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Letzte Nacht erwachte ich sicher drei Mal, weil ganz in der Nähe die Feuerwehrhörner zu hören waren. Nachdem ich heute Morgen um etwa 10 Uhr aus dem Haus in Richtung Norden zum Morgenessen lief, war mir auch klar, warum ich die Feuerwehr hörte. Etwa 100m vom Übernachtungsort befindet sich ein Feuerwehrdepot und hier rückt die Feuerwehr auch aus, wenn es nicht brennt und zum Beispiel „nur“ Sanitäts-Notfalldienst geleistet werden muss. So erzählte es mir wenigstens Jose, mein Host.
Nach dem Morgenessen lief ich meine Strasse (Parliament Street) bis zum See und dann in Richtung Osten bis zum Westin Harbour Castle Hotel. Hier befindet sich die Anlegestelle der Fähren zur Centre Island. Diese Toronto vorgelagerten Inseln sind mit der Fähre in etwa 15 Minuten zu erreichen. Nebst einem Flugplatz dienen diese Inseln vor allem der Erholung. So gibt es riesige Grünflächen mit Bäumen und Bänken, Restaurants, Spielplätze und Bademöglichkeiten. Ich war gerade kurz nach Mittag auf der Insel und fühlte mich gerade ziemlich schlapp. Darum legte ich mich auf eine Bank und machte ein kurzes Nickerchen. Obwohl die Bank nicht wirklich bequem war, ging es mir nachher ein wenig besser.
Der CN-Tower ist übrigens 553m hoch. Nebst der Funktion als Fernsehturm gibt es in luftiger Höhe auch noch ein Restaurant. Baubeginn war das Jahr 1973. Ich selber war nicht dort oben, denn ich liebe solche Höhen nicht unbedingt.
Ich fuhr dann mit der Fähre wieder zurück und lief in Richtung Rogers Centre. Ich war etwa 20m vor einem Eingang und sah Leute dort durch eine Eingangstüre laufen. Ich schloss mich diesen Leuten einfach an, hatte aber keine Ahnung, auf was ich mich da einliess! Zuerst musste man wie auf einem Flughafen die Taschen leeren und danach durch einen Scanner laufen. Das wird ja immer besser, dachte ich mir und überlegte schon umzukehren, als uns eine junge Lady zur Stadionführung begrüsste. Diese Führung dauerte etwa eine Stunde. Das Rogers Centre beherbergt heute vor allem die Toronto Blue Jays, eine Baseball-Mannschaft. Natürlich wird das Stadion auch zum Beispiel für Konzerte genutzt. Das Rogers Centre kann bei einem Baseball-Match 52’000 Zuschauer aufnehmen. Der teuerste Sitzplatz inklusive Nachtessen kostet übrigens knapp $50’000 – pro Spiel wohlgemerkt. Ein absurd hoher Preis! Trotzdem seien die Plätze immer wieder verkauft. Das Stadion ist komplett überdacht, wobei das Dach innerhalb von 20 Minuten geöffnet oder geschlossen werden kann. Wir durften sogar auf das Spielfeld und den Kunststoff-Rasen betreten.
Nach dieser Führung lief ich durch die Front-Street wieder in Richtung nach Hause, also in Richtung Westen bis zur Parliament Street. In der Front-Street war richtig etwas los. Hier gibt es nebst der mehrspurigen Strasse auch viele Hotels und Läden. Für mich war das eindeutig zu viel Lärm und Hektik und so war ich froh, dass ich im Distillery District einen Espresso geniessen durfte.
Wieder im Airbnb trank ich dann zusammen mit Jose nochmals einen Kaffee und plauderte ziemlich lange. Das Nachtessen nahm ich dann wieder im Distillery District ein.