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Die Quellensteuerreform darf nicht zu Steuerausfälle führen
Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, wird sich gegen eine Reform der Verrechnungssteuer aussprechen, die zu erheblichen Steuerverlusten führen wird.
Die Vernehmlassung zur Quellensteuerreform, die im ersten Quartal 2020 eingeleitet wird, prognostiziert einen Rückgang der Einnahmen um schätzungsweise 250 Millionen Franken pro Jahr, was vor allem auf die Abschaffung der Stempelsteuer auf inländische Anleihen zurückzuführen ist.
Gemäss Travail.Suisse sind nach der Zustimmung der Bevölkerung zur Steuerreform (STAF) im Mai dieses Jahres die Rahmenbedingungen für den Finanz- und Wirtschaftsstandort bereits sehr attraktiv. Steuerreformen, die den Finanzplatz erneut begünstigen würden, sind nicht erforderlich.
Andererseits sind mehr Investitionen in Ausbildung und Forschung sowie die Erneuerung und Entwicklung verschiedener Infrastrukturen (insbesondere öffentlicher Verkehr, Pflege, erneuerbare Energien) unerlässlich, um das langfristige Wohlergehen der Bevölkerung zu gewährleisten und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. In diese Richtung muss eindeutig die bestehende finanzielle Flexibilität von Bund und Kantone genutzt werden.
Deshalb wird sich Travail.Suisse an der Vernehmlassung für eine Reform der Verrechnungssteuer ohne Steuerverluste beteiligen.