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Kurz vor seinem Tod prophezeit ein Mönch, dass die Dunkle Zeit den Kontinent Ulldart erneut mit Leid und Zerstörung überrollen werde. Der verwöhnte Prinz Lodrik wird unterdessen in die Provinz gesandt, um die Stelle des neuen Statthalters einzunehmen. Noch ahnt Lodrik nicht, dass er das Schicksal seiner Welt entscheiden wird – denn die Dunkle Zeit droht zurückzukehren, und er wird der Retter oder Zerstörer Ulldarts sein … – Der Auftakt zum sensationellen Epos »Ulldart – Die Dunkle Zeit« – ausgezeichnet mit dem Deutschen Phantastik Preis.
von einer Kundin/einem Kunden aus Eschenbach am 24.10.2019
Sehr gutes Hörbuch, macht Vorfreude auf die ganze Reihe. Ist mein erstes Hörbuch von Johannes Steck sehr gut gelesen, werde mir die ganze Reihe anhören
spannender Auftakt
von Meggie aus Mertesheim am 06.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch
Lodrik, Sohn des Kabcar und als Tadc sein rechtmäßiger Nachfolger, hat sein Augenmerk eher auf Essen gerichtet, denn auf das Lernen, wie er als nächster Kabcar das Land regiert. Da dies in den Augen seines Vaters ein Frevel ist, schickt er ihn in die Verbannung in die Provinzhauptstadt Granburg, damit Lodrik dort als Gouverneur ...
Lodrik, Sohn des Kabcar und als Tadc sein rechtmäßiger Nachfolger, hat sein Augenmerk eher auf Essen gerichtet, denn auf das Lernen, wie er als nächster Kabcar das Land regiert. Da dies in den Augen seines Vaters ein Frevel ist, schickt er ihn in die Verbannung in die Provinzhauptstadt Granburg, damit Lodrik dort als Gouverneur lernt, wie man herrscht, ohne sich lächerlich zu machen. Seine einzigen Begleiter sind Stoika, ein Vertrauter und Lehrer sowie der Leibwächter Waljakov. Lodrik merkt bald, dass mit diesen beiden nicht zu spaßen ist und als er auch noch auf die schöne Norina trifft, wandelt sich sein Leben um 180 Grad.
Gleichzeitig wird in einem Kloster weit entfernt ein Mönch von einer Vision heimgesucht. Seine Worte "Tadc... Gefahr... jemand töten... die Dunkle Zeit kehrt zurück" wird so ausgelegt, dass der Nachfolger des Kabcar getötet werden muss, da dem Königreich ansonsten Unheil droht. Matuc, der die Vision miterlebt hat, macht sich auf den Weg, das Schicksal des Tadc zu erfüllen.
Nach vielen Einzelbänden des Autors wollte ich mich mal wieder eine Reihe von ihm widmen und meine Wahl fiel dabei auf die Ulldart-Reihe "Die dunkle Zeit". Ihren Anfang nimmt diese mit "Schatten über Ulldart" und umfasst nun mittlerweile 9 Bände.
Da mit der Schreibstil des Autors sehr gut gefällt und hier auch teilweise sein Humor einfließt, hatte ich keinerlei Mühe, in die Geschichte einzutauchen und fand mich sogleich in Tarpol wieder, ein Königreich des Kontinents Ulldart. Dort lebt der "Tadc", der Sohn des regierenden Kabcars. Lodrik ist 15 und hat nicht nur die Bürde als Thronfolger zu tragen. Auch seine Lebensweise macht ihn nicht gerade beliebt. Dicklich, verweichlicht und vorlaut - alles Attribute, die seinem Vater schwer zu schaffen machen. Um dies zu ändern, schickt er ihn fort, zusammen mit Stoiko, dem engsten Vertrauten des Tadc und dem Leibwächter Waljakov, einem Hühnen von einem Mann, der schon mit seiner mechanischen Hand einen gewissen Respekt ausstrahlt.
Unerkannt soll der Tadc nun in der Provinzhauptstadt Granburg als Gouverneur regieren und dort lernen, ein Kabcar zu werden.
So weit so gut, gäbe es nicht zeitgleich die Prophezeiung: "Tadc... Gefahr... jemand töten... die Dunkle Zeit kehrt zurück." Eine Prophezeiung, die zweierlei ausgelegt werden kann. Matuc und der Dunkle Rat kommen auch zu dem Ergebnis, dass der Tadc getötet werden muss, damit die Prophezeiung ausgeführt wird und so macht sich Matuc auf den Weg, dies zu erledigen. Unterwegs trifft er auf eine Gruppe, die ihm helfen will
Doch was ist, wenn die Prophezeiung falsch interpretiert wurde?
Diese Frage gilt es nun zu klären und so begleiten wir auf der einen Seite Lodrik auf seinem Weg zur Ausbildung zum Kabcar und auf der anderen Seite Matuc, der die Prophezeiung erfüllen möchte.
Denkt man zu Anfang noch, es drehe sich alles um Lodrik, kommen nach und nach Matuc und seine Begleiter in den Vordergrund. So ergibt sich eine Geschichte, die in zwei Stränge aufgeteilt ist und je mehr man liest, umso spannender wird es. Was wird wohl passieren, wenn die beiden Stränge aufeinandertreffen? Dies herauszufinden, hat mir unheimlich Spaß gemacht. So konnte ich das Buch nur selten aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.
Dabei ist es aber keineswegs so, dass die Protagonisten dabei auf der Strecke bleiben. Im Gegenteil, jeder bekommt so viel Raum, wie für ihn nötig ist. Alle lernt man genau kennen, kann die Beweggründe oder Handlungstaten nachvollziehen und auch bei denen Sympathie entdecken, bei denen man eigentlich dachte, dass dies nicht möglich sei.
