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Asiatische Stechmücken breiten sich in Graubünden aus
Asiatische Stechmücken breiten sich in Graubünden weiter aus. Südlich der Alpen ist die Tigermücke vermehrt anzutreffen, im Süden wie im Norden die Buschmücke. Das ergab das neuste Monitoring der Behörden.
Das Monitoring im letzten Jahr umfasste die Südbündner Gebiete unteres Misox, unteres Bergell und Brusio im unteren Puschlav sowie einzelne Rastplätze entlang der Autobahn A13. Stichproben genommen wurden ausserdem im Raum Chur und Landquart.
Wie das Amt für Natur und Umwelt am Dienstag mitteilte, zeigten die Ergebnisse in den drei südlichen Misoxer Gemeinden San Vittore, Roveredo und Grono, dass die Zahl der Tigermücken gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Beinahe jede zweite Eierfalle sei ein- oder mehrmals positiv besetzt gewesen.
Im Dorf Monticello in der Gemeinde San Vittore müsse sogar definitiv von einer Etablierung der Tigermücke ausgegangen werden. Im Bergell und in Brusio im Puschlav sowie nördlich des San Bernardinos hingegen wurden keine der potenziell Krankheiten übertragenden Tigermücken registriert.
Buschmücke im Süden und im Norden
Anders sieht die Situation bei der Asiatischen Buschmücke aus. Laut Amtsangaben muss davon ausgegangen werden, dass sich diese Mücke im südlichen Misox sowie nördlich der Alpen lokal etabliert hat. Allerdings werde die Buschmücke nach Einstufung des Bundes als ein eher unbedeutender Vektor für die Krankheitsübertragung eingestuft.
Die Behörden führen das Mücken-Monitoring weiter. Die Gemeinden, in denen Steckmücken festgestellt wurden, werden angehalten, die Bevölkerung über Schutzmassnahmen zu informieren. Dazu gehört das regelmässige Trockenlegen von Wasseransammlungen (Blumenvasen, Topfuntersetzer, Abfallbehälter), welche den Mücken als Brutstätten dienen könnten.
In Gemeinden, wo sich Tigermücken etabliert haben, sind aktive Bekämpfungsmassnahmen bei den Brutstätten vorgesehen.Zurück zur Startseite