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Executive Summary
Sekundärnutzen (oder Secondary Benefits) der Treibhausgasreduktion sind die positiven Auswirkungen von Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen, die zusätzlich zur primär angestrebten Klimawirkung auftreten. Die Kenntnis der Sekundärnutzen ist für die Schweizer Umweltpolitik von grosser Bedeutung, da wir von den Sekundärnutzen der Treibhausgasreduktion sofort direkt profitieren, während die Verminderung des menschlichen Einflusses auf das Klima erst längerfristig spürbar wird und stark von der internationalen Politik abhängt. Das beratende Organ für Fragen der Klimaänderung (OcCC) hat die wichtigsten Sekundärnutzen ermittelt und beurteilt. Es kommt zum Schluss, dass die Reduktion von Treibhausgasemissionen neben dem Beitrag zum globalen Klimaproblem auf nationaler Ebene zu substantiellen zusätzlichen Vorteilen führt.
Schlussfolgerungen
Die Reduktion der Treibhausgasemissionen wird neben dem Beitrag zum globalen Klimaproblem auch auf nationaler Ebene zu substantiellen Sekundärnutzen (secondary benefits) führen.
Die grössten Sekundärnutzen ergeben sich, wenn umfassende Massnahmen zur Reduktion des Verbrauchs von fossilen Energieträgern umgesetzt werden. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen sollte in erster Linie mit einer Verbrauchsreduktion über marktwirtschaftliche Instrumente erreicht werden und erst in zweiter Linie durch Substitution oder durch Kohlenstoffbindung.
Die einkommensneutralen Gestaltungsmöglichkeiten und die Realisierung von Zusatznutzen rechtfertigen die Durchsetzung von Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen unabhängig von der Diskussion über Art und Grösse von Klimaschäden. Zusätzlich zum Versicherungsgedanken (d.h. Klimaschutzmassnahmen als Absicherung gegen ein nicht genau bekanntes Risiko) stellt somit der erwartete Sekundärnutzen ein wesentliches Argument für das rasche Ergreifen wirksamer Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen dar.