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Ein paar Fragen an die Befürworter der Masseneinwanderungsinitiative:
1. Was ist daran falsch, dass der Markt (sprich Bauern, Handwerker, KMU und Konzerne) selber entscheiden, welche und wie viele Arbeitskräfte sie brauchen (im Rahmen der flankierenden Massnahmen)?
a. Warum sollte die bürokratische Staatsplanung des Arbeitnehmerbedarfs effizienter sein?
b. Welche der 70‘000 zugezogenen EU-Arbeitnehmer hättet ihr letztes Jahr nicht reingelassen (und warum gerade die)?
2. Sollen die Kontingente auf die Kantone aufgeteilt werden oder bundesweit nach dem Prinzip first come first served verteilt werden.
a. Wenn man sie auf die Kantone aufteilt, besteht da nicht die Gefahr des aktuellen Drittstaatensystems, dass gewisse Kantone keine Drittstaatler mehr kriegen, andere aber die Kontingente nicht aufbrauchen?
b. Falls ihr Euch für „first come“ entscheidet, besteht da nicht die Gefahr, dass Zürich im Januar das ganze Kontingent frisst und die Bauern im Sommer keine Arbeiter mehr Kriegen (oder sollen sie die Erntehelfer schon im Januar einstellen).
3. Was meint ihr mit: „Die Zahl der Bewilligungen für den Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz wird durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente begrenzt. Die Höchstzahlen gelten für sämtliche Bewilligungen des Ausländerrechts (auch die der hier im entsprechenden Jahr geborenen Seondos!!!) unter Einbezug des Asylwesens.“?
a. Heisst das, dass die Kontingente für „den Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz“ schon biologisch, durch die Reproduktion der schon hier ansässigen Ausländerinnen aufgebraucht werden kann?
b. Wenn wir wegen einer Situation wie in Syrien, oder wie sie sich in der Ukraine ergeben könnte (oder wie wir sie in der Tschechoslowakei und Ungarn hatten), spontan ein paar Tausend Flüchtlinge aufnehmen müssen, darf dann das Kantonsspital keine deutschen Ärzte mehr einstellen und die Firma Stamm keine portugiesischen Maurer?
Ich denke, dass bestehende System ist sehr egoistisch und keinesfalls sozial, aber es ermöglicht unserer Wirtschaft sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt nach Arbeitskräften umzusehen und gleichzeitig gibt es Menschen eine Chance, in unserem Land eine bessere berufliche Zukunft zu suchen. Das Aufblähen der Bürokratie, die staatliche Planung der potentiellen Bedürfnisse und das bedarfsunabhängige Ausspielen der verschiedenen Ausländer gegeneinander wären selbst dann sinnwidrig, wenn wir die Bilateralen dadurch nicht gefährden würden. Wir tun es aber!