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Seit 2013 werden die in Versuchstierhaltungen gezüchteten und zu Tierversuchszwecken importierten Tiere erfasst und in einer Übersichtstabelle ausgewiesen.
In einer Versuchstierhaltung werden Tiere ausschliesslich für Versuchszwecke gehalten und gezüchtet. Wer eine Versuchstierhaltung führen will, braucht eine kantonale Bewilligung. Jede bewilligte Versuchstierhaltung muss mindestens einmal jährlich vom kantonalen Veterinäramt kontrolliert werden. In den bewilligten Betrieben werden überwiegend Labornager (v. a. Mäuse und Ratten), aber auch Kaninchen, Fische, Hunde, Katzen und Primaten gehalten. Die Verantwortlichen der Versuchstierhaltungen sind verpflichtet, den kantonalen Behörden die Anzahl der in ihrem Betrieb aufgezogenen Tiere (beim Absetzen gezählt) und die Anzahl der aus dem Ausland importierten Tiere zu melden (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b TVV).
In den 147 bewilligten Versuchstierhaltungen wurden 2017 insgesamt 1‘110‘068 Tiere aufgezogen und 286‘656 importiert. Die Maus ist das am häufigsten gehaltene Versuchstier und macht 89.8 % aller in Versuchstierhaltungen im Jahr 2017 neu gezählten Tiere aus. Nicht alle diese Tiere werden in den Tierversuchen eingesetzt, weil sie nicht die notwendigen Kriterien erfüllen. Sie haben z. B. nicht das richtige Geschlecht oder – in gentechnisch veränderten Zuchtlinien – nicht den notwendigen Genotyp.
Bei Hunden und Katzen und werden nur wenige Versuchstiere in der Schweiz gezüchtet.
Im Berichtsjahr 2017 wurden 7 Hunde und 2 Katzen in schweizerischen Versuchstierhaltungen geboren. Der Vergleich der Anzahl Tiere in Versuchstierhaltungen mit den Tierversuchszahlen zeigt, dass im Gegensatz zu den Labornagern viel mehr Hunde und Katzen in Versuchen eingesetzt, als im gleichen Zeitraum in den Versuchstierhaltungen geboren oder importiert wurden. Dieses Verhältnis erklärt sich damit, dass die meisten dieser Tiere über mehrere Jahre in der Versuchstierhaltung verbleiben und nur im Jahr ihrer Geburt oder ihres Imports in der Statistik über die Versuchstierhaltungen erscheinen.
Versuchstierhaltungen unterliegen wie die Nutztierhaltungen der Tierschutzgesetzgebung. Jede bewilligte Versuchstierhaltung muss mindestens einmal jährlich vom kantonalen Veterinäramt kontrolliert werden.