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Die Lederhaut umschliesst als weisse Schicht das Auge von der Eintrittsstelle des Sehnervs bis hin zur Hornhaut (Cornea). Ihre feste Struktur schützt das Augeninnere und erhält die runde Form des Auges. Unterschieden werden zwei Formen der Lederhautentzündung: Skleritis und Episkleritis.
Skleritis
Bei der Skleritis, hier wird zwischen der vorderen und hinteren Skleritis unterschieden, ist die Lederhaut (Sklera) in ihren tiefen Schichten entzündet. Sitzt der Entzündungsherd im hinteren Augenbereich der Lederhaut, macht sich dies durch entsprechende Schmerzen bemerkbar.
Diese Erkrankung entwickelt häufig eine chronische Verlaufsform, wobei sie immer wieder neu ausbricht. Es wird von Fällen berichtet, die bis zu sechs Jahren angedauert hatten.
Entzündungen der Sklera treten als Folge von Allgemeinerkrankungen auf. In seltenen Fällen kommt es vor, dass diese durch Erreger wie Bakterien oder Viren hervorgerufen werden.
Ursachen
Ursachen sind beispielsweise:
• rheumatoide Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)
• Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung)
• Colitis ulcerosa (geschwürbildende Darmentzündung)
• Antworten auf Infektionskrankheiten wie: Gürtelrose, Borreliose und Gicht
Von Skleritis sind öfters weibliche Patienten im Alter zwischen 40 und 50 Jahren betroffen.
Häufige Symptome
• gerötetes Auge
• erhöhter Tränenfluss
• verschwommenes Sehen
• geschwollene Lederhaut
• starke Schmerzen
• Lichtempfindlichkeit
Behandlung der Skleritis
In erster Linie erfolgt die Behandlung der Grunderkrankung. Gegen das Entzündungsgeschehen helfen entzündungshemmende und schmerzstillende Augentropfen und Tabletten.
In manchen Fällen von starken Entzündungen ist es notwendig, die medikamentöse Therapie dahingehend zu ändern, dass die Augentropfen und Tabletten Cortison enthalten. Bei schwerem Verlauf erfolgt die Behandlung mit Cortison und anderen die Immunaktivität unterdrückenden Medikamenten über die Venen.
Ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass eine Perforation der Lederhaut bevorsteht, muss operiert werden.
Episkleritis
Bei der Episkleritis handelt es sich um eine Entzündung der Bindegewebsschicht (Episklera) zwischen Leder- und Bindehautsack.
Eine eindeutige Ursache für diese Erkrankungsform ist meist nicht erkennbar. Es wird vermutet, dass seelische Belastungen, enorme körperliche Anstrengungen und Stress die hauptsächlichen Ursachen für eine Episkleritis darstellen. In manchen Fällen lassen sich auch Autoimmunerkrankungen als Auslöser feststellen.
Häufige Symptome
• erträgliche Augenschmerzen
• gerötetes, leicht gereiztes Auge
• tränendes Auge
• Lichtempfindlichkeit
Das Sehvermögen ist nicht beeinträchtigt und meistens ist nur ein Auge betroffen. Diese Infektion heilt innerhalb von 10 bis 14 Tagen und dies meist ohne besondere oder nur mit symptomatischer Behandlung.
Damit die Symptome schneller abklingen, kann eine Therapie mit Augentropfen ohne Konservierungsstoffe verabreicht werden, wie beispielsweise solche mit Diclofenac. In fast einem Drittel der Krankheitsfälle kommt es allerdings zu Rezidiven.