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Wir fahren mit unserem Chrysler "New Yorker" (sprich: "Chrissler"), den uns Schnöpfus Reisebüro grosszügigerweise gesponsort hat, Richtung Santa Monica. Dort finden wir ein Motel, dessen Reception sich in einem nach Verwesung miefenden Schlafzimmer befindet, und die Managerin uns im Nachthemd begrüsst.
Nun haben wir vier volle Tage Zeit, um die Auftritte in und um Los Angeles vorzubereiten. Noch am selben Abend erhalten wir eine Abfuhr im "House of Blues".
Nachdem wir unsere Bäuche mit creamcheese bestrichenen Bagles verwöhnt haben, machen wir uns voller Tatendrang am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Zuerst suchen wir das Motel "Ocean Park View" und stellen dort fest, dass zwar eine Reservation für 22 Personen vorliegt, aber nicht für den Mittwoch, sondern bereits für den Dienstag. Wir können jedoch die Dame hinter der Scheibe sehr schnell überzeugen, dass der Fehler nicht auf unserer Seite liegt und schaffen uns so ein Problem von dieser Welt (Manchmal hat auch Gismo gute Ideen!).
Nun versuchen wir unser Glück in Manhattan Beach. Und siehe da, gleich in der ersten Bar, im "Henesss", ist der Manager voll begeistert und engagiert die "Swiss Halloween Band" ohne jegliche Hörprobe zu verlangen (vermutlich auch deshalb, weil wir ihm versprechen, nach dem Auftritt in seinem Lokal zu bleiben und zu trinken...).
Als wir am gleichen Abend noch einen zweiten Auftritt durch Vermittlungshilfe eines angehenden Hollywood-Stars (Tabea Pfendsack aus Menziken) im "Pitcher House" in Harmosa Beach an Land ziehen können, kommt es uns vor wie Weihnachten. Denn am Venice Beach und auf der Santa Monica Promenade zu spielen, ist ja eh kein Problem, da es dort ja nur so wimmelt von Musikern und Künstlern.
Wir werden jedoch bald eines Besseren belehrt: Am UCLA-Footballgame im Roseball-Stadium treffen wir einen Polizisten aus Santa Monica, der uns zu verstehen gibt, dass es für die "Third Streed Promenade" erstens eine Bewilligung braucht und zweitens diese nicht gratis ist. Und was für Santa Monica gilt, könnte auch für Venice zutreffen.
Also fahren wir am Sonntag mit unserem weissen "Chrissler"
an den Venice Beach. Als wir den Polizeiposten betreten sind beide Cops äusserst beschäftigt: Sie sind am Essen. Auch ein Homeless isst mit, und als wir von der Band erzählen, lallt er mit vollem Mund und seinen wenigen Zähnen: "Carneval-Band, thats great! Hey Commander, let those guys play here!" Der "Commander", der nicht einmal ein Sergant ist, wischt sich die Hot Dog-Spuren aus dem Gesicht und erlaubt uns zu spielen, sofern keine Reklamationen eintreffen. Und wieder kommt es uns vor wie Weihnachten! So etwas muss natürlich gefeiert werden. Zur Belohnung gibts einen Besuch im nobelsten "Table Dance" Lokal von L.A. Gismo bleibt das Piercing-Girl jedenfalls noch lange in Erinnerung!
Der Montag wird wohl als einer der verrücktesten Tage in die Geschichte eingehen: Nach einem oppulenten Frühstück im Dennis (hurra, auch dort gibts Bagles!), suchen wir um ca. 10.00 Uhr den Polizeiposten an der "Third Street Promenade" auf und fragen einen Cop, was wir machen müssen, um eine Performance-Bewilligung zu erhalten. Der nette Herr in Uniform verweist uns an die "City Hall". Dort müssen wir ein Formular ausfüllen, das mehr Fragen beinhaltet, als bei einem Visums-Antrag. Als wir dann noch Augenfarbe, Haarfarbe, Grösse, und Passport Nummer von sämtlichen Band-Mitgliedern angeben müssen, stehen wir vor einem echten Problem. Doch dies lässt die Lady in der "City Hall" kalt. Sie besteht darauf, dass wir das Formular vollständig und wahrheitsgetreu ausfüllen müssen.
