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In den Anfängen der antiken Schifffahrt richtete man sich nach den Landmarken und schiffte in Landnähe. Die Griechen wussten bereits schon ca. 480 v. Chr., dass mit magnetischen Steinen eine Nordrichtung eruierbar war. Der Kompass selber wurde im Jahre 27 n. Chr. in China erfunden und war ein Trockenkompass. Über die Araber kam der Kompass dann nach Europa. Das war aber erst sehr viel später der Fall. Wann genau, weiss man nicht mehr. Erste schriftliche Erwähnungen fanden anfangs des 12. Jahrhunderts statt. Das dürfte aber kaum die richtige Einführung des Kompasses in Europa sein. Diese fand sicherlich Jahrhunderte vorher statt.
Die antiken Römer richteten ihre Navigation haupsächlich nachts nach dem grossen Wagen am Sternenhimmel. Auch wurde das Steinlot zum messen der Wassertiefe eingesetzt. Wichtig waren natürlich Ortskenntnisse von Lotsen über Steinklippen und Untiefen.
Hauptsächliche Hochsaison der römischen Schifffahrt im Mittelmeer war der April bis Oktober. Denn in den Wintermonaten wurde es oft sehr stürmisch auf hoher See. Die römischen Schiffe waren nach heutigem Schiffsstandard sehr hochseetauglich und konnten schwerste See überstehen. Das war also nicht das Problem. (siehe hier)
Ich gehe davon aus, dass die Römer ihr Wissen über die Navigation auf hoher See stetig erweiterten und sich Wissen einkauften von fremden Völkern. So gab es eine direkte Schiffslinie von Syrakus nach Karthago, welche mitten über das Mittelmeer führte. Einfach nur so, war eine Navigation nicht möglich. Dazu benötigte man viel Wissen.