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Dieser Satz aus dem Song "Headbangers" aus ihrem ersten Album "Underdogs" ist das Motto der schweizer Thrash Metal Combo Battalion. Mit brachialen Songs wie "Thrash Maniacs", "Set the Phantom afire" und "Bomber" haben sie sich sehr schnell einen grossen Namen im schweizer Underground geschaffen. Eine grosse Europatour 2011 machte ihren Namen auch ausserhalb der Schweiz bekannt und beliebt.
Ihr 2012 erschienenes zweites Album "Set the Phantom afire" knüpfte praktisch nahtlos an das erste Album an und wurde bei den Kritikern in alle Himmeln hoch gelobt. Mit "Buried Nation" brachten sie zudem ihr erstes Musikvideo raus, das in ihrem eigenem Bandraum entstanden ist. Nach einer Promotiontour durch die Schweiz spielten sie noch einige Konzerte unter anderem als Vorband von Slayer und Machine Head sowie dem Wacken Open Air 2014 bis sie sich in die Songschreiberei zurückzogen.
2015 ist es nun soweit: Die Arbeiten für ihr neues Album "Generation Movement" sind beendet, die Vorbereitungen für die Releaseshow sind in vollem Gange, mehrere Pre-Listening Parties sind geplant und die Band ist bereit die Thrash Metal Szene ein weiteres Mal mit einem neuen Album wachzurütteln.
Ich bezeichne mich als einen riesigen Battalion Fan. Natürlich könnte das meine eh schon subjektive Meinung massiv beeinflussen. Aber meine Ansprüche und Erwartungen sind hoch, gottverdammt hoch um genau zu sein!
Kann mich die neue Scheibe ebenso aus den Socken hauen wie ihre Vorgänger? Kann Battalion meine Erwartungen erfüllen oder sogar übertreffen? Oder entledige ich mich nach dem Hören dieser Scheibe meines Battalion Patches auf meiner Kutte?
Ich bin bereit.... Mein Glas ist mit Gin Tonic gefüllt, die Playtaste wird gedrückt:
- Rapid Damage
Whoa! Holy! WTF?! Mein Trommelfell wird mit einem Angel of Death mässigen Riff und Blastbeats regelrecht zerstört! Erinnerungen kommen hoch an das erste Hören meinerseits von Slayer's "Soundtrack to the Apocalypse". E-Geschreddere das seinesgleichen sucht. Wie beim ersten Song "Thrash Maniacs" von der "Underdogs" Scheibe kommt es einer Offenbarung gleich: Thrash Metal in seiner reinster Form. Silvan shoutet die Lyrics mit einer unglaublichen Kraft in das Mikrofon, Samy penetriert sein Schlagzeug auf das Übelste: Es grenzt an Vergewaltigung von Instrumenten! Eine lockere Bridge gefolgt von einem perversem und perfekt gespieltem Solo von Clode machen den Song zu einem Glanzstück was Thrash Metal anbelangt. Abrupter Schluss. 3 Minuten 23 Sekunden pure Energie. Alles, was ein genialer Thrash Metal Song braucht: E-Geschreddere, Blastbeats, heftiges Solo, Shouts, Power. Mein Genick fängt an zu schmerzen...
- Exiled Man
Eingängiger, schnell gespielter Riff. Das Doublebass von Samy erinnert mich ein wenig an Mikkey Dee von Motörhead. Ein verdammter Headbangersong! Die Teller des Schlagzeugs im Refrain betonen zusätzlich die Power dieses Songs. Die Lyrics sind im Vergleich eher locker geshoutet, doch die Energie geht dadurch nicht verloren. Das Schlagzeug passt perfekt durch den ganzen Song: Genug Hi-Hat, genug Ride, genug Trash und Crash. Erinnert mich sehr stark an "Headbangers". Ein kurzes Solo unterlegt mit Blastbeats leitet eine heftige Bridge ein. Ein unglaubliches Solo von Clode mit einem präzise inszenierten Schlagzeug gefolgt von einem weiteren Refrain markiert langsam den Schluss des Songs.
Wow... Einfach nur Wow! Ich bin wahrlich begeistert!
- Militia Callin'
Der Anfang hört sich an wie "Drifting towards insanity" vom Vorgängeralbum. Silvan hat seine Stimme perfekt im Griff, typischer Battalionsong. Ein Breakdown und es folgt ein Solobattle zwischen Clode und Silvan. Mit 2 Minuten 16 Sekunden der kürzeste Song der Scheibe.
Jungs: Was zur Hölle habt ihr hier nur für geilen Scheiss produziert?!
- Generation Movement
Oh, das hört sich böse an. Eher längeres Intro, lockerer Song. Geiler Strophenteil, der Wechsel vom Ride zum Hi-Hat passt wunderbar in diesen Song rein. Der Refrain mit dem geshoutetem "Generation" und dem "Move" hat "besoffenes Metallergegöhle" Potential. Der Song erinnert sehr stark an Pantera. Plötzlicher Wechsel auf Blastbeats und schnelle Soli, eine heftige Bridge platzt in das Gesamtpaket rein. Soli, Soli, SOLI! Tappingfanboys sind jetzt sicherlich feucht. Holy, das kommt einem Intro eines Progressiv Metal Songs sehr nahe: Solo über Solo...
Sauberer Schluss. Dieser Song ist sehr gut gelungen, für meinen Geschmack hat er fast zu viele Soli drin.
- Revolution
Kriegstrommeln, E-Gitarren und männliche Kriegsrufe, mehr gibts nicht.
