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Marie-Theres Raemy-Egger ist am 3. Januar 1926 als zweites von fünf Kindern des Pius und der Cölestine Egger-Buntschu im Roggeli bei Plasselb auf die Welt gekommen. Dort verbrachte sie eine frohe, aber harte Kindheit. Zur Schule ging sie in Plasselb. Nach der Haushaltungsschule in Marly verbrachte sie drei Jahre in Montagny-les-Monts auf einem Bauernhof. Zurück in Plasselb erlernte sie bei ihrer Cousine das Nähen. Mit Freude und Genugtuung führte sie für die ganze Familie und Kundschaft viele Näh- und Änderungsarbeiten aus.
Im Jahr 1953 vermählte sie sich mit Alphons Raemy. Fortan wohnte Marie-Theres Raemy-Egger in der Fuhra in Plaffeien. Sie schenkte Bernadette, Max und Annelise das Leben. Sehr früh musste Marie-Theres Raemy-Egger von ihrem Mann Abschied nehmen. Die Geburt der ersten beiden Grosskinder Reto und Michel machte sie überglücklich. Ein grosser Schicksalsschlag war dann der sehr frühe Tod ihres Schwiegersohns. Mit den beiden weiteren Grosskindern Anja und Nicole fühlte sie sich im neu erbauten Generationenhaus in der Fuhra richtig zufrieden. Der Garten war ein leidenschaftliches Hobby von ihr und bot ihr auch Gelegenheit für viele soziale Kontakte.
Sie war tief gläubig. Dieser Glaube und ihre bewundernswerte, positive Lebenseinstellung haben ihr bei den erlittenen Schicksalsschlägen geholfen, nie zu verzweifeln.
Nach einem Schlaganfall vor fünf Jahren, der ihr Sprachzentrum gelähmt hat, kämpfte Marie-Therese Raemy-Egger täglich mit eisernem Willen darum, sich ihren Mitmenschen wieder mitteilen zu können. Dank der Unterstützung der ganzen Familie konnte sie die letzten Monate in ihrem geliebten Heim verbringen. Sie war dankbar für jede Hilfeleistung, ganz besonders die Hilfe der Grosskinder. Bis zuletzt hat sie regen Anteil an deren Wohlergehen genommen.
Nach einem Spitalaufenthalt verbrachte Marie-Theres Raemy-Egger drei Wochen im Pflegeheim Bachmatt, respektvoll und herzlich betreut, bevor sie uns am Dienstagabend, 2. April 2019, für ihre letzte Reise verlassen hat.