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Deutsche Rechtschreibung
Einführung am 1. August 2009 abgeschlossen
Die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Liechtenstein lernen seit 1998 die Rechtschreibung der deutschen Sprache nach neuen Regeln. Die Schweiz hält sich damit an eine zwischenstaatliche Erklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung. Diese ist am 1. Juli 1996 in Wien von Regierungsvertretern aus Deutschland, Österreich, aus der Schweiz und aus Liechtenstein unterzeichnet worden.
Die 2006 am Regelwerk vorgenommenen Veränderungen hat die Schweiz ebenfalls übernommen. Sie werden – so weit sie überhaupt für die schulische Vermittlung relevant sind – seit dem Schuljahr 2006/2007 im Unterricht vermittelt. Die Korrekturtoleranz (Fehler werden markiert, aber nicht bewertet) für diese letzten Veränderungen lief am 31. Juli 2009 ab. Per 1. August 2009 war die Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung in den Schweizer Schulen abgeschlossen.
Die Veränderungen 2006
2006 hat der Rat für deutsche Rechtschreibung, ein multinational zusammengesetztes Fachgremium, eine veränderte Version des amtlichen Regelwerkes vorgelegt. Die Veränderungen betrafen drei Teilbereiche (Getrennt- und Zusammenschreibung, Zeichensetzung, Worttrennung am Zeilenende).
Die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren haben sich 2006 dafür ausgesprochen, das amtliche Regelwerk in seiner Version von 2006 als Basis für den Rechtschreibunterricht zu übernehmen (Beschluss der Plenarversammlung vom 22. Juni 2006). So entschieden hatten ebenfalls Deutschland, Österreich und Liechtenstein.
Die EDK hat im gleichen Beschluss im Sinne einer nationalen Koordination festgelegt, die Frist für die Korrekturtoleranz (Fehler werden markiert, aber nicht bewertet) für diese letzten Veränderungen bis am 31. Juli 2009 zu verlängern. Dieser Fristensetzung hat sich auch das Fürstentum Liechtenstein angeschlossen. In Deutschland lief diese Frist bereits am 31. Juli 2007 ab, in Österreich am 31. Juli 2008. Für die vom Rat nicht bearbeiteten Bereiche war die Frist für die Korrekturtoleranz bereits am 1. August 2005 abgelaufen.
Hilfsmittel für die Schweizer Schulen
Die Veränderungen 2006 hatten insgesamt wenig Auswirkungen auf die Vermittlung der Regeln in der obligatorischen Schule. Einen Überblick bietet die Tabelle Seite 8 in der Handreichung für Lehrpersonen 2006. Unterrichtet werden diese Regeln seit dem Schuljahr 2006/2007.
Zur Unterstützung der Schulen wurden auf interkantonaler Koordinationsebene folgende Hilfsmittel erarbeitet und ab dem Schuljahr 2006/2007 zur Verfügung gestellt:
- Eine Handreichung für Lehrpersonen (aktualisierte Ausgabe 2006), welche die Vorschläge des Rates für deutsche Rechtschreibung schulgerecht aufarbeitet.
- Eine überarbeitete Version des Schweizer Schülerdudens.
Für gewisse Regeln im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung wird in der EDK-Handreichung empfohlen, auf die Vermittlung und entsprechend auf die Korrektur der Regeln zu verzichten.
Der Rat für deutsche Rechtschreibung
Der Rat für deutsche Rechtschreibung war Ende 2004 auf Wunsch der deutschen Kultusministerkonferenz (KMK) eingesetzt worden. In diesem Fachgremium sind alle Unterzeichner-Staaten der Wiener Erklärung vertreten. In der Schweizer Delegation sind auch die Fachdidaktik, die Fachwissenschaft und die Lehrerorganisationen (Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH, Verein Schweizerischer Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer VSDL) vertreten.
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