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Folat und Folsäure | Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.Frage: Was ist der Unterschied zwischen Folsäure und Folat?
Antwort: Folat bezeichnet die Summe der folatwirksamen Verbindungen. Sie kommen natürlicherweise in der Nahrung als Mischung von Mono- und Polyglutamaten vor. Bei der Folsäure handelt es sich um die synthetische Form des B-Vitamins, die als Monoglutamat vorliegt. Diese wird für therapeutische Zwecke und zur Supplementierung und Anreicherung von Lebensmitteln verwendet.
Folat
Der Oberbegriff Folat umfasst die Summe der folatwirksamen Verbindungen, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen können.
Struktur
Natürliche Folate bestehen aus einem Pteridin- und einem para-Aminobenzoesäurering, an dessen Carboxylende bis zu 8 Glutamatreste gebunden sein können. Enthalt ein Folatmolekül mehr als einen Glutamatrest, bezeichnet man es als Polyglutamat.
Eigenschaften
Folate sind oxidations-, hitze- und lichtempfindlich sowie wasserlöslich. Aus diesem Grund kann es bei der Zubereitung und Verarbeitung folathaltiger Lebensmittel zu sehr hohen Vitaminverlusten kommen, die zwischen 35-70% liegen können.
Vorkommen
In der Nahrung kommen natürlicherweise sowohl Mono- als auch Polyglutamate vor. Sie werden zusammenfassend als Nahrungsfolat bezeichnet.
Als besonders gute pflanzliche Folatquellen sind unter anderem Blatt- und einige Kohlgemüse, Tomaten, Orangen und Getreide hervorzuheben. Bei den tierischen Lebensmitteln sind die Innereien Leber und Niere besonders folatreich.
Folsäure
Struktur
Vom Nahrungsfolat abzugrenzen ist die synthetisch hergestellte Folsäure. Es handelt sich um eine Verbindung, die genau wie das Folat aus einem Pteridin- und para-Aminobenzoesäurering besteht, aber vollständig oxidiert ist. D. h., sie ist die Form des Vitamins mit der höchsten Oxidationsstufe. Bei der Folsäure, die auch als Pteroylmonoglutaminsaure (PGA) bezeichnet wird, ist an das Grundmolekül nur ein Glutamatrest gebunden; sie ist also ein Monoglutamat (Abb. 1).
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Eigenschaften
Bei PGA handelt sich um ein gelb-oranges kristallines Pulver, geschmack- und geruchlos, unlöslich in Alkohol und anderen organischen Lösungsmitteln, aber löslich in Wasser. Im Unterschied zu natürlichem Folat ist die Folsäure hitze- und lichtstabil und wird beim Kochen nicht zerstört.
Anwendung
Folsäure wird zur Supplementierung und zur Anreicherung von Lebensmitteln z. B. Speisesalz verwendet. Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollten zusätzlich 400 µg Folsäure in Form von Supplementen aufnehmen, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen. Diese erhöhte Folsäurezufuhr sollte spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft erfolgen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.
Bioverfügbarkeit
Die Bioverfügbarkeit von synthetischer Folsäure liegt bei etwa 90 %. Natürliches Folat aus der Nahrung liegt zum größten Teil in Form von Polyglutamaten vor. Vor der Absorption müssen diese Formen erst enzymatisch in Monoglutamat hydrolysiert werden. Diese Umwandlung kann während der Verweildauer der Nahrung im Dünndarm nicht vollständig stattfinden. Daraus resultiert eine verglichen mit Folsäure geringere Bioverfügbarkeit von 50%.
Folat-Äquivalent (FA)
Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Absorptionsraten von Mono- und Polyglutamaten wurde der Begriff Folat-Äquivalent eingeführt. Folat- Äquivalente werden berechnet nach der Summe folatwirksamer Verbindungen in der üblichen Nahrung. Es gilt: 1 µg Folat-Äquivalent = 1µg Nahrungsfolat = 0,5 µg synthetische Folsäure. Bsp.: Ein Glas (200 ml) eines mit 500 µg/l angereicherten Orangensaftes, der natürlicherweise 150 µg/l Folat enthält, liefert 30 µg Folat + 100 µg Folsäure = 230 Folat-Äquivalente/Glas.
Bei einer Histaminintoleranz soll Folsäure ja nicht gut verträglich sein. Insofern bleiben dann aber doch immer noch die Folate aus Nahrungsmitteln, auch wenn diese nicht sonderlich gut aufgenommen werden können?
Schwangere sollen ja u.a. Folsäure einnehmen, um einen Neuralrohrdefekt zu verhindern, und sie sollten die Folsäure bis zum Ende des Stillens einnehmen.
Ein häufig verschriebenes Mittel ist hier Femibion:
Femibion® - Ab Woche 13 bis Ende der Stillzeit...
400 µg Folat (200 µg Folsäure und eine entsprechende Menge an Metafolin®)
Allen B-Vitaminen, den Vitaminen C und E
150 µg Jod
Bietet eine optimale Folatversorgung auch für die 50% der Frauen, die Folsäure nicht optimal umwandeln können
Wirkt sich positiv auf den Schwangerschaftsverlauf aus.
Die Aufnahme von DHA durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung des Gehirns und der Augen des ungeborenen und gestillten Babys bei.*
Verzehrsempfehlung: Täglich je eine Tablette und eine Kapsel zu einer Hauptmahlzeit mit kalter Flüssigkeit ein.
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Sicher gibt es noch andere Präparate, die man googeln kann bzw. zu denen man den Frauarzt bzw. die Frauenärztin befragen kann.
Über die Verträglichkeit liest man Verschiedenes. Ob das mit der HIT zusammen hängt?
Meine Frage ist: sind Folate besser verträglich bei HIT als Folsäure? Weiß da jemand mehr?
Grüsse,
Oregano
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