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Supervisor ist unterstützend, anleitend und fördert das Struk-turieren und gibt positive Rückmeldungen; wenig direkt konfrontieren; das Beobach-tete mit Theorie in Verbindung setzen. Der Supervisor/Coach ist ein Beobachter, der zur richtigen Zeit die richtige Frage stellt. Der Supervisand versteht seine Prozesse und entwickelt dies mit Unterstützung selber.
Im Vergleich hierzu die Definition der Autorin Heidi Möller. In ihrem Buch „Was ist gute Supervision“ schreibt sie mehr über den amerikanischen Sprachraum und definiert folgendermassen: Der Supervisor diente früher mehr der sachlichen und fachlichen Kontrolle. Sowohl beim Militär als auch in Betrieben verkörperte der Supervisor eine Vorgesetzten-Funktion. Dies gefällt mir persönlich nicht und passt nicht in unseren Breitengrad. Selber mag ich lieber die Definition vom Duden, oder noch besser die vom BSO. Stefan Busse/Brigitte Hausinger im Buch „Supervisions- und Coachingprozesse erforschen“ bringen es für mich auf den Punkt: Ein guter Supervisor/Coach ist unterstützend, anleitend und fördert das Strukturieren und gibt positive Rückmeldungen; wenig direkt konfrontieren; das Beobachtete mit Theorie in Verbindung setzen. Der Supervisor/Coach ist ein Beobachter, der zur richtigen Zeit die richtige Frage stellt. Der Supervisand versteht seine Prozesse und entwickelt dies mit Unterstützung selber.
Supervision ist eine Form der Beratung, die einzelnen Teams, Gruppen und Organisationen bei der Reflektion unterstützt. Der Fokus liegt je nach Zielvereinbarung auf der Arbeitspraxis, den Rollen und der Beziehungsdynamik zwischen Supervisor und Klient, auf der Zusammenarbeit im Team bzw. in der Organisation des Supervisors usw. Ursprünglich verstand man als Supervision die Praxisberatung in der sozialen Arbeit, wobei in den USA die Supervision die Aufsicht und Anleitung durch einen Vorgesetzten war. Dabei handelte es sich zunächst um freiwillige Sozialhelfer, die von professionellen Sozialarbeitern supervidiert wurden.
Supervision diente hier dem Vorgesetzten dazu, professionelles Handeln in seinem Sinne mit dem ausführenden Mitarbeiter durchzusprechen und zu bestimmtem Verhalten anzuleiten. Der Supervisor war oft der direkte Vorgesetzte. Supervision wird heute in der Regel von externen und unabhängigen Supervisoren geleistet und etliche Berufsverbände schliessen eine hierarchische Supervision aus. Supervision zeichnet sich letztlich durch das Setting aus, das durch die Beziehung zwischen Supervisor und Supervisand (bzw. Supervisanden oder Supervisionsgruppe) bestimmt ist. Supervision ist in allen Berufen nötig, in denen Beziehungsarbeit geleistet wird, und stellt heute meistens eher die Regel als die Ausnahme in einschlägigen Berufsfeldern dar. Trotz der umfangreichen Literatur zu diesem Thema existiert keine einheitliche Definition von Supervision und auch kein einheitliches Vorgehen im Sinne einer konkreten Supervisionstechnik, vielmehr wird das Vorgehen durch die therapeutische Orientierung der Supervisorin bzw. des Supervisors und ihren/seinen Vorlieben und Erfahrungen bestimmt. Der konkrete Ablauf der Supervision hängt daher vom Einzelfall ab, jedoch lassen sich meist folgende Phasen einer Supervision beschreiben:
– Problemidentifizierung: Welches Problem soll in der aktuellen Supervision angesprochen werden? Was ist der Supervisionsanlass?
– Sammlung von Information: Welche Informationen benötigt der Supervisor, um sich ein Bild vom Anliegen des Supervisanden machen zu können?
– Bearbeitung: Welche Lösungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
– Integration und Auswertung: Zu welchem Schluss sind Supervisor und Su pervisand gekommen? Welche Auswirkungen hat dies auf die Fortführung der Therapie oder Beratung? Was bedeutet es für den Supervisanden persönlich?
Supervision wurde zwar als professionelle Beratungsform im Sozialwesen entwickelt, da aber dafür in der Wirtschaft ebenfalls eine Nachfrage vorhanden war, da in vielen Bereichen eine Reflexionshilfe als sinnvoll erachtet wurde, wollten die Anbieter dies nicht unter dem gleichen Namen anbieten. Da Manager sich oftmals als Hochleistungssportler sehen, wurde der sportliche Begriff „Coaching“ eingeführt
Warum es sich für Institutionen lohnt eine externe Supervision in Anspruch zu nehmen.
- Höhere Effektivität und Produktivität der Führungskraft und der Teams durch Supervision.
- Höhere Produktivität und Motivation im Mitarbeiterteam.
- Folgekosten durch Teamkonflikte, Fluktuation oder Ausfallzeiten werden vermieden.
Einzelsupervision
- Eine Einzelsupervision macht dann Sinn, wenn mit Unterstützung einer externen Fachperson das berufliche Handeln individuell reflektiert und die persönliche Hand-lungsfreiheit im beruflichen Umfeld erweitert werden soll. Der Auftrag kann vom Kli-enten selber stammen oder der Vorgesetzte wünscht dies explizit.
Teamsupervision
- Die Teamsupervision verbessert die Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen. Ziele der Teamsupervision sind das Überwinden von Spannungen, Fördern der Kommunikation, Klären individueller Freiräume, Erarbeiten von verbindlichen Abläu-fen sowie gemeinsame Überprüfung der kundenorientierten Arbeit und der Zielorien-tierung.
Gruppensupervision
- Die Gruppensupervision ermöglicht Fachkräften, die bei unterschiedlichen Arbeitge-bern oder als Selbstständige in unterschiedlichen Arbeitsfeldern tätig sind, die ge-meinsame Reflexion ihrer Arbeitssituation. Teilnehmer einer Gruppensupervision profitieren dabei von der multiperspektiven Sicht der Supervisionsgruppe. In einer Supervisionssitzung stellt ein Teilnehmer einen Fall vor oder schildert eine Arbeitssi-tuation, die er mit einer eigenen Fragestellung vorträgt. Dies habe ich mir in die letz-ten Jahren aus verschiedenen Fachbüchern so zusammengestellt, dass die Begriffe für mich persönlich in meiner Arbeit einen Sinn ergeben und es sollte auch zeigen, was für ein Verständnis ich in Bezug auf Supervision und Coaching erforscht habe.Die Ziele dabei sind:
Ueberwinden von Spannungen, permanenter Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit, Depressionen, chronischer Motivationslosigkeit, Stimmungsschwankungen und körperlicher Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden.
Fördern der Kommunikation und Klärung individueller Freiräume.
Erarbeiten von verbindlichen Abläufen und gemeinsame Überprüfung um den Anforderungen gewachsen zu sein.
Klärung von mangelndem Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich.