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Trotzdem kann der menschliche Körper Vitamine nicht selbst herstellen, die meisten von ihnen müssen mit der Nahrung zugeführt und über den Darm aufgenommen werden. Bei Patienten mit Darmerkrankungen kann die Verwertung von Vitaminen gestört sein und ein Mangel entstehen.
Vitamine im Darm: Manchmal braucht der Körper Hilfe
Die Hauptaufgabe des Magen-Darm-Traktes ist das Zerkleinern der Nahrung in winzige Partikel, die im Körper verwertet werden können. Bei einem gesunden Menschen, der sich ausgewogen ernährt und über eine gut aufgebaute Darmflora verfügt, ist ein Vitaminmangel selten. Anders sieht es aus, wenn jemand unter einer länger andauernden oder gar chronischen Darmerkrankung leidet – denn durch eine entzündete Darmschleimhaut wird die Vitaminaufnahme erschwert.
Im Normalfall werden viele Vitamine im Darm aus der Nahrung herausgefiltert. Diesen Vorgang nennt man Resorption. Ist der Ablauf gestört, dann kommt es zu Mangelerscheinungen. Doch nicht nur Darmerkrankungen, sondern auch eine einseitige Ernährung, bestimmte Medikamente wie Antibiotika oder der natürliche Alterungsprozess können die Aufnahme von Vitaminen wie Vitamin B12 stören. Dann ist es unter Umständen sinnvoll, über die Einnahme von speziellen Arznei- oder Nahrungsergänzungsmitteln nachzuhelfen. Informieren Sie sich hier über geeignete Präparate.
So erkennen Sie einen Vitaminmangel
Vitaminmangelzustände sind in frühem Stadium nur schwer zu erkennen. Denn Symptome wie
- Müdigkeit
- diffuser Haarausfall
- trockene Mundwinkel
- negative Stimmung oder
- Konzentrationsschwäche
können viele Ursachen haben und andere Diagnosen müssen erst einmal ausgeschlossen werden. Erst wenn sich der Vitaminmangel manifestiert, treten ganz charakteristische Symptome auf. Es kann zu Sehstörungen (Vitamin A), einer erhöhten Blutungsneigung (Vitamin K), zu Störungen des Knochenstoffwechsels (Vitamin D) oder zu Krämpfen und Sensibilisierungsstörungen (Vitamine der B-Gruppe) kommen.
Der Darm ist auch an der Produktion von Vitaminen beteiligt>
Unser Körper braucht Vitamine für seinen Stoffwechsel, die Verwertung von Kohlehydraten, Eiweiß und Mineralstoffen. Er nutzt sie unter anderem beim Zellaufbau und stärkt mit ihnen sein Immunsystem. Der Darm und die darin enthaltenen Mikroorganismen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verwertung und sogar beim Aufbau bestimmter Vitamine.
Schon gewusst?
Der Darm eines Erwachsenen ist etwa sechs Meter lang. In ihm leben bis zu 100 Billionen Mikroorganismen, die dafür sorgen, dass Vitamine und andere Nährstoffe dem Körper zugänglich werden und dahin gelangen, wo sie gebraucht werden.
Vitamine, die man einteilt in fett- und wasserlöslich, werden entweder direkt über die Nahrung aufgenommen und dann im Darm verarbeitet oder aber erst im Körper gebildet. Während die fettlöslichen Vitamine zum Beispiel in der Leber gespeichert werden, scheiden wir überflüssige wasserlösliche Vitamine über die Nieren und damit den Urin wieder aus.
Eine entzündete Darmschleimhaut erschwert die Aufnahme von Vitaminen
Bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung kann es sein, dass der Körper nicht genug Vitamine aufnimmt. Folgende Gründe sind dafür verantwortlich:
- Durchfall und Übelkeit nehmen den Appetit.
- Durch Durchfall und eine gestörte Darmtätigkeit verliert der Körper Vitamine und Mineralstoffe.
- Medikamente können die Aufnahme von Vitaminen oder auch ihre Verarbeitung verhindern.
- Nährstoffe können aufgrund der entzündeten Darmschleimhaut nicht richtig aufgenommen werden.
- Durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden bestimmte Nahrungsmittel gemieden.
Wenn Sie an einer chronischen Darmerkrankung leiden, dann sollte der Vitaminspiegel regelmäßig kontrolliert werden. Dies geschieht durch einen Bluttest, den der Arzt durchführt. Bei einem Mangel durch eine gestörte Vitaminaufnahme werden entsprechende Vitaminpräparate verordnet. Diese Mittel stehen in Tabletten-, Kapsel- oder Tropfenform zur Verfügung.