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Danesi: Espresso-Kultur aus Rom1905 gründete Alfredo Danesi in Rom ein Café mit Rösterei und legte den Grundstein für ein Familienunternehmen, das sich über vier Generationen entwickelte und erneuerte.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war in Italien eine Espresso-Revolution im Gange. Nachdem Luigi Bezzera 1895 auf der Weltausstellung in Paris die erste funktionsfähige Espresso-Maschine zeigte, die Wasser mit Druck durch das Kaffeemehl presste und einen kurzen, konzentrierten Kaffee mit dichter Crema produzierte, entwickelte sich ein Wettrennen um die beste Espresso-Maschine, in der Bezzera, Pavoni und andere Legenden der italienischen Kaffeegeschichte mitmischten. In dieser optimistischen Zeit eröffnete der 25-jährige Alfredo Danesi 1905 in Rom das «Nencini e Danesi», eine Kaffeebar mit eigener Rösterei.
Der geschäftstüchtige Alfredo war ein Pionier und prägte die Espressokultur von Rom in den folgenden Jahren und Jahrzehnten. Nach dem Tod des Gründers übernahm 1953 Sohn Giovanni Danesi die Geschäfte. Er war eine besondere Persönlichkeit mit der Gabe, seine Mitmenschen zu begeistern. Giovanni war aber ebenso ein Geschäftsmann. Er brachte den Danesi Caffè in die Bars von Rom und von ganz Italien. Schliesslich baute er eine neue, grössere Rösterei an jenem Standort, der bis heute besteht. Seine Kinder Roberto und Alfredo – die dritte Danesi-Generation – brachten neue Ideen in das Geschäft ein. 1973 eröffneten sie einen ersten Aussenposten in Atlanta, USA. Ihre Vision war es, den originalen italienischen Kaffee in neue Märkte zu exportieren. Dies gelang mit grossem Erfolg: Seit 30 Jahren exportiert Danesi nach Hong Kong, Russland und Griechenland. Insgesamt wird Danesi Caffè heute in 55 Ländern rund um die Welt getrunken.
Das neuste Kapitel in der Danesi-Geschichte wird von drei Frauen geschrieben: Den Schwestern Giorgia (Mitte), Giordana (rechts) und Ilaria Danesi (links). Giorgia ist für die Operative Leitung zuständig, Giordana leitet den Export und Ilaria Danesi verantwortet den Rohkaffee-Einkauf.
Der über 100-jährige Erfolg von Danesi Caffè gründet auf einem simplen Prinzip: Qualität. Bei Danesi Caffè arbeitet man konsequent an diesem Ziel und beginnt beim Einkauf. Ilaria Danesi, eine von nur 30 zertifizierten Q-Arabica-Grader Italiens, ist ein Profi im Rohkaffeeeinkauf. Die Familie pflegt langjährige Lieferantenbeziehungen. Über den Einkauf gibt Danesi preis, dass mit Vorliebe Rohkaffees aus Höhenlagen gekauft werden, insbesondere auch bei den Robusta-Qualitäten. Sobald der Rohkaffee in Rom eintrifft, wird er durch eine moderne Sortieranlage kontrolliert. Bohne für Bohne wird auf Grösse und Farbe geprüft. Hat sich einmal eine verdorbene Bohne oder sogar ein Stein in einen Kaffeesack verirrt, scheidet die Maschine diese aus. Auch gebrochene Bohnen, die in der Rösttrommel verbrennen und den Kaffee bitter machen würden, erkennt die Sortiermaschine. Nach dem Röstvorgang überprüft die Maschine jede Bohne noch einmal anhand der Farbe. Danesi Caffè ist eine von nur vier Röstereien in Italien, welche diesen rigiden Prozess anwenden.
Danesi Caffè ist immer frisch. Dies gelingt, indem die Rösterei nur auf Bestellung röstet. Wenn ein Kunde eine Bestellung platziert, dauert es etwa zwei Wochen, bis der Kaffee röstfrisch zum Versand bereit steht. Und Qualität bedeutet bei Danesi auch: Geschmackliche Konstanz – über Jahrzehnte! Röstungen wie der Danesi Caffè Special oder die klassische «Goldröstung» Danesi Caffè Miscela Oro schmecken heute noch genauso wie bei ihrer ursprünglichen Lancierung.
Rom ist ein Zentrum der Kaffeeproduktion in Italien mit aktuell 65 Röstereien. Danesi Caffè ist eine der ältesten Kaffeeröstereien der Region und mit Abstand die Rösterei mit dem grössten Exportanteil. Trotzdem hat Danesi seine römische Identität stets bewahrt. «Schon unsere Väter haben Danesi Caffè in der Bar getrunken», erzählt uns der Export-Manager von Danesi. Danesi gehört zu Rom wie das Kolosseum. Eine lebendige Institution. «Bei einer solchen Firma zu arbeiten, macht mich stolz. Wir arbeiten nicht nur mit unserem Kopf, auch mit unserem Herzen».