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Grösse
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Homonyme: ein grosser Mensch ist lang oder erfolgreich (oder beides).
Den Ausdruck "Grösse" verwende ich im Alltag sehr vielfältig und meine damit meistens ein Ausmass. Hier geht es mir um eine terminologisch gebundene Verwendung des Ausdruckes, die den SI-Normen der Physik zumindest nicht widerspricht. Es geht also nicht um Kleidergrössen und nicht um die Grösse eines Menschen, usw. Insbesondere das Adjektiv "gross" hat nichts mit der hier gemeinten Grösse zu tun (deshalb der Verweis auf das Homonym).
"Der Begriff "physikalische Grösse" im heutigen Verständnis wurde von Julius Wallot eingeführt. Auf ihn gehen die Begriffe Zahlenwertgleichung, Größengleichung und Zugeschnittene Größengleichung zurück und werden in der Norm DIN 1313 „Physikalische Größen und Gleichungen“ (Erstausgabe 1931: „Schreibweise physikalischer Gleichungen“) behandelt" (Wikipedia). Vielleicht würde es helfen, wenn die Physiker jedesmal von "physikalischen Grössen" sprechen würden, besser aber wäre wohl ein Fremdwort gewesen.
Als Grösse bezeichne ich eine Hypostasierung einer Messoperation.
Beispiel:
Mit einem Massstab beispielsweise messe ich die Länge, indem ich die zu messende Sache (verfahrensmässig) neben den Massstab lege.
Ich unterscheide verschiedene Grössenarten, die je einem Messverfahren entsprechen. Grösse sagt nichts über das Ausmass, sondern bezeichnet nur die Art des Ausmasses.
Sprachkritische Anmerkung:
Oft ist von der Grösse einer Menge die Rede. Dabei wird der Ausdruck "Grösse" anstelle von Mächtigkeit verwendet, also für die Anzahl der Elemente der Menge, was einem umgangssprachlichen Wortgebrauch entspricht (und für viel Verwirrung sorgt).
Das erste wohldefinierte metrische Grössen"system" wurde 1793 in Frankreich eingeführt. In Paris wird das Urmeter aufbewahrt, welches als Referenzgröße geschaffen wurde. 1875 wurde ein internationaler Vertrag, die Meterkonvention, von siebzehn Staaten unterzeichnet.
Jede Messoperation ist doppelt bestimmt. Durch ihre Art bestimmt sie Grösse und durch ihre Ausführung bestimmt sie einen Mess-Wert als Resultat. Das Mess-Resultat kann als Wert einer Eigenschaftsdomäne interpretiert werden.
[Systemwiki]
[wp Grösse]
[wp Physikalische Grösse]
[!!]
Lieber Werner, ich untersuche - wie Du vielleicht schon gesehen hast - meine Sprache bezüglich der Physik und dabei natürlich auch Redeweisen von Physikern.
Aktuell befasse ich mich mit dem Ausdruck "Grösse" der im Systemwiki nicht erläutert wird. Dort gibt es "mengenartige Grössen", was ich nicht von Mengen unterscheiden kann. Dafür gibt es in der "konventionellen" Physik beispielsweise Basisgrössen, also auch Grössen, die aber anders benannt sind.
Der Ausdruck "Grösse" wird sehr diffus verwendet, oder vielleicht für sehr verschiedene Dinge, die man dann aus dem jeweiligen Kontext heraus erkennen muss.
(Und natürlich ist diese Facebook-Gruppe vielleicht nicht der richtigste Ort, aber man weiss ja nie)
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Kommentare
Werner Maurer
Werner Maurer Lieber Rolf, hier das Zitat aus Wikipedia:" Eine physikalische Größe ist eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines physikalischen Objektes, Vorgangs oder Zustands. Ihr Wert (Größenwert) wird als Produkt aus einem Zahlenwert (der Maßzahl) und einer Maßeinheit angegeben. Vektorgrößen werden durch Größenwert und Richtung angegeben." Grösse meint irgend eine messbare Eigenschaft. In der Thermodynamik gibt es noch Zustandsgrössen (im Gegensatz zu prozessabhängigen Grössen), intensive und extensive Grössen. Eine mengenartige Grösse ist eine extensive Grösse, die bilanzierfähig ist. Im Englischen verwenden wir oft fluidlike quantity.
Gefällt mir · Antworten · 7. Januar 2016 um 06:33
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Rolf Todesco
Rolf Todesco Mir geht es um die Sprache, also um die Wahl der Wörter, bevor diese in der Wikipedia auf einen Durchschnitt heruntergebrochen werden.
