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Dotter
(Lein
dotter, Flachs
dotter, Finkensame,
Dotterlein, Camelina sativa, engl.
gold of pleasure), einheimische, auf Äckern unter
Flachs und andern Saaten oft wild wachsende einjährige Pflanze aus der
Familie der Kreuzblütler, die als Ölpflanze, ziemlich häufig, angebaut sichere und ergiebige Erträge gibt, nicht von
Insekten leidet und Kälte verträgt, daher zeitig im Frühjahr gesät werden kann. Die Pflanze hat einen
eckigen rauhen Stengel, lange
Trauben kleiner blaßgelber Blüten und birnförmige Schötchen mit länglich dreieckigen rötlichen
Samen.
Die Ernte fällt in der Regel in den August; die Pflanzen werden auf Haufen getrocknet und dann die Samen ausgedroschen.
Man erntet von der Hektare 900-1000 Kilo Samen und gewinnt von 5 Maßteilen desselben 1 Maßteil hellgelbes
Öl, das anfänglich etwas bitter schmeckt, nach einiger Zeit aber durch Abklären zu Speiseöl tauglich wird. In Lampen
für sich gebrannt gibt es eine etwas düstere Flamme; häufig aber wird es als Zumischung von
Rüböl benutzt. Da es zu den
trocknenden
Ölen gehört, so gebraucht man es auch zu Firnissen. Der Anbau des D. wird am stärksten
in den Niederlanden, doch aber auch in mehreren Gegenden Deutschlands, Belgiens, Österreichs und der Türkei betrieben,
die
Dottersaat an vielen Produktenmärkten mit verhandelt. Anbau im Deutschen Reich 2246 ha zus. 17638 m Ztr.
Körner. - Zoll s. Tarif im Anh. Nr. 9 g;
Dotteröl Nr. 26 a 4, bezw. 26 a 1 (in Flaschen).