Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03155.jsonl.gz/1940

Kreuzfahrtschiffe dürfen in Venedig dürfen künftig nicht mehr in der Nähe des Markusplatzes anlegen. Nach Regierungsangaben müssen sie künftig im Industriehafen vor Anker gehen. Mit dieser Entscheidung solle «ein kulturelles und historisches Erbe geschützt werden, das nicht nur Italien, sondern der ganzen Welt gehört», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Ministerien für Kultur, Tourismus, Umwelt und Infrastruktur.
Vor Corona fuhren die Riesenschiffe durch das Bassin von San Marco und den Giudecca-Kanal zur Stazione Marittima von Venedig. Der Industriehafen Marghera am Festland sei eine «vorübergehende» Lösung, erklärten die Ministerien. Sie riefen zu Vorschlägen für eine «endgültige Lösung des Problems mit dem Schiffsverkehr in Venedig» auf. Es solle ein neues Schiffsterminal ausserhalb der Lagune der historischen Stadt geschaffen werden.
Vor der Corona-Pandemie waren mit den Kreuzfahrtschiffen jedes Jahr Millionen Besucher in die Lagunenstadt geströmt. Von den riesigen Schiffen verursachte Wellen schaden den Fundamenten der zum Weltkulturerbe gehörenden Lagunenstadt Venedig und bedrohen das sensible ökologische Gleichgewicht in der Lagune. Die extrem nahe vor der Küste fahrenden Schiffe stellen zudem eine Gefahr für andere Schiffe dar. Verschiedentlich kam es auch zu Unfällen. (TI)