Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/121955

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat angekündigt, dass 30 Prozent der Kompensationsaufträge an Unternehmen aus der Westschweiz vergeben würden. Dies entspricht einem Volumen von etwa 1 Milliarde Schweizerfranken.</p><p>Kann dieses Versprechen eingehalten werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Evaluation für den Tiger-Teilersatz hat das VBS zu den Vorschlägen für Offsetportfolios u. a. eine Zielsetzung von 25 bis 30 Prozent für die Westschweiz formuliert. Im Hinblick auf die Beschaffung des Gripen geht es nun um die konkrete Umsetzung dieser Vorschläge im Rahmen der gültigen Offsetpolitik.</p><p>Die offsetpflichtigen Lieferanten, insbesondere der Flugzeughersteller Saab, haben 100 Prozent des Kaufpreises in Form von direkten und indirekten Offsetgeschäften zu kompensieren. Gemäss Offsetkonzept ist gewährleistet, dass die Industrie in der ganzen Schweiz an diesen Geschäften partizipiert. Zuschlagskriterium für Offsetaufträge ist die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.</p><p>Die Abwicklung von Offsetgeschäften bisheriger Beschaffungen belegt, dass die Westschweizer Industrie proportional zu ihrer Wirtschaftsstärke partizipieren konnte. Mit der aktiven Einbindung der "Groupe romand pour le matériel de défense et de sécurité" im Offsetbereich ist ein optimaler Einbezug der Westschweizer Industrie bei der Beschaffung des Gripen gewährleistet.</p><p>Das VBS wird nun mit Saab und der Schweizer Industrie die Realisierung der Offsetgeschäfte konkret planen und vorbereiten. Es kann dabei auf den Grundlagen aufbauen, welche im Rahmen der Evaluation geschaffen worden sind.</p>