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In den vergangenen Monaten war die Volksrepublik China vielen verheerenden Schocks für ihren Agrarsektor ausgesetzt. Einem tödlichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, der Chinas riesige Schweinebestände 2019 halbierte, folgte der Befall durch eine Seuche der Herbstheereswürmer (FAW), die im Dezember 2018 China erreichte und nun Chinas Maisgürtel bedroht. Jetzt vernichten die schlimmsten Überschwemmungen seit etwa 60 Jahren große Reis- und andere Feldfrüchte in Zentralchina entlang des Jangtse und anderer Flüsse. Ernährungssicherheit ist eine von sechs nationalen Prioritäten für die nationale Sicherheit. Präsident Xi Jinping hat soeben einen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet, keine Nahrungsmittel zu verschwenden und keine Strafen zu riskieren, ein Zeichen dafür, dass das Ausmaß der Bedrohung der Ernährungssicherheit weitaus schlimmer ist als gedacht.
Während jedes der verschiedenen Probleme in normalen Zeiten beherrschbar wäre, stellt die Kombination von Katastrophen in der Landwirtschaft in Verbindung mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Ausbrüche in China Herausforderungen dar, die sich in den kommenden Monaten durchaus auf die globale Ernährungssicherheit auswirken könnten.
Der Fall Heerwurm
Ende 2018 wurde in Südchina ein großer Befall mit dem gefürchteten Heerwurm festgestellt. Im Jahr 2019 verursachte die Verwüstung durch die Invasion des widerstandsfähigen Herbstheerwurms (FAW) im vergangenen Jahr die Zerstörung von mehr als 1 Million Hektar Ackerland in China und beschädigte vor allem Mais- und Zuckerrohrkulturen. Regierungsnachrichten zufolge hat der Heerwurmbefall im Herbst 2020 bis Anfang August bereits 1,07 Millionen Hektar in 24 Provinzen….