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Wer sind wir?
Die SAGA ist die Vereinigung der Schweizer Segelflugpilotinnen und -Piloten, die sich dem wettkampfmässigen Kunstflug verschrieben haben. Wir sind als
Segelfluggruppe Mitglied des Schweizer Segelflugverbands SFVS und dem Aero Club Zürich angeschlossen. Innerhalb des
Segelflugverbands ist die SAGA das "Competence Center" für den Kunstflug.
Wichtigste Aufgabe der SAGA ist es, allen interessierten Piloten Kunstflugtraining und Wettbewerbsteilnahme auch ohne eigenes Flugzeug zu ermöglichen. Dafür besitzen
wir zwei kunstflugtaugliche Segelflugzeuge, darunter den einzigen voll-kunstflugfähigen Doppelsitzer vom Typ
MDM-1 Fox in der Schweiz.
Was ist eigentlich Segelkunstflug?
Auch ohne Motor können eine Vielzahl von Kunstflugmanövern ausgeführt werden, indem der Pilot die Höhe (potenzielle Energie) und die Geschwindigkeit
(kinetische Energie) seines Flugzeugs ausnutzt. Die "Kunst" dabei besteht darin, mit der verfügbaren Energie möglichst effizient umzugehen und das Flugzeug in allen
Lagen möglichst präzise und elegant zu steuern.
Genau wie die Motorkunstflieger kennen wir im
Segelkunstflug eine Reihe von Grundfiguren wie z.B. Looping,
Renversement und Rolle. Diese Basisfiguren können zu komplexeren
Figuren kombiniert werden und eine festgelegte Abfolge von Figuren
bilden ein Kunstflugprogramm. Im Wettbewerbskunstflug fliegt der Pilot
entweder ein Pflichtprogramm oder eine Kür, die er nach bestimmten
Kriterien selbst konzipiert hat, vor einem Gremium von Punktrichtern,
die für jede Figur Noten vergeben. Alle irgendwie fliegbaren
Kunstflugfiguren sind in einem Katalog erfasst und haben einen
Koeffizienten entsprechend der Schwierigkeit der Figur. Die Wertung im
Wettkampf entsteht durch Multiplikation der Koeffizienten mit den
Durchschnittsnoten der Punktrichter.
Dieser Wettkampf läuft nach einem strengen, international normierten Reglement ab, wobei Sicherheit oberstes Gebot ist.
Das Video
von einem Trainingsflug des Unlimited-Weltmeisters 2012 und 2014,
Maciej Pospieszyński vermittelt einen Eindruck davon, welche enorme
körperliche Leistung ein Spitzenpilot dabei erbringen muss.
Im Gegensatz dazu kennt wohl jeder die
Kunstflugvorführungen, die bei Flugschauen gezeigt werden. Hier kommt es
nicht darauf an, möglichst exakt nach strengen Regeln zu fliegen,
vielmehr wird versucht, den Zuschauern ein möglichst sensationelles
Spektakel zu bieten.
Solange es nicht allein darum geht, wer die
waghalsigsten Stunts riskiert, ist auch vom Standpunkt der Sicherheit
nichts dagegen einzuwenden. Wirkliche Spitzenkönner des Motorkunstflugs
fliegen Freestyle-Programme, bei denen man glauben möchte, die Gesetze
der Flugmechanik wären aufgehoben.
Ohne Motor sind solche Kunststücke nur in engen Grenzen
möglich. Deshalb liegt bei einem Schauprogramm im Segelkunstflug die
Betonung auf Eleganz und Harmonie. Das lautlose Gleiten, mit Rauch und
Musikbegleitung, gekonnt vorgeflogen, ist ein einmaliger ästhetischer
Genuss. Dazu gibt es ein sehenswertes Video, in dem der siebenfache Weltmeister Jurek Makula sein Showprogramm
vorfliegt.
Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie wir in der SAGA Kunstflug trainieren, möge sich das
Video von SAGA-Mitglied Georg Wilckens anschauen das bei unserem Training 2011 in Lodrino entstand.
Ergebnisse von internationalen Kunstflugmeisterschaften
Wer die Ergebnisse von internationalen Meisterschaften, Motor- und Segelkunstflug, seit 2008 sucht, die finden sich auf der
Results-Seite der FAI-Kunstflugkommission CIVA.
News
Kunstflugkurs Hausen 2016
Der Segelflugverband der Schweiz (SFVS) hat die SAGA beauftragt, 2016 wieder einen Segelkunstflug-Breitenförderungskurs zu organisieren. Der Kurs wird
vom 21. bis 27. August auf dem Flugplatz Hausen (LSZN) abgehalten. Dort wird neben der Kunstflugausbildung gemäss EASA FCL.800 auch die Möglichkeit geboten,
bisherige Schweizer Kunstfluglizenzen auf den höheren Kunstflug zu erweitern. Als Neuerung bietet die SAGA ein Sicherheitstraining für Segelflieger an, welche
nicht an einer vollen Kunstflugausbildung interessiert sind, die aber lernen möchten, wie sich ein Segelflugzeug in extremen Fluglagen verhält und wie man aus
derartigen Situationen unbeschadet wieder herauskommt.
