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Bevor sie einschlief, kochte Oma, las und erzählte Geschichten; dann fing sie an, seltsame Dinge zu tun... Ein schönes Buch für all die Grossmütter und Grossväter, die vergessen, für all die Kinder, die sich um ihre Großeltern kümmern.
Die schlafende Oma präsentiert mit Sensibilität, Zärtlichkeit und Nähe die enge Beziehung zwischen einem Kind und seiner erkrankten Grossmutter. Der poetische Ton des Textes wird durch einfache Illustrationen in zarten Farben mit Bleistift, Aquarell und Pastell vervollständigt. Es hebt die Subtilität hervor, mit der Roberto Parmeggiani - seine eigene sentimentale Erinnerung wachrufend - den Verlauf der Krankheit erzählt: von der Zeit, in der die Protagonisten Zeit, Lesungen und Zuneigung teilten, als die Krankheit noch nicht manifest war, über die ersten Symptome und die Lethargie des irreversiblen Traums, die der Enkel mit Gesellschaft kompensiert; bis hin zu einem Ende in Form einer Geschichte, die Joo Vaz de Carvalho mit schönen visuellen Metaphern das Vergehen der Zeit, den Verlust, die Abwesenheit und die Erinnerung darstellt. Diese zeitlose Geschichte spielt in einer vertrauten Umgebung, weit entfernt von der kalten und unpersönlichen Atmosphäre von Krankenhäusern und Wohnheimen. Sie vermittelt Emotionen, Gelassenheit und Liebe. Es ist eine aufrichtige Hommage an eine grundlegende Figur in der Kindheit eines jeden Menschen: Großmütter und Großväter