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Darf uns die Vermieterin kündigen, weil wir ein Kind adoptieren?
Grundsätzlich nein. Die Vermieterin muss immer damit rechnen, dass sich Ihre familiäre Situation ändert.
Dies gilt beispielsweise auch für bei gleichgeschlechtlichen Paare: Auch hier muss Ihre Vermieterin Nachwuchs akzeptieren und kann sich nicht erfolgreich auf den Standpunkt stellen, dass sie in diesem Fall nicht mit einer Veränderung der familiären Situation hat rechnen müssen.
Kinder sind in der Regel kein wesentlicher Nachteil
Voraussetzung für eine erfolgreiche Anfechtung der Kündigung ist, dass Ihrer Vermieterin durch die Änderung keine wesentlichen Nachteile entstehen. Sie muss aber auch bei Mieterinnen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft damit rechnen, dass diese eine Familie mit Kindern gründen. Sie kann weiter nicht zu Recht behaupten, der mutmassliche Kinderlärm sei ein wesentlicher Nachteil, welcher die Kündigung rechtfertige. Ihr Vermieter müsste vielmehr nachweisen, dass mit dem Familienzuwachs eine Überbelegung der Wohnung entsteht – was regelmässig nicht der Fall sein dürfte.