Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03588.jsonl.gz/637

Demente Leute sind oft dehydriert, weil sie vergessen, zu trinken. Jetzt hat ein junger Mann die Lösung für das Problem gefunden.
Wer an Demenz leidet, der trinkt oftmals als Folge zu wenig Wasser. Betroffene haben kein Durstgefühl mehr, wissen nicht mehr, wie man den Durst löscht oder sind mit den Händen nicht mehr geschickt genug, um zu trinken. So auch das Grosi von Lewis Hornby, die einfach vergessen hatte, zu trinken.
Als sie ins Spital eingeliefert werden musste, nahm sich der junge Student vor, seinem Grosi und auch anderen Betroffenen auf dieser Welt zu helfen. Um zu verstehen, wie demente Leute denken und handeln, lebte der Londoner zunächst einige Wochen bei seiner Grossmutter im Altersheim und redete mit einem spezialisierten Psychologen.
Lewis fand heraus, dass es den meisten Dementen leichter fällt zu essen, als zu trinken. Also entwickelte er essbare Wasser-Drops, die 90 % aus Wasser bestehen. Er hat viele verschiedene Wege ausprobiert, den Leuten das essbare Wasser schmackhaft zu machen. Die beste Version war es, die Wasserkugeln wie Süssigkeiten aussehen zu lassen. So hat seine Grossmutter innerhalb von 10 Minuten insgesamt sieben Wassertropfen gegessen, was etwa einem Glas Wasser entspricht. Normalerweise hätte sie für ein Glas Wasser viel länger gebraucht.
Auch bei der Verpackung hat sich das kluge Köpfchen etwas überlegt. Die Bonbons stecken in schönen durchsichtigen Kästchen. Die bunten Wassertröpfchen sind rund um die Uhr für die Leute sichtbar sind erinnern an Pralinenschachteln. So kommen Demenzpatienten schneller in Versuchung, eine Süssigkeit zu naschen. Es erinnert zudem nicht im entferntesten an ein Medikament, was die Erfolgsrate nochmals erhöhen dürfte!