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Aus den Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Steinen, Lauerz, Steinerberg und Morschach (ohne Stoos) mit ca. 30'000 Einwohnern fliesst das Abwasser druch 9km Verbandskanäle un die ARA Schwyz.Die Schneckenpumpen heben das Abwasser über eine Höhe von 6 Metern in die ARA. Bei regen kann die Zulaufmenge auf 2'600 Liter pro Sekunde ansteigen.
Regenklärbecken der Seewern
Bei Regen strömt mehr Abwasser zur Kläranlage,
|Regenklärbecken der Muota|
Die drei Feinrechen entfernen Grobstoffe, sperrige Materialien sowie Wattestäbchen, Steine, Kies und Sand bis zu einer Grösse von 5 mm aus dem AbwasserDas zurückgehaltene Rechengut wird gewaschen, entwässert und in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt. Jede Woche entsorgt die ARA Schwyz bis zu einer Mulde solcher Abfälle.
Für die Ausscheidung von Phosphor wir ein chemisches Fällmittel vor den Sandfängen zugegeben. Wir benutzen dazu das Eisen III Chlorid.Dadurch bindet sich das Phosphor und bildet Schlammflocken. Die Flocken werden in der Vorklärung zusammen mit anderen Schlammflocken abgetrennt.
Mit dem Regenwasser und durch undichte Leitungen gelangt auch Sand von Strassen und Plätzen mit dem Abwasser in die ARA. Der Sand setzt sich im Sandfang ab, wird automatisch gewaschen und anschliessen deponiert. Fette und Öle schwimmen obenauf, werden abgeschöpft und der Schlammbehandlung zufgeführt.
Um den aus dem Sandfang anfallendem Sand auf eine Inertstoffdeponie bringen zu können, muss der Sand in einer Sandwaschanlage vom Biologischen Anteil befreit werden. Der Glührückstand muss mindestens 95 % betragen.
Der aus dem Sandwäscher zurückgebliebene Anteil an Schwebe- stoffen wird anschlissend in den Siebrechen geleitet.
Somit verhindern wir, dass die Schwebestoffe nicht immer wieder zum Sandwäscher gelangen. Auch haben wir dadurch weniger
Feststoffablagerungen im Schlammstapel und in den Faultürmen.
Mit der Vorfällung wird ein Flockungshilfsmittel vor dem Sandfang dem Abwasser beigemischt.
Diese Mittel unterstützt die Bildung von grösseren Flocken aus kleinen Partikeln.
Die grossen Flocken sinken in der Vorklärung besser ab und somit werden dem Abwasser mehr Feststoffe entzogen.
In den Vorklärbecken setzen sich die restlichen Feststoffe (Schlammpartikel) ab. Dieser abgesetzte Schlamm (Primär- oder Frischschlamm) wird periodisch mit einem Schildräumer in den Schlammtrichter geschoben. Von dort wird er mittels Pumpen der Schlammbehandlung zugeführt wo er weiterverarbeitet wird.
Nachdem das Abwasser in den beiden Vorklärbecken die mechanische Reinigung fertig durchlaufen hat wird es in der Vorlage vom Zwischenpumpwerk gesammelt.
Mit sechs Kreiselpumpen wird das Abwasser auf die einzelnen Zellen der biologischen Reinigung verteilt.
Die Pumpen werden anhand der Zufluss Messung mittels
Frequenzumformer über einen Bereich von 80 bis 450 m3/h geregelt.
Die biologische Reinigung ist das Herz der ARA. Das mechanisch geklärte Abwasser enthält nun vorwiegend gelöste und kaum mehr absetzbare Stoffe. Diese gelösten Stoffe sind biologisch abbaubar und werden in der biologischen Reinigung von
Bakterien und Mikroorganismen (Biomasse), welche sich von den erwünschten Abfallstoffen ernähren, auf natürliche Weise aus dem Abwasser entfernt.
Auf der ARA Schwyz wird der biologische Prozess mit einem Biostyr-Verfahren gemacht.
Die Styroporkügelchen der biologischen Reinigung müssen täglich einmal gespült werden damit es nicht zu einer Verstopfung der Biofilterzellen kommt.
Bei diesen Spülungen fällt sehr viel Schlammwasser an. Im Lamellenabscheider strömt das Schmutzwasser von unten nach oben durch die schrägen Lamellen.
Die Feststoffe sinken auf die Lamellen. Sobald der Partikel die Lamelle erreicht hat, ist er aus dem Wasser abgeschieden und kann als Schlamm nach unten in den Schlammtrichter rutschen.
Das gereinigte Wasser strömt weiter nach oben und von da zum Zwischenpumpwerk.
Der Schlamm wird abgelassen und später in der Schlammbehandlung weiter verarbeitet.
Messen, Auswerten und Überwachen gehören zu den Hauptaufgaben des Betriebspersonals der ARA Schwyz. Mit Probenehmern an vier verschiedenen Orten (Zulauf, Vorklärung 1+2 und beim Auslauf) werden Mengen- oder Zeitproportional Wasserproben entnommen.
Regelmässig wird die Qualität des Wassers und des anfllenden Schlammes kontrolliert.
Bei Abweichungen von Normalwerten werden entsprechende Massnahmen und Änderungen in der Prozesssteuerung vorgenommen.