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Auswilderungskanditaten 2019
Herkules – der Starke
Herkules – der starke aber sanfte Riese – hatte kein einfaches Leben. Bis zu seinem 13. Lebensjahr wurde er als Haustier in einem viel zu kleinen Käfig gehalten. Seine Hände und Füsse sind deshalb verkrüppelt. Aufgrund dieser Einschränkungen wäre er nicht in der Lage, sich in der Wildnis ernähren zu können und würde verhungern, oder Opfer von Raubtieren werden.
Um auch Herkules ein Leben in bestmöglicher Freiheit gewähren zu können, wird er bald auf eine künstlich angelegte Flussinsel entlassen. In einer natürlichen und artgerechten Umgebung kann er dort quasi frei leben.
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Laila – die Entschlossene
Laila durchlief die Quarantäne, bevor sie mit der Rehabilitation in der BOS-Waldschule begann. Sie absolvierte in 2018 erfolgreich alle Ausbildungsstufen. Heute kann sie hervorragend Nester auf hohen Bäumen bauen. Laila kann nun mit ihren 23 Jahren in diesem Sommer ausgewildert werden – eine aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte.
Bild: BOS Foundation
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Marlies – die Kluge
Bild: BOS Foundation
Marlies wurde in Jakarta illegal als Haustier gehalten und von der BKSDA (Central Kalimantan Conservation of Natural Resources Authority) mit 4 Jahren gerettet.
Am 20. März 2003 kam sie in die BOS-Rettungsstation Samboja Lestari. Nach zwei Monaten Quarantäne begann ihre Rehabilitation in der BOS-Waldschule. Hier entwickelte sie ihre natürlichen Fähigkeiten und wurde zu einem selbständigen Orang-Utan-Weibchen, das die Menschen lieber meidet.
Als sie 2006 auf eine Insel kam und damit die letzte Phase der Vor-Auswilderung abschloss, war sie bereits sehr talentiert. Vor allem war sie gut darin, natürliche Waldfrüchte zu suchen und Nester zu bauen. Marlies ist jetzt 20 Jahre alt und gut gerüstet für ein Überleben in der Wildnis.
Randy – der Lebendige
Damals gab es für Orang-Utans, die positiv auf Hepatitis B getestet wurden, keine andere Wahl, als ein Leben in isolierter Käfighaltung. Auch Randy wurde von den anderen Orang-Utans getrennt, um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu minimieren. In jüngster Zeit stellten Untersuchungen jedoch fest, dass der in Orang-Utans vorkommende Hepatitis-B-Strang (Orang-Utan-Hepadnavirus) tatsächlich auch in der freien Wildbahn bei wilden Orang-Utans vorkommt.
Das waren schöne Neuigkeiten für Randy! Er wurde erfolgreich medizinisch behandelt, durchlief die BOS-Waldschule und konnte - als er die Quarantäne und den medizinischen Check in 2010 abgeschlossen hatte - in ein Gemeinschaftsgehege umziehen. Randy hat während seiner Zeit in Samboja Lestari nie Anzeichen von Aggression gegenüber seinen Babysitterinnen oder anderen Orang-Utans gezeigt. Er hat seine Überlebensfähigkeit bewiesen und ist ein Meister im Nestbau. Mit 27 Jahren und nach einer langen Zeit der Rehabilitation ist er nun bereit, die Freiheit der Wildnis zu geniessen.
Bild: BOS Foundation
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