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Integration ist eine Hypostasierung zu intergrieren.
Als Integration (Einbeziehung, Einbindung, Verschmelzung, Zusammenführung) bezeichne ich eine Entwicklung, durch welche sich das strukturelle Niveau eines Systems erhöht.
Die Erhöhung des strukturellen Niveau bezeichne ich komplexbezogen als Individuation und elementbezogen als Integration.
Je höher das Niveau, umso mehr verschiedene Rollen als Individuation der Rollenträger und umso höher die Integration im Sinne einer Inklusion und einer gegenseitigen Abhängigkeit.
Integration setzt eine Differenzierung voraus, so dass zuvor unterschiedene Teile in eine Gesamtheit eingefügt werden.
Die Integration ist etwas anderes als die - mit Differenzierungen einhergehende Entdifferenzierung auf einer anderen Systemeben.
Beispiel:
siehe unter Entdifferenzierung
Literatur:
Wenn jemand aufgrund seiner körperlicher Defizite nicht so ohne weiters in der Lage ist, am Kommunikationssystem teilzunehmen, so stehen die anderen Kommunikationsteilnehmer vor der Wahl, ob sie ihre Kommunikation umstellen, um die behinderte Person in die Kommunikation zu inkludieren oder ob sie so weiter kommunizieren wie bisher, was eben die Exklusion der behinderten Person bedeutet. (Vgl. Fuchs, Peter, "Keine Inklusion ohne Exklusion, keine Exklusion ohne Inklusion", Interview vonKeuler/Pantel, in: G.I.B. Info, 1-8.) P. Fuchs weist darauf hin, dass die Entscheidung für Inklusion die übliche Freiheit der anderen Kommunikationsteilnehmer einschränkt, sie müssen Freiheiten abgeben, um die Inklusion zu ermöglichen. Diesen Verzicht auf Freiheiten nennt P. Fuchs "Integration". [...]
Um ein einfaches Beispiel zu wählen: Wenn eine sehr gut eingespielte Basketballmannschaft beschliessen würde, jemanden mitspielen zu lassen, der kaum über das Anfängerniveau hinauskommt, so müssten die Spieler einige eingeübte Spielzüge aufgeben, weil die Person, die in die Mannschaft inkludiert werden soll, nicht mit dem Tempo mithalten kann und nicht die Kombinationen kennt, die von den anderen Spielern gespielt werden können. Integration ist in dieser Sichtweise also nicht etwas, was von den Hinzukommenden erwartet wird, sondern was vor allem die anderen Teilnehmer an der Kommunikation bzw. am Spiel leisten müssen. Integration ist in dieser Optik eine Aufgabe für die sozialen Systeme. Nicht alle sozialen Systeme entscheiden sich für die Inklusion, weil dafür die Integrationsbemühungen vielleicht zu aufwändig ausfallen. Für die Basketballmannschaft ist es vielleicht nicht wirklich interessant oder lohnend, einen dilettantischen Spieler zu inkludieren, ihn also als Anspielpartner zu beachten, weil der Integrationsaufwand dafür zu hoch wäre und das soziale System durch die Inklusion allzu stark herausgefordertwerden würde. (Deutschmann, P.: Begriffliche Differenzierungen der Systemtheorie)