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Grüne konnten viele neue Wählerinnen und Wähler mobilisieren
Die Grünen haben viele neue Wählerinnen und Wähler mobilisieren können. Gemäss einer Nachwahlbefragung im Auftrag von Tamedia punkteten sie besonders bei denjenigen, die 2015 nicht gewählt haben. Auch SP-Wählende wechselten aber zu den Grünen.
20 Prozent der SP-Wählerschaft von 2015 hat bei den Wahlen vom Sonntag die Grünen gewählt. Auch der GLP konnten die Grünen aber Wählende wegnehmen: 14 Prozent der GLP-Wählerschaft von 2015 unterstützten diesmal die Grünen.
Im rechten Lager gab es gemäss der Nachwahlbefragung wenig Wählerbewegungen zwischen den Parteien. 9 Prozent der FDP-Wählerschaft von 2015 wechselte zur SVP, während 4 Prozent der SVP-Wählerschaft von 2015 diesmal die FDP gewählt haben. Bei den unterschiedlichen Anteilen der FDP und SVP deutet dies auf eine relativ ausgeglichene Bewegungsbilanz zwischen den Parteien hin.
Die Verluste der SVP sind insbesondere mit einer vergleichsweise tiefen Mobilisierung bei der eigenen Basis und einer unterdurchschnittlichen Unterstützung bei denjenigen zu erklären, die 2015 nicht an den Wahlen teilgenommen haben.
Die Grünliberalen gewannen Wählerinnen und Wähler aus mehreren Parteien, insbesondere von der BDP und zusätzlich von der FDP, SP und den Grünen - wobei sie auch Wählerinnen und Wähler an die Grünen abgibt.
Die am Montag veröffentlichten Resultate basieren auf der Befragung von über 33'000 Personen aus allen Sprachregionen. Sie wurden nach demographischen, geographischen und politischen Variablen gewichtet.