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Damit erreichte die Volkspartei ihr erklärtes Ziel, wieder Fraktionsstärke zu erlangen. Seit dem Rauswurf der Bündner SVP aus der schweizerischen Mutterpartei im 2008 und dem Übertritt fast aller ihrer Politiker zur BDP hatte die Volkspartei im Grossen Rat nur eine marginale Rolle gespielt.
Mit drei Sitzgewinnen ebenfalls zugelegt hat die SP, die neu auf 15 Sitze kommt. Die BDP festigte mit einem zusätzlichen Sitz ihre Position als drittstärkste Fraktion mit neu 27 Mandaten. Von der Schwäche der Berner BDP, die Ende März 11 ihrer 25 Sitze im Kantonsparlament verloren hatte, war bei den Bündnern nichts zu spüren.
CVP bleibt zweitstärkste Fraktion
Ihre Position einigermassen halten konnte die CVP. Sie büsste zwei Sitze ein und bleibt mit 31 Mandaten zweitstärkste Fraktion. Die GLP stagniert, sie behält ihre zwei Sitze. Zwei Sitze gingen an Parteilose, drei weniger als vor vier Jahren.
Die Resultate sind allerdings noch nicht in Stein gemeisselt. Zwei Sitze sind noch nicht vergeben. In den Wahlkreisen Klosters und Ilanz finden zweite Wahlgänge statt. Im Wahlkreis Suot Tasna kommt es zu einer Nachwahl. Dies, weil Jon Domenic Parolini (BDP) in die Regierung gewählt wurde.
Die Parlamentswahlen in Graubünden werden nach dem Majorzsystem durchgeführt, für dessen Beibehaltung sich das Stimmvolk erst kürzlich aussprach. Die Grossratsmitglieder werden in 39 Kreisen gewählt. Nur noch die beiden Halbkantone Appenzell bestellen ihre Parlamente ebenfalls im Majorzverfahren.