Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/186943

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Vorgänge der Umstrukturierung bei Agroscope zu stoppen, eine Übersicht über die Entwicklung von Agroscope in den letzten zehn Jahren zu erstellen und dem Parlament darzulegen, wie er sich die Zukunft der schweizerischen Agrarforschung vorstellt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit der Gründung im 19. Jahrhundert durchlief die Institution Agroscope zahlreiche Anpassungen und Restrukturierungen. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre wurden die sieben unabhängigen Institute in drei Einheiten zusammengeführt und 2014 unter einem Dach vereint. Auf diese Weise konnte eine Hierarchiestufe eingespart und eine schlankere Führungsstruktur geschaffen werden. Gewisse Versuchsstationen wurden externalisiert und in Form von Joint Ventures weitergeführt; Agroscope stellt Know-how zur Verfügung. Mit dem vorliegenden Projekt soll dieser vor über zehn Jahren begonnene Transformationsprozess abgeschlossen werden. Es ist Teil einer Reihe von strukturellen Reformen, deren Prüfung der Bundesrat in Auftrag gegeben hat, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu verbessern und sparsamer mit den finanziellen Ressourcen des Bundes umzugehen.</p><p>Aufgrund der dezentralen Organisation beanspruchen die Betriebskosten heute 40 Prozent des Budgets von Agroscope. Entsprechend steht eine Reduktion der Betriebskosten im Vordergrund. Erste Kosten-Nutzen-Analysen haben gezeigt, dass das am besten über eine Konzentration der Standorte erreicht wird. Konkret: Forschung und Dienstleistungen von Agroscope sollen so aufgestellt werden, dass sie dem im Gesetz verankerten Auftrag am besten gerecht werden und der Land- und Ernährungswirtschaft am meisten nützen. Die Konzentration soll gleichzeitig die interdisziplinäre und systemorientierte Denkweise der Forschenden fördern und die Führung erleichtern.</p><p>Ziel ist, das Aufgabenportfolio in Forschung und Dienstleistung so auszurichten, dass die grösste Wirkung gemäss Leistungsauftrag für die Landwirtschaft und die Agrarpolitik erzielt werden kann, dies auch im Sinne einer verstärkten Ausrichtung auf die künftigen Herausforderungen der praktizierenden Landwirtschaft.</p><p>Es geht also nicht nur um die Reduktion, sondern auch um eine Fokussierung der Leistungen von Agroscope für die Schweizer Landwirtschaft, inklusive des Ausbaus und der Erschliessung neuer, zukunftsweisender Forschungs- und Dienstleistungsbereiche.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.