Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03503.jsonl.gz/1291

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Sakko, der Klassiker der Männermode, der in keinem Herren-Kleiderschrank fehlen darf. Welche Arten und Modelle an Sakkos und Anzügen gibt es? Woher kommt das Herrensakko eigentlich? Und welche Kombinationsmöglichkeiten haben Sie für Ihr neues Lieblingskleidungsstück. Denn seien wir mal ehrlich, mit einem passend abgestimmten Sakko machen Sie überall eine gute Figur!
Das Herrensakko, wie man es heute kennt, geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden für die Arbeiterklasse einfache Jacken geschneidert, die im Gegensatz zum Jackett nicht tailliert waren. Daraus entstand auch die Bezeichnung Sakko. Sie kommt vom englischen Wort “sack”, zu Deutsch “Sack”, auf Französisch “sac”, auf Italienisch “Sacco” und auf Griechisch ”Saccos.” Das Herrensakko wurde zunächst von der arbeitenden Bevölkerung getragen, da es praktisch und kostengünstig in der Herstellung war und weil es ohne Accessoires wie Verzierungen, Manschetten oder weiterer Ausstattung auskam. Damals war man der Ansicht, dass der Mann seiner Bekleidung keinen hohen Stellenwert beimessen sollte, es ging vor allem darum, dass der Oberkörper bei der Arbeit bedeckt sein sollte. Wenn überhaupt, sollten es für die Herren nur kleine, schlichte Accessoires sein. Ganz im Gegenteil zur Damenmode. Erst im Laufe der Zeit nahm das Sakko im Dresscode einen höheren Stellenwert ein und er hat heute gar nichts mehr mit der Arbeiterklasse und der Stellung in der Gesellschaft zu tun.
Frankreich war der Vorreiter in Sachen Herrensakko, im restlichen Europa übernahm man das Kleidungsstück kurze Zeit später und trug es in gedeckten Farben als locker sitzende Jacke für Herren, die den Oberkörper ungeachtet seiner Form umspielte. Das ist bis heute so geblieben. Auch, wenn es inzwischen Herrensakkos auch in leuchtenden Farben und ausgefallenen Mustern gibt, hält sich der Grossteil seiner Träger an die traditionell unauffälligen Töne wie Schwarz, Grau oder dunkle Nuancen anderer Farben.
Der Begriff Sakko geht auf das französische Wort “sac” zurück, auf Deutsch heisst das tatsächlich “Sack”. Das Kleidungsstück wurde deshalb so genannt, weil es gerade geschnitten war, ohne Taillierung und ohne Accessoires. Jackett und Sakko sind übrigens zwei Begriffe für dasselbe Kleidungsstück, nur dass Jackett von dem englischen Wort “Jacket” abgeleitet wurde.
Die unterschiedlichen Arten von Herrensakkos werden in erster Linie von der Anzahl der Knöpfe sowie der Anzahl der Knopfreihen bestimmt. So gibt es Sakkos mit einem, zwei oder drei Knöpfen. Sie gehören zu den einreihigen Sakkos. Darüber hinaus gibt es zweireihige Herrensakkos mit vier, sechs oder acht Knöpfen. Je nach Anzahl der Knöpfe verkürzt oder verlängert sich das Revers, sodass ein völlig anderer Look entsteht. Neben dem normalen Kragen gibt es auch Sakko-Modelle mit Stehkragen oder Varianten ohne Kragen.
Man unterscheidet Herrensakkos ausserdem an dem verwendeten Stoff. Sommer-Sakkos werden eher aus kühlen Stoffen wie Leinen oder Baumwolle gefertigt. Klassische englische Sakkos für Herren sind aus Tweed oder auch aus rustikalem Cord, mit den dazu passenden Ellenbogen-Patches. Ausgefallenere Sakko-Modelle für Herren gibt es in Leder, Samt oder Strick, aber auch passend zur Tracht als Trachten-Sakkos für Herren. Die Stoffe aus denen Herrensakkos sind so vielfältig, wie die Träger selbst. So gibt es beispielsweise Sakkos aus hochwertiger Merinowolle, Kaschmir, Seide und vieles mehr.
Ein Sakko zählt zur Kategorie der Sportjacken und das hat nichts mit Sport zu tun, sondern bedeutet leger bzw. casual. Die Sportjacke, also das Herrensakko wurde nach 1918 populär als Allround-Outfit für alle Anlässe, die keinen Anzug erforderten. Heute trägt man Sakkos im Büro, zu Business-Meetings, bei Vorstellungsgesprächen oder ganz einfach im Alltag. Beliebte weitere Anlässe sind z. B. Geburtstage, der Sonntags-Brunch, Hochzeiten oder eine Konfirmation.
