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Das zwischenzeitlich ein halbes Jahrtausend alte Kirchengebäude im Zentrum des Dorfes bildet mit dem ummauerten Kirchhof und dem Pfarrhaus eine stimmige, an die spätgotische Kirche erinnernde Anlage, welche 1991 durch ein modernes Kirchgemeindehaus erweitert wurde. Die Kirche wird heute auf drei Seiten von Schiene und Strassen umschlossen. Vielleicht erweist sie sich gerade deswegen und nach wie vor als «Insel der Ruhe und Einkehr» inmitten eines zunehmend hektischen Alltags.
Das gegenüber der Kirche liegende Pfarrhaus (Pfrundhaus) wurde 1573 als Ersatz für einen baufälligen Vorgängerbau erstellt. Nach der Feststellung, dass wesentliche Teile von Pfrundhaus und Scheune in schlechtem Zustand seien, bewilligte der Berner Rat 1732 einen weiteren Neubau, der bis heute überdauert hat.
Die Pfarrei Kölliken war seit 1345 im Besitz der Johanniterkommende Biberstein. Im Jahr 1535 – sieben Jahre nach der Reformation – erwarb Bern von den Johannitern sämtliche Rechte, vor allem den Kirchensatz (Priestervorschlagsrecht). Zur Pfarrei gehörten während des Mittelalters und bis 1616 ausschliesslich die Bewohner der Dorfgemeinde Kölliken. Von 1616 bis 1865 war die Gemeinde Safenwil rund 250 Jahre lang nach Kölliken kirchgenössig, bevor sie 1867 nach langjährigen Querelen eine eigene Kirche einweihen konnten.
Seit der Reformation wurde die Kirchgemeinde jeweils von einem einzigen reformierten Pfarrer betreut. Erst seit 1966 existiert ein zweites Pfarramt.
Verfasst von Markus Widmer-Dean
Sämtliche Fotos wurden von Ruedi Hunziker, Kölliken, zur Verfügung gestellt.