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ZU WENIG SCHLAF ODER ZU VIEL GETRUNKEN - WAS BEEINTRÄCHTIGT DEN NÄCHSTEN ARBEITSTAG MEHR?
Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen schläfrig und betrunken sein. Obwohl die meisten von uns nicht berauscht im Büro erscheinen würden, kommen wir immer wieder auch übermüdet an den Arbeitsplatz. Um geistig fit und wach zu sein, brauchen wir Schlaf. Schlafmangel beeinflusst neurokognitive Funktionen wie das Kurzzeit-Gedächtnis und komplexere mentale Aufgaben wie Multitasking, Entscheidungsfindung und Problemlösung in der gleichen Weise wie Alkohol.
Allerdings zeigt die Forschung in Großbritannien, dass Menschen im Durchschnitt fast eine Stunde pro Nacht unter ihrem Schlaf-Soll schlafen. 4 von 10 Personen bekommen nicht genug Schlaf, 1 von 5 schläft die meisten Nächte schlecht.
Auch eine Verringerung des Schlafes von nur wenigen Stunden hat einen signifikanten Einfluss auf unsere Impulsivität, Koordination, Aufmerksamkeit und verlangsamt unsere Reaktionsgeschwindigkeit deutlich. Oft finden wir nicht die richtigen Worte beim Sprechen, so als hätten wir ein paar Gläser Wein gehabt. Wenn wir 8 Stunden Schlaf bekommen, bedeutet dies, dass wir 16 Stunden wach sind. Eine Stunde weniger Schlaf wirkt auf ähnliche Weise wie das Trinken von 2 Gläsern Wein.
Nachdem wir mehr als 17 Stunden wach sind, ist unsere Reaktionsgeschwindigkeit um bis zu 50% langsamer und die Fähigkeit, unser eigenes Auto sicher nach Hause zu steuern ist deutlich eingeschränkt.
Wenn wir für 24 Stunden aufbleiben, ist der Effekt ähnlich wie bei 4 Gläsern Wein – die Kombination macht das Ganze noch viel schlimmer. Geniessen wir also ein Feierabendbier – das ist besser als 1 Stunde zu wenig zu schlafen.
Quellen: Waking up to the Health Benefits of Sleep 2016, University of Oxford/RSPH. Moderate Sleep Deprivation Produces Impairments in Cognitive and Motor Performance Equivalent to Legally Prescribed Levels of Alcohol Intoxication, Williamson & Feyer