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In einer Feldstudie wurde der Einfluss von Haltungssystemen auf den pH-Wert des Musculus long. dorsi beim Mastschwein untersucht. Verglichen wurden alternative (ALT) entsprechend den BTS- (besonders tierfreundliche Stallhaltung) und RAUS- ( regelmässiger Auslauf um Freien) Richtlinien mit konventionellen (KON) Haltungssystemen. Der pH wurde bei 35 Minuten, zwei und 24 Stunden post mortem gemessen. Generell waren die Unterschiede der Mittelwerte von Schweinen (verglichen wurden Betriebsgruppen mit gleichem Fütterungssystem, gleicher Saison und gleichem Schlachthof) numerisch klein und zumeist nicht-signifikant. ALT-Schweine wiesen beim pH-35 Min. und pH-2 h p. m. bei einer Mehrheit der acht Haltungsvergleiche einen numerisch leicht höheren pH auf; bei einem Vergleich lagen sie leicht tiefer und zwei Vergleiche waren indifferent. Die Vorteile alternativer Haltungssysteme mit Aussenklimabereich bezüglich Adaptation an neue Umgebungen (bessere Stressstabilität) könnten erklärend sein. Beim pH-24 h waren keine signifikanten Unterschiede aufgetreten. Die Frequenz von PSE-Fleisch (pale, soft, exudative) war über alle Unterklassen gesehen sehr gering (<1 %). Sie lag jedoch höher, wenn Vatertiere mit einem Piétrainanteil (hier die Rasse Duca) eingesetzt wurden. DFD-Fleisch (dark, firm, dry) kam kaum vor. Insgesamt war der Effekt der Haltungssysteme gering und nicht qualitätsrelevant. Aus dieser Studie lässt sich schliessen, dass den zur Verbesserung des Tierwohls eingeführten Haltungssystemen (ALT), aufgrund des Kriteriums pH (wie schon bei der Fettzahl) kein negativer Einfluss der Fleischqualität gegenüber steht.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.