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Epilepsie im höheren Lebensalter
Prävention Während Epilepsie bis vor wenigen Jahren als eine Domäne des Kindes- und Jugendalters galt, ist sie immer mehr zu einer Alterskrankheit geworden: Fast 60 Prozent aller Epilepsien beginnen inzwischen in der zweiten Lebenshälfte.
Welches sind die Ursachen für Epilepsie im Alter?
Die mit Abstand häufigste Ursache für eine im höheren Lebensalter beginnende Epilepsie sind Durchblutungsstörungen des Gehirns.
Auch andere Schädigungen wie Kopfverletzungen, degenerative Erkrankungen oder Hirntumoren können als Ursache in Frage kommen.
Verläuft die Epilepsie im Alter anders als bei jungen Menschen?
Epileptische Anfälle im Alter unterscheiden sich von den Anfällen jüngerer Menschen dadurch, dass sie meist weniger dramatisch ablaufen
Fast alle der erstmals im Alter auftretenden Epilepsien sind Folge einer anderen Erkrankung des Gehirns oder mit Beteiligung des Gehirns.
Insofern beginnen sie meist in einem zeitlichen Zusammenhang mit diesen, und der weitere Verlauf hängt davon ab, um welche 'Grunderkrankung' es sich handelt.
Wie äussert sich die Epilepsie im Alter?
Epileptische Anfälle im Alter unterscheiden sich von den Anfällen jüngerer Menschen dadurch, dass sie meist weniger dramatisch ablaufen.
Nur bei etwa einem Viertel der Betroffenen kommt es zu sogenannten generalisierten 'Grand mal'-Anfällen mit Bewusstlosigkeit, Umfallen, Zuckungen an Armen und Beinen oder unwillkürlichem Einnässen. Ganz überwiegend kommt es zu 'fokalen', nur einen Teil des Gehirns und Körpers beteiligenden Anfällen.
Diese sehen meist wenig bedrohlich aus und können beispielsweise nur in einer kurzen Verwirrtheit oder fehlenden Ansprechbarkeit bestehen.
Wie wird die Epilepsie im Alter behandelt?
In aller Regel wird eine erstmals im höheren Lebensalter auftretende Epilepsie wie in jüngeren Jahren mit Medikamenten behandelt. Diese werden auch als Antiepileptika bezeichnet und unterdrücken das Auftreten der Anfälle.
Mit diesen Medikamenten gelingt es bei etwa 70 Prozent der Patienten, mit vergleichsweise niedrigen Dosen eine dauerhafte Anfalls- und Beschwerdefreiheit zu erreichen.