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Band XXIX. No. 4. 24. Januar 1885.
Thüringer Bezirksverein: Reinigung und Desinfection der Abflusswässer von Fabriken. 75
So wenig sachgemäss und verständig nun auch diese Reparatur ausgeführt wurde, so ist doch durch dieselbe die Explosion weder herbeigeführt, noch verhindert worden.
Zur Untersuchung der Qualität des Bleches wurden vier Streifen aus der dünnsten Tafel A geschnitten, welche auf der Zerreissmaschine und auf Biegung probirt wurden und trotz 20jährigen Betriebes noch gute Resultate aufwiesen, soweit das Eisen noch metallisches Gefüge zeigte. Die Stärke der Zerreissproben betrug bei No. 1: 5,4", die Breite war mit 30,4" geschnitten, also der Querschnitt = 1644"; es wurde eine Festigkeit von 4500kg erreicht oder 27,2 kg/qmm; bei Probe No. 2 war der Querschnitt 6,1 >< 30,4 = 185 q", Zerreissfestigkeit 48005 oder 26'5/q". Bedenkt man, dass die Proben noch auf einer Seite mit Kesselstein bedeckt waren, während sie auf der Aussenseite Rost zeigten, und dass diese beiden Schichten mit gemessen wurden, so kann man mit den Zahlen wohl zufrieden sein, und zeigt die Platte heute noch nach 20jähriger Benutzung eine gute Mantelblech-Qualität. Die 2 Biegeprobstücke ergaben trotz ihrer äusseren Beschaffenheit bei 5,4 mm Stärke noch 509 Biegung, bei 6,1 " Dicke 359; die erste Probe, nach der Langfaser geschnitten, letztere nach der Querfaser, entsprechen also auch heute noch der vorschriftsmässigen Mantelqualität nach den Würzburger Normen.
Der Bruch war bei allen vier Probestreifen zackig und zeigte sehniges Eisen. Das Blech ist auf dem Borsigwerk in Oberschlesien gewalzt.
Nach den glaubwürdigen Aussagen der Zeugen war der Betrieb des Dampfkessels am Morgen des 10. September folgender: Der Dampfkessel war zum gewöhnlichen Betriebe der Färberei früh angeheizt worden und den ganzen Morgen in Betrieb gewesen. Es fiel der Bedienung des Kessels, einem Gesellen und einem Lehrling, auf, dass der Kessel schwer Dampf gab, trotzdem nur 2 bis 22 Atm. Spannung zum Betrieb erforderlich waren. Der Lehrling erzählt ausserdem, dass er ein verdächtiges Zischen am Kessel gehört habe, welches ihm von der früheren Leckstelle herzukommen schien, bei welcher der Schmiedemeister vor 3 Wochen die beschriebene Reparatur ausgeführt hatte. Der Geselle bestritt ihm, dass dieses Geräusch von der genannten Stelle ausgehe, bezeichnete dagegen eine undichte Stelle am Wasserstand oder an einem Ventile, wo man das Ausblasen des Dampfes bei einer schadhaften Dichtung sehen konnte, als Ursache des Geräusches. Wegen des längere Zeit als gewöhnlich erforderlichen Steigens der Dampfspannung bis zur verlangten Höhe von 2 bis 2/2 Atm. heizte der Werkführer einigemal persönlich den Kessel. Um etwa 3 Uhr nachmittags explodirte der Dampfkessel ohne ersichtliche Ursache unter Anrichtung der oben beschriebenen Verwüstung. Diese Explosion muss zwei durch eine messbare Zwischenzeit getrennte Momente gehabt haben, denn es gelang 4 bis 5 Personen aus der Färberei zu entrinnen, sobald der erste Knall laut wurde, während einer der Arbeiter, welcher noch verweilte und sich umsah, von der zusammenstürzenden Färberei verschüttet sowie von den Balken und Ziegeln erschlagen wurde, so dass man ihn nach kurzer Zeit tot unter dem Schutthaufen in der Färberei her vorzog. Wahrscheinlich hätte er auch noch genügend Zeit gehabt, bei der ersten Warnung zu entrinnen, wenn er derselben, wie die anderen, zeitig gefolgt wäre. Die Ursache der Explosion liegt nach Ansicht des Hrn. Minssen unzweifelhaft in dem schadhaften Zustande der gerissenen Bleche des Mantels, ja, es sei zu verwundern, dass bei dieser Schwächung der Blechstärke die Explosion nicht schon früher erfolgte, und zwar schon vor der letzten Reparatur durch den Löwener Schmiedemeister. Hr. Minssen ist ferner der Ueberzeugung, dass kein Wassermangel im Kessel zur Zeit der Explosion vorhanden gewesen sei, und dass die Bedienungsmannschaft des Kessels überhaupt ihre Schuldigkeit gethan habe. Die Flammrohre des Kessels seien ganz unbeschädigt geblieben, der Kesselstein vollständig erhalten, soweit