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In meiner persönlichen Corgi-Geschichte habe ich dargelegt, wie es zu meiner nach mehr als fünfzig Jahren wiedererwachten Begeisterung für Corgi-Modelle kam und dass ich einen Teil meiner Sammlung aus den Sechzigern wieder zusammentragen möchte.
Das waren damals die ganz klassischen Corgi Toys. Ich hatte keine Modelle der 1964 eingeführten Reihe Husky Toys (ich weiss nicht einmal, ob diese Modelle überhaupt in Deutschland erhältlich waren); diese Konkurrenzmodelle zu Matchbox im Massstab von ca. 1:64, aber mit Fenstern und Federung, wurden im Rahmen eines Exklusivvertrags in Grossbritannien nur über die Kaufhauskette Woolworth vertrieben. Ich besass auch nie Modelle der Reihe Corgi Classics. Logischerweise werde ich auf diese Modelle auch jetzt verzichten.
Diese Website heisst im Untertitel „Die ‚goldenen Jahre‘ der Corgi-Toys bis 1970“. Diese Bezeichnung stammt nicht von mir; Sie finden sie in der „offiziellen“ Firmengeschichte „The History of Corgi“ auf der → Website von Hornby, dem heutigen Besitzer der Corgi-Markenrechte. Tatsächlich markiert diese Zeit eine Zäsur in der Geschichte der bis dahin so erfolgreichen Firma Mettoy. Am 10. März 1969 vernichtete ein Feuer das Lagerhaus der Fabrik in Swansea mit vielen Unterlagen und vor allem einer fertigen Jahresproduktion von Modellen, so dass es ernste Lieferschwierigkeiten gab, von denen die Konkurrenz erheblich profitierte.
Sehr anschaulich illustriert wird diese Entwicklung in den Kapitelüberschriften zu dieser Zeit im Buch von Manzke:
1.3 – The Early Sixties: Phenomenal Growth
1.4 – The Late Sixties: King of the Hill
1.5 – The Early Seventies: Turmoil and Chaos
Die Husky-Modelle hatten nicht den Erfolg gebracht, den man sich von dieser Matchbox-Konkurrenz versprochen hatte. Zudem tauchte mit den Hot Wheels von Mattel (1967) eine sehr ernsthafte neue Konkurrenz auf; Corgis Mitbewerber reagierten mit den Modellen Superfast (Matchbox) und Speedwheels (Dinky Toys). Corgi brachte die Whizzwheels (für mich der Anfang vom Ende der klassischen Corgi-Modelle) und stellte die Husky-Reihe ein, die ein kurzes weiteres Leben als Corgi Rockets (mit Whizzwheels) und dann ein neues Leben als Corgi Juniors hatte. Diese Modelle in kleinem Massstab haben mich aber nie interessiert, ebenso wie die neuen grösseren (1:36) Modellreihen.
Kommen wir noch einmal kurz zu den Whizzwheels und meiner tief sitzenden Abneigung gegen diese Modelle, die letztlich zum Ende meines Corgi-Interesses führte. Worum geht es dabei?
Im Katalog 1970 (Abb. oben) wurde diese neue Technik erstmals vorgestellt. Die breiten Kunststoff-Räder (nur bei den sehr frühen Modellen gab es Gummireifen) an dünnen Drahtachsen statt der bis dahin verwendeten Metallstangen als Achsen sollten einen leichteren und längeren Lauf ermöglichen – die Hot Wheels von Mattel liessen grüssen. Dass die Räder breiter wurden, hätte ich vielleicht akzeptieren können, aber die Nachteile überwogen (und überwiegen bis heute) für mich:
Reduzierter Funktionsumfang und geringere Modelltreue sollten also der Fortschritt bei den Corgi-Modellen sein? Nein, danke – ohne mich, 2023 genauso wie schon 1970. Ich bleibe also bei den klassischen Modellen bis 1970, natürlich einschliesslich der Corgi Majors, die trotz des eigenen Namens einfach Modelle nach grossen Vorbildern (Tankwagen, Autotransporter, Baumaschinen) darstellen, aber ansonsten in Corgi-typischer Qualität und Vorbildtreue gefertigt wurden.
Literatur:
Copyright © 2023 und verantwortlich für den Inhalt:
Erste Veröffentlichung am 6. April 2023, letzte Bearbeitung am 6. April 2023.
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