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Der Fall Kerviel ist einer der grössten Skandale der Finanzgeschichte: Die Société Générale hatte 2008 bekanntgegeben, wegen dessen Spekulationsgeschäften einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro gemacht zu haben. Kerviel wurde wegen Untreue, Fälschung und Manipulation von Computerdaten verurteilt und hat seine Haftstrafe bereits abgesessen. Er hält sich aber für unschuldig und behauptet, sein früherer Arbeitgeber habe von den Geschäften gewusst.
Ursprünglich war Kerviel zum Ersatz des gesamten Schadens verurteilt worden. Frankreichs oberstes Gericht hatte diese Entscheidung jedoch 2014 aufgehoben und auf Versäumnisse der Société Générale verwiesen. Das Gericht befand Kerviel nun nach übereinstimmenden Medienberichten teilweise verantwortlich für den Schaden. Ein Anwalt der Bank äusserte sich zufrieden über das Urteil./sku/DP/stw
(AWP)