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Die Gutenburg bei Madiswil im Oberaargau
Die Burgstelle liegt in freiem Gelände, wird deswegen kaum wahrgenommen.
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Über weitere Burgen in Bern und Freiburg: http://www.dillum.ch/html/inhalt_7.html
Die Gutenburg wird auch erwähnt in dem Buch des Autors:
Luftansicht der Burgstelle (Burghügel, Graben) auf dem Turmhubel bei Bad Gutenburg
Das Restaurant Bad Gutenburg ist unten links (blau) zu erkennen.
Grafik: Autor
Plan der Gutenburg bei Madiswil
Äquidistanz der Höhenkurven: 1 m
Plan: Autor
Alte Ansicht des Turms der Gutenburg in einem Plan der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Die Burgstelle Gutenburg
Das kleine Dorf Gutenburg südlich von Langenthal bildete mit 60 Hektaren die kleinste Gemeinde im Kanton Bern. Seit 2008 jedoch ist der Ort mit dem südlich gelegenen Madiswil fusioniert.
Das Dörfchen ist bekannt durch den Gasthof Bad Gutenburg. – Weniger bekannt ist, daß der Ort eine bedeutende Burgstelle hat: Im Nordosten des Bades ist auf dem Turmhubel genannten Hügel der gut erhaltene Grundriß einer Erdburg zu sehen.
Die Burg (vgl. den Plan) besteht aus einem ovalen Burghügel am Ende eines Geländesporns. Von diesem ist die Motte durch einen Halsgraben im Norden abgetrennt. Im Süden hat der Hügel einen breiten Geländeabsatz. - Man kann vermuten, daß der ursprüngliche Zugang von Osten über den Graben spiralförmig um den Burghügel geführt war und am Ostfuß den Burgplatz erreichte.
Die ganze Burganlage hatte eine Ausdehnung von vielleicht 90 x 60 Metern.
Weil der Burgplatz nur teilweise mit Bäumen bestanden ist, hat man eine gute Einsicht in die Anlage – und bei schönem Wetter auch eine prachtvolle Aussicht nach allen Seiten.
Die Gutenburg trug ehemals auch eine Steinburg: Man kann annehmen, daß diese aus einem Turm und einer Ringmauer bestand. Die Turmruine (vgl. die Abbildung) wurde jedoch zu Ende des 18. oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts ganz abgetragen. Mauerspuren sind keine mehr zu sehen.
Doch weiter gehört die Gutenburg zu den imposanten Burgplätzen des Kanton Berns und der ganzen Schweiz.
Das Auge und der Kopf des Horus-Falken im Plan der Gutenburg
Wie bei vielen Burgengrundrissen, so ist auch im Plan der Gutenburg bei Madiswil eine Figur zu erkennen. Besonders das digitale Reliefbild (Abbildung) zeigt deutlich einen Vogelkopf, mit der ovalen Motte als Auge.
Digitale Geländeaufnahme (DOM) der Gutenburg
Am ehesten ist das Haupt eines Falken zu sehen. Damit verbindet sich in der alten Mythologie der ägyptische Horus-Falke (vergleiche die zwei Abbildungen).
Das Horus-Auge (oben) und der Horus-Falke (unten)
PS:
Der Ortsname GUTEN-Burg ist gleich zu erklären wie Gettnau (GETEN-Au) und Gotthard (GOTEN-Hard):
Dahinter stehen die Goten, die Guten = die Gottesleute.
Vergleiche das Buch: Die Ortsnamen der Schweiz (2016)
2010