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Das Projekt betrifft Fortsetzung und Abschluss der von Othmar Pfylbegonnenen Edition von 433 Briefen, welche der Konstanzer GeneralvikarIgnaz Heinrich von Wessenberg (1774-1860) und der Zürcher Arzt, Politikerund Schriftsteller Paul Usteri (1768-1831) in den Jahren 1805 bis 1831wechselten. Wessenberg lenkte als Generalvikar (1802-1814) und alsBistumsverweser (1817-1827) die Geschicke der katholischen Pfarreien inder "Schweizer Quart" des Bistums Konstanz, und er unterhielt als Exponentdes liberalen deutschen Katholizismus in der Zeit von Mediation undRestauration zahlreiche Verbindungen zu einflussreichen Exponenten derSchweizer Politik sowohl auf katholischer als auch auf reformierter Seite.Zu seinem Bekannten- und Freundeskreis gehörte in Zürich Paul Usteri,welcher 1797 in die Politik eintrat und sie als liberale Leitgestalt inunterschiedlichen politischen Konstellationen während dreier Jahrzehnteprägte. Als Kämpfer für die Pressefreiheit war er auch als Redaktor tätig,zunächst beim "Schweizer Republikaner", danach bei der "Neuen ZürcherZeitung". Der Briefwechsel verschafft Aufschlüsse zu den beidenPersönlichkeiten sowie zur Kirchengschichte am Übergang von Aufklärung zurRestauration, zu den Krisen nach dem Ende des Ancien Régime und zukonfessionellen Aspekten der Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert.