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Der Schweizerische Nationalpark wurde 1979 zum ersten hochalpinen UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz. Im Rahmen seiner Erweiterung um eine Pflege- und Entwicklungszone kam 2010 das Val Müstair dazu. Unter Einbezug von Teilen der Gemeinde Scuol wurde 2017 dem erweiterten Biosphärenreservat unter dem Namen «UNESCO Biosfera Engiadina Val Müstair» das Label definitiv verliehen.
Was sind Biosphärenreservate?
Die weltweit 669 Biosphärenreservate sind Musterregionen. Dort steht der Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ressourcen im Einklang mit deren nachhaltiger Nutzung. Eine Region kann als UNESCO Biosphärenreservat anerkannt werden, wenn sie:
- repräsentative Ökosysteme der biogeografischen Regionen der Welt umfasst;
- von grosser Wichtigkeit für die Erhaltung der Biodiversität ist;
- eine nachhaltige Entwicklung sowie Forschung auf diesem Gebiet ermöglicht;
- eine oder mehrere Kernzonen besitzt, die von einer Pflegezone umgeben sind, die den Schutz der Ökosysteme sichern, sowie eine Entwicklungszone, in der eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen möglich ist;
- sich in eine Organisationform einfügt, welche die Mitwirkung der Bevölkerung und wichtiger Akteure vorsieht.
Teile dieser Kriterien entsprechen den Vorgaben für Regionale Naturpärke, die im Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzgesetz festgelegt sind. Deshalb können in der Schweiz nur Regionen, die über das Parklabel verfügen, eine Kandidatur für ein UNESCO Biosphärenreservat einreichen.