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1937. Franklin D. Roosevelt trat seine zweite Amtszeit als US-Präsident an und Joseph Goebbels erklärte in einer Rede, dass durch die Wiedererstarkung Deutschlands keine Kriegsgefahr mehr bestehe. Der Weltkongress für Frauenstimmrecht in Zürich wurde eröffnet, auf dem das Recht auf Frauenerwerbstätigkeit besonders hervorgehoben wurde. Der Roman «Die Biene Maja und ihre Abenteuer» hatte die höchste Auflage erreicht. Im Mai des selben Jahres explodierte das Großluftschiff LZ 129 «Hindenburg» kurz vor seiner Landung in New Jersey/ USA. Diese Katastrophe bedeutete das Ende der Zeppelinepoche. In dieser Zeit der Unruhen, zwei Jahre vor dem zweiten Weltkrieg, geschah wider Erwarten auch Erfreuliches: In Worb wurde ein Schwimmklub gegründet. Und erst ein Jahr zuvor durften die Worber die Eröffnung des Schwimmbades feiern. Zäh, und durch die meist niedrigen Wassertemperaturen abgehärtet, versuchte der elfköpfige SKW- Trupp, sich unter den anderen Worber Vereinen zu behaupten. Zusätzlich zum regelmässigen Training gab es allerhand zu tun. Schwimmleinen, Wasserballgoals, Startblöcke und vieles mehr musste angefertigt werden.
1938 nahm man erstmals an der Schweizerischen Vereinsmeisterschaft teil und bereits 1940 wurde der SKW als Vereinsmeister in der Kategorie C auf dem Stöckchen bejubelt. Zwei Jahre später durfte der SKW als einziger Schweizer Verein aus ländlichen Verhältnissen sogar in der Kategorie B starten. Diese Erfolge, nach relativ kurzer Klubgeschichte errungen, machten den SKW populär und immer mehr Interessenten bewarben sich um eine Mitgliedschaft. Ob die Bewerber überhaupt schwimmen konnten wurde nicht gefragt. So kann man sich durch einen Blick in die Jahresberichte aus dieser Zeit davon überzeugen, dass nicht dem sportlichen Erfolg die grösste Aufmerksamkeit zuteil wurde, sondern dass dem kameradschaftlichen Zusammenhalt der weit grössere Stellenwert beigemessen wurde. Trotz vieler Absenzen infolge Aktivdienst wurde 1942 erstmals an der Wasserball-Meisterschaft mitgemacht, wobei Kanterniederlagen nicht einmal aus dem Rahmen fielen. Doch durch Niederlagen wurde gelernt. Während des Krieges fand in den Wintermonaten ein wöchentlicher «Abendhöck» beim Präsidenten statt, was zu einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl führte. Nach Kriegsende hatte es der SKW geschafft, sich einen Namen zu machen. So kam es bald dazu, dass Jugend- und regionale Wettkämpfe vom Verband nach Worb delegiert wurden. Der alljährlich durchgeführte «EGGER-Cup» zog sogar ausländische Mannschaften in das Dorf.
1954 erfolgte der unvermeidliche Rückschlag des SKW-Höhenflugs. Die «alten Kämpfer» waren etwas müde geworden, sie zogen fort oder fanden sonst Gründe, den innegehabten Platz einem Jüngeren abzutreten. Die Durststrecke, die etwa fünf Jahre anhielt, wurde am besten von der Wasserball-Mannschaft überbrückt, die mit wechselnden Erfolgen zwischen der 1. und 2. Liga pendelte. Mit der Wiederbelebung der Jugendgruppe 1962 begann eine neue Ära. Gemäss der neuen Zeit wurde der sportliche Erfolg angestrebt und auch erreicht.
2004. Heute ist der Schwimmklub Worb stolz auf sein Bestehen seit mehr als einem halbes Jahrhundert. Sein Erfolg basiert auf mittel- und langfristiger Trainingsplanung und guter Organisation der einzelnen Bereiche sowie auf einem breiten und interessanten Schwimmsportangebot und Klubgeschehen. In dieser Umgebung eingebettet und gestützt auf seinem Leitbild, will man Ideen verwirklichen und den Klub finanziell aufrecht und gesund halten. Weiters strebt man eine mittelfristig gesicherte Einnahmequelle an, die es sowohl erlaubt, Aktivitäten in einem vernünftigem Rahmen zu planen und zu realisieren, als auch die Fronarbeit für die Jugend- und Nachwuchsförderung effizient zu gestalten.