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Saint
Légier (Kt. Waadt,
Bez. Vevey,
Gem.
Saint Légier-La Chiésaz). 570 m. Dorf, 4 km nö.
Vevey. Station der elektrischen Bahn
Vevey-Blonay-Chamby
und Ausgangspunkt der Linie
Saint
Légier-Châtel
Saint Denis. Postbureau, Telegraph, Telephon. 60
Häuser, 417 reform. Ew. Kirchgemeinde
Blonay, deren Pfarrkirche in
La Chiésaz steht.
Wiesen-, Obst- und Weinbau. Pensionen. Sommer- und Winterkurort.
Westl. vom Dorf führen die Strasse und Linie nach
Châtel Saint Denis mit dem
Pont du
Fenil 80 m hoch über die
Veveyse.
Schöne Aussicht ins
Tobel der
Veveyse. Die Mauern verschiedener
Häuser sind mit Karikaturen des
Malers Béguin geschmückt.
Das Dorf ist nach dem h. Leodegar, dem Schutzheiligen der Kirche von
La Chiésaz benannt, der als
Bischof von Autun am 3. Oktober 678 den
Märtyrertod erlitt. 1228: Sanctus Leodegarius. Gehörte zuerst zur
Herrschaft
Blonay, wurde 1380 von Amadeus V. von
Blonay
an den
Grafen von Savoyen abgetreten, bildete später die Mitgift der Gemahlin des Franz von Luxemburg
und kam 1565 wieder an die
Blonay zurück. 1686 war J. F. de Joffrey
Herr von
Saint Légier und
La Chiésaz; 1733 wurde die
Herrschaft von J. Phil. Herwart angekauft, und 1760 kam sie an Herrn Cannac, der zugleich auch Besitzer von
Hauteville war u. in
Saint Légier ein
Schloss erbaute. Das Dorf 1830 teilweise abgebrannt. Fund eines Bronzebeiles;
Grab aus
der zweiten Eisenzeit mit Armbändern, Halskette etc. Miozäne Nagelfluh mit fossilen Pflanzen der aquitanischen Stufe.