Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3275

Persönlich
1962 kam Susan Thomas als zweitjüngstes von 12 Geschwistern in einer christlichen Familie in Kerala (Südindien) zur Welt. Die Eltern führten einen mittelgrossen Bauernbetrieb mit Reis, Kautschuk, Kokospalmen, Kaffee, Kakao und Pfeffer sowie einigen Milchkühen und Hühnern.
Aus meiner Kindheit ist mir der Bezug zu Natur und Landwirtschaft geblieben. Ich wurde auf dem Papier ein Jahr älter gemacht, damit ich früher als erlaubt zur Schule durfte. Seither ist mein offizieller
Jahrgang 1961.
Als einziges Mädchen der Familie konnte Susan von Sury studieren und schloss in Biologie/Botanik an der Universität Calicut ab.
Da ich auf meinem Beruf keine Stelle fand, absolvierte ich noch praktische Zusatzausbildungen unter anderem in der Reisebranche und arbeitete in der Leitung eines Reisebüros. 1986 lernte ich meinen Mann, Felix von Sury, kennen, der in Kerala für ein schweizerisches Entwicklungsprojekt tätig war.
1987 Heirat und Umzug in die Schweiz; erst in Bern und ab 1990 in Solothurn wohnhaft. 1988, 1991 und 1993 Geburt der drei Kinder Anna, Joseph und Victor. Von 1994 bis 1999 in Nepal, wo ihr Mann als Vertreter der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) die Schweizerische Entwicklungshilfe leitete.
In Nepal habe ich ehrenamtlich für die Caritas gearbeitet und war an der Gründung des ersten Hospizes für Aids-kranke Frauen beteiligt.
1999 Rückkehr in die Schweiz und Absolvierung einer Ausbildung in Handel und Wirtschaft. Neben der Tätigkeit als Familienfrau und mit dem Heranwachsen der Kinder in verschiedenen Bereichen in der Stadt Solothurn tätig: während zwei Jahren für den Briefmarkenverkauf der Pro Juventute verantwortlich und ab 2004 bis 2009 Sekretärin der Stadtpartei der CVP, womit die politische Karriere ihren Auftakt nahm.
Durch mein weites Kontaktnetz und mein Engagement in zahlreichen Vereinen wurde ich in Stadt und Kanton Solothurn schnell heimisch.
Heute setzt Susan von Sury gegen fünfzig Prozent ihrer Zeit für politische und andere Ämter ein. Daneben besorgt sie weiterhin Haus und Garten und hütet den 2009 geborenen Enkel. Ihr Mann ist in der Zwischenzeit pensioniert und ehrenamtlicher Kanzler des Malteserordens Schweiz.
Ich bin ganz Schweizerin ohne meine indischen Wurzeln zu verleugnen, ein Prototyp gelungener Integration.