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Sicherheitslage
Grundsätzliche Einschätzung
Die komplizierte politische Situation und die für grosse Teile der Bevölkerung schwierige Wirtschaftslage können sporadisch zu sozialen Unruhen führen. Bei Demonstrationen können gewalttätige Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden.
Der Konflikt um Nagorno-Karabakh (mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohntes Gebiet innerhalb Aserbaidschans) bleibt ungelöst. Trotz eines seit 1994 geltenden Waffenstillstandes und trotz intensiver Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um eine friedliche Lösung des Konflikts, kommt es entlang der Grenze zu Aserbaidschan und der Waffenstillstandslinie sporadisch zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten. Die Spannungen nehmen periodisch zu. So haben Anfang April 2016 Gefechte zwischen Aserbaidschan und Armenien mehrere Todesopfer gefordert, darunter auch Zivilpersonen.
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage. Meiden Sie Demonstrationen und grosse Menschenansammlungen jeder Art.
Spezifische regionale Risiken
- Grenzgebiet zu Aserbaidschan /Nagorno-Karabakh und umliegende aserbaidschanische Gebiete, die von Armenien kontrolliert werden: Der Konflikt um Nagorno-Karabakh bleibt ungelöst. Die umstrittenen Gebiete sind teilweise stark vermint. Entlang der Waffenstillstandslinie und entlang der armenisch-aserbaidschanischen Grenze kommt es sporadisch zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten. Die Grenzübergänge ins aserbaidschanische Kerngebiet sind geschlossen. Die Schweiz hat nur begrenzte oder je nach Situation gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen oder zur Unterstützung der Ausreise.
Es wird abgeraten von Reisen nach Nagorno-Karabagh und in die umliegenden, ebenfalls von Armenien kontrollierten Gebiete, sowie allgemein ins armenisch-aserbaidschanische Grenzgebiet.
- Grenzgebiete zur Türkei: Die Grenzübergänge sind geschlossen. Die Grenzgebiete sind teilweise vermint. Halten Sie sich deshalb strikt an die häufig befahrenen Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
Auszug aus: Reisehinweise EDA
Impfungen & Gesundheit
Gesundheitsinfrastruktur
Die medizinische Grundversorgung ist nur in der Hauptstadt gewährleistet, entspricht aber nicht Europäischen Standards. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen in der Schweiz behandelt werden.
Impfungen
- Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
- In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus Hepatitis B, Tollwut.
Gesundheitslage
Minimales Malariarisiko im Ararat-Tal und dem Masis Bezirk (südlich von Eriwan). Schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.
Kriminalität
Grundsätzliche Einschätzung
Die Hauptstadt Eriwan kann als relativ sicher eingestuft werden, doch nimmt die Kleinkriminalität generell und besonders nachts zu.
Auch in den Zügen, die zwischen Armenien und Georgien verkehren, ist es wiederholt zu Diebstählen und Überfällen gekommen.
Ausländer scheinen vermehrt gezielt Opfer der Diebe zu werden.
Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel:
- Seien Sie nachts nicht alleine unterwegs.
- Bedenken Sie, dass Hotelzimmer, Telefonverbindungen etc. überwacht werden können.
Auszug aus: Reisehinweise EDA
Weitere nützliche Reisehinweise
Naturbedingte Risiken
Armenien liegt in einer Erdbebenzone.
Auszug aus: Reisehinweise EDA