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Hirslanden
(Kt., Bez. und Gem. Zürich, Stadtkreis V). 452 m. Quartier; ehemalige Aussengemeinde der Stadt Zürich, seit mit dieser vereinigt, sö. der Altstadt. Kirchgemeinde Neumünster. Bei der Burgwies Funde von Bronzegegenständen. Refugium Biberlinsburg; im Degenried Funde aus der Eisen- und Römerzeit; bei der Klus Ueberreste eines römischen Bauwerkes. 946: Hirslanda = Land, auf dem Hirse angebaut wird. Das Gemeindewappen zeigt einen goldenen Hirsstengel im blauen Felde.
Vergl. die Art. Zürich
(Stadt) und
Burghœlzli. Grundeigentümer in
Hirslanden waren im 13. Jahrhundert vorzüglich die Abtei und
zum Teil auch die Propstei Zürich.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts kauften sich hier auch das Kloster
Oetenbach und der
Spital in Zürich
Grundbesitz. Zehntenherr in
Hirslanden war das Chorherrenstift Zürich
als Kollator der Pfarrkirche Grossmünster,
zu der
Riesbach,
Hirslanden und
Hottingen gehörten. Die vereinigte hohe und niedere Vogtei stand wie in der
ganzen Umgegend von Zürich
ursprünglich dem Reichsvogte über die Stadt zu und kam später als Reichslehen in den erblichen Besitz
der Familie Mülner, die auch bereits das
Meieramt inne hatte.
Die Entstehung der Gemeinde
Hirslanden rührt von der Bildung einer
Wacht her, die 1408 zum erstenmal genannt wird. Die Gemeinde
bis 1798 der Landvogtei
Küsnacht zugeteilt, während Geldstreitigkeiten dem städtischen Gericht zur Schlichtung unterstanden. 1893 zusammen
mit den übrigen Ausgemeinden mit der Stadt
Zürich vereinigt. Vergl. Nüscheler,
Arn. Ein historischer
Gang durch die Nachbargemeinden
der Stadt
Zürich (in Salomon Vögelin's Werk: Das alte Zürich.
2. Aufl. Zürich
1890).