Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03525.jsonl.gz/1059

Antioxidantien
Was sind Antioxidantien?
Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die den Körper vor oxidativem Stress schützen. Dieser Stress entsteht, wenn Oxidantien (bzw. freie Radikale) in den Körper gelangen oder während endogener Stoffwechselvorgänge entstehen. Oxidantien können in Chemikalien, Konservierungs- und Farbstoffen enthalten sein und über Medikamente, verschmutzte Luft, Lebensmittel, Strahlung und Zigarettenrauch in den menschlichen Organismus gelangen.
Oxidative Belastung und die Anhäufung freier Radikale im Körper können Proteine, Fette und andere Zellbestandteile schädigen und die Funktion der Zellen stören, was auch die Entstehung bestimmter Krankheiten begünstigt. Die schützenden Antioxidantien werden sowohl eigenständig im menschlichen Organismus synthetisiert als auch mit der Nahrung in den Körper aufgenommen. Da sie durch die Deaktivierung freier Radikale selbst ausgeschaltet werden, sollten sie regelmässig mit der Nahrung aufgenommen werden.
Endogene Antioxidantien
Der menschliche Organismus ist in der Lage, einige, sogenannte endogene Antioxidantien, eigenständig zu synthetisieren. Abhängig von ihrer Zusammensetzung können diese unterschiedliche Radikale deaktivieren: Zu den endogenen Antioxidantien wird unter anderem die Harnsäure gezählt, die ein Endprodukt des Purinstoffwechsels darstellt. Sie kann den Körper von zahlreichen Oxidantien, wie dem Singulett-Sauerstoff, Hydroxylradikal, Ozon und Allantoin, entgiften.
Neben der Aufnahme über die Nahrung kann das Coenzym Q10 vom menschlichen Organismus auch eigenständig in den Mitochondrien produziert werden, die als Organellen für die Energiebereitstellung im menschlichen Organismus dienen. Weitere endogen produzierte Antioxidantien sind unter anderem Liponsäure, Glutathion und Bilirubin. Aber auch endogene Hormone, wie Östrogen, das die weibliche Menstruation auslöst, sowie Melatonin, das für den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen verantwortlich ist, sind antioxidativ-wirkende Substanzen.
Nahrungsantioxidantien
Andere Antioxidantien können hingegen ausschliesslich über die Nahrung aufgenommen werden: Vitamin C trägt bei täglicher bedarfsgerechter Zufuhr dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Auch Vitamin E ist bei ausreichender Aufnahme dazu in der Lage, genauso wie eine Reihe von Mineralstoffen, darunter Selen, Zink, Kupfer und Mangan.
Bei einer ausgewogenen Ernährung wird der Körper ausserdem mit wichtigen Bestandteilen versorgt, die für die zahlreichen antioxidativ-wirkenden Enzymsysteme (z.B. Glutathionperoxidase, Katalase, Superperoxidase) benötigt werden. Diese können an unterschiedlichen Stellen im Organismus ihre Wirkung entfalten und benötigen dabei je nach Enzym unterschiedliche Nährstoffe.
Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.