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Die Computertomographie (CT) ist ein Schichtbildverfahren unter Verwendung von Röntgenstrahlen, die von einem kreisförmig angebrachten Detektorrahmen aufgefangen und durch eine Computerverarbeitung der Daten anschliessend zu einem zweidimensionalen Schnittbild zusammengesetzt werden.
Es können grundsätzlich alle Regionen des Körpers untersucht werden. Es eignet sich aber v.a. der Thoraxbereich, das Abdomen sowie das Skelett bzw. der Bewegungsapparat zur Durchführung einer CT. Bei der Darstellung des Lungenparenchyms sowie des knöchernen Aufbaus wird die CT gegenüber der Magnetresonanztomographie bevorzugt eingesetzt.
Die Abdomen-Untersuchung bedarf einer Vorbereitung von einer Stunde. Es wird vor der Untersuchung orales Kontrastmittel gegeben, um den Dünndarm kontrastiert darzustellen und um die Abgrenzung der Darmabschnitte gegenüber anderen Organen zu erleichtern. Je nach Fragestellung erfolgt auch zusätzlich die Kontrastierung des Dickdarmes, v.a. des Recto-Sigmoides.
Eine CT-Untersuchung dauert üblicherweise zwischen 20 bis 45 Minuten, wobei der eigentliche Scanvorgang nur einen kleinen Bruchteil davon ausmacht. Häufig wird zusätzlich jodhaltiges Kontrastmittel intravenös verabreicht um eine Kontrastierung der Gefässe zu erreichen und die Durchblutung der Organe, sowie auch evtl. Tumore beurteilen zu können.
Grundlagen
Bei der CT wird wie in den bekannten Röntgenaufnahmen die unterschiedliche Absorption von Röntgenstrahlen in verschiedenen Geweben ausgenutzt. Es werden dabei Röntgenstrahlen in kleinen Dosierungen kontrolliert eingesetzt. Anstatt einen Film, der belichtet wird, hat es elektrische Empfänger (Halbleiterdetektoren), die die Röntgenstrahlen registrieren. In der kreisförmigen Oeffnung des Untersuchungsgerätes sind sich Röntgenröhre und Detektoren gegenüberliegend. Sie rotieren um den Körper und während jeder Umdrehung wird dadurch ein dünnes Schichtbild aus der jeweiligen Region erstellt. Dieses wird anschliessend vom Computer zu einem 2-dimensionalen oder 3-dimensionalen Bild zusammengesetzt.
In der in unserem Institut durchgeführten Spiral-CT rotiert die Röhre um den Patient, während sich gleichzeitig der Tisch auf dem der Patient liegt, in Längsrichtung verschiebt. So wird aus dem Detektorkreis eine Aufnahmespirale. Dadurch kann die Untersuchungszeit deutlich verkürzt werden. Bei den neuesten Geräten, den Mehrzeilen-CT`s, erhält man durch den Einsatz mehrerer Detektoren gleichzeitig, das Vielfache an Bildmaterial pro Zeiteinheit. Die Untersuchung kann daher noch schneller und mit höherer Genauigkeit durchgeführt werden. Damit können praktisch alle Körperregionen während eines Atemstillstandes in hoher Auflösung untersucht werden und anschliessend zum einen dreidimensional, zum anderen als Schichtbilder in jeder beliebigen Raumebene dargestellt werden.
Die schnelle Untersuchungszeit ermöglicht eine ausgezeichnete Gefässdarstellung in der CT-Angiographie. Ein solches Mehrzeilen-CT der modernsten Generation wird in unserem Institut zur Abklärung unserer Patienten eingesetzt.
Indikationen
Die CT ist die Methode der Wahl zur Beurteilung des Lungenparenchyms. Hierzu werden hochauflösende Fein-schicht-CT-Schnitte (HR-CT) durchgeführt. Ebenfalls möglich ist die Beurteilung des Mediastinums und Pleuraraumes sowie der Thoraxwand.
Skelett- bzw. Bewegungsapparat
Zur Beurteilung von Knochenstrukturen z.B. bei Tumoren oder bei Frakturen, Arthrosen, Pseudarthrosen, Entzündungen z.B. im Bereich der Sacroiliacalgelenke etc. oder bei der Knochendichtemessung bei V.a. Osteoporose. Dentascan der Zähne. Arthro-CT`der Gelenke werden v.a. bei Frage nach freien Gelenkskörperchen, aber auch bei V.a. Rotatorenmanschettenruptur bei Kontraindikation einer MRI durchgeführt.
Wirbelsäule
Beurteilung einer Skoliose, von Frakturen und Tumoren und v.a. von Discushernien im Bereich der LWS. Häufig wird die CT bei dieser Fragestellung anschliessend an eine lumbale Myelographie durchgeführt.
Schädel-Hirndiagnostik
Bei akuten oder chronischen Hirnblutungen. V.a. bei der frischen Subarachnoidalblutung ist die CT sogar der MRI überlegen. Bei den übrigen neuroradiologischen Fragestellungen ( Tumore, Entzündungen, Hydrocephalus etc.) ist die CT der MRI unterlegen und nur als Screeningverfahren zu nutzen. Bei der Frage nach frischer Ischämie ist die MRI vorzuziehen.
Abdominaldiagnostik
Leber (Tumore wie auch Parenchymerkrankungen), Pankreas,Gallenwege, Nebennieren, Nieren, Geschlechtsorgane, Harnblase,Magendarmtrakt. Retroperitoneum: Sehr gut ist die CT zum Lymphknotenstaging geeignet. Darstellung pelviner Seedseinlagen.
Hals-Nasen-Ohrenbereich
Nasennebenhöhlen, Felsenbeine, Schilddrüse, Epipharynx, Oropharynx und Hypopharynx. Staging von Lymphknoten.
Gefässe
CT-Angiographie der Aorta (Dissektion, Aneurysma etc.), der Nierenarterien und Halsgefässe sowie mit den Mehrzei-len-CT`s auch die Darstellung der Becken- und Beinarterien. Pulmanalisangiographien zum Nachweis von Lungenembolien.
Weitere Indikationen
Indikationen sind die CT-geplante Punktionen, Biopsien und Drainagen sowie bei Kontraindikationen für eine Magnetresonanztomographie.
Kontraindikationen
Es bestehen Kontraindikationen für:
- jodhaltige Kontrastmittel im Falle einer Niereninsuffizienz, einer Kontrastmittelunverträglichkeit/- oder - allergie oder einer manifesten Hyperthyreose
- den Fall des Vorliegens einer Schwangerschaft
Bei invasiven Eingriffen dürfen keine Gerinnungsstörungen vorliegen, eine Antikoagulation muss sistiert werden. Der Quick- und Thrombozytenwert muss vor Punktion bekannt sein. Ein Quick von mindestens 50% (INR>1,5) ist notwendig.
Geräteausstattung
Mehrzeilen-(Zehnzeilen)-Computertomograph (Somatom Sensation 10, Fa Siemens)