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Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ein weit verbreitetes Problem. In der Schweiz leidet jede fünfte Person an einer Unverträglichkeit. Am häufigsten kommt die Laktoseintoleranz (Milchzucker) vor, aber auch Fruktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Histaminintoleranz sind auf dem Vormarsch.
Milchzuckerunverträglichkeit - Laktoseintoleranz
Betroffene von Laktoseintoleranz haben Schwierigkeiten, Milchzucker zu verdauen, der in Milchprodukten vorkommt. Ihnen fehlt entweder teilweise oder ganz das Enzym Laktase, das den Milchzucker aufspaltet. Laktase wird im Dünndarm produziert. Gelingt die Aufspaltung nur teilweise oder gar nicht, gelangt Lactose unverdaut in den Dickdarm und führt zu unangenehmen Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall.
Um diese Beschwerden zu vermeiden, müssen Menschen mit Laktoseintoleranz spezielle laktosefreie Produkte konsumieren, die es immer häufiger im Handel zu kaufen gibt, oder statt tierischer Milch Alternativen wie Mandel- oder Sojamilch verwenden.
Fruchtzuckerunverträglichkeit - Fruktoseintoleranz
Menschen mit Fruktoseintoleranz haben Schwierigkeiten, Fruchtzucker zu verdauen. Fructose ist ein natürlicher Zucker, der in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist sowie in einigen verarbeiteten Lebensmitteln. Auch ihnen fehlt ein bestimmtes Enzym, das Fruktosetransportprotein (GLUT5), das dafür zuständig ist, dass der Fruchtzucker in den Blutkreislauf gelangt. Wenn Fructose nicht richtig absorbiert wird, gelangt sie in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert wird. Das führt zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Übelkeit.
Glutenunverträglichkeit - Zöliakie
Eine weitere häufige Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Glutenunverträglichkeit, auch bekannt als Zöliakie. Bei Menschen mit Zöliakie führt der Verzehr von Gluten, einem Protein, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt, zu einer Entzündungsreaktion im Darm. Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust und Müdigkeit sind die Folge.
Die einzige Behandlung für Zöliakie besteht darin, eine glutenfreie Ernährung einzuhalten. Das bedeutet, dass man auf Lebensmittel wie Brot, Pasta und Kuchen verzichtet, es sei denn, sie wurden speziell für Menschen mit Zöliakie hergestellt.
Histaminintoleranz
Die Histaminintoleranz ist eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers auf Histamin. Histamin ist ein biogener Eiweissstoff, der in bestimmten Lebensmitteln vorkommt, sowie von unserem Körper produziert wird. Eine mögliche Ursache für Histaminintoleranz ist das körpereigene Enzym Diaminoxidase (DAO), welches anfallendes Histamin abbaut. Bei einer Histamin-Unverträglichkeit ist die Aktivität der DAO meistens nicht ausreichend. Symptome können beispielsweise Kopfschmerzen, Hautausschläge oder Verdauungsprobleme sein. Eine histaminarme Diät kann helfen, die Beschwerden zu lindern.
Wenn du den Verdacht hast, an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden, solltest du dies ärztlich abklären lassen. Keine Sorge - eine ausgewogene Ernährung ist immer noch möglich, auch wenn man bestimmte Lebensmittel meiden muss. Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten können trotz ihrer kulinarischen Beeinträchtigungen ein gesundes und erfülltes Leben führen.
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Von Conny, V-Kitchen