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Während die Bereitschaft der antiken Eliten, Belange der Gemeinschaft zu finanzieren, bisher vornehmlich im Hinblick auf Griechenland untersucht wurde, stellt dieser Band die römische Antike in den Mittelpunkt. Die Autoren nehmen dabei sowohl die Diskurse in der Stadt Rom als auch die Praxis in den Provinzen in den Blick.
Gemeinsinn, verstanden als innere Disposition auf ein Gemeinwohl, dient dabei nicht nur als Erklärung für starkes Engagement, sondern vor allem als diskursive Größe: Wie wird an Gemeinsinn erfolgreich appelliert? Wie kann, umgekehrt, ein politischer Gegner durch einen unterstellten Mangel an Gemeinsinn desavouiert werden? Gab es ein "zu viel" an Spenden oder Probleme bei der Anerkennung von Euergetismus?
Den Band beschließen zwei Untersuchungen zur Rezeption von sensus communis und Zivilreligion - in beiden Fällen lassen sich antike Ursprünge als Chimäre erweisen.
About the author
Martin Jehne ist Professor für Alte Geschichte an der TU Dresden. Er leitet das Projekt 'Die Investition eigener Ressourcen in die Gemeinschaft von der mittleren Republik bis in die hohe Kaiserzeit' im Sonderforschungsbereich 804 'Transzendenz und Gemeinsinn'.
Report
"Alle Aufsätze des Bandes sind gut lesbar und verlangen nicht sehr viel Vorwissen. Wissenschaftler, Studenten und Interessierte finden in diesem Buch alle gleichermaßen neue Anregungen. Fazit: ein Sammelband zu einem spannenden Thema mit gut geschriebenen Beiträgen!" Andreas Wiedermann www.media-mania.de, 2013