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KIBAG Baustoffe Schollberg AG. Hochprozentige Kalksteine aus dem Untertage-Abbau.
Im Untertagbau des Steinbruchs Schollberg wird hochprozentiger Kalkstein gewonnen. Im Handstück erkennt man die sehr homogene und feinkörnige Ausbildung des Kalksteins. Die Korngrösse der Kristalle beträgt maximal etwa einen fünftausendstel Millimeter. Die weissen Adern, die das Gestein durchsetzen, bestehen aus Kalzit. Dieser hat die Risse verheilt, welche während der Gebirgsbildung entstanden sind. Die über sehr lange Zeit gleichbleibenden Ablagerungsverhältnisse im damaligen Meer führten zu einem sehr homogenen, feinkörnigen Sediment. Diesem Umstand verdankt der Schollberg die grossräumig hohe und konstante Qualität seines Gesteins.
Wo einmal ein Meer war...
Vor etwa 135 bis 160 Millionen Jahren war das Gebiet des heutigen Steinbruchs Schollberg von einem Meer überlagert, welches eine Tiefe von rund 1000 Metern aufwies. Auf dem Grund des Meeres sammelten sich über lange Zeit Überschusskalk aus dem Wasser und Schalen von kleinen Meerestierchen in Form von Schlamm an. Durch die Überschüttung mit Sedimenten – Mächtigkeit 1000 bis 1500 Meter – wurde der Kalkschlamm im Laufe der Zeit zu Kalkstein verfestigt. Die ursprünglich horizontale Ablagerung ist in der Schichtung des Gesteins bis heute erhalten geblieben. Während der alpinen Gebirgsbildung vor etwa 10 bis 35 Millionen Jahren zerbrachen die verfestigten Schichten in grosse Schollen, wurden übereinandergeschoben, gestaucht und gefaltet. Der Schollberg gehört zur Gonzen-Axen-Decke und bildet eine Aufwölbungsfalte. Im Süden, gegen das Steinbruchareal hin, fallen die Gesteinsschichten gegen das Rheintal ab.
Gesteinsbrocken aus dem Schollberg halten seit dem 15. Jahrhundert
Der geschichtliche Hintergrund unserer Anlage reicht weit zurück: Aktenkundig ist, dass bereits im 15. Jahrhundert am Schollberg Pfade und Wege gebaut wurden. Für die Zähmung des Rheins und zum Schutze von Hof und Flur benötigte man seit jeher grosse Mengen an Gesteinsbrocken. Alte Bauwerke sind Zeugnis, dass mit Schollbergmaterial Gebäude erstellt wurden, die über Jahrhunderte hinweg auch heute noch ihre Funktion erfüllen. Für das Gewerbe wurden Blöcke für die Herstellung von Sockeln, Grabsteinen, Hausteinen, Monumenten usw. gewonnen. Die heutige «Baustoffe Schollberg AG» besitzt seit 1934 die Abbaurechte. 1986 wurde mit dem Untertage-Abbau begonnen.
Der Untertage-Abbau
Nachdem an der Hochwand im Laufe der Jahrhunderte mehr als eine Million Kubikmeter Gestein über Tag abgetragen wurde, entschloss man sich um das Jahr 1980 die Gewinnung von Rohstoffen für die Bauindustrie «unter Tag» zu verlegen. Die Gründe dafür waren primär umwelt- und gesellschaftsrelevante Aspekte wie:
- Kein weiterer Abtrag des Schollbergs
- Verminderung von Emissionen
- Keine Waldrodungen mehr
Die Abbaukosten sind bei der bergmännischen Gewinnung unter Tag höher – die Sozialverträglichkeit aber grundsätzlich besser.
Abbau, Stabilität und Stollenklima
Vom Hauptstollen aus wird der Abbau in Nebenstollen vorangetrieben. Zwischen den Stollen bleiben Pfeiler im Ausmass von 20 mal 32 Meter bestehen. Das Gewölbe und die Seitenwände sind stabil und benötigen normalerweise keine zusätzlichen Befestigungsmassnahmen. Heikle Stellen im Gestein werden mit Spritzbeton gesichert oder umfahren. Vorgesehen ist ein Abbau in mehreren Etagen. Dafür ist eine Deckendicke von rund 20 Metern zwischen den Etagen geplant. Die Stabilität des Systems wird laufend überwacht. Durch die Einrichtung eines umfangreichen und sehr komplexen Lüftungssystems werden die Abbaufelder künstlich bewettert. Die Temperatur liegt ganzjährig im Bereich von 10 bis 13 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent.
