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Franz Liszt (1811–1886) war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der „programmatischen Musik“ (sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken zur „Neudeutschen Schule“ gezählt. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die „niederen Weihen“ und den Titel Abbé.
Der grosse Klaviervirtuose Liszt spielte auch die Orgel, obwohl er über keine gute Pedaltechnik verfügte. Er war gut befreundet mit dem Organisten und Orgelfachmann Johann Gottlob Töpfer, dem späteren Weimarer Hoforganisten Alexander Wilhelm Gottschalg und Alexander Winterberger, der im Jahre 1855 die Fantasie und Fuge „Ad nos, ad salutarem undam“ uraufführte. Gottschalg und Winterberger waren Schüler Töpfers.
Ausführliche Biografie: [de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt]
Kompositionen und Bearbeitungen für Orgel
Die zwei grössten Orgelwerke Liszt sind sehr berühmt und werden oft in Konzerten gespielt:
- Fantasie und Fuge über «Ad nos ad salutarem undam»
- Präludium und Fuge über das Thema B-A-C-H
Weiter sind zu nennen
- Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen
Variationen über ein Thema von Johann Sebastian Bach
- Evocation à la Chapelle Sixtine
- Orpheus – Symphonische Dichtung für Orgel
Viele kleinere Orgelwerke, die Liszt für den liturgischen Gebrauch geschrieben hat, finden kaum noch Beachtung.