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Ita Wegman, Mitbegründerin der antrophosophischen Medizin
1876-1943, geboren in Kravang, Java, Indonesien, gestorben in Arlesheim
1876-1943, geboren in Kravang, Java, Indonesien, gestorben in Arlesheim
Maria Ita Wegman wurde am 22. Februar 1876 in Indonesien als erstes Kind einer holländischen Kolonialfamilie geboren. Um die Jahrhundertwende kam sie nach Europa zurück und liess sich in Holland, teilweise in Deutschland, in Heilgymnastik und Massage ausbilden. Mit 26 Jahren begegnete sie 1902 zum ersten Mal Rudolf Steiner – sie blieb ihm und der Anthroposophie ihr ganzes Leben lang verbunden. 1906 begann sie in Zürich, dort waren auch Frauen zugelassen, das Studium der Medizin, das sie 1911 mit dem Arztdiplom und als Fachärztin für Frauenheilkunde abschloss. 1917 entwickelte sie in ihrer eigenen Arztpraxis aus Mistelessenzen ein Arzneimittel gegen Krebs. 1920 erwarb sie in Arlesheim eine Liegenschaft und begann dort mit dem Betrieb des „klinisch-therapeutischen Instituts“ – der heutigen „Ita Wegman-Klinik“. 1922 gründete sie, auch in Arlesheim, das Haus Sonnenhof, ein heilpädagogisches Heim für seelenpflegebedürftige Kinder. Im gleichen Jahr initiierte sie die Gründung einer „pharmazeutischen Fabrik“, der heutigen Weleda AG. 1923 wurde sie von Rudolf Steiner in den Gründungsvorstand der „Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft“ in Dornach berufen. 1925 publizierte sie zusammen mit Rudolf Steiner „Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen“, das Standardwerk der anthroposophischen Medizin. Im Jahr 1925 pflegte und begleitete sie Rudolf Steiner bis zu seinem Tod. 1936 ersteigerte sie sich die „La Motta“ in Brissago mit dem Ziel, daraus ein Ferienhaus für Kinder, die Dépendance zum „Sonnenhof“, zu machen. Im selben Jahr erwarb sie die „Casa di Cura Andrea Cristoforo“ in Ascona und richtete sie als Dépendance für erholungsbedürftige und rekonvaleszente Patientinnen und Patienten der „Ita Wegman-Klinik“ in Arlesheim ein. Ita Wegman starb 1943 mit 67 Jahren in Arlesheim. Ihre Asche wurde – so hatte sie es gewünscht – bei der Kapelle auf „la Motta“ begraben. "Im Tun neigen sich die Götter. Wenn wir die Dinge tun, werden uns die Engel korrigieren. Wenn wir nichts tun, haben auch die Engel nichts zu tun."