Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03241.jsonl.gz/2690

Ein follikuläres Lymphom (FL) ist per definitionem ein B-Zell-Lymphom; die entsprechende Neoplasie der T-Zellen wird als follikuläres T-Zell-Lymphom bezeichnet. Es handelt sich hier um ein indolentes Non-Hodgkin-Lymphom, das hauptsächlich bei älteren Menschen auftritt und für das momentan keine kurative Therapie zur Verfügung steht. Die mittlere Überlebenszeit liegt bei etwa zehn Jahren.
Die meisten Patienten werden mit einer generalisierten Lymphadenopathie vorstellig, wobei die Umfangsvermehrungen nicht schmerzhaft sind. Die vergrößerten Lymphknoten können die Funktion nahe gelegener anatomischer Strukturen beeinträchtigen, was unterschiedlichste Beschwerden hervorrufen kann: So wurden im Zusammenhang mit dem FL Symptome wie Dysphagie, Dyspnoe, Halsvenenstauung und Ödembildung beschrieben [1], aber auch Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, die auf ein gastrointestinales Problem hindeuten [2]. Zusätzlich kann bei Erstvorstellung bereits eine B-Symptomatik aus Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust bestehen [3].
Bei Beteiligung des Knochenmarks kann es zu Störungen der Hämatopoese kommen, die zu Anämie, Neutropenie und Thrombozytopenie und Folgeerscheinungen wie Schwäche, verminderter Leistung, Blässe, Infektanfälligkeit und Blutungsneigung führen. Seltener führt eine Proliferation der Tumorzellen in der Milz zu einer Splenomegalie. Weiterhin kann eine Tumorzellproliferation in der Haut [4], in Organen des Urogenitaltraktes [5] und anderen extranodale Strukturen stattfinden, sodass hier Umfangsvermehrungen palpierbar werden und/oder lokale Masseneffekte provoziert werden.
Nach jahrelanger Erkrankung kann eine Transformation in ein aggressiveres Lymphom erfolgen, meist in ein diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom [6].
Erste Analysen schließen Blutbild, Blutchemie, Blutausstrich und eine pathohistologische Untersuchung einer Gewebeprobe ein, die per Inzisions- oder Exzisionsbiopsie aus einem betroffenen Lymphknoten entnommen wurde [7]. Darüber hinaus ist das Knochenmark zu bioptieren. Folgende Befunde sind charakteristisch für ein FL:
Das Tumorstaging erfordert eine computertomographische Untersuchung, idealerweise auch eine Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie. Da sich Flourdeoxyglukose im FL anreichert, kann die Sensitivität der bildgebenden Diagnostik durch eine Positronen-Emissions-Tomographie mit Flourdeoxyglukose weiter erhöht werden [8].