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Der Konflikt an den Grenzen von Burkina Faso, Mali und Niger verschärft sich und droht, auf die Küstenstaaten überzugreifen.
Burkina Faso zählt mehr als eine Million Binnenvertriebene, was einer Vervierfachung innerhalb eines Jahres entspricht.
Die Herausforderungen des Klimawandels und der Ernährungsunsicherheit verschärfen diese Notsituation der humanitären Hilfe heute zusätzlich.
Die COVID-19-Pandemie verschlimmert die Situation und betrifft jetzt auch Gebiete, die Flüchtlinge und Binnenvertriebene aufnehmen. Der stetige Anstieg der Infektionsraten deutet auf einen drohenden Gesundheitsnotstand hin, in einer Region, in der Gesundheitseinrichtungen bereits wegen der allgemein herrschenden Unsicherheit beeinträchtigt sind.
Frauen und Kinder sind am schwersten von der Krise betroffen, die nationalen Systeme sind überfordert.
Trotz willkürlicher Hinrichtungen von Zivilistinnen und Zivilisten, der Vergewaltigung von Frauen und der Zerstörung von medizinischen Einrichtungen und Schulen wurden nur wenige Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklung eingesetzt.
Wir haben:
- Notunterkünfte für 81'144 Vertriebene bereitgestellt
- in mobilen Kliniken Opfer sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt versorgt
- im Rahmen der COVID-19-Krise 338'411 Menschen Zugang zur medizinischen Grundversorgung ermöglicht
- nach der Schliessung der Schulen rund 12'000 Kindern aus Vertriebenen- und Aufnahmegemeinschaften ermöglicht, ihre Ausbildung dank Fernunterricht fortzusetzen.
Angesichts der Notlage haben wir unsere Unterstützung verstärkt.
Mit 2,7 Millionen Menschen, die gezwungen wurden, ihr Zuhause zu verlassen, herrscht ein immenser der Bedarf an Unterkünften, Wasser, sanitären Einrichtungen, Gesundheit und anderer grundlegender Hilfe.
Damit wir auf diese Krise reagieren können, benötigen wir dringend 169,4 Millionen Franken, um Flüchtlingen, Vertriebenen und der sie aufnehmenden Bevölkerung Schutz und lebensrettende Hilfe zu bieten.
Es ist an der Zeit, in der Sahelzone zu handeln. Bitte helfen Sie uns.