Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03124.jsonl.gz/3229

"Die Stimmung nach dem Closing war nicht Erleichterung, sondern Aufbruch", sagte CEO Thomas Hasler in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Man könne nun über das Geschäft reden und über die bevorstehende Integration, über Synergien.
Er bestätigte die erwarteten Synergien von 160 bis 180 Millionen Franken, trotz des Weiterverkaufs von Teilen von Admixtures. "Bei den Admixtures war klar, dass wir in einigen Märkten auf einen Marktanteil von 50 Prozent oder mehr kommen würden, was Dissynergien zur Folge gehabt hätte, weil Kunden wegen unserer Dominanz abgesprungen wären." Dies seien genau jene Märkte, wo die Behörden Sika zu einem Weiterverkauf gezwungen hätten. Daher habe sich an der Summe der erwarteten Synergien nichts geändert.
Sika finanziert die Akquisition vollständig mit Anleihen. Auf die Frage, ob eine Kapitalerhöhung erwogen worden sei, meinte Hasler: "Das ist am Anfang diskutiert worden, wurde aber schnell als nicht zielführend verworfen. Die Konditionen für Anleihen waren damals sehr gut."
Auch von Investoren seien Signale für eine Finanzierung ohne Kapitalerhöhung gekommen. Und auch wenn sich die Konditionen mittlerweile verändert hätten, sei das Zinsniveau immer noch gut. "Es war ein guter Entscheid, und wir werden die Schulden relativ schnell aus dem Cashflow zurückzahlen." Bis Ende Jahr werde der Leverage - das Verhältnis von Nettoschulden zum EBITDA - bei rund 2,5 bis 3 liegen.
Zuversichtlich für Marktanteilsgewinne
Der CEO zeigte sich überdies "zuversichtlich, dass wir stärker als der Markt wachsen können und weitere Marktanteile gewinnen werden", auch wenn das Umfeld derzeit unsicher sei. Sika profitiere dabei auch vom "guten geografischen Hedging", das schwächeres Wachstum in der einen Region mit stärkerem in der anderen ausgleichen könne. Die für den Herbst angesagte "Strategie 2028" werde eine Wachstumsstrategie sein.
Hasler kann sich auch während der Integrationsphase weitere Akquisitionen vorstellen, eine grosse Transaktion stehe in den nächsten zwei Jahren allerdings nicht auf der Prioritätenliste. Er kann sich etwa einen Vorstoss in das Segment Wohnungsbau vorstellen, wo Sika bisher kaum aktiv ist. "Da wollen wir in Zukunft mehr machen, denn da liegt grosses Potenzial."
cf/uh
(AWP)