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Neues zur Baugeschichte der Orgelnvon Dieter Meier und Matthias Reichling 1
Im Herbst 2010 erschien das Buch «Die Orgeln der Klosterkirche Muri» von Dieter Meier , worin die berühmte barocke Orgelanlage eine umfassende Darstellung erfuhr. Aufgrund der damaligen Quellenlage verblieben etliche Unsicherheiten und Lücken in der Baugeschichte bestehen, vor allem betreffend die Orgelarbeiten von Bossart und Bloch anfangs des 19. Jahrhunderts.
Im November 2011 stiess Matthias Reichling bei Forschungen zur Tiroler Orgelgeschichte im Archiv des Klosters Muri-Gries in Bozen auf unbekannte Dokumente zu den Murenser Orgeln aus den Personalakten des Kapellmeisters P. Gerold Zwyssig , die einen wertvollen Beitrag zur Klärung von offenen Fragen zu liefern vermögen. Es handelt sich um handschriftliche, undatierte Blätter mit zwei Dispositionen der Hauptorgel aus der Umbauperiode 1826–1834 und einer Disposition der Epistelorgel nach dem Umbau von 1818.
Matthias Reichling informierte den Buchautor über den Fund und bot spontan seine Mitwirkung bei der Aufdatierung der Orgelgeschichte an. Während der gemeinsamen Arbeit an den Korrekturen schlug er vor, auch die im Buch vernachlässigte Goll-Orgel von 1920 einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, um insbesondere das Schicksal der Schott-Pfeifen besser verfolgen zu können. Dazu war es notwendig, die seinerzeit unvollständig ausgewerteten Dokumente von Ernst Schiess nochmals gründlich zu analysieren. Sie betreffen seine Bestandesaufnahme der Schott-Orgel von 1918 und Untersuchungen der Goll-Orgel aus den Jahren 1935 und 1938. Überdies zogen wir die Bilddokumentation vom Abbruch der Goll-Orgel 1965 von Josef Brühlmann zur Klärung heran.
Die neuen Erkenntnisse wurden eingearbeitet in die folgenden Separata, die als PDF zur Verfügung stehen:
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