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Der direkte Nachweis von BVDV in Patientenmaterial mittels Antigen-ELISA ist wesentlich schneller und kostengünstiger als die Virusisolierung. Andererseits ist die Sensitivität des ELISA etwa 10x geringer als jene der Virusisolierung. Falsch positive Resultate sind recht häufig und sollen durch einen zweiten Test bestätigt werden. Der AG-ELISA eignet sich vornehmlich für Bestandesuntersuchungen.
Prinzip
Patientenmaterial mit vermutetem Virusantigen wird an eine Polystyroloberfläche adsorbiert und mit Hilfe von enzymmarkierten Antikörpern nachgewiesen. Häufiger wird dieser Test im "Sandwich"- Verfahren gebraucht. Die Plastik-oberfläche wird zuerst mit einem unmarkierten Antikörper ("catching antibody") beschichtet, der das gesuchte Antigen aus einer Mischung (z.B. Leukocytenlysat) herausbindet. In einem nächsten Schritt wird ein Enzym-markierter BVD-spezifischer Antikörper zugegeben. Sofern Antigen vorhanden ist, wird er daran haften. Die Bindung wird durch einen Farbumschlag nach Zufügen des Substrates nachgewiesen (Photospektrometer).
Interpretation
Bei ELISAs wird mit positiven und negativen Seren der Cut-off (Grenzwert) bestimmt, der die Tiere der positiven und der negativen Kategorie zuweist. Oft kommt es aber zu einer Überlappung in der Verteilung der Testresultate von bekannten infizierten und nichtinfizierten Tieren. Es werden daher meistens 2 Cut-offs festgelegt, die eine klar positive und eine klar negative Gruppe definieren. Die dazwischen liegenden Resultate werden als verdächtig oder nicht beurteilbar bezeichnet und mit einer spezifischeren und sensitiveren Testmethode überprüft (z.B. Virusisolation auf Zellkultur oder PCR bei einem verdächtigen Resultat in einem BVDV-Antigen-ELISA).
Catching ELISA