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Béatrix von Sury d’Aspremont amtete schon sechs Jahre lang als Vizepräsidentin der CVP BL (und seit 2017 im Landrat). Politisch stand sie in guter Übereinstimmung mit Brigitte Müller-Kaderli und vertrat die bei den Baselbieter Wahlen 2019 erfolgreiche Mitte-Strategie.
Als Müller-Kaderli ihren Rücktritt auf Sommer 2019 ankündigte, kandidierte Béatrix von Sury. Das Präsidium eroberte aber nicht sie, sondern der weitgehend unbekannte Silvio Fareri. Von Sury bleibt Vizepräsidentin. Silvio Fareri unterstützte etwa die Regierungsrats-Kandidatur von SVP-Nationalrat Thomas de Courten.
Zuerst Kampfwahl, dann Rückzug
Der Witz in der Geschichte dieser Präsidiumswahlen bei der Baselbieter CVP lässt sich sehr schön auf der Spur der Schlagzeilen verfolgen:
- 13. April 2019 BaZ: Béatrix von Sury strebt Kampfwahl an
- 24. April 2019 SRF: Silvio Fareri soll Baselbieter CVP-Präsident werden
- 24. April 2019 BaZ: Von Sury will nun doch nicht
- 2. Mai 2019 BaZ: Silvio Fareri ist neuer CVP-Präsident (auf dem Bild posiert er nicht mit von Sury sondern mit Müller-Kaderli und CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter)
Schon am 24. April 2019 hatte Béatrix von Sury zu ihrem Rückzug der «Bz Basel» gesagt: «Wollte die CVP nicht vor eine Zerreissprobe stellen».
Was ist da passiert? Warum hat die (prominente) Frau zugunsten des (unbekannten) Mannes nachgegeben? Steckt hinter der abgeblasenen «Kampfwahl» eine Richtungskorrektur im Hintergrund, die die CVP BL wieder in die BüZa mit FDP und SVP zurück bringen soll?
Vizepräsidentin Béatrix von Sury d’Aspremont und Silvio Fareri, Präsident der CVP BL, äussern sich dazu im Talk.