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Der Big-Mac-Index wurde von „The Economist“ zu einem internationalen Preis- bzw. Kaufkraftvergleich eingeführt. Am Preis eines Big-Mac-Burgers von McDonald soll die jeweilige Inlandskaufkraft von Währungen miteinander vergleichbar gemacht werden.
Seit 1986 veröffentlicht das britische Wirtschaftsblatt The Economist regelmässig den Big-Mac-Index, der von der Redakteurin Pam Woodall entwickelt wurde. Der Index folgt dem Gedanken, neben einer vereinfachten Darstellung von Wechselkursen auch Über- und Unterbewertungen einzelner Währungen aufzuzeigen. Die Basis dazu liefert die Kaufkraftparität mit dem Gesetz der Preiseinheitlichkeit. Das bedeutet, dass ein homogenes Produkt in verschiedenen Ländern zu keinen Preisunterschieden führt, solange eine vollkommene Marktsituation (Freihandel) vorherrscht. Als homogenes Produkt wurde der Big Mac für den Index aus folgenden Gründen herangezogen: Es ist ein standardisiertes Produkt, das quasi weltweit gleich verkauft wird. Der Big Mac ist keine internationale Handelsware, die von einem Land in ein weiteres verkauft wird. Damit wird eine internationale Angleichung der Preise vermieden. Gleichzeitig sind an der Herstellung eines Big Macs viele inländische Leistungsträger beteiligt, die einen Querschnitt der Produktionskosten eines Landes abbilden. Dazu gehören zum Beispiel Landwirtschaft, Transport, Energieversorgung, Verpackungsindustrie, Gebäude, Elektroindustrie, Werbebranche, Druckereien, Abfallwirtschaft und Handwerk. Zur besseren Vergleichbarkeit des Big-Mac-Index werden die einzelnen Währungen zum aktuellen US-Dollar-Kurs
Entspräche der Binnenwert immer dem Aussenwert einer Währung, müsste der Big Mac in Zürich, Amsterdam und New York genau das Gleiche kosten. Da dies nicht der Fall ist, weichen die Preise für Big Macs in den einzelnen Ländern teilweise stark ab. In der EU sind sie rund ein Fünftel billiger als im „Burger-Mutterland“ den USA und in Russland sogar knapp 70 Prozent günstiger. Aufgrund des Big-Mac-Index manifestiert sich dagegen eine 30-prozentige Überbewertung des Schweizer Frankens. Dies lässt sich mit der in 2015 erfolgten Wertzunahme der Schweizer Währung erklären. Einige Ökonomen sind der Auffassung, dass sich langfristig der Binnen- und Aussenwert einer Währung angleichen wird. Wäre der Euro nach dem Modell des Big-Mac-Index gegenüber dem US-Dollar wirklich um einen Fünftel unterbewertet, müssten Importe aus der EU für die Amerikaner sehr günstig sein. Die steigende Nachfrage würde ebenso den Eurokurs bis zur Parität ansteigen lassen. Dass der Index die Realität nicht immer gleichförmig widerspiegelt, zeigt der Blick auf China. Dort errechnet sich für den Big-Mac-Index eine Unterbewertung von 50 Prozent, die jedoch mit einer wiederholten Abwertung des Yuan nicht in einen vernünftigen Einklang zu bringen ist.