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Wenn man die Stadtpläne von Merian (1615) und Mähly (1847) betrachtet, fällt auf, dass die städtische Topographie während Jahrhunderten unverrückt geblieben war. Seit dem Grossen Erdbeben und dem Grossen Stadtbrand und der daraus folgenden Neubebauung (die Basel übrigens den Ruhm einer schönen und sauberen Stadt einbrachte), hatte Basel kein Unglück zu erleiden. Es war der Aufbruch des technischen Zeitalters, der im 19. Jahrhundert die Zerstörung wertvoller mittelalterlicher Bausubstanz in Gang setzte. Die enorme Vermehrung der Bevölkerung, die Kantonstrennung, die Industrialisierung sowie der zehnfach gesteigerte Verkehr verlangten breitere und bequemere Strassen und erheischten im Interesse öffentlicher Sicherheit und Gesundheit tätigeres Eingreifen des Staates in die Wohnungs- und Bauverhältnisse der Bürger und Anwohner.
Doch viele Zeugen der alten Baukunst sind nicht der dringlichen Umstände wegen, sondern "im Sog übersteigerter Bausucht zum Opfer gefallen. Man möchte fast sagen: gedankenlos und überhastet, geschäftstüchtig und profitgierig" (Meier 1995: 6).
Anstelle von Klöstern und Sakralbauten schossen dem Gemeinwohl dienende öffentliche Gebäude in die Höhe. Das Hasengässlein, die Kronengasse, die Schwanengasse, der Salzberg, der Blumenplatz, die Davidsgasse, die Spiegelgasse, der Petersberg, die Sporengasse, das Badergässlein, der Duttliweg wurden auf dem Stadtplan gelöscht. Lusthäuser und Landsitze machten Fabriken, Miets- und Wohnhäusern Platz. Stilvolle Bürgerhäuser und Zunfthäuser wurden durch Betonbauten ersetzt.
Neue Quartiere entstanden