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Miami - Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat einen Rückschlag erlitten. Ein Versuch scheiterte, in 1500 Metern Tiefe eine Stahlglocke über dem sprudelnden Bohrloch dauerhaft abzusetzen, weil sich eisähnliche Kristalle an der Konstruktion gebildet hatten.
Die Einsatzkräfte mussten die Glocke deshalb von dem Bohrleck wieder abziehen, wie ein Vertreter des Mineralölkonzerns BP, Doug Suttles, sagte. Wegen der Probleme habe man die rund 100 Tonnen schwere und 13 Meter hohe Kuppel, die zunächst über dem Leck platziert wurde, jetzt neben das Leck gestellt.
"Die Kuppel befindet sich etwa 200 Meter vom Öl-Leck entfernt auf dem Meeresboden." Experten würden derzeit prüfen, wie die Kristallbildung verhindert werden könne.
Dies werde vermutlich zwei Tage dauern, sagte Suttles. Eine der Möglichkeiten sei es, die Kristallbildung etwa mit Wärme zu verhindern. Eine andere Möglichkeit sei der Einsatz von Ethanol. Die Frage, die sich derzeit stelle, laute: "Gibt es einen Weg, diese Problem zu lösen?"
Die Kuppel ist etwa so hoch wie ein vierstöckiges Haus und muss mit Robotern in Mini-U-Booten ferngesteuert werden. Alleine die Aktion, die Kuppel auf dem Meeresgrund herunterzulassen, hatte mehr als 18 Stunden gedauert.
Das Problem ist: Derartige Stahlkonstruktionen wurden zwar in der Vergangenheit schon einige Male eingesetzt, aber noch niemals in einer Tiefe von 1500 Metern.
Unterdessen weiteten die US-Behörden das Verbot für Fischfang an der Küste von Louisiana weiter aus. Bereits am Donnerstag hatte ein erster Ölfilm eine unbewohnte Insel vor der Küste erreicht. Etwa 8500 Helfer auf mehr als 260 Schiffen waren im Einsatz, um zu verhindern, das das Öl das ökologisch empfindliche Marschland am Mississippi-Delta zerstört.
Weiter hiess es, bereits am Donnerstag seien erneut rund 680 Tonnen Öl verbrannt worden, die auf dem Meeresspiegel trieben.
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