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Der Schweizerische Tierschutz STS hat kürzlich eine hochinteressante Recherche zum Thema illegaler Welpenhandel und Strassenhunde-Import publiziert. Darin untersuchen die Autoren die gegenwärtige Situation und Lösungsansätze in diversen Ländern Europas. Wir legen die Lektüre der Studie allen an der Thematik interessierten Tierfreund/innen sowie Personen, welche sich die Adoption eines Strassenhundes überlegen, wärmstens ans Herz.
Eine etwas kürzere Version des Reports kann hier heruntergeladen werden.
Die Quintessenz: Die Strassenhundproblematik kann nachhaltig nur mittels einer von zwei Strategien gelöst werden:
1. Neuter and Release: Die Strassenhunde werden eingefangen, medizinisch versorgt/geimpft, gekennzeichnet, registriert, kastriert, und wieder als "Platzhalter" auf die Strasse entlassen.
2. Neuter and Local Adoption Program: Die Strassenhunde werden eingefangen, medizinisch versorgt/geimpft, gekennzeichnet, registriert, kastriert und via lokale Tierheime an lokale Besitzer vermittelt.
Beide Varianten basieren auf einer zu erarbeitenden tierfreundlichen Gesinnung der lokalen Regierung und Bevölkerung.
Wer trotzdem unbedingt einen Hund aus dem Ausland zu sich in die Schweiz holen will, sollte dies laut STS nach einer genügend langen Kennenlernphase vor Ort selbst und auf legalem Weg bewerkstelligen. Andere Adoptionen sollten nur nach sorgfältiger Untersuchung der Seriosität der vermittelnden Organisation (Ansprechspersonen auch nach der Übergabe, Rückgabemöglichkeit, Abgabe erst nach Eingewöhnung in einer Pflegestelle, transparente Struktur und Website der Organisation, Schwerpunkt der Organisation liegt vor Ort im Ausland etc.) vorgenommen werden.