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Yonli gehört zur Baumwollgruppe \"Yanduanma\" in Komadougou, im Osten von Burkina Faso. Die Gruppe wurde 2004 gegründet. Anfangs waren es nur 13 Mitglieder, die Fairtrade-Bio-Baumwolle angebaut haben. Heute sind es bereits 113 Mitglieder, unter denen sich 19 Frauen befinden. Immer mehr Bauern möchte Fairtrade-Bio-Baumwolle anbauen, besonders aufgrund der Gesundheits- und Umweltaspekte. Durch Fairtrade und Bio konnten die Bauern ihre Lebensstandards deutlich verbessern. Sie verdienen mehr Geld und konnten so in die Infrastruktur der Dörfer investieren.
Erst der Bio-Anbau hat es vielen Frauen ermöglicht, ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Beim konventionellen Anbau müssen die Bauern viel Geld für Pestizide ausgeben. Geld, das sie nicht besitzen und daher einen Kredit bei der Bank aufnehmen müssen. Da Frauen in Burkina Faso kein eigenes Land besitzen dürfen, wird es ihnen nicht erlaubt einen Kredit aufzunehmen. So war es unmöglich für eine Frau wie Yonli, auf eigenen Füßen zu stehen.
Seit knapp vier Jahren baut Yonli ihre eigene Bio-Baumwolle an, die sie zu Fairtrade-Bedingungen verkauft. Davor hat Yonli auch Erdnüsse angebaut, aber der Erlös war lange nicht so hoch, wie der, den sie mit der Baumwolle erzielt. "Ich bin sehr froh, dass ich nie wieder konventionelle Baumwolle anbauen muss. Ich habe nur ein einziges Mal mit konventioneller Baumwolle zu tun gehabt, als ich meinem Mann bei der Ernte geholfen habe", sagt Yonli. Bio-Baumwolle sei viel besser für die Gesundheit - für sie und für ihre Familie."Ohne den Einsatz der Pestizide wird auch der Boden nicht unfruchtbar und speichert mehr Wasser", so Yonli.
Yonli ist stolz auf ihr eigenes Einkommen und wenn sie erzählt, wofür sie den Mehrerlös verwendet, dann macht sie dies mit einem breiten Lächeln: "Mit dem Geld, was ich durch den Bio-Anbau dazuverdiene, kaufen ich Teller und Töpfe, damit ich meiner Familie ein gutes Essen kochen kann. Außerdem kaufe ich auch Schulhefte für meine Kinder." Für die 100 Kilo Baumwolle, die sie auf dem Viertel Hektar anbaut, bekommt sie umgerechnet 42 Euro pro Ernte. Das klingt nicht viel, aber für Yonli und ihre Familie zählt jeder zusätzliche Cent. Sie möchte es ihren Kindern ermöglichen, dass auch sie so lange es geht zur Schule gehen können um dort Lesen, Schreiben und Französisch zu lernen.
Auch Yonli hat sich schon Gedanken gemacht, wofür die Prämie verwendet werden sollte: "Wenn ich entscheiden könnte, wofür die Fairtrade-Prämie eingesetzt werden soll, dann würde ich davon Medikamente für die Kinder kaufen und Impfungen durchführen lassen. Der Weg zur nächsten Krankenstation in Fada N'Gourma ist viel zu weit und so könnten viele Krankheiten verhindert werden."