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Angststörungen entwickeln sich schleichend über längere Zeit, können aber auch innerhalb kurzer Zeit neu auftreten. Charakteristisch sind intensive Gefühle wie Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit und Überforderung. Bei spezifischen Phobien (Ängsten) wie Höhenangst sind die Auslöser der Angst erkennbar. Dasselbe gilt auch für Klaustrophobie (krankhafte Angst vor dem Aufenthalt in geschlossenen Räumen), Spinnenphobie oder sozialer Phobie. Bei Panikattacken und der generalisierten Angststörung erkennen Betroffene hingegen meist keinen direkten Auslöser (Trigger) für die Angst.
Da Angst ein angeborener Schutzreflex des menschlichen Organismus ist, treten zusammen mit ihr auch intensive körperliche Reaktionen auf. Dazu gehören Herzklopfen, beschleunigte Atmung, Schwitzen, Übelkeit und Schwindel. Betroffene fühlen sich den Angstgefühlen und den körperlichen Symptomen hilflos ausgeliefert und beginnen Angst auslösende Situationen zu vermeiden. Durch dieses Verhalten geraten sie in einen Teufelskreis: Die Vermeidungsstrategie schränkt Betroffene zunehmend ein, wodurch die Angst auslösende Situation noch bedrohlicher wird. Dies wiederum führt zu noch mehr Rückzug.