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Der schwer angeschlagene Autohersteller Saab entlässt in Schweden mehr als ein Drittel seiner Mitarbeiter. 200 der verbliebenen rund 550 Angestellten müssten wegen des andauernden Produktionsstopps noch im September gehen, teilte das chinesische Betreiberkonsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) am Mittwoch mit.
Das schwedische Traditionsunternehmen hatte im Dezember 2011 Insolvenz angemeldet und wurde ein halbes Jahr später von Nevs übernommen. Haupteigner von Nevs ist die chinesische National Modern Energy Holdings. Die chinesische Grossstadt Qingdao hält 22 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
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Seit Mai steht die Produktion still
Die Fahrzeugproduktion bei Saab war Ende 2013 wieder angelaufen, um Elektroautos für den chinesischen Markt zu bauen. Doch in den vergangenen Monaten häuften sich die Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten.
Kurz nach Neustart der Produktion standen die Bänder aber wieder still. Nevs kündigte am 20. Mai einen «kurzzeitigen Stopp der Produktion» wegen Liquiditätsproblemen an. Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion verzögere sich, hiess es in einer Pressemitteilung.
Saab hat etwa 400 Millionen schwedische Kronen (52 Millionen Franken) Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und vor knapp einem Monat Gläubigerschutz erhalten, um das Unternehmen zu sanieren. Am 8. Oktober wolle Nevs einen Sanierungsplan vorstellen, hiess es.
(sda/ise/ama)