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Wer zur Royal Family gehört, muss sich wohl keine Sorgen über Immobilienpreise und Eigenheim machen, denn im Besitz des Königshauses sind zahlreiche grosse Anwesen, in welchen man mehr als komfortabel wohnen kann. Als das Lieblingsschloss der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) galt etwa Schloss Balmoral in Schottland, welches auch als ihre Sommerresidenz diente. Der offizielle Hauptwohnsitz war aber natürlich Buckingham Palace, das Wochenende verbrachte sie gerne auf Schloss Windsor.
Nach ihrem Tod gibt es nun einiges zu regeln – auch was die Umverteilung der Immobilien anbelangt. Der neue König, King Charles III. (73), wohnte bisher im Clarence House, welches innerhalb der Mauern des St. James Palastes in London steht. Als Monarch wird er aber wohl in den Buckingham Palast umziehen müssen – ganz so, wie es die Tradition will. Der grosse weisse Bau in London hat immerhin einiges zu bieten.
- erbaut 1703, seit 1761 im Besitz der Royal Family
- 775 Räume, davon 52 Schlafzimmer für die Royals, 188 Schlafzimmer für Angestellte und 78 Badezimmer
- Gesamtwohnfläche: 77'000 Quadratmeter
- Park mit einer Fläche von 17 Hektar Land, ein Teich, ein Hubschrauberlandeplatz
- Reithalle
- Schwimmbad
- Tennisplatz
- 2020 wurde der Wert des Buckingham Palastes auf 1 – 5,5 Milliarden Pfund geschätzt (je nach Immobilienlage in der Stadt London und Prestigewert des Palastes)
Schloss Windsor
Wie es mit Schloss Windsor aussieht, ist bisher noch nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass Prinz William (40) und Prinzessin Kate (40) dort einziehen könnten. Das Ehepaar ist erst vor Kurzem nach Windsor ins Adelaide Cottage gezogen, die Kinder Prinz George (9), Prinzessin Charlotte (7) und Prinz Louis (4) wurden in der Nähe inzwischen sogar eingeschult. Beeindruckend wäre ein Wohnsitz wie Schloss Windsor auf jeden Fall.
Schloss Windsor hat eine tausendjährige Geschichte und hat schon praktisch jedes Oberhaupt der britischen Royals beherbergt. Ausserdem verfügt es über:
- rund 1000 Zimmer
- 300 Cheminées
- zusätzliche Nebengebäude für die Königliche Sammlung wie Möbel, Gemälde und Rüstungen
In dem riesigen Anwesen müsste man allerdings wirklich fast Angst haben, sich zu verlaufen und die Kinder sollten lieber nicht alleine durch die Gemäuer wandern – sonst muss man wahrscheinlich einen Suchtrupp losschicken, um sie wieder zu finden.
Sandringham
Sandringham House war bisher immer der Ort, an dem die königliche Familie gemeinsam Weihnachten feierte. Es war ausserdem das Lieblingshaus von Prinz Philip (†99), dem Ehemann von Queen Elizabeth II. Nun könnte Sandringham House an William und Kate gehen – als Wochenend- oder Ferienhaus. Und vielleicht werden sie die Tradition der königlichen Weihnacht dort fortsetzen.
Sandringham House hat eine jüngere Geschichte, als viele vielleicht denken würden. Königin Victoria kaufte das Haus 1862 für ihren Sohn und dessen Ehefrau. Dem Kronprinzenpaaar war das Haus jedoch zu klein und so wurde es abgerissen und 1870 komplett neu erbaut. Dafür wurde bis heute kaum etwas an dem Gebäude mehr verändert. Das Schloss ist von einem drei Hektar grossen Schlossgarten sowie einem 32 Quadratkilometer grossen Park umgeben.
Weitere Details zu diesem Anwesen verschwieg die königliche Familie aus Privatsphäre-Gründen bisher jedoch. So ist zum Beispiel nicht bekannt, wie viele Zimmer das gesamte Haus umfasst oder welche Besonderheiten die Royals dort geniessen dürfen. Man weiss allerdings, dass sie bis 1936 gerne zum Jagen nach Sandringham kamen und der Vater der Queen, King George VI. dort verstarb.
