Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/151136

<h2>SubmittedText<h2><p>Unter dem Titel "Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen" kommunizierte der Bund, dass bei aktuell untersuchten Fliessgewässern Grenzwerte überschritten werden und die Wasserqualität beeinträchtigt wird.</p><p>- Muss aufgrund der hohen Pestizidbelastung in den untersuchten Fliessgewässern auch mit einer solchen in Seen gerechnet werden?</p><p>- Haben diese Resultate Einfluss auf die eben vom Parlament behandelte Vorlage über die Nachrüstung von Abwasserreinigungsanlagen?</p><p>- Werden zusätzliche Präventionsmassnahmen ergriffen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Wasserqualität der Schweizer Gewässer wird hauptsächlich durch das gereinigte Abwasser und durch die Einträge von Stoffen aus der Landwirtschaft beeinflusst. Der Einfluss der Mikroverunreinigungen im gereinigten Abwasser wird durch die Nachrüstung von Abwasserreinigungsanlagen - wie vom Parlament beschlossen - stark reduziert werden. Diese Massnahme ist wichtig und ein weiterer Meilenstein im Schweizer Gewässerschutz.</p><p>In den grossen Seen werden die Pestizide stark verdünnt, und die Grenzwerte werden nicht überschritten.</p><p>Die Belastung der Gewässer durch die Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft lässt sich nicht mit einer einzelnen technischen Massnahme lösen. Der Bundesrat hat sich bereiterklärt, in Erfüllung des Postulates Moser 12.3299, "Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln", eine Auslegeordnung der Massnahmen zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung der Pflanzenschutzmittel zu erarbeiten. Basierend auf dieser Auslegeordnung wird er prüfen, ob und, wenn ja, in welcher Form weitere Schritte - z. B. ein Aktionsplan mit Reduktionszielen - sinnvoll sind.</p>