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Ordnung zeigt sich dem Beobachter darin, dass er aufgrund von einzelnen Elementen Prognosen über andere Elemente machen kann (Todesco 1992:94f). "Höhere Ordnung" bedeutet, dass die Prognose leichter fällt oder sicherer ist. Ordnung lässt sich als Höhe des Strukturniveaus beschreiben. "Abstrakt lässt sich strukturelle Ordnung als Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Variablenwertes bei einer Messoperation, die Qualität und Auflösung festlegt, respektive als das Mass der Wahrscheinlichkeit, mit welcher die Anordung der Elemente relativ zu anderen Elementen voraussagbar ist, interpretieren" (ebd.:95).
Beispiel:
Prognose zur Farbe der noch weiss bezeichneten Stellen: rot !
H. Haken, von welchem diese Ordnungsparameter stammen, argumentiert objektivistisch mit Symmetrie und Gestalt anstelle eines Beobachters, etwa in der Form eines "zerstreuten Professors", der Ordnung erkennt (Todesco, 1992:94f).
Symmetrie und Gestalt sind naturwüchsige und oft geltend gemachte Konvention.
Wesentlicher Hinweis zum Kontext:
Ordnung ist ein Aspekt des Strukturniveaus der Entwicklung einer Entität. Eine Entität erreicht eine höhere Ordung (Ganzheitlichkeit oder Individuation) durch eine höhere Integration der Sub-Entitäten. Innere Ordnung bezeichne ich - in diesem Kontext - als Harmonie oder Gleichgewicht, äussere Ordnung als Sinn oder Adaption.
Ordnung ist innen-, Organisation ist aussen-orientiert. Wir sagen umgangssprachlich, erstere hat Sinn, letztere hat Zweck. Die Ordnung einer Organisation ist sinnvoll, wenn die Organisation ihrem Zweck adaptiert ist.
Anmerkungen:
siehe auch Entropie
Der Radikale Konstruktivismus wird auch als Systemtheorie 2. Ordnung bezeichnet.