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Wie in allen an die Sahara grenzenden Staaten sind auch in Tunesien Berberdörfer zu finden. Die ursprünglichen Häuser sind entweder senkrecht in den Boden oder wagrecht in die Felsen gebaut. Das soll die Bewohner vor der Hitze der Wüstensonne und den kalten Nächten schützen. Vor 1969 waren noch viele dieser Hauser bewohnt. In diesem Jahr regnete es in der Wüste während 21 Tagen, so dass fast alle Behausungen zerstört wurden.
Heute gibt es in Mittel-Tunesien noch ca. 500 Häuser, von denen aber immer weniger tatsächlich bewohnt sind. Der Staat versucht die Abwanderung zu bremsen, indem er über eine Solidaritätskasse die Dörfer mit Wasser und Strom versorgt.
Dabei geht es wohl weniger um die Erhaltung der Berberkultur, sonder um die Bewahrung einer beliebten Touristenattraktion. Bus um Bus besucht noch bewohnte Häuser, wo Kunsthandwerk gezeigt und Tee serviert wird. Im gleichen Stil wie die Berberhäuser werden Hotels und Restaurants mit allem erdenklichen Luxus unter der Erde gebaut.
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