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schließt sich das Alfalihaus mit den großen Reservoirs und Filtrirgefäßen. Das Folzkochhaus ist 132 Fuß (40",5) lang und 75 Fuß (22”,9) tief und enthält 10 Kochfessel, welche in 24 Stunden 30,000 engl. Pfd. (13,500 Kilogrm.) Holzzeug (Trodengewicyt) produciren fönnen. Das Holz wird in Gestalt von Spänen in die Kochfeffel eingetragen und in dens selben so lange behandelt, bis es in ein Zeug von schmupig weißer Farbe umgewandelt ist
. Neben dem Kochhause bes findet sich eine Werkstätte, in welcher die rohen Holzklöße in Späne, wie fte in die Rochfefsel eingetragen werden, zerschnitten werden. Hierzu dienen eiserne Räder von 6 Fuß (1",8) Durchmesser, welche an ihrem Umfange mit Stahlmessern beseßt find und mit großer Geschwindigkeit sich umdrehen. Ein folcher Schneideapparat fann in 24 Stunden 30 bis 40 Klafter (cords) à 126 6bffb. engl. (107 bis 143 Cykintr.) in Späne schneiden.
In demselben Gebäude befinden sich drei große Holläns der, von denen jeder 1000 Bfd. (450 Kilogrm.) Stoff faßt und zwei 84 engl. Zoll (2",13) breite Cylinderwaschmaschinen 2c. Die Fabrik steht unter Aufsicht der Papierhändler Jefrop Moore & Nixon, welche das producirte Zeug in ihren eigenen Papierfabrifen zu Papier verarbeiten.“
Eine recht interessante Notiz: ,,lleber die Fabrication von Alkohol und Papierzeng dur. Behandlung von Holz mit Sdwefelsäure" hat Dr, Varrentrapp in den Mits theilungen für den Gewerbeverein D. Herzogth. Braunschweig (1865, Seite 70) gebracht; doch scheint und die praktische Seite sehr problematijd. Es heißt in jener Mittheilung:
Sdyon 1854 dlug Arnold vor, durch Behandlung von Holz init Sdwefelsäure dieses in Zuder überzuführen und aus der zuckerhaltigen Flüssigkeit, nachdem die Schwefelsäure durch Sättigung mit Ralf als Gyps entfernt worden, Spis ritus zu gewinnen. Volz, in Form von Sägespänen, ein Abfall, welcher bislang kaum eine Verwendung gefunden hat, ist billig; aber die Versuche im Großen haben doch gezeigt, daß zu viel Schwefelsäure gebraucht wird, und der Proceß zu unvollständig gelingt, als daß hierauf eine lucrative Alkohol: fabrication fidy gründen ließe. Jeßt hört man von Genf aus, daß dort eine Gesellschaft sich gebildet habe, welche Holz zu Papierzeug verarbeiten will, indem sie dasselbe in fein zertheiltem Zustande mit Schwefelsäure behandelt, dabei eine große Menge Alkohol gewinnt und einen Stoff liefert, welcher dem nur auf mechanischem Wege durdy Schleifen bereiteten Holzstoff weit vorzuziehen sein soll, sich auch leidyt vollständig bleidhen läßt. Die Idee ist jedenfalls beachtenswerth, denn durch ein theilweises Zerstören der Holzfaser fann dies selbe möglicher Weise dem Papierstoff aus getragenen Lumpen viel ähnlicher werden, als der geschliffene Holzstoff
. Es ist and denkbar, daß, einein solchen Processe unterworfen, selbst Sägespäne verwendbar würden, indem die Faserbündel sich lösen. Es würde dadurd, ein bisher fast werthloses Material zu einer werthvollen Verwendung gelangen.
Es wird Papier ausgegeben, welches genügende Festigs feit besikt, sowohl bräunliches Padpapier, als ganz weißes Druckpapier, welches lediglich aus folcher Holzfaser bereitet sein soll, die vorher das Material zu einer beträchtlichen Menge Spiritus hergegeben habe. Das Papier greift sich an und verhält sich gegen Wasser, als sei es etwa 1 geleimt; es wäre möglich, daß dies dem Stoffe eigenthümlich ist. Die
Inhaber des Patentes suchen mit Papierfabriken Contracte zu schließen. Db, wenn man die Resultate genauer kennen lernt, dem Verfahren eine Zukunft zugesprochen werden fann, ist nicht vorauszusehen nach den unvollständigen Mittheilungen, welche bisher bekannt wurden, aber Prüfung verdient es ges wiß. Man gewönne den Spiritus, der einen Theil oder ganz die Behandlung des Holzes resp. der Sägespäne zahlte, und erlangte ein Lumpensurrogat zu billigem Preise, welches vermuthlich weit näher dem Ganzstoff aus getragenen Lumpen steht, als alle versuchten Ersaßmittel.“
Wir wollen bei dieser Gelegenheit nicht zu erwähnen vergessen, daß audy bloße Sägespäne, welche scharf getrodnet und auf einer gewöhnlichen Mahlmühle zu Folzmehl gemahlen sind, vielfach als Füllungsstoff bei Padpapieren, ordinären Tapetenpapieren 2c. Verwendung finden; doch wird die Oberfläche des Papicres dadurch ziemlich rauh, und die Festigkeit desselben ist gering. Dieses Holzmehl ist daher auch viel billiger, als der geschliffene Holzstoff; während ersteres circa 1 bis 11 Thlr. pro Centner fojtet, wird legterer mit 4 bis 5 Thlr. (trocken gerechnet) bezahlt.
