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Die Erkältung ist eine der häufigsten Erkrankungen: Erwachsene erkälten sich zwei- bis dreimal im Jahr, Kinder gar noch häufiger. Was kann man dagegen tun?
Typische Symptome einer Erkältung (auch grippaler Effekt genannt) sind Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen. Verschiedene Viren können für diese Atemwegsinfektion verantwortlich sein. Üblicherweise erkältet man sich, wenn das Immunsystem geschwächt ist – zum Beispiel wegen Kälte.
Die Therapie einer Erkältung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern – zum Beispiel durch Inhalieren von Dampf, heisse Getränke mit Honig und körperliche Schonung. Antibiotika helfen bei einer virusbedingten Erkältung nur dann, wenn zusätzlich eine Infektion durch Bakterien vorliegt (sogenannte bakterielle Zweitinfektion oder Superinfektion).
Zu 100 Prozent kann man einer Erkältung nicht vorbeugen – wer jedoch seine Abwehrkräfte fördert, senkt sein Risiko, eine Erkältungskrankheit zu bekommen. Eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Schlaf und Bewegung stärken das Immunsystem, das dann Erkältungserregern besser standhalten kann.
Eine Erkältung zeigt sich vor allem durch Husten und Schnupfen. Sie ist grundsätzlicher milder als eine Grippe.
Der Begriff Erkältung (auch grippaler Infekt genannt) bezeichnet eine durch Viren ausgelöste, akute Infektion der oberen Atemwege. Das Auftreten von Erkältungskrankheiten steht meist in Zusammenhang mit einem – etwa durch Stress oder Einwirkung von Kälte – geschwächten Immunsystem.
Wenn man wegen der wenig kennzeichnenden Symptome von einer Erkältung spricht, kann unter Umständen auch eine milde verlaufende Grippe-Infektion die Ursache für die Beschwerden sein. Da die echte Grippe (Influenza) im Extremfall lebensbedrohlich sein kann, ist es wichtig, im Frühstadium zwischen einer Erkältung und einer Grippe zu unterscheiden.
Eine Erkältung kann durch viele unterschiedliche Erkältungsviren entstehen und ist deutlich harmloser als die echte Grippe. Sie kündigt sich meist durch Kratzen oder Schmerzen im Hals an und entwickelt sich dann langsam über mehrere Tage weiter, wobei nur die oberen Atemwege infiziert sind.
Eine echte Grippe (auch Influenza genannt) entsteht durch Grippeviren. Im Gegensatz zur Erkältung beginnt sie typischerweise plötzlich und heftig und betrifft den ganzen Körper.
Der Begriff Sommergrippe steht für im Frühling, Sommer und Frühherbst auftretende Erkältungskrankheiten, die meist mit Fieber einhergehen.
Die Erkältung ist eine sehr häufig auftretende Infektion: Durchschnittlich haben Erwachsene zwei bis drei Erkältungen im Jahr, Kinder im Vorschulalter sogar vier bis acht.
Eine Erkältung entsteht trotz der Bezeichnung nicht durch Kälte, sondern durch Krankheitserreger – in der Regel durch Viren. Allerdings erkältet man sich üblicherweise, wenn das Immunsystem des Körpers geschwächt ist (z.B. durch Stress oder Kälteeinwirkung).
Für eine Erkältung (grippaler Infekt) kommen als Ursachen über 200 Virustypen infrage:
Andere mit seiner Erkältung anstecken kann nicht nur, wer offensichtlich erkältet ist. Auch scheinbar gesunde Menschen können einen grippalen Infekt verbreiten. Denn bereits in der Inkubationszeit ist eine Erkältung ansteckend – also wenn die Infektion schon stattgefunden hat, sich aber noch nicht bemerkbar macht. Die Erkältungsviren können wie folgt von Mensch zu Mensch gelangen:
Ist der Körper durch die (virusbedingte) Erkältung geschwächt, haben es Bakterien einfacher sich auszubreiten. Wenn zusätzlich zur Erkältungssymptomatik auch Beschwerden durch eine bakterielle Infektion hinzukommen, spricht man von einer Mischinfektion beziehungsweise Superinfektion. Häufigste Ursachen für solche bakteriellen Superinfektionen sind Streptokokken (zum Beispiel A-Streptokokken), Staphylokokken und Pneumokokken. Bakterien sind oft für die schweren Komplikationen von Erkältungskrankheiten verantwortlich.
Eine Erkältung (grippaler Infekt) äussert sich durch viele Symptome, die von Fall zu Fall unterschiedlich schwer sein können. Klassische Erkältungssymptome sind:
Normalerweise beginnt eine Erkältung langsam. Die verschiedenen Symptome treten dabei nach und nach auf und wechseln einander teils ab.
Zu Beginn oder im weiteren Verlauf einer Erkältung treten allgemeine Symptome auf, die auch oft bei anderen Erkrankungen vorkommen. Häufige Allgemeinsymptome bei Erkältungen sind zum Beispiel:
Vor allem erkältete Kinder entwickeln gelegentlich auch Fieber. Wenn sich die Entzündung auf- oder absteigend ausbreitet, können weitere Allgemeinsymptome und auch spezifischere Symptome hinzukommen.
Wer erkältet ist, hat eine akute Entzündung der Schleimhäute (Katarrh) von Nase und Rachen. Entsprechend ist die Erkältung durch Symptome im Nasen- und Rachenbereich gekennzeichnet. Meist kündigt sich ein grippaler Infekt durch eine Rachenentzündung an. Typisch hierfür sind:
Durch die entzündete Nasenschleimhaut verursacht ein grippaler Infekt anfangs ein Kitzeln in der Nase und Niesreiz. Diese Symptome gehen rasch in Schnupfen über: Es entsteht ein wässriges bis schleimig-eitriges Sekret. Damit löst eine Erkältung folgende weitere Symptome aus:
Wenn die Atemwegsentzündung bei einer Erkältung (grippaler Infekt) auch die Kehlkopfschleimhaut betreffen (vor allem die Schleimhaut über den Stimmbändern), liegt eine Kehlkopfentzündung vor. Typische Anzeichen hierfür sind Heiserkeit und bellender Husten. Es können teils auch starke Halsschmerzen auftreten. In schweren Fällen kann die Stimme versagen.
Bei Kleinkindern kommt es im Rahmen einer Erkältung nicht selten zur als Pseudokrupp bezeichneten Form von Kehlkopfentzündung. Kennzeichnende Symptome sind ein bellender Husten und Atemnot mit pfeifenden Geräuschen beim Einatmen.
Bei einer Erkältung kann sich auch die Luftröhren- und Bronchialschleimhaut entzünden: Typische Symptome für diese Luftröhren- und Bronchien-Entzündung (akute Tracheitis und akute Bronchitis) sind Husten mit schleimig-eitrigem Auswurf und Brustschmerzen.
Diese Symptome einer Luftröhren- und Bronchien-Entzündung können auch bei anderen, ernsthaften Erkrankungen auftreten. Wenn die Beschwerden nicht eindeutig auf eine Erkältung zurückzuführen sind, ist es daher wichtig, sie ärztlich abklären zu lassen.
Bei einer Erkältung gelingt die Diagnose oft schon anhand der geschilderten Beschwerden (Anamnese) und der körperlichen Untersuchung. Bei der Untersuchung fallen in erster Linie die geröteten Nasen- und Rachenschleimhäute auf. Weissliche Beläge auf den Mandeln, auch Stippchen genannt, sind ein Hinweis auf eine bakterielle Mandelentzündung (Tonsillitis), die unabhängig von einer Erkältung entsteht.
Bei vorher gesunden Menschen reichen die Erfassung der Beschwerden und die Untersuchung vollkommen aus, um die Erkältung zu diagnostizieren. Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung oder ist verläuft ein grippaler Infekt untypisch oder langwierig, ist eine Röntgenaufnahme der Lunge zur Diagnose sinnvoll. Zusätzlich bewertet der Arzt das Blutbild.
