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Makuladegeneration, auch als altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bezeichnet, ist eine Augenerkrankung, bei der es zu einer fortschreitenden Degeneration der Makula kommt. Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut, der für scharfes Sehen und das Erkennen von Feinheiten verantwortlich ist. AMD ist eine der häufigsten Ursachen für Sehbehinderungen und stellt primär im fortgeschrittenen Alter eine grosse Herausforderung dar.
Die Makula wird auch gelber Fleck genannt und ist ein winziger, aber entscheidender Bereich in der Netzhaut. Sie befindet sich im hinteren Teil des Auges und ist für das scharfe Sehen und das Erkennen von Details verantwortlich. Die Makula ist etwa 5 bis 6 mm im Durchmesser und befindet sich im Zentrum des Sehfeldes.
Sie besteht aus mehreren Schichten von spezialisierten Zellen, die eng miteinander verbunden sind und zusammenarbeiten, um das Sehvermögen zu ermöglichen. Die beiden Haupttypen von Zellen in der Makula sind die Stäbchen und die Zapfen, auch als Photorezeptoren bezeichnet.
Die Stäbchen sind für das Sehen bei schwachem Licht und das periphere Sehen verantwortlich. Sie sind empfindlicher, aber nicht so farbempfindlich wie die Zapfen. Diese hingegen ermöglichen das Sehen bei hellem Licht und sind für das Farbsehen zuständig. Sie sind am dichtesten in der Mitte der Makula, dem sogenannten Fovea-Zentrum, angeordnet.
Das Fovea-Zentrum ist der Bereich der Makula, der für das schärfste Sehen verantwortlich ist. Es enthält fast ausschliesslich Zapfen und ist frei von Blutgefässen und anderen Strukturen, die das Licht absorbieren könnten. Dies ermöglicht eine maximale Lichtaufnahme und ein präzises Sehen von Details.
Die Zapfen und Stäbchen in der Makula wandeln das einfallende Licht in elektrische Signale um, die dann über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden. Das Gehirn interpretiert diese Signale und erzeugt so das Bild, das wir sehen. Aufgrund ihrer zentralen Lage und ihrer Funktion ist die Makula besonders wichtig für Aufgaben wie das Lesen, das Erkennen von Gesichtern, das Führen von Fahrzeugen und andere Aktivitäten, die ein scharfes Sehvermögen erfordern.
Bei der Makuladegeneration, insbesondere der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), wird die Makula geschädigt und funktioniert nicht mehr richtig. Dies führt zu einem Verlust des zentralen Sehvermögens und kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen.
Die Makuladegeneration ist eine chronische Krankheit, meist beider Augen, bei der die Photorezeptoren (Sehzellen) in der Makula geschädigt werden. Dadurch kommt es zu einem allmählichen Verlust des zentralen Sehvermögens. Dies äussert sich in Problemen beim Sehen von Details.
Es gibt zwei Hauptformen der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte Form:
Die trockene Makuladegeneration ist die häufigere Form und tritt langsamer auf. Dabei kommt es zur Ansammlung von Ablagerungen, sogenannten Drusen, in der Makula. Diese beeinträchtigen die Funktion der darunterliegenden Zellen und führen allmählich zu einem Funktionsverlust. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich das Gewebe in der Makula sogar abbauen, was zu einem erheblichen Sehverlust führen kann.
Die feuchte Makuladegeneration ist seltener, aber aggressiver. Hier bilden sich abnormale Blutgefässe unter der Makula, die Flüssigkeit und Blut in den Bereich abgeben. Dadurch entsteht eine Schwellung und Narbenbildung, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Im Vergleich zur trockenen AMD kann die feuchte Form schneller zu einem erheblichen Sehverlust führen.
