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Der perfekte Werbetext
Schritt 1: Fang an!
Texten ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich an gesprochener Sprache orientieren sollte. Niemand liest Werbetexte, die an Korrespondenz erinnern. Schreibe einen Werbetext immer so, als würdest du an einen guten Freund schreiben. Entspanne dich vor dem Schreiben, dann fliesst der Text ganz automatisch aus deinem Kopf über die Hände in den Computer. So entstehen Schreibblockaden gar nicht erst.
Schritt 2: Achte auf die Satzlänge
Beachte: Kurze, klare einfache Sätze, die aus Nomen, Verben und Objekten bestehen, sind für die Leser am leichtesten zu lesen und zu verstehen. Weniger ist wirklich mehr. Halte die Sätze so kurz wie möglich. Maximal 14 Wörter und nur ein Gedanke pro Satz. Vermeide Schachtelsätze, Partizipialkonstruktionen und zu viele Nebensätze.
Schritt 3: Achte auf kurze Worte
Kurze Wörter und Sätze erkennen wir wie ein Bild. Entferne deshalb alle Wortmonster aus deinen Texten. Teile diese mithilfe des Genitivs, trenne durch Bindestriche oder suche Synonyme. Überflüssige Silben und Passive sind ungünstig zum lesen.
Schritt 4: Benutze die richtigen Worte
„Lesen ist wie Kopfkino“ – schreibe deshalb so konkret und anschaulich wie möglich. Schreibe aktiv, setze bildhafte Verben ein und nutze dabei einen lebhaften Wortschatz. Erzeuge durch deine Sprache Bilder! Jedes Verb löst andere Assoziationen aus, vergleiche: „schlendern“ oder „stolzieren“. Versuche außerdem, Hilfsverben zu vermeiden. Zusätzlicher Bonus: Bei Fachzielgruppen deren Wortschatz einsetzen. Dafür ist in der Regel eine Keywordrecherche nötig.
Schritt 5: Metaphern und bildhafte Vergleiche
Ein Werbemittel kann durch die richtige Wortwahl Bilder im Gehirn des Lesers abrufen. Deshalb: Schreibe bildhaft und setze Metaphern (bildhafte Übertragungen, bei denen zwei Wörter miteinander verbunden werden, z. B. „Wüstenschiff“) und Gleichnisse (neben dem Bild wird auch die Sache genannt, z.B. „Wenn Kamele wie Wüstenschiffe…“) sowie Vergleiche und vergleichende Wortverbindungen (z.B. „federleicht“) ein.
Aber Achtung: zu viele Metaphern machen deinen Werbetext zu poetisch. Andere Möglichkeit: Setze dein Angebot richtig „ins Bild“ und mache dein Produkt persönlich (z.B. „Meisterkoch“ statt Kochbuch).
Schritt 6: Fachbegriffe, Fremdwörter und Abkürzungen
Mache dir beim Schreiben von Werbetexten bewusst: Dein Leser muss die Texte und das, was du ihm vermitteln willst, verstehen, wenn eine Reaktion/Wirkung stattfinden soll. Deshalb: Achtung bei allen Fach– und Fremdwörtern! Was in deiner Firma geläufig ist, kann Anderen unbekannt sein. Erkläre die Vorteile für den Leser lieber in einfacher, klarer Sprache. Dasselbe gilt bei Modeworten. Diese sind modischen Trends unterworfen und werden nicht von allen Lesern verstanden – oder, noch schlimmer, falsch verstanden. Vermeide ausserdem Abkürzungen, diese führen schnell zu Irrtümern oder Unverständnis.
Schritt 7: Schreibe nicht um den heissen Brei
Schreibe so konkret wie möglich. „20 Gramm“ ist eine Angabe, die deinem Leser wesentlich mehr verrät als einfach nur „leicht“. Besonders in Angebots- und Artikeltexten sind konkrete Angaben sehr wichtig, schon allein wegen dem rechtlichen Hintergrund. Doch beachte: Einmal gegebene Versprechen musst du einhalten!
Schritt 8: Werde persönlich und versetze dich in die Lage des Lesers
Ein absolutes Muss: Sprich deine Leser namentlich an. Schreibe aus Kundensicht! Zusätzlich kann dein Text durch den richtigen Einsatz von Pronomen noch persönlicher werden. Wichtig ist, dass du eine Beziehung zwischen Leser und Angebot herstellst. Nutze deshalb immer wieder die Wörtchen „Sie“, „Ihnen“, „Ihr“ anstatt „ich“ und „wir“. Schreibe so: „Hier sehen Sie Ihr neues Fahrrad“ und nicht „Hier sehen Sie unser neues Fahrrad“.
Schritt 9: Bleib konkret und einfach
Vergiss nicht: Auch wenn deine Zielgruppe im Beruf komplizierteste Texte lesen – ein Werbetext sollte einfach und klar sein. Deshalb: keine komplizierten Satzkonstruktionen, einfache und klare Sprache. Schreibe jedoch nicht dümmlich, sondern kurz, konkret und präzise.
Schritt 10: Nenne deine Referenzen
Referenzen erhöhen die Wirksamkeit deiner Texte. Im Dialog zwischen Leser und Absender erscheint nun eine dritte Person und unterstützt deine Angaben durch ein authentisches Testimonial. Sammele deshalb positive Feedbacks, präsentiere Buchrezensionen, Expertenmeinungen zu deinen Produkten.
Bonus-Schritt 11: Am Ende steht das Fazit
Mache es deinem Leser so einfach wie möglich. Fasse für ihn alle Vorteile nochmals in einer Übersicht zusammen. Wiederholungen, die für Klarheit sorgen, sind nicht schädlich. Nutze neben Bildern, Tabellen, Grafiken Fettdruck und Unterstreichungen, um Wichtiges zu hervorzuheben.
Bonus-Schritt 12: Versetze dich in den Leser und konzentriere dich auf seine Probleme und Wünsche
Hilf dem Leser durch eine klare Struktur, die vielen Einzelinformationen richtig einzuordnen. Dabei helfen Headlines und Bilder. Vermittele deinem Leser Vorteile kundenbezogen. Nach Möglichkeit sollte der Hauptvorteil bereits auf dem Titel erscheinen. Überlege dir: Wodurch profitiert der Kunde hier am meisten?
Fazit:
Optimiere mit dieser kleinen Hilfe deine Werbetexte step-by-step und denke immer daran: Aus Sicht des Kunden schreiben, was will er? Bedenke auch: Dein Kunde hat nicht viel Zeit und möchte innerhalb von 3 Sekunden wissen, ob ihm das Produkt schneller und einfacher zum Ziel bringt als die Konkurrenzprodukte. Um ihn dann zum kaufen zu bringen, fordere ihn mit einem CTA (Call-to-Action) Button auf, einen Kauf zu tätigen. „Bestelle jetzt…“. Du wirst schon nach kurzer Zeit feststellen, wie deine Umsätze steigen, wenn du sich an diese Schritte hältst.
Viel Erfolg wünscht dir das Team von www.fjmarketing.ch.
FJ Marketing
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