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Dann bin ich ja beruhigt.
Wait… 😳
Eine dicke Ascheschicht überzieht das sonst so farbenfrohe Südsee-Archipel Tonga. Das ganze Ausmass der gewaltigen Eruption des Unterwasser-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai im Pazifik ist weiter unklar. Satellitenbilder der vergangenen Tage zeigen eine gigantische Aschewolke, die sich über die Region legt.
Mit Argusaugen beobachten die Schweizer ETH-Vulkanologen Olivier Bachmann und sein Kollege Razvan-Gabriel Popa die Entwicklung in Tonga. Inzwischen haben Aufklärungsflugzeuge erste Bilder und Daten von den verwüsteten Gebieten übermittelt. «Es ist meines Wissens nach die grösste Eruption seit dem Ausbruch des Pinatubo», sagt Popa zu watson. Auf dem Vulkanexplosivitätsindex (VEI) erreiche der Hunga-Tonga eine 4 oder 5.
Zum Vergleich: Die Stufe 4 erreichte 2010 der Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island. Als Stufe-5-Eruption gilt etwa die Eruption des Vesuv, der 79 n. Chr. die Stadt Pompeji bei Neapel zerstörte. Oder der Ausbruch des Mount St.Helens im US-Bundesstaat Washington, als pyroklastische Ströme mit 400 km/h den Berg runter donnerten und 57 Menschen das Leben kosteten.
Der heftigste Ausbruch der letzten Jahrzehnte ereignete sich 1991 auf den Philippinen, als der Pinatubo nach 550 Jahren Ruhezeit ausbrach und Stufe 6 erreichte. «Damals stieg die Aschewolke bis auf 35 Kilometer Höhe, in Tonga sind es 20 Kilometer», sagt Popa weiter. Gegen 900 Menschen kamen damals ums Leben.
Die Auswirkungen dieser Eruption waren weltweit spürbar. Sie bewirkte eine grössere Freisetzung von Aerosolen in die Stratosphäre. So war ein globaler Temperaturabfall um 0,6 °C zu verzeichnen.
«Nach derzeitigem Wissensstand hat der Ausbruch in Tonga keine grösseren Auswirkungen auf das weltweite Klima», sagt Oliver Bachmann. Die vergleichbare Eruption des Mount St.Helens habe damals das Weltklima um 0,1 Grad abgekühlt. Es komme nun darauf an, wie die Eruption weitergehe, fügt Popa an.
Beim Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai handelt es sich um einen Unterwasservulkan. Dies führt nicht etwa dazu, dass die Eruption oder der Ascheausstoss gedämpft wird. Im Gegenteil. «Wenn Magma in geringer Tiefe auf Wasser trifft, kann dies die Explosion verstärken und dazu führen, dass die Asche noch höher in die Atmosphäre steigt», führt Popa aus.
Der Vulkan in der Südsee sei bereits seit einigen Wochen aktiv gewesen. Der Ausbruch sei also mit Vorwarnung erfolgt. Dies obschon der abgelegene Feuerschlund nicht so intensiv beobachtet wird wie andere Vulkane.
Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt liegt in Europa, genauer gesagt in Süditalien am Golf von Neapel. Der Vesuv brach im Jahr 79 n. Chr. aus und zerstörte die Stadt Pompeji. Ist so eine Eruption ohne grosse Vorwarnung wieder möglich? «Der Vesuv braucht normalerweise mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende, um bis zu dem Punkt zu steigen, an dem er grosse explosive Eruptionen hervorruft, wie die im Jahr 79 n. Chr», sagt Bachmann dazu.
Zudem beobachten Wissenschaftlerinnen den Vesuv rund um die Uhr mittels unzähligen Instrumenten.
Im Fluss Lüssel in den Kantonen Solothurn und Basel-Landschaft ist gemäss Behörden die Krebspest nachgewiesen worden. Als Konsequenz darf die Lüssel mitsamt ihren Seitenbächen nicht befischt werden, um eine weitere Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Die Krebspest befällt die einheimischen Krebse.