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Über kaum einen Sportler wurden wohl schon so viele Artikel veröffentlicht wie über Roger Federer. Wir kennen die Zahlen alle: 20 Grand-Slam-Titel, 99 Turniersiege, über 300 Wochen die Weltnummer 1. Darum werten wir hier die Partien und Karriere des Maestros für einmal etwas anders aus.
Es wurden alle Spiele Federers berücksichtigt, die auf der Verbandsseite der ATP aufgeführt sind (Stand vor dem Australian Open 2019). Neben Partien auf der ATP-Stufe sind dies Challengerturniere, Davis-Cup-Partien und Olympische Spiele. Nicht dabei sind der Hopman Cup, Qualifikationsturniere, IPTL, Laver Cup und weitere Showturniere/-partien, Future- und Juniorenpartien.
Die ATP lässt Partien auf Challenger-Stufen allerdings in der Gesamtstatistik weg. Darum zählt der Turniersieg Federers in Brest nicht zu seinen 99 Titeln. Auf Challenger-Stufe hat Federer eine Bilanz von 16 Siegen, 7 Niederlagen und einem Titel (Brest).
Die 112 Freilose Federers haben wir in der Statistik weggelassen, dafür bewerteten wir die RET (Aufgabe vor Spielbeginn) und w/o (Aufgabe nach Spielbeginn) jeweils als Sieg oder Niederlage, während die ATP darauf verzichtet. Darum steht beispielsweise bei uns die Bilanz gegen Michail Juschni bei 18:0, bei der ATP bei 17:0.
Für die Daten zu Aufschlägen, Breakbällen und Punkten wurden die Angaben von ultimatetennisstatistics.com benutzt.
Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.
Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.
Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …