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Der Dollar gab zu allen wichtigen Währungen nach, auch gegenüber dem Schweizer Franken: Hier näherte sich der Kurs der Marke von 0,90. Am Abend wurde der Greenback noch zu 0,9034 Franken gehandelt, nach 0,9052 am Morgen.
Fachleute nennen mehrere Gründe für die Dollar-Schwäche, darunter das mittlerweile auch sehr niedrige Zinsniveau in den USA, den politischen Streit über neue Corona-Hilfen in den Vereinigten Staaten sowie die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Der Euro profitiert seinerseits von der Aussicht auf ein stärkeres fiskalisches Zusammenwachsen der Europäischen Union.
Hinzu kommt die Unsicherheit im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl. Auch eine Abwahl von US-Präsident Donald Trump und damit eine Wahl von Joe Biden im November dürfte den Dollar laut Experten nicht unbedingt stützen. "Bidens Wirtschaftspolitik könnte insbesondere den US-Aktienmärkten nicht schmecken und damit letztlich auch den Dollar unter Druck setzen", schreibt Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Es ist wahrscheinlich, dass er entgegen der Politik Trumps die Regulierung in vielen Bereichen der Wirtschaft forciert, die unter Obama in Gang gesetzt wurde." Praefcke erwartet daher, dass der Dollar unabhängig vom Wahlausgang tendenziell unter Druck bleibt.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90375 (0,90625) britische Pfund und 125,54 (125,99) japanische Yen fest.
Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1988 Dollar gehandelt. Das waren etwa 3 Dollar mehr als am Vortag.
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(AWP)