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Vs. Elisabeth von Thüringen mit Krug in der Linken, links die Elisabethenkirche von Marburg, rechts hungernde Bevölkerung welche um Nahrung bittet, rechts oben die Wartburg bei Eisenach, Legende, Jahreszahl, Lebensdaten
Rs. Elisabeth, darunter Schaf, Legende, Jahreszahl
Medailleur: Peter Götz Güttler-
Bronze, gegossen
Dm. 124,5 x 127,8 mm, Gewicht 523,49 g, Dm. 123,5 x 127,5 mm, Gewicht 515,21 g
Inv. 2011.304.1.-2.
Die moderne Medaille steht schon lange in Spannungsfeld zwischen Kunstobjekt und Gebrauchsgegenstand - etwa als Preismedaille oder Plakette -, zwischen Gegenständlichkeit und Abstrakte. Das Spektrum reicht von tausendfach geprägten Abzeichen und Sportprämien bis zu abstrakten Kleinplastiken, die meist kaum noch als Medaillen wahrgenommen werden. Der Anlass für diese Medaille auf den 800. Geburtstag der Hl. Elisabeth (1207-1231) war nicht nur das Jubiläum, sondern ganz konkret ein Wettbewerb für die Gestaltung der deutschen 10 Euro-Gedenkmünze auf diesen Anlass. Peter Götz Güttler (1939-), einer der führenden zeitgenössischen Medailleure, nahm mit einem Entwurf an dem Wettbewerb teil, der der Vorderseite dieser Medaille weitgehend entspricht. Der Entwurf wurde prämiert, aber nicht ausgeführt. Daraufhin nutzte er die grössere künstlerische Freiheit der Medaille und stellte in kleiner Auflage dieses Medaillon her, mit dessen Rückseite er die Bedeutung und Wirkung der Heiligen bis in unsere Zeit eindringlich verbildlichen konnte.