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Fragen und Antworten zur CO2-Kompensation
Viele Gegner des Red Bull Air Race haben sich darüber aufgehalten, dass dem Anlass mit der CO2-Kompensation ein grünes Mäntelchen umgehängt wurde. Konkret wurde aus der Gegnerschaft der Wunsch geäussert, wenn man schon mit diesem Nullsummenspiel werbe, so dürfe die Oeffentlichkeit auch eine genaue Abrechnung über das produzierte und kompensierte CO2 erwarten.
Entsprechende Recherchen von Flugplatzinfos haben Folgendes ergeben: Die Stiftung myclimate, die sich für Klimaschutzprojekte einsetzt, hat aufgrund der Angaben von Red Bull errechnet, dass durch den Anlass 904 Tonnen CO2 produziert worden sind. Die Grundlagen für diese Berechnung sind von Red Bull geliefert worden. Diese Selbstdeklaration ist mit einer Steuererklärung vergleichbar, die der Steuerbehörde erlaubt, die Höhe der Steuern zu berechnen. 904 Tonnen CO2 können nach den Berechnungen von myclimate kompensiert werden, indem die Firma Red Bull 38'000 Franken zur Unterstützung von Klimaschutzprojekten an myclimate bezahlt.
Flugplatzinfos wollte noch mehr wissen:
1) Führt Red Bull nach der Erfahrung mit Interlaken in Zukunft auch andere Air Races CO2-neutral durch, oder ist dies vielleicht schon geschehen? Wenn ja, um welche Air Races handelt es sich? Wenn nein, warum nicht?
2) Kann Red Bull in der Grössenordnung angeben, was für einen Anteil der Interlakner Anlass an der gesamten CO2-Produktion hatte, die die Red Bull Air Races 2007 weltweit verursacht haben?
Diese Fragen hat Flugplatzinfos der Firma Red Bull am 24. November 2007 und am 5. Januar 2008 gestellt. Sie sind bisher unbeanwortet geblieben.
Zur Problematik der CO2-Kompensation sei noch erwähnt, dass das Wort "Klimakompensation" zum schweizerischen Unwort des Jahres 2007 gewählt worden ist. Wer sich mit dem Thema Klimaschutz, insbesondere mit den Fragen der CO2-Kompensation und des Handels mit CO2-Emissionsrechten befassen möchte, wird in zwei Artikeln des Wissenschaftsjournalisten Marcel Hänggi zu diesen Themen viel Information finden.