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„Träge wie ich bin, war mir klar, dass nur ein ganz besonderes Buch mich zur deutschen Sprache zurückbringen könnte. Peter K. Wehrlis „Katalog von Allem" ist dieses Buch. Ich habe mir bereits die deutschen Adjektive für „magnificent", „overwhelming", „unique" und „extraordinary" zurechtgelegt, mit denen ich das Buch charakterisieren werde. Morgen mache ich mich an die entsprechenden Substantive: „Masterpiece", „Cornucopia"...
Lawrence Norfolk
Alles Bedeutungsschwangere, Schwergewichtige, das Büchern von ähnlicher Komplexität oft anhaftet, fehlt im „Katalog von Allem". Es wird ersetzt durch eine Genauigkeit der Beobachtung, die einem den Atem verschlägt und aufs Beste amüsiert...Es gibt nicht viele Bücher, deren literarische 'Haltbarkeit' man voraussagen kann. Der „Katalog von Allem" ist eins von ihnen.
Die Welt, Hamburg, www.welt.de
Die Einträge dieses grossen Kreuz-und-quer Lesebuches haben eine grosse imaginistische Suggestionskraft, sind poetisch und zugleich präzis beobachtet und beschrieben.
Der Standard, Wien, www.derstandard.at
Das Neue und Überraschende präsentiert Wehrli wie kostbare Fundstücke, die, aneinandergereiht, eine sehr plastische und einprägsame Vorstellung von den konkreten Ereignissen um ihn herum vermitteln.
Hanns-Josef Ortheil
In einem weitesten Sinn kann man den exuberanten „Katalog von Allem" als eine Art Tagebuch auffassen: nicht als Spiegelbild des Schreibenden, sondern als Abbild der Zeit, ihrer Splitter und Fragmente.
Claudia Brinker in „Schweizer Literaturgeschichte" (Metzler-Verlag)
Die Idee zum "Katalog von Allem" war geboren: ein grosser, mittlerweile wie ein Rhizom wuchernder Text, der wie eine Aufzählung aus einzelnen Sätzen ohne Prädikat besteht.
Neue Zürcher Zeitung, www.nzz.ch
Wehrlis nie totalitärer „Katalog von Allem" ist vor allem eines: eine Schule des Sehens.
Rheinischer Merkur
Niemand kann Wehrli etwas vor- und niemand ihm etwas nachmachen: Man sieht in Worten, was man übersehen hat und hätte, und lernt und lächelt, dass es eine Lust hat.
Schweizer Monatshefte
Es ist ein so faszinierendes wie eigenwilliges Konvolut von literarischen Schnappschüssen. Man kann in Wehrlis dichterischer Topographie einzelne Reisen unternehmen, aber auch auf eigene Faust oder mit Hilfe des mehrfachen Registers kreuz und quer in ihm herumhüpfen. So oder so ist das Buch eine originelle, ergiebige und amüsante Sehschule.
„NZZ am Sonntag"
Peter K. Wehrlis „Katalog von Allem" hat längst Kultstatus erreicht, und es ist höchste Zeit für eine aktualisierte Ausgabe geworden: Wehrli, Augenmensch, wandelndes Filmlexikon, Reisender und tiefgründiger Denker in Personalunion hat sein Lebenswerk ganz erstaunlich vorangetrieben.
Aargauer Tagblatt
Dem Autor geht es darum, bestehende Werturteile und Sehraster aufzubrechen. Es ist die neugierige, niemals voyeuristische Perspektive des Schreibenden, der über eigene Wahrnehmungsweisen nachdenkt und dabei mitunter erschrickt oder von einem Grübeln ins andere verfällt.
Deutschlandradio
Eine Vielzahl von Techniken, der Einsatz unterschiedlichster imaginärer Objektive, das Operieren mit variablen Brennweiten, Blendeneinstellungen und Belichtungszeiten, ermöglichte Wehrli die Umsetzung breitgefächerter Eindrücke und Beobachtungen. Und das umfangreiche Personen- und Titelregister, das den Band auszeichnet, kann den Leser zum gezielten Schmöckern, zur Sekunden-, Minuten- oder Momentlektüre verleiten.
Wiener Zeitung, www.wienerzeitung.at
Eines der schönsten und interessantesten Bücher über das Spannungsverhältnis zwischen Literatur und den technischen Medien Fotografie, Film und Fernsehen ist Peter K. Wehrlis „Katalog von Allem". Hier hat die fotografische Technik tat- sächlich literarischen Stil gebildet. Aber kann man Alles, kann man die ganze Welt sprachlich katalogisieren? Man kann, wenn man wie Wehrli seine Optik, sein Wahrnehmungsinteresse auf bestimmte Kraftfelder fokussiert, um sich die Gesetze der Simultaneität aller Dinge anzueignen.
ARD Radio Bremen
In solchen Texten zeigt sich ein anrührendes Urvertrauen in die Sprache, ihre Tragkraft und ihre Macht, die Welt nicht nur abzubilden, sondern durch die Kraft ihrer Suggestion und die Verführung ihres Klangs noch einmal neu, besser und schöner zu erschaffen - eine romantische Poetologie vielleicht, aber nach wie vor eine mit unerschöpflichem Potential und grossem Charme.
