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Blick in den Glockenstuhl mit der grössten Glocke im Vordergrund
Die grosse Glocke mit Ton ges' hängt in der Mitte. Sie ist die älteste und wurde anlässlich des Kirchenausbaus 1794 von Johann Füssli aus Zürich gegossen. Sie ist die einzige noch vorhandene von drei Glocken aus dieser Zeit. Diese wurden im Wesentlichen von Zürich finanziert. So spendete die Stadt 14 Zentner Metall. Tegerfelden trug noch das Metall einer zerbrochenen Glocke bei.
Oberer Teil und Aufhängung der grössten und ältesten Glocke von 1794
Zwei dieser Glocken waren von sehr schlechter Qualität, sodass sie bereits 1835 beim Glockengiesser Jakob Rüetschi in Aarau eingeschmolzen und zu den heutigen drei kleinen Glocken mit den Tönen b', des'' und ges'' umgegogssen wurden. Zwei von ihnen hängen nun im Osten und eine im Westen der grossen Glocke.
Glocken sind auch ein Zeitzeugnis, so sind auf jeder das Datum ihrer Entstehung und die damaligen kirchlichen und weltlichen Würdenträger vermerkt. An den Amtsbezeichnungen sind auch die Entwicklungen der Zeit erkennbar. So wird auf der grossen Glocke noch ein Landvogt erwähnt, der für die Gemeine Herrschaft Baden, ein Untertanenland, zuständig war. 1835 gab es diese Bezeichnung nicht mehr. Tegerfelden war inzwischen eine Gemeinde des freien Kantons Aargau mit – eigens erwähnten – Kirchenpflegern geworden. Die Glockenstube blieb technisch natürlich nicht in der Zeit stehen. Es gab laufend Verbesserungen, so ist das Geläut automatisiert und im Jahr 2012 die Glockenaufhängung erneuert worden.