Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/763

Die Himbertscha ist eine sehr seltene, einheimische weisse Rebsorte im Oberwallis. Ihren Ursprung vermutet man im alten Rom. Ihre Abstammung ist bis heute nicht vollständig geklärt, DNA-Analysen haben ergeben, dass es sich um eine natürliche Kreuzung von Humagne Blanche und einer bisher unbekannten Rebsorte handelt.
Der Name leitet sich vom rätoromanischen «im bercla» ab. La bercla ist ein Synonym für Pergola. Die Rebsorte wird bis heute in der Pergola-Erziehungsform gepflanzt.
Angebaut wird die Rebsorte heute noch in der Alpenregion Italiens und im Wallis.
Im Wallis ist die jüngste Geschichte mit der Kellerei Chanton verbunden. Josef-Marie Chanton schrieb 1970 in seiner Diplom-Arbeit, dass sich in Visperterminen noch eine kleine Parzelle, die mit dieser Sorte bepflanzt ist, befindet. Er fing an, eine geeignete Anbaufläche zu suchen. Als er diese gefunden hatte, waren die Reben verschwunden. Er bepflanzte die gefundenen Flächen mit Sonnenblumen und suchte nun wieder nach den Reben. Nach zwei Jahren machte ihn ein alter Herr darauf aufmerksam, dass er tatsächlich in ein paar verwilderten Parzellen noch Himbertscha stehen hatte.
Seit 1986 kultivieren nun die Chantons als einzige Winzer weltweit diese Rebsorte auf 0.17 ha.
Auch bei dieser Rebsorte handelt es sich um eine sehr ertragsstarke Sorte, die, wenn man Qualitätswein produzieren will, stark begrenzt werden muss.