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Hegi, Franz: Beethoven am Bach, die Pastorale komponierend
Akademisches Orchester Zürich
Leitung: Martin Lukas Meister
Live-Bebilderung: Max Maisch
Programm
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) – 6. Sinfonie F-dur „Pastorale“
Dmitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie
Akademisches Orchester Zürich
Das Akademische Orchester Zürich (AOZ) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und umfasst zurzeit etwa 80 Mitglieder. Es steht allen Studierenden und Assistierenden der Universität Zürich und der ETH Zürich offen. In den 30er- und 40er-Jahren wurde das Orchester vom bekannten Zürcher Komponisten Paul Müller geleitet. Bedingt durch die Anzahl seiner Mitspieler wurden vor allem kammermusikalische Werke aufgeführt. In den 40er- bis zur Mitte der 60er-Jahre war der Mozartforscher Ernst Hess Dirigent.
Erst unter der Leitung von Johannes Schlaefli wuchs der Klangkörper zum grossen Sinfonieorchester an. Mit seinem hohen technischen und musikalischen Niveau zählt das AOZ heute zu den besten Laienorchestern der Schweiz. In regelmässigen Abständen werden Orchesterwerke wie auch Solistenkonzerte erarbeitet. Ein Ziel besteht darin, junge, hoffnungsvolle Solistinnen und Solisten vorzustellen. Auch das Mitwirken an akademischen Feiern gehört zu den Aktivitäten des Orchesters. Seit der Gründung des AOZ wurden zahlreiche Ur- und Erstaufführungen dargeboten sowie Rundfunkaufnahmen produziert. Regelmässig werden auch Werke von weniger bekannten Komponisten einstudiert.
Martin Lukas Meister, Leitung
Der Schweizer Dirigent Martin Lukas Meister ist mit einem breiten Repertoire international tätig im Bereich Oper und Sinfoniekonzert.
Seine Karriere als Kapellmeister an deutschen Opernhäusern krönte er mit dem Amt als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt. Davor war Martin Lukas Meister als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD am Pfalztheater Kaiserslautern und davor als 1. koordinierter Kapellmeister am Ulmer Theater engagiert.
Gastdirigate führten ihn bisher u.a. an das Gran Teatre de Liceu Barcelona, zum Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem Zürcher Kammerorchester, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Argovia Philharmonic, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, den Frankfurter Sinfonikern und dem Theater Würzburg.
Martin Lukas Meister absolvierte die Kapellmeisterausbildung der Musikhochschulen Basel, Bern, Genf und Zürich bei Ralf Weikert und Manfred Honeck. Internationale Meisterkurse, bspw. in Tanglewood, ergänzen seine dirigentische Ausbildung. An der Universität Zürich studierte er Musikwissenschaft, Musikethnologie und Philosophie. Er ist Träger des Dirigentenpreises der Schweizer Tonkünstlergesellschaft und der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, sowie des 1. Preises der W. und B. Alter-Stiftung.
Max Maisch
Max Maisch ist Professor am Geografischen Institut der Universität Zürich. Dort lehrt der Gockhauser im Bereich der Geomorphologie und bildet angehende Lehrer und Lehrerinnen aus. Sich selber bezeichnet er als Geografen und Gletscherforscher. Studiert hat er ebenfalls in Zürich, damals lag das Institut allerdings noch an der Blüemlisalpstrasse. Seit 1983 befindet es sich ob des Zürcher Irchelparks, wo auch Maisch sein Büro hat. Die Geografie habe er gewählt, weil sie sehr vielseitig sei und weil er Interesse an Landschaften und an Fragestellungen zum Raum habe. Dass es ihn zur Geomorphologie, der Lehre der Landschaftsformen, verschlagen hat, habe viel mit seinem Doktorvater zu tun, der ihn für diesen Fachbereich der Geografie begeistern konnte. In seiner Doktorarbeit befasste sich Maisch mit den Gletschern des Bündnerlands und ihrer Geschichte seit der letzten Eiszeit.
«Bei Landschaften wie dieser öffnet sich mir die Seele», sagt Max Maisch, während er nahe dem Bergrestaurant Atzmännig auf gut 1000 Metern über Meer übers Linthtal zu den Churfisten schaut. Wenn sich der Himmel auftue, die Sonne rauskomme und er den Wind spüre, sei dies immer wieder aufs Neue ein Erlebnis, so der Geograf. Aus seinem Rucksack ragen Wanderstöcke, und die robusten Wanderschuhe erfüllen auf der von den Regenfällen der vergangenen
Wochen sumpfig-matschigen Wiese ihren Zweck.
Maisch ist in Zürich-Leimbach aufgewachsen und wohnt seit 1987 in Gockhausen. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn, beide sind erwachsen. Als ehemaliger Velorennfahrer bike er auch heute noch sehr gerne. Rückblickend sagt er: «Beim Pässefahren habe ich die Schweiz kennengelernt.»
Am Geografischen Institut ist Maisch stärker in der Lehre als in der Forschung tätig. «Die aktive Forschung an der Front des Wissens betreiben vor allem die Jungen», so der 62-Jährige. Er sieht sich eher als Schnittstelle zwischen der
Wissenschaft und ihrem Zielpublikum. In dieser Funktion vermittelt er die Ergebnisse der Forschung weiter – zum Beispiel an angehende Geografielehrpersonen.