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Auch in diesem Jahr gedachten wir an Jom Haschoa den 6 Millionen Opfer der Gräueltaten der Nazis sowie an Jom Hasikaron, den gefallenen Soldaten des Krieges zur Verteidigung des Staates Israel.
Die Bewohner und das Betreuungsteam zündeten Gedenkkerzen an, wir sagten gemeinsam das Tefilot auf und erinnerten uns an die verlorenen Verwandten und spürten den Schmerz des Verlustes. Wir sahen einen Dokumentarfilm über das Leben von Emanuel Ringelblum, der im Warschauer Ghetto in einem Archiv alles gesammelt und aufgeschrieben hatte, was er über das schwierige Leben im Ghetto dokumentierten konnte.
Ausserordentlich bewegend war auch der Bericht einer unserer Bewohner, der Ausschwitz überlebt hatte. Am Jom Hasikaron hielt Rabbiner Hertig eine ausgezeichnete Rede und gedachte dabei den gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus in Israel, sprach aber auch über die Unabhängigkeit Israels als grosses Wunder, das nicht für selbstverständlich genommen werden darf, sondern in Dankbarkeit gefeiert werden soll.
Nach diesen schwierigen Gedenktagen durften wir schliesslich am Jom Ha’atzma’ut den Geburtstag des Staates Israel in einer fröhlichen Atmosphäre feiern. Der Speisesaal war mit blauen und weissen Luftballons und Flaggen geschmückt. Herr Levin trug uns die Rede des israelischen Ministerpräsidenten vor und Frau Schoppig sprach über die Bedeutung der Farben in der israelischen Flagge. Das feierliche Programm wurde mit einem sehr schönen Konzert mit israelischer Musik abgerundet, gespielt am Klavier mit Rivka Elias und an der Mandoline mit Schoschana Blach, und unter reger gesanglicher Teilnahme der Bewohner abgeschlossen.