Wir stellen fest, dass sich mit dieser frustrierten Tante nicht vernünftig reden lässt und klagen unser Leid dem Cop von der "Third Street Promenade". Der nette Herr in Uniform ist wiederum sehr hilfsbereit und gibt uns den Tip bei der Dame vom "Centre of Commerce" vorzusprechen. Diese erbarmt sich unser und schreibt sofort einen Antrag, dass man in unserem Falle eine Ausnahme machen soll.
Zürück in der "City Hall" verzieht sich das Gesicht der frustrierten Tante zu einer Zitrone, als sie den Antrag liesst. Doch einlenken will sie nicht. Das einzige, was sie akzeptieren würde, sei ein schriftliches Statement von Sergant Page. Natürlich kann sie uns nicht sagen, wie und wo wir Sergant Page finden können. Zum dritten Mal hilft uns da jener nette Herr in Uniform von der "Third Street Promenade" aus der Patsche und organisiert für uns sofort eine Audienz bei Sergant Page.
Wir klopfen an die Stahltür seines Büros, das sich unten im Parkhaus Nr. 3 befindet. Sergant Page erwartet uns bereits und weiss auch um was es geht. Nach einem kurzen Telefongespräch mit der frustrierten Tante von der "City Hall", setzt er sich an seinen Computer und schreibt mit professionellem Adlersytem ein zweiseitiges Statement. Wir warten geduldig, obwohl es inzwischen bereits 13.00 Uhr ist, und wir noch unseren "Chrissler" gegen zwei Vans eintauschen sollten und mit denen nach San Diego fahren müssen. Nachdem uns der äusserst freundliche Sergant Page noch seine ganze Lebensgeschichte erzählt hat, begeben wir uns zum dritten Mal zur "City Hall".
Nach nur fünf Minuten sitzen wir mit der Bewilligung im Sack und einem Visa Card Durchschlag über $ 30.-- bereits wieder im "Chrissler". Es ist jetzt bereits nach 14.00 Uhr. Wir haben "IAG Level 7" erreicht. Mit einem praktisch leeren Tank machen wir uns auf den Weg Richtung Freeway. Doch der ist natürlich ausgerechnet heute und jetzt derart verstopft, dass wir auf Nebenstrassen zur Autovermietung fahren müssen.
Die Benzinuhr leuchtet schon seit langem, also tanken wir noch schnell für $ 5.Benzin und weiter gehts. Als wir um 15.00 Uhr unseren "Chrissler" endlich abgeben können, stehen wir bereits vor dem nächsten Problem: Die für uns reservierten 15er Vans sind noch nicht retour gegeben worden. Der Manager offeriert uns nach langen Diskussionen drei 8er Vans. Doch er ist der Meinung, dass wir alle drei Vans von L.A. aus mieten müssen. Um 16.30 Uhr haben wir es endlich geschafft. Wir können den dritten Van in San Diego in Empfang nehmen. Na also, man muss eben nur reden mit den Leuten!
Die Fahrt nach San Diego erweist sich dann als erneute Nervenprobe: Der 405er ist wieder völlig verstopft und wir werden nie und nimmer pünktlich in San Diego ankommen. Gegen 19.00 Uhr haben wirs dann endlich geschafft: Wir treffen auf 19 erschöpfte Girls and Boys
. Ja richtig 19, denn der 20. Tourist hat in Cincinnati bemerkt, dass er die falschen schwarzen Hosen trägt und stattdessen lieber einen "herumstreunenden" Hund liebkost (böse Zungen behaupten, aus seinen Socken seien komische Düfte getreten...). Wie dem auch sei, Kekse bleibt verschollen.
Ab jetzt geht alles schnell: Der dritte Van steht wie abgemacht bereit, und das Einchecken im "Lamplighter Inn" (nicht Hotel "San Diego", gell Waldo) geht auch recht zügig voran. Nach einem kleinen Imbiss im "Dennis" trinken einige von uns noch ein paar "Pitchers" in der "BH-Bar".
Es ist Dienstag, und von Kekse fehlt immer noch jegliche Spur. Was jedoch weit tragischer ist: Die "Chochi" von Sacha ist zusammen mit Kekse in Cincinnati geblieben. Ob wir spielen können oder nicht, steht in den Sternen geschrieben. Dies kann die gute Stimmung jedoch nicht trüben. Im Gegenteil, Grenzfall frohlockt im vorbeigehen auf der Motel-Terrasse: "Das werd geil ohni zspele; super Wätter, am Pool lege, Bier suufe ond em domme Schnorre send mer eh die beschte!"
