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Einwurf 61: MOCAA
Kapstadt ist hip, alle wollen dorthin, obwohl es massenhaft attraktivere Destinationen gibt, ohne Wassernot, ohne Gauner, ohne Verkehrschaos und ohne Investitionsrisiken.
Aber das MOCAA ist grossartig. Wenn Sie zeitgenössische Kunst an sich gern haben, sich aber immer wieder über viel Lärm um praktisch gar nichts oder über Fantasiepreise ärgern, dann sind Sie hier am richtigen Ort. Jeder Raum ist eine «Sonderausstellung», und jede «Sonderausstellung» ist ein kleines «Gesamtkunstwerk».
Herausragend ist der Zimbabwer Kudzanai Chiurai, auch wegen seinen politischen Botschaften. Und haben Sie gewusst, was der Satz «Man Fucks Woman» in der «Grammar Lesson» bedeutet? Die Antwort ist: «Subject, Verb, Object».
Im MOCAA ist nicht nur der Feminismus, sondern auch die «Blackness» ein grosses Thema. Soll man die «Blackness» forcieren und damit voll auf einen schwarzen Rassismus setzen oder soll man sie ignorieren und damit implizit den weissen Rassismus neuerdings so gewähren lassen wie man das selbst während der Apartheidära nie tat?
Der prominente junge Autor Sizwe Mpofu-Walsh ist da ganz klar. Lesen Sie vor oder nach Ihrem MOCAA-Besuch sein Buch «Democracy and Delusion».