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Judith Keller liest aus ihrem Roman «Wilde Manöver».
«Wilde Manöver» ist ein wild funkelnder Roman von der Freundschaft zweier Frauen, die etwas Neues anfangen wollen. Wie aber fängt man Neues an? Da ist etwas geschehen in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Zürich. An einem lauen Sommerabend wird aus dem Parkhaus ein Lieferwagen entwendet, womöglich ein Drogengeschäft? Zwei junge Frauen, Vera und Peli, werden verdächtigt, doch das Verhör bringt kein Licht in die Sache, im Gegenteil: Eine Meerjungfrauenstatue im Pool, kreisförmig angeordnete Fahrräder auf den Zuggleisen, die Entführung eines Pferdes – es scheint, als hätten Vera und Peli eine ganze Reihe von Verbrechen begangen, eines unwahrscheinlicher als das andere. Die abenteuerliche Suche nach dem Zusammenhang beginnt, durch die Nacht und die Stadt, und mit ihr eine aberwitzige Erkundung unserer sich verflüchtigenden Gegenwart.
Judith Keller, geboren 1985 in Lachen, studierte Literarisches Schreiben in Biel und Leipzig sowie Deutsch als Fremdsprache in Berlin und Bogotá. Keller erhielt mehrere Stipendien und Preise von Pro Helvetia, von der Stadt und vom Kanton Zürich sowie von der Zentralschweizer Literaturförderung. Ihr Debütroman «Die Fragwürdigen» erschien 2017, gefolgt von «Oder?» im Jahr 2021. 2022 erschien das Foto-/Textbuch «Das ramponierte Vertrauen/The battered Trust». Ihr Roman «Wilde Manöver» erschien im September 2023. Sie erhielt dafür den Schweizer Literaturpreis 2024.
Diese Lesung wird von Regula Bächler in Gebärdensprache verdolmetscht.