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Glaukomtherapeutika
Behandlung des Glaukoms
Bewährte Anti-Glaukomatosa wie Glaupax (Acetazolamid)
und Spersacarpine 2% (Pilocarpin).
Glaupax® Tabletten
Glaukomtherapeutikum.
Acetazolamid, der Wirkstoff im Glaupax,
ist ein spezifischer Hemmer des Enzyms Carboanhydrase. Es
kommt initial zu einer Diurese durch Blockade der Natrium-Rückresorption
in den Nierentubuli. Dadurch wird die renale Ausscheidung
von Natrium und Bicarbonat erhöht und Gewebsödeme
werden mobilisiert und ausgeschwemmt.
Das Enzym Carboanhydrase ist in zahlreichen Strukturen des
Augeninneren nachweisbar, einschliesslich des Ziliarkörpers.
Es hat eine Funktion bei der Kammerwassersekretion. Das oral
verabreichte Acetazolamid führt zu einer um 50-60% verminderten
Kammerwasserproduktion, ohne den Abfluss zu beeinflussen.
Damit wird der Augeninnendruck bei Patienten mit Glaukom gesenkt.
Glaupax dient zur Langzeitbehandlung des
chronischen Weitwinkelglaukoms und zusammen mit Miotika und
Osmotika in der präoperativen Kurzzeitbehandlung des
akuten Winkelblockglaukoms. Die Anwendung von Carboanhydrase-Hemmern
ist auch bei sekundärem Glaukom nützlich.
Acetazolamid wird schnell und praktisch
vollständig resorbiert. Die Wirkung tritt nach 1-2 Stunden
ein. Etwa 90 bis 95% der Substanz ist an Plasmaproteine gebunden.
Die plasmatische Halbwertszeit beträgt 6-7 Stunden, es
wird grösstenteils innert 24 Stunden unverändert
im Urin ausgeschieden.
½ bis 1 Tablette (125 bis 250 mg)
ein- oder zweimal täglich bei Glaucoma chronicum simplex
und Sekundärglaukom. In Fällen von akutem Winkelblockglaukom
beträgt die Initialdosierung 2 Tabletten (500 mg) mit
weiteren Gaben von je 125 bis 250 mg 4 mal täglich.
Auf das Tragen von Kontaktlinsen muss
während der Behandlung verzichtet werden.
Weitere Angaben zur Anwendung, den Anwendungsbeschränkungen
und den unerwünschten Wirkungen entnehmen Sie bitte der
Patienteninformation.
Medizinisches Fachpersonal erhält weitere Informationen
in der Fachinformation.
Spersacarpine®
2% Augentropfen
Glaukomtherapeutikum.
Pilocarpin, ein direktes Parasympathomimeticum,
stimuliert die cholinergen Rezeptoren. Lokal am Auge angewendet
führt dies zu einer Kontraktion des Sphinktermuskels
der Iris und des Ziliarmuskels. Dadurch wird einerseits die
Pupille verengt, andererseits der intraokulare Druck durch
Erweiterung der Abflusswege des Kammerwassers für 6-12
Stunden gesenkt. Die Wirkungsdauer wird durch die Pilokarpinkonzentration
bestimmt. Der Augeninnendruck wird um 10-40% des ursprünglichen
Wertes erniedrigt. Beide Wirkungen klingen innerhalb 14 Stunden
nach einmaliger Applikation wieder ab; die erhöhte Verweildauer
des Wirkstoffes am Auge, welche durch die Methylhydroxypropylcellulose
in den Augentropfen bewirkt wird, kann die Wirkung zusätzlich
verstärken.
Chronisches Weitwinkelglaukom, akutes und
chronisches Engwinkelglaukom, okuläre Hypertension.
2-4 mal täglich 1 Tropfen, der Tagesdruckkurve
entsprechend.
Während der Behandlung wird vom Tragen
von Kontaktlinsen abgeraten. Ist das Tragen von Linsen nicht
zu umgehen, so müssen diese vor der Applikation entfernt
und frühestens nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.
Weitere Angaben zur Anwendung, den Anwendungsbeschränkungen
und den unerwünschten Wirkungen entnehmen Sie bitte der
Patienteninformation.
Medizinisches Fachpersonal erhält weitere Informationen
in der Fachinformation.

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