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Die Mitglieder der Grünen Freiburg unterstützen die Ständeratskandidatur von Carl-Alex Ridoré (SP). Sie bestätigten so am Mittwochabend eine lang vorbereitete Strategie des linken Bündnisses.
An ihrer ausserordentlichen Generalversammlung haben die Mitglieder der Grünen des Kantons Freiburgs dem SP-Kandidaten Carl-Alex Ridoré einstimmig bei einer Stimmenthaltung ihre Unterstützung für die Ständerats-Ergänzungswahl vom 26. September zugesichert.
Der Co-Präsident der Kantonalpartei, Julien Vuilleumier, erinnerte die Mitglieder daran, dass die Linksparteien SP, Grüne und Mitte Links-CSP Ende Mai ein Wahlbündnis geschlossen haben. Dieses sei in erster Linie für die kantonalen Wahlen vom Herbst vorgesehen gewesen, aber sie umfasse auch die Ergänzungswahlen in den Ständerat. Er betonte, dass die Allianz bis 2023 gelte.
Früher als geplant
Dass es Ergänzungswahlen in die Kleine Kammer geben wird, sei schon lange absehbar gewesen, sagte Vuilleumier. Man habe aber eher damit gerechnet, dass diese nach den kantonalen Wahlen stattfinden würden, nämlich, nachdem Christian Levrat (SP) in den Staatsrat gewählt würde.
Nun aber wird Levrat Post-Präsident und tritt früher aus dem Ständerat zurück, so dass die Ergänzungswahlen bereits vor den kantonalen Wahlen stattfinden.
Dies ändere nichts an der Ausrichtung, welche die Linksparteien seit letztem Herbst vorbereitet hätten, sagte der Co-Präsident.
Nachdem der Abgang Levrats feststand, haben die Grünen und die Mitte Links-CSP auf eigene Kandidaturen verzichtet und die SP hat in einer internen Ausmarchung Ridoré der Murtner Nationalrätin Ursula Schneider vorgezogen.
Er kann Kompromisse bilden
Ridoré konnte sich den Grünen während 15 Minuten vorstellen. Er ging dabei auf seine Person, seine Arbeit als Oberamtmann des Saanebezirks und seine Vorstellungen für das Mandat in Bern ein. Er sei es sich gewohnt, in Minderheitsverhältnissen zu arbeiten, und habe gelernt, Mehrheiten zu bilden und Kompromisse zu finden, sagte er.
In der Diskussion der Grünen, zu der Ridoré nicht mehr zugeschaltet war, wurde auch eine Stimme laut, wonach die Kandidatur Ridorés nicht überzeugend sei für ein Mandat in Bern. Andere Mitglieder meinten, es würden sich zwar nicht alle Ridoré als Kandidat wünschen, aber es gehe darum, den linken Sitz im Stöckli zu halten. Deshalb müsse man zusammenspannen.
Liste mit drei Parteien
Die Unterstützung Ridorés durch die Grünen ist nicht nur symbolisch. Denn die Grünen haben auch einstimmig zugestimmt, dass Ridoré auf einer Wahlliste mit den Namen der drei Linksparteien SP, Grüne und CSP antritt. Dies sei transparenter, als wenn die Liste nur den Namen Linkes Bündnis tragen würde.
Der ebenfalls an die Versammlung eingeladene SP-Grossrat Grégoire Kubski sagte, am Vorabend habe auch der SP-Vorstand dieser Listenbezeichnung zugestimmt. Damit muss diese noch die Mitte Links-CSP genehmigen.