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Schreibübung: Show don’t tell
Zeige, dass es Dunkel wird, ohne dass du aussprichst, dass es Dunkel wird.
Schneller als es Tom lieb gewesen war, kam die Dämmerung. Auf diesen Strassen bewegte man sich bei Tageslicht ohne Probleme. Aber wenn das Licht der Sonne schwächer wurde und die Strassen allmählich in die Schwärze der Nacht gehüllt wurden, nur erhellt durch das gelegentliche schwache Flackern einer Strassenlaterne, so sollte man sich besser irgendwo innerhalb eines Hauses befinden.
Eigentlich glaubte Tom nicht an Geistergeschichten. Allerdings merkte er, wie ihm bei dem immer obskurer werdenden Licht langsam unbehaglich zumute wurde. Schon glaubte er, erste Geräusche zu hören, die auf absurde Weise nicht in diese Gegend zu passen schienen.
Flüsternde Stimmen, die von nirgendwoher zu kommen schienen, zuckende Schatten an den Wänden und …
“Tom!”
Er drehte sich um.
“Da bist du ja endlich. Was machst du denn da?” Ohne jedoch eine richtige Antwort abzuwarten, packte der ältere Mann ihn beim Arm und zog ihn in das nächstgelegene Haus. Tom liess es mit sich geschehen.
Im Inneren des warm erleuchteten Hauses sass eine Frau vor einem Feuer. Als Tom und der Mann den Raum betraten, stand sie auf und drückte ihn auf den Sessel nieder. Tom protestierte nicht. Der Mann deckte ihn mit einer Decke zu und bald wurde ihm von irgendwem eine Tasse mit einer dampfenden Flüssigkeit in die Hände gedrückt.
“Wie lange war er schon draussen?” Die Frau hatte ihre Stimme zu einem Flüstern gesenkt.
“Hoffentlich nicht lange genug.”, erwiderte der Mann. “Wir können es uns nicht leisten schon wieder jemanden an die Dunkelheit zu verlieren.”
Anmerkung der Autorin: Eine einfache beschreibende Übung ohne irgendeinen Plot ist mir zu langweilig zum Schreiben. Daher entstand diese kleine Szene. Ich hoffe sie spricht nicht nur mein Autorenherz an, sondern auch dein Leserherz. 😀