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Die südafrikanische Zentralbank (SARB) hat Leitlinien für lokale Banken veröffentlicht, wie sie Geschäfte mit Kryptowährungen und Krypto-Unternehmen tätigen sollen. Darüber hinaus erklärte der Gouverneur der SARB, dass sie Kryptowährungen nicht als Zahlungsmittel, sondern als Vermögenswerte betrachten.
Letztes Jahr kündigte die südafrikanische Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Sector Conduct Authority (FSCA), Pläne für die Veröffentlichung eines Regulierungsrahmens im Jahr 2022 an. Dies in Zusammenarbeit mit der Prudential Authority (PA) und dem Financial Surveillance Board (FSB), um zu regeln, wie der Handel mit Ethereum (ETH), XRP und Litecoin ablaufen soll. Damals sagte die FSCA-Kommissarin Unathi Kamlana, man versuche der FSCA einen Ermessensspielraum zu geben. Dies in Bezug auf den möglichen Eingriff bei risikoreichen Verbraucherangeboten.
Risikobewertung, nicht Risikovermeidung
Die Leitlinien der Aufsichtsbehörde stützen sich auf die von der Financial Action Task Force (FATF) herausgegebenen Leitlinien. Diese fordern, dass eine Bank ihre Anfälligkeit für Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung bewertet. Das zum Beispiel, falls die PA der Meinung ist, dass die Prozesse einer Bank zur Risikobehandlung unzureichend sind. In diesem Fall kann sie intervenieren und die Bank auffordern, ihre Richtlinien, Verfahren, Prozesse oder internen Kontrollen zu verbessern.
Einige südafrikanische Banken haben bereits Bankbeziehungen mit sogenannten Crypto Asset Service Providern (CASPs) gekündigt, weil sie die Risiken nicht quantifizieren können oder weil es keinen regulatorischen Rahmen für den Dienstleister gibt. Folglich nehmen Banken CASPs als ein höheres Risikoprofil wahr.
Die Parlamentarische Versammlung warnt die Banken jedoch davor, Risiken zu vermeiden, anstatt eine angemessene Risikobewertung durchzuführen. Dieser Ansatz öffne der kriminellen Anonymität Tür und Tor und behindere die angemessene Behandlung von AML/TF-Mängeln. Zu einer ordnungsgemässen Risikobewertung gehöre das Verständnis, was das Risiko innerhalb eines Krypto-Asset- oder Dienstleistungsanbieters ausmacht. Hierzu zählt die Herkunft der Kunden eines CASPs, seine Transaktionsaktivitäten und die grenzüberschreitenden Geldflüsse. Interne Kontrollen müssen flexibel genug sein, um sich an neue Technologien anzupassen, so die Prudential Authority.
CBDC noch viele Jahre entfernt
Im Juli 2022 sagte der stellvertretende Gouverneur der SARB, Kuben Naidoo, dass die Zentralbank Kryptowährungen als Vermögenswerte und nicht als Zahlungsmittel betrachten würde. Er meinte, die Bank könne bereits die Zulassung einiger Kryptobörsen in Betracht ziehen. Dies trotz einer 12 bis 18 monatigen Zeitespanne bis zur Regulierung.
Darüber hinaus merkte Naidoo an, dass die Zentralbank eine digitale Version der Fiat-Währung des südafrikanischen Rand (ZAR) anbieten könnte. Die Bank hat bereits zwei Pilotprojekte durchgeführt, darunter ein Sandbox-Experiment mit der neuen digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Seine Einführung könnte jedoch Jahre dauern, meinte Naidoo.