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Masern führen auch bei Kindern zu Komplikationen
Hier das Argumentarium der EKIF:
Masernkomplikationen können in jedem Alter auftreten, auch bei Kindern. Während der letzten Masernepidemie (Ende 2006 bis Mitte 2009) entwickelten 6,3% der erkrankten Kinder eine Mittelohrentzündung, 3,9% hatten eine Lungenentzündung, und das einzige Todesopfer in der Schweiz war ein zwölfjähriges Kind. Mittelohrentzündungen treten etwas häufiger bei Kindern auf, Gehirnentzündungen hingegen vorwiegend bei Erwachsenen, während Lungenentzündungen öfter bei Säuglingen und Erwachsenen vorkommen. Dabei gilt, dass das Risiko einer schweren Komplikation mit dem Alter zunimmt. Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine sehr seltene (1:100’000), immer tödlich verlaufende Komplikation, welche Jahre nach einer Maserninfektion, die sehr häufig im Kleinkindesalter erworben wurde, auftritt.
Zwar trifft es zu, dass vor allem chronisch kranke und immungeschwächte Personen, Schwangere und Säuglinge von Komplikationen betroffen sind, doch ein guter Gesundheitszustand vor der Infektion bietet keine Gewähr für den komplikationsfreien Verlauf der Krankheit.