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Die Expedition ist die Fortsetzung einer im Sommer 2010 durchgeführten ähnlichen Mission an Bord der «Akademik Fjodorow». Von Juli bis Oktober hatte die Forschungscrew in Begleitung des Atomeisbrechers «Jamal» Aufnahmen des Bodenreliefs im Nordpolarmeer gemacht, sowie Echolot-Messungen durchgeführt. In diesem Jahr soll die «Akademik Fjodorow» wieder in Begleitung eines Atomeisbrechers vor allem seismische Forschungen durchführen.
Laut der UN-Seerechtskonvention haben die Anrainerstaaten das Recht auf Erkundung und Abbau der Naturressourcen in den Kontinentalschelf-Gebieten, die an ihre Territorien angrenzen. Die zuständige UN-Kommission hat bereits den von Russland gestellten Antrag auf arktische Schelfgebiete wegen Mangels an Informationen abgewiesen. Da bei der Forschungsexpedition von 2010 militärisches Gerät zum Einsatz gekommen war, hatte Moskau wegen der Geheimhaltung nicht alle Daten offenlegen können. Bei der diesjährigen Expedition werden auf Anfrage nur «zivile» Ausrüstungen eingesetzt.
Sollte Russland beweisen können, dass die ozeanischen Rücken «Lomonossow» und «Mendelejew» eine geologische Fortsetzung des russischen Kontinentalschelfs sind, soll es das Recht auf die Erschliessung von zusätzlich 1,2 Millionen Quadratkilometern Fläche im Arktischen Ozean erhalten. Das Dreieck Tschuktschen Halbinsel - Murmansk - Nordpol werden laut Geologen immense Erdöl- und Erdgasvorräten erwartet.
Es wird damit gerechnet, dass Russland im Dezember 2013 oder Anfang 2014 einen exakt untermauerten Antrag auf die Erschliessung des Arktisschelfs bei der UNO einreichen wird.
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