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Dirigent
Jun Märkl erhielt seinen ersten Unterricht von seinen Eltern, einem Geiger und einer Pianistin. Er studierte an der Musikhochschule Hannover Klavier, Violine und Orchesterleitung und setzte seine Studien u. a. an der University of Michigan bei Sergiu Celibidache fort. 1986 gewann er den Dirigentenwettbewerb des Deutschen Musikrates, 1987 erhielt er ein Stipendium des Boston Symphony Orchestra, um bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa in Tanglewood zu studieren.
Nach Engagements in Luzern, Bern und Darmstadt war er von 1991 bis 1994 GMD des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken und zwischen 1994 und 2000 als Operndirektor und GMD am Nationaltheater Mannheim tätig. Sein erfolgreiches Debüt an der Wiener Staatsoper 1993 mit Tosca verhalf ihm zu internationalem Ansehen. Seither dirigiert er u. a. im Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York, der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, in San Francisco und am New National Theatre Tokyo.
In den letzten Jahren arbeitete er u.a. mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, Rotterdam Symphony, den Münchner Philharmonikern, den Rundfunksinfonieorchestern in Hamburg, Stuttgart und Berlin sowie den Symphonieorchestern von Chicago, Boston, Philadelphia, Montreal, Melbourne, Helsinki, Oslo und Stockholm. Von 2005 bis 2011 war Jun Märkl Directeur Musical des Orchestre national de Lyon, von 2007-2012 war er Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig. Neben der Arbeit mit dem Orchester des Pacific Music Festival in Sapporo, einem Orchester von jungen Musikern aus 40 Ländern, gestaltete er mit dem MDR Sinfonieorchester und dem Jugendsinfonieorchester Leipzig mehrere vielbeachtete Konzerte.
Zahlreiche CD-Einspielungen produzierte er für EXTON Records, EMI, Capriccio, Altus und Naxos. Insbesondere seine Einspielungen der kompletten Werke für Orchester von Claude Debussy errangen internationale Anerkennung.
Jun Märkl ist seit 1998 regelmässiger Gastdirgent beim bso. Zuletzt führte er im Januar 2017 in Bern gemeinsam mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig Mendelssohns «Lobgesang auf.