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Die beste Badezeit in Rio liegt zwischen Oktober bis März. Dann ist es in unserer Stadt so heiss und oft so schwül, dass die Strände ohnehin tagsüber zum bevorzugten Aufenthalt aller Cariocas werden. Zu kühl zum Baden ist es höchstens zwischen Juli und August, und das manchmal auch nur an wenigen Tagen. Die schönsten Strände mit sauberstem Wasser befinden sich im extremen Südwesten der Stadt, wie „Prainha“ oder „Grumari“. Copacabana, Ipanema und Leblon hingegen, sind die interessantesten, charmantesten, meist frequentierten und deshalb unverzichtbar. Das Wasser der Strände innerhalb der Guanabara-Bucht ist zum Baden ungeeignet.
Praia do Flamengo
Vor dem künstlich aufgeschütteten „Aterro“, der Umgehungsstrasse zwischen Copacabana und dem Zentrum, als Teil des „Flamengo Parks“, befindet sich auch ein Strandstreifen, der die Guanabara-Bucht begrenzt. Schöner Platz für Sonnenhungrige, mit Sicht auf die Bucht, oder zum Wandern und Radfahren im Park – aber nicht zum Baden zu empfehlen. (Siehe auch „Innenstadt / Flamengo“).
Praia de Botafogo
An der Guanabara-Bucht gelegen, deren Einbuchtung hier „Baia de Botafogo“ heisst. Vom gelben Sandstrand aus hat man den besten Blick auf den „Morro da Urca“ und den „Pão de Açucar“ (Zuckerhut) mit den auf- und abfahrenden Seilbahnkabinen. Auf der rechten Seite des Strandes befindet sich der Yacht-Club – schön für Segelsport und Sonnetanken, aber nicht zum Baden!
Praia da Urca
Dieser kleine Strand von nur 100 Metern Länge, liegt am Fuss des „Morro da Urca“, jenes Granitquaders, der mit dem Zuckerhut eine Einheit bildet. Die „Urca“ ist ein kleines, feines Wohngebiet zwischen diesen beiden Felsen und der Guanabara-Bucht. Der kleine Sandstrand ist wegen seiner schönen Aussicht und zum Sonnen zu empfehlen – aber nicht zum Baden!
Praia de Fora
Hübscher kleiner Strand mit schöner Aussicht, etwa 100 Meter lang, mit weissem Sand und ruhigem Wasser. Er befindet sich unterhalb des Zuckerhutes, innerhalb des Stadtteils „Urca“ und noch an der Einfahrt zur Guanabara-Bucht – deshalb nicht zum Baden zu empfehlen!
Praia de Dentro
Ein ähnlicher kleiner Strand im Stadtteil „Urca“ – 170 Meter lang, mit feinem weissen Sand und ruhigem Wasser. Er liegt ganz in der Nähe des Forts „São João“, von 1565, mit dem Gründungsstein der Stadt. Nicht zum Baden zu empfehlen!
Praia Vermelha
Strand im Stadtteil „Urca“, genau in der Einfahrt zur Guanabara-Bucht gelegen, mit gelbem, groben Sand. Ihm gegenüber, am „Praça Tibúrcio“, befindet sich die Talstation der Seilbahn zum „Morro da Urca“ und anschliessend zum Zuckerhut. Zum Baden, wegen der Verschmutzung der Bucht, nicht zu empfehlen!
Dieser 1 km lange Anfang des in der Regel dichtbesetzten Copacabana-Strandes ist etwas ruhiger und im Allgemeinen weniger bevölkert. An seinem Ende befindet sich das „Forte Duque de Caxias“, von 1779, und ein am Felsen entlangführender schmaler Steig, Domäne der Meeresangler, von dessen Ende man einen umfassenden Panoramablick auf die gesamte Copacabana geniesst.
