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In der ersten Phase des Einsatzes sammeln die beteiligten Soldaten mit Hilfe von technischen Aufklärungsmitteln wie Radaranlagen möglichst genaue Informationen über die Aktivitäten von Menschenschmugglern.
Diese schicken Migranten derzeit vor allem von der Küste des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen aus auf den lebensgefährlichen Weg in Richtung Europa.
Danach ist in den Phasen zwei und drei des Einsatzes geplant, Schleuser-Schiffe zu beschlagnahmen und zu zerstören. Ob es jemals zum Einsatz von Gewalt kommt, gilt allerdings als ungewiss, weil dafür zumindest in libyschen Hoheitsgewässern ein UNO-Mandat oder die Zustimmung der libyschen Behörden benötigt wird.
Die Operation endet nach derzeitigem EU-Beschluss spätestens zwölf Monate nach Erreichen der vollen Einsatzfähigkeit.
Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurde im ersten Halbjahr die Rekordzahl von 137'000 Flüchtlingen und Zuwanderern verzeichnet, die mit Booten in Italien oder Griechenland ankamen.
Dank des verstärkten Einsatzes von Rettern ging die Zahl der registrierten Ertrunkenen und Vermissten allerdings deutlich zurück. Im ersten Halbjahr kamen demnach 1867 Menschen bei der Überfahrt ums Leben, davon 80 im Mai und Juni.