Es gibt viele Möglichkeiten Sakko und Hose miteinander zu kombinieren, allerdings ist eine Sache dabei klar: sobald Sakko und Hose für Herren aus dem gleichen Stoff und der gleichen Farbe bestehen, spricht man von einem Anzug. Kombinationsmöglichkeiten von Sakko und Hose gibt es viele, Sie sollten jedoch auch gewisse Regeln beachten. So sollten Hose und Sakko qualitativ zusammenpassen, sprich eine alte ausgebeulte Jeans zu einem hochwertigen Sakko gilt es zu vermeiden. Ein Gürtel ist keine Pflicht, wenn die Hose perfekt sitzt. Ansonsten ist erlaubt, was gefällt. Die Kunst, ein Sakko so zu kombinieren, dass es lässig sowie ungezwungen wirkt und dennoch perfekt passt, nennen die Italiener: Sprezzatura. So passen moderne und sportliche Sakkos für Männer z.B. zu einer helleren Baumwoll-Hose oder Chino und natürlich auch zur Jeans für Herren. Wer sich nicht viele Gedanken um das richtige Hemd zum Sportsakko machen will, der entscheidet sich für ein graues Sakko.
Dabei sollte man sich zuerst die Frage stellen, wie gross das eigene Modeempfinden und Trendbewusstsein ist. Wer gerne neue Trends, Farben, Schnitte und Stoffe probieren möchte, wird jedes Teil vermutlich nicht sehr lange tragen. Wer jedoch eher auf klassische und zeitlose Stücke schwört, die sich auch nach Jahren noch gut kombinieren lassen, der sollte lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Hochwertige Sakkos fangen in einem Preisbereich von ca. 150 Euro an. Darunter sollte man nicht liegen, wenn man Freude an dem gekauften Stück haben möchte. Nach oben gibt es wie so oft kaum Limits. Vor allem, wenn das Sakko massgeschneidert sein soll.
Der Klassiker in Sachen Kombination ist sicherlich ein dunkelblaues Sakko mit einer khakifarbenen oder beigen Hose oder Chino – das ist ein vielschichtiger Look, der sehr gut zu den unterschiedlichsten Events passt. Dazu ein weisses Hemd oder ein passendes T-Shirt. Chic, aber sportlich; entspannt, aber nicht zu relaxed. Das passt zu fast jedem Anlass: vom Nachmittag im Café bis hin zum Businesslunch. Wichtig dabei ist, dass die Hose perfekt sitzt. Sie darf weder zu weit noch zu eng sein. In der kalten Jahreszeit macht sich der Zwiebel-Look richtig gut: Zwischen Sakko und Hemd passt noch ein dünner Merino-Pullover. Ansonsten immer gut: Ein weisses Hemd – auch gerne ohne Krawatte.
Die Knöpfe beim Sakko – wann genau welcher geschlossen wird oder offen bleibt, ist eine Wissenschaft für sich. Aber keine Angst, wir erklären Ihnen genau, wie es geht. Wichtigste Regel: Der unterste Knopf bleibt immer offen, egal wie viele Knöpfe das Herrensakko hat. Bei Einreiher-Sakkos mit zwei Knöpfen wird der Obere geschlossen und bei Modellen mit drei Knöpfen wird der Mittlere geschlossen. Und bei Herrensakkos mit vier Knöpfen in einer Reihe werden die zwei in der Mitte geschlossen. Wenn Sie sich hinsetzen, dürfen Sie alle Knöpfe öffnen, das sieht bequemer aus. In einer offiziellen Situation gilt auch heute noch die Regel, dass das Sakko geschlossen sein sollte. Als offizielle Situationen gelten z. B.:
In nichtoffiziellen Situationen dürfen Sie das Herrensakko offen lassen. Das ist sogar empfehlenswert, damit Sie nicht den Eindruck erwecken, Sie wollen andere massregeln. Bei Zweireiher-Sakkos ist es ganz ähnlich. Bei zwei Knopfreihen, also insgesamt vier Knöpfen bleibt der obere geschlossen, bei insgesamt sechs Knöpfen bleibt der mittlere Knopf geschlossen. Doppelreiher-Sakkos sollten aber immer geschlossen bleiben, da sie im geöffneten Zustand nicht gut sitzen.
Zu dieser Regel gibt es mehrere Theorien, die weitverbreitetste davon geht auf König Edward VII. von England zurück. Wegen seiner etwas fülligeren Figur liess er den untersten Knopf offen, weil das so bequemer war. Seine Untertanen taten es ihm gleich, um ihn nicht blosszustellen. Schon war ein Modetrend geboren. Eine weitere Theorie besagt, dass Reiter um 1900 einreihige Sakkos als sogenannte Long-Suits getragen haben. Um bequemer im Sattel sitzen zu können, liessen sie den ersten Knopf von unten offen.
