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Kieselkalk ist im nördlichen Teil des alpinen Urmeeres entstanden. Die Wassertiefe betrug hier höchstens 200 m; ein solches Meer bezeichnet man auch als „Schelfmeer“. Kieselkalk enthält geringe Mengen am Mineral Quarz. Dieser stammt aus den Gerüstteilen der Kieselschwämme, welche im flachen, seichten Schelfmeer lebten.
Der Kieselkalk stammt aus dem helvetischen Schelfbereich der Tethys. Er dokumentiert eine Phase, wo Kieselschwämme auf dem helvetischen Schelfbereich die dominanten Lebewesen waren. Die Sedimentation der Kalke fand in flachmeerischen, strömungsreichen Bereichen des Kontinentalrandes statt.
Der Quarz im Kieselkalk hat zwei Ursprünge: einerseits von Flüssen eingetragene detritische Quarzkörner, andererseits Quarz aus Kieselschwammnadeln. Bei den marinen Lebewesen der Schwämme gibt es zwei Grundtypen: Kalkschwämme mit Hartteilen aus Calcit und Kieselschwämme, die ihre Hartteile aus einer Opal-Varietät (Opal = amorphes SiO2) bilden.
Die Mächtigkeit der Kieselkalke beträgt in den helvetischen Decken 100 – 700 m. Aufgrund der dunklen Farbe könnte man Kieselkalk auch mit einem Basalt verwechseln. Eine Kontrolle mit 10% Salzsäure beantwortet die Unklarheit aber rasch, weil der Basalt natürlich keine Reaktion zeigt.
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