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Der Rohstoffkonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2020 weltweit weniger Steuern bezahlt. Die Zahlungen an staatliche Stellen gingen gegenüber 2019 um rund einen Viertel auf 5.8 Milliarden US-Dollar zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch im Rahmen eines jährlichen Transparenzreports mitteilte.
Die Abnahme führte Glencore auf den Produktionsrückgang wegen der globalen Pandemie und auf veränderte Marktpreise zurück. Der effektive globale Steuersatz vor wesentlichem Aufwand oder Ertrag sei dagegen mit 29.7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres geblieben, hiess es in dem Bericht.
Der höchste Betrag wurde gemäss dem Report mit 1.9 Milliarden US US-Dollar an Australien ausbezahlt, gefolgt von Südafrika mit 1.4 Milliarden Dollar. Auch an Kasachstan (447 Millionen Dollar), die Demokratische Republik Kongo (424 Millionen Dollar), Kanada (254 Millionen Dollar) und Peru (220 Millionen Dollar) entrichtete Glencore Zahlungen im dreistelligen Millionen-Bereich.
Im Bericht weist der Rohstoffkonzern zudem die Gesamtsumme der Löhne und Sozialleistungen aus, welche die 145'000 Angestellten erhalten haben. Insgesamt 4.6 Milliarden US-Dollar flossen demnach an die Arbeitnehmer. Weitere 95 Millionen US-Dollar sind in Initiativen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur investiert worden.
Wie bereits im Geschäftsbericht veröffentlicht, hat der abtretende Konzernchef Ivan Glasenberg für 2020 einen Lohn von 1.5 Millionen US-Dollar erhalten. Aufgrund seines grossen Aktienpakets verzichtete er stets auf flexible Lohnanteile, profitierte aber von der Ausschüttung in Form von Dividenden.
Am heutigen 30. Juni hat der langjährige Konzernchef seinen letzten Arbeitstag bei Glencore. Ab 1. Juli wird wie bereits kommuniziert Gary Nagle die Geschäfte führen. Nagle war 2000 zu Glencore gestossen, wo er zum Leiter des Kohlegeschäfts aufstieg. (aeg/sda/awp)