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(Um weitere Angaben ergänzt)
Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re hat im zweiten Quartal 2010 trotz hoher Schadenlast aus Naturkatastrophen einen deutlich über den Erwartungen liegenden Reingewinn erzielt. Das Asset Management habe massgeblich zu dieser Ergebnissteigerung beigetragen, schreibt Swiss Re in der Mitteilung vom Donnerstag. Das Eigenkapital erhöhte sich dadurch ebenfalls.
Swiss Re erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 812 Mio USD. Dies nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 342 Mio USD resultierte. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich auf 2,65 (-1,13) CHF je Aktie. Die verdienten Prämien der Gruppe sind derweil auf 4'679 (5'578) Mio USD zurückgegangen. Im Sach- und Haftpflichtgeschäft (Property & Casualty) sanken die Prämieneinnahmen um 21% auf 2'510 (3'178) Mio USD, in Life & Health um 9% auf 2'175 (2'389) Mio USD.
Die Combined Ratio im Nichtlebengeschäft verschlechterte sich auf 102,0 (89,4)%. Dabei belasteten das Erdbeben in Chile und die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Rechnung. Die Kosten für das Erdbeben betragen wie bereits bekannt 630 Mio USD. Die Schadenbelastung durch die von der Bohrinsel Deepwater Horizon ausgelösten Ölpest wird weiterhin bei 200 Mio USD erwartet. Trotz der Grossschäden hat Swiss Re in der Sparte Property & Casualty noch einen operativen Gewinn von 455 (896) Mio USD erreicht.
Im Lebengeschäft verbesserte sich das operative Ergebnis auf 142 (-8) Mio USD. Die Verbesserung führt Swiss Re auf deutlich gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit variablen Rentenversicherungen zurück. Allerdings wurden diese Erträge durch tiefere Anlagerenditen teilweise neutralisiert. Die Leistungsquote erhöhte sich auf 93,5 (78,6)%.
Im Asset Management erzielte der Rückversicherer einen operativen Gewinn von 1'229 (472) Mio USD. Die Anlagerendite auf Jahresbasis lag bei 5,8%, im Vergleich zu 0,5% im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtrendite auf Kapitalanlagen lag bei hohen 13,2 (2,4)%. Währungs- sowie Bewertungsgewinne auf Anlagen hätten das Ergebnis zusätzlich positiv beeinflusst, so die Mitteilung.
In der Sparte Legacy seien derweil erhebliche Fortschritte im Abbau von Risiken erzielt worden. Swiss Re habe alle verbliebenen Positionen aus den vormaligen strukturierten Credit-Default-Swaps verkauft und reduzierte die nominale Exponierung in der Finanzgarantie-Rückversicherung weiter um 1,0 Mrd USD. Die Sparte verzeichnete im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 54 Mio USD.
Das Eigenkapital betrug 27,5 (Ende 2009: 25,3) Mrd USD, die Eigenkapitalrendite (RoE) wird mit 13,4% nach -7,4% im Vorjahr angegeben. Das für ein "AA"-Rating erforderliche Überschusskapital stehe bei über 10 Mrd USD, heisst es in der Präsentation. Bisher wurde ein Wert von über 12 Mrd USD genannt.
"Wir haben im zweiten Quartal ein gutes Ergebnis erzielt. Die Ertragskraft unseres Geschäfts ist unverändert stark, und Asset Management hat mit einem hervorragenden Resultat massgeblich zum Gewinn beigetragen", wird CEO Stefan Lippe in der Mitteilung zitiert.
Swiss Re strebt über den Versicherungszyklus weiterhin eine Eigenkapitalrendite von 12% an. Der Risikoabbau in der Sparte Legacy soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein.
Im Rahmen der Juli-Erneuerungsrunde hätten sich die Marktpreise um rund 3% abgeschwächt. Swiss Re konnte aber die Prämienqualität aufgrund konsequenter Portefeuillesteuerung stabil halten. Die Erneuerungsrunde zeige, dass es richtig sei, weiterhin auf diszipliniertes Zyklusmanagement zu setzen und die Profitabilität in den Vordergrund zu stellen, so Lippe.
Die Rückversicherungsbranche werde moderat, aber kontinuierlich wachsen, sagte Stefan Lippe. "Wir gehen davon aus, dass der Nichtleben-Bereich in den nächsten zehn Jahren im Durchschnitt um 6,5% jährlich und der Leben-Bereich um 3,7% zulegen werden." Swiss Re sei gut positioniert, um der Nachfrage in diesen Märkten nachzukommen und zum führenden Rückversicherungsunternehmen im Geschäft mit Grosskunden zu werden.
mk/rt/gab
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