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Die NCD-Strategie soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern sowie Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesünderes Verhalten vereinfachen. Sie zeigt Wege auf, wie NCDs verhindert, verzögert oder deren Folgen vermindert werden können.
Die NCD-Strategie legt einen Schwerpunkt auf die fünf NCDs: Krebs, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Damit wird für die Prävention dieser Krankheiten ein kohärenter Orientierungsrahmen zur Verfügung gestellt, welcher auf Bestehendem aufbaut und an dem die Akteure ihr Handeln und ihren Ressourceneinsatz ausrichten können.
Die angestrebte Vision lautet:
«Mehr Menschen bleiben gesund oder haben trotz chronischer Krankheit eine hohe Lebensqualität. Weniger Menschen erkranken an vermeidbaren nichtübertragbaren Krankheiten oder sterben vorzeitig. Die Menschen werden unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status befähigt, einen gesunden Lebensstil in einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu pflegen.»
Die NCD-Strategie stellt das Wohl und die Gesundheit des Menschen ins Zentrum ihres Wirkens. Grundsätzlich geht die Strategie davon aus, dass Menschen Verantwortung für sich, ihre Gesundheit und ihre Umwelt übernehmen können. Die Strategie will die Eigenverantwortung stärken, indem Menschen in ihrer Gesundheitskompetenz gefördert werden und so ihre Entscheide in Kenntnis der Risiken und der möglichen Folgen treffen können. Gleichzeitig fördert die Strategie die Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen. Um dies zu erreichen und dem Aspekt der Chancengleichheit Rechnung zu tragen, wird die Zusammenarbeit von verschiedenen Politikbereichen immer wichtiger.
Weiter sollen die immensen Kosten, welche durch Folgen von NCDs verursacht werden, eingedämmt werden, damit die Schweiz auch künftig über ein finanzierbares Gesundheitswesen verfügt.
Ziele der NCD-Strategie
Die Strategie hat vier übergeordnete, langfristige Ziele bezüglich nichtübertragbarer Krankheiten:
- Die Krankheitslast dämpfen.
- Den Kostenanstieg bremsen.
- Die Zahl vorzeitiger Todesfälle verringern.
- Die Teilhabe und Leistungsfähigkeit der gesamten Bevölkerung in Wirtschaft und Gesellschaft erhalten und verbessern.
Um diese Ziele zu erreichen, wurden sechs weitere, spezifische Ziele formuliert. Die NCD-Strategie soll:
- Die verhaltensbezogenen Risikofaktoren verringern.
- Die Gesundheitskompetenz verbessern.
- Die gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln.
- Die Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Gesundheitsförderung und Prävention verbessern.
- Den Anteil der Bevölkerung mit erhöhtem Erkrankungsrisiko, verringern.
- Die Lebensqualität verbessern und die Pflegebedürftigkeit verringern.
Handlungfelder und Stossrichtungen der NCD-Strategie
Die Strategie gliedert sich in 7 Handlungsfelder, zu denen verschiedene Stossrichtungen formuliert wurden.
Die Strategie selbst enthält noch keine Massnahmen. Diese sind im Massnahmenplan enthalten. Siehe dazu:
Schnittstellen zur Nationalen Strategie Sucht
Die Nationale Strategie Sucht wird zwischen 2014 und 2016 parallel zur Nationalen Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten erarbeitet und dient demselben Ziel aus der Agenda Gesundheit2020, nämlich der Intensivierung der Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung. Beide Strategien werden unter Einbezug verschiedener Partner und mit Fokus auf die gegenseitige Abstimmung und das Schaffen von Synergien erarbeitet.
Medien
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Letzte Änderung 17.09.2018