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Die Regierung von Sabah ordnete wegen der Corona-Pandemie die Schliessung von Palmölplantagen an. Doch viele Plantagenbetreiber wollen für die Zeit der Quarantäne keine Löhne an die ArbeiterInnen zahlen. Solidar Suisse unterstützt die betroffenen ArbeitsmigrantInnen. Sie sollen ihre Löhne erhalten und bei der Wiederaufnahme der Arbeit ausreichend geschützt sein.
Bereits im März gab es die ersten bestätigten Fälle von Covid-19 in Sabah auf Borneo. Auch ArbeiterInnen auf den Palmölplantagen waren davon betroffen. In Malaysia herrscht seit Mitte März, ähnlich wie in der Schweiz, ein teilweiser Lockdown. Am 25. März wurden zur Eindämmung der Verbreitung des Virus auch Palmölplantagen in sechs Distrikten auf Sabah geschlossen.
Wiederaufnahme der Arbeit auf den Plantagen
Auf Druck der Industrie wurde die Schliessung der Palmölplantagen nun bereits wieder offiziell aufgehoben. Auch auf der Plantage, wo Solidar Suisse ArbeiterInnen unterstützt, wurde der Betrieb am 13. April wieder aufgenommen. Doch auch wenn die Löhne für den April bezahlt würden, ist die Situation der ArbeiterInnen prekär. Denn die Unternehmen haben den Schutz der ArbeiterInnen bisher nicht verbessert. Es wurden weder Gesichtsmasken noch Desinfektionsmittel verteilt und die allgemeinen hygienischen Bedingungen wurden nicht verbessert. Auch der Zugang zu Gesundheitschecks ist ein Problem, denn die Testcenter sind in den grösseren Städten, wo die verarmten ArbeitsmigrantInnen kaum hingelangen können.
Keine staatliche Hilfe für ArbeitsmigrantInnen in Sabah
Das Hilfspaket der Regierung von Sabah (670 Millionen Ringgit / 148 Millionen CHF) dient der Unterstützung des medizinischen Personals (Versorgung mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmittel), der Industrie und der Hilfe für malaysische StaastsbürgerInnen. Die ArbeitsmigrantInnen auf den Plantagen werden immer noch nicht als Teil der malaysischen Gesellschaft behandelt. Auf den Plantagen sind sie eingeschlossen und vielfach ohne Zugang zu frischen Lebensmitteln, da es den Lebensmittelhändlern nicht mehr erlaubt ist den Plantagenbereich zu betreten.AMRC, eine Partnerorganisation von Solidar Suisse. Er koordiniert erste Hilfsaktionen zugunsten der ArbeiterInnen: «Mit lokalen Partnern versorgen wir ArbeitsmigrantInnen und ihre Familien mit Lebensmitteln - mit Reis, Fischkonserven, Speiseöl, Nudeln, Eiern und mit Medikamenten, Gesichtsmasken und Handschuhen. Der grösste unmittelbare Bedarf besteht beim Reis und anderen Grundnahrungsmitteln, da sie auf dem lokalen Markt immer schwieriger zu bekommen sind. Deshalb müssen wir für mehrere Tage vorbestellen.»