das Wasser das Innere des Kessels bespült habe, und sei keine Spur von Ausglühen und Anlaufen der Bleche zu finden gewesen. Alle aufgeführten Thatsachen weisen nach seiner Ansicht darauf hin, dass die Schwächung des Bleches bei a-3-y das Ereignis herbeigeführt habe. Es sei sogar zu behaupten, dass der Kesselmantel am Morgen des 10. September bereits an dieser Stelle ein kleines Loch oder einen schwachen Riss und dass der Lehrling Recht gehabt habe, welcher meinte, dass an dieser Stelle Wasser oder Dampf ausströmte, welches er zischen hörte. Eine plötzliche Erweiterung dieses Loches oder Risses führte das Bersten des Mantels herbei; in zweiter Linie wurden die Blechtafeln des Mantels in A und D aufgerollt und der Rest des Kessels durch den Rückstoss des im Inneren befindlichen Wassers 33" weggeschleudert, bei diesem zweiten Stosse (der fortschreitenden Explosion) Kesselhaus und Färberei zusammenstürzend. Die Erscheinung der starken Verrostung des Mantelbleches sei dadurch zu erklären, dass entweder das an dieser Stelle anliegende Ziegelmauerwerk des linken Seitenzuges feucht gewesen sei, sei es nun durch einen Leck in den oberhalb desselben liegenden Mantelnähten, sei es durch Undichtigkeit von Röhren, Ventilen, undichtes
Dach vom Kesselhaus oder dergleichen. Selbstverständlich sei es nachträglich nicht mehr nachweisbar, woher das Wasser gekommen sei; aber nach der Lage der Fehlerstelle habe dieses stark verrostete Blech auf den Ziegeln des Seitenzuges aufgelegen und müsse hier dauernd der Nässe ausgesetzt gewesen sein. Auch einer ebenfalls vor kurzem auf Borsigwerk O/Schl. erfolgten grösseren Kesselexplosion thut der Vortragende im Anschlusse hieran Erwähnung, bei welcher eine Fehlerstelle im Boden des Unterkessels als Ursache des Vorfalles anzusehen sei. Hr. Dr. Heintz wirft bei der sich anschliessenden Verhandlung die Frage auf, ob amtlicherseits Bestimmungen vorhanden seien, welche die Explosionsgefahr beim Gebrauch der Feuerlöscher, sog. Extincteure, betreffen. Hr. Herzog erkennt die Berechtigung dieser Frage an und erwähnt, dass Bestimmungen über die Prüfung dieser Geräte bis jetzt nicht vorhanden seien. Hr. Minssen erwähnt, dass bei Gelegenheit einschlägiger Beratungen auch dieser wie aller hierher gehöriger Apparate gedacht worden sei; zu einem bestimmten Äste sei man jedoch, angesichts der weiten Grenzen, nicht geangt. Hr. Minssen berichtet ferner über den Verlauf der Conferenz zur Vereinbarung einheitlicher Untersuchungsmethoden bei der Prüfung von Bau- und Constructionsmaterialien auf deren mechanische Eigenschaften, welche unter dem Vorsitze des Hrn. Professor Bauschinger am 22., 23. und 24. September 1884 in München abgehalten wurde). Hr. Klein stüber berichtet über das Weben der sog. Chenilletücher und erläutert durch Wandtafelskizzen die Herstellung des Schussfadens, dessen Färben, das Einweben desselben in die Kette und das Entstehen des Musters. Dr. Heintz spricht hierauf, anknüpfend an den unlängst erfolgten Einsturz eines grösseren Schornsteines in Oberschlesien, über die Aufführung insbesondere runder Schornsteinsäulen; er empfiehlt hierfür beste hartgebrannte Klinkerformsteine mit radialer Fugenlage, besten Mörtel (Cement) und oben schwache Wandstärken. Es sei möglich, solchen Schornstein von 40" Höhe und 2" oberer lichter Weite in etwa 30 Tagen herzustellen. Man könne unter Umständen das Mauerwerk oben mit 60" Wandstärke auslaufen lassen. Hr. Schröter erwähnt hierzu, dass seiner Erfahrung nach in erster Linie grosse Praxis zur Ausführung guter Schornsteine gehöre, es seien zu beachten: 1. die Witterung während des Baues; 2. die Ausführung durch die Maurer. Die schiefe Stellung, welche seinerzeit ein Schornstein in Antonienhütte O/Schl. angenommen habe, schreibe man ausdrücklich dem Umstande zu, dass bei Aufführung desselben stets ein und derselbe Maurer an einer Seite gearbeitet, und dass während des Baues anhaltend Wind gleicher Richtung geweht habe. Hr. Dr. Heintz tritt diesen Anschauungen bei und fügt hinzu, dass er bei Aufführung von Schornsteinsäulen den Maurern vorschreibe, spiralförmig die Stellung zu wechseln.
