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Dr. Carlo: Breath taking
Brief von Dr. George Carlo, der 6 Jahre lang im Auftrag amerikanischer Mobilfunkbetreiber forschte:
(aus dem Englischen übersetzt von L. Gaigg, Bottenwil, Schweiz)
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Sehr geehrter Mr. Armstrong
Nach langem Nachdenken schreibe ich diesen Brief an Sie persönlich, um Sie um Ihre Hilfe bei der Lösung eines, wie ich glaube, auftauchenden ernsthaften, die Mobikltelefonie betreffenden Problems zu bitten. Ich schreibe Ihnen diesen Brief im Interesse von mehr als 80 Millionen Mobilfunkbenützern in den Vereinigten Staaten und mehr als 200 Millionen Benützern weltweit. Aber ich schreibe Ihnen diesen Brief auch im Interesse unserer Industrie, als kritischen Teil unserer sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur.
Seit 1993 stehe ich dem WTR-Überwachungs- und Forschungsprogramm vor, das von der Mobilfunkindustrie finanziert wird. Das Ziel von WTR war es immer, die Probleme zu lösen, welche im Zusammenhang mit der Gesundheit der Konsumenten durch diese Telefone auftreten könnten. Im vergangenen Februar, bei der jährlichen Tagung der CTIA, habe ich mich mit dem ganzen Ausschuss dieser Organisation getroffen, um ihn über einige erstaunliche Ergebnisse unserer Arbeit zu unterrichten. Ich frage nicht nach, ob Sie dort persönlich anwesend waren, aber mein Verständnis geht dahin, dass alle Gruppierungen der Industrie vertreten waren.
Bei diesem Briefing erklärte ich, dass die gut geleiteten Studien, die der WTR beaufsichtigt hatte, darauf hinwiesen, dass die Frage der Sicherheit von Mobiltelefonen völlig durcheinander geraten war.
Genau gesagt, ich erstattete Ihnen Bericht dass:
- die Todesrate an Gehirntumoren bei den Handybenutzern höher war als diejenige Todesrate durch Gehirntumore bei Benutzern von nicht in der Hand gehaltenen Telefonen, welche von ihrem Kopf weiter weg waren.
- das Risiko eines Gehör-Neuroms – eines gutartigen Tumors des Gehörnervs, der ebenso im Bereich der Strahlung, wie sie von einer Mobilfunkantenne herrührt – vorkommt, 50 Prozent höher war bei Leuten, welche berichteten, dass sie Mobiltelefone 6 Jahre und länger benutzten,
- ausserdem, dass die Beziehung zwischen der Anzahl von Mobilfunktelefonaten und diesem Tumor einer Dosis-Reaktionskurve zu folgen schien.
Das Risiko von seltenen Neuro-Epithel-Tumoren ausserhalb des Gehirns war mehr als verdoppelt, eine statistisch signifikante Risikoerhöhung bei Mobiltelefonbenutzern im Vergleich zu Leuten, welche keine Mobiltelefone benutzten.
Es zeigte sich , dass es einen Zusammenhang zwischen Hirntumoren gibt, die auf der rechten Seite des Kopfs vorkommen und der Benutzung des Telefons an der rechten Kopfseite.
Laborversuche, welche die Fähigkeit von Strahlung einer Mobilfunkantenne untersuchten, funktionelle genetische Schäden hervorzurufen, waren eindeutig positiv und folgten einem Dosis-Reaktions-Zusammenhang.(?)
(Ich glaube, das oben Ausgeführte ist ein neues Stück Information ……..guru)
Ich habe auch darauf hingewiesen, dass während unserer Gesamtuntersuchung über Hirntumore das Vorkommen keinen Zusammenhang mit dem Handygebrauch zeigte. Der grösste Teil der Tumore, die untersucht worden waren, waren ausserhalb des Bereichs von Strahlung, die man von einer Mobilfunkantenne erwarten würde. Wegen dieser Entfernung war das Nichtauffinden eines Effekts zweifelhaft.
