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Claude Chatelain schreibt in seinem Blog-Artikel „St.Galler Professoren sorgen sich um den Generationenvertrag“ vom 4.12.2012:
Zum andern betrachteten die Studienautoren lediglich den obligatorischen Teil. Doch die meisten Kassen haben einen überobligatorischen Teil. Auf diesem überobligatorisch angesparten Guthaben wird eine tiefere Rente berechnet. Deshalb gibt es nicht nur einen Transfer von Jung nach Alt, sondern auch vom obligatorischen in den überobligatorischen Topf.
Bei umhüllenden Kassen welche den Umwandlungssatz bereits unter das gesetzliche Minimum abgesenkt haben, dürfte es nach meinem Verständnis der Sachlage wohl eher umgekehrt sein: die überobligatorischen Töpfe werden zu Gunsten der obligatorischen belastet. Ein Transfer innerhalb der Kasse von den Grossverdienern zu den Kleinverdienern also.
Bei solchen Kassen wird bei kleinen Renten nämlich der gesetzliche Mindest-Umwandlungssatz greifen, d.h. die Kasse muss unter Umständen eine höhere Rente bezahlen, als gemäss Reglement berechnet.
Eine umhüllende Vorsorgeeinrichtung hat die gesetzlichen Leistungen auszurichten, falls diese höher sind als der aufgrund des Reglementes berechnete Anspruch. Andernfalls bleibt es bei der reglementarisch vorgesehenen Leistung.
In der sogenannten „weitergehenden Vorsorge“ können umhüllende Kassen damit in ihren Reglementen Regeln festlegen, welche dem Gesetz widersprechen, also auch einen Umwandlungssatz festlegen, der niedriger ist, als der Minimalsatz nach BVG.
Bei den umhüllenden Kassen gibt es keine strikte Trennung zwischen obligatorischem und überobligatorischem Teil des angesparten Kapitals. Diese Kassen sind nur verpflichtet, in einer sogenannten Schattenrechnung das minimale Kapital nach BVG als theoretische Grösse nachzuführen. Das Gesetz stellt zur Berechnung der Renten nur auf diese Grösse ab.