Eingegangen 9. December 1884. Thüringer Bezirksverein.
Sitzung am 9. December 1884. – Vorsitzender: Hr. V. Lwowski. Schriftführer: Hr. J. Khern. Anwesend 17 Mitglieder und 4 Gäste.
Der Vorsitzende beantragt im Namen des Vorstandes, versuchsweise auf die Vorschläge des Generalsekretärs einzugehen, durch welche derselbe eine raschere Zumittlung der gedruckten Sitzungsberichte der Bezirksvereine an deren Mitglieder befürwortet und seine Mitwirkung zu diesem Zweck anbietet.
Hr. E. Neubert hält einen Vortrag über
Reinigung und Desinfection der Abflusswässer von Fabriken.
»M. H. Auf Wunsch des Vorstandes will ich mir erlauben, Ihnen im Anschluss an den Vortrag des Hrn. Fölsche?), zu dessen Besprechung uns in letzter Sitzung keine Zeit blieb, ein kurzes geschichtliches Bild von dem zu geben, was bisher in dem Bestreben, die öffentlichen und die Privatgewässer vor der Verunreinigung durch Fabrikabwässer, namentlich durch die uns hier hauptsächlich interessirenden Abflüsse aus Rohzuckerfabriken zu schützen, versucht, gefehlt und erreicht worden ist.
Hr. Fölsche hatte zuerst das Süv ern’sche Verfahren erwähnt. In der That war das wohl auch der erste methodische Versuch; nur bestand derselbe nicht nur in der Verwendung von Kalk, sondern daneben von Chlormagnesium und Teer. Mit ihm liess sich aber keine dauernde Reinigung erzielen; die Stoffe verdeckten nur eine Zeit lang den Ge
) Z. 1884, S. 562, 696, 752, 829. ?) Z. 1885, S. 36.
Das erstgenannte verfolgte nach einer von dem Hrn. Ober-Präsidenten der Provinz Sachsen an die Bezirksregierungen erteilten Instruction den Gedanken der getrennten Behandlung der verschiedenartigen Wässer, nämlich Abkühlung der Condens- und Fallwässer durch Gradiren, Klärung der eigentlichen Schmutzwässer durch Absetzenlassen in Bassins und Vernichtung der Knochenhauswässer durch Verbrennen mit der Feuerkohle oder Versumpfen. Diese für das damals noch übliche Rübenpressverfahren berechnete Methode erwies sich nach Einführung der Diffusion den vermehrten Wassermengen gegenüber als unzureichend.
Betreffs des Müller – Schweder'schen Verfahrens habe ich einen Irrtum des Hrn. Fölsche zu berichtigen, indem derselbe das Verfahren für gleichbedeutend mit dem weiter unten zu beschreibenden Gerson'schen Versickerungsverfahren hielt. Prof. Al. Müller- Berlin will vielmehr die unvermeidliche Gährung der Wässer durch Zusätze von Fleischabfällen, Fäcalien und anderen stickstoffreichen Substanzen in raschem Tempo durchführen, dann die Gährungsprodukte durch Kalk ausfällen und die von ihnen befreiten Wässer durch Filtration über drainirte Ackerflächen vollkommen rein herstellen; doch das Verfahren gelang auch auf diese Weise nicht, wenigstens nach Massgabe der Ausführung auf den beiden Nachbarfabriken Gröbers und Schwoitzsch, die meines Wissens die einzigen waren, auf denen es in Anwendung kam.
Der Culturingenieur Elsässer-Magdeburg entschlämmt
die sämmtlichen, ohne Wahl zusammengeführten Wässer im gröbsten in Bassins und filtrirt sie über drainirtes Wiesenland, welches geebnet und derartig eingeteilt ist, dass jede Abteilung das Wasser einige Tage aufgestaut hält und nach Abgabe desselben an die Drains einige Wochen trocken liegt, damit die aufgesaugten Stoffe wieder verarbeitet werden und sich regeneriren können. Das Verfahren hat sehr viele Freunde, aber auch Gegner, denn in der That giebt es Anlagen desselben mit ebenso zweifelhaften als andererseits vorzüglichem Erfolge. Die Gründe zu ersterem liegen ebenso in ungünstiger Bodenbeschaffenheit, als oft in der unzureichenden Ausdehnung des Rieselgebietes. -
Gleich bekannt wie das Rieselverfahren wurde das Knauersche, nach welchem die Wässer auf einen Hitzegrad von 80° C. gebracht, dann mit Kalk und Manganlauge versetzt und nachträglich wieder abgekühlt wurden. Das Erscheinen dieses Verfahrens brachte s. Z. grosse Aufregung in die Interessentenkreise. Der Umstand, dass das auf diese Weise behandelte Wasser geruchlos und von grosser Klarheit abfloss, und dass namentlich einzelne Fabriken dasselbe im Kreislauf stets wieder benutzten und darum gar kein Wasser mehr abgaben, regte die Frage an, ob es nicht sämmtlichen Fabriken allgemein vorzuschreiben wäre. Die Kosten des Verfahrens jedoch – welche sich bei einer Durchschnittsfabrik, wenn man den zur Erhitzung der Wässer notwendigen Dampf in Anschlag brachte, auf gegen 100 % für 1 Tag bezifferten – und die unvollkommene Haltbarkeit, welche das Wasser zeigte, nachdem es seinen überschüssigen Kalkgehalt im Weiterlauf eingebüsst hatte, liessen die Behörde von einer solchen Massregel wieder absehen.
Dagegen verordnete jetzt das königliche Ministerium eine Prüfung der bisher bekannten Verfahren durch eine Commission, welche der Hr. Oberpräsident der Provinz Sachsen unter Anschluss der Herzogtümer Anhalt und Braunschweig berief, und welche die oben genannten Verfahren in den Jahren 1881 und 1882 auf ihre Brauchbarkeit gründlich untersuchte: Mitglieder derselben waren für Preussen: Gewerberat Dr. Süssen guthMagdeburg, Regierungsassessor Schow-Magdeburg und meine Wenigkeit. Für Anhalt: Regierungs- und Bergrat LehmerDessau, für Braunschweig: Regierungsassessor Schulz-Wolfenbüttel und Fabrikeninspector Spamann-Braunschweig, endlich als Delegirter des grossen Zuckervereines Fabrikdirector
deutscher Ingenieure.
Dr. Sickel-Nörten. Mit der chemischen Analyse wurden die Herren Professor Märcker-Halle und Dr. DegenerBerlin, mit der mikroskopischen Professor Cohn-Breslau beauftragt. l Das Resultat dieser Arbeiten war bezüglich der Hauptfrage,..ob eines der Verfahren genügende Bürgschaften böte, um“ allgemein vorgeschrieben werden zu können, ein verneinendes; dagegen bezeichneten die Commission und die Sachverständigen in erster Reihe das Elsässer’sche, in zweiter das Knauer'sche Verfahren als brauchbar, während die technische Deputation im königl. Ministerium urteilte, dass in dem Knauer'schen Verfahren diejenige Grundlage gewonnen zu sein schiene, auf welcher weiter zu arbeiten sei. Eine Denkschrift, welche als Beilage zu dem Augusthefte des Vereines für Zuckerindustrie und im Octoberheft des Vereines zur Beförderung des Gewerbefleisses in Druck erschien, enthält die gesammten Resultate. Ueber der Zusammenstellung derselben verging geraume Zeit, während der die Reinigungsfrage wenig Fortschritte machte; es schien alles abwarten zu wollen. Immerhin tauchten einige neue Verfahren auf: das Gerson’sche, das Fläschen dräger'sche (Lützen) und das Röckner’sche. Das erstere bezweckt, wie schon erwähnt, weniger die Reinigung, als die Versumpfung der Wässer. Es gehören deshalb selbstredend sehr ausgedehnte Ländereien – etwa 100 Morgen für eine Durchschnittsfabrik – dazu, auf welche die Wässer in blechernen Rinnenleitungen geführt werden, welche letzteren man auf eisernen in den Boden gesteckten Gabeln montirt. In welchem Reinigungsgrade das Wasser nach seiner Durchsickerung durch das nicht drainirte Ackerland wieder zu Tage erscheint, ist meines Wissens nicht untersucht worden. Ich habe auch keine derartige Anlage selbst beobachten können, nachdem es mir seiner Zeit nicht gelungen war, in meinem Amtsbezirk eine Fabrik zu finden, welche das Anerbieten des Hrn. Gerson, ihr die Anlage auf seine Kosten herzustellen, angenommen hätte. Der Director Fläschen dräger in Lützen baute dort für die Campagne 1882/83 2 Bassins von etwa 6 Morgen Flächeninhalt und 40000°" Fassungsraum und hielt in denselben die sämmtlichen Schmutzwässer der Einwirkung überschüssigen Kalkes ganz allein so lange als möglich ausgesetzt. Die Wirkung war eine ganz ähnliche, wie bei dem Knauer'schen Verfahren, und wurde auf eine weit billigere Weise erreicht, indem sich bei einem Rübenquantum von 9000 Ctnr. täglich der Verbrauch von 50 Ctnr. als ausreichend erwies, wodurch die von Professor Cohn in seinem Gutachten geäusserte Vermutung, dass bei dem Knauer'schen Verfahren die Wirkung weniger auf dem verlangten Hitzegrad, als vielmehr auf dem Kalke beruhe, volle Bestätigung fand. Endlich gehört zu dieser Gruppe das von Hrn. Fölsche ausführlich beschriebene Rothe - Röckner’sche Verfahren. Eine englische Firma Gebr. Röckner hatte dem Zuckerverein ein neues Verfahren offerirt unter der Bedingung, dass sich 15 Fabriken zu dessen Annahme bereit erklärten. Dazu kam es aber nicht; dagegen erwarb der Maschinenfabrikbesitzer F. Rothe in Bernburg das