Während ein paar sich auf die Suche nach einer "Chochi" machen, verbringen die übrigen den Tag am "Coronado Beach". Zum Sonnenuntergang treffen wir uns alle wieder auf dem "Vista Point" in La Jolla
. Die Sonne ist noch keine Minute im Meer versunken, finden auch die letzten Nachzügler noch zum "Vista Point".
Am Abend decken sich Jogi und Co. im "Hard Rock Café" erstmals mit Jacken und T-Shirts ein. Und dann ist da noch Sachas charmante Kollegin aus San Diego, die mit uns dinniert (danke für den Tip mit den erogenen Zonen, Sacha...). Den Rest der Nacht verbringen wir im "Mooses" bei Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Als alle noch am ausnüchtern sind, klingelt 8 Uhr morgens im "Drei-Mäderl-Haus" das Telefon, und Kekse meldet sich aus der fernen Heimat. Er teilt uns mit, dass Sachas "Chochi" am Flughafen in San Diego sein sollte. Also fahren wir unverzüglich dorthin, und siehe da, in einem Gestell hinter Glas liegt sie originalverpackt da.
Jetzt kanns also doch noch losgehen. Nachdem wir unsere Instrumente zusammengebastelt haben, fangen wir im benachbarten Park unter der Leitung von Dirigent Schliffer mit Proben an. Wir müssen jedoch schnell feststellen, dass es einigen sehr schwer fällt, im nüchternen Zustand zu spielen. Als dann auch noch die Schulleiterin mit einem Funkgerät in der Hand auftaucht und uns zu verstehen gibt, dass wegen uns der Schulbetrieb nicht normal aufrecht erhalten werden kann, brechen wir die Uebung ab. Wenig später bewegen sich drei Vans mit Leuten und Bier beladen Richtung L.A..
Da uns unterwegs die bis an die Zähne bewaffnete Wache der Airforce-Base weder spielen noch pinkeln lassen will, fahren wir nonstop weiter bis zum Beach, der sich direkt hinter der Startbahn des Flughafens von L.A. befindet. Dies ist für einige dann doch zu viel gewesen. Auf jeden Fall tauchen Bierflaschen, die kurz zuvor noch leer waren, gefüllt wieder auf.
Nach einem märchenhaften Sonnenuntergang
laden wir unsere Instrumente aus den Vans und setzen die Probe fort. Und siehe da, die auf der Fahrt genossenen Bierchen wirkten Wunder, und es tönt bedeutend besser als zuvor im Park.
Nach dem Einchecken im "Ocean Park View" (ein sauberes, kakerlakenfreies Motel mit Qualitäts-Matratzen in Santa Monica) feiern wir Nedis Geburtstag mit einem kleinen mexikanischen Imbiss
. Den Rest der Nacht verbringen wir bei Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea. Für die Trinkfesten gibts dann noch ein paar "Six-Packs" unter dem Sonnenschirm an der "Round-Table" Bar. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Den Donnerstag verbringen wir in den "Universal-Studios". Während einige auf der "Tram-Tour" ein Nickerchen machen, nehmen andere eine erfrischende Dusche im "Jurassic-Park". Anschliessend gehts dann zum Trocknen ins "Back-Draft". Zum Schluss lassen sich Sacha und Jogi noch als Chippendales ablichten, und Schliffer
verpasst sich eine neue Haarpracht.
