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Sprachaufenthalt Englisch: 7 Tipps
1. Dauer des Sprachaufenthalts
Die Dauer eines Sprachkurses während eines Sprachaufenthaltes in einem Englisch sprechenden Land kann von einer Woche bis zu einem Jahr und darüber hinaus reichen, je nach Angebot, Lernziel, Budget, verfügbarer Zeit und Ehrgeiz. In der Regel buchen Teilnehmende eine Sprachreise, die sich über zwei bis drei Wochen erstreckt. Vor allem junge Erwachsene kombinieren einen Sprachkurs auch gerne mit einem längeren Auslandsaufenthalt, so dass auch vier oder acht Wochen Englischkurs keine Seltenheit darstellen. Je nach gewählter Intensität des Kurses kann die Dauer des Sprachaufenthaltes angepasst werden, so dass du in einem Intensivkurs mit 30 oder mehr Stunden Sprachunterricht pro Woche auch innerhalb von zwei Wochen gute sprachliche Erfolge erzielen kannst.
2. Sprachdiplome
Sprachdiplomkurse können bei einem Sprachaufenthalt Englisch nahezu bei allen Sprachschulen gebucht werden. Das beliebteste Diplom weltweit ist der IELTS-Test (International English Language Testing System), doch auch der amerikanische TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) oder die Cambridge-Zertifikate werden sehr gerne abgelegt. Je nach Niveau kann bei den Cambridge-Zertifikaten ein Vorbereitungskurs auf das First Certificate in English (FCE), auf das Advanced Certificate in English (CAE) oder das Certificate of Proficiency in English (CPE) besucht werden, ebenso wie Business English Certificates (BEC) in drei unterschiedlichen Niveaustufen. Einige Sprachschulen bieten zudem für Schüler/innen, die eine Sprachreise machen, das Cambridge English Preliminary (PET) Diplom an, ebenso wie für Anfänger auf Niveau A2 den Key English Test (KET). Beachten solltest du, dass Sprachdiplomkurse nicht jederzeit, wie dies bei anderen Sprachkursen oft der Fall ist, beginnen, sondern sich nach den Terminen der Examensprüfung richten und zudem eine längere Dauer aufweisen (etwa 8 bis 12 Wochen).
3. Kosten
Die Kosten für einen Sprachaufenthalt im Englisch sprachigen Raum können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welches Land und welche Stadt du reisen möchtest, wie lange der Sprachkurs dauert und wie intensiv du lernen möchtest. Zudem spielt nicht zuletzt die Wahl der Unterkunft eine entscheidende Rolle. Die Unterkunft bei einer Gastfamilie ist die preisgünstigste Variante, in einem Hotel liegt der Preis sehr viel höher, was sich besonders bei längeren Auslandsaufenthalten bemerkbar machen kann. Zu den Kosten für den Englisch Sprachkurs und die Unterkunft kommen zudem die Kosten für den Flug, die Anmeldegebühr, eine Gebühr für eine Unterkunftsreservation, eventuell Kursmaterialien und Prüfungsgebühren hinzu. Auch der Flughafentransfer muss in der Regel selbst bezahlt werden, ebenso wie Freizeitangebote und Aktivitäten. Je nach gebuchter Unterkunftsart fallen zudem Verpflegungskosten an.
4. Versicherungen
Eine Reiserücktrittsversicherung sollte von Sprachreisenden vor allem bei einem länger geplanten Auslandsaufenthalt nach Möglichkeiten immer abgeschlossen werden, sofern diese nicht bereits in einer vorhandenen Versicherung integriert ist. Im Falle einer ersthaften Krankheit, eines Unfalls oder auch eines Todesfalls in der nahen Familie kann die Reise kurzfristig storniert werden, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen. Auch eine Auslandskrankenversicherung ist unerlässlich, vor allem in Ländern mit einem teuren Gesundheitssystem, wie etwa den USA. Eine solche Auslandsversicherung sollte neben einer unbegrenzten Deckung der Heilkosten auch sämtliche Transportkosten, einschliesslich eines Rücktransports in die Schweiz beinhalten. Der Auslandsschutz ist bei einigen Krankenkassen bereits in den Zusatzversicherungen inbegriffen, bei anderen kann er leicht hinzugenommen werden. Auch temporäre Reise-Zusatzversicherungen sind bei vielen Krankenkassen möglich, die nicht zwingend bei demselben Anbieter der Grundversicherung abgeschlossen werden müssen.
