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Val Cama - Val Leggia - Val Grono
Das Waldreservat reicht von 450 m ü. M. bis an die Baumgrenze von 2'200 m ü. M. Der grösste Teil des Naturwaldreservats garantiert durch den Prozessschutz die natürliche, dynamische Entwicklung des Waldes ohne menschliches Eingreifen. In den Sonderwaldreservaten wird die traditionelle Alpwirtschaft mit Beweidung fortgesetzt oder wieder eingeführt. Damit wird auch die Vielfalt der halboffenen Kulturlandschaft mit ihren Pflanzen und Tieren gefördert.
Mindestens 24 unterschiedliche Waldgesellschaften wurden festgestellt. Vom Hopfenbuchenwald über Kastanien- und Eichenwälder reicht das Spektrum der Wälder zu Ahorn-, Erlen, Buchen- und Tannenwäldern bis hin zu Fichten- und Lärchenwäldern sowie Legföhrenbeständen an der Baumgrenze; ein riesiger Reichtum.
Der Prozessschutz ermöglicht Erkenntnisse über die Entwicklung ungenutzter Waldgesellschaften und Waldstrukturen besonders am Schluss der Waldentwicklung und des Baumlebens auf der Alpensüdseite. Aus der Sicht des Wanderers ergeben sich romantische Aus- und Einsichten in Wälder an Felsabstürzen und Schluchten mit mächtigen, knorrigen Bäumen, aber auch stehendem und liegendem Totholz. Die drei Täler sind nur mit Wanderwegen erschlossen, Strassen gibt es keine.