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Marie Rotzetter-Baeriswyl wurde am 2. Februar 1919 als Tochter des Josef und der Marie Baeriswyl-Hofstetter geboren. Als drittes von sechs Kindern wuchs sie mit ihren Geschwistern im Schlatt bei Alterswil auf. Sie verbrachte eine glückliche, unbeschwerte Jugendzeit. Die Schule besuchte sie in Alterswil. Um die französische Sprache zu lernen, arbeitete sie in Freiburg als Hausangestellte. Doch das war nur vor kurzer Dauer, denn als 1930 der Krieg ausbrach, musste sie wieder heim, um auf dem elterlichen Hof mitzuhelfen.
Im Jahre 1944 heiratete sie Moritz Rotzetter von Herrgarten. Dort wohnten sie elf Jahre und bewirtschafteten mit anderen Geschwistern den grossen Hof. Die glückliche Ehe wurde mit fünf Kindern gesegnet, denen sie eine fürsorgliche und herzensgute Mutter war. 1955 erwarben sie und ihr Mann in der Rossmatt in Tentlingen ein Heimwesen. Zusammen mit ihrem lieben Gatten war sie stolz, nun eigener Herr und Meister zu sein. Glückliche, arbeitsreiche Jahre verbrachte sie auf ihrem geliebten Hof, wo sie auch viel Zeit dem Garten widmete.
Am 12. März 1976 traf sie ein harter Schicksalsschlag, als ihr geliebter Mann im Alter von erst 64 Jahren an einem Asthmaleiden starb. Bewundernswert, wie sie ihrem Sohn nun überall mithalf, wo sie nur konnte, bis er 1978 heiratete und den Hof übernahm.
Nun gönnte sie sich Zeit für sich und entdeckte das Reisen. Einer der Höhepunkte war sicher die Chinareise. Oftmals durften auch ihre Grosskinder sie auf einem Ausflug begleiten. Das Wohlergehen ihrer Familie lag ihr stets am Herzen.
Auch schwere Zeiten überstand sie durch Gottes Segen. Sie war immer ein gläubiger Mensch und der regelmässige Kirchenbesuch war ihr heilig. Marie war stets ein lebensfroher Mensch, freute sich auch auf jeden Besuch und jasste fürs Leben gern.
Nach und nach machten sich Altersbeschwerden bemerkbar. Verschiedene Krankheiten zehrten an ihren Kräften. So musste sie im Mai 2007 aufgrund einer Herzschwäche ins Spital. Nach einigen Wochen musste sie infolge Pflegebedürftigkeit für kurze Zeit ins Pflegeheim Tafers und nacher ins Alters- und Pflegeheim Ärgera eintreten.
Am Dienstag, 25. November 2008, verliessen sie die Kräfte und sie durfte friedlich einschlafen. Zurück bleiben Erinnerungen an einen lieben Menschen. Eing.