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BeschreibungAusgangpunkt unseres multimethodisch angelegten Forschungsprojektes bildete die «Interkulturellen Öffnung der Verwaltung». Dabei stellten sich uns folgende Fragen: Wie geht die öffentliche Verwaltung mit einer von ihr als vielfältig diskursivierten Bevölkerung um? Welche Verwaltungsdiskurse können hierzu rekonstruiert werden? Welche ethnisierenden Differenzierungen werden durch alltäglich-konkretes Verwaltungshandeln produziert oder auch im Sinne eines (un)doing ethnicity aktiv zurückgewiesen und negiert? Mittels einer Diskursanalyse rekonstruierten wir in einer ersten Forschungsphase den Verwaltungsdiskurs zur Interkulturellen Öffnung. Unsere Analyse zeigte, dass die interkulturelle Öffnung im Zeichen einer modernen Verwaltungsführung (NPM) einem pragmatischen Effizienzdenken und einer unternehmerischen Logik folgt, um letztlich den Umgang mit einer ausländischen Kundschaft effektiver und effizienter zu gestalten. Dabei nimmt sich die Verwaltung selber als kundenorientierte Dienstleistungsverwaltung wahr und blendet jene Verwaltungsbereiche aus, die mittels hoheitsstaatlicher Mandate legitimiert sind, in die Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern einzugreifen. Diese sogenannte Eingriffsverwaltung wurde in einer zweiten Forschungsphase anhand von zwei exemplarischen Organisationen untersucht in einer Organisation der Kinder- und Jugendhilfe und einer mittelstädtischen Polizeieinheit. Die beiden ethnografischen Fallstudien zeigten, dass ethnische Differenzierungen situativ vorgenommen werden (können), jeweils eng verschränkt mit feldspezifischen Unterscheidungen von Adressat/innen und daher in ihrem Vollzug wie auch hinsichtlich der inhaltlich-kategorialen Ausgestaltung vielfältig sind.
Finanziert durchSchweizerischer Nationalfonds (SNF)