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- Dem Fernsehsender MSNBC wurden zwei Seiten der Steuererklärung von Donald Trump zugespielt. Offenbar tauchten die Unterlagen in der Mailbox eines Pulitzerpreis-Trägers auf.
- Sie zeigen: Trump zahlte nur dank einer Sonderregelung für Reiche Steuern.
- Der damalige Geschäftsmann zahlte 38 Millionen dem US-Fiskus. Er profitierte aber stark davon, dass er massive Verluste von 1995 geltend machen konnte.
Die bisherige Weigerung Trumps, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen hat für Gerüchte gesorgt, wie SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden erklärt. Es sei spekuliert worden, dass er jemandem viel Geld schulde oder ob er mit Russland Geschäfte tätige.
Jetzt sind zwei Seiten der Steuerklärung von 2005 an die Öffentlichkeit gelangt. Sie zeigen: Donald Trump hatte damals als Geschäftsmann ein Einkommen von 150 Millionen Dollar versteuert. Damit zahlte er dem US-Fiskus 38 Millionen Dollar Steuern. Dies ist ein Steueranteil von 24 Prozent. Nur: er tat dies praktisch ausschliesslich wegen einer Sondersteuer für Reiche, die er nun abschaffen will, wie Korrespondentin Imboden erklärt.
Dokumente im TV gezeigt
Rachel Maddow, eine prominente Moderatorin von MSNBC, hatte zuvor die Publikation via Twitter angekündigt und hielt dann die Dokumente in die Kamera des US-Senders. Die Unterlagen, welche MSNBC vorliegen, sind laut dem Weissen Haus echt.
Investigativer Journalist fand Dokumente in der Mailbox
Der TV-Sender erklärte, David Cay Johnston, ein investigativer Journalist und Pullitzer-Preisträger habe sie in seiner Mailbox vorgefunden. Er habe keine Ahnung, woher die Steuererklärung von Donald Trump komme, sagte Johnston gegenüber MSNBC – es sei sogar möglich, dass sie von Trump selbst komme, schliesslich habe er früher schon anonym Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen lassen, wenn er das Gefühl hatte, es sei in seinem Interesse.
MSNBC betont, dass es wichtig sei, dass endlich Unterlagen über Trumps Steuersituation vorliegen. Dies sei die wichtigste Aussage.
Trump selbst wehrte sich gegen eine Veröffentlichung seiner Steuerunterlagen. Er begründete dies damit, er selbst werde einer Steuerprüfung unterzogen und wolle dieser Untersuchung nicht vorgreifen.