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Zwei Bürgerliche und ein Linker treten für den zweiten Wahlgang der Freiburger Ständeratswahlen vom 8. November an. Der Vergleich der drei Smartspider zeigt das zu erwartende Bild: Der CVP-Kandidat Beat Vonlanthen teilt gewisse Positionen mit dem SP-Vertreter Christian Levrat und gewisse Positionen mit dem SVP-Anwärter Jean-François Rime. Insgesamt ist die Ähnlichkeit mit Rime aber grösser.
Christian Levrat und Beat Vonlanthen haben im Bereich der Aussenpolitik ähnliche Einstellungen: So sind beispielsweise beide klar dagegen, dass sich die Schweizer Aussenpolitik stärker an einer strikten Auslegung der Neutralität orientiert. Jean-François Rime beantwortet diese Frage mit «eher Ja».
Beat Vonlanthen liegt im Bereich Migrationspolitik zwischen seinen beiden Kontrahenten. Er ist wie Rime dagegen, dass Ausländerinnen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, auf Gemeindeebene das Stimm- und Wahlrecht erhalten. Ebenso ist er gleicher Meinung mit Rime, dass der Status von Sans-Papiers nicht durch eine einmalige kollektive Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen legalisiert werden soll. Levrat beantwortet beide Fragen mit Ja. Hingegen ist Vonlanthen mit Levrat einig, dass die Schweiz vermehrt Kontingentsflüchtlinge aus Krisengebieten aufnehmen und die Einbürgerung von Ausländerinnen der dritten Generation erleichtern sollte: Levrat sagt zu beidem «Ja», Vonlanthen «eher Ja» und Rime «Nein».
Vonlanthen und Rime haben ähnliche Positionen im Bereich Umweltschutz: Sie sind beide für den Bau einer zweiten Gotthardröhre, für den Ausbau von stark befahrenen Autobahnabschnitten und dagegen, dass die Fläche der Bauzonen auf dem heutigen Stand beschränkt wird. Levrat nimmt in allen drei Punkten die gegenteilige Position ein.
Vonlanthen und Rime haben ebenfalls ähnliche Positionen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik: Sie sind gegen einen Mindestlohn–Levrat ist dafür. Sie sind gegen die Individualbesteuerung von Ehepaaren–Levrat ist dafür. Sie sind gegen die Aufhebung des Bankgeheimnisses gegenüber schweizerischen Steuerbehörden–Levrat ist dafür.
Die Online-Wahlhilfe Smartvote lässt Kandidierende 75 Fragen beantworten, woran sich ihre Positionen einschätzen lassen. Im Vorfeld des zweiten Ständeratswahlgangs zeigen die FN diese Positionen.
Christian Levrat. Bild ca/a