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Ich arbeite seit einiger Zeit für eine Temporärfirma. Einmal bei dieser, einmal bei jener Firma. Wie ist das nun mit der beruflichen Vorsorge? Ich komme bei keinem Arbeitgeber auf ein Jahreseinkommen von 19 890 Franken. Insgesamt verdiene ich aber deutlich mehr. Müsste ich nicht der beruflichen Vorsorge unterstellt werden? B. V. in A.
Wer ein Jahreseinkommen von mindestens 19 890 Franken erzielt, ist der beruflichen Vorsorge zu unterstellen. Beträgt die Beschäftigungsdauer weniger als ein Jahr, wird der Lohn für die Berechnung des Anspruchs auf ein Jahr hochgerechnet.
Sie haben aber den Arbeitsvertrag nicht mit dem jeweiligen Arbeitgeber, sondern mit der Temporärfirma abgeschlossen. Es gilt zu unterscheiden, ob Sie mit dem Jobvermittler einen befristeten oder einen unbefristeten Vertrag haben.
Bei einem unbefristeten Vertrag muss die Temporärfirma Sie obligatorisch dem BVG unterstellen, sofern der auf ein Jahr hochgerechnete Lohn 19 890 Franken übersteigt.
Das gilt ebenfalls für befristete Verträge von über drei Monaten. Komplizierter wird es mit befristeten Verträgen von unter drei Monaten. Hier ist der Jobvermittler nicht verpflichtet, Sie nach BVG zu versichern. Erst wenn der Vertrag zu einem späteren Zeitpunkt über drei Monate hinaus verlängert wird, müssten Sie ab der 14. Arbeitswoche nach den Vorgaben des BVG versichert werden. Mehrere kürzere Arbeitseinsätze werden zusammengezählt. Sobald die Gesamtdauer drei Monate übersteigt, müssten Sie wiederum BVG-versichert werden. Immer unter der Voraussetzung, der auf ein Jahr hochgerechnete Lohn betrage mindestens 19 890 Franken.
Achtung: Beträgt der Arbeitsunterbruch zwischen zwei Einsätzen mehr als zwei Wochen, heisst es «zurück zum Start», der Zähler wird auf null gestellt.
Erschienen im CASH am 21. Juni 2007