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Impressionen von der Premiere der Veranstaltung «un-gewöhn-lich» mit Véronique Müller und François Loeb – die am 25. Juli im Schlosshof Murten stattgefunden hat.
Zufällig kreuzten sich die Wege von Véronique Müller und François Loeb in der Murtner Confiserie «Monnier», wo er ihr erzählte, dass er sehr gerne Lesungen über seine Begegnungen mit Friedrich Dürrenmatt halten würde. Véronique Müller erklärte sich freudig bereit, hierbei eigene Lieder beizusteuern.
Im Jahre 1972 vertrat sie, als junge Frau, mit dem Lied «C'est la chanson de mon amour» die Schweiz am Eurovisions Song Contest. François Loeb seinerseits führte für manche Jahre das bekannte Berner Warenhaus «Loeb», das sein Urgrossvater einst gegründet hatte und ist seit längerer Zeit schriftstellerisch tätig.
Am Samstagabend wurde sehr deutlich, dass den beiden Kunstschaffenden die Zusammenarbeit grosse Freude bereitet. Sie dankten und lobten einander mehrfach.
Zu warmen, sanften Gitarrenklängen sang Véronique Müller Lieder übers Leben; das Schicksal; die Leichtigkeit; die Geselligkeit; das Glück; die Liebe – auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Sie lud auch das Publikum zum Mitsingen ein – und man merkte ihr an, wie sehr sie als Musikerin in ihrem Element ist.
François Loeb erzählte von mehreren Begegnungen mit Friedrich Dürrenmatt. Während seiner ersten – im Restaurant «Du Rocher» in Neuenburg – wurde deutlich, dass nicht nur lebendige Gespräche, sondern auch das Schweigen zum Entstehen einer Beziehung beitragen können. Eine weitere ereignete sich an einem Tag, an dem François Loeb mit Freunden eine Schifffahrt nach Neuenburg unternahm. Es gelang Loeb, Dürrenmatt spontan für ein Abendessen im Hafen der Stadt zu gewinnen – gefolgt von einer abenteuerlichen Bootsfahrt zurück auf den Murtensee, die bis weit nach Mitternacht andauerte.
Loeb machte auch deutlich, dass Dürrenmatt ein sehr emotionaler Mensch gewesen sei – was in seinen Werken zwar zum Ausdruck kommt, er aber im gesellschaftlichen Leben meist verborgen hatte. Eine heftige Erschütterung bedeutete für den Schriftsteller der Tod seiner ersten Frau Lotti.
Im Murtner Schlosshof herrschte eine sehr familiäre Stimmung. Die Pausenverpflegung von der Confiserie «Monnier» durften die Gäste im Schlosshof geniessen.
Ich kann die Teilnahme an den weiteren Veranstaltungen in Murten – am 26. Juli sowie am 15. und 16. August, jeweils um 17 Uhr – wirklich herzlich empfehlen!
Informationen zu den weiteren Veranstaltungen finden Sie hier!