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Postapokalyptische Szenarien gibt es viele. Die Serie «Y: The Last Man» behandelt eine neue Art der Katastrophe: Ohne Vorwarnung sterben eines Tages alle Männer einen qualvollen Tod. Die Seuche rafft auch alle anderen männlichen Säugetiere dahin. Betroffen sind sämtliche Lebewesen, die ein Y-Chromosom tragen.
Aus unklaren Gründen verschont werden Yorick Brown, der letzte Mann der Welt, sowie sein Haustier, das männliche Kapuzineräffchen Ampersand. Yorick ist Amerikaner, Hobbymagier und Sohn einer einflussreichen Politikerin, die nach dem Tod aller Männer ins Amt der US-Präsidentin rutscht.
Auf dem Weg zu einem Labor in Kalifornien reist Yorick mit der geheimnisvollen Agentin 355 und der Wissenschafterin Dr. Mann quer durch die USA und begegnet diversen neuen Frauengesellschaften, die sich nach dem Zusammenbruch der Zivilisation nach neuen Regeln konstituiert haben – und bekämpfen.
Eine Stärke der Serie liegt darin, dass sie die Konsequenzen ihrer Prämisse einigermassen ernst nimmt: Der Wegfall aller Männer bringt in vielen Wirtschaftszweigen grosse Konsequenzen mit sich – so bricht zum Beispiel die Energieversorgung zusammen. Hier ist die Serie konsequenter als etwa das Marvel-Kino-Universum, wo das Verschwinden und die überraschende Rückkehr der halben Weltbevölkerung ohne grössere Probleme bewältigt wird.
«Y: The Last Man», in der Schweiz auf Disney+ zu sehen, wurde sehr attraktiv gefilmt. Dennoch wurde die Serie bereits nach der ersten Staffel abgesetzt. Daher wird die Geschichte wohl am Fernsehen nicht beendet. Ein Ende gibt es allerdings schon, basiert die Serie doch auf einem Comic, der zwischen 2002 und 2008 erschien. (dj)