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Von 1870 bis Anfangs der Neunzigerjahre wurden nur Handstickmaschinen aufgestellt. Die Anzahl der montierten "Stickstühle" bestimmte die Grösse des Sticklokales oder der Stickfabrik.
Bei einer oder zwei Maschinen sprach man von "Heimstickerei". Standen drei bis sieben Maschinen im Raum, galt der Betrieb als Kleinfabrik, oft als Etablissement bezeichnet. Wer acht oder mehr
Maschinen im Besitz hatte, nannte sich Stickereifabrikant. Ab drei Maschinen unterstand der Betrieb dem Fabrikgesetz (ab 1878).
Die Sticklokale wurden in bestehende Wohn- und Bauernhäuser eingebaut, zum Beispiel in eine Tenne, unter das verlängerte Dach, in einem Anbau mit Flachdach und Ähnliches. Diese Art Sticklokale
findet sich vor allem im alten Dorfkern.
Ab 1890 kam das typische Stickerbauern-Haus auf. Es besteht aus dem Wohnteil mit einem Sticklokal im Erdgeschoss und den Raumteilen für die Kleinlandwirtschaft.
Fabriken stellte man auf neu erschlossenen Grundstücken auf.
Ein typisches Merkmal für ein Handsticklokal sind die drei grossen Fenster auf der Südseite. Ein viertes Fenster bringt einen grossen Lichteinfall auf das Stickbrett.
Bilder, Beschreibungen und Erzählungen finden sich in:
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