Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/3296

Charakteristik
Die Entwicklung der Zielgruppe wird mit jener der Vergleichsgruppe verglichen und zur Zielsetzung in Bezug gesetzt wird.
Beispiel
25% der Schulabbrecher in der Region x haben innerhalb von 6 Monaten eine Arbeitsstelle gefunden. Zu Beginn des Projektes waren es nur 15 %. Die Verbesserung um 10 %-Punkte ist gleich gut wie in der Vergleichsgruppe in der Region y, bei der sich der Prozentsatz von 25% auf 40% verbessert hat. Das Ziel von 35 % konnte nicht erreicht werden.
|Vorteile||Nachteile|
|Es wird gezeigt, was sich bei der Zielgruppe durch die Intervention verändert hat.||Die Datenerhebung ist aufwändig und erfordert mindestens 4 Messungen.|
|Es wird festgestellt, ob die Ziele erreicht worden sind.||Das Vorgehen ist methodisch anspruchsvoll.|
|Der Ansatz ist methodisch fundiert.||Es ist keine Aussage zur Nachhaltigkeit möglich.|
|Die Zuordnung der Wirkung zur Intervention ist möglich.|
Eignung
Eignet sich zum Lernen, Lenken und Legitimieren. Wird bei Zielvereinbarungen angewandt und insbesondere dann, eingesetzt, wenn die Wirkung eindeutig nachgewiesen werden soll und es keine ethischen Bedenken zum Vergleich mit Vergleichsgruppen gibt. Geeignete Vergleichsgruppen müssen bestimmt oder konstruiert werden können. Wenn die Ausgangslage der Vergleichsgruppe nicht mit jener der Zielgruppe identisch ist, muss die Differenz zwischen der Ziel- und der Vergleichsgruppe am Anfang und am Ende der analysierten Periode des Dienstleistungsangebotes oder des Projektes bestimmt werden. Die Aussage zur Wirkung hängt in diesem Fall davon ab, ob sich die Differenz vergrössert oder verringert hat. Dieses Verfahren wird difference-in-difference genannt.