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Beschreibung
Kapitel 3.1, Asset-Allocation im engeren Sinne:
Die Aufteilung des Vermögens in unterschiedliche Asset-Klassen oder auch Anlagegattungen nimmt eine gewichtige besser gesagt die entscheidende Position für die Performance eines Portfolios ein. Einen maximalen Diversifikationseffekt erreicht man, wenn alle zur Verfügung stehenden Anlagegattungen berücksichtigt werden außer sie sind miteinander positiv korreliert (vgl. Auckenthaler, 1991, S. 286).
Unterschieden werden die Anlagengattungen nach ihrer Handelbarkeit einmal nach standardisierten und zum anderen nach nicht-standardisierten Assets.
Die Diversifikation beschränkt sich in der Praxisanwendung lediglich auf die standardisierten und handelbaren Anlageklassen, da sie im Gegensatz zu den nicht-standardisierten Assets täglich an den Börsen handelbar sind.
Die tägliche Handelbarkeit führt uns zu den Asset-Klassen Anleihen, Aktien und Geldmarkt- und Cashinstrumenten, wie beispielsweise Geldmarktpapiere (vgl. Tilley/Latainer, 1985, S. 33).
Mit Hilfe von Investmentfonds und Derivate lassen sich die eben erwähnten drei Asset-Klassen abbilden. Eine Ausnahme bilden die Derivate, die charakteristisch betrachtet keine Asset-Klasse sind, jedoch aus praktischer Sicht werden Derivate in die Einteilung standardisierter Assets berücksichtigt. Derivate haben Rendite-Risikoprofile, die sich aus anderen Asset-Klassen oder deren Kombination herstellen lassen.
Somit sind Derivate quasi Substitute und nicht als eigenständige Asset-Klasse charakterisierbar. Die Erstellung von Profilen durch Derivate ist billiger, schneller und einfacher, diese Argumente sprechen daher für die Einordnung von Derivate als eigenständige Asset-Klasse.
Neben den Derivaten spielen innerhalb der Asset-Allocation auch Währungen und Waren (Commodities) eine gewisse Rolle, sollte das entsprechende Investment international angelegt sein. Währungen werden in aller Regel auf den Devisenmärkten gehandelt, wobei bei einer Investition in Commodities der Rückgriff auf derivate Investments notwendig ist.
Wie schon anfangs erwähnt gibt es noch die nicht-standardisierten Asset-Klassen, die als Vermögensgegenstände klassifiziert werden, die als Einzelstücke anzusehen sind, da aufgrund der bestehenden Produkteigenschaften ein Austausch nicht möglich ist.
Die schwache Marktliquidität für nicht-standardisierte Assets liegt daran, dass sie keinem regelmäßigen Handel unterliegen aufgrund der gegebenen Fungibilität.
Nicht-standardisierte Assets sind beispielsweise Immobilien, Münzen, Briefmarken, Antiquitäten, Tiere (z.B. Rennpferde), etc. und vergleichbar mit der Asset-Klasse der Commodities.
In aller Regel fließen keine laufenden Zahlungen in Form von Dividenden und Zinsen, es sei denn die nicht-standardisierten Asset-Klassen sind Dritten zur Nutzung überlassen worden, beispielsweise die Vermietung einer Immobilie. Renditen können nur erzielt werden, wenn die nicht-standardisierten Asset-Klassen innerhalb der Vermögensgegenstände einen Wertzuwachs erfahren.
Dies verdeutlicht das Liquiditätsproblem dieser Asset-Klasse, das ausgeschaltet werden kann, indem man diese Asset-Klassen in Form von Investmentfonds handelbar macht, beispielsweise können gewerbliche Immobilien in offene oder geschlossene Immobilienfonds angeboten werden.
Aus Gründen der Diversifikation kann es daher sinnvoll sein nicht-standardisierte Assets ins Portfolio mit einzubinden, da eine Korrelation mit anderen Asset-Klassen als sehr niedrig zu erwarten ist (vgl. Bruns/Meyer-Bullerdick, 1996, S. 101).
Daher kann man festhalten, dass eine breite Streuung in verschiedene Asset-Klassen, sei es standardisierte oder nicht-standardisierte Werte risikomindernd und somit als sehr sinnvoll anzusehen ist.