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Die Unklarheiten der Corona-Krise treffen auch den europäischen Fussball hart. Es ist noch völlig offen, ob der Spielbetrieb in der Schweiz wieder aufgenommen werden kann oder ob die Saison vorzeitig abgebrochen wird.
Dank 12er-Liga kein Absteiger
Ein grosses Fragezeichen bei einem möglichen Abbruch der Super League steht hinter der Relegations-Thematik: Steigt Thun als momentanes Tabellen-Schlusslicht ab und Lausanne als Tabellen-Erster der Challenge League auf? Wohl kaum, ansonsten gäbe es ein rechtliches Chaos und das wäre bei Weitem problematischer, als auf der anderen Seite St. Gallen zum Meister zu erklären.
Hier kommt die 12er-Liga ins Spiel. Es ist kein Geheimnis, dass der Verband seit Längerem eine Aufstockung der Super League um zwei Teams in Betracht zieht. Würde diese Neuerung bereits nächste Saison eingeführt, gäbe es keinen Absteiger. Der FC Thun bliebe erstklassig.
Aufstiegsturnier für Challenge League-Vereine
Aus der Challenge League würde der klare Tabellen-Führer Lausanne aufsteigen. Einzig die Frage nach dem zwölften Team würde sich schwierig gestalten. Vaduz und GC stehen punktgleich auf Platz 2 und 3. Auf dem 4. Platz liegt Kriens mit nur einem Punkt Rückstand.
In diesem Fall könnte aber ein Aufstiegsturnier zwischen den besten Challenge League-Vereinen in einem kurzen Zeitraum durchgeführt werden, um die beiden neuen Super League-Teams zu bestimmen.
Auch wenn es keine optimale Lösung wäre: Die Swiss Football League könnte bei einem Abbruch mit einer neuen 12er-Liga ein grosses rechtliches Chaos verhindern – und damit eine nahezu faire Lösung für alle Beteiligten bieten.
Die grösste Hoffnung aller Beteiligten dürfte aber sein, die Saison zu Ende spielen zu können.