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Neozoen – Exotische Problemtiere
Tierarten, die seit weniger als 500 Jahren in der Schweiz heimisch sind, gelten als exotisch. Sie werden Neozoen genannt. Diese Neozoen sind selbständig in die Schweiz eingewandert, durch den Menschen importiert oder bei uns ausgesetzt worden. Einige Arten fügen sich problemlos in unserer Umwelt ein, andere bereiten erhebliche Probleme, da sie sich unkontrolliert verbreiten, einheimische Arten verdrängen – wie das Grauhörnchen aus Amerika das Europäische Eichhörnchen – oder Krankheiten verbreiten – wie die Amerikanische Krebsarten – oder wirtschaftliche Schäden verursachen. Wandermuscheln können beispielsweise Wasserleitungen verstopfen. Diese Arten werden unter dem Begriff «invasive Neozoen» zusammengefasst.
Rotwangenschildkröten und Goldfische
Auch die Rotwangenschmuckschildkröte zählt zu den invasiven Neozoen. Ihr Import und Verkauf wurde inzwischen verboten. Wenn Sie Ihr Haustier loswerden wollen, kontaktieren Sie ein Tierheim. Das Aussetzen von Haustieren ist nicht erlaubt und kann grosse Probleme mit sich führen, wie z.B. der Goldfisch, welcher kaum natürliche Feinde hat und als gefrässiger Jäger in kurzer Zeit einen Teich leer fressen kann.