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Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea will ihre politischen Ziele für 2024 bei einer Jahresendsitzung der herrschenden Arbeiterpartei verabschieden. Unter Beteiligung von Machthaber Kim Jong Un wolle sich das Zentralkomitee mit der staatlichen Politik des ablaufenden Jahres und «der Orientierung des Kampfes für 2024» befassen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Mittwoch. Zum Auftakt der mehrtägigen Konferenz am Dienstag habe Kim 2023 als «Jahr eines grossen Wandels und grosser Veränderung» bezeichnet.
Das weithin abgeschottete Land unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen. Kim beschrieb unter anderem die Verankerung der Politik der atomaren Aufrüstung in der sozialistischen Verfassung im September als grosse politische Errungenschaft. Damit habe sich Nordkorea in die «Position einer Militärmacht» festgesetzt, wurde er zitiert.
Beobachter in Südkorea gehen davon aus, dass Kim bei der jetzigen Sitzung seine scharfe Rhetorik gegen die Regierungen in Seoul und Washington beibehalten und die nuklearen Aufrüstungsziele bestärken wird.
Kims militärische Ambitionen
Kim hatte vor einem Jahr bei einer Komiteesitzung den Ausbau der militärischen Schlagkraft seines Landes als Ziel ausgegeben. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seitdem weiter verschärft. Nach einer beispiellosen Raketentestserie im vorigen Jahr hat Nordkorea auch in diesem Jahr wieder atomwaffenfähige Raketen einschliesslich Interkontinentalraketen erprobt.
Die USA und ihr Verbündeter Südkorea, die Nordkorea als Feinde sieht, bauten gleichzeitig ihre gemeinsamen Militärübungen aus. In den vergangenen Jahren ersetzte Kim seine zuvor übliche Neujahrsansprache durch eine Rede bei der Komiteesitzung. Das Zentralkomitee gehört zu den Führungsgremien der Partei, deren Chef Kim ist.