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Merrill Lynch, deren Vermögensverwaltungsgeschäft ausserhalb der USA von Julius Bär übernommen wird, gehört zur Bank of America. Diese gilt als grosse Verliererin der Finanzkrise.
Die Schwierigkeiten mit faulen Immobilienkrediten sind auch der Grund, weshalb Teile der Vermögensverwaltung überhaupt zum Verkauf standen.
Die Bank of America hat sich - zumindest im Nachhinein gesehen - mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch übernommen. Dazu hat sie auch noch den einst grössten US-Immobilienfinanzierer Countrywide gekauft, und zwar 2008 als sich die Finanzkrise bereits anbahnte. Schliesslich musste der Finanzkoloss vom Staat gerettet werden.
Deutlich erfolgreichere Konkurrenz
Bis heute hinkt die Bank of America der Konkurrenz hinterher und befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Zehntausende Stellen werden gestrichen, wenig profitable Sparten veräussert. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ausserhalb der USA umfasste per Ende Juni Kundenvermögen in Höhe von 84 Milliarden Dollar. Das Geschäftsvolumen und die Profitabilität hinkte dem Geschäft mit reichen Kunden in den USA weit hinterher.
Neben Julius Bär hatten anfangs laut früherer Medienberichte auch die Credit Suisse, die UBS und die US-Bank Wells Fargo Interesse an der Ausland-Vermögensverwaltung von Merrill Lynch gezeigt. Erste Medienberichte zu einer möglichen Übernahme durch Julius Bär gab es im Juni. Damals wurde der Kaufpreis für die Sparte mit bis zu 3 Milliarden Dollar noch deutlich höher geschätzt worden.
(vst/sda)