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Das Grundstück «Am Mühlenberg» wurde in den 1950er-Jahren im typischen Stil der Nachkriegsmoderne bebaut. Unvermittelt erhebt sich eine Ansammlung freistehender Wohnriegel umgeben von weitläufigen Grünflächen aus der benachbarten Blockrandbebauung der Gründerzeit. Der grosszügige aber undefinierte öffentliche Raum zwischen den Gebäuden lässt weder Urbanität noch Privatsphäre entstehen und bleibt deshalb weitestgehend ungenutzt. Dabei bleiben die bestehenden Gebäude weiterhin lesbar und funktionsfähig.
Mit dem Projekt wird einerseits neuer Wohnraum in der inneren Peripherie Berlins geschaffen, andererseits auch ein «in die Jahre gekommenes» Wohngebiet modernisiert, was zu einer Durchmischung und Verjüngung der Bewohnerschaft führen wird. Die Neubauten lehnen sich in ihrer Grösse und Kubatur an den Solitärcharakter der Wohnriegel an. Die Gebäudehöhen ergeben sich in Anlehnung an die angrenzende Bebauung oder resultieren aus städtebaulichen Überlegungen, den Strassenraum zu fassen. Die Lesbarkeit des vorhandenen Strassennetzes wird gestärkt und es entstehen klar begrenzte öffentliche Aussenbereiche und neue Hofsituationen, in denen halböffentliche und private Nutzungen möglich sind.