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Der masoretische hebräische Text ist der vom offiziellen Judentum überlieferte Text, der auf den Text im Tempel zurückgeht. Dort im Tempel in Jerusalem waren die allerbesten Handschriften aufbewahrt, die als Korrekturvorlagen für alle Handschriften in den Synagogen im Land dienten. Daran konnten sie geeicht werden. Dieser Text wurde trotz der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 gerettet und ist im Judentum durch die Masoreten, wie man die Überlieferer dieses Textes nennt, bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Das ist der allerbeste Text, den es gibt. In Qumran gibt es eine Handschrift, die davon abweicht, und an der Stelle 5. Mose 32,8 anstatt „Söhne Israels“ den Ausdruck „Söhne Gottes“ verwendet. Man muss beachten, dass die Leute von Qumran sich vom Tempel getrennt hatten. Bbei ihrem Weggang nahmen sie einfach alles verfügbare Material an Handschriften nach Qumran mit. Darum findet man dort ganz unterschiedliche Handschriften von unterschiedlicher Qualität, darunter aber auch im Prinzip masoretische Handschriften, die dem Tempeltext entsprechen. Sie haben alles Mögliche gesammelt, weil sie sich den Zugang zum Tempel verbaut hatten. Die Handschrift mit der Lesart „Söhne Gottes“ ist eine Handschrift, die tatsächlich vom echten Text abweicht. In Ägypten hat man die Bibel im 3. Jh. v. Chr. ins Griechische übersetzt. Die daraus entstandene Septuaginta weist sehr viele Fehler auf, denn die Textvorlage war keine gute Vorlage, die dem Tempeltext entsprochen hätte. Das hängt damit zusammen, dass Ägypten für damalige Verhältnisse sehr weit von Israel entfernt war. Dazwischen liegt die für Durchreisen außerordentlich gefährliche Wüste Sinai. Diese war gewissermaßen wie eine Barriere zum Land Israel, und das erklärt, warum der Text in Ägypten ein mangelhafter Text war, und nicht an den Tempeltext in Jerusalem heranreichte.