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WM Glasgow
Gute Darbietungen bleiben unbelohnt
Die Schweizer Mountainbiker bleiben an der WM in Schottland im Short Race ohne Medaillengewinn. Der Neuseeländer Samuel Gaze und die Französin Pauline Ferrand-Prévot verteidigen ihre Titel erfolgreich.
Vor allem bei den Frauen, die im Gegensatz zu den Männern in Bestbesetzung antraten, wäre Edelmetall nach dem Sieg von Sina Frei an den Titelkämpfen 2021 und Silber von Alessandra Keller im Vorjahr durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Das Rennen verlief jedoch ganz und gar nicht in ihrem Sinn.
Keller, WM-Zweite im Vorjahr, unterlief am Start ein Malheur. Zwar schloss die Disziplinensiegerin des Vorjahres wieder zur Spitzengruppe auf. Die Aufholjagd kostete aber zu viel Kraft, um im Finish um einen der ersten drei Plätze zu fahren. Sina Frei mischte ebenfalls vorne mit, stürzte aber bei Rennhälfte. Jolanda Neff musste relativ früh abreissen lassen.
Schliesslich wurde Keller Sechste, einen Rang vor Steffi Häberlin und drei Ränge vor Neff. Die Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot siegte vor der Niederländerin Puck Pieterse und der Britin Evie Richards.
Auch bei den Männern blieb der WM-Titel im gleichen Besitz. Der 27-jährige Neuseeländer Sam Gaze setzte sich im Sprint vor dem Franzosen Victor Koretzky durch. Bronze ging an den Briten Tom Pidcock, der im Kampf um den 3. Platz den Italiener Luca Schwarzbauer in der letzten Kurve mit einem gewagten Manöver zu Fall brachte.
Bester Schweizer war der letztjährige Bronze-Gewinner Thomas Litscher, der sich angesichts des erlittenen Hexenschusses am Dienstag mit Platz 8 zufrieden zeigte. Vital Albin, der zweite Schweizer am Start des Kurzformats, fuhr auf Rang 20.
Nino Schurter, Mathias Flückiger und Lars Forster verzichteten im Hinblick auf das Cross-Country-Rennen vom Samstag auf eine Teilnahme – ebenso wie Strassenweltmeister Mathieu van der Poel, der sich kurzfristig gegen einen Start entschieden hatte, weil sein Antrag auf eine Sondergenehmigung für eine bessere Startposition abgelehnt worden war. Peter Sagan kam nicht über Platz 37 hinaus. Der dreimalige Strassenweltmeister aus der Slowakei wird sich im Cross-Country erneut versuchen. sda
Drei Top-Ten-Plätze in der U19-Kategorie
Die Temperatur ist an den Weltmeisterschaften in Glasgow kaum ein Thema, das typisch schottische Sommerwetter für Radsportlerinnen und Radsportler angenehm. An den U19-Wettkämpfen im Mountainbike jedoch drückte die Sonne durch, und die Teilnehmenden sahen sich mit einer zusätzlichen Herausforderung konfrontiert.
Schweizerseits wurde diese im Glentress Forest ausgezeichnet gemeistert. Anina Hutter reihte sich als Sechste ein, Lara Liehner preschte mit hoher Startnummer bis auf Rang 14 vor. Seitens der Männer sorgte Loris Hättenschwiler mit Platz 8 für das beste Ergebnis, derweil Nicolas Halter sich auf der zweiten Streckenhälfte Rang um Rang nach vorne kämpfte und letztlich als Zehnter über die Ziellinie fuhr.
Ins Regenbogentrikot einkleiden lassen durften sich die Kanadierin Isabella Holmgren und der Däne Albert Philipsen.