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Probiotika verbessern Spermienqualität.
Forscher haben in einer wissenschaftlichen Studie herausgefunden, dass Probiotika die Spermienqualität verbessert bei Männern, die eine zu geringe Anzahl Spermien, zu unbewegliche Spermien und zu viele atypische Spermien aufweisen.

Probiotika in Milch

Probiotika sind lebensfähige Mikroorganismen (Bakterien), die als Nahrungsmittelergänzung oder in Form von Medikamenten verabreicht werden.
Laktobazillen, die natürlicherweise in Milchprodukten vorkommen, sind typische Vertreter solcher probiotischen Bakterien.
Forscher haben den Effekt von Probiotika auf die Spermienqualität bei Männer mit einer Oligoasthenoteratozoospermie untersucht. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Andrology publiziert.
Die Oligoasthenoteratozoospermie ist gekennzeichnet durch eine zu geringe Anzahl Spermien, zu wenig bewegliche Spermien und zu viel fehlgebildeten Spermien. Männer mit einer Oligoasthenoteratozoospermie haben eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit.
Die Laktobazillen verbessern die Spermienqualität
Die Forscher testeten das Probiotika Präparat, das vor allem Laktobazillen enthielt bei 41 Patienten mit Oligoasthenoteratozoospermie. 20 Patienten erhielten während einer Dauer von 6 Monaten das Probiotika Präparat und 21 Patienten eine Kontrollsubstanz bestehend aus Stärke.
Nach 6 Monaten zeigte sich eine Verbesserung in der Menge und der Qualität der Spermien bei den Patienten, welche Probiotika erhielten. Das Volumen des Ejakulates stieg von median 2.4 ml auf 3.1 ml. Die Spermienkonzentration verdoppelte sich beinahe. Die Beweglichkeit der Spermien verbesserte sich von 7 auf 16 Prozent und die Anzahl der fehlgebildeten Spermien nahm ab. In der Gruppe, welche Stärke erhielten, waren keine Veränderungen zu beobachten.
Die Studienautoren folgern daraus, dass Probiotika eine sichere und effektive Möglichkeit darstellen, bei Männer mit Oligoasthenoteratozoospermie die Spermienqualität zu verbessern.
Quelle: Andrology
13.09.2017 - fgr