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Hier geht es um Gemeinwohl-Ökonomie im Sinne eines Wirtschaftsmodells, das vom gleichnamigen Verein verbreitet wird.
Gemeinwohl als Begriff und Gemeinwohl-Ökologie als Kritik zur Gemeinwohl-Ökonomie

Als "Gemeinwohl-Ökonomie" bezeichnet ein Verein, der von C. Felber gegründet wurde, ein Modell einer sozialeren, demokratischeren, nachhaltigeren Wirtschaft in Abgrenzung zum sogenannten Kapitalismus.
Der Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Art Bürger-Initiative (in der Selbstbeschreibung: eine Bewegung), die ökonomische Visionen entwickelt und verbreitet.
Die Tabelle verknüpft Wert und Berührungsgruppen
Werte sind: Menschenwürde, Solidarität, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Demokratische Mitbestimmung & Transparenz
Berührungsgruppen sind: LieferantInnen, GeldgeberInnen, MitarbeiterInnen, KundInnen / Produkte, Gesellschaftliches Umfeld
In spezifischen Verwendungen bekommt der Ausdruck einen konkreteren Sinn. Als Gemeinwohl-Ökonomie bezeichne ich ein gesellschaftliches Verhältnis, in welchem negative Rückkoppelungen verhindern, dass das Gesamtvermögen nachhaltig monopolisiert wird. Zins wirkt beispielsweise diesem Wohl entgegen, während Umlaufgebühren eine negative Rückkoppelung darstellen. Die Gemeinwohl-Ökonomie befasst sich mit Verteilungsregelung.
http://www.gemeinwohl-oekonomie.org
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie
Es ist Ausdruck von Freiheit, dass wir Menschen die Welt, in der wir leben, mitgestalten.
Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen:
> Inhalte der Gemeinwohl-Ökonomie: Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft
> Vision und Mission der Gemeinwohl-Ökonomie
> Geschichte: Ein Bottom-Up-Prozess zum Mitmachen
> Literatur zur Gemeinwohl-Ökonomie
> Ähnliche Ansätze
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist kein abstraktes Fernziel, sondern versteht sich als ein heute beginnender, partizipativer Prozess.
Die von Organisationen, PolitikerInnen, Privatpersonen und Unternehmen mitgetragene Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie startete im Oktober 2010. Seither ist die Bewegung stetig angewachsen. Über 50 Pionierunternehmen erstellten 2011 erstmals freiwillig die „Gemeinwohl-Bilanz“. In über 20 regionalen ”Energiefeldern” wird das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie vertieft, verbreitet und weiterentwickelt. So kann aus einer ergebnisoffenen Bewegung ein lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung werden. Dabei werden Synergien mit ähnlichen Ansätzen angestrebt.
Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft
Die inhaltliche Grundlage für den Gesamtprozess Gemeinwohl-Ökonomie ist das gleichnamige Buch. Hier ist es in 20 Punkten zusammengefasst:
Wichtig: Dabei handelt es sich nicht um "Positionen" oder "Forderungen" der GWÖ-Bewegung, sondern um Ideen und Inspirationen für einen breiten Nachdenk- und Diskussionsprozess. Die einzige Forderung der Bewegung ist, dass diese - und anderer - Schlüsselfragen und Kernelemente einer Wirtschaftsordnung demokratisch diskutiert und entschieden werden sollen, unabhängig davon, ob diese oder andere Inhalte das verbindliche Ergebnis sein werden. Insbesondere alle konkreten Zahlenangaben sind deshalb nur als exemplarisch zu verstehen.
Wir laden alle gesellschaftlichen Initiativen ein, ihre Schlüsselfragen und Kernelemente einer demokratischen Wirtschaftsordnung in diesen Diskussionsprozess einzubringen.
In der internationalen Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung haben UnternehmerInnen, GewerkschafterInnen, KonsumentInnen,
Vereine, soziale Bewegungen, WissenschaftlerInnenund PolitikerInnen den Prozess für die Entwicklung
einer demokratischen Wirtschaftsordnung angestoßen. Beim vorliegenden „Modell“, das sich aus 20 Schlüsselelementen
zusammensetzt, handelt es sich nicht um „Positionen“ oder „Forderungen“, sondern Denkanstöße und Inspirationen, die
mit anderen Vorschlägen und Alternativen befruchtet werden können und sollen.
