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Missionsgesellschaft Bethlehem
Im Herrn verschieden
Laurenz Schelbert, Bruder, geboren am 20. November 1939, wuchs in Muotathal SZ auf und machte bei seinem Vater eine Lehre als Schmied. Er arbeitete im elterlichen Betrieb bis zu seinem Eintritt in die Missionsgesellschaft Bethlehem am 3. Dezember 1961. Als Schmied und Sanitär war er im Seminar Schöneck NW tätig. 1967 reiste er als Missionar nach Taiwan aus. Nach dem Studium des Mandarin war er bis 1975 Werkstattlehrer und leitete die Schlosserei an der Handwerkerschule in Taidong. 1979/1980 besuchte er in Manila einen Pastoralkurs und machte eine Ausbildung in audiovisueller Medienarbeit. So ausgerüstet stellte er sich dem Bildungshaus Kanglo in Taidong für Administration zur Verfügung. Dann war er am Taiwan Pastoral Institute für die AV-Arbeit verantwortlich, bevor er im Rahmen des Kuangchi Program Service die Medienarbeit übernahm. 2004 und 2004 arbeitete er im Bildungsdienst der Missionsgesellschaft in der Schweiz mit. Zurück in Taiwan widmete er sich der Bibelarbeit (AsiPA), um sich dann als Projektleiter in der Kursarbeit für chinesischsprachige Seelsorger und Schwestern in Asien und in der Schweiz zu engagieren. Das Generalkapitel der Missionsgesellschaft 2013 wählte ihn in den Generalrat. Mit dem Ortswechsel nach Immensee übernahm er hier auch die Betreuung der Website SMB und die Gestaltung des gesellschaftsinternen Kommunikationsorgan Officiosa. In den letzten Jahren plagten Laurenz verschiedene gesundheitliche Probleme. Leber und Herz versagten immer mehr. Am 6. Januar starb er auf der Pflegeabteilung des Missionshauses und wurde auf dem Friedhof der Missionsgemeinschaft beigesetzt.
Karl (Carlos) Hüsler, geboren am 4. Oktober 1929, wuchs mit zehn Geschwistern in Ruswil LU auf. Im elterlichen Betrieb machte er eine Lehre als Säger und arbeitete dort bis zu seinem Eintritt in die Missionsgesellschaft Bethlehem am 1. Dezember 1958. Im Missionsseminar Schöneck war er in der Schreinerei und der Schlosserei tätig, am Progymnasium Rebstein als Allrounder. Von Immensee aus absolvierte einen Schreinerkurs. 1965 reiste er nach Kolumbien und wurde verantwortlich für den Bau und die Renovation von sieben Pfarrhäusern, zwölf arg verlotterten Kirchen und Kapellen, vier Landjugendheimen, drei pfarreilichen Kurszentren und einer Schule. Diese Aufgaben brachten ihm innerhalb von 40 Jahren viele Ortswechsel, enorme Flexibilität und Verfügbarkeit. Das grösste Projekt war der Bau des Regionalhauses in Popayàn (1970–1972) und dessen Instandstellung nach dem Erdbeben 1983. Seine Mitbrüder schätzten sein fachliches Können, seine Zuverlässigkeit und seinen verschmitzten Humor. Ein schweres Augenleiden zwang Carlos 2004 zur Rückkehr in die Schweiz. Trotz seiner Sehbehinderung versah er im Missionshaus bis 2015 das Amt des Sakristans. 2017 wechselte er auf die Pflegeabteilung im Missionshaus. Seine Kräfte nahmen zusehends ab. Er verstarb friedlich am 10. Januar 2022 und wurde auf dem Friedhof der Missionsgesellschaft begraben.
Josef Elsener