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Nach einem “sehr sachlichen und ruhigen Gespräch” habe man auch vereinbart, dass die Besetzer am Samstagabend im Gebäude eine “Informationsveranstaltung” durchführen dürften. Das sagte Markus Hächler, Mediensprecher der Spital Netz Bern AG, am Samstagnachmittag vor Ort.
Allerdings müssen die Besetzer dafür sorgen, dass nicht mehr als 120 Personen teilnehmen. Dies aus Sicherheitsgründen. Hächler sagte auch, die Besetzer hätten versprochen, das Gebäude am Sonntagabend zu verlassen. Es seien etwa 30 Personen ins Gebäude eingedrungen.
Von den Besetzern selber war für Hächlers Aussagen keine Bestätigung zu erhalten. Es würden keine Aussagen gemacht, sagte eine Aktivistin.
Die Besetzung richtete sich laut einer auf dem Internet veröffentlichten Botschaft gegen die geplante Verwendung des Zieglerspitals als Bundes-Asylzentrum. In solchen Zentren würden die Menschen eingesperrt und jegliche Selbstbestimmung werde ihnen genommen. Stattdessen solle das Zieglerspital ein von Migranten selbstverwaltetes Zentrum werden.
Derzeit gehört das Zieglerspital noch der Spital Netz Bern AG, also der Berner Spitalgruppe, die mehrere öffentliche Spitäler der Region Bern umfasst. In der kommenden Woche geht das Areal an die Stadt Bern über.
Ende Oktober entschied die Stadt Bern, dem Bund das Zieglerspital als Bundes-Asylzentrum zur Verfügung zu stellen. Mitte 2016 sollen ins mehrstöckige Gebäude 350 Asylsuchende einziehen.
In eines der Gebäude auf dem Areal ziehen bereits in den nächsten Tagen Asylsuchende in eine temporäre Asylunterkunft des Kantons Bern ein. Dieses Gebäude blieb am Samstag unbesetzt.
Seit Mitte August wird das Zieglerspital an der Grenze der Stadt Bern zu Köniz nicht mehr als Spital genutzt. Im Zug einer grossen Spitalfusion wird das Gebäude nicht mehr als Spital gebraucht.
(SDA)