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Nicht jeder mag es berührt zu werden. Für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASD) ist dies jedoch mehr als eine einfache Feststellug. Laut einer neuen Studie ist es eher das Ergebnis einer spürbaren physiologischen Reaktion im Gehirn. Eine Studie, die von Forschern der Universität von Haifa in Israel durchgeführt wurde, bietet einen interessanten Einblick in die Funktionsweise des Gehirns bei Menschen mit Autismus.
«Berührungen sind eine entscheidende Rolle für unsere soziale, emotionale Entwicklung. Sie ermöglichen uns Emotionen auszudrücken, Intimität herzustellen und soziale Bindungen aufrechtzuerhalten. Darum ist es wichtig herauszufinden, wie soziale Berührungen von beeinträchtigten Personen verarbeitet werden», sagte Studienmitautor Leehe Peled-Avron.
Die Forscher analysierten Gehirnscans von 53 Personen, von denen sich einige im Autismus-Spektrum befanden, und massen sie auf etwas, das sie Hypervigilanz nennen. Sie stellten fest, dass Menschen mit Autismus anders auf Berührungen reagieren als neurotypische Menschen. Bei genauerem Hinsehen konnten sie auch nachvollziehen, warum das so ist: Die Gehirnscans von Autisten zeigten, dass die Person genauso reagierte, wie jemand mit einer Berührungs-Phobie.
Der rote Faden könnte eine veränderte Wahrnehmung von «affektiver Berührung» sein, ein Sinn, der erst vor einigen Jahrzehnten bei Menschen entdeckt wurde. «Diskriminative Berührung» sagt uns, wann etwas auf unsere Haut einwirkt, mit welcher Kraft und wo; affektive Berührungen hingegen vermitteln nuancierte soziale und emotionale Informationen. Die Arten von Berührungen, die autistische Menschen als abscheulich empfinden, wie z. B. eine sanfte Liebkosung, sind mit diesem letzteren System verbunden.
Menschen mit Autismus mögen es nicht, berührt zu werden.
Auf dem Bild ist eine Szene zu sehen, welche in meiner Schulzeit aufgenommen wurde. Im Bild sieht man, wie sich ein Junge mit einer roten Jacke mit Kapuze einer Berührung wegen, den Kopf einzieht und versucht sich wegzugucken. Dieser Junge war ich. Auch die Kapuze ist ein Zeichen dafür, dass ich mich versucht habe, zu schützen. Ich hatte sehr oft Kapuzen oder Mützen auf. Auch heute noch mag ich Mützen.
Starke Berührungsreaktionen sind bei Menschen mit Autismus weit verbreitet. Berührungen sind aber universelle anzuschauen. Manchmal sehne ich mich nach Berührung, manchmal schrecke ich davon zurück. Berührungen mag ich eigentlich nur von mir ganz nahe stehenden Personen.
Für viele Menschen im Spektrum sind diese Empfindungen so intensiv, dass sie Massnahmen ergreifen, um ihr «Berührungsempfinden» zu formen. Einige stapeln nachts schwere Decken auf sich, weil sie dieses zusätzliche Gewicht benötigen. Ich zum Beispiel schneide meine Kleideretiketten ab, weil ich diese auf der Haut als besonders unangenehm empfinde.