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Dem Leben nach dem Evangelium treu bleiben
Franziskus verfasste kein Gesetzeswerk. Er wollte mit seiner Regel den Brüdern helfen, ihrem Versprechen treu zu bleiben. So mahnt er sie immer wieder, dem Leben nach dem Evangelium treu zu bleiben.
Papst Honorius III. bestätigte am 29. November 1223 die endgültige Regel des heiligen Franziskus. Das Original dieser Bestätigung wird im Sacro Convento in Assisi als kostbare Reliquie aufbewahrt.
Franziskus schaut zurück und nach vorne
Das Testament ist die letzte Schrift, die Franziskus verfasst hat und ist wenige Tage vor seinem Tod (Oktober 1226) entstanden. Franziskus betont darin in einfacher, fast ungelenker Sprache noch einmal die grundlegenden Elemente seiner Spiritualität. Es ist ein tiefes Zeugnis für seine kirchliche Gesinnung.
Im Loben Gott preisen
Franziskus schrieb den Lobpreis Gottes eigenhändig. Es ist als Original erhalten und wird in Sacro Convento in Assisi aufbewahrt.
Diesen Lobpreis Gottes schrieb Franziskus wohl im Jahre 1224 für Bruder Leo während seines Aufenthaltes auf dem Alvernaberg. Bruder Leo war einer der ersten Gefährten und engsten Vertrauten von Franziskus und befand sich zu dieser Zeit in einer schweren Glaubenskrise. Der Text, der eigentlich ein Gebet ist, sollte Bruder Leo ermutigen und ihn im Glauben stärken. Franziskus fügte für Bruder Leo auch einen Segenswunsch hinzu.