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Untertitel: Schulung der Kinder von Asylbewerbern
Zu Beginn des Schuljahres 2002/03 hat der Kanton Freiburg 352 Asylantenkinder im Schulalter als Schülerinnen und Schüler aufgenommen, 48 in den Kindergärten, 213 in den Primarklassen und 91 in der OS. Sie werden in die Regelklassen integriert. Dabei erhalten sie in der Sprache Stützunterricht. Laut Dekret vom 19. September 2000 werden bestimmte Kosten (Sprachkurse, Miete für zusätzliche Schulzimmer, Material, Teilnahme an Sporttagen usw.) als gemeinsame Schulkosten anerkannt, die zu 65 Prozent von allen Gemeinden und zu 35 Prozent vom Staat übernommen werden. Dies gilt allerdings nicht für die OS-Schüler, da die OS keinen gemeinsamen Topf hat.
Diese im Dekret festgehaltene Regelung soll im Schulgesetz verankert werden. Das Dekret ist aber am 31. August 2003 abgelaufen, eine Revision des Schulgesetzes steht jedoch erst im Jahre 2005 an, wie Kommissionssprecher Nicolas Betticher (CVP) erwähnte. Deshalb galt es, ein neues Dekret zu verabschieden, was der Grosse Rat mit 92 zu 0 Stimmen tat.
Riesig sind allerdings die Kosten nicht. Sie werden für die Primarstufe auf 255600 Franken geschätzt, für den Kindergarten auf 57600 Franken.
Laut Nicolas Betticher kommt im klaren Abstimmungsergebnis vor allem der politische Wille zum Ausdruck, die Kinder von Asylbewerbern zu integrieren. Dies sei viel wichtiger als die Kosten. SP-Sprecher Jean-François Steiert begrüsste es, dass alle Kinder integriert werden sollen, unabhängig von ihrem Status. Auch SVP-Sprecher Charly Brönnimann hob hervor, dass die Kinder «unschuldig» seien, auch wenn sich ihre Eltern illegal in der Schweiz aufhalten.
Staatsrätin Isabelle Chassot präzisierte jedoch, dass die Kinder von Papierlosen nicht aufgenommen werden. Sie begrüsste die gerechte Verteilung der Kosten, zumal die Aufnahmezentren unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen verteilt seien.