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Die Pfarrkirche steht 500 m ö. der Häusergruppe an der Strasse nach
Ocourt;
sie wurde 1636 von den Kaiserlichen verbrannt, 1641 notdürftig repariert und 1717 umgebaut und dem h.
Valbert geweiht.
Der schöne Glockenturm aus Bruchsteinen stammt aus 1897. Ihre isolierte Lage zwischen
Ocourt und dem französischen
Dorf Bremoncourt erklärt sich daraus, dass dieses bis 1850 zur Kirchgemeinde La Motte gehörte.
Das Pfarrhaus befindet sich
in La Motte. An einer mit einem
Graben umzogenen Stelle hat man römische Münzen und Ziegel aufgefunden.
In La Motte soll einst ein Ordenshaus der Tempelritter gestanden haben. 1348: Cappellen.
Schon im 13. Jahrhundert erscheint
in La Motte ein Edelgeschlecht gleichen Namens. In der Nähe ein einst mit
Mauer und
Graben befestigter kleiner Hügel, La
Miota genannt.
(Pizzo)(Kt. Tessin,
Bez. Riviera).
2401 m. Gipfel, s. über dem
Val Pontirone und 4 km ö.
Biasca. Von dem 1 km
weiter nach OSO. gelegenen
Pizzo Magno ist 1512 der berühmte Felssturz niedergebrochen, der das
Wasser des
Brenno oberhalb
Biasca zu einem grossen
See aufstaute, dessen 2 Jahre nachher (1514) erfolgter Durchbruch durch die Schuttbarre das ganze untere
Tessinthal bis zum
Langensee überschwemmte und sogar einen Teil der starken Festungsmauern von
Bellinzona
zerstörte.
le Comte und Forel und endigt mit der Terrasse von Surpierre, der westl. trägt Combremont le Grand und wendet sich zwischen
Nuvilly und Sassel nach N. Wie der zentrale Jorat zeigt auch dieses Gebiet keine eigentlichen Gipfel und kaum eine deutliche
Kammlinie (s. den Art. Jorat); die höchsten Teile sind gewöhnlich mit Wald bestanden. Immerhin finden
sich hier viele interessante Aussichtspunkte, unter andern das Signal von Moudon (836 m) und die Umgebung von Saint Cierges.
Zahlreiche, z. T. tief eingeschnittene, malerische Thälchen, so das der Mentue und ihres Zuflusses Oleyre (besonders in der
Umgebung von Bercher), die Tälchen der Nebenadern der Broye
(Bressonnaz, Mérine und Cerjaulaz, hier besonders
bei Lucens). Der auf dem rechten Ufer der Broye gelegene Teil des Bezirkes bildet einen schmalen Streifen zwischen diesem Fluss
und dem Kanton Freiburg,
der sich auch noch bis in den Bezirk Payerne fortsetzt. Weniger ausgedehnt und interessant als der gegenüberliegende
Abschnitt, weist er doch im allgemeinen denselben Charakter auf.
Hier liegt der höchste Punkt in 850 m. Auch hier durchfurchen den Boden Schluchten und Tobel, so u. a. die des Baches von Vaux
zwischen Sarzens und Lovatens. Das Thal der Broye, das von Bressonnaz an von SSW. nach NNO. zieht, ist im
Bezirk Moudon ziemlich einförmig. Sein ebener Boden hat eine Breite von 500-1000 m, und die Broye bildet darauf besonders
oberhalb Moudon mehrere Serpentinen. Die Gehänge sind auf beiden Thalseiten ziemlich steil und erreichen eine Höhe von 150-200
m über der Sohle.
Eine Eigentümlichkeit des Thales ist, dass die gerade Fortsetzung der Hauptaxe nach oben nicht den
Namen
der Broye, sondern den eines Zuflusses, der Bressonnaz, trägt. Beim Dorf Bressonnaz betritt die Broye erst das Hauptthal durch
eine den Höhenzug des rechten Ufers durchquerende Klus, während sie vorher ein paralleles Seitenthälchen durchfliesst.
Von Bressonnaz (530 m) bis zur N.-Grenze des Bezirkes (480 m; 2,2 km unterhalb Lucens) hat der Fluss eine
Länge von 10 km.
Die Broye, der bedeutendste Wasserlauf des Bezirkes, kommt vom W.-Fuss des Niremont bei Semsales. Sie durchfliesst den Hauptort
Moudon und geht nahe an Lucens, dem grössten Dorf des Bezirkes, vorbei. In Moudon liefert sie mehreren
Industrien die treibende Kraft. Sie ist gewöhnlich ruhig und friedlich, kann aber doch zeitweise starke Hochwasser bringen,
die schon zu verschiedenen Malen grosse Verheerungen angerichtet haben. Bedeutende Korrektionen schützen fortan das Thal
vor diesen schrecklichen Ueberschwemmungen.