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15. September 2018 – 28. Oktober 2018
Alte Fabrik
Das kollektive Unbewusste macht die Gesellschaft erst überlebensfähig, «dank» ihm können z.B. die Risiken der modernen Industriegesellschaft im bekannten Masse ignoriert werden. Die Gegenüberstellung von zwei künstlerischen Positionen führt auf die Spuren kollektiver Verdrängungsmechanismen und deckt selektive Wahrnehmung, aktive Verleugnung oder Prozesse des Vergessens auf.
Die palästinensische Künstlerin Inas Halabi (*1988, Jerusalem) wird solche Prozesse in Rapperswil und Umgebung untersuchen. Halabi verbrachte 2016 ein halbes Jahr in Aarau und stellte in einer Ausstellung das weitgehend ungelöste Problem des nuklearen Abfalls einer Fallstudie über den wissenschaftlichen, Schweizer Kolonialismus gegenüber (inashalabi.com, Lions Warned of Futures to Come und Letters to Fritz and Paul). Als zweite Position wird Denise Bertschi (*1983, denisebertschi.ch) eingeladen. Unter dem Leitsatz «Neutrality as an agent» untersucht Bertschi die Rolle der Schweiz im internationalen Fährwasser und wie die Schweizer Neutralität als Deckmantel für Verstecktes und Verdrängtes genutzt wird. Bertschi verbrachte 2017 mehrere Monate in Johannesburg, um die Rolle der Schweiz als (Handels-)Partnerin Südafrikas während der Apartheid zu untersuchen. In Rapperswil präsentiert sie die künstlerische Arbeit, die daraus in den kommenden Monaten entsteht.