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(ots) - Der Bundesrat hat zuhanden des Parlaments einen Bericht
verabschiedet, der einen umfassenden Überblick gibt über die im
Bereich der Gleichstellung der Geschlechter ergriffenen Massnahmen
der Bundesbehörden. Die Bilanz ist zwar ermutigend, vor allem in den
Bereichen Bildung und Wirtschaft, doch bis das Anliegen der
Geschlechtergleichstellung systematisch in allen Tätigkeitsfeldern
der Bundesverwaltung verankert ist, sind noch Anstrengungen nötig.
Der Bericht über die Umsetzung des Aktionsplans der Schweiz
"Gleichstellung von Frau und Mann" durch die Bundesbehörden wurde
aufgrund eines Postulats des Nationalrats von Mai 2000 erarbeitet.
Er wird den Eidgenössischen Räten auf die Wintersession 2002
zugestellt.
Der Aktionsplan ist Teil der Folgearbeiten zur 4. UNO-
Weltfrauenkonferenz von Beijing (1995). Er wurde 1999 veröffentlicht
und enthält 13 Kapitel mit insgesamt 287 Massnahmen, in denen die in
der Gleichstellungspolitik anstehenden Aktivitäten zusammengefasst
werden. Heute, drei Jahre nach Erscheinen des Aktionsplans, kann man
sich mit dem vorliegenden Bericht ein detailliertes Bild der von den
Bundesbehörden geleisteten Umsetzungsarbeiten machen. Auf nationaler
Ebene zu erwähnen ist z.B. die Schaffung einer Fachstelle Gender
Health sowie einer Fachstelle gegen Gewalt, insbesondere gegen
Frauen, und der erste Schweizer Bericht zum UNO-Frauenübereinkommen.
Auf internationaler Ebene wird u.a. gezeigt, wie sich die Schweiz im
Rahmen der OSZE im Kampf gegen Frauenhandel einsetzt und
systematisch die Geschlechterperspektive in die
Entwicklungszusammenarbeit einbezieht.
Die meisten der im Aktionsplan aufgeführten Massnahmen wurden
umgesetzt, manche nur teilweise und andere sehr weitgehend. Am
besten gelang dies in den Bereichen Bildung und Wirtschaft. An den
Universitäten und Fachhochschulen sowie in der Arbeitswelt sind
konkrete Projekte zur Förderung der Chancengleichheit, z. B.
Anreizprogramme und Einrichtung von Krippen, umgesetzt worden.
Statistiken und Studien zu Diskriminierungen der Frauen im
Erwerbsleben und in den Sozialversicherungen wurden veröffentlicht.
Schwierigkeiten bei der Umsetzung sind in der Regel auf den Mangel
an finanziellen und personellen Ressourcen zurückzuführen.
Die Departemente und Ämter sind aufgerufen, ihre Bemühungen
fortzusetzen und die Gleichstellungsperspektive in all ihre
Programme und Massnahmen sowie in ihre alltägliche Praxis
aufzunehmen (gender mainstreaming). Die Bundesverwaltung verfügt
noch nicht über alle dafür nötigen Instrumente, doch sind Bemühungen
im Gang, diese zu entwickeln.
EIDG. DEPARTEMENT DES INNERN
Presse- und Informationsdienst
Auskünfte: Patricia Schulz, Direktorin des Eidg. Büros für die
Gleichstellung von Frau und Mann, Tel. 031 322 68 40
Beilage: Bericht