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zum gedenken
= Pius Raetzo, Tafers
Pius Raetzo wurde am 15. September 1942 als achtes Kind von Josef und Delphina Raetzo geboren. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen in Balbertswil in Düdingen. Hier besuchte Pius auch die ersten Jahre der Primarschule. Später kam er zur Familie Gauder im Wyssenbach in St. Antoni, wo er seine Schulpflicht beendete. Nach der Schule arbeitete er auf Bauernbetrieben, so auch bei der Familie Vonlanthen in Fendringen. Mit ihr zog er nach Onnens, wo er während mehreren Jahren im Landwirtschaftsbetrieb arbeitete. Später hatte er eine Anstellung als Fabrikarbeiter in der Firma Element AG in Tafers. Er wohnte im Kollegium Salvator im Schönberg, wo er auch seine zukünftige Frau Annemarie Nicolet kennen und lieben lernte. Am 17. Februar 1975 gaben sich die beiden das Ja-Wort. Das junge Paar wohnte weiterhin in der Nähe des Kollegiums Salvator, von wo aus sie liebevoll begleitet und unterstützt wurden.
Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte Pius seiner Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht mehr nachgehen. Künftig arbeitete er im Foyer St-Camille in Marly und ab Oktober 1988 in der Holzabteilung der Sensler Stiftung für Behinderte in Tafers, wo er bis Ende 2003 blieb.
Pius und Annemarie Raetzo zogen am 1. Februar 2001 in ihre kleine Wohnung an der Mariahilfstrasse in Tafers. Beide schätzten das gute Verhältnis mit den Nachbarn, die ihnen mit Rat und Tat beistanden. Gerne traf sich die Nachbarschaft zum Grillieren oder zum Jassen.
Pius Raetzo war ein geselliger Mensch, der den Kontakt zu anderen Menschen schätzte. Unvergessen sind die Familienfeste im Kreise seiner Angehörigen. Auch freute er sich an den Ferienreisen, die er mit Annemarie unternahm. Er war ein begeisterter Sportler, in jungen Jahren lief er mehrmals den Murtenlauf. Mit den Jahren wurde er ein Passivsportler, der gerne die Fussballspiele des FC Tafers verfolgte. Als begeisterter Anhänger von Freiburg-Gottéron war er viele Jahre bei den Heimspielen in der Patinoire St-Léonard anzutreffen. Als es ihm schlechter ging, verfolgte er die Spiele am Fernsehen. Pius Raetzo war ein guter Hausmann. Wenn Annemarie von der Arbeit in der SSB nach Hause kam, war meist die Wäsche besorgt und ein feines Essen stand parat.
Schon seit langem litt Pius an verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Das Atmen bereitete ihm Mühe, und auch der Rücken schmerzte immer mehr. In letzter Zeit fühlte er sich oft müde. Trotz seiner vielfältigen Beschwerden verstarb Pius Raetzo am Dienstag, 17. April 2012, für alle unerwartet in seiner Wohnung in Tafers. Er bleibt den Angehörigen in guter Erinnerung. Eing.