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1872 gründeten zwei spanische Einwanderer, die Brüder Benjamin und Eduardo Camp, in Santiago de Cuba die Rum-Manufaktur "Matusalem & Company". Ihre aussergewöhnliche Idee: Kubanischen Rum nach dem im andalusischen Jerez entwickelten Solera-Prinzip zu erzeugen und damit zu einzigartig hoher Qualität zu führen. Frühe Goldmedaillen von 1881, 1904 und 1911 bestätigten die konsequente Premium-Strategie von Matusalem.
Das Solera-Verfahren von Matusalem braucht mehrere Reihen übereinandergestapelter Fässer aus amerikanischer Eiche. Die älteste Fassreihe am Boden heisst Solera ("die, die am Boden liegt"). Der zum Verkauf bestimmte Matusalem Rum wird immer aus dieser Fassreihe entnommen. Dabei wird jedem Fass aber nur maximal ein Drittel des Inhalts entnommen. Die entnommene Menge wird dann aus der Fassreihe darüber nachgefüllt. Diese zweite Reihe wird wiederum aus der dritten Reihe darüber nachgefüllt. Dieses Prinzip setzt sich bis zur obersten Fassreihe fort. Die dort entnommene Menge wird nun mit dem jungen Rum ersetzt.