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Die Ernährung ist eine multidisziplinäre Wissenschaft, die sowohl spannend und komplex ist, als auch immer wieder Gegenstand von Debatten und Kontroversen bei Mensch und Haustier ist.
Der Hund stammt von bestimmten Wolfsrassen ab. Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass dieser Vorfahre des Hundes sich allmählich an die Gesellschaft des Menschen gewöhnt hat, indem er sich an den Resten der Mahlzeiten oder des Abfalls bedient hat. Diese Veränderung hat nach wissenschaftlichen Schätzungen vor ungefähr 15 bis 20 Tausend Jahren stattgefunden. Während dieser Zeit spielte sich eine Evolution von einem streng fleischfressenden Tier zu einem vielseitigeren, vom Menschen abhängigen Tier durch eine Anpassung des Verdauungsapparates ab. In der heutigen Zeit wurde der Hund zum Lebensbegleiter und echtem Mitglied der familiären Umgebung.
Wenn wir die Ernährungsbedürfnisse von Hunden als die eines nicht strikt fleischfressenden Tieres oder, mit anderen Worten, eines Allesfressers berücksichtigen, kann die Aufgabe recht komplex werden. Die Bedürfnisse eines jeden Hundes sind von verschiedenen Faktoren abhängig (Rasse, Alter, Lebensstil, Klima usw.), daher ist der Rat des Tierarztes nach wie vor unerlässlich, um die Ernährung eines jeden Hundes besser auswählen zu können.
Die Nahrungsmittelallergie ist ein bekanntes Konzept in der Humanmedizin, bei dem es zu einer überschießenden Reaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Nahrungsmittel kommt. Lebensmittelunverträglichkeiten oder Lebensmittelvergiftungen sind andere Arten von Erkrankungen, die nicht durch das Immunsystem vermittelt werden. Eine Nahrungsmittelallergie kann sich durch Verdauungsstörungen (Durchfall, loser Stuhl, häufiges Erbrechen, Blähungen usw.), Hautstörungen (Juckreiz, Ohrinfektionen, sogenanntes Schlittenfahren (Porutschen) usw.) oder beides äußern. Laut veterinärepidemiologischen Studien sind die am häu40 figsten bei Hunden vorkommenden Nahrungsmittelallergene Rindfleisch, Geflügel und Milchprodukte. Das heißt, das Tier muss den allergenen Inhaltsstoff bereits gefressen haben, um allergisch zu werden. Außerdem ist die in der Humanallergologie bekannte Nahrungsmittelallergie gegen Gluten bei Hunden eher selten. Es wurden mehrere Methoden zur Diagnose von Nahrungsmittelallergien mit unterschiedlichen und teilweise sehr enttäuschenden Ergebnissen getestet.
Bis heute ist die einzige Methode, die sich als zuverlässig für die Diagnose einer Nahrungsmittelallergie bei Hunden erwiesen hat, die hypoallergene Vermeidungsdiät mit einer Futterprobe. Diese Methode basiert auf der Verwendung von hydrolysierten Proteinen oder der Zubereitung einer Haushaltsration auf der Basis von naiven Proteinen (die der Hund noch nie zuvor gefressen hat) für mehrere Wochen nach strengen Regeln. Wenn der Hund während dieser Zeit eine zufriedenstellende Entwicklung zeigt, sollte die alte Diät wieder eingeführt werden, um eine mögliche Verschlimmerung der Symptome zu überprüfen und die belastenden Allergene zu identifizieren. Diese Methode hat jedoch einige Einschränkungen oder Zwänge, wie z. B. die Dauer (ca. 2 Monate) und die Notwendigkeit der direkten Beteiligung sowohl der Besitzer als auch des Hundes.
Allergien sind nach wie vor chronische Erkrankungen, die für Besitzer und Tierärzte manchmal sehr frustrierend sind. Aus diesem Grund ist ein rigoroses Management, das eine verfeinerte Diagnose sowie ein individualisiertes Therapieprotokoll ermöglicht, der beste Weg, um die Krankheit zu kontrollieren und die Lebensqualität des allergischen Hundes zu verbessern.