Document ID: /roh_data/filtered/swiss_laws_in_ROHinterleaved.jsonl.gz/87

This text was translated from DE into Rumantsch Grischun.

input-de412.101.221.40 Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung ICT-Fachfrau/ICT-Fachmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)vom 24. November 2017 (Stand am 1. Januar 2018)88605ICT-Fachfrau EFZ / ICT-Fachmann EFZOpératrice en informatique CFC / Opérateur en informatique CFCOperatrice informatica AFC / Operatore informatico AFCDas Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 und auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 2003 (BBV),verordnet: SR 412.10 SR 412.1011. Abschnitt:  Gegenstand und DauerArt. 1 BerufsbildICT-Fachfrauen und ICT-Fachmänner auf Stufe EFZ beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:a. Sie installieren und konfigurieren Benutzerendgeräte der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und stellen deren Betrieb in Netzinfrastrukturen sicher.b. Sie binden ICT-Benutzerendgeräte an Serverdienstleistungen an und gewährleisten die Sicherheit der Geräte im Betrieb.c. Sie arbeiten nach definierten Prozessabläufen und wenden Standardmethoden an.d. Sie erkennen Kundenbedürfnisse rasch und bearbeiten Problemstellungen auf den ersten beiden Kundendienst-Stufen (First-Level-Support und Second-Level-Support).e. Sie instruieren und unterstützen Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit ICT-Mitteln und deren Standardanwendungen.Art. 2 Dauer und Beginn Die berufliche Grundbildung dauert drei Jahre. Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.2. Abschnitt:  Ziele und AnforderungenArt. 3 Grundsätze Die Ziele und die Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen, gruppiert nach Handlungskompetenzbereichen, festgelegt. Die Handlungskompetenzen umfassen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen. Beim Aufbau der Handlungskompetenzen arbeiten alle Lernorte zusammen. Sie koordinieren die Inhalte der Ausbildung und der Qualifikationsverfahren.Art. 4 HandlungskompetenzenDie Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen:a. Installieren, Inbetriebnehmen und Warten von ICT-Benutzerendgeräten:1. ICT-Benutzerendgeräte und deren Betriebssysteme installieren, konfigurieren und warten,2. Standardanwendungen installieren und konfigurieren,3. Funktionstests durchführen und auswerten,4. Automatisierungsskripts einsetzen;b. Sicherstellen des Betriebs von vernetzten ICT-Benutzerendgeräten:1. netzfähige Peripheriegeräte und dazugehörige Dienste an Netzinfrastruktur anbinden und Störungen beheben,2. ICT-Benutzerendgeräte an Serverdienstleistungen anbinden und Störungen beheben,3. die Sicherheit von ICT-Benutzerendgeräten gewährleisten;c. Unterstützen der Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit ICT-Mitteln:1. Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit ICT-Mitteln instruieren und unterstützen,2. Anleitungen und Checklisten für Benutzerinnen und Benutzer erstellen und anpassen,3. Kundinnen und Kunden bei der Beschaffung von ICT-Benutzerendgeräten beraten und unterstützen;d. Abwickeln von ICT-Supportarbeiten:1. Anliegen von Kundinnen und Kunden im First-Level-Support und im Second-Level-Support bearbeiten,2. sich im Umgang mit Kundinnen und Kunden und im Team adäquat verhalten,3. Arbeiten im ICT-Umfeld nach bestimmten Methoden ausführen und in Projekten mitarbeiten.3. Abschnitt:  Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und UmweltschutzArt. 5 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen. Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt. Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.4. Abschnitt:  Umfang der Bildung an den einzelnen Lernorten und UnterrichtsspracheArt. 6 Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb und an vergleichbaren Lernorten Die Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb umfasst über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt 3 2⁄3 Tage pro Woche. In einer schulisch organisierten Grundbildung wird die Bildung in beruflicher Praxis in integrierten Praxisteilen oder in betrieblichen Praktika vermittelt. Sie dauert gesamthaft mindestens 220 Arbeitstage.Art. 7 Berufsfachschule Der obligatorische Unterricht an der Berufsfachschule umfasst 1360 Lektionen. Diese teilen sich gemäss nachfolgender Tabelle auf:Unterricht1. Lehrjahr2. Lehrjahr3. LehrjahrTotala. Berufskenntnisse– Erweiterte Grundkompetenzen808080240– Informatikkompetenzen360120120600Total Berufskenntnisse440200200840b. Allgemeinbildung120120120360c. Sport804040160Total Lektionen6403603601360 Der Unterricht in den erweiterten Grundkompetenzen besteht aus dem Fachenglisch mit 240 Lektionen. Der Unterricht in den Informatikkompetenzen ist in zehn Module zu 60 Lektionen unterteilt. Die Module basieren auf dem Modulbaukasten von «ICT-Berufsbildung Schweiz». Im Bildungsplan werden die Module der Informatikkompetenzen festgelegt. Bei den Lektionenzahlen sind geringfügige Verschiebungen zwischen den Lehrjahren innerhalb des gleichen Unterrichtsbereichs in Absprache mit den zuständigen kantonalen Behörden und «ICT-Berufsbildung Schweiz» möglich. Das Erreichen der vorgegebenen Bildungsziele muss in jedem Fall gewährleistet sein. Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 2006 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung. Unterrichtssprache ist die Landessprache des Schulortes. Die Kantone können neben dieser Unterrichtssprache andere Unterrichtssprachen zulassen. Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen. SR 412.101.241Art. 8 Überbetriebliche Kurse Die überbetrieblichen Kurse umfassen vier Module von je sechs Tagen zu acht Stunden. Die Module basieren auf dem Modulbaukasten von «ICT-Berufsbildung Schweiz». Im Bildungsplan wird festgelegt, welche Module der überbetrieblichen Kurse obligatorisch sind und wann diese durchgeführt werden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung dürfen keine überbetrieblichen Kurse stattfinden.5. Abschnitt:  BildungsplanArt. 9 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der «ICT-Berufsbildung Schweiz» erlassen und vom SBFI genehmigt ist. Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:a. Er enthält das Qualifikationsprofil; dieses besteht aus:1. dem Berufsbild,2. der Übersicht über die Handlungskompetenzbereiche und die Handlungskompetenzen,3. dem Anforderungsniveau des Berufes.b. Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus.c. Er bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden. Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Sicherstellung und Umsetzung der beruflichen Grundbildung sowie zur Förderung der Qualität mit Angabe der Bezugsquelle. Der Bildungsplan ist zu finden auf der Website des SBFI über das Berufsverzeichnis unter: www.bvz.admin.ch > Berufe von A–Z.6. Abschnitt:  Anforderungen an die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Höchstzahl der Lernenden im BetriebArt. 10 Fachliche Anforderungen an Berufsbildnerinnen und BerufsbildnerDie fachlichen Anforderungen an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:a. ICT-Fachfrau EFZ oder ICT-Fachmann EFZ mit mindestens zwei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;b. Informatikerin EFZ oder Informatiker EFZ mit mindestens zwei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;c. eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der ICT-Fachfrau EFZ und des ICT-Fachmanns EFZ und mit mindestens drei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;d. einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung;e. einschlägiger Hochschulabschluss mit mindestens zwei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.Art. 11 Höchstzahl der Lernenden Betriebe, die eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden. Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden. Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt. In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt. In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.7. Abschnitt:  Lerndokumentation, Bildungsbericht und LeistungsdokumentationenArt. 12 Lerndokumentation Die lernende Person führt während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält. Mindestens einmal pro Semester kontrolliert und unterzeichnet die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner die Lerndokumentation und bespricht sie mit der lernenden Person.Art. 13 Bildungsbericht Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person. Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und vereinbarten Massnahmen schriftlich fest. Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest. Werden trotz der vereinbarten Massnahmen die Ziele nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, so teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.Art. 14 Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule Die Berufsfachschule dokumentiert die Leistungen der lernenden Person im Unterrichtsbereich «erweiterte Grundkompetenzen» und in der Allgemeinbildung und stellt ihr am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus. Sie bewertet die Leistungen der lernenden Person in den Modulen der Informatikkompetenzen mit halben und ganzen Noten. Diese Noten fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen». Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen der Module der Informatikkompetenzen wird durch die Kommission nach Artikel 22 sichergestellt.Art. 15 Leistungsdokumentation in den überbetrieblichen Kursen Der Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentiert die Leistungen der lernenden Person in Form eines Kompetenznachweises für jeden überbetrieblichen Kurs. Die Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt. Diese fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen». Die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen der überbetrieblichen Kurse wird durch die Kommission nach Artikel 22 sichergestellt.8. Abschnitt:  QualifikationsverfahrenArt. 16 ZulassungZu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung absolviert hat:a. nach den Bestimmungen dieser Verordnung; b. in einer vom Kanton dafür anerkannten Bildungsinstitution; oderc. ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:1. die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,2. von dieser beruflichen Erfahrung mindestens zwei Jahre im Bereich der ICT-Fachfrau EFZ oder des ICT-Fachmanns EFZ erworben hat, und3. glaubhaft macht, den Anforderungen der jeweiligen Qualifikationsverfahren gewachsen zu sein.Art. 17 GegenstandIn den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 erworben worden sind.Art. 18 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die Handlungskompetenzen in den nachstehenden Qualifikationsbereichen wie folgt geprüft:a. Praktische Arbeit, als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von acht Stunden. Dafür gilt Folgendes:1. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft.2. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen.3. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.4. Der Qualifikationsbereich umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche mit den nachstehenden Gewichtungen:PositionHandlungskompetenzbereicheGewichtung1Installieren, Inbetriebnehmen und Warten von ICT‐Benutzerendgeräten25 %2Sicherstellen des Betriebs von vernetzten ICT‐Benutzerendgeräten25 %3Unterstützen der Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit ICT-Mitteln25 %4Abwickeln von ICT-Supportarbeiten25 %b. Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 2006 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung. In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen. SR 412.101.241Art. 19 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:a. der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mindestens mit der Note 4 bewertet wird;b. die Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen» mindestens mit der Note 4 bewertet wird; undc. die Gesamtnote mindestens 4 beträgt. Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung und der gewichteten Erfahrungsnoten «erweiterte Grundkompetenzen» und «Informatikkompetenzen». Dabei gilt folgende Gewichtung: a. praktische Arbeit: 40 %;b. Allgemeinbildung: 20 %;c. erweiterte Grundkompetenzen: 10 %;d. Informatikkompetenzen: 30 %. Die Erfahrungsnote «erweiterte Grundkompetenzen» ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der sechs Semesterzeugnisnoten für die erweiterten Grundkompetenzen. Die Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen» ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe folgender Notenmittel mit den nachstehenden Gewichtungen:a. das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Noten für die Module der Informatikkompetenzen in der Berufsfachschule; diese Note wird mit 80 % gewichtet;b. das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Noten für die überbetrieblichen Kurse; diese Note wird mit 20 % gewichtet.Art. 20 Wiederholungen Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen. Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der «erweiterten Grundkompetenzen» in der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der Unterricht während mindestens zwei Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote «erweiterte Grundkompetenzen» nur die neuen Semesterzeugnisnoten. Bei einer ungenügenden Erfahrungsnote «Informatikkompetenzen» gelten für die Wiederholung die folgenden Bestimmungen:a. Ist das Mittel aus der Summe der Noten für die Module der Informatikkompetenzen in der Berufsfachschule ungenügend, so müssen alle mit einer ungenügenden Note bewerteten Module wiederholt werden. Die genügenden Noten werden beibehalten.b. Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch von überbetrieblichen Kursen wiederholt, so werden die bisherigen Noten beibehalten. Werden die letzten zwei bewerteten überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.9. Abschnitt:  Ausweise und TitelArt. 21 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ). Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «ICT-Fachfrau EFZ» oder «ICT-Fachmann EFZ» zu führen. Ist das Fähigkeitszeugnis mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:a. die Gesamtnote;b. die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie die Erfahrungsnoten «erweiterte Grundkompetenzen» und «Informatikkompetenzen».10. Abschnitt:  Qualitätsentwicklung und Organisation Art. 22 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für ICT-Fachfrau EFZ und ICT-Fachmann EFZ Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für ICT-Fachfrau EFZ und ICT-Fachmann EFZ setzt sich zusammen aus:a. fünf bis sieben Vertreterinnen oder Vertretern von «ICT-Berufsbildung Schweiz»;b. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;c. je mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bundes und der Kantone. Für die Zusammensetzung gilt Folgendes:a. Eine paritätische Vertretung der Geschlechter ist anzustreben.b. Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein. Die Kommission konstituiert sich selbst. Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:a. Sie überprüft diese Verordnung, den Bildungsplan und die Module laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen; dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.b. Beobachtet sie Entwicklungen, die eine Änderung dieser Verordnung erfordern, so ersucht sie «ICT-Berufsbildung Schweiz», dem SBFI die entsprechende Änderung zu beantragen.c. Beobachtet sie Entwicklungen, die eine Anpassung des Bildungsplans oder der Module der überbetrieblichen Kurse erfordern, so stellt sie «ICT-Berufsbildung Schweiz» Antrag auf entsprechende Anpassungen.d. Sie nimmt Stellung zu: 1. den Instrumenten für die Validierung von Bildungsleistungen,2. den Instrumenten zur Sicherstellung und Umsetzung der beruflichen Grundbildung sowie zur Förderung der Qualität, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen zum Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung.e. Sie stellt die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen für die Module der Informatikkompetenzen in den Berufsfachschulen und in den überbetrieblichen Kursen sicher. Die dadurch entstehenden Kosten gelten als Kosten der Qualifikationsverfahren und werden von den Kantonen getragen.Art. 23 Trägerschaft und Organisation der überbetrieblichen Kurse Träger für die überbetrieblichen Kurse ist «ICT-Berufsbildung Schweiz». Die Kantone können die Durchführung der überbetrieblichen Kurse unter Mitwirkung von «ICT-Berufsbildung Schweiz» einer anderen Trägerschaft übertragen, namentlich wenn die Qualität oder die Durchführung der überbetrieblichen Kurse nicht mehr gewährleistet ist. Sie regeln mit der Trägerschaft die Organisation und die Durchführung der überbetrieblichen Kurse. Die zuständigen Behörden der Kantone haben jederzeit Zutritt zu den Kursen.11. Abschnitt:  SchlussbestimmungenArt. 24 Aufhebung eines anderen ErlassesDie Verordnung des SBFI vom 14. September 2010 über die berufliche Grundbildung für Informatikpraktikerin/Informatikpraktiker mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) wird aufgehoben. [AS 2010 5385]Art. 25 Übergangsbestimmungen und erstmalige Anwendung einzelner Bestimmungen Lernende, die ihre Bildung als Informatikpraktikerin oder Informatikpraktiker vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2023. Kandidierende, die das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung für Informatikpraktikerin oder Informatikpraktiker bis zum 31. Dezember 2023 wiederholen, werden nach bisherigem Recht beurteilt. Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–21) kommen ab dem 1. Januar 2021 zur Anwendung.Art. 26 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.

input-rm412.101.221.40 Ordinanza della SEFRIsulla formazione professionale di base Operatrice informatica/Operatore informatico con attestato federale di capacità (AFC)del 24 novembre 2017 (Stato 1° gennaio 2018)88605Operatrice informatica AFC / Operatore informatico AFCICT-Fachfrau EFZ / ICT-Fachmann EFZOpératrice en informatique CFC / Opérateur en informatique CFCLa Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),visto l’articolo 19 della legge federale del 13 dicembre 2002 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 2003 sulla formazione professionale di base (OFPr),ordina: RS 412.10 RS 412.101Sezione 1: Oggetto e durataArt. 1 Profilo professionaleGli operatori informatici di livello AFC svolgono, in particolare, le attività seguenti e si contraddistinguono per le conoscenze, capacità e attitudini sotto indicate:a. installano e configurano i dispositivi delle tecnologie dell’informazione e della comunicazione (ICT) e ne garantiscono il funzionamento nelle infrastrutture di rete;b. connettono i dispositivi ICT ai servizi dei server e garantiscono la sicurezza degli apparecchi in azienda;c. lavorano secondo procedure definite e applicano metodi standard;d. individuano rapidamente le esigenze dei clienti ed elaborano i problemi in entrambi i livelli di supporto (first level support e second level support);e. istruiscono e assistono gli utenti nell’impiego degli strumenti ICT e delle relative applicazioni standard.Art. 2 Durata e inizio La formazione professionale di base dura tre anni. L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario della relativa scuola professionale.Sezione 2: Obiettivi ed esigenzeArt. 3 Principi Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative raggruppate nei relativi campi. Le competenze operative comprendono competenze professionali, metodologiche, sociali e personali. Tutti i luoghi di formazione collaborano allo sviluppo delle competenze operative. Essi coordinano i contenuti della formazione e delle procedure di qualificazione.Art. 4 Competenze operativeLa formazione prevede, nei campi di competenze operative sotto indicati, le competenze operative seguenti:a. installazione, attivazione e manutenzione di dispositivi ICT:1. installare, configurare e manutenere i dispositivi ICT e i relativi sistemi operativi,2. installare e configurare applicazioni standard,3. eseguire e valutare test di funzionamento,4. impiegare script di automazione;b. garanzia del funzionamento dei dispositivi ICT connessi in rete:1. connettere le periferiche e i relativi servizi alle infrastrutture di rete e riparare i guasti,2. connettere i dispositivi ICT ai servizi dei server e riparare i guasti,3. garantire la sicurezza dei dispositivi ICT;c. assistenza agli utenti nell’impiego degli strumenti ICT:1. istruire e assistere gli utenti nell’impiego degli strumenti ICT,2. redigere e aggiornare istruzioni e liste di controllo per gli utenti,3. fornire consulenza e assistenza ai clienti nell’acquisto di dispositivi ICT;d. svolgimento di attività di supporto ICT:1. elaborare le richieste dei clienti nel first level support e nel second level support,2. comportarsi in maniera adeguata nei confronti dei clienti e all’interno del team,3. svolgere le attività del settore ICT secondo metodi predefiniti e collaborare ai progetti.Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambienteArt. 5 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi). Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione. Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.Sezione 4:Durata della formazione in ciascun luogo di formazione e lingua d’insegnamentoArt. 6 Formazione professionale pratica in azienda e in luoghi di formazione equivalenti La formazione professionale pratica in azienda comprende in media 3 2⁄3 giornate alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base. Nel quadro della formazione di base organizzata dalla scuola la formazione professionale pratica è impartita sotto forma di parti pratiche integrate o di periodi di pratica in azienda. La formazione professionale pratica dura complessivamente 220 giorni lavorativi.Art. 7 Scuola professionale L’insegnamento obbligatorio presso la scuola professionale comprende 1360 lezioni. Dette lezioni sono suddivise secondo la tabella seguente:Insegnamento1° anno2° anno3° annoTotalea. Conoscenze professionali– competenze di base estese808080240– competenze informatiche360120120600Totale conoscenze professionali440200200840b. Cultura generale120120120360c. Educazione fisica804040160Totale delle lezioni6403603601360 L’insegnamento delle competenze di base estese consiste in 240 lezioni di inglese tecnico. L’insegnamento delle competenze informatiche è suddiviso in dieci moduli di 60 lezioni ciascuno. I moduli sono basati sul piano modulare di «ICT Formazione professionale Svizzera». Il piano di formazione specifica i moduli delle competenze informatiche. D’intesa con le autorità cantonali e con «ICT Formazione professionale Svizzera» sono ammessi spostamenti minimi di lezioni da un anno di formazione all’altro in una materia. Deve essere comunque garantito il raggiungimento degli obiettivi di formazione prestabiliti. Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 2006 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base. La lingua d’insegnamento è la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale. Oltre a questa lingua, i Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento. È raccomandato l’insegnamento bilingue, ovvero nella lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola e in un’altra lingua nazionale o in inglese. RS 412.101.241Art. 8 Corsi interaziendali I corsi interaziendali comprendono quattro moduli di sei giornate di otto ore ciascuno. I moduli sono basati sul piano modulare di «ICT Formazione professionale Svizzera». Il piano di formazione specifica quali moduli dei corsi interaziendali sono obbligatori e quando si svolgono. Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si possono svolgere corsi interaziendali.Sezione 5: Piano di formazioneArt. 9 All’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione, emanato da «ICT Formazione professionale Svizzera» e approvato dalla SEFRI. Il piano di formazione:a. contiene il profilo di qualificazione, che comprende:1. il profilo professionale,2. la tabella delle competenze operative e dei relativi campi,3. il livello richiesto per la professione;b. riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente;c. determina quali competenze operative sono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione. Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti volti a garantire e attuare la formazione professionale di base nonché a promuovere la qualità, con indicazione delle fonti. Il piano è disponibile sul sito SEFRI nell’elenco delle professioni: www.bvz.admin.ch > Professione A–Z.Sezione 6: Requisiti per i formatori e numero massimo di persone in formazione in aziendaArt. 10 Requisiti professionali richiesti ai formatoriIl formatore soddisfa i requisiti professionali se possiede una delle qualifiche seguenti:a. attestato federale di capacità di operatore informatico AFC e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;b. attestato federale di capacità di informatico AFC con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;c. attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo di attività dell’operatore informatico AFC e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;d. titolo della formazione professionale superiore in ambito pertinente;e. diploma di scuola universitaria in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.Art. 11 Numero massimo di persone in formazione in azienda Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione. Per ogni altro specialista impiegato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più impiegati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più. È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione. Nelle aziende che possono impiegare soltanto una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima inizia l’ultimo anno della formazione professionale di base. In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare un numero maggiore di persone in formazione nelle aziende che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioniArt. 