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Als Robert Koch 1843 geboren wurde, ging man noch davon aus, dass Seuchen und Epidemien wie Pest, Tuberkulose oder Cholera von "Miasmen" verursacht werden. Mit der Entdeckung, dass diese ansteckenden Krankheiten aber durch winzige Mikroorganismen hervorgerufen werden, revolutionierte Koch die Medizin.
Bereits vor dem Zeitalter Robert Kochs erkannte Hahnemann, dass ein übertragbares Agens (ein "Miasma") Grund für das Ausbrechen von Infektionskrankheiten ist. Wegen der "ähnlichen Ursachen" ist in diesem Fall der Ablauf der Krankheit weniger individuell und die Symptome nicht so vielfältig. Die homöopathische Therapie kann daher Rückgriff nehmen auf eine Gruppe bewährter Mittel.
Masern sind eine hochansteckende und hochfieberhafte Viruserkrankung. Etwa 10 Tage nach der Infektion kommt es erstmals zu Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündung.
Erste Anzeichen, dass es die Masern sein könnten, bestehen in den sogenannten Koplik‘schen Flecken, welche nach dem Kinderarzt Henry Koplik (1858-1927) benannt sind. Dies sind kleine weisse „Spritzer“ in der Mundschleimhaut, die allerdings nicht bei allen Patienten zu finden sind.
Das typische Masernexanthem (ein kräftig roter, mittel- bis grossfleckiger und manchmal zusammenfliessender Hautausschlag) beginnt meist hinter den
Ohren und breitet sich über Gesicht, Hals und Oberkörper bis zu den Armen und Beinen aus. Das Herauskommen dieses typischen Exanthems bedeutet erfahrungsgemäss, dass die Krise überwunden wurde.
Innerhalb einer Woche sinkt dann das Fieber, der Hautausschlag blasst ab und der Patient ist nicht mehr ansteckend. In dieser Zeit sind die Patienten sehr geschwächt, schmerz- und lichtempfindlich.
In der heutigen Zeit sind die Isolierung des Kranken und seine gute Betreuung die beiden wichtigsten Behandlungsmassnahmen. Dies bedeutet konkret Ruhe, Abgeschiedenheit, Schutz vor grellem Licht und eine gute Ernährung.
Die Orthomolekulare Medizin spielt bei der Behandlung der Masern ebenfalls eine grosse Rolle.