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Am 27. Januar fand in Bern eine offizielle Zeremonie zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2020 statt.
Ungefähr 300 Gäste wurden erwartet, darunter Holocaust-Überlebende, Schulklassen, Vertreter des Schweizer Parlaments und der Bundesverwaltung, des diplomatischen Corps, der Wissenschaft und verschiedener Religionsgemeinschaften der Schweiz.
Drei Schweizer Holocaust-Überlebende trugen auf unterschiedliche Weise zur Gedenkzeremonie bei. In einem Film erzählte Frau Germaine Goldberg über ihre Flucht von Luxemburg in die Schweiz, um der Massenvernichtung der Juden während des Zweiten Weltkriegs zu entgehen. Der Solist Herr Mark Varshavsky spielte klassische Cello-Stücke, welche von der jüdischen Volksmusik inspiriert sind.
2020 sind es 125 Jahre seit der Geburt des Schweizer Diplomaten und Gerechten unter den Völkern Herrn Carl Lutz. Seine Stieftochter Frau Agnes Hirschi, die Präsidentin der Carl Lutz Gesellschaft, bezeugte die Taten ihres Stiefvaters während des Holocausts. Danach lasen Schweizer Oberstufenabsolventen Ihre Briefe an Frau Hirschi vor, in denen Sie Gedanken zu Ihrem kürzlichen Vortrag an der Kreisschule Mittelgösgen ausdrückten.
Die Botschafter von Luxemburg, Israel, den USA, Polen und Deutschland sowie die Präsidentin des Schweizerischen Nationalrates und die Vizepräsidentin des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes überbrachten Botschaften. Gebete für die Seligkeit der Opfer von Rabbi Michael Kohn umrahmten das Programm.
Die Veranstaltung war ein gemeinsames Projekt von diplomatischen Vertretungen der Mitgliedsländer der Internationalen Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), zusammen mit dem Dokumentationsdienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, der Gamaraal-Stiftung und der Carl Lutz Gesellschaft. Koordiniert wurde die Organisation von der israelischen zusammen mit der luxemburgischen Botschaft, da Luxembourg aktuell den Vorsitz der IHRA innehat.