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Die Abgeordneten des Bundesstaates São Paulo wollen den Fleischkonsum einschränken. Montags soll nach einem mehrheitlichen Beschluß auf die tierischen Proteine verzichtet werden. Als Argument dafür wird der Umwelt- und Tierschutz angeführt.
“Segunda Sem Carne“ (Montags ohne Fleisch) heißt das polemische Projekt, mit dem das Auftischen von tierischen Proteinen in Restaurants, Lanchonetes, Schulen und anderen Einrichtungen an Montagen verboten werden soll. Die Mehrheit der Abgeordneten São Paulos hat dem bereits zugestimmt.
Laut Feliciano Filho erhalte die Bevölkerung damit die Gelegenheit über das Leid der Tiere im Schlachthof zu reflektieren. Mit dem von ihm eingereichten Gesetz will er über die Konsequenzen des Fleischkonsums und tierischer Produkte aufmerksam machen.
Als Gründe führt er unter anderen den Klimawandel, den Verlust der Artenvielfalt und ebenso verschiedene Erkrankungen, wie Krebs, Diabetes und zu hohe Cholesterolwerte an.
Wer das Fleischverbot nicht einhält, wird mit einem Bußgeld von über 7.500 Reais belegt (derzeit etwa 1.900 Euro) belegt.
Noch ist das Gesetz nicht rechtskräftig. So wie es aussieht, wird es das auch nicht werden. Was fehlt, ist die Unterschrift des Gouverneurs São Paulos. Der ist wenig begeistert von dem aufgezwungenen Fleischverzicht.
Vom Landwirtschafstsekretariat des Bundesstaates wird auf die Bedeutung der tierischen Proteine für die Ernährung hingewiesen. Darüber hinaus heißt es, dass es für die Bevölkerung Aufklärungsaktionen über den Fleischkonsum gebe und Landwirte Orientierungen zu einem umweltgerechten Landbau erhielten.
Hauptargument dürfte aber das Geld sein. Immerhin sind Rinderhaltung sowie die Fleisch- und Milchproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig, wie vom Landwirtschafstsekretariat eingeräumt wird.