Eine eigenthümliche Schwierigkeit bietet die Entwässerung des Holzstoffes zuin Zweck des leichteren Transportes dar. Holzstoff, in kleinen Mengen zwischen den Fingern ausgedrüdt, bis fein Wasser mehr abtropft, enthält immer noch circa 75 pát. Wasser. In diesem Feuchtigkeitsgrade, in der Form von Ziegeln ausgepreßt, komint der Holzstoff vielfad, zur Versendung. Etwas mehr entwässern läßt er sid), wenn er in dünnen Schichten, in Form von Pappen, ausge: preßt wird; dann enthält er ungefähr noch 60 pCt. Masser. Einzelne Fabricanten haben auch versucht, den Holzstoff erst auf einer besonderen Maschine zu vollständig trockenem Papiere zu verarbeiten, und dann in Rollen an die Papiers fabriken zu versenden; doch möchten die Mehrkosten, welche durch die Heizung der Trodencylinder entstehen, durch die nachherige Frachtersparniß faum gededt werden; außerdem kauft der Papierfabricant viel lieber nassen Holzstoff, als trodnen,
weil der legtere im "Holländer sich oft nur sehr schwer wieder auflöst und mitunter erst ein Kochen mit Dampf im rotirenden Kodifaß erfordert. Daß die Holzfaser auf mechanischem Wege schwerer, als andere Faserstoffe, das Wasser ges hen läßt, mag wohl an der größeren Elasticität, Starrbeit und Dide der feinsten Fasern selbst liegen. Diese Eigenthüinlichkeit zeigt sich auch nadyträglich noch auf der Papiermaschine, indem Papier, welches viel Holzstoff enthält, schwerer trocnet, resp. mehr Dämpfe dazu erfordert, als gewöhnliches aus Leis nel- oder Baumwollenfaser gefertigtes. Die Preßwalzen, deren Bestiminung es ist, zunächst auf mechanisdem Wege so viel Wasser als möglid) aus dem Papiere zu entfernen, bevor dasjelbe in die mit Dampf geheizten Trodencylinder läuft, find nämlich aus den obigen Gründen auch nicht im Stande, das Wasser gehörig auszupressen.
Es ist vielleicht hier am Ort, noch einige Versuche zu erwähnen, die wir anstellten, um zu ermitteln, wie viel Wasser durch die Preßwalzen wohl überhaupt aus gewöhns lichem Papiere entfernt würde. Es wurden dazu Proben des Papieres in den verschiedenen Stadien der Anfertigung auf ihren Wassergehalt untersucht, und es ergab sich folgendes Resultat: Das Papier enthielt hinter der ersten Presse, wo es das Metalltuch ohne Ende verläßt, noch 84,4 pCt. Waffer (d. h. 100 Papier enthielten 84,4 Wasser und 15,6 trocłne Faser), hinter der zweiten Presse 57,6 pt., hinter der dritten Presse 54,1 pWt., hinter dem ersten Trodencylinder 53,4 pCt., hinter dem zweiten 32,6 pct. und hinter dem dritten Trodencylinder nur noch 3,2 pCt. Wasser. Auf mechas nischem Wege läßt fich also das Papier noch nicht einmal bis auf 50 pat. Wassergehalt entwässern!
