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Der Geschäftsbericht hätte noch vor dem 27. Mai - nämlich 20 Tage vor der ordentlichen Generalversammlung - abgeschlossen werden müssen. Der Verwaltungsrat werde das Verschiebedatum zu einem späteren Zeitpunkt festlegen, teilte die Accu Holding am Dienstagabend mit.
Vor knapp einem Monat hatte die Börsenaufsicht eine Fristerstreckung bewilligt und der Accu Holding erlaubt ihren Geschäftsbericht bis zum 17. Juni nachzureichen. Kurz zuvor hatte die Industriegruppe ihr Ergebnis für das Geschäftsjahr 2015 präsentiert. Es handelte sich allerdings um ungeprüfte Zahlen, da angeforderte Unterlagen der Revisionsstelle nicht fristgerecht zugänglich gemacht wurden.
Der Grund dafür war, dass die Staatsanwaltschaft Zürich gegen den Mitte April zurückgetretenen Accu-Chef und Verwaltungsratspräsidenten Marco Marchetti ein Untersuchungsverfahren wegen möglicher Vermögensdelikte eröffnet hatte.
Vor einer Woche hatte die Accu Holding bereits mitgeteilt, dass die geplante Kapitalerhöhung sistiert werde. Offensichtlich hatten sich nach den jüngsten problematischen Entwicklungen verschiedene Aktionäre und Darlehensgeber zurückgezogen.
Ende April hatte die Schweizer Börsenaufsicht SIX zudem gegen die Accu Holding eine Busse von 100'000 CHF ausgesprochen. Das Unternehmen hatte Vorschriften betreffend der Kotierung von Beteiligungsrechten, der Offenlegung von Management-Transaktionen und Regelmeldepflichten verletzt.
(AWP)