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Antwort von Oswald Grübel: Ja, und es wird meiner Ansicht nach auch nie gelöst werden. Solange die Grossbanken in der Schweiz einen Marktanteil von 50 Prozent haben, den Grossteil des Zahlungsverkehrs abwickeln und über die grösste Kundenbasis verfügen, ist es unumgänglich, weil billiger für den Staat, sie zu «retten». Daran werden auch höhere Kapitalanforderungen und sonstige regulatorische Auflagen nichts ändern, ausser, dass die Notwendigkeit einer Rettung eher seltener auftreten dürfte.
Die einzige Möglichkeit, den Staat aus einer solchen Angelegenheit herauszuhalten, wäre, die Grossbanken in mehrere kleine, nicht systemrelevante Banken aufzuteilen, was allerdings wirtschaftlicher Unsinn wäre. Die Grossbanken sind durch zahllose gewollte oder ungewollte Akquisitionen gross geworden, und das wird sich auch weiterhin so verhalten – ausser die Politik verbietet es. Das passiert normalerweise aber nur in sozialistischen/kommunistischen Ländern.
Herr Danthine weist auch darauf hin, dass die Grossbanken in den 90er-Jahren den Markt stabilisiert und mehrere gefährdete Banken übernommen haben, was die Aufgabe der SNB erheblich erleichterte. Solange wir Wachstum als erstrebenswert erachten, weil es uns Wohlstand bringt, wird es immer Banken geben, die «too big to fail» sind. Auch werden und können unsere Politiker nicht zulassen, dass Millionen von Wählern ihr Vermögen durch eine Bankenpleite verlieren. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass in den nächsten paar Jahren die Grossbanken in eine Notsituation geraten, denn die Risiken sind entgegen der populären Meinung tief und der Bankenschrumpfungsprozess geht noch weiter.
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Frage: SNB-Vizedirektor Jean-Pierre Danthine sagt, das «Too big to fail»-Problem sei noch nicht gelöst und notfalls müsste der Staat die Grossbanken retten. Trifft das aus Ihrer Sicht zu?