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Die BDP des Kantons Freiburg wird sich wohl erst nach der CVP-Delegiertenversammlung vom 20. Juni entscheiden, welche Variante sie für die Ergänzungswahl in den Staatsrat wählt. An einer Pressekonferenz unmittelbar vor der Gründung einer Sektion Greyerz am Mittwoch sagte Präsident Sandro Arcioni, dass eine Arbeitsgruppe den Weg vorgibt. Dieser Arbeitsgruppe gehören Arcioni selber, sein politischer Ziehvater Bernard Ecoffey, der frühere Präsident Thomas Von Dach und Armin Dällenbach an. In die Analyse wird einfliessen, welchen Kandidaten die CVP stellt. Arcioni sieht nur einen CVP-Kandidaten, der einem Schwergewicht des linken Lagers die Stirn bieten könnte: Nationalrat Dominique de Buman. «Das habe ich dem CVP-Präsidenten mitgeteilt», so Arcioni. Bei der CVP stehen aber momentan drei andere Kandidaten im Mittelpunkt: Staatskanzlerin Danielle Gagnaux (siehe Artikel rechts), Fraktionschef Jean-Pierre Siggen und der Direktor des Bundesamtes für Polizei, Jean-Luc Vez.
Jean-Pierre Siggen würde die BDP nicht unterstützen, so Arcioni. Dieser habe sich beim Wechsel der BDP-Grossräte Susanne Aebischer und Linus Hayoz zur CVP nicht loyal verhalten. So habe Siggen vor dem Wechsel der beiden Grossräte die BDP nicht kontaktiert. Und als Fraktionschef wolle Siggen auch nichts von einem Treffen mit der BDP vor jeder Session wissen. Als Arbeitgeberpräsident vertrete Siggen zudem zu wenig die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen.
Bei einer Kandidatur Siggens würde die BDP wohl mit einem eigenen Kandidaten kommen: Sandro Arcioni. Der Präsident sagte: «An der Delegiertenversammlung letzte Woche hat eine Person aus der Versammlung meine Kandidatur verlangt. Darüber wurde dann abgestimmt, und der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.» uh