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Der US-Amerikaner Walter Murch erhält am 13. August auf dem Filmfestival in Locarno den «Vision Award Nescens». Was seine Arbeit so preiswürdig macht, zeigt ein Überblick:
Das Werk
George Lucas und Francis Ford Coppola mögen bekannter sein als er. Aber ohne Walter Murch wären ihre Filme «THX 1138», «The Conversation», «Apocalypse Now» oder «The Godfather: Part II» nicht zu dem geworden, was sie sind: Meisterwerke.
Der Tüftler
Walter Murch ist ein genialer Tüftler in vielen Bereichen. Mit Coppolas «Apocalypse Now» schuf er neue Standards in Sachen Tongestaltung. Für die Premiere in Cannes installierte er über Nacht ein eigenes Soundsystem, weil es bis dahin noch keinen 5.1 Surround Sound gab.
Die Preise
Für seine Arbeit an «Apocalypse Now» gewann er 1979 seinen ersten Oscar. 1996 folgten zwei weitere Oscars für die Tongestaltung und den Schnitt von «The English Patient».
Der Unermüdliche
Für «Apocalypse Now Redux» – die 2001 um 49 Minuten erweiterte Version des ursprünglichen Films – hat Murch keinen Aufwand gescheut. Die neu hinzugekommene Szene auf der französischen Plantage etwa hat er komplett neu geschnitten und vertont.
Der Denker
Walter Murch hat nicht nur viele Filme geschnitten, er hat auch viel über Schnitt nachgedacht. Über die Kunst des Schnitts unterhält er sich im Buch «The Conversations» mit Michael Ondaatje, dem Autor von «The English Patient».