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Unwetter stürzen 120 000 Vertriebene in Syrien in Not
Im Nordwesten Syriens haben Unwetter fast 22 000 Zelte von Vertriebenen beschädigt oder zerstört. Ein Kind sei ums Leben gekommen und insgesamt 120 000 Menschen seien betroffen, berichtete das UN-Nothilfebüro (OCHA) am Freitag in Genf.
Viele Familien hätten ihre wenigen Habseligkeiten und Nahrungsmittelvorräte verloren, es herrschten Temperaturen von teils unter Null Grad. Viele Strassen seien beschädigt und humanitäre Helfer könnten die Menschen nur schwer erreichen, hiess es weiter.
Von den 49 Millionen Dollar (40,4 Millionen Euro), die die Vereinten Nationen zur Unterstützung dieser Menschen über den Winter veranschlagt hatten, sei weniger als die Hälfte eingegangen.
In der Region um Idlib und anderen Teilen Nordwestsyriens leben nach Angaben von OCHA 2,7 Millionen Vertriebene. 1,6 Millionen sind demnach in mehr als 1 300 Lagern untergebracht oder leben in selbstgebauten Unterständen am Wegesrand.
In dem fast zehnjährigen Bürgerkrieg wurden nach Angaben von OCHA rund zwölf Millionen Menschen vertrieben, mehr als die Hälfte der Bevölkerung. „Es ist die grösste Vertreibung dieses Jahrhunderts“, sagte der stellvertretende Koordinator für humanitäre Hilfe, Mark Cutts.
„Aber es geht nicht nur um die Zahlen, sondern um den Umfang des Leids. Die Krise wird mit andauernden Kämpfen und Vertreibungen, verbunden mit der schlimmsten Wirtschaftskrise und der Verbreitung des Coronavirus sowie jetzt Überschwemmungen und Temperaturen am Gefrierpunkt schlimmer und schlimmer.“
(SDA)
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