Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03366.jsonl.gz/1332

Bemerkungen
Rick Hall ist der Vater der lokale Musikszene von Muscle Shoals. Er war ein prototypischer amerikanischer Selfmademan, Musiker, Verleger und Studiobesitzer. Nach Schicksalsschlägen wurde er professioneller Country Musiker und Songschreiber. Bald schon gründete er einen eigenen Verlag und 1960 das erste FAME Studio (FAME steht kurz für Florence Alabama Music Enterprises). Sein Mentor war Sam Phillips, der ihm riet, nicht nach Nashville zu gehen, weil sie dort seine Seele bei lebendigem Leib fressen würden («Rick, don't go to Nashville, because they'll eat your soul alive» - siehe: NYT, Alan Light: The Muscle Shoals Sound Finally Gets Its Due, 21. Juli 2015).
Ein junger äusserst begabter Country-Soul-Sänger, Arthur Alexander, nahm seinen ersten Song dort auf You Better Move On. Das war noch eine Monoaufnahme in einem Raum, den man heute nicht mehr «Studio» nennen würde. Der Erfolg der Single erlaubte
Rick Hall, ein richtiges Studio zu bauen: Die FAME-Studios, die bis heute in Betrieb sind. 1964 stellte er eine Band aus Session-Musikern zusammen, die heute als legendär gilt: Die Muscle Shoals Rhythm Section. 1969 verliessen diese Studiomusiker
FAME, um ihr eigenes Studio zu gründen. Im
Lynyrd Skynyrd-Song Sweet Home Alabama wurden sie als
The Swampers verewigt, von denen sie sangen: «Now Muscle Shoals has got the Swampers - And they've been known to pick a song or two».
Rick Hall stellte nach dieser Trennung eine neue Sessiongruppe zusammen, die den Namen
The FAME Gang erhielt.
Rick Halls Leben und Schaffen ist im Film
Muscle Shoals von
Greg 'Freddy' Camalier dokumentiert. Eine Compilation mit der Musik, die in den FAME-Studios aufgenommen wurde, kam 2011 bei Kent heraus: The Fame Studios Story - 1961-1973. Im April 2015 kamen die Memoiren von
Rick Hall unter dem Titel
The Man from Muscle Shoals: My Journey from Shame to Fame heraus. Im gleichen Jahr wurde eine TV-Serie über die historische Muscle-Schoals-Musikszene in Angriff genommen.