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Ökotoxikologische Effekte von Polyacrylamid und Polyacrylat in der Landwirtschaft
Bis jetzt sind in der Schweiz keine Bodenverbesserungsprodukte zugelassen, die Polymere aus Acrylamid oder Acrylsäure enthalten. Vernetzte Polyacrylamide und Polyacrylate können grosse Mengen an Wasser aufnehmen und verbessern daher die Wasserspeicherkapazität des Bodens. Mit Dünger kombiniert führen sie zu einer langsamen Freisetzung von Nährstoffen. Lineale Polyacrylamide hingegen werden als Flockungsmittel verwendet und treten daher in manchen Düngemitteln als Produktions-Rückstände auf. Doch da die meisten chemischen Vorschriften nicht für Polymere gelten, weiss man nur wenig über ihre ökotoxikologische Wirkung.
Polyacrylamide und Polyacrylate sorbieren stark an Partikel und werden also im Boden nur langsam abgebaut. Die Polymere könnten daher besonders für Sediment- und Bodentiere ein Risiko darstellen. Hier sind mehr Biotestdaten nötig, um die Gefährlichkeit der Stoffe bewerten zu können. Auch der Abbau der Stoffe sollte in Feldversuchen besser charakterisiert werden, um eine mögliche Toxizität von Abbauprodukten auszuschliessen. Ein Bericht des Oekotoxzentrums fasst den aktuellen Stand des Wissens zu den Produkten zusammen.