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Konzert Philharmonisches Orchester mit Malwina Sosnowski
Die Spässe eines Vierzehnjährigen
Vierzehn Jahre alt war Felix Mendelssohn Bartholdy, als er das Konzert für Violine und Klavier in d-Moll schrieb. Und man merkt dem dreisätzigen Werk eine gewisse Verspieltheit an, wenn Tonleitern über mehreren Oktaven gezogen werden. Als die Riehener Violinistin Malwina Sosnowski und Jan Sosinski, Dirigent des Philhamonischen Orchesters Riehen, zusammensassen, um über das Programm eines gemeinsamen Konzertes zu sprechen, hatte sich Malwina Sosnowski dieses Stück gewünscht. Und weil das Orchester seine Bläser dabei nicht pausieren lassen wollte, besorgte man sich jene Partitur für zwölf Blasinstrumente, um die das ursprünglich nur für Soloinstrumente und Streichorchster angelegte Werk nachträglich erweitert worden war. Die Bläserpartitur wurde erst kürzlich entdeckt. Der Effort hat sich gelohnt. Das Philharmonische Orchester Riehen präsentierte am vergangenen Wochenende zuerst im Basler Zwinglihaus und tags darauf im Riehener Landgasthof ein begeisterndes Konzert. Malwina Sosnowski und der Pianist Riccardo Bovino, die seit 2008 als "Duo Raro" zusamenarbeiten, harmonisieren fantastisch und sprühten vor Spielfreude. Dem langen Applaus des Publikums folgte eine Zugabe.
Begonnen hatte das Konzert mit Mozarts Ouvertüre zur Oper "Idomeneo". Schon hier konnte das Orchester, das seit der letzten Produktion einige Mitglieder hinzugewonnen hat, sein Können ausspielen und ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass es weit mehr ist als ein durchschnittliches Laienorchster.
Mit Schuberts 6. Sinfonie, die 1817 entstand, knüpfte das Orchester an sein letztes Programm an. Dort hatte man die "Ouvertüre im italienischen Stil" gespielt, die Schubert im selben Jahr wie seine 6. Sinfonie komponiert hatte. Der Einfluss Rossinis ist klar zu spüren, die Instrumente treten, wie Schauspieler in einer Oper, miteinander in Dialog. Das Ensemble spielte konzentriert und präzis.
Das macht Lust auf mehr. Das nächste Konzert bringt eine Premiere. Eingebettet in zwei Gershwin-Werke präsentiert das Orchester im kommenden September die Uraufführung eines Auftragswerkes an den Komponisten Markus Götz mit der Riehener Marimbaspielerin Edith Habraken als SolistinRolf Spriessler-Brander
Riehener Zeitung vom 26. März 2010
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