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Unter Ersparnissen versteht man im volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Sinne den Verzicht auf Konsum.
Ersparnisse gehören zur Terminologie der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und sind Teil des Wirtschaftskreislaufs. Ersparnisse sind also im gesamtwirtschaftlichen Kontext der Volkswirtschaftslehre der Teil des Einkommens der privaten Haushalte, der nicht dem Konsum zugeführt, sondern gespart wird. Wobei die Sparquote in Prozent angibt, wie viel des Einkommens im Schnitt gespart wird. Bei Unternehmen entsprechen Ersparnisse den nicht ausgeschütteten Gewinnen und die öffentlichen Ersparnisse sind Einnahmenüberschüsse des Staates.
In der neoklassischen bzw. neoliberalen Perspektive der Volkswirtschaftslehre werden Ersparnisse als eine zwingende Voraussetzung für Investitionen betrachtet. Im moderneren Keynesianismus wird dies verneint und eine andere These entgegengestellt: Sparen die Haushalte mehr von dem, was sie einnehmen, so entscheiden sie sich für Konsumverzicht. Die Folge: Nachfragerückgang. Dies führt in der Binnenwirtschaft dazu, dass die Unternehmen weniger verkaufen und die Produktion zurückgefahren wird und das verfügbare Einkommen einer Volkswirtschaft sinkt. Im keynesianischen Modell wirken sich Ersparnisse negativ auf die Investitionstätigkeit und die Produktion der Unternehmen aus. Andererseits würde eine Konsumfreudigkeit der privaten Haushalte zu einer Investitionsfreudigkeit seitens der Unternehmen führen.