Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03411.jsonl.gz/212

Einerseits ist die Landwirtschaft von Revitalisierungen durch Landbedarf und kulturtechnische Anlagen betroffen, andererseits kann die Landwirtschaft viel zur Bewirtschaftung und zum Unterhalt des Gewässerraumes beitragen. Für grössere Fliessgewässer erfolgt die Unterstützung über Programmvereinbarungen zwischen dem BAFU und den Kantonen. Für die Revitalisierung von kleinen Gewässern (mittlere Wasserführung kleiner 100 l/s) sind Beiträge für Strukturverbesserungen im Rahmen von landwirtschaftlichen Bodenverbesserungen möglich.
Bei grösseren Fliessgewässern wird das Land am besten der Öffentlichkeit zugewiesen. In erster Linie ist dabei der freihändige Landerwerb anzustreben. Bei grösseren Werken ist eine Landumlegung zu prüfen. Falls die beiden genannten Möglichkeiten nicht greifen, ist eine Enteignung vorzusehen (Kaskadenprinzip). Bei kleinen Fliessgewässern kann das Land im privaten Grundeigentum verbleiben.
Bei der Realisierung von Revitalisierungsmassnahmen sind folgende Punkte zu beachten:
- Linienführung von Ausdolungen ohne Zerschneidung von Bewirtschaftungsgewannen
- Ungehinderter Abfluss von Wasser aus den Entwässerungsanlagen
- Optimale Höhe Grundwasserspiegel bezüglich Saat / Ernte
- Böschungen für maschinelles mähen geeignet
- Ufersicherungen bei Erosion nahe Gewässerraumrand
- Verhinderung von Biberbauten unter landwirtschaftlichen Güterwegen