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Der neue Sulzer-Präsident Leonardo E. Vannotti hat fast zwei Jahrzehnte der BBC, später ASEA, gedient, bevor er in verschiedenen Unternehmen als Sanierer und Restrukturierer wirkte.
Leonardo E. Vannotti wurde 1939 in Mailand geboren, wo er auch aufwuchs. 1966 promovierte er nach einem Physik-Studium an der ETH Zürich zum Dr. sc. nat.
Nach mehrjährigen Aufenthalten in Kanada und den USA begann er 1972 seine Karriere bei der BBC Brown Boveri, wo er ab 1982 die Mailänder Tochtergesellschaft Tecnomasio sanierte und sich damit einen Namen in der Branche machte.
1986 wurde er in die Konzernleitung von BBC in Baden berufen und war als Generaldirektor weltweit verantwortlich für drei Geschäfts-Segmente und die Region Italien. 1987-89 war er in der Konzernleitung des neuen Elektrokonzerns Asea Brown Boveri, wo er auch den Posten eines Executive Vice-President innehatte.
Nachdem er 1990 als Geschäftsführer der Unotec Holding in Zürich gewirkt hatte, wurde er 1991 Präsident der Konzernleitung der - damals angeschlagenen - Ascom Holding in Bern. Laut Medienberichten wurde er Ende 1993 "entmachtet" und wirkte anschliessend als Berater für verschiedene Unternehmen.
1996-1997 präsidierte er die Distefora Holding (früher Interdiscount) in Jegenstorf SO, die er sanierte und neu ausrichtete.
1997 stieg er zum Verwaltungsrats-Präsidenten und COE der Carlo Gavazzi Gruppe in Steinhausen ZG auf. In seiner dreijährigen Amtszeit restrukturierte und fokussierte er das in der Automatisierung tätige Unternehmen.
Nun also die Berufung zum Verwaltungsrats-Präsidenten der Sulzer AG. Dass Vannotti bei Sulzer das Steuer herumreissen kann, muss er indes erst noch beweisen. Schliesslich sitzt er seit 1993 im Sulzer-Verwaltungsrat.
Leonardo Vannotti ist Schweizer Bürger, verheiratet und hat zwei Söhne.
swissinfo und Agenturen