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Einleitung
Afrika im Fokus
In Afrika südlich der Sahara wurden erhebliche Fortschritte erzielt: Die Zahl der Todesfälle infolge von Malaria wurde im Laufe der 15 letzten Jahre halbiert, und die Zahl der Demokratien hat sich seit 2000 verdoppelt.
Vier der zehn dynamischsten Volkswirtschaften der Welt befanden sich 2017 in Subsahara-Afrika.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents ist dynamisch, aber noch nicht ausreichend, um genügend menschenwürdige Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten für die ganze Bevölkerung zu schaffen.
Herausforderungen wie der Klimawandel, die zahlreichen Konflikte, schwache Regierungs- und Justizbehörden, zunehmende Ungleichheiten und die unkontrollierte Urbanisierung gefährden die bereits erzielten Entwicklungsfortschritte.
Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz in Afrika bleibt nach wie vor wichtig, um zur Reduktion von Armut und Ungleichheit, zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Friedensförderung und zur Bewältigung der globalen Herausforderungen beizutragen.
Nordafrika
Nordafrika
Ihr Engagement ist auf Demokratie und Menschenrechte, nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung, sowie Migration und Schutz ausgerichtet.
Ost- und Südliches Afrika
Ost- und Südliches Afrika
Westafrika
Westafrika
Ägypten
ÄgyptenSchutz für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten
Die Mehrheit der Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten muss zahlreiche Herausforderungen bewältigen, vor allem in den Bereichen Schutz und Grundversorgung (Bildung, Gesundheit, Nahrung und Unterkunft). Migrantinnen und Migranten sind besonders von Armut, unsicherer Nahrungsmittelversorgung, qualitativ schlechten Dienstleistungen sowie sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen.
Die Schweiz unterstützt die Organisation St. Andrews for Refugee Services (StARS). Als eine der wenigen NGO in Kairo bietet StARS insgesamt 19'000 Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten qualitativ hochwertige Dienstleistungen sowie einen sicheren und integrativen Raum, in dem sie als Gemeinschaft zusammenkommen können.
Dank der Projektunterstützung können solche Organisationen jedes Jahr Tausende Menschen unterstützen, eine grosse Anzahl von Leben retten und den Gemeinschaften aufzeigen, wie sie sich selbst stärken können.
«Ich arbeite seit einem Jahr und einem Monat für StARS. Ich bin Ärztin. Da ich selber Fluchterfahrung habe, suchte ich nach einer Stelle, wo ich mit Flüchtlingen arbeiten kann. Das Angebot unseres Ärztenetzwerks umfasst kostenlose Konsultationen und Medikamente. Wir versuchen, Leben zu retten, und tun unser Bestes, um allen zu helfen», sagt Rimaz Mohieldin.
Zudem befasst sich die Organisation mit Fällen von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt und Notfällen in der Gemeinschaft.
Für Kinder gibt es auf dem StARS-Gelände eine Schule, die 260 Schülerinnen und Schüler betreut.
«Ich habe drei Töchter. Eine ist im Spital, weil sie krank ist. Die anderen zwei gehen in die Schule von StARS. Eine geht in diesem Gebäude zur Schule, die andere in den Kindergarten, der sich an einem anderen Ort befindet. Ich warte hier auf meine Tochter, bis der Unterricht fertig ist, dann holen wir meine zweite Tochter aus dem Kindergarten ab und gehen ins Spital zur Jüngsten.»
Die Schweiz hat sich stark für die Unterstützung der Zivilgesellschaft engagiert und investiert weiterhin in zivilgesellschaftliche Akteure, um einen Wandel auf nationaler Ebene herbeizuführen.
Weiterführende Informationen:
DEZA Nordafrika
DEZA Migration
Mali
MaliUrbanisierung und Zugang zu Grunddienstleistungen
Die Zentralisierung der öffentlichen Verwaltung brachte nicht die erhofften Ergebnisse: Selbst in den Städten haben die Menschen keinen Zugang zu Grunddienstleistungen wie Wasser, Bildung oder Gesundheit. 70% der Stadtbevölkerung leben ohne Strom und 42% haben keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung.
Um das Wachstum in mittelgrossen Städten zu fördern, finanziert die Schweiz gemeinsam mit der Weltbank das Programm PACUM zur Unterstützung der städtischen Gemeinden Malis. Sie trägt ihr Fachwissen in den Bereichen Förderung der Lokalgouvernanz und wirtschaftliche Entwicklung bei.
· 270 Klassenzimmer und 6 Gesundheitszentren gebaut und ausgestattet;
· 38 Kilometer Abwasserkanalisation angelegt;
· 17 Kilometer geteerte Strassen in Bamako und in acht mittelgrossen Städten gebaut;
· 16 Handelseinrichtungen (Märkte, Busbahnhöfe) geschaffen.
