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Also doch: Das Schlüsselspiel der WM 1978 war getürkt.
Gastgeber Argentinien brauchte in der Zwischenrunde ein 4:0 gegen die starken Peruaner - und siegte in einem seltsam einseitigen Spiel sogar 6:0. Das löste schon damals Gerüchte aus, vor allem in Brasilien, weil der Rekordweltmeister dadurch auf der Strecke blieb. Argentinien wars egal und holte später den Titel.
Im Zuge der Aufarbeitung der Militärdiktatur untersucht die argentinische Justiz seit längerem auch die Umstände des verdächtigen 6:0 - und ist der historischen Wahrheit nun wohl auf die Spur gekommen. Der ehrbare peruanische Ex-Senator Genaro Ledesma sagte aus, es habe damals einen Deal zwischen dem argentinischen Diktator Jorge Videla und dem peruanischen Machthaber Francisco Bermudez gegeben.
Videla soll versprochen haben, im Falle eines Kantersiegs 13 politische Gefangene freizulassen und dem hungernden Peru grosse Mengen Weizen zu liefern. Beide Versprechen wurden unmittelbar nach dem Kantersieg erfüllt.
Die FIFA hat sich zur neusten Entwicklung noch nicht geäussert. Das Runde Leder empfiehlt, die WM 1978 auf jeden Fall spätestens ab der Zwischenrunde zu wiederholen. Oder wenigstens den Final Argentinien-Holland (3:1 nV).« Zur Übersicht