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Durch gefälschte Lebensmittel, insbesondere durch falsche Angaben zur geografischen Herkunft, entstehe jährlich ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe, schreibt die Universität Basel.
Eine Methode, um Lebensmittelbetrug aufzudecken, ist die Bestimmung des Delta-O-18-Wertes einer Produktprobe, welche das Sauerstoffisotopenverhältnis charakterisiert. Bislang war dieses Verfahren laut Universität sehr aufwändig und kostspielig. Bei einem Betrugsverdacht müssten nicht nur Referenzdaten aus dem angeblichen Herkunftsland gesammelt werden, sondern auch Vergleichsdaten aus anderen Regionen, um die Herkunft des Produkts zu validieren oder widerlegen.
Der Basler Botaniker Dr. Florian Cueni hat in Zusammenarbeit mit der auf Isotopenanalytik spezialisierten Agroisolab GmbH ein Modell entwickelt, mit dem sie das Sauerstoffisotopenverhältnis in Pflanzen einzelner Regionen simulieren können, wodurch das aufwändige Sammeln von Referenzdaten entfällt. In einer Fallstudie zeigte sich, dass das Modell die Herkunft von Erdbeeren mit hoher Präzision simulieren kann. Laut Mitteilung kann mit wenigen Anpassungen das Modell für alle pflanzlichen Produkte genutzt werden.
Überprüft und validiert hat Cueni das Modell an einem einzigartigen Delta-O-18-Referenzdatensatz für Erdbeeren, der europaweit über 11 Jahre zusammengetragen wurde. Die Fallstudie hat gezeigt, dass das Modell die Herkunft der Erdbeeren mit hoher Präzision simulieren kann.