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Das Domino - in der Standardsprache eigentlich «der» Domino geheissen - stammt, wie der Blätz, aus Italien (Venedig) und ist in Schwyz bereits im 19. Jahrhundert nachweisbar. Nach einem Bericht
des «Bote der Urschwelz» vom 3. Februar 1864 «gehen's in die Maskengarderobe und probiren alte Trachten und Dominos oder neue Kostüme». Die «Schwyzer Zeitung» berichtete schon am 21. und 23.
Februar 1852 von der Aufführung des Theaterstücks «Karneval von Venedig von Schulhoff» in Schwyz, wo Maskengestalten südländischen Einschlags auf der Bühne gestanden haben dürften. Ab 1884 werden
Dominos in Zeitungsinseraten häufig von Maskengarderoben zur Ausleihe angeboten. «Domino» heisst im Italienischen «Herr» oder «Geistlicher», trugen doch die Kleriker als Regen- und Wintertracht
in Italien und Spanien einen Umhang mit der Kapuze, der den ganzen Körper einhüllte. Bei mittelalterlichen Maskenbällen nannte man mantelartige Kostürne mit weiten Ärmeln ebenfalls Domino. Ob
Wandertheater, Maskengarderobiers oder gar Reisläufer und Welschlandfahrer (Händler, Sentenbauern) die Domino-Figur nach Schwyz brachten, kann nicht mehr nachgewiesen werden. In der Schwyzer
Fasnacht gilt das Domino als wild-wirblig, aber auch als der typische Intrigant und verschlagene «Schleicher». Mit dem Holz-«Tätscher», der bis zum Handgriff drei- bis vierfach eingesägt ist,
schlägt es sich selber geräuschvoll auf die Schulter oder auf die Hand, versetzt aber nicht selten auch einem Zuschauer einen Schlag. Das Domino trägt ein bis unter die Knie zu den weissen
Stulpen reichendes, einfarbiges Samtkleid in Rot, Blau, Grün oder Schwarz, verziert mit grossen farbigen Blättern und eingefasst mit Gold- oder Silberlahn. Die spitze Kapuze mit Schulterkragen
ist ausgestopft. In Schwyz gibt es zwei verschiedene Domino-Larven: das freundliche Mädchengesicht mit der schwarzen Nasen-, Augen- und Stirnpartie und die etwas plumpe Lappimaske mit der roten
Knollennase. Als Originalmaske gilt das schmale und feine Mädchengesicht.