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Evelyne Tschopp, die EM-Dritte im Limit bis 52 kg, scheitert an den Judo-Weltmeisterschaften in Budapest in der 2. Runde an Olympiasiegerin Majlinda Kelmendi aus dem Kosovo.
Tschopp verlor mit Ippon nach 2:54 Minuten mittels Würgetechnik. Es ist der dritte internationale Titelkampf in Folge, in dem die Baselbieterin gegen die aktuelle Weltranglisten-Erste den Kürzeren zog. Bei Olympia war Tschopp an Kelmendi in den Achtelfinals gescheitert, an der EM im Frühjahr in Warschau in den Viertelfinals.
In Warschau hatte Tschopp wegen der in der Runde der letzten acht erfolgten Niederlage die Hoffnungsrunde bestreiten dürfen und sich mit einem Sieg die Ausmarchung um eine der beiden Bronzemedaillen erkämpft. An den WM kam das Ausscheiden gegen Kelmendi für eine zweite Chance zu früh.
"Ich habe sie zwar noch nicht bezwingen können, komme der Sache aber immer näher. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich sie entscheidend werfen kann", war Tschopp noch an der EM überzeugt. Diesmal musste Tschopp feststellen, dass es "extrem schwierig" war, gegen Kelmendi physisch etwas auszurichten.
Zum WM-Auftakt hatte Tschopp gegen die Südkoreanerin Kwon Aerim mit Waza-Ari gewonnen. "Das frühe Ausscheiden ist bitter für mich, da von meinem Leistungsvermögen her mehr drin lag", sagte die 26-jährige Medizin-Studentin. Die einzige Schweizer Medaillengewinnerin im Frauenjudo bleibt damit Monika Kurath, die 1997 in Paris im Limit bis 48 kg Bronze geholt hat.
Kein Trost kann für Tschopp sein, dass Kelmendi am Ende nur Fünfte wurde. Den WM-Titel holte sich die Asien-Meisterin Ai Shishime in einem rein japanischen Final gegen Natsumi Tsunoda.
Am Freitag ist in Budapest mit dem 26-jährigen Aargauer Ciril Grossklaus (90 kg) der zweite Schweizer WM-Teilnehmer im Einsatz.
SDA-ATS