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Colleville-Montgomery und Hermanville-sur-Mer
Colleville sur Orne war stark befestigt und im südlichen Teil von Colleville befand sich eine Verteidigungsanlage, die mit vier 100 mm Geschützen, unterirdischen Bunkern und Durchgängen und gepanzerten rotierenden schweren Maschinengewehr-Kuppeln ausgerüstet war.
Das war eine harte Aufgabe für das “Suffolk Regimentes” dem es gelang in den frühen Morgenstunden des 7. Juni 1944, nach schweren Kämpfen und Verlusten den Ort Colleville-sur-orne zu befreiten. Daraufhin hat man ihm den Namen Colleville-Montgomery gegeben als Ehrung für Montgomery und seine Truppen.
Bilder vom Strand um genau die Zeit als sich die Soldaten durch das Abwehrfeuer an den Strand kämpfen mussten. Direkt gegenüber zeugt ein Bunker noch von der Kraft der Verteidiger. Heute ist an den Bunker ein Wohnhaus angebaut. Was mich aber besonders faszinierte: etwa 100 Meter weiter hinten findet man sogar noch Reste eine Verteidigungsanlage aus der Zeit von Napoleon.
Stolz auf sein Kultur und geschichtliches Erbe und seine natürliche Umgebung darf Hermanville-sur-Mer sein. Es offeriert seinen Besuchern das Vergnügen der Küste, des Strandes und den bezaubernden Reiz seiner Umgebung.
Auch Hermanville-sur-Mer, war ein stark befestigter Ort in der Agglomeration Caen la Mer, am Landungsstrand Sword Beach, und leistete den Alliierten Truppen verbissenen Widerstand welcher zu grossen Opfern unter den Soldaten führte.
Heute ist es ein Badeort mit grosser architektonischer Kultur und reichen historischen Hintergrund. Jung, sportlich und dynamisch zieht Hermanville mit seinem 1800 Metern langen, feinen Sandstrand , Badefreunde, Segelsportler und auch Architektur interessierte Gäste, das ganze Jahr hindurch, aus allen Herren Länden an.
Beim Spaziergang entlang des Deiches findet man architektonische Schätze, und eine einzigartige Mischung von Bauten aus allen Epochen der Seebäder, darunter "Die Villa Bluette" eine vom berühmten französischen Architekten Hector Guimard 1889 erbaute Strandvilla. Sie ist eines der schönsten Werke der grossen Architekten des Jugendstils,
Hector Guimard (* 10. März 1867 in Lyon; † 20. Mai 1942 in New York City) war ein französischer Architekt.
Guimard war einer der wichtigsten französischen "Art Nouveau"-Künstler, erhob das Postulat der untrennbaren Einheit von Architektur, Möbeln und dekorativem Zubehör. Ab 1895 waren eine Reihe von Häusern entstanden, in denen Guimard seine Vorstellungen verwirklichen konnte.
Bei den ausgedehnten Spaziergängen an der Küste entlang findet man aber auch weitere Schätze der bürgerlichen Architektur und wenn ich dabei an die mit Touristensilos vollgepackten Strandpromenaden in Belgien und den Niederlanden zurückdenke ist es geradezu eine Wohltat hier entlang zu schlendern.
Der Ursprung der Kirche geht bereits ins 11. Jahrhundert zurück aus dem der älteste Teile, das Langhauses mit einen schönen romanischen Gesimsen stammt.
Der Turm wurde während der Kämpfe des 6. Juni 1944 zerstört und dann wieder aufgebaut. Seither sind von den drei Glocken zwei verstummt und werden es in Erinnerung an die Opfer auch bleiben. Er bildet den Schwerpunkt dieses Gebäudes. Vom mächtigen römischen Turm aus hat man einen wunderbaren Panoramablick auf die mittelalterliche Stadt.
Im Inneren wurde das Langhaus mit seinen romanischen Bögen kurz nach dem Zweiten Kaiserreich (1874) restauriert.
