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Der Erdstoss wurde im Jura verbreitet verspürt, vereinzelt aber auch im ganzen westlichen Mittelland bis nach Lausanne, Bern, Luzern und den westlichen Kanton Zürich wahrgenommen. Berichte über Schäden waren keine bekannt. Ernsthafte Schäden werden nach Angaben der ETH bei einem Beben dieser Stärke auch nicht erwartet.
Im Anschluss kam es zu mehreren Nachbeben, die meisten davon waren zu schwach, um verspürt zu werden. Eines hatte jedoch am Nachmittag eine Stärke von 3,6. Dieses wurde ebenfalls in der Region von Menschen bemerkt.
Das starke Beben in der Nacht ereignete sich nach Angaben des Erdbebendienstes um etwa 01.00 Uhr. Das Epizentrum lag in rund 5,9 Kilometern Tiefe. Am nächsten beim Herd des Bebens lag Damvant JU, das Dorf ganz im Westen des Pruntruter Zipfels in der Nähe der Grenze zu Frankreich.
Anrufe bei der Polizei
Die jurassische Kantonspolizei hatte in der Nacht und bis Samstagmittag keine Kenntnis von Schäden, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Einige Menschen hätten aber bei der Polizei angerufen, nachdem sie den Erdstoss verspürt hätten. Ein Einsatz der Polizei sei aber nicht nötig gewesen.
Auch der Erdbebendienst erhielt in der Nacht etliche Meldungen, wonach das Beben verspürt wurde. Darunter waren Anzeigen aus Orten in weit über 100 Kilometern Distanz zum Epizentrum.
Obwohl in der Ajoie immer wieder kleine Beben gemessen werden, sei die seismische Aktivität relativ gering. Das Beben von Weihnachten sei das stärkste, das in den vergangenen 100 Jahren aufgetreten ist.
Schon über 1100 Erdbeben dieses Jahr
In der Schweiz kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. Für dieses Jahr registrierte der Erdbebendienst für die Schweiz und das nahe benachbarte Ausland bereits über 1100 Erdstösse.
Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Erdstösse mit Magnituden ab etwa 2,5. Das bisher in der Schweiz grösste historisch dokumentierte Erdbeben ereignete sich im Jahre 1356 bei Basel. Es hatte eine Magnitude von 6,6.