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Datalogics, die Software-Biliotheken von Adobe an Hersteller vertreiben, hat einen Artikel zu der seit Version 3.0 der Adobe PDF Print Engine (APPE) häufigeren Fehlermeldung NON-FATAL PDF Exception: Cannot extract the embedded font veröffentlicht. Dieser wird im Adobe Common Renderer durch einen defekten Font verursacht. Im Artikel werden Parameter beschrieben, mit denen man die Fehlermeldung ausschalten kann (und dafür das Risiko einer fehlerhalten Fontdarstellung auf sich nimmt).
SD (Software Development) Times hat in der Dezember-Ausgabe drei Artikel über PDF 2.0 publiziert:
- PDF 2.0 offers many improvements to the PDF specification
- PDF 2.0: Clarifying the standard
- The PDF file format is a work in progress
Für die Artikel wurden u.a. einige Mitglieder der PDF Association interviewt, die massgeblich bei der Entwicklung der PDF 2.0 Spezifikation (ISO 32000-2). Es gibt auch eine Übersicht über den Stand der PDF 2.0 Implementierung bei den wichtigsten PDF-Entwicklertools.
Nach 9 Jahren (harter) Arbeit hat die ISO PDF 2.0 als ISO Standard 32000-2:2017 veröffentlicht. Es ist dies die erste PDF-Spezifikation, die komplett durch die ISO-Arbeitgruppe, bestehend aus über dreissig PDF-Experten aus der ganzen Welt, erarbeitet wurde. ISO 32000-1:2008 war im wesentlichen ein Übernahme von PDF 1.7 von Adobe. PDF 2.0 ist eher eine Evolution als eine Revolution. Es wurde grossen Wert auf Kompatibilität zu älteren PDF-Versionen gelegt.
Sieben Kapitel der 971 Seiten umfassenden Spezifikation wurden komplett neu geschrieben (z.B. Transparenz, Tagged PDF). Es ging dabei nicht darum, neue Funktionen einzuführen, sondern um Unklarheiten und Fehler aus älteren Spezifikationen zu beseitigen.
- Parameter zum Aktivieren der Tiefenkompensierung (Black-Point Compensation) auf Objektbasis. Damit können voraussagbare Farbkonvertierungen definiert werden.
- Ausgabebedingung pro Seite (optional). Z.B. Coated für die Umschlag-Seiten und Uncoated für die Inhalts-Seiten in der gleichen PDF-Datei.
- Verwendung von spektralen Daten für Sonderfarben (mit CxF/X-4).
- Definition der Farbreihenfolge im Druck (z.B. für Bogenoffset).
- Erweiterte Rasterfunktionen (Ursprung, Punktform).
Da die meisten dieser neuen Funktionen den Bereich Farbe betreffen, ist PDF 2.0 auch ein Thema in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis.
Vom 15.-17. Mai fanden in Berlin wiederum die PDF Days Europe, organisiert von der PDF Association, statt. Die Veranstaltung, die unter dem Namen PDF Technical Conference 2012 in Basel mit weniger als 60 Teilnehmern (mehrheitlich Entwickler) erstmals durchgeführt wurde, konnte in diesem Jahr über 200 Teilnehmer verzeichnen. Neben Herstellervertretern interessieren sich nun auch zunehmend Anwender aus den verschiedensten Bereichen für die Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde zweisprachig (Englisch/Deutsch) durchgeführt.
Im Zentrum stand in diesem Jahr die bevorstehende Veröffentlichung von PDF 2.0 (ISO 32000-2) sowie eine (etwas diffuse) Vorschau auf Next-Generation PDF, mit dem in Zukunft PDFs auch auf mobilen Geräten besser genutzt werden können (sollen). Erst auf dem Hackathon am dritten Tag wurde das Konzept etwas klarer. (Ich werde in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis über die Ergebnisse berichten.)
Von den meisten Vorträgen gibt es Präsentationen und Videoaufzeichungen (benötigt etwas Geduld bis die ganze Seite mit den Video-Vorschaubildern aufgebaut ist). Auch von meiner (englischen) Präsentation über die PDFX-ready Online Tools gibt es ein YouTube-Video.
Die Version 9.1 der bekannten PDFlib des gleichnamigen Entwicklers aus München hat neue Funktionen für die Farbverarbeitung bekommen, die v.a. bei der Definition von Highend-Druckvorlagen hilfreich sind:
- Unterstützung von DeviceN– und NChannel-Farbräumen mit einer beliebigen Anzahl von Farben
- PDF/X-5n für den Austausch von Produktionsdateien mit n-Kanal-Farben, wie z.B. für die Verpackungsindustrie
- SVG-Farberweiterung für ICC-Profile, Schmuck- und DeviceN-Farben sowie für Graustufen-/RGB-/CMYK-Farben zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von SVG für die Druckproduktion
- Aktualisierte Schmuckfarben des Typs Pantone Extended Gamut Coated (XGC) sowie von Pantone Plus 2016
- Farbverläufe mit einer beliebigen Anzahl von Farben für flexible Farbverläufe
- Farbverläufe zwischen verschiedenen Schmuckfarben, z.B. Mischungen von Pantone-Farben
- Definition von Standardfarbräumen für Patterns, Templates und Glyphen mit Type-3-Fonts
- Erweiterte Behandlung farbrelevanter Topics im PDFlib-Tutorial und PDFlib-Cookbook
pdfChip konvertiert HTML in hochwertige PDF-Dokumente. Das Update pdfChip 1.2 konzentriert sich auf einfachere Bedienbarkeit und Verbesserungen im Bereich der Barcode- und SVG-Verarbeitung.
