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Das in Genf von der Schliessung von Merck Serono bedrohte Personal hat an einer Versammlung am Dienstag weiterhin genauere Auskünfte über den Entscheid gefordert. Angesichts von 152 Mio. Euro Gewinn beim deutschen Mutterkonzern Merck stelle das Personal Bedingungen für einen Streikverzicht.
Die Streikdrohung habe genützt, konstatierte die Betriebsversammlung gemäss Mitteilung der Gewerkschaft Unia. Merck hatte die Konsultationsfrist am Montag bis 4. Juni verlängert, wie dies die Belegschaft gefordert hatte. Das Personal unterstützt den vorläufigen Streikverzicht, die Forderung nach einer Reduktion des geplanten Abbaus von rund 1500 Stellen in der Region und einen Sozialplan.
In einer Resolution beschloss die Versammlung, eine weitere Verlängerung der Konsultationsfrist auszuhandeln, wenn dies nötig werden sollte. Die Verhandlungen müssten mit Entscheidungsträgern geführt werden und alle notwendigen Unterlagen vorliegen, besonders ein Bericht von McKinsey.
Für das gesamte Personal, die Temporärangestellten und die Beschäftigten aller Zulieferbetriebe soll die Teilnahme an der Konsultation erleichtert werden, heisst es in der Resolution weiter. Den verschiedenen Arbeitsgruppen müssten interne Experten zur Verfügung stehen und ein Restrukturierungsplan an die Hand genommen werden.
SDA-ATS