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Von 1893 bis 1925 betreibt die Basler Droschkenanstalt Settelen (BDA) im Auftrag des Polizeidepartementes ein ganz spezielles Gefährt: Die Lohnhof-Droschke. "Tag für Tag, jahraus, jahrein, gefolgt von einer gaffenden Schar Buben und Mädchen und den neugierigen Blicken Vorübergehender" bringt ein Fuhrmann von Settelen, begleitet von einem Landjäger, jährlich "an die dreitausend Diebe, Einbrecher, Schwindler, Hochstapler und Raubmörder" ins Gefängnis Lohnhof. Der erste Vertrag von 1893 sieht vor, dass das Polizeidepartement der Fuhrhalterei Settelen für Wagen, Fuhrmann und Pferde - unter Zusicherung von 305 Arbeitstagen - Fr. 17.- pro Tag bezahlt. Im letzten Betriebsjahr erhält Settelen eine Halbtagesentschädigung von Fr. 35.-.
In den 33 Betriebsjahren ist der Lohnhof-Droschke kein einziger nennenswerter Unfall zugestossen. Einmal allerdings verliert sie in der Steinenvorstadt ein Hinterrad, worauf Gefangener und Landjäger den Weg zum Lohnhof zu Fuss fortsetzen müssen.
1925 verschwindet die Lohnhofdroschke aus dem Basler Stadtbild, weil das Polizeidepartement sich ein eigenes "Gefangenenautomobil" anschafft. "Das neue Gefangenenauto wird gewiss dazu beitragen, den Transport seiner Insassen schneller und sicherer zu gestalten."