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Louis Daniel Armstrong 1901 - 1971 Aus der grossen Familie des Jazz ragt eine Persönlichkeit aus allen anderen hinaus. Sein Name ist "Jazz". Seine Insignien eine Selmer-Trompete und ein grosses, weisses Taschentuch. Seine Freunde nannten ihn schlicht "Pops" und es gibt wohl keinen Jazztrompeter, der nicht durch den "King of Jazz" beeinflusst wurde.
Louis Daniel Armstrong, am 4. August 1901 in New Orleans, Louisiana, geboren, wuchs in ärmlichsten Verhältnissen auf. In den Slums der Farbigen lebten seine Eltern zusammen mit der Grossmutter in einem Raum einer Holzhütte. Seine Erfolgsaussichten als Mensch zweiter Klasse, bedingt durch Armut und Hautfarbe, waren äusserst gering. Gewalt und Schlägereien waren an der Tagesordnung und so landete Louis in einem Heim für farbige Jungs, wo er die ersten Töne auf einem Cornett erlernte. Nach seiner Entlassung verdiente Louis seinen Lebensunterhalt mit Kohle austragen und Alteisen sammeln. In den einschlägigen Kneipen im Rotlichtviertel "Storyville" lauschte er begierig den berühmten Musikern. Manchmal durfte er stolz ihre Instrumentenkoffer tragen.
Mit 15 Jahren spielte er regelmässig auf einem Mississippi-Dampfer. 1918 soll Bix Beiderbecke ihn in Davenport gehört haben. Darauf hin ersetzte dieser seinen Trompeter King Oliver durch Armstrong. Als Oliver nach Chicago zog, folgte ihm Armstrong 1922 nach und wurde zweiter Trompeter in Olivers Creole Jazzband. 1924 heiratete er Lillian Hardin aus Memphis, die Pianistin der Band. Kurz darauf wechselte er in die Band von Fletcher Henderson, wo er rasch zum Starsolisten avancierte.
Ab 1925 machten Louis und seine Frau Aufnahmen mit Formationen, die sie Hot Five und Hot Seven nannten. Aus dieser Epoche stammen die gewaltigen Titel wie "West End Blues", "Potato Head Blues", "Struttin with Some Barbecue", "Heebie Jeebies" etc.
Ab 1930 entwickelte sich der "Swing" und es entstanden die ersten Bigband-Formationen. Louis war von Anfang an dabei. Ab 1932 bereiste er Europa und später die ganze Welt. 1947 löste er seine Bigband auf und kehrte zurück zu den Wurzeln, zum New Orleans-Stil mit einer neuen Band "Louis Armstrong and his All Stars". In den Jahren 1959 und 1960 war es insbesondere sein Gesangstalent, das ihn zum Weltstar machte. Seine Stimme war sehr rauchig und damit einzigartig "jazzig". Seine unermüdliche Energie und die vielen Auftritte forderten naturgemäss ihren Tribut und die Ärzte rieten ihm, das Trompete spielen aufzugeben. In dieser Zeit entstanden z.B. die fantastischen Duette mit Ella Fitzgerald. Louis Armstrong starb 1971 in New York an einem Herzinfarkt. Sein Vermächtnis sind unzählige Kompositionen, Tonaufnahmen und Filme, die uns bis zum heutigen Tag faszinieren. Er war und ist "The King Of Jazz". Auf die Frage eines Journalisten antwortete Louis, Zitat: "Wenn Du fragst, was Jazz ist, wirst Du es nie verstehen".