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Sonntag, 29. Mai 2022, 17.00 Uhr
Aula Magna, Universität Freiburg
Lucas
Debargue
1 Getränk
inkl.
© Xiomara Bender
Lucas Debargue
Mit «unglaublichem Talent, künstlerischer Vision und kreativer Freiheit» beeindruckte Lucas Debargue 2015 beim Internationalen Tchaikovsky Wettbewerb in Moskau Publikum, Jury und Journalisten, und wurde daraufhin mit dem begehrten Kritiker-Preis (Prize of Moscow Music Critics‘ Association) ausgezeichnet. «Seit Glenn Goulds Besuch in Moskau und Van Cliburns Sieg des Tchaikovsky Wettbewerbs mitten im Kalten Krieg hat kein anderer ausländischer Pianist solch eine Furore erzeugt» (Huffington Post).Heute ist Lucas Debargue mit Rezital-Programmen oder als Solist mit Orchester in den bedeutendsten Konzertsälen weltweit zu Gast, darunter: Berliner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Theatre des Champs Elysées und Philharmonie in Paris, Wigmore Hall und Royal Festival Hall in London, Alte Oper Frankfurt, Kölner Philharmonie, Suntory Hall Tokyo, sowie in Konzerthäusern in Peking, Shanghai, Taipei, Seoul, in der legendären Grand Hall des Tchaikovsky Konservatoriums in Moskau, Mariinsky Concert Hall in St. Petersburg und Carnegie Hall New York. Auch tritt Degargue regelmässig an Sommerfestivals auf, darunter La Roque d'Anthéron und das Verbier Festival.
Als Solist spielt Lucas Debargue mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Mikhail Pletnev, Vladimir Jurowski, Andrey Boreyko, Tugan Sokhiev, Vladimir Spivakov, Sir Roger Norrington und Bertrand de Billy, und mit Orchestern wie u.a London Philharmonic, Toronto Symphony, Philharmonisches Orchester Warschau, Orchestre National de France und Orchestre Philharmonique de Radio France, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Niederländisches Philharmonisches Orchester, Mariinksy Orchester, Russisches National Orchester und Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo. Unter seinen Kammermusik-Partnern befinden sich Gidon Kremer, Janine Jansen, Kian Soltani und Martin Fröst.
Der junge Pianist, geboren 1990, fand auf recht ungewöhnliche Weise den Weg zum Erfolg: Zwar entdeckt er klassische Musik für sich im Alter von 10 Jahren, jedoch nährt er seine Leidenschaft und Neugierde vorerst durch verschiedene andere künstlerische und intellektuelle Erfahrungen, studiert intensiv Literatur und Philosophie. Erst die Begegnung mit der berühmten Klavier-Lehrerin Rena Shereshevskaya bedeutet die entscheidende Kehrtwende: Dank ihrer Vision und Orientierungshilfe entschließt sich der junge Debargue dazu, sein Leben ganz der Musik zu widmen.
Als ein Künstler mit starker Integrität und kommunikativer Energie liebt es Lucas Debargue, sich und damit sein Klavierspiel durch Literatur, Malerei, Kino und Jazz zu inspirieren, und entwickelt dabei sehr persönliche Interpretationen eines sorgfältig gewählten Repertoires. Obwohl das pianistische Kernrepertoire auch für Debargue fundamental ist, interessiert es ihn ebenso, die Musik weniger bekannter Komponisten zu entdecken, wie zum Bespiel Karol Szymanowski, Nikolai Medtner oder Milosz Magin. Auch widmet Debargue einen wichtigen Teil seiner Zeit seinen eigenen Kompositionen, und er hat bereits über 20 Werke für Solo-Klavier oder Kammermusik-Ensembles geschrieben. Darunter: Orpheo di camera, Concertino für Piano, Perkussionen und Streichensemble (Erstaufführung durch die Kremerata Baltica) oder ein Klavier-Trio (dank der Unterstützung durch die Louis Vuitton Stiftung in Paris). Als ständiger Gast-Künstler der Kremerata Baltica arbeitet Lucas Debargue aktuell an der Auftragskomposition einer Kammeroper.
Sony Classical hat bereits fünf seiner Alben herausgebracht, mit Musik von Scarlatti, Bach, Beethoven, Schubert, Chopin, Liszt, Ravel, Medtner und Szymanowski. Darunter auch die mit vier Volumen umfangreiche Einspielung der Sonaten Scarlattis (2019), die von der New York Times hoch gelobt und von NPR als eines der „zehn klassischen Alben, die das nächste Jahrzehnt einläuten“ ausgewählt worden ist. Im August 2021 ist nun die neueste und sechste Aufnahme Lucas Debargues erschienen, die komplett dem polnischen Komponisten Miłosz Magin gewidmet ist: Zal, eine spannende Entdeckungsreise durch die bezaubernde Welt eines noch recht unbekannten Komponisten, an der Seite der Kremerata Baltica und Gidon Kremers. Lucas Debargues Durchbruch beim Tchaikovsky Wettbewerb inspirierte zum Dokumentarfilm To Music von Martin Mirabel (Bel Air Media), der unter anderem am Internationalen Film Festival in Biarritz 2018 gezeigt worden ist.
"Was kann Lucas Debargue? Sehr viel. Sehr besonderes. Sein Liszt klingt fein schattiert und doch mitunter wie mit dickem Pinsel gemalt. Domenico Scarlatti wird zu einem geistreichen Spiel feiner Läufe. Chopin tönt bei ihm ohne Gefühlsduselei. Ravels „Gaspard de la nuit“ verliert seinen technischen Schrecken, bleibt trotzdem so skurril wie bizarr. Für Grieg hat er Lyrik übrig, für Schubert einen überlegten und doch spontan wirkenden, sonoren Zugriff. Irgendetwas klingt bei Lucas Debargue ein wenig verschoben, anderes eigenwillig, frei und doch willensstark." Rondo
César Franck
Fantaisie A-Dur M 35, Bearbeitung für Klavier von Lucas Debargue
Maurice Ravel
Gaspard de la nuit. Drei Gedichte für Klavier nach Aloysius Bertrand
Alexander Skrjabin
Fantasie h-Moll op. 28
Franz Liszt
Après une lecture de Dante. Fantasia quasi Sonata. Années de Pèlerinage, deuxième année, Italie S 161
*KEINE PAUSE
Die International Piano Series offerieren Ihnen nach dem Konzert
ein Cüpli mit dem Künstler
«Perfekte Technik, gestalterische Intelligenz und das geistige und emotionale Durchdringen der Musik machen Volodins Auftritte zu Höhepunkten des Konzertlebens.Da gibt es keine Mätzchen, keine leeren Effekte. Was zählt, ist allein die Partitur, die Alexei Volodin nach allen Richtungen auslotet und zu Sternstunden formt.»
Solothurner Zeitung
Veranstaltungsort
Aula Magna,
Universität Freiburg
Universität Freiburg, Miséricorde
Av. de l'Europe 20, 1700 Freiburg
Schweiz
Der monumentale Stahlbetonbau ist einerseits den visionären Architekten Denis Honegger und Fernand Dumas zu verdanken, andererseits aber auch den hervorragenden Ingenieuren Alexandre Sarrasin, Beda Hefti, Henri Gicot und Jean Barras.
SAALPLAN