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Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
Man unterscheidet akute und chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Die akute Form wird meist konservativ behandelt und nur bei schwersten Verläufen oder Komplikationen muss operiert werden. Bei der chronische Form (oft durch Alkohol verursacht) entstehen Vernarbungen und Engen im Ausführungsgang. Auch Steine können sich dort bilden. In der Summe führt dies zu schlechten Abflussbedingungen und immer wiederkehrenden oft sehr starken Schmerzattacken. Diese können durch bestimmte Eingriffe effektiv und langfristig therapiert werden.
Duodenum-erhaltende Bauchspeicheldrüsenresektion
Hierbei wird die Vorderfläche des Pankreaskopfes freigelegt und das zentral vernarbte Gewebe ausgeschnitten bis der Pankreasgang und manchmal auch der Gallengang (dieser verläuft ebenfalls durch den Pankreaskopf) eröffnet worden sind. Nachdem nun das Abflusshindernis beseitigt ist, wird auf den Pankreaskopf eine mobile Dünndarmschlinge angeschlossen. Diese sorgt nun für den problemlosen Abfluss des Sekretes und die Schmerzen sistieren in 80% der Fälle. Der Erfolg dieser Operation lässt sich meist auch noch nach vielen Jahren nachweisen und ist wesentlich besser als bei der endoskopischen Behandlung.
Pankreastumore
Tumore der Bauchspeicheldrüse entstehen aus den verschiedenen Zelltypen in diesem Organ. Gelegentlich kommen auch gutartige Tumore vor. Quantitativ überwiegt jedoch leider der überaus bösartige Bauchspeicheldrüsenkrebs. Aber auch bei diesem Tumor gibt es immer mehr Hoffnung auf Heilung oder doch zumindest auf einen Lebenszeitgewinn von Jahren durch entsprechende Operationen.
Je nach Lage des Tumors im Pankreas unterscheidet man Pankreaskopf, -körper oder -schwanzresek-tionen. Meist liegt der Tumor im Kopfbereich. Hierbei muss dann eine sogenannte Pankreaskopfresektion (heute meist unter Erhalt des Magens) durchgeführt werden. Nach Mobilisation des Zwölffingerdarms (Duodenums) und des Pankreaskopfes, wird das Duodenums ganz am Anfang und am Ende durchtrennt. Nach Durchschneiden des Pankreas im sogenannten Hals und vorsichtiger Abpräparation der versorgenden Gefässe kann der Tumor dann mit dem Duodenum, Pankreaskopf und der Gallenblase entnommen werden. Alle umgebenden Lymphknoten werden mitentfernt, da diese Absiedelungen des primären Tumors enthalten können. Anschliessend wird durch Anschluss des Dünndarms an den Pankreasschwanz, den Gallengang und den Magen dafür gesorgt, dass der Patient wieder essen und verdauen kann.