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Bolivien - Jucker - Kakteen

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Feldarbeit
Etappe 3
La Paz - Quime - Arcopongo - Independencia
November 2010
Da ich im Jahre 2009 auf dem Weg von La Paz in die Süd Jungas und weiter ins Hochland von Arcopongo am Rio Suri kläglich gescheitert bin, versuche ich es nun zum zweiten Mal, diese Region nach Sulcorebutien zu untersuchen. Danach geht es zurück in die Provinz Ayopaya, um dort weitere Kakteenvorkommen zu erkunden.
Von La Paz fahre ich mit dem Fernbus in Richtung Cochabamba bis nach Konani. Dort nehme ich den etwas weniger bequemen mit Indios vollgestopften Bus nach Quime. Zu Fuss und mit Lastwagen gings weiter bis an meinen Zielort bei Aqui Pampa oberhalb des Rio Sacambaya, wo die Strasse endet.
Busfahrt von Konani nach Quime und weiter nach Aqui Pampa.
In der Nähe bei Aqui Pampa in der Provinz Inquisivi beginnt der Camino Antiguo, der nach Norden ins Hochtal von Arcopongo führt. Gleich zu Beginn meiner Wanderung auf 3´000 m wächst eine Pflanze, welche ich schon oft gesehen habe, jedoch nie mit Blütenrispen. Es ist eine Eryngium paniculatum fa.
Eryngium paniculatum fa. mit Blick ins Tal des Rio Sacambaya
Ich verlasse die Waldregion und gelange mehr und mehr in eine hochandine Landschaft.
Blick in die umliegenden Täler
Weiter führt der Weg vorbei an kleineren Lagunen bis auf die höchsten Berge auf über 4´000 m
Im hochandinen Bereich von Arcopongo
Ohne einen Menschen zu sehen, erreiche ich nach ca. 40 km das Hochtal von Arcopongo. Auf Felsen und im Moos fand ich auf 3´200 m die ersten Kakteen. Es sind ähnliche Formen von Lobivia caespitosa fa. HJ 1286, die ich auf meiner Reise 2002 im Ayapaya-Gebiet gefunden habe. Sie machen grosse Polster und deren Früchte sind teilweise so gross wie die Pflanzen.
Lobivia caespitosa fa. HJ 1286 im Hochtal von Arcopongo
Kulturpflanzen: Lobivia caespitosa fa. HJ 1286 Klon 3, 10 und 12
Ich suchte dieses Gebiet weitläufig nach weiteren Kakteenvorkommen ab. Doch obwohl es Orte gab, wo sich Sulcorebutien durchaus wohlfühlen könnten, blieb die Suche erfolglos, und so entschied ich mich, nicht weiter nach Norden zu laufen. Wenn auch nicht immer erfolgreich, so ist es sinnvoll auch Randgebiete einer bestimmten Kakteen Gattung, oder einer Art zu untersuchen um das jeweilige Verbreitungsgebiet zu bestimmen. Mit diesen Erkenntnissen laufe ich die wenig befahrenen Strasse in Richtung Cotacajes und konnte in der nächsten Ortschaft Siquuirani in der Schule übernachten.
Diese aneinander gereihten Häuser in Siquuirani zeigen die noch ursprüngliche Bauweise in dieser Region.
Auf der Strasse weiter in Richtung Rio Cotacajes gelangt man in einen meist in Wolken verhüllten mit Bromelien bewachsenen Bergurwald.
Epiphytische Pflanzen wie Bromelien, Tillandsien und Trichocentrum aff. im Bergurwald
Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als auf einer endlosen Strasse zu laufen. Nach zwei Tagen erreiche ich endlich den Rio Cotacajes, der dort nur noch knapp über 1´000 Höhenmeter liegt.
Am Rio Cotacajes
Dort fand ich überraschend eine grosse über die Felsen herabhängende Gruppe von Parodia miguillensis HJ 1287. Aussergewöhnlich sind die bis zu 60 cm langen keulenartigen Mutterpflanzen mit zahlreichen Seitensprossen. Mir war nicht bekannt, dass diese auch in dieser Region vorkommen. Im Gegensatz zu der Parodia ayopayana, die weiter flussaufwärts zu finden ist, bevorzugt Parodia miguillensis tiefere Lagen. Diese beiden Parodien sind nahe miteinander verwandt.
