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Schaben sind Überlebenskünstler und leben seit vielen hunderttausend Jahren unverändert in fast allen Klimaregionen der Erde. Als Allesfresser wird ihnen auch niemals die Nahrung ausgehen.
In der Schweiz sind vor allem die Deutsche Schabe und die Orientalische Schabe problematisch. In Einzelfällen treten Braunbandschaben auf und seit etwa zwanzig Jahren zunehmend die einzigen frei lebenden Waldschaben, die fliegen können, aber harmlos sind.
Schaben sind dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber wird man sie kaum zu Gesicht bekommen. Wenn doch, ist das ein sicheres Zeichen für einen starken Befall, der professionell bearbeitet werden muss – Laien können Schaben nicht erfolgreich bekämpfen.
Die am weitesten verbreitete Deutsche Schabe (auch "Schwabenkäfer" genannt) ist ungefähr einen Zentimeter lang und honigfarben. Auffallend sind zwei dunkle Längsstreifen auf ihrem Halsschild. Deutsche Schaben sind meist da zu finden, wo auch Wasser vorhanden ist, also in Küchen und Bädern, an Abflüssen usw..
Braunbandschaben sind ebenfalls etwa einen Zentimeter lang und unregelmässig braun quergestreift. Sie leben in kleinen Gruppen von max. 15 Tieren und sind nicht unbedingt darauf angewiesen, Zugang zu Wasser zu haben. Braunbandschaben werden auch Möbelschaben genannt und können eigentlich überall wohnen. Häufig besiedeln sie Aktenordner, Schubladen, Computer und andere Einrichtungsgegenstände.
Die Orientalische Schabe wird bis zu vier Zentimeter lang und ist dunkel-kastanienbraun. Kälte macht ihr nichts aus, sie lebt meist in Kellern und Kanalisationen, von wo aus sie auf ihren Streifzügen auch in andere Bereiche eines Gebäudes vordringt.
Die Waldschabe ist die einzige in der Schweiz im Freiland lebende Schabe, sie ist tagaktiv und fliegt. Sie hat keine besonderen Merkmale, wenn man genau hinschaut, erscheinen ihre Flügel gefiedert (was sie natürlich nicht sind – sie sehen aber so aus).
Schabenbekämpfung ist Profiarbeit. Als Laie kämpft man auf verlorenem Posten, die Hilfe eines Schädlingsbekämpfers ist unbedingt notwendig.