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Im Obersee oberhalb von Näfels hat sich seit 2010 eine invasive Wasserpflanze aus Nordamerika sehr stark verbreitet. Sie bedeckt mittlerweile praktisch den ganzen Seegrund. In den nächsten Wochen sollen Versuche mit zwei verschiedenen Methoden zur Regulierung dieses Pflanzenbestandes durchgeführt werden.
In einer Begleitgruppe wurde ein breites Spektrum an verschiedenen Massnahmen zur Bekämpfung und zum Management dieser Pflanze diskutiert. Unter anderem wurde die Wirksamkeit von Massnahmen wie dem Abschneiden (Mähen) und Entfernen der Pflanzen, eine Verminderung des Nährstoffeintrags in den See, das Einsetzen und Fördern von Konkurrenzarten (Armleuchteralgen) oder von Frassfeinden (Rotfedern, Edelkrebse), ein periodisches Trockenlegen des Sees im Sommer bzw. im Winter (Seeabsenkung) oder ein Abtiefen des Seegrundes abgeklärt. Aufgrund von Erfahrungen mit der Wasserpest an anderen betroffenen Gewässern, vor allem in Deutschland und Irland, muss man aber davon ausgehen, dass ein vollständiges Entfernen dieser Pflanze aus dem Obersee nicht möglich ist und sich eine Bekämpfung sehr schwierig gestaltet. Anlass zur Hoffnung geben aber Beispiele, bei welchen der Bestand an Nuttalls Wasserpest wenige Jahre nach der explosionsartigen Vermehrung wieder zusammengebrochen ist und sich die Pflanze in die natürliche Pflanzengemeinschaft eingliedert. (Mehr im FRIDOLIN)