Die Symptome einer Makuladegeneration können je nach Stadium und Form der Erkrankung variieren. Im Allgemeinen treten jedoch einige gemeinsame Anzeichen auf, die auf eine beeinträchtigte Funktion der Makula hinweisen. Hier sind die wichtigsten Symptome im Detail erklärt:
Verschwommene Sicht, insbesondere in der Nähe, muss nicht unbedingt auf eine Makuladegeneration hindeuten. Ab etwa dem 45. Lebensjahr tritt die Alterssichtigkeit ein und die Sehkraft wird nach und nach schlechter. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess und keinesfalls um eine Krankheit. Wer aber vermutet, an Makuladegeneration zu leiden, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) stellt eine der führenden Ursachen für Sehbeeinträchtigungen und Erblindung in der westlichen Welt dar. Sie rangiert weltweit an dritter Stelle unter den häufigsten Ursachen für Sehverlust.
Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung einer Makuladegeneration. Die sogenannte altersabhängige Makuladegeneration (AMD) tritt hauptsächlich bei Menschen über 50 Jahren auf und wird häufiger im höheren Alter diagnostiziert. Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko einer AMD deutlich zu. Es wird angenommen, dass dies auf den natürlichen Alterungsprozess der Makula und der damit verbundenen Veränderungen der Gewebe und Zellen zurückzuführen ist.
Rauchen ist ein bedeutender beeinflussbarer Risikofaktor für die Entwicklung einer Makuladegeneration. Studien haben gezeigt, dass Raucher ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an AMD zu erkranken, verglichen mit Nichtrauchern. Der Konsum von Nikotin beschleunigt biologische Alterungsprozesse und beeinträchtigt die Durchblutung. Dies führt zum Absterben von Sinneszellen in der Netzhaut. Überdies hindert das Rauchen den effektiven Abbau von Stoffwechselprodukten, was zu einer Ansammlung von Abfallmaterial in Drusen führt.
Die Genetik spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung einer Makuladegeneration. Studien haben gezeigt, dass bestimmte genetische Varianten das Risiko für die Entwicklung von AMD erhöhen können. Menschen mit einer familiären Vorgeschichte von Makuladegeneration haben ein höheres Risiko, selbst daran zu erkranken. Es wurden mehrere Genmutationen identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko für AMD in Verbindung gebracht werden. Diese genetischen Faktoren können die Funktion und den Schutz der Makula beeinflussen und das Risiko einer Erkrankung erhöhen.
Eine ungesunde Ernährung kann eine Rolle spielen bei der Entwicklung einer Makuladegeneration. Studien haben gezeigt, dass eine Ernährung, die arm an bestimmten Nährstoffen ist, das Risiko für AMD beeinflussen kann. Insbesondere ein Mangel an Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Lutein und Zeaxanthin sowie Omega-3-Fettsäuren kann das Risiko für die Entwicklung einer Makuladegeneration erhöhen.
Antioxidantien helfen dabei, die Zellen vor Schäden durch sogenannte freie Radikale zu schützen, die durch oxidative Prozesse im Körper entstehen. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Nüssen und Fisch ist, kann dazu beitragen, das Risiko einer Makuladegeneration zu verringern.
Bei Diabetes kann eine langfristig erhöhte Blutzuckerkonzentration zu Schäden an den Blutgefässen der Netzhaut führen, was als diabetische Retinopathie bekannt ist. Diese Schädigung der Blutgefässe erhöht das Risiko für die Entwicklung einer Makuladegeneration. Eine gute Kontrolle des Blutzuckerspiegels und regelmässige Untersuchungen beim Augenarzt sind daher besonders wichtig für Menschen mit Diabetes.
Auch Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Blutgefässe in der Netzhaut schädigen und zu einer Makuladegeneration beitragen. Es ist daher wichtig, diese Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. So kann das Risiko von Folgekomplikationen, einschliesslich einer Makuladegeneration, verringert werden.
Die Diagnose einer Makuladegeneration erfolgt in der Regel durch eine gründliche augenärztliche Untersuchung. Im Folgenden werden die verschiedenen Schritte und Verfahren erläutert, die bei der Diagnosestellung einer Makuladegeneration zum Einsatz kommen.
