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"Dass wir so gerne Tiere betrachten, liegt wahrscheinlich daran, dass wir dabei viel über uns selber erfahren."
- Charles Baudelaire
Die Farbmutantenalopezie ist eine relativ seltene Hauterkrankung des Hundes wird in der Literatur auch Color dilution alopecia (CDA), blue dog disease und beim Dobermann blue Dobermann disease genannt.
Welche Hunde können betroffen sein?
Die Farbmutantenalopezie kommt gehäuft bei Hunden vor, die auf eine Farbaufhellung (blaugraue, silbrig oder falbe) hin gezüchtet wurden, typischerweise beim blauen Dobermann, Yorkshire Terrier, Zwergpinscher, Dogge, Whippet, aber auch bei vielen anderen Rassen. Nicht jeder Hund und nicht jede Rasse mit dieser hellen Fellfarbe erkrankt zwangsläufig an der Farbmutantenalopezie. Der Weimaraner mit der typischen blaugrauen (oder falben) Fellfarbe ist interessanterweise nicht von dieser Krankheit betroffen. Bei einigen Hunderassen wurde aber der Zusammenhang der häufigen Hauterkrankungen mit der aufgehellten Fellbarbe von den Rasseclubs erkannt und Hunde mit diesen Fehlfarben werden nicht (mehr) zur Zucht zugelassen.
Die blaugraue Fellfarbe dieser Hunde wird durch eine genetische Mutation hervorgerufen, die eine Pigmentierungsstörung der Haare und eine Verhornungsstörung der Haut verursacht. Durch diese Mutation werden abnormal gefärbte Haare gebildet, das Pigment ist verklumpt und die Haare sind schwach und brechen oft ab, was zu der Alopezie (= Haarausfall) führt. Zusammen mit der Keratinisierungsstörung sind diese Hunde aber auch gefährdet für rezidivierende bakterielle Hautinfektionen.
Die helle Farbmutation wird rezessiv vererbt, das heisst, beide Elterntiere eines Hundes mit aufgehellter Farbe sind Träger des mutierten Gens, obwohl sie selber nicht auch hell sein müssen. Es gibt einen Gentest, der die Trägertiere für eine Farbmutation erkennt. Aber es gibt bisher keinen Test, der erkennt, welche Hunde mit der Farbmutante dann auch eine Farbmutantenalopezie entwickeln.
Betroffene Hunde sind bei der Geburt unauffällig (ausser der hellen Fellfarbe), sie entwickeln im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren die ersten Symptome mit Ausdünnen der Haare und leichter Schuppung meist über den Rücken. Normal gefärbte Hautbezirke (z.B. bei gefleckten Hunden) sind nicht betroffen. Häufig entwickelt sich dann in den betroffenen Gebieten eine sekundäre Pyodermie (bakterielle Hautentzündung), die den Hund stört und Juckreiz verursachen kann. Der Verdacht der Erkrankung kann der Tierarzt schon mit den klinischen Symptomen und einer Haarprobe (Trichogramm) stellen. Für eine definitive Diagnose braucht es jedoch Hautbiopsien, die histologisch untersucht werden.
Es ist keine spezifische Therapie bekannt, welche die Pigmentsörung und -verklumpung behandeln könnte. Eine symptomatische Therapie kann mit milden antiseborrhoeischen und/oder antibakteriellen Shampoos erfolgen. Bei sekundärer Pyodermie muss diese mit 3-4 wöchiger Antibiotikumgabe therapiert werden, am besten zusammen mit einem antibakteriellen Shampoo.
Die Prognose ist gut. Der Haarverlust wird jedoch irreversibel sein und der Hund braucht meist eine dauerhafte Hautpflege, welche die möglichen wiederkehrenden Pyodermien vorbeugen soll.
Da der Vererbungsmodus der hellen Farbmutation und damit das Risiko der Erkrankung bekannt ist, sind zuchthygienische Massnahmen sehr effektiv und auf jeden Fall zu empfehlen. Mit betroffenen Hunden und den Geschwistern soll nicht gezüchtet werden, und vor allem sollten die Elterntiere der betroffenen Hunde nicht mehr gepaart werden, um eine weitere Verbreitung der Erkrankung zu vermeiden.
"Die Rassehundezucht befindet sich derweil auf einem Tiefpunkt", so Eva Holderegger Walser in ihrem Artikel. Sehr lesenswert:
Frau Dr . med. vet. Susanne Medl ist langjährige Gutachterin im IKFB, dem Klub für französische Bulldoggen in Deutschland. Da mir die Gesundheit der französischen Bulldoggen sehr am Herzen liegt und es in der Schweiz (noch?) nicht zur Zuchttauglichkeitsprüfung vorgeschrieben ist die Wirbelsäule röntgen und begutachten zu lassen, habe ich unabhängig vom SKFB , dem Klub für französische Bulldoggen in der Schweiz, mit Frau Dr. Medl die Vereinbarung treffen dürfen, die Wirbelsäulenbegutachtung auch durch sie durchführen zu lassen.
Und zwar zu denselben finanziellen Konditionen wie es für den IKFB gilt. Sehr gerne möchte ich alle Interessierten einladen mit mir Kontakt aufzunehmen, da ich die Ansprechperson für Frau Dr. Medl bin und sie von weiteren Anfragen absieht, sie ist halt arg beschäftigt, erkläre ich gerne Weiteres und sende dann die notwendigen Formulare. Die Resultate werden an mich gesendet und ich sende sie dann weiter. Die Ergebnisse behandle ich vertraulich und es obliegt jedem selber, was er mit dem Resultat anzufangen weiss.