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Ein Ausstellung des Museum Rietberg der Sstadt Zürich
«Akbars goldenes Erbe»
Malerei für die Kaiser Indiens
In der am 9. Oktober 2015 beginnenden Ausstellung «Akbars goldenes Erbe» werden 82 Blätter aus der Sammlung der indischen Malerei des Museum Rietberg in Zürich gezeigt.
Öffentliche Führungen: Jeweils samstags um 14:00 Uhr
“Die Moguln stehen noch im heutigen Sprachgebrauch für unerreichte Machtfülle.
Diese aus Zentralasien stammende muslimische Volksgruppe, die sich auf die illustren Eroberer Timur und Dschingis Khan zurückführte, bestimmte von 1526 bis ins 18. Jahrhundert die Geschicke Indiens.
Bei den künstlerischen Errungenschaften der Moguln denkt man unweigerlich an die prächtige Architektur, etwa an das Mausoleum Taj Mahal oder das Rote Fort in Delhi, an Einlegearbeiten und filigran durchbrochene Gitterfenster.
Fernab der öffentlichen Wahrnehmung entstanden aber im kitabkhana (Buchhaus) in Zusammenarbeit mit Kalligrafen auch kleinformatige Pigmentmalereien mit Gold auf Papier, die als Quintessenz der höfischen Kultur der Moguln gelten.
Unter der Herrschaft von Akbar dem Grossen (reg. 1556 – 1605) wurden die stilistischen und organisatorischen Grundsteine für die Mogulmalerei gelegt.
Die emigrierten persischen Künstler waren in der frühen Phase federführend; sie rekrutierten und leiteten lokale Maler an und überwachten die Ausführung der ersten grossen Illustrationsprojekte.
Neben der traditionellen persischen Literatur und Dichtung wurde unter Akbar eine grosse Menge von neuen Texten ins Persische übertragen und reich bebildert.
Dass dabei Fabelsammlungen, hinduistische Texte wie das Ramayana oder gar eine Vita Christi illustriert wurden, kann als Symbol für die Offenheit der Fremdherrscher gedeutet werden.
Das Herrscherhaus investierte aber auch bedeutende Ressourcen in die Abschrift und das Illustrieren von historischen Texten.
Die Autobiografie Baburs und die Herrscherchronik Akbars gehören zu den wichtigsten Beispielen.”
(Quelle: Museum Rietberg, 08.10.2015)