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Wir von der Double Forest Ranch, sowie einige Züchter weltweit, sind bestrebt den "authentischen" Foundation Appaloosa möglichst in seiner ursprünglichen Form und Eigenschaften zu erhalten.
Seit Anfang des 18. Jahrhundert züchteten die Nez Percé Indianer im Nordwesten der USA gefleckte Pferde. Die Weissen sahen diese Pferde zuerst am kleinen Fluss Palouse, der diese Gegend durchfliesst. Sie bezeichneten sie als "a Palouse", woraus später Appaloosa wurde. Bereits die Indianer wählten ihre Pferde nicht nur nach Zeichnung, sondern auch nach Schnelligkeit, Ausdauer und allen für den Foundation Appaloosa so typischen Eigenschaften aus, inklusive der charakteristischen Fellzeichnung.
Ein echter Appaloosa war schon damals bei den Plains-Indianer 3-4 mal so viel Wert wie irgend ein anderes Pferd und bei den Stämmen der Prärie ebenso hoch begehrt wie bei den damaligen Cowboys (bei diesen sogar doppelt: wegen der guten Genetik, wie auch wegen der begehrten „indianischen Ausbildung”).
Sowohl die Blackfoot, wie auch andere Stämme haben solche farbigen Pferde vor allem von den sie gezielt züchtenden Nez Percé erworben und sie dann für ihre verschiedenen Zwecke ausgebildet und verwendet.
Bei den Blackfoot z.B. konnte ein hervorragend ausgebildetes Pferd ganz ohne Zügel geritten werden.
Bekannt waren derartige gute Pferde unter anderem auch als "Buffalo-Runner" (Warrior) und als Erkundungspferde (Traveler).
Hervorragende indianische Ausbildung, absolutes Vertrauen zu seinem „Menschen”, Mut, Ausdauer, Wendigkeit, Trittsicherheit, das sind nur einige der herausragenden Eigenschaften dieser Pferde, die so geschätzt wurden und die wir auf der Double Forest Ranch auch heute bestrebt sind weiter zu erhalten.
Die überragende Qualität der Appaloosa wurde übrigens ganz eindrücklich im sogenannten „Chief Joseph Trail” unter Beweis gestellt, ein enorm langer Fluchtritt der Nez Percé über mehrere Monate mit Kindern und alten Leuten in zum Teil unwegsamem Gelände, im Versuch der US-Armee zu entkommen. Dabei erwiesen sich über mehrere Wochen die Appaloosa als viel ausdauernder und besser als die Pferde der US-Army…→ die Geschichte des Appaloosa
Heute ist der ursprüngliche/Original Foundation gezogene Appaloosa ein registrierter Appaloosa, der viele, im Zuchtbuch des ApHC mit F-Nummern registrierte Vorfahren hat und noch vielen weiteren Merkmalen genügt. Siehe dazu Original FA/FAHR Registration versus FPD Registration ApHC
Ausserdem beschreiben Züchter und Besitzer solche Pferde als zäh, langlebig, sehr intelligent, athletisch, trittsicher, ausdauernd und nervenstark. Sie sind leicht zu führen, freundlich und von jedermann zu reiten, da sie ein sehr ausgeglichenes Temperament besitzen. Es ist ein vielseitig einsetzbares Pferd, ein "Allrounder" eher als ein Spezialist mit einem ausgewogenen Körperbau, der ihm erlaubt auch herausragende Leistungen mit typischen, weichen Gängen zu zeigen.
Es sind dies zum Grossteil gefärbte Pferde, wie sie die Indianer des Nordwestens der USA kannten und liebten.
Auffällig oft findet man unter den altstämmigen Foundation-Linien Pferde mit einer vierten Gangart, dem "Indian Shuffle". Dies ist eine Viertaktgangart im Trab, entweder diagonal (fox trot) oder lateral (stepping pace or running walk), die ausserordentlich weich und angenehm zu sitzen ist.
