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Brrrrrr und Zzzzzzzz… Übersetzung: in Decken eingemummt um der Kälte nächtlicher Busreisen durch die Atacama-Wüste trotzen zu können machten wir die Augen zu, verstellten unsere Rückenlehne im Versuch einer horizontalen Stellung nachzuahmen und schliefen totmüde ein. Bye bye Chile, hallo Bolivien! Oder so dachten wir zumindest, bis wir an der Grenze ankamen. Während es auf der chilenischen Seite relativ unkompliziert zu- und herging (die Chilenen waren einfach glücklich uns loszuwerden!) :-), schienen die Bolivianer etwas pingeliger zu sein. Der gesamte Bus musste geleert werden, jeder musste seine Gepäcksstücke selber zu einer Scanner-Maschine tragen und sie anschliessend (falls nichts Aussergewöhnliches detektiert wurde) wieder in den Bus platzieren. Darauf folgte die normale Passkontrolle. Ausser dass es ziemlich aufwändig war, kam uns allerdings nichts komisch vor. Bis ich dran kam und voller Freude dem Zollbeamten meinen Pass hinstreckte. Dieser nahm ihn, studierte ihn, als hätte er gerade einen Brief aus dem All in der Hand gehabt, starrte seinen Monitor an, analysierte erneut meinen Pass, diesmal aber so genau, dass ich dachte, er würde bald aufstehen, Handschuhe anlegen und diesen in ein Labor zu weiteren Untersuchungen bringen – und sprach: „sie brauchen ein Visum!“ Hääää? Wie bitte? Nun war ich diejenige, die eine ausserirdische Nachricht aus dem All erhielt. „Sie brauchen ein Visum, Sie können nicht einreisen!“ wiederholte er bestätigend, wobei ich dann vermutlich erst anfing das gesamte Spektrum an Temperaturen im Körper zu spüren – und zwar gleichzeitig – und kurz davor war, in Panik zu geraten. In meiner Naivität entgegnete ich: „Rumänien ist aber ein EU-Mitglied, dies bereits seit 2007“… und fing noch an dem Typen bilateral-orientierte Zolllektionen zu erteilen: „bis 2017 hatten wir und Bulgarien zwar einen Sonderstatus, ab 2017 jedoch geniessen wir sämtliche Privilegien und haben den genau gleichen Status wie die EU-Gründerstaaten…“ Hach, dachte ich mir, nun sollte er es endlich schnallen, dass er einen Fehler gemacht hatte! 🙂 Von der anderen Seite kam jedoch nur ein noch lauteres und etwas genervtes: „Sie brauchen ein Visum, Sie sind Gruppe 2!“ Dann sah ich das an seinem Schalter angeklebte, bereits abgenutzte und nicht mehr so aktuell scheinende Papier, welches sämtliche Länder in Visumsgruppen unterteilte. Während die Schweiz sowie sämtliche EU-Länder in der glücklichen und hochrängigen Gruppe 1 waren und somit mit lediglich einem Lächeln einreisen konnten, befand sich Rumänien – und siehe da, Bulgarien – in der weniger privilegierten 2. Gruppe, die eines im Voraus erhaltenen Visums bedurfte oder aber dieses vor Ort für einen Schnäppchenpreis von 100 USD beantragen konnte. Meine Vermutung? Der Wechsel des internationalen Status für Rumänien und Bulgarien fand vor zu kurzer Zeit statt, als dass alle Zollpunkte in abgelegenen Regionen Südamerikas davon Wind bekamen, da diese vermutlich einmal alle 2 Jahre ihre Papiere neu ausdrucken und ihr System aktualisieren. 🙂
Ok, die Situation sah nun plus minus so aus: mein Rucksack befand sich nach der Scanner-Kontrolle wieder im Bus, Rafi stand neben mir mit dem erlösenden Einreisestempel bereits im Pass, Patric befand sich irgendwo in Lima und hatte vermutlich die Hälfte seines ca. 50-stündigen Flugmarathons hinter sich und freute sich uns in Uyuni zu sehen… und ich konnte nicht einreisen! 🙂 Nächstgelegene bolivianische oder rumänische Botschaften? Vermutlich in Santiago de Chile, eine ca. 2-tägige Reise entfernt. Da dachten wir schon: armer Patric, was wird er wohl sagen wenn er plötzlich nach seiner Killer-Reise Schweiz-Uyuni mit 4 Flügen und einer (unbeabsichtigten) Übernachtung auf dem Flughafen-Steinboden in La Paz alleine dasteht und mitgeteilt bekommt, wir kämen eine Woche später und der Bolivien-Plan sei somit gestrichen! 