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Es ist ein Standard, mit dem Sie neue Inhalte auf Blogs, Nachrichtenseiten und anderen Inhaltsseiten verfolgen können (sofern die Webseite RSS unterstützt). «RSS» steht für «Really Simple Syndication», oder zu Deutsch, ungefähr «Sehr einfache Verbreitung».
Also im Grunde geht es darum, Webseiten zu «abonnieren», aber unabhängig von irgendwelchen Plattformen oder Anbietern.
Sie haben vllt. mehrere Webseiten, die Sie gerne lesen, z.B. Nachrichten, Comics usw., und mit RSS können Sie diese «abonnieren» und alle an einem Ort lesen.
Das orange Quadrat auf der Grafik oben ist übrigens das RSS Logo.
Wie man RSS nutzt
Es gibt sogenannte «RSS-Feeds», die Sie sich als Link zu einer bestimmten Liste vorstellen können (diese Liste nennt man einen «Feed» und beinhaltet alle Artikel der Webseite, bzw. alle neusten). Man nutzt dann ein Programm, einen sogenannten «RSS-Leser», in denen man diese Links kopiert und speichert («Abonniert»), und der RSS-Leser öffnet diese Links immer wieder mal im Hintergrund und liest die jeweilige Liste («Feed») durch. Wenn etwas Neues da ist (z.B. neuer Artikel), wird man benachrichtigt. Es gibt auch RSS-Leser, die diese «Feeds» nur prüfen, wenn man den RSS-Leser öffnet, ganz ohne Hintergrundarbeit oder Benachrichtigungen, je nach Software und Geschmack.
Also in etwa so wie ein E-Mail-Programm nach neuen E-Mails prüft, prüft ein RSS-Leser nach neuen Artikeln und anderen Inhalten im «Feed». Es gibt auch E-Mail-Programme, die RSS unterstützen und als RSS-Leser fungieren. Vielleicht kann Ihr E-Mail-Programm dies auch.
Im RSS-Leser kann man diese Artikel dann lesen. Manchmal sind es auch nur Zusammenfassungen mit einem Link zum Artikel. Je nach Webseite.
Vorteile von RSS
Ein grosser Vorteil von RSS, ist der Datenschutz und die Selbstbestimmung.
RSS wurde beim durchschnittlichen Anwender zum Grossteil von den Sozialen-Medien-Giganten abgelöst, aber auch durch «Feeds» im Google Assistent («Google» App), Google Chrome und anderen Browsern.
Doch bei den Giganten gibt es Nachteile: Zum einen hat man keinen Datenschutz mehr. Jeder Klick wird mitgezählt und die Interessen der Leser werden gesammelt. Zum anderen, wird einem vorgegeben, was man lesen soll, statt dass man selber entscheidet.
Bei RSS jedoch, sofern man dies lokal macht (und nicht in der Cloud), wird nicht mitgezählt. Bzw. nicht mehr, als wenn man die Webseite besucht. Es gibt kein «zusätzliches» verfolgen der Leser.
Ein anderer Vorteil von RSS, ist, dass man seine Feeds selber zusammenstellt und selber entscheidet, was man von wo lesen möchte (anstelle von sogenannten Algorithmen).
Wer unterstützt RSS?
Viele Seiten unterstützen RSS, vor allem Blogs und Nachrichtenseiten.
Viele Webseiten heutzutage basieren auf einer Software namens WordPress, besonders beliebt ist diese Software für Blogger. Das Gute daran: WordPress unterstützt RSS von Haus aus. Dies bedeutet, dass alle WordPress Blogs automatisch RSS unterstützen. Aber auch andere Webseiten, die nicht immer WordPress nutzen, z.B. einige Nachrichtenseiten, unterstützen oft RSS.
Wie kommt man an einen RSS-Feed?
Manchmal reicht es, den Link zur Webseite einfach in den RSS-Leser zu kopieren. Manchmal jedoch, braucht es einen direkten Link zum Feed. In jedem Fall jedoch muss die Webseite RSS können.
Wenn eine Webseite RSS nutzt, wird das oft im «HTML» der Webseite angegeben (das ist unsichtbar für die Endnutzer). Wenn man nun einen Link zu einer Webseite in den RSS-Leser kopiert, können einige RSS-Leser das «HTML» scannen, und den RSS-Link rauslesen. Manche RSS-Leser können dies nicht, und benötigen einen direkten Link zu einem RSS-Feed.
Alternativ, suchen Sie nach einem RSS Link auf der gewünschten Webseite. Es wird auch oft als kleines oranges Quadrat angezeigt, welches ein weisses Funk-Symbol aufweist (sieht aus wie WLAN, aber seitlich). Manchmal versteckt es sich neben den Icons der sozialen Medien.
Früher haben Webbrowser direkt ein solches oranges Quadrat angezeigt, wenn die Webseite RSS unterstützte (der Webbrowser scannte das HTML), mit dem man direkt per Klick den RSS-Feed abonnieren konnte. Leider ist dies aus der Mode gefallen, obwohl RSS noch lange nicht ausgestorben ist.
Aber ich gebe zu, es ist umständlicher geworden, an RSS Links zu kommen, und es wird nicht mehr aktiv für RSS geworben, somit ist es eher eine Nische, die von Technisch-Versierten genutzt wird.
RSS in der Cloud
RSS in der Cloud kann praktisch sein, jedoch sieht es mit dem Datenschutz problematisch aus.
Es gibt eigentlich zwei Arten von RSS-Feeds in der «Cloud». Bei der einen Art, hostet man eine Software selber, z.B. zuhause auf einem kleinen Server, oder bei einem Hosting-Anbieter. Bei der anderen Art handelt es sich um «SaaS» (Software as a Service), also ein RSS-Leser in der Cloud, den Sie nicht selber hosten. Von letzterer Art rate ich ab, da dort oft Daten gesammelt werden.
Bei beiden Arten jedoch kann man dann oft vom Webbrowser und/oder einer App seine Feeds lesen. Der Sinn hinter der Cloud, ist es, die Feeds zwischen den Geräten (z.B. Smartphone und Laptop) synchron zu halten. Aber auch, was schon gelesen wurde und was nicht, denn man will ja nicht die Sachen, die bereits am Smartphone gelesen wurden, noch einmal auf dem Laptop als neuen Artikel sehen.
Also bei Cloud, wenn möglich, selber hosten. Am einfachsten und Datenschutz-freundlichsten jedoch ist es einfach ein Programm auf dem Computer oder eine App auf dem Smartphone zu installieren, und einfach da (lokal!) zu lesen.
RSS auf diesem Blog
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Das war’s auch schon! Ich hoffe, ich konnte Ihnen RSS näher bringen! 😊