Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/1427

Wo gezüchtet wird, kursiert nicht selten der Begriff der «Blutlinie». Diese soll Auskunft darüber geben, von welchen Ahnentieren ein Zuchttier abstammt. «Das ist ein Jungwidder der seltenen B-Linie» hört man da einen Züchter sagen. Er taufte ihn Baristo, da sein Vater Benno hiess und dessen Vater wiederum Basilico. So weit, so gut. Züchterinnen, die den Grossvater Basilico kannten, erhalten mit der Information, dass Baristo zur B-Linie gehöre, die Information, dass einer der Grossväter von Baristo Basilico war. Aber wie wertvoll ist diese Information für die Zuchtplanung? Verschafft die «Blutlinie» wirklich eine Übersicht darüber, aus welcher «genetischen Ecke» das Tier innerhalb des Gesamtbestandes stammt?
Züchter, die keine detaillierten Einsichten in die Zuchtbuchdatenbanken haben, erhoffen sich zuweilen mit dem Blick auf die «Blutlinie» eine genetische Information zu erhalten. Diese ist jedoch mit äusserster Vorsicht zu behandeln.