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Formale und klassifikatorische Mitgliedschaft : Zur Produktion von Innen, Aussen und Innen/Aussen in Organisationen
Der Beitrag bietet eine Möglichkeit, Organisationsgrenzen nicht-räumlich zu begreifen. Dazu dient die Unterscheidung von formaler und kategorialer Mitgliedschaft. Nur die erste dieser beiden Formen definiert Organisationsgrenzen. Wenn und soweit Organisationskommunikation kategoriale Mitgliedschaften einsetzt, bezeichnet sie relevante Personen, Personentypen und Personengruppen in ihrer Umwelt. Die Unterscheidung formal/kategorial wirkt systembildend, da sie trotz ihrer Eigenkomplexität hinreichend klare und stabile Identifikationsmuster hervorbringt. Zunächst werden kategoriale und formale Mitgliedschaft je für sich dargestellt. Es folgt eine Klärung, worüber die Systemtheorie spricht, wenn sie die Worte „Innen“ und „Außen“ benutzt. Nach einem Exkurs über die Emergenz organisationaler Zeitgrenzen zieht der Beitrag ein vorläufiges Fazit zur Tragfähigkeit der Unterscheidung von formaler und kategorialer Mitgliedschaft.