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Reisekarten der Schweiz Von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert
Eine Schweiz ohne Landeskarte, das wäre wie eine Schweiz ohne Berge und Banken, Uhren und Schokolade, Postautos und Alpenclub. Die von Hans-Uli Feldmann geleitete Zeitschrift «Cartographica Helvetica» widmet sich in ihrer jüngsten Ausgabe den Reisekarten der Schweiz. Erst am Ende des 15. Jahrhunderts lagen die ersten Pilgerkarten mit geografisch richtiger Orientierung vor; das Heilige Jahr 1500 und das mit ihm verbundene Bedürfnis zu einer Reise nach Rom förderte die Herausgabe solcher Karten in Mitteleuropa, und dabei bildete die Schweiz ein wichtiges Durchgangsland. Zur gleichen Zeit entstanden die ersten Landstrassenkarten. 100 Jahre später sorgten die Postroutenkarten für die schnellste Beförderung auf der sichersten Route - sie waren fast so etwas wie ein analoges Navigationsgerät. Der aufkommende Fremdenverkehr in der Schweiz ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlangte nach anderen Karten, auf denen Orte wie die Tellkapelle zu sehen waren. Mit dem 1863 gegründeten SAC wurden in der Schweiz erste institutionalisierte Wanderkarten herausgegeben. Den Schluss dieses vorzüglichen Heftes bildet die Geschichte der Skitourenkarten von 1912 bis 2013- eine farbige Sache mit und ohne weisse Unterlage.