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Martin Bachofen (* 1727; † 1814), war ein Basler Seidenband-Fabrikant und -Händler, Kunstsammler, sowie Bauherr des Rollerhofes in Basel und von Schloss Ebenrain bei Sissach.
Nach einer Ausbildung in Genf und im Ausland trat er 1748 als Teilhaber in die Fabrik seines Vaters Johann Jacob Bachofen (1701–1784) in Basel ein. Die Textilindustrie, speziell die Anfertigung von Seidenbändern, war im Raum Basel zur damaligen Zeit ein bedeutender Wirtschaftszweig. 1752 heiratete er Margaretha Heitz. Bachofen war Kunstliebhaber und besass eine bedeutende Sammlung deutscher und niederländischer Alter Meister.
1758 erwarb er den Rollerhof auf dem Basler Münsterplatz, der bis zur Reformation Wohnsitz eines adligen Domherren gewesen war. Er liess ihn bis 1770 durch den Basler Baumeister Johann Jacob Fechter (1717–1797) zu seinem Wohn- und Geschäftssitz umbauen. Heute befindet sich im Erdgeschosses des Gebäudes das Restaurant des Museums der Kulturen. Von 1774 an liess er nach Plänen des Basler Barockarchitekten Samuel Werenfels (1720–1800) den Landsitz Ebenrain bei Sissach anlegen, der bedeutendste spätbarocke Landsitz in der Nordwestschweiz. Dieser für die Basler Patrizier unüblich weit von der Stadt entfernte Standort (damals etwa vier Wegstunden) wurde gewählt, da sich dort große Jagdreviere befanden. Für den Entwurf des zugehörigen Barockgartens engagierte Bachofen den renommierten Berner Architekten Niklaus Sprüngli. Kurz vor seinem Tod begann er, die Anlagen im landschaftlichen Stil umgestalten zu lassen. 1817, wenige Jahre nach seinem Tod, verkaufte seine Frau den Landsitz an einen anderen Basler Händler.