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Vier Tage nach einem schwierigen Auswärtsspiel gegen Ajaccio im CEV-Cup erkämpfte sich Amriswil gegen Chênos einen Drei-Punkte-Sieg. Die Genfer forderten die Thurgauer aber sehr stark.
(Volley Amriswil) Im ersten Spiel der Meisterschaft hatte das Resultat 3:0 zugunsten der Thurgauer gelautet. Vor zwei Monaten waren es die Genfer gewesen, die dem Schweizer Meister den ersten Punkt in der laufenden Meisterschaft abgenommen hatten, und das in einem denkwürdigen Spiel mit sieben vergebenen Matchbällen der Romands.
In die dritte Begegnung startete das Team von Coach Pavlicevic voll konzentriert. Beim ersten technischen Timeout führten sie erstmals mit zwei Punkten, und in der Folge setzten sich die Gastgeber via 12:8 und 17:11 ab. Van Berkel glänzte mit zahlreichen Mitte-Angriffen und Prével und Steigmeier mit harten Schmetterbällen. Mit 25:17 ging der Satz verdient an Amriswil.
Im zweiten Satz stellten die Thurgauer nach einem 7:8-Rückstand bei Service van Berkel auf 11:8. Als die Genfer mit 15:16 führten, beunruhigte das noch niemanden, und bald schon lagen die Amriswiler mit 18:16 in Front. Und dann der satzentscheidende Punkt: Nach einer guten Annahme setzte Passeur Howatson nicht van Berkel ein, wie der Gegner erwartete, sondern weiter links Adrien Prével. Weil dieser den Block noch nicht so weit aussen sah, versuchte er es longline – und touchierte die Antenne. Statt 19:16 stand es 18:17, was bei den Blauen ein kurzes Blackout bewirkte. Via 19:23 holten sich Chênois den Satz mit 23:25.
Nach der Pause ergab sich dann wieder das Spiel des ersten Satzes mit spielfreudigen Amriswilern und unterlegenen Westschweizern. 25:17 lautete das Verdikt.
Die Gäste zeigten sich durch diesen klaren Satzverlust überhaupt nicht geschockt. Sie gaben im vierten Satz wieder den hart kämpfenden Gegner ab. Das Spiel wogte hin und her, und vor allem der 212-cm-Hüne Luka Babic stellte die Amriswiler immer wieder vor Probleme. Einer seiner harten Angriffe erwischte Amriswils Libero Daniel am Kopf und schlug ihn für einen Moment groggy. Doch schon zwei Punkte später zeigte der Franzose eine perfekte Abnahme, wofür ihn das Publikum mit Szenenapplaus bedachte. Das Spiel wogte hin und her, ehe bei 22:22 Matchentscheidendes passierte: Schiri Sikanjic zeigte den Genfern die rote Karte, was einen Punktverlust bedeutete. Bei 24:23 kam Amriswil zum ersten Matchball. In der Folge erspielten sich die Romands zwei Satzbälle, ehe Aleks Ljubicic den dritten Amriswiler Matchball blockte und seinem Team zum 3:1 verhalf.
Matchtelegramm
Volley Amriswil-Chênois Genf 3:1 (25:17, 23:25, 25:17, 29:27). Amriswil, Tellenfeld; 600 Zuschauer. 1. Schiedsrichter: Aleksander Sikanjic, 2. Schiedsrichter: Nadine Hefti. Startformation Volley Amriswil: J. Fellay, L. van Berkel, S. Steigmeier, A. Prével, A. Ljubicic, J. Howatson, C. Daniel (Libero). Best Players: Clément Daniel (Amriswil), Angel Petit (Chênois)