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Bildung ist eines der wichtigsten Mittel, um die Gleichstellung von Frau und Mann zu erreichen. Wer über eine gute Bildung verfügt, hat in der Regel auch mehr Möglichkeiten, die Arbeitswelt und Umwelt zu gestalten und kann besser mit neuen Herausforderungen in Familie, Beruf und Politik umgehen. Höher ausgebildete Personen erhalten in der Regel besser bezahlte Arbeitsstellen.
Bildungsunterschiede
Der Anteil der Frauen zwischen 25 und 64 Jahren ohne nachobligatorische Bildung ist deutlich höher als derjenige der Männer im selben Alter. Auf Sekundarstufe II weisen Frauen höhere Abschlussquoten bei der Allgemeinbildung auf, Männer hingegen bei der Berufsbildung. Dieser Geschlechterunterschied hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten nicht wesentlich verändert. Seit 1990 hat jedoch der Anteil der Frauen mit einer Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II um rund 10 Prozentpunkte deutlich zugenommen. Auch auf Hochschulebene haben die Abschlussquoten, insbesondere bei Frauen, kontinuierlich zugenommen und sind seit 2008 höher als jene der Männer.
Berufs- und Studienfachwahl
Die Berufswahl und die Wahl der Studienfachrichtung sind stark geschlechtsspezifisch geprägt. Berufsausbildungen und Studiengänge im Bereich Wirtschaft gehören insgesamt zu den beliebtesten. Der Frauenanteil bei den mehrjährigen Berufsausbildungen in Wirtschaft und Verwaltung beträgt 60%. Bei den Eintritten in Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften auf Tertiärstufe liegt der Frauenanteil bei 46% an den Fachhochschulen und bei 36% an den universitären Hochschulen.
Junge Männer wählen sehr oft und deutlich häufiger als junge Frauen technische Berufe und Studiengänge, wie z.B. Ingenieurwesen sowie Architektur und Baugewerbe, Technik und IT. Junge Frauen treten hingegen sehr oft und deutlich häufiger als junge Männer in Berufsausbildungen und Studiengänge des Gesundheitswesens, der Geistes- und Sozialwissenschaften, der sozialen Arbeit sowie in die Lehrkräfteausbildung ein.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die geschlechtsspezifische Berufs- und Studienfachwahl leicht aufgeweicht. Der Anteil junger Männer im frauentypischen Bildungsgang des Sozialwesens hat auf Sekundarstufe zugenommen.
Quelle: Bundesamt für Statistik BFS / Auszug aus „Auf dem Weg zur Gleichstellung von Frau und Mann“- Die vollständige Publikation kann hier bestellt werden.