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Ein Hörer des Konsumentenmagazins «Espresso» von Radio SRF1 hat bemerkt, dass praktisch überall auf der Welt Eisteeflaschen eine grössere Öffnung haben, als andere Getränke. Doch warum ist das so? «Espresso» hat bei verschiedenen Herstellern nachgefragt.
Die Migros schreibt: «Hier geht es um das Gefühl beim Trinken. Das Trinken aus einer Flasche mit grösserer Öffnung ist angenehmer als mit einer kleineren Öffnung.»
Konkurrent Coop lässt verlauten: «Beim Kippen der Flasche gelangt mehr Flüssigkeit in den Mund.»
Das stimmt soweit - erklärt aber noch nicht, warum die Flaschenhälse mit Eistee und Säften so gross sind, nicht aber diejenigen von Coca Cola, Sinalco, Rivella und Co.
«Espresso» vom 25.08.2015
Wegen der Kohlensäure!
Die Lösung des Rätsels bringt erst die Antwort des Konzerns Coca Cola, welcher auch den Eistee Fusetea herstellt: «Kohlensäurehaltige Getränke haben eine schmalere Flaschenöffnung, damit die darin enthaltene Kohlensäure weniger schnell entweicht.»
Und auch Konkurrent Unilever, welcher den bekannten Lipton Icetea herstellt, bezieht sich in seiner Antwort auf diese Erklärung: «In der Schweiz wird überwiegend Eistee ohne Kohlensäure getrunken und die weiten Flaschenhälse erlauben es den Konsumenten erst, den Durst in grossen Schlucken zu löschen. Kohlensäurehaltige Getränke geben durch den Flaschenhals ihr Kohlendioxid ab. Wenn zu viel Gas entweicht, schmeckt das Getränk abgestanden.»
«Kassensturz» deckte den Trick schon 1974 auf
Die Partnersendung von «Espresso», «Kassensturz», entlarvte immer wieder Mogelpackungen: Zur Erhöhung des Umsatzes wurden 1974 die Öffnungen der Zahnpasta-Tuben von den Herstellern vergrössert.