Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/1099

ibbo, Neapl, Schulraumförderung, Bildung, Schweiz, St.Gallen, Felix Rütsche, Brigitte Siegwart, Andreas Rütsche, Raphael Büsser, Andreas Keller, Entwicklungshilfe, Schule, schenke bildung, schaffe zukunft, Schülerförderung, Volunteers, Christoph Waser, international blackboard organisation, ibbo.ch, Infos über nepal, charityshop, dramcatcher, Spenden
Im internationalen Vergleich gehört Nepal zu den
ärmsten Ländern der Erde. Neben der Landwirtschaft, in der die
grösste Zahl aller Erwerbstätigen beschäftigt ist, bildet der
Tourismus eine wichtige Stütze für die Wirtschaft des Landes. Das
BIP pro Einwohner beträgt 450 US-Dollar.
Land- und Forstwirtschaft
22,3 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt; der grösste Teil des Agrarlandes befindet sich in der Ebene. 79 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Zu den wichtigsten Anbauprodukten gehören Reis, Mais, Buchweizen, Gerste, Kartoffeln, Zuckerrohr, Hirse, Jute und Tabak; daneben werden Geflügel, Rinder und Wasserbüffel gezüchtet. Auf den Hochweiden werden neben Schafen und Ziegen auch Yaks gehalten. Die Waldbestände Nepals sind aufgrund von Brandrodungsfeldbau und unkontrollierter Brennholzgewinnung erheblich geschädigt; so verringerte sich etwa der Waldbestand in den Jahren 1950 bis 1980 um die Hälfte. Wiederaufforstungsmassnahmen führen zu einer Verbesserung.
Industrie und Bergbau
Die Industrie Nepals ist noch wenig entwickelt. In den meist kleinständischen Betrieben werden überwiegend die Rohstoffe und landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes verarbeitet. Zu den wichtigsten Produkten gehören neben Teppichen, Textilien und Bekleidung, Juteprodukte, Nahrungsmittel sowie kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Aufgrund des unwegsamen Terrains sind die Bodenschätze des Landes grösstenteils unbekannt. Es beschränkt sich auf den Abbau von Glimmer, Kalkstein und Braunkohle.
Energie
Die jährliche Energieerzeugung ist sehr gering. Zwar stammen 91,5 Prozent davon aus Wasserkraftwerken, dennoch ist das in Nepal zur Verfügung stehende gewaltige Potential an hydroelektrischer Energie bislang noch weitgehend unerschlossen, vor allem aufgrund der hohen Investitionskosten.
Verkehrswesen
Der Grossteil des Güterverkehrs wird in Nepal immer noch von Trägern und Lasttieren übernommen. Vom Strassennetz sind 31 Prozent befestigt. Zwischen Kathmandu und Indien verkehren zwei kurze Eisenbahnlinien. Internationale Flughäfen befinden sich in Kathmandu und Biratnagar.
Tourismus
Der Tourismus ist eine der wichtigsten Devisenquellen Nepals. Jährlich kommen rund 400000 Gäste aus dem Ausland. Um den Tourismus gerecht zu werden, wurden eigens komfortable Busunternehmen gegründet und das Angebot an Hotels, Restaurants und Bars in den Städten belebt.
Wichtigster Zweig ist der Trekkingtourismus. Zahlreiche Touren werden in der Everest- und in der Anapurnaregion durchgeführt. Immer wichtiger wird auch der Kulturtourismus. Sehenswerte Ziele sind die Geburtsstätte Buddhas in Lumbini und die phantastischen Tempelanlagen von Patan, Bhaktapur und Kathmandu. Vor allem im Chitwan-Nationalpark werden zu Fuss Safaris durchgeführt, um den Dschungel mit all seinen Tieren und Pflanzen erleben zu können. Für zusätzliches Adrenalin sorgen Paragliding und Riverrafting.
Allerdings hat der in den letzten Jahren stark zugenommene Tourismus zu nicht unerheblichen Belastungen der Umwelt beigetragen.
Aussenhandel
Zu den Hauptexportwaren Nepals gehören Textilien, Teppiche, Lebensmittel und Lederwaren; die wichtigsten Importwaren sind Konsumgüter, Transportfahrzeuge, Düngemittel, Erdölprodukte und chemische Erzeugnisse.