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Die Ambivalenz der Moderne im Nationalsozialismus
Eine Bilanz der Forschung
Beschreibung
Riccardo Bavaj schlägt erstmals analytische Schneisen in das kaum entwirrbar erscheinende Dickicht, als das sich das Verhältnis von Nationalsozialismus und Moderne darstellt. Die Einsicht in den ambivalenten Charakter der Moderne leitet seine Bilanz, die alle einschlägigen Aspekte der Modernisierungsdiskussion im Zusammenhang mit der Geschichte des "Dritten Reiches" berücksichtigt: so etwa das Konzept der "Volksgemeinschaft", die Sozialpolitik, die soziale Basis der NSDAP, die Familienpolitik und die Stellung der Frau im "Dritten Reich", die Wirtschafts- und Rüstungspolitik, die Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Umwelt, von Kunst, Kultur, Städte- und Wohnungsbau und schliesslich die Rassenpolitik.
"Es gibt viele gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Es ist kurz, es beschreibt präzise den historischen Wissensstand und es konzentriert sich im Angesicht unüberschaubarer Literatur auf eine Frage, die fast wie ein roter Faden die Debatte der Experten durchzieht: Welche modernen bzw. antimodernen Züge trug das 'Dritte Reich'?" (Michael Fröhlich in: Das Historisch-Politische Buch, Heft 1/2005)
Klaus Hildebrand ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Bonn. Er ist u.a. Herausgeber der Reihe Enzyklopädie deutscher Geschichte.