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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiber Kreyenbühl Urteil vom 20. Februar 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Y.___, Sozialversicherungsrecht Röschibachstrasse 26, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1965, verfügt über keine abgeschlossene Berufsaus bildung ( vgl. Urk. 7/ 38/10 ). Zuletzt arbeitete der Versicherte von August bis November 1990 bei Z.___ (vgl. Urk. 7/ 2/1 ). Am 2 6. August 2020 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen Hero inkonsum seit der Jugend bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/6). Die IV-Stelle holte den Bericht von Dr. med. A.___, Oberarzt im Suchtmedizinzentrum B.___, vom 2 4. Dezember 2020 ein ( Urk. 7/13). Mit Schreiben vom 12. März 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass sein Gesundheitszustand durch eine regelmässige Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie (totale Sistierung des Cannabis- und K okainkonsums und Sistierung des Opioidkonsums oder ärzt lich überwachte Substitution mit Methadon oder regelmässige ärztlich abgege bene Opioid-Therapie) wesentlich verbessert werden könne. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die se Massnahme auf 100 % steigern lasse. Der Versicherte habe sich der Massnahme im Hinblick auf allfällige künftige Leis tungsansprüche zu unterziehen ( Urk. 7/15). Gleichentags erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten die Abweisung seines Leis tungsbegehrens in Aussicht stellte ( Urk. 7/16). D agegen erhob der Versicherte am 2 4. März 2021 Einwand ( Urk. 7/20). In der Folge gab die IV-Stelle bei Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am 8. November 2021 erstattete ( Urk. 7/38). Am 5. Januar 2022 liess sich der Versicherte zum Gutachten von Dr. C.___ vernehmen ( Urk. 7/40). Wie angekündigt, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 5. Juli 2022 einen Anspruch auf IV-Leistungen ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. August 2022 Beschwerde mit folgenden Anträgen ( Urk. 1 S. 2): « 1. Die Verfügung datiert vom 1 5. Juli 2022. 2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. 4. Falls von einer Restarbeitsfähigkeit ausgegangen wird, seien dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zuzusprechen. 5. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. 6. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 3. September 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 14. September 2022 angezeigt wurde ( Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Über gangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 1.3.1 Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstö rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnosti ziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versi cherten Person auswirkt. 1.3.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6 1.6.1 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 01.2021 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6.2 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 1.6.3 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass beim Beschwerdeführer gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens tes (RAD) keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Drogenk onsums anzunehmen seien. Bei der Abklärung von Dr. C.___ sei er nicht sch wergradig eingeschränkt gewesen. Kognitive Einschränkungen hätten nicht festgestellt werden können. Wenn der Beschwerdeführer gewillt wäre, könnte er einen Entzug durchführen. Bei vollständiger Abstinenz von Cannabis und Kokain und bei einer Substitutionstherapie mit zugelassenen therapeutischen Strukturen (Methadon, Buprenorphin, Morphin oder unter kontrollierten Bedin gungen Heroin) ohne Beikonsum könne von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % bis 100 % ausgegangen werden ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer mac hte demgegenüber geltend, dass mit Blick auf seine lange gesundheitsbedingte Absenz vom Arbeitsmark t die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen angezeigt sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der RAD in Abweichung von der Einschätzung von Dr. C.___ von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Die trotz der Einnahme von Heroin und Alkohol attestierte Arbeitsfähigkeit sei im ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Eine A bstinenz sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt nicht zumutbar. Die von Dr. C.___ prognostizierte Arbeitsfähigkeit stelle lediglich eine Vermutung dar. Zum prognostizierten Zeitpunkt wäre erne ut zu prüfen, inwiefern sich sein Gesundheitszustand durch die auferlegten Mas s nahmen effektiv verbessert habe ( Urk. 1 S. 6 ff. ). 3. 3.1 Dr. A.___ stellte im Bericht vom 2 4. Dezember 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 7/13/3): - psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F14.2) - leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. A.___ nicht. Er erklärte, dass der Beschwerdeführer seit dem 1 6. November 2018 bei ihm in Behandlung sei. Die Behandlung fände einmal pro Monat statt. Bis jetzt habe der Beschwerdeführer nicht für eine Substitution oder eine antidepressive psycho pha rmakologische Unterstützung motiviert werden können. Die Arbeitsfähigkeit sei konstant beeinträchtigt. Auch in einer dem Leiden angepassten T ätigkeit sei der Beschwerdeführer konstant beeinträchtigt (Urk. 7/13/ 2-5 ). 3.2 RAD-Arzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Medizin, führte in der Stellungnahme vom 1 0. März 2021 aus, dass der Psychostatus gemäss den Angaben von Dr. A.___ nur gering beeinträchtigt sei. Unter regelmässiger Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie seien die zurzeit gegebenen Einschränkungen voll reversibel. Diese Massnahmen seien dem B eschwerdeführer zumutbar. Nach Ausschöpfen aller therapeutischen Massnah men sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden gegeben. Der Beschwerdeführer wäre voll arbeitsfähig ( Urk. 7/14/3). In der Stellungnahme vom 2. Juni 2021 gab RAD-Arzt Dr. D.___ an, dass keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Konsums anzunehmen seien. Der Beschwerdeführer sei nur alle vier Wochen im Suchtmedizinzentrum B.___ in Kontrolle. Die Depression sei nur leichter Ausp rägung. Einschränkungen seien nur durch das Suchtgeschehen gegeben. Es sei eine psychiatrische Begut achtung notwendig ( Urk. 7/43/2-3). 3.3 Dr. C.___ stellte im Gutachten vom 8. November 2021 folgende Diagnosen ( Urk. 7/38/19): - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD- 10 F10.25) - Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F11.25) - Störungen durch C anna binoide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzge brauch (ICD-10 F12.25) Dr. C.___ erklärte, dass eine ausreichende Aussage bezüglich des Kokains basierend auf den Angaben des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Zusätzlich sei gemäss dessen Angaben von einer regelmässigen Zufuhr von Zigaretten mit zwei Packungen pro Tag auszugehen. Für die Arbeitsfähigkeit sei die Abhängig keit von Nikotin zum aktuellen Zeitpunkt nicht relevant. Es läge eine psychische Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen, Störung durch Tabak, Abhän gigkeit, ständiger Gebrauch (ICD-10 F17.25), vor ( Urk. 7/38/21). Dr. C.___ legte dar, dass der B eschwerdeführer gemäss seiner Selbsteinschätzung nicht krank sei. Er sei schon seit sehr langer Z eit abhängig und habe nie versucht, eine Entzugs- oder Entwöhnungstherapie zu machen. Er sehe auch keine Indikation, abstinent zu werden. Als der Beschwerdeführer 15-jährig gewesen sei, habe sein Bruder aufgrund einer Depression Suizid begangen. Der Beschwerdeführer habe damals angefangen, M arihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. Acht Jahre habe er in einer Justizvollzugsanstalt verbracht. Er sei wegen des Handels und Besitzes von Betäubungsmitteln, aber auch wegen Körperverletzungsdelikten verhaftet worden. Z udem sei er wegen Schwarzfahrens in einer Justizvollzugsanstalt gewesen. In den Justizvollzugsanstalten habe der Beschwerdeführer grösstenteils keine S uchtstoffe zu sich genommen und teilweise eine Methadon-Substitution wahrgenommen. In der Folge habe er teilweise K okain zu sich genommen, damit aber aufgehört. Das Kokain habe ihm nicht gutgetan. Vor 14 T agen habe ihm jedoch jemand Kokain geschenkt und er habe dieses konsumiert. Seit etwa zwei Monaten sei er im Diaphin -Programm. Bis zu seinem 2 5. L ebensjahr habe der Beschwerdeführer verschiedene Tätigkeiten ausgeübt. Er habe in einer Metzgerei, auf dem Bau und im Bereich des Transportwesens gearbeitet. Ab dem 3 0. Lebens jahr habe er nicht mehr gearbeitet. Er sei immer von der Sozialhilfe abhängig gewesen. Implizit gebe der Beschwerdeführer an, dass er mit Betäubungsmitteln handle. Genauere Angaben möchte er diesbezüglich aber nicht machen, da er strafrechtliche Konsequenzen befürchte. Der Beschwerdeführer habe erklärt, meistens um 5.00 Uhr zu Bett zu gehen und bis 17.00 Uhr zu schlafen. Er gehe gerne mit Freunden weg oder in den Park. Auch würde er L eute zu sich einladen, dies aber deutlich weniger (Urk. 7/38/9-14). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass d er Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer der Behinderung optimal angepassten Tätigkeit sei von einer Leistungs fähigkeit von 50 % auszugehen. De r Beschwerdeführer habe eine regelmässige, leitliniengerechte Substitutionstherapie mit einem zugelassenen Substitutions mittel ohne Bei konsum mit Opiaten durchzuführen. Zudem sei eine abstinenzori entierte Therapie mit Entzug und Entwöhnung von Cannabis, Alkohol und Kokain durchzuführen. Bei entsprechender Krankheits- und Therapieeinsicht wäre innerhalb eines Jahres von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/38/ 30-32 ). 3.4 RAD-Arzt Dr. D.___ erklärte in der Stellungnahme vom 7. April 2022, dass der Beschwerdeführer in der Untersuchung von Dr. C.___ nicht schwergradig eingeschränkt gewesen sei. Es hätten keine kognitiven Einschränkungen vorge legen. Dem Beschwerdeführer sei es zumutbar, den Weg der Gesundung von einer Abhängigkeitserkrankung zu gehen. Die Krankheits- und Therapieeinsicht sei nicht notwendig, um einen Entzug zu machen. Die «motivatorischen» Angaben, dass er keinen Entzug machen wolle, seien nicht relevant. Wenn der Beschwer deführer gewillt wäre, wäre bei einer adäquaten Therapie schon seit längerem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 7/43/4). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des vorliegenden Verfahrens beim externen Psychiater Dr. C.___ ein Gutachten nach Art. 44 ATSG eingeholt. Einem solche n Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 1.6.2 ). 4.2 D as Gutachten von Dr. C.___ vom 8. November 2021 basiert auf der erforder lichen fachärztlich-psychiatrischen Unter suchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Dr. C.___ hat detaillierte Befunde erhoben und die geklagten Beschwerden berück sichtigt. Die medizini schen Zustände und Zusammenhänge hat er einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.6.1 ). 4.3 Dr. C.___ erklärte in seinem Gutachten im W esentlichen, dass der Beschwer deführer mit 15 Jahren angefangen habe, Marihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. In der Folge habe er teilweise Kokain konsumiert, gemäss eigenen Angaben aber damit aufgehört. Er trinke täglich vier bis fünf und manchmal auch sechs Dosen à 0.5 Liter Bier. Im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen hätten sich insgesamt keine Ein schränkungen der kognitiven Fähigkeiten gezeigt. Hinweise für eine deprimierte Affektlage oder eine Traurigkeit hätten sich ebenfalls nicht gefunden. Trotz Zufuhr von Diaphin am Abend vorher und Alkohol bereits am Morgen (vor der Untersuchung) seien keine Einschränkungen nachvollziehbar gewesen. Es liege zwar eine schwere Suchterkrankung vor. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien allerdings noch leichtgradig ( Urk. 7/38/ 9-11, Urk. 7/38/16 und Urk. 7/38/21 ). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer einfachen repetitiven Tätigkeit ohne hohe kognitive Anforderungen oder komplexe Arbeitsverbote, im Rahmen derer er keine gefährlichen oder grösseren Maschinen führ en müsse, könnte er acht Stunden pro Tag arbeiten. Es bestehe jedoch ein höherer Bedarf an Pausen und Unterbrechungen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerde führer selber angebe, er könne mit dem aktuellen Heroin von 80 0 mg 23 Stunden ohne Entzugserscheinungen durchhalten. Bei der entsprechenden Substitutions therapie wäre ihm damit eine Tätigkeit möglich. Zu diskutieren sei, inwieweit jemand mit einer niedrigen Alkoholintoxikation arbeitsfähig sei. Generell fänden sich in der Arbeitsmarktrealität durchgehend Betroffene mit geringgradige r Zufuhr von täglichen Benzodiazepinen und Alkohol, die als arbeitsfähig einge schätzt würden. Es sei damit aktuell von einer 50%igen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ( Urk. 7/ 38/30-31 ). 4. 4 Diese fachärztlich-psychiatrische Beurteilung von Dr. C.___, welcher eine ausführliche Befunderhebung zugrunde liegt, ist plausibel. Dr. C.___ stützte sich dabei auch auf die Ergebnisse der L aboruntersuchungen betreffend Substanzkonsum ( Urk. 7/ 38/17 ). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung sprechen, werden vom Beschwerdeführer nicht vor gebracht und sind nicht ersichtlich. Insbesondere wird nicht substantiiert darge legt, weshalb dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Abstinenz zumut bar wäre. 4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Dabei gilt grundsätzlich, dass nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidisierend sein können (Urteil des Bundesgerichts 9C_344/2019 vom 8. August 2019 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2). 4.5.2 Zum Schweregrad der diagnostizierten Störung führte Dr. C.___ aus, es bestehe zwar eine schwere Abhängigkeitserkrankung von multiplen Substanzen. Der Beschwerdeführer habe sich jedoch im Untersuchungsbefund nicht schwer gradig eingeschränkt präsentiert, obwohl regelmässig Heroin (bzw. Diaphin ) und Alkohol zugeführt werde. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien noch als leichtgradig anzusehen (Urk. 7/38/21, Urk. 7/38/28). Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz hielt der Gutachter fest, der Beschwer deführer nehme aktuell eine Substitutionstherapie wahr. Es bestehe weder die Bereitschaft zur Abstinenz noch zur Teilabstinenz. Es bestehe keine Bereitschaft zum Entzug oder Entwöhnung. Es sei damit nicht von Therapiebereitschaft aus zugehen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «Persönlichkeit» lässt sich dem Gutachten entnehmen, die Persönlichkeit sei insgesamt abgegrenzt, misstrauisch und mit wenig Bereitschaft, eine adäquate Interaktion zu charakterisieren. Es bestehe keinerlei Motivation zur Veränderung bezüglich der eigenen Krankheit. Es bestehe weder Krankheits- noch Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer lebe seit Kindheit unter psychotropen Substanzen. Es komme jedoch gemäss eigenen Angaben noch nicht einmal zu einem Versuch einer Entzugsbehandlung; eine solche wäre dem Beschwerdeführer jedoch zumutbar. Es bestünden aktuell noch keine kognitiven Einschränkungen. Es bestehe die Indikation zu einer Substitu tion ohne Beikonsum und einer Abstinenz bezüglich der anderen Substanzen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «sozialer Kontext» und der Kategorie «Konsistenz» hielt Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer gebe selber an, dass er nicht krank, sondern abhängig sei. Es bestehe keine Krankheits- und keine Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer sei nicht bereit zu arbeiten oder zu einer medizinisch indizierten Therapie. Bezüglich der eigenen Kompetenzen zeigten sich erhebliche Inkonsistenzen in den Angaben. Dies dokumentiere sich im klinischen Befund und auch im Testbefund. Es habe sich eine erhebliche Aggravation zum Erreichen eines Rentenbegehrens gezeigt. Der Beschwerdeführer könne im Drogenmilieu ohne Einschränkungen agieren. Er könne Betäubungsmittel kaufen und verkau fen, was erhebliche Kompetenzen erfordere. Er könne Freundschaften aufrecht erhalten und Freizeitaktivitäten durchführen, die jedoch alle im Drogenbereich stattfänden. Basierend auf der (mangelnden) Bereitschaft zur Behandlung und Therapie zeige sich ein sehr gering ausgeprägter Leidensdruck. Die begonnene Substitutionstherapie könnte als Therapiebereitschaft dokumentiert werden, wenn nicht der erhebliche Beikonsum mit Opiaten und anderen Substanzen dies signifikant infrage stellen würde (Urk. 7/38/28-29). 4.5.3 Mit Ausnahme der Schwere der Abhängigkeitserkrankung - die indessen keine schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen zeitigt (vgl. auch die Prüfung anhand der ICF-Kriterien, Urk. 7/38/26-27) - lassen die rechtserhebli chen Indikatoren allesamt nicht auf eine (invalidisierende) Arbeitsunfähigkeit schliessen. Insbesondere konnte der Gutachter weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch einen behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Lei densdruck feststellen. Damit ist der Beweis für eine invalidenversicherungsrecht lich massgebende Arbeitsunfähigkeit nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten des Beschwer deführers auswirkt ( E. 1.6.3 ). 4.6 Liegt nach dem Gesagten keine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit vor, erübrigt sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs. Bei diesem Ergebnis waren auch keine Eingliederungsmassnahmen zu gewähren, zumal der Beschwerdeführer a nlässlich der Begutachtung bei Dr. C.___ erklärte, dass er nicht zur Teil nahme an einer Eingliederungs- oder Integrationsmassnahme bereit oder daran interessiert sei ( Urk. 7/ 38/13 ), womit es auch an der subjektiven Eingliederungs fähigkeit fehlt. 5. Die angefochtene Verfügung vom 1 5. Juli 2022 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 7 00.-- anzu setzen. Ausgangsgemäss sind sie de m Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da vorlie gend jedoch die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozess führung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt sind (Urk. 1 S. 3, Urk. 3), ist dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu gewähren und die Gerichtskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst : In Bewilligung des Gesuchs vom 8. August 2022 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstKreyenbühl

