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Ritzen, darf Lehrer die Eltern informieren?
Frage: Ich bin seit zwei Wochen in einer neuen Klasse, da ich repetiert habe. Es geht mir nicht so gut (ritzen etc.), doch es ist schon viel besser geworden, seit ich zu einem Berater gehe. In der neuen Klasse habe ich nur einem Mädchen gesagt, was mit mir los ist, damit sie mich versteht, wenn ich mal nicht so gut drauf bin. Nun meine Frage: heute hat mich mein Deutschlehrer (er ist Prorektor an der Schule!) nach der Stunde zu einem Gespräch gebeten, angeblich weil ich Repetentin bin. Dann hat er mich aber dauernd über Familie, Freizeit und so ausgefragt und wollte dauernd wissen, ob ich Probleme habe. Ich habe nein gesagt. Ich will mit ihm nicht darüber reden. Er hat mir zu verstehen gegeben, dass er gemerkt hat, dass ich lüge und er hat gesagt ich könne immer zu ihm kommen. Ich will aber nicht, ich schaff das schon. Aber was z.B. wenn er meine Mutter anruft? Sie weiss nichts von meinen Problemen! Darf er das überhaupt? Ich weiss nämlich nicht, ob er meine Narben gesehen hat am Arm. Es ihm wirklich erzählen muss ich ja nicht oder? Ich habe andere Leute, mit denen ich reden kann. Darf er meine Eltern verständigen?
Antwort: Es freut mich zu hören, dass es dir schon besser geht und dass du in einer Beratung bist. Wenn ein Lehrer sich Sorgen um eine Schülerin macht, dann darf er (oder muss sogar) dies den Eltern mitteilen. Du selber musst ihm nichts von deiner Situation erzählen, wenn du dies nicht möchtest. Du kannst dir aber überlegen, ob es nicht besser ist, ihn darüber zu informieren, dass du Schwierigkeiten gehabt hast, nun in Beratung bist und dir dies gut tut. Du könntest ihn bitten, deiner Mutter nichts davon zu erzählen. Es kann sein, dass er sich daran hält, wenn du dich in der Schule anstrengst und es keinen Anlass gibt, sich Sorgen um dich zu machen. Für manche Situationen ist es aber auch gut, wenn Eltern wissen, was mit ihren Kindern los ist, sie können sie dann ebenfalls unterstützen und sich entsprechend hilfreich verhalten. Mach's weiterhin gut.