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Die Schweiz war eines der ersten westlichen Länder, das die Regierung der Volksrepublik China anerkannte. Am 14. September 1950 wurden die diplomatischen Beziehungen aufgenommen. Dies legte den Grundstein für die guten, vielfältigen und dynamischen Beziehungen, welche die Schweiz und China heute pflegen.
Die Volksrepublik ist einer der wichtigsten Partner der Schweiz in Asien. Davon zeugen die zahlreichen, regelmässigen Besuche auf hoher Ebene. Der Stellvertretende Ministerpräsident des Staatsrates der Volksrepublik China LI Keqiang stattete im Januar dieses Jahres einen offiziellen Besuch in Bern ab, gefolgt vom Parlamentspräsidenten der Volksrepublik China WU Bangguo im Juli. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey reiste im Juni nach Peking und Shanghai und führte den politischen Dialog (über bilaterale, regionale und globale Fragen) auf der Basis des 2007 unterzeichneten Memorandum of Understanding. Und im August unterzeichnete Bundespräsidentin Doris Leuthard in Peking mit China eine Absichtserklärung zur Aufnahme von Verhandlungen über ein bilaterales Freihandelsabkommen.
Das Themenspektrum der bilateralen Beziehungen ist heute sehr breit und umfasst Politik, Wirtschaft, Migration, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Umwelt, Gesundheit, Tourismus und Kultur. Auch die Kontakte auf Niveau Parlament, Kantone, Provinzen und Städte sowie der Zivilgesellschaft (Forscher, Künstler, Touristen) haben sich in den letzten Jahren ständig vertieft. 1991 hat die Schweiz mit China als erstem Land überhaupt einen Menschenrechtsdialog aufgenommen, welcher sich auf verschiedene Schwerpunktbereiche konzentriert und regelmässig stattfindet.
China ist zudem seit 2002 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Die bilateralen Handelsbeziehungen entwickeln sich sehr dynamisch. Heute ist China weltweit unser drittwichtigster Zulieferer und der viertwichtigste Absatzmarkt für Schweizer Exporte (nach der EU, den USA und Japan). Die Schweiz weist als eines der wenigen westlichen Länder im Austausch mit der Volksrepublik eine positive Handelsbilanz aus. Sie ist durch eine Botschaft in Peking, welcher ein Swiss Business Hub angegliedert ist, sowie durch drei Generalkonsulate in Shanghai, Hongkong und Guangzhou vertreten. Zudem fördert das Swissnex in Shanghai seit 2008 insbesondere die Vernetzung der Bildungsinstitute zwischen China und der Schweiz.
2010 werden verschiedene Anlässe organisiert, um das Jubiläumsjahr zu feiern. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey eröffnet am 14. September die Fotoausstellung Happy@60, eine vom EDA initiierte Ausstellung, die gleichzeitig in Bern und in Peking eröffnet und gezeigt wird. Der chinesische Fotograf Zhu Yinghao und der Schweizer Fotograf Petri de Pità hatten den Auftrag, das Leben von sechzigjährigen Frauen und Männern in China und der Schweiz unter dem Aspekt „Glück“ zu porträtieren. Und in Shanghai inszeniert der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter aus Anlass des 60-Jahre-Jubiläums die Beleuchtung zweier Wahrzeichen Shanghais, die Lupu Brücke (am 13. 9.) sowie die repräsentative Uferpromenade Bund (am 14. und 15.9.).
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