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USA gewähren Staatsgarantien für neue Vogtle-Einheiten
Der amerikanische Energieminister Ernest Moniz begab sich am 20. Februar 2014 nach Waynesboro in Georgia, um den Abschluss der Garantieverträge für den Bau von Vogtle-3 und -4 zu würdigen.
Die beiden Vogtle-Einheiten gehören der Georgia Power zu 45,7%, der Oglethorpe Power zu 30%, der Municipal Electric Authority of Georgia (MEAG) zu 22,7% und den Stadtwerken in Dalton zu 1,6%. Die Georgia Power – eine Tochtergesellschaft der Southern Company Inc. – erhält von der Regierung eine Garantie für USD 3,46 Mrd. (CHF 3,08 Mrd.) und die Oglethorpe für USD 3,06 Mrd. (CHF 2,72 Mrd.). Die Verhandlungen für eine weitere Staatsgarantie in der Höhe von USD 1,8 Mrd. (CHF 1,6 Mrd.) für die MEAG sind laut Department of Energie (DOE) noch nicht abgeschlossen.
Das amerikanische Energiegesetz von 2005 erlaubt es dem DOE, Darlehensgarantien für Projekte zu vergeben, die Treibhausgase vermeiden, verringern oder speichern und neue innovative oder gegenüber den heute in den USA verwendeten Technologien bedeutende Verbesserungen bringen. In diesem Sinn sei das Vogtle-Projekt zum Erhalt von Staatsgarantien berechtigt, da sie jährlich den Ausstoss von schätzungsweise 10 Mio. t CO2 vermeiden. Das entspreche dem Entfernen von 2 Mio. Fahrzeugen von den Strassen der USA, so das DOE. Zudem beinhalte der Druckwasserreaktortyp AP1000 der Westinghouse Electric LLC mehrere innovative Weiterentwicklungen, die zu bedeutenden Verbesserungen in Betrieb und Sicherheit führten.
Am Tag zuvor hatte Moniz an einer Rede vor dem National Press Club in Washington die Vergabe der Staatsgarantien bereits angekündigt. Er betonte, dass Präsident Barack Obama die Kernenergie als Teil des CO2-armen Energie-Portfolios der USA betrachte. «Natürlich ist die Kernenergie bereits jetzt ein wichtiger Teil unseres kohlenstofffreien Mix», ergänzte er.
Scana: Vorteil einer Staatsgarantie für Summer-Neubau unklar
Die Scana Corporation sagte, es sei nicht klar, ob sie von einer Staatsgarantie profitieren würde. Sie sei nicht überzeugt, dass eine solche Unterstützung zur Finanzierung ihres Anteils an den seit 2013 in Bau stehenden AP1000-Einheiten Virgil C. Summer-2 und -3 nötig sei, obwohl das Unternehmen mit dem DOE in dieser Sache in Kontakt bleibe. «Zurzeit sehen wir den Nutzen nicht», erklärte Jimmy Addison, Executive Vice President und CFO der Scana, anlässlich einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten. Die South Carolina Electric & Gas (SCE&G) – eine Tochtergesellschaft der Scana – hält 55% an Virgil C. Summer-2 und -3. Ende Januar 2014 vereinbarte sie, nach und nach 5% von der Santee Cooper zu übernehmen, die derzeit einen Anteil von 45% besitzt.