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Mark Rothko
1903, Dvinsk/Russland – 1970, New York
Nach der Emigration der Familie 1913 studiert Rothko in New Haven und New York. Gemeinsam mit Adolph Gottlieb u. a. gründet er 1935 die Künstlergruppe »The Ten«. In den späten 40er Jahren kristallisierte sich das klassische Werk Rothkos heraus: grosse rechteckige Farbfelder mit verschwimmenden weichen Konturen die vor einem andersfarbigen Bildgrund zu schweben scheinen. Die beruhigte Spannung und stille Erhabenheit wird durch Farbkontraste erreicht, die mit den einfachen Formen zusammen auf ein meditatives Erleben abzielen. Die Unbestimmtheit der malerischen Binnenstruktur lösche laut Rothko das Gedächtnis aus und befreie die Erinnerung. Mystische Konnotationen sind aufgrund von Rothkos jüdischer Herkunft ebenso wenig auszuschliessen wie der bewusste Rückgriff auf die Tradition des „Erhabenen“ in der europäischen Malerei. Für Rothko waren seine Bilder lebende Organismen, die Farbe etwas zutiefst Menschlich-Sinnliches, aber gleichzeitig das Tor zu transzendenten Erfahrungen. In der Tradition des Kolorismus sah er sich Monet verwandt, was auch die Technik der schwebenden Farbräume nahelegt, die mit dem „Flächeninnenraum“ der Seerosen-Bilder von Monet in Beziehung gesetzt werden können. 1970 wählte Rothko den Freitod in New York.