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DMZ ¦ GESUNDHEIT ¦
Silvia Kölbener-Fasel
#mittelländische
Ohne Wasser – kein Leben. Erwachsene sollten täglich 2 bis 2,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen, Säuglinge haben einen wegen ihres höheren Grundumsatzes, und weil der Harn des Säuglings nur zu einem geringeren Grad mit harnpflichtigen Stoffen angereichert werden kann, einen relativ höheren Flüssigkeitsbedarf. Mehr Wasser braucht der Körper in trockenem und heissem Klima, vermehrter körperlicher Betätigung, stark gesalzenen Speisen, da der erhöhte Kochsalzgehalt des Blutes ausgeglichen werden muss.
Der Durst reguliert beim gesunden Menschen einen ausgewogenen Wasserhaushalt. Die Niere wirkt als Hauptorgan und ist hormonell gesteuert. Nehmen wir zu wenig Flüssigkeit auf, kann es zu einer Dehydration kommen: Das Stoffwechselgeschehen wird in den Geweben negativ beeinträchtig. Man spricht von einer hypotonen Dehydration, die zum Beispiel bei Erbrechen, starkem Durchfall, Verbrennungen, übermässigem Schwitzen auftreten kann. Besonders bei Säuglingen ist diese Wasserverminderung des Organismus gefährlich. Anders verläuft die hypertone Dehydration, die bei einem gestörten Durstempfinden wegen Krankheit, im fortgeschrittenen Alter, oder erhöhter Wasserabgabe bei Diabetes mellitus auftritt.
Ein weiteres Krankheitsbild ist die isotonische Hydration, die sich in unnatürlichen Wasseransammlungen in den Körperhöhlen und bei der Entstehung von Ödemen zeigt. Ursache dafür kann zum Beispiel eine ungenügende Leistung der Herzmuskulatur, Nierenversagen oder lange anhaltende Infusionen von Kochsalzlösungen sein.
Die Deckung der passenden Flüssigkeitszufuhr ist nicht nur in akuten Situationen, sondern auch vorbeugend zum Erhalten des physischen und psychischen Wohlbefindens wichtig. Geeignete Getränke sind dabei in erster Linie natürliches Wasser (frisch von der Quelle), vitamin- und nährstoffreiche Getränke wie zuckerlose Früchtetees, Obst- und Gemüsesäfte, teilentrahmte Milch, Buttermilch usw.
Ausnahme sollten energiereiche Getränke wie stark zuckerhaltige (auch künstlich gesüsste), Kaffee, Schwarztee, Cola-Getränke, Sirups, Limonaden, alkoholische Getränke, Fruchtsaftgetränke mit vielen unnatürlichen Zusatzstoffen, welche das Verdauungssystem in seiner Funktion zusätzlich belasten.
Wir nehmen selbstverständlich auch mit unserer festen Nahrung Flüssigkeit auf, die berücksichtig werden muss. Früchte, Gemüse und Salate enthalten relativ viel Wasser. Je mehr Kohlenhydrate, Eiweiss oder Fett ein Lebensmittel beinhaltet, desto kleiner ist der Flüssigkeitsgehalt: So sind zum Beispiel in 100 Gramm Gurke 95 %, Apfel 85 %, Weintrauben 82 %, Milch 86 %, Eier 82%, Kartoffel 81 %, Vollkornbrot 42%, Reis 12%, Fleisch ca. 70%, Fisch ca. 80%, Käse ca. 50 % Wasser enthalten.
Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Körper besonders auch während heissen Tagen hinsichtlich Wasserzufuhr Gutes tun können:
Trinken Sie gleich nach dem Aufwachen morgens mindestens 3 bis 5 Deziliter natürliches Wasser «möglichst frisch von der Quelle». Lauwarmes Wasser wäre von Vorteil zur Regulierung der Verdauung.
Tragen Sie stets eine Flasche mit, wenn Sie unterwegs sind. Stellen Sie sich frisches Wasser auf den Arbeitsplatz, auf den Esstisch, ins Auto – so trinken Sie vielleicht öfters schon in weiser Voraussicht, bevor Sie grossen Durst verspüren.
Konsumieren Sie viel natürliche Frischkost wie Salate, Obst und Gemüse und kombinieren Sie diese eher mit eiweisshaltigen, leichten Nahrungsmitteln.
Reduzieren Sie dafür fettes, sehr salzhaltiges und zuckerreiches Essen (siehe oben).
Bedenken Sie, dass auch dem Klima angepasste körperliche Aktivität wie Schwimmen, Laufen, Velofahren am Morgen früh oder abends etwas später ausgeführt vielleicht (noch mehr!) Spass bereiten kann, und Sie somit ihren Organismus schonen und dadurch Ihr Wohlbefinden erhöhen.
Ich wünsche Ihnen viele erfrischende und sprudelnde Quellen für die angesagten warmen Sommertage!