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Sie adelt die Köpfe von Monarchen, aber auch Uhren: Die kleine Krone ist ein wertvoller Teil der Mechanik – mit grosser Wirkung.
Ein verlorener Schlüssel kann viel Ärger verursachen. Im 19. Jahrhundert bedeutete der Verlust eines bestimmten Schlüssels, dass man Gefahr lief, ein ewiger Zuspätkommer zu sein. Denn damals zog man seine mechanische Uhr mithilfe eines Schlüssels auf. Stellen Sie sich vor, Sie müssen einen Zug erwischen, einen Termin einhalten, aber die Zeit wird nicht mehr korrekt angezeigt: Diese Furcht bewegte die Uhrmacher dazu, die erste Aufziehkrone zu entwickeln.
Fälschlicherweise stellt man sich eine Art Knopf vor, der am Rand des Gehäuses angebracht ist, fast wie ein Schmuckstück. Dabei enthält das kleine Bauteil Dichtungen, Federn und Stifte, die mit dem Uhrwerk verbunden sind. Die Krone zieht den Mechanismus auf oder steuert andere Funktionen, wie das Einstellen der Uhrzeit, des Datums, den Start des Chronometers … Sie hält aber auch Staub, Feuchtigkeit und Wasser fern. Ihre Wasserdichtigkeit wurde erstmals am 7. Oktober 1927 getestet: Die britische Sportlerin Mercedes Gleitze schwamm mit einer «Rolex Oyster» am Handgelenk durch den Ärmelkanal. Die Lünette, der Boden und die Krone sind in den Gehäusemittelteil eingeschraubt. Später verewigte Rolex sogar stolz sein Logo auf seinen Kronen. Die Bedeutung des kleinen Stücks wird oft durch seine Ästhetik unterstrichen. Die grosse Zwiebel-Krone, ein Erbe der Fliegerhelden, die ihre Werkzeuge mit behandschuhten Händen bedienen mussten, bleibt bei den von der Welt der Fliegerei inspirierten Editionen erhalten, insbesondere bei Longines oder bei IWC. Cartier ist für seine Cabochon-Krone berühmt, während Audemars Piguet eine sechseckige Version für seine «Royal Oak» entwarf und vor Kurzem eine intuitive «Superkrone» kreiert hat, die mehrere Funktionen innerhalb der Uhr «Code 11.59 RD#4» korrigiert.
Oft wird das kostbare Stück von einem spezialisierten Zulieferer hergestellt, wie etwa von der Firma Cheval Frères in der Franche-Comté. David Kruttli, Vertriebs- und Marketingleiter der IMI-Gruppe, zu der das Unternehmen gehört, betont: «Man kann heute immer komplexere Formen, gespannte Linien, scharfe Kanten usw. bearbeiten. Und sich für zahlreiche Materialien entscheiden, wie Keramik, Titan, Karbon …» Die Schwierigkeit besteht natürlich darin, die perfekte Gleichung zwischen Funktionalität und Ästhetik zu finden. Die Krönung aller Bemühungen.