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Der Kapitalismus westlicher Prägung steckt spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 weltweit in einer tiefen Legitimationskrise. Die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich lässt mehr und mehr Menschen daran zweifeln, ob eine auf Gewinnmaximierung und endloses Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsweise langfristig erfolgreich sein kann. Die Vergabe des Friedensnobelpreises an den bengalischen Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus im Jahr 2006 brachte erstmals eine hoffnungsvolle Alternative in die öffentliche Debatte ein: Die Idee des Social Business, des Sozialunternehmens. Ein Social Business ist nicht auf einen maximalen Finanzgewinn fokussiert, sondern hat die Lösung eines konkreten sozialen oder ökologischen Problems mit Hilfe von betriebswirtschaftlichen Mitteln zum Ziel. Doch ist dieser Ansatz einem herkömmlichen For-Profit-Unternehmen bei der Generierung von gesellschaftlichem Nutzen wirklich überlegen? In der vorliegenden Arbeit von Lasse Kroll werden verschiedene Modelle von Social Business vorgestellt und mit anderen Unternehmensformen verglichen. Des weiteren werden Instrumente zur Quantifizierung von sozialem Nutzen erläutert. Anschließend werden die Stärken und Schwächen von Social-Business- und For-Profit-Unternehmen herausgearbeitet und untersucht, welche Unternehmensform besser für die Generierung von gesellschaftlichem Nutzen geeignet ist.