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Die Waldregion 4 liegt im Südwesten des Kantons St. Gallen zwischen dem Zürich- und Walensee bzw. zwischen Rapperswil-Jona und Amden und grenzt an die Kantone Glarus, Schwyz und Zürich.
Gebiet der Waldregion 4 See
Die Waldregion 4 («See» bezieht sich auf den Zürich- und Walensee) umfasst das 246 km2 grosse Gebiet der ehemaligen Bezirke «Gaster» und «See» mit den zehn Gemeinden Amden, Weesen, Schänis, Benken, Kaltbrunn, Gommiswald, Uznach, Eschenbach, Schmerikon und Rapperswil-Jona. Sie erstreckt sich von 420 m bis 2101 m Meereshöhe.
Wald in der Waldregion 4 See
Die Waldfläche beträgt rund 8700 Hektaren. Zwei Drittel sind in öffentlichem Besitz. Den grössten Privatwaldanteil weist mit über 90% die Gemeinde Eschenbach auf. Der Wald befindet sich mehrheitlich an Hanglagen und bietet Schutz vor Naturgefahren. Die vielfältigen Waldstandorte haben ein grosses Potenzial bezüglich Biodiversität.
- Die jährliche Holznutzung liegt zwischen 35‘000 und 40‘000 m3, wobei das nachhaltig nutzbare Potenzial noch höher ist.
- Der Schutzwald nimmt 61% der Waldfläche ein.
- Als Waldreservate sind rund 20% der Waldfläche ausgeschieden. Sie überschneiden sich teilweise mit dem Schutzwald.
Die Waldregion 4 ist sehr vielseitig. Sie nimmt an drei repräsentativen Regionen der Schweiz teil: Mittelland, Voralpen und Alpen. Die Waldregion 4 weist die grösste Waldfläche im Kanton St. Gallen auf, welche zu den tief gelegenen Standorten des Mittellandes gehört (Submontanstufe, ca. 420-600 m.ü.M.). In diesen Wäldern am Zürcher Obersee und in der Linthebene gibt es überdurchschnittlich viele geschützte Waldgesellschaften auf feuchten und nassen Böden. Im Naturwaldreservat «Weid» am Zürichsee erhält man einen repräsentativen Überblick über die Waldstandorte in dieser Höhenstufe.
Besonders im Voralpen- und Alpengebiet sind die Naturgefahren bedeutsam. Der Schutzwald ist dort sehr wichtig. In Amden schützt die grösste Lawinenverbauung des Kantons die Siedlungen und Verkehrswege. Ein weiterer Schwerpunkt der Waldregion 4 ist die Biodiversität. Rund ein Fünftel der Waldfläche ist als Waldreservat ausgeschieden, wobei das Auerhuhn eine grosse Rolle spielt.
Die Waldregion 4 führt jeweils im Februar März eine Wertholzsubmission durch. In Kaltbrunn werden die im Winter gefällten Qualitätsstämme aus der Waldregion 4 sowie aus den umliegenden Waldregionen und Kantonen einer fachkundigen, schweizerischen und internationalen Käuferschaft angeboten. Die Submission wird in Zusammenarbeit mit der Holzmarkt Ostschweiz AG organisiert. In den bisherigen 13 Submissionen zwischen den Jahren 2007 und 2019 wurden rund 11‘500 m3 Holz umgesetzt. Es lagen bis zu 30 verschiedene Baumarten auf dem Platz. Diese interessante «Holzausstellung» ist öffentlich zugänglich. Ein Besuch lohnt sich!
Das Potenzial für die Biodiversität ist in der Waldregion 4 gross (siehe Downloads).
- Die national bedeutsame Auerhuhnpopulation ist der Grund zur Ausscheidung von Sonderwaldreservaten.
- Die auf der Alpennordseite seltenen und schützenswerten Lindenwälder am Walensee werden ebenfalls als Sonderwaldreservat behandelt. Ziel ist die Förderung der floristischen und faunistischen Artenvielfalt und der Linde.
- Am Zürichsee ist ein Naturwaldreservat ausgeschieden.
Naturgefahren spielen in der Waldregion 4 eine grosse Rolle. Deshalb sind technische Verbauungen wichtig. Prominentes Beispiel ist die Lawinenverbauung «Mattstock» in Amden. Auf knapp 12 Hektaren Fläche schützen Stahl-Schneebrücken von rund 4.0 km Länge das Dorf, die Streusiedlungen und Verkehrswege vor Lawinen.
Forstdienst der Waldregion 4
Die Waldregion 4 wird durch 7 Revierförster betreut. Die strategische Führung ist Aufgabe des Waldrates und die operative diejenige des Regionalförsters. Der Waldrat setzt sich aus sieben Vertretern der Waldeigentümer und der Politischen Gemeinden zusammen und wird vom Waldratspräsidenten geleitet.
Die Waldregion 4 ist in sieben Forstreviere aufgeteilt. Die für die einzelnen Forstreviere zuständigen Revierförster finden Sie über die Karte.
Die Ortsgemeinden Amden, Benken, Kaltbrunn, Gommiswald und Rapperswil-Jona sowie die Burgerkorporation Uznach haben einen eigenen Forstbetrieb. Dieser wird mit Ausnahme von Amden durch den zuständigen Revierförster geleitet. Neben den Arbeiten im eigenen Wald erledigen die Forstbetriebe Arbeiten für Dritte, gerne auch für Privatpersonen.