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Der schwedische Telekom-Ausrüster kauft für 1,13 Milliarden Dollar die "Carrier Networks Division" des kanadischen Konkurrenten Nortel. Mitbieter Nokia Siemens geht leer aus.
Ericsson hat am späten Freitagabend in New York den Kampf gegen den Rivalen Nokia Siemens Networks gewonnen und im Rahmen eines Bieterverfahrens die nordamerikanische Mobilfunk-Sparte (CDMA- und LTE-Technologie) von Nortel für 1,13 Milliarden Dollar gekauft. Dabei handelt es sich um den profitabelsten Geschäftsbereich von Nortel. Der kanadische Anbieter von Telekom-Ausrüstungen operiert seit Anfang Jahr unter Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts
und ist zurzeit dabei, die verschiedenen Unternehmensteile zu verkaufen.
Nokia Siemens hatte Ende Juni für die "Carrier Networks Division" von Nortel 650 Millionen Dollar geboten
. Mitgeboten hatte auch das Investmentunternehmen MatlinPatterson, das gleichzeitig einer der grössten Gläubiger von Nortel ist. Hingegen schaffte es der BlackBerry-Hersteller RIM nicht auf die Liste der zugelassenen Bieter.
Ericsson schnappt sich somit wichtige CDMA-Verträge mit nordamerikanischen Carriern wie Verizon, Sprint, US Cellular, Bell Canada und Leap. Zudem umfasst die Transaktion auch Patente und Lizenzen in beiden Mobilfunk-Bereichen. 400 der 2500 Angestellten, die Ericsson übernehmen wird, sind auf Forschung und Entwicklung im LTE-Bereich spezialisiert. "Long Term Evolution" gilt als vierte Mobilfunkgeneration. "Code Division Multiple Access" ist ein vorwiegend in Nordamerika verbreitetes Mobilfunkverfahren der zweiten Generation, das in Zukunft vermehrt durch LTE-Installationen ersetzt werden dürfte.
Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung von kanadischen und US-amerikanischen Behörden. (mim)