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Das Podest
- 1. Sebastian Vettel (GER), Ferrari
- 2. Charles Leclerc (MON), Ferrari
- 3. Max Verstappen (NED), Red Bull
30,1 Grad Celsius Lufttemperatur, 67 Prozent Luftfeuchtigkeit – den Fahrern wurde im Nachtrennen von Singapur alles abverlangt. Am besten meisterte Sebastien Vettel die Aufgabe. Der Deutsche gewann dank einem vorgezogenen Boxenstopp («Undercut») vor Teamkollege Charles Leclerc und Max Verstappen und holt sich seinen 1. Sieg in dieser Saison.
Erfolgreicher «Undercut»
Die entscheidende Szene spielte sich nach rund einem Drittel der Renndistanz ab. Vettel, auf Platz 3 liegend, ging als erster Top-Fahrer an die Box. Mit frischen Reifen legte der vierfache Weltmeister eine starke Rundenzeit hin.
Eine Runde nach seinem Teamkollegen ging auch Leclerc an die Box. Der Monegasse wollte einen möglichen Undercut, also das Überholen eines Gegners durch einen vorgezogenen Boxenstopp, von Mercedes-Pilot Lewis Hamilton verhindern. Doch Leclerc hatte die Rechnung ohne Vettel gemacht, kam er doch direkt hinter dem Deutschen auf die Strecke zurück.
Die Aktion dürfte bei Ferrari in den nächsten Tagen noch zu reden geben. Bereits während des Rennens beklagte sich Leclerc über den Funk, dass das Manöver der Strategen aus seiner Sicht nicht fair gewesen sei.
3 Mal Safety Car
In Singapur gab es bislang noch in jedem Rennen eine Safety-Car-Phase. So auch heuer: Der Safety Car musste gleich dreimal raus. So war es Leclerc nicht mehr möglich, an Vettel vorbeizuziehen. Die «Silberpfeile» konnten in Singapur nicht um den Sieg mitreden. Hamilton beendete das Rennen auf dem 4. Rang, Valtteri Bottas direkt dahinter.
Ärgerlicher Crash von Räikkönen
Bitter endete das Rennen für Kimi Räikkönen. Der Finne zeigte ein solides Rennen und fuhr 14 Runden vor Schluss in den Punkterängen. Danach fiel er leicht zurück. Doch es kam noch schlimmer: In der 50. Runde berührten sich Räikkönen und Daniil Kwjat. Mit einem Aufhängungsschaden war das Rennen für den Alfa-Piloten zu Ende.
Giovinazzi in den Punkten
Der von Platz 10 ins Rennen gegangene Antonio Giovinazzi durchlebte ein turbulentes Rennen. Nach einem ausgezeichneten Start arbeitete sich der Italiener auf den 8. Rang vor. Während die Konkurrenz bald einmal an die Box ging, blieb der Alfa-Pilot lange auf der Strecke.
Dank diesem Manöver lag Giovinazzi zwischenzeitlich auf dem 1. Rang und zeichnete für die 1. Führungsrunde für Alfa seit Spa 1983 und die 1. Führungsrunde für Sauber seit 2013 verantwortlich. Nach seinem Boxenstopp verteidigte der 25-Jährige den 7. Platz, fiel nach einer Berührung mit Daniel Ricciardo aber bis auf den 15. Rang zurück. Am Ende beendete Giovinazzi das Rennen auf dem 10. Platz und damit in den Punkten.
Sendebezug: SRF info, sportlive, 22.9.2019, 13:30 Uhr