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Der körpereigene Neurotransmitter Anandamid ist in unzähligen neurologischen Prozessen involviert und steht unter anderem im Zusammenhang mit verschiedenen neurologischen Krankheiten. Mögliche Behandlungen dieser Krankheiten verlangen fundiertes Verständnis von den metabolischen Prozessen, welche im Aufbau und Abbau von Anandamid involviert sind. Während der Abbau von diesem Neurotransmitter detailliert studiert wurde, bleibt das Verständnis von dessen Synthese noch lückenhaft. Vor kurzem wurde das Enzym PLA2G4E im Zentralnervensystem identifiziert, welches in diesem Syntheseprozess eine wichtige Rollen einnimmt. Mit diesem Forschungsprojekt soll dieses Enzym, und dessen Rolle in verschiedenen neurologischen Prozessen und Krankheiten, genauer untersucht werden. Dazu werden mit der Hilfe von modernen proteomischen Methoden selektive Inhibitoren für dieses Enyzm synthetisiert. Diese dienen einerseits dazu, das Enzym funktionell zu charakterisieren und andererseits dessen räumliche Struktur zu bestimmen. Die Auswirkungen von Inhibition von PLA2G4E wird mit metabolomischen Methoden und Mausmodellen quantifiziert. Zusammen mit Kollaboratoren aus der Biologie und Pharmakologie wird der Einfluss von PLA2G4E auf neurologische Prozesse, wie zum Beispiel Sucht, Kognition, Epilepsie, Neuroinflammation und Schmerz, untersucht.