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dualis Aloïs Sidler
Ich bin der festen Überzeugung, dass optimale Kommunikations-Strukturen in Zukunft über Erfolg oder Misserfolg im täglichen "Überleben" von Unternehmen und Institutionen entscheiden werden.
Um meine Beratungstätigkeit qualitativ sauber aufrecht zu erhalten, braucht es ausreichend Zeit, damit die Bestandesaufnahme, die am Anfang eines jeden Auftrages steht, umfassend durchgeführt werden kann. "Schnellschüsse" sind im Interesse des Kunden nicht erwünscht.
Ferner ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass die "Chemie" zwischen Ihnen und mir stimmt. Die muss stimmen, sonst wird der Ärger, den wir uns gegenseitig verursachen gross. Also lassen Sie uns wie erwachsene Menschen miteinander umgehen.
Sie haben mit mir eine Ansprechperson für alle den Auftrag betreffenden Fragen. Ich betreue für Sie alle notwendigen Schritte für die Lösung der von Ihnen gestellten Aufgabe und garantieren Ihnen absolute Vertraulichkeit.
Der deutsche Philosoph Jürgen Habermas (geboren am 18. Juni 1929 in Düsseldorf) hat 1973 erstmals seine „Wahrheitstheorien“ veröffentlicht. Darin hat er vier Anforderungen definiert, die gegenseitig akzeptiert werden müssen:
- Verständlichkeit
- Wahrheit
- Richtigkeit
- Wahrhaftigkeit
Verständlichkeit
Zuerst muss man als Sender also sicherstellen, dass die übermittelte Information auch verstanden wird. Wenn die Verständlichkeit einer Äusserung problematisch ist, stellen wir Fragen des Typs:
- Wie meinst du das?
- Wie soll ich das verstehen?
- Was bedeutet das?
Antworten auf solche Fragen nennen wir Deutungen.
Wahrheit
Dann taucht schnell einmal die Frage auf, ob das Geschehen oder der Sachverhalt so dargestellt wird, wie es/er sich zugtragen hat. Wenn die Wahrheit einer Äusserung problematisch ist, stellen wir Fragen des Typs:
- Verhält es sich so wie du sagst?
- Warum verhält es sich so und nicht anders?
Diesen Fragen begegnen wir mit Behauptungen und Erklärungen.
Richtigkeit
Die dritte Forderung Habermas’ geht um die Intention der Richtigkeit des Verhaltens des Senders. Wenn die Richtigkeit der Norm, die dem Sprechakt zugrunde liegt, problematisch ist, stellen wir Fragen des Typs:
- Warum hast du das getan?
- Warum hast du dich nicht anders verhalten?
- Darfst du das tun?
- Solltest du dich nicht anders verhalten?
Darauf antworten wir mit Rechtfertigungen.
Wahrhaftigkeit
Wenn wir in einem Interaktionszusammenhang schliesslich die Wahrhaftigkeit eines Gegenübers in Zweifel ziehen, dann stellen wir Fragen des Typs:
- Täuscht er mich?
- Täuscht er sich über sich selbst?
Aber diese Fragen adressieren wir nicht an die unglaubwürdige Person selber, sondern an Dritte. Derjenige Sprecher, welcher der Unwahrheit verdächtigt wird, kann allenfalls, etwa in einer Gerichtsverhandlung, „verhört“ oder, in einem analytischen Gespräch zur Besinnung gebracht werden. In den seltensten Fällen wird der Sender selber unmittelbar auf seine Glaubwürdigkeit angesprochen.
Ausnahme sind politische Diskussionen, die sich leider den vier Kategorien von Habermas entziehen und meistens auf rhetorischen Tricks und Finten aufgebaut sind.
Um diese zu durchschauen, stellen wir uns ganz einfach die Frage:
- Wem nutzt diese Geschichte unmittelbar?
Wenn die Antwort auf diese Frage auf eine Firma, Person oder auf ein Dogma zielt, sollte man die Aussagen mit sehr viel Vorsicht zur Kenntnis nehmen.
dualis Aloïs Sidler | Schellenbergstrasse 4 | CH-8535 Herdern | Telefon: +41 52 747 10 64 | Mail: <email-pii>