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Was sind Botnetze?
Unter einem Botnetz wird ein Netzwerk aus internetfähigen Geräten (PC, Mac, Smartphone, Tablet, Router, TV, NAS etc.) verstanden, die nach der Infektion mit Schadsoftware zusammengeschlossen werden und, sobald eine Internetverbindung besteht, auf ferngesteuerte Befehle von Cyberkriminellen reagieren können. Die einzelnen Computer werden als „Bot“ oder „Zombie“ bezeichnet. Dabei ist ein Bot prinzipiell das schädigende Programm selbst, dessen Bedeutung jedoch auch mit dem System assoziiert wird.
Die Netzwerkanbindung und lokalen Ressourcen betroffener Computer werden ohne Wissen der Eigentümer von Cyberkriminellen für unterschiedliche Zwecke benutzt: So kann der eigene Computer unbemerkt zum Versand von Spam missbraucht werden, aber auch das Durchführen von DDoS-Attacken oder Phishing, also das Abgreifen von persönlichen Daten und Passwörtern, ist möglich.
Die Betreiber von Botnetzen wollen so viele Computer wie möglich kapern, um die Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, zu vergrössern. Sie nutzen die Botnetze nicht nur selbst, sondern vermieten sie auch auf dem kriminellen Markt. Das Botnetz vergrössert sich selbst und hält sich am Leben, indem es die entsprechende Schadsoftware weiterverbreitet und weitere Computer infiziert.
Es wird angenommen, dass weltweit bis zu einem Viertel aller Computer Teil eines Botnetzes sind. Die Schweiz ist für Botnetze attraktiv, nicht zuletzt, weil hier eine leistungsfähige Internet-Infrastruktur zur Verfügung steht. Die Botnetze selbst fungieren als infrastrukturelle Grundlage für Internetkriminalität und bilden eine der grössten illegalen Einnahmequellen im Internet.