Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/153246

<h2>SubmittedText<h2><p>Bei Land- und Alpwirtschaft ist richtiger und konsequenter Herdenschutz Hauptaspekt. Mit Herdenschutzhunden kann die Sömmerungssituation gut abgedeckt werden. Durch Ausbreitung der Wölfe in den Alpen- und Voralpenraum werden auch die Vor- und Nachweiden sowie die Ganzjahres-Talweiden eventuell aktiven Herdenschutz benötigen. Herdenschutzhunde sind aus diversen Gründen nicht überall einsetzbar.</p><p>Was unternimmt der Bundesrat bezüglich der Diversifizierung der Herdenschutzmöglichkeiten rechtlich und finanziell?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In Erfüllung der Motion Hassler 10.3242 hat der Bundesrat im November 2013 in einem ausführlichen Bericht dargelegt, welche Massnahmen nach aktuellem Kenntnisstand geeignet sind, um Nutztiere vor Grossraubtieren und insbesondere vor dem Wolf zu schützen; wir verweisen auf den Bericht des Bundesrates "Unterstützung des Bundes für den Herdenschutz in Zusammenhang mit Grossraubtieren" vom 6. November 2013. Mit der Revision der Jagd- und der Direktzahlungsverordnung hat der Bundesrat per 1. Januar 2014 die Unterstützung des Herdenschutzes durch den Bund in den Artikeln 10ter und 10quater der Jagdverordnung neu geregelt.</p><p>Zusammengefasst: Der Bund fördert den Herdenschutz im Sömmerungsgebiet hauptsächlich durch den Einsatz von Herdenschutzhunden, während im sonstigen Landwirtschaftsgebiet hauptsächlich der fachgerechte Elektrozaun zum Einsatz kommt.</p><p>Der Bundesrat hat im November 2013 zudem das UVEK und das WBF beauftragt, in einem weiteren Bericht per Ende 2016 darzulegen, ob weitere wirkungsvolle Massnahmen zum Herdenschutz bestehen, welche auch an Orten greifen können, wo keine Herdenschutzhunde eingesetzt werden können oder sollen. Anschliessend wird geprüft, ob diese Resultate allfällig zu einer Anpassung der Jagdverordnung führen.</p>