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19990512 01 Starkregen und Hochwasser Nordschweiz
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Der Mittwoch vor Auffahrt 1999 wird wohl vielen in nachhaltiger Erinnerung bleiben. In weiten Teilen der Nordschweiz regnete es an diesem Tag wie aus Kübeln. Gebietsweise prasselten innert 24 Stunden weit über 100 mm Wasser auf den Boden (in Buchs-Suhr z.B. 103 l/m2 innert 18 Stunden). Die Folge waren Sturzbäche, Erdrutsche und grossflächige Ueberschwemmungen.
In der folgenden Radarbildsequenz werden die Scans von 04.00 Uhr, 11.00 Uhr, 16.00 Uhr und 19.00 Uhr gezeigt:
Sie repräsentieren recht gut den Verlauf der Niederschläge in der Region Zürich:
Intensiver Regen in den Stunden nach Mitternacht (Bild um 04 Uhr)
Eine Phase mit Regenpausen am Vormittag (Bild um 11 Uhr)
Erneut intensiver Regen am Nachmittag (Bild um 16 Uhr)
Noch einige Regenschauer am Abend (Bild um 19 Uhr)
Die Radarbilder belegen eindrücklich, dass der Regen keineswegs mit gleichmässiger Intensität fiel. Intensive Regenschauer wechselten sich mit Perioden eher schwächerer Regenintensität. Die Schauerzonen waren dabei oft linienförmig angeordnet und blieben längere Zeit an Ort oder wanderten nur sehr langsam weiter.
Auszug aus dem Witterungsbericht Mai 1999 der Meteoschweiz:
http://www.meteoschweiz.ch/web/de/forschung/wissenswertes/besondere_ereignisse/extreme_niederschlaege.html
TA Artikel vom 14. Mai zur Situation im Kanton Zürich:
http://www.hochwasser.zh.ch/internet/bd/awel/wb/hw/de/hochwasser/hw_ereignisse/mai_1999.SubContainerList.SubContainer1.ContentContainerList.0003.DownloadFile.pdf
Unwetterereignisse im Alpenraum => eine Analyse im Auftrag der Alpenkonferenz vom 30./31. Oktober 2000 in Luzern
Radarbilder und Radar-Animationen vom 12. Mai 1999
Eine Dokumentation von MeteoRadar Schmid
1. Einzelbilder
Das erste Beispiel zeigt ein sog. Komposit-Bild der drei Radarstationen der SMA-MeteoSchweiz (Albis, La Dole und Monte Lema). Das Bild liefert eine hervorragende Übersicht über die Niederschlagsverteilung in der Schweiz und im benachbarten Ausland.
Dieses Beispiel zeigt ein Radarbild des ETH-Radars auf dem Hönggerberg bei Zürich. Der Messbereich umfasst die Zentral- und Nordostschweiz.
Das letzte Einzelbild zeigt einen vergrösserten Ausschnitt von Zürich und Umgebung.
2. Animationen
Es folgen total 6 Animationen. Jede Animation umfasst 6 Stunden. Die zeitliche Auflösung ist 5 Minuten.
3. Niederschlags-Akkumulation
Die folgenden drei Beispiele zeigen die Radar-geschätzte Regensumme über die Periode von 00 - 18 Uhr. Die Beispiele illustrieren die hervorragenden Möglichkeiten des Radars zur Erfassung der Feinstruktur von Starkniederschlägen. Andererseits sind die Radarmessungen zum Teil durch verschiedene Effekte (Filterung von Bodenechos, Schmelszone) verfälscht, welche bei der Interpretation unbedingt zu berücksichtigen sind. Das SMA-Radar beispielsweise unterschätzt die Regenmenge in einem Streifen von Thalwil bis Altdorf infolge zu starker Clutter-Filterung. Das ETH-Radar andererseits überschätzt die Regenmenge z.B. im Raum St. Gallen - Walensee, da dort der Radarstrahl auf die Schmelzzone (Übergang Regen-Schnee) trifft. In grosser Distanz sieht zudem das ETH-Radar keinen Niederschlag, da sich der Radarstrahl über den Niederschlagswolken befindet.
Abgesehen davon zeigen beide Radars besonders hohe Regensummen in einem Streifen, welcher etwa von Olten über Zürich bis in die Ostschweiz reicht.
4. Dank
Wir danken folgenden Institutionen, welche die Herstellung dieser Dokumentation ermöglicht hatten:
- SMA-MeteoSchweiz
- Institut für Atmosphärenphysik der ETH-Zürich
- Meteodat GmbH
Adresse des Autors:
Dr. Willi Schmid
MeteoRadar Schmid
Räbacher 4
CH-8143 Stallikon
Copyright: MeteoRadar Schmid
Weitere Links zu Analysen und Berichte
http://www.bafu.admin.ch/hydrologie/01834/02041/02045/index.html
http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00412/index.html?lang=de
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http://www.bafu.admin.ch/hydrologie/01834/02041/02045/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCEdYN5gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--