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Das Interesse, das die Kunstgeschichte seit mehreren Jahren der Erforschung Ferdinand Hodlers entgegenbringt sowie seine bedeutende Rolle im Kontext seiner Zeit, hat dazubeigetragen, dass in den letzten Jahren wichtige Standardwerke erarbeitet wurden.
Während bei den meisten berühmten Künstlern kritische Briefeditionen in mehreren Bänden vorliegen, ist dies bei Hodler bis heute nicht der Fall. Die 1200 Briefe des Künstlers aus dem Besitz des Kunsthistorikers Jura Bruschweiler (1927-2013) waren lange Zeit nicht zugänglich.
In seinen Briefen bringt Hodler biographische, kommerzielle und ästhetische Aspekte zur Sprache, die bis heute der Öffentlichkeit nur beschränkt zugänglich sind. In einem Langzeitprojekt werden die Briefe aus der Sammlung ausführlich kommentiert und digitalisiert, um so erhebliche Wissenslücken zu Leben und Werk des Malers zu schliessen und dem Leser einen Zugang zu diesen Primärquellen zu ermöglichen.
Die Publikation der Briefe, von denen ca. 70% unveröffentlicht sind, bietet auch Gelegenheit weitere, vom Künstler versendete Briefe ausfindig zu machen, die früheren Forschungen entgangen sind. Im Rahmen von Recherchen es Projektteams konnten bisher 121 Briefe und Postkarten gefunden werden.
Bildrechte: Archiv Jura Brüschweiler, Genf