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Kauf und Verkauf von Wohneigentum
Die Wohneigentumsquote beträgt in der Schweiz rund 40 %. Besonders hoch ist sie bei Familien mit Kindern und bei hohen Alters- und Einkommensklassen.
(mei) Wer sich für eine offizielle Angabe der Wohneigentumsquote interessiert, muss bis ins Jahr 2000 zurückgehen. Damals wurde sie mit 34,6 % angegeben. Betrachtet man nicht den Anteil der Haushalte, der in Eigentumsobjekten lebt, sondern den Anteil der Bevölkerung, so steigt die Quote auf gut 40 %. Besonders stark gestiegen ist sie seit 1990; für diese Entwicklung ausschlaggebend waren u.a. relativ geringe Erwerbskosten (gemessen am Haushaltseinkommen), tiefe Hypothekarzinsen und die «Entdeckung» des Stockwerkeigentums.
Ein äusserst heterogenes Bild ergibt sich bei den einzelnen Kantonen: So ist die Wohneigentumsquote bei den Stadtkantonen Basel-Stadt und Genf mit 12,5 und 15,8 % sehr tief, während sie im Wallis mit 61,4 %, in Appenzell Innerrhoden mit 57,7 % und im Jura mit 51,5 % schweizweit am höchsten ist.
0,9 % Leerwohnungsziffer
Seit 2003, als die Leerwohnungsziffer noch 0,91 % betrug, hat sich der Markt leicht erholt: 2006 stand 1,06 % des schweizerischen Gesamtwohnungsbestandes leer. Die leichte Entspannung ist auf die vermehrte Wohnbautätigkeit der letzten Jahre zurückzuführen. Überdurchschnittlich zugelegt haben dabei die Neubauwohnungen mit fünf oder mehr Zimmern, ihr Anteil stieg von 28 % im Jahre 1990 auf knapp 42 % im Jahre 2005. Diese Entwicklung geht zu Lasten der kleinen Wohnungen von einem oder zwei Zimmern.
Zunahme der Wohnfläche
Die Wohnfläche pro Kopf hat sich leicht nach oben entwickelt. Im Durchschnitt ist sie seit 1990 von 39 m² auf 44 m² angestiegen. Der Grund für diese Zunahme liegt im Trend zu Haushalten mit wenigen Personen (und dementsprechend mehr Fläche pro Person). Im Jahr 2000 bestanden weniger als ein Drittel aller Privathaushalte in der Schweiz aus drei oder mehr Personen. Einpersonenhaushalte kamen auf einen Anteil von 36 % mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 75 m².
Gesundheit und Energie als Kriterien der Zukunft
Umfragen zufolge sind die Schweizer und Schweizerinnen mit ihren Wohnungen zufrieden. Als zukünftige Bedürfnisse kristallisieren sich gemäss einer Erhebung des Dichter-Instituts ökologische und gesundheitliche Anliegen heraus. Ein geringer Energieverbrauch oder eine energiesparende Bauweise werden am häufigsten als unerfüllte Bedürfnisse genannt, gefolgt von baubiologisch sinnvollen Materialien und einer guten Schallisolation.
Zunehmender Seniorenanteil
Eine alters- und behindertengerechte Wohnung wird vom stetig wachsenden Segment der älteren Menschen gewünscht. Bis zum Jahr 2020 rechnet man mit einem Bedarf an 60 000 neuen Wohnungen allein für Menschen über 80. Generell wird mit einer steigenden Nachfrage nach Wohnungen gerechnet, die es älteren Menschen erlauben, möglichst lange selbstständig zu leben. Stärker nachgefragt werden dürften innovative Modelle mit einem modulartigen Aufbau der Serviceleistungen, die es älteren Menschen erlaubt, möglichst lange eine graduelle Selbstständigkeit zu wahren.
Wallis Tourismus/Thomas Andenmatten