Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2575

Befragt wurden Personen, die zwischen 2008 und 2018 an einer Schweizer Universität in Politikwissenschaften promoviert haben sowie Postdocs, die an einer Schweizer Universität arbeiten. Mehr als die Hälfte gab an, immer noch im Wissenschaftssystem tätig zu sein. Da diese Gruppe eher auf die Umfrage antwortete als jene, die ausserhalb des Wissenschaftssystems tätig sind, schätzen die Studienleiter den realen Anteil auf rund 40 Prozent. Ein Viertel davon hat eine Professur oder eine ähnlich stabile Position.
Beschäftigungssituation
Etwas mehr Männer als Frauen verlassen das Wissenschaftssystem, besonders häufig jene, die sich auf öffentliche Politik/Verwaltung und Politikanalyse spezialisiert haben. Einer der Gründe, die Universität zu verlassen, sind gemäss Studie die als schlecht eingeschätzten Karrierechancen im Wissenschaftssystem. Die Arbeitsbedingungen sind hier weiterhin prekär. Die meisten Verträge sind befristet und der Lohn ist tiefer als ausserhalb des Wissenschaftssystems.
Gleichstellung
Die Gleichstellung von Frau und Mann unter den Doktoranden hat sich seit 2012 verbessert. Allerdings gibt es an den Universitäten der deutschen Schweiz vergleichsweise mehr MA-/OberassistentIn-/AssistenzprofessorIn-Stellen als an den Universitäten der Romandie. Und bei den nicht-akademischen Laufbahnen verdienen Frauen im Durchschnitt 20 000 Franken weniger pro Jahr als Männer.
Empfehlungen
- Die Debatte über die Nachhaltigkeit der Ausbildung führen.
- Die im Studium der Politikwissenschaften erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen beurteilen und kommunizieren.
- Promotionsprogramme entwickeln, die es ermöglichen, Qualifikationen für den nicht-akademischen Arbeitsmarkt zu erwerben.
- Mehr nicht befristetet Stellen auf unterschiedlichen Stufen schaffen.