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Das Vulvakarzinom (Scheidenkrebs) ist das vierthäufigste Genital-Karzinom. Es ist ca. fünfmal seltener als das Zervixkarzinom (Inzidenz 12 pro 100.000 Frauen).
Die VIN ist die häufigste präinvasive Erkrankung der Vulva. Seit den 70er Jahren hat die Inzidenzrate deutlich zugenommen und hatte sich in den 80er Jahren bereits verdoppelt. Als Gründe für den Anstieg der VIN-Fälle kommen eine steigende Inzidenz von HPV-Neuinfektionen des unteren Genitaltraktes und / oder Verbesserungen diagnostischer Verfahren in Betracht.
Die Primärprävention besteht in der Verhinderung einer HPV Infektion als Ursache der VIN (in 90%) und des Vulvakarzinoms (in 40-60%) durch eine Impfung.
Die Sekundärprävention besteht in der frühzeitigen Diagnostik und sanierenden Operation der präinvasiven Läsionen (VIN). Dazu ist es unerlässlich in der jährlichen Vorsorgeuntersuchung die Vulva und die Vagina suffizient und gründlich, auch mittels Kolposkopie zu untersuchen. Zusätzlich sollte aus verdächtigen Bezirken eine Zytologie und HPV-Testung durchgeführt werden.
Das häufigste Symptom pathologischer Vulvaveränderungen ist der Pruritus. Perineale Schmerzen, Brennen, Dysurie, das subjektive Erfassen von palpablen und sichtbaren Veränderungen sind weitere Symptome. Blutungen oder Fluor treten selten auf. Die Hälfte der Patientinnen ist beschwerdefrei.
Als Therapie stehen Operation und Bestrahlung, selten Chemotherapie zur Verfügung. Im Rahmen der operativen Sanierung sind häufig plastische Verfahren zur Defektdeckung notwendig.