Die Bewegung fordert einzig die demokratische Diskussion und Entscheidung aller wichtigen Elemente einer Wirtschaftsordnung, zunächst in kommunalen Wirtschaftskonventen, später in nationalen oder einem EU-weiten Konvent. Über den dort ausgearbeiteten Wirtschaftsverfassungsteil soll der demokratische Souverän entscheiden. So könnte die erste demokratische Wirtschaftsordnung entstehen.
Hier ist der aktuelle Diskussionsstand des Prozesses –>
1. // Die Gemeinwohl-Ökonomie beruht auf den wichtigsten Verfassungswerten demokratischer Staaten sowie den Grundwerten, die unsere Beziehungen gelingen lassen.
2. // Der rechtliche Anreizrahmen für die Wirtschaft wird umgepolt von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation.
3. // Wirtschaftlicher Erfolg wird nicht vorrangig in Geldgrößen gemessen, sondern mit der Gemeinwohl-Bilanz (Unternehmensebene) und dem Gemeinwohl-Produkt (Systemebene). Die Erfolgsmessung in der Wirtschaft schwenkt vom Mittel (Geld) zum Ziel (Gemeinwohl).
4. // Die Finanzbilanz wird zur Nebenbilanz. Kapital wird vom Zweck zum Mittel.
5. // Unternehmen mit guten Gemeinwohl-Bilanzen erhalten rechtliche Vorteile bei Steuern, Zöllen, Krediten, öffentlichen Aufträgen und in der Forschung.
6. // Da Gewinn nur noch Mittel, aber kein Ziel mehr ist, können Unternehmen ihre optimale Größe anstreben. Feindliche Übernahmen werden verboten.
7. // Die Einkommens- und Vermögensungleichheiten sowie das Erbrecht werden begrenzt. Die genauen Grenzen sollen von einem Wirtschaftskonvent demokratisch ermittelt werden.
8. // Bei Großunternehmen gehen ab einer demokratisch bestimmten Größe Stimmrechte und Eigentum teil- und schrittweise an die Beschäftigten und die Allgemeinheit über.
9. // Dasselbe gilt für „Demokratische Allmenden“, wie öffentliche Einrichtungen im Bildungs-, Gesundheits-, Sozial-, Mobilitäts-, Energie- und Kommunikationsbereich.
10. // Eine wichtige Demokratische Allmende ist die „Demokratische Bank“. Die Finanzmärkte in der heutigen Form wird es nicht mehr geben.
11. // Nach dem Vorschlag von John Maynard Keynes wird eine globale Währungskooperation eingerichtet. In der UNO entsteht eine Fair-Handelszone.
12. // Der Natur wird ein Eigenwert zuerkannt; die Rechte der Natur und aller Lebewesen werden in der Verfassung verankert.
13. // Anstelle von Wirtschaftswachstum wird ein gutes Leben und hohe Lebensqualität für alle angestrebt und damit verbunden die Reduktion des Ressourcenverbrauchs auf ein global nachhaltiges Niveau.
14. // Die Regel-Erwerbsarbeitszeit wird auf das demokratisch gewünschte Maß reduziert, damit mehr Raum für Beziehungsarbeit, Eigenarbeit und Gemeinwesensarbeit entsteht.
15. // Jedes zehnte Berufsjahr ist ein „Frei-Jahr“ und wird durch ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert.
16. // Die repräsentative Demokratie wird ergänzt durch direkte und partizipative Demokratie. Innovative Entscheidungsformen wie Systemisches Konsensieren (SK-Methode) lösen den einfachen Mehrheitsentscheid ab.
17. // Alle Eckpunkte der demokratischen Wirtschaftsordnung sollen in einem breiten Basisprozess durch intensive Diskussion ausreifen, bevor sie von einem direkt gewählten Wirtschaftskonvent zu einem Wirtschaftsverfassungsteil formuliert werden. Über das Ergebnis stimmt der demokratische Souverän ab.
18. // Neben dem Wirtschafts- oder Gemeinwohlkonvent könnten weitere Konvente einberufen werden wie ein Bildungs-, Medien- oder Demokratiekonvent.
19. // Um diese Werte von Kind an vertraut zu machen, werden neue Unterrichtsinhalte eingeführt wie Gefühls-, Werte-, Kommunikations-, Gender-, Demokratiekunde, Naturerfahrung und Körpersensibilisierung.
