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"Im Wesentlichen hat die MAS gesagt, dass wir mit der Fusion mit EFG fortfahren sollen und am Ende des Prozesses unsere Banklizenz abgeben sollen, was eigentlich sowieso so vorgesehen war", erklärte Isolani in einem Interview mit dem "Corriere del Ticino". Die MAS hatte am Dienstag angekündigt, der Bank wegen schwerer Verstösse gegen das Geldwäschereigesetz, mangelnder Aufsicht und Fehlverhalten von Bankmitarbeitenden die Lizenz zu entziehen. Die Finma hatte ihrerseits die Auflösung der BSI mit der Übernahme durch die EFG International verlangt.
KEIN UNMITTELBARER EINFLUSS AUF BSI-FILIALE
Gemäss den Aussagen des neuen BSI-CEO, der den Posten von dem am Dienstag zurückgetretenen Stefano Coduri übernommen hat, haben die Verfügungen in Singapur aber "keinen unmittelbaren Einfluss" auf die Geschäfte der BSI-Filiale im Stadtstaat. Es werde deshalb "keine unmittelbaren Konsequenzen für das in der Tochtergesellschaft aktive Personal" geben.
Die MAS hatte am Dienstag ebenfalls mitgeteilt, der Singapurer Staatsanwaltschaft die Namen von sechs BSI-Mitarbeitenden für eine strafrechtliche Untersuchung übermittelt zu haben. Gegenüber AWP war am Donnerstag allerdings bei der BSI niemand für weitere Erläuterungen verfügbar.
Seit den der Bank vorgeworfenen Fällen seien bereits "sehr bedeutende Massnahmen ergriffen worden", sagte der neue CEO, der künftig die derzeitige Besitzerin BTG Pactual im EFG-Verwaltungsrat vertreten soll. So sei im vergangenen Sommer ein neuer Risikoverantwortlicher (CRO) und im Januar ein Verantwortlicher für juristische Aspekte (CLO) ernannt worden.
KEINE BEWEISE GEGEN AKTUELLE MITGLIEDER
Es gebe zudem keine Beweise, dass heutige Geschäftsleitungs- oder Verwaltungsratsmitglieder in die Affäre involviert seien, so Isolani. Die Finma hatte auch verfügt, dass nach der Auflösung und Integration der BSI in die EFG International keine "Gewährsträger und leitenden Manager", die für die festgestellten Verfehlungen der Bank verantwortlich sind, in entsprechenden Positionen weiterbeschäftigt werden dürfen.
Zudem beharrte Isolani darauf, dass die Verwendung der Marke BSI weiterhin erlaubt bleibt und im Tessin und in Italien "einer der massgebenden Punkte unserer Strategie" darstelle. Die Strafzahlungen der Regulatoren über insgesamt über 100 Mio CHF seien zudem vollständig von den Reserven für Bankrisiken abgedeckt und seien deshalb "ohne Einfluss auf die finanzielle Solidität des Instituts".
buc/tp/cp
(AWP)