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12.08.2009
SIL-Prozess kommt in nächste Phase
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat heute den Entwurf des Schlussberichtes zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Zürich in die Konsultation gegeben. Von den drei verbleibenden Varianten ist die Variante "J optimiert" die lärmgünstigste.
Im Laufe des aktuellen SIL-Prozesses waren 19 mögliche Betriebsvarianten für den Flughafen Zürich ausgearbeitet und anlässlich der Koordinationsgespräche präsentiert worden. Im Juli 2008 wurde nach dem Koordinationsgespräch III durch den Bund entschieden, die drei Varianten "E optimiert", "E DVO" und "J optimiert" weiter zu bearbeiten. Für die drei Betriebsvarianten wurden seither detaillierte Lärmberechnungen erstellt. Die Flughafen Zürich AG hat auf fachlicher Ebene engagiert am SIL-Prozess mitgewirkt. Die Flughafenbetreiberin wartet nun gespannt auf die Ergebnisse der Konsultation, die Ende Oktober 2009 abgeschlossen sein wird.
Die Variante "J optimiert" schneidet in Bezug auf die Anzahl Lärmbetroffener deutlich besser ab als die übrigen Varianten inklusive des Status Quo. Insbesondere in den bevölkerungsstarken Regionen würde eine deutliche Lärmentlastung stattfinden. Voraussetzung für die Realisierung der Variante "J optimiert" ist eine Verlängerung der Piste 28.
Der präsentierte Schlussbericht verdeutlicht ferner, dass im Vergleich zur technisch möglichen Kapazität auf dem bestehenden Pistensystem und dem vorläufigen Betriebsreglement keine der noch im SIL-Prozess verbleibenden Varianten eine wesentliche Kapazitätssteigerung für den Flughafen Zürich zur Folge hat. Der Flughafen Zürich wird voraussichtlich bereits im Jahr 2020 bei allen noch verbleibenden Varianten die in einer Intraplan-Studie prognostizierte Nachfrage nach Luftverkehr nicht mehr abwickeln können. Die Flughafenbetreiberin ist überzeugt, dass diese Tatsache im laufenden Konsultationsverfahren eine wichtige Rolle spielen muss.