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Eine zeitlose Betrachtung von Autoritarismus und kollektiver Manipulation - und ein hellsichtiger Gegenwartskommentar.
Zehn Jahre sind seit dem Ausbruch des Krieges vergangen, und ein Familienvater, dessen beide Söhne im Krieg verschollen sind, weiß noch immer nicht, wofür diese überhaupt gekämpft haben. Er und seine Frau befolgen Befehle und bewirtschaften ihren Hof, bis eines Tages ein stummer Junge ihr Grundstück betritt. Kurz darauf wird angeordnet, dass sämtliche Bewohner der Gegend in die neue Hauptstadt umziehen müssen.
Diese Stadt erscheint zunächst als wahres Paradies. Unter einer atemberaubenden Glaskuppel findet sich ein endloses Gewirr aus Straßenzügen, Gebäuden, Geschäften. Alles, was die Bewohner brauchen, wird ihnen frei zur Verfügung gestellt, und die Frau lebt sich schnell in ihr neues Leben ein. Doch dem Mann werden die negativen Seiten dieses scheinbar so perfekten Orts zum Verhängnis: weder Geheimnisse noch blickdichte Mauern sind erlaubt, es herrscht vollkommene Transparenz, strikte Ordnung und autoritäre Ruhe müssen kompromisslos eingehalten werden. Abweichungen von der Norm sind fatal, und schnell wird klar: Es gibt keine Gewinner, nur Menschen, die auf die ein oder andere Art kapitulieren .
Ein dystopischer Roman über Autoritarismus, Propaganda und das Verschwinden der Privatsphäre, und eine eindringliche Erzählung über die Anstrengungen, die wir unternehmen, um noch unter den widrigsten Umständen Liebe, Hoffnung und Menschlichkeit zu bewahren.
Ray Loriga, der »Rockstar der europäischen Literatur« (New York Times) gewann mit "Kapitulation" den mit 175.000 Dollar dotierten Premio Alfaguara de Novela.