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Es gibt mehrere Gründe, warum die Aktie des Zürcher Flughafens attraktiv ist. Im Sommer könnte sich diese Annahme noch verstärken.
Recht eigentlich sind es drei Gründe, warum es sich lohnt, die Wertpapier des Flughafen Zürichs im Auge zu behalten:
- Das Potential für steigende Dividenden
- Die unterbewerteten Immobilien wie «The Circle»
- Die Zunahme des Flugverkehrs in den Sommermonaten
Die Flughafen Zürich AG betreibt mit dem Flughafen Zürich, den grössten Flughafen in der Schweiz, der mehr als 25 Millionen Passagiere pro Jahr verzeichnet. Das Unternehmen erzielt seine Einnahmen aus drei Aktivitäten, dem Flugverkehr (65 Prozent), dem Handel (25 Prozent) und aus Immobilien (13 Prozent). In etwa 80 Prozent des Luftverkehrs bezieht sich auf Europa.
Erhöhtes Flugaufkommen
Nach anderthalb Jahren, während denen die europäischen Airlines ihre Kapazitäten beschränkt haben, hat sich diese Entwicklung verändert. Die Zahl der Passagiere am Flughafen Zürich ist im ersten Quartal 2015 um 2,2 Prozent gestiegen.
Dieser Zuwachs hat sich im Monat Mai mit einem Plus von 6,2 Prozent weiter beschleunigt und sich im zweiten Quartal 2015 fortsetzen.
Potenzial für eine Dividendenerhöhung
Der Flughafen Zürich befand sich in den vergangenen Jahren in einem Prozess des Schuldenabbaus, welcher die Bilanz deutlich gestärkt hat. Das Unternehmen zahlt 40 Prozent der Gewinne als Dividenden aus, was im Verhältnis zu Konkurrenten relativ gering ist.
Mit einer soliden Bilanz und einer bislang konservativen Ausschüttungsquote besteht indessen einiges Potenzial für eine Dividendenerhöhung.
Call-Option auf Immobilienwerte
Das Unternehmen befindet sich auf mehr als acht Millionen Quadratmeter Land im Kanton Zürich, das bislang nur äusserst konservativ bewertet wurde. Projekte wie «The Circle», das grösste Schweizer Immobilienprojekt des Jahrhunderts, könnten diese Entwicklung beleben.
«The Circle», das Erwartungsgemäss 2018 eingeweiht werden soll, ist ein riesiger Komplex von rund 160'000 Quadratmeter mit Geschäften, Büros, Hotels, Parkplätzen, einem medizinischem Zentrum und vielem mehr. Im Moment werden Projekte wie «The Circle» eindeutig zu tief bewertet.
Zurückhaltende Konsumenten
Reisende, die nicht aus der Schweiz stammen, haben auf Grund der Frankenaufwertung eine Preiserhöhung von etwa 20 Prozent verkraften müssen. Dies hat zu Umsatzeinbussen am Flughafen Zürich geführt.
Die Umsatzerwartungen wurden wegen dieser Entwicklung am Devisenmarkt jedoch reduziert. Vergleichbare Erträge werden daher im Jahr 2016 relativ einfach zu übertreffen sein.
Nationalbank nimmt Rücksicht
Die Einzelhandelsumsätze werden stark von der Entwicklung des Schweizer Franken, insbesondere gegenüber dem Euro abhängig sein, da 80 Prozent des Reiseaufkommens aus Europa stammt. Wir gehen daher davon aus, dass die Politik der Schweizerische Nationalbank, genau wie diejenige der Europäischen Zentralbank (EZB), akkommodierend bleiben wird, was das Aufwärtspotential des Währungspaares Euro und Franken begrenzen dürfte.
Während sich Griechenland einer Einigung mit seinen Geldgebern nähert und die Lockerung der europäischen Geldpolitik (Quantitative Easing) allmählich Wirkung zeigt, sollte der Euro zügig wieder an Stärke gewinnen. Wir erwarten, dass dies gegen Ende 2015 oder Anfang 2016 geschehen wird.
Technische Analyse
Charttechnisch sieht das Bild mit einer Reihe von stetig steigenden Höchstkursen «bullish» aus. Trotzdem verringert sich der RSI, was auf einen Momentumverlust der aktuellen Aufwärtsbewegung hindeutet.
Der Bereich zwischen 690 bis 710 Franken stellt eine Kaufzone und der 100-Tages Moving Average eine gute Unterstützungszone dar (Kaufen bei 710 Franken, Stop bei 680 Franken, Ziel bei 810 Franken).