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In einer Sammelklage wird dem Software-Riesen Oracle vorgeworfen, ein Netzwerk mit persönlichen Daten von unzähligen Menschen aufgebaut und gegen Entgelt an Dritte verkauft zu haben. Eine klagende Partei, das Irish Council for Civil Liberties (ICCL), behauptet, Oracle habe detaillierte Dossiers über 5 Milliarden Menschen angelegt.
Wie 'The Register'
berichtet, scheinen Teile der Behauptungen in der Klageschrift auf einer Präsentation aus dem Jahr 2016 zu beruhen. Larry Ellison, Oracle-Gründer und CTO, beschrieb damals, wie Daten gesammelt werden, damit Unternehmen das Kaufverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten vorhersagen können. Mit einer Kombination aus Echtzeitbetrachtung aller sozialen Aktivitäten und der Analyse von Mikrostandorten soll das Unternehmen Voraussagen getroffen haben, was Kunden als Nächstes kaufen wollen.
Das ICCL behauptet, dass die gesammelten Dossiers Informationen über Personen, deren Namen, Wohnadressen, E-Mail-Adressen, Einkäufe im Internet und in der realen Welt, physische Bewegungen in der realen Welt, Einkommen, Interessen und politische Ansichten sowie eine detaillierte Darstellung der Online-Aktivitäten enthalten.
Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht. Zu den Klägern gehören neben dem ICCL auch Mike Katz-Lacabe, Forschungsdirektor am Center for Human Rights and Privacy und Jennifer Golbeck, Professorin am College of Information Studies der University of Maryland.
Korrigendum 26. August: In einer ersten Version hiess es, Oracle habe mit der Datenbank einen Jahresumsatz von 42,4 Milliarden Dollar erzielt, wie es auch 'The Register' berichtet. Die Summe umfasst aber den gesamten Umsatz von Oracle im letzten Jahr.