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Die Kleinen Schwestern des hl. Franziskus von Assisi sind eine tansanische Diözesankongregation, die von Kardinal Laurian Rugambwa gegründet wurde.
Im folgenden Bericht erzählt die jetzige Oberin der tansanischen Kongregation die Geschichte und die aktuellen Aufgaben ihrer Gemeinschaft.
Er war von 1969 -1992 Erzbischof von Daressalaam. Die Gründung einer solchen diözesanen Gemeinschaft war eine der Prioritäten von Kardinal Laurian Rugambwa. In Daressalaam wohnen Menschen aus allen Stämmen Tansanias (etwa 120) und aus verschiedenen Ländern der Welt. Die Mehrheit der Menschen im Küstengebiet sind Moslems.
Der Kardinal war überzeugt, dass einheimische Schwestern für die Inkulturation der christlichen Botschaft unverzichtbar sind. Diese verstehen Traditionen und Bräuche der verschiedenen Stämme viel besser verstehen. Kardinal Laurian Rugambwa hatte die Hoffnung und Vision, dass diese Schwestern für das Zusammenleben der Menschen verschiedener Kulturen und Traditionen wichtig werden würden. Dieses faszinierende Apostolat ist im eigentlichen Sinne franziskanisch; Nämlich unter der muslimischen Bevölkerung zu leben und die Frohe Botschaft durch das Beispiel der Liebe und der Taten zu verbreiten.
Deshalb arbeitete Kardinal Rugambwa mit den Baldegger Schwestern aus der Schweiz zusammen, die seit 1921 als Missionare nach Tansania gekommen waren. So kam auch Sr. M. Paulin Bommer 1966 als als Baldegger Schwester nach Daressalaam. Sie übernahm dort an der St. Joseph Schule Lehrerin. Diese Schule ist heute bekannt als diözesane St. Joseph’s Millenium High School. Sie wird jetzt von den Kleinen Schwestern des Heiligen Franziskus geführt.
Im Juli 1971 übernahm Sr. Paulin in Msimbazi eine neue Aufgabe, den Aufbau einer Hauswirtschaftsschule für die Schulabgänger der siebten Klasse. Danach erhielt sie einen Ausbildungs-Auftrag der Schwestern der noch jungen Kongregation der Kleinen Schwestern des Heiligen Franziskus von Assisi. Die Gründung einer neuen Kongregation war damals keine leichte Aufgabe. Sie engagierte sich total, um diesem neuen Ruf Gottes zu folgen.
Wir sind Sr. Paulin dankbar für alles, was sie zusammen mit den anderen Baldegger Schwestern in Tansania geleistet hat. Wir würdigen sie als Mitbegründerin der Gemeinschaft und als erste Oberin, die das Grundgerüst der Kongregation gelegt hat. Sie und die anderen Baldegger Schwestern, die als Missionarinnen nach Tansania kamen und unter uns lebten und noch leben, war ein Vorbild der Liebe und des Einsatzes für den Ruf Gottes.
Wie es begann
Die Baldegger Schwestern sind uns ein unvergessliches Andenken, sie leisteten grossartige Arbeit, die christliche Botschaft durch ihr Beispiel der Liebe und des sozialen Engagements zu verbreiten. Unsere Gemeinschaft ist die Frucht ihrer Arbeit. Sie leisteten ihren Beitrag, wie auch der heilige Franziskus sagt: «Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, der Herr wird dir zeigen, was deine Aufgabe ist.» Die Kleinen Schwestern des heiligen Franziskus sind Garant dafür, dass diese gute Arbeit weitergeht, die die Baldegger Schwestern zur Ehre Gottes geleistet haben.
