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Die Republikaner haben nach Hochrechnungen von US-Medien eine gute Chance, ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses zu behalten. Im Repräsentantenhaus dürften sie ihre seit sechs Jahren andauernde Dominanz fortsetzen.
Zudem seien die Republikaner auf dem Weg, ihre Mehrheit im Senat zu verteidigen, berichteten mehrere US-TV-Sender übereinstimmend am Mittwoch. Im Senat gelang es den Demokraten von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zunächst nur, den Republikanern von Herausforderer Donald Trump einen Sitz abzunehmen. Für eine Senats-Mehrheit müssten die Demokraten den Republikanern jedoch fünf Sitze abnehmen.
Der republikanische Doppelsieg im Kongress hätte grosse Bedeutung für das künftige Machtgefüge in den USA. Gewinnt Hillary Clinton die Präsidentenwahl, müsste sie wie ihr Vorgänger Barack Obama gegen einen republikanisch dominierten Kongress «anregieren». In der Gesetzgebung und bei der Besetzung von hohen Regierungsämtern wäre sie weitgehend auf die Kooperationsbereitschaft der Opposition angewiesen.
Sollte hingegen Trump ins Weisse Haus einziehen, hätte er dank der Mehrheiten in beiden Kammern eine gute Chance, seine politischen Vorhaben möglicherweise ohne grosse Gegenwehr durchzusetzen.
Schon vor der Wahl hatten Experten vorausgesagt, dass die Demokraten keine Chance für eine Machtübernahme des Repräsentantenhauses mit seinen 435 Sitzen hatten. Dafür hätten sie 30 Mandate dazugewinnen müssen. Doch nur in wenigen Wahlbezirken hatten die republikanischen Amtsinhaber eine Niederlage zu fürchten.
Hoffnungen im Senat zerschlagen
Die Bezirke sind wegen einer Eigenheit im US-Wahlsystem häufig so auf die Bevölkerung zugeschnitten, dass stets eine der beiden Parteien eine klare Mehrheit hat. In dem Abgeordnetenhaus hielten die Republikaner bisher die grösste Mehrheit seit 1928.
Im Senat jedoch hatten sich die Demokraten gute Chancen auf die Rückeroberung der Mehrheit ausgemalt, die sie vor zwei Jahren verloren hatten. Ob es dazu reichen würde, erschien im laufe des Wahlabends entgegen vieler Vorhersagen immer unwahrscheinlicher. Und das, obwohl die Konservativen im Nachteil waren. Sie mussten 24 Senatssitze, die Demokraten aber nur zehn verteidigen.
Unter anderem schaffte der Republikaner Marco Rubio aus Florida in einer umkämpften Wahl den Wiedereinzug in den Senat. Er hatte sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, war aber in den Vorwahlen an Trump gescheitert.
Auch der prominente Senator und ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain aus Arizona verteidigte seinen Sitz. In Wisconsin scheiterte der aussichtreiche Demokrat Russ Feingold am Amtsinhaber Ron Johnson. (sda/dpa/reu)