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Nicht wegen Halloween, sondern wegen einer ruckartigen Bewegung oder Belastung: der Hexenschuss. Ein plötzlicher, einschiessender Schmerz im unteren Rücken, der einen zwingt, eine vornüber gebückte Haltung einzunehmen. Die Ärzte nennen das Lumbagie oder Lumbago, und trotz der heftigen Schmerzen ist es oft ein vorübergehender, unangenehmer Zustand: Nur selten steckt ein Bandscheibenvorfall dahinter.
Was ist passiert? Es ist wahrscheinlich, dass sich ein oder mehrere Zwischenwirbelgelenke durch die plötzliche Bewegung verschoben oder blockiert haben. Die Rückenmuskulatur spannt sich drastisch an und verhärtet, um ein schonendes Korsett um die verletzte Stelle zu legen. Der Körper ist klug und sagt Dir: Pass auf! So bewegst Du Dich nicht nochmal! Manchmal wird zusätzlich der Ischiasnerv komprimiert, was ausstrahlende Schmerzen im Bein verursacht.
Was tun, wenn es in den Rücken schiesst? In erster Linie geht es darum, die Spannung im Rücken abzubauen. Ich würde von heftigen osteopatischen oder chiropraktischen Eingriffen abraten, weil das Muskelkorsett einfach zu fest spannt und keine Beweglichkeit der Wirbelfacetten zulässt. Wärme tut gut, Massage oder Selbstmassage auf WEICHEN Bällen ebenfalls. Langsame, lösende, wohltuende Bewegungen wie die Katze oder das Einrollen des Beckens sind zu empfehlen. Liegen ist gut, aber tagelange Bettruhe ist kontraproduktiv: Eine Abwechslung zwischen Liegen und sanfter Bewegung ist besser.
Kann die Craniosacral Therapie helfen? Absolut! Ich erinnere mich an den Notfall eines 40-jährigen Mannes, der sich beim Fussballspiel mit seinem Sohn einen Hexenschuss geholt hatte. Er rief mich schon ein paar Minuten nach dem Zwischenfall an, da er nicht mehr vom Bett aufstehen konnte, und ich behandelte ihn gleich dort. Während der Sitzung entspannte sich die Rückenmuskulatur allmählich, die Energie begann zu fliessen, und er konnte mit viel weniger Schmerzen wieder aufstehen.
Wie ist das möglich? Die sanfte Berührung der Craniosacral Therapie vermittelt Sicherheit und erlaubt dem Körper, sich zu entspannen. Arbeit an den Schädelknochen reguliert die Spannung der Dura Mater, die Membrane, die Gehirn und Wirbelsäule umhüllt. Mit leichten Impulsen können dann die Wirbel in ihre richtige Position rücken.
Die Craniosacral Therapie: sanft aber hochwirksam.