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Die California
Unser bevorzugtes Modell von Moto Guzzi.
Der
V-Motor
..oder die Vorgänger des heutigen Moto Guzzi Motors....
Neben
der japanischen Lilac
(1959-1964) gab es eine V35
Bergmeister (1953-1954) von Victoria welche prinzipiell bereits 1934 für Ardie
als 600
ccm entwickelt wurde, aber nur das Prototypenstadium erreichte und ein
Militärmodell i 841 (1941) von Indian. Etwas später zog auch Honda
mit der CX nach.(1977-1985).
Der Condorclub Holland hat eine Internetseite
zusammengestellt mit weiteren "Guzzi" ähnlichen Töffs.
Der V Motor wurde selbstverständlich nicht
nur für Motorräder konstruiert. Er wurde und wird z.B von Moto Guzzi auch
für Flugzeuge gebaut.
Im Fliegermuseum von Dübendorf steht sogar ein V12. Eine
eigentliche Entwicklungsgeschichte in der Töffbranche ist daher nicht
ableitbar.
Geschichte der California
Die California Dynastie
von Franz Ingold
Am Anfang stand die Frage, wie alt eigentlich die Italienerin ist, die unserem Club den Namen und Inhalt gibt. Seit Anfang der 70er Jahre gibt es die California. Niemand konnte mir eine präzisere Antwort geben, oder besser gesagt, jede Antwort stimmte ein bisschen, wich aber von den anderen ab. Ich habe mir deshalb vorgenommen, die Geschichte zurück zu verfolgen. Keine einfache Sache, wie sich bald zeigte. Als Unterlagen haben mir gedient 1) Wolfgang Zeyen, Motorräder, die Geschichte machten: Moto Guzzi, 2) Greg Field, Moto Guzzi - die grossen V2 Modelle.
Eigentlich beginnt alles damit, dass die italienischen Polizei- und Militärbehörden einen Wettbewerb unter den Herstellern des Landes - Ducati, Benelli, Laverda, Gilera und Moto Guzzi - starten (NB: Referenzfahrzeug ist eine BMW R 69 S). Die V7 von Moto Guzzi bekommt den Zuschlag.
Die ab 1965 gebauten V7 (700 ccm) wie auch ihre Nachfolger haben einen Doppelschleifenrahmen.
Ab 1969 werden auch V7 Special (757 ccm) gebaut, ab 1971 zusätzlich V7 GT 850, letztere neu mit 5 Gängen.
Ab 1973 entstehen aus der V7 GT 850 die V 850 GT und die V7 California 850, die bereits eine Bremsscheibe am Vorderrad aufweisen und die sich nur in der Ausstattung
unterscheiden aber auch in der Fahrgestellnummer; die California Modelle werden von 11.111 an durchnumeriert.
An dieser Stelle taucht also zum ersten Mal der Name California auf. Unübersichtlich wird es deshalb, weil die zu dieser Zeit (1973) immer noch gebauten V7 Special und V7 GT 850 zum Teil mit California-Ausstattung ausgeliefert werden.
Seit 1968 ist das Moto Guzzi-Werk im Rennsport nicht mehr aktiv. Das soll sich ändern, aber das instabile und unsportliche Fahrwerk der V7 passt nicht zum dicken V-Motor mit den sehr wohl sportlichen Qualitäten. Also entwickelt Chefingenieur Tonti einen steiferen, leichteren Rohrrahmen, der durch Dreieckskonstruktionen stabilisiert wird und mehr Bodenfreiheit bietet. Der Rahmen wird fortan für die S-Modelle (Sport) wie für die T-Modelle (Tourer) verwendet.
1973 wird nicht nur die V7 California 850 lanciert, sondern auch das erste Modell der T-Reihe: die 850 T mit Fahrgestellnummern VC… mit einer Bremsscheibe vorne. Es folgt 1975 die 850 T3 (Fahrgestellnummern VD…) mit 3 Scheiben und dem patentierten Integralbremssystem. Eine T2 gab es nie. Von der T wie von der T3 wird die
California-Ausführung (Scheibe, Koffern, Trittbrett, Schutzbügel)
hergestellt. Auch an die 850 T3 SP (hat Teile der V1000 SP, z.B. Alugussräder) werden Scheiben, Koffern etc. montiert und damit als California ausgeliefert.
Damit die Sache nicht zu einfach wird: auch die V1000 I Convert mit Automatikgetriebe und die V1000 G5 (wie die Convert, aber mit dem Getriebe der 850 T3) werden mit California-Ausstattung versehen.
Allgemein wird die 850 T3 als die Ur-California angesehen. Wieviele "Ti tre" gebaut werden, ist selbst dem Werk nicht bekannt (die 850 T4 bekommt die gleiche Fahrgestellnumerierung). Weit mehr als 10'000 sind es auf alle Fälle.
1981 beginnt unter dem neuen Besitzer und Designer De Tomaso die Ära des "Vierkantkopf"-Motors. Als Folge davon erscheint die California II mit dem 948 ccm Motor der Le Mans III. Rahmennummer ist VT… . Diese überaus erfolgreiche Maschine muss ich nicht näher beschreiben. Die bis 1987 gebaute Cali II wird im wesentlichen in einer Version ausgeliefert, sieht man von der Automatic für den US-Markt (in Presseberichten als "das langweiligste Motorrad der Welt" verrissen) ab. Natürlich verbauen die Italiener auch hier die Teile, die gerade an Lager sind.
Ende 1987 präsentiert Moto Guzzi mit der California III eine stilistisch völlig überarbeitete Maschine mit dem gleichen bewährten 948 Kubik Motor. Es stehen verschiedene Grundmodelle zur Verfügung: die Standardversion, die Classic (ab 1990, ohne Windschutzscheibe, mit Speichenrädern) und die F.F. (vollverkleidet, ab 1989), alle mit Vergaser (Rahmennummer VW…) oder Einspritzanlage (Rahmennummer VY…). Ab 1991 ist die Cali III mit Katalysator erhältlich. Im Jubiläumsjahr 1992 gibt's die Cali als Anniversary Edition mit vielen kleinen Extras.
1994: der Trend bei den Big Bikes, insbesondere der Cruiser, geht Richtung
"grösser". Moto Guzzi rüstet auf und steckt den Motor mit 1064 ccm, der ursprünglich für die 1100 Sport entwickelt wurde, in ein überarbeitetes Fahrwerk der Cali III, woraus die California 1100 / California 1100i entsteht (Rahmennummer KC…). Moto Guzzi spricht von ca. 200 Änderungen gegenüber der Cali III. Trotzdem: die Optik bleibt insgesamt etwa gleich, die Auswahl an Lackierungen steigt. Die Tourer heissen ab 1997 nicht mehr California 1100, sondern California EV, ab 1999 auch California Special. Vergaser sind out. 1997 kommt die EV 75 in einer limitierten Serie von 750 Stück aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums der Marke Moto Guzzi. Spätestens jetzt gibt es eine verwirrende Vielfalt von Ausführungen. Mit und ohne Tourenscheibe, Sportscheibe, Hartschalenkoffern, Ledertaschen, Speziallackierungen und anderes mehr.
Unter der Devise "weniger ist mehr" kommt 1999 die California Jackal ziemlich nackt daher. Alles unnötige wird entfernt, darunter auch eine Bremsscheibe vorne. Das
Custom Bike Styling der Jackal wird 2001 in der California Stone fortgesetzt. Für 2002 wird die Jubiläumsausgabe California EV 80 - bekanntlich ist Moto Guzzi 80 jährig - lanciert. Nebst dieser Maschine mit den sonderbaren Koffern werden im 2003 nicht weniger als 8 Versionen der California
angeboten:
· California EV p.i.
· California EV Touring p.i.
· California Special Sport
· California Aluminium (eine Special Sport)
· California Titanium (ebenfalls eine Special Sport)
· California Stone
· California Stone Touring
· California Stone Metal
p.i. steht für punterie idrauliche: das hydraulische System sorgt für konstantes Ventilspiel. Temperaturabhängige Ausdehnungen von Zylinder und Zylinderkopf werden kompensiert. Ergebnis sind reduzierte mechanische Geräusche und ein geringerer Wartungsaufwand.
Ist nun allen klar, wie alt die California ist?? Ein Ende der Dynastie ist zum Glück nicht absehbar. Die Geschichte geht weiter…
Franz Ingold
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Eine weitere Geschichte
ist unter diesem Link
zu finden.
Modelle
Modellgeschichte:

