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Personenbezogene Hoheitsgewalt
Ursprünglich war die Hoheitsgewalt auf Personen und nicht auf ein Territorium bezogen (Nomadenstämme). Diese wurden z.B. durch den Ältestenrat geführt.
Je mehr Nahrung, umso grösser der Stamm. Lebensmittelknappheit führte zur Spaltung.
Sesshaftigkeit der Stämme
Die Stämme begannen sesshaft zu werden und als Pflanzer den Boden regelmässig zu bebauen. Diese regelmässige Bebauung der gleichen Bodenfläche führte zu ersten Eigentumsvorstellungen (Dominium). Wer den Boden bebaut, darf auch darüber verfügen. Eine erste Form arbeitsteiliger Tauschgemeinschaft entsteht.
Frühere Reiche
Bildung von Verbänden, um sich vor Feinden zu schützen. Fürsten erringen Macht über Reiche anderer Fürsten. Beamte unterstützen Herrscher und treiben Steuern ein, damit der Herrschaftsapparat funktioniert und sich die Loyalität der Verwaltung kaufen kann.
Stadtentwicklung
Städte entstehen an verkehrsgünstigen Handelsstrassen und ziehen Stammesangehörige verschiedenster Stämme mit unterschiedlichen Religionen an. Recht und Herrschaft werden durch das Territorium der Stadt, nicht mehr durch die Stammesangehörigkeit begrenzt: • Aus Abhängigkeit vom Familienverband ensteht Abhängigkeit vom Gemeinwesen, welches Dienste für die Gemeinschaft übernimmt (Verkehr, Sicherheit, Gesundheit) • Bürokratie zur Wahrung des Gemeinwohls wächst, es entsteht Beamtentum • Gemeinschaftsgefühl entsteht
Gesetze
Komplexere Gesellschaftsordnungen müssen mit Hilfe von Gesetzen geregelt werden. Das Gesetz gilt nicht mehr, wie Gewohnheitsrecht, für einen Stamm (Personalitätsprinzip), sondern neu für ein Territorium (Territorialitätsprinzip).
Der Herrscher bestimmt das Gesetz auf seinem Territorium für alle Bewohner.