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Verhaltenskodex
1. ALLGEMEINES
1.1. Einleitung
Für eine bessere Lesbarkeit wird in diesem Verhaltenskodex nur die männliche Form, z.B. „Spieler“, „Trainer“ usw., verwendet; selbstverständlich hat dies genauso seine Gültigkeit für die weibliche Form, z.B. „Spielerin“, „Trainerin“ usw. Hier und nachfolgend wird für den Begriff „SWISS FOOTBALL ACADEMY“ die Abkürzung „SFA“ genutzt.
1.2. Zweck dieses Verhaltenskodexes
Dieser Verhaltenskodex bildet die Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Miteinander rund um die SFA. Durch ihn wissen alle Beteiligten, welche grundsätzlichen Regeln eingehalten werden müssen, damit der Trainings- und Spielbetrieb effizient und problemlos gestaltet und durchgeführt werden kann. Ebenso soll durch ihn ein qualitativ hochstehendes, fussballerisches Umfeld ermöglicht werden. Er beinhaltet sowohl Rechte wie auch Pflichten der Spieler, der Eltern und der SFA. Durch seine Umsetzung wird der Schutz der Integrität, der Individualität und der Unversehrtheit aller Beteiligten gewährleistet.
2. SPIELER
2.1. Auftreten
Ich weiss, dass ich als junger Spitzenfussballer eine Vorbildfunktion habe und nicht nur mich, sondern ebenso mein Team und die SFA repräsentiere. Deshalb verhalte ich mich auf und neben dem Platz immer korrekt und diszipliniert und zeige gute Manieren sowie eine gesunde Lebensweise. Als Mitglied des SFA-Teams trete ich selbstbewusst, jedoch keinesfalls arrogant oder eingebildet auf. Ich identifiziere mich mit der Philosophie der SFA; als dessen Botschafter vermeide ich negative Äusserungen in der Öffentlichkeit oder im Internet (Social Medias: Facebook, Twitter usw.).
2.2. Erscheinungsbild
Im Training trage ich das erhaltene, immer sauber gewaschene Tenü (Shirt, Hosen und Stulpen). Schienbeinschoner und entsprechende Fussballschuhe sind für Trainings und Spiele ebenfalls obligatorisch. Bei ungewisser und/oder regnerischer Witterung habe ich stets eine Regenjacke (und eine Regenhose/lange Trainingshose sowie bei Bedarf Mütze und Handschuhe) mit dabei. Die SFA-Bekleidung trage ich ausschliesslich an offiziellen Aktivitäten (Trainings, Spiele usw.) der SFA; nicht in der Freizeit und zu anderen Anlässen. Zu Spielen und Turnieren erscheine ich jeweils mit angeordneter Bekleidung.
2.3. Zuverlässigkeit
Die Teilnahme an den Trainings, Spielen und Turnieren ist für mich eine Selbstverständlichkeit; ich versuche kein Training oder Spiel zu versäumen. Es ist unfair sich für ein Training oder Spiel LEICHTFERTIG abzumelden, weil mein Trainer sich vorbereitet, Zeit investiert und sich alle auf mich freuen. Kann ich ausnahmsweise Mal nicht an einem Training oder Spiel teilnehmen, melde ich mich frühzeitig beim Trainer, unter Angabe von Gründen, ab. Denn mein Trainer und meine Teamkameraden sorgen sich sonst und warten auf mich wenn ich unentschuldigt fehle.
2.4. Kritikfähigkeit / Diskussionen
Ich überprüfe mein Verhalten ständig und nehme positive Kritik zu meinen Verhaltensweisen an. Wenn ich selber positive Kritik üben möchte, suche ich das Gespräch mit meinen Trainern bzw. mit meinen Mitspielern, denn auch sie sind kritikfähig (immer daran denken: der Ton macht die Musik). Das frühzeitige Ansprechen und Diskutieren von Problemen innerhalb des Teams hilft sowohl der Mannschaft wie auch mir Unstimmigkeiten und Eskalationen zu vermeiden.
