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Nach Einschätzung von Jazbec dürfte die EZB in diesem Jahr aber keine weiteren Massnahmen beschliessen. "Ich wäre überrascht, wenn wir unsere bisherige Strategie im Vergleich zum September verändern würden", wird der Notenbanker zitiert. Am 8. September hatte die EZB für viele Beobachter überraschend die Geldpolitik nicht weiter gelockert. Am Markt war eine Ausweitung der Anleihekäufe über das bisher anvisierte Ende im März 2017 hinaus erwartet worden.
"Ich glaube, dass es zu früh ist, eine letztendliche Entscheidung über die Verlängerung des Anleihekaufprogramms zu treffen", sagte Jazbec. Den aktuell negativen Zinssatz von 0,4 Prozent auf Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB sieht der Slowene ausserdem als ein zeitlich begrenztes Phänomen: "Negative Zinsen auf Guthaben sind nur eine vorübergehende Antwort auf unsere makroökonomische Situation."
Im Kampf gegen die Konjunkturflaute sieht der Notenbanker ähnlich wie zuvor auch EZB-Präsident Mario Draghi die Mitgliedsstaaten der Eurozone stärker in der Pflicht. Diese müssten "noch viel grössere Anstrengungen" unternehmen, forderte Jazbec. Als Beispiel nannte er die Überwindung der Unterschiede in der Steuerpolitik einzelner Mitgliedstaaten der Eurozone./jkr/bgf/zb
(AWP)