Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03508.jsonl.gz/469

News
Aktuelles aus meinem Leben...
Wie konntest Du?
Etwas zum Nachdenken... Überlegt Euch bitte vorher, ob ihr euch ein Tier holen wollt oder nicht.
Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Baby" und obwohl ich einige Nippes "killte", wurde ich deine beste Freundin. Wann immer ich etwas "anstellte", hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest du!?", aber schon warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt. Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer und spielte mit meinen Bällchen.
Ich erinnere mich an alle die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon.
Von deinem Frühstück gab´s für mich immer was vom Schinken, "aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!" Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.
Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um "Karriere" zu machen.
Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht und freute mich, als du endlich "deinen" Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl.
Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schade, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr.
Ich liebte die Kinder und wurde "Gefangene der Liebe". Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufenlernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen - und ich hielt bei all dem geduldig still.
Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden.
Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.
Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes "Ja" zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher "deine Samtpfote" und bin heute "nur eine Katze".
Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war.
Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst, Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde.
Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze über die fünfzehn gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie "Nein, nein nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!"
Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen.
Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen.
Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen "guten Platz" für mich zu finden.
Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: "Wie konntest du?"
Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du zurück kämest und mich hier rausholen würdest.
Dass alles nur ein böser Traum gewesen wäre und ich aufwachen würde - bei dir zu Hause.
Aber du kamst nie. Und dann, wann immer jemand an "meinem" Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte?
Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf. Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle.
Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen.
Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hineinfloss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:" Wie konntest du?"
Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte:" Es tut mir leid!" Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest du?" nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch.
Ich werde immer an dich denken und auf dich warten.
Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität wiederfährt.
Autor: Jim Willis - Seine Bemerkung zu dieser Geschichte:
Wenn "Wie konntest du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt, diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht-kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen, in eine Familie zu integrieren, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.
Es ist Mandelblütenzeit!
Ich brauche nicht hellsehen zu können, um Euch zu sagen, dass jetzt hier bei uns in Spanien die schönste Zeit des Jahres anfängt. Der Frühling. der wird vor allem mit der Mandelblüte, die jetzt im vollem Gange ist, eingeläutet. Wenn ich mir diese Schönheit der Blüten und die Stimmung rund herum anschaue, hat es aber doch viel mit Hellsehen zu tun. Es ist betörend und lässt alle Sinne zu, die ja bekanntlich auch für das Hellsehen gebraucht werden. Und wusstet Ihr, dass der Mandelbaum schon vor 4000 Jahren kultiviert wurde?
Wir kennen natürlich vor allem die gebrannte Mandel, die wir gerne an der Chilbi kaufen und nach dem Naschen ein schlechtes Gewissen haben wegen dem Gewicht das wir dann wieder zugelegt haben. Aber auch als Mandelöl, wie es in der Industrie gerne für Babypflegeprodukte eingesetzt wird.
Hellseher Philip Neri wurde heilig gesprochen!
Ist das wirklich möglich, dass ein Mensch über 469 Jahre voraussehen kann. Es scheint, als ob das wirklich so ist. Die katholische Kirche erforscht solche "Wahrsagungen" und es wurde mit der letzten Papstwahl wieder einmal ein grosses Thema. Der Priester Philip Neri, der für die Armen sein Leben opferte, ist ein solcher Mensch! Und die Kirche hat es bestätigt!
Seine Fähigkeit, alle aus einem Konklave hervorgehenden Päpste vorherzusehen, ist der wesentliche Grund dafür, warum man annimmt, dass er der Urheber der sog. Malachiasprophetie ist. Und auch mit einer der Gründe, warum er von der katholische Kirche heilig gesprochen wurde.
Ich finde es wahnsinnig spannend, solche Begebenheiten zu verfolgen. Sie bestätigen mir doch immer wieder, dass es was Höheres gibt, das uns auf unserem Weg durchs Leben begleitet. Als Hellseherin werde ich sicherlich nicht heilig gesprochen, und ich kann auch nicht 400 Jahre in die Zukunft sehen. Aber doch kann ich mit meiner Hellsichtigkeit die Menschen im hier und jetzt helfen. Und das genügt mir vollkommen!
Wenn Ihr mehr über den heiligen Priester und Hellseher Neri erfahren wollt, dann könnt Ihr in Wikipedia alles über ihn nachlesen!
Hommage an meinen Vater
Als leidenschaftlicher Opernsänger hatte mein Vater sein Leben schon früh der Kunst verschrieben und förderte junge Künstler.
