Document ID: /roh_data/filtered/swiss_laws_in_ROHinterleaved.jsonl.gz/90

This text was translated from DE into Rumantsch Grischun.

input-de412.103.1 Verordnungüber die eidgenössische Berufsmaturität(Berufsmaturitätsverordnung, BMV)vom 24. Juni 2009 (Stand am 23. August 2016)Der Schweizerische Bundesrat,gestützt auf Artikel 25 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 (BBG),verordnet: SR 412.101. Abschnitt:  Allgemeine BestimmungenArt. 1 GegenstandDiese Verordnung regelt für die eidgenössische Berufsmaturität insbesondere:a. den Aufbau des Unterrichts;b. die Anforderungen an die Bildungsgänge;c. die Leistungsbewertung im Laufe der Ausbildung;d. die Berufsmaturitätsprüfung;e. die Anerkennung von Bildungsgängen durch den Bund.Art. 2 Eidgenössische BerufsmaturitätDie eidgenössische Berufsmaturität umfasst:a. eine berufliche Grundbildung, zertifiziert durch ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis; undb. eine die berufliche Grundbildung ergänzende erweiterte Allgemeinbildung.Art. 3 Ziele Wer eine eidgenössische Berufsmaturität erworben hat, ist insbesondere befähigt:a. ein Fachhochschulstudium aufzunehmen und sich darin auf eine anspruchsvolle Aufgabe in Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten;b. die Welt der Arbeit mit ihren komplexen Prozessen zu erkennen, zu verstehen und sich darin zu integrieren;c. über seine beruflichen Tätigkeiten und Erfahrungen im Kontext von Natur und Gesellschaft nachzudenken;d. Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Kultur, der Technik und der Natur wahrzunehmen;e. sich den Zugang zu neuem Wissen zu erschliessen, seine Vorstellungskraft und seine Kommunikationsfähigkeit zu entfalten;f. erworbenes Wissen mit beruflichen und allgemeinen Erfahrungen zu verbinden und zur Weiterentwicklung seiner beruflichen Laufbahn zu nutzen;g. sich in zwei Landessprachen und einer dritten Sprache zu verständigen und das mit diesen Sprachen verbundene kulturelle Umfeld zu verstehen. Der Berufsmaturitätsunterricht unterstützt den Aufbau systematischer Wissensstrukturen auf der Grundlage berufsorientierter Kompetenzen und des beruflichen Erfahrungshintergrundes der Lernenden und führt sie zu geistiger Offenheit und persönlicher Reife. Er fördert das selbstständige und nachhaltige Lernen sowie die ganzheitliche Weiterentwicklung und das interdisziplinäre Arbeiten der Lernenden.Art. 4 Erwerb Die erweiterte Allgemeinbildung der Berufsmaturität wird in anerkannten Bildungsgängen erworben. Für Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses, die keinen anerkannten Bildungsgang absolviert haben, regelt das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung. Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen. Die Berichtigung vom 23. Aug. 2016 betrifft nur den italienischen Text (AS 2016 2965).Art. 5 Bildungsumfang Die eidgenössische Berufsmaturität umfasst insgesamt mindestens:a. 5700 Lernstunden bei einer dreijährigen beruflichen Grundbildung;b. 7600 Lernstunden bei einer vierjährigen beruflichen Grundbildung. Von den Lernstunden entfallen mindestens 1800 auf die erweiterte Allgemeinbildung. Die Lernstundenzahlen umfassen:a. die Bildung in beruflicher Praxis;b. die überbetrieblichen Kurse;c. die schulischen Präsenzzeiten;d. den durchschnittlichen zeitlichen Aufwand für selbstständiges Lernen sowie für Einzel- und Gruppenarbeiten;e. die Lernkontrollen und die Qualifikationsverfahren. Der Berufsmaturitätsunterricht beträgt mindestens 1440 Lektionen.Art. 6 Unzulässiger Lohnabzug und Arbeitszeitanrechnung Ein Lohnabzug wegen des Besuchs des Berufsmaturitätsunterrichts während der beruflichen Grundbildung ist nicht zulässig. Der Berufsmaturitätsunterricht während der beruflichen Grundbildung zählt als Arbeitszeit. Dies gilt auch, wenn der Berufsmaturitätsunterricht ausserhalb der üblichen Arbeitszeit stattfindet.2. Abschnitt:  BerufsmaturitätsunterrichtArt. 7 Gliederung Der Berufsmaturitätsunterricht umfasst:a. einen Grundlagenbereich;b. einen Schwerpunktbereich;c. einen Ergänzungsbereich. Er umfasst überdies das angeleitete und betreute Verfassen oder Gestalten einer interdisziplinären Projektarbeit. Die Schulen bieten im Schwerpunktbereich und im Ergänzungsbereich jene beiden Fächer an, die der Ausrichtung der beruflichen Grundbildungen der Lernenden entsprechen.Art. 8 Grundlagenbereich Die Fächer im Grundlagenbereich sind:a. erste Landessprache;b. zweite Landessprache;c. dritte Sprache;d. Mathematik. Die Kantone bestimmen die Sprachen. Die Bildungsziele in den Fächern des Grundlagenbereichs sind auf die Anforderungen der beruflichen Grundbildungen und der ihnen verwandten Studienbereiche der Fachhochschulen ausgerichtet und entsprechend differenziert.Art. 9 Schwerpunktbereich Der Schwerpunktbereich dient der Vertiefung und Erweiterung des Wissens und der Kenntnisse im Hinblick auf das Studium in einem dem Beruf verwandten Studienbereich der Fachhochschulen. Die Fächer im Schwerpunktbereich sind:a. Finanz- und Rechnungswesen;b. Gestaltung, Kunst, Kultur;c. Information und Kommunikation;d. Mathematik;e. Naturwissenschaften;f. Sozialwissenschaften;g. Wirtschaft und Recht. Es sind in der Regel zwei Fächer zu besuchen. Die Fächer sind auf die beruflichen Grundbildungen und die ihnen verwandten Studienbereiche der Fachhochschulen ausgerichtet. Der Rahmenlehrplan ordnet die Fächer den Ausrichtungen der beruflichen Grundbildungen und der ihnen verwandten Studienbereiche zu.Art. 10 Ergänzungsbereich Der Ergänzungsbereich vermittelt Orientierungs- und Handlungsfähigkeit in den Fächern nach Absatz 2. Die Fächer im Ergänzungsbereich werden in der Regel komplementär zu den Fächern des Schwerpunktbereichs angeboten und umfassen:a. Geschichte und Politik;b. Technik und Umwelt;c. Wirtschaft und Recht. Es sind zwei Fächer zu belegen. Der Rahmenlehrplan ordnet die Fächer den Ausrichtungen der beruflichen Grundbildungen und der ihnen verwandten Studienbereiche zu.Art. 11 Interdisziplinäres Arbeiten Zehn Prozent des Berufsmaturitätsunterrichts und der Lernstunden insgesamt werden für den Aufbau methodischer Kompetenzen des fächerübergreifenden Denkens und Problemlösens eingesetzt. Das interdisziplinäre Arbeiten wird im Unterricht aller drei Bereiche, insbesondere im Rahmen von Kleinprojekten, Transferleistungen, Projektmanagement und Kommunikation, gefördert und regelmässig geübt. Die Leistungen im interdisziplinären Arbeiten werden in separaten Noten ausgedrückt. Diese fliessen ein in die Note für das interdisziplinäre Arbeiten nach Artikel 24 Absatz 5. Gegen Ende des Bildungsgangs verfassen oder gestalten die Lernenden eine interdisziplinäre Projektarbeit. Sie ist Bestandteil der Berufsmaturitätsprüfung und stellt Bezüge her:a. zur Arbeitswelt; undb. zu mindestens zwei Fächern des Berufsmaturitätsunterrichts.3. Abschnitt:  Anforderungen an die BildungsgängeArt. 12 Rahmenlehrplan Das SBFI erlässt einen Rahmenlehrplan. Der Rahmenlehrplan enthält:a. die Bildungsziele für die Fächer im Grundlagen-, im Schwerpunkt- und im Ergänzungsbereich, ausgerichtet auf die beruflichen Grundbildungen und die ihnen verwandten Studienbereiche der Fachhochschulen;b. die Anteile der einzelnen Fächer an den Lernstunden und die Anzahl Lektionen, die auf die einzelnen Fächer entfallen;c. Richtlinien zum interdisziplinären Arbeiten und zur interdisziplinären Projektarbeit;d. die Formen der Abschlussprüfungen;e. Richtlinien zur mehrsprachigen Berufsmaturität. An der Erarbeitung des Rahmenlehrplans sind die Kantone, die Organisationen der Arbeitswelt, die Berufsfachschulen und die Fachhochschulen beteiligt.Art. 13 Organisation der Bildungsgänge Der Berufsmaturitätsunterricht kann besucht werden:a. während der beruflichen Grundbildung;b. nach Abschluss der beruflichen Grundbildung, sei es berufsbegleitend oder als Vollzeitangebot. Bildungsgänge, die während der beruflichen Grundbildung besucht werden, sind mit dem berufskundlichen Unterricht zu koordinieren. In solchen Bildungsgängen darf der Berufsmaturitätsunterricht nicht zu Beginn der beruflichen Grundbildung als Blockunterricht angeboten werden. Als Vollzeitangebot nach der beruflichen Grundbildung erstreckt sich der Berufsmaturitätsunterricht über mindestens zwei Semester.Art. 14 Zulassungsvoraussetzungen und -verfahren Über die Voraussetzungen und die Verfahren der Zulassung zum Berufsmaturitätsunterricht entscheiden die Kantone. Sie orientieren sich dabei an den Voraussetzungen und den Verfahren zum Übertritt in die übrigen schulischen Angebote der Sekundarstufe II. Wer im Wohnsitzkanton das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, wird auch in einem anderen Kanton zum Berufsmaturitätsunterricht zugelassen; vorbehalten bleiben abweichende kantonale Freizügigkeitsregelungen.Art. 15 Anrechnung bereits erbrachter Lernleistungen Wer in einem Fach über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, kann durch die Schule vom entsprechenden Unterricht dispensiert werden. Im Semesterzeugnis wird der Vermerk «dispensiert» angebracht. Wer in einem Fach die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweist, kann durch die kantonale Behörde von den entsprechenden Abschlussprüfungen dispensiert werden. Im Berufsmaturitätszeugnis wird der Vermerk «erfüllt» angebracht.4. Abschnitt:  Leistungsbewertung und PromotionArt. 16 Leistungsbewertung und Notenberechnung Die Leistungen werden gemäss Artikel 34 Absatz 1 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 2003 benotet. Noten, welche sich aus dem Mittel mehrerer bewerteter Leistungen ergeben, werden auf halbe oder ganze Noten gerundet. Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel sämtlicher zählender Noten. SR 412.101Art. 17 Promotion Am Ende jedes Semesters dokumentiert die Schule die Leistungen in den unterrichteten Fächern und im interdisziplinären Arbeiten in Form von Noten. Sie stellt ein Zeugnis aus. Sie entscheidet am Ende jedes Semesters aufgrund des Zeugnisses über die Promotion ins nächste Semester. Für die Promotion zählen die Noten der unterrichteten Fächer; die Note für das interdisziplinäre Arbeiten zählt nicht. Die Promotion erfolgt, wenn:a. die Gesamtnote mindestens 4 beträgt;b. die Differenz der ungenügenden Noten zur Note 4 gesamthaft den Wert 2 nicht übersteigt; undc. nicht mehr als zwei Noten unter 4 erteilt wurden. Wer die Promotionsvoraussetzungen nicht erfüllt, wird:a. im Falle des Berufsmaturitätsunterrichts während der beruflichen Grundbildung einmal provisorisch promoviert; beim zweiten Mal wird er oder sie vom Berufsmaturitätsunterricht ausgeschlossen;b. im Falle des Berufsmaturitätsunterrichts nach der beruflichen Grundbildung vom Berufsmaturitätsunterricht ausgeschlossen. Die Wiederholung des Unterrichtsjahres ist höchstens einmal möglich.Art. 18 Mehrsprachiger BerufsmaturitätsunterrichtErfolgt ein Teil des Berufsmaturitätsunterrichts ausserhalb der Sprachfächer in anderen Sprachen als der ersten Landessprache, so wird dies in den Semesterzeugnissen vermerkt; dabei werden die entsprechenden Sprachen angegeben.5. Abschnitt:  BerufsmaturitätsprüfungArt. 