Manche Männer weigern sich strikt, ein T-Shirt unter dem Sakko zu tragen, dabei ist das ohne weiteres möglich, wenn Sie die drei goldenen Regeln beachten:
Insgesamt sollten Sie darauf achten, den Look puristisch und simpel zu halten. Lieber nicht zu viele unterschiedliche Farben, Materialien und Schnitte miteinander mischen. Weniger ist mehr.
Im Gegensatz zu anderen Kleidungsstücken z. B. Hemden oder Hose ist es bei einem Sakko von besonderer Wichtigkeit, dass es gut sitzt. Hier ein paar hilfreiche Tipps für die richtige Passform. Zum perfekten Sakko gehört es, dass es am Körper anliegt, es darf auf keinen Fall schlabbern. Um das sicherzustellen, gibt es einen Trick: das Herrensakko ganz zuknöpfen und im Brustbereich zwei Finger zwischen Sakko und Körper schieben. Wenn die zwei Finger genau in den Zwischenraum passen, dann stimmt die Grösse des Sakkos für Herren. Weiter geht’s zu den Schultern. Ragt die Schulternaht über Ihre Schultern hinaus ist es zu gross und umgekehrt ist es zu klein, wenn Ihre Schultern über die Naht hinaus gehen. Die Schulternaht sollte genau an der Stelle sitzen, wo Ihre Schulter in den Arm übergeht.
Die Länge des Sakkos hat sich über die Jahre etwas verändert. Früher wurde das klassische Herrensakko länger getragen, heute soll es den Gürtel verdecken, aber nicht über den Po gehen. Die Ärmel sollten ebenfalls nicht zu lang und nicht zu kurz sein. Dafür einfach die Arme gestreckt rechts und links herunterhängen lassen, wenn der Ärmel leicht auf dem Handrücken aufliegt, ist die Länge der Ärmel perfekt. Das Revers darf im Nacken nicht abstehen und wenn der erste Knopf geschlossen ist, sollte das Sakko anliegen, aber nicht spannen.
Sie sind zu einer Veranstaltung eingeladen und wissen nicht, ob ein Business-Sakko genügt oder ob es ein Anzug sein soll? Hier eine Liste der Events, auf denen Sie besser im dunklen bzw. schwarzen Anzug erscheinen sollten:
Übrigens: Ein heller Anzug darf bei einem Sommerfest oder auf einer Schiffsreise getragen werden.
Ein Herrensakko ist eine Jacke, die sich farblich von der restlichen Kleidung, also Hose und Hemd absetzt. Von einem Anzug spricht man dann, wenn die Hose und die Jacke aus dem gleichen Stoff und der gleichen Farbe sind.
Das Sakko ist sozusagen die legere Brücke zwischen casual und förmlich. Es ist nicht so locker wie Jeans und T-Shirt, aber auch nicht so ein offizieller Business-Look wie ein dunkler Anzug. Dadurch kann der Träger mit Farben und Stoffen spielen, bis er seinen eigenen persönlichen Look kreiert hat, ohne zu leger zu wirken.
Ist ein Zweireiher noch modern: Welche Knöpfe hat ein Zweireiher und wie trägt man einen Zweireiher?
Von einem sogenannten Zweireiher-Sakko spricht man, wenn die Knöpfe in zwei Reihen angeordnet sind. Das können zwei, vier, sechs oder acht Knöpfe sein. Der Zweireiher ist ein sehr klassisches Kleidungsstück, das leicht an eine Kapitänsjacke erinnert. Zurzeit ist diese Art von ausgefallenen Sakkos eher nicht im Trend, was nicht heisst, dass sich das auch schnell wieder ändern kann. Ein Zweireiher sollten Sie besser geschlossen tragen, weil die Jacke offen nicht vorteilhaft fällt. Auch im Sitzen! Ebenso wie beim Einreiher-Sakko bleibt der unterste Knopf immer offen. Trend hin oder her: für besondere Anlässe empfiehlt es sich, einen Zweireiher im Schrank zu haben.
Herrensakkos sind echte Allrounder – egal ob klassisch in Schwarz, stilvoll in Kariert oder ausgefallen in Bunt. Sportliche Jacketts für Herren oder Leinensakkos eignen sich ideal als Freizeitsakkos, Sakkos in Regular Fit im Stil Smart Casual aus edlen Materialien sind die hervorragenden Begleiter im Business. Zudem gibt es Herrensakkos für jeden Figurtypen. Anhand einer Grössentabelle für Sakkos können Herren die passende Variante finden – zum Beispiel Modelle für Bauchgrössen.
Bei BABISTA können Sie nicht nur stilvolle Herrensakkos kaufen, sondern finden auch passende Outfitinspirationen für Herren rund um Westen für Herren und Schuhe für Herren.
Zudem finden Sie bei uns viele weitere Ratgeber rund um Mode:
Jetzt kostenlos zum Newsletter anmelden und profitieren!
Jetzt kostenlos zum Newsletter anmelden und profitieren!