Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/3772

Main
Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888
homo (lat.), Seht, welch ein
Mensch! (richtiger »Hier, da ist der
Mensch!«),
nach
Joh. 19, 5. Ausruf des
Pilatus,
als
er den gegeißelten und mit der Dornenkrone gekrönten
Jesus dem
Volk vorstellte, um dessen
Mitleid zu
erregen; daher in der spätern
Kunst Bezeichnung der
Darstellung dieser
Szene und zwar entweder des mit dem
Purpurmantel bekleideten
Erlösers allein oder in
Begleitung von zwei Kriegsknechten, meistens in Halbfiguren, oder auch in Form einer figurenreichen,
einem Volksschauspiel gleichenden
Komposition. Für letztere Art der Auffassung hat
Lukas von Leiden in
einem Kupferstich ein charakteristisches
Beispiel geliefert. Der leidende
Christus mit der Dornenkrone allein hat durch
Guido Reni
seine idealste und empfindungsvollste
Darstellung gefunden. Verallgemeinert ist ein
Ecce homo s. v. w. jemand, dessen
Anblick Jammer erweckt.
Im Geographisches Lexikon der SCHWEIZ, 1902
Homo (Kt. und Bez. Schwyz, Gem. Sattel).
Weiler, früher Boltern geheissen;
zwischen Rossberg u. Engelstock am
rechten Ufer der Steineraa und an der alten Strasse Goldau-Steinen-Einsiedeln in fruchtbarer Gegend gelegen;
1,5 km sw. der
Station Sattel-Aegeri der Südostbahn (Rapperswil- und Wädenswil-Arth Goldau).
6 Häuser, 39 kathol. Ew. Obstbau.
Seidenindustrie.
Holz- und Viehhandel.
Schöne Kapelle, 1668 an der Stelle erbaut, wo früher ein auf Stein gemalter und
in einem hohlen Baumstamm geborgener Heiland am Kreuz (
Ecce Homo) die Vorübergehenden zur Andacht einlud.