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Ein Unternehmen, dessen „… Kernwerte Offenheit und Inklusion sind“ und das entschlossen ist, gegen Big-Tech-Monopole zu kämpfen, setzt sich nun offen für Deplatforming ein.
Mozilla, die Non-Profit-Firma hinter dem Firefox-Browser, hat sich dem Kampf gegen die freie Meinungsäußerung angeschlossen, motiviert durch das Narrativ über die Geschehnisse im US-Kapitol am 6. Januar. Im Tandem mit anderen Tech-Giganten, darunter Facebook, Twitter und Google, forderte der CEO von Mozilla Mitchell Baker „mehr als Deplatforming“.
Die „Belagerung“ des Kapitols – die größtenteils aus einer Gruppe verkleideter LARPer bestand, die herumliefen, nachdem sie von der Polizei hereingelassen worden waren – veranlasste die scheiternde Webbrowser-Marke zu einem Lamento:
„Um diese gefährliche Dynamik zu ändern, bedarf es mehr als nur des vorübergehenden Ruhigstellens oder der dauerhaften Entfernung von schlechten Akteuren von Social-Media-Plattformen.“
Zu den neu definierten Zielen des Unternehmens gehören die Entlarvung von Werbetreibenden und die Aufdeckung von Netzwerken, die sich eines falschen Denkens schuldig gemacht haben.
Mitchell Baker will auch die Verstärkung von Konzernnachrichtenstimmen gegenüber Drittanbietern oder Einsteigern zum Standard in seinen Systemen machen.
Ihre vollständige Liste der Änderungen umfasst:
- Aufdeckung, wer für Werbung bezahlt, wie viel er bezahlt und wer angesprochen wird.
- Sich einsetzen für eine sinnvolle Transparenz der Algorithmen der Plattformen, damit wir wissen, wie und welche Inhalte verstärkt werden, an wen und welche Auswirkungen dies hat.
- Standardmäßige Aktivierung von Werkzeugen, um sachliche Stimmen gegenüber Desinformation zu verstärken.
- Mit unabhängigen Forschern zusammenarbeiten, um Tiefenstudien über die Auswirkungen der Plattformen auf die Menschen und unsere Gesellschaft zu ermöglichen, und was wir tun können, um die Dinge zu verbessern.
In der Vergangenheit haben Kritiker von Firefox das Unternehmen dazu gedrängt, trotz der finanziellen Verflechtung Unabhängigkeit von Google zu zeigen. Das Geschäftsmodell von Mozilla ist stark auf externe Finanzierung angewiesen, insbesondere auf Suchmaschinen.
Laut „Computer World“ kamen 91 Prozent der Finanzierung von Mozilla im Jahr 2018 von Google (da der Konzern sicherstellte, Mozillas Standardsuchmaschine zu sein). Dieser Deal wurde 2020 neu verhandelt und um drei weitere Jahre verlängert, wobei etwa 400 bis 450 Millionen Dollar mehr in Mozillas Schoß landen.
In ihrem „Mission Statement“ behauptet Mozilla, es sei ihre Pflicht, dass das Internet eine Kraft für das Gute bleibt. Das Unternehmen, das behauptet, dass seine „Kernwerte Offenheit und Inklusion“ seien, setzt sich nun offen dafür ein, über „Deplatforming“ hinauszugehen.