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Von der Webseite des deutsch-schweizer Fernsehens SF1, von Andreas Kohli und Marcel Sigrist, 25. Januar 2010.
Es spricht vieles dafür, dass Banker konditioniert sind. Konditioniert wie etwa die Hunde des Forschers Iwan Pawlow. Dieser hatte seinen Versuchstieren jeweils bei der Fütterung ein Glockenzeichen gegeben. Dies führte dazu, dass in einem späteren Versuchsstadium der Speichelfluss der Hunde auch einsetzte, als die Glocke läutete, aber kein Fressen bereitgestellt wurde.
Die Glocke als Reiz, der Speichelfluss als Reaktion. Das ist klassische Konditionierung.
Der Forscher Burrhus Frederic Skinner beschäfte sich später mit der sogenannt operanten Konditionierung. Mit dem Lernen durch Bestrafung oder Belohnung. Erhält eine Ratte regelmässig Futter, wenn sie auf einen Hebel drückt, wird sie den Hebel immer wieder betätigen. Solange, bis sich dieses Muster in ihrem Gehirn eingebrannt hat. Sie ist konditioniert … //
… In die gleiche Richtung geht die Analyse von Thomas Knecht, Psychiater an der psychiatrischen Klinik Münsterlingen: «Boni führen zu sehr starke Belohnungseffekten. Im Gehirn wird Endorphin ausgeschüttet oder Dopamin. Dies wiederum sorgt dafür, die betreffenden Nervenverbindungen durchgängiger werden, und das Verhalten festgefahren.»
Eine Änderung des Verhaltens, eine Entkonditionierung ist laut ETH-Forscher Urs Meyer umständlich: «Es geht, aber es ist nicht ganz einfach. Es braucht dazu ein sogenanntes Auslöschtraining.» Anders gesagt: Die Banker müssten während längerer Zeit kein Boni erhalten. Und zwar auch dann, wenn ihre Leistung eigentlich gut wäre. (ganzer Text auf SF1).