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(Meldung ausgebaut und im zweiten Absatz präzisiert)
VADUZ (awp international) - Das Liechtensteiner Parlament hat am Donnerstag elf neue Steuerabkommen genehmigt. Behandelt wurden die Veträge mit Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Irland, Deutschland, Andorra, Monaco, St. Vincent und den Grenadinen, Antigua und Barbuda sowie mit St. Kitts und Nevis. Sie sind alle mit den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vereinbar, die auch einen Informationsaustausch vorsehen.
Wie ein Regierungssprecher präzisierte, erfolgt dieser Informationsaustausch aber nicht automatisch. Vielmehr müsse eine "begründete Anfrage" vorliegen, die aber nicht unbedingt eine staatsanwaltschaftliches Verfahren voraussetze. Damit entspreche das Land den "globalen Standards zu Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen der OECD". Liechtenstein behalte sich auch vor, bei Anfragen nach Datendiebstahl etwa einer Bank-CD keine Amtshilfe zu leisten, sagte der Sprecher.
Das Abkommen mit Grossbritannien geht über den Informationsaustausch bei mutmasslichem Steuerbetrug und - hinterziehung hinaus. Es umfasst für britische Steuerzahler mit Vermögen im Fürstentum die Möglichkeit zur Legalisierung von Schwarzgeld. Im vergangenen September hatte das Parlament bereits das Steuerabkommen mit den USA gebilligt, das schon ab dem Steuerjahr 2009 gültig ist.
Liechtenstein war lange Zeit als Oase für Steuerflüchtlinge aus aller Welt verschrien. Mit dem Eingehen von bilateralen Abkommen mit vielen anderen Staaten wurde das Land jedoch von der Grauen Liste der OECD genommen./hpd/DP/jha/
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