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von Dr.-Ing. Ernst Pauli
Strom ist ein Teil der Gesamtenergie, die in der Schweiz verbraucht wird. Die Gesamtenergieversorgung der Schweiz1, die auch fossile Kraftstoffe für Verkehr und Heizung beinhaltet, hängt in hohem Masse von ausländischem Erdöl und Gas ab, vom Gesamtenergieverbrauch werden 80% importiert. Nur ein Viertel der gesamten Energie wird in Form von Elektrizität verbraucht, die in der Schweiz selbst mehrheitlich aus inländischer Wasserkraft und aus AKW mit importiertem Kernbrennstoff produziert wird. Diese Elektrizität wird zu 30,6% in den Haushalten, nur zu 8,1% im Verkehr und zum grössten Teil im Industrie- und Dienstleistungsbereich verbraucht.2 Die Stromversorgung ist also nur ein Teilaspekt der Gesamtenergieversorgung, der Strom wird aber zum grössten Teil im Inland produziert, während bei Öl und Gas, im privaten Verkehr und bei den Gebäudeheizungen eine ausschliessliche Auslandabhängigkeit besteht.
In der Schweizer Stromversorgung sind insgesamt 840 Unternehmen auf regionaler Ebene tätig3, der Strom wird jedoch überwiegend in grossen Anlagen von wenigen überregionalen Unternehmen produziert und teilweise an die regionalen Stromversorger weitergegeben. Die Unternehmen sind mehrheitlich (87,3%) im Besitz der öffentlichen Hand, im Besitz von Gemeinden und Kantonen. Dies trifft insbesondere für die Installationen zur Übertragung von Strom zu. Die bekannten und grossen Unternehmen wie Axpo, Alpiq, BKW und andere werden in der Öffentlichkeit als Schweizer Unternehmen wahrgenommen mit dem hauptsächlichen Auftrag, die Stromversorgung von Kantonen, Gemeinden und Bürgern sicherzustellen. Die Geschäftsaktivitäten beschränken sich aber mitnichten auf die Schweiz.
Art. 102 der Schweizerischen Bundesverfassung4 ist die Grundlage für die Regelung der Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen, und zwar nicht nur bei kriegerischen Bedrohungen, sondern auch bei Marktstörungen durch Streiks, Boykott oder Ereignisse machtpolitischer Art5. Der Erhalt der traditionellen Selbstversorgung mit Strom gehört sicher zu den vordringlichen Zielen der wirtschaftlichen Landesversorgung. Art. 89 der Bundesverfassung legt die Grundsätze der Energiepolitik fest, die für eine «ausreichende, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung» stehen soll.
Grundsätze «über die Nutzung einheimischer und erneuerbarer Energien» seien festzulegen. Die Voraussetzungen für die Elektrizitätsversorgung sind im Schweizer Stromversorgungsgesetz6 geregelt: Im Zweckartikel Art. 1a wird als oberstes Ziel die zuverlässige und nachhaltige Versorgung mit Elektrizität in allen Landesteilen genannt. Die Versorgungssicherheit der Schweiz sollte unter solchen Rahmenbedingungen gewährleistet sein. Bereits in Art. 1b wird jedoch das Ziel der «Erhaltung und Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Elektrizitätswirtschaft» angesprochen, die den Unternehmen Raum für weitgreifende Geschäftsaktivitäten auch in anderen Ländern gibt.
