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Mit klaren Siegen im US-Bundesstaat New York haben die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump am Dienstag ihre Favoritenrolle auf die Präsidentschaftskandidatur für ihre Parteien bestätigt. Vor allem Trump schnitt besser ab als erwartet.
Der Immobilientycoon liegt bei den Republikanern nach Auszählung von rund 85 Prozent der Stimmen mit rund 60 Prozent vor seinen Konkurrenten John Kasich (25 Prozent) und Ted Cruz (15 Prozent). Nach ersten Berechnungen der US-Fernsehsender könnte Trump rund 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegiertenstimmen in New York abräumen.
Das würde seinen Vorsprung von bisher knapp 300 Delegierten vor Ted Cruz weiter deutlich ausbauen. Es ist aber nach wie vor keine Garantie dafür, dass der 69-Jährige nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht.
Diese Zahl bräuchte er, um auf dem Parteitag in Cleveland im Juli bereits im ersten Wahlgang die Kandidatur an sich reissen zu können. Experten gehen mehr und mehr davon aus, dass Trump nur dann Kandidat der Republikaner werden kann, wenn er im ersten Wahlgang gewinnt.
In weiteren Wahlgängen wären die Delegierten nicht mehr an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden und würden eher zu Cruz oder John Kasich tendieren. Trump hatte den Prozess wiederholt kritisiert.
Trump machte bei seiner Ansprache in seinem firmeneigenen Bürokomplex Trump Tower in Manhattan deutlich, dass er als Führender bei der Zahl der Delegierten die Nominierung auf dem Parteitag für sich beanspruchen wird. «Wir führen klar und es ist nicht möglich, uns einzuholen», sagte er. Sein Kontrahent Ted Cruz sei «mathematisch praktisch eliminiert».
Bei den Demokraten sicherte sich Hillary Clinton in New York, wo sie einst als Senatorin gewirkt hatte, einen klaren Sieg gegen ihren hartnäckigen Widersacher Bernie Sanders. Die frühere Aussenministerin erreichte rund 57 Prozent der Stimmen, Sanders 43 Prozent. «Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht», sagte Clinton nach ihrem Sieg.
Sanders, 74-jähriger Senator aus dem Bundesstaat Vermont, aber im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, hatte bis zuletzt grossen Zulauf im Wahlkampf erzielt und gehofft, Clinton schlagen zu können. Seine Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die erst spät zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen.
Aufgrund des Wahlsystems bei den Demokraten hat Sanders keine realistische Chance mehr, Clinton einzuholen. Die meisten sogenannten Superdelegierten, die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen, haben sich für Clinton ausgesprochen. (cma/sda/dpa/reu/afp)
Luxusreisen auf Staatskosten, Werbung für Privatgeschäfte, keine Trennung von Business und Politik: Donald Trump, seine Familie und Minister scheinen sich um Moral nicht zu scheren. Wer zockt wen ab? Der Überblick.
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