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Für Präsident Thomas Bach ging es zum Auftakt der 131. Session des Internationalen Olympischen Komitees darum, die Wogen in Bezug auf mögliche Stimmenkäufe vor der Vergabe der Spiele an Rio zu glätten. «Wenn Beweise vorgelegt werden, werden wir handeln», sagte Bach zu den Vorwürfen, dass die Rio-Spiele gekauft worden seien. «Keine Organisation in der Welt ist immun.»
Hinweise der französischen und brasilianischen Justiz deuten darauf hin, dass bei der Vergabe der Spiele 2016 nicht alles regelkonform zugegangen war. An der rund 45-minütigen Medienkonferenz, an der Bach gerne über die historische Doppelvergabe der Olympischen Spiele an Paris und Los Angeles gesprochen hätte, wurde Rio 2016 zum Dauerthema. Fast ausschliesslich wurden Fragen zum drohenden Skandal gestellt.
Im Fokus steht IOC-Ehrenmitglied Carlos Nuzman, der Chef des Organisations-Komitees von Rio 2016 war. Er soll möglicherweise Stimmen aus Afrika bei der Vergabe zugunsten Rios mit Millionen geködert haben. Nuzman weist die Vorwürfe zurück. Um mehr Informationen zum Fall zu erhalten, haben Anwälte des IOC Kontakt zu brasilianischen Ermittlern aufgenommen.
Unangenehme Fragen zu Südkorea
Auch in Bezug auf die im Februar 2018 stattfindenden Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang musste sich Bach unangenehmen Fragen stellen. Der IOC-Präsident gab in Bezug auf die Sicherheitslage in Südkorea aber Entwarnung. Bach sagte, dass er trotz der Nordkorea-Krise keine Gefahr für die Spiele sehe. Er sehe keine Gründe für Länder, aus Sicherheitsgründen auf die Winterspiele zu verzichten.
Pyeongchang liegt weniger als 100 Kilometer von der Grenze zum weitgehend isolierten Nordkorea entfernt. Dieses hatte zuletzt mit Raketen- und Atomtests den Konflikt weiter verschärft.
Sendebezug: SRF zwei, sportflash, 5.9.2017, 20:00 Uhr