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Thailands neue Regierung, die seit dem Spätsommer im Amt ist, hat die umstrittene 300-Baht-Tourismusgebühr (umgerechnet gut sieben Franken) verworfen. Stattdessen sucht man nun nach alternativen Wegen, um die Sicherheit ausländischer Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten. Hintergrund ist das schwindende Vertrauen in die Sicherheitslage des Landes.
Wie das News-Portal «der-farang.com» berichtet, prüft das Ministerium für Tourismus und Sport verschiedene Optionen, darunter eine Versicherung mit einer Deckungssumme von 500'000 Baht (umgerechnet rund 12'000 Franken) pro Person im Falle von Verletzungen und einer Million Baht (umgerechnet knapp 25'0000 Franken) bei einem Unfall mit Todesfolge.
Diese Initiative wurde diese Woche an der Regierungssitzung von Premierminister Srettha Thavisin angeordnet. Er betonte, dass die Regierung die Sicherheit der Touristinnen und Touristen während ihrer Reise sicherstellen möchte.
Einführung der Touristengebühr mehrfach verschoben
Sudawan Wangsuphakijkosol, Ministerin für Tourismus und Sport, erklärte, dass das ursprüngliche 300-Baht-Gebührenprogramm während ihrer Amtszeit auf Eis gelegt werde, um die Tourismusstimmung zu beruhigen. Die Einführung der Steuer war noch von der alten Regierung geplant und in der Vergangenheit mehrfach verschoben worden.
Gemäss den Plänen der früheren thailändischen Regierung sollten Fluggäste, die sich länger als 24 Stunden im Land aufhalten, 300 Baht bezahlen. Geplant war, die Steuer bereits auf den Flugticket-Preis aufzuschlagen. Die Touristenabgabe sollte auch für die Einreise auf dem Land- oder Seeweg gelten, dort aber mit 150 Baht (knapp vier Franken) geringer sein.
Mit den Einnahmen wollte die Regierung vor allem Projekte für nachhaltigen und hochwertigen Tourismus fördern. Zudem sollte das Geld in die Modernisierung der Infrastruktur sowie in die Entwicklung von Reisezielen fliessen. Überdies war geplant, die Einnahmen für die medizinische Versorgung von Reisenden einzusetzen. Beim letzten Punkt setzt die neue Regierung jetzt an.