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Für die Erweiterung des Staatsarchivs wird das Gestaltungsprinzip aus dem Bestand heraus entwickelt. Das Projekt schliesst unter- und oberirdisch nahtlos an Bau 2 an, womit dieser nicht um einen weiteren Baukörper ergänzt, sondern verlängert wird. Volumetrisch mit dem Bestand vereint, zeigt die Fassade mit der Aufreihung von vertikalen Fensterbändern und schmalen Wandscheiben aus Sichtbeton ein originäres, die massive Präsenz von Bau 2 in gleichsam aufgelöster Form weiterführendes Prinzip. Die additive Fassadengestaltung liefert auch eine Antwort auf eine spätere horizontale Erweiterung.
Die Grundrissgestaltung orientiert sich auf selbstverständliche Art am bestehenden Layout. Die Erschliessungsachsen und die grundrissliche Schichtung werden fortgeführt – somit auch das Prinzip der klaren Trennung von öffentlichem und nicht öffentlichem Bereich.
Die öffentlich zugänglichen Räume zeichnen sich durch repräsentativen Charakter aus. Die Haupthalle wird zur Drehscheibe für Informationen und Austausch. Dabei wird der vertikale Bezug zu den Arbeits- und Werkstatträumen der Mitarbeiter im zweigeschossigen Bereich ermöglicht. Die Oblichtdecke bringt Tageslicht ins Innere. Der Repetorienbereich und die Lobby bilden folglich einen zusammenhängenden Raum, wodurch Bau 2 und Bau 3 nicht nur volumetrisch, sondern auch innenräumlich eine Einheit bilden.