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Ziele
Mehr Energie im Alltag
Reduziertes Auftreten von Infektionen
Verbesserung des allgemeinen Gesundheitsstatus
Positive Auswirkungen auf die Therapie
Wie Ihnen Ihre Ernährung helfen kann
Eine ausgewogene, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und, daraus folgend, ein guter Ernährungsstatus kann einen wesentlichen Beitrag zum Therapieerfolg und Heilungsprozess bei Ihrer Tumorerkrankung leisten. Eine ausgewogene Ernährung kann zudem zu einem besseren Lebensgefühl sowie zu mehr Energie und Stärke führen. Eine ausgewogene, gesunde Mahlzeit sollte möglichst „bunt“ sein und beinhaltet Eiweisse, Kohlenhydrate, Fette (hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs), Wasser, Vitamine und Mineralstoffe.1, 2
Schlüsselprinzipien der Lebensmittelpyramide
Lebensmittelgruppen:
Lebensmittel werden entsprechend ihrer Zusammensetzung in Gruppen zusammengefasst. Typische Vertreter der einzelnen Gruppen sind in der Lebensmittelpyramide abgebildet.
Mengenverhältnis:
Lebensmittel der unteren Pyramidenstufen werden in grösseren, solche der oberen Stufen hingegen in kleineren Mengen benötigt. Es gibt keine verbotenen Lebensmittel. Die Kombination der Lebensmittel im richtigen Verhältnis macht eine ausgewogene Ernährung aus.
Abwechslung:
Eine ausgewogene Ernährung ist abwechslungsreich zusammengesetzt und berücksichtigt sowohl verschiedene Lebensmittelgruppen als auch verschiedene Lebensmittel innerhalb der Lebensmittelgruppen.
Praktische Alltagstipps
Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und geniessen Sie Ihr Essen mit allen Sinnen (Riechen, Sehen, Schmecken).
Essen Sie mit Ihrer Familie und Freunden.
Wenden Sie sich bei einer ungewöhnlichen Gewichtszu- oder -abnahme an Ihr Behandlungsteam.
Essen Sie nicht zu spät am Abend, um eine bessere Schlafqualität zu erzielen. Ersetzen Sie kohlenhydrathaltige Abendmahlzeiten durch eiweisshaltige Mahlzeiten.
Verzichten Sie möglichst auf Rauchen und übermässigen Alkoholkonsum.
Bereiten Sie Ihr Essen schonend zu, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
Nehmen Sie weniger rotes Fleisch (Rind, Kalb) und verarbeitetes Fleisch (Wurst, Speck, Burger) zu sich.
Nehmen Sie weniger frittierte Lebensmittel und Einfachzucker (Haushaltszucker und Süssspeisen4) zu sich.
So geht's: Ein gesunder Neuanfang
Überlegen Sie sich, wie ein exemplarischer Tag bei Ihnen aussieht. Drucken Sie die Lebensmittelpyramide aus und schreiben Sie rechts daneben auf, wie viele Portionen Sie von jeder Lebensmittelgruppe zu sich nehmen. Sie können auch auf der Webseite der Schweizer Gesellschaft für Ernährung den Test zur Lebensmittelpyramide machen, um herauszufinden, wie ausgewogen Sie sich ernähren. (www.sge-ssn.ch, Suchbegriff „Test zur Lebensmittelpyramide“). Besprechen Sie Ihre Essgewohnheiten mit Ihrem Behandlungsteam.
Erkenntnisse aus Studien
Mangelernährung erhöht die Krebssterblichkeit um ca. 30%.2
Ernährung, die wenig gesättigte Fettsäuren5 enthält (weniger als 10% der Kalorien),
senkt das Risiko für ein Fortschreiten Ihrer Erkrankung.3
Gesunde Ernährung trägt massgeblich zu einem guten allgemeinen Gesundheitszustand bei.2
Hier finden Sie Hilfe
Bitte wenden Sie sich für weiterführende Informationen an Ihr Behandlungsteam. In vielen Krankenhäusern gibt es (kostenlose) Beratungen durch Ernährungsberater/innen.
Hier finden Sie Infos
Krebsliga Schweiz:
www.krebsliga.ch
Krebstelefon: 0800 11 88 11
Montag–Freitag: 9.00 – 19.00 Uhr
Broschüren der Krebsliga Schweiz:
Allgemeine Informationen zum Thema Gesunde Ernährung finden Sie
unter: www.sge-ssn.ch
Schweizerischer Verband diplomierter Ernährungsberater/innen Diplomierte Ernährungsberater zur fachlichen Begleitung:
Ausführliche Informationen „5 am Tag“ über Gemüse und Früchte gibt es unter:
Referenzen
- Doyle C et al.: Nutrition and physical activity during and after cancer treatment: an American Cancer Society guide for informed choices. CA Cancer J Clin 2006;56(6):323 – 353.
- Prasad KN, Cole WC, Cancer and Nutrition. 1998: IOS Press. ISBN 9789051993776
- Berkow SE et al.: Diet and survival after prostate cancer diagnosis. Nutr Rev 2007;65(9):391 – 403.
- Macheda ML et al.: Molecular and cellular regulation of glucose transporter (GLUT) proteins in cancer. J Cell Physiol 2005;202(3):654 – 662. doi:10.1002/jcp.20166
- Gesättigte Fettsäuren sind meist tierischen Ursprungs. Angaben über die Mengen an gesättigtem Fett, die in Nahrungsmitteln enthalten sind, finden sich zum Beispiel auf Verpackungen