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Nur 10'000 Sportwagen baut Ferrari pro Jahr. Und doch ist der italienische Konzern an der Börse nun wertvoller als General Motors (GM) und Ford – zwei Konzerne, die jedes Jahr Millionen von Autos verkaufen. Und die zu den wichtigsten Unternehmen der amerikanischen Industriegeschichte zählen.
An diesem Montag wurde Ferrari zeitweise bei einer Marktkapitalisierung 30,1 Milliarden Dollar gehandelt. Der Börsenwert von GM sank am gleichen Tag hingegen auf 29,3 Milliarden Dollar. Fords Bewertung fiel auf 19,2 Milliarden Dollar.
Ferrari kann dank seines Status' als begehrte Luxusmarke auf seinen Autos eine Marge von 24 Prozent einfahren. Normale Autokonzerne – wie GM und Ford – müssen sich mit Margen von unter 5 Prozent begnügen.
Und im Gegensatz zu den meisten Autokonzernen steuert Ferrari relativ unbeschadet durch die Krise: Zwar senkte der Hersteller aus Maranello am Montag seine Prognose fürs Gesamtjahr, und er warnte vor Problemen für seinen Formel-1-Rennstall.
Doch gleichzeitig präsentierte Ferrari einen um bloss ein Prozent tieferen Quartalsumsatz von gut 1 Milliarde Franken. Die Autoauslieferungen verringerten sich um 5 Prozent auf 2'738 Stück – und dies, obwohl Ferrari seine Produktion im März in Norditalien einstellen musste. Seit Montag sind die Fabriken wieder in Betrieb.
Vom Erfolg von Ferrari profitiert insbesondere die italienische Milliardärsfamilie Angelli: Sie kontrolliert über ihre Holding Exor NV den Autobauer aus der Emilia-Romagna. Seit Ferrari 2015 an die Börse ging, hat sich der Wert mehr als verdreifacht. Zuvor war Ferrari Teil von
Vom Erfolg von Ferrari profitiert insbesondere die italienische Milliardärsfamilie Angelli: Sie kontrolliert über ihre Holding Exor NV den Konzern. Seit Ferrari 2015 an die Börse ging, hat sich der Wert mehr als verdreifacht. Zuvor war Ferrari Teil von Fiat Chrysler.
Den früheren Mutterkonzern hat Ferrari an der Börse schon viel früher überholt: Derzeit ist der US-italienische Autokonzern weniger als 13 Milliarden Dollar wert.
Und noch ein Vergleich zwischen röhrenden Motoren traditioneller Art und der E-Automobilität: Tesla wird derzeit mit gut 140 Milliarden Dollar bewertet; also gut viermal höher als der 1947 gegründete Ferrari-Konzern.
(mbü, mit Material der Agentur Bloomberg und dem Portal CNBC)