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Russlands Präsident Wladimir Putin sieht die Entscheidung mehrerer westlicher Staatenführer, nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi zu reisen, gelassen. Die Spiele seien schliesslich "kein Wettkampf von Politikern", sagte Putin am Sonntag in einem Interview.
Viele Staats- und Regierungschefs hätten ausserdem nicht die Angewohnheit, zur Eröffnung der Spiele zu reisen. Er wolle "Sport und Politik nicht vermischen", sagte Putin in dem Interview mit ausländischen und russischen Medien, das im Fernsehen übertragen wurde.
Russland steht wegen seines Umgangs mit den Menschenrechten und besonders mit Homosexuellen in der Kritik. Wegen eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes riefen einzelne Sportler, Künstler und Politiker zum Boykott der Spiele in Sotschi auf.
US-Präsident Barack Obama, der französische Präsident François Hollande, Grossbritanniens Premier David Cameron sowie der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck kündigten an, nicht nach Sotschi reisen zu wollen.
Schwule und Lesben fühlen sich in Russlands konservativer Gesellschaft häufig diskriminiert. Am Freitag sagte Putin vor freiwilligen Helfern bei der Ausrichtung der Spiele, es werde nichts verboten und niemand werde in Sotschi verhaftet. "Sie können sich ruhig und entspannt fühlen", sagte er an die Adresse von Homosexuellen. "Aber bitte lassen Sie Kinder in Ruhe."
Am Sonntag sagte der russische Präsident, die Menschen hätten "verschiedene sexuelle Orientierungen". Russland werde in Sotschi "alle Sportler und Zuschauer" empfangen. Die Olympischen Winterspiele beginnen am 7. Februar in der Stadt am Schwarzen Meer.
SDA-ATS