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Mit Yoga zu einer besseren Stimmung
Einige Frauen erleben in der Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt ihres Kindes Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Symptomen. Damit verbunden sind auch erhöhte Spiegel des Stresshormons Kortisol. Weil dadurch die Gesundheit der Mutter sowie des Kindes beeinträchtigt werden kann, ist es wichtig, geeignete Präventions- und Interventionsmittel zu finden.
In einer aktuellen Studie interessierten sich die Autorinnen dafür, ob Yoga einen förderlichen Effekt auf die Stimmung und die Kortisolspiegel hat. Dazu wurden schwangere Frauen vor und nach einer neunzigminütigen Lektion Hatha Yoga speziell für Schwangere untersucht. Hatha Yoga fokussiert auf physische, mentale sowie Atemtechniken, um so den Körper und Geist zu verbinden.
Die Autorinnen verglichen die Stimmung sowie die Kortisolspiegel am Tag der Yogastunde mit denjenigen an anderen Tagen, an denen die Frauen nur einer normalen Alltagsaktivität (z.B. Lesen oder leichte Hausarbeit) nachgingen.
Am Tag der Yogastunde wurden sowohl tiefere Stresshormonspiegel als auch positivere Gefühle gemessen als an normalen Tagen. Direkt nach der Yogastunde erlebten die Frauen zudem weniger negative Gefühle, dafür deutlich mehr Zufriedenheit. Auch nach der Geburt zeigten die Frauen, welche Yoga praktiziert hatten, weniger depressive Symptome.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Yoga in der Schwangerschaft nicht nur die aktuelle Stimmung heben, sondern auch einer Wochenbettdepression vorbeugen kann.
Quelle:
Bershadsky, S., Trumpfheller, L., Beck Kimble, H., Pipaloff, D., & Yim, I. S. (2014). The effects of prenatal Hatha yoga on affect, cortisol and depressive symptoms. Complementary Therapies in Clinical Practice, 20(2), 106-113.