Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03453.jsonl.gz/1269

IP-Adressen von Swisscom und Schweizerischer Post bereits zertifiziert.
Die europäische IP-Adressverwaltung RIPE hat Anfangs Woche mit der Einführung von Zertifikaten für IP-Adressen und AS-Nummern
, verhindert werden. In der Schweiz gehören die Post und die Swisscom zu den ersten, die ihre IP-Adressblöcke zertifizieren liessen.
Mit den Zertifikaten, die auf einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) beruhen, die von RIPE entwickelt wurde, können Organisationen etwa belegen, dass ihre IP-Adressblöcke offiziell bei der Adressverwaltung registriert wurden. Dies wiederum erlaubt es, die Prüfung von Routing-Informationen - etwa ob der Urheber einer Routing-Änderung dazu autorisiert ist - zu automatisieren. Solche Routing-Informationen werden von Routern benötigt, um zu entscheiden, über welche Wege der Internetverkehr zu einem bestimmten Computer oder Server geleitet werden muss.
Zum Start am 3. Januar haben 73 der insgesamt rund 7000 RIPE-Mitglieder ihre IP-Adressblöcke zertifiziert, aus der Schweiz etwa Swisscom und die Schweizerische Post. Ebenfalls per Anfang Jahr haben die Vergabestellen AfriNIC (Afrika) und LACNIC (Lateinamerika und Karibik) mit der Ausstellung von Zertifikaten begonnen. Die für den Raum Asien Pazifik zuständige APNIC hat seinen Mitgliedern die Zertifizierungsdienste bereits im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt. Lediglich die nordamerikanische Adressverwaltung ARIN hat den Start der Zertifizierung auf das zweite Quartal des laufenden Jahres verschoben. Man wolle erst noch weitere Sicherheitsmassnahmen implementieren, heisst es auf der Webseite von ARIN. (Thomas Brühwiler)