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Biografie
Charakteristisch für die musikalische Entwicklung von Luis Codera Puzo, der 1981 in Barcelona geboren wurde, ist eine gewisse Unzufriedenheit, die sich in einem ständigen Bedürfnis nach intellektueller Suche äußert und sich daran zeigt, dass er die seiner Musik zu Grunde liegenden Ideen fortlaufend revidiert.
Seine musikalische Ausbildung begann er autodidaktisch. Später studierte er elektrische Gitarre, Klavier, Posaune, Schlagzeug und Big-Band-Arrangement und -Theorie in verschiedenen Sparten wie Jazz und moderner, klassischer und elektronischer Musik. Schließlich konzentrierte er sich zunehmend auf das Komponieren, studierte bei Agustí Charles und Wolfgang Rihm und belegte zahlreiche Meisterkurse, unter anderem bei Pierluigi Billone.
Ein wesentlicher Zug in seiner Entwicklung als Musiker ist die intensive Zusammenarbeit mit den Interpreten, die seine Werke aufführen, darunter Formationen wie das Ensemble Modern, CrossingLines, Ensemble intercontemporain, camerata variabile Basel, UMS 'n JIP, Minguet Quartet oder das Ensemble TEMA. Bei der impuls Akademie 2011 wurde von ihm komponierte Musik für die Reading Sessions mit dem Klangforum Wien unter Enno Poppes Leitung ausgewählt. Im gleichen Jahr erhielt er einen Auftrag des Centre Acanthes, ein Stück zu komponieren, das vom Orchestre national de Lorraine in Metz uraufgeführt wurde. Im Juni 2013 spielte das Pariser Ensemble intercontemporain die Uraufführung seines Stücks Aproximación a lo indivisible für Ensemble und Sänger, das auf Texten über Mathematik und moderne Philosophie und auf aktueller französischer Poesie basiert und das Codera Puzo als Kooperationsprojekt mit IRCAM und Centre Pompidou für das ManiFeste-Festival schrieb.
Codera Puzo erhielt Stipendien des Consell Nacional de les Arts de Catalunya, des katalanischen Kultur- und Bildungsministeriums, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Höpfner-Stiftung, der Christoph-und-Stephan-Kaske-Stiftung und des französischen Kulturministeriums. 2011 gewann er einen Sonderpreis beim “Premio de Composición Injuve”. Ihm wurde zudem der “XIX Premio de Composición del Colegio de España y del I.N.A.E.M.” (Instituto Nacional de las Artes Escénicas y de la Música) verliehen.
Er ist Mitbegründer und künstlerischer und musikalischer Leiter des Ensembles CrossingLines aus Barcelona, in dem er improvisierte Live-Elektronik und E-Gitarre spielt. CrossingLines hat sich durch intensives Engagement für die Verbreitung von zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht und fördert neue Kompositionen durch Einspielungen und Kompositionsaufträge an zahlreiche Komponisten.
In den letzten Jahren hat sich Luis Codera Puzo als Komponist und Interpret zunehmend auf modulare Synthesizer und teilweise auch auf E-Gitarre konzentriert, um direktere, greifbarere und weniger vermittelte musikalische Möglichkeiten mit Parametern auszuloten, die den ihm bekannten fast diametral entgegengesetzt sind.