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Venezuela nach Chávez: Sozialisten sorgen vor
- Sonntag, 6. Januar 2013, 8:01 Uhr, aktualisiert um 8:12 Uhr
Indem sie einen Vertrauten des kranken Präsidenten Chávez wieder zum Parlamentspräsidenten wählen, sorgen Venezuelas regierende Sozialisten für den Fall der Fälle vor. Falls Chávez sich nicht von seiner Krebs-OP erholt, würde der Parlamentspräsident die Regierungsgeschäfte kommissarisch übernehmen.
In Venezuela hat die Nationalversammlung Parlamentspräsident Diosdado Cabello im Amt bestätigt.
Mit der Wiederwahl des engen Vertrauten von Staatschef Hugo Chávez haben die regierenden Sozialisten ihre Position für den Fall gefestigt, dass der schwer kranke Präsident sich nicht von den Folgen seiner jüngsten Krebs-Operation erholt.
Denn sollte Chávez sterben oder arbeitsunfähig werden, würde Cabello als Übergangspräsident die Amtsgeschäfte übernehmen.
Verschiebung der Vereidigung
Die konservative Opposition fordert bereits Neuwahlen, sollte Chávez nicht wie geplant am Donnerstag seinen Amtseid ablegen können. Vizepräsident Nicolas Maduro brachte allerdings eine Verschiebung des Termins ins Spiel.
Nach seinem Wahlsieg im Oktober soll Chávez eigentlich am 10. Januar für eine dritte Amtszeit vereidigt werden. Wegen der Erkrankung des 58jährigen ist der Termin allerdings unsicher.
Vizepräsident Maduro sagte am Freitag, die Vereidigung könne später vor dem Obersten Gericht nachgeholt werden. In den Augen der Opposition wäre dies allerdings ein Anlass für Neuwahlen.
Sie sähe dann ihre Behauptung bestätigt, dass Chávez dauerhaft arbeitsunfähig sei. Dann müsste es gemäss der Verfassung binnen 30 Tagen zu Neuwahlen kommen.
Chávez offenbar sehr schwach
Der Zustand von Chávez hatte sich zuletzt offenbar weiter verschlechtert. Der Präsident, der seit rund 14 Jahren an der Spitze des grössten Erdölexporteurs Südamerikas steht, leidet nach seiner jüngsten Krebs-Operation am 11. Dezember an einer schweren Lungenentzündung und Atemnot. Er soll sehr schwach sein.
Seit über drei Wochen hat sich Chávez, der in einem Krankenhaus in der kubanischen Hauptstadt Havanna behandelt wird, nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt und auch nichts von sich hören lassen.
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