Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/1585

Agglomerationsprogramme des Kantons Zürich – Regierungsrat lädt zur Mitwirkung ein
03.10.2011 - Medienmitteilung
Der Regierungsrat startet das Mitwirkungsverfahren für die vier Agglomerationsprogramme der 2. Generation. Gemeinsam mit den Gemeinden, Städten und Planungsregionen hat der Kanton die Programme für die Stadt Zürich und das Glattal, die Stadt Winterthur und Umgebung, das Limmattal sowie das Zürcher Oberland erarbeitet. Die Programme legen die langfristigen, aufeinander abgestimmten Entwicklungsziele in den Bereichen Verkehr, Siedlung und Landschaft fest und enthalten Massnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Entsprechend der Qualität der Programme finanziert der Bund die Massnahmen im Bereich Verkehr mit. Die Einreichung der Programme beim Bund erfolgt Mitte 2012.
2007 hat der Kanton Zürich beim Bund die 1. Generation des Agglomerationsprogramms eingereicht. Anfangs 2010 begann bei den Kantonen die Planung der 2. Generation der Agglomerationsprogramme, die bis Ende Juni 2012 beim Bund eingereicht werden müssen. Die Planung umfasst vier Agglomerationsprogramme für die Räume Limmattal (zusammen mit dem Kanton Aargau), Stadt Zürich und Glattal, Winterthur und Umgebung sowie Zürcher Oberland. Die Programme entstanden unter der Federführung des kantonalen Amts für Verkehr, in enger Zusammenarbeit mit den Planungsregionen und den Städten und Gemeinden. Um eine möglichst breite Abstützung der Programme zu erreichen, sollen die Städte und Gemeinden, die Planungsregionen und die Bevölkerung in einem öffentlichen Mitwirkungsverfahren eine Mitsprachegelegenheit erhalten. Die Mitwirkung dauert vom 3. Oktober bis 30. November 2011. Während dieser Dauer liegen die Programmentwürfe in den betroffenen Gemeinden und bei der kantonalen Verwaltung auf.
Damit die Massnahmen der Agglomerationsprogramme durch den Bund finanziell unterstützt werden, müssen sie gewisse Grundanforderungen erfüllen. Dazu gehören nebst dem Einbezug der betroffenen Gebietskörperschaften die Analyse des Ist-Zustands und der Entwicklungstrends. Ferner wurde für jede Region ein Zukunftsbild entwickelt, das den angestrebten Abgleich von Siedlung, Landschaft und Verkehr aufzeigt. Die entwickelten Massnahmen stimmen mit diesem Zukunftsbild überein. Der Bund spricht für umsetzungsreife Massnahmen einen Beitrag zwischen 30 Prozent und 50 Prozent. Im Agglomerationsprogramm der 1. Generation betrug der Beitragssatz des Bundes an den Kanton Zürich 35 Prozent; für die Agglomerationsprogramme der 2. Generation strebt der Kanton Zürich einen höheren Beitragssatz an.
Schwerpunkte der einzelnen Agglomerationsprogramme
Das Agglomerationsprogramm Limmattal umfasst Gemeinden der Kantone Zürich und Aargau und wurde daher in Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau erstellt. Zu den wichtigsten Infrastrukturvorhaben gehören die Limmattalbahn, der Doppelspurausbau der Bremgarten-Dietikon-Wohlen-Meisterschwanden-Bahn (BDWM) in Dietikon sowie weitere Massnahmen zur Verflüssigung des Bus- und des motorisierten Individualverkehrs, zur Fertigstellung des Radwegnetzes und zur Aufwertung von Ortsdurchfahrten.
Der höchst vielfältige Raum der Stadt Zürich zusammen mit dem Glattal umfasst zum Einen auf Stadtgebiet die Tramverbindung Hardbrücke, die Tramnetzergänzung zur Anbindung des Bahnhofs Altstetten, den Ausbau des Bahnhofs Hardbrücke sowie die Aufwertung von Quartierzentren (QUARZ-Programm). Im Glattal stehen nebst der Aufwertung von Ortsdurchfahrten das Verkehrskonzept in Dietlikon Süd sowie diverse Massnahmen für den Velo- und Fussverkehr im Vordergrund.
Im Agglomerationsprogramm Winterthur und Umgebung stehen als zentrale Massnahmen die Umsetzung des ÖV-Hochleistungskorridors und städtebaulich hochwertig gestaltete Flanierzonen auf dem Stadtgebiet Winterthur im Vordergrund. Dazu kommen der Ausbau von Velorouten und Massnahmen zur Verflüssigung des motorisierten Individualverkehrs im Rahmen der regionalen Verkehrssteuerung.
Mit den Massnahmen im Zürcher Oberland sollen die Verkehrsverlagerung hin zum ÖV unterstützt und die Zersiedelung gebremst werden. Infrastrukturelle Schlüsselprojekte sind der Ausbau des ÖV-Angebots (Buskonzepte), Ergänzungen des Radwegnetzes und die Gestaltung der Ortsdurchfahrten sowie die Westtangente Wetzikon. Mit dem Projekt «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» werden der Erlebnisraum für Wandernde und Radfahrende aufgewertet sowie die Parkierung verbessert.
Die Planungsarbeiten für einen Grossteil der in den einzelnen Agglomerationsprogrammen vorgeschlagenen Massnahmen werden bis zur Einreichung der Programme beim Bund weiter vorangetrieben. Der Kanton Zürich geht davon aus, dass sich das gesamte Projektvolumen zwischen 1,5 und 2 Milliarden Franken bewegen wird.
Informationsveranstaltungen in den Regionen
Während der Mitwirkungsphase wird in jeder Agglomeration eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an die Vernehmlassungsteilnehmer und die interessierte Öffentlichkeit in den Regionen.
Die Veranstaltungen finden wie folgt statt:
- Stadt Zürich-Glattal, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Hotel Restaurant Landhus, Zürich Seebach,
- Limmattal, 24. Oktober, 19.30 Uhr, Reppisch Hallen, Dietikon
- Oberland, 3. November, 19.30 Uhr, Hotel Restaurant Drei Linden, Wetzikon
- Winterthur, 25. November, 19.30 Uhr, Kirchgemeindehaus Liebestrasse, Winterthur
Weitere Informationen finden Sie unter www.afv.zh.ch/aggloprogramm
Der Regierungsratsbeschluss wird im Verlaufe der nächsten Stunde unter www.rrb.zh.ch aufgeschaltet.
Die Vernehmlassungsunterlagen finden Sie unter www.vernehmlassungen.zh.ch, Stichwort «Agglomerationsprogramme».
(Medienmitteilung des Regierungsrates)