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Die 15. Rollstuhl-Curling Weltmeisterschaft findet in Peking im umgebauten "National Aquatics Center (Water Cube)" der Olympischen Spiele von 2008 statt. Als Pre-Event für die Olympischen und Paralympischen Curling-Wettbewerbe im März 2022 dürfen die Rollis die Anlage im Grunde einweihen. Für einige Nationen geht es zudem noch um wichtige Punkte im Hinblick auf die Qualifikation zu den Paralympics 2022. Die Schweiz hat sich ihren Platz mit dem Wiederaufstieg in die A-Gruppe bereits frühzeitig gesichert.
Der Erfolg von Lohja FIN im April dieses Jahres mit der Silbermedaille an der B-WM und dem direkten Wiederaufstieg in die A-Gruppe liegt noch nicht lange zurück. Dank der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) und mit grosser Unterstützung von SWISSCURLING, Swiss Paralympic und der Iischi-Arena in Brig, standen dem Schweizer Nationalteam auch in dieser Zeit der allgemeinen Einschränkungen alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung. So konnte nochmals intensiv in allen Bereichen trainiert werden, um sich optimal für diese WM vorzubereiten.
Zwölf Teams nehmen an der WWhCC2021 teil. China, Kanada, Korea, Lettland, Norwegen, die Athleten der Russischen Curling Federation, Schottland, Slowakei und Schweden haben ihr Ticket an der WM 2020 in Wetzikon gelöst. Die Schweiz, Italien und die USA haben sich diesen Frühling über die B-WM qualifiziert.
Der Spielmodus sieht zunächst eine Round-Robin vor. Die Plätze 1 und 2 qualifizieren sich nach Abschluss der Vorrunde direkt für die Halbfinals. Die Ränge 3 – 6 (3. vs. 6. und 4. vs. 5.) machen die zwei weiteren Halbfinalisten unter sich aus. Die Sieger der Halbfinals spielen das „Gold-Medal-Game“, die Verlierer das „Bronze-Medal-Game“. Die Ränge 10 bis 12 steigen in die B-Gruppe ab.
Für die teilnehmenden Nationen aus Italien und USA sowie für das abwesende Estland (B-Gruppe) geht es noch um die Qualifikation für die Paralympics 2022. Zwei Plätze sind noch zu vergeben. Die Ausgangslage ist also auch hier spannend.
Das Schweizer Team tritt mit Eric Décorvet (Skip), Hans Burgener (Third), Françoise Jaquerod (Second), Laurent Kneubühl (Lead) und Patrick Delacrétaz (Alternate) an. Das Team wird betreut und begleitet von Stephan Pfister (Nationaltrainer), Lukas Hagenmacher (Co-Trainer/Physiotherapeut) und Andreas Heiniger (Teammanager/Leiter Leistungssport RSS).
Der Verbleib in der A-Gruppe bzw. der neunte Schlussrang, ist als Minimalziel festgelegt. Mit guten Leistungen während der Round-Robin liegt ein Vordringen in die Playoffs im Bereich des Möglichen. Der Erfolg vom Frühling und die harte Arbeit in den Trainings soll sich in Peking auszahlen.
Text: Andreas Heiniger