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Vor vier Jahren war es der Portugiese Pedro Proença gewesen, der hintereinander die für Europas Fussball wichtigsten Endspiele leiten durfte. Nun ist die Reihe an Clattenburg. Der 41-Jährige, ein ehemaliger Elektriker, ist der erste Final-Schiedsrichter aus England seit Arthur Ellis (1960) und Arthur Holland (1964).
In seiner Heimat ist er allerdings nicht unumstritten. Graham Poll, einstiger Spitzenreferee, schrieb in der englischen Zeitung “Daily Mail”, Clattenburg gehöre nur darum zum EM-Zirkel, weil der UEFA-Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina ihn als Besten seiner Zunft betrachte. Englands Verband sei dagegen kein grosser Fan von ihm und hätte Martin Atkinson bevorzugt.
Erfahrung in Finals hat Clattenburg jedenfalls reichlich vorzuweisen. Er leitete allein in diesem Jahr am 28. Mai im San Siro die Partie Real Madrid – Atletico Madrid und eine Woche davor den FA-Cup-Final zwischen Manchester United und Crystal Palace. Insgesamt ist es das siebte Endspiel in der Karriere des Profis aus Newcastle.
An der EM in Frankreich wurde der Olympia-Final-Schiedsrichter von 2012 bislang dreimal eingesetzt: in der Vorrunde bei Belgien – Italien (0:2) und beim zwischenzeitlich wegen Ausschreitungen auf den Rängen unterbrochenen Spiel Tschechien – Kroatien (2:2) sowie im Achtelfinal zwischen der Schweiz und Polen (1:1 n.V; 4:5 i.P.). Clattenburg zeigte in den drei Spielen 13 Mal die Gelbe Karte und pfiff einen Handspenalty.
(SDA)