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Der Neoliberalismus demontiert sich selbst. Die Forschungsabteilung des IWF glaubt, dass der Liberalismus „überverkauft“ sei und nicht die erhofften Resultate liefere. Und jetzt wird auch eine der Heiligen Kühe der herrschenden Ideologie geschlachtet, die Globalisierung: „Es Zeit für eine heftige Wende in Sachen Globalisierung“, sagt Jeffrey Immelt.
Der oberster Boss von General Electric, eine der grössten Multinationalen Firmen der Welt , hat entschieden: „Wir werden (unsere Produktion) lokalisieren.“ Das heisst, GE will künftig zwar weiter global agieren, aber wenn immer möglich dort produzieren, wo die Firma ihre Produkte auch verkauft.
Immelt bedauert diesen Entscheid, aber angesichts der aktuellen Entwicklung, welche im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf der führenden Wirtschaftsmacht der Welt, der USA, offensichtlich ist, ist er überzeugt, keine andere Wahl zu haben: Alle drei verbleibenden Präsidentschaftskandidaten, Clinton, Sanders und Trump, seien protektionistisch. („Every candidate is protectionist.“)
Damit wird eine weitere Heilsversprechung des Neoliberalisierung entzaubert.
Der Glaube des Neoliberalismus war, dass der Handel zwischen Ländern weltweit, ihre Bevölkerung (alle!) reicher machen werde. In armen Ländern würde dank der Globalisierung eine konsumfähige Mittelklasse entstehen und die Interessen der Nationen wären miteinander verbunden. Mehr noch, die Gefahr grösserer Kriege wäre gebannt, weil Mittelklasse-Gesellschaften den Handel miteinander dem Krieg vorziehen würden. Die neue Weltordnung wäre nicht absolut krisenfrei, aber diese Krisen wären beherrschbar, weil das gemeinsame (friedliche) Interesse überwiegen würde.
Offenbar glauben heute die obersten Promotoren und Profiteure nicht mehr an den Segen der Ideologie des Neoliberalismus und an ihre zentralen Axiome. Wir brauchen dringend eine neue Perspektive.