Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/409

Hirnnerven
Bei den Neurinomen (auch Schwannomen genannt) handelt es sich um gutartige Tumore der Hirnnerven mit einem meist langsamen Wachstum. Die angrenzenden Strukturen werden verlagert und verdrängt, haben aber Zeit sich anzupassen, sodass Symptome häufig erst spät auftreten. Bösartige und schnellwachsende Tumore sind eine Rarität.
Der häufigste Tumor in der hinteren Schädelgrube ist das Akustikusneurinom, das aus den Stützzellen des Gleichgewichtsnervs hervorgeht. Daher wird der Tumor korrekterweise auch als vestibuläres Schwannom bezeichnet.
Symptome
Am häufigsten verursacht ein Akustikusneurionom Hörstörungen, anfänglich meist in Form eines Hörsturzes und/oder eines Ohrgeräusches (Tinnitus). Verlagert der Tumor auch andere Hirnnerven, können Gefühlsstörungen oder Minderbewegungen im Gesicht, Doppelbilder oder Schluckstörungen entstehen. Riesige Geschwülste verursachen durch Verlagerung des Hirnstammes auch Lähmungen, Gangstörungen und Ausfälle der Kleinhirnfunktion. Sind Hirnwasserwege verlagert, können Hirndrucksymptome mit Kopfschmerzen, Übelkeit und zunehmenden Bewusstseinsstörungen entstehen.
Ihr Spezialist:
Prof. Dr. med. Robert Reisch