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Über einen Cookie Manager (auch: Cookie Consent Manager) kann ein Website-Besucher steuern, welche Cookies er zulassen will und welche nicht. Ein Cookie Manager ist also nicht identisch mit einem Cookie Banner, weil letzteres nur darüber informiert, dass eine Website Cookies verwendet, ohne aber dem Website-Besucher eine Wahl zu lassen. (In der Praxis werden allerdings auch Cookie Managers oft als Cookie Banners bezeichnet.)
Ob eine Website einen Cookie Manager benötigt, hängt vom anwendbaren Recht ab. Die E-Privacy-Richtlinie der Europäischen Union (die auch als Cookie-Richtlinie bezeichnet wird) sieht vor, dass Cookies nur nach einer aktiven Einwilligung des Benutzers gesetzt werden dürfen. Hier ist also ein Cookie Manager, der noch vor dem Setzen der Cookies präsentiert wird, Pflicht.
Nach Schweizer Recht muss eine Website zwar über Cookies informieren, aber es ist keine ausdrückliche Zustimmung notwendig. Das wird sich auch mit dem neuen, ab 1. September 2023 geltenden Datenschutzgesetz nicht ändern. Allerdings müssen Websites darüber informieren, wie man das Setzen von Cookies unterbinden kann (etwa durch geeignete Browser-Voreinstellungen). Zudem ist zu bedenken, dass auch eine Schweizer Website die EU-Richtlinie einhalten muss, sofern der Website-Besucher aus der Europäischen Union kommt.
Ein Cookie Manager gliedert Cookies üblicherweise in verschiedene Gruppen:
- Essenzielle Cookies sind solche, die für das Funktionieren der Website aus technischen Gründen zwingend notwendig sind. Sie können deshalb als einzige nicht deaktiviert werden.
- Funktionale Cookies stehen im Zusammenhang mit Elementen einer Website, welche diese verbessern bzw. erweitern, aber nicht zwingend notwendig sind.
- Analyse-, Statistik- bzw. Marketing-Cookies dienen dazu, das Nutzerverhalten auszuwerten und Werbemassnahmen zu optimieren.