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Die 19-Jährige verpasste als 25. die Kür der besten 24 um einen halben Punkt. Sie muss um die Olympia-Teilnahme bangen.
Die Enttäuschung war Paganini nach dem Kurzprogramm anzusehen. Sie drehte den abschliessenden Rittberger nur doppelt, und da dieser laut Reglement hätte dreifach sein müssen, kamen null Punkte in die Wertung. Wäre ihr der Sprung, den sie normalerweise beherrscht, gelungen, hätte sie um die sechs Punkte erhalten und wäre in den Top 15 klassiert gewesen. Selbst mit einer schlechten Ausführung hätte sie sich problemlos für die Kür qualifiziert.
Ironie der Geschichte: Der Dreifach-Rittberger ist erst seit dieser Saison Paganinis letzter Sprung im ersten Wettkampfteil, da sie auf diese Weise mehr Punkte holen kann. Schon die Landung des Dreifach-Lutz zu Beginn ihres Auftritts zur Musik «Caught Out in the Rain» von Beth Hart war nicht sauber, dennoch schaffte sie es, ihn mit dem Dreifach-Toeloop zu kombinieren - sie erhielt nur minime Abzüge.
Paganini arbeitet seit vergangenem Mai mit dem zweifachen Schweizer Weltmeister Stéphane Lambiel zusammen, einem Künstler par excellence. Die Fortschritte in diesem Bereich waren zu sehen – bloss 13 Läuferinnen erhielten bei den Programmkomponenten mehr Punkte. Das war letztendlich aber ein schwacher Trost. Ihre Bestleistung von 68,82 Punkten, die sie beim 4. Platz an den letztjährigen Europameisterschaften aufgestellt hatte und Zwischenrang 9 bedeutet hätten, verpasste sie um 11,59 Punkte.
Wie gross der Frust bei Paganini war, unterstreicht die Tatsache, dass sie nach ihrer Darbietung keinen Kommentar abgab. Sie verpasste zum zweiten Mal in Folge an Weltmeisterschaften die Kür - 2019 war sie 33. geworden. Das war insofern doppelt bitter, als sie dadurch der Schweiz (vorerst) keinen Quotenplatz für die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar in Peking sicherte, was ihr grosses Ziel war. 24 der 30 Plätze werden in Stockholm vergeben. Immerhin hat sie noch eine Chance, die sie im Normalfall nutzen wird. Doch schien angesichts ihres Potenzials auch das Erreichen der Kür nur eine Formsache zu sein.
In Führung liegt mit 81 Punkten die am 28. März 17 Jahre alt werdende Russin Anna Schtscherbakowa, für die es die erste WM-Teilnahme ist. Dahinter folgen die Japanerin Rika Kihira (79,08) und Landsfrau Elisaweta Tuktamischewa (78,86), die erstmals seit ihrem WM-Titel 2015 wieder an internationalen Meisterschaften dabei ist. Die Kür findet am Freitagabend statt.