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Grundlagenarbeit zum Wasser in der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels
Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in den letzten Jahren immer deutlicher: Hitzeperioden wie im Sommer 2018, tiefe Wasserstände in den Gewässern, Ernteausfälle, Waldbrände und trockene Böden. In Zukunft muss mit steigenden Temperaturen, häufigen und langen Trockenperioden im Sommer und einer Zunahme von Starkniederschlägen und Extremwetterereignissen gerechnet werden. Dies erfordert regional angepasste Strategien für die Landwirtschaft. Hierfür hat der Kanton grundlegende Fragestellungen zur Wasserressource in der Landwirtschaft bei Trockenheit überprüft und künftige Handlungsfelder abgeleitet.
Mehr Wasserdefizite in der Landwirtschaft
In einem Jahr mit durchschnittlichen Witterungsverhältnissen steht heute in der Vegetationsperiode genügend Wasser für die landwirtschaftlichen Ackerkulturen zur Verfügung. Setzt sich der Klimawandel fort, muss jedoch bis ins Jahr 2060 in weiten Teilen des Kantons mit Wasserdefiziten gerechnet werden. Vor allem in den Gebieten südlich des Juras wird in den Sommermonaten das Wasser für die Landwirtschaft knapp werden. Eine weitere Risikoabschätzung hinsichtlich der Ressource Wasser erhärtet die Resultate der Wasserbilanz. Das Trockenheitsrisiko ist in den ackerbaubetonten Gebieten südlich des Juras am grössten. Einzig die Kulturen entlang grösserer Flüsse wie der Aare werden aufgrund des Flusswassers, das zur Bewässerung genutzt werden kann, weniger unter der Trockenheit leiden. In den nördlichen Kantonsteilen werden deutlich weniger landwirtschaftliche Ackerkulturen angebaut, die eine Bewässerung benötigen. Allerdings führen die kleineren Jurabäche auch nur wenig Wasser, das für die Bewässerung genutzt werden könnte.
Umfrage zur Trockenheit und Bewässerung
Das Amt für Landwirtschaft hat im September 2022 eine Umfrage an Solothurner Betriebe geschickt, die aufgrund ihrer Betriebsausrichtung, den Ackerflächen und angebauten Kulturen mit dem Thema Bewässerung konfrontiert sein könnten. Rund 170 Landwirtinnen und Landwirte haben an der Umfrage teilgenommen. Ziel der Umfrage war es, mehr über die konkrete Einschätzung der Solothurner Landwirtinnen und Landwirte im Umgang mit Trockenheit, Bewässerung und Optimierung des Wasserverbrauchs zu erfahren. Die Umfrageergebnisse sollen helfen, eine zielgerichtete Planung von kantonalen Massnahmen anzugehen und regionale Strategien umzusetzen.
Von den 170 Teilnehmenden wird auf 43 Betrieben bereits bewässert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Landwirtinnen und Landwirte mit der Trockenheit und einer möglichen Bewässerung auseinandersetzen (müssen). Einige Betriebe planen in den kommenden Jahren in die Bewässerungsinfrastruktur zu investieren. Bestehende Tools und Informationsquellen sind bislang wenig bekannt und Beratungsbedarf ist vorhanden.
Das Amt für Landwirtschaft dankt allen Landwirtinnen und Landwirten für das Ausfüllen der Umfrage und für ihre Einschätzung zum Thema Bewässerung und Trockenheit!