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In der von einer Glencore-Tochterfirma betriebenen Zink-, Blei- und Silbermine Porco in Bolivien kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen, die Umwelt ist vergiftet und es schuften auch Minderjährige in den Stollen. Die Jüngsten sind gerade mal elf Jahre alt.
Wenn sich für die Glencore-Tochterfirma in einem Bereich der Mine der maschinelle Abbau nicht mehr lohnt, zieht sie sich zurück und überlässt die Stollen den Minen-Kooperativen. Sie schürfen in den Stollen, wo das profitabelste Geschäft bereits gemacht ist und bauen das Zink, Blei und Silber für Glencore mit einfachsten Mitteln und unter grösster Gefahr ab.
Glencore nimmt den Grossteil der unter unmenschlichen Bedingungen gewonnen Rohstoffe von den Kooperativen ab.
Tödliche Unfälle und schwere Verletzungen – auch bei Minderjährigen
Offizielle Unfallstatistiken fehlen, doch laut einer erfahrenen Ärztin vor Ort kommt es in der Mine Porco im Schnitt zu etwa zwanzig Todesfällen pro Jahr. Auch Minderjährige werden regelmässig in die lokale Klinik eingeliefert – die Jüngsten sind gerade mal elf Jahre alt. Hauptursachen sind herabfallende Steinplatten und Stürze in den Stollen.
Mine vergiftet den Fluss
Durch die Minentätigkeit wird der Fluss Agua Castillo verschmutzt, der für die umliegenden Dörfer als primäre Trinkwasserquelle dient. So liegt der Zink-Wert sechsmal höher als in Bolivien zugelassen, der Eisen-Wert übersteigt die gesetzliche Limite um das 28-fache, der Mangan-Wert um das 50-fache. Dadurch verenden Tiere wie Lamas, die Ernte fällt immer schlechter aus und die Menschen müssen ihre Dörfer mangels Lebensgrundlage verlassen.
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