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Berner Verwaltung konnte Rechnungen nicht bezahlen
Am 10. März waren 2772 Rechnungen überfällig, wie in der am Montag publizierten Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation von Michael Ritter (GLP) zu lesen war. Betroffen sei mit 53 Prozent der Fälle insbesondere die Bildungs- und Kulturdirektion gewesen. Die restlichen 47 Prozent verteilen sich auf andere Direktionen.
Die Einführung einer neuen Software am 1. Januar 2023 für die Erfüllung von administrativen Arbeiten habe zu Problemen geführt, die die Zahlungsläufe einschränken oder sogar verhindern hätten. Es komme vor, dass die IBAN-Nummern nach dem Zahlungsauftrag verschwinden, sodass die Zahlung erneut erfasst und freigegeben werden müsse, stand in der Antwort der Regierung.
Schlechte Stammdatenqualität
Weitere Probleme gebe es aufgrund der noch schlechten Stammdatenqualität, welche auf die Datenüberführung in das neue System zurückzuführen sei. Gemäss der Antwort der Regierung gab es auch Verzögerungen bei der Übermittlung von Rechnungen. Das letztgenannte Problem sei per Anfang März behoben worden.
Weiter seien organisatorische Prozesse in den Organisationseinheiten nicht im gewünschten Ausmass umgesetzt worden. So sei durch die nicht eindeutige Abbildung der Hierarchien von Vorgesetzten und unterstellten Mitarbeitenden der Kreditorenworkflow gestört worden, schrieb die Regierung.