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Die Schaffhauser Stimmbevölkerung hat sich als einzige in der Schweiz für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung ausgesprochen. Das Resultat im Kanton war zwar knapp, mit einem Ja-Anteil von 50,8 Prozent stimmte die Bevölkerung dem Anliegen allerdings zu.
Schaffhausen (7’922 zu 6’313 Stimmen) und Neuhausen (1’676 zu 1’490 Stimmen) sorgten dafür, dass das Resultat am Nachmittag des Wahlsonntags nochmals umschwenkte. Nachdem die Gemeinden ausgezählt waren, sah es noch so aus, als ob sich auch der Kanton Schaffhausen gegen eine Abschaffung der Pauschalbesteuerung aussprechen würde. Von den kleineren Gemeinden stimmten nur Trasadingen und Hemishofen der Abschaffung zu.
Die Pauschalbesteuerung bleibt nun aber dennoch bestehen, denn die restlichen Kantone lehnten die Abschaffung alle ab. Erwartungsgemäss am deutlichsten verworfen wurde die Initiative in den Kantonen Graubünden, Tessin, Waadt, Wallis und Genf, die die meisten Pauschalbesteuerten beheimaten. In Graubünden, im Tessin, in der Waadt und in Genf lag der Nein-Anteil bei rund 70 Prozent, im Wallis bei knapp 80 Prozent.
Die beiden weiteren nationalen Initiativen erlitten im Kanton Schaffhausen Schiffbruch. Die Stimmbevölkerung sprach sich mit einem 68,2 prozentigen Nein-Anteil klar gegen die Ecopop-Initiative und damit gegen eine streng regulierte Zuwanderung aus, für die sich unter anderen der Schaffhauser Ständerat Thomas Minder ausgesprochen hatte. Die Gold-Initiative wurde mit 71,5 Prozent noch deutlicher abgelehnt.