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Das Mondglas-Verfahren ist eine historische Methode aus dem 14. Jahrhundert, um klares Fensterglas herzustellen. Mit dieser in Frankreich entwickelten Technik konnten runde Flachscheiben bis 120 cm Durchmesser hergestellt werden. Der Vorteil gegenüber dem Zylinderblasverfahren war, dass die Verfahrensschritte vom Aufschneiden und Strecken ausgelassen werden konnten.
a) Der Bläser stellt eine möglichst grosse Glaskugel mit einem der Pfeife gegenüberliegenden Knopf her. Dabei flacht er die Kugel möglichst ab.
b) Der Gehilfe heftet sein Hefteisen beim Knopf an den abgeflachten Teil. Der Bläser entfernt nun sein Blasrohr.
c) Nun stellt der Gehilfe durch möglichst schnelles Drehen des abgeflachten Glaskörpers mit Hilfe der Zentrifugalkraft eine flache Scheibe (d) her.
Nach dem Abkühlen der Glasscheibe, welche einen Durchmesser bis 120 cm erreichen kann, wird das Mondglas zugeschnitten.
Der Vorteil dieser Herstellung besteht durch die Feuerpolitur, mit welcher eine sehr reine glänzende Oberfläche entsteht.
Der Nachteil besteht im grossen Verschnitt beim Zuschneiden. Um den Verschnitt zu minimieren, wurden die Glasscheiben rautenförmig zugeschnitten.