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Kantate zum 8. Sonntag nach Trinitatis, für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Traversflöte I+II, Oboe I+II, Streicher und Basso continuo
Die für den 8. Sonntag nach Trinitatis bestimmte Kantate «Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist» wurde 1726 in Leipzig erstmals aufgeführt. Die einem Meininger Librettojahrgang entnommene Textgrundlage kombiniert gleich zwei Lesetexte aus dem Alten und Neuen Testament und entfaltet von da aus eine Theologie der an Werken der Liebe erkennbaren und seinem Wort vertrauenden Gottesfürchtigkeit. Während der kompositionstechnisch höchst anspruchsvoll gearbeitete Eingangschor die an den Menschen gerichtete Forderung mit maximaler Deutlichkeit herausarbeitet, kommt die den zweitenn Kantatenteil eröffnende Kritik Jesu an den falschen Jüngern als feuriger Bassauftritt mit dramatischer Streicherbegleitung daher. Generell verbinden die Sätze dieser Kantate die geschärfte Leuchtkraft würziger Kreuztonarten mit einem ausgeprägten Bemühen um metrische Klarheit sowie um eine durch wechselnde Klangfarben unterstützte emotionale Ansprache.