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Albert Fasel wurde am 17. September 1918 als zweitjüngstes von 13 Kindern in Selgisberg in Alterswil geboren. Später bewirtschafteten vier Geschwister gemeinsam verschiedene Pachtbetriebe. 1974 zogen sie ins Eichholz in der Gemeinde Giffers. Dort besorgten sie die Tiere des Eigentümers. Während Jahren bearbeitete Albert Fasel die Scholle und besorgte die ihm anvertrauten Tiere. Wie freute er sich, wenn er als Abwechslung von seinen Nichten und Neffen Besuch erhielt oder von Sängerkameraden zu einer Bergfahrt in die paradiesische Bergwelt, insbesondere über die Euschels nach Jaun, eingeladen wurde.
2004 zog Albert nach einem Spitalaufenthalt ins Alters- und Pflegeheim Ärgera, Giffers. Als aufgeschlossener Bürger lebte er sich dort sofort gut ein. Die Pflege sei ausserordentlich gut und er fühle sich hier sehr wohl, sagte er mehrfach. Im Heim pflegte er gute Kontakte mit den anderen Heimbewohnern und freute sich am täglichen Jass, der Abwechslung und Ablenkung in den Alltag brachte.
Auch konnte er, solange es noch ging, an den Proben des Cäcilienvereins und an den gesungenen Messfeiern in der nahen Dorfkirche teilnehmen. Während seines ganzen Lebens hatte der Gesang einen grossen Stellenwert. 1944 trat er dem Cäcilienverein Bonnefontaine bei. Ab 1974 war er aktiver Sänger im Cäcilienverein Giffers. Singen war für Albert der Atem des Lebens. Der Besuch der Proben wie die Teilnahme an den Aktivitäten des Chores waren für Albert eine Selbstverständlichkeit. Wenn immer möglich wollte er weder an den Proben des Cäcilienvereins noch an den Proben des Männer-Rentnerchörlis noch an den Auftritten dieser Chöre fehlen. Es war für ihn eine Herzenssache dabei zu sein. Ja, es kam sogar vor, dass Gäste frühzeitig gehen mussten, damit er rechtzeitig zu den Proben erscheinen konnte. Für sein langjähriges Engagement im Cäcilienverein wurde er im Jahr 1989 mit der päpstlichen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Albert war eine gradlinige und beeindruckende Persönlichkeit. Er war eine eindrucksvolle, offene, ehrliche und zuverlässige Person. In letzter Zeit machten ihm die Altersgebrechen zu schaffen. Mit unbeugsamer Hoffnung und bewundernswerter Zuversicht nahm er sein Schicksal an. Körperlich geschwächt, geistig aber wach und klar, ist er am 23. Oktober 2010 friedlich eingeschlafen. Als Gott sah, dass der Weg lang, der Hügel zu steil lund das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um den allseits beliebten und geschätzten Albert und sprach: «Albert, komm heim.» Eing.