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Seit dem Mittelalter
Produktionsort für Wolle und Bekleidung. Im Jahr 1160 gründet Wilhelm der Eroberer das Dorf Saint James an der Bucht des Mont Saint-Michel. Und legt damit den Grundstein für eine unterdessen über 800-jährige Textilkultur in der Region. Denn die in den örtlichen Salzwiesen gezüchteten Schafe liefern die ideale Wollqualität zum Stricken von Pullovern und Mützen um die Seeleute und Fischer aus der Region bei ihren Fahren auch bei stürmischen Verhältnissen warm zu halten.
1850
Wolle und Unterwäsche für die Region. Im kleinen Städtchen Saint-James, an der Grenze zwischen der Normandie und der Bretagne, gründet Léon Legallais eine Spinnerei. Das Familienunternehmen spinnt und färbt die einheimische Wolle, welche dann in Form von Strängen und Knäueln an Kurzwarenhändler der Bretagne und der Normandie verkauft wird. Später werden Strümpfe, Unterwäsche aus Wolle und schliesslich Pullover für die Fischer hergestellt.
1858
Die Marinière wird Teil der offiziellen Uniform der Französischen Marine. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen: Die Marinière soll 21 weisse Streifen haben, die jeweils doppelt so breit sind wie die 20 oder 21 blauen Streifen. Es heisst, die 21 Streifen spielten auf die 21 Seesiege Napoleons gegen die Engländer an.
1889
1950er Jahre
1950
Konzentration auf «Vrai Chandail Marin Breton». Das Unternehmen gibt seine traditionelle Tätigkeit auf, um sich auf die Herstellung von Strickjacken und Marinepullover zu konzentrieren – den echten bretonischen Fischerpullover aus reiner einheimischer Wolle. Der Pullover ist mit seinen dichten, festen Strickmaschen fast wasserundurchlässig. Er liegt eng am Körper an und gibt dem Träger das Gefühl einer zweiten Haut.
1956
Die Franzosen erhalten 3 Wochen bezahlte Ferien im Jahr, eine Woche mehr als bisher – ab ans Meer! Gerne werden da gleich die passenden gestreiften Shirts, Matrosenmützen und Marinepulloveer in die Koffer gepackt.
1960er–1970er Jahre
1960-69
Der nautische Stil. Die Marke wird von Seglern immer mehr geschätzt. Das Unternehmen stärkt seine führende Position auf dem Markt für Kleidung im maritimen Stil.
1970
Das Unternehmen wird gemäss seiner Hauptaktivität in «Tricots Saint-James» umbenannt.
1980er Jahre
1980
Erste Exporte. Die Japaner und Japanerinnen finden als erste Gefallen an der Marke Saint James – als Botschafterin der französischen maritimen Tradition. Nach und nach kommen weitere Märkte dazu.
1982
Eine Kollektion aus 100 % Baumwolle ergänzt das Sortiment.
1989
100 Jahre Saint James: Zum Jubiläum strickt das Unternehmen den grössten Pullover der Welt. Der Pull Breton mit einer Höhe von 8 Metern und einer Ärmelspannweite von 14 Metern wird ins Guiness-Buch der Rekorde eingetragen.
1990er Jahre
1990
Das Unternehmen wird von der Belegschaft übernommen um in schwierigen Zeiten Arbeitsplätze und Werkstätten in der Region zu erhalten.
1994
Erweiterung der Ateliers. Trotz einer herausfordernden Wirtschaftslage wächst das Unternehmen weiter und beschliesst, neue Werkhallen auf einer Fläche von fast 4600 Quadratmetern zu errichten.
1995
Optimierung des Produktionsprozesses. Der gesamte Produktionsprozess ist in verschiedene Ateliers unterteilt, die sich auf eigenständige Aufgaben konzentrieren und es den Mitarbeitern ermöglichen, freier zu arbeiten.
1996
Erste «Cut-and-Sew»-Kollektionen (Hosen, Hemden, Jacken usw.) werden in Zusammenarbeit mit lokalen Manufakturen produziert. Damit kann nun die ganze Breite von authentischen maritimen Looks angeboten werden.
2000er Jahre
2001
Die Fabrik wir um weitere 11 000 Quadratmeter erweitert.
2005
Auszeichnung «Ethique et Gouvernance»: Tricots Saint James erhält für die erfolgreiche Unternehmensübernahme durch die Belegschaft die Auszeichnung «Ethique et Gouvernance» – verliehen von der École des Dirigeants et Créateurs d’entreprise (EDC) unter dem Patronat des Premierministers.
2005-2010
Saint James eröffnet eigene Boutiquen – von Saint-Malo, Paris, Rennes, Nizza bis nach New York.
Heute
2012
L’Atelier-Collection. Saint James lanciert eine Linie, die sich ausschliesslich seinen Klassikern und Kultobjekten widmet. Der Fischerpullover, die gestreiften«Marinières» oder die Cabans von Saint James sind einzigartige, traditionelle und doch zeitlose Archetypen, die der Perfektion ziemlich nahe kommen.
2013
Saint James Produkte werden zu Staatsgeschenken und sind nun offiziell in diplomatischen Geschenken der französischen Regierung an ausländische Botschafter enthalten.
Neuer Kapitän: Luc Lesenecal übernimmt die Führung des Unternehmens.
Auszeichnung «Entreprise du Patrimoine Vivant». Das Unternehmen erhält die prestigeträchtige Auszeichnung der französischen Regierung verliehen. Ein Label, das exzellente handwerkliche und industrielle Leistungen in Frankreich auszeichnet.