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Die berufliche Situation von Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Abschlussjahrgangs 2020 im Jahr 2021 Weitgehend stabile Arbeitsmarktsituation von Hochschulabsolventinnen und -absolventen zwischen 2019 und 2021
26.08.2022 - Etwa drei von zehn Absolventinnen und Absolventen mit einem Master einer universitären Hochschule oder einem Fachhochschul-Bachelor gaben an, dass es für sie nach ihrem Abschluss im Jahr 2020 schwierig war, eine ihren Erwartungen entsprechende Stelle zu finden. Bei den Diplomierten einer pädagogischen Hochschule betraf dies nur jede zehnte Person. 2021 und damit ein Jahr nach Abschluss fiel für diese Absolventinnen und Absolventen die Erwerbslosenquote gemäss ILO mit 2,6% jedoch um 0,7 Prozentpunkte niedriger aus als bei den Diplomierten des Jahres 2018 im Jahr 2019. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Hochschulabsolventenerhebung.
Die Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Jahres 2020 waren bei ihrem Abschluss wie auch beim Berufseintritt mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie konfrontiert. Als häufigste Ursache für Schwierigkeiten bei der Stellensuche gaben die Hochschulabsolventinnen und -absolventen fehlende Berufserfahrung (67%) an. Da es sich bei ihnen oftmals um Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen handelt, befinden sie sich in Konkurrenz mit Mitbewerbenden, die zum Teil über mehr oder einschlägige Berufserfahrung verfügen. Auf den Plätzen zwei und drei der meistgenannten Probleme rangierten die von der Covid-19 Pandemie geprägte Wirtschaftslage (50%) und eine ungünstige Stellensituation im studierten Fachbereich (41%).
Kein Anstieg der Erwerbslosenquote gemäss ILO
Die Erwerbslosigkeit der Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Jahres 2020 ist trotz der Covid-19-Pandemie nicht gestiegen. Belief sich die Erwerbslosenquote gemäss Internationalem Arbeitsamt (ILO) im Beobachtungsjahr 2019 im Total auf 3,3%, so lag sie im Jahr 2021 bei 2,6%. Die Diplomierten einer pädagogischen Hochschule (PH) waren lediglich zu 0,4% erwerbslos, während sich die Erwerbslosenquote für die Personen mit Master-Abschluss einer universitären Hochschule (UH) auf 3,3% und diejenigen mit einem Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule (FH) auf 2,9% belief. Ein Drittel der erwerbslosen Absolventinnen und Absolventen sah dabei in der Covid-19-Pandemie die Ursache für ihre Erwerbslosigkeit.
Realeinkommen für eine Vollzeitstelle um 1,4 Prozentpunkte gestiegen
Gegenüber dem Erhebungsjahr 2019 ist der Median des Realeinkommens der Hochschulabsolventinnen und -absolventen bezogen auf eine Vollzeitstelle um 1,4 Prozentpunkte gestiegen. Bei den Personen mit einem FH-Bachelor-Abschluss betrug der Einkommensanstieg 0,8 Prozentpunkte, bei denjenigen mit einem UH-Master-Abschluss 1,0 Prozentpunkte und bei den PH-Diplomierten 1,5 Prozentpunkte. Während Personen mit einem UH-Master- und einem FH-Bachelor-Abschluss im Jahr 2021 ein mittleres Einkommen von etwa 78 000 Franken für eine Vollzeitstelle erzielten, belief sich der Median bei den PH-Diplomierten auf 90 900 Franken.
Rückgang befristeter Anstellungen bei den PH-Diplomierten
Der Anteil befristeter Anstellungen ist bei den Personen mit einem UH-Master- oder einem FH-Bachelor-Abschluss gegenüber 2019 stabil geblieben. Bei den PH-Diplomierten ist ein Rückgang befristeter Anstellungen um 4,0 Prozentpunkte zu verzeichnen. Von den Neudiplomierten des Jahres 2020 war fast jede zweite Person mit einem UH-Master-Abschluss befristet angestellt, bei den PH-Diplomierten waren es 17% und bei denjenigen mit einem FH-Bachelor-Abschluss 14%. Der beachtliche Anteil befristeter Anstellungen bei den Personen mit einem UH-Master-Abschluss ist insbesondere auf das höhere Ausmass an Praktikums- und Doktoratsstellen zurückzuführen.
Unterbeschäftigung bei PH-Diplomierten und Personen mit einem UH-Master-Abschluss gesunken
Personen mit einem UH-Master- oder einem FH-Bachelor-Abschluss arbeiteten 2021 im Rahmen ihrer Haupterwerbstätigkeit zu etwa 70% Vollzeit. Von den PH-Diplomierten ging in etwa die Hälfte einer Vollzeitbeschäftigung nach. Die Anteile sind gegenüber dem Beobachtungsjahr 2019 stabil geblieben. Eine sinkende Tendenz ist jedoch beim Anteil an Teilzeiterwerbstätigen, die sich im Rahmen ihrer Haupt- und Nebenerwerbstätigkeit ein höheres Beschäftigungsausmass wünschen, bei den PH-Diplomierten und bei den Personen mit einem UH-Master-Abschluss festzustellen. Gaben im Jahr 2019 noch 12% der PH-Diplomierten und 8% der Personen mit einem UH-Master-Abschluss an, unterbeschäftigt zu sein, waren es im Jahr 2021 nur noch 7% respektive 6%. Bei den Personen mit einem FH-Bachelor-Abschluss blieb der Anteil mit etwa 5% stabil.
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