Eine solche Falsch-Klassifzierung von Strahlenexposition würde dahin tendieren, jeden tatsächlichen Effekt, der vorhanden gewesen sein könnte, abzuschwächen ( zu verwässern). Ausserdem: ich berichtete Ihnen, dass
die Versuche über genetische Defekte, die wir geleitet haben, um die Fähigkeit von Strahlung durch die Mobiltelefone, die DNA zu sprengen, negativ waren, aber dass die positiven Entdeckungen von funktionellen DNA-Schäden wichtiger sein könnten, vielleicht weisen sie auf ein Problem hin, das nicht von DNA-Brüchen abhängig ist und dass diese Widersprüche geklärt werden müssten. Ich berichtete, dass, solange keine dieser Entdeckungen allein ein Beweis für ein Gesundheitsrisiko von drahtlosen Telefonen seien, die Muster von potentiellen Wirkungen auf die Gesundheit – bewiesen durch verschiedene Arten von Untersuchungen von verschiedenen Labors und durch verschiedene Forscher – ernsthafte Fragen aufwerfen würden.
Im Verlaufe meiner Ausführungen hörte ich durch Wortmeldungen von jenen Anwesenden ein Versprechen heraus „das Richtige als Folge dieser Entdeckungen zu tun“ und eine Verpflichtung für die nötigen Fonds./P>
Als ich die Verantwortung übernommen habe, diese Arbeit für Sie zu tun, veranschlagte ich 5 Jahre. Ich wurde gebeten, bis zum Ende eines sechsten Jahres fortzufahren und ich war einverstanden. Meine Amtsdauer ist nun beendet. Meine Präsentation an Sie und das CTIA Board im Februar war keine Bemühung, meine Mitwirkung beim WTR und auch nicht die Amtsdauer des WTR selbst zu verlängern. Ich habe ganz einfach meine Pflicht getan, Sie wissen zu lassen, was wir gefunden haben und was als Folge unserer Forschung notwendig ist, zu tun. Ich machte das während meiner Präsentation an Sie ausdrücklich klar und in vielen nachfolgenden Gesprächen mit Mitgliedern Ihrer Industrie und den Medien.
Heute sitze ich hier, ausserordentlich frustriert und bekümmert darüber, dass keine geeigneten Schritte von der Mobilfunkindustrie unternommen wurden, um die Konsumenten in der Zeit der Ungewissheit über ihre Sicherheit zu schützen. Die Schritte, auf die ich hinweise, die spezifisch dem WTR-Programm folgen sollen, sind wiederholt öffentlich und privat für und durch mich und andere Experten rund um die Welt empfohlen worden.
So bereite ich mich vor, mich vom Mobilfunk zurückzuziehen und in eine andere öffentliche Gesundheitsdirektion zu gehen. Ich bin besorgt, dass der Mobilfunkindustrie eine wertvolle Möglichkeit(?)fehlt, mit diesen öffentlichen Gesundheitsproblemen umzugehen, mit der Politik, Illusionen zu wecken, dass mehr Forschung für die nächsten paar Jahre den Konsumenten heute hilft und falsche Rufe, dass die Befolgung der Regeln Sicherheit bedeute.
(“ falsche Rufe, dass die Befolgung der Regeln Sicherheit bedeute !!!! guru)*)
Alarmierend sind die Hinweise, dass einige Kreise der Industrie die wissenschaftlichen Ergebnisse welche auf potentielle Gesundheitsfolgen hinweisen, ignoriert haben, sie haben wiederholt und falsch verbreitet, dass Mobiltelefone für alle Benutzer, inklusive Kinder sicher sind und sie haben eine Illusion von verantwortlichem „Im ??? Auge ??? Behalten“ erzeugt, indem sie nach neuen Forschungen rufen und sie sponsern. Die wichtigsten Massnahmen zum Konsumentenschutz fehlen: vollständige und ehrliche und sachliche Information, um dem Konsumenten eine Beurteilung der Risikoabschätzung zu ermöglichen ; das direkte Verfolgen und die Überwachung, was den Konsumenten passiert, die Mobiltelefone benutzen, und die Überwachung von Änderungen in der Technologie, die auf die Gesundheit einwirken könnte.
(Atem holen!…….guru)
Ich bin besonders besorgt über das, was die Aktionen durch einen Teil der Industrie zu werden scheinen, um das FCC, das FDA und die WHO auf einen nicht wirksamen Kurs zu zwingen, der wahrscheinlich in einen plötzlichen Aufstand der Konsumenten münden wird.
Als Industrie werden Sie sich mit den Folgen all Ihrer ausgewählten Möglichkeiten, guten und schlechten, lange Zeit auseinandersetzen müssen. Aber kurzfristig möchte ich Ihre Hilfe, um eine wichtige öffentliche Gesundheitsforschung zu erwirken.
