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Geschätzte Kundschaft
auch im Jahr 2017 wollen wir die Rubrik Baumarten beibehalten.
Als weiteren Baum möchten wir Ihnen nach längerer Baumpause die Bergulme- Ulmus glabra vorstellen. Dieser grosse Baum aus der Gattung der Ulmus kann bis zu 400 Jahre alt werden. 1992 wurde die Ulme zum Baum des Jahres gewählt. Die Bergulme wächst als Sommergrüner Baum und kann eine Höhe von 40 Metern und einen Stammdurchmesser von 3 Meter erreichen. Ihre Knospen sind gross und behaart, ebenso die kleineren Zweige. Die Laubblätter der Bergulme- Ulmus glabra sind, wie bei allen mitteleuropäischen Ulmenarten, asymmetrisch, veränderlich, 8 bis 20 cm lang, grössere Blätter sind oft dreispitzig, sie sind in der Mitte am breitesten, häufig mit 13 bis 20 Nervenpaaren, oberseits eher rau, unterseits kurzhaarig.
Die Blütezeit reicht von März bis April. Die Blüten stehen ungestielt an blattlosen Kurztrieben in kleinen knäueligen trugdoldigen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten besitzen einfünfspaltiges, meist rotes Perigon.
Trugdolde*** schematische Darstellung
Die Fruchtreife von April bis Mai. Der oft länger grün bleibende Samen liegt in der Mitte der Frucht, umgeben von einem Flügel.
Die Umtriebszeit in der Forstwirtschaft beträgt 120 bis 140 Jahre. Stamm und Äste werden mehrfach übergipfelt durch Seitensprossen. Die Laubblätter ebenso wie die Seitenzweige sind zweizeilig angeordnet (Lichtschutz). Bei den Ulmen wird die Photosynthese im Frühjahr, bevor die Laubblätter erscheinen, schon von den blattartigen Flügeln der heranreifenden grünen Früchte übernommen.
Bergulmen- Ulmus glabra haben in der Jugend ein Pfahlwurzelsystem. Im Alter bildet sich ein Senkerwurzelsystem mit einer Tendenz zur Herzwurzel (viele Senker aus flach bis schräg streichenden Hauptwurzeln) aus.
Die Blütenknospen überwintern. Blütenökologisch handelt es sich um den „vorlaufend“, d. h. vor dem Laubaustrieb erscheinenden und windblütigen „Hängeblütigen Typ“. Reste von Pollenkitt, wie er für die Insektenbestäubung üblich ist, sind vorhanden. Die Blüten sind streng vormännliche Zwitterblüten. Reste von Nektardrüsen produzieren am Grunde der Staubblätter Spuren von Nektar, so dass auch an dieser Stelle die prinzipielle Anlage zur Insektenbestäubung zu erkennen ist. Der Pollen ist zudem eine wichtige Bienennahrung im Frühjahr. Die Blühfähigkeit der Bergulme beginnt nach 30 bis 40 Jahren.
Die Flügelfrüchte sind Gleitflieger mit einer Sinkgeschwindigkeit von 0,67 m/s. Sie werden nur bei starkem Wind weit forttransportiert. Auch durch Wasserhaftung an Tieren ist Ausbreitung möglich. Die frühe Fruchtreife wird durch die in den heranreifenden Früchten stattfindende Photosynthese ermöglicht. Die Samen sind Lichtkeimer, aber nur wenige Tage keimfähig.
Die Raupen folgender Schmetterlingsarten sind von der Bergulme als Nahrungsquelle abhängig:
- C-Falter (Nymphalis c-album)
- Ulmen-Fleckenspanner (Abraxas grossulariata)
- Großer Rindenspanner (Hypomecis roboraria)
- Weißstirn-Weißspanner (Cabera pusaria)
Vorkommen
Die Bergulme- Ulmus glabra ist fast über ganz Europa verbreitet, von Mittelspanien, Italien und Südosteuropa bis Südskandinavien, von den Britischen Inseln bis zum Ural. Sie ist vom Tiefland bis in eine Höhenlage von etwa 1300 Metern anzutreffen. In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu einer Höhenlage von 1500 Metern auf.
