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53. Münchner Sicherheitskonferenz 2017
Die aktuelle weltpolitische Sicherheitslage
Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2017 (17.-19. Februar) hat die Stiftung «Munich Security Conference» (MSC) unter dem Titel «Post-Truth, Post-West, Post-Order?» einen umfassenden Sicherheitsbericht erarbeitet. Alarm! veröffentlicht hier einige wesentliche Inhalte der Studie und den Link zum vollständigen Text.
- Eine exklusive Studie von McKinsey & Company beleuchtet die Anzahl an wesentlichen Waffensystemen, die in den Streitkräften der USA und Europas im Einsatz sind: 178 in Europa, 30 in den USA. Ebenso zeigt die Studie auf, inwieweit sich die Verteidigungsindustrie in Europa in den vergangenen Jahrzehnten konsolidiert hat.
- Projektionen von IHS Markit demonstrieren, dass die Verteidigungsbudgets in Westeuropa bis 2020 kaum steigen werden, während die Budgets in osteuropäischen Staaten bis dahin im Durchschnitt um über drei Prozent pro Jahr anwachsen.
- Analysen aus diversen Quellen zeigen, dass eine steigende Anzahl an Bürgern in Demokratien an autoritäre Lösungen glaubt und der Grad an Freiheit in der Welt abnimmt.
Erhebungen von IHS Markit belegen, dass im Jahr 2016 nur 20% der russischen Luftangriffe in Syrien Zielen des «Islamischen Staates» galten.
- Exklusive Umfragen zur öffentlichen Meinung im Iran dokumentieren: Eine Mehrheit der Iraner ist überzeugt, dass europäische Länder bei der Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen langsamer vorgingen, als es möglich wäre, da sie sich vor amerikanischem Druck fürchteten.
- Neu ausgewertete und teils unveröffentlichte Daten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zeigen die Anzahl an Waffenstillstandsverstößen in der Ukraine sowie die Behinderung der Arbeit der OSZE-Überwachungsmission durch die Kriegsparteien.
- Zuvor nicht veröffentlichte Analysen der Hertie School of Governance vergleichen die Budgets und die Social Media-Reichweite von staatlich finanzierten Auslandssendern: Das russische RT und das chinesische CCTV schneiden besonders gut ab. Auch haben diese Staaten in den letzten Jahren stark aufgeholt, was die globale Präsenz staatlich geförderter Kulturinstitute angeht.
- Neue Analysen aus «The Military Balance 2017» des International Institute for Strategic Studies zeigen den gegenwärtigen Stand der russischen Raketenfähigkeiten in Kaliningrad sowie die expandierenden chinesischen Marinefähigkeiten. Ausserdem wird ein Überblick über die US-Präsenz im Pazifik gegeben.
- Eine Analyse des «Center for Nonproliferation Studies» und der «Nuclear Threat Initiative» dokumentiert Nordkoreas Fortschritt auf dem Weg zu einer nuklear bestückten Interkontinentalrakete, die die Westküste der USA erreichen könnte.
- Ein Risikofaktoren-Analyserahmen von «Chatham House» zeigt, wie sich ein Ausbruch einer tödlichen Krankheit zu einer globalen Pandemie entwickeln kann. Ebenso zeigt Chatham House basierend auf Daten der WHO, dass 60 Prozent aller Angriffe auf Gesundheitsinfrastrukturen seit 2014 vorsätzliche Attacken waren.
Der vollständige Text des Reports ist verfügbar unter:
Das einführende Video:
https://www.youtube.com/watch?v=OgL9dlMVDr4&feature=youtu.be
(Quelle: securityconference.de)
(Bild: PD)
(Veröffentlicht/zuletzt geändert: 16. Februar 2017)