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Auftraggeber
Deliquik war ein Quick-Commerce-Projekt, das die schnelle Auslieferung von Lebensmitteln mit Cargo-E-Bikes in städtischen Gebieten geplant hatte. Das Projekt konnte aufgrund veränderter Marktbedingungen nicht realisiert werden.
Ausgangslage
Um die Effizienz zu maximieren, beabsichtigte Deliquik, ein kostengünstiges Fulfillment-System zu entwickeln. Es stellten sich strategische und operative Fragen, darunter die optimale Anzahl und Platzierung der Lager, Personalbedarf zur Einhaltung der Lieferzeiten und die Vorteilhaftigkeit der Bündelung von Lieferungen und Fahrten. Zudem musste entschieden werden, ob die Kuriere ausschliesslich liefern oder auch Waren kommissionieren sollten.
Lösung
Es wurde ein agentenbasiertes Simulationsmodell entwickelt, in dem Kunden, Kuriere und Kommissionierer als Agenten abgebildet sind. Mit zufälligen Kundenbestellungen und dem dynamischen Lösen des Traveling-Salesman-Problems konnte die optimale Bündelung von Bestellungen und die besten Routen anhand von Simulationsexperimenten ermittelt werden. Das Modell wurde in Python programmiert.
Ergebnis
Mit dem Modell konnte Deliquik ein verbessertes Verständnis für das Fulfillment-System und dessen Abhängigkeiten erlangen. Es ermöglichte die Festlegung der optimalen Anzahl und Standorte der Lager sowie die Berechnung des Personalbedarfs in Abhängigkeit von der erwarteten Anzahl an Bestellungen pro Stunde. Durch Bündelung der auszuliefernden Bestellungen konnten die Personalkosten um 20 bis 30% reduziert werden.