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Autor: marc wenger
Der MC La Gruyère konnte bereits die 58. Ausgabe des Motocross des Marches in Broc präsentieren. Die Strecke erwies sich wieder einmal als echte Knacknuss: Viele Schlaglöcher und unzählige Steine säumten die Strecke und forderte den Piloten alles ab.
Abwesender Leader
MX2-Leader Jeremy Seewer (Bülach) war nicht nach Broc angereist. Das Talent orientiert sich nicht mehr an der nationalen Konkurrenz, sondern will so schnell wie möglich an die Weltspitze. Nach seinem starken Auftritt an der EM in Frankreich vor zwei Wochen beantragte er eine Wildcard für den GP von Belgien. An seinem ersten WM-Rennen fuhr er gleich zweimal in die Punkte. Deshalb war nun Julien Bill (Cartigny) der Gejagte. Bis auf einen technischen Ausfall in Muri/AG ist er in der MX2-Kategorie noch ungeschlagen. Im Zeittraining war es aber der junge Kevin Biffiger (Fully), der die schnellste Zeit realisierte und für eine Überraschung sorgte. Beim Start zum ersten Lauf war es aber Bill, der sofort die Führung an sich riss, im Schlepptau folgten Biffiger und Yves Furlato (Amlikon). Bill und Biffiger setzten sich vom Rest des Feldes ab und fuhren um den Sieg. Schlussendlich setzte sich die Routine durch und Bill gewann. Im zweiten Lauf holte sich Polesetter Biffiger den Holeshot, wurde aber noch in der ersten Runde von Furlato überholt, dem aber später die Luft ausging (6.). Bill konnte sich erneut gegen Biffiger durchsetzen.
Schafer steigerte sich
Gar nicht gut erging es den letztjährigen Dominatoren, Kilian Auberson (Epautheyres) und Kevin Gonseth (Moutier). Der amtierende Schweizer Meister Auberson belegte nur die Plätze 8 und 15, während Vizemeister Gonseth sogar einen Doppelnuller einstrich. Olivier Davet (Siviriez) klassierte sich als bester Freiburger auf den Rängen 12 und 11.
In der Open-Klasse waren Alain Schafer (Freiburg) und Normand Fahrni (Charmey) die hoffnungsvollsten Freiburger Vertreter. Im Zeittraining platzierten sie sich auf den vielversprechenden Rängen 5 (Schafer) und 10 (Fahrni). Im ersten Lauf gelang Bill ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg. Schafer hatte zwar einen guten Start, stürzte aber und hatte in der Folge mit verkrampften Unterarmen zu kämpfen. Mit dem neunten Platz war es für ihn ein Rennen zum Vergessen.
Im zweiten Lauf hatten die Schweizer nichts mit dem Kampf um den Sieg zu tun. Bill fehlte nach drei Läufen ein wenig die Spritzigkeit (6.). Schafer hatte diesmal einen mässigen Start. Er kämpfte sich aber mit Rundenbestzeiten durchs Feld und lag unmittelbar vor Schluss in Sichtweite zum Führungstrio auf dem vierten Platz. Damit zeigte er eine starke Leistung und war somit bester Schweizer. Den Sieg machten die Franzosen Billerey und Jacquiot zusammen mit dem Belgier Jérémy Délince unter sich aus. Dieser holte sich den Sieg und damit wertvolle Punkte im Kampf um die Spitzenposition in der Gesamtwertung.
Fahrni konnte leider nicht an seine gute Trainingsleistung anknüpfen und musste sich mit null Punkten begnügen. Bill führt auch hier das Gesamtklassement an, allerdings nicht ganz so deutlich wie in der MX2-Kategorie.
Freiburger: Nur zwei Podestplätze
Freiburger Podestplätze gab es immerhin in den anderen Kategorien der nationalen Meisterschaft. Enzo Steffen (Onnens) in der Kategorie Junioren und Stéphane Sauteur (Matran) bei den Nationalen holten jeweils einen dritten Platz. Nächster Halt der Schweizer Motocross-Meisterschaft ist übernächstes Wochenende in Villars-sous-Ecot in Frankreich.mw
Das übliche Bild unmittelbar nach dem Start: Julien Bill führt das Feld an.Bild Jean-Jacques Robert