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We say we are fine
They say we are not
Die dünne, aber dicht mit Bildern gefüllte Publikation legt auf 44 Seiten Fundstücke eines bildkünstlerischen Forschungsprojekts aus, das verschiedenartige Beziehungen von Schweizern zum südafrikanischen Apartheidregime in den 1980er- und 1990er-Jahren untersuchte. Ganzseitig abgedruckte und meist collagierte Werbungen und Beiträge aus dem Vereinsblatt eines Schweizerischen Sportclubs in Kapstadt bieten Einblick in Aktivitäten und Haltungen der Schweizer Exilgemeinschaft. Alternierend sind Seiten mit einzelnen gerahmten Fotografien von Anti-Apartheid-Kundgebungen in der Schweiz eingefügt, die Gertrud Vogler (1936–2018) in den 1980er-Jahren machte. Trotz des geringen Umfangs der Publikation entsteht der Eindruck von vertiefter Forschung und destillierten Ergebnissen – z.B. wenn auf Transparenten der Anti-Apartheid-Kundgebungen rassistische Wörter oder Darstellungen auftauchen. Format und Ästhetik des Vereinsblatts werden mit wenigen gestalterischen Mitteln in ein starkes neues Objekt übertragen. Die Publikation ist Teil eines grösseren künstlerischen Projekts zu Ambivalenzen der Schweizerischen Aussenpolitik. Die hier verfolgte Methode der Bildforschung dürfte sich auch in anderen Fallbeispielen als produktiv erweisen.