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Im 2008 fusionierten die beiden Raiffeisenbanken Rheineck und St. Margrethen zu der Raiffeisenbank Unteres Rheintal.
Die „neue“ Raiffeisenbank Unteres Rheintal ist im 2020 aus dem Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Unteres Rheintal und Berneck-Au entstanden.
Geschichte Raiffeisenbank Rheineck
Am 3. Februar 1907 gründeten im Restaurant Schäfli in Rheineck 24 initiative Rheinecker die damalige Darlehenskasse Rheineck. Sie entschieden sich dabei für das System von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, also für ein genossenschaftlich organisiertes Unternehmen mit den Grundprinzipien Solidarität, Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Mit dieser Neugründung wurde das Ziel verfolgt, die der neuen Bank anvertrauten Gelder von Kunden aus der Stadt Rheineck und Umgebung wiederum Einwohnern aus der Gemeinde bzw. näheren Region zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen. Das Kapital wurde damit risikoreicher Verwendung entzogen und das spekulative Geschäft schon damals anderen Banken überlassen.
Während 60 Jahren wurde die Kasse von fünf verschiedenen Verwalterinnen und Verwaltern im Nebenamt und in ihren jeweiligen Privatwohnungen geführt. Am 27. Februar 1967 sind die Schalter an die Rorschacherstrasse verlegt worden. Als erste vollamtliche Verwalterin wurde im Jahr 1974 Frau Verena Keller-Kuhn gewählt, welche vorgängig die Kasse bereits während 7 Jahren im Nebenamt geführt hatte. Das anhaltende Wachstum und die Einführung neuer, arbeitsintensiver Bankdienstleistungen erforderten aber schon bald einmal eine räumliche und personelle Erweiterung. Im Jahre 1976 konnte die Raiffeisenkasse ihre ersten eigenen Büroräumlichkeiten am heutigen Standort an der Bahnhofstrasse 38 erwerben. Am 1. Mai 1978 wurde Frau Keller durch Peter Züst abgelöst. Die für die damalige Zeit allen Bedürfnissen einer zeitgemässen Bank entsprechenden Räumlichkeiten und Einrichtungen erfreuten sich schon bald grosser Beliebtheit und liessen die Mitgliederzahl sowie die Bilanzsumme stetig ansteigen.
An der Generalversammlung vom 11. April 2008 wurde dem Antrag zur Fusion mit der Raiffeisenbank St. Margrethen deutlich zugestimmt. Die Raiffeisenbank Rheineck fusioniert somit rückwirkend auf den 1. Januar 2008 mit der Raiffeisenbank St. Margrethen und ändert den Namen in Raiffeisenbank Unteres Rheintal.
Geschichte Raiffeisenbank St. Margrethen
Am 3. Februar 1907 wurde die Raiffeisenbank St. Margrethen durch 26 Mitglieder, mit einem Verkehrskapital von CHF 50'000, gegründet. Der Geschäftsanteil jedes Genossenschafters betrug CHF 30 zuzüglich CHF 2 Eintrittsgeld. Das erste Geldgesuch betrug CHF 500, es wurde eine vierteljährlich Abzahlung von CHF 25 vereinbart. Als Pfand diente eine Kuh und ein "Galtling".
Im Jahre 1919 wird vom Vorstand vorgeschlagen, aufgrund des guten Ergebnisses 1918, vier Prozent Genossenschafterzins auszuschütten.
Der erste Umzug der Raiffeisebank stand im Jahre 1923 an. Die Bank "zügelte" an den Bahnhofplatz 8. Dort wurden ganze 40 Jahre die Bankgeschäfte erledigt, bevor der Umzug an die Parkstrasse im Jahre 1963 erfolgte. Im Jahre 1972 konnte erstmals eine vollamtliche Kassierstelle geschaffen werden.
Da die Bank stetig wuchs, brauchte es auch bald schon wieder mehr Platz. 1985 "zügelte" die Raiffeisebank in das Gebäude an der Bahnhofstrasse 2.
Im Jahre 2000 trat Oswald Wetli, die Stelle als Bankleiter an, die er noch heute inne hat.
An der Generalversammlung vom 4. April 2008 wurde mit eindeutiger Mehrheit die Fusion mit der Raiffeisenbank Rheineck beschlossen.
