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Schweizer Erfolg am Hahnenkammrennen: Feuz, Janka und Gisin in den Top 5
23. Januar 2016
Ski alpin: Weltcup Abfahrt der Männer in Kitzbühel
Sensationell starke Schweizer Abfahrer auf der Streif: Mit Beat Feuz (2.), Carlo Janka (3.) und Marc Gisin (5.) platzierten sich gleich drei Swiss-Ski Athleten unter den Top 5. Dass die ersten Podestplätze der Saison dem Männerteam ausgerechnet in Kitzbühel gelangen, überrascht. Der Klassiker in Kitzbühel war aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen in diesem Jahr besonders herausfordernd und verlangte den Athleten alles ab.
Beat Feuz klassierte sich mit 0,37 Sekunden Rückstand auf den Italiener Peter Fill im 2. Rang, Carlo Janka wurde Dritter (0,65 zurück). Bessere Platzierungen in der Abfahrt hatte das Schweizer Top-Duo in Kitzbühel zuvor noch nie erreicht. Feuz war 2012 beim letzten Sieg von Didier Cuche Sechster geworden, zwei Jahre später erreichte Janka die gleiche Platzierung. Marc Gisin (1,06 zurück) schaffte mit dem 5. Platz gar sein bestes Weltcup-Ergebnis überhaupt.
Er habe nicht erwartet, dass er nach seiner Fahrt in Führung liegen würde, so Feuz. "Grün in Kitzbühel, das entschädigt für vieles", sagte der Emmentaler im TV-Interview. Feuz bestritt am Hahnenkamm erst seine zweite Abfahrt der Saison, nachdem er sich im Sommertraining in Chile einen Teilriss der Achillessehne zugezogen hatte. Beim Comeback in Wengen hatte er sich im 11. Rang klassiert.
Carlo Janka schaffte nach einem vierten Platz in der alpinen Kombination und einem 9. Platz im Super-G vom Vortag den Sprung auf das Podest. "Es ist mir zum erste Mal gelungen, die Traverse im unteren Streckenteil optimal zu meistern.", bilanzierte der Bündner. Trotz der Freude über den eigenen Erfolg gab Janka zu bedenken, dass die Durchführung des Rennens und aufgrund der schwierigen Bedingungen in diesem Jahr nahe am Limit war. Damit sprach er die zahlreichen Stürze an, die das Rennen überschatteten: Nachdem schon Georg Streitberger nach dem Sprung an der Hausbergkante gestürzt war, schieden an der gleichen Stelle auch Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal aus. Während Streitberger (Kreuzbandriss) und Reichelt (Knochenprellung am Knie) mit dem Helikopter geborgen und zu medizinischen Abklärungen ins Spital gebracht wurden, konnte der an der Nase blutende Norweger selber zu Tal fahren. Nach näheren Untersuchungen wurde aber auch bei ihm ein Kreuzbandriss diagnostiziert, was für den norwegischen Gesamtweltcup-Führenden das Saisonende bedeutet.
Auch Marc Gisin kennt diese Seite des Hahnenkammrennens: Vergangene Saison endete für ihn mit einem Sturz in Kitzbühel. Umso bemerkenswerter ist seine Leistung von Samstag. Mit Startnummer 27 fuhr der Engelberger auf Rang 5 und erreichte damit sein bestes Weltcupresultat.
Am kommenden Samstag (30.01.) stehen die Schweizer Abfahrer in Garmisch-Partenkirchen wieder im Einsatz.
Autor: sda/uhr
Fotos: Keystone