Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/2345

Was muss man zu Videoauflösung und Videokompression wissen?
Der stetige Aufwärtstrend bei der Bildauflösung hält nicht nur bei den Handys an. Auch bei den Überwachungskameras sind Geräte mit immer mehr Megapixeln, d.h. besserer Videoauflösung erhältlich, was grundlegend ja eine gute Sache ist. Durch eine hohe Videoauflösung sind auch kleinste Details gut erkennbar.
Eine hohe Videoauflösung bringt aber auch Nachteile
Da die Datenmenge bei einer hohen Auflösung meist vervielfacht wird, muss auch für die Speicherung und den Transport der Daten (das Netzwerk) eine entsprechende Infrastruktur bereitstehen. Ein Netzwerk einer Videoüberwachung, in dem viele Videostreams übermittelt werden, kann schnell an seine Grenzen stossen. Dies führte dazu, dass ausgeklügelte Kompressionsmethoden entwickelt wurden und wohl auch noch in Zukunft weiterentwickelt werden. Bei der Videokompression werden die Daten in der IP-Kamera komprimiert, im Fachjargon heisst das entsprechende Modul Encoder, so dass die Datenmenge, die über das Netzwerk verschickt werden muss möglichst klein ist. Im Videorekorder werden dann die komprimierten Daten gespeichert, so dass auch hier Speicherplatz gespart werden kann. Die Entkomprimierung, auch Dekomprimierung oder Dekompression genannt, macht dann der Decoder, dies aber erst wenn die Daten angeschaut werden. Die heute aktuellen Kompressionsmethoden sind H.264, H.265 und H.265+. Die ersten beiden Methoden sind Industriestandards, H.265+ ist vom grössten Überwachungskamera-Hersteller Hikvision selbst.
Hier ein Vergleich der aktuellen Kompressionsmethoden:
(keine echten Werte, nur Veranschaulichung):
Wie viele 2-Megapixel-Kameras kann ein 20-MB‑Breitbandnetzwerk aufnehmen?
Wie viel Speicherkapazität benötigen acht 2-MP‑Kameras, die einen Monat lang aufzeichnen?
Wichtig ist dabei zu verstehen, dass alle verwendeten Komponenten mit der jeweils gewählten Kompressionsmethode umgehen können. Eine noch grössere Datenreduktion kann damit erreicht werden, dass Regionen im Bild definiert werden, die für die Videoüberwachung unwichtig sind. Dadurch kann in diesen Regionen die Bildqualität verringert werden. Auch kann bei dieser intelligent Art zu komprimieren, definiert werden, dass die Kompression nur dann verringert wird, wenn ein bewegtes Objekt im Bild erscheint (z.B. Person oder Auto). Diese Objekte werden dann in besonders guten Qualität komprimiert. Diese intelligente Videokompression wird auch Smart Codex genannt.
Zusammengefasst kann man also sagen, dass durch die höheren Auflösungen der Überwachungskameras die Datenmengen stetig ansteigen und dass versucht wird, durch immer intelligentere Videokompressionsmethoden (z.B. Smart Codex), die grossen Datenmengen zu reduzieren und so wieder handelbar zu machen.