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Die Stadt Berlin war zweigeteilt. Zweigeteilt ist auch ihre Geschichte. Auf der einen Seite steht das Alte Berlin als Reichshauptstadt, auf der anderen Seite die Stadt nach 1945. Das Alte Berlin verwöhnte seine Gäste mit vielen luxuriösen Grandhotels. Fast sämtliche Häuser wurden im Krieg zerstört. Das neue Berlin entwickelt sich im Osten mit repräsentativen Bauten zur Hauptstadt der DDR, im Westen mit seiner offenen Berlin-Frage zum Schaufenster des Konsums. Vor diesem Hintergrund sind alle Grandhotels in Berlin Nachkriegsbauten. Das Kempinski Hotel Bristol darf sich mit Jahrgang 1952 als Grande Dame bezeichnen. Seine Geschichte wirft auch ein Licht auf das Alte Berlin. Das in einem historischen Bankgebäude des Alten Berlin untergebrachte und 2006 eröffnete Hotel de Rome vereinigt in seinen Mauern die Grandhotel-Tradition der alten und der neuen Stadt.