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Freihandelsabkommen von Schweizer Unternehmen unzureichend genutzt
Die Studie, mit der die Universität Zürich betraut wurde, zeigte, dass die FHA den Exporteuren deutliche Vorteile bringen. In den Bereichen, in denen die Unternehmen sie anwenden, werden substanzielle Einsparungen erzielt, was die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht. Doch viele KMU machen von diesem Recht keinen Gebrauch.
Das Zögern der Schweizer Exportunternehmen lässt sich mit verschiedenen Faktoren erklären. Anders als gemeinhin angenommen, werden die Privilegien, die in einem FHA vereinbart werden, den Unternehmen nicht automatisch gewährt, sondern müssen beantragt werden. Darüber hinaus erfüllen nicht alle in der Schweiz produzierten Waren die Ursprungsregeln, welche eine Präferenzbehandlung ermöglichen. Dann gibt es noch einige Warengruppen, beispielsweise Pharmaprodukte, welche die Voraussetzungen für eine Zollbefreiung erfüllen, wodurch die Inanspruchnahme eines FHA ihren Nutzen verliert.
Switzerland Global Enterprise ist durch die Ergebnisse alarmiert und hat beschlossen, eine Website einzurichten, um die Schweizer Unternehmen, allen voran KMU, zu einer besseren Nutzung der FHA zu bewegen. Dieses Tool, das gemeinsam mit Verbänden, Behörden und anderen Partnern lanciert wurde, stellt Informationen zu den Abkommen sowie wichtige Kontaktadressen zur Verfügung.