🙂 Ok, Horror-Szenario, also zurück zur Realität und zum Versuch das Problem zu lösen. Kann man ein Visum vor Ort beantragen? Ja, glücklicherweise war ich Gruppe 2, also war es für mich erlaubt – die armen Gruppe 3 Länder hätten zuerst eine Erlaubnis vom Haustier ihrer Grosseltern gebraucht, welche vom Notar aus dem Nachbardorf beglaubigt und von dem Pferd des Postboten unterschrieben werden müsste, um dies machen zu können. 🙂 Huch, zum Glück Gruppe 2! 🙂 Kompliziertes Problem, da muss ein weiterer Beamter kommen, mich (und Rafi) in einen kleinen Raum eskortieren und uns schön mitteilen, was man alles an Papiere und Dokumente benötigt um das Visum zu erhalten: 100 USD (check), Kopie des Reisepasses (check), Passfoto (check), Kopie der Gelbfieber-Impfung (nicht check – ich hatte nur das Original-Impfbüchlein dabei)… und da wären noch ein gültiges Ausreiseticket sowie der Nachweis genügend finanzieller Mittel für die Reise (z.B. ein Kontoauszug), worauf aber verzichtet wurde, da wir Spanisch sprachen und sie somit ein Auge zudrückten. Nach 5 weiteren Diskussionsminuten willigte der Zollbeamte sogar ein mit ihrem internen Kopierer eine Kopie von meinem Impfbüchlein zu machen – blöd nur, dass während wir darauf warteten, der Bus samt unserem Gepäck bereits abfuhr. Da rannten Rafi und ich diesem panikartig nach um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass nicht all seiner Passagiere drinnen seien, während der Zollbeamte uns nachrannte, da wir bzw. ich immer noch ohne Visum im Pass war. 🙂
Einige Minuten später sassen wir im Bus, ich mit einem höheren Puls als nach dem Jungfrau-Marathon und Rafi erlöst: wir waren eingereist, der arme Patric musste doch nicht alleine in Bolivien herumreisen! 🙂
In Uyuni angekommen dachte ich, ich sei im Fotografen-Paradies: so viele traditionell angezogene Frauen (sog. Cholitas), so viele typische Gesichter, so viele Farben und Eindrücke, die lediglich darauf warteten vor meiner Linse zu kommen… leider durfte ich herausfinden, dass die Leute etwas scheu, schüchtern und gar nicht foto-bereit waren. Daher wusste ich: hierzulande hatte ich nur eine indische Fotographen-Spion-Karriere: Leute ohne ihre Erlaubnis und im Geheimen fotografieren, ohne dass sie es ahnen. Aber zurück zu unserer Geschichte: wir mussten trotz Schlafmangel, beinaher Deportation und langer Reise doch noch eine Tour aussuchen, da der arme Patric ebenso erschöpft am Tag darauf eintreffen würde und wir nicht viel (von der zu kurzen) Zeit in Bolivien verlieren wollten. Gedacht, gesagt, getan: die 3-tägige Monster-Tour war bereits gebucht, der am nächsten Tag (nach 4 Flügen und knapp 2 Reisetagen hoffentlich nicht auf der Bahre) ankommende Patric sollte dabei noch gratis am Flughafen abgeholt werden und es sollte sofort losgehen. Wir hatten nämlich die Option zwischen allem sehen oder entspannen und entschieden uns offensichtlich für die Sehenswürdigkeiten – hofften dabei natürlich, dass Patric (trotz Erschöpfung) unserer Wahl zustimmen würde. 🙂
Bevor wir uns ebenfalls den Träumen widmeten und einige Stunden Schlaf nachholten folgte jedoch Herzinfarkt-Training Nummer 2 – als ob es mit dem beinahen Einreiseverbot nicht genug war! Klein-Ina und Klein-Rafi gingen brav zum Geldautomaten um – siehe da – Geld abzuheben. Während Klein-Rafi das problemlos tat, durchsuchte Klein-Ina ihr ganzes Portemonnaie, ja ihre ganze Tasche und fand darauf immer noch nicht ihre Postkarte. Verschwindibus! Nachdem Klein-Ina sich einigermassen beruhigt hatte, erinnerte sie sich wo die Karte sein könnte: im Geldautomaten in Buenos Aires! 🙂 Na ja, da wird es etwas schwierig damit in Bolivien Geld zu beziehen! 🙂 Geldautomaten haben in Südamerika komische Einstellungen, so dass man zuerst das Geld, darauf die Quittung und erst am Schluss die Karte wieder bekommt. Da kann es schnell passieren (vor allem wenn man Ina heisst! :-)), dass man die Karte vergisst. Hmmm… zum Glück ist die Schweizer Post für solche Kunden ausgerüstet und ist bereit neue Karten an irgendeine beliebige Adresse in Südamerika zu verschicken. Glücklich (den Umständen entsprechend), dass diese Hürde ebenfalls überstanden wurde, gaben wir uns dem Sandmännchen hin…
