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Mit einer Sammlung von meist unpublizierten Selbstzeugnissen und Zeitdokumenten rekonstruiert dieser Band die Entstehungs- und Publikationsgeschichte des Glasperlenspiels und somit ein nahezu unbekannt gebliebenes Stück deutscher Zeitgeschichte der Jahre 1932-1946. An keinem anderen seiner Werke hat Hesse so lange geschrieben, fast 12 Jahre ständig unterbrochen durch unentwegten Einsatz für die Opfer des Nationalsozialismus. Oft hat er gezweifelt, ob es über der aktuellen Arbeit noch je zu einem Abschluß des Manuskripts käme und immer wieder betont, daß einzig die Arbeit an diesem Buch es war, die ihm das Überleben jener Jahre ermöglicht hat: »Es galt für mich zweierlei: einen geistigen Raum aufzubauen, in dem ich atme und leben konnte, aller Vergiftung der Welt zum Trotz ... und zweitens den Widerstand des Geistes gegen die barbarischen Mächte zum Ausdruck zu bringen.« Mit dem Glasperlenspiel hat Hesse eine Alternative zum unabwendbar Aktuellen geschaffen und in 4, in verschiedenen Jahrhunderten und Kulturkreisen angesiedelten Lebensläufen verschiedene Inkarnationen, Entwicklungs- und Differenzierungsphasen desselben Menschen Josef Knecht dargestellt.