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In ihrer Lebensweise unterscheiden sich die beiden Kammmolcharten nicht wesentlich. Bereits Ende Februar und Anfang März verlassen die Kammmolche ihr Winterquartier und begeben sich zu den Laichgewässern.
Die Männchen treffen im Allgemeinen einige Tage vor den Weibchen im Wasser ein und suchen sich geeignete Balzplätze aus. Dabei bilden sich kleinere Ansammlungen von mehreren Männchen, welche um die Gunst der Weibchen buhlen. Die Männchen vollführen einen aufwändigen und spektakulären Balztanz. Nähert sich ein Weibchen einem Männchen so pflanzt sich dieses vor der potentiellen Partnerin auf und beugt seinen Körper zu einem regelrechten Katzenbuckel. Gleichzeitig wippt es mit dem ganzen Körper hin und her, so dass der aufgerichtete Kamm seine imposante Erscheinung unterstreicht. Mit dem Schwanz wedelt es dem Weibchen Duftstoffe zu und versetzt ihm von Zeit zu Zeit gar gezielte kräftige Schwanzschläge. Zeigt sich das Weibchen von diesen Gebärden beeindruckt, wendet sich das Männchen einige Schritte ab und legt ein Samenpaket auf den Boden. Das Weibchen seinerseits folgt dem Männchen und nimmt das Samenpaket über seine Kloakenöffnung in ein spezielles Speicherorgan im Körperinnern auf. Zwei bis drei Wochen später beginnt es, die befruchteten Eier einzeln abzulegen, indem es sie mit den Hinterbeinen in Pflanzenblätter einschlägt und mit diesen verklebt. Auf diese Weise laicht ein Weibchen während mehrerer Wochen 200–400 Eier ab.
Die intensive Paarung und Fortpflanzung erfordert von den Kammmolchen viel Energie, so dass sie auf eine umfangreiche Nahrungsaufnahme angewiesen sind. Als räuberische Generalisten richten sie ihr Nahrungsspektrum auf Verfügbarkeit und Grösse der Beutetiere aus. Neben Kleinkrebsen und Würmern verzehren sie auch grössere Egel und Schnecken. Hoch im Kurs stehen zudem Eier und Larven anderer Amphibien, sogar jene von Erdkröten, welche von den übrigen Molcharten gemieden werden. Nach dem Ende der eigentlichen Paarungszeit im Mai bleiben die Kammmolche meist noch zwei bis drei Monate im Wasser, um sich bereits Fettreserven für den Winter und das nächste Frühjahr anzulegen.
Mitte Juli bis Mitte September verlassen die Tiere das Gewässer Richtung Landlebensraum. Die Wanderdistanz kann mehrere hundert Meter betragen, doch entfernen sich die Tiere häufig nur wenige Meter vom Laichgewässer. Über das Landleben ist nicht viel bekannt. Die Tiere sind wohl mehrheitlich nachtaktiv und verkriechen sich tagsüber unter grossen Steinen, Steinhaufen, Wurzelhöhlungen, Baumstämmen, Holzstapeln und dergleichen. Vermutlich nehmen die Tiere während dieser Zeit auch nicht mehr viel Nahrung zu sich. Im Spätherbst ziehen sie sich, oft in Gruppen, in ihre Winterquartiere zurück, wo sie bis zum nächsten Frühjahr ausharren.
Nachdem das Weibchen die Eier in Wasserpflanzen eingewickelt hat, dauert es gut zwei Wochen bis aus diesen kleine ca. 10 mm lange Larven schlüpfen. Während dieser Entwicklungsphase tritt beim Kammmolch eine genetisch bedingte Mortalität in Erscheinung. Als Folge einer speziellen Konstellation des grössten Chromosomenpaars stirbt genau die Hälfte der Larven noch vor dem Schlüpfen ab. Die übrigen Larven wachsen nach dem Schlüpfen stetig. Nach drei bis vier Monaten bilden sich die Kiemen zurück und die Larven gelangen schliesslich mit einer Körperlänge von 45–70 mm zur Metamorphose.
Da sich nicht alle Larven gleich schnell entwickeln, findet man noch bis in den November hinein abwandernde Jungtiere. Weil sich die Kammmolchlarven oft im offenen Wasser aufhalten, werden sie häufig von Insektenlarven und Fischen gefressen. So erreichen nur etwa 5 % der geschlüpften Larven die Metamorphose und verlassen das Wasser als Jungtiere. Die meisten jungen Molche kehren im folgenden Frühjahr ins Geburtsgewässer zurück. Sie werden jedoch erst nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif sein und selber zur Fortpflanzung kommen.