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Sonia und Stefan Hauser (Namen geändert) aus Bern versuchen seit Jahren vergeblich, ein Kind künstlich zu zeugen.
Als Sonia, 38, und Stefan Hauser, 39, im Jahr 1996 heirateten, war ihnen bereits klar, dass es mit dem Kinderkriegen schwierig würde. Sonia Hauser hatte seit je einen sehr unregelmässigen Zyklus. Die Ärztin riet dem Paar deshalb, es so rasch wie möglich zu versuchen.
Sonia Hauser bekam Hormontabletten. Langsam rutschten Hausers in die «künstliche Befruchtungsmaschinerie» hinein. Sie suchten eine Fortpflanzungsklinik auf; dort rieten die Ärzte zu einer künstlichen Besamung.
Am Anfang war Sonia Hauser noch sehr optimistisch. Doch nach dem sechsten fehlgeschlagenen Versuch spürte sie immer stärker den Druck, der auf ihr lastete. Nach anderthalb Jahren rieten die Ärzte zu einer neuen Methode, der so genannten intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI), bei der ein Spermium direkt in die Eizelle gespritzt wird.
Sonia Hauser nahm ein Jahr Urlaub von ihrem Job, um mehr Zeit und Ruhe für
die künstliche Befruchtung zu haben. Im Frühling 2000 wurde der Eingriff vorgenommen. Die Eierstöcke schwollen an, Sonia Hauser litt unter starken Bauchschmerzen – doch der Versuch klappte: Die Ärzte konnten fünf Eizellen entnehmen und befruchten.
Zweimal wurden je zwei Embryos eingesetzt, aber die Resultate waren negativ: Sonia Hauser wurde nicht schwanger. Die ganze Prozedur war nicht nur sehr belastend, sondern auch teuer: Ein Eingriff kostete rund 6000 Franken.
Hausers beschlossen, sich eine Auszeit zu nehmen und zu überlegen, wie es weitergehen soll. Dann wurde Sonia Hauser plötzlich schwanger: Im Sommer 2001 kam es zu einer Frühgeburt, das Baby starb an einer Infektion.
Seither weiss das Paar, dass die Möglichkeit besteht, doch noch ein Kind zu bekommen. Nach einem weiteren erfolglosen ICSI-Eingriff ist in den kommenden Frühlingsferien nochmals ein Versuch geplant. Die beiden hoffen weiter.