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Egal ob entlang von Gassen und Sumpfpfaden, über Zinnen und Dächer oder auf Kirchentürme und Mammutbäume – Aveline bewegt sich wie Wasser durch ein Flussbett. Wenn man es gut traditionell in japanischer Kampfkunst-Rhetorik ausdrücken möchte.
Natürlich ist Liberation auch nur ein Spiel, und natürlich findet Aveline nicht in jedem erdenklichen Moment genau den Absatz, genau den Mauervorsprung und genau den richtigen Absprungwinkel. Dies ist ein Anspruch an ein Openworld-Freerunning-Game, welcher total überhöht wäre. Ich habe einige Berichte von anderen Gamejournalisten gelesen und muss leider festhalten, dass der Ton von manchen total verfehlt wurde. Ich äussere mich eher selten zu Wertungen anderer Tester, aber ich mache hier mal eine Ausnahme. Wenn ich die Errungenschaft eines Liberation auf der Vita mit dem Gameplay von "Assassin's Creed - Revelations" von letztem Jahr vergleiche, passen hier die meisten Animationen besser zusammen als beim hochgelobten Wohnzimmer-Attentäter. Und das ist als Erstausgabe eines exklusiven Assassin's Creed-Titels auf einer mobilen Konsole eine grossartige Leistung.
Nehmen wir ein Beispiel: In den Sümpfen lohnt es sich, statt hindurchzuwaten oder ein Kanu zu nehmen (ja, auch das darf man), nach einer Passage in luftiger Höhe Ausschau zu halten. Vielenorts führt ein Weg über ausladende Äste und Baumstrünke und an mächtigeren Bäumen vorbei zum Ziel. Wie sich Aveline um die Stämme herumschlängelt, von einer kleinen trittfesten Stelle zur nächsten jagt, ist eine Augenweide.