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Für die Performance vesuv stellt sich die Künstlerin Katja Schenker in die Mitte des Raumes. In der Hand hält sie den schwarzen Ledergriff einer Leine, zuvorderst ist ein 10 kg schwerer Alabasterstein befestigt. Sie platziert den Stein, streckt die Leine, sie holt sie wieder ein und beginnt im Kreis zu laufen, bis der weisse Alabaster seine Bahn findet und im Abstand von 4 Metern um die Künstlerin kreist. Sie dreht sich, hält die Leine mit beiden Händen oder wechselt von der rechten in die linke Hand. Verfehlt Katja Schenker den Griff, würde der Stein weg gewuchtet, so stark wirkt die Zentrifugalkraft. Indem die hinausschleudernde Bewegung aber von der Leine zurückgehalten wird, entsteht auf dem Boden allmählich ein Kreis, eine sichtbare Erweiterung ihres Körpers. 14 Minuten lang schwingt Katja Schenker den Stein im Kunstmuseum Luzern, bis das kratzende polternde Geräusch den Ort erfüllt hat wie einen Resonanzraum.