Recht der Ausführung desselben. Ich habe es im vergangenen Jahr in Lüben im Regierungs-Bezirk Liegnitz und im August dieses Jahres in Dortmund behufs Reinigung städtischer Abflusswässer in Anwendung gesehen und muss gestehen, dass es auf mich einen ausserordentlich günstigen Eindruck gemacht hat; namentlich ist ein grosser Vorzug desselben, dass die Trennung der Niederschläge von dem geklärten Wasser auf einem ausserordentlich kleinen Raume mit grosser Vollkommenheit geschieht. Die Kosten der Anlage und des Betriebes sind für jede Zuckerfabrik bequem erschwinglich, denn die Tageskosten werden sich einschliesslich Verzinsung auf etwa 5 % für 1000 Ctnr. Rüben stellen. In diese Zeit fallen auch die ersten Fölsche'schen Bassinanlagen, welche für eine rein mechanische Reinigung der Wässer ausserordentlich praktisch und empfehlenswert sind. Seit Ende vorigen und Anfang dieses Jahres sind nun abermals 3 neue Verfahren empfohlen und mit mehr oder minder nennenswertem Erfolg in Anwendung gebracht worden,
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Dies alles soll mit den oft mehrere tausend cbm täglich betragenden Flüssigkeiten vorgenommen werden! Trotzdem sollen die Versuche geglückt sein, und nach einer Berechnung des Erfinders soll der Dungwert der Presskuchen und der aus den Schnitzelpresswässern wieder gewonnene Zucker die ganzen Kosten des Verfahrens ausgleichen. Ich kann gelinde Zweifel hieran nicht unterdrücken und fürchte, dass das Verfahren nicht so concurrenzfähig sein dürfte, da ich bis jetzt von weiterer Einführung desselben nichts gehört habe. Der Chemiker Dr. Oppermann in Bernburg, welcher der Wasserreinigungfrage wohl zunächst dadurch näher trat, dass er die Analysen für Rothe anfertigte und dann mit Müller & Co. in Schönebek gemeinschaftlich die Erfindung eines Präparates anstrebte, welches die Zuckerfabrik-Schmutzwässer gründlich desinficiren sollte, trat nun im März dieses Jahres mit einem eigenen Verfahren an die Oeffentlichkeit in Verbindung mit Ingenieur Wagenknecht und unterstützt von einer Anzahl namhafter Zuckerfabrikdirectoren. Sein Präparat soll vorwiegend aus schwefelsaurer Thonerde und schwefelsaurer Magnesia (das Rothe'sche aus InfusorienErde) bestehen. Hr. Fölsche hat Ihnen die mechanische Einrichtung schon beschrieben, d. i. ein Bassin, in welchem die Trennung der Niederschläge von dem klaren Wasser nach demselben Principe vor sich gehen soll, wie in dem Rothe-Röckner’schen Apparate, nur dass das Aufsteigen, welches in letzterem durch Luftpumpe vermittelt wird, hier nach dem Principe communicirender Röhren geschehen soll. Ich habe das Verfahren auf mehreren Fabriken beobachtet; aber sein Erfolg stand auf allen weit hinter dem verschiedener anderer Verfahren zurück. Auf einer Fabrik, wo man das Wasser wieder benutzen musste, sah man sich gezwungen, wieder zu dem gute Dienste leistenden Elsässer-Verfahren zurückzukehren, weil das nach Oppermann gereinigte Wasser wegen seines Gehaltes an schwefelsauren Salzen die Armaturen, namentlich an den Kesseln, arg beschädigte. Die Erfolge bestätigen sonach vor der Hand noch nicht den Jubel, mit welchem das »alleinseligmachende« Verfahren im März d. J. in Herbertz' Zeitschrift begrüsst wurde. Es bleibt abzuwarten, wie weit andere Zusätze, die Hr. Dr. Oppermann anzuwenden beabsichtigt, als: Eisenchlorür, Chlorstrontium, einen besseren Erfolg erzielen. Es bleibt mir nun übrig, Ihnen die Reinigungsmethode Müller-Schönebeck zu beschreiben. Nach derselben wird dem Wasser ein Präparat, das vorwiegend aus Kieselerdehydrat besteht, zugesetzt, und zwar binnen 24 Stunden 20*é auf je 1000 Ctnr. Rüben, und gleich nach ihm Kalkmilch in solcher Menge, dass das Wasser ganz schwach alkalisch abläuft. Kieselerde und Kalk bilden