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In den Top 8 der Tour de Ski figurieren sechs Russen. Manificat als Zweiter hinter dem überragend erfolgreichen Titelverteidiger Alexander Bolschunow - an ihm wäre auch keiner der abwesenden Norweger vorbeigekommen - durchbrach die Phalanx der Läufer im roten Dress. Der Schweizer Teamleader war im Val Müstair samt einem 2. Platz in der 2. Etappe noch auf Augenhöhe mit den Russen gewesen, danach hielt der Bündner nicht mehr ganz mit.
Gleichwohl ist Colognas 8. Rang als gutes Resultat zu werten. Der vierfache Olympiasieger war nicht in Bestform zum Etappenrennen angetreten und hustete am vorletzten Tag. Nun ist Erholung angesagt. Die Auswertungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Cologna das populäre Etappenrennen als Rampe brauchen kann, um seine Form in einem zweiten Peak nochmals leicht zu steigern - sofern er gesund bleibt. Der Saisonhöhepunkt steht mit den Weltmeisterschaften Ende Februar in Oberstdorf an.
Cologna hielt sich mit dem 17. Rang beim kräftezehrenden Anstieg zur Alpe Cermis in den Top Ten. Der vierfache Tour-de-Ski-Sieger büsste auf den letzten 3,6 km und 400 Höhenmetern 1:10 Minuten auf den Tagessieger Denis Spizow ein. Der Russe arbeitete sich hinter Bolschunow und Manificat in den 3. Gesamtrang vor.
Als erster Schweizer traf diesmal Roman Furger auf der Alpe Cermis ein - das Finale wurde zum zweiten Mal als Massenstart- und nicht als Verfolgungsrennen ausgetragen. Der Urner lief ein paar Sekunden vor Cologna in den 14. Rang. Auch Candide Pralong tauchte als 24. in den Weltcup-Punkterängen des Tagesklassements auf.
Bolschunow, erst 24-jährig, übertrifft womöglich in den nächsten Jahren Colognas Bestmarke von vier Siegen an der Tour de Ski. Fast aus dem Nichts kommend, gelang ihm innerhalb kürzester Zeit der Anschluss an die Weltspitze. In Pyeongchang feierte er 2018 mit vier Medaillen ein tolles Olympiadebüt. Nicht weniger erfolgreich war der junge Mann aus der Grenzregion zur Ukraine bei der WM 2019 in Seefeld, wo er sich vier Silbermedaillen umhängen liess. Die ersten Goldmedaillen an grossen Titelkämpfen sind in Oberstdorf überfällig.