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Transnationale Unternehmen (TNCs) sind Unternehmen, welche Produktionsstätten und Niederlassungen in mehreren Staaten kontrollieren, einen mehr oder weniger grossen Teil ihrer Umsätze im Ausland tätigen und ihre strategische Unternehmensplanung weltweit ausrichten. Die Muttergesellschaft wird als Unternehmen definiert, das Werte und Vermögen anderer (ausländischer) Gesellschaften kontrolliert, in der Regel über einen bestimmten Aktienkapitalanteil. Manchmal wird auch der ältere Begriff «Multinationale Unternehmen» oder «Multis» verwendet.
Die Wettbewerbsvorteile des globalen Produktionsnetzwerkes stellen einen der Gründe für die wachsende Präsenz von TNC’s in der Weltwirtschaft dar. Diese Vorteile ermöglichen den Konzernen, dort zu produzieren, wo die Bedingungen am günstigsten sind. Viele Staaten sind darauf angewiesen, dass Firmen bei ihnen investieren oder produzieren. Die Regierungen dieser Staaten haben oft kein Interesse, Massnahmen zu ergreifen, die zu einer Erhöhung der Produktionskosten führen. Im Gegenteil: Die starke Verhandlungsposition von transnationalen Konzernen kann dazu führen, dass Regierungen die bestehenden Standards von Arbeitsbedingungen senken, um attraktivere Produktionsbedingungen anbieten zu können. Immer wieder kommt es zu systematischen Menschenrechtsverletzungen durch Vertreibungen, Kinderarbeit, Unterdrückung der Gewerkschaften, Umweltverschmutzung etc.