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ZGB
OR App Obligationenrecht Zivilgesetzbuch Schweiz
Hintergrund
ZGB OR
Zivilgesetzbuch
ZGB: Das ZGB umfasst die zentralen Teile des schweizerischen Privatrechts.
Das ZGB wurde von Eugen Huber im Auftrag des Bundesrats entwickelt, im
Jahr 1907 vollendet und trat im Jahre 1912 in Kraft. Den stärksten
Einschlag fand das damalige, von Johann Caspar Bluntschli entworfene Privatrechtliche
Gesetzbuch für den Kanton Zürich, das auch in der Ostschweiz
rezipiert worden war. Ebenfalls berücksichtigt wurden Züge der
auf dem Code Napoléon basierten Gesetze der Westschweiz und des
Tessins sowie der auf dem österreichischen Allgemeinen Bürgerlichen
Gesetzbuch gründenden Gesetze Berns, Luzerns, Solothurns und des Aargaus.
Rechtshistorisch betrachtet ist das ZGB wie das deutsche Bürgerliche
Gesetzbuch eine pandektistische Kodifikation.
Obligationenrecht
OR:
Das OR ist formell der fünfte Teil des ZGB, wurde aber in
der Systematik als eigenes Gesetzbuch ausgegliedert (sog. code unique)
und hat eine eigene Artikel-Nummerierung erhalten. Das OR ist im Umfang
länger als die anderen vier Teile des ZGB zusammen. Das OR ist das
Recht der Schuldverhältnisse (von lat. obligatio, Verpflichtung).
Dieser Teil des Privatrechts wird heute im deutschen und österreichischen
Recht als «Schuldrecht» bezeichnet. Im Schweizer Recht wird
weiterhin die römischrechtliche Bezeichnung «Obligationenrecht»
verwendet. Das OR ist in zwei Teile gegliedert: Der Allgemeine Teil (AT)
enthält Bestimmungen, die für alle Obligationen gelten. Der Besondere
Teil (BT, OR Art. 184 ff.) regelt einzelne Vertragsverhältnisse besonders.