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Jäger und Krieger und ihre Mystik mit der Natur
Vor und während der letzten Kaltzeit (Eiszeit, vor 115’000 bis 11’700 Jahren) mussten Männer der in Europa lebenden Nomaden ihre Familien und Sippen als Grosswildjäger von Mamuts, Wollnashorns, Bisons und Renntieren ernähren. Nur dank der Übereinstimmung mit der Natur überlebten diese Menschen. Gleichzeitig mussten die Jäger als Einzelkämpfer und Krieger auch ihre Familien und Sippen gegenüber anderen Sippen schützen. In diesem Sinne mussten diese Jäger und Krieger einen dauernden Überlebenskampf führen. Die Natur mit ihrer Grosswild-fauna diente ihnen als Richtschnur. Sie mussten mit der Natur und nicht gegen sie leben. Nur dank diesem Eingehen auf die Natur überlebten sie. Die Richtschnur war die Aufrechterhaltung einer Mystik, mit der sie vermutlich dank Gesängen und Tanz mit der Natur verschmolzen. Ihr Glaube dürfte auf der Überzeugung beruht haben, dass das Leben auf der Erde nur eine Zwischenphase zum nächsten Leben war.
Vermutlich könnte die Menschenart der Neandertaler diesem Denken und Handeln in Eurasien nachgelebt haben. Was die Neuzeit betrifft, so haben die Präriestämme der Lakota, 1750-1875, diese Einheit mit der Natur befolgt.[1] Diese Einheit und die damit verbundene Mystik wurde durch den Glauben an die Natur mit den Zeremonien und dem Schamanismus aufrechterhalten.[2] In der Schlacht des Little Big Horn (25. Juni 1876)[3] bewiesen diese Jäger und Einzelkämpfer ihre Schlagkraft gegenüber einer damals modernen US-Streitkraft. Leider wurden sie durch die Exterminationspolitik der US-Generäle Sherman und Sheridan[4] verfolgt und in kleine Reservationen eingezwängt. Ihr Glaube und ihre Einheit mit der Natur wurde anschliessend durch christliche Missionare und in die berüchtigte Boarding School ausgerottet.
[1] Mails, Th. E., The Mystic Warriors of the Plains, Barnes & Noble Books, new edition, New York, 1995, S. 68.
[2] Versluis, A., Native American Traditions, Element Books Limited, Shaftesbury, 1994, S. 33ff.
[3] Dillon, R.H., North American Indian Wars, A Bison Books, Arms and Armour Press, London, 1983, S. 203-212.
[4] Dupuy, T.N. et al, The Harper Encyclopedia of Military Biography, Castle Books, New York, 1995, S. 680/681, 679.