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Als erstes muss euch folgendes klar sein: Wenn Wasser zu Eis wird, nimmt sein Volumen zu, das heisst
Eis braucht mehr Platz als Wasser. Nach diesem einfachen Prinzip funktioniert die Frostsprengung.
Wasser dringt in Ritzen und Spalten des Gesteins, kühlt sich über Nacht ab und wird zu Eis, sofern die Temperatur unter 0°C liegt. Die Ritzen und Spalten werden grösser und es können Stücke abfallen, wie du auf dieser animierten Grafik sehen kannst.
Welches sind nun die besten Bedingungen für die Frostsprengung und wo auf der Welt finden wir sie? Als erstes brauchen wir natürlich Wasser, das wir ausser in Wüsten fast überall finden. Ausserdem muss die Temperatur am Tag über 0°C liegen, damit das Eis schmelzen kann, in der Nacht jedoch unter 0°C, damit Eis überhaupt entsteht. Hier die ideale Temperaturkurve.
Bei uns in der Schweiz herrschen manchmal solche Temperaturverhältnisse, jedoch nicht im Sommer (zu heiss) und auch nicht im Winter (fast immer zu kalt). Um weiterzudenken müsst ihr wissen, dass es Gebiete ohne jahreszeitliche Temperatur-Schwankungen gibt. Dies ist in den Tropen idealerweise der Fall. Auch die Wassermengen sind gross genug. Deshalb finden wir Frostsprengung in tropischen Gebirgen das ganze Jahr. Sie kommt auch in unseren Breitengraden vor, allerdings nur in bestimmten Jahreszeiten.
Es sei noch kurz erwähnt, dass auch Pflanzen bei der Verwitterung mithelfen. Ihre Wurzeln sind in Rissen verankert und dehnen beim Wachsen das Gestein aus.