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Belarus-2 wurde am 13. Mai 2023 erstmals mit dem Stromnetz des Landes synchronisiert. Nun ist es kommerziell in Betrieb. «Gemäss den vertraglichen Verpflichtungen übernimmt Rosatom ab diesem Zeitpunkt die Verantwortung für die Funktionsfähigkeit der Ausrüstung des Blocks während der Garantiezeit», liess Rosatom verlauten. Die zwei WWER-1200-Blöcke der Generation III+ des Kernkraftwerks Belarus seien in der Lage, rund 40 % des Strombedarfs von Weissrussland zu decken. Dies mache «das Land in Bezug auf den Anteil der nuklearen Stromerzeugung an der Gesamtenergiebilanz zu einem der weltweit führenden Länder», so der russische Staatskonzern.
Offizielle des russisch-staatlichen Unternehmens Atomstroiexport reden von einer «termingerechten Umsetzung des Kernkraftwerkbauprojekts». Die staatliche Nachrichtenagentur Weissrusslands (BelTA) berichtete am 31. Oktober 2023 jedoch, dass «Weissrussland Entschädigungen wegen Verzögerungen im Belarus-Nuklearprojekt» fordert, für die Russland verantwortlich sei. Der weissrussische Präsident Aleksandr Lukaschenko habe die russische Seite auf diese Verzögerung und die Entschädigungsfrage angesprochen. «Sie hat uns Optionen in Bezug auf den Preis für frischen Kernbrennstoff auf dem Niveau der russischen Inlandspreise und auch in Bezug auf die Garantiezeit (fünf Jahre für die Hauptblöcke) angeboten», so Lukaschenko.
Quelle
B.G. nach Rosatom, Medienmitteilung, 1. November 2023, und BelTA, Mitteilung, 31. Oktober 2023