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Natur als Vorbild
Spagyrik ist eine angewandte Naturphilosophie, die die Natur zum Vorbild hat. Die Evolution des ganzen Universums und all seiner noch so kleinen Teile ist im Grunde ein spagyrischer Prozess.
Spagyrik ist die pharmazeutische und therapeutische Umsetzung der Alchemie. Es existieren verschiedene Methoden zur Herstellung der Heilmittel. Spagyrische Pflanzenessenzen werden basierend auf alchemistischen Techniken wie Vergärung und Destillation hergestellt nach dem Spagyriker Dr. Carl-Friedrich Zimpel (1801 – 1879). Spagyrische Mineralessenzen werden durch ein anderes Verfahren nach Conrad Johann Glückselig (1864 – 1934) hergestellt. Der Ausgangsstoff wird dabei in einem Lösungsmittel mehrfach destilliert.
Gemäss der spagyrischen Theorie spiegeln sich im Menschen, in den Pflanzen und in den aus ihnen gewonnenen Essenzen drei philosophische Prinzipien: Sal, Sulfur und Mercurius. Die Phyto-Essenzen basierend auf der klassischen Phytotherapie entsprechen dem Sal-Prinzip und wirken auf der stofflichen Ebene. Die Aroma-Essenzen sind ätherische Öle, welche als "Seele der Pflanzen" betrachtet werden. Sie wirken auf der seelischen Ebene und entsprechen dem Sulfur-Prinzip. Die homöopahischen Essenzen werden dem Mercurius-Prinzip zugeordnet und wirken mehr energetisch als materiell und regen die Selbstheilungskräfte an.
Die Essenzen können als Einzelmittel angewendet oder in individuellen Mischungen kombiniert werden.