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Mit 752 Weinen aus den wichtigsten Anbaugebieten der Welt profiliert sich die unabhängige Weinprämierung La Sélection ein weiteres Mal als bedeu-tende Prüfung des Weinangebots auf dem Schweizer Markt. Zwei Weine wurden mit der «Sélection de l'année» gekürt, 57 mit der «Médaille d'or» und 183 mit der «Médaille d'argent».
Hohe Beteiligung an eingereichten Weinen
Die niedrige Zahl an goldprämierten Weinen liegt wohl am hohen Anteil an Wei-nen aus dem jüngsten, klimatisch nicht einfachen Jahrgang 2014. Die Produktion von konzentrierten, gehaltvollen Rotweinen wurde durch die Regenfälle im letzt-jährigen Sommer erschwert, was zu einer Beeinträchtigung der Traubenqualität führte. Dennoch zeichnet sich der Schweizer Markt durch eine umfassende Weinvielfalt aus. An der unabhängigen Weinprämierung La Sélection wurden in diesem Jahr 752 Weine zur Beurteilung an die Fachjury eingereicht, das ent-spricht fast der Rekordteilnahme aus 2010. Dies zeigte sich auch in der Herkunft der zum Concours eingereichten Gewächse. Von den 752 Weinen waren 364 (48,4%) Schweizer Weine und 388 (51,6%) ausländische Weine aus insgesamt 19 Ländern. Die prämierten Weine sind im Durchschnitt für CHF 30.- erhältlich.
Als besten Weisswein und der Sélection de l‘année kürten die Juroren den Am-bassadeur des Domaines Diego Mathier 2013 der Kellerei Nouveau Salquenen. Es handelt sich um eine gelungene, im Holzfass ausgebaute Assemblage aus Savagnin (Heida), Marsanne und Petite Arvine. Mit dem höchsten Diplom bei den Rotweinen wurde der Vino Nobile de Montepulciano 2007 von Poliziano, ein perfekt gereifter Sangiovese, gekürt.
28 Mal Gold für Schweizer Weine
Die meisten Proben stammen aus Schweizer Produktionen. Von den eingereich-ten Schweizer Gewächsen kommen über 40% aus dem Wallis, knapp 25% aus der Waadt, 18% aus der Nordwestschweiz und 12% aus dem Tessin.
Von den 364 Weinen aus der Schweiz, wurden 121 Kandidaten prämiert, 28 Mal mit Gold und 93 mit Silber ausgezeichnet.
Bewährte ausländische Weinregionen werden belohnt
Italien, Frankreich und Spanien haben innerhalb der ausländischen Weine gut abgeschnitten. Italien stellt nicht nur den Rotwein des Jahres, sondern holte insgesamt 11 Gold- und 28 Silberauszeichnungen von total 171 eingereichten Weinen ein. Von den insgesamt 45 eingereichten Französischen Weinen haben 4 eine Gold-, sowie 12 eine Silbermedaillen erhalten und somit überdurchschnitt-lich gut abgeschlossen. Bei den ausländischen Weinen überzeugte aber vor al-lem Spanien. Von 50 eingereichten Proben wurden nämlich knapp die Hälfte mit einer Auszeichnung prämiert, 6 mit der Médaille d'or und 18 mit der Médaille d'argent. Die diesjährige Prämierung hat aber auch Weine aus weniger bekann-ten Weinbauländern wie Bulgarien, Libanon, Ungarn und Zypern ausgezeichnet.
Prämierte Weine degustieren
Ein Grossteil der prämierten Gewächse sowie auch die beiden «Sélection de l'année»-Weine können an der Basler Weinmesse, der Berner Weinmesse, der Luvina in Luzern oder an der Vinifera in Biel degustiert und gekauft werden. Die mit einer Goldmedaille ausgezeichneten Weine werden zudem an der Basler Weinmesse im Eingangsbereich vorgestellt.
La Sélection – die unabhängige Weinprämierung
Rund 50 kompetente und für ihre Aufgabe geschulte Weinfachleute beurteilten am 4. und 5. September 2015 im Rahmen der Weinprämierung La Sélection nationale und internationale Gewächse. Der Test erfolgt im Blinddegustationsver-fahren und orientiert sich an der 100 Punkte-Skala des OIV-System.
Bei der Beurteilung wird auf Fruchtintensität, Dichte, Harmonie und Abgangslän-ge der Weine, aber auch auf ihre Authentizität und Typizität geachtet.