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Anschlüsse der Schweiz ans französische HGV-Netz
Bern, 24.09.2001 - Moritz LEUENBERGER, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation sowie schweizerischer Bundespräsident, und Jean-Claude GAYSSOT, Minister für Infrastruktur, Verkehr und Wohnungsbau der Republik Frankreich, trafen sich heute in Paris, um den Ausbau der Eisenbahnverbindungen zwischen den beiden Ländern zu besprechen.
Was den Güterverkehr betrifft, bekräftigten die beiden Minister ihren Standpunkt, die massive Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse zur Bahn in den sensiblen Bergregionen sei unter anderem mit dem Ausbau des kombinieren Verkehrs und des Huckepackverkehrs zu fördern. Sie waren sich auch einig, mit welchen Mitteln dies erreicht werden soll, um den Anliegen des Umweltschutzes sowie der Sicherheit gerecht zu werden: mit dem Ausbau der alpenquerenden Eisenbahninfrastruktur, der Beteiligung der Strasse an der Finanzierung der Bahn und der Regulierung des Schwerverkehrs. LEUENBERGER und GAYSSOT vertraten die Meinung, eine gerechte Aufteilung des Schwerverkehrs auf die verschiedenen alpenquerenden Achsen sei legitim, damit diese Massnahmen ihre volle Wirkung entfalten können.
Die Minister zeigten sich erfreut, dass die Überlegungen der öffentlichen Bahnbetriebe beider Länder - SNCF, RFF und SBB - zu einer gemeinsamen Analyse über die Kapazitäten der Schienenachsen führten, über die der Transitverkehr durch die Schweiz geführt werden kann. Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass sich eine bessere Nutzung der bestehenden Linien aufdrängt, namentlich der Linie Dijon - Dôle - Vallorbe - Lausanne. Die beiden Minister erhoffen sich von der Studie konkrete Vorschläge für eine rasche Erhöhung des Güterverkehrs per Bahn auf diesen Achsen. GAYSSOT teilte LEUENBERGER zudem mit, er habe Réseau Ferré de France eine Studie über die Wiedereröffnung der Linie Evian - Saint Gingolph (Linie Tonkin) für den lokalen Warenverkehr und später auch den regionalen Personenverkehr in Auftrag gegeben.
Was den Personenverkehr betrifft, erinnerten die beiden Minister an die Umsetzung der im November 1999 in Genf unterzeichneten bilateralen Vereinbarung über den Anschluss des französischen Hochgeschwindigkeitsnetzes an das schweizerische Schienennetz. Sie wiesen dabei auf folgende Projekte hin: Linie Paris - Genf (Wiedereröffnung der Linie Bourg / Bellgarde) · Linie Paris - Lausanne / Neuenburg / Bern.
TGV Rhein-Rhone
Die beiden Minister unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung im Hinblick auf die rasche Durchführung von Machbarkeitsstudien betreffend den Bahnanschluss des Flughafens Basel-Mülhausen. Die Studien sollen einer französisch-schweizerischen Arbeitsgruppe in Auftrag gegeben werden. Moritz LEUENBERGER und Jean-Claude GAYSSOT kamen ausserdem auf das Problem der Umweltbelastung durch den Flughafen Basel-Mülhausen zu sprechen. Sie beschlossen, bei diesem wichtigen Dossier das gemeinsame Vorgehen mit den Administrationen und den betroffenen Parteien abzusprechen. Schliesslich tauschten die beiden Minister ihre Standpunkte über verschiedene Fragen der Zivilluftfahrt aus, namentlich im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in den USA und der Notwendigkeit, die Sicherheit im Flugverkehr koordiniert zu verstärken.
Herausgeber
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
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Letzte Änderung 20.04.2018