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FAQ
Bildung
Wenn man bereits arbeitet und/oder einen Beruf gelernt hat, gibt es die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Dies kann man aus persönlichem Interesse tun, oder weil man es mit dem Arbeitgebenden besprochen hat und sie das unterstützt. Es gibt die Möglichkeit, Vollzeitkurse zu besuchen oder sich nach der Arbeit in Abendkursen weiterzubilden.
Wenn man sich weiterbildet, zeigt man, dass man motiviert und interessiert ist, dazuzulernen. Dies ist für den Arbeitgebenden ein klares, positives Zeichen. Weiterbildungen können aber auch helfen, eine neue Stelle zu finden.
Manchmal kann man nach Abschluss einer Weiterbildung eine neue Aufgabe übernehmen und/oder mehr Lohn vom Arbeitgebenden erhalten. Dies ist aber nicht garantiert und muss mit dem Arbeitgebenden zuerst besprochen werden.
Vielleicht wollen Sie sich auch weiterbilden, weil Sie eine andere Arbeit machen möchten. Hier finden Sie eine Weiterbildung Liste.
Viele Informationen sind über das Internet erhältlich. Das Berufsbildungszentrum Wil bietet verschiedene Kurse an. Auf diesen zwei Webseiten (Berufsberatung und Alice) finden Sie Datenbanken mit Weiterbildungsangeboten.
Stellen Sie sich folgende Fragen, bevor Sie eine Weiterbildung beginnen:
- In welchem Thema will ich mich weiterbilden?
- Wie viel Zeit kann ich investieren?
- Was ist mein Ziel (z.B. ein bestimmter Abschluss oder eine Zwischenlösung)?
- Welches sind die maximalen Beiträge, die ich zahlen kann?
- Wie weit kann der Kursort von meiner Wohngemeinde entfernt sein?
Hier erhalten Sie wichtige Hinweise, worauf Sie bei der Wahl der Weiterbildung achten müssen. Im Internet finden Sie dann bestimmt viele Angaben. Seien Sie aber initiativ: Rufen Sie bei den Schulen an. Manchmal sind die Webseiten ja auch veraltet. Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote miteinander.
Man unterscheidet zwischen formeller und informeller Bildung. Zur formellen Bildung gehören Weiterbildungen, bei denen es einen bestimmten Abschluss gibt, zum Beispiel einen Ausweis, ein Zertifikat oder ein Diplom. Wenn Sie einen Bildungsabschluss aus dem Ausland haben, können Sie ihn hier anerkennen lassen. Informelle Bildung hingegen meint Fähigkeiten, die Sie sich persönlich aneignen, also ohne Kurs oder offizielle Ausbildung. Das kann in der Hausarbeit geschehen, im Beruf beim Durchführen von Aufgaben, in der Familie oder in der ehrenamtlichen Freiwilligenarbeit. In der Schweiz ist unbestritten, dass solche Fähigkeiten auch wichtige Qualifikationen für das Arbeitsleben darstellen. Es gibt deshalb Bemühungen, diese Fähigkeiten anerkennen zu lassen.
Die nötigen Informationen, wie Sie Diplome anerkennen lassen können, erhalten Sie hier bei der Berufsberatung. Für die Anerkennung von Diplomen ist eine amtlich beglaubigte Übersetzung des Ausweises nötig, falls er nicht in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch vorliegt. Zusätzlich müssen oft Unterlagen über das Programm der Ausbildung und der Prüfung sowie ein Lebenslauf eingereicht werden.
Vielleicht bemühen Sie sich um ein Studium, aber Sie haben eine Absage erhalten. Wenden Sie sich auch an die Universität Fribourg; dort gibt es Kurse für Studienvorbereitungen.
Wenn die Weiterbildung vom Arbeitgebenden gewünscht wird oder sie für ihn von grossem Nutzen ist, kann es sein, dass er einen Beitrag an die Ausbildungskosten bezahlt. Dies muss vorher mit ihm besprochen werden.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie von einer Stiftung einen Beitrag erhalten.
Auch Personen, die älter als 25 Jahre sind, können eine Lehre machen. Die Schwierigkeit besteht darin, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wenn Sie Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben, erhalten Sie möglicherweise einen Ausbildungszuschuss. Fragen Sie beim RAV nach.
Wenn Sie viele Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt, aber noch keinen Berufsabschluss haben, können Sie den Berufsabschluss über ein so genanntes Verfahren zur «Validierung von Bildungsleistungen» oder auf dem 2. Bildungsweg erwerben. Informationen erhalten Sie bei der Berufsberatung.
Sehr begabte Lehrende können einen zusätzlichen Unterricht besuchen, der zur Berufsmaturität führt. Die Berufsmaturität kann während der Lehre oder im Anschluss an die Lehre absolviert werden. Lehrende mit Berufsmaturitätszeugnis können später eine Fachhochschule besuchen.
Das Spezielle der Berufsausbildung in der Schweiz ist also die gleichzeitige Kombination von Schule und Arbeitspraxis.
So genannte «Schnupperlehren» sind ein guter Weg, um zu merken, ob einem ein Beruf wirklich gefällt. Solche Schnupperlehren dauern zwischen einem und sechs Tagen. Während dieser Zeit schaut auch der Betrieb, ob die oder der Jugendliche sich für diesen Beruf eignet und ob sie oder er in den Betrieb passt.
Bezüglich Studienwahl können Sie sich ebenfalls beim BIZ melden oder direkt die gewünschte Fachhochschule oder Universität kontaktieren.
Fast alle Jugendlichen – auch solche mit guten Schulzeugnissen - müssen viele Bewerbungen schreiben, bis sie eine Lehrstelle bekommen. Die Chancen für eine Lehrstelle erhöhen sich, wenn Jugendliche in verschiedenen Berufen eine Stelle suchen und nicht nur im Traumberuf. Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder bei der Lehrstellensuche so gut wie möglich unterstützen.
Da braucht das Kind einerseits die Unterstützung der Eltern und andererseits die Beratung und Erfahrung der Lehrkräfte und der Berufsberatung. Erklären Sie ihm, dass es auf jeden Fall besser ist, eine Lehre zu machen – auch wenn es nicht der Wunschberuf ist. Nach dem Abschluss der Lehre gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Beruf zu wechseln oder Weiterbildungen zu machen. Jugendliche ohne Lehrabschluss haben später weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verdienen auch weniger. Zudem sind viele Weiterbildungen für sie nicht zugänglich.
Jetzt ist es deshalb ganz besonders wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen, um mit Ihrem Kind über seine Hoffnungen und Enttäuschungen zu sprechen. Helfen Sie ihm, dass es das Vertrauen in sich selber nicht verliert. Machen Sie ihm Mut, sich trotzdem weiter zu bewerben. Stärken Sie sein Selbstvertrauen!
Vielleicht muss es auch einen Berufswunsch aufgeben, weil es in diesem Beruf keine freien Lehrstellen gibt. Oder vielleicht genügen seine Noten nicht für diesen Beruf. Umso wichtiger ist es, dass Sie ihrem Kind zeigen, dass Sie es lieben und dass Sie Vertrauen zu ihm haben, auch wenn manches anders läuft, als Sie und Ihr Kind gehofft haben.
Gleichzeitig können Sie ihrem Kind auch helfen, von Anfang an Alternativen zu entwickeln.
Für Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, gibt es Übergangslösungen, so genannte Brückenangebote, wie zum Beispiel das Berufsvorbereitungsjahr, die Vorlehre oder Integrationskurse. Erkundigen Sie sich bei der Lehrperson oder beim Berufsinformationszentrum (BIZ), was für Angebote es in der Umgebung gibt.
Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der Jugendlichen bietet der Kanton St. Gallen neu drei sich gegenseitig ergänzende Brückenangebotstypen an:
- Das Berufsvorbereitungsjahr ist ein schulisches Zwischenjahr zur Unterstützung bei der Berufswahl, zur Eignungsabklärung und fachlichen Vorbereitung auf das angestrebte Berufsziel.
- Die Vorlehre ein kombiniertes Angebot mit Praktikum und ergänzendem schulischem Unterricht während ein bis zwei Tagen.
- Der Integrationskurs ist ein Angebot für fremdsprachige Jugendliche mit ungenügenden Deutschkenntnissen oder anderen Schwierigkeiten, welche den Einstieg in die Arbeitswelt erschweren. Dazu gehören auch die Motivationssemester.
Fragen Sie im Berufsinformationszentrum(BIZ) oder die Lehrperson, wann und wie Sie ihr Kind für ein öffentliches Brückenangebot anmelden können und wie hoch genau die Kosten sind. Die Eltern können beim Schulrat noch während der Dauer des neunten Schuljahrs - also spätestens bis Ende Juli - ein schriftliches Gesuch um einen Kostenbeitrag einreichen.
Freizeit
Für Kinder ab etwa zwei Jahren gibt es in Wil auch . Während einzelner Stunden in der Woche werden sie von Fachpersonen betreut und gefördert. In einer solchen Gruppe hat Ihr Kind Gelegenheit, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein und sich gleichzeitig für den Kindergarten und die Schule vorzubereiten.
Vereine bieten unterschiedlichste Freizeitangebote an (Link Freizeit/Vereine 1.). In einem Verein aktiv zu sein ist eine gute Ergänzung zum Schulalltag und eine lohnenswerte Freizeitbeschäftigung.
Kinder freuen sich am meisten über Spiele, die sie selber erfinden können. Dafür brauchen sie keine teuren Spielsachen. Mit leeren Schachteln, Stoffen, Papier und Farben, Holzklötzen, Legos, Puppen und Stofftieren gestalten sie ihre eigene Welt und entwickeln gleichzeitig ihre Intelligenz, ihr Konzentrationsvermögen, ihre Beobachtungsgabe.
Zeigen Sie ihm Ihre Freude und Ihr Interesse an seinen Spielen und Zeichnungen. Und wenn ihm einmal etwas nicht so gelingt, wie es möchte, machen Sie ihm Mut, es nochmals zu versuchen. Das ist der beste Antrieb für Ihr Kind, um weitere Schritte zu machen. Geben Sie ihm auch Raum, dass es sich genügend bewegen kann und Spass an seiner eigenen Kraft und Beweglichkeit bekommt.
Sie sind für Ihr Kind ein wichtiges Vorbild. Ihr Kind beobachtet sehr genau, wie Sie selber Ihre Freizeit verbringen. In Familien, in denen viel miteinander gesprochen und gespielt wird und in Familien, die Ausflüge in die Natur machen, haben alle mehr Spass. Gleichzeitig erhalten die Kinder viele Impulse für einen sinnvollen Umgang mit ihrer Freizeit.
Lassen Sie den Kindern die Möglichkeit, verschiedene Sportangebote auszuprobieren; auch in der Musikschule verschiedene Instrumente kennen zu lernen, ist sinnvoll.
Deshalb lohnt es sich, dass Sie mit Ihrem Kind klare Regeln abmachen, wann und wie lange es fernsehen darf. Die Regel kann zum Beispiel lauten: Ein Kind von acht Jahren darf höchstens drei Stunden in der Woche fernsehen. Es muss die Sendungen, die es schauen will, mit Ihnen zusammen auswählen. So können Sie auch darauf achten, dass die Sendungen für sein Alter geeignet sind.
Wenn Ihr Kind die vereinbarten Abmachungen nicht einhält, sollten Sie reagieren. Zeigen Sie ruhig auch Ihren Ärger, aber sprechen Sie nicht lange auf Ihr Kind ein. Bei langen «Predigten» schalten die Kinder und Jugendlichen bald einmal ab und hören gar nicht mehr richtig zu. Auch Schläge und leere Drohungen sind keine Erziehungsmittel. Ein knappes, wenn nötig, auch zorniges: «Ich will nicht, dass du das machst! Hast du das verstanden?» bringt mehr.
Erinnern Sie Ihr Kind an die vereinbarten Abmachungen und Regeln. Es muss auch merken, dass es Konsequenzen gibt, wenn die Regeln nicht eingehalten werden. Wenn das Kind nach der Schule nicht heimkommt, darf es vielleicht am Abend nicht fernsehen oder der Jugendliche, der sich nicht an die vereinbarten Zeiten hält, darf am folgenden Samstag nicht in den Ausgang. Klare Regeln geben Ihrem Kind Halt und Orientierung.
Bei Fragen oder Problemen zu Erziehung und Familie können sich Eltern an die Sozialberatung der Sozialen Dienste der Stadt Wil sowie an die Erziehungsberatung «Mobile» für Eltern von Kinder bis zu sechs Jahren wenden.
Alle Jugendlichen können früher oder später in Situationen geraten, in denen ihnen Alkohol oder Drogen angeboten werden. Da ist es wichtig, dass sie den Mut haben, nein zu sagen.
Sie können es von klein auf darin unterstützen. Nehmen Sie sich Zeit, um mit ihm zu plaudern und ihm zuzuhören. Wenn ein Kind spürt, dass es von den Erwachsenen in seinen Gefühlen und Gedanken geachtet und respektiert wird, gibt ihm das Selbstvertrauen. So kann es sich auch in schwierigen Situationen besser behaupten und selber schützen.
Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind von klein auf viele Möglichkeiten hat, um aktiv und kreativ zu sein. Dann wird es auch später eigene Ideen haben, was es mit seiner freien Zeit anfangen kann.
Mit kleinen Kindern über die Gefahr von Drogen zu sprechen, bringt nichts. Im Gegenteil, das kann sie sogar eher neugierig machen. Wenn die Kinder grösser werden, lohnt es sich aber, mit ihnen über die Schädlichkeit von Tabak, Alkohol und Drogen zu sprechen: Sachliche Informationen bringen dabei mehr als Drohungen oder «Predigten».
Für Fragen im Zusammenhang mit Sucht und Drogen können Sie sich an die Suchtberatung Region Wil wenden, Sie erhalten dort kostenlos Beratung.
Die Schweiz gilt auch als das Land der Vereine. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit in Vereinen, wo sie gemeinsam einem Hobby nachgehen. Vereine gibt es auf allen möglichen Gebieten: Musik, Sport, Kultur, Natur und vieles mehr. Meistens bezahlt man einen Jahresbeitrag, um Mitglied zu werden und die Angebote nutzen zu können. Nicht nur Schweizerinnen und Schweizer engagieren sich in Vereinen, sondern immer mehr auch Migrantinnen und Migranten.
Kulturelle Anlässe zu besuchen oder in einem Verein mitzumachen, sind gute Möglichkeiten, Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Gesellschaft und das Land zu erfahren. Sie können so auch Ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern, erweitern Ihr eigenes Beziehungsnetz und sind in der Gemeinde besser integriert. Wie Sie sich als Migrantin oder Migrant am politischen Leben in der Schweiz beteiligen können, erfahren Sie in der Rubrik Politik.
Hier finden Sie eine Liste aller Vereine in der Stadt Wil.
Alle Personen, die in der Schweiz leben, haben das Recht, einen Verein zu gründen oder Vereinsmitglied zu werden. Man nennt das die Vereinigungsfreiheit, welche in der Bundesverfassung (Grundgesetz des Staats) garantiert ist.
Vitamin B: Der Verein von A bis Z
Gesetzliche Bestimmungen über Vereine
Knapp die Hälfte der Vereine ist im Sport aktiv. So gibt es Fussball-Clubs, Turnvereine und viele andere mehr. Auch in den Bereichen Kultur und Künste, Freizeit, Gesundheit oder Quartiere engagieren sich zahlreiche Vereine. Die Liste lässt sich beliebig verlängern.14 Prozent aller Vereine sind im Sozialwesen tätig – von der kleinen Selbsthilfegruppe bis zu Wohnheimen. Auch Mieter-, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie politische Parteien haben oft die Rechtsform eines Vereins. (Quelle der Zahlen: Universität Freiburg, 2010).
Wenn Sie mehr über einen Verein erfahren möchten, rufen Sie am besten die angegebene Kontaktperson an oder schreiben Sie eine E-Mail. Die meisten Vereine freuen sich über Interessentinnen und Interessenten.
- gleichgesinnte Menschen, die mit Ihnen zusammen einen Verein gründen wollen und bereit sind, gewisse Aufgaben zu übernehmen;
- schriftliche Statuten, welche den Vereinszweck und die Organisation beschreiben;
- eine Gründungsversammlung, an der man die Statuten genehmigt und den Vorstand wählt. Der Verein ist übrigens bereits nach der Versammlung rechtsgültig;
- allenfalls einen Eintrag im Handelsregister, falls der Verein für die Erfüllung seines Zwecks ein Gewerbe nach kaufmännischer Art betreibt und mehr als 100'000 Franken Jahresumsatz erzielt.
Für all diese Schritte gibt es Hilfsmittel und Informationen im Internet – wie etwa allgemeine Statuten, die Sie nur noch für Ihre Zwecke abändern müssen. Nachdem ein Verein gegründet ist, sollte man ihn in der Gemeinde oder Region bekannt machen. Denn meistens gibt es noch weitere Personen, die sich für den Verein und sein Engagement interessieren. Wenn Ihre Gemeinde ein Vereinsverzeichnis im Internet führt, lassen Sie ihn dort eintragen. So wird der Verein besser gefunden.
Vitamin B: Der Verein von A bis Z
Rund ein Viertel der Wohnbevölkerung in der Schweiz beteiligt sich an institutionalisierten freiwilligen Arbeitseinsätzen. Sie verrichten also freiwillig Arbeiten im Dienste der Gesellschaft und verlangen dafür keine Bezahlung. Man nennt das Freiwilligenarbeit.
