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Ein Gönnermitglied hat uns diese Anekdoten zur Verfügung gestellt.
Diese stammen aus den alten Zeiten, d.h., zur Wiedergeburt des Täggelibocks.
Es sind Kopien und hier 1:1 eingefügt. Darum der gelbe Hintergrund.
" Geschichten aus alten Zeiten "
Und in diesem Zustand hat Panther das Schiff für 300 Franken gekauft. Mit dem Ziel,
den Rovern mit dem Wiederaufbau eine sinnvolle Tätigkeit zu geben.
Das Ziel wurde klar erreicht, aber der Weg dazu war wesentlich steiniger, als Panther oder irgend einer der damals beteiligten Rover sich ausdenken konnten. Es war aber vor allem Panther, der nicht aufgab und unendlich viel Zeit und auch Geld in das fast "bodenlose" Projekt einsetzte. Während Jahren kam bei ihm zuerst der Täggelibock und erst in zweiter Linie sein Geschäft. Wir können ohne zu übertreiben sagen, dass ohne diesen Idealismus von Panther der Täggelibock nie fahrtauglich geworden wäre.
" Wie wird ein Schiff mit 40 Tonnen einfach so gehoben "
Diese Geschichte hat mir Ascht
geschickt:
Es war im Spätherbst 1963.
Panther hatte alles organisiert. Wir fuhren eines Abends mit dem weissen Cadillac nach Bönigen auf den Werkplatz der Kieswerke Michel.
Ein Riesenbagger stand bereit. Es wurden seitlich des Täggelibocks dicke Drahtseile (in der Erinnerung mindestens kleinfingerdick) befestigt, ebenfalls am Bagger. Diese
Drahtseile wurden mit grossen Briden zusammen gehalten. Diese Briden waren mit einem Abstand von ca. 40 cm angebracht. Alles bestens, wurde befunden.
---- Der Bagger startete und zog und zog und zog (wir standen etwas abseits) und mit einem Knall und einem Feuerwerk hat es die Briden zusammen gerissen. Der Bock hat sich kaum bewegt.
Ein zweiter Versuch (vielleicht auch ein dritter) waren nötig. Aber schlussendlich kam das Heck zum Vorschein und das Wasser floss durch die Ritzen ab.
--------- Nun konnte die Arbeit beginnen !!!!!
" Brand an Bord "
Auch diese, spannende
Geschichte stammt von Ascht, sie ist ungefähr im Frühsommer 1964 passiert:
Da ich nun nicht mehr in Interlaken arbeitete, kam ich mit dem Zug ins Oberland. Fox (Fritz Glarner Jg. 1947, leider im Oktober 2009 verstorben) war daran, Eisenstreben zu schweissen.
Ich war in der Nähe der Gasflaschen beschäftigt. Meine Aufgabe bestand darin, die Holzplanken einzupassen und zu montieren.
Plötzlich brannte bei einer Gasflasche eine grosse Flamme oben am Ventil.
"Äs brönnt!!!"
Ich sprang flugs auf die Reling und rettete mich mit einem Sprung, natürlich mitsamt den Kleidern, in den Brienzersee. Fox kam ohne Hast und schraubte einfach das Ventil zu und das Feuer war gelöscht.
Auf der Heimfahrt abends begutachtete der Kondukteur das noch etwas
feuchte und verbogene Kartonbilette und mich ?? Meine Antwort:
Ein Bad im Brienzersee, samt den Kleidern und dem Portemonnaie.
" Schrauben und Elektro "
" Löcher bohren "
Wie beim Thema Schrauben und Elektro erwähnt, mussten seitlich bei der Bord-Erhöhung hunderte von Löchern gebohrt werden. Die Stellung war nicht sonderlich bequem und damit beim Bohren auch etwas vorwärts ging, musste gehörig Druck angewendet werden. Also liessen wir uns etwas einfallen:
Aprpos (ein)fallen: sehr stabil "sass" ich nicht auf dieser Latte mit Brett. Daher war die Weiterentwicklung dann die Verwendung meines
Mattner Feuerwehrgurts zum Anseilen bei den Arbeiten an der Seitenwand-Erhöhung.
Leider habe ich davon kein Foto.
Fidelio schrieb zu obigem Bild:
"Ich müsste mich arg täuschen, aber zu dieser Zeit war das Bordnetz auf 110 V Gleichstrom. Die Bohrmaschine, m.W. ausgeliehen von der Garage Urfer, war auch 110 V."
" Batterieladegerät "
" Bilgenwasser "
Fidelio erwähnte in einer E-Mail die automatische Bilgewasserpumpensteuerung mit
Vierschichtdiode, die ich (Gärschte) in England gebaut hatte und ihm per Post schickte.
Fidelio hat sie eingebaut. Etwas ging dann irgendwie nicht, aber da ich in wenigen Wochen wieder mal in die Schweiz kam (Aromatbeutel nachfassen) wurde die Elektronik nicht mehr zurückgeschickt.
