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Der Stammvater des Oberwynentaler Haller-Geschlechts, aus dem Kanton Zürich (Albisrieden) kommend, liess sich bekanntlich in den 1520er Jahren in Leimbach nieder. Von dort aus verbreiteten sich seine Nachkommen auffallend stark in den Dörfern der Umgebung.
Wie wir im Buch über die alten Familien von Gontenschwil feststellen konnten, setzten sich allein dort im Laufe des 17. Jahrhunderts die Begründer von drei verschiedenen Haller-Stämmen fest. Einer kam eindeutig aus dem Reinacher Weiler Holenweg; bei den beiden andern liess sich die Herkunftsfrage damals nicht klären. Doch neue Erkenntnisse legen nun auch die Abstammung eines zweiten Gontenschwiler Zweiges und zugleich die des Zetzwiler Haller-Geschlechts offen. Die Generationenfolge lässt sich lückenlos bis zum Stammvater Felix Haller zurückzuführen.
Heini Haller war zunächst Landwirt, muss sich aber früh für die Müllerei interessiert haben. Seine Frau Maria Hauri, die er 1646 heimgeführt hatte, war eine Enkelin des Untervogts, Müllers und Schneggen-Erbauers Hans Hauri. Ihr Vater Franz war allerdings nicht Müller. Heini kam denn auch weniger durch seine Frau in Kontakt mit dem Müllergewerbe als durch seine Schwester Elsi. Diese war nämlich seit 1643 die Ehefrau des Eichen-Müllers Joachim Gautschi. Bei seinem Schwager wird sich Heini die nötigen Kenntnisse für das Müller-Gewerbe angeeignet haben. Bis vermutlich 1656 blieb er in den Eichen wohnen, wo von 1647 bis im Dezember 1655 sechs Kinder zur Welt kamen. Dann aber übersiedelte er mit seiner Familie nach Zetzwil und erwarb die dortige Mühle, auf der er seit 1657 bezeugt ist.
Heini Haller lebte im November 1670 offensichtlich nicht mehr, war vermutlich kurz davor gestorben. Im Rückblick darf festgehalten werden, dass es sich bei ihm um einen wohlhabenden Mann gehandelt hatte. Darauf deuten schon die verwandtschaftlichen Beziehungen zu den reichen Familien Hauri und Gautschi in Reinach. Heini hatte in den Eichen auch ein neues Haus erbaut, und brachte 1656/57 das Geld für den Kauf der Mühle in Zetzwil auf. 1662 erwarb er zusätzlich einen Hof mit 6 Mannwerk Baumgarten und weiteren Grundstücken im Bogen zu Gontenschwil.
Über die Nachkommen von Joachim Haller in Gontenschwil haben wir bereits im Buch über die alten Gontenschwiler Familien berichtet. In Zetzwil wurde der Stamm durch einen Sohn von Jakob und durch fünf Söhne von Baschi fortgesetzt.