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Ein politisches Erdbeben: Entgegen allen Erwartungen hat der Republikaner Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Er setzte sich in den meisten Schlüsselstaaten gegen seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton durch.
Laut mehreren US-Medien gewann Trump in Wisconsin und Pennsylvania und holte somit genügend Elektoren-Stimmen für den Einzug ins Weisse Haus.
Die als entscheidend geltenden Staaten Florida, North Carolina und Ohio waren ebenfalls an den Republikaner gegangen. Auch in Iowa und Alaska trug Trump den Sieg davon. Clinton gewann in Virginia und Colorado.
Der Wahlausgang überrascht: Trumps Wahlkampf, in dem er auch gegen internationale Handelsabkommen und Globalisierung Stimmung gemacht hatte, verfing in den von Abschwung geprägten Gegenden offensichtlich sehr. Das hatten Meinungsforscher so nicht vorausgesehen.
Kein Umschwung im Kongress
Auch ein Umschwung im von den Republikanern dominierten Repräsentantenhaus gelang den Demokraten nicht. Wie der Sender CNN meldete, werden die Republikaner dort mindestens 224 der 435 Sitze behalten. Derzeit haben die Republikaner im Repräsentantenhaus 246 Sitze, die Demokraten 186.
Die Republikaner sicherten sich zudem auch im Senat genügend Mandate, um die Kontrolle über die Kammer zu behaupten, meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch.
Den Demokraten gelang es dort zunächst nur, den Republikanern einen Sitz abzunehmen. Für eine Senats-Mehrheit müssten die Demokraten den Republikanern jedoch fünf Sitze abnehmen. Im Falle eines Wahlsieges könnte Trump also mit einer Mehrheit in beiden Parlamentskammern reagieren.
Erbitterte Auseinandersetzungen
Beide Kandidaten hatten sich in den vergangenen Wochen erbitterte Auseinandersetzungen geliefert. Der Wahlkampf gilt als einer der härtesten und schmutzigsten der amerikanischen Geschichte. Er war geprägt von persönlichen Beleidigungen und Schmähungen. Ein Ringen um politisch attraktivere Positionen gab es nicht. Fakten und Inhalte spielten kaum eine Rolle.
Noch nie in der Geschichte der US-Wahlen waren zwei Kandidaten gleichermassen so unbeliebt: Trump wegen seiner Art und seiner Ausfälle, Clinton wegen ihrer Skandale und ihrer Nähe zum bestehenden System.
Acht Jahre nach der Wahl von Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten erweisen sich die USA als ein tief gespaltenes Land. Sein Ansinnen, einen politischen Ausgleich zu erreichen, konnte Obama in seiner Präsidentschaft nicht in die Tat umsetzen.
Wahlberechtigt waren etwa 219 Millionen Menschen. Voraussetzung war, dass sich ein Wähler registrieren liess und nicht von der Wahl ausgeschlossen wurde - beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit. (sda/dpa/afp/reu)