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Merkmale durch das eis und auf dem eis
WIE ENTSTEHEN rundhöcker?
Rundhöcker sind längliche, durch den Gletscher geformte Felsen. Diese Felsen befanden sich während des Formungsprozesses unter dem Gletscher, wobei sich der Gletscher über das Gestein hinwegbewegt und so dessen Oberfläche poliert (sog. Gletscherschliff). Wenn der Gletscher verschwindet, bleiben oftmals mehrere Rundhöcker zurück. Erkennen kann man sie daran, dass auf der polierten Oberfläche Gletscherschrammen zu finden sind, die durch mittransportierte Steine unter dem Gletscher entstanden sind. Im Gletschergarten Luzern können diese Phänomene einfach beobachtet werden.
wie entstehen gletscherspalten?
Die Fliessgeschwindigkeiten innerhalb eines Gletschers sind unterschiedlich. In der Mitte des Gletschers und an der Oberfläche sind die Geschwindigkeiten oftmals erhöht. Dadurch entstehen interne Spannungen im Eis. Werden diese zu gross, dann entstehen Gletscherspalten. Es werden Quer-, Längs- oder Randspalten unterschieden. Der Bergschrund ist eine ganz besondere Spalte. Sie bildet sich im Nährgebiet des Gletschers zwischen dem am Grund festgefrorenen oberen Teil und dem wegfliessenden unteren Teil des Gletschers.
wie entstehen gletschertöpfe?
Gletschertöpfe sind subglazial entstandene Hohlformen im festen Felsen. Sie entstehen durch die Wucht des fliessenden Wassers unter dem wegschmelzenden Gletscher, wobei die Erosionskraft das Schmelzwassers durch Sand und Gesteinsstaub massiv verstärkt wird. Kleine Gletschertöpfe sind einige cm tief, grössere Töpfe können mehrere Meter mächtig sein. Der grösste bekannte Gletschertopf der Schweiz ist 10 Meter tief und befindet sich im Gletschergarten Luzern.
Die veraltete Bezeichnung «Gletschermühle» entstand dadurch, dass man in früheren Theorien vermutet hat, dass am Grunde des Gletschers ein grosser Gesteinsbrocken die Vertiefungen durch ständige Drehbewegungen «mahlt». Diese Theorie ist seit mehreren Jahrzehnten widerlegt. Der Begriff «Gletschermühle» (auch Moulin) wird ab und zu aber verwendet für die Stelle an der Gletscheroberfläche, wo das Schmelzwasser in einer Drehbewegung ins Gletscherinnere eintritt.
warum sind gletscherseen türkisfarbig?
Die türkise Farbe in Gletscherseen kommt daher, dass im Wasser feinstes vom Gletscher gemahlenes Gesteinspulver schwebt. Bei der Fliessbewegung des Gletschers wird am Gletscherbett der Felsen abgeschliffen und poliert. Das dabei entstehende Gesteinsmehl gelangt ins Schmelzwasser, das als «Gletschermilch» Seen und Flüsse trübt. Wenn das Sonnenlicht auf diese im See schwebenden Partikel trifft, werden die blauen und grünen Anteile des Lichts zurückgestreut. So erscheinen Gletscherseen für das Auge türkisfarbig.