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Vom 20. Juli bis zum 2. August 1957 fand im Goms (Oberwallis) ein internationales Pfadfinderinnenlager statt. Die Furka-Oberalp Bahn hatte den Hin- und Rücktransport von über 6000 Pfadfinderinnen und zahlreichen Angehörigen zu bewältigen: Sie führte insgesamt 36 Extrazüge und verstärkte die fahrplanmässigen Züge bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit. Als am 22. Juli rund 850 Leute aus etwa 25 Nationen anlangten und im Goms an allen Stationen und Haltestellen der FO in international buntgemischten Trupps abgesetzt wurden, herrschte noch regenkühles Wetter. Aber die berühmte Walliser Sonne war dann auch den Pfadfinderinnen wohlgesinnt.
Der “Gommer-Express”, bestehend aus vier alten Zweiachsern der Rhätischen Bahn und einer FO-Dampflok, Baujahr 1913, war von der FO zu den Selbstkosten zur Verfügung gestellt worden und wurde von der Lagerleitung in Regie betrieben. Er verkehrte als Pfadi-Pendelzug zwischen Niederwald und Oberwald. Ein mit Fr. 1.- bezahltes Spezialbillet für Lagerteilnehmer berechtigte zu drei Fahrten.
Ein aus dem Jahre 1898 stammender Personenwagen der Gornergrat-Bahn, der später umgebaut werden soll, diente in Biel (Goms) als lokales Pfadfinderinnen-Büro, an der Seitenwand hingen die improvisierten Briefkästchen der verschiedenene Dienstzweige und in einem kleinen Zelt neben dem Wagen war die Küche für das Büropersonal.
(Quelle: VST Revue)
(Bilder: F.A. Volmar, Bern)