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Verzicht auf Kandidatur für die Austragung der WorldSkills 2021 in Basel
05.07.17
Die Stiftung SwissSkills, der Bund und der Kanton Basel-Stadt hatten beabsichtigt, für die Durchführung der Berufsweltmeisterschaften 2021 (WorldSkills) in Basel zu kandidieren. Nach eingehender Prüfung der Bewerbung und der damit verbundenen Kosten haben die drei Institutionen beschlossen, auf die Einreichung einer Kandidatur zu verzichten.
Auf der Basis der früheren Austragungen hatte das Schweizer Bewerbungskomitee ein Ausgabenbudget von rund 80 Millionen Franken errechnet. Rund die Hälfte dieses Budgets hätte durch die öffentliche Hand gedeckt werden sollen. Dabei hätte der Kanton Basel-Stadt rund 10 Millionen Franken übernommen. Der Beitrag des Bundes hätte sich auf 30 Millionen Franken belaufen. Dieser Betrag fiel höher aus als ursprünglich erwartet und stellte sich in der derzeit angespannten Finanzlage des Bundes als nicht realistisch heraus. Eine sorgfältige Güterabwägung hat zudem gezeigt, dass die Investitionen in keinem günstigen Verhältnis zum möglichen Ertrag für das duale Schweizer Berufsbildungssystem sowie die regionale und nationale Wirtschaft gestanden hätten. Der Bund, die Stiftung SwissSkills und der Kanton Basel-Stadt als Austragungsort sind deshalb gemeinsam zum Schluss gekommen, auf eine Kandidatur zu verzichten.
Die vorhandenen Mittel sollen nun gezielter für die Stärkung der Berufswettbewerbe im Inland sowie die noch professionellere Vorbereitung der Kandidatinnen und Kandidaten, die an WorldSkills teilnehmen, eingesetzt werden. Dies soll durch eine spezifischere Unterstützung der Organisationen der Arbeitswelt (Berufsverbände) und mittels einer gezielteren Regionalförderung in Zusammenarbeit mit bestehenden Berufsschauen geschehen. Beispielsweise werden 2018 zum zweiten Mal in Bern die Schweizer Berufsmeisterschaften zentral durchgeführt. Der Bund wird sich dabei mit 10 Millionen Franken beteiligen, der Kanton Bern mit weiteren 2 Millionen Franken. Es werden über 1‘100 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer teilnehmen und dabei in 75 Berufen um den Schweizermeistertitel antreten. In 60 weiteren Berufen werden Demonstrationen angeboten.
Die Stiftung SwissSkills und der Bund sind sich einig, dass die Schweiz weiterhin an internationalen Grossanlässen der Berufsbildung, insbesondere an den WorldSkills, teilnehmen soll. Ziel ist dabei, weiterhin Spitzenplätze zu belegen, und so die Qualität des Schweizer Berufsbildungssystems aufzuzeigen. Um dies zu erreichen, muss künftig noch mehr in die professionelle Vorbereitung der Kandidatinnen und Kandidaten investiert werden. Die Organisationen der Arbeitswelt sollen deshalb in ihren Bemühungen im Bereich der Berufswettbewerbe direkter und gezielter unterstützt werden. Im Vordergrund steht einerseits der Aufbau von Expertise, die der Entwicklung von speziellen Fertigkeiten dient, welche für das Bestehen an WorldSkills nötig sind. Andererseits sollen die Berufsverbände unterstützt werden, regelmässig und in der ganzen Schweiz attraktive und publikumswirksame Wettkämpfe durchzuführen.
Im Weiteren will die Stiftung SwissSkills sich bei der Organisation WorldSkills International dafür einsetzen, dass nicht wachsende Grösse, sondern immer bessere Qualität und Exzellenz im Zentrum der Berufsweltmeisterschaften stehen sollen.
Für Rückfragen
Stiftung Swiss Skills
Regierungsrat Reto Wyss, Stiftungsratspräsident, Tel. 041 228 52 01, <email-pii>
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)
Josef Widmer, Stv. Direktor, Tel. 079 548 72 69, <email-pii>
Kanton Basel-Stadt
Ulrich Maier, Leiter Mittelschulen und Berufsbildung, Tel. 061 267 56 30 , <email-pii>
- Dateien:
- World Skills 2021 Medienmitteilung d96 K
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