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Die eingeborene Bevölkerung in Amazonien ist in 6 linguistische Urstämme unterteilt:
Tupi, Karibe, Tukano, Jê, Pano und Aruak. Die Stämme des Acre gehören in erster Linie zu Pano und Aruak. Zu den Pano gehören die: Kaxinawás, Yawanawás, Poyanawás, Jaminawás, Nukuinis, Araras und die Kaxararis.
Zu den Aruak werden die Kulinas und die Kampas gezählt. Zu den eher isoliert im Acre lebenden Gruppen gehören die Katukinas und die Machineris – sie haben noch kaum Kontakt mit der Zivilisation. Alle diese Indianer leben von der Jagd, dem Fischfang, ein bisschen Landwirtschaft und dem Sammeln von Waldfrüchten. Sie kultivieren Maniok, Mais, Baumwolle, Tabak und verschiedene Früchte. Innerhalb ihrer Stammesgemeinschaften gibt es so genannte „Pajés“ (Medizinmänner), welche ihre Kenntnisse bezüglich ritueller Handlungen und des Gebrauchs von Heilpflanzen an ihre Nachfolger weitergeben. Bei einigen dieser Rituale wird ein Getränk inhaliert – sie nennen es „Ayahuasca“ oder auch „Yagé“ – welches starke Halluzinationen hervorruft. Die Indianer gewinnen es aus einer Lianen und bestimmten Blattpflanzen.
Die Kultur dieser Indianer, und vor allem ihre Gedanken, unterscheiden sich sehr von allem, was wir aus unserer Kultur gewöhnt sind.
Und es verwundert besonders, dass diese Völker nie unsere typische „Besitz- und Eigentumsvorstellung“ entwickelt haben. Stattdessen „gehört“ alles was sie haben oder gewinnen oder in ihrer Waldumgebung erjagen, der Dorfgemeinschaft. Auch die Art und Weise, wie man als Indianer Entscheidungen trifft – betreffend der Dorfgemeinschaft oder des Stammes – folgt nicht unserer gewohnten linearen Hierarchie! Und solche, für uns fremdartigen Verhaltensweisen der indianischen Mentalität, haben zu den bekannten Vorurteilen gegen diese einmalig beispielhaft funktionierenden Lebensgemeinschaften geführt. Die so genannten Zivilisierten hielten die Indianer für Lügner, denen man nicht vertrauen kann. Und solche Vorurteile wurden stets als Rechtfertigung für die Diskrimination und die Ausrottung der Indianer benutzt.