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Auch mit 58 Jahren zählt Heinz Frei nach wie vor zur Weltspitze. Das hat der Berner im Zeitfahren an den Paralympischen Spielen einmal mehr bewiesen. Im Kampf gegen die Uhr musste sich Frei nach 20 Kilometern lediglich drei Athleten geschlagen geben.
Die engen Kurven waren kein Vorteil für mich.
Auf den drittplatzierten Kanadier Charles Moreau wies Frei nur 22 Hundertstel Rückstand auf und verpasste es damit ganz knapp, seine unglaubliche Medaillensammlung um ein weiteres Exemplar zu erweitern. Frei hat in seiner Karriere an Paralympischen Sommerspielen nicht weniger als 14 Gold- sowie je 6 Silber- und Bronzemedaillen gewonnen.
Dass es ihm nicht zu Edelmetall reichte, begründete Frei auch mit der Streckenführung. Der Kurs in Rio wies 4 sehr enge Kurven auf. «Das war sicher kein Vorteil für mich mit meinen langen Beinen», sagte er nach dem Rennen und kritisierte damit auch die Organisatoren.
Gold an Italien – Diplom für Graf
Gold sicherte sich der Italiener Vittorio Podesta vor dem Österreicher Walter Ablinger, der ebenfalls nur 1,12 Sekunden schneller war als Frei. Der zweite Schweizer am Start, Lukas Weber, zeigte als Sechster ebenfalls ein starkes Rennen.
Bei den Frauen blieb Sandra Graf ohne Chance auf Edelmetall. Die Appenzellerin bekundete ebenfalls Probleme und konnte einen Sturz in der 2. Runde nur knapp verhindern. Am Ende belegte sie den 8. Platz und durfte sich immerhin über ein Diplom freuen. Sandra Stöckli belegte Schlussrang 10.
Mitic über 800 m ohne Medaillenchance
Im Rollstuhlrennen über 800 m konnte Bojan Mitic im Final nicht mit den Besten mithalten. Der 31-jährige Innerschweizer verlor schon früh den Anschluss und erreichte das Ziel schliesslich als Siebter. Die Goldmedaille sicherte sich Mohamed Alhammadi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vor dem Tunesier Walid Ktila und dem Australier Rheed McCracken.
Hug, Schär und Rahmani im Final
Marcel Hug winkt in Rio die Chance auf eine weitere Medaille. Der 30-jährige Rollstuhlfahrer qualifizierte sich über 800 m souverän für den Final vom Donnerstag. Hug entschied seinen Vorlauf in 1:35,96 Minuten souverän für sich.
Ebenfalls im Final vom Donnerstag stehen Rollstuhlfahrerin Manuela Schär über 5000 m sowie Abassia Rahmani, die sich im Rennen der Unterschenkelamputierten über 200 m dank persönlicher Bestleistung qualifizierte.
Imboden verpasst Achtelfinals
Für Martin Imboden haben die Sechzehntelfinals im Wettbewerb der Compound-Bogenschützen Endstation bedeutet. Der Walliser musste sich im Kampf um den Einzug in die Achtelfinals dem Briten Mikey Hall knapp mit 139:141 geschlagen geben.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den Paralympics.