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Alle wesentlichen sekundären oder erlernten Motive wirken aus dem Innern des Menschen und treiben ihn an, in der Aussenwelt so zu handeln, dass die entsprechenden Bedürfnisse befriedigt werden. Jeder Mensch verfügt über ein Energiepotential und eine Anzahl von Grundmotiven. Man stelle sich einen Fluss vor, der mit einer Reihe von Kraftwerken genutzt wird. Das strömende Wasser stellt die Energie dar, die Turbinen entsprechen verschiedenen Motiven. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Stromerzeugung planen und regeln – das gilt auch für die Kraft einer Handlung. Die Stärke des Flusses und das Strömen der Energie hängen aber von anderen Faktoren ab. Gleich ist bei allen Menschen, dass sie für ihre stärksten Motive alle verfügbare Energie einsetzen. Wie und wann welche Motive angeregt werden, hängt von der Situation ab. So unterscheiden sich Personen und Handlungen.
Im Arbeitsleben wird der Begriff „Motivation“ dazu benutzt, um das Verhalten und die Produktivität von Mitarbeitern und Vorgesetzten einzuschätzen. Eine Person ist motiviert, wenn sie das tut was von ihr erwartet wird oder wenn sie die Erwartungen übertrifft. Nun, das ist eine starke Vereinfachung und kann leicht in die Irre führen. Ob sich ein Motiv in Handeln niederschlägt, hängt immer von der aktuellen Situation ab. Die Ziele eines Unternehmens und die Motive der Vorgesetzten spielen dabei eine wichtige Rolle.