Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03465.jsonl.gz/296

Im Val Strem (Westflanke Cuolm da Vi) gab es am 14. März 2016 einen Felssturz mit einem „Abbruchvolumen von rund 200 Einfamilienhäusern“. Damals wurden zwischen Plauns Strem bis Bauns weitere Nachstürze erwartet. Es bestand akute Gefahr und deshalb wurde das Betreten des gefährdeten Gebietes verboten. Damals war ein Betreten der Gefahrenzone nur mit Bewilligung und unter Aufsicht der Gemeinde Tujetsch erlaubt. Nun hat die Kantonsregierung einen finanziellen Beitrag von „maximal 375 000 Franken“ für ein Hochwasserschutzprojekt genehmigt.
…Das Val Strem ist ein Tal im Schweizer Kanton Graubünden nördlich von Sedrun. Es verläuft in Nord-Süd-Richtung und verbindet mit einem Saumpfad über den Chrüzlipass das Maderanertal im Kanton Uri mit Sedrun. Das Tal ist bekannt für sein reiches Vorkommen an Mineralien und ist mit seinen vielen Rissen und Spalten interessant für Geologen. Seit dem Jahr 2000 wird das Gebiet des Talausgangs mit einem automatischen System permanent überwacht. Am 14. März 2016 verschüttete ein Felssturz von rund 200’000 Kubikmetern Wasserfassungen der Trinkwasserversorgung und des Kleinkraftwerks Val Strem…(Quelle)
Fünf Leitdämme mit einer Gesamtlänge von 300 Meter sind im Hochwasserschutzprojekt vorgesehen: es soll die Gefahrensituation an der „westlichen Talflanke des Cuolm da Vi“ reduzieren. Seit dem Felssturz im Val Strem bestehe die Gefahr, dass der Strem grössere Feststoffmengen mobilisieren könnte, wobei die Gefahr einer Ausuferung des Flusses und einer Gefährdung der ARA sowie der Kraftwerkanlagen bestehe.
Situation des Flusses Strem
Informationsblatt: Sedrun Disentis Tourismus, PDF
Foto in Header: betroffenes Gebiet Gemeinde Tujetsch
(Quelle: Standeskanzlei Graubünden)