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Vormundschaft und Fremdplatzierung in der Deutschschweiz, 1945 bis 1980
Buchpräsentation mit der Autorin Mirjam Janett
Tausende Kinder und Jugendliche wurden im 20. Jahrhundert in der Schweiz in Heimen, Pflegefamilien und psychiatrischen Kliniken untergebracht. Sie wurden Opfer einer repressiven Fürsorgepolitik, die vorab auf Eltern zielte, deren Lebensführung nicht den bürgerlichen Ordnungsvorstellungen entsprach. Die Studie konzentriert sich auf die Fremdplatzierung nach dem Zweiten Weltkrieg, die medizinisch-sozialwissenschaftlichen Trends folgend präventiv ausgerichtet war.
Mirjam Janett beschreibt in ihrem Buch das Vormundschaftswesen und die Fremdplatzierung in der Deutschschweiz nach 1945. Am Beispiel der Kantone Basel-Stadt und Appenzell Innerrhoden zeigt sie, wie die Fremdplatzierung die Entwicklung des Sozialstaats prägte, von dieser geprägt wurde und so Normalität festlegte.
Einführung von Anne-Françoise Praz (Universität Fribourg) und Martin Lengwiler (Universität Basel)
Freitag, 6. Mai 2022, 18 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum
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