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Innerferrera - Ausserferrera - Roflaschlucht - Andeer (Walserweg)
Um auf den Spuren der Walser zu wandern, begab ich mich heute ins Val Ferrera. Der Bus brachte mich zum Dorfplatz des kleinen Walserdorfes Innerferrera, wo ich meine Etappe auf dem «Walserweg Graubünden (Nr.35)» startete. In südlicher Richtung folgte ich den Markierungen hinaus aus dem Dorf und überquerte auf einer modernen Holz-Beton-Brücke den Ragn da Ferrera, welcher von den Walsern auch als Averser Rhein bezeichnet wird. Der Weg führte mich nun talauswärts bei Sur l’Aua in den Wald hinein und überquerte nach kurzer Zeit die Brücke über den Ual da Niemet. An einer Gletschermühle vorbei zog ich dann etwas in die Höhe, wo sich nun der schmale Weg im geheimnisvollen Wald geschickt um die kleinen und grossen Felsblöcke herumschlängelte. Ich überquerte auf einem Aluminiumsteg das Bächlein Ual da Tgaglia und wanderte am Kraftwerk vorbei in Richtung Punt Martegn. Auf dem unbefestigten Güterweg ging es nun talauswärts und ich wechselte bei Plan Davains die Uferseite, wo ich nun für längere Zeit der Kantonstrasse folgte. Mit Blick auf den prächtigen Wasserfall und die grossen Strudeltöpfe mitten im Fluss wanderte ich auf dieser Strasse bis kurz vor Ausserferrera. Dort zweigte ich wieder in den Wanderweg ein und stieg hinunter zum Ragn da Ferrera, welchen ich abermals überquerte und auf der anderen Uferseite weiterwanderte. Die kleinen Stege brachten mich über die zwei Arme des Ual Nursera in den Wald hinein. Direkt durch das Bouldergebiet «Magic Wood» führte mich nun der schöne Wanderweg, welcher etwas Trittsicherheit und erhöhte Aufmerksamkeit erforderte. Ich wechselte später über Hängebrücke zur Clos hinüber, bei welcher noch immer eine Hochofenruine, sowie die Reste einer Hammermühle stehen. Auf dem ehemaligen Trassee des Talwegs wanderte ich nun weiter talauswärts über steiniges Gebiet und stieg nach der Averserbrücke nun wieder in die Höhe. Über das Galeriedach der Autostrasse A13 gelangte ich in die Roflaschlucht und ich stieg über die Kehren zu dessen Gasthof ab. Der dortige Abstecher über die Felsentreppe in die wilde Schlucht, zum äusserst schönen Naturschauspiel war allemal ein Besuch wert. Zurück auf dem Weg überquerte ich für heute letztmals den Ragn da Ferrera und stieg im Wald auf dem Bergweg ziemlich steil und schweisstreibend auf eine Anhöhe. Nach dem Abstieg folgte ich dem Weg an Bärenburg und Arsiert vorbei zum Hinterrhein, wo ich dann der Strasse entlang zum meinem Endziel in Andeer wanderte. Wunderschöne Wanderung mit 14.5 Kilometer in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.