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Im Zusammenhang mit Nacken-/Schulterschmerzen können Defizite der motorischen Kontrolle festgestellt werden. Als Folge einer Schmerzepisode kommt es zu Veränderungen im ZNS mit einem Verlust der propriozeptiven Wahrnehmung und der Fähigkeit, den Nacken bzw. Schultergürtel exakt einzustellen. Defizite der motorischen Kontrolle können bei den Muskeln der HWS bzw. des Schultergürtels auftreten. Es kommt dabei zu einer Änderung der Aktivierungsmuster.
Es wurde nachgewiesen, dass im Bereich der HWS die tiefen Stabilisatoren Defizite der motorischen Kontrolle aufzeigten und oberflächliche Muskeln bei einer Funktion mit geringer Anstrengung deutlich aktiver wurden als bei schmerzfreien Testpersonen. Unkontrollierte segmentale Translation der HWS oder verstärkte Kompression durch Überaktivierung der oberflächlichen Muskeln können der Grund für ein Andauern der Pathologie oder der Reizung (Sensitisation) überlasteter Gewebe sein.
Im Bereich des Schultergürtels zeigt sich dieses Defizit in mangelnder scapulo-thorakaler Koordination sowie Translationskontrolle des glenohumeralen Gelenks. Durch Fehlpositionierung der Skapula und Verlust der dynamischen Skapulakontrolle bei funktionellen Armbewegungen, kann es in Folge zu Einklemmungs- und anderen Schulterpathologien kommen. Ein Training zur Verbesserung der Aktivierungsmuster und des Timings der entsprechenden Stabilisationsmuskeln ist in der Lage die Gewebereizung zu reduzieren und den normalen Heilungsprozess zu fördern. Gleichsam können damit auch postoperative Ergebnisse deutlich verbessert werden.
Basisinformationen
4 Tage
16.01.-19.01.2019
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