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Altertum
Bereits vor über 5000 Jahren wurde Cannabis als Schmerzmittel gebraucht. In China und Indien legte man den verletzten Kriegern Hanfblätter auf die Wunden, um die Schmerzen zu lindern. Durch Völkerwanderungen, Kriege und Handel verbreiteten sich Hanfprodukte über die ganze Welt. Daneben behandelte man Verbrennungen, Schmerzen, Gelbsucht oder sogar die Pest mit Cannabis. Damals wurde medizinische Pflege oft zusammen mit spirituellen Ritualen durchgeführt.
Hanf-Verbot, im Interesse von wem?
Mitte der Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts, als in den USA mechanische Hanfschälmaschinen und Maschinen zur Konservierung der zellulosereichen Hanfzellmasse in technisch ausgereifter Form und zu erschwinglichen Preisen verfügbar wurden, drohten den grossen Holz-, Papier- und Zeitungsunternehmen milliardenschwere Verluste, wenn nicht sogar Bankrott. Zur selben Zeit hatte der Chemie-Konzern Du Pont Verfahren zur Papierherstellung aus Holzzellulose, sowie Verfahren zur Herstellung von Plastik aus Öl und Kohle patentieren lassen. Und obendrauf patentierte Du Pont noch die Entdeckung der Nylonfaser. Verträge mit den Erdöl-Kolonien waren unter Dach und Fach. Historikern zufolge sollten seine Verfahren in den nächsten 50 Jahren über 80 Prozent seiner gesamten Produktion ausmachen.
Lukrative langjährige Geschäfte in Gefahr
Die Konkurrenz des umweltfreundlichen Hanfpapiers und eines aus Naturstoffen hergestellten Plastikmaterials wie es Henry Ford vorschwebte, hätte die lukrativen Geschäfte der Zeitungsindustrie von Hearst, Du Pont und dessen wichtigsten Geldgeber, die Mellon-Bank, gefährdet. 1931, noch zur Zeit der Alkoholprohibition, ernannte Andrew Mellon, in seiner Funktion als Finanzminister des langjährigen FBI-Chefs J. Edgar Hoovers, seinen Schwiegerneffen Harry J. Anslinger zum Leiter der Drogen- und Rauschgiftbehörde. Allesamt waren sie nicht nur an guten Geschäften interessiert, sondern auch bekennende Rassisten.
Schon einige Jahre zuvor hatte die Hearst-Presse eine Hetzkampagne gegen Spanier, Mexikaner, Latinos und Schwarze begonnen, nun war der Kriegszug gegen den Hanf an der Reihe. Eine gute Gelegenheit, die aufmuckenden Latinos und Schwarzen wieder unter Kontrolle zu halten, denn sie waren es, die sich den Tag mit Marihuana versüssten, um die harte Arbeit besser zu ertragen.
Die Weissen wussten nicht, dass «Marihuana» «Hanf» bedeutete. Anslinger nutzte das aus und erklärte 1937 vor dem Kongress, Marihuana sei die gewalterzeugendste Droge in der Geschichte der Menschheit. Propagandafilme «Marihuana: Mörderkraut der Jugend» machten die Runde. Nur wer faul, schmutzig, Latino oder Schwarzer war, rauchte das Zeug. Mord, Amokläufe, Sexorgien und Vergewaltigungen weisser Frauen wurden mit Marihuana in Verbindung gebracht.
Das war der Startschuss des weltweiten Hanfverbots. Anslinger und Hearst hassten die Jazz-Musik. Denn diese Musik brachte weisse Frauen dazu, mit den Füssen zu wippen. Für Rock und Blues galt später dasselbe. Eigentlich wollte Anslinger auch diese gottlose Musik ausrotten, er liess massenweise Musiker bespitzeln, u. a. Louis Armstrong, später die Beatles und viele mehr. Mehr Informationen dazu in «Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf» von Jack Herer und Matthias Bröckers.
Wikipedia , Drogenpolitik
Bis 1833 war Hanf (Cannabis sativa ) die größte landwirtschaftliche Kulturpflanze der Welt. Vom Hanf konnte man unzählige verschiedene Produkte nutzen. Hanf-Fabrik entstanden und dieser natürliche Rohstoff wurde vielfältig verarbeitet. Es war der Grundstoff für Gewebe, Öle, Medizin und Papier.
Bis 1900 wurden die meisten Textilien aus Hanf hergestellt und fast 50 % der Medikamente auf dem Markt. Dieser Industriezweig florierte bis fast der zweiten Hälfte des 1900 Jahrhunderts. Man konnte mehr als 25 Produkte aus seiner Cellulose erhalten.
Nach dem ich viele Fachbücher und Erfolgsberichte gelesen hatte, kommt es mir vor, als wenn man uns mit einer Puppe eine Fantasiegeschichte erzählt: z.B. Hanf ist gefährlich, Du wirst abhängig, das ist eine Einstiegsdroge, Du verlierst die Kontrolle usw.
Tatsache bleibt: Hanf wurde aus wirtschaftlichen Gründen verboten und deshalb als gefährlich deklariert, denn lukrative, langjährige Geschäfte waren in Gefahr.