- An Unaltered Attribute
Der Anfang erinnert an "Oppersion Departement". Doch dann kommt etwas von Metallica's "My Apocalypse" hinzu. Interessante Mischung, gefällt mir sehr gut. Die Wechsel zwischen Blastbeats und normalen Beats bringt eine angenehme Dynamik in den ganzen Song rein. Ein Breakdown wie in Pantera's "Domination" leitet die wieder schneller gespielte Bridge ein. Langsam werdender Schluss. Top, perfekter Headbangersong!
- Lowrider
Der Song erinnert an "Leper Messiah" von Metallica. Der Refrain mit dem geshoutetem "Lowrider" besitzt die gleiche Melodie, gleich danach kommt ein Solo mit einer Melodie, die an NWOBHM im Stil von Saxon herankommt. Meiner Meinung nach der bisher langweiligste Song von allen, es fehlt ihm ordentlich an Power und Abwechslung.
- Wrong Side of the Tracks
Das Intro erinnert an Metallica's "Through the never" unterlegt mit schnellen Blastbeats. Schnelle, abrupte Wechsel zwischen dem mit Blastbeats bestücktem Introteil und den langsam gespielten Strophen. Der Pre-Refrain hört sich an, als ob er von Black Sabbath stammen könnte. Der Refrain bedient sich wieder des Intromusters. Und plötzlich kommt zu Black Sabbath Punk hinzu, was für eine geile Mischung! Ratzfatz wird wieder auf Blastbeat Through the never geschaltet. Der Song wirkt ein wenig chaotisch, ungewöhlich wenn man die anderen Songs von Battalion kennt. Nicht schlecht, nicht schlecht...
- Serpent Alive
Der Song ähnelt "The shortest straw" von Metallica. Sehr schnelle Wechsel zwischen Strophe und Refrain. Die Bridge ist der wahre Headbangerpart in diesem Song, perfekte Nutzung von Hi-Hat, Crash, Trash und Ride sind garantiert. Zack, Bumm, Tätsch und der Song ist fertig! Dieser Song hat das Potential mit jedem Mal anhören besser zu werden.
- Venom
Ouh, yeah! Unglaublich treibend am Anfang, danach ruhiger Strophenteil mit geilem Wechsel von Hi-Hat auf Ride und ein Doublebass sie zu knechten! Der Unterschied zwischen schnellem, treibendem Pre-Verse und ruhiger "5 Minutes alone" Strophe bildet das Kernstück dieses Songs. Die Bridge mit den jeweils links und rechts geshouteten Lyrics hört sich für mich an wie Metallica's "Dirty Windows" nur ohne das beschissene Snare vom "St. Anger" Album. Ein heftiges Solo markiert langsam aber sicher das Ende. Gute Headbangermucke.
Ein Fazit ist fällig...
Der Anfang der Scheibe ist einfach nur bombastisch und besitzt eine Power, die ihresgleichen sucht. Schneller, heftiger, brutaler Thrash Metal. Gegen Ende der Scheibe experimentierten die Jungs mit Thrash Metal unüblichen Mitteln und brachten sehr gute Songs hin, die für den Kenner von Battalion unüblich erscheinen, aber eine angenehme Abwechslung hinein bringen. Man hätte den einen oder anderen Song vielleicht durch einen ersetzen können, der mehr Geschreddere besitzt um so das Album noch eine Spur thrashiger zu gestalten. Alles in Allem bemerkt man bei diesem Album, dass jedes Bandmitglied seine eigenen Vorlieben was Musik anbelangt reingepackt hat... Und das ist auch gut so, liebe Genossinnen und Genossen!
Was mir persönlich auffällt ist die Tatsache, dass es kaum saubere Übergänge hat: Schnelle Blastbeats und ohne Unterbruch gehts in einen lockeren Schlagzeugbeat über. Es wirkt chaotisch und man merkt beim Headbangen oftmals zu spät, dass ein Taktwechsel vollzogen wurde. Man hätte kurz über alle Trommeln fahren und dann erst den Taktwechsel anschlagen können. Just my 2 cents...
Auf jeden Fall sind das Battalion wie sie leiben und leben! Ein sehr gelungenes Album mit einer spürbaren Weiterentwicklung was die Vielfalt der Songmöglichkeiten anbelangt.
Meine Erwartungen konnte das Album erfüllen, obwohl es für mich schwierig ist gewisse Songs als Battalionsongs zu identifizieren. Handumkehrt sind die ersten drei Songs Schuld an meinem Schleudertrauma bedingt durch Headbangen und meinem akuten Tinitus. Die anderen Songs brauchen mehrere Hörproben bis sie anfangen zu wirken. Ich habe mir über die ganze Woche immer wieder das Album angehört und je öfter dass ich das Album höre desto besser gefällt es mir. Ein wirklich würdiger Nachfolger von "Underdogs" und "Set the Phantom afire"!
Hörempfehlungen für Personengruppen:
Der hartgesottene Battalionfan MUSS sich dieses Album reinziehen, alleine schon wegen "Rapid Damage", "Exiled Man" und "Militia Callin'": Thrash in your face!
Dem gepflegtem Metaller kann ich dieses Album wärmstens empfehlen: Es ist thrashig, es ist heavy, es ist Metal durch und durch, ein guter Einstieg in die Battalion Militia und ein sauber produziertes Album.
Dem ungeflegten Popmusikhörer möchte ich am Liebsten zu "Rapid Damage" die Fresse polieren... Musste mal gesagt werden...
Die Releaseshow zu "Generation Movement" findet am 4. April im Dynamosaal in Zürich statt. Tickets, Shirts und Vorbestellungen für die neue Scheibe können an den Pre-Listeneningparties am 14. März 2015 im The Bruch Brothers Luzern, am 21. März 2015 im Ebrietas Bern und am 28. März 2015 im Ebrietas Zürich erworben werden.
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