Schließlich sei uns noch erlaubt, bei dieser Gelegenheit einige Worte über das Einscrumpfen des Papieres beim Trodnen zu sagen. Jeder, welcher einmal einen Bogen Zeichenpapier auf ein Reißbrett gespannt hat, indem er den Bogen befeuchtete und dann im feuchten Zustande mit den Rändern auf das Brett leimte, weiß, daß der Bogen beim Trođnen sich nach allen Seiten zusammenzieht und deshalb. dann ganz stramm auf dem Brette auffigt. Aus diesem Grunde, glaubt der Laie gewöhnlich, müßte das Papier beim Trocknen auf der Papiermaschine ebenfalls einschrumpfen, also fürzer werden. Dies ist aber durchaus nicht der Fall, sondern ges rade umgefehrt, das Papier wird länger und zwar um gar nid)t Unbedeutendes *). Wir hatten Gelegenheit, darüber bei verschiedenen Papiersorten Versuche anstellen zu lassen. Es ergab fid), daß die Ausdehnung, welche das Papier bei der Fabrication in seiner Längenrichtung erleidet, und zwar auf seinem Wege von dem Metalltuche ohne Ende bis zur Schneidemaschine, zwischen 6 und 10 pCt. schwanft; dünə nere Papiere erleiden im Allgemeinen eine größere Ausdehnung als dicere. Dabei findet jedoch immer ein Einschrumpfen des Papieres in der Breitenrichtung, ein Scymalerwerden desselben von 11 bis 53 pát. statt, worauf wir weiter unten noch zurüdfommen werden. Die Ausdehnung des Papieres in die Länge erflärt fich hauptsächlich dadurdy, daß es auf der Maschine fortwährend so straff als möglich gespannt laufen muß, um Falten und Runzeln 2c. zu vermeiden; dadurch, be sonders bei dem noch feuchten Zustande wird es continuirlich länger. Auch walzt fich wohl, das Papier beim Durchgange durch die Breß- und Satinirwalzen in der Lingenrichtung etwas aus, wie etwa eine Tafel Blech im Walzwerfe beim jedesmaligen Durchgange durch die Warzen immer länger wird, nur natürlich in sehr viel geringerem Grade, da das filzartige Gefüge des Papieres einer soldien Ausdehnung fehr hinders lich ist.
Uus Cbigwn ist nun leicht ersichtlid), daß die Umfangsgeschwindigkeit der verschiedenen Theile einer Papiermaschine gegen ihr Ende zu fortwährend wachsen muß, und es möchte vielleicht von Jutereffe sein, die Geschwindigkeiten der einzelnen Theile bei einigen der oben erwähnten Versuche zu erwähnen.
Versuch I. Die Geschwindigkeit (der in einer Minute zurücgelegte Weg) des Metalltuches, resp. der ersten Preise, war = 686 Zoll (17",94), die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Presse = 706 Zoll (18",47), die der dritten Presse = 732 Zoll (19",15), und endlich verließ das fertige Papier die Schneidemaschine mit einer Geschwindigkeit von 746 Zoll (19”,51); es hatte mithin zwischen Metalltuch und zweiter Preffe eine Längenausdehnung von 2,92 P6t., von der zweiten zur dritten Presse eine solche von 3,79 pt. und von der dritten Presse bis Schneidemaschine, also beim heißen Trocnen eine solche von 2,04 pát. oder im Ganzen eine Ausdehnung um 8,75 pct. stattgefunden; der Breite nach war das Papier dabei um 5,22 pCt. eingeschrumpft.
Versuch II. Bei einer anderen Papiersorte ergaben sich für dieselben Punkte, wie oben, die folgenden Geschwindigkeiten: 685 Zoll (17",92), 704 Zoll (187,41), 735 Zoll (19",22) und 745 Zoll (19",49); daraus berechnen fich die folgenden Ausdehnungen: 2,70, 4,54 und 1,51 pt., oder zusammen 8,75 pCt.; das Papier schrumpfte dabei in der Breite von 722 Zoll (1",90) auf 685 Zoll (1",79), also um 5,34 pCt. ein.
Ueber das Einschrumpfen des Papieres in der Breis tenrichtung wollen wir noch bemerken, daß dasselbe um so be deutender ist, je langsamer das Trodnen vor fich geht; es hat dann gewissermaßen Zeit zum Einschrumpfen. Für die Güte des Papieres, besonders des geleimten, ist es wesentlich, daß das Trodnen möglichst langsam geschieht; daher baut man in neuester Zeit die Maschine mit einer viel größeren Anzahl von Trockencylindern als früher. Das Leimen des Maschinenpapieres beruht im Brincip darauf, die Poren oder capillaren Deffnungen in dem Filzigen Fasergewebe mit einer geeigneten Masse (harzsaurer Thonerde) zu verschmieren oder auszufüllen, um dadurch das Einsaugen von Wasser resp. Dinte zu verhindern. Wird das Papier nun sehr schnell auf wenigen, aber starf geheizten Cylindern getrocknet, fo läßt fich einsehen, daß die iin Innern des Papieres noch befindlichen Wassertheilchen, wenn sie schnell in Dampf verwandelt werden, die äußere Lage des Papieres gewissermaßen sprengen und dadurch der Dinte eine Menge haarröhrenförmiger Deffnungen zum Eindringen schaffen, also ein sogenanntes Löschen des Papieres bewirfen fönnen, was bei allmäligerem laugsamerem Trocnen nicht so leicht geschieht.
