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Risikokinder
In unsere Gruppe untersuchen wir die Entwicklung von Kindern, die ein Risiko für Entwicklungsstörungen aufweisen. Dazu gehören unter anderem extrem frühgeborene Kinder, Kinder nach perinataler Asphyxie, Kinder mit angeborenen Fehlbildungen oder schweren, chronischen Erkrankungen (z.Bsp. komplexe Herzfehler oder Stoffwechselerkrankungen) oder Kinder, bei denen neurochirurgische Eingriffe unternommen werden (z.Bsp. wegen Spina Bifida, Epilepsie oder bei Moya-Moya Syndrom).
Im Rahmen von Langzeitstudien und Registern versuchen wir die mittel- und langfristige Entwicklung dieser Kinder zu beschreiben und mögliche Probleme in ihrer Entwicklung frühzeitig zu erfassen. Wir untersuchen mögliche Risiko- und Schutzfaktoren, die bei diesen Krankheitsbildern die Entwicklung beeinträchtigen oder begünstigen. Dabei untersuchen wir auch die Lebensqualität und Lebensbedingungen der Kinder und ihrer Eltern. Dies ermöglicht uns besser zu verstehen, wie wir diese Kinder und ihre Familien optimal begleiten und beraten. Wir entwickeln und evaluieren zudem verschiedene Interventionen zur Unterstützung einer optimalen Entwicklung von Kindern mit einem Risiko für Entwicklungsstörungen.
In verschiedenen Forschungsprojekten geht ein interdisziplinäres Team bestehend aus Medizinerinnen und Medizinern, Psychologinnen und Psychologen, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten diesen Fragen nach. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen aktuellen und vergangenen Projekten finden Sie unter dem Reiter «Forschungsprojekte».
Forschungsprojekte
Teenheart>
Die Studie untersucht mögliche Unterschiede zwischen der Entwicklung von Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler und herzgesunden Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren.
Reachout>
Langzeit-Entwicklung von Kindern nach Operation an der Herz-Lungen-Maschine
Die Studie untersucht die Langzeit-Entwicklung von Kindern mit angeborenem Herzfehler, die im Säuglings- oder Kleinkindalter an der Herz-Lungen-Maschine (HLM) operiert wurden. Im Rahmen der Studie wurden Kinder mit angeborenem Herzfehler und deren Eltern vor und nach der ersten HLM Operation sowie im Alter von eins, vier, sechs und zehn Jahren untersucht.
Um ein ganzheitliches Bild der Entwicklung zu erhalten, wurden verschiedene standardisierte Messinstrumente zu Kognition, Motorik, Verhalten und Lebensqualität erhoben. Zudem wurde die psychische Belastung der Eltern untersucht.
Unser Ziel
Ziel der Studie ist es, die langfristige Entwicklung und Lebensqualität von Kindern mit angeborenem Herzfehler, sowie die elterliche psychische Belastung ganzheitlich zu untersuchen. Zudem sollen medizinische und psychosoziale Risikofaktoren aufgezeigt werden. So können wir Familien in Zukunft besser beraten und unterstützen.
Projektstatus und Laufzeit
Abgeschlossen (2004-2019)
Kollaborationen
Prof. Dr. med. Oliver Kretschmar, Abteilung Kardiologie, Kinderspital Zürich
Finanzierung
Mäxi-Stiftung Schweiz
Mercator Stiftung Schweiz
Olga Mayenfisch Stiftung
Weiterführende Links
Weiterführende Informationen für Eltern mit Kindern mit angeborenem Herzfehler finden Sie hier.
Wir forschen weiter!
Im Rahmen der Teenheart Studie untersuchen wir die Familien erneut. Mittlerweile sind die Kinder im Jugendalter angekommen, was viele neue Herausforderungen mit sich bringt. Die Teen Heart Studie untersucht daher Aspekte, die im Jugendalter besonders wichtig werden und bringt diese mit der Hirnentwicklung in Zusammenhang.
Visual development>
Frühe visuelle Reifung als Marker für die Entwicklung von Kindern mit angeborenem Herzfehler
In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass die Reife und Funktion des visuellen Systems (das Sehen) als ein charakteristisches Merkmal für die spätere kognitive Entwicklung bei Frühgeborenen dienen kann. Die Augen dienen sozusagen als Fenster zum Gehirn.
Aufgrund der Ähnlichkeiten in den strukturellen Veränderungen und den Reifungsmustern im Gehirn von Frühgeborenen und Kindern mit angeborenem Herzfehler ist es das Ziel dieses Projektes die visuelle Entwicklung auch bei den Herzkindern besser zu untersuchen und mögliche frühe Zeichen einer veränderten neurokognitiven Entwicklung zu identifizieren.
Ziel:
Wir möchten die visuelle Entwicklung von Kindern mit angeborenem Herzfehler besser verstehen und untersuchen, ob die visuelle Reife als frühes charakteristisches Merkmal für die spätere Entwicklung der Kinder dienen kann. Dies würde es uns ermöglichen Kinder mit einem besonders hohen Entwicklungsrisiko zu identifizieren und frühe Therapien und Unterstützungsmassnahmen einzuleiten.
Testverfahren:
- Untersuchung der neonatalen visuellen Reife anhand des Fixierens und Verfolgens einfacher visueller Reize.
