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Hochhaus „Am Stadtrand“
Dübendorf
Studienauftrag, 2.Rang
Der Projektperimeter ist Teil des Hochbord Quartiers, dem neu entstehenden städtischen Zentrum zwischen Stettbach und Dübendorf.
Durch die Lage des Bauplatzes auf der westlichen Seite des Hochbords soll mit der neuen Bebauung den Auftakt und den Übergang vom Freiraum der Stettbacher Allmend zur dichten Bebauungsstruktur des neuen Quartiers geschaffen werden. So schreibt der Teilrichtplan Hochbord die westlichen Baufelder entlang der Bahnlinie dieser Übergangszone zu und definiert daher die verträgliche Hochhaushöhe auf 60m. Zudem sollen die Hochhäuser in diesem Bereich ein Gesamtensemble bilden und die längere Hochhausseite parallel zur Bahnlinie gestellt werden.
Die städtebauliche Setzung dieses Projektes greift die Inhalte des Teilrichtplanes auf und schlägt zwei eigenständige Hochhäuser kombiniert mit einem Gebäude in Regelbauhöhe vor. Durch die klare Gebäudeformen und die Höhenstaffelung wird ein Gesamtensemble gebildet, welches auf die geplanten und bereits bestehenden Bauten südlich und nördlich der Parzellen eingeht. Der Übergang vom Freiraum zur dichten Bebauung wird gestärkt durch die Setzung des tieferen Regelbaus im Westen und die der beiden höheren Bauten entlang der Strasse ‚am Stadtrand‘, wodurch ein fester Rückgrat zur Strasse hin gebildet wird.
Durch die klare, schlanke Volumetrie und die Staffelung in der Setzung, sowie der Höhenentwicklung der Bauten wird auf den optimalen Schattenwurf eingegangen. Zudem wird durch die Gebäudestaffelung die allseitige Ausrichtung der Bauten trotz gegenseitiger Nähe nur minimal beeinträchtigt. Daher wird für die Parzelle von Mettler2Invest AG ein Hochhaus mit 17 Geschossen und für die Parzellen der Familie Furegati eine Aufteilung der Baumasse auf ein Regelbau im Westen mit 8 Geschossen und ein 13-geschossiges Hochhaus im Osten vorgeschlagen.
Die Strassen bilden die öffentlichen Aufenthalts- und Durchgangsräume im neuen Stadtraum. Um diesen als Rückgrat der neuen Bebauung zu stärken und um die Neubauten optimal in das neue Quartier einzubinden, liegen die Adressen und Hauptzugänge auf der Seite der ‚am Stadtrandʼ Strasse.
Die tragende Grundstruktur der Strassenräume spannt einen grosszügigen Freiraum auf, welcher als halbprivater Aussenaufenthalt der Bewohnenden dienen soll. Der Aussenraum wird als naturnaher, geschützter Park mit grosszügiger Begrünung ausgestaltet, wodurch seine Funktion als Erholungsraum gestärkt wird. Die Gebäude erhalten parkseitig einen zweiten Zugang, wodurch die allseitige Quartierausrichtung mit berücksichtigt wird.
Die Nutzungsvision von Mettler2Invest AG mit modernem bis unkonventionellem Hochhauswohnen im Park wird auf vielschichtig Art und Weise Rechnung getragen. Dem Wettbewerbsprogramm folgend, werden Atelierwohnen im EG, Kompakt- und Komfortwohnungen nach ihrer Geschossigkeit unterschieden.
Die klare Grundrissorganisation bietet neben der nötigen Grundstruktur genügend Flexibilität um den unterschiedlichen Wohnungsgrössen, Standards und Nutzergruppen gerecht zu werden. Durch differenzierte Ausformulierung und Dimensionierung von Aussenräumen, Wohn-, Ess- und Kochbereich, sowie der Lage im Gebäude wird Variation geschaffen.
Der Wohnungsmittelpunkt wird durch die grosszügige Vierjahreszeiten-Küchenloggia gebildet. Durch das komplette fassadenseitige Öffnen lässt sich die Küche im Aussenraum der Wohnung erweitern. Durch diese Kombination kann der eigentliche Balkon möglichst gering gehalten werden, was Vorteile bezüglich Baumasse birgt und der besonders ausgesetzten Lage im Hochhaus gerecht wird.