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Muskelzerrung / Muskelfaseriss
Erhöhte körperliche Aktivität im Rahmen der Arbeit oder der sportlichen Betätigung können zu Muskelzerrungen, Muskelfaserissen oder Muskelrissen führen.
- Muskelzerrung: Hierunter versteht man Schädigungen der sogenannten Sarkomere, also den kleinsten funktionellen Einheiten
- Muskelfaseriss: Hierbei zerreissen einzelne Muskelfasern des jeweiligen Muskels
- Muskelriss: Dies ist die schwerste der drei genannten Verletzungen und kommt meist bei einem direkten Trauma aber auch bei entsprechend hochenergetischen Unfallmechanismen vor. Hierbei ist ein komplettes Muskelbündel in seiner Kontinuität unterbrochen.
Allen drei Verletzungsmustern ist gemeinsam, dass die Patienten über starke Schmerzen bei Belastung, aber auch in Ruhe klagen. Je nachdem treten begleitend eine Schwellung, ein Hämatom und / oder eine sichtbare Deformierung der Weichteilkontur auf.
Ist es zu einer Zerrung oder zu einem Muskelfaserriss gekommen, sollte zunächst diejenige Muskulatur geschont, gekühlt, mit einem Druckverband (elastische Wickelung) versehen und hochgelagert werden. Die konservative Therapie sieht nach entsprechender Diagnosestellung physiotherapeutische Beübungen, Massagen, die Elektrotherapie, entzündungshemmende Medikamente oder aber auch die Eigenbluttherapie (ACP) vor. Dies in Abhängigkeit der Lokalisation und Schwere, des Patientenalters und möglichen Begleitverletzungen.
Grundsätzlich ist es sehr wichtig, die jeweilige Muskulatur zu schonen. Dies kann einige Tage bei einer Zerrung bedeuten aber auch Wochen bis Monate bei einem Faserriss, bis die Muskulatur regeneriert ist. Faserisse verheilen unter anderem durch eine Narbenbildung. Das heisst, dass diese Muskulatur einem erhöhten Risiko unterliegt, eine erneute Verletzung in diesem Bereich (Narben) zu erleiden.
Der Riss eines kompletten Muskelbündels kann einen operativen Eingriff nach sich ziehen. Neben dem Hämatom, welches intraoperativ entfernt wird, ist das Ziel die Bündel zu adaptieren, damit eine Heilung überhaupt statt finden kann.
Zu den wichtigsten vorbeugenden Massnahmen zählen:
- Regelmässiges Aufwärmen
- Trainingsfehler?
- Einseitige Belastung?
- Überlastung?