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Der PVB hat dem Präsident des ETH-Rats, Fritz Schiesser, gestern seine gewerkschaftlichen Forderungen präsentiert: 1% generelle Lohnerhöhung für das Personal, das dem neuen Lohnsystem (NLS) untersteht oder als Alternative eine Erhöhung der Anzahl Ferientage. Der ETH-Rat hat jegliche Forderung abgelehnt, die eine Erhöhung der Personalkosten zur Folge hätte. Laut dem Präsident des ETH-Rats rechtfertigen die vom Bund beschlossenen Sparmassnahmen diesen Entscheid.
Der PVB ist enttäuscht vom Ergebnis dieser Gespräche. Die strategischen Ziele des ETH-Rats bedingen, dass das Personal effizienter, rascher und kostengünstiger arbeiten muss. Dieser Einsatz sollte vom ETH-Rat monetär anerkannt werden. Die Motivation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind ebenfalls von diesem Faktor abhängig. Zudem konnten die vom Parlament im ETH-Bereich geplanten massiven Kürzungen verhindert werden.
Der PVB hat zudem bis spätestens Ende Juni des nächsten Jahres ein Treffen zwischen den Sozialpartnern gefordert, um über die zu ergreifenden Massnahmen im Hinblick einer voraussichtlichen Senkung des technischen Zinssatzes der Pensionskasse Publica zu diskutieren. Dieser Forderung wurde stattgegeben. Der PVB fordert den ETH-Rat auf, dass er seinen Verpflichtungen als Arbeitgeber in Bezug auf Publica auch weiterhin nachkommt. Ohne substantiellen Arbeitgeberbeiträge könnte das Personal massive Leistungseinbussen und umfangreiche Lohnkürzungen hinnehmen müssen.
Der ETH-Rat hat zudem der Forderung des PVB und anderer Sozialpartner stattgegeben und verzichtet darauf, für die Mitarbeitenden unter dem NLS den Prozentsatz der Gesamtlohnsumme zur individuellen Lohnsteuerung auf 0.6% zu senken. Der Satz von 1.2% wird beibehalten. Für den PVB wäre mit einer Senkung dieses Prozentsatzes auf 0.6% jegliche Massnahme zur Verbesserung des derzeitigen Lohnsystems hinfällig geworden.