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Schuhmacher,
Peter, Graf von Griffenfeldt (Greifenfeld), dän. Staatsmann, geb. zu Kopenhagen [* 2] als Sohn eines Weinhändlers, bezog schon im 13. Jahr die Universität, ward von König Friedrich III. zum Kanzleisekretär, Archivar und Bibliothekar ernannt und 1660 mit dem Entwurf des Königsgesetzes beauftragt. Nach der Durchführung desselben zum leitenden Minister ernannt, bildete er nach dem Beispiel Richelieus die absolute Monarchie durch zweckmäßige Einrichtungen vollends aus, behielt auch unter Friedrichs Nachfolger Christian V. seinen maßgebenden Einfluß, suchte nach außen den Frieden zu erhalten und 1671 durch Schaffung eines neuen Hofadels die alte Adelsmacht in Vergessenheit zu bringen. 1671 selbst zum Grafen von Griffenfeldt, 1673 zum Großkanzler und Ritter des Elefantenordens erhoben, wurde er, da er als Emporkömmling verhaßt war, durch Stolz den Adel, durch selbständiges Auftreten den König verletzte, endlich aus Friedensliebe den Krieg an Schweden [* 3] zu erklären zögerte, von seinen zahlreichen Feinden der Bestechung, des Unterschleifs und Verrats angeklagt, im März 1676 verhaftet und trotz würdiger, überzeugender Verteidigung zum Tod und Verlust seines Vermögens verurteilt. Erst auf dem Schafott wurde ihm das Leben geschenkt, aber 22 Jahre schmachtete er in strenger Kerkerhaft in Frederikshavn, dann auf Munkholm bei Drontheim. Er starb wenige Wochen nach seiner Freilassung.
Vgl. Vaupell, Rigskantsler Grev Griffenfeld (Kopenh. 1880 bis 1882, 2 Bde.).