Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/87264

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Bundesrat wird eingeladen, aus Anlass des 70. Jahrestages des gescheiterten Attentats des Schweizers Maurice Bavaud auf Adolf Hitler eine Erklärung abzugeben.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Die Bundeskanzlei hat am 7. November 2008 eine Erklärung des Bundespräsidenten veröffentlicht:</p><p>In memoriam Maurice Bavaud</p><p>Vor 70 Jahren, am 9. November 1938, unmittelbar vor Beginn der Reichskristallnacht, versuchte der Schweizer Maurice Bavaud vergeblich, Adolf Hitler in München anlässlich eines Aufmarsches der Nazis vor der Feldherrenhalle zu töten. Eine Woche später wurde er verhaftet, von der Gestapo verhört und ins Gefängnis Augsburg verbracht. Am 18. Dezember 1938 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und am 14. Mai 1941 im Gefängnis Berlin-Plötzensee enthauptet. </p><p>Aus heutiger Sicht hatten sich die Schweizer Behörden damals zu wenig für den Verurteilten eingesetzt und sahen von einer Intervention gegenüber den deutschen Behörden ab.</p><p>Maurice Bavaud gab als Grund für seine gescheiterte Tat an, Hitler sei eine Gefahr für die Menschheit, für die Unabhängigkeit der Schweiz und für die christlichen Kirchen in Deutschland. Er hatte wohl das Verhängnis, das Hitler über die ganze Welt brachte, vorausgeahnt, und er verdient damit unsere Erinnerung und Anerkennung.</p></text>