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Mit insgesamt fünf Medaillen zieht der Badmintonclub Uzwil eine gute Bilanz. Das Highlight ist natürlich die Goldmedaille von Nicolas A. Müller. Er gewinnt seinen ersten Schweizermeistertitel bei den «Grossen». Gemeinsam mit seinem Nationalmannschaftskollegen Tobias Künzi (Gebenstorf) wurde er der Favoritenrolle gerecht. Einzig im Finalspiel wurde es eng, am Schluss reichte es trotzdem zu einem hart umkäpften Dreisatzsieg gegen die Mitfavoriten Bonny/Tripet (La Chaux-de-Fonds).
In jedem zweiten Halbfinal
Eindrücklich war die Tatsache, dass Uzwil in der Hälfte aller Halbfinalspiele (5 von 10) beteiligt war. Für die betroffenen Spieler/innen ein besonderer Erfolg, da man damit eine der begehrten Medaillen bereits auf sicher hatte – und zwar die Bronzemedaille. Und diese durften sich gleich mehrere Uzwiler/innen umhängen lassen. Im Mixeddoppel krönen Sereina Hofstetter und Ramon Kropf ihre erfolgreiche Saison mit der Bronzemedaille. Auch Julien Scheiwiller gewinnt Bronze im Männerdoppel mit Minh Quang Pham (Lausanne). Und im Fraueneinzel holt sich Milena Schnider die Bronzemedaille, wobei sie das Halbfinal nach einem Misstritt verletzt aufgeben musste.
Vera Appenzeller schafft Sensation
Die grösste Überraschung gelang der 16-jährigen Vera Appenzeller. Sie gewinnt im Fraueneinzel ebenfalls die Bronzemedaille. Eine Medaille, die wortwörtlich unverhofft kam. Denn Vera Appenzeller wäre eigentlich gar nicht fürs Fraueneinzel qualifiziert gewesen. Doch weil sich Adina Panza kurz vor Turnierstart unwohl fühlte und deshalb nicht antrat, rutsche Vera Appenzeller plötzlich als sogenannter «Lucky Looser» ins Turnier nach. Und sie nutzte ihre Chance. Mit Franca Schmid (Adliswil) und Indira Dickhäuser (Lausanne) warf sie gleich zwei Medaillenkandidatinnen aus dem Turnier und spielte sich selbst überraschend in den Halbfinal. Erst dort unterlag sie der späteren Silbermedaillengewinnerin. Für Vera Appenzeller ist diese Bronzemedaille bei der Elite der bisher grösste Karriereerfolg.