Am Standort der Parodia miguillensis HJ 1287
Weiter flussaufwärts finde ich in einer Schutthalde erneut Parodien. Der keulenartige Wuchs und die feinen unregelmässig gekrümmten Dornen deuten darauf hin, dass es Parodien miguillensis sind.
Am Standort der Parodia miguillensis HJ 1287
In unmittelbarer Nähe auf festerem Grund findet man auch Parodia ayopayana HJ 1288. Die Jungpflanzen dieser sind kugelig, im Alter auch etwas zylindrisch. Die Dornen sind wesentlich fester und regelmässig angeordnet. Vermutlich gibt es auch Mischformen, die jedoch nicht einfach zu erkennen sind. Am gleichen Ort, wächst auch Echinopsis ayopayana HJ 1283.
Kulturpflanze Echinopsis ayopayana HJ 1283-1
Echinopsis ayopayana HJ 1283 zusammen mit Parodia ayopayana HJ 1288 am Rio Cotacajes
Kulturpflanzen Parodia ayopayana 2x HJ 1288-1, 2x HJ 1288-2, HJ 1288-3
Parodia ayopayana mit Tillandsia spec.
In den engen bewaldeten und mehr feuchten Seitentälern entlang des Rio Cotacajes findet man eine vielfältige Vegetation.
Cereus comarapanus
In diesem lockeren Wald, auch an den baumförmigen Brasiliopuntia brasiliensis wachsen Tillandsia fasciculata. Dass diese bis zu acht Meter hohen Opuntien sich auch hier ansiedeln konnten, hat mich überrascht.
Tillandsia fasciculata und Brasiliopuntia brasiliensis
Picknick am Bach und was man dort alles sehen kann.
Schmetterlinge, Peperomia rotundifolia, Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica)
Weiter entlang des Rio Cotacajes mit steilen Bergflanken bis Cotacajes.
Bromelia spec., Gruppe von Puya spec. und Cleistocactus laniceps
Cotacajes ist ein verwahrlostes Nest mit wenigen Häusern. Aber es gibt ein Telefon und einen Laden mit dem Allernötigsten. Hier in diesem heissen Klima leben die Menschen hauptsächlich vom Kokaanbau und tropischen Früchten, die nach Cochabamba verkauft werden.
Cotacajes am Rio Cotacajes
Im Dorf treffe ich Ricardo, Kokabauer und Goldsucher. Er fragte, ob ich auch nach Gold suchen würde. Nein sagte ich, nach Kakteen. Immer wenn ich diese Antwort gebe, was ich hier mache, herrscht Ratlosigkeit. Ich sagte, dass ich Morgen ins Tal des Rio Naranjito gehen möchte, um dort nach Kakteen zu suchen. Ricardo sagte, auch er würde Morgen dorthin zu seinem Schürfplatz gehen. Die Absicht war, in diesem Tal nach der Sulcorebutia glomeriseta zu suchen, die seit der Entdeckung im Jahre 1951 nicht wiedergefunden wurde, die aber in dieser Region vorkommen soll. In der Erstbeschreibung wurde der Name Naranjito erwähnt. Ob das nun ein Dorf, ein Flusstal oder ein Berg sein sollte wurde nicht vermerkt. Auf der Karte aus dieser Region gibt es nur einen Namen mit Naranjito, und das ist dieses Tal hier bei Cotacajes.
Einen Tag zu Gast bei Ricardo
Als ich am nächsten Morgen mich auf den Weg machte ins Tal des Rio Naranjito treffe ich Ricardo in der Mittagspause. Er hatte den ganzen Morgen erfolglos nach Gold geschürft. Es sei schwierig mit dem wenigen Gold, das er finden würde, seine Lebensweise zu verbessern. Auch ich war erfolglos mit der Suche nach der Sulcorebutia glomeriseta. In diesem schwierigen Gelände gibt es keinen Weg, um noch weiter ins Tal zu gelangen. Ich entschied mich das Vorhaben abzubrechen.
