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Sowohl Cachaça als auch Rum werden aus Zuckerrohr hergestellt. Doch während Rum meistens aus einem Nebenprodukt der Zuckerherstellung gewonnen wird (Melasse), verwendet man für die Destillation von Cachaça direkt den Saft aus gepresstem Zuckerrohr.
Das Zuckerrohr wird dazu mit Hilfe von Walzen ausgepresst. Die anschliessende Vergärung läuft aufgrund des heissen Klimas stürmisch ab. Nach 24-36 Stunden ist sie bereits abgeschlossen. Der entstandene ‚Wein‘ hat einen Alkoholgehalt von 15-18 %.
Jetzt geht das schwach alkoholische Gemisch in die Brennblase. Hier wird es unter starker Hitze ein- bis zweimal gebrannt. Durch das Brennen erreicht der Schnaps einen Alkoholgehalt von 38-48 %. Die besseren Cachaça-Sorten kommen nun zur Reifung für mehrere Monate oder Jahre ins Fass aus Tropenholz. Die günstigen Varianten werden praktisch unverändert direkt verkauft.
Die Brände aus Zuckerrohrsaft sind häufig trockener, fruchtiger und würziger als die eher süßlichen, karamelligen Rums.
Obwohl ein gut gelagerter Cachaça einem guten Rum oder Whisky die Stange halten kann, bevorzugen wir Cachaça eher in Form von Cocktails. Mischt man nämlich Cachaça mit Limettensaft, Zucker und Eis wird das Ganze zu dem in Brasilien heimischen Caipirinha – mmhhh, köstlich erfrischend.
Im Gegensatz zu Europa werden aber in Brasilien normale Eiswürfel (Drink verwässert weniger schnell als mit Crashed Ice), weisser Zucker (wird rascher aufgelöst als brauner Rohzucker und hat kaum Eigengeschmack) und in Scheiben geschnittene Limetten verwendet.