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiber Kreyenbühl Urteil vom 20. Februar 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Y.___, Sozialversicherungsrecht Röschibachstrasse 26, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1965, verfügt über keine abgeschlossene Berufsaus bildung ( vgl. Urk. 7/ 38/10 ). Zuletzt arbeitete der Versicherte von August bis November 1990 bei Z.___ (vgl. Urk. 7/ 2/1 ). Am 2 6. August 2020 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen Hero inkonsum seit der Jugend bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/6). Die IV-Stelle holte den Bericht von Dr. med. A.___, Oberarzt im Suchtmedizinzentrum B.___, vom 2 4. Dezember 2020 ein ( Urk. 7/13). Mit Schreiben vom 12. März 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass sein Gesundheitszustand durch eine regelmässige Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie (totale Sistierung des Cannabis- und K okainkonsums und Sistierung des Opioidkonsums oder ärzt lich überwachte Substitution mit Methadon oder regelmässige ärztlich abgege bene Opioid-Therapie) wesentlich verbessert werden könne. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die se Massnahme auf 100 % steigern lasse. Der Versicherte habe sich der Massnahme im Hinblick auf allfällige künftige Leis tungsansprüche zu unterziehen ( Urk. 7/15). Gleichentags erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten die Abweisung seines Leis tungsbegehrens in Aussicht stellte ( Urk. 7/16). D agegen erhob der Versicherte am 2 4. März 2021 Einwand ( Urk. 7/20). In der Folge gab die IV-Stelle bei Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am 8. November 2021 erstattete ( Urk. 7/38). Am 5. Januar 2022 liess sich der Versicherte zum Gutachten von Dr. C.___ vernehmen ( Urk. 7/40). Wie angekündigt, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 5. Juli 2022 einen Anspruch auf IV-Leistungen ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. August 2022 Beschwerde mit folgenden Anträgen ( Urk. 1 S. 2): « 1. Die Verfügung datiert vom 1 5. Juli 2022. 2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. 4. Falls von einer Restarbeitsfähigkeit ausgegangen wird, seien dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zuzusprechen. 5. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. 6. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 3. September 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 14. September 2022 angezeigt wurde ( Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Über gangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 1.3.1 Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstö rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnosti ziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versi cherten Person auswirkt. 1.3.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6 1.6.1 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 01.2021 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6.2 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 1.6.3 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass beim Beschwerdeführer gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens tes (RAD) keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Drogenk onsums anzunehmen seien. Bei der Abklärung von Dr. C.___ sei er nicht sch wergradig eingeschränkt gewesen. Kognitive Einschränkungen hätten nicht festgestellt werden können. Wenn der Beschwerdeführer gewillt wäre, könnte er einen Entzug durchführen. Bei vollständiger Abstinenz von Cannabis und Kokain und bei einer Substitutionstherapie mit zugelassenen therapeutischen Strukturen (Methadon, Buprenorphin, Morphin oder unter kontrollierten Bedin gungen Heroin) ohne Beikonsum könne von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % bis 100 % ausgegangen werden ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer mac hte demgegenüber geltend, dass mit Blick auf seine lange gesundheitsbedingte Absenz vom Arbeitsmark t die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen angezeigt sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der RAD in Abweichung von der Einschätzung von Dr. C.___ von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Die trotz der Einnahme von Heroin und Alkohol attestierte Arbeitsfähigkeit sei im ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Eine A bstinenz sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt nicht zumutbar. Die von Dr. C.___ prognostizierte Arbeitsfähigkeit stelle lediglich eine Vermutung dar. Zum prognostizierten Zeitpunkt wäre erne ut zu prüfen, inwiefern sich sein Gesundheitszustand durch die auferlegten Mas s nahmen effektiv verbessert habe ( Urk. 1 S. 6 ff. ). 3. 3.1 Dr. A.___ stellte im Bericht vom 2 4. Dezember 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 7/13/3): - psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F14.2) - leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. A.___ nicht. Er erklärte, dass der Beschwerdeführer seit dem 1 6. November 2018 bei ihm in Behandlung sei. Die Behandlung fände einmal pro Monat statt. Bis jetzt habe der Beschwerdeführer nicht für eine Substitution oder eine antidepressive psycho pha rmakologische Unterstützung motiviert werden können. Die Arbeitsfähigkeit sei konstant beeinträchtigt. Auch in einer dem Leiden angepassten T ätigkeit sei der Beschwerdeführer konstant beeinträchtigt (Urk. 7/13/ 2-5 ). 3.2 RAD-Arzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Medizin, führte in der Stellungnahme vom 1 0. März 2021 aus, dass der Psychostatus gemäss den Angaben von Dr. A.___ nur gering beeinträchtigt sei. Unter regelmässiger Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie seien die zurzeit gegebenen Einschränkungen voll reversibel. Diese Massnahmen seien dem B eschwerdeführer zumutbar. Nach Ausschöpfen aller therapeutischen Massnah men sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden gegeben. Der Beschwerdeführer wäre voll arbeitsfähig ( Urk. 7/14/3). In der Stellungnahme vom 2. Juni 2021 gab RAD-Arzt Dr. D.___ an, dass keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Konsums anzunehmen seien. Der Beschwerdeführer sei nur alle vier Wochen im Suchtmedizinzentrum B.___ in Kontrolle. Die Depression sei nur leichter Ausp rägung. Einschränkungen seien nur durch das Suchtgeschehen gegeben. Es sei eine psychiatrische Begut achtung notwendig ( Urk. 7/43/2-3). 3.3 Dr. C.___ stellte im Gutachten vom 8. November 2021 folgende Diagnosen ( Urk. 7/38/19): - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD- 10 F10.25) - Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F11.25) - Störungen durch C anna binoide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzge brauch (ICD-10 F12.25) Dr. C.___ erklärte, dass eine ausreichende Aussage bezüglich des Kokains basierend auf den Angaben des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Zusätzlich sei gemäss dessen Angaben von einer regelmässigen Zufuhr von Zigaretten mit zwei Packungen pro Tag auszugehen. Für die Arbeitsfähigkeit sei die Abhängig keit von Nikotin zum aktuellen Zeitpunkt nicht relevant. Es läge eine psychische Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen, Störung durch Tabak, Abhän gigkeit, ständiger Gebrauch (ICD-10 F17.25), vor ( Urk. 7/38/21). Dr. C.___ legte dar, dass der B eschwerdeführer gemäss seiner Selbsteinschätzung nicht krank sei. Er sei schon seit sehr langer Z eit abhängig und habe nie versucht, eine Entzugs- oder Entwöhnungstherapie zu machen. Er sehe auch keine Indikation, abstinent zu werden. Als der Beschwerdeführer 15-jährig gewesen sei, habe sein Bruder aufgrund einer Depression Suizid begangen. Der Beschwerdeführer habe damals angefangen, M arihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. Acht Jahre habe er in einer Justizvollzugsanstalt verbracht. Er sei wegen des Handels und Besitzes von Betäubungsmitteln, aber auch wegen Körperverletzungsdelikten verhaftet worden. Z udem sei er wegen Schwarzfahrens in einer Justizvollzugsanstalt gewesen. In den Justizvollzugsanstalten habe der Beschwerdeführer grösstenteils keine S uchtstoffe zu sich genommen und teilweise eine Methadon-Substitution wahrgenommen. In der Folge habe er teilweise K okain zu sich genommen, damit aber aufgehört. Das Kokain habe ihm nicht gutgetan. Vor 14 T agen habe ihm jedoch jemand Kokain geschenkt und er habe dieses konsumiert. Seit etwa zwei Monaten sei er im Diaphin -Programm. Bis zu seinem 2 5. L ebensjahr habe der Beschwerdeführer verschiedene Tätigkeiten ausgeübt. Er habe in einer Metzgerei, auf dem Bau und im Bereich des Transportwesens gearbeitet. Ab dem 3 0. Lebens jahr habe er nicht mehr gearbeitet. Er sei immer von der Sozialhilfe abhängig gewesen. Implizit gebe der Beschwerdeführer an, dass er mit Betäubungsmitteln handle. Genauere Angaben möchte er diesbezüglich aber nicht machen, da er strafrechtliche Konsequenzen befürchte. Der Beschwerdeführer habe erklärt, meistens um 5.00 Uhr zu Bett zu gehen und bis 17.00 Uhr zu schlafen. Er gehe gerne mit Freunden weg oder in den Park. Auch würde er L eute zu sich einladen, dies aber deutlich weniger (Urk. 7/38/9-14). