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Das vorliegende FAQ beantwortet häufig gestellte Fragen zu den Themen Klima- und Ressourcenschutz im Futterbau.
FAQ: Klima- und Ressourcenschutz im Futterbau
Ja, z.B. Sorghum und die Durchwachsene Silphie (Anbauprojekt 2020-23). Sie eignen sich aber lediglich zur Ergänzung, da ihnen Silomais v.a. qualitativ überlegen ist.
Solche enthalten Luzerne, Mattenklee, Knaulgras, Rohrschwingel… ): z.B. SM 300, 310, 323, 362, 431, 442, 462, diverse Hausmischungen wie UFA Helvetia, UFA Swiss, Steffen Arida, OH Bergwiese, Famosa 42 und 43…
Mit robusten Pflanzen, welche die Trockenheit und Feuchtigkeit gut ertragen. Das sind die Wiesenrispe und der Wiesenfuchsschwanz bei intensiver Bewirtschaftung, das Knaulgras und der Rohrschwingel bei mittelintensiver Bewirtschaftung und der Rotschwingel sowie das Fioringras für die wenig intensive und extensive Bewirtschaftung. Rotklee eignet sich als trockenheitstolerante Pflanze auf mittelintensiven Wiesen. Luzerne eignet sich nicht, da sie nicht ausdauernd und selbstunverträglich ist (Welkekrankeit).
Trockenes Klima verlangt resilientere Wiesentypen und eine etwas geringere Bewirtschaftungsintensität. Grenzwertige Lagen werden weniger Englisch-Raigras-Mähweiden und Italiensich-Raigras-Wiesen (intensiv), dafür vermehrt Knaulgras-Wiesen (mittelintensiv), Wiesenrispengras-Mähweiden (intensiv) und artenreiche Fromental- (wenig intensiv) und Trespen-Wiesen (extensiv) aufweisen.
Mit Direktsaat, Drillsaat, gutem Walzen, der Verschiebung des Saatzeitpunkt vom Frühling bis Juli auf den August (nach Getreide) oder auf den September (nach Silomais) und nach der Getreideernte das Einschalten einer mehrwöchigen Wartefrist zur Überbrückung der Sommertrockenheit (von Juli bis Mitte August).
Keine Übernutzung, hoher Schnitt, Regenerierung von Horstgräsern durch Versamung der Leitgräser.
Der Übersaatzeitpunkt von Naturwiesen verschiebt sich zunehmend vom Frühling in den Herbst. Dies gilt besonders trockenheitsgefährdete Gebiete. Frühlingsübersaaten müssen mit der Schneeschmelze ausgebracht werden.
Dazu dienen die Erkenntnisse aus dem laufenden Borstenhirse-Projekt des Kantons Nidwalden, welches von der Liebegg fachlich begleitet wird.
Eine trockenheitsbedingte Futterreserve für ein bis zwei Sommermonate wird vielerorts unumgänglich. Die Teilweide gewinnt an Bedeutung: Vollweide muss während einer Sommertrockenheit zunehmend ergänzt werden mit Grün- und Dürrfutter oder Grassilage. Die ausschliessliche Stallfütterung ist jedoch i.d.R. keine wirtschaftliche Alternative, da die Kosten hoch sind und der Arbeitsverdienst rund ein Drittel tiefer liegt als bei der Vollweide.
Gut geführte Umtriebsweiden mit genügend langen Ruhezeiten ertragen die Trockenheit besser als Kurzrasenweiden. Damit robuste Gräser gut gefressen werden, müssen Koppeln eher früher bestossen und stärker unterteilt werden. Dadurch werden auch die Weideresten minimiert, in welchen unerwünschte und nicht weidetaugliche Pflanzen versamen können.
Beim Silieren, der Rundballentrocknung und der Herstellung von Trockengras sind die Verluste gering. Diese setzen erst bei einem Anwelkgrad von über 40 Prozent TS merklich ein. Auf Nichtsilobetrieben muss bei der Herstellung von Dürrfutter der Konservierungstechnik besondere Beachtung geschenkt werden: z.B. nur bei mind. vier Schönwettertagen konservieren, hoch schneiden (8 cm), geeignetes Mähwerk (Scheibenmäher, Doppelmesserbalken) einsetzen, zurückhaltend aufbereiten (Walzenaufbereiter, Heubiene usw.), Schwadwender statt Kreiselheuer einsetzen (für lange Parzellen bei fünf Schönwettertagen geeignet), Kreiseln ab dem zweiten Tag und Schwaden bei taunassem Futter, dieses am späten Abend locker laden bzw. pressen, auf dem Feld nicht unnötig stark trocknen, für Belüftungsheu mind. 65% TS anstreben, nicht mehr als 0.5 m pro Tag auf den Belüftungsstock, leistungsfähige Heubelüftung, Rundballen einspritzen …
Organische Dünger (Mist, Vollgülle, Kompost, Holzkohle) erhöhen den Humusgehalt der Böden. Dadurch verbessert sich die Wasser-, Nährstoff- und Kohlenstoffspeicherung. Besonders auf flachgründigen, skelettreichen und leichten Böden verringern sich die Ertragsausfälle während der trockenen Sommermonate.
Wo genügend Wasser für die Bewässerung zur Verfügung steht (Flüsse, Seen, Bewässerungskanäle), lohnt sich am ehesten die Bewässerung hofnaher, produktiver Flächen, welche primär der Grünfütterung (Weiden, Eingrasen) dienen.
Herbert Schmid
Futterbau