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Armand Rondez wird am 5. Juni 1928 in eine Familie hinein geboren, die ihre Wurzeln in der Ajoie im Jura hat. Einen Teil seiner Schulzeit verbringt er in der Stiftsschule des Klosters Einsiedeln. Prägend für ihn ist seine Begegnung mit dem Zürcher Maler und Dozenten Walter Jonas, bei dem er ab 1949 Kurse besucht. Von 1949-50 ist er auch Schüler an der Kunstgewerbeschule Zürich. Studienreisen und längere Aufenthalte in Frankreich (1951) und in Spanien (1952-55) folgen. In Madrid besucht Armand Rondez von 1953-55 die Academia de Bellas Artes de San Fernando; er wird Schüler von Daniel Vasquez-Diaz. 1953 hat er seine erste Ausstellung in der Galleria Estilo in Madrid.
Zurückgekehrt in die Schweiz, organisiert der Zürcher Kunsthändler Max Wydler für ihn 1958 eine wichtige Ausstellung in der Galerie Gurlitt in München.Rondez ist offen für die verschiedenen Kunst-Strömungen seiner Epoche, vor allem Klee und Matisse fühlt er sich verbunden. 1961 entdeckt er im Zürcher Kunsthaus den Maler Jean Dubuffet. Von da an vermischt sich seine Farbpalette mit Sand, Wachs, Sägemehl und Papiermaché. Er erhält verschiedene Stipendien des Kantons Zürich.
1965, fast vierzigjährig und angeregt durch den Zürcher Radierer und langjährigen Freund Karl Guldenschuh, beginnt er sich für das Kupferdruckhandwerk zu interessieren, welches er sehr intensiv betreibt. Im folgenden Jahr übersetzt und illustriert er Garcìa Lorcas Gedicht "llanto por Ignacio Sànchez Mejìas". Ueber längere Zeit gibt er Zeichen- und Malunterricht in Biel. Er lebt und arbeitet in Zürich und in Südfrankreich. Zeitweilig ist er als Grafiker tätig.
Ab 1983 ist er sehr häufig in Mendrisio zu Besuch in der Absicht, sich dort für längere Zeit nieder zu lassen. 1981 bricht eine schwere Krankheit aus. Trauerfälle in der Familie führen ihn zu einer vertieften malerischen Auseinandersetzung mit dem Mysterium des Todes. Er stirbt am 7. Mai 1986 in Zürich.
In der künstlerischen Auseinandersetzung von Armand Rondez trifft man immer wieder auf Landschaften und Stilleben, welche Anhaltspunkt auch in seinem späteren Werk bleiben. Ab 1960 sind seine Arbeiten zunehmend geprägt von Abstraktion und Geometrisierung, wobei die Auseinandersetzung mit dem Goldenen Schnitt, mit der Symbolik des Mittelalters und des Altertums eine zentrale Stellung einnimmt und zu einem leichten und poetischen Ausdruck führt. Gegen Ende seines Lebens wendet er sich Themen symbolistischer Natur zu. Poesie, Musik und philosophische Themen beschäftigen ihn ebenso sehr wie die Malerei, und der Einfluss der alemannischen und lateinischen kulturellen Elemente machen ihn zu einer äusserst interessanten, vielseitigen Persönlichkeit. Hunderte inventarisierte Werke bleiben zurück.
Viele Werke wurden aufgekauft von Stadt und Kanton Zürich und Bern sowie Kanton Tessin, von Privatsammlungen wie "Adele Stevenson Foundation" in Los Angeles, der "Collection D.Milicus" in New York, der "Collection P. Schärer" in St.Louis und anderen in Deutschland und in Italien. Eine Schenkung der Mappe Llanto por Ignacio Sànchez Mejìas von Federico Garcìa Lorca mit fünf Radierungen und allen voraus gegangenen Studien und Zustandsdrucken ging an die Graphische Sammlung der ETH Zürich.