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Wer im Zwielicht geschäftet, läuft Gefahr, in Konflikt mit der Justiz zu geraten. So geschehen mit einem Business-Klienten von Hunter Biden: Dem Rumänen Gabriel Popoviciu. Der Immobilienmagnat war 2016 von der rumänischen Justiz wegen Bestechung angeklagt.
Um seinem bedrängten Buddy zu helfen, aktivierte Hunter seine Kontakte zu den US-Strafverfolgungsbehörden. Er kontaktierte den Familienfreund und ehemaligen FBI-Direktor Louis Freeh. Freeh hatte den Inlandgeheimdienst unter den US-Präsidenten Clinton und Bush geleitet.
Im Sommer 2016 setzte der Ex-Nachrichtenchef Freeh seine Hebel in Bewegung. Und bedankte sich bei Hunter nachdrücklich für den Auftrag.
Obwohl als Privatmann agierend, leitete Freeh den Fall an seine ehemaligen Kollegen im FBI weiter. «Ich habe mit dem Leiter der FBI-Kriminalabteilung gesprochen, und das FBI ist ernsthaft daran interessiert, Gabriel in anderen Angelegenheiten zu treffen und zu befragen», schreibt Freeh in einer E-Mail an Hunter vom 8. Juli 2016.
Ausserdem bot Freeh Hunter Biden eine Vermittlungsgebühr für den Auftrag an. Hinter dieser «kleinen» Aufmerksamkeit stand eine klare Absicht.
Freeh witterte weitere lukrative Deals mit dem Biden-Clan. So informierte er Hunter, dass er dessen Vater, Vizepräsident Biden, gesprochen habe, um Optionen der Kooperation auszuloten.
«Ich habe vor ein paar Wochen mit deinem Vater gesprochen und würde gerne mit ihm einige zukünftige Arbeitsmöglichkeiten ausloten. Ich glaube, dass eine Zusammenarbeit ... wertvoll wäre, Spass machen und sich lohnen würde.»
Zu Louis Freeh Klienten zählten verschiedene dubiöse Geschäftsleute. Zum Beispiel Beny Steinmetz, wie Freeh in einer E-Mail an Hunter bekanntgab. Der französisch-israelische Rohstoffhändler wurde letztes Jahr in der Schweiz wegen Schmiergeldzahlungen zu 50 Millionen Franken Kompensationszahlungen und zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt.
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