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Mit dem Projekt "Ozeanium" plant der Zoo Basel den Bau eines neuen Aquariums. Für die Meere und ihre Bewohner ist das eine sehr schlechte Nachricht. Daher unterstützt Sea Shepherd Schweiz den Widerstand des "Nozeanium" –Komitees, das die Realisierung der gigantischen Anlage verhindern soll. Die neue Struktur sieht den Bau von 40 Tanks in verschiedenen Grössen und Temperaturen vor, in denen Hunderte von Meerestieren gehalten werden sollen. Dazu gehören Haie, Stachelrochen, Pinguine, Korallen sowie auch Bewohner der Tiefsee. Die meisten Tiere werden aus ihren natürlichen Lebensräumen gerissen und gezwungen, den Rest ihres Lebens in engen und unnatürlichen Räumen zu verbringen. Schon während der Gefangennahme und des Transports sterben viele Tiere und Pflanzen durch Stress und Verletzungen. Die Lebenserwartung in Gefangenschaft ist im Vergleich zur Wildnis massiv kürzer. Da so viele ihrer Bewohner krank werden und sterben, müssen Aquarien ständig neue Tiere (und Pflanzen) fangen und ersetzen. Dieses Verhalten trägt signifikant zur Zerstörung der biologischen Vielfalt der Meere bei, die bereits durch illegalen Fischfang, Verschmutzung und Klimawandel stark gefährdet sind. Das räumen auch die Promotoren vom Ozeanium klar ein.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.nozeanium.ch.
Sea Shepherd bestätigt die ökologischen und pädagogischen Gründe, aus denen dieses Projekt in Basel und anderswo niemals realisiert werden sollte. Insbesondere die Haltung von Haifischen in solch künstlichen Räumen ist sehr problematisch. Jedes Jahr werden zwischen 100 Millionen und 273 Millionen Haie getötet. Die meisten eilterleiden ein schreckliches Ende, da sie Opfer des sogenannten "Sharkfinnings" werden. Bei dieser Praxis werden dem meist noch lebendigen Tier die Flossen abgeschnitten. Danach wird es ins Meer zurückgeworfen, wo es nun bewegungsunfähig zum Grund sinkt und qualvoll verendet. Heutzutage gibt es immer noch etwa 500 verschiedene Arten dieser faszinierenden Tiere, die eine fundamentale Rolle bei der Aufrechterhaltung des marinen ökologischen Gleichgewichtes spielen. Die Lebenserwartung eines freien Hais variiert von Art zu Art. Die Mehrheit lebt durchschnittlich 20 und bis 30 Jahre, während der Dornhai ein Rekordalter von 100 Jahren erreichen kann. Es wird vermutet, dass Walhaie dieses Alter sogar überschreiten können.
In Gefangenschaft sehen diese Zahlen ganz anders aus: Bis vor Kurzem überlebten nur wenige Haiarten länger als ein Jahr in Tanks, darunter zumeist Ammenhaie, Leopardenhaie, Zitronenhaie und Katzenhaie.
Bisher ist noch nicht genau bekannt welche Haiarten im Basler Ozanium zu finden sein werden. Sea Shepherd spricht sich ganz klar dagegen aus, lebende Haie zu importieren und sie aus ihrer natürlichen Umgebung zu entfernen. Dies ist eine ungerechtfertigte Störung, die eine ernste Desorientierung des Tieres mit sich bringt und dazu beiträgt, den ökologischen Notstand aufgrund der immensen und illegalen Fischerei auf Haie zu verschärfen. Es ist in der Tat absurd, diese Tiere mit pädagogischen und sensibilisierenden Vorwänden aus ihrem natürlichen Lebensraum zu reissen und in Wirklichkeit den gegenteiligen Effekt zu erzielen. Ein grösseres Bewusstsein der Bevölkerung könnte sehr gut auf alternative Weise erreicht werden. Ein Beispiel ist der Einsatz innovativer technologischer Instrumente, die in der Lage sind die Meereswelt lebhaft zu reproduzieren, ohne dass Wildleben gestört und zur biologischen Verarmung der Ozeane beigetragen wird.