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Soll ich meine Idee patentieren lassen?
Die Antworten auf diese Frage fallen unterschiedlich aus, je nach dem, wer fragt. Ist es ein Industrieunternehmen oder ein Erfinder. Ein Industrieunternehmen reicht zumindest eine Patentanmeldung für ein eigenes Produkt (d. h. eine Sache oder/und ein Verfahren) ein, wenn es die Erfindung anwenden will. Anwenden bedeutet unter anderem auch, dass man die Erfindung in eigenem Haus verwendet oder dass man die Erfindung verkaufen, tauschen, lizenzieren oder dgl. möchte. Für die Vergabe einer Lizenz braucht man unbedingt eine Patentanmeldung.
Ein Erfinder hat eine Idee, aber es fehlt ihm normalerweise die Möglichkeit, seine Erfindung selbst herzustellen und zu vertreiben. Deswegen sucht der Erfinder ein Unternehmen, welches sich für seine Erfindung interessiert und diese herstellen sowie vertreiben würde. Bei der Suche nach einem Interessent kann der Erfinder die Unterlagen seiner Erfindung bloss kopieren und, wenn dies möglich ist, an mehrere potentielle Interessenten verschicken. Für einen solchen Zweck muss der Erfinder kein Modell seiner Erfindung machen. Dies deswegen, weil die Fachleute bei den potentiellen Herstellern die Struktur der Patentunterlagen kennen. Folglich können sie sich schon anhand der Anmeldungsunterlagen ein gutes Bild über die Erfindung machen. Die Verhandlungen mit einem potentiellen Hersteller können auch mehrere Monate dauern. Falls der Erfinder eine Patentanmeldung für seine Erfindung ausarbeiten und einreichen liess, so ist die Erfindung bereits während solchen Verhandlungen patentrechtlich geschützt.
Nebenbei gemerkt, sind die Kosten bei einer Schweizer Erst-Patentanmeldung moderat, insbesondere wenn solche Patentanmeldungen durch uns ausgearbeitet werden. Später, d. h. zum Beispiel ein Jahr nach der Einreichung der Erstanmeldung, wenn die Kosten im Ausland anfallen, kann die Situation allerdings wesentlich teuerer werden. Die Schweizer Patentanmeldung läuft nach einem Jahr dennoch weiter, sodass die Erfindung in der Schweiz und sogar zu moderaten Kosten geschützt ist.
Und wenn man eine Neuerung, d. h. auch eine Erfindung schon hat, dann sollte man es nicht vergessen, diesem „Kind“ auch einen Namen zu geben. Ein solcher Name kann als Marke gesetzlich geschützt sein, damit Andere die Marke nur mit der Zustimmung des Inhabers der Markenregistrierung benützen dürfen. Einzelheiten dazu befinden sich im hier später folgenden Text. Sollte es Unklarheiten geben, so werden wir uns Ihre Idee gerne näher anschauen.