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Na, liebe Alua... jetzt sind wir im Pazifik!
03.03.2013
We are in the Pacific now! That’s the good news. The bad news is that the anchorage here around Panama City is really poor. First there is the Balboa Yacht Club close to the Bridge of the Americas. They have many moorings but none available for cruisers. Second there is the Marina la Playita; no berths available though there were some empty ones. There is an anchorage outside which is very rolly day and night because of all the working boats passing the entrance of the canal. The more there are currents from all sides; so no one can tell the next day, where he had put his anchor the day before. The more the anchor will not find good holding in the loose mud; four boats went adrift yesterday. You can use the dinghy dock of the marina, which is 5 dollars a day, but you and your dinghy are well protected by pump guns. Third there is the Flamenco Marina where they want 23.00 (!) dollars a day for the dinghy dock. As we ask if they really want us here, the answer was honest: „NO!“
So best you can do is: Call „Gente de Mar“ on channel 74 and ask for Juan. They have some moorings on the east side of Isla Naos called Las Brisas. They are very friendly and helpful and can organize a lot of things for you. They do speak English and French.
Second best is to sail west as soon as you leave Miraflores locks. Panama seems to be quite a corrupted place: “Money moves everything,” as a Panamanian told us. For instance the immigration officers: We paid 50 dollars each for a Visa at Kuna Yala and 50 dollars again at Colon. But the papers they gave us were worthless as we learnt later on. They put the money in their own pocket, and actually we were here as illegals, even if we got our passports stamped – but no one cares – so what…
As we start learning the rules of the game, it is time to leave and we are off to the Galapagos.
Der Panama-Kanal ist nicht einfach eine gegrabene Fahrrinne, sondern eine Verbindung zwischen zwei Meeren, Atlantik und Pazifik, die aus mehreren völlig unterschiedlichen Komponenten besteht und rund 82 km lang ist:
Von Colon her kommend wird die Alua in drei direkt hintereinander folgenden Schleusen 26 m hoch in den Gatun-See gehoben. Der Rio Chagres wurde künstlich aufgestaut, und es dauerte nach Vollendung der Bauarbeiten 10 Jahre, bis der See gefüllt war. Aus dem Gatun-See führt ein Kanal Richtung Westen, der Culebra Cut oder Gaillard-Durchstich, welcher die Hügel der Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik durchschneidet. Die Pedro-Miguel-Schleuse bringt unser Schiff in einem ersten Schritt in den tiefer gelegenen, ebenfalls künstlichen Miraflores-See. Und nun steigt die Spannung, wenn uns die beiden Miraflores-Schleusen auf das Niveau des Pazifiks hinunter steigen lassen und das Tor zur Südsee sich öffnet.
Bevor es soweit ist, sind aber einige bürokratische Hürden zu nehmen und einige Dollar von unserem Konto abzubuchen. Das Lustigste war die Vermessung des Schiffes: Da kam ein Vermesser und sagte, ich solle das Meterband an den Bugkorb halten und nach wenigen Minuten hatte er mit Hilfe des Taschenrechners 3 Zahlen zusammengezählt und in englischen Fuss in ein Formular in seinem Laptop eingegeben. Ich war im Kopfrechnen schneller und sagte ihm, dass das nicht stimmen könne. Also rechnete er nochmal – und siehe da...
Danach tranken wir zusammen Kaffee und zwischendurch stellte er Fragen zum Schiff und erklärte uns genau, wie das Schleusen vor sich gehen werde. Schliesslich erzählte er uns von seinen Kindern, von Colon und Panama City und gab uns Tipps für den Karneval. Nach 1 3/4 Stunden fröhlichen Plauderns und Lachens verabschiedeten wir uns herzlich voneinander.
Weniger lustig hier in Panama sind die grossen sozialen Unterschiede, die Kluft zwischen Arm und Reich und die daraus resultierende Kriminalität. Marinas werden hier Tag und Nacht bewacht, teilweise von bewaffneten Sicherheitskräften. Ebenso patrouillieren in den grossen Einkaufszentren schwer bewaffnete Polizisten in kugelsicheren Westen und Kampfanzug. Und ebenfalls not amused waren wir über die Korruption, die auch wir Segler zu spüren bekommen. „Geld bewegt hier alles,“ wie uns ein Einheimischer sagte. Und so hat ein Agent, der die Kanaldurchfahrt organisiert, auf seiner (korrekten) Rechnung ganz selbstverständlich einen Posten Schmiergeld, mit dem die Wartezeit vor dem Kanal etwas verkürzt werden kann. Und der Immigration Officer verkauft uns anstatt eines Visums ein nutzloses Papier zum halben Preis, den er selbst einsteckt. Da uns das zweimal passiert, nämlich in Kuna Yala und in Colon, zahlen wir am Ende gleichviel wie für ein richtiges Visum, nur dass wir jetzt eigentlich illegal im Land waren. Immerhin haben wir schöne Stempel in unseren Pässen. Aber ist eh alles wurscht – das kümmert hier niemanden. Wir Segler sind hier im Big Business eine quantité négligeable. Hier gibt es offenbar immer zwei Wege, den offiziellen und den korrupten – die Spielregeln beginnen wir zu begreifen, als es Zeit zum Aufbruch wird.
Also wir sind dann mal 7 - 10 Tage auf See bis zu den Galapagos.
PS
Das heutige Rätsel findest du bei der letzten Foto!
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