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Nach einem Strafverfahren kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Gegen Entscheide der Rechtsmittelinstanz (bestimmte Abteilungen der Ober- bzw. Kantonsgerichte) können die Parteien „Beschwerde in Strafsachen“ bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts erheben.
Zur Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat und wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat, insbesondere die beschuldigte Person, die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerschaft, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann.
Was der Gesetzgeber ursprünglich unter „rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids“ verstand, geht aus der „01.023 Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001“ (Seite 4318) hervor: „Materielle Voraussetzung ist das Bestehen eines rechtlich geschützten Interesses, was der heutigen Rechtslage entspricht. Die Liste in Buchstabe b zählt die üblichen Fälle auf, in denen diese zweite Voraussetzung in der Regel erfüllt ist. Sie hat jedoch nur beispielhaften Charakter (…) Der beispielhafte Charakter der Liste hat ferner zur Folge, dass es einer darin nicht genannten Person nicht von vorneherein verwehrt wäre, ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Urteils geltend zu machen (…) Die Generalklausel des rechtlich geschützten Interesses genügt daher vollauf…“