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Der Innenraum besteht zur Hauptsache aus einer weiten, kubischen Gebäudehülle, sozusagen dem Mittelschiff und einem ebenso breiten Chorraum. Der Predigtsaal wird von einer schweren hölzernen Balkendecke eingedeckt und beidseitig durch weite Rundbogenarkaden von den niedrigen Seitenschiffen abgetrennt. Nach einer typisch reformierten Tradition wurden die Sitzbänke dergestalt angelegt, dass sie nicht durch einen einzelnen Mittelgang getrennt werden, sondern zwei Gänge enthalten, damit die angenehmsten Plätze in der Mitte nicht ausgespart werden. Das liturgische Zentrum im Chorbereich wirkt feierlich und sakral: Die rechte Seite wird von der Kanzel eingenommen, die mit ihrem halbrunden Korb und dem scheibenförmigen Schalldeckel moderne Eleganz ausstrahlt. In Material und Form werden auch am Orgelprospekt wiederaufgenommen, der sich auf der linken Gegenseite aufbaut. Die unterschiedlichen Dimensionen der beiden Einrichtungen werden durch die Drillingsfenster ausgeglichen. Diese bilden zusammen mit dem darunter an der Wand angebrachten Holzkreuz und dem Abendmahlstisch die Mitte des liturgischen Zentrums.
Drillingsfenster von Fritz Pauli, Holzkreuz und Holzkanzel
Dessen Achse ist gegenüber der Raummitte etwas asymmetrisch versetzt, was dem Raum bei aller Ruhe eine dynamische Spannung verleiht, wie sie auch in der Architektur der 1950er Jahre häufig gesucht wurde.
Auch hier verbinden sich heimelige Elemente wie die Holzdecke mit einer modernen Sachlichkeit in der Ausstattung, zu der auch die schlanken zylindrischen Leuchtkörper an den Hochschiffwänden gehören.
Blick auf Holzdecke, die Bestuhlung und die Seitenschiffe
Vor der Erstellung der Kirche gingen die Meinungen auseinander, ob 450 Plätze genügen oder ob mit Blick auf die Zukunft besser gleich 900 vorzusehen seien. Schliesslich sollten die beschlossenen 700 Plätze sollten so angeordnet werden, dass damit nicht der gesamte Raum mit Bänken besetzt wird, um an den Festtagen noch Klappstühle aufstellen zu können. Eine allfällige spätere Vergrösserung der Kirche musste bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Die Seitenschiffe nehmen deshalb auch keine festen Sitzplätze auf, sondern sie haben gegenüber dem breiten Hauptraum vor allem die Funktion von Erschliessungsgängen, die an hohen Festtagen temporär mit weiteren Sitzplätzen bestückt werden konnten.
Die farbigen Chorfenster stammen
von 1934 und wurden vom bekannten Berner Künstler Fritz Pauli (1891–1968) entworfen,
der damals in Amden über dem Walensee wohnhaft war. Im weiss getünchten, von
hellen Wänden und einer braunen Decke geprägten Kirchenraum wirkt die
Farbigkeit der Verglasung umso eindringlicher.
Im Rahmen der Kirchenerbauung wurden drei Abendmahlskelche sowie eine Kanne und ein Brotteller angeschafft. Sämtliche Kultgeräte lassen die handwerklichen Spuren der Bearbeitungen erkennen und sind von einer ausgewogen proportionierten Sachlichkeit. Die Kelche und die Kanne sind zudem mit je einem eingravierten Chi-Rho-Monogramm versehen.
Die Abendmahlsgeräte in einer historischen Aufnahme
Die Orgel wurde nach einer reformierten Tradition gegenüber den Gottesdienstbesuchern im Chorbereich aufgebaut, gleichsam als Pendant zur Kanzel. So blieb zwischen den beiden Ausstattungsgütern der Raum frei für den Abendmahlstisch und die stimmungsvollen Drillingsfenster. Das erste Instrument mit seinem Freipfeifenprospekt und drei dynamisch angeordneten Pfeifentürmen lieferte die Firma Goll AG in Luzern. Es wurde 1974 von derselben Firma erneuert, wobei die Grundzüge des Prospektes trotz einiger Änderungen beibehalten werden konnten. Die Orgel zählt zwei Manuale und 28 Register.