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Aus eingescannter Inventarkarte erzeugtes Objekt des Münzkabinettes
Dm. 1,71 cm, Gewicht 3,472 g
Inv. 1992/25.Inv. 191.
Auf dem Münsterhügel wurden mehr als 50, der in keltischer Tradition stehenden, sog. TURONOS-CANTORIX-Münzen gefunden. Mehrheitlich liegen zwei, in münztechnischer und metallurgischer Hinsicht völlig unterschiedliche, Varianten vor. Die Münzen der einen Variante sind, wie die abgebildeten, aus Bronze und im Gussverfahren hergestellt (sog. Potinmünzen), die Münzen der anderen Variante aus Kupferschrötlingen mit geprägten Münzbildern und Umschriften. Gemeinsam ist Ihnen auf der Vorderseite die Darstellung eines Kopfes nach links mit der Umschrift TURONOS und auf der Rückseite diejenige eines Pferdes mit der Umschrift CANTORIX.
Die Hauptumlaufzeit der Münzen scheint im 3. und 2. Jahrzehnt v. Chr,. also in der frühen Regierungszeit des Kaiser Augustus zu liegen. In rein spätkeltischen Fundzusammenhängen fehlen sie bislang. Hauptsächlich verbreitet sind sie, im Gebiet der Sequaner, in der Franche-Comté und im westlichen Jura. Noch offen ist, ob die Münzen mit gallischen Hilfstruppen auf den Münsterhügel Basel gelangten, oder ob das Gebiet der Sequaner zu den Versorgungsgebieten der römischen Truppen gehörte und sie ein Hinweis auf Handelsbeziehungen sein könnten.