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Das Kätzchen
Plot
Eines Tages vermissten wir unser Kätzchen. Mit Hasenscharte, aber lieb und leicht durchgeknallt, wie wir. Wir vermissten es sehr. Ein paar Jahre später, ich lebte schon seit Jahren wieder alleine, besuchte ich im Dezember den Weihnachtsmarkt in Stuttgart. Einer dieser deutschen Weihnachtsmärkte wie man sich ihn vorstellt, voll mit Lebkuchen, Glühwein, Flammkuchen und tausenderlei anderer Freudsamkeiten.
Wie mir ein paar Krippenfiguren aussuchen will, spricht mich ein junges Mädchen an. Kurze schwarze, ein bisschen struppige Haare. Ich frage, wo ihre Eltern seien, und sie antwortet mir, ihre Mami sei beim Friseur, und sie habe nicht in diesem langweiligen Kabuff warten wollen. Rotzfrech, aber lieb.
Sie scheint aber zu frieren. Ich lade sie auf eine heisse Schokolade ein. Nach einigem Zögern kommt sie mit. Ich spinne ja: Ein Kind von der Strasse zu holen. Hat ihre Mutter ihr nicht beigebracht, ja nicht mit fremden Männern mit zu gehen?
Wir gehen ins nächstgelegene Café. Sie behauptet, mich zu kennen. Sie scheint mich wirklich zu kennen. Sie fragt mich, wo denn meine Freundin sei. Es entsteht ein sehr lieber Dialog, irgendwie sehr intim, fast wie mit einer alten Verwandten. Im inneren wehre ich mich dagegen, weil ich diese Nähe nicht annehmen kann. Wir reden, und die Zeit vergeht, und wie ich auf die antiquierte Uhr im Café schaue, sind drei Stunden vergangen. Dann nimmt das Gespräch eine sehr unerwartete Wendung. Ich bin völlig durcheinander.
Ich muss auf's Klo, froh um diese Auszeit, um wieder zu mir zu finden. .................