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Die Cabernet Jura-Rebe ist eine interspezifische Sorte, also eine Rebe die aus einer Kreuzung zwischen einer europäischen vitis vinefera- und einer amerikanischen (oder einer schon daraus gekreuzten) Rebe entstanden ist. Gezüchtet wurde sie von Valentin Blattner. Ein Elternteil ist die Cabernet Sauvignon-Rebe. Der zweite Elternteil (mit den amerikanischen Wurzeln) ist nicht bekannt. Wie die beiden anderen oben erwähnten interspezifischen Rebsorten ist sie praktisch resistent gegen die drei wichtigsten Pilzerkrankungen (Oidium, Peronospora und Botrytis).
Cabernet Jura werden praktisch nur in der Schweiz, neuerdings vermehr auch in Deutschland und Österreich angebaut.
Der Cabernt Jura-Rebstock treibt wie der Maréchal Foch früh aus, blüht früh und ist wie dieser schon früh, Mitte September, reif. Wie alle frühreifen Sorten sind die Reben dem Druck durch die Kirschessigfliege ausgesetzt. Der Cabernet Jura ist aber – dank seiner dickeren Beerenhaut – weniger attraktiv für die Mücke, als der Maréchal Foch oder der Merlot.
Der Wuchs ist aufrecht und kräftig, die Blätter ähneln denen von Merlot und Cabernet Sauvignon, sind aber weniger stark gezähnt und verfärben sich im Herbst oft (Magnesiummangel?). Die einjährigen Treibe heben sich mit ihrem kräfigten orange-braun deutlich von jenen der anderen interspezifischen Sorten ab.
Die Trauben sind ebenfalls gross, kaum geschultert und lockerbeerig. Die Beeren sind leicht konisch-oval und dunkelblau, teilweise fast schwarz. Dank der frühen Reife wäre keine Ertragsregulierung erforderlich, zu starker Behang führt aber oft zu Stiellähme oder Traubenwelke.
Die Weine sind von einem tiefen, kräftigen rot, gehaltvoll, harmonisch und intensiv aromatisch mit einer an schwarze Beeren erinnernden Frucht.