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Komplikationen
Vorhofflimmern kann bedeutende Komplikationen nach sich ziehen. Im Alltag können die Betroffenen oft nicht mehr ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen, weil immer das Risiko besteht, dass Symptome auftreten.
Hirnschlag
Die schwerste Komplikation des Vorhofflimmerns besteht darin, dass es das Risiko, einen Hirnschlag zu erleiden, um den Faktor fünf erhöht. Die unregelmässigen Pumpbewegungen der Vorhöfe führen dazu, dass im Herz vermehrt Blutgerinnsel gebildet werden, die in den Kreislauf geschwemmt werden können. Wenn ein solches Gerinnsel eine Hirnarterie verstopft, ist ein ischämischer Hirnschlag (Hirninfarkt) die Folge . Hirnschläge bei Patienten mit Vorhofflimmern sind oft besonders schwer, und die Gefahr, dass die Patienten sterben, ist höher als bei Hirnschlägen infolge einer anderen Ursache. In der Schweiz sind Hirnschläge die dritthäufigste Todesursache und der dritthäufigste Grund für eine Invalidität bei Erwachsenen.
Herzinsuffizienz
Vorhofflimmern beeinträchtigt die Herzfunktion und kann dadurch eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) auslösen. Um den verminderten Blutfluss beim Vorhofflimmern auszugleichen, erweitern sich zunächst die Vorhöfe, dann die Herzkammern. Es entwickelt sich eine Fibrose des Herzgewebes, und die Herzmuskelzellen verändern sich. Mit der Zeit kommt es zu einer Herzinsuffizienz. Man geht davon aus, dass ein Drittel aller Patienten, die unter Herzinsuffizienz leiden, vorher Episoden von Vorhofflimmern erlebt haben.
Herz-Kreislauf-Stillstand
Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Herz-Kreislauf-Stillstand um 31 Prozent.
Wegen dieser Komplikationen ist das Sterberisiko von Patienten mit Vorhofflimmern doppelt so hoch wie bei Personen ohne Vorhofflimmern.