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Im asiatisch-pazifischen Raum habe die Bank eine Liste von Mitarbeitern erstellt, die als überflüssig angesehen würden und hauptsächlich aus Teams stammten, die sich auf das China-Geschäft konzentrierten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von drei mit der Sache vertrauten Personen. Ein Teil der Entlassungen werde die Kapitalmarktteams in Hongkong und auf dem chinesischen Festland betreffen, der Rest werde voraussichtlich aus anderen Bereichen kommen, deren Schwerpunkt auf dem Geschäft in China liege.
Die Bank, die zum Ende des dritten Quartals weltweit 81.567 Mitarbeiter beschäftigte, wollte sich nicht dazu äußern. Wie einer der Insider sagte, wird das mehr als 30-köpfige Technologie-Investmentbankingteam der Bank im asiatisch-pazifischen Raum ebenfalls von den Kürzungen betroffen sein. Die Stellenstreichungen dürften größer ausfallen als die jährlichen Personalverluste der Bank aufgrund der natürlichen Fluktuation in der Region. Eine endgültige Entscheidung über den Umfang oder den Zeitpunkt der Stellenstreichungen sei aber noch nicht getroffen worden, sagte eine vierte mit der Sache vertraute Person. Unmittelbar stünden keine Entlassungen bevor. Jegliche Kürzungen würden einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Personals weltweit ausmachen.
Morgan Stanley hatte im dritten Quartal wegen der anhaltenden Flaute bei Fusionen und Übernahmen einen Gewinneinbruch von 30 Prozent verzeichnet. Vorstandschef James Gorman hatte bei der Vorlage der Quartalsbilanz angedeutet, dass die Bank Sparmaßnahmen prüft. "Wir schauen uns den Personalbestand an", hatte er gesagt.
Auch bei anderen Geldhäusern stehen Stellenstreichungen an. Die Deutsche Bank will einem Insider zufolge Dutzende Investmentbanker in London entlassen. Goldman Sachs will nach Angaben eines Insiders nach zweijähriger Pause wieder Stellen abbauen.
(Reuters)