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Seit 20 Millionen Jahren gibt es nachweislich Rosen auf der Erde. Wir wissen heute, dass die Rose bereits in der Antike als heilige Blume in verschiedenen Kulturen verehrt wurde. Als Schutzbeigabe für den Übergang in eine andere Welt fand man sie zu Sträussen oder Kränzen gebunden in Gräbern des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts. Seitdem verbreitete sich die edle Blume in unzähligen Variationen und Neuzüchtungen in fast allen gemässigten Klimazonen und zählt inzwischen zur meistverkauften Schnittblume der Welt. Begehrt sind die Blüten außerdem als Lieferanten eines der teuersten Düfte.
Die Rose war zu allen Zeiten aus dem kulturellen Leben verschiedenster Zivilisationen nicht weg zu denken. Die Ägypter weihten sie bereits vor rund 5000 Jahren der Göttin Isis und um 2500 v. u. Z. brachte König Sargon das Gewächs nach Mesopotamien. Einen schwunghaften Handel mit Rosenwasser betrieben bereits die Phönizier, aber auch die Griechen stellten die wertvollen Öle her und waren Meister in der Vermehrung der Pflanzen. Symbol der Minoer auf Kreta war eine sechsblättrige Rose. Cleopatra soll ihre Liebhaber auf einem Bett aus frischen Rosenblütenblättern verführt haben und schließlich galt die Blume als der Aphrodite und Venus heilig. Von den Germanen wird berichtet, sie hätten in "Rosengärten" rituelle Feste und Kampfspiele abgehalten, wahrscheinlich handelte es sich um durch Wildrosenhecken geschützte Bereiche.
Zeugnisse von Rosen findet man in Versteinerungen z. B. in der Grube Messel bei Darmstadt (ca. 49 Mio. Jahre alt) und in Oregon/USA
(ca. 35
Mio. Jahre).
Älteste
schriftliche Zeugnisse stammen aus den Königsgräbern des Sumererkönigs Sargon in Ur/Mesopotamien um 2600 v. Chr. Aus der Zeit um 1500 v. Chr. hat man im Niltal in Pharaonengräbern Spuren von Garten-Rosen gefunden. Die im Knossospalast auf Kreta dargestellte Rose wird auf 1600 v. Chr. datiert. Bei den alten Griechen ist die Rose der Göttin Aphrodite, bei den Römern der Göttin Venus geweiht. Homer berichtet (ca. 750-650 v. Chr.),
Achill habe seinen
Schild mit Rosen geschmückt. Die Göttin Aphrodite soll den toten Rektor mit duftendem Rosenöl gesalbt haben. Eine Münze auf Rhodos aus dem 5. Jh. v. Chr. zeigt eine Rose. Herodot beschreibt um 450 v. Chr. eine Rose mit 6 Blütenblättern. Um 600 v. Chr. hat die griechische Dichterin Sappho die Rose als „Königin der Blumen" besungen.
Erste Hinweise auf Rosen finden wir auf einer Tontafel in sumerischer Keilschrift geschrieben. Offenbar ein Rezept für Rosenwasser. 2350 v. Chr. berichtet eine Aufzeichnung, daß der Sumererkönig Sargon fremdartige Gewächse in sein Land brachte - Weinreben, Feigenbäume und auch Rosen. Warum Rosen unter all den Nutzpflanzen auftauchen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ungefähr 1000 Jahre später führte der Assyrerkönig Tiglat-Pileser Rosen erstmalig in seinem Land ein - nur für die Reichen, was sollten arme Menschen mit dieser Pflanze anfangen. Die Pflanze war bereits im bronzezeitlichen Griechenland bekannt, da sie in Homers Odyssee erwähnt wird. Die älteste bekannte Abbildung einer Rose findet sich auf Kreta, im Palast von Knossos. Im antiken Griechenland wurden Rosen dann Mode. König Midas (der mit dem Goldschatz) zog sie im Freiland in seinem Exil und beeindruckte den Geschichtsschreiber Herodot mit seinem Rosengarten. Ein erstes Handbuch zum Thema Rosen wurde um 300 v. Chr. von Theophrast - einem Schüler Plato´s und Aristoteles´ verfasst.
Wollte Jupiter eine herrschende Blume erwählen in erhabener Schönheit auf Feldern und Auen, so gäbe die Menschheit der Rose den Preis: sie würde die Rose Königin sein.
Sie ist der Stolz der Pflanzen, die Anmut der Lauben, die leuchtende Farbe der Wiesen, das Auge der Blumen.