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Eine Sprecherin des Weissen Hauses teilte mit, bis zum Sonntagvormittag (Ortszeit Kabul) habe die US-Luftwaffe mit 32 Flügen rund 2200 Menschen in Sicherheit gebracht, neun Flugzeuge von Verbündeten hätten rund 700 Menschen evakuiert. Seit dem Start des Einsatzes Mitte August hätten die USA und ihre Partner damit insgesamt gut 114 000 Menschen ausgeflogen.
Die Zahl der pro Tag ausgeflogenen Personen ist zuletzt wegen des beginnenden US-Abzugs und der Einstellung von Rettungsflügen durch Verbündete deutlich zurückgegangen. Von Dienstag auf Mittwoch zum Beispiel waren innerhalb von 24 Stunden noch etwa 19 000 Menschen evakuiert worden. Die Zahl der Flüge der US-Luftwaffe ging indes nur geringfügig zurück, was nahelegt, dass nun verstärkt auch US-Soldaten und Ausrüstung ausgeflogen werden. Das US-Militär will bis Dienstag vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt abziehen. Damit wird der Einsatz zur Evakuierung westlicher Staatsbürger und früherer afghanischer Mitarbeiter ausländischer Truppen und Behörden enden.
Das US-Verteidigungsministerium hatte am Freitag angekündigt, das Militär werde noch bis Dienstag Menschen in Sicherheit bringen, allerdings werde die Zahl der ausgeflogenen Personen wegen des gleichzeitigen Abzugs von Soldaten und Ausrüstung sinken.
Am Freitag waren in Kabul noch rund 5000 US-Soldaten im Einsatz gewesen. Neue Zahlen zur Truppenstärke sollen bis zum endgültigen Abzug aus Sicherheitsgründen nicht mehr genannt werden.