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Bericht: Harte Drogen in Europa gefährlich auf dem Vormarsch
Harte Drogen wie Kokain und Heroin sind in Europa auf dem Vormarsch. Gesundheit und Sicherheit der Europäer seien durch den starken Drogenmarkt, aber auch durch die Pandemiebeschränkungen gefährdet, warnt die Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union (EMCDDA) in ihrem Jahresbericht.
Dieser wurde am Dienstag veröffentlicht. Die gesundheitliche Versorgung und die Strafverfolgungsmassnahmen seien durch Corona beeinträchtigt worden, teilt die EU-Behörde mit Sitz in Lissabon darin mit.
Man müsse unter anderem befürchten, dass "einige der betroffenen Gruppen im Zuge der wirtschaftlichen Folgen der (Corona-)Krise anfälliger für Drogen und eine Involvierung in den Drogenmarkt werden", sagte EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel bei der Vorstellung des Berichts. Das werde "unsere bereits ausgelasteten Einrichtungen noch stärker unter Druck setzen". Man müsse deshalb "rasch handeln, um neue Bedrohungen zu erkennen und zu bewältigen", forderte der Belgier.
Immer häufiger werden in Europa grosse Drogen-Lieferungen abgefangen, was auf eine Zunahme des Handelsvolumens schliessen lässt. Nach Angaben der EMCDDA erreichte die in der Ländern der Union sichergestellte Menge an Kokain zuletzt mit 181 Tonnen im Jahr 2018 einen Rekordwert, nach 138 Tonnen im Jahr 2017 und jeweils deutlich weniger als 100 Tonnen in den Jahren zwischen 2008 und 2016. Bei Heroin sei derweil ein Anstieg der beschlagnahmenten Menge von 5,2 (2017) auf 9,7 Tonnen (2018) registriert worden.