Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/186

Der Männerchor Aadorf kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Der heute bestehende Verein wurde am 30. Oktober 1897 auf Initiative von Heinrich Horber mit 26 sanges-freudigen Männern aus der Taufe gehoben, nach dem schon zuvor ein Chor bestanden hatte, was durch eine Fahne aus dem Jahr 1888 und der Ernennung von Heinrich Horber im Jahre 1905 zum Ehrenmitglied, für seinen 30-jährigen Einsatz für den Chor belegt ist.
Der Männerchor Frohsinn Aadorf im Jahre 1911 vor der "Wirtschaft Freihof" in Hagenbuch anlässlich eines Ausflugs
Wie dem Jubiläumsbericht "100jahre Männerchor Frohsinn Aadorf" zu entnehmen ist, wurde den hehren Zielen in allen Belangen auch nachgelebt. Nach sechs Jahren hatte der Verein seine erste Krise zu überwinden, doch wurde das Vereinsschiff dank grossem Einsatz einzelner Mitglieder über Wasser gehalten. Probleme ergaben sich sodann während des Ersten Weltkrieges infolge Dienstabwesenheiten. Dass die Liederwahl schon vor Jahrzehnten für Diskussionen sorgte, geht daraus hervor, dass im Jahre 1924 eine Musikkommission ins Leben gerufen wurde. Ein Jahr später tauchte zur ersten Mal das "Waldfest" im Zusammenhang mit dem Männerchor auf. Im Jahre 1930 reisten die Männerchörler für vier Tage ins Wallis.
Die Krisenzeiten der 30er-Jahre machten dem Verein auch finanziell zu schaffen, doch wurden auch diese Klippen gemeistert.
Die gut besuchten Unterhaltungsabende fanden jeweils im Falkensaal statt, und diese trugen dazu bei, dass der Chor auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt wurde. Zum 50-jährige Bestehen im Jahre 1939 blühte der Verein so richtig auf, doch dann sorgte der Zweite Weltkrieg für eine komplett neue Situation. Zur Meisterung der anfallenden Geschäfte wurde ein Mobilmachungsvorstand gewählt.
Kurz nach dem Krieg ersang sich der Männerchor am Kantonalen Sängertag in Romanshorn mit dem Lied "Ein Jäger aus Kurpfalz" den 1. Lorbeerkranz.
Einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte bildete die Weihe der neune Fahne im Juli 1950 und das bei einem Mitgliederbestand von 56 Sängern.
Das 75-jährige Bestehen im Jahre 1963 wurde im schlichten Rahmen der Abendunterhaltung gefeiert. Dass die Dirigenten einen massgebenden Einfluss auf das Vereinsgeschehen ausüben, kommt im Jubiläumsbericht immer wieder treffend zum Ausdruck.
Grossereignisse waren dann die 1100-Jahr Feier der Gemeinde im Jahre 1986, und dann natürlich der 100. Geburts-tag, der am 26. August 1989 begangen wurde. Der Verein zählte damals 32 Mitglieder unter der Stabführung von Hans Bürge.
In den 1990er Jahren ging die Mitgliederzahl stark zurück. In den Jahren 2005-2008 wurde deshalb der Männerchor auch von Sängerinnen des ehemaligen evangelischen Kirchenchors unterstützt. In dieser Zeit wurden unter der Leitung der Berufsmusikerin Frau Tomoko Kitawaki vor allem getragene weltliche und kirchliche Lieder gesungen.
Seit 2009 steht der Männerchor Aadorf unter der Leitung von Hansruedi Früh, Aadorf. Der Männerchor Aadorf konnte neue Sänger gewinnen und wurde wieder "Männersache". Seither ist er wieder seiner traditionellen Ausrichtung verpflichtet: das Repertoire umfasst einen Grundstock an eigentlichen Männerchorliedern. Daneben gehören aber auch moderne Rhythmen und Mundartstücke zum Programm.
Drei wichtige Pfeiler
Der Männerchor basiert auf drei wichtigen Pfeilern, diese sind:
1. Die Freude an der Musik im Allgemeinen und dem Chorgesang im Besonderen
2. die Kameradschaft unter den Mitgliedern und
3. die Bereitschaft, den Geist der Geselligkeit und das Leben der Gemeinde zu tragen.
So organisiert der Männerchor Aadorf jedes Jahr den Fonduekeller am Aadorfer Weihnachtsmarkt und am Berchtoldstag ein Preisjassen für Jasser von nah und fern.
Zum eintägigen Ausflug sind auch die Frauen der Sänger eingeladen, als Dank für ihre Mitarbeit bei den Vereinsanlässen.
Schwung ist in den Noten drin...
Das im Jahr 2004 neu geschaffene Logo des Männerchors symbolisiert mit der Note die Freude am Gesang und mit den schwungvollen Linien die alles umschliessende Kameradschaft und Geselligkeit.