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Seit Jahren war an den Sektionssitzungen der Gedanke einiger älterer Mitglieder um Pfarrer Hauri über den Bau einer Clubhütte am Fusse des Piz Kesch zur Sprache gekommen. 1888 erstellte Architekt Heim ein erstes Projekt. Das CC kam dem Vorhaben positiv entgegen und versprach eine Subvention von 75% der Baukosten. Im Jahr 1892 trat die Gemeinde Zuoz den Boden unentgeltlich ab und erteilte die Bewilligung zur Gewinnung von Sand und Steinen in der Umgebung. Am 15. Januar 1893 erteilte die Sektion an Bergführer Rauch aus Bergün den Bauauftrag zum Preise von CHF 3300.– inkl. Rohholz und Kosten für den Bekerschen Ofen. Im gleichen Sommer entstand auf P. 2631 die für 18–20 Personen Raum bietende Hütte. Das Inventar wurde für 12 Personen angeschafft. Die Hütte wurde am 12. Oktober eingeweiht und der Obhut von Bergführer Rauch übergeben. Es beklagten sich Touristen über die oft mangelnde Hüttenordnung. Um diesem Übel abzuhelfen, beschloss man ab Juli 1896 die Bewirtschaftung der Hütte durch Bergführer Rauch. Damit kam man auch dem Wunsche zahlreicher Hüttenbesucher entgegen. Durch den Übertritt von Hüttenwart Rauch in den Polizeidienst im Jahr 1900 übernahm für kurze Zeit Bergführer Mettier jun. die Bewartung. Er wurde im Sommer 1902 durch Bergführer Hunger aus Madulain ersetzt. Für die neuerliche Bewirtung der Hütte im Sommer stellte das CC einen Beitrag von CHF 200.– in Aussicht. Wegen ungenügenden Besuchs entschädigte die Sektion den Hüttenwart im Sommer 1903 mit CHF 50.– im Monat. Im folgenden Jahr wurde eingebrochen, Tische und Stühle als Brennmaterial verwendet. Der zunehmende Besuch durch Wintertouristen veranlasste die Sektion, die Hütte 1906 für den Winterbetrieb mit genügend Holzvorrat und warmen Decken zu versorgen.
Um- und Ausbau der Hütte
1906 Wohl bestanden schon länger Vorschläge zur Erweiterung der Hütte auf 24 Schlafplätze. Dem zunehmenden Platzbedürfnis kam man im Herbst 1905 durch Umstellung der Pritscheneinteilung entgegen. Zur bessern Isolation wurden die Fensterstöcke erneuert, und im Sommer 1906 erhielt die Hütte ihr erstes Eternitkleid und einen Abort ausserhalb der Hütte. An die Eternitverkleidung leistete das CC eine Subvention von 90%.
1915 Für einen dringend notwendigen Ausbau der Hütte auf ca. 40 Schlafplätze wurden insgesamt 6 Projekte erstellt und teilweise mit dem CC besprochen.
1916 Das im Sommer 1916 realisierte Projekt umfasste neu einen Winterraum mit 12 Schlafplätzen, 24 weitere und einige Notschlafplätze wurden durch ein ähnliches Sitzplatzangebot ergänzt. Der Hüttenwart erhielt eine separate Schlafstelle und einen Keller. An den Kosten von CHF 12’625.40 beteiligte sich das CC mit 50%.
1930 Verlegung des Winterraumes in die Mitte der Hütte. Anbau Nord mit Hüttenwartraum, WC-Anlage und Ergänzung der Rucksackgestelle.
1932 Ausbau und Isolation Tagesraum. Verlegung des Hüttenwartraumes ins Hütteninnere mit zwei Schlafplätzen.
1947 Ein Projekt für einen Anbau Ost wird wegen der Finanzierung nicht ausgeführt.
1952 Verlegung der Küche und Ausbau des Aufenthaltsraumes. Bergführer Peter Ettinger aus Glaris schenkt das Arventäfer für den Aufenthaltsraum. Ergänzung der Schlafplätze auf 42 und Sitzplätze auf 40. Anbau Spense und Holzraum. Kosten CHF 12’385.35.
1952 Die im Lawinenwinter 1951 zwischen Bergün und Chants zerstörte Telefonleitung (Baujahr 1934) wird durch eine drahtlose UKW-Anlage ersetzt.
