Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/121007

<h2>SubmittedText<h2><p>Aufgrund der zunehmenden Zahl asylsuchender Personen aus Nordafrika hat die Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartementes angekündigt, 40 neue Arbeitsplätze zu schaffen, um die Asylgesuche schnell bearbeiten zu können. Doch hatte die von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf angeordnete Umstrukturierung des Bundesamtes für Migration zum Ziel, Ressourcen freizusetzen, mit denen den bevorstehenden Herausforderungen in Zusammenhang mit der Migration entgegengetreten werden könnte.</p><p>Ist der Bedarf an 40 neuen Arbeitsplätzen als Misslingen der Umstrukturierung zu deuten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Stellenmehrbedarf des Bundesamtes für Migration (BFM) basiert auf der Entwicklung der eingereichten Asylgesuche. Die mit der Reorganisation angestrebte Produktivitätssteigerung wurde bei der Berechnung des Stellenmehrbedarfs bereits berücksichtigt.</p><p>Heute stehen dem BFM 40 auf Ende 2011 befristete Stellen zur Verfügung, um die seit 2008 unerwartet von 10 000 auf 15 000 gestiegenen Asylgesuche zu bearbeiten. Ab 2012 wird das BFM aufgrund der Produktivitätssteigerung wegen der Reorganisation und des Dublin-Effekts die befristeten Stellen von 40 auf 25,5 reduzieren, um damit jährlich 15 000 Gesuche bewältigen zu können.</p><p>Um sich optimal auf den Gesuchsanstieg aufgrund der Lage in Nordafrika vorzubereiten und die notwendigen Ressourcen zeitgerecht bereitstellen zu können, rechnet das BFM in Übereinstimmung mit den Kantonen für 2012 mit rund 19 000 Gesuchen pro Jahr. Um den Anstieg von 15 000 auf 19 000 Gesuche zu bewältigen, werden zusätzlich 25,5 Stellen benötigt. Da erwartet wird, dass die Krise in Nordafrika vorübergehend ist, sollen diese auf Ende 2012 befristet werden. Sollte sich zudem im Verlauf des Jahres erweisen, dass weniger Gesuche eingehen, als prognostiziert wurden, werden nicht alle Stellen besetzt.</p><p>Der Bundesrat hat am 25. Mai 2011 auf Antrag des EJPD vom Stellenmehrbedarf des BFM von insgesamt 51 Stellen Kenntnis genommen.</p>