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Leadership ist einfach.
Hanna ist ganz ausser Atem, als sie in Rogers Büro kommt. “Das Telefon hört fast nicht auf zu klingeln. Die aktuelle News hat unsere Kunden ganz aus dem Häuschen gebracht,” erklärt sie ihm. Roger ist der Leiter ihrer Abteilung. Sie möchte ihm sagen, dass sie gerade überlastet ist. “Wie lange geht das jetzt schon so? Was wollen die Anrufer*innen denn genau?” Roger stellt ein paar Fragen. Schnell kommt er zur Einschätzung, dass sich der Sturm in 1-2 Tagen wieder legen wird. Er fragt nach: “Hilft es Dir, wenn ich in den nächsten Tagen auch Telefondienst übernehme?” Hanna bejaht und sieht, dass Roger gleich eine Sitzung am Nachmittag verschiebt. “Ich arbeite heute Nachmittag in Deinem Büro, dann können wir uns besser abstimmen”. Sie arbeiten am Nachmittag zusammen und beantworten dutzende Anrufe. Wie vorausgesagt legt sich der Sturm nach einem Tag schon wieder. Das Problem ist erledigt. Was bleibt, ist die Mitarbeiterin Hanna, die gesehen hat, dass ihre Arbeit wichtig ist. Roger hätte auch sagen können: “Ich werde schauen, ob ich eine Unterstützung organisieren kann. Ich melde mich morgen bei Dir.” Das wäre auch Führung. Aber nicht Leadership.
Leadership ist (unter anderem) Vorbildhandeln. In der Krise schauen Mitarbeitende “nach oben”, weil sie gerade dann Orientierung brauchen. Wenn sie diese Orientierung erhalten, stärkt das den Willen, durchzuhalten und gibt Motivation, die auch nach dem Sturm anhält.