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Atarax Sirup 2mg/ml 200ml
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Was ist Atarax und wann wird es angewendet?
Der Wirkstoff von Atarax Filmtabletten und Sirup ist Hydroxyzin-dihydrochlorid. Atarax wird gegen Juckreiz bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt. Zudem kann es bei Erwachsenen zur Behandlung von Angststörungen geeignet sein. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen sollte nur in Kombination mit anderen therapeutischen Massnahmen erfolgen.
Atarax darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Wenn Sie Diabetiker oder Diabetikerin sind, müssen Sie den Zuckergehalt im Sirup berücksichtigen. Atarax Sirup enthält 7,5 g Saccharose pro 10 ml Sirup (dies entspricht ca. 0,6 Broteinheiten). Saccharose kann den Zähnen schaden.
Wann darf Atarax nicht eingenommen/angewendet werden?
Wenn Sie überempfindlich auf den Wirkstoff, die Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung oder andere Arzneistoffe aus derselben Wirkstoffgruppe (z.B. Cetirizin), Aminophyllin oder Ethylendiamin reagieren, dürfen Sie Atarax nicht einnehmen.
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, dürfen Sie Atarax nicht anwenden:
- Grüner Star (Engwinkelglaukom);
- Prostataleiden mit Restharnbildung;
- Porphyrie (einer schweren Störung der Blutbildung).
Wenn Sie an schweren Leberkrankheiten oder schweren Nierenfunktionsstörungen leiden, sollten Sie Atarax ebenfalls nicht einnehmen.
Wenn Sie an Depressionen leiden und mit sogenannten MAO-Hemmern behandelt werden, dürfen Sie Atarax nicht verwenden. Bei der gleichzeitigen Einnahme von MAO-Hemmern mit Atarax kann es zu einer lebensbedrohlichen Darmlähmung, Harnverhalten, zum Abfall des Blutdrucks, einer verstärkten Funktionseinschränkung des zentralen Nervensystems und der Atmung oder einer akuten Erhöhung des Augeninnendrucks kommen. Aus diesem Grund dürfen beide Substanzen nicht gleichzeitig zur Therapie eingesetzt werden.
Atarax darf nicht an Kinder unter 1 Jahr verabreicht werden. Schwangere und Stillende dürfen Atarax nicht anwenden.
Wenn Sie von einer der folgenden Aussagen betroffen sind, dürfen Sie Atarax nicht anwenden:
- Wenn Ihr Elektrokardiogramm (EKG) Herzrhythmusstörungen ausweist, die als «Verlängerung der QT-Zeit» bezeichnet werden,
- wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden oder litten oder wenn Ihre Herzfrequenz sehr niedrig ist,
- wenn Sie wegen Herzrhythmusstörungen entsprechende Medikamente einnehmen, die die Herzfrequenz beeinflussen können,
- wenn ein Familienmitglied einen plötzlichen Herztod erlitten hat.
Atarax darf nicht angewendet werden, wenn der Salzgehalt in Ihrem Körper zu tief ist (z.B. niedrige Kalium- oder Magnesiumwerte).
Wann ist bei der Einnahme von Atarax Vorsicht geboten?
Bei Kleinkindern muss die Dosierung genau eingehalten werden.
Wenn Sie an Atembeschwerden (z.B. Asthma), an Überfunktion der Schilddrüsen, tiefem Blutdruck, Darmträgheit, an der Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis, einem Phäochromozytom (adrenalinproduzierender Tumor der Nebenniere), an Krankheiten der Leber oder Nieren, an Glaukom oder an Demenz leiden oder Beschwerden beim Wasserlassen haben, teilen Sie es Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit.
Falls Sie an Fruktoseintoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Mangel (seltene Stoffwechselerkrankungen) leiden, sollten Sie Atarax Sirup nicht einnehmen.
Falls Sie an Galaktose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden, sollten Sie Atarax Filmtabletten nicht einnehmen.
Atarax Sirup enthält kleine Mengen Alkohol. Dies muss bei Personen, die an Alkoholkrankheit leiden, bei Kindern sowie bei Risikogruppen wie Patienten und Patientinnen mit Lebererkrankungen oder Epilepsie beachtet werden.
