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Wenn jemand „Coaching“ googelt, findet er Interessantes. Von Wikipedia-Einträgen in diversen Sprachen bis hin zu eigens definierten Bezeichnungen, bei denen man zweimal nachlesen muss, bis man versteht, was genau gemeint ist. Der Begriff stammt aus dem Angelsächsischen und bedeutet Wagen oder Kutsche, also fahrbarer Untersatz, der einen von A nach B bringt.
Diesen Wagen kann man eigenhändig fahren, oder man kann sich chauffieren lassen. Als allgemeine Bedeutung versteht man oft, dass ein Coach jemanden begleitet oder führt, um eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Wichtig ist, dass der Reisende sein Ziel selbst wählt und der Coach nur der Begleiter ist.
Ein Coach sollte die Fähigkeiten seines Coachees studieren, damit dieser erkennen kann, wo seine Kernkompetenzen liegen. In der Praxis gerät man als Coach allerdings oft in Versuchung, einen Ratschlag oder eine bestimmte Meinung zu vertreten. Das kann in bestimmten Situationen funktionieren, solange man nicht als „Besserwisser“ auftritt. Lebenserfahrung, Sozialkompetenz und Empathie sind unerlässlich.
Ein Coach, der seine Dienstleistung für Firmen oder spezielle Bereiche anbietet, sollte aus dieser Branche stammen, nur so versteht man die Zusammenhänge und kann Konflikte einschätzen. Eine verbreitete, aber falsche Ansicht ist, dass nur Personen mit einem gegenwärtigen Problem einen Coach benötigen. Auch erfolgreiche Menschen gehen ins Coaching, vor allem dann, wenn man als Führungskraft, Unternehmer oder Sportler eine erfolgreiche Phase weiterführen möchte. Wir alle wissen, dass Erfolg kein Geschenk des Himmels ist, sondern das Resultat von harter Arbeit, Durchhaltewillen und Hartnäckigkeit.
Was ist Coaching?
Unter Coaching versteht man eine psychologische und handlungsorientierte Prozessberatung, die gleichberechtigt zwischen einem Coach und einem Coachee abläuft. Coaching richtet sich an Personen, die für sich selbst Verantwortung übernehmen wollen und eine existierende Vorgehensweise optimieren oder verändern möchten. Im Coaching geht es um Visionen, Ziele, persönliche Entwicklung, Konflikte und Krisen. Sämtliche Lebensbereiche, in denen man sich Veränderung wünscht, es aber nicht schafft, diese aus eigener Kraft zu erreichen, können zu Themen werden.
Der Coach agiert als zielorientierter Begleiter und Motivator. Er gibt nicht die Lösung für Probleme oder Konflikte vor, sondern steuert den Veränderungsprozess. Dies geschieht durch geschickte Fragen und andere Methoden und Techniken. Somit agiert der Coach als neutraler Gesprächs- und Interaktionspartner. Letztlich geht es darum, dass der Coachee an Klarheit sowie Handlungs- und Bewältigungskompetenz in Bezug auf seine individuellen Themenstellungen und Anliegen gewinnt.
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Aktives Zuhören
Vor kurzem hat mich jemand konsultiert und gefragt, ob ein Coach nicht einfach eine Person ist, welche einem gut zuhört?Das sogenannte gute Zuhören ist wichtig. Wir nennen es „aktives Zuhören“, damit wir danach ein Gespräch reflektieren können. Eine Coaching-Sitzung beginnt immer damit, dem Coachee gegenüber Respekt und Empathie zu zeigen und natürlich gut zuzuhören, damit man sich als Coach in sein gegenüber hineinversetzen kann.
Coaching ist eine wirkungsvolle Dienstleistung und sollte nicht unterschätzt werden. Ein Coach kann sehr viel bewirken und bietet zahlreiche Facetten. Es gibt Berichte darüber, dass Coaches in jeder Epoche zur Stelle waren, um Menschen in schwierigen Lebensphasen zu unterstützen oder als „Sparringspartner“ für sehr erfolgreiche Personen dienten. Jeder kann einen Coach gebrauchen.
