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Ökologische Ausgleichsmassnahmen in der Landwirtschaft haben zum Ziel, die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten und zu erhöhen. Wir untersuchten die Heuschreckenfauna auf extensiv genutzten Wiesen, dem häufigsten Typ ökologischer Ausgleichsflächen, und verglichen sie mit derjenigen auf intensiv genutzten Wiesen. Die Untersuchung erfolgte in den drei Gemeinden Bauma, Ruswil und Flühli. In Bauma und Flühli wurden signifikant mehr Heuschreckenarten auf extensiv als auf intensiv genutzten Wiesen gefunden. Acht Arten wurden ausschliesslich auf extensiv genutzten Wiesen beobachtet. Die extensiven Wiesen sind in diesen Gemeinden oft strukturreicher als intensiv genutzte Flächen und beinhalten zum Beispiel feuchte oder verbuschte Stellen. Sie bieten vielen spezialisierten Heuschreckenarten einen geeigneten Lebensraum. Das Kulturland von Ruswil ist durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet. Hier wurde kein signifikanter Unterschied in der Artenzahl zwischen extensiv und intensiv genutzten Wiesen gefunden. In Ruswil besteht ein grosses Defizit an artenreichen Habitaten, welche als «Quelle» für die Biodiversität in der Agrarlandschaft eine wichtige Funktion haben.
Umwelt
Gilgen A., Felder R., Baumgartner S., Herzog F., Jeanneret P., Séchaud R., Paunovic S., Merbold L.
Forschende von Agroscope haben die Methode der FAO zur agrarökologischen Bewertung von Landwirtschaftsbetrieben erstmals in der Schweiz getestet. Dabei konnten sowohl die Vorteile einer gesamtheitlichen Bewertung als auch die Grenzen des Tools aufgezeigt werden.
Beim Weizenanbau lassen sich Pestizide einsparen, ohne dass die Wirtschaftlichkeit leidet. Bei Raps ist dies schwieriger, da die Ertragsreduktion nicht durch höhere Einnahmen kompensiert wird. Dies hat die Auswertung der ersten beiden Erntejahre des Projekts PestiRed ergeben.
Bodenproben können mittels Spektroskopie direkt auf dem Feld gemessen werden. Forschende von Agroscope haben mobile Geräte im Feld geprüft und zeigen auf, wie man am besten dabei vorgeht.