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17 cm.
Owo
Nigeria
Elfenbein
- Galerie Walu, Zürich. - Rudolf und Leonore Blum, Zumikon.
Blum, Rudolf (2007). Sammlung Rudolf und Leonore Blum. Band 3 B. Zumikon: Eigenverlag. Nr. 260.
Mit Sockel / with base
2,000.00 CHF
4,000.00 CHF
1,215.40 CHF
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This item is subject to the regulations of the CITES. The costs of export formalities shall be borne by the purchaser.
Weiterführende Literatur:
Drewal, Henri John (1989). Yoruba, Nine Centuries of African Art and Thought. New York: Center for African Art. Seite 112 ff.
Owo ist die dritte und nördlichste der drei alten, ‘heiligen Königs-Städte’ in Nigeria (Ife, Benin und Owo). Das owo-Königreich, mit der gleichnamigen Hauptstadt Owo, befindet sich im heutigen Yoruba-Gebiet, zwischen den Reichen Benin und Ife. Zwischen 1400 und 1600 war Owo das Zentrum des Yoruba-Staates und archäologische Funde belegen die Kultur bis in das frühe 15. Jahrhundert.
Durch geschicktes Agieren und auch durch Zahlung von Tribut konnte Owo bis heute seine Unabhängigkeit gegenüber den mächtigen Nachbarn bewahren. Trotz dieser Eigenständigkeit fand eine stetige gegenseitige Beeinflussung der Kulturen statt, die auch in der Formensprache klar zu erkennen ist. Die für ihre meisterhaft gefertigten Elfenbein- und Holzskulpturen weitherum bekannten Schnitzer von Owo verkauften z.B. viele ihrer Kunstwerke in das Benin-Reich.
Dieser aus einem Stück geschnitzte Kopf eines Widders stand einst auf einem Altar in einem Hausschrein eines Amtsträgers. Regelmässige Huldigung, vor allem bei der Yams Ernte, und rituelle Handlungen sichern die Stellung und das Wohlergehen der Familie, die auch durch das Kraftobjekt mit den Vorfahren kommuniziert.
Normalerweise sind die ‘osamasinmi-Widderköpfe’ aus Holz geschnitzt und grösser. Der vorliegende Widder ist jedoch aus Elfenbein gearbeitet und senkrecht, durchgehend gelocht.
Wegen der Eigenschaften des Widders (Wachsamkeit, Ausdauer, Potenz, Kraft, Kampffähigkeit, Beharrlichkeit usw.) ist die massive Skulptur ein dynastisches Symbol und steht damit sinnbildlich für die Autorität und Macht der Herrscher.
Der dynamische Schwung der Hörner, die alerten Ohren der kräftige Hals auf der kunstvoll verzierten Standfläche sind musterhaft für die Kunst der Owo.
Weiterführende Literatur:
Drewal, Henri John (1989). Yoruba, Nine Centuries of African Art and Thought. New York: Center for African Art. Seite 112 ff.