Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03509.jsonl.gz/1185

Am 18. Juli 1976 ereignete sich an den Olympischen Spielen in Montreal eine Sensation. Eine erst 14-jährige Turnerin aus Rumänien zeigte am Stufenbarren eine Übung, die nicht nur die Zuschauer begeisterte. Auch die Punkterichter wurden durch Nadia Comaneci ins Staunen versetzt.
Und so kam es zu einer Benotung, die bis zu diesem Zeitpunkt in der Turnwelt als unerreichbar galt. Comanecis Galavorstellung wurde mit dem Maximalwert von 10,0 belohnt. Wie speziell diese Note war, war auf der Anzeigetafel zu sehen. Da diese keine zweistelligen Werte darstellen konnte, erschien eine 1,00.
7 Mal die glatte 10 in Montreal
Für Comaneci war es in Montreal der Startschuss zu wahren Festspielen. 6 weitere Male erhielt sie an diesen Olympischen Spielen die Maximalnote, sicherte sich im Einzel 3 Gold- und eine Bronzemedaille sowie Silber mit dem Team. 4 Jahre später erweiterte sie ihre Sammlung an Olympiamedaillen in Moskau mit je 2 Mal Gold und Silber.
Comaneci, die in ihrer Karriere zudem 4 WM-Medaillen gewann, erklärte 1981 im Alter von 20 Jahren ihren Rücktritt vom Wettkampfsport. 1989 floh sie aus Rumänien in die USA, seit 2001 hat sie die US-Staatsbürgerschaft. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem früheren amerikanischen Turner Bart Connor, im Bundesstaat Oklahoma.