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Wenn es ums Überleben und die Fortpflanzung ging, waren im Lauf der Evolution die Menschen am erfolgreichsten, deren Körper und Gehirn im nüchternen Zustand gut funktionierten (Chakravarty 2004). Unsere Vorfahren haben zwischen den Mahlzeiten zwangsläufig gefastet. Essen stand nicht rund um die Uhr zur Verfügung, wie das bei uns heute der Fall ist. Sogenannt intermittierendes Fasten – also kurze Fastenperioden, die beispielsweise durch das Auslassen einer Mahlzeit entstanden – war nur ein Teil der evolutionären Herausforderungen, die uns menschlich gemacht haben.
Was sind die Effekte des intermittierenden Fastens?
Wenn Sie intermittierend Fasten, hat das positive Auswirkungen auf den Körper:
- Die aerobe Ausdauer wird verbessert (Anzahl der Mitochondrien steigt).
- Die Verbesserung der Mitochondrien ist besonders wichtig bei Menschen mit niedrig gradigen Entzündungen. Dazu zählen chronische Krankheitsbilder wie Rheuma, Arthritis, Darmerkrankungen oder Lebensmittel-Unverträglichkeiten. Passend dazu eine Aussage aus einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema des intermittierenden Fastens: «Das Immunsystem wechselte in den Ruhemodus, wodurch der chronische Entzündungszustand beendet wird» (Nunn 2012)
- Muskeln und Gehirn lernen, Ketone als Energie zu nutzen. Normalerweise benutzt der Körper als erstes Zucker (Glukose), wenn er Energie benötigt. Wenn diese Speicher erschöpft sind, produziert der Körper Energie aus Fetten, also aus Ketonen. Diese Form der Energiegewinnung aus Fetten muss vom Körper trainiert werden. Sonst funktioniert es nicht. Wenn Sie also intermittierend fasten, hat Ihr Körper weniger Glukose zur Verfügung, um Energie zu gewinnen. Darum greift er auf Ketone zurück. Wenn dies der Fall ist, wird die Funktion von Herz, Gehirn und Muskeln verbessert.
- Das Enzym mTOR wird aktiviert. Dieses wirkt leistungssteigernd, hilft dem Muskelaufbau und verbessert die Leistung des Immunsystems.
Kurzes Fasten ja, längeres Fasten nein
Längeres Fasten kann zu signifikanten negativen Effekten führen. Dazu gehören übermässiger Gewichtsverlust, verminderte Leistung des Immunsystems, Rückgang der Leistung unseres Gehirns und Organschäden.
Kurze Fastenperioden sind im Gegensatz dazu ein Teil der menschlichen Evolution und wir sind gut daran gewöhnt (Mattson 2014). Daher sollte das gelegentliche Auslassen einer Mahlzeit lediglich als Herausforderung betrachtet werden, welche die allgemeine Gesundheit und die geistige Leistungsfähigkeit verbessert.
Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass ein Fasten über Nacht von mehr als 13 Stunden das Risiko für ein erneutes Auftreten von Brustkrebs verringert (Marinac 2016). Personen, die länger als 16 bis 24 Stunden fasteten, zeigten verbesserte Blutzucker- und Hämoglobinwerte und ein verbessertes Schlafverhalten.
Wenn Sie sich für das Thema des «intermittierenden Fasten» interessieren, vereinbaren Sie einen Beratungstermin!