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Finanzbericht
Finanzbericht
Finanzkommentar
Hintergrund
Im Geschäftsjahr 2022 wird der Betrieb der Anlagen von Nant de Drance schrittweise in der ersten Jahreshälfte aufgenommen. In der Rechnungslegung schlägt sich dies vor allem in der buchhalterischen Inbetriebnahme der Anlagen, dem Beginn der Abschreibungen und der Weiterverrechnung der jährlichen Kosten an die Partner nieder.
Nant de Drance SA wird als Partnergesellschaft geführt. Diese Art der Verwaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Aktionäre im Verhältnis zu ihrer Beteiligung am Aktienkapital über das Pumpspeicherwerk verfügen und sich im Gegenzug im gleichen Verhältnis verpflichten, die jährlichen Kosten (Wartung, Abschreibungen, Wasserzinsen, Zinsen usw.) zu decken. Aus rein steuerlichen Gründen werden die jährlichen Kosten erhöht, um einen steuerpflichtigen Gewinn am Sitz der Gesellschaft auszuweisen. Dieser Gewinn wird auf der Grundlage steuerlicher Kriterien ermittelt. Durch diesen Kostendeckungsmechanismus werden alle der Nant de Drance SA entstandenen Kosten - einschliesslich des aus steuerlichen Gründen festgelegten Ergebnisses - direkt und vollständig von den Partnern/Aktionären gedeckt.
Die vertraglich festgelegte Art der Verwaltung sieht auch vor, dass die Nant de Drance SA den Partnern lediglich ihre Anlagen zur Verfügung stellt und dass die Partner ihr Pumpspeicherprogramm verwalten und auf eigene Rechnung die Pumpenergie liefern.
Erfolgsrechnung
Die Betriebserträge belaufen sich auf insgesamt 97,1 Mio CHF und setzen sich hauptsächlich aus der Deckung der jährlichen Kosten durch die Partner zusammen (92,7 Mio CHF).
Der Betriebsaufwand beläuft sich auf 54,8 Mio CHF und beinhaltet hauptsächlich die Abschreibungen der Anlagen in Höhe von 38,5 Mio CHF. Ende 2022 verfügt die Nant de Drance SA über kein Personal mehr. Der Betrieb und die Wartung der Anlagen werden im Auftragsverhältnis an die SBB und Alpiq vergeben und bilden somit den Hauptteil der Rubrik «Material und Dienstleistungen».
Der Finanzaufwand beläuft sich auf 34,4 Mio CHF, nach Berücksichtigung der Aktivierung der Bauzinsen von 1,2 Mio CHF.
Bilanz
Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Investitionen auf 36,6 Mio CHF, inklusive Bauzinsen und Eigenleistungen (Vorjahr: 83,5 Mio CHF). Die im Berichtsjahr in Betrieb genommenen Anlagen beliefen sich auf insgesamt 2 185,3 Mio CHF.
Im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres sanken die Finanzverbindlichkeiten um 21 Mio CHF und beliefen sich am 31. Dezember 2022 auf 1 659 Mio CHF. Im Jahr 2023 wird eine Obligationenanleihe von 150 Mio CHF fällig, die in das kurzfristige Fremdkapital umgegliedert wurde.
Die Eigenkapitalquote Bilanzsumme belief sich auf 22,49% (Vorjahr: 21,92%).