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Eine der umweltfreundlichsten Arten der Energiegewinnung ist die Nutzung der Sonnenenergie. Die begrenzt verfügbaren Energiequellen Öl, Erdgas, Kohle werden geschont und die bei ihrer Verbrennung entstehenden Schadstoffe gehen entsprechend zurück. Mit Wärmepumpen lässt sich die in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie zum Heizen und Warmwasser bereitern zu jeder Jahres- und Tageszeit nutzen. Die Wärmepumpe verfügt über eine ausgereifte Technik. Sie kann platzsparend untergebracht werden und ist wartungsfreundlicher als Brennstoffheizungen.
- Wie funktioniert das?
- Hohe Umweltwärmegewinne durch neueste technische Verbesserungen
- Ökologische Vorteile der Wärmepumpe
- Anschluss von Wärmepumpen, Strompreis für Wärmepumpen
Wie funktioniert das?
Die Sonne spendet rund drei Viertel der benötigten Energie durch Umweltwärme - gespeicherte Sonnenwärme in Erdreich, Wasser und Luft. Durch den Einsatz dieser Wärme und etwa einem Viertel elektrischer Antriebsenergie beheizt die Wärmepumpe Ihre Räume.
Den Transport der Wärme übernimmt ein Arbeitsmittel. In der Wärmepumpe wird dieses verdampft, verdichtet, verflüssigt und entspannt. Dazu ist Strom für den Antrieb des Verdichters nötig. Das Arbeitsmittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf. Es verdampft bei niedrigen Temperaturen und verflüssigt sich bei hohen Temperaturen.
Die Wärmepumpe arbeitet im Prinzip wie der Kühlschrank. Der Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln Wärme und gibt diese über seine Rückseite an den Raum ab. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme, die zum Heizen und Warmwasserbereiten genutzt werden kann:
In der Wärmepumpe zirkuliert ein Kältemittel, das einer Wärmequelle Wärme entzieht. (Das Erstaunliche dabei ist: Als Wärmequelle gilt auch kalte Luft oder Wasser.) Bei Wärmezufuhr verdampft das Kältemittel. Das dampfförmige Kältemittel kommt jetzt in einen Verdichter (Kompressor), in dem der Druck erhöht wird. Dadurch erhöht sich auch die Temperatur so weit, dass die der Wärmequelle entzogene Wärme im Verflüssiger an ein Heizsystem abgegeben werden kann. Durch die Wärmeabgabe wird wird das Kühlmittel wieder flüssig, im Expansionsventil entspannt es sich auf niederen Druck und niedrigere Temperatur. Der Kreislauf beginnt von vorne.
Mit der Wärmepumpe um 50% geringere Heizkosten
Mit der Wärmepumpe kostengünstig und umweltfreundlich heizen ! Ein Beispiel hat gezeigt, dass man mit der Wärmepumpe um bis zu 50% günstiger heizen kann als mit einer Ölheizung.
Warum einen elektrischen Antrieb?
Ganz einfach, Elektromotoren haben sich seit Jahrzehnten bewährt. Sie sind technisch ausgereift, arbeiten leise und es entsteht vor Ort kein Abgas. Die Lebensdauer ist hoch und der Wartungsaufwand gering.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Im Neubau sorgen Sie als umweltbewußter Bauherr für die richtigen Voraussetzungen: Einen guten baulichen Wärmeschutz und eine Niedertemperaturheizung. Diese Massnahmen machen sich langfristig bezahlt und sichern eine gute Wohnqualität. Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist eine Fussbodenheizung besonders vorteilhaft. Sie kommt mit einer niedrigen Vorlauftemperatur (30 - 40 °C) aus. Die Fußbodenheizung verbessert auch das Raumklima, vermittelt ein angenehmeres Wärmeempfinden bei geringeren Raumtemperaturen und benötigt keinen zusätzlichen Platz für störende Heizkörper. Die Wärmepumpe mit Niedertemperaturheizungssystem sorgt für wohlige Wärme in allen Räumen.
Welche Wärmequellen bieten sich an?
Die in den Wärmequellen Erdreich, Wasser und Luft gespeicherte Sonnenenergie lässt sich mit der bewährten Wärmepumpentechnik nutzen.
Erdreich ist ein guter Wärmespeicher, um eine Wärmepumpe zu betreiben, da die Temperatur das ganze Jahr über relativ konstant ist. Für ein Rohrschlangensystem, das 20 cm unterhalb der Frostgrenze verlegt wird, muss ein entsprechend grosses Grundstück vorhanden sein. Reicht die Grundstücksfläche nicht aus, können Erdsonden verwendet werden. Sie werden senkrecht durch ein Bohrverfahren in den Boden eingelassen. Sie bieten sich bei kleinen Grundstücken oder bereits bestehenden Gebäuden an.