2.5. Pünktlichkeit
Ich erscheine rechtzeitig zum Training; ich bin mindestens 5 Min. vor Beginn komplett umgezogen und bereit. Für Spiele und Turniere bin ich ebenfalls mindestens 5 Minuten vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt. Ich halte mich daran, weil ich weiss, dass ohne mich das Team nicht komplett ist und ich durch Unpünktlichkeit das ganze Team störe/aufhalte.
2.6. Leistungsbereitschaft
Ich absolviere jedes Training und Spiel mit bestmöglicher Konzentration, Intensität und Aggressivität. Ich will immer, aber immer nur auf faire Art und Weise, gewinnen. Ich bereite mich auf jedes Training und Spiel professionell vor (Fokus/Konzentration, Materialbereitstellung, Schlaf und Ernährung); nur so kann ich meine beste Leistung fürs Team bringen. Habe ich schlecht gespielt, trainiere ich fleissig weiter, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Ich zeige auch in der Schule/im Beruf ein tadelloses Lern- und Arbeitsverhalten und sorge so für das wichtige Gleichgewicht zwischen Schule/Beruf und Sport.
2.7. Ehrlichkeit
Meine Trainer und Mitspieler vertragen Ehrlichkeit. Lügen schadet dem Vertrauensverhältnis; und wenn das Vertrauen Mal weg ist, ist es sehr schwer dieses wieder aufzubauen.
2.8. Disziplin
Ich befolge die Anweisungen des Trainers auf und neben dem Fussballplatz und setze sie konsequent um. Bei Unklarheiten frage ich sofort nach. Ich bin bei Teambesprechungen und Ansprachen des Trainers konzentriert. In der Garderobe verhalte ich mich angemessen und ruhig, hänge meine Kleidung auf oder versorge diese in der Sporttasche; damit halte ich Ordnung in den Kabinen. Ich schalte meine elektronischen Geräte (Handys, Gameboys, IPods usw.) vor dem Zeitpunkt der Besammlung aus und mache es erst nach dem Abtreten wieder an; egal ob wir im Training, an einem Spiel oder Turnier sind (spezielle Ausnahmen nur in Absprache mit dem Trainer).
2.9. Hilfsbereitschaft
Ich helfe jedem aus dem Team, wenn er Probleme hat und mich um Hilfe bittet. Ich helfe beim Aufstellen und übernehme das Wegräumen des Trainingsmaterials. Nach den Aktivitäten helfe ich mit, dass die komplette Infrastruktur (Garderobe, Spielfeld usw.) wieder in sauberem Zustand verlassen wird.
2.10. Teamfähigkeit
Ich kann nicht jeden gleich gern haben, akzeptiere ihn aber trotzdem als Teamkammeraden. Im Kreis der Mannschaft beleidige ich keinen und lache niemanden aus; denn nur im Team kann ich Fussballspielen lernen und nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen. Damit wir uns im Team gut verstehen, spreche ich ausschliesslich (schweizer-)deutsch.
2.11. Umwelt und Sauberkeit
Ich gehe sorgsam mit der Infrastruktur (Sportanlagen, Garderoben und anderen Gemeinschaftsflächen) um; damit trage ich dazu bei, dass die SFA diese Anlagen auch weiterhin benutzen kann. Der wertschätzende Umgang mit Eigentum der SFA (Bälle, Trainingshilfen, Tenüs, Überziehleibchen usw.) ist für mich ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Ich ziehe die Schuhe bei der Putzanlage aus und reinige sie dort, da die Garderoben und das Clubhaus nicht mit Fussballschuhen betreten werden dürfen. Sind wir Gast (z.B. bei einem anderen Verein), gelten die genannten Grundsätze noch stärker; denn bei Verfehlungen schädigt das nicht nur mein Ansehen, sondern auch das meines Teams und der SFA.
