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Führt ein im Inland nicht registriertes, ausländisches Unternehmen Material in die Schweiz ein, um damit Arbeiten auszuführen, erhebt die Zollbehörde eine Einfuhrsteuer und zwar auf dem Gesamtwert der Leistung.
Wird für diese Arbeiten entweder kein Material benötigt oder das Material vom inländischen Leistungsempfänger bereitgestellt, schuldet dieser unter gewissen Umständen die sogenannte Bezugsteuer.
Der Bezugsteuer unterliegen auch die Einfuhr von Datenträgern ohne Marktwert mit den darin enthaltenen Dienstleistungen und Rechten.
Auch für den Bezug gewisser Dienstleistungen von ausländischen Unternehmen kann die Bezugsteuer geschuldet sein. Dies aber nur für Leistungen nach dem Empfängerortsprinzip; Beispiele:
- Dienstleistungen auf dem Gebiet der Werbung
- Leistungen von Beratern, Vermögensverwaltern, Treuhändern, Anwälten usw.
- Managementdienstleistungen
- Leistungen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung
- Personalverleih
- Abtretung und Einräumung von immateriellen Rechten
Keine Bezugsteuer ist geschuldet, wenn die Dienstleistungen von der Steuer ausgenommen oder befreit sind.
Ist der Leistungsempfänger als steuerpflichtige Person registriert, muss er solche Bezüge deklarieren und versteuern.
Ein Leistungsempfänger, der nicht als steuerpflichtige Person registriert ist, wird bezugsteuerpflichtig, wenn er innerhalb eines Kalenderjahres für insgesamt mehr als 10'000 Franken solche Leistungen bezieht und im Falle von Lieferungen im Inland durch die zuständige Behörde schriftlich über die Bezugsteuer informiert worden ist.