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Die Albanerinnen und Albaner machen einen nicht gerade kleinen Teil der Schweizer Bevölkerung aus. Ungefähr 200‘000 – 300‘000 Personen in der Schweiz haben eine albanische Abstammung. Diese Personen sind in verschiedenen Teilen der Gesellschaft vertreten und viele hatten hier und da bestimmt mal mit einer Albanerin oder einem Albaner zu tun. Oft besteht jedoch ein verzerrtes Bild, da man sich auf negative Medienschlagzeilen bezieht oder auch die Geschichte und Kultur der Albanerinnen und Albaner nicht kennt.
Dieser Beitrag zielt darauf ab, die bemerkenswerte Arbeit der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz zu zeigen, die oft unbemerkt bleibt. Darüber hinaus soll er dazu beitragen, das Wissen über die albanische Kultur und Geschichte zu erweitern. Im Fokus steht die Herkunft der Albanerinnen und Albaner aus dem Kosovo.
Im ersten Beitrag soll es um die Geschichte der Albanerinnen und Albaner handeln und deren Weg in die Schweiz, bevor dann Beispiele aus einzelnen Gesellschaftsteilen aufgezeigt werden.
Bist du Kosovare/Kosovarin oder Albaner/Albanerin?
Diese Frage haben bestimmt viele, jedoch Bedarf die Beantwortung dieser Frage zu mehr Hintergrund zur Geschichte der Albanerinnen und Albaner, denn auch auf dem Balkan sind die Albanerinnen und Albaner auf mehreren Gebieten verteilt. Der Grund dafür liegt kurz gefasst im Fall vom Osmanischen Reich und der Neuaufteilung des Balkans durch den Berliner Kongress 1878 und den Londoner Kongress 1912, durch die Albanerinnen und Albaner auch ausserhalb der Grenzen Albaniens blieben. Auch im Kosovo trifft dies zu, dass dann Teil Jugoslawiens wurde, deren Bevölkerung aber hauptsächlich Albanerinnen und Albaner waren. Heute ist der Kosovo ein multi-ethnischer Staat, in der die albanische Bevölkerung ungefähr 95% ausmacht.
Die Zeit der Gastarbeitenden
Die Schweiz hat seit langem einen Ruf als sicheres, wohlhabendes Land, das eine starke Wirtschaft und eine hohe Lebensqualität bietet. Für viele Albanerinnen und Albaner war es daher ein begehrtes Ziel, sich in der Schweiz niederzulassen. Bereits in den 1960er Jahren kamen die ersten Albaner in die Schweiz, und zwischen 1960 und 1990 gab es eine saisonale Arbeitsmigration von Albanern in die Schweiz. Die albanischen Familien sandten oft den ältesten Sohn ins Ausland, der als Gastarbeiter das Geld verdienen und Geld in die Heimat senden soll. Auch für die Schweiz war die zusätzliche Arbeitskraft eine grosse Hilfe, da so die eigene Wirtschaft angekurbelt werden konnte. Die Gastarbeiter galten als sehr fleissig und arbeitstüchtig.
Die Flucht vor Instabilität und Krieg
Die Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren lösten eine grosse Flüchtlingswelle im Balkan aus. Viele Menschen aus dem Balkan flohen und suchten Zuflucht in der Schweiz, unteranderem auch Albanerinnen und Albaner aus dem Kosovo. Die Schweiz hatte zu dieser Zeit eine neue Migrationspolitik entwickelt, die es Einwanderern aus Jugoslawien schwer machte, Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen zu erhalten. Viele Albaner und Albanerinnen sahen in der Schweiz jedoch eine Möglichkeit, ihrem instabilen und kriegsbetroffenen Heimatland zu entkommen und ein besseres Leben zu beginnen.