Bei einer virusbedingten Erkältung kann die Abgrenzung zur Grippe schwierig sein. Da die echte Grippe schwerwiegender verlaufen und mit Komplikationen einhergehen kann, ist es aber wichtig, rechtzeitig festzustellen, ob eine echte Grippe oder ein gewöhnlicher grippaler Infekt vorliegt. Hier kann zur richtigen Diagnose möglicherweise eine Blutuntersuchung beitragen, bei der man im Blut nach Entzündungszeichen sucht.
Eine Erkältung verschwindet meist ohne Therapie von selbst wieder. Die Therapie ist symptomatisch – das bedeutet: Die Behandlung unterdrückt die unerwünschten Beschwerden, beseitigt jedoch nicht die Krankheitsursache. Da Viren für Erkältungen verantwortlich sind, helfen Antibiotika nicht, weil sie nur gegen Bakterien wirken.
Bei einer Erkältung können zur Therapie schon allgemeine Massnahmen ausreichen. Was Sie selbst tun können, um die Erkältungssymptome zu lindern und Ihre Genesung zu unterstützen, ist:
Daneben sind auch verschiedene Hausmittel gegen eine Erkältung bekannt: Mancher schwört bei einer Erkältung als Hausmittel auf Ingwertee (frischer Ingwer in heissem Wasser mit Zitronensaft und Honig), andere bevorzugen zur Therapie die Inhalation von Teebaum- oder Pfefferminzöl oder legen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf das Nachtschränkchen, damit die Dämpfe den Schnupfen lindern.
Dass es bei einem grippalen Infekt hilft, besonders viel zu trinken, ist wissenschaftlich nicht belegt. Ein Erkältungstee, andere warme Getränke oder die klassische Hühnersuppe können bei einer Erkältung aber wohltuend sein.
Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) können zur Therapie auch Medikamente zum Einsatz kommen: Es stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die bei einem grippalen Infekt helfen. Wer jedoch hofft, dank der Medikamente seine Erkältung schnell loswerden zu können, wird enttäuscht sein. Denn die Ursache des grippalen Infekts lässt sich nicht beseitigen: Es gibt kein spezielles Erkältungsmittel, das gegen Erkältungsviren wirkt. Die Therapie dient nur dazu, die Beschwerden zu lindern.
So können Sie bei einer Erkältung schmerzlindernde Medikamente gegen Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen einnehmen – wie beispielsweise Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Für Kinder, die erkältet sind, eignen sich Medikamente mit ASS aber nicht: Denn dadurch können sie das Reye-Syndrom entwickeln.
Das Reye-Syndrom kann mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma einhergehen sowie Hirn- und Leberschäden verursachen. Dieses Krankheitsbild können Kinder entwickeln, wenn sie während einer Viruserkrankung ASS einnehmen. Darum gilt bei einer Erkältung im Baby- und Kindesalter: bloss kein ASS!
Oft kommen bei einer Erkältung auch abschwellende Nasentropfen zum Einsatz, um die Atmung zu erleichtern und Ohrendruck zu behandeln. Aber Achtung: Wer die Mittel länger als eine Woche anwendet, riskiert einen Gewöhnungseffekt und Dauerschnupfen.
Geht ein grippaler Infekt mit trockenem Reizhusten einher, ist eine wenige Tage dauernde Behandlung durch hustendämpfende codeinhaltige Medikamente empfehlenswert. Bei zähem Husten können schleimlösende Hustensäfte eine Hilfe sein. Solche Schleimlöser sind allerdings bei Kleinkindern und alten Menschen mit Vorsicht gegen die Erkältung anzuwenden, da diese Probleme haben, den Schleim auch auszuhusten.
Früher war bei einer Erkältung eine Therapie mit Antibiotika oft selbstverständlich. Heute weiss man: Bei einer akuten Erkältung helfen diese Medikamente nicht. Denn Antibiotika wirken ausschliesslich gegen Bakterien. Nur wenn ein grippaler Infekt mit einer bakteriellen Entzündung einhergeht (Mischinfektion), ist es manchmal ratsam, diese unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum zu behandeln.
