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The Course and Neuroplasticity in Neck Pain-Associated Disorders and Whiplash-Associated Disorders in the General Population
A One Year Prospective Observational Cohort Study PROCO-Neck
Auf einen Blick
Beschreibung
Beschwerden aufgrund von Nackenschmerzen und Schleudertrauma stellen ein erhebliches Gesundheitsproblem dar. Nackenschmerzen haben eine Lebenszeitprävalenz von 54 %. Obwohl sich die Mehrheit der Patienten innerhalb der ersten drei Monate erholt, entwickelt ein Teil der Betroffenen anhaltende Schmerzen. Ein Schleudertrauma findet hingegen seltener statt, aber die Patienten leiden oft stärker an unterschiedlichsten Beschwerden. Chronische Nackenbeschwerden bedeuten eine Beeinträchtigung der Lebensqualität von Betroffenen und führen zu gesteigerter Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung sowie sozialen Kosten. Die genauen Mechanismen, die zu chronischen Nackenschmerzen führen, sind noch unbekannt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen einen engen Zusammenhang zwischen körperlichen und psychosozialen Aspekten, die den Verlauf von Nackenschmerzen beeinflussen können. Die vorliegende Studie erhebt daher erstmals über 12 Monate an vier Messzeitpunkten (1-3-6-12 Monate nach dem Auftreten der Schmerzen) gleichzeitig klinische und psychosoziale Faktoren, sowie Körperwahrnehmung, Bewegungskontrolle und körperliche Aktivität bei Personen mit Nackenbeschwerden und untersucht deren Zusammenhänge. Zusätzlich werden bei einer Gruppe der Patienten Messungen mit funktionellem MRI durchgeführt, um mögliche neuroplastische Anpassungen von sensomotorischen Netzwerken zu erkennen. Solche Veränderungen im Hirn könnten eine Chronifizierung der Beschwerden unterstützen. Durch den prospektiven Ansatz können zeitabhängige Prozesse beim Übergang vom akuten zum anhaltenden Schmerzzustand erkannt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen helfen, die Zusammenhänge des komplexen Gesundheitsproblems zu verstehen und neue Ansätze für Therapie und Prävention zu entwickeln.