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Rund um den Flugplatz Payerne VD sind über ein Dutzend Windkraftwerke blockiert, weil die Luftwaffe Bedenken wegen der Luftraumüberwachung hat. Die Windräder können die Radarsysteme beeinträchtigen. Nun hat eine Studie des Verteidigungsdepartements Zonen festgelegt.
“Die Windkraftanlagen sind ein heikles Dossier, das Verteidigungsdepartement musste oft negative Voranzeigen geben, vor allem im Kanton Waadt”, sagte Bruno Locher, Chef Raum und Umwelt im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), am Freitag vor den Medien am Flugplatz Payerne.
Die Studie unterscheidet zwischen einer roten Zone mit den Anflugkorridoren, in denen keine Windkraftanlagen gebaut werden dürfen und eine gelbe Zone, in der eine Detailprüfung nötig ist.
Als unbedenklich in weiten Gebieten gelten kleine Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe zwischen 18 und 22 Meter. Die festgelegten Gebiete ersetzen die bisherige Vorbehaltszone, die bis anhin pauschal in einem Umkreis von 20 Kilometer hohe Hürden für Windkraftwerke gesetzt hatte.
Die Studie gab keine konkreten Antworten zu den bestehenden Windkraftprojekten in der Region. Sie dürfte aber grosse Auswirkungen auf Projekte in den Kantonen Waadt, Freiburg und Bern haben.
Diese Unklarheit stiess bei der Schweizerischen Vereinigung zur Förderung von Windenergie (Suisse Eole) auf Kritik, wie der Westschweizer Direktor Lionel Perret am Freitag der Nachrichtenagentur sda sagte.
Zudem würden Projekte in Frage gestellt, die bereits die positiven Voranzeigen vom VBS und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) erhalten hätten. Auch der Kanton Waadt zeigte sich in einer Stellungnahme wenig erfreut.
Die Hälfte der Waadtländer Planung für Windenergie sei von den Zonen der Studie betroffen, wie das zuständige Departement für Raumplanung und Umwelt angab. Beim VBS sieht man trotzdem die Türe nach der Präsentation der Studie noch nicht als geschlossen an.
Es handle sich um eine Grundlage für kommende Gespräche, sagte Bruno Locher. Auf die anderen Militärflugplätze können die Resultate für Payerne nicht übertragen werden. Deshalb sollen auch für die Militärflugplätze in Meiringen, Emmen, Locarno, Alpnach und Dübendorf entsprechende Studien ausgearbeitet werden.