Die Arbeitseinsätze werden von Vereinen, wohltätigen, politischen oder öffentlichen Körperschaften organisiert. Freiwilligenarbeit findet man in den Bereichen wie Kultur, Umwelt, Sport, Politik, in der Nachbarschaftshilfe, in sozialen, kirchlichen und vielen weiteren Bereichen unserer Gesellschaft.
Wil ist nur Wil, weil sich viele Menschen freiwillig engagieren: in Vereinen, in der Nachbarschaft, in der Kultur, im sozialen Bereich. Ohne die gratis und oft im Verborgenen geleisteten unzähligen Stunden wären Städte wie Wil langweilig und anonym. Der Einsatz dieser Stunden ist unbezahlbar. Als kleine Wertschätzung der Stadt Wil an die Freiwilligen findet unter dem Namen freiWILlig regelmässig ein Dankesanlass statt. Vereine und ehrenamtlich tätige Organisationen werden jeweils schriftlich eingeladen.
Sozialzeit-Ausweis: Weitere Informationen zum Schweizer Sozialzeit-Ausweis finden Sie hier.
Für Ausländer/Innen
Weitere Informationen zu Integration finden Sie hier:
Bundesamt für Migration
ch.ch - das Schweizer Portal
Kanton St. Gallen
Wenn Sie Fragen haben zur Integration, können Sie sich an die Fachstelle Integration der Stadt Wil wenden. Sie informiert und berät bei migrationsspezifischen Fragen und gibt Auskunft über Deutschkurse und Integrationsprojekte in der Stadt und Region Wil.
Die Stadt Wil veranstaltet einmal im Jahr einen Willkommensanlass für alle Bewohnerinnen und Bewohner, die neu in die Stadt Wil gezogen sind. Sie werden dazu persönlich eingeladen. Behördenvertreterinnen und -vertreter stellen dabei die Gemeinde und ihre Einrichtungen vor. Und man lernt bei einem Rundgang durch den Ort die Sehenswürdigkeiten kennen. Dies ist eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.
Die Stadt Wil bietet zusätzlich Informationsveranstaltungen an. An den Veranstaltungen informieren Sie Fachpersonen über wichtige Themen wie das Bildungssystem, Arbeit, das Gesundheitswesen und das politische System. An Staatskundekursen lernen Migrantinnen und Migranten auch, wie der schweizerische Staat aufgebaut ist und wie das politische Leben funktioniert. Diese Kurse sind in erster Linie für Ausländerinnen und Ausländer gedacht, welche das Schweizer Bürgerrecht erwerben wollen; sie können aber von allen besucht werden.
Die Fachstelle Integration der Stadt Wil ist Ansprechpartnerin für Privatpersonen, Institutionen und Behörden bei Fragen zur Integration.
Das Erlernen einer Sprache braucht Zeit, Geduld und viel Übung. Besonders am Anfang kann das schwierig sein; lassen Sie sich aber davon nicht entmutigen. Am besten, Sie besuchen einen der zahlreichen Sprachkurse. Weitere Informationen zu Sprachkursen erhalten Sie bei der Fachstelle Integration der Stadt Wil. Gemeinsam mit anderen zu lernen, ist motivierend und macht mehr Spass. Informieren Sie sich über die Angebote und Preise. Ihre Sprachkenntnisse können Sie zusätzlich verbessern, indem Sie sich mit anderen Personen unterhalten, Zeitungen, Texte im Internet oder Bücher in deutscher Sprache lesen, Radio hören oder fernsehen.
Für Kinder, die während der Schulzeit neu in die Schweiz einreisen, gibt es in der Stadt Wil eine Eingliederungsklasse. Der Besuch des Unterrichts in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) ist freiwillig, wird aber empfohlen.
Die Schweiz gilt auch als das Land der Vereine siehe Themenbereich Freizeit, Vereine). Viele Menschen engagieren sich in einem Verein, um gemeinsam ein Hobby zu betreiben. Vereine gibt es auf allen möglichen Gebieten: Musik, Sport, Kultur, Natur und vieles mehr. Meistens bezahlt man einen Jahresbeitrag, um Mitglied zu werden und die Angebote nutzen zu können.
Kulturelle Anlässe zu besuchen oder in einem Verein mitzumachen, sind gute Möglichkeiten, Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Gesellschaft und das Land zu erfahren. Sie können so auch Ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern, erweitern Ihr eigenes Beziehungsnetz und sind in der Gemeinde besser verankert. Wie Sie sich als Migrantin oder Migrant am politischen Leben in der Schweiz beteiligen können, erfahren Sie in der Rubrik Politik siehe Themenbereich Staat, Politik).
Wenn Sie Kinder haben, ist es wichtig, an Elternabenden und an Schulanlässen teilzunehmen oder in einem Elternforum mitzuarbeiten. Sie lernen dort die Eltern der anderen Kinder aus der Klasse kennen und können Kontakte knüpfen.
Wenn Sie sich im Alltag wegen Ihrer ethnischen oder religiösen Herkunft diskriminiert fühlen oder Fragen betreffend Diskriminierung haben, erhalten Sie hier weitere Informationen. Vielfach hilft es, wenn Sie versuchen, mit der entsprechenden Person ins Gespräch zu kommen und zu fragen, wo das Problem liegt. Oft passiert es aus Unwissenheit, Unzufriedenheit oder einzelnen schlechten Erlebnissen.
Erst beim Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert wandelte sich die Schweiz von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland. 1915 lag der Anteil an Ausländerinnen und Ausländern bereits bei 15 Prozent; ihre Zahl nahm aber während des ersten Weltkriegs als Folge der Abwanderung wieder ab.
1934 trat dann das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer in Kraft. Es wurde mehrfach geändert und war grundsätzlich von einer abwehrenden Haltung geprägt: Das Gesetz sollte nur erwünschte Gruppen ins Land lassen. Seit 2008 gilt in der Schweiz das neue Ausländergesetz. Damit wird die Zulassung zum Arbeitsmarkt für Personen ausserhalb der Europäischen Union und der EFTA beschränkt auf besonders qualifizierte Arbeitskräfte sowie den Nachzug der Familie.Weitere Informationen zum Thema bietet das Bundesamt für Migration.
Heute zählt die Schweiz 26 Kantone, wovon sechs nur mit einem Sitz im Ständerat vertreten sind. Sie sind unterschiedlich gross und bilden weder eine sprachliche noch religiöse Einheit: Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch heute noch geniessen die Kantone eine weitgehende Autonomie.
Die Schweiz zählt zu den ältesten Staaten der Welt und ihre direkte Demokratie gilt international als Vorbild. Der Nationalfeiertag ist der 1. August , die Nationalhymne ist der «Schweizerpsalm». Obschon man die Hymne bereits 1841 zum ersten Mal öffentlich vortrug, wurde sie erst 1981 zur offiziellen Nationalhymne erklärt.
Die Schweiz ist eine direkte Demokratie, weil die Bürgerinnen und Bürger bei öffentlichen Angelegenheiten stark mitentscheiden können. Sie ist föderalistisch (siehe Frage 5), weil sie aus Kantonen besteht, die über eine weitreichende Eigenständigkeit verfügen. Die Demokratie der Schweiz kennt die Gewaltenteilung. Damit ist gemeint, dass die Staatsgewalt auf verschiedene Staatsorgane verteilt ist. Auf nationaler Ebene sieht dies wie folgt aus:
- Die Legislative (gesetzgebende Gewalt) ist das nationale Parlament. Es wird auch Bundesversammlung genannt und besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Der Nationalrat zählt 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Der Ständerat mit 46 Mitgliedern repräsentiert im Parlament die 26 Kantone.
- Die Exekutive (ausführende Gewalt) ist der Bundesrat (Landesregierung). Er hat sieben Mitglieder, welche der Eidgenössischen Verwaltung vorstehen. Einer der Bundesräte übernimmt jeweils für ein Jahr zusätzlich die Funktion der Bundespräsidentin bzw. des Bundespräsidenten.
- Die Judikative (rechtsprechende Gewalt) besteht auf nationaler Ebene aus dem Bundesgericht, dem Bundesstrafgericht und dem Bundesverwaltungsgericht.
Analog zum Bund (Gesamtstaat) kennen auch die 26 Kantone (Gliedstaaten) in der Schweiz die Gewaltenteilung; ihre Struktur kann allerdings verschieden sein: Es gibt kantonale Parlamente, kantonale Regierungen und Kantonsgerichte.
Weitere Informationen:
- 63 Prozent der Wohnbevölkerung sprechen Schweizerdeutsch als Muttersprache,
- 20 Prozent Französisch,
- sechseinhalb Prozent Italienisch (die in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten mitgezählt),
- und ein halbes Prozent spricht Rätoromanisch.
Die nicht-schweizerische Wohnbevölkerung trägt zusätzlich zur Sprachenvielfalt bei: neun Prozent sprechen eine andere Sprache als eine der vier Schweizer Landessprachen. (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2000). Die Sprachgrenzen verlaufen meistens – aber nicht immer – entlang von Kantonsgrenzen. So werden in 18 von 26 Kantonen hauptsächlich schweizerdeutsche Dialekte gesprochen. Vier Kantone sind französischsprachig und in drei Kantonen spricht man deutsch und französisch. Im Tessin sowie in südlichen Tälern des Kantons Graubünden ist italienisch die wichtigste Sprache. Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton: Man spricht deutsch, italienisch und fünf Varianten der rätoromanischen Sprache. Es gibt auch zwei offiziell zweisprachige Städte, nämlich Fribourg-Freiburg und Biel-Bienne.
Geld
Die drei Hauptaufgaben einer Bank sind:
- Zahlungsverkehr: Online-Banking, Bank- und Kreditkarten, Geldwechsel, Reisezahlmittel
- Wertschriften und Vermögensverwaltung: Sparen, Vorsorge, Handeln mit Wertpapieren, Finanz- und Steuerberatung, Vermietung von Tresorfächern
- Kapital- und Kreditvermittlung: Kredite, Hypotheken
Weitere Informationen:
Übersicht Schweizer Banken
PostFinance
Um ein Konto zu eröffnen, gehen Sie in die von Ihnen ausgewählte Bank oder zur Post und lassen sich zuerst über die Möglichkeiten beraten. Wenn Sie ein Konto eröffnen möchten, müssen Sie sich ausweisen. Bringen Sie den Reisepass/die Identitätskarte oder Ihren Ausländerausweis mit und, falls nötig, eine Übersetzungshilfe. Planen Sie genügend Zeit ein, denn die Kontoeröffnung kann eine Weile dauern.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Rechnungen bezahlen können: Am Postschalter geben Sie die ausgefüllten Einzahlungsscheine ab und bezahlen den Betrag bar oder Sie lassen ihn vom Postkonto abbuchen. Für jede Einzahlung erhalten Sie eine Quittung oder einen Eintrag im gelben «Postbüchlein». Sie können auch einen Zahlungsauftrag (Vergütungsauftrag) ausfüllen und zusammen mit den Einzahlungsscheinen per Post an Ihre Bank senden, welche die Überweisungen dann ausführt. Eine weitere Möglichkeit ist Online-Banking (siehe Frage 4).
Eine Erleichterung im Zahlungsverkehr sind das Lastschriftverfahren (LSV) und der Dauerauftrag. Diese Möglichkeiten dienen dazu, wiederkehrende Rechnungen – wie zum Beispiel für Miete, Telefon oder Krankenkasse – automatisch zu begleichen. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank oder der Post.
Wichtig zu wissen: Nutzen Sie Online-Banking nur, wenn Ihr Computer vor Missbrauch und Viren ausreichend geschützt ist (aktualisiertes Betriebssystem, Firewall, Antivirus-Software etc.), und halten Sie sich strikt an die Bestimmungen Ihrer Bank.
Weitere Informationen:
Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI des Bundes
Hinweise zur Internet-Sicherheit, verfasst von PostFinance
Ein Haushaltsbudget zu erstellen, ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, aber eigentlich ziemlich einfach. Es geht darum, die Ausgaben mit den Einkünften zu vergleichen und zu schauen, was übrig bleibt, wenn die Ausgaben abgezogen werden.
Erstellen Sie zunächst eine Liste mit allen Ausgaben, die im Laufe des Jahrs anfallen. Jene Ausgaben, die nicht jeden Monat entstehen, rechnen Sie entsprechend auf Monatsbeträge um. Im Internet (siehe Links) finden Sie Budgetvorlagen, welche die wichtigsten Positionen bereits enthalten und sich ergänzen lassen.
Dann erfassen Sie alle Einkünfte.
Nun schauen Sie sich das Ergebnis unter dem Strich an: Wenn das Budget im Gleichgewicht ist, ist alles in Ordnung. Sie können jeden Monat Geld sparen und Reserven bilden.
Wenn nach dem ersten Durchgang im Budget ein Minus besteht, müssen Sie die Ausgaben reduzieren. Bei kleineren Fehlbeträgen ist das schnell gemacht. Ist das Minus hingegen grösser, können Massnahmen wie ein Wohnungswechsel oder der Verkauf des Autos notwendig sein. Das lässt sich meistens nicht kurzfristig umsetzen. Es empfiehlt sich, das Haushaltsbudget mehrmals jährlich zu überprüfen und wo nötig anzupassen. Wer möchte, kann sich beim Erstellen des Budgets auch helfen lassen (siehe Links).
Weitere Informationen:
Beratung und persönliche Hilfe der Sozialen Dienste der Stadt Wil
Budgetberatung Schweiz
Eine massive Überschuldung kann dazu führen, dass die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert wird.
Die Sozialen Dienste der Stadt Wil bieten für Wilerinnen und Wiler unentgeltliche Budget- und Schuldenberatung an.
Weitere Informationen
Schuldenberatung der CARITAS (mehrsprachig)
Schuldenberatung
Beratungsstellen der Schuldenberatung Schweiz
Angebote der Berner Schuldenberatung
Weitere Informationen des Online-Vergleichsdienstes Comparis zum Vergleich von Kleinkrediten.
Jede Person, die in der Schweiz wohnt, arbeitet oder einkauft, kann steuerpflichtig werden. Die Steuer (Begriffserklärung) ist eine öffentliche Abgabe. Sie bildet die wichtigste Einnahmequelle des Staats und ermöglicht es ihm, seine Aufgaben zu erfüllen. Die Gelder, die der Staat mit den Steuern einnimmt, dienen dazu, dass wir uns einen handlungsfähigen Staat leisten können. Ein Staat, der eine gute Ausbildung ermöglicht, in Notlagen sozial absichert, Strassen baut, Sicherheit und unser Wohlbefinden gewährleistet. Für all diese Aufgaben braucht der Staat die Steuergelder.
Man kennt in der Schweiz eine ganze Reihe von unterschiedlichen Steuern. Die direkten Steuern gehören zu den wichtigsten für den Staat: Einkommens- und Vermögenssteuer sowie Gewinn- und Kapitalsteuer. Grundsätzlich müssen Steuerpflichtige jedes Jahr eine Steuererklärung ausfüllen und über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse Auskunft geben.
Ausländische Staatsangehörige, die Aufenthalt oder Wohnsitz in der Schweiz haben und nicht im Besitz einer Niederlassungsbewilligung (C Bewilligung) sind, begleichen ihre Steuern nicht über das ordentliche Steuerveranlagungsverfahren, sondern in Form eines Quellensteuerabzugs. Die Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber berechnet die Steuern nach einer Tabelle der Kantonalen Steuerverwaltung, zieht sie vom Bruttolohn ab und überweist den Betrag der Steuerverwaltung.
In der Stadt Wil ist das Steueramt für die direkten Steuern zuständig. Zusätzlich gibt es die indirekten Steuern. Zu ihnen gehören die Mehrwertsteuer, die Steuern für Tabak, die Hundesteuer, die kantonale Motorfahrzeugsteuer, die Lotteriesteuer und andere mehr. Je nach Steuerart werden sie von Gemeinden, Kantonen oder Bund erhoben.
Gesundheit
- Ärztlicher Notfalldienst Region Wil (Erwachsene) 0900 56 85 56
- Notfallzahnarzt Region Wil 0844 144 005
- Notfall-Apotheke: TopPharm St. Peter-Apotheke, Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 8-17 Uhr, So 9.30-12.30 Uhr; Untere Bahnhofstrasse 16, 9500 Wil, 071 914 80 80
- Für Apotheken-Notfalldienste können Sie auch bei einer telefonischen Auskunft, Telefon 1818, nachfragen.
Über Sexualität nachdenken und sprechen, geschieht je nach kulturellem Zusammenhang und Generation sehr unterschiedlich. Obwohl in unserer Gesellschaft Sexualität durch die Medien sehr präsent ist, ist sie oft mit Angst und Scham oder Schuldgefühlen verbunden. In intimen Beziehungen wird häufig nicht offen über Sexualität gesprochen. Dies zeigt, dass die Sexualität ein sensibles Thema bleibt.
Im Internet finden Sie auf verschiedenen Seiten Informationen zu Liebe und Sexualität in verschiedenen Sprachen:
Beratungsstelle Familienplanung besprechen können. Achtung: Medikamente und Potenzmittel sollen nicht im Internet gekauft werden. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
Auch Frauen können Probleme beim sexuellen Verkehr haben. Lustlosigkeit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr werden häufig genannt. Dies kann medizinische Ursachen haben oder mit emotionalen oder psychischen Schwierigkeiten verbunden sein. Eine Frauenärztin bzw. ein Frauenarzt (Gynäkologie) oder die Beratungsstelle für Familienplanung können weiterhelfen.
Jugendliche, welche Fragen und Unsicherheiten rund um ihre sexuelle Entwicklung oder Gesundheit haben oder Informationen und Beratung benötigen, können sich ebenfalls an die Beratungsstelle für Familienplanung wenden.
