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Erythromycin und Diphenhydramin, Kombinationen beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Additive QT-Zeit-Verlängerung möglich
Mechanismus
Makrolid-Antibiotika weisen ein erhöhtes Risiko für das Aufreten von QT-Zeit-Verlängerung auf [Mason JW, 2017][Niedrig D, 2016]. H1-Antihistaminika, besonders der ersten Generation, weisen ebenfalls ein Risiko für QT-Zeit-Verlängerung auf [Nia AM, 2010][Poluzzi E, 2015].
Effekt
Bei der gleichzeitigen Anwendung mehrerer Wirkstoffe mit QT-Zeit-verlängerndem Potential kann sich das Risiko für das Auftreten der QT-Zeit-Verlängerung bis hin zu ventrikulären Arrhythmien vom Typ Torsade des pointes erhöhen.
Empfehlung
Gemäss der Schweizer Fachinformation für Diphenyhydramin ist die gleichzeitige Anwendung von QT-Zeit-verlängernden Medikamenten kontraindiziert. Für die Dauer der Antibiose kann patientenindividuell eine vorübergehende Unterbrechung der Antihistaminika-Therapie erwogen werden. Bei gleichzeitiger Anwendung sollten regelmässige EKG-Kontrollen sowie Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen durchgeführt werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018