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Wie der Aachener Zeitungsverlag berichtet, muss sich Alemannias ehemaliger Geschäftsführer Frithjof Kraemer im kommenden Jahr vor Gericht verantworten. Insolvenzverschleppung in drei Fällen, Untreue in 40 Fällen. Mögliche Haftstrafe: Zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.
Uwe Scheer und Erik Meijer haben indes nichts mehr zu befürchten. Gegen Sie wurde zwangsläufig mitermittelt, aber die Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt. Gegen den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden und ehemaligen Präsidenten, Dr. Meino Heyen, sowie andere Funktionäre (vermutlich Aufsichtsrat) kommt es in zwei Fällen zur Anklage.
Ebenfalls eingestellt wurde das Verfahren gegen Kraemer in Bezug auf Anlagebetrug (Stichwort Fananleihe). Im Schreiben der Staatsanwaltschaft wird der 16. April 2012 als Datum der Insolvenz angegeben. Nur gut einen Monat zuvor hatte der Stadtrat Aachens, am 07. März 2012, einer weitreichenden Umfinanzierung zugestimmt und eigens einen kommunalen Kredit aufgenommen.
Marcel Philipp, damals wie heute Oberbürgermeister der Stadt Aachen, sagte seinerzeit gegenüber der Aachener Zeitung: „Wir haben fast nur mit Meino Heyen verhandelt und haben uns dabei sehr wohl gefühlt“. Heyen wiederum betonte die Verdienste von Kraemer.
Nur einen Monat später war die Alemannia zahlungsunfähig. Die Insolvenz selber meldete man erst am 16.11.2012 an.
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