Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/2710

Wenige Dinge geben mir ein solch tröstliches Gefühl von Vertrauen, wie die Treue meines Hundes.
Konrad Lorenz
Konrad Lorenz
Es konnte festgestellt werden, dass während der sensorischen Interaktion (Streicheln / Liebkosten) zwischen Hund und Mensch eine beidseitige Ausschüttung von Oxytocin stattfindet. Dieser Effekt hält jeweils nur kurz an, wobei jedoch häufiges Streicheln mit höheren Oxytocin-Leveln einhergeht.
Oxytocin ist ein Neurotransmitter und ein Hormon.
Es ist vor allem bekannt für seinen Einfluss auf das mütterliche Bindungsverhalten. Dort trägt es zum einen dazu bei, dass die Gebärmuttermuskulatur kontrahiert und dadurch Wehen ausgelöst werden, und zum Anderen leitet es die Milchabgabe durch Simulierung der Brustdrüsen ein.
Weiterhin wird Oxytocin auch als Reaktion auf sensorische Stimulationen wie beispielsweise physische Wärme oder Streicheln ausgeschüttet.
Es konnten verschiedene positive Auswirkungen durch die Ausschüttung von Oxytocin festgestellt werden:
- das Stressempfinden reduziert sich
- die Wundheilung wird verbessert
- die Sozialkompetenz nimmt zu
-
die sozialen
Interaktionen nehmen zu
- aggressives Verhalten reduziert sich
- der Blutdruck reduziert sich
- der Kortisolspiegel reduziert sich
- das Belohnungssystem wird aktiviert
Diese und weitere Studien lassen den Schluss zu, dass Mensch-Mensch-Interaktionen und Mensch-Hund-Interaktionen dieselben oben genannten Effekte zeigen.
Handlin, L. (2010). Human-Human and Human-Animal Interaction. Some Common Physiological and Psychological Effects. Sweden: Swedish University of Agricultural Sciences.