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Basel, 1699
Christian I. Bavier
Silber getrieben, ziseliert, punziert,
teilweise vergoldet und emailliert
H. 26,5 cm
Inv. 1894.396.
Ursprünglich war es Brauch, den neugewählten Zunftmeister mit einem Kranz aus Rosmarin und Nelken oder, seit dem 16. Jahrhundert, aus Flitterblumen zu krönen. Die Zunft zu Hausgenossen, der die Goldschmiede angehörten, ging 1663 als erste zur bleibenden Form eines Kranzes aus Edelmetall über. Ihrem Beispiel folgten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts die meisten anderen Zünfte und Gesellschaften. Davon zeugen heute noch - in ihrer Art und Vielzahl ohne Vergleich - zwölf solcher silbernen Basler Zunftmeisterkränze. Sie widerspiegeln den Selbstdarstellungsanspruch und die Bedeutung der Basler Zünfte und Gesellschaften, nicht nur als berufsständische Vereinigungen, sondern auch als Träger der städtischen Verfassung bis 1798. Die Kaufleuten- oder Schlüsselzunft als die ranghöchste besitzt den grössten Kranz: Der Stirnreif nimmt mit getriebenen Edelsteinen Elemente eines Kronreifs auf, Eichen- und Lorbeerblätter sind kugelig geformt und tragen als Bekrönung den Schlüssel, das Zunftwappen. Die sechs Emailmedaillons zeigen die Namen und Wappen der Vorgesetzten.