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François Hollande: Fessenheim wohl bis 2017 am Netz
Vier Tage vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich führte die Tageszeitung «L'Alsace» ein Interview mit dem sozialistischen Kandidaten Hollande durch. Auf die Frage, ob er angesichts seines schlechten Ergebnisses in der ersten Wahlrunde vom 22. April in Fessenheim auf der Schliessung des Kernkraftwerks Fessenheim beharre, antwortete er: «Die Zukunft Frankreichs liegt mir am Herzen. Ich will bis 2025 einen Kernenergieanteil an der Stromerzeugung von 50% erreichen. Heute ist er bei 75%. Ich werde dieses Ziel mit einer Zunahme der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz erreichen.» Er fügte bei, die Schliessung des Kernkraftwerks Fessenheim im Elsass sei die einzige von ihm in Erwägung gezogene Ausserbetriebnahme innerhalb seiner fünfjährigen Amtszeit. Er werde keine anderen ankündigen, versicherte er. «Die Schliessung Fessenheims wird kaum vor 2017 erfolgen», betonte er weiter. Fessenheim sei dann 40 Jahre am Netz, was der Lebensdauer einer solchen Anlage entspreche. Fessenheim werde ein Pilotprojekt zur Stilllegung von Kernkraftwerken, die vor dem Ende ihrer Betriebsdauer stehen. Das sei eine bedeutende industrielle Herausforderung. Er wiederholte, dass kein anderes Kernkraftwerk während seiner Amtszeit abgestellt werde: «Ich habe Vertrauen in die Nuklearindustrie. Wir werden den Bau der EPR-Einheit Flamanville-3 vollenden.»
Der im zweiten Wahlgang vom 6. Mai 2012 mit 51,64% zu 48,36% gewählte Hollande erreichte in der Verwaltungsregion Elsass (bestehend aus den Departementen Bas-Rhin und Haut-Rhin) nur 36,6% der Stimmen.