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Leidet Ihr Hund an Depressionen? Hier ein paar Warnsignale
Aktualisiert: 27. Jan 2019
Schon seit Jahrtausenden halten Menschen Hunde und das zu ganz unterschiedlichen Zwecken. Sie dienen als Wachhunde, Jagdhunde, Hirtenhunde, Blindenhunde, als Spürhunde oder ganz einfach als treue Begleiter des Menschen. Was wir wissen ist, dass Hunde einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben. Wie die britische Forscherin Deborah Wells belegte, sind Hundehalter einerseits seltener krank und andererseits haben sie auch bessere Heilungschancen. Hundehalter sollen ausserdem auch seltener unter Ängstlichkeit, Einsamkeit und Depressionen leiden. Aber wie sieht es umgekehrt aus? Können auch Hunde an Depressionen leiden? Dies fragte mich einmal eine Kundin. Die Frage fand ich sehr spannend und suchte nach Antworten. In verschiedenen Literaturquellen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass auch Hunde sehr wohl an einem negativen Gefühlszustand leiden können. Dieser "negative Gefühlszustand" soll definitionsgemäss mindestens 2 Wochen andauern. Die zertifizierte Tierpsychologin Nathalie Örleckeden äussert sich wie folgt dazu: "den sich ein Tier in freier Natur im übrigen nicht leisten könnte. Zwei Wochen lang ausbleibende Nahrungssuche würden seine Überlebenschancen stark verringern. Unser Haushund muss sich dagegen keine Sorge darum machen, er überlebt, auch wenn er in eine Depression fällt". Also müssen wir uns ganz ehrlich eingestehen, dass sich dieser Gefühlszustand durch die Domestizierung der Hunde verbreitet hat.
Welches sind die Anzeichen?
- Ein aktiver, interessierter Hund zeigt immer weniger Interesse an verschieden Aktivitäten
- Teilnahmlosigkeit und nicht mehr "hundeartiges Verhalten" zeigt
- Er ist schlecht zu motivieren und die Körperbewegungen sind stark eingeschränkt
- Der Blick ist leer
- Verhaltensveränderungen wie Unruhe und Futterverweigerung
- Ein "negativer Gefühlszustand" geht auch meist mit einer Abwehrschwäche des Immunsystems einher
- Das Allgemeinbefinden und der Verdauungstrakt sind häufig davon betroffen, ohne erkennbare Ursache
Was können Auslöser für eine Depression sein?
- Dramatische Veränderungen in der sozialen Umwelt des Tieres
- Veränderte Wohnsituation
- Stress, Angst oder Frustration, wenn sich der Hund überfordert fühlt
- Zunehmendes Alter
- Zu wenig Regeln und Erziehunung
- Fehlendes Gleichgewicht zwischen Physis und Psyche