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Namensentstehung und Herkunft
Das Pfarrdorf Fanas liegt 3/4 Stunden von Grüsch auf einer fruchtbaren Bergstufe, am Fusse des Fanaser Berges. Ein schönes im Jahr 1861-62 erstelltes Strässlein vermittelt die Verbindung mit der Gemeinde Grüsch.
Unterhalb des Dorfes liegt ein Gut, der Kapitelhof genannt, der seiner Zeit dem Curischen Domkapitel angehört und daher den Namen hat.
Der Name Fanas bezeichnet eine heureiche Gegend und kommt vom lateinischen foenum, römisch fain, das Heu, fanada der Heuhaufen. In Urkunden kommt die „Villa Affenas“ 1291 vor, auch bezahlte „Phenaus“ oder „Phanaus“ 1290 – 98 seine Abgaben an Naturalien an die Curische Kirche. Sie war derselben noch dienstbar in früheren und späteren Zeiten; so Mitte des 12. Jahrhunderts als „Phanan“ 1224 „Faenane“ 1370 als „Fenaus„.
Fanas hatte 1487 einen eigenen Pfarrer und Heinrich Spreiter war 1526 hier Reformator. Nach der Reformation und dem Brande des Ortes am 6. September 1622 durch die Österreicher wurde die Kirche, welche vorher zwischen Oberli und Gugg war, im unteren Teil des Dorfes erbaut; sie trägt am Portal die Jahreszahlt 1755.
Lange Jahre ehe die neue Kirche erbaut wurde, hielt der Seelsorger Gottesdienst auf einer Tenne, welche als diejenige angegeben wird, die Stadthalter Pollett angehörte!