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Australien: Queensland hebt Uranabbauverbot auf
Der liberale Premierminister Queenslands, Campbell Newman, erklärte, ein dreiköpfiges Umsetzungsgremium werde die Wiedereinführung des Uranabbaus im Bundesstaat überwachen. Der Entscheid, den Uranabbau wieder zu erlauben, sei nach einer intensiven öffentlichen Debatte gefallen, so Newman. In Queensland habe es seit 30 Jahren keinen Uranabbau gegeben. In dieser Zeit hätten das Northern Territory, South Australia und Western Australia eine erfolgreiche Uranindustrie aufgestellt, die diesen Regionen Arbeit und Wohlstand beschere.
Laut Andrew Cripps, Minister for Natural Resources and Mines, haben die bekannten Uranlagerstätten Queenslands einen geschätzten Wert von AUD 10 Mrd. (CHF 9,6 Mrd.). Explorationstätigkeiten seien auch während des Abbauverbots erlaubt geblieben. Cripps stellte weiter fest, dass die Regierung weder die Nutzung der Kernenergie zur Stromproduktion noch Anlagen zur Entsorgung radioaktiven Abfalls in Betracht ziehe.
Lob aus der Uranindustrie
Die Australian Uranium Association (AUA) bezeichnete den Entscheid als einen bedeutenden Sieg soliden Politisierens. Er stelle einen wichtigen Meilenstein für die australische Uranindustrie dar. Die Entwicklung neuer Uranminen werde einen bedeutenden Ankurbelungseffekt auf die Wirtschaft im Norden und Nordwesten Queenslands haben. Die AUA bezifferte den Wert der bekannten Uranlagerstätten des Bundesstaates mit gegenwärtig rund AUD 18 Mrd. (CHF 17 Mrd.), bedeutend mehr als die Schätzung von Bodenschatz-Minister Cripps.
Auch die australischen Uranförderunternehmen Paladin Energy Ltd. und Summit Resources Ltd. zeigten sich erfreut. Das Abbauverbot bezeichneten sie als ein ideologisches Relikt aus früheren Zeiten.