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Zwei Frauen und ein Königreich: die ehelichen und politischen Beziehungen Knut des Grossen im Kontext angelsächsischer Kultur
Als der dänische König Knut im 11. Jh. die angelsächsische Krone an sich nahm, nahm er auch die Witwe des angelsächsischen Königs zur Frau, ohne dass seine erste Ehefrau Ælfgifu dadurch ihren Status verlor. War dies bloss eine Weiterführung skandinavischer Praxis der Polygynie im eroberten Gebiet, oder war die politisch motivierte Verbindung in mehrfacher Ehe auch in England anerkannter als grundsätzlich angenommen wird? Die Frage nach Praktizität und Akzeptabilität solcher Verbindungen im angelsächsischen England wird anhand dieses Beispiels diskutiert.