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Brasilien enttäuscht zum Auftakt des olympischen Fussball-Turniers der Männer. Der Gastgeber muss sich in Brasilia gegen Südafrika mit einem 0:0 begnügen. Portugal, Europameister bei den Grossen, knüpft in Brasilien an den Erfolgen in Frankreich an.
Brasilien wurde zwar schon fünfmal Weltmeister, der Olympiasieg blieb den Südamerikanern bislang allerdings verwehrt. Dies soll sich ändern, der Druck vor eigenem Publikum ist immens. Im ersten Spiel hielten die von Neymar angeführten Brasilianer diesem nicht stand. Zwar dominierten sie die Partie mit einem Ballbesitz von 63 Prozent und verzeichneten auch deutlich mehr Schüsse aufs Tor (7:2), ein Treffer blieb ihnen allerdings verwehrt.
Das 0:0 ist insofern verkraftbar, als auch im anderen Spiel der Gruppe A zwischen dem Irak und Dänemark kein Tor fiel. Die ersten zwei erreichen die Viertelfinals.
Portugal deutet an, dass es auch bei den Olympischen Spielen ein heisser Anwärter auf die Goldmedaille ist. Das Team von Rui Jorge bezwingt Argentinien zum Auftakt 2:0 – sehr zur Freude der Zuschauer.
Obwohl die sechs in Brasilien spielberechtigten Akteure aus dem erfolgreichen EM-Team auf die Teilnahme verzichtet haben, setzten sich die Iberer gegen den zweifachen Olympiasieger Argentinien durch. Das zeigt, über welches Reservoir die Portugiesen verfügen. Das U21-Team ist seit dem 11. Oktober 2011 und 26 Partien ungeschlagen – die Finalpleite im Penaltyschiessen gegen Schweden an der letztjährigen EM zählt nicht als Niederlage.
In der Gruppe C setzte es zwischen Deutschland und Mexiko ein 2:2 ab. Sämtliche Treffer in Salvador wurden in der zweiten Halbzeit erzielt. Die Mexikaner, 2012 in London Goldmedaillengewinner, gingen durch Tore von Oribe Peralta (52.) und Rodolfo Pizarro (63.) zweimal in Führung. Den optisch überlegenen Deutschen gelang dank dem in England bei Arsenal spielenden Serge Gnabry (58.) sowie dem Dortmunder Matthias Ginter (78.) zweimal der Ausgleich.
Die von Horst Hrubesch betreute DFB-Auswahl strebt die erste Olympia-Medaille im Fussball bei den Männern seit 1988 an. Damals gewann Deutschland die Bronzemedaille.
Die Schweden, die im vergangenen Jahr erstmals den U21-Titel gewonnen haben, starteten mit einem 2:2 gegen Kolumbien ins Turnier. Zwar wendeten die Skandinavier dank Mikael Ishak (43.) und Astrit Ajdarevic (62.) das frühe 0:1 (17.) in ein 2:1, in der 75. Minute gelang aber Dorlan Pabon per Penalty das 2:2. Bei Schweden spielte der beim FC Basel tätige Alexander Fransson durch.
Südkorea feierte gegen Fidschi einen 8:0-Kantersieg. Zur Halbzeit stand es erst 1:0. Ryu Seung-Woo zeichnete sich als dreifacher Torschütze aus. Gar neun Treffer fielen in der Partie zwischen Nigeria und Japan. Der Nigerianer Oghenekaro Etebo steuerte vier Tore zum 5:4-Erfolg bei. (sda)
Das vom Schweizer Pierre-André Schürmann trainierte Algerien verlor im ersten Spiel gegen Honduras 2:3. Die Niederlage in einer unterhaltsamen Partie muss der algerische Torhüter Farid Chaal auf seine Kappe nehmen. Beim 0:2 (33.) schätzte er einen Bogen-Kopfball von Marcelo Pereira falsch ein, beim 1:3 (79.) liess er eine einfache Flanke fallen, wovon Anthony Lopez profitierte.
Algerien zeigte jedoch, angefeuert vom Publikum, Moral und hätte beinahe noch ein Unentschieden geholt. Nachdem Baghdad Bounedjah in der 85. Minute auf 2:3 verkürzt hatte, setzte der eingewechselte Oussama Darfalou drei Minuten später einen Kopfball aus kurzer Distanz über das Tor.
Damit wird es für Algerien mehr als schwierig, die Viertelfinals zu erreichen. Die weiteren Gruppengegner sind Argentinien und Portugal. (sda)