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Kreuzgang des Fraumünsters
Foto: Dieter Kraft
853 stifteten König Ludwig der Deutsche und seine Frau Hemma die Fraumünster-Abtei. Der König übergab die Abtei seiner Tochter, der Prinzessin Hildegard. Er hielt sie für fähig, ihn als König in politischen und wirtschaftlichen Bereichen zu vertreten. Und weil ein Kloster für die Ewigkeit gedacht und gebaut wurde, die Zukunft aber ungewiss war, verlieh der König Hildegard und allen zukünftigen Äbtissinnen die Immunität, er sorgte für eine solide wirtschaftliche Basis, indem er ihnen Besitz in Form von Land und Leuten vermachte und sie mit den grundherrschaftlichen Regalien, den königlichen Rechten, ausstattete. Als Richtlinie für die Organisation bestimmte er die Benediktusregel.
Auf dieser Basis gestalteten und ermöglichten die Äbtissinnen zusammen mit dem Nonnen-Konvent des Fraumünsters 671 Jahre lang, bis 1524, die Entwicklung der Grossregion Zürich.