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Das Terroir
Die Böden von Malessert bestehen aus Lockergestein, das hautpsächlich aus Gletscherablagerungen stammt, die sich im Anschluss an die letzte Eiszeit gebildet haben.
Die Geschichte des Schlosses
Das Château de Malessert ist eines der ältesten Weingüter des Weinbaugebiets La Côte. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 996 zurück. In den 15 ha grossen Weinbergen des Château Malessert werden ausschliesslich weisse Rebsorten angebaut, meist handelt es sich um Chasselas. Die Parzellen tragen die Appellation Féchy.
Den ersten Grand Cru de Malessert 2020 haben zahlreiche Sonnenstunden äusserst positiv geprägt. Das Terroir entstammt einer Grundmoräne. Dieser Umstand verleiht dem Wein seine wundervolle Komplexität. In der Nase präsentiert er sich aromatisch und duftet nach frischen Früchten aus dem Garten. Der Wein ist vollmundig und körperreich, die Säure im Abgang schenkt Frische und Ausgewogenheit.
Die Böden von Malessert bestehen aus Lockergestein, das hautpsächlich aus Gletscherablagerungen stammt, die sich im Anschluss an die letzte Eiszeit gebildet haben.
Die Geschichte des Schlosses
Im Jahr 996 schenkte Priester Marin den eingefriedeten Weinberg Clos de Bougel, später als Malessert bekannt, an die Abtei von Cluny. Zu jener Zeit wurde diese vom nach seinem Tod heiliggesprochenen Abt Odilon geleitet, der gleichzeitig auch dem in der Region ansässigen Kloster Romainmôtier vorstand. Die Schenkung diente « dem Seelenheil des Landesfürsten Almaric, Graf von Nyon » und der Erlangung der Gunst König Rudolfs III. Die Urkunde über die Eintragung wurde von König Rudolf III. von Burgund-Transjuranien 1002 in Eysins unterzeichnet. Malessert (Etymologie: « mal essert » schlecht gerodet) Wie alle kirchlichen Güter wurde das Anwesen 1536 von den Exzellenzen aus Bern eingezogen und verwaltet. Jean-François Naegeli, der Eroberer des Waadtlandes, wurde dessen Eigentümer. Der in Aigle geborene Schultheiss hatte siebzehn Kinder aus zwei ehelichen Verbindungen. Eine seiner Töchter namens Magdeleine erhielt Malessert als Mitgift anlässlich ihrer Eheschliessung mit dem Berner Schultheiss Hans Steiger. Der gut aussehende und hoch angesehene Mann verstarb jedoch banalerweise aufgrund eines Sturzes von seinem Ross. Daraufhin ehelichte seine Witwe dessen Mitbruder Hans Franz von Wattenwyl, der später den französischen Namen Jean de Watteville trug. So gelangte Malessert in den Besitz dieser Grossfamilie und verblieb dort bis 1807. Zehn Generationen in 225 Jahren!
Den Besitz in seiner heutigen Form haben wir Jean-David de Watteville de Malessert (1740-1804) zu verdanken. Er lebte während des Jahres vor Ort und betrieb den Weinanbau selbst. Aus dem befestigen Landsitz von einst mit mittig platziertem Türmchen und Mauern machte er das Patrizierhaus, wie wir es heute kennen. Er liess Gärten nach französischem Vorbild entwerfen, schuf wunderschöne symmetrisch angelegte Alleen und ganze Reihen seltener Baumarten sowie Rotunden und Treppenaufgänge. Auffallend und auch in einer Skizze aus dem Jahr 1772 ersichtlich ist, dass keine der baulichen Massnahmen zu Lasten der Rebanlagen erfolgte: Sie wurden nördlich der Route de L'Etraz zusammengelegt, während Wiesen, Felder und Gärten ihren Platz im südlichen Teil fanden.
Malessert war eine sogenannte Seigneurie, hier übte der Seigneur bzw. Herr die Gerichtsbarkeit über sein Lehen aus. Die angesehene Position war jedoch kein Allheilmittel, das alle Risiken abzuwenden vermochte. Aus finanziellen Gründen mussten die Nachkommen von Jean-David de Watteville sich 1807 für damals 87 000 Franken von ihrem Besitz trennen und diesen Paul de Coulon-Nicola aus Neuchâtel übergeben. 1872 verkaufte auch die Familie Coulon das Anwesen dem Waadtländer Edouard Frossard de Saugy, wobei der Preis sich diesmal auf 375 000 Franken belief. Hier ist anzumerken, dass Edouards Vater Alexandre Frossard de Saugy zu jener Zeit Besitzer der Domaine Vinzel war, bevor diese aufgeteilt wurde. Jules und Alexandre de Saugy waren Edouards Söhne und traten in Malessert dessen Nachfolge an.
Das Château de Malessert ist ein Juwel der Schweizer Heimatgeschichte und Geburtsort einer Reihe der besten Schweizer Weine. Auch einer der seltenen, erst 2011 als «1er Grand Cru» ins Kataster aufgenommenen Spitzenweine der Lage Féchy ist hier zuhause. Was macht dieses Prädikat so wertvoll? Geschichte, Renommee, Einzigartigkeit des Terroirs (absolut sonnigste Lage im Weinbaugebiet La Côte), Traubenlese von Hand, konstante Qualität und Lagerfähigkeit. Zwei Hektar auf kalkhaltigem Boden von mittelschwerer Beschaffenheit mit Guyot-Erziehung und klassischer Weinbereitung bei kontrollierten Temperaturen. Charakteristische Degustationsmerkmale: aromatisches Bouquet, das blumige, fruchtige und mineralische Noten entfaltet. Ein kräftiger, voluminöser Wein mit schöner Ausgewogenheit. Ein Klassiker!
Im Juni 2020 übertrugen die Erben der Familie Saugy die Domaine den Sothers. Anliegen der Familie Sother ist es, diesem herrlichen, kulturell und weinbaulich bedeutenden Besitz unter Berücksichtigung der eigenen Elsässer Wurzeln und der Genusstradition eine neue Dynamik zu verleihen. Worum geht es? Wir sprechen hier von einem 15 Hektar umfassenden Weinberg an den Hängen über den Ufern des Genfer Sees. Die Höhenlage variiert zwischen 410 bis 490 Metern. Die Rebanlagen sind komplett nach Süden ausgerichtet. Der steinige Boden aus Überresten einer Gletschermoräne eignet sich hervorragend für den Anbau von Chasselas. Diese Rebsorte ist tatsächlich die Alleinherrscherin über diese legendäre Domaine. Das Château de Malessert erzeugt zwei Weine: einen Grand Cru und einen 1er (Premier) Grand Cru, die beide die Herkunftsbezeichung La Côte Féchy tragen.
Kommen Sie doch einmal bei uns vorbei. Wir erzählen Ihnen gerne über unsere Projekte und Weine.8 / 5000 Translation results Buchen