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Andrés Segovia
"Ich brauche Musik. Aber nicht für mein Hirn, sondern für meine Seele, um zu wissen, ob ich überhaupt eine habe."
Aus der Laudatio von Leo Witoszynskyj:
Zu einer Zeit, als es noch keine elektronischen Medien gab, lernte der kleine Andresito die Musik seiner andalusischen Heimat als sehr unmittelbare Äußerung eines starken Lebensgefühls kennen. Der Gesang und die Gitarre sind dabei wesentliche Elemente dieser Musik. Intuitiv erkannte er den besonderen Reiz, eine Singstimme auf der Gitarre wiederzugeben und mit dem Puls des Rhythmus anderer Stimmen zu verbinden. Eine neue, noch unerforschte Klangwelt tat sich ihm auf, und er beschloß, die Reise in dieses unbekannte Land anzutreten. Er wurde sein eigener Lehrer und Schüler. Und beide befinden sich mit gigantischem Willen und einander immer wieder verzeihend auf dieser Reise. Der Schriftsteller Salvador de Madariaga hat das Ausmaß dieses geglückten Wagnisses erkannt, als er Segovia einen "Kolumbus des Geistes" nannte.