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Der Hochwasserschutz Runsen Ennetlinth wurde an der Gemeindeversammlung vom November 2021 zurückgewiesen. Der Antragssteller forderte im Namen vieler besorgter Anstösser: «Antrag auf Rückweisung des Kredites von 2,24 Millionen Franken für den Hochwasserschutz Ennetlinth mit dem Auftrag zur Überarbeitung unter Einbezug der betroffenen Anlieger und Interessenvertreter».
Anwohner sehen keinen Handlungsbedarf
Die Gemeinde führte zwischenzeitlich Gespräche mit dem Antragsteller und einer Delegation der betroffenen Anlieger. Diese äusserten klar, dass das Hochwasserschutzprojekt in der vorliegenden Form nicht mehr weiterverfolgt werden soll. Die vorhandenen Schutzmassnahmen würden genügen, weshalb zusätzliche Schutzmassnahmen übertrieben wären. Sie fordern lediglich eine regelmässige Bewirtschaftung der vorhandenen Sammler. Ebenfalls lehnten sie die von der Gemeinde vorgeschlagene Gründung einer Runsenkorporation ab. Aus ihrer Sicht liegen keine Schutzdefizite für ihre Liegenschaften vor. Darum ist für sie die Schaffung einer Korporation unverhältnismässig.
Zukunft Runsen Ennetlinth
Anlehnend an die Ergebnisse der Gesprächsführungen und der zeitlich nicht mehr koordinierbaren Verwendung des Ausbruchsmaterials der Tiefenentwässerungen Braunwald, ist der Gemeinderat zum Entscheid gelangt, das Bauprojekt Hochwasserschutz Ennetlinth nicht weiter zu verfolgen. Da die Anlieger keine Korporation gründen wollen, bleibt weiterhin die Gemeinde für den Unterhalt der Runsen und Sammler im Gebiet Ennetlinth zuständig. Zukünftig anfallende Unterhaltskosten werden nach dem Reglement Schutzmassnahmen an Wasserläufen Gemeinde Glarus Süd aufgeteilt.