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Uhrenfans bietet sich bis zum 30. November eine einmalige Chance: Im Rahmen des «Once Upon a Time Watch Project» des amerikanischen Auktionshauses Wright wird die Swatch von Papst Franziskus versteigert. Der Erlös kommt der Brian LaViolette Scholarship Foundation zugute.
Dabei handelt es sich um eine schlichte Armbanduhr mit weissem Zifferblatt und schwarzem Kunststoffgehäuse und -band. Die Uhr sei die Quintessenz der Swatch, wie die amerikanische Uhren-Website «Hodinkee» schreibt. Papst Franziskus trägt die Uhr auf einer Reihe von Fotos, seit er 2013 zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde.
Die Swatch wird mit einem vom persönlichen Sekretär des Papstes, Pater Fabio Salerno, unterzeichneten Echtheitszertifikat geliefert, wie es weiter heisst. Aufgrund der speziellen Hintergrundgeschichte schätzt das Auktionshaus Wright den Wert der Uhr auf 10’000 bis 100’000 Dollar.
Auktion bietet Uhren von bekannten Persönlichkeiten
Die Auktion ist bereits für Online-Gebote geöffnet und wird am 30. November in einer Live-Auktion in Chicago ihren Höhepunkt finden. Dabei werden weitere Uhren von bekannten Persönlichkeiten wie Randall Park, Kenny Rogers, dem ehemaligen Duke-Basketballtrainer Mike Krzyzewski, Condoleezza Rice und dem Kicker der Green Bay Packers Mason Crosby versteigert.
Der Schauspieler und Komiker Randall Park etwa bietet eine Vintage Heuer, einen Chronographen der Referenz 404 Pre-Carrera aus den frühen 1960er Jahren, an. Country-Sänger, Songwriter und Schauspieler Kenny Rogers bietet seine Zodiac aus dem Jahr 1990 zur Versteigerung an.
Zudem hat sich die lokale Marke Oak & Oscar bereit erklärt, die LaViolette-Stiftung zu unterstützen, indem sie eine einzigartige Humboldt für die Auktion herstellt. Der einzigartige Prototyp basiert auf der ausgemusterten Humboldt der Marke, verfügt aber statt einer 12-Stunden-Lünette über eine feste Lünette aus Edelstahl, die von Nathan Bobinchak, dem Uhrmacher von Oak & Oscar, in Chicago handgefertigt wurde.
Geld geht an College-Stipendien für Kinder aus aller Welt
Das Geld kommt der Wohltätigkeitsorganisation Brian LaViolette Scholarship Foundation zu. Diese vergibt College-Stipendien an Kinder aus aller Welt. Dieses Jahr vergab die Stiftung 55 Stipendien und seit ihrer Gründung hat sie mehr als 1000 Stipendien vergeben.
Gegründet wurde die Organisation im Namen von Biran LaViolette, einem Jungen aus Green Bay, Wisconsin. Er trug bereits im Alter von vier Jahren seine erste Uhr. Als er 15 Jahre alt war, besass er eine Sammlung von sieben Uhren. Tragischerweise kam Brian 1992 bei einem Badeunfall ums Leben.
Seine Familie, angeführt von Kim und Doug LaViolette, schwor sich, das Beste aus dieser schrecklichen Tragödie zu machen, und gründete schliesslich die Brian LaViolette Scholarship Foundation. So war es auch ein Kindheitsfreund von Brian, der später Priester geworden ist, der die Verbindung zwischen der Stiftung und dem Papst hergestellt hat.
Dabei war Franziskus nicht direkt von der Idee überzeugt, seine Uhr zu spenden: Es dauerte etwa sechs Monate, bis der Papst schliesslich zustimmte, seine persönliche Swatch zu spenden.
(bsc)