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Bei der Westschweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 lichtet sich das Feld der möglichen Austragungsorte. In der Waadt brachte sich am Donnerstag Montreux ins Rennen. Das Wallis setzt auf Sitten.
«Montreux ist ideal», sagte am Donnerstag Bernard Rüeger von der Waadtländer Industrie- und Handelskammer (CVCI), welche die Kandidatur auf Waadtländer Seite ausarbeitet, der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «24 Heures».
Für Montreux sprächen vor allem die gute Lage in der Nähe der Alpen und des Rhonetals. Der weltberühmte Ort an der Waadtländer Riviera verfüge zudem über eine grosse Hotellerie sowie ein Fiberglas-Netz, was die rasche Übertragung von Grossereignissen erleichtere.
Montreux habe sich enthusiastisch gezeigt, während sich Lausanne eher zögerlich gegeben habe, sagte Bernard Rüeger. Er habe Verständnis dafür, zumal Lausanne bereits die Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 ausrichte.
Rüeger betonte zudem die Nähe zum Projekt eines olympischen Dorfes auf dem Gelände der stillgelegten Raffinerie von Collombey-Muraz VS, das vom Walliser Bauunternehmer Christian Constantin ins Spiel gebracht wurde. Der Präsident des FC Sion treibt die Westschweizer Kandidatur auf Walliser Seite voran.
Ursprünglich waren bei der Westschweizer Kandidatur vier Austragungsorte in Betracht gezogen worden: Lausanne, Montreux, Sitten und Crans. Davon blieben nur Montreux und Sitten im Rennen, sagte Rüeger.
Graubünden als Hauptkonkurrent
Hinter der Westschweizer Kandidatur für die olympischen Winterspiele 2026 stehen vor allem die Kantone Waadt und Wallis, die ihre Projekte im Mai zusammengelegt hatten. Die Kandidatur läuft unter dem Motto «The Swiss Made Winter Games 2026».
Auch die anderen Westschweizer Kantone sowie Bern haben sich am Projekt beteiligt. Neben der Westschweiz plant auch Graubünden eine Kandidatur, bei der unter anderem Zürich, Engelberg und Einsiedeln mit von der Partie sind. Das Projekt trägt deshalb den Namen «Olympische Winterspiele 2026 Graubünden und Partner».
Dazu kommen zwei weitere, überregionale Projekte - «Switzerland 2026» und «Games for our future», die aber weniger konkret ausgearbeitet erscheinen. Alle Kandidaturen müssen bis Mitte Dezember bei Swiss Olympic, dem Dachverband der Schweizer Sportverbände, eingereicht werden. (sda)