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Dangarembas Verhalten während eines öffentlichen Protests im Juli 2020 habe in keiner Weise den Frieden des Landes gestört, sagten beide Zeugen. Dangarembga, die 2021 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten hatte, wird in ihrer Heimat öffentlicher Aufruf zur Gewalt, Friedensbruch und Bigotterie vorgeworfen. Das Gericht will nun am 26. August ein Urteil fällen. Im Fall einer Verurteilung drohen der Autorin mehrere Jahre Haft.
Dangarembga, die vor zwei Jahren bei regierungskritischen Protesten kurzzeitig verhaftet worden war, weist alle Anschuldigungen von sich. Die 63-Jährige muss sich vor einem Antikorruptionsgerichtshof in der Hauptstadt Harare rechtfertigen, der direkt Präsident Emmerson Mnangagwa untersteht. In der Woche zuvor war sie ins Kreuzverhör genommen worden. Anfang August hatte das Gericht den Antrag der Verteidigung auf Entlastung abgelehnt.
In dem Prozess geht es um Themen, für die sich die mit einem Deutschen verheiratete Autorin seit Jahrzehnten in Büchern und Filmen einsetzt: Diskriminierung, Menschenrechte, Verfolgung und Korruption. Der Prozess zieht sich seit vielen Monaten hin. Dangarembga erschien bereits 30 Mal vor Gericht.
(sda)