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|Ihre
Augen sind dann fehlsichtig, wenn ein Missverhältnis zwischen
der Länge des Augapfels und der Stärke des optischen Systems
besteht.

Im Falle der Übersichtigkeit ist der Augapfel zu kurz oder das optische System zu schwach. Das Bild weit entfernter Objekte entsteht nicht auf der Netzhaut, sondern hinter dem Auge, das Objekt wird nicht oder nur mit Anstrengung scharf wahrgenommen.
Die Übersichtigkeit wird korrigiert, indem das zu schwache optische System mit Brillengläsern oder Kontaktlinsen mit Pluswirkung verstärkt wird.
Oder durch Anstrengung!
Unsere Augen haben die Fähigkeit, die Stärke der Augenlinse zu verändern, um sich auf verschiedene Distanzen einzustellen. Je näher ein Gegenstand ist, desto mehr muss sich die Augenlinse wölben, desto mehr Pluswirkung wird aufgebracht.
Übersichtige können also ihren Sehfehler ausgleichen, indem sie einen Teil ihrer Naheinstellfähigkeit statt zum Sehen in die Nähe schon zum Ausgleich ihrer Übersichtigkeit in der Ferne "verbrauchen".
Die Naheinstellfähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab und damit auch die Möglichkeit, eine Übersichtigkeit zu kompensieren. Wenn Sie übersichtig sind, haben Sie darum früher als ihre rechtsichtigen Altersgenossen zu kurze Arme.
Beispiel: Alter 40 Jahre, rechtsichtig
Sie sehen gut, von fern bis nah !
Der Bereich des komfortablen Sehens (grün) reicht bis 34 cm
vor das Auge.
Beispiel: Alter 40 Jahre, +1.25 Dioptrien übersichtig
Dies entspricht der Leistung eines Rechtsichtigen im Alter
von 45 Jahren. Ihre Arme sind aber schon mit 40 Jahren zum
längeren Lesen ohne Sehhilfe zu kurz. 5 Jahre zu früh !
Der Bereich des komfortablen Sehens (grün) endet schon im
Abstand von 54 cm vor dem Auge.
Eine ausführliche Erklärung finden Sie auf der Seite "Warum beim Lesen die Arme zu kurz werden".