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Seine Mutter dachte an Abtreibung - heute ist er Fussball-Profi
Thiago Silva gehörte zu den Baumeistern des (anfänglichen) Erfolgs des Gastgebers Brasilien. Er führte sein Team als Captain ins WM-Halbfinale, in welchem er wegen einer Sperre nicht mitspielen konnte.
Silva ist es gewohnt, sich im Leben zu behaupten und durchzuschlagen. Er wuchs in äusserst armen Verhältnissen auf. Unglaublich: Wegen Armut dachte seine Mutter sogar an eine Abtreibung. Fast wäre der Abwehrchef des brasilianischen Nationalteams also vor seinem ersten Atemzug und meilenweit von der ersten Ballberührung gestorben.
Heute spielt Silva in den grossen Fussball-Ligen in Europa. Porto, Dynamo Moskau, AC Mailand und nun Paris Saint Germain. Mit den Franzosen wurde er zuletzt zweimal hintereinander Meister.
Der Abwehr-Spieler glaubt an Gott, er betet vor und nach den Spielen.
Keine andere Lösung?
Seine Mutter Angela hatte laut «Globo TV Channel» bereits zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, als sie mit Thiago schwanger war. Sie war überzeugt, dass sie nicht noch ein weiteres Kind würde durchbringen können. Gleichzeitig fühlte sie einen riesigen Schmerz beim Gedanken, das Baby abzutreiben. Sie weinte sich bei ihrem Vater aus. «Er erlaubte mir nicht, diese Sünde zu begehen», erinnert sich Angela.
Der Traum
Armut und Krankheit waren in Thiagos Kindheit gegenwärtig. Im Alter von 14 Jahren litt er unter Tuberkulose. «Es war der grösste Kampf meines Lebens. Ich musste sechs Monate im Spital bleiben.»
Auch war die Gegend, in der er aufwuchs, gefährlich. «Wir hörten immer wieder Schiessereien. Die Polizisten waren immer wieder in unserem Bezirk. Wenn ich daheim ankam, dankte ich Gott, dass ich sicher zurückkehren konnte.» Thiago folgte Gott und verfolgte seinen Traum, professioneller Fussballer zu werden.
Jedes Leben ist lebenswert
Mit harter Disziplin spielte er zunächst in einem lokalen Team aus der armen Gegend der Stadt. Bald aber stellte sich der Erfolg ein und die Möglichkeit nach Europa zu wechseln folgte. Heute verdient er bei Paris Saint Germain 16 Millionen Dollar.
«Thiagos Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass wir nicht in Versuchung geraten sollten, das Potenzial eines menschlichen Lebens abzuwägen. Besonders dann nicht, wenn es um ein ungeborenes Kind geht», schreibt «lifesitenews». «Thiago hätte abgetrieben werden können. Aber er wurde nicht. Er hätte ein Leben in der Kriminalität wählen können. Doch er tat es nicht. Er hätte seinen Traum aufgeben können. Doch das tat er nicht.» Nun ist er einer der besten Abwehrspieler der Welt und zeigt, dass jedes Leben lebenswert ist.
Datum: 17.07.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet