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Hard Edge ist die Abkehr vom Abstrakten Expressionismus
Galerie Über-/Zeitgefährten Hard Edge
E. Kelly : Hard Edge /
-gg-hard-edge15-12Hard Edge
Hard_Edge / Hartkantige Abstraktion
Wir würdigen
Hard_Edge Künstler Ellsworth Kelly. Er ist tot . Scharfe Kanten + Farb-/Flächen sind erlebbar
Hard Edge ist die Abkehr vom Abstrakten Expressionismus -
ist verwandt mit der geometrischen Abstraktion, der konkreten Kunst, der Op Art, der Post-painterly Abstraction und dem Color Field Painting.
Im Vergleich zur Farbfeldmalerei verzichtet die Hard-Edge-Malerei auf fließende Übergänge und ist oftmals rational gesteuert.
Der englische Begriff hard edge (= harter Rand, Kante, Begrenzung; scharfkantige Farbflächen & Formen) wurde vom Kunstkritiker der Los Angeles Times Jules Langsner 1959 geprägt...
Hard Edge (deutsch „Harte Kante“) ist eine Form und Stilrichtung der Malerei in der Bildenden Kunst, die ab 1958 durch den US-amerikanischen Kunstkritiker Jules Langsner ihren Namen bekam. Langsner hat den Begriff im Zusammenhang mit einer von ihm im Sommer 1959 organisierten Ausstellung im Los Angeles im County Museum verwendet, um damit die besondere nichtfigürliche (abstrakte) Darstellung zu kennzeichnen. Der Titel der Ausstellung lautete: Four Abstract Classicists. Die vier ausstellenden Künstler waren: Lorser Feitelson, John McLaughlin, Frederick Hammersley und Karl Benjamin. Auf Grund des großen Erfolges wurde die Ausstellung 1960 auch in London gezeigt. Dort prägte der englische Kunstkritiker Lawrence Alloway den Begriff West-Coast Hard-Edge. Damit war die Verbindung zu Künstlern wie Ellsworth Kelly und Kenneth Noland hergestellt.
Hard Edge bezeichnet damit eine Malerei, die nicht darstellend ist und sich keiner auf den ersten Blick sichtbaren Kompositionslehre bedient. Es ist oftmals eine schablonenhafte, flächige, geometrische Malform mit harten Kanten und scharf gegeneinander abgegrenzten Farbaufträgen. Mit dem Colourfield Painting hat Hard Edge die großen Farbfelder gemeinsam. Sie ist (scheinbar) emotionslos und rational gesteuert, die Künstler hinterlassen bewusst keine individuellen Pinselspuren auf der Bildoberfläche, die Farben sind eher kalt. Im Regelfall haben Hard-Edge-Bilder kaum mehr als zwei oder drei verschiedene Farben. Gekennzeichnet ist die Malerei durch den großflächigen und scharf gegeneinander abgegrenzten Farbauftrag von „kalten“ Farben in geometrischen oder organischen Formen.
Allgemein gilt Hard Edge als „Gegenbewegung“ zum Abstrakten Expressionismus, bei dem die Bilder die Erlebnissituation des Künstlers wiedergeben. Doch im Unterschied zu den fließenden Übergängen beim Colourfield Painting sind beim Hard Edge die Farbfelder hart und scharf voneinander abgegrenzt, worauf sich auch die Bezeichnung dieser Form der Malerei als Hard Edge bezieht.
Eine extreme Zuspitzung erfuhr die Hard Edge-Malerei durch Frank Stella, der diese mystisch-kontemplative Richtung des Abstrakten Expressionismus ab Mitte der 1960er Jahre durch seine vielseitig geformten Leinwände zur Shaped Canvas-Malerei weiterentwickelte.[1]
Zu den Vertretern dieser Richtung in Amerika zählen Josef Albers, Robyn Denny, Al Held, Robert Indiana, Ellsworth Kelly, Alexander Liberman, Morris Louis, Barnett Newman, Kenneth Noland, Miriam Schapiro, Leon Polk Smith, Ad Reinhardt[2], Mark Rothko[2] und Frank Stella. Als Vertreter in Deutschland gelten Georg Karl Pfahler, ab 1963 Winfred Gaul und in den Jahren 1964 bis 1978 Günther C. Kirchberger. Viele dieser Maler werden auch der Farbfeldmalerei zugeordnet.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hard_Edge
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Ellsworth Kelly: Hard_Edge
Wenige Wochen vor seinem Tod besuchte eine Reporterin des britischen "Guardian" den Künstler Ellsworth Kelly in seinem Studio in Spencertown im Staate New York. Er steckte noch voller Pläne, insbesondere der Entwurf einer konfessionslosen Kapelle beschäftigte ihn, in deren Design sich die bunter Farben und geometrischen Formen, die sein Werk prägten, wiederfanden.
