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==Monitoring BAG==
==Monitoring BAG==
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# Gesamtzahl erfasster Dokumente aufgeschlüsselt nach '''Klasse''' und '''Typ des Dokuments''' sowie nach '''Typ erfassender Gesundheitseinrichtung'''
# Gesamtzahl erfasster Dokumente aufgeschlüsselt nach '''Klasse''' und '''Typ des Dokuments''' sowie nach '''Typ erfassender Gesundheitseinrichtung'''
# Anteil '''von Patientinnen und Patienten erfasster Dokumente''' im Verhältnis zur Anzahl Dokumente, die von den Gesundheitseinrichtungen erfasst wurden sowie durchschnittliche Anzahl Dokumente von Patienten pro EPD
# Anteil '''von Patientinnen und Patienten erfasster Dokumente''' im Verhältnis zur Anzahl Dokumente, die von den Gesundheitseinrichtungen erfasst wurden sowie durchschnittliche Anzahl Dokumente von Patienten pro EPD
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# Anteil der Dokumente im EPD, die in einem '''standardisierten Austauschformat''' gemäss Anhang 4 EPDV-EDI erfasst sind, aufgeschlüsselt nach '''Typ der Gesundheitseinrichtung''' und nach '''Patientendaten'''
# Anteil der Dokumente im EPD, die in einem '''standardisierten Austauschformat''' gemäss Anhang 4 EPDV-EDI erfasst sind, aufgeschlüsselt nach '''Typ der Gesundheitseinrichtung''' und nach '''Patientendaten'''
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Weiteres, genauer zu spezifizieren:
# HPD link
# HPD link
# Präsentation LOG an den Patienten (Protokoll Zugriffe) -->
# Präsentation LOG an den Patienten (Protokoll Zugriffe) -->
Latest revision as of 15:02, 13 August 2018
|Dieses Material ist Teil

des Leitfadens IHE Valuesets.
Contents
- 1 Anwendungsfälle
- 1.1 Information Retrieval – Suchen und Finden
- 1.2 Prozess-Unterstützung durch Metadaten
- 1.3 Zugriffssteuerung durch Metadaten
- 1.4 Monitoring BAG
Anwendungsfälle
Information Retrieval – Suchen und Finden
Der wichtigste Anwendungsfall für die Metadaten und deren Wertebereiche ist das "Information Retrieval", das heisst das Suchen, Finden, Sortieren und Anzeigen von EPD-Dokumenten. Unter der Annahme, dass in Zukunft in einem Patientendossier eine Vielzahl von Dokumenten verfügbar gemacht werden, muss der Anwender möglichst schnell und einfach jene Dokumente finden, die ihn im Moment interessieren.
Durch passende Filterkriterien wird die Ergebnisliste einer Suche eingegrenzt werden müssen, damit die Bedienbarkeit gegeben ist. Für die Suche nach Informationen ist es unabdingbar, dass alle Akteure und Benutzer des EPD-Systems wissen, nach welchen Begriffen gesucht, gefiltert und sortiert werden kann. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass diejenigen, die die Dokumente in das EPD einstellen oder dort verfügbar machen, genau diese Begriffe verwenden müssen. Letztendlich ist grundlegende Voraussetzung, dass alle Begriffe von allen auch gleich interpretiert und verstanden werden, sonst wird die suchende Person nicht auf Anhieb fündig. Für das EPD wird aufgrund der Architektur und der Zugriffsberechtigungen auf Dokumente, eine Volltextsuche nur sehr schwierig bzw. zu teuer zu realisieren sein. Die Suche muss darum in erster Linie über die Metadaten und Dokumenttitel realisiert werden.
Referenzen:
[1] Information retrieval pathways for health information exchange in multiple care settings, Am J Manag Care. 2014 Nov;20(11 Spec No. 17):SP494-501.
[2]Frieder, O., Grossman, D., Chowdhury, A., & Frieder, G. (2006). Efficiency Considerations for Scalable Information Retrieval Servers. Journal of Digital Information, 1(5). Retrieved from https://journals.tdl.org/jodi/index.php/jodi/article/view/21/21
[3]Croft, W. B., Metzler, D., & Strohman, T. (2010). Search engines: Information retrieval in practice. Boston: Addison-Wesley.
Storyboard "Hüftgelenkersatz"
Dieses Fallbeispiel dient lediglich der Illustrierung und wurde der CDA-CH Spezifikation entnommen.
Ein 70-jähriger Patient wendet sich wegen belastungsabhängigen Schmerzen im rechten Hüftgelenk, welche schon seit längerer Zeit bestehen, in den vergangenen Monaten aber deutlich zugenommen haben, an seinen Hausarzt.
Aufgrund der Anamnese und des klinischen Status des Patienten stellt der Hausarzt die Verdachtsdiagnose einer Arthrose des rechten Hüftgelenkes als Ursache für die Beschwerden. Der Hausarzt entschliesst sich, den Verdacht durch eine Röntgenuntersuchung des Hüftgelenkes zu bestätigen. Da er selbst keine Röntgenuntersuchungen durchführt, meldet er den Patienten in einem externen Röntgeninstitut mittels eines Auftragsformulars an und vereinbart auch gleich einen Untersuchungstermin. Die Bilder der Untersuchung sowie ein Röntgenbefund mit Beurteilung durch den radiologischen Facharzt werden dem Hausarzt kurz nach Durchführung der Untersuchung zugestellt.
| Kontext EPD:

