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Unser Bundespräsident Didier Burkhalter kritisierte Japan wegen der Todesstrafe anlässlich der Feierlichkeiten zum 150-Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen. Was masst er sich an? Ebenso gut hätte ihm sein japanischer Amtskollege vorwerfen können, er vertrete ein Land, das die Sicherheit seiner Bürger immer weniger garantieren könne, in dem die Bekämpfung von Delikten wie Drogenhandel oder Einbrüchen völlig entglitten sei. Aber wer die Japaner kennt, der weiss, dass es ihnen nicht einfallen würde, einem Staatsgast solche Vorwürfe zu machen.
Didier Burkhalter sollte sich erkundigen, wie es um Sicherheitslage in Japan steht – einem Land, in dem man sich überall und zu jeder Zeit sicher bewegen kann. Dies im Gegensatz zur Schweiz, wo sich viele ältere Menschen in den Städten abends nicht mehr aus dem Haus trauen.
Eine Anekdote: Als meine Frau und ich uns im grössten Tokioter Bahnhof wegen den vielen Verbindungen und der fremden Schrift nicht zurechtfanden, wandten wir uns an einen vorbeieilenden Geschäftsmann. Der stellte seinen Aktenkoffer mitten in der grossen Halle auf den Boden und begleitete uns zu einem Durchgang, wo er uns den Weg wies. Er ging zurück, sein Koffer war noch dort. Man stelle sich dies in einem grossen Schweizer Bahnhof vor!
Peter Gehri,
Gerolfingen