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Die Agoraphobie ist die folgenschwerste Phobie. Sie kommt häufig gleichzeitig mit der Panikerkrankung vor und beginnt meist mit Panikattacken.
Bei der Agoraphobie besteht nicht nur Angst vor Situationen ausserhalb der gewohnten Umgebung, in denen entweder die Möglichkeiten zur Flucht eingeschränkt sind oder aber Hilfe nicht erreichbar ist. Es wird befürchtet, dass die Situation ausser Kontrolle geraten könnte und dass es plötzlich zu Schwindel, Entfremdungsgefühlen (Gefühl, vom Körper losgelöst zu sein, zu schweben; alles scheint unwirklich und verändert, wie in einem Traum), Ohnmacht, Herzinfarkt oder Tod kommen könnte.
Diese Form von Angst tritt typischerweise in Menschenmengen, beim Schlange stehen, auf öffentlichen Plätzen, in Kaufhäusern und Aufzügen auf. Die Orte, wo die Angst auftrat oder auftritt, werden gemieden, was zu sozialem Rückzug führen kann.
Wenn die Betroffenen zum Arzt gehen, ist oft nur wenig von ihrer Angst zu spüren. Dies kann dazu führen, dass sie von Fachleuten, Angehörigen und Freunden nicht ernst genommen oder gar als Simulanten abgestempelt werden.
Agoraphobiker leiden stark unter der Angst vor weiteren Panikanfällen. Etwa 5% der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens an Agoraphobie.