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Ich habe ein Kolostoma
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Kolostomie
Der Stomatyp hängt vom chirurgischen Eingriff ab, dem Sie sich unterzogen haben. Bei der Kolostomie handelt es sich um einen chirurgisch hergestellten Ausgang des Kolons durch die Bauchdecke. Es hat die Funktion, Abfallprodukte aus dem Darm auszuscheiden.
Warum muss eine Kolostomie angelegt werden?
Es gibt unterschiedliche Gründe, die dazu führen können, dass jemand eine Kolostomie braucht. Die wichtigsten Gründe sind:
- Krebserkrankungen
- Entzündliche Darmerkrankungen
- Familiäres Polyposis-Syndrom
- Trauma
- angeborene Defekte
- Stuhlinkontinenz
Eine Kolostomie kann temporär oder permanent angelegt werden.
Kolostomien werden in zwei Haupttypen unterschieden: die rechtsseitige, doppelläufige Kolostomie und die linksseitige Kolostomie. Beide können temporär oder permanent angelegt werden.
Temporäre Kolostomie
Bei der temporären Kolostomie werden bestimmte Abschnitte des Dickdarms vorübergehend entlastet und ruhig gestellt. Man spricht daher auch von schützender oder von Entlastungs-Kolostomie. Sie wird für 2 bis 3 Monate angelegt (evt. auch länger). Allerdings kann nicht immer von vornherein garantiert werden, dass sie danach tatsächlich rückgängig gemacht werden kann. Bei der Operation wird eine Dickdarmschlinge durch die Bauchdecke nach aussen gezogen. Die Vorderwand des Darms wird durchtrennt, so entstehen zwei Öffnungen. Durch die eine Öffnung wird der Stuhl ausgeschieden, die andere führt zum stillgelegten Darmabschnitt. Dieser produziert gelbweisslichen bis bräunlichen Schleim, der gelegentlich durch den After ausgeschieden wird.
Definitive Kolostomie
Bei einer dauerhaften, definitiven Kolostomie wird die Dickdarmschlinge durch die Bauchdecke nach aussen geführt und angenäht. Rektum und Anus werden bei dieser Operation gewöhnlich entfernt.
Versorgung der Kolostomie
Als Kolostomieträger müssen Sie einen externen Beutel (entweder einen geschlossenen Beutel oder einen Ausstreifbeutel) verwenden. Haben Sie eine linksseitige, permanente Kolostomie, können Sie auch die Stoma-Irrigation anwenden. Die Auswahl der richtigen Methode hängt davon ab, was für eine Art von Kolostomie Sie haben und was Ihnen am meisten zusagt.
Nach dem chirurgischen Eingriff werden Sie feststellen, dass unterschiedliche Versorgungstypen zur Wahl stehen. Eine Stomatherapeutin (ET) oder eine spezialisierte Pflegefachkraft wird Sie einweisen. Sie können also sicher sein, das Richtige für Ihre Bedürfnisse zu finden.
In den meisten Fällen werden Sie nach der OP einen durchsichtigen Ausstreifbeutel erhalten. Damit ist es leicher zu lernen wie der Beutel richtig angelegt wird. Schon bald werden Sie in der Lage sein Ihren Beutel selber zu wechseln und dann vollständig unabhängig sein. Als Kolostomieträgerin resp. -Träger werden Sie in den meisten Fällen einen geschlossenen Beutel verwenden, Sie können aber auch einen Ausstreifbeute benutzen, wenn Sie damit besser zurechtkommen. Haben Sie eine permanente, linksseitige Kolostomie, kann auch die Stoma-Irrigation in Frage kommen.
Wundversorgung
Während der ersten Monate nach der Operation ist es wichtig, dass Sie sich um Ihre Wunde am Bauch kümmern. Ihre Stomatherapeutin (ET) kann die Wunde kontrollieren, falls der Heilungsprozess länger dauert. Ihr Physiotherapeut oder Ihre Stomatherapeutin (ET) hat Ihnen gezeigt wie Sie die Wunde umgebenden Muskeln schützen, wenn Sie beispielsweise husten müssen. Sie sind durch den chirurgischen Eingriff geschwächt und benötigen eine gewisse Zeit um sich zu erholen. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Muskeln nicht durch Tätigkeiten wie Staubsaugen, Heben schwerer Gegenstände, Verrücken von Möbelstücken oder Bügeln überbelasten. Fragen Sie im Spital wie lange Sie warten sollten, bis Sie solche Tätigkeiten wieder aufnehmen können. Wurde bei Ihnen das Rektum entfernt, werden Sie eine Wunde am Gesäss haben. Diese wird von Ihrer Stomatherapeutin (ET) kontrolliert und Ihr Arzt wird sie sich bei der Nachkontrolle ebenfalls ansehen.
Ratgeber
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Ratgeber Kolostomie
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