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Wegen zunehmender Spannungen mit den USA setzt Russland die vereinbarte Vernichtung von atomwaffenfähigem Plutonium aus. In einem entsprechenden Erlass schrieb der russische Präsident Wladimir Putin am Montag als Begründung von «unfreundlichen Handlungen der USA» gegen Russland und einer Bedrohung der strategischen Stabilität.
Der Vertrag vom Jahr 2000 verpflichtete die USA und Russland, je 34 Tonnen waffenfähiges Plutonium durch die Nutzung in Atomkraftwerken in sogenannte Mischoxid-Brennelemente (MOX) umzuwandeln. In Form von MOX-Brennstoff kann Plutonium in Reaktoren zur Energieerzeugung genutzt werden.
Vorwürfe an die USA
Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 stiess der Bau einer Anlage zur Erzeugung von Mischoxid-Brennelemente wegen ihrer hohen Sicherheitsrisiken aber auf Ablehnung.
Eine Alternativlösung, das mit anderen Substanzen vermischte Plutonium stattdessen unter der Erde einzulagern und so aus dem Verkehr zu ziehen, lehnte Moskau mit dem Hinweis ab, dass diese Methode umkehrbar sei. Konkret wirft Russland den USA vor, sich nicht an die Abmachung zu halten. «Russland ist es nicht mehr möglich, dieses Abkommen alleine umzusetzen», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Agenturen zufolge.
(sda/gku/chb)