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Fast ein Drittel aller Schweizerinnen und Schweizer leidet an einer Unverträglichkeit von Milchprodukten, genauer gesagt von Milchzucker. Bei Personen, die nicht an einer Laktoseintoleranz leiden, wird der Milchzucker im Dünndarm durch das Enzym Laktase aufgetrennt und anschliessend über die Darmschleimhaut in den Körperkreislauf aufgenommen. Ist Laktase nicht, oder nicht in ausreichender Menge vorhanden, kann der Milchzucker nicht verdaut werden und es wird von einer Laktoseintoleranz gesprochen.
Da der Milchzucker nicht aufgetrennt werden kann, kommt es bei der Verdauung der Milchprodukte zu unangenehmen Symptomen. Oft erleiden die Betroffenen Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe. Diese Symptome treten meist im Zeitraum von 30 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme von Laktose auf.
Eine Laktoseintoleranz ist meist angeboren. Dennoch ist es ebenso möglich, dass die Unverträglichkeit im Laufe des Lebens erworben wird, insbesondere dann, wenn über längere Zeit auf Milchprodukte verzichtet wird. In diesem Fall wird im Körper die Produktion des Enzyms Laktase heruntergefahren, da dieses zurzeit nicht für die Verdauung benötigt wird. Ebenso produziert der Körper mit zunehmendem Alter weniger Laktase. Aus diesem Grund leiden ältere Menschen häufiger an einer Laktoseintoleranz.
Betroffenen Personen merken meist aufgrund der auftretenden Symptome, dass sie an einer Laktoseintoleranz leiden. Um eine Diagnose stellen zu können ist es empfehlenswert die Symptome und die Einnahme von Milchprodukten über einige Zeit zu beobachten. Dies kann anhand des Führens eines Ess-Symptom-Tagebuchs gemacht werden. Des Weiteren kann ein Laktosetoleranztest oder der sogenannte H2-Atemtest zur Diagnose durchgeführt werden. H2 (molekularer, gasförmiger Wasserstoff) und CO2 entstehen, wenn Darmbakterien im Dickdarm die Laktose vergären.
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Personen die an einer Laktoseintoleranz leiden, können durch eine bewusste Ernährung den Symptomen entgegenwirken. Zentral ist hierbei eine Ernährung mit laktosefreien und laktosearmen Produkten. So können einerseits laktosefreie Ersatzprodukte eingenommen werden, andererseits gibt es einige Milchprodukte, wie beispielsweise Hartkäse, die bereits von Natur aus laktosefrei sind. Das Essen von laktosearmen Produkte wie Butter oder Joghurt führt bei den meisten Betroffenen nicht zu Symptomen und stellt zudem sicher, dass das Verdauungsenzym weiterhin produziert wird.
Alternativ können betroffene Personen Laktase in Form von kleinen Tabletten zu sich nehmen. Werden diese Tabletten kurz vor der laktosehaltigen Nahrung eingenommen, kann der Milchzucker ohne unangenehme Symptome verdaut werden.
Betroffene Personen können bei Fachpersonen für Ernährungsberatung weitere Tipps einholen und sich professionell beraten lassen:
Quellen: