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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach einer Bewertung der aktuellen Situation die Ebola-Epidemie in Westafrika für beendet erklärt. Trotzdem besteht ein gewisses Risiko für das erneute Auftreten des Virus bei Überlebenden oder die Wiedereinführung des Virus aus dem Tierreservoir weiterhin. In den letzten Monaten sind einzelne Fälle in Guinea, Sierra Leone und Liberia aufgetreten. Diese konnten jedoch schnell festgestellt und behandelt werden. Das Risiko einer Einschleppung in die Schweiz ist deshalb gleichermaßen tief und eine Verbreitung höchst unwahrscheinlich. Diese Einschätzung folgt derjenigen der Länder der Europäischen Union (EU).
Die Ebola-Epidemie begann Ende 2013 in Guinea und weitete sich dann auf Liberia und Sierra Leone aus. Bisher sind mehr als 28'600 Menschen erkrankt und über 11‘300 verstorben. Im Oktober 2014 traten erstmals vereinzelte Erkrankungen außerhalb von Afrika auf (in den USA und Spanien). Eine Ausbreitung des Virus blieb jedoch aus.
Am Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab es seit Anfang August 2014 eine spezielle Arbeitsgruppe (Task Force) zu Ebola. Sie pflegte im In- und Ausland engen Kontakt mit allen wichtigen Stellen und bereitete sich mit diesen umfassend auf mögliche Ebola-Fälle vor. Dabei stand das Szenario im Vordergrund, wonach ein (eventuell) an Ebola erkranktes Mitglied einer Hilfsorganisation zur Überwachung oder Behandlung in die Schweiz transportiert wird.
Zu einem ersten solchen Transport kam es Ende September 2014 (nur Überwachung). Ende November 2014 wurde dann der erste Ebola-Patient, ein kubanischer Arzt, von Sierra Leone ins Universitätsspital Genf überführt. Die Behandlung erfolgte durch speziell geschultes Personal in einem Spital mit Isolationszimmer, also unter Abschottung von der Außenwelt. Mehrere Universitäts- und andere große Spitäler in der Schweiz können Ebola-Patienten behandeln. Hierzu wurden Behandlungskonzepte erarbeitet und getestet, aber auch die Mitarbeitenden entsprechend ausgebildet.
Das BAG hatte sich zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und den Kantonen frühzeitig gewappnet, um das Ebola-Risiko im Zusammenhang mit Flüchtlingen zu minimieren. Ein einziger Verdachtsfall hierzulande zeigte, dass die getroffenen Maßnahmen griffen.
Im Oktober 2015 wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, bestehend aus Mitgliedern der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), des BAG und Vertretern der Kantone und Spitälern, um eine nationale Lösung für die Zukunft zu finden. Der Zweck dieser Arbeitsgruppe ist es, für die Schweiz dauerhafte Strukturen für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Ebolafieber (oder anderen seltenen infektiösen und hoch ansteckenden Krankheiten), aufzubauen und zu unterhalten.
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