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Franco-Fil weist im Blogpost „Digitale Schallarchive: Das Projekt Europeana Sounds und die französischen „Archives de la Parole“ (Mittwochstipp 83)“ auf französische historische Tonaufnahmen hin:
„Die Bibliothèque nationale de France selbst besitzt rund 400.000 digitalisierte Tondokumente, von denen 5.000 gemeinfrei sind. An erster Stelle sind hier die Bestände der Archives de la Parole zu nennen, die von dem Sprachwissenschaftler Ferdinand Brunot 1911 an der Sorbonne als Grundstein eines zukünftigen Institut de phonétique begründet wurden. 1924 wurden die Archives unter neuer Leitung umgewandelt in ein Musée de la parole et du geste, das noch bis 1953 bestand. Dann wurden die Sammlungen in die zwischenzeitlich gegründete Phonothéque nationale integriert.
Heute sind die Tondokumente aus den Jahren 1911 bis 1931 auf Gallica zu finden. Zu den ersten Aufnahmen zählen Stimmzeugnisse bekannter Persönlichkeiten wie Guillaume Apollinaire, Émile Durkheim, Maurice Barrès und Alfred Dreyfus, ebenso Lieder und Musik sowie Politikerreden aus den Jahren des Ersten Weltkriegs, Aufzeichnungen für einen phonographischen Sprachatlas Frankreichs und Aufnahmen, die anlässlich der Kolonialausstellung 1931 in Paris entstanden. Ergänzend dazu findet man auf Gallica auch Sammlungen von Fotografien der für die Archives de la Parole verwendeten Aufnahme- und Abspielgeräte, zum Teil mit technischen Beschreibungen und Verlinkung auf die entsprechenden Audiodateien der historischen Tonaufzeichnungen.“