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Dr. Stefan Höfler, UZH/Andrew Smith, University of Stirling, UK Studien zur (prähistorischen) Sprachevolution und zum (historischen) Sprachwandel greifen typischerweise auf verschiedene Erklärungsweisen zurück: die Entstehung menschlicher Sprache an sich wird für gewöhnlich mit naturwissenschaftlichen (insbesondere mit biologischen) Modellen erklärt, während spätere Veränderungen in den Einzelsprachen üblicherweise mit geisteswissenschaftlichen Methoden beschrieben werden. Die Beitragsempfänger verfolgen in ihrer Forschung das Ziel, diesen methodischen Graben zu überwinden. Sie haben einen Erklärungsansatz entwickelt, der sich dadurch auszeichnet, dass er die Phänomene von Sprachevolution und Sprachwandel in einem einzigen, homogenen Prozess zusammenfasst. Dabei haben sie gezeigt, dass beides letztlich auf denselben soziokognitiven Mechanismen des Zeigens und Interpretierens beruht (ostentativ-inferenzielle Interaktion). Im Projekt wird der skizzierte Erklärungsansatz vollständig ausgearbeitet und der Wissenschaft in Form einer gemeinsam verfassten Monographie zugänglich gemacht.
Das Projekt hat zudem zum Ziel, Gelegenheiten für einen vertieften wissenschaftlichen Austausch zwischen den zwei beteiligten akademischen Institutionen zu schaffen: dem UPSP Sprache und Raum der Universität Zürich (Dr. Stefan Höfler) und der Behaviour and Evolution Research Group der Universität Stirling in Grossbritannien (Dr. Andrew Smith).