Ricardo am Rio Naranjito
Doch wohin soll die Reise nun weitergehen? Entlang der Strasse in Richtung Cochabamba wollte ich nicht, da ich dort im Jahre 2002 eingesperrt wurde. Ich entschied mich die noch nicht ganz fertig gebaute Strasse zu laufen oberhalb des Rio Cotacajes, die nach Aqui Pampa führt, wo meine Reise begonnen hat. Ich wollte gerade meine Schuhsolen in Betrieb setzen, als ein Motorradfahrer anhielt. Der junge Mann war bereit, mich die 1´500 Höhenmeter hochzufahren, bis dorthin, wo die Strasse noch im Bau ist. Mit dem schweren Rucksack war das allerdings eine ziemlich chaotische Herausforderung. Mein Ziel war es, von hier irgendwie nach Independencia zu gelangen.
Auf der Strasse nach Aqui Pampa, Blick ins Tal des Rio Cotacajes
Nach einigen Stunden auf dem Höhenweg laufe ich den steilen Weg hinunter in das 1´300 m tiefer gelegene Mündungsgebiet des Rio Negro/Rio Sacambaya. Auf halbem Weg erreiche ich ein abgeflachtes steiniges mit wenig Gras bewachsenes Gebiet. Dann ein lauter Jauchzer, wo ich hinschaue, stehen massenweise Sulcos. Sofort war klar, es sind aussergewöhnliche und wunderschöne Formen von Sulcorebutien arenacea HJ 1289. Charakteristisch an diesen Pflanzen ist die dichte und teilweise lange Bedornung, die Vielfalt der Dornenfarbe von nahezu Weiss, Gelb bis hin zu verschiedenen Brauntönen mit rötlichem Einschlag. Diese speziellen und besonderen Merkmale haben uns veranlasst, diese als Varietät zu beschreiben. Sie wurde in Succulenta 94 als Sulcorebutia arenacea var. densispina beschrieben. Im Gegensatz zum Standort der HJ 939 Sulcorebutia arenacea var. candiae auf der gegenüberliegenden Seite vom Tal wächst diese einige hundert Höhenmeter tiefer und ca. 600 m höher, als die HJ 940 Sulcorebutia arenacea var. menesesii am Rio Sacambaya. Dieser Sulcorebutia Standort ist der einzige im Dep. La Paz, Provinz Inquisivi und zugleich der nördlichste aller Sulcorebutien Vorkommen.
Sulcorebutia arenacea var. densispina HJ 1289 oberhalb des Mündungsgebietes Rio Negro/Rio Sacambaya
Kulturpflanzen Sulcorebutia arenacea var. densispina HJ 1289
Klon: 2 x 1, 2, 3, 4 und 5
Klon: 2 x 6, 8, 9, 11 und 19
Klon: 21 und 35
Der weitere Abstieg geht ganz schön in die Knochen und führt durch einen rotgefärbten Teppich von Bromeliengewächsen.
Bromelien spec.
Die Vegetation wird zunehmend vielfältiger und an den knorrigen kurzgewachsenen Bäumen wachsen Orchideen (Trichocentrum aff.). Die reichlich verzweigten Rispen mit den kleinen Blüten lassen diese buschartige Pflanze aussehen wie ein Blumenstrauss.
Trichocentrum aff.
Im Mündungsgebiet des Rio Negro/Rio Sacambaya gibt es frisches Wasser und eine reichhaltige Vegetation.
Rio Negro links und Rio Sacambaya
am Rio Sacambaya mit Harrisia tetracantha
Nun bin ich also wieder in dem Gebiet gelandet, wo ich im Jahre 2002 bei der Familie Garcias auf der Hacienda Pampa Grande zu Gast war. Von hier aus könnte man direkt den Gebirgskamm hochlaufen bis zum Standort der Sulcorebutia HJ 939 und weiter nach Independencia. Doch dies würde mein Drang nach mehr Abenteuer und mögliche Neufunde von Sulcorebutien nicht befriedigen. So entschloss ich mich den Rio Negro hochzulaufen ohne Zielsetzung, und landete am Nachmittag bei der Estancia Kohra. Die Frau mit ihren vier Kindern lebt die meiste Zeit alleine in dieser Abgeschiedenheit, denn ihr Mann muss in Independencia Geld verdienen, um die Familie am Leben zu erhalten. Die Kinder können nicht in die Schule, weil diese mehr als drei Stunden zu Fuss entfernt ist. In Bolivien sind lediglich bis zu drei Stunden Schulweg zumutbar - für einen Weg wohlverstanden.
