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Phonologische Schnittstelle und Wortschatzerwerb in Französisch als Fremdsprache
Finanzierung: HEP|PH FR
Die Muttersprache von Lernenden beeinflusst den Erwerb einer Fremdsprache. Sprachen teilen nicht nur die Sprachprozesse, die sie funktionsfähig machen, sondern auch ihre Wissensrepertoires wie etwa das phonologische Repertoire (Flege, Bohn und Jang, 1997; Kartuschina und Frauenfelder, 2014). Das dynamische Funktionieren von Sprachen und ihre gemeinsamen Repertoires führen zu sprachübergreifenden Interferenzen und Transfers, die den Fremdsprachenerwerb behindern oder erleichtern. Interferenzen an der phonologischen Schnittstelle schränken die Wahrnehmung, den Verbleib im Arbeitsgedächtnis, die mündliche Produktion und vermutlich den Wortschatzerwerb ein. Die didaktische Nutzung dieses Wissens ist empirisch noch wenig untersucht worden.
In der vorliegenden Studie sollen die Wirkungen zweier didaktischer Ansätze verglichen werden, eines expliziten und eines handlungsorientierten kommunikativen Ansatzes, die auf dem gleichen Vokabular und den gleichen Interferenzen basieren. Die untersuchten Variablen sind der Verbleib verbaler Informationen im Arbeitsgedächtnis, die Unterscheidung, die Aussprache, der Erwerb von Phonem-Graphem-Korrespondenzen und das Niveau des rezeptiven Vokabulars.