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Ende Juni 2018 erschienen mehrere Artikel im Blick und Blick am Abend, die eine verstorbene Sozialhilfeempfängerin aus dem Kanton Bern thematisierten. Unter anderem beschrieb die Journalistin darin, was der Wohnungsverwalter der verstorbenen Sozialhilfeempfängerin nach deren Ableben in der Wohnung gesichtet haben will; eine Menge Kleider. Der Wohnungsverwalter liess sich folgendermassen zitieren: „Die Kleider haben sicher einen Wert von 100 000 Franken.“ Daraus schloss die Journalistin, die Sozialhilfebehörde habe eine kaufsüchtige Frau unterstützt und bastelte Überschriften wie „Sozialhilfebezügerin Francesca T. (†59) hortete bis zu ihrem Tod neue Kleider im Wert von 100 000 Franken und keiner merkte es.“
Die BSS der Stadt Bern als zuständige Behörde reagierte auf diese Berichterstattung und klärte umgehend in Form eines Berichtes ab, ob ihr als Behörde im Fall „Francesca T.“ Fehler unterlaufen seien. So liess sie auch den Wert der gefundenen Kleider schätzen. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich bei den Kleidern weder um neue noch um teure Ware handelte, sondern vielmehr um gebrauchte Billigkleider, die nicht im Ansatz einen Wert von CHF 100’000.– aufwiesen. Auch die geleistete Betreuung der Sozialhilfebezügerin wurde beleuchtet, allerdings stellte die Behörde keine Unregelmässigkeiten fest. Daraufhin hielt die Vorsteherin des BSS, Franziska Teuscher, eine Medienkonferenz ab und informierte die anwesenden Medienschaffenden. Am Folgetag publizierte der Blick einen Aushang mit folgendem Inhalt: „Bericht liefert keine Antworten zum Fall Francesca T.“ und „Teuscher vertuscht Sozialhilfe-Affäre“.
Daraufhin wandte sich der Generalsekretär der BSS Stadt Bern an Fairmedia und ersuchte um die Eingabe einer Presseratsbeschwerde. Am 8. August reichte Fairmedia eine entsprechende Beschwerde beim Presserat ein und rügte die mehrfache Verletzung der Wahrheitspflicht. Der Presserat hiess am 24. Dezember die Beschwerde in sämtlichen Belangen gut. Positiv ist festzuhalten, dass der Blick wenige Tage später diese Rüge des Presserats publizierte.