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Widerristhöhe: beide ca. 25,4 cm
Gewicht: beide 4,1 – 6,8 kg
Lebenserwartung: der Tibet Spaniel wird 14 – 17 Jahre
Herkunft: China
Art: Begleithund / Gesellschaftshund
Charakter: wachsam, lebendig, ausgewogen, fröhlich, stur
Farben: Alle Farben und Mischungen erlaubt.
Verhalten und Wesen
Der Tibet Spaniel, oftmals als „Tibbie“ bezeichnet, ist ein sehr familienbezogener Hund, der für seine Liebsten nahezu alles macht. Er kommt mit Kindern und Artgenossen gut zurecht und zeigt sich deshalb als einzigartiger Begleiter im Alltag, wobei man seinen teils sehr sturen Kopf jedoch nicht unterschätzt darf.
Die Rasse heißt nicht selten „Großer Hund in kleinem Körper“, da der Hund trotz seiner Größe ein sehr bestimmtes Auftreten an den Tag legt und dabei einen großen Wachinstinkt, jedoch ohne Aggression, zeigt.
Ursprung und Geschichte
Der Ursprung des Tibetischen Spaniels liegt in Tibet. Das autonome Gebiet Tibet liegt auf der Nordseite des Himalaya Gebirges, welches zu China gehört.
In seiner ursprünglichen Heimat heißt der kleine Vierbeiner als „Jemtse Apso“, was übersetzt so viel wie „geschorener Apso“ bedeutet. Der Tibetische Spaniel ist die kleinste aller Tibetischen Hunderassen
- Lhasa Apso,
- Do Khyi
- und Tibet Terrier.
Er lebte im Himalaya Gebirge, wo ihn höhere Familien als Haushund hielten. Weiter war er in buddhistischen Klöstern sehr beliebt, wo er Mönchen als treuer Begleit- und Wachhund zur Seite stand. Auch heute noch gibt es viele Bilder, auf denen Mönche mit kleinen Hunden unter den Armen, unter anderem Tibetische Spaniel, zu sehen sind.
Die ersten tibetischen Hunde gelangten noch vor dem 19. Jahrhundert über Indien nach Europa. Bereits im Jahr 1895 wurde in Großbritannien der erste Wurf der Tibet Spaniel registriert. Jedoch wurden aufgrund des Ersten Weltkrieges die Hunde erst im Jahr 1961 offiziell anerkannt.
Trotz seiner Bezeichnung als „Spaniel“ gehört er nicht zu den typischen Jagdhunden, da er in diesem Gebiet nie zum Einsatz gekommen ist.
Haltungsempfehlung für den Tibet Spaniel
Der Tibet Spaniel ist ein sehr intelligenter Hund, der verschiedene Kommandos und Zeichen auf Anhieb versteht. Trotzdem können die kleinen Hunde sehr stur sein. Konsequenz in der Erziehung ist deshalb sehr wichtig, sodass er lernt was er darf und was nicht geduldet ist.
Wichtig ist, ihn vom Welpen Alter an mit viel Liebe und Zuneigung zu behandeln, sodass er Vertrauen fassen kann. Ein Tibetischer Spaniel fühlen sich oftmals erst richtig wohl, wenn er sich in einem Rudel befindet. Züchter empfehlen deshalb, den Tibet Spaniel nicht alleine, sondern mindestens in einem Zweier-Team zu halten.
Im Alltag sind die kleinen Hunde sehr treue Begleiter. Zu Hause verhalten sie sich eher ruhig, jedoch weisen sie einen hohen Wachinstinkt auf, wenn sich jemand dem Haus nähert, der ihnen nicht bekannt ist. Ist dies der Fall, schlägt Tibbie mit seinem Bellen Alarm. Als Kläffer kann man den tibetischen Hund jedoch nicht bezeichnen, da er nur dann bellt, wenn Alarm geschlagen werden muss.
Vor allem liebt er es, auf erhöhten Positionen zu verweilen, wo er den Überblick behalten kann. Dies gilt nicht nur draußen in der Natur, sondern auch drinnen in der Wohnung. Deshalb sollte man ihm die Möglichkeit geben, an erhöhten Plätzen wie Tisch oder Sofa zu verweilen. Im alltäglichen Leben verhält sich der Vierbeiner jedoch sehr ruhig und gelassen, weshalb er gut von älteren Personen gehalten werden kann.
Draußen zeigt sich der Tibbie als wahres Energiebündel. Ob beim Wandern oder im Spiel mit anderen Hunden, der Tibbie ist immer mit viel Freude und Energie mit dabei.
Beschäftigungsmöglichkeiten des Tibet Spaniels
Tibetische Spaniel sind sehr vielseitige Hunde, welche bei der Auswahl der Aktivität keine großen Wünsche zeigen. So eignen sich verschiedene Spiele im Alltag genauso wie Hundesport oder kleine Wanderungen. Wichtig ist, dass immer wieder Ruhepausen einzuhalten, sodass der Vierbeiner nicht zu sehr aufdreht.
Krankheiten
Bis auf eine Neigung zu PRA sind die kleinen tibetischen Hunde sehr robust. Sie kommen im Winter bei eisiger Kälte genauso gut klar, wie im Sommer, wenn die Sonne vom Himmel brennt.
Progressive Retina Atrophie (PRA)
Hierbei handelt es sich um eine vererbte Netzhauterkrankung, welche in jedem Fall zu einer Erblindung führt. Grund dafür sind die sogenannten Fotorezeptoren, welche nicht mehr korrekt funktionieren. Dadurch wird die Netzhaut dünner und es kommt zum Verlust des Sehvermögens. Mehr Infos über PRA findest Du hier.