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Seit dem Zweiten Weltkrieg sind es die Vereinten Nationen (VN), die im Zentrum von internationalen Bemühungen stehen, den Weltfrieden zu wahren und für die internationale Sicherheit zu sorgen. Eher neuer ist die steigende Bedeutung von regionalen Institutionen und Prozessen für die Gewährleistung dieser Sicherheit. Als Ergebnis davon ist das Verhältnis zwischen den Vereinten Nationen und den Regionen für die internationale Politik wichtig geworden. Zum Beispiel wird vermehrt auf gemeinsame Aktionen zwischen den Vereinten Nationen und regionalen Kräften gesetzt, wie z.B. diejenige zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in Darfur (2007). Allerdings werden diese Kollaborationsformen durch die vage und politisch sensible Natur des Begriffs "Region" kompliziert. Oft gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wer und was in einer "Region" genau enthalten ist, und wer das Recht hat, für die "Region" zu sprechen.
Dieses Projekt will kritisch analysieren, welche politischen Implikationen sich aus der Art, wie Regionen in den internationalen Sicherheitskrisen repräsentiert werden, ergeben. Wir werden untersuchen, wie sich der VN-Sicherheitsrat und insbesondere die fünf wichtigsten internationalen Akteure (China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA) in den aktuellen Krisen in Afghanistan, Syrien und der Ukraine über diesen Punkt streiten und fragen uns, welche Auswirkungen es auf die internationale Reaktion gehabt hat.
Die Ergebnisse des Projekts werden unser Verständnis für die politische Dynamik hinter den Beziehung zwischen den Vereinten Nationen, den wichtigsten internationalen Akteuren und den Regionen verbessern. Insbesondere werden sie ein neues Licht darauf werfen, wie unterschiedliche Darstellungen von "Regionen" unter wichtigen Akteuren erhebliche politische Auswirkungen auf die Wahrnehmung von und die Reaktion auf internationale Sicherheitskrisen haben.