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Mit Mischkulturen die inländische Eiweissversorgung verbessern
Mischkulturen von Körnerleguminosen mit Getreide sind vielversprechend, um wirtschaftlich und ressourceneffizient heimische Proteinpflanzen zu produzieren. Seit 2009 hat das FiBL in Zusammenarbeit mit Biolandwirten Praxisversuche angelegt, um gemeinsam geeignete Anbauverfahren für Schweizer Bedingungen zu entwickeln. Getestet wurde eine Vielzahl von Mischungsverhältnissen sowie von Arten- und Sortenkombinationen. Als standardisierte praxisreife Anbauverfahren wurden Mischkulturen mit Proteinerbsen/ Gerste und Ackerbohnen/Hafer entwickelt. Als brauchbares standardisiertes Mischverhältnis haben sich für Leguminosen 80 % der ortsüblichen Reinsaatstärke in einer Mischung mit 40 % der ortsüblichen Reinsaatstärke für Getreide bewährt (sowohl für Winterungen als auch für Sommerungen). Das Getreide dient dabei als Stützfrucht, unterdrückt das Unkraut und bietet eine Risikoabsicherung, wenn sich die Körnerleguminose schwach entwickelt. Mittlere Erträge lagen bei Winteraussaaten von Erbsen/ Gerste bei 42 kg/a und von Ackerbohnen/ Hafer bei 46,9 kg/a. Nur in vereinzelten Fällen wurde der Leguminosenanteil von 30 % für den Einzelkulturbeitrag von 1000 Fr./ha nicht erreicht. Seit 2010 haben sich die Anbauflächen für Bioerbsen und Bioackerbohnen vervielfacht, meist wird in Mischkultur angebaut. Dazu haben nicht zuletzt die Mühlen beigetragen, die die Ernte von Mischkulturen aufkaufen und auftrennen.
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Mit Mischkulturen die inländische Eiweissversorgung verbessern