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Angstgefühle sind Bestandteil eines wichtigen Schutzmechanismus unseres Körpers. Sie haben die Aufgabe, den Organismus bei Gefahrensituationen am Leben zu erhalten. Wird eine potentielle Gefahr von unseren Sinnesorganen registriert, gelangt dieses Signal blitzschnell an unser Gehirn. Wenn die Gefahr oder Situation bereits schon erlebt wurde, wird das Signal über unsere Grosshirnrinde direkt an das limbische System weitergeleitet, unserer "Gefühls-Schaltzentrale". Ein spezieller Bereich in diesem System, der sogenannte Mandelkern, veranlasst dann den Körper, die entsprechenden Flucht- oder Kampf-Reaktionen zu aktivieren.
Normalerweise reduzieren sich diese Symptome, sobald die Gefahrenquelle nicht mehr vorhanden ist. Jedoch bleiben wir noch einige Zeit in diesem Zustand, bis die Stresshormone im Körper wieder abgebaut sind. Ist der Film gestartet, muss dieser dann gänzlich ablaufen.
Was passiert nun aber, wenn eigentlich gar keine "richtige" oder "lebensbedrohliche" Gefahrenquelle vorhanden ist? Für den Organismus spielt dies keine Rolle, denn selbst die Vorstellung oder die Erinnerung (die sogenannte Konditionierung) kann ausreichen, um diese Mechanismen sogar unwillkürlich zu aktiveren. Panikattacken, Prüfungsängste, Flugangst oder Phobien sind nur einige der möglichen Beispiele, in der die interpretierte Gefahr nicht mit der ausgelösten Angstreaktion übereinstimmt.
Bei Menschen, die unter einer oder mehreren Ängsten leiden, ist der Mandelkern besonders stark auf "Gefahr" trainiert, auch wenn eigentlich gar keine lebensbedrohliche Situation gegeben wäre. Da diese Mechanismen oftmals tief im Unterbewusstsein verankert sind, lassen sich diese auch am Besten mit Hilfe des Unterbewusstseins lösen.
Autor Flavio Bolla Google
Aktuelles / Blog 2014