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In seinem 1779 veröffentlichten Drama «Nathan der Weise» zeigte Gotthold Ephraim Lessing, dass Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg möglich ist: Der reiche Jude Nathan nimmt die Christin Recha bei sich auf und erzieht sie. Ein junger christlicher Tempelherr rettet sie viele Jahre später aus dem brennenden Haus. Der Tempelherr wiederum verdankt sein Leben dem Sultan, dem muslimischen Herrscher von Jerusalem. Dessen Geschichte ist ebenfalls eingeflochten: Der Jude Nathan soll ihm erklären, welche der drei Religionen die Wahre sei: die christliche, die jüdische oder die muslimische. Eine scheinbar unlösbare Frage, doch Nathan antwortet mit einem Gleichnis. In Zeiten des wachsenden Fundamentalismus und des weltweiten Terrors könnte das vor 240 Jahren erschienene Drama nicht aktueller sein. Dies zeigt das Landestheater Tübingen in seiner Bühnenfassung, die morgen bei «Theater in Freiburg» zur Aufführung gelangt.
Equilibre, Freiburg. Fr., 11. Nov., 19.30 Uhr. Tickets: www.theaterinfreiburg.ch; Freiburg Tourismus (026 350 11 00).