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Vor mehr als 20 Jahren haben wir in der WoZ einen visionären Artikel mit dem Titel „Im Monorail durchs Business-Valley“ publiziert – seit Dezember fährt tatsächlich ein Bähnli durchs Zürcher Glatttal, allerdings ist es nur ein hundskommunes Tram.
In den 80er Jahren war ich Mitglied des Ssenter for Applied Urbanism (SAU) und habe mich intensiv mit dem Thema Stadtentwicklung auseinandergesetzt. Mit dem SAU produzierten wir für die WoZ ein achtseitiges Dossier „Stadtentwicklung & Wohhnungsnot – Urbane Maschine Schweiz“, das am 22. Dezember 1989 erschien. Auf der letzten Seite dieses Dossiers war dieser Artikel:
Nicht alles, das wir damals prophezeit haben, ist tatsächlich eingetroffen, aber erstaunlich viel. Es ist zwar kein Monorail und wurde auch nicht privat finanziert, aber die Linienführung der neuen Tramlinie 12 entspricht dem damaligen Vorschlag und führt vom Flughafen über Glattbrugg, das Fernsehstudio, Wallisellen und den längsten Eisenbahnviadukt der Schweiz (1209 m) bis zum Bahnhof Stettbach. Kurz: Es ist der Versuch, das urbane Patchwork in Zürichs Norden mit dem öV zu erschliessen und zu strukturieren.
Anzufügen wäre noch dreierlei: 1. Die vier im Artikel erwähnten, grossen Entwicklungsgebiete sind inzwischen alle mehr oder weniger dicht überbaut. 2. Zürichs Nordumfahrung, die Zürich-Nord automässig erschliesst, ist chronisch überlastet, und die Glatttalbahn kann – auch wenn sie ein Erfolg wird – den Verkehrskollaps nur hinauszögern. 3. Der Ersatz für den „hundskommunen Bus“, wie wir damals schrieben, hat die öffentliche Hand 650 Millionen Franken gekostet.