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Trennt sich das Paar aber nach kurzer Zeit, muss der ausländische Partner die Schweiz verlassen. Eine Ausnahme ist möglich, wenn die Ehe mindestens drei Jahre gedauert hat; vorausgesetzt, der ausländische Partner hat sich gut integriert.
Doch das Gesetz liess bis jetzt offen, ob bei der verlangten Mindestdauer des Zusammenlebens auch eine teilweise Ehezeit im Ausland mitgezählt werden kann. Das hat das Bundesgericht nun geklärt: Die massgeblichen drei Ehejahre müssen vollständig in der Schweiz verbracht worden sein.
Das höchste Gericht hält dazu fest, dass die Dreijahresfrist nicht isoliert betrachtet werden dürfe. Damit das Aufenthaltsrecht verlängert werden könne, müsse auch das Kriterium der erfolgreichen Integration erfüllt sein.
Bei einer Anwesenheit des ausländischen Ehegatten von weniger als drei Jahren lasse sich die Frage der Integration nicht schlüssig beantworten, weil dann kaum von gefestigten beruflichen und persönlichen Bindungen zur Schweiz die Rede sein könne. Im Übrigen liessen sich Angaben über im Ausland gelebte Ehegemeinschaften nur schwer oder gar nicht überprüfen.
Bundesgericht, Urteil vom 9. Dezember 2009 (2C_304/2009)