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Die Bevölkerung unterstützt einen beschleunigten Solarausbau
Valentin Schmidt,
Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, welche gfs-zürich im März und April 2022 bei über tausend Personen durchgeführt hat, liefert eindrückliche Erkenntnisse zur Akzeptanz von politischen Massnahmen für den Solarausbau in der Schweiz. 93 Prozent der Befragten befürworten finanzielle Garantien um zu verhindern, dass Solaranlagen auf privaten Liegenschaften zum Verlustgeschäft werden (Diagramm 1). Von den 35 Prozent, welche eine Solaranlage auf dem Dach installieren könnten (Diagramm 2.1), würden wiederum 82 Prozent eine Anlage bauen, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben wäre (Diagramm 2.2). 75 Prozent der Befragten befürworten einen Solarstandard auf bestehenden Bauten, welcher vorschreibt, dass bei einer Dachsanierung eine Solaranlage installiert werden muss (Diagramm 3).
Die Zahlungsbereitschaft ist nach wie vor hoch
Schliesslich wären 79 Prozent der Befragten bereit, für die Beschleunigung des Ausbaus einheimischer erneuerbarer Stromproduktion auch mehr zu bezahlen als heute (Diagramm 4.1). Dies entspricht dem Resultat einer ähnlichen gfs-Bevölkerungsumfrage, welche im November 2020 durchgeführt worden war. Damals hatten sich 78 Prozent bereit erklärt, mehr für den Ausbau der einheimischer erneuerbaren Stromproduktion zu bezahlen (Diagramm 4.2).
Politik muss Solarausbau beschleunigen
Aus Sicht der SES zeigt die Befragung, dass die Schweizer Bevölkerung mit der jetzigen Geschwindigkeit, mit der der Ausbau der Solarenergie vonstatten geht, nicht einverstanden ist. «Beim Solarausbau begrüsst die Bevölkerung Massnahmen, die weiter gehen als die heutigen gesetzlichen Regelungen», fasst Léonore Hälg, Co-Leiterin Fachbereich Klima und erneuerbare Energien bei der SES, zusammen. Die Resultate der Umfrage sind insofern wichtig, da der Mantelerlass, welcher die Revisionen des Energiegesetzes und des Stromversorgungsgesetzes zusammenfasst, zurzeit im Parlament diskutiert wird. «Die Politik soll diese Mehrheiten in der Bevölkerung in der Debatte berücksichtigen», so Léonore Hälg.