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Das mehrfach renovierte Bauwerk ist gut unterhalten und wenig lässt mehr auf die bewegte Geschichte schliessen, welche seine Mauern erzählen. Einzig die gravierte Holztafel links vom Chor, die während der Renovationsarbeiten entdeckt wurde, zeugt noch von seinen Anfängen im Jahr 1499. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kapelle mehrmals neu auf- und umgebaut bis sie in den 1960er-Jahren ganz vom Dorfbild verschwinden sollte. Mehrere Bürger sprachen sich nämlich dafür aus, sie vollständig abzureissen und ein Anwohner wollte sie sogar kaufen, um daraus einen Schweinestall zu machen. Glücklicherweise konnte dank dem beherzten Eingreifen einiger Dorfbewohner und der für die Denkmalpflege zuständigen kantonalen Dienststelle der Abriss der Kapelle letztlich doch noch verhindert werden.
Das Gebäude in seiner heutigen Erscheinungsform wurde im 18. Jahrhundert im barocken Baustil errichtet. Die biblischen Gemälde im Innern der Kapelle sowie die über dem Altar befestigte Christstatue sind das Werk des französisch-schweizerischen Malers und Künstlers Charles Frédéric Brun, in der Region besser bekannt unter dem Namen «Le Déserteur». Man geht davon aus, dass sich Brun bei seiner Arbeit, welche von 1850 bis 1860 dauern sollte, von den Bilderbogen nach Vorbild der «Imagerie d’Epinal» inspirieren liess.
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