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Ein viergeschossiges Wohnhaus mit tollem Garten und mit vielen kleinen Räumen soll zur zusammenhängenden, vielseitig nutzbaren Wohnung für eine junge Familie werden. Das Gartengeschoss wird - dank einer neuen, als Skulptur in den Räumen präsente - Wendeltreppe zum integralen Teil der Wohnräume. Um die Spuren der früheren Raumbegrenzungen zu verwischen, werden Ersatztragwerke konzipiert, welche den Räumen Charakter verleihen aber keine scharfen Zäsuren darstellen: An Stelle einer Tragwand im Erdgeschoss wird die darüberliegende Decke neu an den scheibenartig wirkenden Wänden im 1.Obergeschoss aufgehängt. Anstelle der massiven Fundamentwand im Untergeschoss hält eine neue, tischartige Abfangstruktur die Lasten und stellt sich als Objekt zwischen Wohnraum und Gartenzimmer. Auch die weiteren raumwirksamen Eingriffe wie die Vergrösserung des Eingangs und der Einbau einer Küche im Erdgeschoss folgend dieser Logik. Die neue Raumtrennung wird als gläserne Membran ausgeführt, bricht das Licht aber lässt dahinterliegende Nutzungen schemenhaft durchschimmern. Die Garderobe nutzt die - früher raumegrenzenden - massiven Wandscheiben als Sichtschutz. Raumtrennung und räumlich wirksame Zonierungen verschwimmen.
Gemeinsam mit Nicolaj Bechtel, 2019
Mitarbeit: Margarida Leao
Bauingenieur: Schnetzer Puskas
Bauphysik: Raumanzug