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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das männliche Gehirn schneller altert als das weibliche. Das könnte die Erklärung zu sein, warum Männer ein höheres Risiko haben, Krankheiten wie Parkinson zu entwickeln.
Die Wissenschaftler der University of Szeged in Ungarn kamen zu diesem Schluss, nachdem sie die Gehirne von 53 Männern und 50 Frauen gescannt hatten. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 32 Jahren - das Alter variierte zwischen 21 und 58. Die Ergebnisse zeigten die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und zwar in den subkortikalen Strukturen: Abgesehen vom schnelleren Alterungsprozess verlieren Männer auch mehr graue Zellen als Frauen im Nucleus Caudatus und Putamen - Teile des Gehirns, die für Bewegung und emotionale Verarbeitung zuständig sind.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift «Brain Imaging and Behaviour» veröffentlicht.
«Verblüffenderweise nimmt das Volumen der grauen Zellen bei Männern schneller ab als bei Frauen, was das Zusammenspiel zwischen Alter und Geschlecht in den subkortikalen Strukturen betont», heisst es dort. «Veränderungen in den subkortikalen Strukturen werden immer wieder mit schweren neuropsychiatrischen Leiden in Verbindung gebracht, wie beispielsweise Parkinson, ADHS und so weiter. Diese Veränderungen zu verstehen könnte tiefere Einblicke in den Verlauf und die Prognose solcher Krankheiten gewähren.»
Es wurde ebenfalls gezeigt, dass auch der Thalamus, der im Gehirn für die Informationsweitergabe zuständig ist, betroffen ist.
Frühere Studien stützen die aktuellen Ergebnisse, Männer haben ein zweimal höheres Risiko an Parkinson zu erkranken als Frauen. (cm)Publiziert am 04.12.2015 | Aktualisiert am 07.12.2015