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Maxine und Xerxes
…klingt wie der Titel einer griechischen oder römischen Sage. Hat jedoch heute nicht viel mit Mythologie zu tun, sondern mit dem Wetter. Wie diese Antagonisten das heutige Wetter beeinflussten, lesen sie im Blog.
Zunächst Wolken, dann keine Wolken und dann wieder Wolken
Die Schweiz befand sich heute zwischen Maxine und Xerxes, oder anders ausgedrückt: Die Schweiz befand sich heute zwischen einem Hochdruckgebiet mit Zentrum über Frankreich und einem Tiefdruckgebiet über der Adria.
Am frühen Morgen konnten sich noch einige Wolkenfelder vom abziehenden Tiefdruckgebiet in den zentralen und östlichen Voralpen sowie den Alpen halten. Zudem fiel dort stellenweise noch etwas Niederschlag, oberhalb von rund 900 Meter fiel dieser in Form von Schnee.
Im Flachland startete der Morgen ebenfalls noch etwas wolkenverhangen, besonders in den zentralen und östlichen Regionen.
Mit einer nördlichen Höhenströmung gelangte feuchte Luft zum Alpenraum. Mit der zunehmenden Sonneneinstrahlung und daraus resultierenden Erwärmung bildeten sich Quellwolken, zunächst über dem Jura, den Vogesen und Süddeutschland. Mit zunehmender Konvektion nahm auch die Bewölkung weiter zu und es konnten sich sogar schwache Schauer bilden.
Da jedoch in der Höhe bereits das Hoch zu wirken begann, konnte sich auf etwa 2800 bis 3000 Metern eine Inversion ausbilden. Diese Inversion war schuld, dass sich die Quellwolken ausbreiteten und einen stratiformen Charakter erhielten.
Vom Winde verweht
In der oberen Grafik der Radiosondierung Payerne sind auf der rechten Seite Windpfeile dargestellt. Diese zeigen jeweils in Windrichtung. In der Höhe (600 – 200 hPa) ist die nördliche Strömung deutlich erkennbar. In den unteren Schichten weisen die Windpfeile auf die Bise hin. Die Bise wehte heute im westlichen Mittelland im Mittel zwischen 15-35 km/h. Im Genferseegebiet war die Bise am stärksten, und die Böen erreichten zeitweise fast 50 km/h.
Im zentralen sowie östlichen Mittelland konnte ebenfalls eine Bisentendenz beobachtet werden. Die Winde wehten jedoch so schwach, dass teilweise auch andere Richtungen registriert wurden.
Kalt, mild und warm
Heute Morgen mussten sich die meisten warm anziehen, denn es war ein kalter Start in den Tag. Aufgrund einer meist klaren Nacht wurde heute Morgen wieder verbreitet mässiger, lokal auch starker Bodenfrost verzeichnet. In der Nordostschweiz war der Bodenfrost aufgrund einer Wolkenschicht nicht besonders ausgeprägt.
Auch heute Nacht wurden wieder Rekorde gebrochen und zwar im Bereich der 2m-Minimumtemperatur für den Monat Mai. In Fahy wurde heute Nacht eine MInimumtemperatur von -1.6 Grad gemessen und unterschritt die am 04.05.1985 gemessene -1.0 Grad. Zudem wurde in Aigle -0.8 Grad gemessen (-0.3 Grad am 01.05.1989). Die Messreihen der beiden Stationen sind jedoch relativ kurz (seit 1981). Daher kann ein tieferer Wert als der letzte Nacht gemessene Wert vor Messbeginn nicht ausgeschlossen werden.
Das Tessin hatte, dem Nordwind sei Dank, einen eher angenehmeren Start in den Tag mit Temperaturen zwischen 6 bis 9 Grad. In Stabio liess der Nordwind in der Nacht nach, was zu einem Temperaturrückgang führte und eine Minimumtemperatur von 2.8 Grad bescherte. Im Tagesverlauf kletterte das Thermometer wieder hinauf, und so wurden 19 Grad in Lugano gemessen.
Die Temperaturen auf der Alpennordseite hingegen bewegten sich zwischen kühlen 8 bis 13 Grad.