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass d er Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer der Behinderung optimal angepassten Tätigkeit sei von einer Leistungs fähigkeit von 50 % auszugehen. De r Beschwerdeführer habe eine regelmässige, leitliniengerechte Substitutionstherapie mit einem zugelassenen Substitutions mittel ohne Bei konsum mit Opiaten durchzuführen. Zudem sei eine abstinenzori entierte Therapie mit Entzug und Entwöhnung von Cannabis, Alkohol und Kokain durchzuführen. Bei entsprechender Krankheits- und Therapieeinsicht wäre innerhalb eines Jahres von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/38/ 30-32 ). 3.4 RAD-Arzt Dr. D.___ erklärte in der Stellungnahme vom 7. April 2022, dass der Beschwerdeführer in der Untersuchung von Dr. C.___ nicht schwergradig eingeschränkt gewesen sei. Es hätten keine kognitiven Einschränkungen vorge legen. Dem Beschwerdeführer sei es zumutbar, den Weg der Gesundung von einer Abhängigkeitserkrankung zu gehen. Die Krankheits- und Therapieeinsicht sei nicht notwendig, um einen Entzug zu machen. Die «motivatorischen» Angaben, dass er keinen Entzug machen wolle, seien nicht relevant. Wenn der Beschwer deführer gewillt wäre, wäre bei einer adäquaten Therapie schon seit längerem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 7/43/4). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des vorliegenden Verfahrens beim externen Psychiater Dr. C.___ ein Gutachten nach Art. 44 ATSG eingeholt. Einem solche n Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 1.6.2 ). 4.2 D as Gutachten von Dr. C.___ vom 8. November 2021 basiert auf der erforder lichen fachärztlich-psychiatrischen Unter suchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Dr. C.___ hat detaillierte Befunde erhoben und die geklagten Beschwerden berück sichtigt. Die medizini schen Zustände und Zusammenhänge hat er einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.6.1 ). 4.3 Dr. C.___ erklärte in seinem Gutachten im W esentlichen, dass der Beschwer deführer mit 15 Jahren angefangen habe, Marihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. In der Folge habe er teilweise Kokain konsumiert, gemäss eigenen Angaben aber damit aufgehört. Er trinke täglich vier bis fünf und manchmal auch sechs Dosen à 0.5 Liter Bier. Im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen hätten sich insgesamt keine Ein schränkungen der kognitiven Fähigkeiten gezeigt. Hinweise für eine deprimierte Affektlage oder eine Traurigkeit hätten sich ebenfalls nicht gefunden. Trotz Zufuhr von Diaphin am Abend vorher und Alkohol bereits am Morgen (vor der Untersuchung) seien keine Einschränkungen nachvollziehbar gewesen. Es liege zwar eine schwere Suchterkrankung vor. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien allerdings noch leichtgradig ( Urk. 7/38/ 9-11, Urk. 7/38/16 und Urk. 7/38/21 ). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer einfachen repetitiven Tätigkeit ohne hohe kognitive Anforderungen oder komplexe Arbeitsverbote, im Rahmen derer er keine gefährlichen oder grösseren Maschinen führ en müsse, könnte er acht Stunden pro Tag arbeiten. Es bestehe jedoch ein höherer Bedarf an Pausen und Unterbrechungen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerde führer selber angebe, er könne mit dem aktuellen Heroin von 80 0 mg 23 Stunden ohne Entzugserscheinungen durchhalten. Bei der entsprechenden Substitutions therapie wäre ihm damit eine Tätigkeit möglich. Zu diskutieren sei, inwieweit jemand mit einer niedrigen Alkoholintoxikation arbeitsfähig sei. Generell fänden sich in der Arbeitsmarktrealität durchgehend Betroffene mit geringgradige r Zufuhr von täglichen Benzodiazepinen und Alkohol, die als arbeitsfähig einge schätzt würden. Es sei damit aktuell von einer 50%igen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ( Urk. 7/ 38/30-31 ). 4. 4 Diese fachärztlich-psychiatrische Beurteilung von Dr. C.___, welcher eine ausführliche Befunderhebung zugrunde liegt, ist plausibel. Dr. C.___ stützte sich dabei auch auf die Ergebnisse der L aboruntersuchungen betreffend Substanzkonsum ( Urk. 7/ 38/17 ). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung sprechen, werden vom Beschwerdeführer nicht vor gebracht und sind nicht ersichtlich. Insbesondere wird nicht substantiiert darge legt, weshalb dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Abstinenz zumut bar wäre. 4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Dabei gilt grundsätzlich, dass nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidisierend sein können (Urteil des Bundesgerichts 9C_344/2019 vom 8. August 2019 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2). 4.5.2 Zum Schweregrad der diagnostizierten Störung führte Dr. C.___ aus, es bestehe zwar eine schwere Abhängigkeitserkrankung von multiplen Substanzen. Der Beschwerdeführer habe sich jedoch im Untersuchungsbefund nicht schwer gradig eingeschränkt präsentiert, obwohl regelmässig Heroin (bzw. Diaphin ) und Alkohol zugeführt werde. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien noch als leichtgradig anzusehen (Urk. 7/38/21, Urk. 7/38/28). Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz hielt der Gutachter fest, der Beschwer deführer nehme aktuell eine Substitutionstherapie wahr. Es bestehe weder die Bereitschaft zur Abstinenz noch zur Teilabstinenz. Es bestehe keine Bereitschaft zum Entzug oder Entwöhnung. Es sei damit nicht von Therapiebereitschaft aus zugehen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «Persönlichkeit» lässt sich dem Gutachten entnehmen, die Persönlichkeit sei insgesamt abgegrenzt, misstrauisch und mit wenig Bereitschaft, eine adäquate Interaktion zu charakterisieren. Es bestehe keinerlei Motivation zur Veränderung bezüglich der eigenen Krankheit. Es bestehe weder Krankheits- noch Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer lebe seit Kindheit unter psychotropen Substanzen. Es komme jedoch gemäss eigenen Angaben noch nicht einmal zu einem Versuch einer Entzugsbehandlung; eine solche wäre dem Beschwerdeführer jedoch zumutbar. Es bestünden aktuell noch keine kognitiven Einschränkungen. Es bestehe die Indikation zu einer Substitu tion ohne Beikonsum und einer Abstinenz bezüglich der anderen Substanzen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «sozialer Kontext» und der Kategorie «Konsistenz» hielt Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer gebe selber an, dass er nicht krank, sondern abhängig sei. Es bestehe keine Krankheits- und keine Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer sei nicht bereit zu arbeiten oder zu einer medizinisch indizierten Therapie. Bezüglich der eigenen Kompetenzen zeigten sich erhebliche Inkonsistenzen in den Angaben. Dies dokumentiere sich im klinischen Befund und auch im Testbefund. Es habe sich eine erhebliche Aggravation zum Erreichen eines Rentenbegehrens gezeigt. Der Beschwerdeführer könne im Drogenmilieu ohne Einschränkungen agieren. Er könne Betäubungsmittel kaufen und verkau fen, was erhebliche Kompetenzen erfordere. Er könne Freundschaften aufrecht erhalten und Freizeitaktivitäten durchführen, die jedoch alle im Drogenbereich stattfänden. Basierend auf der (mangelnden) Bereitschaft zur Behandlung und Therapie zeige sich ein sehr gering ausgeprägter Leidensdruck. Die begonnene Substitutionstherapie könnte als Therapiebereitschaft dokumentiert werden, wenn nicht der erhebliche Beikonsum mit Opiaten und anderen Substanzen dies signifikant infrage stellen würde (Urk. 7/38/28-29). 4.5.3 Mit Ausnahme der Schwere der Abhängigkeitserkrankung - die indessen keine schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen zeitigt (vgl. auch die Prüfung anhand der ICF-Kriterien, Urk. 7/38/26-27) - lassen die rechtserhebli chen Indikatoren allesamt nicht auf eine (invalidisierende) Arbeitsunfähigkeit schliessen. Insbesondere konnte der Gutachter weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch einen behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Lei densdruck feststellen. Damit ist der Beweis für eine invalidenversicherungsrecht lich massgebende Arbeitsunfähigkeit nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten des Beschwer deführers auswirkt ( E. 1.6.3 ). 4.6 Liegt nach dem Gesagten keine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit vor, erübrigt sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs. Bei diesem Ergebnis waren auch keine Eingliederungsmassnahmen zu gewähren, zumal der Beschwerdeführer a nlässlich der Begutachtung bei Dr. C.___ erklärte, dass er nicht zur Teil nahme an einer Eingliederungs- oder Integrationsmassnahme bereit oder daran interessiert sei ( Urk. 7/ 38/13 ), womit es auch an der subjektiven Eingliederungs fähigkeit fehlt. 5. Die angefochtene Verfügung vom 1 5. Juli 2022 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 7 00.-- anzu setzen. Ausgangsgemäss sind sie de m Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da vorlie gend jedoch die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozess führung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt sind (Urk. 1 S. 3, Urk. 3), ist dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu gewähren und die Gerichtskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst : In Bewilligung des Gesuchs vom 8. August 2022 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstKreyenbühl

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiber Kreyenbühl Urteil vom 20. Februar 2023

IV.2022.00397

IV.2022.00397

IV.2022.00397 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiber Kreyenbühl

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiber Kreyenbühl

Urteil vom 20. Februar 2023

Urteil vom 20. Februar 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Y.___, Sozialversicherungsrecht

Y.___, Sozialversicherungsrecht Röschibachstrasse 26, 8037 Zürich

Röschibachstrasse 26, 8037 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1965, verfügt über keine abgeschlossene Berufsaus bildung ( vgl. Urk. 7/ 38/10 ). Zuletzt arbeitete der Versicherte von August bis November 1990 bei Z.___ (vgl. Urk. 7/ 2/1 ). Am 2 6. August 2020 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen Hero inkonsum seit der Jugend bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/6). Die IV-Stelle holte den Bericht von Dr. med. A.___, Oberarzt im Suchtmedizinzentrum B.___, vom 2 4. Dezember 2020 ein ( Urk. 7/13). Mit Schreiben vom 12. März 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass sein Gesundheitszustand durch eine regelmässige Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie (totale Sistierung des Cannabis- und K okainkonsums und Sistierung des Opioidkonsums oder ärzt lich überwachte Substitution mit Methadon oder regelmässige ärztlich abgege bene Opioid-Therapie) wesentlich verbessert werden könne. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die se Massnahme auf 100 % steigern lasse. Der Versicherte habe sich der Massnahme im Hinblick auf allfällige künftige Leis tungsansprüche zu unterziehen ( Urk. 7/15). Gleichentags erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten die Abweisung seines Leis tungsbegehrens in Aussicht stellte ( Urk. 7/16). D agegen erhob der Versicherte am 2 4. März 2021 Einwand ( Urk. 7/20). In der Folge gab die IV-Stelle bei Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am 8. November 2021 erstattete ( Urk. 7/38). Am 5. Januar 2022 liess sich der Versicherte zum Gutachten von Dr. C.___ vernehmen ( Urk. 7/40). Wie angekündigt, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 5. Juli 2022 einen Anspruch auf IV-Leistungen ( Urk. 2).

1. X.___, geboren 1965, verfügt über keine abgeschlossene Berufsaus bildung ( vgl. Urk. 7/ 38/10 ). Zuletzt arbeitete der Versicherte von August bis November 1990 bei Z.___ (vgl. Urk. 7/ 2/1 ). Am 2 6. August 2020 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen Hero inkonsum seit der Jugend bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/6). Die IV-Stelle holte den Bericht von Dr. med. A.___, Oberarzt im Suchtmedizinzentrum B.___, vom 2 4. Dezember 2020 ein ( Urk. 7/13). Mit Schreiben vom 12. März 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass sein Gesundheitszustand durch eine regelmässige Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie (totale Sistierung des Cannabis- und K okainkonsums und Sistierung des Opioidkonsums oder ärzt lich überwachte Substitution mit Methadon oder regelmässige ärztlich abgege bene Opioid-Therapie) wesentlich verbessert werden könne. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die se Massnahme auf 100 % steigern lasse. Der Versicherte habe sich der Massnahme im Hinblick auf allfällige künftige Leis tungsansprüche zu unterziehen ( Urk. 7/15). Gleichentags erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten die Abweisung seines Leis tungsbegehrens in Aussicht stellte ( Urk. 7/16). D agegen erhob der Versicherte am 2 4. März 2021 Einwand ( Urk. 7/20). In der Folge gab die IV-Stelle bei Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am 8. November 2021 erstattete ( Urk. 7/38). Am 5. Januar 2022 liess sich der Versicherte zum Gutachten von Dr. C.___ vernehmen ( Urk. 7/40). Wie angekündigt, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 5. Juli 2022 einen Anspruch auf IV-Leistungen ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. August 2022 Beschwerde mit folgenden Anträgen ( Urk. 1 S. 2):

2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. August 2022 Beschwerde mit folgenden Anträgen ( Urk. 1 S. 2): « 1. Die Verfügung datiert vom 1 5. Juli 2022.

« 1. Die Verfügung datiert vom 1 5. Juli 2022. 2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen.

2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten.

3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. 4. Falls von einer Restarbeitsfähigkeit ausgegangen wird, seien dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zuzusprechen.

4. Falls von einer Restarbeitsfähigkeit ausgegangen wird, seien dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zuzusprechen. 5. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.

5. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. 6. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.»

6. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 3. September 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 14. September 2022 angezeigt wurde ( Urk. 8).

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 3. September 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 14. September 2022 angezeigt wurde ( Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Über gangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Über gangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3

1.3 1.3.1 Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstö rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnosti ziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versi cherten Person auswirkt.

1.3.1 Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstö rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnosti ziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versi cherten Person auswirkt. 1.3.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

1.3.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ).

1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6

1.6 1.6.1 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 01.2021 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.6.1 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 01.2021 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6.2 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).

1.6.2 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 1.6.3 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

1.6.3 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ).

Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass beim Beschwerdeführer gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens tes (RAD) keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Drogenk onsums anzunehmen seien. Bei der Abklärung von Dr. C.___ sei er nicht sch wergradig eingeschränkt gewesen. Kognitive Einschränkungen hätten nicht festgestellt werden können. Wenn der Beschwerdeführer gewillt wäre, könnte er einen Entzug durchführen. Bei vollständiger Abstinenz von Cannabis und Kokain und bei einer Substitutionstherapie mit zugelassenen therapeutischen Strukturen (Methadon, Buprenorphin, Morphin oder unter kontrollierten Bedin gungen Heroin) ohne Beikonsum könne von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % bis 100 % ausgegangen werden ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass beim Beschwerdeführer gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens tes (RAD) keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Drogenk onsums anzunehmen seien. Bei der Abklärung von Dr. C.___ sei er nicht sch wergradig eingeschränkt gewesen. Kognitive Einschränkungen hätten nicht festgestellt werden können. Wenn der Beschwerdeführer gewillt wäre, könnte er einen Entzug durchführen. Bei vollständiger Abstinenz von Cannabis und Kokain und bei einer Substitutionstherapie mit zugelassenen therapeutischen Strukturen (Methadon, Buprenorphin, Morphin oder unter kontrollierten Bedin gungen Heroin) ohne Beikonsum könne von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % bis 100 % ausgegangen werden ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer mac hte demgegenüber geltend, dass mit Blick auf seine lange gesundheitsbedingte Absenz vom Arbeitsmark t die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen angezeigt sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der RAD in Abweichung von der Einschätzung von Dr. C.___ von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Die trotz der Einnahme von Heroin und Alkohol attestierte Arbeitsfähigkeit sei im ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Eine A bstinenz sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt nicht zumutbar. Die von Dr. C.___ prognostizierte Arbeitsfähigkeit stelle lediglich eine Vermutung dar. Zum prognostizierten Zeitpunkt wäre erne ut zu prüfen, inwiefern sich sein Gesundheitszustand durch die auferlegten Mas s nahmen effektiv verbessert habe ( Urk. 1 S. 6 ff. ).

2.2 Der Beschwerdeführer mac hte demgegenüber geltend, dass mit Blick auf seine lange gesundheitsbedingte Absenz vom Arbeitsmark t die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen angezeigt sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der RAD in Abweichung von der Einschätzung von Dr. C.___ von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Die trotz der Einnahme von Heroin und Alkohol attestierte Arbeitsfähigkeit sei im ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Eine A bstinenz sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt nicht zumutbar. Die von Dr. C.___ prognostizierte Arbeitsfähigkeit stelle lediglich eine Vermutung dar. Zum prognostizierten Zeitpunkt wäre erne ut zu prüfen, inwiefern sich sein Gesundheitszustand durch die auferlegten Mas s nahmen effektiv verbessert habe ( Urk. 1 S. 6 ff. ). 3.

3. 3.1 Dr. A.___ stellte im Bericht vom 2 4. Dezember 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 7/13/3):

3.1 Dr. A.___ stellte im Bericht vom 2 4. Dezember 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 7/13/3): - psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2)

psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2)

psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2) - psychische und Verhaltensstörung durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F14.2)

psychische und Verhaltensstörung durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F14.2) - leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)

leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. A.___ nicht. Er erklärte, dass der Beschwerdeführer seit dem 1 6. November 2018 bei ihm in Behandlung sei. Die Behandlung fände einmal pro Monat statt. Bis jetzt habe der Beschwerdeführer nicht für eine Substitution oder eine antidepressive psycho pha rmakologische Unterstützung motiviert werden können. Die Arbeitsfähigkeit sei konstant beeinträchtigt. Auch in einer dem Leiden angepassten T ätigkeit sei der Beschwerdeführer konstant beeinträchtigt (Urk. 7/13/ 2-5 ).

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. A.___ nicht. Er erklärte, dass der Beschwerdeführer seit dem 1 6. November 2018 bei ihm in Behandlung sei. Die Behandlung fände einmal pro Monat statt. Bis jetzt habe der Beschwerdeführer nicht für eine Substitution oder eine antidepressive psycho pha rmakologische Unterstützung motiviert werden können. Die Arbeitsfähigkeit sei konstant beeinträchtigt. Auch in einer dem Leiden angepassten T ätigkeit sei der Beschwerdeführer konstant beeinträchtigt (Urk. 7/13/ 2-5 ). 3.2 RAD-Arzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Medizin, führte in der Stellungnahme vom 1 0. März 2021 aus, dass der Psychostatus gemäss den Angaben von Dr. A.___ nur gering beeinträchtigt sei. Unter regelmässiger Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie seien die zurzeit gegebenen Einschränkungen voll reversibel. Diese Massnahmen seien dem B eschwerdeführer zumutbar. Nach Ausschöpfen aller therapeutischen Massnah men sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden gegeben. Der Beschwerdeführer wäre voll arbeitsfähig ( Urk. 7/14/3).

