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Jura-Simplon-Bahn
Geschichte
Die Compagnie des Chemins de fer Jura-Simplon JS, war die Jüngster der fünf grossen Privatbahnen, die von den Schweizerischen Bundesbahnen übernommen wurde. Das Streckennetzt der Jura-Simplon-Bahn erstreckt sich von der Westschweiz, bis nach Basel und Luzern. Die JS entstand durch den Zusammenschluss der Bahngesellschaften Chemins de fer de la Suisse Occidentale et du Simplon (SOS), Jura-Bern-Luzern-Bahn und der Bahnstrecke Gümligen-Luzern zum 1. Januar 1890. Die zum 1. Januar 1891 übernahm die Jura-Simplon-Bahn, die Chemin de fer Pont–Vallorbe.
Das Streckennetz der Jura-Simplon-Bahn umfasste 937km. Die meisten Linien der JS, wurden in Normalspur gebaut. Ausser die von der Jura-Bern-Luzern-Bahn eröffnete Brünigbahn wurde in Schmalspur ausgeführt.
Neben dem Betrieb auf dem umfangreichen eigenen Eisenbahnnetz, betrieb die Jura-Simplon-Bahn zahlreiche fremde Eisenbahnstrecken in Unterschiedlicher Spurweiten, im Auftrag deren Eigentümer.
Die Vorgängergesellschaften der Jura-Simplon-Bahn
Die drei Vorgängerbahnen der Jura-Simplon-Bahn, haben eine bewegte Geschichte, von Konkurrenz Denken, Zusammenschlüsse und Übernahmen.
Jura-Bern-Luzern-Bahn
Bahnstrecke Gümligen-Luzern
Simplontunnel
Die Jura-Simplon-Bahn war nicht das erste Bahnunternehmen, das versucht eine Bahn durch den Simplon zu bauen. Die Vorgängerbahnen der Jura-Simplon-Bahn schafften es nur eine Eisenbahnlinie durch das Wallis bis Brig zu bauen. Für den Bau einer Eisenbahn durch den Simplon überforderte die Finanzkraft der Bahnen. Die Jura-Simplon-Bahn war wesentlich finanzkräftige, aber auch sie benötigte tatkräftige Unterstützung durch die Eidgenossenschaft.
Im Jahr 1895 schloss die Schweiz mit Italien einen Staatsvertrag über den Bau und Betrieb einer Eisenbahn durch den Simplon ab. Die JS begann mit dem Bau im Jahr 1898, obschon sich abzeichnete das der Bund die Grossen Privatbahnen Rückkaufen wird. Die Baustelle des Simplontunnels gelangte wie die JS am 1.Mai 1903 in die Hände der Schweizerischen Bundesbahnen.
Verstaatlichung der Jura-Simplon-Bahn
Bei der Fusion Suisse-Occidentale–Simplon und der Jura-Bern-Luzern-Bahn zur Jura-Simplon-Bahn mussten die Beteiligten beim Bund die Übertragung der Konzessionen auf die neue Gesellschaft beantragen. Dieser Vorgang war bei kleineren Bahnunternehmen bis anhin anstandslos von statten gegangen nur bei der JS gab es heftige Diskussionen.
Die Diskussion feuerte die JS regelrecht selbst an, da sie dem Bund den kauf der Bahnlinien der Jura-Bern-Luzern-Bahn und der Suisse-Occidentale–Simplon anboten. Den Bundesbehörden war von diesem Verkaufsangebot nicht besonders begeistert, da die JS die Rückkaufsbedingungen diktieren wollte, was den Bund erzürnte. Auch wenn der Bund auf die Verkaufsverhandlungen nicht eingelassen hat, war die Konzessionsübertragung ein Heises Eisen. Da viele Konzessionen noch von den Kantonen ausgestellt wurden, war es für den Bund eine Gradwanderung innerhalb der Laufzeit die Bedingungen zu wechseln. Der Bund setzte bei der JS eine einheitliche Konzessionierung mit gleichem Rückkaufsdaten durch. Er stellte die Fusionierenden Unternehmen vor die Wahl, dass die Konzessionen übertragen werden mit neuem einheitlichen Rückkaufsdatum zu akzeptieren oder die Fusion kommt nicht zustande. Das erste mögliche Datum für den Rückkauf der Jura-Simplon-Bahn wurde der 1. Mai 1903 festgelegt.
Der Bund wollte mehr Einfluss über die Jura-Simplon-Bahn haben, er fand auch das die Kantone einen zu grossen Einfluss haben, insbesondere der Kanton Bern. Der Bund konnte mit dem Kanton Bern vereinbaren, das er ein Aktienpaket an den Bund verkauft.
Für den Bund war das Aktienpaket nur der erste Schritt die JS ganz zu übernehmen. Der Bund kündigte fristgerecht den Rückkauf auf den 1.Mai 1903 an.
Rückkauf JS
Bekanntlich entstand die Jura-Simplon-Bahn 1890 aus den Westschweizerbahnen und der Jura-Bern-Luzern-Bahn, im Zuge der Konzessionsübertragung auf die neue Gesellschaft wurden einige Dingen für einen zukünftigen Rückkauf besser geregelt. Die Eidgenossenschaft sicherte sich bei der Jura-Simplon-Bahn Mitspracherecht durch den Erwerb eines Aktienpakets.
Eine kleine aber lösbare Knacknuss gab es wegen dem im bau Befindenden Simplontunnel, der Bund musste erreichen das die Italienische Konzession bis Isele auf den Bund übertragen wird. Das italienische Parlament genehmigte die Übertragung der Simplon-Konzession auf die Eidgenossenschaft. So war der Weg gebet mit der JS über einen Freihändigen kauf zu verhandeln.
Der Konzessionsgemässen Rückkaufstermin war der 1.Mai1903, die Gesellschaft der Jura-Simplon-Bahn war bereits in Liquidation, es ging beim Übernahme Vertrag mit dem Liquidator hautsächlich die JS Rückwirkend auf den 1.Januar1903 zu übernehmen, inklusiv der im bau befindenden Simplontunnel. Gemäss Konzession war vorgesehen den Tunnel erst nach der Fertigstellung durch den Bund zu übernehmen, was mit dem Vertrag hinfällig wurde.
Der Bund hatte sich im April 1903 die Mehrheit der Aktien der JS gesichert, als er mit einem Bankenkonsortium darunter die Schweizerische Kreditanstalt und Berner Kantonalbank vereinbarte ein grosserteil der JS-Aktien in Bundesobligation zu tauschen. Im Oktober 1903 besass die Eidgenossenschaft 99.9% der Aktien der Jura-Simplon-Bahn.