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Als einziger See der Schweiz ist der Bodensee noch nicht durch technische Eingriffe reguliert. Aufgrund dieser Situation erreicht der See in den Wintermonaten einen Niederwasserstand sowie nach der Schneeschmelze einen Hochwasserstand. Der See hat aufgrund dieser starken Wasserstandsschwankungen eine spezielle Pflanzengemeinschaft an der Uferzone – die Strandrasen – geformt. Diese gibt es ausschliesslich am Bodensee. Die Arten der Strandrasen gedeihen nur auf den nährstoffarmen Uferstandorten und sind überwiegend kleinwüchsig. Zur vorhandenen Flora gehören das Bodensee-Vergissmeinnicht, die Strand-Schmiele, der Strandling sowie der Uferhahnenfuss.
Als verschollen gelten der Bodensee–Steinbrech und die Riednelke.
Die nur wenige Zentimeter grossen, in kleinen Polstern wachsenden Pflanzen entfalten ihre rosablaue Hauptblüte im Frühjahr vor dem Hochwasser und können nach dem Rückgang des Wassers im Spätsommer ein zweites Mal, aber weniger üppig blühen. Das Bodensee-Vergissmeinnicht sichert sich seine Existenz sowohl durch die Produktion von Samen als auch durch Ausläuferbildung.
Obwohl die Strand-Schmiele auf den ersten Blick eine eher unscheinbare Gras-Art ist, ist sie dennoch einzigartig. Die Pflanzen vom Bodensee unterscheiden sich von verwandten Arten durch eine auffällige Form der vegetativen Vermehrung, der sogenannten Pseudoviviparie oder Vergrünung.
Die Blüten bilden anstatt Samen kleine neue Graspflänzchen. Biegen sich die Blütenhalme um, haben sie die Möglichkeit, in der Umgebung neu anzuwurzeln. In Europa kommt Pseudoviviparie in der Gattung Strandschmiele nur am Bodensee und in den nördlichen Regionen vor.
Der Strandling ist vielerorts verschwunden. Er wächst auf nährstoffarmen Böden. Beim Ausbleiben regelmässiger Hochwasser (durch Wasserstandsregulierung) wird er rasch von
anderen Pflanzen verdrängt. Der Strandling ist stark gefährdet, in Teilregionen sogar vom Aussterben bedroht. Am Bodensee gibt es noch etwa 30 kleine Vorkommen in Münsterlingen, Kreuzlingen und Bottighofen.
Schnittlauch ist ein in den alpinen Regionen Europas beheimatetes Zwiebelgewächs.
Sie bevorzugen Felsterassen hochmontaner und subalpiner Feuchtweiden und steinige Fluss und Seeufer. Der kleine Igelkolben liebt steinige Ufer, Sümpfe und Moore.