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Eine Lebensraumerhebung umfasst folgende Schritte:
Lebensraumtyp
Die Bestimmung des Lebensraumtyps lässt einen ersten Schluss auf die Artengemeinschaft und das Spektrum der Artenvielfalt an einem Standort zu. Die Definition der Lebensräume erfolgt nach der bestehenden Lebensraumtypologie „Lebensräume der Schweiz" von Delarze, Gonseth, Eggenberg & Vust 2015, die sich in der Schweiz als Standard durchgesetzt hat.
In ALL-EMA werden 89 Lebensraumtypen der offenen Agrarlandschaft abgegrenzt. In Zusammenarbeit mit der Hintermann & Weber AG und weiteren externen Expertinnen und Experten wurde ein botanischer Schlüssel für die Bestimmung dieser Lebensraumtypen entwickelt. Sie erfolgt jeweils auf einer kreisförmigen Fläche von 10 m2.
Lebensraumtyp-Arten
Innerhalb eines Lebensraumtyps können in unterschiedlichen Erhebungsflächen beträchtliche Unterschiede bezüglich der Ausprägung der typischen Artengemeinschaft und der Artenvielfalt vorkommen. Um diese Variabilität sichtbar zu machen, wurde in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten für fast alle Lebensraumtypen eine individuelle Liste mit je 25 Pflanzenarten erarbeitet. Anhand dieser Liste kann eine Einschätzung zur Ausprägung der lebensraumtypischen Artenvielfalt erfolgen, ohne dass es einer vollständigen Vegetationsaufnahme bedarf.
Strukturen und Neophyten
Auf einer erweiterten Kreisfläche von 200 m2 werden Strukturen der Agrarlandschaft, wie beispielsweise Asthaufen, Lesesteinhaufen und kleine Gewässer, und Neophyten der schwarzen Liste erfasst. Die Auswahl der Strukturelemente stützt sich auf Erfahrungen aus nationalen Programmen wie dem Inventar der Trockenwiesen und -weiden, der Arealstatistik, den Weisungen zu extensiven Weiden der Direktzahlungsverordnung und Expertenwissen.