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Bei der Versickerung von Regenwasser hat der Schutz des Grundwassers eine hohe Priorität. Deshalb sind Versickerungen in Grundwasserschutzzonen und -arealen sowie im Bereich von belasteten Standorten in der Regel nicht zulässig. Abwasser, das als verschmutzt zu bezeichnen ist, darf nicht versickert werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten von Glasflächen, Balkonen etc.).
Regenwasser soll möglichst am Ort seines Anfalls über grosse Flächen und in kleinen Mengen in einen natürlichen und kleinräumigen Wasserkreislauf eingeführt werden. Optimal ist die flächenförmige Versickerung über natürliche, unbefestigte Flächen sowie über wasserdurchlässige Anlagen wie Kiesplätze, Schotterrasen und Pflastersysteme. Den besten Schutz für das Grundwasser bietet eine belebte und begrünte Humusschicht über dem gewachsenen Boden. Deshalb ist die Versickerung über den bewachsenen Boden dem Versickern in einer unterirdischen Versickerungsanlage generell vorzuziehen. Ist eine Versickerung nicht möglich, kann Regenwasser - wo nötig mit Rückhaltemassnahmen (Retention) - in ein Oberflächengewässer eingeleitet werden.