19 BegriffDie Berufsmaturitätsprüfung umfasst das gesamte Qualifikationsverfahren für die erweiterte Allgemeinbildung.Art. 20 Regelung, Vorbereitung und Durchführung Die Kantone sorgen dafür, dass auf ihrem Gebiet einheitliche Prüfungsbestimmungen gelten. Die unterrichtenden Lehrkräfte bereiten die Berufsmaturitätsprüfung vor und führen sie durch.Art. 21 Abschlussprüfungen In Form von Abschlussprüfungen werden geprüft:a. die vier Fächer des Grundlagenbereichs; undb. die zwei Fächer des Schwerpunktbereichs. Die Kantone setzen für die Beurteilung der Abschlussprüfungen Fachexpertinnen und -experten ein. Die schriftlichen Abschlussprüfungen werden regional vorbereitet und validiert. Die Fachhochschulen werden an der Vorbereitung und der Durchführung der Abschlussprüfungen angemessen beteiligt.Art. 22 Zeitpunkt der Abschlussprüfungen Die Abschlussprüfungen finden am Ende des Bildungsganges statt. Höchstens drei Fächer können vorzeitig abgeschlossen werden. In schulisch organisierten Grundbildungen mit Praktika am Schluss können die Abschlussprüfungen vor Beginn der Praktikumszeit erfolgen. Die interdisziplinäre Projektarbeit wird gegen Ende des Praktikums verfasst.Art. 23 Anerkannte Fremdsprachendiplome Das SBFI kann Fremdsprachendiplome anerkennen. Für Kandidatinnen und Kandidaten, die eine Diplomprüfung für ein anerkanntes Fremdsprachendiplom absolvieren, ersetzt die Diplomprüfung die Abschlussprüfung im entsprechenden Fach. Dies gilt auch für den Fall, dass das entsprechende Fremdsprachendiplom zu Beginn des Berufsmaturitätsunterrichts anerkannt war, im Laufe des Unterrichts seine Anerkennung jedoch verliert. Die Berufsfachschulen rechnen das Ergebnis der Diplomprüfung in die Prüfungsnote gemäss Artikel 24 Absatz 1 um. Wurde die Diplomprüfung vor Beginn des Berufsmaturitätsunterrichts absolviert, so ersetzt sie die Abschlussprüfung nur dann, wenn: a. sie zur Erteilung des Fremdsprachendiploms geführt hat; undb. das Fremdsprachendiplom im Zeitpunkt der Absolvierung der Diplomprüfung vom SBFI anerkannt war. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Juni 2016, in Kraft seit 1. Aug. 2016  (AS 2016 2645).Art. 24 Notenberechnung In den Fächern mit Abschlussprüfungen ergibt sich die Note je zur Hälfte aus der Prüfungsnote und aus der Erfahrungsnote. Die Prüfungsnote entspricht der Leistung oder dem Mittel der Leistungen in den Prüfungen im entsprechenden Fach. Die Erfahrungsnote ist das Mittel aller Semesterzeugnisnoten im entsprechenden Fach oder im interdisziplinären Arbeiten. In den Fächern des Ergänzungsbereichs entsprechen die Noten den Erfahrungsnoten. Im interdisziplinären Arbeiten ergibt sich die Note je zur Hälfte aus der Note für die interdisziplinäre Projektarbeit und der Erfahrungsnote. Die Note für die interdisziplinäre Projektarbeit ergibt sich aus der Bewertung des Erarbeitungsprozesses, des Produkts und der Präsentation. Die Leistungsbewertung und die Notenberechnung erfolgen sinngemäss nach Artikel 16.Art. 25 Bestehen Für das Bestehen der Berufsmaturitätsprüfung zählen:a. die Noten in den Fächern des Grundlagenbereichs;b. die Noten in den Fächern des Schwerpunktbereichs;c. die Noten in den Fächern des Ergänzungsbereichs;d. die Note für das interdisziplinäre Arbeiten. Es gelten sinngemäss die Promotionsvoraussetzungen nach Artikel 17 Absatz 4.Art. 26 Wiederholung Ist die Berufsmaturitätsprüfung nicht bestanden, so kann sie einmal wiederholt werden. Wiederholt werden jene Fächer, in denen beim ersten Versuch eine ungenügende Note erreicht wurde. Für die Fächer des Grundlagen- und des Schwerpunktbereichs zählt bei der Wiederholung die Prüfungsnote ohne Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungsnote. Für die Fächer des Ergänzungsbereichs ist bei der Wiederholung eine Prüfung zu absolvieren. Es zählt nur die Prüfungsnote. Bei ungenügender Note im interdisziplinären Arbeiten gelten für die Wiederholung die folgenden Regeln:a. Eine ungenügende interdisziplinäre Projektarbeit ist zu überarbeiten.b. Ist die Erfahrungsnote ungenügend, so erfolgt eine mündliche Prüfung zum interdisziplinären Arbeiten.c. Eine genügende bisherige Erfahrungsnote wird berücksichtigt. Wird zur Vorbereitung der Wiederholung der Unterricht während mindestens zwei Semestern besucht, so zählen für die Notenberechnung nur die neuen Erfahrungsnoten. Über den Zeitpunkt der Wiederholung entscheidet die kantonale Behörde.Art. 27 Folgen des Nichtbestehens Wer die Berufsmaturitätsprüfung zum Abschluss eines Bildungsganges während der beruflichen Grundbildung nicht bestanden hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis, sofern die Voraussetzungen für dessen Erwerb erfüllt sind. Die kantonale Behörde regelt Umfang und Durchführung notwendiger Ersatzprüfungen und legt die Bestimmungen für besondere Verhältnisse fest.Art. 28 Eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Im Notenausweis zum eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnis werden aufgeführt:a. die Gesamtnote;b. die