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Für seinen unermüdlichen gewaltfreien Gleichberechtigungskampf wird Martin Luther King 1964 der Friedensnobelpreis verliehen. Im Süden des Landes sorgen die Rassenunruhen aber weiterhin für politischen Zündstoff. Auch in Selma, Alabama wird die afroamerikanische Bevölkerung mit allen rechtlichen und unrechtlichen Mitteln daran gehindert, ihr Wahlrecht auszuüben. King reist nach Selma, um die örtlichen Aktivisten bei einem mehrtägigen Protestmarsch nach Montgomery zu unterstützen. Der erste Marsch wird von der Polizei blutig niedergeschlagen, auch der zweite erreicht nicht die Bundeshauptstadt. Erst der dritte Anlauf gelingt. Ava DuVernay schafft es, eine historische Begebenheit durch zahlreiche private Momente spürbar zu machen. Dass dieser kluge und wichtige Film bei den Oscars 2015 in den Hauptkategorien fast gänzlich übergangen wurde, löste eine grundsätzliche Debatte über die Berücksichtigung afroamerikanischer Werke in Hollywood aus.
127 Min, en/de, digital
Regie: Ava DuVernay