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| Tertullian († um 220) - Über das Gebet (De oratione)

12. Kap. Man soll beim Gebet von aller Unordnung des Geistes frei sein.
Nicht bloß vom Zorn, sondern auch von aller Unordnung des Geistes muß die Gebetsabsicht frei sein, und aus einem Geiste hervorgehen, der so beschaffen ist wie der Geist, an welchen das Gebet gerichtet wird. Denn es kann bei dem Heiligen Geiste weder ein befleckter Geist Anerkennung finden, noch ein trauriger bei dem fröhlichen, oder ein verstrickter bei dem freien. Niemand gestattet seinem Gegner den Eintritt, ein jeder nimmt nur seinesgleichen auf,