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Ein heiteres Stück in drei Akten von Erich Kästner
Regie Lotti Walti
Das Stück heisst im Original «Verwandte sind auch Menschen». Autor ist Erich Kästner, der das Stück vermutlich in den Jahren 1933/34 verfasst hat. Da Kästner zu jener Zeit Berufsverbot hatte, hat er es unter dem Pseudonym Eberhard Forster veröffentlicht. 1939 wurde das Werk verfilmt und 1955 als Theater uraufgeführt.
Für unsere Inszenierung im Stadttheater Olten verwendeten wir die schweizerdeutsche Bearbeitung von Martin Willi, welche auf dem Bühnenskript aus dem Kästner-Nachlass basiert. Das zeitliche Geschehen haben wir in die 1960er Jahre transferiert.
Stefan Schmidhauser ist vor 40 Jahren von seinen Verwandten bei seiner Erbschaft betrogen worden und nach Amerika ausgewandert Dort hat er sein Glück gemacht und ist zum Multimillionär geworden. Um sich für die Bosheiten seiner Verwandten zu rächen greift er zu einer List: Er täuscht seinen eigenen Tod vor und lässt die Verwandtschaft zur Testamentsverlesung in seine Villa in die Schweiz kommen. Vom beauftragten Anwalt vernehmen die Verwandten, dass der Diener des Verstorbenen als Universalerbe eingesetzt wurde. Zudem bittet der Anwalt alle Verwandten, vier Tage in Frieden und Liebe zusammen im Landhaus zu leben. Danach werde ein weiterer Brief durch den Anwalt verlesen. Der sogenannte Diener ist aber Stefan Schmidhauser selbst. Er möchte in diesen vier Tagen seine Theorie von der Schlechtigkeit der Menschheit bestätigt wissen. Doch schon bald muss er seine festgefahrenen Ansichten über Bord werfen und ein völlig anderes Bild von seiner Verwandtschaft zeichnen. Ein übereifriger Möchtegern-Detektiv leistet einen gehörigen Beitrag für absurde Vermutungen, das Verwirrspiel nimmt seinen Lauf, die Lage spitzt sich zu, und Stefan Schmidhauser möchte am liebsten auf und davon. Nun bleibt ihm nichts anderes mehr übrig, als die Wahrheit aufzudecken.