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Der bewusste Gebrauch von Futur
Futur ist die grammatikalische Bezeichnung für die Zukunftsform in der Sprache. Oft reden wir nur im Präsens, in der Gegenwart. Damit packen wir alles und jedes Gegenwärtige und das Zukünftige in die Gegenwart. Die Gegenwart ist natürlich voll und die Leute haben Stress pur.
Folgende Sätze mit «müssen» bezeichnen eine Handlung, die in der Zukunft liegt.
- «Ich muss heute Nachmittag zu einer Sitzung gehen.»
- «Ich muss morgen meine Freundin zum Flughafen fahren.»
- «Ich muss am Samstag einen Vortrag halten.»
Hier ist es angezeigt, die zukünftige Handlung mit dem Futur zu benennen.
Die gewandelten Sätze:
- «Ich werde heute Nachmittag zu einer Sitzung gehen.»
- «Ich werde morgen meine Freundin zum Flughafen fahren.»
- «Ich werde am Samstag einen Vortrag halten.»
Lingva Eterna hilft, bewusst die Gegenwart von allem zu befreien, was in die Zukunft gehört. Da entsteht viel Raum und gefühlte Zeit!
Emma Rosa Santoro
Müssen, schnell
Das Wort «müssen» lädt Druck ein und ist fremdbestimmt. Das Wort «schnell» bringt Unruhe und Hektik.
- «Ich muss noch schnell Peter vom Tschutten abholen.»
- «Ich muss schnell die Kinder ins Bett bringen.»
- «I muess jetz goh schaffe!»
Die gewandelten Sätze:
- «Ich hole Peter vom Tschutten ab.»
- «Ich bringe die Kinder ins Bett.»
- «I gang jetz go schaffe.»
Mit Lingva Eterna gelingt es. Ruhe darf einkehren, und unsere Aufgaben sind dennoch gemacht.
Emma Rosa Santoro
Mit den drei Satzarten gewinnen Sie Klarheit in der Kommunikation.
- Der Fragesatz endet mit einem Fragezeichen. ?
- Der Aufforderungssatz endet mit einem Ausrufezeichen. !
- Der Aussagesatz endet mit einem Punkt. .
Der Satz: «Tanja – könntest du bitte den Tisch decken?» besteht aus einer Frage, einer Bitte und danach einer Aufforderung. Dieser angeblich höfliche Fragesatz ist jedoch nur scheinbar eine Frage. Er lässt dem angesprochenen keine Wahl, nein zu sagen. Die Satzmelodie der Aufforderung und das «bitte» in der Frage passen nicht zusammen.
«Tanja – in zehn Minuten werden wir essen. Bitte decke den Tisch!» Mit der klaren und gleichzeitig freundlichen Aufforderung wird Tanja den Tisch decken. Es geht dabei immer um die eigene Klarheit.
Tanja deckt den Tisch. So heisst der Aussagesatz.
Mit Lingva Eterna bekommen wir Klarheit in den Satzarten. Haben wir eine Frage, dann stellen wir ein Frage. Haben wir eine Aufforderung im Sinn, dann bilden wir einen Aufforderungssatz. Je mehr Eindeutigkeit der Sprecher bei den Satzarten entwickelt, desto mehr wird auch sonst in seinem Leben klar werden. Die klare und gleichzeitig wohlwollende Anweisung ist in der Familie wie im beruflichen Leben hilfreich. Jede Satzart hat eine eigene klare Aufgabe.
Emma Rosa Santoro
Die drei A sind der Beginn einer wertschätzenden Kommunikation.
Präsenz, Klarheit und Wertschätzung bedeutet, sich die Aufmerksamkeit seines Gegenübers zu sichern und präsent zu sein. Das gelingt mit der Technik der drei A: ansprechen, anschauen, atmen. Wir sprechen die Person mit Namen an oder begrüssen sie. Wir schauen den Gesprächspartner an. Schliesslich nehmen wir einen Atemzug und beginnen. Das heisst: Erst wenn wir die ganze Aufmerksamkeit unseres Gegenübers geweckt haben, beginnen wir mit unserem Anliegen, z.B.
- Elena, setz dich jetzt an deinen Platz und arbeite fünf Minuten ruhig an dieser Aufgabe.
- Frau Meier, ich habe einen Auftrag für Sie.
Mit einer wertschätzenden Ansprache erreichen wir unsere Gesprächspartner direkt und wirken selbst präsent und ruhig.
Eva Woodtli Wiggenhauser