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Kappeler wuchs im Landgasthof Schönentannen in Schwarzenburg auf, wo seit jeher viel musiziert wurde. Bereits als Erstklässler begann er daher auf dem Örgeli seines Vaters zu spielen. Kurz nach Schulabschluss folgten schon die ersten Radioaufnahmen. Seine erste Formation war die Kapelle Kappeler-Zahnd. Ab 1963 schloss er sich mit Werner Gasser zum Schwyzerörgeliduo Kappeler-Gasser zusammen, welches fortan die Berner Volksmusikszene prägte.
Lieblinge des Montagabend-Wunschkonzerts
Der grösste Teil der gespielten und auf Tonträger aufgenommenen Melodien sind Kompositionen von Hansruedi Kappeler. Auch Werner Gasser trug einige Titel dazu bei. Unter den rund 25 Kompositionen befinden sich viele spieltechnisch anspruchsvolle Tänze. Vor allem die Kappeler-Gasser-Version des traditionellen «Schwarzenburgermarsch» sticht hervor. Diese war ein gern gehörter Titel im Montagabend-Wunschkonzert auf Schweizer Radio DRS.
Vergoldet
Insgesamt brachte das Duo acht Tonträger heraus. Die Produktion «En gmüetliche Höck ir Schönetanne» war dabei am erfolgreichsten. Der Titel der Schallplatte bezieht sich auf den Landgasthof, in dem Kappeler aufwuchs und anschliessend Wirt war. Allein von diesem Tonträger wurden über 30'000 Exemplare verkauft, was dem Duo eine goldene Schallplatte einbrachte. Ausserdem wurde das Schwyzerörgeliduo für Konzerte in Los Angeles, San Francisco und Singapur engagiert.
Hansruedi Kappeler liess sich ausserdem 1965 im Rahmen von Abendkursen des Berner Jodlerverbands in Harmonielehre und Chorschule ausbilden. Er legte die Dirigentenprüfung ab und leitete während 15 Jahren gleich drei Jodlerklubs. 1984 löste sich das erfolgreiche Duo Kappeler-Gasser auf. Hansruedi Kappeler musizierte fortan im Schwyzerörgeliquartett Hansruedi Kappeler weiter.