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Leitung: PD Dr. Anita Risch
Wir untersuchen die Verbreitung und Beziehungen zwischen verschiedenen Gruppen von Lebewesen (Produzenten, Konsumenten, Destruenten), die Nahrungsnetze in Ökosystemen bilden, unter Einbezug ihrer Umwelt. Schwerpunktmässig sammeln wir unsere Daten während Feldeinsätzen in realen Ökosystemen mit experimentellen Einrichtungen. Wir ergänzen solche Felderhebungen jedoch auch mit Versuchen unter kontrollierten Bedingungen im Gewächshaus oder Versuchsgarten. Wir interessieren uns vor allem für naturnahe, wenig vom Menschen beeinflusste Ökosysteme und forschen deshalb häufig in Nationalparks weltweit. Der Schweizerische Nationalpark ist dabei unser Hauptuntersuchungsgebiet. Neben rein wissenschaftlichen Forschungsfragen beschäftigen wir uns auch regelmässig mit naturschutzrelevanten Themen zur Biodiversität.
Beispiele von typischen Fragen, die wir in unserer Gruppe erforschen, sind:
Was bedeutet Artenschwund für das Funktionieren von Ökosystemen? Welche Arten oder Gruppen von Arten sind besonders wichtig für das Funktionieren von Ökosystemen? Was passiert im Ökosystem, wenn eine oder mehrere solcher wichtiger Gruppen ausfallen? Wie beeinflussen sich oberirdisch und unterirdisch lebende Organismen gegenseitig? Welche Faktoren begünstigen artenreiche Ökosysteme? Welche Faktoren des globalen Wandels (zum Beispiel Eutrophierung, Habitat-Fragmentierung, Klima) gefährden artenreiche Ökosysteme? Wie können artenreiche Ökosysteme erhalten werden?