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Wann ist der Zeitpunkt für Folgemilch 2?
Eine Umstellung auf Folgenahrung ist eigentlich nach dem heutigen Kenntnisstand nicht nötig. Laut Experten können Sie Ihr Baby im gesamten ersten Lebensjahr mit Pre- oder Anfangsmilch 1 ernähren. Die erhöhten Mengen an Eisen für die Blutbildung oder Kalzium für den Zahn- und Knochenaufbau in Folgenahrungen sind nicht nötig, wenn Sie die Empfehlungen zur Beikost berücksichtigen. Füttern Sie Ihrem Kind beispielweise ab dem 7. Monat kleine Mengen Fleisch, kann das Kind damit diesen höheren Bedarf decken. Trotz Beikost bleibt die Milchmahlzeit aber ein wichtiger Baustein in der Ernährung des Kindes.
Die Folgemilch 2 ist in der Eiweissstruktur der Muttermilch beziehungsweise der Pre-und Anfangsmilch nicht mehr so stark angeglichen. Sie sollte, wenn überhaupt, erst ab dem Alter von 6 Monaten - und wenn Sie damit begonnen haben, Ihrem Kind Beikost anzubieten - gegeben werden. Das Zufüttern von Folgemilch vor dem 7. Monat belastet die noch unreifen Nieren zu stark und kann zu Störungen im Wasserhaushalt des Körpers führen.
Spezielle Form der Folgemilch
Neben der herkömmlichen Folgemilch ist auch probiotische Folgemilch erhältlich. Diese kann helfen, die während der Nahrungsumstellung häufiger auftretenden Verdauungsstörungen wie Verstopfung und Durchfall zu regulieren. Die in der probiotischen Folgemilch enthaltenen gesundheitsfördernden Bifidus-Bakterien, die unerwünschte Keime im Darm zurückdrängen, können eine gesunde Darmflora auch nach dem Stillen aufrechterhalten. Ein klinisch relevanter Vorteil von Säuglingsnahrungen mit Probiotika ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt, weshalb die Verwendung nicht generell empfohlen wird.