Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/161850

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Masern-Epidemie in Berlin ist die grösste seit der Einführung der Meldepflicht in Deutschland 2001. Als Grund für den Ausbruch nennen Fachleute immer wieder die ungenügende Impfquote in der Bevölkerung.</p><p>- Könnte es nach Beurteilung des Bundesrates auch in der Schweiz zu einer solchen Epidemie kommen?</p><p>- Was unternimmt er, um diesem Risiko vorzubeugen?</p><p>- Wie ist der Stand bei der Strategie zur Elimination der Masern, die der Bundesrat für die Jahre 2011 bis 2015 beschlossen hat?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Solange nicht mindestens 95 Prozent der Bevölkerung vor Masern geschützt sind, ist ein Ausbruch grundsätzlich auch in der Schweiz möglich. Allerdings nähern sich die Zahlen dem Zielwert von 95 Prozent, denn die Durchimpfung gegen Masern nahm in unserem Land in den letzten Jahren in allen Altersgruppen zu. Zurzeit gibt es in der Schweiz glücklicherweise nur wenige Masernfälle; seit Anfang 2015 waren es deren acht.</p><p>Die einzige Massnahme, die vor Masern schützt, ist Impfen. Die Strategie des Bundes zur Elimination der Masern ist in diesem Jahr speziell auf die Nachholimpfungen ausgerichtet. Im Zentrum stehen die Erhöhung des Impfschutzes der Kleinkinder mit zwei Dosen sowie die Nachholimpfungen bei Jugendlichen und Erwachsenen, die nach 1963 geboren sind. Bis Ende 2015 sind diese Impfungen bei den Krankenkassen von der Franchise befreit.</p><p>In der Schlussphase der Maserneliminationsstrategie sind nun vor allem die Kantone gefordert. Es braucht Aktionen und niederschwellige Impfangebote auf Kantonsebene, also nebst Informationen konkrete Angebote. Darüber hinaus wird die Europäische Impfwoche Ende April in der Schweiz im Zeichen der Masernelimination stehen. Ob es bis Ende Jahr tatsächlich gelingt, die Masern hierzulande zu eliminieren, ist noch nicht abzuschätzen. Die Zahlen hierzu werden 2016 vorliegen.</p>