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Ich verwende die Ausdrücke Epistemologie, Erkenntnistheorie und Gnoseologie, die oft synonym verwendet werden, für fundamental verschiedene Auffassungen, die ich verschiedenen Disziplinen zuordne:
Also nochmals: Mit Epistemologie ist hier NICHT Erkenntnistheorie gemeint, sondern eine Art Gegenteil, wohl wissend, wie das Wort üblich verwendet wird. Im Englischen und im Französischen ist die hier gemeinte Differenz nicht mit Wörtern bezeichnet, es gibt dort nur das Wort Epistemologie. Im Englischen hat wohl J. Ferrier den Ausdruck Epistemology 1854 eingeführt, dort bürgert sich aber auch "Theory of Knowledge" langsam ein, wodurch die Differenz gerade umgekehrt bezeichnet wird. Hier verwende ich Epistemologie für eine Theorie des Wissens, in welcher Erkenntnistheorie keine Rolle spielt.
Schliesslich: Ich beziehe mich mit Epistemologie auf die genetische Epistemologie von J. Piaget, der seinem Selbstverständnis nach eine Verwissenschaftlichung der traditionell als Teil der Philosophie angesehenen Erkenntnistheorie (die französisch eben Epistemologie heisst) anstrebte. Ich verwende den Ausdruck Epistemologie gerade nicht im Sinne einer Verwisssenschaftlichung von Erkenntnistheorie, obwohl ich J. Piagets Unterscheidung von Wissenschaft und Philosophie sehr teile. Für "wissenschaftliche (oder verwissenschaftlichte) Erkenntnistheorie" verwende ich den Ausdruck Gnoseologie.
Als Epistemologie bezeichne ich konstruktivistische Lehren, die sich mit dem Aufbau oder der Entwicklung von Wissen befassen, und dabei auch festlegen, was - innerhalb der jeweiligen Lehre - als Wissen bezeichnet wird.
Begründet hat diese Epistemologie J. Piaget verwendet und hat so Eingang in den Radikalen Konstruktivismus
Der Ausdruck "Epistemologie" wurde J. Piaget verwendet und hat so Eingang in den Radikalen Konstruktivismus
Äquilibrierung und Viabilität.
J. Piaget hat beschrieben, wie das Kind im Laufe seiner Entwicklung erkennt, er hat das als Verhalten des Kindes beschrieben und daraus die jeweils schon entwickelten Fähigkeiten des Kindes abgeleitet.
E. von Glasersfeld hat in seinem Radikalen Konstruktivismus erkenntnistheoretisch argumentiert, dass Erkennen so stattfinden müsse, wie es J. Piaget beschrieben habe, weil Menschen keine Zugriff auf die Wirklichkeit haben, diese also nicht als solche erkennen können.
Bei J. Piaget geht es darum, was das Kind tut, bei E. von Glasersfeld darum, dass ein Kind nicht anders kann.
E. von Glasersfeld hat J. Piaget gefragt, warum er seinen Ansatz nicht radikal fertig denken wolle. J. Piaget antwortete: "Das kann ich der Sache nach nicht!"
Die Differenz erscheint nochmals in der Formulierung von H. Rheinberger
"Es geht um die Reflexion auf die "historischen Bedingungen", ... mit denen Dinge zu Objekten des Wissens gemacht werden .."
Die Formulierung verwischt den Unterschied zwischen den konkreten Bedingungen eines konkreten Kindes und philosophischen Bedingungen einer Erkenntnistheorie.
"... an denen der Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung in Gang gesetzt sowie in Gang gehalten wird".
Und sie verwischt, wissenschaftliche und kindliche Erkenntnisgewinnung.
In der Perspektive von J. Piaget - und des radikalen Konstruktivismus - ist jede Erkenntnisgewinnung subjektiv, an ein Subjekt gebunden.
Es geht um den zentrale Unterschied zwischen Wissen und Erkennen im Sinne der Erkenntnistheorie. Erkennen gibts auch in der Bibel ! Die Wissentheorie Konstruktivismus ist keine Erkenntnistheorie Piaget hats gewusst, EvG hats gesagt
Epistemik ist ein Begriff, der 1969 von der Universität Edinburgh mit der Gründung ihrer School of Epistemics geprägt wurde. Die Epistemik ist von der Epistemologie insofern zu unterscheiden, als Epistemologie die philosophische Theorie des Wissens ist, während Epistemik das wissenschaftliche Studium des Wissens bezeichnet. [ ]