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1’000 Kilometer Solarstrassen sollen in den nächsten fünf Jahren in Frankreich gebaut werden und genug Strom erzeugen, um die Strassenbeleuchtung für Millionen Franzosen zu garantieren. Das Geld dafür soll durch die Erhöhung der Benzinsteuer kommen.
Details des Vorhabens verkündete nun die französische Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie Ségolène Royal. Bereits im Frühjahr sollen die Tests dafür beginnen. Entwickelt wurde die Solarstraße vom französischen Unternehmen Colas, das auf Straßen- und Schienenbau spezialisiert ist, gemeinsam mit dem französischen Solarinstitut INES (Institut national de l’énergie solaire) und unterstützt durch die französische Agentur für Umwelt und Energie (ADEME). Die sieben Millimeter dicken Wattway genannten Solarpanels können direkt auf der Fahrbahn angebracht werden, Glasplatten wie bei anderen Entwicklungen sind nicht nötig.
Die Zahlen der Solarstraße sind zunächst beeindruckend: Ein 1’000 Meter langer mit Wattway-Panels ausgestatteter Strassenabschnitt kann laut Colas rechnerisch die komplette Strassenbeleuchtung für einen 5’000-Einwohner-Ort liefern. Rechnet man dies auf das 1’000 Kilometer Strassenprojekt hoch, könnte Strassenbeleuchtung für 5 Millionen Franzosen bereitgestellt werden.
Colas rechnet weiter vor, dass Strassen durchschnittlich nur etwa 10 Prozent der Tageszeit mit Fahrzeugen „besetzt“ sind. Die restlichen 90 Prozent der Zeit könnten sie – vorausgesetzt die Sonne scheint – Strom erzeugen. Bereits 20 m² der Wattway-Panels könnten den Stromverbrauch eines Single-Haushalts decken, so Colas. Die Installation auf bereits vorhandenem Strassenbelag sei kein Problem, durch die Einbettung der Solarzellen in verschiedene Schichten sei die Festigkeit, Langlebigkeit und Griffigkeit auf der Strasse gegeben.
Quelle: Sonnenseite