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Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren zerbersten und eine Kettenreaktion auslösen, an deren Ende das Eis der gesamten Westantarktis ins Meer abgleitet. Die Folgen davon sind dramatisch: der Meeresspiegel wird um 3,5 Meter steigen – Städte wie New York, London und Tokio werden im Wasser versinken. Ein eindrückliches und bedrückendes Video des Tagesanzeiger Magazins erklärt, wieso.
Der Thwaites-Gletscher ist etwa so gross wie Grossbritannien und liegt in der Westantarktis. Er ist ein breiter Gletscher, der zum Meer hin etwas enger wird und die Westantarktis wie einen Korken verschliesst. Und er spielt gerade deshalb eine zentrale Rolle.
Die Antarktis ist vom Zirkumpolarstrom umgeben, einer ringförmigen kalten Meeresströmung, die den gesamten Kontinent umgibt. Diesem Strom ist es zu verdanken, dass das Eis in der Antarktis bis vor kurzem erhalten blieb – trotz steigender Temperaturen. Doch seit kurzem ändert sich der Zirkumpolarstrom: Er wird wärmer und schneller, weil vermehrt wärmeres Wasser aus dem Norden eindringt.
Der Thwaites-Gletscher schmilzt von unten
Und genau dieses warme Wasser setzt dem Thwaites Gletscher zu, denn das Land auf dem der Gletscher liegt, befindet sich zum grössten Teil unter dem Meeresspiegel. Das wärmere Wasser gelangt damit unter den Gletscher und schmilzt den Gletscher von unten weg. Der Gletscher verliert dadurch die Haftung am Boden und droht ins Meer abzugleiten.
Der Prozess hat begonnen
Dieser Prozess hat bereits begonnen und lässt sich nicht mehr aufhalten. Die Frage ist einzig, wie lange es dauern wird, bis der Gletscher komplett auseinanderbricht und ins Meer rutscht. Prognosen zufolge sind es fünf bis zehn Jahre. Allein dieser Prozess wird den Meeresspiegel weltweit um 60 cm ansteigen lassen. Doch das ist erst der Anfang einer Kettenreaktion, an deren Ende der Meeresspiegel um bis zu 3,5 Meter ansteigen wird – was für Städte wie New York, London und Tokio das Ende bedeutet.
In den Video-Themenblöcken werden drei zentrale Aspekte des Klimawandels thematisiert: internationale Klimapolitik, technologischer Wandel und marktwirtschaftliche Instrumente.
Dieser Daten-Themenblock befähigt die Lernenden dazu, eine Verbindung zwischen der sich verändernden CO2-Konzentration in der Atmosphäre und den historischen Temperaturentwicklungen herzustellen.
Der Klimawandel bewegt Politik, Gesellschaft und Wirtschaft – und bildet daher unseren Schwerpunkt für das Schuljahr 2021/2022. Mit Ralph Winkler, Professor für Mikroökonomik an der Universität Bern, entwickeln wir Module rund um das Thema. Im Kurz-Interview spricht er über die Ökonomie des Klimawandels und die Zusammenarbeit mit Iconomix.