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Brasilianische Sängerin Astrud Gilberto gestorben
Die brasilianische Bossa-Nova-Sängerin Astrud Gilberto ist tot.
Die brasilianische Bossa-Nova-Sängerin Astrud Gilberto ist tot.
Sie sei im Alter von 83 Jahren in ihrem Haus in Philadelphia (USA) gestorben, berichtete der Fernsehsender TV Globo am Dienstag unter Berufung auf die Schwiegertochter der Sängerin, Adriana Magalhães. «Sie starb in dem Haus, das sie liebte und in dem sie ihre Bilder malte. Es ist ein Haus voller Kunstwerke von ihr, tausend Gemälde. Sie ist so gestorben, wie sie es sich gewünscht hat. An diesem Punkt ging sie in Frieden von uns», sagte Magalhães.
Mit ihrem Ehemann, der brasilianischen Musiklegende João Gilberto, machte sie den Bossa Nova auf der ganzen Welt bekannt. Bei der «Neuen Welle» der brasilianischen Musik handelte es sich um eine moderne Mischung von Samba und Jazz. Astrud Gilberto sang das Lied «Girl from Ipanema» auf Englisch, das später von zahlreichen Künstlern interpretiert wurde, darunter von Frank Sinatra.
Astrud Evangelina Weinert kam 1940 als Tochter eines deutschen Einwanderers und einer Brasilianerin in Salvador da Bahia im Norden des Landes zur Welt. Bereits als Kind zog sie mit ihrer Familie nach Rio de Janeiro. 1959 heiratete sie João Gilberto und trat bald an der Seite ihres Mannes und gemeinsam mit Künstlern wie Nara Leão, Johnny Alf und Elza Soares auf. 1963 sang sie in einem Studio in New York «The Girl from Ipanema» ein. Kurz darauf wurde ihre Ehe mit João Gilberto geschieden.
Astrud Gilberto machte sich in den Jahrzehnten danach einen Namen als Musikerin, gab weltweit Konzerte und wurde oft als «Bossa-Nova- Queen» bezeichnet. Nur in Brasilien wurde sie nie richtig gewürdigt.