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Die Bewegungen und die Atmung beim Yoga haben einer aktuellen Studie zufolge einen positiven Einfluss auf die Symptomatik bei PatientInnen mit Vorhofflimmern.
Das Vorhofflimmern stellt weltweit gesehen die häufigste Herzrhythmusstörung dar. Geschätzt etwa 25% aller Europäer im mittleren Alter werden im Leben ein Vorhofflimmern entwickeln, so die Statistik.
Vorhofflimmern ist ferner eine weit verbreitete Ursache für Schlaganfälle; 20-30% der Schlaganfälle gehen auf diese Herzrhythmusstörung zurück. Hospitalisierungen aufgrund Vorhofflimmerns sind ebenfalls häufig, das Sterblichkeitsrisiko bei Männern um das 1,5-Fache, bei Frauen um das 2-Fache erhöht.
Symptomatisch äußert sich das Vorhofflimmern in der Regel durch rasenden oder unregelmäßigen Pulsschlag, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Brustschmerzen und/oder Kurzatmigkeit. Aus Sicht der PatientInnen sind die Symptome nicht berechenbar und führen teils zu erheblichen Ängsten und Unsicherheiten. Dies schränkt die Lebensqualität erheblich ein.
Die aktuelle Studie untersuchte nun 538 PatientInnen mit Vorhofflimmern und den Effekt eines regelmäßigen Yogatrainings auf die Erkrankungssymptome. Für 12 Wochen hatten die ProbandInnen keine Yogastunden, danach für 16 Wochen 30 min täglich. Symptome wurden in einem Tagebuch und mittels validierter Fragebögen erfasst. Herzschlag und Blutdruck wurden ebenfalls ermittelt.
Nach den 16 Wochen Yogatraining traten im Vergleich zu den 12 Wochen ohne Yoga dutliche Symptomverbesserungen ein. So reduzierten die Yogaübungen innerhalb der Studienzeit z.B. die Anzahl symptomatischer Episoden von 15 auf 8. Der Blutdruck sank im Mittel mit Hilfe des Yoga um 11/6 mmHg.
Für die Praxis empfehlen die AutorInnen daher, Yoga als zusätzliche Maßnahme bei Vorhofflimmern anzubieten, da es offensichtlich positive mentale und physische Wirkungen entfaltet.
Quelle: ESC 2020