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Wie man dem Tagesanzeiger heute entnehmen kann, ist die PR Agentur Farner PR im „Beirat zur Weiterentwicklung der Armee" durch zwei Organisationen gleich doppelt vertreten. Hauptkunde von Farner PR war in Vergangenheit immer wieder die Rüstungslobby.
Die GSoA ist empört, dass die Agentur auch im Beirat der Armee tätig ist. Brisant ist auch die Aussage von Ueli Maurer, der in der Antwort auf die Frage von Jo Lang (11.5411), ob Farner PR im Beirat vertreten sei, schreibt: „Die PR-Agentur Farner ist nicht vertreten."
Umso skandalöser sind die neusten Enthüllungen. So vertritt Farner PR im Rennen um die Kampfjets die Firma Dassault mit ihrem Rafale . Diese Interessenvertretung darf keinen Platz in einem solchen Gremium haben „Es ist absurd! Ueli Maurer lügt uns an und die Lobbyorganisation von Dassault hat im Beirat mehr Stimmen als das Eidgenössische Finanzdepartement", sagt Jonas Zürcher, Sekretär der GSoA.
Anscheinend hat man im Bundeshaus nichts aus der Geschichte gelernt. Bereits beim Kauf der F/A-18 im Jahre 1992, liess sich die Sicherheitspolitische Komission (SiK) von Gustav Däniker beraten, der damals im Auftrag von Farner im Bundeshaus unterwegs war. Däniker verheimlichte, dass Farner die offizielle Vertretung von McDonnell Douglas (heute Boeing), dem Hersteller der F/A-18, war.
Für die GSoA ist klar: Bei diesem Geschäft kann es nur um persönliche, wirtschaftliche Interessen gewisser bürgerlicher Politiker im Dunstkreis von Farner PR gehen. Wir fordern daher die sofortige Sistierung des Kaufs neuer Kampfflugzeuge. Weiter fordert die GSoA die Veröffentlichung aller entsprechenden Protokolle und die Namen der Beirats- und Think Tankmitglieder, sowie die Auflösung des Beirats und des ominösen Think-Tanks.