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Ein Rottweiler hat in Schaffhausen einen Knaben angefallen und schwer verletzt. Das Opfer wurde mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert. Der Hund wurde von der Polizei beschlagnahmt.Dieser Inhalt wurde am 27. Juli 2009 - 16:42 publiziert
Die Attacke geschah, als der Vater des Jungen am Sonntagnachmittag mit seinen drei Kindern im Alter von 19, 10 und 4 Jahren auf einer Wiese grillieren wollte.
Der nicht angeleinte Rottweiler, der sich ferienhalber in Obhut einer 55-jährige Frau befand, versetzte laut Mitteilung der Kantonspolizei erst das zehnjährige Mädchen in Schrecken, bevor er den kleinen Jungen anfiel.
Die 19-jährige Schwester griff ein und wurde dabei leicht verletzt. Der Knabe sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, sagte ein Sprecher der Schaffhauser Kantonspolizei.
Der Hund wird nun vom Kantonstierarzt untersucht. Dieser muss anschliessend entscheiden, was mit dem Tier geschieht.
Seit Anfang April ist in Schaffhausen ein Hundegesetz in Kraft. Rottweiler sind darin nicht aufgeführt. Andere Kantone dagegen stufen die Rasse als gefährlich ein. Etwa in Genf oder im Wallis sind Rottweiler gar nicht mehr zugelassen, in anderen Kantonen müssen Halter eine spezielle Bewilligung haben.
Im Schweizer Parlament ist derzeit eine Debatte über die Einführung eines nationalen Hundegesetzes im Gang. Sie geht auf eine parlamentarische Initiative zurück, die nach einer tödlichen Pitbull-Attacke auf einen sechsjährigen Knaben eingereicht worden war. Der Vorfall ereignete sich 2005 im Kanton Zürich.
swissinfo.ch und Agenturen