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Der Entscheid der EU-Kommission, der Schweiz den Status eines "äquivalenten Drittstaates" zu verlängern, stehe weiterhin aus, teilte die SIX am Montag mit. Falls die Äquivalenzanerkennung definitiv nicht verlängert wird, stelle jedoch die Massnahme des Bundesrats sicher, dass EU-Marktteilnehmer weiter Zugang zum Schweizer Binnenmarkt haben und dort Schweizer Aktien handeln können.
Diese sieht eine Anerkennungspflicht für ausländische Handelsplätze vor, die automatisch erteilt wird, jedoch nicht für die Handelsplätze in der EU. Wird die Schweizer Börsenregulierung von der EU nicht als gleichwertig anerkannt, dürfen diese somit grundsätzlich nicht mehr in der Schweiz Aktienhandel betreiben.
Direkte Verbindungen zu Kunden aufgebaut
Wenn wiederum Schweizer Aktien nicht "systematisch und regelmässig" an EU-Handelsplätzen gehandelt werden, benötigt die Schweizer Börse gemäss EU-Recht keine Gleichwertigkeitsanerkennung. Die EU-Händler könnten weiterhin an der Schweizer Börse Handel treiben.
Die SIX begrüsse nach wie vor die im November 2018 eingeführte Verordnung des Bundesrates, heisst es am Montag weiter.
Die Schweizer Börse habe sich auf darauf vorbereitet, dass die bis Ende Juni befristete Äquivalenz nicht verlängert wird, indem sie in den vergangenen sieben Monaten direkte Verbindungen zu allen Kunden aufgebaut habe. So werde sichergestellt, dass der Handel reibungslos weitergehen könne. Darüber hinaus wurde ein Prozess implementiert, um neuen Marktteilnehmern einen Schnellzugang zu ermöglichen.
(AWP)