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04.08.2021 11:00:57

Chefvolkswirt
Tina Fong
Strategist
Trotz Wertzuwächsen verlief die Entwicklung im Aktiensektor im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen weniger ausgeglichen. Bemerkbar machte sich die steigende Besorgnis über die erwartete, straffere Geldpolitik als Reaktion auf stärkeres Wachstum und stärkere Inflation vonseiten einiger der wichtigsten Zentralbanken.
Dies führte dazu, dass sich die Anleger*innen wieder defensiveren und wachstumsorientierteren Märkten zuwandten. Der S&P 500 verzeichneten die beste Performance, während japanische Aktien deutlich zurückblieben. Sowohl Staatsanleihen als auch Unternehmensanleihen verzeichneten positive Renditen.
Rohstoffe blieben dank des Ölpreisanstiegs die Anlageklasse mit der besten Performance.
Eine erfolgreiche Impfkampagne, die staatliche Unterstützung und die Anpassungsfähigkeit vieler Unternehmen, die es ihnen ermöglichte, trotz erheblicher Corona-Einschränkungen operativ zu bleiben, sind die Gründe für unsere Prognose-Revision. Kurzfristig rechnen wir aufgrund des Anstiegs der Rohstoffpreise und der Wiedereröffnung des Dienstleistungssektors mit einer höheren Inflation.
Diese Faktoren dürften später wieder nachlassen, aber für das nächste Jahr erwarten wir eine steigende Inflation, da sich Produktionsengpässe öffnen und Unternehmen wieder mit voller Kapazität arbeiten. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass die US-Notenbank Fed im Dezember diesen Jahres mit der Drosselung der Anleihekäufe und im vierten Quartal 2022 mit einer Zinserhöhung beginnen wird.
Das grösste Risiko für unsere makroökonomische Kerneinschätzung ist ein "Boom and Bust"-Szenario, bei dem das Wachstum stärker als erwartet zunimmt. Auch die Inflation steigt derzeit stark an, und die Geldpolitik wird gestrafft, was zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsaktivität im nächsten Jahr führen wird.
Angesichts der starken Erholung des globalen Wachstums halten wir an unserer Übergewichtung im Rohstoffsektor fest. Diese Anlage bietet auch einen gewissen Schutz vor betriebskostenbasierter Inflation.
Unterdessen sehen wir den Aktienmarkt nach wie vor positiv, aber halten eine Untergewichtung bei Staatsanleihen und Unternehmensanleihen. Wir stehen US-Anleihen mit Investment Grade aufgrund sehr hoher Bewertungen inzwischen negativ gegenüber.
Bei den Aktien erwarten wir, dass ein robustes Gewinnwachstum die Auswirkungen der höheren Anleiherenditen ausgleichen wird. Wir bevorzugen bei Aktien die weniger durationssensitiven Marktbereiche wie Europa und die Wertschöpfungssektoren.
Das vollständige Dokument in englischer Sprache zu diesem Quartal finden Sie unten.
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