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Die Formel 1 fährt in dieser Saison bei drei Grand Prix zusätzlich Sprintrennen, jeweils am Samstag des Renn-Wochenendes. Diese Läufe über die Distanz von jeweils 100 Kilometern und mit einer Dauer von rund einer halben Stunde werden anstelle der Qualifikation die Startaufstellung für die Grand Prix am Sonntag ermitteln.
Dies teilte der Weltverband FIA am Montag nach einem einstimmigen Votum der Formel-1-Kommission mit. Nach dem ersten Training am Freitag wird es dann anstatt einer weiteren Übungseinheit eine Qualifikation für das Sprint-Spektakel geben. «Ich freue mich darauf, dass die Action weiter gesteigert wird», sagte Jean Todt, der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA.
Noch ist nicht endgültig klar, bei welchen Grand Prix diese Sprintrennen ins Programm rücken. Zwei sollen in Europa gefahren werden, eines in Übersee. Laut «Auto Motor und Sport» soll die Premiere in Silverstone (17./18. Juli) über die Bühne gehen, geplant sind auch Sprintrennen in Monza (11./12. September) und im brasilianischen Interlagos (6./7. November). Der Sieger eines Sprintrennens erhält drei WM-Punkte, der Zweite zwei und der Dritte einen Zähler.
«Wir wollen den Fans über das ganze Wochenende hinweg etwas bieten», sagte Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn. «Der Grand Prix am Sonntag ist fantastisch und wir wollen ihn nicht kannibalisieren.» Ziel sei es, bereits am Freitag und Samstag mehr Aufmerksamkeit zu generieren. «Der Freitag ist im Moment wirklich für die Aficionados. Das Training am Freitag zu sehen, macht Spass, aber es gibt keinen Abschluss. Aber an einem Freitag haben wir jetzt bei diesen ausgewählten Events die Spannung des Qualifying-Formats.
Klar scheint: Wenn das Format gut ankommt, wird es kaum bei drei Rennen bleiben. Das bestätigt auch Brawn: «Wir möchten sehen, wie sich die Fans darauf einlassen und ob das kurze Format ansprechend ist, ob es mit dem Hauptrennen funktioniert. Wir glauben, das wird es. Wir glauben, dass es sehr aufregend sein wird.»
Er glaube jedoch nicht, dass bei einem Erfolg der Sprintrennen diese vor jedem GP durchgeführt werden, sagte Brawn weiter. «Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Format in Monaco so erfolgreich wäre. Ich denke, es wird eine begrenzte Anzahl von Rennen sein, aber das ist noch nicht entschieden.»
Bei den Grand Prix mit Sprintrennen wird gemäss motorsport-total.com bereits ab Freitag eine Parc-Fermé-Regelung eingeführt. Das heisst, dass keine grösseren Änderungen am Auto mehr möglich sein werden. Die FIA möchte damit verhindern, dass die Teams spezielle Autos für das Qualifying bauen, die sie danach für die zwei Rennen komplett umbauen. (ram/sda/dpa)