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CO2-Regulierung und Entstehung von CO2-Märkten
Das Konzept der CO2-Märkte stammt im Wesentlichen aus den Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen von 1992. Ihre Entwicklung lässt sich in fünf Phasen unterteilen.
Die globalen Systeme zur CO2-Bepreisung haben samt ihrer Mechanismen zur Umsetzung an Dynamik gewonnen. Mit unserer Analyse werden bestehende und geplante Mechanismen zur CO2-Bepreisung und ihre potenziellen Auswirkungen auf Wirtschaftssektoren, Regionen und Unternehmensbewertungen erläutert, so dass Sie bessere Anlageentscheide treffen können.
Die Erderwärmung stellt ein globales Problem dar, das weder Grenzen noch Länder kennt. Neben politischen Massnahmen kann ein CO2-Preis Anreize für ganze Branchen schaffen. Dazu hat die zunehmende Regulierung der Treibhausgasemissionen neue CO2-Steuern und -Märkte hervorgebracht. So kann die CO2-Bepreisung über sogenannte «Cap-and-Trade-Märkte» erhebliche Auswirkungen auf Sektoren, Regionen und Unternehmen haben.
Das Konzept der CO2-Märkte stammt im Wesentlichen aus den Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen von 1992. Ihre Entwicklung lässt sich in fünf Phasen unterteilen.
Das Kyoto-Protokoll von 1997 hielt schliesslich verbindliche Emissionsziele und Massnahmen zur CO2-Verringerung für 37 Industrie- und Schwellenländer fest. Allerdings wurde es von einigen der grössten Treibhausgasverursacher wie China und den USA nicht ratifiziert. Dies veranlasste die EU zur Entwicklung des EU-Emissionshandelssystems EU-EHS. Dem folgte eine starke Ausweitung der CO2-Märkte.
Schätzungen zufolge belief sich der Handelswert der globalen CO2-Märkte im Jahr 2021 auf USD 85 Milliarden, was einem Anstieg um 164 % gegenüber 2020 entspricht. Das EU-EHS ist der wichtigste CO2-Markt mit einem jährlichen Handelsumsatz, der dem Zehnfachen der Emissionen entspricht. Branchenexperten prognostizieren, dass der globale CO2-Markt bis 2050 stark wachsen und möglicherweise die Öl-Märkte bis 2030 übertreffen wird.
Die Preistreiber auf den CO2-Märkten lassen sich in drei Kategorien unterteilen, die jeweils Untergruppen von Indikatoren umfassen:
Seit 2016 haben die CO2-Märkte Preissteigerungen von durchschnittlich 23 % pro Jahr erlebt. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) muss in allen Regionen eine CO2-Bepreisung eingeführt werden, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dafür sind Preise von ca. USD 130 (2030) bis USD 250 (2050) pro Tonne CO2 erforderlich.
Ein möglicher Weg, das CO2-Risiko eines Unternehmens zu beziffern, ist dessen Sektorzugehörigkeit. Sektoren wie Versorger, Grundstoffe, Energie und Industrie sind dem CO2-Risiko aufgrund ihres CO2-intensiven Geschäfts am stärksten ausgesetzt. Geografisch betrachtet haben Unternehmen in China, Südafrika, Indien und Saudi-Arabien aufgrund ihrer grossen Energie-, Öl-, Metall-, Stahl-, Zement- und Chemieindustrie das höchste CO2-Risiko. In den USA ist das Durchschnittsunternehmen dagegen deutlich weniger vom CO2-Risiko betroffen, da das Land über eine diversifizierte Wirtschaft mit einem grossen Dienstleistungssektor verfügt.
Neben der Sektorzugehörigkeit und der geografischen Lage können weitere Faktoren das CO2-Risiko für die Bewertung eines Unternehmens beeinflussen:
Die Bepreisung von CO2 birgt auch Risiken, die dazu führen könnten, dass die weltweiten CO2-Preise weniger stark steigen als erwartet oder sogar sinken könnten. Dazu zählen:
Weitere Reformen des EU-EHS und die Einführung des CO2-Grenzausgleichssystem CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) dürften in den nächsten Jahren zu beträchtlichen CO2-Risiken für bestimmte Branchen und Unternehmen führen. Eine sektorale Bewertung der CO2-Risiken muss daher immer durch eine Fundamentalanalyse ergänzt werden, um die CO2-Risiken eines Unternehmens vollständig zu erfassen.
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