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|ExpeditionenSchweizer im HimalayaForschungJubiläumsanlass|
|SFAR-Expeditionen:

Himalaya 1939
Himalaya 1947
Sahara 1948
Himalaya 1949
Karakoram 1947
Garhwal 1950
Baffinland 1950/53
Everest 1952
Frühling
Herbst

Expedition mit Unterstützung der SFAR
Schweizerische Himalaya-Expedition 1939: Garhwal
Auszug aus: Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen 1939 bis 1970. Erschienen in Zürich 1972
Diese kleine, bescheiden aufgezogene Expedition wurde von der Stiftung für Alpine Forschung als erster Versuch einer Himalaya-Expedition gewertet. Menschen und Material sollten erprobt und die ersten Erfahrungen gesammelt werden, damit später weitere Unternehmungen auf ihnen aufgebaut werden könnten. Die Erschliessung des zentralasiatischen Hochgebirges hatte damals erst begonnen, und von den über 8000 Meter hohen Gipfeln war noch keiner bestiegen. Im Garhwal-Himal harrten weite Täler und Gletschergebiete und ungezählte Gipfel in der Reihe der Sechs- und Siebentausender der Erschliessung.
Garhwal wurde als die günstigste Region gewählt. Sie liegt im zentralen Himalaya, zwischen Nanga Parbat und Everest, im damaligen Britisch-Indien, westlich an Nepal und nördlich an Tibet angrenzend. Ihre höchste Erhebung ist der Nanda Devi (7816m). Die Gegend ist verhältnissmässig leicht zu erreichen und besonders für kleinere Expeditionen geeignet.
Zwei Schweizer Geologen, Albert Heim und August Gansser, hatten bereits 1936 eine Forschungsreise nach dem Garhwal unternommen und neben der wissenschaftlichen Ausbeute wertvolle Unterlagen für künftige Besteigungen mitgebracht.
Der Genfer André Roch, Ingenieur, wurde zum Leiter der Expedition gewählt. Er war als einer der besten Bergsteiger der Schweiz bekannt und hatte schon an mehreren ausseralpinen Expeditionen teilgenommen: in Grönland, den Rocky und Colorado Mountains und im Karakorum. Zwei bewährte Bergführer wurden ihm mitgegeben: David Zogg von Arosa, ein ausdauernder Eis- und Felsgänger, und Fritz Steuri von Grindelwald. Beide waren Schweizer Skimeister. David Zogg wurde zum Stellvertreter des Leiters ernannt. Zu diesen drei Bergsteigern gesellte sich als Topograph Ernst Huber von Frauenfeld, der eben sein Studium als Vermessungsingenieur mit dem Diplom der ETH abgeschlossen hatte.
Die Expedition war in knapp einem Monat organisiert, ausgerüstet und auf den Weg gebracht worden, was als aussergewöhnliche Leistung bezeichnet werden darf.
Das Material war fast ausschliesslich schweizerischer Herkunft, das von den herstellenden Firmen zum grossen Teil kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und sich ausgezeichnet bewährte. Das Photogrammetrische Institut der ETH stellte die Vermessungsinstrumente leihweise zur Verfügung. Die Neue Warenhaus AG besorgte die Inventarisierung und Verpackung in fünfzig solide, für diesen Zweck eigens hergestellte Kisten, die dem Tragvermögen der Kulis angepasst waren. Das Indian Office in London, der Alpine Club und der Himalaya Club in Darjeeling unterstützten die Expedition durch wertvolle Auskünfte und Empfehlungen.