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- Können die beliebten Jahresmärkte und Veranstaltungen von Bio Suisse (Beispiel: "O Sole Bio" in Zug) trotz Corona-Krise durchgeführt werden?
- Welche Schutzkonzepte müssen Landwirtschaftsbetriebe mit Angestellten oder Lernenden haben, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden?
- Unterstützt Bio Suisse Betriebe, die ihre Produkte nicht absetzen können?
- Viele ausländische Arbeitskräfte können oder wollen nicht mehr in die Schweiz kommen: Wo finde ich Plattformen, die mich bei der Suche nach Arbeitskräften unterstützen?
- Wie wirkt sich die Coronakrise und die vom Bundesrat erlassenen Massnahmen auf meine Bio-Kontrolle aus?
- Wie kann ich als Betreiber eines Hofladens TWINT einrichten?
- Gibt es Anzeichen, dass sich die Krankheit auf Nutztiere überträgt?
- Gibt es für den Agrarsektor Zugang zur Kurzarbeitsentschädigung?
- Wie schützen sich die Knospe-Produzenten? Wie schützen sie ihre Betriebsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
- Welche Schutzkonzepte müssen Landwirtschaftsbetriebe mit Angestellten oder Lernenden haben, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden?
- Dürfen Hofläden offenbleiben?
- Können Wochenmärkte durchgeführt werden?
- Ist die Versorgung mit Saatgut, Setzlingen und Futtermitteln gewährleistet?
- Wie sieht es aus mit den Erntehelfern aus dem Ausland: Dürfen die noch einreisen?
Landwirtschaft
(Letzte Aktualisierung: 24.6.20)
KÖNNEN DIE BELIEBTEN JAHRESMÄRKTE UND VERANSTALTUNGEN VON BIO SUISSE (BEISPIEL: "O SOLE BIO" IN ZUG) TROTZ CORONA-KRISE DURCHGEFÜHRT WERDEN?Grundsätzlich müssen die Organisatoren des jeweiligen Marktes entscheiden, ob der Anlass unter den absehbaren Bedingungen durchführbar ist.
Das Bundesamt für Landwirtschaft gibt nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Gesundheit folgende Hinweise:
- Regelmässige Wochenmärkte sind zulässig, da sie dem Verkauf dienen.
- Die in grösseren Abständen stattfindenden regionalen Märkte und Jahresmärkte könnten je nach Ausrichtung als Veranstaltungen eingestuft werden und wären in diesem Fall nicht bewilligungsfähig.
- Elemente mit Freizeitcharakter (z.B. Schiessbuden oder Karussels) sind generell nicht zulässig.
- Wenn ein Markt durchgeführt werden soll, muss ein detailliertes Schutzkonzept eingereicht werden und die Vorgaben betreffend Abstand und Hygiene müssen umgesetzt werden.
- Es ist dazu zwingend die Bewilligung des Kantons bzw. des Standortes erforderlich. Diese muss schriftlich vorliegen und zudem klarstellen, dass das eingereichte Schutzkonzept akzeptiert und die Abstands- und Hygieneregeln genehmigt sind. Wenn nicht, besteht das Risiko, dass der Anlass untersagt oder während der Durchführung geschlossen wird.
- Der Bund kann jederzeit aufgrund der aktuellen Lage neue Entscheide treffen.
- Es ist zurzeit offen, was nach Ende August gelten wird, wenn das aktuelle Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ausläuft.
- Für weitere Informationen: Patricia Maurer kontaktieren
Für die Veranstaltungen vor den Sommerferien gilt:
- Das foire agricole Suisse bio / der salon des vins Suisse bio (Bio-Agri/Bio-Vino: www.bio-agri.ch/) am 9./10. Mai finden dieses Jahr nicht in Moudon, sondern online statt. So kommen auch das Spezialthema "Agroforst" und der Ehrengast Kanton Tessin trotz Corona-Virus zum Zug.
- Die geplante Präsenz von Bio Suisse im Juni am Leimentaler Openair und das Bio Village am Slow Up Bucheggberg mussten leider abgesagt werden.
- Der Bio Marché in Zofingen ist abgesagt.
- Hallo Velo! in Bern ist abgesagt.
- O Sole Bio in Zug ist abgesagt.
