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Am Sonntag wird ein bekannter Name in der Startliste des Weltcup-Slaloms in Levi auftauchen: von Grünigen. In Finnland bestreitet Noel von Grünigen aus Schönried BE sein erstes Rennen auf höchster Stufe.
Noels Vater ist kein Geringerer als Michael «Mike» von Grünigen. Um die Jahrtausendwende wurde er zwei Mal Weltmeister und gewann vier Mal den Riesenslalom-Weltcup. «MvG» ist einer der erfolgreichsten Schweizer Skirennfahrer der Geschichte.
«Ich habe ihn nie forciert, sondern ihn in der sportlichen Betätigung lediglich unterstützt», sagte Vater Mike einst über den ältesten seiner drei Söhne. Auch der 17-jährige Lian strebt eine Ski-Karriere an.
Mike von Grünigen holte 1997 und 2001 WM-Gold im Riesenslalom. Er gewann in dieser Disziplin 23 Weltcup-Rennen und er stand 25 weitere Male auf dem Podest.
Sohn Noel ist anders als der Vater Slalomspezialist und noch nicht ganz so erfolgreich wie sein berühmter Vater, den er natürlich auch als sein Idol bezeichnet. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften wurde «NvG» vor zwei Jahren Sechster im Slalom. Im Europacup, der zweithöchsten Stufe, ist ein 10. Platz sein Bestresultat; er wurde zwischen den Kippstangen zweifacher Schweizer Junioren-Meister und gewann zwei FIS-Rennen.
Auf das Markenzeichen des Vaters, den Schnauz, verzichtet Noel. Und beim 49-jährigen Mike ist der mittlerweile schon ziemlich grau, wie sein Instagram-Post von einem gemeinsamen Training im Spätherbst zeigt …
Der Weltcup-Debütant, der als Zweijähriger erstmals auf Ski stand, hat eine Matura und eine abgeschlossene Lehre als Zimmermann im Sack. Seine Familie spielt nach wie vor eine grosse Rolle in seinem Leben. Von Vater Mike hole er sich sportliche Ratschläge, Mutter Anna sei für ihn eine Art Mentaltrainerin.
15 Jahre und 246 Tage liegen zwischen dem letzten Rennen von Vater Mike und dem ersten von Sohn Noel von Grünigen. «Auf diesen Tag habe ich seit vielen Jahren hingearbeitet», sagt der Berner Oberländer, der dem C-Kader von Swiss-Ski angehört. «Die Freude ist natürlich riesig.»
Von Nervosität wollte er gegenüber skinews.com noch nichts wissen. «Aber wenn ich dann am Start stehe, wird der Puls dann schon etwas erhöht sein.» Bestimmt nicht nur bei ihm – sondern auch beim berühmten Papi.