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Kann die Erbausschlagung widerrufen werden?
Wer eine Erbschaft ausgeschlagen oder angenommen hat, kann seine Entscheidung in der Regel nicht rückgängig machen. In Ausnahmesituationen lohnt es sich jedoch, die Ausschlagung des Erbes anzufechten. Versuchen können Sie dies zum Beispiel, wenn Sie zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung über wichtige Informationen nicht verfügt haben oder ein Irrtum vorlag. Eine Erbausschlagung anfechten sollten Sie aber niemals ohne die Unterstützung eines kompetenten Rechtsanwalts.
Wer erbt, wenn man eine Erbschaft ausschlägt?
Wenn man eine Erbschaft ausschlägt, treten an die Stelle des Ausschlagenden die nächsten gesetzlichen Erben in der Schweiz, es wird also so getan, als würde es den ausschlagenden Erben nicht geben. Wenn die folgenden gesetzlichen Erben in der Schweiz das Erbe auch ausschlagen, geht es immer so weiter, bis schließlich als letzter der Fiskus erbt. Dieser darf das Erbe als einziger nicht ausschlagen.
Kosten der Erbausschlagung
Ob für eine Ausschlagung eines Erbanspruchs Kosten entstehen, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen wird für die Erklärung der Erbausschlagung eine Gebühr erhoben. Diese muss von allen Erben, die das Erbe ausgeschlagen haben, beglichen werden. Zusätzlich muss beachtet werden, dass zusätzliche Kosten auf die Erben zukommen können, obwohl sie die Erbschaft ausschlagen. Hierzu zählen beispielsweise die Kosten für die Bestattung des Erblassers. Diese Kosten zählen zu den familiären Pflichten und müssen von den Erben auch dann getragen werden, wenn diese die Erbschaft ausschlagen. Doch wer bezahlt die Beerdigung, wenn kein Geld da ist? In einigen Gemeinden werden die Bestattungskosten übernommen, falls der Nachlass zur Deckung der Kosten nicht ausreicht. Hierzu müssen die Hinterbliebenen einen Antrag stellen.