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Der Autor untersucht, was unter Mietnomadentum zu verstehen ist und ob es in der jüngeren Vergangenheit eine Zunahme dieser Erscheinung gegeben hat. Dabei werden die kriminologischen Hintergründe des Phänomens in wohnungswirtschaftlichen, sozialstrukturellen und vor allem zivilrechtlichen Kontextbedingungen aufgezeigt und die Bezüge zum Verfassungsrecht herausgearbeitet. Gleichwohl liegt der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich des Zivil- und Zivilprozessrechts. Hier wird dargestellt, welche Bereiche des Mietrechts tangiert sind und welche Schwierigkeiten sich für Vermieter bei der Auseinandersetzung mit Mietnomaden im Zivilprozess und bei der Räumungsvollstreckung ergeben. In diesem Kontext werden u. a. die Ergebnisse des im Auftrag der Bundesregierung von der Forschungsstelle für Immobilienrecht an der Universität Bielefeld gefertigten Sondergutachtens zum Mietnomadentum und die von den maßgeblichen Lobbygruppen präsentierten Novellierungsvorschläge analysiert.
Autorentext
Fedor Brunner, 1993-1998 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bayreuth und der Ludwig-Maximilians-Universität München; 1999-2001 Referendariat im Bezirk des OLG Düsseldorf; seit 2002 Rechtsanwalt im Bereich des Immobilienrechts in Berlin.
Inhalt: Mietnomadentum - Defizite in Teilen der deutschen Rechtsordnung - Zivil- und primär Zivilprozess- und Vollstreckungsrecht im Mittelpunkt der rechtspolitischen Betrachtung - Finanzielle Schäden der betroffenen Vermieter.