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Der Zahnwechsel ist eine wichtige Phase der Gebissentwicklung beim Kind. Dabei werden die Milchzähne durch die Zähne des bleibenden Gebisses verdrängt, deren Anlagen zwar schon seit der Geburt vorhanden sind, sich aber später und langsamer entwickeln als jene der Milchzähne. Wachsen die bleibenden Zähne bei fortschreitendem Alter des Kindes immer mehr Richtung Kieferhöhle, beginnen sich die Wurzeln der Milchzähne aufzulösen. Das Resultat: Die Milchzähne fallen aus.
Dabei vollzieht sich der Zahnwechsel in zwei Phasen: Im Alter von fünf bis sechs Jahren fallen meist zuerst die unteren mittleren Schneidezähne aus. Dieser Prozess setzt sich kontinuierlich fort, bis alle acht Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers draussen sind und die neuen Zähne nachwachsen. Weil die heranwachsenden Zähne grösser als die Milchzähne sind und ihr Platz noch durch das Kieferwachstum geschaffen werden muss, kommt es häufig zu eigenwilligen Zahnstellungen. Ausserdem wächst oben und unten in dieser Phase hinter den letzten Seitenzähnen der «Sechsjahresmolar», der im Milchgebiss noch fehlt. Dadurch verlängert sich die Zahnreihe und die Kaufunktion wird verbessert.
Die zweite Phase beginnt mit etwa neun Jahren und betrifft den Seitenzahnbereich. Die vorderen Milchmolaren werden nun durch die sogenannten Prämolaren ersetzt. Mit rund zwölf Jahren wächst hinter den Sechsjahresmolaren ein weiterer Backenzahn, und auch auf den inzwischen zu klein wirkenden Milcheckzahn folgt der grössere, bleibende Eckzahn. Den Abschluss des Zahnwechsels bildet der zweite Prämolar, der als Nachfolger des letzten Milchmolars durchbricht. Der Weisheitszahn, der dritte Molar, erscheint erst wesentlich später, meist im Alter von 16 bis 20 Jahren.
Um mögliche Störungen beim Zahnwechsel erkennen und behandeln zu können, sollte man diesen vom Zahnarzt kontrollieren lassen. Ein Schiefstand der Zähne bei ihrem Durchbruch ist in der Regel unproblematisch, weil sich der Kiefer bis ins Alter von 15 bis 17 Jahren im Wachstum befindet und sich dadurch die Zahnstellung noch verändert. Führt jedoch ein zu enger Kiefer zu Fehlstellungen, können diese ab dem neunten Lebensjahr mit einer Zahnspange korrigiert werden. Das häufigste Problem betrifft Zähne, die verlagert sind, falsch oder gar nicht durchbrechen. Meist liegt auch das an einem zu kleinen Kiefer. Nach sorgfältiger Planung müssen dann oft einzelne Zähne gezogen werden, um Platz zu schaffen. Beim Zahnwechsel kann es aber zu verschiedenen weiteren Störungen kommen. So ist es möglich, dass bleibende Zähne nicht im Kiefer angelegt sind (Hypodontie), wodurch der entsprechende Milchzahn nicht verdrängt wird. Bei guter Pflege kann aber ein Milchzahn bis ins hohe Alter gesund bleiben. Das Gegenteil der Hypodontie ist die Hyperdontie. In diesen seltenen Fällen sind zu viele bleibende Zähne angelegt, weshalb sie ungeordnet und meist falsch durchbrechen. Überzählige Zähne müssen dann in der Regel gezogen werden.
Damit der Zahnwechsel reibungslos verläuft und allfällig auftauchende Probleme rasch erkannt werden, begleiten wir in unserer Wohlfühl-Zahnarztpraxis Eltern und Kinder intensiv durch diese wichtige Phase.