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Die Schweiz engagiert sich in der UNO aktiv für die Förderung, Achtung und Umsetzung der Menschenrechte. Die Rechte und Grundfreiheiten aller Menschen zu fördern und zu stärken, ist eines der Hauptziele der UNO.
Die UNO und die Menschenrechte
Verschiedene Dienste der UNO befassen sich mit dem Schutz und der Weiterentwicklung der Menschenrechte. Dazu gehören insbesondere das Hochkommissariat für Menschenrechte und der Menschenrechtsrat, die beide ihren Sitz in Genf haben, sowie die UNO-Generalversammlung in New York.
Prioritäten der Schweiz
Die Schweiz ist überzeugt, dass die Durchsetzung der Menschenrechte eine unabdingbare Voraussetzung für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung, für Frieden und Sicherheit sowie für die Prävention von Konflikten und von gewalttätigem Extremismus ist. Inhaltlich hat die Schweiz folgende Prioritäten gesetzt:
Kampf gegen Straflosigkeit
Vergangenheitsarbeit
Abschaffung der Todesstrafe
Durchsetzung des Folterverbots
Achtung der Menschenrechte im Kontext friedlicher Kundgebungen
Meinungsäusserungs- und Vereinigungsfreiheit
Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidigern
Kinder- und Frauenrechte
Achtung der Rechte von Migrantinnen und Migranten
Menschenrechte in der Konfliktprävention
die spezifische Menschenrechtssituation in bestimmten Ländern
Die Schweiz hat die wichtigsten UNO-Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte ratifiziert.
Der Menschenrechtsrat der UNO
Der Menschenrechtsrat (MRR) ist eines der Hauptorgane der UNO im Bereich der Förderung und des Schutzes der Menschenrechte. Er ist ein Nebenorgan der UNO-Generalversammlung und wurde im Juni 2006 als Ersatz für die Menschenrechtskommission gegründet. Der Rat setzt sich aus 47 Mitgliedstaaten zusammen und hat seinen Sitz in Genf.
Die Schweiz hat sich stark für die Schaffung des Menschenrechtsrats eingesetzt. Sie war dreimal Mitglied dieses Gremiums (2006–2009; 2010–2013; 2016–2018). Die Schaffung des MRR stärkte das internationale Genf und seine Position als weltweites Kompetenzzentrum im Bereich der Menschenrechte.
Die Sonderverfahren sind eines der Instrumente, die dem MRR zur Wahrnehmung seines Mandats zur Verfügung stehen. Die Mandatsträger sind unabhängige Expertinnen und Experten, die über die Menschenrechtssituation in einem bestimmten Staat oder zu einem bestimmten Menschenrechtsthema Bericht erstatten. Die Schweiz hat allen thematischen Sonderverfahren eine ständige Einladung ausgesprochen und akzeptiert alle Besuchsanfragen der betroffenen Mandatsträger.
Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR)
Das OHCHR mit Sitz in Genf ist für die Förderung und Koordinierung von Massnahmen zur Gewährleistung der Achtung der Menschenrechte im gesamten System der Vereinten Nationen zuständig. Es gehört zu den wichtigsten Partnern der Schweiz bei der Umsetzung ihrer Menschenrechtspolitik. Die Schweiz gehört ihrerseits zu den wichtigsten Gebern des OHCHR.