Insgesamt profitierten rund 300'000 Menschen direkt von diesen Massnahmen und konnten so ihre Einkommen steigern.
Mehr über die Aktivitäten der DEZA :
DEZA Mali
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Burkina Faso
Burkina FasoDezentralisierung und Partizipation
Die Dezentralisierung stärkt die Transparenz und Wirksamkeit der lokalen Verwaltungen. Die Bürgerinnen und Bürger werden stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt. Die Schweiz unterstützt die lokalen und regionalen Akteure bei der Ausarbeitung von Entwicklungsplänen in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.
Dank dem Engagement der Schweiz wurden mehr als 700 Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wasser, lokale Wirtschaftsförderung und Zivilstandswesen durchgeführt. So wurden im Osten des Landes über 300 Strassenkilometer gebaut. Dadurch wurden die Städte besser erschlossen und der Marktzugang verbessert. Dank dem Ausbau der Infrastruktur, insbesondere des Brunnennetzes, erhielten über 110'000 Personen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Mehr über die Aktivitäten der DEZA in Burkina Faso:
DEZA Burkina Faso
DEZA Gute Regierungsführung
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Grosse Seen
Region der Grossen SeenBekämpfung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt durch einen psychosozialen Ansatz und die Einbindung der Gemeinschaft
Gewalt als Machtdemonstration
Die Mehrheit der Opfer sind Frauen, doch auch Männer und Jungen sind betroffen, was jedoch oft tabuisiert wird. Die Opfer werden stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Psychosoziale Unterstützung
Das Programm arbeitet nicht nur mit Opfern, sondern mit der ganzen Gemeinschaft zusammen, um die Wiedereingliederung zu erleichtern.
Heilungsworkshops
Witwen können zum Beispiel an einem Workshop zum Thema Trauer und Umgang mit Emotionen teilnehmen, während es für Paare Workshops über Mediation, Vergebung und Versöhnung gibt.
Eine Lebensaufgabe finden
Zudem lernen sie, kleine Projekte zu verwalten. Dank den Fähigkeiten, die sie in den Workshops erwerben, können sie sich ein neues Leben aufbauen.
Damit die sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt in der Region der Grossen Seen nachhaltig reduziert werden kann, muss die Arbeit mit den Gemeinschaften weitergeführt und das Gesundheitssystem gestärkt werden. Wichtig ist auch, dass die betroffenen Staaten ihr Engagement gegen die Straflosigkeit weiterführen.
Trotz der ermutigenden Fortschritte hat diese von Konflikten geschwächte Region aber nach wie vor beträchtliche Herausforderungen zu bewältigen.
Weiterführende Informationen:
DEZA Region der Grosse Seen
DEZA Gleichstellung der Geschlechter
Niger
NigerFörderung der beruflichen Eingliederung von Jugendlichen im ländlichen Raum
Zur Unterstützung der nigrischen Behörden lancierte die Schweiz 2011 ein Programm zur Förderung der Berufsbildung in den ländlichen Gegenden des Niger.
Das Programm hat zum Ziel, zum Aufbau eines niederschwellig Grundbildungs-, Berufsbildungs- und Eingliederungssystems beizutragen, das auf die Bedürfnisse der jungen Menschen und des lokalen Arbeitsmarktes abgestimmt ist.
Seit 2013 haben 15'000 junge Frauen und Männer in diesen Zentren eine Ausbildung begonnen. Dort erwerben sie Grundfähigkeiten wie Lesen und Schreiben und die notwendigen praktischen Kompetenzen, um einen Beruf auszuüben.
«Auf unserem Familienbetrieb haben wir mit meinem Vater eine Plantage mit 100 Mangobäumen angelegt. Ich bin diejenige, die das Fachwissen (Pflanzung und Veredelungstechniken) mitbringt, und mein Vater vertraut mir völlig, obschon ich jünger und erst noch ein Mädchen bin. Er lässt mir bei meinen Entscheidungen freie Hand. Wir kümmern uns zusammen um die Plantage und hoffen, dass wir gute Einnahmen erzielen werden, sobald die Bäume Früchte tragen.»
Mehr über die Aktivitäten der DEZA im Niger :
DEZA Niger
DEZA Grundbildung und Berufsbildung
Tanzania
TansaniaFörderung des Engagements junger Menschen durch die Medien
Klicken Sie auf das Startzeichen unten links und hören Sie eine Diskussion von Niambie über die Herausforderungen von Mädchen, die zur Schule gehen (in Suaheli).
Niambie will junge Menschen mit relevanten, glaubwürdigen und ausgewogenen Informationen unterstützen, ihre Rechte und Pflichten zu verstehen. Ziel ist es, ihr Vertrauen zu stärken, damit sie sich in ihrer Gemeinschaft und in demokratischen Entscheidungsprozessen engagieren.
Die Experten äussern ihre fachliche Meinung, die Prominenten ihre Ansichten zu einem ausgewählten Thema in allgemeinverständlicher Sprache.
