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© Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit 14/2010
Freihandel bei Agrargütern führt zu vielen Verlierern und wenigen Gewinnern. Verlierer sind die meisten Bauern sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern und letztlich auch die Konsumenten, während sich einige Grossbauern, Lebensmittelverarbeiter, Handel und ein paar internationale Konzerne zu den Gewinnern zählen dürfen. Die wohlstandsmindernden Auswirkungen des Freihandels bei Agrargütern lassen sich aber erst erkennen, wenn man den Handel nicht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der in der Volkswirtschaftslehre etablierten Theorie der komparativen Vorteile betrachtet. Diese kann nämlich wesentliche Aspekte des Handels mit Agrargütern nicht erfassen, und prophezeit deshalb Wohlstandsgewinne, die sich in der Realität in Verluste verwandeln.