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Peniskrebs ist selten – pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 50 Männer daran. Zum Zeitpunkt der Diagnose ist die Hälfte der Patienten über 70 Jahre alt. Peniskrebs schreitet langsam voran und bildet nur selten und spät Metastasen. Der Krebs wird jedoch oft erst spät erkannt.
In den meisten Fällen ist der Peniskrebs ein Hauttumor, am häufigsten ein Plattenepithelkarzinom.
Risikofaktoren
- Eine chronische Entzündung am Penis, welche durch mangelnde Hygiene entsteht.
- Eine Infektion mit dem humanen Papillo̲mavirus (HPV).
- Eine Verengung der Vorhaut, auch Phimose genannt: Da sich die Vorhaut nicht mehr vollständig zurückschieben lässt, wird die Körperpflege erschwert, und mögliche Hautveränderungen bleiben unsichtbar.
- Rauchen.
- Krankheiten wie die Erythroplasie Queyrat oder Morbus Bowen.
Eine Beschneidung im frühen Lebensalter bietet einen gewissen Schutz gegen Peniskrebs. Im Weiteren kann eine Impfung gegen HPV das Erkrankungsrisiko senken.
Beschwerden
Meist sind die ersten Krankheitszeichen unspezifisch, zum Beispiel mit Verhärtung oder Schwellung an der Eichel oder Vorhaut. Oft verursacht Peniskrebs erst in fortgeschrittenem Stadium Beschwerden. Folgende sind typisch:
- Blumenkohlartige Hautveränderungen an der Eichel
- Ausfluss
- Blutungen
Diagnose
Die Diagnose wird unter anderem durch Computertomografie, Positronen-Emissions-Tomografie gestellt.
Therapie
- Die Operation ist die wichtigste Behandlungsmethode.
Die Entfernung der Vorhaut ist manchmal ausreichend, eine teilweise oder vollständige Amputation des Penis kann jedoch nötig sein, wenn sich der Krebs bereits ausgebreitet hat. Deshalb ist es wichtig, Hemmungen zu überwinden und bei Auffälligkeiten sofort einen Arzt aufzusuchen.
Bei fortgeschrittenem Tumor und/oder Metastasen in den Lymphknoten im Leistenbereich werden diese und die nächstgelegenen entfernt.
- Radio- und/oder Chemotherapie kann je nach Peniskrebs zusätzlich eingesetzt werden.