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Vor 12 Jahren wurde Camille ungewollt schwanger. Sie war 23, unverheiratet. Die Beziehung zu Dan, ihrem Freund, dem Kindsvater, den sie heiraten wollte, war eben in die Brüche gegangen.
Camille wollte keine Kinder. Da war es für sie nicht leicht, das Leben so unerwartet umzustellen. Doch abtreiben kam für sie nicht in Frage. Etwas vom Härtesten für sie war, es ihren Eltern zu sagen. Sie beschönigt nichts. Die Zeit der Schwangerschaft und die ersten Monate nach der Geburt waren sehr hart, sagt sie. «Das Einfachste von allem war die fünf Stunden dauernde natürliche Geburt ohne Medikamente.»
Der Kontakt zu ihrem Bekanntenkreis wurde schwierig. Wegen der Schwangerschaft begannen üble Verleumdungen zu kursieren. Auch die andauernden Streitereien mit dem Kindsvater und Zukunftsängste setzten ihr zu. Ihr Sohn Daniel zeigte sich zudem schnell als ein schwieriges Baby. Alleine für das Kind zu sorgen forderte ihren vollen Einsatz.
Trotz allem hält Camille fest: «Mein Leben war nicht am Ende, es war nicht ruiniert. Es war nicht das, was ich geplant oder erwartet hatte […] aber ich schaute, dass es vorwärts ging.» Mitten in dieser Krisensituation kam eine unerwartete Wende. Wie sie ihr Leben trotz der ungeplanten Schwangerschaft umstellen und meistern konnte, beeindruckte Dan derart, dass er seine Einstellung zu ihr völlig änderte. Das Paar heiratete, als Daniel acht Monate zählte. Heute hat es vier Kinder.
Nun hat Cmille den Mann, den sie heiraten wollte, und eine glückliche Familie, weil sie ihr erstes Kind behalten hat. So sagt sie rückblickend auf die Ereignisse in ihrem Leben: «Die Mutter von Daniel zu sein, war das absolut Beste überhaupt. »