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Die Berichte zeigen, wie mit heute verfügbaren technischen Mitteln diese Stoffe in der Schweiz sicher und dauernd entsorgt werden können. Die Sicherheitsbehörden des Bundes werden die Unterlagen nun unter Beizug unabhängiger in- und ausländischer Experten bis Ende 2004 überprüfen. Danach ist eine öffentliche Auflage vorgesehen, die zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, aber die Transparenz des Verfahrens erhöhen soll. Der Bundesrat kann somit voraussichtlich im ersten Quartal 2006 das weitere Vorgehen zur Entsorgung dieser Abfallkategorien festlegen. Die Bestimmung eines konkreten Standorts bleibt einem späteren Rahmenbewilligungsverfahren vorbehalten. Bis zur Inbetriebnahme eines solchen Lagers wird es gemäss Entsorgungsprogramm noch Jahrzehnte dauern.
Mit der Einreichung des Entsorgungsnachweises kommt die Nagra termingerecht einer Forderung des Bundesrats von 1988 nach, die dieser nach Prüfung des Berichts "Gewähr" von 1985 gestellt hatte. Der Nachweis beruht auf dem Projekt Opalinuston, welches auf Untersuchungen entlang dem Jura und im Zürcher Weinland basiert. Dort wurde 1997 über ein Gebiet von 50 Quadratkilometern eine dreidimensionale Seismik aufgenommen und in Benken 1999 eine Bohrung auf 1007 m abgeteuft. Wichtige Grundlagen lieferten auch die Experimente im internationalen Felslabor Mont Terri (Kanton Jura) sowie Laborarbeiten namentlich im Paul Scherrer Institut des ETH-Bereichs.
Der Entsorgungsnachweis besteht aus drei Teilen: Erstens wird im Standortnachweis gezeigt, dass es in der Schweiz genügend mächtige ungestörte geologische Schichten für ein solches Endlager gibt. Zweitens wird der Nachweis der technischen Machbarkeit von Bau, Betrieb und Verschluss eines solchen Lagers mit heutigen Mitteln erbracht. Drittens leistet die Nagra den Sicherheitsnachweis, wonach ein solches Lager die behördlichen Anforderungen langzeitlich mit einer sehr grossen Sicherheitsmarge erfüllt.
Quelle
P.B. nach Medienmitteilung des Bundesamts für Energie und Nagra-Pressemitteilung,20. Dezember 2002
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