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"Traue keiner Statisktik, die du nicht selber gefälscht hast!" Mein Mathelehrer hat es schon immer gewusst.
So titelten die Schaffhauser Nachrichten noch am 17. Oktober 2013: "Schaffhausen ist im Bereich Bildung der drittsparsamste Kanton." Vier Monate später tönt es ganz anders. "Bei den [...] Gehältern oder der Zahl der Unterrichtsstunden in der Schule übersteigt Schaffhausen die vergleichbaren Kantone deutlich".
Ja, wie jetzt?! Sind wir nun sparsam oder verschwenderisch?
Gestern Mittwoch, 19. Februar wurde der mit Spannung erwartete Bericht von BAK Basel zur Finanzlage des Kantons vorgestellt. Der externe Projektbegleiter Urs Müller fasst zusammen: "Im Prinzip ist es ganz einfach. Bereiche in denen Schaffhausen im Vergleich zu anderen Kantonen eher teuer ist, haben eher Sparpotenzial. Bereiche, in denen Schaffhausen eher günstig ist, haben eher kein Sparpotenzial."
Tja, so geht das. Gespannt darf man nun auf den 6. Mai warten. Dann nämlich möchte die Schaffhauser Regierung aufgrund des Berichts die Höhe des (neuen) Sparpakets festlegen und den Departementen Sparaufträge erteilen. Ob dieses Paket dann kreativerweise "ESH4" oder "Kaputtsparen 2.0" oder wie auch immer heisst, ist eigentlich nebensächlich.