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Über Fuß- und Handpflege
Ein Ballenzeh ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie äußert sich darin, dass der große Zeh im Großzehengrundgelenk gemeinsam mit dem angrenzenden Mittelfuß langsam, aber stetig zum äußeren Fußrand gedrückt wird. Im Laufe der Jahre knickt der große Zeh immer weiter zur Kleinzehenseite hin ab. An der Fußinnenseite entsteht der typische vorstehende Ballen.
Durch Schuhdruck und die dauerhafte Fehlbelastung wird im Bereich des Ballens noch zusätzliches Knochenmaterial gebildet, was den Ballen weiter anschwellen lässt. Die Haut ist in diesem Bereich häufig verhornt, chronisch gereizt und neigt zu Schwielen- und Blasenbildung sowie zu Entzündungen. Das wiederum führt zu Schmerzen beim Gehen und Stehen.
Der Ballenzeh entwickelt sich meist doppelseitig in Folge einer Spreizfußentwicklung, die u. a. durch das Tragen von zu engem Schuhwerk verursacht wird. Frauen sind dadurch häufiger betroffen als Männer.
Wer an einem Ballenzeh leidet, versucht oft, die Beschwerden durch eine Schonhaltung beim Stehen bzw. Gehen zu reduzieren, wodurch nicht selten andere Probleme wie Verspannungen der Rücken- und Beinmuskulatur entstehen oder verstärkt werden. Erschwerend kommt häufig noch die typische und meist auch schmerzhafte Schwielenbildung an der Fußsohle hinzu.
Hornhaut entsteht unter anderem durch ständigen Druck auf eine bestimmte Stelle. Die Haut produziert dort vermehrt neue Zellen, sodass sich eine Schicht aus abgestorbenen harten Zellen bildet. Mit dieser Schicht versucht der Körper sich zu schützen.
Hühneraugen und Hornhaut sind im Grunde das Gleiche. Beide beruhen auf einer Verhärtung der Haut infolge von Druck oder Reibung. Der Hauptunterschied zwischen beiden ist, dass Hühneraugen tiefere, lokal begrenzte Verhärtungen sind, während Hornhautschwielen sich über größere Hautflächen erstrecken und oberflächlicher bleiben.
Hornhaut befindet sich in der Regel an Fußballen und an Fersen. Sie ist gelb bis dunkelbraun. Auslöser sind z. B. hohe Absätze, langes Stehen oder starkes Übergewicht. Hornhaut selbst ist zwar nicht schädlich, kann jedoch auf die Dauer schmerzhaft sein und andere Beschwerden nach sich ziehen.
Risse im Fersenbereich – auch Schrunden genannt – sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch extrem schmerzhaft sein.
Am Anfang sind es scheinbar harmlose, weiße Einkerbungen an der Ferse. Diese entstehen meist durch zu trockene Haut. Doch wenn man sie nicht behandelt, können die Risse aufbrechen und zu tief klaffenden, blutigen Schrunden werden. Ist diese Phase erreicht, wird es quasi unmöglich, die Ferse ohne erhebliche Schmerzen zu belasten, da die Hautränder durch die erhöhte Spannung auf die Haut auseinandergezogen werden. Diese tiefen Wunden können sich entzünden.
Eine frühe Behandlung mit Feuchtigkeitspflege kann die Rissbildung im Keim ersticken. Trage eine Creme auf Urea-Basis auf – am besten mindestens zweimal täglich. Produkte wie die COMPEED® Intensivcreme für rissige Fersen können tagsüber aufgetragen werden, wirken aber besonders gut, wenn sie über Nacht einwirken können. Sollten sich die Risse entzünden oder zu schmerzhaft werden, wende dich an einen professionellen Fußpfleger.
Fingerrisse sind kleine Wunden rings um den Nagelfalz und an den Fingerspitzen, die oft bei trockener Haut auftreten. Fingerrisse können auch durch harmlose Hauterkrankungen ausgelöst werden und treten häufiger während des Winters auf.
Obwohl sie häufig nur wenige Zentimeter lang sind, können die Risse sehr schmerzhaft sein; sie sind oft sehr tief und ähneln Schnitten mit einem scharfen Messer.