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Krisenherde gibt es genug in der Welt und abschotten von der Welt können wir uns nicht mehr - auch wenn einige Schweizer dies noch für möglich halten. Wir haben einen weltbekannten und guten Ruf für unsere Guten Dienste (Vermittlertätigkeit), die wir v.a. in der Diplomatie zwischen verfeindeten Staaten leisten - warum nicht auch endlich mehr Gute Dienste in friedensfördernder und friedenserhaltender Mission der Streitkräfte anbieten?
Ich denke nicht an Kriegsherde, wo wir mit einer auf Verteidigung ausgerichteten Armee nichts auszurichten haben. Ich denke viel mehr an Einsätze als Ordnungshüter und Aufbauhilfe in Erdbebengebieten (Haiti und Chile als aktuellste Beispiele) und anderen naturkatastrophengeschädigten Regionen. Dies nicht nur für erste Räumungsarbeiten, sondern für längerfristige Einsätze und z.B. zum Wiederaufbau von Infrastrukturen und zur Ausbildung und Begleitung lokaler Polizeikräfte. (Als Nebeneffekt würden dabei unsere Leute andere Sprachen und Kulturen kennen lernen.)
Unser heutiges Ausbildungssystem der Armee könnte 1:1 übernommen und ins Ausland "transferiert" werden: Mehrmonatige Rekrutenschule (Sanität, Festungstruppen, Genie, etc.) in Haiti, WKs in kleineren Einsatzgebieten wie z.B. L'Aquila 2009 oder nun in Rio de Janeiro.
Ich bin überzeugt, dass ein solches Angebot die Wehrpflicht bedeutend attraktiver gestalten würde und wieder mehr junge und auch weniger junge Schweizer "gerne" in die Armee gingen.