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Das aktuelle Postdoc-Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Städten und städtischen Wohnsiedlungen, beziehungsweise Ensembles von zwei oder mehr, mittel- bis hochverdichteten, primär zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden, die zur gleichen Zeit und mit gemeinsamer Verwaltung konzipiert wurden. Die frühesten Wohnsiedlungen wurden als Inseln der Hygiene und des Anstands entworfen, getrennt von der physisch wie moralisch verfallenden städtischen Struktur um sie herum. Das ganze 20. Jahrhundert hindurch verbreitete dieses anfängliche Verständnis eine erstaunlich robuste Fiktion der Siedlung als autonome Einheit, die es allerdings verfehlte, sich mit den Widersprüchen und Konflikten der Industriestadt auseinanderzusetzen. Als alternativer Ansatz könnte es nützlich sein, die Beziehung zwischen der begrenzten Ordnung der Siedlungen und der weiter gespannten städtischen Ordnung als eine Dialektik der Autonomie und Integration zu betrachten. Die Beziehung, in der die Siedlungen zur Stadt stehen, wirft Fragen zum Status der Familie und der Gemeinschaft in der Gesellschaft auf. Anhand von Fallstudien aus dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert wird diese Studie erforschen, wie „gemeinschaftliche” Flächen und mit anderen geteilte Räume geplant und genutzt wurden und welche gesellschaftlichen Folgen die entsprechenden architektonischen Entscheidungen hatten. Auf einem tieferen Niveau, führt diese Analyse zu Fragen bezüglich der Beziehung zwischen Planung, Design, und Bewohnern, die über die physischen Qualitäten hinausgehen und ihre kulturelle Bedeutung einbeziehen.
Diese Studie wurde durch das Marie Heim-Vögtlin Programm des Schweizer Nationalfonds / Swiss National Science Foundation ermöglicht.
Kontakt
Dr. Irina Davidovici
Zeitrahmen des Projekts
2014 – 2019