sofort einen cementartigen Niederschlag, den man in Behältern absetzen lässt. Die Wirkung ist eine unmittelbare, und die Resultate, die ich auf verschiedenen Zuckerfabriken und in Dortmund beobachtet habe, sind geeignet, dem Verfahren eine Zukunft zu versprechen. Ueber die Haltbarkeit sind sichere Erfahrungen noch nicht gesammelt worden. Der Kostenpunkt ist hinsichtlich der Anlage ein sehr geringer, die Zusätze kommen für eine Durchschnittsfabrik auf etwa 30 % täglich zu stehen. Ueber die Versuche mit dem Müller-Schönebeck'schen und Rothe-Röckner'schen Verfahren zur Reinigung der städtischen Abwässer in Dortmund ist folgendes zu berichten. Beide Verfahren zeigten sich dabei in der Wirkung sehr brauchbar,
leider aber hält die Billigkeit so wenig Schritt mit der Brauchbarkeit, dass wenige Städte finanziell in der Lage sein werden, mit Hilfe dieser Verfahren der so wichtigen und immer mehr eine Lösung fordernden Aufgabe gerecht zu werden. Die Stadt Dortmund liefert annähernd 10000°" Wasser täglich, deren Reinigung R. Müller jährlich auf 70000 / veranschlagte, was auf den Kopf der Bevölkerung, diese zu 80 000 angenommen, nahezu 1 % ausmacht. Rothe schätzt die Kosten seines Verfahrens etwas niedriger, doch verlangt dasselbe ein grösseres Anlagekapital. Die verschiedenen neuen Verfahren, welche hiernach in kurzer Zeit aufgetaucht sind, und der Streit über deren Wert sind nun Veranlassung geworden, dass der Herr Ober-Präsident unserer Provinz im Auftrage der Königl. Ministerien für Handel und Gewerbe und für Landwirtschaft und im Verein mit den Herzogtümern Anhalt und Braunschweig die PrüfungsCommission von neuem berufen hat, und hat dieselbe bereits ihre Arbeiten wieder aufgenommen. Ich setze auf dieselben die Hoffnung, dass sie ein greifbareres Resultat geben werden, als bei dem früheren Prüfungsmaterial. Wir werden z. B. die Bedingungen kennen lernen, welche bei dem Elsässerschen Verfahren zu einem zufriedenstellenden Resultate führen, also z. B. die Mindestbodenfläche für 1000 Ctnr. Rübenverarbeitung bei geeigneter Bodenbeschaffenheit; und wir werden, denke ich, in dem Rothe-Röckner'schen und dem MüllerSchönebeck'schen Verfahren, vielleicht auch in dem Fläsch endräger'schen, solche Verfahren kennen lernen, welche den Ansprüchen der Behörde als der Wächterin über das Gemeinwohl genügen dürften, so dass zwar den Fabriken freigestellt werden kann, das Verfahren zu wählen, welches für ihre Verhältnisse das passendste ist, dass aber doch wenigstens der Zwang auf sie ausgeübt werden kann, eines der Verfahren einführen zu müssen, ohne dass die Behörde befürchten muss, ihnen Opfer zuzumuten, die über ihre Kräfte gehen.«
Nach Schluss dieses Vortrages und im Anschlusse daran bringt Hr. Fölsche Proben von Abflusswässern der Zuckerfabrik Quetz, welche mittels seines sternförmigen Schlammführungsapparates, Verbunden mit Elsässer's Bodenfiltration, gereinigt wurden.
Als »Mitteilung aus der Praxis« zeigt Hr. Kraft einen sehr brauchbaren Momentanparallelschraubstock, welcher mit nur einem Griffe bis auf seine weiteste Oeffnung aus einander geführt und ebenso zur Festhaltung des kleinsten Stückes geschlossen werden kann.
Hr. Hammer zeigt verschiedene bis zur Unkenntlichkeit verrostete Maschinenteile und bemerkt, dass dieselben nicht etwa Ausgrabungen aus uralten Hünengräbern entstammen, sondern, dass dies die Resultate der Einwirkung von Grubenwässern auf die Teile einer Wasserhaltungsmaschine seien, welche im Frühjahr 1883 auf einem Schachte der Mansfelder Gewerkschaft in Betrieb kam.
Er berichtet hierüber folgendes:
»Schon 1877 zeigte sich an der damals an dieser Stelle aufgestellt und im Betriebe gewesenen Pumpmaschine eine besonders starke Abnutzung, welche man nur der Einwirkung
deutscher Ingenieure.
