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Mittelland: Bevölkerungsdichtigkeit und Physikalische Karte.
Lf. 116.
GEOGRAPHISCHES LEXIKON DER SCHWEIZ
Verlag von Gebr. Attinger, Neuenburg.
^[Karte: 7° 0’ O; 47° 0’ N; 1:920000]
BEVÖLERKUNGSDICHTIGKEIT
Einwohner per Km2.
PYSIKALICHE KARTE
Höhenstufen:
░ unter 400 m.
▒ 400-600 m.
▒ 600-1200 m.
▓ 1200-1800 m.
░ 1800-2400 m.
▓ über 2400 m.
Aequidistanz der Kurven = 200 m.
Mce. BOREL & Cie. Neuchâtel
V. Attinger sc.
MITTELLAND: BEVÖLKERUNGSDICHTIGKEIT UND PHYSIKALISCHE KARTE ¶
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Eine Ausnahme in den Formen machen einzig der Albis und im Zusammenhang damit die beiden Thäler der Reppisch und Sihl. Ursprünglich war zwar auch der Albis ein gleicher breiter Rücken wie der Lindenberg etc. In der letzten Eiszeit aber wurde auf der einen Seite durch den Reussgletscher und dessen Moräne die Reppisch, auf der O.-Seite durch die Moräne des Linthgletschers ebenso die Sihl an den Abhang festgebannt. Die beiden Flüsse schnitten sich lebhaft ein und schärften durch ihre neuen Thäler den Albis zu einem scharfen Grat zu (Fig. 10). Grössere Ebenen sind hier noch seltener als im westl. Teil des Mittellandes; umso mehr fällt deswegen die Alluvialfläche des Baarbodens auf (Fig. 12).
E. Das ostschweizerische Molasseland.
Wie das vorige Gebiet an Rigi-Rossberg, so lehnt sich dieses an die hohe Kette von Molassebergen an, die sich vom Speer (1954 m) zum Kronberg (1666 m) und zum Gäbris (1250 m) hinziehen. Hier findet sich am Alpenrand das grösste aller schweizerischen Nagelfluhgebiete. Auch da liegen an den südlichsten Ketten die Nagelfluhbänke verkehrt, d. h. die ältern unter den jüngern, da die ganze grosse Synklinale nach N. überliegt. Es fallen somit die Schichten nach S., und es kehren alle Berge (Speer, Schänniserberg etc.), die steilen Felswände mit den abgebrochenen Schichtköpfen nach N. Weiter nordwärts folgen dann die zwei Antiklinalen, die äusserlich nicht mehr als Kämme hervortreten.
Dagegen bilden die nach S. ansteigenden Schichten nördl. von der 2. Antiklinale eine ganze Menge von Isoklinalkämmen, welche alle parallel zu einander verlaufen und dadurch grossen Gebieten eine ganz charakteristische Bodenform geben. Jede härtere Rippe bildet da einen schmalen Höhenzug, jede weichere Schicht ein Längsthälchen, z. B. Rüti (Kant. Zürich) bis Uznach, Kreuzegg (1317 m), im Toggenburg unterhalb Wattwil etc. (Fig. 13). Wenig weiter nach N., etwa vom Schnebelhorn (1295 m) an, liegen dann die Molasseschichten ungestört, fast wagrecht.
Für die Modellierung der Oberfläche waren hier zwei Faktoren massgebend: 1. das Streichen der Schichten nach ONO., am meisten in der südl., dislozierten Zone der Molasse, und 2. das allgemeine Fallen der ursprünglichen Oberfläche nach NNW. Durch den ersten Faktor entstanden die vielen kleinen Längsthäler zwischen den Isoklinalkämmen, durch den zweiten dagegen alle die grossen Querthäler, die das Gebiet zum Rhein entwässern. Solche sind: Glatt, Töss, Murg, obere Thur bis Wil, Necker, Urnäsch, Sitter etc. Anstatt radial von einem Punkt aus, wie im Napfgebiet, gingen also hier die Hauptthäler ungefähr parallel nach NNW., zwischen sich langgestreckte Höhenzüge lassend, wie z. B. Bachtel-Blauen (an der Tössmündung) oder Schnebelhorn-Irchel.
Diese Höhenrücken zeigen aber nicht die sanften breiten Formen wie der Zürichberg, sondern sie sind durch die Verzweigungen der Hauptflüsse besonders in den höhern Teilen sehr stark zerschnitten. Es finden sich im Zürcher Oberland, im Toggenburg und in Appenzell ganz ähnliche Schluchten (hier Tobel genannt) und ganz gleiche Vorsprünge (ebenfalls Egg genannt) wie am Napf. Auch hier ist eine solche Egg trocken, sonnig, Wiese oder Acker; die Tobel dagegen sind wasserreich, Wiese oder Wald. In viel höherem Grade als im Napfgebiet werden hier die zahlreichen Wasserkräfte zu industriellen Zwecken ausgenutzt. Auch das System der Besiedelung ist das gleiche: im Zürcher Oberland, im Toggenburg, in Appenzell ist der Einzelhof das vorherrschende und ursprüngliche. Nur an besonders begünstigten Punkten (Thalweitungen) bildeten sich früh kleine Dörfer, die dann erst durch die Industrie gross geworden sind.
Im nördl. Teil dieses Gebietes (etwa n. von Winterthur-Wil) verflacht sich alles: die Berge sind weniger hoch und von sanftern Formen, z. B. der Ottenberg. So erinnert der thurgauische Seerücken ganz an den Jorat, nur dass er weniger hoch ist, indem die breiten Strassenübergänge z. B. bei 576 m und 556 m liegen. Sowie man aus dem stark zerschnittenen südl. Teil in die flachem nördl. Gegenden kommt, wechselt auch das System der Siedelungen: im nördl. Kant. Zürich und im nördl. Thurgau findet man überall die geschlossenen Dörfer, während die ganze Feldflur von einem Dorf zum andern oft kein einziges Haus aufweist.
Klima.
Von den drei grossen Gebieten der Schweiz ist das Mittelland klimatisch am meisten begünstigt, weil ¶