Bier) war er immer noch da. Mit jedem Caipi sprach er eine Sprache mehr. Plötzlich konnte er Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch usw. Wir dachten vielleicht sollten wir es auch mal mit Caipis versuchen, damit es mit dem Portugisisch besser klappt. Obwohl Rita zum Caipi-Champion des Abends ernannt wurde, wollte es mit dem Portugisisch nicht recht klappen. Trotzdem haben wir viele nette Leute kennengelernt und einen lustigen Abend mit Life-Musik verbracht. Da das Wetter leider nicht so wollte wie wir, haben wir uns entschieden, unsere Flüge des TAM Brasilien Airpasses umzubuchen. Dies stellte sich aber als seehr kompliziert heraus. Anscheinend ist es ein Nachteil über ein Reisebüro zu buchen. Also haben wir kurzerhand alle Flüge im Brasilien storniert und neu gebucht;). So flogen wir am Dienstag Morgen (5.11.) nach Fortaleza. Zuvor mussten wir jedoch noch Bargeld besorgen. Doch dies ist schwieriger als gedacht. Fabienne und Jan können ein Lied davon singen. Wir wollten 800 Real abheben, was ca. 320 CHF entspricht. Doch die einzige Bank in Salvador hatte schon am Morgen um 9:00Uhr kein Geld mehr. Natürlich konnten alle einheimischen, welche sich mit 14Real (5.60CHF) zufrieden gaben mühelos ihr Geld abheben. Da wir jedoch pro Transaktion 5.- bezahlen müssen, fanden wir dies keine gute Idee und entschieden uns am Flughafen Geld abzuheben. Nachdem wir mind. 8 verschiedene Geldautomaten ausprobiert haben, konnten wir endlich ganze 200Real!!, also ca. 80.- CHF abheben. So konnten wir wenigstens mit etwas Bargeld in der Tasche weiter reisen.