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Komödie in zwei Akten von Gilles Dyrek
Deutsch: Annette und Horst Bäcker; Bearbeitung und Regie: Susan Saladin
Aufführungsrechte: Theater Verlag Desch GmbH
Zufällig hat Jean-Luc (Heinz Röllin) seinen früheren Arbeitskollegen Simon (Christoph Vögtli) angetroffen und ihn spontan samt dessen neuer Freundin Patricia (Stephanie Stadler) zum Abendessen bei sich und seiner Gattin Nathalie (Sylvia Marcionelli) eingeladen.
Während die turtelnden Gastgeber in ihrer im Umbau befindlichen Wohnung das Essen vorbereiten und nebenbei noch ihre Silberhochzeit organisieren, treffen leicht verspätet die Gäste ein.
Die kapriziöse Patricia, die sich zuvor heftig mit Simon gestritten hatte, gibt deutlich zu verstehen, dass sie absolut keine Lust auf ein Nachtessen mit Leuten hat, die sie nicht kennt. Wütend beschliesst sie deshalb, während des ganzen Abends kein Wort zu sprechen, was dazu führt, dass die Gastgeber denken, sie sei Ausländerin.
Nach einiger Zeit gewinnt Patricia jedoch Spass an der Situation. Sie beginnt in einer Phantasiesprache zu sprechen und erfindet ein von Not und Armut geschlagenes Heimatland. Als ihr die Gastgeber Geschenke für die notleidende Bevölkerung aufdrängen, greift sie erfreut zu und hat einen Heidenspass daran, die beiden zu immer weiteren «guten Taten» für ihre Landsleute zu animieren, bis das Ganze fast zur Tragödie ausartet …
«Venedig im Schnee» ist eine gelungene Mischung aus intelligenter Komödie und bissiger, französischer Gesellschaftssatire – ein Stück voller geschliffener Pointen, charmant und umwerfend komisch.