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Shaolin Tempel China
Ein bedeutender Ort der Kampfkünste
Der Shaolin Tempel wurde 495 n. Chr. zu Ehren des Mönchs Batuo gebaut. Gemäss der Legende kam der berühmte Mönch Bodhidharma 528 n. Chr. nach Shaolin. Er soll neun Jahre in der berühmten Bodhidharma Höhle meditiert und die Mönche in Kampfkunsttechniken und Qi Gong unterrichtet haben. Insbesondere gilt er als Begründer des Chan- bzw. Zen-Buddhismus. Dies weist auf den engen Zusammenhang von geistiger, moralischer und körperlicher Entwicklung in den Shaolin Traditionen hin.
Während der Tang Dynastie (618 -907) erlangte der Shaolin Orden grosses Ansehen. Gemäss der Legende retteten eine Unterzahl von Kampfmönchen dem Kaiser Li Shimin das Leben. Als Dank erhielten sie Privilegien und Ressourcen wie zusätzliches Land.
Die Ming Zeit (1368 – 1644) gilt als Blütezeit des Klosters. Es wird von rund 2500 Mönchen gesprochen, welche zu dieser Zeit das Kloster bewohnten. Die Shaolin Kampfkünste waren weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und zogen Kampfkünstler und Militärexperten von weit her an. Dieser Austausch führte zu einer starken qualitativen Verbesserung in den technischen Repertoires.
Das Kloster wurde in seiner Geschichte mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut. Das letzte Mal war dies 1928 der Fall. In den 80er Jahren wurde der Tempel durch Filme über Kung Fu im Westen bekannt.
Seit der letzten Jahrtausendwende ist das Kloster geprägt durch Umstrukturierungsmassnahmen. So sind vor allem die Massnahmen zur Wiederbelebung und Verbreitung der Kultur zu nennen. Heutzutage ist das Kloster für den Tourismus zugänglich, was zu einer gesteigerten Bekanntheit des Klosters führt.
Shi Yong Xin – Abt des Shaolin Tempels
Meister Roger Stutz (l) und Shi Yong Xin (r).