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Wirtschaftsförderer Thomas Holenstein fordert, dass die Stadt ein Gebiet von rund einem Quadratkilometer neu einzont. Dadurch entstünde Wohnraum, der bereits gut erschlossen ist. Gleichzeitig könnte durch den Verkaufserlös von etwa einer Milliarde Franken «der Wohlstand einer ganzen Generation im Kanton gesichert werden», erklärt Holenstein.
Mit dem Geld würde man nicht nur wichtige Investitionen tätigen, sondern auch jene Landgemeinden entschädigen, die ihrerseits Bauzonen abgeben müssten.
Zuerst braucht der Kanton neue Strukturen
So brisant der Vorschlag ist, deckt er sich doch mit der raumplanerischen Stossrichtung der Kantonsregierung. Diese will eine stärkere Koordination unter den Gemeinden, was die Bauzonen betrifft. Dies vor allem, um eine weitere Zersiedelung zu vermeiden. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Landolt findet allerdings, dass zuerst vor allem über eine Strukturreform im Kanton gesprochen werden müsse: Wieviele Gemeinden sind noch zeitgemäss? Oder soll man Schaffhausen in einen Stadtkanton verwandeln? Solche Fragen müsse man sich stellen.
Holenstein machte seine Ausführungen beim Jahresgespräch der Wirtschaftsförderung und stiess beim Präsidenten der Industrievereinigung Schaffhausen, Giorgio Behr, auf offene Ohren. Behr selbst hält die Errichtung einer kompakten «Waldstadt» am Stadtrand von Schaffhausen für die sinnvollste Idee einer Neueinzonung.