1974 bat Kardinal Laurian Rugambwa Sr. Paulin Bommer, Ausbildnerin der neuen Gemeinschaft zu werden. Sie hatte in ihrem Leben nie davon geträumt, deshalb fühlte sie sich nicht bereit dafür. Als Schulleiterin der Msimbazi Handwerkerschule unterstützte sie auf «mütterliche Weise» die Schülerinnen dort. Wie wir wissen, sind Gottes Pläne «unausweichlich». So reiste darum Kardinal Rugambwa nach Baldegg in die Schweiz, um bei den Oberinnen von Sr. M. Paulin Bommer Bitte vorzubringen. Gott sei Dank nahmen die Oberinnen seine Bitte an und Sr. Paulin erhielt die Erlaubnis, mit ihrer Ausbildungstätigkeit in der Kongregation zu beginnen.
Unter der Leitung von Sr. M. Paulin Bommer starteten 1980 zwölf Mädchen ihre Ausbildung im Fatima Hostel in Msimbazi, Daressalaam. 1982 trafen die Generaloberin und die Baldegger Schwestern (Sr. Hedwig und Sr. Martine Rosenberg) eine offizielle Vereinbarung mit den Kardinal, ihnen beim Aufbau der einheimischen Diözesankongregation zu helfen. Sie trafen sich dazu mit Sr. M. Benitia Philipp, der Regionaloberin der Baldegger Schwestern in Tansania. Sr. M. Paulin Bommer wurde mit der Ausbildung im Geiste der franziskanischen Spiritualität beauftragt. 1983 begann Sr. M. Paulin Bommer mit Unterstützung ihrer Oberinnen und aller Baldegger Schwestern in Tansania und in der Schweiz offiziell mit der Aufgabe, die Mitglieder der neuen und jungen Diözesan-Kongregation eingehend zu schulen und auszubilden. 1984 erlaubte Rom mit einem offiziellen Schreiben grundsätzlich diese Ausbildung innerhalb der Gemeinschaft. Die Ausbildung begann in der Fatima-Herberge von Msimbazi. Sr. M. Paulin Bommer hatte Mühe, Wohltäter und einen ruhigen Ort für den Aufbau des Noviziats zu finden. In Zusammenarbeit mit den Missionskapuzinern in Tansania, besonders mit P. Fidelis Versari (+1917-1994), der das geistliche Zentrum in Mbagala baute, beschloss sie, das Gelände für den Bau des Noviziats und des Hauses für die Schwestern dieser neuen Kongregation in Mbagala zur Verfügung zu stellen, wo das Mutterhaus steht.
Am 2. November 1985 verlegte Sr. Paulin mit einer Gruppe der ersten Novizinnen und einigen wenigen Kandidatinnen die Ausbildungsstätte von Msimbazi nach Mbagala. Die anderen Kandidatinnen und Postulantinnen zogen ins Kloster St. Joseph. Sr. Paulin bildete die Novizinnen und einige wenige Kandidatinnen aus, die in der St. Anthony’s Secondary School zur Schule gingen. Diese Schule war vom Kapuziner P. Fidelis Versari gebaut worden. Er verhalf den Kandidatinnen zu einem kostenlosen Studium wegen der guten Beziehungen untereinander.
Die Baldegger Schwestern im Kloster St. Josef halfen bei der Ausbildung der Postulantinnen und Kandidatinnen. Folgende Baldegger Schwestern in Tansania waren unter anderem an der Ausbildung und Lehre beteiligt: Sr. Erika, Sr. Canisia, Sr. Salvina und Sr. Clarina. Im Allgemeinen engagierte sich jede Baldegger Schwester in Tansania mit Leib und Seele, damit die Gemeinschaft durch ihr Beispiel von schwesterlichem Leben, Gebet und Arbeit gut wächst. Diese tragenden Säulen eines Ordenslebens können nicht einfach den Jugendlichen durch Studien vermittelt werden. Sie werden gelebt und erfahren durch das Zusammenleben mit den Älteren.
Wir erinnern uns zum Beispiel an Sr. Evarista, eine sehr gute Katechetin. Sie lehrte uns, wie man eine Lektion und die Lehrmittel für den Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche vorbereitet. Sie vermittelte uns verschiedene Schulen in Daressalaam, wo wir den Kindern Religionsunterricht geben konnten, zusammen mit Pater Mansuetus OFMcap., der damalige Pfarrer der St. Joseph Kathedrale.
Wir danken Gott, dass wir dank der Zusammenarbeit mit den Baldegger Schwestern sehr gute Erfahrungen bei der Evangelisierung im muslimischen Regionen und der Pflege guter Beziehungen zu anderen Konfessionen machen konnten, wie es das Ziel unserer Gemeinschaft ist. Sr. Ruth war eine Bursar im Büro der Erzdiözese. Sie engagierte sich sehr für die «Dada Wadogo»-Schwestern und bildete sie aus, um mehr Verantwortung zu übernehmen, trotz unserer Verständnis-Schwierigkeiten. Sr. Maria Pia und Sr. Yasinta arbeiteten als Mathematik- und Englischlehrerinnen. Sie bereiteten unsere Kandidatinnen auf die weiterführenden Studien vor. Sr. Sylvia war eine ausgezeichnete Musiklehrerin, bei der wir viele über Musik und Instrumente lernen, z.B. Klavier und Gitarre spielen, den Chor leiten oder singen, besonders das Göttliche Offizium. Auch die Hauswirtschaftslehrerin Sr. Sandra Stich setzte sich für uns ein, besonders auch für die Jungen Christlichen Studenten (Y.C.S.) Sie gründete unter dem Namen YUDEF ein Zentrum zur Unterstützung der Jugend. Wir führen die Arbeit von Sr. Sandra in Temeke, Daressalam weiter. Sr. Winfrida hat viele praktische Arbeiten gelernt. Sie zeigte uns das Arbeiten in der Küche, im Garten und bei anderen manuellen Tätigkeiten.
Schliesslich Sr. Josepha, sie kümmerte sich um unsere Gesundheit und sie tat dies mit großer Liebe. Alle Baldegger Schwestern vermittelten uns durch ihr Engagement und Leben die franziskanische Spiritualität. Wir hatten eine sehr tiefe Beziehung und Zusammenarbeit unter den drei Gemeinschaften, sprich den Kleinen Schwestern, den Baldegger Schwestern und den Kapuzinern, die im Mbagala Spiritual Centre arbeiteten.
Dank der Hilfe der Baldegger Schwestern und anderer Wohltäter aus der Schweiz konnte das Haus der jungen Kongregation der Kleinen Schwestern gebaut werden. Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass wir jetzt auf echt franziskanische schwesterliche Weise unser Leben im Rhythmus von Gebet, Unterricht und Arbeit leben können. Man nannte uns offiziell «Fromme Vereinigung von Frauen», einige bezeichneten uns als «Binti za Rugambwa», was so viel wie «Die Töchter von Rugambwa» bedeutet. Dank göttlicher Vorsehung wurden wir schließlich als „Kleine Schwestern des Heiligen Franziskus von Assisi» der Erzdiözese von Daressalaam bekannt.
Ich möchte auch jene Kapuziner erwähnen, die uns halfen, unsere franziskanische Spiritualität zu vertiefen, beispielsweise: Die Patres Fidelis, Mansuetus, Wolfram, August, Manfred, Arthur, Peter, Alpheus, Togonus, Edmund, Costantine, Zakeus, Donat, Leonard. Pater Isidor Peterhans ist zurzeit unser geistlicher Leiter.
Sie waren und sind ein Segen und haben das Wachstum der neuen Diözesankongregation gefördert. Diejenigen, die gestorben sind, mögen in Frieden ruhen. Gesamthaft hat die Evangelisierung durch unsere Missionare, der Baldegger Schwestern und der Kapuziner der Evangelisierung reiche Früchte getragen, die wir weiterführen. In echt franziskanischem Geist leben wir heute das Evangelium und unseren Glauben, in den Fußspuren des Heiligen Franziskus.
