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"Dies war ein grosser Fehler," sagte sie in einem Zeitungsinterview kurz vor den allgemeinen Wahlen vom 8. Oktober 2000. Entgegen anderslautenden Aussagen habe die EU nie auf einer Stilllegung des Kernkraftwerks (zwei 1185-MW-RBMK-Blöcke) als Beitrittsvoraussetzung bestanden. Mit der einseitigen Verlautbarung der heutigen Regierung, Ignalina-1 bis 2005 endgültig vom Netz zu nehmen, habe das Land einen Trumpf verspielt, um sich die "unvermeidlichen, beträchtlichen Verluste" entschädigen zu lassen: "Der Entscheid, den Reaktor abzuschalten, als Folge davon Litauen ohne billigen Strom zu lassen und auf ein beträchtliches Exporteinkommen zu verzichten, haben wir von uns aus getroffen ... Ohne jede Rechtfertigung haben wir damit langfristige Interessen unseres Landes geopfert."
Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) hat inzwischen einen viertägigen Arbeitsbesuch abgeschlossen, um die nationalen Bedürfnisse nach der geplanten Stilllegung von Ignalina-1 festzuhalten. Die IAEO hat mit den offiziellen Stellen in Wilna ein Vierjahres-Hilfsprogramm aufgestellt und die Programmprioritäten bis 2001 diskutiert.
Quelle
P.B. nach NucNet, 2. Oktober 2000