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Jessica Kremser wurde 1976 in Traunstein geboren und wuchs am Chiemsee auf. Zum Studium zog es sie nach München, wo sie als Redakteurin für verschiedene Zeitschriften schreibt.
Frau Maier hatte es in letzter Zeit nun wirklich nicht leicht. Ständig und gefühlt überall stolperte die rüstige alte Dame über Leichen und mehr als einmal hatte man versucht, sie in eine solche zu verwandeln. Doch diese Ereignisse haben auch dazu geführt, dass Frau Maier sich gegenüber ihrer Umwelt... Frau Maier hatte es in letzter Zeit nun wirklich nicht leicht. Ständig und gefühlt überall stolperte die rüstige alte Dame über Leichen und mehr als einmal hatte man versucht, sie in eine solche zu verwandeln. Doch diese Ereignisse haben auch dazu geführt, dass Frau Maier sich gegenüber ihrer Umwelt geöffnet und endlich begonnen hat, Freundschaften zu schließen. Einer dieser Freunde ist nach wie vor Dr. Frank Schön, der Polizeipsychologe, der an Frau Maier irgendwie einen Narren gefressen hat, zumal sie die einzige Frau zu sein scheint, mit der er klar kommt, denn der verquere Herr Doktor hat mit dem holden Geschlecht, speziell seiner Freundin, so einige Probleme. Frau Maier jedoch weiß Rat für den jungen Mann, auch wenn sie selbst derzeit Zuspruch gebrauchen könnte, denn schon am nächsten Tag tritt sie ihre neue Arbeitsstelle als Reinigungskraft im Schloss auf der Insel an. Ihre alte Putzstelle im Kurhotel hatte sie aufgegeben, denn da gab es ja den Hape, einen überaus freundlichen Koch, der jedoch mehr von Frau Maier wollte, als ein kollegiales Verhältnis, eine Situation, mit der die alte Dame, die erst einmal in ihrem Leben einen anderen Mann auf diese Art geliebt hat, nicht zurechtkam. An ihrem neuen Arbeitsplatz wird Frau Maier sehr freundlich aufgenommen, angefangen bei Oliver Schachner, ihrem neuen Chef bis hin zu Veronika "Vroni" Mittermaier, einer Touristenführerin des Schlosses. Vroni ist es auch, die ihr alles zeigt und ihr hilft, sich an ihrem neuen Arbeitsplatz zurechtzufinden. Etwas irritiert bzw. verängstigt ist Frau Maier jedoch, als sie eine Gestalt in einem Königsmantel durch die Räume huschen sieht. Vroni kann ihr den Schrecken nehmen, denn bei diesem "Exzentriker" handelt es sich um Konrad Freiberger, den Gärtner des Schlosses, der mehr als nur eine Schwäche für Ludwig II hat und nach seiner gescheiterten Ehe immer häufiger in diese Traumwelt flüchtet. Doch bereits an ihrem zweiten Arbeitstag passiert Frau Maier das, was ihr in letzter Zeit häufiger widerfährt - sie findet eine Leiche. Es handelt sich um eben jenen Konrad Freiberger, der noch im blauen Königsmantel mit einem schweren Kerzenleuchter erschlagen wurde. Frau Maier ist schon leicht panisch, dass sie schon wieder eine Leiche gefunden hat und was wird die Polizei wohl wieder denken? Immerhin hat sie ja schon mehr als eine negative Erfahrung mit Kommissar Brandner gemacht, doch Glück im Unglück, die hinzugerufene Polizei wird durch Kommissar Ralf Förster vertreten. Auf Bitte ihrer Freundin Elfriede Gruber verspricht Frau Maier, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten, jedoch will und soll sie (auf Anfrage von Kommissar Förster) die Augen und Ohren offen halten, vielleicht findet sich so der entscheidende Hinweis. Natürlich kann es Frau Maier nicht lassen und forscht doch wieder auf eigene Faust nach und kommt dem Täter dabei gefährlich nahe ... Der 3. Band der Frau-Maier-Reihe! Der Plot wurde realistisch und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir in diesem Band gefallen, dass Frau Maier hier gleich mehrere "Baustellen" hat, die ihr das Leben nicht unbedingt einfacher machen. Sicherlich ist der Mord etwas, dass sie sehr neugierig zurücklässt und wo sie unbedingt erfahren will, warum ein armer Gärtner sterben musste, doch auch private Probleme machen ihr das Leben nicht unbedingt leichter. Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei hier Frau Maier sich erstmalig ernsthaft mit einem Teil ihrer Vergangenheit und ihrer persönlichen Einstellung bzw. auch ihren ureigenen Ängsten auseinandersetzen muss, was ich ausgesprochen faszinierend fand, denn Frau Maier macht auf den ersten Blick den Eindruck, als hätte sie vor nichts Angst. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich förmlich in einen Rausch verfallen bin und das Buch erst wieder nach Beendigung desselben aus der Hand legen konnte. Nun hoffe ich natürlich, dass es baldmöglichst einen weiteren Band um die "Putzfrau aus Leidenschaft" geben wird.