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Schulter-Arm-Schmerzen haben ihren Ursprung meist nicht in den schmerzenden Regionen selbst, sondern in der Halswirbelsäule. Das sogenannte Schulter-Arm-Syndrom wird deshalb auch häufig als HWS-Syndrom, Cervicobrachialgie oder Zervikobrachialsyndrom bezeichnet (Cervix = Hals).
Schmerzen
Es gibt prinzipiell zwei Arten von Schmerzen. Akute Schmerzen sind neu aufgetreten und weisen meist darauf hin, dass der Körper mit einer Krankheit oder Verletzung zu kämpfen hat. Sie haben so eine wichtige Warnfunktion für Ihren Körper, da man bei Schmerzen z. B. ein verletztes Bein entlastet und damit weitere Schäden vermeidet. Akute Schmerzen verschwinden deshalb meist, wenn die Schmerzursache, z. B. eine Verletzung, beseitigt ist.
Chronische Schmerzen dauern bereits länger an oder treten immer wieder auf. Das Problem hierbei ist, dass sich häufig keine Ursache mehr feststellen lässt. In diesem Fall werden die Schmerzen zu einer eigenständigen Erkrankung, der Schmerzkrankheit.
Ursachen von Schulter-Arm-Schmerzen
Das Cervical- oder Schulter-Arm-Syndrom kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise Blockierungen und starke Verspannungen der Nackenmuskulatur.
Auch Abnutzungserscheinungen (degenerative Veränderungen) der Halswirbelsäule wie z. B. die Spondylarthrose können Schmerzen im Bereich von Schulter und Arm auslösen, ebenso ein Bandscheibenvorfall.
Bei einer Spondylarthrose nutzen die Halswirbel und die dazwischenliegenden Bandscheiben ab. Durch die Abnutzung kommt es zu unregelmässigem Knochenwachstum an den Wirbelkörpern. Das kann im Verlauf der Arthrose dazu führen, dass sich mehrere Wirbel verbinden, was zu massiven Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führen kann. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der gel-artige Kern aus der defekten Bandscheibe aus. Das muss nicht immer Beschwerden verursachen. Wenn die so entstehende Vorwölbung allerdings auf einen oder mehrere Nerven drückt, kann das Schmerzen auslösen.
In beiden Fällen werden die Nerven gereizt oder verletzt, die von der Wirbelsäule aus in den Arm verlaufen. Das kann für Schmerzen verantwortlich sein, die in die Schulter und bis in den Arm ausstrahlen.
Behandlung von Schulter-Arm-Schmerzen
Falls Sie unter Schulter-Arm-Schmerzen leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Ihnen dabei helfen, die Ursache für Ihre Schmerzen herauszufinden und die richtige Therapie zu wählen. Beim Schulter-Arm-Syndrom können neben Medikamenten auch nicht-medikamentöse Verfahren eingesetzt werden, um die Schmerzen zu lindern.
Bei Verspannungen und Schmerzen, die nicht entzündungsbedingt sind, kann die Wärmetherapie eine schmerzlindernde Wirkung haben. Wärme wird schon seit Jahrhunderten gegen Schmerzen und Verspannungen eingesetzt. Bei Muskelverspannungen können auch Massagen und Physiotherapie hilfreich sein.
Elektrische Muskelstimulation (EMS) kann ebenfalls eingesetzt werden, um die Muskulatur an Nacken und Halswirbelsäule zu trainieren und Verspannungen vorzubeugen.
Bei Schmerzen durch Verspannungen können auch Verfahren wie Biofeedback hilfreich sein. Beim Biofeedback bekommt der Anwender von einem Gerät Rückmeldung über Körperfunktionen, die sonst nicht bewusst wahrnehmbar sind. Dazu gehört z. B. die Muskelspannung, so dass mit Biofeedback eine bewusste Entspannung der Muskulatur eingeübt werden kann.
TENS (= transkutane elektrische Nervenstimulation) ist eine Methode, die seit Jahrzehnten erfolgreich zur Therapie von Schmerzen eingesetzt wird. Sie kann auch bei Schulter-Arm-Schmerzen zur Anwendung kommen.TENS-Geräte können dazu beitragen, die Weiterleitung der Schmerzreize am Rückenmark zu blockieren und die Ausschüttung körpereigener Substanzen anzuregen, die für die Schmerzlinderung verantwortlich sind.
Schliesslich bieten mittlerweile auch mehr und mehr Arztpraxen alternative Verfahren wie Akupunktur,Ultraschall-Therapie oder Laser-Therapie an. Ihr Arzt berät Sie hierzu sicher gern.
Hinweis:
Diese Seite bietet allgemeine Informationen zum Thema Schulter-Arm-Syndrom. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und medizinische Korrektheit. Die bereitgestellten Informationen sind nicht zur Selbstdiagnose/-behandlung geeignet und ersetzen keinen Arztbesuch. Sollten Sie unter den hier geschilderten Beschwerden leiden, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.