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verstorben am 21. Juli 2018 im Alter von 89 Jahren.
Die Kernphysikerin Verena Meyer war eine höchst anerkannte Wissenschaftlerin, die sich mit aller Kraft und grossem Engagement für die Universität Zürich einsetzte. Sie baute Teilchenbeschleuniger, prägte die nationale Forschungspolitik mit und stand als erste Frau an der Spitze einer Schweizer Universität.
Verena Meyers Lebensweg war eng mit der Universität Zürich verbunden. Hier studierte sie zunächst Medizin und wechselte dann zur Experimentalphysik. 1958 wurde sie an der UZH promoviert. Anschliessend arbeitete sie zwei Jahre als Postdoktorandin an der University of Minnesota in den USA und kehrte danach an die UZH zurück. Verena Meyers ganzes Physikerinnenleben kreiste um die Entwicklung von Teilchenbeschleunigern.
Nach ihrer Habilitation wurde sie 1963 ausserordentliche, 1968 ordentliche Professorin für Experimentalphysik an der UZH. Von 1975 bis 1977 war sie Präsidentin der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft. 1976 stand sie als erste Dekanin der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät vor, 1982 bis 1984 leitete sie die Universität als erste Rektorin in der Geschichte der UZH. Anschliessend war sie für zwei Jahre Prorektorin.
In ihrer Zeit als Rektorin erwachte Verena Meyers Interesse für die Wissenschaftspolitik, und bald übernahm sie auch auf nationaler Ebene Verantwortung. In den Achtziger- und den Neunzigerjahren bekleidete sie wissenschaftspolitische Schlüsselpositionen: Als Vorsitzende der Abteilung IV des Schweizerischen Nationalfonds war sie für nationale Forschungsprogramme zuständig. Danach war sie Mitglied und später, bis 2000, Präsidentin des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates SWTR, dem beratenden Organ des Bundesrates für Fragen der Wissenschafts-, Hochschul-, Forschungs- und Technologiepolitik. 1994 wurde Verena Meyer emeritiert.