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Das nicht alltägliche Brot
Ein Stück Brot ändert immer Besitzer
Eine wahre Geschichte
In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg hatten viele Leute furchtbaren Hunger. In dieser Zeit wurde ein Arzt schwer krank. Er arbeitete viel. Er hatte nur sehr wenig zu essen und hatte sich überanstrengt. Er ging zu anderen Ärzten, um sich untersuchen zu lassen. Die anderen Ärzte rieten ihm mehr zu essen. Aber wer konnte in diesen Hungerjahren schon genug essen?
Symbolbild Clipart
Doch da kam plötzlich Hilfe. Ein Freund des kranken Arztes schenkte ihm ein Brot - ein ganzes Brot – mit guten Wünschen für die Besserung. Doch zur gleichen Zeit wurde das Kind des Nachbarn krank. Der Arzt bat seine Haushälterin (= Putzfrau), das Brot dem Kind zu geben. «Das Kind braucht das Brot nötiger als ich», sagte der Arzt.
Die Nachbarin war erfreut über das Brot. Sie fand, dass die Flüchtlingsfrau, die bei ihr in einem Zimmer wohnt, das Brot dringender brauchte. Die Nachbarin schenkte der Flüchtlingsfrau das Brot.
Die Flüchtlingsfrau freute sich sehr. Sie packte das Brot ein und brachte es ihrer Tochter. Ihre Tochter hat zwei kleine Kinder. Doch auch dort blieb das Brot nicht!
Die Tochter meinte, dass sie das Brot dem lieben Arzt schenken kann. Der Arzt ist krank, und er hatte ihrem Buben geholfen gesund zu werden.
Der Arzt erkannte das Brot sofort: es war das gleiche Brot, das er verschenkt hatte! Er war sehr beeindruckt. Er sagte seiner Haushälterin: «Solange es Menschen gibt, die das Brot teilen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen! Wir werden trotz den Schwierigkeiten zusammenhalten».
Damals waren die Menschen sehr dankbar für Brot. Wir sollen auch für das tägliche Brot danken.
Quelle: Zisler, K., Reischl, W., Perstling, H., Neuhold, H., Gruber, A. Glaubensbuch 6. Im Glauben wachsen. Graz 1987, Seite 96
Text in vereinfachtem Deutsch verfasst für die CGG CH