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Die Aktie von GAM steigt am Dienstag im frühen Handel über 8 Prozent auf 94,40 Rappen. Bereits am Freitagnachmittag schoss die GAM-Aktie in die Höhe und legte zwichenzeitlich 21 Prozent zu. Am Schluss resultierte ein Plus von 8,0 Prozent auf 87,30 Rappen. Die Aktie hatte allerdings zuvor im Jahresverlauf über 40 Prozent im Minus gestanden.
GAM prüfe derzeit verschiedene Optionen, zu denen auch ein möglicher Verkauf gehöre, schrieb der britische Nachrichtenkanal "Sky News" auf seinem Online-Newsportal am Freitagnachmittag. Die an der SIX kotierte Gesellschaft arbeite mit Investmentbankern der UBS zusammen und intensiviere die Gespräche über einen möglichen Verkauf, berichtete der Nachrichtensender. Die Investmentbanker sollen dem Artikel zufolge das Interesse von potenziellen Käufern ausloten.
Der Prozess befinde sich aber noch in einem frühen Stadium, ein Abschluss stehe daher wahrscheinlich nicht unmittelbar bevor, heisst es im Bericht unter Berufung auf Branchenkreise weiter.
Eine GAM-Sprecherin kommentierte den Medienbericht am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht, verwies aber auf ein Statement von David Jacob vom Oktober anlässlich der Zahlenvorlage zum dritten Quartal. Der Verwaltungsratspräsident liess sich damals mit folgenden Worten zitieren: "Wir überprüfen fortlaufend die Fortschritte des Unternehmens und stellen sicher, dass unsere Strategie die richtige ist und im Interesse aller unserer Interessengruppen liegt."
Mit Blick auf GAM hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Übernahmegerüchte gegeben. Nach der Suspendierung eines früheren Star-Fondsmanager wegen schweren Fehlverhaltens 2018 konnte sich die Gesellschaft nicht mehr richtig erholen. Zuletzt verzeichnete der Asset Manager im dritten Quartal 2022 weitere Abflüsse von Kundengeldern.
Ende September verwaltete GAM Vermögen in der Höhe von 75 Milliarden Franken. 1983 war GAM Global Asset Management gegründet, 1999 war das Unternehmen von der UBS übernommen und 2005 an Julius Bär weiterverkauft worden. 2009 kam GAM gemeinsam mit dem damaligen Bär-Asset-Management an die Schweizer Börse.
(cash/AWP)