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Filmkritik: Telenovela à l'italienne74e Festival de Cannes 2021
In einem römischen gutbürgerlichen Wohnhaus kommt es in einer Nacht zu einem schlimmen Unfall. Andrea (Alessandro Sperduti), der Sohn eines Richters (Nanni Moretti) und einer Juristin (Margherita Buy), überfährt erst eine Frau und landet dann mit dem Wagen im Wohnzimmer des Paares im Erdgeschoss. Ab diesem Moment reihen sich die Ereignisse aneinander. Lucio (Riccardo Scamarcio) verdächtigt den älteren Nachbarn (Paolo Graziosi), sich an seiner Tochter vergangen zu haben. Um das herauszufinden, schläft er seinerseits mit dessen minderjährigen Enkelin (Denise Tantucci).
Im gleichen Haus wohnt auch eine junge Mutter (Alba Rohrwacher), deren Ehemann (Adriano Giannini) oft monatelang wegbleibt und die befürchtet, wie ihre eigene Mutter den Verstand zu verlieren. Gleichzeitig ist das Ehepaar Richter-Juristen mit dem unreuigen Sohn beschäftigt, den sie schliesslich verstossen. Als der Richter stirbt, versucht die Frau, sich wieder dem Sohn zu nähern, der mittlerweile aus dem Gefängnis gekommen ist und seine eigene Familie gegründet hat.