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Künstlername: Júlio Baptista
Kompletter Name: Júlio César Baptista
Geburtsdatum: 01/10/1981
Geburtsort: São Paulo (SP)
Position: Sturm
Link: Fehlanzeige
Vereine:
2019: Karriereende
2018: CFR Cluj
2016 bis 2018: Orlando City
2013 bis 2015: Cruzeiro Belo Horizonte
01/2011 bis 06/2013: FC Malaga
14/08/2008: AS Roma
08/2007 bis 13/08/2008: Real Madrid
31/08/2006 bis 08/2007: FC Arsenal
07/2005 bis 30/08/2006: Real Madrid
07/2003 bis 07/2005: FC Sevilla
2000 bis 07/2003: São Paulo FC (SP)
WM-Einsätze Seleção:
WM 2010 Südafrika
Julio Baptista – Ex- FC São Paulo und ehemals als Panzer dort bekannt hat sich zur “Bestie“ der Königlichen gewandelt. “La Bestia“ ist sein liebevoller Spitzname, den Baptista kurz nach seiner Ankunft in Spanien von seinen dortigen Fans zunächst in Sevilla bekam – wegen seines Körperbaus und seiner charakteristischen kraftvollen Spielweise. Noch nicht sehr lange ist es her, dass der junge Spieler sagte: “Ich hoffe, das die nächsten Jahre sehr gut sein und dass ich viele Titel mit Real Madrid gewinnen werde – und auch, dass sich die Zuschauer am Fussball unseres Teams erfreuen können. Heute ist der glücklichste Tag in meinem Leben“. Nicht einmal ein Jahr, im August 2005 wurde Baptista vom grossen Club Real Madrid “eingekauft“ und natürlich bedeutet so ein Aufstieg für einen jungen Spieler etwas ganz Besonderes. Er wurde für 5 Jahre verpflichtet, seine Ablöse betrug 20 Millionen Euro, sein Jahresgehalt lag bei geschätzten 4 Millionen Euro. Zur Saison 2008/09 wechselte Baptista aber frühzeitig von Real zum AS Rom.
Doch beginnen wir am Anfang einer wieder erfolgreichen Fussballer-Karriere, die noch nicht zu Ende ist! Julio Baptista wurde am 01.10.1981 in São Paulo geboren. Sein erster Club war der São Paulo FC, mit dem er auch einige Titel holte. Von 2000 bis 2003 spielte Baptista bei seinem Heimatverein. 2000 und 2002 gewann er die Stadtmeisterschaft von São Paulo und im Jahre 2001 den traditionsträchtigen Pokal der Meisterschaft zwischen Rio und São Paulo. Er war im defensiven Mittelfeld hauptsächlich eingesetzt worden, was sich bei seinem neuen Verein dann drastisch ändern sollte.
2003 kam für ihn, wie auch für viele andere Spieler des São Paulo FC der Aufstieg, der Wechsel nach Europa, direkt in die spanische Liga zu Sevilla FC. Sein dortiger Trainer Caparrós brachte ihn mehr in die vordere Hälfte des Spieles, um seine mächtigen Muskeln besser spielen lassen zu können. Als hängende Spitze im Sturm machte sich seine kraftvolle Art des Spieles umso bemerkbarer und mit 38 Toren in 63 Spielen in den ersten beiden Jahren der spanischen Liga Primera División schoss er sich in die Herzen der Fans und in den oberen Bereich der Torjägerliste. Bald bekam er gerade von der gegnerischen Verteidigung den Respekt, den er verdiente, den ihn aber nicht davon abhielt mit grossen Schritten und im rockigen Stil weiterhin die Mauern der Verteidigung zu durchbrechen und Tore zu schiessen. Was passierte hier mit diesem jungen dynamischen Spieler? Er liess sich nicht einschüchtern von der Tatsache, dass er auf einmal in einer der stärksten Liga der Welt spielte und das dazu noch im Sturm, er brauchte nicht einmal richtig Zeit um sich einzugewöhnen, er spielte einfach drauf los und gleich bei seinem Debüt gegen Atlético Madrid gelang ihm sein erstes Tor, das auch den Sieg für das Team sicherte. Seit damals hat er nie die Bremse gezogen, er kommt als Mittelfeldspieler und dank seiner Körperspannung und Einstellung spielt er sich überall gut ein. Er mag es, aus der zweiten Linien die überraschenden Attacken zu spielen. Und fast alles an Baptista ist ein bisschen überraschend: seine unglaubliche Fähigkeit mit dem Ball, sein flexibles Spiel trotz seines schweren Gewichts für einen Fussballer und vor allem die Gabe, die nur wenigen gegeben ist, immer an der richtigen Position zu stehen, um den Ball abzufangen, den Pass anzunehmen und vor allem aus den unmöglichsten Winkeln heraus immer noch das Tor zu treffen – unhaltbar für den gegnerischen Keeper.