Coaching für Finanzdienstleister
Ich treffe immer wieder auf Situationen, die mir zeigen, dass man unbedingt ein Coaching benötigt, sei dies als Privatperson oder auch in einer Unternehmung. Jedoch getraut man sich nicht, dies offen auszusprechen. Obwohl ein Coaching immer sehr viel bewirkt, hat man oft das Gefühl, Schwäche zu zeigen, wenn man einen Coach ruft. Das ist eine gänzlich falsche Annahme.
Nehmen wir die Finanzdienstleistungsbranche als Beispiel. In der heutigen Zeit der stetigen Veränderung, was Reglementierungen und „Crossborder“-Themen betrifft, kann ein Coach Ordnung und Orientierung schaffen. Vielfach haben Mitarbeitende und Führungskräfte ihre Motivation verloren (was man aufgrund der Situation und der Vorkommnisse in der Finanzbranche auch verstehen kann), oder sie verhalten sich passiv aus Angst, Fehler zu begehen, was schlussendlich unternehmerische oder kreative Aktivitäten verhindert.
Interner oder externer Coach
In den USA und auch in bestimmten Ländern der EU sind Coaches feste Bestandteile von Unternehmen aller Art. Es wird dabei unterschieden, ob man als interner Mitarbeiter oder als externe Fachkraft beauftragt wird. In der Schweiz ist die Tätigkeit eines internen Coaches wenig verbreitet – und wenn, dann ist ein interner Coach in einem Unternehmen direkt im Personalbereich integriert.
Im Idealfall sollte ein interner Coach eine eigene hierarchische Funktion einnehmen, ähnlich einer Stabsstelle. Damit wird sichergestellt, dass die Führungscrew und die Mitarbeiter Coachings erhalten, die frei von Interessenkonflikten sind. Der Vorteil eines internen Coaches ist unter anderem die Erfahrung mit der Struktur der Unternehmung, in der er tätig ist, sowie einer meist ausgeprägten „Corporate identity“.
Als externer Coach ist man vielfach in der Rolle eines Troubleshooters, was bedeutet, dass man oft gerufen wird, wenn ein Problem bereits länger besteht. In jedem Fall sollte ein externer Coach andere Fähigkeiten mitbringen, damit er sich schnell mit einer Situation vertraut machen kann und die betroffenen Personen optimal begleiten kann. Ein externer Coach agiert mit verschiedenen Methoden und ist vor allem in der Finanzbranche oft im Outplacement tätig.
Eine Unternehmung, die neue Funktionen besetzen möchte, reorganisiert, abspaltet oder Entlassungen plant, tut gut daran, einen Coach zu engagieren. Aufgrund von persönlichen Erfahrungen wäre darzulegen, wie man ein anderes Segment bearbeiten möchte oder innerhalb einer etablierten Struktur eine andere Vorgehensweise plant. Hier benötigt eine Führungskraft die notwendige Erfahrung und die Mitarbeiter erprobte Vorgehensweisen, die zuvor nicht zwingend nötig waren. Ein Coach kann dabei viel bewirken.
Wie finde ich den passenden Coach?
Für die meisten Menschen und Unternehmen stellt sich die Frage, wen man als Coach beauftragen möchte und wie man diese Person findet. Die Suche ist das ein, abschätzen, welcher Coach persönlich zu einem passt, das andere. Es gibt verschiedene Coaching-Verbände, auch die Suche im Internet kann erfolgreich sein, wenn man nach Spezifikationen oder Erfahrungen sucht.
Grundsätzlich gilt auch in diesem Bereich, dass Sympathie und Vertrauen eine wichtige Rolle spielen. Für eine Unternehmung erachte ich es als unerlässlich, wenn diese einen Coach beauftragt, der grosses Verständnis und viel Erfahrung aus der entsprechenden Branche mitbringt; nicht zuletzt, um von der Firma und den Mitarbeitenden akzeptiert zu werden.
Bei einer Privatperson bin ich eher der Meinung, dass Sympathie und Vertrauen zentral sind. Man darf nicht vergessen, dass man mit einem Coach sehr persönliche Themen diskutiert und reflektiert. Da fällt es einfacher, wenn eine Portion Empathie von Anfang an zu erkennen ist. Am Ende entscheidet man sich oft unterbewusst.