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Microsoft sollte Nokia kaufen, weil…
Nokia war gestern noch 8,2 Milliarden Dollar wert, weniger als seit sechzehn Jahren. Das heizt die Gerüchte um einen Kauf durch Microsoft weiter an, Gründe für die Akquisition gäbe es genug.
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Der Handyhersteller Nokia hat gestern einen weiteren Tiefpunkt in einer einstmaligen Erfolgsgeschichte erreicht. Die Aktie schloss bei 2,19 Dollar, womit das Unternehmen bei 3,17 Milliarden Aktien noch knapp 8,2 Milliarden Dollar wert war. Zuletzt musste 1996 weniger bezahlt werden, wenn jemand gleich das ganze Unternehmen kaufen wollte.
Genau dieses Gedankenspiel hat der Forbes-Redakteur Eric Savitz weitergeführt und Gründe genannt, warum nun der ideale Zeitpunkt für Microsoft wäre, die Finnen aufzukaufen:
- Nokia ist nun praktisch gleich viel Wert wie der Naviagtions- und Kartenspezialist Navteq 2007, als ihn Microsoft für 8,1 Milliarden Dollar übernahm.
- Microsoft zahlte 8,5 Milliarden Dollar für Skype, mehr also, als sie nun für Nokia zahlen müssten.
- Google zahlte 12,5 Milliarden Dollar für Motorola Mobility, die einen weitaus tieferen Marktanteil im Mobilfunkmarkt haben als Nokia.
- Nokia, am Ende des ersten Quartals, hatte um die 6 Milliarden Dollar Net Cash…
- …was bedeutet, dass die laufenden Geschäfte und Patente von Nokia nur einen Wert von 2,2 Milliarden Dollar haben.
- HP zahlte 1,2 Milliarden für Palm. Einfach als Info.
- Nokia hat nach eigener Berechnung 10 000 «Patent-Familien»
- Microsoft zahlte kürzlich 1 Milliarde Dollar für 800 AOL-Patente.
- Falls Microsoft Nokia kaufen würde, könnten sie etwas von ihrem grossen Haufen an «Übersee-Geld»(liegt vor allem in Irland) benutzen, das nicht für US-Käufe, Dividendenrückzahlungen oder Aktienrückkäufe gebraucht werden kann, ohne dass hohe Steuern fällig werden. (Das war mit ein Grund für den Skype-Deal).
Trotz dieser durchaus validen Punkte ist noch lange nicht sicher, dass Microsoft irgendwann Nokia kaufen möchte. Trotzdem: Die Finnen haben seit über einem Jahr eine Smartphone-Allianz mit den Redmondern und ihr aktueller Chef ist mit Stephen Elop ein ehemaliger Microsoft-Direktor. Und mit jedem Cent, den die Aktie weiterfällt, wird Nokia noch interessanter für potentielle Käufer. Spekulieren darf also erlaubt sein.