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Für die kanadische Industrie dürfte das Protokoll den Zugang auf den südamerikanischen Markt und den Wissensaustausch erleichtern. Für Argentinien rundet es das Technologiespektrum besonders im Bereich Entsorgung ab. Das Protokoll umfasst zudem eine Machbarkeitsstudie für ein neues Kernkraftwerk in Argentinien.
Das argentinische Kernkraftwerksprogramm beruhte von Beginn an auf der Schwerwassertechnik. Die Kernkraftwerke Atucha-1 (335 MW, in Betrieb seit 1974), Atucha-2 (692 MW, im Bau) und Embalse (600 MW, in Betrieb seit 1983) arbeiten mit Schwerwasserreaktoren. Zudem verfügt Argentinien über eine bedeutende Infrastruktur zum Betrieb dieser Einheiten. Dazu gehören ein spezialisiertes Forschungs- und Entwicklungszentrum der CNEA, die Produktion schweren Wassers, die Brennelementherstellung sowie die Fabrikation bestimmter Schlüsselkomponenten für Kernkraftwerke. Bei der vertieften Zusammenarbeit mit Kanada geht es Argentinien namentlich darum, Know-how und Kapazitäten zur Behandlung bestrahlter Brennelemente, die Trockenlagerung dieser Brennelemente, das Abfallmanagement sowie die Nachrüstung der Candu-6-Einheit Embalse zu erwerben und bei der Entwicklung fortgeschrittener Reaktoren mitzuwirken. Das Protokoll nennt eine Anzahl konkreter Projekte auf diesen Gebieten, welche die AECL, die NASA und die CNEA gemeinsam verwirklichen wollen. Zudem haben die drei Partner vor, die Machbarkeit eines weiteren Kernkraftwerks mit vier Candu-Reaktorblöcken in Argentinien abzuklären, um der Regierung einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten.
Quelle
P.B. nach AECL, Medienmitteilung, 25. Mai 2006