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Christophe Laporte ist der neue Europameister auf der Strasse. Der Franzose siegt an den Titelkämpfen im niederländischen Drenthe vor dem Belgier Wout van Aert und dem Niederländer Olav Kooji.
Laporte schlug dem Favoriten Wout van Aert in der Schlussphase hinauf ins Ziel auf dem Col du Vam, einer ehemaligen Abfalldeponie, mit einer frühen Attacke ein Schnippchen. Zwar wurde er auf den letzten Metern eingeholt. Es gelang ihm aber, sich im Bergaufsprint gegen seine beiden Teamkollegen bei Jumbo-Visma zu behaupten und sich als erster Franzose das seit 2016 vergebene Trikot des Europameisters zu holen.
Die Schweizer vermochten auf dem 200 km langen Rundkurs zwischen Assen und Wijster in Abwesenheit von Stefan Küng nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Stefan Bissegger, EM-Zweiter im Zeitfahren im Mittwoch, versuchte sein Glück in einer frühen Ausreissergruppe. 30 km vor dem Ziel wurde er mit seinem letzten verbliebenen Begleiter, dem Tschechen Mathias Vacek, gestellt.
Nach dem sechsten Aufstieg auf den Müllberg erreichte Bissegger das Ziel schliesslich als 74. Der am besten klassierte Schweizer war der für den verletzten Küng nachnominierte Mauro Schmid im 41. Rang mit mehr als vier Minuten Rückstand, gefolgt von Fabian Lienhard (48.).
Laporte, der als Strassen-Europameister auf den Niederländer Fabio Jakobsen folgt, gelang der fünfte Saisonsieg. Dass drei Fahrer vom Team Jumbo-Visma das Podium bildeten, überraschte nach der erdrückenden Dominanz des Teams an der Vuelta (Gesamtsieg von Sepp Kuss vor Jonas Vingegaard und Primoz Roglic) sowie den Gesamtsiegen an der Tour de France (Vingegaard) und am Giro d’Italia (Roglic) auch nur bedingt.