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Am Weg vom Biel oder von der Moosfluh Richtung Alte Stafel und Aletschwald begegnet man vereinzelten Trockenmauern. Einige sind noch gut erhalten, andere sind etwas hangabwärts gerutscht und verfallen allmählich. Handelt es sich hier um einen alten, längst vergessenen Weg? Nein, es sind die Reste der „Riederfurka“, einer alten Wasserleitung, deren letzte Spuren beim Grossen Gufer, einem Blockgletscher zwischen Eggis- und Bettmerhorn, enden. Das an der Stirn dieses Blockgletschers im Sommer austretende Schmelzwasser wurde gefasst und entlang der Nordabdachung des Bettmerhorns, unterhalb der Moosfluh durch und über den Härdernagrat bis zur Riederfurka geleitet. Dort teilte sich die „Riederfurka“ auf. In einem südlichen Ast floss Wasser Richtung Oberried. In einem nördlichen Ast, der durch den Westabhang des Riederhorns führte, floss Wasser in die „Oberriederi“, einer ebenfalls längst aufgegeben Wasserleitung.
Das Alter der „Riederfurka“ ist leider nicht bekannt. Vermutlich wurde sie gebaut, als man gegen Ende des 16. Jahrhunderts die „Oberriederi“ aufgeben musste.