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Untertitel: Gemeinde gratuliert Lydia Zimmermann
Die Jubilarin Lydia Zimmermann ist in Wilersgut bei Brünisried aufgewachsen und besuchte die Primarschule in Weissenstein, Rechthalten. Die Grossfamilie hatte sechs Mädchen und drei Buben. Fünf Mädchen leben noch, hingegen sind die drei Buben bereits verstorben. Wegen einer angeborenen Kurzsichtigkeit sieht die Jubilarin nicht mehr so gut, doch ansonsten ist sie noch «gut zwäg».
Nach der Schule weilte sie für 15 Monate an verschiedenen Orten im Welschland. In Ependes musste die Jubilarin für 26 Knechte und sechs Familienmitglieder kochen; dies für 120 Franken im Monat. Der Vater Albrecht war Landwirt und 1935 zügelte die Familie nach Magnedens, um dort einen grossen Bauernhof von rund 60 Jucharten zu übernehmen. Während der Kriegszeit waren die Brüder im Militärdienst und die Mädchen mussten Männerarbeit verrichten.
Während 40 Jahren wohnte die Jubilarin in Magnedens. Vor 30 Jahren zügelte sie mit dem Bruder Rudolf nach Plaffeien, nachdem sie 1973 in Rufenen ein Eigenheim im Rohbau erwerben konnten. Zusammen haben sie dieses eigenhändig ausgebaut und am 1. Mai 1974 zogen beide ein.
Mit ihrem Bruder Rudolf pflegte sie zeitweise über 80 Bienenvölker und stellte hervorragenden Honig her, so dass gar eine Goldmedaille gewonnen werden konnte. Einmal hat sie trotz vorgängiger Warnung ihres Bruders 18 Bienenstiche erhalten.
Mit ihren Verwandten wie auch Nachbarn pflegt Lydia Zimmermann ein schönes Verhältnis, denn Krach zu haben lohne sich nicht, meint sie. Speziell dankbar ist sie der Nachbarin Anni Beyeler, welche alle Tage mehrmals vorbeischaut und ihr hilft. Nachdem ihr Bruder Rudolf anfangs Februar 2004 im 93. Lebensjahr verstarb, nachdem sie ihn während sieben Jahren gepflegt hatte, lebt sie nun in aller Bescheidenheit alleine, geniesst den Lebensabend und freut sich auf jeden Besuch von Verwandten, Freunden und Bekannten.