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Der Bauernsohn Fritz Bührer (1896-1974) war früh fasziniert vom Einsatz der Traktoren in der Landwirtschaft. Nach der Lehre als Automechaniker in Frauenfeld konnte er die Vertretung von Ford Autos übernehmen. Einen 1927 in Saland bei einem Unfall demolierten Ford baute er zu einem Traktor um – und damit begann die Erfolgsstory der Bührer Traktoren.
Produziert wurden die Bührer Traktoren ab 1930 durch Reimann in Lizenz in der Staldenmühle Bäretswil (gis). Als Reimann 1936 Konkurs anmelden musste, wurde die Firma von Fritz Bührer selbst übernommen. Sie florierte und erreichte bis 1940 eine Arbeiterschaft von 60 Personen. Aus Platzgründen wechselte Bührer den Standort von Bäretswil nach Hinwil, nahe beim Bahnhof. Obwohl Dank der UeBB die ganze Belegschaft am neuen Ort weiterarbeiten konnte, war die Abwanderung für Bäretswil ein schmerzhafter Verlust.
Die Firma wurde zu einem der führenden Traktoren Hersteller der Schweiz. Fritz Bührer war ein guter Entwickler und für die Belegschaft ein sorgender Patron, hatte aber Mühe, die Geschäftsführung in jüngere Hände zu geben. So musste er die Firma 1973 an die Rapid-Gruppe verkaufen und starb kurz darauf 1974.
1978 wird die Produktion von Traktoren eingestellt. Weitergeführt werden Service und Dienstleistungen.
Am 3. März 2021 zerstörte ein verehrender Brand die Traktorenfabrik in Hinwil. Glück im Unglück: der grösste Teil an Plänen, Stücklisten und Ersatzteilen blieb unversehrt.
P. Bischofberger, 24.8.2021
Literatur
1 - Verena Wolfensberger-Häfner: Heimatspiegel, Monatsbeilage des ZO. März 1998, Aus den Anfängen des Traktors in der Schweiz