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Wahrscheinlich Daniel Neuberger, Basel, um 1640
Kupfer getrieben und bemalt
H. 31 cm
Inv. 1870.1262.
Der Lällekönig war am Rheintor auf der Grossbasler Seite angebracht und ist 1658 erstmals bezeugt: ein überlebensgrosser, bärtiger Kopf mit vorstehenden Ohren und vorspringender Nase, dessen Haare in Akanthusblättern über die Stirn fallen und in gezackter Krone enden. Von der Höhe des Turmes grüsste er während beinahe drei Jahrhunderten alle, die Grossbasel über die Rheinbrücke betraten. Augen und Zunge waren mit einem Uhrwerk verbunden, so dass die Maske im Gleichschlag mit dem Ticken die Zunge herausstreckte und die Augen rollte. Der ursprüngliche Sinn des skurrilen Wächters – Abwehrzauber, Spottgebärde oder einfach Scherz – ist nicht geklärt. Spätere Zeiten erhoben ihn zum Stadtwahrzeichen. Die bekrönte Maske wurde nach der Französischen Revolution bald als Symbol der Unfreiheit, bald als Ausdruck von Rivalitäten zwischen Gross- und Kleinbasel betrachtet und je nach politischer Lage entfernt. 1839 wurde das Brückentor abgebrochen und der Lällekönig entfernt.