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Geschichte
Die uralte Stadt Tripolis, (nicht zu verwechseln mit Tripolis, der Hauptstadt von Libyen) Wird auch Tripolis ad Maenandrum genannt, da sie am Fluss Meander liegt.
Der Name kommt von ihrer exklusiven Lage zwischen den 3 Regionen: Phrygia, Caria und Lydia. Was sie damals zu einem wichtigen Zentrum für Handel und Landwirtschaft in der Gegend macht. Die Stadt wird auch Neapolis, Antoniopolis und Apollonia genannt bevor sie Tripolis heisst.
Zahlreiche berühmte Schriftsteller haben Tripolis erwähnt, wie zum Beispiel Plinius und Ptolemaios. Die Gründung der Stadt Tripolis liegt in der hellenistischen Zeit (336 v.Chr. – 30 v. Chr.) Ausgrabungen in der nahen Umgebung gehen bis auf 4000 v.Chr. zurück.
Ihre Blüte erlangt sie in der Zeit des römischen Reiches. Im 13. Jahrhundert wechselt die Vorherrschaft ein paarmal zwischen dem Byzantinischem Reich und den Türken. Nach 1306 herrschen die Türken in der Region und 2 Jahrzehnte später ist sie unter dem Osmanischen Reich.
Unser Besuch
Die antike Stadt liegt im Bezirk von Denizli, unweit von Buldan. Die Ausgrabungen sind immer noch rege am laufen. Wir kommen dort auf dem Weg von Buldan nach Pamukkale vorbei. Die alte Stadt ist auf jeden Fall wert gesehen zu werden. Sie ist nicht so gut erhalten wie andere antike Städte in der Region, da sie durch Erdbeben und durch Angriffe zerstört wurde.
Ein Wegweiser und ein unauffälliger, kleiner Feldweg in der Nähe von Yenicekent führt uns zur alten Stadt.
Wir haben die Ehre eine private Führung von Emre zu bekommen. Er ist einer der Angestellten, der seit 5 Jahren dort arbeitet. Die Bedingungen im Winter sind hart, es ist sehr kalt und der eisige Wind fegt über die Ebene. Wir sind die einzigen Besucher zur Zeit, so lassen wir die Ausgrabungen und die einzigartige Lage ungefiltert auf uns wirken. Ausser einem kleinen Dorf in der Nähe gibt es nichts.
Besonders beeindruckend sind die gut erhaltenen Mosaike, die weiterhin ausgegraben werden. Wir dürfen sie aus nächster Nähe betrachten. Sie gehörten zu einer Residenz, die in der späthellenistischen / frühen römischen Zeit gebaut wurde.
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Der Kryptoportikus liegt neben der frühbyzantinischen Kirche und ist sehr gut erhalten, mit hohen Bögen, Vorratskammern und Atelierräumen. In den letzteren fand die Verarbeitung von Metall, Keramik und Knochen statt. Ein Highlight der Ausgrabungen von 2013 ist eine Wandmalerei eines Leoparden, welchen den Bezirk damals als Wappentier ernennen wollte. Heutzutage ist aber ein Hahn das Symbol des Distrikts Denizli.
Auf dem Gelände gibt es zwei römische Bäder und ein Stadium. Es sind zwei verschiedene Agoras zu erkennen, die eine liegt grösstenteils unter der Erde. Sie hatte einst Säulen mit Bögen, welche noch fragmentiert ersichtlich in der Erde liegen und ausgegraben werden.
Die andere Agora ist besser erhalten und grösser, mit beeindruckenden Säulen, welche wiederhergestellt werden.
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Ein weiteres Highlight der Ausgrabungen im Jahre 2013 sind sehr interessante Fresken von Jesus, Maria und den Aposteln in einer der vier frühbyzantinischen Kirchen.
Weiter oben am Hang ist das Theater, das in die Richtung von Buldan zeigt. Es ist noch nicht ausgegraben worden und hatte schätzungsweise Kapazität für 8000 Zuschauer. Zur Zeit zeugen nur noch die gelben Wolfsmilchgewächse und ein Kreis von den vergangenen Aufführungen.
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Aus der Ferne hören wir die Glöckchen der Ziegen- und Schafherde, die gerade vorbeiziehen. In der Region gibt es noch oft Schaf-und Ziegenherden mit ihren Hirten.
Beim kleinen Containerhäuschen für die Angestellten werden wir noch auf einen Tee eingeladen. Der Kangal den sie als Wachhund benutzen, bellt gerade angeregt die vorüberziehende Herde an.
Die Stadt hatte einst aufgrund ihrer Lage eine grosse Bedeutung in der Region und war sehr reich. Sie wurde durch Angriffe und Erdbeben fest zerstört, was ihr aber auch eine gewisse Mystik des Unbekannten verleiht.
Es ist eine aktive archäologische Stätte und die Ausgrabungen bringen immer wieder unbekannte Schätze zu Tage, es lohnt sich sicherlich Tripolis hin und wieder ein Besuch abzustatten.
Gefüllt mit Eindrücken und erfreut über die Gastfreundschaft der Arbeiter ziehen wir weiter nach Pamukkale.