Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03517.jsonl.gz/321

Der Nationalrat entschied einstimmig, die Berufsbildung ab 2012 mit zusätzlichen 100 Mio. Franken zu unterstützen. Dieser Entscheid ist im Sinne des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV).
Der Nationalrat beschloss einstimmig, den Zahlungsrahmen bei der Berufsbildung für das Jahr 2012 um 82 auf 757,6 Mio. Franken zu erhöhen einen Verpflichtungskredit um 18 auf 88 Mio. Franken aufzustocken.
Der Ständerat hatte bereits im März bei der finanziellen Unterstützung für die Berufsbildung und für die Fachhochschulen eine substanzielle Mittelerhöhung beschlossen. Der Bund müsse sich endlich den gesetzlichen Verpflichtungen annähern, welche für die Berufsbildung einen Kostenanteil von 25% vorsehen, wurde damals argumentiert. Für die Berufsbildung hätte dieser Anteil schon 2008 erreicht werden müssen. Die Richtwerte werden seit Jahren deutlich unterschritten.
In der Berufsbildung liegt der Bundesanteil zurzeit bei 22%. Der Ständerat wollte die Lücke nächstes Jahr zur Hälfte stopfen; er ging daher um 49 Mio. Franken über den Antrag des Bundesrats hinaus. Der Nationalrat will den Zielwert nun in einem Schritt erreichen.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) begrüsst den Entscheid des Nationalrats. Die Erreichung des 25%-Anteils an den Kosten der öffentlichen Hand für die Berufsbildung ist sachlich absolut nötig und politisch ein wichtiges Signal zugunsten der Berufsbildung. So muss die Attraktivität der Berufsbildung generell gesteigert und insbesondere die höhere Berufsbildung gestärkt werden.