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Villen und Kamelien der Lucchesia
Ende März lohnt sich eine Reise nach Lucca und Umgebung besonders, blühen doch dann die Kamelien, während sich die Natur in zartes Grün kleidet und die Villengärten sich für die Besuchersaison schön machen.
Das Camellietum Compitese beherrbergt etwa 1500 verschiedene Kamelien.
Das Camellietum Compitese schmiegt sich harmonisch in ein bewaldetes Tal in den Hügeln ausserhalb von Lucca.
Die Villa Reale aus dem 17. Jh. wurde von Elisa, Napoleons Schwester, im Empire-Stil umgestaltet. Die Villa wurde kürzlich aufwendig restauriert und kann besichtigt werden.
Vor dem Palazzo ein Wassertheater mit Kaskade, Speier und Maskaronen.
Ein Teil des Zitronengartens mit barockem Wasserbecken. Die Zitruspflanzen werden erst Ende März, Anfang April aus der Orangerie geholt.
Das Grüne Theater ist das älteste noch erhaltene Beispiel in Europa. Hier wurden volkstümliche Komödien aufgeführt; die Bühne wird auch jetzt wieder bespielt.
Blick von der "Bühne" des Grünen Theaters zum Wasserbecken und zum Park.
Über 40 alte Sorten der Camellia japonica findet der Kamelienfreund im Park.
Camellia japonica 'Sacco'.
Im 19. Jh. wurde der Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet.
Die Villa Torrigiani stammt aus dem 16. Jh. Ihr Garten wurde im 17. Jh. von keinem geringeren als André Le Nôtre im französischen Stil umgestaltet, bevor im 19. Jh. die Idee des englischen Landschaftsgartens Einzug hielt.
Zur Umgestaltung des Parks im 19. Jh. gehörte auch die Pflanzung exotischer Bäume aus aller Welt, darunter Tulpenbäume, Atlaszedern und Sumpfzypressen.
Der Giardino Segreto überlebte zum Glück alle Modernisierungsbestrebungen.
Auch die Villa Mansi geht auf das 16. Jh. zurück und wurde im 17. Jh. massgeblich erweitert und umgestaltet. Im 18. Jh. schuf Filippo Juvarra einen Barockgarten, der aber im 19. Jh. in grossen Teilen den neuen, naturalistischen Ideen aus England - vom Luccheser Adel begeistert begrüsst - weichen musste.
Als einziger Geschlechterturm von Lucca in seiner ursprünglichen Höhe hat der Torre Guinigi überlebt. Die Idee, auf dem Turm Bäume zu pflanzen, geht auf die Besitzerfamilie zurück.