Männer können sich bei spezifisch sexuellen Fragen und Problemen an eine Urologin bzw. einen Urologen wenden. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr empfiehlt sich ausserdem eine jährliche Prostatauntersuchung. Bei dieser Untersuchung geht es hauptsächlich darum, ob die Prostata von einem Tumor befallen ist oder nicht.
Frauen und Männer können sich bei spezifischen Fragen zu sexuell übertragbaren Krankheiten auch an eine Fachärztin oder einen Facharzt wenden. Weiter können Sie sich bei einer Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität melden.
Durch körperlichen Kontakt und Sex ohne Schutz können verschiedene Krankheiten übertragen werden. Männer und Frauen sind gleichermassen betroffen. Eine Liste mit möglichen Krankheiten und wie Sie sich schützen können, finden Sie im Internet. Die meisten Krankheiten sind mit der richtigen Behandlung heilbar, wenn sie früh genug erkannt werden. Unbehandelte Krankheiten wie beispielsweise Hepatitis können schwere Schäden verursachen. Krankheiten wie Herpes bleiben im Körper, nehmen aber mit der Zeit ab.
Es gibt eine grosse Ausnahme: AIDS. Das Wort «Aids» steht für die englische Bezeichnung «Acquired Immunodeficiency Syndrome», zu deutsch «Erworbenes Immunschwächesyndrom». Bei einer Immunschwäche ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Eine fortgeschrittene Immunschwäche kann zu verschiedenen schweren Erkrankungen und zum Tod führen. Medikamente bremsen lediglich den Verlauf von Aids.
Ursache für Aids ist eine Infektion mit dem HI-Virus («Human Immunodeficiency Virus», zu deutsch: «Menschliches Immunschwäche-Virus»). Nach einer Ansteckung mit dem HI-Virus dauert es manchmal Jahre, bis Aids ausbricht, weshalb die Krankheit lange unentdeckt bleiben kann. In der Schweiz sind rund 22’000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, und jährlich stecken sich neue an. Grundsätzlich wird der HI-Virus durch Blut oder Spermien- und Scheidenflüssigkeit weitergegeben.
- Zu den hormonellen Möglichkeiten zählen: Pille, Minipille, Hormonspirale, Drei-Monats-Spritze, Implantat, Pflaster, Vaginalring.
- Nichthormonelle Verhütungsmethoden sind unter anderem Diaphragmen und Portiokappen, Kondome, Kupferspiralen, Chemische Schutzmittel (z.B. Cremes, Zäpfchen) und die Sterilisation.
Achtung: Alle diese Mittel verhindern aber keine Übertragung des HI-Virus und anderer Krankheitserreger. Die Benutzung eines Kondoms ist der einzige (!) Weg, eine ungewollte Schwangerschaft UND sexuell übertragbare Krankheiten zu verhüten.
Die genaue Anwendung, die Sicherheit sowie damit verbundene Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Verhütungsmethoden besprechen Sie am besten immer mit einer Fachperson. Einige Methoden sind nur mit dem Rezept oder einem Eingriff einer Ärztin bzw. eines Arztes erhältlich bzw. anwendbar. Weitere Informationen zum Thema Verhütung und zur Sicherheit der verschieden Methoden finden Sie im Internet.
Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach Versagen eines Verhütungsmittels, kann die «Pille danach» eingenommen werden.
- Die «Pille danach» ist eine Notfallverhütung und verhindert eine ungewollte Schwangerschaft.
- Die «Pille danach» ist rezeptfrei in der Apotheke, beim Arzt oder in den Spitälern erhältlich.
- Je früher nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr die «Pille danach» eingenommen wird, desto wirksamer ist sie. Die höchste Wirksamkeit besteht innerhalb von 24 Stunden. Die Einnahme ist bis 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr möglich, die Wirksamkeit nimmt aber nach 48 Stunden stark ab.
Sind Sie ungeplant oder ungewollt schwanger geworden, dann wenden Sie sich möglichst schnell an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an die Beratungsstelle Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität. Nach Art. 119 StGB ist in der Schweiz ein Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Schwangerschaftswoche unter bestimmten Bedingungen straffrei.
Als Eltern sollten Sie Ihre Kinder frühzeitig über das Thema Sexualität aufklären. Mit den heutigen Medien kommen Kinder und Jugendliche immer früher in Kontakt mit dem Thema Sexualität und auch mit pornografischen Darstellungen. Es ist die Aufgabe der Eltern, darauf zu achten, dass die Jugendlichen auf eine gesunde, altersgerechte Art an das Thema Sexualität herantreten dürfen. (Link 4. Erziehung Frage 8). Die Schule unterstützt Sie dabei. Sexuelle Aufklärung ist im Lehrplan obligatorisch. Junge Frauen und Männer können sich online über Sexualität informieren und Fragen stellen.
Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie vor und während der Schwangerschaft viel zu einer guten Gesundheit Ihres Kindes beitragen.
Unter http://www.swissmom.ch/ finden Sie alles zu den Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kind. Bei Migesplus können Sie Informationen zu Schwangerschaft, Geburt und sexueller Gesundheit auf verschiedene Sprachen bestellen.
Allgemeine Informationen zu rechtlichen, finanziellen und weiteren Fragen erhalten Sie bei der Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität. Hier erhalten Sie Informationen und Begleitung in Zusammenhang mit der Schwangerschaft, vor und nach der Geburt, mit dem ‚Eltern werden’ und auch bei sexuellen Problemen nach der Geburt eines Kindes.
Auch in Zeitschriften am Kiosk oder in Bibliotheken finden Sie zahlreiche Informationen zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und sexuelle Gesundheit.
Die Fachärztin bzw. der Frauenarzt oder eine Hebamme führen die Untersuchungen während der Schwangerschaft durch und geben Ihnen Auskünfte zur Vorbereitung der Geburt. In regelmässigen Abständen führt Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt auch Kontrolluntersuchungen durch, um die Entwicklung des Kindes zu beobachten und mögliche Gefahren für Mutter und Kind zu erkennen.
An den Spitälern und im Angebot einiger Hebammen gibt es Kurse zur Geburtsvorbereitung. Darin werden die Schwangerschaft, die Vorbereitung auf die Geburt und die neuen Aufgaben als Eltern behandelt.
Sie können im Spital oder in einem Geburtshaus gebären. In der Regel können Sie selbst wählen, wo Sie gebären möchten und das Spital oder Geburtshaus vorher besuchen. Die meisten Frauen bringen ihre Babys im Spital zur Welt. Manche Personen/Paare entscheiden, bei sich zu Hause mithilfe einer Hebamme zu gebären. Dieser Entscheid ist aber nur bei Schwangerschaften ohne Schwierigkeiten zu empfehlen. Die Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt die Kosten der Geburt, Kontroll- und Ultraschalluntersuchungen sowie einen Teil der Kosten des Geburtsvorbereitungskurses und der Stillberatung. Im Verlauf der Schwangerschaft meldet Sie die Ärztin bzw. der Arzt oder die Hebamme für die Geburt an.
- Bereiten Sie die Dokumente vor, die man zur Registrierung der Geburt Ihres Kindes brauchen wird. Diese Dokumente bringt die Mutter beim Eintritt ins Spital/Geburtshaus mit.
- Suchen Sie den passenden Vornamen für Ihr Kind aus. Im Spital erwartet man, dass Sie bei der Geburt den Vornamen schon wissen. Falls Sie zu Hause gebären, muss man den Vornamen innerhalb von drei Tagen nach der Geburt den Behörden mitteilen.
- Versichern Sie Ihr Baby bereits vor seiner Geburt bei der Krankenkasse. Dadurch müssen Sie keinen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und Ihr Kind ist von Anfang an versichert.
- Mehr zur Thema «Geburt» und «Baby» erfahren Sie unter www.swissmom.ch.
Weitere wichtige oder nützliche Punkte:
- Seit 2005 gibt es in der Schweiz eine Mutterschaftsversicherung. Erwerbstätige Mütter erhalten nach der Geburt während 14 Wochen 80 Prozent des durchschnittlichen Lohns vor der Geburt (bis maximal 172 Franken pro Tag). Die Ferien werden nicht verkürzt, weil der Schwangerschaftsurlaub als Arbeitszeit gilt. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Arbeitgeberin bzw. Ihrem Arbeitgeber.
- Mehr zum Mutterschutz finden Sie im Internet. Bitte beachten Sie auch, dass Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz zugunsten des ungeborenen Kindes notwendig sein können.
- In der Schweiz besteht generell keine gesetzliche Festlegung eines Vaterschaftsurlaubs, in manchen Unternehmen (Migros, SBB usw.) gibt es jedoch einen Vaterschaftsurlaub.
Fast jedes fünfte Paar bleibt ungewollt kinderlos. Aus verschiedenen Gründen wünschen sich heute Frauen und Männer zu einem späteren Zeitpunkt Kinder. Neben physischen und psychischen Beeinträchtigungen kann auch das höhere Alter beider Partner dazu beitragen, dass es mit der Schwangerschaft nicht sofort klappt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter: http://www.swissmom.ch/kinderwunsch/
Die Spitäler bieten auch nach der Geburt Unterstützungskurse für die Mütter wie Rückbildungsgymnastik, Stillberatung etc. an. Informieren Sie sich über das genaue Angebot beim Spital Ihres Wohnkantons. Das Spital in Wil, Geburtshäuser und freischaffende Hebammen bieten ebenfalls Leistungen, Beratung und Kurse nach der Geburt an. Klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten von der Versicherung übernommen werden. Die Liste der Hebammen finden Sie hier.
Die Mütter- und Väterberatung begleitet und berät Sie in Ihrer neuen Aufgabe als Eltern. Sie
- berät Sie beim Stillen und bei Stillproblemen
- bespricht mit Ihnen gerne die individuell angepasste Ernährung Ihres Kindes
- beobachtet und beurteilt mit Ihnen die Entwicklung Ihres Säuglings und Kleinkindes
- bespricht mit Ihnen alltägliche Erziehungsfragen
- orientiert Sie über die Vorbeugung von Krankheiten und Unfällen
- unterstützt Sie in der Pflege des gesunden und kranken Kindes.
- weist Sie auf ärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen hin
- vermittelt Ihnen Kontaktadressen von weiteren Fach- und Beratungsstellen.
Eltern, die in der Stadt Wil wohnen, können bei der Mütter- Väterberatung den Elternbrief der Pro Juventute abonnieren. Der Brief informiert Sie regelmässig über die aktuellen Entwicklungsschritte Ihres Kindes und über andere Themen.
Die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität bietet Beratung und Begleitung für Frauen und Männer bzw. Paare bei finanziellen, rechtlichen und persönlichen Fragen während der Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes.
1. Den ganzen Tag viel trinken: Pro Tag ein bis zwei Liter Flüssigkeit sind ideal. Mineralwasser oder Früchte- und Kräutertees sind am besten, sie sollten aber keinen Zucker enthalten. Getränke mit Koffein (also Kaffee und schwarzer/grüner Tee) sollten Sie nicht zu viel trinken.
2. Täglich fünf Portionen Gemüse und Früchte in verschiedenen Farben essen: Pro Tag sind drei Portionen Gemüse sinnvoll, davon mindestens einmal roh. Zusätzlich sind pro Tag zwei Portionen Früchte sehr gesund. Die beste Qualität haben Früchte und Gemüse, die in der entsprechenden Saison gerade aktuell sind. Also Pfirsiche, Aprikosen im Sommer, Zuckerhut, Endivien im Winter usw.
3. Zu jeder Hauptmahlzeit gehören Getreideprodukte oder Hülsenfrüchte: Verwenden Sie nicht nur weisse Mehle, bauen Sie auch Vollkornprodukte ein, die gesund für die Verdauung sind und mehr Vitalstoffe haben.
4. Wechseln Sie ab mit eiweisshaltigen Nahrungsmitteln: Fleisch ist nicht jeden Tag notwendig. Ersetzen Sie es durch Milchprodukte, Eier, Fisch oder Hülsenfrüchte.
5. Fetthaltige Nahrungsmittel wie Chips, Schokolade, Würste etc. nur in kleinen Mengen essen: Bei der Nahrungszubereitung gesunde, pflanzliche Öle benutzen, wie zum Beispiel Raps- und Olivenöl.
6. Massvoll und mit Genuss: Süssigkeiten, salzige Knabbereien und zuckerhaltige Getränke. Kochen Sie wann immer möglich selber und essen Sie nur ausnahmsweise Fertigprodukte wie Pizza etc.
Die Lebensmittelpyramide stellt übersichtlich die Empfehlungen zum gesunden und genussvollen Essen und Trinken für Erwachsene dar.
Weitere Informationen zur Gesundheit finden Sie hier:
Neben der Ernährung unterstützt auch regelmässige Bewegung das Wohlbefinden. Es genügt schon, wenn sich Erwachsene täglich mindestens 30 Minuten bewegen. Tun Sie das möglichst in der Natur. Dazu eignen sich zum Beispiel Treppen steigen, zu Fuss unterwegs sein, Velo fahren oder arbeiten im Garten. Der Schulweg ist eine gute Möglichkeit, dass sich Kinder täglich an der frischen Luft bewegen können.
Hier ein Tipp, der auch Ihren Kindern Spass machen kann: Eine gute Möglichkeit zur Bewegung bieten die so genannten Vita Parcours. Das sind zwei bis drei km lange Wege im Wald mit Gymnastikübungen. Alle können den Vita Parcours machen, egal ob Anfängerinnen bzw. Anfänger oder geübte Sportlerinnen bzw. Sportler. Die Benützung des Vita Parcours ist kostenlos. Hier finden Sie den Parcours in ihrer Nähe.
Kinder sollten sich mindestens eine Stunde pro Tag bewegen. Neben Spielen und Schulsport gibt es die Möglichkeit, in Vereinen Sport zu treiben oder in den Ferien ein Sportlager zu besuchen (Link zum Thema Freizeit!). Viel Bewegung unterstützt die ganze Entwicklung der Kinder.
Kleine Kinder sollten sich ebenfalls bewegen und viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Tipps dazu finden Sie zum Beispiel in den Elternbroschüren des Ostschweizer Vereins für das Kind. Informationen gibt auch die Broschüre Bewegung ist Leben. Diese Unterlagen können Sie in verschiedenen Sprachen herunterladen.
Übergewicht ist in der heutigen Zeit sehr verbreitet und Ursache von vielen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und möglicherweise entsprechende Ausgrenzungen sind nur einige.
Das andere Extrem geht dabei in der öffentlichen Wahrnehmung meist unter: Auch in unserer Wohlstandsgesellschaft sind viele Menschen untergewichtig oder mangelernährt. Die Ursachen und Symptome von Untergewicht oder Mangelernährung sind vielfältig. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche (Essstörungen) und ältere Menschen.
Wenn Sie unter Über- oder Untergewicht leiden, sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen (siehe ausgewogene Ernährung). Sie können dafür auch Ihren Hausarzt um Hilfe bitten oder eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.
Das Kantonsspital bietet Ernährungsberatungen an oder leitet Sie an entsprechende Stellen weiter. Erkundigen Sie sich, ob die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung übernimmt.
Für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern gibt es spezielle Beratungen, Kurse und Broschüren in div. Sprachen.
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt verschiedene Impfungen, welche vor Infektionskrankheiten schützen: zum Beispiel gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung (durch Haemophilus influenzae), Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B.
Impfungen werden meistens durch Kinderärztinnen und Kinderärzte oder Hausärztinnen und Hausärzte durchgeführt. Sie erhalten einen Impfpass, worin alle Ihre Impfungen aufgeführt sind. Lassen Sie sich bei ihrem Kinder- oder Hausarzt beraten. Viele Impfungen müssen nach einer bestimmten Zeit wiederholt werden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten und bewahren Sie den Impfausweis gut auf.
Für Auslandreisen können unter Umständen zusätzliche Impfungen empfehlenswert oder obligatorisch sein. Das Schweizerische Tropeninstitut in Basel informiert Sie über die erforderlichen Impfungen für ihr Reiseziel. Informationen zu Tropenmedizin in Wil finden Sie hier.
Auch während der Schulzeit werden Angebote für Impfungen gemacht, erkundigen Sie sich genau, was sie bedeuten.
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt verschiedene Impfungen, welche vor Infektionskrankheiten schützen: zum Beispiel gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung (durch Haemophilus influenzae), Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B.
Impfungen werden meistens durch Kinderärztinnen und Kinderärzte oder Hausärztinnen und Hausärzte durchgeführt. Sie erhalten einen Impfpass, worin alle Ihre Impfungen aufgeführt sind. Lassen Sie sich bei Ihrer Kinderärztin oder / Ihrem Kinderarzt bzw. Hausärztin oder Hausarzt beraten. Viele Impfungen müssen nach einer bestimmten Zeit wiederholt werden. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten und bewahren Sie den Impfausweis gut auf.
Für Auslandreisen können unter Umständen zusätzliche Impfungen empfehlenswert oder obligatorisch sein. Das Schweizerische Tropeninstitut in Basel informiert Sie über die erforderlichen Impfungen für Ihr Reiseziel. Informationen zu Tropenmedizin in Wil finden Sie hier.
Auch während der Schulzeit werden Angebote für Impfungen gemacht, erkundigen Sie sich genau, was sie bedeuten.
