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Dieses Mal war es anders. Die Schmerzen im Lendenwirbelbereich hatten über Nacht zugenommen und strahlten ins rechte Bein aus – eine Diskushernie.
Bereits seit Jahren litt ich immer wieder unter Rückenschmerzen. An die typischen Nackenschmerzen vom langen Sitzen im Büro und von der Arbeit am Computer hatte ich mich bereits gewöhnt. Schwieriger waren die in regelmässigen Abständen wiederkehrenden leicht brennenden Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Bislang waren diese immer wieder verschwunden, doch dieses Mal wusste ich, dass es anders war. Bei einer Drehbewegung des Oberkörpers fühlte ich einen stechenden Schmerz im Lendenwirbelbereich, der nicht mehr abklingen wollte. Über Nacht intensivierten sich die Schmerzen und strahlten ins rechte Bein aus. Ich fühlte mich am darauffolgenden Morgen ziemlich wackelig auf den Beinen, denn das rechte Bein konnte ich nicht mehr richtig belasten und die Kreuzschmerzen waren immens. Der Hausarzt bestätigte meinen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall und überwies mich für ein MRI an ein Radiologie-Institut der Privatklinikgruppe Hirslanden.
Auf dem MRI waren die weichen Strukturen, die Nervenwurzel und der ausgelaufene Gallertkern sichtbar. Es zeigte einen seitlichen Bandscheibenvorfall zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel, der nach oben auf die Nervenwurzel drückte. Dieser Druck löste sowohl die Schmerzen als auch die Ausstrahlung ins rechte Bein aus.
Bevor ich eine Operation ins Auge fasste, wollte ich sämtliche konservativen Therapien ausschöpfen. Leider waren die Schmerztherapie und die Physiotherapie nicht ausreichend, um mich von den Schmerzen und dem Kraftverlust im rechten Bein zu befreien, weshalb mich der Hausarzt beim Wirbelsäulenspezialisten anmeldete. Dieser bestätigte, dass ein operativer Eingriff notwendig sei, da der ausgelaufene Gallertkern weiterhin auf die Nervenwurzel drücke und sich nicht zurückgebildet habe.
Innert kürzester Zeit konnte ich in die Klinik eintreten. Nach ein paar vorbereitenden Untersuchungen erfolgte die Operation. Da der Bandscheibenvorfall seitlich aufgetreten war und nicht im Bereich des zentralen Spinalkanals, wählte der Wirbelsäulenchirurg einen seitlichen, mikrochirurgischen Zugang anstelle der offenen Operation. Über einen zirka sechs Millimeter kleinen Schnitt und unter Röntgenkontrolle führte er ein feines Instrument ein – eine Art Zange –, mit welchem er das ausgelaufene Bandscheibenmaterial entfernte. Dieser endoskopische, mikrochirurgische Eingriff erfolgte am Morgen unter Vollnarkose.
Ich war erstaunt, dass ich bereits am Abend mit Unterstützung einer Pflegefachfrau einige Schritte gehen durfte. Am nächsten Tag zeigte mir eine Physiotherapeutin die richtigen Bewegungsabläufe für das Aufstehen und Hinlegen sowie ein paar einfache Rückenübungen. Am dritten Tag durfte ich die Klinik bereits verlassen. Ich sollte mich noch schonen, nicht zu lange sitzen und keine schweren Gegenstände heben sowie die Übungen aus der Physiotherapie auch zu Hause durchführen. Zusätzlich verschrieb mir der Wirbelsäulenspezialist eine ambulante physiotherapeutische Nachbehandlung, mit der ich kurz danach beginnen konnte. Meine Arbeitskollegen waren froh, dass ich schon eine Woche nach dem Eingriff wieder im Büro erschien. Heute, vier Wochen nach dem Vorfall, bin ich völlig beschwerdefrei. Damit das so bleibt, gehe ich nun regelmässig ins Rückentraining.
Dieser Bericht hat illustrativen Charakter. Er basiert auf medizinischen Fakten und dient der Patientenaufklärung. Die dargestellten Personen sind frei erfunden.