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Meridiane sind die Leitbahnen von Ki (auch Qi oder Chi). Dabei handelt es sich nicht um physische Gefässe analog von Blutgefässen oder Nervenbahnen. Meridiane sind Schwingungsräume, welche sich primär im Bindegewebe befinden und den ganzen Körper durchziehen.
Die Bewegung von Ki beschränkt sich dabei aber nicht auf die Meridiane. Vielmehr bewegt sich Ki im ganzen Körper, in jeder Zelle. Diese Tatsache wird im Meridianfreien Shiatsu und Shin Tai genutzt.
Auf den in der chinesischen Medizin verwendeten Meridianverläufen sind die Akupunktur-Punkte angeordnet (bzw. die Verläufe ergaben sich aus den Verbindungen zwischen den Punkten). Im Shiatsu wird mit Druck der Finger, teilweise auch von Ellenbogen und Knien, der Fluss von Ki in den Meridianen angeregt und harmonisiert. Dabei spielen oft die Gelenke als „Tore von Ki“ eine Schlüsselrolle. Gelenke weisen oft Stagnationen von Ki auf, welche durch Dehnungen und Rotationen gelöst werden können.
Meistens werden im bei uns bekannten Shiatsu die Meridianverläufe nach Masunaga genutzt.