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Dürrenmatts Bildwerk entstand seit seiner Jugend parallel zum literarischen Werk, blieb aber lange Zeit praktisch unbekannt. In seinen „dramaturgischen“ Bildern nimmt Dürrenmatt oft Motive mythologisch-religiöser Traditionen auf. Die Sammlung des Centre Dürrenmatt umfasst ca. 1000 Einzelbilder und verschiedene Hefte.
Als angehender Student schrieb Dürrenmatt an seinen Vater: „Es handelt sich nicht darum zu entscheiden, ob ich ein ausübender Künstler werde oder nicht, denn da wird nicht entschieden, sondern das wird man aus Notwendigkeit. [...] Das Problem liegt ja bei mir ganz anders. Soll ich malen oder schreiben. Es drängt mich zu beidem." Obwohl er sich damals für die Schriftstellerei als Beruf entschied, hat Dürrenmatt während seines ganzen Lebens gezeichnet und gemalt. Abgesehen von einigen Karikaturen und Buchillustrationen blieb sein Bildwerk jedoch lange unbekannt. „Meine Zeichnungen sind nicht Nebenarbeiten zu meinen literarischen Werken, sondern die gezeichneten und gemalten Schlachtfelder, auf denen sich meine schriftstellerischen Kämpfe, Abenteuer, Experimente und Niederlagen abspielen", schrieb Dürrenmatt 1978 einleitend zum ersten Bildband seiner Werke. Die Bilder stehen meist in lockerem Bezug zu seinen literarischen Texten und zeigen vor allem mythologische und religiöse Motive wie beispielsweise das Labyrinth und Minotaurus, den Turmbau zu Babel oder die Kreuzigung. Mehrfach hat Dürrenmatt auch ganze Bilderzyklen parallel zu einem Text gezeichnet (Es steht geschrieben, König Johann, Minotaurus, Midas) Geprägt wurde Dürrenmatt ohne Zweifel durch den Expressionismus. Aber auch Künstler wie Bosch, Brueghel, Piranesi, Goya und der mit Dürrenmatt befreundete Schweizer Maler Varlin hatten massgeblichen Einfluss auf sein Bildwerk.
Das Centre Dürrenmatt ist im Besitz von rund 1000 Einzelbildern, einer Reihe von Heften mit Kinderzeichnungen von Friedrich Dürrenmatt sowie gezeichneten Bildergeschichten für seine eigenen Kinder.
Neben der Sammlung des Centre Dürrenmatt gibt es umfangreiche Sammlungen in Privatbesitz, insbesondere von der Familie des mit Dürrenmatt befreudeten Wirts und Kunstsammlers Hans Liechti, Grenchen.
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