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Wenn jeweils die Sonne unser weitverstreutes Dorf am Tage zweimal bescheint und die 3 Könige auf dem Heimweg sind, beginnt für einen ganz besonderen Menschenschlag die fünfte Jahreszeit. Traditionsgemäss wurde in Silenen jedes Jahr am Schmutzigen Donnerstag in der Morgenfrühe von der jüngeren Generation eine Katzenmusik durchgeführt. Der Zweck der damaligen Katzenmusik war, mit diversen Lärminstrumenten wie Kuhschellen, sogenannte "Chlepfen", Hörnern, Eisenbahnschienen, Trommeln, Rätschen zu signalisieren, dass die Hauptzeit der Fasnacht nun angebrochen sei.
In den letzten Jahren haben auch Mitglieder der Musikgesellschaft Silenen mit ihren Instrumenten an der Katzenmusik teilgenommen und diesem bis heute gültigen Marsch der Veranstaltung eine spezielle Note gegeben.
Ein gewähltes Komitee oder ein Vorstand für die Organisation der Katzenmusik hat nie bestanden. Jedes Jahr haben sich einige Katzenmusik-Freunde vor der Fasnacht untereinander abgesprochen und die Zeit und den Ort bestimmt und ihre Kollegen und Freunde zu Teilnahme eingeladen.
Nach der Fasnacht 1949 fassten die drei Freunde Zurfluh Josef (Bilgi Sepp †2002), Loretz Franz (Gigerli Franz †2010) und Zgraggen Josef (Baschi Sepp vom " Grund " †1981) den Entschluss, eine Katzenmusikgesellschaft zu gründen. AM 20.März 1949, um 14.00 Uhr, wurde im Restaurant Winkelried die Gründungsversammlung druchgeführt.
Versammlungsleiter war Michael Indergand ( †1999). Er hatte vorher auch die Statuten ausgearbeitet.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Präsident Loretz Franz, Dörfli
Vizepräsident Zgraggen Franz, Dörfli
Kassier Zurfluh Josef, Schüpfen
1. Einzüger Baumann Peter, Efibach
2. Einzüger Baumann Xaver, Dägerlohn
3. Einzüger Lussmann Josef, Rusli
27 Teilnehmer hatten sich an der Gründungsversammlung eingeschrieben.
Die Eintrittsgebühr wurde auf FR. 2.- und der monatliche Beitrag auf 50 Rp. festgelegt. Fast alle Vereine oder Gesellschaften, die zur damaligen Zeit auf die Beine gestellt wurden, mussten sich mit anfänglichen finanziellen Krisen beschäftigen. So mussten von Mitgliedern Darlehen aufgenommen werden, um Anschaffungen tätigen zu können. Beschlossen wurde ferner, dass die Katzenmusik am Schmutzigen Donnerstag und die Kinderkatzenmusik am Güdelmontag durchzuführen sei.