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Stellenwert der freien Berufe in der Schweiz
Bern, 15.01.2014 - Der Bundesrat hat am 15. Januar 2014 den Bericht „Freie Berufe. Stellenwert in der Volkswirtschaft?" verabschiedet. Der Bericht aktualisiert und erweitert die Datenlage zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der freien Berufe und analysiert die Herausforderungen im Zusammenhang mit der stärkeren Öffnung des Arbeitsmarktes. Die freien Berufe verzeichneten in den letzten zehn Jahren ein deutlich überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum und die Zuwanderung aus EU/EFTA-Staaten in den freien Berufen fiel überdurchschnittlich aus. Trotzdem ist die Erwerbslosenquote für Angehörige in freien Berufen in den letzten Jahren deutlich unter dem Durchschnitt geblieben.
Mit der Verabschiedung des Berichts „Freie Berufe. Stellenwert in der Volkswirtschaft?" hat der Bundesrat das Postulat 11.3899 Cassis vom 29.09.201 beantwortet. Der Bericht analysiert die volkswirtschaftliche Bedeutung der sogenannten "freien Berufe" in der Schweiz. Dazu zählen etwa Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure, Rechtsanwältinnen und -anwälte, Notarinnen und Notare, Revisorinnen und Revisoren, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker.
2012 übten rund 390'000 Personen bzw. rund 9,3 Prozent der Erwerbstätigen einen freien Beruf aus, 2003 lag der Anteil noch bei 8,2 Prozent. Die freien Berufe verzeichneten in den letzten rund zehn Jahren ein deutlich überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum. Die Personenfreizügigkeit begünstigte diese Entwicklung - die Zuwanderung aus EU/EFTA-Staaten fiel in den letzten Jahren in freien Berufen überdurchschnittlich aus. Der Marktzugang bei freien Berufen setzt die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen voraus. Die entsprechenden Verfahren sind etabliert und funktionieren beidseitig gut.
In der überdurchschnittlich starken Zuwanderung in freien Berufen spiegelt sich neben der Marktöffnung vor allem die wachsende Nachfrage der Schweizer Wirtschaft nach hoch quali-fizierten Arbeitskräften. Die Zuwanderung trug mit dazu bei, den Fachkräftemangel in verschiedenen Bereichen der freien Berufe zu lindern. Die Erwerbslosenquote blieb bei freien Berufen deutlich unter dem Durchschnitt und ihre Erwerbeinkommen kamen kaum unter Druck. Einzig im technischen Bereich gibt es Hinweise darauf, dass neu zugezogene Freiberufler leicht tiefere Erwerbseinkommen erzielten als die bereits Ansässigen.
Der Bundesrat strebt gezielt gute Rahmenbedingungen für die freien Berufe an. Ein zentraler Aspekt betrifft die staatliche Reglementierung freier Berufe. In den letzten Jahren wurden verschiedene kantonale Regelungen mit Bezug zu freien Berufen durch solche auf Bundes-ebene ersetzt. Damit konnten Wettbewerbshindernisse im Schweizer Binnenmarkt abgebaut und gleichzeitig gute Bedingung zur Umsetzung der Personenfreizügigkeit geschaffen werden. Der positive volkswirtschaftliche Beitrag freier Berufe wurde damit gestärkt.
Adresse für Rückfragen
Bernhard Weber, Stv. Leiter Ressort Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik, SECO
Tel. 031 322 28 80
Antje Baertschi, Leiterin Kommunikation, SECO
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