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Sollte der Lehrplan 21 vors Volk kommen, weiss wohl kaum einer, worum es eigentlich geht. Oder doch?
Gegner fordern Volksinitiative
Sollte der Lehrplan 21 vors Volk kommen, weiss wohl kaum einer, worum es eigentlich geht. Oder doch?
In Zürich soll – wie in anderen Kantonen – das Volk über den Lehrplan 21 abstimmen. Doch: Was steht eigentlich im Lehrplan drin? Hier findest du raus, wie gut du dich bereits auskennst und was du noch lernen kannst.
1.«Welche Sprache soll ein Kind ab wann lernen und wie viele Fremdsprachen kann man ihm überhaupt zutrauen?» Über diese Frage wird immer wieder gerne gestritten. Was sieht der Lehrplan 21 (LP21) diesbezüglich vor?
Ab der 3. Klasse die erste Fremdsprache, ab der 5. Klasse die zweite und ab der 7. Klasse die dritte.
Ab der 5. Klasse zwei Fremdsprachen, ab der 7. Klasse dann die dritte.
Ab der 1. Klasse die erste Fremdsprache, ab der 3. Klasse die zweite, ab der 5. Klasse die dritte.
Ab der 3. Klasse die erste und ab der 5. Klasse die zweite (keine dritte).
2.Der LP21 sieht sechs Fachbereiche vor: Die ersten drei lauten «Sprachen», «Mathematik» und «Natur, Mensch und Gesellschaft». Welche der folgenden vier Begriffe ist KEIN aufgeführter Fachbereich?
Gestalten
Umgang mit Medien
Musik
Bewegung und Sport
3.Was deckt das Schulfach «Lebenskunde» ab?
Ethik, Religionen und Gemeinschaft
Biologie und Zoologie
Geografie und Geschichte
Wirtschaft, Arbeit und Haushalt
4.Der Bereich «Bewegung und Sport» setzt sich – so wie alle anderen auch – aus mehreren Kompetenzbereichen zusammen. Was steht NICHT explizit im Lehrplan?
Bewegen im Wasser
Gleiten, Rollen, Fahren
Gymnastik und Yoga
Darstellen und Tanzen
5.Wer sich durch alle Kompetenzen kämpfen und den gesamten Lehrplan 21 lesen will, hat etwas länger zu tun. Denn...?
... der Lehrplan ist rund 100 Seiten lang und beinhaltet 1753 Kompetenzen.
... der Lehrplan ist rund 250 Seiten lang und beinhaltet 2753 Kompetenzen.
... der Lehrplan ist rund 400 Seiten lang und beinhaltet 3753 Kompetenzen.
... der Lehrplan ist rund 550 Seiten lang und beinhaltet 4753 Kompetenzen.
6.Die Menge an Kompetenzen, die die Schüler gemäss des neuen Lehrplans erlernen sollen, ist also alles andere als klein. Was macht die Sache noch absurder?
Vergleicht man den LP21 mit bestehenden Lehrplänen, wird sich die Anzahl der Kompetenzen in manchen Kantonen verfünffachen.
Die im LP21 enthaltenen Inhalte sollen nur 80 Prozent der Unterrichtszeit in Anspruch nehmen. Es bleibt also noch eine Menge Zeit für noch mehr Inhalte.
Die Schulstundenzahl soll im neuen Lehrplan im Vergleich zu den meisten aktuellen Regelungen reduziert werden – es müssen also mehr Kompetenzen in weniger Zeit vermittelt werden.
Umgerechnet auf die vorhandenen Stunden bleibt für so manche Kompetenz gerade mal eine Schulstunde übrig.
7.Nach dem LP21 ist die gesamte Schulzeit in 3 Zyklen aufgeteilt. In welche?
8.Im Lehrplan 21 ist immer wieder die Rede von der «Kompetenzorientierung». Worum geht es dabei?
KEYSTONE
Es geht darum, dass der Lehrer sich beim Tempo des Lernens an den Kompetenzen der schwächsten Schüler orientieren muss.
Es geht darum, dass die schwächeren Schüler bewusst mit den stärkeren Schülern zusammengebracht werden, damit sie sich an deren Kompetenzen orientieren.
Damit wird signalisiert, dass der Lehrplan nicht erfüllt ist, wenn der Stoff behandelt wurde, sondern erst dann, wenn die Schüler über das Wissen verfügen und es anwenden können.
Damit wird signalisiert, dass die Lehrer erkennen sollen, welche Kompetenzen den Schülern besonders liegen und diese dann explizit gefördert werden.
9.Wann soll der Lehrplan 21 in der Schweiz eingeführt werden?
Im Schuljahr 2015/2016
Im Schuljahr 2016/2017
Im Schuljahr 2017/2018
Im Schuljahr 2018/2019
10.Doch noch steht der Lehrplan 21 vor einigen Hürden: Denn in immer mehr Kantonen machen Gegner gegen das Projekt mobil. In einem Kanton ist man besonders weit – dort hat ein Komitee Mitte Oktober eine Volksinitiative mit über 3000 Unterschriften eingereicht. Wo ist das der Fall?
Highlight
Dazu kann ich nur eines sagen:
Lasst den Kindern ihre Kindheit und stopft in sie nicht hinein, als ob es Erwachsene in Kinderleibern wären.
Gut wäre es, wieder mal Pestalozzi zu Rate zu ziehen. Sein wunderbares Konzept ist immer noch nicht in den meisten Köpfen angekommen.
Er sagte damals: Das Kind muss ausgewogen in Kopf, Herz und Hand ausgebildet werden.
Es sieht so aus, als sollten unsere Kinder zu Kopfmonstern ausgebildet werden.
Darum lehnt der Bundesrat «No Billag» ab – die 5 wichtigsten Argumente im Überblick
Für ein kleinräumiges, mehrsprachiges Land wie die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie sei ein vielfältiges Medienangebot wichtig, argumentiert der Bundesrat. Die Initiative nehme in Kauf, dass nur noch produziert werde, was rentiere.
In eine besonders schwierige Situation kämen die Randregionen und Sprachminderheiten, hält der Bundesrat weiter fest. Je kleiner das Einzugsgebiet, desto unrealistischer sei es, ein Angebot rein kommerziell zu finanzieren. Die Schweiz wäre das erste Land …