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Aussergewöhnliches Konzert: Zum ersten Mal seit Jahren wurden in Nordkorea südkoreanische Lieder öffentlich aufgeführt. Ein nordkoreanisches Ensemble habe am Freitag bei einem Konzert vor Parteifunktionären und Künstlern in Pjöngjang «mehrere südkoreanische Lieder» gespielt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. In Nordkorea ist der südkoreanische K-Pop normalerweise verboten.
Orchester an Olympia: Das Samjiyon-Orchester war zuvor von zwei Konzerten in Südkorea zurückgekehrt. Anlässlich der Olympischen Winterspiele war es in Gangneung bei Pyeongchang und in der Hauptstadt Seoul aufgetreten. Das Samjiyon-Orchester hatte bei den Auftritten in Südkorea alte koreanische Volkslieder und südkoreanische Popmusik gespielt. Das Interesse an den Konzerten war riesig: Für das Konzert in Seoul gab es tausend Eintrittskarten – und fast 120'000 Interessenten.
Annäherungsversuche: Nord- und Südkorea bemühen sich seit Jahresbeginn um eine Annäherung. Die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gilt als wichtiges Zeichen der Entspannung. Trotzdem sieht der südkoreanische Präsident Moon Jae In die Zeit noch nicht reif für ein Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang. Es sei zu früh, um darüber zu diskutieren, ob und wann er die Einladung in die nordkoreanische Hauptstadt annehmen sollte, sagte Moon.
Waffenstillstand seit 1953: In den vergangenen Monaten hatte sich der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm verschärft. Die Führung in Pjöngjang verstiess mit Raketen- und Atomtests wiederholt gegen Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats, dieser reagierte mit neuen Sanktionen. Offiziell befinden sich Nord- und Südkorea weiterhin im Kriegszustand.