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Temporale Resektionen
Als Standard-Eingriff bei Patienten mit Temporallappen-Epilepsie und Verdacht auf Hippocampussklerose führen wir die selektive transsylvische Amygdalahippokampektomie (AHE) nach Yasargil durch. Es ist der häufigste Eingriff bei erwachsenen Epilepsie-Patienten. Dabei werden Anteile der Amygdala, des Hippokampus und Parahippocampus entfernt. Die übrigen Strukturen des Schläfenlappens werden dabei vollständig geschont. Die Chance, Anfallsfreiheit zu erlangen, liegt bei etwa 70%.
Neben der Amygdalahippokampektomie werden auch 2/3-Resektionen des Temporallappens durchgeführt. Dabei werden neben den oben genannten Strukturen auch der vordere Anteil des Schläfenlappens entfernt.
Extratemporale Resektionen
Darunter versteht man die Entfernung eines epileptogenen Areals ausserhalb des Schläfenlappens. Am häufigsten handelt es sich dabei um Anlagestörungen des Gehirns (fokale kortikale Dysplasie) oder um epileptogene, gutartige Tumore oder Gefässmissbildungen wie Cavernome. In gewissen Fällen werden vor der Entfernung des Herdes Elektroden zwischen Hirn und Hirnhaut oder direkt ins Hirn eingesetzt, um den Anfallsursprung zu bestätigen oder mutmassliche epileptogene Areal genau zu lokalisieren. Die Elektroden erlauben, auch in sehr eloquenten Hirnarealen wie den Sprachzentren, den Zentren für Bewegung und Gefühlswahrnehmung Stimulationen vorzunehmen, um deren Ausdehnung und Bezug zum epileptogenen Fokus zu definieren. Das verbessert die Planung und Sicherheit der operativen Entfernung.
Zudem werden Hilfsmittel wie Neuronavigation, intraoperatives Messen der Hirnströme (ECoG), intraoperatives neurophysiologisches Monitoring oder hochauflösender Ultraschall eingesetzt. Bei Patienten mit Tumoren wird auch hochauflösende intraoperative Bildgebung mit 3Tesla MRI verwendet, um eine maximale Tumorresektion anzustreben.