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ist ein langes, schmales Gewässer, das sich vom Golf von Sues im Nord-Nordwesten bis Bab el-Mandeba (Tor der Tränen) im Süden erstreckt. Am Südende trifft es über den Golf von Aden auf den Indischen Ozean.
Mit 438 000 km2 Fläche bildet es das Nordende eines Senkungsgrabens und ist nach wie vor Werden, denn die Afrikanische und Arabische Platte driften um gut einen Zentimeter pro Jahr auseinander.
Der Boden om Roten Meer besteht aus einem breiten, glatten Schelf und einem tiefen Achsengraben, der einen noch tieferen, etwa25 km breiten Graben aufweist.
Vulkantätigkeiten dort, wo der Meeresboden sich ausweitet, vereinzelte, mit geothermischer Sole gefüllte Senken im zentralen und nörlichen Roten Meer, Verdunstung aufgrund der hohen Temperaturen und geringe Niederschläge haben eins der wärmsten und salzhaltigsten Meere der Erde entstehen lassen.
Das führt auch zu einem weiter als üblich nach Norden reichenden üppign Korallenbewuchs mit mehreren hundert Korallen Arten und einem fast so reichen Fisch- und Evertebrata-Bestand wie am Grossen Barriereriff.
Bei einer west-östlichen Ausdehnung von stellenweise nur 160 bis maximal 350 km gibt es fast keine Gezeiten. Strömungen entstehen hauptsächlich durch Dichteunterschiede im Wasser. Der maximale Tidenhub bei Springtieden im Norden beträgt 0,9 m, im zentralen Roten Meer gibt es so gut wie keine Gezeitenbewegungen. Die Winde kommen viele Monate im Jahr aus Nordwest; im zentralen Roten Meer beeinflussen windbedingt, jahreszeitliche Änderungen und Verdunstung im Sommer den Wasserstand am nachhaltigsten.
Mit bis 3040 m ist es eines der tiefsten Meere der Erde. Zwischen Port Sudan und Dschidda sind in Solepools ein Salzgehalt von über 250 Teilen pro Tausend und Temperaturen von 60 ºC gemessen worden. Die Sole ist demnach beim Austritt vermutlich über 100 ºC heiss.
Das Land direkt am Roten Meer ist überwiegend gebirgig mit einem Sandstreifen, der Tihamah, am Ufer. Die Halbinsel Sinai trennt den Golf von Akaba und den Golf von Sues, der durch den Sueskanal mit dem Mittelmeer verbunden ist. Die Strasse von Tiran führt in den Golf von Akaba,die Strasse von Gubal in den Golf von Sues. In den tückischenGewässern beider herrscht reger Schiffsverkehr. Entsprechend zahlreich sind die Wracks. Der Golf von Akaba ist im Mittel 1700 m ief, der Golf von Sues nur 60 m: die Strasse von Gubals weist viele Inseln und auch Erdölfelderauf.