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Mit der Europaallee entsteht in Zürichs Mitte ein gemischtes Zentrumsquartier mit Einkaufspassagen, Gastronomie, Büros und Wohnungen, dessen bauliche Entwicklung sich über einen langen Zeitraum erstreckt. Dementsprechend ist die Gestaltung des öffentlichen Raumes auf eine hohe Permanenz und Zeitlosigkeit ausgelegt. Der magistrale Hauptraum durchzieht das Quartier als Diagonale die sich beidseitig an den Enden platzartig aufweitet und in der Mitte dramaturgisch verengt. Er wird auf ganze Länge einprägsam begleitet durch rhythmisiert angeordnete Ginkgo-Baumreihen mit fächerartigen Blättern, einem Belagsfries aus grossformatigen Natursteinplatten sowie langen Stadtbänken, welche spezifisch für den Ort entwickelt wurden.
Die zwei durch die Aufweitung entstehenden Platzfiguren werden entsprechend ihrer städtebaulichen Bedeutung differenziert ausgestaltet. Der belebte Europa-Platz mit dem prominenten Bahnhofzugang zur Sihlquai-Passage ist als freie Plätzfläche formuliert, die mit einer Stufenanlage den Flussraum der Sihl mit einbezieht. Der ruhigere Gustav-Gull-Platz wird durch eine spiegelnde Wasserfläche bestimmt, die im Platzbelag aufgestaut wird. Ein Bündel bogenförmiger Wasserstrahlen erzeugt ein belebendes Wasserspiel im Fluchtpunkt des Platzraumes. Das Plätschern legt einen feinen Klangteppich über den Platz und variiert, einer langsam ändernden Choreografie folgend, die Intensität über den Tagesverlauf subtil. Für Veranstaltungen kann das Wasser abgelassen werden oder im Winter als Eisbahn betrieben werden.