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«Die Kleine ist wie meine eigene Tochter»
Eine süchtige Frau bat den Polizisten, ihr Baby zu adoptieren. Nun lebt das Mädchen glücklich bei ihm und seiner Familie.
Auf einer Streifenfahrt fiel dem Polizisten Jesse Whitten (35) aus San Francisco in Kalifornien nachts eine obdachlose Frau auf. «Sie sass auf einer Bank, starrte vor sich hin.» Der Vater von drei Mädchen hielt an und sah, dass sie schwanger war. «Sind Sie in ärztlicher Behandlung?» Die Mittdreissigerin verneinte.
Im Laufe der Unterhaltung stellte der Polizist fest, dass die Frau unter Drogen stand. «Ich sah es an ihren erweiterten Pupillen», sagt er. «Die Frau war erstaunlich offen. Sie berichtete, die Behörden hätten ihr zwei Söhne wegen ihrer Kokainsucht weggenommen.»
Als Jesse zu Hause seiner Ehefrau Ashley (35) von der Begegnung erzählte, bat sie: «Nimm mich nächstes Mal mit auf deine Patrouille.» Gesagt, getan. Beim Treffen ergriff die Frau Ashleys Hand und legte sie auf ihren Bauch: «Ich bin im sechsten Monat.» Von da an hielt der Polizist alle paar Tage an der Bank an und brachte ihr Essen und Geld für Arztbesuche. Eines Tages zeigte die Obdachlose Jesse ein Ultraschallfoto. «Es ist ein Mädchen. Würden Sie es adoptieren?»
Als das Baby geboren wurde, waren Ashley und Jesse anwesend. Im Einverständnis mit der Mutter nahmen sie das Mädchen mit nach Hause. Sie bat die beiden, ihr Baby für immer zu übernehmen. «Wir liebten die kleine Harlow Masie vom ersten Tag an, den sie bei uns verbrachte», erzählt Ashley. Sie sei wundervoll und für sie wie ein eigenes Kind. Auch ihre Mädchen Reese (7), Kendall (5) und Stella (3) hiessen ihre neue Schwester sofort willkommen. Besonders schön: Harlow Masies Adoptiveltern sorgen nun dafür, dass sie auch ihre Brüder regelmässig sieht.