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Nino Niederreiter und die Carolina Hurricanes scheitern in den Playoff-Halbfinals der NHL an den Boston Bruins. Carolina kassiert ein 0:4 im vierten Spiel und verliert die Serie ebenso mit 0:4.
Bostons Torhüter Tuukka Rask benötigte 24 Paraden für den siebten Playoff-Shutout seiner NHL-Karriere. Für den sechsfachen Stanley-Cup-Gewinner traf Luganos einstiger Lockout-Spieler Patrice Bergeron (39./51.) im Heimspiel der Hurricanes doppelt.
Die Bruins ebneten sich den Erfolg im Mitteldrittel mit Überzahltoren von David Pastrnak (25.) und Bergeron. Für Bergeron war es bereits der sechste Powerplay-Treffer und das achte Tor in den laufenden Playoffs. Brad Marchand (58.) setzte noch den Schlusspunkt zum Sweep von Boston im Conference-Final im Osten.
Für die Bruins ist es die erste Finalteilnahme seit 2013 und der 20. Vorstoss in die Ausmarchung um den Stanley Cup insgesamt. Dort treffen die Bruins entweder auf die San Jose Sharks mit Timo Meier oder die St. Louis Blues. Die Kalifornier führen aktuell mit 2:1 in der Serie.
Die als Underdog in die Playoffs gestarteten Hurricanes können dennoch mit breiter Brust auf ihren Lauf zurückblicken. In der ersten Playoff-Runde hatten sie mit den Washington Capitals den Titelverteidiger ausgeschaltet und sich danach ihrerseits einem Sweep gegen die New York Islanders durchgesetzt.
«Boston spielte eine grossartige Serie gegen uns und war einfach besser, vorab in den Spezialsituationen», anerkannte Carolinas Jordan Staal. Bei den Bruins figurierte der verletzte Captain Zdeno Chara verletzt auf der Liste überzähligen Spieler für Spiel 4. Der 42-jährige slowakische Abwehr-Gigant (2,06 m) soll aber im Final wieder einsatzfähig sein.
Der Schweizer Nino Niederreiter stand in Spiel 4 der Halbfinal-Serie gegen Boston für Carolina knapp 17 Minuten auf dem Eis, das er mit einer ausgeglichenen Bilanz verliess. Für Carolina erzielte Niederreiter in den Playoffs in 15 Spielen ein Tor und drei Assists.
Der Stürmer ist nun als Nachrücker für das Schweizer Nationalteam an der WM in der Slowakei verfügbar, sofern er gesund ist und die üblichen Formalitäten (u.a. Freigabe) erledigt werden können.
Für die Schweiz wäre Niederreiter eine weitere Top-Verstärkung. Der Bündner gewann 2013 und im Vorjahr WM-Silber mit der Schweiz. Dabei war er vorab 2018 als unerschrockener Vorkämpfer mit viel Wasserverdrängung in der Offensive ein absoluter Teamleader.
Nationaltrainer Patrick Fischer hielt denn auch explizit für den nun eingetretenen Fall eines frühen Halbfinal-Scheiterns von Carolina einen Melde-Platz im aktuellen WM-Team für Niederreiter frei. (zap/sda)