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Das primäre Melanom der Haut wird, sofern machbar, operativ entfernt. Ist der Tumor dicker als 1 mm und gibt es bislang keine Hinweise auf Tochtergeschwülste im Körper, wird in der Regel zusätzlich ein bestimmter Lymphknoten, der sogenannte Wächterlymphknoten ( = Sentinellymphknoten), auf Krebszellen untersucht. Dieser ist der erste Lymphknoten in der Umgebung des Tumors, den die Krebszellen auf ihrem Weg zu anderen Organen passieren müssen. Der Wächterlymphknoten übernimmt also die Rolle eines ersten "Wachtpostens". Die Probenentnahme aus diesem Lymphknoten heißt Wächterlymphknotenbiopsie (auch Sentinellymphknotenbiopsie oder Sentinellymphknotenexstirpation genannt). Zur Identifizierung des Wächterlymphknotens wird ein ungefährlicher Farbstoff am Ort des Primärtumors gespritzt. Werden in diesem Lymphknoten bösartige Zellen gefunden, ist der Tumor wanderungsfähig und damit können möglicherweise in den nächsten Jahren weitere Körperregionen befallen werden. Die Analyse des Wächterlymphknotens ist entscheidend für das präzise Staging (Einschätzen des Ausmasses und des Risikos) der Erkrankung. Je nachdem, ob der Wächterlymphknoten Tumorzellen aufweist oder nicht, kommen unterschiedliche Behandlungsoptionen in Frage. Bei ausgeprägt befallenem Lymphknoten wird eine nachfolgende medikamentöse Therapie vorgeschlagen. Früher erfolgte bei befallenem Wächterlymphknoten immer eine Lymphknotenausräumung (Entfernung aller Lymphknoten im Gebiet). Grosse Studien haben allerdings keinen Überlebensvorteil für Patienten, bei denen dieser Eingriff durchgeführt wurde nachgewiesen, sodass diese Praktik nun mehrheitlich verlassen wurde.
Die Absiedelung von bösartigen Krebszellen in einem Lymphknoten und die daraus resultierende Vergrößerung des betroffenen Lymphknotens. Hierbei handelt es sich um Krebszellen, die meist von einem Primärtumor aus in den Lymphknoten (lokoregionär) gelangen. Es können aber auch weit entfernte innere Lymphknoten betroffen sein.
Ansammlung bzw. Zusammenlagerung von Zellen.
Eine Lymphknotenvergrösserung.
Die Behandlung von Hautkrebserkrankungen heute ist eine komplizierte Angelegenheit. Für uns Ärzte ist es eine grosse Herausforderung, die verschiedenen Möglichkeiten unseren Patienten allgemein verständlich zu erläutern, damit Sie in der Lage sind, Vor-und Nachteile zu erkennen und mitzuentscheiden. Noch wichtiger ist, dass bei den Behandlungsmöglichkeiten auch über klinische Studien diskutiert wird, die dazu beitragen, unsere Entscheidungsgrundlagen für die nächsten Jahrzehnte zu verbessern. Leider neigen Ärzte dazu, sich in ihrer Fachsprache zu verstricken. Hier sollte diese Information helfen. Aber, liebe Patientinnen und Patienten: Sie dürfen und sollen auch immer nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bleiben bzw. werden Sie gesund!
Im Klinikalltag kann es vorkommen, dass Fachbegriffe fallen, welche Patienten nicht verstehen und letztendlich zu einer Verunsicherung führen. Spätestens beim Lesen von Arztbriefen wird der Patient mit der medizinischen Terminologie konfrontiert. Wir hoffen, dass anhand dieser Zusammenfassung von erklärten Begriffen Patienten geholfen wird, Ihre Erkrankung und die diagnostischen und therapeutischen Schritte, welche anstehen, besser zu verstehen. Unabdingbar bleibt aber die vertrauensvolle Arzt-Patienten-Kommunikation, welche eine der Grundsteine der Medizin ist.
In den letzten Jahren hat sich eine wahrhaftige Revolution in der Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms durch Einführen moderner Therapien ergeben. Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft ist nun für Melanompatienten jedwelchen Erkrankungsstadiums möglich.
Wir möchten unsere Patienten auf diesem Weg so gut wie möglich begleiten und uns stetig in jeder Hinsicht verbessern.