Noten der Fächer des Grundlagenbereichs;c. die Noten der Fächer des Schwerpunktbereichs;d. die Noten der Fächer des Ergänzungsbereichs;e. die Note für das interdisziplinäre Arbeiten;f. die Note und das Thema der interdisziplinären Projektarbeit;g. die Ausrichtung der Berufsmaturität gemäss dem Rahmenlehrplan;h. der geschützte Titel laut dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis. Im Notenausweis wird vermerkt, wenn ein Teil der Berufsmaturitätsprüfung ausserhalb der Sprachfächer in anderen Sprachen als der ersten Landessprache absolviert wurde; dabei werden die entsprechenden Sprachen angegeben. Das SBFI stellt sicher, dass die eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisse in der ganzen Schweiz einheitlich gestaltet sind.6. Abschnitt:  Anerkennung von BildungsgängenArt. 29 Grundsatz, Voraussetzungen und Verfahren Bildungsgänge von Anbietern einer eidgenössischen Berufsmaturität bedürfen einer Anerkennung durch den Bund. Sie werden anerkannt, wenn:a. sie den Bestimmungen dieser Verordnung und des Rahmenlehrplans entsprechen;b. ein Lehrplan für den Bildungsgang vorliegt;c. geeignete Qualifikationsverfahren vorgesehen sind;d. geeignete Instrumente zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung bestehen;e. die Lehrkräfte ausreichend qualifiziert sind. Anerkennungsgesuche sind von der kantonalen Behörde beim SBFI einzureichen. Das SBFI entscheidet nach Anhörung der Eidgenössischen Berufsmaturitätskommission.Art. 30 Entzug der Anerkennung Entspricht ein vom Bund anerkannter Bildungsgang nicht mehr den Anforderungen, so setzt das SBFI dem Anbieter eine Frist zur Mängelbehebung. Verstreicht diese Frist ungenutzt oder werden die Mängel nicht entsprechend den Vorgaben behoben, so entzieht das SBFI die Anerkennung. Es hört vorgängig die zuständige kantonale Behörde und die Eidgenössische Berufsmaturitätskommission an.Art. 31 Qualifikation der LehrkräfteFür die Qualifikation der Lehrkräfte in Bildungsgängen der eidgenössischen Berufsmaturität gelten die Mindestanforderungen nach den Artikeln 40, 42, 43, 46, 48 und 49 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 2003. SR 412.1017. Abschnitt:  VollzugArt. 32 BundDas SBFI hat folgende Aufgaben und Befugnisse:a. Es übt die Oberaufsicht über die eidgenössische Berufsmaturität aus.b. Es sorgt für die Koordination auf schweizerischer Ebene.c. Es entscheidet über Pilotversuche und über Anträge der kantonalen Behörden, die Abweichungen von Bestimmungen dieser Verordnung oder vom Rahmenlehrplan beinhalten.Art. 33 Eidgenössische Berufsmaturitätskommission Die Eidgenössische Berufsmaturitätskommission besteht aus höchstens fünfzehn Vertreterinnen und Vertretern von Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt, Berufsfachschulen und Fachhochschulen. Sie konstituiert sich selbst. Sie hat die Aufgaben und Funktionen gemäss Artikel 71 BBG. Sie kann dem SBFI Anträge stellen, namentlich zur Weiterentwicklung der Berufsmaturität. Sie arbeitet mit anderen Kommissionen der Berufsbildung zusammen, namentlich mit der Eidgenössischen Berufsbildungskommission und der Eidgenössischen Kommission für Berufsbildungsverantwortliche. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Sept. 2013, in Kraft seit 1. Okt. 2013 (AS 2013 3093).Art. 34 KantoneDie Kantone vollziehen diese Verordnung, soweit diese nichts anderes bestimmt.8. Abschnitt:  SchlussbestimmungenArt. 35 Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts Die Berufsmaturitätsverordnung vom 30. November 1998 wird aufgehoben. ... [AS 1999 1367, 2004 5041] Die Änderung kann unter AS 2009 3447 konsultiert werden.Art. 36 Übergangsbestimmungen Für Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden, die ihre Berufsmaturitätsausbildung vor dem 1. Januar 2015 begonnen haben, gilt das bisherige Recht. Die Wiederholung der Berufsmaturitätsprüfung findet letztmals 2019 nach bisherigem Recht statt. Der Rahmenlehrplan wird bis zum 31. Dezember 2012 erlassen. Die kantonalen Vorschriften werden dieser Verordnung bis zum 31. Dezember 2014 angepasst. Die Lehrpläne für anerkannte Bildungsgänge werden bis zum 31. Dezember 2014 angepasst. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Juli 2013, in Kraft seit 1. Aug. 2013  (AS 2013 2315).Art. 37 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft.

input-rm412.103.1 Rumantsch è ina lingua naziunala, ma ina lingua parzialmain uffiziala da la Confederaziun, numnadamain en la correspundenza cun persunas da lingua rumantscha. La translaziun d’in decret federal serva a l’infurmaziun, n’ha dentant nagina validitad legala.Ordinaziundavart la maturitad professiunala federala(Ordinaziun davart la maturitad professiunala, OMPr)dals 24 da zercladur 2009 (versiun dals 23 d’avust 2016)Il Cussegl federal svizzer,sa basond sin l’artitgel 25 alinea 5 da la Lescha federala dals 13 da december 2002 davart la furmaziun professiunala (LFPr),decretescha: SR 412.101. partiziun:  Disposiziuns generalasArt. 1 ObjectQuesta ordinaziun regla per la maturitad professiunala federala en spezial:a. la concepziun da l’instrucziun;b. las pretensiuns envers las scolaziuns;c. la valitaziun da la prestaziun en il decurs da la scolaziun;d. l’examen da maturitad professiunala;e. la renconuschientscha da scolaziuns tras la Confederaziun.Art. 2 Maturitad professiunala federalaLa maturitad professiunala federala cumpiglia:a. ina furmaziun fundamentala professiunala, certifitgada tras in attestat federal da qualificaziun; edb. ina furmaziun generala extendida che cumplettescha la furmaziun fundamentala professiunala.Art. 3 Finamiras Tgi che ha acquistà ina maturitad professiunala federala è en spezial abel:a. da cumenzar in studi en ina scola auta spezialisada e da sa preparar en quel per ina incumbensa pretensiusa en l’economia ed en la societad;b. da percorscher e d’encleger il mund da la lavur cun ses process cumplexs e da s’integrar en tal;c. da reflectar davart sias activitads professiunalas e davart sias experientschas en connex cun la natira e cun la societad;d. da surpigliar responsabladad envers sasez, ils conumans, la societad, l’economia, la cultura, la tecnica e la natira;e. da far accessibla nova savida, da sviluppar sias visiuns e sias abilitads communicativas;f. da colliar la savida acquistada cun experientschas professiunalas e generalas e da trair a niz quai per sviluppar vinavant sia carriera professiunala;g. da communitgar en duas linguas naziunalas ed en ina terza lingua e d’encleger ils conturns culturals ch’èn colliads cun questas linguas. L’instrucziun per la maturitad professiunala sustegna la creaziun da structuras da savida sistematicas sin basa da cumpetenzas orientadas a la professiun sco er da las experientschas professiunalas da las persunas en scolaziun e maina ad in’avertadad spiertala ed ad ina madirezza persunala. Ella promova l’emprender autonom e duraivel sco er l’ulteriur svilup cumplessiv ed il lavurar en moda interdisciplinara da las persunas en scolaziun.Art. 4 Acquist La furmaziun generala extendida da la maturitad professiunala vegn acquistada en scolaziuns renconuschidas. Per titulars d’in attestat federal da qualificaziun che n’han betg absolvì ina scolaziun renconuschida regla il Secretariat da stadi per furmaziun, retschertga ed innovaziun (SEFRI) l’examen federal da maturitad professiunala.  La designaziun da l'unitad administrativa è vegnida adattada per il 1. da schan. 2013 applitgond l'art. 16 al. 3 da l'O dals 17 da nov. 2004 davart las publicaziuns uffizialas (AS 2004 4937). Questa adattaziun è vegnida fatga en tut il text.  La rectificaziun dals 23 d'avust 2016 concerna mo il text talian (AS 2016 2965).Art. 5 Dimensiun da la scolaziun La maturitad professiunala federala cumpiglia tut en tut almain:a. 5700 uras d’emprender en cas d’ina furmaziun fundamentala professiunala da 3 onns;b. 7600 uras d’emprender en cas d’ina furmaziun fundamentala professiunala da 4 onns. Da las uras d’emprender pertutgan almain 1800 la furmaziun generala extendida. Ils dumbers d’uras d’emprender cumpiglian:a. la furmaziun pratica professiunala;b. ils curs intermanaschials;c. il temp da preschientscha en scola;d. il temp mesaun che vegn duvrà per l’emprender en moda autonoma sco er per lavurs individualas ed en gruppa;e. las controllas d’emprender e las proceduras da qualificaziun. L’instrucziun per la maturitad professiunala importa almain 1440 lecziuns.Art. 6 Deducziun da salari inadmissibla ed imputaziun dal temp da lavur I n’è betg admissibel da deducir il salari d’ina persuna che frequenta l’instrucziun per la maturitad professiunala durant la furmaziun fundamentala professiunala. La frequentaziun da l’instrucziun per la maturitad professiunala durant la furmaziun fundamentala professiunala quinta sco temp da lavur. Quai vala er, sche l’instrucziun per la maturitad professiunala ha lieu ordaifer il temp da lavur usità.2. partiziun:  Instrucziun per la maturitad professiunalaArt. 7 Structuraziun L’instrucziun per la maturitad professiunala cumpiglia:a. in sectur da basa;b. in sectur central;c. in sectur cumplementar. Ultra da quai cumpiglia ella instrucziun e cussegliaziun per concepir e per rediger ina lavur da project interdisciplinara. En il sectur central ed en il sectur cumplementar porschan las scolas quels dus roms che correspundan a la direcziun da las furmaziuns fundamentalas professiunalas da las persunas en scolaziun.Art. 8 Sectur da basa Ils roms dal sectur da basa èn:a. emprima lingua naziunala;b. segunda lingua naziunala;c. terza lingua;d. matematica. Ils chantuns defineschan las linguas. Las finamiras da furmaziun en ils roms dal sectur da basa èn concepidas per las pretensiuns da las furmaziuns fundamentalas professiunalas e dals secturs da studi da las scolas autas spezialisadas ch’èn parentads cun quellas furmaziuns fundamentalas, ed èn correspundentamain differenziadas.Art. 9 Sectur central Il sectur central serva ad approfundar ed ad engrondir la savida e las enconuschientschas en reguard al studi en in sectur da studi da las scolas autas spezialisadas, ch’è parentà cun la professiun. Ils roms dal sectur central èn:a. finanzas e contabilitad;b. art applitgà, art, cultura;c. infurmaziun e communicaziun;d. matematica;e. scienzas natiralas;f. scienzas socialas;g. economia e dretg. Per regla ston vegnir frequentads dus roms. Ils roms èn concepids per las furmaziuns fundamentalas professiunalas er per ils secturs da studi da las scolas autas spezialisadas ch’èn parentads cun las furmaziuns fundamentalas professiunalas. Il plan d’instrucziun general attribuescha ils roms a las direcziuns da las furmaziuns fundamentalas professiunalas ed als secturs da studi parentads cun talas.Art. 10 Sectur cumplementar