Wie steht es nun um die Schweizer Stromversorgung und insbesondere um die grossen Firmen? Die Geschäftsberichte und Publikationen der grossen Stromversorger, wohlgemerkt mehrheitlich im Besitz der Kantone und damit der Schweizer Bevölkerung, zeigen erheblich mehr Engagement und Flexibilität im Ausland als im Inland. Während im Inland die beim Atomausstieg entstehende Lücke in der Stromversorgung im Mittelpunkt der Diskussion steht, wurden und werden im Ausland im grossen Stil Gaskraftwerke, aber auch Windenergie-Anlagen und Solar-Kraftwerke gebaut oder gekauft. Die installierten Kraftwerkleistungen, die Axpo, Alpiq, BKW, RePower oder EWZ im Ausland besitzen, reichen bis an die im Inland installierte Kraftwerkleistung heran (siehe Abbildung). Dabei ist der Auslandanteil und der Anteil der geplanten Auslandinvestitionen je nach Unternehmen stark im Steigen begriffen. Das EWZ denkt zum Beispiel in verschiedenen Szenarien an einen Anteil des im Ausland produzierten Stromes von bis zu 60% für das Jahr 2050.7
Sind es die langen und komplexen Planungsabläufe, die dazu führen, dass der Bau eines Windparks in der Schweiz 9 Jahre (Juvent AG), in Italien 6 Jahre und in Deutschland nur 4 Jahre benötigt8 und so der Investitionsentscheid für die Stromproduktion im Ausland fällt? Sind es die extensiv genutzten Einspruchsrechte der Umweltschützer, die einen schnelleren Ausbau der Produktionskapazitäten in der Schweiz verhindern? Oder sind es die nach den Regeln im jeweiligen Ausland attraktiveren Einspeisevergütungen, die die Akzente verschieben? Einspeiseregelungen, die keine obere Grenze für den Umfang der Förderung kennen und deren Anwendung meistens langfristiger planbar sind im Vergleich zur kostendeckenden Einspeisevergütung in der Schweiz? So wird in Deutschland bei Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien durchaus eine Rendite von 6% erzielt, während die Schweizer Strompreise nach wie vor nahe bei den Gestehungskosten sind und Investitionen wirtschaftlich weniger attraktiv sind.9 In Stellungnahmen der Versorgungsunternehmen werden jedenfalls attraktive Einspeiseregelungen und daher gute Wirtschaftlichkeit explizit als Grund für Auslandaktivitäten genannt.5
Die Schweiz war und ist auch heute noch eine grosse Stromdrehscheibe in Europa. Im allgemeinen Handel mit elektrischer Energie sind einige Schweizer Stromversorgungsunternehmen an den europäischen Strombörsen im grossen Stil tätig. Es sei daran erinnert, dass im Jahr 2011 bei einem Eigenverbrauch an elektrischer Energie der Schweiz von 59 TWh (siehe Kasten) 83 TWh in die Schweiz importiert wurden und 81 TWh die Schweiz wieder verlassen haben.10 Alle Aussagen in bezug auf die Stromversorgung in der Schweiz muss man vor diesem Hintergrund sehen, nämlich dass der umfangreiche und lukrative internationale Handel mit elektrischer Energie Priorität hat vor einer Fokussierung auf inländische Versorgungssicherheit.
Die Leistung der Kraftwerke und Anlagen, die zum Beispiel Alpiq im Ausland besitzt, ist mit 3,7 GW leicht grösser als die Leistung im Inland.11 Dabei wird im Ausland deutlich mehr im Bereich der «neuen erneuerbaren» Energien investiert im Vergleich zu den Anlagen in der Schweiz. Alpiq hat ihre Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien in der Geschäftseinheit «Renewable Energy Resources» zusammengefasst, die 35 Kraftwerke in 5 europäischen Ländern mit einer installierten Leistung von 200 MW betreibt. Alpiq hat eine Strategie verabschiedet, die bis 2020 eine Gesamtleistung von 1000 MW in diesem Bereich vorsieht.12 Auf Grund der bisherigen Geschäftspolitik von Alpiq muss man annehmen, dass wohl der kleinste Teil der Investitionen in erneuerbare Energien in der Schweiz stattfinden wird.
Allerdings führen die Aktivitäten und grossen Investitionen im Ausland in der jetzigen Finanzkrise, aber auch in einem sich durch die erneuerbaren Energien stark und schnell umschichtenden Markt zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, so dass Alpiq in der jetzigen Situation mit Notverkäufen von Kraftwerkanlagen13,14 reagieren muss. Fallen die Verluste aus solchen Auslandexpansionen am Ende auf den Schweizer Bürger zurück?
