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Behandlung eines Bandscheibenvorfalls der Lendenwirbelsäule
Lumbale Diskushernie
- An folgenden Standorten
- St.Gallen
Konservative Behandlungsmethoden
Neben der körperlichen Schonung hat die optimale, medikamentöse Behandlung zum Ziel, den Schmerz und die Muskelverspannung zu bekämpfen. Die Medikamente können in Form von Tabletten oder mit Hilfe einer Schmerzinfusion verabreicht werden. Lokale Wärmeanwendungen können eine entspannende Wirkung auf die verspannte Rückenmuskulatur haben.
Nach Abklingen der akuten Schmerzphase sollte mittels krankengymnastischer Übungen mit der Stabilisierung der Wirbelsäule und der Verstärkung der Bauch- sowie der Rückenmuskulatur begonnen werden.
Wenn mit einer konservativen Therapie keine ausreichende Besserung erreicht wird oder sogar eine Verschlechterung der Beschwerden bzw. Symptome eintritt, sollte, unter Berücksichtigung der nachfolgenden Kriterien, eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden.
- nach einer akuten Schmerzphase hören die Schmerzen auf und gleichzeitig treten Lähmungen auf (Wurzeltod)
- es besteht zusätzlich ein akut aufgetretenes Caudasyndrom mit Blasen- und Mastdarmstörungen (erfordert eine Notfalloperation)
- der Bandscheibenvorfall tritt in Kombination mit deutlichen, neurologischen Ausfallerscheinungen auf
- die Schmerzen sind therapieresistent
- die Beschwerden treten trotz langer konservativer Behandlung immer wieder auf
Operative Massnahmen
Die Operation wird mit dem Operationsmikroskop durchgeführt. Dadurch ist die Traumatisierung des Gewebes auf dem Weg zum Bandscheibenvorfall minimal (3-4 cm langer Hautschnitt) und die Ablösung der Rückenmuskulatur von der Wirbelsäule entsprechend klein. Unter Vollnarkose wird der Bandscheibenvorfall im Spinalkanal dargestellt und mit speziellen Mikrofasszangen entfernt. Auf die Verwendung von Implantaten kann verzichtet werden.
Am ersten Tag nach der Operation ist die Mobilisation des Patienten das Ziel. Die Patienten stehen mit Hilfe der Physiotherapie auf. Dank der Betreuung durch das Physiotherapeuten-Team lernt der Patient schon vor aber auch nach der Operation das richtige Verhalten nach einer solchen Operation.
Seit 2007 werden in der Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen lumbale Bandscheibenvorfälle in ausgewählten Fällen auch endoskopisch operiert. Für diese Technik eignen sich insbesondere "frische" und auf ein Niveau beschränkte (und somit unter endoskopischer Sicht gut zugängliche) Bandscheibenvorfälle.