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Als ich mit meiner Freundin in Südafrika unterwegs war, kamen wir nicht umhin, auch nach Johannesburg zu fliegen. Wir wollten uns unbedingt diese Stadt auch anschauen, obwohl sie nicht so toll sein soll. Die meisten Gebäude in der Innenstadt steht leer und so ist die Stadt nicht mehr ganz so ansprechend wie noch vor ein paar Jahren. Mittlerweile leben in Johannesburg rund 6 Millionen Menschen. 40 % von ihnen sind Arbeitslos, was die hohe Kriminalitätsrate erklärt, mit der Johannesburg seit ein paar Jahren zu kämpfen hat. Die Stadt tut aber viel dagegen, dass die Kriminalitätsrate sinkt und bietet mittlerweile mehr Jobs an, die jeder ausführen kann. Seitdem die Apartheid abgeschafft wurde, hatte die Stadt einen großen Zuwachs an Einwanderern. Von 1998 bis 2003 stiegt die Zahl der Einwohner von Johannesburg um knapp 30 %. Viele Bantu- Afrikaner kamen hierher und so sind sie mit 73 % der größte Anteil der Gesamtbevölkerung. Es leben gerade einmal 16 % Weiße in Johannesburg, wodurch man als Tourist wie ein bunter Hund auffällt. Unangenehm ist das nicht, aber abends möchte ich aufgrund der Kriminalitätsrate nicht allein in den Straßen unterwegs sein. An sich ist Johannesburg aufgrund der geschichtlichen Ereignisse sehr interessant, aber die Stadt ist nicht wirklich schön. Drum herum gibt es einiges zu sehen, mitunter auch einen Tierpark, den man nicht verpassen sollte.
Nach Port Richards ging es für mich nach Lesotho, das ein Königreich ist. 1868 bis 1966 wurde es Basutoland genannt. Auch heute noch ist Lesotho eine Monarchie und gehört politisch nicht zu Südafrika. Da das Königreich Lesotho relativ hoch liegt, wird es auch das Königreich im Himmel genannt. Es ist gerade einmal so groß wie Belgien und sehr, sehr grün. Man hat gar nicht das Gefühl, in Afrika zu sein, wenn man in die Höhen von Lesotho fährt. Alles ist unheimlich grün, dick bewachsen und wirklich schön. Die Landschaft ist geprägt durch Tafelberge und Flusstäler. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Die östlichen Hochflächen und Berge bestehen aus Basalt, der durch vulkanische Eruptionen entstanden ist. 170 bis 150 Millionen Jahre sind die Berge alt und schon früh haben sich hier Menschen angesammelt. Die Highlands sind durch zahlreiche Berge und Bergketten geprägt und zwischendurch gibt es tiefe Flusstäler. Hier Wandern zu gehen war mein Traum und so habe ich mich einer Wandergruppe angeschlossen. Wir wanderten am tiefsten Zufluss entlang, dem Oranje, der auch der tiefste Punkt des Landes ist. Hier entspringen auch die Flüsse Caledon und Oranje, die wichtig für ganz Südafrika sind. Es gibt zahlreiche Wasserfälle. So auch den Maletsunyane- Wasserfall beim Ort Semonkong, der mit 192 Metern der höchste ununterbrochene Wasserfall in Südafrika ist.