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Das Jagdsystem
Die Jagd ist in der Schweiz ein gesetzlicher Auftrag der im Bundesgesetz- sowie der Bundesverordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel festgehalten ist. Diese Gesetzestexte definieren die Grundsätze der Jagd schweizweit. Die Kantone erstellen basierend auf dieser Grundlage ihre eigenen Jagdgesetze und -verordnungen, welche den kantonalen Besonderheiten Rechnung tragen.
In der Schweiz haben sich zwei Jagdsysteme etabliert. Die Mehrheit der Kantone praktiziert die Patentjagd, wobei jeder Jagdberechtigte während wenigen Wochen des Jahres ein Patent lösen kann, welches ihn zu bestimmten Abschüssen berechtigt, welche nach wildbiologischen Kriterien definiert werden. Während dem Rest des Jahres sorgen vollamtliche Wildhüter für die Aufsicht. Die Kantone haften für die Schäden, welche von den Wildbeständen verursacht werden.
Im Kanton Schaffhausen, wie auch in den angrenzenden Kantonen, herrscht die Revierjagd. Hier bilden mehrere Jäger zusammen eine Jagdgesellschaft, welche für jeweils 8 Jahre von der jeweiligen Gemeinde die Revierfläche pachtet. Pro Revier gibt es zusätzlich ein bis zwei ehrenamtliche Jagdaufseher, welche der kantonalen Jagdverwaltung unterstellt sind. Die 43 Jagdgesellschaften des Kantons haften für finanzielle Schäden, welche das Wild bei Waldbesitzern und Landwirten verursacht. Um eine nachhaltige und natürliche Verjüngung des Waldes zu ermöglichen wird für das Reh und Sikawild ein obligatorischer Abschussplan erstellt. Dieser Abschussplan wird alle 4 Jahre überarbeitet und den aktuellen Umständen angepasst. Für die restlichen Wildbestände bestehen keine zwingende Abschusszahlen, weshalb diese den jeweiligen Gegebenheiten, der Biodiversität sowie gesunden Populationen Sorge trägt.
Ein Paar Zahlen
- Pro Jahr nehmen der Kanton Schaffhausen sowie dessen Gemeinden insgesamt rund 466'000 CHF durch Pacht und Jagdpassgebühren ein.
- In den letzten Jahren wurden im Schnitt pro Jahr rund 55'000 CHF Wildschadenszahlungen von den Jagdpächtern an die Bauern vergütet.