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Die Gruppe der Konfessionslosen repräsentiert heute bereits einen Drittel der Genfer Bevölkerung, meldete unlängst die Zeitung «La Tribune de Genève». Damit ist die Anzahl Konfessionsloser innert zehn Jahren um 75 Prozent gestiegen. Die Mehrheit der Nicht-Gläubigen lebt in grossen Städten und ist gebildet, lautet das Fazit des Bundesamts für Statistik.
Konfessionslos und Städter
Die Zahl der Konfessionslosen in der gesamten Schweiz hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt – auf über 20 Prozent gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die Spitzenreiter-Kantone mit der höchsten Zahl an Konfessionslosen sind die Stadtkantone Genf (35 Prozent) und Basel (42 Prozent) sowie der Kanton Neuenburg (38 Prozent). In der Innerschweiz ist diese Zahl vergleichsweise am niedrigsten. Gemessen an der Steigerung von 75 Prozent der Konfessionslosen in den vergangenen zehn Jahren sei diese Gruppe schon bald die Mehrheit, so die Zeitung weiter.
Aktuell bezeichnen sich im Kanton Genf 37 Prozent als katholisch, zwölf Prozent als reformiert, jüdische und muslimische Glaubensrichtungen machen je weniger als zehn Prozent aus.
Mobilität ist zentraler Faktor
Das Bundesamt für Statistik hat auch die soziokulturellen Merkmale der Konfessionslosen festgelegt: Die Mehrheit lebt in Grossstädten, ist zwischen 25 und 44 Jahre alt und hat eine höhere Ausbildung absolviert. Die Mobilität habe ausserdem Einfluss darauf, dass sich viele Leute nicht mehr einer bestimmten Kirchgemeinde zugehörig fühlten. Ausländer bezeichneten sich gemäss dem Artikel eher als konfessionslos. kipa