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Das erste Holzkastell wurde hier wohl in den achtziger Jahren n.Chr. zum Schutz der Stanegate erstellt. Diesem folgten noch vier weitere.
Nach dem Fertigstellen des Hadrianswalls wurde ein Steinkastell errichtet. Während der severianischen Offensive in den Jahren 208 - 211 wurden alle Gebäude innerhalb der Kastellmauern entfernt. Stattdessen wurden Hunderte runde Hütten erstellt. Diese sind schwer zu deuten. Eventuell dienten diese als "Flüchtlingscamps" für befreundete nördliche Stämme. Es könnte sich auch um Gefängnisse für Gefangene dieser Feldzüge handeln.
Im Jahr 220 wurde ein neues Steinkastell erbaut. Offensichtlich wurden die zivile Siedlung vor dem Kastell und das Kastell im letzten viertel des 3. Jahrhunderts verlassen. Um das Jahr 300 wurde das Kastell wieder aufgebaut.
Die Funde deuten darauf hin, dass das Kastell auch nach dem Jahr 400 noch bewohnt war. Es wurde auch eine Kirche aus dem Jahr 500 gefunden.
Da die leicht feuchten Überreste mit einer Erd- oder Tonschicht überdeckt wurden, konnte kein Sauerstoff dazu gelangen. Deshalb blieben die Überreste der Holzkastelle gut erhalten. Insbesondere wurden aber sehr viele Holztäfelchen mit Briefen, Einkaufslisten und Rechnungen gefunden. Diese geben einen ausgezeichneten Einblick in das "gewöhnliche" römische Leben.
Vor dem Steinkastell hat sich eine grössere zivile Siedlung gebildet. Vor der Westmauer wurden viele Häuser ausgegraben. Ebenfalls ein Badegebäude ist hier zu sehen. Ein anderes Badehaus - welches zurzeit ausgegraben wird - gehörte zu einem Holzkastell.
In Vindolanda finden ständig neue Ausgrabungen statt. Zurzeit wird ein keltisch-römischer Tempel ausgegraben.