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Abendmahl in Bodman. Detlef und Ingrid mit einem unerwateten Gast
Unter der stichigen Hitze stand ich im Bahnhof Radolfzell und wartete vergebens auf Detlef. Wir haben abgemacht, zu einer Schale Tee. Im Telefon entschudligte sich Imgrid, dass die von der Hitze beschädigten alten Teeleute in Bodman nicht mehr von der vereinbarten Teetreff wussten. Er „rasierte“ gerade seinen Garten und ahnte nicht, dass ich im Bahnhof stand.
Auf dem Garten reichte mir Detlef sein neues Werk: „CHADO TEEWEG. Literatur und Praxis im deutschsprachigen Bereich„.
Nach mehr als 10 Jahre TEE WEG, blickte Detlef zurück, wie er auf diesen Weg kam. Er fragte sich ebenfalls wie der TEE WEG nach Westen kam. In letzem Winter machte er sich auf den Weg des Forschens und fand verschiedene interessante verborgene Quelle, wie der Teeweg im Westen erfahren und verbereitet wurde.
Die Missionaren waren die ersten, die den Teeweg in die Berührung kamen. Wie haben Sie denn ihre Fremderfahrung in ihrer abendländischen Erfahrungshorizont eingeordnet? Wer waren die ersten Vermittler, die zwischen den Kulturen lebten? Wie wurde TEE WEG überhaupt verstanden?
Lieber Teefreunde, mach´Euch auf den interessanten Weg, um diese noch nicht „erfahrene“ Vergangenheit zu entdecken – als Orient und Okzident noch so „gegensätzlich“ erschien und „unberührt“ war…
Der LITERATURbericht beginnt mit den Rückmeldungen der Jesuiten, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts die japanische Teezeremonie in die Missionsarbeit in Japan integriert hatten. Dann folgt eine detaillierte Darstellung der Arbeiten von Engelbert Kaempfer und Philipp Franz von Siebold, die im Dienste der VOC auf Deshima zwei bzw. sechs Jahre stationiert waren und detaillierte Informationen über das abgeschlossene Japan sammeln konnten. Nach der Öffnung Japans erscheinen bis 1914 sieben Berichte zur Teezeremonie von Entwicklungs-Experten, die im Dienste der japanischen Regierung im Lande tätig waren. Auch das in schwedischer Sprache 1911 erschienene Buch von Ida Trotzig wird vorgestellt. In der Zeit zwischen den Weltkriegen erscheinen fünf Arbeiten, darunter auch die deutsche Übersetzung (1919) des 1906 in Boston verlegten „Book of Tea“ von Kakuzo Okakura. Die umfangreiche Arbeit von Anna Berliner „Der Teekult in Japan“ (1930) wird in einem eigenen Kapitel gewürdigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen neunzehn weitere Arbeiten in deutscher Sprache über den Teeweg, sie werden chronologisch abgehandelt. Auf „Das Buch vom Tee“, das in vier deutschen Übersetzungen inzwischen vorliegt, wird in einem eigenen Kapitel ausführlich eingegangen und der Autor als früher Grenzgänger zwischen Ost und West vorgestellt. Im Exkurs „Teeweg als Gegenstand der Sozialforschung“ werden zwei aktuelle Arbeiten von japanischen Wissenschaftlerinnen über die heutige Situation des Teeunterrichts in Japan referiert. Unter PRAXIS wird das Japanische Teehaus im Englischen Garten beschrieben, eine Schenkung des XV Großmeisters der Urasenke-Teeschule an die Stadt München. Ausserdem werden die heutigen Einrichtungen und Schulungsmöglichkeiten der Urasenke-Teeschule im deutschsprachigen Bereich vorgestellt. Der Text ist mit 37 Bildtafeln zu Personen und Dokumenten illustriert.