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Im Nordosten des heutigen Ortes Cheseaux-sur-Lausanne wurde im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. ein römischer Gutshof erbaut.
Vom Herrenhaus der Villa Rustica wurden zwei grosse Räume im Osten, ein Korridor und ein Porticus ergraben.
Vom Aufbau des Badegebäudes ist nur folgendes bekannt: In einigen Räumen wurden Hypocaustheizungen gefunden zudem bestand mindestens ein Bassin. Drei Mosaikböden wurden ebenfalls entdeckt. Einer ist offensichtlich heute noch erhalten (wo?). An weiteren Ausstattungen ist folgendes bekannt: Fragmente von Juramarmorplatten, zwei Säulen, eine Bleiröhre und ein Sperrhahn. Wenige Reste der Malerei waren pompejanischrot, ockergelb und grün grundiert. In der Sockelzone waren Riedgrasbüschel Motive.
Der Gutshof wurde mindestens bis ins frühe 3. Jahrhundert benutzt.
Die oben erwähnten Erkenntnisse scheinen aus Ausgrabungen der Jahre 1878 und 1893 zu stammen. Vermutlich Ende der Neunziger Jahre musste wegen einer geplanten Umfahrungsstrasse im Norden von Cheseaux eine Notgrabung stattfinden. Dabei wurde offensichtlich eine Werkstätte zur Metallverarbeitung untersucht.
Als Fundorte für die Villa sind mir die Flurnamen "Montagny" und "Cologny" (Gemeinde Cheseaux) und "Le Buy" (Gemeinde Morrens) bekannt. Letzterer ist auf keiner Landkarte eingezeichnet. Damit könnte sich die Gutshofanlage ungefähr bei den Koordinaten 536 640/160 160 befunden haben. Wobei das Herrenhaus vermutlich etwas erhöht östlich davon war.
Heute ist nichts mehr vom Gutshof zu sehen.
Kurzbeschreibung:
|Was||ja/nein||Bemerkung|
|Im Gelände Sichtbar||Nein|
|Informationstafel||Nein|
|- mit Detailinformationen||-|
|- mit Skizze(n)||-|
|Beschilderung||Nein|
|Schutzbau||-|
|Immer zugänglich||Ja|
|Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung||Nein|
|Weiteres|