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Sandro Ehrat verpasst am Swiss Open in Gstaad einen Exploit. Die Nummer 386 der Weltrangliste verliert in der 1. Runde gegen den Italiener Thomas Fabbiano (ATP 90) 4:6, 5:7.
Sieben Jahre nach der Premiere spielte Sandro Ehrat zum zweiten Mal in Gstaad und zum zweiten Mal an einem ATP-Turnier. Ehrat verlor erneut – diesmal mit 4:6, 5:7 gegen den Italiener Thomas Fabbiano.
Sieben Jahre! 2012 galt der junge Schaffhauser im Saanenland als Hoffnungsträger. Er freute sich darüber, dass er mit Stars wie Wawrinka, der damals noch Stanislas (und nicht Stan)hiess, trainieren durfte. Niemand ahnte, dass es sieben Jahre dauern würde, bis Ehrat die nächste Chance an einem ATP-Turnier erhalten würde.
In den sieben Jahren lief für Ehrat nicht vieles nach Wunsch. Im Spätherbst 2012 vergab er am Challenger in Genf Matchbälle gegen Olivier Rochus, die Nummer 97 der Welt. Ein Sieg gegen einen Top-100-Spieler blieb ihm verwehrt; Thomas Fabbiano war erst der fünfte Gegner aus den Top 100, mit dem er sich an einem offiziellen Turnier messen durfte, erst der zweite seit 2013. Verletzungen und gesundheitliche Probleme warfen Ehrat vor vier Jahren weit zurück.
Aber jetzt ist er wieder da, fitter und stärker als je zuvor. In den ersten sieben Monaten der Saison feierte Ehrat überwiegend an ITF-Turnieren 44 Siege (bei nur 12 Niederlagen), 30 davon auf Sandplätzen. Ehrat gewann auf Mallorca, in Portugal und Österreich vier Turniere. In Prostejov besiegte im Achtelfinal eines Challenger-Turniers den Tschechen Jiri Vesely, der jetzt in Gstaad in den Achtelfinals steht.
Dieser Achtelfinaleinzug blieb dem 28-jährigen Schaffhauser verwehrt. Bei der Niederlage gegen Fabbiano boten sich Ehrat etliche Chancen: Im ersten Satz führte er 3:0. Das erste Break kassierte er nach einer 40:0-Führung und sechs vergebenen Spielbällen (zum 4:1). Im zweiten Satz führte Ehrat wieder mit einem Break (4:2) und kam zu elf Breakmöglichkeiten. Fabbiano schaffte aber mit zwei Breakbällen zwei Breaks und siegte nach 113 Minuten.
«Ich nützte meine Chancen nicht», haderte Ehrat, «zudem blockierte nach dem Break zum 4:2 im zweiten Satz mein rechter Fuss. Ich konnte den Fuss nicht mehr richtig belasten, was mich insbesondere beim Aufschlag handicapierte.»
Kurzes Gastspiel von Corentin Moutet
Drei Gesetzte stehen in Gstaad am ersten Tag im Einsatz, zwei erreichen die nächste Runde. Das Gastspiel des 20-jährigen Franzosen Corentin Moutet endet hingegen früh.
Corentin Moutet schaffte es als Nummer 80 der Welt, Nummer 71 der Jahreswertung und Weltnummer 9 der Nachwuchsakteure (U23) als Nummer 8 erstmals in die Gesetztenliste eines ATP-Tour-Events. Er scheiterte indes in 80 Minuten mit 4:6, 4:6 an Cedrik-Marcel Stebe (ATP 455).
Der 28-jährige Deutsche kam in Gstaad zum allerersten Saisonsieg auf der Tour. Nicht einmal in Qualifikationen hatte er zuvor eine Runde überstanden. Ins Hauptfeld in Gstaad schaffte es Stebe dank eines geschützten Rankings. Die ehemalige Weltnummer 71 gewann vor zwei Jahren 62 Einzel und drei Challenger-Turniere, wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme verpasste er aber die Saisons 2015, 2016 und 2018 fast komplett. Letzte Saison bestritt Stebe bloss zwei Einzelpartien. In den Achtelfinals trifft Stebe auf den Tschechen Jiri Vesely, der mit dem Letten Ernests Gulbis einen ehemaligen Top-10-Spieler eliminierte (7:5, 7:5).
Von den Favoriten starteten die Spanier Pablo Andujar und Roberto Baena Carballes siegreich ins Turnier. Andujar (ATP 79), Turniersieger in Gstaad vor fünf Jahren, schlug den österreichischen Qualifikanten Dennis Novak (ATP 120) 6:1, 3:6, 6:3.