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Jolanda Neff ist erstmals Weltmeisterin im Cross-Country. Die St.Gallerin siegt an den Titelkämpfen im australischen Cairns klar vor der Britin Annie Last und der Französin Pauline Ferrand-Prévot.
Neff glückte ein ausgezeichnetes Rennen. Von Beginn weg drückte sie aufs Tempo und ab der 2. Runde war sie solo unterwegs. Im Ziel betrug ihr Vorsprung auf die erste Verfolgerin 2:23 Minuten, was im Cross-Country einer kleinen Ewigkeit entspricht. Ferrand-Prévot büsste als Dritte über drei Minuten ein.
Die Topfavoritin Jana Belomoina gab das Rennen auf, die Mitfavoritin Maja Wloszczowska musste sich mit Platz 4 begnügen.
Der erste WM-Titel der 24-jährigen Rheintalerin kam insofern überraschend, als dass Neff die Erwartungen im Vorfeld wegen der noch nicht restlos auskurierten Bänderverletzung in der Schulter nicht allzu hoch angesetzt hatte. Dass die Form an sich stimmt, hatte sie mit ihrem Weltcupsieg vor zwei Wochen in Val di Sole angedeutet.
Zweitbeste Schweizerin war die Bündnerin Corina Gantenbein als Achte. Nicht vom Glück gesegnet war Linda Indergand. Die Urnerin führte das Rennen anfänglich an, wurde dann aber durch einen Sturz weit zurückgeworfen. (sda)
Die umstrittene Fussball-WM in Katar lässt das Schweizer TV-Publikum der Jahreszeit entsprechend bislang eher kalt. Darauf deuten zumindest die vorläufigen TV-Publikumszahlen des SRF nach den ersten 32 WM-Spielen hin. Im Vergleich mit den letzten grossen Turnieren schalten Herr und Frau Schweizer den TV deutlich weniger fleissig an.