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Harry Potter and the Order of the Phoenix (2007)
Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter and the Order of the Phoenix (2007) Harry Potter und der Orden des Phönix
Oder: Abrakadabra zum Fünften
Harry Potter (Daniel Radcliffe) verbringt nach seinem aufregenden vierten Jahr einen weiteren Sommer bei seinen grauenvollen Zieheltern Onkel Vernon (Richard Griffiths) und Tante Petunia (Fiona Shaw) Dursley. Als Dementoren auf der Strasse Harrys Cousin Dudley (Harry Melling) angreifen, benutzt Harry Magie um sich zu wehren. Das ist aber ausserhalb der Schule nicht gestattet. Harry fürchtet sich vor einem Ausschluss aus der Schule.
Bald steht eine Gruppe von Zauberern vor der Tür, die Harry, weg von den Dursleys, zum Haus seines Paten Sirius Black (Gary Oldman) bringen. Dieses Haus, der so genannte Grimmauld Place, ist das Hauptquartier des Phönix Orden. Der Orden des Phoenix, mit Albus Dumbledore (Michael Gambon) als Oberhaupt, besteht aus einer Gruppe von Zauberern, die gegen den bösen Lord Voldemort (Ralph Fiennes) und seine Anhänger kämpfen. Jener Voldemort hat sich indessen Verstärkung von Sirius Blacks Cousine Beatrix Lestrange (Helena Boham Carter) geholt.
Harry Potter weiss zwar, dass Lord Voldemort wiederum zurückgekehrt ist, aber die grosse Mehrheit glaubt dem pubertierenden Jungen mit Brille und Narbe nicht. Professor Dumbledore steht jedoch treu an Harrys Seite. Damit macht er sich das ganze einflussreiche Ministerium zum Feinde, das die Rückkehr von Voldemort für einen Blödsinn hält.
Nicht genug, das fünfte Schuljahr in Hogwarts startet ebenfalls nicht gut: Harry und seine Freunde, darunter Ron (Rupert Grint) und Hermione (Emma Watson), werden in Hogwarts von seiner neuen "Verteidigung gegen die dunklen Künste" - Lehrerin Dolores Umbridge (Imelda Staunton) terrorisiert, die vom Ministerium kommt. Sie unterrichtet die Schüler in diesem sehr wichtigen Praxisfach nämlich nur theoretisch. Grund genug für Harry und seine Freunde einen geheimen Klub namens "Dumbledore's Army" zu gründen, in dem Harry seinen Mitmenschen die Verteidigung gegen die Dunklen Künste beibringt. Nach einigen Treffen schafft es Harry endlich seine Liebe Cho Chang (Katie Leung) für sich zu gewinnen.
Doch bald kommt es schlimmer: Dolores Umbridge wird zur Grossinquistorin von Hogwarts und Sirius Black scheint in Gefahr. Wird es Harry gelingen das Ministerium von der Rückkehr Voldemorts zu überzeugen, bevor es zu spät ist?
Film-Rating
Vom fünften Teil der erfolgreichen Reihe über den jungen Zauberlehrling war nach dem äusserst gelungenen vierten Film einiges zu erwarten. Und diejenigen, die "Harry Potter & The Order of The Phoenix" nicht gelesen haben, erwarten vielleicht auch zu viel. Denn hier gibt's deutlich weniger Action als in Harry Potter and the Goblet of Fire und es kommen auch keine Drachen vor. Lohnt es sich trotzdem Harry Potter 5 anzuschauen? Allerdings!
Harry Potter and The Order of the Phoenix beginnt mit einer Provokation von Harrys Cousin Dudley. Das ist äusserst passend, denn Harry fühlt sich in seinem fünften Schuljahr oft provoziert und ist nicht selten gereizt. Diesen Gefühlszustand, auch bekannt als Pubertät, kriegt Daniel Radcliffe sehr gut auf die Reihe. Sein Spiel ist klar ausgereift, die Figur wirkt glaubhafter und doch ist er immer noch unser Harry Potter. Der neue Regisseur David Yates hat also gute Arbeit geleistet. Wacker schlagen sich neben Radcliffe erneut Emma Watson als Hermione und Rupert Grint als Ron, obwohl sie hier nicht so viel zu sagen haben wie in den anderen Filmen. Auch die anderen altbekannten Figuren sind in Topform, sei es Gary Oldman als Black, Michael Gambon als Dumbledore oder Alan Rickman als Snape.
Doch es ist eine ganz neue Person, die hier allen die Show stiehlt. Imelda Staunton liefert nämlich eine köstliche Darbietung der heuchlerischen Spielverderberin Dolores Umbridge. Sie nervt uns eben nicht nur, sondern sie nervt uns absolut göttlich. Unter anderem ist es auch sie, die dazu beiträgt, dass der Humor aus den vorherigen Potter Teilen nicht verloren geht. Eine feine Portion Humor gibt es also wieder, und sie tut dem Film gut. Der restliche neue Cast überzeugt ebenfalls, zum Beispiel ist Loney Lovegood eine Nummer für sich. Von Helena Bonham Carter sollte man sich nicht zu viel erhoffen, ihre Auftritte sind spärlich gesäht und kurz (wie übrigens auch die von Lord Voldemort). Doch reichen diese Auftritte, um zu sagen, dass sie als Lestrange gut besetzt ist.
Von Film zu Film besser werden natürlich die visuellen Effekte. Die Fantasywesen sind so lieblich animiert, dass es für den Zuschauer eine Freude ist. Da macht es gar nichts, dass der Riese Grawp nie so fotorealistisch wie ein Gollum erscheint. Schön auch, dass die Ausstattung wieder extrem detailverliebt daherkommt. Man achte sich nur mal auf die verschiedenen Artikel in den Zeitungen!
Makel sind eigentlich nur einige unnötige Monologe von Harry Potter. Einer davon ist langweiliges und schon x-mal gehörtes Moralgequassel. Zum Glück sind sie aber relativ kurz und erträglich. Ausserdem hat man das obligatorische Schlussgespräch zwischen Dumbledore und Harry langsam satt.
Richtig ab geht die Post beim Grande Finale, bei dem es viel blitzt, Glaskugeln herumfliegen und die Funken sprühen. Fantasy-Action vom Feinsten! Dieses Finale ist zwar ein wenig kurz im Vergleich zur gesamten Filmlaufzeit, aber trotzdem ein Riesenspass.
Fazit: Die Adaption von Harry Potter and the Order of the Phoenix ist mehr als gelungen. Alles, was das eher unspektakuläre fünfte Buch hergibt, wurde herausgeholt. Der Film ist sogar spannender als das Buch. Schöne Bilder, sehr gute Schauspieler und ein Showdown, der sich gewaschen hat - kurz: Unterhaltungskino vom Feinsten. Die Fans der Reihe werden mit diesem Blockbuster enorm zufrieden sein.
OutNow.CH:
07.07.2007 / psg
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