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Müdigkeit
Eisenmangel ist in der hausärztlichen Praxis ein sehr häufiges Problem und manifestiert sich oft durch Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Herzklopfen, Schwindelgefühl und Kreislaufproblemen.
Einen Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie sollte man grundsätzlich abklären lassen, da dies auch Ausdruck einer schwerwiegenden Erkrankung sein kann (Checkup). Mit einer ausführliche Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und einer einfachen Blutanalyse kann der Arzt die richtige Diagnose stellen.
Ursachen
Gründe für einen Eisenmangel sind eine zu geringe Zufuhr von eisenhaltigen Nahrungsmittel, eine Aufnahmestörung im Darm oder ein erhöhter Eisenverlust, typischerweise bei Frauen im Menstruationsalter oder Patienten mit chronischen Darmleiden. Der Eisenbedarf ist erhöht bei Kindern und Jugendlichen, sowie bei schwangeren und stillenden Frauen.
Therapie
Die Korrektur des Eisenmangels erfolgt entweder durch Tabletten oder als Kurzinfusion. Therapie der Wahl ist in der Regel die kostengünstige Therapie in Tablettenform, dies obwohl der Wirkungseintritt gegenüber der intravenösen Gabe verzögert ist. Die intravenöse Therapie wird dann eingesetzt, wenn wegen Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit eine Tablettentherapie nicht möglich ist, bei gestörter Aufnahme des Eisens im Darm oder bei einer sehr ausgeprägten Eisenmangelanämie.
Gute Eisenlieferanten
- Fleisch (rotes Muskelfleisch hat am meisten Eisen)
- Hülsenfrüchte (Sojabohnen, Linsen, Kichererbsen)
- Nüsse und Samen (Pistazien, Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen)
- Getreideprodukte (v.a. Vollkorn)
- Gemüse und Kräuter (Petersilie, Brunnenkresse, Löwenzahn, Zwiebeln, Spinat, Schwarzwurzel)
Weitere Informationen
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.eisenmangel.ch.
Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2019