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Fachinformationen Neurovaskuläre Ambulanz
Primärprävention und Sekundärprophylaxe
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Risikofaktoren für einen Hirnschlag
Beim Hirnschlag muss grundsätzlich zwischen ischämischen und hämorrhagischen Formen unterschieden werden, bei denen natürlich die verschiedenen Risikofaktoren nicht das gleiche Gewicht haben.
Bei der Prophylaxe wird meistens zwischen primärer und sekundärer Prophylaxe unterschieden. Mit der Primärprophylaxe wird versucht, einen ersten Hirnschlag zu verhindern. Nach einem Hirnschlag oder einer TIA (transiente ischämische Attacke) sollen sekundärpräventive Massnahmen das Rezidivrisiko vermindern.
Im Folgenden werden v.a. die Risikofaktoren für einen ischämischen Hirnschlag und deren Behandlung beschrieben.
Carotisstenose
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Eine der möglichen Ursachen eines Hirnschlags sind Blutgerinnsel (sogenannte „Embolien“), die von einer mittel- bis hochgradigen Verengung der Halsschlagader, der Arteria carotis, ausgehen.
Kritisch ist der Grad der Verengung, wenn er grösser als 50 % nach nordamerikanischen (NASCET-Kriterien) und grösser als 70 % nach europäischen Studienkriterien (ESCT) ist. Der Nutzen einer Operation der Carotisstenose, von der ein Hirnschlag ausgegangen ist, in Bezug auf den Schutz vor weiteren schweren Hirnschlägen, ist besonders hoch bei hochgradigen Verengungen und betrug in der grossen europäischen ECST-Studie 11,6 %.
Die grösste Wirksamkeit und den grössten Nutzen einer Carotisoperation liegt vor, wenn diese innerhalb der ersten zwei Wochen nach Auftreten einer transitorischen ischämischen Attacke (siehe dort) oder eines Hirnschlags durchgeführt wird. Sogenannte „Plättchenhemmer“ wie Aspirin oder Plavix sollten in der perioperativen Phase nicht abgesetzt werden.
Bei Carotisstenosen, die bisher noch keine Hirnschläge oder transitorische ischämische Attacken ausgelöst haben, also wie erwähnt asymptomatisch und grösser als 60 % (NASCET) sind, werden nur in bestimmten Situationen operativ angegangen. Aufgrund aktueller Studiensituation sollte die verbleibende Lebenserwartung des Patienten mehr als vier bis fünf Jahre betragen. Die Operation sollte durch einen erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden, dessen Komplikationsraten unter 3 % liegen. Die bisherigen Studienergebnisse haben ein für Männer mit asymptomatischen Carotisstenosen etwas besseres Nutzen-Risiko-Verhältnis ergeben als für Frauen.
Die Entscheidung, ob statt der Operation eher ein sogenannter endovaskulärer Therapieeingriff der Carotisstenose mit einem Ballon und einem Stent durchgeführt werden soll, bedarf einer individuellen Beurteilung jedes einzelnen Patienten.
Neuroangiologisches Kolloquium
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Jeden 2. und 4. Donnerstag findet ein interdisziplinäres neuroangiologisches Kolloquium statt. Hier werden interdisziplinär (Neurologie, interventionelle Neuroradiologie, Gefässchirurgie, Angiologie, Neurochirurgie) Patienten mit extra- oder intrakraniellen Gefässproblemen besprochen und gemeinsam über die weitere Behandlung entschieden.
Von extern können Patienten ebenfalls zwecks Besprechung angemeldet werden, mit vollständiger Zusendung der dafür notwendigen Dokumentation (CT, CT-A., MRI, MR-A., Ultraschallbefunde).
Anmeldung:
Sekretariat neurovaskuläre Ambulanz
Tel. +41 71 494 16 57, <email-pii>