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Die «Eligibility Regulations for the Female Classification (Athletes with Differences of Sex Development)» (DSDReglement) ist gegenüber Caster Semenya vorerst wieder anwendbar.
Der Internationale Leichtathletikverband hatte im April 2018 das neue DSDReglement erlassen. Es betrifft acht Laufwettbewerbe für Frauen über Distanzen von 400 Metern bis zu einer Meile und erfasst ausschliesslich Athletinnen mit «46 XY DSD», also Frauen mit XYChromosomen.Personen mit dem Merkmal «46 XY DSD» weisen einen Testosteronspiegel deutlich im männlichen Bereich auf. Das DSDReglement verlangt von betroffenen Athletinnen mit dem Merkmal «46 XY DSD», ihren Testosteronspiegel dauerhaft so lange unter einem bestimmten Wert zu halten, als sie in der Kategorie Frauen an einem der entsprechen den Wettkämpfe auf internationaler Ebene teilnehmen möchten.
Caster Semenya rekurrierte im Juni 2018 gegen das DSDReglement an das Internationale Sportschiedsgericht in Lausanne. Ebenfalls ans TAS gelangte der südafrikanische Leichtathletikverband. Das TAS wies beide Schiedsklagen am 30. April 2019 ab.
Caster Semenya erhob gegen den TASEntscheid Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht. Sie ersuchte um Erlass (super)provisorischer Massnahmen und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung für ihre Beschwerde im dem Sinne, dass das DSDReglement während der Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens auf sie nicht anzuwenden sei.
Das Bundesgericht hebt mit Verfügung vom 29. Juli 2019 seine superprovisorische Anordnung vom 31. Mai 2019 auf und weist das Gesuch von Caster Semenya um Erlass provisorischer Massnahmen und Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Das Gesuch von ASA, die Anwendung des DSDReglements vorerst gegenüber allen Athletinnen auszusetzen, weist das Bundesgericht ebenfalls ab, soweit es darauf eintritt.
Zur Begründung betont das Bundesgericht zunächst seine strenge Praxis, die beim Erlass provisorischer Massnahmen bzw. der Gewährung der aufschiebenden Wirkung im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gilt. Solche Anordnungen erfolgen in der Regel nur, wenn sich bei einer ersten summarischen Prüfung ergibt, dass die Beschwerde sehr wahrscheinlich begründet erscheint.