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Bis ich dann mal herausgefunden habe, dass diese, wie auch die meisten anderen Limousionen eher Puff-Atmosphäre als Luxus versprühen…
Mögt ihr euch erinnern? Jüngst haben wir eine ganze Reihe Auto-Superlative Revue passieren lassen. Das billigste, teuerste, grösste, kleinste Auto und dergleichen:
Selbstredend wurde auch dieses Auto gefeatured:
Es heisst American Dream und wurde von TV- und Film-Autobauer Jay Ohrberg (der u. a. für K.I.T.T. oder den «Back To the Future»-DeLorean verantwortlich war) auf Basis eines 1976er Cadillac Eldorado konzipiert und 1992 fertiggestellt. Das Gefährt ist gemäss Guinness Book of World Records offiziell das längste fahrbare Auto der Welt. 30,5 Meter lang ist es (auf Englisch 100 Fuss – was sich etwas geiler anhört). Und ja, es hat einen verdammten Helikopterlandeplatz! Ausserdem 24 Räder, zwei Motoren, zwei Fahrer, ein Kingsize-Wasserbett, ein Jacuzzi, ein Pool (mit Sprungbrett), mehrere Zimmer und ein Putting Green.
Okay. Das oben gezeigte Bild stammt aber aus den frühen Neunzigern. Danach ... naja, bis vor Kurzem sah das Auto noch so aus:
Auf einem Lagerhausparkplatz in New Jersey rotteten die Überreste des American Dream vor sich hin. Nun kommt ein gewisser Michael Manning ins Spiel, der die Verkaufsannonce auf Ebay entdeckte und das Gewinnergebot erzielte.
«Als ich das Auto fand, war es in einem sehr schlechten Zustand. Ich würde sagen, auf einer Skala von eins bis zehn war es minus eins», so Manning.
Die Renovation begann vor etwa zweieinhalb Jahren. Nebst der verrottenden Limousine kamen auch drei Spender-Cadillacs als Teilelieferanten zum Zug. Insgesamt kostete das Restaurierungsprojekt über eine Viertelmillion Dollar.
Und nun erstrahlt der American Dream von neuem in vollem Glanz.
Das Interieur ist so, wie man's sich vorstellt: Allüberall Teppichboden, Leder, Vinyl und LED-Leuchten. Als Ausstattung sind da mehrere Fernseher, ein Kühlschrank und ein Telefon. Etwa 75 Personen könnten theoretisch darin Platz finden, so Manning. Ausserdem wurde das bereits erwähnte Putting Green, wie auch der Pool und der Hubschrauberlandeplatz auf Vordermann gebracht.
Als Manning und sein Team das Auto auseinander nahmen, stellten sie fest, dass es sich eigentlich um sechs Cadillac Eldorados handelt, die in der Mitte durch einen speziell angefertigten Rahmen verbunden sind. Wie viel der American Dream wiegt, weiss man nicht. Manning schätzt, dass es um die 11 Tonnen sind.
Wie man sich ja vorstellen kann, ist das Fahren keine leichte Aufgabe. «Die grösste Schwierigkeit ist, genügend gerade Strassen zu finden. Um abbiegen zu können, braucht man einen sehr grossen Radius, weil es so lang ist», so Manning. «Ähnlich wie der Präsident, der sich jede Route zu seinem Ziel durchplanen muss – genau das müssten wir auch. Wir müssten eine Route planen und genau wissen, wo wir abbiegen können.»
Wie alles andere in der Automobilindustrie könnte die Zukunft des American Dream elektrisch sein. «Man bräuchte ja bloss 24 Elektromotoren» – einen für jedes Rad. Und eine Batterie, die «ach, keine Ahnung, wie gross die sein müsste», so Manning. Die Antwort lautet: Ordentlich gross. Aber Platz ist ja nicht das Problem, im American Dream. Vor allem, weil: «Irgendwann einmal werden wir das Auto nochmals verlängern.»
Der Mensch entdeckte das Feuer, das Rad, die Hose und Brad Pitt. Und Brad Pitt entdeckte den Männerrock. Nein, falsch. Brad Pitt gehört bloss zu jenen, die den Männerrock im vergangenen Jahr wieder einmal ins Gespräch brachten. Wenn ich mich richtig entsinne, zum circa 35. Mal, seit ich Männer kenne. Immer läuft irgendeiner in einem ungeteilten Beinkleid durchs Bild und immer wird das wieder zum Hype gestylt.