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Die Schweizer U20-Junioren haben an der WM in Russland das Spiel um Platz 5 gegen die USA 0:4 verloren und klassierten sich wie im Vorjahr im sechsten Schlussrang. Weltmeister wurden erneut die Junioren der Tschechischen Republik.
Auch im abschliessenden Spiel gegen die USA, welche man in der unmittelbaren WM-Vorbereitung noch 3:0 besiegt hatte, bewiesen die Schweizer Junioren, dass sie auf höchstem internationalem Niveau mithalten.
Trotz der letztlich deutlichen Niederlage hielten sie die Partie über lange Zeit offen. Das 0:1 durch Di Salvatore (12.) fiel quasi aus "heiterem Himmel". Auch das 0:2 durch Surma genau in der Spielhälfte nach einem Gestocher vor Goalie Zerzuben erschien nicht zwingend. Spätestens nach Taffes 0:3 in der 41. Minute war die Schweizer Niederlage besiegelt.
Dass ausgerechnet die Partien gegen die Teams aus Nordamerika am höchsten verloren gingen, erstaunt wenig. Gegen Kanada (4:8) und die USA konnten die Schweizer ihre Stärken Tempo und Technik nicht ausspielen und mussten sich körperlich dominieren lassen. Um unter die besten vier Nationen zu gelangen, müssen sich die Schweizer Junioren-Nationalmannschaften in diesem Punkt weiter verbessern.
Mit zwei Siegen gegen Weissrussland und Gastgeber Russland, dem Unentschieden gegen Finalist Finnland sowie vier Niederlagen fällt die Schweizer Bilanz dennoch positiv aus. Ausser im Vorrundenspiel gegen Kanada (4:8) war man den Gegnern jeweils mindestens ebenbürtig und zeigte zudem auch "kämpferische" Qualitäten. Zumindest in der Strafenstatistik ist die Schweiz mit 236 Strafminuten klarer "Weltmeister". Zudem figurieren mit Nüssli, Camenzind, Heberlein und Jobin auf den Rängen 5 bis 8 vier Schweizer U20-Spieler.
Dagegen schaffte es kein Schweizer Akteur in die Topten der Skorerwertung. Als Bester seines Teams und als einziger Schweizer unter den besten 25 Skorern klassierte sich Thibaut Monnet vom NLA-Tabellenletzten La Chaux-de-Fonds mit zwei Toren und fünf Assists im elften Rang.
Tschechien erneut Weltmeister
Mit einem 2:1-Sieg gegen Finnland verteidigte der Schweizer Halbfinal-Bezwinger Tschechien den WM-Titel erfolgreich und festigte die derzeitige Macht der Osteuropäer im Welt-Eishockey. An den letzten beiden A-Weltmeisterschaften der "Grossen" dominierte Tschechien die Konkurrenz und hatte 1996 zudem Olympia-Gold geholt.
swissinfo und Agenturen