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Hirnschlag
Ein Hirnschlag oder auch bekannt als Schlaganfall, wird für den Betroffenen zur lebensbedrohlichen Situation und er muss so schnell wie möglich Hilfe erhalten. Bei einem Hirnschlag zählt jeder Sekunde. Umso schneller eine Behandlung eintritt, umso höher sind die Chancen, dass keine bleibenden Schäden entstehen.
Wird die Blutversorgung zum Gehirn plötzlich gestoppt, führt dies zu einem Schlaganfall. Kann das Gehirn durch den gestoppten Blutverlauf nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, wird die Hirnfunktion in wenigen Sekunden eingeschränkt. Verlängert sich die Phase, in der das Gehirn nicht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, sterben Nervenzellen nach und nach ab. Diese Teile des Gehirns können nicht wiederhergestellt werden und führen zu irreversiblen Schäden.
Wie kommt es zu einem Hirnschlag?
Jährlich betrifft ein Hirnschlag rund 16.000 Menschen in der Schweiz. Oft ohne Vorboten verändert sich das Leben dieser Personen schlagartig. Dabei könnten viele Schlaganfälle und ihre schwerwiegenden Folgen verhindert werden.
Ausgelöst wird ein Hirnschlag in den meisten Fällen durch ein Blutgerinnsel, welches eine Arterie verstopft, die das Gehirn versorgen soll. Ein solches Blutgerinnsel entsteht dort, wo das Blut langsamer oder gar nicht fliesst. Im Fall einer Arteriosklerose entsteht ein Blutgerinnsel, wenn sich Ablagerungen, das Plaque, die Gefässinnenhaut durchbricht und sich mit dem noch durchfliessenden Blut vermischt. Löst es sich dann von der Gefässwand, kann es in andere Gefässe wandern, bis es in einer Verästelung stecken bleibt und so die Blutversorgung stoppt.
Auch können Blutgerinnsel im Zuge eines Vorhofflimmerns entstehen. Kann das Blut nicht vollständig aus dem Vorhof in die Herzkammer transportiert werden, können sie sich in den Ausstülpungen der Herzvorhöfe bilden.
Seltener, aber auch möglich, wird ein Schlaganfall durch eine Hirnblutung ausgelöst. Platzt ein Blutgefäss im Gehirn aufgrund von zu hohem Blutdruck, führt das austretende Blut zu einer Erhöhung des Drucks im Schädel. Die gleichen Folgen, wie bei der Unterversorgung mit Blut treten ein: Nervenzellen sterben an und die Funktion des Gehirns wird gestört.
Noch seltener ist die sogenannte Subarachnoidalblutung. Hier fliesst das Blut aufgrund eines Gefässrisses in der Hirnhaut zwischen Hirnhäuten und Gehirn hin und her.
Woran kann ein Hirnschlag erkannt werden?
Ein Hirnschlag stellt eine Notfallsituation für den Betroffenen dar. Umso schneller er erkannt und behandelt wird, umso geringer sind die langfristigen Folgen, die dieser sein Leben lang mit sich trägt. Ein Schlaganfall lässt sich an den folgenden Symptomen erkennen:
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Sprachstörung im Sprechen oder im Verstehen des Gesprochenem
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Schwindel und Gleichgewichts- oder Koordinationsschwierigkeiten
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Plötzliche Blindheit auf einem oder beiden Augen
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Halbseitige Lähmung oder lähmendes Gefühl wie Kribbeln oder Taubheit in den Armen, Beinen oder einem Teil des Gesichts
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Extreme, ungewohnte Kopfschmerzen, einhergehend mit Übelkeit oder Erbrechen
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Bewusstseinsstörung bis hin zur Bewusstlosigkeit
Abhängig davon, wie gross der betroffene Teil des Gehirns ist und je nachdem, ob die Blutversorgung komplett gestoppt oder nur verringert ist, sind auch die Symptome mehr oder weniger ausgeprägt.
Egal jedoch, wie stark die Symptome auftreten, ist ein Hirnschlag eine Notfallsituation und ein Notarzt sollte umgehend alarmiert werden. Bei einer Erkrankung an einem Hirnschlag zählt vor allem eins: Zeit. Je schneller der Patient eine Behandlung im Stroke Center erhält, umso grösser sind nicht nur die Überlebenschancen, sondern auch das Vermeiden oder Verringern von Folgeschäden.
