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Kreisrunder Haarausfsall, auch als Alopecia areata bezeichnet, ist eine bestimmte Form des Haarausfalls. Im Gegensatz zum erblich bedingten Haarausfall tritt kreisrunder Haarausfall meist dann auf, wenn eine Entzündung vorliegt. Sowohl Männer als auch Frauen sind von dieser Form des Haarverlustes betroffen – sogar Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Kreisrunder Haarausfall tritt dabei meist lokal auf, wobei der Name gleichzeitig die Form des Haarverlustes beschreibt.
Wie kommt es zu dem kreisrunden Haarausfall?
Die genaue Ursache des Haarausfalls ist bisher noch nicht bekannt, man weiß jedoch, dass kreisrunder Haarausfall familiär gehäuft und vor allem bei jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren auftritt. Forscher gehen davon aus, dass es sich um das Resultat einer Fehlsteuerung des Immunsystems handelt. Das bedeutet, dass sich die Abwehrzellen des Körpers gegen die körpereignen Haarzellen wenden und diese als „Feind“ einstufen.
Durch den Angriff der Haarzellen werden Entzündungsprozesse ausgelöst, die das Haarwachstum einstellen. Schließlich fallen die Haare in kreisrunder Form aus. Da die Haarfollikel beim kreisrunden Haarausfall weitestgehend verschont und erhalten bleiben, ist es möglich, dass die Haare wieder nachwachsen.
Andere Beobachtungen haben gezeigt, dass kreisrunder Haarausfall auch durch psychischen Stress begünstigt werden kann – einige Experten gehen sogar davon aus, dass psychische Belastungen die Hauptauslöser sind. Der kreisrunde Haarausfall tritt bei vielen Betroffenen häufig nach einem Schock oder einem Trauerfall auf. Auch der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Trennung vom Partner können kreisrunden Haarausfall begünstigen.
Ein letzter möglicher Auslöser für diese Form des Haarausfalls ist eine Vergiftung des Körpers, die meist spät oder überhaupt nicht erkannt wurde. Vor allem Zahngifte wie Quecksilber, Amalgam und Palladium scheinen einen Einfluss auf den Verlust der Haare zu haben.
Wie äußert sich der kreisrunde Haarausfall?
Während die kahlen Stellen bei Frauen nur am Kopf, den Wimpern und den Augenbrauen auftreten, können sie bei Männern auch an der Gesichtsbehaarung festgestellt werden. Der Verlust der Körperbehaarung inklusive Schambehaarung kommt nur in sehr schweren Fällen vor, lässt sich allerdings auch nicht ausschließen. Während Männer meist unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, tritt der kreisrunde Haarausfall vermehrt bei Frauen auf.
Grundsätzlich gilt: Kreisrunder Haarausfall tritt spontan und in unterschiedlichen Schweregraden auf. Während die einen lediglich über kleine, kahle Stellen klagen, kommt es bei anderen zur kompletten Kahlheit. In diesem Fall stellt der kreisrunde Haarausfall – vor allem bei Frauen, aber auch immer mehr Männern – eine starke psychische Belastung dar.
Die Erkrankung beginnt mit einer kleinen, lichten Stelle, die häufig gar nicht als solche wahrgenommen wird. Auch, wenn die Haare in der Hälfte aller Fälle wieder nachwachsen, kommt es bei den Betroffenen immer wieder zu spontanen Rückfällen. Die betroffenen Stellen der Kopfhaut weisen keine Spuren einer Entzündung oder Vernarbung auf. An den Rändern der kahlen Kreise befinden sich abgebrochene Haare. Wenn die Erkrankung fortschreitet, weiten sich die Stellen immer weiter aus und gehen anschließend ineinander über.
Die Behandlung von kreisrundem Haarausfall
Da die Ursachen für kreisrunden Haarausfall bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt werden konnten, ist eine wirksame Behandlung denkbar schwer. Ärzte verschreiben meist verschiedene Mittel mit unterschiedlichen Wirkstoffen, die die vermutete Autoimmunschwäche bekämpfen sollen. Hierzu gehören unter anderem:
- Zink
- Kortikoide
- Thymuspeptide
- DCP (Diphenylcyclopropenon)
Eine Therapie, die den kreisrunden Haarausfall vorbeugt, gibt es bisher nicht. Allerdings wird häufig beobachtet, dass dem Haarverlust durch eine ausgeglichene Psyche entgegengewirkt werden kann. Das bedeutet, dass Menschen, die ihren seelischen Stress mindern und mit sich selbst „ins Reine kommen“, den kreisrunden Haarausfall vermeiden und sogar stoppen können – eine Garantie gibt es hierfür jedoch nicht.
Kreisrunder Haarausfall stellt für die meisten Betroffenen eine große, psychische Belastung dar – erst recht, wenn er immer wieder auftritt und weite Stellen der (Kopf-)Behaarung betroffen sind. Da die Ursachen für die Erkrankung bisher nicht eindeutig geklärt wurden, gibt es noch keine vorbeugende Therapie gegen diese Form des Haarausfalls. Die Vermeidung von Stress und der Gang zum Arzt sind jedoch ein guter Anfang.