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DIE GERSTE
Die Gerste (Latein: Hordeum vulgare) ist nach Weizen, Mais und Reis die viertbeliebteste Getreideernte der Welt und eine der drei Komponenten, die für die Herstellung von Malt Whisky benötigt wird. Die zwei anderen sind Wasser und Hefe. Gerste wird auf der ganzen Welt angebaut und hauptsächlich für Tierfutter und zur Herstellung von Spirituosen sowie Bier verwendet. Jedoch unterscheiden sich diese beiden Gersten Arten wesentlich. Zu Futterzwecken hat die Gerste einen höheren Eiweiss Anteil und für die Bier und Whisky Herstellung einen höheren Stärke-, Zucker Anteil.
Es gibt zwei Arten von Gerste, die für die Herstellung von Whisky und Bier geeignet sind: 2- reihige und 6-reihige, je nach Lage der Körner. Am gebräuchlichsten bei der Herstellung von Whisky ist die zweireihige Sommergerste, die es in vielen Variationen gibt und in unterschiedlicher Menge gebraucht wird. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts verwendeten die Hersteller traditionell 6-reihige Gerste der Sorte Bere (bere barley), später wurden jedoch Sorten mit besserer Leistung gezüchtet. Für die Herstellung unseres Langatun Whiskys importieren wir die Gerste höchster Qualität aus dem Ausland.
Das gesammelte Getreide wird nach der Ankunft in der Mälzerei verschiedenen Labortests unterzogen, bevor es ins Lagerhaus kommt. Es wird dann mit warmer Luft getrocknet, abgekühlt und für mehrere Monate im Lager aufbewahrt, bevor es verwendet wird. Während der Lagerung „schläft“ die Gerste und es dauert mehrere Wochen, um „aufzuwachen“ und zu keimen.
Die Herstellung vom Whisky
Whisky Herstellung ist eine Kunst pur!
Bei uns in der Langatun Distillery wird die Gerste aus den besten Lagen Europas mit Wasser zum Keimen gebracht. Die gekeimte Gerste, jetzt als "Malz" bezeichnet, wird getrocknet und - für Whisky mit Rauchgeschmack - zusätzlich geräuchert. Im Brauhaus wird das geschrotete Malz mit warmem Wasser vermischt. Die so entstehende Würze wird anschliessend mit ausgesuchter Hefe zum sogenannten "Whisky-Beer" vergoren. Nach dem "Pot-Still"-Verfahren wird das Whisky-Beer in der kupfernen Brennblase erhotzt und anschliessend in einem speziellen von uns entwickelten Verfahren der kostbare Alkohol langsam und sorgfälltig extrahiert.
Damit erhält der Langatun Whisky seinen unvergleichlichen weichen, zarten und Malz-benonten Charakter.
DAS MÄLZEN
DAS MAISCHEN
DIE VERGÄRUNG
DIE DESTILLATION
DER CUT
Ein erfahrener Brenner erkennt exakt, wann der Vorlauf abgetrennt werden kann und der Edelbrand (heart of the run oder middle-cut) einsetzt. Mengenmässig ist der Vorlauf nur von geringer Bedeutung.
Der Nachlauf (feints) ist qualitativ minderwertig, gesundheitlich aber nicht schädlich. Er enthält Fusel-Alkohole (Kopfweh!), Fettsäuren und andere unerwünschte Stoffe. Der Zeitpunkt der Trennung des Edelbrandes vom Nachlauf ist für den erfahrenen Brenner ebenfalls kein Problem.