Im Oktober 1990 begann die Baldegger Schwester Jeannette Bieri als Assistentin der Oberin ihre Ausbildungstätigkeit in Mbagala. Wir waren sehr glücklich, dass sie unter uns weilte und mit uns lebte und arbeitete. Sie war für uns ein Vorbild an Demut und Dienst. Unsere geliebten Mütter (Sr. Paulin und Sr. Jeannette) arbeiteten mit der Unterstützung von Baldegger Schwestern Hand in Hand für den Fortbestand der Gemeinschaft. Auch nach dem Tod von Sr. Paulin lebte Sr. Jeannette Bieri bis Juni 2017 weiter bei uns.
Noch arbeiten 3 Baldegger Schwestern aus der Schweiz in Tansania
Noch immer leben, arbeiten und lehren Sr. Agnes Schneider, Sr. Denis Mattle und Sr. Ettiene unter uns hier in Tansania. Ihre Anwesenheit lässt uns die mütterliche Liebe aller Baldegger Schwestern, die in der Schweiz sind, erfahren. Wir danken Gott für ihre Anwesenheit und für die gute Arbeit, die sie für die Kirche tun.
1992 ging Kardinal Laurian Rugambwa als Erzbischof von Daressalaam in den Ruhestand und verstarb im Dezember 1997. Bischof Polycarp Pengo übernahm das Amt. Wir danken Gott, dass er ein echter Vater für uns gewesen ist. 1998 wurde auch Bischof Polycarp Pengo zum Kardinal ernannt. Mit der Unterstützung Kardinal Polycarp Pengo wurde unsere Kongregation am 15. August 1999 von Rom geweiht.
Sr. Paulin Bommer war Generaloberin bis 2009 und dann übergab ihr Amt an Sr. Coletha Paulo als erste indigene Schwester. Auch nach ihrer Pensionierung bis zu ihrem Tod am 15. April 2011 arbeitete Sr. Paulin weiterhin sehr eng mit uns zusammen. Wir glauben fest daran, dass sie im Himmel für uns betet. Von Sr. Paulin an bis heute waren und sind die Baldegger Schwestern eine starke Kraft innerhalb unserer Gemeinschaft, in allen Lebensbereichen.
Im Jahr 2019 ging Kardinal Polycarp Pengo in den Ruhestand und der Kapuziner Jude Thaddaeus Ruwa’ichi wurde Erzbischof von Daressalaam. Wir danken Gott, dass wir die Liebe Gottes zu unserer Gemeinschaft in dreifacher Weise, durch deren Gründer, gefolgt von Kardinal Pengo und dem jetzigen Erzbischof, erfahren haben. Unsere Gemeinschaft hat in all diesen Perioden voll und ganz Zeugnis des Evangeliums gegeben, so wie es immer geplant war.
Wir danken für die Unterstützung und Sorge durch unsere Bischöfe, um sicherzustellen, dass unsere Gemeinschaft sich gemäss dem Ziel, dem Charisma, der Vision und der Mission des Gründers bewegt. Ihre grosse Unterstützung in geistlicher, finanzieller und materieller Hinsicht sichert uns weiterhin eine gute und vielversprechende Zukunft.
Das Charisma, die Vision und die Mission der Kongregation
Unser Charisma: Demut und Dienst nach dem Vorbild des Lebens und der Lehre von Jesus Christus. Er gab uns ein Beispiel, als er die Füsse der Apostel wusch: «Wenn nun ich als euer Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch einander die Füße waschen. Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.» (Joh 13,13-14). Auch der heilige Franz von Assis sagte: «Wir sind alle als Mindere berufen, jeder soll dem anderen die Füsse waschen». Gemäss der Regel 1221, 6:3. werden wir «KLEINE SCHWESTERN» genannt.
Die Vision: Allen Menschen in Liebe und Demut zu dienen.
