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Mir ist diese Woche aufgefallen, wie zweischneidig Werbung für einen Standort sein kann. Erinnerst du dich an Kurt Illi in Luzern? In den Medien (zB der NZZ) wurde er als DER Mann gelobt, der „eine Stadt“ verkaufte. Er trat 1978 sein Amt an und probte als erster Rezepte der Werbebranche am Beispiel einer Stadt. Zum Beispiel stellte er 1982 ein Queen-Elisabeth-Double ein und gab vor, der Transfer der Queen nach Luzern vom Zug zum Schiff sei ein richtiger Spaziergang durch die Stadt gewesen. Die sensationellen Medienartikel in der britischen Presse über diese gefälschten Nachrichten machten Luzern bekannt. Oder er stieg im Straßenanzug in den See und trank ein Glas Meerwasser vor der Kamera. Diese und viele andere Ereignisse machten Luzern zu einem beliebten Reiseziel für den Tourismus. Aber heute vermehren sich die Stimmen, diejenigen, die feststellen, dass die Grenze des Erträglichen definitiv erreicht ist. In Luzern wächst der Ärger über die Touristenmassen, wie die SonntagsZeitung recherchierte. Jetzt geht die Stadt die Bücher durch.
Das Beispiel zeigt, dass jeder, der eine Standortförderung durchführt, gut beraten ist, die Auswirkungen von Fördermaßnahmen auf ihre Auswirkungen ständig zu überprüfen und zu analysieren. Dann werden Trends wie Missfallen über touristische Invasionen frühzeitig erkannt und es kann eine Gegensteuer erhoben werden, bevor das Kind mit dem Bad übergossen werden muss. Eine ausgewogene Entwicklung ist das Ziel der Standortförderung. Kein Wachstum um jeden Preis.