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Der Kanton Freiburg gibt seine Fischzucht in Estavayer wegen technischer Mängel auf. Stattdessen beteiligt er sich an einer Anlage in Colombier NE. Diese Lösung wird den Kanton weniger kosten, als wenn er die eigene Einrichtung sanieren würde.
Diese Ankündigung machte der Staatsrat im Dezember, und er löste damit vor allem im Broyebezirk Unverständnis aus. Derzeit werden im betroffenen Bezirk Unterschriften für eine Volksmotion gesammelt, damit der Kanton doch noch auf die eigene Fischzucht in Estavayer setzt.
Die beiden Grossräte Nadia Savary-Moser (FDP, Vesin) und Eric Collomb (CVP, Lully) fordern nun in einer Eingabe, dass eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) Licht in das Scheitern des Projekts bringt.
Nach Kenntnisnahme des technischen und des administrativen Berichts, einem Treffen mit den beiden Staatsräten Didier Castella (FDP) und Jean-François Steiert (SP) sowie einer Begehung bedauern die beiden nicht nur die Aufgabe des Projekts, sondern auch den «Mangel an Transparenz bezüglich der Verantwortlichkeiten und der Schlüsse».
Eine PUK solle deshalb die begangenen Fehler beleuchten, die Verantwortlichkeiten der Partner klären und auch prüfen, ob eine Wiederinbetriebnahme wirklich 1,5 Millionen Franken kosten würde, wie der Staatsrat im Dezember sagte. Die Eingabe enthält zehn Fragen, zu denen die Grossräte Klärung verlangen. Der Grosse Rat dürfte nächste Woche über die Einsetzung einer PUK entscheiden.