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Bichsel macht sich seine Gedanken über die Sprache: "Warum heißt das Rechtschreibung und nicht Richtigschreibung? Es heißt Rechtschreibung, weil jene, die sie können, im Recht sind, und jene, die sie nicht können, im Unrecht."
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Seybold, Eberhard
Man kann gegen die Rechtschreibreform sagen, was man will gelegentlich bewahrt sie uns auch vor Fehlern. […] Wenn wir […] aus dem Gemüse das ü fortnehmen, dann entsteht eine Gemse. Dank der Rechtschreibreform ist das aber mittlerweile ein Wort, das es nicht mehr gibt.
Gott lachte vermutlich auch über die deutsche Rechtschreibreform, die bei den Kommas weitgehende Freiheit gewährt. Und das kann dann so aussehen: "Der Mensch denkt, Gott lenkt. Der Mensch, denkt Gott, lenkt."
Und welches von beiden ist gemäss den früheren kommaregeln falsch?
Wenn der Zeitungsverkäufer Zeitungen verkauft und der Eisverkäufer Eis, was verkauft dann ein Spitzenverkäufer? […] Die deutsche Sprache war schon kompliziert genug; da hätte es nicht auch noch der Rechtschreibreform bedurft.
Von dort kam Protest, denn in Österreich spricht man das Geschoß mit einem langen o aus: Geschooooß. Und daher bleibt dortzulande das Geschoss auch als Geschoß erlaubt. Ja, diese Österreicher! Mit Geschoß und Geschoss ist ihnen ein Doppeltreffer geglückt. Und die Reform guckt betroffen drein.
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