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Vermisstenfall Van Damme aufgeklärt
Innerrhoden. Seit Juni 2005 wurde im Kanton Appenzell Innerrhoden der Belgier Paul Van Damme vermisst. Nun konnte der Fall geklärt werden.
Am 18. Juni 2005 begab sich Paul Van Damme in Lehmen auf einen Spaziergang und war seither spurlos verschwunden. Ende Juli 2006 wurde im Wissbachtobel ein Teil eines menschlichen Schädelknochens gefunden. Die DNA-Analyse ergab, dass dieser Knochen von Paul Van Damme stammt.
Vermisst ab Lehmen/AI
Der damals 60-jährige Paul Van Damme war mit seiner Gattin auf einer Ferienreise durch Mitteleuropa. In Lehmen/AI wollte das in Belgien wohnhafte Ehepaar übernachten. Gegen Abend begab sich Paul Van Damme alleine auf einen Spaziergang, und kehrte nicht mehr zurück.
Am folgenden Tag wurde er bei der Innerrhoder Kantonspolizei als vermisst gemeldet. Während den nachfolgenden Tagen suchten über 100 Personen von verschiedenen Rettungsorganisationen erfolglos nach dem Vermissten.
Bei den verschiedenen Suchaktionen standen Spezialisten der SAC-Rettungskolonnen Appenzell, Urnäsch und Mitglieder der Ostschweizer Bergrettung, zwei Bloodhundeteams, mehrere Gebirgsflächensuchhundeteams, Polizeihundeteams, Angehörige der Feuerwehren Schwende, Rüte und Appenzell, die Polizeischule der Kantonspolizei Thurgau sowie Angehörige der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden im Einsatz.
Die Vermisstensuche musste grösstenteils im dicht bewaldeten Gebiet, in schwer zugänglichen Geländeeinschnitten durchgeführt werden.
Am 24. Juni 2005 wurde die organisierte Suche erfolglos eingestellt. Seither waren die Familie Van Damme und auch die für die Suche zuständige Polizei im Ungewissen über den Aufenthaltsort des Vermissten.
Knochenfund
Am 27. Juli 2006 suchte ein Mann im Wissbachtobel Steine als Ausstellungsobjekte. Dabei fand er im Bachbett ein Knochenstück. Dieses wurde zur Untersuchung dem Institut für Rechtsmedizin St. Gallen übergeben. Dort wurde festgestellt, dass es sich um ein Teil eines menschlichen Schädels handelt.
Während einer ersten Suche fand die Polizei einige Hundert Meter bachabwärts der Knochenfundstelle eine schwarze Sandale. Diese stammt höchstwahrscheinlich von Paul Van Damme.
DNA-Analyse / Identifizierung
Die zuständige Staatsanwaltschaft beauftragte das IRM St. Gallen, den Schädelknochen zu untersuchen. Im Dezember 2006 stand dann fest, dass das DNA-Profil des Schädelknochens mit demjenigen ab der Zahnbürste des vermissten Paul Van Damme übereinstimmt.
Abschluss des Vermisstenfalles
Somit kann auch dieser Vermisstenfall im Alpstein abgeschlossen werden. Ueber die Art und Weise, wie Paul Van Damme zu Tode kam, ist bis heute nichts bekannt.
Nach dieser Aufklärung ist im Kanton Appenzell Innerrhoden noch ein Langstrecken-Gleitschirmflieger vermisst. Seit August 2003 fehlt von diesem Piloten jede Spur.