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Der Kanton Uri will bei der Wasserkraftnutzung eine stärkere Rolle spielen und mehr von ihr profitieren. 2024 steht der Heimfall des Kraftwerks (KW) Lucendro TI an, dessen Wasser aber zu 55 Prozent aus Urner Gewässern stammt. Betrieben wird das Werk von der Azienda Elettrica Ticinese (AET), die im Besitz des Kantons Tessin ist.
Bei der Neuvergabe der Konzession will der Kanton Uri seinen Anteil an das EWA vergeben. Dieses soll zudem die Betriebs- und Geschäftsführung des Kraftwerks übernehmen. Wenn nämlich Uri der EWA Wasserrechtsanteile sichert, erhält der Kanton die Möglichkeit, Anteile der CKW-Tochter EWA zu übernehmen.
CKW, Kanton und EWA haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, im Sinne eines Vorentscheides zur Konzessionsvergabe, über den der Landrat entscheiden muss. Wie die Baukommission am Freitag mitteilte, lehnt sie die Vorlage aber ab und beantragt, sie zur Überarbeitung an die Regierung zurückzuweisen.
Grund für die Rückweisung ist, dass in der Vereinbarung zwar festgehalten wird, dass die CKW Anteile abgibt. Allerdings fehlt laut der Kommission eine verbindliche Zusage mit Zeitplan für eine Mehrheitsübernahme seitens Kanton, Korporationen und Gemeinden. Die Regierung müsse daher erneut mit der CKW verhandeln.
Sollte eine Zusage nicht zu erhalten sein, müsse die Regierung einen Entscheid für die Konzessionsvergabe vorlegen. Künftig heimfallende Konzessionen dürften darin keine Bindungswirkung mehr haben.
Auch fordert die Kommission eine Expertengruppe für heimfallende Kraftwerkskonzessionen. Der Urner Landrat behandelt die Vorlage in seiner Sitzung vom 26. Mai.