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Auch alle Umfragen in den Wochen vor der mit Spannung erwarteten Abstimmung hatten die oppositionellen Kräfte weit vorne gesehen. Jedoch ist es in Thailand nach dem Putsch von 2014 ein schwieriges Unterfangen, die konservativen, vom Militär dominierten Parteien zu schlagen.
Nach dem Militärcoup wurde eine Verfassungsänderung eingeführt, wonach der Ministerpräsident von den 500 neu gewählten Abgeordneten zusammen mit 250 ungewählten, vom Militär ernannten Senatoren bestimmt wird. Diese gelten als loyal gegenüber dem amtierenden Regierungschef und einstigen Putsch-General Prayut Chan-o-cha. Es drohen lange und komplizierte Koalitionsverhandlungen.
Ein vorläufiges Ergebnis wollte die Wahlkommission voraussichtlich am späten Abend (Ortszeit) bekanntgeben. Das offizielle Endergebnis muss innerhalb von 60 Tagen öffentlich gemacht werden./cfn/DP/mis
(AWP)
1 Kommentar
Die Konstellation ist nundeutlich anders als in der Vergangenheit. Der mögliche Ministerpräsident gehört weder dem königstreuen Establishment noch dem Thaksin-Lager an. Wenn er sich geschickt verhält, und seine Wahlversprechen etwas flexibel handhabt, hat er die Chance sich erst einmal zu etablieren und die Zustimmung der Mehrheit der Thailänder zu erhalten.