Die Frage der Sicherheit von Mobiltelefonen ist unklar. Darum ist es von der öffentlichen Gesundheitsperspektive her für die Konsumenten entscheidend, die Informationen zu besitzen, die sie benötigen, um richtig beurteilen zu können, wieviel sie von diesen unbekannten Risiken mit der Benutzung ihres Mobiltelefons eingehen wollen. Die Konsumenten offen und ehrlich zu informieren, was man über die Gesundheitsrisiken weiss und was man nicht weiss, ist kein Schuldeingeständnis ??? es ist ein Beweis, dass Ihre Industrie verantwortlich ist. Und alles zu tun, kann den sicheren Gebrauch ihrer Produkte sichern. Der jetzige Volksaufstand, den wir in den Vereinigten Staaten heute gegen die Tabakindustrie erleben, rührt zum grössten Teil von der wahrnehmbaren Unehrlichkeit eines Teils dieser Industrie her, welche nicht offen gegenüber Wirkungen auf die Gesundheit war. Ich bitte Sie dringend, Ihrer Industrie zu helfen, damit sie nicht wieder die gleichen Fehler macht.
(…..“ es ist entscheidend für die Konsumenten, die Informationen zu besitzen, die sie benötigen, um richtig beurteilen zu können, ….“ …..guru)
Wenn wir das Business des WTR ausschliessen, würde ich Sie offen darum bitten, die zusammenfassenden Ergebnisse, die wir mit unserer Arbeit erfüllt haben, zu verbreiten. Diese letzte Aktion ist das, was immer in der WTR-Agenda erwartet und vorausgesagt wurde. Ich habe eine andere Organisation, deren Mitglied ich bin, die Health Risk Management Group (HRMG) gebeten, uns bei diesem Schritt zur einer öffentlichen Gesundheitsforschung zu helfen und ein Informationspaket für Konsumenten zu einer weit gestreuten Verbreitung zusammen zu stellen. Weil weder WTR noch HRMTG die Mittel haben, diese Forschung zu bewerkstelligen, bitte ich Sie, uns zu helfen, das Richtige zu tun.
Ich wäre glücklich, mit Ihnen persönlich darüber zu sprechen.
In der Spätausgabe „Zeit im Bild“ ORF vom 21. Oktober 99 wurde ein Beitrag über die Schädlichkeit von Mobiltelefonen, die man in Amerika bisher bestritten hat, gebracht. Zu Wort kam Dr. George Carlo, der im Auftrag der Telekommunikationsfirmen 6 Jahre lang geforscht hat. Befürchtet werden einerseits genetische Schäden, anderseits Tumore am Gehörnerv. Das Gesundheitsministerium hat die Anbieter aufgefordert, Handys zu enwickeln, die weniger strahlen.
Dass die Anbieter die Schädlichkeit ihrer Handys energisch bestreiten, kommt uns ganz bekannt vor, das ist offenbar ein internationales Phänomen.
Obwohl man es sich nicht direkt und genau zu sagen getraut, dass man vom Handy -Telefonieren krank wird, geben amerikanische Wissenschafter, z.B. Dr. Adey zu bedenken: „Es ist noch zu früh, denn es ist ja die erste Generation, die sich strahlende Transmitter ans Ohr hält, und dies Tag für Tag.“
In dem Beitrag wurde nicht alles gesagt, was Dr. Carlo erforscht hat, denn das wäre unbequem gewesen. Aber es liegt uns sein Brief an den Vorsitzenden der AT&T Corporation vor, in dem er sich sehr besorgt äussert, ihn dringend bittet, seine Verantwortung wahrzunehmen. Gleichzeitig gibt er seinem Bedauern und seiner Frustration Ausdruck, dass bisher so gut wie nichts geschehen ist, um die Konsumenten zu schützen, ja dass man immer und immer wiederholt hätte, Handys seien sogar für Kinder ungefährlich.
Der Fernsehbeitrag endete mit der Meldung, dass das Gesundheitsministerium in Washington die Anbieter aufgefordert hat, geringer strahlende Handys zu produzieren und dass die Meinung über die Ungefährlichkeit von Mobiltelefonen in Amerika zu bröckeln beginnt.
*) Anmerkung:
Die in Klammern gesetzten Kommentare ……guru….. sind Zwischenbemerkungen von Roy Beavers, der uns den Originalbeitrag übermittelt hat.