Am Tag darauf war es soweit: Patric kam an, wir packten alles und es ging los – das 3-tägige Abenteuer wartete auf uns. Alle – inklusive wir – fragten uns vor dem Touranfang, was es hier in der Gegend von Uyuni überhaupt zu sehen gäbe, dass die Tour 3 ganze Tage dauern musste. Ja, wir wussten, dass etwas über den Salzsee, der sollte ziemlich gross sein, aber abgesehen davon? Ehrlich gesagt waren unsere Hoffnungen nicht allzu hoch und unsere Erwartungen noch tiefer. Aber wir dachten uns: lieber irgendwo unterwegs sein als sämtliche 3 Tage in Uyuni in der Stadt zu verweilen und nur Leute heimlich fotografieren. 🙂
Unsere Tour fing sehr gemütlich an, wir lernten unseren Chauffeur (ein sehr netter Typ) und die anderen 3 Mitreisenden kennen – und dabei blieb es plus minus während der ganzen Reise: beim ursprünglichen „Hallo“… sagen wir mal so, wir hatten nicht unbedingt die gesprächigsten 3-Läuse-Tourkollegen der Welt! 🙂 Der erste Halt war ein Zug-Friedhof – zwar cool, aber ohne Wow-Effekt – wo alte Minen- und Passagierenfahrzeuge gelagert wurden, sowie ein Halt in einem Dorf mit traditionellen Produkten. Na ja, Touristen-Quatsch dachten wir uns… und hofften, dass es im Laufe des Tages besser werden sollte!
Und wie unsere Erwartungen übertroffen wurden: nach dem Mittagsessen verliessen wir den Planeten Erde und landeten plötzlich in einer unbekannten, aussergewöhnlichen und völlig surrealen Welt: unendliche Weiten an Weiss, Salzkristalle soweit das Auge reichte, Wasseransammlungen, welche die Sonne und die Landschaft spielerisch widerspiegelten, bunte darauf fahrende Fahrzeuge vollgepackt mit sprachlosen Touristen und wir inmitten dieser Wunderwelt. Wie beschreibt man so etwas? Es war, als hätte das Universum plötzlich mal einen Besuch von der Inspirationsmuse erhalten und darauf in schöpferischer Laune war. Da nahm es mal eine Unendlichkeit an Weiss und fing an darauf Wörter und Ideen mit Landschaften, Farben, Klängen, mit Licht und Schatten, ja sogar mit Leere zu dichten. Am Ende war sein Werk vollbracht: da stand ein Salzsee in seiner ganzen Pracht, das Wasser besang ihn tagtäglich, die Sonne leistete ihm Gesellschaft, das Weiss war nicht nur ein leeres Blatt, sondern eine Fülle an Emotionen, Eindrücken, Formen und Gestalten, welche ausserirdisch schienen… dermassen ausserirdisch, dass die Sonne am Ende eines jeden Tages sich diesen Anblick erneut gönnen wollte, so dass sie extra lange da verweilte und es kaum schaffte davon Abschied zu nehmen. Aber was sind Wörter? Die Aussagekraft meiner ist zumindest nichts im Vergleich zu jener der Landschaft selbst. Also macht euch mal selber ein Bild davon, während wir uns entsalzen (wenn jemand noch Salz für seine Grillabende möchte, bitte bei uns melden!) 🙂
Konnte das Ganze noch getoppt werden? Gab es etwas Besseres? Der Tag fing zumal nicht schlecht an: nach Unmengen an Steinformationen, welche den Beweis darstellten, dass der Wind sich im Laufe der Jahrhunderte als Bildhauer versucht hatte, kamen sie: die in dieser Einsamkeit, dieser trockenen Wüstenlandschaft und unfreundlichen Umgebung so fehl am Platz und umso unglaublicher scheinenden Flamingos, welche nicht nur eine gewisse Eleganz, sondern auch genau den richtigen Farbenfleck verliehen um die Landschaft als herrlich zu bezeichnen. Da tobten wir uns mit dem Fotoapparat aus wie kleine Kinder, welche die Welt entdeckten – wir entdeckten sie nämlich auch und was für eine Welt! Eine in schwindelerregender Höhe (wir bewegten uns die ganze Zeit zwischen 4000 und 5000 m ohne das überhaupt zu merken, da einem alles flach vorkam, allein die schwerfälligen Atemzüge erinnerten einen daran, als man sich anstrengte), eine in der bolivianischen Ferne versteckte Wunderlandschaft, ein von niemandem erahntes und vermutlich von vielen unterschätztes Naturwunder welches sich nun vor unseren Augen in seiner vollen Pracht zeigte. Wir hatten uns verliebt… und der Tag war erst in der Hälfte.
