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Verhaltenstherapie (VT) nach Lewinsohn
Verhaltenstherapeutisch formulierte Ansätze basieren auf den Lerntheorien Skinners und Pavlovs und der Theorie des sozialen Lernens. Der fehlende Zugang zu den Emotionen bei psychisch Leidenden resultiert demnach aus dem Verlustes von positiver Verstärkung. Das Erklärungsmodell dieser erlernten Emotionshemmung beinhaltet drei Schwerpunkte:
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Es besteht ein Mangel an positiver Verstärkung für den Ausdruck von Gefühlen, insbesondere von feindlichen, aggressiven Emotionen; diese werden bestraft.
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Es besteht ein Mangel an sozialen Fertigkeiten, da die Gefühlshemmung zu gehemmten Verhalten führt. Dadurch werden positive Erfahrungen in der sozialen Umwelt eingeschränkt.
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Es bestehen aktuelle Belastungen, z.B. Trennung oder Verlust und soziale Ängste, die auf Grund der Gefühlshemmung nicht mitgeteilt werden, um sich Entlastung zu verschaffen.
Folgender Teufelskreis liegt bei psychosomatischem Leiden gemäss diesem Modell zu Grunde:
Das Ziel der VT – Behandlung ist es, ungünstige Verstärkungssituationen zu erkennen und zu verändern, d.h. den oben erwähnten Teufelskreis zu durchbrechen.
Zuerst wird Einsicht in die Zusammenhänge erarbeitet und Fertigkeiten der Selbstkontrolle vermittelt. Durch Entspannungstechniken lernt der Patient oder die Patientin ihr Erregungsniveau selbst zu kontrollieren, da Anspannung und Angstgefühle das Erlernen von neuen, genussvollen Erfahrungen behindern kann. Mit Ziel- und Planformulierungen wird schrittweise eine Erweiterung des Verhaltensrepertoires erreicht.