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Die ersten Wörter des Menschen waren vermutlich Kraftausdrücke. Dank ihnen soll unsere Spezies zur Sprache gefunden haben. Das vermutete zumindest der Begründer der Evolutionsbiologie, Charles Darwin. Er spekulierte, dass unsere frühesten Lautäusserungen Feindseligkeit und Lust ausdrückten. Schliesslich ging es darum, eindrucksvoll Kraft zu kommunizieren – sowohl den Feinden als auch den Sexualpartnern.
Heute sind vulgäre Ausdrücke weitaus mehr als primitive Kommunikationsversuche. Studien zufolge kann ihr Gebrauch ein Zeichen von Redegewandtheit und Intelligenz sein. Wer Fluchen vereinzelt und strategisch benutzt – etwa um etwas zu unterstreichen –, kommt bei seinen Mitmenschen gut an. Politiker, die ab und zu vom Leder ziehen, scheinen glaubwürdiger und werden, laut italienischen Forschenden, eher gewählt. Wenn sie fluchen, suggeriert das intensive Emotionen, sie wirken echter und sogar ehrlicher.