Nach diesem erlebnisreichen Tag gönnen wir uns noch ein paar gemütliche Stunden am Beach und liebkosen unsere Instrumente. Das anschliessende Essen im "Pizza-Hut" verdient es eigentlich nicht, hier erwähnt zu werden. Da viele bereits wieder unter Entzugserscheinungen leiden, beschliessen wir noch auf Shopping-Tour in Hollywood zu gehen. Dort wird wieder emsig zugepackt, und die Visa Karten fliegen nur so durch die Lüfte. Auch kuriose Fremdsprachen sind zu hören. So fragt Benno den Verkäufer in bestem Michelsämter-Deutsch: "Hey, chan ech de Pully do emou probiere?" Und dann sind da noch Killy der Catcher, Miss Stocker als Pamela Andersson, Waldo als Indiana Jones oder gar Foggi, der uns sein Rambogesicht zeigt. Um Traditionen aufrecht zu erhalten, gibts auch heute wieder ein paar "Six-Packs" unter dem Sonnenschirm an der "Round-Table" Bar. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Freitag, 31. Oktober 1997, der Tag auf den alle sehnsüchtig gefiebert haben (wie ein Kind auf Weihnachten):
HALLOWEEN
Nachdem wir unsere hartumkämpfte "Performans-Permit" (ein beidseitig voll bedrucktes, in Plastik verpacktes A4-Blatt) auf dem Polizeiposten der "Third Street Promenade" abgeholt haben, bringen wir der Dame vom "Centre of Commerce" und Sergant Page noch je ein T-Shirt als Dank für deren Hilfe. Dann kommt der grosse Moment: Um 13.00 Uhr stehen wir in Vollmontur und mit unseren Instrumenten
am Anfang der belebten Einkaufsstrasse und warten gespannt auf Schliffers Kommando. Doch da fehlt ja noch einer: Benno hat sich auf dieser schnurgeraden Strasse verirrt und kommt erst nach längerem Suchen völlig verdaddert wieder zum Vorschein. So, jetzt kann uns aber nichts mehr aufhalten. Völlig losgelöst geben wir alles
, so dass den Amis Hören und Sehen vergeht. Auch zahlreiche Schweizer Turis gesellen sich zu den Schaulustigen. So füllt sich unser schmuckes Kässeli mehr und mehr, bis sich schliesslich sage und schreibe $ 17.55 darin befinden. Eine ältere Lady will uns sogar für ihre morgige Geburtstagsparty unter Vertrag nehmen und zückt ihr Checkbuch hervor (jedoch nur, um uns den Weg zu ihrem Haus aufzuzeichnen). Sie verspricht uns jedoch, genügend Bier kaltzustellen, falls wir kommen werden.
Weiter gehts nach Manhattan-Beach, wo wir uns im "Sun Set" ein kleines Apéröchen
, sprich Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea, zu Gemüte führen. Auch der kleine Imbiss im "The Kettle" mundet vorzüglich. Es steht der grosse Auftritt im "Henesss"
bevor, und da alle schon recht lustig sind, kann Schliffer seine Schäfchen fast nicht mehr zurückhalten. Wir stürmen mit unserem heissen Rhythmus das Lokal. Die meisten Gäste können gerade noch ihren letzten Bissen herunterwürgen, als wir wie die Feuerwehr loslegen. Die Amis hebt es förmlich von den Stühlen, doch die wenigsten können fliehen, da der Ausgang versperrt ist.
Nach dem Spielen geht die Party erst so richtig los, und schon bald kann man erahnen, dass es heute Nacht die ersten grossen "Fotzedöreschlegli" (Zitat Mischu) geben wird. Neben Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea gibt es heute auch noch Rotwein, der es allerdings in sich hat: Kurz nach Mitternacht üben sich Gabi und Ritschi draussen auf der Main-Street im "Figurenkotzen" (Zitat Mischu). Drinnen nähert sich die Stimmung allmählich dem Siedepunkt, und "Captain Freeze"
duelliert sich mit den "Swiss-Cows" im Karaokee, das er dank Heimvorteil - knapp für sich entscheiden kann. Auch "Silikon-Valley" Fotomotive
sind im Verlaufe des Abends ein äusserst begehrtes Feriensouvenir. Um Traditionen aufrecht zu erhalten, gibts auch heute, in der Nacht der Nächte, wieder ein paar "Six-Packs" unter dem Sonnenschirm an der "Round-Table" Bar. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Als wir am Samstag vom Morgenessen retour kommen, hält neben uns ein Auto. Der Beifahrer lässt die Fenster runter und sagt: "Hey guys, I saw you yesterday at Santa Monica. You were great!!!" Nachdem er noch ein Kompliment zu unserem koolen Kuh-Outfit gemacht hat, fährt er wieder weiter. Uns steht heute der Auftritt am "Venice Beach" bevor. Doch irgendwie sind alle noch etwas geschwächt vom Vorabend. Hinzu kommt, dass das Quecksilber inzwischen auf satte 35° gestiegen ist, was unseren Tatendrang zusätzlich noch lähmt. Doch nichts desto trotz geben wir auch heute wieder unser Bestes. Und Sacha
legt sich nach erfolgtem Auftritt nochmals so richtig ins Zeug und misst sich mit einer ortsansässigen Schlagzeug-Virtuosin bis ein Streifenwagen, sprich die "Rennleitung" (Zitat Mischu) auftaucht.
Anschliessend begeben wir uns zur ultimativen Foto-Session
mit den Instrumenten an den Beach (an meinem Pauken-Rad
kann man heute noch die letzten Sandspuren finden). Als wir wieder bei den Vans zurück sind, zeigt uns Gismo noch den Trick mit der Sonnenbrille, oder wie knackt man einen Van.
Den kleinen Imbiss nehmen wir im "Planet Hollywood", der Touristenfalle schlecht hin, ein. Zwischen dem Servierpersonal bewegen sich immer wieder Leute mit einer Videokamera im Gesicht und filmen wild darauf los. Nachdem sich Jogi und Co. wieder einmal mit Jacken und T-Shirts eingedeckt haben, fahren wir quer durch L.A. nach Hermosa Beach zu unserem Auftritt im "Pitcher House"
. Hier geben wir nochmals unser letztes, bis wir vom Besitzer gebremst werden. Für ihn ist es etwas zu laut gewesen. Als leisere Zugabe jodeln Ritschi und Steiger für den Chef noch ein Ständchen. Anstelle von Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea wird in diesem Etablissement nur Bier serviert. Dafür gibts 7dl "Forsters" Büchsen, was auch nicht ohne ist (gell Steiger!!!). Um Traditionen aufrecht zu erhalten, gibts auch heute wieder ein paar "Six-Packs" unter dem Sonnenschirm an der "Round-Table" Bar. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Am Sonntag heisst es Abschied nehmen von L.A.. Während die einen via Beverly Hills und "House of Blues" in Richtung Las Vegas fahren, geniessen die andern die phantastische Panorama-Aussicht vom Observatorium
auf ganz L.A.. Solch gute Sichtverhältnisse sind äusserst selten für L.A.. Mitten in der Wüste machen wir noch kurz halt für eine Fotosession mit Sonnenuntergang. Im "Buffalo Bill", direkt hinter der Staats-Grenze, treffen wir uns wieder und verspielen unsere ersten "Quarters" oder treiben den Adrenalinspiegel auf der "Desperado" 8er-Bahn in die Höhe. Und Benno findet das ganze schon wieder pissegeil.
Nach dem Einchecken im heimeligen Schlösschen "Excalibur"
gibts einen kleinen Imbiss in der Form einer Schlacht am Buffet. Beim Schlendern durchs Casino posaunt Grenzfall hervor: "Lueg emol, das send alles chranki Type, wo do spele!" Zu Live-Musik drinken wir an der Hotel-Bar ausnahmsweise bis nach Mitternacht Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea. Auch sind neben vereinzelten Spielgewinnen bereits grössere Geldverluste zu beklagen. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Am Montag, im Morgengrauen, so ca. um 11.00 Uhr, treffen wir uns am Swimming-Pool. Da viele bereits wieder unter Entzugserscheinungen leiden, gehen wir einmal mehr auf Shopping-Tour in ein nahegelegenes "Outlet. Dort kauft sich Sacha als einziger etwas Nützliches: Seine neue Brille ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten. Nach einer Fahrt auf der 8er-Bahn im "New York New York"
, steht ein kleiner Imbiss im mexikanischen Restaurant des "Tresure Island" auf dem Programm. Dort haben sie gerade "chinesische Woche", was uns jedoch auch recht ist. Um Jogis Kleider-Sammlung zu erweitern, gehen wir anschliessend noch ins "Hard Rock Café". Schliffer und Waldo warten indessen wie bestellt und nicht abgeholt im "Hard Rock Hotel".
Anschliessend ist "Table Dance" angesagt. Gewollt oder ungewollt verteilen wir uns in drei verschiedene Lokale: "Crazy Horse 1", "Crazy Horse 2" und "Club Paradise", der Club unter den Clubs. So macht jeder und jede seine eigenen Erfahrungen in Sachen "Table Dance" und amüsiert sich mehr oder weniger lang in diesen Etablissement. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Am Dienstag, im Morgengrauen, so ca. um 11.00 Uhr, treffen wir uns erneut am Swimming-Pool, und es wird über die Vorfälle der vergangenen Nacht berichtet. So hat sich u.a. Grenzfall unter die "kranken Typen" gemischt und ein flottes Sümmchen aus den "Slotmachines" geholt. Die "Stratosphäre"
, das höchste Gebäude von Las Vegas, ist unser nächstes Ziel. Dort geniessen wir auf verschiedene Art und Weise die 360° Aussicht über die ganze City hinweg: Auf der Terrasse, auf der 8er-Bahn und auf dem "Big Shot", einem etwas schnelleren Personenlift.
