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Sprunggelenk
Das Sprunggelenk als Gelenkeinheit stellt die Verbindung zwischen Unterschenkel und Fuss dar. Es besteht aus dem oberen und unteren Sprunggelenk sowie der dem unteren Scharniergelenk zwischen Schienbein und Wadenbein. Es ist ein Zusammenspiel von Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula), Sprungbein (Talus) und Ferse (Calcaneus).
Auf kleinen Gelenksflächen wird das ganze Körpergewicht getragen und die Gelenke sind somit pro Fläche den grössten Belastungen ausgesetzt. Multiple Bandstrukturen stabilisieren das Sprunggelenk in Abhängigkeit von seiner Stellung im Raum. Dadurch ergeben sich komplexe Bewegungsmuster zwischen Unterschenkel und Fuss. Diese Bewegungsmuster ermöglichen erst die Abrollbewegungen beim Gehen und die Abstossbewegungen beim Springen.
Unfälle sind eine häufige Ursache für Schmerzen im Sprunggelenk. In einem nicht unerheblichen Teil sind die Schmerzen im Sprunggelenk Folgen von früheren Verletzungen. Sprunggelenksschmerzen treten auch nach Überlastung oder bei angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen auf.
Eine zeitnahe und exakte Befragung (Anamnese), klinische Untersuchung und bildgebende Abklärung zur Diagnose und somit zur richtigen Behandlung führen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder andere Spezialuntersuchungen (Ganganalyse, Pedobarographie) sind hier sinnvoll.
Wenn immer möglich, aber abhängig von der Ursache, werden die Sprunggelenkbeschwerden konservativ behandelt mit Gabe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR), physikalischer Therapie (z.B. Kälteapplikation), Entlastung an Gehstöcken und Übungseinheiten durch Physiotherapie. Allenfalls kommen Ruhigstellungen mittels Schienen (Orthesen, Softcast) zum Einsatz.
Wo konservative Behandlungsansätze ausgeschöpft oder unmöglich sind, müssen operative Behandlungsstrategien mit den Patienten besprochen werden.