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Riskmanagement & IKS News
Kommunizieren Sie direkt - nicht unhöflich
Direkte Kommunikation ist eine wichtige Fähigkeit bei der Arbeit – vor allem für Manager.
Wenn Sie klar sagen, was Sie von Ihren Mitarbeitern wollen und brauchen (und warum), wird alles effizienter. Aber wenn Sie zu harsch sind, können Sie am Ende mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Wie aber den Spagat zwischen Direktheit und Unhöflichkeit meistern?
- Konzentrieren Sie sich bei Ihrem Feedback auf die Fakten.
Lassen Sie Ihre Emotionen aus dem Gespräch heraus, und geben Sie der Person stattdessen ehrliche, konkrete Hinweise auf ihre Leistung.
Ihr Ziel ist es, der Person zu helfen, sich weiterzuentwickeln, und nicht, sich Luft zu machen.
- Wenn Sie eine Meinung äussern, verwenden Sie «Ich»-Aussagen.
Vermeiden Sie Anschuldigungen oder Schuldzuweisungen, da dies Ihren Mitarbeiter in die Defensive drängt.
Anstatt ihn zurechtzuweisen und mit dem Finger auf ihn zu zeigen, sollten Sie ihn zur Rede stellen, indem Sie ihm Ihre Erfahrungen mit seinem Verhalten schildern.
- Verwandeln Sie ein hartes «Nein» in ein weiches «Nein».
Als direkter Mensch lehnen Sie vielleicht instinktiv eine unwichtige Arbeitsanfrage ab, wenn Sie einfach nicht die Zeit haben, sie zu bearbeiten. Aber wenn Sie zu direkt sind, riskieren Sie, als jemand wahrgenommen zu werden, der nicht mitarbeiten oder helfen will.
Zeigen Sie stattdessen Mitgefühl und bieten Sie eine Alternative an, die besser zu Ihnen und Ihrem Zeitplan passt, oder erklären Sie freundlich, warum Sie die Aufgabe nicht übernehmen können.
- Wenn Sie eine Bitte äussern, seien Sie rücksichtsvoll, nicht befehlend.
Es ist nichts falsch daran, klare, direkte Anweisungen und Aufträge zu erteilen. Denken Sie nur daran, vernünftig zu sein, Dankbarkeit zu zeigen und Unterstützung anzubieten, wenn Ihr Mitarbeiter sie braucht.
Tipp: Wenn wir in heiklen Situationen enttäuscht, kritisiert oder gar persönlich angegriffen werden, verlieren wir rasch die Fassung und gehen zum verbalen Gegenangriff über.
Um diese Situation von gegenseitigen Verletzungen mit Worten zu vermeiden, hat Dr. Marshall Rosenberg schon vor über 50 Jahren das Modell der gewaltfreien Kommunikation (Non-Violent Communication, NVC) in vier Schritten entwickelt.
- Was passiert ist, nüchtern festzustellen,
- was ich dabei fühle/empfinde, äussern,
- bekanntgeben, welches mein Bedürfnis/Anliegen ist,
- als Wunsch oder Bitte aussprechen bzw. als Vereinbarung festzuhalten, wie künftig in solchen Situationen miteinander umgegangen werden soll.
Beispiel:
«Wenn ich sehe, dass Sie (regelmässig) die Pausenzeit überziehen, … «
„… fühle ich mich als Abteilungsleiter hintergangen, … «
„… weil ich gern möchte, dass die Vorschriften eingehalten werden, ohne, dass ich den Kontrolleur spielen muss … «
„…und darum bitte ich, mein Vertrauen nicht zu missbrauchen und die Pausenzeiten einzuhalten.“ … «