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26.11.2020 19:57:54

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Schulhäuser in der Geschichte des Dorfes
Schulbauten setzten in der Geschichte unseres Dorfes schon immer bedeutende Marksteine. Dies traf nach den alten Protokollen und Schriften schon 1817 beim Bau des ersten Schulhauses an der Hendschikerstrasse zu und setzt sich bis heute fort.
Johann Kuhn, genannt «der Schulmeistergross», begann 1802 als erster Lehrer in Dottikon. Für die Schulstube im «Russischen Hof» in der Nähe der früheren Agathakapelle hatte er selber zu sorgen. 1817 entstand das erste Schulhaus an der Hendschikerstrasse mit einem einzigen Schulraum im Erdgeschoss. Jakob Leonz Fischer unterrichtete dort alle Schulpflichtigen in einer Klasse.
1837 bis 1840 wurde das Schulhaus an der Hendschikerstrasse um zwei Geschosse erhöht. Damals wurden in Dottikon bereits 120 Schüler unterrichtet. Gemäss Schulchronik waren davon 80 fleissige und 40 «unfleissige».
1909 bis 1912 folgte der Neubau des Schulhauses auf dem Hübel. Das Gebäude mit fünf Schulzimmern, Nebenräumen, Gemeindekanzlei und Abwartwohnung kostete genau CHF 157'500.-. Die Einweihung wurde am 12. Mai 1912 mit einem Jugendfest verbunden.
1943 bewilligte die Gemeindeversammlung einen Planungskredit für einen Schulhausanbau mit Turnhalle. Die Standortfrage war damals sehr umstritten. Mit 91 zu 72 Stimmen sprach sich die Gemeindeversammlung für die Erweiterung im Hübel und gegen einen Neubau in der Risi aus. Erst 1950 konnte das bereinigte Projekt genehmigt werden. Der Neubau mit Schultrakt und Turnhalle wurde am 24. Juli 1955 eingeweiht. Eine interessante Gedenkschrift, verfasst vom damaligen Ortspfarrer Domherr L. Seiler und von Ernst Kuhn-Bruhin, erinnert an diesen Anlass.
Nach einer Aufstockung des Neubaus konnten im Frühjahr 1969 die drei damit gewonnenen Schulzimmer bezogen werden. Es zeigte sich aber schon im gleichen Jahr, dass der Schulraum nicht genügen konnte. 1970 wurde daher das Areal in der Risi erworben und an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 1973 ein Kredit von rund 10 Millionen Franken für die neue Schulanlage bewilligt. Die Einweihung des schönen, grosszügigen Werkes konnte 1976 am 19. Juni im Rahmen eines Jugendfestes vorgenommen werden. 1990/91 wurde diese Anlage zusätzlich bedeutend erweitert und im Zeitraum von 2002 bis 2004 sanierte die Gemeinde das Risi für rund 6,5 Millionen Franken.
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