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«Es ist eine Möglichkeit, zu lernen, wie es läuft in der Politik», sagt Zoë Brunner. Sie ist Kommunikationsverantwortliche des Europäischen Jugendparlaments (EYP) Schweiz, dessen 18. Session von Dienstag bis Sonntag im Kollegium Heilig Kreuz in Freiburg stattfindet. Über 100 Mittelschülerinnen und -schüler aus allen Regionen der Schweiz nehmen daran teil und beschäftigen sich während einer Woche mit dem Thema «Die Ausübung von Bürgerrechten in einem von Diversität geprägten Europa».
Lösungen suchen
Die Session sei in verschiedene Bestandteile gegliedert, erklärt Zoë Brunner. Zunächst werden die Delegierten aus den verschiedenen Regionen in Kommissionen eingeteilt. Dort müssen sie sich mit wichtigen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzen, beispielsweise: Wie kann Europa seine Werte und sein Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und Menschenrechten wahren? Und wie wäre ein demokratischeres, transparenteres und partizipativeres politisches System möglich?
«Gemeinsam werden die Jugendlichen in ihrer Kommission die Probleme diskutieren, Lösungsvorschläge ausarbeiten und schliesslich eine Resolution schreiben», so Brunner.
Zum Abschluss folgt die parlamentarische Vollversammlung: «Da wird jede Resolution im Plenum diskutiert und von den Verfassern verteidigt.»
EYP ist politisch neutral
Das Europäische Jugendparlament wurde 1987 in Frankreich als Schulprojekt ins Leben gerufen. An den 200 regionalen, nationalen und internationalen Sessionen nehmen pro Jahr über 20 000 Jugendliche teil. Ziel dieses Jugendparlaments sei es, den jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, einmal selbst zu politisieren, sagt Brunner, sie betont aber: «Das Jugendparlament selbst vertritt keine bestimmte Richtung, wir sind politisch neutral.» rb