Zürichsee-Zeitung
Am Ende eines Jahres pflege ich mich zu fragen, welches das beste Buch war, das ich gelesen habe. Dieses Jahr ist es der „Katalog von Allem". Ein derart wahrnehmungsgenaues und sprachlich wie gedanklich virtuoses Buch! Jeder, der lesen kann, muss da voller Bewunderung sein. Das Buch liegt auf dem Nachttisch, und es wird keine gute Nacht, wenn ich vorher nicht ein paar Einträge gelesen habe. Ein Vademecum also.
Pascal Mercier
Ein Klassiker der Versuche, die Bewegung des Reisens selbst,
und rein, einzufangen.
Die Presse, Wien
1111 Nummern: Lektüre für viele Stunden - bei regelmässigem Genuss der Sprachhappen besteht Suchtgefahr.
Der Landbote
Wehrlis Wahrnehmungen sind Wortbilder von grosser Tiefen-schärfe. Seine Sprachlupe macht längst übersehene Dinge plötzlich ungewöhnlich deutlich.
Focus
Als besonderen Glücksfall empfindet Wehrli, dass man nach Indien den Landweg, der ja heute nicht mehr möglich wäre, genommen habe. So habe man miterleben können, wie sich erst die Sprachen, dann die Schriftzeichen, und dann die Gestik der Leute veränderten. Er arbeite an einem Register der Dinge, "die überall anders sind", habe er zur Reisegefährtin Elisabeth gesagt, worauf sie ihm geantwortet habe, er werde "staunen, was überall anders ist: nämlich alles".
Neue Zürcher Zeitung, www.nzz.ch
Wehrlis Nummern stehen - was Gewitztheit und Sinneslogik anbelangt - ich würde gern sagen, zwischen Lichtenberg und Morgenstern. Wenn das keine Ausrede wäre, die ureigenen, sperrigen und im besten Sinn aus den Traktanden fallenden Sätze und Satzungen des Peter K.Wehrli zu beschreiben, der des Schauens und Staunens noch mächtig ist wie selten ein zeitgenössischer Autor.
Tages-Anzeiger
Peter K. Wehrli ist ein Schriftsteller, den zu entdecken sich lohnt. Sein eben erschienener „Katalog von Allem liefert dafür 1111 Beweise.
Cash
Wehrli ist ein interessanter kreativ-pfiffiger Reproduzierer der Realität, der er den Hut der Commedia dell Arte aufsetzt, gefüllt mit Ironie und einem speziellen Wortmelodie-Rhythmus. Rundherum ein fesselndes Buch.
Zürcher Magazin
Poesie, Reflexion und ein hoher Kunstsinn verbinden sich zu einer einzigartigen literarischen Legierung.
Sonntags-Zeitung
Mag der eine beim Lesen an Beat-Prosa denken, ein anderer Verwandtschaften zum Gedankenblitz-Labor des alten Georg Christoph Lichtenberg spüren: Diese Wort-Vignetten drehen den Blick aufs wirklich Wichtige.
Der Spiegel, www.spiegel.de
Wehrli ist ein Wahrnehmungsvirtuose, empfindsam und genau. Sein Blick dringt tief unter die Oberfläche der Erscheinungen; bewegend und irritierend.
Nürnberger Nachrichten
Wehrlis Texte sind von einer bestechenden poetischen Dichte und Intensität. Ich schrecke auch nicht davor zurück, Wehrli als einen der elegantesten Stilisten in der neueren schweizerischen Literatur zu bezeichnen.
Dieter Fringeli
Peter K. Wehrli ist ein perfekter Stilist, indem er die Anarchie des Lebensmaterials, welches einem als Reisenden entgegentritt, über den Stil bändigt.
Peter Rosei
Jene neue Sensibilität in der Literatur, die zunächst von der amerikanischen Lyrik ausgegangen ist, findet in dieser offenen Form ihren adäquaten Ausdruck: Wie die Begegnung mit dem Ungewohnten auch die Reflexion über das im heimischen Alltag Erfahrene in Gang setzt, wird dieser Alltag selber im Zeichen neuentdeckter Empfindung zum stetigen Abenteuer.
Neue Zürcher Zeitung
Ein visuelles Experiment: Kameraeinstellungen werden da mit sprachlichen Mitteln vollzogen. Ein Satz ist eine Einstellung. Die Schärfe liegt auf dem im Titel bezeichneten Gegenstand; während des Schreibens dann geschehen Schärfeverlagerungen, Zooms und Schwenks, die plötzlich Unerwartetes ins Blickfeld rücken.
LIVE
Wehrlis Schreibtechnik ist der Akupunktur vergleichbar, weil die Einstichstelle fernab vom Wirkungszentrum liegt, weil er seine Nadel an irgendeiner exotischen Beobachtung ansetzt und doch den Problemdruck, das Stimmungschaos und den fehlwuchernden Rationalismus trifft.
Die Weltwoche
Bisweilen beginnen die Nummern zu 'wuchern', und dann wird jeder der mal kindlich erregten, mal erwachsen bestürzten 'Nachträge' mit Buchstaben markiert, manchmal von a bis i - pulsierend progressive Universalpoesie!
Immer wieder kommt es zu einem 'gezielten' Gespräch der Nummern untereinander, Erinnerungen haben dann unversehens Zukunft gehabt, Wirkungen können ihre eigenen Ursachen vorbereiten.
Süddeutsche Zeitung