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Der ehemalige HSBC-Mitarbeiter Hervé Falciani findet es «lächerlich», dass die Schweizer Justiz ihn nicht als Whistleblower anerkennt. In einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» reagiert Falciani auf das Urteil des Bundesstrafgerichts, das ihn am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt hat.
Das Gericht habe nur den Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendiensts aufrechterhalten, «das spricht für sich», sagte der italienisch-französische Doppelbürger am Samstag in einem Interview, das er von Spanien aus per Telefon gegeben hatte. Das Urteil lasse ihn kalt, sagte Falciani weiter.
Falciani blieb dem Prozess fern
Er werde sich nicht um einen Rekurs bemühen, zumindest nicht im juristischen Sinne, denn er sehe das Bundesstrafgericht in Bellinzona als nicht legitimiert an. Falcianis Verteidiger hatte nach dem Urteilsspruch angekündigt, diesen sorgfältig zu prüfen und erst danach über einen möglichen Einspruch zu entscheiden.
Das Bundesstrafgericht hatte den ehemaligen Mitarbeiter der Bank HSBC am Freitag des wirtschaftlichen Nachrichtendiensts für schuldig befunden. Von dem Vorwurf der Verletzung des Bankgeheimnisses und der unbefugten Datenbeschaffung wurde er hingegen freigesprochen. Falciani war dem Prozess ferngeblieben.
(awp/sda/moh)