Eine bewundernswerte Familie auf der Estancia Kohra
Nachdem ich mich vollgestopft habe mit Mangofrüchten, schenke ich den Kindern meine letzten Schokoriegel und laufe weiter flussaufwärts. In dieser glühend heissen Steinwüste kann man sich nicht hinsetzen ohne den Hintern zu verbrennen, und dann wurde ich immer wieder sandgestrahlt von den thermisch bedingten Sandstürmen. Unter diesen Bedingungen war es nicht möglich weiter zu laufen. Geschützt im bewaldeten Ufer fand ich einen staubigen Ort für die Nacht. Die Frage war jetzt nicht etwa wie lange ich noch in dieser Hölle ausharren soll, sondern wie schnell komme ich da wieder raus. Am Morgen nach mehrmaligen Flussdurchquerungen suchte ich aufmerksam nach einem möglichen Weg am rechten Ufer, der wieder in die Berge führt. Und tatsächlich sehe ich schon bald an einer steilen Schutthalde so was Ähnliches. Ich vermute, dass der Mann von der Estancia Kohra diesen Weg benutzt, um nach Independencia zu gelangen. Gleich zu Beginn, ich konnte es kaum glauben, aber in dieser losen Schutthalde wachsen doch tatsächlich Sulcos. Es ist Suclcorebutia arenacea fa. HJ 1290. Ich konnte nur einige wenige Pflanzen am Wegrand näher untersuchen und Samen sammeln, da ein Begehen der Schutthalde unmöglich war.
Am Standort der Suclorebutia arenacea fa. am Unterlauf des Rio Negro
Kulturpflanzen Sulcorebutia arenacea fa. HJ 1290 Klon: 5, 6, 8, 10, 20 und 22
Schon bald finde ich eine weiter Population von Sulcorebutien arenaca. Da ich heute noch den 1´500 m hohen Aufstieg bewältigen muss, verweilte ich dort nur für kurze Zeit und fand glücklicherweise einige wenige Samen. Später nach Betrachten der Standortbilder, und vor allem die aus Standortsamen kultivierten Pflanzen und umfangreichen Nachzuchten beider Populationen, haben gezeigt, dass es sich um zwei völlig unterschiedliche Sulcorebutien handeln muss. Diese neue Varietät, Sulcorebutia arenacea var. atroviridis HJ 1290a wurde in Echinopseen 13 (1) 2016 beschrieben. Dort findet man weitere Informationen.
Suclorebutia arenacea var. atroviridis HJ 1290a am Rio Negro
Kulturpflanzen Suclorebutia arenacea var. atroviridis HJ 1290a
Klon: 2 x 1, 2, 3, 4 und 5
Klon: 25, 32 und 40
Der Weg weiter ist mancherorts durch Geröll verschüttet. Die Temperatur steigt wieder ins unerträgliche und Schatten, um auszuruhen gibt es nicht. Meine vier Liter Wasser sind aufgebraucht, als ich auf halbem Weg erneut wieder Formen von Sulcorebutien arenacea fa. HJ 1291 finde. Um nicht zu riskieren hier kläglich zu verdursten, habe ich lediglich einige Samen sammeln können und kämpfte mich so schnell das eben ging weiter nach oben zum Cerro Tunas Pampa.
Sulcorebutia arenacea fa. HJ 1291 und Cleistocactus laniceps oberhalb des Rio Negro
Kulturpflanzen Sulcorebutia arenacea fa. HJ 1291
Klon: 1, 3, 5, 6, 7 und 8
Klon: 9, 12, 13 und 30
Kurz bevor ich aufs Plateau gelange entdecke ich auf steinigem Grund zwischen Bromeliengewächsen eine Echeveria spec. HJ 1293. Das Besondere an diesen sind die dunkel gefleckten Rosetten.