So ergeben sich auch interessante Kombinationen von Charaktere. Insbesondere an dem Berater des Tadc, Stoika und dem Leibwächter Waljakov fand ich großen Gefallen. Diese beiden ergänzen sich perfekt und werden im Laufe der Geschichte auch enge Freunde. Beide halten mit ihren Meinungen nicht hinterm Berg und fahren dem zukünftigen Kabcar auch mal über den Mund. Daraus entsteht aber auch eine tiefe Freundschaft zwischen Lodrik, Stoika und Waljakov. Die drei können sich aufeinander verlassen.
Obwohl es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt, kommt diese ohne die bekannten Figuren wie Trolle, Orks oder Zwerge aus. Trotzdem merkt man deutlich, dass man sich auf einem fiktiven Kontinent befindet, der mit fantastischen Dingen aufwartet. Interessant war dabei, wie die Entwicklung mancher Figuren vonstatten ging. Am meisten verändert sich wohl Lodrik, doch auch bei allen anderen fand ich dies spannend zu lesen.
Auch die erfundene Götterwelt führt sich packend in die Geschichte ein. Dabei ist es so dass, als Einleitung zu jedem Kapitel jeweils ein Auszug aus der Entstehung Ulldarts angeführt ist, so dass sich hier quasi eine Geschichte in der Geschichte verbirgt. Doch diese kurzen Szenen ergeben zum Ende hin ein Bild, dass nötig ist, um alles besser zu verstehen.
Die Geschichte ist komplex, da viele Charaktere auftauchen. Aber trotzdem ist es einfach, diesen zu folgen, da durch den detaillierten Schreibstil keine Fragen offen bleiben.
Das Ende ist so, wie es für einen ersten Teil sein soll: spannend und mit sehr vielen offenen Türen. So muss man zum zweiten Band greifen, weil man dringend wissen will, wie es weitergeht.
Fazit:
Ein komplexer neuer Kontinent mit interessanten politischen Entwicklungen. Nichts ist so, wie es scheint.
Wirkt auch neben den Zwergen nicht blass
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch
Bei Heitz habe ich tatsächlich nicht mit den Zwergen sondern seiner Dunkle Spannung Reihe begonnen und auch jetzt greife ich zunächst zu seinem Erstlingswerk, ehe ich mich den bärtigen Gesellen widmen werde.
Diese werde ich mir aber garantiert noch vornehmen, denn ich hätte nicht gedacht wie sattelfest der Autor auch in der H...
Bei Heitz habe ich tatsächlich nicht mit den Zwergen sondern seiner Dunkle Spannung Reihe begonnen und auch jetzt greife ich zunächst zu seinem Erstlingswerk, ehe ich mich den bärtigen Gesellen widmen werde.
Diese werde ich mir aber garantiert noch vornehmen, denn ich hätte nicht gedacht wie sattelfest der Autor auch in der High Fantasy unterwegs ist! Eine ganze Welt zu erschaffen bedarf doch eines großen Geschicks, das der Autor bei Ulldart aber grandios beweist! Zunächst einmal war ich sehr amüsiert über den untypischen, sehr beleibten Antihelden, der einem in dieser Geschichte quasi entgegen gepurzelt kommt. Auch in seinem sonstigen Verhalten ist er zunächst alles andere als eine Identifikationsfigur und gerade das machte ihn für mich als Protagonisten so interessant. Trotzdem verliert die Lage des Reiches nicht an Ernsthaftigkeit und es tummeln sich allerlei Bedrohungen, denen Lodrik sich zu stellen versucht.
An Ulldart -so heißt der Kontinent auf dem sich alles abspielt- wird man als Leser Stück für Stück heran geführt und ich finde es handelt sich um eine sehr solide, klassische High Fantasy Welt, die zumeist auch den Gesetzen der realen Welt folgt, mit einigen exotischen Ausnahmen, die ordentlich für Action sorgen. Was den Schreibstil angeht war ich wirklich positiv überrascht, bei Markus Heitz bin ich ja oftmals ein wenig ungehalten den überzogenen Dialogen gegenüber - hier war jedoch davon nichts zu bemerken! Scheinbar neigt er ausgerechnet in einer mittelalterlichen Welt nicht zu Übertreibungen. Jedenfalls konnte ich auch die Gespräche der Figuren sehr genießen, ebenso wie die ruhigeren und spannenderen Passagen. Die Sprache hat mich sehr für sich eingenommen -keinerlei Beschwerden!
Inhaltlich war ich ebenfalls mehr als zufrieden, ich bekam mehr unerwartete Wendungen und ambivalente Figuren serviert als ich erwartet hätte. Dabei schätzte ich es besonders, dass es nicht immer zu ersehen ist welcher Weg nun der richtige für die Figuren darstellt bzw. wer denn nun eigentlich die richtige Entscheidung fällt. Gerade für den Einstiegsband wurde sehr viel Potential vorbereitet, dass auch für die folgenden fünf Bände noch ausreichend Spannung übrig bleiben sollte. Ich werde mich auf jeden Fall schon sehr bald an den Folgeband machen und bin bereits sehr gespannt!
Fazit:
Ein rundum gelungener Einstieg in eine vielversprechende Fantasy-Reihe, die für mich nicht nur meine Erwartungen erfüllte, sondern auch einige tolle Überraschungen bereit gehalten hat. Witz und Grauen liegen nah beinander, doch Markus Heitz gelingt die Kombination mühelos. Für Genrefreunde ist Unterhaltung garantiert.