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"Entmündigte-Lehrpersonen"-Argument
Prototypische Formulierung
Computer in der Schule entmündigen Lehrerinnen und Lehrer, weil der Computer und nicht mehr die Lehrperson didaktische Entscheidungen trifft.
Beispiele
Unterrichtsmedien sind demnach keine neutralen Mittel,
sondern eigendynamische Autoritäten, die unterschwellig Einfluss
nehmen auf Inhalte, Prozesse und Ziele von Unterricht. Dies gilt
grundsätzlich, aber insbesondere wenn den Lehrpersonen ein
verantwortlicher Einsatz schon allein deshalb nicht mehr möglich ist,
weil sie keine Einsicht in die verborgenen Algorithmen der Produkte
nehmen können. (Vgl. Vertrauen in ein Navi im Auto) Streng genommen
enteignet Lernsoftware die pädagogische und fachliche Autorität der
Lehrenden und entmündigt die Lernenden in ihren Lernprozessen.
Matthias Burchardt (2016), Biblionetz:t19213
Verwandte Argumente
Gegenargumente
- Standard-Antwort: Machen Sie den Bücher-Check!: Dieses Argument gilt streng genommen auch für Schulbücher, denn auch bei Schulbüchern werden gewisse didaktische Vorgaben bezüglich Inhalt und Methode gemacht.
- Standard-Antwort: Sowohl-Als-Auch statt Entweder-Oder: Die Lehrperson soll ja nicht die Kontrolle über den Unterricht komplett abgeben. Gewisse Routinen-Entscheide lassen sich aber durchaus effizienter durch einen Algorithmus erledigen.
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Quellen
Diskussion