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Meillard fehlt im Slalom ein Zehntel zu Bronze – Olympia-Gold für Noël
Die Schweizer Slalom-Asse bleiben in China ohne Medaille. Beim Olympiasieg des Franzosen Clément Noël werden Loïc Meillard Fünfter und Daniel Yule Sechster.
Die Winterspiele in China waren vor dem Slalom gar nicht zur Zufriedenheit von Loïc Meillard verlaufen: ausgeschieden in der Kombination, out auch im Riesenslalom. Bei seinem persönlich dritten Rennen in Yanqing lief es dem 25-Jährigen jedoch deutlich besser. Als Halbzeit-Vierter, nur drei Zehntel hinter der Spitze, sicherte er sich eine glänzende Ausgangslage.
Im Finaldurchgang legte Meillard gleich furios los, bei den ersten zwei Zwischenzeiten lag er jeweils an dritter Stelle. Doch in der zweiten Hälfte des Kurses büsste der Romand noch viel Zeit ein. Zu seiner ersten Olympia-Medaille fehlte Meillard, der auf Olympiasieger Clément Noël 0,80 Sekunden verlor, am Ende genau ein Zehntel.
Nur sechs Hundertstel weiter zurück reihte sich Daniel Yule als zweitbester Schweizer ein. Der Walliser, der in diesem Winter als einziger Swiss-Ski-Stangenkünstler auf dem Weltcup-Podest gestanden war (als Zweiter in Wengen), verbesserte sich in der Entscheidung dank zweitbester Laufzeit noch um sieben Positionen in den 6. Rang. Trotz des am Morgen eingehandelten grossen Rückstands von mehr als einer Sekunde auf die Spitze hätte Yule fast noch in die Medaillenvergabe eingreifen können.
Ramon Zenhäusern, 2018 in Pyeongchang Olympia-Zweiter im Slalom, wurde mit 1,38 Sekunden Rückstand Zwölfter. Luca Aerni, zur Halbzeit nur 19., stiess im Finaldurchgang noch in den 14. Rang vor.
Wie im Vorfeld prognostiziert wurde der Olympia-Slalom zu einem regelrechten Krimi. Hinter Noël, der im Finaldurchgang mit Bestzeit vom 6. Platz noch an die Spitze vorpreschte, gewann Johannes Strolz mit 0,61 Sekunden Rückstand Silber.
Der Kombinations-Olympiasieger aus Österreich lag zur Halbzeit als Führender noch um 38 Hundertstel vor Noël, der als erster Franzose seit Jean-Pierre Vidal 2002 Slalom-Olympiasieger wurde. Bronze sicherte sich der norwegische Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag.
(text&bild:sda)