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Basel, um 1780-1800
Silber
H. 21,6 cm, L. 22,3 cm
Inv. 2011.546.
Die zylindrisch-ovale Kanne mit tief sitzendem Röhrenausguss entspricht formal einer Teekanne, doch weist der passende Filteraufsatz sie als Kaffeekanne aus. Mit dem Deckel des Filtereinsatzes lässt sich auch die Kanne schliessen. Der Filtereinsatz ist am Boden mit feinen, regelmässig angeordneten Löchern versehen, durch die der Kaffee langsam in die Kanne tropft. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die ersten dieser neuen Filterkaffeekannen entwickelt. Im 19. Jahrhundert waren Filterkaffeekannen sehr populär. Allerdings wurden sie in der Regel aus einfacheren Materialien wie Keramik, Messing oder Kupfer hergestellt, denn inzwischen fand das ehemalige Luxusgut Kaffee auch Eingang in einfachere Haushalte.
Silberne Filterkaffeekannen aus Basel sind selten. Unser Exemplar gehört zu den ersten Kannen dieser Art in der Rheinstadt. Der für neue Formen immer empfängliche Basler Goldschmied Johann Friedrich I. Burckhardt hat hier nicht nur einen neuen Objekttypus geschaffen, auch die Grundform der zylindrisch-ovalen Kanne war in Basel bisher allenfalls bei englischer Keramik zu finden.