Menschen können nach verschiedenen Mitteln süchtig sein: zum Beispiel Alkohol, Nikotin (in Zigaretten) oder auch schmerzlindernde Medikamente, Schlaf- und Beruhigungsmittel und illegale Drogen wie Cannabis, Kokain, Heroin. Auch Nahrungsmittel oder «Gamen» kann zur Sucht werden. Eine Sucht hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Psyche und das soziale Umfeld, also auf die Familie, Freundinnen und Freunde.
Es ist für eine Person schwierig zu erkennen, ob sie selber süchtig ist oder ob es sich um eine harmlose Gewohnheit handelt. Ein Suchtproblem ist nicht nur für die abhängige Person belastend, sondern auch für die nahestehenden Mitmenschen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig Hilfe zu holen. Verschiedene Beratungsstellen können Sie bei Suchtproblemen kompetent beraten. Auch wenn es schwierig ist, diesen Schritt zu machen, können die Fachpersonen grosse Hilfe leisten. Die Beratungen sind oftmals kostenlos. Adressen und Informationen erhalten Sie zum Beispiel bei der «SUCHT | SCHWEIZ». Bestimmt kann Ihnen auch die Hausärztin oder der Hausarzt Beratungsstellen empfehlen. In Wil steht Ihnen die Suchtberatung Region Wil an der Marktgasse 61 in der Wiler Altstadt zur Verfügung.
- Sanitätsnotruf: 144
- Feuerwehr-Notruf: 118
- Polizei-Notruf: 117
- Rettungsflugwacht Schweiz: 1414 oder Rega Ausland: +41 333 333 333. Die Rettungsflugwacht Rega transportiert verunfallte und kranke Menschen mit Helikoptern (z.B. bei Unfällen in den Bergen) oder mit Flugzeugen (z.B. bei Unfällen im Ausland). Bei der Rega kann man Mitglied werden, mit einem Jahresbeitrag ist man dort versichert.
- Toxikologischer Notfalldienst: 145. Das Tox-Zentrum gibt rund um die Uhr (24 Stunden) gratis ärztliche Auskunft bei Vergiftungsfällen und Vergiftungsverdacht.
- Die Dargebotene Hand: 143. Die Dargebotene Hand ist rund um die Uhr eine erste Anlaufstelle nicht nur für Menschen in schwierigen Lebenslagen, sondern auch für solche mit alltäglichen Sorgen – unabhängig von Alter, kultureller oder konfessioneller Zugehörigkeit.
Wenn Sie starke Beschwerden haben, gehen Sie am besten zuerst zu Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt. Sie können allenfalls auch direkt in die Praxis eine Spezialistin eines Spezialisten gehen, falls Sie genau wissen, woran Sie erkrankt sind. Doch Vorsicht: Viele Krankenkassen verlangen (je nachdem, wie Sie versichert sind), dass Sie von der Hausärztin bzw. vom Hausarzt zu einer Spezialistin oder einem Spezialisten überwiesen werden. Klären Sie das im Voraus mit Ihrer Krankenkasse ab. Sonst riskieren Sie, dass die Kosten für die Behandlung bei der Spezialistin oder beim Spezialisten nicht bezahlt werden!
Jede Medizinerin bzw. Mediziner muss Ihre Informationen vertraulich behandeln. Eine Verletzung der Schweigepflicht ist strafbar. Niemand kann Ihre Informationen ohne Ihre Einwilligung weitergeben.
Bevor man die Ärztin bzw. den Arzt aufsucht, muss man telefonisch einen Termin vereinbaren. Achtung: Viele Arztpraxen sind jeweils donnerstags geschlossen.
Suchen Sie eine Ärztin bzw. einen Arzt? Fragen Sie doch Ihre Bekannten. Oder suchen Sie im Telefonbuch bei den Gelben Seiten oder online.
Die Grundversicherung der Krankenkassen bezahlt für eine Spitalbehandlung auf der allgemeinen Abteilung eines Spitals im Wohnkanton. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur jene Fälle, die aus medizinischen Gründen zwingend eine Behandlung ausserhalb des Wohnkantons benötigen.
Die Krankenkassen bieten Zusatzversicherungen an für die Behandlung auf der allgemeinen Abteilung auch in Spitälern ausserhalb des Wohnkantons oder für eine private oder halbprivate Behandlung im Spital. Mit einer halbprivaten Zusatzversicherung haben Sie Anrecht auf ein Zweibettzimmer (mehr dazu in der Rubrik Versicherungen).
Im Internet erhalten Sie einen Überblick über die Krankenhäuser in der Schweiz. Dort sind auch Adressen von spezialisierten Einrichtungen wie Augenkliniken, Geburtshilfe, Lungenkliniken oder Zahnmedizin erhältlich.
Die nächsten Spitäler in der Region sind die Akutspitäler Wil und Wattwil.
Es gibt unterschiedliche Arten von Spitälern. Viele Kantone verfügen über eigene öffentliche Spitäler, wie z.B. das Akutspital Wil. Ins Spital werden Sie in erster Linie von der Ärztin bzw. vom Arzt überwiesen, wenn Sie keine Spezialklinik benötigen. Es gibt auch Einrichtungen oder Kliniken in Ihrer Region, die sich auf bestimmte Krankheiten und Behandlungen spezialisiert haben. Sie sind teilweise privat geführt, also nicht-staatlich.
Die richtige gegenseitige Verständigung ist sehr wichtig, damit Sie auch wirklich die nötige und richtige Behandlung bei der Ärztin bzw. beim Arzt, im Spital oder auf dem Sozialdienst erhalten. Oftmals werden die Familienmitglieder für Übersetzungen beigezogen. Es ist nicht empfehlenswert, wenn Familienmitglieder übersetzen.
Einige grössere Krankenhäuser haben einen eigenen Übersetzungsdienst, denn sie sind verpflichtet, dass alle Patientinnen und Patienten gut Bescheid wissen. Fragen Sie also unbedingt nach, wenn Ihnen nicht automatisch jemand angeboten wird. Zusätzlich gibt es interkulturelle Übersetzerinnen oder Übersetzer, welche abgesehen von der Sprache auch unterschiedliche Wahrnehmungen, Wertvorstellungen und Bedeutungen erklären können.
Im Internet findet sich eine Übersicht über die lokalen Vermittlungsstellen zu interkultureller Übersetzung in der Schweiz. Im Kanton St. Gallen gibt es Verdi – den kantonalen Vermittlungsdienst für interkulturelle Übersetzungen. Ein nationaler Übersetzungsdienst bietet telefonische Übersetzung an. Oft gibt es eine Möglichkeit, dass der Übersetzungsdienst für Sie selber kostenlos ist. Fragen Sie im Spital oder bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nach.
Einige Patientinnen und Patienten benötigen nach einem Spitalaufenthalt weiterhin Pflege. In der Schweiz gibt es einen speziellen Dienst, die Spitex. Diese Abkürzung steht für spitalexterne Gesundheits- und Krankenpflege und Hilfe. Die Spitex pflegt Sie zu Hause und unterstützt Sie nach einem Unfall, einer Operation, bei Krankheit oder nach einer Geburt.
Die Spitex bietet auch ergänzende Dienste an wie Essens- und Fahrdienst oder Vermietung von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Krücken, Inhalationsgeräte oder Rollstühle. Weitere Informationen zu den Angeboten der Spitex Wil finden Sie auf ihrer Internetseite.
Schulzahnarzt bzw. Zahnarzt und Schulzahnpflege: Beim zahnärztlichen Untersuch werden die Zähne der Kinder einmal jährlich von einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt untersucht. Der zahnärztliche Untersuch ist in der Stadt Wil für alle Schülerinnen und Schüler — vom Kindergarten bis und mit neunten Schuljahr — obligatorisch. Die Eltern wählen die Schulzahnärztin bzw. den Schulzahnarzt. Die Kosten für die jährliche Gebissuntersuchung werden von den Schulen der Stadt Wil bezahlt. An die Zahnbehandlungskosten richtet die Schule Beiträge aus, welche die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern berücksichtigen. Für die Höhe des Beitrags ist die Steuerkraft der Eltern massgebend.
In der Schweiz kommt auch der Zahnprophylaxe-Dienst in den Klassen vorbei und zeigt den Kindern im Unterricht, wie man die Zähne sorgfältig putzt.
Hier können Sie übrigens eine Broschüre zum Thema «Gesunde Milchzähne» auf verschiedene Sprachen bestellen.
Schulpsychologischer Dienst: Diese Einrichtung kann bei schulischen oder psychischen Problemen Ihres Kinds und bei erzieherischen Fragestellungen beigezogen werden. Die Beratungen sind kostenlos.
Das sind verschiedene Angebote der Volksschule. Natürlich gibt es auch private Ärztinnen und Ärzte ( Kinderärztinnen und Kinderärzte), die sich auf Kinderkrankheiten spezialisiert haben.
Die Spitex bietet nebst der Hilfe und Pflege ebenfalls den Frischmahlzeiten-Dienst an. Diese Dienstleistung liefert älteren, kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen täglich ein warmes Mittagessen nach Hause.
Auch die Stiftung Pro Senectute bietet Dienstleistungen für ältere Menschen an, damit sie weiterhin zuhause wohnen können. Pro Senectute will die Selbständigkeit und Lebensqualität der Mitmenschen über 60 fördern und erhalten. Ältere Menschen und ihre Angehörigen erhalten kostenlose, vertrauliche Beratungen bei allen Fragen des täglichen Lebens:
- finanziellen Schwierigkeiten
- rechtlichen Angelegenheiten
- der Bewältigung von Lebenskrisen
- der Freizeitgestaltung
- und bei Wohn- und Beziehungsfragen.
Falls diese Hilfe nicht genügt und Sie rund um die Uhr Unterstützung benötigen, kann ein Betagten Zentrum oder ein Altersheim für Ihre Bedürfnisse allenfalls geeigneter sein. In der Stadt Wil können betagte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die eine ihren Bedürfnissen angepasste Wohnform suchen, zwischen nachstehenden wählen. Wo genau Sie gepflegt werden können, wird aufgrund des Wohnorts entschieden. Am besten lassen Sie sich von einer Fachperson der Pro Senectute oder Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten.
Unter folgendem Link können Sie nützliche und kostenlose Informationen bestellen (z.T. in verschiedenen Sprachen) zum Thema Älterwerden und Pensionierung.
Wenden Sie sich wieder zuerst an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt. Sie können Ihnen bestimmt eine entsprechende Beratungsstelle, eine Psychiaterin bzw. einen Psychiater,eine Psychotherapeutin bzw. einen Psychotherapeuten oder eine Psychologin angeben. Diese Unterstützung kann dazu beitragen, dass Sie in Ihrem gewohnten Alltag nicht behindert werden und besser mit der Belastung umgehen können.
In Bern und in Zürich gibt es ein Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer, wo fachliche Hilfe angeboten wird.
Alle Beratenden und psychologischen Fachleute sind an die Schweigepflicht gebunden und dürfen keine Informationen von Ihnen weitergeben.
Für Kinder gibt es kostenlose Begleitung beim Schulpsychologischen Dienst des Kantons St. Gallen. Hier können Sie sich melden, wenn Ihr Kind zum Beispiel in seinem Umfeld Mobbing erlebt oder wenn es in der Schule Schwierigkeiten hat. Es gibt für Kinder auch den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst. Dort werden schwergewichtig persönliche Schwierigkeiten oder familiäre Probleme behandelt.
Häufig versuchen Menschen, alleine von ihrer Abhängigkeit loszukommen. Dies gelingt leider nicht immer. Bei der Suchtberatung der Region Wil können Sie gemeinsam mit Fachpersonen nach neuen Lösungen suchen. Sie helfen Ihnen, Ihr Verhalten zu ändern und bei Bedarf erhalten Sie Hilfe beim Finden von Entzugs- und Therapieplätzen.
Viele Abhängigkeiten laufen im Versteckten ab. Angehörige nehmen manchmal davon lange nichts wahr. Und wenn Familienmitglieder oder Freudinnen bzw. Freunde ein Suchtverhalten feststellen, getrauen sie sich manchmal nicht, darüber zu sprechen. Auch da können die Beratungsstellen und Fachpersonen weiterhelfen.
Bei «SUCHT | SCHWEIZ» erhalten Sie auch Informationen und können Ihre Fragen direkt stellen.
Informationen über Ihre weiteren Rechte als Patient bzw. Patientin erhalten Sie aus der Broschüre die Patientenrechte im Überblick.
Bei vermuteten Verstössen gegen das FMH-Standesrecht kann sich die Patientin bzw. der Patient an die zuständige Standeskommission wenden. Die grösseren öffentlichen Spitäler führen zudem je eine eigene Stelle für Patientinnen - und Patientenbeschwerden.
Patientinnen bzw. Patienten können sich mit ihren Beschwerden auch an den Kantonsärztlichen Dienst bzw. die kantonale Gesundheitsdirektion wenden. Je nach Kanton gibt es besondere Schlichtungs- oder Untersuchungsgremien, an welche die Gesundheitsdirektion verweisen wird.
Erste Hilfe bedeutet, dass man in einem Notfall die richtigen ersten Schritte einleitet. In vielen Schweizer Gemeinden werden Kurse angeboten, in denen man die Erste Hilfe lernen kann. Weitere Informationen zu den Kursen findet man hier. Wenn Sie sich für einen Lernfahrausweis der Kategorie A, A1, B oder B1 anmelden, müssen Sie nachweisen, dass Sie einen Kurs lebensrettende Sofortmassnahmen (Nothelferkurs) absolviert haben.
Sie können Ihre Kasse selbst wählen. Bei der Grundversicherung können Sie jeweils auf Mitte und Ende Jahr Änderungen vornehmen oder die Krankenkasse wechseln. Beachten Sie jeweils die Kündigungsfristen der Versicherungen. Nicht alle Änderungen sind Mitte Jahr möglich.
In der Grundversicherung jeder Krankenkasse sind alle Personen für die gleiche Leistung versichert: Behandlung durch anerkannte Ärztinnen und Ärzte, Behandlung und Aufenthalt im Spital, ärztlich verordnete Medikamente und Laboruntersuchungen, sieben Kontrolluntersuchungen bei Schwangerschaft und zwei Ultraschalluntersuchungen, Kosten der Geburt, verschiedene Impfungen, acht Gesundheitsuntersuchungen für Kinder vor Schulbeginn und frauenärztliche Vorsorgeuntersuchung (alle drei Jahre), Rehabilitation (also Therapien und Kuren), Teilkosten bei Notfällen (z.B. für Transport), Teilkosten bei Krankheitsfall im Ausland. Weiterführende Leistungen können Sie selber bestimmen; dann erhöhen sich einfach Ihre monatlichen Beiträge. Im Internet können Sie Preise für Ihre Situation vergleichen. Dieser Vergleich lohnt sich sicher!
Mit so genannten Zusatzversicherungen können weitere Leistungen versichert werden (z.B. Spitalaufenthalt in einem anderen Kanton, naturmedizinische Behandlungen, Kinder für Kieferorthopädie beim Zahnarzt etc.) Die Krankenkassen sind frei, welche Zusatzversicherungen sie anbieten und welche Personen sie zu welchem Preis darin aufnehmen. Zusatzversicherungen müssen nicht bei derselben Krankenkasse abgeschlossen werden wie die Grundversicherung.
Die Krankenkassen verlangen unterschiedlich hohe Beiträge für ihre Dienstleistungen. Die Prämie, die Sie monatlich oder halbjährlich zahlen, ist von folgenden Faktoren abhängig:
- Der gewählten Krankenkasse: Die Krankenkassen stehen zueinander im Wettbewerb und haben unterschiedliche Prämien. Dies gilt für die Grundversicherung, deren Leistungen gesetzlich festgelegt sind. Gross ist der Wettbewerb vor allem bei den Zusatzversicherungen.
- Ihrem Wohnort: Die Prämien sind je nach Kanton und Ort unterschiedlich. Wenn Sie umziehen, kann sich ein Wechsel der Krankenkasse finanziell lohnen.
- Dem gewählten Versicherungsmodell: Es gibt verschiedene Versicherungsmodelle. Wer auf die freie Ärztinnen - bzw. Arztwahl verzichtet und z.B. zuerst zu Hausärztin bzw. zum Hausarzt geht oder sich telefonisch beraten lässt, bezahlt eine kleinere Prämie. Die alternativen Versicherungsmodelle sind je nach Kasse unterschiedlich.
- Der gewählten Franchise: Den Betrag, den Sie zuerst selber an die Arztkosten zahlen müssen, bezeichnet man als Franchise. Die minimale Franchise beträgt für Erwachsene ab 19 Jahren 300 Franken. Bei Kindern unter 18 Jahren gibt es keine obligatorische Franchise. Wenn Sie eine höhere Franchise wählen (also beim ersten Arztbesuch pro Jahr höhere Kosten selber bezahlen), erhalten Sie eine tiefere Prämie. Sie haben aber ein höheres Risiko, bei Krankheit mehr (und mehr auf einmal) zu bezahlen als bei einer tieferen Franchise.
- Ihrem Einkommen: Wenn Ihr Jahreseinkommen einen bestimmten Betrag unterschreitet, haben Sie Anspruch auf die so genannte Prämienverbilligung.
Der Kanton übernimmt dann einen Teil der Kosten Ihrer Krankenkasse. Hierfür müssen Sie die Anmeldung für die individuelle Prämienverbilligung ausfüllen. Beachten Sie die Frist zur Einreichung des Antrags für Prämienverbilligung. Beachten Sie, dass die Grenzen für das Jahreseinkommen von Kanton zu Kanton unterschiedlich hoch sind. Es lohnt sich, wenn Sie das abklären, weil Sie auf diese Weise Kosten sparen können.
