Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1179

Prüfverfahren für Trittschallelemente
DIN 7396 ist die erste Norm in Europa, die ein Messverfahren zur "Bestimmung der akustischen Eigenschaften von Trittschalldämmelementen bei massiven Treppen" klar definiert. Die Prüfungen erfolgen mit bauüblichen Auflasten und Treppengeometrien.mehr lesen
Im Verfahren nach DIN 7396 werden pro Trittschalldämmelement drei Kennwerte bestimmt:
- Treppen-Trittschallpegeldifferenz ΔLw*
- Trittschallpegelminderung ΔLw,Podest bzw. ΔLw,Lauf
- Norm-Trittschallpegel im angrenzenden Raum L'n,w
Die Trittschalldämmung wird mit verschiedenen Lastfällen bestimmt, da das schalldämmende Elastomerlager unter Last seine akustische Eigenschaft ändert.
Die Treppen-Trittschallpegeldifferenz ΔLw* beschreibt die Trittschalldämmwirkung des Elements und ist damit eine Produktkenngrösse.
Sie wird ermittelt indem einmal der Prüfaufbau mit einem starren Anschluss und einmal mit einem akustisch gelagerten Anschluss geprüft wird.
In der Normung wird zwischen ΔL*w,Podest und ΔL*w,Lauf unterschieden. Da es sich hier um Produktkennwerte handelt, die unabhängig von der Einbausituation sind, werden zur Vereinfachung beide Werte im Folgenden nur als ΔL*w angegeben.
Die Treppen-Trittschallminderung ist die Schalldämmung die durch das Bauteil Podest oder Lauf inklusive Trittschalldämmelement erreicht wird. Als Referenz wird eine 180 mm dicke Podestplatte bzw. ein 160 mm dicker Lauf zu Grunde gelegt. Die Kenngrösse dient als Eingangsgrösse für die Nachweisführung nach ISO/DIS12354-2.
Die Podest-Trittschallminderung ΔLw,Podest wird bestimmt, indem einmal die Trittschalldämmung der Wand geprüft wird und danach die des schalldämmend gelagert Podest inklusive Wand.
Die Treppenlauf-Trittschallminderung ΔLw,Lauf wird bestimmt, indem einmal die Trittschalldämmung eines Podest geprüft wird und danach die des schalldämmend gelagert Laufs inklusive Podest.
Alle Schöck Tronsole® Typen wurden bereits nach dem neuen Prüfverfahren gemäss DIN 7396 geprüft.
Bei den Messungen wurden jeweils die Norm-Trittschallpegel L'n,w im Empfangsraum bestimmt. Der nach DIN 7396 repräsentative Prüfaufbau besitzt bauübliche Treppenabmessungen. Die Prüfung erfolgt unter bauüblichen Lasten. Daher können die gemessenen Werte gemäss DIN 4109 auf die Situation im Neubau übertragen werden. Somit dient der Norm-Trittschallpegel L'n,w in den Prüfberichten für den Nachweis nach DIN 4109 für den Trittschallschutz bei Treppen.
Die Treppen-Trittschallpegeldifferenz ΔLw*, die Treppen-Trittschallpegelminderung ΔLw,Lauf bzw. ΔLw,Podest sowie der Norm-Trittschalpegel sind bei maximal zulässiger Eigenlast des angeschlossenen Treppenbauteils geprüft worden und stellen somit Werte auf der sicheren Seite dar.
Alle angegebenen Werte gelten im System mit der Fugenplatte Tronsole® Typ L. Andere Materialien zwischen entkoppelter Treppe und Baukörper können den Schallschutz deutlich verschlechtern. Eine Luftfuge, die ausreichend breit ist, sodass sich dort kein Schmutz absetzen kann, der eine Schallbrücke bildet, ist akustisch unbedenklich und verschlechtert die Ergebnisse nicht.
Die zugehörigen Prüfberichte finden Sie im Downloadbereich (https://www.schoeck.de/de/download?product=7&type=9&filter=1)
Messungen an Baustellen vor Ort bestätigen die Werte: www.schoeck.de/de/pressemeldungen/effektiver-trittschallschutz-591
Die zugehörige Ausführungsdetails der einzelnen Tronsole® Typen finden Sie in unserem Downloadbereich.