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Ablauf
Kommt es durch eine Krankheit (z.B. Morbus Parkinson) zu einem Ungleichgewicht in dieser Feinabstimmung, treten verschiedene Störungen der Bewegungsabläufe des Körpers auf. Bei Parkinson-Patienten ist dies in der Regel eine Verlangsamung der Bewegungen, mit oder ohne Zittern (Tremor). Andere Patienten leiden unter einem isolierten Tremor, wiederum andere unter einer langanhaltenden Muskelanspannung (Dystonie), welche zu Fehlstellungen in Gelenken führt (z.B. Schiefhals oder Schreibkrampf). Dies sind nur einige Beispiele von Bewegungsstörungen, welche auf dem Boden einer fehlerhaften Koordination einzelner Hirnregionen beruhen.
Durch Beeinflussung (meistens Hemmung) an einer anderen Stelle in diesen Stammganglien ist es möglich, das Ungleichgewicht weitgehend zu beseitigen.
Die erste und wichtigste Behandlung bei einer Bewegungsstörung ist natürlich die Gabe von Medikamenten. Diese können oft für lange Zeit die oben beschriebenen Störungen erfolgreich kontrollieren.
Irgendwann wird ein Punkt erreicht, an dem Medikamente allein nicht mehr ausreichen, um ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis zu erreichen. Oft treten auch Nebenwirkungen der Langzeittherapie auf und eine Reduktion der Medikamente ist wünschenswert. In solchen Fällen stellen die chirurgischen Therapien eine wirkungsvolle Möglichkeit dar.
Jede dieser Behandlungen hat ihre Stärken und Schwächen und nicht alle sind für die Therapie der gleichen Beschwerden geeignet. Ihr Arzt wird Ihre Symptome genau in Augenschein nehmen und aufgrund seiner Erfahrungen eine oder mehrere der hier aufgeführten Techniken empfehlen.
- Tiefe Hirnstimulation
Über ein Bohrloch wird eine feine Elektrode in das Gehirn implantiert. Ein Schrittmacher moduliert gezielt die Funktionen bestimmter Hirnregionen. Die Stimulation kann jederzeit an den Bedarf angepasst werden.
- MR-gestützter Hochintensitäts-Fokussierter Ultraschall
Unter MRT-Bildkontrolle werden Schallwellen aus 1024 Ultraschallquellen in einem Punkt konzentriert. Die Erwärmung des Gewebes in diesem Punkt schafft eine gezielte Läsion. Dadurch kann die Funktion von Hirnregionen beeinflusst werden.
- Duodopa-Pumpe
Statt der Einnahme von L-Dopa als Tabletten gibt eine Pumpe das Medikament kontinuierlich direkt in den Darm ab. Dadurch wird eine sehr gleichmässige Medikamentenwirkung erreicht.