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Schon vor über 4‘000 Jahren tranken die Chinesen Tee. Damals galten die Blätter der Teepflanze und diverse Kräuter als Medizin. Aber auch im Antiken Ägypten wurde Tee getrunken. Tee wird vor allem in China, Indien, Kenia und Sri Lanka produziert. Weltweit rechnete sich das in 2015 auf über 5.2 Millionen Tonnen Tee der Teepflanze (Camellia sinensis).
Die Teepflanze
Da die chinesischen Teesträucher bis zu 100 Jahre alt werden, könnte man sagen, dass Tee von Natur aus nachhaltig ist. Oft werden auch Schattenbäume dazwischen gepflanzt, um Erosion zu verhindern und Lebensraum für Insekten zu schaffen. Dazu spenden die Bäume auch Schatten für die Pflückerinnen. Die Teeblätter können je nach Region und Klima mehrmals jährlich geerntet werden. Somit ist das Teegeschäft kein saisonales und fördert beispielsweise Schulen. Trotzdem sollte beim Kauf von Tee auf FairTrade geachtet werden. Frauen sammeln die Teeblätter - die später zu Schwarz- und Grüntee verarbeitet werden - in Körben mit einem Volumen bis zu 30kg Teeblätter. Für Schwarztee werden diese zuerst welken gelassen, dann gerollt, gesiebt, fermentiert und getrocknet. Für den Grüntee wird folgendes Verfahren angewandt: Welken, Dämpfen, Rollen, und Trocknen. Das ergibt aus den ursprünglich 30kg Teeblättern 7kg Tee.
Tee kaufen
Einige Läden bieten losen Tee an. In die Dose gepackt und gleich wieder zuhause ins Regal gestellt – ohne Abfallproduktion. Es gibt auch vorverpackte Teemischungen und Tee in Teebeuteln. Achten Sie darauf, woher der Tee stammt und kaufen Sie Tee, der mit einem Bio- und Fairtrade-Label versehen ist, damit Sie mit Ihrem Kauf faire Arbeitsbedingungen unterstützen und keine Chemie in Ihrer Teetasse landet.
Eine kleine Anekdote zum Teebeutel
Teebeutel existieren übrigens erst seit anfangs des 20. Jahrhunderts, als ein Teehändler, um Versandkosten zu sparen, seinen Tee in Seidenstoffbeutel anstelle einer Blechdose packte und die Kunden den Tee bei der Zubereitung missverständlich im Beutel liessen. Unsere heutigen Teebeutel sind nicht mehr aus Seide, sondern aus Zellulose und Manilafasern oder Polylactid.
Kräutertee selber machen
Wer den frischen Geschmack von Kräutern dem herben Geschmacks des Schwarztees vorzieht, kann auch ganz einfach seinen eigenen Tee herstellen.
- Kräuter sammeln:
Viele Kräuter wachsen auch wild und können frisch gepflückt und mit heissem Wasser übergossen werden. Kamille, Brennnessel, Löwenzahn, Huflattich oder Schafgarbe beispielsweise findet man auf Wiesen oder Waldrändern. Achten Sie beim Pflücken darauf, dass die Kräuter nicht mitgespritzt wurden, wenn sie neben einem Feld stehen, und waschen Sie sie vor dem aufgiessen.
- Kräutergarten:
Verschiedene Kräuter lassen sich überwintern oder können auch bei eisigen Temperaturen geerntet werden. Salbei und Thymian gehören dazu. Minze, Lindenblüten und Lavendel beispielsweise können im Sommer oder Herbst geerntet und an einem dunklen, warmen Ort getrocknet werden. Nach ungefähr 2 Wochen können Sie die gedörrten Blätter dann in einem Behälter (lichtgeschützt und trocken) lagern und über den Winter den Tee frisch aufgiessen.
- Ingwer pflanzen:
Die beliebte Knolle ist für alles Mögliche gut – und schmeckt wunderbar im Tee. Anstelle Ingwer zu importieren, kann er auch ganz einfach selbst gepflanzt werden – optimal jetzt im Winter. Dazu schneidet man ein Stück eines Knollens und pflanzt es in einen Blumentopf. Zu beachten ist, dass die Pflanze genügend Wasser und Wärme, aber wenig Sonne hat. Im Sommer darf der Ingwer auch nach draussen. So können schon im Herbst Ingwerknollen ausgegraben und geerntet werden. Am besten schneiden Sie einen Teil der Wurzel ab und setzen die Pflanze danach zurück in den Topf. Die Blätter sind übrigens auch essbar.
- Tee kompostieren:
Tee sowie auch Kaffeesatz lassen sich kompostieren. So entsteht kein Abfall und die Erde kann für neue Pflanzen im Garten oder im Topf verwendet werden.
Viel Spass bei der Teatime!
Weiterführende Informationen/Quellen