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Belastet hat etwa die Transformation von Geschäftseinheiten und zudem enttäuschte im vierten Quartal die Schadenversicherung. Dennoch dürfen sich die Aktionäre auf eine zum Vorjahr unverändert hohe Ausschüttung freuen.
Der den Aktionären zurechenbare Gewinn ging 2014 um 3% auf 3,90 Mrd USD zurück, wie die Versicherungsgruppe am Donnerstag mitteilte. Allerdings wurde der Gewinn - wie bekannt - vom Verlust aus dem Verkauf des russischen Retailgeschäfts im Umfang von rund 300 Mio sowie einer überdurchschnittlich hohen Steuerlast belastet. Der operative Gewinn, der Business Operating Profit (BOP), sank leicht um 1% auf 4,64 Mrd USD und den Aktionären wird die Auszahlung einer Dividende von unverändert 17 CHF je Titel vorgeschlagen.
Der Gesamtumsatz der Gruppe wuchs derweil um 6% auf 74,4 Mrd USD. Dabei kam zum Prämienzuwachs von 2% in Lokalwährungen in der Nichtleben-Versicherung (General Insurance) ein Plus im Leben-Geschäft (Global Life) von 18% hinzu. Als Wachstumsmotor gilt etwa der Bankvertrieb in Spanien oder Lateinamerika, aber auch in Nordamerika oder Europa legte Global Life zu. Derweil nahmen die Einnahmen im Geschäft mit dem US-Partner Farmers leicht um 1% ab, während Farmers Re einen Rückgang um 15% verzeichnete.
Hohe Combined Ratio im Schlussquartal
In der General Insurance verbesserte sich die wichtige Kennzahl "Combined Ratio" auf 97,3% nach 98,0% im Vorjahreszeitraum. Naturkatastrophen belasteten den Wert lediglich mit 2,3 Prozentpunkten nach 3,2 Punkten im Vorjahr. Dagegen wurden für frühere Jahre weniger Reserven aufgelöst als noch 2013. Dieser Posten begünstigte die Combined Ratio mit 0,6 Punkten nach zuvor 2,4 Punkten. Im vierten Quartal resultierte eine mit 99,4% hoher Schaden-Kostensatz der etwa von einmaligen Kosten und Verlusten im US-Saatgeschäft geprägt war.
In Global Life erhöhte sich der BOP im Berichtsjahr um 2% auf 1,27 Mrd USD. Verbesserungen seien in Europa und in der Region Asien-Pazifik und Mittlerer Osten (APME) erreicht worden, wogegen Restrukturierungen in Nordamerika belasteten. Farmers steigerte den BOP um 4% auf 1,57 Mrd.
Mit den Kapitalanlagen erzielte die Zurich eine Nettorendite von 4,5% nach 3,5% im Vorjahr. Dabei erhöhten sich die aus Verkäufen realisierten Kapitalerträge um 1,8 Mrd auf 3,0 Mrd. Die Erhöhung sei vor allem auf die Anpassungen aufgrund des Einsatzes von zusätzlichem Risikokapital sowie eine Erhöhung bei der Bewertung von Schuldtiteln, die erfolgswirksam zum Marktwert bilanziert werden, zurückzuführen, heisst es.
Solide kapitalisiert
Das Eigenkapital der Gruppe stieg per Ende Jahr auf 34,7 Mrd USD nach 34,1 Mrd Ende September beziehungsweise 32,5 Mrd Ende 2013. Die Eigenkapitalrendite belief sich - basierend auf dem BOP - auf 11,1% (VJ 11,6%). Hier strebt die Zurich einen Wert zwischen 12 und 14% an.
Im konzerninternen Kapitalmodel, dem Z-ECM (Zurich Economic Capital Model), lag die Quote Anfang Oktober mit 127% über der Ziel-Bandbreite von 100 bis 120%. Nach dem Swiss Solvency Test sei die Quote von Anfang 2014 bis im Juli um 2 Prozentpunkte auf 215% zurückgegangen. Die Solvency-I-Quote, die an Gewicht verliert, wird per Ende November mit 302% nach 285% zum Halbjahr ausgewiesen.
Weitere Cash-Zuflüsse erwartet
CEO Martin Senn zeigt sich mit den finanziellen Ergebnissen nicht zufrieden. Dagegen mache die Zurich bei der Verbesserung des Schaden-Kosten-Satzes weiterhin "gute Fortschritte". "Insgesamt zeigen die Ergebnisse jedoch, dass in unseren Turnaround-Geschäftsbereichen noch viel zu tun ist", so Senn. Die Kostenbasis soll weiterhin bis 2015 um 250 Mio USD gesenkt werden. Der geplante Abbau von 670 Stellen sei dabei mehr oder weniger schon abgeschlossen.
Derweil sei die Solvenz aber weiterhin "stark" und die Zurich sei auf dem "besten Weg", bis 2016 Cash-Zuflüsse von mehr als 9 Mrd USD zu erzielen, heisst es weiter. Bereits im ersten Jahr der Periode 2014-2016 wurden solche von 3,7 Mrd erreicht.
Ferner schlägt der Versicherer seinen Aktionären die Zuwahl von Joan Amble und Kishore Mahbubani als Mitglieder des Verwaltungsrats für jeweils eine einjährige Amtsdauer vor. Amble soll Ende März 2016 von Don Nicolaisen den Vorsitz des Prüfungsausschusses übernehmen, heisst es. In der Geschäftsleitung übernimmt Investmentchefin Cecilia Reyes zusätzlich das Amt des Regional Chairman in der Asien-Pazifik-Region.