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Die Wasserversorgungsgenossenschaft der Gemeinden Aeschi und Spiez bezieht ihr Trinkwasser aus Quellen oberhalb Reichenbach im Kandertal, Aeschiried und Brunnenmatte (Aeschi) sowie aus dem Grundwasser des Kanderdeltas.
Das Wasser der beiden getrennten Quellgebiete auf Hanselen oberhalb Scharnachtal und Engel im Rychebachgrabe wird in mehreren Brunnstuben gefasst und im anlässlich der Quellsanierung in den Jahren 2002 bis 2005 neu erstellten Schacht Engelbürg ob Faltschen zusammengeführt. In einer langen Transportleitung durchquert es anschliessend syphonartig den Suldgraben und fliesst in natürlichem Gefälle über Aeschiried ins Versorgungsgebiet von Aeschi und Spiez.
Seit der Gründung der Wasserversorgungsgenossenschaft im Jahre 1901 wurde bis 1937 ausschliesslich Quellwasser verwendet.
Die totale Quellschüttung ist Schwankungen unterworfen und bewegt sich zwischen 800 und maximal 3'000 l/min.
Trotz der Erhöhung der Reservoirvolumen zeigte sich bald einmal, dass eine neue Wasserbezugsmöglichkeit gefunden werden musste, die bei Trockenheit nicht zurückgeht und der Entwicklung der Bevölkerung Rechnung trägt.
1932 wurde mit der Suche nach Grundwasser begonnen. Geologische Abklärungen ergaben, dass das Obere Kandergrien einen grossen, sicheren Grundwasserträger darstellt. Während den Jahren 1937 bis 1939 wurde dort das Grundwasser erschlossen.
Im Pumpwerk Kandergrien können heute dem Grundwasser bis 5000 l/min einwandfreies Trinkwasser entnommen werden.
Aktuell hat die Gemeinde Aeschi die bis anhin vor ihr betriebenen Wasserversorgungen Brunnenmatte (Aeschi) und Aeschiried an die WVG abgetreten.
Sammelschacht der Engelquellen Rüttiwald ob Faltschen