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„Die göttliche Ordnung“, ein Schweizer Film zum Tag der Frau vom 8. März
Seit Petra Volpes Film „Die Göttliche Ordnung“ vor rund einem Jahr in die Kinos kam, feiert er fulminante Erfolge. Nicht nur in der Schweiz, auch im Ausland. Es geht darin um die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz.
Die junge Hausfrau und Mutter Nora wohnt mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen sowie dem missmutigen Schwiegervater in einem kleinen, friedlichen Dorf. Dort ist fast gar nichts von den sozialen Umwälzungen auf der Welt zu spüren, die sich seit der 68er-Bewegung ereignen. Der Dorf- und Familienfrieden kommt erst gehörig ins Wanken, als Nora anfängt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen und so gegen «die göttliche Ordnung» verstösst. Als Nora wieder anfangen möchte zu arbeiten, verweigert ihr Mann die Erlaubnis und beruft sich dabei auf das damalige Schweizer Ehegesetz. Jetzt erwacht Noras Widerstand. Sie beginnt, feministische Literatur zu lesen und enge Jeans zu tragen und besucht mit anderen Frauen aus dem Dorf einen Workshop für sexuelle Befreiung. Als sie sich auch noch öffentlich für das Stimmrecht der Frauen einsetzt und zum Streik aufruft, geraten Dorf- und Familienfrieden aus den Fugen.
„Die Göttliche Ordnung“ ist ein emotionaler, mitreissender, lustvoller und kluger Film, den man sich auch viele Male vergnügt anschaut. Inzwischen wurde er beim Tribeca Film Festival in New York, beim Sydney Film Festival und beim Internationalen Filmfestival von Locarno vorgestellt. Er gewann den Schweizer Filmpreis für das beste Drehbuch und wurde vom Bundesamt für Kultur bei den Oscars als Schweizer Beitrag in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ eingereicht. Dort hat er es zwar nicht auf die Short List geschafft, eine grosse Anerkennung ist das aber allemal.