Die Asylsuchenden in der Schweiz nahmen in den 1990er Jahren stark zu, da viele vor dem Einmarsch der jugoslawischen Armee im Kosovo fliehen wollten. Gleichzeitig begann infolge des Falles vom Kommunismus in Albanien eine Flüchtlingskrise, die ebenfalls viele Albanerinnen und Albaner veranlasste, ihr Heimatland zu verlassen. Der Grossteil albanischer Flüchtlinge aus Albanien liess sich aber in Italien und Griechenland nieder.
Die Migrationspolitik der Schweiz machte es den Einwanderern nicht einfach. Viele wurden zunächst abgewiesen und hatten Schwierigkeiten, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Die Schweiz nahm jedoch viele Albanerinnen und Albaner aus dem Kosovo vorläufig auf, während andere ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz blieben. Nahezu 50.000 Albanerinnen und Albaner stellten nach dem Ausbruch des Kosovokrieges im Jahr 1998/99 ein Asylgesuch in der Schweiz. Die Schweizer Regierung versuchte, den Aufenthalt der Flüchtlinge durch humanitäre Aktionen zu erleichtern.
Die Zeit nach dem Krieg
Der Krieg führte zur Flucht eines Grossteils der Bevölkerung im Kosovo. Viele Albanerinnen und Albaner waren in der Schweiz gestrandet, traumatisiert vom Krieg und hilfsbedürftig (wie die Ukrainerinnen und Ukrainer heute). Viele Familien starteten nach dem Krieg ein neues Leben in der Schweiz, natürlich alles von Grund auf. Einige Familien kehrten in ihr Heimatland zurück und einige wurden zurückentsandt. Dieser Beitrag handelt vor allem von den Albanerinnen und Albanern, welche nach dem Krieg in der Schweiz blieben und still im Hintergrund sich ein Leben aufbauten und sich in die Schweizer Gesellschaft integrierten, ohne aber sich vom Heimatland zu assimilieren.
Der Aufstieg der Albanerinnen und Albaner
Heute besteht weiterhin eine Flucht aus dem Kosovo, jedoch eher eine Wirtschaftsflucht, wie in anderen Regionen auf dem Balkan auch. Die albanische Community ist in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft vertreten, leistet gute Arbeit und ist eigentlich satt von der Frage, ob die Albanerinnen und Albaner in der Schweiz integriert sind. Sie tragen zur Entwicklung der Gesellschaft bedeutend bei.
Viel Spass beim Lesen der nächsten Beiträge über die Albanerinnen und Albaner in den verschiedenen Gesellschaftsgruppen.
Super Beitrag, Erina! Ich habe eine Menge neuer Informationen erhalten und das ist ein sehr wichtiges Thema! Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir und bin gespannt darauf.
Vielen lieben Dank Maryam. Es freut mich sehr zu hören, dass dieser Beitrag informativ für dich war.
Großartig, dass Sie diesen Beiträg für uns geschrieben hast. Dafür möchte ich mich bei Dir von Herzen bedanken. 👏👏👏
Vielen lieben Dank Nurije! Schön zu lesen, dass dir der Beitrag gefallen hat.
Toller Beitrag, der Antwort auf viele Fragen über die albanische Community in der Schweiz gibt!
Vielen lieben Dank Luftetar!
Super Beitrag Erina! Vielen Dank, dass Du dich für die albanische Community interessierst und darüber schreibst. Hat sehr Spass gemacht den Beitrag zu lesen. Ich freue mich auf weitere, spannende Beiträge von Dir.
Vielen lieben Dank Floni! Freut mich, dass es dir Spass gemacht hat diesen Beitrag zu lesen.
Toller Beitrag Erina! Ich finde es so wichtig über die Fluchthintergründe unserer Eltern & Grosseltern zu sprechen. Mit deinem Beitrag sorgst du für mehr Verständnis gegenüber der albanischen Community in der Schweiz und zeigst auch gleichzeitig, wie weit mittlerweile Kinder albanischer Einwanderer gekommen sind und was für einen wichtigen Beitrag wir für die Schweiz leisten.