Eine rechtzeitige Diagnose der Makuladegeneration ist entscheidend, um eine angemessene Behandlung einzuleiten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Regelmässige augenärztliche Untersuchungen sind besonders wichtig, um Veränderungen der Makula frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen.
Die Makuladegeneration kann in ihrem Verlauf variieren und hängt von der Art der Erkrankung (trockene oder feuchte Makuladegeneration) sowie individuellen Faktoren ab. Im Folgenden wird der typische Verlauf der Makuladegeneration in mehreren Abschnitten erläutert.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Verlauf der Makuladegeneration individuell unterschiedlich sein kann. Bei manchen Menschen kann sich die Erkrankung über viele Jahre langsam entwickeln, während sie bei anderen schneller fortschreitet. Einige Menschen können sogar nur eine milde Form der Makuladegeneration haben, bei der sich die Symptome nicht wesentlich verschlechtern.
Im Vergleich zur trockenen AMD kann sich die feuchte AMD schneller entwickeln und zu einem raschen und dramatischen Verlust des zentralen Sehvermögens führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.
Die Behandlungsmöglichkeiten für die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) hängen von der Art der Erkrankung (trockene oder feuchte AMD) und dem Stadium der Erkrankung ab.
Bei der feuchten AMD hat sich die Anti-VEGF-Therapie als wirksam erwiesen. Dabei werden Medikamente, die als Anti-VEGF (vascular endothelial growth factor) bezeichnet werden, direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Diese Medikamente blockieren das Wachstum der abnormen Blutgefässe und reduzieren die Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut. Dies kann das Fortschreiten der feuchten AMD verlangsamen und das Sehvermögen erhalten oder sogar verbessern.
Die photodynamische Therapie (PDT) wird ebenfalls zur Behandlung der feuchten AMD eingesetzt. Dabei wird ein lichtaktivierbares Medikament in die Vene injiziert, das sich in den abnormen Blutgefässen ansammelt. Anschliessend wird die Makula mit einem speziellen Laser bestrahlt, um das Medikament zu aktivieren und die abnormen Blutgefässe zu zerstören.
In seltenen Fällen einer feuchten AMD, in denen andere Behandlungsmethoden nicht erfolgreich waren, besteht auch die Möglichkeit einer chirurgischen Behandlung. Dabei werden die neugebildeten Blutgefässe chirurgisch entfernt.
Nahrungsergänzungsmittel können eine Rolle bei der Behandlung und Prävention der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) spielen. Hierbei ist es wichtig anzumerken, dass Nahrungsergänzungsmittel allein keine Wundermittel sind und keine Garantie für die Verhinderung oder Heilung von AMD bieten. Dennoch können sie in einigen Fällen helfen, das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung zu verringern.
Dabei haben sich besonders Nahrungsergänzungsmittel bewährt, die eine Kombination aus Vitamin C, Vitamin E, Lutein und Zeaxanthin sowie Omega-3-Fettsäuren beinhalten.
Bei der trockenen Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) gibt es derzeit keine spezifische Therapie, die die Erkrankung vollständig heilen kann. Es ist wichtig, regelmässige Augenuntersuchungen durchzuführen, um den Zustand der trockenen AMD zu überwachen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Veränderungen oder Fortschritten der Erkrankung.
Rauchen wurde mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung und das Fortschreiten der AMD in Verbindung gebracht. Das Beenden des Rauchens kann daher einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben. Eine gesunde Lebensweise, die regelmässige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und die Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinspiegel beinhaltet, kann ebenfalls dazu beitragen, das Fortschreiten der trockenen AMD zu verlangsamen.
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist derzeit nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und das Sehvermögen zu erhalten. Frühzeitige Diagnose, regelmässige Augenuntersuchungen und eine gesunde Lebensweise können dazu beitragen, das Risiko einer Verschlechterung zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
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