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Die geschichtliche Entwicklung des Reifens
Mehrere Erfindungen bewirkten die Entwicklung des Reifens. Bereits im Jahre 1844 konnte der Amerikaner Charles Goodyear das Vulkanisieren von Gummi patentieren lassen. Ein Jahr später meldete der Schotte Robert Thomson den vulkanisierten Gummireifen für Fahrräder zum Patent an. Der Schotte John Boyd Dunlop versuchte erstmalig, um die Räder gewickelte Schläuche aufzupumpen. Dieser erfolgreiche Versuch führte in der Folge 1888 zur Patentierung des ersten Fahrradluftreifens. Auf der Basis dieser Entwicklung wurde 1894 von Edouard Michelin der erste Schlauchreifen für ein Auto entwickelt. Die erste industrielle Herstellung begann erst ab 1914.
Der Herstellungsprozess und die dazu verwendete Materialien
Nach dem Hakenwulstreifen als erste Standardversion sowie dem Drahtwulst wurden im Rahmen der ersten industriellen Herstellung über Kettfaden, Synthesekautschuk alle Pneus als Diagonalreifen produziert. Einen deutlichen Qualitätszuwachs brachten die Radialreifen mit sich. Dadurch wurde konstruktionsbedingt eine Verbesserung der Stabilität und der Abfederung bewirkt. Außerdem verdoppelte sich die Lebensdauer der Reifen. Aufgrund einer innovativen Technologie konnten die qualitativen Eigenschaften bis heute teilweise noch revolutionär verändert werden. Spezielle Ausführungen können im Pannenfall durch verstärkte Seitenwände ohne den üblichen Wechsel mit einem Reservereifen auskommen. Viele Veränderungen resultieren auch aus der Entwicklung im Rennsport.
Verschiedene Reifenarten und Beschaffenheitsunterschiede aufgrund der jeweiligen Anforderungen
Die Pneus unterliegen aufgrund der Anforderungen der Verkehrssicherheit verschiedenen Prüfkriterien. Dabei ist die gesetzlich vorgeschriebene Profilstärke zu beachten. Diese Werte differieren bei Sommerreifen und Winterreifen. Eine deutlich größere Profiltiefe bei Winterreifen soll zusammen mit einer anderen Oberflächenstruktur und Gummimischung bessere Eigenschaften für den Winterbetrieb gewährleisten. Verstärkte Nässe, Eis und Schnee machen den Autofahrern im Winter deutlich mehr zu schaffen. Hinzu kommen oftmals noch Sichtbehinderungen. Die üblichen Eigenschaften und Qualitätskriterien sind während dieser Zeit für trockene, nasse oder glatte Fahrbahnen besonders bedeutsam:
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Bodenhaftung
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Kurvenstabilität
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Bremswirkung
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Abrollverhalten
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Geräuschentwicklung
Im Handel sind auch runderneuerte Winterreifen verfügbar. Eine Besonderheit stellen die Ganzjahresreifen dar (auch unter Allwetterreifen bekannt). Sie können aufgrund ihrer Beschaffenheit durchgängig benutzt werden. Von großer Bedeutung für die Nutzbarkeit und Lebensdauer eines Reifens ist auch der richtige Luftdruck. Einige Fahrzeuge sind mit Luftdruck- und Pannenkontrollsystemen ausgerüstet. Von Zeit zu Zeit sollte jeder einzelne Pneu des Autos auf mögliche Schäden wie Risse, Beulen oder eingefahrene Nägel untersucht werden.