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«Muss mit dem Verlust von Bundesgeldern gerechnet werden, weil noch kein kantonales Tourismuskonzept vorliegt?», fragt Rudolf Vonlanthen. Mit einem klaren Nein antwortet der Staatsrat auf die grossrätliche Anfrage. «Das vorübergehende Fehlen eines Tourismuskonzepts stellt das kantonale Umsetzungsprogramm zur Neuen Regionalpolitik, NRP, welches sich ganz besonders auch mit dem Tourismus befasst, nicht in Frage.» In der Tat hätte der Kanton bereits 2007 ein Tourismuskonzept vorlegen müssen, um den Anforderungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu genügen. Darin hätte der Kanton die vorrangigen Aktionen beschreiben müssen, die er mit Unterstützung der NRP durchführen möchte.
Da der Kanton Freiburg aber in seinem Umsetzungsprogramm 2008-2011 den Tourismus als einen der Schlüsselbereiche der Regionalpolitik aufgeführt habe, habe sich das Seco einverstanden erklärt, dass die im Tourismus geplanten Aktionen im Programm verblieben, schreibt der Staatsrat.
Konzept wird Anfang 2009 nachgereicht
Das Seco hat allerdings die Bedingung gestellt, dass der Kanton spätestens 2009 ein Tourismuskonzept vorlegt. Gestützt auf eine vom Freiburger Tourismusverband vorbereitete Unterlage werde der Staatsrat dieser Forderung Anfang 2009 nachkommen, um ab 2009 Tourismusprojekte gemäss der mit dem Bund abgeschlossenen Programmvereinbarung finanziell unterstützen zu können, versichert der Staatsrat.
Für die Zeitspanne 2009- 2011 wurden vom Bund und vom Kanton für den Tourismus ein Betrag von gut 1,5 Millionen Franken für A-fonds-perdu-Beiträge und ein Betrag von knapp 5,5 Millionen Franken für Darlehen vorgesehen. Die NRP verfügt für den Zeitraum 2008-2011 insgesamt über 34 Millionen Franken (von Kanton und Bund) für A-fonds-perdu-Beiträge und Darlehen. rsa