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Das Jahr 2020 brachte eine negative Wende und machte viele Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichte.
Die Covid-Pandemie sowie politische, finanzielle sowie klimabedingte Krisen haben die Lebensbedingungen von mehr als zwei Milliarden Menschen auf der südlichen Halbkugel dramatisch zugespitzt. Hinzu kommt besonders in Ostafrika und der Sahelzone eine extreme Dürre. Immer mehr Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil sie auf den ausgetrockneten Äckern keine Nahrungsmittel mehr anbauen können und ihre Viehherden verenden.
Der Krieg in der Ukraine verknappt die Versorgung mit Getreide und Öl. Dadurch schnellen die Kosten für Grundnahrungsmittel in die Höhe, in vielen Ländern der Subsahara haben sie sich durch die Inflation mehr als verdoppelt. Die Energie- und Treibstoffpreise steigen ebenfalls massiv an.
Die Welt sieht sich mit einer Mehrfachkrise konfrontiert. Die fatale Überschneidung von mehreren Krisen gleichzeitig führt zu Hunger, wachsender Armut und bedeutet für die Menschen im Globalen Süden einen täglichen Kampf ums Überleben. Einmal mehr trifft es die Ärmsten zuerst und am stärksten, und dies, obwohl sie kaum zu diesen Krisen beigetragen haben und sie nicht über die Mittel verfügen sich dagegen zu wehren.