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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, um mit einer Harmonisierung der Maturitätsprüfungen und Qualitätsstandards gesamtschweizerisch eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Bund hat dabei eine Koordinationsaufgabe zu erfüllen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Bundesverfassung ist in Artikel 61a festgelegt, dass Bund und Kantone im Rahmen ihrer Zuständigkeiten gemeinsam für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz sorgen. So koordinieren der Bundesrat und die EDK zusammen die Anerkennung von Maturitätsausweisen (geregelt in der Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren - EDK - über die Anerkennung von Maturitätsausweisen vom 16. Januar/15. Februar 1995). Als gemeinsame Anerkennungsinstanz ist die Schweizerische Maturitätskommission (SMK) beauftragt, u. a. die Einhaltung der Anerkennungsbedingungen durch die anerkannten Schulen zu überprüfen und damit festzustellen, ob den geltenden Mindestanforderungen entsprochen wird. Als Basis hierzu dient das Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) von 1995. Die öffentlichen Gymnasien unterrichten nach Lehrplänen, die sich auf den gesamtschweizerischen Rahmenlehrplan der EDK von 1994 abstützen.</p><p>Der Bundesrat ist sich der Problematik unterschiedlicher Qualitätsanforderungen und regionaler Unterschiede bei den gymnasialen Maturitäten bewusst. Die Frage der Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit mittels Harmonisierung und Qualitätsstandards ist derzeit mehrfach Gegenstand von Abklärungen: Zu nennen ist hier die kürzlich fertiggestellte Evaluation des MAR (Evamar II), die die in der Motion erwähnten Aspekte der Qualität gymnasialer Ausbildung untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage der Studierfähigkeit von Maturandinnen und Maturanden. </p><p>Die EDK-Arbeitsgruppe "Plattform Gymnasium" (PGym) begleitet das Projekt "Evamar" und die übrigen laufenden EDK-Projekte im Gymnasialbereich und analysiert die Auswirkungen der Umsetzung der Bologna-Reform auf das Gymnasium. Gleichzeitig beobachtet sie weitere kantonale Projekte im Bereich des Gymnasiums und der Nahtstellen zu den übrigen Stufen. PGym wird per Ende 2008 die gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassen und dem Vorstand der EDK hinsichtlich Zielsetzungen, Handlungsfeldern, Instrumenten und Organisationsformen für die künftigen Entwicklungsarbeiten und Steuerungsmassnahmen im Bereich des Gymnasiums Antrag stellen.</p><p>Die EDK und das EDI werden sich ab 2009 damit auseinanderzusetzen und das weitere Vorgehen zu diskutieren haben. Auch der Bildungsbericht der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) 2010 wird zusätzliche Fakten für die Diskussion zur Verfügung stellen können.</p><p>Im jetzigen Zeitpunkt zu veranlassen, dass der Bund koordinierte Harmonisierungs-Massnahmen im Bereich der Maturitätsprüfungen ergreift, erachtet der Bundesrat nicht als zweckdienlich. Die Ergebnisse der laufenden Diskussionen sollten nicht vorweggenommen und Doppelspurigkeiten mit bereits laufenden Untersuchungen vermieden werden. Aus diesem Grund beantragt der Bundesrat die Ablehnung der Motion. Die Maturitätsreform ist dem Bundesrat jedoch ein wichtiges Anliegen. Sollte die vorliegende Motion im Erstrat angenommen werden, würde er deshalb im Zweitrat beantragen, die Motion in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.