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Frühere Villa von Diktator Mobutu in Savigny VD verkauft
Die frühere Villa in Savigny VD von Mobutu, dem ehemaligen Diktator des Kongo, ist an eine unbekannte Aktiengesellschaft verkauft worden. Das Luxusanwesen war 2016 von der Grossbank UBS für etwas mehr als 6 Millionen Franken ersteigert worden.
"Die UBS hat das Objekt zu einem zufriedenstellenden Preis an eine Aktiengesellschaft verkauft", sagte Banksprecher Jean-Raphaël Fontannaz am Samstag zu einem Bericht der Zeitung "24 heures". Den Betrag des Verkaufs, der vor einiger Zeit stattgefunden habe, wollte er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht nennen.
Auch den Namen des neuen Besitzers der Mobutu-Villa wollte der UBS-Sprecher nicht bekannt geben. Laut "24 heures" handelt es sich um den Genfer Geschäftsmann Ronald Zacharias. In dem Zeitungsbericht erläutert dieser, der Kaufpreis liege näher bei dem Betrag, den die UBS vor vier Jahren zahlte als bei der Schätzung des Kantons, die sich auf 18 Millionen Franken beläuft.
Die Villa und Nebengebäude bieten rund 700 Quadratmeter Wohnfläche und einen Park von rund 60'000 Quadratmetern Fläche. Das Anwesen gehörte früher dem Präsidenten von Zaïre, Mobutu Sese Seko. Dieser verstarb im September 1997 in Marokko an Krebs. Er hatte das in Demokratische Republik Kongo umbenannte Land während 30 Jahren mit eiserner Hand geführt.
Wenige Monate nach dem Tod Mobutus wurden die Villa beschlagnahmt und das Interieur sowie die Autos des Machthabers verkauft. Die Schweiz blockierte auch ein Vermögen von rund acht Millionen Franken des Machthabers. Weil eine Rückerstattung an die Demokratische Republik Kongo scheiterte, wurde das Geld schliesslich an die Erben ausbezahlt.
Vier Jahre nach Mobutus Tod wurde die Villa 2001 für 3,1 Millionen Franken von einem Paar gekauft. Nach einer Trennung wohnte zuletzt nur noch die Frau im Haus, aus dem sie 2016 nach dem Erwerb durch die UBS ausziehen musste.