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Einzelne zeichnen sich durch schön gefärbte oder höchst sonderbar gestaltete, oft auch sehr große Blumen aus. Aristolochia ClematitisL. (gemeine Osterluzei, Waldrebenhohlwurz) findet sich häufig in Weinbergen im südlichen und mittlern
Europa, wird bis 0,6 m hoch und hat in den Blattwinkeln zu 5-7 zusammenstehende Blüten mit schmutzig gelbem Perigon, welches
in eine zungenförmige Platte ausläuft. Die Pflanze riecht eigentümlich balsamisch; ihre Wurzel
[* 9] wurde vormals als schweiß-
und urintreibendes Mittel angewendet. In größern Gaben ist die Wurzel zu den narkotisch scharfen Giften
zu rechnen. Aristolochia serpentariaL., in feuchten Bergwäldern des mittlern Strichs der östlichen Staaten von Nordamerika,
[* 10] eine 25-40
cm hohe Staude mit ei- oder herzförmigen, zugespitzten Blättern und kleinen, violettbraunen, einzeln in den Achseln der Niederblätter
stehenden Blüten, liefert die Schlangenwurzel (Radix Serpentariae), welche aus einem kleinen, rundlichen
Rhizom
[* 11] und vielen dicht stehenden, sehr dünnen, zerbrechlichen, ineinander verflochtenen Wurzelfasern besteht.
Sie riecht baldrianartig und schmeckt kampferartig bitter. Als Bestandteile werden ein ätherisches Öl und Aristolochin angegeben.
Die Eingebornen benutzten die Wurzel gegen Schlangenbiß; seit 1663 kam sie nach Europa und wurde namentlich als Erregungsmittel
bei Typhus und typhoiden Zuständen überhaupt angewandt; gegenwärtig ist sie ziemlich außer Gebrauch.
Übrigens liefern auch andre nordamerikanische Aristolochia-Arten Schlangenwurzel.
AristolochiaSiphoL'Hérit. (Pfeifenstrauch), aus Nordamerika,
hat einen windenden, sehr langen Stamm, sehr große, fast kreisrunde, herzförmige Blätter und winkelständige, bräunliche
Blüten, deren Perigon wie ein Pfeifenkopf gestaltet ist. Diese Art eignet sich vorzüglich zu Lauben-
und Wandbekleidungen und dauert im Freien aus. Mehrere andre Arten werden bei uns in Treibhäusern kultiviert.