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Das Hufeisen ein Symbol des Glücks
Im deutschen Wortschatz wird das Wort „Glück“ in mehreren Zusammenhänge verwendet. Immer wieder taucht „Glück“ in den verschiedensten Redewendungen oder gar alltägliche Satzbildungen auf. Zu den am häufigsten gebrauchten Ausdrucken gehören „viel Glück“, „auf gut Glück“ oder auch „Glück gehabt!“. Glück strahlt etwas Positive aus, es deutet auf ein erhofftes oder unerwartete positive Ereignis hin. „Glück“ hat eine direkte Verbindung mit dem „glücklich sein“.
Glück ist ein nicht geplanter Vorgang, der einem „zufällig“ ergeht. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch vom „Schicksal“. Um dem Schicksal „voraus zukommen“ bzw. dem Glück „nach zu helfen“, entstanden mit der Zeit Glücksbringer. Glücksbringer sind Gegenstände oder Symbole, die bei sich getragen werden oder im Haus eingerichtet werden. Sie sollen dem Menschen Glück bringen und ihn vor dem Schlechten schützen. Der vielleicht älteste und bekannteste Glücksbringer ist das Hufeisen.
Ein Hufeisen ist ein U-förmig gebogenes Eisen, das den Pferden an ihrer Hufen angebracht wird. Das Hufeisen ist eine Art Schutz für die Hufe des Pferdes. Das Hufeisen besteht aus Nagellöchern und wird von einem Hufbeschlagschmied oder einfach nur Hufschmied durchs Aufnageln an der Hufe des Pferdes „beschlagen“.
Pferde zählten schon seit immer als eine teures Tier, das dem Menschen mehrere Aufgaben übernimmt. Pferde ermöglichten dem Menschen schnelle Fortbewegung und das Tragen von schweren Gegenständen. Pferde wurden ebenfalls als strategische Kampfwaffe gebraucht oder in manchen Fällen auch als Fleischlieferant gesehen. Das Pferd sollte immer ein wichtiger Hilfsmittel und wertvoller Begleiter des Menschen sein. Menschen versuchten also so gut wie möglich das Tier zu pflegen und zu schützen, damit es so lange gesund bleibt.
Da die meisten Pferde viel laufen mussten, ist es in erster Hinsicht wichtig ihre Hufen zu schützen. Die Ägypten waren die ersten, die eine Art Pferdesandale aus Blast oder Leder entwarfen. Diese Sandalen wurden mit Riemen an das Pferdebein gebunden. Doch das Material war viel zu schwach für das starke Tier und hielt nicht lange. Die Römer erweiterten die Idee der Ägypter und verwendeten Hufbeschlag aus Bronze oder Eisen. Doch auch hier sollte sich das Gerüst als problematisch herausstellen. Der Hufbeschlag war instabil und fiel von der Hufe ab. Außerdem verletzen sich viele Pferde an den Riemen und litten so an Scheuerwunden.
Die idealste Form der Hufeisen sollte das genagelte Hufeisen bilden. Das Hufeisen schütze nun die Hufen und hielt lange an. Die Hufeisen werden bis heute verwendet. Hufeisen wurden wahrscheinlich in den früher Mittelalter erfunden.
Das Hufeisen gilt seitdem als Glückssymbol und Glücksbringer. Dieses Phänomen entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert. In dieser Epoche fügten Schmiede mit Feuer und Hammer die Hufeisen und legten sie dem Pferd an. Das Arbeiten mit dem Feuer und Metall sah optisch nach „funkelnder Magie“ aus. Unter dem Volk sprach man langsam von einem Wundermetall und einer Zauberkraft, die in den Hufeisen gesiegelt sei. Man glaubte, der Hufeisen mache unverwundbar, schütze einem vor böse Geister und können Naturkatastrophen abwehren. Der Bogen eines Eisens galt als undurchdringlich für alles Böse. So wurde das Hufeisen mit der Öffnung nach unten auf Wände aufgehängt. Oft fand man Hufeisen auf Türen, Eingängen, Kamine und anderen Einrichtungen wieder. Manche Hufeisen werden aber mit der Öffnung nach Oben aufgehängt. Neuzeitlich galt ein gefundenes Hufeisen als Glücksbringer und man solle das Glück bei sich behalten. Würde das gefundene Hufeisen nach unter zeigen, würde das Glück „herausfallen“.
Das Hufeisen ist bis heute ein Symbol des Glücks. Es ist ein gern gesehener Glücksbringer, sowohl auf dem Lande als auch in Großstädten. Ob in Pferdeställen, in Häusern oder auf einer Farm, das Hufeisen bleibt ein Glücksbringer und wird immer mit dem Glück verbunden.