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Montevideo - Der frühere Guerilla-Kämpfer José Mujica hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Uruguay am Sonntag (Ortszeit) mit etwa 48 Prozent klar gewonnen. Dies ging aus Hochrechnungen aufgrund der Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hervor.
Damit verfehlte der 74-jährige Kandidat des regierenden Links-Bündnisses Frente Amplio (FA, Breit Front) aber die für einen Sieg in der ersten Runde notwendige absolute Mehrheit und muss sich einer Stichwahl am 29. November stellen.
"Unsere Anhänger fordere ich zu einer weiteren Anstrengung auf", sagte Mujica. Aber das Ergebnis gebe "Anlass zur Hoffnung". In der Stichwahl trifft Mujica auf den zweitplatzierten der Wahl, den konservativen Ex-Präsidenten Luis Alberto Lacalle.
Der Kandidat der Nationalen Partei, der Uruguay von 1990 und 1995 regierte, landete weit abgeschlagen bei etwa 30 Prozent. Mit etwa 17 Prozent schnitt Pedro Bordaberry von der ebenfalls konservativen Colorado-Partei überraschend gut ab.
Mujica war Mitglied der Guerilla-Gruppe Tupamaros und nahm an Überfällen, Entführungen und Bankrauben teil. Er sass insgesamt 15 Jahre in Haft.
Über die künftige Zusammensetzung beider Kammern des Parlaments, deren Mitglieder ebenfalls neu gewählt wurden, lagen keine klaren Angaben vor.
Entgegen erster Prognosen scheiterten nach diesen Angaben jedoch zwei parallel abgehaltene Referenden zu Aufhebung einer Amnestie für Menschenrechtsverbrechen von Militärs und Polizisten vor und während der Militärdiktatur (1973-1985) und für die Einführung des Briefwahlrechts für Uruguayer, die im Ausland leben.
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