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Fazit von Marcel Zwygart MA, FOW-Vorstandsmitglied Wien, 22.03.2019, Wien.
Eine Partnerschaft zwischen zwei ungleich starken Partnern ist grundsätzlich eine Herausforderung. Kann dies gerade in der Geo-Politik gelingen? Die Russländische Föderation fällt sowohl im Wirtschaftswachstum mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,4% (China, ca. 8,8%) in den letzten 10 Jahren wie auch bei den Militärausgaben im Jahr 2017 EUR 66,3 Mrd. (China, EUR 230 Mrd.) weit gegenüber der Volksrepublik China ab. Der Kreml-Chef verweist bei diesen Investitionen gerne auf die Verteidigungsbereitschaft gegenüber dem Westen, folglich werden die großen militärischen Manöver im Westen des Landes abgehalten. Doch Moskau will eigentlich den dominanten Riesen und die potentielle Gefahr im Osten des Landes nicht reizen. Auch wenn Peking bei der „Belt and Road-Initiative“ auf Konfrontation mit Russland verzichtet und die vom Russischen Präsidenten im Jahr 2016 vorgestellte ‘Große Eurasische Partnerschaft’ als komplementäre Projekte betrachtet, ist die Ungleichheit erdrückend. Moskaus Chance hier mitzuhalten stehen bei null. Wäre es nicht sinnvoll für Moskau, das Großmachtstreben hintenanzustellen und die Gelder statt in militärische Aufrüstung und Initiativen im Ausland in eine Modernisierung seiner eigenen Infrastruktur im Osten des Landes zu investieren? Dies könnte auch zukünftigen Infrastrukturprojekten Chinas im eigenen Land zuvorkommen, wenn der Mut im Kreml dafür vorhanden ist. Wenn Russland dabei so gut ist, wie es selbst behauptet, wäre dies auch für uns sehr gut!
Daten-Quelle: https://de.statista.com/statistik