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Die jahrtausende Geschichte der Sankt Berhnard Region
Die ersten Bewohner des Pays du St-Bernard waren wahrscheinlich die Etrusker, die zwischen 3000 und 1000 v. Chr. aus einem Volk kamen, das Norditalien besiedelte.
Gegen 500 – 450 v. Chr. fielen die Kelten in die Poebene ein. Die Veragrer siedelten sich bei uns in den Bezirken Saint-Maurice, Martigny und Entremont an.
Nach der Annektierung Helvetiens und dem Massaker an den Salassern (Kelten aus dem Aostatal) beschlossen die Römer, die Veragrer zu unterwerfen, um sich die Hoheit über den Passübergang am Mons Jovis oder Mont Joux (Grosser Sankt Bernhard) zu sichern.
Als sie über den Mons Jovis ins Tal eindrangen, stiessen sie auf vier Stämme:
- Die Uberer im Osten,
- die Seduner oder „Menschen von den Hügeln“ im Zentrum, au centre,
- die Veragrer auf der Achse des Grossen Sankt Bernhard und
- die Nantuaten in der Genferseeregion.
Diese bewaffneten Stämme gründeten dicht besiedelte Zentren, aus denen Sedunum (Sion), Octodurum (Martigny) und Agaunum (Saint-Maurice) entstanden.
Sie schlossen sich gegen die römischen Eindringlinge zusammen; eine Expedition von General Galba 54 v. Chr. zur Besetzung des Grossen Sankt Bernhard und des Simplon-Passes scheiterte und die Legionäre mussten sich zurückziehen.
Danach kamen die römischen Adler, die Aquilæ, erst vierzig Jahre später unter Augustus wieder.
Von den Lebensbedingungen unter den Römern ist nichts bekannt. Hingegen wissen wir, dass unsere Täler nach der Invasion der Barbaren, Hunnen und Sarazenen verwüstet waren.
Die Sarazenen zerstörten das Kloster – die Zufluchtsstätte von Bourg-Saint-Pierre – und 972 wurde der Abt von Cluny an der Brücke von Orsières gefangen genommen.
Das Pays du St-Bernard gehörte bis 1032 zum ersten Königreich von Burgund und danach zur Grafschaft Savoyen.
1475, bei der Schlacht auf der Planta, siegten die Walliser, und der Bischof von Sion wurde geistlicher und weltlicher Herr des Unterwallis, mit einem Gouverneur in Saint-Maurice und einem Kastellan in Sembrancher. So blieb es bis zum Ende des Ancien Régime 1798.
Dann, nach drei Jahren Unabhängigkeit und zehn Jahren als Departement des Simplons, vermischte sich die Geschichte des Pays du St-Bernard mit jener des Kantons Wallis.
Timeline des Pays du St-Bernard
3000 v. Chr.
Die Etrusker, die aus Italien kamen, waren die ersten Bewohner der Region.
500-450 v. Chr.
Die Veragrer siedeln im heutigen Unterwallis.
47 av. J.-C.
Kaiser Augustus lässt auf dem Pass des Mont-Joux (dem künftigen Grossen Sankt Bernhard) einen Jupiter geweihten Tempel erbauen.
25-7 v. Chr.
Kaiser Augustus unterwirft die Veragrer dem Römischen Reich.
15 v. Chr.
Die Region wird der neuen Provinz Raetia et Vindelicia angegliedert.
1. Jh.
Das Wallis wird, von Raetien abgetrennt, zur Vallis poenina.
443
Die Burgunder nehmen Savoyen und die Westschweiz ein.
476
Fall des Weströmischen Reichs.
534
Teilung des Königreichs Burgund durch die Söhne Chlodwigs.
Ende des 8. Jh.
Bau eines dem Hl. Petrus geweihten Kloster-Hospizes in Bourg-Saint-Pierre.
ca. 10. Jh./h4>
Die Sarazenen zerstören die ganze Region.
972
Abt Maiolus von Cluny wird von den Sarazenen bei Orsières als Geisel genommen.
990
Sigerich, Erzbischof von Canterbury, kehrt von Rom zurück und schreibt die Etappen seiner Reise in ein Buch. Gründungsakt der Via Francigena.
1050
Der Hl. Bernhard gründet auf der Passhöhe ein dem Hl. Nikolaus von Myra geweihtes Hospiz.
Mitte des 11. Jh.
Die Region steht unter der Herrschaft des Grafen von Savoyen.
1228
Liddes trennt sich von Orsières.
1475
Schlacht auf der Planta: Die Walliser verjagen die Savoyer aus unserer Region.
1536
Die Region untersteht der Regierung von St-Maurice.
1798
Napoleon schliesst das Wallis an die Helvetische Republik an.
13.05.1800
Kaiser Napoleon überquert den Pass des Grossen St. Bernhard, um die Österreicher bei Marengo zu besiegen
1802
Das Wallis wird zur unabhängigen Rhone-Republik.
1810
Das Wallis wird zum französischen Département du Simplon.
1815
Das Wallis wird ein Schweizer Kanton.
1892
Bau des Hôtel de la Poste in Champex-Lac.
1893
Fertigstellung der Fahrstrasse zur Passhöhe.
1910
Inbetriebnahme der Bahn Martigny-Orsières.
1925
Bau des Grand-Hôtel du Val Ferret.
1952
Bau des Sessellifts La Breya.
1964
Eröffnung des Tunnels durch den Grossen Sankt Bernhard.