Er rief eine Stiftung zur Förderung junger Künstler ins Leben und erschuf ein Kulturzentrum auf dem Lande. Ganz nebenbei war er auch ein leidenschaftlicher Sammler von Bildern und Antiquitäten. Er hat das Leben geliebt und in vollen Zügen genossen.
Ich Danke ihm von ganzem Herzen für alles, was er mir auf meinen Lebensweg mitgegeben hat.
Mit diesem kleinen Film möchte ich mich bedanken für alles was er für mich getan hat und für all die schönen Dinge, die er mir für meinen Lebensweg mitgegeben hat.
Was mir vor kurzem geschah;
Auch ich hatte einen Traum!
Ich träumte von einem spanischen Pferde-Hengst, der stark und prachtvoll ist, aber vom Wesen her liebevoll und zutraulich. Nach langem Suchen fand ich meinen Hengst auf einem Gestüt im Süden von Spanien.
Da wo noch die echten spanischen Pferde zu finden sind. Es war Liebe auf den ersten Blick. Da stand er nun, jung, lange Haare, ein Schimmel 3,5 Jahre, mit Nerven aus Drahtseilen und einem Blick, den einen gleich die Knie weich werden lässt. Er stand in seiner Box und war am fressen. Aber sobald er mich hörte, drehte er sich um und kam schnurstracks auf mich zu und hielt seine grossen Nüstern an meine Backe, als ob er mir sagen wollte, auf dich habe ich schon lange gewartet. Mit dir will ich zusammen sein. Ich war sichtlich von ihm angetan und er war es wohl auch von mir. Er fing an mich mit seiner grossen Zunge abzuschlecken und zeigte mir mit allem was ein Hengst zeigen kann, dass er mich adoptiert hatte. Ich konnte nicht widerstehen und setzte all meine Überzeugungskraft ein, um den Gestütbesitzer dahin zu bekommen, dass ich ODIEL, so war sein Name, kaufen durfte! Nach langem Hin und Her, willigte er dann schliesslich in den Verkauf ein.
Dabei muss man wissen, dass dieser Hengst nicht irgendeiner war, sondern ein echter rassenreiner Cartuchano. Von diesen, habe ich mir sagen lassen, gibt es weltweit nur etwa 1200 Stück. Sie gehören noch zur Urrasse der spanischen Pferde, die damals vom spanischen Kloster während des Krieges in den Klostermauern vor der Ausrottung bewahrt wurden.
Drei lange Monate vergingen, bis ich meinen Odiel abholen durfte! Sie schienen mir unendlich lange, aber endlich war der Tag gekommen und ich hatte eine purpurrote Pferdedecke für ihn besorgt, die in der Sonne glitzerte. Er sah damit aus, wie wenn er vom König persönlich käme.
Die Sonne schien und mein Glück schien unendlich zu sein. Voller Stolz habe ich ihn an diesem Tag herumgeführt und ihm alle schönen Plätzchen in und um unserer Finca gezeigt. Zwischen uns floss eine unheimlich schöne warme Energie, so wie wenn man mit seinem Traummann Hand in Hand am Strand bei Sonnenuntergang spazieren geht.
Am anderen Tag arbeiteten wir an der Longe miteinander und er liess keine Gelegenheit aus, mich ständig anzuschauen und zu mir zu kommen, sobald ich auch nur das kleinste Zeichen gab, dass er es durfte. Ich brauchte nicht einmal einen Strick, denn er lief mir vom ersten Augenblick nach wie ein Hund nach.
Eine ganze Woche lang durfte ich das Glück auf Erden geniessen und ich war wirklich überglücklich nach meiner grossen Pferdeliebe "Galante" wieder einen echten Freund gefunden zu haben, wo die Chemie absolut stimmte. Wir haben noch so einige Ausritte miteinander gemacht, wo wir in der Stille der Natur beide ganz alleine waren, und unsere Energien voller Zufriedenheit austauschen und fliessen lassen konnten.
