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Nachteilsausgleich
Der Nachteilsausgleich dient dazu, Einschränkungen durch Behinderungen im Unterricht oder im Qualifikationsverfahren aufzuheben oder zu verringern. Damit werden Bedingungen angepasst, unter denen Lernen und Prüfungen stattfinden. Die Anpassungen beschränken sich auf die Bereiche, die behinderungsbedingt nicht oder nur teilweise erfüllt werden können. Die kognitiven und fachlichen Anforderungen müssen denjenigen der nichtbehinderten Lernenden entsprechen.
Nachteilsausgleichsmassnahmen werden gewährt, wenn:
- die grundsätzliche Eignung für die spätere Ausübung des zu erlernenden Berufes nicht in Frage steht (keine Anpassung der Lern- und Ausbildungsziele),
- die Massnahmen zweckmässig und mit der Ausbildung bzw. dem Regelunterricht vereinbar sind,
- die Massnahmen mit verhältnismässigen Mitteln umgesetzt werden können.
Es werden nur formale Nachteilsausgleiche wie Zeitzugaben, längere Pausen oder weitere geeignete Massnahmen (bspw. Benutzung von Seh- oder Hörhilfen) gewährt.
Das beiliegende Merkblatt erklärt die Vorgehensweise, wenn ein Nachteilsausgleich beantragt wird.