Führungen
Gerne führen wir auch Gruppen durch unseren interessanten Betrieb.
Vereinbaren Sie einen Termin: T +41 81 750 22 00, <email-pii>
Das Rohmaterial – ein praktisch quarzfreier und hochprozentiger Kalkstein
Der Kalkstein des Schollbergs gehört mit seiner Druckfestigkeit von über 160 N/mm2 zu den mittelharten Gesteinen. Innerhalb der Kalksteine liegt er in der höchsten Festigkeitsklasse. Das homogene Vorkommen garantiert die Gewinnung und Lieferung einer konstant hohen Qualität. Dank der optimalen Zusammensetzung von Gesteinskörnungen zur Herstellung von Beton, kann Zement reduziert und somit weniger CO2 ausgestossen werden. So können wir einen Beitrag zur Umwelt leisten.
Das Material ist ebenso für eine Weiterverwendung in Dünge- sowie Futtermittel geeignet. Als eine der wenigen Gesteinsarten in der Region, gilt der Schollberg-Kalkstein als Alkali-Aggregat-Reaktion (AAR) beständig. Diese Eigenschaft bewirkt im Beton eine längere Lebensdauer durch eine höhere Widerstandsfähigkeit.
|Kalk (CaCO3)||ca. 95–99%|
|Kieselsäure (SiO2)||ca. 1.5% (davon ca. 1% Quarz)|
|Weiteres||Aluminiumoxyd, Eisenoxyd|
Petrographische Beschaffenheit
|dunkelgrauer mikritischer, fast reiner Kalkstein (> 95% CaCO3) mit mässig Kalzitadern||Verunreinigungen 0%|
Härte
|Anteil an harten Körnern||0%|
|Anteil an mittelharten Körnern||> 95%|
|Anteil an weichen Körnern||< 5%|
Kornform und Kornrundung
|nicht-kubisch||43%|
|teilweise rund||0%|
|rund||0%|
|Los Angeles – nach EN 1097-2||LA 26 – 29|
|Polierwiderstand – nach SN EN 1097-8||PSV 38|
Einachsige Druckfestigkeit Sd
|Schlankheit (h:d)||0.5|
|Mittelwert Sd (N/mm2)||182.3|
|Mittelwert Sd (%)||100.0|
|Scheinbare Rohdichte Pa (Mg/m3)||2.70|
|E-Modul||25’000.00 MPa|
Spaltzugfestigkeit
|Parallel-Schieferung||Sz mitte 3.3 N/mm2 (2 Proben)|
|Senkrecht-Schieferung||Sz mitte 6.2 N/mm2 (9 Proben)|
Alkali-Reaktivität – nach NF XP P 18-594 / SOP 3076 (Microbar-Prüfung)
|Die Längenänderung der geprüften Proben liegt unter dem Grenzwert von 0.11%, also im Bereich der nicht-reaktiven Gesteinskörnungen.|
300 Meter bis zum Erschliessungsstollen
Gewinnung
Ins Abbaugebiet führt ein 300 Meter langer Erschliessungsstollen. Er dient der Zufahrt, dem Abtransport des Gesteins und der Bewetterung. Das Gestein wird im Kammer-Pfeiler-Verfahren abgebaut. Vom Hauptstollen werden gitternetzartig die Seitenstollen herausgesprengt. Diese weisen einen Querschnitt von 12 mal 18 Meter auf. Der Abbau im Stollen erfolgt in drei Etappen von oben nach unten. Zuerst wird die Kalotte (Decke) auf der ganzen Kammerlänge abgesprengt. In zwei nächsten Schritten werden jeweils nochmals sechs Meter Tiefe gewonnen. Der Fels wird gebohrt und gesprengt.
Sprengung
Mit einem Bohrjumbo werden die Löcher für die Sprengladung gebohrt. Vom Geschick des Bohrmineurs hängt die Lebensdauer der Bohrkronen ab. Pro Bohrkrone können bis zu 5000 Meter Bohrlöcher erstellt werden. Im Schollberg werden Flüssigsprengstoffe verwendet. Die Sprengung dauert gesamthaft sechs bis sieben Sekunden mit einer Sprengverzögerung von Bohrloch zu Bohrloch von 200 bis 500 Millisekunden. Pro Sprengung werden bis zu 700 Kubikmeter Festgestein aus dem Berg gelöst. Es werden 500 bis 550 Kilogramm Sprengstoff und bis zu 105 Bohrlöcher à 5 Meter benötigt. Das Tunnelprofil wird schonend mittels exakt berechnetem Sprengschema gespalten.