Der Strand hat im Prinzip die gleiche Infrastruktur der Copacabana, wird aber eher von älteren Bürgern bevorzugt. Durch den Berg mit dem Fort, der die Avenida Atlântica hier als Sackgasse enden lässt, ist auch der Strassenverkehr an dieser Stelle beruhigt. Ein gemütlicher, sehr breiter Strand, mit hellem, lockerem Sand. Die Wellenbewegung hängt von der jeweiligen Jahreszeit ab – da dieser Strand als erster gegen das offene Meer gerichtet liegt, ist Baden hier zu empfehlen. Genaues entnehmen Sie aus den auf dem Flanier-Trottoir aufgestellten Displays, die täglich die Wasserqualität anzeigen mit „Impróprio“ (ungegeignet) oder „Próprio“ (geeignet) – zusammen mit einem roten oder grünen Feld.
Sicher der berühmteste Strand der ganzen Welt – 4.800 Meter lang und leicht gekrümmt – hat einen besonders breiten Sandstreifen, mit schwachen bis starken Wellen davor – je nach Strandabschnitt und nach Jahreszeit. Der Strand liegt zum offenen Meer hin und seit man verschiedene Abwasserkanäle stillgelegt hat, kann man sein Wasser wieder zum Baden empfehlen – auch hier bitte die entsprechenden Displays für die Wasserqualität beachten! Fussball-, Volley- und Fussvolley-Matches werden hier überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgetragen, denn der gesamte Strand ist seit ein paar Jahren auch nachts durch Flutlicht taghell erleuchtet.
Das den Sand einfassende Trottoir präsentiert das Markenzeichen von Copacabana: ein mit schwarzen und weissen Steinen eingelegtes Wellenmuster. Sonntags wird die vor dem Strand verlaufende Seite der breiten „Avenida Atlântica“ für den Autoverkehr gesperrt und ist dann, zusammen mit dem Wellen-Trottoir, Spiel- und Tummelplatz der Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Jogger von ganz Rio.
Nur zum Baden gibt es bestimmt bessere Strände als den von Copacabana – aber zum Flanieren und Flirten, zum Präsentieren seiner Männlich- beziehungsweise Weiblichkeit, oder einfach nur zum Beobachten der „Cariocas“, ist er zweifellos der Beste! Deshalb wird er auch für Jung und Alt – für atemverschlagende Models und bronzegetönte Dressmen, gelangweilte weisse Hausfrauen und sehnsüchtige schwarze Dienstmädchen, aufregende Schönheiten und skurrile Hässlichkeiten, extrovertierte Gays und aufgetakelte Prostituierte, dumm-dreiste Punks und introvertierte Intellektuelle, unverstandene Sekretärinnen und gestresste Firmenbosse, Besitzer von Kampfhunden und akademie-gestählte Muskelprotze – zur Bühne für ihre persönliche Show, besonders an den Wochenenden.
Wenn ich Ihnen erzählen würde, was man hier am Copacabana-Strand so an Skurrilitäten erleben kann – am helllichten Tag und unter strahlender Sonne – Sie würden es nicht für möglich halten! Und selbst die käsebleichen Touristen gehen in diesem lockeren Ambiente ein bisschen mehr als üblich aus sich heraus, indem sie schon mal barfuss laufen, anstatt in den üblichen Heilands-Sandalen. Es gibt einfach nichts, was es an der Copacabana nicht gibt – ausser Schnee, natürlich!
Sogar abends ist es hier interessant: Auf dem Flanier-Trottoir, zwischen Avenida und Strand, findet man hübsche Kioske, in einem Abstand von zirka 100 Metern, die mit Tischchen und Stühlchen zum Verweilen einladen. Hier können Sie in aller Ruhe das Wasser einer grünen Kokosnuss geniessen oder vielleicht ein Erfrischungsgetränk – Sie können natürlich auch eine „Caipirinha“ bekommen oder etwas Stärkeres, während sie einem Sandfussballspiel der Cariocas zuschauen oder dem Vollmond, der gerade am Horizont aufgeht.
