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Tag der Freiwilligen: Tdh gibt Freiwilligen weltweit das Wort
Asmaa, Senu Ara, Elodie. Drei junge Frauen, die viele Kilometer und Lebenswirklichkeiten trennen. Ihre Gemeinsamkeit? Die Syrierin, die Rohingya und die Schweizerin gehören zu den Tausenden von Freiwilligen, die sich lokal engagieren, damit Terre des hommes gefährdeten Kindern zu einer Kindheit verhelfen kann. Anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen sollen sie zu Wort kommen!
Asmaa, 22 Jahre, Jordanien
„Ich wollte Freiwillige werden, um meinerseits helfen zu können. Ich komme aus Damaskus. Ich bin 2013 aus Syrien geflohen, weil ich mich dort nicht sicher fühlte, mein Kind zur Welt zu bringen. Nachdem ich in einem Flüchtlingslager in Jordanien angekommen bin, habe ich begonnen, an den Aktivitäten von Terre des hommes (Tdh) teilzunehmen. Das half mir, dem engen Zusammenleben in der Flüchtlingskarawane zu entkommen und wieder Vertrauen zu gewinnen. Diese Unterstützung motivierte mich, eine Ausbildung zu machen, um als Freiwillige arbeiten zu können. Alles, was ich bei Tdh auf dem Gebiet der psychologischen und sozialen Unterstützung gelernt habe, kann ich jetzt für Flüchtlingskinder verwenden. Ich betreue Animationen für Kinder, Zeichenateliers und Fussballtrainings. Diese Funktion erlaubt mir, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen und quälende Gedanken loszuwerden. Ich liebe meine Arbeit. Ich habe das Gefühl, innerhalb der Gemeinschaft jemand geworden zu sein.“
Senu Ara, 25 Jahre, Bangladesch
„Ich bin Helferin für die Rohingya-Gemeinschaft im Flüchtlingslager von Kutupalong in Bangladesch. Ich wollte diesen Menschen helfen, die in Myanmar Schreckliches erlebt haben. Ohne unsere Arbeit wüssten sie nicht, wohin sie sich im Lager wenden können, um Unterstützung zu erhalten, was ihr Leid noch erhöhen würde. Rohingya-Familien sind neuen Personen gegenüber oft misstrauisch und wollen keine Klinik aufsuchen. Ich bin da, um sie zu beruhigen, dass sie Tdh vertrauen können und eine gute Pflege und Medikamente erhalten werden. Bei Hausbesuchen in Rohingya-Familien mache ich Gesundheitsaufklärung und Schwangerschaftsvorsorge. Ich identifiziere auch Kinder, die Pflege benötigen, wie diesen Jungen, der starken Durchfall und eine Augeninfektion hatte. Ich sprach mit seiner Mutter, um sie davon zu überzeugen, ins Gesundheitszentrum zu kommen und einen Arzt aufzusuchen.“
Elodie, 22 Jahre, Schweiz
„Wir haben diesen Herbst an der Universität Lausanne eine mobile Notunterkunft aufgebaut, die in den Irak geschickt werden soll. Wir wollten damit für die Situation von Binnenflüchtlingen in vom Islamischen Staat zerstörten Gebieten sensibilisieren. Dies erlaubte uns, die dortigen Lebenswirklichkeiten bei uns nachzubilden und uns mit Realitäten auseinanderzusetzen, die wir nur in der Theorie kennen. Die Präsentation des Projekts Better Shelter, bei dem Terre des hommes mitwirkt, war eines der ersten Events, die unsere neue Tdh-Freiwilligengruppe Studierender an der Universität Lausanne organisiert hat. Davor habe ich mich schon seit drei Jahren in der Freiwilligengruppe von Lausanne bei anderen Aktionen wie dem Orangenverkauf engagiert. Es macht mir Freude, Freiwillige zu sein, ich erwerbe Kompetenzen und es gibt mir Ideen für die Themen meiner Seminararbeiten in Soziologie. Ich konnte zum Beispiel einen Spezialisten von Tdh zur Frage der Frühheirat interviewen. Diese Erfahrungen machen mir Lust, später einmal in der humanitären Hilfe zu arbeiten.“
Freiwillige spielen für Terre des hommes eine sehr wichtige Rolle. Ein grosses Dankeschön für ihre Mitwirkung und ihr Engagement!
Bildnachweis: © Tdh