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In Gegenden, in denen intensiver Regen regelmässig vorkommt, sind sich die Flüsse «gewohnt», grosse Wassermengen abzuführen. Ihre breiten Flussbette bieten genügend Platz um bei heftigem Regen das Wasser abzuführen. In einer Gegend, in der die Niederschläge normalerweise sehr gemässigt fallen, sind die Flussbette dagegen nicht von heftigen Niederschlagsereignissen geprägt und können entsprechend weniger Wasser abführen. Ein Starkregen, der im Tessin ohne jegliche Schäden abläuft, kann auf der Alpennordseite deshalb schon zu schweren Überschwemmungen führen.
Aus diesem Grund sind die Warnschwellen bei MeteoSchweiz je nach Region unterschiedlich. Werden zum Beispiel 120 mm in 24 Stunden erwartet, dann bedeutet dies auf der Alpennordseite und in den Alpen die höchste Alarmstufe (Stufe 5) mit sehr grossem Gefahrenpotential. Im Raum Lago Maggiore-Maggiatal führt die gleiche Regenmenge lediglich zur tiefsten Alarmstufe 2, was auf eine nur mässige Gefahr hinweist.