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Erklärt werden könne dies durch den Rückgang der Übertragungen aufgrund von Massnahmen gegen Covid-19, heisst es im BAG-Bulletin, das am Montag veröffentlicht wurde.
Im Jahr 2020 gab es demnach rund 65'000 Meldungen, beispielsweise zu Röteln, Tuberkulose, Hepathitis A/B/E, zur Durchfallerkrankung Salmonellose, zu Aids oder Malaria. Der Rückgang der Fälle reichte von 15 Prozent bis 90 Prozent im Vergleich zu den erwarteten Werten auf Basis der Jahre 2015 bis 2019. Einzig die Zahl der Fälle von zeckenübertragener Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) stieg im Jahr 2020 an (+13 Prozent).
Neben den verordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erklärt das BAG diesen Rückgang der Zahlen mit individuellen Verhaltensänderungen und mit einer vom Gesundheitssystem bedingten Untererfassung der Fälle. Dies seien aber lediglich mögliche Erklärungen.
Es gebe zwei verschiedene Mechanismen, die die Abnahmen begründen können, so das BAG: Erstens, dass bei gleicher Häufigkeit der Erkrankung in der Bevölkerung insgesamt weniger Fälle gemeldet wurden. Die tiefere Anzahl an gemeldeten Fällen müsse somit nicht notwendig eine Abnahme der Übertragungen widerspiegeln, sondern eine Untererfassung der tatsächlichen Fälle, weil Erkrankte keinen Arzt aufsuchten oder aufsuchen konnten.
Zweitens könne es sein, dass die 2020 erlassenen Massnahmen und Empfehlungen zur Kontrolle von Covid-19 auch zu einer Reduktion der Übertragung von anderen Erregern geführt haben. Für jede Krankheit dürften die beiden Mechanismen unterschiedlich stark die Fallzahlen beeinflusst haben, folgert das BAG.