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Auf Englisch heisst es «Brain Freeze»: Du isst ein Glacé und dein Kopf beginnt blitzartig zu schmerzen. Ist das gefährlich? Oder völlig harmlos? Die Antworten.
Die Angelsachsen nennen es brain freeze, Einfrieren des Gehirns. Bei uns wird diese seltsame Krankheit als Kältekopfschmerz oder Hirnfrost bezeichnet. Es handelt sich um ein physiologisches Phänomen, das auftritt, wenn man sehr schnell eine Speise oder ein Getränk zu sich nimmt, die bei sehr niedrigen Temperaturen aufbewahrt werden. Dabei entsteht ein heftiger Schmerz im Bereich des Vorderkopfes oder hinter den Augen. Dieser dauert in der Regel weniger als eine Minute.
Der Ausgangspunkt dieser Kopfschmerzen liegt im Gaumen. Mit einem Hirnnerv ausgestattet, steht dieser in direktem Kontakt mit unserem Gehirn. Wenn eine kalte Substanz mit ihm in Berührung kommt, ziehen sich die Blutgefässe in den Nebenhöhlen und der vorderen Hirnarterie zusammen. Wenn sich der Mund dann wieder erwärmt, dehnen sie sich schnell aus. Diese Reaktion ist für den empfundenen Schmerz verantwortlich.
Einige scheinen dagegen völlig immun zu sein. Während andere immer noch den ersten Biss in ein Glace fürchten. Studien zufolge sind junge Menschen generell anfälliger für Kältekopfschmerz. Ebenso sind Menschen, die zu Migräne neigen, doppelt so häufig von diesen Symptomen betroffen. Wenn du dich beim Schlucken von kalten Getränken oder Speisen Zeit lässt, um deinen Gaumen an die Kühle zu gewöhnen, lassen sich diese Unannehmlichkeiten in den meisten Fällen vermeiden.
Um dagegen vorzugehen, gibt es nichts Besseres, als die Temperatur zu erhöhen. Das Trinken eines lauwarmen Getränks ist die schnellste Lösung. Wenn du keines zur Hand hast, atme einfach durch den Mund ein und durch die Nase aus, um die Zirkulation der warmen Luft im Mund zu fördern. Oder du legst deine Zunge an den Gaumen, um diesen wieder um ein paar Grad zu erhöhen.
Obwohl er sehr unangenehm ist, stellt der Kältekopfschmerz keine Gefahr für die Gesundheit dar. Dr. Georgios Kastanidis, praktischer Arzt bei Medbase Vevey, weist darauf hin, dass es sich um eine harmlose klinische Situation handelt, die weder einen Arztbesuch noch eine Medikation erfordert. Nur ein wenig Vorsicht, wenn du das nächste Mal in ein Glace beisst.