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Das Thema brennt unter den Fingernägeln, schon lange, aber die Politik hat hier offensichtlich sehr lange Nägel. Das “Gouverner c’est prévoir” fand in all den vergangenen Jahren nicht statt, und wenn die Sauce hier ist, ist das halbherzige “Gouverner” eben am Abend…nur Flickwerk und Pflästerchen. Und dazu teuer.
Zum Thema Ost-West-Verkehrsplanung möchte ich hier exemplarisch einen Auszug aus meinem Brief wiedergeben, den ich bereits im Jahre 2009 (!) im Zusammenhang mit Pseudo-Lärmschutzmassnahmen an der Winterthurerstrasse an die Volkswirtschaftsdirektion (damals Rita Fuhrer, die eiserne Oberländerin), die Baudirektion und den Stadtrat geschrieben habe.
Anträge:
1. …..
2. …. mit dem Appell, „etwas“ gegen die lebensfeindlichen Verkehrsverhältnisse in Bülach und weiter gegen die katastrophale Verkehrsplanung im nördlichen Bereich des Kantons, Achse Ost-West, zu tun.
Zu 2.: Ihnen ist das Problem der Verkehrsplanung Ost-West im nördlichen Teil des Kantons, Verkehrsachse Winterthur-Baden, wohl bekannt. Es bestehen auch schon einige Vorschläge von Fachleuten und -schulen, die leider bisher nicht aufgegriffen wurden, da, wie ich meine, die Chefin der VD eben aus dem auch fluglärmverschonten Zürcher Oberland kommt. Wenn ich mir so die Liste der Projekte anschaue, fällt mir auf, dass das Zürcher Oberland und die engere Agglomeration Zürich, auch Nord, gegenüber dem nördlichen Teil des Kantons bevorzugt behandelt werden. Das Projekt Nr. 49 Dettenberg, langfristig, weiss der Himmel wann, und der Hardwald Nord-Süd, mittelfristig, sind einzig auf der Liste zu finden. Sie wissen, dass die grossräumige Situation Winterthur-Baden prekär ist, es läuft aber nichts. Keine Priorität. Zuerst Gebäude bauen, dann denken. Damals, bei der Lärmanflugschneise Flughafen Nord in Höri, kaufte der Kanton vorausschauend Liegenschaften auf, die er aber nachher in reaganscher Manier dem Mammon opferte. Und so kann Frau Moor auch nicht für den RR kandidieren. Uf Höri ghöri. Ich appelliere an die Volkswirtschaftsdirektion, die Verkehrsplanung Ost-West im nördlichen Kanton auf die Traktandenliste zu nehmen, und an die Exponenten (wie den Stadtrat von Bülach), sich die prekäre bülemer Verkehrssituation zu verinnerlichen und allen Einfluss geltend zu machen, damit auch nicht lärmberuhigte Einwohner eine Perspektive haben. Gouverner c’est prévoir, Messieurs et Mesdames!
Da haben wir es, das “Gouverner, c’est prévoir”. In Sachen GVK war jahrelang tote Hose, und heute, wo das Chaos perfekt ist, werden auswärtige Leute geholt, die den betroffenen Einwohnern sagen, wie man das machen soll! Ich habe auch nie bemerkt, dass sich der Stadtrat beim Kanton für zukunftsweisende, grossflächige Lösungen eingesetzt hat. Es kommt mir auch heute noch vor, dass der nördliche Teil des Kantons für die kantonalen Instanzen ein lästiger Appendix war und ist, und mit schwachen Lokalpolitikern ergeben sich dann chaotische Resultate wie wir sie heute in der Verkehrsachse Ost-West haben.
Das betrifft vor allem Büli, und jenen Bülemern, die heute versuchen, zu retten, was zu retten ist, sei mein Dank gewiss. Und besser: Die kleinflächige Verkehrsplanung in Büli ist am Abend, das Brecheisen muss auch auf einer anderen Ebene angesetzt werden. BSB, vielen Dank!