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(lat.), Wohlthat, Gefälligkeit, Vergünstigung, Privilegium; im Mittelalter unter den germanischen Völkern
zurücknehmbares Lehen, Schenkung von Erbgütern an Kriegsgefährten und treue Diener; auch ein Gut, dessen
Nießbrauch einem als Besoldung eingeräumt wird. Es gab zivilistische (Beneficium palatinum, für Zivildiener), militärische (Beneficium militare)
und geistliche
Benefizien. Unter letztern, Kirchenpfründen, Präbenden, verstand man ursprünglich nur die mit geistlichen
Ämtern verbundenen Dotationen, dann jene Ämter selbst.
Allmählich wurde die feste Dotierung der Kirchen mit Grundstücken zur allgemeinen Regel, so daß mit jeder
Parochie von selbst der Genuß bestimmter Grundstücke als Amtseinkommen verbunden war. Es sind demnach die
Benefizien und Pfründen
der Teil des Kirchenguts, welcher zur Dotation der Kirchenämter bestimmt ist, und nach der jetzigen Einrichtung ist regelmäßig
mit einem Amt eine solche Dotation an Grundstücken oder andern Einkünften verbunden. Es kann kein neues
Kirchenamt errichtet werden, ehe für dasselbe ein dauerndes und hinreichendes Einkommen fundiert ist.
Amt und Pfründe gehören aber unzertrennlich zusammen, und letztere wird, wie das erstere, auf Lebenszeit erteilt, wobei aber
der Grundsatz festgehalten wird, daß das Amt (officium) und nicht die Pfründe die Hauptsache sei (Beneficium datur
propter officium). Das katholische Kirchenrecht unterscheidet zwischen Beneficium majus und Beneficium minus, höherer und niederer Pfründe,
indem unter ersterer Amt und Pfründe der Prälaten, unter letzterer diejenigen des niedern Klerus verstanden werden. Je nachdem
das Kirchenamt für Weltgeistliche oder für Ordensgeistliche errichtet ist, wird zwischen Beneficium saeculare
und Beneficium regulare unterschieden.
Beneficia incompatibilia erfordern die persönliche Anwesenheit (Residenz) des Benefiziaten am Orte des Amtes, während bei Beneficia
compatibilia die Annahme einer Mehrheit von Pfründen seitens eines und desselben Benefiziaten gestattet ist. Endlich wird noch
zwischen Beneficia duplicia und Beneficia simplicia unterschieden, indem mit den letztern nur Altar- und
Chordienst, mit erstern dagegen noch weitere Verpflichtungen verbunden sind; dahin gehören insbesondere die Kurat
benefizien,
mit denen die Seelsorge innerhalb eines bestimmten Sprengels verknüpft ist. Auch s. v. w. Bonifikation (s. d.) oder Bonus (s. d.)
und Report (s. d.).