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Nach Rückschlägen in Kanada und der EU verschiebt das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2012. Es gebe Interessenten für einen Kauf des Unternehmens oder der Lizenz am Wirkstoff Raxone, teilte Santhera mit.
Nun prüfe der Verwaltungsrat alle Optionen. Es gebe aber keine Garantie, dass eine Transaktion zustande komme, hiess es weiter. Die Generalversammlung vom 22. April werde ebenfalls verschoben.
Santhera hatte im Januar von der europäischen Arzneimittelagentur EMA eine negative Zulassungsempfehlung für Raxone zur Behandlung der Leber Hereditären Optikusneuropathie (LHON) kassiert. Und am Mittwochabend gab die Firma bekannt, dass der Verkauf ihres Medikaments Catena in Kanada eingestellt werde.
Denn die Wirksamkeit von Catena zur Behandlung der Nerven-Erkrankung Friedreich-Ataxie konnte in Studien nicht nachgewiesen werden. Das ist ein Rückschlag für das Pharmaunternehmen, das alles auf Catena setzt.
Santhera wies im ersten Halbjahr 2012 einen Nettoverlust von 5,51 Millionen Franken aus und damit weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Konzentration auf das Medikament Catena habe zum kleineren Verlust beigetragen, hatte Santhera bei Vorlage der Zahlen mitgeteilt.
(chb/sda)