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- Die Volksinitiative gegen Massentierhaltung dürfte zustande kommen.
- Tierschutz- und Umweltorganisationen hätten innerhalb eines Jahres 120'000 Unterschriften gesammelt, sagte Kampagnenleiterin Meret Schneider in einem Interview mit der Zeitung «Blick».
- Die Initianten wollen die Unterschriften im September bei der Bundeskanzlei einreichen.
Die gesammelten Unterschriften würden nun von den Gemeinden beglaubigt, sagte Kampagnenleiterin Meret Schneider von der Tierrechtsorganisation Sentience Politics. Nötig für das Zustandekommen der Initiative sind 100'000 gültige Unterschriften. Die Sammelfrist dauert noch bis am 12. Dezember.
Die Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz (Massentierhaltungsinitiative)» verlangt eine Verfassungsänderung zur landwirtschaftlichen Tierhaltung. Der Bund soll die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung schützen. Konkret umfasst die Tierwürde gemäss Initiativtext «den Anspruch, nicht in Massentierhaltung zu leben».
Weiter soll der Bund Kriterien festlegen für eine tierfreundliche Unterbringung und Pflege, den Zugang ins Freie, die Schlachtung und die maximale Gruppengrösse pro Stall. Er soll auch Vorschriften über die Einfuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen zu Ernährungszwecken erlassen. Für die Umsetzung der Initiative sind maximale Übergangsfristen von 25 Jahren vorgesehen.
Hinter dem Volksbegehren stehen Personen aus 15 Organisationen. Darunter ist etwa Vera Weber von der Fondation Franz Weber oder Vertreter von Greenpeace und den Grünen.