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Tschechischer Milliardär übernimmt Atos Tech FoundationsUhr
Die Outsourcing-Aktivitäten von Atos, dem historischen Zweig des französischen IT-Konzerns, werden an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky verkauft. Die Big-Data- und Sicherheitseinheit von Atos wird unter dem Namen Eviden weitergeführt.
Die Rettung von Atos scheint in greifbare Nähe zu rücken. In einer Pressemitteilung gab der französische IT-Konzern bekannt, dass er eine Vereinbarung über den Verkauf seines historischen Outsourcing-Geschäfts (eine Geschäftseinheit, die heute Tech Foundations heisst) an den Fonds EP Equity Investment (EPEI) abgeschlossen habe.
Atos, das sich seit vielen Monaten in Schwierigkeiten befindet, hatte im Juni 2022 seine Absicht mitgeteilt, in zwei Teile aufzuspalten. In diesem Zusammenhang hat der Konzern die Geschäftseinheit Evidian gegründet, in der die Dienstleistungen für Big Data und Sicherheit zusammengefasst werden.
Das historische Geschäft mit Managed Services, Unified Communications, Digital Workplace und Data Center & Hosting, das bis 2021 einen Umsatzrückgang von 12 % verzeichnet hatte, wurde damals unter dem Banner Tech Foundations (TFCo) geführt.
Der jetzige Verkauf des historischen Geschäftsbereichs von Atos an den EPEI-Fonds, der mit 2 Milliarden Euro bewertet wird, bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre. Zu diesem Zweck soll zu einem späteren Zeitpunkt eine ausserordentliche Generalversammlung abgehalten werden, so der Konzern in seiner Pressemitteilung, und erläutert, dass "die geplante Transaktion bis zum vierten Quartal 2023 oder dem ersten Quartal 2024 abgeschlossen sein sollte". Sobald die Veräusserung vollzogen sei, werde Evidian in Eviden umbenannt und seine Geschäfte unabhängig weiterführen.
Die Einheit Tech Foundations werde die Marke Atos beibehalten. Die Vereinbarung beinhaltet auch eine Investition in Höhe von 217,5 Millionen Euro in Eviden.
Mit dieser Transaktion rückt der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, dem der EPEI-Fonds grösstenteils gehört, erneut in den Vordergrund der französischen Wirtschaft, wie u. a. die Fachseite Le Mag IT berichtet. Der Geschäftsmann habe sich seit 2018 auf Beteiligungen an französischen Unternehmen in Schwierigkeiten spezialisiert: die Medien Marianne, Elle, Le Monde sowie Fnac Darty und kürzlich die Supermarktkette Casino.