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- 05.03.2009
- Afrika
Die Lage in der demokratischen Republik Kongo ist chaotisch. Von den immer wiederkehrenden Krankheitsepidemien, den Folgen des Krieges und der politischen Unstabilität ist besonders der Nordosten des Landes stark betroffen. Die Provinzen Dungu, Doruma und Niangara im Nordosten leiden seit Ende Juli 2008 unter dem Einfall der LRA (Lord Resistance Army: Die ugandische Armeeeinheit angeführt von Joseph Kony kämpft für die Machtübernahme in Uganda).
Kindsentführungen, Massaker, sexuelle Gewalt und Brandstiftungen zwingen die Menschen zur Flucht in den Süden der Provinzen Dungu und Niangara. Dort finden viele Zuflucht bei Gastfamilien. Die immer wiederkehrenden Krisen machen auch in diesem Gebiet das Leben immer schwieriger und führen zu einer weiteren Verschlechterung des öffentlichen Gesundheitswesens.
Medair, ein Partnerhilfswerk der Glückskette, ermöglicht mit diesem Nothilfeprojekt sowohl Flüchtlingen wie Gastfamilien den freien Zugang zu medizinischer Grundversorgung und leistet Aufklärungsarbeit in Gesundheitsfragen. Dazu gehören Kampagnen in den Bereichen Hygiene, Stillen und Aids.
Die Gesundheitscenter bilden das Personal in Fragen der Gesundheitsvorsorge aus, geben Medikamente, Hygienepakete und imprägnierte Moskitonetze an die Lokalbevölkerung ab. Für Kinder unter 5 Jahre werden Impfaktionen durchgeführt.
Das Projekt verfolgt einen langfristigen Hilfsansatz und ergänzt das Gesundheitsprogramm der Europäischen Union, welches im Anschluss an diese Nothilfe realisiert wird.