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Die Schweiz und Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) pflegen seit der Unabhängigkeit von 1960 gute Beziehungen. Die Schweiz leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes, namentlich des Nahrungsmittelsektors und der Infrastruktur, und spielt eine bedeutende Rolle im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
Bilaterale Beziehungen
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Der Bundesrat hat eine Subsahara-Afrika-Strategie für den Zeitraum 2021–2024 verabschiedet.
Gemäss der Subsahara-Afrika-Strategie (2021–2024) des Bundesrates gilt Côte d’Ivoire als «Löwinnenstaat». Dabei handelt es sich um dynamisch wachsende afrikanische Staaten mit hohem wirtschaftlichem Potenzial, insbesondere bezüglich Investitionen und Handel.
Die bilateralen Beziehungen konzentrieren sich auf die Wirtschaft sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Migration.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Schweiz und Côte d’Ivoire unterhalten gute bilaterale Wirtschaftsbeziehungen. Das Handelsvolumen beläuft sich jährlich auf mehrere Hundert Millionen CHF. Rund 30 Schweizer Unternehmen sind in Côte d’Ivoire in verschiedenen Bereichen präsent.
Das SECO erkannte die Herausforderungen im Kakaoanbau und lancierte zur Stärkung der Nachhaltigkeit dieser Branche 2017 die « Swiss Platform for Sustainable Cocoa». Bis 2025 sollen mit Blick auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft 80 Prozent des importierten Kakaos aus nachhaltiger Produktion stammen.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Das «Centre Suisse de Recherches Scientifiques en Côte d’Ivoire» (CSRS) in Abidjan, das 2021 sein 70-jähriges Bestehen feierte, ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Tropenforschung.
Forschende aus Côte d’Ivoire können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Friedensförderung und menschliche Sicherheit
Die Schweiz unterstützte nach der Krise in den 2000er-Jahren verschiedene Projekte zum nationalen Friedens- und Versöhnungsprozess in Côte d’Ivoire. Sie stellte der UN-Mission in Côte d’Ivoire (ONUCI) namentlich Expertinnen und Experten zum Aufbau und zur Unterstützung der ivorischen Polizei zur Verfügung.
Die Prävention von gewalttätigem Extremismus (PVE) gehört zu den aussenpolitischen Prioritäten der Schweiz. Gemeinsam mit seinen Partnern bekämpft das EDA die Ursachen des gewalttätigen Extremismus und macht sich weltweit für den Aufbau friedlicher Gesellschaften stark. Zu diesem Zweck hat das EDA 2019 eine regionale Konferenz zu diesem Thema ausgerichtet.
Schweizerinnen und Schweizer in Côte d’Ivoire
Ende 2020 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 254 Schweizerinnen und Schweizer in Côte d’Ivoire und 1682 ivorische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte die Unabhängigkeit von Côte d’Ivoire am 7. August 1960 und unterhält seit 1961 eine Botschaft in Abidjan. Bereits 1952 hatte sie ein Vizekonsulat eröffnet. Die politische Stabilität und die wachsenden wirtschaftlichen Möglichkeiten führten seit 1962 zum Abschluss mehrerer bilateraler Abkommen bezüglich Handel, Investitionsschutz und technische Zusammenarbeit.
Zwischen 1984 und 1990 wurden fünf bilaterale Abkommen zur Neueinstufung der Schulden des Landes (360 Mio. CHF) abgeschlossen. 1991 gewährte die Schweiz einen Mischkredit von 34 Mio. CHF zur Erneuerung von fünf Wasserkraftwerken.