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Der West-Tian-Shan wird in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Das Naturgebiet ist bekannt als Heimat der bedrohten Schneeleoparden. Da das 500’000 Hektar grosse Gebiet grenzübergreifend ist, würde es einen internationalen Schutzstatus erhalten.
An der 40. Tagung des UNESCO-Weltnaturerbe-Komitees wurde das Naturgebiet West-Tian-Shan in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Der Deutsche Naturschutzbund (NABU) begrüsst diesen Entscheid.
Das 500’000 Hektar grosse West-Tian-Shan-Gebiet besteht aus sieben Schutzbegieten und ist unter anderem der Lebensraum des bedrohten Schneeleoparden. Die Landschaft ist mit ihren Schluchten, Gipfel, Gletscher, Feuchtgebieten, Wiesen und Steppen sehr vielfältig, sagt Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms. Der West-Tian-Shan sei vor allem durch Überweidung, Ressourcenabbau, Infrastrukturausbau und Klimawandel bedroht.
Da das Gebiet grenzübergreifend ist, soll es ein internationalen Schutzstatus erhalten. Dies sei gleichzeitig ein Signal zum Schutz des Schneeleoparden und anderen wandernden Tierarten. Durch die Anerkennung als Welterbe werde zugleich eine intensivere Zusammenarbeit der drei beteiligten Staaten Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan im Bereich des Naturschutzes gefördert, schreibt der NABU. Nun komme es vor allem darauf an, auch das Management der Gebiete zu verbessern und die bestehenden Probleme zu lösen.