Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/2826

Beim Bau des Oerliker Parks zwischen 1999 und 2001 wurden in einem Raster von vier mal vier Metern über 900 sehr kleine, junge Bäume gepflanzt. Der von Eschen dominierte Bestand hätte zu einer dichten Baumhalle heranwachsen sollen, die schrittweise ausgelichtet würde. Das Eschentriebsterben war damals in der Schweiz und den umliegenden Ländern noch nicht aufgetreten. Während die Bäume auf der Ostseite (Turmseite) gut gedeihen, stagniert das Wachstum vieler Bäume auf der Westseite (Pavillonseite).
Die Westseite des Parks ist wegen der bestehenden Altlasten in einer Tiefe von 1,2 Metern mit einer Asphaltschicht versiegelt. Halbjährliche Messungen durch den Kanton zeigen, dass die Versiegelung dicht ist. Ein Einfluss der Altlasten auf das Wachstum der Bäume kann ausgeschlossen werden. Die Standortbedingungen sind durch die geringe Tiefe zwar nicht optimal, aber für ein Wachstum ausreichend, wie man am Wuchs der Amberbäume sehen kann. Das Eschentriebsterben hingegen führt in Kombination mit relativ geringer Wurzeltiefe und kleinen Baumgruben dazu, dass die Eschen kaum wachsen. Sie verkümmern und müssen daher ersetzt werden, zusammen mit rund sechzig Kirschbäumen, die ebenfalls nicht recht gedeihen.
Grün Stadt Zürich ersetzt insgesamt rund 400 Bäume im Park durch rund 140 neue Bäume. Um diesen gute Wachstumsbedingungen zu gewährleisten, erhalten sie grössere, zusammenhängende Baumgruben sowie frisches Substrat. Anstatt wie bisher mehrheitlich Eschen, werden neu sieben verschiedenen Baumarten gepflanzt. Dies soll verhindern, dass es in Zukunft erneut zu grossen Ausfällen durch Krankheiten kommt, die heute noch unbekannt sind. Die Arbeiten beginnen im kommenden Herbst. Die neuen Bäume werden im Frühling 2018 gepflanzt. Die Gesamtkosten betragen 1,875 Millionen Franken.