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Familienmediation und Paarmediation
Wo Menschen zusammenleben, gibt es eine grosse Vielfalt an Vorstellungen und Lebensweisen (Einelternfamilien, Patchwork, Konkubinat, gleichgeschlechtliche Paare, binationale Paare etc.). Nicht immer sind Leitplanken vorhanden, welche helfen, die Herausforderungen zu meistern. In zwischenmenschlich emotional geladenen Situationen kann es passieren, dass Sach- und Beziehungsprobleme miteinander vermischt werden.
In solchen Situationen fällt es den Beteiligten oft leichter, diese Herausforderungen mit Hilfe einer neutralen, aussen stehenden Person anzugehen. Der Mediator übernimmt die Gestaltung des Gesprächsverlaufs, ohne zu beraten und ohne die Kompetenz zu haben, zu entscheiden. Er begleitet die Parteien beim Finden einer selbstbestimmten und einvernehmlichen Regelung des Konfliktes. Sie werden darin unterstützt, ihre Eigenverantwortung wahrzunehmen, aber auch das Gegenüber zu verstehen.
Mögliche Anwendungsbereiche in der Familienmediation und Paarmediation sind:
- Scheidung, Trennung oder Aufrechterhaltung einer Beziehung (Ehe, Partnerschaft)
- Gestaltung des Zusammenlebens oder -wirkens (normale Familien, Adoptiv-, Pflege- und Patchworkfamilien; Lebensgemeinschaften aller Art, Wohngemeinschaften)
- Klärung und Lösung von kulturellen Unterschiedlichkeiten in binationalen Paarbeziehungen
- Anpassungen bei lebensprägenden Veränderungen (Arbeitslosigkeit, Arbeitswechsel, Pensionierung)
- Stärkung der Kommunikation in Geschwisterbeziehungen oder Mehrgenerationen-Verbindungen
- Bewältigung von Schicksalsschlägen (Verlust eines Kindes, schwere Krankheit oder Unfall eines Familienmitgliedes)