Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/73322

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss dem Verband europäischer Impfstoffhersteller könnte heute bestenfalls für die Hälfte der 450 Millionen Menschen in Europa eine Impfung gegen ein Pandemievirus produziert werden. Reicht der Impfstoff nicht aus, können die Regierungen einzelner Länder einen Lieferstopp verfügen.</p><p>Wenn diese Aussage stimmt, muss wohl damit gerechnet werden, dass im Falle einer Pandemie vertragliche Abmachungen, wie sie der Bundesrat betreffend Impfstoffkaufvertrag mit ausländischen Firmen plant, nicht eingehalten werden.</p><p>1. Teilt der Bundesrat diese Einschätzung, oder, wenn nein, wie kann er garantieren, dass der Impfstoff im akuten Bedarfsfall tatsächlich und im vollen Bestellungsumfang geliefert wird?</p><p>2. Müsste angesichts der Aussagen der europäischen Impfstoffhersteller und der Empfehlung der WHO, die Regierungen sollten ihre einheimischen Impfstoffunternehmen finanziell unterstützen - wie es die USA und Japan tun -, nicht auch die Schweiz eine inländische Impfstoffproduktion sicherstellen?</p><p>3. Müsste nicht auch im Interesse des Forschungsplatzes und des Wirtschaftsstandortes Schweiz auf eine inländische Impfstoffproduktion gesetzt werden?</p>