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Vierundvierzig kleine Mauersegler, die aufgrund der grossen Hitze aus ihren Nestern fielen, wurden letzten Samstag in den Nistkästen von Genève Aéroport untergebracht. Die Waisenkinder wurden Pflegefamilien zugeteilt, bei denen sie auf ihren Flug nach Afrika warten.
Kleine Mauersegler auf der Suche nach Adoptiveltern! Am Samstag wurden 44 Küken in die 53 Nistkästen gelegt, die an der Fassade des grossen Hangars von Genève Aéroport angebracht sind. An heissen Tagen, wie z.B. letzte Woche, kommt es vor, dass sich diese jungen Vögel aus ihren Nestern werfen und zu Boden fallen. Dies passierte im gesamten Stadtgebiet von Genf. Da sie noch nicht fliegen können, werden sie von den Bewohnern aufgehoben und zum Centre ornithologique de réadaptation (COR) gebracht. Die Mauersegler, eine in der Schweiz geschützte Art, wurden an diesem Wochenende in den Flughafenbereich transportiert, um dort für sie ein neues Heim zu finden.
Ein für diesen Anlass gemieteter Krankorb ermöglichte es den Teams des COR und der Einheit zur Abwehr von Tiergefahren (PPA) des Flughafens, die etwa 40 Meter hohen Nistkästen zu inspizieren. « Wenn ein Nest weniger als vier Küken beherbergt und die Eltern nicht anwesend sind, können wir schnell einen kleinen Mauersegler hineinsetzen », erklärt Pauline Delessert, stellvertretende Leiterin für Umweltprojekte bei Genève Aéroport. « Wenn sie zurückkehren, füttern sie alle Nestinsassen und sind nicht in der Lage, ihre Nachkommen von den Neuankömmlingen zu unterscheiden ».
Früher waren die Nistkästen an der Vorderfront des Hangars auf der Rollbahnseite installiert. Vor etwa zehn Jahren wurden sie auf die Stadtseite verlegt, um sie von Flugzeugen fernzuhalten. « Die Auslastung dieser Nester ist unglaublich, es gibt etwa fünfzig Paare. Man muss sagen, dass sie ideal gelegen sind: sehr hoch oben, mit ungehindertem Zugang. Dies ist praktisch, wenn man weiss, dass Mauersegler mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h ihre Nester anfliegen! » sagt Julie Gyger vom COR. Wenn die Küken wieder zu Kräften gekommen und ausgewachsen sind, werden sie, wie es ihrer Natur entspricht, nach Afrika fliegen.