Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03483.jsonl.gz/724

Ich nehme Wörter sehr genau, ich achte darauf, welche Wörter ich benutze und bin für andere manchmal nervtötend, wenn ich nachfrage, was jetzt genau mit Wort X oder Y gemeint ist.
Die Aussage «Kannst Du nicht zwischen den Zeilen lesen?» werfe ich in den gleichen Topf der Gleichnisse. Ein versiegeltes Buch, ein Übel wovon meine Mitmenschen nicht ablassen können.
Heute hatte ich ein erhellendes Gespräch. Es hat Klick gemacht.
Zwischen den Zeilen zu lesen, ist ein Zeichen der Verbundenheit.
Der Kontext ist ausschlaggebend:
- Ein Gleichnis in der Bibel, ohne die damalige Situation zu verstehen, wird falsch gedeutet.
- Eine Aussage eines Mitmenschen, ohne seine Vorstellung von Welt zu verstehen, wird falsch gedeutet.
Was ich meine ist unwichtig, es geht darum, den anderen gut genug zu verstehen, um zu wissen, was mein Gegenüber meint.
Wenn ich also ständig nachfrage und hartnäckig darauf beharre, dass mein Gegenüber die Wörter jetzt so benutzt, wie sie in meiner Welt genutzt werden sollten, dann zeugt das von Unverständnis.
Dieses Verhalten schafft eine Kluft. Wirkt auf den anderen abstossend. Dabei sehnen wir uns danach, verstanden zu werden.
Ein Hoch auf mehr Verständnis und Verbundenheit.
Alles Liebe,
Nathanael Dalliard
<email-pii>
PS: Verstehst Du was ich meine?