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Zu einem engen Kammerwinkel besteht eine angeborene Veranlagung. Mit zunehmendem Alter kann dieser durch eine Quellung der Linse weiter eingeengt werden.
Diese Situation ist ein hoher Risikofaktor für das Auftreten eines Winkelblockglaukoms. Dabei steigt der Augeninnendruck durch Verlegen des Kammerwasserabflusses kurzfristig stark an und gefährdet akut das Sehvermögen.
Eine Iridotomie mit Hilfe des Nd:YAG-Lasers dient der Vorbeugung und auch der Behandlung eines akuten Glaukomanfalls. Dabei wird ein kleines Loch in die Regenbogenhaut (Iris) durch wenige Laserschüsse erzeugt. Ziel ist es, durch diese Öffnung einen direkten Abfluss von Kammerwasser aus der hinteren Augenkammer in die vordere Augenkammer zu ermöglichen und somit die Zirkulationsblockade zu beheben. Wegen der geringen Grösse können die Löcher sich im Verlauf auch wieder verschliessen, so dass evtl. eine erneute Behandlung erforderlich wird.
Bei einer Glaukomerkrankung verkümmert der Sehnerv unbemerkt langsam durch einen chronisch erhöhten Augendruck. Unbehandelt kann dies zur Erblindung führen. Oft wird keine Ursache für die Druckerhöhung gefunden. Der Augendruck kann durch Medikamente, welche die Kammerwasserproduktion vermindern, oder durch eine Operation, die den Abfluss verbessert, gesenkt werden.
Alternativ kann durch eine selektive Laserbehandlung (SLT) des sogenannten Trabekel-Maschenwerks, den Abflussapparat des Auges, eine Verbesserung des Abflusses und eine gewisse Augendrucksenkung bis 30% erreicht werden. Da der Laser gezielt nur am Pigment im Kammerwinkel seine Wirkung entfaltet und das eigentliche Gewebe im Kammerwinkel (sog. Trabekelmaschenwerk) von dem Laser nicht belastet wird, kann die Therapie, wenn nötig, auch wiederholt werden. Bis zum Einsetzen des Therapieerfolges (4 bis 6 Wochen) müssen die vorher benötigten Medikamente aber weitergeführt werden. Die SLT ist ein schmerzfreier Eingriff, der ohne besondere Vorbereitungen durchgeführt werden kann.
Die Laserbehandlung erfolgt ambulant, eine Erweiterung der Pupille ist nicht nötig. An einer Spaltlampe kann der Augenarzt den Laserstrahl gezielt auf die Iris oder das Trabekelwerk fokussieren und mit wenigen Schüssen eine Öffnung zuoberst in der Regenbogenhaut für die Iridotomie schaffen, oder eine Anregung der Pigmentzellen im Kammerwinkel erreichen.
Die Behandlungen sind schmerzlos und von aussen unsichtbar. Spezielle Vorsichtsmassnahmen nach den Behandlungen sind nicht angezeigt.