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Plastik gehört nicht in die Umwelt, dennoch wird es überall gefunden. Da der analytische Nachweis bis anhin schwierig ist, wurden in diesem Projekt die Emissionen von sieben verschiedenen Polymeren in die Umwelt der Schweiz mittels Materialflussmodellen berechnet. Die Emissionen von Makroplastik sind viel grösser als von Mikroplastik, zudem gelangt viel mehr Plastik auf Böden als in Gewässer.
Quantifizierung der Freisetzung von Mikro- und Makroplastik in die Schweizer Umwelt (Bild: 123RF.com)
Schematisches Vorgehen zur Abschätzung der Emissionen von Plastik in die Umwelt: In einem ersten Schritt wurden die Flüsse durch die Anthroposphäre modelliert, anschliessend wurde die Freisetzung in die Umwelt quantifiziert, welche dann in einem dritten Schritt regionalisiert wurde.
Vereinfachtes Materialflussdiagramm für Polypropylen in der Schweiz in 1000 Tonnen pro Jahr. EEE: elektrische und elektronische Geräte; HH: Haushaltstextilien.
Verbrauch und Entsorgung der sieben untersuchten Polymere in der Schweiz in 1000 Tonnen pro Jahr: A) Verteilung des Verbrauches auf verschiedene Sektoren. B) Entsorgung der Polymere. EEE: elektrische und elektronische Geräte; HH: Haushaltstextilien.
Massenflüsse von Mikro- und Makroplastik in die Schweizer Umwelt in Tonnen pro Jahr.
Prozentuale Verteilung der Polymeremissionen für Mikroplastik in Wasser, Stadtböden, landwirtschaftlichen und natürlichen Böden.
Prozentuale Verteilung der Polymeremissionen für Makroplastik in Wasser, Strassenrandböden, natürlichen und landwirtschaftlichen Böden.
Geografische Verteilung der jährlichen Plastikemissionen auf Böden mit einer Auflösung von 10 × 10 km. Gezeigt sind LDPE-Makroplastik (oben links) und -Mikroplastik (unten links), EPS-
Makroplastik (oben rechts) und -Mikroplastik (unten rechts).
Geografische Verteilung der jährlichen Plastikemissionen von PP-Makroplastik (oben) und PET-Mikroplastik (unten) in Seen und Flüssen der Schweiz (links) und ein Kartenausschnitt (rechts).
Vergleich der Freisetzung der sieben in dieser Arbeit berücksichtigten Polymere mit den Emissionen von Gummi aus Reifen in Form von Mikrogummi. Die Gummidaten stammen aus Sieber et al.