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Worum geht's?
Eine Frau liegt leicht bekleidet auf einem Bett und nimmt ein Sexspielzeug aus einem Karton. Da es der Anfang eines Pornofilms ist, ist dies soweit nicht verwunderlich. Irritierend ist jedoch, dass die Frau auf dem Bett offenbar die Schauspielerin Gal Gadot aus dem Film «Wonder Woman» ist.
Dieser Porno jedoch lüftet keine Jugendsünden von Gadot, sondern ist ein Fake. Das Gesicht von Gadot wurde auf den Kopf der Pornodarstellerin per Software montiert.
Warum ist's interessant?
Bildmanipulation im Video war bisher sehr aufwendig – vor allem wenn sie glaubhaft sein soll.
Dieses Video wurde jedoch nicht von einem Expertenteam in der Postproduktion hergestellt, sondern «nur» von einem Programmierer. Nicht mit Hilfe einer teuren Software, wie man sie in Filmstudios findet, sondern mit Open Source Software.
Das Resultat ist nicht perfekt, aber es zeigt, wohin die technische Entwicklung geht und wie niederschwellig der Zugang geworden ist.
Die Basis ist KI, künstliche Intelligenz: Der Programmierer bringt einer Software bei, wie das Resultat aussehen soll. In diesem Fall wurde ein Gesicht ersetzt. Alles was man dazu braucht, findet man im Netz: die Software, aber auch die Fotos.
Auch das Max-Planck-Institut veröffentlichte einen Versuch,, Link öffnet in einem neuen Fenster Gesichter anzupassen. Dazu wurden 3D-Aufnahmen einer Person mit prominenten Gesichtern in Echtzeit verarbeitet. Das Resultat: Beispielsweise ein grimassierender George W. Bush.