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Matthäus-Passion
von Johannes Valentin Meder (1649 - 1719)
mit dem Heinrich-Schütz-Vocalensemble und Heinrich-Schütz-Consort
Wenn von Matthäuspassion die Rede ist, denken wir sofort an DIE Matthäuspassion von J.S. Bach, in der der berühmte Thomaskantor die Leidensgeschichte Jesu vertont hat. Es gibt aber auch andere Komponisten, die sich an den Stoff gewagt haben. Einer davon ist Johann Valentin Meder, dessen Matthäuspassion das Heinrich-Schütz-Vocalensemble aus Überlingen zu Gehör bringen wird, und zwar im Rahmen eines Gottesdienstes.
Meder, der vor allem als Domkantor in Riga gewirkt hat, war einer der ersten Kirchenkomponisten, der am Ende des 17. Jahrhunderts die Art der Opernkomposition in die Kirchenmusik hat einfliessen lassen. In melodiösen Rezitativen wird die Leidensgeschichte Jesu nach Matthäus erzählt. Kirchenlieder an wichtigen Stellen vertiefen das Geschehen und bilden eine Brücke zur zuhörenden Gemeinde. Der Chor stellt auf der einen Seite das Volk dar, aber übernimmt auch die Aufgaben, die Einleitung und den Beschluss zu gestalten und singt die Choräle.
Die Besetzung ist sehr farbig – auch das ist im 17. Jahrhundert ein Novum. Zwei Oboen und zwei Blockflöten sowie Fagott, zwei Geigen, Bratsche, Cello und der barocke Kontrabass, eine Violone kommen dazu. Fehlen darf natürlich die Orgel nicht.
Leitung: Bezirkskantor Thomas Rink
Liturgie: Pfr. Siegfried Arends
Kollekte zur Deckung der Kosten
Kirche Laufen am Rheinfall
Sonntag, 26. März 2023, 17.00 Uhr
Dauer ca. 80 Minuten