Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/247912

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Datengrundlage zur Herkunft und Fangmethode der in die Schweiz importierten Oktopoden zu erarbeiten und einsehbar zu machen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wer vorverpackte Lebensmittel abgibt, muss das Produktionsland schriftlich angeben (Art. 36 Abs. 1 Bst. e Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung [LGV; SR 817.02]. Bei auf See gefangenen Oktopoden ist anstelle des Produktionslandes das Fanggebiet anzugeben (Art. 15 Abs. 5 Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel [SR 817.022.16]). Bei vorverpackten Fischereierzeugnissen wie Oktopoden ist gemäss der Verordnung des EDI über Lebensmittel tierischer Herkunft (VLtH; SR 817.022.108) zudem die Produktionsmethode (insbesondere mit folgenden Worten "gefangen in ...", "aus Binnenfischerei" oder "in Aquakultur gewonnen"; Art. 19 Abs. 1 Bst. a VLtH) sowie die Kategorie des bei der Meeres- und der Binnenfischerei eingesetzten Fanggerätes (z. B. "Schleppnetze" oder "Reusen und Fallen"; Art. 19 Abs. 1 Bst. b VLtH) schriftlich anzugeben. Bei offen in Verkehr gebrachten Lebensmitteln ist in gleicher Weise zu informieren wie über vorverpackte. Auf schriftliche Angaben kann verzichtet werden, wenn die Information der Konsumentinnen und Konsumenten auf andere Weise gewährleistet ist, z. B. durch mündliche Information auf Anfrage (Art. 39 Abs. 1 LGV).</p><p>Die von der Motionärin geforderten Angaben zur Herkunft und Fangmethode bei Oktopoden sind gestützt auf das Lebensmittelrecht für die Konsumentinnen und Konsumenten bereits am Verkaufspunkt verfügbar. Die Erhebung und Publikation dieser Angaben durch den Bund sind somit nicht erforderlich.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.