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Das Salon-Tanzorchester «La Surprise» gab am Freitag in vier Stunden rund 50 Stücke zum Besten. «La Surprise» gilt in der Schweiz als einziges professionelles Salon-Tanzorchester. Seit 1986 tritt es regelmässig an Tanzabenden in Hotels wie dem «Palace» in Gstaad auf.
Das Orchester umfasst normalerweise sechs Personen. Wegen Platzmangels in der «Freiburger Falle» schrumpfte es auf ein Duo zusammen. Am Tenorsaxophon, an den Flöten und an der Violine war Elisabeth Guillet, ehemalige Absolventin des Konservatoriums, zu hören. Ihr Schwung und ihr musikalisches Können waren beeindruckend: Von 200 Stücken kann sie rund 70 Prozent auswendig.
Nicht weniger zu beeindrucken vermochte neben ihr auf dem Piano Bruno Wyss, auch er ein ehemaliger Konservatoriums-Schüler. «La Surprise» spielt vor allem Stücke aus der Zeitspanne zwischen 1870 und 1970.
Paris: Geburtsort
der Salon-Tanzorchester
George Boulanger, ein Komponist, war um 1800 einer der Mitbegründer der Salon-Musik und der Salon-Orchester. Vor allem in Paris wurden regelmässig Bälle organisiert.
Salon-Musik wurde meist als Begleitung zu «Dîners» gespielt und beinhaltete Stücke von Mozart und Schubert. Salon-Orchester hingegen waren weniger klassisch ausgerichtet und sollten eher Tänze begleiten.
In der Renaissance wurde oftmals in Schlössern gespielt, um die Jahrhundertwende hingegen spielten die Orchester häufig in Kurhotels, ganz zur Freude der Badegäste.
Freude hatten auch die rund 20 Personen in der «Freiburger Falle», die nebst dem edlen Musikabend auch ein Menü serviert bekamen. Besonders vermochte der Umstand zu gefallen, dass jeder Ton ohne technische Hilfsmittel wie Verstärker rüberkam. «Ob wir Abba-Stücke, «Yesterday» oder Jalousie-Tango spielen, alles soll echt klingen», erklärte Elisabeth Guillet.