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Die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern unterstützt die Menschen, die unter den Folgen des Kriegs im Jemen leiden, mit 5000 Franken. Der Synodalrat hat diesen Betrag für die Nothilfe der Caritas gesprochen.
Medienmitteilung vom 10. Mai 2019
Seit vier Jahren tobt im Jemen ein erbitterter Krieg. «Die Lage im Land ist katastrophal. Millionen jemenitischen Familien droht der Hungertod», schreibt Caritas über die Lage in dem Land im Süden der arabischen Halbinsel. Der Jemen ist etwa anderthalb mal so gross wie Deutschland und zählt gut 30 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Der von der Landeskirche gesprochene Beitrag fliesst an die Caritas Schweiz, die als Teil des internationalen Caritas-Netzes Überlebenshilfe leistet. Im Jemen spiele sich «die schlimmste menschengemachte Katastrophe unserer Zeit ab», sagen die Vereinten Nationen. Das Land war schon vor dem Konfliktausbruch eines der ärmsten arabischen Länder.
Caritas Schweiz will ein Projekt in der Region Ibb finanzieren, ungefähr auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Sanaa und dem Golf von Aden. Die Gegend beherbergt viele Vertriebene, die vor den Kämpfen geflohen sind. Ihnen, aber auch der lokalen Bevölkerung, wird Caritas Schweiz unmittelbare Überlebenshilfe leisten: Lebensmittel oder direkt Bargeld verteilen und weitere dringend benötigte Alltagsgegenstände wie Hygieneartikel, Decken oder Kleider zur Verfügung stellen.
15’000 Franken jährlich für Soforthilfe
Für Soforthilfe stehen der Landeskirche jährlich 15’000 Franken zur Verfügung; auf das laufende Jahr hin wurde dieser Betrag um 5000 Franken erhöht. Ende März hatte die Landeskirche bereits 10’000 Franken für die Opfer des Wirbelsturms in Mosambik in Südafrika gesprochen.
In den vergangenen Jahren floss dieser Betrag jeweils über die Caritas nach Indonesien (Taifun und Erdbeben, 2018), Bondo (2017, Bergsturz), Syrien (2017 Winterhilfe, 2016, Schulprojekt), Haiti (2016, Hurrikan), Nepal (2015, Erdbeben) und in den Balkan (2014, Überschwemmungen).