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17.08.2009
Neuorganisation der Betreuung von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität
Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität (Passengers with Reduced Mobility, PRM) geniessen am Flughafen Zürich zusätzliche Unterstützung. Bis anhin waren die Abfertigungsdienstleister der jeweiligen Fluggesellschaften für die Betreuung von PRM zuständig. Per 1. November 2009 übernimmt Unique (Flughafen Zürich AG) diese Verantwortung.
Am Flughafen Zürich werden pro Tag rund 330 Passagiere mit eingeschränkter Mobilität (Passengers with Reduced Mobility, PRM) betreut. Die Fluggesellschaften bezahlten bisher für die Betreuung von PRM eine Entschädigung an ihre Abfertigungsdienstleister (Handling Agents). Die Verrechnung für diese Hilfeleistung wurde bisher direkt zwischen Fluggesellschaft und Abfertigungsdienstleister abgewickelt. Neu ist ab 1. November 2009 Unique (Flughafen Zürich AG) für die Dienstleistung und Verrechnung zuständig. Zur Refinanzierung wird die Flughafenbetreiberin von den Fluggesellschaften gemäss dem Solidaritätsprinzip für alle abfliegenden Passagiere eine Gebühr von 1 Franken erheben. Die PRM-Gebühr wird für Unique (Flughafen Zürich AG) streng kostenneutral sein. Es handelt sich um eine Umlagerung derjeniger Kosten, welche die Fluggesellschaften bisher an ihre Abfertigungsdienstleister bezahlt hatten.
Neuorganisation aufgrund EG-Verordnung
Grundlage für die Neuorganisation der Betreuung von PRM bildet eine Verordnung der Europäischen Gemeinschaft, welche die Verantwortung zur Abfertigung von PRM an die Flughäfen überträgt und verbindliche, einheitliche Qualitätsstandards zur Abfertigung festlegt. Die Verordnung ist an den Flughäfen der EU-Mitgliedsstaaten bereits seit dem 26. Juli 2008 umgesetzt und am 16. Dezember 2008 in das bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EG aufgenommen worden. Als Umsetzungszeitpunkt für die Schweiz wurde damals der 1. November 2009 bestimmt.