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Das Atelier d’histoire. Diese Forschungsgruppe, gegründet bei der Fusion von Corminboeuf und Chésopelloz im Jahr 2017, hat sich zum Ziel gesetzt, Dokumente des kollektiven Gedächtnisses der beiden Dörfer zu sammeln. Ihre Publikationen widmen sich etwa den Geschäften von Corminboeuf in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder den Ursprüngen des FC Corminboeuf.
Photovoltaik-Anlagen. Corminboeuf stattete alle Dächer der Gemeindegebäude mit Sonnenkollektoren aus (der Investitionskredit wurde im Dezember 2012 beschlossen).
Reitsportzentrum. Die Anlage ist von nationaler Bedeutung und bei Pferdeliebhabern, Neugierigen und Spaziergängern sehr beliebt.
Die Gemeinde Corminboeuf erstreckt sich über 7,24 km2 und zählt heute 2'696 Einwohnerinnen und Einwohner. Das Dorf wurde im Tal des Baches Tiguelet gegründet und entwickelte sich ab 1970 gleichmässig rund um das historische Zentrum . Corminboeuf befindet sich in ruhiger Lage, umgeben von den Wäldern von Moncor und Chésopelloz.
Corminboeuf ist eine der neun Gemeinden, die zum Einzugsgebiet der Fusion Grossfreiburgs gehört. Entdecken Sie das Extrablatt der Fusionszeitung für Corminboeuf – mit einem Editorial von Daniel Angéloz, Delegierter von Corminboeuf in der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs, und einem Interview mit der Gemeindepräsidentin Anne-Elisabeth Nobs.
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Was bedeutet die Fusion für Corminboeuf? Die am häufigsten gestellten Fragen
Werden wir im Zuge der Fusion die Identität und das lokale Leben von Corminboeuf erhalten können?
Ja, die Identität von Corminboeuf und das Dorfleben bleiben erhalten. Lokale Gesellschaften, Sportvereine sowie kulturelle und soziokulturelle Räume werden bestehen bleiben. Ebenso werden die vorhandenen Angebote in der Kultur, im Sport und im sozialen Bereich in den Gemeinden beibehalten und, wenn möglich, durch die Entwicklung einer umfassenderen institutionellen Politik gestärkt. Mit der Fusion wird die Bevölkerung künftig Angebote und Freizeitaktivitäten eines grösseren Gebiets nutzen können.
Darüber hinaus und um die Dynamik des lokalen Lebens aufrechtzuerhalten, schlägt die konstituierende Versammlung die Gründung von privatrechtlichen Vereinigungen vor, die als «Quartiervereine» oder «Ortsvereine» bezeichnet werden. Ihre Aufgabe wird nicht nur die Wahrung der Interessen der lokalen Bevölkerung sein, sondern auch die Entwicklung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts durch konkrete Projekte. Diese Vereine werden als Schnittstelle zwischen dem Gemeinderat und der lokalen Bevölkerung dienen. Sie werden systematisch zu bestimmten Themen konsultiert und können den Behörden Anliegen im Zusammenhang mit den Interessen und Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung übermitteln. Sie stehen allen interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Unternehmen, Vereinen und anderen Einrichtungen im Gebiet offen. Für jeden Quartier- oder Ortsverein wird im Gemeindebudget eine Grundfinanzierung vorgesehen. Auch die von den Vereinen entwickelten Projekte können mit bestimmten Beträgen im Betriebs- oder Investitionsbudget der neuen Gemeinde finanziert werden.
Muss ich den ganzen Weg nach Freiburg fahren, um bei der Einwohnerkontrolle zu erscheinen?
Nein. Die konstituierende Versammlung schlägt eine Gemeindeverwaltung vor, die für die gesamte Bevölkerung im ganzen Einzugsgebiet zugänglich ist. Dazu gehört sowohl die Schaffung eines Online-Schalters als auch die Bereitstellung von physischen Schaltern in allen ehemaligen Gemeinden mit attraktiven Öffnungszeiten. Die konstituierende Versammlung schlägt auch die Schaffung eines Hausdienstes vor, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder bei der Nutzung digitaler Hilfsmittel behilflich zu sein.
Werde ich nach der Fusion mehr Steuern bezahlen?
Nein. Der Steuersatz der fusionierten Gemeinde wird sowohl für natürliche als auch für juristische Personen zwischen 70 und 73% der kantonalen Grundsteuer betragen. In der Gemeinde Corminboeuf liegt der Satz derzeit bei 75%.
Diese Spanne wurde auf der Grundlage einer umfassenden wirtschaftlichen und finanziellen Analyse jeder Gemeinde berechnet, die ab Herbst 2018 durchgeführt wurde. Die Analyse berücksichtigt die im Mai 2019 auf Bundesebene und im Juni 2019 auf kantonaler Ebene verabschiedete Unternehmenssteuerreform sowie die Finanzplanung der Gemeinden des Gebiets. Die konstituierende Versammlung wird die Analyse und die Spannweite des Steuersatzes im Frühjahr 2021, sprich vor der Konsultativabstimmung, auf den neusten Stand bringen, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu berücksichtigen.
Wird die Bevölkerung von Corminboeuf vertreten sein?
Ja. Die konstituierende Versammlung schlägt eine Übergangsregelung vor. Diese Regelung gewährleistet die Vertretung der ehemaligen Gemeinden bei den Wahlen des Gemeinderats und des Generalrats. Für die Gemeinden Corminboeuf, Avry und Matran ist ein Sitz im Gemeinderat (Vollzeitstelle) vorgesehen und die Einwohnerinnen und Einwohner von Cormbinboeuf werden mit zwei Personen im Generalrat vertreten sein. Keine ehemalige Gemeinde wird über eine politische Mehrheit verfügen, weder in der Exekutive noch in der Legislative. Nach Ablauf der Übergangszeit können die zuständigen Behörden diese Gegebenheiten beibehalten oder ändern. Sie können insbesondere die Aufteilung des Gemeindegebiets in mehrere Wahlkreise vorsehen.
Kann sich Corminboeuf aus dem Fusionsgebiet zurückziehen?
Ja. Eine Gemeinde kann sich aus dem Projekt zurückziehen und aus dem provisorischen Gemeindegebiet ausscheiden. Ebenso kann sich eine weitere Gemeinde am Projekt beteiligen und das provisorische Gemeindegebiet ergänzen. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs kann dieses mit einer Zweidrittelmehrheit anpassen. Der Entscheid der Bevölkerung jeder Gemeinde anlässlich der Konsultativabstimmung vom 26. September 2021 sowie auch die Meinung der Behörden (Gemeinderat, Generalrat) sind für die konstituierende Versammlung ausschlaggebend, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Nach der Anpassung des Gebiets, grundsätzlich noch vor Ende des Jahres 2021, wird die konstituierende Versammlung ihr Projekt fortsetzen. Die Gemeinden, die aus dem Gebiet ausgeschieden sind, haben allerdings kein Mitspracherecht mehr und werden von den kantonalen Finanzhilfen für die Fusion ausgeschlossen.