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Brač ist die drittgrösste Insel in der Adria und seit der Altsteinzeit besiedelt. Für die Griechen scheint die Insel nicht interessant gewesen zu sein – jedenfalls gibt es keinerlei griechische Siedlungsspuren. Im Zuge der römischen Eroberungen und der Gründung der Provinz Dalmatien geriet auch Brač unter römische Herrschaft. Als während der Völkerwanderung Salona von den Awaren und Slawen zerstört wurde, flohen viele Bewohner vom Festland auf die Insel und gründeten hier neue Siedlungen. Aus frühchristlicher Zeit sind zahlreiche Kirchen erhalten, die über die ganze Insel verstreut liegen und sich zum Teil an abgelegenen Orten befinden. Berühmt sind die Steinbrüche von Brač, wo seit der Antike Kalkstein abgebaut wurde. Aus dem Gestein wurden weltweit berühmte Bauten errichtete: der Palast des Diokletian in Split, das Weisse Haus in Washington und der Berliner Reichstag. In der Antike wurde der Kalkstein auch für Sarkophage verwendet, allerdings eignete sich das Gestein nicht für die Darstellung figürlicher Dekorationen. Sarkophage aus diesem Material sind einfach und schmucklos.
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Postira ist ein schmuckes Dörfchen. Im Zentrum steht die Kirche Sankt Johannes der Täufer aus dem 16. Jahrhundert, die an einen mittelalterlichen Befestigungsturm angebaut ist. Ursprünglich befand sich hier eine Johannes dem Täufer geweihte, dreischiffige Basilika aus dem 6. Jahrhundert, deren Fundamente teilweise freigelegt wurden.
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Die älteste Siedlung auf Brač ist Škrip. Dort befindet sich die Festung Radojkovič, in deren Wehrturm das Museum der Insel untergebracht ist. Die Grundmauern der Festung stammen aus illyrischer und römischer Zeit, im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Burg während der Auseinandersetzungen mit den Osmanen zu einer Verteidigungsanlage ausgebaut. Der Komplex besteht aus zwei einstöckigen Gebäuden und einem dreistöckigen Turm sowie einem eingezäunten Hof. Das Gewölbe im Erdgeschoss des Turms gehörte möglicherweise zu einem Mausoleum aus römischer Zeit. Aus illyrischer Zeit ist eine Mauer aus Bruchsteinen erhalten, eine sogenannte Zyklopenmauer.
Im nahe gelegenen Friedhof steht die kleine Kirche Sveti Duk (Heiliggeistkirche), die ursprünglich von Flüchtlingen aus Salona errichtet worden war, im 11. Jahrhundert jedoch ihre heutige Form erhielt.
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Auch in dem Küstenort Povlja stehen die Überreste einer frühchristlichen, dreischiffigen Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Die Basilika bestand aus drei Längsschiffen, einer Apsis, einem Querschiff sowie einem Baptisterium, das heute Teil der Pfarrkirche St. Jahannes ist. Im 11. Jahrhundert gründeten die Benediktiner auf den Mauerresten der Basilika ein Kloster, das erst aufgegeben wurde, als im 16. Jahrhundert die Osmanen Dalmatien angriffen. Die Pfarrkirche unmittelbar neben den Überresten der Basilika wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Von der Basilika blieben Teile des Mauerwerks, Fragmente von Fresken (in der Pfarrkirche) sowie die Apsis mit einem Triforium erhalten.