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The Report
Regie: Scott Z. Burns
Darst.: Adam Driver, Annette Bening, Corey Stoll, Evander Duck Jr., Jon Hamm, Linda Powell, Sandra Landers, John Rothman, Victor Slezak, Guy Boyd, Alexander Chaplin u.a.
EIT – kaum jemand dürfte die Bedeutung dieser Abkürzung kennen: Enhanced Interrogation Techniques. Was es mit diesen «verbesserten Befragungstechniken» auf sich hat, macht das Filmplakat deutlich: Das Wort «Torture» mitten im Filmtitel ist rot durchgestrichen. Der junge Jurist Daniel Jones erhält als Mitarbeiter des US-Senats die Aufgabe, interne Ermittlungen aufzunehmen über das, was CIA-Schergen, ermuntert von Präsident Bush, in der Folge der Anschläge von 9/11 mit Verdächtigen machten. Nach der Analyse von Bergen von Akten stösst Jones, grossartig gespielt von Adam Driver, auf diese «verbesserten Befragungstechniken». Jones’ Vorgesetzte, die Senatorin Dianne Feinstein, hervorragend verkörpert von Annette Bening, unterstützt ihn nach Kräften, kann zunächst aber das Ausmass dieses Skandals kaum glauben. Sie konfrontiert sowohl CIA-Direktor John Brennan als auch Obamas Stabschef Denis McDonough mit den Ergebnissen der Nachforschungen. Basierend auf realen Ereignissen, ist «The Report» ein atemlos spannender Politthriller, der an Klassiker wie «All the President’s Men» oder «Mississippi Burning» erinnert. Die zweite Regiearbeit von Scott Z. Burns hat zwei prominente Produzenten: Steven Soderbergh und Jennifer Fox. Während man Soderbergh kaum vorstellen muss, hat Fox Filme wie «Syriana», «Good Night, and Good Luck», «Michael Clayton» oder «We Need to Talk About Kevin» (mit-)produziert. Matt Goldberg schreibt auf collider.com: «‹The Report› ist ein ungemein dichter Film. Wie jedes gute Journalismus-Drama mutet er uns eine Fülle an Informationen zu, fordert volle Aufmerksamkeit, um mit diesen vielen Fakten, Namen und Ereignissen Schritt zu halten. Doch zielt Burns nicht darauf ab, uns zu überwältigen; er nimmt uns aber auch nicht an die Hand. Indem er Rückblenden geschickt einsetzt, die mit Jones’ Entdeckungen übereinstimmen, vermittelt er das Gefühl, dass wir die Informationen zusammen mit ihm erfahren. (…) Auf diese Weise hatte ich nie den Eindruck, verloren zu sein, sondern war immer gespannt, die nächste Enthüllung zu erfahren und zu sehen, wie Jones sich gegen jeden wehrt, der die Wahrheit verbergen möchte.»