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Für Geschichtsinteressierte
An der Generalversammlung vom 15. Februar 1959 trennten sich die Erschmatter Tambouren von der Sektion Guttet-Feschel. Der Hauptgrund der Trennung war die Distanz zwischen den beiden Dörfern. 1976 konnte das erste Vereinsmitglied die Tambouren-Rekrutenschule der Schweizer Armee absolvieren. Seitdem wurde eine ganze Reihe weiterer Mitglieder ausgehoben.
1980 erlernte der TV Erschmatt die erste Komposition mit Rhythmusinstrumenten. Das legendäre Boogie-Woogie von Alex Häfeli (nach der Melodie aus „Der dritte Mann“) kennen in Erschmatt noch viele trommelverrückte Fans. Nach dieser Komposition erlernten die Mitglieder noch viele weitere Rhythmusstücker. Über die Jahre verbreitete sich die Marke TV Erschmatt stetig und so erhielt der Verein immer mehr Anfragen für Konzerte oder Ständchen an Unterhaltungsabenden oder Aperos, sei es im Wallis oder in der Deutschschweiz. Er spielte auch an verschieden Auftritten, welche im Schweizer Fernsehen übertragen wurden.
So nimmt der Verein seit 1973 mit einer Ausnahme lückenlos an den Schweizerischen Tambourenfesten teil. Der Reihe nach gewann der Verein die Kategorie 2 1987 in Montreux, 1988 in Liestal, 1989 in Gossau und 1990 am Eidgenössischen Fest in Naters.
Nach dieser Erfolgsserie entschloss man sich, in der Höchstklasse zu starten. Nach jahrelangen sehr guten Positionierungen in den Ranglisten gelingt es 2014: Der Tambourenverein «Edelweiss» Erschmatt wird am Eidgenössischen Tambouren und Pfeiferfest in Frauenfeld in der Königskategorie Schweizer Meister. Damit schreibt der Verein Geschichte. Noch nie konnte eine Sektion aus dem Oberwallis den Schweizer Meistertitel in der höchsten Stärkeklasse S1 gewinnen. In Bulle konnte die hervorragende Form 2018 in Form des Vize-Schweizermeister-Titels bestätigt werden.
Diese Erfolge blieben im Oberwallis nicht verborgen. Immer wieder kamen diverse Anfragen, ob junge Mädchen oder Buben im Verein mitspielen dürften. Heute rekrutieren sich die Vereinsmitglieder deshalb aus 22 Ortschaften im Oberwallis. Bei Umfragen wird immer wieder betont, dass die Vereinsproben sehr streng seien, jeder aber unabhängig seines technischen Könnens gleich behandelt wird. Wenn in einer Probe die „Fetzen“ fliegen, dann ist spätestens nach Probeschluss, wenn die Türe ins Schloss fällt, alles vergessen.
Dank dieser Konstellation herrscht eine sehr gute Kameradschaft unter den Mitgliedern und der sprichwörtliche „Walliserneid“ hat innerhalb des Vereins keine Chance.
Fördern und Fordern ist die Devise.