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Davos
Seit der Eröffnung der Bahnlinie Landquart-Davos im Jahre 1890 besitzt Davos-Platz einen Bahnhof. Anfänglich benutzte man ein provisorisches Stationsgebäude, seit 1891 das definitive Gebäude nach einem Entwurf von Gaudenz Issler, das 1922–1924 durchgreifend umgebaut wurde.
Das Raumprogramm für den vorerst letzten grossen Umbau (1947–1949) wurde aufgestellt von Erhard Branger, dem damaligen Direktor der Rhätischen Bahn, sowie Oberingenieur H. Conrad und Betriebschef Dr. H. Zitt. Der beauftragte Architekt Rudolf Gaberel zog den Architekten und Tageslichtspezialisten Wuhrmann aus Zürich bei. Funktional zu dessen Anweisungen plante Gaberel die endgültige äussere Gestaltung, die Eingliederung in die teils bestehenden, teils neuen Perron- und Geleiseanlagen wie auch den Anschluss an die ebenfalls im Jahre 1947 ausgeführte Unterführung.
Das Büro Gaberel beschäftigte sich im Vorfeld mit mehreren Projektvarianten. Im Vordergrund standen damals noch Neubauprojekte. Das ausgeführte Projekt, in das schliesslich vorhandene Bausubstanz einbezogen wurde, datiert ins Jahr 1947. Der Bau ist nicht mehr symmetrisch organsiert. Man betritt die Schalterhalle über einen tiefen Windfang. Die Vordächer zwischen Erd- und Obergeschoss des Flachdachbaus ziehen sich um das ganze Gebäude herum und gehen nahtlos in die Perrondächer über. Das System aus tragenden und lastenden Betonelementen verleiht der ganzen Anlage, insbesondere den verschiedenen Alt- und Neubauteilen, stark integrierenden Charakter. Das Gebäude gilt als bedeutendster Nachkriegs-Bahnhof der Rhätischen Bahn.
Samstag 11.9.
13 und 15.30 Uhr (Dauer ca. 1.30 Std.)
Sonntag 12.9.
11 und 14 Uhr (Dauer ca. 1.30 Std.)
Was: Führungen durch Amt für Kultur, Denkmalpflege Graubünden
Organisation:
Amt für Kultur, Denkmalpflege Graubünden
Loëstrasse 14
7000 Chur
Telefon: 081 257 27 92
Fax: 081 257 21 69
Kontaktperson: Marlene Fasciati