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Die Spionkameras
Mit der Erfindung der Gelatine-Trockenplatten kamen um 1880 kleinere Kameras in Mode, die häufig als Gebrauchsgegenstände getarnt waren und deshalb «Spionkameras» genannt wurden. Das Aufkommen der Rollfilme beflügelte die Fantasie der Erfinder, die immer noch kleinere und benutzerfreundlichere Kameras entwarfen.
Die Filmspule fand in der Folge in den verschiedensten Alltagsgegenständen Platz, so auch im Outfit der Gentlemen, wie beispielsweise in Uhren, in Spazierstöcken oder in Hüten. Aber auch in Handtaschen und Mappen waren während Jahrzehnten Kameras untergebracht bis hin zu echten Spionage-Einsätzen, beispielsweise des KGB und der Geheimdienste der Sowjetunion. Viele dieser Geheimkameras besassen keinen Sucher, so dass es sich als recht schwierig gestaltete, das Motiv in den Bildausschnitt zu bringen, wie das in diesem Abenteuer der berühmte französische Reporter Tintin zeigt.
Illustration:
Fotografischer Gehstock Ben Akiba, E.Kronke, England, für das Patent und A.Lehmann, Berlin, für die Produktion