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Archiv für Dezember 2010
31. Dez
Interview mit Peter von Gunten zum Film “Bananera Libertad” 1971
Der Film “Bananera Libertad” von Peter von Gunten wurde in Paraguay, Peru und Guatemala gedreht und zeigt das Elend der armen Bevölkerung in Lateinamerika (Bauern, Bergwerkarbeiter, Arbeiter in Bananenplantagen usf.). Der Film möchte zu einer Diskussion über die Ursachen der Armut und über die Entwicklungshilfe anregen; er zeigt auch die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen “Erster” und “Dritter” Welt, z.B. anhand des Bananenhandels (daher der Titel: Bananenfreiheit).
Ich hatte am 3. Febr. 1971 die Gelegenheit, mit Peter von Gunten in dessen Atelier über seinen Film zu sprechen.
Hier der Link zu diesem Interview mit Peter von Gunten (Dauer: 45 min), das auch als mp3-Datei heruntergeladen werden kann.
Vgl. auch Webpage Foscube.
29. Dez
Beim Herumstöbern in alten Tonbändern ist ein Dokument zum Vorschein gekommen, das ich hier gerne publik machen möchte: Ein Interview (in Mundart) mit Andreas Blum in Bern über die Arbeit von Amnesty International Schweiz. Auch nach der “Implosion der Sowjetunion” und nach dem Verschwinden der Militärdiktatur in Lateinamerika und des Apartheid-Regimes in Südafrika ist dieses Dokument aktuell geblieben…
29. Dez
In Köniz bei Bern (Schweiz) ist Anne-Marie Im Hof-Piguet gestorben: Eine beherzte Frau, die in Zusammenarbeit mit andern Helferinnen und Helfern jüdische Kinder in Vichy-Frankreich vor der Deportation rettete, indem sie ihnen zur Flucht in die Schweiz verhalf.Dafür wurde sie 1991 vom Staat Israel als “Gerechte unter den Völkern” mit einer Medaille ausgezeichnet: „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“
Lesen Sie mehr auf meiner zusammengestellten Webpage über Anne-Marie Im Hof-Piguet.
Hier auch noch eine Karte zum Fluchtweg im Jura (Mt. Risoux).
Vgl. auch Wagner, Meir: The Righteous of Switzerland. Heroes of the Holocaust. Hoboken, NJ: Ktav 2001; Gutman, Israel (ed.): Dictionnaire des Justes de France. Préface de Jacques Chirac. Jerusalem/Yad Vashem und Paris: Fayard 2003.
17. Dez
Einmal jährlich treffen sich die Berner Singstudenten zum Weihnachtskommers. Und heuer gabs am 11. Dez. 2010 im Kongress-Saal im Kreuz gleich mehrere köstliche Überraschungen…
Dirigent Andreas Marti liess mit seinen Sängern ein Evergreen der Roaring Twenties erklingen, das ewig-schöne “Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten”.
Der ulkige Text dieses von Walter Kollo vertonten Liedes bringt uns noch heute zum Schmunzeln, und insbesondere studentische Bierbäuche mögen mitstöhnen: “Der Bauch der will nicht fort!”. Ein beherzigenswertes Rezept auch in unserer Zeit, wo schon die Jugend vor lauter Hamburgers und Pommes Frites und vom vielen Herumhocken vor der Glotze öfters ein Bäuchlein ansetzt. Mag auch dies Liedchen nicht so bekannt sein wie Kollos Linden-Marsch (Solang noch Untern Linden die alten Bäume blühn…), die Berner Singstudenten singen’s allemal schön.
Zweite Attraktion des Abends: Der humorvolle Rückblick eines Berner alt-Generalprokurators am Obergericht auf seine 33-jährige Tätigkeit im Dienste der Berner Justiz. Markus Weber ist in Bern kein Unbekannter, und nach seinem Rücktritt hat die Tagespresse (“Der Bund”) und die juristische Fachpresse seine Verdienste (ebenso wie das Singstudenten-Blättli) entsprechend gewürdigt.
Die Müsterchen seines Wirkens, die Lex in 34-minütiger fulminanter Rede der Corona vorsetzte, waren im Stil exakt auf die Hörerschaft eines Männerklubs ausgerichtet und gewürzt mit mancherlei anekdotischen Einlagen. Oder wussten Sie, womit ein Verteidiger seinen Lebensunterhalt bestreitet oder was nach Prof. Kummer den guten Juristen ausmacht ? Sehen und hören Sie sich’s an, ebenso wie einige Kuriosa: Eine abgebissene halbe Nase im Miljöh, ein juristischer Entrüstungssturm beim Aufkommen des “Monokini” im Marzilibad, und die Geschichte vom Kugelschreiber, dem Israeli und der amerikanischen Austauschstudentin am Bärengraben…
Rede herunterladen als mp4-Video (Link rechtsklicken und “speichern unter”).