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Heute, am 26. April 2008, jährt sich zum 22. Mal der Tag der Tschernobyl-Katastrophe. Die Tschernobyl-Katastrophe ist immer noch aktuell. Und sie wird es noch während Hunderten von Jahren bleiben.
Wir dürfen dieses Drama nicht vergessen:
- weil das Risiko, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt, solange weiter existiert, als auch nur ein einziges AKW noch in Betrieb ist.
- weil die gesundheitlichen Konsequenzen der Katastrophe von Tschernobyl von Jahr zu Jahr gravierender werden. Krebsfälle bei Erwachsenen und Kindern nehmen zu, und genetische Deformationen häufen sich. In ganz Europa steigen Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs.
Die fünf Schweizer AKW und die 430 Atomanlagen, die weltweit in Betrieb sind, werden immer älter. Sie müssen in den nächsten Jahren abgeschaltet werden.
Die Grünen Schweiz führen am heutigen Gedenktag der Tschernobyl-Katastrophe ihre Delegiertenversammlung durch. Die Delegierten verlangen dringend, auf den Bau neuer Atomanlagen zu verzichten, um die alten zu ersetzen. Denn damit würde die atomare Gefahr, sei sie zivil oder militärisch, fortbestehen. Die Delegierten verlangen dagegen, alles zu unternehmen, um das Ende dieser überholten Technologie zu beschleunigen. Dazu braucht es insbesondere massive Investitionen in erneuerbare Energien und in die Energieeffizienz.
Die Delegierten der Grünen Schweiz fordern den Bundesrat auch auf, bei der Weltgesundheitsorganisation WHO zu intervenieren, dass der Vertrag mit der Internationalen Atomenergieorgansation (IAEO) aufgelöst wird. Dieser verhindert, dass die WHO ihre Aufgaben bezüglich der nuklearen Gesundheitsschäden erfüllt.
Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz, Yverdon, 26. April 2008 (Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe)