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Die Urkunde von 1431 – Der Herrschaftswechsel von 1415 und die Folgen
Freitag, 22. Mai 2015, 19:00 Uhr, Museum Kloster Muri
Eintritt frei, keine Voranmeldung nötig. Der Anlass wird vom Team Museum Kloster Muri in Zusammenarbeit mit dem Projektleiter Peter Jäggi organisiert.
Das Verhältnis der Eidgenossen zum Kloster Muri blieb nicht frei von Spannungen:
Der Abt des Klosters beharrte gegenüber den neuen eidgenössischen Landesherren auf seinem althergebrachten Recht der hohen Gerichtsbarkeit in den Schweighöfen (Sennereien) des Klosters. Die eidgenössischen Vögte vertraten demgegenüber die Meinung, dass die hohe Gerichtsbarkeit uneingeschränkt bei den Schirmorten liegt.
1531 versagten die Schirmorte als Schutzmächte des Klosters. Berner und Solothurner plünderten das Kloster und brannten den Kreuzgang nieder.
Die Tagsatzungsgesandten erpressten ab 1644 von den Äbten in mafiösem Gebaren "Schutzgelder".
Auch die Beziehungen des Klosters zu den Habsburgern, den ehemaligen Landesherren und Stiftern des Klosters, führte bei den Eidgenossen zu Irritationen. Sie eskalierten, als Abt Placidus Zurlauben von Kaiser Leopold I. im Jahr 1701 die Würde eines Fürstabts erlangte. Plazidus Zurlauben konnte einen Teil der Tagsatzungsgesandten mit fürstlichen Essen und Wein aus dem Elsass beruhigen. Bleibende Entspannung brachte aber erst der Erwerb eines eigenen "Fürstentums" im süddeutschen Raum ausserhalb der Eidgenossenschaft.