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Am Montagabend kürte Fifa-Chef Gianni Infantino Lionel Messi zum Weltfussballer des Jahres. Der Argentinier vom FC Barcelona setzte sich gegen den Niederländer Virgil van Dijk und den Portugiesen Cristiano Ronaldo durch.
Auch ohne internationalen Titel hat es Lionel Messi zu einer weiteren individuellen Auszeichnung gereicht. Eher überraschend gewann er die Wahl vor Virgil van Dijk, dem niederländischen Verteidiger, der mit dem FC Liverpool die Champions League gewonnen hatte. Van Dijk war vor einem Monat als Europas Fussballer des Jahres geehrt worden.
Mit seinen sechs Titeln ist Messi nun wieder alleiniger Rekordhalter in der Sparte Weltfussballer vor Cristiano Ronaldo. Ronaldo verzichtete auf die Teilnahme an der von Ruud Gullit und der Sportjournalistin Ilaria D’Amico moderierten Gala in der berühmten Mailänder Scala. Es war schon frühzeitig ein Hinweis darauf, dass der Spieler von Juventus Turin den FIFA-Preis nicht erhalten würde. Bereits im letzten Jahr war er der Verleihung in London und der Krönung seines früheren Teamkollegen Luka Modric fern geblieben.
Der Preis für die beste Spielerin erhielt die Amerikanerin Megan Rapinoe. Die 34-Jährige führte die USA im Sommer als Captain zum WM-Titel und wurde zudem beim Turnier in Frankreich als beste Spielerin und beste Torschützin ausgezeichnet.
Als bester Trainer wurde Jürgen Klopp geehrt. Als dritter Deutscher nach Jupp Heynckes (2013) und Joachim Löw (2014) erhielt der Coach von Liverpool die seit 2010 vergebene Auszeichnung. Der 52-Jährige setzte sich gegen zwei Kollegen aus der Premier League, Pep Guardiola und Mauricio Pochettino, durch. Als beste Trainerin wurde Jill Ellis ausgezeichnet, die die Amerikanerinnen zum WM-Titel führte.
In die beste Elf des Jahres wurden mit Marcelo, Sergio Ramos, Eden Hazard und Luka Modric gleich vier Spieler von Real Madrid gewählt – obwohl die Madrilenen in der Champions League im Achtelfinale an Ajax scheiterten und die Liga nur auf Rang 3 abschlossen.
Die weiteren Spieler in der Top11 sind Alisson Becker, Matthijs de Ligt, Virgil van Dijk, Frenkie de Jong sowie die Stürmer Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé und Lionel Messi.
Mit dem Puskas-Award für das schönste Tor des Jahres wurde Daniel Zsori ausgezeichnet. Der Ungare setzt sich dank seinem Seitfallzieher-Tor unter anderem gegen Lionel Messi durch.
(sar/sda)