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Weitere Luftaufnahmen von Bevaix
Wer die Identität der ersten Bewohner des Schlosses Bevaix erfahren will, muss zum reichverzierten Giebel der Fassade zum Hof hoch schauen: zwischen zwei Füllhörnern stehen zwei Löwen, die die Wappen der Familien Chambrier und Jeanjaquet zeigen. Das Erste zeigt zwei gekreuzte Dachsparren, die zweite einen Adler mit zwei Sternen. Die aus Frankreich stammende Familie Chambrier, trug anfänglich den Namen Girardin. Frédéric Chambrier, einer der Nachkommen dieser edlen Familie, der Bürgermeister und des Staatsberaters von Neuenburg war, liess diesen Landwohnsitz dank den Gütern seiner Ehefrau Esther Jeanjaquet errichten. Obwohl die Identität des Architekten im Verborgenen bleibt, erscheint das Datum der Konstruktion (1722) unter dem Giebel.
Das Schloss umfasst einen Behausungskörper, an dem längsseitig zwei Flügel angebracht wurden, die die Hofseite durch enge und lange Gebäude verlängern. Eine Mauer mit Gitterstäben umschliesst den Hof im Norden: auf halber Distanz wird sie mit einem Tor unterbrochen. Bevaix artikuliert seine Gebäude gemäss dem klassischen Hufeisen-Schema und drückte früher die Treue aus zum französischen Modell bis zur Verwendung der verschiedenen Gebäudekörper.
Vom oberen Teil seines Kranzgesimses und seines erhöhten Daches beherrscht der zentrale Körper die zwei Seitenflügel. Die Räume des Herrn befinden sich hier, während dem die Räume der Bediensteten und die gemeinsamen Räume in den Flügeln gesetzt wurden. Das Versicherungsverzeichnis von 1810 erklärt die gemeinsamen Räumen als die folgenden: Platz im östlichen Flügel des Stalls, den Keller, die Diensträume, die Küche, den Wintergarten und die Backstube im Gegenflügel. Die Bestimmung der Zimmer des zentralen Gebäudes greift ebenfalls auf das barocke Modell zurück: Ausgerichtet hinter der Fassade mit Gartensicht, sind die Wohn- und Empfangsräume durch aufgereihte Türen verbunden; An Hofseite mit Treppenhaus sowie verschiedenen Diensträumen. Von allen grossen Zimmern, die mit dem Geschmack dieser Zeit eingerichtet wurden, sticht eines besonders hervor: der Salon im Südwesten des Erdgeschosses. Auf den Mauern erzählen Malereien Geschichten der Leute am idyllischen Flussufer, wo Spaziergänger, Kinder, und Händler flanieren.
Bibliographie