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Je mehr Sonnenbäder im Solarium, desto höher ist das Risiko, später am schwarzen Hautkrebs zu erkranken. Frauen, die in ihrem Leben mindestens 30 Mal im Solarium waren, haben ein etwa 30 Prozent höheres Risiko.
Besonders gefährdet sind jene, die bereits in jungen Jahren – im Alter von unter 30 – ins Solarium gehen: Sie erkranken im Durchschnitt 2,2 Jahre früher an einem Melanom als Frauen, die nie im Solarium waren. Das ergab eine rund 14 Jahre dauernde Verlaufsbeobachtung von über 140’000 Norwegerinnen. Schwarzer Hautkrebs (Melanom) ist hierzulande der vierthäufigste bösartige Tumor; pro Jahr sterben etwa 300 Personen in der Schweiz daran. In der Schweiz nehmen circa zehn Prozent der Bevölkerung regelmässig ein solches «UV-Bad», etwa 40 Prozent gehen sporadisch ins Solarium.
Um die gewünschte Bräunung zu erzielen, bestrahlen Solarien die Haut mit starker UV-Strahlung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte dies bereits 2009 als krebserregend eingestuft. Eine kleine Studie in Australien überprüfte 2008, ob die UV-Lampen in 20 Solarien die dortigen Vorgaben erfüllen. Das war nicht immer der Fall: Jedes sechste untersuchte Gerät bestrahlte die Haut mit mehr als der erlaubten UVA-Strahlenmenge; manche emittierten mehr als das Sechsfache der UVA-Strahlung, welche die Sonne zur Mittagszeit über Australien abstrahlt.
Quelle: «American Journal Epidemiology» 2017 (Englisch)