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Platanēen,
dikotyle Familie aus der Ordnung der Urticinen, Bäume mit wechselständigen, gestielten, handnervigen und handförmig gelappten Blättern mit rutenförmigen Nebenblättern und eingeschlechtigen, einhäusigen Blüten, welche gestielte, kugelförmige Köpfe bilden. Die männlichen haben kein Perigon, bestehen aus zahlreichen Staubgefäßen, welche mit keulenförmigen Schuppen regellos gemengt sind. Die weiblichen Blüten sind ebenfalls ohne Perigon; es finden sich nur zahlreiche verkehrt kegelförmige, behaarte Fruchtknoten, welche untermengt mit dünnen, sterilen Schuppen dicht zusammengedrängt stehen, einfächerig sind, je eine, seltener zwei hängende, wandständige Samenknospen enthalten und einen verlängert pfriemenförmigen Griffel tragen.
Die Früchte sind einsamige Nüßchen, die am Grund mit zerbrechlichen, gegliederten Haaren umgeben sind. Der längliche, mit dünnhäutiger Schale versehene Same enthält in der Achse eines fleischigen Endosperms einen ebenso langen, geraden Keimling mit flachen, elliptischen Kotyledonen und langem Würzelchen. Die Familie besteht nur aus der einzigen Gattung Platanus L. (s. Platane) [* 2] mit ca. 5 Arten.
Vgl. A. De Candolle, Platanaceae (im »Prodromus«, Bd. 16).
Arten der Gattung Platanus traten schon während der Kreide- und Tertiärzeit auf.