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Zur Geschichte
Sprachgestaltung ist eine Kunst der Worte und Gesten, die seit 1903 durch die Zusammenarbeit des Geisteswissenschaftlers Rudolf Steiner und der Rezitatorin Marie Steiner-von Sievers entwickelt wurde.
Sie knüpft als zeitgemässe spirituelle Sprachkunst an eine lange Tradition an.
Marie Steiner-von Sievers selbst erhielt Unterricht bei der Schauspielerin der Comédie Française, Madame Marie Favart, bei der Schauspielerin des Deutschen Theaters in Petersburg, Maria von Strauch-Spettini und bei der Sprecherzieherin Serafine Détschy in Berlin.
Der SPRECH-CHOR, der mit Dichtungen von Rudolf Steiner, Johann Wolfgang von Goethe, Albert Steffen, Christian Morgenstern u.a. von 1928 bis 1935 seine Tourneen quer durch Europa gemacht hat, fand in der Öffentlichkeit volle, staunende Anerkennung für seine einzigartigen Leistungen.
Die Uraufführung von Goethes ungekürztem FAUST hat den Namen GOETHEANUM durch die Welt getragen.
"Bevor man mit der Stimme Dramatisches gestalten will, muss viel Bewusstsein in die Stimme kommen. Zunächst hatten wir es zu tun mit der Trainierung des Redestroms durch die Laute. Heute werden Sie lernen, bewusst die Laute zu empfinden."
(Rudolf Steiner, 29. Juli 1922)