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Film im Kino Cameo: In Zusammenarbeit mit Rap History Winterthur
Boyz N The Hood (John Singleton/USA/1991/'103)
Nach dem ausverkauften «Do the Right Thing» von Spike Lee im Februar folgt mit «Boyz n the Hood» ein weiterer Klassiker des New Black Cinema im Kino Cameo. Der bei Veröffentlichung des Films erst 24-jährige Regisseur John Singleton verinnerlichte den Anspruch, ein realistisches Bild der problematischen Lage in South Central Los Angeles zu zeichnen. Ausschliesslich an Original-Schauplätzen gedreht und besetzt mit zahlreichen lokalen Statist*innen erzählt «Boyz n the Hood» vordergründig die Geschichte von Tré Styles (Cuba Gooding Jr.). Er lebt ab seinem siebten Lebensjahr alleine bei seinem Vater in South Central, der ihn anhand seines Schlüsselwortes «responsibility» erzieht und ihm eine Zukunft ausserhalb der Hood ermöglichen will.
Der eigentliche Protagonist wird im Laufe des Plots aber immer stärker Trés Freund Doughboy Baker (Ice Cube): Er lebt mit seiner Mutter und seinem grossen Bruder vis-à-vis und wird schon sehr früh und immer tiefer in den Strudel der Gewalt von South Central hineingezogen. Trotz widrigsten Umständen versucht er seinen talentierten älteren Bruder und den Rest seiner Familie vor den Bedrohungen in der Nachbarschaft zu schützen und wird dabei gezwungen, nach den Gesetzen des Ghettos zu leben und bezahlt dafür den höchsten Preis.
Der Film bleibt thematisch auch 25 Jahre danach aktuell, er bietet aber auch einen faszinierenden Einblick in jene Zeit, als sich der Altherrenrock aus den amerikanischen Charts zu verabschieden begann und HipHop und Rap definitiv ihren Einzug im Mainstream fanden. Der Soundtrack zum Film schaffte es auf den ersten Platz der amerikanischen R&B-Charts. Und nicht zuletzt lohnt sich der Gang ins Kino wegen der Besetzung: Neben den jungen Ice Cube und Cuba Gooding Jr. glänzen Laurence Fishburne und Angela Bassett als Trés Eltern.