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Nachdem die junge englische Mannschaft am Samstag die Fans der “Three Lions” mit dem 3:2 nach 0:2-Rückstand im Klassiker bei Weltmeister Deutschland verzückten, steht die Rolle des verletzten Captains für die EM in Frankreich mehr denn je in Frage. “Ist das der Anfang vom Ende für Rooney?”, schrieb die BBC. Die “Daily Mail” forderte: “Wayne Rooney darf NICHT bei der EM starten.”
Angesichts der Debatte um seinen bisherigen Fixpunkt im Angriff bekräftigte Nationaltrainer Roy Hodgson den Führungsanspruch Rooneys. “Ich wiederhole – Wayne ist unser Captain”, sagte der frühere Schweizer Nationaltrainer. Doch auch Hodgson sieht den Konkurrenzdruck, der nach Auskurieren der Knieblessur für den 30-Jährigen von Manchester United in der EM-Vorbereitung herrschen wird.
“Es gefällt mir nicht sonderlich gut, wenn suggeriert wird, dass er in dem Moment, wenn er sich verletzt und nicht spielt, fallengelassen wird”, sagte Englands Nationaltrainer. “Das hat er sicher nicht verdient, und wenn er zurückkommt und wieder fit ist, wird er enormen Druck auf diese Spieler machen. So wie sie enormen Druck auf ihn machen.”
Die englische Offensive ist keine One-Man-Show mehr. Harry Kane, der Premier-League-Topskorer von Tottenham Hotspur, unterstrich mit dem 1:2 am Samstag seinen Anspruch auf die Position im Sturmzentrum. Jamie Vardy erzielte mit 29 Jahren nur drei Minuten nach seiner Einwechslung mit dem Absatz seinen ersten Treffer im Nationaltrikot. Zudem konnten sich der fleissige Adam Lallana und Danny Welbeck mit seiner Schnelligkeit auszeichnen. Gegen die Niederlande am Dienstag wird Daniel Sturridge nach 19 Monaten zurückkehren, womit die “Battle for the Euroos” (“Sun”) weiter angeheizt wird.
Die Kampfansagen der Konkurrenten an Rooney fallen moderat aus. “Wayne ist ein fantastischer Spieler, unser Captain und ein grossartiger Junge”, lobte Kane seinen Teamkollegen. Im Wembley will England am Dienstag gegen die Niederlande nach den Erfolgen über Frankreich (2:0) und Deutschland (3:2) den dritten Sieg in Folge in einem Klassiker einfahren. “Es ist wichtig, dass wir in diesem Moment bescheiden bleiben”, warnte Hodgson vor allzu viel Euphorie nach den jüngsten Auftritten der Engländer, die seit 1966 und dem WM-Sieg im eigenen Land auf einen Titel warten.
(SDA)