Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03220.jsonl.gz/1315

Postkartenset – Bleifarben
Set aus 7 Postkarten
– 6 verschiedene Aufstriche nach handgemachten Ausmalungen von Stefan Muntwyler
– Kremserweiss, Bleiweiss
– Bleizinngelb Typ II
– Mennige
– Neapelgelb zitron
– Chromgelb mittel SM
– Chromrot 203
– Vincent van Gogh, Weizenfeld mit Zypressen, 1889, National Gallery London
Das Element Blei ist ein Bestandteil vieler wichtiger Pigmente. Bleiweiss war seit der Antike das meistverwendete weisse Pigment und man findet es in unzähligen Gemälden entweder zur Darstellung weisser Objekte oder noch häufiger zum Aufhellen der anderen Farbtöne. Bleizinngelb war in der Renaissance und in der Barockzeit neben dem gelben Ocker als gelbes Pigment wichtig. Mennige wurde dagegen eher selten in der Renaissance als oranges Pigment eingesetzt.
Etliche Gemälde von Vincent van Gogh sind vom strahlenden Gelb dominiert, so seine Sonnenblumen oder seine Weizenfelder. Er war in das Pigment Chromgelb verliebt und wusste es meisterhaft einzusetzen. Chromgelb entspricht chemisch der Verbindung Blei(II)-chromat, welche einerseits giftig ist und andererseits nicht ganz stabil und lichtecht. Die letzte Tatsache ist der Grund dafür, dass van Goghs Bilder heute nicht mehr so intensiv strahlen, wie er sie in den 1880-er Jahren gemalt hatte.