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Bundesrat gegen Glyphosat-Verbot
Die Grüne Fraktion fordert in einer Motion ein Verbot des Herbizids Glyphosat bis mindestens 2022. Der Bundesrat lehnt den Vorstoss, der vom Parlament noch nicht behandelt wurde, ab. Die Landesregierung stützt sich in ihrer heute veröffentlichen Antwort auf einen Bericht, der in Kürze veröffentlicht wird. Darin heisst es, dass die gemessenen Glyphosat-Rückstände sehr gering und daher gesundheitlich unbedenklich seien. Nur bei unrealistischem Konsum von 71 kg der am stärksten kontaminierten Probe (Teigware) pro Tag müsste mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen gerechnet werden, schreibt der Bundesrat.
Weiter schreibt der Bundesrat, dass mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel die Risiken der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent reduziert werden sollen. Erste Massnahmen wurden vom Bundesrat im Rahmen der Direktzahlungsverordnung genehmigt. Die Senkung und der Verzicht auf Herbizide im Zuckerrüben-, Obst- und Weinbau sollen gefördert werden.
Ein Glyphosatverbot wäre aus Sicht des Bundesrates aus verschiedenen Gründen problematisch. Für zahlreiche Anwendungsbereiche - auch ausserhalb der Landwirtschaft - gebe es zurzeit als einzige Alternative die mechanische oder thermische Vernichtung. Diese Bekämpfungsmethoden würden mehr Energie und Arbeitsaufwand erfordern. In anderen Fällen würde die Unkrautvernichtung mit einer Mischung verschiedener Wirkstoffe erfolgen, um die gleiche Wirkung wie mit Glyphosat zu erzielen. Zu berücksichtigen sei auch, so der Bundesrat, dass Glyphosat kaum toxisch für Gewässerorganismen sei und im Grundwasser, das zur Trinkwassergewinnung genutzt werde, bisher nicht detektiert worden sei.