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Im Allgemeinen sind Schlager nicht mein Fall, und Schlagersänger schon gar nicht. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel den vor einigen Jahren verstorbenen Wiener Peter Alexander Neumayer, besser bekannt als Peter Alexander. Das liegt nicht nur an der Tatsache, dass dieser viele Jahre lang im Tessin lebte, sondern auch an seinem „weanarischen“ Charme, seiner Stimme und seinem umwerfenden Talent zur Imitation anderer Leute, beispielsweise Hans Moser.
Schon als Kind sang Peter (geboren am 30. Juni 1926) so gut, dass er beinahe Wiener Sängerknabe geworden wäre. Der berühmte Chor hätte ihn mit Vergnügen aufgenommen, doch Klein Peter wehrte sich mit Händen und Füssen dagegen. Erstens war ihm schon damals jede Art von Uniform zuwider und zweitens hatte er nicht das geringste Bedürfnis, zu reisen (da es ihm in Wien sehr gut gefiel).Von der Schule, in der er nicht besonders glänzte, kam Peter dann 1944 direkt nach Kopenhagen zur Marine, wo er erst recht nicht besonders glänzte. Nach dem Krieg (in dem er glücklicherweise letztlich gar nicht mehr zum Einsatz kam) und längerer Kriegsgefangenschaft bewarb er sich an einer Wiener Schauspielschule mit der Absicht, grosse tragische Heldenrollen zu spielen. Nach seinem Vorsprechen wurde er auch tatsächlich aufgenommen – allerdings als komisches Talent (da muss er irgendetwas falsch gemacht haben)… Anfangs der Fünfziger Jahre begann dann Peters grosse Karriere, nicht nur als Sänger, sondern auch als Schauspieler und Fernseh-Showmaster. Selbst am Tag seiner Hochzeit mit Hilde Hagen am 22. September 1952 nahm er eine Schallplatte auf; und weil die Aufnahme länger dauerte als geplant, schwitzte der Bräutigam im Tonstudio Blut und Wasser, während seine Braut auf dem Standesamt wartete… Aber die Ehe kam dann schliesslich doch zustande.
Diese und viele andere Geschichten erzählt der Entertainer in Gestatten, Peter Alexander (jetzt bei buchplanet.ch). Besonders empfehlenswert für Schweizer ist übrigens Peters kombinierte Wilhelm Tell/Bonanza-Parodie in dem Film Hurra, die Schule brennt.