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Agrar-Initiativen vom 13. Juni wurden deutlich abgelehnt
Hat sich die Stimmbevölkerung der Schweiz gegen die Trinkwasser- und der Pestizid-Initiative entschieden, weil die Schwächen der Initiativen zu deutlich sichtbar waren? Oder hat die Schweizer Stimmbevölkerung die Initiativen aus Angst vor Preiserhöhungen abgelehnt?
Die Stimmberechtigten lehnen die Pestizid-Initiative und die Trinkwasser-Initiative wie erwartet deutlich ab. Obwohl die beiden Initiativen Themen adressierten, die in der breiten Bevölkerung auf Sympathien stossen, standen am Ende die Schwächen der Vorlagen im Vordergrund. Dabei spielte insbesondere auch die Angst vor steigenden Preisen eine Rolle.
Die Kampagne zu den beiden Initiativen wurde emotional und engagiert geführt und hat insbesondere auf dem Land überdurchschnittlich mobilisiert. Die Stimmbevölkerung auf dem Land und bis weit in die Agglomeration hat sich dabei mit den Bauern solidarisiert. Auch in Regionen mit einer industriell geprägten Wirtschaftsstruktur konnten die Initiativen nicht überzeugen. Die Solidarisierung ging damit weit über landwirtschaftlich geprägte Gegenden hinaus.
Mit diesem Doppel Nein bekennt sich die Stimmbevölkerung der Schweiz zur heutigen Agrarpolitik. Es ist zudem auch ein Nein der ländlichen Bevölkerung gegen den städtisch geprägten umweltpolitischen Zeitgeist.