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Die Prioritäten 2022 waren die Entwicklung von effizienteren Datenlieferungsprozessen, die Förderung der H+ Branchenlösungen bei den Akteuren des Gesundheitswesens sowie die Suche nach einer angemessenen Finanzierung für die universitäre Lehre.
Der Geschäftsbereich Betriebswirtschaft entwickelt seine Branchenlösungen laufend weiter, um unter anderem geeignet zu antworten auf: die Bereinigung der Zusatzversicherungskosten, die Einführung der ambulanten Pauschalen, die verschiedenen Revisionen des Krankenversicherungsgesetzes (KVG), die Verordnungen über die Krankenversicherung (KVV) und die Kostenermittlung (VKL).
In der REK-Kommission behandelte Projekte und Anträge
Die REK-Kommission hat mehrere wichtige Änderungen der Branchenlösung REKOLE® in Übereinstimmung mit REK-Beschlüssen freigegeben, unter anderem bei der Definition des administrativen Falls und der Behandlung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen.
Zu den wichtigsten von der REK lancierten Projekten gehören die Bereinigung der Ärztekosten im Bereich der Zusatzversicherung sowie die Analyse der Auswirkungen, welche die Einführung von TARDOC und der ambulanten Pauschalen auf REKOLE® und auf die Kostenrechnungen der Schweizer Spitäler und Kliniken haben werden. Im Jahr 2023 wird die Branchenlösung REKOLE® entsprechend angepasst.
Unterfinanzierung im Bereich der universitären Lehre
Die Schweizer Spitäler und Kliniken sind mit einer erheblichen Unterfinanzierung im Bereich der universitären Lehre konfrontiert. Ein zentraler Grund hierfür ist, dass die Finanzierung der universitären Lehre auf nationaler Ebene schlichtweg nicht geregelt ist: Das KVG legt nur fest, dass die universitäre Lehre nicht zulasten der OKP geht. Diese Situation ist inakzeptabel geworden. H+ hat sich der Problematik angenommen und 2022 zusammen mit verschiedenen regionalen und kantonalen Spitalverbänden eine Handlungsachse erarbeitet, um konkrete Lösungen für die Institutionen zu finden. Um die Entwicklung der Unterdeckung genau zu beziffern, werden 2023 die notwendigen Daten erhoben.
ITAR_K®
Im Laufe des Jahres 2022 veröffentlichten 220 Institutionen ihre Daten auf der ITAR_K®-Plattform. Dank dieser Daten wurde der Referenzwert für den nationalen OKP-Benchmark im August 2022 publiziert, nachdem er vom Verein Spitalbenchmark verifiziert worden war. Die Version 13.0 von ITAR_K®, gültig für die Daten 2022, wurde ebenfalls weiterentwickelt und enthielt wichtige Änderungen, insbesondere mit der Neugestaltung des Bereichs der stationären Rehabilitation nach Inkrafttreten von ST Reha. H+ dankt insbesondere der Arbeitsgruppe ITAR_K® sowie den Institutionen, die sich an der Entwicklung und am Test dieser neuen Version beteiligt haben.
Once-only-Prinzip der Datenlieferung (SpiGes)
Die Diskussionen um das Projekt SpiGes, das die Datenerhebung und -nutzung im stationären Sektor vereinfachen soll, haben sich weiter intensiviert. H+ und der Verein Spitalbenchmark (SBM) haben eine gemeinsame Position definiert, um die Interessen der Spitäler und Kliniken im Rahmen des vom Bundesamt für Statistik (BFS) geleiteten Projekts zu vertreten. Ein erster Teil der Forderungen wurde vom BFS bereits akzeptiert. Der zweite Teil wird im Laufe des Jahres 2023 diskutiert und festgelegt. Die definitive SpiGes-Variablenliste, die die Daten 2024 beinhaltet und die die Spitäler und Kliniken ab 2025 an das BFS liefern müssen, konnte bereits fertiggestellt werden.
Memorandum of Understanding (MoU)
Das von H+ und tarifsuisse ins Leben gerufene Projekt Memorandum of Understanding wurde 2022 abgeschlossen. Zum ersten Mal haben H+ und tarifsuisse die Übereinstimmungen und Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Branchenlösungen REKOLE® und ITAR_K® sowie des Begriffs der KVG- und VKL-Konformität schriftlich geklärt. Zu mehreren Themen konnte ein gemeinsames Verständnis gefunden werden, bei den wichtigsten Punkten bestehen jedoch nach wie vor grundlegende Meinungsverschiedenheiten.