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Adipositas mehr als Gewichtzunahme
Adipositas wird gemäss dem BMI (Body Mass Index) definiert und berechnet das Verhältnis aus Körpergewicht zu Körpergrösse im Quadrat. Dabei wird jedoch die Körperzusammensetzung (Fett- respektive Muskelmasse) nicht berücksichtigt. Zudem sind längen- und ethniespezifische BMI-Grenzen zu beachten. So liegt bei Patientinnen und Patienten aus dem asiatischen Raum bereits ab einem BMI von 28 kg/m2 eine Adipositas vor. Bei einem normalgewichtigen, präadipösen BMI, klinisch aber zentral betonter Adipositas erlaubt die Berechnung des Taillenumfanges eine bessere Abschätzung des kardiovaskulären Risikos (Herz-Kreislauf Belastung).
«Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus» (orientalisches Sprichwort)
Adipositas ist eine weltweit zunehmende Epidemie. Die Folgeerkrankungen von Adipositas sind immens und belasten das Gesundheitssystem erheblich. In den letzten 25 Jahren hat sich der Anteil an adipösen Menschen verdoppelt.
«Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand» (Charles Darwin)
Die Pathophysiologie der Adipositas ist komplex, wobei verschiedenste Faktoren sich beeinflussen. Generell sind die hauptbestimmenden Faktoren für das Körpergewicht Energieaufnahme und -verbrauch. Somit sind das Hunger- und Sättigungsgefühl zentrale Elemente.
«Man kann einen Menschen nicht verändern, der in seinem Verhalten kein Problem erkennt. Du kannst nur die Art und Weise ändern, wie du auf sein Verhalten reagierst» (Isaak Öztürk)
Die konservative Adipositas Behandlung besteht vor allem aus ausgewogener, balancierter Ernährung, aus körperlichen Aktivitäten, Psychotherapie mit Verhaltensänderung und medikamentöser Unterstützung.
«Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende» (orientalisches Sprichwort)
Im Gegensatz zu bariatrischen Verfahren (Magenoperation), welche einen Gewichtverlust von ca. 20% bewirken, sind die Ergebnisse der medikamentösen Behandlung deutlich unterlegen und weisen ein hohes Nebenwirkungspotential auf. Es gibt auch wenig Medikamente mit guter Indikation für die Behandlung der Gewichtsabnahme. Mit der Entdeckung sog. GLP1-Analoga haben sich vielversprechende Langzeitergebnisse hinsichtlich der Gewichtreduktion bei Diabetikern (DM) gezeigt. Die Ergebnisse bei Personen ohne DM-Typ II sind jedoch noch unklar.
«Alle Dunkelheit der Welte kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen». (orientalisches Sprichwort)
Ist die Adipositas (Übergewicht) eine Verteilungsproblematik? Ist es nicht paradox, dass in gewissen Gebieten der Welt ständig um die Nahrung zum Überleben gekämpft wird und in anderen Regionen um Bremsen des Sättigungsgefühls? Geht es um Gleichgewicht? Um die Mitte? Um Achtsamkeit? Die Mitte zu erreichen ist für beide Pole (Überfluss und Hungernot) extrem schwierig und herausfordernd.
«Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt: Ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies zugleich auch der Zustand der Seele.» (Aristoteles)
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