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EHRA-Wüstenelefanten-Projekt
Wüstenelefanten-Volontäreinsatz in Namibia
Johannes Haasbroek lernte ich 1996 kennen, als ich mit meinem uralten Toyota-Pickup das Gebiet des Brandbergmassivs erkundete. Er wohnte in einer selbstgebastelten Hütte im Ugab Fluss und leitete dort die Wildhüterstation "Rhinocamp".
Seither haben wir viele Abenteuer zusammen erlebt und sind Freunde geworden. Es erstaunte mich nicht, als Johannes seine Idee eines Elefanten-Schutzprojekts zusammen mit Rachel Harris im Brandberggebiet verwirklichte: Hauptziel des "Elephant Human Relation Aid"-Projekts (auf Deutsch etwa Elefant-Menschen-Beziehungshilfe) ist das Vermeiden von Konflikten zwischen den Dickhäutern und den Damara-Hirten. Hauptkonfliktpunkte sind die Wasserpumpen, meist Windmühlen. Wenn in der Trockenzeit die natürlichen Wasservorräte vertrocknen, zerstören die Elefanten bei ihrer Wassersuche Pumpen und Brunnen. Die verärgerten Farmer greifen dann zum Gewehr und erschiessen oder verwunden Elefanten.
Rachel's und Johannes Problemlösung ist pragmatisch: Mauern bauen um die Wasserstellen, mit einem Überlaufbecken ausserhalb, so dass die grauen Riesen trotzdem zu ihrem Wasser kommen, neben den Schafen und Rindern der Damaras. Damit eine Steinmauer einem Wüstenelefanten trotzt, muss sie etwa zwei Meter hoch sein und eine Länge von etwa zwanzig Metern haben. Ein solches Riesenbauwerk erfordert Schwerarbeit!
Statt auf Sponsoren oder staatliche Hilfe zu warten, starteten Rachel und Johannes ein Volontär-Projekt und heuerte freiwillige Helfer aus der ganzen Welt an, die für ihre Knochenarbeit auch noch Geld bezahlen.
Ein Volounteer-Einsatz kostet etwa CHF 1000.- für 14 Tage (ab Swakopmund), als "Entgelt" dürfen die
freiwilligen Maurerinnen und Steinschlepper anschliessend während fünf Tagen mit den Elefantenschützern auf Wild-Patrouille im Brandberggebiet fahren. Eine solche Patrouille entschädigt für so manchen Schweisstropfen, sind die Freiwilligen doch mit den besten Führern der unwirtlichen, aber wunderschönen Wildnis unterwegs.
Ich trete bei diesen Einsätzen als Vermittler auf. Das Projekt ist meiner Meinung nach vorbildlich und unterstützenswert und ich habe diese Volontäreinsätze deswegen unentgeltlich in mein Reiseprogramm aufgenommen. Gerne gebe ich Auskunft und Tipps, aber am einfachsten ist es wenn Sie Ihren Aufenthalt selber mit Rachel Harris in Swakopmund arangieren. Wenn Sie kein Englisch sprechen mache ich das natürlich gerne Für Sie.
Wirkungskreis des EHRA-Volontärprojekts, das Damaraland
Das EHRA-Volontärteam
Unser "Elephant Wildlife Volunteer Project" unterstützt direkt die lokalen Gemeinschaften, indem es mit Deiner Hilfe fragile Wasserinfrastrukturen durch den Bau von Mauern schützt. Diese ermöglichen es den Elefanten, Wasser zu trinken, verhindern jedoch den Zugang zu Windmühlen, Tanks oder Pumpen. Das Projekt erfordert ein zweiwöchiges Engagement, und die freiwilligen Helferinnen und Helfer erleben echten Naturschutz in Aktion.
DAS PROBLEM
Freilebende Wüstenelefanten in Namibia, Afrika, können bei ihrer Suche nach Wasser destruktiv sein und aufgrund der verheerenden Abfolge von Dürren in der Region oft mit anderen Tieren und Menschen um dieselben Ressourcen konkurrieren. Wüstenelefanten können bis zu 160 Liter Wasser pro Tag trinken und sind bereit, weite Strecken zurückzulegen, um Wasser zu finden. Elefanten haben einen unglaublichen Geruchssinn - sie können Wasser aus Meilen Entfernung riechen! - und aus Verzweiflung zerstören sie häufig Wasserleitungen oder stoßen ihre Stoßzähne durch Wassertanks, um Wasser für ihre Herde bereitzustellen. Dieses Verhalten kann Gemeinden für Jahre ohne lokale Wasserquelle zurücklassen.
DIE LÖSUNG
Elephant-Human Relations Aid (EHRA) arbeitet direkt mit den lokalen Gemeinden zusammen, um praktische Unterstützung für den Naturschutz zu bieten, indem schützende Mauern errichtet werden, die es den Elefanten ermöglichen, Wasser zu trinken, aber den Zugang zu Windmühlen, Wasserspeichertanks oder Pumpen verhindern. Diese schützenden Mauern stellen eine sofortige Lösung für den bestehenden Konflikt dar und ermöglichen es Menschen, Vieh und Elefanten, Wasserstellen zu teilen. Seit Beginn von EHRA im Jahr 2003 haben wir über 220 Schutzwälle mit der Hilfe von über 3.500 Freiwilligen errichtet, und um weitere Mauern zu bauen und Gemeinden zu unterstützen, benötigen wir Ihre Hilfe.
WARUM WIR DEINE HILFE BENÖTIGEN
Ihr Einsatzt stellt eine wertvolle Ressource an Arbeitskraft und finanziellen Mitteln für den Bau von Schutzwällen bereit. Zudem ermöglicht das Freiwilligenprojekt die Finanzierung regelmässiger Fahrzeugpatrouillen in dem Gebiet. Durch Deine Teilnahme kannst Du praktischen Naturschutz erleben und einen direkten Einfluss darauf nehmen, eine friedliche Beziehung zwischen Elefanten und Menschen zu fördern und so das Überleben dieser beeindruckenden Tiere zu sichern.