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Aktuelles
Zuckerkonsum der Mutter erhöht Kariesrisiko beim Kind
Zwischen dem Streptococcus-mutans-Befall mit behandlungsbedürftiger Karies der Mutter und dem Auftreten aktiver Milchzahnkaries beim Kind lässt eine eindeutige Korrelation herstellen.
Wie eine rezente Studie von Wissenschaftern der University New York, Dept. of Dentistry (RE Smith et al.) ergab, ist bei hohem Zuckerkonsum und bei aktiver Karies der Mutter das Risiko des Kindes jeweils um das Vierfache erhöht. Bei mehr als 50 Kolonien Streptococcus mutans in der mütterlichen Speichelprobe ist die Wahrscheinlichkeit für manifeste Karies beim Kind etwa elfmal höher.
Die genannten Risikoindikatoren der Mutter sind vergleichsweise einfach, kostengünstig und mit ausreichender Genauigkeit zu ermitteln. Rechtzeitig bekannt, erlauben sie nach Aussage der Autoren eine gute Vorhersage des Kariesrisikos beim Kind. Präventionsmaßnahmen konzentrieren sich zunächst auf die Ernährungs- und Gesundheitserziehung durch die Mutter einschließlich Mundhygiene, Fluoridierungsmaßnahmen und des frühzeitigen Screenings der Kinder.
Als Hauptrisikofaktor gilt die Besiedlung der Mundhöhle mit Streptococcus mutans. Über den Einfluss von Risikofaktoren der Mutter auf die Kariesprävalenz beim Kind gibt es nur wenige Hinweise und keine verlässlichen Daten. Die vorliegende Studie untersuchte, ob und inwieweit sich demografische Variablen, Ernährungsgewohnheiten, aktive Karies und die Besiedlung der Mundhöhle mit S. mutans bei der Mutter auf das Auftreten von Milchzahnkaries beim Kind auswirken.
Ein Zusammenhang der demografischer Faktoren der Mutter beziehungsweise der Familie mit dem Karies-Status des Kinds ,ließ sich nicht feststellen. Auch zur Häufigkeit der mütterlichen Zahnarztbesuche ergab sich keine Korrelation. Bei den zahnmedizinischen Daten zeigte sich jedoch, dass 48% der Mütter in der Testgruppe, aber nur 19% in der Kontrollgruppe aktive, behandlungsbedürftige kariöse Läsionen hatten, und dass 69% der Mütter in der Test- und 16% in der Kontrollgruppe S. mutans positiv (mehr als 50 Kolonien) waren. Der Zuckerkonsum wurde nach einem Punktsystem in zwei Gruppen eingeteilt. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war statistisch signifikant.
Somit bestünde nach Ansicht der Wissenschafter eine eindeutige Korrelation zwischen dem Streptococcus-mutans-Befall mit behandlungsbedürftiger Karies der Mutter und dem Auftreten aktiver Milchzahnkaries beim Kind.
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