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Was ist ein Elefantenhaken?
Der Ankus oder Elefantenhaken, in der Umgangssprache der Elefantenpfleger kurz Haken genannt, ist ein uraltes Hilfsmittel im Umgang des Menschen mit den Elefanten im direktem und ungeschützem Kontakt. Bereits auf den alten asiatischen Bildern ist der Mahout immer mit einem Ankus abgebildet.
In einigen asiatischen Ländern werden die Elefanten immer noch mit den traditionellen, ziemlich furchterregenden, Haken «geführt».
Wie sieht ein Ankus heute aus?
In westlichen Zirkussen und Zoos wird versucht, den Haken zu verstecken, indem die Spitze mit Rasierpinsel cachiert oder mit ganz kleinen, aber umso schärferen Spitzen gearbeitet wird. Die Wirkung bleibt aber dieselbe.
Für was braucht der Elefantenpfleger einen Haken?
Der Haken dient dem Mahout, Elefantenpfleger oder Dompteur im direktem Kontakt, als Werkzeug um seine Kommandos bei den Elefanten durchzusetzen. Mit dem Ankus kann der Elefantenpfleger den Elefanten «ziehen» und «zurück drängen», da der Elefant dem mehr oder weniger spitzen Druck ausweichen will.
Wie sollte ein Ankus beschaffen sein?
Der Haken sollte so scharf geschliffen sein, dass die Wirkung der Kommandounterstützung bei minimalem Druck eintritt, aber nicht so scharf, dass dabei Verletzungen entstehen.
Woran erkennt das Publikum wie der Haken eingesetzt wird?
Ein guter Beobachter sieht in einem Zoo oder Zirkus ziemlich schnell, wie der Pfleger oder Dompteur mit dem Haken umgeht. Die mit dem Haken malträtierten Elefanten haben meist Wunden am oberen Ohrenansatz, der Stirne und Rüsselansatz oder an den Ellbogen. Es kommt auch vor, dass sogar die Ohren zugeschwollen sind, da das Tier mit Stichen ins Ohr , z.B. beim Verladen von Zirkuselefanten in Eisenbahnwagen, nach vorne getrieben wird.
Für was braucht der Elefantenpfleger eine Peitsche?
Die Peitsche dient dem Elefantenpfleger und Zirkusdompteur in erster Linie als verlängerter Arm. Im Gegensatz zum Elefantenhaken, der den direkten Kontakt zum Elefanten voraussetzt, kann der Elefantenpfleger mit der Peitsche auch auf Distanz arbeiten. Bei einem geschicktem Umgang mit der Peitsche, hat der Dresseur die Möglichkeit den Elefanten an jeder Körperstelle zu touchieren und damit seine Kommandos zu unterstützen.
Wie sollte er mit der Peitsche umgehen?
Wie beim Elefantenhaken muss auch der Peitsche auf den wohldosierten Einsatz geachtet werden. Beide Werkzeuge sollten der Unterstützung und der Durchsetzung eines Kommandos dienen, und nur im Notfall zur Bestrafung eines Elefanten eingesetzt werden.
4 thoughts on “Ankus, Elefantenhaken und Peitsche”
Zirkusvorstellungen wie sie noch im Zoo Hannover stattfinden, sollten in einem modernem, wissenschaftlich geführtem Zoo nicht mehr gezeigt werden. Speziell nicht, wenn die Elefantenpfleger ihren Elefantenhaken und Peitsche intensiv benötigen, um ihre Kommandos durchzusetzen. Eine gute, geduldige und saubere Dressurarbeit wäre nötig, bevor die Elefantenpfleger mit ihren jungen Elefanten vor dem Publikum auftreten. Zudem ist es nicht mehr zeitgemäss, auf diese Weise die Macht der Menschen über Wildtiere zu demonstrieren!
Ich bin einfach nur entsetzt, was ich heute Abend (24.4.17) auf RTL gesehen habe über die Dressur der Elefanten im Zoo Hannover !
Grauenhaft, wie die Tiere gequält werden, ich hätte absolut nicht gedacht, dass das heute in einem deutschen Zoo noch so stattfindet !
Was dann auch aus Thailand gezeigt wurde, wie die jungen Elefanten «gebrochen» werden…..entsetzlich.Da ist es nur verständlich, dass später ein so gequälter Elefant einen Menschen tötet……absolut verständlich, und ich habe mit diesem getöteten Menschen ( vielleicht ist es ein ehemalger Peiniger, vielleicht aber einfach ein Vertreter der feinen Species Mensch ) absolut kein Mitleid. Recht hatte der Elefant !
Tja, mehr als 2 Jahre später wird im Hamburger Hagenbecker Zoo immer noch mit Elefantenhaken hantiert! Ist zwar sehr niedlich für die Zoobesucher, wenn die Elefanten mit dort gekauftem Obst und Gemüse gefüttert werden dürfen. Doch muss mal so ein Riese ein Häufchen machen und steht » anscheinend im Sauberbereich» – weil Besucherbereich, dann darf dieser seine Notdurft nicht direkt vor Ort erledigen. Und obwohl er selbst » aus Anstand» ein paar Schritte zurück weichte, wurde kurzerhand mittels eines solchen Hakens in seinem Kinnbereich eingehakt und der ganze Elefant weg gezogen…..
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte schreiben Sie diese Beobachtung direkt an den Zoo Hamburg. Diese Dressur – Methoden entsprechen nicht mehr der zeitgemässen Elefantenhaltung. Der Zoo in Hamburg sollte seine altmodische Elefantenhaltung überdenken und sich eine zeitgemässe Elefantenhaltung, wie der geschützte Kontakt, leisten. Prügelstrafen im Elefantenhaus sind von vorgestern!