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Entlang der beiden Seeufer verläuft die Bahnhofstrasse beinahe Horizontal.
Die Waagrechte bleibt nur dank Aufschüttungen und Einschnitten im
Hang Erhalten. Aus dem Fenster des Zuges, in rhythmisierten Zeitspannen
nehmen wir das Privatleben in den Wohnräumen mal oberhalb, mal unterhalb
der Gleisebene wahr. Bei jedem Halt beobachten wir die Reihung von verschiedensten,
scharf geschnittenen Zweckbauten mit geringfügigen Vor- und Rücksprungen.
Die Sachlichkeit des Gleisbaus ist hier bespielhaft abgebildet.
Eine solche, linsenförmige Aufschüttungsplanie kennzeichnet
auch den langgezogenen Freiraum links und rechts des Bahnhofs in Rüschlikon;
die Bezeichnung "Raumstreifen" oder "lineare Terrasse"
am Hang scheint daher angemessener als die Bezeichnung "Platz".
Das Fügen von Raumstreifen - Schotterbändern, Schwellenreihen,
Bahnsteigen, Perrondächern... - wird auf der gesamten Parzelle angewandt,
sowohl in der Setzung der Volumina als auch in der Zeichnung der Freiflächen.
Damit wird die eindeutige Zugehörigkeit der Parzelle zur Bahnlandschaft
offensichtlich fortgesetzt.
Die drei vorgeschlagenen Volumina gleicher Abmessung im Plan und gleiche
Zwischenabstände aufweisend, verlaufen parallel zum äussersten
Bahnsteig. Das leichte Abrücken des südlichsten Baukörpers
gewährt die Einhaltung des Anlagegrenzwertes, ohne sich der Geometrie
der Bahnhofstrasse anzugleichen. Die drei losen Baukörper sind somit
Bestandteile der Bahnstrasse und ihrer begleitenden und begrenzenden Infrastruktur;
das Wohnen am Gleis mit Blick auf den Zürichsee wird zur Adresse.