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Im 17. und 18. Jahrhundert hielt der katholische Rat des Standes Glarus seine Sitzungen im Restaurant Raben in Netstal ab. Weil der Ratsherr Balthasar Joseph Gallati im Jahre 1742 das Wirtshaus verkaufte, sah sich der Rat gezwungen für seine Sitzungen eine andere Bleibe zu suchen. Aus Kostengründen schloss er mit Baumeister Johann Balthasar Stähli folgenden Vertrag ab: Stähli gestattete dem Lande, sein neu erbautes Haus in ein Rathaus umzubauen. Die Arbeiten dauerten von 1744 bis 1746. Der Rathauswirt erhielt für die Sitzungen eine Entschädigung, musste aber das Haus und das Dach in Stand halten, während das Innere von der Regierung unterhalten wurde.
1781 verkaufte Fridolin Joseph Stähli das Rathaus dem Lande Glarus, blieb aber weiterhin Wirt darin. Zuoberst im Haus befand sich ein kleines Gefängnis. Der Wirt musste gegen Bezahlung die Häftlinge verköstigen. 1798 kündigte die Helvetische Regierung den Vertrag mit Stähli. Die Mediationsakte (1803) stellte die alte Ordnung wieder her, doch Stähli wollte den Rat nicht mehr bei sich aufnehmen. Daher verlegte der katholische Rat seine Sitzungen nach Näfels. Der Name des Gasthauses blieb bis auf den heutigen Tag erhalten.
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Gasthaus zum Alten Rathaus früher