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Hip Hop entstand erstmals in den 70er Jahren in den afroamerikanischen Ghettos von New York. In den verarmten Stadtteilen wurden spontane Block Parties organisiert, welche oft als Anfänge der Hip Hop-Kultur gesehen werden. Zu den Rhythmen der dort gespielten Musik entstanden Tanzstile wie Breakdance.
Der Tanz wurde zum gewaltfreien Mittel, um Rivalitäten und Konflikte zwischen Gruppen zu klären. In diesen Battles waren Kondition, Körperbeherrschung, Stil und Ausdruck ausschlaggebend, um über eine andere Tanzgruppe triumphieren zu können. Die Stilrichtung breitete sich mit der Zeit aus, bis sie heute auch in Europa sehr bekannt ist. In vielen Tanzschulen werden Hip Hop und Breakdance unterrichtet und die Möglichkeit angeboten, das Können in Wettbewerben unter Beweis zu stellen.
Wir konnten mit Nicolas Häseli sprechen, der selbst seit seiner Jugend tanzt und mehrere Tanzschulen leitet. Der 30-Jährige wohnt in Gipf-Oberfrick und arbeitet hauptberuflich als Webberater. Der Weg dahin begann mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium in Wirtschaft an der Universität Basel, infolgedessen er im Marketing gearbeitet hat. Seit 18 Jahren ist allerdings der Tanz seine Leidenschaft und so hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Neben dem Tanzstudio in Gipf Oberfrick, welches ein Familienunternehmen darstellt, besitzt er die Tanzschulen S.E. Studio Basel und S.E. Studio Riehen mit seiner Tanzgruppe “Special Elements”.
Nicolas Häseli kam zum ersten Mal mit 12 Jahren in Kontakt mit dem Tanz, als er im Studio seiner Mutter angefangen hat zu tanzen. Im Alter von 17 Jahren begann er selbst zu unterrichten und vor circa zwei Jahren übernahm er mit seinen beiden Brüdern die Tanzschule für Hip Hop und Breakdance. In seinem Tanzstudio Dancetower leitet er mit vier Angestellten die Klassen. Sie bieten Tanzstunden in Hip Hop und Breakdance für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Für solche, die speziell gefördert werden möchten, gibt es desweiteren die Möglichkeit, in zwei Showgruppen mehrmals die Woche zu trainieren und an Wettbewerben teilzunehmen. Zudem erfährt er durch seine Familie viel Unterstützung. Sein Bruder Luca Häseli hat Tanz an der FH für urbanen und zeitgenössischen Bühnentanz in Zürich studiert und arbeitet heute hauptberuflich als Tänzer.
Die Tanzschule Dance Tower besteht seit 1998 und besteht aus fünf Tanzlehrern. Wir bieten Tanzstunden an in Hip Hop und Breakdance für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Unsere Tanzschule zeichnet aus, dass die SchülerInnen selbst von den Besten trainiert werden. Unser Breakdance-Lehrer Mentor wurde Europameister in Breakdance, Luca und ich haben zusammen mit unseren Gruppen diverse Wettkämpfe gewonnen (darunter CH-Meisterschaften), mehrere TV Shows bestritten und tanzen selber seit klein auf.
Die Kinder beginnen bei uns in der Regel im Alter von fünf Jahren aufwärts. In mittlerweile 11 nach Alter und Können eingeteilten Gruppen wird beim Tanzen nebst Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Konzentration auch der soziale Umgang mit anderen Kindern sowie das Musik- und Taktgefühl gefördert.
Hip Hop ist ein sehr breiter Begriff. Heutzutage wird Streetdance vermischt mit anderen Tanzstilen wie Locking, Popping, Breakdance oder anderem. Aber auch Tanzstile aus dem Zeitgenössischen… dies macht das Hip Hop-Tanzen so interessant und abwechslungsreich.
Wir achten bei unseren Shows stets darauf, dass das Publikum bestens unterhalten wird. Wir versuchen dies mit Witz, unerwarteten akrobatischen Einlagen oder energiegeladenen Choreographien.
Die Showgruppe Focus besteht heute aus Tänzern und Tänzerinnen aus aller Welt (Kanada, Mexiko, Polen, Philippinen und der Schweiz). Alle sind Berufstänzer und haben eine langjährige Tanzausbildung genossen, in welcher sie diverse Tanzstile erlernt haben. Das Können der verschiedenen Tanzstile wird bei den Shows jeweils geschickt in die Choreographie eingebaut. Das macht die Aufführung zu einem abwechslungsreichen Spektakel.
Die Geschichten studieren wir jeweils von Show zu Show neu ein. Momentan ist die Gruppe Focus auf der „Tour de Suisse“ in der ganzen Schweiz unterwegs. Hier geht es in erster Linie um die Unterhaltung, auch ohne eine Geschichte zu erzählen.
Beim Tanzen geht es nicht nur darum, seinen Körper nach bestimmten Abläufen zu bewegen. Die Leidenschaft und Begeisterung dafür spielt eine große Rolle. Man lernt, sich im Einklang mit der Musik und anderen Tänzern zu bewegen, spürt die eigene Kondition und Körperbeherrschung und nimmt sich als Teil einer Gruppe wahr, die dieselben Erlebnisse teilt. Am Beispiel von Nicolas Häseli und seinen Brüdern konnten wir sehen, dass diese Leidenschaft sogar so weit reichen kann, dass man eigene Tanzschulen eröffnet, um anderen Menschen die Möglichkeit zu bieten, dieselbe Freude erleben zu dürfen.