Oder doch? Und die nächste Retoursendung wurde wegen baldiger Ankunft nicht mehr gemacht?
Das war so um 1967, man gestatte mir das nicht mehr genau zu wissen.
Ob und wie lange der Pumpenschalter in Betrieb war, weiss weder Fidelio noch ich genau. Vielleicht kann sich ein Leser dieses Beitrages noch erinnern und schreibt mir (Gärschte) eine Mail?:
" Tourenzähler "
" Getriebeoelverlust "
Das linke Bild zeigt, dass das Getriebe ein Alublech als Deckel hatte, mit zwei
Schrauben befestigt.
Das rechte Bild zeigt den Ausschnitt vergrössert. Wir sehen, dass Fotopapier Korn hat….
Nun waren wir im Juli 1968 auf einer Ausfahrt. So einer lockeren, zur Motivation, weil der
Bock nun fährt und nicht mehr als gut beherrschbar leckt und die Leute mal ein Erfolgserlebnis
brauchen. Panther hatte da das Gspüri wenn sowas möglich und nötig war.
Und das Alublech war nur mit zwei Schrauben befestigt. Das Getriebeöl drückte, und wurde
warm und wohl deswegen flüssiger, und lief über das Getriebegehäuse herunter. Und irgendwie
waren wohl keine solchen Bidons an Bord, denn sonst hätte Panther nicht den Motor abgestellt
und Reparatur befohlen. Amundsen, Mungo, Hans-Peter von Allmen, war an Bord. Der kann
sägen, schweissen und vieles andere. Der hat ein Winkeleisen genommen, vier Stück abgesägt
und z.T. noch an beiden Enden einen Lappen abgesägt, und daraus einen viereckigen Rahmen
zusammengeschweisst. Mit zwei passend gebohrten Löchern drin, und damit wurde dann der
Aludeckel seriöser auf die Dichtung gedrückt und hat gedichtet.
Dieses Bild zeigt ihn bei dieser Arbeit. Originalaufnahme!
Und irgendwie hat das Oel dann gereicht, wir sind jedenfalls ohne weitere Umstände wieder
im Sendli gelandet.
Der Punkt war aber, dass es noch keinen Kompressor an Bord hatte. Druckluft wurde in
40-l-Flaschen an Bord gebracht, die bei der IBI im Werkhof gefüllt wurden (50 Rp. pro Athmosphäre),
und wurde (noch) nicht an Bord erzeugt. Und wenn man mit dieser Flasche, deren Halterungen
wohl immer noch unterhalb der 200-l-Flasche vorhanden sind, den Motor anlässt kann man
an einem Finger abzählen, wie schnell bei diesem kleinen Flaschenvolumen der Druck sinkt.
Es hatte also Luft für EINEN Anlassvorgang. Wer aber Panther kennt, und dazu die Stossgebete
aller Anwesenden, weiss sofort, dass Panther den Motor in einem Versuch anbrachte.
Er war ja auch noch warm, das hat es zweifellos erleichtert.
Wieder emal Schwein ghaaa!
" Blessuren "
" Pressluftflasche "
Diese Story ist von Fidelio:
Und da war noch die Sache mit der Pressluftflasche. Die mit den 200 l drin.
Das muss im Frühling 1968 gewesen sein.
Die war arg rostig und sollte von der EMPA in Dübendorf geprüft werden.
Abklärungen ergaben, dass man sie auch der Carba in Bern bringen könne, der EMPA-Experte komme
dort regelmässig vorbei.
Sie war rostig - drum wurde sie schön grau angemalt.
Und drinnen wurden 1-2 Büchsen Farbe ausgeleert und durch kompetentes Drehen ideal verteilt.
Und man müsse die Wandstärke messen. Deshalb hat Panther eine grosses Loch gebohrt, mit einem
Zapfenbohrer aussen genau winklig angesenkt und mit einer Schraube verschlossen. Das müsste
eigentlich noch zu sehen sein.
Dann sollte die Flasche nach Bern. Wer fährt?
Da gab's Fidelio, der war am Gymer in Thun und dort hatten sie am Donnerstag frei. Zwecks Exkursionen
und Aufgaben. So wurde der arme Fidelio halt bestimmt, nach Bern zu fahren. Er hatte am 20.02.1968 die
Fahrprüfung bestanden, im Schnee in Zürich. Und seither noch nie gefahren. Wann dieser Flaschentransport
war weiss ich nicht mehr. Aber ich bekam Panthers Ford Transit, die Flasche war - schön grau angemalt - schon
drin geladen. Der Tacho ging nicht - ja, das kann sein. Und die Regel ist ja: Pfarrers Kind und Müllers Vieh
geraten selten oder nie. Oder eben auch Automech's Auto. Es geht auch ohne Tacho. Und es geht
auch mit rudimentärer Routenbeschreibung: fahrsch nach Bärn, denn geits irgendwo gäge Schwarzeburg,
und de gseesches de scho. Ich ass Eingangs Bern noch mein Brötchen, denn es war Mittag, und wie
die Natur spielt fuhr ich ohne Umwege an die Carba heran. Die Flasche wurde ausgeladen und der
Rückweg klappte, ich habe keine Erinnerungen daran. Das war meine erste Autofahrt nach der Fahrprüfung.
