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Henry Ford war, wenn die Legenden stimmen, ein Anwender von „Design Thinking“. Er soll gesagt haben: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: Schnellere Pferde“.
Ford hat somit nicht gefragt, was sein Zielmarkt braucht. Er hat gefragt, wo der Schuh drückt, welchen „Schmerz“ seine Personas (typische Vertreter des Zielmarkts) verspüren. Seine Antwort auf den „Schmerz“ kennen wir. Es waren bezahlbare Autos und keine schnelleren Pferde, was sich vermutlich die meisten gewünscht hätten.
Auf die Frage kommt es an
Genau so funktioniert die Phase „Problem verstehen“ bei „Design Thinking“. Frage nie, was sich Leute wünschen. Frage, was sie an der aktuellen Situation störe.
Das ist gleich wie beim Arzt: Du erzählst ihm den Schmerz, er macht einen Lösungsvorschlag. Den „Schmerz“ bestimmt der Kunde/Personas des Zielmarkts, die Lösung kommt vom Experten.
Wo bleibt das Lastenheft?
Liest sich super banal. Findet jedoch im Alltag häufig nicht so statt. So geben wir etwa in „Pflichtenheftern“ vor, was uns Lieferanten zu bieten haben, anstatt ihnen unseren „Schmerz“ im „Lastenheft“ zu beschreiben und Vorschläge in Form eines Pflichtenhefts zu verlangen. Oder wir entwickeln neue Produkte, ohne den Schmerz draussen wirklich abgefragt zu haben und sind hernach erstaunt, warum die Welt das Produkt nicht so cool findet, wie wir uns gedacht haben.