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Joseph Schafer wurde am 23. Februar 1910 als erstes von sechs Kindern seiner Mutter Marie Schafer, später Bertschy-Schafer, in Rechthalten geboren. Als Neunjähriger ist er mit seinen Geschwistern und der Mutter in die Freiburger Unterstadt gezogen. Während des Zweiten Weltkrieges hat er als Minenräumer Brücken überwacht. Während etwa 45 Jahre ist er als Bauarbeiter tätig gewesen.
1945 heiratete Joseph Virginia. Ihnen wurden drei Kinder geschenkt: Johann, der im Alter von achteinhalb Jahren aufgrund eines Herzfehlers verstarb, Marlène und Marie-Rose. Später sind drei Grosskinder und ein Urenkel dazugekommen. Als Joseph 1964 mit seiner Familie in die Neiglen umgezogen ist, konnte er noch mehr Tiere halten: Schafe, Ziegen, Kühe, Schweine, Kaninchen, Katzen und einen Hund. Gemeinsam mit seiner Frau versorgte er diese und fühlte sich dabei wie ein Kleinbauer. An den Wochenenden, später auch wochentags, wurde dem Hobby Tanzen gefrönt. Noch bis ins hohe Alter von 84 Jahren tanzte Joseph Schafer bei jeder Gelegenheit.
Im Juni 2004 kam Joseph mit 94 Jahren krankheitshalber ins Heim «Les Martinets» in Villars-sûr-Glâne. Schnell hatte er akzeptiert, dass er nun dort zu Hause war. Zwischendurch durfte er immer wieder mal nach Hause in die Neiglen, was ihn sehr freute. Abends ging er aber gerne ins Heim zurück, wo er sich geborgen und umsorgt fühlte. Im Februar 2009 gratulierte ihm Staatsrat Erwin Jutzet zum 100. Geburtstag mit einer Rede und Geschenken.
Im Februar 2010 durfte er gar ins 101. Lebensjahr treten. Im Heim hat er sich sehr wohl gefühlt.
Nach einem sehr erfüllten Leben ist Joseph Schafer am 7. Januar 2011 im Alter von 101 Jahren verstorben. Er möge in Frieden ruhen. Eing.