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Quality of Life
Die Schweiz. MS-Gesellschaft fördert Forschung zu Multipler Sklerose. Einerseits ist damit die Hoffnung verbunden, dass MS eines Tages heilbar ist, andererseits soll die MS Forschung auch den konkreten Lebensalltag von Betroffenen verbessern, um die von der Erkrankung verursachten, sowohl physischen als auch psychischen, Beeinträchtigungen zu lindern oder die mit der Erkrankung verbundenen, potenziellen, körperlichen und psychosozialen Folgen präventiv abzuwenden.
Wie kann die Lebensqualität trotz MS verbessert werden? Welche Forschungsprojekte versprechen einen Erkenntnisgewinn, der Betroffenen im alltäglichen Umgang mit MS etwas bringt? Um diese Fragen zu klären und die bei der Schweiz. MS-Gesellschaft eingegangenen Gesuche zu bewerten, traf sich Anfang Juli ein sechsköpfiges Komitee, bestehend aus MS-Betroffenen und Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats, und bestimmte zwei besonders geeignete Forschungsanträge.
Zum einen wurde ein Projekt unter der Leitung von Nikola Biller-Andorno vom Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich ausgewählt. Das Projekt analysiert Erfahrungen, die MS-Betroffene in Arztpraxen, Spitälern oder im Alltag machen und will einerseits Informationen zur Verbesserung des Gesundheitssystems gewinnen, andererseits persönliche Krankheitserfahrungen, öffentlich verfügbar machen, die allen MS-Betroffenen im Umgang mit der Krankheit helfen können.
Das andere Projekt des Inselspitals Bern unter der Leitung von Robert Hoepner befasst sich mit der nonverbalen Kommunikation, also der Mimik und Gestik bei Multipler Sklerose. Beeinträchtigungen sowohl der sprachlichen als auch der nonverbalen Kommunikation, so die Annahme, führen zu einer reduzierten Lebensqualität. Das Projekt nimmt sich dieses Zusammenhangs an, um gezielte Therapiestrategien zu entwickeln und den Alltag von MS-Betroffenen zu verbessern.