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Zweite Tunnelröhre: Gotthard-Ausbruch für den Urnersee
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat das Ausführungsprojekt für den Bau der zweiten Gotthardröhre geprüft und die Plangenehmigungsverfügung unter Auflagen erteilt.
Blick von Morschach auf den Urnersee.
Der grösste Teil des Ausbruchmaterials wird für die Renaturierung des Urnersees sowie eine Überdeckung der Autobahn bei Airolo verwendet. Baubeginn der Vorarbeiten ist im Sommer 2020. Beim Bau der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels fallen rund 6,3 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an. Der Grossteil davon kann wiederverwendet werden, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) schreibt.
Rund 2,8 Millionen Tonnen Gestein werden demnach für Renaturierung der Flachwasserzone im Urnersee verwendet, 2,5 Millionen Tonnen werden in Airolo für Anpassungen des Geländes genutzt. Zudem werde der Autobahnanschluss Airolo umgestaltet und die Autobahn auf einer Länge von 1000 Meter überdeckt.
Als nächstes folge die Erarbeitung des Detailprojekts, das alle bautechnischen Einzelheiten umfasst. Die Bauarbeiten für die zweite Tunnelröhre werden etwa sieben Jahre dauern. Der Vortrieb erfolge zeitgleich mit je einer Tunnelbohrmaschine ab Airolo und Göschenen. Gemäss aktuellem Stand der Planung sollte die zweite Röhre etwa Mitte 2029 in Betrieb gehen. Anschliessend wird laut dem Astra die bestehende Röhre während rund drei Jahren saniert. (sda/bb)