Atarax kann mit einem erhöhten Risiko von Herzrhythmusstörungen einhergehen, die lebensbedrohend sein können. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Herzprobleme haben, eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen haben, einschliesslich gestörtem Elektrolytgleichgewicht (Kalium-, Magnesiummangel im Blut), wenn Sie an einer vorbestehender Herzerkrankung leiden, oder mit einem Arzneimittel behandelt werden, das Herzrhythmusstörungen auslösen kann oder wenn Sie bereits einmal unter Krampfanfällen (Epilepsie) gelitten haben.
Falls während der Einnahme von Atarax Atem- oder Herzprobleme wie Herzrasen auftreten oder Sie ohnmächtig werden, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bzw. an Ihre Ärztin. Die Behandlung mit Hydroxyzin sollte abgesetzt werden.
Bei der Durchführung eines Allergie-Hauttests oder eines Atemtests sollte Atarax mindestens 5 Tage vorher abgesetzt werden. Dies muss in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erfolgen.
Adrenalin sollte nicht zusammen mit Atarax verabreicht werden, da es zu einem Blutdruckabfall kommen kann.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Atarax und Phenytoin, einem Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, wird die Phenytoin-Wirkung abgeschwächt.
Die gleichzeitige Gabe von Cimetidin (ein Mittel gegen Magen-Darm-Geschwüre) kann möglicherweise die Wirkung von Atarax verstärken.
Während der Behandlung soll auf die Einnahme von alkoholischen Getränken verzichtet werden, da Alkohol die Wirkung von Atarax verstärken kann.
Atarax kann zudem auch die Wirkung von Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmitteln sowie von Mitteln gegen Depression oder Epilepsie verstärken.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol und Arzneimitteln zur Beruhigung.
Wie eine Vielzahl anderer Arzneimittel wird Atarax in der Leber abgebaut. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass entweder Atarax das Verhalten von anderen Arzneimitteln beeinflusst oder umgekehrt, dass andere Arzneimittel die Wirkung von Atarax beeinflussen.
Atarax darf nicht eingenommen werden, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung folgender Erkrankungen einnehmen:
- bakterielle Infektionen (z.B. die Antibiotika Erythromycin, Moxifloxacin, Levofloxacin);
- Pilzinfektionen (z.B. Pentamidin);
- Herzprobleme oder Bluthochdruck (z.B. Amiodaron, Chinidin. Disopyramid, Sotalol);
- Psychosen (z.B. Haloperidol);
- Depression (z.B. Citalopram, Escitalopram);
- Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Prucaloprid);
- Allergien;
- Malaria (z.B. Mefloquin oder Hydroxychloroquin);
- Krebs (z.B. Toremifen, Vandetanib);
- Drogenabhängigkeit oder starke Schmerzen (Methadon).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Atarax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Atarax darf während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Das Stillen sollte sofort unterbrochen werden, wenn eine Behandlung mit Atarax erforderlich sein sollte.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder wenn Sie stillen.
Wie verwenden Sie Atarax?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden und wird vom Arzt oder von der Ärztin bestimmt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird die für Sie passende Dosierung bestimmen.
Atarax sollte in der geringsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Behandlungsdauer eingenommen werden.
Bei Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von mehr als 40 kg beträgt die Tageshöchstdosis 100 mg/Tag.
Bei älteren Patienten beträgt die Tageshöchstdosis 50 mg/Tag.
Bei Kindern (ab 12 Monaten) mit einem Körpergewicht unter 40 kg beträgt die Tageshöchstdosis 2 mg/kg.
Die folgenden Angaben dienen als Richtwerte:
Erwachsene
Zur symptomatischen Behandlung von Angststörungen:
- 50 mg/Tag in 3 Einzeldosen von 12,5 – 12,5 – 25 mg; in schwereren Fällen können Dosen bis 100 mg/Tag gegeben werden.
Zur symptomatischen Behandlung von Pruritus:
- Anfangsdosis von 25 mg vor dem Schlafengehen und, falls erforderlich, dann bis zu 25 mg 3–4× täglich.
