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Wenn die Menschen von Realität sprechen, meinen sie oft alles, was sie mit physischen Augen sehen und mit ihrem Körper berühren können. Aber was ist das genau, was sie da berühren und was sie als real empfinden? Woraus besteht feststoffliche Materie? Wer oder was sind wir Menschen? Und was ist diese sog. «Realität», in der wir leben? Solche Fragen beschäftigen seit langer Zeit die Philosophen und Wissenschaftler unserer Welt. Doch was haben sie herausgefunden? Und sind die Menschen gewillt, sich mit deren Erkenntnissen und Theorien auseinanderzusetzen? Und wenn ja, sind sie mutig genug, diese Informationen mit offenem Geist zu reflektieren und als wahr in Betracht zu ziehen?
In meiner persönlichen spirituellen Philosophie, die sich mit vielen anderen deckt, glaube ich daran, dass alles was existiert Energie ist - untrennbar miteinander verbunden, unendlich und ewig. Energie kommt in verschiedenen Zuständen vor und kann z.B. fest- oder feinstofflich sein. Feststofflich ist Energie, die wir als Materie bezeichnen. Feinstofflich ist Energie, die keine Materie ist. Jede Energie hat eine Frequenz und Schwingung und ist form- und veränderbar. Die Quantenphysik ist in dieser Hinsicht der spirituellen Philosophie sehr nahe. So sagte Albert Einstein einst: «Was Materie angeht, lagen wir alle falsch. Was wir Materie nannten, ist Energie, dessen Schwingung so gesenkt wurde, dass sie für die Sinne wahrnehmbar wird. Es gibt keine Materie.“ In die gleiche Richtung gehen die folgenden Worte von Nikola Tesla: «Wenn du die Geheimnisse des Universums verstehen willst, dann denke in Begriffen wie Energie, Frequenz und Schwingung.» Hans-Peter Dürr, der wohl berühmteste Quantenphysiker der Neuzeit (2014 verstorben) sagte: «Materie ist im Grunde nicht Materie. Deshalb habe ich eingangs erwähnt: Ich habe fünfzig Jahre über Materie gearbeitet, die es gar nicht gibt. Wir können uns das nicht vorstellen… Im Grunde unserer Wirklichkeit ist kein Fundament, sondern eine Quelle, etwas Lebendiges.“ Es existiert eine Vielzahl solcher Zitate aus dem Bereich der Quantenphysik, die alle dasselbe aussagen: Materie ist eine Illusion. Alles, was existiert ist Energie, hat eine Schwingung und eine Frequenz. Materie ist so langsam schwingende Energie, dass wir sie bei Berührung als feststofflich wahrnehmen und sie für unsere körperlichen Sinne greifbar wird.
Für die spirituelle Philosophie ist Energie vor allem dann interessant, wenn sie sich nicht im Zustand der Materie befindet, also feinstofflich auftritt. Denn hier können wir erforschen, mit welchen Sinnen der Mensch denn sonst noch ausgestattet ist. Überlegen wir mal: Wenn die Welt und wir Menschen selbst Energie in verschiedenen Schwingungszuständen und Frequenzen sind, ist es da nicht naheliegend, dass wir die notwendigen Fähigkeiten in uns tragen, um diese Energien in all ihren Formen wahrzunehmen und empfinden zu können? Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch dazu fähig ist, Energien, Schwingungen und Frequenzen auf seine ganz individuelle Art wahrzunehmen. Das ist nichts Besonderes und unbewusst tun das bereits alle. Wir sind Teil eines riesigen Feldes von Energien, welches permanent aktiv ist. Wie können wir glauben, dass wir das nicht auf irgendeiner Ebene bemerken?
Als Albert Einstein seine Relativitätstheorie vor Fachpublikum vorstellte, meldete sich ein Wissenschaftler und meinte: «Wissen Sie Herr Professor, das klingt doch alles sehr abenteuerlich. Ich vertraue lieber meinem gesunden Menschenverstand. Ich glaube nur, was ich sehe.» Einstein lächelte und sagte: «Dann kommen Sie doch bitte mal nach vorne und legen Sie Ihren gesunden Menschenverstand auf den Tisch, damit ich ihn sehen kann.» Was für eine lustige und kluge Antwort! Die Menschen sollten sich nicht selbst begrenzen. Wie sollen wir je Neues entdecken, wenn wir uns immer nur auf das verlassen, was wir schon kennen? Ich möchte die Menschen dazu ermutigen, Denker zu sein, Fragen zu stellen und die Welt zu erforschen! Wenn wir die Welt zum Besseren verändern wollen, dann müssen wir zuerst anfangen sie neu zu betrachten und eine andere Art des Denkens zu entwickeln.
In der spirituellen Philosophie hören wir oft den Ausdruck: Alles ist Eins. Aber haben wir schon mal überlegt, was dies eigentlich bedeutet, und zwar nicht nur in spiritueller, sondern auch in physikalischer Hinsicht? Basierend auf der Quantenphysik wissen wir, dass alles aus demselben Grundstoff besteht. Alles ist Energie, egal ob Planet, Mensch, Tier, Pflanze, Computer oder Tisch. Dadurch erübrigt sich das Konzept der Wertung. Im Kern ist alles gleich, auch wenn verschiedene Ausprägungen existieren. Aus Sicht der reinen, unverformten und unmanipulierten Energie gibt es kein besser und kein schlechter. Die Energie - sie ist einfach, sie fliesst und transformiert. Sie verfügt nicht über trennende, starre Grenzen. Die Übergänge sind dynamisch und fliessend. Wir müssen uns nicht mehr fragen: Wo höre ich auf, und wo fängst du an? Oder: Wo hört der Planet auf, und wo fängt das Universum an? Weil nichts aufhört und nichts endet. Alles ist miteinander verwoben und so gesehen, bilden wir physikalisch tatsächlich eine Einheit. Wenn wir also sagen: "Alles ist Eins", dann ist das nicht nur ein philosophischer Grundgedanke, sondern es beschreibt die Realität, in der wir leben. Wenn wir das erkennen und wirklich fühlen, dass wir alle universelle Energie sind, dann wird vieles belanglos, was wir zu glauben oder zu wissen scheinen. Und es wird Raum geben für neue Gedanken und neues Wissen. Die Zeit ist reif dafür.