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Die Lehrpersonen in der Schweiz unterscheiden sich von ihren Kollegen und Kolleginnen in anderen Ländern vor allem durch einen geringeren akademischen Ausbildungsgrad und durch einen verhältnismässig geringeren zeitlichen Aufwand für spezifisch mathematikbezogene Tätigkeiten.
Ein Vergleich der Ausbildung und Qualifikation der Lehrpersonen zwischen den verschiedenen Ländern gestaltet sich auf Grund der sehr unterschiedlichen Ausbildungsstrukturen und Abschlüsse schwierig. Dies gilt in besonderem Masse für die Schweiz. Hier variieren die Ausbildungsgänge als Folge des föderalistischen Systems selbst innerhalb des Landes. Die Lehrerbildung in der Schweiz war für bestimmte Lehrerkategorien bis vor kurzem noch auf der Sekundarstufe II angesiedelt. Die schweizerischen Lehrdiplome lassen sich deshalb nur schwer in die in der internationalen Studie verwendete dreistufige Hierarchie von (akademischen) Abschlüssen der Lehrpersonen einordnen.
Die Schweiz unterscheidet sich von den anderen Ländern dadurch, dass nur 55% der Lehrpersonen über einen akademischen Abschluss in Mathematik verfügen. Dies ist ein bedeutend kleinerer Anteil als in allen anderen Ländern. Die gegensätzliche Extremposition nimmt Tschechien ein. Fast alle der dort gefilmten Lehrpersonen haben einen Universitätsabschluss auf der Stufe von Master, Lizentiat oder Doktorat erworben.
Die an der Studie teilnehmenden Lehrpersonen in Australien, Tschechien und der Schweiz verfügen über eine durchschnittliche Berufserfahrung von über 17 Jahren, während die Lehrpersonen in Hongkong und den Niederlanden im Durchschnitt weniger Berufserfahrung aufweisen.
Unterrichten ist nur ein Teil der Arbeit einer Lehrperson. Tabelle 1 gibt einen Einblick in den Anteil der unterschiedlichen schulbezogenen Tätigkeiten der Lehrpersonen. Die schweizerischen Lehrpersonen unterscheiden sich in zweierlei Hinsicht von jenen aller anderen Länder: Sie verbringen einen grösseren Teil ihrer Arbeit damit, andere Fächer als Mathematik zu unterrichten (ca. 13 Stunden pro Woche), und entsprechend verwenden sie auch mehr Zeit für nicht speziell auf Mathematik bezogene schulische Aktivitäten als die Lehrpersonen in den anderen Ländern, mit Ausnahme von Tschechien.