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Die Geschichte der Draisinen geht in die Jahre nach 1800 zurück. Der Forstmeister Freiherr Karl Friedrich Drais von Sauerbronn (1785 bis 1851) konstruierte eine Art Tret- oder Schieberad (späteres Fahrrad).
Schon bald erhielten diese einen Antrieb über Pedale oder Wippen, natürlich noch per Muskelkraft angetrieben. Mit der Entwicklung einfacher Schienenfahrzeuge ist so ein einfaches, leichtes Vehikel entstanden, die Draisine. Im Laufe der Jahre entstand eine Vielzahl an Konstruktionen, Ausführungen und Grössen.
Erst Anfang des 20.Jahrhunderts wurden die Antriebe nach und nach durch Motoren ersetzt, entsprechend auch der Entwicklung der Automobile und anderer Schienenfahrzeuge.
Die Draisinen wurden vorwiegend zu Inspektionszwecken auf der Strecke eingesetzt und boten meist nur wenig Platz für Mensch und Material. Oft wurden diese für den einfachen Fahrleitungsbau zusammen mit Rolleitern verwendet.
Dieses Bild eines Modells im SBB-Ausbildungszentrum Löwenberg in Murten zeigt eine mögliche Komposition, wie sie für den einfachen Fahrleitungsdienst eingesetzt wurde. "Leider" stand das Modell in einer röhrenförmigen Vitrine, weshalb die Bildqualität stark beeinträchtigt wurde. Sommer 2005 (Bild: D.Führer)
In den letzten Jahren der Motordraisinen in der Schweiz wurden diese vor allem zur Verteilung der Lohntüten an die Barrieren- und Streckenposten verwendet. Mit der zunehmenden Automatisation fielen auch diese Dienste weg.
In der Schweiz blieben von der Vielzahl der Draisinen nur noch wenige erhalten. Besonders erwähnt sei an dieser Stelle die Draisinensammlung im Fricktal (www.draisine.ch).
Im Bahnhof Triengen
15.11.08
(Bild:D.Führer)