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Kinder sind nicht die Verursacher von Konflikten, aber sie sind dennoch unmittelbar von ihnen betroffen. In West- und Zentralafrika sind die Kinder besonders auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Rund 46,7 Millionen Kinder in West- und Zentralafrika sind nach einer Prognose des UN-Kinderhilfswerks Unicef im kommenden Jahr auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor allem andauernde Konflikte und eine angespannte Sicherheitslage in mehreren Ländern gefährdeten die Kinder, teilte Unicef in der senegalesischen Hauptstadt Dakar mit.
«Kinder verursachen keine Konflikte, aber sie sind nicht in der Lage, sie zu stoppen», sagte die Unicef-Regionaldirektorin für West- und Zentralafrika, Felicité Tchibindat. Sie nannte unter anderem Burkina Faso, Mali und die Zentralafrikanische Republik als Beispiele für Länder, in denen Kinder unter Konflikten, ethnischer Gewalt und Vertreibung leiden. Die weltweit meisten Fälle von verletzten Kinderrechten würden in der Demokratischen Republik Kongo verzeichnet. Das Land habe zudem eine der weltweit höchsten Zahl an Binnenflüchtlingen.
Kinder in der Region sind aber nicht nur Gewalt und Konflikten ausgesetzt. Mehr als ein Drittel der knapp 1,9 Milliarden US-Dollar (etwa 1,7 Milliarden Euro), um die Unicef in einem Spendenaufruf bat, gilt dem Kampf gegen Unterernährung. So ist die Sahelregion besonders stark von Dürre betroffen.