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Sina Baumeler Dipl. Hörgeräteakustikerin
Die Tonaudiometrie oder Tonschwellenaudiometrie, ist die erste Hör-Messung bei Verdacht auf Hörverlust. Sie misst, wie der Name definiert, die hörbaren oder nicht mehr hörbaren Töne übers Ohr. Die Messung der Hörschwelle wird vom Hörakustiker oder Ohrenarzt übers Tonaudiogramm grafisch ausgewertet.
Der Frequenz- oder Ton-Test wird beim Hörakustiker oder Ohrenarzt (HNO/ORL) mittels Audiometer über Kopfhörer, Knochenleitungshörer oder Lausprecher durchgeführt. Die Tonaudiometrie ist ein subjektives Messverfahren zur Überprüfung nach einer Schwerhörigkeit. Mit diesem Prüfverfahren lassen sich schnelle und zuverlässige Ergebnisse vom Gehör aufzeigen. Bei Kindern mit geringer Aufmerksamkeit, werden alternative Messungen wie Spielaudiometrie durchgeführt. Die Messresultate vom Tontest werden auf einem Audiogramm bildlich festgehalten, um diese mit dem Probanden, Patienten oder Kunden zu besprechen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Tonaudiometrie über den Luftleitungshörer
- 2 Tonaudiometrie Messung über Audiometer Messgerät
- 3 Tonaudiometrie über den Knochenleitungshörer
- 4 Unbehaglichkeitsschwelle in der Tonaudiometrie
- 5 Tonaudiometrie-Messung in schallfreier Hörprüfkabine
- 6 Ergebnis der Tonaudiometrie
- 7 Das Tonaudiogramm als grafische Auswertung der Tonaudiometrie
- 8 Was misst die Tonaudiometrie?
Tonaudiometrie über den Luftleitungshörer
Die Tonaudiometrie wird zu allererst über einen Kopfhörer beim Kunden durchgeführt. Hierbei werden dem Kunden Töne mit unterschiedlichen Frequenzen und Lautstärken vorgespielt. Der Kunde muss dabei angeben bei welcher Lautstärke er den jeweiligen Ton über den Kopfhörer wahrnimmt. Bei dieser Variante spricht man von einem Luftleitungshörer, da die Töne beim Kunden über die Luft am Ohr ankommen und gehört werden.
Tonaudiometrie Messung über Audiometer Messgerät
Eine Tonaudiometrie-Messung wird über ein sogenanntes Audiometer durchgeführt. Dieses Messgerät spielt verschiedene Tonfrequenzen in unterschiedlichen Lautstärken ab, in der Regel von nicht hörbar leise, zu hörbar laut. Sobald der Proband den abgespielten Ton hört, muss er dies dem Prüfer mittels Handzeichen, Drucktaster oder Sprachsignal wie einem "Ja" mitteilen. An dieser Schwelle wird der Wert im Audiometer eingeloggt.
Zur Durchführung einer Audiometrie (Sprach- oder Tonaudiometrie), wird ein Audiometer-Messgerät eingesetzt.
Tonaudiometrie über den Knochenleitungshörer
Als nächsten gibt es die Tonaudiometrie über einen sogenannten Knochenleitungshörer. Dieser Lautsprecher wird auf den Masteoid angesetzt. Dieser Knochen befindet sich hinter dem Ohr und auch über ihn können wir hören. Der Rest der Prüfung verläuft wie bei der Audiometrie über den Luftleitungshörer. Der Kunde muss wieder angeben bei welcher Lautstärke er welchen Ton hören kann. Je nach Ergebnis kann man mögliche Ursachen und Arten von Schwerhörigkeiten festlegen und damit auch die Möglichkeiten von Behandlungen und Therapien besprechen.
Unbehaglichkeitsschwelle in der Tonaudiometrie
Zum Schluss wird noch eine Unbehaglichkeitsschwelle gemessen. Hierbei geht es darum herauszufinden wie empfindlich der Kunde auf laute Pegel reagiert. Es werden entsprechend laute Töne vorgespielt bis es dem Kunden unangenehm wird. Dies wird jedoch nur über die Luftleitung gemessen.
Tonaudiometrie-Messung in schallfreier Hörprüfkabine
Die audiologischen Ton-Messungen werden in einer gemeinsamen Hörkabine durchgeführt oder in einer Hörprüfkabine, in welcher der Proband in der schalldichten Kabine sitzt und der Hörakustiker oder HNO-Arzt ausserhalb der Kabine.
Während der audometrischen Ton-Messungen sitzt der Proband in einer schalldichten Hörprüfkabine.
Ergebnis der Tonaudiometrie
Nach der kompletten Messung der Tonaudiometrie gibt das Ergebnis Aufschluss über den Grad und den Verlauf der Schwerhörigkeit. Ausserdem kann man mit Hilfe des entstehenden Tonaudiogramms mögliche Ursachen feststellen und so weitere Massnahmen besprechen. Die Messresultate vom Tonschwellen-Hörtest werden auf einem Audiogramm bildlich festgehalten, um diese mit dem Probanden, Patient oder Kunden zu besprechen.
Das Tonaudiogramm als grafische Auswertung der Tonaudiometrie
Anhand des Tonaudiogramms können Ohrenarzt und Hörgeräteakustiker Ihren Patienten und Kunden Ihre Hörschwelle und Unbehaglichkeitsschwelle bildlich darstellen und erklären. Eine mögliche Schwerhörigkeit kann so mittels Hörverlust-Graden aufgezeigt und erklärt werden.
Das rote Diagramm steht für das rechte Ohr und das blaue Diagramm für das linkse Ohr. Die runden Kreise und die X stehen für die Hörschwelle bei unterschiedlichen Ton-Frequenen und die U's stehen für die Unbehaglichkeits-Schwelle, also dort wo es unerträglich laut wird. Die X-Achse zeigt die verschiedenen Frequenzen - von links nach rechts werden die Frequenzen immer höher und heller. Die Y-Achse zeigt die Lautstärke - von Oben nach Unten werden die Töne immer lauter.
Das Tonaudiogramm zeigt grafisch Hörschwelle und Unbehaglichkeitsschwelle dar (Rot = rechts & Blau = links).
Was misst die Tonaudiometrie?
Die Tonaudiometrie misst die Hörschwelle einzelner Frequenzen (Töne) und die Unbehaglichkeitsschwelle. Bei audiometrischen Messungen über ein sogenanntes Audiometer-Messgerät, werden Patienten Töne in verschiedenen Lautstärken über Kopfhörer, Knochenleitungshörer oder Lautsprecher abgespielt. Der HNO-Arzt und Hörakustiker ermitteln damit grafisch das Hörvermögen mittels Audiogramm.