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Fools Garden «Lemon Tree»
Im Frühjahr 1996 ging das Lied aus Pforzheim, am Rande des Schwarzwaldes gelegen, um die Welt. Der Sänger Peter Freudenthaler schrieb «Lemon Tree» und bestätigte, dass es genau so gewesen sei, wie es die ersten Songzeilen beschreiben.
Es war Sonntagnachmittag, er sass in seinem damaligen Schlafzimmer, wo auch sein Keyboard und Klavier standen. Er wartete auf seine damalige Freundin – aber die kam nicht.
«Lemon Tree» von Fools Garden ist ein beliebtes Karaoke-Lied und hat auch seinen Weg in den Musik-Unterricht an Schulen gefunden.
Zu der Zeit hatte es Fools Garden geschafft, dass einer ihrer Songs in einer Fernsehwerbung zu hören war, aber mehr nicht. Mit «Lemon Tree» änderte sich das auf einen Schlag. Einen weiteren, gleich grossen Hit haben Fools Garden nicht mehr geschafft. Aber dank ihres One-Hit-Wonders können die Bandmitglieder bis heute von ihrer Musik leben.
Lou Bega «Mambo No. 5»
Mambo No. 5 entstand, als Lou Bega sich an all seine Teenager-Affären erinnerte. Er hörte den gleichnamigen Perez Prado-Song, ein Instrumental aus den Fünfzigern. Er gefiel ihm gut, aber ihm fehlte eine Botschaft und eine eingängige Gesangsmelodie. Mit einem Kollegen stellte er deshalb das Mikrofon auf und rappte drauf los. Der erste Vers war schon in fünf Minuten geschrieben.
Zu dieser Zeit lag Begas Vater mit Krebs auf der Intensivstation. Er hatte seine Karriere verfolgt, war aber nicht sehr begeistert von der Musik seines Sohnes. Aber als Begas Vater «Mambo No. 5» nur drei Wochen vor seinem Tod hörte, sagte er: «This song will open you doors» (dieser Song wird dir Türen öffnen) und er behielt recht mit seiner Prophezeiung!
Chumbawamba «Tubthumping»
Die fünf Jungs von Chumbawamba traten 15 Jahre lang meist in besetzten Häusern auf, tourten mit einem Bus durch Europa, schliefen auf Böden und wohnten in einem besetzen Haus in Leeds (Grossbritannien). 15 Jahre lang waren sie nur von ihren Fans abhängig. 1997 unterzeichnete die Band einen Vertrag mit einem grösseren Label. Mehr als 14 Jahre nach ihrer Gründung erscheint dann also das kommerziell erfolgreichste Album «Tubthumper». Der darauf enthaltene Hit »Tubthumping» wird zum Welt-Hit und beschert Chumbawamba plötzlich den Durchbruch. Mit dem Durchbruch kam auch das Geld. Weil sie keine geldgeilen Motive hatten, unterstützten sie mit diesem Geld weiterhin diejenigen, die sie bereits vor ihrem Erfolg unterstützen: streikende Hafenarbeiter, anarchistische Radio-Stationen, Gemeinschaftszentren.
Aber ihren Fans gefiel der Rummel nicht und sie kehrten der Band den Rücken zu. Auch in den Medien kamen sie schlecht weg. Mit der Veröffentlichung des Folgealbums «WYSIWYG» kehrte die Band zurück zu ihren Wurzeln. Sie verschwanden wieder aus dem Mainstream, das Album leerte ihre Konten und liess die Band mit nichts zurück.
Gotye «Somebody That I Used To Know»
Gotye ist ein belgischer Musiker, der in Australien lebt und arbeitet. Er ist in Brügge geboren, und heisst eigentlich Wouter Andre «Wally» De Backer. Für seinen Hit «Somebody that I Used To Know» erhielt der Belgier zwei Grammys.
Das Intro des Hits stammt aus «Seville», einem Instrumentalstück des brasilianischen Musikers Luis Bonfa. Die Fans und auch die Erben von Luis Bonfa haben sich sehr gefreut, dass der 2001 verstorbene Musiker so noch einmal geehrt wird.
4 Non Blondes «What’s Up»
Der Bandname 4 Non Blondes entstand aus einem Beisammensitzen von vier Frauen im Jahr 1989 in San Francisco. Die vier Musikerinnen sassen in einem Strand-Café und machten Pläne. Wie es der Bandname bereits vermuten lässt, sind alle vier Frauen dunkelhaarig. Sie sahen ein wenig heruntergekommen aus, denn Geld verdienten sie noch nicht.
Dann betrat eine Familie, alle blond, das Strand-Café. Der Sohn entdeckte in einem Papierkorb ein Stück Pizza und nahm es heraus. Da schimpfte die Mutter, er solle das nicht essen, das würden nur Tiere essen - oder solche Leute, und deutete auf die vier jungen Frauen. Nach dieser Geste der Mutter waren die vier Frauen aufgebracht. Mit solchen Leuten wollten sie nichts zu tun haben. So entstand der Bandname «4 Non Blondes».