Man will natürlich sicher sein, dass er gesund ist, und ihm nichts fehlt. Also liess ich vorsorglich meinen Tierarzt kommen, der ihn untersuchen sollte. Er kam auch sofort und nach langem Untersuch bestätigte er mir, dass mein Odiel absolut gesund sei. Er bemerkte aber, dass er ein junger Hengst sei, und ich doch nicht die beste Reiterin. Zudem sei ich mir Hengste nicht gewohnt und er hätte letztes erlebt, wie ein Hengst mit einer Kundin durchgegangen war und diese sich durch einen Sturz schwere Rückenverletzungen zugezogen hatte. Er gab mir den gut gemeinten Rat, ich solle ihn doch kastrieren lassen, solange er noch nicht auf den Geschmack gekommen sei, dass er ein Hengst sei, dann würden sie nämlich manchmal unberechenbar werden.
Es widerstrebte mir zunächst, aber die ganze Nacht lang musste ich an seine Worte denken und malte mir die schlimmsten Szenarien aus, wie ich verunglücken könnte und dann im Rollstuhl landen würde. Nach einer langen schlaflosen Nacht war ich dann soweit, dass ich den Entschluss fasste, doch den sicheren Weg zu gehen und ihn zu kastrieren. Es fiel mir sehr schwer, aber ich musste auch an meine Familie denken und all meinen lieben Kunden. Was würden die alle ohne mich machen? Ich rief sodann meinen Tierarzt an und vereinbarte einen Termin mit ihm für den Mittwoch um 8 Uhr.
Als der Mittwoch gekommen war, holte ich mit einem etwas mulmigen Gefühl meinen Odiel aus der Box und führte ihn in unsere grosse Fohlenbox, wo er kastriert werden sollte. Ich war noch nie dabei gewesen und wusste nicht, wie dies geht. Aber heute weiss ich, dass ich es nie mehr so tun würde.
Der Tierarzt gab ihm die Narkosespritze und es ging nicht lange, da sackten 500 Kilogramm Stolz und Muskelmasse zu Boden. Seine Hufe wurden angebunden und der Arzt fing sofort an, mit der Kastration. Zuerst, wurde... Nein, ich kann das nicht weitererzählen, es ist einfach zu brutal. Ich überspringe lieber diese Szene. Aber während der Operation kam mein Pferd wieder zu sich, und er nahm für eine kurze Zeit die Schmerzen wahr, die ihm zugefügt wurden. Der Arzt betäubte ihn sofort wieder, aber er hatte mitbekommen, dass man ihm weh tat. Nun erlebte ich, was ein Hengst ist und wie stark ein solches Tier sein kann! Kaum fertig mit der Kastration, liess die Betäubung etwas nach, es waren keine 20 Minuten, da kam er mit seinem Kopf hoch und schien im Kopf hell wach zu sein. Er konnte sich mit seinen Vorderbeinen bereits aufrichten, aber die Hinterbeine waren noch betäubt. Mein Hengst hatte aber vor lauter Angst nur ein Gedanke, und der war zu flüchten! Er schleppte sich durch die ganze Box, versuchte sich immer wieder aufzurichten und viel von einer Ecke in die andere. Er schürfte sich dabei immer wieder etwas auf, schlug mit den Beinen wild um sich und führte für sich einen Kampf auf Leben und Tod. Der Arzt und sein Helfer versuchten mit aller Gewalt das Pferd am Boden zu halten und zu beruhigen bis die Betäubung nachliess, aber es gelang nur ansatzweise. Immer wieder richtete er sich auf und schleppte sogar die beiden gestandenen Männer mit sich herum.
Es war für mich der absolute Albtraum, dies mit ansehen zu müssen in dem Bewusstsein, nichts machen zu können, um diese Situation zu entschärfen. Ich betete innerlich zu Gott, dass niemandem etwas geschehen würde. Endlich nach einem Kampf von fast einer Stunde kam mein Hengst zum Stehen und beruhigte sich. Es schien, als ob alle mit ein paar Schrammen nochmal glimpflich davon gekommen waren. Nachdem sich alles beruhigt hatte, beschlossen wir, ihn wieder zurück in seine Box zu geben. Dort angekommen, fing er an, sich in seiner Box auf den Boden zu werfen und sich hin und her zu wälzen. Plötzlich sah ich, wie zwischen seinen Hinterbeinen die ganze Wunde aufgerissen war und seine Gedärme heraushingen. Diesmal blieb er zum Glück ruhig liegen und der Arzt stopfte die Gedärme mit aller Gewalt wieder in den Bauch hinein und nähte alles provisorisch zu. Kaum hatte er dies geschafft, erhob sich der Hengst wieder und schleppte sich aus der Box heraus. Draussen versuchte man ihn zu halten, aber das Halfter das er an hatte, löste sich und der Hengst rutschte samt dem Tierarzt einem Bord von 5 Metern herunter und blieb unten liegen. Ich hatte den Schreck meines Lebens. Ich sah schon vor mir, wie der Arzt und das Pferd nicht mehr aufstehen würden. Aber zum Glück schien in dem ganzen Unglück nichts Schlimmeres mehr geschehen zu sein, und beide standen unten wieder auf. Der Arzt schrie nur noch, bringt den Hänger und sofort in die Klinik!
