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Paul Cravath, ein junger Anwalt in New York erlebt an einem Tag gleich zwei Dinge, die sein Leben beeinflußen. Zuerst wohnt er einem grausamen Unfall bei, bei dem ein Arbeiter zur Stromfackel wird und am gleichen Abend erhält er ein Telegramm mit folgendem Inhalt: „Ihre Anwesenheit ist umgehend erwünscht. Es... Paul Cravath, ein junger Anwalt in New York erlebt an einem Tag gleich zwei Dinge, die sein Leben beeinflußen. Zuerst wohnt er einem grausamen Unfall bei, bei dem ein Arbeiter zur Stromfackel wird und am gleichen Abend erhält er ein Telegramm mit folgendem Inhalt: „Ihre Anwesenheit ist umgehend erwünscht. Es gibt viel zu besprechen. Strikt vertraulich“. T. Edison Ein historischer Roman, der gespickt mit hervorragend recherchierten Fakten ein Lesegenuss sonders gleichen ist. Neben der Geschichte, die einen nicht los lässt, lernt der Leser noch viel über den Siegeszug und Wettstreit der Elektrizität.
Worum geht’s: ... Worum geht’s: Graham Moore erzählt in seinem Buch über eines der bedeutendsten Ereignisse in der amerikanischen Geschichte: den Krieg um den Strom. Zwei große Erfinder streiten sich vor Gericht darum, wer die Glühbirne wirklich erfunden hat und wer das Land zukünftig mit Strom versorgen wird. Edison vs. Westinghouse. Gleichstrom vs. Wechselstrom. Hinter dem Team von Westinghouse steht der junge Anwalt Paul Cravath, der mit allen Mitteln versucht die Angriffe von Edisons Team abzuwehren und eine von vielen Seiten prophezeite Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Charaktere und Story: Der Leser folgt der Geschichte und den Handlungen von Paul Cravath, dem Anwalt von George Westinghouse. Der strebsame Anwalt ist mit 28 Jahren schon Partner in der Kanzlei Carter, Hughes & Cravath und wurde von seinem aller ersten Mandanten beauftragt in einem der größten Rechtsstreite der Geschichte gegen den berühmten Erfinder Thomas Edison anzutreten. Im Labor von George Westinghouse in Pittsburgh entwickelte er mit seinen Mitarbeitern eine bessere Version der Glühfadenlampe von Edison und ist nun mit einer Klage wegen Patentrechtsverletzungen konfrontiert. Während George Westinghouses Produkte erst langsam verbreitet werden, beherrschen Edison und sein Geldgeber J.P. Morgan quasi ganz New York. Auch der serbische Wissenschaftler Nikola Tesla wird in den Stromkrieg hineingezogen. Und auch die zweite Mandantin von Paul Cravath, die aufstrebende Sängerin Agnes Huntington spielt eine wesentliche Rolle. Dazu kommen noch eine Anzahl an Mitarbeiter und Unterstützer auf beiden Seiten. Zeitweise kam bei mir dabei Verwirrung auf, da Personen nach kurzer Erwähnung in späteren Kapiteln wieder auftauchen. Um mich an ihre Rolle zu erinnern musste ich teilweise wieder zurückblättern und nochmals nachlesen. Das tat der Geschichte insgesamt aber keinen Abbruch. Stil und Genre: Die Kapitel sind kurz gehalten und der Schreibstil ist leicht und locker. Die auktoriale Erzählperspektive finde ich sehr gut gewählt. Dadurch behält man leicht den Überblich über die vielen verstrickten Geschehnisse. Dadurch, dass man der Geschichte von Paul Cravath, dem Anwalt, der selbst keine Ahnung von Wissenschaft, Technik und Elektrizität hat, folgt bekommt man auch alle Erfindungen und Begriffe sehr gut erklärt. Somit ist das Buch auch für Laien in diesem Gebiet (wie mich ;) ) gut geeignet. Wie in der Nachbemerkung des Autors erwähnt wird, ist das Buch ein Werk historischer Fiktion. Dennoch hat der Großteil der Ereignisse wirklich stattgefunden. Somit wird das Lesen zusätzlich noch zur interessanten Geschichtsstunde. Sehr gut finde ich auch, dass der Autor am Ende genau erklärt was wirklich passiert ist und was er abgeändert. Fazit: Graham Moore versetzt den Leser in eine Welt wo Erfinder noch wie Zauberer wirkten und Elektrizität noch als Wunder betrachtet wurde. Obwohl ich mich davor noch nie genauer mit dem Thema und speziell mit der Geschichte der Glühbirne beschäftigt habe, hat es der Autor geschafft mein Interesse zu wecken. Mit Hochspannung habe ich die Winkelzüge der Anwälte und Erfinder verfolgt und konnte das Buch zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen. Kurzum: Eine faszinierende Geschichte über große Erfinder, gerissene Anwälte und geldhungrige Geschäftsmänner, die einen in die wundersame Welt New Yorks um 1890 versetzt. Das Buch hat mich wirklich begeistert; deshalb vergebe ich auch 5 Sterne.
Was auf den ersten Blick langweilig erscheint, macht diesen Roman im Nachgang zu einem großen Leseerlebnis: Wer hat die Glühbirne - und damit eine große Errungenschaft der zeitgenössischen Zivilisation - erfunden? Spannend und sehr flüssig geschrieben. Ein Lesegenuss!