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Es floss bereits viel Tinte zum Thema US-Löhne, die trotz robustem Wachstum nicht wirklich steigen. Als Schuldige werden typischerweise Globalisierung, ruchlose internationale Firmen, die in Billiglohnländern produzieren und geldgierige Firmeneigner identifiziert, die den Mitarbeitenden die Früchte ihrer Anstrengungen nicht gönnen.
Ökonomische Wissenschaftler im Ableger des Fed in San Franzisco sind jüngst dieser Frage nachgegangen und - nur auf den ersten Blick - auf überraschende Erkenntnisse gestossen (Daly et. al., What's up with wage growth, FRBSF Economic Letter 2016 sowie American Economic Review 2017).
Öffentlich diskutierte Indikatoren (wie die Grafik oben) sind hoch-aggregierte statistische Erhebungen. Es handelt sich um Durchschnittszahlen und deren Dynamik im Zeitablauf. Zerlegt man diese Statistiken in ihre Bestandteile, was als Dis-Aggregation in die Elemente Vollzeitbeschäftigte, Medianeinkommen und Ein-/Austritte in den Arbeitsmarkt bezeichnet wird, dann erhellt sich das Bild deutlich, wie die folgende Grafik zeigt: