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Der Hundschopf am Lauberhorn: «Schopf» wird gemäss dem «Ortsnamenbuch des Kantons Bern» für einfache, kahle, unfruchtbare und unzugängliche Orte gebraucht. Der Zusatz «Hund» wertet den Begriff zusätzlich ab, wie wir es zum Beispiel auch vom «Hundewetter» her kennen. Für die Skifahrer ist der Hundschopf keine besonders kritische Passage – sie überspringen ihn einfach.
Das Österreicherloch liegt ebenfalls am Lauberhorn: Am 9. Januar 1954 stürzten zwischen dem Silberhornsprung dem dem Ziel-S in Wengen nicht weniger als sieben Österreicher, darunter Favoriten wie Andreas Molterer oder Toni Sailer. SRF-Sportredaktor Bernhard Schär weiss: Trotzdem entschied damals ein Österreicher das Rennen für sich. Christian Pravda gewann es mit 11 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten – ebenfalls eine Österreicher.
Die Kamelbuckel in Gröden (Südtirol) bezeichnen drei Bodenwellen, die aufeinander folgen. 1980 hat der Tiroler Skifahrer Uli Spiess den 3. «Höcker» erstmals übersprungen – mit einem spektakulären Sprung über 50 Meter. Viele Andere scheiterten daran. So zum Beispiel der Norweger Aksel Svindal, der sich 2005 schwer verletzte. Für den Österreicher Gerhard Pfaffenbichler bedeutete der Sturz am 3. Höcker das Karriereende.
«Birds of Prey» in Beaver Creek bei Vail (USA): Der Name bezieht sich nicht nur auf einen Abschnitt, sondern auf die gesamte Skirennstrecke im amerikanischen Bundesstaat Colorado. «Bird of Prey» heisst auf Englisch Raubvogel und bezieht sich auf die Adler, die man in diesem Gebiet am Himmel kreisen sieht. Die «Raubvogelpiste» wurde erst 1997 entworfen. Damit drang man ins Revier der Vögel ein, erwies ihnen jedoch mit der Namensgebung die Ehre. Im Zielraum ist jeweils ein lebender Adler zu sehen.
Die «Mausefalle» im österreichischen Kitzbühel ist der erste grosse Sprung auf der Streif. Sie hat ein Gefälle von 40 Grad. Die Skifahrer rasen mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde auf die Mausefalle zu und sausen danach 80 Meter in die Tiefe. Auch diese Analogie erklärt SRF-Sportredaktor Bernhard Schär: Wenn man dort zum Sprung angesetzt hat, gibt es kein Zurück mehr.
Die Traverse Carcentina in Bormio (Italien): «Carcentina» heisst im lokalen Dialekt Schwarzbrot. Pierangelo Molinaro, Medienchef von Bormio, erklärt: «Der Name stammt von den Schafhirten, die ihre Herden in diesem Gebiet weiden liessen. Sie waren sehr arm und hatten nur Schwarzbrot zum Essen.» Die Traverse ist für die Skifahrer eine Knacknuss: Mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde brausen sie darüber, die Knie werden dabei ordentlich durchgerüttelt. Der amerikanische Skifahrer Bode Miller durchquerte die «Schwarzbrot-Traverse» im Jahr 2005 mit nur einem Ski – eine Parforce-Leistung.
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