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Im Unterschied zu den beiden vorangegangenen Bänden der Almanach-Reihe Phaïcon, die der französichen und der deutschen Phantastik gewidmet waren, hat diese fünfte Folge kein Zentralthema, sondern vereint Essays zu höchst unterschiedlichen Autoren und Aspekten des Phantastischen und exemplarische phantastische Erzählungen älterer und neuerer Autoren. Bei seiner Auswahl liess der Herausgeber davon leiten, im deutschen Sprachraum möglichst unbekannte, aber literarisch anspruchsvolle Texte auszuwählen. Zum Teil überhaupt erstmals in deutscher Übersetzung sind so vertreten: Marcel Béalu, einer der französischen Meister der phantastischen Literatur, mit der Erzählung "Der Schutzengel" und Ferdinand Bordewijk, einer der bedeutensten niederländischen Erzähler des Genres, mit "Quaevis?". Kein Neuling in Phaïcon ist Jörg Krichbaum. Er ist mit einer neuen Erzählung "Der Kopf des Aspiranten" zu finden. Eine echte "Ausgrabung" ist der zu Unrecht vergessene ostpreussische Erzähler Johannes Richard zur Megede.
In den theoretischen Beiträgen werden die Rolle der Frau in der phantastischen Literatur, Tania Blixen, Leo Perutz, Alexander Lernet-Holenia und Boris Vian diskutiert. Unter den Autoren befindet sich neben Literaturwissenschaftlern auch Brigitte Kronauer, die sich als Erzählerin zunehmend einen Namen macht.