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"Eine Fusion mit Allergan hätte – auch über den direkten Nutzen hinweg – grossen Wert für Pfizer gehabt. Der Rückschlag sollte jedoch die Glaubwürdigkeit des Pfizer-Managements nicht beeinträchtigen, da externe Faktoren zum Scheitern des Deals geführt haben. Pfizer-CEO Ian Read hat diverse andere Möglichkeiten, den Shareholder Value zu steigern. So könnte er beispielsweise nach weiteren grossen Akquisitionszielen Ausschau halten und dabei erneut GlaxoSmithKline oder AstraZeneca ins Auge fassen. Oder er könnte sich um Biotech-Übernahmen bemühen.
Eine andere Möglichkeit wäre, Pfizer in zwei Einheiten aufzuteilen, wobei sich ein Teil auf Innovation und patentierte Produkte konzentrieren und der andere auf den Kauf von Produkten mit abgelaufenen Patenten sowie Over-the-Counter-Medikamente fokussieren würde. Solch eine Zweiteilung zieht das Management seit langem in Erwägung. Pfizer könnte sich aber auch ausschliesslich auf die Entwicklung der eigenen Produkte-Pipeline konzentrieren und zusätzliche Produkte über kleinere, gezielte Akquisitionen zukaufen.
Auch Allergan hat andere attraktive Optionen. Das Unternehmen besitzt eine Palette etablierter, langfristiger Assets und eine attraktive Pipeline von Produkten, die sich in der späten klinischen Entwicklung befinden. Zudem bezahlt Teva Allergan bald USD 36 Milliarden für den Kauf von Allergans Generika-Sparte. Kapitalumschichtung und die Fortsetzung des Rückkaufprogramms von Aktien im Umfang von USD 2,5 Milliarden verleihen dem Unternehmen reichlich Flexibilität, um für die Aktionäre zusätzlichen Wert zu schaffen, unter Umständen sogar mehr Wert, als mit dem Kauf durch Pfizer kreiert worden wäre.
Kurz, das Thema Fusionen und Akquisitionen ist für beide Unternehmen wieder weit oben auf der Agenda, was dem Pharma- und Biotechsektor Auftrieb verleihen dürfte.