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Der neue Amnesty-Bericht beschreibt, wie ein Netzwerk von Händlern und Firmen aus dem Senegal, Guinea, Tunesien, Lettland und anderen Ländern Rüstungsgüter auch während des Uno-Embargos in das westafrikanische Land geschafft hat.
Bis heute sind zu viele Waffen und Munition unkontrolliert in die Elfenbeinküste gelangt – mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung. Die Amnesty-Recherchen zeigen deutlich, dass die seit 2002 gelieferten Waffen nicht nur den Konflikt damals angeheizt haben, sondern auch 2011 gegen ZivilistInnen eingesetzt wurden, als nach den Wahlen erneut blutige Auseinandersetzungen ausbrachen.
Das Beispiel der Elfenbeinküste zeigt einmal mehr, dass ein internationaler Waffenhandelsvertrag mit einer strikten Menschenrechtsklausel sowie wirksamen Kontroll- und Sanktionsmechanismen Menschenleben retten könnte. Bei den laufenden Verhandlungen in New York hat die Staatengemeinschaft die Möglichkeit, einen solchen Vertrag zu verabschieden - diese Chance darf nicht erneut vergeben werden.
Hier finden Sie den vollständigen Amnesty-Bericht «Côte d'Ivoire: Communities shattered by arms proliferation and abuse in Côte d'Ivoire» (Englisch, 33 Seiten)