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Der FC Biel darf nicht mehr in der Challenge League mitmachen. Die Swiss Football League hat dem finanziell schwer angeschlagenen Verein die Lizenz per sofort entzogen. Die Rückrunden-Spiele des FC Biel werden alle mit 0:0 und mit 0 Punkten gewertet.
Der Entscheid kann innerhalb von fünf Tagen beim Rekursgericht der SFL angefochten werden. Aufgrund der akuten Probleme und zur Vermeidung von Ungleichheiten im Spielbetrieb wird im Entscheid der Disziplinarkommission dem Rekurs allerdings die aufschiebende Wirkung entzogen.
Begründet wird der sofortige Lizenzentzug damit, dass die Bieler wiederholt die Informationspflichten verletzt und gegen vier Kriterien in «vorwerfbarer Weise» verstossen haben. Bereits vor dem Entzug war der FC Biel mit Bussen und mit dem Abzug von total acht Punkten bestraft worden.
Die Klubs der zwei höchsten Spielklassen sind, gestützt auf die Bestimmungen des Lizenzreglements, auch während der Saison verpflichtet, die Einhaltung von Lizenzkriterien sicherzustellen und die SFL darüber zu informieren. Die Disziplinarkommission stellte fest, dass insbesondere im finanziellen und im personellen Bereich bei der Klubadministration und dem sportlichen Staff erhebliche Unsicherheiten und Lücken vorliegen und eine Weiterexistenz oder der Spielbetrieb gefährdet ist.
Der FC Biel habe bis heute keine geeigneten und zuverlässigen Informationen betreffend seiner effektiven finanziellen Situation offenbart. Noch am Dienstag hatte der Konkursrichter dem FC Biel eine zweimonatige Frist erteilt, um eine Nachlassstundung anzustreben. Der umstrittene Präsident Carlo Häfeli präsentierte mit Martin von Burg einen Financier aus Grenchen, der bis am Freitag 800'000 Franken einschiessen werde, um die ausstehenden Löhne und Sozialabgaben zu begleichen. Auch sprach Häfeli von einem angeblichen Investor aus Amerika, der mit einem Betrag von zehn Millionen Dollar in das Unternehmen FC Biel einsteigen wolle. Ob Häfelis Versprechungen eingehalten werden, ist nach dem SFL-Urteil mehr als fraglich.
Der Lizenzentzug hat auch Konsequenzen für die Tabelle in der Challenge League. Nachdem alle Spiele mit Bieler Beteiligung in der 2. Phase mit 0:0 und 0 Punkten gewertet werden, braucht Leader Lausanne mit 55 Punkten aus den restlichen sieben Spielen noch sechs Punkte für den definitiven Aufstieg. Verfolger Wil hat bei zwei Mehrspielen bereits zehn Zähler Rückstand und zudem die Lizenz für die Super League nicht erhalten. (ram/sda)