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Oder sollte ich besser fragen: was denkt ES gerade? Denn oft ist uns nicht bewusst, welche Gedanken gerade da sind. ES denkt am Tag ca. 60'000 Gedanken, ganz automatisch, ohne dass wir einen Beitrag dazu leisten. ES denkt schöne Dinge, dann fühlen wir uns gut und ES denkt traurige Dinge, dann fühlen wir uns schlecht. ES denkt Dinge, die uns Sorgen machen und ES denkt an Ereignisse, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Welche Gedanken sind dir lieber? Wäre es nicht toll, wenn du nur noch schöne Gedanken hättest? Wäre das Leben nicht viel lebenswerter, viel leichter und freudvoller, wenn da nur noch schöne Gedanken wären?
Stell dir vor, du kannst das lernen. Du kannst lernen, deine Gedanken zu beobachten und wahrzunehmen. Du kannst lernen, deine Gedanken zu einem grossen Teil zu kontrollieren. Wenn du dir jederzeit bewusst bist, was du gerade denkst, dann kannst du entscheiden. Du kannst entscheiden, ob du den Gedanken weiter denken möchtest oder ob du ihn wie eine Wolke einfach vorbei ziehen lassen willst. Wenn du dir deiner Gedanken bewusst bist, dann kannst du die Gedanken verändern. Ja, das kannst du lernen. Lerne deine Gedanken zu beobachten, lerne deine Gedanken wahrzunehmen.
Wenn du also merkst, dass deine Gedanken dir Sorgen bringen, dann schau dir den Gedanken genau an. Atme tief ein und aus und frage dich: Erzählt dir der Gedanke eine Wahrheit? Eine Realität? Oder ist es eine Wahrscheinlichkeit? Eine erfundene Geschichte? Und dann frage dich: Könnte diese Wahrscheinlichkeit auch anders aussehen? Wie soll diese Geschichte weitergehen? Fokussiere dich auf die Geschichte, wie du sie gerne hättest. Beschäftige deinen Geist mit den Bildern, die du dir wünschst und beobachte, wie sich dein Gefühl verändert. So bist du deinen Gedanken nicht mehr ausgeliefert. Du kannst sie jeder Zeit verändern. Das lernst du nicht von heute auf morgen, aber es ist möglich und es lohnt sich.
Du bist nicht deine Gedanken. Du hast die Macht, du kannst entscheiden, welche Gedanken du denken möchtest. Je bewusster du bist, je schneller bemerkst du einen Gedanken, den du nicht denken möchtest und kannst ihn verändern. Du kannst ihn vorbei ziehen lassen und den nächsten Gedanken so gestalten, wie du das möchtest.
In der Meditation kannst du das am besten üben. Dort bist du ganz in der Stille, hast keine Ablenkung von aussen. Du kannst dich ganz auf deine Gedanken konzentrieren und wahrnehmen. Am Anfang bemerkst du vielleicht erst im Nachhinein, welche schwierigen Gedanken automatisch da waren. Später bemerkst du sie, während du sie denkst und am Schluss denkst du keine ungewollten Gedanken mehr. Dann hast du die Kontrolle über deine Gedanken. Du richtest deine Gedanken bewusst auf all das Schöne, dass dir Freude macht und du liebst. Und damit verändert sich auch dein Leben. Das Leben macht mehr Freude.
Du hast sicher schon einmal vom Gesetz der Anziehung gehört. Wenn du freudvoll unterwegs bist in deinen Gedanken und in deinem Sein, dann findet die Freude auch von aussen den Weg zu dir und bringt dir viele Situationen der Freude. Wenn du in Sorge bist und angstvolle Gedanken denkst, dann verstärkst du diese Energie, dann werden Ereignisse in dein Leben gezogen, die noch mehr Sorgen bringen. Genau deshalb ist die Kontrolle der Gedanken unglaublich machtvoll und enorm wichtig. Du hast die Wahl, welchen Gedanken willst du weiter denken? Welchen Einfluss möchtest du auf dein Leben haben?
Fange jetzt an, deine Gedanken zu beobachten, sie wahrzunehmen, sie zu kontrollieren und schau, was sich in deinem Leben verändert. Weise deine automatischen Gedanken in die Schranken und reagiere, wenn sie sich in eine Richtung entwickeln, die dir nicht gefällt. Du wirst bemerken, wie viel grösser deine Energie, Freude und Motivation wird. Übernimm jetzt die Verantwortung und lebe diese Macht.
Fange an zu meditieren, komme zur Ruhe und lerne nur noch klare, freudvolle und hilfreiche Gedanken zu denken, die dich weiterbringen. Gedanken, die dich auch aus einer verzwickten Lage wieder herausbringen können. Gedanken, die dich glücklich machen.
In der Meditation lernst du mit der Zeit auch ohne Gedanken zu sein. Du lernst einfach die Leere wahrzunehmen und zu spüren, wie es sich anfühlt nicht zu denken. Das kannst du dir vielleicht jetzt nicht vorstellen, aber mit viel Übung kannst du das erreichen und dann ist alles möglich.
Was denkst du gerade?
Alles Liebe
Deine Claudia