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Kerstin beschrieb in einem Kommentar zum Thema „Korkenzieher und ISG“, dass sie beobachtet hat, dass das Sacrum „wie nach ventral abgesackt“ sei.
Das hängt ziemlich sicher damit zusammen, dass bei diesen Menschen das Sacrum in dieser Weise in das Becken „eingebaut“ ist. Man spricht dabei von der Syntopie. Die Syntopie ist eine unveränderbare Grösse. Es ist wichtig, dies zu kennen, damit man die richtigen therapeutischen Schlussfolgerungen ziehen kann. Sie sind die gleichen wie bei einem ++ Antetorsionswinkel: Man kann es nicht ändern.
Die Bestimmung der Syntopie kann nur mittels eines Beckenröntgenbildes erfolgen. Massgebend zum Verständnis dieser Verhältnisse beigetragen, haben die Manuelmediziner Gottfried Gutmann und Heiner Biedermann, die zu den Pionieren der Manualmedizin in Deutschland gehörten.
Ihr Lebenswerk gipfelte in der Herausgabe einer sechsteiligen Buchserie mit dem Titel „Funktionelle Pathologie und Klinik der Wirbelsäule„. Im 1. Teil des 3. Bandes wurden die nachfolgenden Ausführungen beschrieben.
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1910 wurde James Mackenzie’s Buch „Krankheitszeichen und Ihre Auslegung“ in der ersten deutschen Auflage veröffentlicht. Auf seine Arbeiten, die der Inhalt dieses Buches sind, geht der Begriff Mackenzie Zonen zurück. Bei den Mackenzie Zonen handelt es sich um Hyperalgesie Zonen in Muskeln und Sehnen, die Ihren Ursprung in Erkrankungen der Innernen Organe haben. Ähnlich wie bei den Head’schen Zonen, bei denen sich die Hyperalgesie in den Dermatomen manifestiert, können die Mackenzie Zonen den Myotomen zugeordnet werden.
Mackenzie muss ein sehr kritischer Zeitgenosse gewesen sein, aber genau diese Fähigkeit ermöglichte ihm, neue Beobachtungen zu machen. So können wir im Vorwort zur ersten Auflage lesen:
„Mackenzie bietet uns darin nicht mehr und nicht weniger als ein ganz neues System der Symptomatologie innnerer Erkrankungen. Sein scharfes kritisches Auge hat ihn veranlasst, die gewöhlichsten, alltäglich geübten Untersuchungsmethoden, wie die Palpation und die Auslösung von Schmerz bei der Untersuchung der inneren Organe, einer sorgfältigen Revision zu unterziehen. Das Resultat der Prüfung ist vernichtend für viele unserer herrschenden Anschauungen. Wenn wir bisher glaubten durch Druck auf die Leber oder auf den Magen eine Empfindlichkeit und Schmerzhaftigkeit dieser Organe nachweisen zu können, so zeigt Mackenzie, dass eine solche Annahme voreilig und unzutreffend ist. Man hat ja vollkommen übersehen, dass zwischen Leber und Magen und der betasteten Hand eine an Nerven reiche Bauchwand sich befindet, und hat versäumt zu untersuchen, welchen Anteil diese an der Entstehung der Schmerzphänomene haben könnte. Continue reading
In Modul 11 wurde uns die Übung „der Korkenzieher“ vorgestellt und detailliert analysiert. Neben den primären Lernzielen wurden auch andere Lernziele oder Wirkmechanismen angesprochen. Unter anderem wurde gesagt, dass dabei die SIG mobilisiert werden würden. Bereits im Unterricht hatte ich meine Zweifel an dieser Aussage geäussert. Da klärende und differenzierte Ausführungen während des Unterrichts aufgrund der Komplexität des Themas nicht möglich sind, werde ich im folgenden die Gründe meiner Aussage darlegen. (Das Thema „Funktionelle Anatomie des SIG und der FTL wäre im Minimum ein Tagesthema!):
Lernziel gemäss der 1. Auflage des Buches „Therapeutische Übungen zur FBL„.
„Die Stabilisation der BWS in EXT auch bei ausgeprägtem Flachrücken und bei hohen Brustkyphosenmit Hilfe einer Selbstmanipulation des KA Brustkorbes gegen den KA Becken in ROT bewerkstelligen.“
Lernziel gemäss der 6. Auflage des Buches „FBL Klein-Vogelbach Functional Kinetics – Therapeutische Übungen“.
„Der Übende soll lernen, die Wirbelsäulenrotation im lumbothorakalen und zervikothorakalen Übergang hubfrei und möglichst endgradig auszuschöpfen und die BWS in Nullstellung extensorisch zu stabilisieren“.
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