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Am vergangenen Wochenende wurden in Le Chalet-à-Gobet (VD) die Schweizermeisterschaften aller Nachwuchskategorien ausgetragen. Dank der Live-Übertragung via Internet konnten alle Prüfungen auch aus der Ferne verfolgt werden.
Elin Ott dominiert bei den Jungen Reitern
Bereits zum zweiten Mal nach 2018 holte sich Elin Ott den Schweizermeistertitel bei den Jungen Reitern, diesmal im Sattel der 12-jährigen Schimmelstute Remix, welche die Obfelderin erst seit Beginn dieses Jahres startet. Als einzige Reiterin verzeichnete Elin Ott nach den ersten beiden Prüfungen der Vortage null Fehlerpunkte auf ihrem Konto. Damit sicherte sie sich mit Remix eine komfortable Ausgangslage für die Finalprüfung. Auch die erste Finalrunde meisterte das Paar ohne Fehler, was ihnen einen noch deutlicheren Vorsprung auf die Nächstplatzierten brachte: Für die zweite Finalrunde hätten sie sich bis zu drei Abwürfe sowie Zeitfehler erlauben dürfen, ohne die Goldmedaille zu verlieren. Diese Reserve wollte Elin Ott jedoch nicht antasten und absolvierte mit der Dänenstute Remix erneut eine fehlerfreie Runde. Mit einem Punktetotal von null Punkten aus vier Ritten und einer Zeit von 64.92 Sekunden holte sich das Paar somit souverän den Schweizermeistertitel in der Kategorie der Jungen Reiter.
Die Silbermedaille ging an Georgina Leimer mit Cantata II. Für die 21-Jährige aus Wollerau, die erst seit Beginn dieses Jahres dem Kader der Jungen Reiter angehört, war dies die erste Schweizermeisterschaft. Dank der kontinuierlichen Leistungen über alle Prüfungen hinweg erreichte das Paar am Schluss ein Punktetotal von 14.73, was den Vizemeistertitel bedeutete.
Bronze ging an Edouard Schmitz mit Balenciana K. Nachdem die zweite Prüfung nicht ganz nach Wunsch verlaufen war, startete er mit der Hannoveraner Stute auf dem siebten Zwischenrang in die Finalprüfung. Dort arbeitete sich das Paar jedoch mit zwei Nullrunden im Klassement nach vorne – und dies so weit, dass Schmitz in seinem letzten Jahr der Kategorie Junge Reiter die Bronzemedaille in Empfang nehmen durfte.
Hochspannung im Final bei den Junioren
In einem packenden Final der Junioren, der über eine Höhe von 140 Zentimeter ausgetragen wurde, holte sich Thibaut Keller mit Cosby am Ende den Sieg. Mit einer Punktzahl von 1.82 aus beiden Vorprüfungen, startete er in den Final und musste sich im ersten Umgang lediglich 0.25 Punkte für einen Zeitfehler addieren lassen. Er behielt die Nerven und ritt dank einer weiteren Nullfehlerrunde mit seinem Oldenburger Wallach zu Gold.
Mit einem Zwischenpunktestand von 3.24 Punkte startete Géraldine Straumann auf Silver Surfer II in den Final und trug so zur Spannung bei. Zwei fehlerfreie Umgänge mit dem Schimmelwallach sicherten ihr schliesslich die Silbermedaille.
Linus Hanselmann und For Me v. Wichenstein waren die Führenden im Zwischenklassement aus den beiden Vorprüfungen. Nachdem sie im ersten Umgang ebenfalls eine Nullfehlerrunde verzeichnen konnten, musste sich das Reiterpaar im zweiten Umgang aber einen Abwurf am zweiten Sprung notieren lassen. Das Punktetotal von 4.85 brachte Linus Hanselmann dann zu Bronze.
