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Was ist eine Cotutelle?
Unter einer Cotutelle de thèse versteht man ein Doktorat, bei dem die Doktorierenden an zwei Universitäten (in der Schweiz und im Ausland) eingeschrieben sind. Die Cotutelle-Doktorierenden promovieren nach den jeweils geltenden Bestimmungen der beiden Partneruniversitäten, reichen aber nur eine Dissertation zur gemeinsamen Beurteilung ein. Die Doktorierenden verbringen einen wesentlichen Teil ihrer Dissertationszeit an der Partneruniversität, wodurch sie ihr persönliches akademisches Netzwerk erweitern und sich intensiv mit den unterschiedlichen Forschungskulturen und akademischen Systemen auseinandersetzen. Das Dissertationsprojekt wird von zwei Betreuungspersonen der beiden Partneruniversitäten betreut. Es gibt nur eine Promotionsprüfung, an der beide Universitäten beteiligt sind. Auf dem Abschlusszeugnis wird vermerkt, dass die Dissertation im Rahmen einer Cotutelle de thèse entstanden ist.
Voraussetzungen für eine Cotutelle
- Die Doktorierenden müssen bereits an mindestens einer der gewünschten Partneruniversitäten zugelassen sein und an der zweiten Partneruniversität die Zulassungsbedingungen für ein Doktorat erfüllen.
- Die Doktorierenden müssen hinreichend begründen, warum zwei Institutionen für den Abschluss des Doktoratsstudiums notwendig sind. Der Mehrwert gegenüber einer regulären Ko-Betreuung muss erkennbar sein.
- Die geplanten Forschungsaufenthalte an den Partneruniversitäten müssen ausgewogen sein. Die Doktorierenden verbringen einen Drittel oder mindestens 12 Monate des Doktorats an der Partneruniversität, den Rest an der Heimatuniversität. Die Heimatuniversität ist die Universität, an der sich die Doktorierenden zuerst eingeschrieben haben.
- Der Beginn der Promotion (Datum der Immatrikulation) darf an keiner der beiden Universitäten länger als 12 Monate zurückliegen und die Kooperationsvereinbarung kann nur im ersten Jahr der Promotion abgeschlossen werden.
Grundsätze
- Die UZH ist grundsätzlich offen für Verträge mit anerkannten ausländischen Universitäten. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf eine Cotutelle de thèse mit Beteiligung der UZH.
- Für jede Cotutelle wird ein Kooperationsvertrag zwischen den beiden Universitäten abgeschlossen, der die Modalitäten der gemeinsamen Betreuung regelt.
- Die Doktorierenden müssen die Vorgaben beider Institutionen gemäss der jeweils geltenden Promotionverordnungen erfüllen.
- Die Doktoranden sind in der Regel an beiden Partnerinstitutionen immatrikuliert, wobei die Gebühren nur an einer Universität gezahlt werden.
- Eine gemeinsame Prüfung (Verteidigung) findet an einer der beiden Universitäten statt. Die Partnerinstitutionen müssen für die Kosten der Verteidigung (z.B. Reise und Unterkunft) aufkommen; im Falle der UZH werden diese Kosten vom jeweiligen Institut getragen.
- Nach Abschluss der Arbeit verleiht jede der beiden Universitäten den Doktortitel mit dem Vermerk, dass der Titel aufgrund einer gemeinsam betreuten Dissertation verliehen wurde.