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Im letzten Jahr gewann Andri Ragettli bei den X Games Norway in Hafjell Gold (im Slopestyle). In Aspen, bei den «richtigen» X Games, war ihm dies noch nicht gelungen. Dort hatte sich der 22-Jährige 2018 im Slopestyle und 2020 im Big Air jeweils mit Bronze begnügen müssen. Nun klappte es mit dem Triumph in Colorado: Ragettli setzte sich im Big-Air-Wettkampf vor dem französischen Favoriten Antoine Adelisse und dem Amerikaner Alex Hall durch.
Zuerst Triple Cork 1800, dann Triple Cork 1980
Ragettli legte im Wettkampf in Aspen spektakulär los und stand gleich im 1. Versuch einen Triple Cork 1800 blitzsauber. Und der Schweizer setzte im 3. Run noch einen drauf und sicherte sich mit einem Triple Cork 1980 den Sieg. Für diesen Sprung, den Ragettli zum 1. Mal überhaupt in einem Wettkampf zeigte, erhielt er die Tages-Höchstnote von 48 Punkten und schraubte sein Total auf die siegbringenden 94 Zähler (die beiden besten der total 6 Sprünge kamen in die Wertung).
Es fühlt sich noch etwas surreal an.
Ragettli sprach nach dem Wettkampf von einem «extrem grossen Traum», der in Erfüllung gegangen sei. «Es fühlt sich noch etwas surreal an», sagte der Schweizer. «Im letzten Jahr konnte ich in Norwegen im Slopestyle meine 1. Goldmedaille gewinnen. Aber hier in Aspen, bei den richtigen X Games, ist mir das noch nicht gelungen.»
Ragettlis Freude wurde dadurch gesteigert, dass er im Big Air triumphieren konnte. «Denn eigentlich bin ich eher ein Slopestyle-Athlet», so der Flimser. In seiner Parade-Disziplin kann Ragettli am Sonntag nachdoppeln (ab 19 Uhr Schweizer Zeit). «Ich möchte noch einmal voll attackieren – mit hoffentlich dem gleichen Resultat.»
Im Ski-Slopestyle gingen die Schweizerinnen leer aus. In der Superpipe der Snowboarderinnen triumphierte Chloe Kim (USA).