Die Mission der Gemeinschaft: Wir wollen durch unsere Dienste das Evangelium ausbreiten, besonders in muslimischen Gebieten. Unser Engagement in der Kirche zeigt deutlich, dass wir durch unser Apostolat den Menschen viel näher sein können, beispielsweise durch den Unterricht in Kindergärten, in Primar- und weiterführenden Schulen. Damit fördern wir das Wachstum des ganzen Menschen, spirituell, geistig und psychologisch.
Wir begleiten die Jugendlichen, damit sie ihre Ziele erreichen und den Plan Gottes in ihrem Leben verwirklichen können. Wir kümmern uns um die Gesundheit eines Menschen indem wir uns engagieren vor allem in den Krankenhäusern mit unseren Diensten engagieren. Wir bieten auch Gesundheitsdienste in den muslimischen Gebieten sowie in kleinen Ortschaften an, in Schulen und Kindergärten. Als echte «Kleine Schwestern des Heiligen Franziskus» geben wir Zeugnis durch unseren Glauben in franziskanischem Geiste.
Die gegenwärtige Situation
Wir danken Gott für die gute Basis, die wir durch die Ausbildung der Baldegger Schwestern, die mit den Kapuzinermissionaren zusammen arbeiteten, erhalten haben. Wir als Kongregation sind sehr stolz, in ihren Fußstapfen das Werk der Evangelisierung weiter zu tragen. Wir können mit Stolz sagen: «Sie leben immer noch unter uns.» Während wir das Jubiläum 100 Jahre Kapuziner in Tansania feiern, bitten wir Gott um die Stärkung unserer Bruder- und Schwesternschaft als franziskanische Familie. So leben wir das Evangelium, indem wir unsere franziskanischen Werte in der heutigen Welt bezeugen, so wie von Papst Franziskus gefordert.
Inzwischen hat unsere Kongregation 106 Schwestern aus verschiedenen Teilen Tansanias. Die Schwestern arbeiten an verschiedenen Orten innerhalb und ausserhalb der Diözese Daressalaam. Sie führen das Werk der Baldegger Schwestern in Tansania weiter. Wir arbeiten in der Verwaltung, in der Katechese, in der Buchhaltung und im Sekretariat der St. Joseph Kathedrale, so wie es die Baldegger Schwestern taten.
Wir arbeiten auch in den Pfarreien Oysterbay, Mbagala Kizuiani, Kijichi, Mbagala kuu, Segerea und Kibaha. Wir sind im Msimbazi Center und unterrichten an der von Sr. Paulin Bommer gegründete Hauswirtschaftsschule, kümmern uns um den Buchladen, die Kantine, die Wohnheime und übernehmen andere Verwaltungsarbeiten. Wir sind im Msimbazi Montessory Ausbildungszentrum und führen die von Sr. Denis und anderen Baldegger Schwestern begonnene Arbeit weiter. Wir sind im spirituellen Zentrum von Mbagala in der Kantine tätig, wo Sr. Winifrida viele Jahre lang gearbeitet hat. Wir arbeiten im Haus des Erzbischofs und des Kardinals in Kurasini. Wir sind in der Kilimahewa Pfarrei und im Dispensary, mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, und leben unsere evangelisches Werk durch unsere Dienste. In Bupu bieten wir Gesundheitsdienste für die arme Bevölkerung an und sind in der Landwirtschaft aktiv.
Auch in Mkuranga sind wir in der Landwirtschaft aktiv, in der Katechese und Ausbildung für die Postulanten. In Visiga führen wir den Sr. Paulin Bommer Kindergarten und die Grundschule, und bald werden wir hier eine Sr. Paulin Bommer Sekundarschule für Mädchen eröffnen. Wir haben unser Noviziat nach Visiga verlegt, ein besserer und ruhigerer Ort für das Gebet und andere apostolische Tätigkeiten. Abgesehen von Daressalaam und den Küstenregionen haben wir uns auch in anderen Regionen niedergelassen, wie z.B. in Kwangulelo- Arusha, wo früher Sr. Clementina mit dem Kapuzinerpater Eugen gearbeitet hat. Wir sind in Mwanza, wo wir mit Sr. Denis an den Kawekamo Montessori und Kiloleli Schulen tätig sind. Wir sind auch in Morogoro, wo wir mit den Kapuzinern an der Jordan Universität studieren und arbeiten. Wir genießen und schätzen die Präsenz und den Dienst der Kapuziner an diesen Orten und ihre Zusammenarbeit mit uns.
