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Jolanda Spirig schildert Einzelschicksale gerne als Gesellschaftsspiegel. Auch ihr neues Buch über die Ostschweizer Feministin Martha Beéry-Artho (*1941) ist mehr Zeitroman als klassische Biografie.Grosse Erzählbögen zeichnen ein Panorama der Schweiz des unteren Mittelstands von 1910 bis 1960. Beérys Mutter führte in Bern einen Kolonialwarenladen, der Vater war Chauffeur in der Vatikanischen Botschaft. Gegen die Macht der Kirche begehrte die Tochter erst als Erwachsene auf.Buchhinweis:Jolanda Spirig: «Hinter dem Ladentisch. Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren». Chronos
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