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Der schweizerische Kapitalverkehr mit dem Ausland ist 1999 vom Aufschwung an den Finanzmärkten und der Einführung des Euro geprägt gewesen. Die Kapitalexporte für Direktinvestitionen im Ausland haben sich mehr als verdoppelt.Dieser Inhalt wurde am 24. August 2000 - 13:02 publiziert
Dies geht aus der am Donnerstag (24.08.) veröffentlichten Zahlungsbilanz der Schweiz von 1999 hervor.
Die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) veröffentlichten Zahlen zeugen von einem hohen Aussenbeitrag der Schweizer Wirtschaftsleistung. Der Ertragsbilanzüberschuss stieg 1999 im Vorjahresvergleich um 7,5 auf 45 Mrd. Franken und erreichte damit ein Rekordhoch. Der Überschuss nahm wegen des geringeren Defizits im Warenverkehr und wegen höherer Kapitalerträge zu, wie die SNB schreibt. Im Verhältnis zum Bruttoinlandinlandprodukt erreichte der Überschuss 11,6 Prozent, verglichen mit 9,8 Prozent im Vorjahr.
Ein Blick auf den schweizerischen Kapitalverkehr mit dem Ausland zeigt, dass die inländischen Anleger ihre Wertpapierkäufe im Ausland markant um 48,8 auf 70,4 Mrd. Franken gesteigert haben. Die Kredite an das Ausland erhöhten sich von 66 auf 116,3 Mrd. Franken und haben sich damit beinahe verdoppelt. Mehr als verdoppelt haben sich laut Angaben der SNB die Kapitalexporte für Direktinvestitionen. Sie stiegen vor allem wegen höherer Investitionen in den USA und in der EU von 24,1 auf 51,9 Mrd. Franken.
Die ausländischen Direktinvesititionen in der Schweiz stiegen vor allem akquisitionsbedingt um 3,5 auf 13,9 Mrd Franken. 90 Prozent der Direktinvestitionsmittel flossen in den Dienstleistungssektor. Herausragend war der Mittelzufluss von 4,9 Mrd. (Vorjahr: 1,2 Mrd.) Franken in der Versicherungsbranche. Übernahmen im Bereich Transporte und Kommunikation schlugen sich in einem Kapitalimport von 1,9 Mrd. Franken nieder, nachdem die Direktinvesitionsflüsse in diesem Bereich zuvor unbedeutend waren.
Weil letztes Jahr erheblich weniger in Schweizer Aktien investiert wurde, gingen die ausländischen Portfolioinvestitionen in der Schweiz von 14,9 auf 8,9 Mrd. Franken zurück. Die Kapitalimporte der Banken stiegen von 49,3 auf 143,5 Mrd. Franken. Die Währungsreserven der Nationalbank legten vor allem wegen der wechselkursbedingten Höherbewertung des Devisenbestandes um 1,3 Mrd. Franken zu.
swissinfo und Agenturen
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