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Zecken
Vorsicht, es ist wieder Frühling: die Zeit, in der Zecken sehr aktiv sind. Durch einen Zeckenstich können Sie sich mit Krankheiten infizieren.
Erkrankungen:
Am häufigsten kommt die Lyme-Borreliose (durch ein Bakterium verursacht) oder die Frühsommer-Hirnhautentzündung (abgekürzt FSME, durch einen Virus verursacht) vor.
Die FSME verläuft in zwei Phasen. Nach dem Biss einer Zecke kommt es in 2 bis 28 Tagen zu einer ersten Erkrankung. Sie zeigt grippeähnliche Symptome (Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber) und flaut in den meisten Fällen nach ca. 4 Tagen wieder ab. Bei 30% der Erkrankten geht die FSME in eine zweite, noch intensivere, Phase über. Weit höheres Fieber, stärkere Kopfschmerzen, Lähmungen von Gesichtsnerven oder der Atemmuskulatur können die Folge sein. Bei schweren Verlaufsformen können dauerhafte Schäden (Depressionen, Antriebsschwäche) zurückbleiben.
Die Lyme-Borreliose kommt auf der ganzen Welt vor. Jede dritte bis vierte Zecke trägt das Bakterium in sich. Gelangt das Bakterium ins Blut, so kann eine kreisförmige Hautrötung rund um die Stichstelle entstehen. Die Hautrötung ist schmerzlos und verblasst in der Mitte. Nicht nach jedem Uebergriff des Bakteriums tritt eine Hautrötung auf. In manchen Fällen verschwindet diese auch ohne Behandlung. Das Bakterium lässt Haut, Gelenke, Muskeln, Herz und das Nervensystem erkranken. Der Verlauf ist unterschiedlich und reicht von grippeähnlichen Symptomen bis zu chronischen Gelenk-, Nerven- oder Herzleiden.
Risikogebiete:
Risikogebiete sind sogenannte Endemiegebiete (d.h. Gebiete, in denen Zecken den FSME-Virus in sich tragen). Bekannte aktive FSME-Herde gibt es in den Kantonen SH, BE, LU, AG, GR, TG, SG (um Mörschwil), ZG, SO und ZH. Dabei sind allerdings nur etwa 1% der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert. Es besteht aber keine Sicherheit, dass Sie sich nicht auch in anderen Gebieten der Schweiz infizieren können. Nicht nur Personen, die durch den Beruf solche Endemie-Gebiete aufsuchen (Förster, Jäger, Militär, Wald- und Landarbeiter) sind gefährdet; 90% aller FSME Erkrankten werden bei ihren Freizeitaktivitäten von Zecken gebissen (Wandern, Radfahren, Reiten, Angeln, Picknicken). Mit dem Alter steigt auch das Risiko, dass eine FSME schwerer verläuft. Die Borreliose kann überall in der Schweiz übertragen werden.
Schutz:
Meiden Sie hohes Gras, Gebüsch oder Unterholz. Tragen Sie geschlossene Kleider und benutzen Sie insektenabweisende Mittel. Als zusätzliche Schutzmassnahme bietet sich die FSME-Impfung an. Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Teilimpfungen notwendig . Eine Auffrischung des Impfschutzes ist alle 3 Jahre notwendig. Eine Impfung gegen Lyme-Borreliose gibt es zur Zeit noch nicht. Zur absoluten Sicherheit sollten Sie sich aber nach jedem Aufenthalt im Wald oder Garten am Körper nach Zecken absuchen. Falls Sie dabei eine Zecke entdecken, ist es von Vorteil, wenn Sie schnell handeln. Sie sollten die Zecke möglichst nahe an der Einstichstelle mit einer Pinzette erfassen und mit gleichmässigem Zug herausziehen. Versuchen Sie möglichst nicht, die Zecke vorher zu töten. Bei Reizung von aussen besteht die Gefahr, dass noch mehr Speichel der Zecke ins Blut gelangt. Die Borreliose wird in der Regel erst eine gewisse Zeit nach dem Biss übertragen. Durch eine rasche Entfernung der Zecke, kann die Krankheit eher verhindert werden. Das FSME-Virus hingegen wird gleich zu Beginn übertragen.
Für genauere Infos zum Thema Zecken: www.zecken.ch