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Das Verbot von Absinth in der Schweiz im frühen 20. Jahrhundert war das Ergebnis einer Kombination aus sozialen, wirtschaftlichen und medizinischen Bedenken.
Hier sind einige Hauptgründe, warum Absinth in der Schweiz verboten wurde:
- Vorfälle und negative Presse: Ein besonders berüchtigter Vorfall, der oft mit dem Absinth-Verbot in Verbindung gebracht wird, ist der sogenannte “Lanfray-Vorfall” von 1905. Ein Schweizer Landarbeiter namens Jean Lanfray ermordete seine Familie, nachdem er eine beträchtliche Menge Alkohol, einschließlich Absinth, getrunken hatte. Dieses Ereignis wurde in den Medien weit verbreitet und Absinth wurde als Hauptursache für seine Handlungen dargestellt, obwohl er an dem Tag auch viele andere alkoholische Getränke konsumiert hatte.
- Medizinische Bedenken: Es gab Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen des in Absinth enthaltenen Thujons. Obwohl später festgestellt wurde, dass die Menge an Thujon in den meisten Absinthsorten nicht gefährlich war, herrschte zu der Zeit die Annahme, dass Thujon in Absinth schädliche oder sogar halluzinogene Wirkungen haben könnte.
- Soziale und wirtschaftliche Faktoren: Die zunehmende Besorgnis über Alkoholmissbrauch und dessen soziale Auswirkungen spielte ebenfalls eine Rolle. Es gab auch wirtschaftliche Interessen, insbesondere von Seiten der Wein- und Bierindustrie, die Absinth als Konkurrenz sahen.
- Moralische und kulturelle Bewegungen: Es gab in dieser Zeit starke temperenzlerische Bewegungen in vielen Teilen der Welt, und auch in der Schweiz gab es Bestrebungen, den Konsum von Alkohol und insbesondere von Absinth zu reduzieren.
Als Ergebnis dieser Faktoren wurde Absinth 1908 in der Schweiz offiziell verboten. Das Verbot dauerte bis 2005, als es nach einer Neubewertung der wissenschaftlichen Daten und einer Veränderung der öffentlichen Meinung aufgehoben wurde.
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