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Iron ; Anatolia; Technology; Near Eastern Archaeology; Metallurgy; socio-economy
Graber-Pesonen Joëlle, Archaeometallurgical Analysis of the Iron Age Iron Objects from Sirkeli Höyük, in - - (ed.), wird bekannt gegeben - wechselnde Verlage, wird bekannt gegeben - wechselnde Verlage.
Graber-Pesonen Joëlle, Metallfunde aus Sektor C, in Novàk Miroslav (ed.), Philipp von Zabern, Darmstadt, ---.
Eisen gehört zu den wichtigsten Grundstoffen der Welt. Die Entwicklung von Technologien zur Verarbeitung des Eisens wird in der Forschung als einer der wichtigsten Schritte in der Geschichte der Menschheit angesehen, weswegen in den Altertums- und Kulturwissenschaften namensgebend von der „Eisenzeit“ gesprochen wird. Die in Vorderasien zu verortenden Anfänge der Technologie zur Herstellung und Verarbeitung von Eisen werden aber noch immer kontrovers diskutiert; entscheidende Fragen wie z. B. zum mono- oder polyzentrisch einzuordnenden Ausgangsort und den sozialen und technologischen Umständen konnten bislang noch nicht beantwortet werden. Dieses Desiderat ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass aufgrund schwieriger Erhaltungsbedingungen bisher nur wenige archäometallurgische Materialstudien an Eisen gemacht wurden. Verfeinerte Möglichkeiten erlauben jedoch immer bessere naturwissenschaftliche Analysen. Ziel der Dissertation, die eine kulturwissenschaftliche Fragestellung mittels archäologischer und philologi-scher auf der Grundalge parallel durchzuführender naturwissenschaftlicher Methoden verfolgt, ist daher eine detaillierte Studie zur Entwicklung der frühen Eisenmetallurige Vorderasiens, insbesondere Kilikiens in der heutigen Südosttürkei. Diese in hethitischer Zeit als Kizzuwatna bekannte Region an der Nahtstelle zwischen Levante, Zypern und Anatolien wird in weiten Teilen der Forschung als frühestes Produktionsgebiet von Eisengegenständen angesehen. Grund hierfür sind v.a. textliche Überlieferungen wie ein seit längerem bekannter Brief (KBo 1.14), aus dem hervorgeht, dass bereits in der hethitischen Grossreichszeit, also vor dem traditionellen Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit, dort Mittel zur Verhüttung und Verarbeitung von Eisen bekannt waren und u. a. Waffen produziert und exportiert wurden. Mithilfe archäologischer Methoden wie Typologien und Verbreitungskarten sowie naturwissenschaftlicher Analysen soll diese Annahme einer Überprüfung unterzogen werden, um so neue Hinweise zum Beginn der Eisenproduktion zu gewinnen. Zudem sollen die textlichen Hinweise einer kritischen Reflexion unterzogen werden. Ziel ist es, die produktions-ökonomischen Faktoren für sowohl die Ursache als auch die Auswirkungen der Adaption der Eisentechnologie einer-seits sowie die sozialen Konditionen oder Folgeerscheinungen des technologischen Wandels zu analysieren.