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Alejandra Benitez ist der Armut entronnen. Aufgewachsen in den Favelas von Caracas, schaffte sie es an die Universität, wo sie Zahnmedizin studierte. Parallel dazu schlug sie eine Karriere als Säbelfechterin ein, die sie zu 3 Medaillen an den Panam-Spielen und zu ihrer inzwischen 4. Olympia-Teilnahme führte.
Ihre Herkunft hat sie nicht vergessen. Mit ihrer Stiftung ist sie in den Slums von Caracas aktiv. Neben Essens- und Kleiderlieferungen versucht sie, den Favela-Kindern den Fechtsport näherzubringen. «Sport ist immer gut für Kinder und für alle, die in diesen Umständen aufwachsen müssen», so Benitez.
«Politischer Kampf härter als auf der Planche»
Als langjährige Unterstützerin und Parlamentarierin der linken Regierung wurde sie 2013 gar zur ersten Sportministerin Venezuelas berufen. «Ich habe Politik immer gemocht, denn dort muss man sogar mehr kämpfen als im Fechtsport», so Benitez, die 10 Monate später einer Kabinettsumbildung zum Opfer fiel.
Seit 21 Jahren ist Benitez aktive Fechterin. Müde ist sie nicht. «Alle um mich herum sagen, ich solle zurücktreten. Aber ich fühle mich nicht alt und will weitermachen.»
Sendebezug: Laufende Rio-Berichterstattung