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Polanski, der polnisch-jüdischer Abstammung ist, besuchte unter anderem das ehemalige Krakauer Ghetto, wie die polnische Produktionsfirma KRK Film am Mittwoch mitteilte.
Polanskis Mutter war in Auschwitz ermordet worden. Er selber überlebte die Flucht aus dem Krakauer Ghetto und den Weltkrieg bei Kleinbauern auf dem Land. Bereits 2012 kam der Dokumentarfilm «Roman Polanski: A Film Memoir» von Laurent Bouzereau heraus.
Polanski kann erst seit vergangenem Jahr wieder ohne Sorge um seine Freiheit nach Polen reisen. Ende 2016 lehnte die dortige Justiz ein Auslieferungsgesuch der USA wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Regisseur ab. Polanski steht seit fast 40 Jahren wegen Missbrauchs Minderjähriger am Pranger. Anfang Oktober wurden neue Vorwürfe gegen den Weltstar laut, als eine Deutsche in der Schweiz Klage einreichte.
Zuständig für die Klage ist die Berner Justiz. Zunächst muss die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland abklären, ob der zur Anzeige gebrachte Vorfall bereits verjährt ist.
Demnach soll Polanski 1972 die damals 15-Jährige in einem Chalet im Nobelkurort Gstaad vergewaltigt haben. Laut der «New York Times», die den Fall publik machte, reichte die heute 61-jährige Frau die Anzeige erst jetzt, weil sie ihre inzwischen verstorbenen Eltern nie mit der Sache belasten wollte.
(SDA)