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Verankerung des Romanischen in den Verfassungen
des Bundes, des Kantons Graubünden und der bündnerischen Gemeinden
Auf Bundesebene ist Romanisch Landessprache sowie, im Verkehr mit der romanischsprachigen
Bevölkerung, Amtssprache. Hierbei sind alle fünf Idiome gleichberechtigt.
Romanen haben damit die Möglichkeit und das Recht, mit den Bundesbehörden
in Sprache und Schrift auf Romanisch zu verkehren. Publikationen des Bundes
werden jedoch nicht in den einzelnen Idiomen, sondern ausschliesslich in Rumantsch
Grischun verfasst.
Auf Kantonsebene ist Romanisch eine von drei kantonalen Landes- und Amtssprachen.
Seit 1992 bedient sich der Kanton Graubünden im Schriftverkehr mit
der romanischen Bevölkerung sowie in romanischen Verlautbarungen (Gesetzessammlung,
Kantonsblatt, Abstimmungsvorlagen etc.) ausschliesslich des Rumantsch Grischun.
Diese Praxis wird von Art. 3 des Bündner Sprachengesetzes von 2006
bestätigt.
Auf lokaler Ebene regelt jede Gemeinde in ihrer Verfassung
und in ihren Gesetzen, welche Sprache bzw. welches Idiom Amts- und/oder
Schulsprache
ist. Gemäss Art. 16 des Bündner Sprachengesetzes gelten Gemeinden,
in denen mindestens 40 % der Einwohner das angestammte Idiom sprechen,
als amtlich einsprachig, und Gemeinden, in denen wenigstens 20 % das angestammte
Idiom sprechen, als amtlich zweisprachig. Die Gemeinden haben auch die
Möglichkeit,
anstelle eines Idioms Rumantsch Grischun als Amtssprache zu bezeichnen. Lizenzhinweis