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Der aktuelle Ausbruch des Ebolafiebers ist derzeit weit verbreitet in Guinea-Conakry und Sierra Leone. Die Ansteckungsgefahr für die Walliser Bevölkerung ist sehr gering.
Welche Länder sind betroffen? (Stand am 16.06.2015)
Die Krankheit ist derzeit weit verbreitet in Guinea-Conakry und Sierra Leone. Bis heute wurde die Krankheit ausserhalb von Westafrika bei einem einzigen Reisenden, der sich in einem dieser drei Länder aufgehalten hat, diagnostiziert. Dabei wurden auch Pflegefachkräfte angesteckt (Spanien, USA).
Was ist das Ebolafieber?
Ebola ist eine schlimme Krankheit, die von einem Virus mit demselben Namen hervorgerufen wird. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 21 Tage. Die Krankheit beginnt häufig mit Fieber, Kopf-, Hals- und Gelenkschmerzen, Durchfall und Erbrechen. In schweren Fällen können Blutungen auftreten (daher der alte Name „hämorrhagisches Ebolafieber“). Im Durschnitt stirbt jeder Zweite an dieser Krankheit.
Wie wird das Ebolavirus übertragen?
Das Ebolavirus wird durch direkten Kontakt (verletzte Haut oder Schleimhäute (Augen, Nase usw.)) mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Sekreten (Stuhlgang, Erbrochenem, Speichel, Urin, Schweiss, Sperma usw.) von erkrankten Personen übertragen.
Wie wird das Ebolafieber behandelt?
Zurzeit gibt es weder einen Impfstoff noch eine spezifisch fundierte Behandlung gegen das Ebolafieber.
Wie gross ist das Ansteckungsrisiko im Wallis?
Das Ebolarisiko ist für eine im Wallis wohnhafte Person, die sich nicht in den drei Risikogebieten aufgehalten hat, gering.
Informationen für Ärzte
Wenn sich in einer ärztlichen Privatpraxis jemand meldet, der befürchtet, sich mit Ebola angesteckt zu haben, ist wie folgt vorzugehen: die Person ist zu fragen, ob sie sich in den letzten drei Wochen in einer betroffenen Region in Westafrika (Guinea Conakry und Sierra Leone) aufgehalten hat:
Lautet die Antwort nein, lässt sich eine Ebola-Erkrankung ausschliessen;
Bei der Antwort ja soll der Arzt oder die Ärztin einen vom Kanton bezeichneten Referenzarzt oder bezeichnete Referenzärztin kontaktieren, damit diese/dieser die Situation beurteilt und das weitere Vorgehen festlegen kann.
Kontakt
Die Referenzärzte - Pr. Nicolas Troillet, Dr. Frank Bally und Dr. Gérard Praz des Zentralinstituts ZIS - sind rund um die Uhr über die Piketnummer "übertragbare Krankheiten" erreichbar:
während der Geschäftszeiten Tel. 027 603 4863
ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten Tel. 027 603 4700
Kontakt
Zentral Institut der Spitäler (ZIS)
Av. du Grand-Champsec 86
1951 Sitten