Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/1523

Die kontinuierlichen Tageslichtbedingungen im antarktischen Sommer sind dafür bekannt, physiologische Funktionen wie Schlafmuster und der Melatoninausschüttung, die mit dem zirkadianen Rhythmus und Schlaf verbunden ist, zu stören. Eine neu veröffentlichte Studie liefert nun Informationen, warum Menschen in dieser Region schlecht schlafen und deutet an, dass das Sozialverhalten auch eine Rolle spielt. Die Studie, die vor dem Druck in der Fachzeitschrift Journal of Applied Physiology auch online veröffentlicht wurde, ist zum APSselect Artikel dieses Monats erkürt worden.
Fossilien zu finden braucht viel Geduld, Kenntnisse der Geologie und der Frühgeschichte der Umgebung... oder einfach viel Glück. Ein Fossiliensammler in Neuseeland fand zufälligerweise im Gebiet des Waipara-Flusses in der Region Canterbury die Überreste eines riesigen Ur-Pinguins. Nach eingehenden Untersuchungen von Forschern aus Neuseeland und Deutschland wurde das Alter auf über 61 Millionen Jahre bestimmt. Gemäss der Forscher sah der Pinguin bereits den modernen, heutigen Königspinguinen sehr ähnlich, war aber rund 150 Zentimeter gross, etwa 30 Zentimeter mehr als die Kaiserpinguine heute. Die Resultate der Wissenschaftler bedeuten, dass die Entwicklung der Pinguine bereits früher auseinander ging, als bisher vermutet. Wahrscheinlich ist, dass sich die Pinguine schon zu den Zeiten der Dinosaurier von ihren nächsten Verwandten abgespalten hatten.
Zunehmender Schmelzwassereintrag von den Gletschern Antarktikas gilt als eine der schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels im Südpolarmeer. Doch bisher galt das Schicksal dieses Süsswassers, das auf der Unterseite der Gletscher ins Meer fliesst, unbekannt. Ein internationales Forschungsteam hat nun herausgefunden, warum das Süsswasser oft unter der Meeresoberfläche zu finden ist statt sich über das dichtere Salzwasser zu legen. Das Team schlussfolgerte, dass die Erdrotation das Verhalten des Schmelzwassers beeinflusst und es so bis zu mehreren hundert Metern tief unter der Oberfläche hält.
Vor rund zwei Jahren wurde ein riesiger Riss im Larsen C Eisschelf auf der Ostseite der antarktischen Halbinsel entdeckt. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Riss sich in den letzten Monaten schneller als erwartet vergrössert hat. Lediglich 20 km Eis sind noch übrig, bevor einer der grössten Eisberge entstehen wird. Satellitenaufnahmen vom Dezember 2016 zeigen, dass der resultierende Eisberge eine Fläche von mehr als 5‘000 km2 umfassen wird und bald abbrechen wird.
Wissenschaftler planen, 10.000 lebender Krill-Organismen aus der Antarktis nach Australien zu fliegen. Dies ist Teil einer bahnbrechenden Studie, die die Auswirkungen des Klimawandels untersucht. In Zusammenarbeit mit der Australian Antarctic Division werden Forscher erstmals ein solches Projekt angehen. Die Royal Australian Air Force wird die wertvolle Fracht in speziell vorbereiteten Containern vom Wilkins Flugfeld, in der Nähe der australischen Casey Forschungsstation, nach Hobart in Tasmanien transportieren.
Antarktika weist immer noch viele Geheimnisse für Wissenschaftler auf. Eine der neuesten Zweige antarktischer Forschung ist die Suche nach mikrobiellem Leben unter dem massiven Eispanzer. Auf der neuesten Suche hat eine Gruppe von US-Forschern sich auf den Weg zum siebten Kontinent gemacht, um in einem der trockensten und leblosesten Gebiete der Welt nach Bakterien zu suchen. Die Forscher hoffen, Hinweise auf die Frage, wie Leben unter solch extremen Bedingungen möglich ist, nicht nur hier auf der Erde, sondern auch auf anderen Planeten.
Mit zunehmenden Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre löst sich auch mehr und mehr des Gases in den Ozeanen. Dies führt zu einem weiteren Problem, Ozeanübersäuerung. Seit einigen Jahren bemühen sich Umweltwissenschaftler, das Schicksal der Meeresbewohner vorherzusagen, die ihre Schalen und Skelette aus Kalzium aufbauen, wenn unsere Ozeane immer saurer werden. Ein europäisches Forschungsteam verwendete verschiedene neue Technologien, um die Moleküle und Zellen, die an der Schalenproduktion der antarktischen Muschel Laternula elliptica beteiligt sind, zu untersuchen. Sie identifizierten sieben Proteine aus der glänzenden Perlmuttschale der Muschel, zwei davon sind einzigartig für diese Muschelspezies.
In der Antarktis suchen international führende Eis- und Klimawissenschaftler nach dem ältesten Eis der Erde. Ihr Ziel ist es, einen Eiskern zu bohren der 1,5 Millionen Jahre in der Erdgeschichte zurückreicht. Ein solcher Bohrkern erlaubt, durch die Entschlüsselung vergangener Klimaprozesse, eine bessere Vorhersage des zukünftigen Klimas.
Winzige marine Fossilien, die über die Oberfläche des Transantarktischen Gebirges verteilt sind, weisen auf die Möglichkeit eines beachtlichen Anstiegs des globalen Meeresspiegels als Folge der globalen Erwärmung hin. Dies besagt eine neue Studie, die sich einem alten Rätsel der Klimageschichte der Antarktis widmet.
Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung begann viel früher als bisher angenommen. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Erwärmung bereits vor etwa 180 Jahren einsetzte, kurz nach Beginn der Industriellen Revolution. Forscher in Australien fanden Beweise für den früher als angenommenen Beginn der Erwärmung, indem sie mehr als 500 Jahre Klimadaten aus Eisbohrkernen, Korallen, Sedimentschichten und Baumjahresringen analysierten.
Aktuellste Artikel