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Geschichte unserer Kirchgemeinde
Das Gebiet der Gemeinde Zell umfasst fünf Dörfer, nämlich Zell, Rämismühle, Rikon, Langenhard und Kollbrunn, sowie die Weiler Lettenberg, Schoren und Garten. Zell ist die älteste Siedlung, Kollbrunn die jüngste. Kollbrunn entwickelte sich erst in diesem Jahrhundert zu einer Dorfgemeinde. So wurde auch die Kirche Kollbrunn erst im Jahre 1950 gebaut. Vorher wurde der Gottesdienst im ersten Schulhaus, im jetzigen Kindergarten abgehalten. Das Glöcklein, das damals die Menschen zum Gottesdienst rief, wurde nach Erbauung der Kirche nach Langenhard gebracht, wo es jetzt das dortige Schulhaus ziert.
Über die Kirche Zell ist allerdings mehr zu sagen. Zell wurde erstmals um 741 in den Chroniken erwähnt. Bei den Ausgrabungen von 1958/59 entdeckte man unter der jetzigen Kirche nicht weniger als drei weitere kirchliche Fundamente, sowie als älteste Mauern Reste einer römischen Villa. Die älteste dieser Kirchen muss aus dem 8. Jahrhundert stammen. In ihren Mauern fand man auch eine christliche Grabstätte. Die Historiker nehmen an, dass es sich um ein Einsiedlergrab - vielleicht des Stifters der ersten Kirche - handelte. Zell stammt demzufolge von Celle = Zelle = Einsiedlerzelle.
Die jetzige Kirche wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut. Der Turm mit dem Chor gehörte aber bereits zu einer Vorgängerkirche. Bemerkenswert im Chor des Turms sind die reichen Wandmalereien, die leider nach der Freilegung stark gelitten haben.
Die Kirche Zell steht unter Denkmalschutz und kann tagsüber jederzeit besichtigt werden. Unter der Kirche sind auch die Ausgrabungen dem Besucher zugänglich gemacht.
Wer sich für weitere geschichtliche Informationen interessiert, verlange in der Kirche Zell den Kunstführer zur Kirche Zell. Sehr ausführliche Informationen über die Entstehung und Entwicklung unserer Gemeinde finden sich auch in der „Zeller Chronik“.