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In Abwesenheit der suspendierten Maria Scharapowa unternimmt Titelverteidigerin Serena Williams den nächsten Anlauf, ihren 22. Grand-Slam-Titel zu holen. Damit würde die 34-Jährige mit Steffi Graf, der erfolgreichsten Spielerin der Open Era, gleichziehen. Beim Sandturnier in Rom feierte die Amerikanerin ihren 1. Titel nach 9 Monaten, wobei dies erst das 4. Turnier der Nummer 1 seit dem schmerzhaften Halbfinal-Out bei den US Open im August 2015 war.
Williams dürfte an der Porte d'Auteuil insbesondere von diesen 6 Spielerinnen gefordert werden – auch wenn die meisten von ihnen mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen hat.
1. Angelique Kerber (Deutschland/WTA 3)
Die Deutsche bestreitet das erste Major-Turnier seit ihrem überraschenden Finalsieg über Serena Williams bei den Australian Open. Die 28-Jährige kam mit der neuen Erwartungshaltung seit Januar nicht immer gleich gut zurecht. Auch ihre Saison auf Sand ist bislang durchzogen. Nach ihrem Turniersieg in Stuttgart folgten bei den Premium-Events in Madrid und Rom zwei Startniederlagen. In Roland Garros kam Kerber bei 8 Teilnahmen nie über die Viertelfinals hinaus.
2. Garbine Muguruza (Spanien/WTA 4)
Die 22-Jährige ist eine der besten jungen Spielerinnen auf der Tour. Letzte Woche stiess sie in Rom bis in die Halbfinals vor. 2014 und 2015 erreichte die gross gewachsene Spanierin in Roland Garros jeweils die Halbfinals, wobei sie 2014 in Runde 2 mit dem Sieg über Serena Williams überraschte. Ihr bislang bestes Major-Resultat ist die Finalteilnahme in Wimbledon 2015. Mit WTA-Rang 4 ist sie so gut klassiert wie noch nie in ihrer Karriere.
3. Victoria Azarenka (Weissrussland/WTA 5)
Auf Hartplatz spielte die 26-Jährige dieses Jahr gross auf und triumphierte in Brisbane, Indian Wells und Miami. Bei den Sandturnieren von Madrid und Rom gewann sie jedoch nur zwei Spiele. In Paris stand die Weissrussin 2013 im Halbfinal, 2015 scheiterte sie in Runde 3 in 3 Sätzen an Serena Williams, nachdem sie zuvor mit Satz und Break gegen die Amerikanerin geführt hatte. 2016 steht sie bei der beeindruckenden Matchbilanz von 26:2 (neben 2 Aufgaben).
4. Simona Halep (Rumänien/WTA 6)
Nach ihrem Finalvorstoss 2014 in Paris wartet die Rumänin auf einen nächsten Höhepunkt an einem Major-Turnier. 2015 setzte es für sie in Roland Garros eine Zweitrundenniederlage ab, in Wimbledon und zuletzt in Melbourne scheiterte die 24-Jährige gar jeweils in Runde 1. Auch zuletzt wechselten sich Hochs und Tiefs bei ihr munter ab: Während Halep auf der «terre battue» von Madrid den Titel holte, setzte es in Stuttgart und Rom Startniederlagen ab.
5. Timea Bacsinszky (Schweiz/WTA 9)
Die Lausannerin reagierte stark auf ihren bescheidenen Saisonstart sowie ihre beiden Niederlagen im Fed-Cup-Halbfinal gegen Tschechien und drehte zuletzt mächtig auf. Beim kleinen Sandturnier in Rabat holte sie ihren 4. Turniersieg, erreichte danach in Madrid die 3. Runde und in Rom den Viertelfinal. Die 26-Jährige wird gerne nach Roland Garros zurückkehren, feierte sie doch im Vorjahr mit dem Halbfinal-Einzug ihr bislang bestes Major-Ergebnis.
6. Madison Keys (USA/WTA 17)
Nach ihrer Drittrundenniederlage in Paris im Vorjahr sagte die Amerikanerin, dass sie es nicht erwarten könne, auf Rasen zu wechseln. In diesem Jahr macht die 21-Jährige aber einen besseren Eindruck auf Sand. Nach dem Achtelfinal-Out in Madrid kämpfte sich die aufschlagstarke Keys zuletzt in Rom bis in den Final vor, in dem sie an Serena Williams scheiterte.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 20.5.2016, 22:20 Uhr