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Bei der Babesiose handelt es sich um eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Schildzecken übertragen wird.
Erreger
In Europa haben wir es mit über 100 Babesia-Arten zu tun.
Es sind nur wenige Fälle von Übertragung der Babesien auf den Menschen bekannt.
Verbreitung
Die Erreger sind in Nord- und Mitteleuropa (Belgien, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Südösterreich, Norditalien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, Ukraine), in Südeuropa (Spanien, Portugal, Süditalien und Griechenland) sowie in den Tropen und Subtropen verbreitet.
Übertragung
Die Zecke beisst sich am Wirtstier fest und muss mindestens 12-72 Stunden bleiben, damit eine Infektion stattfinden kann. Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, auch Inkubationszeit genannt, ist variabel. Meist beträgt sie jedoch zwischen 10 und 21 Tagen.
Symptome
Wie äussert sich die Krankheit?
Die Babesiose kennt verschiedene Verlaufsformen. Am häufigsten tritt die akute Form mit Fieber, Teilnahmslosigkeit, Blutarmut, Gelbsucht und braun gefärbtem Urin auf. Zudem können sich Blutungen in Haut und Schleimhäuten oder ein akutes Nierenversagen entwickeln. Bei chronischen Verlaufsformen zeigen die Tiere über Monate wiederkehrendes Fieber, Trägheit, Gewichtsverlust und Blutarmut.
Diagnostik
Wie können wir die Krankheit feststellen?
Im Vorbericht erfahren wir, dass das betroffene Tier einen Zeckenbefall hatte. Zusammen mit den oben genannten Symptomen haben wir den Verdacht, dass es sich um eine Babesiose handeln könnte.
Die Erreger selbst können direkt im Blut nachgewiesen werden.
Die Reaktion des Körpers auf den Parasiten, die Bildung von Antikörper gegen Babesien können frühestens 10 bis 14 Tage nach erfolgter Infektion nachgewiesen werden, weshalb bei akuten Verlaufsformen oft noch keine Antikörper vorliegen.
Therapie
Die Therapie besteht aus einem antiparasitären Medikament und je nach Bedarf einer unterstützenden, symptomatischen Therapie.
Hunde können Babesien ohne Therapie nicht vollständig eliminieren. Tiere, die sich erholen, bleiben chronische Ausscheider und somit eine Ansteckungsquelle für andere Tiere.
Prophylaxe
Als Prophylaxe gelten jegliche Zeckenschutzpräparate wie Halsbänder oder Aufträufelprodukte und das regelmässige Absuchen des Körpers nach Zecken mindestens alle 2 Tage. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit mittels eines Impfstoffes eine Immunität zu erzeugen.