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Beim Prozess der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) wird Biomasse im sauren Milieu aufgeheizt und dehydriert. In einer zweiten exothermen Phase, deren Mechanismus bisher noch nicht genau verstanden worden ist, setzt die Modifikation des Kohlenstoffs ein. Bei diesem Prozess entstehen primär Kohle und Wasser.
Die ARA Wädenswil produziert im Jahr ca. 2441 t Klärschlamm, der in der KVA Horgen entsorgt wird. Ein Teil der im allgemeinen Verbrennungsgut vorhandenen Energie muss verwendet werden, um den (feuchten) Klärschlamm mitzuverbrennen. Der Verbrennungsprozess ist damit weniger effizient als in vergleichbaren KVAs, in denen kein Klärschlamm verbrannt wird. Mit dem HTC-Prozess würde eine deutliche Reduktion des Wassergehalts und der Menge des Klärschlamms erreicht, so dass Entsorgungs- und Transportkosten gespart werden könnten. Zudem könnte die entstandene Kohle ggf. als alternativer Brennstoff genutzt werden.
Nach heutigem Kenntnisstand kann die HTC praktisch energie- und CO2-neutral betrieben werden. Das Verfahren wäre damit sowohl in energetischer Hinsicht als auch in Bezug auf die Verringerung des CO2-Ausstosses anderen Verfahren überlegen. Vorversuche der ZHAW haben die relativ einfache Machbarkeit des Prozesses nachgewiesen. Nun soll das HTC-Verfahren in einer Pilotanlage in der ARA Wädenswil getestet und die Prozessparameter optimiert werden.