Die Berg-Ulme- Ulmus glabra kommt zerstreut in Schluchtwäldern und schattigen Hangwäldern vor. Sie bevorzugt sickerfeuchte, nährstoff- und basenreiche, auch bewegte Lehm- und Tonböden. Nach Zeigerwerten ist sie ein Mäßigwärmezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, an stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Linden-Ahorn und Ahorn-Buchen-Mischwälder (Tilio platyphyllus- Acer pseudoplatanus- Fagus sylvatica).
Gefährdung
Das bekannte Ulmensterben wird durch den Schlauchpilz Ophiostoma ulmi verursacht. Er lebt in den Tracheen der jüngsten Jahresringe und regt zur Verthyllung an, die zur Verstopfung der Tracheen und damit zum Absterben des Baumes führt. Der Pilz wird durch einen Borkenkäfer, den Ulmensplintkäfer (Scolytus scolytus) übertragen, vor allem, wenn die Bäume – wie in Anpflanzungen an Straßen – ungünstige Standortbedingungen haben und eng beisammen stehen. Die Krankheit wird durch Grundwasserabsenkung deutlich gefördert. Erkrankte Äste (oder auch die ganzen Bäume) sollten sofort beseitigt werden.
Verwendung
Auch als Alleebaum wird die Ulme gepflanzt gepflanzt.
Das elastische und zähe Holz der Berg-Ulme zeigt eine schöne Maserung. Es ist unter der Bezeichnung „Rüster“ im Handel und liefert vor allem Furnier für Möbel und den Innenausbau. Auch zum Drechseln wird es verwendet. Das Kernholz der Bergulme ist blassbraun, das schön gezeichnete Holz wird oft auch als „Rüster“ bezeichnet.
Ulmen- Geborene finden wir im keltischen Baumhoroskop
vom 12.01.- 24.01. und vom 15.07.- 25.07.
keltische Bedeutung *** die gute Gesinnung
Die stattliche Ulme bietet mit ihrer breiten, kugelförmigen Krone Tieren und Pflanzen Schutz. Gleichzeitig stellt sie hohe Ansprüche an ihren Standort. Sie benötigt eine bestimmte Beschaffenheit des Bodens und viel Licht, um zu gedeihen.
Die Ulme ist der Baum der Intuition. Sein Geist hütet das Wissen, wie man diese Eigenschaft zu voller Blüte bringen kann. In der Nähe von Ulmen sind Elfen sehr aktiv und können Menschen, die sich nicht im Gleichgewicht befinden, mit dem Zauber der Feen belegen.
Der Geist von Ulmen ist sehr sensibel. Er trauert, wenn Mitglieder seiner Familie gefällt werden. Der Ulmengeist hält den Schlüssel zu Empathie und Mitleid. Die Ulme- Ulmus ist ein Schattenbaum, dem man die mystische Eigenschaft nachsagt, dass er gegen Blitzschlag schützen soll.
Die Edda-Sage der nordisch-germanischen Mythologie berichtet von der Entstehung der Frau aus einem ans Meerufer gespülten Ulmenstamm durch göttlichen Einhauch, ebenso wie der Mann aus der Esche hervorging. Die Esche (Ask) und die Ulme (Embla) standen für die Stammeltern der Menschheit.
Ulmen- Geborene sind sehr hilfsbereite Menschen und können sich regelrecht für andere Menschen aufopfern. Dabei vergessen sie gerne mal sich selbst und ihr eigenes Befinden. Sie sind lebensbejahend und kontaktfreudig.
Die Emme- Forstbaumschulen AG bietet Berg- Ulmen als Sämlinge oder Jungpflanzen mit der Herkunft BE/ Wiler oder D/ Süddeutschland an. Siehe Seite 18 Rubrik Laubholz in unserem aktuellen Katalog 2016/2017, als l.Heister, Heister auf Anfrage, oder als Hochstamm auf der Seite 57. Ausserdem können bei uns auch Feldulmen- Ulmus carpinifolia oder Flatterulmen- Ulmus laevis bezogen werden. Für Beratungen rufen Sie uns an, oder senden Sie uns eine Mail.