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Trotz grosser Fortschritte bei der Armutsbekämpfung leben weltweit noch immer beinahe 800 Millionen Menschen in extremer Armut. Die Hälfte dieser Menschen lebt in fragilen Ländern oder in Ländern, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Auch die Anzahl und das Ausmass der Klimakatastrophen haben zugenommen und gefährden die bereits erreichten Entwicklungserfolge. Das UNDP unterstützt Entwicklungsländer bei der Erarbeitung von Strategien, bei der Stärkung ihrer institutionellen Kapazitäten und beim Austausch von Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung, die Anpassung an den Klimawandel, die Krisenbewältigung und die demokratische Regierungsführung. So hat das UNDP beispielsweise in Nepal 2016 die Eintragung einer halben Million wahlberechtiger Personen in ein biometrisches Wahlregister ermöglicht. Im Zeitraum 2018–2020 unterstützt die Schweiz das UNDP mit einem Kernbeitrag von 156,4 Millionen Franken.
Seit 1990 haben sich die Zahl der unterernährten Kinder sowie die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren halbiert. 2016 erreichte die Nettoschulbesuchsquote auf Primarschulstufe in den Entwicklungsländern 92 Prozent. Allerdings sind immer noch Millionen Kinder von Armut, humanitären Krisen, bewaffneten Konflikten, Zwangsmigration und Umweltzerstörung bedroht. UNICEF konzentriert sich auf den Schutz und die Entwicklung von Kindern, insbesondere der ärmsten, der am stärksten benachteiligten und ausgegrenzten. Dank UNICEF konnten 2016 namentlich 61 Millionen Kinder gegen Masern geimpft, 870 000 HIV-infizierte Kinder mit einer antiretroviralen Behandlung versorgt und Unterrichtsmaterial an 16 Millionen Kinder verteilt werden. Im Zeitraum 2018–2020 unterstützt die Schweiz UNICEF mit einem Kernbeitrag von 59,6 Millionen Franken.
Die Weltbevölkerung erreichte 2018 7,5 Milliarden Menschen. Über 200 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu Methoden der freiwilligen Familienplanung. Jeden Tag sterben mehr als 800 Schwangere aufgrund von Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt. Der UNFPA setzt sich für einen universellen Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und für die Förderung reproduktiver Rechte ein. Er hat zum Ziel, die Müttersterblichkeit zu senken und die Lebensbedingungen der Frauen und Mädchen zu verbessern. So hat er zwischen 2014 und 2016 33,4 Millionen Jugendlichen den Zugang zu integrierten Diensten für sexuelle und reproduktive Gesundheit ermöglicht. Im Zeitraum 2018–2020 unterstützt die Schweiz den UNFPA mit einem Kernbeitrag von 48 Millionen Franken.
Noch immer sind die Frauen in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weltweit untervertreten. Viele Frauen haben immer noch keinen Zugang zu menschenwürdiger Arbeit. Jede fünfte Frau ist Opfer von Gewalt oder Diskriminierung. UN Women setzt sich für die rechtliche Stärkung der Geschlechtergleichstellung als Menschenrecht, die Abschaffung von Diskriminierungen und die Ermächtigung der Frauen und Mädchen ein. Bei der Konzeption dieser Einheit der UNO im Jahre 2010 spielte die Schweiz eine massgebende Rolle. Mit der Unterstützung von UN Women konnten 24 Länder mit einer weiblichen Bevölkerung von über einer Milliarde ihre Gesetzgebung zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen stärken. Im Zeitraum 2018–2020 unterstützt die Schweiz UN Women mit einem Kernbeitrag von 48 Millionen Franken.
Die Schweiz zieht bei ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem UNDP, UNICEF, dem UNFPA und UN Women insgesamt eine positive Bilanz. Diese vier UNO-Organisationen gehören zu den fünfzehn prioritären Organisationen der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Damit die Schweizer Beiträge zu überzeugenden Ergebnissen für die armen und verletzlichen Bevölkerungsgruppen führen, engagiert sich die Schweiz aktiv in den Leitungsorganen dieser Organisationen. Ausserdem unterstützt sie den Reformprozess des UNO-Entwicklungssystems.
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