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Fr, 7. Juni 2019,
Pfarreizentrum Eichmatt,
Goldau
Auf die Teilnahme am Bernischen Kantonal-Musikfest in Thun bereiten wir uns unter anderem mit diesem Konzert vor.
Eintritt frei – Kollekte
Konzertprogramm
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Das Aufgabestück in der 1. Klasse Harmonie wurde vom Bernischen Kantonal-Musikverband beim spanischen Blasmusikkomponisten Oscar Navarro eigens für das Musikfest in Thun in Auftrag gegeben. Navarro ist einer der aktuellen Shootingstars in der Blasorchester- und der Filmmusikszene. Er ist als Dirigent und vor allem als Komponist im Moment sehr gefragt.
In «The Mountains of Switzerland» beschreibt Navarro die schöne aber auch schroffe Berglandschaft aus der Perspektive eines majestätisch darüber hinweg schwebenden Adlers. Der Adler sieht wie sich der Rhein von der kleinen Quelle bis nach Basel zum mächtigen Fluss entwickelt, bewundert die mächtige Alpenkulisse im Berner Oberland mit leuchtenden Gipfeln und tiefen Tälern und kommt an saftigen Kuhwiesen und geschäftigen Dörfern vorbei. Ebenso facettenreich wie die Landschaft ist die Komposition geraten. Man hört pompöse, wilde, fröhliche, manchmal auch etwas unheimliche Musik. Navarro lässt den Musikverein auch Kuhglocken spielen, Echo-Effekte imitieren und als kleine Blaskapelle auftreten.
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Am 1. Dezember 1955 wurde Rosa Louise Parks verhaftet weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen Mann freizugeben. Im damaligen Alabama prägte die Rassentrennung den Alltag. Dass Schwarze sich gegenüber Weissen, und insbesondere eine schwarze Frau gegenüber einem weissen Mann nicht unterwürfig zeigte, sorgte für grossen Aufruhr. Die Segregation sah zu dieser Zeit in den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs vor, dass Schwarze nur bestimmte Sitzreihen im hinteren Teil der Busse nutzen durften. Ausserdem mussten sie für Weiße aufstehen, wenn für diese keine freien Sitzplätze mehr vorhanden waren.
Ihre Widerständigkeit und ihre Verhaftung lösten die sogenannten Busboykott von Montgomery aus. Die schwarze Bevölkerung wurde aufgerufen, Fahrgemeinschaften zu bilden, Taxis am Tag des Gerichtsverfahrens gegen Rosa Parks zu nutzen oder zu Fuß zu gehen. Die Teilnahmequote lag bei beinahe 100 Prozent, so dass deutlich wurde, dass die schwarze Bevölkerung geschlossen hinter dem Protest stand. Der Protest wurde zu einer Bewegung und führte schliesslich zur Aufhebung der Rassentrennung durch den obersten Gerichtshof. Der Montgomery Bus Boycott war nicht der einzige aber einer der entscheidenden Siege, die der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King in den USA zum Durchbruch verhalfen.
In ihren Memoiren zeichnete Parks ihren Weg von der Näherin zur Bürgerrechtlerin nach. Sie endete mit der Feststellung, dass seit jenem Dezemberabend im Bus viel Fortschrittliches passiert sei und vor allem die Rassengesetze aufgehoben wurden. Trotzdem seien Diskriminierung, Rassismus und radikale Gewalt dadurch nicht verschwunden. Es bleibe ein langer Weg zu gehen.
Der amerikanische Komponist Mark Camphouse schuf das Stück «Movement for Rosa» 1992 im Auftrag der Florida Bandmasters Association. Er selbst beschreibt es als Tondichtung mit drei Teilen. Im ersten Teil geht um die junge Rosa Parks, ihre Kindheit und Jugend in Alabama. Im zweiten Teil geht es dann musikalisch um die Ereignisse in Montgomery, den lauten aber gewaltfreien Protest sowie die politischen, juristischen und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen um die Aufhebung der Rassengesetze. Der dritte Teil strahlt Stärke und Gelassenheit aus. Im Zentrum steht die Hymne «We shall overcome». Camphouse nimmt damit ein Zitat von Martin Luther King auf: Wenn die Historiker unsere Zeit in Zukunft beschreiben werden, werden sie innehalten und sagen: Da gab es grossartige Menschen, schwarze Menschen, die eine neue starke Bedeutung und Würde in die Venen der Gesellschaft und das Zusammenleben injizierten. Luther King sah gerade auch in Rosa Parks eine wichtige Bürgerrechtlerin, die die Bürgerechte aus den hinteren Reihen eines Busses in Zentrum des gesellschaftlichen Bewusstseins holte.