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Gravitation - Semester-Aufgabe
„Wir spüren den überwältigenden Unterschied zwischen der Schwere des Marktplatzes und der Leichtigkeit der Stände darauf - die Dauerhaftigkeit des einen, die Vergänglichkeit des andern.1“
Im ersten Entwurf eures Studiums nähern wir uns der tatsächlichen Wirkung der Dinge an. Räume werden über die Gesamtheit unserer sinnlichen Eindrücke wahrgenommen und über unsere persönlichen Erfahrungen mit ihnen interpretiert.
In einer Folge von Übungen eignen wir uns ein Repertoire an architektonischen Mitteln an, welches es uns ermöglicht spezifische Räume zu schaffen. Die Form und das Gewicht der raumbegrenzenden Bauteile auf der einen - sowie die Proportionen, die Spannungsverhältnisse und Schwellen der Räume auf der andern Seite, sind dabei zentral.
Um uns vertieft mit der Vielschichtigkeit der Raumwirkung auseinandersetzen zu können, halten wir das Raumprogramm einfach: Während heute immer mehr Menschen die Stadt als Lebensmittelpunkt schätzen, steigt parallel das Bedürfnis nach andersartigen Räumen. Auf dem Grundstück eines ehemaligen Steinbruches oberhalb Horw entwerfen wir Freiräume - Orte um zu arbeiten, sich zurückzuziehen oder auszubrechen. Die Nutzung ist zu Beginn des Semesters unbestimmt und wird sich aus der Auseinandersetzung mit persönlichen Bedürfnissen ergeben. Welche Orte ziehen mich an? Was ist die spezifische Stimmung des Badens? Wie finde ich die Ruhe um zu schreiben? ...
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1: Peter & Alison Smithson (1996), „Kap. 5 Territorium“ In: Italienische Gedanken.
Im HS20 führt Stefan Wülser ein Atelier. Die Durchführung des Ateliers ist Teil des Erstjahreskurses, unter der Leitung von Matthew Howell & Stefan Wülser