Frogmore Cottage
Frogmore Cottage liegt ausserhalb der Schlossmauern von Schloss Windsor und wurde 1801 für gerade einmal 450 Pfund gebaut. Den Beinamen bekam das Haus, weil Königin Victoria die enorm hohe Froschpopulation auffiel. Prinz Harry (38) und seine Ehefrau Meghan (41) mieteten das Haus von der Queen, bewohnten es allerdings nicht lange, denn 2020 zogen die beiden sich als Senior Royals zurück und leben seither in den USA. Prinzessin Eugenie (32) bewohnte bis vor Kurzem noch mit ihrem Ehemann Jack Brooksbank (36) da Frogmore Cottage, die Familie zog aber aus beruflichen Gründen von Jack inzwischen nach Portugal. Es ist also möglich, dass das Frogmore Cottage derzeit unbewohnt ist.
Frogmore Cottage bietet:
- 10 Schlafzimmer
- Gästehaus
- Schwimmbad
- Tennisplatz
Mit der eher geringen Anzahl an Zimmern zählt Frogmore Cottage wohl eher zu den kleineren Immobilien der Königsfamilie, vielleicht trägt es daher den Beinamen «Cottage», also Häuschen.
Clarence House
Clarence House wurde vor knapp 200 Jahren erbaut und war von Beginn an im Besitz der Royals. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es unter anderem vom Roten Kreuz als Hauptsitz genutzt. Queen Elizabeth II. und Prinz Philip wohnten nach ihrer Heirat im Clarence House, zogen aber mit Elizabeths Thronbesteigung in den Buckingham Palast ein. Die Mutter der Queen, Queen Mum, blieb allerdings im Clarence House wohnen, ebenso die Schwester der Königin, Prinzessin Margaret – bis diese selbst heiratete und auszog.
Bis zum Tod der Queen bewohnte Charles mit seiner Ehefrau Camilla das Clarence House, doch nun wird es wohl geschlossen. Diese Tatsache war schon weit vor dem Ableben von Elizabeth II. bekannt und die Hausangestellten des Clarence House wussten, dass sie dann ihre Anstellung verlieren würden. Was nun mit den Räumlichkeiten passiert, ist nicht bekannt.
Schloss Balmoral
Die Queen starb auf Schloss Balmoral in Schottland am 8. September 2022. Auf dem Anwesen verbrachte sie jedes Jahr ihre Sommerferien. King Charles III. soll nun am überlegen sein, ob er das Schloss verschenkt, welches schon seit der Regierungszeit von Königin Victoria im 19. Jahrhundert im Besitz der Royal Family ist. Der Plan soll sein, Schloss Balmoral in ein Museum umzuwandeln.
Zum Anwesen von Balmoral gehören sogar einige Dörfer, denn immerhin umfasst der Grund ganze 243 Quadratkilometer – das ist zweihundert Mal grösser als Monaco.
Das Schloss selbst hat ausserdem:
- zwei dreietagige, miteinander verschränkte Baukörper, die einen Innenhof umschliessen
- einen 24 Meter hohen Uhrturm
- 70 Zimmer
Seit 1987 ist Schloss Balmoral ausserdem auf der Rückseite der von der Royal Bank of Scotland ausgegebenen 100-Pfund-Note abgebildet.
Highgrove House
Highgrove House ist eines der kleinen Häuser im Besitz der Royals. Während seiner Ehe mit Lady Diana (†36) wohnte Charles, damals noch Prinz von Wales, dort mit seiner Frau. Nach der Scheidung liess er das Haus nach Camillas Geschmack renovieren. Erbaut wurde Highgrove House zwischen 1796 und 1798. Da Charles nun nicht mehr dort wohnt, könnte das Haus unter Umständen an Prinz George, die Nummer Zwei in der Thronfolge gehen – auch wenn er dort wohl erst einmal nicht wohnen würde, er ist immerhin erst neun Jahre alt.
Die Ländereien von Highgrove messen rund 360 Hektar Land und es werden dort Schafe und Rinder gezüchtet. Das Haus selbst verfügt über neun Schlafzimmer und vier Empfangszimmer – aus royaler Sicht also schon fast winzig.
Viele (überflüssige?) Immobilien
Die Royals haben noch einige weitere Anwesen über das ganze Königreich verteilt. Wie die Zukunft von diesen aussieht, ist ungewiss, es ist aber möglich, dass sich King Charles III. mit seinen neuen Sparmassnahmen um so manches kleine Schloss erleichtern wird.