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Inhalt
Geschichte Egolzwil
Die Gemeinde ist Namensgeberin der sogenannten Egolzwiler Kultur. In den vergangenen 100 Jahren kamen bei Grabungen am ehemaligen Rand des 1859 trockengelegten Wauwilersees Siedlungsreste Werkzeug und Keramik aus der Zeit 4'500-4'300 v.Ch. zum Vorschein. Somit ist Egolzwil die älteste Siedlung im Kanton Luzern.
In historischer Zeit wird Egolzwil erstmals im Jahre 1081 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1150 erscheint in der Acta Murensia der Name Eigoltiswile. Neben dem Kloster Muri besassen auch die Klöster Engelberg damals Grund und Boden in Egolzwil. Davon zeugt heute noch der Weilername Engelberg. Um 1300 geriet Egolzwil in den Besitz der Habsburgen und fiel 1450 an Luzern. Schon in dieser Zeit wird von einem distructus Willisowe gesprochen und die Richtstätte des Landgerichtes zu Egolzwil, das sogenannte Galgenhölzli, erwähnt. Der Galgen ist längst verschwunden, die Flurnamen Galgenhölzli und Galgenchäppeli sind jedoch geblieben.
Seit 1770 sind in Egolzwil Schullehrer erwähnt. 1811 bis 1838 wurde zusammen mit Wauwil eine Grundschule geführt und mit dem Bau von gemeindeeigenen Schulhäusern wieder getrennt.
Kirchlich unterstand Egolzwil der Pfarrei Altishofen, bis sie sich zusammen mit Wauwil im Jahre 1882 von Altishofen trennte und 1895/96 auf Egolzwiler Boden eine eigene Pfarrkirche baute. Die von August Hardegger im neugotischen Stil erstellte Kirche „Herz Jesu“ steht unter Denkmalschutz.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde viel Torf – vorwiegend zu Heizzwecken – abgebaut und mit Bahn ab Station Wauwil verfrachtet. Durch intensives Drainieren von 1940 bis 1970 wurde aus dem sumpfigen «Moorland» das heute fruchtbare Landwirtschaftsland gewonnen.
Während des Zweiten Weltkrieges 1939 bis 1945 wurden internierte Wehrmänner aus verschieden Ländern im Wauwilermoos in Baracken untergebracht. Nach dem Krieg übernahm der Kanton Luzern die Baracken und richtete eine Anstalt für den offenen Strafvollzug ein.
Hier finden Sie die Egolzwiler Geschichte in Zahlen.
Wappen
In Blau ein schräglinksgestellter weisser Fisch, begleitet von zwei fünfstrahligen gelben Sternen.
Das Gerichtssiegel von 1730 zeigt ein Egli, begleitet im Schildhaupt von einem Stern und im Schildfuss vom Buchstaben E. 1798 enthält das Gerichtssiegel einen fliegenden Fisch im roten Feld. Beide Siegel dürften auf den weissen Fisch in Blau auf der Luzernerkarte um 1600 zurückgehen, der aber die übliche Schrägrechtsstellung aufweist.