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Er wird oft mit dem "Nichts ist wahr, alles ist erlaubt", mit völliger Ungewissheit und Regellosigkeit, Zerstörungslust und Gewalt verbunden, und auch Nietzsche selbst betont seine Abgründigkeit. Lange Zeit hat man unter dem übermächtigen Eindruck der Interpretation Martin Heideggers nach der "Überwindung" des Nihilismus gesucht.
Zuletzt aber hat Nietzsche selbst vom "grundsätzlichsten Nihilismus" als einem "normalen Zustand" gesprochen, der nicht zu überwinden ist. Kann man ihn "mit Nietzsche" als den Zustand verstehen, in dem wir inzwischen leben: Dass der Glaube an unbedingte Gewissheiten unglaubwürdig geworden ist und die meisten den Glauben an eine absolute Wahrheit verloren haben, dass sie, wie andere höchste Werte, zweifelhaft geworden ist und wir damit nun leben müssen?
Soweit wir damit leben können, haben wir gleichwohl vielfältige Formen dafür gefunden, Zerstörung und Gewalt wenigstens einzudämmen. Aber weigern wir uns, die Abgründigkeit des Nihilismus zu sehen, oder besteht sie gar nicht?
Das Kolloquium ist öffentlich und wendet sich nicht nur an Spezialisten, sondern generell an ein interessiertes Publikum.
Die Veranstaltungen - Vorträge, Diskussionen, Lektüregruppen - können einzeln besucht werden.
Preise:
Tagungskarte CHF 180.- (Studierende CHF 50.-) / Einzelkarten CHF 20.- (Studierende CHF 10.-) / Konzert CHF 30.- (Studierende CHF 20.-).
Detailprogramm folgt.