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Ehem. Volksbank
Adresse
6460 Altdorf
UR
Architektur
Weitere Bauphasen
Am Lehnplatz treffen Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten zusammen. Dem Architekturbüro Josef Utiger gelang es, gegen alle Widerstände das Ortsbild von Altdorf um einen modernen, städtisch anmutenden Bau aus den 1960er-Jahren zu bereichern.
Chronologie
Die ehemalige Volksbank in Altdorf wurde Anfang der 1960er-Jahre vom Architekturbüro Josef Utiger geplant. Daran beteiligt war der Architekt Bruno Altner. 1963 wurde mit dem Bau begonnen, 1965 konnte das Bankhaus bezogen werden. Das Gebäude beherbergte im Erdgeschoss die Schalterhalle der Schweizerischen Volksbank (SVB). Die Bank nutzte auch die Büroräume im ersten Obergeschoss. Die Filiale blieb bis zum Konkurs der SVB im Jahr 1993 bestehen, seither werden die Räumlichkeiten von diversen Firmen genutzt. Die Renovierungen in den Jahren 1999 sowie 2004, die von der Utiger AG durchgeführt wurden, betrafen vor allem die Wohnung im Attikageschoss.
Lage
Das Gebäude fasst den zentralen Altdorfer Lehnplatz um das den Platz beherrschende Zeughaus im Osten. Die dem Lehnplatz zugewandte Fassade des Bankhauses ist als Schauseite ausgebildet. Die Rückseite orientiert sich zu der viel befahrenen Gotthardstrasse. Vor und neben dem Bankhaus befinden sich Parkplätze.
Beschreibung
Das viergeschossige Gebäude gründet auf einem massiven Sockelgeschoss aus Spitzbeton, in den grosszügige, teilweise durch Lamellen geschützte Verglasungen eingeschnitten sind. Ein Vordach bietet den Passanten Schutz und zieht sich als ein starker horizontaler Akzent um den gesamten Bau. Rückseitig schliesst das Vordach mit einer Fuge einen Töff- und Veloabstellplatz mit ein. Die beiden vollflächig verglasten Obergeschosse kragen über den Sockel vor. Zusammen mit dem abgesetzten Vordach ergibt dies eine spannungsvolle Staffelung. Die Verglasungen der Fensterbrüstungen und der Wandflächen sind auf der Rückseite dunkelblau gespritzt. Daher spiegelt sich die Fassade leicht und verändert ihr Aussehen je nach Witterung. Feine Aluminiumprofile formen ein Fensterraster aus Rechtecken und Quadraten. An den beiden Längsseiten sind die Gläser zusätzlich durch geschossübergreifende Profile gegliedert. Die schwebende Wirkung des Glasbaukörpers wird durch den starken Rücksprung des Attikageschosses verstärkt. Den Abschluss bildet ein auf die Fassadenflucht vorkragendes, vierfach gefaltetes Betondach. Das markante Dach endet an den Schmalseiten des Hauses jeweils in einer Abkantung und gibt dem Gebäude den Namen «Faltdachhaus». An der Südseite ist ein hoch aufragendes Treppenhaus angefügt, das sich – wie auch die Wände des Attikageschosses – mit seiner Materialisierung in Spritzbeton deutlich von den Büroetagen absetzt. Auf der Gebäuderückseite wurde die Terrasse nachträglich um einen Wintergarten ergänzt.
Literatur
Schweizer Heimatschutz (Hg.). Baukultur entdecken (Wakkerpreis Altdorf). Zürich 2007, Nr. 19. – Utiger, Josef. Vom Plan zur Ausführung – Schweizerische Volksbank Altdorf, in: Gotthard Post 43/1965.
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