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Aufbewahrung und Zubereitung
Kalt gepresstes Öl
Ist kalt gepresstes Öl für die Zubereitung von Babybreien geeignet?
Ja. Nicht selten findet man in Veröffentlichungen in elektronischer oder Papierform eine Empfehlung, welches Öl man für die Zubereitung von Babybreien verwenden soll. Manche Quellen empfehlen die ausschliessliche Verwendung von raffiniertem Öl, andere hingegen die von kalt gepresstem Öl. Die Rechtfertigung derartiger Empfehlungen wird nicht immer klar dargelegt. Tatsache ist, dass sowohl kalt gepresste als auch raffinierte Öle ihre Vor- und ihre Nachteile haben. Angesichts des gegenwärtigen Kenntnisstands kann nicht mit Sicherheit behauptet werden, dass die vorzugsweise Verwendung des einen oder des anderen Öls eine Auswirkung auf die Gesundheit des Säuglings haben könnte. Mit der Beikost kann ab Vollendung des vierten Lebensmonats allmählich begonnen werden, im Alter von sechs Monaten wird sie jedoch unerlässlich. Öl gehört zu den Nahrungsmitteln, die zur Deckung der Ernährungsbedürfnisse des Säuglings notwendig sind. Es liefert energiereiche Fettsäuren, von denen einige essenziell sind. Es wird empfohlen, jeden Tag einem Brei ein wenig rohes Öl hinzuzufügen. Durch die Wahl eines Öls mit hohem Nährwert wie zum Beispiel Rapsöl, Baumnussöl oder Weizenkeimöl kann eine ausreichende Zufuhr an allen essenziellen Fettsäuren sichergestellt werden. Hierbei kann es sich sowohl um raffiniertes als auch um kalt gepresstes Öl handeln.
März 2012
Lagerung von Kartoffeln
Ich habe gehört, man solle Kartoffeln nicht im Kühlschrank aufbewahren. Ist da etwas dran?
Ob Kartoffeln im Kühlschrank gelagert werden sollten oder nicht, hängt davon ab, was daraus gemacht werden soll. Der Grund für diese Empfehlung ist die Acrylamidbildung in Kartoffeln. Wissenschaftler und Behörden gehen davon aus, dass Acrylamid beim Menschen Krebs auslösen kann. Werden Kartoffeln in kalten Temperaturen (um 4 °C) gelagert, wird vermehrt Zucker (v.a. Glucose und Fructose) freigesetzt. Dieser Zucker bildet zusammen mit der Aminosäure Asparagin und unter Einfluss von Hitze Acrylamid. Kartoffeln enthalten grössere Mengen Asparagin als andere Lebensmittel. Deshalb ist die Acrylamidbildung beim Backen von Kartoffeln höher als beim Brot oder beim Grillen von Fleisch. Acrylamid entsteht erst beim Braunwerden, z.B. beim Braten von Rösti, Frittieren von Pommes frites usw. Werden Kartoffeln in Wasser gekocht, entsteht hingegen praktisch kein Acrylamid. Kartoffeln für diesen Zweck (z.B. Schalenkartoffeln, Kartoffelstock usw.) können also gut im Kühlschrank gelagert werden. Neben der Lagerung spielt aber auch die Kartoffelsorte eine wichtige Rolle. Sorten wie Charlotte, Lady Felicia, Agria, Victoria oder Bintje enthalten natürlicherweise weniger Zucker und sind für Rösti, Bratkartoffeln und Co. besser geeignet als Nicola, Agata und Amandine.
Mai 2015
Mikrowelle ungesund?
Ich bin berufstätig. Um Zeit zu sparen, bereite ich meine Mahlzeiten oft mit dem Mikrowellengerät zu. Eine Kollegin meinte, dies sei ungesund. Stimmt das?
Mikrowellengeräte funktionieren mit einer starken hochfrequenten Strahlung. Diese werden von den Lebensmitteln aufgenommen und in Wärme umgewandelt. In den erwärmten Speisen sind aber keine Strahlen nachweisbar. Das Gehäuse und ein Drahtgitter in der Tür der Mikrowelle halten den grössten Teil der Strahlen in der Mikrowelle. Deshalb gelten Mikrowellengeräte und darin erwärmte Speisen gemäss heutigem Stand des Wissens nicht als gesundheitsschädigend, sofern das Gerät intakt ist und sachgemäss betrieben wird.
In Bezug auf die Erhaltung der Nährstoffe zeigen Untersuchungen, dass das Kochen mit Mikrowellen teilweise leichte Vorteile gegenüber konventionellen Garmethoden hat: Vor allem der Verlust von B-Vitaminen und Vitamin C scheint geringer zu sein.
Januar 1970, überarbeitet Dezember 2016
Mindesthaltbarkeitsdatum
Kann man ein Produkt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essen?
Das Mindesthaltbarkeitsdatum MHD(„mindestens haltbar bis“) gibt an, bis wann der Hersteller Garantie dafür übernimmt, dass das Produkt einwandfrei ist. Nach Ablauf des MHD sind die Lebensmittel in der Regel aber noch gut, so dass man sie essen kann (z.B. Teigwaren, Joghurt). Hier sollte man sich auf seine Nase und seinen prüfenden Blick verlassen. Anders ist es bei leicht verderblichen Lebensmitteln (z.B. Hackfleisch), die ein so genannten Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) tragen. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums wird sicherheitshalber vom Verzehr abgeraten.
Dezember 2013