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„Crowd Management ist die systematische Planung und proaktive Umsetzung der räumlichen Organisation von grossen Menschen-Ansammlungen auf Basis kontinuierlicher Überwachung und Analyse der Massenbewegungen und Gruppendynamiken mit dem Ziel der Sicherung, des Schutzes und des Erhalts des Wohlbefindens aller Anwesenden und Beteiligten.“ 1
Crowd Management, welches zu Deutsch auch Publikums-Sicherheits-Management genannt werden könnte, beschreibt laut Christian Brauner die Steuerung (nicht Kontrolle) von Menschenmassen. Daraus ergeben sich zwei völlig verschiedene Teilaufgaben:
Aufgabe 1 ist schwierig zu lösen
Wie soll eine Masse beeinflusst werden, wenn es doch schon so schwierig ist, Einzelne zu beeinflussen?
Aufgabe 2 ist vergleichsweise einfach zu Lösen, wird aber oft nicht als Aufgabe bzw. Gestaltungsmöglichkeit wahrgenommen. 2
Um geeignete Bedingungen zu schaffen, muss zunächst das zu erwartende Publikum und damit dessen Verhaltensmuster bekannt sein. Jedem ist bewusst, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen dem Publikum eines Klassikkonzerts und jenem eines Boygroup-Konzerts gibt. Das bedeutet nicht, dass eine von beiden Veranstaltungsarten gefährlicher wäre als die andere, sondern dass aufgrund einer Risikoanalyse verschiedene dem jeweiligen Publikum entsprechende Massnahmen erforderlich sein können.
Es gibt verschiedene Parameter, die in Kombination die beste Wirkung entfalten:
1 Simon Runkel und Jürgen Pohl: Crowd Management als Planungsaufgabe: eine sozialgeographische Perspektive auf Masse und Raum bei Großveranstaltungen, S. 191
2 Christian Brauner – Risk Management
TA 2015