Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/125197

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob die Thermografie-Untersuchung nicht in das Gebäudeprogramm des Bundes aufgenommen werden könnte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Gebäudeprogramm ist ein zentrales Instrument der Schweizer Klima- und Energiepolitik und leistet einen wesentlichen Beitrag an das inländische Emissionsreduktionsziel von minus 20 Prozent bis 2020 gegenüber 1990. Der Bundesrat ist dementsprechend der Meinung, dass die Gelder aus der CO2-Abgabe für Massnahmen mit grosser CO2-Wirkung eingesetzt werden sollen.</p><p>Infrarotaufnahmen von Gebäuden (Thermografie) sind ein gutes Instrument, um Hauseigentümer auf Mängel an der Gebäudehülle aufmerksam zu machen. Um eine fachgerechte, umfassende Gebäudesanierung zu planen, ist jedoch eine vertiefte energetische Analyse des Objekts unerlässlich, z. B. mit dem sogenannten Gebäudeenergieausweis der Kantone plus (Geak-plus). Dieser weist die energetische Qualität eines Gebäudes aus und beinhaltet detaillierte energetische Erneuerungsempfehlungen.</p><p>Die Nachfrage nach Fördermitteln zur energetischen Sanierung der Gebäude hat in den ersten zwei Jahren des nationalen Gebäudeprogramms die Erwartungen deutlich übertroffen. Bund und Kantone sind bedacht, das Programm stetig weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass die Mittel möglichst effizient und klimawirksam eingesetzt werden. Folglich werden vorwiegend Massnahmen gefördert, die eine direkte CO2-Wirkung aufweisen, was bei Infrarotaufnahmen von Gebäuden nicht der Fall ist.</p><p>Der Bundesrat kann sich mittelfristig jedoch vorstellen, dass eine vertiefte energetische Analyse eines Gebäudes, beispielsweise mittels Geak-plus-Pflicht, eine Voraussetzung für den Bezug von Fördergeldern des Gebäudeprogramms wird. Er sieht dies denn auch für die Energiepolitik 2050 ausdrücklich vor.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.