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„Sehen Sie, mein Enkel hat ein Problem mit seinen Füssen. Er wurde gestern geboren. Seine Mutter liegt noch im Krankenhaus, aber die Hebamme hat mir geraten, ihn sofort hierher zu bringen. Sie hat mir gesagt, dass Sie ihn heilen können.“
Der kleine Sokhoeun schläft tief und fest und interessiert sich überhaupt nicht für die Sorgen seiner Grossmutter. Seine kleinen Füsse haben sich in einer falschen Position versteift, vollkommen nach innen gedreht. Die Missbildung ist sehr scherwiegend. Wenn er nicht als Baby behandelt wird, wird er sein gesamtes Leben mit einer schweren Behinderung leben müssen.
Eine wirksame und kostengünstige Therapie
Davann, die Sozialarbeiterin von Handicap international, beruhigt die Grossmutter. Die Behandlung des Kindes wird sofort in die Wege geleitet. Sie beglückwünscht die Frau dazu, Sokhoeun sogleich ins Reha-Zentrum gebracht zu haben. Denn die Behandlung von Klumpfüssen muss so schnell wie möglich nach der Geburt begonnen werden, wenn man eine vollkommene Genesung erreichen möchte. Deshalb bildet Handicap International das Personal in den Geburtsstationen im Distrikt Kampong Cham darin aus, Behinderungen zu erkennen und sich sofort nach der Geburt um die Behandlung zu kümmern.
Die Füsse des Babys werden nun mithilfe von regelmässigen Gipsverbänden und Krankengymnastik korrigiert werden. So ist es möglich, die Füsse nach und nach wieder in ihre parallele Stellung zu bringen. Dies geschieht unter Berücksichtigung des Wachstums. Dann werden die Abstände, in denen die Gipsverbände angelegt werden, immer länger, um weitere Behandlungsmethoden anzuwenden.
Wenn Sokhoeun soweit ist, dass er gehen lernen kann, muss er orthopädische Schienen mit Spezialschuhen tragen, die die Füsse nach aussen gerichtet halten. Ein oder mehrere chirurgische Eingriffe können dann noch an den Sehnen notwendig werden, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
Der Erfolg der Behandlung hängt auch von der Gewissenhaftigkeit der Eltern ab. Nur wenn sie dem Behandlungsplan folgen und alle Termin einhalten, wird die Heilung gut voranschreiten. Zusätzlich müssen die Eltern ihrem Kind täglich und während der gesamten Behandlungsdauer die Schienen anlegen.
Die Fachkräfte für Krankengymnastik und Orthopädietechnik von Handicap International freuen sich, dem Baby diese Behandlung anbieten zu können, die ihm eine bessere Zukunft garantiert. Mit ca. vier Jahren wird dieses Kind genauso gut laufen können wie seine Freunde. Die Gipsverbände, die Schienen und die vielen Stunden bei der Physiotherapeutin werden dann schnell vergessen sein. Aber vorerst schläft Sokhoeun weiter und seine Grossmutter ist beruhigt.