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Der bisherige Innenminister Mikael Damberg beerbt Andersson im Amt des Finanzministers, wie die 54-Jährige am Dienstag im Stockholmer Reichstag bekanntgab. Aussenministerin bleibt Ann Linde.
Die in der Corona-Krise sehr präsente Lena Hallengren bleibt Sozial- und Gesundheitsministerin. Offiziell ihre Arbeit aufnehmen wird die neue Regierung nach einem Termin bei König Carl XVI. Gustaf, der in den Mittagsstunden im Königsschloss in Stockholm geplant ist.
Andersson kündigte in einer Regierungserklärung an, vor allem drei Themen ins Zentrum ihrer Arbeit zu stellen: den Kampf gegen die grassierende organisierte Kriminalität in Schweden, das Vorankommen bei der grünen Umstellung und Emissionsverringerung sowie die Besinnung auf den Wohlfahrtsstaat. Besonders die Bandenkriminalität müsse zurückgedrängt werden. «Die grobe Gewalt ist ein Gift, das unsere gesamte Gemeinschaft bedroht», sagte die 54-Jährige.
Das schwedische Parlament hatte Andersson am Montag zur ersten Ministerpräsidentin des Landes gewählt - zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Rund sieben Stunden nach ihrer ersten Wahl am vergangenen Mittwoch war sie bereits wieder zurückgetreten, nachdem die Grünen nach einer Haushaltsabstimmung angekündigt hatten, die Regierung mit den Sozialdemokraten zu verlassen. Deshalb war das zweite Votum notwendig geworden.
Schweden wurde seit 2014 von einer rot-grünen Minderheitsregierung geführt. Andersson war in der Zeit unter Regierungschef Stefan Löfven sieben Jahre lang Finanzministerin gewesen. Die nächste Parlamentswahl steht im September 2022 in Schweden an.