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Der Charleston entstand vermutlich in der gleichnamigen Stadt in South Carolina, U.S.A. und wurde durch verschiedene negro-musicals seit Anfang der 20er Jahre bekannt. Den Durchbruch ermöglichte die Jazz-Melodie aus dem Broadway-Negromusical "Running Wild", die ab 1923 um die Welt ging und eine Tanzlawine auslöste. Eine Beschreibung von 1925 führt an:
„Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase.“Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. "Hans Liebstöckel z.B., ein Nicht-Tänzer, erlebte den Charleston als `Kampfansage zwischen Mann und Weib', weil ursprünglich der enge Paarbezug von Tänzer und Tänzerin fehlte: "So wenig sie einander mögen, so wenig halten sie offenbar vom Dasein, denn sie suchen sich krampfhaft und mit den größten Anstrengungen ihrer Körper zu entledigen. Zuerst möchten sie Arme und Beine wegwerfen, aber es will nicht gelingen. Gleich darauf geht dieser Hass gegen das Leben auf den Körper selbst über, den sie schütteln, als wäre er eine reife Frucht und als erwarteten sie jeden Augenblick, dass sie vom Ast falle (...).(Christian Schär, Der Schlager und seine Tänze in Deutschland der 20er Jahre, Zürich 1990, S.95).
Heute sieht man immer wieder Charleston Elemente oder sogar ganze Charleston Shows bei den Gruppierungen, welche auch Lindy Hop tanzen. Aktuell zeigen die Showgruppe der Tanzschule Bounz in Kreuzlingen und die Gruppe Just4Swing aus St. Gallen originelle Charlestonchoreos.