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In diesem Jahr jährt sich die Gründung der NATO zum 70. Mal. Aber die Frage ist, ob dies ein glücklicher Geburtstag für eine lebendige, sinnvolle Organisation ist oder ob es an der Zeit ist, den Stecker für ein Überbleibsel Kalten Kriegs zu ziehen, das sich schon lange überlebt hat?
Nach dem Zweiten Weltkrieg war es unvermeidlich, dass es einen Konflikt zwischen der liberal-kapitalistischen Welt und der wachsenden rot-kommunistischen Welt geben würde. Wenn sich die Sowjetunion vielleicht damit abgefunden hätte, die einzige kommunistische Nation zu sein, die jede Form der Missionierung ablehnt und sich in eine Art Demokratie B als milde Alternative zur westlichen Demokratie A umbenennt, dann hätte der Kalte Krieg vermieden werden können.
Aber das geschah nicht und war auch sehr unwahrscheinlich. Das Motto der Sowjetunion auf ihrem Siegel lautete schließlich “Proletarier aller Länder, vereinigt euch!”. Das waren Arbeiter „aller Länder” und nicht “nur in Russland”. So ist es nicht verwunderlich, dass der Westen einen präventiven Schritt unternahm und die NATO gründete, um sich gegen die UdSSR zu organisieren.
Doch jetzt ist die Sowjetunion tot und verschwunden. Die NATO hatte ihren Auftrag kurz nach ihrem 40. Lebensjahr erfüllt. Traurigerweise hatte sie eine Midlife-Krise, kaufte einen Camaro und existierte nicht nur, sondern expandierte und bombardierte weiter. Aber sollte es sie noch geben? Warum ist diese Organisation nach 70 Jahren immer noch am Leben und posiert, als ob wir immer noch in…..