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Kreditfähigkeitsprüfung
Sie stellt sicher, dass die Kreditvergabe nicht zur Überschuldung des Kreditnehmers führt und wird im Konsumkreditgesetz (KKG) detailliert geregelt. Mit der Budgetberechnung erfüllt der Kreditgeber diese Vorgaben und muss mindestens folgende Ausgaben den Einnahmen des Kreditnehmers gegenüberstellen:
- Wohnkosten
- Steuern und Gesundheitsversicherungskosten
- Bestehende Verpflichtungen, die bei der Informationsstelle für Konsumkredit (IKO) gemeldet sind
- Nicht-pfändbarer Teil des Einkommens
- Aliments und/oder Unterhaltszahlungen
- Arbeitswegkosten
Diese Ausgaben werden den monatlichen Einnahmen gegenübergestellt. Diese können sein:
- Lohn aus Haupt- und/oder Nebenbeschäftigung
- Mieteinnahmen
- Alimente oder Unterhalt
- Renteneinkommen (nicht aber AHV)
Wenn nach Abzug der Kosten vom Einkommen ein Freibetrag bleibt, dann darf der Kreditgeber einen Privatkredit vergeben. Wenn die Ausgaben höher als die Einnahmen sind darf ein Kredit nicht vergeben werden. Das Vermögen des Kreditnehmers hat auf diese Berechnung keinen Einfluss.
Der Freibetrag bestimmt auch die maximal erlaubte Höhe des Privatkredits, den Kreditbetrag. Dieser ist vom Konsumkreditgesetz (KKG) so eingeschränkt, dass es dem Kreditnehmer möglich sein muss mit dem monatliche Freibetrag die Kreditsumme innerhalb 36 Monate zurück zu bezahlt, auch wenn einen längere Laufzeit für die Rückzahlung vereinbart wird. Dies obschon eine längere Laufzeit zu niedrigeren monatlichen Rückzahlrate führen würde.
Die Kreditfähigkeitsprüfung und die Kreditwürdigkeitsprüfung zusammen bilden die Kreditprüfung, mit welcher der Kreditgeber entscheidet ob er einen Privatkredit an den Kreditnehmer vergibt, und zu welchen Konditionen (Kreditbetrag, Kreditlaufzeit und Zins).