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In Japan ist Simon Ammann der zweite Schweizer Skisprung-Weltmeister der Geschichte geworden.
Fünf Jahre nach seinem Doppel-Olympiasieg in Salt Lake City triumphierte der Toggenburger im WM-Springen auf der Grossschanze in Sapporo.
Schon nach dem ersten Durchgang hatte Ammann geführt. Zuletzt siegte er vor dem finnischen Überraschungsmann Harri Olli, und dem wiedererstarkten Norweger Roar Ljökelsöy.
Pech hatte Andreas Küttel. Er musste beide Sprünge bei schlechten Bedingungen absolvieren und hatte dadurch von Beginn an keine Chance auf einen Spitzenplatz. Zuletzt belegte er mit Sprüngen von 111 und 122 Metern den 19. Platz.
Fünf Jahre nach dem Gewinn der beiden Goldmedaillen in Salt Lake City kann Simon Ammann nun einen weiteren Triumph feiern. Für die Schweiz handelt es sich um die zweite WM-Goldmedaille im Skispringen nach Marcel Reymonds Erfolg 1933 in Innsbruck, und um den ersten Medaillengewinn, seit Sylvain Freiholz 1997 in Trondheim (Norwegen) auf der Grossschanze Bronze gewonnen hatte.
Bei äusserst schwierigen Bedingungen legte Simon Amann die Basis zu seinem neuerlichen Triumph im ersten Durchgang. Dort sprang er zwar mit 125 Metern nur unwesentlich weiter als seine stärksten Konkurrenten. Weil der 26-Jährige aber die besten Stilnoten erhielt, machte er sich doch ein Polster von mindestens 3,8 Punkten zu seinen Konkurrenten.
2. Durchgang: Einige Zittersekunden
Im zweiten Durchgang kam Amann mit 134,5 Metern auf die drittgrösste Weite, womit er nach seinem zweiten Flug zuerst einmal einige Sekunden zittern musste, ob es zum Sieg reichen würde. Dann zeigte der Freudenausbruch des Toggenburgers, dass er es geschafft hatte.
Um winzige 0,2 Punkte lag er noch vor dem überraschenden Harri Olli, der noch nie auf einem WM-Podium stand. Roar Ljökelsoy hingegen hatte bei den Olympischen Winterspielen in Turin sowohl auf der Normalschanze wie mit der norwegischen Mannschaft je Bronze gewonnen.
Ammanns Erfolg ist nicht unverdient. Der Toggenburger zeigte während der ganzen Saison eine grosse Konstanz, und zwar nicht nur in den Wettkämpfen, sondern auch im Training.
Es scheint, dass er nach einer Wartezeit von vier Jahren und den Winterspielen in Turin die Last des Doppelsieges von Salt Lake City endliche ablegen konnte.
swissinfo und Agenturen
Fakten
Simon Ammann (26) kommt aus dem Toggenburg im Kanton St. Gallen.
Erstes Weltcup-Springen 1997/98.
Weitester Satz bisher: 218 Meter (Planica 2002).
Ammann nahm schon an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City teil; dort wurde er völlig überraschend Doppelsieger.
Schluss-Klassement
1. Simon Ammann (CH) 266,1 (125/134,5 m).
2. Harri Olli (Fi) 265,9 (124/136,5).
3. Roar Ljökelsöy (No) 262,9 (123/135).
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19. Andreas Küttel (CH): 211,9 (111/122).