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Am ersten Tag meiner neuen Reise in den Donbass habe ich Mariupol besucht. Das Stadtbild hat sich seit meiner ersten Reise vor einem Monat sehr verändert.
Die Reisen in die Konfliktregion sind immer sehr zeitaufwändig, weil die Flughäfen in Südrussland noch immer geschlossen sind. Daher mussten wir wieder mit dem Zug zum Sammelpunkt der Journalisten in Rostow am Don fahren. Die Zufahrt von Moskau dauerte 24 Stunden.
Das Ilijtsch-Werk
Nach der Ankunft in Rostow haben wir Journalisten uns in einem Hotel getroffen, von wo unser Bus gegen zwei Uhr nachts abgefahren ist. Über das Reiseziel haben wir aus Sicherheitsgründen zunächst nichts erfahren. Erst als wir die Grenze in den Donbass überquert hatten, erfuhren wir, dass wir, nicht wie sonst, zunächst ins Hotel in Donezk fahren würden, sondern direkt nach Mariupol.
Unser erster Stopp war das Ilijtsch-Werk, in dem sich ukrainische Einheiten verschanzt hatten, nachdem die russische Armee sie aus den Wohngebieten der Stadt vertrieben hatte. Im Gegensatz zu Asowstal haben sich die Kämpfer im Ilijtsch-Werk aber schon Mitte April ergeben.
Wir wurden durch das Werk geführt und uns wurde die Zerstörung gezeigt.