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Nach rund vier Jahren ist eine von China gebaute Gaspipeline durch Burma fertiggestellt worden. Die strategisch wichtige Anlage sei nun bereit für den Probetrieb, teilte ein Sprecher des staatlichen Energiekonzerns am Montag mit.
Durch die etwa 800 Kilometer lange Röhre zwischen der Westküste Burmas und Yunnan in Südwestchina kann ein Viertel des chinesischen Flüssiggasbedarfs fliessen. Die Lieferungen aus dem Shwe-Gasfeld im Golf von Bengalen sollen am 1. Juli beginnen.
Zwei bis drei Monate später soll auch eine parallel verlaufende Ölpipeline in Betrieb gehen. Dann kann China Öl aus dem Nahen Osten vom Indischen Ozean aus direkt in sein Hinterland pumpen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt 2,5 Milliarden Dollar.
China hatte noch unter der Militärdiktatur in Burma 2009 einen 30-Jahres-Vertrag über die Lieferung von Gas im Golf von Bengalen abgeschlossen. Für den Bau war die staatliche China National Petroleum Corporation (CNPC) zuständig.
Burma rechnet mit Einnahmen aus dem Gasgeschäft von jährlich 1,5 Milliarden Dollar. Die Verpachtung des Bodens für die Pipeline und die Transportgebühren pro Barrel Öl sollen 35 Millionen Dollar im Jahr in die Staatskassen des bitterarmen Landes spülen. Zuletzt hatte es gegen das Projekt Proteste wegen geringer Entschädigungen für Landenteignungen und Umweltrisiken gegeben.
SDA-ATS