Die Krankenversicherung ist eine «Sozialversicherung». Je mehr Leistungen bezogen werden, desto höher werden die Prämien für die Versicherten.
Beispiel I: Wenn Sie eine Franchise von Fr. 500.- haben und Ihre erste Rechnung beträgt Fr. 250.-, dann müssen Sie diese Kosten noch selber tragen. Erst wenn Ihre Rechnungen höher sind als Fr. 500.-, erhalten Sie eine Rückerstattung von der Krankenkasse.
Beispiel II: Wenn Ihre Rechnungen für Arztbesuche, Medikamente und Spitalaufenthalte zum Beispiel Fr. 1500.- kosten in einem Jahr, dann bezahlen Sie die Franchise selbst (zum Beispiel Fr. 300.-). Von den bleibenden Fr. 1200.- bezahlen Sie noch 10% Selbstbehalt, d.h. Fr.120.-. Insgesamt zahlen Sie also Fr. 420.- und die Krankenkasse Fr. 1080.-. Bei gewissen Leistungen, z.B. Mutterschaft und Geburt, muss weder Selbstbehalt noch Franchise bezahlt werden, alle Kosten werden voll von der Krankenkasse übernommen.
Tipp: Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, schicken Sie der Krankenkasse die Rechnung sofort zu. Oft erhalten Sie die Kosten von der Krankenkasse zurückerstattet, bevor die Zahlungsfrist der Arztrechnung abgelaufen ist.
Die Spitalrechnung wird entweder Ihrer Krankenkasse, Ihrer Versicherung oder Ihnen nach Hause zugestellt. Das ist abhängig von Ihrer Versicherungsdeckung und Ihrer gewählten Zimmerkategorie im Spital. Bei einem Aufenthalt in der Allgemeinen Abteilung (Mehrbettzimmer) müssen nur die Kostenbeteiligungen (Franchisen + Selbstbehalte) von den Versicherten selbst getragen werden. Dazu kommt der Spitalbeitrag von Fr. 15.- je Tag, welcher vom Krankenversicherer in Rechnung gestellt wird (Art. 104 KVV)
- Personen, die acht Stunden oder mehr pro Woche bei einem Arbeitgebenden beschäftigt sind, sind sowohl gegen Berufsunfälle als auch gegen so genannte Nichtberufsunfälle (Unfälle auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit) versichert.
- Personen, die weniger als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgebenden beschäftigt sind, sind gegen Berufsunfälle sowie gegen Unfälle auf dem Arbeitsweg versichert. Für Unfälle in der Freizeit (z.B. im Haushalt) müssen Sie eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.
- Arbeitslose Personen, die Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben, sind obligatorisch versichert.
Nicht versichert sind nicht erwerbstätige Personen, z.B.
- Hausfrauen und -männer
- Kinder
- Studentinnen und Studenten
- Rentnerinnen und Rentner.
- Ausgesteuerte Arbeitslose
Diese Personen müssen eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen. Der Abschluss dieser Versicherung ist obligatorisch.
Die Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die ärztliche Behandlung nach einem Unfall. Ausserdem bezahlt sie bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld (Lohnersatz) bzw. Rentenleistungen bei dauernder Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall.
Nicht erwerbstätige Personen sowie teilweise erwerbstätige Personen (bei Nichtberufsunfällen) müssen den Unfall ihrer Krankenkasse melden.
Die IV hat in erster Linie die Aufgabe, die betroffenen Versicherten wieder ins Erwerbsleben zu integrieren. Dazu dient eine ganze Reihe von Eingliederungs-Massnahmen. Erst wenn diese nicht zum Ziel führen, bezahlt die IV den Versicherten eine Rente. Weitere Informationen zur Invalidenversicherung finden Sie hier.
Kinder
Zum Beispiel bekommt Ihr Kind in den ersten Schuljahren 1.00 Franken in der Woche, über den es frei bestimmen kann. Zu Beginn wird es vielleicht den ganzen Betrag am ersten Tag ausgeben. Aber mit der Zeit lernt es, das Geld für eine Woche oder einen Monat einzuteilen und auch zu entscheiden, was ihm wirklich wichtig ist. Später kann das Monatsgeld erhöht werden. Gleichzeitig wird mit dem Kind vereinbart, für welche Ausgaben es selber zuständig ist. Beispielsweise sind im Monatsgeld auch die auswärtige Mittagsverpflegung, Ausgaben für Kleider, den Ausgang und die Handykosten inbegriffen. So lernt es nach und nach, verantwortlich mit Geld umzugehen. Das nützt ihm später, wenn es als erwachsene Person den Lohn einteilen muss.
Wenn Ihr Kind immer wieder Geld verlangt und dann tatsächlich kleinere oder grössere Beträge bekommt, hat es keine Gelegenheit, den Umgang mit Geld zu lernen.
In manchen Schulhäusern oder bei der Jugendarbeit gibt es hilfreiche Tipps für solche oder andere Themen, die geregelt werden sollten. Unterhalten Sie sich auch mit andern Eltern.
Eltern, die ihren Kindern Grenzen setzen, sind weder schlecht noch lieblos. Sie nehmen im Gegenteil ihre Verantwortung ernst. Vielleicht können Sie mit den Eltern der wichtigsten Freunde Ihres Kindes gemeinsame Regeln vereinbaren. Zum Beispiel, wie lange die Jugendlichen am Samstagabend im Ausgang sein dürfen.
Zeigen Sie ruhig Ihren Ärger, aber sprechen Sie nicht lange auf Ihr Kind ein. Bei langen Predigten schalten die Kinder und Jugendlichen bald einmal ab und hören gar nicht mehr richtig zu. Ein klares «Ich will nicht, dass du das machst! Hast du das verstanden?» bringt mehr. Erinnern Sie an die vereinbarten Abmachungen und Regeln. Sagen Sie auch, was die Konsequenzen sind, wenn die Regeln gebrochen werden. Das Kind darf vielleicht ein paar Tage lang nicht fernsehen oder der Jugendliche darf am nächsten Samstag nicht in den Ausgang.
Natürlich werden sie sich über solche Konsequenzen ärgern. Lassen Sie sich dadurch nicht unter Druck setzen. Denken Sie daran: Klare Regeln geben Ihrem Kind Halt und Orientierung. Ihre Tochter, ihr Sohn wird immer wieder auf Regeln stossen, sei das in der Schule, im Verkehr, in der Arbeitswelt oder in der Freizeit.
Natürlich gleicht sich die Erziehung in vielen Punkten, unabhängig davon, wo ein Kind aufwächst. Überall auf der Welt brauchen Kinder Liebe und Geborgenheit, um sich gut entwickeln zu können. Sie brauchen Erwachsene, die mit ihnen sprechen und ihnen zuhören, die ihnen Mut machen, Neues zu probieren und die sie trösten, wenn etwas schwierig ist. Sie brauchen auch Erwachsene, die ihnen zeigen, wie man Konflikte austragen und sich wieder versöhnen kann. Und sie brauchen Erwachsene, die sie schützen, indem sie ihnen Grenzen setzen. Das alles gehört zur Erziehung.
Je nach Umfeld, in dem ein Kind aufwächst, muss es aber andere Fähigkeiten entwickeln. Wir leben heute in der Schweiz in einer Gesellschaft, in der die Menschen ihr Leben ganz unterschiedlich gestalten können. Es gibt viele Wahlmöglichkeiten. Vielleicht mehr als Sie damals in Ihrer Kindheit hatten. Kinder müssen heute lernen selbständig zu sein, Entscheide zu treffen, Verantwortung für sich selber zu übernehmen und wenn nötig auch Nein zu sagen. So kann es sich auch besser schützen, wenn es in eine schwierige Situation gerät.
Es ist deshalb wichtig, dass Ihr Kind ein Gespür entwickelt für seine Entscheidungen. Zudem braucht Ihr Kind Mut und Selbstvertrauen, um zur eigenen Meinung zu stehen, auch wenn es Jugendlichen begegnet, die vielleicht anders denken.
Wenn Sie seine Gefühle und seine Gedanken von klein auf ernst nehmen und ihm Mut machen, seine Meinung auszudrücken, helfen Sie das Selbstvertrauen und die Entscheidungskraft zu entwickeln.
Ein kleines Kind kann Gefahren noch nicht einschätzen. Es braucht Erwachsene, die ihm sagen, dass es nicht mit der Steckdose spielen, eine heisse Herdplatte berühren oder ins Auto von fremden Leuten einsteigen darf. Später bilden die Grenzen, die Sie ihm setzen, mehr eine Art Rahmen, in dem sich Ihr Kind frei bewegen kann. Sie können Ihr Kind ja nicht immer begleiten und beschützen. Es muss lernen, sich selbständig zu bewegen.
Die Regeln und Grenzen müssen im Lauf der Zeit immer wieder neu angepasst werden. Das braucht viele Gespräche mit dem Kind. Es wird die Regeln besser einhalten, wenn es sie versteht. Tauschen Sie sich aus mit Eltern, die Kinder im gleichen Alter haben.
Zuviel Freiheit und Verantwortung überfordert die Kinder. Zuwenig Freiheit und Verantwortung nimmt ihnen die Möglichkeit, aus eigener Kraft Lernschritte zu machen, die für ihr späteres Leben wichtig sind.
Sie kennen Ihr Kind am besten. Nehmen Sie sich Zeit, um ihm zuzuhören und mit ihm über seine Erlebnisse und Erfahrungen zu sprechen. So können Sie auch spüren, in welchen Bereichen es schon bereit und fähig ist, Verantwortung für sich zu übernehmen und wo es noch einen engeren Rahmen braucht.
In Wil werden laufend Erziehungskurse für verschiedene Altersstufen angeboten. Informationen finden Sie in den Zeitungen oder unter Elternbildung Wil.
Alle Kinder machen manchmal einen Fehler – so wie wir Erwachsenen. In einem Klima von Achtung und von Wärme kann auch über Fehler gesprochen werden, sowie darüber, was man das nächste Mal besser machen könnte. Verantwortung zu übernehmen muss in kleinen Schritten geübt werden und es passieren dabei immer wieder Rückschritte. Tauschen Sie sich mit andern Eltern aus.
Nach der Geburt wachsen die Säuglinge allmählich zu kleinen Mädchen oder Jungen heran. Für sie ist der Körper etwas ganz Natürliches, dem sie ohne Hemmungen begegnen. Kinder sollen den eigenen Körper entdecken dürfen. Später merken sie, dass es ja zwei Arten von Menschen gibt, die auch unterschiedlich aussehen. Sie werden neugierig und stellen Fragen oder merken, dass auch ihre Eltern nicht gleich aussehen. Diese Neugier sollen sie als Eltern offen begleiten und die Kunst wird sein, auf Fragen oder Handlungen der Kinder altersgerecht einzugehen und den Bereich der Sexualität nicht einfach auszuschliessen oder zu verschweigen. Kinder, die ein natürliches und gesundes Verhältnis zu ihrem Körper aufbauen konnten, sind in der Regel besser in der Lage, diesen zu verteidigen.
Bereits im Kindergartenalter (mit etwa vier oder fünf Jahren) müssen Mädchen und Knaben lernen, für ihren Körper Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen entscheiden, zu wem sie Nähe zulassen oder Freundschaften aufbauen wollen. Sie sollen NEIN sagen, wenn ihre Gefühle übergangen werden. Eltern, welche die Gefühle ihrer Kinder ernst nehmen, sind eine grosse Hilfe.
Schon in der Primarschule (etwa mit 10 bis 12 Jahren) beginnt das bewusste Wahrnehmen und Entdecken des anderen Geschlechts. In dieser Zeit der Pubertät verändern sich die Mädchen und Knaben nicht nur äusserlich, sondern auch innerlich. Die Hormone spielen verrückt und steuern nicht nur das körperliche Wachstum und die Entwicklung, sondern eben auch die Gefühle. Diese Zeit ist auch für die Eltern anstrengend und verlangt von ihnen starke Nerven, viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Jedes Kind entwickelt sich nach seinem eigenen Rhythmus und zeigt seine individuellen Eigenheiten!
Haben Sie Fragen zum Thema Aufklärung? Antworten finden Sie beispielsweis bei diesen Institutionen oder Plattformen:
Swissfamily
Feel OK
Plan S Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit (Publikationen für MigrantInnen, z.T. in diversen Sprachen)
Hier finden Sie Informationen zum Thema Kinderschutz und sexuelle Gewalt:
Kinderschutz
Kinderschutzzentrum St. Gallen
Diese Beratungsstellen können Ihnen Auskunft geben:
AHSGA Fachstelle für Aids- und Sexualfragen
FAPLASG Familienplanung - Schwangerschaft - Sexualität
Falls Sie den Eindruck haben, Ihr Kind sei noch nicht bereit für den Kindergarten, müssen Sei ein Aufschubsgesuch an den Schulrat stellen. Es ist wichtig, dass Sie dem Gesuch Unterlagen einer Fachperson beilegen.
Mütter und Väter, die am Arbeitsplatz, im Gespräch mit Nachbarn oder in einem Kurs die deutsche Sprache lernen, helfen damit gleichzeitig auch den Kindern auf ihrem Weg durch den Kindergarten und die Schule.
Der Kindergarten ist ein Teil der Schule und genau so wichtig für Ihr Kind. Der Besuch des Kindergartens ist obligatorisch, das Kind wird am 1. August nach Vollendung des vierten Altersjahrs schulpflichtig.
Im Kindergarten wird viel gespielt. Durch Spiele und gemeinsames Arbeiten an einem Thema werden die Kinder unterstützt und gefördert. Sie lernen zuzuhören, sich auszudrücken, längere Zeit an einer Arbeit oder an einem Spiel zu bleiben. Sowie sich zu konzentrieren, zu entscheiden, mit anderen Kindern und Erwachsenen zurechtzufinden als auch gemeinsame Regeln zu befolgen. Das alles ist in der Schule hilfreich.
Es ist gut, wenn Kinder auch zu Hause Papier und Farbstifte zum Malen und verschiedene Bastel- und Spielsachen haben. Spiele wie zum Beispiel Memory oder Puzzles helfen mehr als Computerspiele. Beschränken Sie das TV-Schauen und das Spielen mit elektronischen Geräten auf ein Minimum. ( Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fernsehen und anderen Freizeitaktivitäten.)
Kinder müssen in der Schweiz betreut werden. Für Kinder bis zum Alter von etwa vier Jahren gibt es in Wil Kindertagesstätten und Kinderkrippen. Dort werden die Kleinen tagsüber von Fachpersonen betreut und gefördert. In der Regel können die Eltern wählen, ob sie ihr Kind jeden Tag, nur an einzelnen Tagen oder nur an Halbtagen in die Kinderkrippe bringen wollen.
Für Eltern von Kindern in allen Altersstufen gibt es in der Stadt Wil die Sozialberatung. Diplomierte Sozialarbeitende beraten Sie bei Erziehungsfragen und leisten Hilfe bei Problemen im Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern.
Ist die Anonymität der Familie und der Kinder sicher?
Die Angestellten der Sozialen Dienste, Lehrerinnen und Lehrer, Personen, die auf Beratungsstellen arbeiten, sowie Ärztinnen und Ärzte unterstehen der Schweigepflicht. Auskünfte und Probleme, die Sie im Gespräch den Fachpersonen anvertrauen, sind geschützt und geheim. Die Fachpersonen dürfen diese Informationen nur mit Ihrer Erlaubnis weitergeben. Die Schweigepflicht schützt Ihre Privatsphäre.
Der Elternnotruf leistet auf Wunsch anonyme Hilfe und Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit (24 Stunden): Die Telefonnummer des Elternnotrufs für die Stadt Wil lautet 071 244 20 20.
Auf dem Spielplatz oder in der Spielgruppe hat Ihr Kind Gelegenheit, mit deutschsprachigen Kindern zusammen zu sein. Freuen Sie sich mit ihm über die Wörter, die es auf Deutsch lernt und lernen Sie gemeinsam mit dem Kind. Das macht ihm Mut, weitere Wörter zu lernen.
Falls Ihr Kind rasch aufgibt, wenn ihm etwas nicht gelingt, oder wenn es sehr häufig das Spiel wechselt, hilft es ihm, wenn Sie ihm Mut machen, es nochmals zu probieren. Damit fördern Sie seine Ausdauer und sein Konzentrationsvermögen. Kinder, die in den ersten Lebensjahren gefördert werden, haben später viel bessere Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind möglichst wenig Fernsieht. ( Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fernsehen und anderen Freizeitaktivitäten.)
Kultur
Das Schweizer Kulturleben ist geprägt durch die Mehrsprachigkeit und die geografische Lage des Landes im Zentrum Europas. Dies führt zu einer Vielfalt an Strömungen und Einflüssen in Literatur, Kunst, Architektur, Musik und Brauchtum. Das kulturelle Schaffen der verschiedenen Landesteile wird dabei von den jeweils benachbarten Ländern wesentlich mitgeprägt. Mehr zum Thema Kultur in der Stadt Wil erfahren Sie hier.
In den letzten Jahren sind jedoch viele Menschen aus den Kirchen ausgetreten. Entsprechend hat die Zahl der Konfessionslosen deutlich zugenommen. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Menschen ohne Konfession bereits bei elf Prozent; heute dürfte dieser vermutlich noch grösser sein (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2000).
- Pünktlichkeit: Es wird erwartet, dass man pünktlich zu einem Treffen erscheint. Das gilt für die Berufswelt, Behörden und private Anlässe genau gleich. Wenn man merkt, dass man sich verspätet, ruft man an und teilt dies mit.
