Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/1440

Rund 900 Schüler haben sich dem Protest von Studenten in Hongkong gegen eine von Peking verweigerte Wahlrechtsreform angeschlossen. Viele Schüler schlossen sich gegen den Willen ihrer Eltern dem Protest an, was den Konflikt zwischen den Generationen bei diesem Thema unterstreicht.
Hunderte Oberschüler zogen am Freitag in ihren Schuluniformen vor den Amtssitz des Hongkonger Verwaltungschefs Leung Chun Ying, wo bereits hunderte Studenten ausharrten. «Ich will echte Wahlen», rief die Menge. Leung selbst erklärte sich bislang nicht zu Gesprächen mit den Demonstranten oder den Anführern der Protestbewegung bereit.
Nach dem Willen Pekings soll der Verwaltungschef Hongkongs zwar im Jahr 2017 erstmals direkt durch die Bewohner der Sonderverwaltungszone gewählt werden. Die Kommunistische Partei will jedoch vorab zwei bis drei ihr genehme Kandidaten auswählen.
Die Studenten hatten am Montag eine Boykottwoche gestartet, um ihrer Forderung nach freien Wahlen Nachdruck zu verleihen. Laut den Organisatoren versammelten sich zum Auftakt etwa 13'000 Studierende verschiedener Universitäten auf dem Campus der Chinesischen Universität.
Viele Schüler schlossen sich nun nach eigenen Angaben gegen den Willen ihrer Eltern dem Protest an, was den Konflikt zwischen den Generationen bei diesem Thema unterstreicht. Im Tamar-Park in Hongkong versammelten sich am Freitag etwa 300 vornehmlich ältere Menschen zur Unterstützung der Haltung Pekings zu einer Gegendemonstration. (whr/sda/afp)