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Text: Claudia Hottiger / Foto: Alamy, Getty Images
Wenn du Donald Glover zu Hause besuchen könntest, würdest du schnell merken, dass er so einiges auf dem Kasten hat. Der Amerikaner hat nämlich unter anderem zwei Golden Globes, zwei Emmys und fünf Grammys bei sich rumstehen. Wenn du jetzt meinst, das sei schon alles, hast du falsch gedacht. Glover startete seine Karriere nämlich 2005 als Autor für die amerikanische Fernsehshow «The Daily Show» und war später Autor der mehrfach preisgekrönten Comedy-Serie «30 Rock». Ah, ja: Bei der TV-Serie «Atlanta», für die er unter anderem mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, hat er auch noch Regie geführt und am Drehbuch mitgeschrieben. Und da Glover alles zu können scheint, ist er auch noch ein richtig guter Musiker. Unter dem Namen Childish Gambino rappt er über politische Themen wie Rassismus oder Kapitalismus und erntet dafür von Fans und Fachleuten Applaus. Seinen Künstlernamen hat er übrigens von einem Wu-Tang-Clan-Namensgenerator, wie er selber sagt.
Wer ihn einfach als Schönling abstempelt, unterschätzt diesen Verwandlungskünstler gewaltig. Um die Jahrtausendwende lebte der Amerikaner nämlich eine Weile in New York auf der Strasse, um sich auf seine Rolle als Heroinabhängiger im Film «Requiem for a Dream» (2000) vorzubereiten. Dafür hungerte er sich gleich noch zehn Kilo herunter. Sieben Jahre später tat er das Gegenteil: Für seine Darstellung des John-Lennon-Mörders Mark David Chapman im Film «Chapter 27» (2007) nahm Leto innerhalb kürzester Zeit 30 Kilogramm zu. Und sechs Jahre später nahm er für «Dallas Buyers Club» wieder zehn Kilo ab. Doch sein Einsatz lohnte sich. Für seine Performance als AIDS-kranke trans Frau Rayon wurde Leto mit einem Oscar ausgezeichnet. Und «nebenbei» hat er immer schon Musik gemacht. 1998 gründete Leto zusammen mit seinem Bruder die Alternative-Rock-Band Thirty Seconds to Mars – und füllt seitdem Stadien rund um den Globus.
Wenn du Dana Elaine Owens aka Queen Latifah nur als Schauspielerin kennst, liegt das vielleicht an deinem Alter. Denn ihr erstes Album «All Hail the Queen» brachte das Multitalent aus New Jersey bereits im Jahr 1989 auf den Markt. Dafür heimste sie gleich eine Grammy-Nominierung für die beste Rap-Performance ein. Dass sie schauspielern kann, zeigte sie bereits in ihrer ersten Filmrolle in Spike Lees «Jungle Fever» (1991). Auch für ihre Rolle im Musical-Film «Chicago» (2002) wurde sie gefeiert und für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Und das ist nicht alles: Als Talk-Masterin ist Latifah eine ebenso grosse Queen. So moderierte sie 1999 bis 2001 und 2013 bis 2015 erfolgreich ihre eigene Talk-Sendung «The Queen Latifah Show». Und heute? Spielt sie nicht mehr nur in Filmen und Serien mit – sie produziert diese auch gleich selber.
Dass Jenny aus der Bronx kommt, muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Genau dort hat alles angefangen – als Backgroundtänzerin. Als solche war Jennifer Lopez etwa in Janet Jacksons Musikvideo zu «That’s the Way Love Goes» zu sehen. 1998 trat sie in Janets Fussstapfen und unterschrieb einen eigenen Plattenvertrag. Ein Jahr später kam ihr erstes Album «On the 6» raus, das wie eine Bombe einschlug. Bis heute zählt Lopez zu den grössten Popstars überhaupt. Darauf ruhte sie sich jedoch nie aus. Bereits in den 90ern verfolgte sie auch ihre Schauspielkarriere. Für die Rolle in «Selena – ein amerikanischer Traum» (1997) wurde J.Lo für einen Golden Globe nominiert. Danach hagelte es Goldene Himbeeren für die ein oder andere mittelmässige Romcom. Doch mit ihrer Performance in «Hustlers» (2020) zeigte sie allen «Hatern», dass sie es eben doch kann.
Harry Styles war 16 Jahre alt, als er 2010 bei der britischen Castingshow «The X Factor» zum Vorsingen antrat. Unwissend, dass sein Leben bald nicht mehr dasselbe sein würde. One Direction sagt dir was, oder? Die dort zusammengewürfelte Boygroup verliess die Show zwar auf dem dritten Platz, doch mit einem Plattenvertrag. Einen Hype und viele Nummer-eins-Hits später war 2016 Schluss – die Mitglieder wollten sich ihren Solokarrieren widmen. Der erfolgreichste von ihnen? Harry Styles! In diesem Jahr hat er etwa mit «As It Was» einen Mega-Hit gelandet. Und dann ist da noch die Schauspielerei. So glänzte er in Christopher Nolans «Dunkirk» (2017) und schaffte es 2022 gleich mit zwei Filmen («Der Liebhaber meines Mannes» und «Don’t Worry Darling») ins Kino – während er die Stadien füllte. Kein Wunder, ist der 28-Jährige im «Watermelon Sugar High».
Stefani Joanne Angelina Germanotta ist nicht etwa der Name einer monegassischen Fürstin. So heisst Lady Gaga, eine der erfolgreichsten Popsängerinnen unserer Zeit, mit richtigem Namen. Über 170 Millionen verkaufte Tonträger und 13 Grammys sprechen für sie. Doch Gaga hat nicht nur musikalisch die Popindustrie revolutioniert, sondern sie geht auch modisch komplett über die Grenzen – zum Beispiel, als sie an den «MTV Video Music Awards» 2010 in einem Kleid aus Fleisch auf den roten Teppich trat. Und spätestens mit «A Star Is Born» (2018) bewies sie, dass sie auch schauspielern kann. 2019 wurde sie für ihre Hauptrolle im Film für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Diesen Goldjungen konnte sie zwar nicht nach Hause nehmen, dafür aber jenen für den besten Filmsong: «Shallow» stammt nämlich aus ihrer Feder.