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Das Wichtigste in Kürze
- Die Entscheidung, ob Silvia Panzeri ausgeliefert wird, ist vertagt worden.
- Gegen die Tochter des früheren EU-Parlamentariers liegt ein europäischer Haftbefehl vor.
- Ihr wird vorgeworfen, in die Seilschaften ihres Vaters selbst involviert gewesen zu sein.
Die Tochter des früheren italienischen EU-Parlamentariers Antonio Panzeri wird vorerst nicht aufgrund des Korruptionsskandals im Europaparlament an Belgien ausgeliefert.
Entscheidung vertagt
Das zuständige Gericht in Brescia vertagte am Dienstag die Entscheidung dazu auf den 3. Januar, wie die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos berichteten. Die Richter hätten dem Antrag der Verteidigung stattgegeben, die Haftbedingungen in Belgien zunächst zu prüfen.
Gegen Panzeris Tochter liegt ein europäischer Haftbefehl aus Belgien vor. Dies, weil ihr die dortige Strafverfolgung vorwirft, von den mutmasslichen Machenschaften ihres Vaters gewusst zu haben und selbst darin verwickelt gewesen zu sein. Er soll Schmiergeld aus dem Golfemirat Katar und Marokko im Gegenzug für Einflussnahme auf EU-Entscheidungen angenommen haben.
Am 9. Dezember kam es zu Festnahmen in Italien und Belgien. Panzeris Frau und seine Tochter kamen kurz danach in Hausarrest, gegen beide lag ein europäischer Haftbefehl vor. Panzeri selbst wurde in Belgien verhaftet.
Ehefrau will nichts gewusst haben
Am Montag entschieden die Richter in Brescia, die Mutter könne an Belgien ausgeliefert werden. Ihre Verteidiger wollen das Urteil aber anfechten. Sie selbst erklärte, nichts von den Machenschaften ihres Mannes gewusst zu haben.
Die Anwälte der Tochter zeigten sich indes zufrieden mit dem Ausgang der Verhandlung am Dienstag, wie Adnkronos schrieb. Ihre Mandantin habe sich in der Verhandlung hinter verschlossenen Türen nicht geäussert.