Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03324.jsonl.gz/2293

"Noratis ist ein Immobilienunternehmen mit Anlagefokus auf den Erwerb von Wohnimmobilien in Deutschland, vorzugsweise in Randgebieten von Ballungszentren und Städten. Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Immobilien mit Entwicklungspotential mit dem Ziel der gewinnbringenden Veräußerung nach erfolgter Aufwertung der Immobilien."
Quelle: Consorsbank
WKN: A2E4MK
Preisspanne: 18.75? - 22.75?
Am 30.06.2017 ist der erste Handelstag.
Das Marktumfeld scheint für das IPO äußerst lukrativ. Ich überlege ein paar Stück zu zeichnen.
"Einer eng gefassten Definition des Analysehauses Bulwiengesa zufolge ist nicht jede Großstadt zwischen 250.000 Einwohnern und 600.000 automatisch eine B-Stadt. Das Institut wertet vielmehr danach, ob es sich um eine „Großstadt mit nationaler und regionaler Bedeutung“ handelt und kommt insofern nur auf 14 B-Städte.
Unter den ostdeutschen Städten dabei sind Dresden und Leipzig. Allein sie schaffen es in die B-Liste neben westdeutschen Städten wie etwa Bremen, Dortmund, Hannover und Münster."
Die Position von Noratis zwischen (Immobilien-)Bestandshalter und -entwickler macht einen Vergleich mit börsennotierten Unternehmen schwierig, aber wir glauben, dass die RCM Beteiligungs AG*** der engste Wettbewerber ist, da RCM ein ähnliches Geschäftsmodell hat. Noratis wird derzeit mit einem KGV 2019 von 8,0x und einem Verhältnis des Börsenkurses zum NAV von 1,3x gehandelt, was einen Rabatt von 15% bzw. 34% gegenüber RCM bedeutet (es gibt keine Konsensschätzungen für RCM).
Noratis hat eine Dividende von 0,80 € pro Aktie vorgeschlagen, was einer Rendite von 4,1% entspricht. Wenn wir die der Dividendenausschüttungsreserve zugewiesenen 0,30 € pro Aktie (die den Noratis-Aktionären kurz- bis mittelfristig zur Verfügung steht) hinzufügen, erhöht sich die Dividendenrendite des Unternehmens auf 5,7% gegenüber 3,0% bei RCM.
Ein prominentes Signal der technischen Analyse, der Relative Strength-Index, RSI, bezieht die Auf- und Abwärtsbewegungen von Kursen in einem Zeitraum von – musterhaft – 7 Tagen aufeinander. Bei einer Ausprägung zwischen 0 und 30 gilt ein Wert als "überverkauft", bei 70 bis 100 als "überkauft" und dazwischen als neutral. Der RSI der Noratis führt bei einem Niveau von 33,33 zur Einstufung "Hold". Der RSI25, bezogen auf einen Zeitraum von 25 Tagen, ist mit 37,78 ein Indikator für eine "Hold"-Einschätzung auf diesem Niveau. Damit stellt sich die Gesamteinschätzung auf "Hold".
Noratis: Lohnt sich die Dividendenrendite?
Die Dividendenrendite beträgt bezogen auf das aktuelle Kursniveau 6,34 Prozent und liegt damit 1,89 Prozent über dem Branchendurchschnitt (Branche, 4,45). Die Noratis-Aktie bekommt von der Redaktion für diese Dividendenpolitik deshalb eine "Buy"-Bewertung. Bei der Dividendenrendite wird die Dividende mit dem aktuellen Aktienkurs in Zusammenhang gesetzt.
Das Kursbild von Noratis
Die 200-Tage-Linie (GD200) der Noratis verläuft aktuell bei 20,31 EUR. Damit erhält die Aktie die Einstufung "Hold", insofern der Aktienkurs selbst bei 20,2 EUR aus dem Handel ging und damit einen Abstand von -0,54 Prozent aufgebaut hat. Anders ist das Verhältnis gegenüber dem gleitenden Durchschnittskurs der zurückliegenden 50 Tage. Der GD50 hat derzeit ein Niveau von 18,48 EUR angenommen. Dies wiederum entspricht für die Noratis-Aktie der aktuellen Differenz von +9,31 Prozent und damit einem "Buy"-Signal. Der Gesamtbefund auf Basis der beiden Zeiträume lautet demnach "Buy".
Anleger heben den Daumen
Die Anleger-Stimmung bei Noratis in den Diskussionsforen und Meinungsspalten der sozialen Medien ist insgesamt besonders positiv. Dies zeigt sich in den Äußerungen und Meinungen der vergangenen beiden Wochen, die wir für Sie ausgewertet haben, um einen weiteren Bewertungsfaktor für die Aktie zu gewinnen. Dabei zeigte sich, dass in den vergangenen Tagen insbesondere positive Themen bei den Diskussionen im Mittelpunkt standen, womit der Titel insgesamt die Einschätzung "Buy" erhält. Damit errechnet sich unserer Einschätzung nach zum Punkt Anleger-Stimmung insgesamt ein "Buy".
Noratis AG: Leben in den eigenen vier Wänden: Noratis schließt Privatisierung in Riedstadt erfolgreich ab DGAP-News: Noratis AG / Schlagwort(e): Immobilien Noratis AG: Leben in den eigenen vier Wänden:
Herr Speth, momentan wird der Markt von Hilfsprogrammen überflutet. Was denken Sie, wie wirken sich die Programme nachhaltig auf die Finanzierungsbedingungen aus?
Herr Speth: Die Noratis AG ist auf die Bestandsentwicklung von bezahlbaren Wohnimmobilien in Deutschland fokussiert. In diesem Bereich sehe ich keine grundsätzlichen Veränderungen bei den Finanzierungen. Wir kaufen weiter ein und bekommen unverändert interessante Objekte und Portfolios angeboten, die von den Banken auch gerne finanziert werden.
