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Mit Betroffenheit hat die Forschungsgruppe der DDS erfahren, dass Prof. Dr. em. Jean-Claude Favez kürzlich nach langer Krankheit verstorben ist. Jean-Claude Favez wirkte von 1969 bis 2000 als Professor an der Universität Genf und ist Autor zahlreicher Publikationen, namentlich zur schweizerischen Aussenpolitik, zur Haltung des IKRK gegenüber der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und zu anderen Aspekten der Zeitgeschichte.
Seine intellektuelle Grosszügigkeit hat unzählige neue historische Forschungsarbeiten inspiriert. Er präsidierte insbesondere das Komitee für die (1983 publizierte) «Geschichte der Schweiz und der Schweizer» und das Expertenkomitee für das 1995 lancierte Nationale Forschungsprogramm «Grundlagen und Möglichkeiten der schweizerischen Aussenpolitik» (NFP 42).
Nachdem er die Forschung zu den Bänden 10 und 11 der DDS zu den Jahren 1930-1936 geleitet hatte, präsidierte er von 1992 bis 2005 die Kommission für die Veröffentlichung Diplomatischer Dokumente der Schweiz. 1997 regte er ebenfalls den Beginn der zweiten Serie und die Entwicklung der Online-Datenbank Dodis an. Die DDS sind Professor Jean-Claude Favez für dessen grundlegenden und unentbehrlichen Beiträge zur Entwicklung des Projekts zu tiefem Dank verpflichtet.