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Seit Jahrzehnten haben sich Herzschrittmacher in der Behandlung von herzkranken Patienten bewährt. Sie bestehen aus einem Impulsgenerator (das eigentliche Gerät inklusive Batterie) und zwei Elektroden.
Der Impulsgenerator wird in der Nähe des Schlüsselbeins unter die Haut implantiert; von ihm ausgehend werden die zwei Elektroden via ein Blutgefäss ins Herz vorgeschoben. Wenn auch selten, kommt es bei diesem System doch gelegentlich zu Komplikationen durch die Elektroden, zum Beispiel wenn sie abbrechen oder verrutschen. Zudem bleiben die Narbe und der Herzschrittmacher unter der Brusthaut sichtbar.
Neue Generation am Start
Gleich drei grosse Medizinalfirmen testen momentan erstmals neue Schrittmachertypen am Menschen. Diese sind gut zehnmal kleiner als die bisherigen Modelle, kaum grösser als ein 1-Euro-Stück. Dadurch können sie via ein Gefäss in der Leiste bis ins Herz vorgeschoben und dort verankert werden – Elektroden und die damit verbundenen Komplikationen sowie die Narbe auf der Brust entfallen.
Der Schrittmachertyp, der am weitesten in der Entwicklung fortgeschritten ist und sogar schon die Zulassung für Europa erlangt hat, enthält immer noch eine Batterie. Diese müsste rund alle zehn Jahre ausgewechselt werden. Ein anderes System umgeht die lästigen Elektroden noch eleganter: Ein äusseres Gerät erzeugt Ultraschallwellen. Die werden im implantierten Mini-Schrittmacher in elektrische Stösse umgewandelt.
Alle diese Schrittmacher befinden sich aber erst in der sehr frühen Testphase, das heisst die Sicherheit der Geräte muss erst noch in Studien getestet werden. Bis zur breiten Anwendung wird also noch einige Zeit vergehen.