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Postulat: Präventionsprojekt "Kein Täter werden" für die SchweizMontag, 12. September 2016
Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht darzulegen,
1. welche Wirkung Präventionsprojekte wie "Kein Täter werden" oder "Dis No" auf potentielle pädosexuelle Straftäter haben respektive wie erfolgreich sie in der Praxis sind.
2. ob ein ausgebautes Präventionsangebot für pädosexuelle Straftäter entsprechende Übergriffe verhindern könnte.
3. falls ein ausgebautes Präventionsangebot zielführend ist: Wie ein solches Angebot sichergestellt werden kann und welche Rolle dem Bund dabei zukommen würde.
Während Strafen zum Zug kommen, wenn bereits eine Tat erfolgt ist, können mit präventiven Massnahmen pädosexuelle Erst-Straftaten verhindert werden, weshalb solchen eine hohe Bedeutung zukommt.
Gestützt auf die Verordnung über Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der Kinderrechte (SR 311.039.1) verfügt der Bund über die Möglichkeit, Organisationen, die sich in diesem Bereich präventiver Massnahmen im Kinderschutz engagieren, zu unterstützen. So erhält der Verein Dis No seit April 2014 Finanzhilfen für den Aufbau eines Informations- und Hilfsangebots für Erwachsene und Jugendliche, die pädophile Neigungen verspüren oder sexuelle Fantasien mit Kindern haben, jedoch keine sexuellen Übergriffe verübt haben. Das Angebot stützt sich auf die Erfahrungen des Projekts "Kein Täter werden" aus Deutschland, das in der Deutschschweiz vom Forensischen Institut Ostschweiz auf privater Basis propagiert wird.
Im Rahmen eines Berichts soll evaluiert werden, ob respektive in welchem Umfang solche Projekte erfolgreich sind und es sich somit anbieten würde, diese auszubauen.
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