- Begrüssung / Höflichkeit: In der Deutschschweiz reichen sich die Menschen zur Begrüssung die rechte Hand. Unter Freunden gibt man sich teils auch drei Küsschen auf die Wangen. Doch aufgepasst: Dies gilt nicht in jedem Fall. Am besten, man informiert sich, was in der eigenen Region üblich ist. Erwachsene Personen werden mit «Sie» angesprochen und mit dem Nachnamen, z.B. Herr Müller, Frau Meier. Wenn man sich besser kennt, häufig sieht oder Arbeitskollegin bzw. Arbeitskollege oder Nachbarin bzw. Nachbar ist, macht man «du-zis» und spricht sich mit dem Vornamen an.
- Begegnung: Läuft man in einer kleinen Gemeinde an jemandem vorbei, so grüsst man sich mit «Grüezi» oder «Guten Tag» – selbst wenn man die Person nicht kennt. In Städten kommt dies nur sehr selten vor.
- Besuch: Weil das Alltagsleben mit Beruf, Schule, Freizeit und anderen Verpflichtungen viel geplanter abläuft als in anderen Ländern, sind spontane Besuche eher schwierig. Am besten, man ruft vorher an und fragt, ob ein Besuch passt oder nicht. Vor dem Betreten der Wohnung erkundigt man sich, ob man die Schuhe ausziehen soll. Es ist nicht üblich, dass bei Besuchen Geschenke mitgebracht werden.
- Einladung: Ist man aber zum Essen eingeladen, ist es ein beliebter Brauch, ein kleines Geschenk mitzubringen – etwa eine Flasche Wein, Schokolade, ein Dessert oder Blumen. Ansonsten ist es nicht üblich, dass man zu Essenszeiten auf Besuch geht.
- Bei Tisch: Bevor man gemeinsam mit dem Essen beginnt, wünscht man sich einen guten Appetit. Wird Wein getrunken, erhebt man am Anfang das Glas. Man schaut sich dabei in die Augen, stösst die Gläser an und sagt «Prost» oder «Zum Wohl».
- Gespräch am Telefon: Ruft man jemanden an, begrüsst man die Person zunächst und sagt seinen Namen. Erst dann beginnt das eigentliche Gespräch. Mittags wird nur im Notfall angerufen oder am Abend bis ca. 21.00 und später nur, wenn man sich gut kennt. Wenn man sich am Telefon meldet, sagt man immer zuerst seinen Namen.
Diese Verhaltensweisen können nach Sprachregionen oder sozialen Gruppen unterschiedlich sein. Wenn Sie in einer Situation unsicher sind, fragen Sie am besten nach. Das entspannt die Situation und Sie kommen mit anderen Leuten ins Gespräch. Bitte erklären Sie je nach Situation Ihre Traditionen, damit gemeinsam ein Weg gefunden werden kann.
Auch das schweizerische Eherecht ist seit 1988 nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Frau und Mann aufgebaut. Laut Gesetz hat derjenige Ehegatte, welcher den Haushalt besorgt, die Kinder betreut oder dem anderen in Beruf oder Gewerbe hilft, Anspruch auf «einen angemessenen Betrag zur freien Verfügung» aus dem Einkommen oder Vermögen des anderen Ehegatten. Es ist auch üblich, dass bei bestimmten Verträgen beide Eheleute unterschreiben oder dass z.B. bei Elterngesprächen der Schule beide Elternteile anwesend sind.
Öffentlicher Verkehr
Wenn Sie aus einem Land stammen, welches kein Übereinkommen zur Anerkennung der Führerscheine mit der Schweiz abgeschlossen hat, müssen Sie mindestens eine Kontrollfahrt erfolgreich bestehen oder nochmals eine Fahrprüfung absolvieren. Es lohnt sich, zur Vorbereitung einige Fahrstunden bei einer Fahrlehrerin oder einem Fahrlehrer zu nehmen.
Weitere wichtige Informationen zum Thema Autofahren finden Sie hier.
- Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
- Sie müssen einen staatlich anerkannten Nothelferkurs besucht und einen Seh-Test bei einer autorisierten Optikerin bzw. einem autorisierten Optiker bestanden haben.
- Sie müssen eine schriftliche Theorieprüfung bestanden haben, in der Sie über Verkehrsregeln Auskunft geben.
- Die Fahrschulen in der Schweiz sind ziemlich teuer; eine Stunde kostet etwa 90 Franken.
- Die Anmeldung zur Fahrprüfung erfolgt meistens durch die Fahrschule oder die Fahrlehrerin bzw. den Fahrlehrer.
Lassen Sie sich von einer Fahrschule oder von Ihrer Fahrlehrerin respektive Ihrem Fahrlehrer beraten.
Wenn Sie lernen möchten, ein Motorfahrzeug zu fahren, benötigen Sie einen Lernfahrausweis. Dieser wird vom Strassenverkehrsamt des Wohnsitzkantons ausgestellt, sofern Sie die Theorieprüfung bestanden haben. Die Lernfahrerin oder der Lernfahrer muss von einer Person begleitet werden, die das 23. Altersjahr vollendet hat und seit wenigstens drei Jahren einen gültigen Fahrausweis der entsprechenden Fahrzeugkategorie besitzt.
Nützlich ist auch das Halbtax-Abonnement der SBB (Schweizerische Bundesbahnen). Damit erhalten Sie Billette (Fahrkarten) für die Bahn zum halben Preis. Dies gilt auch für die meisten Privatbahnen, zahlreiche Bergbahnen, Postautos und für viele Schifffahrtslinien. Mit dem Halbtax-Abo bezahlen Sie zudem für Tram und Bus in den meisten Städten und Agglomerationen nur einen reduzierten Tarif.
In Begleitung fahren Kinder bis sechs Jahre in allen öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos. Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahre bezahlen nur den halben Fahrpreis. Sehr praktisch ist die Juniorkarte, sie kostet 30 Franken pro Jahr. In Begleitung der Eltern oder Grosseltern mit gültigen Fahrausweis, können die Kinder weiterhin kostenlos fahren.
In der Stadt Wil stehen eine gewisse Anzahl vergünstigte Gemeinde-Tageskarten für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung. Damit kann man einen Tag lang in der ganzen Schweiz auf allen öffentlichen Netzen reisen. Diese Tageskarten sind sehr beliebt. Melden Sie sich deshalb schon früh auf der Gemeinde oder reservieren Sie Ihre Tageskarte online, wenn Sie an einem bestimmten Tag eine solche Karte benutzen möchten. Wenn Sie regelmässig eine Strecke fahren, erkundigen Sie sich am Bahnschalter über günstige Angebote.
Sicherheit im Strassenverkehr ist auch für Velofahrerinnen und Velofahrer ein wichtiges Thema. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Velo stets in einem fahrtüchtigen Zustand befindet – gut eingestellte Bremsen, Scheinwerfer und Rücklicht, ausreichend aufgepumpte Reifen etc. Und benützen Sie wenn immer möglich einen Velohelm, der Ihren Kopf bei einem Sturz schützt.
Wer sein Velo am Bahnhof oder bei anderen Veloabstellplätzen deponiert, sollte ein gutes Veloschloss verwenden. Sie verringern so die Gefahr, dass Ihr Velo gestohlen wird. In der Schweiz gibt es auch zahlreiche Velostationen, die vom Personal bedient und überwacht werden.
Ohne Arbeit
Umfragen zeigen, dass viele Stellen durch persönliche Beziehungen besetzt werden. Es lohnt sich deshalb, viele von Ihren Bekannten über Ihre Arbeitssuche zu informieren. Vielleicht kann Ihnen jemand etwas vermitteln.
Viele Stellen werden ausgeschrieben. Man findet sie in Tageszeitungen (Beilage: Stellenanzeiger) oder in Fachzeitschriften (Inserate). Falls Sie selber keine Tageszeitungen abonniert haben, fragen Sie Bekannte oder kaufen Sie eine Zeitung am Kiosk. Aktuelle Tageszeitungen können auch in der Bibliothek gelesen werden.
Zudem wird das Internet immer wichtiger. Auf der Seite Treffpunkt Arbeit und auch beim Amt für Arbeit finden Sie viele nützliche Informationen zur Erwerbslosigkeit und Stellensuche. Die Seite bietet eine grosse und aktuelle Stellenbörse. Stellenangebote in der Region Wil finden Sie auf der Website der Stadt Wil. Viele Firmen inserieren die offenen Stellen auf der eigenen Webseite. Es lohnt sich, bei den wichtigsten Firmen gleich direkt nachzuschauen oder telefonisch nachzufragen.
Entscheidend für das Bewilligungsverfahren ist Ihre Staatsangehörigkeit. Auf der Internetseite des Kantons finden Sie die wichtigen Informationen zu den Arbeitsbewilligungen.
Es gibt in der Schweiz zwei Grundsätze: Arbeitnehmende aus EU-/EFTA-Staaten haben es einfacher, Zutritt zum Arbeitsmarkt zu bekommen (Norwegen und Island gehören zur EFTA). Das verdankt sich dem Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU. Die Qualifikation, also der Grad der Ausbildung, ist weniger zentral. Für die Personen aus allen anderen Staaten (aus den so genannten «Drittstaaten») gibt es nur Zulassungen, wenn sie als dringend benötigte und gut qualifizierte Arbeitskräfte gelten. Warum diese Einschränkung? Der Schweizer Staat geht davon aus, dass solche Arbeitnehmende langfristig bessere berufliche und soziale Integrationschancen haben. Zudem entspricht das auch dem wirtschaftlichen Trend: weniger Massenverarbeitung, spezialisierte Industrie, mehr Dienstleistungen, mehr Expertenwissen.
Weitere Informationen finden sich auch auf der Website des Bundesamtes für Migration oder beim Ausländeramt des Kantons St.Gallen.
Personen mit Status F «Vorläufig Aufgenommene» haben seit anfangs 2006 vollständigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Im Kanton St.Gallen unterstützen die REPAS anerkannte Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene bei der Arbeitssuche.
Für die Erteilung von Arbeitsbewilligungen für ausländische Arbeitskräfte ist im Kanton St.Gallen die im Amt für Wirtschaft zuständig. In dringenden Fällen können die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) provisorische Arbeitsbewilligungen für B- und F-Aufenthalterinnen und - Aufenthalter erteilen. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei Ihrem RAV.
Hier finden Sie allgemeine wertvolle Bewerbungstipps.
Eine schriftliche Bewerbung umfasst in der Regel folgende Unterlagen:
- Brief: Er erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren und welche speziellen Fähigkeiten Sie für diese Arbeitsstelle haben.
- Lebenslauf: Er gibt den Arbeitgebenden Informationen über Ihre persönlichen Verhältnisse, Ausbildungen, Berufserfahrungen und Sprachkenntnisse.
- Anhang: Er enthält Kopien von früheren Arbeitszeugnissen, Diplomen, Praktikabestätigungen oder Weiterbildungsausweisen (niemals die Originale verschicken!).
- Ein Foto ist freiwillig, wenn es nicht im Inserat verlangt wird. In der Regel werden alle Dokumente am Computer ausgedruckt. Viele Firmen legen Wert darauf, dass die Bewerbung in ein Dossier (Plastikmäppchen oder Kartonmappe) gelegt wird. Verwenden sie für die Bewerbung ein A4-Couvert oder bringen Sie es gleich selber vorbei.
Viele Personen lassen sich von Beratungsstellen, Hilfswerken oder im Kollegenkreis beraten, das lohnt sich. Kostenlose Unterstützung erhalten Sie beim RAV (Regionale Arbeitsvermittlung). Falls Sie Probleme haben, sich auf Deutsch zu verständigen, suchen Sie Unterstützung. Auch im Internet finden Sie gute Tipps, zum Beispiel auf der Website der Arbeitslosenversicherung oder bei der Berufsberatung.
Vorstellungsgespräche laufen sehr unterschiedlich ab; das ist abhängig von den Arbeitgebenden, von den Anforderungen an die Stelle – aber natürlich auch von Ihnen.
Sie können sich auf diese Themen vorbereiten:
- besuchte Schulen, Berufserfahrungen
- Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf (abgebrochene Ausbildungen, Beschäftigungspausen, häufige Stellenwechsel)
- Gründe für Stellenwechsel
- besondere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
- berufliche Ziele und Zukunftsvorstellungen
- Interesse und Pläne für Weiterbildungen
- besondere Leistungen und Erfolge an der letzten Stelle
- Teamfähigkeit
- Ihre Erwartungen an die neue Stelle, an Vorgesetzte und Arbeitskolleginnen und kollegen
- spezielle Eigenschaften, die Sie für diese Stelle mitbringen (Warum soll der Arbeitgeber gerade Sie auswählen?)
Nicht in ein Bewerbungsgespräch gehören Fragen wie:
- Vereinszugehörigkeiten
- politische Überzeugung
- Religion (ausser es spielt bei der Stelle eine Rolle, also in einer Kirche, einer Partei etc.)
- Zivilstand
- Familiensituation
- mögliche Schwangerschaft bei Frauen
Weitere Informationen finden Sie beispielsweise auch im Buch «Arbeitsrecht – Vom Vertrag bis zur Kündigung» von Irmtraut Bräunlich-Keller, erschienen im Beobachter-Buchverlag.
Bei Erwerbslosigkeit unterstützt Sie das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Oberuzwil. Die RAV-Mitarbeitenden informieren Sie über die verschiedenen Möglichkeiten, die Ihnen offenstehen. Sie unterstützen Sie dabei, eine Erwerbsarbeit zu finden. Die RAVs unterhalten eine Datenbank mit offenen Stellen, so haben Sie Zugang zu einer der grössten und aktuellsten Stellenbörse der Schweiz.
Die Dienstleistungen des RAV stehen allen in der Schweiz lebenden Personen (mit gültiger Aufenthaltsbewilligung) zur Verfügung. Wenn man sich dort anmeldet, erhält man kostenlose Beratung und kann verschiedene Kurse besuchen (Bewerbungen schreiben, Deutschkurse etc.). Diese Unterstützung ist aber auch mit Verpflichtungen, z.B. einer aktiven Arbeitssuche verbunden.
Überlegen Sie sich genau, aus welchen Gründen Sie mit Ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind. Am besten machen Sie sich Notizen über einzelne Vorgänge und sorgen auch dafür, dass Sie Zeugen haben (Arbeitskolleginnen oder -kollegen).
Unterstützung erhalten Sie bei der unentgeltlichen Rechtsberatung der Stadt Wil. Wenn Sie in einer Gewerkschaft Mitglied sind, unterstützt diese Sie in solchen Fällen. Bei Arbeitskonflikten können Sie sich zudem an eine Schlichtungsstelle wenden. Es geht aber auch noch anders: Sprechen Sie mit Kolleginnen und Kollegen darüber. Da finden Sie bestimmt Freunde und Tipps, die Ihnen weiterhelfen können.
Politik
- die Niederlassungsbewilligung C vorliegt
- die Wohnsitzerfordernisse von Bund, Kanton und Gemeinde erfüllt sind. In der Regel sind das zwölf Jahre Wohnsitz in der Schweiz, wobei die Jahre zwischen dem zehnten und 20. Altersjahr doppelt angerechnet werden, acht Jahre Wohnsitz im Kanton St. Gallen und davon die letzten vier Jahre ununterbrochen in der Gemeinde. Eine Doppelzählung für die Erfüllung des notwendigen Wohnsitzes im Kanton und in der Gemeinde ist nach kantonalem Recht nicht möglich.
- die ausländische Person integriert ist, das heisst insbesondere die rechtsstaatliche Ordnung (Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung) sowie die Werte der Bundesverfassung respektiert und sich dazu ausdrücklich bekennt. Es sind soziale Beziehungen mit der schweizerischen Gesellschaft (beispielsweise am Arbeitsplatz, mit der Nachbarschaft, in der Kirche, in einem Quartier oder Verein) zu pflegen.
- die ausländische Person über gute Deutschkenntnisse (mindestens Erreichung des Referenzniveaus B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprache des Europarats) zur Verständigung mit den Behörden und der einheimischen Bevölkerung verfügt.
- die ausländische Person mit den schweizerischen und örtlichen Lebensverhältnissen vertraut ist, das heisst am öffentlichen Geschehen interessiert ist und darüber Bescheid weiss sowie die Grundsätze von Staatsaufbau und Geschichte kennt. Es ist obligatorisch, entweder den Staatskundekurs zu besuchen oder den Staatkundetest zu absolvieren.
Am Einbürgerungsverfahren sind Gemeinde, Kanton und Bund beteiligt. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein Anspruch auf Einbürgerung.
Ausländische und staatenlose Jugendliche können vor Vollendung des 20. Altersjahrs ein Gesuch um Besondere Einbürgerung stellen, wenn
- sie wenigstens zehn Jahre in der Schweiz und davon mindestens fünf Jahre in der politischen Gemeinde Wil wohnen. Eine Doppelzählung der Wohnsitzfristen erfolgt bei dieser Einbürgerungsart nicht. Die Eignungskriterien (Integration und Vertrautsein) entsprechen denen der Einbürgerung im Allgemeinen.
In der Schweiz kennt man zudem die erleichterte Einbürgerung. Diese gilt unter bestimmten Voraussetzungen für ausländische Ehepartnerinnen bzw. Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern sowie für Kinder eines schweizerischen Elternteils, welche das Bürgerrecht noch nicht besitzen. Zuständig ist hierfür der Bund.
- Die individuellen Freiheiten jeder Person sind durch die Bundesverfassung garantiert.
- Minderheiten sind dank einem föderalistischen Staatsaufbau (siehe Föderalismus) geschützt.
- Das Mitspracherecht des Volkes ist in der Schweiz weit entwickelt. Mehrmals jährlich finden deshalb Volksabstimmungen statt, bei welchen die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Fragen mitentscheiden können.
