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Keiner der 86 Berichte enthielt Informationen über den physischen Schutz von Einrichtungen und Nuklearmaterial, jedoch vertrauliche Daten über Regelinspektionen von 2002 bis 2005 in zwölf Kraftwerken. Wie die japanische Sicherheitsbehörde Nuclear and Industrial Safety Agency bestätigte, handelte es sich zum Teil um Geschäftsgeheimnisse, indessen in keinem Fall um sensitive Sicherheitsinformationen.
Inzwischen konnte Mitsubishi abklären, wie es zur unfreiwilligen Publikation gekommen war: Einer ihrer Ingenieure hatte einen Datenträger mit den 86 Berichten nach Hause genommen, um auf seinem privaten PC daran zu arbeiten. Der PC war indessen ungenügend gegen Virenbefall geschützt. Daher konnten Benutzer der so genannten Winny-Fileshare-Software die Berichte über das Internet frei einsehen und herunterladen. Die Winny-Software ist nicht von einem bestimmten Server abhängig und ermöglicht, Dateien anonym und frei auszutauschen. Winny ist in Japan sehr verbreitet, jedoch von Viren verseucht. Diese können den Direktzugriff vom Internet auf sämtliche Dateien eines PC öffnen, auf dem Winny installiert ist. Mitsubishi führt jetzt eine umfassende Untersuchung über mögliche Datenlecks durch und verschärft die internen Richtlinien für den Umgang mit vertraulichen Dokumenten.
Quelle
P.B. nach Atoms in Japan, 22. Juni 2005