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Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management beim Textildiscounter Primark noch etwas niedrigere Erlöse und einen noch kleineren bereinigten operativen Gewinn als im Vorjahr, wie AB Foods am Donnerstag in London mitteilte. Derzeit seien rund 305 Läden geschlossen – drei Viertel aller Filialen (76 Prozent). Falls der Lockdown in diesem Masse im Februar andauere, drohe in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (27. Februar) ein Umsatzverlust von 1,05 Milliarden Pfund (1,18 Mrd Euro), betonte der Konzern.
Schon im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres schlugen sich die Probleme nieder: In den 16 Wochen bis zum 2. Januar 2021 fiel der Konzernumsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 4,8 Milliarden Pfund. Die Geschäftsquartale des Unternehmens entsprechen nicht unbedingt dem Viertel eines Kalenderjahres.
Während der Konzern in allen anderen Sparten Zuwächse erzielte, zog das im Retail-Segment angesiedelte Primark-Geschäft die Entwicklung deutlich nach unten. Währungsbereinigt lag der Umsatz der Sparte 30 Prozent niedriger als noch im Vorjahreszeitraum.
AB Foods erklärte den Rückgang mit den verschärften Corona-Massnahmen in Grossbritannien und in anderen europäischen Ländern. Dazu zählten Ausgangsbeschränkungen, eingeschränkte Öffnungszeiten und die vollständige Schliessung von Geschäften.
Zucker- und Lebensmittelgeschäft legte zu
In den anderen Bereichen sah es besser aus. Im zeitweise strauchelnden Zuckergeschäft legte der Umsatz währungsbereinigt um sechs Prozent zu, weil der Konzern von höheren Durchschnittspreisen profitierte. Im Lebensmittelgeschäft wuchsen die Erlöse um sieben Prozent. So hätten internationale Kunden vor dem Ende der Brexit-Übergangsphase bei Produkten aus Grossbritannien zugegriffen, hiess es.