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Möglichkeiten den Markt zu schlagen
In diesem Artikel soll auf einfache Möglichkeiten hingewiesen werden, den Markt zu schlagen.
Konkrete Möglichkeiten, den Markt zu schlagen
Strategie des Zen Investor
Die Strategie des Zen Investors ist die beste Möglichkeit, den Markt dauerhaft zu schlagen.
Aktienkurs mehr als 33% vom Hoch aus gesunken
Ist eine Aktie mehr als 1/3 gesunken und der Grund führt nicht zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Geschäfts, lohnt sich ein Kauf.
Wichtig hierbei ist, dass das Unternehmen nicht kurz vor der Pleite steht.
Beispiel: Aktie Alpha steht am 16.Februar 2022 bei 100 und die Investorin will 10'000 einsetzen. Die Aktie sackt wg. eines Betrugsverdachts bis September 2022 auf 66 ab. Eine Investorin, die am 16.Februar 2022 gekauft hätte, hätte 100 Aktien für 10'000 zu einem Durchschnittspreis von 100 erwerben können. Eine Investorin, die im September 2022 kaufte, konnte 150 Aktien für 10'000 zu einem Durchschnittspreis von 66 erwerben. Erholt sich die Aktie bis ende 2023 wieder auf 100, so hat die eine Investorin 0% Rendite, die andere hingegen hätte (von 66 auf 100) über 50% Rendite erzielt, alleine durch das Ausnutzen der Gelegenheit.
Zwar bringt es nichts, einfach eine Aktie auszuwählen und systematisch zu warten. Aber umgekehrt, Aktien zu suchen, die stark gefallen sind und zwar aus Gründen, die keine Auswirkungen auf lange Sicht haben werden, wird sich in den meisten Fällen lohnen.
In den Markt einsteigen, wenn er um 20% niedriger steht als das Allzeithoch
Es kann zwar nicht gesagt werden,ob der Markt noch weiter sinkt. Aber alle paar Jahre kommt ein Rückgang um 20% oder mehr vom Hoch aus vor. Dies sind deutlich bessere Einstiegszeitpunkte in den Markt als ein Jahr davor.
Theoretisch könnte man auch auf einen 50%-Einbruch warten. Dieser kommt aber möglicherweise nie oder erst in 30 Jahren. Ein 20%-Einbruch kommt tatsächlich alle paar Jahre vor, so beispielsweise in der Schweiz gemessen am SPI seit 1995 in den Jahren 1998, 2001, 2002, 2008, 2011, 2020 und zuletzt im September und Oktober 2022, also 7 mal in den letzten 30 Jahren.[1]
Kaufen, wenn der Markt niedriger als vor 2 Jahren steht
Da die Märkte im Schnitt je nach Ort und Markt um 5-10% p.a. zulegen, gibt es bei einem Markt, der heute niedriger als vor 2 Jahren steht eine günstige Einstiegsmöglichkeit.
Dies war beim Swiss Performance Index beispielsweise der Fall ab September 2001 bis etwa Sommer 2004, vom Juni 2008 bis September 2010, Juni 2011 bis anfang 2012 und kurzzeitig im März 2020. Möglicherweise passiert dies im 1.Quartal 2023 wieder. Käufe zu diesen Zeitpunkten waren in allen Fällen erheblich besser, als Käufe 2 Jahre zuvor.
Damit gab es die letzten 25 Jahre 4 solcher Situationen im schweizerischen Aktienmarkt.
Im Index-Chart der letzten 25 Jahre sieht man zB beim SPI und auch anderen Indezes, dass nach einem Kalenderjahr mit negativer Rendite oder unter 5% Rendite die folgenden 2 bis 3 Jahre sehr gut liefen. Umgekehrt lässt sich jedoch nicht sagen, dass nach einem guten Jahr in der Folge ein Crash oder Bärenmarkt kommt. Aber nach einem Index-Rückgang folgen meist 2 bis 3 gute Jahre.
Faire Indexbewertung
Steht der Index unterhalb der erwartbaren Untergrenze, so ist dies eine ausserordentlich günstige Kaufgelegenheit.
Der Index wurde so gebildet, dass die Tiefststände im Corona-Crash genommen wurden und angenommen wird, dass 10 Jahre später die Bewertungen und damit auch die wahrscheinlichen Tiefststände, sich verdoppeln, was ungefähr den beobachteten Kursentwicklungen der letzten 150 Jahre (vor allem USA) entspricht. Dann wurde angenommen, dass die wahrscheinliche Untergrenze in 10 gleich grossen Schritten wächst bis 2030 (was nicht ganz stimmt, weil es somit 2021 die höchste und 2030 die niedrigste prozentuale Steigerung beinhaltet).
Kaufgelegenheit Seitwärtsmarkt
Der aktuelle Seitwärtsmarkt könnte aus heutiger Sicht prädestiniert sein für Aktienkäufe. Immer wieder stehen die Aktienmärkte mehr als 20% unter ihrem Höchststand, und zugleich niedriger als vor 2 Jahren. Und zusätzlich stehen die meisten Aktien zeitweise mehr als 33% unter ihrem Hoch. Dazu kommt, dass die Aktien in der Schweiz (gemessen am SPI) wahrscheinlich die Faire Indexbewertung unterschreiten.
Also alle vier obigen simplen Bewertungskriterien sind gleichzeitig erfüllt, was sehr selten zutrifft.