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Schulen Der Unterricht an öffentlichen Schulen ist unentgeltlich. Die obligatorische Schulzeit beträgt neun Jahre (Primarschule und Sekundarstufe I). Vor Beginn der obligatorischen Schulpflicht gilt es für die Kinder die Vorschule, den Kindergarten, zu durchlaufen. Immer häufiger, allerdings nicht verpflichtend, besuchen Kinder auch eine Spielgruppe, in der sie lernen, mit anderen Kindern zusammen zu spielen, singen oder basteln. Insbesondere für fremdsprachige Kinder ist bereits der Besuch einer Spielgruppe zu empfehlen. Nach dem Kindergarten folgen sechs Primarschuljahre, die auf die anschliessende Sekundarstufe I vorbereiten. Die Sekundarstufe I dient der grundlegenden Allgemeinbildung sowie der Vorbereitung auf das Berufsleben oder auf den Übertritt in höhere Schulen. Die meisten Kantone bieten ein 10. Schuljahr zur persönlichen Entwicklung an. Gute öffentliche Schulen Die meisten Schülerinnen und Schüler (95%) in der Schweiz absolvieren die Vorschule und die obligatorische Schule in der öffentlichen Schule ihrer Wohngemeinde. Nur 5% besuchen eine Privatschule. Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II umfasst nachobligatorische Maturitätsschulen, Diplommittelschulen (DMS) sowie berufsbildende Schulen. Die Ausbildungen dauern in der Regel 3-4 Jahre und schliessen mit einem Diplom bzw. einem eidgenössischen Fähigkeitsausweis ab. Tertiärstufe In der Schweiz gibt es zehn kantonale Universitäten, in denen entweder auf Deutsch (Basel, Bern, Zürich, Luzern, St.Gallen), Französisch (Genf, Lausanne, Neuchâtel), Italienisch (Lugano) oder zweisprachig (Deutsch und Französisch in Freiburg) unterrichtet wird. Eidgenössische Technische Hochschulen (ETH) gibt es in Lausanne (Französisch) und in Zürich (Deutsch). Fachhochschulen sind praxisorientierte Ausbildungsinstitutionen auf universitärem Niveau und bieten attraktive Qualifikationsmöglichkeiten für Berufsleute. Die Ausbildungen sind eng mit konkreten Tätigkeitsbereichen verbunden. Die 14 Pädagogischen Hochschulen, die Lehrerinnen und Lehrer ausbilden, gehören ebenfalls zu den Fachhochschulen. In der Schweiz gibt es über 100 eidgenössisch anerkannte höhere Fachschulen, wovon die Mehrheit Technikerschulen sind. In den höheren Fachschulen werden Qualifikationen vermittelt, die in anderen Ländern oft an Hochschulen erworben werden. Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen liegen in der fachlichen Verantwortung von Berufsverbänden und werden von diesen durchgeführt. Sie stehen unter der Aufsicht des Bundes. Bisher sind über 150 Berufsprüfungen und über 150 höhere Fachprüfungen anerkannt. Integrations-, Eingliederungs- oder Empfangsklassen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die aus dem Ausland in die Schweiz kommen und dem Schulunterricht wegen Sprachschwierigkeiten nur schlecht folgen können, haben die Möglichkeit, während maximal einem Jahr eine Integrationsklasse zu besuchen, bevor sie in eine normale Klasse übertreten.