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Das Prinzip einer Coil-Tattoomaschine könnte einfacher nicht sein. Die Tätowierfarbe wird mit einem vertikalen Stich in die Haut eingearbeitet.
So wird schnell ersichtlich dass die Maschine eine "Auf- und Abbewegung" machen muss. Die Maschine hat hinten zwei kleine Kontaktschrauben oder gar zwei kleine Löcher. In diese wird eine Spannkuplung angehängt an dem das Stromkabel angemacht ist.
Die Coil-Tattoomaschine hat in der Regel 2 Magnetspulen. An einer Federung ist der Amaturebar, auch Hammerkopf genannt, angebracht. Am Amaturebar wird die Nadel angehängt und durch das Griffstück geführt. Mit Hilfe von Gummibändern wird die Nadelstange stabilisiert. Der Strom speisst die Magnetspulen und diese ziehen den Hammerkopf an sich heran, welche die Nadel mit einer Abwärtsbewegung in die Haut drückt.
Während dieser Abwärtsbewegung verlässt der Hammerkopf seine "Ruhestellung" und verliert den Kontakt zur Kontaktschraube. Ohne diesen Kontakt, verlässt der Strom die Magnetspulen und der Hammerkopf kehrt in seine Ruhestellung zurück und zieht die Nadel wieder aus der Haut. Sobald der Hammerkopf seine Ruhestellung erreicht, trifft die Federplatte wieder auf die Kontaktschraube, kriegt sofort einen Stromstoss und das Prinzip wiederholt sich.
Die Repetitionsfrequenz variert je nach Transformatoreinstellung. Beim Linieren werden +/- 3'500 Stiche in der Minute generiert. Dieses "Auf- und Abpeitschen" und das "Schlagen" an die Kontaktschraube verursacht diesen, für Coil Maschinen typischen "Bzzz bzzz" Ton.Persönlich arbeite ich seit Jahren nicht mehr mit Coil Maschinen.
Alle Rotary Maschinen werden mittels einem Elektromotor angetrieben. Auch hier könnte das Verfrahren nicht einfacher sein. Am Elektromotor ist ein Schwungrad oder auch "Excenter" angebracht.
Dieses Schwungrad ist leicht "dezentiert". Was bedeutet sie ist nicht exakt in der Mitte angebracht. Dadurch kann sie in eine Auf- und Abbewegung gebracht werden. Durch das anbringen verschiedener Schwungräder und mit ihnen verschiedene "Dezentrierungen" kann die Stichtiefe bestimmt werden.
Wünscht der Künstler oder die Künstlerin eine Stichtiefe von 3.5mm, so befindet sich die Verbindung zum Schwungrad um 3.5mm vom Zentrum versetzt. Das Prizipt lässt sich auf die Vorliebe des Künstlers repektive der Künstlerin anwenden. Die geläufigsten Stichtiefen sind wohl
2.50mm | 3.00mm | 3.25mm | 3.50mm | 4.25mm
Die Cartridge Nadelmodule verfügen über eine integrierte Innenmembrane welches verhindert dass Tattoofarbe, Wundflüssigkeit oder Blut in das Griffstück zurückzufliessen kann. Nur während des Betriebs ragen die Nadeln aus der Spitze des Moduls heraus. Sobald kein Strom mehr fliesst, ziehen sich die Nadeln in das Module zurück.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Nadelgruppen durch einen kleinen Handgriff ausgewechselt werden können. Somit bedarf es nur einer Tattoomaschine, selbst wenn verschiedene Nadelgruppen für ein Tattoo benötigt werden.
In den 90er Jahren brauchten wir für jede Nadelgruppe eine separate Maschine, weil wir nicht immer das Griffstück UND die Nadelgruppe wechseln konnten.
Lange gehörte der Markt für Tattoo- Nadel-Module einer Firma mit dem namen CHEYENNE©. Mittlerweile sind viele weitere Nadel-Module-Hersteller hinzugekommen. Und selbstverständlich gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede.
Nadelmodule wie die von CHEYENNE© werden in Handarbeit in Deutschland hergestellt und unterliegen mehrstufiger Qualitätskontrolle bevor sie sterilisiert verpackt werden.
Der patentiere Innenmembran verhindert den Rückfluss von Blut und Wundflüssigkeit in das Griffstück der Tätowiermaschine. Dies könnte einer der Gründe sein weshalb die Nadelmodule von Cheyenne die teuersten auf dem Markt sind.
Der farbige Ring am Fuss des Nadelmoduls zeigt dem Benutzer die jeweilige Nadelgruppe an. So wird ein Suchen nach dem richtigen Modul verhindert und der Künstler oder die Künstlerin kann ohne Unterbrechung arbeiten.
Sollte immer vor gehen. Die Nadelmodule ohne Innenmembran sind für schwächere Tattoomaschinen gedacht, welche die Kraft die benötigt wird um das Nadelmodul mit Innenmembran zu betreiben nicht aufbringen können.
Die Enden einer runden Linernadeln sind rund herum verlötet und die Spitzen zusammengedrückt um scharfe Linien zu erhalten. Die Stärke einer tätowierter Line hängt von der Anzahl der Nadeln ab. Man spricht hier von einer Nadelgruppe.
(3er sehr feine Linien, 14er sehr dicke Linien)
Shader Nadeln sind den Liniennadeln sehr ähnlich, ausser dass die Spitzen eng zusammengedrückt liegen. Das heisst, sie können durch die erhöhte Kappilarfähigkeit mehr Farbe aufnehmen, für dickere Linien verwendet, sowie zum Füllen von kleineren Flächen und Schattierungen verwendet werden.
Magnum Nadeln ist die Nadelgruppierung für nahezu alle Schattierungsarbeiten. Magnum Nadeln halten und transportieren viel Farbe. Sie werden zum Schattieren und Füllen von grösseren Flächen benutzt. Es lassen sich auch wunderschöne, nahtlose Farbübergängen realisieren.
Werden auch Soft Edge Magnum genannt und werden ähnlich wie Magnum Nadeln verwedet. Die Nadelspitzen sind aber so angeordnet dass sie eine Kurve bilden. Dies hat der Vorteil dass Schattierungen und Füllungen noch weicher werden und der Künstler näher an eine Kontur fahren kann ohne diese zu "übertreten".
Früher öfter verwendet. Die Spitzen von Double Stack-Magnums oder Double Stacks liegen viel enger zusammen. Dies hilft bei komplexen Schattierungen oder Farbarbeiten, bei denen du eine Magnum mit vielen Nadeln verwenden willst, die nicht so weit auseinander geht.
Sind Nadeln, die in einer geraden Linie auf die Nadelstange liegen. Diese Nadeln werden mehr beim permanenten Make-Up verwendet.