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Eine offiziell anerkannte neue Referenz zur Wertschätzung nachhaltiger Unternehmen in der Schweiz?
B-Lab Schweiz hat kürzlich ein White paper mit dem Titel "Nachhaltiges Unternehmertum in der Schweiz: Eine Chance für einen neuen rechtlichen Rahmen" veröffentlicht. Dieses Dokument wurde in multidisziplinärer Zusammenarbeit mit rund zwanzig juristischen und wirtschaftlichen Experten, darunter auch Der Gewerbeverein, sowie Vertretern der Zivilgesellschaft erstellt. Es verdeutlicht die entscheidende Rolle des Privatsektors bei der Umsetzung der Agenda 2030 und betont das Fehlen eines spezifischen rechtlichen Rahmens in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich, Spanien, den Vereinigten Staaten und Kanada. Diese Situation führt zu Unsicherheiten für Unternehmen, die befürchten, des "Greenwashing" beschuldigt zu werden, und Schwierigkeiten haben, die Glaubwürdigkeit der zahlreichen Labels und Ansätze auf dem Markt zu bewerten. Um dies zu beheben, schlägt B-Lab Schweiz die Schaffung einer offiziell anerkannten Qualifikation oder Referenz vor, die auf einer umfassenden Konsultation von 600 Unternehmen basiert.
In diesem Zusammenhang stellt Adèle Thorens dem Bundesrat mehrere Fragen: Sie hinterfragt die Vision des Bundesrats hinsichtlich der Rolle der Unternehmen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie die derzeitige Bewertung des Beitrags Schweizer Unternehmen zu diesen Zielen. Sie betont auch die Schwierigkeiten, die sich durch das Fehlen einer anerkannten Referenz für die Nachhaltigkeit von Unternehmen ergeben, und erkundigt sich beim Bundesrat nach seinem Aktionsplan zur Unterstützung von Unternehmen, die Nachhaltigkeitsmassnahmen ergreifen.
Der Bericht des Bundesrats über nachhaltige Finanzen betont die Notwendigkeit für die Schweiz, sich in diesem Bereich abzuheben, und hebt die Bedeutung der Vermeidung von "Greenwashing" hervor. Adèle Thorens fragt, warum der Schutz der Stakeholder auf Finanzprodukte beschränkt ist und nicht auf alle nachhaltigen Güter und Dienstleistungen ausgeweitet wird. Sie weist auch auf die Auswirkungen des Fehlens eines klaren rechtlichen Rahmens im Bereich öffentliche Aufträge hin.
Schliesslich lädt sie den Bundesrat dazu ein, die Entwicklungen in den Nachbarländern zu berücksichtigen, die Gesetze zur Förderung offiziell anerkannter Qualifikationen im Bereich nachhaltiger Unternehmen erlassen. Sie fragt, ob die Schweiz Gefahr läuft, in diesem Bereich überholt zu werden, und wie der Bundesrat Unternehmen unterstützen wird, die sich für Nachhaltigkeit engagieren.
Wir erwarten nun gespannt die Antwort des Bundesrats in der Herbstsession.