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Hallo Bruder Josef, ich möchte Dir einige Fragen stellen:
- wer ist Br.Josef, auf dem Photo ist doch Nikolaus Stadler abgebildet!
Richtig. Ich wurde auf den Namen Nikolaus getauft, bin aber mit ca. 18 Jahren in den Dritten Orden als Br. Josef eingetreten.
- was ist der Dritte Orden?
Im 1. Orden sind die bekannten Kapuziner beheimatet. Dem 2.Orden gehören die Franziskaner Ordensfrauen, wie Sr.Josephine vom Waisenhaus an. Dem 3.Orden gehören Männer und Frauen an, die franziskanisch in der Welt leben und dürfen auch verheiratet sein.
- Du bist ja auch verheiratet.
Ja ich habe 4 Kinder, die alle gesund sind, so darf ich als Dank auch etwas für die benachteiligten Kinder tun.
- Wie bist Du zu diesem Missionsprojekt gestossen?
Ich war im Juli 2001 auf der Pfarreireise Birmensdorf-Uitikon nach Kenya und hoffte, dort ein Projekt zu finden, wofür ich mich ganz engagieren und auch etwas tolles bewegen kann.
Als wir dann im Busch dieses Waisenhaus sahen mit 44 Waisenkinder von null bis drei Jahren, welche in Zimmer mit 24 Bettchen untergebracht sind, wusste ich sofort, hier will mich Gott haben. So darf ich als Missionar von der Heimat aus wirken.
Ich besprach sofort mit der Leiterin des Waisenhauses der Sr.Josephine Atieno, wie ich dem Waisenhaus am Besten helfen könne und für sie wären Patenschaften die grösste Hilfe.
- Was kostet denn so eine Patenschaft?
Eine Patenschaft kostet im Jahr nur SFR 120.--, (damit sind die effektiven Kosten eines Monats gedeckt. Je mehr Patenschaften, desto effektiver die Hilfe.
Dieses Waisenhaus Nyangoma wird von Franziskaner Schwestern ohne Lohn geführt.
- Was macht das Waisenhaus mit dem Geld, das sie durch die Patenschaftsgelder einsparen können?
Ich erinnere Dich an 24 Bettchenzimmer. Es sind dringend bauliche Verbesserungen nötig, dorthin fliessen auch die grossen freien Spenden, welche ich gerne weiterleiten werde.
- Woher kommen diese vielen Waisenkinder?
Die meisten Kinder sind von Aidskranken Mütter, welche gestorben sind.
- Wo gehen diese Kinder in die Schule?
Diese Waisen sind im Alter zwischen null und drei Jahren, nachher müssen sie bei Verwandten untergebracht werden.
Unser dortiger Chauffeur Walter hat 7 eigene Kinder und hat noch 15 Waisenkinder (von seinen Brüdern) bei sich aufgenommen. Er muss mit seinem bescheidenen Einkommen für sich, 3 Frauen und 22 Kinder aufkommen.
Da die Verwandten ebenfalls kein Geld für Schulbildung haben, ist das Schulgeld ein weiteres Projekt. Geplant ist auch eine St. Josephs Schule, eine Art Werksjahr. Hier werden die jungen KenyanerInnen auf das praktische Leben vorbereitet Es ist wünschenswert, wenn das Patenkind bis zu diesem Lebensabschnitt begleitet und unterstützt werden kann.
Die Hilfe in Afrika ist mannigfaltig nötig, doch muss ich mich auf das Waisenhaus konzentrieren, um nachhaltig und effizient helfen zu können.
- Wie kommst Du zu Deinen Patenschaften?
Ich habe über 300 Briefe an alle Verwandte und Bekannte geschrieben. Das Echo ist überwältigend gut, weil mich ja alle persönlich kennen und Vertrauen in die Direkthilfe haben.
- Ja das glaube ich, denn diese Leute kennen Dich seit vielen Jahren und wissen, dass Du für dieses Werk ohne Lohn auf dieser Erde arbeitest und dass das Geld möglichst direkt der Sr. Josephine übergeben wird.
So ist es, ich kann das Kinderhilfswerk auch gut überschauen und kontrollieren. Zusätzlich ist der Kontakt zwischen Sr. Josephine und ihrer Oberin Sr. Pauline, dem Ortsgeistlichen Father Richard, Bischof Okot und auch dem Pastoralassisten Ehepaar gewährleistet. Ich kenne auch Mitmenschen, die regelmässig nach Kenya reisen und den Kontakt weiter aufrechterhalten.
Herzlichsten Dank gebührt Petra und Thomas Leist, die mir erlaubten dieses Missionswerk in den Gottesdiensten von Urdorf, Birmensdorf und Uitikon vorzustellen. Ich durfte auch im Fernsehen KTV Dornbirn/Gossau das Werk in einem Vortrag vorstellen. So wurde das gesegnete Werk vielen weitern Menschen bekannt.
- Können nur Patenschaften von 120.-- gezeichnet werden und hat man Nachrichten über die Kinder?
Für Patenschaften erbitte ich von Sr. Margareth aktuelle Photos mit Name des Kindes, diese Photo stelle ich den Paten gerne zu. Jeder Pate erhält auch die Lebensgeschichte der Kinder zugestellt.
Willkommen sind auch freie Spenden, welche für den Ausbau des Waisenhauses weiter leite.
- Du hast ja mit den farbigen Drucken und den vielen Porto auch grosse Auslagen. Wieviele Prozente der Spenden gehen da verloren?
Ich will hier ganz offen sein, im Prinzip werden die Unkosten durch Währungsgewinne und Zinsen gedeckt. Diese Kursgewinne können erzielt werden durch Zahlung der Patenschaften und Spenden in Kenja selber.
Auf Verlangen sende ich gerne einen Buchhaltungsauszug zu. Ich versichere jedenfalls, dass eine Patenschaftszahlung auch für eine Patenschaft verwendet werden.
- Ich danke Dir für Deine Fragen, die ich gerne offen beantwortet habe.