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Vielfalt, Fairness und Integration sind nicht einfach nur ein weiteres Gebot. Es handelt sich um einen Teil der Unternehmenskultur, mit dem ein doppeltes Ziel erreicht werden kann: die Zufriedenheit der Teams am Arbeitsplatz und eine Verbesserung der Unternehmensergebnisse.
Laut Jacqueline Woodson, einer zeitgenössischen amerikanischen Schriftstellerin, „geht es bei Vielfalt um jeden von uns und unsere Suche nach einem Weg, wie wir gemeinsam durch diese Welt gehen können“. Manchmal von einer eigenen Abteilung oder der Personalabteilung getragen, umfasst das Triptychon Vielfalt, Fairness und Inklusion (DFI) jede Politik oder Praxis, die darauf abzielt, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen willkommen und wertgeschätzt fühlen, indem sichergestellt wird, dass sie die notwendige und angemessene Unterstützung erhalten, um ihre Aktivitäten am Arbeitsplatz optimal zu entfalten. Dieses Prinzip erkennt den Wert der Vielfalt der Stimmen an und betont Inklusivität und Wohlbefinden als notwendige Elemente für den persönlichen und kollektiven Erfolg.
Toleranz und Multikulturalismus
Dieses Prinzip hat seine Wurzeln in der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre in den USA und umfasste nach und nach Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion, Herkunftsland und andere Identitäten. Zunächst lag der Schwerpunkt auf Toleranz, d. h. der Akzeptanz der Integration an Arbeitsplätzen, Schulen und in Gemeinden, und von Mitte der 1970er bis in die 1990er Jahre hinein auf Multikulturalismus und der Anerkennung der Beiträge verschiedener ethnischer Minderheiten.
Vielfalt bezieht sich auf das Vorhandensein von Unterschieden in einem bestimmten Rahmen: Dazu gehören der sozioökonomische Hintergrund, die ethnische Herkunft, die Geschlechtsidentität, die sexuelle Orientierung, körperliche Fähigkeiten, Kompetenzen, Meinungen, Überzeugungen und Einstellungen, die einer Person eigen sind.
Fairness bezieht sich auf Praktiken, Prozesse und Strategien, die für Chancengleichheit sorgen. Sie verringert die systembedingten Hindernisse, auf die Menschen stossen können, z. B. bei der Einstellung.
Inklusion ist die Art und Weise, wie eine Organisation ein Gefühl der Zugehörigkeit am Arbeitsplatz vermittelt, indem sie ein Umfeld schafft, in dem unterschiedliche Hintergründe und demografische Merkmale willkommen geheissen und wertgeschätzt werden.
Die Auswirkungen in Unternehmen
Ein Unternehmen, dessen Kultur auf diesem Dreiklang aufbaut, hat de facto einen facettenreichen Wettbewerbsvorteil, der sich in besseren Ergebnissen niederschlägt. Hier einige Beispiele:
- Finanzielle Leistung: Eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass Unternehmen mit einer vielfältigen ethnischen Zusammensetzung mit 35 % höherer Wahrscheinlichkeit eine höhere finanzielle Rendite erzielen als ihre jeweiligen nationalen Mediane.
- Arbeitgebermarke und Talentbindung: Laut Glassdoor sind 67 % der Jobsuchenden der Meinung, dass die Vielfalt der Teams ein wichtiger Faktor bei der Bewertung von Unternehmen und der Prüfung von Stellenangeboten ist.
- Wachstum und Innovation: Harvard Business Review hat herausgefunden, dass vielfältige Unternehmen mit 70 % höherer Wahrscheinlichkeit einen neuen Markt erobern und mit 45 % höherer Wahrscheinlichkeit ihren Marktanteil von einem Jahr zum nächsten steigern.
- Höhere Produktivität: 83 % der Millennials gaben an, dass sie sich voll engagieren, wenn sie glauben, dass ihre Organisation eine integrative Unternehmenskultur fördert, verglichen mit 60 %, wenn ihre Organisation dies nicht tut.
- Teamleistung: Laut einer Studie von Forbes treffen vielfältige Teams in 87 % der Fälle bessere Entscheidungen.