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Bis zum dritten Rudel ist es nur eine Frage der Zeit
Der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint glaubt, dass es im Kanton in nächster Zeit weitere Wolfsrudel geben wird.
«Es gibt Paarbildungen und es ist naheliegend, dass sich die Tiere vermehren», sagte der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint gegenüber Radio Südostschweiz. Neben einem Paar im Gebiet des Piz Beverin gibt es im Kanton Graubünden aber auch noch weitere Wölfe, die jetzt noch alleine unterwegs sind. Laut Arquint könnten aber auch diese in absehbarer Zeit eine Partnerin oder einen Partner finden, sich paaren, und ein Rudel bilden.
Der Kanton liess DNA-Spuren der drei im Sommer bei der Trinser Alp abgestürzten Jungwölfe analysieren. Diese Resultate veröffentlichte er am Mittwoch und bestätigte damit erstmals, dass es in Graubünden neben jenem am Calanda ein zweites Wolfsrudel gibt. Unklar ist, ob es noch weitere Jungtiere in diesem Rudel gibt, und wo sich die Elterntiere aufhalten. Deshalb werde das Monitoring in diesem Gebiet aufrechterhalten, sodass laut Arquint ein Auftreten von Wölfen zeitnah festgestellt werden müsste.
Vier Rudel im ganzen Land
Das Gebiet des zweiten Wolfsrudels in Trin befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Terrain des Calanda-Rudels. Am Calanda lebt das erste Schweizer Wolfsrudel seit der Rückkehr der Grossraubtiere im Jahre 1995. Erste Hinweise auf die Bildung eines Rudels stammen vom Herbst 2011.
Schweizweit existieren derzeit vier Wolfsrudel, neben jenen beiden in Graubünden zusätzlich jeweils ein Rudel in den Kantonen Wallis und Tessin.