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Pflanzenschutzmitteilung Nr. 11
Weinbau
Echter und falscher Mehltau
Im Grossen und Ganzen sind nur wenige Symptome von echtem und falschem Mehltau im Walliser Weinberg aufgetreten. In der Region Fully, Chamoson, Leytron und Uvrier wurden Symptome von echtem und falschem Mehltau auf den Blättern (sporenbildende und nicht-sporenbildende Flecken) festgestellt. Der Infektions- und Ausbreitungsgrad dieser zwei Krankheiten weist eine steigende Tendenz auf.
Die gegenwärtige Wetterlage mit häufigen und starken Niederschlägen bietet ideale Bedingungen für Infektionen mit echtem und falschem Mehltau. Da die Reben derzeit und bis zum Traubenschluss äusserst anfällig sind, kann eine Infektion schwerwiegende Folgen für die Ernte haben.
Bei Parzellen, auf denen die letzte Behandlung 10 Tage oder länger zurückliegt, sollte die Behandlung vor den nächsten kontaminierenden Regenfällen und sobald es die Bedingungen erlauben, wiederholt werden. Wahrscheinlich ist dies gegen Ende der Woche der Fall (12.-13. Juni). Es ist ausserdem ratsam, zusätzliche Behandlungen am Boden durchzuführen, um die jungen Trauben zu schützen, die per Helikopter oder Drohne behandelt werden.
Auf anfälligen Parzellen sollten Sie auf jeden Fall präventive Belüftungsmassnahmen in der Traubenzone durchführen und regelmässig den Gesundheitszustand der Parzellen überprüfen, um die Bekämpfungsstrategie anzupassen.
Traubenwickler
In Riddes, Saxon, Martigny, Conthey und Chermignon wurden Kontrollen durchgeführt, um das korrekte Funktionieren der Verwirrungstechnik zu überprüfen, bzw. den Druck des Traubenwicklers in Sektoren abzuschätzen, in denen diese Methode nicht angewendet wird. Der Druck des Traubenwicklers ist dort so gering (fast gleich null), dass in diesen Gebieten dieses Jahr gar keine Insektizid-Behandlung erforderlich sein wird.
Patente Viticulture Biologique 2020
Agrilogie bietet zum dritten Mal eine Weiterbildung für den biologischen Weinbau mit kantonalem Abschluss an. Diese Ausbildung richtet sich an Westschweizer Winzer und Einkellerer, die den Einsatz synthetischer Mittel reduzieren oder ihren Betrieb auf biologischen Weinbau umstellen wollen. Sie wird berufsbegleitend absolviert und umfasst insgesamt 30 Tage, die hauptsächlich zwischen November und März stattfinden. Es wird jeweils ein Kurs pro Woche angeboten (Mittwoch), wobei auch Besichtigungen von Betrieben und Aktivitäten im Weinberg vorgesehen sind. Die Ausbildung befasst sich mit Umweltfragen, Böden, Pflichtenheften, Rebbau ohne Einsatz synthetischer Mittel, Anbaustrategien, Wiederverwertung von Abwässern und Rentabilität des biologischen Weinbaus.
Die nächste Ausbildung startet Ende August 2020. Informationen und Anmeldung bei Agrilogie Marcelin, unter 021 557 92 50 oder <email-pii>.
Kantonales WeinbauamtTweet