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Donnerstag, 27.10.2022
Es gibt Orte, deren Besuch allein eine Reise nach Spanien rechtfertigen würde…. Setenil de las Bodegas ist einer davon! Es hat knapp 3’000 Einwohner und liegt im Osten der Provinz Cádiz in der Autonomen Gemeinschaft Andalusien. Setenil wurde im Jahr 1985 als Conjunto histórico-artístico eingestuft.
Angeblich ist der Name der Ortschaft lateinischen Ursprungs und bedeutet Sieben Mal Nichts (lat. septem nihil). Dies rührt aus der Zeit der Reconquista. Die Gegend um Setenil war ca. 200 Jahre lang Grenzgebiet zwischen Mauren und Christen, und erst im siebten Anlauf fiel die Ortschaft endgültig in christliche Hände.
Zu Fuss sind es gut 2 km vom Campingplatz in’s Zentrum…. vorbei an Gemüsegärten und Olivenhainen. An erster Stelle im Wirtschaftsleben der Gemeinde steht traditionell die ursprünglich zur Selbstversorgung betriebene Landwirtschaft. Auf den Feldern werden Weizen, Gerste, Wein etc. angebaut, die Hausgärten liefern Gemüse, Kartoffeln und Tomaten.
Das Dorf gehört zu den schönsten Dörfern Spaniens (Los Pueblos más Bonitos de España). Als wir im Herbst 2021 in Ronda waren, das nur 16 km entfernt liegt, haben wir Setenil einfach übersehen.
Das Städtchen liegt an der Ruta de los Pueblos Blancos (Strasse der weissen Dörfer)
Idyll in der Calle Cerrillo
Die Ermita de Nuestra Señora del Carmen an der Plaza del Carmen….
…. von dort aus hat man am Mirador del Carmen eine tolle Aussicht auf die Stadt!
Rechts oben im Bild die Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación
Wir gehen eine enge Treppe hinunter in die Calle Jabonería, die Strasse der Seifensieder
Zu den Hauptattraktionen von Setenil zählen die unter einem vom, nur zeitweise wasserführenden, Río Guadalporcún ausgewaschenen Felsüberhang, genannt Abri, erbauten Häuser, in denen sich heute zahlreiche Geschäfte befinden. In den Höhlen des Ortes wurden Objekte gefunden, die zeigen, dass sie bereits vor 5’000 Jahren besiedelt waren.
Also…. wir wollten da nicht wirklich wohnen! 😀
An der Plaza de Andalucía gibt’s in einem der zahlreichen kleinen Bars etwas zum Trinken und ein paar Tapas
Die Plaza de Andalucía von oben
Die Calle Villa und die Plaza Villa
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación von aussen….
…. und von innen
Auch von hier oben hat man schöne Aussicht auf den Ort
Wir gehen wieder runter in’s Dorf
Hier wird’s spektakulär…. die Calle Cuevas de la Sombra (Strasse der schattigen Höhlen)
Man muss das gesehen haben…. und dass auf den engen Strassen, auch unter den Felsen, die Autos der Anwohner fahren, ist schwer vorstellbar, aber es funktioniert!
Wir gehen schon mit einem etwas mulmigen Gefühl da unten durch! 😀
Auf der anderen Seite des Flüsschens sieht es freundlicher aus…. die Calle Cuevas del Sol (Strasse der sonnigen Höhlen)
Diese Influencerinnen und YouTuberinnen stehen einem doch fast überall vor der Linse! 😀
Wir haben Durst….
…. ok, der Felsen hat jetzt 5’000 Jahre gehalten, also wird er auch noch eine weitere Stunde halten! 😀
Auf dem Rückweg müssen wir nochmal unter dem Felsen auf der anderen Seite durch!
Geschafft…. wird sind durch…. und nichts ist passiert! 😀
Wir gehen zurück zum Campingplatz, später am Abend kehren wir nochmal in’s Restaurant ein…. sehr lecker….
…. und schmieden Pläne für morgen…. es geht für ein paar Tage nach Granada, die Stadt, die uns bereits vor einem Jahr so fasziniert hatte. Zeit haben wir nach unserer Planung genug, wir müssen uns nicht übermässig beeilen.
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