Verstehe, hat Ihr Unternehmen denn generell Veränderungen durch die Corona-Pandemie erfahren?
Herr Speth: Auch wir haben zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter eingeführt, wie zum Beispiel die Arbeit im Home-Office. Zudem haben wir einen Mietersozialfonds geschaffen, in den wir rechnerisch 0,10 Euro je Aktie eingezahlt haben, um Mietern in Not helfen zu können. Insgesamt sind die Auswirkungen von Corona jedoch eher moderat. Wir haben nur vereinzelt Mieter, bei denen wir eine Mietstundung vereinbart haben oder bei denen es zu einem Mietausfall gekommen ist, vorwiegend im Gewerbebereich, der bei uns nur einen sehr geringen Teil der Mieten ausmacht.
Das klingt ja interessant. Inwieweit unterscheiden Sie und Ihr Unternehmen sich denn von anderen Wettbewerbern der Branche?
Herr Speth: Als Bestandsentwickler von Wohnimmobilien verteilt sich unser Cashflow aktuell auf über 2.500 Mieter, Tendenz stark steigend. Wir sind also nicht von einzelnen Mietern abhängig. Zudem sind wir spezialisiert auf bezahlbaren Wohnraum in Sekundärlagen oder am Rande von Ballungsgebieten, wobei wir auf ein attraktives Preis-/ Leistungsverhältnis achten, was sich auch jetzt positiv bei den Mietzahlungen bemerkbar macht. Größere Auswirkungen sehe ich aktuell bei Hotel-, Büro- und Geschäftsimmobilien, aber in diesen Segmenten sind wir nicht aktiv.
Eine sehr gesunde Einstellung, meiner Meinung nach. Wenn wir den Blick jetzt mal von der aktuellen Situation abwenden und in Richtung Zukunft blicken, wo sehen Sie Noratis AG in fünf Jahren?
Herr Speth: Wir wollen unseren Immobilienbestand deutlich ausbauen. Durch den Einstieg von Merz Real Estate Anfang des Jahres haben wir einen Investor an unserer Seite, der diesen Wachstumskurs auch finanziell begleiten möchte. In einem ersten Schritt möchten wir kurzfristig alleine aus der Bestandhaltung heraus profitabel sein, um darauf aufbauend dann eine Mindestrendite aus der Bewirtschaftung zu generieren. Die Veräußerung von entwickelten Bestandsimmobilien bleibt dabei weiter der wesentliche Renditetreiber, lediglich das Verhältnis verschiebt sich zugunsten der stabilen Mieteinnahmen. An unserem 2-Säulen-Modell halten wir also fest, die stärkere Bestandskomponente macht das Geschäft aber noch besser planbar.
Und warum würden Sie als Anleger in die Noratis AG investieren? Was würden Sie potentiellen Anlegern gerne mit auf den Weg geben?
Herr Speth: Wir kombinieren die Vorteile aus der Bestandshaltung von Immobilien, wie stabile Mieteinnahmen, mit denen der Entwicklung von Immobilien, also einer attraktiven Entwicklerrendite. Hiermit ergibt sich ein für Investoren wie ich finde sehr vielversprechendes Investmentszenario. So wollen wir auch in Zukunft attraktive Dividenden ausschütten und zudem den Wert pro Aktie steigern.
Der Bezugspreis der letzten Kapitalerhöhung vor 2 Jahren war ca. 21,50 . Der jetzige 17,60 und in zwei Jahren wahrscheinlich 15 Euro. Der Vorstand scheint andere Ziele als die Kurspflege zu haben.......
Die Position von Noratis zwischen [Immobilien-]Bestandshalter und [Immobilien-]Entwickler macht einen Vergleich mit börsennotierten Unternehmen schwierig. Wir glauben, die engsten Branchenverwandten sind: - RCM Beteiligungs, ein deutscher Immobilienentwickler, der Mieteinnahmen in und um Dresden erwirbt und in Sanierungen investiert (für die keine Konsensprognosen vorliegen), - ACCENTRO REAL ESTATE AG, ein auf Privatisierung ausgerichtetes deutsches Wohnimmobilienunternehmen, und - PEACH PROPERTY GROUP AG, ein [schweizer] Unternehmen, das in hochrentierliche Wohnimmobilien investiert, hauptsächlich in deutsche Sekundärstandorte.
Basierend auf dem [I/B/E/S-]Konsens von Refinitiv wird Noratis [bei einem Kurs von €18,10] mit einem KGV 2020e von 46,4x [nach Schätzung von S&P Global Market Intelligence jedoch nur mit einem KGV von 12,1x] gehandelt, verglichen mit 22,5x für ACCENTRO und 7,8x für PEACH PROPERTY GROUP. Das KGV von Noratis für 2020e mag hoch aussehen, jedoch stellen wir fest, dass in diesem Jahr der Verkauf von Wohnungen bewusst verschoben wurde, da er auf längere Sicht bessere Gewinnaussichten bietet. Wir glauben, dass sich dies teilweise bereits in einem KGV von 14,7x für das Geschäftsjahr 2021e niederschlögt, verglichen mit 13,7x für ACCENTRO und 6,6x für PEACH PROPERTY GROUP.
Bemerkenswert ist, dass die [geschätzte] Dividendenrendite der Noratis für 2020e von 2,4% klar höher ist als die von ACCENTRO (0,8%) und etwas höher als die von PEACH PROPERTY GROUP (2,0%). 2021 steigt die Dividendenrendite auf [geschätzt] 3,4% und liegt damit deutlich vor der der Konkurrenz (1,8% für ACCENTRO und 2,6% für die PEACH PROPERTY GROUP).