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Renten-Tabu: Junge nicht am meisten diskriminiert
Die Pensionierten seien die Profiteure, Junge die Geprellten, heisst es. Doch geprellt sind vor allem die wirtschaftlich Schwachen.
Junge müssten für ein überlanges Pensionsalter der Alten zahlen, verbreiten Befürworter tieferer Renten und eines späteren Rentenbeginns. Am meisten benachteiligt sind jedoch die Bevölkerungsschichten mit den geringsten Einkommen und Vermögen. Bei den Auseinandersetzungen über AHV und Pensionskassen wird dies fast immer ausgeblendet.
Grund ist der enorme Unterschied in der Lebenserwartung: Die zehn Prozent der Bevölkerung, die am meisten verdienen und das grösste Vermögen haben, leben im Durchschnitt zehn (Renten-)Jahre länger als die zehn Prozent der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen und Vermögen. Deshalb können die wirtschaftlich Stärksten zehn Jahre länger Renten der AHV und der Pensionskassen beziehen.
Höhere Beiträge nicht für mehr Rentenjahre
Man könnte einwenden, dass die sehr gut Verdienenden viel höhere AHV-Beiträge zahlen als die wenig Verdienenden. Die Beiträge der AHV sind vom Einkommen abhängig und in der Höhe nicht limitiert, die Renten der AHV aber sind für alle auf 3525 Franken monatlich (plafonierte maximale Ehepaarrente) beziehungsweise 2350 Franken (maximale AHV-Rente) begrenzt. Der Grund für die unlimitierten Beiträge ist nicht die längere Lebenserwartung der Vielverdienenden, sondern die soziale Ausgestaltung der AHV: Wer viel verdient, soll an die Renten insgesamt mehr zahlen. Ab einem Lohneinkommen von 84'600 Franken wirken die AHV-Beiträge wie eine Steuer. Ein Anspruch auf eine um viele Jahre längere Auszahlung der Rente besteht nicht.
Bei den Pensionskassen verhält es sich anders: Wer im Laufe des Berufslebens höhere Beiträge bezahlte und damit mehr eigenes Kapital akkumulierte, erhält eine höhere Rente. Zu welcher Rente eine bestimmte gesparte Kapitalsumme führt, wird aufgrund der statistisch errechneten durchschnittlichen Lebenserwartung und der erwarteten Rendite des Kapitals berechnet – einheitlich für Reiche und Arme. Auch bei dieser Berechnung werden wirtschaftlich Schwache diskriminiert, weil sie im Durchschnitt viel weniger lang leben und Rente beziehen.
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Keine
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12 Meinungen
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In der 2. Säule spart bis zum Pensionierungszeitpunkt grundsätzlich jeder für sich selber, die Rente hängt also vom angesparten Kapital und dem Umwandlungssatz ab, nicht jedoch von der Lebenserwartung, da die Höhe der Rente lebenslang garantiert ist. Die Lebenserwartung spielt somit nur indirekt eine Rolle. In folgendem Video wird dies gut illustriert: https://www.youtube.com/watch?v=UVwuKJmuO3w
Eigentlich müsste die erste oder zweite Million leichter zu erreichen sein, als z.B. die Dreissigste. Wenn wir also die Progression der Privatvermögen so anlegen, dass es ab 50 Mio 50 % Steuern gibt, könnte vieles bezahlt werden. Dass die Löhne stärker besteuert werden, als die Geld-aus-Geld-Gewinne (Zinsen, Dividenden usw.) erzeugt Spekulationsgelüste, welche wiederum Arbeitsplätze gefährden. Also müssen auch die Geld-aus-Geld-Gewinne progressiv besteuert werden. Im Moment propagiere ich hier: ab 40000 SFR 80% Steuern. auch die Gehälter müssten progressiv besteuert werden ab 500000 50%.
Die Pensionskassen sollten ind die AHV überführt werden. Die AHV sollte degressiv ausbezahlt werden und das AHV-Alter müsste gesenkt werden - etwa auf 50. Arbeit gibt es genug.
Völlig richtig! Die Staatliche Vorsorge sollte einen ordentlichen Lebensunterhalt abdecken! Diese Vorsorge sollte als einheitliche Kopfpauschale ausgerichtet werden! Das BVG welche wie alle Ersparnisse, nur mit einer Geldmengenerhöhung zu realisieren ist sollte entsprechend umgebaut werden! Diese Risikoanlage sollte Privatsache bleiben und zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer, wie vor der Abstimmung in den 1970er Jahren ausgehandelt werden!
Für die Geldgenerierung ist einzig das BIP zuständig und nicht die von den Ökonomen, Politiker und Medien erfundenen Aktiven (Junge für Alt)!
Mit diesem falschen Denken, könnten die BVG-Rentner behaupten, sie würden das BVG - Altersansparen «finanzieren"! Konnte ich von den genannten Personengruppe, so noch nie erfahren! Zufall?
Solange die Ökonomen und Politiker den Jungen (Aktiven) die Mär ihrer Finanzierung «verkaufen» können und die Merkblätter diesen kreierten Denkfehler noch bestärken, freut es die Wirtschaft, weil sie davon profitiert! Bei korrekter Umsetzung des Umlageverfahrens (Ausgeglichene Rechnung von Abfluss Renten = Rückfluss Beiträge und Lenkungsabgaben) kann kein Loch im Fonds entstehen! Der Fonds (Staat) geht in Vorleistung!
Ich verweise auf den Beitrag von Edgar Huber vom 21.04.17!
Das Renteneintrittsalter resp. Demografie hat keinen ökonomischen Bezug zum Rentensystem im Umlageverfahren! Dafür ist das BIP zuständig und nicht die Anzahl Beschäftigte!
Die Reform Berset 2020 bedient m.E. weiterhin die Fehlkonstruktion?
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