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Ein erholsamer Schlaf ist das A und O für Gesundheit und Wohlbefinden. Während des Schlafs regenerieren sich Körper und Gehirn – der Mensch erholt sich und sammelt Kraft für die täglichen Aufgaben.
Gut schlafen ist jedoch leichter gesagt als getan – dies gilt insbesondere für Menschen mit MS, bei denen es häufig zu Schlafstörungen kommt. Durch unzureichenden Schlaf können sich die MS-Symptome verstärken und einfache Aufgaben können eine grosse Herausforderung darstellen.
Welche sind die häufigsten Schlafstörungen bei MS?
Entzündungsherde im Gehirn können die Schlafregulation beeinträchtigen. Mögliche Schlafstörungen bei MS sind Schlaflosigkeit, das Restless-Legs-Syndrom (eine krankhafte Unruhe der Beine während des Schlafs), die MS-bezogene Narkolepsie (ein krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis; tritt relativ selten auf) und die REM-Schlaf-Verhaltensstörung (tritt sehr selten auf).
Schlafstörungen bei MS können auch durch MS-Symptome, Stress oder bestimmte Gewohnheiten bedingt sein. Blasenprobleme können mit nächtlichem Harndrang (Fachbegriff: Nykturie) verbunden sein. Muskelspasmen können am Durchschlafen hindern, indem sie Schmerzen verursachen oder unwillkürliches Zucken und Treten (Fachbegriff: Periodic Limb Movement Disorder) hervorrufen. Atemschwierigkeiten aufgrund von Schlafapnoe (kurzzeitigen Atemaussetzern) oder Schluckbeschwerden können ebenfalls zu wiederholtem Aufwachen führen.
Eine weitere mögliche Ursache für Schlafstörungen sind bestimmte Gewohnheiten wie Bewegungsmangel oder der Konsum von Koffein, Alkohol oder Nikotin. Darüber hinaus kann der Schlaf auch durch Stress oder bestimmte schmerzstillende oder angstlösende Medikamente beeinträchtigt sein.
Tipps für einen erholsamen Schlaf
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Entwickle eine Schlafroutine. Versuche, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und morgens dann immer zur gleichen Zeit aufzustehen. Wenn sich deine innere Uhr auf einen festen Rhythmus eingestellt hat, wird dir das Einschlafen und Aufstehen leichter fallen.
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Schaffe die richtige Atmosphäre. Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig und dem Schlafen vorbehalten sein. In deinem Schlafzimmer sollte kein Fernseher stehen.
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Komme vor dem Schlafengehen zur Ruhe. Mache dich vor dem Schlafengehen frei von Sorgen und Stress. Schreibe die Gedanken, die dich beschäftigen, in ein Tagebuch, damit du nicht im Bett liegst und weitergrübelst.
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Halte abendliche Rituale ein. Du kannst dich auf das Schlafengehen vorbereiten, indem du beispielsweise jeden Abend zuerst warm duschst oder dein Gesicht wäschst, dann deine Zähne putzt und zuletzt deinen Pyjama anziehst. Um ruhiger zu werden, kannst du auch eine Kerze anzünden und dabei lesen oder beruhigende Musik hören.
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Schalte elektronische Geräte aus. Versuche, vor dem Schlafengehen nicht auf dein Tablet oder Smartphone zu schauen, denn das blaue Licht, das die Geräte abgeben, kann die Schlaffähigkeit beeinträchtigen.
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**Bewege dich regelmässig. Baue regelmässige Bewegungseinheiten in deinen Alltag ein. In den Abendstunden solltest du jedoch auf ein anstrengendes Training verzichten. Da Bewegung anregend wirkt, kannst du sonst eventuell schlechter einschlafen.
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Pass bei Getränken auf. Verzichte am Nachmittag oder nach dem Abendessen auf Kaffee und Tee. Das Koffein, das in beiden Getränken enthalten ist, kann den Schlaf stören. Versuche, unmittelbar vor dem Schlafengehen nichts mehr zu trinken. Mitten in der Nacht aufstehen zu müssen, ist für alle Menschen unangenehm.
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Atme tief ein und aus, sobald du das Licht ausgeschaltet hast. Das hilft deinem Körper, zur Ruhe zu kommen.
Vielleicht hilft dir diese kleine Auswahl an Tipps. Vergiss aber nicht, dass es sich hierbei nur um Vorschläge handelt. Du solltest trotzdem mit deinem Arzt darüber sprechen. Er kann dich auch zu adäquaten Therapieformen bei schweren Schlafstörungen beraten.
Mary Gasparrini
Bachelor of Science