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Bahnhofsplatz als zentraler Freiraum
Oliver Schwarz und Margreth Blumer gewinnen den Studienauftrag für den neuen Bahnhofsplatz und eine Überbauung nördlich davon in Buchs (SG). Oliver Schwarz beantwortet unsere drei Fragen.
Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Oliver Schwarz: Der Bahnhof Buchs ist ein wichtiger Schweizer Grenzbahnhof. Obwohl in Zeiten von Schengen und dem internationalisierten Warenaustausch ein Ort als Quarantänestation und Zwischenlager nicht mehr von erstrangiger Bedeutung ist, nimmt das Areal im Rheintal immer noch eine wichtige strategische Position in der grenzüberschreitenden Region ein.
Das Bahnhofareal entstand unabhängig vom bestehenden Siedlungskern auf dem flachen Gelände der Rheintales als übergeordnete Verkehrsdrehscheibe von nationaler Bedeutung. Das Weichbild von Buchs entwickelte sich zwischen dem Dorf Werdenberg im Westen und dem Bahnhof im Osten entlang der Achse der Bahnhofstrasse, ohne jedoch den Bahnhof in das städtische Gefüge einzubeziehen. Im Rahmen des Studienauftrages entwarfen wir nun ein Projekt, in dem der neue Bahnhofplatz zum zentralen Freiraum von Buchs wird.
Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die topografischen Gegebenheiten auf dem Wettbewerbsareal sind sehr grosszügig. Die langgezogenen Strukturen des Bahnareales und das parallel dazu mäandrierende Gewässer des Giessen umreissen ein inselförmiges Baufeld. Im spannungsvollen Raum zwischen der freien Linie des Giessen und der strengen Geraden der Bahnanlage sind die Grundelemente der Entwurfsidee angesiedelt: der Freiraum des Banhofplatzes mit seinen Raumdefinierenden Bauten und die Gebäudevolumen der Dienstleistungs- und Wohnbauten der ersten Etappe von Rheincity. Es resultiert ein Massstabswechsel vom urban kleinräumigen gewachsenen Buchs entlang der Bahnhofstrasse zum grossräumigen Areal entlang der Bahn. Die Schlüsselstelle dieses Überganges ist der neue Bahnhofplatz.
Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Wie auf den meisten Bahnhofplätzen sind die unterschiedlichsten Nutzungsbedürfnisse auf engem Raum optimal zu organisieren. Trotz den komplexen Anforderungen des Verkehrs ist das Hauptziel des Entwurfes die Schaffung stadträumlicher Qualität und die Sicherstellung des Planungsprozesses, der zu diesem Ziel führt.
Bahnhofplatz und Rheincity 1. Etappe, Buchs (SG)
Studienauftrag im selektiven Verfahren mit fünf Teams für die Gemeinde Buchs und die SBB
Weiterbearbeitung
Arbeitsgemeinschaft Margreth Blumer und Oliver Schwarz Architekten, Zürich; Kuhn Landschaftsarchitekten, Zürich, Verkehr: Planungsbüro Jud, Zürich; Königslicht, Zürich
2. Runde
– Hornberger Architekten, Zürich
– Theo Hotz Partner, Zürich
1. Runde
– Kaundbe Architekten und Ritter Jon Architekten, Buchs (SG)
– Architekturbüro Conradin Clavuot, Chur