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Francis Bott
Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn, ab 1934, malt Francis Bott unter dem Künstlernahmen Frabo kleine Kompositionen auf Karton, die – oft in Landschaftsmotiven – einen phantastischen Expressionismus ausdrücken. Ab den späten 1930er-Jahren sind seine Bilder surreal verschlüsselt in der Art von Max Ernst, an dessen Seite er 1947 an der internationalen Surrealisten-Ausstellung in Paris teilnimmt. Gegen Ende des 2. Weltkriegs wendet sich der Künstler der Abstraktion zu und pflegt eine zeichenhafte Bildsprache mit schwarzen Liniengeflechten über Farbflächen in Kreis- und Dreieckformen, die sehr transparent wirken (Composition, 1939). Später wird der Farbauftrag pastoser; Bott wandelt sich zum «Maler der schweren Materie», der in den 1950er- und 1960er-Jahren die Farbe in breiten Würfeln mit dem Spachtel aufträgt. Seine Malerei erinnert jetzt an das französische Informel, an den abstrakten Expressionismus eines Nicolas de Staël. Immer spielt die Farbe im Aufbau der Bildkomposition eine bedeutende Rolle, vor allem das Kobaltblau und das flammende Rot. In den 1970er- und 1980er-Jahren kehrt Bott zum Surrealismus zurück, der indes eher an die metaphysisch aufgeladenen Räume eines Giorgio de Chirico erinnert (Comme des mirroirs palpitants, 1976). Später wird der Bildaufbau komplexer, die Bilder der 1980er- und 1990er-Jahre wirken oft etwas überladen (Hommage à Uccello, 1980). Die Bildräume sind jetzt wie Theaterkulissen aufgebaut und die Figuren darin umgeben von mysteriösen Objekten. Das Interesse an zeitgenössischer Musik widerspiegelt sich in Francis Botts Kompositionen, sind sie doch oft durch rhythmische Variationen strukturiert.