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Argentinien wolle die nach der Staatspleite umgeschuldeten Anleihen sehr wohl bedienen, hiess es aus dem Wirtschaftsministerium. Doch gemäss dem US-Urteil müsse man nun auch Zahlungen an jene Anleihe-Besitzer leisten, die sich an der Umschuldung nicht beteiligt hätten. Dazu sei das Land aber nicht in der Lage.
Das Oberste Gericht der USA hatte am Montag ein Urteil der Vorinstanz bestätigt, das Argentinien zur Gleichbehandlung aller Gläubiger verpflichtet. Damit müssten 1,3 Mrd. Dollar an zwei US-Fonds gezahlt werden. Fliesst das Geld nicht, wird das als Zahlungsausfall gewertet.
Argentinien will nun Gespräche mit den fraglichen Hedgefonds aufnehmen und damit die drohende Staatspleite abwenden. Der Streit wird vor US-Gerichten ausgefochten, weil die Staatsanleihen damals in Dollar unter US-Recht begeben worden waren. Argentinien hatte sich 2001/02 für zahlungsunfähig erklärt und Auslandsschulden im Volumen von rund 100 Mrd. Dollar nicht mehr bedient.