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Ein heftiges Gewitter über dem Melchtal hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag erhebliche Wassermengen in der Kleinen Melchaa gebracht. Dank dem Hochwasserschutzprojekt konnte Schaden vom Dorf abgewendet werden. Die erstellten Bauwerke haben wie geplant funktioniert.
Um 20.45 Uhr hatten die Wassermassen den im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes Kleine Melchaa erstellten Geschiebesammler erreicht. Dieser erfüllte seine Funktion tadellos. Das mitgeführte Geschiebe lagerte sich ab, das Schwemmholz wurde zurückgehalten. Bei der Wasserfassung des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO) im Melchaatobel wurde eine Durchlaufmenge von über 50m3/Sekunde gemessen. Die max. Aufnahmekapazität des Bachbetts im Dorf Giswil (Eisenbahnbrücke der Zentralbahn) beträgt 12 m3/Sekunde. Der Überlastfall konnte über den neu erstellten Bachlauf direkt in den Sarnersee geleitet werden.
Der Geschiebesammler im Gorgen hat damit eine erste grosse Bewährungsprobe bestanden. Dank dem Bauwerk konnten Schäden in Millionenhöhe rund um das Bahnhofareal und im Dorf Giswil vermieden werden, obwohl die Abflussspitze grösser war als bei den Unwettern vom August 2005.
Die Wasserbaukommission hat bereits heute Sonntag den Auftrag erteilt, den Geschiebesammler vom Schwemmholz zu befreien, um auf die weiteren zu erwartenden Gewitter vorbereitet zu sein.