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Am 21. Oktober 2020 gab Sopra Steria bekannt, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Später bestätigte der IT-Dienstleister, der auch mit 200 Mitarbeitenden in der Schweiz präsent ist, dass dahinter die Ransomware Ryuk stecke.
Nun äussert sich die französische Cybersecurity-Behörde Anssi (Agence nationale de la sécurité des systèmes d'information) zum Vorfall: Der Ransomware-Angriff auf Sopra Steria sei "trotz seiner Auswirkungen auf die Geschäfte der Gruppe kein erfolgreicher Angriff".
"Es ist im Gegenteil ein Angriff, der von einem ausreichend vorbereitenden Unternehmen vereitelt wurde, das sehr gut reagieren konnte", sagte Guillaume Poupard, Generaldirektor von Anssi, gegenüber der Nachrichtenagentur 'AFP'. "Sie ergriffen alle Eindämmungsmassnahmen im digitalen Sinne des Wortes, die es ihnen ermöglichten, den Angriff zu verhindern." Die IT-Teams von Sopra Steria hätten den Behörden auch alle nötigen Informationen zur Verfügung gestellt.
Nur ein paar Dutzend Maschinen seien von dem Angriff betroffen gewesen. "Aber als Vorsichtsmassnahme wurden einige Tage lang eine riesige Anzahl von Servern abgeschaltet, und dies hatte Auswirkungen auf ihre Kunden", so Poupard.
Bis jetzt habe Sopra Steria aber keine Datenlecks oder Schäden an den Informationssystemen seiner Kunden festgestellt. Nach der Analyse des Angriffs und der Erstellung eines Aktionsplans seien die Systeme ab dem 27. Oktober schrittweise und sicher wieder in Betrieb genommen worden. Der IT-Dienstleister selbst gab bis jetzt keine weiteren Details zum Angriff und seinen Auswirkungen bekannt.