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Dentinadhäsive zur Behandlung von Überempfindlichkeiten
Zur Behandlung empfindlicher Zahnoberflächen wer den verschiedenste Methoden empfohlen. Sehr populär sind auch spezielle Zahnpasten, die durch Präzipitate die freiliegenden Dentintubuli verschließen und so die Empfindlichkeit reduzieren. In der vorliegenden klinischen Studie sollte die Wirksamkeit von drei verschiedenen Behandlungen (normale Zahnpasta, Zahn pasta für empfindliche Zähne und ein professionell appliziertes Dentinadhäsiv) zur Reduktion der Dentin überempfindlichkeit nach 2 Wochen sowie 3 und 6 Monaten in einer Privatpraxis untersucht werden.
75 erwachsene Patienten im Alter von 18 bis 75 Jahren mit mindestens einem überempfindlichen Zahn (vom Patienten selbst als solcher definiert) wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt und mit einer normalen Zahnpasta (NZ; Colgate Cavity Protection Regular, ColgatePalmolive, USA), einer Zahnpasta für empfindliche Zähne (EZ; Colgate Sensi tive Fresh Stripe, ColgatePalmolive, USA) oder einem professionell angewendeten „Desensitizer“ (Dentin adhäsiv = DA; Seal and Protect, Dentsply, USA) behan delt. Die Patienten wurden gebeten, vor Beginn und während der Studie keine weiteren Produkte zur Reduktion der Dentinüberempfindlichkeit zu verwenden. Alle Probanden erhielten für die tägliche Mundhygiene dieselbe normale Zahnpasta, die während der Studie auch in der Kontrollgruppe NZ und der DAGruppe verwendet wurde. Der Grad der Überempfindlichkeit wurde zu Beginn, nach 2 Wochen sowie 3 und 6 Monaten auf einer visuellen Analogskala (VAS) bewertet. Eine klinische Kontrolle erfolgte zu Beginn und nach 6 Monaten mit Luft aus der Multifunktionsspritze.
Bei den 75 Patienten kam es zu drei „drop outs“ (zwei aus der NZ und einer aus der EZGruppe). Die Dentinüberempfindlichkeit konnte in den beiden Grup pen EZ und DA statistisch signifikant (p < 0,0001) ge senkt werden. Die Reduktion der Empfindlichkeit blieb erhalten und verbesserte sich über einen Zeitraum von 6 Monaten. Die größte Reduktion der Überempfindlichkeit zeigte sich in der DAGruppe.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser klinischen Studie deuten darauf hin, dass bei Zähnen mit einer Dentinüberempfindlichkeit durch die Applikation eines Dentinadhäsivs die größte Reduktion der Überempfindlichkeit nach 2 Wochen bzw. 6 Monaten er reicht werden kann. Diese Reduktion ist größer als beim Einsatz einer Zahnpasta für empfindliche Zähne oder einer normalen Zahnpasta.Gibson M, Sharif MO, Smith A, Saini P, Brunton PA. A practice-based randomised controlled trial of the efficacy of three interventions to reduce dentinal hypersensitivity. J Dent 2013;41:668-674.
Die vorliegende Studie bewertete in Abhängigkeit von der Aushärtungszeit die mechanischen und chemischen Eigenschaften zweier auf dem Markt erhältlicher
Kompositmaterialien, die mit drei verschiedenen LED Lampen ausgehärtet wurden. Als Kompositmateriali en wurden Filtek Z250 (3M Espe) undTetric EvoCeram (Ivoclar Vivadent) verwendet. Folgende LEDLampen kamen zum Einsatz: bluephase 16i (Ivoclar Vivadent, 1.600 mW/cm2), L.E.Demetron II (Kerr, 800 bis 1.400 mW/ cm2) und Mini L.E.D. (Satelec, 1.100 mW/cm2). Als Kon trolle wurden Proben mit einer Halogenlampe (VCL 400, Kerr, > 550 mW/cm2) ausgehärtet. Die Abrasion nach simuliertem Bürsten, die Konversionsrate, der Aushärtungsgrad und die Menge an Restmonomeren wurden nach verschiedenen Aushärtungszeiten be stimmt (5, 10 und 20 Sekunden).
Die Untersuchung ergab, dass die verkürzten Aus härtungszeiten zu einem geringeren Aushärtungsgrad und einer Erhöhung der Restmonomere führten. Die gemessenen Oberflächenwerte der Materialien, die Konversionsrate und die Abrasionswerte wurden durch die kürzere Aushärtungszeit nicht in gleichem Maß beeinflusst.
Schlussfolgerungen: Diese InvitroStudie zeigt, dass eine reduzierte Aushärtungszeit mit LEDLampen höherer Leistung zu Kompositversorgungen mit reduzierter Aushärtungstiefe und einem höheren Gehalt an Restmonomeren führt. Dem Zahnarzt wird empfohlen, auch bei LEDLampen mit höherer Leistung eine adäquate Aushärtungszeit (20 bis 40 Sekunden pro Inkrement je nach Schichtstärke) einzuhalten.Kopperud HM, Johnsen GF, Lamolle S, Kleven IS, Wellendorf H, Haugen HJ. Effect of short LED lamp exposure on wear resistance, residual monomer and degree of conversion for Filtek Z250 and Tetric EvoCeram composites. Dent Mater 2013;29:824-834.
Zementüberschüsse bei implantat-getragenen Versorgungen
Die Zementierung von festsitzenden implantatgetragenen Versorgungen birgt immer das Risiko von Zementüberschüssen, die im umliegenden Gewebe Entzündungen und Attachmentverluste zur Folge haben können. Ziel der vorliegenden Invivo Studie war es, die Reaktion der Gewebe nach der Zementierung zu untersuchen und potenzielle Indikatoren für die Vor hersage von Zementüberschüssen zu definieren.
Klinische Komplikationen nach der Befestigung in einigen Fällen führten zur Einbestellung aller mit einem bestimmten Methacrylatzement behandelten Patienten (105 Patienten mit 188 Implantaten) und zur systematischen Nachuntersuchung von 71 Patienten (68 %) mit 126 Implantaten (67 %). In allen Fällen erfolgten die Entfernung der Versorgungen und die Erhebung eines klinischen Befundes.
Der Implantatdurchmesser war signifikant mit der Häufigkeit auftretender Zementüberschüsse verknüpft. Die Implantatlokalisation und das Implantatsystem hatten keinen signifikanten Einfluss. Zementüberschüsse waren mit Bluten auf Sondieren, Suppuration und periimplantärem Attachmentverlust verbunden. Ohne Zementüberschüsse zeigten 58,8 % der Implantate keinen Attachmentverlust, während die Zahl mit Zementüberschüssen bei 37,3 % lag. Je länger der Ze mentüberschuss vorhanden war, umso größer fiel der beobachtete Attachmentverlust aus, auch wenn dieser Zusammenhang nicht statistisch signifikant war.
Schlussfolgerungen: Implantate mit größerem Durchmesser zeigen ein signifikant höheres Risiko von Zementüberschüssen in den periimplantären Gewe ben, was zu Entzündungen und Attachmentverlusten führen kann.Korsch M, Robra BP, Walther W. Predictors of excess cement and tissue response to fixed implant-supported dentures after cementation. Clin Implant Dent Relat Res 2013 Jul 24 [Epub ahead of print].