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30.05.2022
Sechs Baumarten im Test für unsere Wälder
In der kleinen Waadtländer Gemeinde Mutrux erstreckt sich auf einer Fläche von drei Hektaren ein riesiges Waldlabor. Wissenschaftler der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) pflanzten hier im Jahr 2012 sechs exotische Baumarten aus der Türkei, Bulgarien und den USA. Sie wollten beobachten, ob diese gegen Trockenheit und Hitzewellen resistenten Baumarten fähig sind, in einer neuen Umgebung zu gedeihen.
Die in Mutrux angesiedelten Baumarten wurden nach ökologischen Kriterien und ihrem wirtschaftlichen Wert ausgewählt. Sie stammen aus Regionen, die einem Erwärmungsszenario von 2°C entsprechen. Das heisst, sie kommen ursprünglich aus Regionen mit klimatischen Bedingungen, wie sie in Zukunft auch in der Schweiz herrschen könnten. Zudem handelt es sich um nicht-invasive Baumarten, die sich bis jetzt als resistent gegen Krankheitserreger erwiesen.
Die Versuchszone in Mutrux ist Teil eines internationalen Projekts, das von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft koordiniert wird. An allen fünf Versuchsstandorten in Europa wurden die gleichen Arten aus den gleichen Herkunftsregionen gepflanzt. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Forschenden an mindestens einem Standort auch Extremereignisse wie Dürren und lange Hitzeperioden beobachten können.