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Nationales Lawinenbulletin Nr. 179
für Samstag, 2. Mai 2009
Ausgabezeitpunkt 1.5.2009, 17:00 Uhr
Vor allem im Hochgebirge langsame Abnahme der Lawinengefahr
Allgemeines
Am Freitag war es sonnig. Am Nachmittag bildeten sich vor allem im Norden und Osten Quellwolken. Die Mittagstemperaturen auf 2000 m lagen im Norden bei plus 3 Grad und im Süden bei plus 5 Grad. Der Wind wehte schwach.
Vor allem unterhalb von rund 2500 m setzen sich die grossen Neuschneemengen der Niederschlagsperiode von anfangs Woche rasch. Oberhalb von rund 2500 m geht die Setzung und Verfestigung deutlich langsamer. Am Übergang vom Neuschnee zum Altschnee sind oft Schwachschichten vorhanden. Die Neuschneeschichten isolieren zudem den Altschnee, der unterhalb von etwa 2400 m feucht und oft schwach verfestigt ist.
Kurzfristige Entwicklung
Die Nacht auf Samstag ist im Westen und Süden meist klar, im Nordosten teilweise bedeckt. Am Samstag ist es im Westen und Süden meist sonnig. Im Nordosten ist es wechselnd bewölkt mit Schauern. Oberhalb von rund 2200 m fallen bis zu 10 cm Schnee. Die Mittagstemperaturen auf 2000 m liegen bei plus 3 Grad im Norden und plus 5 Grad im Süden. Der Wind weht mässig bis stark aus Nordosten.
Vorhersage der Lawinengefahr für Samstag
In allen Regionen, besonders aber am Alpenhauptkamm und südlich davon sind im Tagesverlauf unterhalb von etwa 2600 m Nassschneelawinen zu erwarten. Diese können vor allem in mittleren Lagen auch den feuchten Altschnee mitreissen.
- Nördlicher Alpenkamm vom Wildstrubel bis zum Grimselpass; Gadmertal; Meiental; Maderanertal; Gotthardgebiet; südliches Wallis; Mittelbünden; Oberengadin; Tessin; Calancatal; Misox; Bergell; Puschlav:
-
Erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3)
Die Gefahrenstellen liegen vor allem an Steilhängen der Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb von rund 2400 m. Die Lawinenverhältnisse sind dort winterlich und noch heikel. Einzelpersonen können Lawinen auslösen. Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr ist nötig.
- Übriger Alpennordhang; nördliches Unterwallis; Nordbünden; Unterengadin; Münstertal:
-
Mässige Lawinengefahr (Stufe 2)
Die Gefahrenstellen liegen an Steilhängen der Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb von rund 2200 m. Einzelpersonen können Lawinen auslösen. Diese sind meist klein. Eine vorsichtige Routenwahl wird empfohlen.
Tendenz für Sonntag und Montag
Am Sonntag ist es vorwiegend sonnig. Am Nachmittag sind einzelne Schauer möglich. Am Montag ist es wechselhaft. Vor allem im Norden fällt oberhalb von rund 1800 m etwas Schnee. Die Lawinengefahr nimmt weiter langsam ab. Am Montag kann sie im Norden leicht ansteigen.
© 1998- 2009, WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF