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Auf der Welt gibt es mehr als 12 Millionen Flüchtlingskinder. Rund 70 Millionen Menschen wurden gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Viele davon leben derzeit in überfüllten Flüchtlingslagern mit beschränktem oder gar keinem Zugang zu medizinischer Versorgung. Geflüchtete Menschen und Kinder sind bereits jetzt einen erhöhten Risiko ausgesetzt, krank zu werden, ganz besonders da ihr Zugang zu Gesundheitsleistungen eingeschränkt ist oder die sanitären Einrichtungen unzureichend sind.
Massnahmen wie die Selbstisolierung, die aktuell von Ländern angewendet werden, sind extrem schwierig umzusetzen in überfüllten Flüchtlingslagern. In Idlib, Syrien, wo der Konflikt beinahe eine Million Menschen zwingt, in übervollen Camps zu leben, wäre es praktisch unmöglich, Selbstisolierung während eines Coronavirus-Ausbruchs mit möglicherweise verheerenden Auswirkungen durchzuführen.
Schwierige Situation in Bangladesch
Im grössten Flüchtlingslager der Welt, Cox’s Bazar in Bangladesch, gibt es derzeit kein System, das auf Covid-19-Erkrankungen testet oder systematisch untersucht. Zudem gibt es keine Intensivpflege-Plätze für die beinahe eine Million Flüchtlinge – von der die Hälfte Kinder sind. Vor Ort, wo die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt ist und die Platzverhältnisse sehr eng sind, könnte das Virus katastrophale Folgen haben.