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Der Fluss Ticino, der wichtigste Wasserlauf und Namensgeber des Kantons, verläuft über 90 Kilometern auf Schweizerischem Staatsgebiet, bevor er in den Lago Maggiore mündet. Seine Quellen liegen im oberen Bedrettotal, in der Nähe des Nufenen-Passes auf über 2'400 m Höhe.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Ticino bei seinem Durchfluss durch die Magadino-Ebene ungesunde Bedingungen für menschliche Ansiedlungen geschaffen: Sümpfe und sumpfige Weiden. Hier verbreitete sich die Malaria. Durch Trockenlegung und medizinische Entdeckungen gelang es, die Malaria im 19.
Jahrhundert zu besiegen. Der erste Schritt zur Trockenlegung erfolgte im Jahre 1886 mit der Gründung des «Consorzio per la sistemazione del Fiume Ticino dal riale di Sementina al Lago Maggiore» (Konsortiums zur Eindämmung des Flusses Ticino aus dem Rinnsal von Sementina bis zum Lago Maggiore). In der ersten Phase des Projekts, von 1888 bis 1897, wurde der Flusslauf korrigiert. Danach baute man Dämme und baggerte mehrere Kanäle aus; diese Arbeiten zogen sich bis in die 1940-1950er Jahre hin.