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Doch die Liebe war grösser, und so unterzeichnete Edward VIII. ein kurzes Schreiben, das im Grunde aus einem einzigen Satz bestand. Er verzichte für sich und seine Nachkommen auf den Thron. Da aber in den britischen Gesetzen der Rücktritt eines amtierenden Königs nicht vorgesehen war, musste das Parlament Edwards Schritt erst noch zustimmend zur Kenntnis nehmen.
Am Tag nach der Unterzeichnung seines Rücktritts, also heute vor 84 Jahren, wurde mit dem «Gesetz über die Abdankungserklärung Seiner Majestät von 1936» Edwards Rücktritt für gültig erklärt. Dadurch kam sein Bruder als George VI. auf den Thron. Zudem traten nun dessen Kinder in die Thronfolge.
Edward und Wallis heirateten im Jahr darauf. Die Beziehung hielt bis zum Tod von Edward, obwohl es immer wieder Gerüchte gab, dass Wallis, die vom amerikanischen Botschafter schlicht als «Flittchen» bezeichnet wurde, Beziehungen zu anderen Liebhabern unterhielt. Weiter war die Tatsache, dass Edward nicht mehr auf dem Thron sass, für Grossbritannien während des zweiten Weltkrieges insofern von Gutem, als er für die Briten politisch befremdliche Ansichten vertrat. So soll er einem Journalisten gesagt haben: «Es wäre eine Tragödie für die Welt, wenn Hitler gestürzt würde.»
Nach dem Tod von George VI. wurde Elisabeth II. Königin, die bekanntlich noch heute auf dem britischen Thron sitzt. Als Wallis Simpson starb, schlug eine Vertraute von Queen Elisabeth II. dieser vor, sie solle für Wallis Simpson eine Statue errichten, da sie der Grund dafür war, dass Elisabeth auf den Thron kam. Die Briten akzeptierten Edwards Rücktritt und haben es auch rückblickend ganz offensichtlich nicht bereut.