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Forschende der ETH Zürich weisen bei europäischen Laubbäumen einen selbstregulierenden Mechanismus nach, der ihre Wachstumsphase begrenzt: Bäume, die im Frühling und Sommer mehr Photosynthese betreiben, werfen ihre Blätter im Herbst früher ab.
Die Basis der Studie bildeten Langzeitbeobachtungen von sechs europäischen Laubbaumarten während der letzten sechs Jahrzehnte. Anhand der Daten wurde der relativen Einfluss verschiedener Faktoren auf den Zeitpunkt der Herbstseneszenz, darunter der Blattaustrieb im Frühling, die saisonale Photosynthese, CO2-Konzentration, Temperatur und Niederschlag.
Ergänzend führten die Forschenden eine Reihe von Experimenten mit jungen Bäumen in Klimakammern und im Freien durch. So konnten sie Temperatur, Tageslicht und CO2-Gehalt variieren und die jeweiligen Effekte auf Photosynthese und Blattseneszenz untersuchen.
Tatsächlich offenbarten die Baumbeobachtungen einen deutlichen Einfluss der saisonalen Photosynthese: Bei allen untersuchten Arten trat in den Jahren mit erhöhter Photosynthese im Frühjahr und Sommer auch die Seneszenz im Herbst früher ein, wobei eine zehn Prozent höhere Aktivität die Blattalterung um acht Tage vorzog. Die Experimente stützten den Befund aus den Beobachtungen.
Die Autoren verstehen ihre Studie als weiteren Hinweis darauf, dass Wälder der gemässigten Zone begrenzt CO2 aufnehmen könnten. Die Forschenden wollen nun besser verstehen, wie verbreitet limitierte Kohlenstoffsenken in den Wäldern der Erde sind.