Ein paar Tage später ruft mich die Carba an. Die Flasche sei rostig und man müsse die Wände sehen.
Ich leer schlucken. Er fährt weiter: sie hätten grad nebendran ein Sandstrahlwerk und ich war froh, wenn
er die selber hinüberbringt. Dann hörte man nichts mehr und bald war sie abholbereit. Ich nehme an,
Panther hat sie selber abgeholt, ich war's jedenfalls nicht. Die Flasche war sauber gesandstrahlt und musste
schon wieder grau gestrichen werden! Das Dickenmessloch wurde gar nicht benötigt. Und dann kam die
Rechnung: Carba Fr. 130.-- für ihren Beitrag an dieser Prüfung. Der beiliegende Brief sagte dann, dass
die Rechnung vom Sandstrahlwerk Fr. 65.-- betragen habe. Da hätte der Mann von Carba angerufen und
die Verwendung dieser Flasche geschildert, worauf das Sandstrahlwerk die Rechnung gestrichen habe.
Sinngemäss und netterweise hat auch Carba 65.-- gestrichen und diese Uebung hat noch Fr. 65.--
gekostet (ohne Autotransfer. Den hat wie wohl so vieles damals Panther aus dem eigenen Sack
beglichen).
Irgendwann in diesem Prozess wurde noch beanstandet, dass die Flaschenwände Lunker hätten.
Echos beim Ultraschall. Immerhin wusste ich, dass es eine Feuerschweissung gab, und dass die solches
gerne zur Folge hat. In der Folge wurde das dann nicht mehr beanstandet.
Ein neues Ueberdruckventil wurde von der EMPA verordnet, das war auch einzusehen.
Und all das obige, vielleicht mit noch einer Farbschicht mehr, ist immer noch im Bock und tut seinen Dienst.
" Beinahe Gau "
" Der zweite Kapitän "
Da ist noch die Geschichte von
Zerro mit den „Seepolizeien" Brienzer- und Thunersee…..
Im Anfang hatte bekanntlich nur Panther eine Bewilligung zum Fahren auf dem Bock. Das war aber nicht im Sinne des Erfinders (Panther) und er ermöglichte mir im Schnellverfahren die Ausbildung zur Motorbootprüfung die ich auch ohne Probleme absolvierte. Ohne einen solchen Ausweis konnte kein Lehrausweis für den Bock gelöst werden. Dann kam es aber dick: Damit ich auf dem Bock fahren durfte, musste ich mich über 1 Jahre praktisch auf dem Bock als Schiffsführer bewähren (trainieren, üben….). Und schon bei der ersten Ausfahrt raste „Freund" Bösch von der Seepolizei an und wollte wissen, warum ich am Steuer des Bockes war. Panther liess ihn abblitzen und hielt ihm meinen Ausweis unter die Nase. Stinksauer verzog sich „der Arm des Gesetzes"….
Meine Prüfung für den Ausweis „Lastschiffe" zeigte erneut, wie unwissend die Seepolizei damals war. Keiner der Seepolizisten auf dem Thunersee hatte einen entsprechenden Ausweis zum Führen eines Ledischiffes. Panther hatte zur Prüfung das Lastschiff „Balmholz" in Einigen organisiert (gute Kontakte unerlässlich!). Und so fuhren wir, selbstverständlich mit dem Kapitän des Schiffes, Richtung Spiez und haben dort die Seepolizei an Bord genommen, die mich dann nach Strich und Faden ausgenommen hat. Glücklicherweise hat Panthers Schulung gehalten und sie konnten mir keinerlei Fehler anhängen. Der absolute Gipfel war dann aber, als die Herren mich anwiesen, rückwärts in den Hafen von Spiez einzufahren. Da griff der Kapitän der Balmholz, der die ganze Zeit nichts gesagt hatte, geharnischt ein und erklärte den Herren, dass sie von einem solchen Schiff keine Ahnung hätten. Wegen fehlendem Steuerdruck beim rückwärts Anfahren sei ein solches Manöver unmöglich und gefährlich und fahrlässig – die Prüfung war somit sofort zu Ende und die Herren wurden in Faulensee am Hafen ausgeladen, selbstverständlich nach Unterzeichnung meines Ausweises..
Auf dem Brienzersee zurück hatte Herr Bösch bei der ersten Kontrolle seine helle Freude an meinem Ausweis…..
" Motorenrevision "
Dieser Fotobogen hat
mir Zerro geschickt. Zerro vermutet, dass diese Fotos 1968 entstanden sind. Ich denke, sie
sind von 1965.
Interessant ist, dass auf dem ersten Bild eine "Pfadfinder-Dame" (mindestens teilweise) abgebildet ist. Daher muss es sich um einen Fototermin für die Presse gehandelt haben.
" Taufe "