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Der Vorbericht der Besitzer deutet auf eine Synkope (eine kreislaufbedingte, kurze Ohnmacht) hin. Eine Herzrhythmusstörung, welche spontan wieder verschwunden ist, kann nicht ausgeschlossen werden – schliesslich ist der Boxer eine Hunderasse, welche relativ häufig unter einer Herzmuskelerkrankung (der Dilatativen Cardiomyopathie) leidet, welche zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Da der Herzrhythmus im Moment aber normal ist, wird vorerst auf ein Elektrokardiogramm verzichtet.
Hingegen wird die Bauchhöhle einer Ultraschalluntersuchung unterzogen. Die Milz erscheint unauffällig – in diesem Organ können Krebsgeschwulste vorkommen, welche leicht bluten und so zu einem Kreislaufkollaps führen können. Trotzdem findet sich in der Bauchhöhle etwas Flüssigkeit, welche verdächtig nach Blut aussieht. In der Nierengegend findet sich dann die wahrscheinliche Ursache für diesen Bauchhöhlenerguss: Ausgehend von der linken Nebenniere hat sich ein Knoten von etwa 5x5x3 cm gebildet. Diese Krebsgeschwulst ist in die hintere Hohlvene eingewachsen und blockiert den Blutfluss in diesem grossen Gefäss teilweise, was mittels Doppler-Sonographie gut darstellbar ist.