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Nach nur zehn Tagen im Amt hat der neue Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, den Posten wieder geräumt. Das bestätigte das Weisse Haus am Montag.
Scaramucci wolle damit dem neuen Stabschef John Kelly einen unbelasteten Start ermöglichen, hiess es in einer Mitteilung. Kelly solle die Gelegenheit bekommen, sein eigenes Team aufzubauen. US-Medien berichteten, die Entlassung des umstrittenen Kommunikationschefs sei auf Drängen des gerade erst vereidigten Stabschefs erfolgt. Es blieb zunächst unklar, wer auf Scaramucci folgen soll.
Weitere Wende
Die überraschende Ankündigung war eine weitere Wende in den internen Machtkämpfen im Weissen Haus. Schon Scaramuccis Ernennung war in der Regierungszentrale umstritten.
Trumps damaliger Sprecher Sean Spicer nahm sie als Grund, seinen Job zu schmeissen. Spicer sagte, Scaramucci werde die bereits vorhandene Unsicherheit und das Durcheinander in der Regierung nur verstärken.
Exzentrisches Auftreten
In der Tat sorgte der ehemalige New Yorker Investor mit seinem oft exzentrischen Auftreten für Wirbel. In der vergangenen Woche machte er mit unflätigen Bemerkungen über Trumps Stabschef Reince Priebus von sich reden. Einem Reporter sagte der 53-Jährige, Priebus sei ein «fucking paranoider Schizophrener, ein Paranoiac».
Trump liess seinen Kommunikationschef gewähren. Es folgte eine weitere Personalrochade: Priebus räumte seinen Posten; der Präsident machte seinen Minister für innere Sicherheit John Kelly zum neuen Stabschef.
Die Ernennung des ehemaligen Vier-Sterne-Generals war allgemein so interpretiert worden, dass der Ex-Marine Ordnung im Weissen Haus schaffen soll. Kelly gilt als sehr diszipliniert.
Grösserer Plan vermutet
Es wurde aber auch darüber spekuliert, dass seine Ernennung nur der Auftakt weiterer personeller Veränderungen sein könnte. «Politico» und andere Medien schrieben, Trump verfolge mit Kellys Ernennung einen grösseren Plan.
Statt den von ihm selbst stark beschädigten Chefankläger Jeff Sessions gegen den entschiedenen Willen der konservativen Basis zu entlassen, könne er ihn nach Kelly an die Spitze des wichtigen Ministeriums für Innere Sicherheit schieben.
(sda/me)