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Afghanistan 1967
Aufnahmen aus dem Privatarchiv eines amerikanischen Lehrers, der in den 60er-Jahren in Kabul unterrichtete, zeigen das Land, bevor es in jahrzehntelange Kriegswirren verwickelt wurde.
1967 unterbrach Dr. William Podlich für zwei Jahre seine Lehrertätigkeit an der Arizona State University, um im Rahmen eines Unesco-Projektes an einer pädagogischen Hochschule in Kabul zu unterrichten. In seiner Freizeit dokumentierte der passionierte Hobbyfotograf mit einer kleinen Olympus seine Familie und das Alltagsleben in Afghanistan.
Als Clayton Esterson, der Ehemann von Podlichs ältester Tochter, Jahre später die Aufgabe des Familienarchivars übernahm, erkannte er sofort die historische Bedeutung der Bilder, die sein Schwiegervater gut zehn Jahre vor der sowjetischen Invasion 1979 geschossen hatte. Die Aufnahmen zeigen ein idyllisches und sich modernisierendes Land und stehen in starkem Kontrast mit allem, was man heutzutage, nach fast 40 Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen, mit Afghanistan assoziiert.
Seit Clayton die Bilder auf seiner Website veröffentlichte, kriegt er viele Rückmeldungen von Afghanen, die sich bedanken, dass der Welt die Schönheit ihrer Heimat aus der Zeit vor den bis heute anhaltenden Kriegswirren gezeigt wird.