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Arten-Vorkommen ist höhenabhängig
Das Vorkommen einer Art ist höhenabhängig
Mit der Höhe über Meer nimmt die mittlere Jahrestemperatur ab. Damit verkürzt sich auch die Vegetationszeit, also jene Zeit, in welcher eine Pflanze wachsen, blühen und Samen bilden kann.
Viele Pflanzenarten wachsen unter einer minimalen mittleren Jahrestemperatur nicht mehr, oder schaffen es nicht, sich während der Vegetationszeit fortzupflanzen. Deshalb findet man eine Pflanzenart oft nur bis zu einer bestimmten Höhe.
Höhestufen werden über Pflanzen definiert
Die obere Grenze des Vorkommens einer Art ist meist nicht durch Meter über Meer ausdrückbar: An sonnenbeschienen Hängen ist es wärmer, dort steigt die Pflanze höher hinauf, in schattigen Tälern bleibt sie jedoch tiefer unten.
Deshalb hat man in der Schweiz vier Höhenstufen (Mehr über Höhenstufen) festgelegt, die durch das Vorkommen wichtiger Waldbäume begrenzt werden. So passt sich die Höhestufe dem Relief und der Lage (ob im Norden oder Süden der Schweiz) an.
Kolline Stufe (Hügelstufe)
Wo die Eiche (Eichen sind Laubbäume und mit den Buchen und Kastanien verwandt. [mehr]) (Quercus sp.) vorkommt, befindet man sich in der kollinen Stufe. Üblicherweise liegt die obere Grenze der kollinen Stufe zwischen 600 bis 900 m.ü.M.
Montane Stufe (Bergstufe)
Die montane Stufe befindet sich über der kollinen Stufe und reicht bis dahin, wo die Buche (Aus den Bucheckern kann man ein schmackhaftes Öl gewinnen. [mehr]) (Fagus sylvatica) noch wachsen kann.
Da die Buche (Aus den Bucheckern kann man ein schmackhaftes Öl gewinnen. [mehr]) in den Zentralalpen nicht gut wächst, nimmt man dort die Waldföhre (Pinus sylvestris) als Begrenzung der montanen Stufe.
Üblicherweise liegt die obere Grenze der montanen Stufe auf einer Höhe von 1200 bis 1700 m.ü.M
Subalpine Stufe (Gebirgsstufe)
Die subalpine Stufe liegt über der montanen Stufe und reicht bis zur Baumgrenze. Oberhalb der subalpinen Stufe wachsen also keine Bäume mehr.
Üblicherweise liegt die Obergrenze der subalpinen Stufe zwischen 1700 und 2000 m.ü.M
Alpine Stufe (Hochgebirgsstufe)
Die alpine Stufe reicht von der Baumgrenze bis zur Vegetationsgrenze, also bis dahin, wo überhaupt noch Pflanzen wachsen können.
Quellen
HESS, H. E., LANDOLT, E., HIRZEL R. (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Bd. 1, Pteridophyta bis Caryophyllaceae. 2. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel.