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In urgeschichtlicher Zeit war das st.gallisch-vorarlbergische Rheintal von Gletschern bedeckt. Durch das Abschmelzen bildete sich dann der Bodensee, der anfänglich das ganze Rheintal ausfüllte. Der Alpenrhein und andere Flüsse schütteten das Tal mit Ablagerungen immer mehr auf und drängten den See zurück. Bis in Frühmittelalter wurde dieser Siedlungsraum aber nur spärlich bewohnt. Urkunden aus dem 9. Jahrhundert erwähnen jedoch schon Orte in Rheinnähe und lassen eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erkennen.
Wichtiger Verkehrsweg
Der Bodensee und der Rhein wurden intensiv als Verkehrswege benutzt. Vor Hunderten von Jahren war der Rhein in unserer Region schiffbar, viele Waren wurden bis in das Gebiet von Hohenems rheinaufwärts gebracht. Von Ufer zu Ufer herrschte ein reger Fährbetrieb, um Personen und Pferdefuhrwerke zu transportieren.
Hochwasserschutz gefordert
Bis Ende des 19. Jahrhunderts war der Rhein aber ein wilder Fluss, der sein Bett immer wieder neu formte. Ständig musste mit Überschwemmungen gerechnet werden, die dann auch den Begriff "Rhein-Not" prägten. Mit der immer stärker werdenden Besiedelung des Rheindeltas wurde verstärkt auch ein besserer Hochwasserschutz gefordert.
Entwässerung der Rheinebene
Für eine wirkungsvolle Entwässerung der Rheinebene war jedoch nicht nur die Korrektion des Rheins notwendig, sondern auch der Bau der Binnenkanäle beidseits des Rheins. Die Rheinregulierung wurde dann mit dem Staatsvertrag von 1892 zwischen Österreich und der Schweiz besiegelt.