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Behandlung
Bausteine der psychotherapeutischen Behandlung sind neben der ausführlichen Psychoedukation verschiedene Interventionen, die zum Ziel haben, den erlebten Stress zu reduzieren und einen gesunden Lebensstil zu entwickeln, der vor Rückfällen schützt. Bei persistierenden Wahnideen oder Halluzinationen werden spezifische therapeutische Ansätze verwendet. Das therapeutisch begleitete Üben von sozialen Kompetenzen stellt einen wichtigen Baustein der sozialen Reintegration dar.
Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Psychose-Risiko bestätigt wird, sind spezifische psychologische und psychosoziale Interventionen empfohlen. Diese zielen darauf ab, das alltägliche Funktionsniveau zu erhalten und ein Fortschreiten zu einer manifesten Psychose zu verhindern. Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Risiko- Symptomen ist die Behandlung der komorbiden Störungen wie Depressionen, Angststörungen und Suchtleiden. Am wichtigsten ist jedoch ein regelmässiges Monitoring, um einen möglichen Übergang zur Psychose ohne Zeitverzögerung zu erfassen.
Therapie App Robin
Zur Behandlung frühbeginnender Symptome wurde im Rahmen der Sprechstunde das Therapieprogramm Robin entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Therapiemanual, das durch eine App unterstützt wird.
Gruppentraining
Weiter wird innerhalb der Früherkennungssprechstunde regelmässig ein Gruppentraining (DBT-2P) angeboten, bei dem eine Gruppe von 6-7 betroffenen Jugendlichen erlernt gemeinsam Strategien zu entwickeln, um mit der psychotischen Symptomatik und der Erkrankung besser umzugehen. (Link)
Pharmakotherapie
In der Regel empfiehlt sich der Beginn einer antipsychotischen medikamentösen Therapie, wenn psychotische Symptome über mehr als eine Woche vorhanden und mit einer funktionellen Beeinträchtigung verbunden sind. Unter diesen Umständen würden Experten von einer „Transition“ sprechen. In der akuten Phase ist die medikamentöse Behandlung unentbehrlich. Die Medikamente der ersten Wahl sind atypische Antipsychotika.