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Für die Erschliessung von Ferden und des gesamten Lötschentals war und ist der Weiler Goppenstein (1‘216 m ü. M.) von entscheidender geografischer Bedeutung.
Von 1906 bis 1913 erfolgte der Bau des Lötschbergtunnels (Scheiteltunnel) zwischen Kandersteg und Goppenstein. Die Bevölkerung von Ferden vermehrte sich während dieser Zeit sprunghaft um 3‘000 (!) Personen. In Goppenstein tauften italienische Geistliche von 1906 bis 1912 insgesamt 331 Kinder und beerdigten 227 Personen. Goppenstein wurde damals von zwei italienischen Geistlichen betreut.
Die Idee einer Lötschbergbahn tauchte erstmals 1865 auf. Das Projekt von Ingenieur Cuttat sah einen Scheiteltunnel von 15 km Länge zwischen dem Gasterntal und dem Lötschental vor. Eine Variante, der man in der damaligen Zeit vom technischen Standpunkt her gesehen ziemlich hilflos gegenüberstand. Mehr Erfolg hatte der Berner alt Regierungsrat und Oberrichter Teuscher, nach dessen Plänen der Tunnel 1906 in Angriff genommen wurde. Seine ersten Studien stammen aus dem Jahr 1889: „Eine Lötschbergbahn als Zufahrtslinie zum Simplon und direkte Verbindung Berns mit Wallis mittels Durchstich des Lötschbergs.“ Die Erbauer scheuten denn auch keine Mühe und kein Geld zum Ausbau und zur Sicherung der Bahn und liessen u.a. ob Goppenstein 1‘950 Meter Schneebrücken aus meterdicken Mauern errichten.
Die bis anhin schon sehr regen Kontakte mit dem Berner Oberland wurden durch diese kurze Verbindung um ein Vielfaches verstärkt, und da keine entsprechende Verbindung und geschichtlich begründet auch weniger Zuneigung zum Oberwallis bestand, entwickelte sich das Lötschental recht eigenständig (aus „Ferden im Lötschental“ von Hans Blötzer).
Ab 1921 erfolgte der Bau der Talstrasse von Goppenstein Richtung Ferden.
1940 wurde der Autoverlad durch den Lötschbergtunnel eröffnet. Heute verkehren über 1.0 Mio. Fahrzeuge pro Jahr durch den Tunnel vom Kanton Bern in den Kanton Wallis und umgekehrt.
Von 1998 bis 2007 dauerten die Bauarbeiten am neuen Lötschbergtunnel, dem Lötschberg Basistunnel zwischen Frutigen und Raron. In Goppenstein wurde erneut eine Grossbaustelle eingerichtet. Während dieser Bauphase wurden der Fensterstollen Ferden und die Nothaltestelle Ferden erstellt. Inzwischen verkehren die internationalen Züge „unten durch“. Nichtsdestotrotz ist die Bergstrecke der BLS AG immer noch die wichtigste öffentliche Verkehrsverbindung Richtung Brig und Bern.