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Der Stein, der den Brasilianern beim Heimturnier vom Herzen fiel, muss riesengross gewesen sein. Nach zwei äusserst mageren 0:0 gegen die krassen Aussenseiter Südafrika und Irak brach Gabriel Barbosa nach 25 Minuten der dritten Partie gegen Dänemark den Bann. Der “Gabigol” genannte Stürmer des FC Santos, an dem Inter Mailand grosses Interesse haben soll, stolperte eine Flanke ins Tor, die Neymar verpasst hatte. Danach gab es kein Halten mehr. Gleich eine ganze Spielertraube rannte die Treppe zur Tribüne hoch, um mit den zuvor so enttäuschten Fans zu feiern.
Das erste Tor wirkte wie eine Erlösung. In der Folge drängte der Favorit die Dänen fast ausschliesslich in die Verteidigung und spielte endlich befreit auf. Gabriel Jesus, der 19-Jährige, der ab Januar für Manchester City auf Torjagd gehen wird, erhöhte noch vor der Pause auf 2:0, Luan machte nach vier Minuten in der zweiten Hälfte alles klar. Zehn Minuten vor Schluss krönte Gabriel Barbosa den brasilianischen Sturmlauf mit seinem zweiten Tor.
Dank des souveränen Sieges sicherte sich Brasilien noch den Gruppensieg und trifft am Samstag in São Paulo auf Kolumbien. An den südamerikanischen Konkurrenten hat man keine guten Erinnerungen. An der Heim-WM vor zwei Jahren besiegte man Kolumbien zwar 2:0, doch Superstar Neymar zog sich bei einem üblen Foul von Juan Zuñiga einen Lendenwirbelbruch zu. Nun kann er Revanche nehmen.
Den Dänen tat die Niederlage nicht allzu weh. Da sich Südafrika und Irak im anderen Gruppenspiel 1:1 unentschieden trennten, erreichten auch die Skandinavier die Viertelfinals (gegen Nigeria). Ausgeschieden ist dagegen Schweden nach einem 0:1 gegen Japan. Damit müssen der Iraker Sherko Karim (GC) und der Schwede Alexander Fransson (Basel) zu ihren Super-League-Klubs in die Schweiz zurückkehren.
In den anderen beiden Viertelfinals trifft Südkorea auf Honduras und im Schlagerspiel Deutschland auf Portugal.
(SDA)