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Donatus mit seinen Kindern. Er ist dankbar, dass seine Familie nach dem Überfall in Bauchi unversehrt geblieben ist. csi
Donatus war mit seiner Familie im Jahr 1990 vom südlichen Bundesstaat Enugu in die nordöstliche Stadt Bauchi gezogen und hatte sich dort eine Existenz aufgebaut. Dass sie als Christen in einem mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ort lebten, spielte über 20 Jahre lang keine Rolle. Die Einheimischen kauften gerne in ihrer Drogerie ein. Das Geschäft warf ordentliche Gewinne ab.
Das beschauliche Leben der Familie wurde schlagartig zerstört, als am 16. April 2011 Islamisten von Boko Haram in Bauchi eindrangen und die Drogerie angriffen. «Die Terroristen demolierten die ganze Infrastruktur. Uns blieb nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen», erzählt Donatus.
Die Attacke auf die christliche Familie hinterliess auch im sozialen Umfeld in Bauchi negative Spuren. Donatus spürte, wie sich viele muslimische Bekannte von ihnen abwandten. Frustriert beschloss er, mit seiner Familie in ihre Heimat zurückzukehren. Drei Monate nach dem Überfall zogen sie zurück in die südnigerianische Stadt Enugu.
Doch wovon sollte sie nun leben? Die Familie hatte ihr Vermögen in die Drogerie in Bauchi investiert, die nun zerstört war. Mit dem wenigen Geld, das übrigblieb, musste die Reise nach Enugu finanziert werden.
Umso dankbarer ist Donatus, dass er in Enugu mit den CSI-Partnern in Kontakt kam. Sie beschlossen, den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Zudem richteten sie für Donatus kostenlos einen Lebensmittelladen ein. Der dreifache Familienvater kann wieder strahlen: «Es bereitet mir Freude, den Menschen hier Süsskartoffeln, Reis oder auch Nudeln, Gewürze und Zwiebeln zum Verkauf anzubieten.»
Reto Baliarda