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Optimistisch unterzeichnete der Schreinermeister Hans-Jürg Bauer im Sommer 1999 einen Inseratevertrag. Er und seine Frau erhofften sich mit dem Eintrag ins Handbuch «Der Baumarkt» neue Kundschaft für ihren Kleinbetrieb.
Erst bei der Zusendung der Erneuerungsrechnung im Januar 2001 realisierten sie, dass sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre verlängerte – und das, obwohl ihnen der Inserateeintrag keinen einzigen neuen Kunden gebracht hatte.
Sie kündigten, was «Der Baumarkt» auch akzeptierte, jedoch «gemäss den allgemeinen Geschäftsbedingungen» erst auf 2005. Nach zwei Betreibungen, mit denen die Firma ihre Forderungen eintrieb, fragten die Bauers beim Beobachter an, ob sie wirklich noch so lange zahlen müssten.
Das müssen sie nicht. Da die «Baumarkt»-Geschäftsbedingungen höchst unklar formuliert sind, darf man sie zugunsten von Bauers auslegen, und das bedeutet: Zu bezahlen ist nur noch für das Jahr 2003. Die ganze Sache sei für sie «ein Lehrplätz», sagt Elisabeth Bauer: «Nie mehr werden wir einen solchen Inseratevertrag unterschreiben.»