Der Patient gibt seinem Hausarzt die Berechtigung auf sein EPD. Der Hausarzt sucht vor dem Besuch des Patienten die letzten Röntgenbilder. (PatientId, Dokumenttyp, Einstellungsdatum, optional Typ der Einrichtung).
Bei der nächsten Konsultation bespricht der Hausarzt die Situation mit dem Patienten. Es wird gemeinsam entschieden, den Patienten an einen Facharzt für Orthopädie zur Besprechung der Therapieoptionen zu überweisen. Der Hausarzt verfasst einen Überweisungsbericht, welcher den bisherigen Krankheitsverlauf und die Untersuchungsergebnisse umreisst und übermittelt diesen, zusammen mit den Röntgenbildern an die Praxis des Orthopäden.
Nachdem er sich über den radiologischen Befund anhand der übermittelten Röntgenbilder bereits vorgängig orientiert hat, empfiehlt der Orthopäde dem Patienten die operative Sanierung des rechten Hüftgelenkes mittels Implantation einer Hüftgelenks-Endoprothese. Der Patient erklärt sich mit dem Vorschlag einverstanden.
Der Orthopäde informiert den Hausarzt über den Entscheid und bittet ihn, die Spitaleinweisung zu organisieren und die präoperativen Laboruntersuchungen in der Hausarztpraxis durchzuführen.
Kurz vor dem Spitaleintritt hat der Patient einen Termin bei seinem Hausarzt, um die vor der Operation notwendigen Laborwerte bestimmen zu lassen. Die Laborwerte werden vom Hausarzt der Klinik übermittelt, wo sie ins elektronische Patientendossier aufgenommen werden.
Während der Operation stehen dem Orthopäden die Röntgenbilder der Hüfte zur Verfügung. Die Lage der Endoprothese wird intraoperativ mittels C-Bogen kontrolliert. Postoperativ werden in der Klinik erneut Kontroll-Röntgenbilder der Hüfte erstellt. Der Orthopäde dokumentiert den Operationsverlauf und gibt Instruktionen für die weitere Nachbehandlung in einem Operationsbericht. Dem Hausarzt wird eine Kopie dieses Operationsberichtes
zugestellt.
Der Patient kann nach einer Woche Spitalaufenthalt in eine stationäre Rehabilitation entlassen werden.
| Kontext EPD:

