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Der hölzerne Zwilling von Stonehenge
Gefäss:
Britische Forscher haben neben dem berühmten Steinkreis Stonehenge einen Kreis aus Holzpfählen entdeckt. Der Fundort liegt 900 Meter entfernt vom 4500 Jahre alten Monument.
Quelle:
pixelio.de
Sagenumwobene, mysteriöse Stätte: Stonehenge.
„Dieser Fund ist aussergewöhnlich“, freut sich Professor Vince Gaffney von der Universität Biermingham, der mit seinem Team die Anlage entdeckt hat. Der Fund werde die Vorstellung, die man sich von der Landschaft um Stonehenge gemacht habe, komplett verändern. „Stonehenge ist eines der am meisten erforschten Monumente der Erde, aber es zeigt sich nun, dass es hier noch viel mehr zu entdecken gibt.“
Gaffney und sein Team waren bei ihren Grabungen auf eine kreisförmige Grube und mehrere Löcher gestossen. Jetzt vermuten sie, dass in den Löchern Pfähle steckten und sich eine frei stehende Holzkonstruktion über dem Graben befand. "Von der Form her kann man darauf schliessen, dass es ungefähr zu der Zeit gebaut wurde, als Stonehenge seine volle Komplexität erreichte", erläutert Gaffney. Er leitet ein Millionen-Forschungsprojekt zur Erkundung des Steinkreises. Bis heute weiss man weder, wie die die riesigen Brocken transportiert und aufeinander gestapelt worden sind noch kennt man Sinn und Zweck des 4500 Jahre alten Monumentes.
Experten vermuten, dass Stonehenge in der Zeit nach seiner Entstehung zunächst ein Friedhof war. In Annahme bestärkt, dass dort einst Tote ihre letzte Ruhe fanden, wurden die Forscher durch „Bluehenge“, eine Art Klein-Stonehenge, auf das man 2009 im Umkreis von Stonehenge gestossen war. In der Nähe des Flusses Avon stellte man Abdrücke von 25 grossen Steinen fest, die einen Kreis von etwa zehn Metern Durchmesser bilden. Forscher vermuten in der Anlage einen Ort, an dem Tote verbrannt wurden. Danach, so nehmen sie an, begrub man die Asche in Stonehenge. (mai/sda)