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Erbaut wurde es um 1830 von Johannes Badrutt senior als "Werk- & Handelshaus für Bauwesen". Sein Sohn, der 1819 geborene Johannes Badrutt junior, richtete später eines der ersten Nobelhotels im Engadin darin ein. Das Kaffee und Gasthaus "A la Vue du Bernina" entwickelte sich gut, doch der aufstrebende Geschäftsmann Badrutt wollte mehr. Er ahnte eine grosse Zukunft für den Ort St. Moritz. Der Rest ist Legende. Zahlreiche Häusernamen in St. Moritz zeugen heute noch vom Wirken dieses Mannes. Unter anderem das weltbekannte Badrutts Palace.
Das Rundgiebelhaus "A la Vue du Bernina" indes, in dem alles begann, wurde von Rudolf von Planta übernommen und dieser verpachtete es an Giachem Fanconi weiter. Leider sind aus dieser Zeit keine Gästelisten mehr erhalten. Doch ist bekannt, dass König Wilhelm I von Württemberg im August 1861 mit Nationalrat Andreas von Planta an einer "Table d'hôtes" teilnahm. Auch weiss man, dass Königin Marie von Hannover im Sommer 1864 mit einem Gefolge von fünfzehn Personen in Samedan logierte, und es ist wahrscheinlich, dass sie in diesem Hotel abgestiegen sind. Das Haus, eigentlich ja auch nicht als Hotel erbaut, erwies sich jedoch bald als nicht ausreichend für den immer stärker anwachsenden Strom der Gäste. Man entschloss sich deshalb ein grösseres und funktionelleres Gebäude zu bauen - das heutige Hotel Bernina.
1946 wurde dann die Bäckerei eröffnet, der Sie heute diese Seite verdanken. Das Haus besticht auch heute noch mit seiner architektonisch reizvollen Geometrie und Symmetrie, auch wenn der Charme auf dem Bild ganz oben etwas verloren gegangen ist.
Das Bernina Vegl nach dem Umbau 1986. Neben umfangreichen Sanierungen und Änderungen innwändig (das Treppenhaus wurde komplett neu gestaltet, die alten Latrinen im Mezzanin entfernt) hat man den etwas morode wirkenden Vorbau gelungen durch eine Holzkonstruktion im ursprünglichen Sinn ersetzt (vgl Bild oben).