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Fühlhand und Pendel
Aufträge erreichen mich per Email oder über den Briefträger per Post. Ich falte ein Löschpapier im Format A3 einmal auf A4 und lege es auf den Arbeitsplatz. Durch die Faltung ergibt sich ein neutrales Feld, die Polaritäten der Oberflächen heben sich gegenseitig auf.
Die Unterlagen vom Auftrag lege ich in Papierform auf das Löschpapier und lasse sie mindestens 12 Stunden unberührt liegen. Die Unterlagen sind der Anzeiger für die radiästhetische Arbeit. Der Anzeiger kann beispielsweise ein architektonischer Plan oder ein Blatt mit Informationen und Fragen vom Auftraggeber sein.
Ich entode den Anzeiger und Frage: «Ist das ein Auftrag für mich?» Die Antwort ist Ja oder Nein. Wenn Ja, stimmt es für mich, diesen Auftrag anzunehmen.
Der passende Moment
Heutzutage lasse ich mich nicht mehr unter Druck setzen. Es kann sein, dass ich einen Auftrag mehrere Tage nicht berücksichtige, es muss sich erstmal das passende Gefühl dafür einstellen.
Wenn ich mute und auf einmal keine Lust mehr verspüre, verschiebe ich den Auftrag auf später. Das ist immer zum Vorteil des Auftraggebers.
Wenn der Moment zum Ausführen des Auftrages da ist, entode ich nochmal das Blatt, ohne es zu berühren. Ich bitte das Universum, meine verstorbenen Eltern und meinen verstorbenen Bruder, mir bei diesem Auftrag zu helfen.
Die Vorbereitung
Meine Fragen: «Wo ist der richtige Platz in unserem Haus, um diesen Auftrag auszuführen? Ist es im Büro, Wohnzimmer, Wintergarten, in der Wohndiele oder beim Gartensitzplatz? Bitte zeige mir den richtigen Standort an.» Ich lasse mich durch den Pendel an den passenden Ort führen.
Ich lege die Unterlage an diesem Ort auf einen Tisch und frage: «In welche Himmelsrichtung muss ich mich bei der Arbeit ausrichten und wie richte ich die Unterlage aus.»
Nun frage ich über das Prozentdiagramm: «Zu wieviel Prozent stimmt dieser Platz für das Vorhaben und zu wieviel Prozent stimmt dieser Platz für mich?» Ich lasse die Unterlage und mich selber einen Moment ruhen. In dieser Ruhephase werde ich bereits von Angaben überrascht, noch bevor ich mit den Mutungen beginne.
Die Fühlhand seitlich, mit der Innenfläche offen gegen den Pendel gerichtet.
Ich halte den Pendel über die Unterlage und lasse die Kette durch meine Hand gleiten, bis ich den Resonanzpunkt und damit die Kettenlänge für diese Arbeit gefunden habe.
Die linke Hand ist meine Fühlhand. Beim Arbeiten über dem Plan halte ich sie immer seitlich vom Plan, mit der Handinnenfläche offen gegen den Pendel gerichtet. Durch die Strahlung vom Handchakra erhalte ich eine stärkere Pendel-Schwingung.
Zwischenzeitlich lege ich den Pendel ab. Wenn ich die Kettenlänge mit dem Resonanzpunkt erneut finde, stelle ich fest, dass die Pendelkette immer unterschiedliche Längen hat. Sie passen sich den jeweiligen Fragen an.
Verbindung mit dem Thema
Bei der Arbeit können rund um mich Geräusche oder Lärm sein, ich höre das nicht mehr. Mir scheint, als würde ich in die Unterlagen versinken.
Einmal war ich mit Muten in ein Blatt vertieft, da landete ein Vogel auf der Fensterbank. Er hat mich fröhlich angetrillert und dazu den Kopf hin und her bewegt. Ich fragte ihn: «Hast Du Anregungen zu meinen Mutungen oder stimmt etwas nicht?» Da schaute er mich nur stumm an. Ich schaute wieder auf das Blatt und es zeigte sich mir ein Bild, das ich nie erwartet hätte. Ich bedankte mich und der Vogel flog davon.
Meine Tochter kam unerwartet in den Wintergarten, sah, dass ich am Pendeln war und entschuldigte sich. Wir haben geplaudert und die Stimmung zum Muten war weg. Vermutlich zum Vorteil, denn am nächsten Tag erledigte ich diese Arbeit sehr schnell und sie führte zu einem guten Ergebnis.
