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Massnahmen
Massnahmen zur Reduktion des Klimawandels bzw. zur Milderung der globalen Erwärmung
Amory B. Lovins, Imran Sheikh und Alex Markevich: Vergesst doch die Atomkraft!
Stets hat man uns gesagt, Atomenergie sei ein blühender Industriezweig, der eine spektakuläre Renaissance erlebe, denn sie sei bewährt, nötig, wettbewerbsfähig, zuverlässig, sicher, verlässlich, weit verbreitet, immer beliebter und CO2-frei. Sie sei ein perfekter Ersatz für die Kohlekraftwerke mit ihrem hohen CO2-Ausstoss. Neue Atomkraftwerke seien also im Interesse des Klimaschutzes, der Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie und des wirtschaftlichen Wachstums.
Wie können wir als Konsumenten die persönliche Umweltbilanz verbessern? Diese Studie untersucht, wie sich in der Schweiz Wohnen, private Mobilität, Konsumgüter und Dienstleistungen, Ernährung sowie öffentliche Dienste auf die Umwelt auswirken. Der innovative Ansatz besteht darin, dass sich die Studie in erster Linie mit den Verbesserungspotenzialen der Umweltbilanz befasst sowie die punkto Umweltverträglichkeit relevanten Schlüsselfaktoren, -akteure und -entscheide identifiziert und Szenarien für einen umweltbewussten Konsum erstellt. Die finanziellen Aspekte werden ebenfalls evaluiert und die Berechnungen der Szenarien werden mit den gesamten Umweltauswirkungen pro Person und Jahr verglichen um Handlungsprioritäten bestimmen zu können.
Eine Serie von Szenarien, die dem heutigen Lebensstil von Schweizer Konsumenten entsprechen, zeigen auf, wie sich die Umweltwirkungen ohne Zusatzkosten um ein Drittel reduzieren lassen.
Limitierte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen für die schmutzigsten Fahrzeuge
Für die 20% schmutzigsten Fahrzeuge soll die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn auf 100 km/h begrenzt werden. Dadurch könnte ein permanenter Druck auf die Automobilindustrie zur Entwicklung von umweltfreundlicheren (klimafreundlicheren) Fahrzeugen entwickelt werden.
Zudem würde auch ein konkreter Anreiz geschaffen zur Wahl von umweltfreundlichen Fahrzeugen, welcher nicht mit Geld wettgemacht werden kann.
Durch Beachten von ein paar einfachen, bisher unbekannte Regeln kann der Schadstoffausstoss bei Holzfeuerungen (Cheminées, Schwedenofen, Kachelofen, Holzherd, usw.) um den Faktor 4 bis 5 reduziert werden. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und helfen Sie mit, unnötige Feinstaub-Emissionen drastisch zu reduzieren!
Die Umwelt und das Klima werden es Ihnen danken.
Auf einem 13 km langen Teilstück der A1 wurde ab Januar 2007 die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h um 30 km/h auf 100 km/h reduziert. An mehreren Stellen wurden die Anzahl und Art der Fahrzeuge sowie die Konzentrationen von CO2, NOx und Feinstaub gemessen und mit Werten der Vorjahre verglichen. Die Resultate der Geschwindigkeitsreduktion:
Die Klimaveränderung stellt ein globales Phänomen dar, bei dem der Verursacher der Emission nicht automatisch auch der Leidtragende ist. Ursache und Wirkung sind beim Klimawandel sowohl zeitlich als auch räumlich getrennt.
Folgende Aussagen sind recht typisch:
- "Ich alleine kann doch nichts bewirken, weshalb sollte ich denn mein Verhalten ändern?"
- "Ich tue ja nichts Verbotenes, ich halte alle Gesetze ein. Ihr könnt ja von mir aus gerne Energie sparen, aber lasst mich in Ruhe damit."
- "Ich verbrauche doch so wenig Energie, sollen sich die grossen Umweltverschmutzer erst bessern, danach überlege ich es mir vielleicht auch."
Bis heute wurde jede Nachfrage nach Energie automatisch befriedigt. Wer bereit war, entsprechend zu bezahlen, bekam jede beliebige Menge Energie geliefert. Diese Politik führte zu einem ständig steigenden Energiekonsum und zu den Werten wie in Tabelle 1 dargestellt. Niemand hat in diesem System ein Interesse an einem gemässigten Energiekonsum. Im Gegenteil: Alle kommerziellen Interessen sprechen klar für eine Zunahme des Energieverbrauchs. Dies führte denn auch dazu, dass das seit mehr als 20 Jahren bekannte Problem des Klimawandels bis vor kurzem ignoriert oder geleugnet wurde.
Nun ist eine Umkehr in der Energiepolitik notwendig: Wir müssen die natürlichen Ressourcen auf der Erde nach den Kriterien der Nachhaltigkeit bewirtschaften. Die Nachfrage an Energie muss sich nach dem Angebot an erneuerbarer Energie richten. Nur auf diese Art und Weise ist ein nachhaltiger Lebensstil - und damit ein langfristiges Überleben der Menschheit - überhaupt möglich.