Da die Bedürfnisse der Kirche zunehmen, wurden wir gebeten, eine Niederlassung in Pemba – Sansibar und Dodoma – zu gründen. Der Kapuziner-Erzbischof Beatus Kinyaiya von Dodoma hat uns herzlich willkommen geheissen, in seiner Diözese zu arbeiten und hier die Ideen der Montessori-Erziehung zu verbreiten.
Während wir unser grosses Jubiläum begehen, möchten wir Gott auch für die Berufungen in Tansania danken. Trotz aller Herausforderungen schliessen sich uns immer noch junge Menschen an, begierig darauf, die franziskanischen Werte zu leben. 10 Novizen, 7 Postulanten und 30 Kandidaten und einige Aspiranten stehen am Anfang ihrer Ausbildung. Sie zeigen Interesse am Ordensleben, das erhellt die Zukunft unserer Kirche.
Aktuelle Herausforderungen
– Wir leben bekanntlich in einer Welt der Wissenschaft und Technologie, die sich positiv und negativ auf den Glauben und das moralische Leben auswirken kann. Diese nehmen rapide ab, was sich auch auf das Leben innerhalb der Familie, und damit auch auf Kinder und Jugendliche, auswirkt. Es besteht eine grosse Nachfrage nach guter Ausbildung und Erziehung. Unsere Gemeinschaft muss ihre Schwestern zu gut qualifizierten und persönlich reifen Nonnen ausbilden, um im heutigen Umfeld tätig zu sein.
– Die meisten, die zu uns kommen, sind Absolventinnen der siebten Primar- und der vierten Sekundarklasse. Nur sehr wenige treten nach einer höheren Ausbildung in das Ordensleben ein, von diesen halten die meisten nicht länger durch. Deshalb ist es notwendig, dass wir jenen mit geringerer Schulbildung eine gute Ausbildung zu geben, damit sie ihre Aufgabe innerhalb und außerhalb der Stadt Daressalaam gut ausüben zu können.
– Aufgrund unserer knappen finanziellen und personellen Ressourcen brauchen wir eine gute Strategie, um den heutigen Bedürfnissen der Kirche gerecht zu werden.
– Wir sind jedoch zuversichtlich, dass Gott uns den Weg zeigen wird, auf jede existenzielle Lebenssituation, der wir begegnen. zu reagieren.
Unsere zukünftigen Pläne
– Mehr Mitglieder in verschiedenen Bildungsbereichen ausbilden, um auf die neuen Berufungen innerhalb der Kirche reagieren zu können.
– Mehr Katecheten ausbilden, indem wir ein katechetisches Zentrum in Mkuranga aufbauen, um den Glauben der Christen und jener, die dem Ordensleben beitreten, zu vertiefen.
– Die Montessori-Ausbildung nach Dodoma bringen
– Das Evangelium auch in Pemba-Sansibar verkünden, wie es unser Gründer beabsichtigte. Der Bischof von Sansibar (Augustine Shao) hat uns dazu eingeladen. Wir bereiten uns vor und werden bald dort arbeiten.
– Ein Zentrum für Berufsausbildung (VETA) in der Küstengegend -Visiga – gründen, damit die viele Standard-Sieben-Abgänger, die nicht weiter studieren können, Fertigkeiten erwerben können für eine selbständige Tätigkeit.
Wir senden unsere herzlichen Wünsche und unseren Dank an alle Kapuziner und Baldegger Schwestern, anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Kapuziner und Baldegger Schwestern in Tansania. Möge Gott sie weiterhin stärken.
Eutropia Nduye