20. // Da unternehmerischer Erfolg und damit Führungsqualitäten eine andere Bedeutung haben werden, werden die sozial verantwortlichsten und kompetentesten, die zu Mitgefühl und Wertschätzung fähigen Menschen als Vorbilder gelten.
Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, Laudongasse 56/18, A-1080 Wien
www.gemeinwohl-oekonomie.org/
Eine kurze Mitschrift zum Vortrag von D. Felber an der Hochschule Basel
https://soundcloud.com/patsch/christian-felber-an-der-fhnw-zum-konzept-der-gemeinwohloekonomie Ringvorlesung: "Leben 3.0 - Wie wir leben werden"
Wertanalyse - Widerspruch der Wert in der Wirtschaft und der Gesellschaft
Werte, die Beziehungen gelingen lassen und in der Verfassung stehen versus "kapitalistische Werte"
Einstieg in eine vollständige Alternative via Werte-Bilanz und 20 Bausteine zu einer Wirtschaftsverfassung Fundamentalbausteine sollen diskutiert und verfasst werden. Immer mehr Menschen sehen keinen Sinn mehr im Kapitalismus ! 80% wollen eine neue Ordnung, das zeigt sich in Aussteigern .. die sich um "Umwelten" kümmern.
Die Grundbedürfnisse sind: Zärtlichkeit Musse Kreativität ... die werden durch Überkonsum verhindert werden.
Universität = Universum = ein Vers =was die Welt zusammenhält - besser wäre Poli- oder Per-versität, weil es versplitert ist. Ein gutes Studium wäre universell und würde erst nach zwei Jahren in eine Spezialbildung münden. Adam Smith war Moralphilosoph - bevor er die Oekonomie abspaltete das ist erst 250 Jahren her.
Es gibt eine Ueberbetonung des Mathe, die das wirkliche Leben aussen vor lässt. Wirtshaft sollte aber der Gemeinschaft dienen und sich an demokratische Beschlüsse halten. Ziel der Wirtschaft ist: Gemeinwohl ! Eben nicht: Geld, Gewinn, Profit ... wer sagt das? Niemand weiss eine Quelle.
In den Verfassungen steht: Das Kapital ist ein Mittel, kein Ziel, die Verfassungen sagen alle "Gemeinwohl"
Hayek will die "Gerechtigkeits-Begriff" verwerfen, er hat den "In Andenken Wirtschaftspreis" erfunden. Telos der Wirtschaft ist: Gewinn machen - seit Aristoteles (Oekonomia versus Chremastik (Geldwerwerb als widernatürlicher Selbstzweck)) Gemeinwohl kann ein Mittel statt ein Ziel der Kapitalmehrung sein.
Ziel - Mittel - jetzt fehlen noch die Werte:
1. Die Werte die in der Verfassung stehen
2. Die Beziehungen gelingen lassen (gegen Gewinnstrreben und Konkurenz als asoziale Werte)
Menschen fressen versus Firmen fressen (Geierverhalten erhöht den Gewinn). Gemeinwohlstreben ist im Unterschied zu Gewinnstreben in allen Verfassungen gedeckt. Ethische Unternehmen sollen erfolgreicher als unethische werden.
Was heisst Erfolg? Wie messen wir?
BIP (Gesellschaft)
Gewinn (Unternehmen)
Rendite (Investition)
alles in Geldwerten
Gretchenfrage: Woran soll Erfolg gemessen werden? Nicht an den verfügbaren Mitteln, sondern an der Zielerreichung.
Wie messen wir Zielerreichung?
BIP ist jedenfalls ganz falsch ..
OECD Betterlife-Index, Buthan: Brutto-National-Glück. Befragung von Haushalten: Gesundheit, Kinder, Nachbarn, Meditation, ... 130 Fragen
Wir wollen 20Fragen die die Bürger ermitteln sollen - um so einen Index für die Messung herstellen.
Bip sagt nichts zur demokratie oder Friden oder Umwelt oder Arbeitslosigkeit oder Armut, es sagt nur monetäre Aspekte, aber nicht mal die.
