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Einen Monat vor den Schweizermeisterschaften auf dem Rotsee gab die nationale Regatta in Sarnen Aufschluss über den Formstand. Vom Seeclub Biel am Start waren vor allem Juniorinnen und Junioren.
Robin Tschümperlin war der einzige Nicht-Junior im Bieler Team. Der Leichtgewichtsruderer startete im Einer und zeigte mit einem zweiten und dritten Rang in der offenen Kategorie eine starke Leistung.
Gross war die Konkurrenz besonders bei den Jungen, denn sämtliche Schweizer Juniorenkadermitglieder waren in Sarnen am Start. U19-Juniorin Lya Piccolo startete erstmals im Zweier ohne Steuerfrau, zusammen mit Aurelia Benati aus Bern. Das Boot überzeugte vor allem am Samstag mit dem Seriensieg. Am Sonntag belegten sie den zweiten Platz hinter den Ruderinnen, mit denen Lya Piccolo im Mai bei den Europameisterschaften den vierten Platz im Vierer ohne Steuerfrau erreichte.
Mario Schoch und Alexander Erdmann zeigten bei den U19-Junioren solide Leistungen im Einer. Schoch erreichte in einer schnellen Serie den dritten Platz, während Erdmann einen Seriensieg verbuchen konnte. Die Konkurrenz in dieser Kategorie ist jedoch gross: Rund 30 Ruderer traten hier an.
Nicht ganz an die Leistungen der letzten Rennen anknüpfen konnte der Doppelvierer der U19-Juniorinnen mit Lara Schärer, Helena Liechti, Lena Schwab und Jalina Lüscher. Sie ruderten zwei Mal auf den sechsten Platz. Im Doppelzweier setzten Lara Schärer und Helena Liechti ein Ausrufezeichen, indem sie ihre Serie gewannen.
Wie ausgeglichen das Feld ist, zeigte sich bei den U17-Junioren im Doppelvierer: Die ersten vier von acht Booten erreichten am Samstag fast gleichzeitig das Ziel, am Sonntag sogar die ersten sechs. Emil Fassone, Emil Schoch, Rafael Schaller und Rémy Christ belegten am Samstag in ihrer Serie den zweiten Platz, mussten sich jedoch am Sonntag mit dem sechsten Rang zufriedengeben. Sie traten auch im Vierer ohne Steuermann an und konnten am Sonntag ihre Serie gewinnen.
Konstanz zeigten die Jüngsten. Paula Schoch und Greta Dolfus belegten im Doppelzweier der U15-Juniorinnen an beiden Renntagen den dritten Rang. Am Samstag fielen ihre Einerrennen buchstäblich ins Wasser: Die Regatta wurde aufgrund eines Gewitters abgebrochen.
Die Rennen in Sarnen haben gezeigt, dass Finalteilahmen an den Schweizermeisterschaften für den Seeclub Biel hart erkämpft werden müssen. «Wir haben bis dann noch ein paar Hausaufgaben zu machen», sagt Cheftrainer Beat Howald.
Text: Patricia Blättler für Bieler Tagblatt
Bild: Stöh Grünig
U17-Vierer-ohne mit Emil Fassone, Emil Schoch, Rafael Schaller und Rémy Christ.