Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/3421

oder Fluhbrig (Kt. Schwyz,
Bez. March).
2095 m. Einer der höchsten Bergstöcke im Kanton Schwyz,
in der Kette zwischen
Wäggithal und
Sihlthal,
die im S. mit dem
Schwarzstock (2202 m) beginnt und über
Drus- und Fluhberg im
Bogen nach N. und NW. bis
zum
Etzel (1102 m) über dem
Zürichsee zieht. Bis zum Fluhberg fällt die Kette nach O. mit hohen Steilwänden ab, während
der
W.-Hang weniger schroff ist, aber auch noch oft genug von Felsbändern unterbrochen wird.
Sie bildet eine nach N. überliegende Falte von typischen Kreideschichten. Fast alle Gipfel dieser mit
dem Fluhberg im N. abschliessenden S.-Hälfte der Kette übersteigen 2000 m. Der Fluhberg fällt nach allen
Seiten hin, besonders
schroff aber gegen N. mit Felswänden von mehreren Hundert Metern
Höhe ab und ist stark von Runsen zerfressen, von denen
hier
die GrosseSiene und die Kleine
Siene genannt werden mögen. Der
Stock gipfelt mit einer Reihe von Felszacken, von denen
der mittlere, der
Diethelm, mit 2095 m zugleich der höchste ist, während von den übrigen einer 2020 m, der
Wändlispitz 1973 m und
der
Turner 2071 m erreichen. N. vom Fluhberg wird die Kette rasch niedriger und erhält die Gestalt von
abgerundeten
Rücken. Unmittelbar n. unter dem Fluhberg verbindet ein Uebergang über den Grasrücken der
Fläschlihöhe (1372
m) das
HinterWäggithal mit dem
Sihlthal. Der Fluhberg
(Diethelm) kann von den Fläschlihütten (1328 m) aus bestiegen werden.
In den beiden
Höhlen des Goldlochs und Silberlochs sollen der Volksüberlieferung nach einst Gold- und
Silberklumpen gefunden worden sein.
Liegt in einer in ein Neocomgewölbe eingeschnittenen Senke,
die früher als kleines Längsthal gegen den Rätzligletscher zu entwässert worden sein muss, bis eine von diesem abgelagerte
mächtige Ufermoräne das Thal oben abgeschlossen, den reizenden kleinenSee aufgestaut und den Bach gezwungen
hat, seinen Weg in schäumenden Fällen über die Felswände oberhalb Rätzliberg (die sog.
Sieben Brunnen) zu nehmen.
Der
Blick auf den mit
Moos überkleideten Felswall, der den
See vom Abgrund trennt, über welchen sein Bach zu Thal schiesst, ist
prachtvoll.
Von der
Lenk aus führt ein schwindliger Fussweg in 3½ Stunden über die Felswände von
Sieben Brunnen
zum Fluhseeli hinauf.
Dorf: 370
Häuser, 2379 Ew. Ackerbau und Viehzucht.
Flums ist eines der grössten
Dörfer des Kantons, in dem intensive industrielle
Tätigkeit herrscht: eine Baumwollspinnerei, mechanische Werkstätten und eine Calciumkarbidfabrik. Schöne
neu erbaute Kirche, Sekundarschule; mehrere gemeinnützige, kirchliche und politische Gesellschaften und Vereine. 766 als
Flumen bischöflicher
Meierhof; 881: Ad Flumina. Im 14. Jahrhundert bestand in Flums ein grosses Eisenwerk mit Giesserei und
Hammerwerken. Die
Herrschaft Flums seit 1528 Eigentum des Geschlechtes Tschudi aus Glarus,
das sie dem
Bischof
von
Chur abgekauft hatte. Auf der nahen Burg
Gräplang wohnte der berühmte Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi. Im 18. Jahrhundert
ging Flums an das Geschlecht
Good aus
Mels über. 1764 verursachte eine Ueberschwemmung in Dorf und Umgebung grosse Verheerungen.
Bei der Burgruine
Gräplang hat man ein Bronzebeil gefunden; römische Ruinen bei Colsersch.
(Kt.,Bez. und Gem. Zürich,
Kreis Zürich
V). Einstige Aussengemeinde der Stadt
Zürich, jetzt
¶
mehr
mit dieser vereinigt und ihrem 5. Verwaltungskreis angegliedert. Erstreckt sich vom Kantonsspital (455 m) bis auf die Höhe
des Zürichbergs (679 m), an dessen Hang sich zahlreiche schöne Aussichtspunkte finden. Kirchgemeinde. Am Schmelzberg und
beim Polytechnikum hat man römische Münzen gefunden; alemannische Kultusstätte (Betbur). Kommt urkundlich schon 820, also
zur Zeit Karls des Grossen, als Flobotisreine vor; 1144-1158: Fluontrein und Fluntrein. 1253 heisst Fluntern
bereits ein Dorf oder Vorstadt(villa seu suburbium).
Eigenes Edelgeschlecht, in Grundbüchern ums Jahr 1150 erwähnt; seine kleine Burg stand auf der grossen Spitalerwiese
(vor dem Kantonsspital). Die bedeutendsten Grundbesitzer auf dem Gebiete von Fluntern waren das Chorherrenstift
in Zürich,
die Abtei zum Frauenmünster und das Augustinerkloster in Zürich
und endlich die freien Leute am Zürichberg. Den Zehnten erhob
die Propsteikirche in Zürich;
das hohe Gericht war mit der städtischen Reichsvogtei verbunden, bis es 1363 an den Propst des Chorherrenstiftes
zu Zürich
überging.
Das gleiche war ohne Zweifel auch mit der niedern Gerichtsbarkeit der Fall. Mit dem Zehnten hing die
Pfarrgenössigkeit Flunterns in die Kirche des zürcherischen Chorherrenstiftes zusammen. Auf Boden der Gemeinde Fluntern
lag das Augustiner Chorherrenstift St. Martin auf dem Zürichberg (jetzt Altes Klösterli geheissen), das 1127 begründet und
bei der Reformation 1525 zusammen mit allen andern Klöstern im Kanton Zürich
aufgehoben worden war. Unter den Kriegsereignissen
des Jahres 1799 hatte Fluntern Vieles zu leiden; im Herbst 1802 wurde es von den Truppen des helvetischen Generals Andermatt
besetzt, der hier während der Zeit seiner Beschiessung der Stadt Zürich sein Hauptquartier aufschlug. 1893 zugleich mit
den übrigen Aussengemeinden mit der Stadt Zürich vereinigt. Vergl. Denzler, J. R. Fluntern, die Gemeinde anZürichberg.
Horgen 1858. - Nüscheler, Arn. Ein histor.Gangdurch die Nachbargemeinden der StadtZürich in Salomon Vögelins Werk Das alteZürich.
2. Aufl. 1890; mit Karte. - Memorabilia Tigurina. S. auch den Art. Zürich
(Stadt).