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Flugzeuge sprühen Chemtrails? Die Mondlandung hat nie stattgefunden? Das Heilmittel gegen Krebs wird unter Verschluss gehalten? Und die Klimaerwärmung ist erfunden? Mit diesen Verschwörungstheorien ist jetzt mathematisch beweisbar Schluss.
Der kanadische Mathematiker David Robert Grimes, der an der Oxford University Krebsforschung betreibt, hat eine Formel entwickelt, die die Plausibilität von Verschwörungstheorien berechnet. Und zwar, in dem sich mit ihr berechnen lässt, wieviel Zeit bei einer bestimmten Anzahl von Mitwissern überhaupt verstreichen kann, bis eine Verschwörung spätestens auffliegt.
Die Formel funktioniert also nach Ausschlussverfahren: Angebliche Verschwörungen, die nicht nach der berechneten Zeit auffliegen, sind keine.
Die Formel ist relativ simpel aufgebaut und nimmt an, dass die Lebensdauer einer Verschwörung mit steigender Anzahl potentieller Mitwisser und Dauer ihrer Existenz abnimmt. Die einzige Chance einer Verschwörung, nicht aufzufliegen, ist hohes Alter der Verschwörer zum Verschwörungszeitpunkt, baldiges Ableben der Verschwörer und eine Art der Verschwörung, die keine kontinuierliche Vertuschungsarbeit nötig macht.
Komplexe Verschwörungen, an denen ganze Industrien beteiligt sind, wie beispielsweise an der Krebsmedikamenten-Verschwörung und der Chemtrail-Chemie, sind gemäss Grimes' Formel unmöglich über einen längeren Zeitraum geheim zu halten, da sie konstant gegen starke Gegeninteressen betrieben und aufrecht erhalten werden müssen und das von Tausenden von Beteiligten, die noch viele Jahre zu Leben haben. (thi)
Ihrer automatischen Mailantwort fügt Emma Hodcroft vorsichtshalber Links von BBC-Interviews zu Omikron an und schreibt, sie könne nicht auf alle Medienanfragen antworten. Auf einer Fahrt von Basel nach Bern findet sie dann doch Zeit, um per Telefon – unterbrochen von Tunnels – die Hintergründe zur neuen Variante zu klären. Die 35-jährige Virenjägerin ist seit dem Start der Pandemie eine gefragte Frau. Damals war die Tochter einer Texanerin und eines Schotten Post-Doktorandin an der Uni Basel bei Richard Neher und erforschte HIV. Seit einem Jahr arbeitet sie am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Bern mit Epidemiologe Christian Althaus.