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Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas, das aus dem Untergrund in Gebäude gelangen kann. Die Schweiz ist aus geologischen Gründen besonders von dieser Problematik betroffen.
Radon verursacht in der Schweiz etwa gleich viele Todesopfer wie der Strassenverkehr (200 bis 300 Todesfälle pro Jahr) und ist nach dem Rauchen die wichtigste Ursache für Lungenkrebs. Das Lungenkrebsrisiko ist umso grösser, je höher die Radonbelastung in der Atemluft ist und je länger man diese Luft einatmet. Zwischen der Belastung des Lungengewebes und dem Auftreten von Lungenkrebs können Jahre bis Jahrzehnte vergehen.
In der Schweiz leben ca. 8 Millionen Menschen, davon sterben rund 64'000 pro Jahr. 17'000 Personen sterben an den Folgen von Krebs. Lungenkrebs fordert etwa 3'200 Opfer pro Jahr. Davon sind 200 bis 300 den Folgen einer hohen Radonbelastung zuzuschreiben.
Das Strahlenschutzgesetz
Nach Art 164 im Strahlenschutzgesetz kann der Kanton von der Gebäudeeigentümerin oder vom Gebäudeeigentümer verlangen, dass in Räumen, in denen sich Personen regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag aufhalten, Radonmessungen durchgeführt werden. In Schulen und Kindergärten sind Radonmessungen durchzuführen.
Im Kanton Luzern ist die Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) für die Umsetzung der Radonvorschriften zuständig.