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In den USA fallen die Geschlechterbarrieren – auch in der Armee. Zum ersten Mal haben Frauen erfolgreich die harte Ausbildung der Rangers absolviert. Auf sie warten nun Spezialeinsätze.
Für die amerikanischen Streitkräfte ist es ein historisches Ereignis: Erstmals haben zwei Frauen die strapaziöse Ausbildung der Rangers absolviert – eine US-Eliteeinheit, die darauf trainiert ist, auch in unwegsamem Gelände Aufträge auszuführen. Wie die Armee mitteilte, haben die beiden Soldatinnen gemeinsam mit 94 Männern den 62-tägigen Kurs für Führungskräfte bestanden. Dort hätten sie gelernt, «wie man Müdigkeit, Hunger und Stress überwindet, um Soldaten durch Kampfeinsätze kleiner Einheiten zu führen».
Nicht überall in der US-Armee sind Frauen ein Novum: Fast zwölf Prozent der im Irak und in Afghanistan stationierten Streitkräfte waren weiblich. An der Front kamen sie aber nicht zum Einsatz. Vor zwei Jahren hatte die US Army trotz Widerständen erklärt, künftig auch Frauen in Kampftruppen zuzulassen. Für Soldatinnen eine wichtige Entscheidung: Ohne solche Erfahrungen hatten sie es bislang deutlich schwerer, Karriere beim Militär zu machen.
Im April hatten die Rangers neben 381 Männern erstmals 19 Frauen in ihre Schule aufgenommen – nur ein Teil schaffte das anstrengende Programm. Die Ausbildung in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia beinhaltete Übungen in Wäldern, Bergen und in Sumpfgebieten. Ausserdem mussten die Teilnehmer einen Fitness-Test bestehen: Dazu gehörten unter anderem Läufe, Kraftübungen, Schwimmprüfungen, Orientierungstests, Hindernisparcours oder Fallschirmsprünge. (kev/Reuters)