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Mehr Todesfälle bei Glencore
15.4.2019 - 17:11, SDA
Der Rohstoffkonzern Glencore hatte 2018 an ihren Produktionsstandorten mehr Todesfälle zu beklagen als im Jahr zuvor.
Im Jahr 2018 haben dreizehn Mitarbeitende von Glencore das Leben verloren, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens hervor. Im Jahr davor waren es neun.
Die steigende Zahl der Todesfälle habe beim Verwaltungsrat grosse Betroffenheit ausgelöst, hiess es im Bericht weiter. Zudem habe sich auch die Unfallstatistik «enttäuschend» entwickelt.
Glencore sei weiterhin bestrebt, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern. Das hat immerhin dazu geführt, dass die Zahl jener Personen, die neu an einer Berufskrankheit leiden, in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sei. Im letzten Jahr erkrankten 32 Mitarbeitende aufgrund ihrer Tätigkeit für Glencore, nach 46 im Jahr 2017.
Noch keine Angaben macht Glencore im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht indes zur Klimabilanz des Konzerns mit Blick auf die im Rahmen des Paris Abkommens gesetzten Ziele. Diese Daten werde man erst per Ende 2020 ermitteln.
Im April 2017 hat eine Gruppe von zehn NGOs einen Schattenbericht über die Aktivitäten von Glencore in lateinamerikanischen Minen veröffentlicht und den Konzern scharf kritisiert. Der Bericht zeigte insbesondere auf, welchen Einfluss Glencores Tätigkeiten auf die einheimische Bevölkerung hat. Diese sei stark betroffen von den Abfällen, die durch den Abbau entstünden. Die lokale Bevölkerung habe keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder zu einer gesunden Umwelt.
Glencore hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den CO2-Ausstoss verglichen mit 2016 um mindestens 5 Prozent zu senken.