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Trotz guter Ernte im letzten Herbst sind in den Sahelländern gemäss Uno derzeit rund 10,3 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit bedroht. Wegen ungewöhnlich häufiger Dürren in den letzten Jahren hätten die armen Bevölkerungsschichten kaum Vorräte anlegen und Schulden abzahlen können.
Im Norden Malis spitzt sich die Versorgungssituation wegen des andauernden Konflikts noch zu: Dort können viele Vertriebene nicht in ihre Heimat zurückkehren, um ihre Felder rechtzeitig vor den für Juni erwarteten Regenfällen zu bestellen. Ausserdem behindern die Kämpfe zwischen malisch-französischen Truppen und islamistischen Rebellen sowie die Schliessung der Grenze zu Algerien die Handelsströme in nördliche Städte wie Gao. Der Reispreis ist dort laut Hilfsorganisationen um über fünfzig Prozent angestiegen.