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Die Auftragsmörderin Ava (Jessica Chastain) gerät ins Visier von Simon (Colin Farrell), dem Chef der geheimen Organisation, für die sie arbeitet. Ihm passt nicht, dass sie mit ihren Zielpersonen spricht, bevor sie sie tötet. Ava will nämlich jeweils herausfinden, was ihre Opfer verbrochen haben.
Ihr Mentor Duke (John Malkovich) nimmt sie jedoch in Schutz und schwört, sie bedeute keine Gefahr für die Organisation. Trotzdem will Simon sie loswerden.
Und als ob der Stress im Beruf nicht schon genug wäre, hat Ava auch Ärger mit ihrer Mutter (Geena Davis) und ihrer Schwester (Jess Wexler), die mit ihrem Ex (Common) zusammen ist.
Das zentralste Zitat
«Denk dran: Kopf unten halten und klarer Verstand», trichtert Duke Ava mehrmals ein. Denn er weiss, dass seine beste Killerin einen Alkoholentzug hinter sich hat.
Die Schauspielerin
Nach Bühnen- und TV-Rollen gab Jessica Chastain 2008 ihr Kinodebüt in «Jolene». Darin spielte sie mit 30 den Teenager Jolene. Bald war sie in Hollywood als geheimnisvolle Rothaarige gefragt.
Den endgültigen Durchbruch erlebte die Kalifornierin 2011. Denn drei Filme mit ihr fanden damals grosse Beachtung: «Take Shelter», ein Drama um einen psychisch angeschlagenen Familienvater, «The Tree of Life», in dem sie Brad Pitts Frau spielte, und das Südstaatendrama «The Help», für das sie eine Oscar-Nomination erhielt.
Daraufhin wirkte die 43-Jährige auch in Grossproduktionen wie «The Martian» (2015) neben Matt Damon oder eben jetzt «Ava» mit.
Fakten, die man wissen sollte
Nach «The Help» (2011) ist «Ava» die zweite Zusammenarbeit von Jessica Chastain mit dem Regisseur Tate Taylor.
Mit «The Help» und dem James-Brown-Biopic «Get On Up» (2014), sowie dem originellen Mystery-Thriller «The Girl on the Train» (2016) hat der 51-jährige Taylor durchaus einen guten Leistungsausweis. Bei «Ava» sieht es etwas anders aus.
Das Urteil
Das Hauptproblem von «Ava» ist, dass sich der Film nicht entscheiden kann, ob er ein Action-Thriller oder ein Familiendrama sein will. Er überzeugt weder als das eine noch als das andere.
Die Kampfszenen – und von denen gibt es nicht wenige – sind schlecht choreografiert. Und die Dramaszenen sind so plakativ und vorhersehbar, dass man sie nicht ernst nehmen kann.
Warum sich Stars vom Kaliber einer Jessica Chastain oder eines John Malkovich für so etwas hergeben, bleibt ein Rätsel.
Kinostart 13.08.2020