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Fett und Cellulite
Heute sind die Mechanismen, die das Fettgewebe beeinflussen, recht gut bekannt. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, Ihre Cellulite und Ihre Problemzonen erfolgreich zu reduzieren.
Das Fettgewebe besteht aus Zellen, den Adipozyten, die wie Trauben zusammen halten. Die Adipozyten sind Energiespeicher. Die Energie, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen und nicht sofort verbrennen, wird für schlechte Zeiten in Form von Fett in den Adipozyten gespeichert. Dieser Vorgang heisst Lipogenese. Bei Bedarf wird diese Energie wieder freigesetzt und dem Organismus zur Verfügung gestellt. Das ist die sogenannte Fettverbrennung oder Lipolyse.
Die Adipozyten besitzen an der Oberfläche Rezeptoren. Diese Rezeptoren regulieren die Funktion des Fettgewebes. Wir unterscheiden zwei Arten: die α-Rezeptoren und die β-Rezeptoren.
Die α-Rezeptoren fördern die Fettspeicherung. Die β-Rezeptoren regen die Lipolyse an, das heisst sie unterstützen die Fettverbrennung.
Soweit alles klar? Gut, jetzt wir es spannend. Die Anzahl Rezeptoren variiert je nach Person und Geschlecht, aber auch je nach Körperteil! Die weiblichen Hüften zum Beispiel sind reich an α-Rezeptoren (gute Fettspeicherung), während die männlichen Hüften mehr β-Rezeptoren aufweisen (wenig Fettspeicherung).
Haben Sie eher einen gynoiden oder eher einen androiden Körperbau?
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Körperbauarten:
- der gynoide Typ (Birnenform), die Frau mit schmaler Taille und breitem Becken
- der androide Typ (Apfelform), die Frau mit wenig Taille und schmalem Becken
Selbstverständlich gibt es viele Varianten und viele Frauen sind weder gynoid noch android, sondern irgendetwas dazwischen. Diese Frauen werden wir hier als „ausgewogen“ bezeichnen
Frauen mit gynoidem Körperbau haben viele α-Rezeptoren um die Hüften und Oberschenkel und viele β-Rezeptoren an der Taille und am Bauch. Bei Frauen mit androidem Körperbau ist es genau umgekehrt. Sie haben viele β-Rezeptoren um Becken und Oberschenkel und viele α-Rezeptoren am Rumpf. Bei „ausgewogenem“ Körperbau sind α- und β- Rezeptoren gleichmässig verteilt.
- gynoid: Viele α-Rezeptoren um Becken und Oberschenkel / Viel β-Rezeptoren um den Rumpf
- android: Viel β-Rezeptoren um Becken und Oberschenkel / Viel α-Rezeptoren um den Rumpf
- ausgewogen: Die α- und β- Rezeptoren sind gleichmässiger verteilt.
Eine gynoide Frau mit einem breiten Becken, wird also wegen der grossen Zahl an α-Rezeptoren in dieser Zone vor allem um die Hüften und Oberschenkel Fett speichern. Der Rumpf bleibt aber schlank.
Eine androide Frau mit schmalem Becken hat mehr β-Rezeptoren an diesem Körperteil. Das erklärt, dass sie ein Leben lang um die Hüfte wenig Fett haben wird. Sie hat einen kleinen Hintern und schlanke Beine. Sollte sie Fett ansammeln, dann wird es vor allen um den Bauch, die Taille, den Busen und die Oberarme sein.
Und die „ausgewogene“ Frau, die weder gynoid noch android ist? Na ja, sie wird wohl überall Probleme haben, wenn es um die Fettspeicherung geht
Zur Erinnerung: Bei Frauen hat das Fett unter der Haut (Cellulite) und das Depotfett wie zum Beispiel die Reiterhosen, eine wichtige Funktion um die Erhaltung der menschliche Gattung zu gewährleisten. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die weiblichen Fettzonen für die Fettverbrennung schlecht zugänglich sind.
Und die Herren?
Die Situation ist bei Männern viel einfacher. Sie haben wenig oder kein Fett im unteren Körperbereich, weil dort Muskeln den Platz in Anspruch nehmen. Die Frauen sind auf dieser Welt, um Kinder zu gebären. Die Aufgabe der Männer ist es, auf die Jagd zu gehen und Nahrung zu beschaffen. Darum brauchen sie starke Muskeln Die α-Rezeptoren der Männer sind vor allen im der Bauchgegend angesiedelt, um die Bauchorgane herum. Die Männer sind also Traumkandidaten für einen Bierbauch.
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