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Autor: Guido Bielmann
Das Plaffeier Mountainbike-Rennen war das vierte von zehn Rennen im Racerbikes-Cup, dem Schweizer Cup der Mountainbiker und Crosscountryfahrer. Mit dem Wetter hätten es die Veranstalter schlimmer treffen können, richtig ungemütlich wurde es erst am Sonntagnachmittag, als es während der letzten halben Stunde des Männerrennens heftig windete und regnete. Das Feld der Männer war international prominent besetzt. Am Start waren nebst Weltmeister Nino Schurter auch Vize-Olympiasieger Jean-Christophe Peraud (Fr) sowie die Schweizer Lukas Flückiger (Leimiswil), der im diesjährigen Weltcup schon zwei Topten-Ränge erreicht hat, sowie Florian Vogel (Rapperswil), in der Weltrangliste derzeit auf dem 7. Rang.
Entscheidende Defekte
Zunächst sah es überhaupt nicht nach einem Sieg des Weltmeisters Nino Schurter aus, denn er lag nach zwei kurzen und der ersten von fünf grossen Runden zurück. In dieser Anfangsphase fiel Vogel bereits mit einem Sattelbruch zurück. Es war Flückiger, der alleine an der Spitze fuhr. Schurter und Peraud lagen bereits 15 Sekunden zurück.
Wenig später erwischte es auch den führenden Flückiger mit einem Defekt. Das ermöglichte es Schurter und Peraud aufzuschliessen. In der drittletzten Runde schliesslich fiel Peraud zurück. Im Spitzenduo verhielt sich Schurter zunächst auffällig passiv und blieb am Hinterrad von Flückiger, bis er in der letzten Runde in der technisch sehr anspruchsvollen Abfahrt oberhalb Hapferen am Schwyberghang angriff und sich bis zum Ziel im Plaffeier Dorfzentrum absetzte.
Ziel: WM-Titelverteidigung
Der Kommentar des Weltmeisters, der als 7-Jähriger mit dem Mountainbike begann und seit vier Jahren Profi ist: «Der Start gelang mir nicht gut. Ich bin erst durch die Defekte von Vogel und Flückiger ins Rennen gekommen. Aber am Schluss habe ich zulegen können.» Schurter führt im Weltcup nach drei Rennen, nach dem Sieg in England, dem 15. Rang in Belgien (Defekt) und dem 2. Rang in Deutschland: «Jetzt will ich die Führung verteidigen.» Und im September will er den Weltmeistertitel verteidigen.
Zweiter wurde schliesslich nicht Lukas Flückiger, sondern Florian Vogel, der nach seinem Sattelbruch auf den 5. Rang zurückgefallen war und dann in der letzten Runde Vogel hatte abfangen können: «Es hat heute nicht sein sollen. Aber mir gelang dann nach dem Sattelbruch doch eine gute Aufholjagd.» Vogel will bis zur SM seine derzeit gute Form aufrechterhalten.