Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03151.jsonl.gz/1776

Grosser Sieg für Österreicher Patrick Konrad
Der Österreicher Patrick Konrad feiert in der 16. Etappe der Tour de France seinen ersten Sieg auf höchster Ebene. Der 29-Jährige setzt sich auf den 169 km von Andorra nach Saint-Gaudens solo durch.
Die ersten Verfolger mit dem zweitklassierten Italiener Sonny Colbrelli und dem drittklassierten Australier Michael Matthews erreichten das Ziel mit einem Rückstand von 42 Sekunden auf den zweifachen österreichischen Meister vom Team Bora-Hansgrohe, der 35 km alleine an der Spitze gefahren war.
Konrad griff in der zweiten Pyrenäen-Etappe an der letzten relevanten Steigung hinauf zum Col d’Aspret-Sarrat an, baute seinen Vorsprung aus und liess sich in der Folge nicht mehr einholen. Der Niederösterreicher ist ein Berg- und Rundfahrtenspezialist. 2019 beendete er die Tour de Suisse im 3. Rang. Im Jahr zuvor schloss er den Giro d’Italia im 7. Rang ab.
An der laufenden Tour de France lieferte Konrad nicht sein erstes Topresultat ab. Am Samstag war er in Quillan hinter dem Niederländer Bauke Mollema bereits Zweiter geworden. Auf dem Weg nach Saint-Gaudens war Konrad der klar stärkste Fahrer. Er hatte zuerst nicht einmal der Ausreissergruppe angehört. Er fuhr aus dem Feld heraus erst zu dieser vor und übernahm dort gleich das Tempodiktat.
Die Konkurrenten von Leader Tadej Pogacar hielten sich zurück und versuchten es auf der ersten von drei Pyrenäen-Etappen in Folge erst gar nicht, den Träger des Gelben Trikots anzugreifen – wohl auch, weil der letzte bedeutende Anstieg über 30 km vor dem Ziel entfernt im Etappenplan stand. Pogacar verbrachte deshalb einen ruhigen Tag, er liegt in der Gesamtwertung weiterhin 5:18 Minuten vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran und 5:32 vor dem Dänen Jonas Vingegaard.
Am Mittwoch gibt es für Uran, Vingegaard und Co. aber keine Ausreden mehr. Im Finale der 178,4 km langen Etappe von Muret nach Saint-Lary-Soulan stehen zwei Steigungen der ersten Kategorie sowie der 16 km lange und durchschnittlich 8,7 Prozent steile Schlussanstieg der höchsten Kategorie auf den Col du Portet im Programm.
(text:sda/bild:sda)