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Offizieller Empfang von Bundespräsidentin Doris Leuthard beim indonesischen Präsidenten
Bern, 07.07.2010 - Der Präsident Indonesiens, Susilo Bambang Yudhoyono, hat am 7. Juli 2010 Bundespräsidentin Doris Leuthard in Indonesien offiziell empfangen. Während des Treffens wurden die Verhandlungen über ein umfassendes wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen zwischen der EFTA und Indonesien offiziell lanciert. Weitere Agendapunkte waren die Unterzeichnung einer Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Tourismus und eines Visa-Abkommens.
Bundespräsidentin Doris Leuthard hat am 7. Juli 2010, im Rahmen ihres Staatsbesuchs in Indonesien mit dem indonesischen Präsidenten, Susilo Bambang Yudhoyono, offizielle Gespräche geführt. Das Treffen diente der Einschätzung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Indonesien und des Entwicklungspotenzials.
Die Schweiz hat momentan den Vorsitz des EFTA-Ministerrats inne. Doris Leuthard hat am Treffen deshalb auch die EFTA vertreten. In dieser Rolle hat sie zusammen mit dem indonesischen Präsidenten die Verhandlungen über ein umfassendes wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen zwischen der EFTA und Indonesien offiziell lanciert. Das Abkommen soll insbesondere den Güter- und Dienstleistungshandel, Investitionen, den Schutz des geistigen Eigentums, das Beschaffungswesen und die wirtschaftliche Kooperation abdecken. Eine gemeinsame Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2007 stellt eine hohe wirtschaftliche Komplementarität zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien fest. Sie empfiehlt deshalb den Abschluss eines solchen Abkommens. Es ist damit zu rechnen, dass ein wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen das Handels- und Investitionsvolumen zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien ankurbeln würde.
Im Jahr 2009 beliefen sich die Schweizer Exporte nach Indonesien auf 372 Millionen Franken, wovon 47% auf Maschinen entfielen, gefolgt von chemischen Produkten (26%) und Rohstoffen für Pharmaprodukte (13%). Die Schweiz hat 2009 für 171 Millionen Franken Waren aus Indonesien importiert, hauptsächlich Agrarprodukte sowie Textilien, Kleider und Schuhe. Die Schweiz ist ein bedeutender ausländischer Investor in Indonesien. Der Handel zwischen der EFTA und Indonesien hat zwischen 1995 und 2008 um 66% zugenommen. Diese Entwicklung zeigt das Potenzial der rund 230 Millionen Einwohner zählenden asiatischen Volkswirtschaft, deren durchschnittliche Wachstumsrate in den letzten fünf Jahren in der Grössenordnung von 6% lag.
Das Treffen zwischen Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem indonesischen Präsidenten, Susilo Bambang Yudhoyono, wurde im Weiteren dazu genutzt, eine Absichtserklärung über eine verstärkte Zusammenarbeit im Tourismusbereich zu unterzeichnen. Kernpunkt dieser Zusammenarbeit ist ein Projekt zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus auf der Insel Flores bei Bali. Dieses im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) unterstützte und von der Schweizer Stiftung Swisscontact durchgeführte Projekt zielt darauf ab, neben Bali auch andere Tourismusdestinationen nachhaltig zu entwickeln. Die Schweiz unterstützt auf Flores den Aufbau regionaler Tourismusorganisationen, welche zusammen mit der lokalen Bevölkerung die einzigartigen Naturattraktionen dieser Insel erschliessen helfen. Dabei wird speziell auf die Umwelt- und Sozialverträglichkeit des Tourismus geachtet. Für die Umsetzung dieses Projektes ist über die nächsten 4 Jahre eine Unterstützung von 5 Mio. Schweizer Franken vorgesehen.
Zudem wurde zwischen der Schweiz und der Republik Indonesien ein Abkommen über die gegenseitige Aufhebung der Visumpflicht für Inhaberinnen und Inhaber eines Diplomaten- oder Dienstpasses unterzeichnet. Mit diesem Abkommen können Personen, die einen gültigen schweizerischen oder indonesischen Diplomaten- oder Dienstpass besitzen, ohne Visum in das Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaats einreisen.
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Letzte Änderung 18.12.2020
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