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Palmöl
Palmöl ist allgegenwärtig. In Schokolade, Keksen, Tomatensauce, Chips, Zwieback, Zahnpasta, Gesichtscremes, Sonnencreme oder Waschmittel. In Supermärkten gibt es meist eine grosse Auswahl dieser Produkte. Viele enthalten Palmöl - aber nicht alle. Die Frage, welche Produkte Palmöl enthalten, lässt sich mit einem Blick auf die Zutatenliste klären. Allerdings wird Palmöl nicht immer als solches deklariert. Oft steht auf der Zutatenliste stattdessen "Palmkernöl", "Palmfett", "pflanzliche Öle" oder "pflanzliche Fette".
Was kann ich tun?
- Achten Sie beim Kauf von Produkten wie Körperpflegeprodukten und Lebensmitteln darauf, dass sie kein Palmöl enthalten.
- Alternativen sind Raps-, Sonnenblumen- und Kokosöl.
Direkte Folgen - Regenwaldabholzung
Weil Palmöl in vielen unserer Produkte steckt, ist die jährliche Produktionsmenge an Palmöl entsprechend hoch. 2011 lag diese bei 54 Millionen Tonnen - Tendenz steigend. 85 % der globalen Palmölproduktion erfolgt in Indonesien und Malaysia. Dort wo heute Palmölplantagen wachsen, war früher überall Regenwald und die Fläche der Palmölplantagen nimmt weiter zu. Mit dem Regenwald verschwindet der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Daher sind etliche Arten unmittelbar vom Aussterben bedroht - so etwa die Orang-Utans, Nasenaffen und Sumatra-Nashörner.
Indirekte Folgen - Klimawandel
Die globale Waldzerstörung ist verantwortlich für rund einen Fünftel des weltweiten CO2-Ausstosses. Das ist mehr, als alle Flugzeuge, Autos und Züge zusammen verursachen.
Nachhaltiges Palmöl?
Es gibt diverse Organisationen, die sich der nachhaltigen Produktion von Palmöl verschrieben haben. Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn durch die Produktion weder Regenwald noch Torfland zerstört, noch soziale Konflikte verursacht werden. Leider ist nach wie vor der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt gering.