Die Überprüfung
Nach der Mutung lege ich den Plan mit der Unterlage wieder in mein Büro und frage die Ergebnisse erst am nächsten Tag oder später nochmal ab. Intuitiv entscheide ich mich für eine Überprüfung mit Rute oder Pendel. Im Zusammenspiel mit dem Pendel verwende ich Diagramme: «Zu wieviel Prozent stimmen die gemuteten Ergebnisse auf diesem Plan?» Wenn die Stimmigkeit über 95 Prozent liegt, gebe ich den erledigten Auftrag an den Auftraggeber zurück.
Im Laufe der Jahre habe ich einige Diagramme entwickelt, die mir die Arbeit enorm erleichtern. Die Diagramme werden bereits von mehreren Personen angewendet. Ich stelle sie gerne zur Verfügung.
Arbeit bei Klienten
Am Morgen, bevor ich zu Klienten fahre, bitte ich das Universum, meine verstorbenen Eltern und meinen Bruder, mir bei diesem Auftrag zu helfen und mich auf der Hin- und Rückfahrt sicher zu begleiten.
Am Ort angekommen, schaue ich mir das Haus und die Umgebung an.
Wenn die Haustüre geöffnet wird, stelle ich mich dem Klienten vor und frage, ob ich eintreten darf. Wenn ja, nehme ich meine Unterlagen mit und stelle sie nach Rückfrage auf einen Tisch.
Meistens werde ich bereits mit Fragen überschüttet oder einer der Anwesenden schaut mich misstrauisch an. Ein Glas Wasser lehne ich meistens ab, denn damit würde ich bereits die Schwingungen der Bewohner aufnehmen. Ich bitte um etwas Geduld, da meine Seele noch nicht am Ort angekommen ist.
Nach dem Überprüfen meiner Pendelfähigkeit und meiner Boviswerte besprechen wir das weitere Vorgehen.
Zuerst möchte ich ohne Geräte durch das Haus gehen, um mich einzufühlen. Auf diesem Rundgang spüre ich meistens bereits die unruhigen Stellen. Mit meinem Körper habe ich Abmachungen getroffen, wie beispielsweise: wenn das rechte Bein reagiert, handelt es sich um ein Thema mit den Gitternetzen oder wenn ich ein Halsklemmen und Kopfschmerzen verspüre, deutet es auf eine Wasserader hin.
Nun bitte ich die Bewohner, mich durch das Haus zu begleiten, wobei ich mit dem Pendel oder der Rute die erspürten Punkte anzeigen lasse. Dabei werden auch die verschiedenen Diagramme eingesetzt.
Im nächsten Schritt können Vorschläge zur Harmonisierung ausgesprochen werden. Bei einer Familie habe ich beispielsweise vorgeschlagen, die Kinder ihre Zimmer wechseln zu lassen. Es hat sich später als richtig herausgestellt. In einem anderen Fall weinte das Baby fortwährend in seinem Bett. Mit dem Standortwechsel des Bettes wurde das Problem gelöst und die Eltern konnten wieder durchschlafen. Man könnte von unzähligen Fällen berichten. Aber das ist Vergangenheit und die Vergangenheit sollte man ruhen lassen.
Werner Schläfli mit dem Motto: «Nimm dir Zeit und geniesse die ruhigen Momente, die noch bleiben. Schaue positiv vorwärts.» Foto: Rosmarie Schläfli
Den eigenen Weg finden
Für viele Leser sind vielleicht meine Aufzeichnungen altmodisch oder überholt, aber ich bin immer sehr gut damit zurechtgekommen. Jeder soll die Radiästhesie so anwenden, wie es für ihn persönlich passt.
Heute, mit 76 Jahren, geniesse ich den Ruhestand und gehe nur noch sporadisch zu Hausuntersuchungen. Als Rutengänger und Kursleiter habe ich in 43 Jahren viele schöne Ereignisse erlebt und wertvolle Kameradschaften im Verein geschlossen.
In all den Jahren habe ich gelernt, nicht Arbeit alleine macht glücklich, auch die erlebten Reisen durch die verschiedenen Kontinente waren für mich sehr eindrucksvoll und ein Geschenk für mich und meine Familie.
Mein Motto: Nimm dir Zeit und geniesse die ruhigen Momente, die noch bleiben. Schaue positiv vorwärts.
Ich wünsche allen grosses Vertrauen in ihre geleisteten Arbeiten.
Herzliche Pendelgrüsse, Werner Schläfli