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Rosé-Champagner machen nur einen Bruchteil der weltweiten Champagner-Produktion aus und werden insbesondere von den männlichen Weintrinkern oftmals links liegen gelassen. Das könnte sicherlich einfach nur an der Farbe liegen, oder an der Fehleinschätzung, dass derartige Schaumweine besonders süss und "künstlich" schmecken. Dies ist aber gar nicht der Fall. Tatsächlich gestaltet sich die Herstellung eines Rosés etwas komplexer als die eines Blanc de Blancs oder Blanc de Noirs: Die Farbe wird in den meisten Fällen dadurch erzielt, dass einem weissen Grundwein rote Weine der Sorte Pinot Noir oder Pinot Meunier zugesetzt werden. Alternativ lassen einige Champagnerhäuser die Haut der dunklen Trauben im Most einweichen / mazerieren. Die unterschiedlichen Herangehensweisen haben auch verschiedene Farbtöne zur Folge, sodass ein Rosé so ziemlich alle Nuancen zwischen Lachsrosa und Pink annehmen kann. Die Häuser achten penibelst darauf, dass die Farbe ihres Rosés von Jahr zu Jahr exakt gleich ausfällt.
Übrigens wurde der Rosé-Champagner tatsächlich von einer Frau erfunden. Die berüchtigte Madame Veuve Cliquot führte die Produktion rosafarbener Schaumweine im Jahr 1818 ein, nachdem männliche Champagner-Pioniere, darunter meist Mönche, lange Zeit darauf gesetzt hatten, weisse Weine aus dunklen Trauben zu keltern. Eine Zeit lang war der Rosé als Luxusgetränk sehr beliebt. Heutzutage spricht er ebenfalls wieder vermehrt Menschen an, sodass der weltweite Absatz von 3% auf 10% anstieg.
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