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AGGLOlac befindet sich zweifellos an einer hervorragenden Lage. Das heisst aber nicht, dass der Wohnraum hier nur für Leute mit überdurchschnittlichem Einkommen erschwinglich sein wird. Mietzins- und Kaufpreise werden zwar erst verfügbar sein, wenn konkrete Bauprojekte vorliegen. Allerdings sind Investoren verpflichtet, Wohnungen in verschiedenen Preissegmenten anzubieten. Die Vorgaben der Städte Nidau und Biel bezüglich Wohnungsmix (Mietwohnungen/Eigentumswohnungen) und der Preissegmente finden sich im Ausschreibungsdossier zur Wahl eines Investors und Projektentwicklers (Kap. 26.2, S. 32).
Anlässlich der öffentlichen Mitwirkungen vom Herbst 2015 gab es zum Teil sehr kontroverse Eingaben zur Frage, in welchem Preissegment dereinst Wohnungen im neuen Seequartier angeboten werden sollten. Einige wünschten sich einen festen Anteil von gemeinnützigem Wohnungsbau, da in der Agglomeration ein grosser Bedarf nach preisgünstigem Wohnraum bestehe. Andere möchten genau dies nicht, da der Anteil Sozialwohnungen in Nidau und Biel im Vergleich zu anderen Städten bereits sehr hoch sei. Diese Stellungnahmen wurden von den Gemeinderäten von Nidau und Biel zur Kenntnis genommen. Die darin aufgeworfenen Fragen werden aber nicht in der Nutzungsplanung geregelt.
Ein Stadtentwicklungsprojekt wie AGGLOlac muss verschiedene Preissegmente ansprechen. Lagen mit Seesicht oder am Barkenhafen eignen sich eher für Wohnungen im oberen Preissegment, andere – etwa an der Dr. Schneider-Strasse – eher nicht. Mit einem unausgewogenen Wohnungsmix würde der Investor mögliche Abnehmer der Wohnungen zum vornherein ausschliessen. Dies könnte die Realisierung des Quartiers verzögern, was weder im Interesse des Investors noch der Städte Nidau und Biel wäre.
Dass im Gebiet AGGLOlac günstiger Wohnraum in grossem Umfang realisierbar ist, wäre eine unrealistische Erwartung. Der Grund: Die Bereitstellung des Areals (Infrastrukturen, Archäologie, Altlasten etc.) und die Gestaltung der öffentlichen Freiflächen verursachen hohe Kosten für die heutigen Landbesitzer Nidau und Biel. Um ihre Kosten zu decken, müssen die Städte ihr Land zu einem relativ hohen Preis verkaufen. Dieser Verkaufspreis hat wiederum Auswirkungen auf das Wohnungsangebot, denn der Investor muss seine Investitionen rentabilisieren. Dieser Mechanismus ist nicht AGGLOlac-spezifisch, sondern käme bei jedem Überbauungsprojekt mit grossem Freiflächenanteil in diesem Gebiet zum Tragen.