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Schulgesetze
ev. In den Volksschul- und Bildungsgesetzen der verschiedenen Kantone findet man als Bildungsauftrag selbstverständlich den Auftrag, die Kinder zu «lebensbejahenden, tüchtigen und gemeinschaftsfähigen Menschen» und «nach den Grundsätzen von Demokratie, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit im Rahmen des Rechtsstaates zu verantwortungsbewussten Menschen und Bürgern» zu erziehen (Volksschulgesetz des Kantons St. Gallen, Art. 3).
Selbstverständlich verankert ist in den Schulgesetzen der Kantone auch, dass die Schule die Eltern in ihren Erziehungsbemühungen unterstützt. Dass das Fördern eines Grolls gegen Anweisungen der Eltern und das Proben von Widerstand gegen elterliche Erziehungsbemühungen dem nicht gerecht werden, liegt auf der Hand.
Im Kanton Zürich heisst es dazu in Art. 2 des Volksschulgesetzes: «Die Volksschule erzieht zu einem Verhalten, das sich an christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen orientiert.» Genauso selbstverständlich verlangt das Schulgesetz des Kantons Basel-Landschaft: «Das Bildungswesen weiss sich der christlichen, humanistischen und demokratischen Tradition verpflichtet.»
Eine Propagierung sadistischer Verhaltensweisen (Beispiel S. 11), das Durchbrechen natürlicher Abwehr gegen Gewalt (S. 10), die Aktivierung aggressiver Gefühle durch gemeinsames Gebrüll (S. 10) oder das Legen negativer Gefühle gegen Frauen, die irgendwie ungewohnt aussehen (S. 10), gehören genauso wenig dazu wie das nur scheinbar spielerische Durchbrechen von inneren Hemmungen gegen Gewalt und Rechtlosigkeit z. B. bei Piratenspielen – weil im kindlichen Spiel immer die Vorbereitung auf die reale Welt geübt wird. Das ist keine Förderung demokratischen Bürgersinns und keine Förderung des interkulturellen Verständnisses für Menschen anderer Länder und Kulturen, wie sie z. B. auch die Uno-Charta ganz klar fordert.
Der folgende Kasten verweist auch auf die diesbezügliche Verantwortung des Staates im internationalen Bereich. •
ef. Es gibt auf Uno-Ebene ein internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (International Convention on the Elimination of All Forms of Racial Discrimination, ICERD). Die Konvention ist eines der sieben Zusatzabkommen zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und wurde als völkerrechtlicher Vertrag am 21. Dezember 1965 von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Als erstes Menschenrechtsabkommen der Uno trat es am 4.1.1969 in Kraft. Inzwischen haben 175 Staaten die Konvention ratifiziert (Stand September 2012).
«Art.7: Die Vertragsstaaten verpflichten sich, unmittelbare und wirksame Massnahmen, insbesondere auf dem Gebiet des Unterrichts, der Erziehung, Kultur und Information, zu treffen, um Vorurteile zu bekämpfen, die zu Rassendiskriminierung führen, zwischen den Völkern und Rassen- oder Volksgruppen Verständnis, Duldsamkeit und Freundschaft zu fördern sowie die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Erklärung der Vereinten Nationen über die Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung und dieses Übereinkommens zu verbreiten.»
Quelle: www.un.org
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