1960 Ausbau Küche mit neuem Herd. Erweiterung der Spense, WC-Anlage, Skiraum; Kosten CHF 6143.75. Der Hüttenchef im CC Chur empfiehlt dem Vorstand, die Trinkwasserversorgung einer Lösung zuzuführen.
1961–1963 Bau einer ca. 800 m langen Wasserleitung mit Brunnen und Anschluss in der Küche und im WC. 1961 Planung, 1962 Quellfassung und geologisches Gutachten.
1963 Die Wasserleitung wird wie die Quellfassung in Fronarbeit, ca. 1’000 Arbeitsstunden, erstellt. Kosten CHF 9’387.–
1966 Neubau der WC-Gruben.
1968 Nachdem das Wasserproblem gelöst war, konnte sich der Vorstand ernsthaft mit der dringenden Vergrösserung der Hütte befassen. Im Vordergrund stand die Bedingung, die Hütte auf mindestens 80 Schlaf- und Sitzplätze auszubauen. Ein 1966 erstellter, sektionseigener Vorschlag fand beim Hüttenchef des CC Bern keine Zustimmung. Die Sektion stimmte einem Projektierungskredit von CHF 4’000.– zu, womit Architekt J. Eschenmoser 1967 mit der Planung beauftragt wurde. Die DV 67 genehmigte das Ausbauvorhaben und sprach eine Subvention von 50% (CHF 95’000.–). Spenden in der Höhe von CHF 43’045.05, die Entnahme von CHF 46’413.30 aus dem Hüttenfonds und Fronarbeit (1’924 Stunden à CHF 4.–) sicherten die Finanzierung. Die Trainkolonne 111/12 unter dem Kommando von Major Chr. Jost, Landammann in Davos, transportierte in der Zeit vom 12.–26. Juni mit 47 Pferden total 100t Baumaterial von Chants zur Hütte. Mit 69 Heliflügen wurde das weitere Baumaterial zur Hütte transportiert. Am 4. Juli 1968 war Baubeginn, am 12./13. Oktober konnte das wohlgelungene Bauwerk mit einem Platzangebot von 80 Sitz- und Schlafplätzen eingeweiht werden.
1980 Die Reserven im Hüttenfonds waren wieder auf CHF 130’000.– angewachsen. Einer durchwegs guten Belegung der Hütte mit einem entsprechenden Arbeitsaufwand für das Hüttenwartsehepaar und Personal standen die unbefriedigenden Raumverhältnisse in diesem Bereich gegenüber. Dazu kam der berechtigte Wunsch nach einer Dusche und einer separaten WC-Anlage.
1981 bewilligt die GV einen Projektierungskredit von CHF 8’000.–. Das mit Planskizzen von Architekt Krähenbühl mit einem Kostenaufwand von CHF 160’000.– vorgestellte Ausbauprojekt wird von der Monatsversammlung im April 1981 abgelehnt. Die Baukommission erstellt ein neues Pflichtenheft für einen Projektwettbewerb. An der GV vom 23. Januar 1982 wird das Projekt von Architekt Krähenbühl genehmigt und der Kredit von CHF 200’000.– unter Vorbehalt der Subventionierung durch das CC erteilt. Mit einem Ausbaukubus von 73,218m3 und einem Neubaukubus von 191,48 m3 werden realisiert: Vergrösserung, Eingangsraum, Küche mit neuem Herd und Boiler, 8 zusätzliche Sitzplätze im Winterraum, 3 Schlafplätze und 11 Notschlafstellen, neuer Hüttenwart- und Angestelltenschlafraum, Aufenthaltsraum in der vergrösserten Küche, Dusche und separates WC, Änderung und Ergänzung der Rucksackgestelle, Elektrifizierung mit Batterie- und Solarzellenspeisung der Beleuchtung mit Ausnahme des Aufenthaltsraumes. Die DV bewilligt im Oktober 1982 eine Subvention von 40% ( CHF 99’200.–).
1983 In Fronarbeit (JO und Sektion) müssen vorerst ca. 100m3 Schnee geräumt werden. Weitere Frondienstarbeiten werden für Abbruch-, Aushub- und Aufräumarbeiten geleistet. Die Armee befördert 15t Baumaterial mit Helikoptern zur Hütte. Anfang Juli ist der Baubeginn, am 16./17. September kann die umgebaute Hütte eingeweiht werden.
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