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Wann sollen Blutegel nicht angewandt werden?
- angeborene und erworbene Blutgerinnungsstörungen (Antikoagulation)
- bei Blutverdünnungsmittel
- bei Blutarmut
- in der Schwangerschaft
- schwerwiegende Organerkrankungen
- akute Infektionskrankheiten
- Wundheilungsstörungen
- Allergie auf Hirudin
- Arterielle Verschlusskrankheit
- Hauterkrankung an Applikationsorten
Herkunft der Blutegel
Die Blutegel werden in Wil in einem geschlossenen Ökosystem speziell für medizinische Zwecke gezüchtet. So kann bei einer konstanten Qualität garantiert werden, dass die Egel noch nie Menschen oder Tiere gebissen haben.
Was passiert mit den Blutegeln nach der Therapie?
Die Blutegel werden getötet, da sie nicht wieder verwendet werden dürfen (Übertragung von Krankheitserregern). Da sie aber kein Gehirn besitzen, spüren Sie beim Tod keinen Schmerz.
Nachbehandlung
Der Patient stoppt Blutungen durch Verbandsmaterial welches mitgegeben wird. Der dicke Saugverband kann am folgenden Tag entfernt werden, die Krusten fallen dann in einer Woche ab. Die Wunden sollten geschützt werden. Der auftretende Juckreiz kann mit Kokos-, Aprikosenöl oder Quarkwickel gelindert werden. Auf keinen Fall kratzen um keine sekundäre Wundinfektion zu provozieren.
Mögliche Komplikationen
- Narbenbildung an der Bissstelle
- Erysipel (Infektion Haut, selten)
- Allergische Reaktion auf Hirudin: sofort oder bis 4 Tage nach Therapie