Vielen lieben Dank Fi! Das ist auf jeden Fall mein Ziel, aufzuzeigen wie weit die Kinder albanischer Einwanderer gekommen sind.
Toller und informativer Beitrag, Erina!
Diese Geschichten zeigen, dass erfolgreiche Integration möglich ist, wenn man sich engagiert und hart arbeitet. Ich denke, dass dieser Blogbeitrag auch dazu beitragen kann, Stereotypen und Vorurteile gegenüber Albanern und anderen Migranten abzubauen. Freue mich sehr auf die nächsten Beiträge!
Vielen lieben Dank L. Sadriu! Das sehe ich genau so!
Vielen Dank für diese spannenden Beitrag über ein solch wichtiges Thema. Ich habe mir ihn mit grossen Interesse durchgelesen und viel gelernt. Die Autorin scheint mir eine gekonnte Brückenbauerin zweier Kulturen zu sein und ich finde es beeindruckend, dass sie ihre eigenen Erfahrungen mit der Leserschaft teilen möchte.
Vielen lieben Dank Elif für dein positives Feedback! Freut mich sehr zu lesen, dass dir dieser Beitrag gefallen hat 🙂
Vielen lieben Dank für diesen wertvollen Beitrag Erina und noch ein grösseres Dankeschön, dass du dich für unsere Community so einsetzt. Ich bin mir sicher, dass dein Blog viele unserer Gemeinschaft motivieren wird noch mehr zu leisten! <3
Danke für deinen Beitrag! Ich denke, du sprichst vielen aus der Seele. Freue mich dein Blog weiter zu verfolgen.
Liebe Erina, Mir gefallen deine Ausführungen sehr gut und ich kann mich mit ihnen gut identifizieren. Ich danke dir für den tollen Beitrag!
Liebe Diellza vielen Dank für dein Feedback und es freut mich, dass du dich damit gut identifizieren kannst.
Ein sehr toller Beitrag, Erina! Ein Beitrag, der für mich als Person ohne albanische Wurzeln, überaus spannend zu lesen war.
Wir als Gesellschaft müssen uns bewusst sein, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Es ist nicht nur die Verantwortung von Migrantinnen und Migranten, sich in eine Gesellschaft zu integrieren, sondern es ist auch die Verantwortung der Gesellschaft, sie dabei zu unterstützen.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Beitrag eine inspirierende Perspektive auf die Integrationsgeschichte der Albanerinnen und Albaner in der Schweiz bietet und dazu beitragen kann, Verständnis und Respekt für Menschen aus anderen Kulturen und Ländern zu fördern.
Liebe K. Neumann ich danke dir sehr für deinen Kommentar! Es freut mich sehr zu lesen, dass der Beitrag für dich spannend war und hoffe, dass du die nächsten Beiträge auch lesen wirst – bin mir sicher, dass sie dir auch gefallen werden 😀
Sehr spannender und toller Beitrag liebe Erina! Ich habe sehr viele Informationen über diese wichtige Thematik erhalten und konnte viel neues lernen. Ich bin sehr gespannt auf viele weitere Beiträge über die Albanerinnen und Albaner in den verschiedenen Gesellschaftsgruppen!
Vielen lieben Dank Elmedina! Die weiteren Beiträge werden dir bestimmt gefallen 🙂
Wirklich informativer Artikel!
Solche Informationen sollten geteilt werden, um die Integration in die Gesellschaft zu verbessern.
Vielen lieben Dank Jon! 🙂
Dear Erina, The title of this blog definitely caught my attention, so I had to click to read more.
This is a highly interesting topic that will undoubtedly be helpful to future generations. I look forward to your new posts! 🙂
Dear Marija thank you for your kind comment! I’m very happy to read that you liked this article 🙂
Toller Beitrag, Erina. Vielen Dank für das Teilen dieser Erkenntnisse.
Vielen Dank liebe Matiya!
Sehr interessant und auch wichtig! 👏
Mashallah. Hesch sehr guet gschriebe. Wünsch dir und dinere Familie s’beste