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Der Schweizer Oscar Assadullah Mukhtar Bergamin hilft den Flüchtlingen, denen in den verschiedenen Lagern im Norden Syriens der Hungertod droht. Er hat dazu im Juli 2013 in Zürich das Hilfswerk "Ash-Sham Care" gegründet.
In den letzten Monaten sind Syrer in belagerten Gegenden nicht nur wegen der Kämpe, sondern auch an Hunger, Durst, Krankheiten und nun auch an der Kälte gestorben. Als es kein Mehl mehr gab, machten sie Brot aus Linsen, und als keine Linsen mehr da waren, assen sie Katzen, Hunde und Esel. Kinder essen in ihrer Not sogar Blätter und Karton.
Trotz der Risiken und Gefahren pendelt der Schweizer Oscar Assadullah Mukhtar Bergamin zwischen Zürich und dem türkischen Gaziantep, von wo aus er gemeinsam mit lokalen Hilfswerken Nahrungsmittel und Decken in verschiedene Flüchtlingslager bringt. Aus Sicherheitsgründen nennt er die Namen der Lager nicht.
Während er unterwegs nach Nordsyrien war, erklärte er am 17. Dezember 2013 gegenüber swissinfo.ch am Telefon, "Ash-Sham Care" sei eines der wenigen europäischen Hilfswerke, die mit logistischer Unterstützung aus der Türkei direkt im Norden Syriens arbeiteten. Die Bilder hat er in verschiedenen Lagern während des ausserordentlich harten Winters dort geschossen, und er erzählte, wie er vorgeht und was er inner- und ausserhalb der Lager erlebt hat.
Bergamin, ein Schweizer Bürger, wurde 1964 in den Niederlanden geboren. Nachdem er Medien und Kommunikation studiert hatte, arbeitete er von 1999 bis 2009 als Journalist. Seine Faszination für die Geschichte, die Kunst und die Kultur des Islams führte ihn für längere Aufenthalte nach Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Irak und in die Türkei.
Danach begann er, islamisches Recht und den Hadith zu studieren. 2005 konvertierte er zum Islam. Ende 2009 trat er dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) des kontroversen Konvertiten Nicolas Blancho bei. Doch zwei Jahre später verliess er die Gruppe wegen Meinungsverschiedenheiten wieder.
Nachdem seine 2010 gegründete Firma für syrische Möbel (Pierre Loti Design) in Damaskus zerstört worden war, gründete er die Nichtregierungs-Organisation "Ash-Sham Care" mit humanitären Projekten in Libanon, Syrien und der Türkei. Bergamin arbeitete während zweier Jahre als Fachoffizier für die Schweizer Armee in Kosovo und ein Jahr als internationaler Zivilberater für das "Psychological Operations Support Element" der NATO-Truppen (ISAF) in Kabul, Afghanistan.
(Bilder: "Ash-Sham Care"; Quotes: Oscar Bergamin; Produktion: Islah Bakhat, Christoph Balsiger, swissinfo.ch)