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Ausgangslage
Der Krieg in der Ukraine dauert an. Das Leben von Millionen von Menschen wird zerrüttet. Unsicherheit und Ungewissheit lässt viele Menschen fliehen. Die Gewalt, die Bombardierungen und die Zerstörung von Infrastruktur bedroht die Lebensgrundlagen der Menschen und veranlasst sie, ihr Zuhause zu verlassen. Dies führt zu steigenden Zahlen von Geflüchteten und intern Vertriebenen, die in der Westukraine, in Nachbarländern oder anderen westeuropäischen Staaten Zuflucht und Sicherheit suchen. Alle Beteiligten sind vor riesige Herausforderungen gestellt.
Vor dem Krieg betreuten 40 Salesianer Don Boscos und ihre Helferinnen und Helfer Tausende von Kindern und Jugendlichen. Sie führten Schulen, Kinder- und Jugendheime, Jugendzentren, Berufsschulen und betreuten die Menschen in ihren Pfarreien. Diese Einrichtungen sind zu Anlaufstellen für die bedürftigsten Menschen geworden.
Ziele des Projekts
Hilfe für Kriegsvertriebene der Ukraine
- Sichere Notunterkünfte in den Don-Bosco-Zentren in der Ukraine und angrenzenden Ländern
- Aufbau einer Container-Siedlung in der Ukraine
- Beschaffung und Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Matratzen, Decken, Medikamenten und Hygieneartikeln
- Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche
- Sport und Spiel sowie psychologische Betreuung um Traumata zu bewältigen
Was wir tun
Ein (vorübergehendes) Zuhause, Überlebenshilfe und Hoffnung in die Zukunft für Kriegsvertriebene.
Die Salesianer Don Boscos haben ihre Zentren in der Ukraine sowie den angrenzenden Ländern Polen und Slowakei als Notunterkünfte geöffnet. Dort erhalten die Geflüchteten das Lebensnotwendigste wie Nahrung, Kleidung, Medikamente, Bildung, psychologische Betreuung und sind in Sicherheit.
Die westukrainische Stadt Lemberg ist relativ sicher. Deshalb suchen viele Binnenvertriebene dort Zuflucht. Die Salesianer Don Boscos stellten deshalb der Stadtverwaltung ein Grundstück zur Verfügung, um die modulare Containersiedlung «Mariapolis» aufzubauen. Seit Mai 2022 sind dort rund 750 Menschen untergebracht.
In der Slowakei und Polen beschaffen die Salesianer Don Boscos dringend benötigte Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Kleider, Decken, Medikamenten und Hygieneartikel. Diese werden in regelmässigen Transporten in ein Lagerhaus in der Ukraine gebracht und von dort in die vom Krieg betroffenen östlichen Landesteile feinverteilt.
Die Salesianer Don Boscos setzen alles daran, dass Kinder und Jugendliche weiterhin in die Schule gehen bzw. eine Ausbildung absolvieren können, damit sie den Anschluss an die Bildung nicht verlieren. Dazu wird mit Behörden zusammengearbeitet, Sprachkurse und Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.
Die Salesianer Don Boscos sind darauf bedacht, den Kindern und Jugendlichen ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten zu bieten wie Jugendzentrum, Sport und Spiel, Englischunterricht oder Sommerlager. Diese Aktivitäten vermitteln ein Stück Normalität und helfen dabei, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.
Wirkung
Die Salesianer Don Boscos stellen ihre Zentren als Notunterkünfte zur Verfügung, sorgen für die Sicherheit der Kinder in ihren Waisenhäusern, verteilen Nahrungsmittel und lebensnotwendige Güter. Es wird das Möglichste getan, die Menschen in Not zu betreuen, zu begleiten und ihnen in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen.
Zu Beginn des Kriegs wurden 46 ukrainische Kinder und Jugendliche aus dem salesianischen Waisenhaus in Lemberg (Westukraine) in die Slowakei evakuiert, in den dortigen Zentren aufgenommen und betreut. Da die Lage in Lemberg inzwischen wieder als sicher eingestuft wurde kehrten sie ins Familienhaus Pokrova zurück. Zwölf Jugendliche entschieden jedoch, in der Slowakei zu bleiben, da sie sich da bessere Zukunftschancen ausrechnen. Auch in der Ukraine selbst wird Nothilfe geleistet. So beherbergen die Salesianer an zwei Standorten in Lemberg Binnengeflüchtete. In der Containersiedlung «Mariapolis» verpflegen sie täglich 750 Menschen mit einer warmen Mahlzeit und leisten psychologische Hilfe. Trotz Lebensgefahr finden regelmässig Transporte vor allem von medizinischen Gütern, Lebensmitteln und benötigten Alltagsgegenständen in die umkämpften Gebiete der Ostukraine statt. Im kalten Winter wurde Winternothilfe geleistet. Diese Aktivitäten sichern das Überleben. Die Arbeit der Salesianer Don Boscos und ihrer Helferinnen und Helfer schenkt Hoffnung und ist ein Lichtblick in dieser dunklen Zeit.