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Zwischen dem Nesslerenweg und dem METAS-Areal wird eine Siedlungstypologie gewählt, die die Topographie berücksichtigt, sich aber auch durch die orthogonale Anordnung mit dem METAS-Areal verbindet. Durch diese einfache, klare Bebauungsstruktur bieten die Zwischenräume grosses Potenzial für die Aussenraumgestaltung und die Siedlungsgrenze wirkt zur Landschaft verständlich und ablesbar. Das Projekt zeigt auf, wie eine Dichte mit einer AZ von etwas über 0.8 landschaftsverträglich und mit einer guten Wohnqualität umgesetzt werden kann. Das Gebiet der Balsigermatte wird unterteilt in Nord, Mitte und Süd. Die Vernetzung erfolgt über eine Abfolge von diversen Wegsystemen und Plätzen. Das Balsigergut im Norden bleibt weitgehend unberührt. Das erste Hofgebäude wird in die Tramschlaufe nahe der Seftigenstrasse gesetzt. Drei weitere folgen gegen Süden, wobei sie stufenartig versetzt von der Strasse abrücken und sich zur Bahnlinie hinwenden. Dadurch entsteht Raum für drei Längsbauten nahe der Seftigenstrasse, wobei für zwei Bauten Wohnen und für einen Bau Verwaltung vorgeschlagen wird. Damit entsteht eine gute Durchmischung der Nutzungen. Ganz im Süden sollen die Sportanlagen entstehen. Durch diese Bebauungsstruktur wird einerseits eine prägnante und verdichtete Mitte aufgebaut, andererseits entstehen Zwischenräume, die parkartig gestaltet sind und sich im Süden mit den grosszügigen Grünflächen – den Sportanlagen – verbinden. In den drei Gebäuden mit Innenhöfen sind die Nutzungen der Bundesverwaltung untergebracht. Durch die Gewerbenutzung in den Erdgeschossen wird die gewünschte Nutzungsdurchmischung erreicht.
Die MIV-Erschliessung der beiden Sektoren Mitte und Süd erfolgt richtigerweise über zwei getrennte Anbindungen sowie über zwei separate Rampen in die jeweiligen Tiefgaragen. Das Tram- und das S-Bahnhaltestellenprojekt werden im vorgeschlagenen Konzept gemäss den entsprechenden Vorgaben berücksichtigt. Mit der Gesamtdarstellung, dem Beschrieb und den weitgehend erfüllten Nutzungsanforderungen ist das Konzept nach vollziehbar und wird in der Beurteilung entsprechend gewürdigt.
(Auszug aus dem Jurybericht)
Patrick Roost Planung Architektur wurde 2007 als Einzelfirma von Patrick Roost gegründet und 2010 in eine GmbH umgewandelt. Die Bandbreite der seither bearbeiteten Projekte reicht von kleineren privaten Aufträgen über Wohnungs- und Infrastrukturbauten bis zur Renovation und Erweiterung von denkmalgeschützten, historischen Gebäuden sowie grossmassstäblichen Bebauungs- und Masterplänen. Neben dem Bauen ist die Bearbeitung von Wettbewerben und Studienaufträgen ein zentraler Bestandteil des Büros.
Patrick Roost diplomierte 2001 an der ETH Zürich bei Prof. Hans Kollhoff. Praktische Erfahrung erlangte er durch Praktika und Mitarbeit in verschiedenen renommierten Deutschschweizer Büros, u.a. bei Fickert & Knapkiewicz und Christ & Gantenbein. 2002-2003 arbeitete er bei Cecil Pierce & Assoc. Architects in New York. Seit 2011 war er mehrmals Gastkritiker an der ETH Zürich. Patrick Roost ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
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