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Inhalt und Zweck des Forschungsprogrammes
Das vorliegende Projekt soll den Mechanismus, welcher dem Kriechen unter Bestrahlung zugrunde liegt, beleuchten. Die Untersuchungsmethoden sind: Dehnungs-Versuche von Einkristallen unter ausgewählten Spannungsrichtungen, während die Probe bestrahlt wird, Sekundärionenmassenspektrometrie (SIMS) basierte Messung der Diffusion, um die Bestrahlungs-induzierte Selbstdiffusion unter den verschiedenen Spannungs- und Verformungsgegebenheiten zu determinieren, und Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) um die Grössen- und Dichte-Verteilung der Versetzungsringe, als Funktion der angelegten Spannung zu bestimmen. All diese Information ist bis heute nicht bekannt, ist aber essentiell für das Verständnis des Bestrahlungskriechens.
Wissenschaftliche und Gesellschaftliche Aspekte des Antrages
Die mit Bedacht ausgelegten Experimente dieses Antrages, werden neue wesentliche Informationen liefern, wie beispielsweise die Auswirkung der kristallbezogenen Spannungsrichtung auf das Kriechen, den Einfluss der Spannung/Dehnung auf die strahlungsinduzierte Eigendiffusion, und den Einfluss der angelegten Spannung auf die Dichte und Grössenverteilung der Versetzungsringe. Diese völlig neuen Erkenntnisse werden helfen, die Quelle des Bestrahlungskriechens fundamental zu verstehen. Die Information kann auch einer entsprechenden Computersimulation zugrunde gelegt werden, um das Potential neuer Materialkandidaten schneller eruieren zu können. Damit wird es möglich sein, bessere und sicherere Materialien für die künftige Generation von Kernreaktoren zu Entwickeln.