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Die Schweiz bleibt eines der innovativsten Länder Europas
Die Studie wurde vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Auftrag gegeben und im Herbst 2011 anhand der Daten von 2'300 Unternehmen durchgeführt. Sie zeigt ein für KMU besonders erfreuliches Phänomen auf: Anders als der Durchschnitt der Schweizer Firmen sind die Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden in Europa immer noch Innovations-Champion.
Allgemein stellt die KOF fest, dass sich mehrere europäische Länder in den letzten zehn Jahren in Sachen Innovationsfähigkeit erheblich verbessert haben. Diese grossen Fortschritte haben in Verbindung mit der ungünstigen Entwicklung der Innovationstätigkeit in der Schweiz dazu geführt, dass der Vorsprung teilweise eingebüsst wurde. Während Dänemark nun die Nummer eins des Kontinents ist und sowohl im Industrie- als auch im Dienstleistungssektor vor der Schweiz liegt, haben auch Finnland und Belgien stärker zugelegt als die Schweiz, wenn man den Anteil der innovativen Unternehmen betrachtet.
In unserem Land war 1990 eine erste Phase verlangsamter Innovationstätigkeit im Industriesektor zu beobachten, gefolgt von einer zweiten Phase im Dienstleistungssektor kurz nach der Jahrtausendwende. In der Zeit vor der Krise hatte sich der Trend wieder abgeschwächt, doch aufgrund der erlahmten Weltwirtschaft und des starken Franken ist er nun umso stärker zu spüren.
In der KOF-Studie wird betont, dass die Schweizer Unternehmen trotz einer deutlichen Verbesserung des Innovationsklimas weiter unter dem Fachkräftemangel im Bereich Forschung und Entwicklung leiden. Verstärkt wird diese Schwäche zudem durch die Finanzierungsschwierigkeiten, von denen immer mehr Firmen betroffen sind.