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Der Weltfussballverband Fifa hat die amerikanische Finanzberatungsfirma Raine Group beauftragt, die für die erste 24-Mann-Klub-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr erforderliche Milliarde US-Dollar zu sichern, berichtet die «New York Times».
Die US-Tageszeitung behauptet, dass der Grossteil der Mittel benötigt wird, um die Teilnahme der europäischen Spitzenklubs sicherzustellen, die angeblich einen «privilegierten Status» wollen und im Wesentlichen eine Beteiligung an der Veranstaltung haben würden.
Auch Manchester City setzte auf Raine
Raine beriet kürzlich für den 500 Millionen Dollar schweren Verkauf eines 10-Prozent-Anteils der City Football Group (CFG) von Manchester City an die US-Investmentgruppe Silver Lake, schreibt das Fachportal «Soccerex».
Die Entscheidung der Fifa, das Unternehmen zu beauftragen, erfolgte, nachdem der Dachverband im Dezember ein Ausschreibungsverfahren eingeleitet hatte, um «verschiedene Geschäfts- und Investitionsvorschläge» für die erweiterte Klub-Weltmeisterschaft 2021, die in China stattfindet, einzuholen.
Widerstand der Uefa gegen Softbank-Deal
Fifa-Präsident Gianni Infantino sagte Ende letzten Jahres, dass die Organisation «neun Angebote» in Bezug auf das neu gestaltete Turnier erhalten habe, aber seither ist kein Geschäft zustande gekommen.
In einem offiziellen Fifa-Dokument, das 2018 in der New York Times erschien, hiess es, dass der Dachverband zwischen 650 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar aufbringen müsse, damit die erweiterte Klub-Weltmeisterschaft realisierbar sei.
Die Fifa hatte zunächst gehofft, dass der erweiterte Wettbewerb von einem Konsortium unter der Führung von Softbank finanziert werden würde, das 2018 ein Angebot von 25 Milliarden Dollar für die Durchführung neuer und bestehender Turniere für den Dachverband machte. Aufgrund des entschiedenen Widerstands des europäischen Fussballverbands Uefa musste die Fifa diese Pläne indes aufgeben.
Trotzdem kündigte die Fifa im vergangenen Jahr an, dass im Jahr 2021 eine Pilotausgabe einer Klub-Weltmeisterschaft mit 24 Mannschaften stattfinden soll. Langfristig soll das Turnier alle vier Jahre stattfinden und den Platz einnehmen, der bisher für den Confederations Cup reserviert war. Bisher wurde das Turnier traditionell jährlich mit sieben Klubs ausgetragen.
(gku)