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Friedrich Karl Waechter
Die Schöpfung
Diogenes Verlag, 2002
Aus: Friedrich Karl Waechter. Die Schöpfung. Diogenes Verlag, 2002
Die Schöpfung
Am Anfang. Am Anfang war Tohuwabohu. Am Anfang war Tohuwabohu und Suppe. Und weil nichts war als Tohuwabohu und Suppe, ass ich die Suppe. Ich ass sie. Und als ich sie gegessen hatte, war Tohuwabohu und Leere. Und weil sonst nichts war, machte ich in die Leere und machte das Meer. Da war nichts als Tohuwabohu und Meer. Ich sah mein Spiegelbild im Meer. Das sprach zu mir: Mach weiter! Da machte ich weiter und machte den Wind. Der flüsterte mir zu: Mach weiter! Da machte ich weiter. Da erhoben sich Inseln im Meer, die nannte ich Afrika und Amerika. So machte ich die ganze Erde.
Doch weil nichts war als Tohuwabohu, Meer, Erde und mein Spiegelbild, nahm ich einen Klumpen Erde und machte daraus mein Ebenbild. Dem blies ich meinen Odem ein und machte ein lebendiges Wesen. Das war schön wie ich. Es lief vor mir her. Ich lief ihm nach. Wir badeten im Meer. Da sahen wir, dass das Meer voller Leben war. Und auch die Erde war voller Leben. Wie ist das möglich? Eben noch war alles wüst und leer? Soll ich es dir sagen? Ja, sag es mir.