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(Ergänzt um weitere Details zum Geschäftsverlauf)
Uster (awp) - Der Messinstrumentenhersteller Uster Technologies hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die Folgen der Wirtschafskrise abgeschüttelt. Der Umsatz erholte sich deutlich und der Reingewinn schnellte kräftig nach oben, wobei die Gewinnentwicklung von einem Einmaleffekt positiv beeinflusst worden war. Die Aktionäre sollen vom guten Geschäftsverlauf profitieren und nach ausbleibenden Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 wieder eine Dividende erhalten.
Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Gruppe einen Bruttoumsatz von 132,8 (VJ 100,8) Mio CHF. Das verbesserte wirtschaftliche Umfeld in allen wichtigen Märkten und die Erholung der Investitionen in Textilmaschinen in den asiatischen Märkten, angeführt von China, trugen wesentlich zum Wachstum bei, wie es am Montag in einer Mitteilung des Herstellers von Testinstrumenten für die Textilindustrie heisst. Auch die mittelasiatischen Märkte hätten sich von den Folgen der wirtschaftlichen Instabilität früherer Jahre erholt, darunter Indien, die Türkei, Bangladesch und Pakistan.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITA erhöhte sich auf 34,6 (22,7) Mio CHF. Die EBITA-Marge lag bei 26,0% (22,5%). Der Reingewinn stieg auf 20,8 (1,1) Mio CHF. Das Nettoergebnis sei von einmaligen Effekten aufgrund der Lösung von Steuerfragen aus früheren Jahren verbessert worden. Die Nettoschulden wurden auf 76,5 Mio CHF (109,2 Mio) abgebaut.
Der Bestand an liquiden Mitteln stieg auf 21,0 Mio CHF. Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit erreichte 42,7 Mio CHF, was 123,2% des Betriebsgewinnes (EBITA) entsprach. Diese Mittel wurden hauptsächlich für Investitionen in neue Produktionsanlagen und den Schuldenabbau verwendet. Dank der starken Marktposition kann Uster die meisten Aufträge in Schweizer Franken verrechnen, so dass der Wechselkurseffekt bei weniger als einem Prozent des Bruttoumsatzes lag.
"Wir sind zurück auf Wachstumskurs. Das Unternehmen befindet sich wieder in gutem Zustand. Das Geschäft gewinnt an Fahrt und kehrt allmählich auf das Niveau zurück, das wir zuletzt in unserem Rekordjahr 2007 erreicht hatten", wird CEO Geoffrey Scott in der Mitteilung zitiert.
Nach diesem Ergebnis schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Auszahlung einer Dividende von 1,20 CHF pro Aktie vor. Für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 war auf eine Zahlung verzichtet worden.
Die Erholung der Textilindustrie spielte Uster im vergangenen Jahr in die Hände. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Baumwolle, seien gestiegen und die Garnpreise gegenüber dem Niveau am Jahresanfang sprunghaft in die Höhe geklettert. Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass die Wichtigkeit von Qualität zugenommen habe und in der Folge das Interesse der Textilhersteller an Mess- und Prüfsystemen gesteigert habe.
Diese positive Entwicklung sei zudem von besseren Rahmenbedingungen für Kredit- und Investitionsfinanzierungen für die Kunden der Gruppe in allen wichtigen Märkten unterstützt worden.
In Anbetracht der starken Nachfrage in den asiatischen Märkten, vor allem in China und Indien, und der Trends zu Qualität und Automatisierung in den Schwellenländern geht Uster davon aus, dass der Aufwärtstrend des Marktes anhalten wird. Vor diesem Hintergrund erwartet die Unternehmensleitung, dass die Gruppe ihre Marktposition weiter ausbauen kann. Für das Geschäftsjahr 2011 ist die Unternehmensführung denn auch zuversichtlich, ihr Geschäft auf vergleichbarem Niveau wie 2010 mit einer EBITA-Marge über 25% auszuweiten.
ps/ra
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