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Wings For Life World Run
05. May 2019
Jedes Jahr laufe ich am Wings For Life World Run mit. Vor4 Jahren absolvierte ich mit diesem Lauf meinen ersten Lauf überhaupt. Das schöne dabei ist, dass es keine Ziellinie gibt und das ganze Start-geld zu 100% in die Rückenmarkforschung geht. Jedes Jahr sitzt ein anderer Fahrer im Catcher Car; sobald man von ihm überholt wird, ist man aus dem Rennen.
Zeitsprung: ich sass im April in Nizza im Hotelzimmer als ich bei Facebook las, dass dieses Jahr David Coulthard im Catcher Car sitzt. Ich flippte aus und las den Bericht sicher 3x durch um wirklich sicher zu sein, dass er in Zug und nicht irgendwo in England am Steuer sitzt.
Zeitsprung: das Wetter war alles andere als nach meinem Geschmack. Ich bin eine schöne Wetter Läuferin und am liebsten habe ich um die 25 bis 30 Grad. In der Nacht zum 5. Mai hat es jedoch ge-schneit und es war kühl. Die Wettervorhersage war nicht besser, Schneefall und/oder Regen und um die 4 Grad kalt….
Ich fuhr dieses Mal mit dem Auto noch Zug und parkierte in einem Parkhaus in der Nähe vom Bahn-hof. Ich war gut 2 2/2 Std. vor dem Start vor Ort und hoffte David Coulthard zu treffen. Das Glück war auf meiner Seite, kurz nach 11.00 Uhr tauchte er auf, gab ein Interview und machte Fotos. Als sein Pressetermin fertig war sprach ich ihn an. Er signierte problemlos ein Foto für mich und dabei fragte ich ihn, ob er mir einen Gefallen tun könnte. Ich möchte 10 km laufen (bis jetzt haben mir immer ein paar Meter gefehlt) und ob er evtl. ab dem Gas gehen könnte, wenn er mich sehe. Er fragte nach meiner Startnummer und sagte, er werde es versuchen. Danach schaute er noch in meine Kamera für ein Selfie. Ich bedankte mich und wollte zum Auto laufen als er mich mit "one six seven" rief. Ich drehte mich um und er fragte nach einem Stift. Eine andere Person wollte noch ein Autogramm, hat-te aber keinen dabei. Ich lief wieder los als er nochmals "one six seven" rief und das Spiel wiederhol-te sich. Danach konnte ich mich endlich auf dem Weg zum Auto machen wo ich das Autogramm und die Kamera deponierte.
Pünktlich um 13.00 Uhr war der Start und das Wetter zeigte sich weiterhin von der winterlichen Sei-te. Zuerst hat es leicht geregnet, danach kam der Schnee. Man sah teilweise nicht mal mehr recht wo man läuft. Ich lief ein gutes Tempo und teilte auch meine Energie gut ein. Bei den beiden Stellen wo es bergauf ging bin ich gelaufen, dafür gab ich dann, wenn es abwärts ging wieder Gas und ich konnte die verpasste Zeit wieder aufholen. Vom letzten Jahr wusste ich ungefähr wo die 10 km Tafel stand und ich gab alles um mein Ziel dieses Mal endlich zu erreichen. Ich war mega stolz als ich an der Tafel vorbei rannte, ein paar Meter hinter mir näherte sich schon der Catcher Car. Ich schaute zurück und ich weiss nicht ob es Zufall war oder ob sich David Coulthard noch an "one six seven" er-innert konnte. Er fuhr ein wenig nach rechts, ich hatte Platz und konnte noch ein paar Meter weiter rennen und weiter Leute überholen. Mit dem Shuttle Bus bin ich zurück zum Start gefahren. Dort bin ich zu Fuss zum Auto, alle Heizungen auf volle Pulle aufgedreht fuhr ich nach Hause. Unter der Du-sche blieb ich auch länger stehen aber es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich wieder einigermas-sen warm hatte.
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