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Kurzbeschreibung:
Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft …
Rückseite:
Entscheide dich – für die Liebe oder für die Zukunft Stell dir vor, du verliebst dich. Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe. Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe. Und auch kein Ich. Wie sagst du «Ich liebe dich»?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und ihre Welt ist dem Untergang geweiht. Setzt du dein Leben für sie aufs Spiel?
Cover:
Das Cover zeigt einen Flakon. Dieser hat eine liegende Acht, das Symbol für die Ewigkeit. Das Fläschchen soll das Parfum „Everlasting“ darstellen. Das Ganze ist im Hintergrund dann noch mit einer Blüte verziert.
Meine Zusammenfassung und Meinung:
In dem Buch ‚Everlasting‘ geht es um Finn. Dieser ist Historiker und beschäftigt sich mit der Sprache Deutsch, die es seit dem früheren einundzwanzigsten Jahrhundert nicht mehr gibt. Kurz nachdem Finns Familie bei einem Raumschiffunfall gestorben ist, bekommt er den Auftrag, ein Tagebuch eines dreizehnjährigen Mädchens zu übersetzten. Dabei verliert er sich immer mehr in den Texten von Eliana, die schrittweise immer älter wird und auch schon eine Menge durchgemacht hat. Doch um mehr von ihr lesen zu können, muss Finn sich auf ein Projekt einlassen und in eine virtuelle Welt gehen, um dort in Erfahrung zu bringen, ob alles detailgetreu ist. Immer mehr steigert er sich beim lesen in Gefühle hinein, die er nicht zuordnen kann, denn Liebe gibt es in seiner Welt nicht, genauso wie ein „ich“. In seiner Welt ist alles zweckmäßig, weswegen die Geburtenrate auch immer weiter sinkt und die Forschung für Memo- und Nomoklone vorantreibt.
Nachdem ich das Buch durch hatte, musste ich wirklich schlucken. Einige Ereignisse waren wirklich schockierend und sehr überraschend. Wer auf Dystopien steht, die einen wirklich in eine völlig fremde Welt ziehen, wird an diesem Buch wirklich seinen Spaß haben. Obwohl das Ganze auf der Erde spielt, ist alles ganz anders. Die Menschen leben ihr Leben mit sogenannten BBs, mit denen sie alles steuern, speichern und wiedergeben können. Kaum noch jemand nimmt einen Stift in die Hand und selbst der für uns ganz normale Füller ist dort ein historisches Artefakt. Durch Elianas Tagebuch kommt dann erst richtig Schwung in die Geschichte und bildet eine Art übergang in unsere Zeit. Alles in allem war dieses Buch wirklich der hammer. Trotz der Befremdlichkeit der neuen Welt in Finns dreiundzwanzigstem Jahrhundert versteht man leicht, was mit einigen Gegenständen gemeint ist und bekommt so ein sehr flüssiges Leseerlebnis. Über eine Fortsetzung würde ich mich wirklich freuen!
Bewertung:
Für die wirklich einzigartige Idee und der wirklich tollen Umsetzung dieser Distopie bekommt das Buch von mir 5 Sterne.
Danke für das Rezensionsexemplar an den Rowohlt Verlag.