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Mit dem Cloud-Geschäft schreibt Google rote Zahlen. Vergangenes Jahr belief sich der Verlust auf 5,6 Milliarden Dollar. Nun habe Thomas Kurian, Chef der Cloud-Sparte, eine Obergrenze für die Provisionen der Cloud-Sales-Leute eingeführt, berichtet 'The Information' (Paywall).
Damit mache er eine seiner ersten Amtshandlungen rückgängig. Denn kurz nachdem er im Unternehmen gestartet habe, habe er eine damals geltende Obergrenze abgeschafft, so das US-Tech-Magazin. Kurian habe sich erhofft, mit der Aussicht auf lukrative Gehälter gute Vertriebsmitarbeitende anziehen zu können. Infolgedessen hätten die Top-Vertriebsleute im vergangenen Jahr weit über 1 Million Dollar verdient.
Im vergangenen Jahr erzielte die Cloud-Einheit einen Umsatz von 13,1 Milliarden Dollar, 46% mehr als 2019. Kurian hatte zuvor angekündigt, die Zahl der Vertriebsmitarbeitenden verdreifachen zu wollen.
Der Cloud-Umsatz des Unternehmens wächst, das Geschäft ist aber nicht profitabel
. CFO Ruth Porat erklärte anlässlich der Präsentation des Finanzergebnisses, dass der operative Verlust zeige, dass man die "Organisation sinnvollerweise vor den Umsätzen ausgebaut hat", wie 'The Information' zitiert. Wenn der Umsatz weiter steige, könne mit der Zeit auch der Verlust gebremst werden, so die Erwartung.
Die neue Richtlinie sei nun eine Bemühung von Kurian, die Kosten von Google Cloud einzudämmen.
Laut den Quellen des US-Magazins richtet sich die Obergrenze der Provision am Jahresziel der Vertriebsangestellten. Der Bonus erhöhe sich nicht mehr, wenn das Ziel zu 500% erfüllt sei. Konkret bedeute dies, dass ein Verkäufer mit einer hypothetischen Quote von 10 Millionen Dollar seine Provision erhöhen könnte, bis er 50 Millionen Dollar Umsatz erzielt, aber falls er mehr als das verkauft, würde seine Provision nicht weiter steigen.
'The Information' konnte aber nicht in Erfahrung bringen, wie hoch die tatsächlichen Verkaufsprovisionen von Google Cloud sind. Ein Sprecher von Google Cloud sagte auf Anfrage, dass das Unternehmen Gerüchte nicht kommentiere.