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Am 19.4. wurde in Shanghai der teuerte grünen Tee Chinas versteigert. Der Name dieses Tees heisst: Anji Bai Cha – Nachricht aus Zhejian Ribao.
Ich hätte diese Meldung nicht entdeckt, wenn ich nicht einem Clienten Information über ihn schicken sollte.
50g Anji Bai Cha kostet 50000 RMB (laut Yahoo kostet es ca. 5000 €). Schön für den Händler, Pech für die Konsumenten? Was haben Teebauer in Anji davon? Was haben die Teeliebhaber in der Welt von diesem Nachrichten? Das bedeutet doch nur, dass der Preis von diesem Tee 2009 in die Höhe getrieben wird. Und, was wird aus Anji Bai Cha?
Mein Client lobte, dass der von mir ausgesuchte Anji Bai Cha der beste sei – im Vergleich mit anderen Muster. Das sei wunderbar. Das tut mein Ego richtig gut. Aber diese Entwicklung von Spekulation und Wettbewerb tun den Tee gar nicht gut. Für mich bedeutet noch mehr Schwierigkeiten, Teebauer zu suchen, der sich nur mit dem Tee beschäftigen will anstatt mit der Welt. Solche Teebauer sind oft einwenig weltfremd und sturr. Vielleicht bin ich selber auch ein bisschen so?
Anji ist nicht nur bekannt für den Tee, sondern auch bekannt für Filmkulissen. Kennst Du den Film von Ang Lee Tiger and Dragon (Wo hu cang long 卧虎藏龙)? Viele Szene von Bambuswälder und der Kampf auf dem Bambus-Top wurden hier gedreht. Natürlich ist hier auch bekannt für seine Bambus-Spazialität, vielleicht auch Bambus-Kohle? Selbstverständlich sollte solche Szene nicht nur für Film-Produktion reserviert werden. Anji ist sehr interessiert Touristen anzuziehen. Der Tourismus wird wohl dem Teebauer hoffentlich mehr wirtschaftlichen Vorteile bringen als der Tee.