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Trigeminusneuralgie
Die Trigeminusneuralgie ist gekennzeichnet durch starke einschiessende Schmerzen in das Gesicht. Nach erfolgloser medikamentöser («konservativer») Behandlung ist die Therapie der Wahl die operative mikrovaskuläre Dekompression (höchste Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Schmerzreduktion oder Schmerzfreiheit). Ist diese Operation aufgrund der körperlichen Verfassung des Patienten und allgemeiner operativer Risiken nicht durchführbar, stehen als Alternativen eine selektive Schädigung der schmerzleitenden Fasern des Gesichtsnerven (N. trigeminus) durch Glycerolinfiltration, Ballon-Kompression oder durch Radiochirurgie zur Verfügung. Dabei wird eine sehr hohe Strahlendosis (>80 Gy) auf ein winziges Volumen des Gesichtsnervs zwischen Hirnstamm und Ganglion (Gasseri) gebracht. Das stereotaktische Bestrahlungsverfahren erlaubt dabei, trotz dieser sehr hohen Strahlendosis am Zielpunkt nahezu keine Strahlung auf den empfindlichen Hirnstamm, Sehnerven und andere entscheidende Strukturen zu bringen. Nach mehreren Wochen bis Monaten setzt bei Behandlungserfolg eine Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit ein.