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Im englischsprachigen Raum sind auch etablierte Medien, was die Nutzung von Social Media angeht, weit voraus.
In einer Diskussion im Rahmen des BBC Social Media Summit sprachen Peter Horrocks (BBC Global News), Raju Narisetti (Washington Post) and Meg Pickard (Guardian) miteinander über den kulturellen Wandel durch Social Media in den Redaktionen (Zusammenfassung). Es fielen spannende Aussagen, die bisher aus Schweizer Verlagen kaum je zu hören waren.
Peter Horrocks von der BBC dementierte entschieden, jemals „Twittere oder stirb“ gesagt zu haben. Er habe stattdessen „Twittere oder werde entlassen“ gesagt – und damit versucht, einige seiner Kollegen aufzurütteln. Zwar müsse nicht jeder Journalist selbst twittern, aber jeder Journalist müsse Social Media verstehen.
Interessant die Stelle ab Minute 13, wo es darum geht, ob Kommentare beschränkt werden sollen. BBC Online hat für Leserkommentare ein Limit von 400 Wörtern. Im Vergleich dazu: NZZ Online gesteht ihren Lesern 950 Zeichen zu, das Newsnetz 400 Zeichen, bei Blick.ch muss man sich zuerst anmelden. Der Guardian hat ein Limit von 5000 Zeichen – und trotzdem gibt es auch Leser, die so viel zu schreiben haben, dass sie ihre Antworten in mehrere Kommentare fassen, erzählt Meg Pickard.
Raju Narisetti, der Mann der Washington Post, sagt ab Minute 30:
Chances, that a reporter, a producer or an editor comes to a job interview and doesn’t have a Facebook or a Twitter account probably is a strike against that person, these days.