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Zwerchfell
Das Zwerchfell ist die Trennschicht zwischen Brusthöhle und Bauchhöhle und ist ein Muskel, welcher durch Verschiebung fusswärts jeweils beim Einatmen der Lunge hilft ein möglichst grosses Volumen einzuatmen. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und bei Funktionsausfall des Zwerchfells kommt es zu einer schweren Einschränkung der Atemleistung. Chirurgische Interventionen sind am Zwerchfell vor allem dann gefragt, wenn es zu einer Erweiterung von natürlichen Öffnungen im Zwerchfell, insbesondere beim Durchtritt der Speiseröhre kommt. Durch diese Erweiterungen kommt es zum Beispiel zu einer Refluxkrankheit, sodass immer wieder Mageninhalt in die Speiseröhre hochkommt. Bei sehr ausgeprägten Veränderungen am Zwerchfell kann sogar der ganze Magen in die Brusthöhle hochrutschen.
Eingriffe am Zwerchfell
Operation bei Zwerchfellbruch
Die Zwerchfellbruchoperation wird meistens dann notwendig, wenn entweder eine schwere Refluxkrankheit vorliegt, oder der ganze Magen, oder Teile davon in den Brustkasten hochgerutscht sind. Die Operation umfasst im Wesentlichen das wieder in die richtige Position bringen des Magens, respektive des Überganges von Speiseröhre und Magen sowie die Verkleinerung der Lücke im Zwerchfell, sodass genau die Speiseröhre darin Platz findet. Häufig wird diese Operation am Zwerchfell mit einer Antirefluxplastik am Magen kombiniert. Diese Eingriffe werden in der Regel laparoskopisch oder thorakoskopisch durchgeführt, der Spitalaufenthalt dafür ist weniger als eine Woche.
Operation bei Zwerchfelllähmung
In seltenen Fällen, wenn die Atemleistung durch eine beidseitige Zwerchfelllähmung derart eingeschränkt ist, kann es notwendig sein das Zwerchfell wieder nach unten zu spannen. Für diese Situation kann in der Mitte des Zwerchfells mit einem speziellen Instrument eine Raffung durchgeführt werden, sodass insgesamt das Zwerchfell anschliessend wieder weiter in den Bauchraum gedrückt wird, sodass die Lungenkapazität auf diese Weise etwas vergrössert wird. Diese Eingriffe können thorakoskopisch durchgeführt werden und bedingen einen Spitalaufenthalt von wenigen Tagen.
Zwerchellhernien
Neben den Hiatushernien gibt es seltenere angeborene (z.B. Morgagni Hernie, Bochdalek Hernie) oder erworbene (z.B. Unfall) Zwerchfellhernien, die nicht selten als Notfälle diagnostiziert und zu uns überwiesen werden. In Abhängigkeit vom Befund führen wir die Eingriffe offen oder minimal-invasiv durch. Hier kommen häufig auch Kunststoffnetze zur Stabilisierung der Zwerchfellreparatur zum Einsatz.