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Porsche: Sportwagen der Oberklasse
Man darf behaupten, dass jeder Deutsche die Marke "Porsche" kennt oder zumindest von ihr gehört hat - wohl deshalb, weil der Sportwagen-Hersteller mit Sitz in Stuttgart seit 1945 produziert und seitdem eine äusserst beeindruckende Entwicklung gemacht hat.
1931-1945: Vom Konstruktionsbüro zur Automobilfabrik
Ferdinand Porsche, späterer Namensgeber der Marke, machte sich 1931 in Stuttgart mit seinem Konstruktionsbüro für Motoren und Fahrzeugbau selbstständig. Aus den Entwürfen des Büros entwickelten sich die ersten Porsche-Kleinwagen, die einige Gemeinsamkeiten mit dem VW-Käfer hatten, beispielsweise den Vier-Zylinder-Motor im Heck. Allerdings gingen diese Wagen nicht in Serienfertigung, da die Produktionskosten zu hoch und die Aufträge damit wenig lukrativ waren. Die Pläne für die "Auto-Union-Rennwagen" waren dagegen ab 1933 sehr erfolgreich, ebenso die des "VW Käfers". Vor und während des Zweiten Weltkrieges erhielt Porsche Aufträge, unter anderem Panzer zu entwickeln, mit weiteren Aufträgen erzielte das Unternehmen 1944 Umsätze in Höhe von 2,1 Millionen Reichsmark. Ab 1945 entwickelte sich das Konstruktionsbüro dann zu einer Automobilfabrik.
Ab 1945: Sportwagen für die Strassen
Nach dem Umzug von Teilen der Verwaltung nach Österreich wurde ab 1947 das erste Auto unter dem Namen Porsche serienmässig produziert, der "356 Nr. 1 Roadster". Ein Jahr später schloss das noch junge Unternehmen einen Wirtschafts-Vertrag mit dem Volkswagenwerk, Stuttgart. Nach dem Tod des Firmengründers erbte dessen Sohn die Geschäftsanteile und baute das heute bekannte Sportwagenunternehmen auf - in Stuttgart wurde ab 1950 serienmässig produziert und es kamen neue Modelle hinzu. Das bekannteste von ihnen ist der "911er" (1963). Im gleichen Werk wurden nebenbei auch der "Porsche-Traktor" und der Panzer "Leopard 1" entwickelt. Nach Umstellungen in der Verwaltung Mitte bis Ende der neunziger Jahre und weiteren Verträgen mit Volkswagen konnte die Marke Porsche endgültig einen festen Platz auf dem Automobilmarkt einnehmen. Auch im Rennsport war Porsche zu finden und fuhr viele Erfolge ein, beispielsweise mit 16 Siegen beim "24-Stunden-Rennen von Le Mans".
2013: Eine lange Geschichte zahlt sich aus
Seit Anfang 2012 arbeitet Volkswagen komplett mit der Porsche-AG zusammen, was den kommerziellen Erfolg der Marke jedoch kaum beeinträchtigt: Die Stärken der Marke, eine hohe Motorleistung und hochwertige Ausstattung bei geringem Gesamtgewicht, insbesondere auch bei SUV-Fahrzeugen ("Porsche-Cayenne"), zahlten sich zuletzt mit über sieben Milliarden Euro Umsatz aus, bei rund 99.000 verkauften Fahrzeugen. Besonders in Deutschland ist die Marke erfolgreich, wo 2012 über 20.000 Neuzulassungen bei Fahrzeugen von Porsche registriert wurden. Auch im Ausland werden die Autos erfolgreich verkauft, wobei keine genaueren Zahlen bekannt sind. Dank dieser Erfolge werden neue Modelle der "Sportwagen der Oberklasse" also wohl auch in Zukunft auf den Strassen zu finden sein.