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Ausgestellt sind die Sieger-Fotos des grössten Fotowettbewerbs der Welt, welche Anfang 2016 in Amsterdam gekrönt worden waren. Zum Welt-Presse-Foto des Jahres 2015 wählte die Jury ein grobkörniges Schwarz-Weiss-Foto des australischen Fotografen Richardson.
Es zeigt einen Flüchtling, der ein Baby unter einer Stacheldrahtabsperrung hindurchreicht. Richardson hatte die Aufnahme letzten August nachts an der Grenze von Serbien zu Ungarn gemacht – nach eigenen Angaben bei Mondschein.
“Blitzlicht konnte ich nicht benutzen, während die Polizei diese Leute suchte, sonst hätte ich sie verraten”, hatte er erklärt. Der in Budapest ansässige freischaffende Richardson hatte mit einer Gruppe von rund 200 Flüchtlingen fünf Tage lang an der serbisch-ungarischen bei Röszke campiert, als die Menschen in der Nacht vom 28. August 2015 durch die Absperrungen drangen.
Insgesamt erhielten beim grössten Fotowettbewerb der Welt 41 Fotografen aus 21 Ländern einen Preis in acht Kategorien. Der Schweizer Fotograf Christian Bobst wurde in der Kategorie “Sports, Stories” für seine Reportage über Wrestler in Senegal ausgezeichnet.
Die prämierten Bilder werden auf einer Wanderausstellung in weltweit 45 Ländern und rund 100 Städten ausgestellt. Die Bildagentur Keystone präsentiert die Fotos bereits zum neunten Mal in Folge in Zürich. Die Ausstellung dauert bis zum 29. Mai.
(SDA)