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Versöhnlicher Saisonabschluss in Zürich
Mit den Starts an den beiden Diamond-League-Meetings in Birmingham und Zürich schloss Selina die Bahnsaison 2017 ab. Bei Weltklasse Zürich blieb sie noch einmal unter zwei Minuten.
Nach dem verpassten WM-Final stand Selina in Birmingham und Zürich noch einmal über 800 Meter hinter der Startlinie. Das Rennen in Birmingham war keine Diamond-League-Disziplin. Mit Lynsey Sharp (GBR) und Charlene Lipsey (USA) waren dennoch zwei WM-Finalistinnen am Start. Nach langsamen 600 Meter lief Selina in 2:01.32 Minuten auf den vierten Platz, wobei sie auf die Siegerin Alemu Habitam (ETH) knapp zwei Sekunden einbüsste.
«Mehr liegt momentan nicht drin»
Bei Weltklasse Zürich wurde das Diamond-Race-Final über 800 Meter ausgetragen. Dementsprechend waren die besten 800-Meter-Läuferinnen des Jahres – darunter fünf WM-Finalistinnen – am Start. In einem schnellen Rennen, das in 1:55.84 von der Südafrikanerin Caster Semenya gewonnen wurde, kam Selina nicht über den achten und vorletzten Platz hinaus. In 1.59.83 blieb sie zum sechsten Mal in dieser Saison unter zwei Minuten. «Ich habe mich mega auf das Rennen gefreut. In Zürich vor dem Heimpublikum bei dieser speziellen Stimmung zu laufen ist immer einzigartig. Ich konnte meine letzten Kräfte mobilisieren und das Maximum herausholen. Mehr liegt momentan nicht drin,» so Selina.
Drei Wochen Saisonpause
Nach einem tollen Saisoneinstieg am Diamond-League-Meeting in Eugene überzeugte Selina mit neuer Bestzeit über 400 Meter. «Danach war ich richtig gut in Form, hatte jedoch keine guten Rennen und lief in Lausanne richtig schlecht.» An der SM in Zürich konnte sie ihre 400-Meter-Bestzeit auf starke 52.97 Sekunden steigern. «Damit bin ich extrem happy.» Doch nach der SM laborierte sie an einer Erkältung herum und war an der WM in London nicht in Topform. «Mein klares Ausscheiden im WM-Halbfinal ist nach wie vor eine grosse Enttäuschung.» In Zürich konnte sie die Saison nun versöhnlich abschliessen. Sechs mal lief sie 2017 unter zwei Minuten und war somit so konstant wie noch nie. Nun geniesst die Toggenburgerin ihre dreiwöchige Saisonpause, ehe sie den Aufbau für 2018 in Angriff nimmt.