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Ab dem Grundschulalter sind geschlechtstypische Muster bei der Aggressionsäusserung sichtbar: Buben scheinen eher offene und körperliche Formen von Aggression zu zeigen. Bei Mädchen hingegen kommen häufiger verdeckte sowie verbale Formen vor. Beispiele sind Lügen und die Verbreitung von Gerüchten, etwa um einer Person zu schaden oder sie auszuschliessen.
Aggressives Verhalten bei Kindern und Jugendlichen
In der Adoleszenz ist aggressives Verhalten in der Regel weniger häufig zu beobachten. Im Gegensatz zu kleinen Kindern, die Emotionen oder Impulse direkt ausdrücken, werden im Laufe der Jahre Selbstkontrolle und hemmende Mechanismen gelernt. Allerdings fällt das aggressive Verhalten oft heftiger aus als im Kleinkindalter, bedingt durch zunehmende körperliche Kraft, mehr Freiheiten ausser Haus und grössere finanzielle Ressourcen.
Entsprechend tritt die höchste Frequenz von aggressivem Verhalten im Vorschulalter auf, die gravierendsten Ausprägungen jedoch in der Jugendzeit und im frühen Erwachsenenalter.
Unter oppositionellem Trotzverhalten wird wiederholt trotziges, ungehorsames und verweigerndes sowie feindseliges Verhalten gegenüber Autoritätspersonen zusammengefasst.
Auch dies zählt zu aggressivem Verhalten, da oppositionelle Kinder schnell wütend reagieren und ausrasten und sich Regeln widersetzen. In Abgrenzung dazu tendieren Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens zu Einschüchterungen, Körperverletzung, Waffengebrauch und Tierquälerei.
beobachten, in der Adoleszenz die gravierendste Ausprägung.
Eine Diagnose im Sinne einer Verhaltensstörung wird deshalb erst in Betracht gezogen, wenn Aggression häufiger sowie mit schwerwiegenderen Folgen auftritt als bei anderen Kindern und es für die Entwicklungsstufe des Kindes angemessen wäre. Das Verhalten muss über einen Zeitraum von sechs Monaten auftreten und familiäre, soziale oder schulische Bereiche drastisch beeinträchtigen.