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Selina Büchel kämpft an den Hallen-Europameisterschaften in Prag über 800 m um die Medaillen. Die 23-jährige Toggenburgerin gewinnt ihren Halbfinal in 2:01,92 Minuten und zieht in den Final ein.
Dank einer couragierten Leistung auf der zweiten Streckenhälfte qualifizierte sich Büchel zum zweiten Mal für einen Final an internationalen Titelkämpfen bei der Elite, nachdem sie vor einem Jahr an den Hallen-Weltmeisterschaften in Sopot als Vierte eine Medaille nur knapp verpasst hatte.
Nach 400 Metern hatte es für Büchel nicht gut ausgesehen. Eingeklemmt lag sie in der ersten von zwei Halbfinal-Serien im hinteren Teil des Feldes. Mit einem Zwischenspurt befreite sich die Ostschweizerin aber aus der Bredouille, ehe sie auf der Schlussrunde noch einmal zuzusetzen vermochte. Dank einer starken letzten Runde gewann sie nach dem Vorlauf auch ihr zweites Rennen in Prag. Büchel schlug dabei unter anderen auch Jenny Meadows, die europäische Jahresschnellste aus Grossbritannien, die lange in Führung gelegen hatte, auf der Zielgeraden aber einbrach und nur aufgrund der Disqualifikation der Russin Anastasia Basdyrewa den Finaleinzug schaffte.
Mit dem Finaleinzug hat Büchel ihr Ziel in Prag erreicht, nun will die Hallen-Spezialistin aber mehr. Im Final am Sonntagnachmittag hat die Ostschweizerin realistische Chancen, als erste Schweizerin seit Sandra Gasser 1990 in Glasgow (Silber über 1500 m) eine Medaille zu gewinnen.
Für die internationalen Highlights am zweiten Finaltag sorgten der Stabhochspringer Renaud Lavillenie und der Tscheche Pavel Maslak, der über 400 m mit einem Start-Ziel-Sieg in 45,33 Sekunden die fast ausverkaufte O2-Arena in Prag in ein Tollhaus verwandelte. Lavillenie hatte sich nach nur zwei Sprüngen den vierten EM-Titel in der Halle in Folge bereits gesichert, stellte mit übersprungenen 6,04 m aber noch eine Jahresweltbestleistung und einen Hallen-EM-Rekord auf. Auf der Weltrekordhöhe von 6,17 m scheiterte Lavillenie dreimal, beim zweiten Versuch allerdings nur knapp.
SDA-ATS