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10.05.2021 11:00:43

Chefvolkswirt
Tina Fong
Strategist
Die Anleger gingen mit einem positiveren Ausblick auf die Weltwirtschaft ins Jahr 2021.
Die Corona-Impfstoffe und beträchtliche wirtschaftspolitische Massnahmen kamen der Rallye in Risikoanlagen zugute. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität begünstigte Rohstoffe. Die Wertentwicklung der Börsenplätze Europas und Japans, die zyklischer und wertorientierter sind, war unterdessen besser.
Die Aktienrenditen der Schwellenländer waren gedämpfter, da die erheblichen fiskalischen Anreize in den USA den US-Dollar stärkten. Daher stiegen zudem die Renditen von Staatsanleihen. Hierdurch wurde ein Abverkauf von Staatsanleihen der Industrieländer und amerikanischer Unternehmensanleihen ausgelöst.
Unsere Prognosen für die Weltwirtschaft haben wir weiter angehoben, wobei wir eine wesentliche Verbesserung der Konjunktur für 2022 voraussagen, wenn die Welt wieder zur Normalität zurückkehrt.
Der Ausblick für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2021 hat sich leicht verändert, da in der Eurozone unsere Prognose durch einen erheblichen Rückgang des Konjunkturanstiegs überschattet wird. Vor diesem Hintergrund ist der Inflationsanstieg in diesem Jahr vorwiegend den höheren Rohstoffpreisen zuzuschreiben.
Dies sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein und ermöglicht den Zentralbanken, an einer lockeren Geldpolitik festzuhalten.
Unsere zentrale makroökonomische Sichtweise könnte nur durch eine "spürbare Erholung der Weltwirtschaft" gefährdet sein. Dieses Szenario basiert auf einem schnelleren Impftempo, einem geringeren wirtschaftlichen Schaden und einer höheren fiskalischen Wirkung als in der Basisannahme.
Aus Sicht der Vermögensaufteilung setzen wir bei Rohstoffen nach wie vor auf eine Übergewichtung. Dadurch sind wir zu einem gewissen Grad vor einer durch Kosten angetriebenen Inflation geschützt.
Wir favorisieren Aktien, sehen jedoch Staats- und hochverzinsliche Anleihen negativ. Wir akzeptieren indessen, dass die Aktienbewertungen angesichts des Anstiegs der Anleiherenditen nicht mehr so überzeugend sind. Höhere Anleiherenditen sind jedoch eine Reaktion auf kräftigeres Wachstum, wovon wiederum Aktien profitieren. Wir bevorzugen ferner weniger durationssensitive Marktbereiche wie Japan sowie Substanzaktien.
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