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Meine Porträtserie ist Teil eines Reportageprojekts zu den Kipsigis, an dem ich zusammen mit der Journalistin Anne-Marie Provost für die kanadische Zeitung Le Devoir gearbeitet habe. Ich hatte die Idee, Porträts von Personen zu machen, die sich mit ganzem Herzen dem Kampf für ihre Gemeinschaft und historische Gerechtigkeit widmen.
Nutzen Sie natürliches Licht zu Ihrem Vorteil
Wenn Sie mitten am Tag in Afrika oder an jedem anderen Ort fotografieren, steht die Sonne hoch am Himmel und ist sehr grell. Dieses von oben einfallende Licht sorgt für starke Kontraste und wenig schmeichelhafte Porträtaufnahmen. Deshalb bringe ich meine Motive, wenn möglich, nach drinnen. Statt auf direktes Sonnenlicht zu setzen, nutze ich lieber Licht, das durch ein Fenster fällt, um klassischere, malerischere Clair-obscur-Lichtverhältnisse zu schaffen.
Mir gefällt, wie dieses weichere und dennoch direkte Licht die Aspekte der Physiognomie, die Gesichtszüge einer Person sowohl enthüllt als auch verbirgt und so ein Mysterium schafft und eine Geschichte erzählt, die die Emotionalität des Bildes steigern kann.
Verwenden Sie ein Objektiv mit Festbrennweite
An meiner Alpha 7 IV ist meist das Sony Sonnar T* FE 55mm f/1.8 ZA oder das FE 35mm f/1.4 G Master montiert. Das 35-mm-Objektiv verwende ich für den Großteil meiner Reportagearbeit und das 55-mm-Objektiv für Porträt- und Detailaufnahmen. Mit einem Objektiv mit Festbrennweite anstelle eines Zoomobjektivs kann ich mir das Bild und meine Position in neuen Situationen besser vorstellen. Die empfundene Einschränkung sorgt für eine natürliche Nutzung der Ausrüstung und ermöglicht es mir, mich auf den Moment, das Gefühl, die Geschichte und die Menschen um mich herum zu konzentrieren.
Noch mehr Objektive oder eine schwerere oder größere Ausrüstung kann eine Barriere zwischen mir und den Menschen schaffen, die ich fotografieren möchte.
Nutzen Sie den kontinuierlichen Autofokus, um die Aufnahme neu auszurichten
Der Autofokus der Alpha 7 IV und aller anderen Sony Alpha Kameras ist selbst bei schwachem Licht sehr präzise und macht es unglaublich einfach, zu fotografieren und gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass sich die Augen des Gegenübers im Fokus befinden. Mithilfe der kontinuierlichen Fokussierung bleibt das Motiv im Fokus, sodass ich mich bewegen und darauf konzentrieren kann, wie das Licht auf das Gesicht fällt und die beste Bildkomposition zu finden.
Belichten Sie manuell, um überbelichtete Bereiche abzudunkeln
Seit ich zum ersten Mal eine Kamera in der Hand hielt, habe ich stets im vollständig manuellen Belichtungsmodus fotografiert. Mit der Zeit geschieht die Einstellung der Blendeneinstellung, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit komplett instinktiv und schnell.
In Clair-obscur-Situationen wie diesen, dunkle ich die hellsten Stellen des Bildes ab, um die überbelichteten Bereiche nicht in reines Weiß zu brennen, sondern Details und Textur überall beizubehalten. Bei Aufnahmen in Innenräumen wie diesen arbeite ich gerne mit einer Blende über f/5.6 und passe die übrigen Einstellungen entsprechend an. In einer gestellten Porträtsituation kann die Verschlusszeit relativ langsam sein, da keinerlei Bewegungsunschärfe durch Bewegungen des Motivs droht.
Verwenden Sie kein Stativ, sondern nutzen Sie SteadyShot
Für Fotojournalisten ist eine möglichst leichte Ausrüstung unterwegs unverzichtbar. Ich habe stets meine beiden Sony Alpha Kameras und ein Notebook dabei, aber kein Stativ oder sonst irgendetwas, um die Kamera stabil zu halten. Ich fotografiere oft in kleinen Innenräumen wie Zelten, in denen ein Stativ zu sperrig und nutzlos wäre. Ich kann mich darauf verlassen, dass die integrierte SteadyShot-Bildstabilisierung der Kamera eventuellen Verwacklungen der Kamera entgegenwirkt. Darüber hinaus kann ich darauf vertrauen, dass der Sensor meiner Sony Kamera mit hoher ISO-Empfindlichkeit arbeitet, ohne Abstriche bei Qualität und Detailgenauigkeit zu machen. Diese beiden Funktionen der Alpha 7 IV machen ein Stativ für mich überflüssig.
Die Geschichte steckt im Detail
Als ich die Bilder zum ersten Mal im Großformat ausgedruckt vor mir sah, war ich begeistert, welchen Detailreichtum sie in den Schatten zeigen und dass nichts in den überbelichteten Bereichen verloren gegangen ist. Die Größe der Drucke zeigten die Gesichter in Lebensgröße. Ich konnte alle Details wie Hautporen erkennen. Diese vom Sensor eingefangenen Details ließen die Porträtdrucke lebendig wirken und halfen, die Geschichten der abgebildeten Personen zu erzählen.