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erschienen bei InnerCityPress
von Matthew Russell Lee
Übersetzung John Schacher
Wenn Ban mit Westalliierten Golf spielt, sollten die dort diskutierten Fragen nicht offen gelegt werden?
UNITED NATIONS, 1. September aktualisiert – Die UN-Neutralität wird in diesen Tagen viel diskutiert, nicht zuletzt durch die UN selbst. So kommt es zwangsläufig zu Presse-Fragen, wenn die heutige New York Times-Ausgabe den Generalsekretär Ban Ki-Moon zitiert:
„Ich versuche Golf zu spielen. Eine Mitgliedschaft habe ich nicht, deshalb werde ich von einigen Freunden eingeladen. Der koreanische Botschafter hat eine Mitgliedschaft. Der Botschafter von San Marino, [Alexander] Bodini, spielt in Deepdale auf Long Island. Das ist ein sehr schöner Platz. Ein weiterer ist Manhattan Woods, mit dem koreanischen Botschafter.“
Wegen der UN-Untersuchung zu chemischen Waffen in Syrien gab es am Sonntagmorgen eine Pressekonferenz. Inner City Press fragte, ob die UN eine Gratis-Maschine von Deutschland akzeptiert hatte, um ihr Team und Proben von Damaskus nach Den Haag zu fliegen (ja), dann wurde Ban zum Golfen befragt.
Konkret fragte Inner City Press Ban´s Sprecher Martin Nesirky, wie er zu dem Argument stünde, daß dies die Unparteilichkeit der UN oder zumindest jene von Ban untergrabe. Nesirky sagte, Ban spiele auch Golf mit anderen und gab als Beispiel den britischen ständigen Vertreter Mark Lyall Grant an (über dessen Unterstützung der besonders harten Fußballmannschaft West Ham Inner City Press schon früher berichtet hat.)
Das waren drei westliche oder prowestliche Golfpartner. Inner City Press fragte, was ist mit Nordkorea? Syrien? Iran? Eritrea? Es gab Gelächter. Alles nicht ohne Humor, aber warum? Weil die genannten Länder oder Botschafter nicht Golf spielen? (Inner City Press wurde scherzhaft gefragt, ob Syriens Ja’afari wohl weiß, wie man Golf spielt. Aber würde Ban ihn fragen?) Denn natürlich würde er nicht Golf mit ihm spielen.
Wie werden Entscheidungen getroffen? Warum werden nicht mehr Angaben gemacht? Dies ist eine Frage, welche die neue UN-Koalition für Free Access @ FUNCA_info gestellt hat und weiter stellen wird, genau wie hinsichtlich der Offenlegung der Telefongespräche, die Ban tätigt und dem Terminplan seiner Leiter für Politik und Friedenspolitik, Jeffrey Feltman (USA) und Herve Ladsous aus Frankreich.
Für US-Präsident Barack Obama – zum Beispiel – erstellt das Weiße Haus Berichte, zumindest durch visuelle Beobachtung, mit einer Liste seiner Golf-Partner.
Genau wie die UN, befragte Inner City Press den UK-Botschafter Mark Lyall über Twitter, ein Medium, in dem er auf die Rückfragen von Inner City Press geantwortet hat, wenn irgendwelche Probleme auf den Links diskutiert wurden.
Update von 6.30 – Mit der Klasse, die er hat, teilte Botschafter Lyall folgende Antwort mit: „Was auf dem Golfplatz passiert, bleibt auf dem Golfplatz. Ist das nicht die Regel? Oder ist das Vegas?“
Das IST die Redensart. Aber der Hintergrund für die aktuellen Fragen war, ob inhaltliche Diskussionen während Ban´s Golfausflügen stattfinden und es ist zumindest relevant zu wissen, ob Ban mit beiden Konflikt-Seiten Golf spielt oder Golf zu spielen versucht. Nicht nur auf der koreanischen Halbinsel, sondern auch, sagen wir, auf den Malvinas/Falkland-Inseln. Wir freuen uns über die Antwort, doch Inner City Press (oder eher als Angelegenheit der Grundsätze der UN Coalition for Free Access , @ FUNCA_info) wird mehr hierüber zu berichten haben.