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Besucher trafen am Eingangstor des städtischen Zoos auf ein Vorhängeschloss und an den Schaltern auf die knappe Mitteilung “Geschlossen”.
Schon seit Jahren habe die Umweltbehörde die Stadtverwaltung von Rio aufgefordert, die Tierhaltung zu verbessern, sagte der Ibama-Beauftragte Vinicius Modesto de Oliveira. Die Behörde forderte, die Tiere müssten genügend Futter erhalten und in sauberen Gehegen gehalten werden. Im November wurde bereits eine Strafzahlung von umgerechnet gut 260’000 Franken verhängt.
Die Stadtverwaltung erklärte, es gebe zwar Pläne für die Renovierung des traditionsreichen Zoos, doch sei die Umsetzung vorerst gestoppt worden. Die Stadt sucht nach eigenen Angaben einen privaten Investor, der den Zoo innerhalb von zwei Jahren auf Vordermann bringen soll. Dafür seien schätzungsweise knapp 16 Millionen Franken erforderlich.
Im Zoo von Rio werden rund 350 Tierarten gehalten. Es ist der älteste Zoo Brasiliens. Einst hatte er eine Vorreiterfunktion bei der Züchtung von Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Umweltbehörde unterstrich. Als Beispiel nannte sie den Goldsittich.
(SDA)