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Zum zweiten Mal nach 2011 gewinnt Conradign Netzer den Schweizer Meistertitel im Skicross. Der Maseiner nutzt am Heinzenberg seinen Heimvorteil und verweist mit Armin Niederer und Alex Fiva die beiden Weltcup-Dominatoren der Saison auf die Ehrenplätze.
Bereits nach dem Qualifikationsdurchgang war klar, dass auf dem perfekt präparierten, aber mit zahlreichen technischen Schwierigkeiten gespickten Parcours nur die Besten echte Medaillenchancen besitzen würden. Conradign Netzer, der nach einer für ihn enttäuschenden Weltcupsaison den Titel unbedingt wollte, unterstrich seine Ambitionen mit der schnellsten Quali-Zeit. Die Mitfavoriten Armin Niederer, Patrick Gasser und der Gesamtweltcupsieger Alex Fiva folgten allerdings nur knapp dahinter.
Das anschliessende K.O.-Finale mit jeweils vier Konkurrenten pro Lauf, wurde vor beeindruckender Zuschauerkulisse zum erwarteten Spektakel. Lokalmatador Netzer gab sich keine Blösse und entschied seine Achtel-, Viertel- und Halbfinalläufe jeweils deutlich zu seinen Gunsten. Im grossen Finale liess er auch den beiden Weltcup-Dominatoren Alex Fiva und Armin Niederer keine Chance. Netzer war nach seinem Sieg erleichtert: «Nach dieser enttäuschenden Saison ist diese Medaille im doppelten Sinne Gold wert», bilanzierte er und richtete den Blick sogleich in die Zukunft: «Das ist der perfekte Motivationsschub für die kommende Olympia-Saison. Da will ich wieder auf höchster Stufe zuschlagen».
Dem Klosterser Armin Niederer blieb wie im Gesamtweltcup Rang zwei, Weltcupsieger Alex Fiva gewann zwar «nur» Bronze, der Parpaner konnte sich aber immerhin über seinen ersten Medaillengewinn an einer Schweizermeisterschaft freuen. Bei den Frauen sicherte sich in Abwesenheit von Weltmeisterin und Weltcupsiegerin Fanny Smith die Westschweizerin Emilie Serain den Meistertitel vor der Berner Oberländerin Franziska Steffen. Die Bronzemedaille holte sich Lucrezia Lareida aus Mastrils.