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Die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg will der Bevölkerung die Möglichkeit geben, natürliche und nachhaltige Massnahmen zur Reduktion der Auswirkungen von städtischen Wärmeinseln auszuprobieren, und gleichzeitig wissenschaftliche Daten zu diesem Phänomen sammeln. Zu diesem Zweck baut sie einen modularen Pavillon, der die Öffentlichkeit im kommenden Sommer entdecken kann. Damit das Projekt mit Unterstützung der Stadt Freiburg durchgeführt werden kann, wurde kürzlich ein Crowdfunding-Aufruf gestartet.
Bei städtischen Wärmeinseln handelt es sich um Mikroklimata, die sich durch eine signifikant höhere Temperatur auf einer Strasse oder in einem Quartier im Vergleich zur Umgebung auszeichnen. Diese Phänomene sind auf menschlichen Aktivitäten zurückzuführen und werden durch den Klimawandel verstärkt. Die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR) will einen modularen Pavillon bauen, der dank natürlichen Prinzipien komfortablere klimatische Bedingungen bietet, wenn sich dieser Effekt am stärksten bemerkbar macht.
Die Ziele dieses Projekts mit dem Titel Demo-MI2 (Demonstrator von Massnahmen zur Minderung von Mikroklimata) sind die Sensibilisierung für den Wärmeinseleffekt und die Förderung der Natur in der Stadt. Der Pavillon, ein geselliger und partizipatorischer Raum, wird in verschiedene Quartiere reisen können und es ermöglichen, wissenschaftliche Daten über dieses Phänomen zu sammeln. Die technischen Geräte (Pumpen, Beleuchtung, Messsensoren) werden von einer autonomen Fotovoltaik-Anlage gespeist.
Crowdfunding
Die Bauphase beginnt im Februar 2021 in der Werkstatt des Smart Living Lab auf dem blueFACTORY-Gelände. Im Juni wird der Pavillon zum ersten Mal auf dem asphaltierten Platz zwischen dem langen Gebäude der Universität Freiburg und der HEIA-FR stehen. Dieser Standort ist interessant, weil die im Sommer die klimatischen Bedingungen hier sehr ungemütlich werden können. Der Pavillon wird dort für einige Wochen bleiben. Zwischen Ende Juni und September 2021 wird er jeweils abgebaut, transportiert und an drei weiteren Standorten in der Stadt Freiburg wieder aufgebaut, wo er für einige Wochen der Öffentlichkeit zugänglich sein wird.
An jedem Standort werden Messungen aufgezeichnet, die für das Mikroklima in und um den Pavillon herum charakteristisch sind (hauptsächlich von Temperatur und CO2), um zur wissenschaftlichen Komponente des Projekts beizutragen.
Über die Plattform wemakeit wurde kürzlich ein Crowdfunding gestartet, um die für den Bau des Pavillons benötigten Materialien zu kaufen.
Die Stadt Freiburg unterstützt dieses Projekt. Sie beteiligte sich an den Vorstudien und leistet logistische Unterstützung.