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Im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat Ted Cruz bei den Republikanern die erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa laut US-Medien für sich entschieden. Cruz kommt nach Auszählung der Bezirke auf rund 28 Prozent (27,7) der Stimmen.
In einer Rede an seine Anhänger von Iowa betonte Cruz nach seinem ersten Sieg, dass nicht die Medien oder das politische Establishment in Washington den neuen Präsidenten küren werden, sondern «wir, das Volk».
Rubio überraschend stark
Trump erreicht rund 24 Prozent (24,3) und damit nur rund ein Prozent mehr als Marco Rubio, der mit gut 23 Prozent (23,1) auf dem dritten Platz landete. Der Senator aus Florida schnitt damit deutlich besser ab als erwartet. Für den Immobilienmogul aus New York ist das eine schmerzliche Niederlage.
Rubio hat seine überraschend starke Vorstellung wie einen Sieg gefeiert. «Wenn ich Kandidat werde, werden wir die Partei und die ganze konservative Bewegung einen», sagte Rubio. Der frühere Direktor der Republikanischen Partei in Iowa, Craig Robinson, sagte derweil einen Dreikampf bei den Republikanern voraus.
Trump: «Der zweite Platz ehrt mich sehr»
Nach seinem zweiten Platz will Donald Trump nun trotz knappem Ausgang alle Kräfte auf die nächsten Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina richten.
«Wir werden uns diese Nominierung für die Präsidentschaft holen», rief er seinen Anhängern in Des Moines zu. «Und wir werden Hillary Clinton oder Bernie Sanders oder wen auch immer sie da aufstellen, locker schlagen», sagte Trump.
Trump war mit etwa 24 Prozent Zweiter hinter dem texanischen Senator Ted Cruz geworden. «Ich fühle mich sehr geehrt», sagte Trump. Zu Beginn des Rennens habe niemand gedacht, dass er in Iowa überhaupt unter die ersten Zehn kommen könne.
Der republikanische Bewerber Mike Huckabee stieg nach dem Abschneiden in Iowa aus dem Rennen aus. Das schrieb er bei Twitter.
Laut Josef Braml, Politologe von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, ist die Schlagzeile von Iowa Trumps Niederlage. «Er ist ja der Siegertyp, für den ein zweiter Platz keine Rolle spielt.» Eben deswegen stünde er jetzt gewaltig unter Druck.
Marco Rubio lässt Partei-Establishment hoffen
«Kann er sich in New Hampshire nicht behaupten, wäre er den Beweis schuldig geblieben, dass sich Popularität in Wählerstimmen ummünzen lassen.» Dass Ted Cruz gewinnen würde, sei derweil erwarten gewesen. «Cruz ist der Kandidat der christlichen Rechten, die in Iowa wichtig sind.»