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In Amerika waren die 1940er und 1950er Jahre die Zeit des Aufschwungs. Nach der Weltwirtschaftskrise fing alles wieder langsam an zu wachsen und so kam auch das Musical wieder zu neuen Kräften. Eine tatsächliche Veränderung erfuhr es mit dem Stück „Show Boat“. Diese Musical-Darbietung verstand es, alle wichtigen Komponenten des Musicals zu verflechten. Dementsprechend wies Show Boat eine zusammenhängende Geschichte mit Liedern auf, die die Handlung besonders weiterbrachten. Es sollte nicht mehr darum gehen, das Publikum wie in den Minstrel Shows und Vaudevilles oberflächlich zu unterhalten. Vielmehr verstanden es Edna Ferber und Jerome Kern, sich mit tiefgründigen Themen zu befassen. Aus diesem Grund schlug Jerome Kern Edna Ferber vor, sein Buch „Show Boat“ als mögliche Vorlage für ein neues Musical in Betracht zu ziehen, obwohl Sie von dieser Idee anfangs nicht sehr begeistert war. Diese Entwicklung war für die Gattung Musical etwas Neues und verband nicht nur einen Handlungsstrang mit der szenischen Darstellung, sondern auch wichtige sozialkritische Themen.
Tanz und Sozialkritik
Das Musical verband nicht nur talentierte Balletttänzerinnen und andere Tanzeinlagen miteinander, die die Erzählung fortführten, sondern ging tiefer und beschäftigte sich mit relevanten sozialkritischen Themen. Eine solche Mischung aus Unterhaltung, die Gesang, Tanz und Erzählung mit der Ebene der Sozialkritik verband, ist auch heute in vielen Musicals ein wichtiger Bestandteil.