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Am Anfang des W.s oder Schaffhauserkriegs standen die Bedrohung der mit den Eidgenossen verbündeten Reichstadt Mülhausen durch den österr. gesinnten Sundgauer Adel, der Expansionsdrang Berns und Solothurns in den Sundgau sowie der Fehdekrieg süddt. Adliger im Klettgau und Hegau (u.a. Bilgeri von Heudorf) gegen Schaffhausen. Nachdem die eidg. Machtdemonstration im Sundgauerzug Ende Juni 1468 zu keiner offenen Feldschlacht geführt hatte, zogen die eidg. Haufen, ca. 15'000-16'000 Mann, Ende Juli 1468 vor die habsburg. Stadt Waldshut, während gleichzeitig Eidgenossen von Schaffhausen aus in den Südschwarzwald einfielen. Befreiungsversuche der Habsburger scheiterten. Obwohl die eidg. Geschütze die Stadt sturmreif schossen, blieb eine Eroberung aufgrund innereidg. Differenzen aus. Während Bern zum Sturm drängte, setzten Zürich und die anderen eidg. Orte auf Verhandlungen mit den Habsburgern. Diese kamen auf Initiative Basels zustande und führten am 27.8.1468 zum Frieden von Waldshut. Hzg. Sigismund von Habsburg, Regent in Vorderösterreich, verpflichtete sich zur Zahlung von 10'000 Gulden bis zum 24.6.1469. Bei Ausbleiben des Geldes sollten Waldshut und die Habsburger Gebiete im Schwarzwald unter eidg. Kontrolle fallen. Durch Verpfändung eines Teils seines vorderösterr. Besitzes an Hzg. Karl den Kühnen von Burgund gelang es Sigismund, den Vertrag zu erfüllen. In Waldshut gedenkt man des W.s jeweils am dritten Sonntag im August im Rahmen der Waldshuter Chilbi.
Literatur
– M.A. Meier, Der W. von 1468, 1937
– M.A. Meier, «Der Friede von Waldshut und die Politik am Oberrhein bis zum Vertrag von St. Omer», in ZGO 90, 1937, 321-384
Autorin/Autor: Christian Ruch