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Als einer der erfahrensten und erfolgreichsten Hochseesegler der Welt kennt der Wahlschweizer Modemacher Ronald de Waal (68) schwere See. Was der aus Holland stammende Textilunternehmer derzeit wegen der Corona-Pandemie in seinem internationalen Modegeschäft mit mehr als 200 eigenen Filialen unter dem Label WE und im weltweiten Vertrieb der Sportmarke O’Neill erlebt, stuft er als «grösste Herausforderung der Unternehmerkarriere» ein – und die währt bereits über vier Jahrzehnte. Auf der einen Seite verbuchte seine Familienfirma zwar während der behördlich angeordneten Schliessung der Verkaufsgeschäfte «Traumergebnisse im E-Commerce». Das Wachstum im Onlinehandel habe allerdings die Verluste im stationären Handel während des Lockdowns bei Weitem nicht kompensieren können. Die Läden in der Schweiz haben sich dabei noch «recht gut gehalten». Seine vor Jahren getroffene Entscheidung, eigene Geschäftshäuser in Innenstädten zu verkaufen und in andere Liegenschaftssektoren zu diversifizieren, entpuppt sich für den Grossgrundbesitzer geradezu als «geldwert».
Einen Schuss vor den Bug des Skippers de Waal setzt die Pandemie bei der Planung künftiger Segelaktivitäten. Nachdem der Segelenthusiast mit seiner Crew auf dem 39 Meter langen Rennboot «Velsheda» im März noch den Antigua Super Yacht Cup gewonnen hatte, stellte das Gesundheitsamt des Karibikstaates die Mannschaft wenig später unter Quarantäne. Seine geplante Reise durch den Panamakanal Richtung Neuseeland strich de Waal und mottete den Einmastsegler erst mal ein.
(Stand: November 2020)