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zum gedenken
= Rosa Raemy-Wicky, Flamatt
Rosa Raemy kam am 23. Mai 1921 als zweitältestes Kind des Josef Wicky und der Elisabeth, geb. Dürret, in Wünnewil zur Welt. Mit ihren vier Brüdern und drei Schwestern verbrachte sie eine zufriedene Kindheit. Sie besuchte während sieben Jahren die Primarschule in Wünnewil. Die letzte Klasse besuchte sie in Freiburg und arbeitete gleichzeitig in der Paulusdruckerei.
1937 fand Rosa Raemy ihre erste Arbeitsstelle in Bern, im Viktoria-Spital, als Mädchen für alles. Zwei Jahre später zog es sie ins Welschland, nach Siders, wo sie drei Jahre als Küchenhilfe im Altersheim arbeitete. 1942 fand sie eine neue Anstellung als Kindermädchen und Haushalthilfe in Martigny.
1945, als Rosas Mutter starb, musste sie nach Hause zurückkehren. Daraufhin nahm sie verschiedene Stellen in Bern an. Auf dem Arbeitsweg im Zug lernte sie ihren späteren Gatten Edy kennen. Sie verliebten sich und heirateten 1948. Dieser Ehe entsprossen fünf Kinder, zwei Töchter und drei Söhne, denen sie eine gute und fürsorgliche Mutter war. Es war nicht immer leicht, in dieser Zeit ein passendes Heim zu finden, deshalb waren einige Wohnortswechsel nötig. Schliesslich fand die Familie in Flamatt ihr Daheim, zuletzt an der Bernstrasse 26.
Rosa war ein Familienmensch. Sie freute sich riesig über die Geburt jedes ihrer acht Gross- und elf Urgrosskinder. Rosa war ein herzliches Grosi und Urgrosi. Sie liebte die Treffen mit ihren Geschwistern, die ihr sehr wichtig waren. Nie vergass sie Geburtstage oder andere wichtige Ereignisse von Freunden und Bekannten, auch alle Telefonnummern hatte sie im Kopf. Besucher waren herzlich willkommen. Ausflüge mit Car, Bahn oder Auto waren ihre grosse Leidenschaft. Die Reise nach Venedig zu ihrer goldenen Hochzeit war ein Höhepunkt in ihrem Leben. Als gläubigem Menschen bedeuteten Rosa das Mitfeiern der heiligen Messe sowie das Teilnehmen am Pfarreileben sehr viel. Wallfahrten nach Sachseln und Einsiedeln liebte sie sehr.
So lebten Rosa und Edy Raemy-Wicky glücklich und zufrieden, bis 2007 Edy starb. Rosa lebte noch einige Jahre in ihrem trauten Heim, ging mit dem Rollator jeden Tag ins Dorf. Man munkelte, dass das Coop erst schliessen konnte, wenn Rosa dort war.
Nach einer Operation im Januar 2010 musste ins Altersheim Auried, wo sie sich gut einlebte. Sie konnte noch immer ab und zu eine Carreise unternehmen. Rosa Raemy nahm rege am täglichen Geschehen im Heim teil, und ihre freundliche Art wurde geschätzt. Infolge einer Operation liessen ihre Kräfte immer mehr nach, bis sie am 3. Februar 2012 friedlich einschlafen konnte. Eing.