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Feste Gebetszeiten geben dem Alltag der Schwestern eine Struktur und halten sie gemäss eigenen Angaben auch fit.
So beginnt der Tag an Sonn- und Festtagen bereits um 5.30 Uhr mit einem frühmorgendlichen Gottesdienst (Mette), nachdem zuvor das Frühstück eingenommen wurde. An Werktagen wird ab 5.30 Uhr gefrühstückt. Um 7.00 Uhr findet das kirchliche Morgengebet (Laudes) statt, dem um 7.30 Uhr die öffentlich zugängliche Heilige Messe folgt. Um 11.30 Uhr kommen die Schwestern zum Mittagsgebet (Sext) zusammen und nehmen anschliessend das Mittagessen ein. Um 17.00 Uhr findet das Abendgebet (Vesper) mit anschliessendem Nachtessen statt, und um 18.00 Uhr wird der Tag mit dem kirchlichen Nachtgebet (Komplet) beendet.
Entsprechend dem Motto „bete und arbeite“ (ora et labora), nach welchem die Zisterzienserinnen leben, kommt der Arbeit neben dem Beten im Klosterleben zentrale Bedeutung zu. Früher hiess dies vorab, dass viele Schwestern für die Selbstversorgung und den Betrieb des Klosters tätig waren (Dienst an der Pforte, in Garten und Haus, in der Küche, im Krankenzimmer, usw.). Dies ist nur noch sehr eingeschränkt der Fall. Diese Aufgaben werden heute weitestgehend durch ziviles Personal wahrgenommen, darunter auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfern, oder sind extern ausgelagert, wie z. B. der Mahlzeitendienst.
Parallel dazu wurden stets auch künstlerische Arbeiten ausgeführt. Das Kloster Eschenbach hat sich darum bemüht, die Schwestern ihren Fähigkeiten und Begabungen entsprechend auch ausserhalb der Klostermauern weiterzubilden bzw. ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen (z.B. Schule für Kirchenmusik oder Schule für Gestaltung).
Die früheren kunstgewerblichen Tätigkeiten der Schwestern waren vielfältig. So wurden Andachtsbilder gefertigt, von denen das Kloster eine kostbare Sammlung beherbergt. Weitere wichtige Arbeitsgebiete waren das Anfertigen von sog. Kastenkrippen und das Fassen von Reliquien, die mit verschiedensten Materialien überzogen und geschmückt sowie zu kunstvoll verzierten Tafeln montiert oder in liebevoll ausstaffierte Reliquienschreine gebettet wurden. Die Schwestern arbeiteten mit verschiedensten Materialien und beherrschten unterschiedlichste handwerkliche und künstlerische Techniken. Wegen ihres grossen Geschicks und Könnens übergaben ihnen Privatleute und Institutionen mancherlei Reparaturarbeiten. Kalligrafisch hergestellte Bücher und Dokumente gehörten in jüngerer Zeit ebenso in den Tätigkeitsbereich der Schwestern. Ausserdem entstanden in Eschenbach gewebte Paramente, Messgewänder und Stolen aus Wolle und Seide sowie die im Kloster entwickelte Kettmalerei auf Seidenfäden. Geschätzt war von der Kundschaft auch die Herstellung von Vereinsfahnen.
Die kunst-/gewerblichen Tätigkeiten sind aus altersbedingten und zeitlichen Gründen nur noch in stark eingeschränktem Rahmen möglich. Heute stellen die Schwestern nach Möglichkeit noch Kerzen für verschiedene Anlässe, insbesondere Hochzeits- und Taufkerzen mit Wachsmalerei, her; zwei von ihnen malen in verschiedenen Techniken Bilder, von denen Kunstkarten gedruckt werden. All dies sowie die ebenfalls klostereigenen Produkte Likör und Tee können in den Ausstellungs- und Verkaufsräumen des Gästehauses besichtigt und gekauft werden.
Tagesablauf / Gebetszeiten
05:30 Uhr
Mette
frühmorgendlicher Gottesdienst
(an Sonn- und Festtagen)
05:30 Uhr
07:00 Uhr
Laudes
Morgengebet
07:30 Uhr
Heilige Messe
öffentlich zugänglich
07:30 Uhr
11:30 Uhr
Sext
Mittagsgebet
17:00 Uhr
Vesper
Abengebet
17:00 Uhr
18:00 Uhr
Komplet
Nachtgebet