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Die USA haben die Schweiz um Rechtshilfe gebeten. Ermittelt wird gegen einen Ex-Partner von Glencore, dem im Zusammenhang mit den Paradise Papers dubiose Geschäfte im Kongo machte.
Das Bundesamt für Justiz hat bereits 2016 ein Rechtshilfeersuchen aus den USA erhalten hat. Es betrifft «Dan Gertler und weitere Personen». Der Zuger Rohstoffriese Glencore hatte den umstrittenen Geschäftsmann Dan Gertler im Kongo um Minenlizenzen verhandeln lassen. Er ist ein Freund des kongoloesischen Präsidenten – nach seiner Intervention waren die Lizenzen plötzlich Hunderte Millionen Dollar billiger für Glencore. Bekannt wurden diese Aktivitäten durch die Paradise Papers (zentralplus berichtete).
Das Bundesamt hat die «Erhebung der Bankunterlagen verschiedener Gesellschaften angeordnet», wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Dank einem Entscheid des Bundesstrafgerichts in dieser Sache ist nun auch erstmals bekannt, dass die USA bereits seit Jahren gegen den Israeli wegen Korruption ermitteln.
Offenbar hat der US-Staatsanwalt Beweise gesichert, die zeigten, dass Zahlungen von Gertler in der Demokratischen Republik Kongo auch Bestechungsgelder für hohe Regierungsbeamte enthielten. Gertler habe im Gegenzug Minenlizenzen erhalten. Es ist die Rede von Bargeldern aber auch Luxusgütern und «persönliche, extravagange Reisen». Umstrittene Geldflüsse seien auch über die Schweiz gelaufen.
Glencore zahlte dem Geschäftsmann hunderte Millionen
Gertler hat stets jede Korruption bestritten. Der Genfer Anwalt Marc Bonnant ist sicher: «Die Amerikaner werden keine illegalen Aktivitäten von Herrn Gertler finden können.»
Ende letzten Jahres setzte das amerikanische Finanzministerium Gertler bereits auf eine ihrer Sanktionslisten. Auf diese Listen kamen auch Firmen, die mit Gertler in Verbindung stehen. An eine dieser Firmen vergab Glencore 2009 ein Darlehen im Wert von 45 Millionen Dollar. In einem Darlehensvertrag hielt Glencore fest, dass Gertler mit dem Kongo verhandeln solle.
Gertler war über fast zehn Jahre ein entscheidender Partner von Glencore im Kongo. Die Zuger bezahlten noch vor einem Jahr Hunderte Millionen Dollar an den Israeli. An der letztjährigen Generalversammlung versicherte Glencore-Präsident Tony Hayward, man habe Gertler ausführlich geprüft.
Bezüglich der Aktivitäten des Rohstoffhändlers Glencore in der Demokratischen Republik Kongo hat übrigens auch die Organisation Public Eye bei der Bundesanwaltschaft in Bern eine Strafanzeige eingereicht (zentralplus berichtete).
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