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Microsoft tritt - nach jahrelangem sich zieren - der Object Management Group (OMG) bei. OMG ist eine Nonprofit-Organisation, die sich um die Entwicklung von Standards für 'Model Driven Architectures' (MDA) kümmert. So befindet sich die Modelliersprache UML (Unified Modelling Language) unter den Fittichen von OMG. Unter MDA versteht man den Ansatz, Software-Systeme in Modellen, die sich beispielsweise grafisch darstellen lassen, zu fassen, während der Code dann von Maschinen geschrieben wird.
Microsoft verband den Beitritt zur OMG mit einem bisher ungehörten Bekenntnis zu MDA. Der Ansatz habe bisher das Versprechen, Softwareentwicklung zu revolutionieren, nicht einhalten können und berühre die grosse Masse der Entwickler nicht. Dies soll nun ändern.
Damit Softwareentwicklungs mittels der Modellierung von Geschäftsprozessen Wirklichkeit werden kann, liefere Microsoft nun die Plattform und Werkzeuge für die grafische Modellierung. Mit diesen werde dann die Zusammenarbeit von allen Involvierten, vom einfachen "Information Worker" bis zu Datenbankspezialisten und Software-Architekten, über den ganzen Lebenszyklus von Softwaresystemen hinweg "easy", heisst es in einer Pressemitteilung. Ja, Modellierung werde gar zum Kern der Entwicklungsplattformen von Microsoft, lässt sich Microsofts Server-Chef Bob Muglia in derselben Mitteilung zitieren. Entwickler könnten künftig lauffähige Applikationen direkt aus Spezifikationen erstellen, so Muglia.
Eine grosse Advokatin des MDA und der grafischen Sprache UML ist die Basler Softwarefirma E2E
, deren "Enterprise Service Bus" UML-Code direkt ausführen können soll. (hc)