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Vevey kann auf eine sehr lange Siedlungstradition zurückblicken. Die frühesten vom Menschen hinterlassenen Spuren auf dem Gemeindegebiet stammen von Pfahlbausiedlungen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit. Auch ein Gräberfeld aus der späten Bronzezeit wurde entdeckt. Vermutlich war der Ort unter den Kelten seit dem 4. Jahrhundert vor Christus besiedelt.
In der Römerzeit lag Vevey an der wichtigen Heerstrasse vom Grossen Sankt Bernhard entlang dem Ostufer des Genfersees nach Aventicum (Avenches). Ein Seitenzweig der Strasse führte nach Lausanne. An dieser Strassenverzweigung entwickelte sich ein kleines Städtchen, von dem archäologisch allerdings nur wenig bekannt ist. Auf römischen Strassenverzeichnissen war der Ort unter dem Namen Vibisco, auf der Peutingerschen Tafel als Vivisco aufgeführt. Weitere lateinische Namen waren Bibiscum und Viviacum. Der Ortsname stammt vom latinisierten Namen des keltischen Stamms der Vivisci ab.
Die nächste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen Bibiscon stammt aus dem 5. Jahrhundert und bezeugt auch in dieser Übergangszeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter sind die Bezeichnungen Viviscum (1011), Vivesium (1017), Vivois (1163), Vives (1177), Vivex (im 12. Jahrhundert) und Viveis (1225) überliefert.