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Viele Idee ergeben sich einfach so. Das war auch hier der Fall.
Die Promotion 10a baut im Sommer 2007 in der lauschigen Zeltarena neben dem Schulhaus eine Bühne mit drei Spielflächen und beleuchteter Hintergrundwand. Das ist ihr Gestaltaltungsprojekt in der achten Klasse, denn jede Fraubrunner Oberstufenklasse verwirklicht in der achten Klasse ein Projekt, mit welchem sie im Schulareal (positive) Spuren hinterlässt.
Es ist klar, dass auf dieser Bühne auch Aufführungen stattfinden sollten. Die Promotion 10a ist mit ihrem Gestaltungsprojekt "Bühne" aber zufrieden, lässt ihre A-Capella-Gruppe kurz darauf auftreten und verzichtet auf ein weiteres Bühnenprojekt zugunsten anderer Vorhaben.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Fraubrunner Klasse diese geniale Bühne für eine Theaterproduktion nutzt. Seit 1999 ist diese Bühne gedeckt und bietet eine Ambiance zwischen Theater und Zirkus.
Ziele:
Im Januar 2009 ist eines klar: "Nur Bahnhof" wird ins Leben gerufen und - wenn die Schüler/innen einsteigen - im Sommer 2009 aufgeführt. Zwei siebte Klassen (7a und 7c) und die Kleinklasse haben sich zusammengefunden, die vier Klassenlehrpersonen B. Brantschen, F. Frey, P. Sollberger und M. Bischof bilden den harten Kern und treffen sich zu konkreten Planungssitzungen, um das Grobkonzept des Stückes zu entwerfen.
Die Präsentation vor dem Plenum der drei Klassen verläuft wie das Entfachen eines Feuers, der Funken ist gesprungen. Eine Woche später können sich die Schüler/innen eine oder mehrere Listen der Aufgaben eintragen und so einen Platz nach ihren Neigungen und Vorlieben finden. Gleichzeitig wird so der Aufwand für jeden Einzelnen gesteuert.
Alle tragen sich irgendwo ein. Es kann losgehen.
Im März treffen sich jene Knalltüten, die gerne aus dem Stückkonzept konkrete Szenen entwickeln und Figuren entwerfen. Es wird viel gelacht und geblödelt. Damit ist klar, dass auch die Zuschauer zum Lachen gebracht werden sollen.
In den Frühlingsferien wird der Handlungsfaden konkret niedergeschrieben und es entstehen die ersten Szenen. An nächsten Plenumsanlass ist es zuerst ganz ruhig, denn alle Schüler/innen lesen ein erstes Mal die Kurzfassung des Textbuches.
Nun geht alles Schlag auf Schlag.
Wer auf der Bühne steht (Schauspieler oder/und Solist), erhält den Probeplan und unterzeichnet einen Stückvertrag. Wir müssen uns aufeinander verlassen können.
Dienstagmittag, Donnerstagabend und Samstagmorgen wird ab Frühling geprobt, immer neue Szenen und Songs kommen dazu, bis in der Projektwoche vor Auffahrt das ganze Werk fertig vorliegt.
Die Rollen passen zu den Spielenden, jeder findet sich so recht leicht in seine Figur hinein.
Inzwischen haben auch die Bühnenbauer ihre Arbeit aufgenommen, das Bistro-Team hat erste Produkte entworfen, die Büroleute entwerfen Sitzkissen, Tickets und Vorverkaufspläne.
Alle sind irgendwo dabei. Nicht alle gleich intensiv, aber das war von Anfang an so vereinbart und erweist sich als wichtige Entscheidung.
Musikstunden sind Chorproben, da machen auch jene mit, welche dann lieber nicht auf der Bühne stehen wollen und die Solistinnen können sich von warmen Backgroundgesängen tragen lassen. Zeichnungsstunden sind Bühnenbauzeiten, statt zeichnen ist streichen angesagt.
Eine öffentliche Homepage entsteht, derweil eine interne bereits seit Wochen für den Download von Probeplänen, Texten, Materialen und Song-Playbacks dient.
Im Hintergrund proben routinierte Musiker/innen die Parts der Band ein. Erst am Donnerstag, 8. Juni 2009 werden alle Musiker anlässlich der Generalprobe ein erstes Mal anwesend sein.
Und am Freitag, 19. Juni 2009 ist Première.Wenn alles so weiterläuft, könnte sie ausverkauft sein...