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Uranabbau in Queensland wieder in Frage gestellt
Medienberichten zufolge schlägt die neue Labor-Regierung von Queensland vor, das 2012 aufgehobene Uranabbauverbot auf Bundesgebiet wieder einzuführen.
In einer Erklärung bezeichnete QRC-Generaldirektor Michael Roche diesen Vorschlag als «enttäuschend, aber nicht überraschend» und mahnte zur Vorsicht. Bevor die Regierung überstürzt einen Entscheid fälle, solle sie den QRC und die Unternehmen, die an Uran interessiert seien, konsultieren. Die neue Regierung habe die Gelegenheit, aus der in den letzten Jahren sehr guten Arbeit des Queensland Department of Natural Resources and Mines Nutzen zu ziehen, meinte er. Das Department habe einen weltweit einzigartigen Rechtsrahmen für die Bewertung und Überwachung von Uranprojekten entwickelt. «Statt eines generellen Verbots wäre es besser, jedes einzelne Projekt nach dessen Nutzen und gegenüber dem Rechtsrahmen zu beurteilen».
Laut The Courier Mail – einer Tageszeitung von Brisbane – bestätigte der Minister for State Development, Natural Resources and Mines, Anthony Lynham, dass die Regierung ein Verbot von Uranabbau, nicht aber Exploration, auf Bundesgebiet verhängen werde. Bisher erfolgte jedoch keine offizielle Bekanntgabe.
In Queensland wurde Uran seit den 1950er-Jahren und bis zur Schliessung der Mine Mary Kathleen 1982 abgebaut. Nach einem Regierungswechsel 1989 verbot die Australian Labor Party (ALP) den Uranabbau in Queensland formell. Explorationsarbeiten blieben jedoch weiterhin erlaubt. Nachdem die Liberal National Party 2012 die Wahlen gewonnen hatte, wurde das Verbot im Oktober desselben Jahres aufgehoben. Seit August 2014 konnten entsprechende Projekte genehmigt werden. Es wurden bisher keine Gesuche eingereicht. Mitte Februar 2015 übernahm Annastacia Palaszczuk von der ALP die Macht.