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Otto von Bismarck gilt heute als einer der wichtigsten, aber auch streitbarsten Staatsmänner der deutschen Geschichte. Wie kein zweiter hat er die deutsche Politik im späteren 19. Jahrhundert gestaltet. Die wesentlichen Grundlagen seines Handelns wurden jedoch schon deutlich früher, in den 1830/40er Jahren gelegt. Diesen Anfängen geht der vorliegende Band nach. Er zeigt auf, wie das politische Denken Bismarcks entstand und geprägt wurde und macht somit auch dessen spätere Politik begreifbar. Anhand einer Auswahl der aussagekräftigsten Texte aus Bismarcks »Gedanken und Erinnerungen« erhält der Leser die Möglichkeit, sich ein eigenständiges Bild von Bismarcks politischer Ideenwelt zu machen.
Portrait
Dr. Klaus Kremb, geb. 1950, studierte Geschichte, Wissenschaftliche Politik sowie Geographie an der TU Darmstadt. Seinen Schuldienst begann er 1978 im Gymnasium Weierhof. 1993 wurde er zum Oberstudiendirektor am Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler ernannt, das er bis 2011 leitete. Im Hochschuldienst ist er seit 2004 als Lehrbeauftragter im Fachgebiet Politikwissenschaft der TU Kaiserslautern tätig.
Otto von Bismarck (1815-1898) ist angesichts aktueller politischer Problemsituationen gefragter denn je - nicht nur im Gedankjahr 2015 anlässlich seines 200. Geburtstages. Seine politische Karriere beginnt 1847 mit einer Mitgliedschaft im Vereinigten Landtag. Im Mai 1851 wird er zum Legationsrat und Gesandten am Frankfurter Bundestag berufen. Nach kurzen Stationen als Gesandter in St. Petersburg und Paris folgt 1862 die Ernennung zum Preussischen Ministerpräsidenten, mit der Reichsgründung am 18. Januar 1871 schliesslich bekleidet er das Amt des Reichskanzlers. Bis zu seiner Entlassung durch Wilhelm II. im Jahre 1890 wird er massgeblich die Innen- und Aussenpolitik des Kaiserreichs gestalten.