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Diplomatisches Korps als Gesamtheit behandelt wird oder selbst als solche in Thätigkeit treten kann. Dahin gehört
z. B. der Empfang des Diplomatisches Korps seitens des
Souveräns bei gewissen festlichen Gelegenheiten, bei der Neujahrsgratulation, Einladungen
an das Diplomatisches Korps zu Hoffesten, Einräumung einer besondern
Tribüne oder Loge in dem Zuhörerraume der Parlamentsgebäude,
in der Hofkirche
u. dgl. Aber auch bei Verletzungen der durch das
Völkerrecht gewährten Privilegien der diplomat.
Agenten oder bei völkerrechtswidrigen Gewaltakten einer Regierung kann wohl unter Umständen das Diplomatisches Korps sich
zu einer gemeinschaftlichen
Vorstellung oder
Protestation veranlaßt sehen; vielleicht auch in dem Falle, daß ein Mitglied
des Diplomatisches Korps durch sein Verhalten sich gegen die
Standesehre gröblich vergangen haben sollte. Wenn das Diplomatisches Korps als
Einheit auftritt, bedarf es eines Organs. Als solches fungiert der Doyen
(Dekan) des Diplomatisches Korps; es ist dies in der Regel das nach
der
Anciennetät an dem
Hofe älteste Mitglied des in Diplomatisches Korps den vorwiegend kath.
Staaten heute noch der päpstl.
Nuntius, ohne daß aber im einzelnen Falle das Diplomatisches Korps gehindert ist, ein anderes Mitglied mit
seiner
Führung oder Vertretung zu betrauen.
an technischen Hochschulen Prüfungen zum Nachweis der erlangten technischen Ausbildung.
Sie werden
in zwei, als Vor- und Hauptprüfung unterschiedenen
Teilen abgelegt, erstere nach einigen Jahren des
Studiums,
letztere an dessen Ende.
Die Vorprüfung erstreckt sich hauptsächlich auf die grundlegenden Fächer,
[* 2] insbesondere Mathematik
und Mechanik, Naturwissenschaften, Zeichnen,
Technologie und bautechnische Grundlagen, die Hauptprüfung auf die Fachstudien.
Gustav
Adolf, Handelsgärtner und Samenzüchter, geb. zu
Quedlinburg,
[* 7] führte seit 1863 die früher
mit seinen
Brüdern zusammen gehaltene Gärtnerei allein. 1882 wurde er königlich preuß.
Ökonomierat. Dippe starb zu
San Remo. Er hat sich durch Verbesserung und Neuzüchtung der verschiedensten Gemüse-
und Blumensorten sowie durch ausgedehnte Samenkulturen große Verdienste erworben. Besonders durch Verbesserung der
Zuckerrüben
machte er sich weltbekannt.
Übrigens beschäftigte er sich auch mit Goldmachen, suchte den
Stein der Weisen und besaß gelehrte Kenntnisse in derChemie.
Er war der Erfinder des nach ihm benannten Öls
[* 20] (s.
Dippels Öl) und gab Veranlassung zur Entdeckung des Berlinerblau. Biographisches
giebt Dippel selbst in mehrern seiner zahlreichen
Schriften, deren Gesamtausgabe 1747 (3 Bde.) in
Berleburg erschien. –
Vgl.
Klose in der «Zeitschrift für die histor.
Theologie» (Jahrg. 1851);