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Das staatlich kontrollierte tschechische Energieversorgungsunternehmen ČEZ ist der Ansicht, es könne das Potenzial neuer Reaktorauslegungen nicht ignorieren. SMR könnten in Zukunft eine bedeutende Alternative sein, die «wir nicht ignorieren können», erklärte Daniel Beneš, Vorsitzender und Geschäftsführer der ČEZ. Das Unternehmen sei bereits mit der Entwicklung von SMR beschäftigt, insbesondere die Tochtergesellschaft ÚJV Řež. Denn als Unternehmen konzentrierten sie sich auf die Entwicklung neuer Energielösungen und -technologien. Die GEH sagte, die unterzeichnete Absichtserklärung sei das jüngste Beispiel für das wachsende weltweite Interesse an ihrer SMR-Technologie.
Der von GEH entwickelte SMR ist ein kleiner Siedewasserreaktor auf der Basis des Economic Simplified Boiling Water Reactor (ESBWR), einem fortgeschrittenen Reaktorsystem der dritten Generation mit 1520 MW. Der BWRX-300 ist gegenüber dem ESBWR sehr stark vereinfacht worden. Er verwendet zahlreiche erprobte Komponenten und baut auf einer etablierten Lieferkette auf. Er verfügt über eine natürliche Zirkulation mit passiven Sicherheitssystemen.
Die GEH gab Ende Januar 2020 bekannt, dass sie offiziell mit dem amerikanischen Zulassungsverfahren für den BWRX-300 begonnen habe. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für die potenzielle Kommerzialisierung der Technologie in den USA ab 2028. Im Mai 2019 hatte die GEH mit der Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) ein ähnliches Zulassungsverfahren lanciert.
Das ČEZ betreibt in der Tschechischen Republik vier Einheiten am Standort Temelín und zwei Einheiten am Standort Dukovany. Sie erzeugen zusammen rund ein Drittel des Stroms. Die Regierung plant, alternde Kohlekraftwerke durch neue Kernkraftwerke und erneuerbare Energien zu ersetzen. Die tschechische Energiepolitik von 2015 sieht eine neue Einheit in Dukovany und möglicherweise drei weitere Einheiten in Dukovany oder Temelín vor.
Quelle
M.A. nach GEH, Medienmitteilung, 3. Februar 2020