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Hongkong, 1960: Yuddy, bei einer Prostituierten aufgewachsen, ist ein verwöhnter junger Playboy, der seine Zeit mit sexuellen Affären totschlägt. So lernt er auch die Verkäuferin Su Li-zhen kennen, die ihm verfallen ist. Als er erfährt, dass seine leibliche Mutter eine vornehme Dame aus Manila ist, macht er sich voller Hoffnung auf die Suche nach ihr. Ihre Weigerung, den Sohn zu empfangen, führt zu einer Reihe tragischer Ereignisse.
Für seinen zweiten Film versammelte Wong Kar Wai die besten Talente des Hongkong-Kinos jener Zeit. Während das Werk bei seiner Veröffentlichung floppte, wurde es von der Kritik gefeiert. Es ist Wong Kar Wais erste Zusammenarbeit mit dem Kameramann Christopher Doyle, der durch seine hochgradig stilisierten Bilder eine Generation von Filmemachern in Asien prägen sollte.
"Der aus Australien stammende, aber in Asien arbeitende Kameramann Christopher Doyle hat für seinen aufregenden visuellen Stil in Wong Kar Wais Werk bislang mehr Beachtung erfahren als William Chang. War der filmische Blick in "As Tears Go By" noch distanziert, so bricht er bei "Days of Being Wild" unter Doyles Führung in das Geschehen ein, eng kadriert, spürbar eigensinnig: eine anthropomorphe Kamera. ln den Nostalgie-Filmen schleicht sie durch die Räume wie ein sich erinnernder Geist, der hinter Wänden hervorlugt und lmpressionen einfügt. ln den Grossstadtfilmen aber gebärdet sie sich ungestüm, überrennt Korridore und Existenzen, spreizt Räume, rafft oder dehnt die Zeit. Obsessiv und exzentrisch formt dieser Blick die Gefühle der Figuren nach, als dopple er pantomimisch ihre innersten Regungen." (Roman Mauer, Film-Konzepte 12, Wong Kar Wai Filmpoet im Hongkong-Kino)