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Montfaucon,
deutsch
Falkenberg (Kt. Bern,
Amtsbez. Freibergen).
1006 m. Gem. und Pfarrdorf, an der Hauptstrasse der
Freiberge
und 4 km nö.
Saignelégier; in rauher und wenig fruchtbarer Gegend, die einzig gute Sennberge aufweist. 1 km s. vom Dorf
beim
Pré Petitjean die Station
Montfaucon der Linie
Glovelier-Saignelégier. Strasse nach
Soubey am
Doubs. Postbureau, Telegraph,
Telephon. 87
Häuser, 609 kathol. Ew. Das früher an gutem Trinkwasser Mangel leidende Dorf hat heute
ein vollständiges Hydrantennetz, das durch ein am
Doubs stehendes Werk gespiesen wird. Ackerbau und Viehzucht, Zucht von
Pferden. Uhrenindustrie.
Vier bedeutende Jahrmärkte (im März, Mai, Juni und September).
Vom Signal (1027 m) auf dem Crêt w. vom Dorf schöne Aussicht. Interessante Höhlen (Grottes du Grand Creux). 1139: Mons Falconis. Die Pfarrei gehörte dem Stift zu Saint Ursanne und war zugleich die Mutterkirche der ganzen Freiberge, die einst nur eine einzige grosse Kirchgemeinde bildeten. Von ihr haben sich dann in der Folge die Pfarreien Les Bois, Le Noirmont, Les Breuleux, Saignelégier und Les Pommerats losgelöst. Das Dorf im 30jährigen Krieg 1637 von den Franzosen vollständig verwüstet.
Die grosse und schöne Pfarrkirche zu
Saint Jean Baptiste ist 1831 neu aufgebaut und 1864 geweiht worden.
Montfaucon ist die
Heimat von
Jean Baptiste Sémon, des berühmten Abtes von
Bellelay, der 1719-1743 sein Kloster und die Propsteien
der
Porte du Ciel und von Grandgourt neu aufbauen liess. Die Gemeinde zerfällt in die 5 Unterabteilungen von
Montfaucon,
Les Enfers, Cernevillers, Les
Communances und Les Pâtures. In dem an Konkretionen reichen obern Oxford findet man schöne
Fossilien.