Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2927

Beschreibung
In Dmitri Schostakowtischs letztem Lebensjahr entstanden Werke, in denen sich der Komponist mit dem eigenen Tod auseinandersetzte und auf sein Leben zurückblickte, unter ihnen die Sonate für Viola und Klavier, ein verhaltenes Adagio-Werk, welches in seiner ausgedünnten Schreibweise Endzeitstimmung aufkommen lässt. Wie auch in früheren Phasen solch existentieller Einkehr zitierte Schostakowtisch auch in der Bratschensonate eigene frühere Werke und bezog Musik anderer Komponisten ein.
Zur Konzeption von «ViolAlive» schrieb Gideon Klein: «Die unaufhörliche Suche nach den theatralischen Aspekten musikalischer Ideen und Gesten liess mich den Titel ‹Theatermusik› dem simplen ‹Konzert für Bratsche und Orchester› vorziehen. Da die musikalische Sprache an sich so reich und komplex geworden ist, kann das theatralische Potenzial, das dem musikalischen Ausdruck innewohnt, eine wichtige Hilfe für eine stimmige musikalische Erfahrung sein.» In seinen zwei Akten, bestehend aus fünfzehn Szenen mit Einleitungen und Epilogen, stellt «ViolAlive» ein Drama ohne Handlung dar, die Beschreibung und Entwicklung einer Art existentiellen Kampfes.
Der Solist Gilad Karni ist als Bratschist weltweit für seinen Klang und seine Interpretationen bekannt. Sowohl seine Technik als auch seine Musikalität haben ihm eine Vielzahl von Ehrungen eingebracht. Das Zürcher Kammerorchester spielt auf dieser Aufnahme unter der Leitung von Ariel Zuckermann, einem der begehrtesten Dirigenten seiner Generation.
Dmitri Shostkovich (Arr. Vladimir Mendelssohn)
Sonata for Viola and Piono
Gideon Lewensohn
ViolAlive – Theater Music in Two Acts