Aufbereitung
Die Aufbereitung des Materials befindet sich Untertag. Der gesprengte Fels wird mittels Dumper zum Brecher, der sich im Stollen befindet, transportiert. Mittels 450 Meter langem Förderband wird das Material vom Brecher zur Aussortierungsanlage befördert. Die daraus gewonnenen Einzelkomponenten werden entweder direkt verladen oder in die Betonanlage geleitet und für die Produktion von Beton verwendet.
Da der Kalkstein ein günstiges Bruchverhalten aufweist (vorwiegend kubische Körner von 0 bis 600 Millimeter), können alle unsere Produkte mittels zwei Brechvorgängen hergestellt werden:
- Vorbrechen mit Backenbrecher auf ein Maximalkorn von ca. 150 Millimeter
- Feinbrechen mit Prallmühle auf ein Maximalkorn von ca. 4 Millimeter
Produkte und Preise der KIBAG Baustoffe Schollberg AG
Hier finden Sie eine Übersicht über die Produkte und Preise unserer Baustoffe. Sie können weiter unten auch die aktuelle Preisliste herunterladen.
Baustoffe Schollberg AG ist stolz auf ihre in Form, Farbe und Musterung einzigartigen Steine. Sie sind vielfältig einsetzbar ob funktional als Schotterschicht oder ästhetisch für die Gestaltung von Gärten und Parks.
Kies
|Produkt||Art.-Nr.||Korngrösse

mm
|CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Ungebundenes Gemisch SN 670 119-NA||3000||0–22||24.00||1710|
|Ungebundenes Gemisch SN 670 119-NA||3001||0–45||24.00||1640|
|Kiessand gebrochen||3002||0–63||22.00||1620|
|Kiessand gebrochen||3003||0–120||20.00||1610|
|Recyclingkies bestehend aus Primär- & Sekundärbaustoffen unnormiert (solange Vorrat)||3004||0–150||12.50||1630|
Grobe Körnungen
|Produkt||Art.-Nr.||Korngrösse mm||CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Splitt gebrochen||3010||2–4||36.00||1440|
|Kies gebrochen nach SN 670 102b/EN 12620||3011||4–8||34.00||1510|
|Kies gebrochen nach SN 670 102b/EN 12620||3012||8–16||34.00||1490|
|Kies gebrochen nach SN 670 102b/EN 12620||3013||16–32||34.00||1470|
|Korngruppe (auf Anfrage)||3014||32–42||38.00||1450|
|Korngruppe (auf Anfrage)||3015||42–63||38.00||1450|
|Korngruppe||3016||32–63||38.00||1450|
|Korngruppe||3017||32–100||38.00||1430|
|Korngruppe||3018||63–100||38.00||1410|
|Schroppen||3019||100–160||38.00||1390|
Feine Gesteinskörnungen
|Produkt||Art.-Nr.||Korngrösse mm||CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Brechsand trocken SN 670 102b/EN 12620||3005||0–4||22.00||1530|
Feinsande/Kalksteinmehl
|Produkt||Art.-Nr.||Korngrösse mm||CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Kalksteinmehl||4040||0–0.10||53.00||in Big Bag|
|Feinsand||4043||0.5–0.8||46.00||1435|
|Feinsand||4044||0.8–1.2||46.00||1400|
|Feinsand||4045||1.2–2.0||46.00||1410|
Wasserbausteine
|Produkt||Art.-Nr.||Gewicht ca. kg||CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Vorbausteine unsortiert, formwild||3060||bis 2500||48.00||2650|
|Vorbausteine unsortiert, formwild||3061||> 2500||auf Anfrage||2650|
|Sonderprodukte||–||auf Anfrage|
Sonstige
|Produkt||Art.-Nr.||Korngrösse mm||CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Tunnelausbruch||3050||0–450||auf Anfrage||1750|
|Leitungssand||3051||0–4||22.00||1760|
|Strassenkies bindig (kalk-wasser-gebundene Deckschicht)||3052||0–16||28.50||1850|
|Planiekies||3053||0–16

0–32
|24.00||1600|
|Zuschlag Befüllung Komponenten in Big Bag||3054||Big Bags||52.50/Stk.|
Spezialprodukte
|Produkt||Art.-Nr.||Gewicht

ca. kg
|CHF/To||Umrechnungs-

gewicht
(ohne Gewähr)
|Korbsteine||3062||10–20||57.00||1800|
|Steine aussortiert||3066||20-40||75.00||1800|
|Steine aussortiert||3067||40-60||75.00||1800|
|Mauersteine unbehauen, aussortiert||3063||60-100||75.00||1800|
|Vorbausteine formwild, aussortiert||3068||variabel||75.00||2650|
|Sonderprodukte und Einzelstücke||–||auf Anfrage|
Einsatzbereiche
Das hochqualitative 0 – 16 mm Kalkgestein wird untertage von der Baustoffe Schollberg AG abgebaut und entsprechend aufbereitet. Dieses ist Grundbestandteil für die Erstellung des bindigen Kieses, welcher hervorragend zur Deckung und Reprofilierung von Naturstrassen geeignet ist.
