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Tabak schädigt Umwelt und hat gesellschaftliche Folgen
Tabak und Nachhaltige Entwicklung
Ziel 1: Keine Armut
Länder wie Afrika, Asien und Lateinamerika sind besonders von Armut betroffen. Die Tabakindustrie fördert dort gezielt den Tabakanbau und beutet die Tabakbauern durch niedrige Löhne, Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen aus.
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Ziel 2: Kein Hunger
Die Tabakpflanze ist pflegeintensiv und braucht viel Wasser. Zudem laugt sie den Boden aus, sodass immer wieder neue Anbauflächen gebraucht werden. Wo Tabak angepflanzt wird, fehlt es an Anbauflächen für Nahrungsmittel. Zudem werden die Tabakbauern schlecht bezahlt und haben somit wenig Geld, um Nahrungsmittel zu kaufen.
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Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
Tabak ist ein Produkt, das bei Gebrauch krank macht und zum Tod führt. Allein in der Schweiz sterben jährlich 9500 Menschen an tabakbedingten Krankheiten. Zudem leiden Menschen, die im Tabakanbau tätig sind, an der sogenannten «grünen Tabakkrankheit», die durch das in den Tabakblättern enthaltene Nikotin ausgelöst wird. Dadurch werden die Menschenrechte in mehrfacher Hinsicht verletzt.
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Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Tabak wird in Ländern angebaut, für die sauberes Wasser ein wertvolles Gut ist. Für das Gedeihen der Tabakpflanzen sind jedoch enorme Mengen an Wasser nötig. Um nur eine Zigarette zu produzieren, braucht es vier Liter Wasser.
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Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Oberstes Ziel der Tabakindustrie ist das Wirtschaftswachstum. Dafür nimmt sie in Kauf, dass viele der 17 Millionen im Tabakanbau beschäftigten Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten.
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Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
Die Tabakindustrie verfügt über die nötige Infrastruktur für die Entwicklung neuer Tabak- und Nikotinprodukte und hat in den letzten Jahren zahlreiche Innovationen auf den Markt gebracht. Dies tut sie in erster Linie nicht für ihre bestehenden Kunden, die an den Folgen des Tabakkonsums sterben, sondern vor allem mit dem Ziel, sich ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen und somit ihren Gewinn zu steigern.
Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
Bildungsferne Bevölkerungsschichten sind weniger gut über die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums informiert. Jugendliche fühlen sich von den langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens nicht angesprochen. Zudem sind Tabakprodukte immer noch zu kostengünstigen Preisen zu haben, sodass sie auch für sozial benachteiligte Menschen attraktiv bleiben. Zudem vermittelt die Werbung, dass Rauchen zu einem coolen Lifestyle gehört.
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Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Zur nachhaltigen Entwicklung von Städten und Gemeinden gehört auch die Vermeidung bzw. das Recycling von Abfall. Zigarettenstummel beinhalten zahlreiche toxische Stoffe und Plastikteile, die sowohl Böden als auch Wasser massiv verschmutzen.
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Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion
Der Tabakanbau führt zur Rodung grosser Waldgebiete, laugt die Böden aus und verschlingt natürliche Ressourcen für Bewässerung und Trocknung. Der Tabakanbau und dessen Verarbeitung sind für fünf Prozent der globalen Entwaldung verantwortlich. Um ein Kilogramm Tabak zu trocknen, braucht es acht Kilogramm Holz.
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Ziel 13: Massnahmen zum Klimaschutz
Die Rodung ganzer Waldstücke für den Tabakanbau wirkt sich negativ auf das Klima aus. Beim Konsum von Tabak wird Kohlenmonoxid (CO) ausgeatmet, beim Tabakanbau wird eine Unmenge von Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt. Dies trägt zur Klimaerwärmung bei.
Ziel 14: Leben unter Wasser
Zigarettenstummel werden achtlos weggeworfen. Dies ist umso verheerender, wenn sie in den Wasserkreislauf gelangen. Zigarettenstummel beinhalten zahlreiche toxische Stoffe. Jeder Zigarettenstummel, der ins Grundwasser gelangt, verunreinigt durch das Nikotin 1000 Liter Wasser. Da Zigarettenstummel Plastik beinhalten, tragen sie zur Verunreinigung der Weltmeere durch Plastik bei und beeinträchtigen die Lebensgrundlage zahlreicher Meerestiere.
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Ziel 15: Leben an Land
In der Schweiz gibt es immer noch rund 150 Bauern, die auf rund 400 Hektaren Tabak anbauen. Der Tabakanbau in der Schweiz wird mit einem Betrag von jährlich 13 Millionen Franken staatlich subventioniert.
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Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Die Tabakindustrie möchte sich als Löserin eines Problems darstellen, das sie selbst verursacht hat. Sie versucht, sich als sozial verantwortliche Partnerin zu positionieren und vermarktet dabei subtil ihre neuen Tabak- und Nikotinprodukte, mit welchen sie aufgrund der niedrigen Besteuerung einen maximalen Gewinn erzielt. Gleichzeitig generiert sie eine neue Generation von nikotinabhängigen Menschen.
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Das Engagement der Lungenliga
Die Lungenliga setzt sich seit vielen Jahren für die Tabakprävention ein. Dies tun wir einerseits mit unseren nationalen Präventionsprojekten, andererseits in der Politik. Die Lungenliga pflegt zudem eine Partnerschaft mit Tobacco Free Portfolios.
Allgemeine Informationen zum Thema
- Tobacco and environment USA: Bericht zur Truth Initiative
- Agenda 2030: Globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung
- Action on Smoking and Health (Ash, 2018): Cape Town Declaration on Human Rights and a Tobacco-free World
- Unfairtobacco (2015): Tabak: asozial, unfair und umweltschädlich
- Unfairtobacco: Nachhaltige Entwicklung
- Tobacco Endgame (Italien)
- feel-ok: Umweltschäden durch Tabak
- Bericht zu Umwelt und Gesundheit des BAFU (2019)
- Public Eye: Heisse Luft und schwarzer Rauch
- Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz
- Sucht Schweiz: Tabakanbau, Tabakprodukte und Strategien der Tabakindustrie
- Revue Médicale Suisse: Impact environnemental du tabagisme