Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/59411

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Beurteilt der Bundesrat den Langlauf-Sprint vom 4./5. Dezember 2004 vor dem Bundeshaus auch als ökologischen Unsinn?</p><p>2. Wie viele LKW-Kilometer wurden gefahren, um den nötigen Schnee und das Eis für die Langlaufstrecke vor das Bundeshaus zu karren?</p><p>3. Wie viele und welche Art von Chemikalien wurden für den Anlass benötigt?</p><p>4. Wie sieht die Energiebilanz für diesen fraglichen Anlass aus?</p><p>5. Ist der Bundesrat bereit, dafür zu sorgen, dass ein solcher Anlass nie wieder im schneefreien Unterland stattfindet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der FIS-Weltcup im Skilanglauf ein im Auftrag des Internationalen Skiverbandes durch den Schweizerischen Skiverband (Swiss-Ski) durchgeführter privater Anlass ist.</p><p>Der Bundesrat beurteilt den Langlaufsprint in Bern als einen Versuch, Sportanlässe, die sonst in einiger Entfernung zu den grossen Agglomerationen stattfinden, der Bevölkerung näher zu bringen. Dies hat aus ökologischer Sicht den Vorteil, dass sich die Reisen der Zuschauenden wesentlich verkürzen. Dieser Trend ist weltweit auch in anderen Sportarten zu beobachten.</p><p>Die Unterlage, auf der das Rennen stattfindet, ist Eisabrieb von Kunsteisbahnen aus der Umgebung. Für die 2500 Kubikmeter sind rund 140 Lastwagenfahrten à durchschnittlich 25 Kilometer nötig. Dank seiner Kompaktheit ist der Eisabrieb für eine Wiederverwendung sehr geeignet und ohne chemische Zusätze verwendbar. Die Energiebilanz des Anlasses ist noch nicht bekannt; der Veranstalter wurde beauftragt, eine solche zu erstellen. Der Sprint findet zudem am Nachmittag statt, sodass auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden kann.</p><p>Im Übrigen gilt es, neben den ökologischen Auswirkungen eines solchen Anlasses auch die positive volkswirtschaftliche Bedeutung zu beachten (beispielsweise Übernachtungen und weltweite TV-Übertragung). Das Baspo wird den Anlass in dieser Hinsicht auswerten.</p><p>Vor diesem Hintergrund sieht der Bundesrat keinen Anlass für weiter gehende Massnahmen.</p>