Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/276

Lebenslauf
14.04.1898: geboren in Rorschach; Jugendzeit in Wil/SG; Matura in St. Gallen, Studium des Rechts und der Nationalökonomie an den Universitäten Zürich, Berlin und Bern
1924: Promotion in Zürich
1926: Associated Professor an der Harvard Law School, Harvard/Mass., USA
1932: Wahl zum ordentlichen Professor für Privat- und Handelsrecht an die Handelshochschule St. Gallen
1938: Rektor daselbst
1944: Ruf als Professor die ETH Zürich
21.4.1980: gestorben in Zürich
Als Rektor der (damaligen städtischen) Handelshochschule St. Gallen förderte er mit grossem Einsatz den Ausbau zur Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (HSG) und stärkte deren Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus. Auch nach der Wahl an die ETH Zürich blieb er St. Gallen als Präsident des Schweizerischen Instituts für Wirtschaftsstruktur und Marktforschung an der HSG verbunden. Nach seiner Pensionierung an der ETHZ wirkte er noch für zwei Jahre als Professeur invité der Faculté de droit an der Universität Genf.
Walther Hug hat zu Lebzeiten die „Professor Walther Hug Stiftung zur Förderung der rechtswissenschaftlichen Forschung“ ins Leben gerufen und vermachte ihr nach seinem Tode praktisch das gesamte Vermögen. Er war stets bestrebt, die rechtswissenschaftliche Forschung zu fördern und für die Praxis fruchtbar zu machen. Dazu wollte er über seinen Tod hinaus beitragen, indem hervorragende Leistungen besonders anerkannt werden sollten. Er schuf dafür den „Walther Hug Preis“, für den die Mittel der Stiftung „in erster Linie“ verwendet werden sollen. Sodann bestimmte er, dass jährlich „Professor Walther Hug Preise“ zu vergeben sind, um Verfasserinnen und Verfasser der besten Dissertationen aus den verschiedensten schweizerischen rechtswissenschaftlichen Forschungsgebieten auszuzeichnen.