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Die brasilianische Regierung hat eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, um die brasilianische Bewerbung um die Ausrichtung der Frauenfußballweltmeisterschaft 2027 zu koordinieren. Die Maßnahme, die am Mittwoch (04.10.) im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, zielt darauf ab, die Anforderungen des Internationalen Fußballverbands (FIFA) innerhalb der Fristen und Regeln zu erfüllen.
Das Sportministerium ist für die Koordinierung der Arbeiten der Gruppe zuständig, zu der neben der Generalstaatsanwaltschaft, dem Bürgerhaus, dem Amt für institutionelle Sicherheit und dem Sekretariat für institutionelle Beziehungen des Präsidenten der Republik auch 17 Ministerien und die brasilianische Zentralbank gehören werden.
Die Wahl zwischen den vier Finalisten findet im Mai 2024 während des jährlichen Fifa-Kongresses statt. Brasilien tritt gegen drei Ländergruppen an, eine aus Südafrika, eine weitere aus der Union der Europäischen Fußballverbände, bestehend aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, und die dritte ist der Kandidat der Konföderation des nord-, zentralamerikanischen und karibischen Verbandsfußballs (Concaf), vertreten durch Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, mit den Organen und Institutionen aller Bereiche der Exekutive in Kontakt zu treten, um die Anforderungen und Garantien des von der FIFA aufgestellten Pflichtenhefts zu erfüllen, wobei eine Frist von 180 Tagen gilt, die um den gleichen Zeitraum verlängert werden kann.
Die Bewerbung Brasiliens um die Ausrichtung des wichtigsten Frauenfußballwettbewerbs ist einer der Punkte der Nationalen Strategie für den Frauenfußball, die darauf abzielt, das Profil des Sports zu schärfen, und die von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Tag der Entgegennahme des WM-Pokals 2023 durch Brasilien im März dieses Jahres beschlossen wurde. Sollte das Land den Zuschlag erhalten, wäre es das erste Mal, dass der Wettbewerb in Südamerika ausgetragen wird, ebenso wie auf dem konkurrierenden Kontinent Afrika, der das Turnier ebenfalls noch nie ausgerichtet hat.
Fußball ist die beliebteste Sportart in Brasilien und tief in der nationalen Identität verwurzelt. Das bedeutet, dass es in Brasilien eine große Leidenschaft und Begeisterung für das Spiel gibt, und viele junge Menschen träumen davon, Profifußballer zu werden. Brasiliens Frauen konnten sich bislang noch nicht die Krone des Weltfußballs aufsetzen, „Marta“ Vieira da Silva gilt bei vielen Experten allerdings als beste Fußballerin der Welt.