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Das Biom des Amazonas-Regenwald verteilt sich in Brasilien auf folgende Bundesstaaten: Acre, Amapá, Amazonas, Pará, Rondônia, Roraima und ein kleiner Teil der Bundesstaaten Maranhão, Tocantins und Mato Grosso.
Fläche:
368.989.221 Hektar, das sind 3,69 Millionen Quadratkilometer oder zehnmal die Fläche der Bundesrepublik Deutschland.
Arten:
Dichter ombrophiler Wald – offener ombrophiler Wald – dezidualer und semidezidualer, stationärer Wald – Campinarana – Pionier-Formationen – montane Refugien – Amazonas-Savannen – Festlandwälder – Várzea-Wälder – Igapó-Wälder.
Einheiten:
Amazonien wird von so genannten Konservierungs-Einheiten (UC) beschützt: Einheiten zu Erhaltung und Gesamtschutz – 7,76% (Nationalparks, Biologische Reservate und Ökologische Stationen), Einheiten zur Konservierung und erhaltenden Nutzung – 14,37% (Reservate für Sammlertätigkeit, Nationalforst und Umweltschutz-Gebiete). Insgesamt 302 Ucs mit einer Fläche von 127.353.798 Hektar – davon 131 der Landesregierung und 171 unter staatlicher Obhut.
Kurzbeschreibung:
Der Amazonas-Regenwald ist das grösste tropische Waldgebiet unseres Planeten und besitzt ein sensibles ökologisches Gleichgewicht. Der Boden dieses Bioms ist schwach, mit niedrigem Nährstoffgehalt, leicht sauer und stark sandig – der Wald lebt von seinem eigenen organischen Material, denn die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens ist sehr gering – von den Mineralien der vegetativen Biomasse wird nur ein geringer Teil vom Boden aufgenommen, der grösste Teil verbleibt auf der Oberfläche.
Das hydrografische Amazonasbecken ist das grösste der Welt – sein bedeutendster Strom ist der Rio Amazonas mit 1.100 Nebenflüssen. In diesem Biom herrscht während des ganzen Jahres ein warmes Klima, mit einer mittleren Temperatur von 25oC. Diese Region ist die feuchteste des Landes, sie präsentiert eine mittlere Niederschlagsmenge von 2.000 mm pro Jahr. Es gibt zwei Jahreszeiten: die trockene und die regenreiche.
Die Flüsse Amazoniens mit ihren Stränden, Sumpfgebieten, Bächen, überfluteten Wäldern, Seen der Várzea, Inseln mit aquatischer Vegetation und Deltas, sie alle sind bewohnt von einer enormen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Amazonien ist deshalb auch als bedeutendstes Zentrum der Biodiversifikation der Welt bekannt. Letzte Registrierungen belegen, dass Amazonien mindestens 334 Arten von Säugetieren beherbergt, 1.300 Vogelarten, 550 Reptilien, 163 Amphibien, 1.800 Arten von Fischen, und 3.712 Wirbellose wurden klassifiziert.
Solche Aufstellungen über die Fauna und Flora werden besonders in Amazonien durch die ungeheure Ausdehnung dieser Region behindert – man nimmt an, dass viele Spezies verschwinden, noch bevor man sie überhaupt entdeckt hat. Der Amazonas-Regenwald ist auch die Wiege unzähliger indigener Völker und stellt eine unschätzbare Quelle wertvollster Rohstoffe dar (für die Ernährung, für die Medizin, für die Industrie und viele weitere Belange der Menschheit).