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Wie arbeite ich mit Zeitplänen?
«Planung ist der beste Weg, um aus dem Verhaltensmuster des bloßen Reagierens herauszukommen und die Dinge rechtzeitig zu erledigen, damit es erst gar nicht zur Krise kommt.»(Knoblauch et al., 2019, S. 51)
Forschungsbasiert lässt sich folgendes Vorgehen empfehlen:
1. Ziele setzen
Studierende haben viele Bedürfnisse und müssen beim beschränkten Gut Zeit entscheiden, welche Prioritäten sie setzen möchten. Überlege Sie sich, welche Ziele Sie erreichen möchten und formulieren Sie diese in konkrete Worte: Ziele erhalten grössere Verbindlichkeit, wenn sie schriftlich festgehalten werden. Versuchen Sie, so gut es geht, Ihre persönlichen Ziele (zum Beispiel: gesund und fit bleiben, Freunde treffen, …) mit den Studienzielen zu vereinen, auch wenn sich beides nicht immer gleichzeitig verfolgen lässt.
2. Aufgaben erfassen
Notieren Sie, welche Arbeiten (Tätigkeiten) Sie ausführen möchten bzw. müssen. Berücksichtigen Sie auch Aktivitäten, die nicht auf Ihr Studium bezogen sind, wie Nebenerwerbstätigkeiten, Freizeitaktivitäten und Haushalt. Unterscheiden Sie dabei zwischen regelmässig und unregelmässig anfallenden Tätigkeiten.
3. Zeitbedarf und Zeitbudget ermitteln
Durchdenken Sie Ihre Zielsetzung(en) in allen Einzelheiten und schätzen Sie den Zeitbedarf ab. Fragen Sie sich, welche Zeitvorgaben und welche Termine Sie einhalten müssen. Überlegen Sie sich, für welchen Zeitraum Sie planen und ermitteln Sie, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht.
4. Zeitplan erstellen
Achtung: Oft fällt es schwer, im Voraus den Arbeitsaufwand genau einzuschätzen. Verplanen Sie nur einen bestimmten Teil Ihrer Arbeitszeit, erfahrungsgemäss sollten nicht mehr als 50 Prozent, maximal 70 Prozent verplant sein. Die übrigen 30 bis 50 Prozent sollten Sie sich für Unerwartetes freihalten – vor allem für Störungen und Zeitfresser –, damit der Rest Ihrer Planung nicht aus dem Lot gerät. Überlegen Sie sehr genau, wie Sie die Aufgaben über eine bestimmte Zeitperiode verteilen wollen.
Bedenken SIe bei der Planung, dass jeder Mensch während des ganzen Tages bestimmten charakteristischen Leistungsschwankungen unterliegt. Man spricht gemeinhin von Morgenmenschen (den sogenannten «Lerchen») und Abendmenschen (den «Eulen»). Finden Sie für sich heraus, welchem Typ Sie angehören und passen Sie Ihren Zeitplan entsprechend an. Keiner dieser beiden Grundtypen arbeitet besser oder schlechter als der andere – Eulen und Lerchen arbeiten nur unterschiedlich.
5. Zeitplan überprüfen
Zeitplanung ist ein fortlaufender Prozess, kein Plan ist in Stein gemeisselt – Pläne leben davon, aktualisiert zu werden, besonders in einer Zeit der schnellen Änderungen. Seien Sie daher flexibel, fragen Sie sich laufend, welche Inhalte Sie in Ihren Zeitplan anpassen müssen und überprüfen Sie stets, wie viel Zeit Ihnen noch zur Verfügung steht. Erfassen Sie in Hinblick auf eine zukünftige Planung die Stärken und Schwächen Ihres Zeitmanagements und versuchen Sie, nützliche Regelmässigkeiten sicherzustellen.
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Tipp
Dem einen fällt das überlegte Planen leichter als dem anderen. Probieren Sie verschiedene Methoden aus. Vielleicht können Sie mit einer grossen Pinnwand und bunten Zetteln oder mit einer Mind-Mapping-Software besser planen als auf einem Blatt Papier. Vielleicht entspricht Ihnen auch am ehesten eine Zeitmanagement-Software, wie z. B. meineZiele.
Diskutieren Sie!
- Wie haben Sie sich Ihre Zeit bislang eingeteilt? Tauschen Sie sich mit anderen über Lern- und Arbeitsstrategien aus. Was hat sich bewährt? Wo lagen die Herausforderungen?
- Lerche oder Eule? Welches Tier steht für Ihren Grundtypus? Wie verlaufen Ihre Leistungskurven während des Tages? Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus, wie Sie sich Ihre Arbeit einteilen?
Üben Sie!
Eine Übung zur Gestaltung eines Wochenplans inklusive Vorlage können Sie hier herunterladen: