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Albert Wendt, geboren 1939 in Apia, West-Samoa, war zunächst Grundschullehrer, später wurde er Universitätsprofessor für Literatur aus dem Pazifik. Er reiste ausgiebig und ist ein Vorkämpfer für die Anerkennung der Kultur aus dem pazifischen Raum. Neben seinem bekanntesten Werk Die Blätter vom Banyanbaum ist er außerdem bekannt für seine zahlreichen Gedichte und als Herausgeber von Anthologien pazifischer Literatur.
Albert Wendt wurde am 27. Oktober 1939 in Apia, West-Samoa, geboren als Nachkomme deutscher Vorfahren, die sich während des Kolonialismus auf Samoa niedergelassen hatten. Seine Schulausbildung genoss er in New Plymouth, Neuseeland, und 1959 schloss er sein Studium als Grundschullehrer für die Fächer Kunst und Englisch ab.
In den Jahren 1965 bis 1973 unterrichtete er am Samoa College Geschichte und Englisch. 1974 lehrte er als engagierter Schriftsteller Literatur aus dem Pazifik und Creative Writing. Von 1977 bis 1982 zeichnete Wendt verantwortlich für die erste literarische Zeitschrift Samoas Moana, deren Mitbegründer er war. Zudem initiierte er Projekte, die die Erzähltradition Samoas aufzeichneten, und das Samoan History Project, eine Projektgruppe, die das erste Werk über Samoas Geschichte herausgab, das von den Inselbewohnern selbst geschrieben worden war.
An der University of South Pacific in Suva, Fiji, war er u. a. verantwortlich für das Erziehungssystem, Leiter des englischen Seminars, Professor für Literatur aus dem Pazifik. 1987 wurde er zum stellvertretenden Dekan der Universität.
Wendt reiste ausgiebig und ist ein unermüdlicher Vorkämpfer für die Anerkennung der Kultur aus dem pazifischen Raum. Seit 1988 läuft an der USP ein Programm für Pazifik-Studien, dessen Ziel es ist, in Samoa ein Zentrum für Pazifik-Studien mit dem Schwerpunkt »Sprachen aus dem Pazifik« aufzubauen. Ähnlich wie Epeli Hau’ofa ist auch Wendt Mitglied zahlreicher Künstlerorganisationen.
Seit 1988 ist er an der Universität in Auckland Professor für Moderne Literatur und Creative Writing. Diese Fakultät ist mittlerweile weltweit federführend, was die Erforschung von Literatur aus Neuseeland und dem Pazifik anbelangt. 1993 wurde ihm in Anerkennung seines Werkes von der Universität Bourgogne in Dijon eine Ehrenprofessur verliehen. Neben seinem bekanntesten Werk Die Blätter vom Banyanbaum ist er außerdem bekannt für seine zahlreichen Gedichte und als Herausgeber von Anthologien pazifischer Literatur.