Bromeliengewächse und Echeveria spec. HJ 1293
Kulturpflanze Echeveria spec. HJ 1293 (3 x HJ 1293-1
Ich erreiche noch vor Dunkelheit den 3000m hohen Cerro Tunas Pampa. Ich war völlig ausgetrocknet und habe gehofft, irgendwo noch Wasser zu finden. Doch dieser Wunsch blieb aus. In dieser Situation habe ich gelernt nichts zu essen, da dieses möglicherweise im Hals stecken bleibt. Das ist sehr unangenehm, ja sogar gefährlich. Am nächsten Morgen habe ich bemerkt, dass ich mein Zelt auf zahlreichen Sulorebutien aufgestellt habe, es sind Formen von Sulcorebutien arenacea var. candiae HJ 1292. Es sind ähnliche Formen wie die HJ 939, die etwas weiter nördlich vorkommt.
Cerro Tunas Pampa mit Rio Negro und Suclorebutia aranecea var. candiae HJ 1292
Kulturpflanzen Suclorebutia aranecea var. candiae HJ 1292
Klon: 2x 2, 3, 5, 9 und 10
Klon: 11, 14, 3 x 15 und 16
Klon: 17 und 20
Mit etwas Wehmut, aber auch stolz blicke ich in die weiten Täler und Berge. Wo habe ich mich da auf meinen beiden Reisen nicht überall rumgetrieben, manchmal vor Freude gejubelt, aber auch geflucht und gelitten, und das alles wegen diesen stacheligen Dingern. Wagt man diesen kleinen Teil vom Ayopaya-Gebiet zu Fuss zu erkunden, wird viel abverlangt. Höhendifferenzen von über 3´000 m und Temperaturschwankungen von 40° ist Alltag. Und da ist noch der Rucksack mit 38 kg, d.h. alles dabei für drei Wochen.
Tal des Rio Negro/Rio Cotacajes
Estancia Kohra Rio Negro
Rio Negro Blick nach Süden
Auf einer Hochebene laufe ich parallel oberhalb des Rio Negro nach Süden und erreichte nach zwei Tagen Independencia, Sitz der Verwaltung der Provinz Ayopaya. Im Hostal Independencia fand ich seit Beginn meiner Reise wieder ein sauberes Bett.
Laguna Pampa
Estancia Pino Mayu
Independencia
Ich hätte noch Zeit um weiter nach Kakteen zu suchen, doch diese Region, die auf Stassen gut zugänglich ist, wird seit vielen Jahren von Sammlern immer wieder aufgesucht, und somit für mich nicht von Interesse. Ich möchte zurück nach La Paz, um dort den Takesi Inka Trail zu laufen. So fahre ich am nächsten Tag nach Collocollo, das an der Hauptstrasse nach Cochabamba liegt. Dort steht eine wunderschöne Gruppe von Echinopsis tarijensis ssp. tarijensis.
Collocollo, Echinopsis tarijensis ssp. tarijensis
In Collocollo wartet mein Fernbus für die Weiterfahrt nach La Paz. Wie schon oft haben Campesinos Strassenblockaden errichtet, und es gab kilometerlange Staus. Doch irgendwann wurde die Blockade von der Polizei aufgelöst, und ich kam rechtzeitig nach La Paz.
Bus nach La Paz
Fortsetzung Reise 2010 siehe: Takesi - Coroico - Tiahuanaco - Titicacasee, Dezember 2010
Literatur:
Succulenta (1):34-44 2015
Sulcorebutia aranacea (Cárd.) Ritter var. densispina Gertel & Jucker var. nov.
Echinopseen 12 (2) 2015 W. Gertel
Neue Sulcorebutien aus dem Ayopayagebiet, Bolivien
Echinopseen 13 (1) 2016
Sulcorebutia aranacea (Cárd.) Ritter var. atroviridis Gertel & Jucker var. nov.