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Zwischen 2010 und 2012 hat die Schweiz unter Federführung des BAG an der Europa-weit harmonisierten HBM-Querschnittstudie DEMOCOPHES teilgenommen. Im Rahmen einiger Kohortenstudien in der Schweiz werden menschliche Bioproben entnommen, die teilweise auf Chemikalien untersucht werden.
Im Rahmen der europäischen Studie DEMOCOPHES wurden zwischen 2010 und 2012 in jedem der 17 teilnehmenden Länder Urin- und Haarproben von 120 Müttern und deren Kindern auf bestimmte chemische Substanzen getestet. Parallel dazu haben die Mütter Fragebögen zu ihrem Verhalten in Bezug auf die Exposition gegenüber diesen Chemikalien ausgefüllt.
In der Schweiz gibt es mehrere Studien, wie z.B. die Kohorten SAPALDIA oder CoLaus, die HBM Daten im Zusammenhang mit klinischen Untersuchungen und ausführlichen Fragebögen über Lifestyle, Ernährungsverhalten oder sozio-ökonomischen Faktoren betrachten. Mit einem regelmässigen Follow-up der Probanden könnten mögliche Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten erkannt werden. In diesen Studien werden punktuell HBM-Daten erhoben, die in erster Linie zur Aufklärung von Ursachen bestimmter Krankheiten verwendet werden.
Alle vorhandenen Initiativen im Bereich Biomonitoring bleiben allerdings punktuell, d.h. sie sind bezüglich Anzahl Teilnehmer und Dauer relativ beschränkt. Oft sind sie auf eine bestimmte Fragestellung begrenzt wie z.B. die Swiss Transplant Cohort Study (STCS). Es gibt bisher keine Studie, die eine repräsentative Abschätzung der Exposition der schweizerischen Bevölkerung gegenüber Chemikalien erlaubt.
Letzte Änderung 16.06.2023