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User Research
Unter diesem Begriff versteht man im weitesten Sinne das Analysieren von Benutzerbedürfnissen. Den Benutzer muss man genau kennen, bevor man für ihn eine Softwarelösung anstrebt.
Dazu gehören:
- Umfeld (Computerarbeit, Aussenbedingungen mit Wettereinflüsssen, Bedienhöhe, Temperatur-, Lichteinflüsse, Geräuschkulisse, usw.)
- System (Art der Devices, Hintergründe der Software wie z.B. Datenbanksystem, welche Systemkomponenten anderer Software spielen eine Rolle, usw.)
- Aufgabe (welche Aufgabe hat der Benutzer im Rahmen seines Umfeldes mit der Software zu lösen, wie löst er diese Aufgabe klassisch, was gibt es für Neuerungen, wenn eine andere Softwarelösung genutzt wird, usw.)
- Benutzer (was für Eigenschaften hat der Benutzer, welche Bedürfnisse, welche Vorkenntnisse, was erwartet er, mit welchen Einschränkungen muss er die Software bedienen, usw.)
Für ein fundiertes User Research werden je nach Projektbedingungen verschiedenste Methoden eingesetzt. Dazu gehören: Interviews, Fragebögen, Contextual Inquiry, usw.
Requirements Engineering
Unter diesem Begriff versteht man die Detaillierung und Festlegung der Ergebnisse aus dem User Research. Dazu gehören:
- User Needs
- Personas
- Szenarien
- Features
- Anforderungen
- Use Cases Models
- Essential Use Cases
Für ein fundiertes User Research werden je nach Projektbedingungen verschiedenste Methoden eingesetzt. Dazu gehören: Interviews, Fragebögen, Contextual Inquiry, Card Sorting, Beobachtung, usw. Je nach Projektgrösse und -budget wird ein geeigneter Methodenmix zusammengestellt. Der Einsatz der Methode oder des Methodenmixes richtet sich danach, welche Informationen über die Benutzer, deren Ziele beziehungsweise Aufgaben oder dessen Arbeitsumfeldes benötigt werden. Sehr wichtig ist es, dass der Benutzer bereits in dieser Phase einbezogen wird.
Work Reengineering
Arbeitsabläufe sind in Routine übergegangen, haben sich bewährt. Das Interessante ist, dass auch nicht umständliche Arbeitsabläufe als gut empfunden werden, wenn man als Benutzer sich damit eingerichtet hat. Bestehende und bewährte Wege der Routine zu verlassen bringt Unsicherheit mit sich und verlangsamt die Prozesse.
Manchmal ist es allerdings notwendig Arbeitsprozesse zu ändern. Vor allem dann, wenn diese nicht mehr mithalten können mit dem Einsatz von verschiedenen neuen Tools oder Geräten. Man sieht oftmals, dass Mitarbeiter eigentlich vorgegebene Tools nutzen sollten, diese allerdings auf kreative Art und Weise teilweise umgehen, ergänzen oder nicht im Sinne der ursprünglichen Idee nutzen. Dadurch wird die Arbeitsproduktivität zwar für den Einzelnen gesteigert, allerdings im Zusammenspiel kommt es zu Ungereimtheiten, Informationsverlusten, unproduktiven Abläufen.
Bevor eine Änderung erfolgt, müssen die bestehenden Prozessschritte genau betrachtet werden. Nur wenn man diese kennt, dann kann man eine Verbesserung oder Änderung mit Erfolg herbeiführen. Das Verständnis in bestehende Abläufe schafft Verständnis und Sensibilität bei den Benutzern.
Das Work Reengineering befasst sich mit den oben genannten Themen. Vorhandene Arbeitsabläufe werden analysiert, verglichen mit den Anforderungen und auf neue Gegebenheiten abgestimmt. Dabei kommen Methoden wie Beobachtung, Befragung, Tagebuchmethode, Contextual Inquiry, Card Sorting zum Einsatz.