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Femina Politica: Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, Heft 1/2019
Folgende Themen können in den Beiträgen behandelt werden:
- Welche historischen und aktuellen Entwicklungslinien von utopischen Gesellschaftsentwürfen lassen sich nachzeichnen? Welche Bedeutung kommt gegenwärtig dem Utopischen, der Imagination einer ‚anderen’, ‚besseren’ Welt insbesondere in feministischen und queeren Kontexten zu? In Bezug auf welche
- Machtverhältnisse eröffnen die jeweiligen Utopien Gegenentwürfe? Welche Ungleichheiten bleiben ausgeblendet?
- Haben wir es tatsächlich mit einem Utopieverdruss und einer Absage an das Utopische zu tun, oder ist das Utopiekonzept an sich problematisch (geworden)? Welche Debatten, Widersprüche und Konfliktfelder lassen sich in diesem Kontext ausmachen? Welcher Rolle kommen hier zentrismuskritischen Interventionen insbesondere aus dem Bereich der Critical Race Studies sowie der post- und dekolonialen feministischen Theorie zu?
- Ist die Utopie ein produktives Mittel der Gesellschaftskritik und Gesellschaftsanalyse? Welche analytische und epistemologische Relevanz entfalten utopische Entwürfe für die queer-feministische Politikwissenschaft? Eignen sich andere Konzepte (z.B. Heterotopie) besser für Fragen des Zukünftigen, des Wünschbaren und seine Bedeutung als Kritik des Gegenwärtigen? Welche neuen Impulse können hier neuere Ansätze aus dem Bereich des New Materialism oder zu sich veränderten Körper-Technik-Verhältnissen (z.B. Cyborgtheorien) bereitstellen, um das (Un-)Mögliche zu denken?
- Welche utopischen Elemente und Praktiken finden sich in aktuellen (u.a. queeren, feministische, kapitalismuskritischen, ökologischen) sozialen Bewegungen und Aktivismen? Wo und in welchen Räumen, Kontexten und Medien werden Utopien entwickelt? Wie setzen Akteur*innen ihre Visionen in alltäglichen Praktiken um?
- Welche utopischen Modelle oder Visionen einer (feministische[re]n und
- queere[re]n) Gesellschaft mit anderen Formen des Wirtschaftens, der politischen Organisation, der Geschlechterverhältnisse und -verständnisse, des (sexuellen) Zusammenlebens, des Umgangs mit Ressourcen wurden entwickelt und umgesetzt?
- Wie lassen sich gelebte Alternativen der solidarischen Ökonomien, der Ökodörfer und anderer Aktivismen aus geschlechtertheoretischer Perspektive interpretieren? Und welche Geschlechterkonzeptionen liegen weltweit zirkulierenden Konzepten wie buen vivir, vida tranquila oder ubuntu zu Grunde?
- Wie kann Zeitlichkeit, Zukunft und Zukünftigkeit bzw. das Utopische auf der Basis dieser Ansätze oder auf der Basis von Fallstudien verstanden und konzeptualisiert werden?
Kontakt:
Publikationsdatum:
11. April 2018
Deadline:
30. April 2018
Themen:
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