In der stationären Rehabilitation werden aus dem EPD des Patienten (PatientId) alle Dokumente (im Zeitraum der Behandlung) vom Spital (Name oder Typ der Gesundheitseinrichtung) abgefragt.
Nach abgeschlossener Rehabilitation des Patienten erstellt die Rehabilitationsklinik ihrerseits einen orientierenden Bericht zuhanden des Hausarztes mit Kopie an den Orthopäden. Die Behandlung wird mit einer Abschusskonsultation beim Hausarzt schliesslich beendet.
| Kontext EPD:

In der stationären Rehabilitation werden aus dem EPD des Patienten (PatientId) alle Dokumente (im Zeitraum der Behandlung) vom Spital (Name oder Typ der Gesundheitseinrichtung) abgefragt.
|Es würde sich hier ein Label anbieten, unter welche die Behandlungsepisode "Hüftgelenkersatz" läuft. Dies würde jedem Akteur erlauben, Dokumente welche in dieser Episode erstellt werden, schnell zu finden.|
Storyboard Mehrere Erkrankungen
[Abbildung 1] Storyboard Mehrere Erkrankungen
Hannes Hofer hat zunehmend gesundheitliche Probleme: Er leidet an Übergewicht, Hypertonie und einem Diabetes Typ 2. Kurz nach seiner Pensionierung hatte er einen ersten Herzinfarkt. Sein Hausarzt und die Herzspezialistin sind froh, dass Hannes Hofer ein EPD hat.
| Suche nach Dokumenten:

Der Herzspezialist sucht im EPD von Hannes Hofer (PatientId) alle Dokumente vom Hausarzt und vom Spital (Name oder Typ der Gesundheitseinrichtung) abgefragt.
So sind sie immer auf dem gleichen Wissensstand. Aufgrund des Diabetes hat Hannes Hofer zusätzlich eine schlecht heilende Wunde am Fuss, die intensiv von der Spitex gepflegt werden muss. Die Mitarbeiterin der Spitex fotografiert die Wunde regelmässig und stellt die Bilder ins EPD.
| Einstellen von Dokumenten:

Der Dermatologe kann so die Wundheilung überwachen, ohne dass jedes Mal eine Konsultation nötig ist.
| Suche nach Dokumenten:

Der Dermatologie sucht im EPD von Hannes Hofer (PatientId) alle Dokumente vom Typ 'Wund-Befund'.
Mögliche vordefinierte Filter für die Suche
|Anfrage||nötige Angaben||Bemerkungen|
|Die 20 neusten Dokumente||PatientId, Einstelldatum|
|Letzter Bericht vom Hausarzt||PatientId, Einstelldatum, Gesundheitseinrichtung oder Name des Hausarztes, ev. Rolle des Autors|
|Aktuelle Medikation||PatientId, Dokumenttyp|
|Dokumente vom letzten Jahr||PatientId, Erstelldatum|
|Dokumente von Therapeuten||PatientId, Gesundheitseinrichtung oder Rolles des Autors, Fachrichtung der Einrichtung|
|Operationsbericht vom Hüftgelenksersatz von 2000||PatientId, Dokumenttyp, Art des Eingriffs, Erstelldatum||-|
|Aktueller Notfallpass des Patienten||PatientId, Dokumenttyp, Erstelldatum||-|
[Tabelle 1] Mögliche vordefinierte Filter für die Suche
Abgeleitete Anforderungen
|Von||Anforderung||Beispiel||Stand|
|Allgemein||Indices für die Metadaten||Achtung: Anforderung an die Implementierung|
|Filter||Damit z.B. eine Gruppe von Dokumenten gefunden werden kann (z.B. alle für einen Notfall relevanten Dokumente) sollten für einen Filter/eine Suche mehrere Kriterien für ein Attribut gemacht werden können (siehe Beispiel, Angabe von mehreren Dokumenttypen die gelistet werden sollen)||Beispiel Notfall

