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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte die Schweiz nicht nur zwei Weltkriege, sondern auch eine Zwischenkriegszeit, die eine schwere Wirtschaftskrise und grosse politische Verunsicherung brachte. Obwohl die Schweiz zweimal vom Krieg verschont blieb, wurde die Entwicklung im Innern aussergewöhnlich stark von den politischen Ereignissen im Ausland beeinflusst.
Wirtschaftlich zeigte sich in den Kriegen die Abhängigkeit der Schweiz von Einfuhren und Ausfuhren. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 stürzte das Land in eine jahrelange Depression.
Innenpolitisch prägte der Gegensatz zwischen den bürgerlichen Parteien und der Linken das vor allem nach dem Landesstreik von 1918 angespannte Klima. Das änderte sich erst in den 1930er-Jahren, als unter dem Eindruck der Bedrohung aus dem Ausland die politischen Kräfte zusammenrückten. Die Wahl des Sozialdemokraten Ernst Nobs in den Bundesrat 1943 besiegelte den nationalen Schulterschluss.