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So, seit gestern sind wir zurück in Shanghai, die Closing Ceremony der 29. Olympiade bildete einen würdigen Abschluss unseres Beijing-Abenteuers, wie folgende Bilder beweisen:
Kamera: 5MP Sony Ericsson G900
Die Olympischen Spiele waren für mich ein absolut geniales Erlebnis. Ich hatte die Gelegenheit, Tennis, Leichtathletik, Beachvolleyball und Basketball live mitzuverfolgen, wohnte Usain Bolt’s 100-Meter-Weltrekord im Bird’s Nest bei und durfte morgens um fünf im „Beach Club“ die Goldmedaille einer norwegischen Handballerin anfassen (no further comments…).
Aber wichtiger noch: Ich lernte viele neue Leute kennen, Chinesen und Ausländer, die allesamt von der positiven Stimmung dieser Olympischen Spiele überwältigt waren. Die Volunteers waren schon fast unangenehm hilfsbereit, die Polizisten drückten gerne drei Augen auf einmal zu (ein Zentralschweizer Journalist etwa, der sich spätnachts leicht alkoholisiert in einem Pekinger Quartier verlaufen hatte, erhielt eine Gratis-Taxifahrt im Streifenwagen, weil er in letzter interkultureller Not ein Handy-Foto von sich und Roger Federer vorgezeigt hatte), und wo man auch hinkam, grinsten einen die Leute an, mit „‰∏≠ÂõΩÂä†Ê≤π! (Zhong Guo Jia You)“-Schleifen im Haar und China-Klebern im Gesicht.
Ich bin der vollen überzeugung, dass diese Spiele China ein Stück näher an den Rest der Welt herangeführt haben, oder besser noch, den Rest der Welt ein Stück näher zu China. Viele ausländische Besucher haben gelernt, China differenzierter zu sehen. Sie haben die Verhaftungen auf dem Tiananmen gesehen, die verkrüppelten Bettler in der Verbotenen Stadt, den Smog, der bis kurz vor Beginn über der Stadt hing, aber sie haben auch die turnenden Menschen im Park gesehen, die quietschvergnügten Kinder mit dem Schlitz im Hosenboden, die vielen Farben und Formen, Düfte und Gerüche, die Melodien und Klänge Chinas.
China hat sich als übertrieben glückliches, freundliches Land inszeniert, ja, aber das hätte jeder Gastgeber so gemacht, das gehört zur Show. Die Frage ist, ob China auch in Zukunft den Schritt nach vorn wählt, den Schritt in eine moderne, weltoffene, diskursfreudigere Zukunft. Das bleibt abzuwarten, und wird sich in ersten Zügen schon in den kommenden Monaten zeigen.
Bis dahin gilt: Xie Xie Beijing! Zhong Guo Jia You!