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Zur Zeit überschwemmen Flüchtlinge und Asylsuchende unseren Kontinent. Vielen erscheint es bedrohlich, all diese fremden Menschen bei uns in Europa oder noch schlimmer
bei uns in der Schweiz beherbergen zu müssen.
Doch in meiner Famillie hatte mein Grossvater als gebürtiger Berner die Chance in das damals noch russische Warschau als Kapellmeister berufen zu werden. Damals war es
kein Problem, als Schweizer nach Russland reisen und dort arbeiten zu können, ebenso auch umgekehrt. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte jedoch dieses Engagement und beendete diese
europäische Freiheit bis heute.
Zudem sollte es zu denken geben, besonders für all die, die sich immer wieder auf unsere “Christliche Kultur” berufen, dass der Evangelist Lukas, ein
makedonischer Arzt, vor 2000 Jahren problemlos innerhalb des römischen Reiches ohne Pass oder Identitätskarte umherreisen und seinen Beruf ausüben konnte. Man sieht: die Partei hier in unserer
Schweiz, die sich immer so gerne auf das “Vouch” beruft, ist eben genau nicht die Partei, die die Werte und Ideale unserer Schweiz auch verteidigt.
Wenn wir in unserer Geschichte zurückschauen, sehen wir: Die Schweiz wie Europa hatte noch nie wirkliche Probleme, wenn wir Fremden gegenüber offen waren, doch wir alle
hatten grösste Probleme, wenn wir den Fremden eine Integration verwehrten.