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Das Kulturhaus Südpol war in die Krise geraten. 2017 hatte es mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen, Mitte Juni 2018 war der Vorstand geschlossen zurückgetreten, weil das Vertrauen zwischen ihm und der Geschäftsleitung sowie den Mitarbeitern nicht mehr gegeben sei.
Ende August wurde dann ein neuer Vorstand gewählt, Anfang November lag ein neues Betriebskonzept vor. Damit war der Südpol bereit für Verhandlungen mit der Stadt über einen neuen Subventionsvertrag mit Leistungsvereinbarungen.
Diese wurde wegen den Umstrukturierungen nämlich unterbrochen. Die Stadt konnte deshalb den Subventionsvertrag nicht gleichzeitig mit den anderen Verträgen im Kultur- und Sportbereich verhandeln.
Der neue Vertrag, den die Stadtregierung dem Parlament nun präsentiert, basiert auf dem Vertrag von 2016 bis 2018. Er soll rückwirkend auf den 1. Januar in Kraft treten und bis zum 31. Dezember 2022 gelten.
Der Stadtrat will das Kulturhaus jährlich mit 1,194 Millionen Franken subventionieren - für die gesamte Vertragsdauer mit 4,776 Millionen Franken. Der Beschluss des Parlaments unterliegt dem fakultativen Referendum.
Der Kulturbetrieb Südpol fördere die Professionalisierung der freien Szene. Er biete aber auch Raum für Entwicklung und künstlerische Experimente, die den Kunstschaffenden und auch einem interessierten Publikum zugute komme, schreibt der Stadtrat im Bericht und Antrag, den er am Dienstag veröffentlichte.
Dadurch unterscheide sich der Südpol von anderen Kulturbetrieben in Luzern und der Zentralschweiz und nehme eine einzigartige Position als Produktions- und Aufführungsort ein.
Das Kulturhaus feierte im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Das Kulturhaus liegt im Süden der Stadt Luzern auf Boden der Gemeinde Kriens in einem umgebauten Schlachthaus. Genutzt wird der Bau etwa von der freien Szene, dem Luzerner Theater, dem Sinfonieorchester und der Musikschule.
(sda)