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Die logopädische Arbeit mit Erwachsenen hat zum Ziel, die kommunikative Partizipation (Teilhabe) und/oder die Schluckfähigkeit wieder zu erlangen bzw. zu erhalten. Damit werden die soziale und berufliche Reintegration sowie die Verhinderung von Sekundärfolgen angestrebt.
LogopädInnen verfügen über Kompetenzen in Diagnostik, Förderung, Therapie und Beratung. Sie leisten Präventions- und Rehabilitationsarbeit in den Bereichen Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken. Logopädische Angebote finden sich in medizinisch-therapeutischen Diensten, Ambulatorien, Heimen und Kliniken sowie in privaten Praxen.
Therapiebereiche
Aphasie
ist eine Sprachstörung nach einer Hirnverletzung, die in den Bereichen Verstehen, sich ausdrücken, Lesen und Schreiben Beeinträchtigungen zur Folge haben kann. Sie tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf.
Dysarthrophonie
ist eine Sprechstörung nach einer Hirnverletzung, die die Beeinträchtigung der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen zur Folge hat. Sie führt zu verwaschenem und undeutlichem Sprechen durch Veränderungen in der Atmung, Stimmgebung, Artikulation und Sprechmelodie.
Dysphagie
ist eine Schluckstörung nach verschiedensten Ursachen, welche zur Folge hat, dass der Speichel, die Speisen und Getränke nicht rasch und ohne Gefährdung der Atemwege in den Magen befördert werden können. Die senso-motorischen und koordinativen Fähigkeiten der am Schlucken beteiligten Strukturen sollen verbessert werden, der Schutz der Atemwege sowie die Ernährung sichergestellt werden. Ziel ist ein oraler Kostaufbau mit minimiertem Risiko und maximalem Gewinn an Lebensqualität.
Dysphonie
ist eine Stimmstörung nach organischen oder funktionellen Ursachen und führt zu einer heiseren, rauen, belegten oder behauchten Stimme, welche häufig weniger belastbar ist. In der Therapie stehen die Haltung, Feinabstimmung von Körperspannung, Atmung, Stimmgebung, Resonanzraum und Artikulation im Zentrum.
Progrediente Erkrankungen
Bei verschiedenen fortschreitenden Erkrankungen wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und anderen Erkrankungen ist das Therapieziel, die Funktionen möglichst lange zu erhalten, die Betroffenen und Angehörigen zu beraten und soziale Kontakte zu unterstützen.
Wiedereingliederung in Beruf und Alltag
Die Reintegration in das frühere berufliche Umfeld, die berufliche Neuorientierung in Zusammenarbeit mit der IV oder auch das Erarbeiten einer Tagesstruktur bei schwereren Beeinträchtigungen ist Teil der therapeutischen Aufgaben in der Arbeit mit hirnverletzten Menschen.