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Tabletten können unterschiedliche Formen aufweisen. Bei Tabletten zur Einnahme ist besonders die bikonvexe Form verbreitet. Tabletten zur arzneilichen Verwendung zählen zu den Arzneimitteln, in einer sonstigen gesundheitsbezogenen Verwendung sind sie den Medizinprodukten oder Nahrungsergänzungsmitteln zuzurechnen. Auch in anderen Bereichen kommen Tabletten zum Einsatz.
Sehr viele Wirkstoffe können tablettiert werden – einige direkt, das heißt ohne weitere Verarbeitung des Pulvers oder Pulvergemisches , die meisten jedoch über die Zwischenstufe des Granulats. In aller Regel werden neben dem eigentlichen Wirkstoff zusätzliche Hilfsstoffe benötigt.
Skulptur «Meilensteine der Medizin» beim Berliner Walk of Ideas, links das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
1843 beantragte der Engländer William Brockedon das Patent für diese und gilt somit als Erfinder. Die ersten hergestellten Präparate bestanden aus Natron, Natriumchlorid und Kaliumchlorid und wurden bald «compress pills» genannt. 1862 wurde die Bezeichnung «tablet» eingeführt, die für Komprimate des Brockedonschen Typs verwendet wurde, wobei bereits früher Pastillen derartig bezeichnet wurden. Daraufhin ließ sich die Firma die Bezeichnung «tabloid» schützen.
Dies war eine Verschmelzung von Tablette und Alkaloid und bezieht sich auf Komprimate mit hochwirksamen Arzneistoffen in konzentrierter Form. Die Technologie zur Herstellung der Tablette schaute sich Brockedon bei der Brikettzubereitung in Ziegel- und Tonfabriken ab.
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Verfahrenstechnisch erfolgt die Herstellung all dieser verschiedenen Tabletten in Tablettenpressen .
Nachteile der Tabletten
Bei falscher Einnahme, ohne ausreichende Flüssigkeitsmenge während der Einnahme, gelangen die Tabletten nicht bis in den Magen, sondern bleiben eine Zeit lang in der Speiseröhre «kleben». Bei einigen Personen bleiben die Tabletten während des Schluckvorgangs im Rachenbereich kleben, was unangenehme Fremdkörpergefühle auslöst.
Direkttablettierung
Grob kristalline Pulver mit kubischen Kristallen lassen sich am besten verarbeiten. Die Pulver sollen trocken sein, also eine Restfeuchte von max. 10 % aufweisen und in Räumen verpresst werden, die eine maximale relative Luftfeuchtigkeit von 50 % aufweisen.
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Durch den Zusatz von Hilfsstoffen werden im Pulvergemisch die zur Tablettierung notwendigen Eigenschaften verbessert und die Eigenschaften der fertigen Tablette modifiziert.
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Bei Verarbeitung sehr geringer Wirkstoffmengen werden Füllmittel benötigt. Füllmittel sorgen dafür, dass die Tablette die notwendige Größe/Masse erhält. Eingesetzt werden Stärken und Lactose.
Gleitmittel werden nochmals in drei Untergruppen unterschieden
Fließmittel verbessern die Fließeigenschaften des Haufwerkes. Dadurch kann sie bei der Tablettierung besser in die Matrize fließen, somit verbessern Fließmittel auch die Dosiergenauigkeit. Sie verringern die interpartikulären Reibungen. Sie reduzieren die Feuchtigkeit auf der Oberfläche.
Sie verringern Reibungs- und Haftkräfte zwischen den Schüttgutteilchen. Schmiermittel haben die Funktion, das Ausstoßen der Tablette aus der Matrize dadurch zu erleichtern, dass die Reibung zwischen Innenwand der Matrizenbohrung und Tablettenseitenfläche herabgesetzt wird. Formentrennmittel sollen das Kleben der Tablettenmasse an den Stempeln und an der Matrizeninnenwand verhindern.