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Labradoodle:
Die Kreuzung zwischen Labrador Retriever und Grosspudel gibt den sogenannten Labradoodle.
Der Labradoodle ist keine FCI anerkannte Hunderasse, sondern ein sogenannter Hybridhund!
Hybridhunde nennt man die Tiere, welche von zwei unterschiedlichen Rassen abstammen. Im Gegenteil zu Mischlingen ist die Verpaarung dieser Rassen aber gewollt und geplant! Das Ziel ist, positive Eigenschaften von einzelnen Rassen zusammen zu bringen. Der Grundgedanke sagt, dass danach nicht mit diesen Hunden weiter gezüchteten wird, sondern immer wieder die jeweiligen „reinen“ Hunderassen wieder zu verpaaren.
Bei Labradoodle ist das ein wenig anders. Hier ist das Ziel, eine eigne Rasse zu entwickeln.
Der Australier Wally Conron wollte um 1989 einen Hund züchten, welcher sich als Blindenführhund eignet und ebenfalls für Menschen mit einer Hundeallergie geeignet ist. Pudel haben ja bekanntlich kein Fellwechsel, somit fallen die Haare, welche unteranderem zu einer Allergie führen könnten, weg. Die Kreuzung aus Pudel und Labrador war also perfekt.
Aussehen:
Labradoodle sind zwischen 54 und 65 cm hoch und wiegen um die 30 Kilo. Es gibt jedoch verschiedene Größen. Man unterscheidet zwischen Groß (54-56 cm), Mittel (40-50cm) und Klein (bis 40 cm). Die Fellfarb-Variationen sind kunterbunt, es sind alle Farbkombinationen erlaubt. Das Fell ähnelt einem Pudelfell und sollte wie oben erwähnt nicht haarend sein.
Optisch unterscheiden sich die Labradoodles sehr. Je nach Generation, aus der der Hund stamm kommt es zu anderen optischen Merkmalen.
Generation Fall 1: Elterntiere: Labrador x Pudel. Sie haben leicht lockiges bis welliges Fell, haaren noch und sind mit einem Schnauzbart ausgestattet.
Generation Fall 1b: Die Elterntiere sind einmal ein Hund aus der Kombination Generation Fall 1 und einem reinrassigen Pudel. Sie sehen grundsätzlich mehr wie ein Pudel aus, sind meist nicht haarend und müssen geschoren werden.
Generation Fall 2: Hier sind die Elternteile beide aus Genration Fall 1, also Verpaarungen zwischen Labrador und Pudel. Das Aussehen entspricht ca. der Generation Fall 1.
Generation Fall 3: Die Elternteile sind beide aus Fall 2. Wie diese Welpen aussehen, ist praktisch nicht vorhersehbar, da man das Erbgut nicht bestimmen kann.
Australian Labradoodles sind die in Australien anerkannten Hunde. Sie wurden über mehrere Multigenerationen gezüchtet.
Charakter:
Labradoodle sind sehr liebevoll und friedlich. Sie sind im Umgang mit Tieren und Menschen extrem sozial, freundlich und aufgestellt. Sie eignen sich also hervorragend als Familienhunde. Auch im Umgang mit Kindern ist der Labradoodle der optimale Weggefährte. Die Eigenschaften vom Pudel und Labrador werden perfekt vereint. Der intelligente und spielfreudige Pudel ist stets freundlich und will seinem Frauchen und Herrchen immer gefallen, mit den Charakterzügen vom Labrador, der sich aktiv und arbeitsfreudig und äußerst Kinderlieb zeigt, ist er eigentlich der perfekte Hund.
Wie alle Hunde benötigt auch der Labradoodle genügend Auslauf und eine gute Portion Beschäftigung. Beide Rassen, Labrador und Pudel, bringen viel Arbeitseifer mit und sind leidenschaftliche Apportier-Hunde.
Der Kontakt zum Menschen ist sehr wichtig, sie lieben lange Schmusestunden. Die grundsätzlich sensiblen und einfühlsamen Hunde brauchen eine faire Erziehung.
Einsatzgebiet:
Labradoodle wurden gezüchtet, um als Therapie oder Blindenhund zu dienen. Die Intelligenz und das grosse Einfühlvermögen gepaart mit dem krausen, nicht stark haarendem Fell eignent sich hervorragend als Begleiter für Menschen mit einem Handicap. Man sieht den Labradoodle heute aber auch oft als Familienhund, dort fühlt er sich ebenfalls wohl und ist gut aufgehoben!