3.2 RAD-Arzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Medizin, führte in der Stellungnahme vom 1 0. März 2021 aus, dass der Psychostatus gemäss den Angaben von Dr. A.___ nur gering beeinträchtigt sei. Unter regelmässiger Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Suchttherapie seien die zurzeit gegebenen Einschränkungen voll reversibel. Diese Massnahmen seien dem B eschwerdeführer zumutbar. Nach Ausschöpfen aller therapeutischen Massnah men sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden gegeben. Der Beschwerdeführer wäre voll arbeitsfähig ( Urk. 7/14/3). In der Stellungnahme vom 2. Juni 2021 gab RAD-Arzt Dr. D.___ an, dass keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Konsums anzunehmen seien. Der Beschwerdeführer sei nur alle vier Wochen im Suchtmedizinzentrum B.___ in Kontrolle. Die Depression sei nur leichter Ausp rägung. Einschränkungen seien nur durch das Suchtgeschehen gegeben. Es sei eine psychiatrische Begut achtung notwendig ( Urk. 7/43/2-3).

In der Stellungnahme vom 2. Juni 2021 gab RAD-Arzt Dr. D.___ an, dass keine multiplen somatischen Folgeerscheinungen des fortgesetzten Konsums anzunehmen seien. Der Beschwerdeführer sei nur alle vier Wochen im Suchtmedizinzentrum B.___ in Kontrolle. Die Depression sei nur leichter Ausp rägung. Einschränkungen seien nur durch das Suchtgeschehen gegeben. Es sei eine psychiatrische Begut achtung notwendig ( Urk. 7/43/2-3). 3.3 Dr. C.___ stellte im Gutachten vom 8. November 2021 folgende Diagnosen ( Urk. 7/38/19):

3.3 Dr. C.___ stellte im Gutachten vom 8. November 2021 folgende Diagnosen ( Urk. 7/38/19): - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD- 10 F10.25)

Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD- 10 F10.25) - Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F11.25)

Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F11.25) - Störungen durch C anna binoide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzge brauch (ICD-10 F12.25)

Störungen durch C anna binoide, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzge brauch (ICD-10 F12.25) Dr. C.___ erklärte, dass eine ausreichende Aussage bezüglich des Kokains basierend auf den Angaben des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Zusätzlich sei gemäss dessen Angaben von einer regelmässigen Zufuhr von Zigaretten mit zwei Packungen pro Tag auszugehen. Für die Arbeitsfähigkeit sei die Abhängig keit von Nikotin zum aktuellen Zeitpunkt nicht relevant. Es läge eine psychische Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen, Störung durch Tabak, Abhän gigkeit, ständiger Gebrauch (ICD-10 F17.25), vor ( Urk. 7/38/21). Dr. C.___ legte dar, dass der B eschwerdeführer gemäss seiner Selbsteinschätzung nicht krank sei. Er sei schon seit sehr langer Z eit abhängig und habe nie versucht, eine Entzugs- oder Entwöhnungstherapie zu machen. Er sehe auch keine Indikation, abstinent zu werden. Als der Beschwerdeführer 15-jährig gewesen sei, habe sein Bruder aufgrund einer Depression Suizid begangen. Der Beschwerdeführer habe damals angefangen, M arihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. Acht Jahre habe er in einer Justizvollzugsanstalt verbracht. Er sei wegen des Handels und Besitzes von Betäubungsmitteln, aber auch wegen Körperverletzungsdelikten verhaftet worden. Z udem sei er wegen Schwarzfahrens in einer Justizvollzugsanstalt gewesen. In den Justizvollzugsanstalten habe der Beschwerdeführer grösstenteils keine S uchtstoffe zu sich genommen und teilweise eine Methadon-Substitution wahrgenommen. In der Folge habe er teilweise K okain zu sich genommen, damit aber aufgehört. Das Kokain habe ihm nicht gutgetan. Vor 14 T agen habe ihm jedoch jemand Kokain geschenkt und er habe dieses konsumiert. Seit etwa zwei Monaten sei er im Diaphin -Programm. Bis zu seinem 2 5. L ebensjahr habe der Beschwerdeführer verschiedene Tätigkeiten ausgeübt. Er habe in einer Metzgerei, auf dem Bau und im Bereich des Transportwesens gearbeitet. Ab dem 3 0. Lebens jahr habe er nicht mehr gearbeitet. Er sei immer von der Sozialhilfe abhängig gewesen. Implizit gebe der Beschwerdeführer an, dass er mit Betäubungsmitteln handle. Genauere Angaben möchte er diesbezüglich aber nicht machen, da er strafrechtliche Konsequenzen befürchte. Der Beschwerdeführer habe erklärt, meistens um 5.00 Uhr zu Bett zu gehen und bis 17.00 Uhr zu schlafen. Er gehe gerne mit Freunden weg oder in den Park. Auch würde er L eute zu sich einladen, dies aber deutlich weniger (Urk. 7/38/9-14). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass d er Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer der Behinderung optimal angepassten Tätigkeit sei von einer Leistungs fähigkeit von 50 % auszugehen. De r Beschwerdeführer habe eine regelmässige, leitliniengerechte Substitutionstherapie mit einem zugelassenen Substitutions mittel ohne Bei konsum mit Opiaten durchzuführen. Zudem sei eine abstinenzori entierte Therapie mit Entzug und Entwöhnung von Cannabis, Alkohol und Kokain durchzuführen. Bei entsprechender Krankheits- und Therapieeinsicht wäre innerhalb eines Jahres von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/38/ 30-32 ).

Dr. C.___ erklärte, dass eine ausreichende Aussage bezüglich des Kokains basierend auf den Angaben des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Zusätzlich sei gemäss dessen Angaben von einer regelmässigen Zufuhr von Zigaretten mit zwei Packungen pro Tag auszugehen. Für die Arbeitsfähigkeit sei die Abhängig keit von Nikotin zum aktuellen Zeitpunkt nicht relevant. Es läge eine psychische Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen, Störung durch Tabak, Abhän gigkeit, ständiger Gebrauch (ICD-10 F17.25), vor ( Urk. 7/38/21). Dr. C.___ legte dar, dass der B eschwerdeführer gemäss seiner Selbsteinschätzung nicht krank sei. Er sei schon seit sehr langer Z eit abhängig und habe nie versucht, eine Entzugs- oder Entwöhnungstherapie zu machen. Er sehe auch keine Indikation, abstinent zu werden. Als der Beschwerdeführer 15-jährig gewesen sei, habe sein Bruder aufgrund einer Depression Suizid begangen. Der Beschwerdeführer habe damals angefangen, M arihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. Acht Jahre habe er in einer Justizvollzugsanstalt verbracht. Er sei wegen des Handels und Besitzes von Betäubungsmitteln, aber auch wegen Körperverletzungsdelikten verhaftet worden. Z udem sei er wegen Schwarzfahrens in einer Justizvollzugsanstalt gewesen. In den Justizvollzugsanstalten habe der Beschwerdeführer grösstenteils keine S uchtstoffe zu sich genommen und teilweise eine Methadon-Substitution wahrgenommen. In der Folge habe er teilweise K okain zu sich genommen, damit aber aufgehört. Das Kokain habe ihm nicht gutgetan. Vor 14 T agen habe ihm jedoch jemand Kokain geschenkt und er habe dieses konsumiert. Seit etwa zwei Monaten sei er im Diaphin -Programm. Bis zu seinem 2 5. L ebensjahr habe der Beschwerdeführer verschiedene Tätigkeiten ausgeübt. Er habe in einer Metzgerei, auf dem Bau und im Bereich des Transportwesens gearbeitet. Ab dem 3 0. Lebens jahr habe er nicht mehr gearbeitet. Er sei immer von der Sozialhilfe abhängig gewesen. Implizit gebe der Beschwerdeführer an, dass er mit Betäubungsmitteln handle. Genauere Angaben möchte er diesbezüglich aber nicht machen, da er strafrechtliche Konsequenzen befürchte. Der Beschwerdeführer habe erklärt, meistens um 5.00 Uhr zu Bett zu gehen und bis 17.00 Uhr zu schlafen. Er gehe gerne mit Freunden weg oder in den Park. Auch würde er L eute zu sich einladen, dies aber deutlich weniger (Urk. 7/38/9-14). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass d er Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer der Behinderung optimal angepassten Tätigkeit sei von einer Leistungs fähigkeit von 50 % auszugehen. De r Beschwerdeführer habe eine regelmässige, leitliniengerechte Substitutionstherapie mit einem zugelassenen Substitutions mittel ohne Bei konsum mit Opiaten durchzuführen. Zudem sei eine abstinenzori entierte Therapie mit Entzug und Entwöhnung von Cannabis, Alkohol und Kokain durchzuführen. Bei entsprechender Krankheits- und Therapieeinsicht wäre innerhalb eines Jahres von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/38/ 30-32 ). 3.4 RAD-Arzt Dr. D.___ erklärte in der Stellungnahme vom 7. April 2022, dass der Beschwerdeführer in der Untersuchung von Dr. C.___ nicht schwergradig eingeschränkt gewesen sei. Es hätten keine kognitiven Einschränkungen vorge legen. Dem Beschwerdeführer sei es zumutbar, den Weg der Gesundung von einer Abhängigkeitserkrankung zu gehen. Die Krankheits- und Therapieeinsicht sei nicht notwendig, um einen Entzug zu machen. Die «motivatorischen» Angaben, dass er keinen Entzug machen wolle, seien nicht relevant. Wenn der Beschwer deführer gewillt wäre, wäre bei einer adäquaten Therapie schon seit längerem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 7/43/4).

