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William P. Nicholson: Psalm 61,5: Du hast mir das Erbe derer gegeben, die dich fürchten und deinen Namen ehren.
In diesem Monat, am 2. April, habe ich mich wieder einmal bedankt für eine lebensverändernde Begebenheit, die bis heute andauert. Lasst mich erzählen…
Am 2. April 1922 hat mein Vater im Rahmen einer Erweckung, die nach Belfast, Nordirland, gekommen war, sein Leben Christus gegeben. Die Familie meines Vaters war Mitglied einer Presbyterianischen Gemeinde. Als jedoch William P. Nicholson, auch genannt “Tornado der Kanzel”, nach Belfast kam und feurig das Evangelium predigte, war es für mich, wie wenn ich es noch nie zuvor gehört hätte, sagte mein Vater.
In den frühen 20er Jahren ging Nordirland durch eine Zeit von Kämpfen und Blutvergiessen. Es war eine Zeit von dunklen Vorahnungen und Verzweiflung. Angst griff in den Herzen um sich und weitete sich auch in den Gemeinden aus.
William Nicholson war ein Mann des Gebets, der oft Stunden um Stunden im Gebet und der Gemeinschaft mit Gott zubrachte. Aus dem Gebetsraum bestieg er die Kanzel, angetan mit der Kraft des Himmels.
Er war eine furchtlose Person, die einen feurigen Eifer hatte, Gottes Volk in der Kraft des Königreiches heraustreten zu sehen und der Sache Gottes ganz zu dienen. Zwei Lieblingsthemen seiner Predigten waren “Gottes Liebe” und “Gottes Hölle”. Er predigte über Gottes Liebe mit grosser Wärme und Zärtlichkeit, aber für diejenigen, die diese Botschaft der guten Nachricht ablehnten, gab es nur eine Alternative, nämlich Gottes Hölle. Er sprach über jeden Bereich der Hölle mit solch einem Eifer und einer Leidenschaft, dass seine Zuhörer fast den Geruch des verbrannten Schwefels riechen konnten.
Mein Vater arbeitete in der nahegelegenen Schiffswerft Harland & Wolff als die Erweckung nach Belfast kam. Er war so fasziniert von diesem feurigen Irischen Evangelisten Nicholson, dass er jeweils direkt von der Schiffswerft an die Evangelisationsveranstaltungen in die Kirche ging.
Als der Gottesdienst seinen Lauf nahm, hatte Prediger Nicholson in seinem Eifer und seiner Kühnheit keine Zeit für Formalitäten der Kirche. Er lud seine Zuhörer ohne Zwang ein, aufzustehen und mit lauter Stimme zu rufen: „Ich nehme Jesus Christus als meinen Erretter an!“ Jahre später musste mein Vater, der jetzt selber auf der Kanzel predigte, immer noch weinen, wenn er von diesem Abend erzählte, als er aufstand und verkündete, dass Christus sein Erretter sei.
Der Hunger für Gott wuchs in seinem Herzen. Er studierte das Wort Gottes. Er war ein kraftvoller Prediger, mächtig gesalbt durch den Hl. Geist. Ich kann mich gut erinnern, dass ich oft am Ende eines Gottesdienstes von seinen Worten noch so gebannt war, dass ich kaum von meinem Sitz aufstehen konnte. Er brachte das Wort Gottes mit solch einer fesselnden Art rüber. Das entfachte in meinem Herzen einen Hunger, dass ich Gott so kennenlernen möge, wie er Gott kannte. Dieser Hunger ist bis heute geblieben. Dieser Hunger nach mehr… mehr Offenbarung, mehr Einsicht, mehr vom Hl. Geist, mehr von Gott, so dass mein Leben immer mehr erfüllt ist. Dieser Hunger ist nie weggegangen, in den letzten Jahren hat er sogar zugenommen.
„Du hast mir das Erbe derer gegeben, die deinen Namen fürchten und ehren“, spricht von einem kostbaren Erbe. Erbe bedeutet, dass etwas übergeben wird, übertragen, erworben von jemandem, einem Vorgänger. Während wir verstehen, dass die Errettung nicht vererbt werden kann, weil sie auf einer persönlichen Entscheidung eines jeden beruht, glaube ich, dass der Hunger nach Gott weitergegeben werden kann. „Übergeben“ bedeutet von einer Person zur anderen geben, übertragen, veranlassen oder dafür sorgen, dass etwas weiter verbreitet wird.
Ich bin so dankbar für mein Erbe und den Hunger, der mir weitergegeben worden ist. Es hat alles mit den Predigten eines feurigen, mutigen Iren begonnen, der zuerst das Leben meines Vaters in solch einer Weise berührt hat, dass es bis heute Auswirkungen in meinem Leben und im Leben meiner Kinder und Enkelkinder hat.
Mein Gebet ist, dass diese Art feuriger Verkündigung wieder die Gemeinden erfassen möge und dass “Gottes Liebe” und “Gottes Hölle” wieder so furchtlos und kühn gepredigt werden, so dass es Auswirkungen auf unsere Leben hat.
Wird Aglow dem Hl. Geist erlauben, ein neues Feuer in unserer Mitte zu entfachen?
Meine Antwort ist JA! KOMM, HEILIGER GEIST!!
Jane Hansen Hoyt