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«Ich kaufe momentan keine Deutschen Heftli, ich zahle doch nicht das Doppelte!» erzürnte sich ein «Espresso»-Hörer bereits im Frühjahr in einer unserer Sendungen.
Und da die Lage (trotz Intervention des Preisüberwachers) noch nicht geändert hat, denken viele Konsumenten auch zum Ende des Jahres nicht anders. Die Deutschen Grossverlage zielten im 2012 auf die grössere Kaufkraft des Schweizer Publikums und boten ihre Produkte massiv teurer an als auf dem Heimmarkt.
Rekordbusse für BMW
Eine erfreuliche Meldung für die Konsumenten gab es dafür auf dem Automarkt. Die Wettbewerbskommission strafte im Mai 2012 die Firma BMW mit einer Busse von 156 Millionen Franken. Dies, da BMW den Deutschen Händlern verbot, Autos an Schweizer Kunden zu verkaufen.
Zwar zog BMW die Busse ans Bundesverwaltungsgericht weiter, doch Konsum-Experten begrüssen dieses «Signal-Urteil» der Weko. Am Ursprung des Prozesses stand übrigens ein Beitrag des «Kassensturz», der die Untersuchungen einleitete.
Provokante These
«Wie soll ich als Konsument handeln? Gehe ich ins Ausland einkaufen oder schade ich dadurch dem Schweizer Markt?», viele Konsumenten sind verunsichert.
Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger vertritt im «Espresso»-Interview eine provokante These: «Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es völlig in Ordnung, wenn der Konsument dort einkauft, wo er dies am billigsten machen kann.»
Die Schweiz solle sich gleichzeitig wirtschaftlich auf das konzentrieren, was sie am besten könne: in den Branchen Uhren, Chemie und Maschinen den Export forcieren.