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Sehr geehrte Kollegen,
wir hatten in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ das aufkommende Interesse für Edelmetalle und Minenaktien erörtert und damit begonnen, die Kursdeterminanten für diesen Anlagesektor zu erklären. In den letzten 50 Jahren hing der Goldpreis entscheidend davon ab, wie sich der US-$ und die Produktionskosten entwickeln. Wir habenden Dollar-Kurs und die Produktionskosten als die „regulären Kursdeterminanten“ bezeichnet. Über die Jahre haben sich folgende „Faustregeln“ entwickelt: Ein steigender US-$ ist tendenziell negativ und ein fallender US-$ ist tendenziell positiv für den Goldpreis. Dies hängt damit zusammen, dass der Goldpreis in den meisten anderen Währungen steigende oder zumindest stabile Notierungen aufweist. Bei den durchschnittlichen Produktionskosten der 3 größten Goldproduzenten verhält es sich so, dass der Marktpreis in der Regel rd. 15 % höher liegt als die durchschnittlichen Produktionskosten. Neben diesen „regulären“ Kursdeterminanten gibt es noch die weitverbreitete „kollektive Meinung“ zur Entwicklung des Goldpreises, die aber, zumindest in den letzten 50 Jahren, für die Goldpreisentwicklung nicht relevant war.