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Die Wirtschaftlichkeit der Berglandwirtschaft ist von besonderem Interesse, da die mit hohem Aufwand erbrachten multifunktionalen Leistungen mit einem vergleichsweise tiefen Einkommen entschädigt werden, obwohl namhafte Direktzahlungen ausgerichtet werden. Basierend auf Referenzbetrieben der Zentralen Auswertung (Jahre 2013–2014) werden zehn Betriebe typisiert und die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Produktionsrichtungen analysiert. Unter den Milchproduktionsbetrieben sind sehr intensive, aber auch grossflächig extensive sowie solche mit einer Produktion nach Bio-Richtlinien oder mit Spezialitäten wie Ziegenmilch erfolgreicher als Durchschnittsbetriebe nach ÖLN-Standard. Kälbermastbetriebe schneiden im Vergleich zu Mutterkuhhaltungsbetrieben hinsichtlich Arbeitsverwertung deutlich schlechter ab. Die untersuchten Betriebstypen mit Mutterkuhhaltung sind wirtschaftlich den Milchproduktionsbetrieben unterlegen und entsprechend auf Nebenerwerbsquellen angewiesen. Aufgrund der vorliegenden Betriebsanalyse ergeben sich drei wirtschaftlich erfolgreiche Produktionsstrategien, deren gesellschaftliche Akzeptanz am ehesten gegeben ist: Die flächenextensive Milchproduktion, die nachfrageorientierte Qualitäts- und Nischenproduktion sowie die grossflächige Extensivierung (Weidefleischproduktion).
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.