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Humanressourcen sind die treibende Kraft von F&I-Aktivitäten. Gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl ist Grundlage für eine qualitativ hochstehende Forschung und für den Transfer von Wissen in Produkte und Dienstleistungen.
3.1 Personen, die in Wissenschaft und Technologie aktiv sind
Unter Personen, die in den Bereichen Wissenschaft und Technologie tätig sind, sind Arbeitskräfte zu verstehen, die sich mit der Herstellung, Verbreitung und Anwendung von wissenschaftlichem und technologischem Wissen befassen. Dabei handelt es sich um intellektuelle und wissenschaftliche Berufe (Gruppe 2 der International Standard Classification of Occupations) und um Fachspezialistinnen und -spezialisten (Gruppe 3).
In der Schweiz sind 42% der Erwerbstätigen im Bereich Wissenschaft und Technologie tätig (Abbildung B 3.1). Damit liegt die Schweiz an zweiter Stelle der Vergleichsländer, knapp hinter Schweden (43%). Dahinter folgen Dänemark (40%) sowie Finnland und die Niederlande mit je 39%, Italien bildet mit einem Anteil von weniger als 30% das Schlusslicht.
Im Vergleich mit dem Jahr 2000 sind in UK und Österreich die höchsten Zuwachsraten zu verzeichnen. In der Schweiz ist der Anteil der in den Bereichen Wissenschaft und Technologie tätigen Arbeitskräfte moderat, aber kontinuierlich, angestiegen. Dies ist wahrscheinlich auf die höhere Zahl der Personen mit einem Fachhochschulabschluss zurückzuführen (siehe F&I-Bericht 2016, Teil C, Studie 4).
3.2 Forschungs- und Entwicklungspersonal
Als Forschungs- und Entwicklungspersonal (F&E-Personal) gelten: Forschende (Fachkräfte, die sich mit der Konzeption und Entwicklung neuer Kenntnisse, Produkte, Verfahren, Methoden und Systeme sowie mit dem Management der betreffenden Projekte befassen), Technikerinnen und Techniker (Realisierung wissenschaftlicher und technischer Aufgaben) sowie das Unterstützungspersonal.
Der Anteil des F&E-Personals an der Gesamtbeschäftigung, ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten, liegt in Dänemark, Finnland und Schweden bei rund 2% (Abbildung B 3.2). Mit einem Anteil von 1,6% liegt die Schweiz zusammen mit Korea und Österreich (beide 1,7%), Frankreich (1,6%) sowie Deutschland und den Niederlanden (je 1,5%), im Mittelfeld. Werden jedoch ausschliesslich die Forschenden berücksichtigt, befindet sich die Schweiz mit einem Anteil der Forschenden an der Gesamtbeschäftigung von 0,9% im hinteren Bereich des Felds. Nur Italien und China weisen einen tieferen Anteil auf, während Dänemark, Finnland und Schweden mit einem Anteil der Forschenden an der Gesamtbeschäftigung von rund 1,5% unangefochten an der Spitze liegen. Die schwache Platzierung der Schweiz ist zu einem grossen Teil darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Forschenden in den privaten Unternehmen tief ist (BFS, 2017).
Der Anstieg beim Anteil des F&E-Personals an der Gesamtbeschäftigung in der Schweiz seit 2000 ist grösstenteils auf die Zunahme des ausländischen F&E-Personals zurückzuführen. Er liegt im Durchschnitt der Vergleichsländer. Korea, Dänemark und Österreich verzeichnen indessen deutlich stärkere Zunahmen.
3.3 Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Forschenden
Während die Frauen unter den Studierenden seit einigen Jahren die Mehrheit bilden, wird ihr Potenzial im F&I-Bereich bei Weitem noch nicht vollständig genutzt. Dieses Problem besteht in zahlreichen Ländern. In der Schweiz ist es aufgrund des Fachkräftemangels besonders ausgeprägt.
2015 betrug der Frauenanteil in den Forschungsteams 34% (Abbildung B 3.3). Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz mit diesem Prozentsatz im vorderen Mittelfeld, hinter UK, Italien und Schweden, jedoch vor Dänemark, Finnland, Österreich, Deutschland und Frankreich.
In der Schweiz hat der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Forschenden seit dem Jahr 2000 am stärksten zugenommen. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der Forscherinnen in Schweden und in Frankreich rückläufig.