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Internationale Statistik
Das Bundesamt für Statistik vertritt die Schweizer Statistik in den internationalen Institutionen, die für das weltweite Statistiksystem verantwortlich sind. Dazu legt es regelmässig die Meinung der Schweiz zu den strategischen Entscheiden dar und stellt den Institutionen zuverlässige offizielle Daten zur Verfügung, anhand derer bedeutende Analysen und Publikationen erstellt werden können.
Das BFS pflegt ausserdem Beziehungen zu den statistischen Ämtern der Nachbarländer oder zu solchen, die ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen. Dabei werden wenn möglich Synergien und gemeinsame Lösungen gefördert.
Somit beteiligt sich die Schweiz an den Arbeiten aller grossen Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind.
Im Weiteren ist das BFS die Kontaktstelle der anderen Schweizer Statistikstellen (Bundes-, Kantonsämter, Gemeinden) zu den internationalen Organisationen.
Kontaktstelle: international (at) bfs.admin.ch
Die vereinten Nationen
Innerhalb der UNO (Statistikkommission der UNO und Wirtschaftskommission für Europa) hat die Schweiz Einfluss auf die grossen Entscheide, auf denen das Programm des internationalen Statistiksystems gründet. Die UNO sammelt und verbreitet Statistiken und ist für die Standardisierung der Methoden, Kategorien und Definitionen, für die technische Zusammenarbeit sowie die Koordination der internationalen Statistikprogramme verantwortlich.
Beispiel
Die Statistikkommission der UNO, die sich aus den Direktionen der nationalen statistischen Ämter zusammensetzt, hat die Version 2008 des System of National Accounts (SNA, System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen der UNO) verabschiedet. Diese wird seit 1953 gemäss einem vorgegebenen Standard durchgeführt und ermöglicht es, die wirtschaftliche Leistung der Länder miteinander zu vergleichen
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die Schweiz beteiligt sich auch an den Statistiken der OECD.
Die OECD hat bei der Produktion von international vergleichbaren Statistiken eine Vorreiterrolle inne und setzt sich für innovative Vorhaben wie die Messung des Fortschrittes der Gesellschaften ein.
Mit einer grossen Flexibilität ermöglicht sie den Mitgliedern, freiwillig an neuen Projekten teilzunehmen. Die Schweiz entscheidet über ihre Teilnahme jeweils aufgrund der Relevanz der Projekte und der zur Verfügung stehenden Mittel.
OECD Statistik
Die Europäische Union
Die EU entwickelt, erstellt und verbreitet Statistiken seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) anfangs der 50-er Jahre. Europäische Statistiken sind das Aufgabengebiet von Eurostat, welches Teil der Europäischen Kommission ist. Eurostat arbeitet mit den EU-Mitgliedsstaaten sowie gewissen Drittstaaten zusammen. Die europäischen Statistiken werden vor allem von den EU Institutionen zur Zielfestlegung genutzt sowie zur Entwicklung von EU Politiken und zur Überwachung von deren Umsetzung. Die Bereiche der europäischen Statistiken sind ein Abbild der Entwicklung der EU Politikbereiche: Heutzutage werden beinahe alle Bereiche der Gesellschaft, Wirtschaft, und Umwelt durch diese Statistiken abgebildet.
Die Schweiz arbeitet aufgrund des bilateralen Statistikabkommens, welches am 1. Januar 2007 in Kraft trat, mit der EU im Bereich Statistik zusammen. Dank dieses Abkommens kann sie auch am Europäischen Statistischen System (ESS) teilnehmen
Europäisches Statistisches System
Der Internationale Währungsfonds
Die Schweiz beteiligt sich ebenfalls an verschiedenen internationalen Initiativen wie beispielsweise dem Special Data Dissemination Standard des IMF (International Monetary Found, Internationaler Währungsfonds).
Nationale und internationale Statistikinstitutionen
Weitere Datenquellen
- Principal global indicators
IWF, Weltbank, BIS, OECD, Eurostat, EZB Datenbank. Wirtschafts- und Finanzdaten der Wichtigsten Rechtsordnungen (Financial Stability Board)