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Was Sie über das faszinierende Innenleben einer Luxusuhr wissen sollten
Luxusuhren werden präzise von Hand gefertigt und sind oft nur in limitierter Auflage erhältlich. Bevor ein kleines Vermögen für eines der edlen Stücke auf den Tisch gelegt wird, empfiehlt es sich, die Fachbegriffe zu kennen, die für die Bauteile und Mechanik verwendet werden.
Um eine Kaufentscheidung bei hochwertigen Luxusuhren treffen zu können, ist eine gewisse Kenntnis über wichtige Funktionen und ihre Bedeutung erforderlich. Was hat es mit dem Kaliber, dem Ankerwerk, der Unruh oder dem Tourbillon auf sich? Die wichtigsten Begriffe werden in diesem kleinen Uhren-Lexikon zusammengefasst.
Uhrwerk
Der gesamte Mechanismus im Innern einer Uhr wird als Uhrwerk bezeichnet und fungiert als Ausgangspunkt für eine exakte Anzeige der Uhrzeit. Dabei wird zwischen mechanischen und elektromechanischen Uhrwerken unterschieden.
Elektromechanisches Uhrwerk: Digitaluhren, bei denen keine Räder und nur wenige mechanische Teile vorhanden sind, verfügen über ein elektromechanisches Uhrwerk.
Mechanisches Uhrwerk: Ein mechanisches Uhrwerk, auch Kaliber genannt, besteht aus mehreren Räderwerken, welche durch ihre konstante Bewegung Energie erzeugen. Diese Energie wird in eine Drehbewegung der Zeiger auf dem Zifferblatt umgesetzt. Das Haupträderwerk wird «Gehwerk» genannt und steuert alle Zusatzräderwerke. Diese sind unter anderem das «Schlagwerk», das «Spielwerk» und das «Weckerwerk».
Ankerwerk
Das Ankerwerk besteht aus einem Hemmungsrad, oder auch «Ankerrad», und einem Hemmstück, dem sogenannten «Anker». Das Uhrwerkteil übernimmt die Funktion einer Verbindung zwischen dem Uhrwerk und dem Gangregler.
Gangregler: Der Gangregler ist ein mechanisches Schwingsystem und sorgt für einen gleichmässigen Gang.
Anker: Der Anker ist das Kernstück des Ankerwerks. Der zweiarmige Verbindungshebel gibt den Impuls des Hemmungsrades an die Unruhwelle weiter. Dadurch wird für die Ankerhemmung gesorgt.
Unruh
Als wichtiger Teil eines mechanischen Uhrwerks ist die Unruh für den Antriebmechanismus verantwortlich.
Tourbillon
Die komplexe Vorrichtung «Tourbillon» ist verantwortlich dafür, den Einfluss der Schwerkraft auf den Schwerpunk der «Unruh» und die Ganggenauigkeit auszugleichen. Uhren, die selten am Armgelenk getragen werden, bringt das «Tourbillon» in Bewegung. So werden Lagen- und Schwerpunktfehler neutralisiert.
Chaton
Dieser Teil des Uhrwerks ist ein rundes Stück Metall aus Gold oder auch Messing. Darin werden Lagersteine eingeschraubt.
Cabochon: Der runde oder ovale Schmuckstein zeigt eine flache Unterseite und gewölbte Oberseite. Oft wird die Aufzugskrone mit einem Cabochon verziert.
Chronograph
Eine Uhr mit Stoppuhr-Funktion wird Chronograph genannt. Der zusätzliche Chronozeiger zeigt dabei die gestoppte Zeit auf dem Zifferblatt an. Durch weitere Drücker in der Gehäusewand wird bei einem Chronographen die Stoppfunktion gestoppt und zurückgesetzt.
Ewiger Kalender
Der sogenannte «ewige Kalender» zeigt automatisch das richtige Datum an, keine zusätzlichen Einstellungen sind dabei nötig. Das Datum richtet sich nach dem Gregorianischen Kalender bis zum Jahr 2100.
Feder
Die Feder wird auch «Zugfeder» und «Aufzugsfeder» genannt. Sie ist das Antriebsorgan und liefert der Uhr ihre Energie. Diese Energie entsteht durch Aufziehen der Uhr. Hierbei wird die Feder um den Federkern gewickelt.
Kaliber
Kaliber bezeichnet ein mechanisches Uhrwerk. Jedes Werk wird mit einer individuellen Modellnummer, beziehungsweise Kalibernummer versehen.
Referenznummer
Die Referenznummer steht im Gegensatz zur Gehäuse- , Kaliber- oder Werknummer für die gesamte Uhr. Eine Kombination aus Ziffern und Buchstaben steht meistens für den Uhrentyp, Werk, Gehäusematerial, Zifferblatt, Zeiger, Armband und besondere Ausstattung.
Komplikation
Aufwendige, mechanische Zusatzfunktionen einer Uhr, welche über das herkömmliche Anzeigen von Stunden, Minuten und Sekunden hinausgehen, werden Komplikationen genannt. Dazu gehören unter anderem Funktionen wie die Datumsanzeige, eine Mondphasenanzeige oder ein Wecker.
Mondphasenanzeige
Die periodisch wechselnden Erscheinungsformen des Mondes, welche während seines Erdumlaufs zu sehen sind, werden Mondphasen genannt. Eine Mondphase dauert exakt 29 Tage, zwölf Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Die Mondphasenanzeige zeigt unter einem Zifferblatt-Ausschnitt die einzelnen Stationen einer Mondphase durch eine sich drehende Scheibe an.
Repetition
Das wiederholte Abspielen eines akustischen Erinnerungssignals wird als Repetition bezeichnet. Diese entsteht durch ein sogenanntes Repetitionsschlagwerk. Am häufigsten ist dabei der Stundenschlag, es gibt aber auch Viertelrepetitionen und Minutenrepetitionen. Aufgrund des hohen Aufwandes bei der Realisation einer Repetition wird sie als wertsteigernde Komplikation verstanden.
Savonette
Eine Taschenuhr mit Sprungdeckel am Gehäuse wird «Savonette» genannt. Dieser Sprungdeckel soll das verglaste Zifferblatt schützen und springt auf Knopfdruck auf.