2.12. Fairplay / Respekt / COOL & CLEAN
Ich bin stets freundlich und fair zu meinen Mit- und Gegenspielern, sowohl im Training wie auch im Spiel gegen einen anderen Verein. Der respektvolle Umgang mit den Trainern und Funktionären meines, wie auch des gegnerischen Teams ist für mich selbstverständlich. Ich verhalte mich stets korrekt und fair gegenüber dem Schiedsrichter, denn er ist mein Freund, sorgt für einen fairen Spielverlauf und ermöglicht mir das Fussballspielen. Ich vergesse zu keinem Zeitpunkt, dass der Schiedsrichter auch nur ein Mensch ist, und auch ihm Fehler unterlaufen können; weil er mein Freund ist akzeptiere ich seine Entscheidungen diskussionslos. Bei schwierigen Situationen habe ich meine Emotionen unter Kontrolle, wende niemals Gewalt an und verhalte mich stets souverän. Ich bin bescheiden im Sieg und zurückhaltend und fair in der Niederlage. Vor und nach dem Training/Spiel gibt es ein „Shake-Hand“ mit den eigenen/gegnerischen Spielern, deren Funktionären (Trainer) und dem Schiedsrichter. Ich nehme von Suchtmitteln (Tabak, Alkohol und Drogen) und Doping jeglicher Art Abstand und gehe meinen Kameraden mit gutem Beispiel voran.
2.13. Freundlichkeit
Freundlichkeit ist für mich selbstverständlich, denn das Team und das gesamte Umfeld ermöglicht mir das Fussballspielen. Das Umfeld wird nicht nur mich, sondern auch mein Team und die SFA für meine Freundlichkeit mögen. Es ist für mich einfach, freundlich zu sein; ich grüsse die Kinder und Erwachsenen, die ich kenne.
3. ELTERN
3.1. Vorbildfunktion
Ich verzichte am Spielfeldrand auf den Konsum von Alkohol und Rauchwaren. Mein Team unterstütze ich mit positiven Anfeuerungsrufen. Ich äussere mich weder zum Schiedsrichter noch zur gegnerische Mannschaft sowie deren Funktionäre, und schon gar nicht erst zum eigenen Team negativ. Ich unterstütze das Team und die Trainer wo und wie auch immer ich kann (z.B. mit Autofahrten an auswärtige Spiele, Waschen der Tenüs usw.). Die erfahrenen Trainer und Funktionäre wissen genau was sie tun und geniessen deshalb auch mein Vertrauen.
3.2. Verhalten am Spielfeldrand
Als Zuschauer und Fan bin ich in den Trainings und den Spielen sehr willkommen; ich achte jedoch darauf, dass mein Kind genügend Freiraum hat um sich zu entwickeln und beobachte deshalb mit genügend „Distanz“. Weil ich weiss, dass ich mein Kind nur verwirren würde, überlasse ich ALLE Anweisungen an die Spieler AUSSCHLIESSLICH dem Trainer. Weder im Training noch an Spielen habe ich auf dem Fussballfeld etwas verloren; dies gehört den Spielern und Trainern. Mich vorbildlich zu Verhalten ist für mich eine Selbstverständlichkeit; denn wenn ich das nicht vorleben kann, wie soll es dann mein Kind lernen?
3.3. Die SFA /der Trainer und ICH
Ich weiss, dass der Trainer/die SFA immer ein offenes Ohr für konstruktive Kritik hat. Der Trainer stellt die Ausbildung der Spieler stets vor dem resultatorientierten Gedanken. Mir ist bewusst, dass der Trainer/die TFA nicht über Spielerpositionen und -einsätze oder über die Ausbildungsphilosophie diskutieren werden.
3.4. Verantwortung ausserhalb der SFA
Ich achte darauf, dass mein Kind genügend Schlaf hat und so sein Bestes abrufen kann. Durch eine ausgewogene Ernährung helfe ich meinem Kind, damit es voll leistungsfähig ist. Ich stelle sicher, dass mein Kind die komplette erforderliche Ausrüstung dabei hat (ich kontrolliere jedoch nur im Hintergrund; mein Kind soll lernen die Verantwortung für seine Ausrüstung zu übernehmen). Stelle ich bei meinem Kind Desinteresse oder andere negative Gefühlsregungen den Fussball/das Training betreffend fest, suche ich nebst dem Gespräch mit dem Kind, auch jenes mit dem Trainer.
3.5. Schule/Beruf und Sport
Schule und Beruf stehen natürlich vor dem Sport. Sollten in irgendeiner Form Schwierigkeiten entstehen, spreche ich mit dem Trainer über eine mögliche Lösung des Problems. Ich bin mir auch bewusst, dass ein Verbot des Freizeitsports für mein Kind nicht immer die beste Lösung ist.
