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Carĭca
L., Pflanzengattung aus der Familie der Passifloraceen (s. d.)
mit gegen 20 sämtlich tropisch-südamerik.
Arten. Es sind
Bäume oder
Sträucher mit breiten, oft handförmig geteilten
Blättern
und einhäusigen weißlichen oder gelbgrünen
Blüten. Die
Frucht ist eine fleischige
Beere. Die wichtigste
Art ist der in allen Tropengegenden vielfach kultivierte
Melonenbaum,
Carica Papaya
L. (s. Fig. 2 zum
Artikel Passiflorinen).
[* 2] Die
Frucht hat ungefähr die Form und
Größe einer
Melone, ist im reifen Zustand wachs- oder pomeranzengelb und enthält ein saftiges,
goldgelbes, süßes, wohlschmeckendes Fleisch.
Sie ist ein wichtiges Nahrungsmittel, [* 3] wird teils mit Salz [* 4] oder mit Zucker, [* 5] teils auch wie Gurken eingemacht gegessen. Der ganze Baum, vorzüglich aber die Frucht, enthält einen milchartigen Saft, der selbst das härteste Fleisch sehr schnell mürbe macht. Setzt man dem Wasser, worin Fleisch zubereitet werden soll, nur eine geringe Menge des Saftes zu, so genügt schon eine Temperatur von 70 bis 80° C., um das Fleisch vollständig weich zu machen, ja zum Zerfallen zu bringen.
Nach vielen
Berichten von Reisenden sollen in manchen Tropengegenden, z. B. auf Java, die Eingeborenen
das Fleisch in
Blätter des
Baumes wickeln und eine Zeit lang darin liegen lassen oder auch an dem
Baume
selbst zwischen den
Blättern aufhängen, um es mürbe zu machen. Auch zum Gerinnen der
Milch eignet sich der Saft sehr gut.
Er wird auch in eingetrocknetem Zustande
(Succus
Caricae Papayae siccatus), ebenso wie das daraus dargestellte Papayotin (s. d.)
zur Lösung der diphtheritischen Membranen medizinisch gebraucht.