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Am 25. Januar 1659 ist in der Nähe von Solothurn, bei den „Weihern“ im Riedholz , ein Zweikampf ausgetragen worden, welcher zu grossem Gerede Anlass gegeben hat. Noch heute gibt es in unserer Gegend Mahnmale daran:
Im Landesmuseum in Zürich hängt ein Oelbild mit der Wiedergabe des traurigen Ereignisses; im Kornhausmuseum in Wiedlisbach ist eine Fotografie des Bildes zu sehen.
Der damals erschossene Major Imthurn wurde in Oberbipp begraben. Sein Grabstein ist noch heute hinten in der Oberbipper Kirche aufgestellt.
Am Ort des Duells in Riedholz steht ein Steinkreuz mit einer Gedenktafel.
Diese Geschichte hat sich folgendermassen zugetragen:
In der Schweiz gehörte es sich in noblen Bürgerfamilien, dass sich die Söhne am französischen Königshofe ihre Sporen abverdienten. Solothurn war damals der Mittelpunkt dieser Vermittlung von Militärdiensten samt den Geldgeschäften. Der französische Ambassador hatte seine Residenz in diesem Städtli.
Im Januar des Jahres 1659 übernachteten zwei Schaffhauser Offiziere auf ihrem Heimweg in Solothurn. Nach etlichen Gläsern „Landeroner“ bekamen die beiden Streit. Hauptmann Ziegler hatte schon lange bemerkt, dass ihm der Major Imthurn gerne seine gut geführte Kompanie ausspannen möchte; dazu lästerte Ziegler über die üblen Machenschaften im Offizierskader mit der Verteilung Schmuckstücken, die König Ludwig anstelle des fehlenden Soldes dem Kader überlassen hatte.
Major Imthurn wusste daraufhin keine passende Antwort und liess sich in seiner Wut dazu verleiten, den Hauptmann zum Zweikampf heraus zu fordern!
Am nächsten Tag ritten die zwei Offiziere mit ihrem Sekundanten ins Riedholz. Trotzdem sich Hauptmann Ziegler zuerst weigerte, wurde der Zweikampf schlussendlich mit Pistolen ausgetragen. Es fielen vier Schüsse – Major Imthurn stürzte zu Tode getroffen vom Pferd. Der Sekundant des Haptmanns, sein Diener Jakob Gugerli starb drei Tage später an seiner Schussverletzung in der „Krone“ in Solothurn.
Daraufhin gab es einen grossen Prozess, denn im Kanton Solothurn waren zu dieser Zeit Duelle verboten! Beide Familien Ziegler und Imthurn mussten hohe Geldstrafen an den Kanton bezahlen
Quelle:
„Flueblüemli und Aarechisle“,Elisabeth Pfluger, Solothurn