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Behindertensportler des Jahres ist Luca Tavasci
An der Bündner Sportnacht in Chur ist Langläufer Luca Tavasci aus Samedan als Behindertensportler des Jahres geehrt worden.
Luca Tavasci ist von einer Fachjury an der Bündner Sportnacht im GKB-Auditorium in Chur zum Behindertensportler des Jahres ausgerufen worden. Der 24-Jährige aus aus Samedan hat 2010 begonnen, Mountainbike zu fahren. Danach ging es Schlag auf Schlag. Tavasci fährt nach wie vor auf dem Bike, er joggt, doch vor allem widmet er sich dem Langlaufsport. Im Trainingsstützpunkt Engadin-Nordic tätigte er schnell Fortschritte – zuerst in der Skatingtechnik, später auch in der klassischen Technik. 2016 wurde Tavasci von Plusport aufgenommen.
Erfolgreich den Krebs bekämpft
Wettkampfmässig bestreitet der 24-Jährige internationale Wettkämpfe des IPC (International Paralympic Committee). Im vergangenen Winter resultierten im Weltcup die Ränge 16, 22 und 23. Höhepunkt für Tavasci, dessen Behinderung eine Aplasie (Nichtausbildung eines Organes) seiner linken Hand ist, waren in Pyeongchang die Paralympic Winter Games. Sein Bestresultat in Südkorea gelang dem Engadiner im Sprint KL mit Platz 11. Ferner klassierte er sich in den Rängen 14 (20 km) und 16 (10 km). Diese Leistungen sind allein deshalb bemerkenswert, weil Tavasci vor sechs Jahren an Lymphdrüsen-Krebs erkrankte. Tavasci gewann den Kampf. Seit 2017, fünf Jahre nach Schluss der Chemotherapie, gilt er als geheilt.
Der mit 5000 Franken dotierte Siegercheck für den Behindertensportler des Jahres dürfte Tavascis Karriere weiteren Schwung verleihen.