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Die Luftfahrt mag weltweit, vor allem aber in Asien, Afrika und Südamerika ein grosses Wachstum aufweisen. Muss Zürich deshalb mit Singapur konkurrieren?
Zürich, wie auch andere europäische Flughäfen, müssen mit ruinösen Dumpingpreisen Scheinbedürfnisse kreieren. Hubs jagen sich gegenseitig die Passagiere ab und klagen dann über Kapazitätsengpässe. Bevor man in Hinblick auf eine mehr als unsichere Entwicklung eine vierte Piste in Dübendorf wünscht, könnte man vielleicht die bestehende, zu kurze dritte Piste in Kloten ausbauen. Das dürfte genügen.
Die Lärmproblematik soll übertrieben sein - nicht für die Betroffenen, die sich kaum damit trösten lassen, dass Herr Widmer zu wissen meint, wie viel leiser die künftigen Flugzeuge einmal sein werden.
Interessant seine Bemerkung, dass die Flugbewegungen nicht so stark zunehmen werden – weshalb dann die vierte Piste? Alles in allem Gedankenspiele eines sogenannten Experten mit wenig Bezug zur Realität.
Die Probleme in Zürich, lassen sich lösen, wenn man bereit ist, einen kleineren Hub, mit etwas weniger dichtem Flugplan zu betreiben. Die heutige Anzahl angeflogener Destinationen und Direktverbindungen ist ausreichend und kann einigermassen bevölkerungsverträglich betrieben werden.
Wittmers Forderung, dass Bundesbern den Betrieb des Flughafens diktieren soll, steht so quer in der Landschaft wie der Vergleich der Schweiz mit Singapur und spricht für sein Demokratieverständnis.
Matthias Dutli, Präsident VFSN
Medienmitteilung VFSN, 09.05.2016
siehe auch:
«Die Lärmproblematik wird oft übertrieben» (NZZ)