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Äthiopien und der Sudan wollen sich um eine Lösung im jahrelangen Streit um ein riesiges Staudammprojekt bemühen.
Das haben Äthiopiens Vizepräsident und Aussenminister H.E. Demeke Mekonnen sowie Sudans Präsident General Abdel Fattah al-Burhan nach einem Treffen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mitgeteilt. Der Damm wird in Äthiopien gebaut und soll den Blauen Nil stauen, was ebenfalls die an dem Fluss liegenden Länder Sudan und Ägypten betrifft.
Äthiopien und Sudan wollten der Mitteilung nach Angelegenheiten, die ihr Grenzgebiet betreffen, friedlich regeln - durch bereits bestehende Abkommen und Mechanismen. «Beide Seiten haben ihre Überzeugung ausgedrückt, dass der gute Wille und die Zusammenarbeit von Sudan und Äthiopien zu dem Versuch beitragen werden, die Differenzen trilateral zu besprechen», hiess es in einer Mitteilung des äthiopischen Aussenministeriums vom Donnerstag. Ägypten wurde in dem Text nicht explizit erwähnt. Trilaterale Gespräche der Nil-Anrainer-Länder hatten in der Vergangenheit zu keinem Ergebnis geführt. Der Nil-Staudamm ist in Ägypten, wie auch im Sudan, umstritten.
Äthiopien hatte die erste der 13 Turbinen des Grossen Renaissance-Staudammes (GERD) im Februar in Betrieb genommen. Der 4.6 Milliarden teure Staudamm, der im Nordwesten Äthiopiens gebaut wird, soll nach seiner Fertigstellung 2023 der grösste Staudamm Afrikas werden. Nach äthiopischen Angaben soll der Damm künftig bis zu 6500 Megawatt Strom aus Wasserkraft erzeugen.
(sda/dpa)