Kinder und Jugendliche (Kinder ab 12 Monaten)
Zur symptomatischen Behandlung von Pruritus:
- Ab 12 Monaten: 1 mg/kg/Tag bis 2 mg/kg/Tag in mehreren Einzeldosen.
Nehmen Sie die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit ein. Der Sirup kann mit beiliegendem Messbecher einfach abgemessen werden und unverdünnt oder zusammen mit Fruchtsaft eingenommen werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Sollten Sie eine Einnahme von Atarax vergessen, setzen Sie die Behandlung einfach fort. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme nachzuholen.
Im Falle einer Überdosierung sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenden, insbesondere, wenn ein Kind zu viel Atarax eingenommen hat. Diese werden über allenfalls notwendige Massnahmen entscheiden.
Welche Nebenwirkungen kann Atarax haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Atarax auftreten:
Müdigkeit, Fieber, Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Störung der Bewegungskoordination, unwillkürliche Bewegungen, Erregungszustände (besonders bei Kindern), Verwirrtheit, verschwommenes Sehen, Benommenheit, Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), Orientierungsschwierigkeiten, Halluzinationen, gastrointestinale Beschwerden wie Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Mundtrockenheit, Hautausschläge, blasenbildende Hauterkrankungen (z.B. Stevens Johnson Syndrom/ Toxisch epidermale Nekrolyse), allergische Reaktionen, Schwellungen der Haut und der Schleimhäute, Zittern, erhöhte Schweissbildung, Juckreiz, Störungen beim Wasserlassen und Blutdruckerniedrigung, Störungen in der Erregungsleitung des Herzens einhergehend mit beschleunigtem Herzschlag (QT-Intervall Verlängerung, Torsade de Pointes), Erhöhung des Augeninnendruckes, Schwierigkeiten für die Umstellung von Fern- auf Nahsehen (Akkommodationsstörungen). In seltenen Fällen treten Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht und Leberentzündung auf.
Nehmen Sie das Arzneimittel nicht noch einmal ein und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Herzrhythmusprobleme wie Herzrasen feststellen, wenn Sie schlecht Luft bekommen oder ohnmächtig werden.
Die folgenden unerwünschte Wirkungen wurden mit Cetirizin, dem Hauptmetaboliten von Hydroxyzin-dihydrochlorid beobachtet und könnten eventuell auch bei Hydroxyzin-dihydrochlorid auftreten: Geringe Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie); Aggression; Depression; wiederkehrende, nervöse Muskelzuckungen und Lautäusserungen (Tic); krankhafte, anhaltende, unwillkürliche Muskelanspannungen (Dystonie); Hautkribbeln (Parästhesie); unkontrollierbare kreisende Bewegungen der Augen; Durchfall; Beschwerden beim Wasserlassen (Dysurie); Bettnässen (Enuresis); Schwäche (Asthenie); Schwellung (Ödem); Gewichtszunahme.
Sollte bei Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftreten, nehmen Sie Atarax nicht weiter und informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Was ist ferner zu beachten?
Atarax Filmtabletten und Sirup sollten bei Raumtemperatur (15–25 °C), in der Originalverpackung und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Atarax enthalten?
Atarax Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält als Wirkstoff 25 mg Hydroxyzin-dihydrochlorid. Zudem sind folgende Hilfsstoffe enthalten: Zellulose, Laktose, Siliziumdioxid (Kieselsäure), Magnesiumstearat, Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171) und Macrogol 400.
Atarax Sirup: 12,5 ml Sirup enthalten als Wirkstoff 25 mg Hydroxyzin-dihydrochlorid, resp. 1 ml Sirup enthält 2 mg Hydroxyzin-dihydrochlorid. Zudem sind folgende Hilfsstoffe enthalten: Alkohol, Saccharose (Kristallzucker), das Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211), Aromastoffe (Haselnuss) mit Vanillin und Ethylvanillin, Menthol, Wasser.
Zulassungsnummer
21871, 27096 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Atarax? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Atarax Filmtabletten: Packung zu 25 Filmtabletten.
Atarax Sirup: Flaschen zu 200 ml mit Messbecher.
Zulassungsinhaberin
UCB - Pharma AG, Bulle.
Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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