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Zur Ausstellung: Auslegeordung
Christian Kathriners «Auslegeordnung für Aby Warburg» 2010, ist eine raumbezogene Installation für den Kunstraum Kreuzlingen.
Vier in ihren Abmessungen identische Bodenvitrinen von je 12m Länge werden bestückt mit Exponaten, Dokumenten und Artefakten aus den letzten Schaffensjahren.
Die Installation bezieht sich auf zwei bedeutende „Auslegeordnungen“ im 20. Jhdt., Aby Warburgs „Bilderatlas Mnemosyne“ und Rémy Zauggs Ausstellung zu den Architekten Herzog & De Meuron im Centre Pompidou Paris von 1995. Die Arbeit im Kunstraum nimmt Bezug auf diese beiden Auslegeordnungen, Ordnungsstrukturen, die hier zum ersten Mal in eine Beziehung gesetzt werden.
Langgezogene Bodenvitrinen, gebildet aus den für Bauprozesse gebräuchlichen Schalungsträgern und -tafeln, stehen als bereitgestellte Gefässe für die Errichtung eines imaginären Fundaments da. In abstrakter Form knüpft diese Installation an die geschilderten bedeutsamen Ereignisse an, die als Teil eines genius loci von Kreuzlingen verstanden werden. (Aby Warburg hielt sich längere Zeit in der Klinik Bellevue von Dr. Binswanger auf.)
Jegliche illustrativen Bezugnahmen auf Warburg wurden aber vermieden. Hingegen wird das Ziel verfolgt, die grundsätzlichen Kräfte einer synthetischen Ordnungsstruktur ganz allgemein darzustellen. Das sind die Beweg-gründe dieser Arbeit, die es erlauben, eine abstrakte, dennoch innige Widmung an Aby Warburg vorzunehmen.