Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03190.jsonl.gz/94

- «Zu gross für Djokovic» (L'Équipe)
«Ein körperlich erschöpfter Novak Djokovic scheitert auf der Jagd nach dem Kalender-Grand-Slam. Der Serbe, der 7 Monate lang auf einer Mission unterwegs war, stolperte über die letzte, gigantische Stufe einer immensen Aufgabe, die lange Zeit als unmöglich galt in einem Sport, der so brutal geworden ist.
Nach 27 Major-Siegen in Folge und 2 Wochen, in denen er allem standgehalten hatte, vom Druck von aussen bis zu seinen eigenen Erwartungen, vom feindseligen Publikum in der ersten Woche bis zu den 4 aufeinanderfolgenden Partien, die mit dem Verlust des 1. Satzes begannen, brach der Weltranglistenerste zusammen.»
- «Medwedew schreibt Geschichte» (The Guardian)
«Über weite Strecken seines 3. Major-Finales dominierte Medwedew Djokovic von der Grundlinie aus, errichtete in seiner Platzhälfte eine Verteidigungsmauer und servierte, als ob er auf einem Baum stünde.
Einen Tag, nachdem die dritte in den 2000er-Jahren geborene Major-Siegerin bei den Frauen gekrönt wurde, ist Medwedew erst der zweite in den 1990er-Jahren geborene Herrenspieler, der einen Major-Titel gewinnt. Er ist ausserdem der dritte Russe nach Jewgeni Kafelnikow und Marat Safin, der einen Grand-Slam-Titel holt.»
- «Final-Schmach für Djokovic gegen Medwedew» (Blick)
«Novak Djokovic erleidet die wohl schmerzlichste Niederlage seiner Karriere und verpasst somit den historischen Titelgewinn bei den US Open überraschend klar. Der Tour-Dominator leistete sich viele leichte Fehler. Zu viele für ein Spiel auf diesem Niveau. Medwedew hingegen war voll in seiner Zone.»
- «Djokovic schlägt unzählige Schlachten» (Gazzetta dello Sport)
«Jedes Spiel von Djokovic ist ein Kampf, jedes Spiel eine Frage von Leben und Tod. Der Serbe kämpft ständig, gegen seine Gegner und gegen die Öffentlichkeit. Nie genug geliebt, ein bisschen wie Aschenputtels Stiefschwestern, ein bisschen das 3. Rad am Wagen, kam er, um Roger Federer und Rafael Nadal die Party zu verderben.
Beide wurden in ihren Tempeln Wimbledon und Roland Garros mehr als einmal geschlagen. ‹Wenn ich höre, wie sie meine Rivalen anfeuern, denke ich, dass sie mich anfeuern, und dann bin ich ganz aufgeregt›, meinte Djokovic einst. Am Sonntag war die Menge ausnahmsweise einmal ganz auf seiner Seite. Wer weiss, vielleicht war er es nicht gewohnt, mit seinen normalerweise ultra-elastischen Beinen, die vor Emotionen steif wurden.»
- «Die Geschichte muss warten» (NZZ)
«New York und das Publikum an den US Open wollte Geschichte sehen und auch Teil von ihr sein. Und es schreckte dafür auch nicht davor zurück, die Grenzen der Fairness beidfüssig zu übertreten.
Als Medwedew nach gut 2 Stunden zum Match aufschlug, störten die Zuschauer den Russen beim Aufschlag und buhten ihn gnadenlos aus. Es war eine beschämende Szene für alle, die den Tennissport lieben. Beschämender aber war sie noch für die Amerikaner, die offensichtlich weder Scham noch Grenzen kennen.»