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Die genauen Ursachen dieser Störungen sind bis heute nicht bekannt. Stress oder virale Infektionen werden als Auslöser diskutiert.
Beschwerden, die auf einen Morbus Menière hindeuten können, sind unter anderem:
- Minuten bis Stunden anhaltender anfallartiger Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen, Schweissausbrüchen.
- Einseitige Ohrgeräusche (Tinnitus).
- Einseitige Hörminderung, häufig von Druck- und Völlegefühl im betroffenen Ohr begleitet.
- Zwischen den Attacken werden keine Gleichgewichtsstörungen empfunden. Die Hörminderung kann bestehen bleiben.
Zur Diagnose des Morbus Menière werden verschiedenen Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
- Krankengeschichte (Anamnese) unter Einbezug der Symptome.
- Ohrmikroskopische Untersuchungen.
- Gleichgewichts- und Hörtests.
- Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit und der akustischen Aussendungen.
- Ev. Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Zu den bewährten Behandlungsmöglichkeiten gehören:
- Bettruhe, Vermeiden von Stress.
- Medikamente zur Verminderung von Übelkeit und Erbrechen.
- Eventuell wird der Arzt durchblutungsfördernde Mittel einsetzen.
- Eventuell braucht es angstmindernde und beruhigende Medikamente.
- Eventuell kann der Arzt den Überdruck im Gleichgewichtsapparat operativ entlasten, das Innenohr und das Gleichgewichtsorgan mechanisch zerstören oder gar den Gleichgewichtsnerv durchtrennen.
- Oft brauchen die Betroffenen psychologische Betreuung. Die Angst vor einem nächsten Anfall kann ebenso stark und lebensbeeinträchtigend sein, wie der Anfall selbst.
Die Arbeitsfähigkeit des Patienten wird durch die Schwere und Häufigkeit der Schwindelanfälle bestimmt.
Schlimm ist für die Betroffenen das Zurückbleiben von Hörschäden bis zur Taubheit, das Weiterbestehen von Ohrgeräuschen, sowie eine starke Lärmempfindlichkeit. Hier kann oft nur ein Hörgerät helfen.