Kunst? Farbenpracht? Malerei? All diese Begriffe erhalten hierzulande eine neue Definition, spätestens wenn man an diesem Ort ankommt: Laguna Colorada. Monet mit seinen eindrücklichen impressionistischen Gemälden war ein Baby, nicht einmal ein Lehrling der Natur hätte er sein können. Auf einer Höhe von knapp 5000 m, in welcher der Wind sich unbedingt behaupten möchte und die Landschaft dermassen unfreundlich gestaltet, fing die Mutter Erde an die Symphonie der Farben zu komponieren. Sie mischte das Blau des eiskalten Wassers mit dem leidenschaftlichen Rot der Meeresalgen, welche fast sagen wollten, dass es trotz Kälte im Meer viele Geheimnisse zu entdecken gibt. Sie mischte das Hellblau des vor lauter Schönheit erstarrten Himmels mit dem seltenen Grün der mutigsten Pflanzen, die sich trotz Witterungen entschieden da zu blühen und zum Wunderklang beizutragen. Und als dieser Rahmen bereit war, warf sie einige Farbentöne hinein: die zart-rosafarbigen Flamingos, welche aus lauter Neugierde die Meeresgeheimnisse zu kennen immer mehr von den roten Algen assen und somit immer rötlicher wurden; die weissen, braunen und schwarzen Lamas, welche einen doch daran erinnern sollten, dass man sich im Herzen der Gebirge befand und die weissen Wolken, leere Gedankenblasen, welche die Sprachlosigkeit des menschlichen Wesen vor einer solchen Schönheit verkörperten. Da war das Meisterwerk der Mutter Natur vollbracht, die Symphonie der Farben eine Tatsache und ihr Klang einfach magisch. Aber hört doch selber zu:
Gerne trotzten wir hiesiger Bedingungen, den prekär eingerichteten Zimmern und den eisigen Temperaturen. Wir waren ja gespannt, wie das Märchen zu Ende gehen würde: was käme denn noch? Ein Tag war noch übrig, wie würde er es schaffen, die vergangenen zu toppen? Schaut euch aber diese Bilder an, schaut euch diesen Guten-Morgen-Weckruf von der Sonne mitten in dieser surrealen und ausserirdischen Geysir-Landschaft. Es war, als hätte die Erde selber sich geöffnet und schreien wollen, dass sie auch eine Künstlerin sei. Jahrtausende alte Liebesbriefe, welche sich die Erde nie zu verschicken traute, entkamen nun und begaben sich in Dampfform Richtung Himmel. Es war vollbracht, der Himmel wusste nun von seiner ewigen heimlichen Verehrerin, die Erde… sein Herz schmilz vor Freude und er begann mit den Sonnenstrahlen die Erde mit Küssen zu überhäufen. Eine ewige Liebesgeschichte mit glücklichem Ende… und wir als privilegierte Zeugen.
Langsam aber sicher sollte das Wunder vorbei sein, dachten wir uns. Wir mussten ja zurück, zurück in die reale Welt, zurück nach Uyuni, zurück auf Planet Erde. Aber das Märchen wollte kein Ende nehmen… die Natur wollte sich von uns mit einem friedlichen, magischen Ort verabschieden. Vielleicht um uns zu verführen? Um uns immer wieder zurückrufen zu können? Waren wir nun Gefangene dieser Schönheit? Wen kümmert es? Bei solchen Anblicken stören die Ketten gar nicht mehr! Zurück in Uyuni wurden wir von Allreisenden wieder zu normalen Menschen, welche ihren Alltagsbeschäftigungen und Bedürfnissen nachgehen mussten. Patric musste ein Ladegerät für seine Kamera finden – welches er tatsächlich in der alles enthaltende „la bolsita“ eines Kioskverkäufers fand, wir alle mussten uns diesmal mit Fleisch und nicht nur mit Naturschönheiten ernähren… und zu guter Letzt mussten wir unser Hab und Gut auf den Bus nach La Paz bringen, da eine Nachtreise uns bevorstand.
