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Das Verfahren, bei dem es um 28'000 Seiten Dokumente über Steuerdeals von 340 Firmen mit den Luxemburger Steuerbehörden geht, wurde von einer Demonstration von Unterstützern der Angeklagten begleitet.
Der französische Journalist Edouard Perrin und zwei französische Ex-Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) werden unter anderem des Diebstahls, des illegalen Zugriffs auf ein Computersystem und der Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen beschuldigt. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Zu Beginn der Verhandlung vor drei Richtern des Luxemburger Bezirksgerichts berichtete eine Mitarbeiterin von PwC darüber, wie das Unternehmen 2012 durch Medienberichte darauf aufmerksam wurde, dass grosse Datenmengen an die Öffentlichkeit gelangt waren. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.
UMSTRITTENE STEUERFESTSETZUNGEN
Die "LuxLeaks" genannten Veröffentlichungen lösten eine europaweite Diskussion über Steuertricksereien aus. Die luxemburgischen Finanzbehörden hatten über Jahre hinweg mit einer Reihe Grosskonzerne individuelle Vereinbarungen über die zu zahlenden Steuern geschlossen.
Die luxemburgische Regierung hatte ebenso wie PwC und die Unternehmen erklärt, diese Steuerfestsetzungen ("Tax Rulings") entsprächen den geltenden Gesetzen.
(AWP)