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Molke oder Schotte stellt in den Regionen, in denen Alpkäse produziert wird, eine bedeutende Quelle an verfügbarer Energie dar. Sie wird nur wenig genutzt und ist bei unsachgemässer Entsorgung für die Umwelt problematisch. Die Verwertung von Molke als Futtermittel für Fleischrinder wurde in zwei Versuchen untersucht. Die Versuche wurden mit 48 weiblichen Rindern und Ochsen verschiedener Rassen oder Fleischrassenkreuzungen durchgeführt, die auf drei Versuchsvarianten verteilt wurden: Die Tiere der Kontrollvariante W verfügten nur über Weidegras, die Tiere der Versuchsvarianten G und M erhielten zusätzlich ein Ergänzungsfutter in Form von Gerste oder warmer nicht zentrifugierter Molke, die gruppenweise in limitierter Menge (2012) oder ad libitum (2013) einmal pro Tag vorgelegt wurde. Die drei jeweils 16 Tiere umfassenden Gruppen wiesen ein durchschnittliches Lebendgewicht von 480 kg auf und wurden im Jura (1200 m) 95 Tage lang gesömmert. Wurde die Molke ad libitum vorgelegt, betrug der Verzehr durchschnittlich 32,9 l pro Tag, wodurch der Tageszuwachs im Vergleich zu den Kontrolltieren ohne negative Beeinflussung der Tiergesundheit oder der Schlachtkörperqualität signifikant verbessert wurde. Der Wasserbedarf der Tiere reduzierte sich um 60 %. Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Produktionssystem eine interessante Lösung darstellt, um einem Nebenprodukt wie der
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.