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Ein unangenehmer Druck auf den Ohren tritt häufig bei grösseren Höhenunterschieden (zum Beispiel während dem Fliegen), bei Schnupfen oder anderen Infektionen im Nasen-Rachen-Raum auf.
Tritt der Druck auf dem Ohr nicht im Rahmen einer Infektion auf oder hält nach Abklingen des Schnupfens an, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser kann mithilfe verschiedener Tests die zugrunde liegende Ursache feststellen. Haben Sie zum Beispiel beim Fliegen einen Druck auf dem Ohr, lassen sich einige Erste-Hilfe-Massnahmen anwenden: Versuchen Sie den Druck auszugleichen. Hierzu können Sie den Mund weit öffnen oder Kaugummi kauen. Hilft dies nicht, können Sie versuchen, nachdem Sie tief eingeatmet haben, gegen die zugehaltene Nase auszuatmen.
Warum kann Schlucken und Gähnen das Problem beheben? Bei Veränderungen des Luftdrucks kann sich die Ohrtrompete verschließen. Beim Schlucken und Gähnen spannen sich jedoch Muskeln im Gaumen an, wodurch sich die Röhre wieder öffnet.
Sehr selten kann das Druckgefühl auch auf Morbus Menière hinweisen, eine Erkrankung des Innenohrs, deren Ursache bisher nicht eindeutig geklärt ist. Sie führt unter anderem zu plötzlichem Drehschwindel und Hörverlust. Neben Übelkeit und Erbrechen kann es auch zu einem Druckgefühl im Ohr kommen. Es können auch beide Ohren betroffen sein.
Ohrendruck bei Corona?
Typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus sind Husten, Fieber, Schnupfen und Geschmacks- oder Geruchsverlust. Sie treten in der Regel fünf bis sechs Tage nach der Ansteckung auf. Ohrenschmerzen und Ohrendruck gelten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht als Symptome für COVID-19. Im Verlauf einer Infektion können durch den Husten und Schnupfen auch Ohrenschmerzen auftreten, dies ist allerdings eher die Ausnahme.
Funktioneller Tubenverschluss lässt sich gut behandeln
Ohrendruck, der nicht weggeht, kann auch durch eine Belüftungsstörung der Ohrtrompete, eine permanente Tubenfunktionsstörung, ausgelöst sein. Wenn der Belüftungsmechanismus behindert ist, ist das nicht nur unangenehm. Die Folgen reichen von Hörstörungen mit kommunikativer Einschränkung bis hin zu einer chronischen Mittelohrentzündung, Ohrgeräuschen oder schlimmstenfalls zur Zerstörung von Strukturen im Mittelohr.
Ein funktioneller Tubenverschluss lässt sich meist gut behandeln durch: Druckausgleichübungen und Nasenspülungen oder einen minimalinvasiven Eingriff, der unter kurzer Narkose durchgeführt wird: Die Engstelle in der Ohrtrompete wird mithilfe eines Katheters gedehnt. Der Erfolg der Behandlung zeigt sich dann nach einigen Wochen, wenn die Schwellung zurückgeht.
Was hilft bei Mittelohrentzündung?
Eine akute Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Betroffene klagen über pochende Ohrenschmerzen und haben unter Umständen Fieber. Es gibt verschiedene Hausmittel, die gegen die Ohrenschmerzen helfen, wie zum Beispiel Quark-Zwiebel- oder Kamille-Wickel.
Auch Rotlicht kann die Schmerzen lindern. Suchen Sie einen HNO-Arzt auf. Dieser wird gegebenenfalls eine antibiotische Therapie beginnen oder falls nötig einen kleinen Schnitt in das Trommelfell machen, um das entzündliche Sekret im Mittelohr zu entfernen. Bei wiederholten Mittelohrentzündungen wird operativ ein Paukenröhrchen eingesetzt. Durch dieses kommt Luft ins Mittelohr und das entzündliche Sekret kann abfliessen.