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Für die Herren 1 des UHA standen am vergangenen Wochenende die letzten beiden Spiele der Hinrunde an. Am Samstag erwartete man den Zweitletztplatzierten Vipers Innerschwyz im Gringel, bevor es am Sonntag auswärts in Bülach gegen den Vierten der Tabelle ging. Die Ausgangslage war klar: Drei Punkte am Samstag dürfte man bilanzieren, Punkte gegen Bülach wären ein gern gesehener Boni.
Es war ein schöner Samstagnachmittag, an dem sich die Herren 1 des UHA im Gringel besammelten. Durch die bisherigen drei Siege gegen direkte Tabellenkonkurrenten könnte sich der UHA mit einem vierten Sieg die Hinrunde versüssen und den Anschluss an die Playoff-Plätze halten. Mit einem Sieg gegen die Vipers Innerschwyz würde man zudem den Abstand zum eigentlich Letztplatzierten (Zürisee hat sich bekannterweise ja zurückgezogen) auf neun Punkte ausbauen. Doch genug vorausgeschaut, zuerst musste gespielt werden.
Das Spiel startete ruppig. Das Heimteam merkte schnell, dass sie es hier mit einem Gegner zu tun haben, der sich, wie der UHA selbst, nicht vor Zweikämpfen scheut und diese auch bewusst sucht. Dennoch hatte man das Gefühl, dass die Appenzeller den besseren Start erwischten und sich direkt ein paar Chancen herausspielten. Es waren allerdings die Gäste, welche nach acht Minuten nach einem unglücklichen Zuspiel der Appenzeller allein vor Torhüter Cedric Sutter auftauchten und das 1:0 markierten. Das Heimteam hatte in der Folge wieder mehr Spielanteile und wusste nur eine Minute später durch Pascal Frischknecht, nach Vorarbeit von Aurel Sutter, auszugleichen. Kurz vor Drittelsende war es dann Marius Wolf, der seine Farben verdientermassen mit 2:1 in Führung brachte.
Das zweite Drittel startete mit einer Unterzahlsituation für den UHA. Die Gäste konnten allerdings keine nennenswerte Aktion kreieren, sodass der UHA die Strafe unbeschadet überstand. In der Folge drückte das Heimteam immer mehr auf den dritten Treffer, während sich die Vipers auf das Verteidigen und Kontern beschränkten. Ein Konter der Gäste konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden, was zu einem Penalty führte. Die Vipers scheiterten jedoch bei der Ausführung dieses Penaltys, ohne dass eine Gefahr für Cedric Sutter herrschte. In der Folge lief das Spielgerät wieder fast nur in den eigenen Reihen. Es gelang dem UHA aber einfach nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Entweder traf man Aluminium oder der überragend parierende Torhüter der Vipers verhinderte hundertprozentige Torchancen. Eine halbe Minute vor der zweiten Pause kam es dann, wie es kommen musste. Nach einem weiteren Aufbaufehler der Appenzeller erzielten die Gäste den, für sie wichtigen, Ausgleich.
Nach der Pause nahm das Spiel wieder die gleichen Züge an. Der UHA erspielte sich Chancen, welche immer wieder nicht in Erfolge umgewandelt werden konnten. In der 43. Minute erzielte dann Aldo Blaser, wieder auf Zuspiel von Aurel Sutter, den vermeintlich erlösenden Treffer zum 3:2. Die Gäste fanden aber auch darauf eine Antwort. Diese fiel während einer Überzahlsituation für den UHA, was es umso schmerzhafter machte. Die rund 190 Zuschauer merkten, dass die Moral des Heimteams ein weiteres Mal stark zu leiden hatte. Kurz darauf, wieder nach einem Aufbaufehler des UHA, gingen die Gäste sogar mit 3:4 in Führung. Nur 10 Sekunden später sprachen die Schiedsrichter eine hart gepfiffene Strafe gegen den UHA aus, welche die Vipers zum 3:5 zu nutzen wussten. Dennoch blieben noch 10 Minuten zu spielen. Das Heimteam bäumte sich noch einmal richtig auf, drängte die Gäste praktisch durchgehend in ihre eigene Zone, nutzten aber ihre Chancen nicht. Auch ein 6. Feldspieler konnte daran nichts ändern. Die Gäste verwalteten den Spielstand und gewannen wichtige drei Punkte im Blick auf die Playoff-Plätze.
Der UHA verliert damit ein hart umkämpftes Spiel mit teilweise beinahe horrenden Zweikämpfen, welche jede Grenze überstiegen. Auch mit der Chancenauswertung konnte man sich am Ende des Tages nicht zufriedengeben. Im Hinblick auf den Sonntag war also Verbesserungspotenzial durchaus sichtbar.
UH Appenzell - Vipers InnerSchwyz 3:5 (2:1, 0:1, 1:3)
Turnhalle Gringel, Appenzell. 184 Zuschauer. SR Allemann/Wiget.
Tore: 8. S. Heinzer 0:1. 9. P. Frischknecht (A. Sutter) 1:1. 19. M. Wolf 2:1. 40. S. Heinzer (M. Regli) 2:2. 43. A. Blaser (A. Sutter) 3:2. 46. P. Holdener 3:3. 47. M. Forster (M. Regli) 3:4. 47. M. Gwerder (S. Heinzer) 3:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UH Appenzell. 4mal 2 Minuten gegen Vipers InnerSchwyz.
