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Thomas Duarte, geboren 1967. Er studierte Geschichte, Philosophie, Kultur- und Literaturwissenschaft. «Was der Fall ist» wurde mit dem Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Debüt ausgezeichnet, im Lenos Verlag veröffentlicht und für den Schweizer Buchpreis nominiert.
Ein Mann erscheint nach Mitternacht auf einem Polizeiposten und beginnt zu erzählen, wie sein Leben aus den Fugen geraten ist. Jahrzehntelang hat er für eine Stiftung gearbeitet, nun ist seine kleine Bürowelt, in deren Hinterzimmer er weitgehend auch sein Leben verbracht hat, zusammengebrochen. Thomas Duartes Debütroman ist ein skurriles Erzählfeuerwerk, eine bis zur Absurdität überdrehte Parabel auf eine Gesellschaft voller sinnloser Aktivitäten und das Porträt eines schrägen Antihelden.
«Gab es keine Möglichkeit, sich sein Leben auf andere Weise einzurichten? Konnte man sich nicht draussen von Haselnüssen ernähren? Und wovon noch? Es musste noch anderes geben! Aber gab es überhaupt schon Haselnüsse? Oder war noch Beerenzeit? Die Beeren sind früher dran als die Haselnüsse, nicht wahr? Aber wel-che von ihnen konnte man essen abgesehen von den Himbeeren, die ich einiger-massen kannte? Und wo wären die guten Plätze, um sie zu finden? Und wie sieht es mit den Pilzen aus?»
Lesung und Gespräch
Kurzlesung