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In einem Chemiewerk des Ölkonzerns Shell in Moerdijk haben mehrere Explosionen einen Grossbrand ausgelöst. Zwei bis vier Menschen seien leicht verletzt worden, meldeten die Sicherheitsbehörden der niederländischen Provinz Nordbrabant in der Nacht zum Mittwoch.
Es gebe weder Tote noch Vermisste. Der Feuerball war nach Berichten des niederländischen Fernsehens mehrere Kilometer weit bis nach Rotterdam zu sehen. In dem 320 Hektar grossen Industriekomplex stellt Shell unter anderem Latexfarben her.
Über dem Gelände habe sich eine dichte Rauchwolke gebildet, berichtete unter anderem die Zeitung «Algemeen Dagblad» auf ihrer Website. Die Explosion ereignete sich während des Schichtwechsels im Werk in Moerdijk etwa 40 Kilometer südöstlich von Rotterdam.
Anwohner sagten dem örtlichen Rundfunksender Omroep Brabant, sie hätten «zwei enorme Explosionen» gehört. Die Erde habe wie bei einem Beben gezittert. Zeugen berichteten von meterhohen Flammen, die von der Feuerwehr bekämpft wurden. Der Feuerball war nach Berichten des niederländischen Fernsehens mehrere Kilometer weit bis nach Rotterdam zu sehen.
Das Feuer war nach Angaben der Behörden gegen 00.30 Uhr «beherrschbar». Über die Ursache der Explosion ist noch nichts bekannt. In dem 320 Hektar grossen Industriekomplex stellt Shell Stoffe aus Ölderivaten her, die unter anderem für die Produktion von Latexfarben und Synthetikfasern benutzt werden. Die Rauchschwaden seien für die Anwohner nicht gefährlich. Dennoch rieten die Behörden der Bevölkerung, die Fenster geschlossen zu halten, um Augen und Atemwege zu schützen. (sda/dpa)