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Bild: Stiefelgeiss (M.C. Briner 2013)
Alkuin, der Abt des Klosters St. Martin in Tours, war der Lehrer und Ratgeber Karls des Großen. Er hat ein Buch mit Rechen- und Denkaufgaben verfasst und erzählt darin diese Geschichte:
Am Ufer eines Flusses steht ein Mann mit einem Wolf, einer Ziege und einem Kohlkopf. Er findet ein winziges Boot, worin außer ihm selbst als Ruderer immer nur eines der drei mitgeführten Dinge Platz hat.
Der Mann steht nun also nicht nur am Ufer, sondern auch vor einem großen Problem: Den Wolf und die Ziege kann er nicht allein lassen, sonst zerreißt der eine die andere. Die Ziege und der Krautkopf dürfen aber auch nicht zusammen an einem Ufer bleiben, sonst frisst die Ziege das Gemüse.
Was tun?
Die Lösung
Im Konzert vom 16. Mai 2012 am Bachfest Schaffhausen spielte das «Concerto di Viole» Werke von Samuel Scheidt, Johann Rosenmüller, Lukas Langlotz und Johann Sebastian Bach:
Gambenconsort „Concerto di Viole“ (Radio SRF Kultur)
Zutaten:
1/2 Kabis (Weisskohl), in feine Streifen geschnitten
2 Schalotten oder Zwiebeln, fein geschnitten
1-2 Esslöffel Kapern
50 g Walnusskerne
1 Bund glatte Petersilie
Geschnittenen Kabis und die Zwiebeln in einer grossen Pfanne im Öl ca 5 Minuten unter häufigem Wenden dünsten. Abkühlen lassen.
Nüsse hacken. Petersilieblätter abzupfen und hacken.
Eine Mayonnaise herstellen: 1 Ei, 1 Esslöffel Weisswein, Senf und 1 Esslöffel Essig miteinander mit dem Mixer gut mischen, Öl im feinen Strahl dazugeben, gut rühren, bis die Sauce dicklich wird. Kapern hacken und dazugeben. Die Mayonnaise mit Salz und Pfeffer würzen.
Den lauwarmen Kabis mit den geschnittenen Zwiebeln mit der Sauce vermischen. Vor dem Servieren die gehackten Nüsse sowie die fein geschnittene Petersilie zum Kabissalat geben und unterziehen.
Bild : Kabisköpfe (wiki)
Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
Eine Fabel.
»Gewiß, Herr Wirt, dies Obst ist nicht für meinen Magen.
Denn wenn ich mir, es frei zu sagen,
Ja eine Baumfrucht loben muß,
So lob ich mir die welsche Nuß.
Die schmeckt doch noch! – Bei meiner Treu!
Der zartste Apfel kömmt der Nuß, der Nuß nicht bei.«
Ein Kätzchen, das der Wirtin Liebe
Nie mit Gewalt zum Mausen triebe,
Und itzt in ihrem Schoße saß,
War schlau, vernahm und merkte das.
»Was?« dacht es, »eine Nuß soll so vortrefflich schmecken?
Halt! diese Wahrheit soll mein Maul gleich selbst entdecken.«
Es sprang vom Schoße weg, und lief dem Garten zu.
Nu, Katze, nu, wie dumm bist du!
Der schönen Chloris Schoß um eine Nuß zu lassen?
Wärst du ein junger Herr, wie würde sie dich hassen!
Nein, Schönen, räumet mir nur diesen Ort erst ein;
So wahr er mich ergetzt, ich will kein Kätzchen sein.
Doch dieses sag ich nur so im Vorübergehen.
Horcht! ich erzähle fort. Beim Garten blieb ich stehen?
Nicht? Ja. Wohl gut. Hier fand der Katze Lüsternheit
Beim nächsten Nußbaum nun, worauf sie sich gefreut.
Wollt ihr etwan ein Bild zu meiner Fabel malen:
So malt die Nüsse ja noch in den grünen Schalen,
Die unsre Katze fand. Darauf kömmt alles an.
Denn als sie kaum darein den ersten Biß getan,
So schnaubt und sprudelt sie, als wenn sie Glas gefressen.
»Dich«, spricht sie, »lobt der Mensch: so mag er dich auch essen.
Oh! pfui, was muß er nicht für eine Zunge haben!
An solcher Säure sich zu laben!«
O schweig nur dummes Tier!
Du schmähst zur Ungebühr,
Du hättest auf den Kern nur erstlich kommen sollen,
Denn den, die Schale nicht, hat Lydas loben wollen!L.
Gotthold Ephraim Lessing
„Konfitüre“ aus Milch – ungewöhnlich !
1 Liter Vollmilch
500 g Zucker
2 Vanillestengel
(etwas Zimt nach Belieben)
Milch und Zucker in eine Pfanne geben. Vanillestengel aufschlitzen, das Mark in die Milch schaben und die Stengel beifügen. Unter ständigem Rühren langsam aufkochen. Bei kleiner Hitze ca 90 Minuten köcheln, bis die Milch cremig geworden ist. Immer wieder Rühren, vor allem dann, wenn die Milch langsam beige-braun wird. Die Creme darf nicht auskristallisieren, sonst gibt es nicht eine glatte Konfitüre, sondern einen gekörnten Caramel.
Anschliessend im Eiswasserbad kalt rühren. Durch ein Sieb giessen und ganz erkalten lassen.
In ein Einmachglas füllen und gut verschlossen kühl lagern (ca 3 Monate haltbar):
Bild : Dulce de Leche (Wiki)