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Übung zur deutschen Kurrentschrift
Die Transkription lautet:
qui consiste en douze florins Vous avez oublié
garde cependant de laisser échaper cette occasion sans Vous marquer
emploiée Dans la Bibliothèque du Roi et qui a austrefois
in pretio haberi meo Pfaffio Datum Basileae
persuadeam solo desiderio studium suum affectumque divino
Die romanischen Kursiven sind für uns viel einfacher zu lesen, da ihre Buchstabenformen fast vollständig denen derentsprechen. Mit den deutschen Kursiven aus der gleichen Zeit haben die romanischen Beispiele gemeinsam, dass sie recht stark geneigt und die Buchstaben verbunden sind, sowie dass sie zwei verschiedene s-Formen verwenden. Dabei besteht ein wichtiger Unterschied: die lange s-Form der romanischen Schriften sieht nicht wie das lange s, sondern wie das h der deutschen Kurrentschrift aus!
Wie Du im Tutorium gelesen hast, vermischen sich die beiden Stränge der gleichzeitig existierenden frühneuzeitlichen Schriften nicht. Hier hast du nun ein Beispiel dafür, dass der Schrifttyp von der verwendeten Sprache abhängig ist. Obwohl die Korrespondenz zur selben Zeit am selben Ort geschrieben wurde, wurde konsequent die romanische Schrift für die romanischen Sprachen verwendet, und die deutsche Kurrent für die deutschsprachigen Briefe.