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Von A bis Zino
Der Aufstieg von Davidoff vom kleinen Tabakgeschäft in Genf zur Marke mit Weltruhm gründete auf der Partnerschaft, die Zino Davidoff nach der kubanischen Revolution mit der Regierung Fidel Castros schloss. Als gut vernetzter Händler überzeugte Davidoff die Kubaner, für ihn eine Zigarrenlinie zu produzieren. Neben Davidoff ging Kuba nach der Revolution nur noch mit Dunhill aus London eine ähnliche Partnerschaft ein. Alle anderen Unternehmen wurden, sofern sie Produktionsstätten oder anderes Eigentum in Kuba besassen, enteignet und aus dem Geschäft mit kubanischen Tabaken ausgeschlossen.
Davidoff durfte in Kuba aber keine Fabrik betreiben. Die staatlich kontrollierte Zigarrenindustrie produzierte die Zigarren, die Einflussmöglichkeiten von Davidoff blieben beschränkt. Je länger dieses Arrangement bestand, desto unzufriedener wurde beide Parteien. Kuba musste feststellen, dass mit Davidoff ausgerechnet jene Marke, die man nicht selber kontrollierte, die beste Reputation aller Havanna-Marken besass. Davidoff kämpfte umgekehrt mit einer schwankenden Qualität und war völlig vom guten Willen Kubas abhängig. Ausserdem blieb wegen des Embargos der Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt verwehrt.
Ab 1978 baute Davidoff in Honduras die Produktion einer eigenen Zigarrenlinie auf und vertrieb diese unter der Marke Zino Classic. Damit konnte sich Davidoff erstmals der amerikanischen Kundschaft präsentieren. Wie sich später zeigte, handelte es sich beim Zino-Classic-Projekt auch gewissermassen um einen Testlauf: Davidoff testete die Akzeptanz nicht-kubanischer Zigarren und bereitete sich damit auf einen Abschied aus Kuba vor. Diesen Schritt vollzog Davidoff dann mutig und mit einigem Marketinggetöse im Jahr 1990. In der Dominikanischen Republik entstand die neue Davidoff Fertigung mit neuen Blends und jenen Formaten, die wir bis heute kennen.
Die Zino-Classic-Linie wurde weiter gepflegt und durfte auf eine treue Anhängerschaft zählen. Im Jahr 2006 erhielt die Marke einen neuen Anstrich, blieb aber ihren honduranischen Wurzeln treu. Zuletzt wurde es um Zino Classic stiller. Nun schlägt Davidoff ein neues Kapitel auf: Im Mai 2021 erscheint die neue Linie «Zino».
Von A bis Zino
«Das Leben von A bis Z leben» widerspiegle die Lebensphilosophie von Zino Davidoff, erklärt Davidoff. Während viele Menschen im gewohnten Trott verharren würden und sich stets von A nach B bewegten, hatte Davidoff einen breiten Horizont, lernte von unterschiedlichen Kulturen und habe daraus einen reichen Erfahrungsschatz gebildet, was ihn zu einer aussergewöhnlichen Persönlichkeit machte.
Die Bauchbinden der neue Zino-Linie enthalten den Zusatz «Nicaragua». Honduras kehrt Zino aber nicht ganz den Rücken, der neue Zino-Blend enthält neben Tabaken aus Nicaragua auch solche aus Honduras, der dominikanischen Republik und Ecuador. Davidoff verspricht ein mittelkräftiges Geschmackserlebnis und eine preislich attraktive Positionierung. Die neue Zino Nicaragua ist in der Schweiz ab 6. Mai erhältlich. Unsere letzten Exemplare der «alten» Zino Classic-Serie sind hier in unserem Online-Shop erhältlich.