Dokumenttyp:
|Achtung: Anforderung an die Benutzeroberfläche|
[Tabelle 2] Abgeleitete Anforderungen aus den Anwendungsfällen
Prozess-Unterstützung durch Metadaten
Ein weiterer Anwendungsfall für Dokument-Metadaten ist die Prozess-Unterstützung. So könnte aufgrund eines bestimmten Dokumententyps (z.B. ‚Laborauftrag’) und Dokumentenformates (z.B. strukturierte XML-Datei) im empfangenden System direkt ein Arbeitsschritt automatisch angestossen werden. Ebenso könnte eine Konsilanfrage direkt in der Arbeitsliste der entsprechenden Experten erscheinen.
|Für spätere Versionen dieses Dokuments sind konkrete Beispiele dazu vorgesehen.|
Zugriffssteuerung durch Metadaten
Im EPD-Berechtigungskonzept werden nur sehr wenige Dokumenten-Metadaten für die Zugriffssteuerung benutzt. Das wichtigste Metadatum ist der „Confidentiality Code“, der die Vertraulichkeitsstufe eines Dokumentes beschreibt (1). Zudem sind die Angaben zum Patienten relevant. Nicht direkt relevant ist hingegen die Information, wer das Dokument eingestellt hat oder an wen es eventuell adressiert ist. Diese Informationen können zwar zum Teil hilfreiche Hinweise für die Zugriffssteuerung enthalten, werden aber nicht für den endgültigen Entscheid der Freigabe benutzt. So könnte zum Beispiel die Information, an wen eine Konsilanfrage gerichtet wird („intended recipient“) benutzt werden, damit der Patient aufgefordert wird, dieser Person einen Zugriff zu erlauben (2). Eine automatische Berechtigung ohne explizite Einwilligung des Patienten ist jedoch nicht erlaubt.
Abgeleitete Anforderungen
|Von||Anforderung||Bemerkungen||mittels Attribut||Beispiel||Stand|
|(1)||ConfidentialityCode muss die Vertraulichkeitsstufen gemäss EPDG abdecken||-||DocumentEntry.confidentialityCode||Patient möchte ein Dokument "geheim" halten:

confidentialityCode = 1141000195107 Secret (qualifier value)
|Umgesetzt|
|(2)||intendedRecipient muss (0 ... *) GLN einer Gesundheitsfachperson enthalten||-||SubmissionSet.intendedRecipient||-||Optionalität für die Implementation, Forderung durch BAG in EPDV offen|
[Tabelle 3] Abgeleitete Anforderungen Vertraulichkeitsstufen
Monitoring BAG
Abgeleitete Anforderungen
|Von||Anforderung||Bemerkungen||mittels Attribut||Beispiel||Stand|
|1, 4||Dokumentenklasse||-||DocumentEntry.classCode||Interventionseinträge/-notizen|
|1,4,5||Typ des Dokuments||-||DocumentEntry.typeCode||Anästhesie-Befund|
|1||Typ der erfassenden Gesundheitseinrichtung||

|1||Autor des Dokuments||Angaben zur Person sowie Rolle||DocumentEntry.authorRole||Apotheker|
|4||Vertraulichkeitsstufe||-||DocumentEntry.confidentialityCode||geheim|
|5||Strukturierung des Dokuments||-||DocumentEntry.formatCode||Immunization Content (IC) (CDA Impfdossier)|
[Tabelle 4] Abgeleitete Anforderungen Monitoring BAG
- Information retrieval pathways for health information exchange in multiple care settings, Am J Manag Care. 2014 Nov;20(11 Spec No. 17):SP494-501
- Frieder, O., Grossman, D., Chowdhury, A., & Frieder, G. (2006). Efficiency Considerations for Scalable Information Retrieval Servers. Journal of Digital Information, 1(5). Retrieved from https://journals.tdl.org/jodi/index.php/jodi/article/view/21/21
- Croft, W. B., Metzler, D., & Strohman, T. (2010). Search engines: Information retrieval in practice. Boston: Addison-Wesley.
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