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Prof. Dr. Christoph Halbig
Der Lehrstuhl für allgemeine Ethik forscht zu Fragen der Metaethik sowie der Normativen Ethik. Die Metaethik untersucht das Wesen, die Begründung und die Wahrheitsbedingungen von moralischen Urteilen sowie deren normative und motivationale Kraft. In der normativen Ethik geht es um die Formulierung und Diskussion von moralischen Theorien und Prinzipien, die eine allgemeine Antwort auf die Frage geben, wie wir handeln und leben sollen.
Ein Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhles liegt auf der allgemeinen Werttheorie, die sich unter anderem mit dem Problem beschäftigt, welche fundamentalen Werte und Güter es gibt, wie diese mit dem Begriff des Grundes und mit Rechten zusammenhängen und welche Bedeutung Werte für ein gutes Leben haben. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Tugendlehre. Hier steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, wie der Begriff der Tugend zu verstehen ist und wie sich Tugenden zu Werten verhalten. Daraus ergibt sich die Frage, welche Rolle Tugenden in der normativen Ethik spielen. Ebenso von Relevanz sind empirisch motivierte Kritiken für die Haltbarkeit von Tugendkonzeptionen und der Idee stabiler Charakterzüge. Drittens beschäftigt sich der Lehrstuhl mit Ethik aus philosophiehistorischer Perspektive, insbesondere im Hinblick auf die antike Philosophie, die klassische deutsche Philosophie und den Intuitionismus.