Die Ausschreibung wurde an alle Segelfluggruppen verteilt und kann unter
diesem Link abgerufen werden.
CIVA-Vollversammlung 2015
Die diesjährige Vollversammlung der internationalen Kunstflugkommission CIVA fand am 24./25. Oktober in Budapest statt.
Dort wurde die weitreichendste Änderung des Wettbewerbsformats seit vielen Jahren beschlossen: Künftig gibt es keine Bekannte Pflicht mehr und die bisherige
Kür wird durch eine "Free Known" ersetzt. Die Free Known ist ein Kürprogramm von zehn Figuren, bei dem fünf Figuren vorgegeben sind, um die herum
der Wettberwerber seine Kür bauen muss. Alle sonstigen Regeln für die Kür (K-Faktoren, Reichhaltigkeit) bleiben bestehen. Da die Pflichtfiguren jedes
Jahr neu ausgewählt werden, muss also jeder seine Kür jährlich neu konstruieren.
Die Reihenfolge der Programme ab kommendes Jahr ist somit: Free Known, erste Unbekannte Pflicht, Free Unknown, zweite, dritte und vierte Unbekannte Pflicht.
Hier der detaillierte Bericht mit den Pflichtfiguren für 2016:
Schweizermeisterschaft 2015
Trotz minimaler Teilnehmerzahl waren die diesjährigen Schweizermeisterschaften ein voller Erfolg. Das ist in erster Linie den Kollegen von der
SG Bad Ragaz und ihrem OK unter Führung von Kathrin Stäubli zu verdanken. Sie haben eine super Meisterschaft organisiert und durchgezogen von der wir alle
begeistert waren. Dank des guten Wetters konnte Wettbewerbsleiter Stefan Heldstab in allen Kategorien je sechs Programme fliegen lassen, so dass die Resultate bestimmt
kein Zufall sind.
Das bewährte Punktrichterteam bestehend aus Georg "Schorsch" Dörder, Peter Bregg und Steff Hau, der sich für einen Tag von Walter Martig vertreten liess,
leistete ganze Arbeit und bewertete über 800 Figuren sicher und souverän.
In der Espoirs waren mit einer Pilotin und vier Piloten ausreichend Teilnehmer für eine gültige Meisterschaft gemeldet. Schweizermeister Espoirs 2015 ist
Dario Wirz von der SG Bad Ragaz. In der Advanced musste sich kurzfristig Béatrice Echter noch zur Teilnahme entschliessen, um das Minimum von fünf Teilnehmern
zu erfüllen. Schweizermeister Advanced 2015 ist Jonas Langenegger von der SG Cumulus.
Die Unlimited war dieses Jahr leider nur mit zwei Piloten aus Österreich und einem Deutschen besetzt. Von den Schweizern war keiner für die Teilnahme
verfügbar.
Alle Ergebnisse und eine sehenswerte Fotogalerie auf der Website der SM 2015.
Segelkunstflug-Weltmeisterschaften 2015
Die sechste Weltmeisterschaft der Kategorie Advanced 2015 war der erfolgreichste internationale Wettbewerb in der 40-jährigen
Geschichte der SAGA.
Das ist vor allem das Verdienst des erst 22-jährigen Jonas Langenegger. In der Bekannten Pflicht gewann er mit einem fast fehlerfreien Flug die Goldmedaille und in
der Kür hinter dem Italiener Daniele Ferrarese Silber.
Nach insgesamt fünf geflogenen Programmen lag Jonas auf dem dritten Gesamtrang hinter dem Tschechen Miroslav Černý und dem Polen Slawomir Talowski
und hatte damit Bronze in der WM-Gesamtwertung gewonnen!
Mit Manfred Echter auf Gesamtrang 17 und Martin Götz auf 19 reichte es auch noch für Bronze in der Teamwertung hinter den Polen und Tschechen.
Nicht zu vergessen: In der Wertung der drei Unbekannten Programme belegte Martin Götz den ausgezeichneten 8. Rang.
Alle Ergebnisse auf der CIVA-Results-Seite.
Lernunterlagen zur Kunstflug-Theorie
Die EASA-Vorschriften verlangen ein wesentlich erweitertes Theoriepensum für die Kunstflugausbildung. Um den Zeitbedarf für die Briefings zu
begrenzen, werden wir für künftige Kunstflugkurse den Teilnehmern die Lernunterlagen im Voraus zum Selbststudium geben.
Hier die Unterlagen zu den verschiedenen Themenbereichen: