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Der Westschweizer Stéphane Riethauser legt eine filmische Hommage an seine Grossmutter vor.
«Du warst eine Matriarchin, eine toughe Geschäftsfrau und, so sagt man, eine schlechte Mutter. Und du warst mein Ein und Alles», sagt Regisseur Stéphane Riethauser zu Beginn von «Madame» über seine verstorbene Grossmutter Caroline. Die Beziehung der beiden steht im Fokus des Filmes. Es ist eine intime und berührende Gegenüberstellung zweier Befreiungsgeschichten: Der lange Weg Riethausers bis zu seinem Coming-Out, demgegenüber der Kampf von Caroline um Gleichberechtigung und Akzeptanz in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft.
«Madame» ist ein filmischer Brief Riethausers an seine geliebte Grossmutter, der so einiges offenbart, das zu Carolines Lebzeiten ungesagt geblieben ist. Der Dokumentarfilm enthält Super-8-Filme aus der Kindheit und Jugend Riethausers, das von seinem Vater gedreht wurde, wie auch selbstgedrehtes Filmmaterial. Der Dokumentarfilm lief u.a. am Vision du Réel, am Locarno Film Festival und erhielt den «Jury Prize» am Documenta Madrid. Kinostart ist am 31. Oktober.