Dod um nochmals auf das Einschrumpfer zurüdzukommen, so ist dasselbe durchaus fein gleichförmiges in der ganjen Breite, sondern ist an den beiden Seiten verhältnißmäßig bedeutender, als in der Mitte; es läßt fich das besonders bei Papieren mit Wasserzeichen beobachten. Wenn auf der betreffenden Walze die Reihen, Budistaben 2c., welche das Wasserzeichen durch Eindrücken in das noch halbflüffige Pas pier hervorbringen sollen, in genau gleichen Entfernungen angebracht sind, so findet man doch in dem fertigen Papiere dann, daß die Wasserzeichen am Rande einander näher stehen, als in der Mitte der Papierbreite. Die von uns angestellten Versuche geidaben mit einer Walze, auf welcher dasselbe Wassers zeichen 8 mal auf der Peripherie in gleichen Abständen anges bracht war. Es entstehen dadurch 7 Felder im Papier, welche durch Wafferzeichen von einander abgegrenzt werden. Das Einschrumpfen der ganzen Breite des Papieres betrug 4,2 pt.; vergleicht man jedod, die 3 mittleren Felder mit den 4 äußeren Feldern, so kommt auf die ersteren ein Einschrumpfen von 3,87 p@t., auf die äußeren dagegen 4,86 pct. Bei einem ans deren Versuche war der mittlere Theil um 2,7 pt., die beiden Seiten um 4,5 pát. und die ganze Breite um 3,8 pCt. eingeschrumpft. Ein dritter Versuch endlid, ergab in der Mitte ein Einschrumpfen von 4,41 PCt., an den beiden Seiten von 6,01 p@t. und im Ganzen von 5,38 PCt. Diese Ungleichheit
*) Daß ein Nicht-Sachverständiger an ein Einschrumpfen des Bapieres auch in seiner Längenrichtung glaubt, ist wohl ganz erklärlich, daß aber ein Papierfabricant auch nody diese irrige Vorstellung haben kann, ist uns geradezu unverständlich. So lesen wir in einem mit A. Prouteaux, ingénieur civil, directeur de la papeterie de Thiers unterzeichnetem Aufsage des „Portefeuille économique des machines“ (Août 1866), welcher über eine Vergleichung der verschiedenen Bapiermaschinensysteme handelt, Folgendes: „Die Geschwindigkeit der Trodencylinder ist gleich der des Metaltuches, vermindert um das verhältnismäßig sehr geringe Einschrumpfen des Papieres!"
in dem Grade des Einschrumpfens fommt wahrscheinlich das ber, daß das Papier in der Mitte von den Trockenfilzen fester an die gebeizten Cylinder gedrückt wird, als dies an den Seiten möglich ist; die für das Einschrumpfen nothwendige kleine Bewegung beim Zusammenziehen kann daher an den Seiten leichter vor fich geben, als in der Mitte.
Dampfkesselerplosionen und deren Gegenmittel. *)
Die in der leßten Zeit vielfach vorgekommenen Dampffeffelerplosionen und die damit gewöhnlich verbundenen Bers lufte an Leben und Eigenthum fordern zur Aufsuchung und Feststellung der Ursachen dieser Katastrophen, durch welche die Anwendung der Dampfkessel soon bedenklich geworden ist, dringend auf, damit durch deren Beseitigung solche Ereignisse nicht mehr vorkommen oder doch möglichst vermieden werden. Es wird die Nothwendigkeit dazu auch so allgemein aners kannt, daß augenblidlich fast alle Ingenieurvereine sich mit der Lösung dieser Frage beschäftigen.
Die Nichtübereinstimmung der Ingenieure über die Ursache dieser Explosionen bildet eine Lücke in der Ingenieurwissenschaft, welche um so bedauerlicher ist, als dadurch die richtigen Gegeninittel nicht angewendet werden.
Daß die Ursache in fehr verschiedenen Wirkungen gesucht wird, hat wohl darin seinen Grund, daß der wirkliche Zustand des Ressels im Momente vor der Explosion, welcher zu bestimmten Schlüssen berechtigte, selten constatirt werden kann, weil die, welche dieses allein thun fönnten, die Refselwärter, entweder bei dem Ereignisse zu Grunde gegangen sind, oder in Bewußtsein ihrer Schuld ein wahres Geständniß nicht abs legen, andere Zeugen aber selten vorhanden sind. Es bleibt daher nur übrig, die Schlußfolgerungen aus den Erscheinungen nach den befannten Naturfräften zu machen, und sind diese zur Erklärung des Vorganges im Allgemeinen auch so ges nügend, daß es der Şerbeiziehung unbefannter Kräfte oder Verleugnung der befannten Naturfräfte nidyt bedarf.
Zur Bestätigung der alleinigen Wirkung einfacher und bekannter Naturgesepe bei den Resselexplosionen ist es geboten, die bei solchen Ereignissen wahrgenommenen Erscheinungen sorgfältig ju sammeln und den dabei stattgehabten Umständen nachzus fpüren, damit aus den allen Explosionen gemeinsamen Ers mittelungen die gemeinsame Ursache festgestellt werden kann.
