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m. Gipfel in den sog.
SplügenerKalkbergen des Adulamassives, zwischen der Thalschaft
Schams und deren westlichem Nebenthälchen
Annarosa; 3,3 km w.
Andeer. Nach N. und NO. steil und in schroffen Stufen abfallend, setzt sich der
Grat des Piz Vizan in WSW.-Richtung
über zwei grüne Einsenkungen zum Punkt 2510 m und zum
Piz Calandari (2543 m) fort. Am
N.-Hang breitet
sich der Annarosawald aus, und auf der
O.-Seite liegen die Berghütten von Promischur (1844 m), Burgias, Molas und Pasciaglias
(1838 m). Der Piz Vizan wird von
Andeer aus über Burgias auf rauhem Weg und über steinige
Weiden und
Felsen in 4½
Stunden unschwierig erstiegen und bietet eine prächtige Fernsicht.
Den Rückweg nimmt man meist über die steilen Grashalden, die sich oberhalb des hübschen Alpsees
Lai da Vons ausdehnen,
nach den
Hütten von Burgias. Der Gipfel besteht aus Dolomiten und Kalksteinen der Trias und besonders stark vertretenen polygenen
Konglomeraten, die heute als liasisch angesehen werden. Diese Komplexe fallen in O.- und SO.-Richtung
ein und bilden die Reste einer grossen Deckscholle, die über die Bündnerschiefer des basalen Gebirges der Umgebung hergeschoben
wurde. Unter den Triasgesteinen ist auch der Rötidolomit vertreten, der fast auf allen
Seiten des Bergstockes ein- und aufgelagerte
Fetzen und längere
Züge bildet.
Hotel-Pension.
Weite Aussicht auf das
ostschweizerische Hügelland und S.-Deutschland, auf das
Säntisgebirge, sowie die österreichischen und bairischen
Alpen und
auf den
Bodensee.
Beliebtes Ausflugsziel der Bewohner von St. Gallen.
Bei Gelegenheit des 500. Jahrestages des hier am von
den Appenzellern über die Truppen des Abtes von St. Gallen
erfochtenen glorreichen Sieges hat man im Jahr 1903 an
weithin sichtbarer Stelle ein vom Bildhauer
Steiger aus
Herisau geschaffenes Standbild aus carrarischem Marmor eingeweiht,
das einen mit dem Morgenstern bewaffneten kraftvollen
Appenzeller Hirten darstellt.
Urkundliche Namensformen: 1337 und 1352 Fuglisegg;
1340-1380 m. Gemeindeabteilung mit zahlreichen mitten
in Bergwiesen zerstreut gelegenen Alphütten und Häuschen, am
SW.-Hang des
Chaussy und am Bergsporn zwischen dem Thälchen
der
Raverettaz und dem Thal der
Grande Eau, dessen SW.-Ende die Burgruine
Aigremont trägt.
(Kt. Graubünden
und Tessin).
3220 m. Vergletscherter Gipfel der Zentralpartie des Adulamassivs, zwischen dem
Rheinwaldhorn (3398
m) und dem
Rheinquellhorn (3200 m), sowie 700 m westl. von diesem letztern. N.- und
W.-Seite des Vogelbergs sind total vergletschert,
während der Steilabfall nach SO. und O. gerichtet erscheint. Nach SW. und W. setzt sich der Gebirgskamm
in einem ausgeprägten, nach N. geöffneten
Bogen zum
Pizzo Cramorino (3129 m),
Pizzo Baretino und über das
Vogeljoch (2938
m) zur Loggia (3077 m) fort. Die
N.-Seite deckt in weiter Fläche der glänzende
Rheinwaldfirn, aus welchem 1 km nordwestl.
vom Vogelberg die gänzlich isolierte
Gemskanzel (2916 m) kühn hervorragt. Der Vogelberg wird, wie das
Rheinquellhorn, von der
Zapportklubhütte
(Ursprung; 2320 m) aus über den Rheinwaldgletscher ohne besondere Schwierigkeiten
in
¶
mehr
etwa 4 Stunden erstiegen und bietet eine grossartige Fernsicht dar. Mit einem erfahrenen Führer können Bergsteiger von
der Hütte weg leicht Stunden weit sich hineinbegeben zu den wunderbaren Eisgebilden und den jähen Gehängen des Adulastockes,
zu den vielen Hörnern und Kuppen, die die eisige Wiege des Hinterrheins in mächtigem Halbkreis umstehen
und sich an Wildheit, Schneelasten und Gletschermassen überbieten. In frühern Zeiten hiess der Monte di San Bernardino (2167
m) auch «Vogelberg», und es trug die alte, vielleicht noch römische Strasse
aus dem Misox ins Rheinwaldthal den Namen Pass über den Vogelberg. Die letztere Bezeichnung ist in italienischer Form dem
scharf gezahnten Pizzo Uccello (2716 m) östl. über dem Bernhardinpass verblieben. Gesteine des Vogelbergs am Rheinwaldgletscher
sind Adulagneis und Glimmerschiefer.