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Osnabrück würdigt Erich Maria Remarque mit Sonderausstellung
Mit einer Sonderausstellung würdigt das Osnabrücker Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum den vor 50 Jahren gestorbenen deutschen Schriftsteller.
"In der Ausstellung beschäftigen wir uns mit der weltweiten Rezeptionsgeschichte der vergangenen 20 Jahre", sagte der Leiter des Zentrums, Thomas Schneider.
Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück geboren, sein Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues", verfilmt 1930, erlangte Weltruhm. Remarque starb am 25. September 1970 in Locarno.
Nach wie vor sei der Schriftsteller auf der ganzen Welt sehr präsent, nicht nur in seinen Büchern, sagte Schneider. So hätten die Ausstellungsmacher mehr als 120 Theateraufführungen gezählt, von Theater- über Opern- bis zu Musicalinszenierungen. Dabei habe Remarque selber nur ein einziges Theaterstück geschrieben. Es seien also auch viele Bühnenadaptionen von Romanen dabei.
Unübersehbar gross sei auch die Zahl von Videos, die das Werk Remarques aufgriffen. Die Produktionen reichten von professionellen Filmen bis zu Schülervideos. Die Ausstellung könne davon nur einen Ausschnitt präsentieren. "Wir mussten auswählen", sagte Schneider.
Insgesamt seien 500 Exponate aus mehr als 60 Ländern zu sehen, die belegen, wie aktuell das Werks Remarques auch aus heutiger Sicht noch sei. Remarque habe Individuen beschrieben, die unter Krieg, Flucht, Migration und anderen existenziellen Situationen zu leben hätten, sagte Schneider. Zu erleben sind unter anderem Theaterplakate, Filme, Videos, Graphic Novels oder Musik bis hin zu Verweisen auf Remarque in politischen Zusammenhängen und sozialen Medien.