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Intelligente Verpackung: Konfigurieren wir das iOS-Gerät bald vor der Inbetriebnahme?
Apple wurde vor wenigen Tagen ein neues Patent gewährt, mit welchem die Inbetriebnahme neuer elektronischer Geräte vereinfacht würde. Das Patent beschreibt eine Technologie, mit welcher persönliche Informationen des Nutzers auf ein Apple-Gerät übertragen werden können, ohne dass das Gerät ausgepackt werden muss.
Möglicherweise werden die Nutzer schon bald mit Namen begrüsst, wenn sie ihr Gerät zum ersten Mal einschalten.
Das US-Patentamt hat am Donnerstag ein neues Apple-Patent veröffentlicht, welches die Inbetriebnahme von elektronischen Geräten vereinfachen könnte. Das Patent mit der Nummer «20150089091» beschreibt eine Verpackung, mit welcher es möglich ist, persönliche Informationen vom alten elektronischen Gerät auf das noch verpackte Gerät zu übertragen.
Bei der ersten Inbetriebnahme wären demzufolge bereits die wichtigsten Informationen auf dem fabrikneuen Gerät vorhanden. Der Käufer könnte sofort mit der Nutzung beginnen.
In der Patent-Beschreibung finden sich zahlreiche Bilder, welche den Patent-Inhalt anhand eines iOS-Gerätes beschreiben. Die von Apple beschriebene Technologie ist allerdings auch bei anderen Produkt-Kategorien, wie Notebooks oder intelligenten Uhren, anwendbar.
Daten werden auf das verpackte Gerät übertragen
Im Patent wird eine Verpackung beschrieben, die mit einem sogenannten «Tap here» Aufkleber versehen ist. An diesen Aufkleber kann der Nutzer das alte Gerät antippen, um die Informationen auf das neue Gerät (welches sich noch in der Verpackung befindet) zu übertragen. Die Verbindung zwischen dem alten und dem fabrikneuen Gerät dürfte über Bluetooth oder NFC aufgebaut werden. Die Verbindung wäre leistungsfähig genug, um Einstellungen, Nutzer-Informationen oder Apps zu übertragen.
Mehrere Energiespar-Optionen
Apples Patent beinhaltet mehrere Energiespar-Optionen: Das Gerät ist nach der Fertigung in der Fabrik im ausgeschalteten Zustand. In diesem Zustand können keine Informationen an das Gerät übertragen werden.
Daneben wird auch ein «packaged power mode» beschrieben, in welchem das Gerät mehr Energie verbraucht. In diesem Zustand wäre es auch möglich, persönliche Informationen und Daten zu übertragen.
Im Patent wird als drittes auch ein «full power mode» angesprochen, welcher noch mehr Energie benötigt. In diesem Zustand soll das Gerät in der Lage sein, alle gewünschten Aufgaben durchzuführen.
Wie wechselt das verpackte Gerät den Betriebs-Modus?
Unklar ist, wie das Gerät im ausgeschalteten Zustand erkennt, dass es nun bei einem Kunden ist, der das verpackte Gerät in Betrieb nehmen will. Möglicherweise kommuniziert das Gerät mit Nachrichten, die über Bluetooth LE übertragen werden. Anhand dieser Nachrichten könnte das fabrikneue Gerät erkennen, dass es nun in Betrieb genommen wird.
Bald persönliche Begrüssung des Nutzers?
Unklar bleibt, welchen Nutzen diese neue Verpackung stiftet. Wenn über die direkte Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gerät nur einige wichtige Informationen, wie beispielsweise die Kontakte oder die WiFi-Passwörter, übertragen werden, könnte ein iOS-Gerät sofort nach der Inbetriebnahme genutzt werden. Die aufwändige Eingabe der persönlichen Informationen würde entfallen.
Mit dieser Technik wäre es auch erstmals möglich, den Nutzer nach dem ersten Einschalten des Gerätes persönlich zu begrüssen.
Andererseits dürfte die Verbindung nicht genügend leistungsfähig sein, um zeitnah alle Informationen zu synchronisieren. Damit wären die Nutzer auch mit dieser intelligenten Verpackung darauf angewiesen, das Gerät nach der ersten Inbetriebnahme manuell zu synchronisieren.