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Beschreibung
Die Basilisk Edition präsentiert in diesem Erstdruck ein lange verschollen geglaubtes Gamben-Konzert von Joseph Fiala, einem Zeitgenossen und Freund W.A. Mozarts, das von Thomas Fritzsch nach langer Suche in einem Schweizer Benediktinerkloster gefunden und sorgfältig rekonstruiert wurde.
Der Böhme Joseph Fiala (1748-1816), weitgereister Oboist, Violoncellist, Gambist und Komponist, war ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswerter Künstler, dessen Lebensspanne die Zeit zwischen J.S. Bach und F. Mendelssohn Bartholdy überbrückt. Auf Vermittlung von Leopold Mozart wechselte Fiala 1778 als Erster Oboist in die Fürsterzbischöfliche Kapelle nach Salzburg, zu deren Mitgliedern auch Leopold und Wolfgang Amadé Mozart und Michael Haydn zählten. Leopold Mozart bot Fialas Familie eine Wohnung in der Getreidegasse 9 an, dem Geburtshaus seiner Kinder Maria Anna und Wolfgang Amadé, und die enge Freundschaft zwischen den beiden Familien entfaltete sich. Als sich Fiala 1790 vor dem preussischen König Friedrich Wilhelm II. auf der Gambe hören liess, wurde er „der beste noch lebende Gambist“ genannt. Durch Carl Friedrich Abel und Joseph Fiala stand Wolfgang Amadé Mozart mit zwei der berühmtesten Gambisten seiner Epoche in einem engen, persönlichen Verhältnis. Schwer wiegt darum der Verlust Mozartscher Gambenkompositionen! Mit dem unbekannten Verbleib eines orchesterbegleiteten Gambenkonzertes von Joseph Fiala, dessen einstige Existenz ein Künstler-Lexikon von 1815 bezeugt, wollte sich der deutsche Gambist Thomas Fritzsch nicht abfinden. In der Musikbibliothek des Benediktinerklosters Engelberg (Schweiz) wurde er schliesslich fündig.