Der Marquis von Hermanville bemühte sich sehr um die Verschönerung der Kirche St. Peter durch die Erhöhung der Chor aus dem dreizehnten Jahrhunderts. Er gab 1697 auch den Auftrag für ein schönes Altarbild das von vier gewundenen Säulen flankieren wird und eine Nachbildung der "Kreuzabnahme" darstellt. Die Kirche wurde auch mit vielen Schnitzereien geschmückt die bis heute gut erhalten blieben.
Diese Kirche wurde am 18. Juni 1944 weltbekannt als in ihr die erste Messe im bereits befreiten Frankreich gehalten wurde und diese von der BBC als Direktsendung in die ganze Welt übertragen wurde.
Direkt neben der Kirche befindet sich das ehemalige Pfarrhaus, das auch der Marquis von Hermanvilledas bauen liess mit einem grosszügigen Park mit schönem Baumbestand. Am 6. Juni wurde das Gebäude von den Alliierten als Hauptquartier und Militär Lazarett genutzt. Heute befindet sich darin die Sozialverwaltung der Gemeinde. und im Park wurde eine Schulsportanlage gebaut .
Auf dem Soldatenfriedhof von Hermanville fanden 1005 Soldaten, 986 britische, 13 kanadische, 3 australische und 3 französische, die zum grössten Teil bei den Landungsoperationen in Sword Beach und an den folgenden Tagen getötet wurden, ihre letzte Ruhestätte. Sie gehörten dem 4. britisch-französischen Kommando an das unter der Führung des französischen Majors Philippe Kieffer stand.
Der Friedhof ist nur einer der 18 britischen Soldatenfriedhöfe die in der Normandie angelegt sind und auf denen über 22.000 Soldaten ihre letzte Ruhestätte fanden. Es befinden sich auch immer noch viel Soldatengräber auf den zivilen Friedhöfen der Kirchen in der Region.
Wer heutzutage als Tourist in der Normandie unterwegs ist, denkt in erster Linie an die schöne Landschaft, an die Strände und Fluten des Atlantiks, an Segeln, das französische Essen und natürlich auch an Calvados. Auch ich gehöre zu diesen. Aber ich denke dabei auch an die vielen tausend Soldaten, die an der normannischen Küste im Zweiten Weltkrieg das Leben lassen mussten, damit es in Europa wieder Frieden geben konnte. Ich möchte darum bewusst die Schauplätze, Monumente und Museen dieses Krieges besuchen. Ich wurde zwar erst gegen Ende des Krieges geboren und kenne nur aus Erzählungen und Geschichtsbüchern wie gross die Sorgen und Nöte damals waren. Ich bin mir deshalb bewusst wie wichtig die Landung der Alliierten in der Normandie für ein freies Europa war und stehe jeweils voller Ehrfurcht, Demut und Dankbarkeit vor den Gräbern und Monumenten und denke dabei an die Trauer und den Schmerz die dieser Krieg über die ganze Welt verbreitet hatte. So auch hier in Hermanville-sur-Mer.
Denkmal
für die Seeleute der Royal Navy
Das
norwegische Monument "The Sailor"
Das Denkmal wurde am 7,Juni 2004 in einer grossen Zeremonie von seiner Majestät König Harald V von Norwegen zusammen mit 150 Veteranen und einer Militärmusik der königlichen Garde eingeweiht.
Am Fusse des Denkmals liegt der Anker des Zerstörers der von der norwegischen Marine geborgen wurde.
Am 6. Juni 1944 um 7:30 Uhr brachten die Briten Panzer in verschiedenen Ausführungen wie Brücken-, Mienenräum-, und Kampfpanzer an Land um die landenden Truppen gegen den schweren Widerstand der Deutschen zu unterstützten. Dieses Denkmal erinnert an diese Anlandung.
Weitere Bilder im Fotoalbum: Colleville-Montgomery und Hermanville-sur-Mer
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Informationen zu den Kämpfen um Hermanville-sur-Mer unter: