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Wir benötigen eine bestimmte Menge an Sauerstoff, um zu leben und noch mehr Sauerstoff, wenn wir Sport treiben. Die Sauerstoffaufnahme erfolgt ausschliesslich über unsere Atmung. Warum sind Sauerstoff und die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2) so wichtig?
In unseren Zellen befinden sich Mitochondrien, die Glukose nutzen, um Energie in Form der Verbindung Adenosintriphosphat (ATP) zu erzeugen. Für diesen Vorgang wird Sauerstoff benötigt. Rote Blutkörperchen nehmen den Sauerstoff in der Lunge auf und versorgen alle Körperzellen damit. Beim Sport benötigt man mehr Energie und somit auch mehr Sauerstoff. Atmung und Herzschlag beschleunigen sich, damit mehr Sauerstoff zu diesen Mitochondrien transportiert werden kann.
Was versteht man unter der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max)?
Bei körperlicher Anstrengung erhöht sich das aufgenommene Sauerstoffvolumen bis auf einen Grenzwert: die sogenannte maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max). Dabei handelt es sich um das maximale Sauerstoffvolumen, das unser Körper bei intensiver Anstrengung pro Minute verbrauchen kann. Dieser Wert unterscheidet sich je nach betroffener Person, Geschlecht, Alter und Intensität der körperlichen Aktivität. Selbst wenn das Training weiter an Intensität zunimmt, kann das verbrauchte Sauerstoffvolumen den Wert der maximalen Sauerstoffaufnahme nicht überschreiten.
Mithilfe der VO2 max lassen sich die körperliche Verfassung und der Trainingsfortschritt eines Sportlers oder einer Sportlerin beurteilen. Je höher dieser Wert ist, desto besser die Ausdauer, denn die Energieproduktion ist höher. Der VO2 max steht in einem engen Zusammenhang mit der maximalen aeroben Leistung (MAL). Die Ausdauer eines Sportlers/einer Sportlerin ist die Fähigkeit, so lange wie möglich im Bereich der maximalen aeroben Leistung zu trainieren. Doch Vorsicht! Die VO2 max ist keine allgemeingültige Aussage: zwei Sportler mit derselben VO2 max haben nicht notwendiger Weise dasselbe Leistungsniveau. Denn es ist zu beachten, dass Sauerstoff nicht nur von den Muskeln, sondern auch von anderen Organen, wie z. B. Herz und Gehirn, verbraucht wird.
Ausdauertraining (niedrige Intensität über lange Zeiträume) bewirkt eine Erhöhung der Anzahl an Mitochondrien in den Muskelfasern und eine Zunahme der Anzahl an Kapillaren, von denen die Muskelfasern umgeben sind. Ausserdem bewirkt diese Art von Training eine Erhöhung der systolischen Auswurffraktion (Herzschlagvolumen). Dabei handelt es sich um das Blutvolumen, das während einer Herzkontraktion ausgeworfen wird. Diese Veränderungen ermöglichen einen Anstieg der Menge an Sauerstoff, die zu den Muskeln transportiert wird, sowie eine bessere Verwertung dieses Sauerstoffs durch die Muskeln. Auf diese Weise wird die VO2 max