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Was ist die Risikofähigkeit?
Die Risikofähigkeit drückt aus, welches Risiko und welche finanziellen Verluste ein Geldanleger tragen kann. Gemeinsam mit der Risikobereitschaft ergibt dies das Risikoprofil eines Anlegers.
Die Risikofähigkeit ist die Fähigkeit eines Anlegers, Wertschwankungen und Verluste seiner Geldanlagen zu verkraften, ohne in finanzielle Bedrängnis zu geraten. Je weniger ein Anleger auf das investierte Kapital angewiesen ist, um seinen Verpflichtungen nachzukommen, desto grösser ist seine Risikofähigkeit.
Objektive Beurteilung der Risikofähigkeit
Für die Beurteilung der Risikofähigkeit eines Geldanlegers werden verschiedene objektive Kriterien herangezogen.
- Wie hoch sind Ihre Ersparnisse, Ihre Sparquote und ihre finanziellen Verpflichtungen?
- Haben Sie das investierte Geld kurz-, mittel- oder langfristig fest eingeplant, oder sind Sie nicht darauf angewiesen?
- Wie lang ist Ihr Anlagehorizont, also über welchen Zeitraum benötigen Sie das investierte Kapital nicht, sondern könnten vorübergehende Wertschwankungen abwarten?
- Wie viele Jahre sind Sie noch erwerbstätig, um allfällige Verluste mit Erwerbseinkommen auszugleichen?
Ein Vergleich: Ein rund 50-jähriges Doppelverdiener-Ehepaar mit einem abbezahlten Eigenheim, berufstätigen Kindern und einer Erbschaft ist wesentlich risikofähiger als ein gleichaltriges Ehepaar mit nur einem Einkommen, einer teuren Mietwohnung, unterhaltspflichtigen Kindern und wenig Ersparnissen.
Bei vielen Anlegern entspricht die objektive Risikofähigkeit nicht ihrer subjektiven Risikobereitschaft. Die Risikobereitschaft drückt aus, welches Risiko und welche Verluste ein Anleger tatsächlich bereit ist zu tragen. Daher setzt sich das Risikoprofil von Anlegern aus der Risikofähigkeit und der Risikobereitschaft zusammen. Auf der Basis des Risikoprofils wird die Anlagestrategie hergeleitet.
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