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Galaxie Messier 94
Objektbeschreibung
M 94 wurde am 22. März 1781 von Pierre Méchain entdeckt. Charles Messier beobachtete ihn zwei Nächte später und schrieb dazu: «Nebel ohne Stern, oberhalb des Herzen des Karl [Cor Caroli], auf der Parallelen des Sternes Nr. 8, sechster Grösse nach Flamsteeed: Das Zentrum ist brilliant und der Nebel etwas diffus. Er gleicht dem Nebel Nr. 79 unterhalb des Hasen; aber dieser ist schöner und heller. M. Méchain entdeckte ihn am 22. März 1781.» [281]
M 94 ist eine Spiralgalaxie in in einer Entfernung von 16 Millionen Lichtjahren. Um das Zentrum befindet sich eine ringförmige Anordnung erhöhter Sternentstehung, ein sogenannter Starburst-Ring. Das Alter dieser neu entstandener Sterne wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Aufgrund der starken Strahlung in diesem Ring wird M 94 als Seyfert Typ 2 klassifiziert. Die Ursache für diesen Ring an Sternentstehung liegt vermutlich in einer Schockwelle, welche vom Zentrum nach aussen wandert und Gas und Staub in den äusseren Regionen komprimiert. Das Gas kollabiert dadurch zu dichteren Wolken, bis die Schwerkraft Gas und Staub so weit zusammengezogen und verdichtet hat, dass Temperatur und Druck hoch genug für eine Kernfusion ist und so ein Stern entsteht.
Nebst dem schwächeren äusseren Ring erstrecken sich noch zwei schwache Spiralarme weit nach aussen in den intergalaktischen Raum. Bemerkenswert an M 94 auch ist ein offensichtliches Defizit an dunkler Materie im Vergleich zu anderen Galaxien. Der Grund dafür ist noch unbekannt und Gegenstand weiterer Untersuchungen. [196,215]
Auffindkarte
M 94 befindet sich im Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde), etwa drei Grad nördlich vom Stern Cor Caroli (α Canum Venaticorum). Das Sternbild ist zirkumpolar und steht in den Monaten Februar bis Juli am höchsten am Nachthimmel.