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Champagner oder MCC?
Die Bubbly-Jahreszeit
Was genau ist MCC oder Champagner?
Es ist prickelnder Wein, der durch eine zweite Gärung in der Flasche entsteht.
Der Schaumwein, der als Méthode Cap Classique (MCC) bezeichnet wird, hat seinen Ursprung in Südafrika, wo er seit über 50 Jahren hergestellt wird. Die Herstellung von MCC orientiert sich an der Methode, die auch bei Champagner aus Frankreich angewendet wird. Champagner darf nur aus der Champagne-Region in Frankreich stammen. Der Begriff «Champagner» ist rechtlich geschützt und darf ausschliesslich für Schaumweine verwendet werden, die nach den strengen Vorschriften und Produktionsmethoden dieser Region hergestellt werden.
Ähnlich wie Champagner durchläuft auch der Méthode Cap Classique Wein eine zweite Gärung in der Flasche. Dabei wird dem Grundwein eine Mischung aus Hefe und Zucker zugesetzt, um eine erneute Gärung auszulösen. Dadurch entsteht Kohlensäure, die im geschlossenen Behälter gefangen bleibt und den Schaumwein mit seinen charakteristischen Bläschen bildet.
Die Produktion von MCC in Südafrika begann im Jahr 1968. Frans Malan, der Besitzer des Weinguts Simonsig in Stellenbosch, füllte eine Cuvée aus Pinot Noir und Chardonnay in Flaschen und liess es gemäss der traditionellen Methode zur zweiten Gärung reifen, inspiriert von klassischem Champagner.
Die Herstellung von MCC’s
In Südafrika gibt es strenge Vorschriften für die Herstellung von MCC’s. Diese Regeln betreffen unter anderem den Ausbau der Grundweine, die Lagerung und die Flaschengärung. Anders als beim Champagner sind die südafrikanischen Winzer jedoch nicht an bestimmte Rebsorten gebunden und können eine Vielzahl von Trauben verwenden.
Bei der Herstellung von Méthode Cap Classique-Weinen werden oft die typischen Champagner-Rebsorten wie Chardonnay und Pinot Noir verwendet. Allerdings werden auch südafrikanische Rebsorten wie Chenin Blanc eingesetzt, um einen einzigartigen Charakter zu schaffen. Das renommierte Weingut Delaire Graff war das erste, das einen MCC aus der Rebsorte Chenin Blanc herstellte.
Die Herangehensweise hat sich unter südafrikanischen Winzern weiterentwickelt und verfeinert, um einen eigenen und typischen Stil zu schaffen. Bei der Herstellung von Schaumwein wird dem «Grundwein» eine weitere Veredelungsstufe hinzugefügt. Die Qualität des Grundweins ist mitentscheidend für die Qualität des Endprodukts. Es werden keine überreifen Trauben verwendet, um eine solide Säure in den Trauben zu erhalten.
Auf diese Weise haben südafrikanische Winzer verschiedene Stile von Schaumweinen entwickelt, die sowohl die frische, spritzige Note als auch reifere und komplexere Aromen bieten können.
Schaumwein weist häufig ähnliche Aromen wie Weisswein auf. Die Aromenvielfalt reicht von Zitrusfrüchten wie Zitrone, Limette und Grapefruit bis hin zu Birne und hängt vor allem von der verwendeten Rebsorte ab. Je nach Reifungsmethode und Lagerung können auch komplexere Aromen auftreten. Dies ist besonders bei Schaumweinen mit längerer Reifezeit auf der Hefe der Fall (bei MCC’s liegt die Mindestlagerzeit auf Hefe zwischen 12 und 18 Monaten). Das Hinzufügen von Holzfässern bei der Lagerung kann ebenfalls zu Aromen von Vanille, Karamell oder Toast beitragen.
Trocken oder Brut
Wenn Trauben für einen Brut-Schaumwein geerntet werden, erfolgt die Ernte vor der regulären Lese, um eine hohe Säure im Most zu gewährleisten. Nach der Gärung des Mosts wird die weitere Verarbeitung entsprechend des gewünschten Endprodukts durchgeführt. Für einen jungen und frisch wirkenden Schaumwein wird der Grundwein schnell von Trübstoffen geklärt und weiterverarbeitet. Für einen reiferen Geschmack wird dem Grundwein Zeit gegeben, in Ruhe zu reifen.
Ein Brut ist zweifellos die edelste Variante eines Schaumweins. Durch seinen trockenen Geschmack hebt er sich deutlich von den meisten anderen Schaumweinen ab. Denn ein Sekt, der als «trocken» bezeichnet wird, ist in der Regel immer noch süsser als ein trockener Wein.
In der internationalen «Weinsprache» wird ein Schaumwein mit weniger als drei Gramm Zucker pro Liter als Brut Nature bezeichnet. Extra Brut enthält immer noch weniger als sechs Gramm Zucker pro Liter. Ein Brut hat weniger als 12 Gramm Zucker pro Liter und stellt somit den Standard für trockenen Schaumwein dar.
Blanc de blanc und Rosé-Schaumwein
Ein Blanc de Blancs bezieht sich auf Champagner oder MCC, der ausschliesslich aus der Rebsorte Chardonnay hergestellt wird. Andere weisse Schaumweine können rote Rebsorten wie Pinot Noir und Pinot Meunier enthalten. Die weisse Farbe entsteht, weil die Trauben direkt gepresst werden und nicht zusammen mit den Schalen vergoren werden. Die Kunst der Champagnerherstellung liegt in der Assemblage, also der Mischung aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen und Reserveweinen. Diese Schaumweine spiegeln den individuellen Stil des Hauses wider.
Rosé-Schaumweine, insbesondere Rosé-Champagner, gelten als besonders edel und übertreffen ihre weissen Pendants oft im Preis, häufig um das Doppelte oder Dreifache. Die Herstellung von Rosé-Schaumwein erfordert manchmal spezielle Verfahren und eine sorgfältige Selektion der Trauben, was zu höheren Produktionskosten führen kann. Darüber hinaus ist die hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Rosé-Schaumweinen ein weiterer Faktor, der zu ihrem höheren Preis beiträgt. So sind Rosé-Schaumweine und insbesondere Rosé-Champagner nicht nur geschmacklich herausragend, sondern auch ein Symbol für Luxus und Raffinesse.
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