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Das Wort ‚Hämorrhoiden’ stammt aus dem Griechischen und heisst übersetzt: Fliessendes Blut (haíma=Blut, rhéin=fliessen).
Als ‚Hämorrhoiden’ werden vergrösserte Gefässpolster bezeichnet, welche sich am oberen Ende des Analkanals befinden. Diese Gefässpolster – meistens gibt es davon 3 – sind für die Feinkontinenz verantwortlich, d.h. sie können kleinste Mengen Luft und Flüssigkeit im Analkanal zurückhalten, indem sie sich aneinanderlegen und den Analkanal sozusagen ‚luft- und wasserdicht’ machen. Durch eine Vegrösserung dieser Polster können Symptome entstehen, womit diese Polster Krankheitswert erlangen.
Hämorrhoiden werden klinisch in vier Grade eingeteilt:
- Grad I: Die Hämorrhoiden befinden sich am oberen Ende des Analkanals und treten auch unter Pressen nicht nach aussen. Sie können nur bei der proktologischen Untersuchung gesehen werden.
- Grad II: Die Hämorrhoiden treten beim Pressen nach aussen, ziehen sich aber spontan wieder in den Analkanal zurück.
- Grad III: Die Hämorrhoiden treten beim Pressen nach aussen, verschwinden aber nicht mehr spontan, sondern müssen mit dem Finger zurückgedrängt werden.
- Grad IV: Die Hämorrhoiden treten nach aussen und können nicht mehr zurück gestossen werden.
Die frühere Einteilung der Hämorrhoiden in ‚innere’ und ‚äussere’ Hämorrhoiden ist nicht mehr gültig. Die früher als ‚äussere Hämorrhoiden’ bezeichnete Krankheit heisst heute ‚Perianalvenenthrombose’. Hierbei handelt es sich um sehr schmerzhafte, äussere Schwellungen, welche akut auftreten und durch eine lokales Blutgerinnsel verursacht werden. Die Entstehung von Perinanalvenenthrombosen ist unklar, jedoch ist sie gehäuft bei Patienten, welche beim Stuhlgang stark pressen müssen.