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Der fünfte Lauf der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und des Porsche Sports Cup Suisse fand vom 22. bis 24. September auf dem „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola statt. An den freien Trainings am Freitag und Samstag gingen über 100 Teilnehmer bei trockenen und sommerlichen Bedingungen an den Start. Bei Temperaturen um 17 Grad Celsius und kurzen Regenschauern starteten über 70 Fahrer am Sonntag im Sprint- und Endurance-Rennen sowie in der Porsche Driver´s Challenge.
Das Sprintrennen der GT3 Cup Challenge gewann der Führende der Gesamtwertung Jean-Paul von Burg vor Oliver Ditzler und Patrick Schmalz. Das Endurance-Rennen am Nachmittag entschied sich über die Reifenwahl, da es vor Rennstart geregnet hatte. Von Burg startete anders als seine Kontrahenten auf Slicks und wurde dadurch Zweiter. Dies ändert jedoch nichts an seiner Führung in der Gesamtwertung. Andreas Corradina sicherte sich den Sieg der GT3 Cup Challenge. Dritter wurde das Duo Ditzler/Keller, das von der Pole ins Rennen gestartet war. In der Gruppe der Cayman GT4 Clubsport gewann Dominik Fischli das Sprintrennen. Im Endurance Rennen siegte Thomas Herbst im Feld der GT4 Clubsport. Emmanuel Bello entschied auf 911 GT3 RS das Gleichmässigkeitsrennen Porsche Driver’s Challenge für sich.
Das Qualifying des Sprintrennens entschied Jean-Paul von Burg mit einer Bestzeit von 1:47.444 Minuten für sich. Im Rennen sicherte er sich mit einer schnellsten Rennrunde von 1:48.169 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 163.377 Kilometern pro Stunde den Sieg. Oliver Ditzler war von Rang Zwei ins Rennen gestartet und lag in der ersten Runde kurzzeitig vor von Burg. Ditzler konnte seine Position allerdings nicht behaupten und wurde Zweiter. Vom dritten Rang gestartet, fiel Andreas Corradina im Sprint auf den fünften Platz zurück. Dritter wurde Patrick Schmalz, der sich vom sechsten Startplatz auf den dritten Rang vorkämpfte.
Für das Endurance-Rennen waren die Karten neu gemischt: Im Langstreckenrennen wird nicht nach dem Ergebnis des Sprints gestartet, sondern es wird ein eigenes Qualifying zusammen mit den Startern des Porsche Sports Cup gefahren. Zudem hatte es kurz vor dem Start geregnet, wodurch das Rennen zum Reifenpoker wurde. Das Fahrerduo Oliver Ditzler und Ernst Keller sicherte sich im Qualifying die Pole Position. Sie gingen mit Regenreifen ins Rennen, das hinter dem Safety Car startete und profitierten anfänglich von der Reifenwahl. Aufgrund eines zu frühen Reifenwechsels konnten sie die Führung jedoch nicht halten und schlossen auf dem dritten Rang ab. Von Burg pokerte und ging mit Slicks ins Rennen, wodurch er am Anfang langsamer als die Konkurrenz auf Regenreifen war. Erst ab der zehnten Runde trocknete die Strecke, von Burg konnte seinen Rückstand aufholen und fuhr schlussendlich noch auf den zweiten Platz. Andreas Corradina traf die richtige Reifenwahl und fuhr ein gutes Rennen, womit er sich den Sieg in der GT3 Cup Challenge des Endurance-Rennens sicherte. Er war von Rang Vier ins Rennen gegangen und schloss vor von Burg und Ditzler/Keller ab.
„Wir haben am Anfang mit Regenreifen getestet, uns dann aber für Slicks entschieden. Ich dachte, dass die Strecke schneller trocknen würde, das war Pech. Aber es war ein fantastisches Rennen und hat sehr viel Spass gemacht,“ fasste Jean-Paul von Burg das Endurance-Rennen zusammen.
Den Porsche Sports Cup Suisse dominieren die Cayman GT4 Clubsport. In Imola gingen in dieser Gruppe 20 Fahrer an den Start. Dominik Fischli holte sich im Qualifying die Pole Position mit einer schnellsten Runde von 1:53.282 Minuten. Im Rennen blieb er unter anderem mit der schnellsten Rennrunde von 1:54.327 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 154.577 Kilometern pro Stunde führend und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Von Rang Zwei startete Stephan Heim, der seinen zweiten Platz über das gesamte Rennen beibehalten konnte. Gleiches galt für Thomas Herbst und den dritten Platz.
Im Qualifying des Endurance-Rennens dominierte das Fahrerduo Michele di Bona und Max Busnelli die Gruppe der Cayman GT4 Clubsport und startete von der Pole. Von Rang Zwei ging das Duo Benno Oertig und Vincent Capillaire ins Rennen, gefolgt von Stephan Heim. Die zum Rennstart Führenden konnten ihre Positionen nicht verteidigen: Einzig das Duo Oertig/Capillaire konnte sich unter den Top Drei der Startaufstellung halten und wurde Dritter. Thomas Herbst, der von Rang Vier ins Rennen ging, holte sich den Sieg. Eric Schmidt fuhr eine herausragende Aufholjagd vom 15. auf den zweiten Rang.
Emmanuel Bello sicherte sich mit 4991 Strafpunkten auf 991 GT3 RS den ersten Platz der Porsche Driver’s Challenge. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Christophe Gachet auf 991 GT3 RS wurde mit 8748 Strafpunkten Zweiter. Dritter wurde Peter Gafner auf 991 GT3 mit 10799 Strafpunkten.
Richard Feller, verantwortlich für den Motorsport des Verbands Schweizer Porsche Clubs fasste zusammen: „Imola ist für mich der Höhepunkt der Saison. Wir hatten erneut eine Rekordteilnehmerzahl und wie immer ging es auch bei viel Verkehr auf der Strecke sportlich und fair zu. Jetzt freuen wir uns auf das Saisonfinale in Misano, wo wir das erste Mal ein Nachtrennen austragen.“
Der nächste Lauf findet vom 19. bis 21. Oktober in Misano statt. Dort werden zwei Sprintrennen gefahren. Zudem findet das erste Mal ein zweistündiges Nachtrennen für GT3 Cup Challenge und Porsche Sports Cup statt.