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Wie das Bundesamt für Umwelt BAFU heute bestätigt hat, ist im Kanton Wallis die Präsenz eines Wolfspaares aufgrund von DNA-Analysen nachgewiesen worden. Gleichzeitig bleibt aber die Abschussbewilligung für einen Wolf in diesem Gebiet gültig. Die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) fordert, dass die Tiere geschont werden und stattdessen der Schutz der Rinderherden fortgesetzt wird. In der Mitteilung des BAFU wird ausserdem vom ersten Wolfspaar der Schweiz gesprochen. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt, denn bereits im Herbst 2006 war im Chablais ebenfalls ein Wolfspaar unterwegs.
Die aktuelle Abschussbewilligung für einen Wolf bei Montana wurde mit der Begründung ausgestellt, es gebe keine erprobten Schutzmassnahmen für Rinder. Dies ist nur zum Teil richtig, denn es befinden sich durchaus Massnahmen in Erprobung. Im Kanton Jura läuft seit vier Jahren ein Projekt, bei dem Herdenschutzhunde erfolgreich in Kuhherden integriert werden. Dies ist also möglich, wenn die Hunde bereits vom Welpenalter an Kühe gewöhnt wurden. Die Behauptung, es gebe keine Schutzmassnahmen für Rinder, ist folglich nicht völlig korrekt. Die GWS fordert deshalb, die Abschussbewilligung auszusetzen und die aktuelle Wolfspräsenz bei Montana dazu zu verwenden, Massnahmen zum Schutz von Rinderherden weiter zu erproben.