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Gemäss einem Bericht der britischen 'Sunday Times' verhandelt Microsoft erneut mit Yahoo und will dessen Suchmaschinen-Sparte für 20 Milliarden Dollar kaufen. Leitende Manager der beiden Unternehmen hätten den Rahmenbedingungen des Deals bereits zugestimmt, allerdings gäbe es noch keine Garantie, dass die Transaktion auch tatsächlich durchgeführt werde. Die Zeitung kolportierte auch, dass der frühere AOL-CEO Jonathan Miller und der ehemalige Präsident von Fox Interactive, Ross Levinsohn, die Leitung der Suchmaschinen-Sparte von Yahoo übernehmen sollen. Im Blog 'All Things Digital' des Wall Street Journal dementiert
Levinsohn das allerdings und nennt den Bericht "Total Fiction". Auch Microsoft und Yahoo haben dem Bericht in der Zwischenzeit widersprochen.
Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch
vor rund einem halben Jahr, als der nun zurückgetretene Yahoo-CEO Cherry Yang die Übernahmeofferte von 47,5 Milliarden Dollar ausschlug, ist der Aktienkurs des Unternehmens um über zwei Drittel gefallen. Glaubt man dem Bericht der britischen Zeitung, so sähe der Einstieg für Microsoft deshalb relativ preiswert aus. Gegen eine Investition von fünf Milliarden Dollar würde Microsoft die volle Kontrolle über das Suchgeschäft für die nächsten zehn Jahre erhalten und erhielte zudem eine zwei Jahre gültige Kaufoption für das Suchgeschäft, für welches dann gesamthaft 20 Milliarden Dollar fällig wären. Allerdings beträgt der Börsenwert von Yahoo derzeit lediglich 16 Milliarden Dollar. Ob Microsoft tatsächlich bereit ist, allein für das Suchmaschinengeschäft mehr als den Gesamtwert von Yahoo zu bezahlen, bleibt derzeit offen. (bt)