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«Das Ja zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels ist wichtig für den Zusammenhalt des Landes», sagt Daniel Bürdel, CVP-Grossrat und Koordinator des kantonalen Pro-Komitees. Freiburg liegt mit 55,4 Prozent Zustimmung leicht unter dem nationalen Ja-Stimmenanteil. Für Bürdel reflektiert sich darin, dass in der Westschweiz die Unterstützung für die Vorlage tiefer liegt als in der Deutschschweiz. Dies lässt sich auch innerhalb des Kantons feststellen: Die Bezirke Sense und See sagen mit 62,3 und 62,9 Prozent am klarsten Ja zur Vorlage. «Deutschfreiburger fahren öfter durch den Gotthardtunnel, um nach Italien zu gelangen. Französischsprachige wählen eher den Grossen Sankt Bernhard», so Bürdel.
Für Bürdel ist aber entscheidend, dass mit dem Bau einer zweiten Röhre die Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel erhöht wird: «Längerfristig ist das eine gute Lösung. So wird bei einem Unfall das Tessin nicht von der restlichen Schweiz abgekoppelt sein.»
Pierre-Olivier Nobs (CSP), Koordinator des kantonalen Nein-Komitees, sagt, er sei «sehr traurig» über das Resultat. Er sieht die Umsetzung der Alpeninitiative torpediert und befürchtet, dass der Bundesrat nach dem Bau der zweiten Tunnelröhre unter Druck auch die Öffnung von vier Spuren zulässt. Dass die Gegner der Vorlage sich nicht durchsetzen konnten, führt Nobs auf das Lobbying des Bau- und des Autogewerbes sowie auf jene Generation zurück, für welche das Auto ein Freiheitssymbol darstelle. uh