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Zunächst einmal sollten wir uns mit den „Farben“ von Bieren befassen, die eigentlich keine Stilrichtungen sind, sondern eine Verallgemeinerung. In unserem Fall bezieht sich Weissbier auf Biere, die aus Weizenmalz gebraut werden, was ihnen eine meist helle Farbe verleiht. Daher kommt auch der Name. Im Deutschen werden “ weisse “ Biere jedoch als Weizen bezeichnet, was genauer ist. Wir werden hier also über Weizenbiere sprechen, die im Allgemeinen mit süffigen, leicht zu trinkenden, Bieren in Verbindung gebracht werden und besonders im Sommer beliebt sind ;-).
Im Folgenden zeigen wir dir die wichtigsten Weizenbiere mit ihren Ursprüngen und Besonderheiten, und wir werden den Artikel mit einigen Spezialitäten ergänzen. Beginnen wir mit den beiden grössten Stilen, Weizen oder Wit:
Weizenbier
Beginnen wir mit dem klassischen Weizenbier, das auf Deutsch auch als Weizen oder Hefeweizen bekannt ist. Dieses Bier stammt aus Deutschland und wird aus Gersten- und Weizenmalz hergestellt. Es hat einen süssen, fruchtigen Geschmack, der oft von einem Hauch von Banane und Nelke begleitet wird, was auf die bei der Herstellung verwendeten Hefen zurückzuführen ist. Weizenbier wird oft in einem speziellen Stielglas namens Weizenbierglas serviert, das seinen Schaum und seine Farbe besonders gut zur Geltung bringt. Ein Beispiel für ein typisches und international bekanntes Weizenbier ist das Paulaner Hefeweizen. Es gibt auch Varianten oder Unterkategorien, z. B. Dunkelweizen (ein dunkles Weizenbier), Kristallweizen (ein filtriertes Weizenbier) und Weizenbock (ein alkoholreiches Weizenbier).
Witbier
Witbier ist auch unter dem Namen belgisches Weissbier bekannt, der auf seine Herkunft hinweist. Dieses Bier hat eine etwas hellere Farbe als Weizen und wird mit Gewürzen und Zitrusfrüchten aromatisiert. Historisch gesehen enthalten deutsche Biere keine anderen Zutaten als die vier wichtigsten: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. In anderen Ländern gibt es oft Rezepte mit vielfältigeren Zutaten, wie zum Beispiel beim Witbier. Es hat einen etwas säuerlicheren Geschmack und wird oft mit einer Zitronenscheibe serviert. Witbier ist ein erfrischendes Bier und ideal für den Sommer. Ein typisches und weltweit bekanntes Witbier ist das Hoegaarden, obwohl dieses Bier sehr industriell hergestellt wird und die kleineren Hersteller an Bekanntheit gewinnen.
Berliner Weisse
Wenn du schon einmal in Berlin warst, hast du bestimmt schon einmal grün oder rot gefärbte Bierkrüge gesehen und gedacht, dass es sich dabei um ein Monaco handelt. Dem ist nicht so, denn dieser lange Zeit auf der Strecke gebliebene Bierstil kommt wieder ins Rampenlicht, da immer mehr Mikrobrauereien dieses Rezept aufgreifen und weiterentwickeln. Es handelt sich um ein obergäriges Weizenbier, dem in der Regel eine Kultur von Milchsäurebakterien zugesetzt wird. In seinen beliebtesten Formen kann es mit dem Zusatz von Himbeer- oder Waldmeistersirup genossen werden, schmeckt aber auch ohne jeden Zusatz hervorragend ;-).
Gose
Ein einzigartiges Bier, das ebenfalls aus Deutschland stammt: Die Gose ist ein Weizenbier. Es hat die Besonderheit, dass es durch die Zugabe von Salz einen salzigen Geschmack hat. Es hat ein säuerliches Aroma und wird oft mit Gewürzen wie Koriander aromatisiert. Die Gose ist ein sehr erfrischendes Bier und ideal für heisse Sommertage. Dieser Stil wird mit dem Trend zu sauren Bieren, den sogenannten „Sour“-Bieren, immer beliebter. Wir hatten der Gose auch einen ausführlichen Artikel gewidmet.
Zum Schluss
Natürlich gibt es noch viele weitere Bezeichnungen für Weissbiere, oft nach der Fantasie der Brauer mit mehr oder weniger hopfenhaltigen Versionen wie American Wit oder White IPA sowie verschiedenen Hybridisierungen. Die vier oben vorgestellten Stile geben einen Überblick über die wichtigsten Varianten, die man heute bei Schweizer und internationalen Brauern findet.