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Als Quinceañera (Kurzform für Fiesta de quinceañera) wird in einigen Gebieten Lateinamerikas der 15. Geburtstag von Mädchen völlig anders gefeiert als all ihre anderen Geburtstage. Das Wort Quinceañera bedeutet „Fünfzehnjährige“.
Die Feier ehrt den Übergang der 15-Jährigen vom Kind zur Frau. Sie dient dazu, anzuerkennen, dass das betreffende Mädchen Reife erlangt hat. Je nach Land variiert die Feier sehr.
In Kuba ist das zentrale Ritual der Quince der Tanz der „Quinceañera“ um ihre Mutter. Es kann auch eine Gruppentanz-Choreografie stattfinden, bei der 16 Paare um die „Quinceañera“ Walzer tanzen, von einem der Haupttänzer geführt wird.
Das Brauchtum kam von Spanien nach Kuba, aber der größte Einfluss war französisch. Diese Feierlichkeit lief normalerweise im Haus des Mädchens oder im geräumigeren Haus irgendeines Verwandten ab.
Auch heutzutage ist die Quince das wichtigste Ereignis im Leben einer kubanischen Frau, sogar wichtiger als die Hochzeit. Die Eltern sparen oft jahrelang vom kargen kubanischen Lohn, um dem Mädchen ein Fest zu bieten, das gut und gerne ein durchschnittliches Jahresgehalt kosten kann. Das wichtigste sind die Andenken für später. Das Mädchen wird herausgeputzt und geschminkt und es werden hübsche, Kleider angezogen. Davon wird dann eine Serie von Fotos in angemessener Kulisse geschossen. Selbst nach mehr als einem halben Jahrhundert Sozialismus und einem Leben in Armut kostümieren sich die Mädchen im bourgeoisen bzw. aristokratischen Stil.
Deshalb kam auch Lleselyn mit ihrer Familie aus Cuba in die Schweiz und ich durfte die Fotos machen.