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| Gregor der Grosse († 604) - Vier Bücher Dialoge (Dialogi de vita et miraculis patrum Italicorum)

Zweites Buch
IX. Kapitel: Wie ein schwerer Stein durch das Gebet des Mannes Gottes gehoben wird
Eines Tages, als die Brüder mit dem Bau der Klosterwohnungen beschäftigt waren, wollten sie einen dort befindlichen Stein auf den Bau heben. Als ihn zwei oder drei nicht von der Stelle bewegen konnten, kamen noch mehrere dazu, aber der Stein war so unbeweglich, wie wenn er im Boden festgewurzelt gewesen wäre; deutlich konnte man daran merken, daß der Urfeind selbst darauf saß, weil so viele Männer den Stein nicht von der Stelle bringen konnten. In dieser Verlegenheit schickte man zu dem Manne Gottes, er möge kommen und durch sein Gebet den bösen Feind vertreiben, damit sie den Stein heben könnten. Er kam sogleich, betete und gab den Segen, und so schnell konnte man den Stein jetzt heben, wie wenn er nie ein Gewicht gehabt hätte.