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Am Abend wird es ab Sonntag wieder früher dunkler, dafür am Morgen zumindest vorübergehend etwas früher hell. Am 25. März 2018 werden die Uhren das nächste Mal auf Sommerzeit umgestellt.
Die Schweiz stellt die Uhren seit 1981 in den Sommermonaten um jeweils eine Stunde vor, um sich ihren Nachbarländern anzupassen. Mehrere europäische Länder hatten schon einige Jahre zuvor die Sommerzeit lanciert, um dank der besseren Nutzung des Tageslichts Energie zu sparen.
Die Sommerzeitverordnung schreibt vor, dass die Schweizer Uhren in Abstimmung mit der EU vor- und zurückgestellt werden müssen. Fachleute zweifeln allerdings am Nutzen: Zwar schaltet man im Sommer abends seltener das Licht an, dafür wird im Frühling und im Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt.
Konkrete Spuren hinterlässt die Umstellungsstunde in den Geburtenregistern: Kommt ein Kind am Sonntag (29. Oktober) um 02.25 Uhr mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) zur Welt, wird die Geburtszeit mit 02.25A vermerkt.
Ein eine Stunde später - nach der Umstellung auf die Winterzeit - geborenes Kind wird dagegen mit der Geburtszeit 02.25B eingetragen. Auch diese Kennzeichnung der doppelt erscheinenden Stunde ist in der Sommerzeitverordnung festgehalten.
Das Bundesamt für Metrologie (METAS) weist in seiner Mitteilung vom Dienstag zum Beginn der Winterzeit auf ein Jubiläum hin: Seit 50 Jahren wird die Einheit der Zeit, die Sekunde, nicht mehr durch die Drehung der Erde um die eigene Achse bestimmt, sondern mittels einer Eigenschaft des Cäsium-Atoms.
Im Oktober 1967 wurde die Sekunde an der Conférence Générale des Poids et Mesures in Paris neu definiert. Seither bestimmt ein in Cäsium-Atomen gemessener Übergang die Dauer einer Sekunde. Weil diese Schwingungen so regelmässig sind, können Atomuhren die Zeit höchst genau messen - die besten auf 16 Stellen nach den Komma.
Das METAS entwickelte mit dem Laboratorium "Temps Fréquence" der Universität Neuenburg das Primär-Frequenznormal FoCS-2 (Fontaine Continue Suisse) entwickelt. Dieses kann Sekunden so genau erzeugen, dass in 30 Millionen Jahren nur eine Sekunde Abweichung von der genauen Zeit zu verzeichnen ist.
Genaueste Zeitmessungen seien kein Selbstzweck, schreibt das METAS. Je genauer die Zeit gemessen werden könne, desto besser könnten Kommunikations- oder Satellitennavigationssysteme funktionieren.
Gegenüber den Bewegungen im Cäsium-Atom ist die Erdumdrehung, die zuvor die Länge einer Sekunde bestimmt hatte, um ein Vielfaches ungenauer, denn die Erde dreht sich nicht mit konstanter Geschwindigkeit um die eigene Achse. Vom 20. Jahrhundert an machte sich dies bei hochpräzisen Zeitmessungen bemerkbar.
(SDA)