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Bei einem Schluckauf (Singultus) zieht sich das Zwerchfell krampfartig zusammen (es kontrahiert sich) und verursacht so eine reflektorische Einatmungsbewegung, bei der sich die Stimmritze plötzlich verschliesst.
Die Luft kann nicht mehr ungehindert einströmen und es entstehen die für einen Schluckauf typischen Hickser. Der plötzlich auftretende Schluckauf ist meist harmlos und verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Ein chronischer, sehr lange andauernder oder häufig wiederkehrender Schluckauf kann jedoch die Lebensqualität der betroffenen Person erheblich einschränken. Seine Ursachen sollten daher auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.
Ursächlich für einen Schluckauf ist eine Reizung des Zwerchfellnervs (Nervus phrenicus). Zu Schluckauf kommt es mitunter, wenn in den Regionen, die der Zwerchfellnerv durchläuft, Erkrankungen auftreten, die den Nerv reizen. In der Regel sind die Ursachen aber nur der Genuss von sehr kalten oder warmen Speisen und Getränken, hastiges Essen oder Alkoholkonsum.
Beim chronischen Schluckauf spielen eventuell Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (z.B. Refluxkrankheit) oder des zentralen Nervensystems (ZNS) (z.B. Enzephalitis) eine Rolle.
Bei einem akuten Schluckauf kann ein Arzt die Diagnose oft schon anhand der anfänglichen Befragung des Betroffenen (Anamnese) stellen. Um bei einem länger anhaltenden Singultus die Grundursache festzustellen, sind meist weitere Untersuchungen wie eine Magenspiegelung (Gastroskopie) oder ein Ultraschall- (Sonographie) notwendig.
Ein akuter Schluckauf lässt sich in der Regel mit einigen Hausmitteln beenden. Wichtig hierbei ist, dass man sich ablenkt oder ablenken lässt, damit sich das Zwerchfell beruhigen kann.
Sollte der Schluckauf nicht verschwinden oder immer wiederkehren, können entsprechende Medikamente oder im Notfall eine Operation helfen.
Ein Schluckauf (Singultus) kann verschiedene Ursachen haben. Der Ursprung liegt in einer Reizung des Zwerchfellnervs (Nervus phrenicus). Die Gründe für diese Reizung können ganz unterschiedlich sein. Beim akuten Schluckauf, der meist schnell und von alleine wieder verschwindet, gehören zu den Ursachen:
Ein Schluckauf kann neben diesen harmlosen Ursachen auch als Begleitsymptom verschiedener Krankheiten auftreten, bei denen der Zwerchfellnerv ebenfalls betroffen ist:
Auch chirurgische Eingriffe im Bauchraum oder eine Schwangerschaft können Schluckauf auslösen.
Klingt der Schluckauf (Singultus) nach kurzer Zeit nicht von alleine ab, sollte ein Arzt diesen abklären. Der Arzt versucht zunächst durch eine ausführliche Befragung herauszufinden, ob akute harmlose Faktoren Auslöser des Schluckaufs sind. Wichtig ist dabei, in welcher Situation der Schluckauf erstmals auftrat, seit wann er andauert und ob der Betroffene seitdem ununterbrochen Schluckauf hatte.
Kann der Arzt bei einem Schluckauf harmlose Ursachen durch eine erste Diagnose ausschliessen, führt er weitere Untersuchungen durch, um einen eventuell krankhaften Auslöser des Singultus zu finden. Zu diesen Untersuchungen gehören zum Beispiel bildgebende Verfahren wie:
Ausserdem untersucht ein Labor im Rahmen einer Blutuntersuchung das entnommene Blut auf mögliche Entzündungsmarker.
Welche Massnahmen bei der Schluckauf-Diagnose im Einzelfall notwendig sind, können Betroffene gemeinsam mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Bei einem Schluckauf (Singultus) ist die Therapie davon abhängig, wie lange er auftritt und was die Ursachen sind. Tritt der Schluckauf akut auf, kann er meist mit kleinen, in unzähligen Variationen bekannten Tricks und Hausmitteln bekämpft werden. Dazu gehören Massnahmen wie kalte Flüssigkeit trinken, Luftanhalten, geistige Ablenkung oder einen Teelöffel trockenen Zucker schlucken. Die meisten Hausmittel dienen dazu, dass man sich ablenkt oder ablenken lässt, damit sich das Zwerchfell beruhigen kann.
Verschwindet der Schluckauf nicht von alleine oder kehrt immer wieder, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Um den Schluckauf symptomatisch zu lindern, kann eine medikamentöse Therapie durchgeführt werden. Dafür eignen sich Muskel entspannende oder die Magenentleerung fördernde Wirkstoffe. In einigen Fällen werden auch Mittel gegen epileptische Anfälle zur Behandlung eingesetzt. Nur in wenigen Fällen ist bei Schluckauf eine operative Therapie nötig, beispielsweise eine Blockade des Zwerchfellnervs (Nervus phrenicus).
Wenn Krankheiten wie Entzündungen oder Tumoren einen Schluckauf auslösen, ist eine gezielte Therapie dieser Grunderkrankung notwendig.