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Hochmoore
Hochmoore gehören zu den empfindlichsten Lebensräumen, die es in unserem Land gibt. Dies gilt besonders für Eingriffen wie Entwässerung, Düngung, Stoffeintrag über die Atmosphäre sowie Trittbelastung.
Hochmoore werden mit Wasser aus dem Boden und der Atmosphäre versorgt. Speziell ist, dass auf die Flächen nur Niederschlagswasser gelangt, welches sehr nährstoff- und kalkarm ist. Es entsteht ein saures Verhältnis mit pH-Werten zwischen 3 und 4,8. Zahlreiche Pflanzenarten haben sich auf diese Bedingungen spezialisiert und finden nur auf den wenigen Hochmoorflächen Lebensraum. Es sind dies über ein Dutzend Pflanzen wie Torfmoos-, Lebermoos- und diverse Blütenpflanzen, welche nur auf diesen Flächen gedeihen können.
Da sich unter den sehr nassen Bedingungen totes Pflanzenmaterial nicht vollständig abbaut, häuft es sich an. Es entsteht eine mehr oder weniger dicke, aufgewölbte Torfschicht, daher der Begriff Hochmoor. In einem gesunden Hochmoor wächst die Torfschicht um rund einen Millimeter pro Jahr.
Intakte Hochmoore benötigen keine Pflegemassnahmen, denn sie verändern sich kaum und sind nicht waldfähig. Da aber viele Hochmoore durch frühere Nutzungen und besonders durch den Torfabbau in ihrem Wasserhaushalt gestört sind, sind Pflege- und Aufwertungsmassnahmen wie Moorregenerationen erforderlich.