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Sukkha*
Sukkha*
ca. 15 000
Tibetischer Buddhismus/ Bön
60-70% des Neuen Testaments
Die Sukkha leben im Himalaya-Gebirge in einem Gebiet, welches aufgrund seiner Lage im Regenschatten der umgebenden Berge klimatisch trocken ist. Die wegen der hohen Lage rauhen Bedingungen haben eine jahreszeitliche Wanderung der Bevölkerung in tiefer gelegene Regionen zur Folge. Die meisten Sukkha sind Bauern, Hirten oder Händler. Seit den 90er-Jahren kommt auch der Tourismus dazu.
Die kleine Volksgruppe der Sukkha besass einst ihre eigene, unabhängige buddhistische Monarchie. Wichtige gesellschaftliche Werte der Sukkha sind Respekt und Ehre, was auch die Familienstrukturen grundlegend prägt. Gesellschaftlich können die Sukkha in drei Kasten unterteilt werden, wobei eine ausschliesslich für jene königlicher Abstammung ist.
Die Sukkha sind überzeugte Buddhisten und gehören zum Teil noch der ältesten im Tibet praktizierten Religion, dem Bön, an; es gibt in ihrem Gebiet zahlreiche Tempel und Klöster, und das Land besitzt eine sehr alte buddhistische Tradition: die erste Meditationsstelle (Kloster) wurde bereits vor 2000 Jahren gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte haben immer mehr Lamas und Mönche das Gebiet verlassen; heutzutage gibt es jedoch wieder mehr bewohnte Klöster.
*Pseudonym
2010 wurde mit der Übersetzung des Neuen Testamentes begonnen, und zwar mithilfe des Computerprogramms „Adapt-it“. Bis Ende 2010 konnte eine Sammlung von 36 biblischen Geschichten fertiggestellt und aufgezeichnet werden. Das Gestalten der Geschichten fand grossen Anklang bei den Sukkha und das Material wurde mit Begeisterung aufgenommen. Inzwischen sind etwa 60-70 % des Neuen Testaments übersetzt und etwa die Hälfte davon wurde bereits von einem Übersetzungsberater überprüft und gutgeheissen.
Das Sukkha-Alphabetisierungsprojekt startete offiziell 2009 mit ersten schriftlichen Materialien in der Sukkha-Sprache, welche von HIS Nepal (Himalayan Indigenous Society) erarbeitet wurden. 2010 fand eine Schulung für Leselernlehrer statt und danach wurde mit dem Unterrichten von drei Alphabetisierungsklassen begonnen. Viele Sukkha haben nur 1-3 Jahre die Schule besucht, weil ihre Kenntnisse der Landessprache nicht ausreichten um dem Unterricht zu folgen. Das Projekt entwickelt darum einerseits Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene, andererseits möchte man – längerfristig – Lehrpläne und Materialien für den Grundschulunterricht in der Muttersprache erarbeiten und einführen.
Die Sukkha sind auch heute noch eine der isoliertesten Volksgruppen – geografisch und geistlich. Die Abgeschiedenheit macht ihr Gebiet zu einem sagenumwobenen Ort. Heute leben sie als eine Minderheit innerhalb einer anderen Nation. Vom Evangelium sind sie praktisch unerreicht. Die gute Nachricht von Jesus möchte auch sie von ihren irdischen und geistlichen Zwängen befreien.