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RTR-Journalist Guadench Dazzi ist für seinen Beitrag tief ins Archiv gestiegen. Er untersuchte die eidgenössischen Wahlen aus Bündner Sicht. Im Gespräch mit dem Regionaljournal berichtet er über die ersten Wahlen im Jahre 1848. Er erzählt aber auch Geschichten aus dem Wahljahr 1891, als eine Mutter mit der Wahl ihres Sohnes gar nicht einverstanden war.
Starke Familien
Bei den ersten Wahlen hatte Graubünden nur vier Nationalräte, zudem wurde in Wahlbezirken gewählt. «Die meisten Kandidaten haben sich dazumal an Viehmärkten präsentiert», berichtet der Journalist.
Ursprünglich haben Familien das Politleben geprägt, nicht die Parteien.
Erst ab ungefähr 1870 haben die Parteien begonnen, langsam in Graubünden Fuss zu fassen. Dazzi hat in seinen Nachforschungen festgestellt, dass die Wahlen vor allem mit der Einführung des Proporzwahlsystems eine andere Richtung erhalten haben. Trotzdem: Nach seiner Einschätzung hätten in der ganzen 167-jährigen Geschichte der Eidgenössischen Wahlen vor allem starke Persönlichkeiten das Politleben in Graubünden geprägt.