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In einer öffentlichen Ausschreibung hat das Literaturhaus Ende letzten Jahres Texte von in der Schweiz lebenden Autor*innen gesucht, die in anderen als den offiziellen Landessprachen schreiben. Das Echo war gross, über 120 Beiträge in 23 Sprachen wurden eingesandt. Zehn Autor*innen wurden bereits im April im Literaturhaus vorgestellt. Drei weitere – Jelena Angelovski, Karolina Duszka und Mariana Villas-Boas – lesen im Quartiergarten Albisrieden aus ihren Texten und erzählen von ihrem Schreiben.
Jelena Angelovski, *1980 in Serbien, promovierte in serbischer Literatur, arbeitete als Bibliothekarin und als Lehrerin für serbische Sprache. Als Autorin wirkte sie an zwei Büchern mit, die vom Zentrum für Jugendkreativität in Belgrad veröffentlicht wurden. Mehrere Jahre lang war sie eine der Herausgeberinnen von «Rukopisi», einer Sammlung von Lyrik und Prosa junger Menschen aus der Region Ex-Jugoslawiens. Seit 2018 lebt sie in Zürich. 2022 veröffentlichte sie ihren ersten Roman für junge Erwachsene, «Mika». Der hier publizierte Text ist ein Auszug aus dem Manuskript «Štelovanje glave», an dem sie gerade arbeitet.
Karolina Duszka ist in Polen aufgewachsen und hat dort internationale Beziehungen und schwedische Philologie studiert, 2015 ist sie in die Schweiz gezogen und lebt in Zürich. 2017 wurden zwei ihrer Kurzgeschichten als Teil der Erzählungssammlung «Świat według Polki» (Die Welt aus Sicht einer Polin) auf Polnisch veröffentlicht. Sie ist Mitglied des Klubs «Polki na Obczyźnie» (Polinnen in der Fremde), für den sie Feuilletons schreibt. 2022 war sie Teilnehmerin eines Workshops mit Usama Al Shahmani, «Die Sprache, die meine Mutter nicht spricht».
Mariana Villas-Boas wurde in Lissabon geboren, ist in den USA aufgewachsen und lebt seit 2017 in Zürich. 2014 gewann sie den FNAC New Talent Award (Portugal) für Kurzgeschichten in portugiesischer Sprache. Ihre englischsprachige Belletristik wurde in «AGNI» (2022), «American Chordata» (2022) und «Apple Valley Review» (2021) veröffentlicht. Zurzeit arbeitet sie an einem Roman, in dem die Geschichte eines beliebten architektonischen Wahrzeichens in Zürich neu erfunden wird. Der hier abgedruckte Text erschien auf Englisch in «AGNI», der Literaturzeitschrift der Universität Boston, und war für den Pushcart Prize nominiert.
Moderation: Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus) und Gunda Zeeb (About Us)
Lesung: Mariananda Schempp
In Kooperation mit dem transkulturellen Festival «About Us»
Mit grosszügiger Unterstützung der Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung