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Der allgemeine Haushalt ist mit einem Aufwandüberschuss von 163'100 Franken budgetiert. Im Vorjahresbudget wurde ein Aufwandüberschuss über 103'100 Franken veranschlagt. Das Planergebnis wird mit der zweiten von fünf Tranchen der Auflösung der Neubewertungsreserve von 366'800 Franken unterstützt.
Die grösste Abweichung zwischen dem aktuellen Budget und dem Vorjahresbudget sind die um zirka 80'000 Franken höher zu budgetierenden Kosten an den kantonalen Lastenausgleich Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen, öffentlicher Verkehr und neue Aufgabenteilung.
Eine erhöhte Steueranlage ist weiterhin notwendig
Die Abschreibungen im allgemeinen Haushalt steigen aufgrund von abgeschlossenen Projekten um 25'700 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget an. Mit dem Budget 2021 wurde die Steueranlage von 1.64 auf 1.74 erhöht.
Wie dem Budget 2022 entnommen werden kann, ist die erhöhte Steueranlage aufgrund des Aufwandüberschusses und der schwachen Selbstfinanzierung weiterhin notwendig. Die Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde Schüpfen deckt rund 24.1 Prozent der geplanten Nettoinvestitionen.
Dies hat zur Folge, dass die restlichen 75.9 Prozent bzw. rund 1.451 Millionen Franken den Bestand der flüssigen Mittel reduzieren und der übersteigende Teil über 728 Tausend Franken fremdfinanziert werden muss.
Es sind einige Investitionen geplant
In der Planungsperiode 2021 bis 2026 sind die Investitionen mit einem Volumen von 14.391 Millionen Franken vorgesehen. Die Investitionen wurden durch die entsprechenden Kommissionen vorgeschlagen und gutgeheissen.
Durch den Abschluss der Investitionen werden zusätzliche Abschreibungen erfolgen, die erfolgsrelevant, jedoch nicht geldwirksam sind. Die Abschreibungen erfolgen mit HRM2 linear nach festgelegter Abschreibungsdauer.
Der Bilanzüberschuss liegt über dem strategischen Eigenkapitalziel
Die Eigenkapitalsituation, Bilanzüberschuss, Neubewertungsreserve und finanzpolitische Reserve, kann mit den aktuellen Planungsergebnissen als gesund bezeichnet werden.
Die Neubewertungsreserve wird Ende 2025 komplett aufgelöst und Bestand des Bilanzüberschusses sein. Die kurz- bzw. mittelfristige Investitionsplanung sieht weiterhin hohe Investitionsausgaben vor, welche die Fremdverschuldung weiter ansteigen lassen.
Es wird ein Selbstfinanzierungsgrad von 39 Prozent erwartet
In den Jahren 2023 bis 2026 wird ein Selbstfinanzierungsgrad von durchschnittlich 39 Prozent erwartet. Aufgrund dieser tiefen Selbstfinanzierung werden sich die Finanzverbindlichkeiten um 7.128 Millionen Franken in der gesamten Planungsperiode erhöhen.
Gemäss den strategischen Leitlinien des Gemeinderates darf sich der Bruttoverschuldungsanteil über eine längere Zeit nicht über 75 Prozent befinden. Am Ende der Planungsperiode erreicht der Bruttoverschuldungsanteil den Höchstwert mit 67 Prozent und liegt somit unterhalb des festgesetzten Höchstverschuldungsanteil.
Die Ende 2020 beschlossene Erhöhung der Steueranlage um 0.10 Einheiten, war auf Grund der ansteigenden Neuverschuldung in der Planungsphase ein umsichtiger Entscheid.