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Nicolás Pasquet wurde 1958 in Montevideo (Uruguay) geboren. Er studierte an der dortigen Musikhochschule Violine und Orchesterleitung, setzte seine Ausbildung anschliessend in Stuttgart und Nürnberg fort und wurde bereits ab 1981 regelmässig von Orchestern seines Heimatlandes als Gastdirigent eingeladen. Gleich zweimal, 1984 und 1986, gewann er die Bundesauswahl des Deutschen Musikrats für Dirigenten; 1987 folgte der Erste Preis beim Internationalen Dirigentenwettbewerb in Besançon. Von 1993 bis 1996 amtierte Nicolás Pasquet als Chefdirigent des Sinfonieorchesters Pécs, mit dem er sämtliche Sinfonien László Lajthas für CD einspielte. Von 1996 bis 2001 leitete er die Neubrandenburger Philharmonie, in der Saison 2001/02 dann das Orchester des Landestheaters Coburg. Darüber hinaus war er bei zahlreichen Orchestern in Europa, Südamerika und den USA, in Australien, Südkorea und Namibia zu Gast, darunter die Stuttgarter und die Hamburger Philharmoniker, das Münchner Rundfunkorchester und das Göttinger Symphonie Orchester, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Pariser Orchestre Lamoureux und das Queensland Philharmonic Orchestra in Brisbane. Auch im Jugendbereich engagiert sich Nicolás Pasquet und arbeitet eng mit den Landesjugendorchestern in Hessen und Baden-Württemberg sowie dem International Regions Symphony Orchestra Baden-Württemberg zusammen. Sein Einsatz für die ungarische Musik wurde 1998 mit dem Béla Bartók/Ditta Pásztory-Preis und dem Preis der László-Lajtha-Stiftung gewürdigt. Seit 1994 ist Nicolás Pasquet, der zuvor am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg unterrichtete, Professor für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik «Franz Liszt» in Weimar, wo er eine internationale Dirigierklasse betreut und das Hochschulsinfonieorchester leitet.
Dezember 2010