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Dieser Beitrag gibt eine Darstellung von bereits beobachteten und künftig zu erwartenden Auswirkungen der sich verändernden Klimabedingungen auf die Biologie und Lebensweise von Insekten. Anhand von Beispielen aus der europäischen Forschung und mit einem Schwerpunkt auf in der Schweiz heimischen Waldinsekten werden die wichtigsten, typischerweise für Insekten in terrestrischen Ökosystemen geltenden Effekte dargestellt.
Die ansteigenden Temperaturen sind der offensichtlichste Aspekt des Klimawandels. Der Temperaturdurchschnitt nahm in der Schweiz im 20. Jahrhundert kontinuierlich zu, mit einem deutlich stärkeren Anstieg ab 1980. Die letzten 10 Jahre waren im Mittel 2.4 °C wärmer als der vorindustrielle Durchschnitt. Die Anzahl Frosttage (mit Minimaltemperaturen unterhalb des Gefrierpunkts) und die Kälteperioden im Winter haben abgenommen, und die Nullgradgrenze in den Bergen ist angestiegen. Projektionen in die Zukunft ergeben eine Erhöhung der Sommertemperatur von 2.5–4.5 °C, je nach ergriffenen Klimaschutzmassnahmen.
Autor: Beat Wermelinger
Pages: 28-39
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