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Ein Passagierflugzeug ist im Süden Pakistans abgestürzt. Der Airbus mit rund 100 Passagieren sei in der Nähe der Stadt Karachi in ein Wohngebiet gestürzt, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Freitag mit.
Das Militär und die Polizei sperrten das Gebiet ab. Fernsehaufnahmen zeigten eine dichte Rauchwolke sowie Krankenwagen, die zur Absturzstelle eilten. Häuser liegen in Trümmern.
Der von Pakistan International Airline betriebene Airbus war auf dem Weg von der östlichen Stadt Lahore nach Karatschi, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.
Update, Samstag, 18 Uhr: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Provinz kamen 97 der 99 Insassen bei dem Unglück ums Leben. Am Freitag war zunächst von drei Überlebenden die Rede, weil fälschlicherweise eine verletzte Anwohnerin des Absturzortes zu den Passagieren gezählt wurde.
Kurz vor dem Absturz habe der Pilot dem Tower technische Probleme der Maschine gemeldet. Funksprüche deuteten auf ein Versagen eines Triebwerks der Maschine hin. Augenzeugen berichteten lokalen Fernsehsendern, dass sie das Flugzeug um den Flughafen kreisen sahen, bevor es in dem Wohngebiet abstürzte.
Fernsehaufnahmen am Freitag zeigten ein Bild der Verwüstung. Das Militär und die Polizei sperrten das als «Model Colony» bekannte Gebiet rund zwei Kilometer entfernt von der Landebahn des Flughafens Karachi ab.
Der Absturz erfolgte nur eine Woche nach der Entscheidung der pakistanischen Behörden, den Flugverkehr im Inland wieder aufzunehmen. Wegen der Corona-Pandemie sind internationale Flüge in das südasiatische Land noch bis Ende des Monats ausgesetzt.
Bereits im Jahr 2016 kam es zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz einer Maschine einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karachi nach Islamabad. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.