- Mittels Volksinitiative können die Bürgerinnen und Bürger eine Änderung der Bundesverfassung verlangen. Und mit einem Referendum ist es möglich, Beschlüsse von Parlamenten im Nachhinein dem Volk zum definitiven Entscheid vorzulegen.
- Föderalismus: Die Kantone in der Schweiz haben ein hohes Mass an Autonomie. Sie verfügen über eigene Verfassungen, über Parlamente (nicht in allen Kantonen), Regierungen, Gerichte und Polizei. Eine Folge davon ist, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsnormen gibt. Durch Absprachen unter den Kantonen wird dafür gesorgt, dass der Wirtschaftsraum Schweiz trotzdem gut funktioniert. Dank diesem föderalistischen System sind die Interessen von kleinen Gruppen und Minderheiten besser geschützt. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Zusammenspiel zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden manchmal komplex und aufwändig ist.
- Subsidiarität: Wichtiger Grundgedanke dabei ist, dass die kleineren Strukturen (Gemeinde und Kantone) für die Lösung von Aufgaben zuständig sind. Kann die Gemeinde eine Aufgabe nicht bewältigen, übernimmt der Kanton die Zuständigkeit. Und bei jenen Aufgaben, welche auch der Kanton allein nicht erfüllen kann, geht die Verantwortung an den Bund über. Beispiele dafür sind Aussenpolitik, Arbeitsrecht, Zivil- und Strafrecht, Berufsbildung, nationale Infrastrukturen und andere mehr.
Die Schweiz ist ein Mehrparteienstaat. Die vier grössten Parteien im Land sind im Bundesrat (Landesregierung) vertreten (alphabetische Reihenfolge):
- Christlich demokratische Volkspartei (CVP)
- Freisinnig-Demokratische Partei. Die Liberalen (FDP)
- Schweizerische Volkspartei (SVP)
- Sozialdemokratische Partei (SP)
Es gibt noch weitere Parteien im Land. Weil keine Partei über die absolute Mehrheit verfügt, geht es in der schweizerischen Politik stets darum, mehrheitsfähige Kompromisse zu finden.
Wahlrecht: Alle vier Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger ihre Volksvertreterinnen bzw. Volksvertreter in die Parlamente. Sie bestimmen auch die Exekutiven von Kantonen und Gemeinden. Die Landesregierung hingegen wird nicht durch das Volk gewählt, sondern vom nationalen Parlament bestimmt.
Stimmrecht: Bei Volksabstimmungen entscheiden die Stimmberechtigten mehrmals pro Jahr über Sachfragen oder Gesetze – auf lokaler, kantonaler und Bundesebene. In kleineren Gemeinden kennt man zudem die Gemeindeversammlung: Die Bürgerinnen und Bürger versammeln sich vor Ort, diskutieren über lokale Sachfragen und entscheiden darüber.
Initiativ- und Referendumsrecht: Mittels einer Initiative haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Änderungen in der Bundesverfassung zu verlangen. Und sie können mit einem Referendum erwirken, dass man Beschlüsse von Parlamenten im Nachhinein dem Volk zum definitiven Entscheid vorlegt. Damit eine Initiative oder ein Referendum möglich sind, braucht es allerdings eine bestimmte Anzahl von Stimmberechtigten, welche dies innerhalb einer vorgegebenen Frist mit ihrer Unterschrift so verlangen. Das letzte Wort hat dann das Volk bei der Abstimmung.
Petitionsrecht: Es erlaubt allen Personen – also auch Ausländerinnen und Ausländern–, schriftlich formulierte Bitten, Anregungen und Beschwerden an Behörden zu richten. Diese sind zwar nicht verpflichtet, aufgrund einer Petition etwas zu unternehmen. Aber die Behörden müssen die Anliegen mindestens zur Kenntnis nehmen.
In den Kantonen Neuenburg und Jura kennt man solche Rechte auf kommunaler und kantonaler Ebene, in den Kantonen Freiburg, Genf und Waadt auf kommunaler Ebene. Auch Gemeinden der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Graubünden können das Ausländerstimmrecht für kommunale Angelegenheiten einführen.
Es gibt für Ausländerinnen und Ausländer weitere Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren. So haben sie das Recht, Petitionen zu lancieren oder zu unterzeichnen. Das Ausländerstimmrecht kennt man zudem in einem grossen Teil der öffentlich-rechtlichen Kirchgemeinden in der Schweiz. Und es gibt fast überall die Möglichkeit, sich in Kommissionen, Interessenverbänden und Vereinen zu engagieren. Damit lässt sich auf lokaler Ebene, also beispielsweise im Quartier oder in der Gemeinde, einiges bewirken.
Durch ihre zentrale Lage in Westeuropa spielt die Schweiz beim Strassen- und Bahnverkehr eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Norden und Süden führt über und durch die Schweizer Alpen: den Gotthard.
Mit einer Fläche von rund 41'300 km² gehört die Schweiz zu den Kleinstaaten Europas. Sie ist vergleichbar etwa mit Dänemark und halb so gross wie Österreich. In der Schweiz leben über 7,7 Millionen Menschen. Über 60 Prozent der Menschen in der Schweiz sind zwischen 20 und 64 Jahre alt. Männer haben eine Lebenserwartung von rund 80 Jahren, während Frauen im Durchschnitt über 84 Jahre alt werden. (Quelle der Zahlen zur Bevölkerung: Bundesamt für Statistik, Stand Ende 2009).
Wer quer durch die Schweiz reist, gelangt in kurzer Zeit vom mediterranen Klima im Tessin über die Berglandschaften der Alpen mit Seen und Gletschern ins hügelige grüne Mittelland. Und dabei wechselt man erst noch drei- bis viermal die Sprachregion.
Trotz der starken Besiedelung gelten die Fauna und Flora (Tier- und Pflanzenwelt) in der Schweiz als artenreich. Geschätzt leben rund 40'000 Tierarten sowie über 25'000 Arten von Pflanzen, Pilzen und Flechten in der Schweiz; einen wichtigen Teil davon stuft man jedoch als bedroht ein (Quelle: Bundesamt für Umwelt).
Das Schweizerkreuz hat eine lange Geschichte. Zum ersten Mal ist die Verwendung bei der Schlacht von Laupen im Jahre 1339 dokumentiert. Erst im Sonderbundskrieg setzte sich die Schweizerfahne als nationales Symbol durch. 1889 wurde sie offiziell angenommen.
Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in der Schweiz zählen der Finanzsektor (Banken und Versicherungen) sowie der Gross- und Detailhandel. Aber auch die öffentliche Verwaltungsamt Sozialversicherungen weist einen ansehnlichen Anteil am Bruttoinlandprodukt auf. Im Jahr 2008 zählte man in der Schweiz über 310'000 marktwirtschaftliche Unternehmen. Gut drei Viertel sind im Dienstleistungssektor tätig. Über 99 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz sind kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs); das sind Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden. Ungefähr 87 Prozent sind Mikro-Unternehmen, also solche mit weniger als zehn Mitarbeitenden. Zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten in KMUs, ein Drittel in Grossunternehmen (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2008).
Die Schweiz gilt als international anerkannter Forschungsplatz. Verschiedene Forschungsinstitute wie die Eidgenössische Technische Hochschulen (ETH/EPF) in Zürich und Lausanne sowie die Universitäten in zehn Schweizer Städten geniessen einen guten Ruf und werden von vielen internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Arbeitsplatz ausgewählt. In der Chemie, Physik und Medizin brachte die Schweiz viele erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervor. Seit 1975 erhielten nicht weniger als sieben Schweizer Forschende in diesen Bereichen einen Nobelpreis. Der berühmteste Schweizer Nobelpreisträger ist Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie.
Schule
An manchen Orten nennt man die Mittelschule auch Gymnasium, Kantonsschule oder einfach «Kanti». Schülerinnen und Schüler aus Wil besuchen je nach gewählten Schwerpunktfächern in Wil, St.Gallen oder Wattwil die Mittelschule.
Es gibt auch die Möglichkeit, direkt aus der 6. Klasse in die Mittelschule (Untergymnasium) einzutreten. Auch dafür ist eine Aufnahmeprüfung nötig. Für Kinder, die aus der 6. Klasse ins Untergymnasium übertreten, gelten die ersten drei Jahre als Teil der obligatorischen Schulzeit.
Nach dem Kindergarten besuchen die Kinder sechs Jahre lang die Primarschule. Die 1. bis 3. Klasse wird als Unterstufe bezeichnet, die 4. bis 6. Klasse als Mittelstufe.
Die anschliessende Oberstufe dauert drei Jahre. Sie ist in folgende Schultypen unterteilt:
- Sekundarschule (für gute bis sehr gute Schülerinnen und Schüler
- Realschule (für mittlere Schülerinnen und Schüler)
- Kleinklasse (für schwächere Schülerinnen und Schüler)
- Eingliederungsklasse für Fremdsprachige (für fremdsprachige Kinder und Jugendliche, welche direkt aus dem Ausland nach Wil ziehen)
Die Aufnahme in die Oberstufe respektive die Zuteilung in Sekundarschule, Realschule oder Kleinklasse wird vom Schulrat jeweils im April/Mai beschlossen.
Kinder mit besonderen Schwierigkeiten können einer Kleinklasse zugeteilt werden. Dort werden sie in einer Klasse mit weniger Schülerinnen und Schülern intensiver gefördert. Werden gewisse Voraussetzungen erfüllt, können Kinder mit Lernschwierigkeiten zudem in Regelklassen integriert werden. Sie erhalten dann eine Spezialförderung innerhalb des regulären Schulunterrichts. Lassen Sie sich die Gründe für die Zuweisung Ihres Kindes zu einem bestimmten Schultyp gut erklären, damit Sie es als Eltern verstehen.
In Wil gibt es drei Arten von Kleinklassen. Es sind dies:
- die Einführungsklasse für Kinder, die noch nicht bereit sind, dem Unterricht der 1. Klasse zu folgen. In der Einführungsklasse wird der Schulstoff der 1. Klasse auf zwei Jahre verteilt.
- die Kleinklasse für Kinder mit Schwierigkeiten im Lern-, Leistungs- oder Sozialbereich. In Wil gibt es Kleinklassen vom zweiten bis zum neunten Schuljahr.
- die Eingliederungsklasse für Kinder, die neu in der Schweiz sind und noch kein Deutsch können. In Wil werden zwei Eingliederungsklassen für fremdsprachige Kinder geführt: eine auf der Primarstufe (Tonhalleschulhaus) und eine auf der Oberstufe (Sonnenhof).
Wenn Ihr Kind den Musikunterricht besucht, wird auch das im Zeugnis eingetragen. Wenn ein Angebot besteht, ist der Besuch freiwillig. Die Note kann in Wil ins Zeugnis eingetragen werden.
2 = schwach 5 = gut
3 = ungenügend 6 = sehr gut
Im Zeugnis können auch halbe Noten stehen, zum Beispiel 4-5 oder 5-6.
Im Kindergarten und in der 1, Klasse gibt es keine Noten, aber dafür zwei Elterngespräche mit mündlichen Rückmeldungen. Das erste Zeugnis wird Ende des zweiten Schuljahres ausgeteilt, danach bekommt jedes Kind zweimal im Jahr ein Zeugnis (Ende des 1. Semesters und Ende des 2. Semesters).
Wenn Kinder sehr fleissig sind und interessiert mitarbeiten, können sie im Bereich Arbeitshaltung eine 6 erhalten. Das ist ein sehr positives Zeichen. Bei schlechter Arbeitshaltung oder wenn die Hausaufgaben oft nicht gemacht werden, erhalten die Kinder dort eine schlechte Note. Normalerweise steht im Bereich Arbeitshaltung keine Note, das bedeutet eine normale, also weder besonders gute noch besonders schlechte Arbeitshaltung.
Kinder, die noch Mühe mit der deutschen Sprache haben, können den Unterricht «Deutsch als Zweitsprache» besuchen. Dieser Zusatzunterricht ist kostenlos. In der Regel wird er für ein bis zwei Jahre besucht. In besonderen Fällen ist eine Verlängerung möglich. Sprechen Sie mit den Lehrkräften Ihres Kindes. Die Bewilligung für diese Zusatzförderung erteilt die Schulleitung.
Der Besuch der «Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur» ist freiwillig, wenn solche Kurse angeboten werden. Informationen zu diesen Kursen erhalten Sie beim Konsulat oder bei der Botschaft Ihres Herkunftslandes. Die Noten, die das Kind in diesem Kurs erhält, können im Zeugnis eingetragen werden. Je besser ein Kind seine Muttersprache spricht, desto einfacher fällt ihm das Lernen der deutschen Sprache.
In Wil können die Kinder an zwei frei gewählten Halbtagen im Jahr (zum Beispiel an hohen religiösen Feiertagen der Herkunftskultur) vom Schulbesuch befreit werden. Der Antrag für einen schulfreien Halbtag ist frühzeitig an die Lehrperson zu richten.
Der allgemeine Religionsunterricht, in dem über alle Weltreligionen gesprochen wird, ist für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch. Der Unterricht in christlicher Religion wird zum Teil von den Schulen und zum Teil von den Kirchen angeboten. Wer nicht der christlichen Religion angehört, kann auf Gesuch der Eltern von diesem Unterricht dispensiert werden. In der Oberstufe muss als Ersatz der Ethikunterricht besucht werden. Fragen Sie bei der Lehrerin, beim Lehrer oder bei der Schulleitung nach.
Wenden sie sich für genaue Informationen an eine spezialisierte Beratungsstelle. Zum Beispiel:
Hier können Sie sich anmelden und informieren.
Hilfe und Beratung erhalten Sie auch bei der Schulsozialarbeit des Schulhauses oder bei der Jugendarbeit der Stadt Wil.
Im Primarschulhaus Lindenhof wird eine Hausaufgabenhilfe angeboten. Die Hausaufgabenhilfe ist kostenpflichtig. Im Rahmen der Tagesstrukturen ist die begleitete Hausaufgabenstunde in der Nachmittagsbetreuung integriert. Hausaufgaben dürfen, sofern Zeit dafür besteht, während der Mittagszeit selbstständig erledigt werden. Vielleicht kann Ihr Kind die Hausaufgaben auch zusammen mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler machen - gemeinsames Lernen macht oft viel mehr Spass.
Interessieren Sie sich für die Hausaufgaben und unterstützen auch Sie Ihr Kind, indem Sie mit ihm zusammen üben oder es für eine Prüfung abfragen und so weiter.
Die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe führt Gespräche mit dem Kind und mit den Eltern. Es können für die Abklärungen auch Tests durchgeführt werden. Aufgrund der Resultate wird die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe Vorschläge machen, wie dem Kind am besten geholfen werden kann.
Die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe kann geeignete Unterstützungs-Massnahmen oder auch die Versetzung in einen anderen Schultypus vorschlagen. Manchmal berät er auch einfach die Lehrperson, wie sie das Kind besser unterstützen und fördern kann.
Für Eltern besteht eine Mitwirkungspflicht. Die Eltern sind verantwortlich, dass ihre Kinder pünktlich zur Schule gehen und dass sie zuhause einen ruhigen Platz für die Hausaufgaben haben. Sie müssen auch darauf achten, dass die Kinder genügend schlafen und am Morgen vor der Schule frühstücken. Wenn die Kinder krank sind, müssen Sie die Lehrperson unbedingt vor Unterrichtsbeginn informieren (Telefonliste). Sie haben die Erziehungspflicht. Achten Sie auf eine gute Freizeitgestaltung. Ihr Kind sollte nicht zu lange vor dem Smartphone, TV oder PC sitzen. Dies alles hilft dem Kind, sich in der Schule gut zu konzentrieren und den Schulstoff gut zu verarbeiten.
Es ist wichtig, dass Sie Kontakt zur Lehrerin oder zum Lehrer halten und dass Sie an Elternveranstaltungen in der Schule teilnehmen.
Das Wichtigste ist Ihr Interesse für die Schule und was Ihre Kinder im Unterricht lernen. Fragen Sie deshalb regelmässig: «Wie ist es heute in der Schule gegangen?» Oder: «Was habt ihr gemacht?» Nehmen Sie sich die Zeit zum Zuhören und schauen Sie öfters in die Bücher und Hefte Ihrer Kinder, damit Sie informiert sind, woran die Kinder arbeiten.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nach der Schule regelmässig (am gleichen Ort und zur gleichen Zeit) die Aufgaben macht und dabei nicht gestört wird. Schalten Sie während dieser Zeit den Fernseher und das Radio aus.
Schauen Sie, dass Ihr Kind rechtzeitig zu Bett geht und am Morgen ausgeruht ist.
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind am Morgen etwas isst und eine gesunde Zwischenmahlzeit in die Schule mitnimmt. Manche Schulen bieten auch einen Znüni für wenig Geld an (Pausenkiosk). Achten Sie allgemein auf regelmässige Essenszeiten am Tisch und gesunde Nahrung, damit Ihr Kind fit für die Schule ist.
Kinder, die viel fernsehen, am PC sitzen oder mit dem Gameboy spielen, können Konzentrationsprobleme bekommen und sich nur kurze Zeit auf den Unterricht konzentrieren.Das führt zu Unterrichtsstörungen, was Folgen für die ganze Klasse hat. Setzen Sie deshalb Grenzen, Ihrem Kind zuliebe.
Wenn sich die Welt der Schule und die Welt der Familie stark unterscheiden, kann es für die Kinder manchmal schwierig sein. Die Regeln und Werte der beiden Welten zusammen zu bringen. Umso wichtiger ist es, dass die Eltern, Lehrpersonen und Betreuungspersonen Kontakt halten und zusammenarbeiten. Je besser die Zusammenarbeit zwischen den Erwachsenen funktioniert, desto leichter kann sich das Kind auf die Schule und das Lernen konzentrieren.
Vor allem bei wichtigen Gesprächen ist es sinnvoll, dass eine Übersetzerin oder ein Übersetzer dabei ist. Es ist nicht gut, wenn das Kind selber oder ein älteres Geschwister für Sie übersetzt. Es ist ganz wichtig, dass Sie alles gut verstehen. Beanspruchen Sie auch Hilfe, wenn Sie Elternbriefe nicht verstehen. Unterschreiben Sie sonst keine Formulare. Fragen Sie bei der Lehrperson nach.
All diese Punkte helfen Ihrem Kind, die Schulzeit gut zu absolvieren und somit parat zu sein für eine gute Berufsbildung.
Falls Sie mit der Zuteilung Ihres Kindes nicht einverstanden sind könne Sie beim Schulrat ein Umteilungsgesuch stellen.
Soziales
Das Informations- und Beratungsangebot der Pro Senectute Wil ist spezifisch auf Seniorinnen und Senioren ausgerichtet. Sie ist Gesprächspartnerin bei folgenden Themen: Finanzen, Wohnen, Gesundheit, Recht und Lebensgestaltung.
Wichtige Anlaufstelle für alle Fragen und Anliegen rund um das Thema Alter ist die Infostelle der Thurvita AG. Sie erhalten Auskunft und Hilfe zu den Themenkreisen: Mahlzeitendienst, Pflege zu Hause, stationäre Pflege, Sozialversicherungen, Administratives, Finanzen, Wohnsituation.
Eine Kontaktstelle für Alzheimer / Demenz ist die Schweizerische Alzheimervereinigung St.Gallen/Appenzell. Bei der Pro Senectute Wil können Sie Beratung und Vermittlung erhalten. Für Angehörige von an Demenz erkrankten Personen gibt es Gesprächsgruppen und einen Entlastungsdienst.
Das Spital Wil bietet Diabetesberatungen für ambulante und stationäre Patientinnen und Patienten an.
An die Fachstelle Integration der Stadt Wil können Sie sich wenden, wenn Sie Fragen und Anliegen haben, die den Bereich Alter und Migration / Integration betreffen.
Weiteren sportlichen Aktivitäten können Sie hier nachgehen:
KTV Wil Frauen
STV Wil Frauen
KTV Wil Männer
STV Wil Männer
Anlässe und Veranstaltungen können Sie hier besuchen:
Evangelische Kirchgemeinde Wil
Katholische Kirchgemeinde Wil
Alterszentrum Sonnenhof
Pflegezentrum Fürstenau
Club der Älteren
Forum CVP 60+ Wil - Untertoggenburg
Jahrgängerverein 1926-1930 Männer
Jahrgängerverein 1931-1935 Männer
Jahrgängerverein 1931-1935 Frauen
Jahrgängerverein 1936-1940 Männer
Jahrgängerverein 1936-1940 Frauen
Jahrgängerverein 1941-1945 Männer
Jahrgängerverein 1941-1945 Frauen
Jahrgängerverein 1946-1950 Männer
Jahrgängerverein 1946-1950 Frauen
Verband für Seniorenfragen Fürstenland, Uzwil und Umgebung
Öffentliche Caféterias gibt es im:
Pflegezentrum Fürstenau
Spital Wil
Alterszentrum Sonnenhof
Psychiatrische Klinik
Wohnen
Die Genossenschaft für Alterswohnungen Wil (GAW) stellt preisgünstige Wohnungen auf gemeinnütziger Grundlage im Raum Wil bereit.
Alters- und Pflegeheime
In Wil gibt es das Pflegezentrum Fürstenau, das Alters- und Pflegeheim Rosengarten sowie das Alterszentrum Sonnenhof. Sie alle sind Betriebe der Thurvita AG, die ambulante, halbstationäre und stationäre Dienstleistungen des Altersbereichs in der Stadt und Region Wil verknüpft.
Das Pflegeheim Eggfeld richtet sich an Menschen, die eine chronische psychische Erkrankung haben und / oder an Demenz erkrankt sind. Es gibt auch die Möglichkeit einer Tagesbetreuung für demente Menschen.
Pflegewohnungen
Die Thurvita Spitex führt auch drei Pflegewohnungen in der Stadt Wil: Pflegewohnung Flurhof, Pflegewohnung Bergholz und Pflegewohnung Engi.
- Polizei-Notruf 117
- Feuerwehr-Notruf 118
- Die Dargebotene Hand 143, diese Nummer können Sie anrufen, wenn Sie ein helfendes Gespräch in einer schwierigen Lebenssituation brauchen.
- Zu Notrufsystemen können Sie sich im Swisscom Shop Wil, Obere Bahnhofstrasse 39, 9500 Wil, Telefon 071 912 45 69. Sowie beim Schweizerischen Roten Kreuz Regionalstelle Wil, Hubstrasse 33, 9500 Wil, Telefon 071 944 26 62 informieren und beraten lassen.
Die Pro Senectute Wil und Toggenburg unterstützt Sie durch spezifische Dienstleistungen, wie Fahrdienst, Haushilfedienst, Reinigungsdienst etc. selbständig bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu leben.
Die Thurvita Spitex bietet Ihnen insbesondere Pflege, Betreuung und Haushilfe, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben oder sich z. B. nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall erholen.
Einen Mittagstisch bzw. Seniorinnen- / Senioren-Zmittag für Verpflegungsmöglichkeiten am Mittag gibt es beim Alterszentrum Sonnenhof, Pflegezentrum Fürstenau, Pflegewohnung Flurhof und Pflegewohnung Bergholz.
Der Verein Entlastungsdienst Wil, Gossau, Untertoggenburg bietet Entlastung für pflegende und betreuende Personen, die Angehörige mit Behinderung oder chronischer Erkrankung pflegen.
Der Rotkreuzfahrdienst und das TIXI Fürstenland bieten einen Fahrdienst für betagte und behinderte Menschen an.
Beim Alterszentrum Sonnenhof gibt es die Möglichkeit, einen behindertengerecht ausgestatteten Rollstuhl-Bus zu mieten.
Die ökumenische Krankenbesuchs-und Hospizgruppe, die von der katholischen und evangelischen Kirchgemeinde getragen wird. Besucht und begleitet kranke und sterbende Menschen, unterstützt und entlastet dort, wo es nötig ist sowie deren Angehörige.
Für freiwillige Helfende, die Begleitungen und Besuche durchführen, können Sie sich auch an dieThurvita oder die psychiatrische Klinik wenden.
Krankenmobiliar erhalten Sie hier: St. Peter Apotheke Sanitätsfachgeschäft, Wasserbett – Schlafzenter Wil, Favoterm.
Kosten der ZAB-Säcke:
- ein 17-Liter-Sack kostet 1 Franken.
- ein 35-Liter-Sack kostet 2 Franken.
- ein 60-Liter-Sack kostet 3 Franken.
- ein 110-Liter-Sack kostet 6 Franken.
Diese ZAB-Abfallsäcke können Sie in allen grösseren Geschäften kaufen. Abfallmarken für Sperrgut (grosse Abfälle wie Möbel, Teppiche) erhalten Sie bei der Stadtkasse und bei der Papeterie Kostezer AG, an der Oberen Bahnhofstrasse 9, Wil
Um die Umwelt zu schonen und um Gebühren zu sparen, sollte man möglichst versuchen, wenig Abfall zu produzieren. Auf Folgendes sollte dabei geachtet werden:
- Vermeiden: Es gibt viele Möglichkeiten, wie Abfall eingespart werden kann. Nehmen Sie zum Beispiel für den Einkauf die eigene Einkaufstasche mit. Füllen Sie wiederauffüllbare Verpackungen auf (Eierschachteln, Pflegeprodukte, Putzmittel etc.)
- Trennen und Sammeln: Wählen Sie Verpackungen, die gesammelt und wieder rezykliert werden können (Papier, Karton, Glas, PET, weisse Milchverpackungen statt z.B. Tetrapackungen oder Alu).
- Entsorgen: Einige Abfälle werden regelmässig vor der Haustüre abgeholt, andere Materialien können zu öffentlichen Sammelstellen gebracht und gratis abgegeben werden. Einige Verpackungen oder kaputte Geräte können direkt im Laden zurückgegeben werden.
- Kehricht: inklusive Klein und Grobsperrgut; wöchentlich
- Bioabfuhr: Gartenabfälle, Speisereste, Rüstabfälle, Kleintiermist, Katzenstreu, usw.; keine Fremdmaterialien wie Plastik, Alufolie etc.; 42 x jährlich
- Papier und Karton: Papier und Karton müssen getrennt zusammengebunden werden. Stellen Sie einfach die zusammengefalteten und geschnürten Zeitungen am jeweiligen Morgen auf das Trottoir. Dasselbe gilt auch für Karton; alle vier Wochen
- Metall: Altmetall aller Art, z.B. Maschinenteile, Velos ohne Pneu usw.; zweimal jährlich
- Aluminium und Weissblech (Getränkedosen, Tuben (z.B. Senf), Verpackungen, Tiernahrungsschalen, Konservendosen, Joghurtdeckeli etc.)
- Batterien (von Taschenlampen, Radios, Fotoapparaten, Uhren, Spielzeug)
- Glas (Verpackungsglas: Flaschen, Glasgeschirr etc.)
- Kleider, Textilien und Schuhe (sauber, nicht verschmutzte; Kleider in Säcken, Schuhe paarweise gebunden, keine Skischuhe, Inline-Skates und Rollschuhe)
- Öl (Speise- und Frittieröle sowie Motorenöle)
Nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Anwohnenden und gehen Sie nur von Montag bis Samstag von 7 Uhr bis 20 Uhr zu den Sammelstellen. Andere Abfälle dürfen nicht deponiert werden an den Sammelstellen. Wer wild Abfälle irgendwo deponiert, kann bestraft werden.
Informationen zu weiteren Gegenständen und Produkten finden Sie im Abfallkalender der Stadt Wil, welcher jeweils im Dezember in alle Haushalte versandt wird.
Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Hauswartin bzw. Ihren Hauswart, an Nachbarinnen und Nachbarn oder direkt an die Stelle Betriebe und Entsorgung der Stadt Wil (Tel. 071 913 47 35).
- Chemikalien, Gifte und Sonderabfälle (Farben, Lacke, Verdünner, Laugen, Pflanzenschutzmittel, Putzmittel, Klebstoffe, Fotochemie etc, auch abzugeben an Giftsammelstelle, Flawilerstrasse 39, Wil
- Elektroschrott inkl. Kühl-, Klima- und Kochgeräte (Geräte aus Haushalt, Büro, Informatik, Unterhaltung und Freizeit (Bau-, Garten- und Hobbygeräte)
- Kunststoffe und Sagex (Verpackungsmaterial und Flüssigkeitsgebinde)
- Lampen (Ständer-, Hänge-, Wand-, Tisch-, Solarlampen, Spots, Halogenscheinwerfer und Lichterketten, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren)
- Medikamente (Medizinal-Produkte sowie Fieberthermometer in die Apotheke zurückbringen oder an Medikamenten-Sammelstellen abgeben: Bahnhof, Bergholz, Bleicheplatz, Rotschürstrasse, Parkplatz Rudenzburg und Werkhofstrasse)
Im Abfallkalender der Stadt Wil sehen Sie, wohin Sie diese Abfälle bringen müssen.
- Rüstabfälle (Schalen von Obst und Gemüse),
- verdorbene Früchte und Gemüse,
- Fleisch und Fisch,
- zerkleinerte Eierschalen,
- Tee und Kaffee (mit Beutel, aber ohne Verpackung),
- Gartenabfälle
- Katzenstreu
- Kleintiermist
- Schnittblumen und Topfpflanzen
- alte Blumenerde
Diese Abfälle werden in einem speziellen Eimer mit Marke gesammelt und der Bioabfuhr übergeben. Diese kommt von Mitte März bis Mitte November wöchentlich vorbei, die übrige Zeit alle zwei Wochen. Die Marken für die Eimer können Sie bei der Stadtkasse kaufen oder am Onlineschalter beziehen.
Möbel, welche in den Abfall gehören, können Sie mit dem Sperrgut entsorgen .Sperrgut sind Abfälle, die wegen ihrer Form und Grösse nicht der ordentlichen Abfallabfuhr übergeben werden können. Für brennbares Sperrgut müssen ZAB-Gebührenmarken benützt werden. Lose Materialien gut bündeln und Sperrgut so zerlegen, dass es ohne Probleme verladen werden kann.
- Kleinsperrgut bis 15 kg/Stück (maximale Grösse: 40 x 60 x 150 cm) Fr. 6.00
- Grobsperrgut bis 35 kg/Stück (maximale Länge 150 cm) Fr.12.00
Abfall selber anliefern: Private können Sperrgut oder Bauschutt direkt in die KVA Bazenheid bringen. Für Direkteinlieferungen wird eine Mindestgebühr von Fr. 16.00 verrechnet. Es gelten folgende Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag 07.30 – 11.30 Uhr und 13.30 – 17.00 Uhr
- jeden Samstag 08.00 – 11.00 Uhr
- Internet I: Auf der Internetseite der Stadt Wil finden Sie ein Verzeichnis von freien Wohnungen und Häusern.
- Internet II: Auf den Internetseiten beispielsweise von Homegate oder Comparis lassen sich Wohnungen nach Regionen, Mietzins oder anderen Kriterien suchen.
- Bekanntenkreis: Informieren Sie Ihre Freunde, Ihre Verwandtschaft und Ihre Arbeitskolleginnen und -kollegen über Ihre Wohnungssuche, vielleicht haben die einen Tipp.
- Tagespresse: Lesen Sie den Immobilienteil der lokalen Zeitungen. Auf Wohnungsinserate sollten Sie sehr schnell reagieren!
- Inserate-Tafeln: Benutzen Sie Gratis-Inserate-Tafeln von Einkaufszentren, Quartierläden, Restaurants, Gemeinschaftszentren, Schulen und Spitälern.
Bei der Auswahl einer geeigneten Wohnung achten Sie sinnvollerweise unter anderem auf folgende Kriterien:
- Arbeitsweg
- Verbindung und Nähe zum öffentlichen Verkehr
- Schulweg der Kinder
- Spielmöglichkeiten für Kinder
- Lärmbelastung etc.
- Bewerbungsdossier: Stellen Sie Ihr persönliches Bewerbungsdossier zusammen. Dazu gehören eine Kopie des Betreibungsauszugs (beim Betreibungsamt des Wohnorts erhältlich) und für Ausländerinnen und Ausländer Kopien der Ausländerausweise.
- Bewerbungsbrief: Dem Anmeldeformular legen Sie am besten einen Bewerbungsbrief bei. In diesem Brief stellen Sie sich kurz vor (Personalien), schildern den Grund der Wohnungssuche und Ihre Wohnwünsche (Grösse der Wohnung und maximale Höhe des Mietzinses).
- Referenzpersonen: Geben Sie wenn möglich Referenzpersonen an, bei denen die/ der Vermietende nachfragen kann.
- In der Regel schauen Sie sich die Wohnung zuerst an und wenn sie Ihnen gefällt, füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden es zusammen mit den andere Unterlagen der/ dem Vermietenden.
Zum Mietvertrag gehören die Mietbedingungen. Die Hausordnung ist Teil der Mietbedingungen und enthält Regeln, welche das friedliche und ordentliche Zusammenleben innerhalb des Hauses sicherstellen. Darin stehen zum Beispiel Regeln betreffend Nachtruhe, Waschküche, Ordnung im Treppenhaus, Haustiere und anderes mehr.
- Nebenkosten (z.B. Heizung, Wasser, Hauswartin bzw. Hauswart, Kabelfernsehen), welche im Vertrag «akonto», das heisst als Anzahlung, festgehalten sind. Diese Kosten werden jährlich abgerechnet.
- Für den Strom (oder das Gas), der privat in der Wohnung verbraucht wird, stellen die Technischen Betriebe Wil vierteljährlich eine Rechnung.
- Telefonanschlüsse und Kabelfernsehen werden ebenfalls separat verrechnet.
- Bei Bedarf kommen noch die Kosten für die Garage oder den Parkplatz dazu.
Auf der Internetseite der Stadt Wil finden Sie eine Checkliste für die Wohnungsübergabe (falls die Vermieterin, der Vermieter keine andere Liste abgibt). Grosse und kleine Schäden werden im Austrittsprotokoll festgehalten. Vor dem Unterschreiben sollte die/ der Mietende genau verstanden haben, was im Protokoll steht. Denn mit seiner Unterschrift verpflichtet er sich, die Kosten für die im Protokoll aufgeführten Reparaturen zu übernehmen.
Gegen Voranmeldung im Sekretariat im Baronenhaus an der Marktgasse 73, Wil, können kostenlose Beratungsgespräche in Anspruch genommen werden. Montag 08.00-11.30/13.30-17.00 Mittwoch 08.00-11.30, Telefon: 071 913 52 08, Email: <email-pii> An die Beratung müssen alle Unterlagen mitgenommen werden, vor allem natürlich der Mietvertrag.
Eine sehr nützliche Webseite mit vielen Informationen zu Wohnungsmiete und Mietrecht ist www.mietrecht.ch. Falls Sie Mitglied des Mieterinnen- und Mieterverbands sind, erhalten Sie dort bei Mietproblemen juristische Unterstützung.