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Eastman Dry Plate Company, Kodak No. 1, ca. 1891, Rochester, NY, National Media Museum, Bradford
«You press the button, we do the rest» – mit diesem Slogan warb 1888 die US-amerikanische Firma Eastman Dry Plate Company (ab 1892 Eastman Kodak) erfolgreich für ihre erste Fotolabor notwendig waren. Der Firmengründer George Eastman (1854–1932) wollte das Fotografieren für alle zugänglich machen. Deshalb brachte er die preiswerten und einfach bedienbaren Kameras auf den Markt. Somit förderte Eastman die Herausbildung einer neuen Art von Fotograf_innen: die der Amateurfotograf_innen.The Kodak Camera (kurz Kodak) und krempelte damit die Fotoindustrie um. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war das Fotografieren nämlich fast ausschliesslich Berufsfotograf_innen vorbehalten, da aufgrund der umständlichen und komplizierten Handhabung der schweren technische Kenntnisse sowie ein eigenes
Eastman Dry Plate Company, Werbung für “The Kodak Camera”, in The Photographic Herald and Amateur Sportsman, November 1889
Voraussetzung für die kleine, handliche Boxkamera war die Erfindung des Sucher noch Einstellmöglichkeiten der Blende oder der Belichtungszeit. Fotograf_innen zielten auf ihr Motiv, drückten den Auslöser und drehten an der Handkurbel, um den Film vorwärts zu spulen und ein neues Negativ belichten zu können. Sobald nach 100 Aufnahmen der Film vollständig belichtet war, konnte die Kamera bei einem Fachgeschäft abgegeben werden. Nach ein paar Tagen bekam man die entwickelten Negative, Kontaktabzüge und Kamera mitsamt neu eingelegtem Rollfilm wieder zurück. Die aufgenommenen Bilder waren kreisrund und hatten einen Durchmesser von 65 mm.. Aus diesem Grund wurde die Kamera im deutschsprachigen Raum ursprünglich auch ‹Rollfilm-Kastenkamera› genannt, wobei sich die deutlich kürzere Bezeichnung ‹Boxkamera› aus dem Englischen durchsetzen konnte. Der mit Leder bespannte Holzkasten besass weder einen
Unbekannt, Schnappschuss: Hund und Mann, ca. 1890, Silbergelatineabzug, 8,7 x 38,3 cm, The Horace W. Goldsmith Foundation Gift, through Joyce and Robert Menschel, 1993, The Metropolitan Museum of Art, New York
Unmittelbar nach der Kodak folgten diverse Nachfolgemodelle. Mit der Entwicklung neuer Film auch selbständig zu Hause gewechselt werden. Mit dem aus Karton gefertigten Modell Brownie, das 1900 auf den Markt kam und kostengünstig für nur 1 US-Dollar verkauft wurde, versuchte man spezifisch Kinder als Zielpublikum anzusprechen. Fotografieren war von nun an wortwörtlich kinderleicht.konnte der
Lukas Birk und Sean Foley, Afghan Box Camera (Stockport: Dewi Lewis Publishing, 2013).
Douglas Collins, The Story of Kodak (New York: Abrams, 1990).
Hans-Dieter Götz, Box-Cameras – Made in Germany. Wie die Deutschen Fotografieren lernten (Gilching: VfV, 2002).
Antonino Zambito, Think analog. Die faszinierende Welt der analogen Fotografie (Haar bei München: Franzis, 2015).