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Daher entstand hier eine vicusähnliche Siedlung. Vermutlich unter Diokletian wurde um 294 n.Chr. ein Kastell an der Stelle einer früheren Militärstation errichtet.
Heute sind noch grössere Abschnitte der Nordmauer zu sehen. Innerhalb des Schulhauses beträgt deren Höhe einige Meter. Ausserhalb des Schulhauses ist das Fundament eines Turmes zu sehen. Es sind weitere kleine Mauerabschnitte bis zur Stützmauer bei der Kirche zu sehen. Die Mauerdicke beträgt 2.20 - 2.50 Meter. Vermutlich war das Kastell ca. 220 m lang und 68 m breit.
Die West-, Süd- und Ostmauer konnte bis heute nicht gefasst werden. Ich vermute diese sind abgestürzt. Beim vermuteten Verlauf (ausser bei der Westmauer) ist es sehr steil.
Interessant ist, dass auch Münzen von Valentinian III (426 - 455 n.Chr.) gefunden wurden. Es wird vermutet, dass nach dem Abzug des Feldheeres nach Italien durch Honorius eine Art Grenzschutz zurückgelassen wurde.