Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/2568

Roger Federer kann endlich wieder gegen einen Top 10 Spieler gewinnen. Er bezwingt Juan Martin del Potro in drei Sätzen mit 6:3, 4:6, 6:3.
Man ist versucht zu sagen er ist zurück, Roger Federer ist wieder da aber man will ja noch nichts verschreien. Der Punkt ist aber, dass er selber auf die Frage nach dem bevorstehenden Spiel gegen Djokovic sagt, dass er jetzt lieber gegen ihn spielt, als noch vor fünf Monten. Er fühlt sich sicherer, weiss wann er zu Chancen kommt und wie er diese abschliessen muss. Er strahlt im Interview wieder dieses bekannte Selbstvertrauen aus und wenn Federer etwas kann, dann die Lage enorm gut abschätzen.
Er weiss wann es knapp wird, wann er nicht in Form ist, er weiss aber auch, wann er seine Chance wieder packen kann. Der zweite Satz in Basel gegen del Potro hat ihm gezeigt wie er die Besten angreifen muss, wie er sie dominieren muss und wie er sie bezwingen kann. Heute hat ihm diese Erinnerung geholfen und er hat zugeschlagen.
Das Spiel gegen del Potro war weitgehend ausgeglichen aber die Differenz war heute, dass Roger Federer in den entscheidenden Momenten die Punkte machte. Im ersten Satz war er der bessere Spieler und im zweiten war es sehr ausgeglichen und nur eine kleine Unaufachtsamkeit des Schweizers die Juan Martin del Potro den Ausgleich brachte. Im dritten Satz liess sich Fedi auch nicht durch das Breakfestival ablenken und zog sein druckvolles Spiel weiter durch.
Die Revanche für die Finalniederlage an den Swiss Indoors in Basel ist somit geglückt. Roger Federer ist an einem Masters Turnier wieder bei den grossen vier angekommen. Wäre Andy Murray nicht verletzt, wären die vier Topstars der letzten Jahre bestimmt gemeinsam im Halbfinal von Paris-Bercy. An Murrays Stelle gesellt sich der zur Zeit enorm starke David Ferrer dazu. Der Spanier welcher seit Jahren in der Topliga mitspielt konnte seinen Viertelfinal gegen Tomas Berdych drehen nachdem er den ersten Satz noch verloren hatte. Ferrer bezwang Berdych in drei Sätzen mit 4:6, 7:5 und 6:3. Es kommt zum Spanischen Duell im Halbfinale zwischen David Ferrer und Rafael Nadal.
Der beste Spieler der Saison, Rafael Nadal, lässt einfach gar nichts anbrennen. Es stellt sich die Frage wer diesen Nadal in nächster Zeit stoppen kann. Wenn er jeweils in der Weltrangliste zurückgeworfen wurde, dann immer nur, weil er verletzungsbedingt pausieren musste. Nadal liess dem Franzosen Richard Gasquet keine Chance und siegte in zwei Sätzen mit 6:4, 6:1. Somit ist auch klar, dass Wawrinka beim Race to London vor Gasquet bleibt und somit hätte er sich auch ohne Murrays Absage für die World Tour Finals qualifiziert. Das ist einfach riesengross und wir verneigen uns vor dem sensationellen Romand!
Stanislas Wawrinka konnte aber heute gegen Novak Djokovic nicht sein bestes Tennis abrufen und verlor zum dritten Mal in diesem Jahr gegen den Serben. Leider gibt es kein Schweizer Duell am BNP Paribas Open und die Halbfinals von Morgen lauten:
Roger Federer vs. Novak Djokovic
Rafael Nadal vs. David Ferrer
Wir tickern live!