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Da war wohl einer in Topform: Yordan Alvarez von den Houston Astros schlägt beim lockeren 15:0-Sieg gegen die Oakland Athletics gleich zwei Homeruns – und vor allem der zweite hatte es in sich. Den Pitch von Oaklands Paul Blackburn traf er mit voller Wucht und so flog der Ball in hohem Bogen in Richtung Tribüne. Weiter, immer weiter, über den ersten Stadionrang hinaus, über den zweiten Stadionrang hinaus. Erst auf der dritten Etage landete die kleine weisse Kugel schliesslich.
Ein Kunststück mit Seltenheitswert: Zwar gehört Alvarez' Homerun-Schlag mit 126 Meter (415 Fuss) längst nicht zu den weitesten der MLB-Geschichte (sein erster Homerun ging mit 131 Metern sogar weiter), doch auf den dritten Stadionrang fliegt ein Baseball nur selten. Alvarez profitierte davon, dass er den Ball nicht sehr zentral traf und dieser deshalb weit nach rechts flog.
In der 19-jährigen Geschichte des Minute Maid Parks ist der Kubaner erst der zweite Spieler überhaupt und der erste des Heimteams, der den Ball auf den dritten Rang hämmerte. Die Verantwortlichen zögerten deshalb nicht lange und beschlossen, den Landeplatz von Alvarez' Homerun-Ball mit einem orange gefärbten Sitz zu ehren.
Vorbild für die Aktion ist der legendäre rote Sitz («The Lone Red Seat») im Fenway Park der Boston Red Sox, der zu Ehren von Ted Williams' 502-Fuss-Homerun (153 Meter) aus dem 1946 aufgestellt wurde. Noch immer ist es der weiteste Homerun-Ball der Stadiongeschichte. Als weitester Homerun der MLB-Geschichte gilt der 587-Fuss-Hammer (179 Meter) von Babe Ruth aus dem Jahr 1919. Ob der Ball damals wirklich so weit flog, ist noch heute umstritten. (pre)
Die Schlagmänner der MLB haben einen neuen Homerun-Rekord aufgestellt. Mit dem von Jonathan Villar (Baltimore Orioles) erzielten 6106. Homerun beim 7:3 gegen die Los Angeles Dodgers wurde die bisherige Bestmarke von 2017 verbessert. Es sind die einzigen beiden Jahre mit über 6000 Homeruns. Allein im August gab es in der MLB 1228 Homeruns.
Die Pitcher sind darüber alles andere als erfreut und wittern eine Verschwörungstheorie. Der Vorwurf: Die Liga soll die Bälle heimlich verändert haben, um das Spiel für die Zuschauer attraktiver zu machen. Eine unabhängige Studie kam schliesslich zum Schluss, dass die Bälle weniger Luftwiderstand haben, als in den Jahren zuvor. Warum, bleibt allerdings ungewiss. (pre)
Dank einem 3:1-Sieg in Grenoble steht der SC Bern in der K.o.-Phase der Champions Hockey League. Grenoble liegt nur zwei Stunden von der Schweizer Grenze entfernt – und doch gibt es Franzosen, die das Nachbarland nicht zu kennen scheinen. Denn empfangen wird der SCB mit der schwedischen Nationalhymne und statt der Schweizer Flagge wird auf dem Videowürfel die blau-gelbe Schwedens eingeblendet. Das kommt selbst dem finnischen SCB-Coach Kari Jalonen spanisch vor. (ram)