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Eine technische Meisterleistung!
Im 19. Jahrhundert entspinnt sich rund um die grosse Eisenbahntransversale vom Bodensee bis nach Genf ein Streit: Soll die Strecke über Freiburg oder über den Broyebezirk verlaufen? Freiburg geht vor der Bundesversammlung als Sieger hervor (59 gegen 47 Stimmen). Für das Schicksal des Kantons ist diese Wahl prägend. Erneut schreibt eine Brücke Geschichte. Die Bauarbeiten an der Eisenbrücke (Stahlfachwerkbrücke) beginnen, damit die Züge über den Grandfey-Graben fahren können, der bis anhin als unüberwindbar galt. Das Aufkommen der elektrischen und schneller fahrenden Züge führt dazu, dass die Brücke zwischen 1925 und 1927 mit Beton verstärkt wird.
Während des Baus der Betonbrücke zwischen 1925 und 1927 wird der Zugverkehr nicht eingestellt. Eine technische Meisterleistung ist die Wiederverwendung des Metallgerüsts der ersten Brücke für den Bau der zweiten Brücke.
Die Grandfey-Brücke beeindruckt die Menschen schon seit langer Zeit. Unter anderem auch deshalb, weil der Graben auf einer Fussgängerbrücke unter den Gleisen zu Fuss überquert werden kann. Sie wird auch heute noch rege genutzt. Die Höhe und die Erschütterungen der durchfahrenden Züge machen eine Begehung zu einem eindrücklichen Erlebnis.
An beiden Enden der Fussgängerbrücke befindet sich eines der wichtigsten Werke des Minimalismus in der Schweiz. Es wurde 1988 vom Künstler Richard Serra realisiert
Hauptmerkmale:
Bauart: Eisenbahnbrücke - Stahlbetonbogenbrücke mit Betonoberplatte
Gesamtlänge: 341,26 m
Maximale Reichweite: 42,3 m
Breite der Konstruktion (abgespannter Bereich): 9,63 m
Höhe des Decks auf der Saane: 80 m
Fahrbahnkonfiguration: 2 Eisenbahnschienen sowie unterhalb der Gleise eine Fussgängerzone
Jahr der Inbetriebnahme: 1862 - 1927