Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/68693

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit vielen Jahren leiden insbesondere die Einwohnerinnen und Einwohner von Visp, aber auch jene der benachbarten Gemeinden unter den Folgen der schweren Umweltverschmutzung, die der Strassenverkehr durch ihre Ortschaften mit sich bringt. Ende der Neunzigerjahre einigten sich die Walliser Regierung und das UVEK auf eine Autobahnumfahrung von Visp, deren Eröffnung für 2006, also dem Jahr, wo die Olympischen Winterspiele in Sitten hätten ausgetragen werden sollen, geplant war. Warum wurde diese Abmachung trotz der dramatischen Verschlechterung der Lebensqualität in der Region nicht eingehalten?</p><p>Kann der Bundesrat über den neuen Zeitplan bis zur Eröffnung der Autobahnumfahrung von Visp Auskunft geben und gleichzeitig darüber informieren, welche Sofortmassnahmen die Bundesbehörden in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis zu treffen planen, um die unerträglichen Belastungen, denen die Einwohnerinnen und Einwohner der Region täglich ausgesetzt sind, zu reduzieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Bevölkerung im Raum Visp durch die Auswirkungen des Verkehrs - namentlich auch des Durchgangsverkehrs in Visp selber - betroffen ist. Auch für die Verkehrsteilnehmer ist eine Verbesserung der Situation wünschenswert, zumal auf dieser Strecke täglich Staus und Verzögerungen entstehen. Aus diesem Grund wurde die Strecke talaufwärts bis Brig auch ins Nationalstrassennetz aufgenommen, verbunden mit einer Umfahrung von Visp. Die Umsetzung dieses Vorhabens benötigt allerdings eine gewisse Zeit und ist nicht einfach zu bewerkstelligen.</p><p>Ende der 90er Jahre erachteten die zuständigen Stellen aufgrund des damaligen Planungsstandes eine Eröffnung der Umfahrung Visp im Jahr 2006 noch als möglich. Der Bundesrat genehmigte in der Folge das generelle Projekt am 31. Mai 1999, der Staatsrat des Kantons Wallis die Südumfahrung von Visp am 6. April 2002. Das UVEK schliesslich genehmigte das Ausführungsprojekt Visp-West - Visp Ost am 10. März 2003.</p><p>Zu Verzögerungen beim Baubeginn der Umfahrung Visp führten sowohl Einsprache- und Beschwerdeverfahren als auch teilweise schwierige geologische Verhältnisse im Gebiet Visp. Unter diesen Umständen war die Einhaltung des ursprünglichen Terminplanes nicht mehr möglich.</p><p>Nach dem Vorliegen der im Ausführungsprojekt enthaltenen Variante wurden Detailstudien und Vorbereitungsarbeiten unverzüglich in Angriff genommen. 2007 dürfte die Auftragsvergebung für die Hauptarbeiten am Tunnel Eyholz erfolgen. Nach den Plänen vom Mai 2005 des Kantons Wallis sollten im Jahr 2010 die Südröhre des Tunnels Visp (bestehender Vispertaltunnel), die Staldbach-Brücken und die Südröhre des Tunnels Eyholz betriebsbereit sein. Ab 2012 sollten die Nordröhre des Tunnels Visp und die Nordröhre des Tunnels Eyholz ebenfalls fertig gestellt sein. Im Rahmen der 2. Etappe würde der Ausbau des bestehenden Vispertaltunnels mit einer voraussichtlichen Inbetriebnahme im Jahr 2014 erfolgen.</p><p>Der Entscheid über eine möglicherweise gestaffelte Inbetriebnahme der A9 Visp-West bis Visp-Ost ist noch nicht getroffen. Die Verkehrsführung zwischen 2010 und 2014 wird spätestens im Hinblick auf die Fertigstellung der ersten Röhre festzulegen sein.</p><p>In Anbetracht der geschilderten Entwicklung beim Bau der Umfahrung sind keine Massnahmen möglich, um die Verkehrsprobleme im Raum Visp kurzfristig zu lösen.</p>  Antwort des Bundesrates.