Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03623.jsonl.gz/1940

Der Verein Parawatch bemängelt zwei Punkte. Zum Einen geht es um den Lohn von Thomas Troger, den abtretenden Direktor der Paraplegiker-Vereinigung. Dieser habe mit 400'000 Franken jährlich einen überrissenen Lohn bezogen . Namentlich kritisiert Parawatch hier den Präsidenten Daniel Joggi sowie den Stiftungsrat Christian Betl. «Wir kreiden ihnen an, dass sie über Jahre den Lohnexzess von Thomas Troger aktiv versucht haben», sagt Peter Landis von Parawatch. Dass der Lohn von Troger nicht gerechtfertigt sei, habe auch eine externe Studie bestätigt.
Was ist Parawatch?
Der Verein Parawatch versteht sich als nationale Überwachungsorganisation auf dem Gebiet der Gemeinnützigkeit. Er verfolgt den uneigennützigen Zweck, dass das Stiftungsvermögen der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) entsprechend dem Spenderwillen eingesetzt wird. Parawatch ist im Jahre 2009 im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Spendenmissbrauch bekannt geworden.
Als zweiten Punkt bemängelt Parawatch den Umgang der Vereinigung mit den Spendengeldern. Die Paraplegiker-Vereinigung habe Geld für sich behalten, welches sie eigentlich an die Stiftung hätte zurückzahlen sollen. Dieses Geld sei nämlich für die Rollstuhlclubs und deren Projekte gedacht. Stattdessen habe die SPV aber ein Vermögen von 27 Millionen Franken angehäuft.
Abberufung gefordert
Parawatch fordert aus diesen Gründen von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht, dass die beiden Stiftungsräte Daniel Joggi und Christian Betl abberufen werden. Ebenfalls wird die sofortige Entlassung von Thomas Troger gefordert, dass er künftig keine Aufgaben mehr innerhalb der Paraplegiker-Gruppe ausführen darf und keine Abgangsentschädigung erhält.
Bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftung heisst es auf Anfrage, man begrüsse es, dass sich mit der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht eine neutrale Stelle mit der Angelegenheit beschäftige.