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Internet-Panne wegen 'Magen-Darm-Problemen'30. März 2006 um 08:40
OIZ vermasselt Publikation von Wahlergebnissen an Zürcher Wahlsonntag.
OIZ vermasselt Publikation von Wahlergebnissen an Zürcher Wahlsonntag.
Wie es in einer gestern von der Stadt Zürich veröffentlichten Mitteilung heisst, sei für den "schwierigen Verlauf des Wahlsonntags" vom 12. Februar 2006 das Zusammentreffen von Fehlern in der Führung, Kommunikation, Organisation und Informatik verantwortlich. An jenem Tag wurden die Ergebnisse zu spät veröffentlicht und sie waren zudem nicht korrekt. Die zeitlichen Vorgaben betreffend der Veröffentlichung der Ergebnisse der Stadtratswahlen wurden "deutlich verfehlt", bei den Gemeinderatswahlen lagen die Schlusszeiten knapp ausserhalb der Erwartungen.
Zwar arbeiteten die Stimmenzähler gut, und auch das kantonale Wahlen- und Abstimmungssystem "WABSTI", das bei den Gemeinderatswahlen erstmal eingesetzt wurde, klappte einwandfrei. Jedoch scheiterte es offensichtlich beim "Faktor Mensch". Die Medien seien nicht über den Verzug bei der Veröffentlichung der Resultate der Stadtratswahlen informiert worden. Technische Pannen hatte man nicht vorgesehen. Wie es in der Mitteilung heisst, sei im Stadthaus zudem "der Platz und die Infrastruktur nicht vorhanden, um die in Papierform vorliegenden Wahlergebnisse klar geordnet und in elektronischer Form zur Verfügung zu stellen."
Kritik an OIZ
Kritisiert wird in der Mitteilung die "Organisation und Informatik der Stadt Zürich" (OIZ), welche die elektronische Weiterverarbeitung der Ergebnisse für das Internet wegen "technischen und organisatorischen Problemen" nicht zu Stande gebracht hat. Unglücklicherweise waren an diesem Tag nur zwei OIZ-Angestellte in der Stadtkanzlei präsent, die "den Arbeitsanfall nicht bewältigen konnten." Einer der beiden wurde von Magen-Darm-Problemen befallen, wie heute die 'NZZ' unter Berufung auf den Stadtschreiber André Kuy berichtet. Trotz dem schnellen Ersatz sei ein personeller Engpass entstanden.
Die Aufschaltung der Ergebnisse der Stadtrats- und Gemeindewahlen im Internet wurde vom 1. bis 3. Februar getestet. Dies führte am Wahlsonntag dazu, dass in gewissen Wahlkreisen noch fiktive Resultate des Probedurchgangs erschienen, was die beiden OIZ-Mitarbeitenden in ihrem Versuch, die Fehler zu beheben, weiter überforderte.
In Zukunft sollen solche Pannen vermieden werden. Eine Liste von Verbesserungsmassnahmen sei erstellt worden. Zudem will die Stadt Zürich die räumlich und technisch "nicht optimalen Verhältnisse" im Stadthaus optimieren. Die "fehlende Routine" der Mitarbeitenden im Wahlbüro soll durch eine Schulung und Vereinfachung der Abläufe verbessert werden. (mim)
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