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Kleinbäuer*innen leiden unter klimatischen Auswirkungen
Der Klimawandel verursacht enorme Veränderungen im Wettermuster. Die Auswirkungen treffen diejenigen am stärksten, die am wenigsten dafür verantwortlich sind (Frank und Buckley 2012: 6). Kleinbäuer*innen im Globalen Süden leiden unter diesen Auswirkungen: Die veränderten Wettermuster führen zu Dürren, Überschwemmungen, veränderten oder ausfallenden Reife- und Erntemuster, neuen Schädlingen, Unkraut und Krankheiten. Dies betrifft nicht nur die Kleinbäuer*innen, sondern oft die nationale Wirtschaft, da diese in vielen Ländern des globalen Südens auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft basiert. In Afrika sind zudem 60% der Arbeitsplätze und 60% der Exporteinnahmen von der Landwirtschaft abhängig (Borsky und Spata 2016: 3).
Klimabedingte Schädlinge befallen oft Pflanzen und zerstören gesamte Ernten, wie beispielsweise bei Kaffeeplantagen. Sind die Pflanzen beschädigt, gibt es für die Kleinbäuer*innen weniger Ertrag (yocafe.ch und Max Havelaar). Nicht nur die Produktion für den Markt, sondern auch die Subsistenzwirtschaft ist stark gefährdet. Reis, der in Benin (Westafrika) ein Hauptnahrungsmittel ist, wird immer mehr zur Mangelware. Grund dafür sind Ernteausfälle durch extreme Wetterereignisse (Brücke–Le Pont).
Der Klimakrise liegt ein Wirtschaftsmodell mit erheblichem Machtungleichgewicht zugrunde. Dieses Ungleichgewicht verursacht Abhängigkeiten und hat zur Folge, dass Kleinbäuer*innen unverhältnismässig anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels sind. Da Kleinbäuer*innen oft nur über geringfügige finanzielle Mittel verfügen, ist es für diese eine Herausforderung, sich an die veränderten Wettermuster anzupassen. Gewisse Veränderungen sind sich Landwirt*innen zwar gewohnt, doch die bisherigen Bewältigungsstrategien können den derzeitigen Schwankungen nicht standhalten (Frank und Buckley 2012: 6).
Ungerecht sind die derzeitigen Auswirkungen auch, da die kleinbäuerliche Anbauweise zum Klimaschutz beitragen kann, da diese Anbauweise im Vergleich zu grossflächiger, industrieller Produktion viel weniger Emissionen verursacht und zum Erhalt der natürlichen Ressourcen beiträgt.
Die durch Ernteausfälle entstehende Aussichtslosigkeit führt unter anderem zu Arbeitsmigration, weg von ruralen und landwirtschaftlichen Regionen in weit entfernte Städte – auf der Suche nach neuen Einkommensquellen. Nicht selten werden dabei Familien getrennt (Fastenopfer).
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Quellen:
Jessica Frank und Chris Penrose Buckley 2012: Small-Scale Farmers and Climate Change. How can Farmer Organisations and Fairtrade build the Adaptive Capacity of Smallholders? Sustainable Markets.
Stefan Borsky und Martina Spata 2016: The Impact of Fair Trade on the Adaptive capacity of Artisans and Smallholder Farmers.