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Eigentlich hätten es erholsame Ferien auf Gran Canaria werden sollen, die für den russischen Gitarristen Andrey Suchilin tragisch endeten. Am Strand hatte er sich eine Infektion eingefangen, die von einem lokalen Arzt als «harmlos» eingestuft worden war. Ohne Bedenken bestieg der Musiker daraufhin ein Flugzeug, das ihn via Amsterdam nach Russland hätte bringen sollen.
So weit kam es aber gar nicht. Kaum in der Luft, begannen die anderen Passagiere um Suchilin herum, sich über dessen strengen Körpergeruch zu beklagen. Der Gestank wurde immer schlimmer, bis er sich in der ganzen Kabine ausgebreitet hatte. Einige Passagiere fielen in Ohnmacht, andere mussten sich übergeben.
Nach einiger Zeit sah sich das Flugpersonal gezwungen, den 59-jährigen Mann in der Toilettenkabine einzuschliessen – aber auch das half nichts, denn die Luft in einem Flugzeug wird fortwährend zirkuliert. Schliesslich musste der Kapitän der Maschine den Entscheid fällen, eine Notlandung in Portugal durchzuführen.
Dort war es Suchilin möglich, einen nächsten Arzt aufzusuchen und herauszufinden, was mit seinem Körper geschah. Bald war klar: Es handelte sich nicht, wie vom ersten Arzt verkündet, um eine «harmlose Infektion», sondern um Gewebenekrose, also eine Krankheit, die sein Fleisch verfaulen liess.
Aufgrund der Fehldiagnose war die Infektion rasch und weit fortgeschritten und für den starken Geruch verantwortlich. Für Suchilin kam zu diesem Zeitpunkt jede Hilfe zu spät: Einen Tag nach der Landung in Portugal fiel er ins Koma. Rund einen Monat lang versuchten die Ärzte, sein Leben zu retten. Am 25. Juni versagten aber schliesslich sein Herz, seine Lunge und seine Nieren und er verstarb. (doz)