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Da die politischen Beziehungen nach jahrelangen Spannungen "wieder auf den normalen Weg zurückgekehrt" seien, sollte besonders auch in Wirtschaft und Handel "eine neue Phase" der Kooperation eingeläutet werden, sagte Li nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.
Ähnlich äusserte sich Japans Premier. Er wolle eine "neue Phase" in den Beziehungen beginnen und "von Wettbewerb zu Zusammenarbeit" wechseln. Seine Visite ist der erste bilaterale Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Peking seit sieben Jahren.
Am Nachmittag stand ein Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping auf dem Programm. Beide haben sich zwar wiederholt am Rande internationaler Gipfel gesehen, doch war Abe seit seinem Amtsantritt 2012 noch nie zu einem eigenständigen Besuch in Peking.
Das Verhältnis war wegen des rechtskonservativen Kurses von Abe und Japans Vergangenheit als Aggressor im Zweiten Weltkrieg frostig. Schwere Spannungen gab es zudem 2012, als sich der Territorialstreit um Inseln im Ostchinesischen Meer noch verschärfte. Der Handelskrieg der USA mit China und der Druck von US-Präsident Donald Trump auch auf Japan, mehr aus den USA zu importieren, lassen die zweit- und die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt aber wieder näher zusammenrücken./lw/DP/mis
(AWP)