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Bevor am Wochenende ein kräftiges Hoch das Wetterzepter übernimmt, streifte heute noch ein letztes Frontensystem die Schweiz und sorgte für spannende Wolkenformationen.
Wetter
Bevor am Wochenende ein kräftiges Hoch das Wetterzepter übernimmt, streifte heute noch ein letztes Frontensystem die Schweiz und sorgte für spannende Wolkenformationen.
Heute Freitag verlagerte sich ein kräftiges Teiltief von der Nordsee nach Südschweden und lenkte aus Westen erst eine Warmfront, am Nachmittag dann die zugehörige Kaltfront über Mitteleuropa und die Schweiz. Die Warmfront war nur schwach wetteraktiv und brachte abgesehen von Wolkenfeldern nur wenig Regen, welcher nur in der Ostschweiz den Boden erreichte.
Zwischen den zwei Fronten, im Warmsektor des Tiefs, gab es über den Alpen vorübergehend grössere Auflockerungen, ganz wolkenlos wurde es aber nicht. Vor allem in den mittleren Schichten blieb die Luft angefeuchtet. Dank einer stabil geschichteten Atmosphäre und einer kräftigen nordwestlichen Höhenströmung bildeten sich über den Alpen elegante, linsenförmige Wolken.
Die in der Fachsprache (altocumulus) lenticularis genannten Wolken sind umgangssprachlich vor allem als Föhnwolken oder Föhnfische bekannt. Auch wenn Altocumulus Lenticularis bei Föhn relativ häufig auftreten, so ist dieser keine Voraussetzung für deren Entstehung.
Lenticularis-Wolken sind stationäre, linsenförmige Wolken. Für die Bildung braucht es genügend Feuchtigkeit in den mittleren Schichten sowie atmosphärische Wellen. Diese entstehen in erster Linie bei der Überströmung von Gebirgen bei einer stabilen Schichtung der Atmosphäre auf Kammniveau.
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