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Weil der Ausdruck Handlungszusammenhang Handlungstheorien (Handlung) suggeriert, spreche ich auch von Deutungszusammenhang.
siehe Deutungszusammenhang.
alte Anmerkungen:
Handlungszusammenhänge sind Interpretationsrahmen, die ein deutender Beobachter verwendet, um eine kohärente Deutung zu schaffen. Jedes Phänomen steht in einem Handlungszusammenhang, weil jede Beobachtung eine Handlung ist. Erkennen ist Handeln (Maturana 2:32). Handlungszusammenhänge orientieren und ordnen die Wahrnehmung (und Beschreibung) des Beobachters. Handlungszusammenhang und Phänomen konstituieren sich gegenseitig.
Handlungszusammenhänge postuliert der Beobachter, um Phänomene sinnvoll beschreiben zu können. Handlungszusammenhänge orientieren und ordnen die Beschreibung von strukturellen Koppelungen zwischen eigentlichen Systemen.
Bestimmte Arten von Signalaustausch, kann ich als Beobachter als strukturell gekoppelte Verhalten im sprachlichen Bereich beschreiben. Sprache bezeichnet dann einen Handlungszusammenhang, durch welchen ich als Beobachter Kategorien gewinne, um die strukturelle Koppelung sinnvoll deuten zu können.
Handlungszusammenhänge werden durch Handlungen erzeugt, für welche zuvor kein Bedarf bestanden hat ("Das Produkt erzeugt das Bedürfnis"). Die Geschäfte der Politiker, der Künstler ( Kunst), der Juristen usw., also bevor es Politiker, Künstler, Juristen usw gegeben hat.
Hinweis:
N. Luhmann spricht von "funktionalen Systemen", wo er Handlungszusammenhänge als gesellschaftlich institutionalisierte Subsysteme begreift.
Nach H. Maturana (145) werden Handlungszusammenhänge durch den Diskurs semantischer Koppelungen von Beobachtern erzeugt, um das Verhalten von Systemen als sinnvolles zu beschreiben (verstehen). Im Vortrag Explanations and Reality spricht H. Maturana von einem "explanatory path" oder einer "domain of coherent expirience