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Flamingo Nr. 492 brach 2005 aus dem Zoo in Wichita, Kansas, aus. Während die Zoowärter dem Vogel die Federn stutzen wollten, ergriff das Tier die Flucht. Trotz einer Suchaktion konnte der Flamingo nicht mehr eingefangen werden.
Nun ist er 13 Jahre nach dem Ausbruch 1000 Kilometer weiter südlich in Texas fotografiert worden, schreibt die New York Times. Flamingo Nr. 492 ist damit der wohl einzige Flamingo im ganzen Bundesstaat. Entdeckt wurde er von Ben Shepard, der erst kürzlich sein Praktikum im Texas Parks and Wildlife Department angetreten hat.
Der afrikanische Flamingo war 2003 mit 39 weiteren Tieren aus Tansania nach Wichita importiert worden. Den Tieren werden normalerweise jedes Jahr die Federn gestutzt, damit sie nicht wegfliegen. Bei Nr. 492 wurde dieser Termin wohl zu spät angesetzt.
Er wurde nach seiner Flucht in mehreren Bundesstaaten gesichtet. Dass der Vogel so lange überleben konnte, grenzt an ein Wunder. Flamingos sind grundsätzlich Herdentiere. Nr. 492 hat sich jedoch ganz alleine aufgemacht. Zeitweise erhielt er einen Gefährten, als er zufällig auf einen amerikanischen Flamingo traf. Die beiden Vögel wurden bis 2013 zusammen gesehen.
Danach wurde der amerikanische Flamingo wohl von einem Tropensturm aufs Meer hinausgetrieben. Seitdem ist er wieder alleine. Das neueste Foto aber zeigt: Trotz seiner Einsamkeit geht es dem Tier gut. Die Zeit scheint er sich mit Seemöwen zu vertreiben. (leo)