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Die geplante Neuausrichtung von Spital Wallis ist auf gutem Weg. Der Staatsrat hat dem Grossen Rat den Finanzrahmen für den Ausbau der Infrastrukturen des Spital Wallis vorgelegt. Das Parlament wird das Geschäft anlässlich der Maisession 2016 beraten. Spital Wallis kann anschliessend schrittweise die nötigen Kredite für die Finanzierung der Ausbauarbeiten für die Spitäler Sitten und Brig sowie die Renovationsarbeiten der weiteren Spitäler (Malévoz, St-Amé, Martinach, Siders) aufnehmen. Die Infrastrukturen der öffentlichen Walliser Spitäler werden bis zum Jahr 2025 ausgebaut und renoviert.
Der medizinische und technologische Fortschritt, der verstärkte Wettbewerb zwischen den Spitälern und die Schwierigkeit, genügend ärztliche und pflegerische Fachkräfte zu finden, erfordern eine erhebliche Neuorganisation der Spitäler. Deshalb hat der Staatsrat mit Beschluss vom 10. Dezember 2014 vorgesehen, sämtliche Spitalaktivitäten im Oberwallis im Spital Brig und sämtliche Operationstätigkeiten für das französischsprachige Wallis im Spital Sitten zu konzentrieren.
Beschlüsse werden dem Grossen Rat vorgelegt
Dem Grossen Rat wird im Mai 2016 das Gesuch um die Gewährung einer Rahmenbürgschaft für den Ausbau der Infrastrukturen des Spital Wallis unterbreitet. Er wird dann die Gelegenheit haben, über eine Bürgschaft in der Höhe von 385 Millionen Franken (davon 100 Millionen für das Oberwallis) zu entscheiden. Er wird ebenfalls über eine erste Bürgschaft in der Höhe von 30.8 Millionen Franken für die Finanzierung der Wettbewerbe und Detailstudien befinden. Diese dienen dazu, die Ausgestaltung der Projekte zu verfeinern und die Kosten zu schätzen. Jedes Vorhaben wird dann in der Form einer Objektbürgschaft dem Grossen Rat einzeln zur Genehmigung vorgelegt.
Mit den neuen KVG-Bestimmungen über die Spitalfinanzierung, die seit 2012 in Kraft sind, werden Spitalinvestitionen nicht mehr direkt von der öffentlichen Hand subventioniert. Die Spitäler müssen die erforderlichen Gelder aufnehmen und diese dann über die Einnahmen finanzieren. Der Kanton gewährt den öffentlichen Spitälern Bürgschaften, damit diese die entsprechenden Kredite aufnehmen können.
Stand der Projekte des Spital Wallis
Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs für den Aus- und Umbau des Spitals Sitten wurden am 25. Januar 2016 veröffentlicht. Der Wettbewerb für Brig ist im Oktober 2015 lanciert worden; die Resultate werden im Juni 2016 erwartet. Der Beginn der Bauarbeiten ist für beide Spitäler ab 2020 vorgesehen. Der Wettbewerb bezüglich der psychiatrischen Klinik Malévoz in Monthey und der Klinik St-Amé in St-Maurice wird Ende 2016 lanciert und der Beginn der Arbeiten ist ab 2022 geplant. Die Spitäler Martinach und Siders werden entsprechend ihren neuen Aufgaben im Bereich der Altersmedizin und der geriatrischen Rehabilitation renoviert, wenn die Ausbauarbeiten im Spital Sitten weiter fortgeschritten sind.