Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03628.jsonl.gz/1864

Der Saisonauftakt der GT3 Cup Challenge und des Porsche Sports Cup Suisse fand vom 26. bis 28. April auf dem Red Bull Ring statt. An den freien Trainings am Donnerstag und Freitag nahmen bei kalten Temperaturen um die 14 Grad Celsius mehr als 80 Fahrer teil. Bei den Rennen am Samstag starteten mehr als 70 Teilnehmer dann bei sommerlichen Temperaturen von ca. 30 Grad Celsius auf der 4,318 Kilometer langen Strecke in der Steiermark in Österreich. Es wurden jeweils zwei Sprintrennen der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und des Porsche Sports Cup Suisse ausgetragen.
Jean-Paul von Burg, Gewinner der Porsche GT3 Cup Challenge 2017, musste sich in den Rennen mit dem zweiten und vierten Rang zufriedengeben. Ernst Keller, der in der letzten Saison nur in Spielberg gestartet war gewann beide Auftaktrennen. Im Feld der Porsche Cayman GT4 Clubsport, die im Porsche Sports Cup Suisse fahren, siegte Stefano Monaco im ersten Sprint. Den zweiten Lauf entschied Marcel Zimmermann für sich. Im Gesamtfeld des Porsche Sports Cup Suisse gingen beide Siege an Christian Pfefferle. In der Porsche Driver’s Challenge gewann Peter Meister auf 911 GT3.
In einem über 20 Fahrer starken Feld startete Ernst Keller im ersten Sprint der GT3 Cup Challenge aufgrund der schnellsten Qualifyingzeit von 1:33:015 Minuten von der Pole Position. Wie die anderen führenden Fahrer des Feldes ging Keller auf 991 II GT3 Cup an den Start. An zweiter Position startete Jean-Paul von Burg ins Rennen, gefolgt von Marco Sacchet. Keller fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg mit einer besten Rundenzeit von 1:33:378 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 166.510 Kilometern pro Stunde ein. Von Burg hatte den besseren Start, Keller jedoch die bessere Startposition und konnte sich damit knapp durchsetzen. Von Burg hielt seinen Platz und wurde Zweiter. Marco Sacchet konnte seine dritte Position nicht verteidigen und wurde vom viertplatzierten Manuel Nicolaidis überholt. Er kämpfte sich zwei Runden später auf den dritten Rang zurück. In der zehnten Runde gab er seinen dritten Platz an Rémi Terrail ab, der von Rang sechs gestartet war. In der gleiche Runde schafften es Patrick Schmalz und Andreas Scepansky an Sacchet vorbei. Sacchet fuhr als Fünfter über die Ziellinie, Terrail wurde Dritter.
Im zweiten Sprintrennen starten die Fahrer nach den Ergebnissen des ersten Sprints: Keller auf Pole, dahinter von Burg und Terrail. Von Burg gelang es während des Starts Keller zu überholen. In der folgenden Kurve verbremste sich von Burg leicht und Keller kam zurück an die Spitze. Es folgte ein erneuter und unverzüglicher Führungswechsel, wonach Keller sich erst in der folgenden Runde an die Spitze zurück kämpfte und anschliessend als Erster ins Ziel fuhr. Von Burg fuhr als Zweiter über die Ziellinie, erhielt jedoch eine Strafe wegen Überschreitung des Streckenlimits und wurde dadurch Vierter. Ebenfalls in der ersten Runde schaffte es Patrick Schmalz, der von Rang Vier gestartet war, an Rémi Terrail vorbei. Danach wurde Terrail auf die siebte Position durchgereicht. Schmalz konnte den Vorsprung jedoch nicht halten und wurde in Runde Acht von Andreas Corradina überholt. Corradina hielt seine dritte Position bis Rennende und wurde durch von Burgs Strafe Zweiter. Auch Terrail und Schmalz erhielten eine Zeitstrafe, wodurch sie auf dem neunten und sechsten Platz gewertet wurden. Davon profitierte Manuel Nicolaidis, der sich von Startposition 13 auf den sechsten Rang vorkämpfte und als Dritter gewertet wurde. Ein ebenso herausragendes Rennen wie Nicolaidis fuhr Thomas Winkler. Er startete als Zwölfter, kämpfte sich in der ersten Runde auf Rang Sieben vor und fuhr als Fünfter über die Ziellinie. Durch eine Zeitstrafe wurde er jedoch nur auf dem 16. Rang gewertet.
