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Der Softwareriese legt weiter zu.
Microsoft hat im Ende September abgelaufenen Quartal, dem ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2006, seinen Umsatz verglichen mit dem ersten Quartal 2005 um 6 Prozent auf 9,74 Milliarden Dollar steigern können. Der Reingewinn stieg um 24 Prozent auf 3,14 Milliarden Dollar. Ein grosser Teil davon floss auch dieses Mal wieder in Microsofts Sparstrumpf: Der Softwareriese hat nun flüssige Mittel von knapp über 40 Milliarden Dollar.
Traditionellerweise sind es die beiden Geschäftsbereiche "Clients" (Windows Betriebssysteme für PCs) und "Information Worker" (Office), mit denen Microsoft den Löwenanteil seines Geldes verdient. Der Bereich "Server and Tools" (Serversoftware wie Windows Server, SQL Server, Exchange usw.) entwickelt sich aber immer mehr zu einem kräftigen dritten Hauptstandbein.
Im Bereich Clients stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 3,19 Milliarden Dollar und der operative Gewinn ebenfalls um 7 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar. Der Bereich Information Worker konnte etwas weniger glänzen, mit Wachstumsraten von 4 Prozent auf 2,68 Milliarden Dollar beim Umsatz und 1 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar beim operativen Gewinn. Der Bereich Server und Tool wuchs vergleichsweise wesentlich schneller. Hier stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 2,53 Milliarden Dollar, während der operative Gewinn sogar um 28 prozent auf 896 Millionen Dollar stieg.
Business Solutions verringert Verluste
Der Bereich "Business Solutions" (ERP und CRM-Lösungen) ist vergleichsweise immer noch sehr klein. Immerhin konnte der Umsatz um 16 Prozent auf 181 Millionen Dollar gesteigert und der operative Verlust in diesem Bereich um 61 Prozent auf 12 Millionen Dollar gesenkt werden.
Zahlenmässig am schlechtesten Schnitt der Bereich "Home and Entertainment" (Xbox, Spiele usw.) ab. Im Vorfeld der Lancierung der Xbox 360 sank der Umsatz um 17 Prozent auf 525 Millionen Dollar und der operative Verlust stieg leicht, um 2 Prozent auf 141 Millionen Dollar.
Nicht zufrieden dürfte Microsoft auch mit dem Abschneiden seines Internet-Servicebereichs "MSN" sein, vor allem im Vergleich zu den zuletzt glänzenden Zahlen von Rivalen wie Yahoo
. Der Umsatz von MSN stieg lediglich um 1 Prozent auf 564 Millionen Dollar, und der operative Gewinn um 4 Prozent auf 83 Millionen Dollar.
Das stärkste Wachstum zeigte dafür der kleinste Bereich, "Mobile and Embedded Devices" (Betriebssysteme für PDAs, Handys usw.) Hier stieg der Umsatz um 51 Prozent auf 74 Millionen Dollar und der Bereich arbeitet, mit nur noch zwei Millionen Dollar Verlust, nun schon beinahe profitabel. (Hans Jörg Maron)