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Das Krematorium in Aarau erhält zwischen seinen grossvolumigen Gebäuden einen neuen Zwischenbau. Dessen Haut wird durch ein rahmenloses Glasschild dargestellt, das eine ruhige, homogene Oberfläche bildet und den Rücksprung in der Dunkelheit in einen scheinbar hervortretenden Leuchtkörper verwandelt. Der Wettbewerbsbeitrag wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Die Sanierung des Krematoriums in Aarau befasste sich ausschliesslich mit dem Zwischentrakt, der zweckmässig den betrieblichen, technischen und gesetzlichen Ansprüchen angepasst werden musste. Die Besucherräume waren benutzerfreundlich zu gestalten.
Der Mittelbau – die Fuge – wurde im Erd- und Untergeschoss in östlicher sowie in westlicher Richtung erweitert. Der Eingriff ist der grossen klassizistischen und der kleineren modernen Abdankungshalle untergeordnet. Die Haut des Zwischenbaus wird durch ein rahmenloses Glasschild dargestellt, das eine ruhige, homogene Oberfläche bildet. Dunkel erscheint das behandelte Glas in der rückwärtigen Fuge am Tag. In der Nacht aber wird der erhellte Rücksprung zum scheinbar hervortretenden Leuchtkörper.
Die mit grauer Farbe beschichtete Glaswand erhält ein vom Künstler Hugo Suter gestaltetes grossflächiges Schriftbild, das mit Randabständen und «Flattersatz» typografischen Regeln gehorcht. Grundlage des Schriftbildes ist ein Text aus dem Alten Testament, der auf durchsichtigen Rechteckflächen abstrahiert wird. Trauernde können so von aussen nicht beobachtet werden und fühlen sich dennoch nicht eingeschlossen.
Dieses Projekt ist aus dem Fundus von Leuner & Zampieri (1990–2000).
Situation
Erdgeschoss
Untergeschoss
Querschnitt
Längsschnitt
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