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Bei einem Deckeneinsturz in einer Schuhfabrik in Kambodscha sind zwei Menschen ums Leben gekommen und sieben verletzt worden. Rund 50 Arbeiter hätten sich in dem Gebäude im Süden der Hauptstadt Phnom Penh aufgehalten, als die Decke auf sie herabstürzte, sagte ein Polizeisprecher.
Grund für den Einsturz waren nach Polizeiangaben vermutlich schwere Eisengeräte, die im Stockwerk über der Schuhfabrik gelagert wurden.
Turnschuhe für Asics
Zwei Leichen seien geborgen worden, sagte der Sprecher, Khem Pannara. Suchmannschaften durchkämmten mehrere Stunden lang die Trümmer. Sie beendeten aber schliesslich die Suche, nachdem keine weiteren Verschütteten gefunden worden waren.
In der Fabrik, die von einem taiwanesischen Unternehmen betrieben wurde, wurden Turnschuhe für das japanische Unternehmen Asics hergestellt, wie der Chef einer Fabrikarbeitergewerkschaft erklärte.
Die Bekleidungsindustrie ist der grösste Wirtschaftszweig Kambodschas. Im Jahr 2012 wurden Waren im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar nach Europa und in die USA exportiert. Mehr als 500'000 Menschen arbeiten in mehr als 500 Fabriken.
«Ära verantwortungsbewussten Einzelhandels»
Das Abkommen mit Handelskonzernen der Textilbranche für einen besseren Arbeitsschutz in Bangladesch soll nun nach dem Willen der Gewerkschaften IndustriALL und UNI Global Union auch auf andere Länder ausgeweitet werden.
«Das tragische Ereignis in Kambodscha hat abermals gezeigt, dass wir eine neue Ära eines verantwortungsbewussten Einzelhandels brauchen», erklärte UNI-Generalsekretär Peter Jennings in Genf. Die am selben Tag in Kraft getretene Vereinbarung mit 31 Textilhandelsunternehmen soll Millionen Arbeiter in Fabriken von Bangladesch besser schützen.
Erst vor drei Wochen hatte sich in Bangladesch ein verheerendes Unglück in einer Bekleidungsfabrik ereignet. Beim Einsturz des Gebäudes kamen 1127 Menschen ums Leben.