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Der Kindergarten ist die erste Volksschulstufe und dauert zwei Jahre. Die Kinder werden in ihrer geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung gefördert. Sie sammeln vielfältige Erfahrungen durch Geschichten hören, Lieder singen, Verse lernen und sich in verschiedene Rollen versetzen. Sie turnen, tanzen, konstruieren, zeichnen und malen. Diese verschiedenen Tätigkeiten erweitern die motorischen und gestalterischen Fähigkeiten, die Wahrnehmung, das mathematisches Denken, die Phantasie und die Sprache. Die Kinder lernen ihre Gedanken auszudrücken, sich in eine grössere Gemeinschaft einzufügen, Fragen zu stellen und anderen zuzuhören.
Das Spiel nimmt im Kindergarten eine wichtige Stellung ein. Das Spielen zu Hause oder auf dem Spielplatz wird ergänzt durch das Spielen in einer grösseren Gruppe von Kindern, das in einer pädagogisch gestalteten Spielumgebung stattfindet.
Im Verlauf der beiden Kindergartenjahre erfolgt eine Verschiebung vom Spielen zum spielerischen Lernen. Mit den zahlreichen Erfahrungen in der Klassengemeinschaft und durch gezielte Lern- und Beschäftigungsangebote werden die Kinder auf die erste Klasse vorbereitet.
Obwohl der Kindergarten Teil der Volksschule ist, hat er doch eine besondere Stellung und verschiedene Eigenheiten. So steht beispielsweise das spielerische Lernen im Vordergrund; systematisches Lernen ist Schwerpunkt ab der Primarschule.
Eintritt in den Kindergarten
Die Schulpflicht beginnt mit der Einschulung in den Kindergarten im fünften Altersjahr. Ein Kind tritt in das erste Kindergartenjahr, wenn es am 31. Juli sein viertes Altersjahr beendet hat. Ein Aufschub der Einschulung in den Kindergarten ist möglich; entscheidend ist der Entwicklungsstand des Kindes. Die Schulbehörde entscheidet auf Antrag der Eltern. Für die Beurteilung ist zwingend der Schulpsychologische Dienst oder ein Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin beizuziehen.