Im Altlasten-Diskurs zeigt sich meines Erachtens vor allem, dass sich die nicht reflektierte, eingebürgerte Sprache zu grossen Problemen führt, die sich ja auch darin zeigen, dass KPK und Altlasten an vielen Orten nicht verstanden werden.
Deine diesbezüglichen Argumentationen betreffen immer die Physik, aber nie die Sprache der Physik.
Wenn ich von "messbaren Eigenschaften" sprechen will, verstehe ich nicht, weshalb ich dafür das Wort "Gösse" verwenden soll. Ich würde eher von der Grösse eines Wertes sprechen - was hier dann komliziert als Grössenwert bezeichnet wird.
Es geht mir um die deutsche Sprache. Ich kann etwa von der Grösser einer Menge sprechen, aber nicht von der Menge einer Grösse.
Natürlich kann man sagen, dass sich bestimmte Wörter eben eingebürgert haben, pasta. Aber damit verbunden sind eben auch eingebürgerte Vorstellungen. F. Herrmann zeigt eine spezifische Komplikation mit dem Ausdruck "Grösse" und plädiert dann sogar dafür, auf Arbeit" und "Druck" zu verzichten, weil das die einzigen Nicht-Zustandsgrössen seien. F. Herrmann meint, Physikern (ausser jenen der DPG !!) sei klar, dass sie über Modelle sprechen. Aber es könnte sich trotzdem lohnen, das sprachlich auch zum Ausdruck zu bringen.
Der physikalische Ausdruck "Grösse" ist eine Verdinglichung, die mich als Lernenden (und offenbar auch viele andere) davon ablenkt, was damit bezeichnet wird. Dabei wird insbesondere von der Beobachtungstätigkeit abgelenkt, quasi so getan, wie wenn Grössen in der Natur vorkommen würden.
An sehr vielen Orten (ich meine auch im Systemwiki) könnte "Grösse" durch "Begriff" ersetzt werden, aber oft steht Grösse auch für den Grössenwert. Irgendwie zeigt das Fehlen des Eintrages "Grösse" im Systemwiki, dass nicht bei Adam und Eva begonnen werden soll, aber Abkürzung erweisen sich oft als Sackgassen.
PS, das englische quantity scheint mir (im Englischen) nicht besser als Grösse im Deutschen. Wenn wir im Deutschen von Quantität sprechen, macht wenigstens das Fremdwort einen Hinweis auf eine spezielle Sache. Im Deutschen würde "Menge" am ehesten passen, aber generell wäre die Bezeichnung "physikalisch gemessene Eigenschaften"sachlich und problemlos.
Gefällt mir · Antworten · 7. Januar 2016 um 13:21
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Werner Maurer
Werner Maurer Alltagssprache und Fachsprache ist ein grosses Thema. Das kann man nur schwerlich blogmässig aus dem Bauch heraus bearbeiten.
Gefällt mir · Antworten · 1 · 8. Januar 2016 um 09:20
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Rolf Todesco
Rolf Todesco hmmm ... Alltagssprache ist vielleicht etwas negativ besetzt, aber meine Sprache, die ich jeden Tag verwende, kann ich ohne weiteres in einem Blog reflektieren.
Natürlich laufe ich damit gegen Machtinstanzen an, die mir sagen, wie MAN zu sprechen hat und dass meine Überlegungen nur meine eigene Idiosynkrasie betreffen. Aber was solls. Ich sehe keinen anderen Weg des Lernens als mir meiner Sprache bewusst zu werden.
In den sogenannten "Fachsprachen" (Terminologien) haben Ausdrücke eine je bestimmte Bedeutung, die nicht mit jener übereinstimmen muss, die ich im Alltag assoziiere. Aber praktisch immer verweisen eigenartige Wortverwendungen in Fachsprachen darauf, dass etwas nicht recht verstanden oder reflektiert ist.
Ich bloggendarüber, weil bloggen für mich die einfachste Form des Schreibens ist.
(die Altlasten-Geschichte von F Herrmann erscheint ja im Nachhinein auch als einfacher Blog (nur dass er keine Kommentare zulässt
http://www.physikdidaktik.uni-karlsruhe.de/alt.../index.html ))
Altlasten
Der KPK hat im Augenblick Gegenwind: Er wird vom AULIS-Verlag nicht mehr hergestellt und ab 2014 nicht…
physikdidaktik.uni-karlsruhe.de
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Gefällt mir · Antworten · Vorschau entfernen · 1 · 8. Januar 2016 um 10:37
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Wolfgang Martin
Wolfgang Martin Ok nicht gesehen von Barbara
Sammlung https://plus.google.com/collection/oJCKU
Physik
plus.google.com
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Gefällt mir · Antworten · 1 Std