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Heute fast vergessen ist ein Walliser Meilenstein in der Entwicklung des Automobils: zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte weltweit der erste echte Verbrennungsmotor auf den Strassen des Bergkantons ein Gefährt in Bewegung! Als Energie diente ihm Wasserstoff.
Konstrukteur des knallenden Fahrzeugs war der Politiker und Unternehmer Isaac de Rivaz (1752–1828). 1804 baute er ein erstes unausgegorenes Modell, das ihm um die Ohren flog. «Der Kolben wurde gegen die Wand geschleudert, wo er den Putz entfernte.» Nach diesem einschneidenden Erlebnis entwickelte de Rivaz seinen Motor weiter und liess ihn 1807 beim französischen Innenministerium patentieren. Er sollte «verschiedene Maschinen in Gang […] setzen und den Dampf […] ersetzen». Im gleichen Jahr baute er sein erstes Gefährt zusammen.
Hauptteil seines Motors war ein grosser, senkrecht gestellter Zylinder, der einen Kolben und eine Brennkammer enthielt. Ein kleiner Ladekolben versorgte den Zylinder mit Wasserstoff, der aus der Destillation von Kohle gewonnen wurde. Aus der Umgebungsluft wurde dem Wasserstoff Sauerstoff zugeführt. Von Hand ausgelöste Zündungen liessen das Gasgemisch explodieren, das dadurch den Kolben im Zylinder nach oben trieb. Auf diesem war eine Zahnstange befestigt, deren Zähne beim Herabfallen des Kolbens in ein Zahnrad griffen. Dieses Zahnrad trieb dann über eine Kette ein Räderpaar an. Präsentationen seines Autos waren nicht von Erfolg gekrönt, weil die Zündungen der Maschine zu unregelmässig waren.