Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/2786

Gemäss Informationen der nordkoreanischen Regierung überschwemmten die Flutwasser 65‘000 Hektare Ackerland, zerstörten 8‘500 Häuser und beschädigten mehr als 1‘400 Schulen, Spitäler und Fabriken. 169 Personen kamen in den Überschwemmungen ums Leben, etwa 400 Menschen werden noch vermisst.
Betroffene Gebiete besucht
Der Koordinator des Nordkorea-Programms der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA in Pjöngjang besuchte zusammen mit Vertretern der Regierung, der Vereinten Nationen und weiteren internationalen Organisationen die Überschwemmungsgebiete am 31. Juli und am 8. August. Basierend auf diesen ersten Besuchen in den Provinzen Nord und Süd Phyongan wurden erste Nothilfeaktionen definiert.
Die CHF 200‘000 werden für folgende Massnahmen eingesetzt:
- Wiederaufbau von rund 100 Häusern inkl. Wiederherstellung von Haus- und Nutzgärten im stark betroffenen Bezirk Kujang, Provinz Phyongan.
- Wiederinstandsetzung von 2 Pumpstationen in der Stadt Anju, die rund 75‘000 Personen mit Trinkwasser versorgen.
Rein humanitäres Programm
Das Engagement der DEZA in Nordkorea begann 1995 mit humanitärer Hilfe für die von der schweren Hungersnot der 1990er Jahre betroffene Bevölkerung. 1997 eröffnete die DEZA ein Büro in Pjöngjang, welches zunehmend Entwicklungsprojekte umsetzte. Seit 2012 führt die DEZA in Nordkorea ein rein humanitäres Programm. Die Ziele sind eine verbesserte Nahrungs- und Einkommenssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz.