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Überall, wo sich Römer
[* 6] angesiedelt haben, findet man arretinische Gefäße, die zum Teil auch an Ort und Stelle gefertigt wurden. Sie sind
mit einer feinen, festen und durchsichtigen, aus Borax
[* 7] verfertigten Glasur überzogen und schließen sich zum Teil an griechische
Formen an. IhreFarbe schwankt zwischen dem hellsten und tiefsten Rot. Die Glasur wurde durch Eintauchen oder
mit dem Pinsel aufgetragen und zwar so dünn, daß die Form des Gefäßes keinerlei Änderung erlitt. Der Thon erhielt die Farbe
entweder durch Zusatz von rotem Ocker, oder der eisenhaltige Thon wurde durch das Brennen rot.
Die Reliefverzierungen an den Rändern und auf den Bäuchen (Guirlanden, Arabesken und Figuren) wurden meist
aufgesetzt. arretinische Gefäße wurden meist als Tischgeschirre, seltener als Opfergeräte verwendet. Sie sind
zum größten Teil auf der Grund- oder auf der untern Seite mit dem durch Stempel eingedrückten Namen des Töpfers oder des
Modelleurs bezeichnet.