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Das Grabtuch von Turin: Da floss sogleich Blut und Wasser heraus…. (Joh 19,35)
In den 1980er Jahren, als das Grabtuch Gegenstand intensivster Forschung war, meldete sich ein Archäologe zu Wort und wies darauf hin, dass bei Ausgrabungen in Jerusalem ein Exemplar der Waffe gefunden wurde, die eine derartige Wunde verursachen könnte. Es handelte sich um eine römische Lanze, aufgefunden bei den antiken Stadtmauern Jerusalems. Antike Gegenstände aus Eisen sind selten zu finden, da der Rost sie im Laufe der Jahrhunderte zerstört hat. Diese hier maß an der breitesten Stelle vier Zentimeter!
Im Johannesevangelium lesen wir, was nach dem Lanzenstich des römischen Soldaten geschah: „Da floss sogleich Blut und Wasser heraus.“ Und der Evangelist macht hier eine beeindruckende Aussage als Augenzeuge des tatsächlich eingetretenen Todes Jesu: „Der dies gesehen, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahrhaftig. Er weiß, dass er die Wahrheit sagt!“
Auch diese Schriftstelle wird durch die Untersuchungen des Grabtuches in den 80er Jahren untermauert: Das „Wasser“ ist seröse Flüssigkeit (sieht aus wie Wasser). Der Lanzenstich hatte, nachdem er die Lunge durchdrungen hatte, den Herzbeutel eröffnet, in dem sich in der terminalen Phase des schweren Schockzustandes ein Erguss gebildet hatte und der sich nun nach außen entleerte. Anschließend öffnete die Lanze den rechten Vorhof, der bei einem Leichnam immer mit Blut gefüllt ist (von den großen Hohlvenen fließt Blut passiv in den Vorhof, wird aber durch die fehlende Herzkontraktion nicht mehr weiterbefördert).
Wäre der Lanzenstich von links geführt worden, wäre die Waffe in die Herzkammern gedrungen, die aber bei einem Leichnam blutleer sind. Es wäre also kein Blut nach außen getreten, nur „Wasser“. Grabtuch und Überlieferung stimmen überein, und auch Dr. Barbets Experimente an Leichen bestätigen es: Der Lanzenstich wurde von der rechten Seite geführt.
Welcher Fälscher aber hätte dieses Wissen haben können?