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Der junge Pianist Lucas Debargue, geboren 1990, fand auf recht ungewöhnliche Weise den Weg zum Erfolg: Zwar entdeckt er klassische Musik im Alter von 10 Jahren für sich, seine Leidenschaft und Neugierde nährte er aber vorerst durch verschiedene andere künstlerische und intellektuelle Erfahrungen, u. a. studierte er Literatur und Philosophie. Erst die Begegnung mit der berühmten Klavierlehrerin Rena Schereschewskaja brachte die entscheidende Kehrtwende: Dank ihrer Vision und Orientierungshilfe entschied sich der junge Debargue dazu, sein Leben ganz der Musik zu widmen. Als Künstler mit starker Integrität und kommunikativer Energie ist sein Klavierspiel durch Literatur, Malerei, Kino und Jazz inspiriert. Er entwickelt dabei sehr persönliche Interpretationen aus einem sorgfältig ausgewählten Repertoire. Dabei interessiert er sich auch für die Kompositionen weniger bekannter Komponisten, wie zum Bespiel Karol Szymanowski, Nikolai Medtner oder Miłosz Magin. Debargues künstlerischer Durchbruch erfolgte im Jahr 2015, bei seiner Teilnahme beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, wo er mit «unglaublichem Talent, künstlerischer Vision und kreativer Freiheit» beeindruckte und mit dem begehrten Kritiker-Preis (Prize of Moscow Music Critics‘ Association) ausgezeichnet wurde.