Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/243145

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie im Rahmen des Netzwerks Dritter über die Geschichte der Gleichstellung (Motion 19.3627) offiziell an die Opfer der "Hexenverfolgung" erinnert werden könnte. Es geht darum, Erinnerungsarbeit zu leisten und mit Vermittlungsarbeit die Bedeutung von Gleichheit, Menschenrechten, Unabhängigkeit und Integrität der Justiz bewusster zu machen. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Hexenverfolgung ist ein schwarzes Kapitel der Menschheits- und der Schweizer Geschichte. Die Opfer waren dabei zum grössten Teil Frauen. Die Hexenverfolgung ist damit ein wichtiger Bestandteil der Geschichte der Frauen. </p><p>Im Parlament ist derzeit die Motion 19.3627 Streiff-Feller hängig, welche ein nationales Frauenmuseum bzw. ein Netzwerk zur Geschichte der Frauen zum Gegenstand hat. In diesem Rahmen könnte auch die Hexenverfolgung in geeigneter Weise thematisiert werden. Dabei wäre es aber nicht Aufgabe des Bundes, sondern Aufgabe der Träger einer solchen Institution zu evaluieren, auf welche Weise die Hexenverfolgung am besten bearbeitet und vermittelt wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.