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Eigentümer gehen ungefragt leer aus
Der Handel mit Produkten aus der Westsahara verstösst gegen Internationales Völkerrecht. Den ursprünglichen Bewohnern der Westsahara, den Saharouis, wurde bis heute die Ausübung des Rechts auf Selbstbestimmung nicht gewährt. Und das Völkerrecht besagt: Wer in besetztem Gebiet Ressourcen nutzt, muss zuvor die Bevölkerung befragen und sie am Gewinn beteiligen. Die Sahraouis wurden dazu aber nie angehört und gehen leer aus.
Siedlungspolitik und ökologisches Desaster
Besonders bitter ist dies für die rund 165‘000 Sahraouis in den Flüchtlingslagern im südlichen Algerien. Während in ihrer ursprünglichen Heimat Exportprodukte angebaut werden, sind sie zu 100 Prozent von internationaler Hilfe abhängig. Zudem ist der bewässerte Anbau in der Wüste ein ökologisches Desaster. Für die Plantagen werden Grundwasserreserven mit fossilem, nicht erneuerbarem Wasser aufgebraucht.
Mit den staatlich subventionierten Plantagen in der Westsahara betreibt die marokkanische Regierung Siedlungspolitik. Wirtschaftlich ist die aufwendige Produktion in der Wüste nicht rentabel. Politisch ist es jedoch für Marokko wichtig Fakten zu schaffen. Denn die Arbeitsplätze auf den Plantagen ziehen marokkanische Siedler an.
Während Coop sich entschlossen hat aus dem Handel mit Produkten aus der Westsahara zurückzuziehen, sehen Migros, Denner und Volg nicht ein, dass hier ein Problem besteht. Es ist an uns, den Konsumenten, klar zu machen, dass wir das nicht wünschen.
Schreiben Sie noch heute ein E-Mail an Migros, Denner und Volg um ein Zeichen zu setzen. Das können Sie mit unseren Formularen in weniger als einer Minute tun.