Kein Kinderspiel bei den Children
Spannung bis zum Schluss gab es auch in der Kategorie «Children»: Nach zwei Finalumläufen hatten sechs Pferd-Reiter-Paare vier Punkte und durften somit ins Stechen. Svetlana Bigeon und Casey Meadow eröffneten das Stechen und legten mit null Fehlern und einer Zeit von 35.64 Sekunden gleich eine hohe Marke vor.
Lediglich Margot Angeloz und Scarlett XXIII blieben ebenfalls fehlerfrei. Ihre Zeitmessung hielt jedoch ein klein wenig später, bei 35.89 Sekunden.
Alle anderen Teilnehmer des Stechens mussten sich 4 Punkte notieren lassen. Von ihnen ritt Rufus Brennigkmeijer mit Casino Royale CH die schnellste Zeit, weshalb es für ihn zu Bronze reichte.
Flinke Ponys in vier Kategorien
An die Ponyreiterinnen und -reiter wurden die Medaillensätze der Schweizermeisterschaften bereits am Freitag vergeben. In allen vier Ponystufen durften die Goldmedaillen an Amazonen überreicht werden. Die neuen Schweizermeisterinnen heissen: Hannah Vetterli (Pony D, Elite), Tara Rebecca Randin (Pony D), Eugénie Bornand (Pony C) und Marina Giuntini (Pony A/B).
Der einzige Pony-Final, in welchem kein Stechparcours nötig war, um die Medaillensätze zu verteilen, war derjenige der Kategorie Pony D Elite. Gold holte sich Hanna Vetterli mit Top Iallah du Bergshaff mit einem Punktetotal von 4 Punkten (4+0). Zwar ritt Vivien von Ballmoos mit Pixie B knapp zwei Sekunden schneller, musste sich aufgrund ihres Strafpunktekontos von 10.5 Punkten (10.5+0) jedoch mit Silber begnügen. Auf den dritten Platz und somit zu Bronze, schaffte es Mya Quiquerez auf Akira d'Hurl'vent: In einer ebenfalls schnellen Zeit verbuchte das Paar am Schluss ein Total von 16 Punkten (12+4).
Die Schweizermeisterin bei den Ponys D 2020 heisst Tara Rebecca Randin. Auf Juan Bay blieb sie als einzige in allen Umläufen sowie im Stechen ohne Fehler und holte somit Gold. Auch Nolène Schaller und Oris de Percy blieben in den beiden ersten Teilprüfungen ohne Fehlerpunkte, mussten sich dann jedoch im Stechparcours 4 Punkte notieren lassen, was dem Paar schliesslich die Silbermedaille einbrachte. Bronze ging an Margot Angeloz mit Baraca des Cours.
Eugénie Bornand holte sich auf Talisha den Titel bei den Ponys C. Das Paar lieferte zwei fehlerfreie Umläufe sowie eine Nullfehlerrunde im Stechparcours, was den beiden schliesslich zu Gold verhalf. Platz zwei und somit Gewinnerin der Silbermedaille ist Casilda Rapin mit Flore de Jorkha. Ebenfalls Null in den ersten Prüfungen, mussten sie sich 4 Strafpunkte im Stechparcours notieren lassen. Auf Platz drei schafften es Letizia Roguet und Risquetout de Vigny CH. Mit 4 Strafpunkten aus den zwei Umläufen auf dem Konto ritten die beiden eine Nullfehlerrunde im Stechparcours in der schnellsten Zeit.
Ponyschweizermeisterin bei den Ponys A/B ist Marina Giuntini mit Perle de Rohirrim du Borgeat. Sie absolvierten als einziges Paar alle Umläufe und auch das Stechen fehlerfrei, was Gold bedeutete. Die Silbermedaille ging an Léopold Rapin mit Between de Sault. Mit einem Punktetotal von 4 Strafpunkten aus den beiden ersten Prüfungen auf dem Konto startete er ins Stechen. Er blieb im Stechen fehlerfrei und verwies Zoé Krattinger auf Haidar durch seine schnellere Zeit auf den Bronzeplatz.