Ja, wir waren müde, wir waren erschöpft und diese uns bevorstehende Fahrt nach la Paz sollte keineswegs genug sein um von sämtlichen erlebten Sachen wieder zu träumen. Wir brauchen viel mehr Zeit um alle Eindrücke zu verarbeiten, alle Schönheiten gerechterweise in Erinnerungen umzuwandeln. Eines ist jedoch klar: Bolivien ist ein Diamant in roher Form, ein noch unentdeckter Edelstein, ein Wunder und ein Traum… Die bevorstehende Nacht wird sicherlich genug sein um zu realisieren, wie glücklich wir eigentlich sind nach solchen Erlebnissen erschöpft einzuschlafen…
Brrrrrr si Zzzzzzzz… Traducerea: inveliti ca si niste mumii in paturi pentru a putea face fata temperaturilor din calatoriile nocturne cu autobuzul prin desertul Atacama am inchis intr-un final ochii, ne-am rabatat scaunul in incercarea disperata de a ajunge la o pozitie oarecum orizontala si am atipit morti de obositi. Bye bye Chile, bun venit Bolivia! Sau cel putin asa am gandit pana cand am ajuns la granita. In timp ce la frontiera Chile-ului lucrurile au decurs cat se poate de bine si de simplu (vamesii din Chile parca abia au asteptat sa scape de noi!) 🙂 bolivienii au parut a fi mai chitibusari. Intregul autobuz a trebuit sa fie golit, fiecare a trebuit sa isi duca frumusel bagajul personal pentru a-l trece printr-un scanner si ulterior inapoi in autocar (atat timp cat nu a fost detectat nimic iesit din comun la control). Urmatorul pas a fost controlul normal de pasapoarte. In linii mari nimic neobisnuit. Pana cand am ajuns eu la rand si i-am intins cu un zambet pe buze vamesului pasaportul meu pentr a mi-l stampila. Acesta la randul sau l-a luat, l-a studiat de parca i-as fi inmanat cel putin o scrisoare din cosmos, s-a holbat la monitorul computerului, a revenit la pasaport analizandu-l din nou parca si mai in detaliu dandu-mi impresia ca in orice moment se va scula, isi va pune manusi pe maini si il va duce intr-un laborator pentru alte teste… si intr-un final rosti scurt si la obiect: „va trebuie viza pentru a intra in Bolivia!” Poooooftim? Acum eu eram cea care primisese o stire extraterestra. „Aveti nevoie de viza, nu puteti intra in tara“, repetase omul in timp ce eu incepusem sa simt intreaga paleta de temperaturi in corp – si anume deodata – incepand sa intru in panica. Cu o naivitate de zile mari incepusem sa ii explic: „Romania este membra a Uniunii Europene deja din 2007”… incercand sa ii dau lectii de intelegeri bilaterale si spatiu Schnegen: „pana in 2017 am avut un statut special alaturi de Bulgaria, insa din 2017, de cand s-au implinit cei 10 ani de la intrarea in Uniune, avem exact acelasi statut si drepturi precum celelalte tari membre.” Aha, ma gandeam eu, acum in sfarsit va pricepe ca facuse o greseala! 🙂 Insa din pacate drept raspuns la lectia mea venise intr-un ton oarecum enervat si mai rastit: „Aveti nevoie de viza, faceti parte din grupa 2!” Si ce imi vad ochii? La ghiseul sau era lipita o hartie oarecum ingalbenita de vreme si neactualizata de ceva ani, pe care tarile erau grupate intr-o serie de categorii si regimuri de vize. In timp ce Elvetia si toate tarile membre ale Uniunii Europene se aflau fain frumos in grupa 1, Romania si – ce sa vezi, fratii bulgari – se aflau mari si late in grupa 2, o grupa mai putin privilegiata care avea nevoie fie de o viza in prealabil, fie o putea cumpara la un pret chilipir de 100 de dolari (americani!) pe loc. Teoria mea? Schimbarea statutului international al Romaniei si Bulgariei a avut loc in urma cu doar cateva luni, astfel incat nu toate punctele de control de frontiera din regiunile izolate ale Americii de Sud au aflat de aceasta, in conditiile in care acestea isi actualizeaza sistemul si hartiile afisate o data la cativa ani. 🙂
Ok, in momentul de fata situatia arata in felul urmator: rucsacul meu se afla dupa controlul de scanner din nou in autobuz, Rafi statea langa mine cu stampila salvatoare in pasaport, Patric la randul sau se afla undeva in aeroportul din Lima unde deja isi absolvise mai mult de jumatate din maratonul sau de calatorie de aproximativ 50 de ore si se bucura sa ne intalneasca in curand in Uyuni… iar eu, eu nu puteam sa intru in tara! 🙂 Cea mai apropiata ambasada a Boliviei sau a Romaniei? Probabil in Santiago de Chile, o calatorie de cel putin 2 zile de unde ne aflam noi la momentul respectiv. Noi deja vedeam urmatorul scenariu in fata ochilor: sarmanul Patric, oare ce va zice cand – dupa calatoria groaznica Elvetia-Uyuni cu 4 zboruri si o noapte in aeroportul din La Paz se va trezi singur in Uyuni si va primi un mesaj de la noi in care ii transmitem ca nu putem intra in tara si ca ne intalnim probabil o saptamana mai tarziu, trebuind sa anulam toate planurile pe care le aveam in Bolivia. 🙂 Ok, scenariu de groaza, inapoi insa la realitate si la incercarea de a rezolva problema. Pot primi o viza pe loc? Da, din fericire ma aflam in grupa 2 – bietele tari din grupa 3 ar fi avut nevoie de permisiunea animalului de companie al bunicilor legalizata la notarul din satul vecin si semnata de calul postasului. 🙂 Huch, ca norocul grupa 2! 🙂 Insa si eu aveam o problema intr-atat de complicata, incat a fost nevoie sa vina un alt functionar care ne-a escortat pe mine (si pe Rafi) intr-o camaruta mica si ne-a adus la cunostiinta de ce acte aveam nevoie pentru a primi mult dorita viza: 100 dolari (bifat), copie dupa pasaport (bifat), poza de pasaport (bifat), copie a certificatului de vaccin impotriva febrei galbene (nu bifat – aveam originalul, insa nici o copie la mine!)… si ar mai fi un bilet de iesire din tara precum si un extras de cont care sa ateste existenta suficientor fonduri pe durata sederii, lucruri la care insa s-a inchis un ochi pentru ca vorbeam spaniola si am avut astfel parte de un tratament oarecum preferential. Dupa alte 5 minute de discutii unul dintre vamesi a fost de acord sa faca acea copie lipsa dupa certificatul de vaccin cu xerox-ul lor din birou – partea proasta a fost doar ca in timp ce acesta facea pe secretara noi vazuseram autobuzul iesind din vama cu tot cu bagajul nostru. Scena urmatoare? Rafi si eu fugeam panicati dupa autobuz pentru a-l atentiona pe sofer ca inca nu se aflau toti pasagerii inauntru, in timp ce vamesul la randul sau fugea dupa noi respectiv dupa mine pentru ca inca nu aveam viza. 🙂
Cateva minute mai tarziu ne aflam in autobuz, eu cu un puls mai ridicat decat dupa maratonul Jungfrau si Rafi usurat: intraseram in tara, bietul Patric nu trebuie sa calatoreasca de unul singur prin Bolivia! 🙂
Odata ajunsi in Uyuni mi-am dat seama ca ne aflam intr-un paradis fotografic: atat de multe femei imbracate in portul traditional (asa numitele Cholitas), atatea fizionomii autentice, tipice, atatea culori si impresii care abia asteptau sa fie surprinse de lentila camerei mele… Din pacare a trebuit sa constat ca oamenii erau foarte timizi, retrasi si deloc bucurosi de a se lasa fotografiati. In concluzie stiam ce ma astepta: pe aceste meleaguri aveam sa imi fac o cariera de fotograf-spion in stil indian: si anume trebuia sa fotografiez oamenii pe ascuns si fara a le cere acceptul in prealabil. Insa inapoi la povestea noastra: in ciuda lipsei de somn, a faptului ca am fost la un pas de a fi deportati si a calatoriei lungi pe care o aveam la activ, trebuia sa alegem si sa organizam turul pe care aveam sa il facem aici in urmatoarele zile. Sarmanul Patric avea sa ajunga si el la randul sau mort de obosit a doua zi si nu vroiam sa pierdem mult din timpul (si asa destul de scurt) pe care il aveam la dispozitie in Bolivia. Zis si facut: la scurt timp dupa sosirea in Uyuni am si rezervat turul monstru de 3 zile, tur care avea sa inceapa – tineti-va bine – chiar ziua urmatoare. Patric la randul sau avea sa fie preluat (pe gratis) de la aeroport – dupa cele 4 zborurile si 2 zile de calatorie – si urma sa o luam din loc. 🙂 Aveam 2 optiuni: ori sa vedem tot ce era de vazut, ori sa ne relaxam… si bineinteles ca ne-am decis pentru prima varianta, sperand ca Patric (in ciuda epuizarii) va fi de acord cu noi. 🙂
Inainte de a ne cufunda in lumea viselor si de a recupera macar cateva ore de somn, a urmat insa antrenamentul de preinfarct numarul 2 – de parca nu ar fi fost de ajuns cu interdictia de intrare in tara! Ina piticot di Rafi piticut s-au indreptat fain frumos spre bancomatul din sat pentru a scoate ceva banuti. In timp ce lui Rafi ii reusise, Ina piticot scormonise deja prin tot ghiozdanul pentru a-si gasi card-ul pe care parca il inghitise pamantul! Dupa ce m-am linistit putin mi-am dat seama ca nu pamantul, ci bancomatul din Buenos Aires il inghitise! Hmmm, va fi oarecum dificil sa scot bani in Bolivia atata timp cat card-ul meu se afla in Argentina! 🙂 Bancomatele in America de Sud sunt setate intr-un mod foarte periculos pentru uitucii ca si mine: prima data iti vin banii, dupa care chitanta si doar la sfarsit ti se returneaza card-ul, ceea ce inseamna ca este foarte usor (mai ales cand te numesti Ina :-)) sa il uiti acolo. Hmmm… ca norocul ca posta elvetiana este pregatita pentru asemenea clienti uituci si este dispusa sa trimita un nou card la o adresa oarecare in America de Sud. Bucurosi ca am reusit sa trecem si peste acest obstacol, ne-am cufundat in bratele lui Mos Ene…
