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Kirche Ottmarsheim
Die größtenteils aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhundert stammende einstige Klosterkirche des Klosters Ottmarsheim (Benediktinerinnen) gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Romanik. Ihr Zentralbau in Form eines Oktogons hat sein Vorbild im Aachener Dom.
1030 stiftete Rudolf von Altenburg ein Benediktinerinnenkloster in Ottmarsheim, das seine Grablege werden sollte. Papst Leo IX. (aus Eguisheim) weihte die neue Kirche 1049. Die Neuenburger verwüsteten das Kloster 1273, die Basler 1445 und 1446, die Berner 1468. Dadurch und durch die Unterbringungspflicht königlicher Reisender auf der Heerstraße verarmte das Kloster. Die Kirche und vor allem die Klosterbauten wurden immer wieder umgebaut. 1790 wird das Kloster säkularisiert und abgebrochen. Die Kirche wurde von der Gemeinde aufgekauft und ist bis heute in deren Besitz.
Der achteckige Innenraum unter der Kuppel wirkt sehr schlicht.
Zweigeschossige Umgänge öffnen sich zur Raummitte, unten durch niedrige Arkaden, oben durch hohe Bogenöffnungen mit doppelter Säulenordnung. Das Licht fällt über die Emporen ein. Die Fenster unter der Kuppel beleuchten lediglich den oberen Teil des Raumes.
Kapitelle und Basen der Säulen sind einzige Schmuckelemente des Raumes.
Die Seitenschiffe sind mit Gewölben überdeckt. Der Chor besitzt ein Kreuzgratgewölbe.
Die Anbauten entstammen späteren Zeiten, die kleine Kapelle im Südosten aus der 2. Hälfte des 15. Jh. Die große Kapelle im Nordosten wurde 1582 errichtet. Sie besitzt Rippengewölbe mit Schlusssteinen, davon einer mit dem Klosterwappen.
Beim Fotografieren des Deckenfreskos in der Seitenkapelle.