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Der Begriff «Alltagsrassismus» verweist darauf, dass es nicht nur den offensichtlichen Rassismus wie etwa jenen der Extremen Rechten gibt. Es gibt auch einen subtilen und verdeckten Rassismus, der für viele im alltäglichen Leben erfahrbar ist.
Dieser erscheint zum Beispiel in Witzen, in Vorurteilen oder im Beachten und nicht-Beachten von einzelnen Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichen Kontexten. «Alltagsrassismus» bezieht sich auf Stereotype und Vorannahmen über «andere» – darauf, was in der Mehrheitsgesellschaft nicht als Norm gilt. Das bedeutet nicht, dass jede einzelne Person in dieser Mehrheitsgesellschaft rassistisch ist, sondern dass sie aufgrund der Schule oder der Medien ein gemeinsames Wissen und Verhalten teilt, das gewisse Menschen diskriminiert: Weil man davon ausgeht, bestimmte Eigenschaften seien für diese Gruppen typisch. Alltagsrassismus bildet sich meist über Generationen hinweg aus und wird daher oft als «normal» akzeptiert. Menschen, die von Alltagsrassismus betroffen sind, betonen oft, dass subtilere, unüberlegte Formen des Rassismus für sie nicht weniger verletzend sind, als offen rassistische Beleidigungen. Für Menschen, die nicht davon betroffen sind, bleibt er hingegen oft unsichtbar.
Der Begriff «Alltagsrassismus» grenzt sich ab von mehr oder weniger definierten Formen des Rassismus, welche einige Politiker:innen, Journalist:innen oder Institutionen einsetzen.