Nach diesem Aperitif begeben Sie sich einfach auf die gegenüberliegende Seite der „Avenida Atlântica“, in eins der zahlreichen Strandcafés – suchen Sie sich einen Tisch im Freien mit Blick auf das Flanier-Trottoir aus, und dann auf der Karte Ihr Abendessen. In den meisten dieser Strandcafés gibt es guten Fisch mit Meeresfrüchten und sogar Pizza, wenn Ihnen lieber danach sein sollte. Bestellen Sie sich etwas zu trinken und beobachten Sie, bis ihr Essen kommt, die vorüberflanierenden Schönheiten der Nacht auf dem Trottoir – Sie werden einen „Carioca-Volkssport“ entdecken und er wird Sie mehr faszinieren als der spannendste Film! Aber, falls Sie schon in angenehmer Begleitung sind und lieber exzellent speisen möchten, dann können wir Ihnen eine der zahlreichen „Churrascarias“ in einer der Nebenstrassen empfehlen.
Einen Verdauungsspaziergang zu den vielen Kunsthandwerks-Ständen und Buden vor dem „Hotel Othon-Palace“, auf dem Mittelstreifen der Avenida Atlântica – mit einer besonders sehenswerten Gemäldeausstellung lokaler Künstler – empfiehlt sich an das opulente Essen anzuhängen. Angenommen.
Ihr Hotel befindet sich direkt an der Copacabana, dann sollten Sie gegen Mitternacht spätestens dort zurück sein – besonders, wenn Sie allein unterwegs sind! Befindet sich ihr Hotel in einer Nebenstrasse oder weiter weg, dann empfiehlt sich, aus Gründen der Sicherheit, ein Taxi zu nehmen und etwas früher aufzubrechen!
Praia do Forte
Besteht aus drei kleinen Sandstränden mit starkem Wellengang, am Ende der Copacabana, begrenzt von Felsen. Gut für Meeresangler und zum Surfen.
Praia do Diabo
Ganz kleiner Strand mit sehr starkem Wellengang, wird von den Surfern bevorzugt – schwer zugänglich, liegt zwischen der Landspitze von Copacabana und der von „Arpoador“.
Praia do Arpoador
Schliesst sich hinter dem südwestlichen Ende an die Copacabana an: Territorium der Surfer – 500 Meter mit hellem Sandstrand und hohen Wellen. Ebenfalls nachts beleuchtet: Amphitheater, Sportplätze und Sportgeräte.
Heutzutage der von den Cariocas am meisten geschätzte Badestrand: Relativ starke Wellenbewegung – gut zum Surfen und für gute Schwimmer – rund 3.000 m lang. Hat einen breiten, hellen Sandstreifen, der von der „Avenida Vieira Souto“ begrenzt wird – einer doppelbahnigen Avenida, wie die „Atlântica“. Hat Süsswasser-Duschen, sanitäre Einrichtungen und Lebensrettungs-Posten. Internationale Wettbewerbe werden hier ausgetragen – zum Beispiel „Strand-Fussball oder Strand-Volley“. Dieser Strand wurde, zusammen mit dem dahinter liegenden Stadtteil gleichen Namens, künstlich aufgeschüttet, wodurch eine ehemalige Meeresbucht überbrückt, und ihr Rest als „Lagune Rodrigo de Freitas“ zurückblieb. Als einer der besten und schönsten Strände von Rio verdient er unsere Empfehlung und Prädikat „schön“!
Vorgelagert finden sich die Inseln „Ilhas das Palmas“ und „Ilhas Cagarras“, interessant für Taucher und Unterwasser-Jagd. Um zu den ebenfalls vorgelagerten Inseln „Comprida, Rasa“ und „Redonda“ zu gelangen, kann man in der „Marina da Glória“ oder der „Marina da Urca“ Boote mieten.
Der Strand von Ipanema spielt seine bevorzugte Rolle nicht etwa nur durch seine Wasserqualität, sondern vor allem durch die „Qualität seiner Weiblichkeit“, die auf seinem Trottoir zu flanieren oder sich in seinen Sand zu betten pflegt. Der Carioca-Geschmack ist exotisch, das heisst: konträr zu dem, was der liebe Gott ihm als tägliches Menu verordnet hat – also nicht bronzebraun und dunkelhaarig, sondern rosafarben und blond! Vor allem blond!
