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Die wirtschaftlichen Schäden durch Katastrophen waren laut der am Dienstag veröffentlichten Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re für das vergangene Jahr weltweit mit 175 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch wie noch im Vorjahr. 2016 kam es dabei zu 327 Katastrophenereignissen, von denen 191 Naturkatastrophen und 136 Menschen-gemacht waren.
Bei diesen Ereignissen verloren rund 11'000 Menschen ihr Leben oder gelten seither als vermisst. Im Jahr zuvor lag die Zahl der Opfer bei 26'000. Der Hurrikan Matthew war mit 700 Todesfällen, überwiegend in Haiti, das Einzelereignis mit den meisten Todesopfern.
Wie in den vergangenen vier Jahren war Asien sowohl bei der Anzahl der Ereignisse (128), als auch den damit verbundenen wirtschaftlichen Gesamtschäden (rund 60 Milliarden Dollar) am stärksten betroffen. Den grössten wirtschaftlichen Gesamtschaden in Höhe von rund 25 bis 30 Milliarden Dollar verursachte dabei das Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu im April.
Einige Ereignisse trafen Regionen mit hoher Versicherungsdurchdringung. Dadurch erklärt sich laut Swiss Re der Anstieg der versicherten Schäden um 42 Prozent. Die weltweit versicherten Schäden stiegen insgesamt auf 54 Milliarden Dollar und waren deutlich höher als noch im Vorjahr (38 Milliarden Dollar). Der Betrag entspricht aber laut Mitteilung dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt.
Naturkatastrophen verursachten Schadenforderungen von rund 46 Milliarden Dollar. Auf das Konto der Katastrophen, die auf menschlichen Einfluss zurückzuführen sind, gingen rund 8 Milliarden an Forderungen.
Swiss Re hat eine Versicherungsdeckungslücke von 121 Milliarden Dollar für 2016 errechnet. Beispielsweise seien bei dem Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu weniger als 20 Prozent der wirtschaftlichen Schäden versichert gewesen. Umgekehrt seien etwa bei den Waldbränden in Kanada rund 70 Prozent der Schäden gedeckt gewesen.
(SDA)