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Geschichte
Geschichte der Clairongarde
Den Namen verdankt das Clairon dem hellen Klang, das vom französischen „clair“ = hell abgeleitet ist. Ein besonderes Merkmal des Clairons ist, dass es über keine Ventile verfügt. Daher kann auf dem Clairon nur die Naturtonleiter gespielt werden, welche das Clairon mit seinen frohen und zackigen Melodien charakterisiert.
Die ersten Zeugnisse über diese Blechblasinstrumente führen in die Zeit des ägyptischen Königs „Tutenchamun“ zurück. Funde aus seiner Grabkammer weisen darauf hin.
Bei den alten Griechen wurde die „Salpinx“, ein trompetenartiges Blechblasintrument, vor allem in Kriegen oder gottesdienstlichen Kulten verwendet und bei den Römern diente es als Signalinstrument. In der Folge gelangte dieses Instrument zu den Mauren, über Portugal, England und Frankreich bis in die Schweiz.
Anlässlich der Landesausstellung 1939 und während der Grenzbesetzung im 2. Weltkrieg blühte das Fanfarenspiel mit den beflaggten Instrumenten erst richtig auf. Nachdem einige wenige Claironspieler am Nationalen Turnfest 1947 in Basel beachtliches Aufsehen erregten, gründeten die Basler Jungwachtführer von St. Anton 1947 die erste Clairongarde der Schweiz. Bei seiner Einführung war das Clairon eher zum Spielen von Signalen im Lager- und Scharbetrieb gedacht. Jedoch entwickelte sich das Clairon immer mehr zu einem Musikinstrument, wie man es heute kennt.
Geschichte der Clairongarde Buttisholz
Die Gründung der Clairongarde Buttisholz ist Herrn Pfarrer Alfred Scherrer zu verdanken. Pfarrer Scherrer, der aus dem Baselbiet stammte und nach Buttisholz zog, war der Ansicht, dass zu einer neugegründeten Buttisholzer Jungwacht ebenfalls ein Claironspiel dazugehört. Pfarrer Scherrer setzte 1964 damit den Grundstein für die Clairongarde Buttisholz. Die damaligen Jungwachtführer Buko, Solo, Bartli und Mäli liessen sich von Pfarrer Scherrers Idee begeistern und nahmen sich der Aufgabe an, das Claironspiel im Scharbetrieb zu integrieren.
Das Einsatzgebiet des Clairons beschränkte sich anfänglich auf die Funktion des Signalinstrumentes an Scharanlässen und im Sommerlager. Die vier Claironisten spielten zum Beispiel zu Ehren der Sieger eines Wettbewerbes, bei Fahnenauf- und abzug in Lagern und bei deren Rückreisen.
Mitte der Sechzigerjahre besassen die Buttisholzer Claironspieler noch keine Noten für Musikstücke. Darum spielten sie zeitweise zusammen mit den Scharen aus Malters und Sursee, damit sie das Repetoire erweitern konnten. Dank der guten Bläser waren die Buttisholzer bei diesen Jungwachtscharen gern gesehene Gäste.
Dank Lussi und Gustav lebte das Claironspiel in den Siebzigerjahren so richtig auf. Mit viel Engagement weiteten diese Beiden die Garde aus und schafften mit Fanfaren, Bässen und Hörner neue Instrumente an. Dank der guten Besetzung beschränkten sich die Auftritte bald nicht mehr nur auf Scharanlässe und Lager. Es folgten immer mehr externe Auftritte, welche manchmal auch entlöhnt wurden. In der Folge trennten sich die Jungwacht und die Clairongarde. Sancho und Zulu gründeten daraufhin 1983 die heutige Clairongarde Buttisholz.
Der gewonnene Handlungsspielraum färbte sich auf das Vereinsleben positiv ab. Ein Jahr später wurde bereits das Nationale Clairongardentreffen 1984 organisiert. Im gleichen Jahr gab die Buttisholzer Clairongarde im Rahmen des Schweizer Papstbesuches, dem damaligen Papst Johannes Paul II, auf dem Militärflugplatz in Alpnach ein Ständchen.
1998 war ein Höhepunkt der Clairongarde Buttisholz. Am 18. Schweizerischen Clairongardentreffen im St. Gallischen Lenggenwil wurde die Clairongarde Buttisholz Schweizer Meister.