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|Gebiet||Italien|
|Datum||2. Juni 1946|
|Vorlage||Staatsform|
|Abstimmungstyp||Plebiszit → durch Regent → bindend → Stufe: Grundsatzentscheid Staats/Regierungsform|
|Ergebnis||Republik|
|Stimmberechtigte||28'005'449|
|Stimmbeteiligung||24'947'187||89,08 %|
|Leere Stimmen||1'146'729|
|Ungültige Stimmen||363'006|
|Stimmen ausser Betracht||1'509'735|
|Gültige Stimmen||23'437'143|
|Monarchie||10'718'502||45,70 %|
|Republik||12'718'641||54,30 %|
|Medien||Stimmzettel|
|Bemerkungen||
Nach Mussolinis Hinrichtung schlägt das Comitato di Liberazione Nazionale eine
Volksabstimmung über die Staatsform vor, die alliierten Behörden sind einverstanden.
Umberto, von seinem Vater am 12.4.1944 als Regent (Luogotenente) eingesetzt, setzt die
Volksabstimmung zusammen mit den Wahlen zur Nationalversammlung in den Dekreten vom
16.3. und 23.4.1946 an.
Am 9. Mai 1946 dankt König Viktor Emanuel III zugunsten seines Sohnes Umberto II
ab.

Das Kassationsgericht (Corte di Cassazione) veröffentlicht am 10. Juni die Anzahl der gültigen Stimmen und am 18. Juni das Endergebnis mit den leeren und ungültigen Stimmen. Die Verzögerung hat sich ergeben, weil das erste Dekret in Art. 2 von der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, das zweite in Art. 17 von der Mehrheit der gültigen Stimmen "Monarchie" gegen "Republik" spricht. Die Summe der gültigen und ungültigen Stimmen entspricht nicht der Anzahl abgegebener Stimmen, weil die Protokolle teilweise fehlerhaft sind. Das Gericht ruft gleichentags die Republik aus. Umberto II, der das Land schon am 13. Juni verlassen hat, anerkennt das Ergebnis nicht.
Stimmberechtigt sind alle Männer und neu Frauen ab 21 Jahren. Gleichzeitig findet die Wahl zum Verfassungsrat statt, der am 22. Dezember 1947 eine Verfassung verabschiedet, die am 1. Januar 1948 in Kraft tritt.
|Quellen|
|Letzte Änderung|