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Bei einem Hochwasserrückhaltebecken (HRB) fliesst im Normalfall der Bach oder Fluss ungehindert durch das Durchlassbauwerk des Rückhaltedamms. Der Zufluss in das Rückhaltebecken steigt gleichermassen mit dem Abfluss aus dem Becken an. Übersteigt bei Hochwasser der Zufluss die Durchlasskapazität, beginnt der Einstau im Becken. Der Abfluss des Gewässers wird, gezielt auf eine für das untenliegende Gebiet verträgliche Wassermenge, reduziert und die Hochwasserspitze kann gekappt werden. Bei abklingendem Hochwasser entleert sich das Becken wieder.
Bei Vollstau (vollständig gefülltes Becken) entspricht der Abfluss dem Bemessungshochwasser für die Unterlieger. Übersteigt das Zuflussvolumen den Inhalt des Beckens, tritt die Hochwasserentlastung in Betrieb.
Hochwasserrückhaltebecken haben gegenüber baulichen Massnahmen am Gewässer wie z.B. Dammerhöhungen den Vorteil, dass sich die Gefährdungssituation nicht nur lokal verbessert, sondern auch die Unterlieger profitieren. Die Hochwasserretention unterstützt somit den regionalen, übergreifenden Hochwasserschutz.
Hochwasserrückhaltebecken benötigen allerdings viel Landfläche, was zu Konflikten mit der landwirtschaftlichen Nutzung führen kann.
Witere informationen zum Hochwasserüberwachungssystem des Kanton Aargau finden sie auf: https://www.hochwasser-aargau.ch/
Quelle: Kanton Aargau