Um 8. November v. I. explodirte auf dem Rheine vor dein Orte Pfaffendorf oberhalb Coblenz der hintere Sessel des Dampfschleppsdiffes Mülheim No. V, wobei zwei Kesselwörter das Leben verloren, der Capitän und Steuermann erheblich verwundet wurden, und das Schiff nach wenigen Minuten, to daß das übrige Personal fanm gerettet werden fonnte, in die Tiefe versanf, woraus es bis jegt noch nicht wieder ges
hoben worden ist, trozdem die bisherigen Hebeversuche vielleicht schon 20,000 Thir. gefostet haben.
Das Schiff ist ganz von Eisen gebaut, hat 200 Fuß (63") Länge, 48 Fuß (15") mit dem Radfasten und 22 Fuß (6",6) ohne Radfasten Breite, ist 10 Fuß (3",14) in den Wänden hody und enthielt zwei gleiche Kessel, welche 1855 in der Fabrik von Jacobi, $aniel & Quyisen in Sterferade gebaut und 1856 in Betrieb genommen worden sind.
Der explodirte Reffel war ein sogenannter Tunnelkessel; der obere Theil hatte die Form eines halben Cylinders von 133 Fuß (4",29) Durchmesser; die verlängerten Seitenwände waren 3 Fuß (0%,94) hoch, zwischen welchen vier Stüď 3 Fuß (0",94) breite, 8 Fuß (2,5) lange, durch fünf Stück 4 Zoll (105mm) dide Wasserwände eingeschlossene und getrennte Feuerroste lagen, welche jeder mit einem flachen Blechbogen als Theile des Reffelbodens überdeckt waren. Die ganze Länge des Ressels betrug 10 Fuß (3",14).
In dem oberen Halbcylinder lagen 360 Stück eiserne Rauchröhren von 24 Zoll (65") Durchmesser und 64 Fuß (2",04) Länge. Auf dem Reffel stand eine Dampfhaube von 71 Fuß (2",85) Durchmesser und 5 Fuß (1”,57) Höhe mit ebenem Deckel, auf weldiem die beiden Sicherheitsventile mit je 31 Qdrtzll. (202 Qdrtentmtr.) freier Fläche und das Dampfabschlußventil standen. Der Ressel hatte 2000 Qdrtfk. (198 Qdrtintr.) feuerberührte Fläche, und sollte der Wasserstand 12 Zoll (314mm) über deren oberstem Theile stehen. Derselbe war auf 30 Bfd. (2,2 kilogrm. pro Quadratcentimeter) Ueberbruc concessionirt, arbeitete mit Condensation, war vors driftsmäßig geprüft und alljährlich revidirt.
Beide Sessel standen 62 Fuß (19",4) von einander ents fernt; zwischen denselben war die zweicylindrige Schiffsmaschine aufgestellt. Ein 14 Zoll (366mm, startes Dampfrohr verband die beiden Dampfhauben der Reffel, und führten davon zwei Zweigröhren in die beiden 48 Zoll (1",26) Durchmesser habendent Cylinder. Außer der gewöhnlichen Maschinenwasserpumpe für jeden Kessel waren eine gemeinschaftliche Dampfpumpe (Efel) und eine Sandpumpe vorhanden. Es war auf jeder Seite des Ressels ein 9 Zoll (235mm) hohes Wasserstandglas mit auf derselben Röhre befindlichen drei Stüd Probirhähnen angebracht. Die Maschine hat angeblich 320 Pfrdst.
Als der Reffel explodirte, war er also nur 10 Jahre im Gebrauche. Davon gehen noch für jedes Jahr 3 Wintermonate, in welchen die Schleppschiffe nicht fahren, ab, und doch war der Kessel nicht mehr im besten Zustande; namentlich war es bekannt, daß derfelbe start lecte, so daß er in diesem Winter durch einen neuen schon fertigen Kessel ersegt werden sollte.
*) Bergl. über dieses Thema BD. III, S. 8; BD. VI, S. 358; Bd. VII, S. 77, 84 u. 224; BD. VIII, S. 35 u. 185; Bd. IX, S. 99, 431, 497, 600, 610, 625, 630, 639, 649, 668 u. 689; Bd. X, S. 129, 209, 234, 285, 340, 356, 357, 423, 567, 570, 572 u. 573 und Bd. XI, S. 147, 163, 210, 345 u. 541.
D. Heb. (2.)
Red.
Die Construction des Ressels, auf den fünf Stück 4 Zoll (105mm) diden, 3 Fuß (0",94) hohen Wasserwänden stehend, trägt bei der fortwährenden Bewegung und Erschütterung des Schiffes gewiß viel dazu bei, daß diese Theile, welche außerdem sehr schwierig zu erreichen find, sowohl in den Nietungen, wie Stehbolzen bald undicht geworden sind.
