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Ab 1993 finanzierte unser Hilfswerk jungen Frauen aus verarmten Familien diverse Lern- und Beschäftigungsprogramme. Zum Beispiel: das Weben von Stoffen, das Besticken Derselben, das Bemalen von Birkenblättern und das Kunstbesticken von Karten, usw. Mit dieser Arbeit verdienen sich die Frauen etwas Geld um ihre Eltern zu unterstützen. In Indien gibt es weder Krankenkassen, Versicherungen, Pensionskassen noch eine Altersvorsorge für arme Menschen. Nur reiche Personen, welche eigentlich nicht darauf angewiesen wären, werden von all diesen Vorsorgeinstitutionen aufgenommen.
Die einzige Lebensversicherung armer Eltern sind ihre eigenen Söhne, welche sie oft schon im Kindesalter unterstützen. Töchter erhalten entweder keine oder nur eine kurze Schulbildung und schon gar nicht eine Berufsausbildung. Je mehr Töchter eine Familie hat, desto grösser ist ihre Armut. Der obligate Hochzeitschmuck, der ganze Hausrat sowie das Hochzeitsfest muss die Brautfamilie bezahlen. Dadurch verschulden sich arme Familien ein Leben lang und werden in den Ruin getrieben. Verhelfen wir jedoch jungen Mädchen und Frauen in Form einer Patenschaft zu Schulbesuchen und Ausbildung, ermöglichen wir ihnen später ein eigenes Einkommen. Dadurch verhindern wir, dass ihre Eltern verarmen und sich gezwungen fühlen auf noch mehr Söhne zu hoffen. Diese Beschäftigungsprogramme finden weiterhin statt, sie wurden glücklicherweise von einer Institution in Deutschland übernommen.
Beschäftigungsprogramm in Heim für ausgesetzte verstümmelte Mädchen und Frauen
Ab 1985 finanzierte unser Hilfswerk in diesem Heim diverse Werkmaterialien, von welchem die jungen Frauen Dekorationen für Hochzeits- Geburtstags- und andere Feste herstellten. Vom Erlös finanzierten sie Schreibmaschinen, auf denselben durften junge Frauen den Beruf einer Sekretärin erlernen. 1996 konnten dank einer generösen Spende zwei grosse Papiermaschinen gekauft werden. Mit Hilfe dieser Maschinen konnten die jungen Frauen Notizblöcke, Schulhefte, Kalender, Papeterien usw. herstellen. (siehe Foto)
Schon bald einmal wurden diese Produkte auch ins Ausland exportiert. Später war es diesen Frauen sogar möglich einen gemeinsamen Computer anzuschaffen. Dadurch wurden diese Heimbewohnerinnen nach einiger Zeit unabhängig und selbständig.
All diese Frauen wurden von ihren eigenen Vätern verstümmelt, damit sie mehr Bettelgeld erhalten.
Beschäftigungsprogramm in Heim für ehemals zu Prostitution ausgesetzte und aus dem Gefängnis befreite Mädchen und Frauen
Ab 1985 finanzierte unser Hilfswerk auch in diesem Heim ein Lern- und Beschäftigungsprogramme, wie oben schon erwähnt. 1996 ermöglichte uns eine grosse Spende den Kauf eines Treibhauses für Orchideen und Rosen. Vom Erlös aus dem Verkauf dieser Blumen konnten sich die Heimbewohnerinnen vier Nähmaschinen und diverse Stoffe kaufen. Nun konnte sich jede Frau ihre eigenen Kleider selber nähen. Des Weiteren nähten sie Kleider für die Frauen des oben erwähnten Heims und später auch für ein Kleidergeschäft. Auch hier hat die Hilfe zur Selbsthilfe nach unseren Vorstellungen bestens funktioniert.
Diese beiden Heime sind Aussenstationen von einem grossen Kloster und werden von sehr liebenswürdigen indischen Nonnen geleitet.
Hilfswerk Indian Hope Schweiz, Postfach, 3001 Bern, Tel./Fax: 031 722 19 81, E-Mail: <email-pii>, Postkonto 30-481316-0, IBAN <iban-pii>