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Fast ein Viertel der 65- bis 74jährigen Frauen haben Alkoholprobleme
In der Statistik der Schweizerischen Fachstelle für Alkoholprobleme (SFA) wird publik, daß die Frauen der 68er-Generation stark von Alkoholismus betroffen sind. Dies, während der Alkoholkonsum beider Geschlechter in allen anderen Altergruppen abnimmt. Und, so werden Fachleute zitiert, das Problem werde sich angeblich wegen der 68er-Generation noch verschärfen.
Als Begründung führen Medien und dort zitierte "Fachleute" namentlich an, daß vor der 68er-Generation die Frauen ein anderes Verhältnis zu Alkohol hatten, denn als Frau hätte man sich nicht betrunken. So kommt in der Sonntagszeitung der Tamedia ein (natürlich männlicher) Suchtspezialist zu Wort, der äußert "Früher sei Trinken für Frauen tabu gewesen".
Außerdem wird als zweiter Hauptgrund Einsamkeit genannt, u. a. auch, weil viele der betroffenen Frauen alleine leben würden.
Hier wäre doch vielmehr anzusetzen, als die Befreiungs- und Emanzipationserrungenschaften 68er-Generation schlechtzumachen. Würden sich die Männer anständig um ihre Frauen kümmern anstatt die Frauen ihrer Generation einfach vereinsamen zu lassen, wäre man einen großen Schritt weiter, jedenfalls weiter, als die 68er-Zeit und ihre unbestrittenen Fortschritte einfach schlechtzuschreiben.