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Diese Replika der Bartolomeu Dias seglete 1988 auf der historischen Route von Portugal nach Südafrika. Links oben im Bild der Sonder Post Office Tree Sonderstempel.
Beim Besuch des schönen Museums in Mosselbay erwartet uns eine unerwartete Überraschung: Sandra Neli, eine österreichische Sopranistin gibt am kommenden Samstag ein Konzert hier in diesem Museum. Und just zur Zeit, wo wir das Museum besuchen, üben sie und eine südafrikanische Pianistin ihre schönen Lieder. Eine zauberhafte Stimmung breitet sich aus, die Karavelle des Barolomeu Dias strahlt in zusätzlichem Glanz. Diese Replika wurde aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums der grossen Entdeckerfahrt genau nach alten Unterlagen und Plänen nachgebaut. Dias war ein portugiesischer Kapitän und Navigator.
Diese Schiffe wurden von den Spaniern und Portugiesen im 14. bis 17. Jahrhundert als Handelsschiffe, zur Umsegelung der Kontinente und für Entdeckungsfahrten benutzt. Bartolomeus Dias ist eine genaue Replika dieser Schiffe. Sie wurde in der portugiesischen Werft Samuel es Filhos in der Nähe von Lissabon gebaut. Der Rumpf ist aus Fichte und Eiche hergestellt, er ist 23,5 m lang und 6,6 m breit. Das 25 Tonnen schwere Schiff ist mit zwei Lateinersegeln ausgerüstet. Es segelte auf der historischen Route des Bartolomeu Dias unter Kapitän Emilio de Sousa vom 8. November 1987 bis 3. Februar 1988 von Portugal nach Mosselbay. Es wurde anschliessend in das eigens dafür gebaute Museum gestellt.
Immer wieder, wenn wir solch prachtvolle Zeugen der Zeit sehen, verbreitet sich bei uns eine grosse die Ehrfurcht vor den kühnen Seefahrern aus alten Zeiten. Sie segelten ja mit ihren relativ kleinen Schiffen ins Ungewisse, genaue Karten gab es damals noch nicht, sie mussten erst gezeichnet werden.
Auf dem Museumsgelände steht auch ein gewaltiger Milkwood-Baum. Die Seefahrer in alten Zeiten hinterliessen hier in einem Schuh ihre Nachrichten, die dann von anderen Schiffen zu ihrem Bestimmungsort befördert wurden. So entstand das erste Postamt in Südafrika. Im Jahre 1652 errichtete die Niederländisch-Ostindische Kompanie hier ausserdem eine Versorgungssattion. Dieser Post Office Tree, also der Postbaum wurde zum Nationaldenkmal erklärt, Briefe, die heute hier eingeworfen werden, erhalten einen bei Philatelisten begehrten Sonderstempel.
Das Museum erzählt die Geschichte der Seefahrt. Ausser der Karavelle sind hier alte Karten, Fotos und Dokumente der ersten Forschungsreisen an die Südküste Afrikas ausgestellt. Skipper Ludwig kann sich stundenlang darin verweilen.
Die historische Route der Bartolomeu Dias von Portugal nach Südafrika.
Leider lassen die starken Winde ein Auslaufen nicht zu, wir sitzen wieder einmal fest. Eine ganze Anzahl von Yachties warten auf ein Wetterfenster. Eines Tages bläst es mit über 40 Knoten, die Wellen sind so hoch, dass sie weit über die Hafenmole spritzen. Alle Yachten beklagen zerrissene Leinen. Ein Motorbootrennen im Hafenbecken muss abgesagt werden. Auch als der Wind dreht, ist der Schwell im Hafen noch so gross, dass wir nicht aus dem Hafen herauskommen! So ist halt weiterhin Warten angesagt.
Lotti und Schorsch machen weite Spaziergänge in die nähere Umgebung. Schorsch, DL1GEO ist ja schon zum vierten Mal bei uns zu Gast. «Mir gefällt es, Ludwig, HB9CWA und Lotti dann und wann auf ihrer tollen Reise zu begleiten. Auf Amateurfunk habe ich gestern sogar ein CW-QSO mit HB9LAU getätigt!»
Der Skipper hängt an seinem Radio, lauscht den Wetterberichten und erörtert mit anderen Yachties die Wetterkarten und Wetterberichte. Wann wird es wohl weitergehen? Alle Yachties möchten gerne ihre Reise ums Kap fortsetzen. «We all are very glad, when we have rounded this bloody cape», bringt Ken von der Wings of Time die Stimmung der Yachties auf den Punkt. Alle sind froh, wenn sie dieses Kap der Stürme endlich hinter sich haben.