Ich nahm meinen Odiel, zog ihm das Halfter wieder an, und es schien, als ob er nun wusste, dass ich ihm helfen wollte. Er liess sich ohne Gegenwehr in den Pferdeanhänger führen. Die nächste Klinik war eine Stunde entfernt und ich fuhr so schnell ich konnte mit ihm dahin. In der Klinik sagte man mir dann, dass er operiert werden müsse und dass die Chancen 50:50 standen, dass er dies überleben würde. Ich willigte ein und die Aerzte nahmen den Kampf um das Leben meines Traumpferdes auf. Über 5 Stunden dauerte die Operation. Er hatte sie soweit gut überstanden und auch das Aufwachen ging ohne Probleme. Doch es folgten fünf lange Tage, wo wir nicht wussten, ob er es schaffen würde oder nicht. Er hatte viel Blut verloren und bekam beutelweise Bluttransfusionen und dämmerte im Stehen und angebunden vor sich hin. Doch nach dem 5 Tag, als ich in die Klinik kam, begrüsste Odiel mich mit eine tiefen "hohoho". Ich weiss, das tun Pferde untereinander in der Herde, wenn sie sich begrüssen. Mein Herz ging auf und ich freute mich wie ein kleines Kind. Zugleich viel mir ein Stein vom Herzen, glaubte ich doch, er hätte es geschafft. Auch die Aerzte waren erleichtert und zufrieden mit dem Verlauf. Von nun an ging es Tag für Tag bergauf, er fing an zu essen und wir gingen jeden Tag schon ein paar Schritte vor die Türe. Nach 14 langen Tagen, erklärten die Arzte mir, dass ich ihn mit nach Hause nehmen durfte und alles soweit in Ordnung sei. Er wäre wohl über den Berg und auf dem Weg der Besserung.
Nun war er also gekommen, der Tag, an dem ich meinen Odiel zum zweiten mal mit nach Hause nehmen durfte. Es war ein wunderschöner Morgen, die Sonne schien, die Luft roch frisch und ich hatte seinen Stall gerichtet. Ich hatte mich schon darauf eingestellt mit ihm lange Spaziergänge zu machen, damit er sich wieder langsam erholen könnte und sein Spezialfutter "gekochte Leinsamen" waren auch schon bereit.
Doch da ging das Telefon und die Klinik meldete sich bei mir. Mein Odiel hätte am frühen Morgen leider wieder eine Kolik bekommen und ich könne ihn heute wohl noch nicht abholen. Sie würden ihn noch untersuchen und würden mir dann Bescheid geben. Mein Herz fing an zu rasen und ich bekam Angst, wie selten in meinem Leben. Alles in mir sagte, dass etwas Schreckliches geschehen würde. Ich fuhr sofort los in die Klinik, und noch während der Fahrt rief mich die Klinik wieder an, es sei sehr ernst und sie wüssten nicht, ob er es überleben würde. Man würde ihm starke Beruhigungsmittel geben, damit seine Bauchschmerzen für ihn erträglich seien und in der Hoffnung, dass sich die Darmverkrampfungen wieder lösen würden. Mehr könne man im Moment nicht mehr machen. Eine weitere OP würde alles nur schlimmer machen. Es war, als ob man mir den Boden unter den Füssen weggezogen hätte. Ich fuhr so schnell ich konnte in die Klinik in der Hoffnung, ihn noch lebend anzutreffen.
