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Der Übergang zur feldgrauen Uniform 1914
Rückblick auf den Vortrag vom 19. November 2014
Uniformen machen richtige Soldaten erst aus, lautet ein gängige Aussage. Dazu gehören leuchtende Farben sowie glänzende Knöpfe und Abzeichen. Im Feldeinsatz bieten die Soldaten damit aber gute Ziele. Die Schweizer Armee folgte ab 1900 den Nachbarländern und führte das Feldgrau ein, wie Jürg Burlet am Vortrag des Vereins Schweizer Armeemuseums erklärte.
Der Referent Jürg Burlet ist ein ausgewiesener Kenner der Schweizer Uniformengeschichte. Sein Buch «Geschichte der eidgenössischen Militäruniformen 1852-1992» ist längst ein Standardwerk geworden (erhältlich im VSAM-Shop). Nachdem einige europäische Armeen bereits um die Jahrhundertwende anstelle der bisherigen farbenprächtigen Uniformen einfachere und praktischere Felduniformen beschafft hatten, machte man ab 1904 auch in der Schweiz Versuche mit moderneren Bekleidungen. Burlet zeigte an Hand von zahlreichen historischen Bildern, was alles an verschiedenen Uniformfarben und -teilen getestet wurde, wie in der Hektik des ausgebrochenen Ersten Weltkrieges Tarnblusen geschneidert werden mussten und was sich schliesslich durchsetzte. Diese neue, feldgraue Uniform blieb dann mit diversen Anpassungen während rund 80 Jahren in Gebrauch.
Essais à la troupe.