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Die Kirche von Chiggiogna, eingezwängt zwischen Bahn und Berg, ist antiken Ursprungs, wie die 1997 anlässlich der Restaurierung unter der Leitung von Architekt Raffaele Cavadini durchgeführten archäologischen Ausgrabungen bestätigt haben. Das erste Gotteshaus an diesem Ort dürfte im Hochmittelalter entstanden sein, der jetzige Bau wurde scho
n 1229 erwähnt. Das romanische Schiff ist gegen Ende des 14. Jahrhundert auf die doppelte Grösse gebracht worden. 1524 und im 19. Jahrhundert wurde die Kirche nochmals erweitert Die romanische Herkunft wird von aussen durch einige Lisenen und Blindbögen bezeugt. Eine grosse Christophorusfigur wird hingegen. Der Glockenturm geht auf das 14. Jahr
hundert zurück. Das oberste der sechs Stockwerke wurde vermutlich später beigefügt.
Das Schiff ist durch zwei Bögen vom doppelten Chor getrennt. Die beiden Seitenkapellen sind der Madonna (Stukkaturen aus dem Jahre 1580) und dem heiligen Karl Borromäus (Stukkaturen und Gemälde aus dem Jahre 1629) gewidmet.
Die beiden Chöre weisen einen Freskenzyklus des 15. Jahrhunderts auf, darunter Darstellungen der Evangelisten und musizierender Engel. Der Flügelaltar im nördlichen Deutschland Chor, aus bemaltem und vergoldetem Holz, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die pfingstliche Skulpturengruppe aus dem 16. Jahrhundert befand sich vor der Restaurierung zwi
schen den beiden Chöre; sie wurde dann in der alten Sakristei untergebracht. Während der Arbeiten wurden Malereien aus dem 15. Jahrhundert entdeckt, eine Kreuzigung, umgeben von 24 Bildern mit Szenen aus dem Leben Christi. Ein Gemälde (Anfang 17. Jahrhundert) zeig die Auferstehung des Lazarus.
Zum Kirchenschatz gehören zwei silberne Prozessionskreuze (15./16, Jahrhundert).
Die Kirche ist vom Friedhof mit einer Säule (1832) und dem Beinhaus mit Fresken des Jahres 1530 (Geburt Jesu, Kreuzigung, Rochus und Sebastian) umgeben.