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Herr Meier* wurde 1945 in Deutschland als zweites Kind seiner Mutter geboren. Diese befand sich jedoch in einer Lebenssituation, die ihr nicht erlaubte, sich um ihn zu kümmern. Er wurde von einem Schweizer Ehepaar adoptiert.
Das Ehepaar zog schliesslich mit ihm in die Schweiz. Da wuchs er auf und pflegte dank der Transparenz seiner Eltern bezüglich der Adoption Kontakt mit der Familie seines leiblichen Vaters. Es gelang ihm jedoch nie, den Kontakt mit seiner leiblichen Mutter wieder herzustellen. Herr Meiers Mutter bekam nach seiner Geburt nochmals eine Tochter. Somit hat er eine ältere und eine jüngere Halbschwester. Die ältere Halbschwester hatte sich immer an Herrn Meier erinnert, aber als sie sich einmal getraut hatte, bei der Mutter nachzufragen, hatte sie die Antwort erhalten, sie hätte dies nur geträumt. Erst nach dem Tod ihrer Eltern hatten die beiden Frauen schliesslich die Bestätigung erhalten, dass sie einen Halbbruder hätten.
Nach Erhalt dieser Information wenden sich die beiden Schwestern 2015 an das Deutsche Rote Kreuz DRK, um eine Suche in die Wege zu leiten. Diese Anfrage wird an den Suchdienst des SRK weitergeleitet. Der nimmt die Suche auf und findet Herrn Meier. Da zu diesem Zeitpunkt für den Suchdienst nicht klar ist, ob er von seinen Adoptiveltern über die Adoption informiert ist oder nicht, schlägt der Suchdienst dem DRK vor, dass die beiden Halbschwestern Briefe schreiben, um zu erklären, weshalb sie nach ihm suchen. Nach Erhalt dieser Briefe kontaktiert der Suchdienst Herrn Meier. Dieser hat sich sehr über die Nachrichten aus Deutschland gefreut. Der Suchdienst teilt die Freude der Geschwister und wünscht ihnen alles Gute.