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Am Dienstagnachmittag haben ab 15.00 Uhr die Vertreter der 16 teilnehmenden Nationen, die 13 Mitglieder des Councils (das IIHF-Führungsgremium), der WM-Vermarkter Infront, das WM-OK und ein Versicherungs-General ihre Ansichten im Rahmen einer Telefonkonferenz ausgetauscht.
Nach ziemlich genau 120 Minuten endete die Übung ohne Resultat. Zwar sind die beiden Division-I-WM-Turniere in Slowenien und Polen, die am 27. April begonnen hätten, abgesagt worden. Somit gibt würde es bei der WM in Zürich und Lausanne keinen Absteiger geben. Weil es ja keine Aufsteiger gibt.
Aber die WM in Zürich und Lausanne mit Startspielen am 8. Mai wird nicht nach wie vor nicht abgesagt. Obwohl alle wissen und alle inoffiziell sagen, dass sie nicht stattfinden wird. Wie kommt das? Ganz einfach: Sagt die IIHF die WM ab, zahlt die Versicherung nicht. Nur wenn höhere Gewalt (also die Anordnung einer Behörde) die WM unmöglich macht, wird sie abgesagt.
IIHF-Präsident René Fasel wartet also sehnlichst darauf, dass ihn endlich ein Mitglied des Bundesrates oder ein Mitglied der Behörden der Kantone Waadt und Zürich oder der Städte Zürich und Lausanne erlöst und sagt: Die WM kann nicht durchgeführt werden. Punkt. Erst dann muss die Versicherung zahlen.
Erst dann kann René Fasel in seiner Funktion als IIHF-Präsident verkünden: «Les jeux sont fait, rien ne va plus». Und die WM 2020 absagen. Das kann von nun an jeden Tag der Fall sein.
Es ist nichts anderes als ein verrücktes Geduldsspiel um eine Versicherungssumme in der Höhe von 60 Millionen Franken. René Fasel sagt, das sei eine boshafte Interpretation der Situation. Aber er sagt nicht, sie sei falsch.
Wenn die WM abgesagt ist, werden die Kosten für die Tickets (minus einer Bearbeitungsgebühr von 5 Franken) zurückerstattet. Die WM wird mit ziemlicher Sicherheit nun einfach ein Jahr später 2021 in Zürich und Lausanne ausgetragen. Die übrigen, bereits bis 2025 vergebenen WM-Turniere – 2021 Riga und Minsk, 2022 Tampere und Helsinki, 2023 St. Petersburg, 2024 Prag und Ostrava, 2025 Dänemark und Schweden (Austragungsorte noch nicht bestimmt) – rutschen in diesem Fall um ein Jahr nach hinten.
Dieser Verschiebung muss der IIHF-Kongress zustimmen, der auch die WM-Turniere vergeben hat. Riga und St. Petersburg haben bereits Zustimmung signalisiert, nicht einverstanden sind die Schweden.
Ein Cup-Final, welchen so vor der Saison wohl nur wenige Fans erwartet hätten. Titelverteidiger RB Leipzig trifft auf Eintracht Frankfurt (Anpfiff 20.00 Uhr). Zum zweiten Mal infolge tritt keines der beiden Top-Teams der Bundesliga um Bayern München oder Borussia Dortmund die Reise nach Berlin an.