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Andrew
Andrew, der Ich-Erzähler, ist der Gründer der in Palm Springs ansässigen Schicksalsgemeinschaft. Laut eigenen Angaben ist er weitgehend körper- und geschlechtslos. Erst eine Sportdiät hat ihm das andeutungsmässige Gefühl vermittelt, einen Körper zu besitzen, Gefühle zu Menschen des eigenen und anderen Geschlechts jedoch sind zu seinem eigenen Bedauern immer asexueller Natur: "Ive never been in love, and thats a problem" (53) (Stichwwort: Platonic Shadow).
Dags Sinnkrise wird ausgelöst, als er als Fotoagent im *Sushi-Land Japan weilt, und zwar durch ein *Rilkezitat und ein Foto von Marilyn Monroe. Mister Takamichi, Dags japanischer Big Boss, ruft ihn eines Tages in sein Büro und kündigt ihm nach einigen einleitenden Förmlichkeiten des japanischen Zeremoniells an, er wolle ihm das "wertvollste Ding" zeigen, das er besitze - wobei Andrew unwillkürlich etwas in der Art von Rilkes "Buchstaben" erwartet: jener Buchstabe in uns, mit dem wir geboren werden, den wir aber - so Rilke - nur lesen können, bevor wir sterben, wenn wir wahrhaftig sind. Als Mister Takamichi ihm nun ein Foto von Marylin Monroe mit gelüftetem Rock und ohne Unterwäsche zeigt, geht Andrew auf, wie sehr nicht nur sein Boss, sondern auch er selbst dabei ist, den falschen Buchstaben für den richtigen zu halben. Er geht nach Oregon zurück, findet aber auch hier keine Ruhe: "I knew even then that there was still too much history for me there. That I needed less in life. Less past" (66). Weniger Geschichte, weniger Vergangenheit - das hofft Andrew in Palm Springs zu finden, und damit jene Wahrhaftigkeit, die es ihm möglich machen würde, seinen "Buchstaben" lesen zu können.
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Ausschnitt aus: Wo spielt Couplands Generation X? Eine *Reise durch den Westen Nordamerikas.
Kolberg Sonja