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Roger Federer ist für das in einer Woche beginnende US Open gerüstet. Der Basler bejubelt in Cincinnati seinen 80. Turniersieg. Den Final gegen David Ferrer gewinnt Federer mit 6:3, 1:6, 6:2.
Der Finalerfolg über David Ferrer stellt nach dem, was war, gewiss keine Überraschung mehr dar. Während der letzten elf Jahre hat Federer sämtliche 16 Einzel gegen David Ferrer gewonnen und dabei bloss fünf Sätze abgegeben. Der Final in Cincinnatis Vorort Mason widerspiegelte dieses Stärkeverhältnis von neuem. Federer dominierte in den Sätzen eins und drei die Partie mit seinem starken Aufschlag fast nach Belieben. Er geriet in diesen beiden Durchgängen nie in Rückstand. Der erste Aufschlagdurchbruch gelang ihm zum 5:3 im ersten Satz, begünstigt von zwei Doppelfehlern Ferrers. Im Entscheidungssatz setzte Federer mit dem Break zum 3:1 Kurs in Richtung Sieg.
Äusserst ungewöhnlich verlief hingegen das 40-minütige Intermezzo des zweiten Satzes. In dem spielte Ferrer wie aus einem Guss, derweil Federer überhaupt nichts mehr gelang. Zwischenzeitlich gewann Ferrer 17 von 19 Ballwechseln. Der 32-jährige Spanier besass sogar zwei Satzbälle für ein 6:0. In 1197 Einzeln auf der ATP Tour gab Federer erst viermal einen Satz zu Null ab, zuletzt vor sechs Jahren im Final von Roland-Garros gegen Rafael Nadal (1:6, 3:6, 0:6).
Connors und Lendl noch (weit) vor Federer
Seinen 80. Turniersieg, den 39. auf höchster Stufe (17 x Grand Slam und 22 x Masters-1000) und den sechsten in Cincinnati (nach 2005, 2007, 2009, 2010 und 2012), stellte Federer nach einer Stunde und 42 Minuten mit einem gewonnenen „Challenge“ sicher. Es war Federers erster grosser Titel seit genau zwei Jahren, seit dem Triumph ebenfalls in Cincinnati kurz nach den Olympischen Spielen von London. Federer ist erst der dritte Akteur der Profi-Ära, der 80 Turniere gewinnen konnte. Vor Federer rangieren in dieser Statistik bloss noch Jimmy Connors (109 Titel) und Ivan Lendl (94).
Federer: «Ich spiele viel besser als vor einem Jahr»
Die Zuversicht bei Federer vor dem US Open ist auf jeden Fall gross, auch wenn die Spielbedingungen in Flushing Meadows erfahrungsgemäss langsamer sein werden als in Cincinnati, wo jedes Jahr einer der schnellsten Plätze auf der Tour aufgezogen wird. „Aber ich spiele viel besser als vor einem Jahr“, so Federer. „Ich fühle mich völlig gesund und kann mich ohne jegliche Rücksichtnahme auf dem Platz frei bewegen. Es freut mich, dass die Resultate meine gute Form widerspiegeln. Nun spiele ich wieder so, wie ich immer spielen wollte.“
Federer erreichte in den ersten siebeneinhalb Monaten der Saison schon acht Finals und zuletzt vier hintereinander (nach Turniersieg Halle und Finalniederlagen in Wimbledon und Toronto).