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Nach vier Jahren an der Spitze des Ölkonzerns Shell nimmt Peter Voser den Hut. Überraschend gab der Schweizer am Donnerstag seinen Rückzug im kommenden Jahr bekannt.
Er wolle mehr Zeit für Familie und Privatleben haben, erklärte Voser. Der 54-Jährige hatte die Leitung des britisch-niederländischen Konzerns 2009 übernommen. Zuvor war er unter anderem als Finanzchef für den Industriekonzern ABB tätig.
Im abgelaufenen Quartal übertraf Shell die Markterwartungen. Trotz Produktionsproblemen in Nigeria steigerte der Ölkonzern seinen bereinigten Nettogewinn auf 7,5 Mrd. Dollar von 7,3 Mrd. im Vorjahresquartal.
Grund für den Anstieg waren neue Projekte und ein starker Handel. Analysten hatten im Schnitt mit 6,5 Mrd. Dollar gerechnet. Sie hatten eine Abschreibung auf das Alaska-Geschäft vermutet.
Mit Milliardeninvestitionen treibt Royal Dutch/Shell die Erkundung neuer Öl- und Gasfelder voran, auch in umstrittene Gebiete wie Nigeria. Dort wurde einer Konzerntochter erst kürzlich per Gerichtsurteil eine Mitverantwortung für Umweltverschmutzung gegeben.
Auch in der Arktis will der Konzern neue Felder erschliessen. Dort stiess das Unternehmen auf eine Reihe von Problemen, die Fragen zur Sicherheit der Anlagen aufwerfen.