Bei einer Erkältung in der Schwangerschaft gilt: Bevor Sie Medikamente gegen Ihre Beschwerden einnehmen, halten Sie am besten ärztliche Rücksprache. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen sagen, welche Mittel Sie bedenkenlos gegen Ihre Erkältung anwenden können. Da ein grippaler Infekt kein besonderes Risiko für Mutter und Kind ist, können Sie bei der Behandlung auch weitgehend auf Medikamente verzichten.
Bei einer Erkältung ziehen viele Menschen zur Therapie auch alternative Heilmittel in Betracht. Zu den zahlreichen alternativen Heilverfahren zählt zum Beispiel die Homöopathie oder die Akupunktur. Ob sich ein grippaler Infekt durch diese Massnahmen wirklich lindern oder verhindern lässt, ist häufig zweifelhaft. Grundsätzlich ist es wichtig, sich ärztlich beraten zu lassen.
Eine Erkältung (grippaler Infekt) nimmt meist einen begrenzten Verlauf und klingt nach acht bis zehn Tagen von selbst wieder ab.
Eine Erkältung führt in ihrem Verlauf selten zu Komplikationen. Auch eine Erkältung in der Schwangerschaft stellt in der Regel kein Risiko für Mutter und Kind dar. Wer seine Erkrankung jedoch ignoriert und sich nicht schont, sondern zum Beispiel trotz Erkältung Sport treibt, steigert das Komplikationsrisiko.
Eine virusbedingte Erkältung kann im weiteren Verlauf zu Komplikationen führen, indem sie das Immunsystem schwächt: Dann entsteht leicht eine zusätzliche bakterielle Infektion (sogenannte Superinfektion), welche die Erkältungsbeschwerden verschlimmern kann. Typisches Zeichen ist ein verlängerter Krankheitsverlauf oder Fieber. Die Ausbreitung der Bakterien kann zu folgenden Erkrankungen führen:
Zu den nach einer Erkältung extrem seltenen Komplikationen zählt die durch Viren verursachte Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Sie ist gekennzeichnet durch Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit und rasche Ermüdbarkeit.
Man kann einer Erkältung nicht sicher vorbeugen. Um eine Ansteckung möglichst zu verhindern, ist es allerdings ratsam, den Kontakt mit Erkälteten möglichst zu meiden. Erreger einer Erkältung können sich durch Husten oder Niesen in der Luft verteilen und haften daher auch auf Gegenständen. Berühren andere Menschen diese Dinge, können die Erreger wiederum über ihre Hände in die Atemwege gelangen. Vor allem in der Erkältungssaison ist es deshalb wichtig, sich regelmässig die Hände mit Seife zu waschen, um die Erreger zu beseitigen. Trinken Sie ausserdem lieber nicht aus Tassen oder Flaschen, aus denen bereits jemand anders getrunken hat.
Ausserdem ist es allgemein empfehlenswert, das Immunsystem zu stärken: Dabei helfen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Auch regelmässige Saunagänge halten die Immunabwehr des Körpers fit und tragen so dazu bei, dass man Erkrankungen wie eine Erkältung leichter abwehren kann. Die Sauna wirkt sich allerdings bei einer schon bestehenden akuten Erkältung oder gar einer Grippe negativ aus. Wenn Sie einer Erkältung vorbeugen möchten, ist auch ein ausreichender, erholsamer Schlaf besonders wichtig. Die Vermutung, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C vor Erkältungen schützt, hat sich jedoch nicht bestätigt.
Mit einer Grippeschutzimpfung können Sie einer Erkältung nicht vorbeugen: Diese Impfung schützt nicht vor Erkältungen, sondern nur vor der echten Grippe.
Viele Mütter fragen sich: Darf ich mein Baby trotz Erkältung stillen? Die Antwort lautet: Ja. Denn das Baby kann sich schon bei seiner Mutter anstecken, bevor diese merkt, dass sie erkältet ist. Darum ist Muttermilch nun besonders wichtig: Sie enthält Antikörper, die das mütterliche Immunsystem gegen die Erreger gebildet hat – und schützt so das Baby vor dem grippalen Infekt.