Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/89311

<h2>SubmittedText<h2><p>Befürwortet der Bundesrat die Militärübungen im Heliskiing, die auf dem Geisshorn durchgeführt wurden, in der Region Aletsch, welche zum Unesco-Weltnaturerbe gehört (siehe den "Walliser Boten" vom 21. Februar 2008)?</p><p>Ist der Bundesrat der Ansicht, die Armee leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unseres Landes?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Vom 4. bis 15. Februar 2008 führte die Luftwaffe den Fachdienstkurs I, Piloten-Survival, mit angehenden Piloten durch. Der Gebirgskurs "Überleben" ist Teil der vorgeschriebenen Grundausbildung und beinhaltet neben den eigentlichen Überlebensmodulen auch den Einsatz des Helikopters und die Arbeiten rund um diesen (z. B. Vorbereiten sowie Sichern des Materials, Vorbereitung des Aufnahmeplatzes). Die konkrete Übung bedingt unterschiedliche Aus- und Einsteigeorte sowie die Rekognoszierung des Helilandeplatzes durch eine entsprechende Verschiebung der Besatzung auf Skiern.</p><p>Nach Ansicht des Bundesrates wird mit dem Gebirgskurs Überleben Schutz und Sicherheit produziert, da dadurch die Luftwaffenbesatzungen auf mögliche Einsatzgebiete in der ganzen Schweiz - also auch in hochalpinem Gebirge - optimal vorbereitet werden. Zudem werden damit auch die Such- und Rettungsflüge in der Schweiz geübt. Eine entsprechende Such- und Rettungsflugorganisation wird im Übrigen von der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde verlangt und wurde an die Schweizer Luftwaffe delegiert.</p><p>Der Fachdienstkurs fand im Raum Gemmipass, ausserhalb des Weltnaturerbegebietes, statt. Die für dieses spezielle Modul von der Luftwaffe gewählten Landeplätze lagen zwar im Weltnaturerbe der Unesco, nicht aber in einem publizierten eidgenössischen Schon- und Schutzgebiet. Im Übrigen wird bei jeder Landung das Thema Umwelt systematisch beurteilt und ist auch Bestandteil der militärischen Helikopterausbildung im Gebirge.</p>