Transitorische Ischämische Attacke
Verschwinden die oben beschriebenen Symptome nach kurzer Zeit wieder, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine transitorische Ischämische Attacke. Dies sind vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns. Diese sind allerdings nicht weniger gefährlich. In der Regel folgt auf diese Attacke ein Schlaganfall, wenn sich der Betroffene nicht in Behandlung gibt.
Wie wird ein Hirnschlag behandelt?
Bei einem Hirnschlag gilt: Umso schneller behandelt werden kann, umso grösser ist das Überlebensrisiko und umso geringer das Risiko an Folgeschäden. Jede Minute, die das Gehirn nicht mit den lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Blut versorgt ist, sterben Millonen von Nervenzellen ab. Diese sind nicht wieder herstellbar und können grossen Schaden hinterlassen.
Schon bei ersten Warnzeichen sollte ein Arzt kontaktiert werden. Häufig kündigt sich ein Schlaganfall mit kleinen Symptomen an. Flüchtige Sehstörungen, pelziges Gefühl auf der Zunge, Hindernisse im Sprechen oder auch Schwächegefühl und Kribbeln in den Armen können Vorreiter eines Hirnschlags sein.
Die Behandlung in einem Stroke Center umfasst, sobald eine Hirnblutung ausgeschlossen werden konnte, eine intravenöse Thrombolyse. Das bedeutet, befindet sich der Schlaganfall in den ersten 4,5 Stunden, werden Medikamente verabreicht, die das Blutgerinnsel auflösen.
Sind die Bereiche des Verschlusses allerdings zu gross, oder liegt die Diagnose schon mehr als 4,5 Stunden zurück, wird ein Stentretriever eingesetzt. Per Katheter wird ein Metallgitter zu dem Bereich im Gehirn geführt, wo sich das Gerinnsel befindet. Dort wird es entfaltet und lässt das Blutgerinnsel am Metallgitter haften. Beides wird anschliessend mit Hilfe des Katheters herausgezogen.
Wurde ein Schlaganfall allerdings durch eine Hirnblutung ausgelöst, muss die Blutung zunächst gestoppt werden. Die Inhaltsstoffe des ausgetretenen Blutes können das Gehirngewebe direkt schädigen, als auch verursacht der Druck eine Schädigung der Nervenzellen. Hier ist eine Operation notwendig, die das ausgetretene Blut entfernt.
Wie geht es weiter?
Um weitere Durchblutungsstörungen zu verhindern, wird dem Patienten gerinnungshemmende Medikamente verschrieben. Doch vor allem müssen die Risikofaktoren, die einen Hirnschlag auslösen können, behandelt und verringert werden. Häufig trägt der Patient allerdings Folgeschäden eines Hirnschlags. Im Nachhinein geht es also darum, die beeinträchtigten Funktionen wieder herzustellen bzw. zu verbessern. Dies passiert in der Neurorehabilitation und kann teilweise Monate oder auch Jahre lang dauern.
Risikofaktoren verringern und Verbeugung betreiben
Einem Hirnschlag beugt man am besten vor, indem die Risikofaktoren verringert oder gar komplett ausschliesst. Dazu gehört ein hoher Blutdruck, der die Gefässe schädigen kann und damit Blutungen und Gerinnsel auslöst, Herzkrankheiten, die nicht behandelt wurden, zu hohe Blutfettwerte, eine nicht ausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Übergewicht und das Schlaf-Apnoe-Syndrom.
Ein erkranktes Herz kann einen Hirninfarkt begünstigen. Besonders ein Vorhofflimmern kann Blutgerinnsel auslösen, welche ins Gehirn gespült werden können und so einen Schlaganfall auslösen.
Herzinfarkt und Schlaganfall haben die gleichen Faktoren, um das Risiko einer Erkrankung zu verringern oder zu vergrössern. Mit einem gesunden Lebensstil beugen Sie also direkt mehreren Krankheiten vor und mit regelmässigen Check-ups behalten Sie Ihr Risiko im Auge