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Der heute existierende Wertekodex wurde in seinen Anfängen von christlichen Werten geprägt, ist aber erst durch die Demokratisierung mehrheitsfähig geworden: Mit der Formulierung von Allgemeinen Menschenrechten ist ein Wertekonsens entstanden, der diejenigen christlichen Werte, die eine gesellschaftliche Spaltung erzeugen, nicht mehr vertritt:
- Während die christlichen Kirchen immer noch die Keuschheit vor der Ehe verlangen, eröffnet sich uns eine ganz andere gesellschaftliche Realität: diese Werte werden nicht mehr gelebt.
- Obwohl die christlichen Kirchen Sexualität nur mit Zeugungsabsicht tolerieren, steigt der Absatz von Präservativen. Geburtenkontrolle ermöglicht uns heute, körperliche Integrität zu leben.
- Obwohl die christlichen Kirchen die Scheidung der Ehe zwischen Mann und Frau aus spiritueller Sicht für unmöglich erklären, kommt es in der Realität zu Trennungen mit Konsequenzen, die in unserem Recht geregelt werden.
- Die Verurteilung oder Ausgrenzung von Menschen, die keine heterosexuelle Sexualität leben, ist mit dem Rechtsstaat nicht vereinbar, weshalb der Staat das Modell der eingetragene Partnerschaft geschaffen hat.
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