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Wachsbossierer/in
Wachsbossierer/in
Das Handwerk des Wachsbossierers (auch Wachsbildhauer)[1] wurde bereits im Altertum ausgeübt. In der Renaissance und dem Barock wurden insbesondere Genrefiguren und Bildnismedaillons aus Wachs hergestellt. Das dabei eingesetzte Wachs wurde zumeist mit Terpentin, Kolophonium und Baumöl gemischt und daraufhin in entsprechender Form bossiert oder auch bosseliert. Damit das Wachs die Durchsichtigkeit verlor wurde es häufig auch mit Mennige, Zinnober oder Bolus gefärbt.
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Modelle für Bildhauereien und Kunstguss, sakrale Wachsfiguren, Perlen, anatomische Präparate und schliesslich Wachsfiguren erfreuen sich im Verlaufe der Zeit weiterhin hoher Beliebtheit. Von den Wachsfiguren der Madame Tussaud beispielsweise, die ihr Handwerk im 17. Jahrhundert in Bern bei ihrem Onkel erlernen konnte, werden heute noch zahlreiche Schaulustige aus der ganzen Welt fasziniert.
Das Handwerk des Wachsbossierers lässt sich in der heutigen Zeit zwar als verschwundene Arbeit bezeichnen, dennoch gelingt es Museen, wie dem der Madame Tussaud in London oder auch dem »Musée Spitzner« mit seinem Horrorkabinett in Paris, Hundertausende von Besucher zu verzeichnen und auch entsprechend zahlreiche Angestellte mit dem Modellieren der entsprechenden Wachsfiguren zu beschäftigen.
[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet.
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Literatur
Palla Rudi: Verschwundene Arbeit. Das Buch der untergegangenen Berufe, Frankfurt am Main 1994, S. 27-28.
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