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Ausgangspunkt für gewaltnahe Situationen sind in der Regel zwischenmenschliche Konflikte. Die Entstehung von bedrohlichen und gefährlichen Situationen und Ereignissen hängt von vielen Faktoren
ab.
Um diese nachvollziehen zu können, ist es wichtig
- die interaktionellen Zusammenhänge zu überprüfen,
- die Erlebniswelt des sogenannten Gefährders, also seine Wahrnehmungs-und Handlungsmuster, sowie seine sozialen Bindungen zu entschlüsseln
- sowie seinen gedanklichen Verzerrungen oder dem von ihm vermuteten subjektiven "Sinn" seiner Drohungen zu begreifen.
- Dieser Einblick in das individuelle "Täterwissen" kommt auch jenen zu gute, die sich bedroht fühlen oder real bedroht werden. Je grösser das Risiko ist, dass Drohungen wiederholt und gar
umgesetzt werden, desto wichtiger ist auch das Coaching für die betroffenen Opfer und Zielpersonen.
- Zur interdisziplinären Vorgehensweise gehören Riskassessments, die Suche nach wirksamen Kontrollbemühungen (z.B. Einleitung angemessener polizeilicher oder
anderer "externen" Sicherungsmassnahmen) oder ein - mitunter sehr lang angelegter - Casemanagement- und Coaching-Prozess, z.B. für Stalking-Opfer.