Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03111.jsonl.gz/38

Heute um 18 Uhr 15 im Kino Rhätia in Thusis im Zuge der sogenannten Weltfilmtage zu sehen: Ein Film über Liebe und Leiden:
Gängige Geschichten hat die Japanerin Naomi Kawase noch nie erzählt. Sie setzt bei den Realitäten an, die sie in ihrer Heimatregion findet, und entwirft daraus zum Beispiel eine Liebesgeschichte. Diese spielt sich nicht nur um drei Menschen ab, die Natur wirkt da mindestens so prägend.
Kayoko ist Textilfärberin und lebt mit dem Werber Tetsuya zusammen, der seine Leidenschaft in der Kochkunst auslebt. Der Dritte im Bunde ist Takumi. Er fertigt Holzskulpturen und lebt abgeschieden im Grünen.
Man weiß nicht, wie lange das Dreiecksverhältnis andauert, aber ein dramatisches Element bringt es in Bewegung: Kayoko ist schwanger. Dies eröffnet sie ihrem Liebhaber nach einem Nachmittag voller Sinnlichkeit, als gehöre es zum Abschiedsgruß.
Ein visuelles Gedicht über die Liebe, die Leiden schafft.
Hintergrund
Kawase studierte Film an der Universität für visuelle Künste in Ōsaka. Während des Studiums und auch nachdem sie es 1989 beendet hatte, realisierte sie einige experimentelle Kurzfilme und Dokumentarfilme. In den meisten dieser frühen Filme setzte sie sich mit dem Thema Familie auseinander und verarbeitete eigene Erlebnisse.
Die Regissörin wurde von ihren Eltern verlassen und wuchs bei ihren Großeltern auf. In In deinen Armen aus dem Jahr 1992 wird gezeigt, wie Kawase versucht, ihren Vater wiederzufinden. Die Beziehung zu ihrem Vater thematisierte sie auch in einem späteren Dokumentarfilm: Um mich herum Stille (2001).
Ihr Spielfilmdebüt gab Kawase, die die Drehbücher zu all ihren Filmen selbst verfaßt, 1996 mit Moe no Suzaku.
(Hintergrundinfo: Wikipedia)