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Ziel
Ziel dieses Projekts ist es, basierend auf der mikroökonomischen Banken- und Steuerliteratur, Modelle zu entwickeln, um Massnahmen im Bereich Besteuerung sowie Bankenaufsicht und -regulierung zu analysieren. Die Modelle zeichnen sich durch die explizite Berücksichtigung der Investitions- und Finanzierungsentscheidungen von Banken und Firmen bei der Gestaltung optimaler Wirtschaftspolitik aus.
Hintergrund
Seit der Finanzkrise stehen Banken und Staatsschulden im Zentrum der wirtschaftspolitischen Debatte. Vorschläge zur Verbesserung der Finanzstabilität umfassen vorwiegend Kapitalregulierung und Steuern. Vor dem Hintergrund der geplanten Europäischen Bankenunion, wird das Projekt zuerst den Zusammenhang von Finanzstabilität und Staatsschulden herausarbeiten sowie nationale und supranationale Ansätze bei Bankenregulierung und -aufsicht aus wohlfahrtsökonomischer Sicht vergleichen. Zweitens werden wir die Möglichkeit der Besteuerung von Banken erörtern und dabei die Frage, inwieweit Pigou-Steuern Bankenregulierung ergänzen können, diskutieren. Aufbauend auf unseren bisherigen Beiträgen zu Corporate Finance untersucht das Projekt schliesslich die Rolle der Unternehmensbesteuerung bei der Reallokation von Kapital von grossen, überinvestierenden hin zu kleinen, innovativen aber finanzierungsbeschränktem Unternehmen, welche Effizienz und Produktivität verbessert.
Bedeutung
Das Projekt verknüpft Ansätze aus der Finanzwissenschaft mit der Banking und Corporate Finance Literatur. Diese Innovation ist besonders sinnvoll, da viele der diskutierten Massnahmen in der Finanzwissenschaft zwar intensiv analysiert werden, Unternehmen und Banken dabei aber oft in sehr reduzierter Form dargestellt sind. Für die Analyse der gegenwärtigen Krise und der Wirkung von Regulierung und Steuern, sind jedoch die Entscheidungen der Banken (z.B. Leverage, Kreditvergabe) von besonderer Relevanz.