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Die vier Brennelemente vom Typ Atrium 10, die kürzlich beim Jahresstillstand eines europäischen Kernkraftwerks ausgetauscht wurden, erreichten den Endabbrand ohne Defekt nach acht Einsatzzyklen. Sie waren 1992 zusammen mit vier weiteren Brennelementen desselben Typs als Vorläufer-Brennelemente eingesetzt worden. Dieses Ergebnis beweist, dass es technisch realisierbar ist, die Anfangsanreicherung bei Siedewasserreaktoren auf 5% U-235 anzuheben und damit einen mittleren Entladeabbrand bis zu 65 MWd/kg U zu ermöglichen. Es zeigt auch, dass die verwendeten Hüllrohr- und Strukturmaterialien bei solchen Abbränden grosse Abstände zu den Auslegungsgrenzen aufweisen.
Atrium-Brennelemente werden in Siedewasserreaktoren unterschiedlichster Bauart eingesetzt, unter anderem in Deutschland, Finnland, Japan, Schweden, der Schweiz, Taiwan und den USA. Das charakteristische Merkmal der Atrium-Reihe ist der von nicht siedendem Wasser durchströmte innere Wasserkanal, durch den eine erhöhte und gleichmässigere Neutronenmoderation stattfindet. Diese führt zu einer sehr homogenen Leistungsverteilung und damit zu einer optimalen Brennstoffausnutzung.
Quelle
M.E. nach Pressemitteilung von Framatome ANP vom 12. April 2001