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Ilham Tohti ist ein bekannter uigurischer Intellektueller in China. Er arbeitet seit zwei Jahrzehnten daran, den Dialog zwischen UigurInnen und Han-ChinesInnen zu verbessern. Ilham Tohti hat sich gegen Separatismus-Bewegungen ausgesprochen und plädiert auf Versöhnung – vorausgesetzt, dass die uigurische Kultur respektiert wird.
Seit 1994 dokumentiert er Probleme und Übergriffe in Xinjiang, dem uigurischen Gebiet im Westen Chinas. Zwischen 1999 und 2003 durfte er nicht unterrichten; zuvor hatte er Informationen über verhaftete und getötete Uiguren veröffentlicht.
Ilham Tohti wurde am 15. Januar 2014 verhaftet. Nach einem Gerichtsverfahren, das lediglich zwei Tage dauerte, wurde er wegen «Separatismus» zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Vorsitzende der Martin-Ennals-Stiftung, Dick Oosting, sagt zum diesjährigen Preisträger: «Indem die chinesische Regierung die moderate Stimme von Ilham Tohti ausschaltet, legt sie das Fundament für jenen Extremismus, den sie angeblich verhindern will.»
Der bekannteste Preis der Menschenrechtsbewegung
Der Martin-Ennals-Preis für MenschenrechtsverteidigerInnen wird von zehn führenden Menschenrechtsorganisationen vergeben. Der Preis geht an Menschen, die sich unter grossem persönlichem Risiko für die Menschenrechte engagieren.
Die Jury besteht aus den folgenden Organisationen: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, International Federation for Human Rights, World Organisation Against Torture, Front Line Defenders, International Commission of Jurists, German Diakonie, International Service for Human Rights und HURIDOCS.
FinalistInnen für den diesjährigen Preis waren auch die Zone 9 Bloggers aus Äthiopien und