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Ein Balance-Akt
Mehr als 400 Stunden hat Jin Tsubota aufgewendet, um sein Monorad aus Holz zu bauen. Als Student knapp bei Kasse, verwendete der Amerikaner ausschliesslich Abfallmaterial, das er in den Strassen Philadelphias auftreiben konnte. Entstanden ist ein sehr ungewöhnliches Fahrzeug, mit dem Jin Tsubota unter den Passanten in jedem Fall Aussehen erregt.
Unter einem Monorad versteht man ein Fahrzeug, das nur aus einem Rad besteht. Im Unterschied zum Einrad sitzt man nicht auf dem Rad, sondern in ihm. An den ersten Modellen dieser Bauart wurden bereits vor 150 Jahren gepröbelt. Gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung des Fahrers, wodurch sich das Fahrzeug auf die Seite neigt und eine Kurve fährt.
Bei der von Jin Tsubota gebauten Holzvariante erweist sich das Kurvenfahren als besonders schwierig: Die Lauffläche des Rades ist im Querschnitt kantig und nicht abgerundet wie bei einem Reifen. Mit dieser Konstruktion kann man zwar relativ einfach geradeaus fahren, bei seitlicher Gewichtsverlagerung für Kurven ergibt sich aber ein Kippmoment, das nur sehr schwer auszubalancieren ist, wie das Video zeigt.