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Holländischer Tourist rettet bald vierjährigen Knaben aus der Waldemme in Sörenberg.
Sörenberg, am 30. Dezember 2021 Bild: Luzerner Polizei
Sörenberg, die Emme (Archivbild)
Ein Vater und sein bald vierjähriger Junge befinden sich am 30. Dezember 2021 im Snowlipark bei der Talstation Schönisei in Sörenberg, wo ein Unglück seinen Lauf nimmt. Der Junge sitzt auf einem Gummireifen, als seinem Vater das daran befestigte Seil entglitt. Der Knabe glitscht auf seinem Ring in die Hochwasser führende Waldemme. Er treibt auf seinem Reifen 220 Meter flussabwärts, bis er über eine Flussschwelle gerät und vom Reifen in das 2 bis 4 Grad kalte Wasser fällt.
Diesen Vorfall bemerkt Joris Van der Kolk und rennt dem Jungen hinterher und kann ihn bei der Schwelle aus dem Fluss bergen. Der Retter springt selbst ins Wasser und nimmt dabei ein erhebliches Risiko auf sich, denn das Wasser ist eisig kalt, die Wassertiefe beträgt unterhalb der Schwelle zwei Meter und die Umgebung ist schneebedeckt. Herr Van der Kolk übergibt den Jungen durch¬nässt und unterkühlt, jedoch ansprechbar, einem Polizisten. Dieser trägt ihn in den nahe gelegenen Posten und versorgt ihn bis zum Eintreffen der REGA.
Die Polizei Luzern stellt in ihrem Bericht fest, dass es kaum denkbar ist, dass das Kind ohne das beherzte Eingreifen des Retters in der trüben und reissenden Waldemme noch lebend hätte gefunden werden können.