Und für diese Exotinnen ist der Ipanema-Strand berühmt – alles was blond ist, zieht diesen Strand vor – und auch die, welche es gern sein wollen, die helfen sich eben mit Wasserstoff-Superoxyd aus der Verlegenheit und vielen anderen Bleichmachern, mit denen die Apotheken und Drogerien inzwischen in ganz Brasilien riesige Umsätze tätigen. Man hat ausgerechnet Blond als neues Schönheitsideal entdeckt – jedes Model und jeder TV-Star, jede Sängerin und jede Debütantin – alle versuchen sich auf Blond zu trimmen. Um sie von den Naturblonden zu trennen, nennen wir sie fachmännisch: „Loiras de Farmácia“ (Apothekenblonde). Übrigens, haben Sie schon mal eine blonde Schwarze gesehen? Nun, auch dieses Kuriosum bekommen Sie bei uns geboten – nicht am Ipanema-Strand, sondern in Copacabana! Die nennen wir hier „Criloiras“ – abgeleitet von „Crioula“ (Kreolin) und „Loira“ (Blonde). Ja, ja – Menschen sind schon sonderbare Wesen, aber erst die „Cariocas“! Doch ich wollte eigentlich nicht in philosophische Betrachtungen abschweifen – also gehen wir zum nächsten Strand:
Ist die direkte Fortsetzung des Ipanema-Strandes, getrennt nur durch den Kanal, der die „Lagune Rodrigo de Freitas“ mit dem Meer verbindet. 1.300 Meter lang, mit gutem, lockeren Sandstrand und starker Wellenbewegung. Hier läuft der riesige Stadt-Strandbogen „Leme, Copacabana, Ipanema, Leblon“ (8,5 Km) aus – an den Zwillingsbergen von „Dois Irmãos“. Über diese gesamte Strecke ist ein Radweg neben dem Strand-Trottoir verlegt, der in „Leme“ anfängt und vor den Bergen „Dois Irmãos“ endet. Auch am Strand von „Leblon“ und „Ipanema“, bis hinunter zum „Arpoador“ wird an Sonn- und Feiertagen die an den Strand grenzende Piste der „Vieira Souto“ für den Strassenverkehr gesperrt, um den Bürgern als Spiel- und Tummelplatz für ihre Kinder, den Hunden als Auslauf, den Radfahrern und Skate- und Rollschuh-Fahrern als Piste zu dienen.
Unter der Woche sind die Strände zwischen Copacabana und Leblon am besten belegt, zumal hier auch Sekretärinnen und Haushaltshilfen ihre Mittagspausen verbringen, was die erwartungsfrohe Männlichkeit ebenfalls in Scharen anlockt. Am Wochenende verschiebt sich dann das Schwergewicht zu den Stränden der westlichen Peripherie.
Sport wird hier weniger zur Körperertüchtigung als vielmehr zur Körperverständigung gepflegt. Und wenn Ihnen als Frau zum x-ten Mal ihr Sonnenhut vom Kopf geschossen wurde, dann sind Sie wahrscheinlich hellhäutig und blond, und dies ist eine der vielen unverblümten Aufforderungen, die vor Lebensfreude strahlenden Männer zu begutachten, die sich ganz bestimmt mit geradezu ergebener Gestik und vielen bedauernden Worten bei Ihnen entschuldigen werden. Ein Vorschlag: Machen Sie einen von ihnen zu Ihrem Stadtführer – oder beide, wenn Sie sich nicht weiter zu engagieren gedenken!
Strand von zirka 1 km Länge, mit hellem, lockerem Sand und starken Wellen, die von den Surfern geschätzt werden. In der Nähe der Zwillingsberg „Dois Irmãos“, die „grösste Favela der Welt, Rocinha“, der „Gavea-Golfclub“ und der alles überragende „Gavea-Felsen“, von dem Rios Drachenflieger sich hinabstürzen um auf dem südlichen Abschnitt des „São Conrado-Strandes“ zu landen. Hier ist unser Prädikat „Sehr schön“! angebracht.
