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Dem für seine Verhältnisse zurückhaltenden 1. Lauf (3. Rang) liess Marcel Hirscher im 2. Durchgang eine entfesselte Fahrt folgen. Gleich um 0,76 Sekunden distanzierte er den Franzosen Thomas Fanara, Stefan Luitz (De) wurde Dritter (+1,09). Der Franzose Alexis Pinturault, der nach dem 1. Lauf geführt hatte, fiel auf Rang 4 zurück (+1,18).
Für Hirscher, den Gesamtweltcup-Sieger des Vorjahres, ist es nach dem Triumph im Slalom von Levi der zweite Saisonsieg. Der Österreicher übernahm durch den Sieg die Führung in der Disziplinenwertung.
Prominente Ausfälle
Profitieren konnte das Podest-Trio auch vom Ausfall von Ted Ligety. Der amerikanische Seriensieger im Riesenslalom fiel schon im 1. Durchgang aus - es war das erste Mal seit März 2006, dass Ligety in seiner Spezialdisziplin nicht ins Ziel kam.
Verantwortlich für den prominenten Ausfall war vorab der pickelharte Eishang, dem neben Ligety auch Aksel Svindal oder Bode Miller (2. in Beaver Creek) zum «Opfer» fielen.
Janka bestätigt Aufwärtstrend
Carlo Janka bestätigte in Val d'Isère seinen Aufwärtstrend. Der Obersaxer liess seinem beachtlichen 6. Rang von Beaver Creek auf jener Piste, auf der 2009 Weltmeister geworden war, Platz 12 folgen. «Beide Läufe waren nicht top, vom Gefühl her sogar schlecht. Da ist noch Luft nach oben vorhanden», sagte der selbstkritische Bündner.
Janka gab zu, dass er im Hinterkopf gehabt habe, dass «ich im Riesenslalom noch weitere Punkte benötige. Dennoch musste ich natürlich angreifen, denn ein 28. oder 29. Platz hätte mir nichts gebracht.» Dank den 22 gewonnenen Weltcup-Punkten verbesserte er sich in der Weltcup-Startliste auf die 30. Position, womit er auch im nächsten Riesenslalom in Alta Badia eine gute Ausgangslage haben wird.
Caviezel mit exzellentem 2. Lauf
Gino Caviezel, 21. nach dem 1. Lauf, gelang im zweiten Durchgang eine exzellente Fahrt. Der Bündner fand auf dem eisigen Untergrund die richtige Mischung zwischen Kontrolle und Attacke und nahm dem bis dahin Führenden Andre Myhrer (Sd) ganze 0,92 Sekunden ab. Schliesslich reichte es dem 21-Jährigen für Rang 14. Damit erfüllte er die halbe Limite für die Olympischen Spiele in Sotschi.
Weniger gut lief es dagegen Elia Zurbriggen. Der unmittelbar vor Caviezel gestartete Walliser rutschte bereits nach wenigen Toren ab und schied aus. Didier Défago verpasste mit 3,71 Sekunden Rückstand den zweiten Lauf, Thomas Tumler schied im 1. Durchgang aus.
Pleisch schwer verletzt
Schlimm erwischte es Manuel Pleisch, der sich bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zuzog. Der Bündner riss sich das Innenband und brach sich den Schienbeinknochen. Weiterhin besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Die Saison ist für Pleisch vorzeitig zu Ende.