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Schweizer kamen von ihrem Weg ab
Eishockey:
Die 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Deutschland und damit das Ausscheiden in den Viertelfinals an der WM in Riga (Lettland) waren selbst verschuldet. Der Schweizer Nationalcoach Patrick Fischer ärgerte sich noch einige Tage nach der Rückkehr in die Heimat über die vergebene Chance: «Bis zur 2:0-Führung gegen Deutschland war ich mit der gezeigten Bereitschaft der Spieler sehr zufrieden. Nach dem Anschlusstor der Deutschen aber verabschiedeten wir uns aus mir immer noch unerklärlichen Gründen von unserem Weg und wurden zu passiv. In diese Situation hätten wir nie kommen dürfen.» Weltmeister wurden die Kanadier mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Finnland. Sie überraschten alle mit einer selten gesehenen Aufholjagd. Sechs Tage vor WM-Beginn versammelte sich das Team mit 21 WM-Neulingen in Toronto, flog ohne Trainingscamp und Testspiele nach Riga und musste in die dreitägige Hotelquarantäne. Kein Wunder gingen die ersten drei Spiele gegen Lettland (0:2), die USA (1:5) und Deutschland (1:3) verloren. Danach aber steigerten sich die Kanadier und qualifizierten sich mit zehn Punkten gegen Norwegen (4:2), Italien (7:1), Kasachstan (4:2) und Finnland (2:3 n. P.) für die K.o.-Runden. Dort schlugen sie der Reihe nach die beiden Gruppensieger Russland (2:1 n. V.) und die USA (4:2) und im Final Titelverteidiger Finnland (3:2 n. V.). Ihre WM-Bilanz 2021 ist brillant: Gold an der A-WM und der U18-WM sowie Silber an der U20-WM.
10.06.2021 :: Werner Haller (whz)