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Das Minicipium Claudium Virunum wurde unmittelbar vor der Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Dabei wurde ein Rastersystem angewandt.
Die Nachfolgesiedlung vom Magalensberg wurde die Hauptstadt der Provinz Noricum. Der Sitz des prokuratorischen Statthalters befand sich ebenfalls hier.
Um das Jahr 170 n. Chr. wurde das einzige Legionslager der Provinz Noricum in Lauriacum (Enns/Lorch) erbaut. Der Amtssitz des neuen Praeses (prätorischen Statthalters) befand sich dort. Virunum blieb das Zentrum der Finanzverwaltung und des Kaiserkultes.
Unter der Reichsreform von Gaius Aurelius Valerius Diocletianus (284 - 305 n. Chr.) im Jahr 293 n. Chr. wurde die Provinz Noricum aufgeteilt. Im Norden entstand Noricum Ripense (Ufernorikum) und im Süden Noricum Mediterraneum (Binnennorikum). Lauriacum blieb die Hauptstadt von Noricum Ripense. Virunum wurde vermutlich - oder Celeia (Celje)? - die Hauptstadt von Noricum Mediterraneum.
Spätestens um die Mitte des 5. Jahrhunderts - oder schon 293 n. Chr.? - wurde die Hauptstadt von Virunum nach Teurnia (St. Peter in Holz) verlegt.
Vermutlich bis zum 6. Jahrhundert war Virunum noch Bischofssitz.
Obschon das Gelände der ehemaligen Stadt nicht überbaut ist, sind heute keine Überreste an der Oberfläche zu erkennen. Dies mit Ausnahme des Amphitheaters. Dieses kann zurzeit jedoch nicht betreten werden.
Vor dem Zollfeld ist der sogenannte Herzogstuhl aufgestellt. Dieser besteht zum Teil aus Spolien von Virunum. Auf ihm wurde im Mittelalter recht gesprochen.