des stark salzigen Grubenwassers, welches aus der Zechsteinformation in die Baue eindrang, zuschreiben konnte. In neuerer Zeit wurde daselbst die jetzige Anlage gemacht und im April 1883 die neue grosse Wasserhaltungsdampfmaschine in Betrieb gesetzt, deren Pumpencylinder 900" Dmr. besitzt und in 1 Minute 9 bis 10 Hübe von 2000" Länge macht. Bereits im Juli 1884 zeigten sich einzelne Teile der Ventile schadhaft und geradezu zerstört. Diese Ventile sind Etagenringventile von Bronze und werden je durch eine in der Mitte feststehende schmiedeiserne Spindel von 50" geführt. Diese Spindel zeigte sich bei einem Teile der Ventile fast bis auf nichts zerfressen, und wurden nun sämmtliche Spindeln durch solche von Rotguss ersetzt. Aber auch an jenen Stellen, wo die Bronze- und Rotgussventilsitze in den gusseisernen Pumpenkörpern festsitzen, zeigten sich ausserordentliche Zerstörungen. Sowohl das Eisen war in Rost verwandelt, als auch die Bronze fast vollständig zerstört, während sich in den höheren Rohren offenbare Ausscheidungen von metallischem (Cement-) Kupfer zeigten. Da diese Erscheinungen weit über alles hinausgingen, was man jemals früher beobachtet hatte, so untersuchte man die Wasser und fand, dass man eine Soole von 16 bis 17 pCt. Salzgehalt zu pumpen hatte.
Diese Erscheinungen, zusammengehalten, führten zu der Auffassung, dass in den Pumpwerken durch die Berührung von zwei verschiedenen Metallen in Gegenwart einer so hochgradig salzigen Flüssigkeit galvanische Ströme erregt werden, welche wieder ihrerseits eine Zersetzung der als Elektroden auftretenden Metallteile herbeiführen. Durch Laboratoriumsversuche wurde diese Auffassung bestätigt und die Erklärung um so mehr genügend gefunden, als auch die obwaltenden Verhältnisse geeignet sind, eine solche elektrolytische Wirkung sehr zu begünstigen. Das betreffende Pumpwerk besteht aus vier über einander stehenden Sätzen; somit sind 8 Ventile eingebaut, deren jedes aus bedeutenden Mengen von Rotguss in metallischer Berührung mit Eisen besteht. Diese 8 Ventile stellen somit eben so viele hinter einander geschaltete galvanische Elemente vor, welche einen um so stärkeren Strom von hoher Spannung liefern, als auch ihre Masse eine bedeutende, mehrere tausend kg betragende, ist.
Danach wurden nun auch die Mittel zur Abhilfe bemessen, und ging man daran, an allen Stellen, wo sich bis jetzt ver
schiedene Metalle berührten, Isolirungen anzubringen. Dazu wurde zunächst ein Kitt von Asphalt, Sand und Teer verwendet, wo dies nicht anwendbar war, Guttapercha; Schrauben, welche eine Leitung herstellen konnten, wurden vor ihrer Verwendung in Paraffin getaucht; endlich wird in neuester Zeit die beste Sorte Hartgummi (Ebonit) in ausgiebigem Masse verwendet, und zwar nicht blos in dicken Stücken, sondern auch als feiner Ueberzug der metallischen Teile.«
In der sich daran schliessenden Verhandlung weist Hr. Drenckmann darauf hin, dass in den chemischen Fabriken von Stassfurt die meisten Zerstörungen von Maschinenteilen an den Stellen hervorgerufen werden, wo die sehr erregende Chlormagnesiumlauge mit denselben in Verbindung tritt. Hr. Oeking aus Düsseldorf (als Gast anwesend) erzählt, dass in Leopoldshall, obwohl man direct Salzsoole pumpt, eine solche Wirkung nicht zu beobachten sei, so dass wohl in Eisleben noch andere Salze als Chlornatrium in den Grubenwässern vorhanden sein dürften. Hr. Schreyer erwähnt die bereits bei der elektrischen Eisenbahn in Lichterfelde angewandte Isolirung mittels Hartgummi. Ferner erzählt derselbe von Versuchen, welche kürzlich hier mit einer Zinkkohlenbatterie ausgeführt wurden. Ein Glühlicht von 5 Normalkerzen wurde durch 40 Stunden in ununterbrochenem Betrieb erhalten, ohne dass die Zinkelektrode einen wägebaren Verlust gezeigt hätte. -----Hr. Dr. Drenckmann weist auf Pumpwerke an der zuweilen sehr salzreichen Bode hin, wo sich Ansätze an den Metallteilen bilden, welche man sorgfältig zu erhalten sucht als Schutz gegen Zerstörung. Hr. Rother empfiehlt Gummikugelventile mit Pockholzsitzen. Hr. Khern erwähnt, dass bei dem von Hrn. Hammer beschriebenen Pumpwerk auch darin ein Hauptgrund für das aussergewöhnlich rasche Vorschreiten der Zerstörung liege, dass die Strömung des Wassers die Oxydansätze, welche die Metalle gegen Zerstörung schützen, stets wieder entferne und die elektrische Polarisation aufhebe, während bei den Pumpen an der Bode dieser Schutz möglichst erhalten werde. Hr. Hammer beschreibt dann noch das Verhalten des Gusseisens beim Durchfluss und steter Berührung mit Soole und salzigen Grubenwassern. Da, wo das Gusseisen bearbeitet ist und metallisch blanke Flächen der Einwirkung der Flüssigkeit darbietet, wird es durch dieselbe rasch bis auf ziemliche Tiefe zerstört, und wenn die schützende Oxydschicht entfernt wird, schreitet die Zerstörung weiter vor; dagegen ist die Gusskruste viel widerstandsfähiger, besonders, wenn selbe mit Asphalt in heissem Zustande überzogen wird. Gussfehler können auch hier sehr schädlich werden.
