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Trotz stürmischem, mehr Winter- denn Frühlingswetter, durfte Adrian Kurth, der im Januar an der Hauptversammlung neu gewählte Präsident, eine volle Mehrzweckhalle zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Attiswil willkommen heissen.
Das Konzert wurde passend zum Wetter mit dem „Slavonic March“ eröffnet: der von Antonin Dvorak komponierte und von Robert Longfield für Blasorchester arrangierte Marsch beeindruckt vor allem mit dem Wechsel zwischen stürmischen Fanfaren und luftig leichten Zwischenspielen. Es folgte mit „Sid Addir Babai“ von Lorenzo Pusceddu bereits ein Höhepunkt: mit dieser Ouvertüre werden sich die Attiswiler Musikantinnen und Musikanten am 22. Juni am Konzertwettbewerb am Bernischen Kantonal-Musikfest in Thun der Jury stellen. Nach der rockigen Version des Bulgarischen Volksliedes „Katerino Mome“ führte die Reise in die Showwelt: Auf Ausschnitte aus der Filmmusik zu „The Theory of Everything“, der Verfilmung vom Leben des Physikers Stephen Hawkings, folgte das musikalische Thema der Verfilmung von „Inspector Clouseau“, dem dritten Teil der Pink-Panther-Reihe aus dem Jahr 1968. Zum Abschluss des ersten Teils präsentierte die Musik Attiswil, die seit Januar 2018 unter der souveränen Leitung von Dirigent Pavlos Serassis steht, die Highlights aus dem Musical „Fiddler on the Roof“ („Anatevka“), welches sich in den 1960er-Jahren zum Kassenschlager am Broadway in New York entwickelte.
Von den Alpen bis in den Balkan..
Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete die Musik Attiswil mit Richard Wagners „Pilgerchor“, gefolgt von „La Passerella di Addio“, einem Querflöten-Solo mit teils halsbrecherischem Tempo. Ein Highlight des zweiten Teils war „A Morricone Portrait“, welches mit der weltbekannten Melodie aus dem Italo-Western „Mein Name ist Nobody“ das Publikum in seinen Bann zog. Und es ging rasant weiter mit „El Gato Montés“, einem von Shelley Hanson arrangiertes Potpourri verschiedener Melodien aus der gleichnamige Oper von Manuel Penellas, sowie „Blue Mambo“ von Michael Sweeney. Bevor Ruedi Rebholz, der bereits zum zweiten Mal charmant durch das Programm geführt hat, das letzte Stück ansagte, dankte Adrian Kurth dem Dirigenten Pavlos Serassis für die ausgezeichnete Probearbeit sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen, ohne die ein Jahreskonzert gar nicht mehr durchführbar wäre. Die musikalische Reise führte schlussendlich nach Südosteuropa: in „Balkan Impressions“ von John Glenesk Mortimer zeigten die Attiswiler Musikantinnen und Musikanten zum Abschluss ihres Konzertes einen musikalischen Querschnitt durch die vielfältige Welt dieser Region. Doch ohne Zugaben wollte das Publikum die Musikgesellschaft nicht in den wohl verdienten (musikalischen) Feierabend entlassen: im Medley „Gershwin Classics“ fasste Michael Sweeney die grössten Hits wie „Summertime“ und „Rhapsody In Blue“ von George Gershwin zusammen und mit dem Marsch „Eidgenossen“ von Kurt Weber, einem der wichtigen Strassenmärsche des letzten Jahrhunderts, wurde der Abend endgültig abgeschlossen.