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Das Sinfonieorchester des Kantons Schwyz spielte am Ostermontag in der katholischen Kirche in Pfäffikon Werke von Carl Nielsen, Johann Sebastian Bach und Peter Tschaikowsky.
Einmal mehr ist es dem Sinfonieorchester des Kantons Schwyz (SOKS) unter der musikalischen Leitung von Urs Bamert (Siebnen) gelungen, die am Ostermontag in grosser Zahl erschienenen Besucher mit einem hochstehenden musikalischen Konzertprogramm im klassischen Bereich zu begeistern. Zu Beginn des vorabendlichen Konzertes gelangte die Kleine Suite für Streicher op. I von Carl Nielsen (18651931) aus dem Jahr 1888 in den drei kurzen Sätzen Präludium, Intermezzo und Finale zur Aufführung. Der dänische Komponist war bereits als 14-Jähriger Berufsmusiker. Alle drei Sätze erinnern an seine glückliche Kindheit in der freien Natur, an seinen Vater wie seine Mutter.
Handschrift der Komponisten
Mit Yoko Jinnai, Oboe (Pfäffikon), und Konzertmeister Donat Nussbaumer, Violine (Altendorf), bestritten die beiden Ausserschwyzer Solisten und Berufsmusiker zusammen mit dem Orchester den zweiten Teil mit einem Doppelkonzert für Oboe, Violine und Streicher in c-Moll BWV 1060. Mit den Sätzen Allegro, Adagio und einem raschen Allegro trug es unverkennbar die Handschrift des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750). Bach betrachtete seine Werke nie als etwas Abgeschlossenes und überarbeitete sie laufend, zum Teil gerieten sie auch in Vergessenheit. Dank einer Cembalofassung wurde das Werk erhalten. Begleitet wurden die beiden Yoko Jinnai und Donat Nussbaumer von Marilena Brazzola am Cembalo.Die Solisten sowie Orchester wurden für die gelungene und tolle Darbietung mit langanhaltendem Applaus belohnt.
Gelungener Abschluss
Mit der Serenade C-Dur op 48 für Streichorchester in den Sätzen «Pezzo in forma di Sonatina»,«Andante non troppo – Allegro moderato», Walzer, Elégie und Finale (Tema Russo), – 1880 komponiert von Peter Tschaikowsky (18401893) – fand das Osterkonzert des SOKS in der katholischen Kirche in Pfäffikon seinen Abschluss. Der letzte Konzertteil mit pathetischer Einleitung wurde abgelöst von einem leichten lyrischen Walzer und erinnerte im dritten Satz an Choräle der russisch-orthodoxen Liturgie. Das Finale prägte die Atmosphäre und Inspiration von russischen und ukrainischen Volksliedern. Dramatik und Temperament bis zur Melancholie kamen hier voll zum Ausdruck.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Paul Diethelm)
Autor
Höfner Volksblatt & March Anzeiger
Kategorie
- Musik
Publiziert am
Webcode
schwyzkultur.ch/W68fYS