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Der Hauptteil der Skulpturensammlung besteht aus zahlreichen Original-Gipsmodellen zu fast allen Bildhauerwerken, die Vincenzo Vela je schuf, weshalb unsere Glyptothek zu den bedeutendsten im europäischen Raum gehört. Während in ähnlich gearteten Sammlungen meist Gipsabgüsse von bereits vollendeten Steinskulpturen zu sehen sind, birgt das Museo Vela - neben ganz wenigen Ausnahmen - ausschliesslich Gipsmodelle, die durch den Künstler selbst noch vor der endgültigen Ausarbeitung in Stein oder Bronze angefertigt wurden und daher von unschätzbarem Wert sind.
Als Vincenzo Vela im Alter von 47 Jahren auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn stand und internationale Anerkennung gefunden hatte - man bedenke, dass er um die Mitte des 19. Jahrhunderts zweifelsohne der bekannteste und geschätzteste Bildhauer im italienischen Raum war - wünschte er, die von ihm geschaffenen Kunstwerke in seiner Villa zusammen zu stellen und für die Nachwelt zugänglich zu machen. Aus diesem Grunde richtete er im Herzen seiner Residenz ein privates Museum ein, das seine Besucher bewundernd mit dem Beinamen "Pantheon" beschrieben und auf Bildern darstellten.
Neben Vincenzo Velas Studienmodellen sind auch Gips- und Terrakottawerke seines älteren Bruders Lorenzo - ein hochtalentierter Animalier-Bildhauer und Schöpfer von Dekorationsobjekten - ausgestellt, darunter sechs Lünetten mit allegorischen Motiven, die Lorenzo als Auftragsarbeit für die Mailänder "Cà de' Sass" (Sparkasse) gestaltet hatte.