Patent bericht.
Kl. 13. No. 29517. Neuerung an dem Langen'schen Etagenroste. Masch.-Act-Ges. »Humboldt«, Kalk. Um die Rostträger vor dem Verbrennen zu schützen und zugleich die ihnen entzogene Wärme nutzbar zu machen, sind als Träger für die hinteren Enden der Roststäbe Röhren benutzt, welche ausserhalb der Seitenmauern mit einander verbunden und in die Speisewasserleitung eingeschaltet sind. Um das Absetzen von Kesselstein in den Röhren zu vermindern, soll das Speisewasser zunächst in einen stehenden Cylinder eingeführt werden, welcher mit dem Kessel ober- und unterhalb des Normalwasserstandes verbunden ist und in welchem unter der Einwirkung des Dampfes die festen Teile möglichst ausgeschieden werden sollen. Aus diesem fliesst das Wasser dann durch das Röhrensystem hindurch in den Kessel.
und Luftgemisch. V. Popp, Paris. Ist der Druck des aus gespanntem Gas und gespannter Luft bestehenden und den Leuchtapparaten (Gasglühbrenner) unter stets gleichem Drucke zuzuführenden Gemisches zu hoch, dann kommen Hochdruckregler zur Anwendung, bei welchen in dem oben offenen, mit der freien Luft in Verbindung stehenden Cylinder A ein gasdicht schliessender Kolben B durch die Stange C mit dem Gashahnhebel G verbunden ist. Der durch B ab
geschlossene Cylinderraum steht durch das Rohr F mit der Leitung oder dem Gasdruckbehälter für gleichbleibenden Druck in Verbindung. Der Hahn H des Hebels G trennt also die Hochdruckleitung P von der durch den Regulator beeinflussten Gasleitung E. G trägt das Gewicht M, welches dem ge
# wodurch Schmieröl aus dem BeÄ* | # hälter S durch das Federventil h # SSSSS Ä KYRIT -Ä H - - - - - in den Raum P gesaugt und durch i nach D und K in den Dampf- - L
raum gedrückt wird. der Schmierung kann durch Drehen der Verschlussspindel g und der Schraube f, deren Zapfen z den Hub von d begrenzt, nach Bedürfnis geregelt werden. K1. 42. No. 29385. Triebkraftwage (rotirendes Dynamometer). E. A. Bourry, Horn am Bodensee. Die Arbeit kann von dem einen oder anderen der bei a in einander gezapften Wellenenden aus eingeleitet werden. Jede der auf dem Ende der Welle b leicht verschiebbar angeordneten Scheiben c und d steht durch je ein Gelenkstück e mit den beiden L-förmigen Hebeln f in Verbindung, welche in ihrer Flanschmitte um die Zapfen des mit b fest verbundenen Kreuz
Der Grad
Patent bericht. 79
Stegende i derselben angreift. Auf der Nabe k von c sitzt lose der Ring l, dessen Drehung durch den im Ständer beweglichen Führungsstift m verhindert wird. Von der mittels eines Schneckengetriebes bewegten Scheibe n aus, welche an den mit c sich verschiebenden Ring l gelagert ist und infolge dessen dem jeweiligen Kraftbedarf entsprechend sich der Rolle o gegenüber einstellt, wird ein totalisirendes Zählwerk in Bewegung gesetzt. p ist ein Kraftindicator, q ein einfacher Umdrehungszähler, r ein Schreibeapparat. Die Patentschrift beschreibt auch eine Anordnung, bei welcher behufs genauerer Messungen die Drehpunkte durch Schneiden und Pfannen gebildet werden. «- K1. 47. No. 29532. Schmiervorrichtung f. Losscheiben usw. R. H. Shaw, Leeds (England). Ein eingegossener ringförmiger Hohlraum, welcher durch eingegossene dünne Wände b in Kammern a geteilt ist, wird durch eine der Füllschrauben c nur so weit mit Oel beschickt, dass dieses im Ruhezustande die Achse nicht erreicht, während es beim Umlaufe durch Oeffnungen e der Messinghülse d auf die Achse tropft. Kl. 49. No. 29246. Parallelschraubstock. R. Linke, Neusalz a/O. In einen Schlitz des hohlen Führungsstückes des beweglichen Backens c ist die Mutter o eingelegt, welche sammt dem kurzen Gewinde der Spindel i nur zum Festspannen des Schraubstockes dient. Die in ihrem Schlitze festliegende Mutter trägt das um den Bolzen u drehbare, mit