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Wenn ein Körperteil «einschläft» oder taub wird, wird meist der Nerv, der die betroffene Körperregion versorgt, irgendwo zusammengedrückt. Ist die Hand eingeschlafen, liegt die Ursache meist irgendwo im Verlauf der Nerven, die von der Halswirbelsäule über die Schulter, den Ellbogen bis hin zur Hand führen. Wenn wir nachts in einer «ungeschickten» Position schlafen und die Nerven einengen, verlieren sie ihre Funktion – darum das Taubheitsgefühl. Dauert die Kompression nicht zu lange, erholt sich der Nerv meist schnell wieder.
Die Mediziner kennen dabei etwa eine «schöne Krankheit»: «la paralyse des amoureux». Wenn das Paar so einschläft, dass der Kopf des einen in der Schulter-Achselhöhlen-Region des andern zu liegen kommt («in den Armen einschlafen»), wird der Nerv des anderen dort länger zusammengedrückt. Beim Erwachen kann der Betroffene den eingeschlafenen Arm oder die taube Hand dann manchmal für längere Zeit nicht mehr richtig bewegen.
Wenn nur einzelne Finger der Hand einschlafen und vor allem nachts Schmerzen im Arm dazukommen, kann der Nerv im Bereich des Handgelenks zusammengedrückt sein (sogenanntes Karpaltunnelsyndrom). Dies geschieht oft dann, wenn das Handgelenk tagsüber zu fest beansprucht wird. Oder es liegt eine Verspannung im Nackenbereich vor, welche die Armnerven bereits bei der Halswirbelsäule komprimieren.
Dr. med. Peter Schläppi, Facharzt für Allgemeinmedizin, Medbase Bern ZentrumWeiterlesen bei iMpuls: Wenn der Ischias nervt