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Samstag, 07.03.2020 - Sonntag, 19.04.2020
Parallelausstellungen
Patric Sandri und Adam Thompson
Normalerweise arbeiten Patric Sandri und Adam Thompson als Einzelkünstler. In dieser Ausstellung gehen sie aber unterschiedliche Kollaborationen ein und hinterfragen dabei die Autorenschaft von Kunst.
Patric Sandri beschäftigt sich mit abstrakter Malerei. Zentral dabei sind die Farbe, die Leinwand und der Keilrahmen. Er testet, wie weit er mit diesen begrenzten Werkzeugen das Medium Malerei erforschen kann. Auch das Licht wird thematisiert, indem die Abstrahlung der bemalten Bildrückseiten und Kanten auf den Hintergrund trifft und diesen in farbiges Licht taucht. Das Bild nimmt einen skulpturalen Charakter an.
www.patricsandri.com
Die frühen Arbeiten von Adam Thompson zeigten figurative Malerei. Das künstlerische Schaffen über mehrere Jahre in diesen konventionellen Strukturen stellte für ihn die traditionelle Definition und Intentionen eines Malers auf den Kopf. Es entstanden neue Werkserien unter Ausschluss des Aktes der Malerei. Pinselstriche werden reduziert auf das absolute Minimum: formal, farblich und textural. Farbig glänzende Oberflächen eingefasst in Leinwand spielen auf die Herkunft des Künstlers an. Es sind kantige Formelemente, die innerhalb der ästhetischen Komposition sitzen und schier zu gestikulieren beginnen.
Für Adam Thompson sind die Arbeiten “eine Sprache der Malerei ohne die Malerei”.
www.ajrthompson.com
Emanuel Gloor
Unter dem Titel "Spätwerk" befasst sich Emanuel Gloor eingehend mit dem Gesundheitswesen. Die beiden zentralen Exponate sind "Metastase" und "Multiple Sklerose". "Metastase" ist die Verarbeitung des Todes der Tochter Teodòra mit 44 Jahren. Dabei wird ihre tägliche Medikamenteneinnahme im Uni-Spital schriftlich festgehalten. Das andere grossformatige Gemälde "Multiple Sklerose" meint zwar das Leiden einer Person aus Gloors Bekanntenkreis, wird jedoch aus Pietätsgründen in Form einer ägyptischen Gottheit verbildlicht. Die Serie "Gesundes Organ" fasst vier Bilder von Innereien zusammen: Leber, Nieren, Gehirn und Herz. Die 8 kleinen "Pathosophien" gehen von Diagnosen ohne Lebensgefahr aus. Sie tragen bereits die Hoffnung auf Heilung in sich.
Emanuel Gloor (* 1937 in Uzwil / SG ) lebt in Schaffhausen und Budapest. 1953 Vorkurs an der Hochschule für Gestaltung in Zürich unter Johannes Itten. 1954 Ausbildung zum Werbegrafiker 1963 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Gestaltung. Werke u.a.: Musée Suisse du Vitrail, Romont/FR : Scheibe für den Kanton Schaffhausen. Akademie Bukarest, Radierungen zu Gedichten des rumänischen Lyrikers Mihai Eminescu. Wandgestaltung am Altersheim Steig, Schaffhausen.
www.galerie-mera.ch/emanuel-gloor/
Katrin Hotz
Katrin Hotz verbindet raumbezogene Malerei und Architektur auf spielerische Weise. Dabei geht sie vom Material Papier aus, das sie in Installationen verwendet, die objekthaft und räumlich werden.
Bei der Werkgruppe "enough" werden Papierbahnen bemalt, auseinandergerissen, zerknittert, gefaltet und zusammengeklebt. Durch diese Technik entstehen neue Verbindungen, Materialverluste und an manchen Stellen partielle Verdichtungen und Überlagerungen.
Bedingt durch den Arbeitsprozess sind ihre Werke immer neuartig und vom jeweiligen Raum und seinen Bedingungen abhängig. Mit ihrer künstlerischen Strategie bewegt sich Katrin Hotz zwischen raumbezogener Malerei, reliefartiger Installation sowie der Leichtigkeit einer Zeichnung im Raum.
(Yasmin Emmenegger, Kunsthaus Baselland 2019)
*1976 in Glarus (CH), lebt und arbeitet in Biel/Bienne;
1999–2001 Kunststudium, F+F, Schule für Kunst und Mediendesign, Zürich;
2001–2003 Bachelor of Arts, Ecole cantonale d’Art du Valais ECAV, Sierre;
2005–2007 Master Ecole cantonale d’Art du Valais, ECAV, Sierre
www.katrinhotz.net