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Die Ölnotierungen kamen gestern im Tagesverlauf trotz der Erwartung erneut sinkender US-Rohölbestände zuerst weiter unter Druck, stiegen dann jedoch leicht an. Die Spannungen im Nahen Osten bestehen weiterhin. Der Iran drohte damit, die für Ölexporte strategisch wichtige Strasse von Hormus zu blockieren. Grossbritannien gab unterdessen bekannt, man werde sich der Schutzmission der USA in der Strasse von Hormus anschliessen.
Begrenzt wurde der Aufwärtsspielraum jedoch durch verstärkte Nachfragesorgen da der Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin die Konjunktur belastet. Analysten zufolge könnte die jüngste Runde der US-Zölle dafür sorgen, dass sich die globale Ölnachfrage pro Tag um 250'000 bis 500'000 Fass verringert. Die gestern veröffentlichten Bestandszahlen des API zeigten einen leicht stärkeren Abbau beim Rohöl als erwartet, die Börsen reagierten bis jetzt erstaunlicherweise nicht auf den Rückgang der Rohölbestände. Das DOE (Department of Energy) wird seinen Bericht heute Nachmittag präsentieren.