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Erst entstanden künstliche Polarlichter am Nachthimmel, jetzt sogar eine künstliche Ionosphäre. Nach fast 20 Jahren Arbeit ist es Forschern am High Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) in Alaska gelungen, erstmals im Ansatz eine künstliche Ionosphäre zu erzeugen. Diese Schicht reflektiert Funkwellen, die so eine höhere Reichweite erzielen. Und mit einer künstlich erzeugten Ionosphäre könnte man in Zukunft weitaus verlässlichere Ausbreitungsbedingungen für Radiowellen schaffen, als mit der jetzigen, natürlichen Atmosphärenschicht. Darüber berichtet die Webseite uska.ch und beruft sich auf amerikanische und britische Medienberichte. Doch das HAARP-Projekt ist nicht ganz unumstritten ...
Die Ionosphäre ist grob gesagt eine Schicht von elektrisierten Gasmolekülen in der Atmosphäre, an der Radiowellen reflektiert werden. Dank dieser Schicht ist es beispielsweise möglich, dass man beispielsweise Radio Australien auf Kurzwelle auch in der Schweiz hören kann. Das militärische Hochfrequenz-Programm HAARP seinerseits geht nun hin und «beschiesst» den Himmel mit Funkwellen hoher Sendeleistung. Gleichzeitig beobachtet man, inwieweit sich die Ionosphäre dadurch verändert.
Kritiker dieses Programmes werfen den HAARP-Verantwortlichen allerdings vor, mit den starken Funkwellen die natürliche Ionosphäre so zu verändern, dass sie die Erde vor der Sonnenstrahlung nicht mehr schützen kann. Die künstlich erzeugten Polarlichter seien dafür nur ein Beispiel. Auch wird immer wieder behauptet, das HAARP-Programm sei mit an der Klimaveränderung und der Erderwärmung schuld, weil es die Atmosphäre verändere.
Weiterführende Informationen
Der ausführliche Artikel mit weiteren Literaturhinweisen: «Ausbreitungsbedingungen: HAARP sorgt für die optimale Ionosphäre», von Dennis Härtig, Webseite der Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure (USKA) vom 5. November 2009