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In seiner letzten Kolumne in der Sunday Times plaudert James May aus dem Nähkästchen.
Und er plaudert so aus dem Nähkästchen, wie das James May eben tut. Wie ein richtiger Brite. Die heiklen Themen geschickt umschiffend mit einer Story, die zwar unterhält, aber eigentlich nichtssagend ist. Und die Story geht so.
Um sich selber für seinen neuen, hochdotierten Vertrag bei der BBC zu belohnen, bestellte May einen brandneuen Ferrari 458 Speciale (300'000 Franken). In Maranello nahm man für den Wagen zwar keine Bestellungen mehr auf, doch für den bekannten Moderator wollte man eine Ausnahme machen.
Der Haken an der Geschichte? Mays Vertrag, wie wir heute alle wissen, lag zwar bereit, unterschrieben war er aber noch nicht.
Und dann schlug Jeremy Clarkson zu und das BBC-Theater nahm seinen bekannten Lauf. Mays Vertrag verblieb ohne Unterschrift.
Einige Tage nach der folgenschweren Auseinandersetzung flog May nach Maranello, um die Extras seines Wagens zu besprechen.
Und was tut man als «Top Gear»-Moderator, der soeben in die Arbeitslosigkeit verbannt wurde? Richtig. Man lässt es richtig krachen.
«Ich hatte Angst, die würden den Braten riechen und deshalb habe ich mich für sämtliche Extras entschieden». So ziert Mays neues Spielzeug unter anderem ein Rallystreifen, der alleine «ziemlich genau gleich teuer war wie ein Dacia Sandero».
Ausserdem wurde ein «lächerliches» Hydrauliksystem für Bremsschwellen und eine rückwärts gerichtete Kamera eingebaut.
Der Ferrari sei trotz Arbeitslosigkeit kein Desaster für ihn. Er sehe den Kauf eher als Investition, schreibt May weiter.
Wo er recht hat, hat er recht: Mit dem Verkauf von Motorrädern nahm May zusammen mit Kollege Richard Hammond vor wenigen Tagen über 110'000 Franken ein.
(tog)