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Fr. 24.00, Euro: 18.20
ISBN: 978-3-85990-222-0
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Im Frühjahr 2012 fusionierten die zwei Rohstoff-Unternehmen Glencore und Xstrata zu einem der mächtigsten Rohstoffkonzerne weltweit. Der neue Multi nimmt in der gesamten Wertschöpfungskette eine dominierende Stellung ein – vom Abbau über die Verarbeitung und Lagerung bis zum Handel mit Rohstoffen. Zum Zeitpunkt der Fusion war der Megakonzern der drittgrösste Kupferproduzent, der grösste Exporteur von Kraftwerkskohle, und allein seine Öltanker-Flotte umfasste mehr Schiffe als die British Navy.
Während Glencore Xstrata hohe Gewinne schreibt und sich als nachhaltiges Unternehmen präsentiert, wird der Konzern in Abbaugebieten mit Ausbeutung, Plünderung und Zerstörung in Verbindung gebracht: Abgetragene Berge, gigantische Löcher und kilometerlange Pipelines prägen die Landschaften, wo Rohstoffe abgebaut werden. Die Menschen leiden unter Explosionen, Staubbelastung, giftigen Rückständen und der Zerstörung ihres Lebensraums. Gemeinschaften werden von ihrem Land vertrieben. Mitspracherechte von AnwohnerInnen werden missachtet, Proteste von ArbeiterInnen und der Bevölkerung kriminalisiert oder gewaltsam niedergeschlagen.
Der Konzern Glencore Xstata gerät aber auch zunehmend in die Kritik, weil er Gemeinschaften durch Begünstigungen spaltet oder staatliche Strukturen vereinnahmt, wenn er – wie etwa in Peru – die Polizei unter Direktvertrag nimmt. Im Handel mit Agrarprodukten wird ihm vorgeworfen, dass er durch Spekulation und Schaffung von Engpässen die Preise in die Höhe treibt und mit Hunger Profite macht. Diverse Klagen wegen Steuerbetrugs sind hängig.
MultiWatch wirft einen Blick auf Glencore Xstrata, zeichnet Konfliktfelder nach und lässt Menschen zu Wort kommen, die von den negativen Auswirkungen betroffen sind, sich aber gegen die Arroganz des Konzerns wehren.
Mit Beiträgen von Marianne Aeberhard, Susanna Anderegg, Golda Fuentes, Anna Haller, Roland Herzog, Daniel Hostettler, Jo Lang, Stephan Rist, Hans Schäppi, Urs Sekinger, Stephan Suhner, Stephan Tschirren, Mónica Vargas, Nina Wieland, Yvonne Zimmermann.