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Das lateinische Wörtchen magis (mehr) hat bei Ignatius eine fundamentale Bedeutung.
Oft gebraucht er es, wenn er in der Steigerungsform spricht: „zur größeren Ehre Gottes“
oder „sich gegenseitig mehr helfen und nützen“ usw. Magis ist nicht gemeint als Ansporn zu immer mehr Leistung, sondern
zur je tieferen Verwurzelung in Gott.
Wir verstehen es im spirituellen Sinne recht, wenn wir es von der Liebe her deuten.
Liebe ist kein stehendes Gewässer, kein Tümpel, keine Zisterne, die leergepumpt wird.
Liebe läuft nicht aus, sondern über.
Hin-Gabe Ignatius lebt in der Spannung von Gabe und Hin-Gabe.
Wenn alles Gottes ist und unser Leben sein Geschenk, dann ist die adäquate Antwort des Menschen die Hin-Gabe.
Das Hin-Gabe-Gebet am Ende der Exerzitien ist Ziel und Mitte seiner Exerzitien:
Nimm hin, Herr, und empfange meine ganze Freiheit,
mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen,
meine ganze Habe und meinen Besitz; Du hast es mir gegeben,
Dir, Herr, gebe ich es zurück; Alles ist Dein,
verfüge nach Deinem ganzen Willen; Gib mir Deine Liebe und
Gnade, das ist mir genug.
In diesem Gebet verspüren wir den Pulsschlag von Ignatius, seine Bereitschaft, alles zu geben, aber nicht eigenmächtig.
Er kleidet die Bereitschaft zur Hin-Gabe in eine Bitte.