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Die Freiburger Historikerin Silvia Arlettaz von der Universität Freiburg beschäftigt sich in einem Vortrag morgen Abend im Museum Murten mit den Grundlagen der schweizerischen Einwanderungs- und Integrationspolitik. Sie geht davon aus, dass diese ein «Erbe des Ersten Weltkrieges» sei, so auch der Titel des Vortrags. Ausgangspunkt der Überlegungen ist das Jahr 1880: Aus einem Land, dem ein bedeutender Teil der Bevölkerung den Rücken kehrte, wurde ein Einwanderungsland. Von etwa 7 Prozent stieg der Ausländeranteil bis 1914 auf rund 15 Prozent. 1931 wurde ein erstes Gesetz erlassen, das den Aufenthalt und vor allem die Niederlassung der Ausländer regelte. Auf diesem Gesetz basierte die Einwanderungsgesetzgebung der folgenden Jahrzehnte bis hin zu einer ganzen Reihe von «Überfremdungs»-Initiativen. fca
Museum Murten.Do., 15. Oktober, 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, der Vortrag wird auf Französisch gehalten.