Ihre One-Hit-Wonder-Song «What’s Up» entstand durch Zufall. Eines Nachts hörte Bassistin Christa Hillhouse aus dem Zimmer ihrer Mitbewohnerin Linda Perry Gitarrenmelodien und Gesang. Das was Christa hörte, klang wunderbar. Sie sprang aus dem Bett und lief ins Nebenzimmer. Linda Perry war selbst überrascht, sie hatte keine Ahnung woher die Musik und der Text kommen. Sie waren einfach da. Deshalb brachten die beiden alles auf Papier und 1993 erschien der daraus entstandene Hit «What’s Up».
Hanson «Mmmbop»
Mit nur 16 (Isaac H.), 13 (Taylor H.) und 11 Jahren (Zachary H.) gelang drei Jungs aus Tusla, Oklahoma ein Welt-Hit! Als die drei anfingen Musik zu machen, war der jüngste, Zac, gerade mal vier Jahre alt und fand es gar nicht mal so toll, Musik zu machen.
Ihren Hit «Mmmbop» sendeten die drei jungen Musiker an 14 verschiedene Musiklables. Bereits 12 Mal wurden sie abgelehnt - noch zwei Labels übrig. Dann das Glück und die Geburtsstunde des Welt-Hits: Sie erhielten die Zusage von Mercury Records. Wenn die vorherigen Labels damals gewusst hätten, dass der Song weltweit über 16 Millionen Mal verkauft, in 27 Ländern auf Platz 1 der Charts sein und für drei Grammys nominiert werden würde, hätten sie sich bestimmt anders entschieden!
Los Del Rio «Macarena»
Hast du wirklich gelebt, wenn du nicht zumindest einmal ausgelassen deine Hüften zu diesem Song geschwungen hast? Egal ob an Geburtstagsfeiern, Schulpartys oder sogar Hochzeiten, der Hit «Macarena» wurde rauf und runter gespielt und dazu der typische «Macarena-Dance» getanzt. Aber hast du dir den Songtext schon mal genau angehört? Der Song klingt rhythmisch, ausgelassen, fröhlich. Doch in Wahrheit steckt eine unschöne Geschichte dahinter. Im Song geht es nämlich um ein Mädchen names Macarena, die ihren Freund mit zwei Freunden betrügt, während er sich zum Militärdienst gemeldet hat.
Duck Sauce «Barbra Streisand»
Es sei ein Zufall, dass der Name der 68-Jährigen zum Songtitel wurde, sagt der kanadische DJ A-Trak. Als Name wäre auch «Engelbert Humperdinck» infrage gekommen, man habe einfach die Leute zum Lachen bringen wollen. Zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen Armand Van Helden bildet er seit 2009 das Duo Duck Sauce, dessen Name wiederum auf die Ente im China-Restaurant hinweist.
Musikalisch stammt das Rezept aus längst vergangenen Disco-Zeiten. Mit derselben Melodie brachten 1978 schon Boney M die Massen zum Tanzen. Doch auch ihr «Gotta go Home» ist geklaut. Die ursprüngliche Version des Hits trägt den skurrilen Titel «Hallo Bimmelbahn» und ist ein Schlager der deutschen Gruppe Nighttrain aus dem Jahr 1973.
Crazy Town «Butterfly»
Crazy Town Lead-Sänger Shifty Shellshock hat den Hit «Butterfly» über seine damalige Freundin geschrieben. Die meisten Songs von Crazy Town beinhalten viel Macho-Gehabe, was seiner Freundin nicht gefiel und an der Beziehung zu Shellshock zweifeln liess. Deshalb versuchte Shellock, sie mit einem romantischeren Lied von sich zu überzeugen. Als Shellshock eines Tages auf seinem Bett lag und überlegte, wie er diesen Song nennen sollte, entdeckte er einen Schmetterling an der Decke. Der Grund: Seine Freundin sammelte Schmetterlinge. Und so kam er nicht nur auf den Titel seines neusten Stücks, sondern auch auf den Vers «You're my butterfly, sugar baby.» Leider hat es zwischen den beiden dann doch nicht gepasst und sie trennten sich nach drei Jahren Beziehung.
Buggles «Video Killed The Radio Star»
The Buggles waren ein britisches Pop-/New Wave-Duo, das von 1979 bis 1981 existierte und mit «Video Killed the Radio Star» einen weltweiten Singlehit landete. Mit dem Videoclip zum Song, startete der US-amerikanische Musiksender MTV sein Programm und damit war es das erste überhaupt gezeigte Musikvideo des Fernsehsenders. Es wurde am 1. August 1981 um 0:01 Uhr ausgestrahlt. Im Videoclip ist der deutsche Komponist Hans Zimmer am Modular-Synthesizer zu sehen. Er hatte bereits vorher mit den Buggles-Musikern im Rahmen der Band «Camera Club» zusammengearbeitet.