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Empfehlungen für transplantierte Personen zur Covid-19-Impfung
Eine kürzlich publizierte Arbeit1 aus dem JAMA-Netzwerk von Boyarsky und Kollegen hat aufgezeigt, dass der Impfschutz bei transplantierten Patientinnen und Patienten unter Immunsuppression auch nach zwei Dosen eingeschränkt ist: In der Arbeit mit 658 transplantierten Patientinnen und Patienten fand sich eine Bildung von Antikörpern nach der ersten Dosis in 15 % und nach der zweiten Dosis in 54 % der Patientinnen und Patienten.
Daraus resultiert die Empfehlung:
- Transplantierten Patientinnen und Patienten wird empfohlen, auch nach der Impfung die Schutzmassnahmen weiterhin anzuwenden. Diese Empfehlung basiert auf dem fehlenden Impfschutz beziehungsweise gewissen Unklarheiten, wie viele Antikörper es braucht, um von einem Impfschutz auszugehen.
- Swisstransplant empfiehlt transplantierten Patientinnen und Patienten die Messung der Anti-Spike-IgG-Antikörperkonzentrationen. Bei negativem oder uneindeutigem Befund empfiehlt Swisstransplant eine dritte Impfung; idealerweise zwei Monate – und nicht früher als 4 Wochen - nach der zweiten Dosis.
Für transplantierte Jugendliche und Kinder finden folgende Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG)3 Anwendung:
- Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren, die sich impfen lassen möchten, wird die Impfung besonders empfohlen, wenn eine chronischen Krankheit vorliegt oder sie enge Kontakte (z. B. Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen sind, besonders von Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
- Die Impfung von Kindern unter 12 Jahren ist derzeit nicht vorgesehen. Es fehlen momentan die entsprechenden Studiendaten für diese Altersgruppen. Die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind in der Schweiz für Kinder unter 12 Jahren noch nicht zugelassen.
- Erwachsene Personen im gleichen Haushalt sollten sich impfen lassen.