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Was geschieht bei der Geburt?
Ab wann sind es Eröffnungswehen?
Irgendwann gehen unregelmässige Senkwehen in regelmässige Eröffnungswehen über: Der Muttermund gibt nach, die Längsfasern der Gebärmutter ziehen den Muttermund samt dem oberen Teil der Scheide um das Köpfchen hoch.
Wann genau die Wehen in einem regelmäßigen Rhythmus kommen, ist bei jeder Frau unterschiedlich. Gelassenheit ist gefragt. Faustregel für die Erstgebärende: Erst wenn auf eine einminütige Wehe und vier Minuten schmerzfreie Ruhepause wieder eine einminütige Wehe folgt, spricht man von Eröffnungswehen. Dies ist ein allgemeiner Richtwert, er muss aber nicht auf jede Frau zutreffen. Die drei Symptome einer echten Eröffnungswehe sind:
1. Die Frau kann sich nicht mehr fortbewegen (Mutterbänder).
2. Die Frau kann nicht mehr sprechen, …
3. … weil das Atemzentrum sie dazu zwingt, tiefer durchzuatmen.
Wie eine Frau auf das Öffnen des Muttermundes reagiert, ist sehr unterschiedlich, da jede Frau ihre eigene Schmerzgrenze hat, die unter anderem durch Erlebtes oder Müdigkeit beeinflusst wird. Manche Frauen verspüren noch gar keine Schmerzen, während bei der anderen die Eröffnung bereits mit starken Schmerzen verbunden ist. Die eine Frau hat das Bedürfnis, bei den ersten Eröffnungswehen die Hebamme zu kontaktieren, für die andere ist das noch nicht zwingend. Die Hebamme wird der Frau mit der regelmäßigen Wehentätigkeit bestätigen können, dass die Geburt definitiv angefangen hat, und den weiteren Verlauf überwachen.
Quelle: «Was geschieht bei der Geburt?» von Antoinette El Agamy Etman