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Wie verläuft eine Masernerkrankung?
Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, z.B. durch Anhusten oder Anniesen. Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen beträgt 7-18 Tage, der Masernausschlag tritt 3 bis 7 Tage nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen auf und dauert 4 bis 7 Tage. Krankheitszeichen sind hohes Fieber und ein deutliches Krankheitsgefühl, starker Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung der Augen mit auffallender Lichtscheu sowie ein typischer Hautausschlag, der hinter den Ohren beginnt und sich innerhalb weniger Tage über den ganzen Körper ausbreitet. Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit besteht 4 Tage vor bis 4 Tage nach dem Auftreten des Hautausschlages.
Sind Masern gefährlich?
Die Maserninfektion kann Komplikationen und teilweise bleibende Schädigungen verursachen. Masernkomplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen (5-15 auf 100 Fälle) oder Entzündungen des Gehirns (1 auf 1000 Fälle) sind besonders gefürchtet. Auf 10'000 Erkrankte treten 1-3 Todesfälle auf. Auf 100 Erkrankte müssen 8 wegen der Masern hospitalisiert werden. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft schwerer und es entwickeln sich häufiger Komplikationen als bei Kindern. Wie kann ich mich vor einer Masernerkrankung schützen? Der einzige Schutz ist die zweimalige Masern-Impfung. Es gibt nur wenige Personen, die nicht gegen Masern geimpft werden können, beispielsweise Säuglinge unter 6 Monaten, Schwangere und Personen mit Erkrankungen des Immunsystems. Nach der Impfung gibt es selten lokal eine Reaktion auf den Stich. Ungefähr einer von zehn Geimpften reagiert mit leichtem Fieber. Schwere Nebenwirkungen der Impfung sind äusserst selten, viel seltener als Komplikationen bei Erkrankung durch die Masern. Was kann die persönliche Impfentscheidung für Auswirkungen auf die Mitmenschen haben?