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Das Wichtigste in Kürze
- Die Verfassung des US-Bundesstaats Alabama wurde im Jahr 1901 verabschiedet.
- Sie verbietet unter anderem den gemeinsamen Schulbesuch von weissen und schwarzen Kindern.
- Nun sollen alle rassistischen Formulierungen entfernt werden.
Sie ist schon lange nicht mehr zeitgemäss: die Verfassung des US-Bundesstaats Alabama. Im Jahr 1901 wurde sie verabschiedet – zu einer Zeit, als schwarze und weisse US-Bürger strikt voneinander getrennt wurden.
«Für weisse und farbige Kinder sind getrennte Schulen einzurichten. Und kein Kind einer der beiden Rassen darf eine Schule der anderen Rasse besuchen», ist darin etwa zu lesen.
Solche rassistischen Formulierungen müssen weg, finden die Gesetzgeber. Deshalb wird die Verfassung nun überarbeitet. Der Abgeordnete Danny Garrett, der an der Neufassung beteiligt ist, betont gegenüber der Nachrichtenagentur AP die Wichtigkeit von Worten: «Ich denke, wir müssen die Verfassung einfach aufräumen und sie zu einem Dokument machen, das heute relevant ist. Wir haben eine Geschichte, mit der wir versuchen, umzugehen.»
«Nicht dasselbe Alabama von 1901»
Alabama hat sich in den letzten 120 Jahren verändert – das soll die Neufassung der Verfassung zeigen. «Es ist wichtig für uns, die Leute wissen zu lassen, dass wir ein Alabama des 21. Jahrhunderts sind», sagt Merika Coleman, Vorsitzende des Ausschusses, der sich mit der Angelegenheit beschäftigt.
«Dass wir nicht dasselbe Alabama von 1901 sind, das nicht wollte, dass Schwarze und Weisse heiraten. Das nicht dachte, dass schwarze und weisse Kinder zusammen zur Schule gehen sollten.»
Bis sämtliche rassistischen Formulierungen in der Verfassung angepasst sind, kann es allerdings noch etwas dauern. Als Nächstes nimmt der Ausschuss sich einen Absatz vor, der es erlaubt, strafrechtlich Verurteilte zur Sklaverei zu zwingen.
Das Volk hatte im Jahr 2020 grünes Licht für die Neufassung der Verfassung gegeben. 2022, wenn die Anpassungen voraussichtlich abgeschlossen sind, wird die finale Version nochmal dem Stimmvolk vorgelegt.