Der ursprüngliche Foundation Appaloosa ist ein Pferd, das über Generationen kein Fremdblut mehr hat, also weder Quarter Horse, noch Vollblut, noch Araber. Dies zu erreichen, setzen sich Züchter in den USA und auf der ganzen Welt Jahr für Jahr ein.
Eine Typisierung wurden von Sheila Archer von „The Appaloosa Project“ www.appaloosaproject.info 2008 veröffentlicht. Darin unterscheidet sie im Wesentlichen drei Hauptgruppen anhand von morphologischen Eigenschaften, in Anlehnung zu den verschiedenen Gebrauchsformen der Pferde, die sich mit der Zeit für die Arbeit, für den Krieg, für Reisen herausentwickelt haben.
Einige der spezifischen morphologischen Pferdetypen, die sich zwischen der Entdeckung Amerikas und der Einführung des spanischen Pferdes und den sukzessiven Wellen von Einwanderungen von Siedlern aus verschiedenen europäischen Regionen, finden sich wieder in den Gründer Pferden des Appaloosa:
- „The Warrior“, ein barocker Pferdetyp, sehr beliebt in Europa zwischen ungefähr 1500 und 1750, vor Allem in Spanien, wo viele der besten Pferde dieses Typs gezüchtet und exportiert wurden.
Diese Art Pferd war für Krieger ohne Rüstung gedacht, ein leichtes Reitpferd im Gegensatz zum mittelalterlichen Pferd mit Kaltblutzügen, das einen Reiter in Vollrüstung tragen musste. Beispiele sind zu nennen: Andalusier, Lusitaner, Knabstrupper, Berber u.A.
Um einen Quervergleich zu einem Appaloosa der frühen Gründerjahre herzustellen könnte man Toby I F-203 erwähnen
- „The Traveler“, ein eher kleinrahmiges, wendiges Pferd, ein für lange Distanzen ausgelegtes Pferd mit speziellen, angenehmen Gangarten (Gangpferd, „Indian Shuffle“…). Dies ist ein sehr ursprünglicher Typ Pferd, der über Jahrhunderte in Europa populär blieb. Auch wenn viele solcher Gangpferde im Nordwesten Spaniens gezüchtet wurden, so findet man sie in ganz Europa verteilt (Anmerkung: und auch in asiatischen Teilen der Welt). Viele solcher Gangpferde wurden durch die Spanier in die „neue Welt“ gebracht und entwickelt sich dort zu eigenständigen Rassen, z.B. Paso Fino, Paso Peruano, Manglarga Marchador u.A.
Beispiele dafür von „old-lined“ Foundation Appaloosa sind Wakon's Navajo Eagle, Pratt Sully Fire, DREA Ochoco Eagle etc.
Die Double Forest Ranch Foundation Appaloosa entsprechen weitgehen Pferden des „Traveler“ Typus in Aussehen und Gangart.
- „The Driver", ein Pferd, derer Ursprungsgeschichte nach derer der zwei oben erwähnten Typ’s entstanden ist, als der Strassenbau gemeinhin Standard geworden war und Kutschenreisen ermöglicht wurden. Es ist kein Gangpferd, jedoch ein Allroundpferd, das man zum Reiten und Fahren gebrauchen konnte. Z.B. der Knabstupper, Kladruber, Lippizaner und andere um 1700 verwendete Rassen, die zum Reiten und leichtes Fahren verwendet wurden.
Beispiele: Morgan’s Leopard F#437, Ulrich’s Monarch, Ulrich’s Leopard usw.
Eine empfehlenswerte Quelle von unschätzbaren Informationen über die namhaften Appaloosa Zuchten des 20. Jhdts. seit der Gründung des Appaloosa Horse Club, ist das Buch von Palmer Wagner „The American Appaloosa Anthology“ (als einzige in der Gegenwart noch aktive Zucht wird im Anhang die DREA Zucht von Milton und Mary Decker erwähnt, aus der die meisten unserer Double Forest Ranch Foundation Appaloosa Gründer-Zuchtpferde stammen).