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Hallo Finn,
unter Ausgangsschrift ist die Schrift gemeint, die namentlich im PDF-Dokument aufgerufen wird. Es ist im Normallfall die Schrift, die im PostScript-Code per "findfont"-Operator aufgerufen wurde.
"Typ" (in der zweiten Spalte) gibt den Schrifttyp der Ausgangsschrift an (Type 1, Type 3, TrueType, MultipleMaster, ..).
"Kodierung" listet die Encoding-Variante der Ausgangsschrift auf. Man unterscheidet zwischen Standardencodings wie "MacRoman", "WinANSI" oder "Identy-H" und benutzerdefinierten Encodings, die sich an keinen dieser Standards halten. Der Grund dafür kann sein, dass es sich um einen Symbolzeichensatz handelt oder dass der Druckertreiber bei der PostScript-Erzeugung den Originalfont modifizierte (um z.B. ein fehlendes Eurosymbol einzufügen).
"MacRoman" bzw. "WinANSI" sagen übrigens nichts über die Plattform aus, von der der jeweilige Font stammt. Es gibt Mac-Fonts die sind "WinANSI"-kodiert und es gibt Windows-Fonts, die sind "MacRoman"-kodiert. Es ist einfach nur ein Standard der Angibt an welcher Stelle und unter welchem Code ein bestimmtes Zeichen im Zeichensatz zu finden ist. "Identity-H" ist ein Unicode-Encoding für CID-Fonts welches primär von Adobe InDesign beim PDF-Export benutzt wird.
Die vierte Spalte "Originalschrift" beinhaltet eigentlich die wichtigste Information. Optimal ist dort "Eingebettet" bzw. "Eingebettet, Untergruppe" zu lesen. In diesen Fällen ist die in der Spalte "Ausgangsschrift" genannte Schrift tatsächlich im PDF enthalten. Wenn unter "Originalschrift" nochmals der Name zu lesen ist, welcher in Spalte eins steht, dann fehlt der Font im PDF und es wird gerade auf einen lokal auf dem Rechner aktivierten gleichnamigen Font zurückgegriffen. Wenn "AdobeSerifMM" oder "AdobeSansMM" unter "Originalschrift" zu lesen ist, dann fehlt die Ausgangsschrift-Schrift ebenfalls im PDF und sie wurde noch nicht einmal lokal gefunden (bzw. Sie haben Acrobat durch Deaktivierung der Option "Lokale Schriften verwenden" im Anzeige-Menü den Zugriff darauf verwehrt). Es kann auch vorkommen, dass Standardfonts wie "Helvetica" oder "TimesRoman" durch lokale mit Acrobat ausgelieferte Equivalente wie "ArialMT" und "TimesNewRoman" ersetzt werden, da sich Adobe mit Version 4 des Acrobat Pakets leider entschied keine "originalen" Base 14 Fonts mehr mitzuliefern, sondern eng verwandte Pendants.
Sie fragen danach, ob man das abstellen kann. Ja, indem Sie dafür sorgen, dass in der zu konvertierenden PostScript-Datei möglichst schon alle benötigten Fonts korrekt eingebettet sind und indem man dem Distiller die korrekten Fonts zur Verfügung stellt die er benötigt, um fehlende Fonts nachträglich einbetten zu können. In einem Prepress-Umfeld heißt dies z.B., dass aus dem Acrobat-eigenen Font-Ordner alle Arial und TimesNewRoman Schnitte zu entfernen sind und jeweils nur durch eine moderne (Eurosymbol beinhaltende) "Helvetica" und "TimesRoman" (nur diese beiden Schnitte!) zu ersetzen sind.
Wenn unter Originalschrift nichts steht, dann haben Sie Acrobat 4 bzw. 5 bislang nicht gezwungen nachzuschauen, wie es mit der Einbettung/Verfügbarkeit des fraglichen Fonts aussieht. Die Ursache kann sein, dass Sie ein mehrseitiges PDF prüfen aber bislang nur eine oder zumindest nicht alle Seiten am Monitor dargestellen liesen. Es reicht sogar schon, dass Sie ein einseitiges PDF nicht in der Ganzseitendarstellung sondern nur einen Seitenausschnitt zur Anzeige bringen. Der Status der Schriften die in den unsichtbaren Seitenbereichen zusätzlich zu den schon visualisierten Fonts Verwendung finden, wird dann nicht angezeigt.
Um die Liste zu vervollständigen muss der Anwender also entweder
- in der Ganzseitendarstellung einmal durch das gesamte Dokument hindurchblättern (und warten bis die Seite jeweils komplett aufgenbaut ist!)
- das Dokument einmal komplett ausdrucken
- einmal an beliebiger Textstelle mit dem TouchUp-Textwerkzeug klicken
Alle diese Methoden zwingen Acrobat sich ein komplettes Bild von der Einbettung der Dokumentfonts zu verschaffen.
In Acrobat 6 wurden diese Mechanismen komplett geändert und die Schriftinformation ist von Anfang an immer komplett.
Die fünfte und letzte Spalte namens "Typ" gibt wiederum den Schrifttyp der Originalschrift an.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
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