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Eine wichtige Frage welche die Forschung zur sozial-kognitiven Entwicklung beschäftigt, ist wie sich der Zusammenhang von Handlungsverstehen und Handlungsausführung entwickelt. Die bisherige Forschung beschäftigte sich damit vorwiegend aus Sicht der Entwicklung in der frühen Kindheit, dem Alter in dem Kinder sowohl beginnen, selbst zu handeln als auch die Handlungen Anderer zu verstehen. Allerdings kam diese Forschung bislang zu keiner zufriedenstellenden Antwort. Es ist nach wie vor nicht geklärt, ob der Mensch erst eine Handlung ausführen können muss, um sie bei Anderen zu verstehen, oder ob es umkehrt so ist, dass Handlungen selbst dann verstehen werden, wenn sie selbst noch nicht ausgeführt werden können.
Mit dem beantragten Projekt soll diese Frage aus der Perspektive der Entwicklung über die Lebensspanne untersucht werden. Getestet werden Handlungsverstehen und -ausführung bei einer Stichprobe von jungen bis alten Erwachsenen in einem Altersbereich von 20 bis 80 Jahren. Neben dem Untersuchungsschwerpunkt des Handlungsverstehens und der Handlungsausführung werden verschiedene weitere Aspekte wie fein- und grobmotorische Fähigkeit sowie kognitive Fähigkeiten mitberücksichtigt. Auf diese Weise soll die Frage geklärt werden, wie sich Verstehen und Ausführung von zielgerichteten Handlungen sich über die Lebensspanne entwickeln und ob und wie sich diese beiden Aspekte mit steigendem Lebensalter in gegenseitiger Abhängigkeit oder Unabhängigkeit verändern