In der Gemeinwohlmessung bekommen wir Antworten ! für die Bilanz
aus einem Dutzend Pionierunternehmen sind mittlerweile in 4 Jahren 1716 Unterstützer aus 35 Staaten geworden, wovon 200 die Bilanz verwenden
Wir haben Leitsterne wie Frieden, die wir anstreben, auch wenn es nicht immer gelingt, es sind Leitwerte. Wir befragen deshalb bezüglich dieser Werte. Insbesondere gibt es private juristische Personen, die Firmen, und betroffen sind Stackholder, die man befragen kann. Wir sind aktuell daran
wir haben 6 Grundfragen (17 gibt es jetzt, die über Redakteure erfragt werden, dieser Prozess soll demokratisiert werden)
Ist das Produkt sinnvoll
oekologisch nachhalteig
humane Arbeitsbedinungen
Gleichstellung (MannFrauBehinderte)
Wer bestimmt
wie wird verteilt
Es kann differenzierter werden aber es muss überschaubar bleiben. Wir haben ein Schema das zu 1000 Punkten führt
Durchschaubarkeit Was kann ich an einem durchschnittlichen Produkt erkennen über dessen finanzielle Produktion (Wer wo zu welchen Bedingungen ...)
Effizienz versus Effektivität (nicht schnell, sondern in die richtige Richtung)
Die Ethischen werden bestraft, das ist Nicht effektiv! Wenn ethische Produkte günstiger sind, kauft niemand mehr unethische. Ueber Steuern kann man das regeln: viel Gemeinwohlpunkte bewirkt kleine Steuern wenig Punkte führt zu hohen Mehrwertabgaben. Bonitätsprüfung der Banken: Bonus heisst eigentlich gut,, wer gut ist bekommt Kredit. Auch hier ist die Frage, was gemessen wird. Die Kreditkonditionen sollen sich auch an den G-Punkten ausgerichtet werden.
Wer bekommt jetzt Kredit? Beispiel in Ostdeutschland gab es Schweinemästerein, jetzt wird das noch übler, mit Krediten für grosse Mästereien.Was wäre eine gute Rottengrösse für Schweine? 7 Hausschweine sind genau wie Wildschweine. Wir können also die Kredite abhängig machen von der Grösse Betriebe In der bayrischen Verfassung - die ist ausführlich - auch bezüglich der Kreditregelung.
Wir entwickeln eine Buchhaltung (Universität Chile) und ein Auditoren-System.
Wir machen keine Forderungen sondern Insptirationen. (ich Verheissung)
Wie soll der Gewinn verwendet werden? Was ist Gemeinwohl-Schädigend? Gewinn ist Mittel:
- Investitionen, die nichts mit deunternehmenstätigkeiten zu tun haben
- Kanibalismus
- Ausschüttungen an Menschen die nicht mitarbeiten
- Konzentration verhindern - via Chancegleichheit durch Begrenzung zb Geschwindigkeitsbegrenzungen, Baubewilligungen usw. die Freiheiten beschränken.
das dümmste ist gegen die Begrenzungen von Eigentum zu sein. Wenn Miliardäre Fussballclubs kaufen, Fernsehanstalten und Ministerien ... Kapital-Begrenzungen !! Erbbegrenzungen Lohnfaktoren (zb 12:1 war leider eine Parteipolitische, keine Sachpolitische Diskussion) Man müsste mehrere Vorschläge statt nur ja/nein zu einer Frage.
Das Spiel. Demokratischer Wirtschaftkonvent - das ist keine Abstimmung, sondern eine Verfassungsgebender Prozess, über die Fundamentalen Bausteine wovon die Lohnunterschiede einer ist
Spielannahme: Minimallohn 4000 Fr für 33 Stunden pro Woche wir sammeln Ideen was sagen Sie? 1:1, 1:12, 1:25 ...
Wir stimmen ab, aber per Widerstandsmessung.
Beschränkt die Freiheit von so wenigen so gering wie möglich .. Wie wird der Widerstand gemessen: kein Widerstand = kein Arm, etwas Widerstand = ein Arm, Totaler Widerstand = beide Arme
die Arme werden gezählt - sehr viel bei 1:1, 78 bei 5:1, 47 10:1, 37 bei 12:1, 106 bei 20:1, ca. 150 für 25:1 in der Schweiz ist der Faktor 900 (Vasella bei 4000.-)
in 95% der Spiele gewinnt der Faktor 10 in internationalen Vergleichen egal, was sich ergibt, ich kann mit jedem Resultat besser leben als mit der aktuellen Situation.
Es gibt schon viele die mitmachen, machen Sie auch mit ;-), alle können !!