Praia do Pepino
An der südwestlichen Peripherie des São-Conrado-Strandes gelegen, ist dies der von den Drachenfliegern benutzte Landestreifen, die vom „Pedra Bonita“ abspringen. Ihre Flugkünste und Landeanflüge zu beobachten, ist ein interessanter Zeitvertreib, während man im Sand liegt und sonst nichts tut. Schöner Sandstreifen mit lockerem, hellen Sand und sauberem Wasser mit mittelhoher Wellenbewegung. Oberhalb stehen Kioske zur Erfrischung, der Strand ist von Wohngebäuden gesäumt und relativ ruhig. Er hat ebenfalls das Prädikat „Sehr schön“! verdient.
Praia do Joá
Besonders sauberer kleiner Strandabschnitt, umgeben von Felsen, mit schmalem Sandstreifen und hohen Wellen zum Surfen. Schnuckeliger Strand mit gepflegter Umgebung.
Barra da Tijuca
Ist mit 18 Kilometern Rios längster Strand und an den Wochenenden auch einer der meist besuchten. Schöner breiter Sandstrand, aber zum Baden nicht ungefährliche Brandung. Die ersten 6 Kilometer sind bereits von den in Rio schnell wachsenden Wohnbezirken gesäumt und deshalb auch für Badegäste weniger empfehlenswert. Aber hier gibt es gute Restaurants und Bars, die keinen Wunsch offen lassen. Der grosse Rest des Strandes ist weitgehend primitiv belassen – höchstens einmal ein paar Kioske dazwischen. Eine asphaltierte Strasse führt am Strand entlang bis zu seinem Ende.
Recreio dos Bandeirantes
Relativ gut besuchter und bevölkerter Strand. Schliesst an die „Barra“ an, ist aber durch einen grossen Felsen von ihr getrennt. Mit ganz ruhigem Wasser und hellem Sand. Die Lagune „Lagoa de Marapendi“ liegt ganz in der Nähe – sie steht unter Naturschutz.
Prainha
Hier befinden wir uns schon etwa 20 bis 30 Kilometer südlich vom Stadtrand, entsprechend sauber ist das Wasser und der Strand, unter der Woche kaum besucht. Der „kleine Strand“ ist tatsächlich nur 150 m lang und erstreckt sich zwischen fotogenen Felsformationen. Rundherum macht der Atlantische Urwald diese Idylle komplett, der die steil aufragenden Hügel bedeckt. Eine aus dem Felsen spriessende Süsswasserader ist eine willkommene Dusche nach dem Salzwasserbad. Dieser Strand ist einer der schönsten im Einzugsgebiet von Rio de Janeiro und verdient das Prädikat „schön“!
Der Strand im Anschluss an die „Prainha“, ist eine Bucht von 4 km Ausdehnung, dessen gesamtes Areal 1987 unter Naturschutz gestellt wurde. Entsprechend erlebenswert ist auch seine Landschaft: Eingerahmt durch vom Urwald bedeckte Berge und Hügel, grober, leuchtend gelber Sand kontrastiert mit einem tiefblauen Meer – die hohen Wellen begeistern die Surfer. Der linke Strandabschnitt hinter den Felsen hat den Namen „Praia de Abricó“ – der Aprikosenstrand.
T-Shirt, Jeans und darunter der „Fio-Dental“ (Bikini, so schmal wie Zahnseide) sind die demokratischen Kleidungsstücke überall am Strand. Als Tourist fällt es schwer zu sagen, ob einem die Tochter aus gutem Hause zulächelt oder ein Mädchen aus einer Favela, die mit ihrem knappen Einkommen zuhause hilft, fünf Geschwister durchzubringen.
Mit ihrem anmutigen Lächeln lebt sie hier vielleicht ebenso eine Phantasie aus, wie der Fremde, dem die anscheinend leichte Eroberung zu einem neuen Selbstwertgefühl verhilft. Bei den allzu Leichten ist Zurückhaltung angebracht – sonst bekommt man plötzlich, in durchaus köstlichem Englisch, die gängigen Tarife unterbreitet. Aber laben Sie ruhig ihre Augen an den wie auf Kugellagern kreisenden Hinterfronten der braungebrannten Damen, deren Zahnseiden-Bikini nichts verdecken soll, sondern vielmehr promovieren – übrigens fliegt das schmale Etwas beim Niesen nicht weg, wie man meinen könnte!