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Was hat Meditation mit Neuroplastizität zu tun? Wie profitieren Anfänger und Langzeitpraktizierende von der Meditation?
Unter Neuroplastizität versteht man die Fähigkeit unseres Nervensystems, sich stets, kurz-, mittel- und langfristig zu verändern. Dies bedeutet, dass wir ein Leben lang lernfähig sind und uns damit auch an die verschiedensten Lebensumstände anpassen können.
Lt. einer Reihe von Forschungsarbeiten können durch die Meditation bestimmte Gehirnareale dauerhaft verändert werden und somit wird diese Fähigkeit unterstützt.
Wie profitieren Anfänger und Langzeit-Meditierende von ihrer Meditationspraxis?
Die Leiterin des Meditationsforschungszentrums der Harvard Universität Sarah Lazar veröffentlichte bereits vor Jahren die Studie „Meditation experience is associated with increased cortical thickness“, an der Langzeit-Meditierende teilnahmen.
Im Jahr 2011 wurde von ihr eine Studie veröffentlicht, an der Meditationsanfänger an einem achtwöchigen Meditationsprogramm teilnahmen. Der Studientitel lautet: „Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density“.
Was ist das Ergebnis der beiden Studien?
Beide Studien zeigten, dass Meditation mit einer Verdickung verschiedenster Hirnareale einhergeht. Während sich die rechte Insula nur bei den Langzeit-Meditierenden veränderte, finden sich Veränderungen am linken Hippocampus, dem temporal-parietalen Übergang, dem dorsolateralen präfrontalen Kortex sowie den mittleren präfrontalen Kortex bei beiden Gruppen.
Diese Hirnareale sind insbesondere für Funktionen wie die emotionale Balance, Aufmerksamkeit und Erinnerung, Intuition, Entscheidungsfähigkeit sowie Empathie zuständig.
Interessant ist, dass sich die Grösse des mittleren präfrontalen Kortex bei 50jährigen Langzeitmeditierenden nicht verändert hat und dieselbe Grösse hat wie 25jährige Nicht-Meditierende. Möglicherweise hat die Meditationspraxis die Reduzierung des Kortex aufgehalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bereits Anfänger von ihrer Meditationspraxis profitieren. Durch regelmässiges und langfristiges Meditieren werden diejenigen Teile unseres Gehirns aktiviert, die dazu beitragen, dass wir unser höchstes Potential entfalten können und die uns „menschlich“ machen.