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Materialien in Kontakt mit Trinkwasser beeinflussen sowohl die Bildung als auch das Wachstum von Biofilmen. Insbesondere Kunststoffe setzen chemische Verbindungen frei, welche als zusätzliche Nährstoffe dienen und somit das mikrobielle Wachstum fördern können. Da eine unkontrollierte Biofilm-Bildung in Hausinstallationen zur Beeinträchtigung von Wasserqualität, wie auch -sicherheit führen kann, ist es notwendig einflussnehmende Faktoren und ihre potentiellen Auswirkungen zu definieren.
Im Zuge dieses SNF-geförderten Projektes soll eine ordentliche Beschreibung dieser Biofilme erfolgen und die Einflussnahme verschiedener Schlüsselfaktoren, wie Material- und Wasserzusammensetzung, auf Struktur und Gemeinschaftszusammensetzung untersucht werden. Das erlangte Wissen wird anschliessend dazu genutzt, um spezifische Biofilm-Gemeinschaften zu gestalten und deren Wachstum zu kontrollieren.
Das hässliche Entlein-Projekt
Badeenten stellen ein sehr interessantes Bindeglied zwischen (1) Trinkwasser, (2) Kunststoffen, (3) externer Kontamination und (4) gefährdeten Endnutzern dar. Während in sozialen Netzwerken viel über ungewolltes mikrobielles Wachstum in diesen Spielzeugen kommuniziert wird, gibt es nur wenig wissenschaftliche Information hierzu. Aus diesem Grund wurden Biofilme mehrerer, unter realistischen oder kontrollierten Bedingungen genutzten, Badetiere untersucht und mittels Optischer Kohärenz Tomographie, Durchflusszytometrie, Elektronenmikroskopie, Ausplattierung und 16S/18S-Illumina Sequenzierung charakterisiert.