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Interfakultäres Institut für Ost und Mitteleuropa
Adresse
Interfakultäres Institut für Ost und Mitteleuropa
Universität Freiburg
Pérolles E329
CH-1700 Fribourg
Tel. +41 (0)26 300 79 75
Webseite und Mail
www.unifr.ch/ieo/
<email-pii>
Über das Institut
Geschichtlicher Hintergrund
1997 gegründet, setzt das Interfakultäre Institut für Ost- und Ostmitteleuropa (IIECE) die Tradition des 1957 von Professor Joseph Maria Bocheński in Freiburg/Fribourg errichteten und 1958 der Philosophischen Fakultät der Universität angeschlossenen Osteuropa-Instituts fort. Bocheński (1902-1995), ein Dominikaner polnischer Abstammung, vertrat die Ansicht, dass die mangelnde Beschäftigung mit der Entwicklung innerhalb des damaligen Ostblockes fatale Folgen haben könnte. Es ist ihm gelungen, einflussreiche Leute von seiner Meinung zu überzeugen und deren Unterstützung für die Einrichtung eines wissenschaftlichen Institutes zur Erforschung der sowjetischen Philosophie in den ostmitteleuropäischen Ländern in einem institutionalisierten Rahmen in Angriff genommen werden.
Bocheński betonte, dass im Gegensatz zu anderen, nichtakademischen Organisationen mit ähnlichen Bezeichnungen das Institut mit keinerlei politischen Zielen oder Aktivitäten verbunden sei.
Ermöglicht wurde die Einrichtung des Institutes unter anderem durch Zuwendung der Rockefeller Stiftung und der Ford Stiftung, sowie Beiträge der Regierungen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland.
Slavistik an der Universität Freiburg
Die Universität Freiburg wurde im Jahre 1889 als katholische Alternative zu den protestantisch-liberal ausgerichteten übrigen Universitäten der Schweiz ins Leben gerufen. Mit der Gründung der Universität wurde auch ein Lehrstuhl für slavische Sprachen und Literaturen geschaffen, womit Freiburg für sich in Anspruch nehmen kann, als erste schweizerische Hochschule die wissenschaftliche Beschäftigung mit der slavischen Welt instututionalisiert zu haben. Dem katholischen Charakter der Universität entsprechend kam dabei der polnischen Sprache und Literatur lange Zeit ein besonders hoher Stellenwert zu. (Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte der Slavistik an der Universität Freiburg s. Roland Aegerter, Die schweizerische Wissenschaft und der Osten Europas. Zur Geschichte der Slavistik und Osteuropakunde. Slavica Helvetica BD. 57, Peter Lang Bern. S. 152-188).
Heutige Rolle des IIECE
Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Ostmitteleuropa erreichte das Osteuropa-Institut eine Phase, wo es sich neu orientieren musste. Und nach dem Tode Bochenskis 1995 wurde das Osteuropa-Institut aufgelöst und seine Forschungstätigkeit auf eine neue Grundlage gestellt. Aus dieser Neuorientierung entstand das Interfakultäre Institut für Ost- und Ostmitteleuropa (IIECE). Gemäss Statuten
- plant und koordiniert das IIECE die Lehre auf dem Gebiet der Ost- und Ostmitteleuropastudien,
- fördert die interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet,
- pflegt den Kontakt mit gleichartigen Institutionen,
- bietet Lehrveranstaltungen und Studiengänge an,
- fördert die Forschung durch Kolloquien, Konferenzen und Projekte,
- organisiert Weiterbildungskurse,
- unterstützt Publikationen,
- führt eine Bibliothek und Dokumentationsstelle,
- berät die universitären Instanzen in ihren Kontakten mit Ost- und Ostmitteleuropa
- führt Aufträge für Dritte aus.
Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben arbeitet es mit den zuständigen universitären Stellen zusammen.
Im Rahmen des zum "licence-ès-lettre" führenden Studiums können beim IIECE folgende Fächer belegt werden (zuständige Professoren):
- Slavische Sprachen und Literaturen (Prof. Rolf Fieguth),
- osteuropäische Kulturphilosophie (Prof. Edward M. Swiderski),
- Politische Wissenschaften (Prof. Nicolas Hayoz),
- Ethnologie (Prof. Christian Giordano),
- Recht (Prof. Paul Volken),
- Wirtschaft (Prof. Paul H. Dembinski),
- Religionsidee und -gemeinschaften in Ost- und Mitteleuropa (Prof. Barbara Hallensleben).
(Aus http://www.unifr.ch/ieo/praxistransfert/deutsch/organisation/d_org_institut.htm, Januar 2006)