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Neuer oraler Gerinnungshemmer ist den Vitamin-K-Antagonisten zur Schlaganfallprophylaxe ebenbürtig
Patienten mit Vorhofflimmern, die sich einer Kardioversion unterziehen müssen, um ihre Herzrhythmusstörung wieder in einen regelmässigen Sinusrhythmus zu überführen, haben mit den neuen oralen Gerinnungshemmern eine Alternative zu den bisher verwendeten Vitamin-K-Antagonisten, um das während der Kardioversion erhöhte Schlaganfallrisiko zu vermindern, wie eine neue Studie zeigt.

Beim Vorhofflimmern
kommt der Herzschlag
aus dem Takt

Der Herzschlag wird üblicherweise über den Sinusknoten gesteuert, von dort breitet sich die elektrische Erregung über das Herz aus und das Herz befindet sich normalerweise im Sinusrhythmus.
Beim Vorhofflimmern geht die elektrische Erregung auch von anderen Bereichen im Herzvorhof aus, der Sinusrhythmus wird gestört und das Herz gerät aus dem Takt.
Die Kardioversion ist ein Verfahren bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei dem der aus dem Takt geratene Herzrhythmus wieder in einen Sinusrhythmus überführt wird. Das Verfahren erhöht aber das bei Vorhofflimmern ohnehin vorhandene Risiko für Schlaganfälle um 5-7%, weshalb die Kardioversion nicht ohne angemessene Gerinnungshemmung (Blutverdünnung) durchgeführt werden darf.
In der am Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona kürzlich vorgestellten X-VeRT Studie, wurde erstmals ein neuer oraler Gerinnungshemmer (Faktor-Xa-Hemmer) mit den üblicherweise bei der Kardioversion eingesetzten Vitamin-K-Antagonisten verglichen.
Im Vergleich zu dem Vitamin-K-Antagonisten (VKA) zeigte der Faxtor-Xa-Hemmer ein vermindertes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse: 0.51% unter Faktor-Xa-Hemmer gegenüber 1.02% unter VKA. Gleichzeitig sank auch das Blutungsrisiko: 0.61% mit dem Faktor-Xa-Hemmer versus 0.8 % mit dem VKA.
„Die Ergebnisse zeigen, dass der einfach zu handhabende Faktor-Xa-Hemmer (nur 1 Tablette pro Tag) Patienten mit Vorhofflimmern während, vor und nach der Kardioversion vor Blutgerinnseln schützen kann“, so Dr. Riccardo Cappato, einer der Studienleiter von der Universität Mailand.
springermedizin.de - Dr. med Fritz Grossenbacher
04.09.2014 - dzu