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Globalisierung heisst die zunehmende weltweite Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur, der grenzüberschreitende Austausch von Gütern, Diensten, Menschen und Informationen. Der weltweite statistisch erfasste Warenexport stieg von 1960 bis 2015 um das 18-fache. Die Zahl der direkten Auslandinvestitionen stieg von 13 Mrd. US$ (1970) auf 1’400 Mrd. US$ (2014)[1]. Die ökonomische Vorherrschaft der USA wird zunehmend bedrängt durch die Wirtschaftsentwicklung in Asien. Es wird erwartet, dass China die USA demnächst als grösste Volkswirtschaft ablösen wird. Damit einher geht eine politisch-militärische Achsenverschiebung nach Asien: „Easternization follows Westernization“[2]. Jüngste Tendenzen zur Deglobalisierung scheinen aktuell nicht auf eine eigentliche Trendwende hinzuweisen. Nationalstaaten verlieren an Gestaltungseinfluss zugunsten globaler Unternehmen. Eine global public governence ist höchstens in Ansätzen zu beobachten.
[2]Rachman, Gideon (2017): Easternization. War and Peace in the Asian Century.