Geschichte Raiffeisenbank Berneck-Au
Am 23. Dezember 1906 fand die Gründungsversammlung des Darlehenskasse-Vereins Berneck unter dem Vorsitz von Lehrer Ferdinand Eugster statt. Von den Anwesenden erklärten 62 Personen unterschriftlich den Beitritt zur Kasse. Die Mitgliederzahl erhöhte sich innert Jahresfrist auf 94. Am 4. März 1907 wurde der Kassenbetrieb an der Kanzleistrasse in Berneck aufgenommen.
Nach 25-jähriger Amtsverwaltung legte Herr Federer-Zingg als Gründungspräsident seine Arbeit nieder. Am 17. April 1932 wurde der Darlehenskasse-Verein in Darlehenskasse Berneck umbenannt.
Am 1. Juni 1960 wurde der erste vollamtliche Kassier Walter Baumgartner gewählt. Bis zu dieser Zeit wurde die Kasse im Nebenamt von lediglich 4 nacheinander folgenden Kassieren geführt. Im Jahr 1968 wurde die erste Tresoranlage mit Schrankfächern für die Kunden eingebaut. Im Jahr 1974 folgte die Namensänderung von Darlehenskasse zu Raiffeisenkasse.
Während all den Jahren wurden die Bankgeschäfte an der Kanzleistrasse in Berneck durchgeführt. In den Jahren 1982/83 erfolgte der Um- und Anbau der Raiffeisenkasse. Der erste Bancomat der damaligen Raiffeisenkasse wurde im Jahr 1995 eingebaut.
Am 31. Dezember 1997, nach 37 Dienstjahren, wurde Walter Baumgartner pensioniert und Reto Zellweger übernahm die Bankführung. Bereits am 16. Oktober 1999 konnte die Bank die Eröffnung der Geschäftsstelle in Au feiern und änderte den Namen in Raiffeisenbank Berneck-Au.
Im September 2006 wurde im ehemaligen Restaurant Krone am Rathausplatz der neuen Hauptsitzes der Raiffeisenbank Berneck-Au eröffnet. Die Geschäftsstelle in Au zügelte im Juni 2010 von der Bahnhofstrasse in den Neubau an der Berneckerstrasse in Au.
An der schriftlich durchgeführten Abstimmung vom 11. Mai 2020 wurde mit grosser Mehrheit der Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Unteres Rheintal beschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt führte Reto Zellweger die Bank während rund 24 Jahren.
Raiffeisenbank Unteres Rheintal
Seit der Fusion der Raiffeisenbanken Rheineck und St. Margrethen (01.01.2008), hat sich die Bank unter der Leitung von Oswald Wetli stetig entwickelt. Im 2009 wurde, auf Grund der stetig wachsenden Platzansprüche, ein neues Bankgebäude an der Grenzstrasse 3 in St. Margrethen erstellt. Im Februar 2009 wurde das moderne, lichtdurchflutete Gebäude bezogen.
Nach über 33-jähriger Tätigkeit für unsere Bank, durfte Peter Züst (ehemaliger Bankleiter der Raiffeisenbank Rheineck) seinen wohlverdienten Ruhestand antreten.
Per 31.12.2012 verzeichnete unsere Bank erstmals eine Bilanzsumme von einer halben Milliarde Schweizer Franken.
Im Jahr 2019 konnte die Bank ein gutes Jahresergebnis erzielen. Die stabile Entwicklung im Geschäftsertrag sowie die moderate Kostenentwicklung ermöglichen uns, den erwirtschafteten Gewinn weiter in die Zukunft der Bank zu investieren.
Aufgrund der Situation mit Covid-19 wurde die Generalversammlung 2020 abgesagt. An der schriftlich durchgeführten Abstimmung vom 11. Mai 2020 wurde dem Fusionsantrag mit der Raiffeisenbank Berneck-Au mit grosser Mehrheit zugestimmt.
Aus dem partnerschaftlichen Zusammenschluss der beiden Banken entsteht die neue Raiffeisenbank Unteres Rheintal mit ca. 8‘560 Mitgliedern und 47 Mitarbeitenden (35 Vollzeitstellen). Mit knapp 150 Millionen Franken Depotvolumen und einer Bilanzsumme von rund 930 Millionen Franken verfügt die Bank über eine sehr ansehnliche Grösse.