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Interferometer
Das Interferometer µphase 2 (FISBA Optik) ist ein phasenschiebendes Twyman-Green Interferometer, das sich durch kompakten Aufbau und flexible Einsatzmöglichkeiten auszeichnet. Das Gerät kann in stehender Position eingesetzt werden, aber seine Komponenten können auch horizontal auf einer optischen Bank ausgerichtet werden. Wir setzen es ein zur Messung von Wellenfronten (Abweichung von der Kugelform) und zur Bestimmung der Oberflächensphärizität oder -ebenheit optischer Elemente und spiegelnder Bauteile.
Prinzip
Das Twyman-Green Interferometer ist eine abgewandelte Form des Michelson Interferometers, das besonders für die Prüfung optischer Komponenten eingesetzt wird. Wichtigster Unterschied:
1. Der feste Spiegel im Michelson-Interferometer kann im Twyman Green Interferometer verkippt werden
2. Während im Michelson die Lichtquelle eine ausgedehnte Quelle oder ein Laser sein kann, wird im Twyman Green Interferometer immer eine Punktlichtquelle eingesetzt (typisch ein stabilisierter Laser).
Zur Prüfung optischer Komponenten wird der Referenzspiegel so gekippt, dass minimale Streifenanzahl auftritt. Die übrig bleibenden Streifen geben die Abweichung der Prüfoberfläche von der Referenzfläche an.
Zur Prüfung von sphärischen Linsen wird in den Messarm eine Optik eingebaut, die das Licht fokussiert. Die zu prüfende Linse muss so positioniert werden, dass ihr Kugelmittelpunkt mit dem Fokus der Optik zusammenfällt. Somit zeigen übrig bleibenden die Interferenzmuster die Abweichung von der Kugeloberfläche an.
Eine quantitative Auswertung der Interferenzstreifen erfolgt mit dem sog. Phasenshift-Verfahren. Damit kann die Phase der verformten Welle bis auf typ. 1/100 λ ermittelt werden.