Nachdem noch ein paar "Baseball-Caps" (IAG und andere Unikate) in Auftrag gegeben worden sind, wird die überdachte "Fairmont-Street" inspiziert (auf und ab, rein und raus...). Foggi macht stattdessen mit einigen von uns auf der "Sahara Avenue" noch ein kleines "Sightseeing" von West nach Ost und wieder retour. Und alles nur wegen einer ordinären Trompete.
Am Abend sind einige Gast bei "King Arthurs Tournament", wo sich Rittersleute gegenseitig die Köpfe einschlagen. Dazu wird ein kleiner Imbiss serviert. Die andern ziehen die Schlacht am Buffet im "MGM" vor. Anschliessend machen sich diejenigen, welche den "Grand Canyon Trip" gebucht haben, langsam auf den Heimweg (oder sie haben es zumindest im Sinn...).
Gismo und ich beschliessen, eine Disco aufzusuchen. Uns wird das "Rio" empfohlen. Dort angekommen, erfahren wir, dass am Dienstag keine Disco stattfindet. Das einzige Tanzlokal in Las Vegas sei "The Beach".
Also nichts wie hin und rein ins Vergnügen! Die Stimmung ist schon recht gut, als wir das Lokal betreten. Während sich Gismo dem Gin Tonic widmet, ziehe ich "Miller lite" vor, weil es eisgekühlt aus der Badewanne von einem Bikini-Girl serviert wird. Auf den Bartheken tanzen nonstop Girls und bringen die Bude mehr und mehr zum Kochen. Durch einen Riesentrichter mit Schlauchansatz können sich trinkfeste Gäste gratis Bier einflössen lassen (mindestens vier Flaschen aufs Mal; der Rekord liegt bei neun Stück). Ein muskulöser Bartender mixt Drinks für die weiblichen Gäste in seinen Hosen, aus denen auch gleich getrunken wird. Zum Dessert können die Girls den, mit frischer Sahne bedeckten, Oberkörper des Bartenders freilecken. So geht das die ganze Nacht zu und her. Nachdem Gismo den Amerikanerinnen noch das Tanzen beigebracht hat, verlassen wir in den frühen Morgenstunden das Lokal und kommen gerade rechtzeitig ins Hotel zurück, um Foggi für seinen "Grand Canyon" Trip zu wecken.
Am Mittwoch, im Morgengrauen, so ca. um 11.00 Uhr, treffen wir uns erneut am Swimming-Pool
, und es wird über die Vorfälle der vergangenen Nacht berichtet. So hat sich u.a. Grenzfall schon wieder unter die "kranken Typen" gemischt und ein flottes Sümmchen aus den "Slotmachines" geholt. Für einige ist heute der grosse Waschtag. Der Rest verbringt den Tag am Pool und erholt sich von den Strapazen der letzten Nacht. Gegen 16.00 Uhr kommt die "Grand Canyon" Truppe retour. Am Abend besuchen wir gemeinsam die "Fairmont-Street" und bestaunen die mit Musik untermalte "Lightshow". Nach einem kleinen Imbiss beim Italiener, gönnen sich einige von uns noch ein Dessert in Form eines "Table Dance". Die übrigen verschlägt es in den "Cesars Palace". Dort führt ein Japnischer Tourist vor, wie man professionelle Fotos schiesst. Und Grenzfall lehrt Jogi erfolgreich das Bedienen einer "Slotmachine".
Im Verlauf des späteren Abends treffen sich die meisten im "Beach", worüber ich leider nichts berichten kann, da ich den letzten Abend noch nicht ganz verdaut habe. Ein Taxi bringt Foggi und mich in Rekordzeit zurück ins "Excalibur": Teils fliegen wir mit 70 MpH über die Strassen, und auch die Rotlichter werden von unserem Fahrer rigoros übersehen. Wenn es rechts nicht mehr weitergeht, hilft ein kleiner Schwenker auf die linke Strassenseite. Als wir aussteigen und ihm noch ein grosszügiges Trinkgeld von $ 5.-- geben, entschuldigt er sich bei uns, dass er nicht schneller fahren konnte ("Sorry, but I tried my best!"). Wir verspielen noch unser letztes Geld an den "Slotmachines" und legen uns kurz nach Mitternacht ins Körbchen.
