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Die politischen Gemeinden bilden in der Schweizerischen Eidgenossenschaft die erste und zugleich wichtigste staatstragende Ebene. In den letzten Jahren haben sich viele Gemeinden dazu entschlossen zu fusionieren. Jede Zusammenlegung von zwei oder mehreren Gemeinden kann, je nach Auffassung und Beurteilung, als gut oder als schlecht gewertet werden. Doch im Normalfall ist jede Gemeinde autonom zu bestimmen, ob sie mit einer anderen oder mehreren anderen Gemeinden fusionieren will. Seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1848 sind mehrere Gemeinden verschwunden oder neu entwickelt worden. Diese Umformierungen, und es sind deren nicht wenige, nehmen in der Geschichte einen wichtigen Platz ein. Ist heutzutage eher von Fusionen, bei denen die fusionierenden Gemeinden aufgehoben und durch eine Neugründung ersetzt werden, Kenntnis zu nehmen, waren es in früheren Zeit auch Abspaltungen und Eingemeindungen, bei denen eine Gemeinde oder ein gemeindefreies Gebiet einer bestehenden und weiterexistierenden Gemeinde zugeordnet wurde.
Das oben abgebildete Buch mit dem Titel »Schweizer Gemeinden und Gemeindeautonomie« stammt aus dem Jahr 1972 und wurde von der »Studiengruppe für Gemeindeautonomie in der Schweiz« herausgegeben. Die Zahlen in diesem Buch sind natürlich überholt, doch die Stellung der Gemeinden im Zusammenhang mit dem Kanton in der sie liegt, kommt zum Ausdruck. Anlass über die Gemeinden und die ihnen überstellten Kantone etwas nachzudenken, gibt das zeitliche Vorfeld mit all ihren Diskussionen zur Abstimmung, welche im November dieses Jahres der Bevölkerung vom Kanton Jura und dem Berner Jura vorgelegt wird. – Es wird interessant werden, wann mit welchen Mitteln und gesetzlichen Vereinbarungen der immer noch andauernde Jurakonflikt gelöst werden kann.
Bild-Quelle:
Bild A: Buchdeckel