Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/409

Viele Leute laden mich als Erfinder ein. Sehen werden sie aber nur einen Mann, wie jeden andere.
Ich jedoch lade Sie nach Winterthur ein, um Ihnen zu zeigen, wie wir unsere Produkte entwickeln und herstellen, und damit Sie mit meinen Mitarbeitern reden können.
Giulio Albanese
Dass in Ihm ein Unternehmer und Erfinder steckt, zeigte Giulio Albanese bereits als Siebenjähriger. In der Nähe des südkalabrischen Dorfes Dinami, seinem Heimatort, schaute der kleine Giulio dem Treiben der Touristen am Strand zu, und hatte nur einen Wunsch: einen Tag sich alles leisten zu können, wie diese Leute. Und "alles", war für ihn schon ein Eis. Giulio überlegte, wie er es dazu bringen könnte, einen Tag "alles kaufen zu können, was das Herz begehrte". Die Lösung fand er in den Kaktusfeigen, die auf einer Düne, nahe dem Strand wuchsen. "Diese süssen Feigen müsste man den Touristen verkaufen", dachte sich der kleine Junge. Gedacht, getan. Schon am nächsten Morgen machten sich um vier Uhr früh Giulio, sein Bruder und sein Freund auf den Weg zu den Kakteen. Stundenlang pflückten sie mit ihren kleinen Fingern, geschickt den Stacheln ausweichend, die süssen Feigen, bis der mitgebrachte Korb gefüllt war. Nun rannten sie hinunter an den Strand, wo die ersten Badegäste bereits eingetroffen waren. Eine geschälte Feige kostet 5 Lire, und für 10 Lire erhielt man sogar 3 geschälte Feigen! Mit dem so verdienten Geld des frischgebackenen Unternehmers, konnten sich die Drei endlich ihre lang ersehnten Glaces kaufen.