Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03503.jsonl.gz/1537

Die Regierung Grossbritanniens hatte im Dezember 2011 entschieden, ihre zivilen Plutonium-Vorräte aufzubrauchen und zu einem grossen Teil zu Mox-Brennstoff zu verarbeiten. Sie betonte bereits damals, dass auch ausländische Kunden von diesem Vorhaben Gebrauch machen können. Inzwischen hat das britische Department of Energy and Climate Change (DECC) bereits mit zahlreichen ausländischen Unternehmen Verträge zur Übernahme der zivilen Plutoniumvorräte, die in Grossbritannien eingelagert sind, unterzeichnet. Im Auftrag des DECC übernimmt die britische Nuclear Decommissioning Authority (NDA) in Tauschgeschäften 750 kg Plutonium nicht näher benannter deutscher Stromversorgungsunternehmen sowie 350 kg Plutonium der niederländische Kernkraftwerksbetreiberin Elektriciteits Productiemaatschappij Zuid-Nederland NV (EPZ). Die NDA übernimmt zusätzlich 1850 kg Plutonium, das für Plutonium-Tauschgeschäfte aus alten Mox-Brennstoff-Verträgen mit Frankreich zur Seite gestellt worden war. Zugleich wurde ein Tauschgeschäft zwischen Japan und Deutschland besiegelt: Deutschland tritt 650 kg in Grossbritannien eingelagertes Plutonium an Japan ab. Die Euratom Supply Agency (ESA) zeigte sich über all diese Transaktion erfreut.
Laut DECC werden somit gegenwärtig noch 24,9 t Plutonium ausländischer Kunden in Sellafield gelagert. Weitere Übernahmen aus diesen Plutoniumvorräten durch die NDA sind möglich, so das DECC weiter.
Quelle
D.S. nach DECC, Medienmitteilung, 23. April 2013