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114 Kilometer mit dem Gleitschirm vom Chäserrugg
Am Sonntag den 19. Oktober fand bei strahlendem Herbstwetter die Siegerehrung des siebten Chäsi Contests statt. Die Aufgabe besteht darin, möglichst weite Strecken vom Startplatz Chäserrugg oder Hinterrugg mit dem Gleitschirm zu fliegen. Beim mittlerweile etablierten Wettbewerb wird jeder Pilot gewertet, der seinen Flug vom Chäserrugg mit seinem GPS Gerät aufzeichnet und anschliessend im Streckenflugportal www.xcontest.org hochlädt. Es gibt zwei Kategorien bei der Wertung, die Fun&Safety und die Open Klasse. Die Fun&Safety Schirme bieten mehr Sicherheit bei Pilotenfehlern und sind einfacher zu fliegen während in der Open Kategorie leistungsstärkere Schirme bis hin zu Wettkampfboliden benutzt werden, welche höhere Anforderungen an den Piloten stellen.
In der Open Klasse gewann Michael Rohner aus Gams mit seinem 114 Kilometer weiten Flug vom 16. Juli. Er flog über den Gamserrugg, über seinen Wohnort bis hin zum Kamor. Dort wendete er, um wieder zurück ins Toggenburg zu fliegen. Er zog am Speer vorbei Richtung Zürioberland, wo er an diesem Tag ausserordentlich gute Flugbedingungen vorfand, um ins Tösstal vorzudringen. Via Churfirsten gleitete er über den Walensee weiter zu den Flumserbergen. Aufgrund mangelnder Thermik musste er seinen Flug in Sargans beenden.
Mit seinem am 6. August getätigten Flug erreichte Peter Haltiner aus Grabs mit 78 Kilometer Flugweite den zweiten Platz der Open Klassen. Peter flog zuerst den steil abfallenden Südhängen der Churfirsten entlang, welche gute Thermik bieten. Kurz vor Amden zog es ihn wieder zurück, um vom Alvier aus die grosse Talquerung zur Bündner Herrschaft anzustreben, diese meisterte er gewohnt souverän. Vorbei am Vilan eröffnete sich vor ihm das Fliegerparadies Prättigau, wo er den majestätischen Felsen der Drusen- und Sulzfluh entlang den Arlberg als Ziel anstrebte. Wegen hohen Wolkenfelder im Montafon blieben die Aufwinde aus, worauf er im vorarlbergischen Schruns landete.
Ende September erreichte Christian Erne aus Wetzikon dank einem 52 kilometerlangen Zickzackflug den dritten Rang der Open Klasse. Er manövrierte seinen Gleitschirm der Churfirstenkette entlang und machte einen Abstecher an die Gebirgszüge des Alviers. Hoch reichende Herbstthermik ermöglichte es ihm, seinen Flug bis nach Kaltbrunn auszudehnen.
Jörg Bonderer aus Pfäffikon ZH sicherte sich zum fünften Mal den Sieg in der Fun&Safety Klasse. Er startete morgens vor 11.00Uhr um den Tag möglichst gut auszunutzen. Als Erstes flog er bei fantastischen Bedingungen zum Hohen Kasten um dort seinen Wendepunkt für einen möglichst weiten Flug zu setzen. Nach seinem Rückflug durchs Toggenburg konnte er am Mattstock ein letztes Mal die Thermik nutzen. Fehlende Aufwinde im Linthgbiet vermasselten Jörgs super Basis für einen Streckenflug über 100 Kilometern leider viel zu früh. So landete er nach 58 Kilometer in Weesen, was noch für den Sieg reichte.
Den zweiten Platz in der Fun&Safety Klasse belegte Urs Odermatt aus Siebnen. Er bewältigte am 7. September eine Strecke von 45 Kilometer. Sein Panoramaflug führte ihn den Churfirsten entlang mit einem Abstecher zum Säntis bis nach Ebnat-Kappel.
Dritter wird der Ebnat-Kappler Michael Frey in der Fun&Safety Klasse, mit einem 37 Kilometer Flug. Am 30. März genoss er bei seiner Flugroute den Anblick der verschneiten Gipfel vom Chäserrugg bis zum Selun und retour. Der genussvolle Flug führte ihn der Sonnenseite entlang das Toggenburg runter am Stockberg vorbei bis nach Lichtensteig.
Der Gleitschirmclub Toggenburg dankt den Bergbahnen Toggenburg herzlich, welche das grosszügige Preisgeld für die Gewinner sponserten. Wir sind erfreut dass wir diesen gelungenen Contest auch dieses Jahr durchführen konnten. Wir fiebern bereits den erlebnisreichen Flügen der kommenden Saison entgegen. (Michi R)