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2001/2 stellte Michael Grossert sein Werk „Black Box“ in der Kunsthalle Basel aus. Da dieses Exponat zu einem grossen Teil von der Bewegung des Betrachters abhängt, hat uns der Künstler den Auftrag erteilt, ein Video zu produzieren, welches dynamische Einblicke in das Objekt vermittelt.
Alois Josef Michael Grossert wurde am 31.1.1927 in Sursee geboren und lebt heute in Basel und Paris.1952 und 1955 erhielt Grossert den Förderpreis der Eidgenössischen Kunstkommission. Erste Aufträge im Bereich der kirchlichen Kunst erfolgten. 1960 erhielt er ein Stipendium der Stadt Basel und eines der Eidgenossenschaft. Noch im selben Jahr übersiedelte Michael Grossert mit seiner Familie nach Paris.
Seine Arbeiten stellte er regelmässig an den Salons Jeune Sculpture, Réalités Nouvelles und am Salon de Mai aus. Mit der Gestaltung des Pausenplatzes der Primarschule Aumatt in Reinach/BL gelang Michael Grossert 1967 der Durchbruch. Die Plastik «Lieudit» bei der Heuwaage in Basel löste 1976 eine heftige Debatte aus und wurde durch Vandalen beschädigt. Weiterhin stellte er verschiedentlich in Frankreich und der Schweiz aus, erhielt verschiedene Preise und war 1977 Mitbegründer der Gruppe «Espasme». 1990 vernichtete ein Brand das Pariser Atelier und fast alle seine Werke.1993 wurde er mit dem Prix de la Sculpture der Académie des Beaux-Arts in Paris ausgezeichnet.
Nach gegenständlichen Anfängen in Zement, Stein und Gips entwickelte Grossert in den 50er Jahren eine zunehmend abstrakte Formensprache. Die Volumen wurden bewegter und stärker in den Raum integriert. Die Aufteilung des Raums wurde zum zentralen Thema, es entstanden sogenannte «Raumplastiken». Um 1966 entdeckt er den Kunststoff als beliebig formbaren Farbträger, den er zu zusammensetzbaren polychromen Polyesterlandschaften formte, wie z.B. in seinen Werken «Zone infinie» (1968) oder «Lieudit I» (1970-72).
Seit 1972 befasste sich Grossert zusehens mit Spiegelungen. Er benutzte eine geformte Plexiglasscheibe zur Brechung von Licht und Raum, danach entstanden Arbeiten mit einem transparenten Spiegel als Reflexions- und Projektionsfläche: auf der gläsernen Trennwand überlagerten sich die Bilder der einander gegenübergestellten skulpturalen Gebilde. In den 80er Jahren kamen Werke hinzu, deren Tiefenwirkung durch die Staffelung von bemalten Gittern hervorgerufen wurde. Grossert hat sein Werk hinsichtlich Technik und Form stets weiterentwickelt, um neue und eigene Wege in der Darstellung von Raum und im Aufzeigen von Wahrnehmungsabläufen zu finden. Sein Werk kann man in die Nähe der Konzeptkunst rücken.
Quelle, teilweise aus: Schweizer Künstlerlexikon, 1998.