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In der Julirevolution 1830 stürzte das Pariser Bürgertum den Bourbonenkönig Louis XVIII. und errichtete ein liberales Königreich mit „Bürgerkönig“ Louis-Philippe (1773–1850). Die Erhebung wirkt sich auf zahlreiche Staaten Europas aus. Im Kanton Bern dankt die patrizische Regierung ab, nachdem am Januar 1831 eine Volksversammlung in Münsingen die Wahl eines Verfassungsrates gefordert hat. Am 31. Juli 1831 nimmt das Berner Volk die liberale Verfassung an. Auch die Kantone Solothurn, Freiburg, Luzern, St. Gallen, Zürich, Thurgau, Aargau, Waadt und Schaffhausen geben sich neue Verfassungen, welche die Volkssouveränität stärken. Dazu gehören repräsentative Demokratie, Trennung richterlicher und gesetzgebender Gewalt, Rechtsgleichheit aller Bürger sowie Garantie der Freiheitsrechte.
Konservativer Widerstand
Im Kanton Basel bricht 1831 nach einer gescheiterten Volksabstimmung über die Autonomie der Landschaft ein Bürgerkrieg aus, der 1833 zur Trennung von Stadt und Land führt. In Neuenburg wird 1831 ein republikanischer Aufstand niedergeschlagen. 1833 scheitert die von den Liberalen befürwortete Bundesrevision am Widerstand der konservativ dominierten Kantone Uri, Schwyz (ohne Ausserschwyz), Obwalden, Nidwalden, Neuenburg und Basel-Stadt. Im Kanton Zürich erhebt sich 1839 die Landbevölkerung gegen die Berufung des liberalen Theologen David Friedrich Strauss (1808–1874) an die Universität. Die durch den „Züri-Putsch“ neu gewählte konservative Mehrheit besteht aber nur bis 1845, als die Liberalen die Wahlen gewinnen.
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