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Entschädigung für Selbständigerwerbende sowie mitarbeitende Ehegatten resp. eingetragene Partner: Wann und wie?
Wann habe ich Anspruch auf eine Entschädigung?
Sie als Selbständigerwerbende/r sowie der/die mitarbeitende Ehegatten/-in resp. eingetragene Partner/in haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn
- Sie Ihren Betrieb aufgrund kantonaler oder bundesrechtlicher Bestimmungen schliessen mussten und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden;
- Sie die geplante(n) Veranstaltung(en) aufgrund des Verbots von Bund oder Kanton nicht durchführen können oder diese nicht bewilligt wurde(n);
- Sie ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus massgeblich einschränken mussten und einen Lohnausfall erleiden. Voraussetzung ist ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens 10'000 Franken im Jahr 2019. Der Leistungsanspruch hängt vom Monat ab, für den die Corona-Entschädigung beantragt wird. Der Umsatz im Antrags-Monat wird mit dem Durchschnitt der Jahresumsätze 2015 bis 2019 verglichen. Die Regelungen sind wie folgt:
- ab 1. April 2021: mindestens 30 Prozent Umsatzeinbusse
- 19. Dezember 2020 bis 31. März 2021: mindestens 40 Prozent Umsatzeinbusse
- 17. September 2020 bis 18. Dezember 2020: mindestens 55 Prozent Umsatzeinbusse
- der mitarbeitende Ehegatte resp. eingetragene Partner im Anspruchsmonat überdies einen Lohnausfall erleiden.
Wann beginnt der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.
Wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch endet grundsätzlich, wenn die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbsausfall mehr vorliegt. Sie müssen die Entschädigung grundsätzlich für jeden Kalendermonat neu beantragen. Der Anspruch endet spätestens am 31. Dezember 2021.
Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens, dem die Akontorechnungen 2019 zugrunde liegen, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Sie erreichen den Höchstbetrag des Taggelds mit einem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen von 88'200 Franken (88'200 x 0,8 / 360 Tage= 196 Franken/Tag).
Haben Sie bereits eine Entschädigung aufgrund der bis zum 16. September 2020 geltenden gesetzlichen Grundlagen bezogen, bleibt die Berechnungsgrundlage für eine Entschädigung ab dem 17. September 2020 die gleiche.
Machen Sie ab dem 1. Juli 2021 einen Anspruch auf die Entschädigung geltend und liegt die definitive Steuerveranlagung 2019 vor, ist das in dieser Steuerveranlagung 2019 berücksichtigte AHV-pflichtige Einkommen als Berechnungsgrundlage massgebend, sofern dies für Sie vorteilhafter ist.
Für den/die mitarbeitende/n Ehegatten/-in resp. eingetragene/n Partner/in beträgt die Entschädigung 80 Prozent des Lohnausfalls im Antragsmonat im Vergleich zum durchschnittlichen AHV-pflichtigen Monatseinkommen im Jahr 2019, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Der Maximalbetrag des Taggeldes beträgt 196 Franken, was einem Lohnausfall von 7'350 Franken monatlich entspricht (7'350 x 0,8 / 30 Tage = 196 Franken/Tag).
Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung. Wenn Sie Arbeitnehmende beschäftigen, können Sie für Ihre Angestellten Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Für sich selbst müssen sie die vorliegende Entschädigung beantragen.
Wie komme ich zur Entschädigung?
Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es uns.
Die Leistungen zahlen wir Ihnen monatlich rückwirkend aus.
Kann ich die AHV-Rechnungen anpassen?
Melden Sie uns, wenn Sie weniger Löhne auszahlen bzw. ein tieferes Einkommen haben. Wir passen Ihre Akontozahlungen an. Verwenden Sie dazu das Formular «Änderung der Pauschallohnsumme während des Jahres».