Die Hörerinnen und Hörer können sich per Telefon oder über die sozialen Medien an der Diskussion beteiligen, indem sie Fragen stellen oder ihre Kommentare teilen. Es ist schon vorgekommen, dass Hörerinnen und Hörer wie auch Gäste ihre Ansichten gefreestylt oder gesungen haben.
Sie sagen, die Sendung habe ihnen geholfen, die Entscheidungsfindungsprozesse und die Bedeutung der Rechenschaftspflicht für Entscheidungsträger zu verstehen.
Sie legt einen starken Fokus auf die Gleichstellung der Geschlechter. Junge Hörerinnen berichten, dass sie viel gelernt haben von Themen wie geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt, sexuelle und reproduktive Gesundheit oder Herausforderungen von Mädchen, die zur Schule gehen.
«Ich habe viel gelernt dank Niambie. Zum Beispiel, dass ich mich auch als Mädchen politisch engagieren und meine Meinung äussern kann. Über die Facebookseite von Niambie kann ich mich mit Gleichaltrigen im ganzen Land austauschen und über Alltagsfragen diskutieren» Zainab Juma Kabelengwa, Daressalam.
Weiterführende Informationen:
DEZA Tansania
DEZA Gute Regierungsführung
Hören Sie hier die letzte Sendung von Niambie (Suaheli)
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Simbabwe
SimbabweKlimaresilienz für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
Vor allem die Trockenperioden hatten verheerende Auswirkungen. In Simbabwe haben die prekäre Wirtschaftslage und die hohe Inflation die Situation weiter verschärft. Die Kleinbauern bekommen die Wirtschaftskrise unmittelbar zu spüren.
Ende 2018 waren Saatgut und Düngemittel mehr als doppelt so teuer wie im Vorjahr. Die Kombination von Klima- und Wirtschaftsschocks führte zu einer humanitären Notlage.
Die R4-Initiative umfasst sowohl landwirtschaftliche als auch finanzielle Komponenten. Sie beruht auf vier Risikomanagementstrategien, d. h. Risikominderung (Vermögensaufbau), Risikotransfer (Mikroversicherung auf der Basis eines Wetterindex), Risikoübernahme (Kredite) und Risikoreserven (Sparen).
Das Hauptziel der Initiative besteht darin, armen Haushalten zu helfen, ihre Ernährungssicherheit zu verbessern und mit Klimaschocks wie Dürren umzugehen.
Die grösste Innovation, die die R4-Initiative gebracht hat, ist die Dürreversicherung, die arme Kleinbauern für ihre errichtete Gemeinschaftsarbeit erhalten. Diese zahlt automatisch, wenn während der Anbausaison zu wenig Regen fällt. Schliesslich bilden die Bäuerinnen und Bauern Spargruppen, in die sie jeden Monat einen Teil ihres Einkommens einzahlen, damit sie Kleinkredite für nicht-landwirtschaftliche Aktivitäten aufnehmen können.
Tariro hat viel über nachhaltige Landwirtschaft gelernt und sich Finanzwissen angeeignet. Diese Kenntnisse kann sie auch in anderen Bereichen in ihrem Leben anwenden. Nun hat sie ihre eigene Initiative zur Geflügel- und Ziegenhaltung gestartet.
Bis 2021 sollen sich 6'000 Bauernfamilien in Simbabwe dem Projekt anschliessen. In Malawi und Sambia, wo die R4-Initiative dank Schweizer Unterstützung seit vier Jahren läuft, sind es bereits fast 50'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon zwei Drittel Frauen.
Private Versicherungsgesellschaften, Mikrofinanzinstitute und Abnehmer von Agrarprodukten wurden von Anfang an am Projekt beteiligt, um dessen Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Kwaneiso Mawere legt beim Graben eine Pause ein und erklärt, das Wichtigste, was sie gelernt habe, sei, die Landwirtschaft als Geschäft zu verstehen.
Dies schafft ein Gefühl des Zusammenhalts: Die Frauen kommen zusammen und diskutieren ihre Probleme. Die Männer werden ebenfalls zur Teilnahme ermutigt, um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den Gemeinschaften zu erzielen.
«Wir haben Einkommensmöglichkeiten wie Fischzucht und Gemüseanbau geschaffen. Ich begann, Gemüse an Schulen und in der Gemeinde zu verkaufen. So kann ich das Schulgeld für meine Kinder bezahlen. Ich habe noch viel vor in meinem Leben, darüber freue ich mich», sagt Tafadzwa Sigauke.
Klimaschutzmassnahmen
Die internationale Klimapolitik sollte alles tun, um sicherzustellen, dass die in Simbabwe gewonnenen Erkenntnisse auch in anderen Kontexten berücksichtigt werden.
Mehr Informationen:
DEZA Südliches Afrika
DEZA Klimawandel und Umwelt