Das Schöne an einer Doppelrunde ist bekanntlich die Möglichkeit, seine Sache gleich einen Tag später besser zu machen. Die Herren nahmen sich zum Ziel, ohne Angst gegenüber einem der Topteams der Liga aufzutreten und so Unihockey zu spielen, wie man es in der Vorsaison Woche für Woche auf dem Platz zeigte.
Der UHA zeigte einen soliden Start in das Spiel. Bülach gewährte den Appenzellern vergleichsweise viel Raum und Zeit, um ihr eigenes Spiel aufzuziehen. So war es in der achten Minute Aldo Blaser, auf Pass von Aurel Sutter, der den nicht unverdienten Führungstreffer für den UHA erzielte. Sechs Minuten später konnte Julian Alder mit einem schönen Drehschuss das erste Mal für seine neuen Farben reüssieren und die Führung ausbauen. In den darauffolgenden Minuten war es allerdings Bülach, das langsam erwachte und bis zur ersten Pause noch ausgleichen konnte. Dennoch durften die Appenzeller zuversichtlich sein, da man mehr für das Spiel tat.
Der Start ins zweite Drittel gelang den Appenzellern abermals erfolgreich. Nach nur 16 Sekunden war auch die Powerplayformation erfolgreich, als Julian Alder einen Pass von Michael Sutter verwertete. Eine zwingende Reaktion von Seiten Bülachs kam allerdings nicht. Das Spiel plätscherte vor sich hin, ohne nennenswerte Aktionen hervorzubringen. Nach 32 Minuten war es Mauro Neff, der einen Abpraller vom zweiten Neuzugang Rico Zahner hinter die Linie beförderte. Das 2:4 bildete zugleich das Schlussresultat des zweiten Drittels.
Mit noch 20 Minuten Restzeit und weiterhin bescheidener Wehr der Zürcher wuchs die Zuversicht, einen grossen Brocken der 1. Liga zu Fall zu bringen. Diese Zuversicht wurde in der 45. Minute allerdings wieder etwas auf die Probe gestellt, da Bülach auf 3:4 erhöhte. Wie am Vortag wusste Pascal Frischknecht auch hier eine Antwort und stellte nur eine Minute später die wichtige Zwei-Tore-Führung nach Vorarbeit von Aurel Sutter wieder her. Kurz darauf trug sich auch der zweite Waldstätter Fabian Anderegg als Torschütze ein, nach souveräner Vorarbeit von Rico Zahner. Es folgte ein letztes Aufbäumen von Bülach, welche das Heimteam jedoch nicht zu nutzen wusste. Fünf Minuten vor Schluss traf Pascal Frischknecht auf Pass von Aldo Blaser zum 3:7, was den Zürchern wohl endgültig das Genick brach. Nur eine halbe Minute später fand Julian Alder mit einem Geniestreich Maurin Dörig, der nur noch einzunetzen hatte. Als darauf ein Zürcher nach einem überharten Zweikampf, der seinen Namen mehr als verdiente, 2+2-Minuten auf die Strafbank musste, waren es Aldo Blaser (Assist: Michael Sutter) und Marius Wolf (Mauro Neff), die zum Schlussresultat von 3:10 zugunsten des UHA beitrugen.
Mit diesem Sieg konnte der UHA die Gators aus Widnau in der Tabelle überholen und steht nun mit 12 Punkten aus 10 Spielen auf Platz 7. Die Playoff-Plätze sind weiterhin in Reichweite und mit einer soliden Rückrunde definitiv erreichbar. Hervorzuheben ist allerdings die Art und Weise, wie die Reaktion auf die ärgerliche Niederlage am Samstag ausgefallen ist. Der UHA hat mit einem der Topteams der Liga mitgehalten und dieses zeitweise dominiert. Damit darf man zuversichtlich auf die anstehende Rückrunde schauen, auch wenn weiterhin viel Arbeit vor den Appenzellern steht. Erstmal verabschieden sich die Herren für drei Wochen in die Natipause und bereiten sich auf die Rückrunde vor. Das nächste Heimspiel wird am Sonntag, dem 20. November im Gringel stattfinden. Zu Gast sind die Tabellennachbarn aus Widnau. Der UHA freut sich auf zahlreiche Unterstützung.
Bülach Floorball - UH Appenzell (2:2, 0:2, 1:6)
Sporthalle Hirslen, Bülach. 110 Zuschauer. SR Sprecher/Vetsch.
Tore: 8. A. Blaser (A. Sutter) 0:1. 14. J. Alder 0:2. 17. M. Cockerill (M. Schmid) 1:2. 19. M. Schmid 2:2. 21. J. Alder 2:3. 33. M. Neff (R. Zahner) 2:4. 45. R. Haab (M. Hottinger) 3:4. 46. P. Frischknecht (A. Sutter) 3:5. 47. F. Anderegg (R. Zahner) 3:6. 55. P. Frischknecht (A. Blaser) 3:7. 55. M. Dörig (J. Alder) 3:8. 58. A. Blaser (M. Sutter) 3:9. 59. M. Wolf (M. Neff) 3:10.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bülach Floorball. Keine Strafen.
Für den UHA spielten am Wochenende: Cedric Sutter, Michael Inauen; Marco Solenthaler, Michael Sutter (0/1), Pascal Frischknecht (3/0), Aurel Sutter (0/3), Aldo Blaser (3/1); Andy Wolf, Lukas Sutter, Julian Alder (2/1), Maurin Dörig (1/0), Jonas Neff; Sepp Räss, Marius Wolf (2/0), Mauro Neff (1/1), Joel Untersander, Fabian Anderegg (1/0), Sandro Bösch, Dario Fässler, Rico Zahner (0/2); Simon Inauen, Christoph Fässler.