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„Es ist besser, Überschüsse erst gar nicht zu erzeugen, als sie mit staatlicher Unterstützung zu trocknen und einzulagern oder auf den Weltmarkt zu drücken“, heisst es in einem offenen Brief an Bundesminister Christian Schmidt. Verfasst wurde das Schreiben von 21 Organisationen anlässlich der heute beginnenden Agrarministerkonferenz in Fulda. Darin wird kritisiert, dass sich die Politik verkalkuliert habe: In der EU stagniere der Absatz, Länder wie China oder Russland würden weit weniger importieren als vorhergesagt. Das Überangebot müsse nun zu Tiefstpreise in anderen Ländern verramscht werden. Die Gewinner seien die exportierenden Molkereien Europas, während Bauern Milchpreise erhielten, welche die Kosten nicht decken würden.
Die aktuelle Krise beschleunige den Strukturwandel, heisst es im Brief weiter. Die Milchviehhaltung werde sich noch stärker auf Grossbestände und einige wenige Regionen konzentrieren. Die Weidehaltung werde grossflächig verschwinden und der Preisdruck werde das Steigern der Milchleistung je Kuh weiter vorantreiben.