4. TRAINER / SFA
4.1. Vorbildfunktion
Die Trainer und die Funktionäre der SFA sorgen dafür, dass die Integrität, die Individualität und die Unversehrtheit aller Beteiligten zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sind. Sie respektieren und akzeptieren jeden Spieler und jedes Elternteil als Persönlichkeit. Den gegnerischen Spielern, deren Trainer und Funktionäre wie auch den Schiedsrichter begegnen sie stets mit der nötigen Fairness und verhalten sich in jeder Situation absolut respektvoll. Die Trainer und Funktionäre der SFA sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst; nur wenn sie ein positives Verhalten vorleben, können die Spieler/Eltern mitziehen und es nachmachen. Das Erscheinungsbild und Auftreten ist jederzeit vorbildlich. Die Trainer und Funktionäre der SFA konsumieren weder Alkohol noch Tabakwaren während der Zeit, in welcher sie die Verantwortung für die Spieler tragen.
4.2. Zuverlässigkeit
Die Trainer und die Funktionäre der SFA sind sich der Verantwortung, welche mit der Übergabe der Spieler bei jeder Zusammenkunft an sie übertragen wird, bewusst; sie endet mit dem Abtreten nach den Aktivitäten. Sie sind bei allen Zusammenkünften stets pünktlich; kommen als erste und gehe als letzte. Sie lassen kein Training/Spiel ohne ABSOLUT triftigen Grund ausfallen; die Spieler erwarten deren Kommen und freuen sich aufs Fussballspielen. Fällt ein Training/Spiel trotzdem aus, sind sie darum besorgt, dass alle Beteiligten schnellstmöglich informiert werden; davor wurde jedoch alles unternommen, um den Termin einzuhalten oder einen geeigneten Ersatz zu organisieren.
4.3. Kommunikation
Die Trainer und die Funktionäre der SFA grüssen und verabschieden jeden Spieler vor und nach jeder Zusammenkunft und nennen ihn dabei beim Vornamen; so zeigen sie, dass sie ihn wahrnehmen und sich über seine Anwesenheit freuen. Mit Spielern, Eltern und allen anderen am Trainings- und Spielbetrieb Beteiligten pflege sie stets eine positive Kommunikationskultur. Probleme werden grundsätzlich intern (z.B. im Team) besprochen und nicht extern ausgetragen. Die Trainer und die Funktionäre der SFA sorgen stets dafür, dass für ein Gespräch die passenden Rahmenbedingungen gefunden werden (der richtige Ort, die richtigen Beteiligten, der richtige Ton usw.). Das Umfeld wird nicht nur die Trainer, sondern auch das Team und die SFA für deren positive Ausstrahlung, freundliches Auftreten und Fachkompetenz mögen.
4.4. Trainingsplanung / Vorbereitung
Die Trainer erstelle zu Beginn jedes Trainingskurs einen Plan und optimiere/passe diesen laufend an. Jedes Training ist so gut vorbereitet, dass jederzeit auf alle Veränderungen (wechselnde Spielerzahl, Veränderung der Platzverhältnisse usw.) reagiert und immer auf ein Alternativprogramm zurückgegriffen werden kann.
4.5. Umwelt und Sauberkeit
Die Trainer und die Funktionäre der SFA sorge dafür, dass Infrastruktur, sowie Eigentum der SFA ordnungsgemäss benutzt und in sauberem Zustand gehalten werden; damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass die SFA diese Anlagen auch weiterhin benutzen kann. Ist das Team irgendwo zu Gast, achten die Verantwortlichen noch stärker darauf, dass diese Grundsätze umgesetzt werden.
5. BESTÄTIGUNG
5.1. Bedingungen
Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich diesen Verhaltenskodex akzeptiere und dass ich die Verantwortung für mein Verhalten übernehme. Mir ist bewusst, dass ich bei Verstoss gegen diesen Verhaltenskodex mit Konsequenzen, welche im schlimmsten Fall den Ausschluss aus der SFA bedeuten, rechnen muss.