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Projektbeschrieb
LGM point zero 2016, analoge s/w Fotografien
Die Arbeit mit dem Titel LGM point zero ist in La Grande-Motte entstanden, einer Kleinstadt 25 km vor Montpellier am Meer gelegen.
Ab den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand aus dem Nichts der Touristenort La Grande-Motte. Die Zielsetzung bestand darin, Touristenströme von den spanischen Badeorten hierhin umzuleiten. Wahrzeichen der Stadt sind die von Architekt Jean Balladur geschaffenen „Pyramiden“, terrassenförmig angelegte Hochhäuser nach dem Vorbild aztekischer Stufenpyramiden, die grösstenteils als Ferienwohnungen genutzt werden, sowie der Point Zéro („Nullpunkt“), der auf Meereshöhe liegt und gleichzeitig Punkt der Stadtgründung ist.
Hinter dem Yachthafen und dem sechs Kilometer langen Sandstrand liegen zwei Halbstädte, die das männliche und das weibliche Prinzip verkörpern: Die eindrucksvollen, aufragenden Pyramiden auf der einen, die venusmuschelförmig geschwungenen „Conques“ auf der anderen Seite.
Ich habe bei mehreren Streifzügen durch die meist verlassene Stadt (da ich im Winter da war) diese spezielle Architektur fotografiert. Was mich dabei faszinierte, war die grosse Anzahl verschiedenartiger Gebäude und die jeweils unterschiedliche Formensprache der Fassaden.Trotzdem funktioniert die Stadt als einheitliches Konglomerat. 2010 erhielt die Stadt das Label „Architekturerbe des 20. Jahrhunderts“.