5. Wechsel des Sprachkurses vor Ort
Vor Antritt des Englisch Sprachaufenthalts legen Sprachschüler/innen in der Regel einen Englischtest ab, um eine Niveau- und damit Kurseinteilung vornehmen zu können. Ein solcher Sprachniveaueinstufungstest erfolgt meist online und sichert den Teilnehmenden eine recht genaue Einteilung zu. Bei einigen Sprachschulen erfolgt die Kurseinteilung auch erst vor Ort am ersten Schultag, so dass das aktuelle Sprachniveau bestimmt werden kann. Dessen ungeachtet kann es selbstverständlich immer wieder vorkommen, dass sich im Verlaufes des Sprachkurses herausstellt, dass das eigene Sprachniveau nicht ausreichend für den zugeteilten Kurs ist oder aber die Fremdsprachenkenntnisse doch bereits umfassender sind, als ausgetestet wurde. In einem solchen Fall stellt der Wechsel der Kursstufe erfahrungsgemäss bei einem Grossteil der Sprachschulen kein Problem dar. Dennoch solltest du diesen Punkt vor der Buchung direkt mit dem Anbieter abklären, um eventuelle Komplikationen auszuschliessen.
6. Altersdurchschnitt der Sprachkurse
Der Altersdurchschnitt der Sprachschüler/innen liegt im Durchschnitt bei Mitte 20, wobei es selbstverständlich je nach Region, gewähltem Sprachkurs und auch Saison Unterschiede gibt. So ist das Durchschnittsalter in der Nebensaison höher als in der Hauptsaison, also etwa in den Sommerferien, in dem auch viele schulpflichtige Kinder und Jugendliche eine Sprachreise antreten. Wo man gut feiern kann und wo das Sprachelernen perfekt mit Freizeitaktivitäten wie surfen, tauchen und dem Ausgang verbunden werden kann, ist hingegen oftmals die jüngere Generation anzutreffen. Wer bereits ein gewisses Alter erreicht hat und nicht unbedingt mit jungen Erwachsenen einen Sprachaufenthalt absolvieren möchte, für den bietet sich die Möglichkeit, sich für Spezialkurse anzumelden, die eigens auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind, etwa über 30jährige . Auch Sprachkurse 50plus haben viele Sprachschulen im Angebot, ebenso wie Businesssprachkurse, in denen der Altersdurchschnitt höher ist. Für Jugendliche werden zudem spezielle Kinder- oder Jugendsprachreisen angeboten, die sich oftmals an Kinder von 7 bis etwa 11 Jahren und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren richten.
7. Vorteile einer Gastfamilie
Die Unterkunft bei einem Sprachaufenthalt für Englisch Sprachkurse kann bei den meisten Schulen selbst gewählt werden und umfasst Studentenhäuer, Schulresidenzen, Wohngemeinschaften, Hotels oder Hostels sowie Gastfamilien. Bei vielen Unterkünften wird ein Mindestalter von 16 Jahren vorausgesetzt, bei anderen gar ein Alter von mindestens 18 Jahren, so dass für Jugendliche und Kinder die Schulresidenz in nächster Umgebung zur Schule oder eine Gastfamilie die einzigen Optionen darstellen. Und das muss nicht negativ sein, ganz im Gegenteil.
Für ein effektives Lernen der englischen Sprache sind vor allem Gastfamilien die beste Alternative, denn nirgends wirst du sprachlich so umfassend gefordert, wie dort. Du musst englisch sprechen, um dich zu verständigen und in den unterschiedlichsten Situationen interagieren. Auf diese Weise lernst du schnell die Alltagssprache kennen, kannst das im Sprachkurs erlernte Wissen direkt umsetzen und wirst angeregt, deine Aussprache zu verbessern. Zudem lernst du nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur und kulturellen Eigenarten der Menschen des jeweiligen Gastlandes kennen und nimmst nicht selten an Ausflügen und Veranstaltungen mit der Familie teil. Nicht zwangsläufig muss diese Familie aus der typischen Konstellation Mutter-Vater-Kinder bestehen, auch Alleinerziehende, ältere Ehepaare, Ehepaare ganz ohne Kinder, Patchwork-Familien oder Singles stehen als „Gastfamilien“ zur Verfügung.
Ein weiterer grosser Vorteil einer Unterkunft bei einer Gastfamilie während eines Sprachaufenthalts in England, den USA, Australien, Neuseeland oder einem anderen englisch-sprachigen Land ist zweifelsohne der relativ niedrige Preis, der weit unter dem eines Hostels oder eines Studentenwohnheims liegt. Malzeiten, meist Frühstück und Abendessen, in manchen Fällen auch als Vollpension, sind inklusive, so dass dieser Posten nicht mehr zusätzlich in das Budget mit einberechnet werden muss. Einige Sprachschulen und Gastfamilie bieten auch Zusatzleistungen an, die im Preis inbegriffen sind, wie etwa die wöchentliche Reinigung des Zimmers oder das Waschen der Wäsche.