3.4 RAD-Arzt Dr. D.___ erklärte in der Stellungnahme vom 7. April 2022, dass der Beschwerdeführer in der Untersuchung von Dr. C.___ nicht schwergradig eingeschränkt gewesen sei. Es hätten keine kognitiven Einschränkungen vorge legen. Dem Beschwerdeführer sei es zumutbar, den Weg der Gesundung von einer Abhängigkeitserkrankung zu gehen. Die Krankheits- und Therapieeinsicht sei nicht notwendig, um einen Entzug zu machen. Die «motivatorischen» Angaben, dass er keinen Entzug machen wolle, seien nicht relevant. Wenn der Beschwer deführer gewillt wäre, wäre bei einer adäquaten Therapie schon seit längerem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 7/43/4). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des vorliegenden Verfahrens beim externen Psychiater Dr. C.___ ein Gutachten nach Art. 44 ATSG eingeholt. Einem solche n Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 1.6.2 ).

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des vorliegenden Verfahrens beim externen Psychiater Dr. C.___ ein Gutachten nach Art. 44 ATSG eingeholt. Einem solche n Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 1.6.2 ). 4.2 D as Gutachten von Dr. C.___ vom 8. November 2021 basiert auf der erforder lichen fachärztlich-psychiatrischen Unter suchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Dr. C.___ hat detaillierte Befunde erhoben und die geklagten Beschwerden berück sichtigt. Die medizini schen Zustände und Zusammenhänge hat er einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.6.1 ).

4.2 D as Gutachten von Dr. C.___ vom 8. November 2021 basiert auf der erforder lichen fachärztlich-psychiatrischen Unter suchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Dr. C.___ hat detaillierte Befunde erhoben und die geklagten Beschwerden berück sichtigt. Die medizini schen Zustände und Zusammenhänge hat er einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.6.1 ). 4.3 Dr. C.___ erklärte in seinem Gutachten im W esentlichen, dass der Beschwer deführer mit 15 Jahren angefangen habe, Marihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. In der Folge habe er teilweise Kokain konsumiert, gemäss eigenen Angaben aber damit aufgehört. Er trinke täglich vier bis fünf und manchmal auch sechs Dosen à 0.5 Liter Bier. Im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen hätten sich insgesamt keine Ein schränkungen der kognitiven Fähigkeiten gezeigt. Hinweise für eine deprimierte Affektlage oder eine Traurigkeit hätten sich ebenfalls nicht gefunden. Trotz Zufuhr von Diaphin am Abend vorher und Alkohol bereits am Morgen (vor der Untersuchung) seien keine Einschränkungen nachvollziehbar gewesen. Es liege zwar eine schwere Suchterkrankung vor. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien allerdings noch leichtgradig ( Urk. 7/38/ 9-11, Urk. 7/38/16 und Urk. 7/38/21 ). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer einfachen repetitiven Tätigkeit ohne hohe kognitive Anforderungen oder komplexe Arbeitsverbote, im Rahmen derer er keine gefährlichen oder grösseren Maschinen führ en müsse, könnte er acht Stunden pro Tag arbeiten. Es bestehe jedoch ein höherer Bedarf an Pausen und Unterbrechungen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerde führer selber angebe, er könne mit dem aktuellen Heroin von 80 0 mg 23 Stunden ohne Entzugserscheinungen durchhalten. Bei der entsprechenden Substitutions therapie wäre ihm damit eine Tätigkeit möglich. Zu diskutieren sei, inwieweit jemand mit einer niedrigen Alkoholintoxikation arbeitsfähig sei. Generell fänden sich in der Arbeitsmarktrealität durchgehend Betroffene mit geringgradige r Zufuhr von täglichen Benzodiazepinen und Alkohol, die als arbeitsfähig einge schätzt würden. Es sei damit aktuell von einer 50%igen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ( Urk. 7/ 38/30-31 ).

4.3 Dr. C.___ erklärte in seinem Gutachten im W esentlichen, dass der Beschwer deführer mit 15 Jahren angefangen habe, Marihuana zu sich zu nehmen. Später habe er täglich Cannabis und auch Heroin zu sich genommen. In der Folge habe er teilweise Kokain konsumiert, gemäss eigenen Angaben aber damit aufgehört. Er trinke täglich vier bis fünf und manchmal auch sechs Dosen à 0.5 Liter Bier. Im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen hätten sich insgesamt keine Ein schränkungen der kognitiven Fähigkeiten gezeigt. Hinweise für eine deprimierte Affektlage oder eine Traurigkeit hätten sich ebenfalls nicht gefunden. Trotz Zufuhr von Diaphin am Abend vorher und Alkohol bereits am Morgen (vor der Untersuchung) seien keine Einschränkungen nachvollziehbar gewesen. Es liege zwar eine schwere Suchterkrankung vor. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien allerdings noch leichtgradig ( Urk. 7/38/ 9-11, Urk. 7/38/16 und Urk. 7/38/21 ). Dr. C.___ kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in de n bisherigen Tätigkeit en zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer einfachen repetitiven Tätigkeit ohne hohe kognitive Anforderungen oder komplexe Arbeitsverbote, im Rahmen derer er keine gefährlichen oder grösseren Maschinen führ en müsse, könnte er acht Stunden pro Tag arbeiten. Es bestehe jedoch ein höherer Bedarf an Pausen und Unterbrechungen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerde führer selber angebe, er könne mit dem aktuellen Heroin von 80 0 mg 23 Stunden ohne Entzugserscheinungen durchhalten. Bei der entsprechenden Substitutions therapie wäre ihm damit eine Tätigkeit möglich. Zu diskutieren sei, inwieweit jemand mit einer niedrigen Alkoholintoxikation arbeitsfähig sei. Generell fänden sich in der Arbeitsmarktrealität durchgehend Betroffene mit geringgradige r Zufuhr von täglichen Benzodiazepinen und Alkohol, die als arbeitsfähig einge schätzt würden. Es sei damit aktuell von einer 50%igen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ( Urk. 7/ 38/30-31 ). 4. 4 Diese fachärztlich-psychiatrische Beurteilung von Dr. C.___, welcher eine ausführliche Befunderhebung zugrunde liegt, ist plausibel. Dr. C.___ stützte sich dabei auch auf die Ergebnisse der L aboruntersuchungen betreffend Substanzkonsum ( Urk. 7/ 38/17 ). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung sprechen, werden vom Beschwerdeführer nicht vor gebracht und sind nicht ersichtlich. Insbesondere wird nicht substantiiert darge legt, weshalb dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Abstinenz zumut bar wäre.

4. 4 Diese fachärztlich-psychiatrische Beurteilung von Dr. C.___, welcher eine ausführliche Befunderhebung zugrunde liegt, ist plausibel. Dr. C.___ stützte sich dabei auch auf die Ergebnisse der L aboruntersuchungen betreffend Substanzkonsum ( Urk. 7/ 38/17 ). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung sprechen, werden vom Beschwerdeführer nicht vor gebracht und sind nicht ersichtlich. Insbesondere wird nicht substantiiert darge legt, weshalb dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Abstinenz zumut bar wäre. 4.5

4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Dabei gilt grundsätzlich, dass nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidisierend sein können (Urteil des Bundesgerichts 9C_344/2019 vom 8. August 2019 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2).

