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«Das nächste grosse Projekt an der Limmat ist die Gemüsebrücke», sagte Stadtrat Filippo Leutenegger am Rande der Abbruch-Medienkonferenz zum Hafenkran. Weshalb die Gemüsebrücke? «Sie ist die tiefste Limmat-Brücke, bei Hochwasser könnte sie zum Problem werden», erklärte Leutenegger. «Das kann bedeuten, dass man sie sogar abreissen muss.»
«Die Gemüsebrücke schränkt den Abfluss des Zürichsees ein», bestätigt Wolfgang Bollack vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). «Wir prüfen nun die Auswirkungen der Gemüsebrücke auf den Wasserspiegel der Limmat und die Möglichkeit, den Zürichsee zu regulieren.»
Weniger Wasser in der Sihl, mehr in der Limmat
Hintergrund dieser Abklärungen ist das neue Hochwasserschutzkonzept, das der Kanton zur Zeit erarbeitet. Es sieht vor, dass Wasser aus der Sihl in den Zürichsee abgeleitet wird. Die Folge: Der Pegel des Zürichsees steigt und mit ihm auch derjenige der Limmat.
Ob die Gemüsebrücke abgebrochen werden muss, ob sie angehoben werden kann oder ob der Kanton andere Massnahmen in Betracht zieht, zeigt sich im Sommer. Dann entscheidet sich der Kanton definitiv für eine Variante des Hochwasserschutzes - und damit auch über die Zukunft der Gemüsebrücke.
Zürcher Hochwasserschutz
Tritt die Sihl über die Ufer, werden Teile der Zürcher Innenstadt überschwemmt. Der Kanton will deshalb Wasser aus der Sihl ablassen. Zwei Varianten stehen zur Wahl: Ein Wasserstollen bei Thalwil oder ein Ausbau des Etzelkraftwerkes.