Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/2356

Fliessendes, sauberes Wasser war ein Fremdwort im Dorf Mgandu. Die Umgebung ist geprägt von einem Trockengebiet. Hier waren die Menschen es sich gewohnt, das Wasser für ihren täglichen Bedarf aus dem Ndungu-Fluss zu schöpfen. Dieses ist aber durch die landwirtschaftlichen Chemikalien verseucht und nicht zum Trinken oder Kochen geeignet.
Tödliches Wasser
Merina, eine Vorsitzende des Dorfes sagt: «Seit ich mich um den Posten als Vorsitzende bewarb, wusste ich, dass verschmutztes Wasser eines der grössten Probleme. Die Chemikalien aus den Reisfeldern fliessen in den Fluss und verursachen häufig Durchfallerkrankungen bei unseren Bewohnern. Auch das Risiko, einem Krokodil zu begegnen, ist sehr hoch. Jedes Jahr haben Menschen ihr Leben verloren, weil sie von einem Krokodil angegriffen wurden. Vor zwei Jahren verlor auch ein Patenkind von World Vision deswegen sein Leben.» Krokodile waren aber nicht die einzige Gefahr, die das Wasser aus dem Fluss mit sich brachte, im Dorf brach auch immer wieder Cholera aus, die besonders für Kinder tödlich enden kann.
Einfach und effektiv
Im Rahmen der Projektaktivitäten im Entwicklungsprojekt Makindube hat World Vision die Bevölkerung geschult, handgebohrte Brunnen zu bauen. Zur Demonstration und zu Übungszwecken wurden zwei Brunnen in Mgandu installiert. Zur Freude aller Bewohner haben sie nun einen nahen und sicheren Zugang zu Wasser und müssen nicht mehr den Gefahren von Verschmutzung und Krokodilattacken fürchten. Die Vorsitzende Merina sagt stellvertretend für alle: «Wir sind World Vision so dankbar für die Unterstützung – endlich wurde das Wasserproblem gelöst.»