Der Unterhalt sowie die Erneuerung der bestehenden Strassen sind wichtig und kostenintensiv geworden. Dank diesem hochwertigen, umweltfreundlichen Baustoff und den heutigen Bauverfahren können die Unterhaltskosten für Naturstrassen nachhaltig tief gehalten werden.
Aufbereitung
Diese kalk-wasser-gebundene Deckschicht wird durch die Zugabe von Kalksteinfiller, welcher aus der hauseigenen Aufbereitungsanlage gewonnen wird, sowie Sand und Gesteinskörnungen erzeugt.
- Abbau und entsprechende Aufbereitung des Kalkgesteins untertage
- Aufbereitung des Kalksteinfillers in der betriebseigenen Aufbereitungsanlage
- Zusammenführung der Komponenten im Betonmischer: Kalkkörner 0 – 16 mm, eigens aufbereitetes Wasser, Kalksteinfiller, Sand
- Die Korngemische wassergebundener Deckschichten werden aus verschiedenen Korngrössen so aufgebaut, dass die kleineren Körner die Hohlräume der grösseren Körner optimal ausfüllen. Dadurch können gut verdichtbare, hohlraumarme und erosionsfeste Schichten hergestellt werden.
Anwendung
Der Einbau der wassergebundenen Deckschicht erfolgt maschinell mittels Grader oder Fertiger sowie auch von Hand. Durch die Verdichtung im Bereich des optimalen Wassergehalts (Proctor), werden hohe Raumgewichte mit guter Festigkeit und grosser Stabilität erreicht.
Laden Sie hier die Broschüre über unsere bindigen Naturbeläge herunter:
Strahlsand von Schollberg – natürlich und umweltfreundlich
Sanft und kraftvoll: Das Calciumcarbonat von Schollberg ist ein hervorragendes Strahlmittel für die schonende Reinigung von empfindlichen Oberflächen. Es wird im St. Galler Rheintal abgebaut und genügt höchsten Ansprüchen an Umwelt und Nachhaltigkeit. Durch seine geringe Härte ist es auch ideal zum schonenden Entzundern, Entrosten und Entlacken von sensiblen Oberflächen.
Calciumcarbonat – das hervorragende Strahlmittel
Anerkannt für historische Fassaden
100% natürliches Erzeugnis
Ideal zum Entzundern, Entrosten und Entlacken
Keine Beschädigung von Glasflächen
Einwegstrahlmittel, besonders für den mobilen Einsatz geeignet
Für Trocken- und Nassstrahlen geeignet
Ideal für die Reinigung von Schweissnähten
Überlegene physikalische Eigenschaften
Härte: 3-4 mohs
Kornform: unregelmässig
Chemische Durchschnittsanalyse: CaCO3 >95%
Korngrössen: 0-0,09 mm, 0,09-0,5 mm, 0,5-0,8 mm, 0,8-1,2 mm
Verpackungsgrössen für jeden Einsatzzweck
Das Calciumcarbonat von Schollberg ist in Verpackungsgrössen von 25 kg, 250 kg und 500 kg erhältlich
Kontakt
Sandstrahlen-PLUS, Ralph Schultheiss – Ihr Spezialist für Strahlsand von Schollberg
Weitere Informationen und Bestellung unter:
Anlieferung von sauberem, unverschmutztem Aushubmaterial.
Wir erheben bei der Anlieferung von sauberem Aushubmaterial einen Ökobeitrag von CHF 5.00 pro Tonne. Beim Bezug von Kies- und Betonmaterialien wird derselbe Beitrag dem Unternehmer voll angerechnet.
Mit dieser Massnahme erhoffen wir uns deutlich weniger Leerfahrten und dass beim Bezug von Materialien bei uns auch neue Hohlräume entstehen. So hat die Deponie auch Zukunft. Wir zählen auf Ihr Verständnis und bitten um Kenntnisnahme.
Preisliste, Broschüren und Merkblätter KIBAG Baustoffe Schollberg AG
Laden Sie für zusätzliche Informationen unsere Preisliste, Broschüren und Formulare als PDF-File herunter.