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Die Partnerorganisation von Fastenopfer, Vicaría del Sur ist eine Organisation der katholischen Kirche in der Diözese Florencia. Sie berät Bauernfamilien im Süden des Departements Caquetá.
Der nationale Entwicklungsplan fördert eine Politik, welche Energieprojekte und den Abbau von Bodenschätzen begünstigt. Bei vielen Familien sind die Besitzverhältnisse des Landes nicht geklärt. Deshalb werden Bauernfamilien in der Region dabei unterstützt, ihre Rechte auf Nahrung, Wasser und Land einzufordern. Diese Unterstützung der Bauernfamilien wird unter anderem durch Vertreibungen, die Präsenz bewaffneter Gruppen und dem illegalen Anbau von Koka erschwert.
Bessere Ernährung dank agrarökologische Methoden
Vicaría del Sur betreut die Bauernfamilien auf mehreren Ebenen. Sie besucht Familien auf ihren Bauernhöfen und berät sie. In Workshops lernen sie, ihren Boden reichhaltig zu bebauen und so ihre Ernährung zu verbessern. Sie wenden dabei agrarökologische Methoden an, die das Saatgut erhalten und lernen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Die Haushaltsbudgets der Familien stabilisieren sich durch den Verkauf von verarbeiteten landwirtschaftlichen Produkten. Die Familien bekommen für diesen Verkauf vereinfachten Zugang zum Markt und es werden ihre Sparbemühungen unterstützt. Die Beziehungen zwischen Frauen und Männern werden unter anderem durch Gespräche über die häusliche Gewalt verbessert.
Die Kleinbauernfamilien werden zudem darin gestärkt, ihre Bürgerrechte, wie zum Beispiel das Recht auf Nahrung, Wasser und Land, einfordern können.
Ausgehend von einem christlichen Engagement und der Vision eines würdigen Lebens werden immer auch soziale Aspekte thematisiert. Es geht in um Gesundheit, Beziehungen, Bürgerrechte, also allgemein um eine Verbesserung des Lebens auf dem Land.