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Als «Gilberte de Courgenay» ist Gilberte Montavon heute noch der Schweizer Bevölkerung ein Begriff. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete sie im elterlichen «Hôtel de la Gare» in Courgenay als Serviertochter. Tausende von Soldaten leisteten während dieser Zeit im Jura ihren Aktivdienst. Das Hotel besteht noch heute, unter dem Namen «La petite Gilberte».
Weil Gilberte durch einen Aufenthalt in der Deutschschweiz neben französisch auch schweizerdeutsch sprach, fand sie leicht den Kontakt zu den Soldaten. Durch ihre offene Art und ihr Charisma wurde sie von ihnen hoch verehrt und später schweizweit bekannt.
In einem Soldatenlied verewigt
Ihr besonderes Leben wurde auch als Buch herausgegeben. Später folgte ein Theaterstück sowie 1941 der Schwarz-Weiss-Film «Gilberte de Courgenay».
Im Jahr 2014 wurde der Film digitalisiert und aufwändig restauriert.
Ein weiterer Mosaikstein ihrer Bekanntheit ist aber mit Sicherheit das Soldatenlied «Gilberte de Courgenay». Der Soldatensänger Hanns In der Gand machte es in der ganzen Schweiz bekannt. Das Lied hat einen zweisprachigen Text. Die beiden Sprachen, die Gilberte Montavon sprach, werden im Lied bewusst eingesetzt. Der Liedteil wird schweizerdeutsch gesungen, der Refrain auf Französisch.
1923 heiratete Gilberte den Auslandschweizer Ludwig Schneider und zog mit ihm nach Zürich. Am 2. Mai 1957 starb Gilberte Schneider-Montavon im Alter von 61 Jahren an einem Krebsleiden. Ihr Grab befindet sich noch heute auf dem Friedhof Nordheim in Zürich.