4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Dabei gilt grundsätzlich, dass nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidisierend sein können (Urteil des Bundesgerichts 9C_344/2019 vom 8. August 2019 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2). 4.5.2 Zum Schweregrad der diagnostizierten Störung führte Dr. C.___ aus, es bestehe zwar eine schwere Abhängigkeitserkrankung von multiplen Substanzen. Der Beschwerdeführer habe sich jedoch im Untersuchungsbefund nicht schwer gradig eingeschränkt präsentiert, obwohl regelmässig Heroin (bzw. Diaphin ) und Alkohol zugeführt werde. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien noch als leichtgradig anzusehen (Urk. 7/38/21, Urk. 7/38/28). Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz hielt der Gutachter fest, der Beschwer deführer nehme aktuell eine Substitutionstherapie wahr. Es bestehe weder die Bereitschaft zur Abstinenz noch zur Teilabstinenz. Es bestehe keine Bereitschaft zum Entzug oder Entwöhnung. Es sei damit nicht von Therapiebereitschaft aus zugehen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «Persönlichkeit» lässt sich dem Gutachten entnehmen, die Persönlichkeit sei insgesamt abgegrenzt, misstrauisch und mit wenig Bereitschaft, eine adäquate Interaktion zu charakterisieren. Es bestehe keinerlei Motivation zur Veränderung bezüglich der eigenen Krankheit. Es bestehe weder Krankheits- noch Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer lebe seit Kindheit unter psychotropen Substanzen. Es komme jedoch gemäss eigenen Angaben noch nicht einmal zu einem Versuch einer Entzugsbehandlung; eine solche wäre dem Beschwerdeführer jedoch zumutbar. Es bestünden aktuell noch keine kognitiven Einschränkungen. Es bestehe die Indikation zu einer Substitu tion ohne Beikonsum und einer Abstinenz bezüglich der anderen Substanzen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «sozialer Kontext» und der Kategorie «Konsistenz» hielt Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer gebe selber an, dass er nicht krank, sondern abhängig sei. Es bestehe keine Krankheits- und keine Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer sei nicht bereit zu arbeiten oder zu einer medizinisch indizierten Therapie. Bezüglich der eigenen Kompetenzen zeigten sich erhebliche Inkonsistenzen in den Angaben. Dies dokumentiere sich im klinischen Befund und auch im Testbefund. Es habe sich eine erhebliche Aggravation zum Erreichen eines Rentenbegehrens gezeigt. Der Beschwerdeführer könne im Drogenmilieu ohne Einschränkungen agieren. Er könne Betäubungsmittel kaufen und verkau fen, was erhebliche Kompetenzen erfordere. Er könne Freundschaften aufrecht erhalten und Freizeitaktivitäten durchführen, die jedoch alle im Drogenbereich stattfänden. Basierend auf der (mangelnden) Bereitschaft zur Behandlung und Therapie zeige sich ein sehr gering ausgeprägter Leidensdruck. Die begonnene Substitutionstherapie könnte als Therapiebereitschaft dokumentiert werden, wenn nicht der erhebliche Beikonsum mit Opiaten und anderen Substanzen dies signifikant infrage stellen würde (Urk. 7/38/28-29).

4.5.2 Zum Schweregrad der diagnostizierten Störung führte Dr. C.___ aus, es bestehe zwar eine schwere Abhängigkeitserkrankung von multiplen Substanzen. Der Beschwerdeführer habe sich jedoch im Untersuchungsbefund nicht schwer gradig eingeschränkt präsentiert, obwohl regelmässig Heroin (bzw. Diaphin ) und Alkohol zugeführt werde. Die entsprechenden Einschränkungen im Alltag seien noch als leichtgradig anzusehen (Urk. 7/38/21, Urk. 7/38/28). Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz hielt der Gutachter fest, der Beschwer deführer nehme aktuell eine Substitutionstherapie wahr. Es bestehe weder die Bereitschaft zur Abstinenz noch zur Teilabstinenz. Es bestehe keine Bereitschaft zum Entzug oder Entwöhnung. Es sei damit nicht von Therapiebereitschaft aus zugehen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «Persönlichkeit» lässt sich dem Gutachten entnehmen, die Persönlichkeit sei insgesamt abgegrenzt, misstrauisch und mit wenig Bereitschaft, eine adäquate Interaktion zu charakterisieren. Es bestehe keinerlei Motivation zur Veränderung bezüglich der eigenen Krankheit. Es bestehe weder Krankheits- noch Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer lebe seit Kindheit unter psychotropen Substanzen. Es komme jedoch gemäss eigenen Angaben noch nicht einmal zu einem Versuch einer Entzugsbehandlung; eine solche wäre dem Beschwerdeführer jedoch zumutbar. Es bestünden aktuell noch keine kognitiven Einschränkungen. Es bestehe die Indikation zu einer Substitu tion ohne Beikonsum und einer Abstinenz bezüglich der anderen Substanzen (Urk. 7/38/28). Zum Komplex «sozialer Kontext» und der Kategorie «Konsistenz» hielt Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer gebe selber an, dass er nicht krank, sondern abhängig sei. Es bestehe keine Krankheits- und keine Therapieeinsicht. Der Beschwerdeführer sei nicht bereit zu arbeiten oder zu einer medizinisch indizierten Therapie. Bezüglich der eigenen Kompetenzen zeigten sich erhebliche Inkonsistenzen in den Angaben. Dies dokumentiere sich im klinischen Befund und auch im Testbefund. Es habe sich eine erhebliche Aggravation zum Erreichen eines Rentenbegehrens gezeigt. Der Beschwerdeführer könne im Drogenmilieu ohne Einschränkungen agieren. Er könne Betäubungsmittel kaufen und verkau fen, was erhebliche Kompetenzen erfordere. Er könne Freundschaften aufrecht erhalten und Freizeitaktivitäten durchführen, die jedoch alle im Drogenbereich stattfänden. Basierend auf der (mangelnden) Bereitschaft zur Behandlung und Therapie zeige sich ein sehr gering ausgeprägter Leidensdruck. Die begonnene Substitutionstherapie könnte als Therapiebereitschaft dokumentiert werden, wenn nicht der erhebliche Beikonsum mit Opiaten und anderen Substanzen dies signifikant infrage stellen würde (Urk. 7/38/28-29). 4.5.3 Mit Ausnahme der Schwere der Abhängigkeitserkrankung - die indessen keine schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen zeitigt (vgl. auch die Prüfung anhand der ICF-Kriterien, Urk. 7/38/26-27) - lassen die rechtserhebli chen Indikatoren allesamt nicht auf eine (invalidisierende) Arbeitsunfähigkeit schliessen. Insbesondere konnte der Gutachter weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch einen behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Lei densdruck feststellen. Damit ist der Beweis für eine invalidenversicherungsrecht lich massgebende Arbeitsunfähigkeit nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten des Beschwer deführers auswirkt ( E. 1.6.3 ).

4.5.3 Mit Ausnahme der Schwere der Abhängigkeitserkrankung - die indessen keine schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen zeitigt (vgl. auch die Prüfung anhand der ICF-Kriterien, Urk. 7/38/26-27) - lassen die rechtserhebli chen Indikatoren allesamt nicht auf eine (invalidisierende) Arbeitsunfähigkeit schliessen. Insbesondere konnte der Gutachter weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch einen behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Lei densdruck feststellen. Damit ist der Beweis für eine invalidenversicherungsrecht lich massgebende Arbeitsunfähigkeit nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten des Beschwer deführers auswirkt ( E. 1.6.3 ). 4.6 Liegt nach dem Gesagten keine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit vor, erübrigt sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs. Bei diesem Ergebnis waren auch keine Eingliederungsmassnahmen zu gewähren, zumal der Beschwerdeführer a nlässlich der Begutachtung bei Dr. C.___ erklärte, dass er nicht zur Teil nahme an einer Eingliederungs- oder Integrationsmassnahme bereit oder daran interessiert sei ( Urk. 7/ 38/13 ), womit es auch an der subjektiven Eingliederungs fähigkeit fehlt.

4.6 Liegt nach dem Gesagten keine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit vor, erübrigt sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs. Bei diesem Ergebnis waren auch keine Eingliederungsmassnahmen zu gewähren, zumal der Beschwerdeführer a nlässlich der Begutachtung bei Dr. C.___ erklärte, dass er nicht zur Teil nahme an einer Eingliederungs- oder Integrationsmassnahme bereit oder daran interessiert sei ( Urk. 7/ 38/13 ), womit es auch an der subjektiven Eingliederungs fähigkeit fehlt. 5. Die angefochtene Verfügung vom 1 5. Juli 2022 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5. Die angefochtene Verfügung vom 1 5. Juli 2022 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 7 00.-- anzu setzen. Ausgangsgemäss sind sie de m Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da vorlie gend jedoch die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozess führung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt sind (Urk. 1 S. 3, Urk. 3), ist dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu gewähren und die Gerichtskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

6. Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 7 00.-- anzu setzen. Ausgangsgemäss sind sie de m Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da vorlie gend jedoch die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozess führung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt sind (Urk. 1 S. 3, Urk. 3), ist dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu gewähren und die Gerichtskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.

Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst :

Das Gericht beschliesst : In Bewilligung des Gesuchs vom 8. August 2022 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt,

In Bewilligung des Gesuchs vom 8. August 2022 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt, und erkennt:

und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

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