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Mithilfe neuester MRI-Geräte ist es heute möglich, Schichtaufnahmen des schlagenden Herzens zu machen und die Anatomie des Herzens, mögliche Schäden des Herzmuskels sowie Funktionsstörungen der Herzkammern oder der Herzklappen detailliert darzustellen.
Wie sieht der Ablauf der Untersuchung aus?
Vor der Untersuchung: Wir befragen Sie zu Ihrer körperlichen Situation: leiden Sie an Platzangst oder einer Allergie? Hatten Sie vor kurzem eine Operation? Befinden sich metallische Gegenstände in Ihrem Körper? Im Falle einer Untersuchung mit medikamentöser Belastung werden wir Sie noch nach speziellen Atemwegserkrankungen (Asthma / COPD) fragen. Sie bekommen einen intravenösen Zugang in die Armvene gelegt.
Während der Untersuchung: Bei der Herz-Untersuchung liegen Sie für ca. 20-40 Minuten in Rückenlage im MRI-Gerät. Es werden EKG-Elektroden an Ihrem Brustkorb angebracht. Über den Zugang in der Armvene wird Ihnen im Verlauf der Untersuchung Kontrastmittel gespritzt, um die Durchblutung des Herzmuskels zu beurteilen und gewisse Pathologien wie z.B. entzündliche Veränderungen des Herzmuskels oder Infarktnarben darstellen zu können. Bei der Frage nach Durchblutungsstörungen des Herzens erhalten Sie über die Vene ein Medikament, welches die Herzfunktion anregt. Damit wird eine körperliche Belastung simuliert – ohne dass Sie auf einem Vélo radeln oder auf einem Laufband laufen müssen. In gewissen Abständen bitten wir Sie, die Luft kurze Zeit anzuhalten, damit ein ruhiges und scharfes Bild des Herzens erzeugt werden kann.
Nach der Untersuchung: Falls Sie aufgrund von Platzangst ein Beruhigungsmittel erhalten haben, dürfen Sie für 12 Stunden nicht Auto fahren. Ansonsten können Sie nach der Untersuchung im Normalfall sofort nach Hause gehen.
Was lässt sich mit einem Kardio-MRI diagnostizieren?
Herzinsuffizienz
Koronare Herzkrankheit (KHK)
Herzinfarkt (Darstellung von Narbengewebe)
Herzmuskelentzündung
Strukturelle Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien)
Herzklappenfehler
Angeborene Herzfehler
Herztumoren
Systemerkrankungen mit Beteiligung des Herzens
…und vieles mehr.
Ausserdem kann das Volumen der Herzkammern gemessen und die grossen Blutgefässe des Brustkorbs dargestellt werden – das ermöglicht dem Arzt Rückschlüsse über krankhafte Verengungen oder Erweiterungen.
Vorteile eines Kardio-MRI
Ein grosser Vorteil liegt in der nicht-vorhandenen Röntgenstrahlenbelastung. Ein Kernspintomograph arbeitet lediglich mit schnell wechselnden Magnetfeldern und elektromagnetischen Impulsen.
Das Kontrastmittel wird über die Armvene verabreicht. Eine Punktion in die Arterie oder ein Herzkatheter sind nicht nötig.
Das verwendete Kontrastmittel ist gut verträglich. Allergische Reaktionen sind sehr selten.
Mögliche Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen
Bei einer Belastungsuntersuchung des Herzens kann es für die Dauer der Belastung zu Herzklopfen, vermehrtem Schwitzen und gesteigerter Atmung kommen, da der Puls ansteigt. Sobald die Injektion stoppt, hören im Normalfall auch die Symptome wieder auf. Mögliche, seltene Nebenwirkungen sind ein Abfall des Blutdrucks und Herzrhythmusstörungen. Damit diese schnell erkannt werden, beobachten wir Sie während der Untersuchung mittels Blutdruckgerät und EKG.
Kontaktieren Sie uns an unseren Standorten für Kardio-MRI und fragen Sie unsere Experten