Il sectur cumplementar intermediescha in’abilitad d’orientaziun e d’agir en ils roms tenor l’alinea 2. Ils roms en il sectur cumplementar vegnan purschids per regla en moda cumplementara als roms dal sectur central e cumpiglian:a. istorgia e politica;b. tecnica ed ambient;c. economia e dretg. I ston vegnir frequentads dus roms. Il plan d’instrucziun general attribuescha ils roms a las direcziuns da las furmaziuns fundamentalas professiunalas ed als secturs da studi parentads cun talas.Art. 11 Lavurar en moda interdisciplinara 10 pertschient da l’instrucziun per la maturitad professiunala e dal total da las uras d’emprender vegnan impundids per sviluppar cumpetenzas metodicas dal pensar en moda interdisciplinara e dal schliar problems. Il lavurar en moda interdisciplinara vegn promovì ed exercità regularmain en l’instrucziun da tut ils trais secturs, en spezial en il rom da projects pitschens, da prestaziuns da transfer, dal management da projects e da la communicaziun. Las prestaziuns en il lavurar en moda interdisciplinara vegnan cumprovadas en notas separadas. Quellas vegnan resguardadas en la nota per il lavurar en moda interdisciplinara tenor l’artitgel 24 alinea 5. Vers la fin da la scolaziun fan u concepeschan las persunas en scolaziun ina lavur da project interdisciplinara. Ella è ina part integrala da l’examen da maturitad professiunala ed etablescha connexs:a. cun il mund da lavur; eb. cun almain dus roms da l’instrucziun per la maturitad professiunala.3. partiziun:  Pretensiuns envers las scolaziunsArt. 12 Plan d’instrucziun general Il SEFRI decretescha in plan d’instrucziun general. Il plan d’instrucziun general cuntegna:a. las finamiras da furmaziun per ils roms dal sectur da basa, dal sectur central e dal sectur cumplementar, concepidas per las furmaziuns fundamentalas professiunalas e per ils secturs da studi da las scolas autas spezialisadas ch’èn parentads cun las furmaziuns fundamentalas professiunalas;b. las parts dals singuls roms a las uras d’emprender ed il dumber da las lecziuns che pertutgan ils singuls roms;c. directivas concernent il lavurar en moda interdisciplinara e concernent la lavur da project interdisciplinara;d. las furmas dals examens finals;e. directivas concernent la maturitad professiunala plurilingua. Il plan d’instrucziun general vegn elavurà dals chantuns, da las organisaziuns dal mund da lavur, da las scolas professiunalas spezialisadas e da las scolas autas spezialisadas.Art. 13 Organisaziun da las scolaziuns L’instrucziun per la maturitad professiunala po vegnir frequentada:a. durant la furmaziun fundamentala professiunala;b. suenter la terminaziun da la furmaziun fundamentala professiunala, saja quai en moda cumplementara a la professiun u sco purschida a temp cumplain. Las scolaziuns che vegnan frequentadas durant la furmaziun fundamentala professiunala, ston vegnir coordinadas cun l’instrucziun davart la professiun. En talas scolaziuns na dastga l’instrucziun per la maturitad professiunala betg vegnir purschida sco instrucziun en bloc il cumenzament da la furmaziun fundamentala professiunala. Sco purschida a temp cumplain suenter la furmaziun fundamentala professiunala cumpiglia l’instrucziun per la maturitad professiunala almain 2 semesters.Art. 14 Premissas d’admissiun e procedura d’admissiun Ils chantuns decidan davart las premissas e davart las proceduras da l’admissiun a l’instrucziun per la maturitad professiunala. En quest connex s’orienteschan els vi da las premissas e vi da las proceduras per midar a las ulteriuras purschidas scolasticas dal stgalim secundar II. Tgi che ha absolvì cun success la procedura d’admissiun dal chantun da domicil, vegn er admess a l’instrucziun per la maturitad professiunala en in auter chantun; resalvadas restan regulaziuns chantunalas da libra circulaziun che divergeschan da quai.Art. 15 Imputaziun da prestaziuns d’emprender ch’èn gia vegnidas furnidas Tgi che dispona en in rom da las enconuschientschas e da las abilitads necessarias, po vegnir dispensà tras la scola da l’instrucziun correspundenta. En l’attestat da semester vegn inscritta la remartga «dispensà». Tgi che cumprova d’avair las enconuschientschas e las abilitads necessarias en in rom, po vegnir dispensà tras l’autoritad chantunala dals examens finals correspundents. En l’attestat da la maturitad professiunala vegn inscritta la remartga «ademplì».4. partiziun:  Valitaziun da las prestaziuns e promoziunArt. 16 Valitaziun da las prestaziuns e calculaziun da las notas Per las prestaziuns vegnan dadas notas tenor l’artitgel 34 alinea 1 da l’Ordinaziun davart la furmaziun professiunala dals 19 da november 2003. Las notas che resultan da la media da pliras prestaziuns valitadas, vegnan arrundadas sin mesas u sin entiras notas. La nota totala è la media da tut las notas che quintan, arrundada sin ina cifra suenter il comma. SR 412.101Art. 17 Promoziun A la fin da mintga semester documentescha la scola en furma da notas las prestaziuns en ils roms instruids ed en il lavurar en moda interdisciplinara. Ella fa in attestat. A la fin da mintga semester decida ella sin basa da l’attestat davart la promoziun per il proxim semester. Per la promoziun quintan las notas dals roms instruids; la nota per il lavurar en moda interdisciplinara na quinta betg. La promoziun ha lieu, sche:a. la nota totala importa almain 4;b. la