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Phantasmagorien
Die ersten eigentlichen Lichtprojektionen zu Unterhaltungszwecken gehen auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück, eine bewegte Zeit, in der das Interesse am Mittelalter und an der Gotik wiedererwacht. Makabre Dekors, mysteriöse, melancholische und übernatürliche Stimmungen finden in der Literatur und in Bühnenstücke Eingang, die viel Erfolg haben.
Mit Hilfe eines hinter einer Leinwand platzierten, beweglichen Projektors und halbdurchsichtigen Spiegeln setzten diese Phantasmagorien genannten Vorführungen Trugbilder und Gespenster geschickt in Szene, unterstützt von einem makabren Dekor und gruseligen Geräuschen. Der Vorführer und seine Assistenten versuchten die Besuchermassen mit allen Mitteln zu beeindrucken … mit Erfolg!
Robertsons Phantasmagorien, die im Kapuzinerkloster von Paris Ende des 19. Jahrhunderts aufgeführt wurden, sind das berühmteste Beispiel! Robertson veröffentlichte 1831 seine Memoiren und liess sich seine Zauberlaterne patentieren: Das Fantaskop war eine Laterna magica auf einem fahrbaren Gestell mit zwei Schienen, die zudem mit einer optischen Röhre mit auswechselbaren Linsen ausgestattet war.
Illustration:
Zahlreiche Fantaskope sind seit Robertsons Perfektionierung auf dem Markt erschienen, so dieses Doppel-Modell, welches eine Projektion mit Überblendungseffekten ermöglicht. Es besteht eine grosse Ähnlichkeit zu dem von Lerebours und Secretan in Paris fabrizierten Modell (Le Magasin pittoresque, 1869)