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Das Betäubungsmittelstrafrecht gehört zum Nebenstrafrecht und ist von hoher praktischer und rechtspolitischer Bedeutung. Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) dienen primär der Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität, weshalb die Strafandrohungen aussergewöhnlich hoch sind.
Neben den klassischen Betäubungsmitteln steht vermehrt die Dopingbekämpfung im Sport im Fokus strafrechtlicher Verfahren. Gemäss der seit 2012 geltenden, verschärften Strafbestimmung von Art. 22 des Sportförderungsgesetzes (SpoFöG) macht sich strafbar, wer zu Dopingzwecken verbotene Substanzen herstellt, erwirbt, einführt, ausführt, durchführt, vermittelt, vertreibt, verschreibt, in Verkehr bringt, abgibt oder besitzt oder verbotene Methoden bei Dritten anwendet.
Strafverfahren im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten werden meist gegen eine Vielzahl von Personen gleichzeitig geführt, weshalb es in diesem Bereich der koordinierten Mehrfachverteidigung bedarf.