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Der Shinkansen im Jahr 2023
Am 5. Oktober 2020 haben in Fukui, der Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur, die Bauarbeiten für ein neues elegantes Bahnhofsgebäude begonnen. Es ist genauer gesagt ein Anbau auf der östlichen Seite des bisherigen Zentralbahnhofs. Es sind bedeutende Arbeiten. Denn dieser Bahnhof ist Teil der Verlängerung Hokuriku-Shinkansen-Strecke, an der seit 2012 gearbeitet wird. Geht alles nach Plan, wird dieser Abschnitt im Frühling 2023 eröffnet. Dann wird der Hokuriku-Shinkansen, der seit 2015 Tokio mit Kanazawa in 2 Stunden 28 Minuten verbindet, bis tief in die Präfektur Fukui fahren.
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Die neue Shinkansen-Strecke
Vom Tsuruga-Abschnitt ist dabei die Rede. Diese neue Route ist 125 Kilometer lang und wird die sechs Bahnhöfe Komatsu, Kaga-Onsen, Awara-Onsen, Fukui, Nanetsu (provisorischer Name) und Tsuruga bedienen. Der Bau dieser Shinkansen-Verlängerung wird die Hokuriku-Region, die die Präfekturen Fukui (Hauptstadt: Fukui), Ishikawa (Kanazawa) und Toyama (Toyama) umfasst, verkehrstechnisch und wirtschaftlich noch näher zusammenbringen. Die Fahrt von Kanazawa nach Tsuruga wird dann kurze 43 Minuten dauern. Das entspricht einem Zeitgewinn von 30 Minuten. Ausserdem wird die Stadt Fukui auf einen Schlag besser mit Tokio verbunden sein. Anstatt den heutigen 3 Stunden 14 Minuten wird man in Zukunft 2 Stunden 53 Minuten brauchen. Derweil wird die Fahrzeit von Toyama nach Fukui nicht mehr 1 Stunde 12 Minuten, sondern 44 Minuten betragen.
Wie gross der Effekt einer Anbindung an das Netz des Hochgeschwindigkeitszugs ist, hat der Hokuriku-Shinkansen seit seiner Eröffnung 2015 hinlänglich bewiesen. Die Zahl der Passagiere, die seither mit dem Zug von Tokio nach Kanazawa fährt, hat sich in kürzester Zeit knapp verdreifacht, von 6 Millionen im Jahr 2014 auf rund 18 Millionen im Jahr 2017. Der historischen Grossstadt Kanazawa hat die Shinkansen-Anbindung zudem einen Wirtschafts- und Tourismusboom beschert. Von der neuen touristischen «Golden Route» ist die Rede. Die Hoffnung ist gross, dass nach der Vollendung des Tsuruga-Abschnitts auch die Region Fukui davon profitieren wird.
Die Verlängerung bis nach Osaka
Der Hokuriku-Shinkansen wird damit aber noch nicht zu Ende gebaut sein (Asienspiegel berichtete). Voraussichtlich ab dem Jahr 2030 wird die nächste und letzte Verlängerung in Angriff genommen, die von Tsuruga über die Städte Obama und Kyoto bis nach Osaka führen wird. Dies wird eine direkte Shinkansen-Fahrt von Osaka über Kyoto bis nach Kanazawa ermöglichen. Man geht davon aus, dass diese Arbeiten 15 lange Jahre in Anspruch nehmen werden.
Der vorläufige Endbahnhof bleibt somit noch viele Jahre in Tsuruga. Das hat zur Folge, dass man voraussichtlich ab dem Frühling 2023 nicht mehr mit einem Limited-Express-Zug Thunderbird direkt von Kanazawa nach Osaka wird fahren können. Stattdessen werden die Passagiere in Tsuruga oder Fukui auf den neuen Shinkansen umsteigen müssen. Das gleiche Schicksal wird wohl auch der Limited-Express Shirasagi, der Kanazawa mit Nagoya verbindet, ereilen. Trotz dieser Unannehmlichkeit des Umsteigens wird auch die Fahrzeit von Osaka nach Kanazawa ab 2023 wesentlich verkürzt, von heute 2 Stunden 31 Minuten auf künftig 2 Stunden 4 Minuten.
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