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Miguel Angel Asturias gilt als »Vater« des literarischen »magischen Realismus« in Lateinamerika.
Dieser Roman des guatemaltekischen Nobelpreisträgers Miguel Angel Asturias ist ein Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur. Er steht am Anfang einer Reihe großer Erzählungen über Diktaturen und deren sichtbare und weniger sichtbare Auswirkungen auf die jeweiligen Gesellschaften: die »Diktatorenromane« von Gabriel García Márquez, Alejo Carpentier, Augusto Roa Bastos, Arturo Uslar Pietri und Mario Vargas Llosa.
»Gegenüber Schriftstellern schien die erfindungsreiche Grausamkeit der Herren [der lateinamerikanischen Diktatoren] besonders treffsicher. Das musste auch ein Mann erfahren, der längst zu den bedeutendsten Schriftstellern Südamerikas zählt: der Guatemalteke Miguel Angel Asturias. Für ihn, dessen Roman Der Herr Präsident Gabriela Mistral ein Blutreinigungsmittel nannte, hielten die Generäle Schreibverbot und Gefängnis bereit, und auch den bittersten und zugleich ehrenvollsten Aufenthalt eines Schriftstellers ersparten sie ihm nicht: das Exil.« Siegfried Lenz anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Miguel Angel Asturias 1967
Miguel Angel Asturias (1899–1974), guatemaltekischer Schriftsteller, Nobelpreisträger. Nach dem Sturz des Diktators Jorge Ubico 1944 trat er in den diplomatischen Dienst ein und wurde Kulturattaché in Mexiko-Stadt, später in Argentinien. Nach dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung 1954 ging er nach Argentinien ins Exil. 1966 wurde er Botschafter seines Landes in Paris.