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Die Katagenphase (zu Deutsch „Übergangsphase“) ist die zweite Phase im Haarzyklus. Es handelt sich um einen Übergang zwischen Wachstum und dem anschließenden Absterben der Haare. In dieser Phase kommt die Zellteilung zum Erliegen und das Haar wächst nicht mehr weiter. Die Haare in der Katagenphase werden auch als „Beethaare“ bezeichnet.
Was passiert in der Katagenphase?
In der Katagenphase finden mehrere Prozesse statt, die das Haarwachstum beenden. Folgendes passiert in dieser Phase:
- Die Zellteilung stellt sich ein.
- Der Haarfollikel schrumpft bzw. verengt sich.
- Die Haarwurzel wandert nach oben.
- Das Haar löst sich von der Papille.
Die Papille befindet sich rund um die Haarwurzel und enthält die teilungsfreudigen Zellen, die für das Haarwachstum verantwortlich sind. Außerdem ist die Papille mit Blutgefäßen verbunden, worüber sie auch Nährstoffe erhält. Wenn sich das Haar von der Papille trennt, wird es also auch von der gesamten Blutversorgung abgeschnitten.
Man kann sich den Ablöseprozess so vorstellen, als würden die schrumpfenden Haarfollikel die Haare langsam nach oben drücken und somit den Haarausfall bewirken. Aus diesem Grund wird die Katagenphase manchmal auch als „Rückbildungsphase“ bezeichnet.
Wenn sich die Haarfollikel verengen, dann verhornt gleichzeitig das untere Ende des Haars. Dies ist auch der Grund, warum das Ende des ausgefallenen Haares leicht verdickt und weiß aussieht. Es handelt sich hierbei also nicht – wie oft angenommen – um die Haarwurzel.
Dauer der Katagenphase
Die Katagenphase ist nur sehr kurz und nach wenigen Tage bis zu zwei Wochen beendet. Im Gegensatz dazu können die anderen beiden Phasen des Haarzyklus mehrere Monate oder sogar Jahre andauern.
Wie viele Haare befinden sich in der Katagenphase?
Da die Katagenphase nur so kurz ist, befindet sich auch immer nur ein kleiner Anteil der Haare in dieser Phase: Jeweils 1 bis 2 % des gesamten Kopfhaares durchläuft zu einem bestimmten Zeitpunkt diese Übergangsphase.
Übergang zur Telogenphase
Am Ende der Katagenphase steht der Übergang zur Telogenphase. In dieser letzten Phase ruht das Haar dann eine Zeit lang in seiner Position. Da es von der Nährstoffversorgung abgeschnitten ist, fällt es schließlich aus.