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Man werde schon bald einen Technokraten nominieren, sagte der Putschistenführer der russischen Staatsagentur Ria Nowosti am Freitag. Demnach gibt es aber noch keine Liste mit Kandidaten. Der neue Regierungschef werde dann das Kabinett zusammenstellen, hiess es weiter.
Das Militär hatte am Montag in dem ostafrikanischen Land mit rund 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. Al-Burhan, der bisher gemeinsam mit dem nun entmachteten Regierungschef Abdullah Hamduk an der Spitze einer Übergangsregierung stand, verkündete die Auflösung der zivilen Regierung und verhängte einen Ausnahmezustand.
Das Internet und viele Telefonleitungen sind weiterhin grösstenteils blockiert. Seit der Machtübernahme herrscht Augenzeugen zufolge ein Informationsvakuum. So soll Berichten zufolge die sudanesische Nachrichtenagentur SUNA, zum ersten Mal seit ihrer Gründung vor 60 Jahren, keine Meldungen mehr veröffentlicht haben. Viele Berufsverbände sind in einen Generalstreik getreten. Am Samstag werden landesweite Proteste erwartet.