Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/924

Osteoporose
Was ist eine Osteoporose?
Eine Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die zu einer Abnahme der Knochenmineraldichte und zu einer Veränderung der Mikroarchitektur im Knochen führt. Als Folge davon weist der betroffene Knochen eine erheblich reduzierte Knochenfestigkeit auf, wodurch es bereits bei geringen Krafteinwirkungen im normalen Alltag zu Knochenbrüchen kommen kann.
Was sind die Ursachen?
Nebst Faktoren wie beispielsweise hormonellen Veränderungen (z. B. Frauen in den Wechseljahren), querschnittspezifischen metabolischen Veränderungen, zunehmendem Alter oder Mangelernährung stellt eine Immobilisation einen Risikofaktor für das Entstehen einer Osteoporose dar. Aus diesem Grund sind besonders Menschen mit einer motorisch kompletten Querschnittlähmung von einer Osteoporose betroffen. Bei diesen kann sich bereits kurz nach Lähmungseintritt eine Osteoporose entwickeln. Der Knochenabbau tritt unterhalb des Läsionsniveaus auf und ist vor allem in den gelähmten Armen und / oder Beinen lokalisiert. Während der ersten Jahre nach einer Rückenmarkverletzung kann beispielsweise die Knochenmineraldichte im Schienbein um bis zu 70% abnehmen. Je länger der Eintritt einer Querschnittlähmung zurückliegt und je grösser das Ausmass der funktionellen Einschränkung, desto grösser wird das Ausmass der Osteoporose sein. Eine Osteoporose entsteht zudem auch bei jungen querschnittgelähmten Frauen und Männern und ist somit nicht nur bei älteren querschnittgelähmten Personen zu beobachten.
Was ist zu tun?
Die Entwicklung einer Osteoporose kann nach dem heutigen Stand des medizinischen Wissens nur bedingt beeinflusst werden. Trotzdem sollte man folgende Massnahmen im Sinne einer Therapie oder Prävention der Osteoporose in den Alltag integrieren:
- ausgewogene und calciumreiche Ernährung
- bei nachgewiesenem Vitamin D-Mangel ausreichende Vitamin D-Substitution
- körperliche und sportliche Tätigkeit, wenn möglich an der frischen Luft (Sonnenlicht)
- gezielte Unterstützung durch funktionelle Elektrostimulation
- bei bekannter schwerer Osteoporose kann die Einnahme spezieller Medikamente nach individueller Beratung durch den Hausarzt oder Spezialisten notwendig sein