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Bei allen Erkrankungen, welche mit dem fokussierten Ultraschall behandelt werden können, ist das Hauptziel die Verbesserung der Lebensqualität durch Minderung der Symptome. Damit ist die tiefe Hirnstimulation nicht eine Behandlung, die zur Heilung einer Erkrankung führt, sondern zu einer Linderung der Beschwerden (sogenannt symptomatische Behandlung).
Erfolgschancen
Bei den klassischen und weltweit am besten untersuchten Erkrankungen (Parkinson, Tremor) besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit (über 80%), dass die Beschwerden signifikant gelindert werden können. Die weitweite Erfahrung ist gegenüber der tiefen Hirnstimulation jedoch noch wesentlich geringer.
Behandlungsrisiken
Die Risiken der FUS Behandlung sind insgesamt sehr gering und es werden zahlreiche Massnahmen getriffen, um die Risiken während der Behandlung zu kontrollieren. Dennoch besteht bei aller Sorgfalt wie bei jedem chirurgischen Eingriff auch immer die Gefahr völlig unerwartet auftretender Komplikationen.
- Unerwartet starke Erwärmung der Haut am Schädelknochen, was zu Verbrennungen der Hopfhaut führen kann
- der Zielpunkt wird nicht getroffen oder ein nicht geplantes Gebiet wird erwärmt. Die erwünschte Wirkung wird nicht erreicht und es besteht die Gefahr einer irreversiblen Hirnschädigung.
- Blutungsrisiko im Bereich des Zielpunkts
- Infektionsrisiko im Bereich der Dorne, welche den Stereotaxierahmen am Kopf fixieren
Nebenwirkungen
Es kann sein, dass Gewebe in der Nachbarschaft des Zielgebietes ausgeschaltet wird, was zu Nebenwirkungen führen kann. Am häufigsten sind Sprechstörungen (eine verwaschene Sprache) oder Probleme beim Gehen. Andere Nebenwirkungen wie beispielsweise Sehstörungen treten deutlich seltener auf.
Gang- und Sprechstörungen können durchaus nur vorübergehend sein, was durch eine vorübergehende Schwellung des Hirngewebes erklärt werden kann. In der Mehrheit der behandelten Patienten in unserem Zentrum sind diese Nebenwirkungen, wenn sie denn auftreten, nach Tagen bis Wochen wieder verschwunden. Es ist möglich, dass im Rahmen der Abschwellung des Hirngewebes gleichzeitig aber auch der Tremor wieder etwas verstärkt wird.
Andere Nebenwirkungen können sich durch die Veränderung der Medikation ergeben. So kann beispielsweise die Reduktion der Parkinson-Medikamente mindestens vorübergehend zu einer gewissen Apathie führen.