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Die höhere Schadensbelastung bekommen auch die Versicherungsgesellschaften zu spüren: Sie tragen rund 44% der Gesamtkosten oder 31 Mrd USD. Damit sind die versicherten Kosten gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 51% angestiegen und liegen in etwa auf dem Niveau des zehnjährigen Durchschnitts. Demgegenüber hat sich die Anzahl Todesopfer auf rund 6'000 halbiert.
Das in der Gesamtbilanz resultierende Kostenwachstum ist auf Naturkatastrophen zurückzuführen, die für 68 Mrd USD der volkswirtschaftlichen Belastungen verantwortlich waren und um 48% angestiegen sind. Davon versichert sind 28 Mrd (+75%). Die Schäden aus sogenannten Man-Made-Ereignissen gingen auf 3 von 5 Mrd zurück.
Den mit rund 7 Mrd USD grössten Kostenblock für die Versicherer lösten drei Gewitterfronten aus, die im März und April über Teile der USA hinweggefegt sind. Als grösstes Einzelereignis führt die sigma-Studie jedoch das Erdbeben auf, welches Mitte April die Erde in der südjapanischen Präfektur Kumamoto erzittern liess. Die versicherten Kosten daraus belaufen sich den Schätzungen zufolge auf 5,6 Mrd USD.
Derweil sei Europa Ende Mai und Anfang Juni von schweren Unwettern heimgesucht worden (versicherte Kosten: 2,8 Mrd). Gross waren auch die Schäden (2,5 Mrd), welche die Wald- und Buschfeuer um die für Kanadas Ölsandgewinnung bekannte Stadt Fort McMurray im Mai zur Folge hatten. Dies seien die wohl teuersten Flächenbrände in der Versicherungsgeschichte gewesen, so die Swiss Re.
Bereits im Juli hatte der deutsche Konkurrent Munich Re seine Schätzungen zu den Katastrophenschäden im ersten Halbjahr veröffentlicht. Gemäss den Münchnern lagen die volkswirtschaftlichen Kosten bei 70 Mrd USD, wovon 27 Mrd versichert waren.
mk/ra
(AWP)