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Swimming with Men
Regie: Oliver Parker
Darst.: Rob Brydon, Adeel Akhtar, Daniel Mays, Jim Carter, Rupert Graves, Thomas Turgoose, Charlotte Riley, Jane Horrocks, Nathaniel Parker, Andrew Knott u.a.
Eric steckt in einer Midlife-Crisis: Die Arbeit als Buchhalter in einer Bank ödet ihn an, seine Frau Heather – eine engagierte Lokalpolitikerin vor einem Karrieresprung – verdächtigt er einer Affäre, und mit seinem Teenager-Sohn kann er auch nichts anfangen. Entspannung findet Eric nur noch im Schwimmbad, wo er seine Bahnen zieht. Dort fällt ihm eine Gruppe von sieben nicht sehr durchtrainierten Männern auf, die merkwürdige Figuren einstudieren, und bald darauf ist Eric Mitglied dieser Gruppe von Synchronschwimmern. «We are wilting flowers»: Als «welkende Blumen» beschreiben sich die Männer mittleren Alters. Doch als die gestrenge Susan, einst selbst Synchronschwimmerin, ihre Trainerin wird, blühen sie richtiggehend auf. Drehbuchautor Aschlin Ditta baut seine herzerwärmende Wohlfühl-Komödie lose auf einem Dokumentarfilm von schwedischen Männern auf, die an einer Synchronschwimm-Weltmeisterschaft teilnahmen. Oliver Parker, Komödienregisseur mit feinsinnigem Humor wie in «The Importance of Being Earnest», aber auch schrillerem Witz wie in «Johnny English Reborn», gibt seine männlichen Wassernixen nicht der Lächerlichkeit preis, sondern nimmt die kantigen Alltagstypen ernst. Komiker Rob Brydon erzählt nicht ohne Stolz, dass sie die Wasserchoreografien selbst getanzt hätten. Mit von der Partie ist auch Jim Carter, bekannt als Chefbutler Carson in der TV-Serie «Downton Abbey». «Swimming with Men» mag einen an den britischen Klassiker «The Full Monty» erinnern, doch Alexandra Seitz lobt in epd-Film einen anderen Aspekt: Es sei «eine Emanzipationsgeschichte und eine souveräne Absage an die Klischees von Coolness und Härte, die sich hartnäckig an filmische Männerbilder heften. Wie wohltuend ist es im Kontrast dazu, die mittelalten Nullachtfünfzehn-Leiber dieser grundguten Durchschnittskerle bei ihren Bemühungen zu beobachten. Vor allem aber zu sehen, wie sie einander beistehen, trösten, Freunde sind – und eben einfach nur lieb zueinander».