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Déruns als Feldherr des LHC31.01.2016
Seit der Rückkehr in die NLA 2013 war der LHC immer in den Top-8, kennt seine eigenen Stärken und Schwächen und weiss das Beste aus seinem Potenzial herauszuholen. Diese Charakterstärke erlaubte es Lausanne bis ins Finale des Swiss Ice Hockey Cups vorzustossen.
Diese Charakterstärke ist eine Qualität, die wunderbar von der Nummer 27 der Löwen repräsentiert wird. Der ehemalige Junior des HC La Chaux-de-Fonds spielte in derselben Nachwuchsabteilung wie sein Cousin Kevin Romy und war Teil der Mannschaft des HCC, der im Jahr 2000 letztmals den Aufstieg in die NLA gelang. Zwei Jahre später verliess er die Uhrenstadt, um zu Chris McSorleys Genf-Servette zu wechseln. Diese Begegnung formte seinen weiteren Karrierenverlauf. Beim Boss der Grenats entwickelte er sich menschlich, sportlich und körperlich weiter. Der Körpereinsatz und die Intensität wurden Markenzeichen, auf die er sein Spiel bauen konnte.
Von Chris McSorley zu Heinz Ehlers – zwei wichtige Begegnungen
Ständig von seinem Trainer gefördert und gefordert, verbesserte Déruns seine offensive Ausbeute jedes Jahr und wurde zum Schlüsselspieler in der NLA. Das Vertrauen McSorleys öffnete ihm die Türe zur Nationalmannschaft, mit der er mehrere Weltmeisterschaften bestritten hat. 2009/10 war er phänomenal mit 75 Punkten in 70 Spielen. Er trug sprichwörtlich Servette ins Playoff-Finale, doch die Adler verloren im siebten Spiel gegen den SC Bern.
Als er den Genfern zu wertvoll wurde um ihn zu halten, wechselte er 2011 zum SC Bern, doch er vermochte sich dort nicht zu akklimatisieren die Malaise begann. Durch den Mangel an Spielpraxis und Vertrauen wechselte er während der Saison 2012/13 nach Lausanne, wo er die Freude und Sensationen wiederfand. Unter Heinz Ehlers fand seine Wiedergeburt als Schlüsselspieler statt trotz zwischenzeitlicher Hüftproblemen und einer Gehirnerschütterung.
„Diese Saison konnte ich endlich eine Meisterschaft bislang ohne gesundheitliche Probleme durchspielen, hoffentlich geht es so weiter. Ich schwitzte im Sommer viel um im August für die Rückkehr aufs Eis in Form zu sein“, erklärt der Lausanner Stürmer. Der Effort wurde mit starken Leistungen belohnt mit einer Quote von fast einem halben Punkt pro Spiel.
„Wir brauchen ein volles Haus“
Thomas Déruns ist als Feldherr des LHC zurück und kämpfte mit seinem Team an zwei Fronten. Einerseits in der Meisterschaft. „Die Playoff-Qualifikation bleibt ein grosses Ziel des LHC und der Wettkampf wird mitreissend sein. Man muss Realist sein, es bleiben zwei Plätze für vier Mannschaften, die nur fünf Punkte voneinander entfernt sind zwischen dem siebten und zehnten Rang der Tabelle (Anm. Lausanne, Ambrì, Bern und Kloten). Die Mannschaft zusammengeschweisst und glaubt auf jeden Fall fest daran.“
Dann gibt es den Cupfinal gegen die ZSC Lions am 3. Februar. „Auf dem Papier ist Zürich der Favorit für viele, aber beim Anspiel steht es 50:50, um den Pokal in die Höhe zu stemmen. Wir wissen, dass unser Gegner Spieler hat, die ständig gefährlich sind wie Auston Matthews, Robert Nilsson und Roman Wick, aber wir müssen uns auf unseren eigenen Plan konzentrieren und dürfen und davon nicht ablenken lassen.“
Das Duell zwischen den beiden Löwen der NLA wird ein heisser Zweikampf und der Lausanne HC kann den Heimvorteil für sich beanspruchen. „Wir sind überzeugt, dass die Eishalle voll sein wird und wir brauchen die Unterstützung unserer Fans um den Titel zu holen. Wir werden nichts anbrennen lassen, nachdem wir sämtliche Runden seriös und stark angegangen sind. Wir bereiten uns eifrig vor und Videosessionen stehen sicherlich auf dem Programm in den kommenden Tagen. Wir wissen, dass wir sie schlagen können wie wir es am 15. Januar im Penaltyschiessen geschafft haben. Man darf mit uns rechnen“, sagt der Stürmer der Waadtländer mit Überzeugung.
Er hat Grund genug daran zu glauben, denn die letzten vier Duelle in der Meisterschaft waren allesamt sehr knapp. Mit einem Spieler wie Thomas Déruns in den Reihen dürfte es ein schönes Fest werden beim Cupfinale. Dann wird sich zeigen, welche der beiden Löwen am Schluss feiern werden.
Von Kevin Vaucher