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Vardar Skopje krönt sich in Köln zum Handball-Champion Europas. Der Meister aus Mazedonien gewinnt das Endspiel des Final-Turniers der Champions League gegen das Schwergewicht Paris Saint-Germain.
Im Halbfinal gegen den FC Barcelona hatte sich Vardar Skopje mit einem Treffer in letzter Sekunde den Final-Einzug gesichert. Die Schlussphase im Endspiel gegen Paris Saint-Germain war dann noch dramatischer. Erst sieben Sekunden vor dem Ende gelang dem französischen Rückraum-Star Daniel Narcisse für den PSG der Ausgleich zum 23:23. Doch zur Verlängerung kam es dennoch nicht: Nach einem Timeout überraschte Skopje die Favoriten aus Paris mit einem schnellen Angriff über den rechten Flügel - der 24:23-Coup war perfekt. Das entscheidende Tor erzielte der kroatische Internationale Ivan Cupic.
Damit holte Vardar Skopje nicht nur den ersten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte, sondern auch die erste Trophäe in der Königsklasse für Mazedonien. Das Land im Südbalkan, zwischen Serbien und Griechenland gelegen, ist im Handball zwar ungleich erfolgreicher als im Fussball, doch fehlten bisher internationale Erfolge wie sie etwa andere Länder aus Ex-Jugoslawien wie Kroatien oder Slowenien regelmässig feiern. An der WM in diesem Jahr erreichte Mazedonien den 15. Platz.
Der Triumph von Köln war von Vardar Skopje nicht erwartet worden. In den letzten drei Jahren scheiterte das Team, in dessen Kader nur drei Mazedonier figurieren, in der Champions League stets in den Viertelfinals.
Für Paris Saint-Germain dagegen, das wie im Fussball grosse Anstrengungen unternimmt, um den europäischen Titel zu gewinnen, geht das Warten - ebenfalls wie im Fussball - weiter. Die Star-Truppe um die Rückraum-Giganten Nikola Karabatic und Daniel Narcisse, mit den dänischen Olympiasiegern Henrik Möllgaard und Mikkel Hansen sowie mit der Torhüter-Legende Thierry Omeyer gewann in Frankreich vier der letzten fünf Meistertitel. In der Champions League erreichte der PSG im letzten Jahr Platz 3, heuer stand man immerhin zum ersten Mal im Endspiel.
SDA-ATS