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Letzte Woche jährte sich der Sechstagekrieg zum 50. Mal. Der Krieg zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. bis am 10. Juni 1967 und endete mit einem Sieg Israels. Der SIG hatte sich damals stark für eine friedliche Lösung engagiert.
Der Krieg «überschattete alle anderen politischen Ereignisse dieses Jahres und hat die gesamte Tätigkeit der Geschäftsleitung beeinflusst», lässt sich im SIG-Jahresbericht für das Jahr 1967 nachlesen. «Es erweist sich, dass die ständige, dringliche Aufgabe des SIG sein muss, nach Kräften für die Erhaltung des jüdischen Volkes, seiner Identität und seiner Rechte einzustehen. Diese Zielsetzung beseelte die Geschäftsleitung, als die Nahostkrise ausbrach.»
Der damalige SIG-Präsident Georges Brunschvig versuchte auf den Bundesrat einzuwirken und wollte ihn dazu bringen, zwischen den Parteien zu vermitteln. Zudem schrieb er dem damaligen UN-Generalsekretär U Thant ein Telegramm, in dem er ihn aufforderte, alles zu unternehmen, um ein erneutes Massaker an Juden zu verhindern.
Der SIG koordinierte erfolgreich eine Sammelaktion für Israel: «Das Ergebnis der Sammelaktion war für die Schweizer Juden ehrenhaft und übertrifft im Verhältnis zur Bevölkerungszahl die Sammelergebnisse aller anderen Länder», steht im Jahresbericht.
In einer Sendung von Radio SRF 2 spricht der SIG-Generalsekretär und promovierte Historiker Jonathan Kreutner über die Solidaritätswelle für Israel, die die Schweiz während des Sechstagekriegs ergriff.