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In Alaska kommen am 28. September seltene Zeitzeugnisse unter den Hammer: Die Alaska Auction Company verkauft Gegenstände aus der Zeit um 1945 an die Meistbietenden. Darunter befinden sich Dokumente einer Stenographin, die beim Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg als Übersetzerin gearbeitet hat.
Mitarbeiter hatten den Nachlass entdeckt, als sie das Haus der verstorbenen Maxine Carr räumten. Auf dem Dachboden fanden sie eine verschlossene Truhe, die sie aufbrachen: Protokolle von Verhören, Briefe, Fotos, Orden und Abzeichen lagen darin.
«Es war unangenehm, sehr unangenehm, durch die Akten zu gehen. Sehr aufwühlend», sagte Christine Hill der Daily Mail, der das Auktionshaus zusammen mit ihrem Mann gehört. Carr, die 1922 geboren wurde, arbeitete 32 Monate in Nürnberg, wo sich von 1945 bis 1949 Nationalsozialisten für ihre Taten verantworten mussten.
Noch nicht mal der Ehemann wusste von dem historischen Schatz, den Frau Carr aufbewahrt hat. Wie Christine Hill berichtet, war der 91-jährige Witwer überrascht, auch wenn er von dem damaligen Job seiner Gattin gewusst habe.