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Ausstattung und Kosten eines Biotops
Ein Biotop sollte mindestens 10 Quadratmeter gross sein (Grundfläche 3,20 x 3,20 Meter), damit die biologische Regulierung auf längere Sicht funktioniert.
(mas) Damit das Biotop im Winter nicht ganz zufriert und sich die Lebewesen im Sommer in den unteren, sauerstoffreicheren Teil zurück ziehen können, sollte die Mindesttiefe (am tiefsten Ort) nach folgender Faustregel berechnet werden: Die Meereshöhe des Biotops dividiert durch 10 ergibt die Tiefe, bis zu der das Biotop zufriert. Zählt man 30 cm dazu, erhält man die Mindesttiefe des Biotops. Beispiel: Ein Biotop, das sich auf 550 Meter über Meer befindet, sollte an seinem tiefsten Ort eine Mindesttiefe von 85 cm aufweisen (550 : 10 + 30). Für die Wasserqualität und das Wohlbefinden der Tiere ist jedoch eine noch grössere Tiefe von Vorteil.
Folgende Voraussetzungen sollte der Standort des Biotops erfüllen:
- einige Sonnenstunden am Tag
- nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen mit Laub- oder Nadelfall
Kosten
Ein ganz kleines Biotop kann schon für unter 500 Franken erstellt werden. Im Normalfall kostet ein Biotop aber zwischen 1000 und 5000 Franken, wobei die Grenze nach oben offen ist. Am günstigsten fährt, wer das Biotop selbst anlegt: Für die Hauptarbeit, den Aushub, sind nur Schaufel, Pickel und Schubkarren nötig. Teurer kommt es, wenn ein Gartenbau- oder ein spezialisiertes Teichbauunternehmen beauftragt wird.
Kleine Kunststoffwannen sind schon für unter 100 Franken zu haben, ein 8 Quadratmeter grosser Fertigteich kostet rund 2500 Franken. Teichfolie kostet je nach Dicke und Menge (Mengenrabatt) 10 bis über 20 Franken pro Quadratmeter.
Technik
Im Prinzip benötigt ein Biotop keine Technik, weil es sich selbst reinigt. In vielen Fällen sind jedoch eine Umwälzpumpe, ein Wasserfilter im Kiesgrund oder ein Skimmer (Oberflächenfilter) sinnvoll. Im Do-It-Yourself-Center gibt es Teichpumpen ab 70 Franken, ein Profi-Gerät eines Teichbau-Unternehmens kann dagegen mehrere Tausend Franken kosten. Ob eine technische Reinigung nötig ist, hängt vor allem vom Nährstoffgehalt des Wassers ab. Wenn sich ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Nähe befindet, können Düngesubstanzen per Wind oder Regen ins Biotop gelangen, was das Algenwachstum fördert.
Bepflanzung
Ein weiterer Kostenpunkt sind die Pflanzen. Pro Quadratmeter ist mit 30 bis 100 Franken zu rechnen, abhängig von der gekauften Menge. Pflanzen spielen eine wichtige Rolle als Sauerstoffspender, als Versteck und Laichplatz für Fische sowie als Nahrungskonkurrent für Algen. Höchstens 30 Prozent der Wasseroberfläche sollten von Pflanzen bedeckt sein, damit genug Sonnenlicht einfallen kann.
Unterhalt
Der Unterhalt eines Biotops nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Wenn die Selbstregulierung funktioniert, siedeln sich wenig oder keine Algen und Stechmücken an, und auch Gerüche sollten nicht entstehen. Wenn aber ein Biotop austrocknet oder zum leblosen Tümpel verkümmert, muss es allenfalls komplett ausgeräumt werden.
Organisches Material wie Laub und abgestorbene Pflanzenteile sollte regelmässig entfernt werden. Von Zeit zu Zeit muss der Pflanzenwuchs reduziert werden, wenn er sich übermässig entwickelt.
Chemische Zusätze sind in einem Biotop unerwünscht. Bei Algen- oder anderen Schädlingsproblemen steht aber bei Fachhändlern eine breite Palette an Produkten zur Verfügung.
Lebensdauer
Fertigteiche haben gewöhnlich eine Garantie von 10 bis 15 Jahren. Bei Folienteichen ist die Art und Qualität der Folie entscheidend für die Lebensdauer. PE-Folien können schon nach 5 Jahren beschädigt sein, PVC-Folien halten zwischen 10 und 50 Jahren, und Kautschuk über 40 Jahre.
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B. Meyer Artikel drucken