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Die Entwicklung des Rades
Die Entwicklung des Fahrrads blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Hier soll ein grober Überblick zu den wichtigsten Entwicklungen bis heute gegeben werden, die das Fahrrad durchlaufen hat.
Der Zeitraum von 1817 bis 1870
In dieser Zeit wurden die Vorgänger des Rades dem heutigen Rad immer ähnlicher. Das erste Fahrrad, das noch auf Schienen fuhr, wurde 1817 von Karl Drais gebaut. Die sogenannte Draisine fuhr mithilfe des Anschwungs, den man ihr mit den Füßen gab. Sie hatte noch keine Pedale und wurde nur mit den Füßen angetrieben. Eine Abwandlung der Draisine war vor allem in Amerika sehr weit verbreitet. Dort wurde allerdings ein Hebel verwendet, um sich fortzubewegen. Hierbei stand die betreffende Person auf einer Plattform. 1961 wurde das sogenannte Veloziped, der Nachfolger der Draisine, von Pierre Michaux erfunden. Er montierte bereits Pedale an das Veloziped. Zu guter Letzt kam das Hochrad. Es dürfte jedem ein Begriff sein, denn es war aufgrund seines riesigen Rades ein eindrucksvolles Gefährt. Mit einem riesigen Vorderrad und sehr kleinem Hinterrad war ein Fahrrad-Ausflug ein waghalsiges Unterfangen.
Der Zeitraum von 1878 bis 1960
Während dieser Zeitspanne war das sogenannte Sicherheitsfahrrad , das 1878 gebaut wurde, dem heutigen Fahrrad bereits sehr ähnlich. Da man mit dem Hochrad den Gefahren der Höhe ausgesetzt und damit höchst sturzanfällig war, gelang es mit dem Sicherheitsniederrad, wie man es auch bezeichnete, eine sichere Version zu bauen. Es war dem Boden näher und somit waren Stürze weniger schmerzhaft. Nachdem bei Wettkämpfen und Radrennen die Hochräder nicht mehr mithalten konnten, wurde das Sicherheitsniederrad allgemein akzeptiert. Im Jahr 1885 wurde bereits das Fahrrad, wie wir es heute kennen, gebaut. 1888 kam das Rennrad auf dem Markt.
Der Zeitraum von 1970 bis heute
Von Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1970 er Jahre gab es eine längere Pause bei der Weiterentwicklung des Fahrrades. Diese Pause hat viele unterschiedliche Gründe. Zwei Grüne für diese Pause sind die beiden Weltkriege, die sich währenddessen ereigneten. Zum anderen kam die rasante Entwicklung der Automobilindustrie hinzu, die die Entwicklung des Rades in den Hintergrund rückte. Als Fortbewegungsmittel muss sich das Fahrrad hinsichtlich seiner Schnelligkeit und Effizienz im Vergleich zum Auto leider hinten anstellen. Natürlich war 1970 der Neuzugang des Mountainbikes eine geeignete Möglichkeit, um auf zwei Rädern wieder zurück zur Natur zu finden. Mithilfe der Neuentwicklung der Reifen konnte man nun auch Off-Road die Natur in vollen Zügen genießen. Der letzte Stand, der sich nach dieser interessanten Zeitreise ergibt, ist die gegenwärtige Entwicklung des Fahrrades zum E-Bike: Fahrräder, die nun auch bei längeren Strecken zum Einsatz kommen und wahlweise getreten werden oder von allein fahren können. Dies ist vor allem für Pendler, die eine längere Strecke zurücklegen müssen, eine geeignete Möglichkeit, um sich weiterhin fit zu halten und dennoch nicht komplett aus der Puste am Arbeitsplatz anzukommen.