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oder Piz Sardona (Kt. Glarus
und St. Gallen).
3054 m. Gipfel in der Sardonakette, zwischen dem Raminthal und dem Calfeisenthal
und 6 km ö. Elm. Bildet nicht einen auffällig aufragenden Gipfel, sondern blos das sanft ansteigende N.-Ende des 2 km langen,
ziemlich flachen Scheitelplateaus der Sardonakette. Dieses Plateau bricht fast ringsum, namentlich aber im
NW., mit einer bis 200 m hohen, aus grünem Verrucano gebildeten und von vielen Couloirs durchschnittenen Steilwand ab. Diese
Verrucanotafel ist unten durch eine dünne Lochseitenkalkbank begrenzt, die namentlich auf dem steilen NW.-Abhang als sehr
auffälliges, schnurgerade verlaufendes horizontales Band zu Tage tritt.
Unter demselben senken sich steile, aus eozänen Schiefern gebildete und von vielen reich verästelten
Runsenzügen durchfurchte Hänge nordwestwärts gegen das Raminthal ab. Der gegen den Hintergrund des Calfeisenthals gerichtete
O.-Abhang ist weniger steil und mit dem Sardonagletscher bedeckt. Der Piz Sardona bietet eine sehr schöne und ausgedehnte
Fernsicht über die ö. Schweizeralpen und wird daher ziemlich häufig besucht. Seine Besteigung wird
gewöhnlich mit derjenigen des benachbarten Piz Segnes verbunden. Man erreicht ihn ohne bedeutende Schwierigkeiten von Elm
aus über die Alp Falzüber in 6½ Stunden, von der Sardonahütte aus über den Sardonagletscher in 3½ Stunden, von Flims aus
über die Alp Cassons und den Segnesgletscher in 6½ Stunden.