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Das Urner Wappenbuch
Einen Grundstein zur Erforschung des Urner Wappenwesens haben Kanzleidirektor Friedrich Gisler und der Zeichenlehrer Emil Huber mit ihrem Urner Wappenbuch geleistet. In dem Katalog von heraldischen Wappendarstellungen sind 319 Wappen von 216 Geschlechtern abgebildet. Im Inhaltsverzeichnis hat Friedrich Gisler summarisch die Fundorte der Wappen angegeben. Betreffend Herkunft der Wappen lassen sich im Urner Wappenwesen drei Kategorien bilden:
- Die erste Kategorie umfasst die Wappen, welche mit Hilfe von besiegelten Urkunden eindeutig einer oder mehreren Personen zugewiesen werden können. Eine häufige Quelle bilden hier die Altgülten, welche vom Landammann oder Landschreiber besiegelt wurden.
- Die zweite Kategorie bilden diejenigen Wappen, welche zwar keiner Person, mit Bestimmtheit jedoch einer Urner Linie eines Geschlechtsnamens zugewiesen werden können. Als Vorlage dienten dabei vor allem die älteren Wappenbücher von Karl Franz Schmid (+ 1824) und Maximus Nell (+ 1878) sowie der Wappenrodel der Gesellschaft zum Straussen in Altdorf aus dem Jahre 1642. Weitere Hinweise lieferten historische Werke sowie private Quellen wie etwa Stammbäume, Hausmarken oder Ex Libris.
- Der Übergang zur dritten Kategorie ist fliessend. Hier wurden die Wappen von einer ausserkantonalen Linie übernommen oder mangels Wappen von irgendeinem Heraldiker konstruiert. In diese Kategorie fallen vor allem die Hintersässen und Heimatlosen, welchen gemäss Dekret vom 30. Juni 1856 das Urner Landrecht erteilt worden ist, und welche zum Teil im Urner Wappenbuch aufgeführt sind. Das Urner Wappenbuch ordnet die Familienwappen nicht einzelnen Personen, sondern den Familiennamen zu.
Rechtliches
In Uri besteht kein offizielles Wappenrecht. Das Urner Wappenbuch ist deshalb kein amtliches Register. Bei der Verwendung der Wappen sind jedoch urheberrechtliche Aspekte zu berücksichtigen.
Die Familienwappen aus dem Urner Wappenbuch können als Farbkopie in der Grösse A4 und A5 oder als JPG-Datei erworben werden. Die Wappen dürfen nur für den privaten Bereich verwendet werden. Für jede andere Verwendung ist eine Anfrage an das Staatsarchiv zu richten.
Mit nachfolgendem Link können Sie die einzelnen Wappen im Archivkatalog aufrufen:
Bestellung
Die Wappen sind am Schalter des Staatsarchivs erhältlich oder können telefonisch, via Bestellformular unten oder per E-Mail bestellt werden. Für die Bestellung teilen Sie uns bitte die folgenden Angaben mit:
- Name, Vorname, Postadresse
- Mail-Adresse (für digitale Dateien)
- Angabe des Wappens (Varianten: Bezeichnung Wappenbuch, z.B. Gisler 2)
- Anzahl
Ein Familienwappen (Farbkopie oder digitale Datei) kostet 10.- CHF zuzüglich Verpackungs- und Portogebühren. Beträge unter 20.- CHF begleichen Sie bitte mit Bargeld oder Briefmarken. Für Beträge über 20.- CHF stellen wir Ihnen eine Rechnung.
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