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Ein Pilot und ein Ingenieur der Pilatus Flugzeugwerke in Stans NW waren am 8. Mai 2020 mit dem Düsenflugzug PC-24 zu einer Testlandung auf dem Militärflugplatz Emmen unterwegs. Plötzlich entdeckte der Ingenieur auf der Flughöhe und Flugrichtung der PC-24 ein Segelflugzeug. Dieses war zuvor, den Aufwind nutzend, auf 1600 Meter hochgestiegen.
Der Pilot des PC-24 wich sofort nach rechts unten aus und konnte Schlimmeres verhindern. Die beiden Flugzeuge kamen sich gemäss Sust bis auf 320 Meter nahe, dies bei einem Höhenunterschied von 60 Metern.
Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, in dem die Piloten selbst darauf achten müssen, dass es zu keiner Kollision kommt. Das Prinzip von see and avoid stosse häufig an seine Grenzen, teilte die Sust mit. So seien schlanken Segelflugzeuge oft kaum erkennbar.
Beide Flugzeuge waren mit einem Transpondergerät ausgerüstet, das Signale anderer Flugzeuge empfangen und warnen kann. Das Segelflugzeug hatte sein Gerät ausgeschaltet, um Batterie zu sparen. Dies war gemäss Sust in jenem Gebiet zwar zulässig, aber nicht sicherheitsbewusst.
Der Vorfall verdeutliche, dass eine generelle und ausnahmslose Transponderpflicht die Sicherheit fördern würde, schreibt die Sust. Sie habe in der Vergangenheit mehrmals auf den Nutzen einer Transponderpflicht hingewiesen. Umgesetzt worden seien diese Empfehlungen bislang nicht.
(sda)