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Die Initiative «Für ein Verbot von Kriegsgeschäften» will Schweizer Finanzakteuren Investitionen in die Rüstungsindustrie verbieten: Schweizer Geld soll nicht länger zur Finanzierung von Kriegsmaterial und somit zur Unterstützung von Kriegen weltweit missbraucht werden. Neben den direkten Kriegsmaterialexporten spielt der Schweizer Finanzplatz eine zentrale Rolle bei Kriegsgeschäften. Die Schweiz hat einen der grössten und wichtigsten Finanzplätze der Welt. 2014 wurden hier sieben Billionen Franken verwaltet. Alleine Schweizer Grossbanken investierten 2014 pro EinwohnerIn 798 US-Dollar in Unternehmen, die nukleare Rüstungsgüter herstellen. In Deutschland lag dieser Wert bei 122 Dollar und in Österreich bei neun Dollar. Dieser Vergleich zeigt das aussergewöhnliche Ausmass der Kriegsgeschäfte in der Schweiz. Bei diesen Zahlen sind die Investitionen der Nationalbank, der Pensionskassen und vielen weiteren Finanzakteuren nicht eingerechnet. Alleine die Pensionskassen investieren zwischen vier und zwölf Milliarden Franken in die Rüstungsindustrie. Das Geld, welches über den Schweizer Finanzplatz in die Rüstungsindustrie gelangt, macht uns zu KomplizInnen jener Produktionsfirmen, die Profit aus den Opfern der Kriege schlagen. Die Schweiz als neutrales Land und als Depositärstaat der Genfer Konventionen kann sich diese Politik der Profitmaximierung auf Kosten von Menschenleben nicht erlauben. Konkret will die Initiative den Pensionskassen, der Schweizerischen Nationalbank und Stiftungen jegliche Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten verbieten. Zudem wird der Bund beauftragt, sinngleiche Bedingungen für Banken und Versicherungen zu fördern. Kurz: Kein Schweizer Geld für die Kriege dieser Welt!