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Die Weltgesundheitsorganisation sagt bis 2040 eine 80-prozentige Zunahme von Krebs voraus, vor allem in armen Ländern. Dort gibt es immer mehr Krebserkrankungen und dort überleben die wenigsten Patient*innen, denn diese Länder sind für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krebs nicht ausgerüstet. Eine medizinische, soziale und wirtschaftliche Katastrophe.
Tatsächlich beginnt der Giftangriff bereits im Bauch der Mutter. Die Plazenta, die das Kind im Körper der Mutter versorgt, ist nicht wie bis anhin angenommen ein Filter, sondern eher ein Schwamm. Hier konzentrieren sich die aufgenommenen Pestizide sogar. Sie gelangen durch die Nabelschnur zum ungeborenen Kind und beeinflussen, wie sich z.B. die Organe und das Nervensystem ausbilden. Das Kind, das im Mutterleib diesen Stoffen ausgesetzt ist, kann später, als Kleinkind, Jugendlicher oder Erwachsener mit Krankheiten reagieren. Kommt hin-zu, dass auch die Muttermilch Pestizide und andere Umweltgifte enthält: zum Beispiel
Bisphenol A (BPA), Quecksilber, Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB).
Viele Pestizide sind sogenannte endokrine Disruptoren, also Substanzen, die den Hormon-stoffwechsel beeinträchtigen. Sie verändern sowohl die Produktion wie auch Wirkung von Hormonen. Die Folgen sind zum Beispiel Unfruchtbarkeit, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, erhöhter Blutzucker, Bluthochdruck, Brust-, Prostata-, Schildrüsen- oder Hirnkrebs.
Verschiedenste Pestizide lassen sich im Fettgewebe nieder und reichern sich dort an. Sie werden nicht mehr ausgeschieden. Was richten sie da an? Die Wissenschaft weiss noch viel zu wenig um den Cocktaileffekt verschiedener chemischer Wirkstoffe. Nach Prof. Dr. Charles Sultan ist die Wirkung von zwei Pestizidwirkstoffen, die miteinander reagieren, vielleicht bloss die Summe der Wirkungen der einzelnen Stoffe, vielleicht aber auch 10-mal mehr. Selbst in kleinster Dosierung haben solche Wirkstoffe Auswirkungen über Generationen hinweg, weil sie die Erbsubstanz ändern. Da die Gifte im Wasser, in der Erde und der Luft sind, nehmen wir sie auch über die Nahrungskette auf. Und was noch dazu kommt – die Pestizide sind nicht nur im Essen, sondern auch auf den Sportrasen, in Kosmetikartikel oder in Hygieneartikeln für Babys und… und… und…