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Brustzysten sind von einer Kapsel umgebene, sackartige Geschwulste in der Brust mit einem dünn- oder dickflüssigen Inhalt.
Der Begriff Zyste sagt zunächst nichts darüber aus, ob es sich um gut- oder bösartige Veränderungen (Krebs)handelt. In der Brust können Zysten (Brustzysten) vereinzelt (Solitärzyste) oder mehrfach im Rahmen von Erkrankungen wie der Mastopathie (gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes) auftreten.
Meistens verursachen Brustzysten keinerlei Beschwerden. Häufig fällt eine Zyste in der Brust allein bei Tastuntersuchungen beim Frauenarzt oder der Selbstuntersuchung der Brust auf. Manchmal tritt ein Sekret aus der Brustwarze (Mamille) aus – dies kann ein Anzeichen für eine Brustzyste sein und sollte von einem Arzt abgeklärt werden.
Besteht der Verdacht auf eine Brustzyste, veranlasst der Arzt zur Diagnose eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Brust. Manchmal sind weitere Untersuchungen wie eine Mammographie notwendig.
Meistens ist bei Brustzysten keine Behandlung notwendig. Der Arzt kann Brustzysten über einen Nadelstich oder einen kleinen Schnitt entleeren. Falls sie immer wiederkehren, entfernt der Arzt sie im Ganzen – bei solchen Brustzysten ist auch an einen bösartigen Tumor (Brustkrebs) als Ursache zu denken.
Eine Zyste ist eine von einer Kapsel umgebene, sackartige Geschwulst, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Der Begriff Zyste sagt zunächst nichts darüber aus, ob es sich um gut- oder bösartige Veränderungen handelt. Zysten können überall im Körper vorkommen, so auch in der Brust als Brustzysten.
Meist handelt es sich bei Brustzysten um gutartige Gewebeveränderungen, die nur in Einzelfällen oder bei bestimmten Krankheitsbildern bösartig entarten. Sind mehrere Zysten in einer oder beiden Brüsten vorhanden, spricht dies in der Regel für eine sogenannte zystische Mastopathie (gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes). Auch kann sich in Zysten ein gutartiger Tumor (Papillom) befinden.
Die Anatomie der weiblichen Brust besteht aus dem Brustdrüsenkörper, der Brustwarze und dem Warzenhof. Die Brustdrüse besteht aus etwa 15 Einzeldrüsen, Bindegewebe und individuell unterschiedlich viel Fettgewebe. Jede Einzeldrüse besteht aus mehreren Drüsenläppchen (Lobuli), die durch ein Mantelgewebe voneinander abgegrenzt sind.
Die Anatomie eines Drüsenläppchens ähnelt einer winzig kleinen Weintraube. Die Trauben sind dabei kleine Bläschen (Alveolen) und die Stiele sind die ableitenden Milchgänge. Ein Milchgangsystem verbindet die Alveolen eines Drüsenläppchens wiederum traubenförmig miteinander. Die kleinen Milchgänge münden in einen Hauptmilchgang. Etwa 15 Ausführungsgänge münden in die Brustwarze (Mamille). Die Brustwarze ist ebenso wie der Brustwarzenhof (Areola mammae) dunkler pigmentiert. Im Warzenhof liegen viele Talgdrüsen (Montgomery-Drüsen). Muskelgewebe in der Brustwarze ermöglicht ihre Aufrichtung (Erektion).
Die Brustdrüse unterliegt sämtlichen hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft, der Stillzeit bis hin zur Menopause, sogar bis ins hohe Alter.
Brustzysten können unterschiedliche Ursachen haben. Sind die Ausführgänge von Drüsenläppchen (Lobuli) verstopft und sammelt sich Flüssigkeit im Drüsenläppchen an, können Brustzysten entstehen.
Vereinzelte (solitäre) Brustzysten können angeboren sein. Die häufigsten Brustzysten-Ursachen sind jedoch gutartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes (Mastopathie), die vor allem während beziehungsweise nach den Wechseljahren auftreten. Auch Zysten kommen vorwiegend in diesem Zeitraum vor – die meisten Frauen mit Brustzysten sind zwischen 45 und 55 Jahre alt.
Brustzysten verursachen selten Symptome. Oft fallen sie nur durch den Tastbefund beim Frauenarzt, der Selbstuntersuchung der Brust oder im Ultraschall auf. Tritt aus der Brustwarze (Mamille) Flüssigkeit aus, kann das bei Brustzysten eines der Symptome sein.
Der Frauenarzt stellt bei Brustzysten die Diagnose nach verschiedenen Untersuchungen: Ab einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter kann er die Gewebekapseln ertasten. Mittels Ultraschall (Sonographie) lassen sich Grösse, Wanddicke und Lage der Brustzysten feststellen. Um andere Erkrankungen – insbesondere Tumoren – auszuschliessen, folgt meist eine Mammographie.
Muss die Brustzysten-Erkrankung weiter abgeklärt werden, punktiert der Arzt zur Diagnose die Zyste unter Ultraschallkontrolle. Die gewonnene Flüssigkeit wird mikroskopisch untersucht.
Bei unklaren Befunden kann der Arzt die Zystenwand mittels der sogenannten Pneumozystographie beurteilen. Dabei spritzt er ein wenig Kontrastmittel in die Zyste ein und füllt diese anschliessend mit Luft. Die Luft drückt das Kontrastmittel von innen an die Wand der Brustzysten, so dass es einen feinen Film auf der Zystenwand bildet. Im Röntgenbild wird diese dünne Schicht aus Kontrastmittel sichtbar. So lässt sich die innere Wandung der Brustzysten begutachten.
Reichen diese Untersuchungen nicht aus, um bei Brustzysten eine sichere Diagnose zu stellen, entnimmt der Arzt die Zyste und lässt sie feingeweblich untersuchen. So kann er ausschliessen, dass es sich um einen bösartigen Tumor (Brustkrebs) handelt.
Die Brustzysten-Therapie hängt von ihrem Befund ab: Bei Auffälligkeiten entfernt der Arzt die Zyste. Vor der Operation erfolgt in der Regel eine Mammographie, um weitere Zysten festzustellen, die während der Operation punktiert, untersucht oder direkt mit entfernt werden können. Bei unauffälligen Brustzysten besteht die Therapie in einer vierteljährlichen Kontrolle der Zysten mittels Ultraschall. Müssen die Zysten entleert werden, punktiert der Arzt sie mit einer Hohlnadel (Punktion) oder öffnet sie mit einem kleinen Schnitt. Kehren Brustzysten trotz mehrmaliger Punktion wieder, müssen sie operativ entfernt werden.
Bei Brustzysten ist der Verlauf häufig unkompliziert: Brustzysten sind gutartige Veränderungen, die – sofern sie unauffällig sind – belassen werden können. Ansonsten hilft je nach Befund eine einfache Punktion und somit Entleerung der Zyste. Kehren die Zysten häufig wieder oder zeigen sich im Ultraschall oder bei der mikroskopischen Untersuchung Auffälligkeiten, entfernt der Arzt die Zyste in einer kleinen Operation.
Es gibt keine Massnahmen, die Brustzysten generell vorbeugen. Um eine ernsthafte Erkrankung auszuschliessen, sollten Sie jedoch bei allen Veränderungen Ihrer Brust, zum Beispiel wenn Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt, einen Frauenarzt aufsuchen.