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«Denk daran, wie du dich richtig entschuldigst.»
Gestern kam meiner Tochter mit einem Zettel nach Hause, auf dem dies, die erste (von drei) Zeilen einer Leitplanke einen Entschuldigungsbrief sein sollte.
Sie sollte einen Brief schreiben, um sich von ihrer «Schuld» zu «ent»-tun….
Nur schon der Fakt, dass sie, von einem Erwachsenen, für «schuldig» gehalten wurde, weil er dies so interpretiert und einem Brief vorzieht, anstatt in ein empathisches Gespräch mit den Kindern alle Seiten hören zu wollen, sagt schon viel aus.
Ich fragte ihr, ob sie weiss, «wie man sich "richtig" entschuldigt?»
Daraufhin antwortete sie (9 jr.): «Was richtig ist für mich muss nicht auch richtig sein für mein Klassengspänli oder mein Lehrer.»
OMG Ich liebe meine Tochter. So recht sie hat!
Trotzdem hat sie den Brief geschrieben. Sie hat den Brief geschrieben sowie von ihr «erwartet» wurde. Da die Befürchtung da war, dass sonst ihre Worte und Denkweisen nicht verstanden wurden.
Meine Tochter kann ihre Gedanken shiften und sich in verschiedene Denkweisen hineinversetzen. Ihr denken ist schnell und wechselt rapid verschiedene Blickwinkel. Manchmal spricht sie nicht alles aus, was beim Nachfragen dann klarer wird. Aber wenn man nicht die Zeit dafür nimmt, dann bleibt es manchmal für manche Ohren unverständlich.
So wurde sie letzte Woche gefragt: «auf welcher Art kannst du laute Geräusche vermeiden?»
Sie antwortete: «Durch diese keine Aufmerksamkeit zu schenken und dort noch mehr Energie hineinzustecken.»
Sie bekam als Antwort: «Nein du solltest es nicht ignorieren!»
Dabei geht es nicht ums Ignorieren, sondern es geht darum es keine Aufmerksamkeit zu geben. Weil wenn du es Aufmerksamkeit gibst, gibst du es Energie und legst du deinen ganzen Fokus darauf. Du legst dein Fokus auf den Mangel, auf das was du nicht möchtest.
Genau dies ist DAS worauf wir Menschen unser ganzes Leben programmiert wurden. Wir legen unserer Aufmerksamkeit auf es nicht vorhanden sein von Geld, Zeit, Energie, Ruhe, Glück usw. Dadurch das wir uns hierauf fokussieren, ziehen wir jedoch genau dies an.
Jeder ist verantwortlich für sein eigenes Denken. Und das was wir denken und glauben, zusammen mit unseren gelebten Geschichten, bildet unsere Realität, indem unsere Gefühle entspringen.
Was bleibt ist, dass wir verantwortlich sind für unsere eigene Gefühle und wir durch unsere eigene Selbstreflexionsarbeit herausfinden können woraus diese entspringen!
Ich liebe die Überlegungen meiner Tochter und feiere sie dafür!
Macht sie immer alles "richtig"? Oh nein, aber wer bin ich oder eine andere Person, um sie für schuldig zu halten. Mein Schuldig «erklären» entspringt aus meinem Denken!
Suche das Gespräch miteinander und wenn es nach einmal nicht funktioniert, dann mache es erneut. Daraus kann mehr authentisches Verständnis und Verbindung entstehen als aus einem Entschuldigungsbrief aus «Zwang» geschrieben.
Ich wünsche mir, dass wir Menschen, mehr hinterfragen, warum wir selbst etwas sagen oder machen, um so eine tiefere Verbindung geprägt von Freude, Verständnis und Freiheit mit uns selbst aufzubauen. Denn wenn wir die Liebe für uns selbst spüren, ist es das was wir ausstrahlen und werden wir dies in anderen sehen und anziehen.
Alles Liebe
Saskia