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Behandlung von Asthma
Asthma kann zwar nicht geheilt, mit der richtigen Therapie aber sehr gut behandelt werden. Die Behandlung des Asthmas basiert auf diesen drei Säulen:
- Bekannte Asthma-Auslöser meiden
- Bronchien erweitern (mit Medikamenten)
- Entzündung hemmen (mit Medikamenten)
Asthma-Auslöser meiden
Asthmatiker sollten wo immer möglich bekannte Asthma-Auslöser (Allergene) meiden. Mögliche Massnahmen sind:
- Tierhaarallergie: Auf Haustiere verzichten, insbesondere im Schlafzimmer
- Milbenallergie: Staubfänger entfernen, Milbenschutzbezüge beim Bettzeug verwenden
- Pollenallergie: Pollenbelastung vermeiden, sich im Frühling bei starkem Pollenflug nicht zu oft draussen aufhalten.
Vor allem Kinder verstehen oft nicht, wieso sie zu ihrem eigenen Wohl das geliebte Haustier weggeben müssen oder im Frühling nicht nach draussen gehen dürfen. Wo immer möglich, sollte man aber trotzdem auf die Vermeidung von Allergenen achten. Dadurch können Asthmatiker ihre Beschwerden vermindern und müssen weniger Medikamente einnehmen.
Asthma-Behandlung mit Medikamenten
Es gibt zwei Gruppen von Medikamenten zur Behandlung von Asthma:
Medikamente zur Erweiterung der Bronchien
Diese Medikamente werden bei einem Asthma-Anfall inhaliert und erweitern sofort die Bronchien. Die Medikamente wirken, indem sie die Bronchialmuskulatur entspannen. Es gibt kurzwirksame Mittel zur schnellen Therapie eines Asthma-Anfalls und zur Vorbeugung von Atemnot beim Sport sowie langwirksame Medikamente zur Vorbeugung von Anfällen. Die langwirksamen Medikamente sind geeignet für Asthmatiker mit mittelschwerem und schwerem Asthma. Medikamente zur Erweiterung der Bronchien werden normalerweise in Kombination mit der zweiten Medikamentengruppe eingesetzt.
Medikamente zur Entzündungshemmung in den Bronchien
Auch diese Medikamente werden meist inhaliert, damit sie genau dorthin gelangen, wo sie wirken sollen: in die Bronchien. Bereits kleine Mengen des Wirkstoffs reichen aus, um eine gute Wirkung zu erzielen. Das massive Überschreiten der empfohlenen Dosis kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.
Richtige Inhalation der Medikamente
Damit die inhalierbaren Medikamente ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Betroffenen zuerst die richtige Inhalationstechnik lernen. Dies ist gar nicht immer so einfach, wie es klingt, da die Medikamente in unterschiedlichsten Inhalationsgeräten angeboten werden. LUNGE ZÜRICH bietet gezielte Schulungen für Asthmatiker an und hat praktische Kärtchen und Instruktionsfilme zur richtigen Inhalation entwickelt. Auch ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen erklären, wie Sie das Medikament genau inhalieren müssen.
Wenn Betroffenen zu klein, zu schwach oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, das Asthma-Medikament richtig zu inhalieren, können Inhalationshilfen (Vorschaltkammer) oder Inhalationsgeräte verwendet werden. Die Inhalationsgeräte gibt LUNGE ZÜRICH auf ärztliche Verordnung ab. Erfahren Sie mehr zur Inhalationstherapie von LUNGE ZÜRICH.
Asthma-Behandlung: Selbstmanagement
Wie bei jeder Krankheit tragen auch Asthmatiker entscheidend zum Therapie-Erfolg bei. Deshalb sollten Betroffene für eine erfolgreiche Asthma-Behandlung nicht nur Asthma-Auslöser meiden, sondern auch die Asthma-Medikamente regelmässig einnehmen. Folgende Punkte müssen dabei beachtet werden:
- Verschriebene Medikament genau nach Vorschrift einnehmen
- Notfallmedikamente immer bei sich tragen
- Einen Asthma-Anfall frühzeitig behandeln
- Führen eines Asthma-Tagebuches
Weitere Tipps
- Vermeiden Sie bei einem Asthma-Anfall entzündungshemmende Schmerzmedikamente (z.B. gegen Kopfschmerzen oder rheumatische Krankheiten). Diese sind für die Behandlung eines Asthma-Anfalls ungeeignet und können unter Umständen die Beschwerden sogar verschlimmern.
- Eine Grippeinfektion kann Asthma nachhaltig verschlimmern. Deshalb sollten sich Personen mit schwerem und mittelschwerem Asthma gegen Grippe impfen lassen.
Weitere Informationen
Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen zu Asthma:
Zuletzt geändert:
9. Dezember 2016