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Schweiz im internationalen Ausschuss für Kulturgüterschutz
3003 Bern, 28. November 2005
Medieninformation
Schweiz im internationalen Ausschuss für Kulturgüterschutz
Die Schweiz ist im Rahmen der Unesco-Generalkonferenz für vier Jahre in den
internationalen Ausschuss für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten
Konflikten gewählt worden. Der neu gebildete Ausschuss soll sich
insbesondere für eine weltweite Liste von Kulturgütern einsetzen, die unter
verstärktem Schutz stehen.
Ausgelöst durch zunehmende Zerstörungen an Kulturgut in den 1990er-Jahren
haben die Unesco und die Unterzeichnerstaaten des Haager Abkommens zum
Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten (1954) im Jahre 1999 ein
Zweites Protokoll verabschiedet, welches Präzisierungen sowie verschärfte
Sanktionen vorsieht. Im März 2004 hat die Unesco dieses Zweite Protokoll in
Kraft gesetzt. Es sieht in Art. 24 vor, dass ein internationaler Ausschuss
für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten gewählt wird, dem
jeweils zwölf Vertragsparteien angehören. Dieser Ausschuss tritt einmal pro
Jahr zusammen und soll aus Unterzeichnerstaaten bestehen, die eine
ausgewogene Vertretung der verschiedenen Regionen und Kulturen der Welt
gewährleisten.
Bei der erstmaligen Wahl im Rahmen der Unesco-Generalkonferenz in Paris
wurden Ende Oktober für vier Jahre die Staaten El Salvador, Libyen,
Österreich, Peru, Schweiz, Serbien und Montenegro gewählt und für zwei Jahre
die Staaten Argentinien, Finnland, Griechenland, Iran, Litauen und Zypern.
Die Schweiz wird vertreten durch Rino Büchel, Chef Fachbereich
Kulturgüterschutz des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS).
Mitentscheidend für die Wahl der Schweiz in dieses Gremium war nicht zuletzt
die im internationalen Umfeld als vorbildlich bezeichnete Umsetzung von
Schutzmassnahmen für Kulturgut im zivilen Bereich, die ausdrücklich auch in
Art. 5 des Zweiten Protokolls gefordert wird.
Der Fachbereich Kulturgüterschutz wird in dem vom EDA geleiteten
"Réseau-Unesco" mitwirken, welches das politische und fachliche Engagement
der Schweiz in der Unesco koordiniert.
EIDG. DEPARTEMENT FÜR VERTEIDIGUNG, BEVÖLKERUNGSSCHUTZ UND SPORT,
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