Goldendoodle:
Aussehen:
Goldendoodle’s gibt es in allen verschiedenen Farben und Fellvarianten. Üni beige, braun, creme, schwarz aber auch gefleckt, getupft und gesprenkelt. Das Haar kann gelockt oder wellig bis zu glatt sein. Die Golden Retriever werden ebenfalls mit gross, mittel und klein Pudel gekreuzt. So entstehen verschiedene Grössen Goldendoodle. Der Standart liegt zwischen 60 und 70 cm Höhe und einem Körpergewicht von 35 Kilo. Der mittlere Goldendoodle sollte nicht höher als 50cm sein und um die 20 Kilo wiegen. Zu guter Letzt kommt der Kleinste, mit Schulterhöhe von bis zu 38cm und 7 – 12 Kilo Körpergewicht.
Das Fell der Goldendoodle benötigt Pflege. Vor allem stark gelocktes Haar muss wöchentlich bis täglich regelmässig gebürstet werden. Verfilzungen im Haar sind für die Hunde extrem unangenehm. Um den Pflegeaufwand zu minimieren werden die Hunde in regelmässigen geschoren.
Charakter:
Goldendoodle lassen sich mit den Worten freundlich, sanftmütig, fröhlich und sehr verspielt beschreiben. Die Hunde sind sehr intelligent, lassen sich leicht erziehen und sind äusserst lernwillig. Wie der Labradoodle ist auch der Goldendoodle extrem Kinderfreundlich und zeigt viel Geduld. Die Hunde möchten ein Teil der Familie sein, sie lieben es immer dabei zu sein. Das zeigt, dass die Goldendoodles viel Zuneigung und Aufmerksamkeit benötigen. Zwingerhaltung und Alleinsein sind mit diesem Wesen und diesen Charakterzügen unmöglich! Die Kombination aus Pudel und Golden Retriever fordert aber auch eine sinnvolle Beschäftigung. Es ist zwingend nötig, den Hunden eine Aufgabe zu geben. Goldendoodle sind wie die Labradoodle praktisch überall einsetzbar.
Rassentypische Krankheiten von Labra – und Goldendoodle:
Durch die Verpaarung von reinrassigen Hunden entsteht eine Vermischung der Gene. Dies hat den Vorteil, dass rassentypische Krankheiten wie Hüftprobleme praktisch verschwinden. Es ist bekannt, dass Mischlinge weniger Erbkrankheiten mitbringen. Wichtig ist jedoch, dass die Elternteile gesund sind! Wenn ich einen Mischling kaufe, ohne die Gesundheitsakte der Eltern zu kennen, kann es genau so gut passieren, dass mein Hund eine Erbkrankheit hat, es gibt also keine Vorsorge.
Hypoallergene Hunde?
Golden- wie auch Labradoodle sind bekannt, dass sie für Menschen mit Allergie geeignet sind.
Eine Hundeallergie ist wie alle Allergien eine Überreaktion des Immunsystems. Typische Symptome ähneln anfangs eher einer Grippe. Das heisst: Husten, tränende Augen und Niesen, zugeschwollene Augen und Nase, Kopfschmerzen etc.
Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Hundeallergie und Hundehaarallergie, denn eine Hundehaarallergie gibt es nicht. Das heißt, grundsätzlich gibt es keine Tierhaarallergie. Die Allergie gegen die Tiere wird nicht durch die Haare ausgelöst, sondern durch bestimmtes Eiweiß. Dieses Eiweiß findet sich vor allem in Haut und Haarschuppen, Speichel und Talg. Diese Eiweiße haften jedoch an den Fellhaaren und sind so rasch in der ganzen Wohnung verbreitet. Dies zeigt, dass Hunde welche weniger Haaren zwar für Allergiker besser geeignet sind, eine hundertprozentige Garantie hat man jedoch auch dann nicht. Interessant ist jedoch, dass Hunde mit langen Haaren grundsätzlich weniger Allergien auslösen. Das hat also nicht mit dem Fell zu tun, sondern ist eine reine Eiweiß Sache.
Meine Meinung:
Einen Labradoodle oder Goldendoodle zu kaufen, nur aus dem Grund,dass sie für Allergiker besser geeignet sind finde ich schwierig. Persönlich bin ich der Meinung, dass man sich zuerst gegen eine Hundeallergie testen sollte, wenn der Verdacht besteht, dass man Allergien bekommen kann.
Wenn der Hund dann bei Dir eingezogen ist und Du ihn nach einer Zeit nur wegen einer Allergie weg geben müsstest, wäre das sehr traurig!
Grundsätzlich finde ich die Kombination aus Labrador und Pudel oder Goldi und Pudel sehr interessant. Beides sind sehr umgängliche Hunderassen und eignen sich für viele Sparten im Leben.
Danke Janina für die Föteli!