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Kinder von Eltern mit psychologischen Problemen haben mehr Karies
Frühkindliche Karies ist eine spezifische infektiöse Erkrankung der Milchzähne. Sie wird definiert als das Vorhandensein von mindestens einer kariösen (nicht kavitierten oder kavitierten) Läsion bei einem Kind unter 71 Monaten (6 Jahren). Wenn bei einem Kind unter 3 Jahren Anzeichen für eine Karies der glatten Zahnoberfläche vorliegen, handelt es sich um eine schwere frühkindliche Karies. Karies ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und kommt bei ihnen 5-mal häufiger als Asthma und 14-mal häufiger als chronische Bronchitis vor.
Es ist wichtig zu verstehen, wie sich der psychologische Status von Eltern auf die Mundgesundheit ihrer Kinder auswirkt. Die vorliegende Studie zielte darauf ab, das Ausmaß von Depressionen, Ängsten und Stress bei Eltern von Kindern mit frühkindlicher Karies zu beurteilen. In die Studie eingeschlossen wurden 235 Kinder und ihre Eltern, die zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 die Zahnklinik an der Medizinischen Fakultät der Universität Split aufsuchten. Der Zustand der Zähne jedes Kindes wurde aufgezeichnet, während die Eltern einen Fragebogen zu ihrem psychologischen Status und demographischen Merkmalen ausfüllten sowie Fragen zu den Zahnputzgewohnheiten des Kindes und seinem Verzehr von Süßigkeiten beantworteten.
Die multiple Regressionsanalyse zeigte, dass die Inzidenz von aktiver Karies bei den Kindern statistisch signifikant nicht nur mit dem Grad der elterlichen Depression (β = -0,289; p = 0,040), sondern auch mit dem Grad der Angst (β = 0,186; p = 0,038) und des Stresses (β = -0,120; p = 0,036) zusammenhing. Der dmft-Index bei den untersuchten Kindern war negativ signifikant mit dem Grad der elterlichen Depression assoziiert (β = -0,305; p = 0,032).
Schlussfolgerungen: In Anbetracht der Ergebnisse dieser Untersuchung sollten die Bemühungen um eine bessere Gesundheitserziehung von Eltern verstärkt werden.
Gavic L, Tadin A, Mihanovic I, Gorseta, Cigic L. Therole of parental anxiety, depression, and psychologi-cal stress level on the development of early-childhoodcaries in children. Int J Paediatr Dent 2018 Aug 24[Epub ahead of print].
Parodontitis kann die Entstehung von Typ-2-Diabetes fördern
Diabetes mellitus vom Typ 2 ist eine Erkrankung, die verschiedene Störungen der Insulinsignalisierung und des Stoffwechsels verursacht, welche zu einer Insulinresistenz in Verbindung mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen. Wenn der Blutzuckerspiegel eine bestimmte Schwelle erreicht, wird der Zustand als Diabetes eingestuft. Zu den Risikofaktoren des Typ-2-Diabetes gehören u. a. ein gehäuftes Auftreten in der Familiengeschichte, Übergewicht oder Adipositas, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, sitzende Lebens- weise, Rauchen, abnorme Lipide (erhöhte Triglyceride und/oder niedrige HDL-Cholesterinwerte), Bluthoch- druck und Entzündungen.
In der vorliegenden klinischen Studie sollte untersucht werden, ob der Parodontalzustand mit der Entwicklung von Typ-2-Diabetes assoziiert ist. Bei im Jahr 1935 geborenen und in der finnischen Stadt Oulu lebenden Personen (n = 395) wurde eine bevölkerungsbezogene Follow-up-Studie durchgeführt. Die Basisuntersuchungen waren von 1990 bis 1992 vorgenommen worden, und die Folgeuntersuchungen fanden in den Jahren 2007 und 2008 statt. Die Erhebung der Daten erfolgte mit Hilfe von Fragebögen, Labortests und klinischen Messungen. In den Datenanalysen wurden Poisson-Regressionsmodelle verwendet.
Das bereinigte relative Risiko mit 95%-Konfidenzintervall für das Ereignis Typ-2-Diabetes bei Patienten mit 4 bis 5 mm tiefen Parodontaltaschen (n = 98), bei Patienten mit 6 mm tiefen oder tieferen Parodontaltaschen (n = 91) und bei zahnlosen Patienten (n = 118) betrug 1,32 (95%-Konfidenzintervall 0,69 bis 2,53), 1,56 (95%-Konfidenzintervall 0,84 bis 2,92) bzw. 1,00 (95%-Konfidenzintervall 0,53 bis 1,89) im Vergleich zu zahnlosen Probanden ohne vertiefte (4 mm tiefe oder tiefere) Parodontaltaschen (n = 88). Das bereinigte relative Risiko pro Stelle (Anzahl der Stellen mit vertieften Parodontaltaschen als kontinuierliche Variable) lag bei 1,02 (95%-Konfidenzintervall 1,00 bis 1,04).
Schlussfolgerungen: Ein schlechter Parodontalzustand kann ein Indikator für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes sein. Die Kausalität zwischen Parodontalzustand und der Entwicklung von Typ-2-Diabetes bleibt jedoch unsicher.
Myllymäki V, Saxlin T, Knuuttila M et al. Association between periodontal condition and the development of type 2 diabetes mellitus – results from a 15-year follow-up study. J Clin Periodontol 2018 Aug 22 [Epub ahead of print].