Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03438.jsonl.gz/2289

In der Interactive Teaching Method of Teaching the Alexander Technique (ITM-Alexandertechnik) legen wir den Fokus auf die Art und Weise unseres Denkens, das zu unseren Bewegungen führt.
F. M. Alexander fand im Laufe seines Experimentierens mit sich selbst und seinen Schülern und Schülerinnen heraus, dass die Art und Weise, wie wir über uns und unsere Funktionsweise denken - unsere Überzeugungen - einen direkten Einfluss auf die Qualität und Effizienz unseres Tuns hat. Für Don Weed, Gründer der ITM-Alexander-Technique, bildet diese Entdeckung F.M. Alexanders das Kernstück der Arbeit. Diese Tatsache können Schülerinnen und Schüler in jedem ITM-Workshop, in jeder Lektion, wiederholt bestätigt finden: Verändert ein Schüler vor und bei der Ausübung einer Tätigkeit seine Denkweise, verändert sich auch Bewegung und Bewegungsqualität und somit die gesamte Tätigkeit.
Hilfreiche Denkweisen kennenzulernen und anzuwenden, zu realistischeren Überzeugungen für einen konstruktiveren Umgang mit sich selbst, für leichteres und einfacheres Erreichen von Zielen und für das Zusammenleben mit seiner Umwelt zu gelangen, stimmt zuversichtlich, macht zufrieden und glücklich. Der Schüler, die Schülerin gewinnt zunehmend die Gewissheit, dass er oder sie den Schlüssel zu positiver Veränderung durch Aufgeben von nicht nützlichen Denkweisen und stattdessen Annehmen von nützlichen, konstruktiven Denkweisen und Überzeugungen selbst in der Hand hat. Zum Beispiel: das Experimentieren mit der Idee, dass es unnötig ist, die Halsmuskulatur beim Sitzen oder bei jeder anderen Betätigung mit ungebührlicher Anspannung ins Spiel zu bringen, führt zu einem natürlicheren, leichteren Sitzen und einer markanten Qualitätsverbesserung in der Ausübung weiterer Tätigkeiten. Dieser Erfolg bringt nicht nur mehr Zufriedenheit und innere Ruhe, sondern lässt im Schüler, in der Schülerin die Überzeugung wachsen, alte und nicht hilfreiche Ideen fallen lassen und konstruktivere Sichtweisen annehmen zu können.
„Zuversicht und Selbstvertrauen entsteht aus Erfolg, nicht aus Versagen, und unsere Erziehungsprozesse und unsere Vorgehensweisen im Allgemeinen in der Kunst des Lebens müssen auf Grundsätzen beruhen, die uns befähigen werden, uns der Mittel, durch die wir ein Ziel sicher erreichen können, gewiss zu sein, damit dadurch ein hoher Prozentsatz von jenen zufriedenstellenden Erlebnissen, die Zuversicht und Selbstvertrauen entwickeln, sichergestellt werden kann, und nur ein kleiner Prozentsatz von unzufriedenstellenden Erlebnissen, die dazu tendieren unser Selbstvertrauen zu untergraben und uns unglücklich zu machen, auftritt.“ – F.M. Alexander in „Constructive Conscious Control oft the Individual“, Centerline Press Edition 1985, S. 120