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Medizinisch gesehen unterscheidet man zwischen Erythrose und Couperose. Bei einer Erythrose handelt es sich um diffuse Rötungen im Gesicht, vor allem auf den Wangen und den Nasenflügeln. Die eigentliche Couperose, ein späteres Stadium der Erythrose, entsteht durch permanent erweiterte Kapillargefässe, die wie kleine rote Fäden aussehen.
Von diesen beiden dermatologischen Störungen sind in erster Linie feine, empfindliche Hautbereiche betroffen. Bei Frauen treten sie häufiger auf als bei Männern, weil diese aufgrund der hormonellen Schwankungen
eine empfindlichere Haut haben. Schwangerschaften und vor allem die Menopause, während deren häufig Hitzewallungen im Gesicht auftreten, sind für das Entstehen von Couperose kritische Zeiten.
«Verbündete» der Kapillargefässe sind die Vitamine C und P. Sie erhöhen den Tonus und die Widerstandskraft der Gefässwände. Empfehlen Sie deshalb genügend pflanzliche Nahrungsmittel, in denen diese enthalten sind (s. Kasten). Diese Vitamine können im Rahmen einer Kur auch als Nahrungsergänzung eingenommen werden und sind in Ihrer Apotheke oder Drogerie erhältlich.
Vitamin P:
Fleisch der Zitrusfrucht, Aprikose, Kirsche, Brombeere, Trauben usw.
Ihre Ratschläge: Vorsicht mit Alkohol, scharfen Gewürzen, Hitze …
• Nicht zu schwer und zu scharf essen und nicht zu viel Alkohol und heisse Getränke trinken, da diese die Körpertemperatur anheben und so eine Gefässerweiterung bewirken. • Hitzequellen wie Sauna, Dampfbad, direkte Sonnenbestrahlung und Solarium meiden. UVA-Strahlen schwächen die Haut und machen sie feiner, wodurch die Gefässe besser sichtbar werden.
• Bei der Kosmetikpflege geeignete Produkte verwenden, auf aggressive Peelings verzichten und die Haut vor extremen Temperaturen und Wind schützen.
Diese Massnahmen können dazu beitragen, dass sich eine Couperose nicht verschlimmert oder dass sie im besten Fall sogar etwas zurückgeht. Die einzig radikal wirksame Technik bei Couperose stammt aus der Dermatologie: die Laserbehandlung. Für ein befriedigendes Ergebnis ist im Allgemeinen mit zwei bis drei Sitzungen zu rechnen. Diese relativ kostspielige Behandlung kann gewisse Nebenwirkungen haben (Ödeme, Krustenbildung) und schützt nicht unbedingt vor dem erneuten Auftreten roter Äderchen.
Vitamin C:
Früchte und Gemüse, namentlich Schwarze Johannisbeere, Kiwi, Zitrusfrüchte, Kohl und Peperoni.