Hydraulische Tassenstössel (punterie idrauliche, p.i.)
Moto Guzzi stattet die Modelle "California EV p.i."
und "California EV Touring p.i." mit neuen Motoren aus. In beiden
Modellen erzeugt der neue P.I.-Motor noch mehr Fahrspaß und Komfort. Ein
Interferenzrohr, das die beiden Krümmer miteinander verbindet, und das auf
9,8 : 1 erhöhte Verdichtungsverhältnis sorgen für einen besseren Gasfluss
und bringen zusätzliche Leistung sowie einen verbesserten Drehmomentverlauf
über das gesamte mittlere Drehzahlband. Über eine Bohrung in den
geschmiedeten Pleueln werden die Kolben zusätzlich mit Öl gekühlt.
Der neue P.I.-Motor Der neue Moto Guzzi V2-Motor mit
hydraulischem Ventiltrieb wurde auf dem Mailänder Salon 2001 der Öffentlichkeit
präsentiert. Seit April treibt er die beiden California Topmodelle EV und EV
Touring an. Das Kürzel P.I. steht für „Punterie Idrauliche“. Das
hydraulische System sorgt für konstantes Ventilspiel. Temperaturabhängige
Ausdehnungen von Zylinder und Zylinderkopf werden kompensiert. Ergebnis:
deutlich reduzierte mechanische Geräusche und ein geringerer Wartungsaufwand.
Quelle: Technikseite von Hunziker Motos Basel. Alter Link Hunziker Motos Basel
Die Produktion des hydraulischen System P.I. wurde wieder
aufgegeben. Entwicklungs und Herstellungsfehler wurde zwar zum Teil sogar mit
Rückrufaktionen behoben aber irgendwie scheint die Produktion trotz guter Idee
keinen Sinn zu machen.
Betriebshandbücher
Auf der Internetseite der
Guzzisti.it
ist das Manual der SP1000 und Anhänge für die G5, Cali2, Cali3 Cali1000, und
die Cali1000i.e. zu finden.
Zu finden mit Suchen und mit dem Begriff Manuali
oder zur Zeit
hier
und
hier.
Mit Französischkenntnissen findet man auch in der Guzzi-Theque
französchische, italienische, englische, spanische und auch
deutschsprachige Betriebshandbücher und Wartungsanleitungen.
Rückrufaktion
Es gibt keine bekannte Rückruf Aktion.
Wer dies aber Online
testen will kann dies hier
machen.

Bitte sende Kommentare/Ergänzungen an Roger.

Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am
16-Sep.-2016
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