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Kairo (awp/sda/dpa) - Die Opposition um Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei hat am Montag ihre Forderung nach einer Einheitsregierung für Ägypten bekräftigt. Dieser solle auch Mohamed al-Beltagi, ein führendes Mitglied der Muslimbruderschaft, angehören.
Dies erklärte die Ägyptische Nationale Front für den Wandel, zu der auch Al-Baradei gehört, der Nachrichtenagentur dpa. Mitglied der Regierung sollten ausserdem zwei Richter, ein Mann aus dem Militär, der liberale Politiker Aiman Nur sowie einige andere Oppositionspolitiker werden.
Unterdessen liess der ägyptische Präsident Husni Mubarak am siebten Tag der Proteste gegen sein Regime zwei neue Minister ernennen, von denen einer den Amtsantritt zunächst verweigerte.
Der zum Finanzminister ernannte Gaudat al-Malt, bisher in der Finanzaufsicht tätig, liess erklären, er wolle das Amt nicht annehmen. Neuer Innenminister soll Mahmut Wagdi werden, der zuvor ein Amt in der Gefängnisverwaltung hatte, wie das lokale ägyptische Fernsehen berichtete.
Als Reaktion auf die Proteste hatte Mubarak bereits zuvor die Regierung abgelöst und Reformen versprochen. Zum neuen Regierungschef hatte er Ahmad Schafik ernannt.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass es auch innerhalb der ägyptischen Oppositionsparteien keine einheitliche Position für Al-Baradei gibt. So erklärten die liberale Traditionspartei al-Wafd und zwei weitere Oppositionsparteien, Al-Baradei spreche nicht in
ihrem Namen.
Aus dem Lager von Al-Baradei hiess es dagegen, al-Waft und ihre Verbündeten verhandelten mit dem "Regime".
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