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Bereits frühere Studien zeigten, dass die regelmässige Einnahme von hoch dosierten Folsäure-Präparaten das Krebsrisiko erhöht.
Die jetzt von Forschern der Universität in Los Angeles vorgelegten Ergebnisse dokumentieren sogar ein fast dreifach erhöhtes Risiko.
Während der durchschnittlichen Beobachtungszeit von 10.8 Jahren erkrankten 9.7% der 643 männlichen Teilnehmer, die regelmässig Folsäure konsumierten, an Prostatakrebs. Im Vergleich dazu waren es in der Placebogruppe nur 3.3%. Wurde noch zusätzlich das Alter berücksichtigt reduzierte sich zwar die Zahl der Prostatakrebserkrankten auf 2.6%. Dennoch dürfte von der Folsäure-Einnahme von mehr als 1 mg/Tag oder mehr zur Krebsvorbeugung abgeraten werden.
Ob kleinere Mengen eine günstigere Wirkung haben, ist nicht ganz ausgeschlossen. Die Studie zeigte, dass die Männer, die an Prostatakrebs erkrankten sich vitaminarm ernährten und zu Beginn der Studie eine niedrige Folsäurekonzentration im Blut aufwiesen. Empfehlungen zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln können die die Forscher aber keine abgeben.
Natürliche Folsäure aus Lebensmitteln weiterhin empfohlen
Folsäure ist unter anderem in folgenden Lebensmitteln enthalten: Bierhefe, Hühnerleber, Weizenkeime, Rinder- und Schweineleber, Nüssen, Endivien, Fenchel und Eiern, Spargel, Kuh- und Muttermilch, Pilzen, Kohl.
Gemüse und Salate nicht bei Zimmerzemperatur aufbewahren. Schon leichtes Erhitzen kann den Folsäuregehalt in Gemüsen bis auf einen Zehntel senken. Die Folsäure gilt als das empfindlichste Vitamin.
Küchentipps
Gemüse dämpfen, nicht kochen. Bevorzugt frisches und unverarbeitetes Gemüse verweden. Salate frisch zubereiten und konsumieren. In Frühstücksflocken ist häufig Folsäure beigemischt.
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