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Erinnern Sie sich noch an Eike Hirsch, der vor vielen Jahren im Stern eine Kolumne hatte, in der er sich regelmäßig mit der deutschen Sprache auseinander setzte? ... und der seine Kolumnen in dem Buch "Den Leuten aufs Maul schauen" veröffentlichte? Bastian Sick ist sein würdiger Nachfolger. Er hat seine Beiträge ("Zwiebelfisch-Kolumnen") im Spiegel, nun in diesem Buch veröffentlicht. Der Zwiebelfisch, eigentlich eine Karpfenart, bezeichnet im Buch- und Zeitungsdruck einen versehentlich in der falschen Schriftart gesetzten Buchstaben. Sick hat es sich zur Aufgabe gemacht, falsch gesetzte Wörter aufzuspießen. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie beim Ober " 2 Pizzas" oder "2 Pizzen" bestellen sollen, ob Sie "scheinbar" oder "anscheinend" sagen sollen, warum man "Mordsspaß" und "Rindsleber", aber "Mordopfer" und "Rindfleisch" sagt und - um auf den Titel zu kommen - warum es "im Herbst dieses (Genitiv) Jahres", aber "im Herbst letzten (Dativ) Jahres" heißt, dann sollten Sie dieses Buch lesen. So ganz nebenbei werden Sie merken, dass Sie doch auch mal wussten, was ein reflexibles Verb, was das Gerundium, was das Plusquamperfekt und was ein Suffix ist. Regelrecht genossen habe ich das Kapitel, in dem Sick die teilweise groteske Verweiblichung von Hauptwörtern anprangert: z.B. indem von Autoren die Rede ist, die Leserinnen und Leser ansprechen, Politiker die Wählerinnen und Wählern danken und Priestern die Gläubiginnen und Gläubige begrüßen. Oder in dem er sich fragt, warum eigentlich niemand von Schwarzfahrerinnen und Schwarzfahrern spricht oder von Sozialschmarotzerinnen und Sozialschmarotzern. Das sind doch berechtigte Fragen, liebe Rezensionsleserinnen und liebe Rezensionsleser. Ich bin gespannt auf die zwischenzeitlich vorliegenden Teile 2 und 3, auf einen Live-Auftritt des Autors im März 07 in der Saarbrücker Saarlandhalle und kann zusammenfassend nur sagen "sehr lesenswert"!
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