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Bittschrift an den Papst
Die Transkription lautet:
Randvermerk oben links: De contracto scienter et non consumato in quarto affinitatis (Zusammenfassung der Supplik in einer Art Kopfregest)
Datierungszeile: Datum Senis xij kalendas augusti anno ijo, C. de Regio (Siena, 21. Juli 1460)
Auf der Supplik lässt sich der Genehmigungsweg anhand der Randvermerke und der Signatur (fiat etc.) aufzeigen. Die Wörter fiat und Regens stammen nicht von der Schreiberhand, sondern wurden wahrscheinlich vom selbst bei der Genehmigung der Supplik gesetzt. Auch das Kurzregest des Supplikeninhalts «De ... affinitatis» sowie die Datumszeile wurden von einer anderen Hand gesetzt, sehr wahrscheinlich vom , einem kanonistisch geschulten Sachverständigen - quasi die «Rechtsabteilung» der Poenitentiarie. Original-Suppliken in lokalen Archiven sind im Gegensatz zu den Litterae der Poenitentiarie kaum überliefert. Diese Supplik wurde allen Anschein nach sola signatura bewilligt, d.h. die Poenitentiarie stellte keine zusätzliche Littera aus, sondern dem Bittsteller wurde die signierte, genehmigte Bittschrift ausgehändigt. Die Supplik genügte als Beweis für die päpstliche Gnade und erhielt somit selbst Rechtskraft.
Die restlichen Notierungen wie auch das falsch aufgelöste Datum 21.7.1502 sind nicht zeitgenössisch, sondern neuere Archivvermerke.