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DGAP-News: aap Implantate AG
/ Schlagwort(e): Quartalsergebnis/Vorläufiges Ergebnis
Die COVID-19 Pandemie führte bei der aap Implantate AG ("aap" oder "Gesellschaft") auch in den vergangenen Monaten zu einer Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs, was sich in der Umsatzentwicklung im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2020 widerspiegelt. Gegen diesen Trend verzeichnete aap in den USA weiterhin eine deutlich positive Geschäftsentwicklung und konnte sowohl auf Quartals- als auch auf Neunmonatsbasis dynamisch wachsen. Daneben wiesen die Märkte Deutschland und Europa (ohne Deutschland) nach Lockerung der COVID-19 Maßnahmen im dritten Quartal Erholungstendenzen auf, die sich in nahezu gleichhohen oder sogar gestiegenen Umsätzen im Vorjahresvergleich niederschlugen. Nach vorläufigen Zahlen lag der Umsatz im dritten Quartal 2020 nahezu auf Vorjahresniveau bei 2,6 Mio. EUR (Q3/2019: 2,7 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 6,9 Mio. EUR (9M/2019: 8,7 Mio. EUR). Ausgehend von der Umsatzentwicklung in Q3/2020 und des gesunkenen Kostenniveaus als Ergebnis des umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramms erwartet der Vorstand ein deutlich verbessertes EBITDA und Recurring EBITDA für das dritte Quartal 2020.
Umsatz Q3/2020
Mit Blick auf die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen zeigt sich im dritten Quartal ein ambivalentes Bild: Während die Umsätze in Deutschland und Europa (ohne Deutschland) nach Reduzierung der Lockdown-Maßnahmen ab Juli Erholungstendenzen zeigen und sich in nahezu gleichhohen oder sogar gestiegenen Umsätzen im Vorjahresvergleich niederschlugen, blieb das restliche internationale Geschäft deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Dabei wurde die Entwicklung in Deutschland durch eine verstärkte Verlagerung des Sommerurlaubs ins Inland begünstigt, während die Umsatzentwicklung in Europa (ohne Deutschland) vor allem durch die Wiederbelebung des Geschäfts in Spanien und Portugal nach Aufhebung der äußerst strikten Maßnahmen im ersten Halbjahr positiv beeinflusst wurde. Das für aap wichtige Auslandsgeschäft in den Regionen BRICS und RoW war auch im dritten Quartal stark von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie betroffen, da hier die umsatzstärksten internationalen Partner Unternehmen aus Südafrika, Brasilien und Mexiko sind. Diese Länder sind weiterhin von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie weltweit am stärksten betroffen.
Die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten wurde sichtbar von der COVID-19 Pandemie und den entsprechenden Lockdown-Maßnahmen des ersten Halbjahres geprägt, was sich in deutlich verringerten Umsätzen gegenüber dem Vorjahr wiederspiegelt. Daneben bleibt festzuhalten, dass es selbst bei einer Rückkehr zur Normalität zu keinen Aufholeffekten, wie z.B. in der Konsumgüterindustrie, sondern maximal zu einer Wiedererreichung des Vorkrisen-Niveaus kommen wird.
In den USA befindet sich aap hingegen weiterhin auf einem dynamischen Wachstumskurs und konnte den Umsatz sowohl im dritten Quartal (+68 %) als auch im Neunmonatszeitraum (+43 %) gegenüber den jeweiligen Vorjahreszeiträumen deutlich steigern. Dies ist umso bemerkenswerter, da die USA weltweit das Land mit der höchsten Anzahl an COVID-19 Infektionen ist. Hier konnte die Umsatzdynamik des ersten Halbjahrs fortgesetzt und die Zahl der wöchentlich durchgeführten Operationen auf einem Niveau von bis zu 50 Prozeduren nachhaltig stabilisiert werden. Daneben tragen die fokussierten Anstrengungen für den Abschluss von Verträgen mit national tätigen Unternehmen, die aap Zugang zu einem US-weiten Netzwerk an Kliniken und chirurgischen Operationszentren ermöglichen, weiterhin Früchte. Insgesamt strebt aap trotz COVID-19 für das Geschäftsjahr 2020 in den USA einen Umsatzanstieg von mindestens 30 % gegenüber dem Vorjahr an.
Im Rahmen des umfassenden Restrukturierungs- und Refinanzierungsprozesses hatte der Vorstand den Aktionären der aap auf der Hauptversammlung am 7. August 2020 eine ordentliche Kapitalherabsetzung im Verhältnis 10:1 vorgeschlagen, die mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die Eintragung der Kapitalherabsetzung in das Handelsregister ist am 5. Oktober 2020 erfolgt. Gemeinsam mit der vollständigen Platzierung der Wandelschuldverschreibung konnten damit zwei wesentliche Bausteine der finanziellen Restrukturierung und Refinanzierung erfolgreich umgesetzt werden. Derzeit erfolgt die technische Abwicklung der Kapitalherabsetzung durch die Deutsche Börse, so dass in Kürze auch die Anpassung des Börsenkurses an die Effekte aus der Kapitalherabsetzung erfolgen sollte. Auf dieser Basis evaluiert der Vorstand der Gesellschaft derzeit weitere Kapitalmaßnahmen (z.B. Kapitalerhöhung oder weitere Wandelschuldverschreibungen), um die Finanzierung der Gesellschaft langfristig sicherzustellen.
Bei den in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen handelt es sich um vorläufige Werte zum
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Zukunftsgerichtete Aussagen
aap Implantate AG; Fabian Franke; Manager Investor Relations; Lorenzweg 5; D-12099 Berlin
Tel.: +49/30/750 19 - 134; Fax.: +49/30/750 19 - 290; <email-pii>
|Sprache:||Deutsch|
|Unternehmen:||aap Implantate AG|
|Lorenzweg 5|
|12099 Berlin|
|Deutschland|
|Telefon:||+49 (0) 30 75 01 90|
|Fax:||+49 (0) 30 75 01 91 11|
|E-Mail:||<email-pii>|
|Internet:||www.aap.de|
|ISIN:||DE0005066609|
|WKN:||506660|
|Börsen:||Regulierter Markt in Frankfurt (General Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate Exchange|
|EQS News ID:||1139931|
|Ende der Mitteilung||DGAP News-Service|