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Paul Schatz wurde am 22. Dezember 1898 in Konstanz am Bodensee geboren. Das gutbürgerliche Elternhaus - der Vater war Stadtrat und Besitzer einer kleinen Maschinenfabrik - prägte das Leben des Jugendlichen. Die technischen Entwicklungen des neuen Jahrhunderts, insbesondere der Luftfahrt, faszinierten ihn. Im zweiten Kriegsjahr, 1916, erhielt der hochbegabte Schüler den Graf Zeppelin-Preis, ein Stipendium für die besten Leistungen in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Als Siebzehnjähriger kam er als Funker an die Westfront. Nach dem Krieg begann er in München an der Technischen Hochschule Mathematik und Maschinenbau zu studieren. Kurz vor dem Diplom wechselte er zum Studium der Astronomie über. Enttäuscht von der heutigen Wissenschaft und ihrem einseitig abstrakten Denken, brach er 1922 sein Universitätsstudium ab und begann eine künstlerische Ausbildung an der Holzschnitzschule Warmbrunn im Riesengebirge.
Von 1924 bis 1927 war er in einem eigenen Atelier am Bodensee als Bildhauer tätig. In dieser Zeit begann auch ein intensives Studium der Anthroposophie, aus dem heraus er sich immer mehr die Frage nach dem Quell seines künstlerischen Schaffens zu stellen. Die Frage wurde bewegt "... in dem Verlangen, ein Denken zu finden, in dessen Klarheit das Künstlerische nicht erfriert, und ein wahres Kunstschaffen zu erreichen, das einem erkennbaren, nicht dunklen unkontrollierbaren Quell entströmt." (Paul Schatz)
Als Ergebnis dieser Auseinandersetzung veröffentlichte er sein Buch "Der Weg zur künstlerischen Gestaltung in der Kraft des Bewusstseins". (Eigendruck, Konstanz 1927)
Mit seiner Lebensgefährtin Emmy Schatz-Witt zog er 1927 nach Dornach/CH, wo er als Künstler, Erfinder und Techniker bis zu seinem Tod am 7. März 1979 lebte und arbeitete.
Die Entwicklung neuer technischer Gestaltungen verstand Paul Schatz stets im Sinne des griechischen "techne" zugleich als Kunstausübung. Sein Lebensideal galt der Verwirklichung einer neuen natur- und menschengemässen Technik.