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Die externen Kosten beziffern den Schaden, den irgendein Produkt - beispielsweise Strom aus Kohleoder Kernkraftwerken - bei Bevölkerung und Umwelt verursacht und der nicht im Marktpreis des Produkts inbegriffen ist, also auf die Allgemeinheit überwälzt wird. Beim Beispiel Kohlestrom gehören unter anderem die monetarisierten Gesundheitsschäden, die die Abgase verursachen, zu den externen Kosten. Im Rahmen des ExternE-Forschungsprojekts der Europäischen Kommission wurden in multinationaler Zusammenarbeit eine Methodik und eine Datenbasis entwickelt, mit deren Hilfe die externen Kosten verschiedener Stromerzeugungssysteme berechnet werden können. Dabei wird der ganze Brennstoffzyklus von der Rohstoffgewinnung über die Energieproduktion bis zu Entsorgung der Abfälle berücksichtigt, einschliesslich möglicher Unfallszenarien. Die Schädigung wird anhand von Indikatoren wie Gesundheit, Artenvielfalt etc. erfasst.
Die auf Basis der ExternE-Daten berechnete Reduktion der externen Kosten infolge Stilllegung von Barsebäck-1 beträgt weniger als SFr. 4 Mio. pro Jahr. Dieser "positive Effekt" entsteht durch den Wegfall des Störfallrisikos, der radioaktiven Abfälle etc. Der Reduktion der externen Kosten steht jedoch ein Anstieg von jährlich SFr. 280-370 Mio. gegenüber, weil ohne Barsebäck-1 in Nordeuropa jährlich rund 3 TWh Strom zusätzlich in Kohlekraftwerken produziert werden muss, die über den ganzen Brennstoffzyklus betrachtet massiv höhere externe Kosten verursachen als Kernkraftwerke. Die Autoren gehen für ihre Rechnungen davon aus, dass die 3 TWh in dänischen Anlagen erzeugt werden.
Quelle
M.S. nach NEW, 7-8/2000