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Themenstarter
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... schrieb Mr. X in "Humor".
Mir leuchtet diese Aussage nicht ein.
Inwiefern besteht hier Verständnis für psychiatrisch Kranke? Was ist hiermit gemeint?
Daß Menschen, die in der Psychiatrie unterkommen, weil sie mit ihrem Leben nicht mehr allein fertig werden, auf Verständnis treffen? Ich erlebe es eher so, daß sie ausgegrenzt werden und man eher froh ist, daß sie nun "untergebracht" sind und man sich damit nicht mehr mit ihnen beschäftigen muß?
Auch die Aussage, daß psychosomatisch Erkrankte solange eine Diagnose suchen und erhalten, bis sie tatsächlich krank sind, leuchtet mir so nicht ein. Was genau ist damit gemeint, Mr. X?
https://www.medizinerboard.de/lexikon/Psychosomatik,erklaerung.htm[FONT=arial, verdana]Psychosomatik[/FONT]
Psyche (griechisch: die Seele) Soma (griechisch: der Körper)
Unter Psychosomatik versteht man die Lehre von den Zusammenhängen und dem gegenseitigen Beeinflussen von Seele und Körper des Menschen. Angst beispielsweise führt dazu, dass im Körper Adrenalin ausgestoßen wird, was u.a. die Magen-Darm-Peristaltik hemmt und bei längerem Bestehen zu Verdauungsstörungen führen kann. In vielen Redewendungen des Alltags ist dieser Zusammenhang impliziert: Etwas liegt einem "schwer im Magen", eine Sache geht einem "an die Nieren", der Schreck "fährt einem in die Glieder", jemandem ist eine "Laus über die Leber gelaufen" u.s.w.
In der Medizin spricht man von psychosomatischen Krankheiten, wenn (körperliche) Beschwerden ausschließlich oder überwiegend durch seelische Ursachen bedingt sind, z. B. Stress, Partnerschaftskonflikte, familiäre oder soziale Probleme, Neurosen etc.
Häufig vorkommende Erkrankungen, die als psychosomatischen Krankheiten angesehen werden, sind u.a. Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimie (Ess-Brechsucht), funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-bereiches ("Reizdarm", "Gastritis")- wenn sich keine organische Ursache finden lässt, Bluthochdruck ohne organische Ursache und Fettsucht (Adipositas).
Über die Bedeutung der Psychosomatik gibt es geteilte Meinungen. Im Extremfall wird angenommen, psychosomatische Erkrankungen seien "eingebildet" oder würden simuliert. Daraus wird dann der Schluss gezogen, dem Betroffenen "würde in Wahrheit nichts fehlen". Befürworter der Psychosomatik halten dagegen, dass der Patient lediglich nicht in der Lage sei, sich seinen eigentlichen Problemen zu stellen, da diese z.B. als bedrohend bis lebensbedrohend erlebt werden. Der Patient müsse dann zunächst dazu gebracht werden, eine psychotherapeutische Behandlung überhaupt anzunehmen. Oft dauert es sehr lange, bis psychosomatische Krankheiten als solche erkannt werden
Ich glaube, es gibt beide Modelle: Jemand hat Probleme mit sich selbst und schluckt die lange runter. Ihm hätte man dann ein Magengeschwür zugestanden - aus Stress. ( Heute ist das eher nicht mehr so, weil man inzwischen den Helicobacter pylori im Magen gefunden hat, der u.a. für Magenschleimhautentzündungen verantwortlich ist).
Beispiel Amalgamis: hier werden die Leute oft in die Psycho-Schublade gesteckt, weil nicht die richtigen Untersuchungen gemacht werden. Aber genau das ist es doch, was nicht gewollt wird, oder?
Das andere Modell: Jemand hat eine "echte" Krankheit, klar zu diagnostizieren. Aber er hat auch Probleme mit sich selbst. Bei diesem Typ wird die "echte" Krankheit mit Medikamenten behandelt werden, ohne daß der Psyche große Beachtung geschenkt wird.
Wie immer ist es der Weg zwischen beiden Modellen; - so ist ja auch psychosomatisch definiert.
Uta
Uta