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Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus nun auch in Bern
Gedenksteine erinnern seit Donnerstag auch in Bern an fünf Opfer des Nationalsozialismus, die einst in der Stadt lebten. Damit hat die 1992 lancierte “Gedenkaktion Stolperstein” die Bundesstadt erreicht.
Insgesamt wurden bis heute rund 90’000 sogenannte Stolpersteine in fast 30 Ländern verlegt. In der Schweiz gibt es sie schon seit längerem in Städten wie Zürich, Basel und Winterthur.
In Bern wurden am Donnerstag vier Gedenksteine für fünf Opfer des Nationalsozialismus installiert, wie die Initianten mitteilten. Die Steine wurden an den ehemaligen Wohn- oder Geburtsadressen der Menschen installiert.
Unter den Opfern ist der Viehhändler Arthur Bloch, der in Bern an der Monbijoustrasse lebte und 1942 in Payerne VD von Schweizer Nazis ermordet wurde. Sein Stolperstein wurde am Donnerstagmorgen gesetzt.
Ein Stein in der Spitalgasse erinnert künftig an den in Bern geborenen Lucien Leweil-Woog, der seit 1923 in Paris lebte. Er starb im Vernichtungslager Auschwitz.
Guido Zembsch-Schreve war ein Niederländer, der seine ersten Lebensjahre in Bern verbrachte. Er kämpfte später in der französischen Résistance, überlebte drei Konzentrationslager undergriff auf einem Todesmarsch im Frühjahr 1945 die rettende Flucht. Sein Stolperstein befindet sich am Distelweg.
Der Gedenkstein für Céline und Simon Zagiel findet sich an der Genfergasse. Das Paar war 1942 aus Belgien nach Bern geflüchtet, wurde aber von der Schweiz umgehend nach Frankreich ausgeschafft und von den deutschen Besatzern verhaftet. Die Frau wurde in Auschwitz vergast, der Man überlebte die Shoa.
An einer Gedenkveranstaltung im Zentrum Paul Klee wurde am Donnerstagabend auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider erwartet.
(text:sda/bild:sda)
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