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Tresa(Kt. Tessin,
Bez. Lugano).
278 m. Gem. und Pfarrdorf, am Ausfluss der
Tresa aus dem
Luganersee und am rechten Ufer dieses Flusses,
über den eine 5 bogige
Brücke aus rotem Granit zu dem am linken Ufer stehenden italienischen Dorf gleichen
Namens führt. 10 km w.
Lugano. Station der Linie
PonteTresa-Luino. Dampfschiffstation. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen
Lugano-Sessa. 94
Häuser, 452 kathol. Ew. Acker- und Weinbau, Zucht der Seidenraupe, Fischfang (vorzügliche Aale).
Im Frühjahr
und Herbst je ein bedeutender Jahrmarkt.
Acker- und Weinbau. Hier stand schon vor 1380 die nach dem Historiker Ballerini von den Galliern erbaute
Burg Pontegana, die später Eigentum des
Bischofes von Como war und von der jetzt nur noch das Kellergeschoss sichtbar ist.
Unter Pontegana steht im
Bett der
Breggia fossilführendes toniges Pliocän an, dessen Schichten gegen die
Alpen zu einfallen.
1401: Pontelet. Ein Edelgeschlecht
von Pontenet erscheint im 14. und 15. Jahrhundert.
Johann III. von Pontenet war 1374-1398 der 16. Abt
von
Bellelay.
Dieses Kloster, dem damals der grösste Teil der wenig bevölkerten Gemeinde gehörte, suchte im Verein mit
Renal de
Malleray dadurch neue Ansiedler anzuziehen, dass es diesen völligen Erlass aller Frohndienste gewährte. 1515 gab
dann das Kloster sein Eigentum zu Pontenet einem Grosjean
Girod in Pacht, dessen Nachkommen diese bis 1751 innehatten.
Das Geschlecht vermehrte sich in der Folge so stark, dass viele seiner Glieder auswandern mussten u. sich in verschiedenen
Gegenden Europas und Amerikas niederliessen, wo sie heute noch fortgedeihen.
Wurde
vor etwa 10 Jahren von der italienischen Gemeinde Bognanco zusammen mit der
Alpe di Porcarescia um den Preis von 13000 Franken
an die Gemeinde
Stalden im Bezirk
Visp verkauft, die sie vom 30. Juni bis 22. September mit rund 20 Stück Grossvieh
und 500 Schafen beschickt.
Liefert 9500 Liter Milch, die zu 600 kg Magerkäse und 280 kg Butter verarbeitet werden. 14
Hütten
und Ställe. Im obern Abschnitt (2205 m) liegen 4 kleine Seebecken.
Postablage. 22 reform. Ew. Kirchgemeinde
St. Immer. Das auf Argovienmergeln
liegende Torfmoor (1105 m Seehöhe) ist 1,6 km lang und etwa 300 m breit, wird lebhaft ausgebeutet und versorgt hauptsächlich
St. Immer mit Brennmaterial.
Die Oberflächenwasser fliessen durch Bodentrichter unterirdisch ab.
(Val) (Kt. Tessin,
Bez. Riviera).
Eines der grossen östlichen oder linksseitigen Nebenthäler zum Bleniothal, in das es mit einer 2 km
langen engen Schlucht bei der Brücke über die Legiuna 2,5 km s. Malvaglia einmündet. Der ThalbachLegiuna hat von diesem Punkt
an einen mächtigen Schuttkegel angeschwemmt, über den er mit mehreren Armen abfliesst, um 4 km oberhalb
Biasca von links in den Brenno zu münden. Der Weg ins Thal umgeht die Mündungsschlucht auf der n. Seite bis Santa Anna und
führt von da über ein zwischen hohe Felsabstürze eingeschobenes Rasenband nach den kleinen Dörfern Pontirone (857 m) und
Fontana (1353 m). Diese Dörfer und einige weitere Häusergruppen stehen alle am nördlichen, rechtsseitigen Thalgehänge,
das zwar ebenso steil und von ebenso vielen Runsen durchfurcht ist wie der gegenüberliegende Hang, dafür aber voll zur
Sonne exponiert liegt.