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Unser alter Freund Ry schlägt wieder einmal zu. Diesmal politisch. Hinter seinem fröhlichen Folk-Gefiddel versteckt sich bitterböse Politsatire, bzw. Wahlkampf-Propaganda. Tolle Musik mit dem richtigen politischen Touch!
Auf seinem Album «Election Special» nimmt Ry Cooder Stellung für Barack Obama. Der Songzyklus des bedeutenden Gitarristen und Songwriters steht in der Tradition Woody Guthries. Es geht Cooder darum, Enttäuschte und Skeptiker dazu zu bewegen, ihre Stimme nochmals dem amtierenden Präsidenten zu geben.
Die Story von Mitt Romneys Hund ist so bekannt, dass sie bereits einen eigenen Wikipedia-Artikel erhalten hat: Im Sommer 1983 fuhr die Familie Romney in die Ferien – und transportierte ihren Irish Setter dabei auf dem Dach des Chevrolet-Kombis. Es waren Romneys republikanische Konkurrenten, von Newt Gingrich bis Rick Santorum, die als Erste daran erinnerten und indirekt auf ein Statement Abraham Lincolns verwiesen: «Ich gebe nicht viel auf die Frömmigkeit eines Mannes, der seinen Hund und seine Katze schlecht behandelt.» – Jetzt muss sich Amerika zwischen Romney und Obama entscheiden – und es ist der kalifornische Meistergitarrist Ry Cooder, der den musikalischen Wahlkampf anheizt mit «Mutt Romney Blues» (sic), dem Klagelied von Romneys armem Wauwau, der in Wirklichkeit Seamus hiess. Problematischer Stoff vielleicht für politische TV-Spots, aber ein gefundenes Fressen für Cooder, der bereits einmal ein sozialkritisches Album aus der Sicht einer Katze aufgenommen hat: «My Name Is Buddy» (2007).
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Den ganzen Artikel gibt’s in der NZZ.