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RAAM

Gerhard Gulewicz verpasst Sieg beim RAAM - Jure Robic mit Rekordsieg Nr. 5
|19.06.2010|

Race Across America (RAAM) 2010

Autor: Jörg Schröder (Links2003)
Annapolis, 19.06.2010 – Jure Robic hat zum fünften Mal das RAAM gewonnen und damit den ersten Sieg des Österreichers Gerhard Gulewicz verhindert in der Königsdisziplin, der Wertung der Solisten. Bei den 8er-Teams gewann wie im Vorjahr das Team Type 1. Einen Blick auf die Fahrer und Teams, die bereits das Rennen beendet haben, werfen wir in diesem Bericht, das Renngeschehen begleiten wir natürlich weiterhin in unserem LiVE-Ticker.
Slowene mit Rekordsieg
Jure Robic ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat zum mittlerweile fünften Mal das Race Across America gewonnen, was einen neuen Rekord darstellt. Nachdem der Slowene im vergangenen Jahr bis zum Schluss mit dem Schweizer Dani Wyss um den Sieg kämpfen musste, den am Ende der Schweizer davontragen konnte, hatte er in diesem Jahr die Weichen früh auf Sieg gestellt. In den Bergen der Rocky Mountains setzte er sich bereits vorentscheidend von den Konkurrenten ab und siegte so nach 4835 Kilometern in einer Zeit von 9 Tagen, 1 Stunde und 1 Minute. Damit verpasste er das Ziel aller Fahrer, das härteste Rennen der Welt unter 9 Tagen zu absolvieren. Von der Westküste der USA bis zur Ostküste geht es dabei durch Wüsten mit Temperaturen um 40 Grad, durch die Rocky Mountains und durch karge Landschaften mit endlos erscheinenden geraden Straßen. In diesem Jahr kamen zudem noch starke Unwetter dazu, die sogar einige Bäche über die Ufer treten ließen, sodass Straßen unpassierbar waren. All das konnte jedoch Jure Robic nicht stoppen.
Gerhard Gulewicz muss weiter auf seinen ersten Sieg warten
Sein ärgster Konkurrent war lange Zeit der Österreicher Gerhard Gulewicz, der 2007 (Dritter) und 2009 (Zweiter) bereits auf dem Podest des RAAM gestanden hatte. Der 43-Jährige ist der einzige aus dem Kreis der Fahrer, die zwar das Rennen bereits unter 9 Tagen absolvierten, es aber noch nicht gewinnen konnten. Folglich war es das ganz große Ziel des Bad Ischlerers, in diesem Jahr zu siegen. Im Verlauf des Rennens konnte der Vorjahreszweite jedoch nicht die erhoffte Verfolgung starten, sondern musste weiter an Rückstand hinnehmen. Als dann irgendwann klar wurde, dass der Sieg nicht mehr in Reichweite war, kamen zu den mittlerweile argen körperlichen Beschwerden auch ein paar Motivationsprobleme. Am Ende konnte er sich zusammen mit seiner Crew – ohne eine gute Mannschaft im Rücken kann kein Fahrer das RAAM meistern – wieder aufraffen und den ausgezeichneten zweiten Platz absichern. In 9d 12h 51m schaffte er es vom Start in Oceanside am 9. Juni bis ins Ziel in Annapolis.
Podestplätze und Titel „Rookie of the Year“ bei den Herren vergeben
Erst drei Solisten haben das Rennen beendet. Der Australier Matthew Warner-Smith schaffte gleich bei seiner ersten Teilnahme am RAAM den Sprung aufs Podest und sicherte sich damit auch den begehrten Titel „Rookie of the Year“, den lange auch der Schweizer Thomas Strebel angestrebt hatte. Der Eidgenosse liegt aktuell auf Rang fünf und kämpft trotz starker Knieprobleme noch darum das Rennen beenden zu können. Die deutschen Einzelstarter haben die volle Strecke noch nicht meistern können, werden auch erst morgen erwartet.
Einige Teams schon in Annapolis angekommen
Das richtig schlechte Wetter sorgte dafür, dass in diesem Jahr die Siegerzeiten deutlich langsamer sind und somit wohl einige von den langsameren Startern Probleme mit dem Zeitlimit bekommen werden.
Das war jedoch für die schnellsten Mannschaften kein Problem, von denen schon einige im Ziel angekommen sind, obwohl diese erst am 12. Juni auf die Strecke gelassen wurden. Das Type 1 gewann wie im Vorjahr die Wertung der Achter-Teams, gleich bei der ersten Teilnahme geht der Sieg in der 4er-Wertung an Bandwidth.com, Inc. Die deutschsprachigen Teams sind alle noch auf der Strecke. Im LiVE-Ticker, der schon seit dem 8. Juni auf Sendung ist, halten wir euch darüber natürlich weiterhin auf dem Laufenden und bringen zu ihnen so viele Informationen wie eben möglich.
Die aktuellen Endergebnisse aktualisieren wir laufend, im LiVE-Ticker sind auch die aktuellen Zwischenstände stets zu finden.
-> Zum Resultat
-> Bericht während des Rennens: Gerhard Gulewicz beim RAAM 2010 auf Podestkurs - eine Zwischenbilanz

|19.06.2010|
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