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Der Politiker und Unternehmer Ulrich Bremi prägte die FDP massgeblich. Bis zum Ende seiner Karriere kämpfte er gegen den Niedergang der Partei, den er spürte, aber an den er nie glaubte.
Ein mächtiger, ein kluger Mensch: Ulrich Bremi als Nationalratspräsident im Bundeshaus (31. Oktober 1991) .
Foto: Kar-Heinz Hug (Keystone)
Ich gebe es zu: Das Büro war hässlich, in dem Ulrich Bremi in Zollikon residierte, eine umfunktionierte Wohnung in einem Mehrfamilienhaus der 1970er-Jahre wohl, viel Braun, Spannteppich und Orange, wenn ich mich nicht irre, sodass mich jeweils eine Stimmung ergriff, wie ich sie als Schüler aus den 70er-Jahren kannte: Schulhäuser, Hallenbäder wurden so gebaut. Doch davon spürte ich plötzlich nichts mehr, wenn der Hausherr auftrat, denn Bremi, ein durchaus wohlgenährter Mann, füllte den Raum auf der Stelle. Das lag nicht an seinem gemütlichen Bauch, sondern an den Augen, die blitzten vor Intelligenz, an einem Lächeln, das einem an den Tisch dirigierte, und an der Frage nach dem gewünschten Getränk, die bereits Teil der Debatte zu sein schien. Ich kenne wenige Menschen, die so präsent wirkten, so mühelos sich ins Zentrum des Geschehens spielten und so hellwach auf einen eingingen wie Ueli Bremi. Ein herzlicher, stürmischer und sensibler Mensch zugleich.