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Tessiner Regierungsrat verabschiedet Botschaft zur Planung der integrierten Pflege für ältere Menschen
Ausgabe: 01-2022 Datum: 31.01.2022
Thema: Gesundheit, Sozialpolitik
Das Tessin ist in der Alterspolitik unter den Pilotkantonen der Schweiz
Das Departement für Gesundheit und Soziales (DSS) des Kantons Tessin hat kürzlich die Ergebnisse der Konsultation mit den Behörden und Gemeinden vorgestellt, die an der integrierten Planung für die Alten- und Hauspflege für den Zeitraum 2021-2030 interessiert sind.
Am 15. Dezember letzten Jahres hat der Staatsrat konsequent die Botschaft zum Gesetzesdekret über die integrierte Planung ausgearbeitet, die demnächst dem Tessiner Grossen Rat vorgelegt wird. Die meisten der konsultierten Ämter akzeptierten die Grundprinzipien der Integrierten Planung, d. h. die Strategie der Förderung eines integrierten Versorgungsmanagements durch Pilotprojekte, und waren sich einig, dass der Zugang zu den Dienstleistungen für ältere Menschen verbessert und die Koordinierung dieser Dienstleistungen ausgebaut werden muss.
Neben der Beibehaltung und dem Ausbau der häuslichen Pflege mit der Schaffung von 740.000 zusätzlichen Pflegestunden und einer Erhöhung der Ausgaben (+105%) für Unterstützungsdienste ist auch geplant, die Zahl der Betten in Altenheimen durch die Schaffung von 1.180 neuen Betten zu erhöhen und die Bereitstellung von zusätzlichen 30 neuen RAMI-Betten, d.h. Betten in weniger intensiven Akutstationen (bereits im Bau) zu bestätigen.
Kurzfristig, das heisst bis 2025, ist unter anderem geplant, die Schaffung integrierter regionaler Netzwerke stärker zu fördern, die Grundlagen für eine stärkere und effektivere Beteiligung der Gemeinden an der Steuerung des Sektors zu schaffen, die Qualitätskontrollsysteme unter Berücksichtigung der Kosten und des Verwaltungsaufwands (Bürokratie) weiterzuentwickeln und die Leistungserbringer stärker in die Pflicht zu nehmen, eine Rechtsnorm einzuführen, um die Rechte älterer Menschen, insbesondere derjenigen, die in Altenheimen untergebracht sind, wirksam zu machen, und nicht zuletzt das Volontariat stärker zu nutzen.
Mittelfristig, das heisst zwischen 2026 und 2030, werden die Bemühungen vor allem darauf abzielen, die Berechnung der Gebühren in den Altenheimen zu überarbeiten, die Tarife für die Haushalte zu überarbeiten, die Leistungen der mithelfenden Familienangehörigen anzuerkennen und ein vollständig integriertes Dienstleistungsnetz aufzubauen, das eine kontinuierliche Betreuung der Nutzer ermöglicht und zu einer besseren Pflege und besseren Ergebnissen führt.
Marco Lafranchi, Mitglied des Vorstandes VASOS FARES
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