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Entschädigung für Personen wegen einer Quarantäne
Sie befinden sich in einer ärztlich oder behördlich verordneten Quarantäne, weil Sie mit möglicherweise infizierten Personen in Kontakt waren/sind und müssen darum Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen. Sie müssen
- obligatorisch bei der AHV versichert sein (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sein); und
- einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.
Die Quarantänemassnahme muss mit einem ärztlichen Attest oder mit der behördlichen Anordnung belegt werden.
Wenn Sie krank sind oder vom Arbeitgeber beurlaubt wurden, weil Sie zur Risikogruppe gehören, erhalten Sie die Entschädigung nicht, da der Arbeitgeber in diesen Fällen zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist.
Alleine aufgrund eines Alarms der SwissCovid-App und wenn Sie sich von sich aus in Quarantäne begeben, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung. Um anspruchsberechtigt zu sein, muss die Quarantäne zwingend von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Behörde angeordnet sein.
Grundsätzlich nicht. Sie haben keinen Anspruch auf die Entschädigung, wenn das Land zum Zeitpunkt Ihrer Abreise bereits auf der Liste der Staaten und Gebiete mit hoher Ansteckungsgefahr stand. Sie sind jedoch anspruchsberechtigt, wenn Sie sich ohne eigenes Verschulden in Quarantäne begeben müssen; das heisst, wenn sich Ihr Reiseziel nicht auf der Liste der Risikogebiete befand und Sie nicht aufgrund einer offiziellen Ankündigung wissen konnten, dass das Reiseziel während der Reise auf diese Liste gesetzt wird. Das BAG führt diese Liste, die regelmässig angepasst wird.
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Es gibt keine Karenzfrist.
Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Quarantänemassnahme angeordnet wird, kann ein neuer Anspruch von maximal 10 Taggeldern entstehen. Ein allfälliger Anspruch endet in jedem Fall spätestens am 31. Dezember 2021.
Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber 196 Franken pro Tag.
Sind Sie selbstständigerwerbend und haben schon vor dem 16. September 2020 eine Entschädigung erhalten, so bleibt die Berechnungsgrundlage für das Taggeld gleich. Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens, dem Ihre letzte Akonto-Beitragsrechnung für das Jahr 2019 zugrunde liegt, höchstens aber 196 Franken pro Tag.
Der Corona-Erwerbsersatz untersteht der Beitragspflicht. Das heisst, es werden die üblichen Beiträge für die AHV, die IV, die Erwerbsersatzordnung EO und gegebenenfalls die Arbeitslosenversicherung ALV abgezogen.
Wenn Ihr Arbeitgeber den Lohn weiterzahlt, kann ihm die Entschädigung direkt ausgerichtet werden.