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1517 legt Martin Luther den Grundstein zur Reformation: Seine 95 Thesen, die sich gegen den missbräuchlichen Ablasshandel der römischen Kirche wenden, hämmert er öffentlich an die Holzpforte der Schlosskirche im deutschen Wittenberg. Statt dem Druck nachzugeben, verbrennt Luther unter Jubel seiner Anhänger das Schreiben des Papstes, das ihm 1521 den Ausschluss aus der Kirche androht. Theologe Luther wird exkommuniziert und taucht unter, doch seine Schriften gewinnen immer mehr Anhänger.
Die protestantische Bewegung des Reformators tritt ihren endgültigen Siegeszug an, als Luther das Neue Testament erstmals ins Deutsche übersetzt und so eine Bibellektüre des breiten Volkes endlich möglich macht. Der Druck der Gesamtdeutsche Bibel 1534 in Wittenberg ist ein Meilenstein für die Entwicklung des schriftlichen Hochdeutschen und veranlasst die Übersetzung der Bibel in viele andere europäische Sprachen.