Keller resümierte: „Es war ein perfektes Wochenende für Sportec Motorsport und mich. Da wir keine Testkilometer auf dem neuen Fahrzeug machen konnten, waren die Erwartungen nicht sehr hoch. Aber ich wusste, dass mir der Red Bull Ring gut liegt, da wir hier auch letztes Jahr zweimal die schnellste Rennrunde verbuchen konnten. Ein grosser Dank gilt meinem Team und den Helfern, die den Anlass ermöglichen, denn es war ein wirklich toller Event.“
Im Porsche Sports Cup Suisse traten in Spielberg mehr als 30 Fahrer in unterschiedlichen Klassen gegeneinander an. Seit letzter Saison wird das Feld von den Fahrern auf Cayman GT4 Clubsport dominiert, die in der Gruppe 3b um den Sieg fahren.
Stefano Monaco sicherte sich mit der schnellsten Rennrunde von 1:39.294 Minuten im Qualifying die Pole der Gruppe 3b für den ersten Sprint. Von Rang Zwei startete Leonard Rendulic, gefolgt von Patrick Schetty. Unter den drei Führenden des Feldes gab es während des Rennens keine Veränderung. Monaco hielt seine Führung unter anderem mit einer schnellsten Rennrunde von 1:40.261 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 155.079 Kilometern pro Stunde bis zum Schluss bei und fuhr als Erster über die Ziellinie. Rendulic wurde Zweiter, Schetty Dritter.
Im zweiten Sprintrennen ging Pampanini Amedeo für Monaco an den Start. Durch eine Strafe startete er jedoch nicht von der Pole, sondern vom vierten Startplatz. Rendulic startete daher von der Pole. Thomas Brauch ging hinter Patrick Schetty von Rang Drei ins Rennen. Rendulic musste in Runde Acht seine Führung an Marcel Zimmermann, der von Rang Fünf gestartet war, abgeben. Zimmermann liess sich die Führung bis Runde 15 und damit bis zur Zieleinfahrt nicht mehr nehmen und gewann das zweite Sprintrennen. Rendulic wurde Zweiter. Brauch gab seine Startposition bereits in der zweiten Runde ab und wurde Sechster. Stephan Heim startete an letzter Position des Feldes und fuhr eine herausragende Aufholjagd. Bereits in der zweiten Runde hatte er sich auf den siebten Rang vorgearbeitet und erkämpfte sich den vierten Rang vor Matteo Arrigosi. Arrigosi erzielte die schnellste Rennrunde mit 1:40.498 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 154.713 Kilometern pro Stunde. Im Gesamtfeld des Porsche Sports Cup siegte in beiden Läufen Christian Pfefferle auf 991 GT3 Cup R vor Thomas Fleischer auf 997 GT3 Cup R.
Peter Meister gewann zum Saisonauftakt die Porsche Driver’s Challenge auf 991 GT3. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Meister hatte am Ende die geringsten Abweichungen zu seiner Referenzrunde mit daraus resultierenden 3947 Strafpunkten. Zweiter wurde Martin Kaufmann auf 996 GT3 RS mit 4671 Punkten. Sonja Heiniger auf 991 GT3 fuhr mit 5392 Strafpunkten auf den dritten Rang.
Xavier Penalba, Sportwart beim Verband Schweizer Porsche Clubs war sehr zufrieden mit dem Saisonauftakt: „Nach anfänglichem Regen am Donnerstag und Freitag wurden wir Samstag mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Wir waren nun das zweite Mal in Spielberg und erhalten sehr positives Feedback zu der Strecke.“
Seit der vorherigen Saison werden alle sechs Rennen zentral vom Verband Schweizer Porsche Clubs organisiert.
Der nächste Lauf findet vom 8.-10. Juni im französischen Le Castellet statt. Anstelle von zwei Sprints stehen dann ein Sprint- und ein Endurance-Rennen für den Porsche Sports Cup sowie die GT4 Clubsport und GT3 Cup Challenge an.