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Der Gemeinderat teilte dem Kleinen Rat des Aargaus mit, dass die drei erwähnten Märkte (darunter auch der Maimarkt) zu Recht bestünden, da sie schon vor der Wahl des ersten Gemeinderates im Jahr 1803 bestanden hätten und "in den Kalendern als Jahrmärkte eingetragen worden seien". Die Regierung erteilte der Gemeinde Muri im Jahr 1805 schliesslich die Bewilligung für zwei weitere Jahrmärkte, nämlich am 3. Mai (Maimarkt) und am 3. Juli.
Im 19. Jahrhundert hatte der Gemeinderat Muri dazu tendiert, immer mehr Jahrmärkte bewilligt zu erhalten, um mit den Einnahmen den Gemeindefinanzen unter die Arme zu greifen. Nachdem die Verkehrsverhältnisse auch im Freiamt besser wurden, nahm der Besuch der Jahrmärkte allmählich ab. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden daher alle Jahrmärkte, bis auf den Maimarkt und den Martinimarkt, abgeschafft.
Von den einstigen vier Jahresmärkten konnten sich also nur der Mai- und der Martinimarkt behaupten. Lange musste gehofft werden, dass diese beiden letzten Jahrmärkte nicht auch noch der modernen Zeit zum Opfer fallen. Diese Befürchtung ist heute gebannt, denn beide Jahrmärkte sind bei den Markthändlern so beliebt, dass niemals alle Anmeldungen berücksichtigt werden können.