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Junioren sprinten schneller als Aktive
Freiburger Leichtathletik-Meisterschaften in Düdingen
Der erste Teil der Freiburger Leichtathletik-Meisterschaften standen im Zeichen der Hürdensprints. Nicole Scherler (Châtel) meldete sich nach drei Jahren Pause zurück. Emmanuel Arbellay (CA Freiburg) gewann überraschend.
Von GUIDO BIELMANN
Die Junioren mischten in dieser Saison über 200 m kräftig mit. Vier Junioren gehörten zu den zehn Besten. Junior David Gallay (CA Freiburg) führte die Liste bisher an, war aber am Mittwoch am Luzerner Meeting. Da auch Baeriswyl und Degrange fehlten, war es nicht verwunderlich, dass zwei Junioren schneller waren als Männersieger Emmanuel Arbellay (CA Freiburg, 23,00). Beat Wolf (CA Freiburg) gewann bei den Junioren in 22,56 vor Raphael Chassot (SA Bulle), der auf 22,77 kam. Beat Wolf steigerte seine persönliche Bestzeit um 7 Hundertstel. Morgen Samstag wird er am Genfer Meeting starten.
Der Zweite der Aktiven, Pascal Bader leidet übrigens am Pfeifferschen Drüsenfieber; deswegen läuft er zurzeit klar unter seinen Möglichkeiten.
Auch über 110 m Hürden war Juniorensieger Beat Wolf (15,24) schneller als Aktivensieger Emmanuel Arbellay (15,51). Wolf war am Samstag in Bern schon eine ähnliche Zeit gelaufen: «Mit der Zeit bin ich zufrieden, aber technisch lief ich nicht so gut. In Bern hatte es mich einmal sogar fast überdreht, ich geriet auf die andere Bahn.» Aus dieser Optik wäre sicher eine Zeit unter 15,00 möglich gewesen.
Im Hürdensprint der Aktiven überraschte Arbellay mit seinem Sieg vor den favorisierten Stéphane Grossrieder (CA Freiburg) und Patrick Pauchard (AC Murten). Nach der Hälfte war noch Titelverteidiger Grossrieder klar vorne gelegen. Arbellay wird aber weiterhin auf den Hochsprung setzen. Der drittklassierte Pauchard, im Vorjahr Zweiter, meinte: «Ich habe am Schluss drei Hürden umgemäht. Ich hatte keine Chance.» Pauchard gewann dafür im Dreisprung, in welchem auch der Saisonbeste Hervé Clerc dicht dabei war.
Michelle Cuenis logischer Sieg
Genau nach der bisherigen Saisonbestenliste fiel das Resultat über 200 m der Frauen aus. Bis 150 m lag Mélanie Stempfel (TSV Düdingen) vorne. Dann zog Michelle Cueni (TV Bösingen) vorbei. In 25,20 kam sie nicht ganz an ihre diesjährige 25,13 heran; sie war vor kurzem an einer Grippe erkrankt. Zum Sieg meinte sie: «Es ist logisch, dass ich im Schlussteil stärker bin, weil ich schon immer auf der längeren Sprintstrecke besser war.» Die 20-jährige KV-Angestellte beabsichtigt auf die nächste Saison hin auf die 400 m zu wechseln.
800 m an Sarah Rüfenacht: Im 800-m-Lauf der Frauen fehlten die stärksten Freiburger Mittelstrecklerinnen Monique Zimmer und Valérie Lehmann. So war der Weg frei für die Jungen. Juniorin Sarah Rüfenacht (CA Marly) verschärfte nach einer Runde das Tempo und gewann.
Nicole Scherlers Comeback
Die Frauensiegerin über 100 m Hürden der Freiburger Leichtathletik-Meisterschaften in Düdingen war Nicole Scherler aus Châtel-St-Denis. Die 21-jährige Studentin gewann hoch überlegen in 14,54 Sekunden und verbesserte ihre diesjährige Zeit um 29 Hundertstel. Nicole Scherler gehörte vor vier Jahren zu den Nachwuchshoffnungen der Schweiz. Dann bekam sie es mit der Verletzungshexe zu tun, und im September 2001 war bis Anfang dieser Saison Schluss mit Leistungssport: «Am linken Fuss bekam ich Schmerzen an der Zehe. Ich wurde im März 2002 operiert. Doch es wurde nicht besser. Dann wurde ich nochmals im September 2003 operiert, und seither geht es gut.» Woher rührten die Probleme? «Ich habe früher viel zu spezifisch trainiert. Mein Körper vertrug dies nicht.» Vergangenen Dezember begann sie wieder mit dem Training. Dieses Jahr ist sie nun vier Rennen gelaufen. Jetzt denkt sie an ihre persönliche Bestleistung von 31,73 (2000) und an die Schweizer Espoirs-Meisterschaften.
Zweite wurde wie im Vorjahr Laurence Gendre (CA Freiburg), die mit 15,56 ihre Bestzeit um 11 Hundertstel verbessern konnte. bi
Leichtathletik
Rolf Küffer im
Stabhochsprung
Im Vorjahr hatte Mathias Cattilaz (TSV Düdingen) den Stabhochsprung-Titel mit 4,00 m gewonnen. Am Mittwochabend war die Reihe an Rolf Küffer (TSV Gurmels). Er gewann mit 3,90 m. Cattilaz hatte nach den 3,80 m die 3,90 m ausgelassen, die 4,00 m aber dann gerissen. Küffers Freude war gross: «Ich habe meine Bestleistung egalisiert, die ich vor einem Jahr in Hochdorf geschafft habe.» Vielleicht gibt ihm dieser Sieg den Schwung, nun die 4,00 m zu knacken. Küffer startet an diesem Wochenende am Zehnkampf von Landquart. bi