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Im Jahre 1948 entdeckte A. Leutenegger auf der flachen Landzunge gegenüber dem Dorf Büsingen (D) mehrere broncezeitliche Topfscherben. Systematische Flurbegehungen im Bereich der “Schaarenwies” anfangs der 70er Jahre förderten weitere Keramikfunde und Feuersteingeräte zu Tage. Im Auftrag des Amtes für Archäologie des Kantons Thurgau führten M. Höneisen und Hp. Widmer von 1972 bis 1974 Bohrungen und Sondiergrabungen durch, um genauere Informationen über die Fundstelle zu gewinnen. Im Osten der “Schaarenwies” wurde ein Heutzutage noch 0,7 m hoher und 150 m langer Wall aus Rheingeröllen angeschnitten. Schwache Bodenverfärbungen an der Basis des Walles sprechen für horizontale und vertikale Balken, die ursprünglich zur Befestigung der Geröllschüttung eingebaut waren. Dieser Wall dürfte in der Broncezeit errichtet worden sein, um den Zugang zur natürlichen Halbinsel besser schützen zu können. Hinter dem Wall fanden sich bei den Ausgrabungen zahlreiche Keramikscherben von mindestens 70 Gefässen, einige Feuersteingeräte sowie ein Sandsteinstück mit zwei eingearbeiteten Rillen, das vielleicht als Bronzegussform diente. An Gefässformen sind u.a. Trichterrandtöpfe und feine Schalen sowie ein grosses Vorratsgefäss mit aufgesetzter Kerbleiste geborgen worden. Dank der typischen Gefässformen kann das archäologische Material in die Spätbroncezeit (9. Jh. v. Chr.) datiert werden. Geräte aus Feuerstein wurden sowohl in der Jungsteinzeit als auch in der Bronzezeit hergestellt, so dass diese Stücke nicht mit Sicherheit chronologisch zugeordnet werden können.
Keramikfunde auf der Schaarenwiese