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Krankheitsübertragung- Wie steht es mit der Sicherheit?
Es gibt wenig Gründe, eine Blutegeltherapie nicht einzusetzen. Grundsätzlich dagegen sprechen immer Gründe, bei denen die Blutgerinnung im Mittelpunkt steht.
Es kommt oft der Einwand, dass mit der Blutegeltherapie Aids, Hepatitis und andere infektiöse Krankheiten übertragen werden könnten. Dies trifft nicht zu.
In den dreissiger Jahren machten Ärzte unter laborähnlichen Bedingungen Versuche mit Blutegeln. Sie wurden Mäusen und Kaninchen, die vorher mit Milzbranderregern infiziert worden waren, angesetzt. Dann wurden dieselben Blutegel etwa eine halbe Stunde später anderen, gesunden Tieren angesetzt.
In keinem Fall wurde ein Infektion der gesunden Tiere beobachtet.
Auch Laboruntersuchungen belegen, dass keine lebende Krankheitserreger an Blutegeln nachzuweisen sind.
Die Krankheitserreger werden durch ein Sekret des Blutegels, das antibakteriell wirkt, sofort abgetötet.
Die heute in Praxen verwendeten Blutegel werden im Inland unter strenger tierärztlicher Kontrolle gezüchtet.