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Entschuldung
Seit einigen Jahren wächst die Verschuldung von Ländern des Globalen Südens wieder. Klimakrise, Krieg und die wirtschaftlichen Folgen der Pan-demie verschärfen das Problem. Schweizer Kreditgeber müssen sich an Entschuldungsverfahren aktiv beteiligen.
Worum es geht
Die Überschuldung vieler Länder des Globalen Südens ist ein grosses Hindernis, um neue wachstumsfördernde Investitionen zu finanzieren. Geld, das sie für den Schuldendienst zu Gunsten ihrer Gläubiger im Norden verwenden müssen, fehlt dann für die dringend benötigten Entwicklungsausgaben. In der Schweiz agieren Banken und Rohstoffhändler als Kreditgeber. Angesichts der Rolle der Schweiz als Sitzland wichtiger privater Gläubiger reicht es in ihrem Fall nicht aus, sich mit bescheidenen Beiträgen an den Schuldenerlassprogrammen des IWF (Internationalen Währungsfonds) oder der Weltbank zu beteiligen.
Es herrscht in diesem Bereich zudem grosse Intransparenz: Es ist nicht bekannt, welche Banken und Rohstoffhändler wo genau wieviel Kredite vergeben oder Anleihen gezeichnet haben. Alliance Sud will mehr Transparenz auf diesem Gebiet und einen aktiven Bund, der private Gläubiger in der Schweiz dazu bewegt, sich an substantiellen Entschuldungsprogrammen für Länder des Südens zu beteiligen.