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Die dreimonatige Zwangspause für den Boeing-Dreamliner kostet die beiden grössten japanischen Fluggesellschaften zusammen etwa 110 Mio. Dollar Gewinn.
ANA, die 17 der neuen Boeing-Prestigejets in der Flotte hat, schätzte am Dienstag den Umsatzverlust zwischen Januar und Ende Mai auf ungefähr 127 Mio.Dollar, der operative Gewinn dürfte um die Hälfte dieser Summe niedriger ausfallen. Der Rest bis zu den 110 Mio. Dollar dürfte auf Japan Airlines (JAL) entfallen.
Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Betriebsgewinn bei JAL um 4,7 Prozent auf 2 Mrd. Dollar, ANA steigerte sein Betriebsergebnis dagegen in den zwölf Monaten bis März um sieben Prozent auf gut 1 Mrd. Dollar.
Die beiden japanischen Fluggesellschaften betreiben zusammen knapp die Hälfte aller weltweit bisher ausgelieferten Dreamliner. Die Flugzeuge waren im Januar zu einer Zwangspause in die Hallen geschickt worden, nachdem es zu massiven Problemen bei den Batterien gekommen war.
Am Sonntag hob der erste ANA-Dreamliner ab, einen Tag, nachdem Ethiopian Airlines als erstes Unternehmen überhaupt das Flugzeug wieder in die Luft brachte. Nach Testflügen dürfte der Dreamliner bei den japanischen Firmen ab Juni wieder im Linienbetrieb eingesetzt werden.
Dann wollen ANA und JAL mit Boeing über Entschädigungszahlungen sprechen. Schon jetzt kosten die Batterieprobleme Boeing schätzungsweise 600 Mio. Dollar. Bisher wurden 50 Dreamliner weltweit ausgeliefert. Die US-Gesellschaft United Airlines will ab dem 31. Mai das Flugzeug im Betrieb einsetzen.
SDA-ATS