WELCHE SCHUTZKONZEPTE MÜSSEN LANDWIRTSCHAFTSBETRIEBE MIT ANGESTELLTEN ODER LERNENDEN HABEN, UM EINE ANSTECKUNG MIT DEM CORONAVIRUS ZU VERMEIDEN?Die Behörden verlangen neu von allen Landwirtschaftsbetrieben mit Angestellten oder Lernenden ein Schutzkonzept, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der Gemüseproduzenten- und der Obstverband haben ein solches für Betriebe mit Spezialkulturen erstellt. Der Schweizer Bauernverband hat daraus ein angepasstes Konzept für Betriebe mit einzelnen Angestellten oder Lernenden erstellt. Beide Versionen stehen online zur Verfügung. Jeder betroffene Betrieb ist aufgefordert, eines der beiden Schutzkonzepte herunterzuladen, bei Bedarf zu ergänzen, auszudrucken und zu unterzeichnen. Ebenso muss er dafür besorgt sein, dass die dort aufgeführten Massnahmen auf seinem Betrieb umgesetzt sind.
Auch für Wochenmärkte oder agrotouristische Angebote sowie für Schlachtviehmärkte stehen Schutzkonzepte online zur Verfügung.
UNTERSTÜTZT BIO SUISSE BETRIEBE, DIE IHRE PRODUKTE NICHT ABSETZEN KÖNNEN?Selbstvermarkter, die bisher auf Märkte gefahren sind, suchen derzeit nach anderen Möglichkeiten, ihre Produkte abzusetzen. Bio Suisse unterstützt sie dabei. So machen wir beispielsweise in unseren eigenen Kommunikationskanälen auf entsprechende Angebote aufmerksam - Facebook wie auch in unserem Newsletter an die Konsumentinnen und Konsumenten. Wer sich für den Newsletter interessiert, kann sich hier anmelden.
Unten finden Sie Links auf Plattformen, die Knospe-Produkte anbieten:
- www.knospehof.ch: Bio-Abos oder -Höfe in Ihrer Nähe, direkt vom Knospe-Produzenten. Hier finden Landwirte, die kurzfristig alternative Liefermöglichkeiten auf die Beine gestellt haben, eine Präsentationsmöglichkeit
- Verkaufsstellen für Demeter-Produkte
- Übersicht über Detail- und Fachhandel mit Knospe-Produkten
- Coop @ home: Das Naturaplan-Sortiment von Coop hat praktisch nur Knospe-Produkte. Sie können sich diese bequem nach Hause liefern lassen
- Farmy: Auch diese Online-Plattform hat viele Knospe-Produkte - vorwiegend von Produzenten aus dem Raum Zürich
- Mahler & Co: Grosses Sortiment an Bio-Produkten
- Green Shop: Vorwiegend haltbare Bio-Produkte
- Biopartner: Grosses Sortiment an Bio- und Knospe-Produkten
- Bionetz: Übersicht der Bio-Fachgeschäfte in der Schweiz
VIELE AUSLÄNDISCHE ARBEITSKRÄFTE KÖNNEN ODER WOLLEN NICHT MEHR IN DIE SCHWEIZ KOMMEN: WO FINDE ICH PLATTFORMEN, DIE MICH BEI DER SUCHE NACH ARBEITSKRÄFTEN UNTERSTÜTZEN?Wer eine Möglichkeit zur Mitarbeit bietet oder sucht, nutzt die Biobörse. Zudem stehen mit agrix.ch oder agrarjobs.ch kostenlose Plattformen für die Vermittlung von offenen Stellen in der Landwirtschaft aufgrund des Coronavirus zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.
WIE WIRKT SICH DIE CORONAKRISE UND DIE VOM BUNDESRAT ERLASSENEN MASSNAHMEN AUF MEINE BIOKONTROLLE AUS?Nach Rückmeldungen der Kontrollstellen können wir davon ausgehen, dass die diesjährigen Kontrollen alle stattfinden werden. Somit besteht kein Grund zur Sorge, dass Ihr Bio-Status auf Grund von ausfallenden Kontrollen gefährdet wird. Teilweise ist mit späteren Kontrollen oder Termin-verschiebungen zu rechnen. Die Art der Durchführung der Kontrollen liegt in der Kompetenz der Kontrollstellen und findet immer nach den Vorgaben der Akkreditierung statt. Sollte die allgemeine Entwicklung eine neue Lagebeurteilung notwendig machen, werden wir wieder informieren. Für weiterführende Fragen dürfen Sie sich gerne direkt an Ihre Kontrollstelle wenden.
WIE KANN ICH ALS BETREIBER EINES HOFLADENS TWINT EINRICHTEN?Wer TWINT noch nicht nutzt, kann sich jetzt anmelden. Das bargeldlose Zahlen ist sehr praktisch und hygienisch. Hier eine Anleitung zu TWINT für Hofläden.
GIBT ES ANZEICHEN, DASS SICH DIE KRANKHEIT AUF NUTZTIERE ÜBERTRÄGT?Das BLV sagt dazu folgendes: "Das Risiko, dass Tiere bei der Ansteckung mit dem Coronavirus eine Rolle spielen, wird als sehr gering eingeschätzt. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Tiere mit dem Virus infizieren oder kontaminiert werden. Tiere selber zeigen keine Symptome der Krankheit, das heisst, sie erkranken nicht.
Landwirte und Landwirtinnen, die wegen des Coronavirus unter Beobachtung stehen und selber in Selbst-Quarantäne sind, sollten ihre Nutztiere durch eine andere Person betreuen lassen oder wenn nicht anders möglich den Kontakt auf ein Minimum beschränken.
Ansonsten gelten die normalen Hygieneregeln im Umgang mit Tieren (Quelle BLV, Stand 20.03.2020).
Weitere Informationen auch beim Bundesamt für Landwirtschaft.
GIBT ES FÜR DEN AGRARSEKTOR ZUGANG ZUR KURZARBEITSENTSCHÄDIGUNG?Siehe dazu die Website des Schweizerischen Bauernverbands.
WIE SCHÜTZEN SICH DIE KNOSPE-PRODUZENTEN? WIE SCHÜTZEN SIE IHRE BETRIEBSMITARBEITERINNEN UND MITARBEITER?Es gelten die BAG-Empfehlungen für die Arbeitswelt.
Persönliche Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen, sollten für alle möglich sein. Am Arbeitsplatz sollte es entsprechende Einrichtungen geben. Falls im Betrieb möglich, sollen Mitarbeitende gegenseitig Abstand halten können.
WELCHE SCHUTZKONZEPTE MÜSSEN LANDWIRTSCHAFTSBETRIEBE MIT ANGESTELLTEN ODER LERNENDEN HABEN, UM EINE ANSTECKUNG MIT DEM CORONAVIRUS ZU VERMEIDEN?Die Behörden verlangen neu von allen Landwirtschaftsbetrieben mit Angestellten oder Lernenden ein Schutzkonzept, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden.
Der Gemüseproduzenten- und der Obstverband haben ein solches für Betriebe mit Spezialkulturen erstellt. Der Schweizer Bauernverband hat daraus ein angepasstes Konzept für Betriebe mit einzelnen Angestellten oder Lernenden erstellt. Beide Versionen stehen online zur Verfügung. Jeder betroffene Betrieb ist aufgefordert, eines der beiden Schutzkonzepte herunterzuladen, bei Bedarf zu ergänzen, auszudrucken und zu unterzeichnen. Ebenso muss er dafür besorgt sein, dass die dort aufgeführten Massnahmen auf seinem Betrieb umgesetzt sind.
Auch für Wochenmärkte oder agrotouristische Angebote sowie für Schlachtviehmärkte stehen Schutzkonzepte online zur Verfügung.
DÜRFEN HOFLÄDEN OFFENBLEIBEN?Ja, siehe dazu die Website des Schweizerischen Bauernverbands.
KÖNNEN WOCHENMÄRKTE DURCHGEFÜHRT WERDEN?Nein, Wochenmärkte sind bis auf weiteres verboten. Bezüglich der Wochenmärkte sind verschiedene Verbände mit den Behörden in Kontakt, um die Lebensmittelversorgung unter gewissen Bedingungen wieder zu ermöglichen.
IST DIE VERSORGUNG MIT SAATGUT, SETZLINGEN UND FUTTERMITTELN GEWÄHRLEISTET?Aus heutiger Sicht ist die Versorgung mit Dünger, PSM und Saatgut gesichert.
WIE SIEHT ES AUS MIT DEN ERNTEHELFERN AUS DEM AUSLAND: DÜRFEN DIE NOCH EINREISEN?Siehe dazu die Übersicht des Schweizerischen Bauernverbandes.
Gemäss den zuständigen Behörden dürfen nur noch Personen in die Schweiz einreisen, die im Besitz eines Aufenthaltstitels (L-/B-/C-Bewilligung, Grenzgängerbewilligung, Meldebescheinigung, Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung) sind. Die Einreise nur mit einem Arbeitsvertrag ist grundsätzlich nicht mehr erlaubt.
Es gibt dazu eine befristete Ausnahme. Zur Sicherung der Ernte gilt ab dem 18. März während 8 Tagen eine Spezialregelung für die Landwirtschaft: Landwirtschaftliche Arbeitskräfte nur mit Arbeitsvertrag dürfen in die Schweiz einreisen. Das Staatsekretariat für Migration hat die Grenzposten darüber informiert.