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Mit der Gründung des Schweizerischen Schützenvereins 1824 in Aarau war die Grundlage für die Nachwuchsförderung und das erweiterte sportliche Schiessen in nationalem und internationalem Rahmen gegeben. Zitat aus den Gründungsstatuten des Schweiz. Schützenvereins: «Ein Band mehr zu ziehen um die Herzen der Eidgenossen, die Kraft des Vaterlandes durch Eintracht und nähere Verbindung zu mehren und nach eines jeglichen Vermögen zur Förderung und Vervollkommnung der schönen, sowie für die Verteidigung der Eidgenossenschaft höchst wichtigen Kunst des Scharfschiessens beizutragen: dies mag der Zweck des Eidgenössischen Schützenvereins sein.»
Der Beitritt des Schiessvereins in den Schweiz. Schützenverein erfolgte erst im Jahre 1892. Die Versammlung vom 26. Juli 1891 beschloss den Beitritt einstimmig. Gleichzeitig erfolgte der Übertritt aus der Kantonalen Schützenversicherung in die Unfallversicherung Schweiz. Schützenvereine (USS).
Die Generalversammlung im Rest. »Hecht» lehnte den Antrag des Vorstandes auf Reduktion des Mitgliederbeitrages von Fr. 3.50 auf 3.- ab. Hingegen wurde der Vorstand beauftragt, ein neues Prämienreglement auszuarbeiten. Seit 1886 waren immer wieder kleine Änderungen eingeführt worden, doch erhitzten sich die Gemüter an deren Richtigkeit.
Das jährliche Zentralschiessen fand dieses Jahr in Winterthur statt. Eine Vorhut begab sich schon am Samstag auf den Schiessplatz, der grosse Harst des Vereins reiste am Sonntagmorgen mit der Bahn an. In Winterthur angekommen, wurden die Vorbereitungen mit einem Begrüssungstrunk begonnen. Major Hottinger, der Zentralpräsident, übergab die Fahne an die Festorganisation. Um halb elf Uhr wurde Sammlung befohlen für den Umzug. Mit ca. 1000 Teilnehmern präsentierte man die Schützen in der Stadt. Am Nachmittag wurde wieder geschossen, doch einige Schiessvereinler waren schon auf der Suche nach geeigneter Übernachtungsmöglichkeit, denn das Festkomitee hatte nur «die unter einem besonderen Namen» bekannte Kaserne als Unterkunft angeboten. Wie weit die Logis dann benützt wurden, entzieht sich unserer Kenntnis. Jedenfalls veranlassten die erreichten Resultate das »Präsidium» zu schweisstreibenden mathematischen Berechnungen. Als dann durch einen Vertrauten das Resultat des Schiessvereins aus dem Rechnungsbüro geschmuggelt worden war, erfolgte ein kurzer Rückzugsplan. Offenbar war der 10. Rang von 57 Sektionen für den Schiessverein eine grosse Enttäuschung! Man «organisierte» rasch einen eichenen Kranz und marschierte aus der Menge, bevor das Absenden begann. Den Empfang am Bahnhof Pfäffikon hielt man so kurz wie möglich und verzog sich alsbald ins Vereinslokal!
Einer Einladung von Kyburg folgend, trafen am 7. Oktober 1900 ein gutes Dutzend ein, um sich an einem gemeinsamen Schiessen mit Ottikon und Kollbrunn zu messen. Die Pfäffiker hatten beschlossen, zu Fuss auf die Kyburg zu marschieren. So ging's um 08.00 h nach dem Frühschoppen Richtung Fehraltorf. Der Znünihalt war erst in der Wirtschaft Nüssli in Agasul gestattet. In militärischer strammer Formation wurde dann in Kyburg einmarschiert. Das Schiessen fand am Nachmittag statt. Beim Absenden heimsten die Pfäffiker Schützen 4 der 8 bereitstehenden Kränze ein. Zusammen mit Ottikon wurde der Heimweg angetreten, natürlich mit Zwischenhalt in Ottikon.
Herr Hauptmann Keller berichtete an der GV von der DV des Kant. Infanterievereins: Die bestehenden 3 kantonalen Vereine, Infanterieschützenverein, Schützenverein uind Feldschützenverein schlossen sich zusammen in den neuen Zürcher Kantonal Schützenverein ZKSV. Der Schiessverein, bisher Mitglied des Infanterie-Schützenvereins, wurde damit automatisch Mitglied des ZKSV.
Das Ende einer Schiesssaison wurde jedes Jahr mit einem «Grümpelschiessen» abgeschlossen. Für die Gabenreihe liessen sich immer wieder Sponsoren finden. Am 19. Oktober 1902 war es auch wieder soweit. Schiessbeginn war um 12.00 h. Dass sich der Munitiönler verschlafen hatte und 10 Minuten zu spät kam, wurde ihm übel genommen. Von der Ankunft einiger Damen des Töchterchores zum Schiessen schreibt der Chronist höflicher. Total 50 Kehr und 43 Gabenstich-Resultate wurden geschossen. Zum anschliessenden Absenden im Hotel Bahnhof traf der vollzählige Töchterchor samt Tanzmusik ein.
Der Aktuar Arnold Schellenberg schrieb dazu ein kleines Gedicht:
«S'ist mancher Alte auch dabei,
Mit jungen Damen sich zu drehen,
Das lassen sie sich ganz perfekt geschehn,
Der Grümpel ist doch ein recht Vergnügungsfestchen,
Es wiederholt sich nun all’Jahr zu unserm Besten,
Drum lebe hoch der Schützenstand,
Er ist für’s teure Vaterland!»
