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London, 04. August 2012 Die brasilianische Hochspringerin Fabiana Murer ist bei den Olympischen Spielen in London überraschend bereits in der Qualifikation gescheitert. Die Weltmeisterin kam sensationell nicht über 4,50 Meter hinaus und konnte damit wie vor vier Jahren in Peking die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.
Am Ende waren es der Wind und die Nervosität. Nach übersprungenen 4,50 Meter gelang es ihr nicht im ersten Versuch, die fünf Zentimeter höher gelegte Stange zu bewältigen. Im zweiten Versuch stoppte sie bereits im Anlauf und sah dadurch die gelbe Flagge. Nun ging es um alles oder nichts. Aber Zeit und Windböen waren gegen sie. Als Konsequenz sah sie die rote Flagge und verliess mehr als enttäuscht die Bahn.
„Es war meine Schuld, ich war sehr schlecht. Der Wind war unberechenbar und und ich konnte dies mit der Stange nicht ausgleichen. Meine Sprünge waren sehr irregulär. Ich habe eine Minute zum springen und in dieser Zeit kann ich so oft zurückgehen, wie ich will. Ich rannte, aber der Wind war sehr stark. Danach bekam ich die gelbe Flagge und hatte noch 15 Sekunden. Ich hatte keine Zeit mehr und der Wind wehte weiter sehr stark. Es war gefährlich, und ich wusste, dass ich es nicht schaffen würde. Ich habe versucht, was ich konnte, aber ich kam nicht zum Sprung und habe mir weh getan. Das ist Sport, das passiert eben“ so die Athletin, die in ihrer Karriere schon 4,85 Meter übersprungen hatte. Ihre Bestmarke in dieser Saison liegt bei 4,77 Meter.
Zuvor hatte Murer noch versucht, einen härteren Stab zu verwenden. Doch auch dieser brachte keine weitere Sicherheit gegen den Wind. Die Böen sei vor ihren Versuchen über 4,55 Meter gedreht, so ihrer Ehemann und Trainer Elson Miranda nach dem überraschenden Ausscheiden. Zuvor habe der Wind ihr noch geholfen. Doch gegen den Wind könne man eben kaum laufen. Die Hochspringerin beendete den Wettkampf auf Platz 14, nur die besten 12 konnten sich für das Finale qualifizieren.