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Bereits zum 10. Mal, nahm ich am Neujahrsmarathon in Schlieren als Läufer teil. Dieser Laufwettkampf wird an Silvester um Mitternacht gestartet und es werden 3 verschiedene Distanzen angeboten. Neben dem Marathon kann man auch über die 1/2 oder die 1/4 Distanz starten. Die Besonderheit dieses Wettkampfes ist sicherlich, dass es der erste weltweit und offiziell vermessene Lauf ist. Das heisst, die an diesem Lauf erzielten Siegerzeiten gelten als Jahresweltbestzeiten.
Ich habe mich, wie bereits in den letzten Jahren, für den 1/4 Marathon entschieden. Bereits im Vorfeld dieses Wettkampfes meldete sich bei mir ein Journalist der Limmattaler Zeitung, welcher einen Bericht über den Wettkampf machte. Bericht Limmattaler Zeitung
Am 31. Dezember war bereits klar, dass der Wettkampf bei Trockenem Wetter, aber eher kühlen Temperaturen stattfinden wird. Um ca. 11:45 wurde ich vom Speaker in der Turnhalle als Favorit über die 1/4 Marathon Distanz angekündigt und begab mich an die Startlinie. Um exakt 12:00 erfolgte, mit dem Beginn des neuen Jahres, der Startschuss des Wettkampfes. Da in der ersten Runde, eine kleine Zusatzschlaufe (mit einer 180° Kurve) gelaufen werden musste, versuchte ich das Rennen von der Spitze zu beginnen. Dies gelang mir, und ich konnte als erster aus der Turnhalle Unterrohr heraus- und um die Kurve laufen. Wie in den letzten Jahren, war das Tempo zu beginn sehr hoch, allerdings konnte ich mich dieses Jahr, im Vergleich zu anderen Jahren absetzten. Ich versuchte das Tempo hoch zu halten, und den Vorsprung zu meinen Konkurrenten zu vergrössern. Da dieser Wettkampf in der Nacht bei Leermond und auf einem unbeleuchteten Naturweg entlang der Limmat stattfindet, rannte ich mit einer Stirnlampe. So war es dann auch schwierig einzuschätzen, wie gross der Abstand zu meinen Verfolgern ist. Zuerst führte die Strecke Richtung Zürich. Nach etwa 4.6 Kilometer war ein Wendepunkt, und man wechselte auf die andere Limmatseite. An diesem Punkt konnte ich zum ersten Mal meinen Vorsprung einschätzen, und sah, das dieser etwas mehr als 100 Meter beträgt. Nun führte die Strecke wieder zurück in Richtung Dietikon. Auf dem Rückweg schauten einige Abwasserschächte, grosse Steine und Wurzeln aus dem Boden. Diese wurden allerdings vom Veranstalter bereits im Vorfeld mit Farbe besprüht, sodass diese im Lichtkegel der Stirnlampe gut ersichtlich waren. Die Gesamte Organisation und alle Helfer haben, trotz den sehr kühlen Temperaturen, wieder einen super Wettkampf organisiert. Ein besonderer Anblick auf dem Rückweg waren all die Läufer mit ihren Lampen. Nun machten sich auch die sehr kühlen Temperaturen bemerkbar. Ich hatte das Gefühl, das mir das Augenwasser gefriert. Nach gut 9.5 Kilometer befand sich der zweite Wendepunkt, und die Strecke führte über eine Brücke zurück auf die ursprüngliche Limmatseite. Nun konnte ich sehen, das der Abstand zu meinen Verfolgern nicht kleiner geworden ist. Nach genau 10 Kilometer befand sich nicht nur eine Tafel mit der Kilometerangabe sondern auch eine Zeitmessmatte. Nun waren es nur noch 550 Meter bis ins Ziel. Nach 36 Minuten und 20 Sekunden erreichte ich das Ziel als erster. Diese Zeit ist allerdings nicht mit anderen Zeiten zu vergleichen, da der Wettkampf um Mitternacht, auf Naturstrassen und bei absoluter Dunkelheit stattgefunden hat. Da ich auch als erster die Zeitmatte nach 10 Kilometer passiert hatte, war ich zudem der erste Halter der Jahresweltbestzeit über 10 Kilometer.
Nach meinem Sieg im Jahr 2014, meinem 3. Rang im 2015 und dem 2. Rang im 2016 war ich sehr glücklich wieder zuoberst auf dem Podest zu stehen.
Am 3. Januar wurde zudem ein Bericht über meine Erfahrungen im Rennen in der Limmattaler Zeitung publiziert. Bericht Limmattaler Zeitung