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Mit dem "Staubsauger" wollte ich mich von "Standart Mods" und "Kauf Mods" abheben. Ich wollte etwas verrücktes schaffen, das nicht jeder hat und auch nicht jeder versteht.
Idee
Mit dem "Staubsauger" wollte ich mich von "Standart Mods" und "Kauf Mods" abheben. Ich wollte etwas verrücktes schaffen, das nicht jeder hat und auch nicht jeder versteht.
Ziele
1. Den Innenraum eines CS901 so umbauen, dass schlussendlich mehr Platz für Harddisks zu Verfügung steht und diese auch optimal gekühlt werden können.
2. Die Front entsprechend einem optimalen "Air-Flow" zu modden, damit vor allem die Festplatten optimal mit Frischluft versorgt werden können.
3. Den gesamten Rechner mit einer Kombinatin von LED-Lüfter und CCFLs ausleuchten und optisch ansprechend gestalten.
Weitere Ziele
4. Das Komplette Case mattschwarz zu lackieren bis auf die aus Aluminium bestehenden Bauteile.
5. Das System mit einer High-End Wasserkühlung ausstatten (Top-Mod für Wärmetauscher).
6. Bei den Seitenwänden möglichst weit vom Original abkommen.
Der Anfang
Anfangs verbrachte ich die meiste Zeit hinter meinem Schreibtisch, wobei ich die Harddiskhalterungen konstruierte, welche einerseits den Einbau möglichst vieler Festplatten zulassen sollten und andererseits über genügend Zwischenraum zwischen den einzelnen Platten verfügen sollten um eine optimale Belüftung zu garantieren. Dabei schossen mir verschiedene Ideen durch den Kopf, welche von Aluminiumprofilen, Edelstahlbelchen bis hin zu normalem Stahl reichten.
Die Platzeinteilung im unteren Bereich (Mainboard, Harddisk plus Halterung und Kühlung)
Anfangs schwirrte mir der Gedanke mit den zwei 120mm Lüfter an der Front im Kopf herum den ich bei "rewarder" gesehen hatte. Meine Messungen ergaben, dass das CS-901 über mehr Platz verfügt, sprich man mehr als zwei 120mm-Lüter verbauen kann. So überlegte ich mir wie ich möglichst viel Ansaugfläche nutzen könnte. Nach einiger Zeit, hatte ichs. Zwei 80er Lüfter passten in der Breite ohne Probleme hinein, in der Höhe reichte es für drei. Oberhalb des dritten Lüfters hatte es noch ca. 75mm, gerade etwas zu wenig um zwei 80er Lüfter zu verstauen. Es musste doch eine Möglichkeit geben um die Lüfter unter zu bringen. Nach längerer Betrachtung des Gehäuses und einigen Versuchen die Lüfter zu positionieren, bemerkte ich, dass ich ein Teil der Abtrennung zwischen dem unteren und dem oberen Bereich des Gehäuses heraustrennen konnte. Da dieses nach unten gepresst war, wurde dieser Platz von keinem Bauteil genutzt. Geschafft: die Planung war soweit abgeschlossen.
Zur Tat
Zuerst bohrte ich die Niete auf, welche die Halterungen für die Harddiskkäfige waren. Danach trennte ich die Gitter, hinter denen normalerweise die Lüfter für die Harddisks befestigt waren mit der Stichsäge heraus, um eine ebene Fläche zu erhalten. Danach zeichnete ich die Positionen der Lüfter ein. Doch ich bemerkte, dass in der Mitte ungenügend Befestigungsmaterial (Stahl) zur Verfügung stand um die Lüfter ordentlich zu befestigen. Nach dem Sprichwort "Not macht erfinderisch" entschloss ich kurzerhand eine Aluminiumplatte in der Grösse der unteren Gehäusefront mit der Stichsäge auszuschneiden, um diese anschliessend von innen mit dem Gehäuse und den Lüftern zu verschrauben. Angemerkt sei, dass dies einfacher gesagt ist als getan. Die Aluminiumplatte war sehr weich, dennoch wechselte ich nicht zu Stahl oder Edelstahl. Beim ausschneiden von Aluminium muss man sehr vorsichtig sein damit man nicht Teile verbiegt, abknickt oder gar abbricht. Da ich das Blech so zugeschnitten habe um es innen zu montieren, blieb nicht viel mehr übrig als einige kleine Flächen (siehe Bilder). Anschliessend musste ich die Platte einige Male etwas angepassen, damit sie optimal ihren Platz fand. Zum Schluss schliff ich die Front und die Aluplatte noch blank damit man sich nicht verletzt und es auch ordentlich aussieht.
Die Montage
Die Aluplatte im Gehäuse mit den Lüftern positionieren und von vorne die Lüfter einen nach dem andern anschrauben. Lüfterkabel verlegen, ... (die Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte)Harddiskhalterungen
Die Harddiskhalterungen waren mittlerweile zu kompliziert geworden um sie selbst herzustellen. Deshalb liess ich sie von der Firma "Keller Laser" in Trimmis produzieren (eine teure Sache kann ich dazu nur sagen), diese verrichteten ihren Job aber äusserst präzise. Die Harddiskhalterungen plaziert und an den Stellen des Gehäuses markiert, ging es nun ans Bohren der Löcher im Gehäuse um die Halterungen mit Schrauben und Muttern zu befestigen.Die PE Front
Nun bearbeitete ich die Front. Das heisst, die Mittelrippen mit einem "Dremel" heraustrennen. Wer schon einmal mit PE Werkstoffen zu tun hatte, der weiss, dass das nicht so eine schöne Sache ist. Nach langem überlegen und Diskussionen im ocaholic-Forum, bin ich zum Entschluss gekommen ein Lochblech aus Aluminium im ausgeschnittenen Bereichen einzusetzen. Dieses schnitt ich mit der Stichsäge aus und bearbeitete es noch mit einem Schleifaufsatz für die Bohrmaschine, damit es schlussendlich auch anständig glänzte. (siehe Bilder)Gesammtbild
Das Gesamtbild kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Auf den Bildern ist das Case als Behausung eines Servers im Einsatz, wobei dieser aber auch schon zum Spielen umfunktioniert wurde.
Der Name:
Wie kommts zum Namen Staubsauger? Ja das ist eine berechtigte Frage: Als ich mein Projekt fertig hatte, teilte ich es Thomas Fester von frozen-silicon.ch
mit, bei dem ich meine Einkäufe tätige. Anschliessend kam eine Antwort, ich zitiere: "Was hast du denn da für ein Staubsauger gebaut". Ja das wars auch schon. Der Name war vorhanden, und dabei blieb es auch, ich habe nur noch mein Nick davor gesetzt. Vielen Dank an Thomas für die lustige Bemerkung :-P
Tutorial im Fourm disktuieren
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