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Kastration/Sterilisation
Kastration bzw. Sterilisation
Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass für alle Katzen, die in der Schweiz auf eine Adoption warten, einfach nicht genug Haushalte zur Verfügung stehen. Indem Sie Ihre Katze kastrieren bzw. sterilisieren lassen, können Sie einen wichtigen Beitrag zur Kontrolle der Katzen-Überbevölkerung leisten, und das ist noch nicht alles. Forschungsergebnisse belegen, dass kastrierte bzw. sterilisierte Haustiere ein längeres Leben haben und einem geringerem Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme einschliesslich bestimmter Krebsarten ausgesetzt sind.
Vorteile für Kater
Nicht kastrierte Kater setzen drinnen wie draussen auf ihrem Territorium Duftmarken mit streng riechendem Urin mit starkem Nachgeruch. Auf der Suche nach läufigen Katzen legen sie beim Herumstreunen grosse Entfernungen zurück und gehen häufig verloren oder werden durch Verkehrsteilnehmer verletzt oder getötet. Ausserdem kommt es zu Kämpfen mit anderen Katern, was zu Wunden, Abszessen und Infektionen mit tödlichen Katzenkrankheiten führt. Durch eine Kastration werden die aggressiven Impulse Ihrer Katze vermindert und somit die Wahrscheinlichkeit gesenkt, sich im Kampf zu verletzen. Daneben wird Ihr Kater aber auch leidenschaftlicher, zufriedener und glücklicher.
Vorteile für Katzen
Entgegen der verbreiteten Meinung ist es nicht besser, Katzen vor der Sterilisation einmalig gebären zu lassen. Brusttumore und Gebärmutterentzündungen kommen bei Katzen, die Nachwuchs hatten, deutlich häufiger vor.
Katzen werden über einen Zeitraum von jährlich acht Monaten alle drei Wochen läufig. Sie miauen und artikulieren sich unaufhörlich und locken viele laute und stinkende Kater an die Haustür. Ihre Katze zwecks Vermeidung einer Paarung nicht nach draussen zu lassen, ist für Sie und Ihre Katze gleichermassen traumatisch. Sollte Ihre Katze jedoch irgendwie nach draussen entwischen, sorgt sie für ungeplanten Nachwuchs, für den man vielleicht nur schwer ein neues Zuhause finden wird. Die Sterilisation trägt dazu bei, dass Ihre Katze zärtlicher und heimeliger wird.
Gewichtszunahme
Eine Kastration verursacht bei Katzen keinen unmittelbaren Gewichtszuwachs und wirkt sich normalerweise nicht auf ihr Aktivitätsniveau aus. Eine chirurgische Sterilisation kann jedoch zu mehr Körpergewicht führen, weil sich der Stoffwechsel leicht verändert und das Aktivitätsniveau mit zunehmender Reife normalerweise abnimmt. Sollte Ihre Katze nach dem Eingriff tatsächlich zunehmen, verringern Sie einfach die Futtermenge und erhöhen das Aktivitätsniveau oder erwägen die Umstellung auf kalorienarme Fertignahrung. Manche Marken-Spezialnahrungen für Katzen umfassen auch Nahrungsmischungen „für die nachoperative Pflege", die speziell unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Katzen nach einer Sterilisation entwickelt wurden.
Reduzieren Sie die Anzahl ungewollter Katzen
Jedes Jahr werden Millionen ungewollter Kätzchen und Katzen eingeschläfert. Ausgenommen wenn Sie sich mit der professionellen Züchtung reinrassiger Haustiere beschäftigen, zeigen Sie durch Kastration bzw. Sterilisation Ihrer Katze ein engagiertes und verantwortungsvolles Verhalten. Eine nicht sterilisierte Katze kann jedes Jahr bis zu drei Mal Nachwuchs mit bis zu sechs Kätzchen pro Wurf bekommen. In fünf Jahren wären so über 200.000 Nachfahren möglich!
Vor und nach der Operation
Nach der Konsultation mit Ihrem Tierarzt befolgen Sie entsprechend die Anleitung, gemäss der das Tier vor dem Eingriff kein Futter und Wasser mehr erhält. Bei der Operation werden bei Katern beide Hoden und bei Katzen die Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Tierarztpraxis, in welchem Alter dort Katzen bevorzugt kastriert bzw. sterilisiert werden. Je nach Praxis kann das Alter verschieden sein, der Eingriff aber für männliche wie weibliche Tiere bereits ab einem Alter von zwei Monaten erfolgen.
Nach dem Eingriff sollten die Katzen ein paar Tage lang nicht aus dem Haus gelassen, in ruhiger Umgebung gehalten und von sprunghaften Bewegungen sowie vom Beissen und Knabbern an der Naht abgehalten werden. Ihr Tierarzt wird Ihnen mitteilen, wie das Tier nach dem Eingriff zu pflegen ist und ob die Nähte zu entfernen sind oder sich auf natürliche Art auflösen werden.