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Roger Federer und Stan Wawrinka sind stark ins Turnier von Miami gestartet. Beide Schweizer gewinnen ihre Auftaktpartien in zwei Sätzen und stehen in der 3. Runde.
Federer spielte erstmals gegen den amerikanischen Teenager Frances Tiafoe und gewann 7:6 (7:2), 6:3. Der 19-Jährige aus dem Bundesstaat Maryland, der zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere gegen einen Top-Ten-Spieler antrat, zeigte dem Publikum, warum er als grosser Hoffnungsträger im US-Tennis gilt. Tiafoe verfügt über eine kraftvolle Vorhand und schlug gegen den Schweizer insgesamt 6 Asse.
Der als Nummer 4 gesetzte Federer liess sich aber vom jugendlichen Ungestüm seines Gegenübers nicht aus der Ruhe bringen. Im ersten Satz gab der Baselbieter bei eigenem Aufschlag - inklusive Tiebreak - nur drei Punkte ab. Der Schweizer, der in Key Biscayne 2005 und 2006 triumphierte, kassierte zum Auftakt des zweiten Satzes zwar sofort ein Break, holte es sich aber umgehend wieder zurück. Danach ging es ziemlich schnell: Federer gelang das entscheidende Break zum 4:2 und nach 76 Minuten verwandelte er seinen zweiten Matchball mit einem Service-Winner zum Sieg. Für Federer war es der insgesamt 45. Sieg in Miami. "Ich bin froh, dass mein Startspiel vorbei ist und dass ich mich an die Bedingungen gewöhnen konnte", sagte Federer gegenüber dem TV-Sender "Sky".
Der 18-fache Grand-Slam-Sieger bekommt es in der 3. Runde entweder mit dem Niederländer Robin Haase (ATP 48) oder dem Argentinier Juan Martin Del Potro (ATP 34) zu tun. Gegen Del Potro hat Federer eine deutlich positive Bilanz (15:5). Die letzte Niederlage gegen den US-Open-Sieger 2009 erlitt der Schweizer 2012 im Final in Basel. Gegen Haase bestritt Federer bisher eine einzige Partie im Rahmen der Auf-/Abstiegsplayoffs 2012 im Davis Cup.
Wawrinka erfüllt Pflicht souverän
Mit einem problemlosen 6:3, 6:4 gegen den Argentinier Horacio Zeballos knüpfte Wawrinka an die letzten Leistungen in Indian Wells an. Eine knappe Woche nach dem verlorenen Final gegen Roger Federer dominierte der Waadtländer seine Auftaktpartie in Miami ohne Probleme und wurde seinem Status als Topgesetzter zumindest vorerst gerecht. Die Partie gegen den Weltranglisten-75. aus Buenos Aires dauerte lediglich 65 Minuten. "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe mich gut bewegt, gut gespielt, und meine ganze Einstellung war positiv. Es war ein sehr guter Match", freute sich Wawrinka.
Im ersten Game stand Wawrinka zwei Breakbällen gegenüber. Danach drehte der Weltranglisten-Dritte auf und liess Zeballos keine Chance mehr. Bei eigenem Service gab der am Dienstag 32 Jahre alt werdende Romand trotz des kleinen Fehlstarts nur 13 von 54 ausgespielten Punkten ab. Wawrinka trat bestechend sicher auf und brillierte mit einigen sehenswerten Schlägen, etwa mit einem perfekten Stoppball zu Beginn des zweiten Satzes.
In der 3. Runde trifft Wawrinka auf den Tunesier Malek Jaziri (ATP 53), gegen den er noch nie gespielt hat. Mit einem Sieg gegen Jaziri am Montag könnte Wawrinka schon sein Bestergebnis in Miami egalisieren. 2009 und 2014 erreichte er in Florida die Achtelfinals.
SDA-ATS