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Im ischämischen Myocard findet sich in der
perakuten Phase mit einer noch nicht transmuralen
subendocardialen Ischämie ein Ischämievektor ins Zentrum der
Ischämie hin, im akuten Stadium zeigt der Vektor im
ischämischen Myocard weg, es ergibt sich eine T-Negativierung.
Bei Ausbildung der Myocardnekrose wendet sich der Summenvektor von der elektrisch inaktiven Narbe ab, die Q oder QS-Zacke gleichgerichtet zur T-Negativierung entsteht. Oft kommt es zu einer verlangsamten Erregungsausbreitung mit Verbreiterung des Kammerkomplexes, einem periinfarction block. In der chronischen Phase der Vernarbung schrumpft die Narbe und der Nekrosevektor bis zum Verschwinden im optimalen Fall.
|peracute Phase||Überhöhung der T-Welle in den besonders ischämieempfindlichen subendocardialen Schichten: Erstickungs - T|
|akute Phase||Im ischämischen Myocard entsteht kommt es zur (schulterförmigen) ST-Streckenhebung über dem betroffenen Infarktgebiet: akuter Myocardinfarkt|
|subacute Phase||Nachdem initial nur die terminale T-Welle negativ wird, kommt es mit abnehmendem
Verletzungsstrom zur Rückkehr der ST-Strecke auf die
Isoelektrische und zur Ausbildung einer T-Negativierung.

Im Rahmen der Nekrose kommt es zur Verkleinerung und zum Verschwinden der R-Welle und zur Ausbildung einer Q-Zacke resp. bei vollständigem Verschwinden des R zu einer QS-Zacke: subacuter Myocardinfarkt
|chronische Phase||Im chronischen resp. Narbenstadium mit Q-Zacke und T-Negativierung
flacht mit der Zeit die T-Welle ab, wird isoelektrisch oder kann sich sogar nach
Tagen - Wochen bis 6 Monaten wieder aufrichten:
chronischer resp. alter Myocardinfarkt

Letztlich nimmt mit der Narbenschrumpfung die Tiefe und Breite der Q-Zacke ab, der QRS-Komplex normalisiert sich aber nur selten wieder vollständig.
|Herzwand - Aneurysma||Bei persistierenden schulterförmigen ST-Streckenhebungen über dem Infarktbereich gilt dies als Hinweis auf die Ausbildung einer Dyskinesiezone resp. eines Herzwandaneurysmas.|
überarbeitet am 20.8.2003