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Eisenmangel rund um die Geburt
Eisen ist eines der wichtigsten Mineralien für den Körper. Es ist essentiell für die Blutbildung und zahlreiche biochemische Prozesse, den Stoffwechsel und das Immunsystem. Insbesondere Frauen leiden aufgrund der Menstruationsblutungen oft unter Eisenmangel. Er kann zu Symptomen wie «Fatigue», also chronischer Erschöpfung und reduzierter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit führen. Weitere typische Zeichen sind Haarausfall, brüchige Nägel, Kältegefühl, Kopfschmerzen und unwillkürliche Beinbewegungen beim Schlafen, sogenannte «Restless Legs».
Wie sieht aber der Eisenhaushalt rund um die Geburt aus? Der tägliche Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft mit 30mg/Tag um das Dreifache an! Auch in der Stillzeit ist er mit 20mg/Tag doppelt so hoch. Sind die Eisenreserven vor einer Schwangerschaft normal, wird das Kind auch ausreichend mit Eisen über die Plazenta versorgt und kann eigene Eisendepots aufbauen und genügend rote Blutkörperchen bilden. Ausserdem ist das Baby bei Geburt bereits mit Eisen versorgt. Eine Unterversorgung des Kindes mit Eisen erhöht das Risiko einer Frühgeburt oder einer Wachstumsverzögerung. Daneben weisen Neugeborene von Müttern mit Eisenmangel bei Geburt ebenfalls niedrige Eisenspeicher auf, was Folgen für die weitere, insbesondere neurologische, Entwicklung des Kindes hat. Was kann man gegen möglichen Eisenmangel unternehmen? Eine vorgängige Abklärung eines möglichen Mangels und dessen Ursachen ist empfehlenswert. Neben der externen Zufuhr, etwa mittels Präparaten, kommt aber der Ernährung eine Schlüsselrolle zu. Der Konsum von Nahrung mit viel Eisen ist wichtig, aber auch von Lebensmitteln, die die Eisenaufnahme erleichtern bei gleichzeitigem Meiden von Lebensmitteln, die die Eisenaufnahme hemmen.
Zur Hilfe bei der Auswahl eisenreicher Lebensmittel wurde unter meiner Leitung die Mobile App «MyIronfriend» entwickelt (Download im Apple Store). Diese kann unkompliziert helfen, die Ernährung eisenreich zu gestalten.