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Im Gegensatz zu Pferden sind wir richtige Schlafmützen, denn Pferde schlafen in mehreren Etappen. Eine dieser Schlafperioden dauert dann zwischen fünf und zwanzig Minuten. Wie bei uns Menschen gibt es aber auch bei Pferden verschieden Schlaftypen. Unruhige Schläfer schlafen in mehreren kurzen Phasen hintereinander. Langschläfer können zwanzig Minuten am Stück schlafen. In 24 Stunden schläft ein Pferd nur circa drei bis fünf Stunden.
Den Grossteil seines Gesamtschlafs, rund 200 Minuten, verbringt das Pferd in der Nacht. Sie ruhen aber auch gerne tagsüber, vor allem gerne in der Mittagszeit. Am liebsten legen sich die Pferde von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden hin.
Es gibt drei unterschiedliche Schlafphasen. Die Einschlafphase wird als Leichtschlafphase bezeichnet.
Auch Pferde können wie wir eine Tiefschlafphase und eine REM (Rapid-Eye-Movement)-Phase, die auch Traumschlafphase genannt wird.
Pferde haben drei Möglichkeiten um sich im Schlaf hinzulegen. Sie können sich flach auf die Seite legen oder in Brustlage den Kopf entweder am Boden abstützen oder den Kopf in Brustlage tragen. In der Einschlafphase Stehen und Liegen die Pferde zu gleichen Teilen, das dauert zusammen rund 40 Minuten. Der REM- Schlaf ist nur im Liegen möglich und nimmt mindestens 30 bis 40 Minuten der Gesamtschlafzeit in Anspruch. Für den Tiefschlaf nimmt das Pferd mit 130 Minuten am meisten Zeit in Anspruch. Im Tiefschlaf liegen Pferde ungefähr 50 Minuten und stehen rund 80 Minuten. Ungefähr die Hälfte der gesamt Schlafzeit steht das Pferd.
Das Pferde im Stehen schlafen können ist bekannt, dass sie dabei nicht umkippen verdanken sie einem ausgeklügelten System in ihrem Kniegelenk, der sogenannten Spannsägenkonstruktion. Das Pferd kann seine Kniescheibe über den Oberschenkelknochen schieben und dort einhacken, so blockiert das Kniegelenk und wird unbeweglich. Sehnen fixieren und stabilisieren dabei das Sprunggelenk. Das andere Hinterbein wird entlastet. Rund alle 10 Minuten wird dann der Fuss gewechselt.
Ein grosses Problem liegt darin, wenn sich das Pferd nicht mehr hinlegen kann. Dies kann verschieden Ursachen haben: Der Boxennachbar, die Einstreu, die Decke und vieles mehr. Hat ein Pferd sich innerhalb von zwei bis drei Tagen nicht mehr hinlegen können, bricht es irgendwann einfach zusammen und könnte sich dabei schwer verletzten. Den Pferden, die sich nicht hinlegen können fehlt die REM – Phase und diese Phase ist unverzichtbar für Pferde. Die meisten Pferde brechen um drei Uhr Nachts zusammen, in dieser Zeit würden sie sich normal in der REM-Phase befinden.
Fohlen brauchen mehr Schlaf als erwachsene Pferde. Sie schlafen rund zehn Stunden pro Tag. Sie schlafen immer im Schutz der Mutter und grösstenteils in Seitenlage. Schon im Alter ab drei Monaten nimmt das enorme Schlafbedürfnis ab.
Wildpferde schlafen übrigens gleich wie unsere Hauspferde, nur der Ranghöchste und der Rangniedrigste bekommt weniger Schlaf als die anderen Herdenmitglieder. Ersterer weil er seine Herde beschützt und bewacht, letzterer weil er häufig vom Schlafplatz verdrängt wird.