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Was sind Handelsmessen?
Kommerzielle Messen finden in öffentlichen Räumlichkeiten oder designierten Gebäuden und Hallen statt und werden als eine Ausstellung von Handelswaren und ihren Vertretern definiert. Auf Fachmessen präsentieren Hersteller einer bestimmten Branche ihre neuesten Produktlinien oder Serviceangebote. Vertreter der jeweiligen Branche treffen sich entweder ausschließlich mit möglichen Handelspartnern oder auch mit Kunden, um sich einen Eindruck von Markttrends und Verkaufschancen zu verschaffen. Fachmessen sind meist nur für Branchenvertreter zugängig, während sich auf Verbrauchermessen auch die Öffentlichkeit einen Einblick verschaffen kann und bei Werbeaktionen günstige Angebote der Hersteller erstehen kann.
Kunstausstellungen
Die Werke von modernen Malern oder alten Meistern, Schmuckherstellern, Designern oder auch lokalen Unternehmen werden auf Kunstausstellungen gezeigt. Während sich wirtschaftliche und technologische Trends rasend schnell verändern, ist die Kunst in der Regel eine kulturelle Konstante. Große Kunstausstellungen erfordern viele Jahre der Vorbereitung und Zusammenstellung von Exponaten und Künstlern. Leihgaben von Museen oder Privatsammlern werden aufgenommen, der Transport von antiken oder zerbrechlichen Gütern dauert mitunter Monate und die Finanzierung wertvoller Objekte und deren Sicherheit verlangt für diese Ausstellungen ein etwas entspannteres Ambiente. Weltbekannte Museen verstehen sich als Tempel der Künste.
Die Weltausstellungen
Eine weitere Form der Ausstellung sind die Weltausstellungen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung in Bezug auf Innovation, Bildung und menschlichen Einfluss auf globaler Ebene unterstützen und zu verstehen versuchen. Die industrielle Revolution hatte großen Einfluss auf die erste Weltausstellung, welche im Jahr 1851 zum ersten Mal stattfand. Ihr Hauptzweck war es, neu entwickelte Technologie der Ära und koloniale Ambitionen der „zivilisierten Welt“ im Vergleich mit den zu entwickelnden Völkern in den Kolonien zu präsentieren. Die kolonialen Pavillons waren als Unterhaltung für die Besucher gedacht und präsentierten die westliche Überlegenheit.
Expos der Nachkriegszeit
Nach den Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs lösten Ideen zum Fortschritt der Menschheit und der kulturelle Dialog die materiellen und kolonialen Ambitionen der Vergangenheit ab. Während bei diesen Ausstellungen noch immer der technologische Fortschritt gezeigt wurde, war er nunmehr als Mittel zur Förderung der menschlichen Entwicklung gedacht. Neue Mottos entstanden in den Köpfen der Organisatoren. Die Themen konzentrierten sich nun auf noble Ideen wie „Fortschritt und Menschheit“, „Der Mensch im Weltraumzeitalter“ oder „Der Mensch und seine Umwelt“. Im Laufe der Zeit und mit Beginn der Entkolonialisierung begannen immer mehr Länder, auf dieser globalen Plattform ihre Kultur zu präsentieren. Expos hatten sich zu einem Platz entwickelt, an dem kulturelle Vielfalt, Gleichheit und Respekt gezeigt wurden.
Das neue Jahrtausend
Ab dem Jahr 2000 sollten Expos einen Raum für Kooperation und konstruktive Diskussion für alle Teilnehmenden und Besucher bieten. Die Organisatoren haben es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu stärken und andere Herausforderungen unserer Zeit anzugehen, so zum Beispiel Technologie und Umwelt, Urbanisierung, Energieverbrauch, Gesundheit und Bildung in einem globalen Kontext.