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Warren Buffett selbst hatte Konzernchef Donald Graham Amazon-Chef Jeff Bezog als möglichen Käufer der «Washington Post» empfohlen. Buffett bezeichnete Bezos als «besten CEO der Vereinigten Staaten». Und weiter: «Ich fragte Bezos, warum er es tun wollte, und er nannte die besten Gründe: Er glaubt an das, was Zeitungen tun und was die 'Post' tut und dass es wichtig für das ganze Land ist.»
Jetzt zeigt sich laut einem Bericht der «Financial Times», dass Buffett selbst von dem überraschenden Zeitungsdeal profitiert. So hat der Verkauf der renommierten Washington Post an den Amazon-Gründer den Aktienkurs des gleichnamigen Mutterkonzerns stark steigen lassen. Dieser legte um 4,3 Prozent auf 593 Dollar zu und hat damit den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht.
Seit 1973 Grossaktionär
Warren Buffett ist seit 1973 Grossaktionär der Washington Post Company. Zuerst stieg er mit 10 Prozent ein, inzwischen gehören ihm 27,9 Prozent des Unternehmens. Bereits vor dem Deal hatten die Papiere seit Anfang Jahr um 62.5 Prozent zugelegt und haben gestern den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Dadurch ist der Wert von Buffets Anteil auf über eine Milliarde Dollar gestiegen.
Zwar schreibt die Zeitung «Washington Post» seit Jahren Verluste, der Mutterkonzern ist jedoch profitabel. So gehören ihm unter anderem der Telekom- und Internetprovider Cable One, sechs US-Fernsehstationen, diverse weitere Zeitungen sowie verschiedene Onlinemagazine.
Buffet gehören über 60 Zeitungen
Über seine Investmentholding Berkshire Hathaway hatte Buffett selber im vergangen Jahr auf einen Schlag 63 Tages- und Wochentitel im Süden der USA gekauft. Das US-Magazin Forbes schätzt Buffets Privatvermögen auf 53,5 Milliarden Dollar.
(rcv/mho)