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Medientext
Infobeschaffung
Es ist zwar die Aufgabe des Medienverantwortlichen, den Artikel zu verfassen, doch entscheidet schlussendlich immer die jeweilige Redaktion, ob der Artikel publiziert wird. Durchschnittliches bringt weder Auflage noch Quote. Erfolge und überdurchschnittliche Leistungen hingegen sehr wohl. Deshalb hat die Medienforschung unter rein inhaltlichen Gesichtspunkten verschiedene Ansätze entwickelt, die dazu dienen, vermehrte Medienpräsenz zu erreichen:
- Prominenz
- Fortschritt
- Human Interest
- Dramatik
- Konflikt
- Kuriosität
- Beziehungen
Grundsätzlich ist es die Neuigkeit, die als Anreiz für die Medien dient.
Medientext
Einen Medientext zu verfassen, muss gelernt sein. Folgende Punkte beinhalten grobe Grundzüge des Aufbaus und Inhalts eines Medientextes. Beachten Sie auch die Besonderheiten eines Matchberichtes: Muster.
Aufbau eines Medientextes
Der Leser hat ein Anrecht darauf, informiert zu werden. Artikel sind nie Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Denken Sie beim Verfassen des Textes daran. Wählen Sie eine neutrale, klare Sprache. Machen Sie keine langen, komplizierten Sätze. Verzichten Sie auf Fremdwörter. Betrachten Sie die folgenden acht W als Leitfaden für den Inhalt. Achten Sie darauf, dass möglichst kein W in Ihrem Artikel unbeantwortet bleibt:
- Wer:
Wer organisiert, wer nimmt teil?
- Was:
Was ist passiert? Thema?
- Wo:
Wo findet es statt?
- Wann:
Wann findet es statt?
- Wie:
Wie wird es dargeboten?
- Warum:
Warum findet es statt?
- Wofür:
Wofür findet es statt? Benefizveranstaltung? Sponsorenlauf?
- Wieviel:
Wieviel ist zu verdienen, hat man gewonnen?
Merken Sie sich auch folgende Journalistenregel:
Wichtiges gehört an den Anfang. Oft liest der Leser nicht den ganzen Artikel, sondern nur den Anfang oder die Hälfte. Achten Sie deshalb darauf, dass der Name des Clubs und die Art des Anlasses bereits im Lead vorkommen. Grundsätzlich hängt der Aufbau vom gewählten Medienmittel ab. Ein Radiotext zum Beispiel muss sich der gesprochenen Sprachen anpassen. Die Sätze sind somit kürzer und einfacher als die Sätze eines Zeitungsartikels.
Titel
Der Titel muss griffig und verständlich sein. Er soll keine Rätsel aufgeben, sondern das Interesse zum Weiterlesen wecken. Einige wichtige Hauptkriterien für einen guten Titel:
- Interesse wecken.
- Mit einem Blick erfassbar.
- Dem Artikel angepasst (kein Boulevardtitel über einen Fachartikel).
- Phantasievoll, aber nicht phantastisch.
- Tunworte (Verben) den Dingworten (Substantive) vorziehen.
Lead/Teaser
Der Vorspann zu einem Text kann ein Lead sein, der die Leserschaft in den Text führt oder diesen prägnant zusammenfasst (für die immer zahlreicheren Schnell-LeserInnen). Er kann auch eine Art Teaser sein, der Leseanreize schafft. Das heisst, er verrät etwas vom Artikel, verweist dann aber auch auf spannende Stellen im Text.
Textinhalt /-aufbau
Mit zunehmender Textlänge steigen immer mehr Leser aus. Wer den wichtigsten Teil seiner Botschaft für den Schluss des Textes aufspart erreicht damit oft nur noch die Fachkreise oder Hardcore Fans. Das Wesentliche gehört deshalb an den Anfang. Am Schluss platzieren wir Informationen, welche die besonders Interessierten ansprechen. Empfohlen ist, diese mit einem gut getexteten Zwischentitel anzupreisen, das leitet oft auch jene um, die eigentlich schon aussteigen wollen, aber eben auf noch etwas offenbar Wichtiges aufmerksam gemacht werden.
Wer als Verfasser eines Artikels genau weiss, was er schreiben will, wird seine Botschaft mit Sicherheit in gewünschter Form und Verständlichkeit an den Leser bringen. Folgende Punkte müssen dabei unbedingt beachtet werden:
- Wahrheit ist wichtig.
- Kein Vertuschen oder Entstellen.
- Halten Sie sich das Zielpublikum immer vor Augen.
- Neues statt Altes.
- Namen sind Nachrichten. Nennen Sie Menschen und Dinge beim Namen.
- Sagen Sie Kompliziertes einfach.
- Vorsicht mit Fach- und Fremdwörtern.
- Superlative sind verdächtig. Übertreiben Sie nicht.
Fairplay und Respect – die FIFA- und UEFA-Slogans gelten nicht bloss auf dem Feld, sondern auch ausserhalb. Wenn Sie jemanden kritisieren, lassen Sie diese Person oder Institution auch zu Wort kommen und sich erklären.
Tipp: Verfassen Sie Ihren Text so, wie Sie jemanden antworten, der Sie fragt, wie das Spiel oder die Versammlung verlaufen ist. (Dann starten Sie fast automatisch mit dem Wichtigsten.)
Bilder
Am besten eignen sich Bilder in digitaler Form mit hoher Auflösung. Diese können Sie einfach per Mail verschicken. Schreiben Sie zu jedem Bild eine Bildlegende, aus der hervorgeht, wer auf dem Foto abgebildet ist und in welchem Zusammenhang das Bild entstanden ist. Wichtig: Geben Sie immer Vor- und Nachname der abgebildeten Personen an.
Zielpublikum
Halten Sie sich das Zielpublikum immer vor Augen. Es ist ein grosser Unterschied, ob Sie Ihren Artikel für das Clubheft, für die Lokalzeitung oder für ein Fachblatt schreiben. Stellen Sie sich deshalb vor dem Schreiben eines Artikels die Leserin oder den Leser vor. Denken Sie auf keinen Fall, dass der Artikel ausschliesslich dem Clubpräsidenten oder dem Partner/Sponsor gefallen soll.