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Die offizielle katarische Organisation Supreme Committee for Delivery and Legacy, welche für die WM 2022 verantwortlich ist, distanziert sich in einem Tweet vom Sharpic. Dieses gebe weder die offiziellen Haltung Katars wieder, noch stamme die Grafik von einer offiziellen katarischen Stelle.
Auch gegenüber den Nachrichtenagenturen Reuters und Associated Presse (AP) sowie gegenüber den Faktencheckern von Check your Facts distanzieren sich die katarischen Behörden vom Sharepic.
Auf der offiziellen Homepage der FIFA WM 2022 wird die katarische Kultur erläutert, ebenso der Umgang mit Kleidung, Alkohol und öffentlichen Liebesbekundungen während der Fussball-WM. So lockerte Katar seine Haltung bezüglich Alkohol: In bestimmten Bereichen können WM-Besucher alkoholische Getränke konsumieren. Der Entscheid über den Umgang mit Alkohol an der WM ist Anfang September 2022 gefallen. Auch das EDA weist darauf hin, dass die katarischen Behörden den Ausschank und Konsum von Alkohol während der Fussball Weltmeisterschaften an zusätzliche Örtlichkeiten bewilligen können. Das EDA rät, die Anweisungen der lokalen Organisatoren und Behörden zu beachten.
Wie im Sharepic zu sehen ist, stammt die Grafik von Reflect your Respect, welche diese auch in den sozialen Medien verbreitete. Die Kampagne begann im Jahr 2014 und soll mit Flyern und weiteren Informationsmaterialien insbesondere Ausländer auf die konservativen Bräuche und Traditionen Katars hinweisen und auf die katarischen Gesetzgebungen zum Anstand in der Öffentlichkeit sensibilisieren. Der Schwerpunk der Kampagne liegt bei den Kleidervorschriften.
Die Fussball-WM in Katar löste wegen den konservativen islamischen Gesetzgebung einige Diskussionen aus. Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA veröffentlichte bereits einen Faktencheck über die Sicherheit von WM-Besuchern, welche der LGBTQ-Community angehören. Katar äusserte sich mehrfach offiziell, dass alle an der WM 2022 willkommen seien. Auch die Fifa plädiert für eine «inklusive Fussball-Veranstaltung».