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Die erste Kirche dürfte im 11. Jahrhundert als romanische Basilika mit einer Apsis im Osten entstanden sein. Wie alle alten Kirchen wurde sie in einer ungefähren Ost-West-Achse erbaut.
Die erste Kirche wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts zerstört. Beim Wiederaufbau ersetzte man die halbrunde Apsis durch einen rechteckigen Chor. Schiff- und Chorwände wurden mit Fresken ausgemalt.
Auf diese Weise wurde den des Lesens unkundigen Menschen die Bibel und deren wichtigste Geschichten nahegebracht.
Nach der Reformation von 1529 wurden die Fresken übertüncht.
Unwissentlich wurde ein grosser Teil davon zerstört, als man 1619 die Südwand abbrach und drei Meter südlicher wieder aufbaute. Im gleichen Jahr wurde auch die Empore eingebaut.
1686 ereilte die Bilder der Ostwand das gleiche Schicksal, als diese, um mehr Raum zu gewinnen, abgebrochen und weiter östlich wieder aufgeführt wurde.
1936 wurden anlässlich einer grossen Innenrenovation die Fresken wieder freigelegt und soweit wie möglich restauriert.
1996 befreite man die Fresken bei einer „sanften“ Innenrenovation vom Staub, sodass die Farben ihre alte Leuchtkraft wieder erlangt haben.
Der noch erhaltene Bilderzyklus baut sich folgendermassen auf:
Nachfolgend sehen Sie eine Darstellung der Anordnung der Wandbilder und ihrer Themen:
Die Fresken sind unterteilt in (Links):
> Empore Nordwand (NW)
⇒ 1-Joachims Opfer
[Durch Türeinbruch zerstört:
2-Joachim und Anna an der goldenen Pforte oder Geburt Marias?]
⇒ 3-Verkündigung an Maria
⇒ Christophoros
⇒ 4-Begegnung von Maria mit Elisabet
⇒ 5-Geburt Christi
Hier bricht dieser Zyklus ab!
Es folgten wahrscheinlich weitere Darstellungen der Kindheitsgeschichte im Chor oder an der Südwand des Schiffs.
[Anmerkung:
Weitere Kindheitsgeschichten Jesu:
– Die Darstellung im Tempel
– Die Weisen aus dem Morgenland
– Die Flucht nach Aegypten
– Der zwölfjährige Jesus im Tempel]
Am Anfang jeder Freskenseite gibt es eine kurze Beschreibung* des jeweiligen Freskos. Danach folgt eine Fotografie desselben.
Mit Ausnahme der Geschichten über Joachim und Christophoros befindet sich unterhalb der Bilder jeweils ein Bibeltext aus der ⇒ Zürcher Bibel, der zur Darstellung des neutestamentlichen Geschehens an den Wänden passt.
Aus*:
„Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft/Band II/Der Bezirk Liestal“, verfasst von Hans-Rudolf Heyer, Birkhäuser Verlag Basel, 1974, Seiten 408-416
Quelle:
Einer der drei Ordner, die normalerweise auf der hintersten Bank der Kirche St. Blasius aufliegen