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von Herrn Zacherl haben wir in diesem Forum gelernt, dass ein Farbprofil indirekt in einem EPS enthalten sein kann, z.B. hinter Kommentarzeilen "versteckt". So ähnlich wie auch die programmspezifischen Informationen noch zusätzlich in einem EPS enthalten sein können. Die Meldung kann also durchaus korrekt sein.
EPS kann keine Transparenzen enthalten. Deshalb soll man kein EPS verwenden. AI ist statt EPS zu verwenden. Es kann allerdings sein, dass die Bearbeitungsfunktion aus Illustrator im EPS noch enthalten ist und deshalb die Illustrator-Fork öffnen und Du dort wieder die Transparenz siehst. Bei Verwendung von Vektordaten soll nur dann auf EPS zurückgegriffen werden, wenn die Programme, die es weiter verarbeiten nicht mit AI oder PDF umgehen können. Also bei InDesign soll mit AI gearbeitet werden.
Tue mich schwer mit solchen pauschalen Aussagen. Es gibt sicher viele Gründe, kein EPS zu verwenden (ich verwende es nicht). Aber die Begründung mit der fehlenden Transparenz würde bedeuten, dass man auch kein PDFX1 oder 3 verwenden soll.
Adelberger fällt auch im InDesign Forum damit auf, dass er die eine wahre Lehre verkündet, die in jedem Workflow die beste Lösung ist und ohne Gegenargumente jeder anderen vorzuziehen ist, egal was man genau macht.
Ich differenziere wohl. Aber beim TE ging es um EPS mit Transparenzen.
Wenn EPS keine Transparenzen enthalten kann, dann verallgemeiner ich nicht, wenn ich in diesem Zusammenhang sage, dass man EPS nicht verwenden soll.
Wenn Transparenzen enthalten sind, und diese erhalten bleiben sollen, dann würde ich tatsächlich kein PDF/x1-a empfehlen, X3 sowieso nicht, aber das hat andere Gründe.
Ich sage nur, unter den Bedingungen, dass bei der Adobe Creative Suite, vor allem ID und AI EPS nicht empfehlenswert ist. Dass es wohl Gründe gibt, EPS zu verwenden, vor allem bei Altbestandsdaten und bei Workflows, die außerhalb der Creaative Suite liegen.
Bevor Ihr da auf mir rummosert, lest erstmal vollständig, um was es geht.
EPS ist ein Format, das in der Regel zur Weiterverarbeitung bestimmt ist. PDFX dagegen wird in der Regel nur noch gedruckt. Diesen zugegebenermaßen winzigen (in der Tat fast irrelevanten) Unterschied hast Du ein wenig unter den Tisch gekehrt.
Wenn das Objekt mit diesen Eigenschaften so in der Datei ist, dann handelt es sich tatsächlich um den AI-Part des EPS, was Du da geöffnet hat. Kannst die Gegenprobe machen und das EPS in eine neue Datei platzieren (und einbetten). Dann sollte dieses Objekt etwas anders aussehen.
Ein EPS (= Encapsulated PostScript) and uns für sich kann weder ICC-Profile noch Transparenz enthalten - PostScript unterstützt beides nicht.
