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Der Wolf ist der grösste hundeartige Vertreter in Europa. Vor seiner Ausrottung in weiten Teilen von Amerika und Europa war der Wolf auf der ganzen Nordhalbkugel weit verbreitet. Später wurde er unter Schutz gestellt und die gleichzeitige Zunahme von Beutetieren half der Population. In der Schweiz wanderten 1995 die ersten Einzelwölfe wieder ein und 2012 gab es den ersten Nachweis für ein Rudel mit erfolgreicher Fortpflanzung. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt aktuell in den Alpen und Voralpen, sowie im südwestlichen Jura.
Der Wolf ist ein Fleischfresser und in der Wahl seiner Beutetiere sehr anpassungsfähig. Es werden hauptsächlich Huftiere wie Rothirsche, Rehe, Gämsen und Wildschweine erbeutet, doch auch Füchse, Nutztiere und Kleinsäuger oder Aas sind auf dem Speiseplan. Er ist opportunistisch und erlegt ein Beutetier, wenn es eine günstige Gelegenheit gibt. Der Wolf ist ein Rudeltier mit einem komplexen Sozial- und Kommunikationsverhalten. Die Rudel besetzen Reviere, deren Grösse von der Dichte der Beutetiere abhängt. Die jungen abwandernden Tiere legen grosse Distanzen zurück, sodass sich auch neue Rudel weitab der Herkunftsregion bilden können.
Die Populationsentwicklung des Wolfes war in den letzten Jahren positiv, doch er ist nach der Roten Liste noch immer gefährdet. Der Mensch ist die grösste Gefahrenquelle für den Wolf: Verkehrsunfälle, legale Abschüsse oder illegale Tötungen (Wilderei, Vergiftungen). Das Bild des Wolfes ist nach wie vor von Angst und Vorurteilen geprägt. Er ist jedoch ein scheues Tier und Begegnungen mit dem Menschen sind extrem selten. Konflikte entstehen hingegen durch Nutztierrisse, welche den Besitzern vom Staat finanziell entschädigt werden. Verhütungsmassnahmen wie Herdenschutzhunde, elektrische Zäune und Behirtung der Herden sind somit wichtig, um Schäden zu verhindern.
SMS Infodienst
Um bei erhöhter Gefahr von Schäden durch Wölfe die betroffenen Tierhalterinnen und Tierhalter zeitnah informieren zu können, hat das Bildungszentrum Wallierhof zusammen mit dem Amt für Wald, Jagd und Fischerei einen kostenlosen SMS-Warndienst eingerichtet.