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Die Erklärung von Bern (EvB) verkündete heute Schockierendes. Einem Bericht zufolge, welcher von den Organisationen GeneWatch UK, Testbiotech, Corporate Europe Observatory, EvB und SWISSAID gemeinsam verfasst wurde, hat die britische Firma Oxitec, mit finanzieller und personeller Unterstützung des Schweizer Agrarkonzerns Syngenta, gentechnisch veränderte Pflanzen-Schädlinge für die Landwirtschaft entwickelt. Diese seien bereits im grossen Stil auf den Cayman-Inseln, in Malaysia und Brasilien freigesetzt worden. Um mit dem mobilen Gentech-Material möglichst schnell Geld verdienen zu können, nehmen die Firmen direkt Einfluss auf internationale Regulierungen. Werden die Pläne zur Kommerzialisierung dieser Gentech-Schädlingsbekämpfung umgesetzt, würden bald Millionen genetisch manipulierter Insekten in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Oxitec-„Produkte“ , wie beispielsweise gentechnisch veränderte Mittelmeer-Fruchtfliegen, Olivenfliegen und Kohlmotten, sind laut Bericht zwar so entwickelt, dass sie sich mit der natürlichen Population paaren können, sie erzeugen jedoch nicht lebensfähige Nachkommen, die schon im Larvenstadium sterben. Auf diese Weise sollen Schädlingsschwärme bedeutend reduziert oder sogar ausgelöscht werden. Trotzdem sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich lebendige Gentech-Insekten zusammen mit ihren Pflanzen auch unkontrolliert in andere landwirtschaftliche Betriebe und andere Länder ausbreiten könnten.
In dem Bericht werden laut EvB zusätzlich weitere beängstigende Details diskutiert, wie beispielsweise Fragen zu einem von der Weltgesundheits-organisation (WHO) finanzierten Projekt, das es der Firma Oxitec ermöglicht hat, bei der Freisetzung gentechnisch veränderter Moskitos die üblichen Genehmigungsverfahren zu umgehen und von den brasilianischen Behörden eine Genehmigung für die Freisetzung von 16 Millionen Tieren zu erhalten. Der Bericht gibt Grund zur Sorge. Es ist unfassbar, dass schon jetzt gentechnisch veränderte Insekten ohne wirkliche Überwachung freigesetzt werden konnten.
Bild: Eva Kröcher [ CC-BY-SA-2.5] via Wikimedia Commons