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Die Chinesische Massage unterscheidet sich von der klassischen Massage in zweierlei Hinsicht. Im Tuina wird bei der Behandlung dem Verlauf der Meridiane ein grosses Gewicht beigemessen. Zudem sind einige der Griffe, welche in der Chinesischen Massage Anwendung finden, in der klassischen Massage nicht bekannt.
Häufig wird die Chinesische Massage nur als Tuina bezeichnet, obwohl sie korrekterweise Tuina Anmo genannt werden müsste. Tuina besteht aus den zwei Worten "Tui" für schieben und "Na" für greifen, Anmo aus den Worten "An" für drücken und "Mo" für kreisen. Die Bezeichnung der Methode beschreibt also bereits einige der Griffe, die in der Behandlung angewendet werden.
Tuina ist dabei die eigentliche medizinisch manuelle Therapie, Anmo dient eher der Entspannung oder es wird als Prävention eingesetzt. Zusammen bilden sie jedoch eine gute Kombination zur Behandlung diverser Disharmoniemuster.
Anwendungen von Tuina
Gleich wie bei der Akupunktur handelt es sich beim Tuina um eine Yang Behandlung, mit der vor allem äussere Muster behandelt werden, wenn das Qi oder die Flüssigkeiten durch eine Stagnation am Fliessen gehindert werden. Häufig sind solche Veränderungen entlang der Meridiane zu tasten, womit die eigentliche Massage bereits ihren Anfang findet. Ein weiteres Anwendungsgebiet der Chinesischen Massage ist die Kinderheilkunde. Bereits in den Ming und Qing Dynastien (1316 - 1911) sind grosse Klassiker über das Kindertuina geschrieben worden.