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Erwerbsersatz
Auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation hat der Bundesrat den Anspruch auf Erwerbsersatz ausgeweitet und die Corona Erwerbsersatzentschädigung ins Leben gerufen.
Mit Sitzung vom 11. September 2020 hat der Bundesrat beschlossen, den Anspruch auf Erwerbsersatz für die nachfolgenden Personen über den 16. September hinaus zu verlängern:
- Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist;
- Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen;
- Selbständigerwerbende, die wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus einen Erwerbsausfall erleiden.
Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung im Veranstaltungssektor sowie deren mitarbeitende Ehegatten und eingetragene Partner endet der Anspruch grundsätzlich am 16. September 2020. Das Parlament berät jedoch über eine weiterführende Unterstützung dieser Personen. Ein Eintscheid ist im Rahmen des COVID-19-Gesetzes voraussichtlich Ende September zu erwarten.
Entschädigung für Eltern
Bei einer behörlich angeordneten Betriebsschliessung (Schule, Kindergarten, Sondereinreichtung) oder bei Quarantäne des Kindes können Eltern, die die dadurch an der Ausübung der Erwerbstätigkeit verhindert sind, nach dem 16. September weiterhin Corona-Erwerbsersatz beziehen, wenn sie im Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs:
- obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
- einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.
Der Anspruch endet, wenn eine Betreuungslösung gefunden wurde. Für Selbständigerwerbende Eltern endet der Anspruch spätestens sobald 30 Taggelder ausgerichtet wurden.
Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Jeder anspruchsberechtigte Elternteil hat Anspruch auf die Entschädigung. Je Arbeitstag wird für die Eltern jedoch nur eine Zulage ausbezahlt. Wenn beide Elternteile Anspruch auf die Entschädigung haben, ist nur eine Ausgleichskasse zuständig: jene der Person, die zuerst einen Anspruch geltend macht. Ist die Arbeit von zu Hause aus möglich, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.
Entschädigung für Personen wegen einer Quarantänemassnahme
Personen, die sich in einer ärztlich oder behördlich verordneter Quarantäne befinden und ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, haben auch nach dem 16. September Anspruch auf Erwerbsersatz, wenn sie im Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs:
- obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
- einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.
Personen, die nach der Rückkehr aus einer Region, die in der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt ist, unter Quarantäne gestellt werden, haben keinen Anspruch auf die Zulage; ausser, das Land war zum Zeitpunkt der Abreise noch nicht auf dieser Liste.
Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden.
Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Ist die Arbeit von zu Hause aus möglich, besteht kein Anspruch auf die Entschädigung.
Entschädigung für Selbständigerwerbende und freischaffende KünstlerInnen
Selbständigerwerbende haben nach dem 16. September weiterhin Anspruch auf die Entschädigung, wenn sie:
- aufgrund einer kantonal angeordneten oder durch den Bundesrat erteilten Einschränkung einen Erwerbsausfall haben. Freiwilliger Verzicht ergibt keinen Anspruch;
- geplante Veranstaltungen wegen des Veranstaltungsverbots absagen mussten.
Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag.
Entschädigung für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung in der Veranstaltungsbranche
Gundsätzlich endet der Anspruch auf Erwerbsersatz diese Personen am 16. September 2020.
Das Parlament entscheidet jedoch im Rahmen des Covid-19-Gesetzes über Unterstützung für Selbstständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, deren Tätigkeit erheblich eingeschränkt ist. Bis der Entscheid gefällt ist, wird dieser Punkt in der Verordnung noch nicht geregelt. Das Gesetz wird gegenwärtig vom Parlament beraten und wird voraussichtlich Ende September 2020 in Kraft treten. Je nachdem, was das Parlament beschliesst, können die Leistungen für die erwähnten Gruppen von Anspruchsberechtigten rückwirkend per 17. September 2020 eingeführt werden.
Anmeldung der Erwerbsersatzentschädigung
Die Entschädigung ist mit dem Formular 318.758 «Anmeldung für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung» bei der Ausgleichskasse zu beantragen, bei welcher die Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt werden. Über folgenden Link gelangen Sie zum Formular.
Wichtig Sämtliche Leistungen, die auf der Grundlage der bis zum 16. September 2020 geltenden Verordnung gewährt werden, enden automatisch an diesem Tag. Personen, die einen Erwerbsausfall erleiden und auf die oben aufgeführten Situationen zutreffen, müssen bei ihrer Ausgleichskasse einen neuen Antrag einreichen.
Weiterführende und aktuelle Informationen stehen Ihnen hier zur Verfügung.
Stand: 15.September 2020 - 10:00