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Die Universität Basel hat durch Prof. Dominique de Quervain kurz nach Beginn der Gesundheitskrise eine nationale Studie lanciert. Ziel war es, Risiko- und Resilienzfaktoren zu identifizieren und die Wirksamkeit bestehender Massnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit zu überprüfen.
Es wurden zwei Umfragen durchgeführt, die erste vom 6. bis 8. April 2020, während der ersten Abriegelung, die zweite vom 11. Mai bis 1. Juni 2020, nachdem die Einschränkungen aufgehoben worden waren. Mehr als 10'000 Personen aus der ganzen Schweiz nahmen an den anonymen Umfragen teil.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Angst der Bevölkerung vor dem Coronavirus nach der ersten Sperrung zwar abgenommen hat, dass aber das Stressniveau und die schweren depressiven Symptome auch nach der Aufhebung der Beschränkungen hoch bleiben. Eine Vorgeschichte mit psychischen Problemen ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung schwerer depressiver Symptome. Interessanterweise scheinen ältere Menschen und Männer während der Pandemie weniger anfällig für depressive Symptome zu sein. Und schließlich könnten bestimmte Faktoren, von denen bereits bekannt ist, dass sie eine schützende Wirkung in Bezug auf Stress und Depressionen haben, wie körperliche Aktivität oder die Ausübung eines Hobbys, während dieser Gesundheitskrise für die psychische Gesundheit von Vorteil sein.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind abrufbar unter coronastress.ch