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Die Konzepte der Achtsamkeit (klares und nicht-wertendes Gewahrsein dessen, was im Augenblick geschieht) und Chakakterstärken (moralisch positiv bewertete Eigenschaften) erfreut sich zunehmend öffentlichem Interesse und erlebt auch im wissenschaftlichen Kontext einen regelrechten Aufschwung. Bisher ist jedoch über deren Zusammenhang wenig bekannt.
Unser erstes Forschungsanliegen ist es, diesen Zusammenhang zu untersuchen und ein gegenseitiges Unterstützungsmodell von Achtsamkeit und Charakterstärken vorzuschlagen. Wir gehen davon aus, dass sich bestimmte Charakterstärken günstig auf die Achtsamkeit auswirken und Achtsamkeit sich günstig auf bestimmte Charakterstärken auswirkt.
Die zweite Studie zielt darauf ab, dieses Unterstützungsmodell in dreifacher Weise empirisch zu prüfen: (1) ob eine Achtsamkeit-basierte Intervention bestimmte Charakterstärken verbessern kann; (2) ob die Integration von Charakterstärken in einer Achtsamkeits-basierten Intervention den Versuchspersonen helfen kann, Achtsamkeit besser zu verstehen und zu erwerben, verglichen mit der üblichen Achtsamkeits-basierten Intervention; und (3) ob eine integrierte Intervention (Verwendung von Achtsamkeit und Charakterstärken) am Arbeitsplatz effektiver wirkt als die übliche Achtsamkeit-basierte Intervention (Verwendung von Achtsamkeit allein), verglichen mit einer Kontrollgruppe (bestehend aus Probanden einer Warteliste).
In der dritten Studie verwenden wir eine objektive Kodierung der Bewegungen der Gesichtsmuskulatur, genannt Facial Action Coding System, um den Einfluss der Achtsamkeit auf die Regulierung von emotionalen Reaktionen zu untersuchen. Es werden die emotionalen Reaktionen von Probanden mit langjähriger Achtsamkeitserfahrung mit denen von Laien verglichen. Durch Video werden positive (z.B. Erheiterung) und negative (z.B. Ekel) emotionale Reaktionen hervorgerufen. Wir erwarten, dass Achtsamkeitserfahrung positive emotionale Reaktionen verstärkt und negative emotionale Reaktionen mildert.