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Frage2461 Home Bibelkreis.ch Download dieses Frame mit rechter Maustaste:==> 2461 AP 12.12-15

Liebe Forumleser,
in Apg. 12,12-15 heisst es:
Und als er [Simon Petrus] das erkannte, kam er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten. Als er aber an die Tür des Tores klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode herbei, um zu horchen. Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht; sie lief aber hinein und verkündete, Petrus stehe vor dem Tor. Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Sie aber beteuerte, dass es so sei. Sie aber sprachen: Es ist sein Engel.
Früher machte ich mir wenig aus der Formulierung: Es ist sein Engel. Seit ich das jüdisch-christliche Glaubensverständnis des ersten Jahrhunderts besser begreife, spricht mich auch diese Aussage an.
Gleich vorweg, ich will keine Engellehre entwickeln. Ich will nur darlegen, wie die biblische Aussage es ist sein Engel zu jener Zeit verstanden wurde.
Sein Engel bezieht sich auf den Engel von Simon Petrus. Gemäss dem Glauben der jüdischen Nachfolger Jesu jener Zeit hat jeder Mensch seinen Engel. Dieser Engel ist mehr als ein Beschützer oder Begleiter. Er ist sozusagen sein himmlischer Doppelgänger. So wie der irdische Tempel in Jerusalem ein Abbild ist vom himmlischen Original ist (Hebr. 9, 11ff), so hat jeder Mensch sein himmlisches Pendant. In der Geschichte mit Petrus kommt dieses Verständnis deutlich zum Vorschein. Die versammelten Menschen im Hause sagen zu Rhode: Du hast dich getäuscht. Es ist der Doppelgänger von Simon Petrus. Es ist sein Engel.
Im Gegensatz zu den Menschen, haben die (nichtgefallenen) Engel jederzeit Zugang zu den Himmeln und zur Erde.
In IHM
Max B.