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2008 wurde in 17 Schweizer Parzellen die Sensitivität von Mycosphaerella graminicola (Septoria-Blattdürre des Weizens) gegenüber Fungiziden untersucht. Die Gene, die für die Target-Proteine der QoI- und DMI-Fungizide kodieren, wurden genetisch charakterisiert. Die Häufigkeit der QoI-resistenten Stämme lag zwischen 1 und 96%. Dies zeigt, dass sich die einheimische Population in einer Übergangsphase befindet. Gegenüber den europäischen Populationen von M. graminicola sind die Stämme aus der Schweiz im Durchschnitt empfindlicher gegenüber DMI-Fungiziden. Aufgrund dieser Daten werden Empfehlungen zum Einsatz dieser zwei Wirkstoffgruppen formuliert, um die Nachhaltigkeit der chemischen Bekämpfung dieser Blattkrankheit des Getreides zu unterstützen.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.
Die Wirksamkeit einer Blattdüngung mit Stickstoff zum Zeitpunkt der Beerenreife hängt vom Stickstoffmangel der Rebe ab, wie eine Studie von Agroscope zeigt. Die Studie bestätigt die Schwellenwerte für einen Mangel an assimilierbarem Stickstoff im Most bei Chardonnay, für Sauvignon Blanc muss dies noch bestätigt werden.
Metschnikowia pulcherrima ist eine natürlich vorkommende Hefe mit Anwendungen in der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie und der Biotechnologie. Agroscope untersucht diese Hefe insbesondere im Hinblick auf Biocontrol-Anwendungen im Pflanzenschutz.