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Die Schweizer Stromkonzerne Alpiq, Axpo und BKW beziehen keinen Strom mehr aus dem umstrittenen französischen Atomkraftwerk Fessenheim. Der Vertrag ende am 31. Dezember 2017, teilten sie am Dienstag mit.
Alpiq, Axpo und BKW hatten für den Strombezug vom AKW Fessenheim die Kernkraftwerk-Beteiligungsgesellschaft (KBG) gegründet und mit EDF, der Eigentümerin und Betreiberin der Anlage, einen entsprechenden Vertrag geschlossen.
Der Vertrag regelte die Energielieferungen aus dem AKW Fessenheim an das Konsortium und gewährleistete KBG einen Strombezug in der Höhe von 15 Prozent der Produktion aus jedem der beiden Kraftwerksblöcke. Dies entsprach jährlich rund 1700 Gigawattstunden Strom. Alpiq, Axpo und BKW sind je einem Drittel am Aktienkapital der KBG beteiligt und beziehen von ihr den Strom entsprechend ihres Anteils.
Das nur 35 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernte AKW Fessenheim ist seit vier Jahrzehnten in Betrieb. Es ist seit Jahren heftig umstritten. Atomkraftgegner sehen es als unsicher an. Es gab dort wiederholt Pannen und Zwischenfälle. Laut aktueller Planung soll Fessenheim stillgelegt werden, sobald im nordfranzösischen Flamanville ein neuer Druckwasserreaktor in Betrieb ist. Dafür peilt der Betreiber EDF das Jahr 2019 an.
Im vergangenen Jahr produzierte das Kraftwerk nach Angaben des Betreibers 8.4 Milliarden Kilowattstunden Strom. Es deckte damit laut EDF rund zwei Drittel des Strombedarfs im Elsass. (sda)