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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, endlich eine fundierte historische Aufarbeitung der Problematik der Verdingkinder in die Wege zu leiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Problematik der Verdingkinder muss unter dem allgemeinen Blickwinkel der Sozialpolitik betrachtet werden, welche im Wesentlichen in die Kompetenz der Kantone und der Gemeinden fällt. Unter der direkten Zuständigkeit des Bundes wurden bezüglich dieser Problematik die folgenden Massnahmen ergriffen:</p><p>- Der Bundesrat hat im Jahre 2000 beim Schweizerischen Nationalfonds das Nationale Forschungsprogramm 51 (NFP 51) mit dem Titel "Integration und Ausschluss" in Auftrag gegeben, das mit 12 Millionen Franken dotiert ist. Im Rahmen des NFP 51 werden insbesondere sozialpolitisch relevante Themenbereiche (z. B. Einweisung in psychiatrische Kliniken, eugenische Massnahmen, Diskriminierung und Integration von Jenischen, Sinti und Roma) aufgegriffen. Die Forschungsarbeiten im Rahmen des NFP 51 sind aber erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 angelaufen, und erste Ergebnisse werden in etwa drei Jahren vorliegen.</p><p>- In seiner Antwort auf die Einfache Anfrage Berberat (03.1103, Massnahmen zur Motion 99.3297, "Die wahre Geschichte der Schweizer Waisen") sowie in seiner Antwort auf die Anfrage Berberat (03.1146, Studie über schlechte Behandlung von Waisen- und Pflegekindern. Was unternimmt der Bund?) hat der Bundesrat darauf hingewiesen, dass die Problematik der Waisen- und Pflegekinder bisher im Rahmen des NFP 51 nicht berücksichtigt wurde. In diesem Zusammenhang steht auch die kürzlich in Auftrag gegebene und vom Bund und dem Kanton Waadt gemeinsam unterstützte Expertise (Machbarkeitsanalyse), mit der ein allfälliger zusätzlicher Forschungsbedarf abgeklärt werden soll. Aufgrund der Resultate kann zum gegebenen Zeitpunkt geprüft werden, ob es Fragestellungen gibt, welche, nach Absprache mit dem Schweizerischen Nationalfonds, in das erwähnte NFP 51 aufgenommen werden könnten.</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass die erwähnte Machbarkeitsanalyse frühestens im Herbst 2004 vorliegt und die ersten Ergebnisse aus dem NFP 51 in etwa drei Jahren zu erwarten sind, erachtet es der Bundesrat derzeit als verfrüht, über die Durchführung einer vertieften Studie in diesem Bereich zu entscheiden.</p><p>Der Bundesrat ermutigt indessen die Historiker und andere Forscher, sich dieses Themas anzunehmen, und verweist auf die bestehenden Förderungsmöglichkeiten, insbesondere auf diejenigen des Schweizerischen Nationalfonds.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.