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Samstag, 5. November 2005, 20.00 Uhr
im Rittersaal des Stockalperschlosses in Brig
Werke von:
Thomas Tomkins, Anton Reicha,
Joseph Bodin de Boismortier,
Kurt Hessenberg,
Pierre Max Dubois
Thomas Tomkins lebte und wirkte von 1572 bis 1656 im "Goldenen Zeitalter" Englands, in der "Kulturblüte der Elisabethanischen Zeit".
Die feierlichen „Pavans and Galliards“ der Renaissance wurden für beliebige Instrumente geschrieben. Die Verwendung von Bass- und Altflöte verleihen dem Werk sowohl einen warmen Klang als auch viel Tiefe.
Joseph Bodin de Boismortier (1691 – 1755) schuf mehrere Sonaten für drei Instrumente und Basso Continuo, darunter auch die Sonata 1 in g-moll, die speziell berührende, besinnlich-würdevolle langsame Sätze enthält. Die schnellen Sätze, in denen sich überaus fantasievolle Themen feuerwerksähnlich überstürzen, bieten Gelegenheit, die wendige Seite der Flöte auszuleben.
Anton Reicha (1770-1836), selbst ein gelernter Flötenspieler, schrieb das Werk „Sinfonico“ op. 12 in seiner Hamburger Zeit, in der er auch noch viele andere Literatur für Flöte schuf. Der Einfluss Beethovens, mit dem er Bekanntschaft geschlossen hatte, ist stets hörbar in den Themen, die von allen vier Stimmen gleichwertig gestaltet werden.
Kurt Hessenberg (1908-1994): Das „Quartettino“ op. 99 umfasst sieben kleine Stücke für vier Flöten, wobei die vierte Stimme eine Altflöte übernimmt. Die vier verschiedenen Stimmen verweben die Themen imitatorisch miteinander. In einigen Sätzen streben chromatisch geprägte Motive zu dynamischen Höhepunkten und Abflachungen hin.
Pierre Max Dubois (1930-1995) schrieb ein Originalwerk für ein Flötenquartett mit charakteristischen kurzen Sätzen, ähnlich einer Suite. In Pierre Max Dubois’ impressionistisch angehauchtem "Quatuor pour flûtes" drehen sich die vier Musiker, wie eine Statue festgefügt, um eine gemeinsame Achse, werfen sich munter rasante Skalen zu und spielen sich in ein wirbelndes Accelerando hinein. Dadurch entsteht ein von seiner Grundstimmung her lustiges Stück, in dem die Flöten teilweise auch als Rhythmusinstrumente dienen.
Fabienne Sulser-Zenklusen, geboren in Brig, absolvierte die Matura am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig, studierte Musik am Konservatorium Biel bei Heidi Péter-Indermühle. Nach dem Lehrdiplom setzte sie ihr Studium in Paris bei Michel Debost während zwei Jahren fort. Als vielseitige Musikerin tritt sie als Solistin, Orchestermusikerin, vor allem aber als Kammermusikerin auf. Sie ist langjähriges Mitglied des Bieler Bläserquintetts, spielt in einem Trio mit Harfe und Bratsche und wirkt in diversen anderen Kammermusikformationen mit. Zusammen mit Eliane Locher-Walpen und Heidi Péter-Indermühle spielte sie mehrere Jahre im Berner Flötenquartett. Sie unterrichtet an der Musikschule Lyss BE.
Eliane Locher-Walpen absolvierte nach der Matura am Kollegium Brig ihr Musikstudium am Konservatorium Bern bei Heidi Péter-Indermühle (Lehrdiplom) und Christian Studler (Orchesterdiplom). Nach Praktika in verschiedenen Orchestern (u.a. in den Sinfonieorchestern von Bern und Biel) studierte sie am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam bei Koos Verheul. Zusammen mit Fabienne Sulser und Heidi Indermühle gründete sie das „Berner Flötenquartett“, in dem sie während 6 Jahren spielte. Während 15 Jahren war sie Flötistin im „Orchestre Philharmonique Suisse“. Mit diesem Ensemble spielte sie an allen wichtigen Festivals der Schweiz. Regelmässig bestreitet sie Konzerte mit dem „Consortium Musicum Zürich“ und den „Kammersolisten Bern“. Eliane Locher-Walpen ist begeisterte Lehrerin an der Oberwalliser Musikschule.
Fabienne Gsponer wuchs in Gampel auf und besuchte dort die Primar- und Sekundarschule. Sie erhielt von 1991-2000 Flötenunterricht bei Hanny Schnyder und Eliane Locher-Walpen. Nach der Matura im Jahre 2000 begann sie ihr Studium an der Hochschule der Künste Bern in der Klasse von Heidi Péter-Indermühle. Im Juni vergangenen Jahres absolvierte sie erfolgreich ihr Konzertdiplom. Seit Herbst 2004 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater Zürich in der Klasse von Maria Goldschmidt. Sie besuchte Kammermusik- und Meisterkurse bei Philippe Racine, Elmar Schmid, Matthias Ziegler, Bruno Camino und anderen. Seit 2002 unterrichtet sie an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis.
Marielle Oggier , geboren in St.Niklaus, wurde während 6 Jahren von Eliane Locher an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis unterrichtet. Während ihrer Kollegiumszeit in Brig besuchte sie zusammen mit Fabienne Gsponer Kammermusikunterricht bei Paul Locher. Im Jahre 2000 absolvierte sie die Lateinmatura und wurde im selben Jahr in die Klasse von Kiyoshi Kasai an der Musikhochschule der Musikakademie Basel aufgenommen, wo sie im vergangenen Jahr das Lehrdiplom erwarb. Seit 2005 studiert sie in der Konzertklasse von Felix Renggli an der Musikhochschule in Basel. Sie spielt in mehreren Orchesterformationen mit. Bei Gérard Wyss, Felix Renggli, Jost Meier, Jürg Wittenbach, Aurèle Nicolet und anderen besuchte sie Kammermusikunterricht und verschiedene Meisterkurse. Seit 2001 unterrichtet sie an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis.