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Auf den Schweizer Bauernhöfen werden über 1,5 Millionen Schweine gehalten. Schweinefleisch ist das beliebteste Fleisch von Herr und Frau Schweizer und die Schweinemast ist nach Milchproduktion und Pflanzenbau der drittwichtigste Produktionszweig der Schweizer Landwirtschaft.
Es gibt verschiedene Arten von Betrieben mit Schweinehaltung. Die einen haben sich ausschliesslich auf die Zucht spezialisiert, andere vorwiegend auf die Mast, und wieder andere betreiben Zucht und Mast miteinander. Zu den gewerblichen Mastbetrieben kommen Bauernbetriebe mit Schweinehaltung als einem von mehreren Betriebszweigen: Knapp die Hälfte der Schweine leben auf Betrieben mit weniger als 50 Tieren. Aus wirtschaftlichen Überlegungen nimmt der Anteil an Betrieben mit mehr als 200 Tieren stetig zu. Einer industriellen Schweinemast sind vom Bund her aber enge Grenzen gesetzt: Auf einem Betrieb dürfen nur Ställe für höchsten 1'500 Mastschweine gebaut werden. Das Gewässerschutzgesetz, das Umweltschutzgesetz und das Tierschutzgesetz tragen ferner dazu bei, dass die Schweine artgerecht gehalten werden.
Seit ein paar Jahren werden Schweine vereinzelt auch im Freiland gehalten. Sie leben sowohl im Sommer wie im Winter im Freien. Als Schutz gegen Nässe und Kälte stellen die Schweinehalter ihren Tieren Hütten mit ausreichend Stroh zur Verfügung. Da die Schweine gerne in der Erde wühlen, verwandeln sich solche Freilandgehege in nassen Jahren nach kurzer Zeit zu richtigen Morastfeldern.