Das Schleppschiff Mülheim No. V kam am 7. November v. 3. Nachmittags 3 Uhr mit einem Zuge von 6 Schiffen zu Berg und anferte vor Pfaffendorf bebuf& Erledigung steuerlicher Formalitäten. Das Schiff fuhr ain 8. November Morgens vor 6 Uhr mit den 6 Schiffen Anhang von der Ankerstelle ab, und explodirte der hintere Kessel ungefähr 20 Minuten nach der Abfahrt, als der Zug in vollem Gange war, was durch die Glocke, nach dem Schifferausdrude ,,Gottesnamelis läuten“, schon einige Zeit angezeigt war, und war auch darnach auf dem Deck schon Alles aufgeräumt und flar gemacht, su daß das nicht Dienst habende Personal unter Ded mit Frühstüden und Vorbereitung zur fommenden Arbeit beschäftigt war.
Das Personal des Schiffes bestand außer den Schiffs: mannschaften und Familien aus 6 Kesselwärtern, einem Maschinenwärter und einem Maschinenmeister. Zur Zeit der Ers ploston waren an jedem Kessel zwei Kesselwärter, und war der Maschinenmeister in der Maschinenfammer, welche zwischen den beiden Kesselit mit Wänden davon abgeschlossen liegt, beschäftigt. Der Capitän stand mit dein Steuermann auf der Steuerbrüde, welche 10 Fuß (3",14) hoch über Dec über der Mas schinenfamuner, also ungefähr in der Mitte des Schiffes und der beiden Ressel liegt.
Die gleich nach der Explosion vorgenommene Untersuchung des Schiffes und Vernehmung des Personales und der Zeugen hat ergeben, daß das Schiff, welches bei dem danialigen niedrigen Wasserstande init dem Vorderdecť noch über Wasser lag, eine Besdhädigung nur an der Stelle des explodirten Kessels erhalten hat, und zwar ist daselbst das ganze Deck verschwunden und die Seitenwandungen starf eingerissen. Ob auch der Schiffsboden verlegt ist, hat sich nidt ermitteln lassen; es ist diejes jedody wahrscheinlich, da das rasche Sinfen des Schiffes nach der Explosion auf eine starke Verlegung unter Wasser dyließen läßt. Der Vordertheil und der Hintertheil des Sohiffes find jedoch ganz unbeschädigt geblieben, indem jowohl der Maschinenmeister aus der Maschinenfaminer, als aud) die Beizer des vorderen Refsele und das in der Vors und Hintercajüte befindliche Personal diese Räume nach der Explosion verlassen haben und durch Nachen gerettet worden sind. Auch hat der Vordertheil mit dem hinteren Theile des Schiffes noch einen Zusammenhang, indem das Schiff mit dem hinteren Theile und der Mitte auf dem daselbst felfigen Strombette aufsteht, und der Vordertheil frei schwebt. Gegens wärtig ist der Wasserstand so hoch, daß noch 15 Fuß (4",7) Wasser auf dem Schiffsdeck stehen.
Auf dem vorderen Theile des Schiffes, ungefähr 50 Fuß (15",7) von dem explodirten hinteren Reffel, wurde eine Eisens platte von vielleicht 25 Qdrtfß. (224) Fläche gefunden, welche als ein Theil des Kesselbleches des explodirten Kessels erkannt wurde, und über die Steuerbrücke, über Capitän und Steuermann.fortgeflogen und hier wieder auf's Schiff niedergefallen ist. Der blecherne Schornstein ist body in die Luft geflogen
und in den Rhein gefallen; einzelne Eisentheile find bis auf's Ufer geflogen, und sind einzelne Röhrentheile bis auf 800 Fuß (250") Entfernung in den angrenzenden höheren Weinbergen aufgefunden worden.
Der Capitän und Steuermann, welche auf der Steuerbrücke standen, wurden bei der Erploston durch den Luftdrud von der Steuerbrücke, welche gleichzeitig zerstört wurde, aufs Ded geworfen und erlitten dabei erhebliche Contusionen, aber sonst keine Beschädigungen. Dieselben wurden durch Nachen vom sinkenden Schiffe gerettet und nach Coblenz in's Hospital gebracht, woselbst sie nach mehrwöchentlicher Eur wieder ges nesen sind. Die beiden Wärter des explodirten Refsels find nicht zum Vorschein gekommen und liegen wahrscheinlich noch im Schiffsraume. Die verschiedenen Sebeversuche haben bis ießt durch den hohen Wasserstand und starke Strömung, 6 Fuß (1",9) Geschwindigkeit, noch fein günstiges Resultat gehabt.
Nach Angabe der zur Zeit der Katastrophe in der Nähe gewesenen Personen war die Explosion von einem dumpfen Knalle, wie aus schwerein Geschüße, begleitet. Die unter Ded befindliche Mannschaft hat eine so starke Erschütterung des Schiffes wahrgenommen, daß fie fich feine Vorstellung von der Ursache bat machen können. Die Wache auf der 500 Kuthen (1885") unterhalb dieser Stelle liegenden Schiffbrüde hat die Explosion für einen starfen Signalschuß gehalten, welchen die zu Thal kommenden Schleppschiffe, welche die Brücke passiren wollen, geben müssen. In dem 1000 Ruthen (3770") entfernten Orte Neuendorf wurde die Explosion für einen fernen Kanonenschuß gehalten.
