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Die Handchirurgie befasst sich mit der Diagnosestellung und Behandlung von akuten oder chronischen Schäden oder Verletzungen an den oberen Extremitäten (Schulter, Oberarm, Unterarm, Hand, Finger, Daumen). Das Gebiet der Handchirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, operative und konservative Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Tumoren der Hand und des Unterarms sowie die Rekonstruktion nach Erkrankungen oder Verletzungen.[2]
Spezifische Aufgaben
Zu den wesentlichen spezifischen Aufgaben der Handchirurgie gehören die Behandlung von:
Verletzungen von Fingerknochen, Sehnen, Bändern, Handgelenk (z. B. Kahnbeinbruch), Unterarmknochen (z.B. Distale Radiusfraktur), Ellen-Speichen-Gelenk (distales Radioulnargelenk) sowie an Blutgefäßen und Nerven (Plexus brachialis) inklusive Amputationen von Fingern, der Hand oder des Arms.
Verbrennungen der oberen Extremität
Chronischen Erkrankungen der Gelenke (Arthrose, Arthritis, rheumatoide Arthritis), Durchblutungsstörungen der Weichteile und der Knochen (z. B. Lunatummalazie), Einengungen von Nerven- oder Sehnenscheiden (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Loge-de-Guyon-Syndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom), Tendovaginitis stenosans, des Bindegewebes (Dupuytren'sche Kontraktur)
Infektionen des Weichgewebes (Panaritium, Beugesehenscheideninfektion) und des Knochen (Osteitis)
Tumoren (gut- oder bösartige Geschwulste) und Zystenbildungen (Ganglien) von Hand und Arm
Funktionseinschränkungen/-verlusten der oberen Extremität als Folge einer Erkrankungen (z.B. spastische Paresen, Lähmungen) oder Verletzungen (z. B. nach Nervenverletzungen) mit Wiederherstellung der Funktion (motorische Ersatzoperationen)
Eingeschlossen ist die Behandlung von Kindern (kindliche Fehlbildungen), Rheumatikern und chronischen Schmerzsyndromen (Komplexes regionales Schmerzsyndrom), die Replantation von Fingern bis hin zu ganzen Extremitäten sowie die Versorgung von Patienten mit Prothesen sowie die Rehabilitation handverletzter Patienten, die spezielle Erfordernisse an die Ausbildung der Therapeuten stellt.
Für den Therapieerfolg ist die komplexe und konsequente Nachbehandlung mit Ergotherapie von größter Bedeutung. Physiotherapie und physikalische Therapie sind ergänzende Maßnahmen.