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Bulimie
Menschen mit Bulimie verschlingen in kurzer Zeit grössere Mengen an Nahrungsmittel. Meist folgt darauf ein absichtlich herbeigeführtes Erbrechen. Damit versuchen die Betroffenen, ihr Gewicht unter Kontrolle zu behalten.
Das Leben von Bulimiekranken ist geprägt von zwei Extremen: der strengen Kontrolle und dem völligen Kontrollverlust. In der Phase der Kontrolle legen sie grossen Wert auf gesundes Essen. Darauf folgt eine Phase, in der sie die Kontrolle über ihr Essverhalten verlieren. Dabei nehmen sie grosse Mengen an oft kalorienreicher Nahrung zu sich. Aus Angst, durch dieses Essverhalten an Körpergewicht zuzulegen, ergreifen sie einschneidende Massnahmen. Sie provozieren Erbrechen, nehmen Abführmitteln, treiben exzessiv Sport oder fasten.
Neben Mangelerscheinungen und Hormonveränderungen kommt es in der Folge wegen der zurückfliessenden Magensäure unter anderem zu Zahnschäden, Sodbrennen oder Entzündungen der Speiseröhre. In der Schweiz leiden 2,4 Prozent der Frauen und 0,9 Prozent der Männer mindestens einmal in ihrem Leben unter Bulimie.
Mögliche Symptome
- Regelmässige unkontrollierbare Essanfälle
- Betroffene nehmen sich dicker wahr als sie sind
- Übertriebene Gewichtskontrolle
- Freiwillige herbeigeführtes Erbrechen nach dem Essen
- Einnahme von harntreibenden Medikamente (Diuretika) oder Abführmitteln
- Extreme sportliche Aktivität
- Strenge Diäten und Fastenkuren
- Gewichtsschwankungen in kurzen Abständen
- Vitaminmangel und Störung des Elektrolythaushalts
- Herzrhythmusstörungen durch Kaliummangel
- Hormonelle Störungen und Stoffwechseländerungen
- Energie- und Antriebslosigkeit
- Karies (verursacht durch ständiges Erbrechen)