Aus der Vernehmung der Schiffsmannschaft hat sich ers geben, daß am 7. November nach Ankunft des Schiffes vor Pfaffendorf die Kesselwärter und der Maschinenmeister noch eine Dichtung des Cylinderkolbens vorgenommen, inzwischen die Feuer unter den Kesseln ausgezogen und den Dampf abs geblasen haben. Nach dieser Arbeit sind dieselben mit der übrigen Mannschaft einzeln und zusammen auf's Land gegangen, haben Einkäufe gemacht und sind alle frühzeitig und nüchtern wieder auf's Schiff zurüdgekehrt. Der Maschinens meister allein behauptet, toch vor Abend zwischen 5 und 6 Uhr Wasser bis zum gefüllten Wasserglase mit dem „, Ejel" in den Keffel gepumpt zu haben, ohne daß hierbei Jemand geholfen oder gegenwärtig gewesen sei. Außerdem behauptet ein Kesselwärter, daß er den Gang des , Esels" gehört habe, als er um 7 Uhr Abends vom Lande auf's Schiff zurüdgekehrt sei. Trotz der Unwahrsdjeinlichkeit dieser Behauptungen, da nicht uur die Zeitangaven differiren, sondern auch zwischen 5 und 6, aber namentlich um 7 Uhr fein Triebdampf mehr im Reffel gewesen sein famn, und aud) der Masdyinenmeister solche Arbeit nie allein, sondern immer init Hülfe eines Resselwärters vers richtet, bleiben Beide bei dieser Aussage.
Keiner von dem übrigen Personale des Schiffes hat den Gang des „, Esels" gehört, was die Aussage des Maschinens meisters und des Kesselwärters um so zweifelhafter macht, als der Gang der Eselpumpe durch das damit verbundene Geräusch und Ersdütterung durch's ganze Schiff hörbar ist.
Alle sagen aus, daß am Morgen des 8. November weder die Eselpumpe, noch die Bandpumpe benut worden sind, so daß also die Ressel am 8. nicht eher Wasser erhalten haben,
bis die Maschinenpumpen gleidhzeitig mit dem Gange der Maschine thätig wurden.
Der Steuermann, noch an demselben Tage im Hospital vernommen, sagt aus, daß einige Zeit vor der Explosion die Ventile des hinter ihnen gelegenen explodirten Kessels fo start abgeblasen hätten, daß er den neben ihm auf der Steuerbrüde stehenden Capitän mit den Worten darauf aufmerksam gemacht babe: ,,Capitän, hören Sie einmal, wie die Ventile abblasen, das ist nicht richtig im Kessel.“ Der Capitän bestätigt diese Aussage und das fürchterliche Abblasen der Ventile. Er ist deshalb nicht sogleich von der Steuerbrüde zur Revision des Ressels hinabgestiegen, weil in dem Augenblicke ein Bersonendampfboot mit demselben Course an ihm vorüberfahren wollte, und er dieses habe abwarten wollen, um darnach hin: unter zu gehen, um nach der Ursache des starfen Abblasens der Ventile zu sehen. Die Frage, ob auch die Ventile des anderen vorderen Kessels abgeblasen hätten, haben Beide dahin beantwortet, daß alle Ventile gleichzeitig abbliesen, aber namentlich die des hinter ihnen gelegenen Kessels so fürchterlich abs vliesen, daß es ihnen angst und bange geworden wäre. Kaum war jedoch das Personendampfschiff an dem Schleppzuge vor: über, und ebe der Capitän hinuntergestiegen war, erfolgte die Grplosion des hinteren Kessels.
Wenn man alle diese Punkte zusammen nimmt: das allgemein bekannte Lecken des Ressels, das Abblasen des Dampfes nach Anfunft des Schiffes am 7. November, das sehr zweifelbafte Wasserpumpen am 7., das Nichtpumpen am 8. November, To fann man fast mit Gewißheit behaupten, daß der Kessel in der Zeit von Nadmittags 3 Uhr bis des anderen Morgens um 6 Uhr durch seine Undichtigkeit viel Wasser verloren bat und am 8., auch wenn am vorhergehenden Abende wirklich gepumpt worden wäre, nicht mehr hinreichend mit Wasser dersehen war. Wie weit aber der Wasserstand gesunken war, läßt sich nicht constatiren, da die beiden Kesselwärter, welche darüber vielleicht Auskunft geben könnten, nicht mehr leben, und der Maschinenmeister darüber nicht zuverläffig ist. Wenn der Wasserstand unter dem Wasserstandsglase gesunken war, jo läßt sich die Stelle, bis wohin er hinabgesunken war, überhaupt nicht angeben. War aber beim Anheizen des Refsels am 8. nicht mehr hinreichend Wasser im Kessel, fo liegt es sehr nabe, daß fenerberührte Theile des Ressels trođen waren, und bei der dadurch vermehrten Siße nicht nur das vor: bandene Wasser rasch verdampfte, sondern es mußte auch Dampf von hoher Spannung gebildet werden, was nach den angeführten Worten des Steuermannes über das Abblasen der Ventile: ,, es ist nicht richtig im Kessel“, auch bestätigt wird.
