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Whitney Houston
Am 11. Februar 2012 wurde Sängerin Whitney Houston in einem Hotel in Beverly Hills tot aufgefunden. Ihr Tod erschütterte die Musikwelt, obwohl die Sängerin in den letzten zehn Jahren mehr mit Alkohol und Drogen als mit Musik und Filmen Schlagzeilen gemacht hatte. So still es vor ihrem Tod um Houston geworden war, so sehr belebte ihr Tod die Plattenumsätze. Nur wenige Tage nach ihrem Tod belegte die Soulsängerin ganze 27 Plätze in den Top 100 der iTunes-Charts. Auf Platz 1 landete ihr Hit «I Will Always Love You». Whitney Houston wurde nur 48 Jahre alt.
Hazy Osterwald
Am 26. Februar verlor Hazy Osterwald seinen langjährigen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit. Der Jazz-Musiker starb neun Tage nach seinem 90. Geburtstag zuhause in Luzern im Beisein seiner Frau Eleonore. Hazy Osterwald war mit seinem «Hazy Osterwald Sextett» ein feste Grösse in deutschen TV-Shows und in Musikfilmen der 1950er- und 1960er-Jahre.
Lucio Dalla
Am 1. März erlitt der italienische Sänger Lucio Dalla während seiner Tour in der Schweiz einen Herzinfarkt. Eines seiner bekanntesten Lieder war «Caruso» (1986). Es wurde von zahlreichen Sängern wie Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli gecovert. Sein Song «Attenti al Lupo» (1990) verkaufte sich 1,4 Millionen mal. Lucio Dalla wäre am 4. März 69 Jahre alt geworden.
Eliane Schweitzer
Am 10. April starb Eliane Schweitzer, die langjährige Sex-Beraterin der Zeitung «Blick». Die Zürcherin galt in der Schweiz als anerkannte Expertin in Liebesfragen. Selbst war sie unverheiratet und kinderlos.
Walter Roderer
In der Nacht auf den 8. Mai schlief Walter Roderer friedlich ein. Er war einer der erfolgreichsten Schweizer Volksschauspieler. Wie kein anderer verkörperte Roderer den Typus des überkorrekten, unbeholfenen, verklemmten Bünzlischweizers in Sketches, Theater- und Filmkomödien.
Unvergessen sind seine Auftritte in den 1980er-Jahren als Buchhalter Nötzli oder in Auto-Werbespots. «Der doppelte Nötzli» ist bis heute einer der kommerziell erfolgreichsten Schweizer Kinofilme. Walter Roderers grosse Leidenschaft blieb aber das Theater, bis er 1993, nach Tausenden von Vorstellungen, offiziell von der Bühne abtrat. Doch auch im hohen Alter wollte er sich nie so ganz zur Ruhe setzen. Er plante sogar noch einen neuen Spielfilm. Realisieren konnte er sein Drehbuch aber nicht mehr. Walter Roderer starb im Alter von 91 Jahren.
Kurt Felix
Am 16. Mai starb Kurt Felix im Kantonsspital St. Gallen. Mit seinem Tod verlor die Schweiz ihren wohl grössten TV-Entertainer, der wie kein anderer die deutschsprachige Fernsehlandschaft geprägt hatte. Kurt Felix hatte 1973 die Samstagabend-Show «Teleboy» erfunden. Sie erreichte die höchsten Einschaltquoten in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. In den 1980er-Jahren setzte er seine Laufbahn in Deutschland fort und moderierte zusammen mit seiner Frau Paola die ARD-Sendung «Verstehen Sie Spass?» – mit grossem Erfolg. 1991 zog sich Kurt Felix von der Arbeit an vorderster TV-Front zurück, blieb aber als Kritiker und Ideengeber aktiv.
2003 war Kurt Felix aufgrund einer Thymom-Krebserkrankung gezwungen, sich vollständig ins Privatleben zurückzuziehen. Im gleichen Jahr wurde er mit einem Bambi für sein Lebenswerk geehrt. Von der Krankheit stark gezeichnet und geschwächt nahm er am 11. Juli 2011 den Schweizer Fernsehpreis für sein Lebenswerk entgegen. Es sollte sein letzter Auftritt in der Öffentlichkeit werden. Mit 71 Jahren verlor Kurt Felix den Kampf gegen den Krebs.
Robin Gibb
Am 20. Mai erlag «Bee Gees»-Sänger Robin Gibb seinem Krebsleiden. Vor eineinhalb Jahren war bei Gibb, der vier Kinder hat, Krebs diagnostiziert worden. Bereits im Februar 2012 schien er dem Tod geweiht, erholte sich aber und trat sogar nochmal auf. Im April kam dann zu den Tumoren an Darm und Leber noch eine Lungenentzündung hinzu. Robin Gibb wurde 62 Jahre alt.
Fredy Lienhard
Nur fünf Tage nach Kurt Felix starb Fredy Lienhard am 21. Mai im Alter von 85 Jahren. Er war Mitglied des Cabarett «Rotstift» und spielte in diversen Filmen und Fernsehsendungen mit. So verkörperte er unter anderem an der Seite von Kurt Felix den Onkel Fritz im «Teleboy».
Walo Lüönd
Am 17. Juni starb Walo Lüönd, einer der markantesten Köpfe im Schweizer Filmgeschäft. Der Schauspieler arbeitete im Theater, für Film und Fernsehen. Berühmt wurde er vor allem in der Figur des Berner Stadtoriginals «Dällebach Kari» und als griesgrämiger «Schweizermacher» an der Seite von Emil Steinberger.
1973 wurde Walo Lüönd mit dem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet, im Jahr 2003 erhielt er den Ehren-Prix-Walo für sein Lebenswerk. Er starb im Alter von 85 Jahren.
Silvia Seidel
Anfang August starb die Schauspielerin Silvia Seidel mit nur 42 Jahren. Laut Ermittlern nahm sie sich in ihrer Wohnung das Leben. Seidel hatte 1987 mit der ZDF-Serie «Anna» ihren grossen Durchbruch gefeiert. Doch seither musste sie immer wieder um Rollen kämpfen – alle sahen in ihr nur die blonde Balletttänzerin Anna. «Die Rolle der Anna hat mir mein Leben versaut», hatte sie 2011 in einem Interview mit der Freizeit Revue erzählt.
Maria Becker
Am 5. September schlief Maria Becker zu Hause in Uster ZH ein. Sie war die letzte lebende Legende der grossen Zürcher Schauspielhaus-Ära während des zweiten Weltkrieges. Die gebürtige Berlinerin verkörperte die Penthesilea von Kleist. Dann in Elektra die Klytämnestra. Immer wieder die Iphigenie von Goethe. Maria Becker starb 92-jährig.
Dirk Bach
Am 1. Oktober verstarb überraschend der deutsche Komiker Dirk Bach im Alter von 51 Jahren. Viele kannten das Multitalent mit dem markanten Doppelkinn und seiner rundlichen Figur vor allem als Komödiant oder als lustigen Moderator des «Dschungelcamps» im deutschen Privatfernsehen.
Doch auf der Theaterbühne hatte sich Dirk Bach auch als Charaktermime einen Namen gemacht – ohne jemals eine Schauspielschule absolviert zu haben. Dirk Bach starb vermutlich an Herzversagen.
Reaktionen
Kurt Felix' Tod beschäftigte Freunde wie Frank Elstner, Karl Dall, Gabriela Amgarten und Pepe Lienhard. Sie waren zu Gast in einer Sondersendung von SRF zu seinen Ehren.