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Privathaushalte
Privathaushalte bestehen aus einer, zwei oder mehreren Personen. Das Ziel privater Haushalte ist es, die Bedürfnisse der Haushaltsmitglieder optimal zu befriedigen. Von den Haushaltsmitgliedern werden Entscheide über
Es geht um die
Die Privathaushalte verwenden rund 60 % des Bruttoinlandprodukts für Konsum. Im Jahr 2005 waren es 278,3 Mia Fr. bei einem Bruttoinlandprodukt von 456.9 Mia Franken. Die Sparquote der privaten Haushalte liegt in der Schweiz bei 10 % des Bruttoinlandprodukts.
Das Bruttohaushaltseinkommen fasst alle Einkommen sämtlicher Mitglieder eines Privathaushalts zusammen. Dazu gehören Bruttolöhne, Pensionskassengelder, AHV-Renten, dann aber auch Zinsen, Dividenden, Naturalbezüge wie Geschenke oder Früchte und Gemüse aus dem Garten, Rückerstattungen von Versicherungen usw. Während in den Erwerbstätigenhaushalten das Arbeitseinkommen die zentrale Rolle spielt, stehen in den Rentnerhaushalten Transfereinkommen sowie Einkommen aus Vermögen und Vermietungen im Vordergrund.
Gemäss der 2005 durchgeführten Einkommens- und Verbrauchserhebung des Bundesamtes für Statistik betrug das auf der Basis von 3087 zufällig ausgewählten privaten Haushalte aus der ganzen Schweiz ermittelte durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen 8967 Franken. Rund 73 % davon stammt aus Arbeit, 4 % sind Vermögenseinkommen und 23 % Transfereinkommen.
Je nach Haushaltstyp schwankte das mittlere monatliche Bruttoeinkommen zwischen 6845 Fr. beim Einpersonenhaushalt und 12384 Fr. bei Haushalten von Paaren mit mehr als 2 Kindern.
Wenn nicht die Haushalte als solche betrachtet werden, sondern die Situation der Personen, die sich ein Haushaltseinkommen teilen müssen, wird in der Regel vom sogenannten Aequivalenzeinkommen der Haushalte ausgegangen.
Das Aequivalenzeinkommen wird berechnet anhand des verfügbaren Haushaltseinkommens (Gesamteinkommen des Haushalts abzüglich Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien für die Grundversicherung und andere Zwangsausgaben). Um den Unterschieden in Bezug auf Haushaltsgrösse und -zusammensetzung Rechnung zu tragen, wird das Haushaltseinkommen auf einen Einpersonenhaushalt umgerechnet, das heisst durch seine entsprechende "Aequivalenzgrösse" dividiert. Diese wird ermittelt, indem die einzelnen Personen des Haushalts gewichtet werden: Die erste erwachsene Person mit 1,0, die zweite und jede weitere im Alter von über 14 Jahren mit 0,5 sowie jedes Kind unter 15 Jahren mit 0,3 (entspricht der neueren OECD-Aequivalenzskala). Die "Aequivalenzgrösse" ergibt sich aus der Summe dieser Gewichte.
Ueber alle Haushalte berechnet lag der Median des verfügbaren Aequivalenzeinkommens der Haushalte im Jahr 2002 bei 3'737 Franken, d.h. die eine Hälfte der Haushalte lag über, die andere Hälfte unter diesem Wert. Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen hatten ein verfügbares Aequivalenzeinkommen von höchstens 2'452 Franken. Die 20 Prozent reichsten Haushalte verfügten über mindestens 5'576 Franken. Das Verhältnis zwischen dem Aequivalenzeinkommen des wohlhabendsten sowie des ärmsten Fünftels der Haushalte stellt ein Mass für die realen Einkommensunterschiede in unserer Gesellschaft dar. Zusammen hatte das Fünftel der wohlhabenden Haushalte im Jahr 2002 über 3,8mal mehr Einkommen als das Fünftel der Haushalte mit dem geringsten Einkommen. Gemessen am Aequivalenzeinkommen ging es Paaren ohne Kindern finanziell wesentlich besser als kinderreichen Familien oder allein erziehenden Elternteilen. Der Median des verfügbaren Aequivalenzeinkommens der Paar-Haushalte ohne Kinder lag bei 5'165 Franken. Das vergleichsweise hohe Einkommen dieses Haushaltstyps ist darin begründet, dass hier häufig zwei Einkommen zusammenkommen. Bei den Haushalten der allein erziehenden Elternteile lag der Median des verfügbaren Aequivalenzeinkommens demgegenüber bei 3'416 Franken, bei den Paar- Haushalten mit drei und mehr Kindern sogar nur bei 2'933 Franken. Die tieferen Haushaltseinkommen dieser Haushaltstypen sind darauf zurückzuführen, dass die Kinderbetreuungsaufgaben die Möglichkeiten zur Erwerbstätigkeit einschränken. Bei den grossen Familien fallen zudem die Krankenkassenprämien stärker ins Gewicht.
Im Durchschnitt liegt gemäss der Einkommens- und Verbrauchserhebung des Bundesamtes für Statistik 2005 der Mittelwert der Ausgaben der privaten Haushalte bei 8'104 Franken. Der Anteil der Verbrauchsausgaben (Kauf von Waren und Dienstleistungen) beträgt dabei 61,1%, derjenige der Transferausgaben (Versicherungen, Steuern, Sozialabgaben) rund 38,9%.
Bei den Verbrauchsausgaben fällt am stärksten der Anteil für das Wohnen ins Gewicht (16,9% der Gesamtausgaben). Es folgen die Posten "Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren" (8,9%), "Verkehr" (7,8%) und "Unterhaltung, Erholung und Kultur" (6,4%). Die Gesundheitsausgaben (ohne Versicherungsprämien) machen 4% der Haushaltsausgaben aus (gleich viel wie im Jahr 2000). Bei den Transferausgaben bilden die Sozialversicherungen (AHV, IV, Pensionskassen, Krankengrundversicherung) den grössten Budgetposten (15,4% der Gesamtausgaben) gefolgt von den Steuern (13,7%).
Je niedriger das Einkommen, desto höher ist der Anteil der Konsumausgaben.
Je niedriger das Einkommen, desto höher der Anteil für Grundbedürfnisse Ernährung und Wohnen.