Durch die Verwendung so hoch gespannter Dämpfe in der Maschine, aber namentlich durch das längere Abblasen dieser hoch gespannten Dämpfe durch die beiden Ventile, mit 62 Qürtzl. (404 Qdrtentmtr.) Fläche, mußte eine viel größere Wassermasse consumirt werden, wie die durch die Maschine bewegte Wasserpumpe beischaffen fonnte, da diese nur auf den Consum des Cylinders für Dampf von gewöhnlicher Spannung berechnet ist, aber nicht das Wasser ersegte, welches als hoch gespannter Dampf durch die Ventile oder gar durch Undichtig feit des Keffels verloren ging. Durch diefen größeren Consum an Dampf resp. Wasser und schon vorhergegangenen Dampf
perluft durch die Ventile vor Ingangsefung der Maschine mußte der Wasserstand im Refsel immer mehr abnehmen und mit jeder Secunde mehr finfen. · Dazu kommt noch, daß dieser Keffel seine hochgespannten Dämpfe auch nach dem vorderen Keffel trieb und hier die Spannung ebenfalls so verinehrte, daß auch dessen Ventile start abbliesen, und also ein vermehrtes Sinten des Wasserstandes im hinteren Kefsel bedingt wurde, sowie auch durch die hohe Spannung im Kessel die undichten Stellen zum Austreiben des Wassers thätiger wurden. Es ist daher wohl anzunehmen, daß der Wafferspiegel im hinteren Keffel während der langen Zeit von 20 bis 25 Minuten noch viel tiefer unter dem Anfangsstande hinunter gesunken ist. Je mehr derselbe aber fiel, je mehr wurde die feuerberührte Fläche wasserfrei, je höher spannten fich die Dämpfe, und verdampfte mehr Wasser, womit der Wasserstand immer mehr abnehmen mußte.
Die Vorausseßung ist daher gerechtfertigt, daß die vom Feuer berührten trockenen Flächen, namentlich die hoch hinauf reichenden Theile der hinteren Rauchfanımer, bis zu welcher die Feuerroste reichen, welche also von der Flamine noch uns mittelbar berührt werden, sehr bald glühend geworden sind. Daß die vom Waffer berührten Flädien nicht glühend, die von Dampf berührten Flächen aber leicht glühend werden, hat feinen Grund in der bekannten Eigenschaft des Wassers und Dampfes (Harder, Moleculargesep, S. 109), daß bei der Bildung des Wassers in Dampf für alle Spannungen eine nicht sehr verschiedene, aber eine sehr große Wärmemenge ab: forbirt wird, dahingegen Dampf bei dem Uebetgange in höhere Spannungen nur eine geringe Quantität Wärme mehr erfordert, also der Dampf auch bei Zunahme der Spannung der Resselwand nicht viel Wärme entzieht, und diese daber leicht glühend wird. Durch das glühende Eisenblech muß aber der Wasserdampf, wie dieses ja ein bekanntes Experiment ist, zerseßt werden, wobei sich das glühende Eisen mit dem Sauerstoffe des Wasserdampfes zu Eisenoxyduloryd vers bindet, und der Wasserstoff frei wird, welcher Proceß so lange fortgeht, so lange noch nicht oxydirtes glühendes Eisen vors banden ist.
So lange der gebildete Wasserstoff fich nicht wieder mit freiem Sauerstoff verbinden faun, so lange ist deffen Anwesenheit im Sessel gefahrlos, und da er leichter wie Wasserdampf ist, so muß er die oberen Partieen des Dampfraumes einnehmen, also vornehmlich aus den auf dem oberen Dedel der Dampfhaube aufstehenden Ventilen ausströmen. Die Menge des gebildeten Wasserstoffes hängt von der Größe der glühen: den Fläche und von der Dauer des Processes ab; sie wird aber sehr bald groß genug, um eine gefährliche Quantität zu geben. Den freien Sauerstoff erhält der im Ressel befindliche Wasserstoff beim Einführen von Wafser, worin iinmer Luft und somit Sauerstoff enthalten ist. Das condenfirte und vorgewärmte Wasser enthält fogar eine viel sauerstoffreichere Luft, da bekanntlich die leßten Quantitäten der dem Wasser durch Kochen entzogenen Luft viel fauerstoffreicher sind, bis zil 35 pct. gegen 21 pát. der Atmosphäre, wie die ersten Quantitäten, so daß eine hinreichende Quantität Sauerstoff zur Ver: brennung des vorhandenen und fortwährend gebildefen Wafferstoffes im Seffel durch die Maschinenwasserpumpe eingeführt wurde, und nur noch die Entzündung desselben fehlte.