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Bereits im Mittelalter soll Eisenerz am Sonnenberg abgebaut worden sein, ob so die Wolfsschlucht entstanden ist, bleibt eine Vermutung. 1770 hat man einen ersten Stollen in Kriens gebaut. Im März 1839 hat man einen ersten Probestollen in Littau errichtet, dieser diente in der späteren Abbauzeit noch als Sprengstoffdepot.
Die Bergbau-Gesellschaft in Littau
Die Aktiengesellschaft wurde 1866 ins Firmenregister aufgenommen. Es gab insgesamt 50 Aktien welche zu je 1000.- gehandelt wurden. Der Kostenaufwand war in diesen Jahren aber enorm hoch und so wurde die Mine nach 8 Jahren wieder still gelegt. Erst der erste Weltkrieg brach den alten Minen wieder impulsives Leben ein. Bei der untersten Mine standen fünf verschiedene Gebäude. Ein Maschienenhaus, eine Baubaracke mit Büro, eine Schmiede, ein Magazin, eine Essbaracke und ein Transformatorenhaus.
Der Weg der Kohle
Die Kohle wurde im inneren des Berges mit Pickel, Sprengungen und Presslufthammer abgebaut. Die Kohle wurde dann mit Säcken zum Hauptstollen gebracht, da wurde öfters ein Füllrohr angebracht mit einem Schiebeverschluss. So liess man die Kohle in dieses Rohr hinunter. Unten waren kleine Wagen auf Gleisen bereit. Diese wurden befüllt und verliessen den Hauptstollen. Aussen wurde die Kohle über den Bremsberg bis nach unten zur Strasse gebracht wo der Kohleschopf auch heute noch steht. Die Kohle wurde gereinigt und anschliessend ausgeliefert.
Am besten dokumentiert ist der Abbau am Sonnenberg während des zweiten Weltkriegs. In dieser Zeit erhielt die Fuga AG aus Luzern die Konzession. Sie gewann von 1941 bis 1946 insgesamt 21'848 Tonnen Kohle, etwa 5 Prozent der schweizerischen Gesamtproduktion. Hauptabnehmer waren Industriebetriebe in der Region wie die Eisenwerke von Moos in Emmenbrücke, die Papierfabrik Perlen und die Spinnerei Schappe sowie die Maschinenfabrik Bell (beide in Kriens). Die Stolleneingänge befanden sich erneut oberhalb der Liegenschaft Vogelsang sowie beim Renggloch. Der längste Stollen führte 1,2 Kilometer unter dem Berg durch.