Sosise momentul: in ziua urmatoare a ajuns Patric in Uyuni, am impachetat totul si am luat-o din loc – aventura noastra de 3 zile ne astepta. Cu totii ne intrebaseram inainte de inceputul turului ce aveam de vazut prin imprejurimi, oare 3 zile nu erau prea mult timp? Da, stiam ceva despre lacul salin Uyuni, care se presupune ca trebuia sa fie destul de mare, insa in afara de acesta? Sinceri sa fim, sperantele si asteptarile noastre nu erau atat de mari. Insa ne-am zis ca mai bine sa fim pe drum undeva decat sa petrecem cele 3 zile in asezarea Uyuni si sa fotografiem oameni pe ascuns. 🙂
Turul nostru incepuse intr-o maniera foarte relaxata, am facut cunostiinta cu soferul (un tip foarte simpatic si de treaba) si cu ceilalti 3 pasageri. Cu acestia comunicarea a ramas la salutul initial pe care ni l-am dat, sa spunem ca nu au fost neaparat cei mai comunicativi 3-paduchi pe care i-am fi putut avea drept coechipieri de aventura. 🙂 Prima oprire a fost un cimitir de trenuri – cool, insa nu intr-atat incat sa ne lase masca – un loc in care fusesera depozitate trenuri vechi atat marfare cat si de pasageri, urmat de o oprire intr-un sat cu produse traditionale. Ce sa-i faci, chestii turistice ne zisaram noi… in timp ce speram ca dupa-masa sa fie mai interesanta.
Nici nu va spun cat de mult ne-au fost depasite asteptarile: dupa pranz am parasit planeta pamant si am aterizat dintr-o data intr- lume necunoscuta, ireala si cu totul iesita din comun. Intinderi nesfarsite de alb, cristale de sare cat vedeai cu ochii, acumulari de apa care reflectau soarele si peisajul intr-o maniera vesela si jucausa, automobile colorate si incarcate cu turisti ramasi fara grai care circulau aici, iar noi ne aflam in mijlocul a toate acestea. Cum reusesti sa descrii asa ceva? De parca universul fusese vizitat de muza inspiratiei si ulterior avusese chef sa creeze ceva. A luat o imensitate de alb drept foaie goala si a inceput sa astearna cuvinte si idei cu peisaje, culori, tonuri, cu lumina si umbra. Se nascuse o opera de arta: un lac salin in toata frumusetea sa, apa il canta zilnic in oglindirea sa, soarele ii tinea companie, albul acum nu mai era asemeni unei foi goale, ci o multitudine de emotii, impresii si forme, care pareau extraterestre… atat de iesite din comun, incat soarele vroia sa vada aceasta scena la sfarsitul fiecarei zi si zabovea mai mult decat avea voie, parca nereusind sa isi ia ramas bun. Insa ce sunt cuvintele? Puterea acestora de expresie nu este nimic in comparatie cu peisajul magnific in sine. De aceea, va sfatuiesc sa va faceti propria imagine despre cele descrise, in timp ce noi incercam sa scapam de toata sarea pe care am acumulat-o (daca aveti nevoie cumva de sare pentru gratarul de seara, va rugam sa apelati la noi!) 🙂
Oare putea sa devina si mai interesant? Putea sa intreaca ceva ceea ce deja vazuseram? Exista ceva si mai si? Ziua urmatoare incepuse in mod promitator: dupa o sumedenie de formatiuni de stanci si roci, care faceau dovada ca vantul isi incercase talentul de sculptor de-a lungul secolelor, au urmat ele: pasarile flamingo. Acele creaturi cu eleganta lor caracteristica si pata de culoare necesara pentru a transforma peisajul in ceva magnific care parca nu se potriveau deloc cu singuratatea si ariditatea acestor meleaguri, prezenta lor fiind astfel cu atat mai incredibila. Bineinteles ca ne-am lasat dusi de val si am inceput sa ne jucam cu aparatele de fotografiat asemeni unor copii care erau pe punctul de a descoperi lumea – si noi la randul nostru o descopeream, si inca ce lume! Una care isi ducea veacul in inaltimi uimitoare (intregul tur se desfasurase intre 4000 si 5000 m deasupra nivelului marii, insa parca nici nu iti dadeai seama ca te aflai la o asemenea altitudine, totul parea atat de plan, doar respiratia greoaie dupa cateva miscari mai solicitante iti aminteau unde te aflai), o lume de vis, o minune ascunsa undeva in indepartarile din Bolivia, o lume nebanuita de nimeni si probabil subestimata de multi care acum ni se asternea in fata ochilor in toata frumusetea sa. Ne indragostiseram… si ziua nici macar nu se terminase!
Arta? Miraj de culori? Pictura? Toti acesti termeni capata o noua definitie pe aceste meleaguri cel tarziu in momentul in care ajungi aici: Laguna Colorada. Monet cu picturile sale impresioniste a fost mic copil, nici macar ucenic al naturii nu ar fi reusit sa fie. La o altitudine de 5000m, unde vantul tine mortis sa isi afirme suprematia si decoreaza peisajul intr-un mod atat de neprimitor, mama natura a inceput sa compuna simfonia culorilor. A amestecat albastrul apei cu rosul pasional al algelor marine, care par a spune ca in ciuda frigului, marea are o sumedenie de misterii de oferit. A amestecat albastrul deschis al cerului ramas inghetat de atata frumusete cu verdele rar al celor mai curajoase plante care infrunta toate atrocitatile si conditiile grele pentru a inflori aici si a contribui si ele la magia locului. Cand a reusit sa termine acest cadru, mama natura a mai aruncat niste nuante pe panza operei sale de arta: pasarile flamingo de un roziu pal care din curiozitatea de a se infrupta din misterele marii nu mai conteneau sa se hraneasca cu algele rosii ale acesteia, lamele albe, maro si negre menite sa aminteasca ca totusi ne aflam in inima muntilor si nu in ultimul rand norii albi, bulele albe, fara text din desene animate, dovada a lipsei de grai a fiintei umane in fata unei asemenea frumuseti. Opera de arta a mamei naturi era completa, simfonia culorilor era o realitate iar sunetul sau de-a dreptul mirific. Insa ascultati singuri:
Cu drag am infruntat conditiile de aici, camarutele foarte saracacios si simplu decorate si temperaturile foarte scazute. Eram foarte curiosi sa aflam cum avea sa se sfarseasca basmul in care ne aflam, ce mai urma? Mai aveam o zi, oare cum va reusi aceasta sa le intreaca pe ultimele doua? Insa ia uitati-va la aceste imagini, ia uitati-va la acest salut desteptator al soarelui in mijlocul acestui peisaj ireal de gheizer. De parca pamantul in sine se deschisese si ar fi vrut sa tipe in toate zarile ca si el era un artist. Scrisori de dragoste vechi de milenii, pe care pamantul niciodata nu se incumetase sa le trimita, scapasera acum din adancurile acestuia si se indreptau in forma de abur si fum spre cer. Se savarsise: cerul stia acum de admiratoarea sa vesnica: tarana. De bucurie i s-a topit inima si a inceput sa o sarute cu raze firave de soare. O poveste de dragoste vesnica cu final fericit… iar noi, martori privilegiati ai acesteia.
Incet dar sigur minunea avea sa ia sfarsit, ne-am gandit noi. Trebuia sa ne intoarcem, inapoi in lumea reala, inapoi in Uyuni, inapoi pe planeta Pamant. Insa basmul parea ca nu vroia sa se sfarseasca… natura se incapatanase sa isi ia ramas bun de la noi cu un loc magic si pasnic. Poate pentru a ne seduce? Pentru a ne putea chema inapoi? Ne transformaseram in prizonieri ai acestei frumuseti? Insa pe cine intereseaza, cu asemenea imagini nici un lant nu mai deranjeaza! Inapoi in Uyuni ne-am transformat din calatori prin cosmos in oameni normali, care trebuiau sa isi vada de necesitatile lor zilnice banale. Patric a trebuit sa gaseasca un incarcator pentru bateria aparatului sau de fotografiat – pe care a si reusit sa il gaseasca in „bolsita” unui simplu vanzator la o tejghea de chiosc, iar noi toti a trebuit sa ne hranim de data aceasta cu carne, si nu doar cu miraje ale naturii… inainte de a ne urca toate boarfele in autobuzul de noapte care urma sa ne duca spre La Paz.
Da, eram obositi, eram epuizati iar aceasta calatorie care ne astepta spre La Paz nu avea nicidecum sa fie suficienta pentru a visa cu toate cele traite in ultimele zile. Avem nevoie de mult mai mult timp pentru a prelucra toate impresiile, pentru a transforma toate frumusetile in amintiri care sa le faca cinste. Un lucru insa este clar: Bolivia este un diamant neslefuit, o piatra pretioasa inca nedescoperita, o minune si un vis… Nopatea care ne astepta acum avea in mod sigur sa fie suficienta pentru a realiza cat de fericiti ne putem considera sa putem adormi epuizati dupa ce am vazut asemenea minuni…