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|Inhalt||Foto von Dieter Wiesmann auf der CD Nomoll.|
|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||Eigenhändiger Brief mit Unterschrift¸ 20x30cm|
|Ort/Datum||Neuhausen¸ 07.03.1979|
|Inhalt||Dieter Wiesmann bedankt sich bei einer Radiohörerin für zugesandt Süssigkeiten und berichtet über einen "bösen Brief¸ den eine Bernerin geschriebn hat in dem sie sich über den abscheulichen und unverständlichen Schaffhauser Dialekt beschwerte".|
Schweizer Liedermacher, Moderator, Redaktor und Apotheker
Dieter Wiesmann (* 5. Mai 1939 in Schaffhausen) ist ein Schweizer Liedermacher und Apotheker.
Dieter Wiesmann betätigte sich als Pfadfinder, machte die Matura und wurde dann Apotheker. Bereits während seines Studiums arbeitete er beim Schweizer Fernsehen als Moderator und Redaktor. Unter anderem synchronisierte und überarbeitete er Geschichten fürs Kinderfernsehprogramm. Zudem war er beim Radio tätig. 1983 war er Mitbegründer des Schaffhauser Lokalradiosenders Radio Munot.
Zwischen 1974 und 1999 gab Dieter Wiesmann über 2000 Konzerte und veröffentlichte elf Alben. 1980 machte er eine Tournee im ersten rollenden Eisenbahntheater der Welt. 1989 wurde ihm eine Goldene Schallplatte für das Kinderlieder-Album Matthias verliehen. Dieses wurde von Reinhard Mey produziert.
Die Karriere als Chansonnier beendete Wiesmann im Prinzip 1999. Seine beiden letzten Konzerte gab er allerdings anlässlich seines 65. Geburtstags am 5. und 12. Mai 2004 im Stadttheater Schaffhausen.
Hauptberuflich war er Mitinhaber der Zentralapotheke in Neuhausen am Rheinfall. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Patrick Gschwend beschäftigte er 15 Mitarbeiterinnen.
Dieter Wiesmann wohnt in Zürich und ist heimatberechtigt in Neunforn.
Wiesmann schrieb weit über hundert Lieder. Er benutzte fast ausschliesslich den Schaffhauser Dialekt. Beispiele für Lieder in der Standardsprache sind die Lovestory zwischen der Geig' und der Flöten und das Höhlenopus (Immer nur Gras).
Wiesmann zeichnete sich in seinem Schaffen als exakter Beobachter aus. Er versuchte, sein Umfeld auf amüsante und z.T. nutzlose Art zu beschreiben. So berichtete er etwa bei der Einstellung des Schaffhauser Trambetriebs wie ein Kunstexperte darüber, dass die Heizungsabdeckung dasselbe (altmodische) Muster aufweise wie ein Teil der Eingangstreppe und man allein schon deshalb die Schliessung bedauern müsse.
Seine deutlich von Reinhard Mey beeinflussten Lieder kreisen um das individuell empfundene und formulierte Unbehagen in der Gesellschaft (Normal).
Die Liebe ist wohl das beliebteste Thema bei Liedermachern. Bei Wiesmann wird das Thema umfänglich abgehandelt. Er beschreibt das Älterwerden der Liebe (Aus Stunden werden Jahre, Mehr als 20 Jahre – hoffentlich nochmals 20 Jahre) genauso wie käufliche Liebe (Eine Verzweiflungsliebe), Sommerliebe oder das Einsamsein (Manchmal streichelt sie sich selbst).
Wiesmann gelang es mit dem Lied Blos e chlini Stadt ein Lied zu schreiben, das zu einer Hymne für seine Heimatstadt Schaffhausen wurde. Das Lied entstand Ende der 60er Jahre für ein Cabaret. Es wird immer zum Tagesausklang kurz vor Mitternacht auf Radio Munot gespielt.
Ebenfalls weitherum bekannt – zumindest in der Ostschweiz – ist das Lied Tuusigfüessler Balthasar, welches auf Wiesmanns einziger Kinderplatte Matthias erschienen ist.

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