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Die Erinnerungen waren schön, doch die Realität hielt damit nicht Schritt. Auf dem Circuit of the Americas in Texas hatte Lüthi vor zweieinhalb seinen seinen 17. und mit grösster Wahrscheinlichkeit letzten GP-Sieg gefeiert. Nun stimmte aber von Anfang an nichts.
In sämtlichen Trainings und auch im Qualifying fand sich der 35-jährige Kalex-Fahrer überhaupt nicht zurecht. Auf dem äusserst welligen Kurs fühlte er sich nie wohl und brachte bei hohen Temperaturen keinen guten Rhythmus zustande.
So riskierte Lüthi im Rennen wohl zu viel. Nach dem Start machte er ein paar Plätze gut, ehe er bereits in der 3. Runde zu Fall kam. Es ist ein Rückschlag, nachdem er zuletzt mit drei Top-12-Rängen in den letzten vier Rennen Fortschritte gemacht hatte. Immerhin blieb er dabei unverletzt.
Nun bleiben dem 125er-Weltmeister von 2005 noch drei Läufe - nochmals in Misano und Portugal sowie zum Abschluss in Valencia - für einen ansprechenden Abschluss seiner Rennsport-Karriere.
Fernandez macht WM-Rennen wieder spannend
An der Spitze zeigte sich ein bekanntes Bild. Der Spanier Raul Fernandez gewann sein drittes Rennen in Folge und schloss in der Gesamtwertung bis auf neun Punkte zum Leader Remy Gardner auf (271:262) - seit er vor knapp einem Monat beim Radfahren seinen rechten Oberarm gebrochen hat, ist er ungeschlagen. Der Australier Gardner, der lange wie der schon fast sichere Weltmeister ausgesehen hatte, stürzte hingegen wie Lüthi und blieb erstmals in diesem Jahr ohne Punkte.
Fernandez gelang schon jetzt Historisches: Mit seinem siebten Sieg als Rookie in der Moto2 stellte er den Rekord von Superstar Marc Marquez ein. Dieser wurde dann auch Weltmeister.