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Der venezolanische Olympiasieger Ruben Limardo Gascon war für Kauter ein zu starker Halbfinal-Gegner. Der Schweizer zeigte sich angriffig, unterlag dem Favoriten aber klar mit 7:15.
Kauter erfolgreichster Schweizer Fechter
Kauter gab sich nach dem Match als fairer Verlierer: «Ich muss eingestehen, dass er einfach besser war.» Und auch das Lachen fand der Berner schnell wieder: «Im Moment nervt es mich natürlich, aber in ein paar Minuten werde ich mich über die Medaille freuen.»
Die Bronze-Medaille hatte sich Kauter zuvor im Viertelfinal dank einem Treffer in der letzten Sekunde gegen Radoslaw Zwarotniak aus Polen gesichert. Der Schweizer entschied damit das enge Duell mit 10:8 für sich. Ein Duell um den dritten Platz gibt es beim Fechten nicht.
Kauter ist der erste Schweizer Fechter, der zwei Einzel-Medaillen bei Weltmeisterschaften gewinnen konnte. Vor zwei Jahren hatte er in Catania ebenfalls Bronze geholt.
Enttäuschung für Heinzer
Der an Nummer 2 gesetzte Max Heinzer musste hingegen bereits im Sechzehntelfinal die Segel streichen. Der Luzerner unterlag dem Deutschen Falk Spautz 13:15. Benjamin Steffen blieb im 1/32-Final auf der Strecke. Der Basler unterlag Yulen Pereira (Sp) 13:14.
Im Frauen-Tableau konnte die vorqualifizierte Tiffany Géroudet zwar ihr erstes Gefecht gewinnen, scheiterte aber im 1/16-Final an Julia Beljajewa (Est).
21-Jährige schafft Sensation
Beljajewa holte sich in der Folge sensationell den Titel. Die erst 21-Jährige liegt in der Weltrangliste nur gerade an Position 69.
Auch bei den Männern ging das WM-Gold nach Estland. Im Final behielt Nikolai Nowosjolow gegenüber Kauter-Bezwinger Limardo mit 15:10 die Oberhand.