Als ich in der Klinik ankam, hatten die Aerzte ihn schon aufgegeben und hofften nur noch, dass sich wie durch ein Wunder die Darmverkrampfungen legen würden und er sich wieder erholen könne. Wir warteten bange 30 Minuten. In dieser Zeit stand Odiel neben mir und legte seinen Kopf ganz fest an mich, wie wenn er mir sagen wollte, bitte lass mich gehen. Die Aerzte sagten mir, wenn er sich nun wieder hinlegen würde und sich drehen würde, wäre dies das Zeichen, dass die Bauchschmerzen nicht nachgelassen hätten und er immer noch sehr grosse Schmerzen hätte. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, was ich hier erlebte. Da hatte ich nun mein Traumpferd gefunden. Es war, wie wenn ich ein Baby in den Armen hielt, und musste nun mit ansehen, wie es in meinen Armen sterben würde. Und all meine Befürchtungen wurden wahr, unter starkem Grunzen, legte er sich langsam nieder, verdrehte vor Schmerz seine Augen und zog seine Beine ganz fest an sich heran, so wie wir Menschen es tun, wenn wir Bauchschmerzen haben. Doch beim Pferd kann dies leider tödlich sein.
Der Moment der Entscheidung war gekommen und die Aerztin fragte mich, ob ich ihn erlösen wolle von seinen Schmerzen, denn Sie könnten nichts mehr für ihn tun. Ich nickte nur still und weinte. Was jetzt kam, werde ich nie in meinem Leben mehr vergessen. Mein Pferd richtete sich wieder auf und liess sich von mir in die Box führen, wo es einen Kran hatte, damit sie ihn nachher verladen konnten. Er kam einfach so, ohne Wiederstand, mit mir mit, als ob er wusste, dass ich ihn nun in den Tod begleiten würde und ihn von seinen Schmerzen befreien würde. Nun ging alles sehr schnell. Die Aerztin setzte die Betäubungsspritze an und Odiel sackte zu Boden, als er dann am Boden lag, hielt ich seinen Kopf und schaute ihm nochmals in die Augen, in diesem Moment setzte die Aerztin die Todesspritze an und ich konnte in seinen Augen sehen, wie sein kurzes Leben erlosch und die Seele aus seinem Körper von einer Sekunde auf die andere entwich. Auf einmal war es totenstill und ich spürte, wie Odiel nun seinen Frieden gefunden hatte. Es war, als ob ich mit einem Mal alles verloren hätte, was ich liebte.
Ich habe euch diese Geschichte von mir in tiefer Trauer geschrieben, im Gedenken an meinen Traumhengst "Odiel". Ich werde ihn nie vergessen und immer in meinem Herzen tragen. Es ist als ob er immer hinter mir steht und mich mit seinen grossen dunkelblauen Augen über die Schulter guckt, was ich tue.
Trotz allem bin ich dankbar dafür, dass ich mein Traumpferd erleben durfte. Es ist für mich, als hätte ich ihn schon ein Leben lang bei mir gehabt. Ich werde diese schönen Momente mit ihm immer in meinen Gedanken tragen, und sie werden mir helfen, wenn ich einmal traurig bin, wieder Mut zu fassen und weiter zu machen.
Danke mein Odiel, dass ich mit dir zusammen sein durfte.
In Liebe
Sonya
An einem Nachmittag im Stall
Ein ganz normaler Nachmittag im Stall.
Pferdchen bewegen, Halfter anpassen, mit den Pferden arbeiten
Ein Schwein gefälligst?
In Spanien bekommt man Schweine auf der Strasse angeboten!
...Dies ist mir passiert, als ich von einem Einkauf nach Hause ging. Ein Mann auf der Strasse fragte mich, ob ich einem Schweinchen ein Zuhause geben würde, seine Frau hätte ihn gerade samt Schwein auf die Strasse gestellt.
Ob es mich wohl beim Hellsehen unterstützen könnte? Vieleicht etwas zu laut! Da kann ich nur sagen, bleibe ich lieber bei meinen Kätzchen. Schwein gehabt, Sonja
Spanische Nachmittage
ungezwungene fröhliche spontane Musik, zum Essen einer Paella in den Bergen.
Hier spielt man noch mit den einfachsten Instrumenten und schafft es, einen Wahnsinns Sound zu entwickeln. Eine Fröhlichkeit, die einen einfach mitreisst, wenn man diesen Vollblutmusikern zuhört, wie sie mit ihren Gittarren, Holzkiste und Glocke, Musik machen. Es reisst einen vom Stuhl ob man will oder nicht und gibt eine sonnige Stimmung ins Herz!
Schmusen ist sooo schön!
Schmusen ist sooo schön!
Mein schmusendes Pferd Aladin, er liebt es zu schmusen. Am Schluss bekommt er natürlich immer ein Guzi. Dafür bekomme ich dann noch ein Küssli!