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"Wir können stolz auf uns sein", sagte Alberto Mocchi, Präsident der Waadtländer Grünen, bei der Einreichung der 15'000 Unterschriften beim Kanton. Notwendig wären 12'000 Unterschriften gewesen.
Nicht nur Umweltschützer würden sich wegen einer allfälligen Förderung von Erdgas oder Erdöl in der Genferseeregion sorgen, sagte Mocchi. Die Unterschriften stammten aus nicht nicht weniger als 292 Gemeinden der Waadt. Es seien sowohl "urbane wie auch ländliche."
In der Waadt ist die Förderung von Schiefergas - das sogenannte Fracking - bereits seit 2011 per Moratorium verboten. Das reicht den Grünen aber nicht. "Es handelt sich um einen reinen Verwaltungsentscheid, der jederzeit aufgehoben werden kann", heisst es im Text der kantonalen Volksinitiative.
Die Grünen wollen nun in der Waadtländer Verfassung ein Verbot jeglicher Förderung von Erdgas oder Erdöl verankern. Die kantonale Volksinitiative richtet sich auch gegen einen Entwurf eines kantonalen Gesetzes über die natürlichen Ressourcen im Untergrund.
Das Gesetz ist zwar noch nicht veröffentlicht, fällt aber laut dem Grünen-Präsident Alberto Mocchi "zu lasch" aus. Die Kantonsregierung wolle dem zuständigen Departement die Entscheidungskompetenz geben, Forschungsbohrungen oder Konzessionen zu erteilen oder nicht.
"Wir haben keine Zweifel, dass die Waadtländer Bevölkerung unserer Initiative folgen wird", sagte Mocchi. In der Genferseeregion gab es im waadtländischen Noville bislang eine Probebohrung für Gasvorkommen, die unter dem Lac Léman vermutet werden.
Auch in anderen Kantonen waren Verbote für Erdgas-Förderung bereits ein Thema. Das Berner Kantonsparlament verbot das Fracking vor rund zwei Jahren. Der Kanton Neuenburg beschloss ein generelles Verbot für die Förderung fossiler Ressourcen.
(SDA)