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Kürzlich war ich in einem Seminar, in dem ich mich mit der Frage meiner körperlichen und geistigen Gesundheit auseinandersetzte. Als Christ sehe ich sämtliche Ebenen aus der Perspektive "ich lebe jeden Moment vor Gott". Während eines Essens haben wir uns als Familie unterschiedliche Situationen vorgestellt und darauf hin unseren Zustand untersucht.
Stell dir vor: Du bist
- in der Schule, an den Hausaufgaben
- an deiner Arbeit
- im Gottesdienst
- mit deinem Ehepartner oder einen anderen vertrauten Person im Gespräch
Spitzen wir es zu: Du befindest dich
- in der stickigen überfüllten Strassenbahn
- bei einer unangenehmen Aufgabe im Geschäft
- während einer Prüfung
- während der Selbstprüfung beim Abendmahl
Dann kann du dir auf vier Ebenen Fragen stellen:
- Wie geht es mir in meinem Körper, der Gott mir geschenkt hat? Wie gehe ich mit ihm um? Bewege ich ihn genügend? Was führe ich ihm zu? Trinke ich genug? Überlaste ich ihn durch falsche/übermässige Ernährung? Wann und weshalb tue ich dies?
- Welche Gefühle treiben mich um? Das kann sich einerseits auf den jetzigen Moment beziehen, aber auch in weiterem Rahmen sehen. Bin ich traurig, nachdenklich, bedrückt, zuversichtlich, fröhlich? (Die Psalmen sind als Gebetsbuch von Gottes Volk ein idealer Leitfaden, um sich selbst vor Gott solche Fragen zu stellen.)
- Worauf habe ich meinen Fokus gerichtet? Was ist das untergründige Hauptthema? Kann mich konzentrieren? Wie lange? Wohin schweifen meine Gedanken? (Interessant ist das Erwachen nachts. Wohin gehen dann meine Gedanken?)
- Schätze ich mein Sein und mein Tun als sinnvoll ein? Wenn ja, weshalb? Wenn nein, warum nicht? Was stiftet Sinn? Gerade in anspruchsvollen Momenten: Was fördert der äussere Druck in mir zutage?