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Bericht über saisonale Zollkontingente: Effektiv, aber ineffizient
Eine Mitarbeiterin von Agroscope hat einen Artikel untersucht, der kürzlich im „Journal of Agricultural Economics“ erschienen ist und zeigt, dass saisonale Zollkontingente zwar effektiv inländische Produkte vor günstigerer ausländischer Konkurrenz schützen, dies jedoch mit Ineffizienzen und Marktverzerrungen einher geht.
In der Schweiz, aber auch in anderen Ländern werden saisonale Zollkontingente als Grenzschutzinstrument angewandt, um heimische Obst- und Gemüseprodukte vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Zollkontingente sind zweistufige Zölle mit einem niedrigen Zollsatz für Importe bis zu einem festgelegten Kontingentvolumen und einem höheren Zollsatz für alle nachfolgenden Importe. In ihrer saisonalen Variante wird dieses zweistufige Zollsystem nur angewandt, solange einheimische Produkte auf dem Markt sind; bei den meisten Obst- und Gemüsesorten also während der Sommermonate.
Während dieser „administrierten Periode” wird ad-hoc jede Woche entschieden, ob und wie viele Importe zum günstigen Zollsatz erlaubt werden. Günstige Importe werden nur erlaubt, wenn die inländische Produktion nicht ausreicht, um die erwartete Nachfrage zu befriedigen. Im Rest des Jahres, sobald keine inländischen Produkte mehr auf dem Markt sind, werden nur noch die niedrigen oder gar keine Zölle mehr angewandt. Das funktioniert zwar effektiv, aber ineffizient, wie der Bericht im Detail zeigt.