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Beschreibung
Wissenschaftlicher Name: Cynara cardunculus ssp. flavescens syn. C. scolymus
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Hergestellt aus der frischen, gereinigten und schonend getrockneten Ware.
Fütterungshinweis
Großpferde (600 kg LG) 20 g - 30 g / Tag. Ponys und Kleinpferde entsprechend anpassen.
Achtung: Sollte nicht an säugende Stuten verfüttert werden, da dadurch die Milchbildung gestört werden kann.
Hinweis: Bitte beachten Sie die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln
Artischocke – Heilkraut für Pferde
Die Artischocke ist inzwischen nicht nur ein beliebtes Heilkraut für Menschen, sondern wird auch gerne bei Pferden mit Leberproblemen und Magen-Darm-Problemen eingesetzt.
Die dunkelgrüne Pflanze wird bis zu 2 m hoch und gehört zu der Pflanzengruppe der Disteln. Sie besitzt blau-violette Blüten und essbare Hüllblätter. An der Unterseite der Artischockenblätter befindet sich eine dichte Behaarung. Werden die Blätter verarbeitet, entsteht ein flockiger Belag auf den Kräutern. Dieser Belag wird durch das ähnliche Aussehen oft mit Schimmel verwechselt. Schimmel kann sich aber nur dann bilden, wenn die Kräuter feucht geworden sind. Außerdem können die flauschigen Nester den Anschein machen, dass sich Spinnmilben auf den Blättern befinden. Die Sorge ist jedoch unbegründet – in diesem Fall sind die flauschigen Nester ein Indiz für gute Qualität.
Ursprünglich stammt die Artischocke aus dem Mittelmeerraum und dem nördlichen Afrika. Im alten Ägypten und im christlichen Rom wurde die Artischocke schon 500 v. Chr. als Speise und Arzneimittel genutzt. Erstmalig wurde die Artischocke im 15. Jahrhundert in England kultiviert. In den USA entdeckte man ihre Vorzüge im 18. Jahrhundert. Bereits nach dem 17. Jahrhundert erlebte die Artischocke in Mitteleuropa einen enormen Rückgang und wurde erst in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder vermehrt genutzt.
Vorrangig werden die getrockneten Laubblätter verwendet. Gerade diese sind sehr reichhaltig an Bitterstoffen und Flavonoiden. Verwendet werden aber auch:
Durch den Bitterstoff Cynaroprikin wird vermehrt Magensäure gebildet und der Appetit angeregt. Die Produktion von Gallensäure wird durch Flavonoide und Caffeoylchinasäure-Abkömmlinge angeregt und beim Pferd von der Leber über die Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm weitergeleitet. Hier hilft sie bei der Verdauung von Fetten.
Gerade Pferde mit schlechten Leberwerten können von den Inhaltsstoffen der Artischocke profitieren. Sie regt nicht nur die Funktion der Leber an, sondern wirkt sich auch positiv auf die Leberzellen aus. Insbesondere die Stoffwechselleistung bzw. der Gallenfluss in der Leber wird erhöht und die Leberzellen werden geschützt und gestärkt. Die Bitterstoffe sorgen dafür, dass der Speichel und der Magensaft intensiviert werden und somit der Verdauungstrakt vermehrt in Gang gebracht wird. Die Leber profitiert auch von einer vermehrten Durchblutung und der Anregung des Zellwachstums. Durch die vielen positiven Eigenschaften können Reparaturvorgänge in der Leber des Pferdes schneller ablaufen und abgeschlossen werden. Die Leber kann sich so schneller regenerieren. Auch ihre entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaft ist zu erwähnen, weswegen Sie z.B. auch bei Pferden mit Hufrehe und Verdauungsbeschwerden gerne eingesetzt wird.
Die Dosierung für Pferde liegt je nach Körpergewicht des Pferdes bei 6 bis 15 Gramm als Einzeldosierung.
Kräutermischung bei Pferden mit EMS:
Kräutermischung bei Leber- und Stoffwechselproblemen (Tagesgaben):
Kräutermischung zur Stärkung der Leber (Tagesangaben):
Kräutermischung bei Hufrehe (2 x täglich):
Kräutermischung bei Lebererkrankungen: