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Beteiligung der Schweiz an der vorläufigen Mobilisierung von Ressourcen im Rahmen der neunten Wiederauffüllung des Afrikanischen Entwicklungsfonds (FAD-IX)
Bern (ots) - Der Bundesrat hat die Beteiligung der Schweiz an einer vorläufigen Mobilisierung von Ressourcen im Rahmen der neunten Wiederauffüllung des Afrikanischen Entwicklungsfonds mit einem nicht rückzahlbaren Gesamtbetrag von 44 Millionen CHF gutgeheissen.
Der Afrikanische Entwicklungsfonds (AfDF) ist das konzessionelle Kreditfenster der Afrikanischen Entwicklungsbank. Seit seiner Gründung 1971 ist der Fonds für zahlreiche afrikanische Länder eine der wichtigsten Finanzquellen. Er gewährt den ärmeren Ländern des Kontinents langfristige und äusserst zinsgünstige Darlehen mit dem Ziel der Armutsbekämpfung.
Die Ressourcen des Fonds stammen aus nicht rückzahlbaren Beiträgen der traditionellen Geberländer (Mitglieder der OECD) sowie einiger der reicheren Länder Afrikas, Lateinamerikas und Asiens. Der Fonds wird alle drei Jahre wiederaufgefüllt. Dabei wird jeweils die finanzielle Lastenverteilung (Burden Sharing) zwischen den Geberländern festgelegt.
Die neunte Wiederauffüllung des Afrikanischen Entwicklungsfonds hätte schon Ende 2001 abgeschlossen sein sollen, um die Aktivitäten des Fonds für die Jahre 2002-2004 zu decken. Die Verhandlungen kamen jedoch aufgrund schwerwiegender Differenzen zwischen den Positionen der USA und anderer Geberländer über die Höhe der nicht rückzahlbaren Beiträge des Fonds zu keinem Ergebnis. Um die Aktivitäten des Fonds nicht zu lähmen, wurde eine Interimslösung anvisiert. Die Geberländer einigten sich darauf, freiwillige Zahlungen in der Höhe von einem Drittel der anlässlich der letzten Wiederauffüllung des Fonds (FAD-VIII) zur Verfügung gestellten Beträge zu leisten. Die auf diese Weise mobilisierten Ressourcen belaufen sich auf total 450 Millionen US Dollar. Obschon sich die Mehrheit der Geberländer an dieser Interimslösung beteiligt, stehen die Vereinigten Staaten, Japan und Italien abseits. Die Schweiz hat eine Beteiligung von 44 Millionen CHF bewilligt, die als Vorauszahlung des Beitrages an die neunte Wiederauffüllung der Ressourcen des Fonds betrachtet wird.
Die strategische Orientierung des Fonds zielt auf eine Stärkung der öffentlichen Institutionen, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Privatsektor, die Förderung der Anliegen der Frauen in Afrika, den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Verstärkung der regionalen Zusammenarbeit.
Mit ihrem Beitrag an den AfDF bezeugt die Schweiz ihren Willen und ihre Bereitschaft, ihren Anteil an die bedeutenden gemeinsamen Anstrengungen der Geberländer zugunsten der armen Länder in Afrika zu leisten. Sie bekräftigt damit ihre Absicht, die Zusammenarbeit auszubauen und ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit dem afrikanischen Kontinent zu festigen.
ots Originaltext: seco
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Multilaterale Angelegenheiten, DEZA
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