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12 Prozent «kiffen»
Kaum Unterschied zwischen 16-jährigen Knaben und Mädchen
Im Verlaufe der letzten zwölf Monate haben sowohl 12,5 Prozent der 16-jährigen Knaben wie auch der gleichaltrigen Mädchen mehr als 40-mal Cannabis konsumiert. Bei jenen, die weniger gehascht haben, ist der Anteil der Mädchen grösser.
Im Alter von 16 Jahren haben innerhalb eines Jahres 43,9 Prozent der Knaben und 50,1 Prozent der Mädchen mindestens einmal Cannabis (Haschisch, Shit, Gras, Marihuana) eingenommen. Dies geht aus einer Befragung bei den Freiburger Schülerinnen und Schülern (vgl. Kasten) hervor. Gross ist der Anteil der Mädchen, die angaben, ein- bis zweimal resp. drei- bis neunmal (je 16,7 Prozent) leichte Drogen konsumiert zu haben. Bei den 16-jährigen Knaben liegt dieser Anteil bei 12,6 resp. 9,4 Prozent. Dies lässt die Vermutung zu, dass sich die Lust am Ausprobieren bei den Mädchen später bemerkbar macht als bei den Knaben.
Dies trifft besonders bei den 15-Jährigen zu. Bei den Knaben haben in diesem Alter 14 Prozent ein- bis zweimal Cannabis konsumiert, bei den Mädchen bloss 8,9 Prozent.
Bei den 14-Jährigen haben gemäss Umfrage 5,1 Prozent der Knaben und 2,5 Prozent der Mädchen im Verlaufe der letzten zwölf Monate mehr als 40-mal Cannabis konsumiert. 10,3 Prozent der Knaben und 9,8 Prozent der Mädchen haben in dieser Zeitspanne ein- bis zweimal leichte Drogen eingenommen, 5,2 Prozent (Mädchen = 8,2 Prozent) haben dies drei- bis neunmal getan, 5,1 Prozent (3,2) zwischen 10- und 40-mal.
Freiburg
im schweizerischen Vergleich
Im Vergleich zur übrigen Schweiz sehen die Freiburger Zahlen bei den 14-Jährigen ähnlich aus, insbesondere bei jenen, die im Verlaufe des letzten Jahres mehr als 10-mal Cannabis konsumiert haben. Bei den 15-Jährigen liegen die Freiburger Zahlen deutlich über jenen der Schweiz. Bei den 16-jährigen Knaben ist der Anteil der Freiburger, die regelmässig Cannabis konsumieren, wesentlich kleiner (12,5 gegenüber 17,6 Prozent) als in der übrigen Schweiz. Umgekehrt verhält es sich bei den 16-jährigen Mädchen (12,5 gegenüber 8,2 Prozent).
Harte Drogen
1,2 Prozent der 14-jährigen Freiburger Knaben nehmen häufig oder mehrmals harte Drogen (Heroin, Opium, Morphium) ein. Bei den Mädchen sind es null Prozent. Bei den 16-jährigen Freiburgern sind es nicht nur die Mädchen, die nie harte Drogen nehmen, sondern auch die Knaben. Im schweizerischen Vergleich steigt der Anteil jener, die mehrmals oder häufig harte Drogen konsumieren, von 0,7 Prozent bei den 14-Jährigen auf 1,2 Prozent bei den 16-Jährigen. Deshalb kommt der Verdacht auf, dass die älteren Schüler den Konsum von harten Drogen trotz anonymer Befragung nicht mehr zugeben wollen.
Ähnliche Feststellungen können beim Konsum von Ecstasy, Stimulanzen, Medikamenten (missbräuchlich), Kokain, inhalierten Lösungsmitteln der halluzinogenen Pilzen gemacht werden.
Lust zum Ausprobieren
Ähnlich wie beim Tabak- und Alkoholkonsum nennen die Schülerinnen und Schüler die Lust zum Ausprobieren als häufigsten Grund, weshalb sie illegale Drogen konsumieren. Die Wirkung der Drogen, aber auch der Freundeskreis, der Treffpunkt der Jugendlichen verleiten zum Drogenkonsum. Andererseits ist es die Gefahr, nicht mehr davon loszukommen, sowie der hohe Preis, welche die Schüler abhalten, Drogen einzunehmen.
Die Information über die Folgen des Drogenkonsums liegt denn auch im Vordergrund der Empfehlungen im Präventionsbereich. Verstärkte Interventionen sieht Petra Del Curto, Beauftragte für Prävention und Gesundheitserziehung des Kantons Freiburg, bei den Fest- und Sportanlässen, Zusammenkünften von Jugendlichen und bei der Organisation von Freizeitaktivitäten. az
Gesundheitsverhalten
der Schüler (5)
Die Freiburger Nachrichten haben am Donnerstag, 8. Januar 2004, die «Freiburger» Ergebnisse einer Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) veröffentlicht. 1210 Freiburger Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 16 Jahren haben sich dabei an einer Umfrage beteiligt. Die FN gehen nun in einer losen Folge detailliert auf die Ergebnisse in den einzelnen Bereichen ein und stellen auch die Vorschläge vor, welche das Kantonsarztamt zu den Feststellungen ausgearbeitet hat. In der heutigen Ausgabe steht der Drogenkonsum im Vordergrund. az