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Ringkuhkämpfe
Die Eringer sind eine traditionelle Walliser Kuhrasse mit ausgeprägtem Rangordnungssinn und entsprechend kampflustigem Temperament. Mit ihrem schwarzen Fell, dem muskulösen Körper und den relativ kurzen Beinen sind sie von besonderer Anmut. Beim Alpaufzug im Frühling machen die Eringerkühe ihrem natürlichen Instinkt folgend die Hierarchie in der Herde aus. Die Anführerin muss sich während des Sommers behaupten, um im Herbst als gekrönte Königin von der Alp ziehen zu können. Diese Eigenschaft führte unter anderem zur Tradition der Ringkuhkämpfe im ganzen Kanton, die jeweils zahlreiche Züchter und Zuschauer anziehen. Eingeteilt in Alters- und Gewichtskategorien, suchen sich die Kühe dort ihre Gegnerinnen im Ring aus. Diejenigen, welche den Kämpfen entfliehen oder diese verlieren, scheiden aus. Dabei steht unter der Aufsicht von Rabatteuren stets das Wohl der Tiere im Vordergrund. Im Verlauf des Nachmittags wird schliesslich in jeder Kategorie die stärkste Kuh zur Königin erkoren. Der Höhepunkt der Walliser Ringkuhkämpfe bildet der nationale Final im Mai in Aproz. Dort machen die Siegerinnen der ersten vier Kategorien am Schluss noch den Titel der «Königin der Königinnen» unter sich aus.