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Oscars 2017: Diese Schweizer Filme sind im Rennen
Ein fantastisches Jahr für Schweizer Filme zeichnet sich im Rennen um die 89. Academy Awards ab: Der offizielle Schweizer Oscar-Beitrag «Ma vie de Courgette» («My Life as a Zucchini») geht zusätzlich in der Kategorie «Bester Langer Animationsfilm» ins Rennen. Auch bei den Kurzfilm-Kategorien schlägt sich das erfolgreiche Schweizer Animationsfilmjahr nieder: Drei kurze Animationsfilme sowie zwei Schweizer Kurzspielfilme sind dieses Jahr für einen Oscar nominierbar.
Mit «Ma vie de Courgette» von Claude Barras schickt die Schweiz ihren erfolgreichsten Animationsfilm ins Rennen um die goldene Statuette in der Kategorie «Fremdsprachiger Kinofilm». Der US-Amerikanische Verleih GKIDS (New York) hat die Stop-Motion Animation zudem für die Kategorie «Bester Langer Animationsfilm» angemeldet. «Ma vie de Courgette» ist ausserdem für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Animationsfilm nominiert (Preisverleihung 10.12.2016) und bewirbt sich um eine Golden Globe-Nomination als «Best Animated Motion Picture» (Bekanntgabe Nominationen am 12.12.2016). Die Schweizer Produzenten Max Karli und Pauline Gygax sind zurzeit mit dem Regisseur Claude Barras in den USA unterwegs, um ihren Film den wahlberechtigten Branchenpublikum und den Academy-Mitgliedern vorzustellen. Der Schweizer Koproduzent Michel Merkt wurde vom US-Filmmagazin Variety in die Hit-Liste «Ten Producers to Watch 2016» aufgenommen. «Ma vie de Courgette» wurde bislang in über 50 Länder verkauft.
Fünf nominierbare kurze Animations- oder Spielfilme
Gleich drei animierte Kurzfilme sind 2016 aufgrund ihrer Auszeichnungen an «Oscar qualifying festivals» für einen Oscar in der Kategorie «Animated Short Subject» nominierbar: «Erlkönig» der Schweizer Animationsfilm-Koryphäe Georges Schwizgebel qualifiziert sich durch die «Goldene Taube», die er 2015 am Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm gewann. «Die Brücke über den Fluss», produziert und realisiert von Jadwiga Kowalska, kann dank dem «Pardino d’oro» für den besten Schweizer Kurzfilm des diesjährigen Festival del film Locarno ebenfalls ins Rennen um eine Nomination steigen. «Analysis Paralysis» von Anete Melece hat sich mit dem «Animated Grand Prix Award» am Encounters Short Film and Animation Festival in Bristol für eine Anmeldung qualifiziert.
In der Kategorie «Live Action Short» sind zwei Schweizer Kurzspielfilme nominierbar: «Bon Voyage» (Bild) von Marc Raymond Wilkins erzählt die Geschichte eines Paars, das während eines Segeltörns im Mittelmeer unverhofft auf ein manövrierunfähiges Flüchtlingsboot trifft. Der Film gewann am Palm Springs International ShortFest den Preis für «Best Live Action Short Over 15 Minutes». «La femme et le TGV» von Timo von Gunten, in dem Jane Birkin die Hauptrolle spielt, konnte sich dank seiner Kinoauswertung in Los Angeles ebenfalls für eine Nominierung qualifizieren. Im Januar 2017 gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Oscar-Nominationen bekannt. (Swiss Films /kah)