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Er hat bereits 2015 vor einer fatalen Pandemie gewarnt. Und er lag richtig. Es darf also nicht auf die leichte Schulter genommen werden, wenn Bill Gates jetzt warnt: «Der Klimawandel könnte schlimmer sein.»
In seinem Blog «GatesNotes» macht der Microsoft-Gründer auf die möglichen Langzeitfolgen des Klimawandels aufmerksam. Ihm zufolge könnten die für den Menschen noch gefährlicher sein als die aktuelle Pandemie. Allerdings über einen viel längeren Zeitraum.
«Im Jahr 2060 könnte der Klimawandel bereits so tödlich sein wie COVID-19, und bis 2100 könnte er sogar fünfmal so tödlich sein», schreibt Gates.
Verhindern will er das mit weniger Treibhausgasen. Aufgrund des Lockdowns sei eine Reduzierung um acht Prozent bereits messbar. Es brauche aber andere Massnahmen. Es werde notwendig sein, Strom, Nahrungsmittel, Produkte, Wärme und Kälte emissionsneutral zu erzeugen.
Und was prophezeit Bill Gates für die weitere Entwicklung von Corona? Für die «reiche Welt» könnte die Pandemie bis Ende 2021 überwunden sein. Für den Grossteil der Bevölkerung aber erst Ende 2022.
Laut Gates würden die hoffnungsvollen RNA-Vakzine von Moderna, Pfizer/Biontech und Curevac aufgrund der komplexen und teuren Herstellung eher reichen Ländern helfen, die Krise zu überstehen. Dem Grossteil der Bevölkerung würden die Produkte von AstraZeneca oder Johnson & Johnson helfen.
Ohne Innovation müssten wir die nächsten fünf Jahre mit dem Virus leben, bis eine natürliche Immunität einsetzen könnte.