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Schwebende Schulden
|Masseinheit||Franken|
|Rubrik||Finanzzahlen|
|Bahntyp||Lokomotivbahn|
Daten
Kommentar
Schwebende Schulden sind kurzfristige Verbindlichkeiten. Sie wurden in der Statistik ab 1874 durchgehend in der Bilanz als Passiven aufgeführt, aber kaum näher differenziert: neben der Reihe «Verfallene Titel und Coupons und Ratazinsen» stand ab Ende der 1880er-Jahre einzig noch der betragsmässig weitaus gewichtigere, jedoch ziemlich aussagslose Posten «Sonstige Kreditoren». Zuvor wurden noch die hängigen Beträge der «Unterstützungskassen» sowie «Kautionen des Personals» separart ausgeschieden. Bei manchen Bahnen waren die schwebenden Schulden teils beträchtlich und auch nicht immer scharf abgegrenzt von langfristigen Verbindlichkeiten (Anleihen), indem beispielsweise Erstere teils in Letztere umgewandelt wurden. Auffällig ist ferner, dass die kurzfristigen Ausstände oft in den ersten Betriebsjahren vergleichsweise hoch waren, weil gewisse Baurechnungen noch offen standen. Mitunter wurden aber auch Defizite oder Zinsrückstände als «schwebende Schulden» verbucht. In der Datenbank digitalisiert wurde das Total der schwebenden Schulden.
Diese Variable stimmt nicht mit der Variable «anleihen kurz» in trainbase überein, da dort nicht das Total der schwebenden Schulden digitalisiert ist, sondern nur die Reihe «Verfallene Titel und Coupons, Ratazinsen und Prämien auf Anleihen».
Vergleiche auch den Kommentar zur Variable «Zins laufend».