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Beratung ist grundsätzlich kostenlos bei Haefeli Gartenbau
Kostenpflichtig wird die Beratung dann, wenn diese zur eigentlichen Leistung avanciert. Wenn Sie den Garten selber umgestalten möchten, begleiten wir Sie gerne, müssen aber ab dem zweiten Beratungsgespräch ein kleines Honorar in Rechnung stellen. Zuweilen machen wir aber auch da Ausnahmen.
Leitfaden für Kundengespräche
Beispiel:
Frau Meier wünscht sich einen pflegeleichten Vorgarten und fragt Dinge wie
· „Was meinen Sie zu einem Steingarten?“,
· „Was kostet das?“
· „Gibt es andere Möglichkeiten?“ und
· „Machen Sie so etwas auch?“ etc.
1. Schritt: Ehrlich sein. Sinn hinterfragen. Wie würdet Ihr selbst den Vorgarten gestalten?
Ihr fragt Euch:
· „Passt ein Steingarten in diesem Vorgarten?“
· „Passt der Vorgarten dann noch zu den anderen Vorgärten und fügt er sich ein in das Quartier?“
· „Wäre ein kleinkroniger Baum und Staudengarten nicht schöner?“
Solche und ähnliche Gedanken aus Eurer Sicht dürfen und müssen „laut gedacht“ werden.
Schliesslich kommt Ihr für Euch zu einer Meinung, die da lautet:
· „Also ich würde hier…“, oder
· „das käme auch noch in Frage“ etc.
Unsicherheiten dürfen gezeigt werden!
· „Eigentlich passt Beides, ich weiss nicht mal so recht welche Lösung ich selbst bevorzugen würde“.
Mit Überzeugungen nicht zurückhalten:
· „Das würde ich keinenfalls machen, weil…“
Alternativen abwägen:
· „der Vorteil von …. ist …, andereseits bringt … mehr …, was man sich auch noch überlegen kann ist …“.
Frau Meier antwortet nun vielleicht: „Aber das ist ja dann nicht pflegeleicht?!“
2. Schritt: Frau Meier hat das Themenspektrum eingeengt. Hier muss man nun zur Kenntnis nehmen, dass Frau Meier partout einen pflegeleichten Vorgarten wünscht. Also sucht man dafür eine Lösung. Die Fragestellung lautet nun nicht mehr „was wäre aus Eurer Sicht ein schöner Vorgarten?“ sondern „wie verschaffen wir Frau Meier einen in erster Linie pflegeleichten und trotzdem noch ansehnlichen Vorgarten?“.
Wieder wird „laut nachgedacht“, Lösungen gegeneinander abgewogen und verworfen. Schliesslich bringt Ihr z.B. den Vorschlag eines aufwändig gestalteten Steingartens.
Frau Meier fragt: „Alles ausheben kommt ja furchtbar teuer! Ich habe bei Hubers gesehen, dass sie ein Tuch auf den Garten legten und Steinli verteilt haben, das ging ruckzuck!“
3. Schritt: Frau Meier hat das Themenspektrum nun noch weiter eingeengt. Es geht nun nicht mehr um alle möglichen pflegeleichten Vorgärten. Frau Meier wünscht nun augenscheinlich, sich über verschiedene Steingärten zu unterhalten. Und zwar auch über solche mit „Tuch“.
Wieder Vor- und Nachteile dieses Vorgehens erläutern:
Vorteile „mit Tuch“ z.B:
· günstig
· pflegeleicht
· umweltfreundlich insoweit, als dass nicht kubikmeterweise Substrat ausgetauscht, abgebaut bzw. entsorgt werden muss. Später leicht rückgängig zu machen.
Nachteile „mit Tuch“ z.B.:
· Keine Verbindung mehr zum Boden, insoweit Eurer Meinung nach kein Garten im eigentlichen Sinne mehr.
· Die Gefahr spiessigen und sterilen Wirkens der Anlage etc.
Letzter Schritt: Offerte in Aussicht stellen, am besten in Varianten, verbunden mit der Anregung, sich die verschiedenen Varianten noch einmal gründlich zu überlegen. Hier dürft Ihr im Rahmen des vom Kunden vorgegebenen noch verbleibenden Themenspektrums des Kundengesprächs (Steingarten mit oder ohne Tuch) durchaus noch einmal eine Endempfehlung abgeben: „Also in diesem Fall würde ich persönlich dieses und jenes ausführen lassen, weil…“.
Zusammenfassend:
Ihr dürft und sollt im Kundengespräch Eure Persönlichkeit offen und ehrlich kommunizieren und durchaus einmal einen Kundenvorschlag offen hinterfragen. Uns geht es nicht in erster Linie ums Verkaufen. Unsere Arbeit soll in erster Linie sinnvoll sein! Sobald ersichtlich wird, dass sich beim Kunden ein Wunsch gefestigt hat muss dies aber im weiteren Gesprächsverlauf respektiert werden, auch wenn es sich um eine Furzidee handelt.