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Die chinesischen Kräuter oder auch bekannt als chinesische Herbalistik, Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde bezeichnet die Zusammenstellung von Rezepturen, die den Grundlagen der TCM-Theorie entsprechen. Dabei versteht man unter dem Begriff „Kräuter“ nicht nur Pflanzen sondern auch verschiedene Mineralien und Tierprodukte. Von den Pflanzen verwendet man verschiedene Teile wie Blätter, Wurzeln, Stängel, Blüten und Samen, die interessanterweise alle sehr unterschiedliche therapeutische Wirkungen haben können. Zu den mineralischen Substanzen gehören beispielsweise Muschelschalen und Schneckenhäuser aber auch Mineralien wie Bernstein oder Hämatit. Zu den tierischen Produkten gehören beispielsweise der abgeworfene Panzer der Zikadenlarve, Hirschgeweihe (abgeworfen). Es gibt etwa 500 verschiedene chinesische Kräuter in der chinesischen Materia Medica, dem pharmakologischen Nachschlagewerk der TCM, die miteinander kombiniert und zu einer auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen Rezeptur vereint werden können.
Bei der Zusammenstellung der Rezeptur berücksichtigt der Therapeut die thermische Wirkung, die Geschmacksrichtung und den Wirkort der Kräuter. Der TCM-Theorie zufolge treten die Kräuter in bestimmte Leitbahnen ein oder sind nach ihrem Geschmack mit einem oder mehreren Funktionskreisen verbunden. Als Beispiel möchte ich Da Zao oder rote Dattel nennen. Sie ist thermisch warm und die Geschmacksrichtung süss. Süsse Geschmäcker werden dem Funktionskreis Milz und Magen zugeordnet. In diesem Sinn unterstützt und stärkt Da Zao die Verdauung.
Die chinesischen Kräuter werden in vielen verschiedenen Formen verabreicht. Dazu zählen primär die Abkochung (Dekokt) und Granulate. Die Abkochung war früher die am weitesten verbreitete Art der Zubereitung und die am schnellsten wirkende Verabreichungsform. Bei der Abkochung werden die Kräuter während 30-45 Minuten in Wasser gekocht, bis die Flüssigkeit deutlich reduziert ist; dann wird die eingedickte Flüssigkeit warm getrunken. Granulate stellen die moderne Form der Verabreichung dar, wobei das Abkochen zu Hause wegfällt. Granulate werden von spezialisierten Firmen wie Lian und Complemedis in der Schweiz hergestellt. Dabei werden die Rohdrogen in riesigen Gefässen mehrmals ausgekocht. Das dabei entstehende Dekokt wird danach durch die Entfernung von Wasser unter hohem Druck konzentriert und das Konzentrat zu einem Granulat verarbeitet. Chinesische Kräuter können aber auch zu Tinkturen, Salben und Kräuterpflaster verarbeitet werden für die äusserliche Anwendung.
Chinesische Kräuter sind sehr wirkungsvoll und sie können bei fast jeder Art von Erkrankung angewendet werden. Sinn macht ihr Einsatz vor allem wenn ein Mangel im menschlichen Körper vorherrscht. Deshalb sind die chinesischen Kräuter sehr gut geeignet um die Konstitution zu stärken.
Die von mir verschriebenen Rezepturen beinhalten Inhaltsstoffe, die aus China an Schweizer Firmen wie Lian oder Complemedis versendet worden sind. So wird gewährleistet, dass die Inhaltsstoffe einerseits echt und qualitativ hochwertig sind und andererseits keine toxischen oder in der Schweiz verbotenen Substanzen wie zum Beispiel vom aussterben bedrohte Tierarten enthalten.