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Villen, Dörfer, BurgenLeben auf dem Land
In der Römerzeit war die Gegend um Solothurn dicht mit Gutshöfen besiedelt. Solche Landgüter versorgten die Stadtbevölkerung mit Getreide, Gemüse und Fleisch. In einem Gutshof lebten bis zu hundert Personen aus allen sozialen Schichten: vom Villenbesitzer über den Verwalter und Handwerker bis zu Landarbeitern und Sklaven. Was bei den Römern der Gutshof, ist im Mittelalter das Dorf. Teils entwickelten sich die mittelalterlichen Dörfer in den Ruinen der römischen Gutshöfe, teils wurden sie auf Neuland gegründet. Als der Adel im Laufe des Mittelalters seine Herrschaft ausweitete, entstanden abseits der Dörfer immer mehr Burgen. Sie waren adeliger Wohnsitz, Mittelpunkt eines Gerichtsbezirks und Wirtschaftsbetrieb in einem.