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Plünderung, Mord und
Brand furchtbare Rache nahmen. Bei Anlass der Jahrhundertfeier dieser Ereignisse hat man hier 1899 auf
einem nahe der
Rhone befindlichen Hügel einen 10 m hohen Granitobelisken mit der Inschrift Unsern Vätern
(A nospères) 1799-1890
aufgestellt.
(Kt. Zürich,
Bez. Winterthur).
426 m. Gem. und Pfarrdorf, im unteren
Tössthal und am linken Ufer der
Töss. Station
der Linie
Winterthur-Bülach. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Bruni,
Hinter Rumsthal und
Neu Pfungen: 133
Häuser, 1061 Ew.
(wovon 182 Katholiken); Dorf: 116
Häuser, 901 Ew. Viehzucht. Eine grosse Baumwollweberei mit 200 Arbeitern und eine Ziegelei
mit 40 Arbeitern. Funde aus der
Stein- und Bronzezeit. Refugium aus der Eisenzeit, Saalburg geheissen.
Alte Namensformen sind Pfungingen und Pfunga, d. h. bei den Nachkommen des Pfungo. Nach der Ueberlieferung der
Reichenauer
Chronik soll Pirmin, der
Gründer von
Reichenau und anderer
Klöster, zur Zeit der Regierung von Herzog Gotfried von Alemannien
in Pfungen eine
Zelle erbaut haben, woraus man aber nicht schliessen darf, dass der Herzog selbst hier
eine Veste besessen habe. Die Burg Pfungen kommt urkundlich erst 1322 als ehemaliges Eigen der Freiherren von
Wart vor.
Nachdem sie ihre Besitzer mehrfach gewechselt, wurde sie von Hans
Steiner von Zug
zu
Wülflingen 1526 den
Wellenberg abgekauft
und von seinen Nachkommen 1629 an die Stadt
Winterthur abgetreten, deren
Bürgern von da an bei einem Besuch
im Schloss vom
Pächter ein Trunk kühlen Weines unentgeltlich gereicht werden musste. Diese bemerkenswerte Burg ist im März 1876 beim
Bau der Eisenbahnlinie
Winterthur-Bülach abgetragen worden. Eine eingehende Beschreibung mit Abbildungen gibt
H. Zeller-Werdmüller in seiner Arbeit über Zürcherische Burgen.(Zürich
1895). 130 m über Pfungen sieht man auf dem
Rücken des
Multberges noch Gräben einer zweiten Burg, die ebenfalls den
Wart gehört haben muss, in den Urkunden aber nicht erwähnt
wird. Pfungen bildete eine besondere niedere Gerichtsherrschaft der zürcherischen LandvogteiKiburg.
Die
Pfründe von Pfungen, die zusammen mit dem
Schloss 1629 an
Winterthur gekommen war, wurde erst 1856 Eigentum des Kantons Zürich.
Vergl.
auch das
WinterthurerNeujahrsblatt für 1813, 1897/98 und 1899/1900.
(Kt. St. Gallen,
Bez. und Gem. Tablat).
800 m. So nennt man den obern Abschnitt des
Thales der
Steinach, ö. vom Dorf
St. Georgen
und 1,5 km sö. der Endstation Mühleck der Drahtseilbahn St. Gallen-Mühleck. 59
Häuser, 518 kathol.
und reform. Ew. Kirchgemeinden St. Gallen.
Mechanische Werkstätten und eine Maschinenfabrik. Baumwollweberei.
385 m. Südl. Aussenquartier von Genf,
jenseits des Boulevard des Philosophes.
Besteht zum grössten Teil aus Mietshäusern, hat aber auch einige
Villen.
Das
Quartier wird von W. nach
O. vom
Chemin des
GrandsPhilosophes durchzogen und ist durch die elektrische Strassenbahn
Carouge-Annemasse und die sog. Ringbahn
mit der übrigen Stadt verbunden. 204
Häuser, 2810 Ew. Kantonsspital.
Italienische und rätoromanische
Ortsnamen, vom latein. planies, planum =
«Ebene, eben» herzuleiten und zur Bezeichnung einer ebenen Fläche (besonders einer
aus einem Berghang herausmodellierten Terrasse) verwendet.
Entsprechen den französischen Ausdrücken
Plan,
Planche, Planchette
etc.
DeiBuoi(Kt. Graubünden,
Bez. Maloja).
2064-1200 m. Unterste Stufe des
Val d'Albigna, dem mittleren der drei s. Seitenthäler des
Bergell,
zu dessen
Hintergrund der grosse Albignagletscher herabsteigt. Die diesem entfliessende
Albigna bildet 1 km unterhalb der Quelle
und vor ihrem Eintritt in den Pian dei Buoi einen schönen Fall, die sog. Cascata dell'
Albigna. Dann
fliesst der
Wildbach dem w. Rand des zwischen hohen Felswänden eingeengten, steil gegen S. abfallenden und 2 km langen Pian dei Buoi
entlang und erhält hier mehrere Nebenadern. Der
Pian ist mit Moränen- und Sturzschutt, erratischen Blöcken
und
Kies übersät, hat aber auch einige kleine Alpweiden und lichte Gehölze. Pian dei Buoi = Ochsenebene.
Alle
Berge dieses Gebietes fallen gegen W. in steilen Felswänden ab und sind von zahlreichen Runsen durchfurcht und durch
senkrecht abgeschnittene
Bänder gegliedert, so dass ihre Besteigung schwierig und überhaupt nur an wenigen
Stellen möglich
ist.
Vom Gipfel aus kann man entweder dem Kamm südwärts bis über den Corbet hinaus oder nordwärts
bis über die Cima di Vercoenca hinaus folgen und dann ins italienische Val Giacomo an der Splügenstrasse absteigen.
Der Weg
ist aber an den mit dichtem Wald bestandenen tiefern Gehängen nicht leicht zu finden.
Auf dem Gipfel
befindet sich ein von den italienischen Ingenieur-Topographen errichteter grosser Steinmann.