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Strassenabstandsverordnung
Wir machen Grundeigentümer und Liegenschaftenverwaltung auf die Vorschriften der kantonalen Strassenabstandsverordnung vom 19. April 1978 aufmerksam.
§14 Unter Vorbehalt der nachstehenden Bestimmungen sind mindestens folgende Pflanzenabstände von der Strassengrenze gemäss §5 Abs. 1 einzuhalten:
a) Bäume aller Art: 4m, gemessen ab Mitte Stamm
b) andere Pflanzen: ein Abstand, bei dem sie im Verlaufe ihres natürlichen Wachstums nicht über die Strassengrenze hinausragen, es sei denn, sie würden üblicherweise entsprechend unter der Schere gehalten; Sträucher und Hecken aber mindestens 0,5m ab Strassen-/Grundstückgrenze.
Gegenüber Fusswegen, freigeführten Trottoirs, Radwegen und Strassen, die vorwiegend dem Quartier oder Anstösserverkehr dienen, oder im Interesse des Ortsbildes kann der Abstand von Bäumen auf 2m vermindert werden.
§ 16 Auf der Innenseite von Kurven sowie bei Strassenverzweigungen sind Sichtbereiche freizuhalten. In diesen
Sichtbereichen dürfen Pflanzen eine Höhe von 80 cm nicht überschreiten; zwischen 80 cm und 3 m Höhe dürfen auch
keine Teile von ausserhalb wurzelnden Pflanzen hineinragen.
§ 17 Das Ast- und Blattwerk von Bäumen hat über der bestehenden Strasse einen Lichtraum von 4,5 m Höhe zu wahren; bei Rad- und Fusswegen kann der Lichtraum bis auf eine Höhe von 2,5 m verkleinert werden. Diese Lichtraumprofile sind durch die Grundeigentümer dauernd freizuhalten.
§18 Morsche oder dürre Bäume oder Äste sind zu beseitigen, wenn sie auf die Strasse stürzen könnten. Besteht eine unmittelbare Gefährdung, kann der Strassenbesitzer notfalls selber die erforderlichen Massnahmen treffen.
Gleichzeitig sind auch die Pflanzen im Bereich von Überflurhydranten, Beleuchtungskandelabern, Signalisationstafeln usw. zurückzuschneiden, damit diese jederzeit gut sichtbar und zugänglich sind. Die Privatstrassen, die wie öffentliche Strassen begangen und befahren werden und die bei der Einmündung in öffentliche Strassen eine Gefahr bilden, sind den öffentlichen Strassen gleichgestellt (§ 4).
Besitzer von Liegenschaften werden ersucht, die Pflanzen entsprechend unter der Schere zu halten und auf den vorschriftgemässen Rückschnitt zu achten. Bei Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit müssten die notwendigen Arbeiten auf Kosten des Besitzers durch die Gemeinde in Auftrag gegeben werden.