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Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr feierten einen Start-Ziel-Sieg. Bereits nach 500 Metern lagen sie vorne, bei Rennhälfte betrug der Vorsprung 1,55 Sekunden, nach 1500 Metern 2,6 Sekunden. Zwar kamen die Dänen, die Weltmeister der letzten beiden Jahre, noch etwas auf, der Sieg der Schweizer war aber nie gefährdet. Bronze holte sich Gastgeber Frankreich.
Der Leichtgewichts-Vierer sicherte der Schweiz den ersten WM-Titel in einer olympischen Disziplin seit 1995, als Markus und Michael Gier im Leichtgewichts-Doppelzweier triumphiert hatten. Damit krönte das Quartett eine überragende Saison. Zuvor war es schon Europameister und Weltcup-Gesamtsieger geworden.
Allerdings waren die Schweizer Neuseeland im Weltcup auch zweimal unterlegen gewesen, so auch beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee. Deshalb veränderten sie für die WM die Sitzordnung im Boot, so übernahm Gyr die Position des Schlagmanns. Dieses Risiko zahlte sich aus, wurde doch die kleine Schwäche beim Start ausgemerzt. "Wir hatten dadurch mehr Power im Boot", sagte Schürch. Es motiviert extrem, ein Jahr vor den Olympischen Spielen Weltmeister geworden zu sein."
Kein Podestplatz für Gmelin
Jeannine Gmelin hatte sich für den Final einiges ausgerechnet. Bei Rennhälfte sah es für die 25-Jährige vom RC Uster noch gut, wies sie als Vierte doch nur einen Rückstand von 15 Hundertstelsekunden auf Bronze aus. Die Kräfte reichten aber nicht zum Coup und zum zweiten Medaillengewinn an einem Grossanlass nach EM-Silber Ende Mai. Gold holte die Australierin Kim Crow, die nach 2013 ihren zweiten Titel gewann.
Dennoch ist die Schweizer WM-Bilanz überaus positiv, holten doch vier Boote einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele und erreichte neben dem Leichtgewichts-Vierer sowie Gmelin auch der Doppelvierer (5.) den A-Final. Letztmals schafften 1999 drei Schweizer Boote in olympischen Disziplinen den Sprung in die Top 6. Die Perspektiven für Rio sind also ausgezeichnet.