12 Documentazione dell’apprendimento Nel corso della formazione professionale pratica la persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti in relazione alle competenze operative da acquisire. Almeno una volta al semestre il formatore controlla e firma la documentazione dell’apprendimento e la discute con la persona in formazione.Art. 13 Rapporto di formazione Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione. Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le decisioni prese e le misure concordate sono annotate per iscritto. Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione. Se nonostante le misure concordate gli obiettivi non sono raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.Art. 14 Documentazione delle prestazioni nella scuola professionale La scuola professionale documenta le prestazioni della persona in formazione nella materia «competenze di base estese» e nella cultura generale e le consegna una pagella alla fine di ogni semestre. Essa valuta le prestazioni della persona in formazione nei moduli delle competenze informatiche con note intere o mezze note. Queste confluiscono nel calcolo della delle competenze informatiche. La comparabilità dei controlli delle prestazioni dei moduli delle competenze informatiche è garantita dalla commissione di cui all’articolo 22.Art. 15 Documentazione dell’apprendimento nei corsi interaziendali L’operatore dei corsi interaziendali documenta le prestazioni della persona in formazione mediante controlli delle competenze per ogni corso interaziendale. I controlli delle competenze sono espressi in note. Queste confluiscono nel calcolo della nota delle competenze informatiche. La comparabilità dei controlli delle prestazioni dei corsi interaziendali è garantita dalla commissione di cui all’articolo 22.Sezione 8: Procedura di qualificazioneArt. 16 AmmissioneÈ ammesso alle procedure di qualificazione chi ha concluso la formazione professionale di base:a. secondo le disposizioni della presente ordinanza; b. in un istituto di formazione riconosciuto dal Cantone; oc. al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se:1. ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr,2. ha svolto almeno due anni di tale esperienza professionale nel campo dell’operatore informatico AFC, e3. rende verosimile il possesso dei requisiti per la rispettiva procedura di qualificazione.Art. 17 OggettoNelle procedure di qualificazione occorre dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 4.Art. 18 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale Nella procedura diqualificazione con esame finale sono esaminate, nel modo sotto indicato, le competenze operative nei campi di qualificazione seguenti:a. «lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico prestabilito della durata di otto ore. Vale quanto segue:1. l’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base,2. la persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione,3. è ammessa la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali,4. il campo di qualificazione comprende i campi di competenze operative sottoelencati con le ponderazioni seguenti:VoceCampi di competenze operativePonderazione1Installazione, attivazione e manutenzione di dispositivi ICT   25 %2Garanzia del funzionamento dei dispositivi ICT connessi in rete25 %3Assistenza agli utenti nell’impiego degli strumenti ICT25 %4Svolgimento di attività di supporto ICT25 %b. «cultura generale». A questo campo di qualificazione si applica l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 2006 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base. Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame. RS 412.101.241Art. 19 Superamento della procedura di qualificazione, calcolo e ponderazione delle note La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:a. per il campo di qualificazione «lavoro pratico» è attribuito almeno il 4;b. per la nota delle «competenze informatiche» è attribuito almeno il 4; ec. la nota complessiva raggiunge almeno il 4. La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, della somma delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e delle note ponderate delle «competenze di base estese» e delle «competenze informatiche». Vale la seguente ponderazione:a. lavoro pratico: 40 per cento;b. cultura generale: 20 per cento;c. competenze di base estese: 10 per cento;d. competenze informatiche: 30 per cento. Per nota delle «competenze di base estese» si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle sei note delle pagelle semestrali delle competenze di base estese. Per nota delle «competenze informatiche» si intende la media arrotondata a un decimale della somma delle medie sottoelencate con le ponderazioni seguenti:a. la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle note relative ai moduli delle competenze informatiche svolti nella scuola professionale. Questa nota è ponderata all’80 per cento;b. la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle note relative ai corsi interaziendali. Questa nota è ponderata al 20 per cento.Art. 20 Ripetizioni La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora si debba ripetere un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente. Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi relativi alle «competenze di base estese» presso la scuola professionale, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono gli ultimi due semestri di lezione, per il calcolo della nota delle «competenze di base estese» fanno stato soltanto le nuove note delle pagelle semestrali. Qualora la nota delle competenze informatiche fosse insufficiente, per la ripetizione valgono le seguenti disposizioni:a. se la media della somma delle note dei moduli relativi alle competenze informatiche svolti nella scuola professionale è insufficiente, tutti i moduli con note insufficienti devono essere ripetuti. Le note sufficienti restano valide;b. qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi interaziendali, restano valide le note conseguite in precedenza. Se si ripetono gli ultimi due corsi interaziendali valutati, per il calcolo della nota delle competenze informatiche fanno stato soltanto le nuove note.Sezione 9: Attestazioni e titoloArt. 21 Chi ha superato la procedura di qualificazione consegue l’attestato federale di capacità (AFC). L’attestato federale di capacità conferisce il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «Operatrice informatico AFC»/«Operatore informatico AFC». Se l’attestato federale di capacità è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:a. la nota complessiva;b. le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e le note delle «competenze informatiche» e delle «competenze di base estese».Sezione 10: Sviluppo della qualità e organizzazione Art. 22 Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione degli operatori informatici AFC La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione degli operatori informatici AFC è composta da:a. 5–7 rappresentanti di «ICT Formazione professionale Svizzera»;b. due rappresentanti dei docenti di materie professionali;c. almeno un rappresentante della Confederazione e almeno uno dei Cantoni. Per la composizione vale inoltre quanto segue:a. si cerca di raggiungere una rappresentanza paritetica di entrambi i sessi;b. le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate. La Commissione si autocostituisce. Essa svolge in particolare i compiti seguenti:a. verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, la presente ordinanza, il piano di formazione e i moduli in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici; nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;b. se osserva sviluppi che richiedono una modifica della presente ordinanza, chiede a «ICT Formazione professionale Svizzera» di proporre alla SEFRI la corrispondente modifica;c. se osserva sviluppi che richiedono una modifica del piano di formazione o dei moduli, presenta a «ICT Formazione professionale Svizzera» una proposta di adeguamento del piano di formazione o dei moduli;d. esprime un parere:1. riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti, 2. riguardo agli strumenti volti a garantire e attuare la formazione professionale di base nonché a promuovere la qualità, in particolare sulle disposizioni esecutive per la procedura di qualificazione con esame finale;e. garantisce la comparabilità a livello svizzero dei controlli delle prestazioni dei moduli delle competenze informatiche svolti presso le scuole professionali e durante i corsi interaziendali. I relativi costi sono sostenuti dai Cantoni come parte della procedura di qualificazione.Art. 23 Organizzazione e responsabili dei corsi interaziendali È responsabile dei corsi interaziendali «ICT Formazione professionale Svizzera». In collaborazione con «ICT Formazione professionale Svizzera», i Cantoni possono delegare a un altro ente responsabile lo svolgimento dei corsi interaziendali, in particolare se non sono più garantiti la qualità o lo svolgimento degli stessi. I Cantoni disciplinano con l’ente responsabile l’organizzazione e lo svolgimento dei corsi interaziendali. Le autorità cantonali competenti hanno il diritto di accedere ai corsi in qualsiasi momento.Sezione 11: Disposizioni finaliArt. 24 Abrogazione di un altro atto normativoL’ordinanza della SEFRI del 14 settembre 2010 sulla formazione professionale di base Addetta all’informatica/Addetto all’informatica con certificato federale di formazione pratica (CFP) è abrogata. [RU 2010 5385]Art. 25 Disposizioni transitorie e prima applicazione di singole disposizioni Le persone che hanno iniziato la formazione di addetto all’informatica prima dell’entrata in vigore della presente ordinanza la portano a termine in base al diritto anteriore, al massimo però entro il 31 dicembre 2023. I candidati che ripetono la procedura di qualificazione con esame finale per addetto all’informatica entro il 31 dicembre 2023 sono valutati in base al diritto anteriore. Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 16–21) si applicano dal 1° gennaio 2021.Art. 26 Entrata in vigoreLa presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2018.