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In unserem Team wird Sa-Sa von 20:00-08:00 (also 7 Tage mit 12h Diensten) Nachtschicht gemacht. Danach bekommt man die Dienste bis Mittwoch kompensiert. Es werden jedoch immer 2 weitere Kompensationstage angehängt (DO,FR), welche man sich durch Wochenenddienste oder Feiertagdienste erarbeitet hat.
Ist dies rechtlich vertretbar?
Lieben Dank!
1 answer
Im geschilderten Beispiel verbergen sich wahrscheinlich diverse rechtliche Verstösse, die es aber alle anhand konkreter Unterlagen zu prüfen gilt:
- In der ersten Woche, in der am Ende die Nachtwoche beginnt, wird möglicherweise die Höchstarbeitszeit überschritten.
- Die Voraussetzungen für das Verlängern der Dauer der einzelnen Nachtschicht auf 12h ist möglicherweise nicht erfüllt. Die Arbeitszeit darf 8h im Zeitraum von 12h nicht übersteigen bzw. 4h müssen Ruhezeit darstellen, ebenso muss eine Liegemöglichkeit bestehen.
- Wenn am WE ein 2-Schichtbetrieb geplant wäre, würden die einzelnen Schichten aufgrund von Überlappungszeiten jeweils länger als 2x 12h dauern. Im Falle der Nachtschicht wäre dies keinesfalls zulässig, beim Tagdienst wäre dies auch nur in begrenztem Rahmen möglich (die tägliche Arbeitszeit ist auf 12,5h im Zeitraum von 14h limitiert).
- Das Kompensieren von weiteren 2 Tagen im Anschluss an die Nachtdienstkompensation setzt voraus, dass diese Zeiten andernorts (durch Wochenenddienste) entstanden sind und diese dort nicht bereits kompensiert wurden. Dementsprechend wird man dort mit den Wochenenddiensten jeweils die Höchstarbeitszeit überschritten haben, was so zu planen nicht erlaubt ist.
- Hinzu kommt, dass im Falle einer Nachtdienstwoche das zu erreichende Soll inhaltlich auf Basis einer 42-44h-Woche basieren sollte, da in einer Nachtdienstwoche die in normalen Arbeitswochen inkludierten Weiterbildungsinhalte nicht vorhanden sein dürften.
Ich würde empfehlen, via lokale VSAO-Sektion mit der Dienstplanberatung Kontakt aufzunehmen.