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Auxinamidokonjugate wurden bereits in vielen Pflanzenarten, Moosen, Farnen und Samenpflanzen nachgewiesen. Vor allem in Samen und Blättern liegen bis 99% allen Auxins in konjugierter Form vor. Ein Zuviel dieses Hormones, bedingt durch Behandlung der Pflanzen mit Auxin, Auxintransportinhibitoren oder Überexpression von Enzymen der Auxinbiosynthese, wird teilweise konjugiert. Enzyme, die diese Konjugate spalten, sind bisher in nahezu allen Pflanzengeweben nachgewiesen worden. Bäume benötigen Auxin, welches zumeist in Blättern synthetisiert wird, für die Erhaltung des Kambiums als meristematisches Gewebe, außerdem für die Reaktivierung des Kambiums nach der Dormanz und die Differenzierung der ersten Frühholzzellen, die bereits einige Tage vor dem Austrieb der Knospen stattfindet. Da Auxin im Stamm ständig vorhanden ist, während der Dormanz aber keine Blätter vorhanden sind, muß der Stamm über eine weitere Auxinquelle verfügen, welche die Speicherung und Hydrolysierung von Auxinkonjugaten sein könnte. Daher sollte in dieser Arbeit die Rolle einiger Auxinamidohydrolasen untersucht werden. Als Untersuchungsobjekte dienten verschiedene Pappelarten (Populus temula (L.) und P. x canescens [Ait.] Sm.), sowie Arabidopsis thaliana.