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Die Pokémon Company nimmt einen neuen Anlauf, um das anhaltende Problem des Scalpings – das gezielte Aufkaufen und Weiterverkaufen von begehrten Sammlerstücken zu überhöhten Preisen – zu bekämpfen. Diesmal mit einem besonderen Fokus auf die berüchtigte Van Gogh Pikachu-Karte. Die Karte entstand ursprünglich, aus einer Zusammenarbeit zwischen der Pokémon Company und dem Van Gogh Museum in Amsterdam. Aufgrund ihres einzigartigen Designs und ihrer begrenzten Verfügbarkeit zog sie schnell die Aufmerksamkeit von Sammlern und Scalpern gleichermassen auf sich.
Neue Strategie zur Eindämmung von Scalping
Die erste Verteilung der Karte im Van Gogh Museum endete in einem Chaos. Scalper stürmten den Museumsladen, um eine hohe Anzahl, der Karten zu erhalten. Dies, um die Karten danach online zu exorbitanten Preisen weiterverkauften. Dieser Vorfall hat nicht nur die Problematik des Scalpings in den Vordergrund gerückt, sondern auch zu einem Umdenken bei der Pokémon Company geführt. In einem Versuch, den Scalpern das Handwerk zu legen, hat die Pokémon Company ihre Strategie zur Wiedereinführung der Karte geändert. Ursprüngliche Pläne, die Karte an lokale Hobbyläden zu verteilen, wurden aufgegeben, nachdem im Internet zahlreiche Fälle von “Pre-Scalping” aufgetaucht waren.
Stattdessen wird die Pokémon Company nun die meisten Karten an grössere Ladenketten in Amsterdam abgeben. Dort herschen strengere Auflagen gelten und die Besitzer möglicherweise weniger über den Wert der Karten wissen als in Fachgeschäften. Diese Massnahme zielt darauf ab, den Zugang zu den Karten zu kontrollieren. Ausserdem soll sichergestellt werden, dass sie wie vorgesehen verschenkt werden, anstatt zu überhöhten Preisen weiterverkauft zu werden.
Drastische Reduzierung der Kartenverteilung
Um den Scalping-Effekt weiter zu minimieren, hat die Pokémon Company die Anzahl der Karten, die an lokale Geschäfte ausgegeben werden, drastisch um 90 % reduziert. Diese Entscheidung folgt auf Berichte über Scalper, die behaupteten, Deals organisiert zu haben, um bis zu 100 der Karten von lokalen Geschäften zu erhalten. Einige Ladenbesitzer gaben sogar an, die Karten an Einheimische verschenkt oder direkt getauscht zu haben. Dies verschärfte die Situation weiter.
Die Beliebtheit von Pokémon-Karten und das damit verbundene Scalping-Problem sind nicht neu. Die Polizei in Tokio meldete eine noch nie dagewesene Zahl von Sammelkarten-Diebstählen und in den USA wurden Pokémon-Waren im Wert von rund 250.000 Dollar gestohlen. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, Massnahmen gegen Scalping und Diebstahl zu ergreifen.
Die Zukunft der Van Gogh Pikachu-Karte
Trotz der Herausforderungen gibt es noch Hoffnung für Fans, die die Van Gogh Pikachu-Karte erwerben möchten. Die Karte wird nur für diejenigen erhältlich sein, die 29,99 € ausgeben und es bleibt abzuwarten, ob diese Massnahme den Verkauf ganz unterbinden wird.
Die Van Gogh Pikachu-Karte hat bereits einen festen Platz in der Geschichte der Pokémon-Sammlerstücke eingenommen. Die Bemühungen der Pokémon Company, das Scalping-Problem anzugehen, ist ein wichtiger Schritt für den Aspekt des Sammelns und den Respekt vor der Kunst und der Community. Was Vincent van Gogh wohl zu einem Pikachu mit Filzhut gesagt hätte, bleibt ein Rätsel. Die Geschichte der Karte bleibt aber ein faszinierendes Kapitel in der Welt der Pokémon-Sammler.