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Der Sportwagen
Oktober 10, 2018
Das Wirtschaftswachstum in den fünfziger Jahren ermöglichte es einigen Personen das Leben in den sechziger Jahren exzessiv zu gestalten. Der Playboy Lebensstil war geboren, der auch mit entsprechenden Automobilen gezeigt wurde. Wer genug Geld hatte, konnte sich den Rennsport in die eigene Garage holen, mit hoch motorisierten Fahrzeugen.
Die flachen und schnittigen Coupés verfügten über aggressive Stilelemente, die diese Fahrzeuge von der großen Masse absetzten. Es entstanden die Ikonen wie der Ferrari 365 GTB und die Corvette Stingray, Ikonen des Automobildesigns.
In dieser Zeit dominierten die Mittelmotor-Rennwagen auf den internationalen Rennstrecken. Die Automobilkonstrukteure implementierten dieses Konzept in Sportwagen für den Straßenverkehr und es entstanden Fahrzeuge wie der Porsche 904 und der Ford GT 40. Diese Fahrzeuge waren in erster Linie für den Rennsport entwickelt, mussten aber aufgrund der Richtlinien der Grand Tourismus Rennserien auch über eine Straßenzulassung verfügen.
Erst mit dem Lamborghini Miura entstanden die ersten Sportwagen mit Mittelmotor, die nur für den Straßenverkehr entwickelt wurden. Es entstand eine neue Fahrzeugkategorie, für welche die meisten Automobilhersteller auch heute noch besondere Fahrzeugtypen anbieten.
Heutzutage gelten Sportwagen als Personenkraftwagen mit geringer Bauhöhe, potenten Motoren und außergewöhnlichem Handling. Die leistungsstarken Motoren und ein möglichst geringes Gewicht erfordern leistungsfähige Bremsanlagen und harte Sportfahrwerke.
Für die Kraftfahrzeughersteller waren Siege bei Rennsportveranstaltungen äußerst wichtig. Bei den reinen Rennwagen konnte zwar die Marke überzeugen, die Fahrzeuge wurden aber nie so im Verkauf angeboten. Deswegen wurde von der FIA 1966 die Sportwagenklasse gegründet, bei der Fahrzeuge teilnehmen konnten, von denen mindestens 50 Stück gebaut werden mussten und die eine Straßenzulassung besitzen. Dadurch entstandenen Sportwagen, die für den Renneinsatz konzipiert waren, aber auf der Straße benutzt werden konnten.
Heutzutage bietet die FIA mehrere Kategorien in der Gran Turismo Klasse an, bei denen Kraftfahrzeughersteller in verschiedenen Klassen gegeneinander antreten können. Der schnellste Supersportwagen, der an Gran Turismo Rennen teilnehmen kann, ist der Bugatti Veyron Super Sport. Die Höchstgeschwindigkeit, die dieser Wagen auf einer Textstrecke erreicht, liegt bei 431,072 km/h.
1963 brachte Maserati mit dem Quattroporte eine Mischung aus Sportwagen und Limousine heraus. Obwohl dieser Wagen mit 230 km/h eher für sportlich begeisterte Kunden interessant war, verfügte er doch über vier Türen und konnte auch als Luxuslimousine bezeichnet werden.
Seitdem gab es immer wieder Versuche in der Automobilgeschichte die einzelnen Fahrzeugtypen und Karosserieformen zu definieren und voneinander abzugrenzen. Auch heutzutage bieten viele Automobilhersteller Limousinen an, die von der Motorleistung und von der Fahrwerksabstimmung eher als Sportwagen einzuordnen wären.
Die bekanntesten Vertreter der Sport Limousine sind in Deutschland der BMW M5 und der Audi R6. Beide Fahrzeuge gibt es als normale Limousinen, die für Familien mit Kindern konzipiert wurden, sowie in einer sportlichen Version. Selbst Mercedes bietet mit dem E 36 AMG eine Limousine an, die mit den Fahrleistungen eher im Sportwagenbereich angesiedelt ist. Deshalb gibt es heutzutage keine genau definierte Abgrenzung zwischen Sportwagen und Sport Limousine.