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Von 2009 bis 2015 war Florian Helgath Dirigent des Dänischen Rundfunkchors. Er war 2008 bis 2016 Künstlerischer Leiter des Via Nova Chors München und dirigierte zahlreiche hochgelobte Uraufführungen.
Er ist seit 2011 Künstlerischer Leiter von ChorWerk Ruhr. Mit diesem Ensemble erarbeitet er auf höchstem Niveau Chormusik aller Epochen, sowohl mit A-cappella Musik als auch im chorsinfonischen Bereich. Florian Helgath ist regelmässig zu Gast beim SWR Vokalensemble, RIAS Kammerchor, MDR Rundfunkchor, Chor des Bayerischen Rundfunks und Chœur de Radio France und arbeitet mit Orchestern wie dem Münchener Rundfunkorchester, den Bochumer Symphonikern, Danish Chamber Orchestra, Münchner Symphoniker, Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln und Ensemble Resonanz zusammen. Konzerte führten ihn in die großen Konzerthäuser und zu den Berliner Festspielen, Audi Sommerkonzerten, Eclat Festival Stuttgart, Thüringer Bachwochen und insbesondere zur Ruhrtriennale mit zeitgenössischen Musiktheaterproduktionen und verschiedensten Projekten.
Einstudierungen und Assistenzen übernahm er für Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Rafael Frühbeck de Burgos und Christian Thielemann.
Erste musikalische Erfahrungen sammelte Florian Helgath in seiner Heimatstadt bei den Regensburger Domspatzen. Später studierte er an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Michael Gläser, Stefan Parkman und Dan Olof Stenlund, die ihn in seiner Entwicklung als Dirigent entscheidend prägten.
Internationale Erfolge erzielte er als Finalist und Preisträger bei Wettbewerben wie dem Eric Ericson Award 2006 in Schweden sowie bei der International Competition for Young Choral Conductors 2007 in Budapest.
Die Zürcher Sing-Akademie entstand 2011 als professioneller Konzertchor und Partner des Tonhalle-Orchester Zürich. Inzwischen blickt der Chor auf sechs erfolgreiche Saisons zurück. Konzerttourneen führten ihn nach Deutschland (2012), Israel (2014), Italien, in die Niederlande (2015) und nach Libanon (2017). Der feste Kernchor in Kammerchorstärke bietet Möglichkeiten, die Zusammensetzung des Chors ohne Identitätsverlust den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen.
Künstlerischer Leiter der Zürcher Sing-Akademie ist der deutsche Dirigent Florian Helgath.
Als sinfonischer Chor hat die Zürcher Sing-Akademie, ausser mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, auch mit vielen anderen Orchestern aus der Schweiz und dem Ausland zusammengearbeitet unter Dirigenten wie Giovanni Antonini, Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Lionel Bringuier, Frans Brüggen, Charles Dutoit, Neeme Järvi, René Jacobs, Bernhard Haitink, Pablo Heras-Casado, Ton Koopman, Krzysztof Penderecki, Donald Runnicles und David Zinman. Eine besondere Sparte bilden die Barockorchester, so Orchestra La Scintilla an der Oper Zürich und Tafelmusik Baroque Orchestra (Kanada).
2014 war die Zürcher Sing-Akademie mit dem Zürcher Kammerorchester unter der Leitung von Sir Roger Norrington bei den BBC Promenade Concerts in London zu Gast für eine vielgelobte Aufführung von Bachs Johannespassion.
In der Saison 2017/18 arbeitet die Sing-Akademie erstmals mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs, dem Luzerner Sinfonieorchester unter James Gaffigan und der Hofkapelle München unter der Leitung von Florian Helgath zusammen. Tourneen führen den Chor nach Asien und in diverse Hauptstädte Europas.
Die Sing-Akademie organisiert Stimmbildungswochen mit herausragenden Gesangspädagog(inn)en und entwickelt auch Aktivitäten für und mit Laien und semiprofessionellen Sänger(inne)n.
Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das
klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der
Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik. Bemerkenswert sind die
spannenden Kombinationen mit anderen Bereichen wie Tanz, Volksmusik und
Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO.
Es kamen zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zustande wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhardt, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Neben Konzerten mit renommierten Solist_innen wie Patricia Kopatchinskaja, Thomas und Patrick Demenga, Mirijam Contzen oder Julia Schröder ist die Zusammenarbeit mit jungen Talenten dem BKO ein wichtiges Anliegen. Mit der Hochschule der Künste Bern als Partner werden gezielt junge Künstler_innen gefördert. Das Berner Kammerorchester ist ein gern gesehener Gast bei verschiedenen Festivals und ist mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent.
Das Berner Kammerorchester wird von der Stadt Bern, von der Burgergemeinde Bern, vom Kanton Bern und von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern.
Anton Bruckner
Aequale Nr. 1
Adolf Brunner
Der Mensch - Motette zu den Worten
Adolf Brunner
Die Versuchung Jesu
Anton Bruckner
Aequale Nr. 2
Walter Furrer
Drei religiöse Chöre aus Faust I für gemischten Chor
Anton Bruckner
Messe in e-Moll für Chor und Orchester
Das Programm umfasst zwei Elemente: einen ersten Teil mit Werken bedeutender Schweizer Komponisten aus dem vorigen Jahrhundert, und einen zweiten Teil mit Anton Bruckners Messe Nr. 2 in e-Moll für gemischten Chor und Bläser. Die Zürcher Sing-Akademie und das Berner Kammerorchester stehen unter der Leitung von Florian Helgath.
TEIL I
Schweizer Kompositionen für Chor a cappella
Walter Furrer (1902-1978)
- Drei religiöse Chöre aus Faust I (Goethe)
Walter Furrer wuchs in Bern auf und studierte u.a. an der Ecole normale de musique in Paris bei Nadja Boulanger Kontrapunkt. Nach der Ausbildung nahm er ein Engagement als Korrepetitor und Chorleiter am Landestheater Gotha an, wo bereits erste Kompositionen entstanden. Wie viele andere Schweizer Künstler verliess auch Walter Furrer Deutschland und fand am Stadttheater Bern eine Stelle als Chorleiter und Kapellmeister, die er 25 Jahre innehatte. Im April 1957 wechselte Walter Furrer zu Studio Radio Bern, wo er zehn Jahre vollamtlich arbeitete.
Adolf Brunner (1901-1992)
- Der Mensch
- Die Versuchung Jesu
Adolf Brunner studerte in Zürich und Berlin Komposition und arbeitete bei dem Schweizerischen Rundfunk und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Er beschäftigte sich unter anderem mit Neuerungen in der protestantischen Kirchenmusik und mit Philosophie.
TEIL II
Anton Bruckner (1824-1896)
- Messe in e-Moll für gemischten Chor und Bläser
Die e-moll-Messe fusst stark auf altkirchlicher Musiktradition. Die Thematik beruht auf den Intonationen des Gregorianischen Gesangs, die häufige Verwendung der Kirchentonarten, ostinater Bässe zeigt deutlich die starken Bindungen zur Liturgie.