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Ein Thymom manifestiert mit folgenden Symptomen:
Eine klinische Untersuchung ist bei der Formulierung einer Thymom-Diagnose der erste Schritt. Zusätzlich sollten bei einschlägigem Verdacht folgende absichernde Untersuchungen angeordnet werden:
Für die Behandlung eines Thymoms ist ein multidisziplinärer Ansatz notwendig [5]. Das Hauptziel der Behandlung besteht in der Entfernung diagnostizierter Malignome und der Etablierung von Präventivmaßnahmen um ein Rezidiv zu verhindern. Hierfür können folgende Optionen in Betracht gezogen werden:
Die Prognose einer Thymom-Erkrankung hängt vom Stadium des Thymoms zum Zeitpunkt der Diagnose und vom Patientenalter ab. Bei adäquater Behandlung kann ein Patient einige Jahre überleben. Die Prognose ist jedoch bei Patienten mit der Diagnose eines fortgeschrittenen Thymoms üblicherweise nicht gut. Die Überlebensdauer mit einer Thymom-Diagnose beträgt auf Basis einer multivariaten statistischen Analyse unabhängig vom Thymomstadien im Mittel zwischen 5 und 10 Jahren [2].
Komplikationen
Die besorgniserregendste Komplikation eines Thymoms besteht in seiner Filialisierung. In diesem Fall können abhängig von den betroffenen Organen weitere sekundäre Erkrankungen entstehen. Ein Thymom kann sich in die Vena cava superior ausbreiten und dort zu thrombotischen Symptomen führen [3]. Zusätzlich müssen Thymom-Patienten die belastenden Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung ertragen.
Die genauen Ursachen für die Entwicklung eines Malignoms im Thymus sind nicht geklärt. Viele Krankheitsbilder und Syndrome wurden jedoch mit Thymomen in Zusammenhang gebracht. Diese sind u.a.:
Patienten mit einer Thymom-Diagnose wurden durchwegs ebenfalls mit mindestens einer der oben gelisteten Krankheiten diagnostiziert. Dies legt den Verdacht nahe, dass das Thymom als eine mögliche Sekundärerkrankung obiger Erkrankungen einzustufen ist.
Thymome entwickeln sich im Thymus und treten sehr selten auf. Sie machen etwa 1% aller diagnostizierten Tumoren aus. Patienten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren sind am häufigsten von Thymomen betroffen, Studien deuten jedoch darauf hin, dass Thymome altersunabhängig manifestieren. Man schätzt, dass etwa 15% der Patienten mit einer Myasthenia gravis Diagnose ein Thymom entwickeln.
Der Thymus besteht aus zwei Zelltypen - Endothelzellen und Lymphozyten. Ein Thymom ist mit einer Neoplasie der Epithelzellen des Thymus assoziiert. In seltenen Fällen kann ein Thymom auch absiedeln und entfernte Metastasen ausbilden. In diesem Fall ist oft die Pleura betroffen. Ein Thymom durchläuft folgende Entwicklungsstadien:
Stadium I: der Tumor ist im Thymus lokalisiert und von einer Kapsel umgeben.
Stadium II: der Tumor infiltriert die Kapsel und breitet sich in umliegendes Fettgewebe aus.
Stadium III: das Malignom filialisiert.
Stadium IVA: Lungenmetastasen treten auf.
Stadium IVB: Krebszellen haben die Lymphknoten und Blutgefäße infiltriert.
Ein Thymom kann nicht verhindert werden; es können jedoch Präventivmaßnahmen, um die Progression und eine Wiedererkrankung zu verhindern. Sobald der Patient eine Krebsbehandlung erhalten hat, sollten sich diese Patienten regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen melden. Regelmäßige Bildgebung und weitere Tests können erneutes Tumorwachstum im Frühstadium erkennen. Dies erlaubt eine frühe Behandlung und verhindert das Auftreten weiterer Komplikationen.
Ein Thymom ist eine Neoplasie der Thymusepithelzellen. Der Thymus ist ein kleines Organ unter dem Sternum. Es stellt einen Teil des lymphatischen Systems dar und ist für die Produktion von Leukozyten und damit für ein funktionierendes Immunsystem verantwortlich.
Tumorwachstum an der Thymusoberfläche beeinträchtigt diese Funktionen und führt zu zahlreichen lebensbedrohlichen Komplikationen. Die Tumorzellen des Thymoms ähneln in ihrem Verhalten normalen Zellen, was üblicherweise zu gutartigen Neoplasien führt. In sehr seltenen Fällen eines malignen Thymoms ist eine aggressive Metastasierung möglich.
Definition
Das Thymom ist eine seltene Tumorart, die die Oberfläche der Thymusdrüse betrifft. Dieses Organ liegt unter dem Brustbein und ist zusammen mit dem lymphatischen System bei der Produktion weißer Blutkörperchen wichtig.
Ursache
Die genaue Ursache für die Entwicklung eines Thymoms ist rätselhaft. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Thymome eine Folgeerkrankung anderer Krankheitsbilder ist, z.B. von Myasthenia gravis, Erythrozytenaplasie, Cushing-Syndrom, Dermatomyositis und systemischer Lupus erythematodes.
Symptome
Diagnose
Bildgebende Untersuchungen wie CT, MRT und PET geben erste Hinweise auf ein mögliches Thymom, indem sie Ort und Größe des Tumors bestimmen. Eine Tumorbiopsie liefert Hinweise auf seine Gut- oder Bösartigkeit.
Behandlung
Eine chirurgische Entfernung des Tumors ist in den meisten Fällen die Methode der Wahl. Nach diesem Eingriff können abhängig vom Einzelfall Strahlungstherapie und Chemotherapie nötig werden um das Wachstum weiterer Tumoren (bei Metastasierung) anzuhalten und zu verhindern.