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2015 wurden rund 9'500 Todesfälle in der Schweiz dem Tabakkonsum zugeschrieben. Der Zeitverlauf seit 1995 zeigt einen relativ stabilen Verlauf auf diesem Niveau. Bei den Männern ist über den gleichen Zeitraum ein Rückgang, bei den Frauen ein Anstieg der Anzahl der Todesfälle zu erkennen. 2015 starben pro 100'000 Einwohner/-innen 147 Männer und 82 Frauen an einer tabakbedingten Krankheit. Der Anteil der tabakbedingten Todesfälle an allen Todesfällen liegt 2015 bei insgesamt 14%, was in etwa einem von sieben Todesfällen entspricht.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Tabakkonsum ist unter den Risikofaktoren derjenige, der am häufigsten zu Todesfällen führt. Haupttodesursachen des Tabakkonsums sind vor allem nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislaufkrankheiten, Lungenkrebs und andere Krebsarten oder chronisch obstruktive Lungenkrankheiten.
Der Indikator zur tabakbedingten Mortalität gibt Hinweise auf die Entwicklung der Auswirkungen des Tabakkonsums bei Männern und Frauen.
Definition
Dieser Indikator basiert auf den Schätzungen der Studie von Mattli et al. (2019). Datengrundlagen für die Schätzungen sind die Schweizerische Gesundheitsbefragung und die Todesursachenstatistik sowie weitere Datenquellen. Weitere Angaben dazu können der Originalliteratur entnommen werden.
Der Indikator gibt den Anteil und die Rate der geschätzten tabakbedingten Todesfälle wieder. Der Anteil bezieht sich auf den Prozentanteil tabakbedingter Todesfälle im Verhältnis zu den Gesamt-Todesfällen. Die rohe (unstandardisierte) Rate gibt die Mortalitätsrate pro 100‘000 Einwohner/-innen wieder.
Die Schätzungen berücksichtigen ausschliesslich auf die durch das Rauchen von Tabak verursachte Krankheitslast. Andere Konsumarten von Tabak, wie beispielsweise Snus oder Schnupftabak, sowie weitere Formen des Nikotinkonsums, wie beispielsweise E-Zigaretten, wurden nicht berücksichtigt. Auch die Krankheitslast des Passivrauchens wurde nicht berücksichtigt.