Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03350.jsonl.gz/153

10. Psalm 72
Die Herrschaft: «Sein Name wird ewig sein»
Am Ende seiner Tage betrachtet David prophetisch die Herrschaft des Friedens und der Gerechtigkeit von Salomo. Durch den Geist Gottes geleitet, redet er natürlich von einem Grösseren als Salomo.
Der Name Salomo (Schalom) bedeutet: Friede. Melchisedek war König von Salem. Der Friede kennzeichnet somit die Herrschaft Christi, der, sowohl König als Hoherpriester, die Segnung des Tausendjährigen Reiches herbeiführen wird. Die Zeitperiode Salomos bildet einen Gegensatz zu derjenigen Davids, die durch Kriege gekennzeichnet war, die leider auch die ganze Geschichte blutbefleckt haben.
Der Text des Psalms ist an sich deutlich genug. Es lohnt sich, ihn zu lesen, um eine Ahnung von diesen Segnungen des Reiches zu bekommen, die der bringen wird, dessen Name «ewig» sein wird, «eine Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist» (V. 7). Mit diesen Versen «sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais, zu Ende» (V. 20). In den Psalmen, die ihm zu schreiben gegeben wurden, hat er die Leiden des Erlösers, das Unverständnis, das Ihm begegnete, den Hass der Menschen und das Verlassensein am Kreuz unter dem Gericht Gottes betrachtet. Seine Blicke wurden auch auf die Auferstehung des Herrn und seine Erhöhung in der Herrlichkeit hingelenkt.
Bevor er seinen Lauf vollendete, hatte «der Liebliche in Gesängen Israels» noch die Offenbarung dessen, der «ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht» sein wird; «und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken» (2. Sam 23,3.4)
Die Lippen, die «von den Leiden, die auf Christus kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugten», öffnen sich zu einem letzten Gebet des Lobes: «Und gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit! Und die ganze Erde werde erfüllt mit seiner Herrlichkeit! Amen, ja, Amen.»
Kann man in diesen letzten vier Psalmen nicht ein Bild von Ewigkeit zu Ewigkeit sehen?
- Psalm 2 führt uns in die «vergangene» Ewigkeit zurück;
- Psalm 8 in die vergangene Zeit, mit der Erniedrigung unseres Herrn und der Ankündigung seiner zukünftigen Herrlichkeit;
- in Psalm 110 finden wir die Gegenwart und seinen jetzigen Dienst als Hoherpriester;
- und in Psalm 72 die Zukunft und die allesumfassenden Segnungen.