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Sitzende Figur, Privatbesitz,
Basel
(Probst zugeschrieben)
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© Rolf Wirz 2020
(Bildnachweise siehe Textlinks bei den Bildern) -
rowicus.ch
Für
die Zuordnung zu Probst sprechen:
-
Die Figur zeigt in ihrer
allgemeinen Erscheinung die für Probst typischen Abstraktionen (vor
allem die "Glättungen" diverser Details) sowie Probsts Ringen einer
expressiven Haltung.
-
Die Figur zweifellos ein
ägyptisch beeinflusstes Aussehen, abgesehen von der Haltung ihrer
Arme, welche eher in die Neuzeit gehört. Ein solches Aussehen hatte Probst in seinen
frühen Jahren oft zu realisieren gesucht. Und er war ja auch als
Besucher in Ägypten.
Weiter
kann man an der Figur ablesen:
-
Die Ähnlichkeit von Partien mit
andern beglaubigten Probst-Werken. Sie passt zu den andern Werken
aus den Jahren um 1925.
-
Die Ähnlichkeit der Gesichtszüge
und auch der Erscheinung der Figur zu jemanden aus Probsts
Verwandtschaft.
-
Eine große Seltenheit: Probst hat
oft sehr harte Steine verwendet, welche schwierig zu bearbeiten
sind. (Ich vermute bei dieser Figur ein hartes Material.) Von keinem
Probst-Schüler ist mir solches Material bekannt - dies ist als eine
Nebenbemerkung zu verstehen.
-
Die vermutete Zeit der
Aufstellung der Figur nachdem das Haus erbaut war: Diese
korrespondiert mit einem vorhandenen Eintrag in Tüllers
Werkverzeichnis. Es passt.
-
Die sich ergebende relativ kurze
Transportdistanz von Probsts Atelier hinter dem Bahnhof im Gundeli
vor 1932 bis zum Haus des Käufers.
-
Die Aussage der Vorgängerin unter
den Besitzern des Hauses. Diese hatte Probst angeblich als Urheber
der Figur genannt. Das ist nicht unwesentlich und auch
ausserordentlich präzise. Auch müsste man sich im Zweifelsfalle
fragen, aus welchen Gründen etwa die Vorbesitzerin unglaubhaft sein
könnte. Das Haus, bei dem die Figur vermutlich damals aufgestellt
worden ist, ist um 1924 gebaut worden. Es könnte sich daher beim
Erwerb der Figur um "Kunst am Bau" handeln. Vielleicht ist es daher
sogar ein Auftragswerk.
-
Interessant sind auch die Details
in Bildvergleichen.
-
Die bei Probst in der Regel
fehlende Unterschrift (falls man ihn nicht dazu genötigt hatte...).
-
Die Anlehnung an die bekannte
Kleinskulptur von 1910 (Sitzende): Haltung, Frisur usw.

"Hockende
weibliche Figur", 1925, nach Max Tüllers Verzeichnis?|

Fotos mit Canon PowerShot A2100
IS - Blende/ Brennweite automatisch.
Gelinkte Bilder in Länge und
Breite je auf 40 % reduziert, erstellt
am 5. 10. 2020. Letzte Änderung dieser Seite
am: 20.10.2020
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