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Aus welchen planerischen und architektonischen Fragmenten setzt sich der heutige Bahnhof Luzern zusammen? Eine kurze Reise durch die Etappen seiner Baugeschichte.
Am 5. Februar 1971 um 9.03 Uhr blieben im Bahnhof Luzern die Uhren stehen, als ein gewaltiges Feuer die Gebäudemauern verschlang und die Hauptkuppel einstürzen liess. «Um den Luzernern den Abschied vom liebgewonnenen Stadtbild zu erleichtern, liess man den grossen Bogen über dem Hauptportal wie eine Kulisse stehen», schrieb die ‹Schweizer Illustrierte›. Es solle ein Wettbewerb für einen Neubau geben, um «das alte Postulat zur Umwandlung des Sackbahnhofs in einen modernen Durchgangsbahnhof» verwirklichen zu können. ###Media_1### ###Media_2### Die Zufahrten, Perrons und Abstellgleise hatten Ende des 19. Jahrhunderts ihre definitive Lage gefunden. Der Bahnhof mit der markanten Kuppel wurde 1896 eingeweiht, kurz nach der Jahrhundertwende setzte man 1907 auf das Portal. In den Zwanzigerjahren wurde das Bahnhofsgebäude für die Post symmetrisch ausgebaut. Daneben war bereits 1901 für das Eidgenössische Schützenfest eine Festhalle entstanden, die anschliessend als provisorisches Kriegs- und Friedensmuseum diente. Dieses ersetzte der Architekt Armin Meili 1936 mit dem Kunst- und Kongresshaus. Dahinter endete die Stadt. Der ‹eiserne Gürtel› der Bahn, der schwierige Baugrund und die Industrieanlagen mit Hafen und Bahn behinderten die Stadtentwicklung.
Schon in den 1950er-Jahren führten SBB und PTT erste Gespräche über den Ausbau des Bahnhofs. Auch die ersten Pläne für einen Tiefbahnhof gehen auf diese Zeit zurück. Die Bahn hatte zu wenige und zu kurze Perrons, die technischen Anlagen waren veraltet, die Post im Ostflügel platzte aus allen Nähten. Ein Jahr vor dem Brand lag ein Ausbauprojekt vor. Nach dem Brand nahmen die Stadt, der Kanton Luzern, die SBB und die PTT die Neuordnung des Bahnhofgebiets gemeinsam an die Hand.
1975/76 fand der Ideenwettbewerb ‹Bahnhofgebiet Luzern› statt, 1978/79 der zweistufige Projektwettbewerb. Mit dem Entwurf ‹Reuss› gewann...