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Peter Hodel sitzt seit 2012 im Kantonsrat und präsidiert seit 2014 die FDP-Fraktion. Er nimmt nicht den ersten Anlauf in den Regierungsrat: Vor vier Jahren unterlag er in der parteiinternen Ausmarchung zwischen vier Bewerbungen um die Nachfolge von Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler. Nun soll er den damals an die Grünen verlorenen zweiten Regierungssitz wieder zurückerobern – auf Kosten der CVP.
Man kann den Gemeindepräsidenten von Schönenwerd einen «strammen» Freisinnigen nennen. Wie der Smartspider zeigt, positioniert er sich eher ein wenig konservativer als der amtierende FDP-Regierungsrat Remo Ankli und der Durchschnitt der FDP, was etwa aus dem tieferen Wert bei der liberalen Gesellschaft und dem höheren Wert bei der restriktiven Migrationspolitik zu lesen ist.
Allerdings zeigt sich Hodel gesellschaftspolitisch auch durchaus liberal, er befürwortet zum Beispiel die von den eidgenössischen Räten beschlossene Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare inklusive Zugang zur Samenspende und sagt «eher Ja» zur Legalisierung des Cannabiskonsums. Als eher rechts stehend weisen ihn der hohe Wert bei der restriktiven Finanzpolitik und der tiefe Wert beim ausgebauten Sozialstaat aus. Hodel, Vizepräsident des Verbands der Einwohnergemeinden, kann zum Beispiel nichts mit einer gesetzlichen Verpflichtung der Gemeinden zur Mitfinanzierung familienergänzender Betreuungsstrukturen anfangen und befürwortet Verschärfungen der Bestimmungen in der Sozialhilfe wie tieferes Existenzminimum oder strengere Sanktionen. (mou)