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Die englische Firma Lowe Electronics vertrieb zunächst Amateurfunkzubehör und bot ab Beginn der 80er Jahre auch einen Kurzwellenempfänger aus japanischer Produktion unter seinem Label an. Der SRX-30 war ein nach dem Wadley-Prinzip mit 30 linearen 1 MHz-Bändern den gesamten Kurzwellenbereich abdeckender Dreifachsuper, nicht nur optisch sondern vermutlich auch herkunftsmässig mit dem Drake SSR-1 verwandt, das gleiche Gerät wurde später in Deutschland auch als Century-21 angeboten. Nur kurz folgte die Digitalversion SRX-30D mit eingebautem Frequenzzähler.
1987 besann man sich darauf, dass ein mit Standardbauteilen konstruierter Kurzwellenempfänger auch in Europa gebaut zu einem günstigen Preis/Leistungsverhältnis angeboten werden könnte, dem ersten nach diesem Konzept entwickelten auf den europäischen Markt zugeschnittenen Empfänger HF-125 war sofort ein grosser Erfolg beschieden. Der HF-125 kam mit 9 Bedienelementen aus und verfügte bei einem geradlinigen Konzept mit guter Filterbestückung aber Verzicht auf unnötige Spielereien über überdurchschnittliche Empfangseigenschaften. Er wurde 1990 zum HF-225 weiterentwickelt, die HF-225 E - Europa-Version war mit noch verbesserter Filterbestückung und verschiedenen Schaltungsverbesserungen zugunsten einer höheren Grosssignalfestigkeit speziell auf die Empfangsverhältnisse in Mitteleuropa zugeschnitten, die bei den Vormodellen optionalen Zusätze D-225 Synchrondetektor und die externe Frequenztastatur KPAD-1 (weiterhin lieferbar über http://www.charly-hardt.de) waren beim Europa- Paket mit dabei. Eine Profi-Version dieses Empfängers als HF-235 im 19„-Rack-Format mit Möglichkeit der PC-Steuerung, integrierter Frequenztastatur & weiter verbessertem Grossignal- verhalten wurde viel seltener gebaut.
Immer noch mit zehn Bedienelementen kam der 1995 vorgestellte Nachfolger, der HF-250 aus. Eine Infrarot- Fernbedienung, 255 Speicher und eine RS-232C- Schnittstelle gehören neben der weiterhin generösen Filterbestückung hier bereits zum Standard, die Europaversion HF-250E markiert auch bei diesem Modell die Luxusvariante mit optimiertem Verhalten unter schwierigen Empfangsbedingungen.
Im Jahre 1992 erhielten die Lowe-Empfänger einen kleinen Bruder zur Seite gestellt, der HF-150 hatte eine noch spartanischere Frontplatte mit der Frequenzanzeige, dem grossen Abstimmknopf, der Lautstärkeregler und drei auch in Kombinationen und Abfolgen zu betätigenden Tasten. Zahlreiche Zutaten wie S-Meter mit Aktivlautsprecher, Preselektor und externe Frequenzeingabe - Tastatur gab's als separate Zutaten, mit all diesen Zusatzgeräten in einem Rack gibt der Empfänger schon wieder viel einzustellen und zu spielen her. Sonderformen waren die weisse HF-150M Marine-Version und die technisch verbesserte Europaversion.
Zurück zur alten Zeit: Unter der Bezeichnung SRX-100 hat Lowe einen mit dem AKD Target / NASA HF-3 baugleichen einfachen Empfänger aus Fremdproduktion mit eigenem Firmenlabel im Programm.
|SRX-30||1979||Dreifachsuper||500 kHz - 30 MHz||Wadley-Prinzip, 30 lineare Bänder à 1 MHz|
|SRX-30D||1980||Dreifachsuper||500 kHz - 30 MHz||Digitalanzeige|
|HF-125||1987||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB; Digitalanzeige, 30 Speicher|
|HF-150||1992||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB; Digitalanzeige 1 kHz, 60 Speicher|
|HF-225||1989||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB; Digitalanzeige 1 kHz, 30 Speicher|
|HF-235||1992||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB; Digitalanzeige 1 kHz, 30 Speicher|
|HF-250||1995||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB / FM, Digitalanzeige 0,1 kHz, 255 Speicher|
|SRX-100||1996||Doppelsuper||30 kHz - 30 MHz||AM / USB/LSB; Digitalanzeige 1 kHz|