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Hergestellt von Tento, Minsk Radio Works, UdSSR.
Die verschiedenen Modelle der Multiband-Empfänger „Selena“ wurden wohl bei VEF in Litauen entwickelt und dann von Minsk Radio Works produziert, als Herstellerbezeichnung findet sich auf der Rückseite TENTO.
Die Geräte existieren in unterschiedlichen Varianten, mit verschiedenen Kurzwellen - Bandbelegungen und UKW-Bereichen (OIRT oder das in Westeuropa gebräuchliche UKW-Band, nur für Exportgeräte).
Der Weltempfänger als Koffergerät mit einer Holzzarge, Tragegriff und einer oben angebrachten Teleskopantenne entspricht in Abmessungen den in den Sechziger- und Siebzigerjahren üblichen Geräten; in der Sowjetunion wurde er zum Export in den Westen produziert, um Devisen hereinzubringen.
Das Gerät kann mit sechs Batterien oder vom Wechselstromnetz betrieben werden, geräteseitig ist das Netzkabel mit einer unüblichen Steckernorm auf der Rückseite eingesteckt.
Ein Schalter schaltet die Wechselstromversorgung ein (∼), ein zweiter darunter dient als Hauptschalter. Zwei weitere Tasten oben links schalten die automatische Frequenzkorrektur (AFC) auf UKW und die Skalenbeleuchtung.
Links vom Lautsprechergrill sind die Regler für Lautstärke und separate Regler für Höhen und Bässe angeordnet, der Klang ist dank des grossen Lautsprechers und Holzgehäuses wohltuend voll. Rechts unten befindet sich der Abstimmknopf. Ein Drehschalter an der rechten Geräteschmalseite betätigt die Bandauswahl mittels Trommeltuner, in einem Fensterchen wird das gewählte Band angezeigt. Die Frequenz wird auf einer Linearskala mit spärlichen Marken angezeigt. Offenbar existieren verschiedene Skalenvarianten, bei meinem Gerät sind die Frequenzmarken in MHz und Metern angegeben, andere Varianten haben nur die Meter-Angaben (unpraktisch, wenn man die Sendefrequenz in MHz resp. kHz im Hörfahrplan nachgeschlagen hat), und dafür sind im Mittelwellenbereich Stationsnamen aufgeführt, was mehr Platz in Anspruch nimmt.
Beim Erwerb eines Gerätes ist darauf zu achten, dass man nicht eine der ähnlichen Varianten mit dem damals in Osteuropa üblichen OIRT-Frequenzbereich erwischt, in diesem VHF-Bereich von 64 - 73 MHz ist nicht mehr viel zu empfangen.
Ein kleines S-Meter zeigt die Signalstärke an. Neben einer schaltbaren AFC für den UKW-Bereich gibt es keine weiteren Bedienelemente.
Der Selena ist einfach zu bedienen, erfreulich robust (das für kleines Geld erstandene Gerät spielte abgesehen von etwas krachenden Kontakten einwandfrei) und bringt in den Kurzwellenbereichen etliche der verbliebenen internationalen Stationen herein. Allerdings ist kein BFO zum Einseitenbandempfang vorgesehen (der war allerdings auch bei den frühen Grundig-Satelliten auch nur als Zubehör lieferbar), elektronische Goodies wie elektronische Frequenzspeicher, etc. - nada…
Das Gerät ist halbleiterbestückt.
Das Gerät wurde offenbar bei VEF in Riga entwickelt und von den Minsk Radio Works vorwiegend für den Export als Devisenbringer produziert, verschiedene Versandhäuser in Deutschland hatten es relativ preisgünstig im Angebot.