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Hörsturz: Steroide per Injektion ins Mittelohr der oralen Therapie ebenbürtig
Die Verabreichung hoch dosierter Steroide ist der Hauptpfeiler der Behandlung des akuten Hörsturzes. Die Autoren einer im JAMA publizierten Studie haben die Applikation des Wirkstoffs per Injektion durch das Trommelfell ins Mittelohr mit der oralen Einnahme verglichen.
An der randomisierten Multizenterstudie nahmen 250 Patienten mit einem unilateralen Hörsturz mit einer Hörminderung von mindestens 50 dB innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Symptome teil. Die Teilnehmer erhielten während 14 Tagen entweder täglich 60 mg orales Prednison oder über die Zeit verteilt 4 Dosen Methylprednisolon 40 mg/ml ins Mittelohr injiziert. Primärer Endpunkt war die Veränderung im Gehör 2 Monate nach Therapie. Nichtunterlegenheit der Injektionstherapie war definiert als Unterschied < 10 dB zur oralen Therapie. Der Follow-up dauerte 6 Monate.
In der oral therapierten Gruppe betrug die Verbesserung im Hören 30.7 dB und in der Injektionsgruppe 28.7 dB. In der intention-to-treat Analyse betrug der Unterschied in der Hörverbesserung nach 2 Monaten lediglich 2 dB zugunsten der oralen Therapie. Die per-Protokoll Analyse bestätigte diese Resultate.
Konklusion der Autoren: Bei Patienten mit einem idiopathischen akuten Hörsturz ist die Injektion von Steroiden ins Mittelohr nicht weniger effektiv als die orale Therapie.
Link zur Studie
JAMA 2011;305:2071-2079 - Rauch SD et al
25.05.2011 - dde