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"Als ich meinen Kollegen mitteilte, ich wollte über Kernenergie schreiben, sagten sie mir, dies sei mit der Funktion als führendes Mitglied nicht vereinbar. Ich bin deshalb zurückgetreten, weil es für mich keine Alternative gab. Die Zukunft unseres Planeten ist wichtiger als die Mitgliedschaft bei Friends of the Earth", schreibt Montefiori in einem Kommentar in der britischen Zeitung "The Indépendant".
"Als Theologe glaube ich, dass wir die Pflicht haben, unsere Rolle für den Schutz der Zukunft unseres Planeten vollumfänglich zu spielen - und ich war auch während vieler Jahre ein engagierter Umweltschützer. Wegen dieses Engagements und wegen der schwerwiegenden Konsequenzen der globalen Erwärmung für den Planeten bin ich nun zum Schluss gekommen, dass die Lösung darin besteht, mehr Gebrauch von der Kernenergie zu machen", fährt Montefiori fort.
Nach seinen Ausführungen sind der wahre Grund, weshalb die britische Regierung die Kernenergie-Option für den Ausbau der Energieversorgung und für den Ersatz bestehender Kapazitäten nicht aufgenommen hat, nicht die Kosten, sondern die geringe öffentliche Akzeptanz auf Grund von "Horrorgeschichten" in den Medien und unverrückbarer Opposition von starken Umweltorganisationen. Der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien genüge keinesfalls, um die nötige Reduktion bei den Treibhausgas-Emissionen zu erreichen.
"Die Vorteile überwiegen die Befürchtungen bei weitem, und ich sehe keinen praktikablen Weg, ohne Kernenergie die Bedürfnisse der Welt zu decken. Die Vorhersagen der Wissenschaftler weltweit sind düster und die Konsequenzen für unseren Planeten auf Grund der weltweiten Erwärmung sind katastrophal. Deshalb glaube ich, dass wir jetzt die Kernenergie ins Spiel bringen müssen. Das Thema ist so wichtig, dass jetzt eine sachliche öffentliche Debatte initiiert werden sollte."
Quelle
Hugh Montefiori in "The Independent", 22. Oktober 2004