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Der berühmteste Sohn der ehemaligen römischen Provinz Dalmatia ist Kaiser Diokletian (240-315). Er wurde in Salona geboren, stammte aus einfachen Verhältnissen, arbeitete sich aber aufgrund seiner Tüchtigkeit zum erfolgreichen Feldherrn hoch. 284 liess er sich zum Kaiser ausrufen, teilte aber die Macht mit drei weiteren Kaisern und wurde dadurch zum Begründer der sogenannten Tetrarchie. Als Diokletian die Herrschaft übernahm, war das Römische Reich von Krisen geschüttelt und von aussen bedroht. Er führte zahlreiche Reformen durch und reorganisierte sowohl die Staatsverwaltung als auch das Heer.Unter der Herrschaft Diokletians wurden aber auch die Christen auf brutale Weise verfolgt. Das Christentum hatte sich bereits erfolgreich etabliert, aber die neue Religion war mit der Auffassung vom Gottkaisertum nicht vereinbar, da der Kaiserkult von den Christen abgelehnt wurde. Diokletian erliess das sogenannte Verfolgungsedikt, das eine Zeit grausamer Christenverfolgungen einleitete. Auch Diokletians Ehefrau und seine Tochter fielen den Verfolgungen zum Opfer. Im Jahre 305 verzichtete Diokletian freiwillig auf die Herrschaft und zog sich ins Privatleben zurück. In Split liess er sich eine Palastanlage bauen, einen riesigen Komplex, der aus Wohnpalast, Sakralbau und Militäranlage bestand. Insgesamt gleicht der Bau eher einer Wehranlage denn einem Palast. Vier Tore führen in den Innenbereich der Anlage, die einen fast quadratischen Grundriss hat. Imposant ist das Kellergewölbe, eigentlich das Fundament des Palastes. Man vermutet, dass dort unten in römischer Zeit Vorräte gelagert wurden und dass in diesen Räumen aber auch die Sklaven wohnen mussten. Später wurde das Gewölbe als Abfalldeponie und Schuttabladeplatz genutzt und erst in den Fünfzigerjahren wurde damit begonnen, die Räume wieder frei zu legen. Heute dienen sie teilweise Souvenirhändlern zur Präsentation ihrer Waren.
Im Zentrum der Palastanlage befindet sich das von korinthischen Säulen begrenzte Peristyl, die kaiserliche Empfangshalle. Unmittelbar daneben liegen die Kathedrale des Hl. Domnius, einst das Mausoleum für Kaiser Diokletian, und der Jupiter-Tempel. Bereits im 6. Jahrhundert wurde das Mausoleum, ein oktogonaler Bau, in eine christliche Kirche umgewandelt und diente ab dem 10. Jahrhundert als Bischofssitz. An der Stelle, wo einst der Sarkophag des Kaisers stand, befinden sich nun die Reliquienschreine des Hl. Domnius und des Hl. Anastasius, beide Märtyrer aus dem nahe gelegenen Salona.
Auch der ehemalige Jupiter-Tempel wurde in ein Baptisterium umgewandelt. Am Taufbecken wurde im 11. Jahrhundert eine Altarschranke angebracht, die sich ursprünglich in der Kathedrale befand. Auf der Steintafel ist ein kroatischer König (Petar Kresimer IV. oder Zvonimir?) dargestellt, daneben steht ein Höfling und zu Füssen des Königs liegt ein Untertan – vermutlich die früheste Darstellung eines Königs als Steinskulptur in der europäischen Kunst. In der Forschung ist diese Interpretation umstritten, und die Darstellung gibt immer wieder Anlass zu neuen Überlegungen.
Der Palast bildet heute den Kern der Altstadt, die sich von den Palastmauern ausgehend entwickelte – Altstadt und Palast sind miteinander verschmolzen. Der Palast bildet eine Art Ummauerung der Altstadt, und der Eintritt ist deshalb auch kostenlos!
Das Archäologische Museum in Split wurde 1820 gegründet und ist das älteste archäologische Museum in Kroatien. Die Sammlung umfasst Objekte von der prähistorischen Zeit bis ins Mittelalter. Unter den Arkaden im Garten des Museums ist ein Lapidarium eingerichtet.
In Sutrojica, nahe bei dem Stadion Poljud, steht die kleine, malerische Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Kirche hat einen polygonalen Grundriss mit halbrunden Apsiden und stammt aus dem 8. bis 11. Jahrhundert.