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Gestern befragten die Jackson Anwälte zwei weitere Zeugen, die ebenfalls beide bereits im Strafprozess gegen Conrad Murray ausgesagt hatten. Nachstehend die wichtigsten Aussagen.
Als erstes wurde Dan Anderson, der gerichtsmedizinische Toxikologe, befragt. Er bestätigte, dass die Menge an Propofol in Michael Jacksons Körper der verabreichten Menge bei einer Narkose für einen grösseren operativen Eingriff entsprach. Zudem sagte Anderson aus, dass es sich bei Propofol um ein gefährliches Arzneimittel handelt, wenn es nicht sachgerecht eingesetzt verabreicht und wird.
Als zweiter Zeuge wurde Gerichtsmediziner Dr. Christopher Rogers zu seinem Autopsiebericht befragt. Seine Aussage deckte sich weitgehend mit seiner Aussage im Conrad Murray Prozess. Wichtig für die Jackson Anwälte war neu die Bestätigung, dass Michael Jackson gemäss Autopsiebericht an Vitiligo gelitten hatte, auch wenn dies keinen direkten Bezug zur Art und Weise, wie Michael Jackson verstorben ist, hat. Ferner bestätigte Dr. Rogers, dass wenn Michael Jackson nicht an Propofol gestorben wäre, sein Gesundheitszustand gut genug gewesen wäre, um eine normale Lebensdauer zu erreichen. Mit anderen Worten, es gab keine Hinweise, die auf einen frühzeitigen Tod hinweisen würden. Es gab auch keine Anzeichen, dass Michael Jackson krank oder von intravenösen Drogen abhängig war (keine Nadeleinstiche). Diese Aussagen sind wichtig, wenn die Geschworenen am Ende des Prozesses die Verantwortung von AEG Live im Rahmen von Michael Jackson Tod bejahen und es anschliessend darum geht, die Schadenssumme (inkl. entgangenem Gewinn für künftige Einkünfte) von AEG Live an die Jacksons zu berechnen.
Die Zeugenbefragung von Dr. Rogers wird heute fortgesetzt. Anschliessend steht der Kardiologe, Dr. Daniel Wohgeternter, auf der Zeugenliste der Jacksons. Dieser soll sich als Experte zu Conrad Murrays Kompetenzen und Entscheidungen äussern.