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Sechs Taktische Grundsätze für die Balleroberung durch verschiedene Arten von Pressing.
Es gibt drei Überkategorien des Pressings:
- Abwehrpressing (in der eigenen Spielfeldhälfte), -> Chelsea
- Mittelfeldpressing (in der Mitte des Spielfeldes ), -> Juventus
- Angriffspressing/Forechecking (in der gegn.Spielhälfte) -> Barcelona
Wir praktizieren das Abwehrpressing grundsätzlich nicht. Auch bei einer knappen Führung versuchen wir, den Gegner durch Mittelfeldpressing genug früh zu stören. Das Abwehrpressing wenden wir nur an, wenn wir konditionell am Ende sind und uns die Kraft fehlt, weiter vorne Druck zu machen.
Wir wenden hauptsächlich das Mittelfeldpressing an. Es bestimmt die Art und Weise, wie wir uns bei kontrolliertem gegnerischem Ballbesitz verhalten.
Der Spielaufbau beginnt normalerweise beim Innenverteidiger, wir wollen den Ball aus folgenden drei Gründen jedoch beim Aussenverteidiger erobern:
1. Der Aussenverteidiger steht an der Seitenlinie und hat damit nur drei Möglichkeiten (Vorne, hinten, Mitte) um an Mitspieler zu passen.
2. Meist sind die Aussenverteidiger (ausser beim FCW 2!) beschränkte Techniker und damit nicht pressingresistent. Sie begehen eher Fehler oder geben den Ball fahrlässiger ab, als technisch versierte Spieler im zentralen Mittelfeld.
3. Meist ist der RV Rechtsfuss, der LV Linksfuss. Dadurch stehen die Aussenverteidiger mit ihrem schwachen Fuss zum Ball und können dadurch einen Pass aus dem Zentrum nicht direkt (oder nur sehr schlecht) befreien.
- Ballnaher ST (9) läuft den ballführenden IV frontal an
- Ballferner ST (11) verhindert Pass zum anderen IV
- ZM (6+10) stehen im Zentrum eng bei den Gegenspielern
- Ballnaher MA (7) rückt ein wenig in die Mitte und provoziert so einen Pass zum Gegnerischen AV
- Abwehrreihe staffelt 2-3 Meter ab, LV (2) zudem etwas gegen Mitte verschoben. RV rückt ebenfalls etwas in die Mitte
- Ballferner MA (8) rückt zur Unterstützung in die Mitte
- Ballnaher MA (7) antizipiert Pass auf AV und übt sofort Durck aus. (Langer Ball verhindern)
- Ballnaher ST (9) macht Passweg zum ballnahen IV des Gegners konsequent zu
- ZM (6+10) rücken ballorientiert nach und machen die Mitte zu
- Abwehrkette formiert sich als Abwehrsichel und sichert damit AV (2) ab.
- Ballferner MA (8) rückt so schnell wie möglich nach innen und hilft den ZM das Zentrum zu schliessen
- Ballferner ST (11) spekuliert zwischen den gegnerischen IV auf unseren Ballgewinn
- TW (1) rückt bis 20 Meter vor sein Tor und sichert den Raum hinter der Abwehr
Wir spielen grundsätzlich in der Hinrunde kein aggressives Forechecking, da es läuferisch äusserst intensiv und taktisch sehr anspruchsvoll ist. Das Angriffspressing kommt lediglich bei «Alles-oder-Nichts-Situationen» zum Einsatz, zum Beispiel bei einem Rückstand in der Schlussphase einer Partie.
Haben wir viele Spieler in der Angriffszone und kommt es zu einem Ballverlust, versuchen wir den Ball sofort mit grösster Vehemenz zurückzuerobern. Dazu machen sämtliche unserer ballnahen Spieler über maximal fünf Sekunden Druck. Gelingt es in dieser Phase trotzdem nicht, den Ball zu erobern, müssen alle sofort hinter den Ball arbeiten und wir versuchen uns wieder zu formieren.
Beim Abstoss des gegnerischen Torwarts rücken wir auf. Die Stürmer stehen nah bei den IV, die Flügel rücken nah an die gegnerischen AV. Wir lassen den Gegner nicht ruhig rausspielen sondern wollen den langen Abstoss des Keepers provozieren. Kommt der Ball tatsächlich lang, arbeiten ST und MA sofort zurück um die Mitspieler beim 2. Ball zu unterstützen.