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Wie schwimmen Fische?
Mühelos gleiten Fische durch das Wasser, bleiben bewegungslos stehen und
schwimmen dann mit wenigen Schwanzschlägen fort.
Fische sind durch ihren Körperbau besonders gut an das Leben im Wasser
angepasst. Kopf-, Rumpf- und Schwanzbereich sind miteinander verschmolzen. Der
Körper verschmälert sich zum Kopf und zum Schwanz hin. Mit dieser "Spindelform"
können Fische gewandt durch das Wasser schwimmen. Dabei strömt das Wasser leicht
an ihrem Körper vorbei. Man sagt, der Fisch ist stromlinienförmig gebaut.
Ein Fisch müsste aber, um nicht zu sinken, gewaltige Anstrengungen mit seinen
Flossen vollbringen, um sich in einer bestimmten Wasserhöhe zu halten. Die
meisten Knochenfische besitzen eine Schwimmblase, die mit Gas gefüllt ist und
sie befähigt, im Wasser zu schweben und zu schwimmen. Bodenbewohnende Fische wie
etwas die Scholle oder die pausenlosen Schwimmer, dazu gehört der Hai, haben
diese Schwimmblase nicht. Das Gas in der Schwimmblase stammt aus den umgebenden
Blutgefäßen / Blutgefässen und ist ein Gemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid. Der
Gasdruck wird durch Ablassen und Zugeben von Gas reguliert.
Rücken- und Bauchflossen halten ihr Gleichgewicht. Die Flossen können so wie
ein Fächer ausgebreitet und wieder zusammengelegt werden.
Die Fortbewegung wird durch Muskeln ermöglicht. Sie liegen zu beiden Seiten der
Wirbelsäule. Die Muskeln können sich abwechselnd zusammenziehen und wieder
erschlaffen. Dadurch verursachen sie ein starkes Hin- und Herschlagen des
Schwanzes mit der Schwanzflosse. Diese drückt gegen das Wasser und der Fisch
wird dabei schlängelnd vorwärts getrieben. Auch mit den paarigen Brust- und
Bauchflossen können sich Fische fortbewegen. Rückenflosse und Afterflosse wirken
wie der Kiel eines Schiffes: Sie verhindern das "Umkippen" des Fisches.
Die Seitenlinie (siehe Abbildung oben!) ist für
den Fisch unentbehrlich zum Schwimmen und ein Sinnesorgan. Sie ist eine deutlich
sichtbare Linie zwischen Kopf und Schwanz des Fisches. Sie ist Dunkel aber
manchmal auch Hell. Die Seitenlinie ist eine Reihe eingekerbter Schuppen. Mit
der Seitenlinie nimmt der Fisch den Wasserdruck oder Hindernisse im Wasser war.
Außerdem / Ausserdem ermöglicht die Seitenlinie dem Fisch sich in der Nacht
zurechtzufinden. Er kann auch Nebenflüsse oder Nebenbäche mit der Seitenlinie
finden.
Wie atmen Fische?
|Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen, befindet sich auch im Wasser in
gelöster Form. Fische müssen den Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen und
nutzen dazu ihre Kiemen. Würden sie ihn aus der Luft entnehmen, sterben sie
rasch, wenn sie sich zu lange außerhalb / ausserhalb des Wassers befinden.

Zur Atmung nimmt ein Fisch Wasser durch das Maul auf. Das Wasser strömt
durch den Schlund und tritt, nachdem es durch die Kiemen geströmt ist,
wieder aus. Dabei entnehmen die zarthäutigen, stark durchbluteten Blättchen
der Kiemen den Sauerstoff aus dem Wasser, der dann sofort ins Blut übergeht.
Einfacher: Sie öffnen den Mund, lassen aber die Kiemen zu.
Dabei strömt das Wasser in den Mund und die Fische machen den Mund zu. Das
Wasser bleibt dort. Wenn sie den Mund zumachen, machen sie die Kiemen auf!
Fische atmen ein und aus wie Landtiere; nur nehmen sie statt
Luft Wasser auf.
Können sie sehen, hören und riechen?
Fische können nicht so gut sehen wie Landtiere. Die Helligkeit ist viel
geringer als auf dem Land und nimmt nach unten hin zunehmend ab. Die Sichtweite
beträgt im besten Falle 30 m. Die Augen der Fische sind einfacher gebaut als bei
den Landtieren. Einige Tiefseefische haben Leuchtorgane entwickelt, da in Tiefen
über 500 m absolute Finsternis besteht.
Dafür ist bei den Fischen der Geruchssinn hoch entwickelt. Die beiden kleinen
Nasenlöcher über dem Maul sind bei den meisten Fischen gut zu sehen. Von Haien
und Piranhas ist bekannt, dass sie durch Blut im Wasser von weither angelockt
werden.
Ob Fische gut hören können, ist nicht völlig erforscht. Sie haben kein
äußeres / äusseres Ohr, aber ein Organ, das man mit unserem inneren Ohr vergleichen könnte.
Bei Süßwasserfischen / Süsswasserfischen ist das innere Ohr über einige kleine Knochen, die
"Weberschen Knöchelchen", mit der Schwimmblase verbunden. Man nimmt an, dass
Schallwellen über diese Verbindung wahrgenommen
werden.
Fische besitzen aber ein besonderes Organ, mit dem sie Erschütterungen und
Bewegungen empfinden können. Es ist ein Kanalsystem unter der Haut: Die
Seitenlinie (siehe Einleitung!)
Wie pflanzen sich Fische fort?
Die wenigsten Fischarten bringen lebende Junge zur Welt. Bei den meisten
Arten legen die Weibchen Eier - auch Rogen genannt - ins Wasser, die von den
Männchen außerhalb / ausserhalb des Körpers befruchtet werden (daher "äußere /
äussere Befruchtung genannt). Jedes Weibchen legt tausende
von winzigen Eiern. Das Männchen erzeugt Samenzellen. Sie schwimmen in der
Samenflüssigkeit. Da diese weißlich / weisslich aussieht, wird sie Milch genannt.
Fischmännchen heißen /heissen daher "Milchner" und Fischweibchen "Rogner".
Die abgelegten Eier (schalenlos und von Schleim geschützt) des Weibchens bezeichnet man als "Laich". Das Männchen
spritzt sofort seine Milch darüber. Die Samenzellen befruchten nun die Eizellen.
Dieser Vorgang wird als äußere / äussere Besamung bezeichnet.
Im Gegensatz zu Knorpelfischen besitzen Knochenfische ein verknöchertes
Skelett, Kiemendeckel, charakteristische Schuppenformen und eine
Schwimmblase.