Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/935

Shinai Typen
Shinai Typen
Grundsätzlich kann man vier verschiedene Grundformen unterscheiden. Heutzutage findet man jedoch neue/andere Kombinationen aus verschiedenen Eigenschaften dieser Grundformen.
„Standard Form“
Dieser Shinaitypus ist meist unter den Bezeichnungen Trainingsshinai, Standardshinai oder Anfängershinai zu finden. Der Do-Teil des Shinais ist etwas dicker als bei einem Kotogata Shinai und der Schwerpunkt des Shinais liegt mittig bis nahe an der Tsuba. Es wird versucht, ein einigermassen ausgewogenes Shinai zu produzieren, ohne – wie bei den anderen Shinaitypen – eine spezielle Eigenschaft stark auszuprägen. Dieser Shinaitypus wird vor allem Anfängern empfohlen.
Kotogata oder Chokuto
Diese Shinaiform bedeutet so viel wie „ursprüngliche/alte Form“ und entspricht den ersten fabrizierten Shinais. Der Do-Teil des Bambusses ist sehr schmal gehalten (der gesamte Bambus wirkt sehr gerade), was den Schwerpunkt eher in die Mitte oder gar in die Spitze setzt.
Generell wird gesagt, dass man mit einem Kotogata mehr Kontrolle über die eigene Spitze hat und sich dieser Typus eher für geradliniges und „Ein-Angriffs-Kendo“ eignet. Wegen diesen Eigenschaften meinen viele, dass dieser Shinaitypus dem Führen eines Katanas am nächsten kommt.
Dobari
Der Name Dobari setzt sich zusammen aus Do (Körper, dicker Teil des Shinais oberhalb der Tsuka) und hari (erweitert, verbreitert). Und genau dies ist ein Dobari Shinai auch. Der Knoten (Do-Teil) oberhalb der Tsuba ist dicker/breiter als bei anderen Shinais. Dies führt zu einer Verlagerung des Schwerpunktes in Richtung Hände/Tsuba. Dadurch wirkt die Spitze, und somit auch das ganze Shinai viel leichter. Der zur Tsuba hin verlagerte Schwerpunkt soll schnelle Bewegungen der Spitze unterstützen.
Jissengata
Das Jissengata ist dem Dobari Shinai sehr ähnlich, besitzt jedoch neben dem dickeren Do-Teil zusätzlich noch eine feinere Spitze. Die noch leichtere Spitze verlagert den Schwerpunkt des
Shinais noch mehr zur Tsuba hin und soll noch schnellere Bewegungen der Spitze unterstützen. Wegen seinem Fokus auf schnelle Bewegungen wird das Jissengata als typisches Wettkampfshinai gesehen. Oft wird gesagt, dass bei einem Jissengata die Kontrolle der eigenen Spitze etwas leidet und zu mehr Gefuchtel und unnötigen Shinaibewegungen führt.