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Der März war schweizweit zu warm. Auf der Alpennordseite war es knapp 3 Grad zu warm im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990. Im Süden war es stellenweise sogar mehr als 3 Grad zu warm, so in Locarno mit einem Temperaturüberschuss von rund 3,2 Grad. Von Rekorden war man aber weit entfernt. Im März 2017 war es beidseits der Alpen mehr als 1 Grad wärmer. Deutlich wärmer war aber auch der März 2012. Der Monatshöchstwert im März 2019 wurde am 16. März in Biasca/TI mit 24,0 Grad gemessen, mehr als 23 Grad gab es auch in Cevio/TI und in Chiasso. Im Wallis lag der Höchstwert, gemessen in Visp bei 21,2 Grad. Mehr als 20 Grad gab es auch in Sitten, in Ilanz/GR und in Sevelen/SG. Auf der anderen Seite der Skala lagen die -22,4 Grad am 12. März auf dem Jungfraujoch. In bewohnten Gebieten verzeichnete Samedan den Tiefstwert mit -16,8 Grad. Im Mittelland lag der Tiefstwert bei -4,6 Grad, gemessen in Mosen am Hallwilersee.
Im Mittelland und Süden zu trocken
Im Mittelland war es an vielen Orten zu trocken, vor allem nach Westen hin. Dort fielen oft nur etwa 70 Prozent des üblichen Niederschlages. Im östlichen Mittelland lagen die Werte meist bei 90 bis 100 Prozent, stellenweise auch knapp über 100 Prozent. Zu trocken war es auch südlich der Alpen, dort gab es an vielen Orten nur 60 bis 70 Prozent des üblichen März-Niederschlages. Mehr Niederschlag als üblich gab es im Alpenraum. Die Messwerte sind im Hochgebirge aber mit einiger Vorsicht zu geniessen, da der stürmische Wind immer wieder Schnee in die Niederschlagsmessgeräte wirbelte. Insbesondere die 569 Millimeter auf dem Säntis, was rund einem Faktor 2 des zweithöchsten Monatswertes (Grimsel) entspricht, können als Drifteffekt vernachlässigt werden.
Sonne war im Süden im Schuss
Der März war im ganzen Land sonniger als gewöhnlich. Dazu trugen vor allem die langanhaltenden Hochdruckgebiete in der zweiten Monatshälfte bei. So gab es meist 10 bis 20 Prozent mehr Sonnenschein als sonst zu dieser Zeit. Da es im Süden in der ersten Monatshälfte oft Nordföhn gab, war es dort besonders sonnig. In Locarno gibt es den dritt- oder vierthöchsten Wert seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen.
Stürmische erste Monatshälfte
Die erste Monatshälfte war geprägt von wechselhaftem und stürmischem Wetter. An der Grenze zwischen Warmluft und Kaltluft war es über Tage sehr windig. Auf dem Jungfraujoch wurde am 14. März eine Böe mit 162 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf dem Säntis stürmte es am heftigsten am 10. März mit einem Wert von 158 Kilometern pro Stunde. Insgesamt gab es dort 8 Tage mit Orkanböen, also Spitzenwerten von mehr als 117 Kilometer pro Stunde. Auch im Flachland stürmte es teilweise kräftig, so beispielsweise am 4. März am Wauwilermoos mit einem Wert von 130 Kilometern pro Stunde. Sturm gab es auch im Süden. Am 25. März peitschte der Nordföhn mit 101 Kilometer pro Stunde durch die Magadinoebene.
Wetterumstellung?
Zu Beginn des Monats April geht es noch mild weiter. Zur Wochenmitte zeichnet sich eine Wetterumstellung ab. Es wird unbeständig, wie stark die Temperaturen wirklich zurückgehen ist aber noch sehr unsicher. Die Hauptfrage wird sein, ob uns die arktische Kaltluft voll trifft, oder ob ihre Zugbahn über Frankreich nach Süden gerichtet ist.