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Der Walliser Weinhändler Dominique Giroud hat keinen Wein gepanscht. Die Waadtländer Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung wegen Weinverschnitts eingestellt. Der zuständige Staatsanwalt bestätigte eine Mitteilung von Giroud. Der Entscheid sei rechtskräftig.
2006 habe Giroud eine Charge von 100'000 Flaschen St. Saphorin in den Handel gebracht, schrieb sein Sprecher Marc Comina. Es sei das erste Mal gewesen, dass ein Walliser im grossen Massstab Waadtländer Wein vermarktet habe, während der umgekehrte Fall häufig vorkomme.
2009 reichte ein Waadtländer Winzer im Zusammenhang mit diesem Geschäft eine Strafklage gegen Giroud ein, zog sie aber zwei Jahre später zurück, wie Comina schrieb. Die Waadtländer Staatsanwaltschaft habe ihre Untersuchung aber fortgesetzt, um die genaue Herkunft des vermarkteten Weins zu bestimmen. (sda)
Der Fall Carlos hat mit einer Zahl begonnen: 29'000 Franken pro Monat. So viel kostete sein Sondersetting. Nun liegt eine neue Zahl vor: 800'000 Franken. So viel kosteten seine Gefängnisaufenthalte seither. Die Justiz ist überfordert.
Unter dem Pseudonym Carlos stellte das Schweizer Fernsehen im August 2013 einen 17-jährigen Messerstecher vor. Er war eigentlich nur die Nebenfigur in einer Reportage über einen Zürcher Jugendanwalt mit unorthodoxen Methoden. Carlos hätte diese als Erfolgsbeispiel illustrieren sollen, als der haltlose Jugendliche, der dank einem Bündel massgeschneiderter Massnahmen endlich Halt findet. Man nannte es Sondersetting. Es kostete 29 000 Franken pro Monat.
Die gut gemeinte Botschaft kam ganz schlecht …