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COPD: Simvastatin schützt nicht vor Exacerbationen
Statine haben neben dem blutfettsenkenden Effekt auch eine entzündungshemmende Wirkung. Retrospektive Studien habtten vermuten lassen, dass COPD-Patienten, die aus anderen Gründen Statine einnahmen, weniger Exazerbationen erlitten. Dies wurde nun in der grossen prospektiven STATCOPE-Studie geprüft.
In STATCOPE (Simvastatin in the Prevention of COPD Exacerbations) erhielten 885 COPD-Patienten (44% Frauen) täglich Simvastatin 40 mg oder Placebo über 12 bis 36 Monate. Die Teilnehmer waren Raucher, zwischen 40 und 80 Jahre alt und wurden bereits aufgrund der Schwere der COPD mit Sauerstoff, Glucocorticoiden oder Antibiotika behandelt oder sie wurden im Jahr zuvor aufgrund der COPD notfallmässig ins Spital eingeliefert. Diabetiker und Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder einer bereits bestehenden Statin-Therapie konnten nicht an der Studie teilnehmen. B
Zwischen der Simvastatin-Gruppe und der Kontrollgruppe bestanden keine Unterschiede weder bei der Häufigkeit von Exazerbationen (1.36 vs. 1.39 Exazerbationen, p=0.54) noch bei der Zeit bis zum ersten Auftreten einer Exazerbation (223 vs. 231 Tage, p=0.34). Ebenso waren die Raten schwerer nicht tödlicher Komplikationen (0.63 vs. 0.62 Ereignisse) sowie die Todesraten (28 vs. 30 Todesfälle, p=0.89) vergleichbar. Das LDL-Cholesterin war in der Simvastatin-Gruppe erwartungsgemäss niedriger als in der Kontrollgruppe.
Konklusion der Autoren: Bei COPD-Patienten mit hohem Risiko für Exazerbationen reduzierte Simvastatin weder die Exazerbationsrate noch die Zeit bis zur ersten Exazerpation.
Link zur Studie
New Eng J Med. 2014, Online Publikation am 18. Mai - Criner GJ et al.
26.05.2014 - gem