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20. Juli 1984, Ludwig-Jahn-Sportpark in Ost-Berlin: Uwe Hohn nimmt Anlauf und schleudert den Speer auf unfassbare 104,8 m. Der grossgewachsene Athlet (1,98 m und 115 Kilo) stellt einen neuen Weltrekord auf, dies ist bis heute der weiteste Wurf überhaupt.
Der Speer wäre fast auf der gegenüberliegenden Tartanbahn gelandet, weshalb sich der Weltverband um die Sicherheit in den Stadien fürchtete.
Seit 1986 mit anderem Speer
Zum 1. April 1986 führte der Weltverband einen neuen Speer ein. Ein veränderter Schwerpunkt sorgt seitdem für steilere und kürzere Würfe. Mit dem neuen Speer liegt der Weltrekord bei 98,48 m. Hohns Wurf gilt heute zwar als «ewiger Weltrekord», ist aber nicht mehr gültig.
Hohn war beim DDR-Staatsdoping involviert
Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde bekannt, dass Hohn wie so viele andere DDR-Athleten gedopt war. Dem Speerwerfer wurden während seiner Karriere leistungsfördernde Substanzen verabreicht. Auch deshalb ist Hohn der Rekordwurf heute unangenehm: «Am liebsten will ich gar nicht darüber reden.»
Frühes Karriereende wegen Verletzungen
Nach dem 100-m-Wurf ging es bergab mit der Karriere von Hohn. Olympia 1984 verpasste er wegen des Ostblock-Boykotts. 1985 gewann er noch den Welt- und den Europacup. 2 Jahre später musste er seine Laufbahn aber nach zahlreichen Rückenverletzungen beenden.