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In einer Rezension für Evangelium21 habe ich Collin Hansens Biografie zur geistlichen und denkerischen Entwicklung von Timothy Keller ausführlich besprochen. Auffällig ist, dass der heute weltweit bekannte Pastor bis knapp 60 ausserhalb seiner Denomination weitgehend unbekannt war.
Während neun Jahren diente er zwischen 1975 und 1984 in einer kleineren Gemeinde mit anfänglich etwas über 100 Gottesdienstbesuchern der West Hopewell Presbyterian Church. Hopewell war ein Städtchen mit Schwerindustrie und den üblichen Problemen von Arbeiterfamilien. Keller hielt während dieser Zeit nicht weniger als 1.500 Predigten über drei Viertel der gesamten Bibel. Seine mühevolle Arbeit lehrte ihn, auf Menschen jeden Alters ohne Tertiärbildung einzugehen – und sie vor allem zu besuchen und mit ihnen mitzuleiden. So begegnete er tragischen Unfällen und Krankheiten, dem Elend des Alkoholismus und zerrütteter Ehen. Bei einem Jubiläum viele Jahre später konnte sich kein einziger Teilnehmer mehr an seine Predigten erinnern, sehr wohl jedoch an seine Hausbesuche und Momente gemeinsam durchlittenen Schmerzes. Ohne diese Erfahrungen, so Hansen, hätte er nie einen derartigen Tiefgang und Gegenwartsbezug entwickeln können.
In einer Gruppe hatte ich zudem die Gelegenheit einer stündigen “Reise” an einige lehrreiche Ort von Kellers Leben: “Evangeliums-zentrierter Dienst im säkularen Westen”. Vor einigen Jahren habe ich zudem die Inhalte, die mich selbst sehr gestärkt haben, in einem eBuch “Christliche Weltsicht und Säkularismus” zusammengeführt.