Nicht verwunderlich dass er sich in seiner zweiten Saison bei Sevilla mit 18 Toren auf den 5. Rang der Torschützen schoss, gleich nach Forlan, Eto’o, Ricardo Oliveira und Ronaldo. Kurz danach hagelte es Angebote für den jungen Spieler, der reif für einen Wechsel war, aus den grossen Clubs Europas wie FC Barcelona, Arsenal FC und Real Madrid. Letzterer Club gewann bekanntlich das Rennen. Bei Real Madrid bestätigte Baptista seine Leistung nicht zuletzt durch das Vertrauen des Trainers Juan Ramon Lopez Caro –der ihn auf seiner bevorzugten Position spielen lässt – mit vielen Toren. In den letzten Spielen veränderte sich seine Position von mehr links aussen ins zentrale Mittelfeld und dort will er seine beste Form zeigen. “Aber ich kann das jetzt nur machen, weil mich der Trainer auf diese meine Lieblingsposition gesetzt hat. Im zentralen Mittelfeld kann ich dem Team viel besser helfen.“ Nach einer Verletzung und kurzer Pause ist Baptista jetzt wieder in Höchstform, was er beim letzten Match von Zinedine Zidane im Mai 2006 im heimischen Stadion Bernabeu mit zwei Toren zum Ausgleich von 3:3 wieder unter Beweis stellte. Über Zidane sagte Baptista ehrfürchtig: “Wir haben eine gute Phase, aber ein grossartiger Spieler und eine wunderbare Person verlässt uns. Er zählt zu den 5 besten Spieler in der Geschichte des Fussballes. Er spielte über Jahre hinweg einen herausragenden Fussball, ist der MAESTRO – es war für mich immer eine grosse Ehre mit ihm spielen zu dürfen“.
Baptista ist ein auf dem Boden gebliebener, aber ehrgeiziger Spieler, der noch höheres erreichen will. Er glaube nicht an eine Nominierung für die WM 2010 in Südafrika. Ich habe immer davon geträumt, bei einer WM spielen zu können und ich hoffe, dieser Traum erfüllt sich
Baptista ist Realist und das ist gut so! Er ist ein guter Spieler, ein guter Teamspieler und verbessert sich kontinuierlich auf seiner Position. Als Folge seiner guten Leistungen wurde unter anderen AS Roma auf “die Bestie“ – wie ihn die spanischen Fans liebevoll nannten – aufmerksam und verpflichteten ihn zur Saison 2008/09 für neun Millionen Euro (plus einer Extra-Prämie von je einer Million Euro im Fall der Champions-League-Qualifikation in den nächsten beiden Jahren). Julio Baptista unterzeichnet einen Vierjahresvertrag bei den Römern, der ihm 4,5 Millionen Euro pro Saison einbringt.
Am 11. Mai ging sein grosser Traum endlich in Erfüllung: Dunga nominierte den sympatischen Mittelfeldspieler endlich ins Kader der Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika. Leider ging der Traum für ihn und die 190 Millionen Brasilianer im Viertelfinal gegen Holland zu früh zu Ende.
Der spanische Club Malaga hat sich den 29-jährigen Júlio César Baptista anfangs Januar 2010 von AS Roma für zwei Millionen Euro zur Verstärkung geholt. Der Ex-Profi von Real Madrid, Arsenal und Sevilla unterschrieb einen Vertrag über dreieinhalb Jahre. Der Primera Division Club Malaga befindet sich seit Sommer im Besitz eines Mitglieds der königlichen Familie aus Katar.
Im Sommer 2013 wechselte Baptista zum Esporte Clube Cruzeiro in Minas Gerais an. Mit diesem konnte er im selben Jahr die brasilianische Meisterschaft gewinnen. Ende 2015 lief der Vertrag bei Cruzeiro aus und wurde nicht verlängert. Ab 2016 spielte Baptista für Orlando City und dann ab August 2018 führte in der Weg nach Rumänien zum FC CFR Cluj, wo er Mitte 2019 seine Karriere beendete.