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Wakeling, Alan
Alan Wakeling kam mit 10 Jahren zum ersten Mal in Berührung mit der Zauberkunst, als er in der Schule eine Vorstellung von J. B. Bobo sah. In der Bibliothek fand er dann Hoffmanns "Modern Magic". Als er von De Koltas Billardballmanipulationen las, stellte er sich sein erstes Billardballset aus Ping-Pongbällen her.
In den Dreissigerjahren nahm er Schauspielunterricht an der Uni und führte den Kunden in einem Zaubergeschäft Kunststücke vor. Dort kernte er Roy Benson kennen, der ihm einige seiner Ballgriffe zeigte und seine Denkweise über Manipulation mit ihm teilte.
1944 bis 1946 diente Alan Wakeling in der Navy, danach tat er sich mit seinem Freund Marvyn Roy zusammen und die beiden traten unter dem Namen "Wakeling & Roy" auf. In ihrer Nummer führten sie unter anderem tanzende Stöcke, Kunststücke mit Seidentüchern und das Ringspiel zu zweit vor. Nachdem sie ein par Jahre Erfahrung gesammelt hatten, entwickelte sie beide ihre eigene Nummer, Marvyn Roy trat als "Mr. Electric" auf, Alan Wakeling als "Manhattan Cowboy".
1949 lernte er Dante kennen, der ihn anstellte, um für seine Show in einem Zelt die Leute anzulocken. Bei Dante lernte er, dass richtig präsentierte Grossillusionen eine Kunstform sind und Zauberkunst mit Geräten richtig vorgeführt eine elegante Möglichkeit bieten, beim Zuschauer Erstaunen auszulösen.
1951 heiratete Alan Wakeling Helen Whalen, eine attraktive klassische Sängerin. Zusammen entwickelten sie eine elegante stumme Nummer, die sie zu Musik präsentierten. Mit der "Fantasy in Fans", in eleganten Kleidern und mit in blau, gold und schwarz gehaltenen Geräten zu Musik vorgeführt, kamen sie zu finanziellem und artistischem Erfolg.
Mitte der 1950er Jahre wurde Alan Wakeling von seinen Freunden John Daniel und Dick Zimmermann ermutigt, einen neue Illusionsnummer "Circus Act" zu bauen, die durch Wakelings Arbeit bei Dante inspiriert wurde. Die farbenprächtige Illusionsschau, bei der neben vielen Mitarbeitern auch seine Frau und seine drei Söhne mitwirkten, wurde zu einem grossen Erfolg. Die Show war jedoch für professionelle Tourneen nicht geeignet.
1966 begann Alan Wakeling für Mark Wilson als Berater bei TV-, Themenpark- und Trade-Show-Auftritten zu arbeiten. Dabei konnte er seine Erfahrung und sein Wissen für die Produktion luxuriöser Shows im Fernsehen und an Schauplätzen in der ganzen Welt einbringen.
Alan Wakelings war erfolgreicher Vorführender, Erfinder von Kunststücken und Showproduzent. Er gab zahlreichen Künstlern in der ganzen Welt unbezahlbare Ratschläge und beriet sie in künstlerischen Belangen, so unter anderen Mark Wilson, John Daniel, Carol & Marvyn Roy, Norm Nielsen, Channing Pollock und Peter Reveen.Biografie
Steinmeyer, J. The Magic of Alan Wakeling. Carroll & Graf Publishers, New York, 1993.