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Viele schmerzliche Abschiede haben Giovanni Segantinis Kindheit überschattet. Mit sieben Jahren verlor er die Mutter und musste daraufhin das vertraute Zuhause in Arco (Trentino) verlassen, da sich der arbeitslose Vater nicht um ihn kümmern konnte. Dieser brachte den Knaben nach Mailand, übergab ihn einer - Giovanni fremden - Tochter aus erster Ehe, und versprach, bald zurückzukommen. Vergeblich wartete das Kind auf die Rückkehr seines Vaters, der wenige Monate nach diesem Abschied starb. Die Halbschwester Irene konnte Giovanni offenbar kein neues emotionales Zuhause bieten, und so war dieser ein Heimatloser, noch lange bevor er ein Staatenloser wurde. In wie weit hängen diese frühen Erfahrungen und, damit verbunden, die Sehnsucht nach Geborgenheit, Wärme, nach Heimat im weitesten Sinne, mit der Tatsache zusammen, dass das Motiv der Rückkehr in Segantinis Werk eine zentrale Rolle einnimmt? Dieser Frage widmet sich die dritte Sonderführung dieses Winters, in deren Mittelpunkt Frühwerke wie Kalter Novembertag (1883-84) sowie Hauptwerke der Savogniner (Rückkehr vom Wald, 1890) und der Maloja-Zeit (Rückkehr in die Heimat, 1895) stehen.