Es gibt aber allerlei "Hintertüren", um Konstrukte zumindest teilweise zu unterstützen, die über den PostScript-Sprachumfang hinausgehe, ich zähle mal ein paar auf:
- ICC-Profil doch einbetten: erfolgt oftmals über PostScript-Kommentare (aus der Sicht von PostScript werden Kommentare immer ignoriert, ein Programm kann aber natürlich sehr wohl hineinschauen, was in Kommentaren drin steht, und damit etwas anstellen) (Photoshop nutzt dies gerne)
- PostScript kennt CSAs (color space arrays, äquivaent zu Quellprofilen) und CRDs (color rendering dictionaries, äquivalent zu Zielprofilen); in diese PostScript-Konstrukte kann man Infos mit hineinschreiben, die es einer Software erlaubt, das ICC-Profil wieder zu erkennen, aus dem die CSA/das CRD mal abgeleiutet wurde (Distiller macht sich dies u.U, zunutze)
- Transparenzen (und auch Ebenen) kann man in der Art in PostScript hineinschreiben, dass sie bei der nächsten Wandlung zu PDF (evtl.) in richtige Transparenzen und Ebenen übersetzt werden (dies geschieht durch soig. pdfmark Anweisungen); pdfmakr wird unterstützt durch Distiller und Jaws PDF (aber z.B. nicht beim EPS-Imporrt in Indesign und späterem PDF-Export); (QuarkXPress bietet einen Ausgabeweg, auf dem es in XPress erzeugte Transparenzen in das am Ende durch Jaws PDF Library oder Disitller erzeugte PDF hineinschleust)
- spezieller PostScript-Code: PostScript ist zweierlei - eine Seitenbeschreibungssprache (sow wie PDF auch) und eine Programmiersprache (letzteres trifft auf PDF nicht zu). Durch die Programmierspracheneigenschaft kann man im Prinzip jeglich Information in PostScript unetrbringen, die ... von einem normalen PostScript-"Verbraucher" einfach ignoriert wird ... von einem Porgramm, das die Spezialkonstrktion "versteht", genutzt werden kann; dies macht sich z.B. Illustrator zunutze, indem es Infos zu Transparenz, Ebenen, oder was auch sonst immer es an Features in Illustrator gibt, dort unterbringt. Wird ein solches EPS "irgendwo" eingeklinkt, kommt die '(Ersatz-) Darstellung' in PostScript zum Tragen, also ohne Transparenz & Co. Wird das EPS z.B wieder von Illustrator geöffnet, verwirft Illustrator die PoistScript-basierte Darstellung und nutzt statt dessen die eingebetteten speziellen Informationen.
- idiom recognition: Distiller erkennt manche Kosntrukte "wieder", die als älteers PostScript-Konstrukt codiert sind, und mit modernem PostScript oder PDF Code besser abgebildet werdne können; klassisch ist hier die Erkennung von Verläufen (aus aneinandergesetzten leicht unterscheidlich gefärbten Streifen wird ein smooth shade abgeleitet)
Das dürften so die wichtigsten Ansätze sein - in der Praxis kommen sie in unterschiedlichsten Ausführungen und Mischformen vor.
In diesem Sinne muss man die Frage, ob ein EPS Transparenz enthalten kann, mit einem klaren Jein beantworten. :-)
Wer das alles noch genauer wissen woll, wirft einen Blick in die PostScript- und PDF-Bibel, die Thomas Merz und ich vor einigen Jahren veröffentlicht hatten (da sich an PostScript seit 1997/1998 im Prinzip nichts mehr geändert hat, ist sie diesbezüglich uneingeschränkt aktuell). Als Buch jetzt für 25EUR, als PDF kostenfrei als Download - siehe http://www.pdflib.com/developer/technical-documentation/books/postscript-pdf-bibel/
Olaf -- Olaf Druemmer | Geschäftsführer callas software gmbh | www.callassoftware.com axaio software GmbH | www.axaio.com
Wofür wird die Datei verwendet? Wenn Du in Illustrator öffnest und später in InDesign, Illustrator oder Photoshop weiter verarbeitest, dann spricht doch nichts dagegen das als AI zu speichern. Dann hast Du beide Probleme gelöst: Farb- und Transparenzprobleme. Allerdings solltest Du auch den Kunden auf den Sachverhalt aufmerksam machen. Viele verwenden EPS aus Gewohnheit und wissen nicht, dass sich AI-Dateien in InDesign besser verarbeiten lassen. Wenn Du allerdings aus anderen Gründen auf einen EPS-Workflow angewiesen bist, dann siehe zu Olafs Post.
es ist ein aus Illustrator gespeichertes EPS, das einen Illustrator-Part enthält. Und auf den greifst Du zu, wenn Du das Ding öffnest. Wenn Du es dagegen platzierst, dann siehst Du den EPS-Part. Den Unterschied kennst Du ja nun.