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Das Wichtigste in Kürze
- Josephine Baker war zwar US-Amerikanerin, wird jedoch in Frankreich als Heldin gefeiert.
- Dies aufgrund ihres Einsatzes während des Zweiten Weltkriegs.
- Am 30. November wird sie in die nationale Ruhmeshalle aufgenommen.
Die gebürtige US-Amerikanerin Josephine Baker gilt in Frankreich als Heldin des Zweiten Weltkriegs. Um ihre Verdienste zu würdigen, wird ihr nun posthum die höchste Ehre des Landes zuteil.
Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Josephine Baker (1906-1975, «Zouzou») kam zwar in den USA zur Welt. Sie wird aber insbesondere in Frankreich als Heldin des Zweiten Weltkriegs verehrt. Um die Anstrengungen der Widerstandskämpferin zu würdigen, wird sie posthum ins Pariser Panthéon aufgenommen – als erste schwarze Frau überhaupt.
Feierliche Zeremonie für eine Kriegsheldin
Wie «Le Parisien» am Sonntag (22. August) berichtete, solle Baker am 30. November im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in die nationale Ruhmeshalle aufgenommen werden. In dieser fanden bereits berühmte Franzosen wie Physikerin Marie Curie (1867-1934) und der Philosoph Voltaire (1694-1778) ihre letzte Ruhestätte.
Auf Wunsch der Familie soll ihr Grab in Monaco bleiben.
Die Entscheidung soll vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron (43) höchstpersönlich abgesegnet worden sein. Nur das Staatsoberhaupt entscheidet in Frankreich in letzter Instanz, wem die höchste Ehre des Landes zuteil wird.
Im Zweiten Weltkrieg arbeitete Josephine Baker für die Résistance
Die 1906 in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) geborene Entertainerin flüchtete 1925 vor Rassismus und Rassentrennung über den Atlantik. Sie nahm 1937 die französische Staatsbürgerschaft an.
Die spätere Burlesque-Ikone war der erste schwarze Show-Star in Europa. Sie gilt in Frankreich aufgrund ihres mutigen Einsatzes während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsheldin. Dank einer Pilotenausbildung assistierte Baker dem französischen Roten Kreuz als fliegende Krankenschwester.
Sie arbeitete ausserdem für den Geheimdienst und die Résistance. Baker starb 1975 im Hôpital de la Salpêtrière in Paris und wurde anschliessend in Monaco beigesetzt.