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CATCOS Phase 2
Hochwertige und langfristige Klimadaten sind als Grundlage für die Beurteilung des Klimawandels unerlässlich. Nach Abschluss von CATCOS Phase 1 war es wesentlich, Entwicklungs- und Schwellenländern im Aufbau und der Weiterführung von klimarelevanten Messreihen weiter zu stärken. Um dies zu erreichen, wurde in CATCOS Phase 2 die Fähigkeiten in der Klimabeobachtung in zehn Ländern erweitert. Ein weiterer Fokus lag in der Förderung der regionalen Zusammenarbeit, da sie das Potential hat, die Anwendung und den Nutzen von Klimabeobachtungen zu optimieren. Das Projekt promotete ebenfalls den Einbezug von wissenschaftlich fundierten Klimainformationen in Entscheidungsprozesse. Denn dies ermöglicht ein besseres Management von Risiken, die durch die Klimavariabilität und den Klimawandel hervorgerufen werden.
In Anknüpfung an die bisherigen Errungenschaften lag der Fokus von Phase 2 auf den folgenden drei Komponenten:
Gestärkte Kompetenzen in der Klimabeobachtung
Basierend auf dem vorangegangenen Erfolg mit den sieben Partnerländern dehnte CATCOS in Phase 2 die Aktivitäten auf Bolivien, Peru und Usbekistan aus. Zusätzlich wurde ein Ansatz (dual domain) verfolgt, der gleichzeitig die Beobachtungskompetenzen im atmosphärischen als auch terrestrischen Bereich stärkt. Die ursprünglich für Phase 1 geplante Installation von Aerosolmessgeräten in Kenia wurde in Phase 2 abgeschlossen. In Kirgistan wurden Instrumente zur Treibhausgasmessung aufgebaut und in Usbekistan Massenbilanzmessungen an einem neuen Gletscher durchgeführt. Weiter stand in CATCOS Phase 2 die Ausbildung im Zentrum. So wurden massgeschneiderte Trainings (lokal und regional) in den Partnerländern sowie Arbeitsaufenthalte in der Schweiz durchgeführt. Diese Aktivitäten hatten zum Ziel, die lokalen Partner zu stärken, damit sie eigenständig Daten erheben, verwalten, analysieren und Ergebnisse publizieren können.
Intensive regionale Zusammenarbeit
In CATCOS Phase 2 wurden insgesamt drei Regionale Klimadienstleistungs-Workshops organisiert, für das südliche Afrika, Ibero-Amerika und Zentralasien. Die Workshops unterstützten die Umsetzung des Globalen Rahmenwerks für Klimadienstleistungen (Global Framework for Climate Services, GFCS) mit einem Fokus auf den Sektoren Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, Katastrophenvorsorge, Gesundheit und Wasser. Zu diesem Zweck kamen nationale meteorologische und hydrologische Dienstleister sowie andere wichtige lokale, regionale und internationale Stakeholder zusammen, um die regionalen Klimadienstleistungskapazitäten zu stärken. Im Vordergrund stand die systematische Klimabeobachtung als Fundament für Klimadienstleistungen. Dialoge zwischen Nutzern und Anbietern von Klimadienstleistungen ermöglichten zudem die Identifizierung von sektorspezifischen Bedürfnissen Klimadienstleistungen zu verbessern. Schlussendlich förderten die Workshops eine intensive regionale Zusammenarbeit, indem sie den wichtigsten regionalen Akteuren Raum für strategische Diskussionen boten. So konnten Massnahmen zur Optimierung des Nutzens vorhandener Kompetenzen, institutionellen Arrangements und Infrastruktur in der Region formuliert werden.
Verbesserte Nutzung klimarelevanter Daten
Durch gezielte Kommunikation auf lokaler, regionaler und globaler Ebene wurde das Bewusstsein hinsichtlich des Gebrauchs und des Nutzens der vorhandenen Messdaten weiter gefördert, was wiederum die Fortsetzung der Messungen unterstützte. Zu diesem Zweck wurden unterschiedliche Medien (z. B. Veröffentlichung von Factsheets und Pressemitteilungen) eingesetzt, Länderbesuche durchgeführt, sowie Präsentationen an wissenschaftlichen und politischen Konferenzen gehalten. Im Rahmen der CATCOS Phase 2 wurde die innovative mobile Applikation wgms Glacier entwickelt, die weltweit einen schnellen Zugang zu Gletscherinformationen zur wissenschaftlich fundierten Planung und Politikgestaltung ermöglicht.