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«Palast des Frühlings»: Ceausescus Prunk-Villa wird zum Museum
25 Jahre lang war das Luxusdomizil des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu den Augen der Öffentlichkeit entzogen. Nun können Besucher das pompöse Anwesen in Bukarest besichtigen.
Der zu Kitsch und Grössenwahn neigende kommunistische Machthaber bezog die Villa, nachdem er 1965 zum Staatsoberhaupt der Sozialistischen Republik Rumänien auserkoren worden war. Anfang der 1970er Jahre liess er den «Palatul Primăverii» (dt. Palast des Frühlings) ausbauen und schwelgte dort mit seiner Frau Elena und seinen Kindern Valentin, Nicu und Zoia bis zu seinem Sturz 1989 im Luxus.
80 Zimmer umfasst das zweistöckige und unterkellerte Anwesen im Bukarester Stadtviertel Primăverii, von dem es seinen Namen erhielt. Im Interieur wurden einheimische und exotische Hölzer verbaut: Mahagoni, Rosenholz, Birne aus Afrika, Kirsche aus Kanada, Eiche, Maulbeer-Feige, Walnuss. Die meisten der Innenräume wurden im Stil der Neoklassik und Neorenaissance gestaltet. In dem Gebäude fanden ein Schwimmbecken, ein Friseursalon und ein Bunker Platz.
Nicolae Ceaușescu (1918-1989) wurde als Machthaber Rumäniens vom Westen lange hofiert, da er sich weitgehend dem sowjetischen Einflussbereich entzog und den Kontakt auch zu den Vereinigten Staaten suchte. Nach innen entwickelte sich seine Politik zunehmend stalinistisch und irrational. Dem Vorbild Nordkoreas folgend spann er um sich einen bizarren Personenkult, während er die Bevölkerung zusehends verelenden liess. Der Fall des Eisernen Vorhangs vollzog sich in Rumänien wild und blutig mit über tausend Toten. Am 25. Dezember 1989 wurde der «Conducător» (dt. Führer) mit seiner Frau Elena nach einem Schauprozess standrechtlich erschossen.