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Ein Shinkansen-Bahnhof im Reisfeld
Echizen in der Präfektur Fukui zählt 80’000 Einwohner. Die Stadt entstand 2005 durch eine Fusion der Gemeinden Takefu und Imadate. Der Name ist ein Verweis auf die Geschichte. So war dieser Ort Teil der Echizen-Provinz, die mit dem Ende der Edo-Zeit (1603 – 1868) abgeschafft und ab 1881 Teil der neuen Präfektur Fukui wurde. Schon bald wird diese typische japanische Kleinstadt Teil der Hokuriku-Shinkansen-Strecke, die derzeit von Tokio via Nagano bis nach Kanazawa führt und nun via Fukui bis nach Tsuruga verlängert wird (siehe Karte unten).
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Umgeben von Reisfeldern in einem Aussenquartier von Echizen entsteht seit November 2020 ein modernes 21 Meter hohes Bahnhofsgebäude, das zur exklusiven Haltestelle für die Shinkansen-Züge wird. Er wird aus einem Schalter- und Ladenbereich im Erdgeschoss und dem Bahnsteigbereich im Obergeschoss bestehen und der zweitletzte Halt vor dem vorläufigen Endbahnhof in Tsuruga sein. Die Bauarbeiten sind schon so weit fortgeschritten, dass das Baugerüst bis zum 20. August 2021 abgebaut werden kann (siehe Tweets unten).
Der neue Name
Dann wird auf dem Namensschild auf der Fassade für alle ersichtlich, was im Mai 2021 beschlossen wurde. Der Shinkansen-Bahnhof wird künftig den offiziellen Namen Echizen-Takefu Station (jp. 越前たけふ駅) tragen. Damit ist der während Jahren benutzte provisorische Name Nan’etsu Station endgültig Geschichte. Acht Vorschläge lagen vor. Entschieden hat man sich für eine Variante, die eine spezielle Schreibweise trägt. So wird der Namensteil Takefu nicht in den üblichen Kanji-Schriftzeichen, sondern in der Hiragana-Silbenschrift geschrieben. Es ist für Betreiber JR West sogar der erste Shinkansen-Bahnhof, der Hiragana-Elemente beinhaltet.
Dieser Entscheid hat Konsequenzen für den lokalen Bahnbetreiber Fukui Railway. Denn dieser besitzt seit 2010 einen gleichnamigen Bahnhof mitten im Zentrum der Stadt, der zwar im Unterschied zur neuen Shinkansen-Station vollständig mit Kanji-Schriftzeichen geschrieben, jedoch genau gleich ausgesprochen (jp. 越前武生駅) wird. Um eine Verwirrung zu verhindern, hat sich Fukui Railway entschieden, mit der finanziellen Unterstützung der Stadt seinen Bahnhof Echizen-Takefu umzutaufen.
Ländliche Shinkansen-Bahnhöfe
In der Shinkansen-Welt ist es übrigens nichts Ungewöhnliches, auch ländliche Kleinstädte in das Hochgeschwindigkeitsnetz zu integrieren, sofern dies die kompromisslose Streckenführung zulässt. Oft führt dies dazu, dass solche Bahnhöfe weit weg vom Zentrum liegen, wie nun auch in Echizen. Mit diesem Anschluss verbunden ist die Hoffnung, die wirtschaftliche Attraktivität der Region zu steigern. Bereits werden in Echizen Vorschläge diskutiert, neben dem Shinkansen-Bahnhof ein neues Wirtschaftszentrum oder ein Campus der Universität Fukui zu bauen.
Geplante Eröffnung: Ende 2023
Die Verlängerung der Hokuriku-Shinkansen-Strecke wird die Hokuriku-Region, die die Japan-Meer-Präfekturen Fukui (Hauptstadt: Fukui), Ishikawa (Kanazawa) und Toyama (Toyama) umfasst, verkehrstechnisch und wirtschaftlich näher zusammenbringen. Die Fahrt von Kanazawa nach Tsuruga wird dann kurze 43 Minuten dauern. Das entspricht einem Zeitgewinn von 30 Minuten. Ausserdem wird die Stadt Fukui auf einen Schlag besser mit Tokio verbunden sein. Anstatt den heutigen 3 Stunden 14 Minuten wird man in Zukunft 2 Stunden 53 Minuten brauchen. JR West hofft, bis Ende 2023 die Verlängerung eröffnen zu können.
Aktuelle Eindrücke vom aktuellen Bau des Bahnhofgebäudes
Der Standort des Shinkansen-Bahnhofs Echizen-Takefu
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