Das Refugium in Spencertown hatte Kelly in den Siebzigerjahren bezogen, dort lebte er zusammen mit seinem Partner, dem Fotografen Jack Shear, zwei Autostunden nördlich von der Hektik der Kunstmetropole New York, in der Ellsworth Kelly gefeiert wurde für seine abstrakte Malerei und Bildhauerei.
Am Pratt Institute in New York hatte der 1923 geborene Kelly Kunst studiert, doch nach nur drei Semestern meldete er sich 1943 freiwillig für den Kampf im Zweiten Weltkrieg, wo er einer Täuschungseinheit der US-Armee angehörte. Nach einigen Semestern in Boston kehrte Ellsworth Kelly 1948 nach Europa zurück - er schrieb sich an der Ecole des Beaux Arts in Paris ein, begegnete berühmten Künstlern wie Picasso oder Mirò und war auf der Suche nach seiner eigenen künstlerischen Form.
Mit seinem "Window", rechteckigen Formen in weiß und grau, machte er 1949 den entscheidenden Schritt zur Abstraktion hin, die sein Werk in der Folge prägen sollte. Während Ellsworth Kelly in der Metropole des Alten Europa war, boomte in den USA der Abstrakte Expressionismus, zu dem Kelly zwar stets kritische Distanz hielt, in dessen Kontext sein Werk aber bald hohes Ansehen gewann. Kelly zog nach New York, und schon 1959 stellte er im Museum of Modern Art aus.
Einer der Stile, mit dem Ellsworth Kelly assoziiert wurde, war der sogenannte Hard Edge: abstrakte Darstellungen mit klaren Linien und wenigen, unvermischten, stark akzentuierten Farben. Ein weiteres Genre, für das sein Werk ein wichtiges Beispiel abgibt, ist die Farbfeldmalerei. Kelly malte, schuf aber auch Skulpturen.
Ellsworth Kelly wurde mit zahlreichen Preisen für sein Werk belohnt, darunter 2000 der Praemium Imperiale, eine der weltweit höchsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Kunst. 2013 verlieh ihm Barack Obama die National Medal of Arts der Vereinigten Staaten. Auch in Deutschland wurde sein Werk geschätzt und in mehreren Ausstellungen präsentiert: Die "Welt" nannte Kelly "einen der letzten Helden der Nachkriegsmoderne" und ließ ihn 2011 eine Zeitungsausgabe gestalten.
Der "Guardian"-Reporterin, die ihn im Herbst besuchte, sagte Ellsworth Kelly, er würde gerne noch 15 Jahre leben - doch das war ihm nicht vergönnt, was der seit 2010 an einer Herz-Lungen-Insuffizienz leidende Künstler natürlich ahnte. Wie die "New York Times" am Montag berichtete, starb Kelly am Sonntag in seinem Haus in Spencertown bei New York. Er wurde 92 Jahre alt.
feb/dpa/Reuters
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Hard Edge: scharfkantige Farbflächen
über den US-amerikanischer Kunststil der 1960er Jahre
Die Hard-Edge-Malerei ist ein gegenstandsloser, US-amerikanischer Kunststil der 1960er Jahre, der sich durch scharfkantige, meist geometrische Farbflächen charakterisiert.
Die Bilder sind äußerst präzise gemalt, so dass die Oberfläche nicht strukturiert ist und keine Pinselspuren erkennbar sind.
Hard Edge ist verwandt mit der geometrischen Abstraktion, der konkreten Kunst, der Op Art, der Post-painterly Abstraction und dem Color Field Painting.
Im Vergleich zur Farbfeldmalerei verzichtet die Hard-Edge-Malerei auf fließende Übergänge und ist oftmals rational gesteuert.
Der englische Begriff hard edge (= harter Rand, Kante, Begrenzung) wurde vom Kunstkritiker der Los Angeles Times Jules Langsner 1959 geprägt, als er die Malerei von kalifornischen Künstlern beschrieb, die in einer Abkehr vom Abstrakten Expressionismus präzise, scharfkantige und nüchterne Farbflächen darstellte.
Künstler:
• Frank Stella: Reliefs zwischen Malerei und Skulptur
• Al Held: Kompositionen aus Linien und Formen
• Ellsworth Kelly
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