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Eisen
Der Eisenmangel ist ausgesprochen häufig und kann mit oder ohne begleitende Blutarmut vorkommen. Symptome sind nicht selten Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen und Haarausfall. Zu den häufigsten Ursachen des Eisenmangels zählen chronische Blutungen, verminderte Eisenaufnahme im Darm (Sprue, Glutenunverträglichkeit), intensive sportliche Aktivität, Mangelernährung, erhöhter Eisenbedarf zum Beispiel während der Schwangerschaft oder der Körperwachstumsphase. In unseren
Sprechstunden suchen wir die Ursache eines Eisenmangels.
Als Behandlungsmöglichkeiten stehen Eisenpräparate in Form von Tabletten oder Tropfen zur Verfügung. Wenn solche Präparate nicht gut vertragen werden oder nicht ausreichend helfen, kann Eisen gespritzt oder infundiert werden.
Im Gegensatz zum Eisenmangel steht die Eisenüberladung, zum Beispiel im Rahmen einer Hämochromatose. Die Hämochromatose ist die häufigste genetische Erkrankung und führt zu vermehrter Eisenaufnahme im Darm. Als Folge kann es zu einer Eisenüberladung, vor allem in der Leber und den Gelenken („Arthrosen"), aber auch im Herzmuskel, in der Bauchspeicheldrüse, in der Schilddrüse und anderen Organen kommen. Dies kann zu Leberzirrhose, Herzschwäche, Blutzuckerkrankheit (Diabetes), verminderter Schilddrüsenfunktion und eben zu Gelenkproblemen führen, deren Ursache oft unerkannt bleibt.
In unserer entsprechend spezialisierten Sprechstunde werden Patienten mit Eisenüberladung sehr sorgfältig betreut. Als Behandlungsmöglichkeiten stehen insbesondere Aderlässe zur Verfügung. In seltenen Fällen ergänzt man diese Therapie durch spezielle Medikamente, die die Eisenaufnahme im Darm hemmen.