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Vom realen Risiko, sich im Verkehr zu Tode zu atmen
In der Schweizer Luft hängt viel zuviel Feinstaub. Er wird eingeatmet, er macht krank, er tötet. Was wissenschaftlich nachgewiesen ist, werde von Politikern und Behörden verdrängt: Einmal mehr fordern die Ärzte für Umweltschutz in einem Katalog die kompromisslose Ausmerzung der extremen Feinstaubbelastung. Zum Beispiel beim Verkehr.Basel, 1. Februar 2011
Die saubere Schweiz hat eine dreckige Luft. Dies macht die neue Feinstaub-Dokumentation 2011 deutlich, in der die helvetische Luft-Situation und ihre gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen belegt sind.
Weiterführende Links:
Was ist Feinstaub?
Feinstaub (auch Feinpartikel oder Schwebestaub genannt) ist ein komplexes Gemisch aus winzigen Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer. Das Gemisch besteht aus Teilchen, welche direkt durch Verbrennungsprozesse ausgestossen werden. Oder die durch den mechanischen Abrieb von Reifen und Strassenbelag und dem Aufwirbeln aus natürlichen Quellen entstehen (primäre Partikel) und aus Teilchen, die sich erst in der Luft aus gasförmigen Vorläuferschadstoffen gebildet haben (sekundäre Partikel). Die Zusammensetzung der Partikel ist sehr variabel, sie können zahlreiche anorganische (z.B. Sulfat, Schwermetalle) und organische Verbindungen (z.B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) enthalten.
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"Verteufelte Raucher"
Es ist eben viel einfacher, das Rauchen und die Raucher zu verteufeln.
Gaby Burgermeister, Basel
"Gesundheitsschutz wird nicht Ernst genommen"
Im Bericht "Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz" schreibt der Bundesrat: "Der Strassenverkehr verursacht heute rund 50 Prozent der Stickoxide, 30 Prozent des Feinstaubs, 50 Prozent des krebserregenden Dieselrusses und 36 Prozent des Treibhausgases CO2 in der Schweiz." Auch auf den schädlichen Strassenverkehrslärm und die erhebliche Bodenversiegelung macht er aufmerksam.
Er ist sich also der Problematik bewusst. Trotzdem sieht er in den nächsten 20 Jahren alleine bei den Nationalstrassen Ausbauten von 43 – 47 Milliarden Franken vor. Gesundheits- und Klimaschutz nehmen weder der Bundesrat noch das bürgerlich dominierte Parlament Ernst. Mein Vorschlag, mit Temporeduktionen den Verkehr zu verflüssigen, Staus ohne Strassenausbauten zu verhindern und gleichzeitig die Luftschadstoffe zu reduzieren, fand keine Zustimmung.
Anita Lachenmeier, Nationalrätin, Basel
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