Nachdem wir am Donnerstag ausgecheckt haben und Grenzfall noch die letzten "Slotmachines" geleert hat, machen wir uns auf den Weg nach San Diego. Dort erwartet uns das altbekannte "Lamplighter Inn". Den kleinen Imbiss nehmen wir in der "Old Town" zu uns (italienisch und chinesisch).
Nachdem Verdauungsspaziergang durch das Freilichtmuseum der "Old Town", ist es wieder einmal Zeit für Bier ("Rosenblüten" und "Steinlager"), Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea in der Bar, in welcher ich damals - vier lumpige Stunden vor meinem 21. Geburtstag - nicht hereingelassen worden bin. Da wir uns von Las Vegas her nicht mehr gewohnt sind, dass es um 01.30 Uhr die letzten Getränke gibt, öffnet das "Drei-Mäderl-Haus" im "Lamplighter Inn" noch seine Tore. Neben "Six-Packs" gibt es für "VIPs" eine Massage von Miss Stocker. Einige üben sich auch noch im Liederdichten. Zum Schluss findet unter der Terrasse noch ein "Car-Wash" statt.
Am Freitag zieht es uns alle ans Wasser. Die einen verbringen den (Nachmit-)Tag im "Sea World", die anderen fahren an die "Mission Bay". Dort wird so quasi alles gemietet, was sich auf dem Wasser fortbewegen kann: Mit "Jet-Bike", "Speed-Boat" und "Sail-Boat" kreuzen wir auf der "Mission Bay" Lagune umher. Jogi ist dabei etwas überfordert und rammt mit seinem Gefährt beinahe alles, was ihm in den Weg kommt. So hyperaktiv hat ihn keiner während des ganzen Trips gesehen. Und Benno findet das ganze pissegeil.
Zusammengepfercht in vier "Orange-Caps" fahren wir am Abend wieder an die "Mission-Bay", wo sich zahlreiche, echt amerikanische Restaurants direkt am Strand befinden. Der kleine Imbiss schmeckt auch heute vorzüglich. "Friday-Night", da ist im "Mooses" sicher der Bär los, und so stürzen wir uns ins Vergnügen. Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea sind einmal mehr die Renner. Auch der D.J. hat seine Sache im Griff (gell Gismo!!!), und so wird es wieder viel zu schnell 01.30 Uhr. Da uns der Herr im 7eleven keinen Alkohol mehr verkaufen will, geht es ohne "Six-Packs" retour ins Motel. Dort steht noch eine Flasche echt "Schweizer-Pflümli" im Zimmer, welche sodann im Nu geleert wird.
Am Samstag geht es zum letzten Mal auf eine "Outlet-Shopping-Tour". Und es wird nochmals eingekauft, was das Zeugs hält. Einige bleiben jedoch am Pool und geniessen das schöne Wetter, das uns nun seit zwei Wochen begleitet hat. Um 16.30 Uhr versammeln wir uns an der Bushaltestelle, um nach Tijuana zu fahren. Da in Tijuana alles etwas anders ist, gibt es noch eine kurze Information über "Verhalten und Sicherheit". Auch der grüne Zettel im Pass darf nicht fehlen (gell Waldo, Gismo und Miss Stocker). Nach längerem Warten trifft dann doch noch ein Bus ein. Die Fahrt in die "Down Town" dauert ca. 45 min. Dort steigen wir in ein "Trämmli" (of de warti nämmli...) um. Nach weiteren 30 min sind wir um 19.00 Uhr endlich an der Grenze. Ein rostiges, furchterregend knarrendes Drehkreuz öffnet uns den Weg nach Mexico. Wir besteigen eines der zahlreichen Taxis, das uns mitten in die Stadt fährt.
Zum kleinen Imbiss gehen die einen ins "Hard Rock Café" (wo während des Essens die ganze Küche abgefackelt wird), die andern dinnieren echt mexikanisch im "Guadalajara Grill". Das Interieur ist eine Augenweide, und die "Coronona" Flaschen werden in grossen Eiskübeln serviert. Zum Essen spielen abwechslungsweise verschiedene Bands, die zwischen den Tischen zirkulieren. Wieder auf der Strasse, suchen wir eine der zahlreichen Discos auf. Neben Bier, Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea, gibt es hier natürlich auch Tequila, den man direkt von der Flasche verabreicht bekommen kann.
