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Die Texte der Lieder verschiedener Musikrichtungen verloren vor allem an Komplexität. Zudem wichen freudige Texte zunehmend Zeilen über Wut und Traurigkeit, wie die am Donnerstag in der Zeitschrift «Scientific Reports» veröffentlichte Studie zeigte. Auch die Worte «ich» und «mein» kamen den Studienergebnissen zufolge häufiger zum Einsatz - ein Ausdruck einer zunehmenden Selbstbezogenheit der Künstlerinnen und Künstler.
Für Studie untersuchten die Forschenden, welche Gefühle in den Liedtexten zum Ausdruck kommen, wie viele verschiedene und komplizierte Wörter verwendet werden und wie oft diese wiederholt werden. «Über alle Genres hinweg hatten die Texte die Tendenz, einfacher zu werden und sich zu wiederholen», sagte Studienautorin Eva Zangerle von der Universität Innsbruck. In der Rap-Musik sei die Zahl der wiederholten Zeilen am deutlichsten gestiegen.
«Spiegel der Gesellschaft»
«Was wir in den letzten 40 Jahren erlebt haben, ist eine drastische Veränderung der Musiklandschaft - von der Art und Weise, wie Musik verkauft wird, bis hin zur Art und Weise, wie Musik produziert wird», betonten die Forschenden. Die Musik sei ein «Spiegel der Gesellschaft» und drücke aus, wie sich kulturelle Werte, Gefühle und Sorgen über die Zeit veränderten.
Vorherige Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass Menschen heute Musik eher im Hintergrund hörten, sagte Zangerle. Auch deshalb seien Songs mit sich wiederholenden Texten beliebter.