Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03194.jsonl.gz/1988

Nur knapp reichte es bei der U21 WM nicht für eine zweite Medaille – Der 81kg-Athlet Aurélien Bonferroni kämpfte stark in Ecuador, musste sich aber am Ende ohne Podiumserfolg zufrieden geben. Nach drei souveränen Siegen verpasste der Schweizer das Finale nur knapp. Im Duell um Bronze musste er sich erneut beugen.
Chef Leistungssport Dominique Hischier, der das Schweizer Team als Ersatzmann begleitete, findet in seiner Analyse positive Worte für den jungen Judoka:
«Aurélien zeigte heute eine grossartige Leistung in einer sehr stark besetzten Kategorie mit mehreren Kämpfern, die bereits auf Top-Elite-Niveau erfolgreich waren. Er war in den ersten drei Kämpfen souverän mit überzeugenden Siegen gegen drei Kämpfer aus dem Osten (AZE, CZE und KAZ). Er führte im Halbfinale mit Waza-ari gegen den späteren Weltmeister bis wenige Sekunden vor Schluss, obwohl er in der Kumi-Kata überlegen war. Leider konnte er seinen Fokus nicht zu 100 % auf den Moment richten und bot seinem Gegner die Möglichkeit, ihn zu besiegen. Im Kampf um die Bronzemedaille zeigte er nochmals vollen Einsatz. Leider konnte sein Gegner ihn bei einer Bodenlage festhalten», resümiert Hischier.
Hischiers Fazit zum Schluss: «Aurélien zeigte oder besser gesagt bestätigte sein grosses Potenzial und wird sicher bald bei der Elite konkurrenzfähig sein. Er besitzt ein dynamisches Judo mit verschiedenen Angriffsrichtungen, was selten ist. Er hat noch viel Raum für Verbesserungen in Bezug auf Taktik und Kumi-Kata. Im Moment ist er noch etwas zu leicht für seine Kategorie und wird nach der U21-EM die wichtige Aufbauarbeit angehen. Mit zwei Top-5-Platzierungen und einer Medaille für zwei Teilnehmer ist die Bilanz dieser U21-Weltmeisterschaften für eine kleine Nation wie die unsere nach wie vor ausgezeichnet. Dennoch bleibt ein Beigeschmack des Unvollendeten, und das bedeutet, dass sich die Schweizer Kämpfer:innen nicht mehr nur mit guten Leistungen zufrieden geben, sondern gewinnen wollen. Und das ist eine ausgezeichnete Entwicklung.»