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Unwetter im Rückblick
Der schnelle Orkan "Queenie"
Brocken: 191 Stundenkilometer
In der Nacht von Samstag, den 31.01.2004 auf Sonntag, den 01.02.2004 überquerte das kleine, aber intensive Sturmtief "Queenie" Deutschland von West nach Ost. Dabei traten besonders im Norden und Westen Deutschlands verbreitet schwere Sturmböen und orkanartige Sturmböen (entsprechend Stärke 10 bzw. 11 Beaufort) auf. In den Kammlagen der Mittelgebirge gab es sogar Orkanböen.
Auf dem Brocken im Harz trat eine Spitzenböe von 191 km/h auf. Dies war gleichzeitig die höchste gemessene Windgeschwindigkeit des Sturmwirbels. Aber auch in den Tieflagen war der Sturm recht kräftig: Am Niederrhein sowie im norddeutschen Tiefland wurden an zahlreichen Stationen Böen über 90 km/h, entsprechend Windstärke 10, gemessen. An einzelnen Stationen wurden auch Böen der Stärke 11 gemessen. Die einzige Böe der Stärke 12 (Orkan) im Tiefland wurde in Boltenhagen an der Ostseeküste gemessen.
Die größten Sachschäden wurden nach Angaben der Polizei in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen registriert. Dabei handelte es sich meist um umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. In Niedersachsen kam jedoch auch eine Frau in ihrem Auto durch einen umstürzenden Baum ums Leben.
Meteorologie: Beim Sturmwirbel "Queenie" handelte es sich um eine kurze, rasch wandernde, barokline Wellenstörung. Sie wurde in der am Samstag gut ausgeprägten, weitgehend zonalen Höhenströmung mit etwa 80 km/h vom Atlantik über Großbritannien und Norddeutschland nach Osten geführt.