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Die Befruchtung der Eizelle ist geglückt, wenn es einem Spermium gelingt, die Eihülle zu durchbrechen und in den Zellkern der Eizelle vorzudringen.
Die genetischen Informationen der Eltern vereinen sich
Nachdem der Zellkern des Spermiums ins Zellplasma des Eizellkerns gelangt ist, wird das Eindringen weiterer Spermien verhindert. Gleichzeitig lösen die beiden Zellkerne die Hüllen und ihre Chromosomen formen sich zu 23 Paaren. Bei der Verschmelzung der beiden Zellkerne werden die genetischen Informationen des mütterlichen und väterlichen Zellkerns zu einer neuen Erbinformation vereinigt. Damit ist der Bauplan für einen neuen und einzigartigen Menschen entstanden.
Die neuen Zellen teilen sich
Etwa 30 Stunden nach der Befruchtung teilt sie die neu entstandene Zelle zum ersten Mal. Davor stellt sie jedoch von jedem Chromosom eine identische Kopie her. Wenn sich die Zelle dann halbiert, befinden sich in jeder der zwei neuen Zellen die genau gleichen Chromosomen. Anschliessend teilen sich die Zellen auf dieselbe Weise alle 20 Stunden weiter. Bei jeder Teilung verdoppelt sich also die Anzahl der Zellen.
Ab 96 Stunden nach der Befruchtung nennt man dieses frühe Stadium eines Zellhaufens Morula (Maulbeerkeim) oder Blastozyste. Diese besteht aus etwa 64 Zellen und sieht aus wie eine Brombeere. Daraus entwickeln sich schon bald der äussere Trophoblast, aus dem die Eihäute und die Plazenta entstehen, und der mehr im Inneren gelegene Embryoblast, der zum Embryo wird.
Nach ungefähr 5 Tagen muss die Blastozyste sich in der Gebärmutter einnisten können, damit sie weiter wachsen kann. Sie besteht zu diesem Zeitpunkt aus rund 100 Zellen. Ab dem 9. Tag nach der Befruchtung spricht man von einem Embryo.
Das bewirken die Hormone bei der Befruchtung
Da, wo im Eierstock die Eizelle herangereift ist, formt sich nach dem Eisprung aus den Resten des Follikels der Gelbkörper, der mit seinem Gelbkörperhormon (Progesteron) die junge Schwangerschaft in ihrem Wachstum entscheidend unterstützt. Die wichtigste Aufgabe des Progesteron zu Beginn ist das Vorbereiten der Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle. Die Aufgabe des Gelbkörpers wird später von der Plazenta übernommen.
Jetzt werden weitere Botenstoffe an den mütterlichen Organismus abgegeben, vor allem das Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin (hCG), das beim Schwangerschaftstest gemessen wird.
Die Verteilung der Geschlechtschromosomen
Jede Zelle im menschlichen Körper hat 46 Chromosomen. Darauf sind alle genetischen Information des Menschen vorhanden. Zwei dieser 46 Chromosomen sind die Geschlechtschromosomen, also diejenigen, welche das Geschlecht bestimmen. Frauen haben als Geschlechtschromosomenpaar zwei X-Chromosomen, Männer ein X und ein Y.
Je nachdem, welches Chromosom der Vater weitergibt, wird das Geschlecht des Kindes bestimmt, die Chancen stehen also 50 zu 50:
Eines der beiden X-Chromosome der Mutter plus das X des Vaters ergeben eine Tochter.
Eines der beiden X-Chromosome der Mutter plus das Y des Vaters ergeben einen Sohn.