differenza da las notas insuffizientas envers la nota 4 na surpassa tut en tut betg la valur da 2; ec. betg dapli che duas notas èn sut 4. Tgi che n’ademplescha betg las premissas da promoziun, vegn:a. promovì la prima giada provisoricamain en cas da l’instrucziun per la maturitad professiunala durant la furmaziun fundamentala professiunala; la segunda giada vegn el exclus da l’instrucziun per la maturitad professiunala;b. excludì da l’instrucziun per la maturitad professiunala en cas da l’instrucziun per la maturitad professiunala suenter la furmaziun fundamentala professiunala. L’onn d’instrucziun po vegnir repetì maximalmain ina giada.Art. 18 Instrucziun per la maturitad professiunala plurilinguaSch’ina part da l’instrucziun per la maturitad professiunala vegn dada ordaifer ils roms linguistics en autras linguas che l’emprima lingua naziunala, vegn quai remartgà en ils attestats da semester; las linguas correspundentas vegnan inditgadas.5. partiziun:  Examen da maturitad professiunalaArt. 19 NoziunL’examen da maturitad professiunala cumpiglia tut la procedura da qualificaziun per la furmaziun generala extendida.Art. 20 Regulaziun, preparaziun e realisaziun Ils chantuns procuran ch’i valian disposiziuns d’examen unitaras en lur territori. Las persunas d’instrucziun che instrueschan preparan e realiseschan l’examen da maturitad professiunala.Art. 21 Examens finals En furma d’examens finals vegnan examinads:a. ils quatter roms dal sectur da basa; edb. ils dus roms dal sectur central. Per giuditgar ils examens finals engaschan ils chantuns experts spezialisads. Ils examens finals en scrit vegnan preparads e validads en moda regiunala. Las scolas autas spezialisadas vegnan integradas adequatamain tar la preparaziun e tar la realisaziun dals examens finals.Art. 22 Termin dals examens finals Ils examens finals han lieu la fin da la scolaziun. Maximalmain trais roms pon vegnir terminads anticipadamain. En furmaziuns fundamentalas da scola cun praticums a la fin pon ils examens finals avair lieu avant il cumenzament dal temp da praticum. La lavur da project interdisciplinara vegn redigida vers la fin dal praticum.Art. 23 Diploms da linguas estras renconuschids Il SEFRI po renconuscher diploms da linguas estras. Per candidats che absolvan in examen da diplom per in diplom da linguas estras renconuschì, remplazza l’examen da diplom l’examen final en il rom correspundent. Quai vala er per il cas ch’il diplom da linguas estras correspundent è stà renconuschì al cumenzament da l’instrucziun per la maturitad professiunala, perda però sia renconuschientscha en il decurs da l’instrucziun. Las scolas professiunalas spezialisadas transfurman il resultat da l’examen da diplom en la nota d’examen tenor l’artitgel 24 alinea 1. Sche l’examen da diplom è vegnì absolvì avant il cumenzament da l’instrucziun per la maturitad professiunala, remplazza el l’examen final mo, sche: a. el ha manà a la concessiun dal diplom da linguas estras; eb. il diplom da linguas estras era renconuschì dal SEFRI il mument che l’examen da diplom è vegnì fatg.  Versiun tenor la cifra I da l'O dals 6 da zer. 2016, en vigur dapi il 1. d'avust 2016  (AS 2016 2645).Art. 24 Calculaziun da las notas En ils roms cun examens finals sa cumpona la nota mintgamai per la mesadad da la nota d’examen e da la nota empirica. La nota d’examen correspunda a la prestaziun u a la media da las prestaziuns en ils examens dal rom respectiv. La nota empirica è la media da tut las notas dals attestats da semester dal rom respectiv u dal lavurar en moda interdisciplinara. En ils roms dal sectur cumplementar correspundan las notas a las notas empiricas. En il lavurar en moda interdisciplinara sa cumpona la nota mintgamai per la mesadad da la nota per la lavur da project interdisciplinara e da la nota empirica. La nota per la lavur da project interdisciplinara sa cumpona da la valitaziun dal process d’elavuraziun, dal product e da la preschentaziun. La valitaziun da la prestaziun e la calculaziun da las notas vegnan fatgas confurm al senn tenor l’artitgel 16.Art. 25 Reussida Per reussir l’examen da maturitad professiunala quintan:a. las notas dals roms dal sectur da basa;b. las notas dals roms dal sectur central;c. las notas dals roms dal sectur cumplementar;d. la nota per il lavurar en moda interdisciplinara. I valan confurm al senn las premissas da promoziun tenor l’artitgel 17 alinea 4.Art. 26 Repetiziun Sche l’examen da maturitad professiunala na reussescha betg, po el vegnir repetì ina giada. I vegnan repetids quels roms, en ils quals igl è resultada ina nota insuffizienta en l’emprim examen. Per ils roms dal sectur da basa e dal sectur central quinta – tar la repetiziun – la nota d’examen senza resguardar la nota empirica vertenta. Per ils roms dal sectur cumplementar sto – tar la repetiziun – vegnir absolvì in examen. I quinta mo la nota d’examen. En cas d’ina nota insuffizienta en il lavurar en moda interdisciplinara valan per la repetiziun las suandantas reglas:a. Ina lavur da project interdisciplinara insuffizienta sto vegnir repassada.b. Sche la nota empirica è insuffizienta, vegn fatg in examen a bucca davart il lavurar en moda interdisciplinara.c. Ina nota empirica vertenta ch’è suffizienta vegn resguardada. Sche l’instrucziun vegn frequentada durant almain 2 semesters per preparar la repetiziun, quintan