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Bei einer Inflation oder Geldentwertung wächst im Gegensatz zu einer Deflation die Geldmenge stärker als das Waren- und Dienstleistungsangebot. Dadurch muss zumindest für die meisten Waren und Dienstleistungen immer mehr Geld bezahlt werden. Von einer Inflation im engeren Sinne spricht man, wenn die Geldmenge sehr schnell steigt und die Währung immer schneller an Wert verliert. In Zeiten hoher Inflation kann es sinnvoll sein, Sachwerte wie Edelmetalle, Aktien oder Immobilien zu kaufen. Durch die Geldentwertung wird das Geld immer weniger wert, hingegen steigt der Wert der Sachwerte.
Unter Anwendung der klassischen Definition des Begriffs "Inflation" als steigende Geld- und Kreditmengen sind die vergangenen Jahre weltweit durch hohe staatlich verordnete Inflation geprägt, also starkes Geld- und Kreditmengenwachstum. Im Unterschied zu den inflationären 70er-Jahren führte diese Inflation aber nicht zu deutlich steigenden Preisen in den amtlich berechneten Warenkörben. Deshalb konnten moderne Politiker und ihre keynesianisch geprägten Ökonomen ständig von niedrigen Inflationsraten schwadronieren, obwohl die Geld- und Kreditmengenausweitung weit über dem Wirtschaftswachstum lag.