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Die Trägerschaft des Swiss Medical Board hat gemeinsam mit dem Dachverband Schweizerischer Patientenstellen Patienteninformationen zu Empfehlungen des Swiss Medical Board erarbeitet. Die Publikationen stellen Entscheidungshilfen bei der Behandlung von Kreuzbandläsionen und der Anwendung des PSA-Tests für die Früherkennung von Prostatakrebs dar.
In einem 2009 veröffentlichten Bericht kam das unabhängige Fachgremium des Swiss Medical Board zum Schluss, dass beim heutigen medizinischen Kenntnisstand in erster Linie die konservative Behandlung mit einem möglichst raschen Beginn der Physiotherapie vorgenommen werden soll. Eine operative Wiederherstellung des vorderen Kreuzbandes ist nur dann sinnvoll, wenn gravierende Begleitverletzungen vorliegen oder eine befriedigende Kniestabilität auch einige Monate nach einer konservativen Behandlung nicht erreicht wird.
Das Swiss Medical Board hat zum Ziel, diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionen aus der Sicht der Medizin, der Ökonomie, der Ethik und des Rechts zu analysie- ren. In einem 2011 veröffentlichten Bericht kam das Swiss Medical Board aufgrund der aktuellen Datenlage zum Schluss, dass die Bestimmung des PSA-Wertes in Hinblick auf die Früherkennung eines Prostatakrebses bei beschwerdefreien Männern ohne familiäre Belastung nicht gerechtfer- tigt sei.
In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 4'000 Personen an Dickdarmkrebs [Krebsliga, 2008]. Mit rund 11% aller Krebserkrankungen ist der Dickdarmkrebs die dritthäufigste Krebsart in der Schweiz. Von der Diagnose sind vor allem ältere Menschen betroffen (ca. 55% über 70 Jahre, knapp 40% zwischen 50 und 70 Jahre, ca. 6% unter 50 Jahre). Pro Jahr sterben rund 1'600 Personen an dieser Krankheit. Dies entspricht ca. 10% aller Krebstodesfälle in der Schweiz und ist damit die zweithäufigste Todesursache infolge Krebs. Die Altersstruktur bei den Todesfällen sieht wie folgt aus: ca. 70% sind über 70 Jahre alt, 28% sind zwischen 50 und 70 Jahren und 3% sind unter 50 Jahren.
Unter dem Begriff "kolorektales Karzinom (KRK)" werden die Krebserkrankungen des Dickdarmes (Kolon), des Mastdarmes (Rektum), des Anus und des Analkanales zusammengefasst. In der Schweiz erkranken jedes Jahr ca. 4'000 Personen an einem KRK. Betroffen ist vor allem die Population der über 70-Jährigen (Anteil 56.4%) und jene der 50-69-Jährigen (Anteil 37.3%). Mit ca. 1'600 Todesfällen pro Jahr ist das KRK eine der häufigsten Krebstodesursachen in der Schweiz.
Kombinierte Positronenemissions- und Computertomographie (PET/CT) bei Diagnostik und Staging der Lungentumoren
Lungenkrebs ist in der Schweiz eine der häufigsten Krebsarten. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr. Die Erkrankung geht aber insbesondere in der Frühphase mit sehr unspezifischen Symptomen einher, was die Diagnose einer solchen Erkrankung deutlich erschwert. Die kombinierte Positronenemissionstomograpie/Computertomographie (PET/CT)- Diagnostik ist ein relativ neues, aber mit CHF 2'400.- pro Untersuchung auch ein teures Unter- suchungsverfahren. Im vorliegenden Bericht wurde der Frage nachgegangen, ob die PET/CT-Diagnostik den konventionellen Diagnoseverfahren bezüglich der diagnostischen Güte überlegen ist und ob die Verwendung von PET/CT gegenüber anderen diagnostischen Verfahren indirekt einen positiven Einfluss auf die Mortalität, Morbidität und Lebensqualität hat.
Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Skeletterkrankung, die durch ein Missverhältnis zwischen dem normalen Knochenauf- und Knochenabbau entsteht. Dieses Missverhältnis führt zu einem erhöhten Risiko von Wirbelkörperbrüchen. Die Gesamtanzahl der diagnostizierten osteoporotischen Wirbelkörperbrüche kann für die Schweiz auf ca. 19'000 Ereignisse pro Jahr geschätzt werden. Zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen stehen konservative und operative Verfahren zur Verfügung. Bei den operativen Verfahren kommen insbesondere die Vertebroplastie und die Kyphoplastie zum Einsatz. Hierbei wird von aussen mittels einer Hohlnadel Knochenzement in den Wirbelkörper gespritzt, der dann insgesamt zu einer Stabilisierung des zusammengesinterten Wirbelkörpers führt.