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Straßenverkehr — neue Anforderungen gültig ab 1. Mai 2019
Seit dem 1. Januar 2018 gelten die neuen EU-Bremsvorschriften für landwirtschaftliche Motorfahrzeuge. Hauptmerkmal der Änderungen sind eine größere Verzögerungskraft sowie die prinzipielle Installation von Zweikreisbremssystemen (hydraulisch oder EU-pneumatisch).
Ab dem 1. Mai 2019 gelten diese neuen Anforderungen nun auch für Anhänger.
Es ist zu beachten, dass diese neuen Vorschriften nur Traktoren und Anhänger betreffen, die nach diesem Datum auf Schweizer Boden importiert oder hergestellt wurden. Achten Sie auf Kompatibilitätsprobleme zwischen Fahrzeugen und Anhängern, die nicht dieselben Anforderungen erfüllen.
Beispiel: Ein Traktor der neuen Generation mit 40 km /h (50 % Verzögerung) und ein Anhänger der älteren Generation (38 % Verzögerung) sind aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Bei dieser Kombination bremst der Anhänger bedeutend weniger als das Zugfahrzeug und die Gefahr, dass der Traktor überstossen wird, ist allgegenwärtig. Umgekehrt ist ein alter Traktor mit einem neuen Anhänger zulässig und problemlos.
Andere neue Vorschriften werden in Kraft treten, wie zum Beispiel der maximale vordere Überhang, der von derzeit 4 m Mitte Lenkrad auf 5 m im Maximum angehoben wird. Ab 4 m muss ein zertifiziertes Kamerasystem installiert werden, welches eine Sicht nach links und rechts ermöglicht. Spiegel sind zwischen 3 und 4 Metern obligatorisch, müssen jedoch neu eine Oberfläche von 500 cm2 gegenüber alt 300 cm2 haben.
Die letzte wichtige Änderung betrifft das minimale Adhäsionsgewicht von 22 %. Dies bedeutet, dass 22 % des Gesamtgewichts des Zuges auf den angetriebenen Achsen des Traktors lasten müssen. Dieses ist meist nur mit hohen Aufsattellasten von Tandem– oder Zentralachsanhängern möglich.
Diese Themen werden am 26. Juni während einem Weiterbildungskurs in Grangeneuve behandelt.
Eine detaillierte Checkliste der neuen Anforderungen finden Sie hier.
Bild Quelle: Martin Häberli