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Beim Indoor Cycling, auch Spinning genannt, sitzt man auf einem stationären Fahrrad und tritt gegen einen variablen Widerstand an. Spinning wird in der Regel als Gruppentraining in Fitnessstudios absolviert und unterscheidet sich dadurch zum Training auf einem Ergometer oder Heimtrainer, auf dem man zumeist allein trainiert. Im Sommer kann das Training auf dem Spinningrad auch nach draußen verlegt werden und zum Beispiel auf der Dachterrasse eines Fitnesscenters stattfinden.
Eine weitere Besonderheit des Indoor Cyclings ist der Einsatz von Musik. Sie wird dazu benutzt, um der Trittfrequenz einen speziellen Rhythmus zu geben. Oft werden Kurse in Fitnessstudios zu unterschiedlichen Musikgenres veranstaltet. Bei Kursen mit Schwerpunkt Techno ist die Trittfrequenz höher als etwa bei Einheiten, die zu klassischer Musik veranstaltet werden.
Das Training findet stets unter Anleitung eines sogenannten Instructors statt. Dieser sitzt selbst auf einem Spinbike und gibt die Frequenz sowie die Geschwindigkeit vor und weist die Trainingsteilnehmer an, ob im Sitzen oder im Wiegetritt gefahren wird. Den Widerstand der Schwungscheibe kann jeder selbst wählen. Dadurch können auch Personen mit unterschiedlichem konditionellen Leistungsniveau gemeinsam in einer Gruppe trainieren. Die Musik und das Trainieren mit mehreren Leuten können zu zusätzlicher Motivation führen, sodass sich der innere Schweinhund besser überwinden lässt.
Anders als ein Ergometer hat das Spinningrad meistens keinen Leerlauf. Das bedeutet, man hört nicht abrupt auf zu treten, sondern bremst langsam ab – es sei denn man betätigt den Bremshebel, der die Scheibe innerhalb kurzer Zeit zum Stehen bringt. Dieser wird aber normalerweise nur benutzt, um das Training zu beenden oder falls es während der Einheit zu Problemen kommt.
Die Unterschiede zum normalen Fahrradfahren sind zum einen, dass man sich beim Treten in die Pedale natürlich nicht fortbewegt und zum anderen, dass das Bike fixiert ist und somit nicht nach rechts oder links schwanken kann. Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn man auf dem Spinningbike aus dem Sattel geht und im Wiegetritt fährt, das Bike aber starr bleibt.
Trainingseinheiten, die mehrere Stunden umfassen können, werden in der Regel mit einer Aufwärmphase begonnen und mit einem Cooldown beendet.
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