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Um Glencore ist es in letzter Zeit still geworden, doch nun ist wieder einiges in Gang. In Kolumbien wird ein Bergwerk aufgekauft, in Peru soll dagegen eins verkauft werden.
Die NZZ berichtete letzte Woche über einen der besten Deals von Glencore seit langem. Anfangs letzten Jahres kaufte der Schweizer Rohstoffkonzern die Anteile seiner beiden Konkurrenten «BHP Group» und «Anglo American» am kolumbianischen Kohlebergwerk «El Cerrejón» auf, das Glencore bis anhin zu einem Drittel gehört hatte. Dieser Kauf hat sich wegen des Höhenflugs der Kohlepreise bereits bezahlt gemacht: Der Betriebsgewinn für «El Cerrejón» betrug 2022 ganze 3,6 Milliarden Dollar. Insgesamt erwirtschaftete Glencore letztes Jahr einen Betriebsgewinn von 34,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 60 Prozent. Dennoch verpflichtete sich Glencore dazu, das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu verfolgen und versprach, bis zum Jahr 2035 alle direkten und indirekten Emissionen des Unternehmens im Vergleich mit dem Niveau von 2019 zu halbieren. Bis zum Jahr 2050 will das Unternehmen das Netto-Null-Ziel erreicht haben. Für manche Investoren ist dies aber zu wenig ambitiös. Seit einiger Zeit fordert der Hedge-Fund «Bluebell Capital Partners» Glencore dazu auf, seine Klimapolitik zu überdenken.
Quelle: Artikel «Glencore im Kohle-Rausch» (NZZ)
In Peru dagegen will Glencore ein Bergwerk loswerden, konkret seine Anteile am peruanischen Zink- und Silberbergbauunternehmen «Volcan». Offenbar geht dieser Verkauf einher mit der neuen Strategie Glencores, «kleinere Vermögenswerte» sowie solche, die «für den Betrieb nicht mehr rentabel sind», zu verkaufen. Volcan meldete nämlich in seiner jüngsten Gewinnrechnung, dass sein Umsatz im vierten Quartal 2022 aufgrund der niedrigeren Preise der von ihm geförderten Metalle zurückgegangen ist.
Quelle: El Comercio