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30 Jahre nach dem Ende der Marcos-Diktatur auf den Philippinen greift dessen Sohn nun nach der Macht. Er bewerbe sich bei den Wahlen 2016 um das Amt des Vizepräsidenten, teilte Ferdinand «Bongbong» Marcos am Montagabend mit.
Präsident und Vizepräsident werden auf den Philippinen separat gewählt. Das kann dazu führen, dass die siegreichen Kandidaten rivalisierenden Parteien angehören.
Marcos gleichnamiger Vater war 1986 durch eine Volksrevolte aus dem Land gejagt worden. Er und seine Frau Imelda, seinerzeit berüchtigt wegen ihrer Schuhsammlung mit mehr als 1000 Paaren, plünderten das Land in 21 Jahren an der Macht massiv aus. Der Staat konnte einige Milliarden Dollar auf Konten im Ausland finden und zurückführen.
Marcos Junior (58) ist seit 1980 in der Politik und ist heute als Senator Mitglied der zweiten Parlamentskammer. Marcos senior starb 1989 im Exil in Hawaii. Imelda Marcos ist 86 und noch als Kongressabgeordnete aktiv. Ungeachtet der Exzesse hat die Familie in einigen Regionen nach wie vor grossen Rückhalt.
(sda/dpa)