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Kunststoffformgeber/in
Beim Handwerk des Kunststoffformgebers[1] handelt es sich um einen österreichischen Lehrberuf, der in der Schweiz unter der Berufsbezeichnung Kunststofftechnologe EFZ geführt wird. Kunststofftechnologen EFZ[2] sind nach einer vierjährigen Ausbildung unter anderem für die Herstellung von CDs, Medizinalartikeln, Snowboards, Spielsachen, Haushaltgeräten, Autobestand- und Maschinenbauteilen, Fensterprofilen sowie Rohre zuständig. Dabei setzten sie zahlreiche Rohstoffe, Maschinen, Anlagen und Geräte ein und wenden geeignete Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren an.
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Je nach Fachrichtung kennen sich Kunststofftechnologen EFZ insbesondere mit dem Spritzgiessen und Pressen der Kunststoffe, der Herstellung von verschiedenen Kunststoffflächengebilden und -Verbundteilen, der Bearbeitung von Kunststoffhalbzeug und –Thermoformen, aus. Kunststofftechnologen EFZ weisen daher unter anderem gute Kenntnisse in mechanischer Fertigungstechnik und eine sorgfältige Arbeitsweise auf. Die Herstellung von Kunststofferzeugnissen erfordert des Weiteren ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ausreichend handwerkliches Geschick.
Zu den ersten Kunststofferzeugnissen gehören Tabakpfeifen, Klaviertasten und Teile der ersten Telefone, die Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals aus künstlich gehärtetem Naturkautschuk gefertigt wurden. Weitere Kunststoffentwicklungen, wie z.B. Celluloid, folgten Ende des 19. Jahrhunderts. Anfangs des 20. Jahrhunderts gingen auch das Plexiglas und das PVC (Polyvinylchlorid) in Produktion und der Kunststoff trat allmählich seinen Siegeszug an. Als in den 1950er Jahren die Produktionskosten durch neue Verfahren und günstige Rohstoffe sanken, wurde Kunststoff zu einem billigen Massenprodukt, das auch heute meist aus endlichen Rohstoffen, wie z.B. Erdöl, gewonnen wird. Aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte und biologisch abbaubare Kunststoffe sind weiterhin rar, weshalb das Plastikmüllproblem immer noch nicht gelöst ist. Was im 21. Jahrhundert allähnlich Zugang erhält, ist die Verwertung von Kunststoffen zur Gewinnung von Energie.
[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Kunststoffformgeberin bzw. Kunststofftechnologin.
[2] Es besteht zudem die Möglichkeit zur Absolvierung eines Eidgenössischen Berufsattests "Kunststoffverarbeiter/in EBA"
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Literatur
Tahler Jasmin: Was ist Kunststoff?, in: industrie-Produkte.ch, abgerufen am 02.12.2018.
www.berufsberatung.ch → Eintrag Kunststofftechnologe/in EFZ, abgerufen am 01.12.2018.
www.berufsberatung.ch → Eintrag Kunststoffverarbeiter/in EFZ, abgerufen am 01.12.2018.
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