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In einer eisigen Winternacht bittet ein frierender Hase um Zuflucht. Wenig später pochen ein Fuchs und dann auch noch ein Bär an Wanjas Tür. Und weil der Schneesturm gar so fürchterlich tobt, sind sie nun zu viert in Wanjas Stube. Bibbernd stehen sie da und versprechen sich gegenseitig, Frieden zu halten und einander nichts zuleide zu tun. Ob das wohl gut geht? Am nächsten Morgen denkt Wanja, er habe alles nur geträumt. Bis er die Spuren im Schnee vor seiner Hütte sieht ...
Tilde Michels (1920-2012) wurde in Frankfurt am Main geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Abitur besuchte sie zunä;chst ein Fremdspracheninstitut fü;r Englisch und Franzö;sisch in Hamburg und ging anschliess;end nach Gross;britannien und Frankreich. Danach lebte die renommierte Autorin viele Jahre in Mü;nchen.
Tilde Michels ist vor allem als Bilder- und Kinderbuchautorin bekannt geworden, sie hat sich aber auch durch zahlreiche Ü;bersetzungen aus dem Englischen und Franzö;sischen einen Namen gemacht. Ihr Oeuvre umfasst weit mehr als 50 Titel. Ihre Werke wurden ins Amerikanische, Englische, Japanische, Niederlä;ndische, Franzö;sische, Norwegische, Dä;nische, Finnische und Spanische ü;bersetzt und mit vielen Preisen bedacht, mehrere Bä;nde wie das beliebte Bilderbuch ¿Es klopft bei Wanja in der Nacht¿ (dtv junior 7986) standen in der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis.
Am bekanntesten ist wohl ihr ¿Kleiner Kö;nig Kalle Wirsch¿ (dtv junior 70134), der mit der Augsburger Puppenkiste verfilmt wurde und immer wieder im Kinderfernsehen zu sehen ist. Tilde Michels starb im Oktober 2012 in Mü;nchen.
Herbert Ossowski urteilt ü;ber ihr Werk:
»Tilde Michel schreibt hauptsä;chlich fü;r Kinder bis zwö;lf Jahren. Ihre Themen umfassen die Umwelt der Lesezielgruppe im engeren und erweiterten Sinne, angefangen von der Familie, dem engeren Kreis, ü;bergehend in die Freundschaft und die Natur. (...) Die Autorin hat eine Vorliebe fü;r Fantastisches und Mä;rchenhaftes, lä;sst jedoch nie die ¿begreifbare Welt¿ der Kinder aus den Augen. Die Erlebnisse ihrer Figuren halten sich stets am Kinderverhafteten auf, helfen Ä;ngste abbauen und beziehen Wü;nsche, Hoffnungen und Vorstellungen der Lesekinder ein. Das erklä;rt wohl den gross;en Erfolg der Bilder- und Kinderbü;cher.«
(Herbert Ossowski: Tilde Michels, in: Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon. Teil 1, Autoren. Grundwerk 1995)
Tilde Michels ist auch eine im Unterricht gern gelesene Autorin.
Tilde Michels ¿ ein Steckbrief
Welches Kindheitserlebnis werden Sie nie vergessen?
Einen Blumendiebstahl, bei dem wir zu dritt das Tulpenbeet eines Nachbarn kahl gepflü;ckt haben und dafü;r von den allen Leuten in der Strass;e geä;chtet wurden.
Welche Jugendeindrü;cke haben Ihr spä;teres Leben mitbestimmt?
Nichts Eindeutiges. Die Familie, die Freunde und natü;rlich auch der Krieg.
Welchen Berufswunsch hatten Sie in Ihrer Jugend?
Theaterspielen und Schreiben.
Welchen Beruf haben Sie tatsä;chlich ergriffen?
Einige Zeit als Korrespondentin fü;r Franzö;sisch und Englisch im Ausland gearbeitet. Dann nur noch geschrieben und ü;bersetzt.
Was interessiert Sie heute ganz besonders?
Die nahe Zukunft. Wie¿s politisch und kulturell mit uns weitergeht.
Welches Buch mochten Sie als Kind am liebsten?
Eine Sammlung gefü;hlvoller Geschichten aus dem 19. Jahrhundert, ¿Herzblä;ttchens Zeitvertreib¿.
Welches Buch beeindruckte Sie in Ihrer Jugend?
Am stä;rksten wohl die Erzä;hlungen von Franz Kafka.
Wie kamen Sie dazu, Bü;cher fü;r Kinder und Jugendliche zu schreiben?
Durch meinen Sohn, der selbst erfundene Geschichten hö;ren wollte.
Schreiben Sie auch fü;r Erwachsene?
Nein.
(aus: dtv junior Lesebuch)
Weitere Literatur zu Tilde Michels:
Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur, Band 2, Weinheim 1975, S. 476/477
Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon. Teil 1, Autoren. Grundwerk 1995 (mit ausfü;hrlichem Werkverzeichnis)
|Einband||Kunststoff-Einband|
|Seitenzahl||32|
|Altersempfehlung||4 - 6|
|Erscheinungsdatum||01.10.2013|
|Sprache||Deutsch|
|ISBN||978-3-8415-0257-5|
|Verlag||Oetinger|
|Maße (L/B/H)||188/128/12 mm|
|Gewicht||75|
|Abbildungen||mit farbigen Illustrationen|
|Auflage||2. Auflage|
|Illustratoren||Reinhard Michl|