Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03453.jsonl.gz/1968

Immer wieder schaffen es neue Sportarten und Disziplinen zu Olympia. Es gibt aber auch einige exotische Wettkämpfe, die nur noch in den Geschichtsbüchern existieren. Schade eigentlich.
Schlittenhunderennen
In Teilen Kanadas und Alaska sind Schlittenhunderennen bis heute ein Ding. An Olympische Spiele schaffte es die Disziplin aber nur 1932 und 1952. Eines der bekanntesten Rennen heute ist seit vielen Jahren das Iditarod Sled Dog Race von Anchorage nach Nome.
Militärpatrouillenlauf
Bei den Winterspielen 1924 in Chamonix war der Militärpatrouillenlauf erstmals im olympischen Programm. In einem Team von vier Athleten glich der Militärpatrouillenlauf stark dem heutigen Biathlon. Neben den Langlaufpassagen und Schiessübungen waren damals aber auch noch Kletteraufgaben zu bewältigen. Die Schweiz holte 1924 übrigens die Goldmedaille.
Eisstockschiessen
Heute ist Eisstockschiessen vor allem noch in den deutschsprachigen Alpenregionen bekannt, aber auch da nicht wirklich verbreitet. Die curlingähnliche Disziplin schaffte es 1936 und 1964 aber tatsächlich ins olympische Programm.
Bandy
Eishockey hat an Olympischen Spielen schon eine lange und prestigeträchtige Tradition. Insofern hatte der exotische Konkurrent Bandy einen schweren Stand. Im Unterschied zum Eishockey spielt man Bandy mit einem Ball auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld. Über die Fünfzigerjahre hinaus hat Bandy Olympia nicht überlebt.
Winter-Fünfkampf
Bei Sommerspielen haben Mehrkampf-Disziplinen ihren fixen Slot im Programm. Im Winter ist das nicht der Fall, war es aber mal. 1948 in St. Moritz haben sich Athleten im Winter-Fünfkampf in den Disziplinen Langlauf, Schiessen, einer Abfahrt, Fechten und Reiten gemessen. Eine schräge Kombination für Winterspiele, weshalb der Winter-Fünfkampf auch nicht überlebt hat.
Ski-Ballett
Dass es im Skisport nicht immer temporeich zu- und hergehen muss, bewiesen die Ski-Baletttänzer*innen von 1988 bis 2000. Zu klassischer oder auch mal moderner Popmusik turnten und tanzten die Athleten auf ihren Stöcken und Skiern im Schnee. Mit Conny Kissling hatte die Schweiz sogar eine äusserst erfolgreiche Vertreterin in der Disziplin. 1992 gewann sie in Albertville Gold.
Speed-Skifahren
In der Abfahrt heizen Beat Feuz & Co. teilweise ja schon mit gut 140 Stundenkilometern über die Piste. Für die Speed-Skifahrer ist das nur das Aufwärmen. Der aktuelle Weltrekord liegt bei knapp 255 Stundenkilometern. Als die Disziplin in Albertsville 1992 als Demonstrationssportart vorgestellt wurde, ereignete sich allerdings ein tödlicher Unfall (nicht auf der Speed-Skipiste), woraufhin die FIS eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 200 km/h aufstellte und die Disziplin wieder aus dem olympischen Programm verschwand.