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Am 21. Mai 2006 hat das Schweizer Stimmvolk mit deutlicher Mehrheit die revidierten Bildungsartikel in der Bundesverfassung angenommen. Seither sind die Kantone dazu verpflichtet, wichtige Eckwerte der obligatorischen Schule national zu harmonisieren. Dazu gehören das Schuleintrittsalter, die Schulpflicht, die Dauer und die Ziele der Bildungsstufen sowie die Übergänge von einer Stufe zur anderen (Artikel 62 Absatz 4 Bundesverfassung).
Im Juni 2011 haben die 26 Kantone erstmals nationale Bildungsziele für vier Fachbereiche freigegeben und haben damit eine wichtige Grundlage für die Umsetzung dieses Verfassungsauftrages geschaffen. Diese Bildungsziele beschreiben, welche Grundkompetenzen die Schülerinnen und Schüler in der Schulsprache, in einer zweiten Landessprache und Englisch, in Mathematik und Naturwissenschaften an definierten Schnittstellen erwerben sollen.
Im Rahmen der Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen wurde 2016 am Ausgangspunkt der Harmonisierung erstmals mittels gesamtschweizerischer Tests erhoben, inwieweit Schweizer Schülerinnen und Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit in den jeweiligen Kantonen bereits einen Ausschnitt der Grundkompetenzen in Mathematik erreichen. Die Ergebnisse sollen zum einen zeigen, wie gross die Übereinstimmung zwischen den Kantonen zu Beginn der Harmonisierung ist und wie sich der Grad des Erreichens der Grundkompetenzen in den getesteten Bereichen präsentiert. Zum anderen wurde damit ein erstmals in diesem Umfang vorliegender Datensatz erhoben, der für das nationale Bildungsmonitoring und die kantonalen Qualitätsentwicklungsprozesse genutzt werden kann. Zu diesem Zweck wurden die standardisierten Leistungstests in Mathematik durch einen Fragebogen zu individuellen, schulischen und familiären Aspekten ergänzt, die zentrale Indikatoren zur Erklärung von Leistungsunterschieden darstellen.
Alle 26 Schweizer Kantone beteiligten sich mit einer repräsentativen Stichprobe. Die Ziehung der Schulen sowie der Schülerinnen und Schüler erfolgte nach einem zweistufigen Ziehungsverfahren: Schweizweit nahmen insgesamt 22'423 Schülerinnen und Schüler teil. Die Erhebungen fanden zwischen dem 2. Mai und dem 10. Juni 2016 statt und erfolgten nach einem standardisierten Vorgehen durch geschulte Testverantwortliche computerbasiert und online unter Nutzung der Schulinfrastruktur.
Die Ergebnisse wurden im Mai 2019 veröffentlicht.