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BLECHSPIELZEUG
Es erwartet Sie in unserem Museum eine umfangreiche und wertvolle Blechspielzeugsammlung aus den Jahren 1900 bis 1980 aus der ganzen Welt.
Biller Bahn um 1960
"Atom" 1950 (Japan)
Propellermaschinen und Helikopter, 60-er Jahre
Biller Bahn um 1960
KLEINE GESCHICHTE
Die Blechspielzeugmodelle, die den Sammler in erster Linie interessieren sind reine Industrieprodukte, die in Serien hergestellt und an die Spielzeuggeschäfte weitergegeben wurden. Selbst wenn in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Firmengründungen bekannt wurden, die bereits Blechspielsachen produzierten, so setzte der eigentliche Boom erst gegen Ende des Jahrhunderts ein.
Die Firma Märklin im württembergischen Göppingen entstand 1859, die Firma Bing um 1866 in Nürnberg, die Firma Lehmann im preussischen Brandenburg erst 1881. Diese Firmen, die den Weltmarkt für Jahrzehnte beherrschten, profitierten vom allgemeinen Boom der Gründerzeit, die in Deutschland nach dem Krieg mit Frankreich 1870/71 und der Einigung zu einem deutschen Reich gleichzusetzen ist. Wie schon der Name dieses Zeitabschnitts sagt, wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts mehr Industrieunternehmungen gegründet, als je zuvor. Ein typisches Phänomen dieser Epoche war nicht nur das Produzieren mithilfe von Maschinen und billigen Arbeitskräften, sondern der export in die ganze Welt. Während des 2. Weltkrieges kam die Spielzeugindustrie in Deutschland fast zum Erliegen, dadie meisten Firmen gezwungen waren Armeeaufträge auszuführen. Nach dem Krieg löste Japan die Vormacht-Stellung Deutschland ab und heute werden 80% der Spielwaren in China produziert.