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Die Korallen stellen mit 6500 Arten die größte Klasse der Hohltiere dar. 20 davon kommen auch an der deutschen Küste vor. Darüber hinaus kennt man noch 5000 ausgestorbene fossile Arten. Der wissenschaftliche Name Blumentiere (Anthozoa) leitet sich von den lebhaften Farben und schönen Formen ab. Da Korallen meistens am Meeresboden festgewachsen sind, gerät man leicht in Versuchung, sie für Pflanzen zu halten. Doch es handelt sich bei Korallenstöcken um eine verzweigte Ansammlung von einzelnen Tieren. Wie bei anderen niederen Tierformen auch, werden nicht alle Kriterien erfüllt, die Tiere von den Pflanzen abgrenzen. In diesem Fall ist es die Beweglichkeit.
Korallenschmuck
Korallenschmuck besteht aus den weißen bis tiefroten Achsenskeletten der Edelkorallen. Am bekanntesten ist die rote Edelkoralle. Es gibt aber auch weiße, dunkelbraune, goldene, rosa, schwarze und gefleckte Skelette. Eine japanische Art hat eine weiße Mitte und eine rote Randschicht, bei einer anderen ist es umgekehrt. Schon in den Gräbern der La-Tène-Zeit (400-58 v. Chr.) fand man mit Korallen verzierte Fibeln, Helme, Armringe und Pferdegeschirre. Im alten Ägypten gab man den Toten Korallenschmuck als Schutz mit. In der griechischen Mythologie sind die Korallen aus dem Blut entstanden, das dem Haupt der Gorgo entronnen ist, nachdem Perseus es abgeschlagen hat. Die Römer trieben einen schwunghaften Korallenhandel mit den vorderasiatischen Staaten. Man verwendete sie sowohl als Bestandteil von Heilmitteln als auch für Amulette. Diese sollten Krankheiten aus dem Körper ziehen oder vor dem Bösen Blick schützen. Marco Polo berichtete, die Tibeter hätten im 13. Jahrhundert Edelkorallen als Geld verwendet. Im Mittelalter wurden oft Heiligenfiguren aus Korallen geschnitzt. Allgemeine Verbreitung fand Korallenschmuck in Europa aber erst im 15. Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert benutzte man pulverisierte Korallen gegen alle möglichen Krankheiten.
Lange Zeit erntete man Edlekorallen, indem man ein Fanggerät aus zwei kreuzweise verbundenen Metall- und Holzbalken über die Korallenbänke schleifte. Die herausgebrochenen Stücke verfingen sich in Netzen, oder fielen zu Boden und gingen verloren. Heute wird der grösste Teil der Korallen von Tauchern heraufgeholt, die die Vorkommen systematisch abernten. An weiten Teilen der französischen, italienischen und jugoslawischen Mittelmeerküste ist die Edelkoralle deshalb schon verschwunden.
Schmuck aus Korallen fertige ich ausschliesslich auf Kundenwunsch. Lagerware beziehe ich keine mehr - es sind jedoch noch einige wenige Schmuckstücke im Laden verfügbar.