Auf ein Gesuch des Schiessvereins, die für das Zeigen eingebaute Sonnearieanlage durch die Gemeinde zu übernehmen, schreibt der Gemeinderat:
«Bezugnehmend auf lhr Gesuch v. 25. April d.J. teilen wir Ihnen mit, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung v. 7. Juni dahin beschlossen hat, dasselbe der nächsten Gemeindeversammlung in zustimmendem Sinne zu unterbreiten in der Meinung immerhin, dass die ordentlichen Betriebsausgaben (Füllung der Batterien etc.) wie bis anhin von den Schiessvereinen getragen werden.
Gleichzeitig sprechen wir bei diesem Anlass die Hoffnung aus, dass der Schiessanlage überhaupt bestmöglich Sorge getragen werde; mutwillige oder fahrlässige Beschädigungen fallen unbedingt zu Lasten der Fehlbaren.
Achtungsvoll Namens des Gemeinderates
Der Präsident J.Raths
Der Schreiber Egli »
Das erste Kantonal-Schützenfest des neuen Verbandes wurde dezentral auf 13 Plätzen abgehalten (Dägerlen, Elgg, Embrach, Herrliberg, Hombrechtikon, Höngg, Hedingen, Thalwil, Rüti, Seebach, Wädenswil, Zürich-Albisgüetli und Zürich-Rehalp) Der Schiessverein wollte in Hombrechtikon schiessen, da diese Anfrage aber abgelehnt wurde, entspann sich an der Vereinsversammlung eine heftige Diskussion, doch schliesslich wurde das Angebot, in Rüti zu konkurrieren angenommen. Der Kantonalvorstand wurde jedoch mit einer Resolution, welche die Delegierten an der nächsten Versammlung vorzubringen hatten, belehrt. Der Zeitpunkt wurde bemängelt, (es sollte Ende Juni bis Mitte Juli stattfinden wegen dem Heuet); bei der Zuteilung der Sektionen sollten die Wünsche berücksichtigt werden..
Das Programm lautete je 15 Schüsse auf 300 m und 400 m in Serien 2 x 1, 2 x 2, 3 x 3 Schüsse.
Die Anfahrt per Bahn wurde in Wetzikon für einen Drink kurz unterbrochen. Es wurde empfunden, dass der Ehrenwein beim Empfang durch einen «dicken Oberleutenant» kredenzt wurde anstatt durch Ehrendamen!. Nach dem Znüni ging's dann ans Schiessen. Beim Absenden am Abend figurierten 4 Pfäffiker unter den ersten 20 Schützen, voran im 4. Rang Arnold Schellenberg. Das Sektionsresultat reichte zum 11. Rang von 148 Sektionen.
Um das Zusammenwirken der beiden Vereine, Schiessverein und Standschützen, zu koordinieren, musste ein Vertrag erstellt werden. Die ersten Ansätze dazu wurden schon 1900 beschlossen. Der neue Vertrag sah vor, dass der Schiessverein nur die Kantonalen Feldschiessen besuchen solle, die Standschützen dagegen die Kantonalen Standschiessen und die Eidg. Schützenfeste. Die Trennung war insofern problematisch, da viele Schützen Doppelmitglieder waren. Aus den Protokollen ist zu entnehmen, dass über dieses Vertragswerk viel diskutiert wurde. Im Laufe der Jahre spielte sich dann das Nebeneinander ein. Der Schiessverein führte die Bedingungen durch. Er beteiligte sich am Feld- und Bezirksschiessen und besuchte Freundschaftsschiessen. Später wurde auch an kantonalen und eidgenössischen Schützenfesten konkurriert.
Die Kantonale Delegiertenversammlung wurde in Pfäffikon einberufen. Vom Schiessverein organisiert, trafen sich 171 Delegierte um 11 Uhr im Hotel Bahnhof. Nach 2 stündiger Redeschlacht konnte man am Nachmittag zum gemütlichen Teil überleiten mit Vorträgen verschiedener Pfäffiker Vereine.
Eigentlich hätte das in Aussicht gestellte Gefechtsschiessen schon vor 2 Jahren stattfinden sollen, verschiedene Gründe verursachten aber eine Verschiebung. Am 20. Juni1909 wurde mit dem Pferdewagen in Pfäffikon gestartet, natürlich erst nach dem Frühschoppen im Hecht. Die Fahrt führte Richtung Hörnli-HuIftegg. Von Steg aus musste der mutmassliche Feind gesucht und bekämpft werden, jeder der 23 Schützen erhielt 8 Lader, d.h. 48 Patronen, welche auf die verschiedenen Ziele verteilt werden mussten. Vor dem Feindkontakt galt es, die steilen Abhänge gegen das Hörnli zu erklimmen. Der Quästor, seine Frau und sein Schwiegervater spielten den Feind und hatten 200 Scheiben im Gelände verteilt. Im Angriff wurden die Männer hart beansprucht. Zu allem Überdruss setzte der Feind noch seine Artillerie ein und einige Petarden krachten in unmittelbarer Nähe der Schützen, sodass kriechen befohlen werden musste. Endlich waren die feindlichen Scheiben getroffen und die Mannschaft kam auf die Hulftegg, wo die Lebensgeister durch Wirt Schaufelberger rasch wieder geweckt wurden. Ein kurzes Feldschiessen auf der Schafweid forderte nochmals Konzentration, dann wurde es sehr gemütlich bis das Fuhrwerk die heimatlichen Gefilde wieder erreichte.
Da der militärische Voruntericht in Pfäffikon offenbar nicht sehr erfolgreich arbeitete, beschloss der Schiessverein, versuchsweise einen eigenen Jungschützenkurs anzubieten. Dieser Ansatz wurde auch im kommenden Jahr bestätigt.
Der Kantonalvorstand hatte den Schiessverein Pfäffikon mit der Durchführung des Kantonal- Feldsektionswettschiessens beauftragt, 20 Sektionen waren zugeteilt mit 750 Schützen. Es mussten 45 Scheiben vorbereitet und aufgestellt werden, denn das Schiessen dauerte nur 1 Tag. 40 Funktionäre sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Am Abend wurde das Absenden beim Schulhaus Obermatt abgehalten. Zum Empfang der Sektionen stellte sich die Harmonie zur Verfügung und die Festwirtschaft betreute der Herbergsvater E. Lehmann, Wirt zum Hecht.
Dem neu gegründeten Bezirksschützenverein (er war eigentlich schon zweimal gegründet worden, hatte sich aber jedesmal wieder aufgelöst), trat der Schiessverein sofort als Mitglied bei.
Der erste Präsident des Verbandes, Heinrich Schneider, war zugleich Präsident des Schiessvereins.
Der Antrag des Vorstandes auf geheime Wahlen wurde von der GV abgelehnt und der Vorstand, da keine Rücktritte vorlagen, in Globo gewählt. Neu wurde eine Amtsdauer von 2 Jahren festgesetzt.
Das 2. Bezirksschiessen soll in Pfäffikon stattfinden.
Auf Einladung des ZKSV machten sich am 13. April 16 Schützen auf, am Gefechtsschiessen unter winterlichen Bedingungen teilzunehmen. Fehraltorf war das Ziel. Der «Feind» konnte in der Gegend des Brandholz ausgemacht werden. Nach einem bereits gefechtsmässigen Anmarsch von Pfäffikon war die Besammlung im Heiget, wo vorerst eine Stärkung bereit war. Nach Auftauchen des «Feindes» musste die Distanz geschätzt werden: 400 m war die Meinung, doch erfolgte keine Wirkung, erst nach Umstellen auf 300 m fielen die Scheiben. Zum Abschluss wurde dem Spatz gerne zugesprochen, bevor der Heimweg wieder unter die Füsse genommen wurde.
Zum Bezirksschiessen erschienen alle 13 Sektionen. Die Vereine trafen mit Musik und Ehrendamen auf dem Platz ein, es entstand ein fröhlicher Festbetrieb. Der Schiessverein selber hatte sein Programm vor dem allgemeinen Schiessen, also am Morgen in der Frühe, zu absolvieren, damit die Funktionärsposten besetzt werden konnten. Weil mehr Schützen als angenommen erschienen waren, musste 2 Stunden länger geschossen werden. Das Absendbüro hatte seine Arbeit so gut gemacht, dass eine gute Viertelstunde nach Endefeuer das Absenden beim Schulhaus beginnen konnte. «In flottem Zuge geleiteten wir die Vereine zum Bahnhof. Ein kurzer Scheidegruss und heim zogen sie zu Muttern. Wir aber tranken noch Eins eh wir gingen».
Das Grümpelschiessen 1913 konnte erstmals zu dritt durchgeführt werden. Die Pistolenschützen, gegründet 1911, machten erstmals mit. Das Präsidium konnte 37 Schützen mit Anhang am Absenden in der Krone begrüssen.
Bei einem fröhlichen Feldsektionswettschiessen in Gossau, mit Ross und Wagen besucht, wurde die Saison abrupt abgebrochen: Deutschland hatte Frankreich und Russland den Krieg erklärt!
«Noch am 2. August wurde der Landsturm aufgeboten, nachher folgte der Auszug. Die ganze Schweizer Armee wurde mobil gemacht, um unsere bedrohten Grenzen zu besetzen.
So nahmen denn unsere Kameraden Abschied von den lieben Seinen um an den waldumsäumten Jurabergen, am vielbesungenen Rhein und droben auf der Gotthardfeste treue Wacht zu halten. Wer hätte damals gedacht, Weihnachten und Neujahr fern von ihren Angehörigen im Dienste des Vaterlandes feiern zu müssen. Aber das sollte zur Tatsache werden. Mitte März 1915 kehrte die 5. Division vom Felde zurück und die meisten unserer Mitglieder konnten gesund und wohl die tägliche Arbeit, die sie vorher innegehabt, wieder antreten»
Aus dem Bericht «Grenzbesetzung 1914-15-16» entnehmen wir einige Stichworte:
Die 5. Division mit den Pfäffiker- Schützen wurde 1914 in den Jura an die Grenze geschickt und gegen Ende des Jahres ins Baselbiet verlegt, wo auch Weihnacht und Neujahr im Felde gefeiert werden mussten. Nach 8-monatiger Dienstzeit kam die Entlassung.
Neues Aufgebot am 31. August Richtung Gotthard und später ins Südtessin bis Ende November, um gleich nach Neujahr wieder zurückzukehren. Der Kontakt zur Bevölkerung war im Tessin offensichtlich besser als im Jura. «Am 27. Februar 1916 befanden wir uns in Tesserete. Von da nach dem Monte Ceneri, wo wir vom Donner der Geschütze empfangen wurden. Das blitzte und rollte in diesen Bergen. Da bekamen wir einen Begriff von einer Naturfestung, wie sie von unseren Sappeuren in monatelanger Arbeit ausgebaut wurde... Am 11. März wurde die 5. Division entlassen».
Die Vereinsgeschäfte und auch einzelne Schiessen wurden abgehalten. Doch die Ruhe hielt nicht an, schon am 19. Juni 1916 wurde wieder aufgeboten. Wieder war das Ziel der Tessin. Nach kurzem Urlaub Ende August rief das Vaterland erneut am 13.Nov.1916 zum Dienst. Dies bedeutete wieder Weihnacht und Neujahr im Feld.
Das Jahr 1917 brachte zu allem Übel die Rationierung der Lebensmittel. «Am 17.Dez.1917 konnte endlich mit Russland ein 10-tägiger Waffenstillstand unterzeichnet werden. Über die letzten Tage der Jahreswende dröhnte der Kanonendonner vom Elsass schaurig zu uns herüber, noch keinen Frieden ankündend. Wiederum läuteten die Neujahrsglocken in ein Kriegsjahr hinein».
Die Zürcher Truppen wurden im Jura von einer schweren Seuche, «der spanischen Grippe» betroffen. 2 Pfäffiker Kameraden überstanden die Krankheit nicht, Gustav Züllig und Johann Rothweiler wurden am 27.10. und 4.11. in Pfäffikon mit militärischen Ehren begraben. Endlich, am 11.11.1918, wurde zwischen den Alliierten und Deutschland ein 35-tägiger Waffenstillstand unterzeichnet.
Anlässlich der Versammlung nach dem Schiessen vom 31. August 1919 stellte das Präsidium Heinrich Schneider fest, dass durch den erfreulichen Aufmarsch der alte Schützengeist wieder aufzuleben begann.
Er orientierte über das bevorstehende Feldschiessen in Lindau. Dieses wurde erstmals nach den vom SSV beschlossenen neuen Richtlinien abgewickelt. 3 Grössen- Kategorien in je 3 Leistungsstufen, wie dies auch heute noch praktiziert wird, wurden eingeführt. Heinrich Schneider konnte seine Schützen bestens überzeugen, denn er war in der Funktion als Bezirkspräsident auch in den Kantonalvorstand delegiert. Die Schiessvereinler beschlossen, in die mittlere Leistungsstufe einzusteigen.
Die Einladung zur GV war auf 18 Uhr in den Hecht erfolgt, doch machte sich Schlamperei bemerkbar. Präsident H. Schneider konnte die Versammlung mit 35 Mitgliedern erst um halb acht beginnen.
Dagegen wurde dem Aufruf zur Fronarbeit für die neue Schiessanlage im kommenden Jahr sehr gut Folge geleistet. Am Standweihschiessen vom 14.Aug.1921 floss das Bier reichlich, konnte es doch mit Treffern auf die Juxscheibe gewonnen werden.
Heinrich Schneider, welcher während 17 Jahren das Präsidium ausgeübt hatte, erklärte seinen Rücktritt z.Hd. der GV 1923. Da noch ein weiteres Vorstandsmitglied ersetzt werden musste, wurden «aus einer grösseren Anzahl» von Bewerbern, in geheimer Abstimmung Notar Stahel und Paul Schneider gewählt. Heinrich Schneider wurde mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt.
Im Laufe der letzten Jahre war leider eine schöne alte Tradition langsam verloren gegangen: Nach jedem Schiessen hatte am Abend eine beschlussfähige Vereinsversammlung stattgefunden. Die Gemütlichkeit kam dabei nie zu kurz und die Kameradschaft wurde dadurch sehr gefördert. Von jeder dieser Versammlungen war auch ein Protokoll erstellt worden und dieses wurde das nächste Mal verlesen und abgenommen. Mehr und mehr wurden die Geschäfte dem Vorstand übertragen und somit die laufenden Geschäfte in Arbeitssitzungen erledigt
Die GV beschloss die Einführung des «Fleissbechers», für den allerdings 5 Jahre Erfüllung des Jahresprogrammes ausgewiesen werden mussten.
Der bekannte «Jahreskonkurrenz»- Becher war schon einige Jahre früher eingeführt worden. Desgleichen die Kaffee-Löffel mit Gravur, welche ab 1928 an fleissige Mitglieder abgegeben wurden. (entsprechend unserem heute gültigen Vereinsreglement)
Die wirtschaftlichen Krisenjahre wirkten sich auch auf das Vereinsleben aus. Die GV beschloss deshalb, dass den Arbeitslosen der Mitgliederbeitrag von Fr. 5.-, nach Vorweisung der Stempelkarte, zu erlassen sei. Auch der Beitrag als Doppelmitglied bei den Standschützen konnte auf Vorstandsbeschluss hin aus der Kasse bezahlt werden.
Ohne einen Beschluss der GV abzuwarten, führte der Vorstand erstmals das Bundesfeier- Schiessen durch. Anlass dazu war der neu eingeführte freie Nachmittag. Eine aussergewöhnlich frohe Stimmung kam mit diesem Schiessen auf und beim «Schübligbankett» wurde sogleich beschlossen, den Anlass im nächsten Jahr einer Wiederholung zuzuführen
Zum diesjährigen Endschiessen waren auch die Jungschützen eingeladen, sie durften erstmals unter sich einen eigenen Wettkampf ausfechten. Sie wurden jedoch nicht zum abendlichen Absenden eingeladen, die 3 Lorbeerzweige wurden unmittelbar nach dem Schiessen den Gewinnern abgegeben.
Das Bundesfeierschiessen wurde bereits erweitert, nebst einem Stich 10 Schüsse auf die A 10er -Scheibe, musste mit 4 Schüssen die Jahrzahl 1291 geschossen werden. Der Schützenmeister, Heinrich Frick, erfüllte diese Aufgabe mit Bravour, er hatte einen neuen Lauf auf seinem Gewehr!
Die Zahl der Jungschützen konnte auf 35 Teilnehmer gesteigert werden, davon erhielten deren 11 die Ehrenmeldung (Bundesübung).
Mit der Begründung, der Jahresbeitrag von Fr. 5.- sei für die Pflichtschützen zu hoch, wollten einige Schützen einen neuen Verein, den «Militärschiessverein» gründen, welcher dem Arbeiterschützenverband angehören sollte. Nach verschiedenen Verhandlungen mit dem Vorstand des Schiessvereins, aber auch mit den Gemeindebehörden wurde am 6. Februar eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. 119 Schützen fanden sich im «Hecht» ein.
Sie mussten teilweise sogar in der Küche Platz nehmen! Präsident Werner Stucki, unterstützt durch Willy Bietenholz, versuchte die Neugründung doch noch zu vermeiden. Antrag des Vorstandes: Einführung einer A- und B- Mitgliedschaft mit abgestuftem Beitrag. Die Opposition wollte jedoch davon nichts wissen und verliess das Lokal, sodass noch 71 Schiessvereinler verblieben. Diese beschlossen einstimmig dem Antrag des Vorstandes zu folgen und setzten den Jahresbeitrag auf Fr. 5.- für A- und Fr. 3.- für B-Mitglieder fest. (Die Sonderregelung für Ganz- oder Teilarbeitslose wurde beibehalten)
Bereits am 2. April wurde wieder zu einer ausserordentlichen Generalversammlung einberufen. Auf Antrag des Gemeinderates hatte das Eidg. Militärdepartement den neuen Verein aberkannt. Als Begründung wurde vor allem die Schiessplatzfrage aufgeführt. Offenbar war eine gefährlich- politische Bewegung in Gang geraten, welche man auf diese Weise stoppen konnte. Der Schiessverein wurde im Beschluss jedoch verpflichtet, eine angemessene Vertretung zusätzlich in seinen Vorstand aufzunehmen und (die bereits beschlossene) B-Mitgliedschaft einzuführen. Aus der Oppositionsgruppe wurden 3 Vertreter gewählt, sodass der Vorstand nun 10 Mitglieder zählte. Damit mussten von nun an die neuen B-Mitglieder ihre eigene Vertretung in den Vorstand wählen lassen.
Mit der Statutenrevision von 1937 wurde die Verfügung des Eidg. Militärdepartementes dann wieder ins richtige Licht gebracht, indem die Statuten bestimmten, dass der Vorstand aus 9 Mitgliedern zu bestehen habe; ob sie nun aus dem Kreise der A- oder B- Mitglieder stammten, wurde nicht mehr bestimmt.
Der Vorstand bestimmte an seiner Sitzung vom 31. März 1937 die Gestaltung der neuen Fahne mit dem grossen Pfäffiker Leu 150/ 135 cm, Preis Fr. 570.-. Die Fahne sollte am 1. August eingeweiht werden. Sie sollte die 2. Fahne von 1897 ersetzen. Wegen Kollision mit dem Absenden des Kantonal-Schützenfestes, wurde die Einweihung, verbunden mit einem Freundschaftsschiessen mit 7 Sektionen der Umgebung, dann erst am 8. August abgehalten. Ab 1937 wurden separate Vorstandsprotokolte erstellt.
Das Jungschützenwesen hatte sich erfreulich entwickelt. Waren 1938 noch 63 Jünglinge dabei, konnte für 1939 ein Kursbestand von 87 Jungschützen gemeldet werden.
2. September 1939: Generalmobilmachung, der 2. Weltkrieg war ausgebrochen, die Schiesssaison nahm ein jähes Ende.
Eine Jahreskonkurrenz konnte nicht durchgeführt werden. Umso erfreulicher der Jungschützenkurs mit 105 (!)Jungschützen.
Am 1. August konnte der neuerstellte 50 m Kleinkaliberstand feierlich eingeweiht werden. Er musste in den folgenden Jahren als Ersatz-Trainingsstand dienen, da nur noch wenig 300 m Munition zur Verfügung stand.
Nun konnte der Vertrag über den Fahnenkasten mit den Wirtsleuten Leemann vom Hecht abgeschlossen werden. An die Kosten von Fr. 442.- bezahlte der Schiessverein ca. 1/3. Jedenfalls blieb der Kasten im Besitz des Hechtwirtes, dem Verein war ein unbefristetes Gastrecht eingeräumt.
In den Kriegsjahren musste der Munitionsrationierung wegen das Jahresprogramm grösstenteils auf 50 m geschossen werden. Nur Bedingung, Feldschiessen und eine Vorübung waren auf 300 m möglich.
Es wurde ein erster Jungschützenkurs auf 50 m parallel zum Kurs auf 300 m durchgeführt.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges normalisierte sich die Situation auch im Verein wieder. Viele Mitglieder hatten Hunderte von Tagen Aktivdienst leisten müssen, worunter auch das Vereinsleben und der Schiessbetrieb stark gelitten hatten.
Der Schiessverein wurde 350 Jahre alt. Im Auftrag des Vorstandes verfasste Lehrer H. Brüngger, Fehraltorf eine Gedenkschrift. Zu einem in kleinem Rahmen gehaltenen Jubiläumsschiessen wurden die Sektionen Febraltorf, Russikon, Hittnau und Hermatswil-Gündisau eingeladen.
Für das Feldschiessen, auf dem Stand Pfäffikon, stellten sich die Pfadfinder als Warner zur Verfügung. Für die noch mehrheitlich mit dem Velo anfahrenden Schützen wurde ein spezieller Velostand eingerichtet.
Nach 16 Präsidialjahren übergab Werner Stucki das Zepter an Emil Hämig und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Er hatte zum Wohle des Schiessvereins während der Krisen- und anschliessenden Weltkriegsjahre beständig durchgehalten. Er liess sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn der «Verschleiss» an Vorstandsmitgliedern während dieser Zeit gross war. Sein erster Schützenmeister Heinrich Frick stand stets an seiner Seite.
Die starke Zunahme der Mitgliederzahl (Mussschützen) bewog den Verein, den Vorstand um 2 Mitglieder auf 11 zu erhöhen. Die Überwachung des Schiessbetriebes könnte sonst nicht mehr gewährleistet werden. Die Massnahme bewährte sich aber offensichtlich nicht, denn 3 Jahre später wechselte man wieder auf die bewährte Zahl 9.
Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Schiessverein an der Gruppenmeisterschaft SSV.
Das Bezirksschiessen wurde einmal mehr in Pfäffikon durchgeführt. Als Folge der zunehmenden Mobilität der Schützen, konnte nicht mehr wie früher ein Empfang der Sektionen stattfinden. Immerhin stand nebst einem Parkplatz für die Autos, auch ein spezieller Velostand bereit. Die Bauernkapelle der Harmonie spielte vor dem Absenden während 2 Stunden auf.
Grosse Trauer um ein äusserst bewährtes Mitglied. Heinrich Frick seit 1925 erster Schützenmeister, wurde aus dem Leben abberufen.
Otto Affeltranger wurde zum neuen Präsidenten gewählt. 40 Mitglieder verfolgten die Geschäfte wie üblich im «Hecht»
Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Vereinen, führten zur Erweiterung des seit 1905 bestehenden Vertrages mit den Standschützen. Es wurde festgehalten:
«- die Bedingungen bleiben Sache des Schiessvereins».
«- Schützenfeste sollen nur durch die eine oder andere Sektion besucht werden,
wobei einzelne Mitglieder jeweils ausgetauscht werden können».
Die Vereinbarung mit den Standschützen wurde neu gefasst und die obigen Bestimmungen so erweitert, dass kantonale und Eidg. Feste nur durch die Standschützen besucht werden sollten. Seit diesem Jahr erfolgte die Wahl des Vorstandes in 2 Gruppen:
Gruppe 1 Gruppe 2
Präsident Vizepräsident
Kassier 1. Schützenmeister
2. Schützenmeister 4. Schützenmeister
3. Schützenmeister Aktuar
Jungschützenleiter
Das persönliche Schiessbüchlein für jeden Aktivschützen, wie es heute noch verwendet wird, wurde erstmals eingeführt, die Schützen erhielten damit an der GV einen Leistungsausweis. Gleichzeitig wurde für das Bundesfeierschiessen der erste Wanderpreis gestiftet (O. Affeltranger, P. Priester, W. Thönen)
Präsident Otto Affeltranger wollte ein Winterschiessen einführen und dazu alle Sektionen des Kantons Zürich einladen. Der Vorstand stimmte am 27. August 1959 dem Vorhaben zu. Der Kantonal Schützenmeister hatte die provisorische Zusage bereits gegeben. Man wollte das Schiessen gemeinsam mit den Standschützen durchführen und den Gewinn, aber auch ein eventuelles Defizit, aufteilen. Die Verständigung kam jedoch nicht zustande. Der Vorstand des Schiessvereins beschloss am 12. November, die Organisation allein zu übernehmen.
Am 14. Januar 1960 beriet der Vorstand den inzwischen ausgearbeiteten Schiessplan. Am 31. Januar von 09.00- 16.00 sollte geschossen werden. Alle Sektionen des ZKSV sollten eingeladen werden und sich bis zum 16. Januar (in 2 Tagen!!) beim Präsidenten anmelden. Das Programm lautete 2 Probeschüsse und 10 Schüsse 10er Scheibe. Auszeichnung: ab 83 Punkten Kranzabzeichen oder Kranzkarte. Doppel: Fr. 5.-.
Das Schiessen wurde durchgeführt und anlässlich der GV vom 12. März die erste Winterschiessen- Rechnung vorgelegt:
Einnahmen total Fr. 2606.10, Ausgaben Fr. 2236.10, ergab einen Überschuss von Fr. 370.-. Diesen Zahlen kann entnommen werden, dass trotz der improvisierten Vorbereitung ca. 500 Schützen angereist kamen, ein beachtlicher Erfolg!
Damit auch für das leibliche Wohl der Schützen gesorgt werden konnte, war ein Teil des 300 m Standes als Schützenstube eingerichtet worden. (ohne Komfortheizung!)
Die GV beschloss hierauf im nächsten Winter wieder ein Winterschiessen zu veranstalten.
Ein legendärer Zeiger, Hans Moser, übergab die Kelle nach vollen 40 Dienstjahren in jüngere Hände und wurde deshalb besonders geehrt.
Den 1948 gegründeten Kleinkaliber-Schützen wurden die noch im Besitze des Schiessvereins befindlichen 3 Kleinkaliber-Gewehre zur weiteren Verwendung gratis übergeben.
Mit den Standschützen war eine Verständigungskrise eingetreten. Das bislang stets gute Einvernehmen war jäh abgebrochen. Weil der Schiessverein den gleichen Schiessanlass besuchen wollte, beschlossen die Standschützen, ab sofort ebenfalls Bedingungsschiessen durchzuführen. Dies führte letztlich zur Trennung der beiden Vereine, was an der GV des 2. April 1960 beschlossen wurde.
Da der Jungschützenleiter Doppelmitglied war, und sich den Standschützen anschloss, wurde der Jungschützenkurs fortan durch die Standschützen organisiert
Neu wurde ein Becherstich eingeführt und dazu im «Hecht» eine Vereinsvitrine montiert. Diese wurde durch Arthur Linder hergestellt und gespendet.
Für das Winterschiessen 1961 wurde der Schiessplan geändert, die letzten 4 Schüsse mussten in 100er- Wertung gezeigt werden. Das Resultat der 100er- Wertung wurde als Gruppenresultat aller 6 Gruppenschützen addiert und eine separate Gruppenrangliste erstellt. (Diese Regelung wurde bis heute beibehalten) Die «Schützenstube» sollte auch wieder eingerichtet und durch den damaligen Hechtwirt, Robert Etter geführt werden.
Erstmals wurde gleichzeitig mit dem Winterschiessen des Schiessvereins am 2./3. Februar ein Pistolen-Winterschiessen durch die Pistolenschützen angeboten. In Zürich wurde das Eidg. Schützenfest besucht. Vorgängig mussten Trainingsschiessen mit anderen Sektionen erfüllt werden, um teilnehmen zu dürfen.
An der GV wurde gegen starke Opposition beschlossen, wieder einen eigenen Jungschützenkurs durchzuführen. 10 Jungschützen folgten im ersten Jahr der Einladung im folgenden Jahr schon mehr als doppelt so viele. Damit die Übungen auf der nun stark belasteten Anlage überhaupt durchgeführt werden konnten, wurden einzelne Jungschützen-Kurstage nach Hermatswil verlegt.
Das Eidgenössische Schützenfest fand in Thun statt. In einer übermütigen Stunde des Beisammenseins wurde die Idee geboren, zu Fuss ans Schützenfest zu marschieren. Ein rühriges Grüppchen beschloss, als «Reisläufer» in alten Uniformen den Marsch zu bewältigen. In 6 Tagesetappen marschierten 12 «Reisläufer von Pfäffikon», vorwiegend auf Nebenstrassen, am Samstag 4. Juli von Pfäffikon ab. Die Abmeldung erfolgte mit Donnerschlag und Paukenwirbel auf dem Bahnhofplatz.
Die «Reisläufer» wurden am 10. Juli in der Schwarzenegg durch eine Delegation von Thun empfangen und bis ins Festzentrum begleitet. Unter riesigem Applaus konnten die Männer in das grosse Festzeit einmarschieren. Die ganze persönliche Ausrüstung mit den Gewehren, Kocher und Lebensmittel wurde auf einem Planwagen mitgeführt. Als Zugpferde diente die ganze Mannschaft im Wechsel, wobei die beiden «genagelten», Dölf und Sepp, fast immer die Deichsel führten. Die Route verlief über Grüningen - Stäfa, mit der «Stadt Zürich» über den See nach Wädenswil. 2. Tag Hirzel - Rotkreuz, 3. Tag Luzern - Malters, 4. Tag über Rengg - Entlebuch nach FlühIi, 5. Tag Kemmeriboden - Schangnau, 6. Tag Schallenberg - Steffisburg - Thun.
Wochen vor dem Abmarsch wurden die Teilnehmer in Trainingsmärschen vorbereitet und abgehärtet. Der Aufbau des Wagens wurde durch die Gruppe selber erstellt. Von jeder Etappe schrieb Willy, «der Chef» über Telephon einen Tagesbericht an die Lokalzeitung. Für die Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis, aber auch eine harte Prüfung von Leistung und Kameradschaft.
Der Rest des Vereins reiste per Bahn zum Fest, sodass die Sektion dann am Freitag/Samstag geschlossen zum Wettkampf antreten konnte. Kranzgeschmückt wurde die Heimreise gemeinsam mit der Bahn angetreten. Das Sektionsresultat konnte sich sehen lassen: 264. Rang von 718 Sektionen in der IV. Kategorie, sowie den 132. Rang von 1429 Mannschaften.
Mit einer schlichten Feier im Hotel Bahnhof wurde der 375. Geburtstag gefeiert Ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit und eine Selbstdarstellung des Vereins musste genügen. Umso mehr wurde der Gemütlichkeit zugesprochen und lustig das Tanzbein geschwungen. Ein spezieller Schiessanlass zum Jubiläum wurde zugunsten des Winterschiessens abgelehnt Das Jubiläum jedoch auf dem speziellen Gruppenpreis dargestellt. 1500 Schützen nahmen am Winterschiessen teil.
Um das gesellige Beisammensein zu fördern, lud der Vorstand zu einer Waldweihnacht ein. Die Weihnachtsmänner transportierten Festtische und was dazugehört in den Pfaffbergwald. Dieser besondere Anlass wurde fortan alternierend, mit der bereits eingeführten «Endschiessenreise ins Blaue», alle 2 Jahre durchgeführt.
Erstmals gelang es einer Sturmgewehr-Gruppe des Schiessvereins in die SSV-Hauptrunden vorzudringen.
Das Zürcher Kantonal-Schützenfest fand im Oberland statt. Der Schiessverein konkurrierte in Hinwil mit 41 Teilnehmern und errang den 34. Rang von 155 Sektionen der IV. Kategorie.
Als Folge des grossen Zuspruches zum Winterschiessen, verpflichtete sich der Schiessverein, auch andere auswärtige Anlässe (nebst Bezirks- und Feldschiessen) zu besuchen. im laufenden Jahr wurden deshalb 21 Schützenfeste besucht und dabei auch gute Erfolge verzeichnet.
Am Eidgenössisches Schützenfest in Luzern konnte der wohl grösste Erfolg aller Zeiten des Schiessvereins erzielt werden: 1. Rang in der IV. Kategorie!! (von über 1000 Sektionen).
Geschossen wurde in Ennetbürgen an einem Wochenende, die Abende wurden der Geselligkeit gewidmet. Zum Absenden einen Monat später fand sich eine Gruppe von 10 Kameraden ein. Man wusste den Rang noch nicht, aber dass es einer der vorderen sein könnte, ahnten sie wohl. Die Freude war natürlich riesengross als am Lautsprecher der Schiessverein verkündet wurde. Ein grossartiger Empfang wurde dem Verein dann bei der Rückkehr in Pfäffikon beschert.
Ein verdienter Kämpfer erklärte seinen Rücktritt aus dem Vorstand: Otto Affeltranger, nach 29 Vorstandsjahren, davon 24 als Präsident.
Unter seiner markanten Stabführung hatte sich der Schiessverein gewaltig entwickelt. Mit der Einführung des Winterschiessens begann eine starke Aktivität. Der Verein wurde weit herum bekannt und auch anerkannt. Die Tätigkeiten innerhalb des Vereins wie auch für den Bezirks- und Kantonalverband wurden gefördert. Der Nachwuchsförderung wurde hohe Priorität eingeräumt, aber auch das Matchschiessen fand seinen Platz im Jahresablauf. Die GV verdankte «Otto» die grossen Verdienste um den Verein mit der Wahl zum Ehrenpräsidenten.
Am Eidg. Schützenfest in Chur war der Schiessverein mit 46 Schützen vertreten. Er durfte nach dem grossen Sieg erstmals in der III. Kategorie schiessen. Mit 19 Pflichtresultaten wurde der Verein auf dem 56. Platz von 792 Sektionen klassiert und mit diesem guten Resultat nochmals eine Kategorie höher eingestuft.
Die Vorbereitungen für das Eidg. Schützenfest’ 90 Winterthur liefen bereits auf Hochtouren. Der Stand Pfäffikon war hierzu als Schiessplatz vorgesehen. Der Schiessverein hatte den Gesellschafts Vertrag zur Mitwirkung bereits unterzeichnet und die Platzorganisation lag auf dem Papier schon fest. Dann aber der grosse Schrecken: In der Nacht vorn 10. August 1989 wurde durch Brandstiftung das schöne Schützenhaus bis auf die Grundmauern eingeäschert. An einen Aufbau innerhalb eines Jahres war nicht zu denken, also musste das OK des Eidgenössischen auf den Stand Pfäffikon verzichten. Die bereits gemeldeten Funktionäre wurden auf andere Ausweichplätze eingeteilt, sodass die Mitarbeit trotzdem gesichert war.
Der Schiessverein konnte bei den beiden Nachbarsektionen Hermatswil- Gündisau und Fehraltorf für seine Übungen, Bedingung etc. Unterschlupf finden. Ein grosses Fragezeichen war für den Verein das Winterschiessen, aber auch da konnte eine Lösung gefunden werden, der Stand Illnau- Luckhausen durfte zu diesem Zweck benützt werden. Eine grosse Sympathiewelle durfte der Schiessverein dabei erfahren. Das Winterschiessen 1990 brachte die bisher höchste Beteiligung, nämlich über 2500 Schützen.
Die Freundschaft mit den gastgebenden Vereinen, aber auch das gute Einvernehmen innerhalb unseres Vereins wurde arg strapaziert über die lange Zeit des «Wanderns», denn erst 1993 konnte mit dem Winterschiessen wieder auf unsere eigene, neue, schöne Anlage gezügelt werden. Die Rücksichtnahme und das grosse Verständnis unserer Kameraden von Hermatswil, Fehraltorf und Illnau wird allen Beteiligten in dankbarer Erinnerung bleiben.
Am Eidgenössischen stand die Mithilfe in der Organisation im Vordergrund. Das langjährige Funktionärstraining kam den Mitgliedern dabei sehr zustatten. Im Schiesswettkampf erreichte der Verein mit 44 Teilnehmern den 147. Rang von 560 Sektionen in der II. Kategorie.
Der Schiessverein konnte mit dem Winterschiessen das neue Schützenhaus in Betrieb nehmen und hat nun mit 4 weiteren Schützenvereinen wieder ein vertrautes Zuhause.