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Sea Watch berichtet am 27.08.2020: Kurz nachdem wir mit der gemeinsam mit dem Bündnis United4Rescue in den Einsatz geschickten Sea-Watch 4 die libysche Such- und Rettungszone erreichten, wurden wir bereits über den ersten Seenotfall informiert. Dass wir innerhalb von 48 Stunden zwei weitere Boote aus Seenot retten konnten, zeigt erneut die Notwendigkeit ziviler Seenotrettung.
Am 22. August wurden wir über ein in Seenot geratenes Boot mit 7 Insassen informiert, welches zuerst von dem Schiff Louise Michel gesichtet wurde, dessen Crew die Situation stabilisierte und die Hilfe der Sea-Watch 4 als größeres und besser ausgerüstetes Schiff anforderte. In den frühen Morgenstunden des 23. August sichteten Crewmitglieder der Sea-Watch 4 einen weiteren Seenotfall in internationalen Gewässern. Die 97 Insassen des überfüllten und seeuntauglichen Schlauchboots konnten geborgen und an Bord der Sea-Watch 4 gebracht werden, wo sie von Ärzte ohne Grenzen medizinisch versorgt wurden. Unter den Geretteten befinden sich Frauen, Kinder und unbegleitete Minderjährige.