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Schließlich enthalten viele Tarifverträge (z. B. im Bank-, Druck- und Metallbau) eine Öffnungsklausel für eine zeitlich begrenzte Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Diese Öffnungsklauseln sind immer mit dem Ziel der Sicherung von Arbeitsplätzen verbunden. So ist beispielsweise eine Bankgesellschaft in der Lage, ihre Wochenarbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum von 39 auf 31 Stunden ohne Lohnausgleich zu reduzieren, und muss im Gegenzug während der Dauer, in der die Öffnungsklausel in Anspruch ist, auf Entlassungen verzichten. Verdi forderte zudem, tariflich verbindliche Tarifverträge im einzelhandel zu machen. Verdi und Amazon streiten seit 2013. Die Gewerkschaft strebt einen Tarifvertrag für die Beschäftigten in deutschen Verteilzentren an, der sich an der Einzelhandels- und Versandwirtschaft orientiert. Der Kongress hatte eine große Debatte über Klimawandel und Maßnahmen. Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels müssen gerecht und fair und sozial verträglich sein. Verdi war Teil der Verhandlungslösung, um den Kohleausstieg bis 2038 zu sichern. Das Paket enthält Maßnahmen zur Gewährleistung einer fairen Behandlung der betroffenen Arbeitnehmer und Investitionen in den am stärksten betroffenen Gemeinden. Verdi wird die Zukunft der Freitagsstreiks weiter unterstützen.
Diese brachten am 20. September 1,4 Millionen Menschen auf die Straße. Die Gewerkschaft hat sich verpflichtet, die Streiks an den Hochschulen vom 2. bis 6. Dezember zu unterstützen. Weitere diskutierte Themen waren die Arbeitszeitverkürzung und eine Kampagne für einen Tarifvertrag, der unter anderem ältere Pflegekräfte abdeckt. Ein Amazon-Sprecher sagte, das Unternehmen sei ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber, auch ohne einen Tarifvertrag zu haben, und fügte hinzu: „In unseren Fulfillment-Centern sind unsere Löhne am oberen Ende dessen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird.“ Die Einführung einer neuen Öffnungsklausel in die nationale Lohnrahmenvereinbarung der westdeutschen chemischen Industrie im Juni 1997 (DE9706216F) geht noch einen Schritt weiter. Zum ersten Mal wurde eine allgemeine Öffnungsklausel für Löhne vereinbart, die nicht eng mit einem möglichen Konkurs des Unternehmens verbunden ist, sondern auch zur Vermeidung von Entlassungen oder zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt werden kann.
Nach der neuen Öffnungsklausel können Unternehmen den tariflichen Lohn innerhalb eines begrenzten Zeitraums um bis zu 10 % senken. Inzwischen hat der Chemie-Deal bereits seinen ersten Nachahmer in der ostdeutschen Bauindustrie gefunden, wo im Juli 1997 eine ähnliche Öffnungsklausel geschlossen wurde (DE9707126N). (1. Oktober 2019) Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro war eine der Forderungen, die die Delegierten des Verdi-Gewerkschaftskongresses anzogen. Sie kamen zusammen, um über die Politik für die nächsten vier Jahre zu debattieren und zu entscheiden. Zu den wichtigsten Themen gehörten die Stärkung der Tarifverhandlungen, die Erhöhung der Mitgliederzahl und die Wahl der neuen Führung.