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Meine Nachbarin fährt mich ins Spital
Ich bin die Erste im Viererzimmer, werde freundlich empfangen. Fürs Kühlen der Kopfhaut muss ich meine Haare nass machen, dann erhalte ich eine Tablette gegen Übelkeit.
Der Venenzugang wird gesetzt, was wieder problemlos klappt. Über diesen läuft ebenfalls zuerst ein Mittel gegen Übelkeit. Dann folgt Atezolizumab, das Mittel der Immuntherapie, das während einer halben Stunde in meinen Körper tröpfelt. Ich begrüsse das Medikament, heisse es willkommen und schreibe auch ihm eine Ode.
Die anderen Frauen treffen ein, es sind dieselben wie vor drei Wochen. Wir begrüssen uns herzlich, erzählen, wie es uns ergangen ist, lachen viel.
Vor dem Mittag wird mir das erste Mittel der Chemotherapie angehängt: Taxol, das in meinen Körper fliesst. Auch dieses Medikament heisse ich herzlich willkommen. Gleichzeitig beginnt die Kühlung der Kopfhaut.
Nach dem Mittagessen werde ich müde. Etwa um ein Uhr können die beiden anderen Frauen nach Hause gehen. Ich bleibe allein, spreche lange mit einer Pflegefachfrau und erhalte schliesslich noch das letzte Mittel: Carboplatin, das ich freundlich begrüsse und das mir eine knappe Stunde lang verabreicht wird. Nachher läuft die Kopfhautkühlung noch eine halbe Stunde. Dann bin ich fertig.