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(01.03.2023) Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft Genf (HEG-GE) zeigt, dass die Pandemie bei den KMU in der Westschweiz zwischen 2019 und 2020 zu Umsatzeinbrüchen von durchschnittlich 14% geführt hat. Die Auswirkungen der Beschränkungen hängen jedoch stark von der gewählten Strategie zum Umgang mit der Krise ab.
Die Erhebung fand in Form einer Umfrage bei 149 KMU in der gesamten Romandie statt. Alle Wirtschaftssektoren wurden berücksichtigt: Zwei Unternehmen sind in der Landwirtschaft tätig, 57 in der Industrie oder im Baugewerbe und 88 im Dienstleistungssektor. Laut dem Forschungsteam aus Genf spiegelt diese Verteilung das Gewicht der einzelnen Sektoren in der Firmenlandschaft der untersuchten Region wider.
Zudem sind folgende Kategorien besonders stark vom Rückgang der Umsätze zwischen 2019 und 2020 betroffen: Kunst und Unterhaltung (-79,67%), Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen (-44,5%), Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (-38%), Gastgewerbe (-28,5%) sowie Transport und Lagerung (-21,33%).
Aus der Studie geht auch hervor, dass Eigenschaften der Firmen wie Grösse, Alter und Branche offenbar nur eine begrenzte Rolle spielen, wenn es um das Ausmass ihres Umsatzrückgangs während der pandemiebedingten Beschränkungen geht.
Dem Forschungsteam zufolge ist Homeoffice für Unternehmen, die es einrichten können, eine Möglichkeit, ihre finanziellen Verluste erheblich zu verringern. Mit Blick auf künftige Krisen rufen die Autorinnen und Autoren daher dazu auf, funktionierende Pläne für die Etablierung von Telearbeit auszuarbeiten.
Ein weiteres Ergebnis ist, dass Umstrukturierungen in der Regel nur dann Wirkung zeigten, wenn sie von der Einrichtung von Homeoffice begleitet waren, und dass die KMU, die auf den Erhalt der Arbeitsplätze und auf Kundenzufriedenheit setzten, besser durch die Krise kamen als diejenigen, die sich für andere Strategien entschieden.
Letzte Änderung 01.03.2023