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Lebenslauf
Am 27. Februar 1936 begann auf dem Bauernhof mein Lebenslauf als Ältester von acht Kindern. Früh schien ich ein Beobachter zu sein. Als ich noch im kleinen Wiegenbett in der schönen Stube lag, ging mein Grossvater an mir vorbei zum Spucknapf. Ich ahmte ihn nach und auf die Frage «Wie macht d’Götti?» lehnte ich mich über den Rand und tat, als ob ich Spucken würde. Das war das erste Spektakel in meinem Leben, von dem meine Mutter erzählte.
Als ältester Bub spielte ich früh schon den Anführer. Die Schulen besuchte ich ohne Begeisterung in Unterägeri, wechselte nach der zweiten Sekundarklasse an die Handelsschule in Zug, spürte früh, dass ich kein Kaufmann werden würde und fand im Lehrerseminar in Rickenbach Schwyz den richtigen Ort für die Berufsausbildung. Von da an liessen mich die Bücher nicht mehr los.
Als Primarlehrer unterrichtete ich in Baar, verliebte mich in Elisabeth Lüthold, die Lehrerin war, aber Sängerin werden wollte. Nach vier in Jahren Baar sang meine Frau im Opernchor in Basel und ich wurde Student auf der Universität. Wieder nach vier Jahren fand Elisabeth eine Stelle an der Deutschen Oper in Berlin. Mit der Tochter Teresa zogen wir auf abenteuerliche Art und Weise in die Grossstadt.
In Berlin erreichte mich der Ruf des Tales, der sich als Traum immer wieder meldete: Meine Mutter klopfte an die Diele der Stube, über der mein Bett lag. Sie rief: «Grosse, stand uf, du muesch i d’Hütte!» Ich sollte also mit dem Ziehkarren die Milch in die Molkerei bringen. Bald darauf bewarb ich mich um die Stelle eines Psychologie- und Pädagogiklehrers am Seminar Menzingen und wurde angestellt. In der autobiographischen Erzählung «Keine Kuh in Berlin» zeichne ich anekdotenhaft mein Leben bis zur Kandidatur als Gemeindepräsident.
In Menzingen kam unsere zweite Tochter, Barbara, zu Welt. 1970 wurde ich Gemeindepräsident von Unterägeri, vier Jahre danach Regierungsrat und 1986 wählte mich das Zugervolk in den Ständerat. Ich hatte erlebt, was ich mir aus Goethes Faust merkte: «Man glaubt zu schieben und wird geschoben».
Als Politiker spielte ich nun eine Rolle, was so viel hiess, dass ich eine Position erreicht hatte, in der ich Erwartungen des Volkes zu erfüllen hatte. Bevor ich das erste Mal gewählt wurde, erforschte ich die Sonnenzeichnungen der Kinder. Ich erfand den Sonnenfamilien-Test, der noch immer gefragt, aber leider vergriffen ist. In einschlägigen Kreisen nannte man mich den Sonnen-Iten.
Als Politiker war ich zweigeteilt: Einerseits war ich von der vielseitigen Aufgabe fasziniert, andererseits aber auch angezogen von der Welt des Geistes, sodass ich ein Schreibender wurde. Mit meinen achtzig Jahren schaute ich zurück in die Anfänge meiner politischen Tätigkeit und schrieb das Buch «Ägerikeiten».
Die Sonnenfamilie
Das immer noch gefragte Buch «Die Sonnenfamilie» ist vergriffen und kann als Skript besorgt werden. Siehe Links am Schluss der Homepage. Es fasst die wesentlichen Erkenntnisse des Buches zusammen und dient als Leitfaden für die Durchführung und Analyse von Kinderzeichnungen.