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04.05.2015, 07:40 Uhr
Tesla-Akkus für daheim
Der Autobauer Tesla liefert nun seine Strom-Batterien auch an Haushalte und Firmen.
Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine Batterien auch an private Haushalte und Unternehmen verkaufen. Damit könne zum Beispiel Solar- oder Windkraft-Strom zur späteren Verwendung gespeichert werden, erläuterte Tesla in der Nacht zum Freitag. Unter den ersten Test-Kunden auf Unternehmensseite sind der Online-Händler Amazon, der ein Netz aus riesigen Rechenzentren betreibt, sowie der US-Einzelhändler Target. Bei der Einbindung der Batterien ins Stromnetz soll Tesla der Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick helfen. Das Batterie-Pack fr Privathaushalte werde an Installateure vom Sommer an für 3000 Dollar vertrieben, kündigte Teslas Gründer und Chef Elon Musk an. Der 18 Zentimeter dicke Stromspeicher «Powerwall» soll an die Wand montiert werden und in verschiedenen Farben lieferbar sein. Die Batterien könnten auch nützlich werden, wenn sich smarte Energie-Netze mit schwankenden Tarifen ausbreiten. Dann könnten die Kunden den Strom speichern, wenn er am günstigsten ist. Die Tesla-Batterien sollen nach dem Verkaufsstart in den USA auch international verkauft werden. Tesla hat bisher nur ein Automodell im Angebot und lieferte im vergangenen Jahr gut 31'600 Fahrzeuge aus. Der Konzern will die Verkäufe in den nächsten Jahren mit weiteren Modellen ankurbeln. Analysten der Deutschen Bank schätzten bereits, dass Tesla mit den Batterie-Paketen den Umsatz um 4,5 Milliarden Dollar ausbauen könne. In dem Geschäft mischen allerdings auch diverse andere Anbieter inklusive der Schwergewichte General Electric und LG mit.