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HAMBURG (awp international) - EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hat Griechenland indirekt mit einem Ende der Hilfszahlungen für den Fall gedroht, dass das Land sein Sparprogramm nicht umsetzt. "Griechenland darf (...) kein Fass ohne Boden werden. Das Land kann nicht erwarten, immer wieder von anderen unterstützt zu werden. Solidarität darf nicht überstrapaziert werden", sagte Stark im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Weder EU noch der IWF sind erpressbar. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Finanzhilfen nur unter der Bedingung fortsetzen, dass Griechenland die mittelfristige Strategie der Haushaltskonsolidierung wie auch umfassende Privatisierungsmassnahmen umsetzt", so Stark weiter.
Nach Aussage von Stark ist Griechenland grundsätzlich solvent: "Griechenland hat ein Anpassungsprogramm ausgehandelt. Wenn dieses Programm umgesetzt wird, ist das Land in der Lage, seine Schulden zurückzuführen. Dazu ist kein Schuldenschnitt nötig." Die Kritik an den Auflagen wies er zurück. "Das Programm, das mit Griechenland vereinbart wurde, ist nicht schärfer oder fordernder als das, was der Internationale Währungsfonds mit anderen Ländern vereinbart hat. Wer heute sagt, dieses Programm sei nicht durchzuhalten, der muss sich einmal in die Lage einiger Schwellenländer versetzen, von denen der Fonds Ähnliches verlangt hat - etwa in Asien in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre, in Lateinamerika oder auch in Lettland. Was hier gefordert wird, ist internationaler Standard."/jsl/ajx
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