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Die Urdbohne gehört wie die Mungbohne zu einer grösseren Gruppe von Vigna-Bohnen, deren Heimat in Asien liegt. Die Urdbohne stammt vom indischen Subkontinent, wo es auch heute noch Wildformen gibt (Phaseolus sublobatus) Sie wurde schon vor 3000 oder 4000 Jahren kultiviert. Hauptanbaugebiet ist heute Indien, wo rund 600'000 Tonnen jährlich produziert werden.
Die Urdbohne ist ein einjähriges, niedrig wachsendes (20 bis höchstens 90 cm hohes), krautiges Gewächs mit dreizähligen, meist rotbraunen, behaarten, lanzettförmigen Blättern auf ebenfalls behaarten Stielen von etwa 10 cm Länge. Aus den fahlgelben, nach wenigen Stunden schon welken Blüten entwickeln sich Hülsen, die ähnlich rauh behaart sind wie die Blätter. Die Hülsen sind gerade und 4 bis 7 cm lang und enthalten 4 bis 10 kleine Samen von etwa 4 mm Länge. Die Farbe der Körner ist generell schwarz (daher black gram) – es kommen jedoch auch grüne Formen vor.
Die Aussaat erfolgt entweder zu Beginn oder am Ende der Regenzeit. Die Ernte erfogt 75 bis 140 Tage nach der Saat. Die Blätter färben sich bei der Reife dunkel – je nach Sorte können die Hülsen platzfest sein oder leicht aufspringen, entsprechend werden sie geerntet. Nach der Ernte werden sie getrocknet und gedroschen, manchmal ganz belassen (dann sind sie schwarz) oder auch geschält und gespalten (dann sind sie cremeweiss und matt).
Die Urdbohne hat hat einen schweren, reichen Geschmack – gespalten gibt sie fertigen Gerichten eine dicke, cremige Konsistenz. Die Urdbohne ist vor allem in Indien sehr beliebt – generell wird sie in Nordindien eher ganz und für das Mittagessen, im Süden eher halbiert oder als Mehl für Frühstücksspeisen wie Idli oder Dosa verwendet. In Indien gibt man auch gerne ein paar gespaltene Urdbohnen mit in das heisse Öl wenn man die Gewürze anbrät – sie verleihen Gerichten einen nussigen Geschmack und eine dickere Konsistenz.
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler
Wissenschaftlich: Vigna mungo, früher auch Phaesolus mungo oder Phaesolus radiatus
Deutsch: Linsenbohne
Englisch: urd, black gram, mash
Französisch: haricot velin
Hindi: urad dal oder urid dal
First Publication: 2-2008
Modifications: 4-3-2009, 10-6-2009, 4-10-2011