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Zahlreiche Frauen wünschen sich in Hinblick auf eine Schwangerschaft, ihre Gesundheit in die Hand zu nehmen, und wenden sich dafür an den Apotheker oder Drogisten ihres Vertrauens. Ein Überblick der Ratschläge, welche Ihren Kundinnen behilflich sind.
Gewicht
Wenn Sie 20% und mehr Übergewicht haben, sollten Sie sich mit einer ausgewogenen Diät um eine sanfte Gewichtsreduktion bemühen, und zwar bevor Sie schwanger werden. Es wäre unvernünftig, bei steigendem Nährstoffbedarf eine Diät zu befolgen. Doch ein solches Übergewicht birgt für die werdende Mutter ein reales Risiko für Diabetes und Bluthochdruck.
Alkohol
Auf Alkohol verzichten Sie jetzt besser. Vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann Alkohol die Hirnfunktionen des Fötus beeinträchtigen und zu Missbildungen an Extremitäten, Gesicht Gaumenspalte) und Herz führen. Manchmal treten Probleme erst im späteren Lebensalter in Form einer psychomotorischen Instabilität oder von Lernschwierigkeiten auf.
Koffein
Beschränken Sie Ihren Koffeinkonsum, denn Mutter und Fötus reagieren hochempfindlich darauf. Mehr als 300 mg Koffein pro Tag (d. h. 3 Tassen Kaffee) erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt und beeinträchtigen das Wachstum des Ungeborenen.
Rauchen
Wenn Sie rauchen, sollten Sie die Schwangerschaft nutzen, um mit dieser schlechten Angewohnheit aufzuhören. Bei Frauen, die 20 Zigaretten pro Tag rauchen, ist das Todesfallrisiko für das Kind bei der Geburt um das 20-fache erhöht im Vergleich zu Nichtraucherinnen. Schwangere Raucherinnen erleiden auch häufiger Fehl- und Frühgeburten. Statistisch gesehen, sind Kinder von Raucherinnen leichter, gebrechlicher und anfälliger für Atemwegserkrankungen. Längerfristig können diese Kinder an Wachstumsstörungen und intellektuellen Leistungseinbussen leiden.
Antibabypille
Wenn Sie mit der Pille verhüten, sollten Sie diese 3 bis 6 Monate vor der geplanten Empfängnis absetzen und durch eine andere Verhütungsmethode ersetzen. Die langfristige Einnahme der Pille kann zu zahlreichen Mängeln führen: an Folsäure, Vitamin B6, B12 und C sowie Zink. Mit einem bestehenden Nährstoffmangel sollten Sie nicht schwanger werden! Achten Sie jetzt auf eine möglichst ausgewogene Ernährung und spezifische Nahrungsergänzungen (s. unten).
Folsäure
Der Folsäuremangel (Vitamin B9) ist der häufigste Vitaminmangel in der Schwangerschaft. Er kann zu Blutarmut, Müdigkeit und depressiven Verstimmungen führen und – noch viel schlimmer – zu Missbildungen beim Fötus, vor allem an der Wirbelsäule (z. B. der gefürchteten Spina bifida, dem «offenen Rücken »). Das Nervensystem (Rückenmark und Hirn) wird beim Embryo zwischen der 2. und 4. Schwangerschaftswoche ausgebildet, und die Frau weiss zu diesem Zeitpunkt oft noch gar nicht, dass sie schwanger ist. Als Leitlinie empfiehlt sich daher, noch am Tag, an dem das Verhütungsmittel abgesetzt wird, mit einer Folsäuresupplementierung zu beginnen.
Supplementierung: spezifisch und ausgewogen
Spezifische Multivitamin- und Multimineralpräparate wurden speziell für die Schwangerschaft und Stillzeit entwickelt. Sie enthalten viel Folsäuren (mindestens 0,4 mg), Vitamin D, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und verhältnismässig wenig Vitamin A (das im Übermass zu fötalen Missbildungen und gar Fehlgeburt führen kann). Die tägliche Zufuhr sollte 2500 IE nicht übersteigen.