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Was ist ein "small batch"?
Was ist ein "small batch"?
Ein “small batch” ist die Bezugnahme auf eine Art von Kleinproduktion, bei der Waren in begrenzten Mengen hergestellt werden, häufig nach traditionellen oder handwerklichen Methoden.
Wieso ist diese Kennzeichnung bei Schokolade wichtig?
Stell dir vor, der gesamte Wein dieser Welt wird zusammengemischt. Unterschiedliche Regionen. Unterschiedliche Trauben. Und alles wird an wenige grossen Firmen zur Endverarbeitung gesandt, und durch einen industriellen Prozess standardisiert. Dieser Gedanke mag für viele ekelig klingen, ist aber eine Realität in der Schokoladenwelt.
Ein Grossteil der Schokolade die wir essen wird von wenigen grossen Firmen hergestellt. Sogenannte Industrieschokolade. Um es an die Masse zu verkaufen, müssen sie immer den gleichen Geschmack garantieren. So mischen Sie Kakaobohnen aus der ganzen Welt zusammen, überrösten sie, fügen Vanille oder billiges Vanillin, Kakaobutter oder wenn es ganz billig ist, andere Fette sowie Palmöl und Emulgatoren hinzu.
Das Ziel von Konsistenz und effizienter, standardisierter Produktion wird erreicht. Gleich bleibender Geschmack bedeutet auch dass wiederum immer weniger Kakaosorten angebaut werden. Monokultur soweit das Auge reicht. Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich so, der einst vielfältige Geschmack der Schokolade auf wenige, standardisierte Geschmacksnoten reduziert.
Wie kam es zur heutigen Schokoladen Revolution?
In den letzten 20 Jahren ist eine rasch wachsende Bewegung von kleinen Handwerkern, Tüftlern und Künstlern entstanden, die der Kakaobohne und dessen Anbauern wieder einen würdigen Platz verschaffen möchten. Diese Bewegung kam ursprünglich aus den USA, als Leute wie John Nancy von Chocolate Alchemy ihre eigenen Maschinen erfanden, die es ihnen erlaubte, in der Küche oder Garage Schokolade selbst zu produzieren, und so die Schokoladenherstellung demokratisiert haben.
Plötzlich war die Schokoladenproduktion nicht mehr nur den Grossproduzenten mit einem kapitalintensiven Maschinenpark möglich, sondern wurde auch dem kleinen Handwerker oder Künstler zugänglich. Leute mit unterschiedlichstem Hintergrund begannen mit Kakao zu experimentieren, mit dem Ziel möglichst komplexe Geschmacksnoten der Kakaobohne in der fertigen Tafel hervorzuheben. Einen guten Artikel gibt es auch hier.
Wie bereits die Bewegungen rund um die handwerkliche Produktion von craft Bier oder specialty Coffee gezeigt haben, zeigt jetzt die craft chocolate Bewegung, dass die Diversität des Geschmacks von Kakao enorm ist.
Was die handwerklichen und experimentierfreudigen Personen erreicht haben kommt einer Schokoladen-Revolution sehr nahe. Der Geschmack der Schokolade hat sich verbessert, und es ist dem Kenner sogar möglich, das Ursprungsland oder die verwendete Kakaosorte herauszuschmecken.
Andere Länder sind dieser Bewegung gefolgt, und wir haben Hersteller aus der ganzen Welt, von Grossbritannien über Spanien oder Litauen bis zu Russland und Vietnam gefunden. Zudem haben einige Kakaoproduktionsländer angefangen, den Kakao direkt vor Ort zu produzieren – bekannt davon sind vor allem Hersteller aus Peru, Brasilien, Venezuela, Vietnam oder Kolumbien. Sie tragen ihre Kultur an die Welt, und schaffen so eine Verlagerung der Wertschöpfungskette an das Ursprungsland. (Bild von ChocolateTree)
Dies ermöglicht auch eine andere Interpretation von Globalisierung. Eine, in der nicht die grossen und mächtigen Produzenten alles beherrschen, sondern in der eine grosse Anzahl kleinster Firmen, Genossenschaften und Einzelkämpfer sich direkt vernetzen und so ohne viele Zwischenhändler die Wertschöpfung zugunsten der Kakaoanbauenden Ländern verbessern. Hoffentlich führt dies auch zu mehr Diversität und direkten Verbindungen zu den Herkunftsländern.
Und dies ist auch was du hier findest. Wir selektieren die Hersteller und Marken, die uns inspirieren. Hersteller, die sich trauen etwas anders zu machen, unabhängig bleiben und Respekt vor der Umwelt und Kakaobauern haben.