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Was für eine Ehe, Vergnügen und Ersterfahrung ich mit diesem, bei uns spontan einziehenden Hund, machen durfte! Kampfhunderasse? Listenhunde? Ich glaube das war einmal. Heute wird bei Dobermännern auf familien- sowie sozialkompatible Kriterien wert gelegt und genau diese Eigenschaften durfte ich mit TAI während ganzer 3 Tage erleben…von morgens bis abends.
In der Enzyklopädie der Rassenhunde von Hans Räber wird der Dobermann wie folgt beschrieben:
Er gehört den pinscherartigen Hunden an. Pinscher? Früher bezog sich dieser Ausdruck primär auf das Haarkleid und zwar die stupphaarigen, kleinen bis mittelgrossen Hunde. Die sogenannten Stuppis also.
Heute bezieht sich der Ausdruck Pinscher primär auf die Körperform eines Hundes. Kompakt, schnittig, quadratisch gebaut mit flachem Schädel. Einem eher schwach, aber doch noch deutlich sichtbar markiertem Stop (=Übergang von Nasenwurzel zur Schädelkalotte) und einem kräftigen, in einen stumpfen Keil auslaufenden Fang (=Schnauze).
Alle Pinscher abgesehen vom Affenpinscher (Sonderfall) haben kurzes, glattes und recht hartes Haar. Die Verwandtschaft unter den einzelnen Rassen wird durch die gleichen Farben betont. Schwarz mit Rost-bis Hirschroten Abzeichen. Das Kupieren von Ohren und Ruten ist heute zum Glück nicht mehr erlaubt!
Als erster Züchter der Rasse gilt Friedrich Lois Dobermann, geboren am 2. Januar 1834 und gestorben 1894 in Apolda Deutschland. Gemäss Überlieferung war Herr Dobermann ein städtischer Hundefänger, Steuereintreiber und Nachtwächter. Wobei letztere zwei in Ihm wahrscheinlich den Wunsch sich mit Schutzhunden zu umgeben förderten. Offiziell gab es damals in Deutschland noch keine Schutzhunde und so erschuf Herr Dobermann Hunde nach seinen Bedürfnissen.
Aus diesen kunderbunten Schmelztiegel (Pinschern, Metzgerhunden, Rottweilern, Jagt- und Schäferhunde, Greyhounds ect. ) nahm die Karriere des Dobermann’s seinen Lauf zum zukünftigen Schutzhund. 1897 erschienen die ersten Dobermannhunde in Erfurt auf einer Ausstellung. 1902 wurden sie anscheinend erstmals in der Schweiz gezeigt.
Im Wesen kann man die Dobis in etwa so umschreiben:
Unbestechlich, selbstbewusst, entschlossen, beschützend, skeptisch gegenüber Fremden sowie neuen Situationen. Er fixiert sich gerne auf eine Bezugsperson aber generalisieren sollte man das nicht. Anhänglich und verschmust sowie äusserst Kinderlieb sind diese grossen und anmutigen Hunde ebenfalls.
TAI hat mir genau dieses Wesen gezeigt. Was für ein zartbesaiteter Schoss- und Schmusehund! Er hat mich in seinem Eigenschaften sehr stark an Duke erinnert. Muss ehrlich zugeben, dass mir so ein Dobermann als Begleithund sehr gefallen würde. Das wächtern wäre für das Gasthaus Gletscherschlucht sicher auch nicht schlecht, hält man sich mit Hunden doch noch immer effektiv unerwünschten Besuch fern.
Das wars zum Dobermann und dessen Geschichte in gekürzter Fassung. Mal schauen welcher Rassehund mir als nächstes im Dogness Alltag begegnet und ich euch vorstelle.
Herzlichst_Andrea & the dogness gang