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Die französische Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal gegenüber den letzten drei Monaten um schätzungsweise 6 Prozent. Mit dieser Schätzung kommt die Zentralbank von Frankreich. Es wäre die stärkste wirtschaftliche Kontraktion in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg.
Frankreich hat strenge Regeln eingeführt, um die Ausbreitung des neuen Koronavirus zu verhindern. Geschäfte, die keine Lebensmittel verkaufen, bleiben geschlossen und die Menschen dürfen das Haus nur für das Nötigste verlassen.
Die Banque de France schätzt, dass jede Woche, in der diese Maßnahmen angewendet werden, die Wirtschaftstätigkeit um fast ein Drittel schrumpft. Die Zentralbank kommt zu diesem Schluss auf der Grundlage von Umfragen unter 8.500 Unternehmen, ergänzt durch aktuelle Daten, beispielsweise zu Leistungsanträgen und Kartenzahlungen. Unter anderem stellte sich heraus, dass die französische Industrie nur 56 Prozent ihrer Gesamtkapazität nutzt, ein historisches Tief. Die Autoindustrie befindet sich auf einem noch niedrigeren Niveau.
Die Verpflichtung, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, wurde am 17. März eingeführt und endet offiziell am 15. April. Die französische Regierung warnte davor, dass Maßnahmen gegen Covid-19 möglicherweise länger in Kraft bleiben.