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Im Mai 2016 stürzte Flug MS804 von Egyptair über dem östlichen Mittelmeer ab. Sämtliche 66 Insassen, die im Airbus A320 auf dem Weg von Paris nach Kairo waren, kamen dabei ums Leben. Wurde anfangs die Ursache für den Crash noch offen gelassen, waren sich die ägyptischen Behörden später fast sicher, dass es sich um einen Bombenanschlag gehalten habe. Dies unter anderem aufgrund von Zeugenaussagen, welche eine Explosion am Himmel gesehen haben wollen, sowie anhand von Spuren explosiver Substanzen, welche an Leichen gefunden wurden.
Eine Untersuchung durch die französische Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses) kommt nun allerdings zu einem anderen Schluss: Ihr zufolge war ein Brand im Cockpit für den Absturz verantwortlich. Dieser sei auf normaler Flughöhe entstanden, habe sich rasch ausgebreitet und in der Folge das Flugzeug unkontrollierbar gemacht.
Die ägyptischen Behörden haben ihren Abschlussbericht noch nicht vorgelegt. Sie hätten auch nicht gewünscht, dass der Vorfall nochmals und von anderer Seite aufgerollt wird - die Diskrepanz bei den Erklärungen zwischen französischer und ägyptischer Seite sind dennoch bemerkenswert. Seltsam ist auch, dass die Abschlussberichte so spät kommen: Im Prinzip sollten diese ein Jahr nach dem Unfall vorliegen.