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Das "schwache Marktumfeld" führt beim PC-Ware-Konzern zu Verlusten – Bei PC-Ware Schweiz aber stieg der Umsatz.
Für den zu einem grossen Teil auf den Software-Lizenzhandel spezialisierten PC-Ware-Konzern ist das erste Quartal (April bis Juni) seines neuen Geschäftsjahr schlecht gelaufen. Der auch in mehreren anderen Ländern Europas tätige deutsche IT-Dienstleister musste verglichen mit dem entsprechenden Quartal des Vorjahrs einen Umsatzrückgang um 6,3 Prozent auf 216,4 Millionen Euro hinnehmen und schrieb rote Zahlen.
Anders betrachtet stieg der Umsatz zwar: Werden die zwischen Microsoft und PC-Ware-Kunden direkt abgeschlossene Lizenzverträge mitgezählt, für die PC-Ware eine Provision erhält, die aber in der Bilanz nicht als Umsatz gezählt werden dürfen, stieg das Geschäftsvolumen um 4,7 Prozent auf 336,4 Millionen Euro. Da die Marge für den Dienstleister bei diesen Direktverträgen aber tiefer ist, wirkte sich die Erhöhung ihres Anteils negativ auf die Bruttomarge aus.
Dazu kam noch das "schwierige Marktumfeld" im Hardwaregeschäft, wo die Margen ebenfalls sanken, ein Umsatzrückgang im höhermargigen "Value"-Geschäft (RZ-Dienstleistungen, Beratung) sowie gestiegene Personalkosten. Letztere wuchsen gemäss PC-Ware wegen der höheren Mitarbeiterzahl sowie "Abfindungszahlungen aufgrund des Vorstandswechsels". PC-Ware befindet sich seit Anfang Jahr im Besitz der österreichischen Raiffeisen Informatik
- vielleicht auch aufgrund der nun veröffentlichten schlechten Zahlen.
Unter dem Strich resultierte für PC-Ware ein Netto-Quartalsverlust von 6,6 Millionen Euro, während im gleichen Quartal 2008 noch ein kleiner Gewinn von 1,8 Millionen Euro verbucht werden konnte.
PC-Ware Schweiz gegen den Trend
Die Schweizer Niederlassung von PC-Ware hingegen kann einen gegenteiligen Geschäftsgang vermelden. PC-WARE Systems (Schweiz) konnte in diesem Quartal wie schon im Quartal zuvor
ein zweistelliges Umsatzwachstum verbuchen.
Hierzulande wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sowohl im Volumengeschäft (Hardware und Softwarelizenzen) als auch im Value-Geschäft. Insgesamt stieg der Umsatz so um 16,1 Prozent auf 13,6 Millionen Euro, so PC-Ware Schweiz in einer gesonderten Mitteilung. Besonders gut habe sich das Lizenzgeschäft entwickelt. Zudem habe man einen weiteren, bedeutenden Outsourcing-Kunden gewinnen können. Der erste Kunde für diesen relativ neuen Geschäftsbereich bei PC-Ware Schweiz war der Baukonzern Implenia
.) (hjm)