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Im Fahrwasser von Giorgia Meloni kehrte Carlo De Benedettis Lieblingsfeind Silvio Berlusconi auf die politische Bühne zurück. Schon im Vorfeld der italienischen Parlamentswahlen hatte der kurzzeitige Fiat-Chef und langzeitige Olivetti-Boss via «Financial Times» vor dem Wahlsieg der Rechten und einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Italien und Brüssel gewarnt. Der Graus vor den Rechten kommt nicht von ungefähr. Die Familie De Benedetti floh 1943 aus dem Piemont in die Schweiz, nachdem Benito Mussolini Rassengesetze eingeführt hatte.
Früher konnte Carlo De Benedetti (88) im Kampf gegen die rechten Parteien noch auf eine Vielzahl eigener Publikationen zurückgreifen. Bis 2019 besass er ein Medienportfolio aus Lokalzeitungen und der renommierten «La Repubblica». Seine Söhne Rodolfo, Marco und Edoardo haben die Publikationen gegen den Willen des Vaters an die Agnellis verkauft. Seitdem hängt der Haussegen schief. Carlo De Benedetti gründete daraufhin «Domani». In der politisch links orientierten Onlinezeitung wird der Kampf gegen Berlusconi und Co., wenn auch in kleinerem Rahmen, weitergeführt.
(Stand: November 2022)