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Der Ebola-Epidemie in Guinea sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem Ausbruch im Januar mehr als 200 Menschen zum Opfer gefallen. Wie die Organisation am Mittwoch mitteilte, wurden in dem verarmten westafrikanischen Land seit Jahresbeginn 328 Verdachtsfälle registriert, von denen 208 tödlich endeten.
In Sierra Leone starben zudem sechs Menschen infolge der Epidemie, in Liberia etwa ein Dutzend. Zuvor hatte die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» (Medecins Sans Frontieres/MSF) berichtet, bis zum 30. Mai seien 119 Menschen in Guinea und Sierra Leone wegen Ebola gestorben.
Die Organisation hat zusätzliche Mitarbeiter in die Region geschickt. Ein Nothilfeteam baut in der Stadt Koindu in Sierra Leone ein Behandlungszentrum auf. Ende Mai war in dem Staat erstmals ein Ebola-Fall im Labor bestätigt worden.
In Guinea hat die Organisation die Aktivitäten auf die Stadt Telimele ausgeweitet. Sowohl in Telimele im Landesinneren als auch in Boffa nahe der Küste sind in den vergangenen Tagen erstmals Ebola-Fälle aufgetreten. Weitere Patienten wurden auch in der Hauptstadt Conakry sowie in Gueckedou und Macenta im Süden des Landes verzeichnet.
Die Zunahme an Fällen könnte laut MSF damit zu tun haben, dass viele Patienten nach wie vor davor zurückschrecken, ins Spital zu gehen. Dass sich infizierte Menschen von Ort zu Ort bewegen und zudem Verstorbene zur Beerdigung transportiert werden, komme erschwerend hinzu. (lhr/sda/apa)