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Nach dem goldenen Zeitalter der Hirten und der Epoche der Riesen, der dienstfertigen Zwerge und der lieben Berggeister kam das Tal der Saane im Gebiet der Helvetier in die Herrschaft von Vandalen.
Einer dieser vandalischen Krieger war Gruerius, der erste Vorfahre der Grafen von Greyerz. Er hatte seine Heimat hoch im Norden verlassen und war mit seinen Kriegern, Frauen und Herden südwärts auf der Suche nach besserem Land.
Eines Abends öffnete sich vor ihm ein breites, schönes Tal mit fruchtbaren Wiesen und schattigen Wäldern, reich an Wasser und an Jagdtieren. Das Land war wild, aber es gefiel ihm. Zu seinen Kumpanen sagte er: "Hier ist das Land, das ich gesucht habe; halten wir an." Am Eingang zu diesem Tal erhebt sich wie eine Schildwache ein ansehnlicher Hügel, der den Zugang beherrscht. Er drehte sich um zu seinen Kumpanen und sagte ihnen: "Hier werde ich mein Schloss und einen sicheren Ort für meine Leute bauen, wo sie sich bei Gefahr in Schutz bringen können."
Am Himmel zeigte sich purpurenes Abendrot, als ein weisser Kranich herangeflogen kam. Dieser setzte sich zuversichtlich auf die Schultern des Vandalen. So fand Gruerius das Wappen für das Schloss und das Städtchen Greyerz (Gruyère): einen weissen Kranich (une grue) auf rotem Grund.
Quelle
Themenpfad :
Im Land der Greyerzer Sagen
Text :
Clément Fontaine, aus "Sous la bannière de la Grue"
Übersetzung :
Joseph Buchs
Illustration :
Claudine Gelitzer