Für Anwender von Adobe InDesign, hat callas in pdfChip 1.2 einen Vorlagen-Erzeugungs-Export integriert. Dieser konvertiert InDesign-Dokumente in korrekte pdfChip-Vorlagen, indem es die Positionen aller Elemente auf der Seite sowie Eigenschaften wie deren Farbe und Stile richtig nach HTML und CSS übernimmt. Damit lässt sich je nach Aufgabenstellung die für die Template Erstellung benötigte Zeit massiv reduzieren.
Mit dem Update 1 von Switch 13 hat Enfocus den Enfocus Appstore lanciert. Dort können Handelspartner, Berater, Systemintegratoren und auch Anwender aus der ganzen Welt ihre Switch-Erweiterungen zur Jahresmiete anbieten.
Das Angebot im Enfocus Appstore ist anfänglich noch überschaubar. Die ersten Apps stammen von Apago, Impressed und von Enfocus selbst. Es wird interessant zu sehen, wie sich das entwickelt…
Die PDF Association hat die PDF/VT Application Notes veröffentlicht, die von einer Arbeitsgruppe ihres PDF/VT Competence Centers unter Leitung von Martin Bailey (CTO von Global Graphics) in mehrmonatiger Arbeit zusammengestellt worden sind. Dabei wurden auch Teile der Broschüre Do PDF/VT Right von Global Graphics übernommen.
Das 47-seitige Dokument richtet sich sowohl an Entwickler als auch an Anwender von Systemen zur Erzeugung und Ausgabe von variablen Daten und beschreibt die Vorteile des ISO Standards PDF/VT (VT steht für Variable Daten und Transaktionsdruck) und seine Anwendungen. U.a. gibt es ausführliche Tipps zum Aufbau von effizienten PDF/VT-Dateien, um unnötige Rechenarbeit bei der Ausgabe zu vermeiden.
Callas Software hat das Update von pdfChip auf die Version 1.1 freigegeben. Neu ist die Möglichkeit, beim Aufruf des Programmes mit der Kommandozeile Variablen zu übergeben. Es können jetzt einfach Listen z.B. für Inhalts- und Abbildungsverzeichnisse erzeugt werden. pdfChip 1.1 unterstützt nun auch DeviceN-Farbendefinitionen (z.B. für Verläufe mit Sonderfarben). Bei der Platzierung von PDF-Seiten können nun die Seitengeometrierahmen verwendet werden.
Der neue Actino Document Converter basiert auf den bewährten SDK von Global Graphics Software und ermöglicht die automatisierte Konvertierung von PS, PDF oder XPS in PDF oder XPS. Zielgruppe sind Unternehmen und Institutionen, die grosse Mengen an Dateien automatisiert in standardkonforme PDF- oder XPS-Dokumente überführen wollen.
Die PDF Association hat einen englischen Artikel mit dem Titel What will PDF 2.0 bring? veröffentlicht, der einen kurzen Überblick über die nächste PDF-Version gibt. Die Veröffentlichung von PDF 2.0 (ISO 32000-2) wird für 2017 erwartet.
callas pdfChip (Conversion of HTML into PDF) ist ein CLI-Programm mit dem HTML unter Verwendung von CSS und JavaScript in hochwertige, standardkonforme PDF-Dokumente (PDF/X, PDF/A) konvertiert werden können.
Callas hat in Standard-HTML fehlende Funktionen, die für standardkonforme PDF-Dokumente notwendig sind, mit eigenen Befehlen realisiert. So können u.a. Sonderfarben, ICC-basierte Farben, Seitengeometrie-Rahmen, Ausgabebedingung sowie Barcodes in HTML resp. CSS definiert werden. Es gibt auch spezielle Befehle zur Umbruchsteuerung.
Somit können mit pdfChip vollwertige PDF-Druckvorlagen erzeugt werden. Durch die Möglichkeit, PDF-Seiten zu platzieren, ist auch die Erzeugung von (Bogen-)Montagen möglich.
pdfChip ist ein Kommandozeilen-Programm ohne Benutzeroberfläche. Das Produkt ist vor allem für Entwickler und fortgeschrittene Anwender mit guten HTML-, CSS- und PDF-Kenntnissen interessant, die automatisiert grössere Mengen von hochwertigen PDF-Dateien (z.B. aus Web2Print-Anwendungen) erzeugen wollen.