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Planstädte
Nachdem der Berner Fotograf Damian Poffet die chinesische Stadt Ordos portraitierte, ist er diesen Frühling in die kasachische Hauptstadt Astana gereist.
Mitten in der kasachischen Steppe befand sich einst die Provinzstadt Akmola. 1994 entschied die Regierung aus geopolitischen Gründen, die 1200 Kilometer südlich gelegene Hauptstadt Almaty dorthin zu verlegen und auf den Namen «Astana» zu taufen – kasachisch für Hauptstadt. Darauf startete der gigantische Bauprozess mit schier unendlichen Landreserven. Über zwanzig Jahre lang wurde und wird an der Planstadt noch immer gebaut, mittlerweile zählt die Bevölkerung eine Million Einwohner. Wie in Ordos planten auch hier Architekten aus der ganzen Welt ihre futuristischen Prestigebauten; finanziert von der Regierung und ausländische Investoren, die Milliarden aus dem Erlös von Erdöl, Erdgas und weiteren Bodenschätzen. Bis ins Jahr 2050 sei eine Energiestrategie mittels Wind-, und Sonnenenergie angedacht, um den bisherigen Anteil von gerade mal einem Prozent zu erhöhen, heisst es. Doch zur Zeit hängt in der kasachischen Hauptstadt noch so ziemlich alles vom Erdöl ab. «Astana ist eine Machtdemonstration des autoritär regierten Landes», rekapituliert Damian Poffet seinen Besuch. Die Bildergalerie versammelt seine Eindrücke.