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Weitere InformationenIn Rätien (Kanton Graubünden) wurde ursprünglich Rätisch gesprochen. Neueste Erkenntnisse belegen, dass die rätische Sprache eine semitische Sprache war. Bis 450 Jahre nach Christi Geburt wurde Rätien von den Römern besetzt. Alles was Rang und Namen hatte, oder wer ein höheres Amt belegen wollte, sprach während dieser Zeit Latein. Diese vorherrschende Sprache der Römer erhielt in der Folge einen rätischen Einfluss. Dadurch ist das heutige Romanisch entstanden. Die romanische Sprache ist eine neo-lateinische Sprache.
Trin war ursprünglich rein romanischsprachig, inmitten der damaligen „Räzia Prima“ mit Chur als Hauptstadt und der „Rätia Secunda“, die sich nach Nordosten bis ins Tirol und in die bayrisch-schwäbische Hochebene ausdehnte. Viele romanische Orts- und Lokalnamen legen heute noch Zeugnis davon ab, z.B. Malbun im Fürstentum Liechtenstein, Schruns, Tschagguns im Montafon, Valens, Vadura im Taminatal usw. Die Germanisierung drängte das Romanische immer mehr zurück, mit der Zeit bis an unsere Gemeindegrenze. Wenn man die so genannten Sprachinseln wie Domat/Ems ausklammert, liegt Trin vermutlich schon seit Jahrhunderten an der Sprachgrenze und ist somit seit längerer Zeit dem Einfluss der deutschen Sprache ausgesetzt.
Geografisch und sprachlich gesehen gehört Trin zur Sutselva („Unter dem Wald“, wobei hier der Uaul Grond zwischen Trin-Mulin und Sagogn gemeint ist), umfassend die Region Churer Rheintal, Domleschg Heinzenberg und Val Schons. Wir sprechen also einen sutselvischen Dialekt. In der Schule in Trin wird aber Surselvisch unterrichtet, weil in diesem Idiom das Angebot an Lehrmittel grösser ist. Die Scoletta, also der Kindergarten, und die romanische Grundschule (1.-3. Primarklasse) sind entscheidend für die Erhaltung der Zweisprachigkeit in Trin. Zu erwähnen ist, dass das Verständnis dafür heute grösser ist als auch schon. Ältere Einwohner erzählen immer wieder davon, dass dies nicht immer der Fall war, z.B. in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten vor dem 2. Weltkrieg, als in der Schule deutsch unterrichtet wurde und es unter Strafe verboten war, romanisch zu sprechen (5 Rappen Strafe pro romanisches Wort).
Bedingt durch die in den letzten Jahren verstärkte Zuwanderung Deutschsprachiger, gerät das Romanische jedoch zwangsläufig immer mehr unter Druck und ist mitlerweilen vom Aussterben bedroht.
Bei der Schweizer Volkszählung von 1990 gaben 66'356 Menschen Romanisch als Muttersprache an, davon bezeichneten sie 39'632 als Hauptsprache. Im Jahre 2000 gaben nur noch 35'095 Romanisch als Hauptsprache an. Im Kanton Graubünden sprechen noch rund 17% der Bevölkerung Romanisch. So gesehen ist Rätoromanisch keine Sprache, sondern eine Familie.
Die romanische Sprache wurde vom Schweizervolk im Jahre 1938 als 4. Landessprache anerkannt und in der Schweizerischen Verfassung festgeschrieben. Im Jahre 1996 hat das Schweizervolk Romanisch als Teilamtssprache anerkannt. Die Lia Rumantscha, die Dachvereinigung der Rätoromanen, lancierte 1983 das „Rumantsch Grischun“, eine Überbrückungssprache, welche auf den verbindenden Elementen in den verschiedenen Idiomen basiert. Überraschend schnell hat das Rumantsch Grischun an Boden gewonnen. Gesetze, Inserate und Zeitungsartikel, ja bereits literarische Texte sind in der neuen romanischen Schriftsprache verfasst worden. Ob sie wirklich tief im Volk verankert werden kann, wird die Zukunft weisen.
Wegen der früheren Abgeschiedenheit vieler Orte und Täler des Kantons Graubünden haben sich verschiedene Idiome entwickelt, die sich in fünf Gruppen gliedern lassen:
Bei uns in Trin wird Sursilvan gesporchen.

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