Die Situation sieht nicht viel anders aus für andere Stromversorgungsunternehmen, die zunächst als Schweizer Unternehmen wahrgenommen werden. Die Axpo Holding ist über Tochtergesellschaften an diversen ausländischen Windkraftanlagen beteiligt.15 Vor der norddeutschen Küste baut sie anteilig (24%) mit Partnern aus Deutschland für 1,6 Milliarden Euro den Offshore-Windpark Global Tech I. Ab Ende 2013 wird Global Tech I mit einer installierten Leistung von 400 MW jährlich 1400 GWh elektrische Energie produzieren. Im südlichen Nachbarland baut die Tochtergesellschaft EGL Italia S.p.A. über ihre Projektgesellschaft Win-Bis S.p.A. einen Windpark in der Region Campania. Das Areal auf dem Apennin wird mit 22 Windkraftanlagen à 3 MW Leistung bestückt. Die Anlage ging im Sommer 2012 ans Netz. Gleichfalls auf Windkraft fokussiert die am 5. Juli 2011 gegründete Schweizer Beteiligungsgesellschaft Terravent AG, die in der Axpo ebenfalls durch die EGL vertreten ist. Zweck der Terravent ist es, in Onshore-Windparks in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien zu investieren. Terravent hat einen ersten Windpark in Frankreich mit sieben Windturbinen mit 16,5 MW gekauft. Axpo wird auch in Zukunft in erneuerbare Energien investieren. Dabei wird über die Hälfte des Zubaus im Ausland stattfinden, da dort die natürlichen Gegebenheiten (Wind, Sonne) besser seien.16 Das EWZ berichtet in seinem Zukunftsszenario klar und deutlich, dass der geplante Ausbau erneuerbarer Energien aus wirtschaftlichen Gründen vor allem im Ausland stattfindet. Man möchte die Möglichkeiten lokaler Fördersysteme nutzen.5
Die BKW will mit ihrer Geschäftseinheit Wind International in den nächsten Jahren ein ausländisches Windportfolio von rund 750 MW aufbauen.17 Einmal mehr sind Investitionen im Ausland offenbar deutlich attraktiver, sei es auf der Basis der Einspeisevergütungen oder der italienischen Grünzertifikate, die man im Handel mit den Betreibern fossil-thermischer Kraftwerke in Geldwert umsetzen kann. Die BKW braucht diese Grünzertifikate auch für ihre eigenen Gas- und Dampfkraftwerke im italienischen Livorno Ferraris und in Tamarete.
In Spanien wurde kürzlich das von den Schweizer Energieversorgern EBL, Novatec Solar, IWB, ewz, EKZ und ewb erbaute thermische Solarkraftwerk Puerto Errado 2 mit einer Leistung von 30 MW in Betrieb genommen.18
Dr. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie, betonte in seiner dort bei der Eröffnung gehaltenen Rede, dass die Schweizer Stromversorger auf diese Weise Erfahrung mit erneuerbaren Energien gewinnen würden. Aber warum sollte man? Müsste man nicht sogar diese Erfahrung im Inland unter Schweizer Bedingungen deutlich präziser erarbeiten?
Die Übersicht zeigt mehr als deutlich, dass die Auslandaktivitäten erheblich sind und dass «neue» erneuerbare Energien, hier als Kleinwasser, Wind- und Solarkraftwerke eingeordnet im Auslandbesitz anteilig mehr vertreten sind. Die Gründe dafür müssen im Vorhergesagten gesucht werden.
Insgesamt bleibt jedoch unklar, woher die grossen Stromversorger die Berechtigung oder den Auftrag nehmen, in derart grossem Ausmass im Ausland aktiv zu sein. Die Stromerzeugung im Ausland, in vielen Fällen von den Fördersystemen im Ausland profitierend, fliesst gerade deshalb nicht in die Schweiz zurück, sondern wird auf dem freien Markt im Ausland angeboten. Die typische schweizerische Stromknappheit zur Winterzeit (siehe Kasten), in der 20% des Schweizer Strombedarfs importiert werden muss, aber auch andere Mangelsituationen werden durch diese Kapazitäten im Ausland also nicht direkt gemildert und würden in Notsituationen eventuell nicht zur Verfügung stehen. So konstatiert die zuständige Behörde im Kanton Zürich19, «die Schweiz kann sich nicht auf Importe verlassen, da die umliegenden Länder auch mit Stromknappheiten rechnen müssen». Die Auslandproduktion stellt keine Lösung des Problems der Versorgungssicherheit in der Schweiz dar.
Auch der Leistungsauftrag20 des Kantons Aargau gibt keine Hinweise auf die Internationalisierung, die in grossem Umfang passiert. «Der Kanton fördert die umweltgerechte und wirtschaftliche Energieversorgung sowie die sparsame Energieverwendung. Er kann Versorgungsbetriebe errichten und unterhalten oder sich an Werken beteiligen.» Ein direkter Auftrag für die Tätigkeit im Ausland existiert nicht.
Einige unserer Nachbarländer haben durch eine starke Förderung einen regelrechten Investitionsboom in Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ausgelöst. Strom ist zu bestimmten Zeiten im Überfluss vorhanden und eine lebhafte Umstrukturierung in der Versorgung mit elektrischem Strom ist in wenigen Jahren zustande gekommen. Sucht man nach diesen «neuen» erneuerbaren Energien in der Schweiz, so überrascht die eher zaghafte Aktivität aller Stromerzeuger im Inland. Die Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien, berechnet pro Kopf der Bevölkerung, zeigt die Schweiz mit einer Produktion aus Wind und Sonne von 29 kWh pro Einwohner als eindeutiges Schlusslicht unter allen Nachbarstaaten, auch denen mit vergleichbaren Rahmenbedingungen bzw. Standorten. So produziert Österreich mit vergleichbaren topographischen Bedingungen 293 kWh pro Einwohner und Deutschland 801 kWh pro Einwohner. Davon wird ein grosser Anteil auch in den direkt benachbarten und wiederum vergleichbaren südlichen Landesteilen produziert. Es handelt sich beileibe nicht nur um Strom aus Windkraft an der Nordsee.21
Die verfügbare Leistung aus Schweizer Pumpspeicherwerken ist mit 4 GW (Stand 1. Januar 2012)22 auf dem internationalen Markt recht klein, konnte aber in der Vergangenheit mit grossem Profit zur Abdeckung der «Mittagsspitze» im Stromverbrauch eingesetzt werden. Diese Aufgabe wird zunehmend von der schnell wachsenden Solarstromproduktion im Ausland übernommen, die natürlicherweise um die Mittagszeit ihr Maximum erreicht. Die Schweiz sollte bei ansteigender Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien ihre Wasserkraftwerke und Pumpspeicherwerke in einem integrierten Konzept nutzen, wo genug Energie zur Verfügung stehen würde, um Zeiten, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, zu überbrücken. In der Schweiz können heute insgesamt knapp 9 TWh Strom gespeichert werden. Mit dieser Speichermenge könnte die Schweiz im Winter ohne zusätzliche Produktion und Import rund 37,5 Tage mit Strom versorgt werden.23
Heute bietet man aber die Speicherenergie lieber auf dem internationalen Markt möglichst gewinnbringend an, statt sie in ein Konzept der Sicherheit der inländischen Versorgung zu integrieren.
Das zusätzlich ausbaubare Potential von Wasserkraft in der Schweiz wird sehr unterschiedlich eingeschätzt. Nach einer Studie des BFE ist es mit 0,175 – 0,36 GW24 eher klein und teilt sich zu 2/3 auf den Umbau und Neubau von Gross-Wasserkraftwerken und zu 1/3 auf neue Klein-Wasserkraft auf. Die kleinen Werte entstehen unter anderem, weil man den Einfluss von Auflagen aus dem Gewässerschutzgesetz oder potentielle Einsprachen von Umweltschützern bereits mit einbezogen hat. Allerdings werden zur gleichen Zeit auch einige grosse Vorhaben umgesetzt wie zum Beispiel das Speicherkraftwerk am Lago Bianco im Puschlav (1000 MW), Linth-Limmern (1000 MW), Nant-de-Drance (900 MW), KWO plus (600 MW) oder die Erhöhung von diversen Staumauern bzw. der Leistung der Turbinen. Erhebliche zusätzliche Leistung wird gewonnen.
Wasserkraft in der Schweiz kann also einen Beitrag zur Stromversorgung und zur Versorgungssicherheit leisten, ist aber nur ausreichend für die zukünftige Stromversorgung der Schweiz, wenn die prioritäre Aufgabe dieser Anlagen bei der Versorgungssicherheit in der Schweiz liegt und nicht bei der heute stattfindenden Profitoptimierung im internationalen Handel. Die eidgenössische Politik muss dazu einen klaren Rahmen setzen.
Die Schweizer Stromwirtschaft mit einem starken Standbein im europäischen Ausland sollte ihre Möglichkeiten nutzen, auch im Land selbst aktiver zu werden. Die heute immanente Stromknappheit im Winter und das Problem des nicht ausreichenden Selbstversorgungsgrades der Schweiz könnten gelöst werden. Ein Überdenken der Energiepolitik muss stattfinden, wenn man davon ausgeht, dass die Lösung der heutigen Knappheit, die durch den geplanten Atomausstieg noch verschärft werden wird, vorwiegend in der Schweiz selbst in Angriff genommen werden muss. •
1 Bundesamt für Energie, Bern, Gesamtenergiestatistik der Schweiz 2011
2 Bundesamt für Energie, Bern, Elektrizitätsstatistik der Schweiz 2011
3 Claudia Wohlfahrtstätter, Innovation in der Schweizer Elektrizitätswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Liberalisierung, Dissertation ETHZ Nr. 19069
4 Artikel 102 der Bundesverfassung: «Der Bund stellt die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen sicher für den Fall machtpolitischer oder kriegerischer Bedrohungen sowie in schweren Mangellagen, denen die Wirtschaft nicht selbst zu begegnen vermag. Er trifft vorsorgliche Massnahmen.»
5 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD: Strategie der wirtschaftlichen Landesversorgung
6 Bundesgesetz über die Stromversorgung (Stromversorgungsgesetz, StromVG) vom 23.3.2007
(Stand am 1.7.2012)
7 Unsere Zukunft ist erneuerbar, Bericht des EWZ November 2012, -Stromzukunft 2012–2050
8 NZZ vom 12.9.2012 «Der Wind weht günstiger im Ausland»
9 Oswald Metzger, freier Publizist, Mitglied der CDU, an einer Veranstaltung des Europainstituts der ETH Zürich, Energiesicherheit in Zeiten des Atomausstiegs, 12.11.2012
10 avenir suisse, Urs Meister, 17.8.2012 «Der Nutzen eines bilateralen Stromabkommens mit der EU»
11 Alpiq Unternehmenspräsentation vom 1.3.2012
12 Alpiq Geschäftsbericht 2011
13 NZZ vom 1.9.2012, «Alpiq blutet im Auslandgeschäft»
14 NZZ vom 13.11.2012, «Alpiq zieht die Sparbremse an»
15 AXPO Holding Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2010/11
16 Aktionärsbrief 2011/2012, Axpo Holding AG
17 BKW Geschäftsbericht 2010
18 NZZ vom 8.10.2012, «Schweizer Energieversorger eröffnen Solargrosskraftwerk in Spanien»
19 Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Kanton Zürich
20 §54 Kantonsverfassung (Aargau) vom 25. Juni 1980; §§17 Energiegesetz des Kantons Aargau vom 9.3.1993 (EnergieG, SAR 773.100)
21 Schweizerische Energiestiftung
www.energiestiftung.ch
22 Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz, Stand 1.1.2012
23 Swissgrid Broschüre, Ausgabe Januar 2012, «Das Schweizer Stromnetz: Rückgrat der Energieversorgung»
24 Bundesamt für Energie BFE Abteilung Energiewirtschaft, Wasserkraftpotenzial der Schweiz, Abschätzung des Ausbaupotenzials der Wasserkraftnutzung im Rahmen der Energiestrategie 2050, Juni 2012
25 Bundesamt für Energie, Bern, Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2011
ep. Der Verbrauch an elektrischer Energie der Schweiz von 59 TWh entspricht 59 Milliarden kWh. Diese physikalische Energie-Einheit taucht üblicherweise auf der Stromrechnung des Bürgers auf. Ein durchschnittlicher Haushalt in der Schweiz verbraucht pro Jahr etwa 5200 kWh. Je nach Haushaltsgrösse ergibt sich ein jährlicher Verbrauch an elektrischer Energie in den Haushalten zwischen 1300 und 2000 kWh pro Person, der sich recht gleichmässig auf die verschiedenen elektrischen Geräte wie Beleuchtung, Fernsehen, PC bzw. Kommunikation, Kochen, Spülen, Kühlen, Gefrieren, Waschen und anderes aufteilt. Der Betrieb der Geräte konzentriert sich jedoch auf typische Spitzenzeiten, in denen in kurzer Zeit eine grosse Energiemenge abgerufen wird. Man spricht dann von einer hohen elektrischen Leistung, die in kW angegeben wird. Beim Kochen benötigt der Elektroherd zum Beispiel eine elektrische Leistung von 4 kW für die Dauer einer halben Stunde. Die verbrauchte Energie beträgt dann 2 kWh. Im grosstechnischen Massstab spricht man von MW (1 Megawatt = 1000 kW) oder von GW (1 Gigawatt = 1 000 000 kW).
ep. Während in der Schweiz in den Sommermonaten auf Grund grosser Schmelzwassermengen ausreichende elektrische Energiemengen zur Verfügung stehen, die auch zum Export gelangen können,reduziert sich die Stromproduktion im Winter so stark, dass etwa 20% des Strombedarfs importiert werden müssen und damit eine erhebliche Auslandabhängigkeit auch heute schon besteht. Die Grafik
zeigt den Vergleich von Stromproduktion und Landesverbrauch im Verlauf eines Jahres.25 Man beachte auch, dass im Juli und August bei grossem Stromangebot typisch Wartungsarbeiten an Kernkraftwerken durchgeführt werden.
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