Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/61442

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Antwort auf meine Anfrage 04.1147 hat neue Fragen und Zweifel ausgelöst. Deshalb erachte ich es als notwendig, den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen zu bitten:</p><p>1. Wo und wie gedenkt man, in Anbetracht der speziellen Situation der Strecke Cadenazzo-Luino, auf die Linienführung der Bahn Einfluss zu nehmen, um die Kapazität des täglichen Güterverkehrs zu erhöhen?</p><p>2. Einige Kilometer der betreffenden Bahnlinie befinden sich auf Schweizer Boden. Sieht die sogenannte "Piattaforma Luino" deshalb auch den Einbezug von Schweizer Institutionen vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Bei der zweiphasigen "Piattaforma Luino" sind sogenannte "punktuelle Eingriffe" auf dem bestehenden Schienennetz vorgesehen oder bereits erfolgt.</p><p>Auf Schweizer Seite sind die schienenfreien Perronzugänge bei Cadenazzo, der doppelte Spurwechsel bei Contone sowie die Kreuzungsgleise für Züge à 600 Meter bei Magadino-Vira bereits vorhanden. Bis Dezember 2005 kommt in Bellinzona eine Umspannanlage mit je einem Gleis für Züge à 600 Meter pro Richtung hinzu.</p><p>Auf italienischer Seite sind bereits drei Kreuzungsgleise für Züge à 600 Meter in Luino, eines in Pino-Tronzano und eines in Laveno-Mombello vorhanden. Von Ende 2004 bis Ende 2005 kommen als weitere punktuelle Massnahmen Kreuzungsgleise für Züge à 600 Meter (Luino, Besozzo, Ispra, Mornago, Porto-Valtravaglia, Sesto Calende auf Seite Oleggio), ein Kreuzungsgleis à 750 Meter in D'Orbiè, schienenfreie Perronzugänge (Porto-Valtravaglia, Ternate), gleichzeitige Zugfahrstrassen in Varano B., Fernsteuerungen (Casteletto, Ispra), Umwandlungen in Haltestellen (Casteletto, Leggiuno-Monvalle, Taino-Angera), die Zentralisierung des Weichenkopfs Nord in Luino, eine Schleife (Bretella) für direkte Fahrten (Gallarate-Sesto Calende-Luino) in Gallarate und gleichzeitige Einfahrten in zwei Gleise in Luino hinzu. All diese Massnahmen führen dazu, dass die Streckenkapazität mehr als verdoppelt werden kann.</p><p>2. Die regelmässige Koordination und gegenseitige Information im Rahmen der grenzüberschreitenden Schieneninfrastrukturarbeiten (wie die "Piattaforma Luino") wird durch die bilaterale Vereinbarung vom 2. November 1999, in Kraft seit 18. Mai 2001 (SR 0.742.140.345.43), sichergestellt. Mit dieser Vereinbarung wurde eine schweizerisch-italienische Organisationsstruktur geschaffen, welche aus einem Lenkungsausschuss und vier untergeordneten Arbeitsgruppen besteht. Im Rahmen eines Kontaktorganes werden die betroffenen Kantone Wallis und Tessin einbezogen.</p>  Antwort des Bundesrates.