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Citroën 2CV6 Spécial
Beschreibung
»Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter Benzin auf 100 km verbraucht. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht. Es muss wesentlich billiger sein als unser «Traction Avant». Auf das Aussehen des Wagens kommt es dabei nicht an.«
Das soll der Auftrag an André Lefèbvre gewesen sein, den Chefkonstrukteur des französischen Autoherstellers Citroën. Das war 1934, etwa zur gleichen Zeit, als auf der anderen Seite des Rheins Ferdinand Porsche mit der Konstruktion eines Volkswagens beauftragt wurde.
Ende 1936 waren die ersten Prototypen des »TPV« fertig. Das Kürzel steht für »toute petite voiture«, »ganz kleines Auto«. Und sie sahen genauso aus wie gewollt – eher wie ein Regenschirm auf Rädern als wie ein richtiges Auto. Der TPV erfüllte die Mindeststandards, aber kein bisschen mehr: ein einziger Scheinwerfer, Sitze aus Stahlrohr mit Stoffbespannung, ein Rolldach aus Segeltuch und kein Anlasser (Kommentar von Lefèbvre: »Das Auto ist für Bauern gedacht und die sind alle verheiratet und haben eine Frau, die die Kurbel betätigen kann«).
Eine Serienfertigung wurde zwar vorbereitet, doch dazu kam es nicht mehr, denn das Werk wurde im Krieg für die Panzerproduktion benötigt. Während der deutschen Besetzung verheimlichte Citroën die Existenz des TPV, die Prototypen wurden verschrottet oder versteckt.
Erst nach 1945 nahm Citroën das Projekt wieder auf. Nach einer grundlegenden Überarbeitung wurde das Modell »Deux Chevaux», geschrieben »2CV«, am 6. Oktober 1948 erstmals präsentiert, am Vorabend der Eröffnung des Pariser Autosalons. Das »CV« in der Modellbezeichnung steht für cheval fiscal, eine Rechengröße der französischen Steuergesetzgebung.
Der Wagen traf den Nerv der Kundschaft. Er war erschwinglich, es gab Platz für vier Personen, ein kleiner Zweizylindermotor von 375 Kubikzentimeter mobilisierte 9 PS, und die Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h war für die damaligen Straßen schnell genug.
1949 wurde die Produktion aufgenommen, aber da anfangs bevorzugt die verstaatlichten Renault-Werke mit Stahlblech beliefert wurden, gab es schnell Wartelisten über mehrere Jahre. Erst Mitte der 1950er Jahre normalisierten sich die Verhältnisse.
Wegen der günstigen Anschaffung und der geringen Unterhaltskosten verbreitete sich der 2CV auch hierzulande. Und er bekam schnell einen Kosenamen: »Ente«, wohl nach dem »hässlichen Entlein« aus dem Andersen-Märchen. Und spätestens Mitte der 1960er Jahre wurde in Studentenkreisen »Ente fahren« ein Statement für Nonkonformismus und Lebensgenuss, gegen Statussymbole und Konsumterror.
Ginge es um die Motorkraft, so müsste der „Deux Chevaux“ eigentlich „Neuf Chevaux“ heissen, denn er kam zuerst nicht mit zwei sondern mit neun Pferdestärken auf den Markt. Am Ende verbarg die Ente sogar 30 Pferde unter ihrer gebogenen Motorhaube, was Geschwindigkeiten von über 110 km/h ermöglichte. Fast 3,9 Millionen der viertürigen Limousinen und über 1,2 Millionen der eckigen Kastenenten watschelten über die Jahre vom Citroen-Band.
Ab frischer MFK für 18’950 CHF.
Details
– Ab MFK
– inklusive Serviceheft
– 602 Kubikzentimeter Hubraum
– 108’980 Km
– 29 PS
– Handschaltung
– Jahrgang 1987
– Sehr gepflegt
– Fahrgestell: VF7AZKA00KA241123
– Typenschein: 1C5008
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