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Eigentlich wollte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die Wogen glätten, als er am Donnerstag gemeinsam mit dem australischen Verteidigungsministerium in Washington auftrat. Das neue Sicherheitsbündnis richte sich gegen niemanden, beteuerte er. Es gehe lediglich darum, die Sicherheitsbeziehungen der drei Länder zu vertiefen.
Gegen Pekings Einschüchterungen
Doch kurz darauf griff der ehemalige General zu einer Vokabel, die direkt aus dem Kalten Krieg stammen könnte. Das neue Bündnis trage zur «Abschreckung» in der Region bei, sagte Austin.
Wer da genau abgeschreckt werden solle, daran liess er wenig Zweifel. Man habe sich über «Chinas destabilisierende Aktivitäten» unterhalten, so der Verteidigungsminister in seinem Resümee. Auch Pekings Versuche, andere Länder in der indopazifischen Region einzuschüchtern, seien zur Sprache gekommen.
Wenn die USA also ihre wohlbehütete Technologie des nuklearen Antriebs für U-Boote zum ersten Mal seit 1958 mit einem anderen Land teilen, ist dies vor allem eine Reaktion auf Chinas wachsenden Einfluss in der Region.
USA erhöhen Militärpräsenz in Australien
Wie viele dieser U-Boote gebaut werden, ist derzeit noch Gegenstand der Verhandlungen. Im Gegenzug erlaubt Australien den USA, die Militärpräsenz auf australischem Gebiet zu erhöhen, wie der australische Verteidigungsminister Peter Dutton ankündigte. Gemeinsam könnten die beiden Länder unter anderem ihre Luftwaffeneinsätze erhöhen.
Der US-Verteidigungsminister stellte derweil mehr Militärmanöver in der Region in Aussicht. Die USA könnten zudem ihren logistischen Fussabdruck in Australien vergrössern. «Das ist eine ziemlich aufregende Gelegenheit für uns», freute er sich.