Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03312.jsonl.gz/3012

Rosa Schmutz-Pürro wurde am 26. April 1925 den Eltern Hans und Mathilde Pürro-Scherwey als fünftes Kind geschenkt. Die Schule besuchte sie in St. Antoni. Sie erlebte eine glückliche, aber arbeitsintensive Kindheit. Nach der obligatorischen Schulzeit zog es Rosa ins Welschland, und nach dem frühen Tod ihrer Mutter arbeitete sie bei verschiedenen Familien.
Im Jahr 1947 lernte Rosa Albert Schmutz aus Bösingen kennen. Nur wenige Monate später schlossen die beiden den Bund der Ehe. Das Eheglück wurde 1948 bereichert, als ihr erster Sohn Anton auf die Welt kam. In den darauffolgenden zwanzig Jahren folgten sieben weitere Kinder.
Anfang der 60er-Jahre übernahmen sie einen Bauernhof in Tutzishaus bei Ueberstorf. Die Arbeiten auf dem Hof waren anstrengend. Im Jahr 1973 zog die Familie mitsamt Hab und Gut nach Düdingen, wo sie den kleinen Bauernhof des Schwiegervaters übernehmen durften. Rosa genoss die Stunden im Garten, kümmerte sich um die Tiere und war eine liebevolle Mutter und Hausfrau.
Im Jahr 1972 wurde Rosa bereits zum ersten Mal Grossmutter. Nur 22 Jahre später, im Jahr 1994, folgte schon das erste Urgrosskind. Sie war sehr stolz auf ihre grosse Familie. Sie genoss die vielen schönen Stunden mit ihren mittlerweile zehn Grosskindern und 16 Urgrosskindern. Immer wieder verwöhnte sie ihre Liebsten oder genoss es, wenn ihre Kinder sie am Wochenende zu einem Ausflug abholten. Sie war sehr bescheiden und sorgte sich stets um ihre Familie und Freunde.
Rosa war sehr gläubig und besuchte mit ihren Freundinnen mehrmals pro Woche den Gottesdienst. Sie hatte das Glück, verschiedene Wallfahrten zu unternehmen. Sie schmückte und reinigte wöchentlich mit viel Liebe und Hingabe die Grotte der Einsiedelei in Düdingen. Sie hat auch ihren Gross- und Urgrosskindern das Beten beigebracht. Ihre starke Verbindung zur Muttergottes hat die ganze Familie geprägt.
Die Altersbeschwerden machten sich bei Rosa in den letzten Jahren jedoch immer mehr bemerkbar. «Gott wott das so», vertröstete sie sich selbst. Aufgrund der starken Rückenschmerzen durfte sie zwei Badekuren geniessen. Nach einem Schlaganfall im Dezember 2014 musste Rosa ihr Zuhause verlassen und fand im Pflegeheim Sonnmatt in Schmitten ihre letzte Bleibe. Ihre heitere und schalkhafte Art war ansteckend, und sie freute sich stets über die vielen Besuche ihrer grossen Familie und Freunde.
Die Altersbeschwerden nahmen stetig zu, und so schlief sie am 5. August 2017 im Alter von 92 Jahren friedlich ein.