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Berlin - Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat das Gnadengesuch der zu lebenslanger Haft verurteilten ehemaligen RAF-Terroristin Birgit Hogefeld abgelehnt. Dies teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit.
Köhler habe dies auf der Grundlage der eingeholten Stellungnahmen und eines persönlichen Gesprächs mit der 53-Jährigen nach Abwägung aller Gesichtspunkte entschieden.
Köhler hatte das aus dem Jahr 2004 stammende Gnadengesuch Hogefelds 2007 zurückgestellt und einen späteren Entscheid angekündigt. Die Gefangene gilt als eine der Leitfiguren der dritten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF), die sich inzwischen aufgelöst hat.
Diese verübte blutige Attentate in den 80er und 90er Jahren, die zum Teil bis heute nicht vollständig aufgeklärt sind. In der Haft distanzierte sich Hogefeld zwar von der RAF, ihr Wissen über die Verbrechen der Terrororganisation gab sie aber nicht preis.
Den damaligen Attentaten fielen unter anderem 1989 Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen, 1986 der Siemens-Manager Karl-Heinz Beckurts und 1991 der Präsident der Treuhandanstalt, Detlev Karsten Rohwedder, zum Opfer.
Nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt im Juni 2008 die Dauer der Vollstreckung auf insgesamt 18 Jahre festgelegt hatte, werde Hogefeld voraussichtlich im Juni 2011 aus der Strafhaft entlassen, teilte das Bundespräsidialamt mit. Hogefeld befindet sich derzeit im offenen Vollzug.
Sie war im Juni 1998 unter anderem wegen mehrfachen Mordes und Mordversuches zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht hatte damals die besondere Schwere der Schuld fest. Hogefeld sitzt seit dem 27. Juni 1993 im Gefängnis.
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