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Wie die chinesischsprachige 'Economic Daily News' berichtet, hat der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC die US-Handelskommission aufgefordert, Apples Antrag auf Importverbot für HTC-Geräte abzulehnen. HTCs China-Präsident Ren Weiguang hat gestern auf der Mobile Asia Expo in Shanghai gesagt, dass die asiatischen Verbraucher den Wunsch nach einer Vielzahl von Smartphones mit unterschiedlichen Display-Grössen hätten, Apple sich aber zu sehr abkapsele und gar nicht in der Lage sei, dem Verbraucherwunsch nach vielfältigen Wahlmöglichkeiten zu entsprechen. Ihm zufolge begebe sich Apple somit in die Gefahr einer "Fehlentscheidung".
Per Eilverfahren hat Apple Anfang Juni mit einer Beschwerde wegen Verletzung des Patents auf Data Tapping (direktes Aufrufen von Telefonnummern durch Antippen) bei der ITC ein Einfuhrverbot für 29 HTC-Smartphones erwirken wollen. Betroffen sind unter anderem das HTC One X und One S, das Inspire 4G, das Sensation 4G, das Hero und das Hero S sowie Modelle der Evo-Familie. HTC hat derweil am Vortag wissen lassen, dass ein Teil der fraglichen Funktionen in dem
Patentdisput mit Apple schon entfernt wurden.
Was Schwellenländer wie China und Indien angeht, hat HTC-CEO Peter Chou betont, dass diese Märkte zwar in den Fokus sind, sein Unternehmen aber keine Absicht habe, auf Kosten des eigenen Markenimages in das Low-End-Segment einzusteigen, berichtet das 'Wall Street Journal'. Auf "Billighandys" zum Erhöhen der Marktanteile werde man anders als Motorola Mobility, LG und Samsung einfach nicht setzen. HTC habe in China Smartphones für 2'000 Yuan Renminbi (314 US-Dollar) im Angebot, aber keine für 1'000 Yuan oder weniger. Das Segment überlasse man lieber der Konkurrenz. Im Reich der Mitte kommt HTC vielleicht auch deshalb laut Gartner nur auf einen Marktanteil von 3 Prozent verglichen mit 18,6 Prozent von Samsung und 9,9 Prozent von Apple. (kh)