Verlässt man die belebten Strassen von Tijuana und begibt sich in die Hintergässchen, tauchen an Stelle der lebhaften Discos kleine schummrige Bars auf, in denen sich nur noch Einheimische befinden (ausser Sacha und ich). Auch die Aussendienstmitarbeiterinnen des ältesten Gewerbe sind hier am Strassenrand zu finden. Wir treffen die meisten von unseren Leuten kurz nach Mitternacht im "Hard Rock Café" wieder, wo es jedoch nichts mehr zu Trinken gibt. In den anderen Lokalen ist jedoch noch lange nicht Schluss, und so verteilen wir uns wieder in den Bars und Discos. Den Schlummerbecher genehmigen einige von uns in einem "Table Dance" Lokal.
Als wir ins Taxi einsteigen, bemerke ich, dass sich in meiner Hosentasche kein einziger Dollar mehr befindet (man erinnere sich an meine kurze Information über "Verhalten und Sicherheit in Tijuana"!). Da Sacha auch ausgeschossen ist, kommen wir nur dank Foggi wieder an die Grenze zurück. Nachdem wir (im Gegensatz zu andern) Pass- und Zollkontrolle problemlos hinter uns gebracht haben, setzen wir uns in ein Taxi, das uns in nur 20 min zurück nach San Diego bringt. Für andere erweist sich die Heimfahrt als bedeutend mühsamer (...Trämmli of de warti nämmli !!!) Auch werden jene Fahrtrouten ausgetestet und grössere oder kleinere Umwege gemacht (via El Cajon, etc.). Bis zum Morgengrauen sind dann doch alle irgendwie wieder heil zurückgekehrt, und auch Gabi & Nedi kommen noch pünktlich zum Flughafen .
Dass nach einer solchen langen und erlebnisreichen Nacht der Tatendrang am anderen Tag nicht allzu gross ist, versteht sich von selbst. Also legen wir uns an den Pool
und geniessen ausgiebig unseren letzten Ferientag. Später am Nachmittag verpacken wir dann noch unsere Instrumente. Anschliessend fahren einige von uns ins "Horton Plaza Mall", was man mit "gediegenem Erlebnis-Shopping fürs Auge" gleichstellen kann. Den letzten kleinen Imbiss nehmen wir gemeinsam in einem benachbarten Pizza Lokal ein. In der "BH-Bar" trinken wir dann noch ein paar "Pitchers", bis bei allen mehr oder weniger die Batterien unten sind. Whisky, Cognac, Gin-Tonic, Mai-Tai und Long-Island Icetea sind heute Abend kein Thema mehr. Trotzdem wird anschliessend auf der Terrasse für alle Nachtmenschen noch eine kleine "Stobete" mit Polstersesseln organisiert. So geht es langsam dem bitteren Ende, sprich Abreise, zu.
Um 06.00 Uhr früh gilt es dann ernst. Wir packen unsere "Sieben Sachen" und fahren zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin werden wir ein erstes Mal auf unsere Heimat eingestimmt: Es regnet! Nachdem wir den "Voyager" zurückgegeben haben, geht es zum Einchecken. Gismo und ich fahren anschliessend weiter Richtung L.A., um die restlichen beiden Vans loszuwerden. Während der ganzen Fahrt giesst es wie aus Kübeln. Bevor wir zur Autovermietung fahren, gönnen wir uns noch einen letzten "Double Whopper" im "Burger King". Weniger Freude haben wir, als wir noch zwei Tankfüllungen à je $ 50.-- bezahlen müssen. Diesmal lassen wir uns jedoch nicht mehr auf Diskussionen ein, sondern besteigen den "Shuttle Bus", der uns zum Abflugterminal führt. Nach dem Einchecken decken wir uns im "Duty Free" noch mit Whisky ein und warten auf den Abflug. Pünktlich um 15.00 Uhr hebt die MD 11 in LAX ab. Wir sehen aus dem Fenster auf den Beach herunter, an dem wir vor knapp zwei Wochen noch geprobt haben.
Dann dreht die Maschine ab und zurück bleiben zwei erlebnisreiche, unvergessliche, turbulente, abwechslungsreiche, aussergewöhnliche, und pissegeile Ferienwochen, zu denen ihr alle
beigetragen habt!
Thank you Folks, it was just great !!!
See you, same time, same place !?!
Gismo & Spifi