Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/101480

<h2>SubmittedText<h2><p>Der WWF hat im Juli 2009 verlauten lassen, im Schweizer Wald bestehe Plünderungsgefahr und nur gerade Basel und Aargau kümmerten sich vorbildlich um den Wald. Das Bafu hat nicht dementiert.</p><p>- Warum nicht?</p><p>- Garantieren unsere verantwortungsbewussten Waldbesitzer, unser strenges Waldgesetz und das einmalig dichte Netz von Forstbeamten und Förstern keine gute Bewirtschaftung mehr?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Schweizer Wald ist vor Waldplünderungen genügend geschützt. Dafür sorgen die Waldgesetzgebungen des Bundes und der Kantone sowie ein funktionierender Vollzug durch die Forstdienste. Erste Resultate des dritten Landesforstinventars auf Basis von europäisch anerkannten Kriterien zeigen für den Schweizer Wald eine positive Bilanz. Dieses Inventar wird im März 2010 veröffentlicht. Die Studie des WWF stützt sich auf drei Kriterien zur Beurteilung des Waldes: erstens vorhandene Waldreservate, zweitens die Zertifizierung des Waldes mit dem FSC-Label (Forest Stewardship Council) sowie drittens Strategien und Konzepte zur Förderung der Biodiversität.</p><p>Das Bafu beurteilt diesen Ansatz als nicht sachgerecht, da er ausser Acht lässt, dass die Biodiversität auf der gesamten Waldfläche durch den naturnahen Waldbau geschützt und gefördert wird, und da das privatwirtschaftliche FSC-Label zwar den Konsumenten als Entscheidungshilfe beim Aussuchen von Holzprodukten aus nachhaltiger Produktion dienen kann, jedoch kein geeignetes Instrument ist, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung auf der ganzen Fläche dauerhaft sicherzustellen.</p><p>Das Bafu hat dem WWF seine Einschätzung der Studie direkt zukommen lassen. Eine öffentliche Stellungnahme erachtete das Amt - wie auch die Kantone als Hauptbetroffene - nicht als opportun.</p>