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75 Jahre Evangelische Frauen Schweiz
Am 14. Mai 2022 führten die EFS ihre 75. Delegiertenversammlung durch. Sie waren Gast im Bullingerhaus in Aarau. Neben dem geschäftlichen Teil wurde auch gefeiert. Aus diesem Anlass blicken wir zurück auf die Geschichte des Dachverbandes der reformierten Frauen.
Nach der Auflösung des Dachverbandes aller evangelischen Frauenhilfen im Jahre 2003 wurde die Aargauer Evangelische Frauenhilfe Mitglied der Evangelischen Frauen Schweiz.
Aus der Geschichte der Evangelischen Frauen Schweiz
Am 31. Mai Jahr 1947 haben Vertreterinnen des Evangelischen Frauenbundes Schweiz aus der Deutsch- und Westschweiz die heutigen Evangelischen Frauen Schweiz gegründet. Dabei entsteht das Mitteilungsorgan die «Evangelische Schweizerfrau». Die Statuten wurden erstmals an der Delegiertenversammlung 1955 revidiert mit dem neuen Zweck, gemeinsame Anliegen und Grundsätze in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Gründung der ersten Geschäftsstelle im Boldernhaus erfolgt im Jahr 1959. Die Leitung übernimmt Marga Bührig. 1977 zieht die Geschäftsstelle an die Winterthurerstrasse in Zürich um. Der Vorstand der EFS gründet im Jahr 1961 die «Politische Kommission». Sie soll evangelische Frauen staatsbürgerlich schulen und politische Fragen diskutieren. Ab 1991 übernimmt eine als Informationsbeauftragte angestellte Journalistin diese Arbeit. Seit 1973 lädt der Bund den EFS offiziell zu Vernehmlassungen ein. Die EFS nehmen dabei Stellung zu neuen Gesetzen auf nationaler Ebene aus frauenspezifischer Sicht. Aufgrund des Beschlusses einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung und gegen die ursprüngliche Absicht des Vorstandes nimmt der EFS im Jahr 1975 am 4. Schweizerischen Frauenkongress mit über 80 Frauenorganisationen zum Thema «Partnerschaft» teil. Er bringt mit eigenen Plakaten das Thema Partnerschaft im Sinne der Bibel ein. Der Kongress fordert die Schaffung eines eidgenössischen Organs für Frauenfragen. Diese Forderung wurde vom Bundesrat 1976 mit der Schaffung der «Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen» umgesetzt. Das verbandsinterne Mitteilungsblatt, efs.fps.info, erscheint erstmals im Jahr 1991. Dreizehn Jahre später, im Jahr 2004 findet die erste Präsidentinnenkonferenz der Mitgliedverbände statt. Der EFS übernimmt damit die Tradition der Schweizerischen Evangelischen Frauenhilfe, welche sich Ende 2003 aufgelöst hat. 2011 fand ein solches Treffen im Bullingerhaus in Aarau statt. Im Jahr 2007 erfolgt die Namensänderung zu «Evangelische Frauen Schweiz». Gemeinsam mit den anderen Frauendachverbänden führen die EFS eine nationale Tagung zum Thema Zivilcourage durch und wehren sich für die Opfer von Frauenhandel und Zwangsprostitution. Der Umzug der Geschäftsstelle von Zürich nach Bern erfolgt im Jahr 2014.
Detaillierte Informationen zur aktuellen Arbeit der EFS erfährt man über www.efs.ch.
Schwerpunkte der Evangelischen Frauen Schweiz
Die Evangelischen Frauen Schweiz fokussieren sich bei ihrer Arbeit vor allem auf ihr grosses Anliegen, Gleichstellung und Soziale Gerechtigkeit. Ebenso wichtig sind ihnen die Themen Frauen in der Kirche und die Umwelt.
In den letzten drei Jahren haben sich die Evangelischen Frauen Schweiz z. B. mit der Veröffentlichung eines Standpunktes für den Klimawandel und die Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt. Zum Thema «Frauen in der Kirche» sind sieben zentrale Werte zu Missbrauch und Grenzverletzungen in der reformierten Kirche verfasst worden. Beschäftigt haben sich die EFS ausführlich mit der sozialen Gerechtigkeit und der Gleichstellung, unter dem Motto «ich bin eine Frau – eine Frau auf der Flucht und mit der Care-Arbeit – welchen Schutz brauche ich.
Folgende Frauen aus dem Kanton Aargau haben sich seither in den Organen des Dachverbandes engagiert:
1982 bis 1988: Linette Stich, Präsidentin
2010 bis 2016: Liselotte Fueter, Co-Präsidentin
2016 bis 2019: Dorothea Forster, Präsidentin
1965 bis 1977: Marie-Jeanne Perrenoud, Baden
1971 bis 1980: Salome Staehelin, Buchs
1972 bis 1979: Ursula Täuber Boveri, Baden
1976 bis 1983: Gertrud Lieb, Gränichen
2016 bis 2021: Ursa Dietiker, Widen
seit 2021: Liselotte Käser Felder, Ennetbaden
Der Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe Aargau gratuliert seinem Dachverband zum 75-Jahr-Jubiläum und wünscht ihm für seine wichtige Arbeit weiterhin Freude, Ausdauer und Erfolg.
Elsbeth Gloor
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75 Jahre Evangelische Frauen Schweiz