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Aufgrund der Neugestaltung des Rheinufers wurden im Bereich des alten Rheinhafens St. Johann 2010 grossflächige archäologische Untersuchungen notwendig. Dabei kam in einem ansonsten grossflächig modern gestörten Bereich nördlich der jüngerlatènezeitlichen Siedlung Basel-Gasfabrik ein fast vollständig erhaltenes, frühlatènezeitliches Grab zum Vorschein. Der in gestreckter Rückenlage bestattete Mann trug am rechten Arm einen Armring aus Eisen. Auf seiner rechten Seite lagen ein Schwert, eine Lanzenspitze und eine Fibel. Sowohl die Form des Ortbandes als auch der Fibel aus Buntmetall zeigen, dass hier ein Grab aus der Frühlatènezeit (vermutlich LT B2) vorliegt. Das Waffenensemble wurde – wie auch zusätzlich der eiserne Armring – als Block geborgen, um die Objekte ohne Zeitdruck freilegen und untersuchen zu können. Bereits die erste Phase der Freilegung hat dabei gezeigt, dass sich an allen Objekten verschiedene organische Reste (u. a. Hinweise auf verschiedene Textilien) erhalten haben.
Die zweite Phase der Freilegung und Konservierung soll unter den optimalen Bedingungen des im Frühjahr 2019 eingerichteten neuen Konservierungslabors der Archäologischen Bodenforschung Basel-Stadt stattfinden. Eine Auswertung und die Publikation der Ergebnisse ist geplant.
Das Grab liegt ca. 100 m entfernt vom Gräberfeld A, das zur jüngerlatènezeitlich datierten Siedlung Basel-Gasfabrik gehört. Es ist bisher der einzige Hinweis auf frühlatènezeitliche Aktivitäten im weiteren Bereich der Siedlung Basel-Gasfabrik und ausserdem das einzige Grab dieser Zeitstellung mit Waffenbeigaben im ganzen Kantonsgebiet.