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Hier geht es zur Handvermittlung
Anstatt die 24 Designklassiker aus 100 Jahren Telefonie einfach mit Schildern zu beschriften wurde ein "Strowger"-Heb-/Drehwähler so umgebaut, dass dieser jedes einzelne der ausgestellten Telefone mittels einer zweistelligen Nummer "anrufen" kann.
Vor allem Kinder (die ja die Bedienung der für sie unbekannten Wählscheibe zuerst lernen müssen...) können sich kaum mehr vom ratternden mechanischen Vermittler trennen.
Die Entwicklung automatisch vermittelnder Systeme wurde bereits 1879 eingeleitet.
Allerdings dauerte es 20 Jahre bis es Almon Brown Strowger 1899 und seinen
Mitarbeitern gelang, ein wirklich ausgereiftes System zu patentieren.
Die Automatisierung des öffentlichen Telefonnetzes begann in der Schweiz mit
dem Bau der halbautomatischen Zentrale in Zürich-Hottingen 1917 und wurde
1959 mit der Umschaltung der Zentrale Schuls abgeschlossen.
Das automatische Telefonsystem war gegenüber der Handvermittlung mit höheren
Investitionskosten aber bedeutend tieferen Betriebskosten verbunden.
Da gerade sehr kleine und verkehrsarme Zentralen hohe Betriebskosten
verursachten wurden diese von Beginn weg in den Automatisierungsprozess
mit einbezogen. So waren von den ersten 24 automatischen Ortszentralen
in der Schweiz 18 auf dem Land.
Die Telephonica-Sonderschau "Brand der Zentrale Hottingen" (2009) zeigte eindrücklich, wieviel Präzisions-Handarbeit für den Bau und den Unterhalt einer solchen Telefonzentrale nötig war.
Im Fall "Hottingen" waren für das Provisorium und die spätere definitive Instandstellung je 500'000 Lötstellen zu machen – also eine Million! – und jede Einzelne von Hand.