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Die ersten eigenständigen mathematischen Werke, die innerhalb der arabischen Kultur erschienen, datieren aus dem neunten Jahrhundert. Einer Periode, in welcher der Assimilationsprozess zwischen den Völkern des arabischen Imperiums bereits in weiten Teilen abgeschlossen war. Konsequenterweise müsste man daher weniger von einer arabischen Mathematik im engeren Sinn als von einer islamischen Mathematik reden.
In der Tat stammte bereits der erste Mathematiker von Bedeutung, al-Khwarizmi (ungefähr 780 bis 850), aus Zentralasien, ebenso der Astronom al-Biruni (973 bis ungefähr 1040). Der Mathematiker und Poet Omar al-Khayyam (1048 bis ungefähr 1131) war Iraner.
Im zehnten und elften Jahrhundert erreichte die Mathematik ihre höchste Blüte. Gestärkt durch eine weithin assimilierte klassische Tradition und die wissenschaftlichen Beiträge nutzend, die aus allen Teilen der islamischen Welt stammten, nahm die arabische Wissenschaft während dieser Jahrhunderte eine einmalige Entwicklung. Sie repräsentierte den neusten Stand des Wissens und diente anderen zeitgenössischen Kulturen als unerreichbares Modell.
Unter den Mathematikern, denen diese Periode ihre Blüte verdankte, ragen Abu Kamil (ungefähr 850 bis ungefähr 930), Abu’l Wafa (940 bis 997) und al-Haytham, im Okzident bekannt als Alhazen (965 bis 1039), hervor.
Der Himmel schüttet schneeweisse Blumenblätter vom Himmel.
Du würdest sagen, dass sich ein Blumenregen über den Garten ergiesst.
In den einer Lilie gleichen Kelch schütte ich den rosigen Wein,
von den violett gefärbten Wolken fällt ein Regen aus Jasmin.
O. Khayyam, Ruba’iyyat
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