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Das Wetter, das wir in der Schweiz täglich erleben, entsteht meist weit ausserhalb unserer Landesgrenzen und hängt häufig von der atmosphärischen Strömungslage auf der gesamten Nordhalbkugel ab. Mit anderen Worten: Die Wettermaschine funktioniert global. Um das Wetter und Klima zu beobachten und vorherzusagen, sind deshalb internationale Kooperationen weit über Landesgrenzen hinweg notwendig. Diese internationale Zusammenarbeit zwischen den Ländern und den staatlichen Wetterdiensten trägt entscheidend dazu bei, dass z.B. Unwetterwarnungen oder Wetterberichte eine verlässliche und stetig verbesserte Qualität aufweisen.
Man schätzt, dass sich die jährlichen Kosten für die Meteorologie weltweit auf etwa CHF 5 Milliarden belaufen. Dem gegenüber steht ein geschätzter volkswirtschaftlicher Nutzen von CHF 25 bis 50 Milliarden. Dieser Nutzen wir unter anderem durch das Zusammenwirken der Länder in verschiedenen internationalen Organisationen umgesetzt.

Geschichte
Die internationale Zusammenarbeit in der Meteorologie geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits 1873 fand der erste internationale Meteorologen-Kongress in Wien statt, der den Grundstein für die Internationalen Meteorologischen Organisation (IMO). Diesem Anlass folgten zahlreiche weitere Kongresse, die nach dem zweiten Weltkrieg in der Gründung der Welt Meteorologischen Organisation (WMO) gipfelten, die die IMO 1950 ablöste. Über die letzten Jahrzehnte folgten weitere Organisationen mit dem Ziel den internationalen Datenaustausch zu fördern, die Datenqualität zu steigern und gemeinsam technische Fortschritte zu erzielen.
MeteoSchweiz und die Internationale Zusammenarbeit
MeteoSchweiz sichert mit ihren Aktivitäten den Zugang zu internationalen, meteorologisch relevanten Daten. Diese Daten werden allen Schweizer Anbietern von Wetterdienstleistungen, öffentlichen Instituten, Universitäten, Medien, der Luftfahrt und weiteren Wirtschaftszweigen zugänglich gemacht. Selbstverständlich nutzt MeteoSchweiz diese Daten auch zur Ausübung ihrer eigenen Aufgaben.
Eine weitere wichtige, hoheitliche Aufgabe von MeteoSchweiz ist die Vertretung der Interessen der Schweiz in den für die Meteorologie und Klimatologie massgebenden internationalen Organisationen, Gremien und Interessensgruppen. MeteoSchweiz hat für folgende internationale Organisationen die Federführung:
- World Meteorological Organisation (WMO)
- Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT)
- Europäisches Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW)
- European Meteorological Network (EUMETNET)
- Ökonomische Interessengemeinschaft der nationalen Wetterdienste Europas (ECOMET)
Spezifische Aufgaben der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit
Die Abteilung Internationale Zusammenarbeit bei MeteoSchweiz trägt ausserdem zur effektiven Umsetzung von internationalen und von der Schweiz ratifizierten Konventionen im Klima- und Umweltbereich bei. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet sie mit weiteren schweizerischen Institutionen (z.B. BAFU und DEZA) zusammen. Sie wickelt zudem den damit einhergehenden internationalen Geschäftsverkehr ab. Weiter übernimmt sie die Koordination und das Finanzmanagement für die aus den internationalen Vereinbarungen resultierenden nationalen Aktivitäten. In diesem Sinne leistet sie einen konkreten Beitrag an internationale Programme wie Global Atmosphere Watch (GAW), Global Climate Observing System (GCOS) und das World Radiation Center (PMOD/WRC). MeteoSchweiz beteiligt sich dadurch aktiv an der Ausarbeitung von nationalen und internationalen Regulierungen und unterstützt deren Umsetzung.