Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/571

Geschichte
Bewegt von einst bis heute
von 1670 bis 1938
Um 1670 wurde auf der Waid ein Landsitz für vornehme städtische Familien errichtet, mit Herrenhaus, Scheune und Garten, Brunnen, Matt- und Ackerland. Ab 1828 wurde auf der Waid gewirtet, ab 1835 mit dem sogenannten Speisepatent. Bei Umbauarbeiten wurde eine Heilquelle entdeckt und so entstand neben der gut besuchten Wirtschaft eine Kuranstalt. 1908 erwarb die Stadt Zürich den grössten Teil des Anwesens. Das alte Waidgut wurde zum städtischen Krankenheim umgebaut. 1878 wurde der Gastwirtschaftsbetrieb an den Waldrand bzw. den heutigen Standort verlegt. 1921 wandelten die Verantwortlichen den Betrieb in eine alkoholfreie Sommerwirtschaft und 1926 in das Speiserestaurant «Waidberg» um. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte die Waid zwölf Wirte und Wirtinnen.
1939
Zur Landesausstellung 1939 wurde auf dem Waidberg (als berühmtester Aussichtspunkt Zürichs) ein grosser Besucheransturm erwartet. Das alte Restaurant Waid, eine Schenke und noch auf Wipkinger Boden, wurde abgebrochen und rechts davon auf Höngger Boden mit Blick Richtung Stadt das Restaurant zur Waid neu errichtet und am 5. Mai 1939 eröffnet. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Landesausstellung «Landi 39».
1939 bis 2003
Ab 5. Mai 1939 bis 1947 wirtete Frau Schellenberg , ab 1948 bis 1972 Herr Karl Grau und ab 1973 bis 2003 Herr Alex Meier im Restaurant Zur Waid. In dieser Zeit gab es einen umfassenden Umbau mit einer grossen Fensterfront, neuem Haupteingang, Küche, Lager und Kellerräumen, der innerhalb von fünf Monaten Ende 1979 und Anfang 1980 realisiert wurde.
1980, nach Abschluss dieses ersten richtigen grossen Umbaus nach vierzig Jahren, wurde das Restaurant in Neue Waid umgetauft. Herr Meier trat Ende 2003 nach dreissig erfolgreichen Wirtejahren in den wohlverdienten Ruhestand.
2004
Seit 1. Januar 2004 sind Thomas und Susanne Hofstetter Pächter der Liegenschaft, die der Stadt Zürich gehört. Das Restaurant Neue Waid wurde innerhalb von nur drei Monaten von Januar bis Mitte April 2004 durch die Stararchitektin Pia Schmid umgebaut und einem umfassenden Facelifting unterzogen, das zu den zwei Konzepten Jahreszeiten Restaurant und WOK Beiz passte. Am 22. April 2004 wurde das Restaurant unter dem neuen Namen die WAID wiedereröffnet.
08./09. Juni 2004
In der Nacht vom 8. zum 9. Juni 2004 ist das Restaurant die WAID einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen und musste komplett neu aufgebaut werden.
Juli 2004 bis Mai 2005
In der Zeit des Wiederaufbaus der Brandruine wurde im Kastaniengarten ein voll funktionsfähiges Zeltrestaurant mit dem Namen «Profisorium» errichtet, damit die Gäste weiterhin auf dem Waidberg bewirtet werden konnten. Während der zehn Monate im Zelt wurden – wenn auch in etwas kleinerem Rahmen – die zwei Konzepte Jahreszeiten-Küche und WAID-Wok angeboten, was den Zeltgästen sehr gefiel. Es gab sogar Tränen, als das «Profisorium» Ende Mai 2005 abgebrochen werden musste.
ab Juli 2005
Am 7. Juli 2005 wurde das Restaurant nur 399 Tage nach dem Brand wiedereröffnet. Verschiedene Teile waren auf moderne Weise neu gestaltet worden. Die zwei kulinarischen Konzepte Jahreszeiten-Küche und WAID-Wok prägen seitdem die Ambiance auf dem schönsten Aussichtspunkt der Stadt Zürich.