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Osteoporose
Die maximale Knochenmasse ist mit ca. 35 Jahren erreicht, danach nimmt die Knochensubstanz langsam ab. Nach der Menopause verläuft dieser Prozess bei Frauen deutlich schneller als bei Männern, was am Wegfall der Oestrogene liegt. Daher sind Frauen im Alter wesentlich häufiger von Knochenbrüchigkeit betroffen als Männer.
Typische durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche sind handgelenksnahe Brüche und Wirbelbrüche besonders im Bereich des Brustkorbs, die zu Schmerzen, Abnahme der Körpergrösse und Buckelbildung führen, sowie Schenkelhalsbrüche im hohen Alter.
Ihr Osteoporose-Risiko
Jede dritte Frau erleidet im Leben eine Osteoporose-Fraktur. 80% der Fälle betreffen Frauen.
Risikofaktoren sind:
•schon länger keine Menstruation mehr
•Rauchen
•schlanke Statur
•blonde Haarfarbe
•helle, blasse Haut
•langzeitige Cortisonbehandlung
•Familienangehörige mit Osteoporose
Ein besonders grosses Risiko haben Frauen, deren Menopause vor dem 40. Lebensjahr eingesetzt hat, deren Mütter oder Grossmütter im Alter kleiner wurden, die in jüngeren Jahren längere Ausfälle der Periodenblutung hatten sowie Raucherinnen.
Es gibt die Möglichkeit, Knochendichtemessungen durchzuführen, um festzustellen, ob ein beschleunigter Knochenabbau vorliegt.
Frauen, die wegen Hitzewallungen mit Hormonen behandelt werden, profitieren von der die Knochen schützenden Wirkung der Oestrogene. Heute weiss man, dass bereits niedrig dosierte Hormone die Knochenstruktur verbessern können.
Neben Oestrogenen wirken ebenfalls "oestrogenartige" Substanzen, die sog. SERMs (selektive Oestrogenrezeptor-Modulatoren). Ihr Einsatz muss individuell entschieden werden nach Durchführung einer Knochendichtemessung.