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Beschreibung
Angaben zum Brett:
Sehr guter Zustand
Bewertung:
Yves Beck : 100Punkte
Parker : 98+ Punkte
Das Château Léoville-las-Cases ist eines der berühmtesten Weingüter von Bordeaux. Seit 1855 ist das Weingut als „Deuxième“ Grand Cru Classé eingestuft, zweithöchste Stufe der Bordeaux-Klassifizierung.
Die Weinberge von Léoville-Las-Cases gehörten zu den ältesten des Médoc und waren im 17. Jahrhundert Teil des «Mont Moytié». Zu dieser Zeit war das Anwesen im Besitz von Blaise Alexandre de Gasq, dem Herrscher von Léoville. Dieser seinen Wein zu einem der Besten Grand Crus machen und entsprechend verbesserte er die Qualitäten im Rebberg sowie im Keller. Kurz vor der Französischen Revolution war seine Mission vollbracht, er hinterliess nach seinem Tod ein Weingut, dessen Weine in Sachen Qualität und Preis denen von Lafite und Latour in keiner Weise nachstanden.
Während der Revolution wurden die 300 Hektar Rebfläche aufgeteilt, ein Viertel wurde zum heutigen Château Léoville-Barton. Im Jahr 1840 ging ein kleiner Teil der Reben an den Baron de Poyferré. Der Grossteil des ursprünglichen Gutes aber ging an Pierre-Jean, den Marquis von Las Cases. Im Rahmen der Klassifizierung im Jahr 1855 wurden alle drei Léoville-Güter als 2eme Grand Cru Classé eingestuft. 1900 trennte sich die Las-Cases-Familie vom Anwesen, der damalige Verwalter übernahm es und gab es später an seinen Schwiegersohn André Delon weiter. Heute ist es der charismatische und originelle Jean-Hubert Delon, der mit eiserner Hand das Château Léoville-Las-Cases sowie seine beiden anderen Güter, Château Nénin und Château Potensac leitet.
Der Grand Vin stammt heute von einer 97 Hektar grossen Parzelle im Norden von Saint-Julien (60 Hektar davon liegen in einem durch Mauern geschlossenen «Clos»). Von dieser Parzelle aus geniesst man eine herrliche Aussicht auf die Gironde. Der «Clos du Marquis» stammt ebenfalls aus Saint-Julien, allerdings von Parzellen (ca. 20 Hektar), die im Westen der Appellation in der Nähe von Château Léoville-Poyferré liegen. Aus den restlichen Parzellen wird seit 2007 der Zweitwein Namens «Le Petit Lion du Marquis de Las Cases» (Deutsch: der kleine Löwe des Marquis von Las Cases») produziert.
Das Terroir ist komplex. Es besteht aus einer quartären Kiesoberfläche welche auf sandig-lehmigen und kalkhaltigen Kiesel-Lehm-Untergründen ruht. Die nahe gelegene Gironde, auf welche man vom Gut aus eine spektakuläre Sicht hat, ist mitverantwortlich für die unglaubliche Bodenvielfalt von Château Léoville-Las-Cases, hat sie doch im Laufe der Zeit die komplexen, geologische Unterschichten mit Kies überlagert. Der Fluss ermöglicht zudem ein Mikroklima, welches eine frühe Reifung der Trauben und einen guten Frostschutz fördert.
Der Rebsortenspiegel besteht hauptsächlich aus Cabernet Sauvignon (65%), rund 20% Merlot und 12% Cabernet Franc. Ergänzt wird er mit einem kleinen Anteil (3%) Petit Verdot. Die Reben sind durchschnittlich 30 Jahre alt und die Ernte erfolgt von Hand. Während dem ganzen Produktionsprozess der erhabenen Léoville-Las-Cases Weine ist Jean-Hubert Delon anwesend. Mit seinen ausgezeichneten Terroir-Kenntnissen möchte er Weine produzieren, die ihre Herkunft so gut wie möglich widerspiegeln. Es sind komplexe, intensive Weine mit aussergewöhnlich viel Tiefe. Von gewissen Kritikern wird Léoville-Las-Cases als einer der grössten Weine von Bordeaux eingestuft, somit spielt der Wein faktisch in der Liga der Premiers Crus. Die Weine altern entsprechend gut: Idealerweise entkorkt man erst nach 10 bis 15 Jahren die erste Flasche Léoville-Las-Cases, gewisse Jahrgänge können gut und gerne 50 oder mehr Jahre gelagert werden.