mo las notas empiricas novas per calcular la nota. Davart la data da la repetiziun decida l’autoritad chantunala.Art. 27 Consequenzas da la nunreussida Tgi che n’ha betg reussì l’examen da maturitad professiunala per terminar ina scolaziun durant la furmaziun fundamentala professiunala, survegn l’attestat federal da qualificaziun, premess che las premissas per acquistar tal èn ademplidas. L’autoritad chantunala regla la dimensiun e la realisaziun d’examens cumpensatorics necessaris e fixescha las disposiziuns per relaziuns spezialas.Art. 28 Attestat federal da maturitad professiunala En il certificat da notas da l’attestat federal da maturitad professiunala vegnan inditgads:a. la nota totala;b. las notas dals roms dal sectur da basa;c. las notas dals roms dal sectur central;d. las notas dals roms dal sectur cumplementar;e. la nota per il lavurar en moda interdisciplinara;f. la nota ed il tema da la lavur da project interdisciplinara;g. la direcziun da la maturitad professiunala tenor il plan d’instrucziun general;h. il titel protegì tenor l’attestat federal da qualificaziun. En il certificat da notas vegni remartgà, sch’ina part da l’examen da maturitad professiunala è vegnida absolvida ordaifer ils roms linguistics en autras linguas che l’emprima lingua naziunala; en quest connex vegnan inditgadas las linguas correspundentas. Il SEFRI garantescha ch’ils attestats federals da maturitad professiunala èn unitars en tut la Svizra. 6. partiziun:  Renconuschientscha da scolaziunsArt. 29 Princip, premissas e procedura Las scolaziuns da purschiders d’ina maturitad professiunala federala ston vegnir renconuschidas da la Confederaziun. Ellas vegnan renconuschidas:a. sch’ellas correspundan a las disposiziuns da questa ordinaziun e dal plan d’instrucziun general;b. sch’igl è avant maun in plan d’instrucziun per la scolaziun;c. sche proceduras da qualificaziun adattadas èn previsas;d. sch’i existan instruments adattads per garantir e per sviluppar la qualitad;e. sche las persunas d’instrucziun èn qualifitgadas suffizientamain. Dumondas da renconuschientscha sto l’autoritad chantunala inoltrar tar il SEFRI. Il SEFRI decida suenter avair tadlà la Cumissiun federala per la maturitad professiunala.Art. 30 Privaziun da la renconuschientscha Sch’ina scolaziun, ch’è renconuschida da la Confederaziun, na correspunda betg pli a las pretensiuns, fixescha il SEFRI in termin per il purschider per eliminar las mancanzas. Sche quest termin scada senza che las mancanzas sajan vegnidas eliminadas u sche las mancanzas na vegnan betg eliminadas confurm a las prescripziuns, retira il SEFRI la renconuschientscha. Avant taidla el l’autoritad chantunala cumpetenta e la Cumissiun federala per la maturitad professiunala.Art. 31 Qualificaziun da las persunas d’instrucziunPer la qualificaziun da las persunas d’instrucziun en scolaziuns da la maturitad professiunala federala valan las pretensiuns minimalas tenor ils artitgels 40, 42, 43, 46, 48 e 49 da l’Ordinaziun davart la furmaziun professiunala dals 19 da november 2003. SR 412.1017. partiziun:  ExecuziunArt. 32 ConfederaziunIl SEFRI ha las suandantas incumbensas e cumpetenzas:a. El ha la surveglianza suprema da la maturitad professiunala federala.b. El procura per la coordinaziun sin plaun naziunal.c. El decida davart emprovas da pilot e davart propostas da las autoritads chantunalas che cuntegnan divergenzas da las disposiziuns da questa ordinaziun u dal plan d’instrucziun general.Art. 33 Cumissiun federala per la maturitad professiunala La Cumissiun federala per la maturitad professiunala consista da maximalmain quindesch represchentants dals chantuns, da las organisaziuns dal mund da lavur, da las scolas professiunalas spezialisadas e da las scolas autas spezialisadas. Ella sa constituescha sezza. Ella ha las incumbensas e las funcziuns tenor l’artitgel 71 LFPr. Ella po far propostas al SEFRI, en spezial per sviluppar vinavant la maturitad professiunala. Ella collavura cun autras cumissiuns da la furmaziun professiunala, en spezial cun la Cumissiun federala per la furmaziun professiunala e cun la Cumissiun federala per las persunas responsablas per la furmaziun professiunala.  Versiun tenor la cifra I da l'O dals 4 da sett. 2013, en vigur dapi il 1. d'oct. 2013  (AS 2013 3093).Art. 34 ChantunsIls chantuns exequeschan questa ordinaziun, nun ch’ella disponia insatge auter.8. partiziun:  Disposiziuns finalasArt. 35 Aboliziun e midada dal dretg vertent L’Ordinaziun davart la maturitad professiunala dals 30 da november 1998 vegn abolida. ...  [AS 1999 1367, 2004 5041]  La midada po vegnir consultada sut AS 2009 3447.Art. 36 Disposiziuns transitoricas Per maturands professiunals che han cumenzà cun lur scolaziun per la maturitad professiunala avant il 1. da schaner 2015 vala il dretg vertent. L’examen da maturitad professiunala po vegnir repetì l’onn 2019 per l’ultima giada tenor dretg vegl. Il plan d’instrucziun general vegn relaschà fin ils 31 da december 2012. Las prescripziuns chantunalas vegnan adattadas a questa ordinaziun fin ils 31 da december 2014. Ils plans d’instrucziun per scolaziuns renconuschidas vegnan adattads fin ils 31 da december 2014.  Versiun tenor la cifra I da l'O dals 3 da fan. 2013, en vigur dapi il 1. d'avust 2013  (AS 2013 2315).Art. 37 Entrada en vigurQuesta ordinaziun entra en vigur il 1. d’avust 2009.