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Das italienische Luxusunternehmen Missoni hat Berichten zufolge einen Finanzberater ernannt, da das Familienunternehmen einen möglichen Verkauf erwägt. Das Unternehmen soll die Finanzberatungsgruppe Rothschild mit dieser Aufgabe betraut haben, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise berichtet. Die Familie Missoni sei für alle Optionen offen.
Die namensgebende Gründerfamilie hält 59 Prozent an der Marke, während die anderen 41 Prozent der italienischen Investmentgesellschaft FSI gehören. Diese erwarb den Anteil 2018 mit einer Finanzspritze von 70 Millionen Euro. Laut Informationen wurde der formale Verkaufsprozess noch nicht eingeleitet und es wurde noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob ein Verkauf offiziell stattfinden wird, auch wenn entsprechende Vorbereitungen getroffen wurden.
Gerüchte über einen möglichen Verkauf kamen auf, nachdem größere Luxuskonzerne Anfang des Jahres unaufgefordert Interesse am Kauf von Missoni gezeigt hatten. Das Interesse der Marke an einer Übernahme durch ein derartiges Großunternehmen wurde bei einer Online-Veranstaltung deutlich, die von Livio Proli, dem Vorstandsvorsitzenden von Missoni, im Oktober geleitet wurde. Während der Veranstaltung sagte Proli, dass die Marke Missoni unabhängig davon, ob sie alleine oder mit den Ressourcen und Synergien eines großen Konzerns weitergeführt wird, sich stets auf ihre besondere Handwerkskunst konzentrieren werde.
Dieser Artikel erschien zuvor auf FashionUnited.nl