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Die grossen Brocken bleiben zwar: Eine zweite Verpflichtungsperiode für das Kyotoprotokoll ist noch immer nicht verabschiedet und die Schwellenländer haben keine verpflichtenden Massnahmen versprochen. Beides ist jedoch bereits in einem Jahr in Südafrika möglich. Dass es nicht zwingend vorgesehen ist, haben Japan, Russland, Kanada und die noch immer abseits stehenden USA mit ihrer Blockade massgeblich zu verantworten.
Für die positive Bilanz hauptverantwortlich sind zahlreiche wesentliche Beschlüsse im Bereich der Finanzierung des Klimafonds, der Vermeidung von Abholzung und des Technologietransfers. Ausserdem ist jetzt in einem Beschluss festgehalten, dass die Klimaerwärmung unter 2 Grad Celsius bleiben soll, um gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Aufgrund des nächsten IPCC-Berichts soll geprüft werden, ob diese Grenze gar auf 1,5 Grad angepasst werden muss. „Wir haben etwas vom Vertrauen zurückbekommen, das die Klimaverhandlungen so dringend brauchen“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz und Mitglied der Schweiz Delegation.
Ebenfalls wurde festgehalten, dass die Industrieländer bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen insgesamt um 25 bis 40% gegenüber 1990 reduzieren müssen. Der WWF fordert deshalb, dass die Schweiz eine Reduktion um 40% anbietet, statt wie bisher lediglich 20%. Damit würde die Schweiz zu den fortschrittlichen Industrienationen wie Deutschland, Schweden, England und Norwegen aufschliessen. Denn ohne grosse Fortschritte auf nationaler Ebene in möglichst vielen Ländern wird es in einem Jahr kein hinreichend ambitiöses Klimaabkommen geben.
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Bild: COP 16/WWF Schweiz