- Untersuchung der Entwicklung der visuellen Funktionen und der frühen sozialen Kognition mit sechs Monaten mit Hilfe von Eye Tracking. Bei dieser 10-minütigen Untersuchung werden den Kindern auf einem Bildschirm kurze Videosequenzen und Bilder präsentiert und das Blickverhalten mit Hilfe einer Kamera aufgezeichnet und genau untersucht.
Entwicklungspädiatrische Untersuchung und Wiederholung ausgewählter Eye Tracking Paradigmen im Alter von 12 Monaten.
Studienteilnehmende:
Neugeborene mit angeborenem Herzfehler und einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine im Universitäts-Kinderspital Zürich innerhalb der ersten drei Lebensmonate und gesunde Neugeborene als Kontrollen.
Aktueller Stand:
Rekrutierungs- und Datenerhebungsphase (Oktober 2017 bis September 2020) abgeschlossen. Aktuell erste Datenanalyse begonnen.
EpoKids>
Einfluss von Erythropoetin (Epo) auf exekutive Funktionen bei frühgeborenen Kindern
Anhand der EpoKids-Studie wird untersucht, ob frühe Interventionen (hier: die Gabe von Erythropoetin) zu einer verbesserten (Gehirn-)Entwicklung bei ehemalig frühgeborenen Kindern führen.
Neonatales MRI bei Kindern >
mit komplexen kongenitalen Herzfehlern: Bedeutung für die Langzeitentwicklung
In diesem Forschungsprojekt wollen wir untersuchen, welche diagnostische Relevanz neonatale perioperative Hirn-MRIs für die Langzeitentwicklung von Kindern mit schwerem angeborenem Herzfehler haben.
Bei allen Studienteilnehmern wurde vor und nach der Herzoperation ein zerebrales MRI durchgeführt. Alle Studienkinder werden im Alter von einem Jahr, zwei, fünf und zehn Jahren anhand standardisierter Entwicklungstests auf ihre kognitive, sprachliche und motorische Entwicklung untersucht und ihre Lebensqualität sowie ihr Verhalten wird zu diesen Zeitpunkten durch Eltern- und Lehrerfragebögen erfasst.
Unser Ziel
Primäres Ziel ist es, die Bedeutung von im zerebralen MRI gefundenen Veränderungen der Hirnentwicklung oder Hirnverletzungen für die Langzeitentwicklung zu untersuchen und diese Bildgebung als massgebliche Diagnostik bei Patienten mit schwerem angeborenem Herzfehler zu etablieren.
Sekundäre Ziele sind, Bereiche und Ausmass allfälliger Entwicklungsbeeinträchtigungen von Kindern mit Herzfehler nach Operation an der Herz-Lungen-Maschine zu erfassen, sowie relevante prä-, intra- und postoperative Risikofaktoren für eine zerebrale Schädigung und langfristig beeinträchtigte Entwicklung zu identifizieren.
Projektstatus und Laufzeit:
Die Rekrutierung von Studienteilnehmern ist abgeschlossen (2009-2012, 2013-2020). Die Entwicklungsuntersuchungen sind noch am Laufen.
Kontakt
Prof. Dr. med. Beatrix Latal, MPH
EMI-Heart Study>
A family-tailored early motor intervention (EMI-Heart) for infants with complex congenital heart disease
In dieser Studie untersuchen wir eine motorische Frühintervention für Säuglinge nach offener Herzoperation.
Wir begleiten Familien und evaluieren, wie eine aktive Einbindung der Eltern in eine motorische Frühintervention die Entwicklung ihrer Säuglinge beeinflusst. Dadurch erhoffen wir uns mögliche Entwicklungsschwierigkeiten aufdecken zu können und zu verstehen, wie Familien mit Säuglingen in ihrer Entwicklung am besten unterstützt werden können.
Projektstatus und Laufzeit
Start: June 2021, Laufzeit December 2023
Wir planen 20 Säuglinge in die Studie einzuschliessen.
Unser Ziel:
Ziel dieser Studie ist es Familien und ihre Säuglinge mit angeborenem Herzfehler mit einer motorischen Frühintervention nach Spitalentlassung zu begleiten. Wir möchten evaluieren, ob EMI-Heart die Familien unterstützt und die motorische Entwicklung ihrer Säuglinge im 1. Lebensjahr unterstützt.
Studienteilnehmende
Säuglinge mit angeborenen Herzfehlern nach offener Herzoperation im Universitäts-Kinderspital Zürich, die 1x im Alter zwischen 0-5 Monaten operiert wurden.
Kontakt
Elena Mitteregger
+41 44 266 7690
<email-pii>
Team
Prof. Dr. med. Bea Latal
MSc Elena Mitteregger
BSc Lisa Brown
Weiterführende Links
https://rdcu.be/cyKuC
Unser Team
Forschungsgruppe Latal
Dissertantinnen
Liliane von Werdt (Medizin, UZH)
Francois Mojon (Medizin, UZH)
Charlotte Wieser (Medizin, UZH)
Julia Leumann (Medizin, UZH)
Masterstudierende
Sevval Topcu (Medizin, UZH)
Anina Lehmann (Medizin UZH)
Felicitas Koch (Medizin UZH)
Kathrin Greutmann (Medizin UZH)
Vivienne Engel (Medizin UZH)
Simone Kistler (Medizin UZH)
Praktikantinnen
Lesley Ramseier (Psychologie)
Selina Bürgler (Psychologie)
Lisa Brown (Physiotherapie / Pädiatrie)