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Die Olympischen Spiele mit vielen herausragenden Leistungen neigen sich bereits dem Ende entgegen. Doch auch in der Vergangenheit gab es bedeutende Momente, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
Sydney, 2000: Nachdem seine beiden Kontrahenten wegen Fehlstarts disqualifiziert wurden, tritt Eric Moussambani aus Äquatorial Guinea (das befindet sich hier) in der Disziplin 100 Meter Freistil alleine an. Für ihn begann ein riesiger Kampf, denn nur Monate davor hat er in einem kleinen Pool schwimmen gelernet. Doch Moussambani kämpft bis am Schluss und gewann den Vorlauf mit der schlechtesten Zeit, die ein Schwimmer bei Olympia bei dieser Disziplin je geschwommen ist: 1:52,72.
Atlanta, 1996: Als bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Atlanta unerwartet Muhammad Ali auf die Bühne tritt, bleibt fast kein Auge trocken. Sogar der damalige US-Präsident Bill Clinton konnte seine Emotionen bei diesem Anblick nicht mehr kontrollieren. Ali sagte später «meine linke Hand zitterte wegen Parkinson, die rechte vor Angst». Mit beiden Händen schaffte er es, die Flamme zu entzünden und die Welt atmete mit ihm auf. Der Boxweltmeister verstarb vergangenen Juni im Alter von 74 Jahren.
Mexiko-Stadt, 1968: Dem amerikanischen Weitspringer Bob Beamon gelang 1968 ein neuer Weltrekord: Er sprang ganze 8,90 Meter weit. Damit gelang ihm der «Sprung ins 21. Jahrhundert». Da er das metrische System nicht gewohnt war jubelte er erst, als der Sprecher die Länge von 29 Feet, 2.5 Inches verkündete.
Rom, 1960: Der Äthiopier Abebe Bikila wurde erster schwarzafrikanischer Olympiasieger. Der Hirtenjunge lief den Marathon ohne Schuhe, da ihm kein Laufschuh so richtig passen wollten. Kein Wunder: Er ist sein ganzes Leben barfuss gelaufen. Vier Jahr später holt er nach einer Blinddarmoperation in Tokio wieder Gold - diesmal aber mit Schuhen.
Calgary, 1988: Es klang wie ein Witz als die tropische Insel Jamaika für die Winterspiele eine Bobmannschaft stellte. Sie wurden im Vorfeld von vielen Wintersportnationen belächelt aber schaffen dennoch die Qualifikation zur Teilnahme. Fünf Jahre später wurde die Geschichte unter dem Titel «Cool Runnings» bekannt.
Seoul, 1988: Der Kanadier Lawrence Lemieux hatte Aussichten auf die Goldmedaille, überlegte aber nicht lange als das Boot seiner Mitstreiter aus Singapur kenterte und rettete ihnen so womöglich das Leben. Dass er danach auf den 21. Rang zurückfiel machte ihm nichts aus. Stattdessen wurde Lemieux mit einer noch selteneren Medaille geehrt: Die «Pierre de Coubertin Medaille» zeichnet besonders faires Verhalten aus und gilt unter Sportler als noch wertvoller als eine Goldmedaille.
Barcelona, 1992: Als der britische Läufer Derek Redmond nach 250 Metern aufgrund seiner verletzten Achillessehne zusammenbricht, eilt ihm jemand aus dem Publikum zur Hilfe: Es ist niemand anderes als sein Vater, der ihn einen Arm um die Schultern legt. So kann Redmond seinen Lauf doch mit Stolz beenden und erreicht die Ziellinie. Das Bild von Vater und Sohn ist zu einer Ikone geworden und zu einem Symbol für den olympischen Geist.
Peking, 2008: Nicht einmal ein offener Schnürsenkel hinderte Usain Bolt, sich den Weltrekord über 100 Meter zu sichern. Er ist mittlerweile siebenfacher Olympiasieger. Seine letzte Medaille gewann er an den diesjährigen Olympischen Spielen wiederum im 100 Meter Lauf.
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