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Fettabsaugung
ist ein operativer Eingriff, dessen Ziel und Zweck es ist, an bestimmten Stellen des Körpers unschöne Fettansammlungen zu beseitigen und dadurch die Körpersilhouette zu verbessern. Er geht nicht darum, die Fettmasse an sich zu reduzieren, denn zum Verringern des Übergewichts ist Liposuction nicht geeignet. Vielmehr geht es um die Beseitigung von kleinen Fettpolstern, die durch Diät und Sport nur sehr schwer abtrainiert werden können. Meistens wird bei Liposuction in Lokalanästhesie vorgegangen.
Der Absaugvorgang
Wie der Name „Fettabsaugung“ schon sagt, wird Körperfett durch einen Saugvorgang entfernt. Doch um Fett absaugbar zu machen, müssen einige Schritte vorangehen. Abgesaugt werden können nur lose, kleine Partikel oder eine fluide Masse. Weil Fett und Fettgewebe jedoch in festem Zustand sind, müssen diese erst zerkleinert werden, in eine Flüssigkeit gelangen und von dieser aufgenommen werden, die dann ihrerseits durch Unterdruck herausgesogen wird. Zu diesem Zweck wird ins Unterhautfettgewebe eine flüssige Substanz infiltriert, die unter anderem auch Lokalanästhetika enthält. Es handelt sich um die sogenannte Tumeszenzlösung. Sie hat neben der lokalbetäubenden Wirkung die Funktion, die aus dem Fettgewebe herausgelösten festen Teile, das Fett und die Fettzellen, aufzunehmen. Dabei entsteht eine Emulsion aus Tumeszenzlösung und den nicht löslichen Bestandteilen des Fettgewebes. Dieses Gemisch wird schliesslich mithilfe der Absaugkanüle und der Absaugpumpe abgesaugt, d.h. aus dem Unterhautfettgewebe wieder entfernt.
Das Herauslösen von Fett aus dem Fettgewebe
Damit unliebsames Fett sowie Fettzellen aus bestimmten Körperbereichen, in denen sie herangewachsen sind und Fettpolster gebildet haben, entfernt werden können, müssen diese Bestandteile aus dem sie umgebenden Fettgewebe herausgelöst werden. Dieses geschieht durch mechanisches Einwirken mithilfe der Kanüle. Eine Kanüle ist ein innen hohles Metallrohr, dessen Spitze meistens abgerundet ist, also keine scharfen Kanten hat, damit dem Gewebe, den Blutgefässen und den Nerven keine unnötigen Verletzungen zugefügt werden. Es gibt aber auch Spezialkanülen, um ganz bewusst Verletzungen des Bindegewebes herbeizuführen, damit eine Kollagenneubildung zur Hautstraffung angeregt wird. Eine Kanüle kann von unterschiedlicher Grösse sein. Sie wird an einem Handstück befestigt, das seinerseits über einen Schlauch an die Absaugpumpe angeschlossen ist. Die Kanüle wird über einen kleinen Einschnitt ins Fettgewebe eingeführt. Anschliessend werden Fett und Fettzellen durch Hin-und Herbewegen aus dem Gewebe abgetragen. Das ist ein mühseliger Vorgang, bei dem viel Geduld und auch Fingerspitzengefühl notwendig sind, um nicht zu wenig und auch nicht zu viel an Masse aus dem Gewebe zu lösen.
Die Vibrations-Lipolyse
Noch bis vor etwa zwei Jahrzehnten wurde der oben beschriebene Vorgang allein mechanisch, durch manuelles Einwirken auf die Kanüle vorgenommen. Mit der Kanüle wurde wieder und immer wieder im Fettgewebe hin- und hergefahren um die Fettmasse zu lösen. Das war langwierig und auch ungenau. Die Resultate waren entsprechend nicht immer optimal. Mittlerweile wird die sogenannte Vibrations-Lipolyse
eingesetzt, die inzwischen zum Standardverfahren avanciert ist. Bei dieser Technik wird die Kanüle über einen Motor in Schwingung gesetzt, so dass sie mit etwa 4.000 Bewegungen pro Minute vibriert. Eine vibrierende Kanüle vermag es, die festen Teile wesentlich besser und präziser aus dem Fettgewebe herauszuschälen. Das Gewebe wird dabei viel stärker geschont, und durch die „Rütteltechnik“ löst sich das Fett besonders gut. Zum Modellieren der Körperkontur ist diese Methode ideal. Durch die Vibrationstechnik wird auch die Dauer der OP reduziert, denn die angestrebten Ergebnisse werden schneller erreicht.
Welche weiteren Techniken gibt es?
Aufzuzählen wären hier die Wasserstrahl-Liposuction, die Fettabsaugung mittels Ultraschall sowie die Laser-Liposuction. Alle drei Techniken gibt es bereits seit einigen Jahren, doch hat jede von ihnen neben erwiesenen Vorteilen auch Nachteile. Die pulsierende Wasserstrahl-Liposuction ermöglicht ein besonders genaues, chirurgisch präzises Vorgehen, doch kann mit ihr keine bewusste Verletzung des Stützgewebes erreicht werden – somit kann auch keine Kollagenneubildung, die eine Hautstraffung herbeiführt, angeregt werden. Der Einsatz des Ultraschalls kann zu unterschiedlichen Komplikationen führen, z.B. zu Verbrennungen und zu ungewollten Schrumpfungen des Fettgewebes, was zu Unebenheiten des abgesaugten Bereichs führt. Der Laser ist in seiner Anwendung zwar sehr effektiv, doch muss seine Technik minutiös beherrscht werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Er ist eher für punktuelle Eingriffe in kleinen Regionen geeignet, kann dort allerdings sehr gute Ergebnisse herbeiführen. Weiter zu Liposuctionstechniken.