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Geschichte
Bis in Mitte des 19. Jahrhunderts führte die alte Staatsstrasse, die Bern mit Burgdorf verband, von der Wegmühle durch die Ysegass zur Kirche Bolligen. Da wurde Mitte 18. Jahrhundert unmittelbar angrenzend an das Kirchenareal ein nach Süden gerichtetes Bauernhaus mit Ofenhaus erbaut. Die schöne, aber in der Anordnung etwas fremd anmutende Südfassade zeigt eine mit arkadenartigen Zierbogen versehende Gadenlaube, sowie die Fenster der Wohn- und Schlafräume. Nach mehreren Handänderungen gelangte das Haus vom Bolliger Tierarzt Ulrich Kiener 1878 an Ulrich Glauser, der es schon wenige Jahre später an Jakob Reber veräusserte. 1950 verkaufte dessen Sohn das Heimwesen der Burgergemeinde Bern, und wanderte ins Waadtland aus. Zurück blieb ein kleiner Pachtbetrieb mit der Familie Stettler. Mit der Dorfmärit-Überbauung und dem Beginn von Planungsarbeiten der Rebermatte war an eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr zu denken.
Als die Burgergemeinde Bern die Überbauung der jetzt genannten Rebermatte an die Hand nahm, konnte die Pensionskasse der Gemeinde Bolligen als Baupartner gewonnen werden. Die Verhandlungen mit der öffentlichen Verwaltung führten dann zum "Tauschhandel" zwischen den beiden Gemeinden, indem das Reberhaus samt Umschwung an die Gemeinde Bolligen kam und im Gegenzug eine bessere Ausbaumöglichkeit für die Wohnsiedlung gewährt wurde.
Dann wurde von der Einwohnergemeinde Bolligen in Zusammenarbeit mit dem Architekten Markus Ammon ein Umbauprojekt entwickelt. Dies wurde an der Gemeindeversammlung mit grossem Mehr von der Bevölkerung gutgeheissen. Es hatte sich die Überzeugung durchgesetzt, dass für künftige Generationen ein eigenes Haus für die Vereins- und Kulturaktivitäten von grösstem Nutzen sein werde. Nach einer glücklicherweise unfallfreien Bauphase konnte im März 1998 der Betrieb im neuen Kultur- und Freizeitzentrum Reberhaus Bolligen aufgenommen werden.Dazu war 1997 die Genossenschaft Reberhaus Bolligen ins Leben gerufen worden.