Grundwasser ist der ideale Speicher für Sonnenwärme. Der Vorteil liegt in der konstanten Temperatur. Selbst an kältesten Wintertagen besitzt das Wasser eine Temperatur von +7 bis +12 °C. Leider steht Grundwasser nicht überall und in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung. Wo es aber als Wärmequelle genutzt werden kann, lohnt sich der Einsatz. Für die Nutzung muss die Zustimmung des Landeswasserbauamtes eingeholt werden. Weiters sollten Informationen über die Wasserqualität eingeholt werden, um die Verträglichkeit des Grundwassers zu überprüfen.
Luft als Wärmequelle gibt es überall. Der bauliche Aufwand ist gering. Ein Nachteil der Luft-Wärmepumpe ist, dass die Heizleistung bei fallender Aussentemperatur sinkt, d. h. wenn es draussen sehr kalt und somit der Wärmebedarf gross ist, steht eine niedrige Heizleistung zur Verfügung. Daher bietet sich ein bivalenter Betrieb mit einem zweiten Wärmeerzeuger an. Obwohl Wärmepumpen leise laufen, entstehen bei Luftwärmepumpen Geräusche, die innerhalb der Vorschriften liegen, aber nicht unhörbar sind. Deshalb sollte der Aufstellort sorgfältig gewählt werden, um eventuelle Probleme mit Nachbarn zu vermeiden.
Hohe Umweltwärme- gewinne durch neueste technische Verbesserungen
Messungen an Wärmepumpen der neuesten Generation in Einfamilienwohnhäusern im Jahr 1996 haben Arbeitszahlen von 4,95 bzw. 5,1 ergeben. Die Energierechnung bei diesen Wärmepumpenanlagen ist also bestechend: Mit einer Kilowattstunde Strom lieferten die Wärmepumpen im Schnitt also rund 5 Kilowattstunden Wärme für die Hausheizung, was im Vergleich zu früher realisierten Wärmepumpenanlagen als grosser Fortschritt zu bezeichnen ist. Die Bewohner dieser Einfamilienhäuser sind mit den Wärmepumpenheizungen sehr zufrieden. Die Leistung und Zuverlässigkeit entsprechen den Erwartungen. Es sind keine Störungen aufgetreten und Wartungsarbeiten waren keine erforderlich. Neben der technischen Weiterentwicklung der Wärmepumpe waren die gute Abstimmung von Wärmequelle und -abgabe in den untersuchten Einfamilienhäusern und die wärmebedarfsgerechte Auslegung ausschlaggebend für das sehr gute Ergebnis.
Ökologische Vorteile der Wärmepumpe
- Die Wärmepumpe ist ein grosser Energiesparer
Mit einer modernen Wärmepumpenheizung werden aus einer eingesetzten Kilowattstunde Primärenergie über zwei Kilowattstunden Nutzenergie. Die Wärmepumpenheizung benötigt somit für die gleiche Dienstleistung beim Kunden weniger als den halben Primärenergieeinsatz einer modernen Öl- oder Gasheizung.
- Die Wärmepumpe entlastet die Umwelt
Bei dem bekannt hohen Standard der Rauchgasreinigung im thermischen Kraftwerkspark Österreichs ist, auch verglichen mit Gasheizungen, die Schadstoffbelastung durch Wärmepumpenheizungen erheblich geringer. Mit einer modernen, richtig ausgelegten Wärmepumpenheizung können auch die Emissionen des Treibhausgases CO2 im Vergleich mit einer Gasheizungsanlage deutlich gesenkt werden. Lokal fallen bei Wärmepumpenheizungen keine Emissionen an.
Anschluss von Wärmepumpen, Strompreis für Wärmepumpen
Für den Betrieb von Wärmepumpen wird keine zusätzliche Kraftwerkskapazität benötigt, sondern die vorhandene besser ausgelastet. Für den Anschluss und den Betrieb von Wärmepumpen räumen wir deshalb besondere Bedingungen ein.
Einräumung des Niedertarifs
Im Haushaltsbereich besteht die Möglichkeit, den gesamten Strombezug des Haushaltes einschliesslich der Wärmepumpe in den Zeiten von täglich 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr und samstags zusätzlich von 13:00 bis 22:00 Uhr nach dem Niedertarif abzurechnen. Dies ist für die Stromkosten der Wärmepumpe bedeutsam, da erfahrungsgemäss mindestens ein Drittel des Wärmepumpen-Strombezuges in die Niedertarifzeiten fällt und der Niedertarifbezug zu einem erheblich günstigeren Preis abgerechnet wird.
Wärmepumpen können kostengünstig betrieben werden. Weil zum Antrieb der Wärmepumpen nur ein Bruchteil der erzeugten Heizwärme in Form von Strom benötigt wird, ergeben sich Betriebskosten, die unter denen für herkömmliche Heizungsanlagen liegen - trotz der gegenwärtig relativ niedrigen Preise für Öl und Gas. Langfristig geniessen Wärmepumpen den Vorteil, von Energiepreissteigerungen weitgehend unabhängig zu sein, da die Umweltwärme als überwiegender Teil der Heizwärme von Preissteigerungen nicht betroffen sein wird.