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Lenia (10 Jahre):
Warum gibt es Haie in den Felsen von Freiburg?
Wir können in den Felsen eigentlich keine vollständigen oder lebenden Haie finden. Was wir heute in den Felsen im Saanegraben finden, sind Fossilien, also Dinge, die über Tausende von Jahren zu Gestein wurden. In der Tat finden wir verschiedene Fossilien von Wassertieren, wie Haifischzähne, Skelette von Seekühen/Lamanten und Muscheln. All diese Tiere gibt es auch heute noch, aber sie leben nur in warmen tropischen Gewässern, entweder im Meer oder in Meeresnähe - also nicht wie in Freiburg!
Vor sehr langer Zeit, noch bevor die Alpen entstanden (vor vielen Millionen Jahren), herrschte hier tropisches Klima, und es gab sogar einen großen Ozean. Das wissen wir, weil die Fossilien es uns verraten: Die Gesteine, in denen man ihre Skelette gefunden hat, sind Gesteine, die sich im Meer bilden. Als die Meeresbewohner starben, sanken sie auf den Meeresboden. Was nicht von anderen Tieren oder Bakterien gefressen wurde, sondern von Sedimenten wie den Skeletten bedeckt wurde, verwandelte sich im Laufe der Jahrtausende langsam in Gestein. Als der Meeresspiegel sank und die Alpen zu wachsen begannen, waren die Fossilien bereits Teil der Platten, die zusammenstießen. So befanden sich die Fossilien nun irgendwo in den Bergen. Nach vielen Jahrtausenden der Erosion (Transport von Gesteinsbrocken aus dem Gebirge) gruben sich Flüsse in das alte Sediment, das mit Fossilien bedeckt war. Als die Menschen sich in diesem Teil der Welt niederließen und begannen, in der Erde zu graben, entdeckten sie sie! Deshalb können wir heute in Freiburg Haifischzähne und andere Fossilien finden und sehen, als Zeugnis einer längst vergangenen Zeit.
Unsere Experten:
Romain Valadaud hat kürzlich am Departement für Geowissenschaften doktoriert.
"Als ich 10 Jahre alt war, verbrachte ich viel Zeit damit, Bücher zu lesen, in denen imaginäre Welten erkundet wurden."
Nicole Clerx ist Diplomassistentin am Departement für Geowissenschaften.
"Als ich 10 Jahre alt war, wollte ich Professor für Klimaphysik werden, aber es machte mir mehr Spaß, draußen zu spielen und Grashüpfer zu fangen, als zu studieren..."
Eric Pohl ist Doktorassistent am Departement für Geowissenschaften.
"Als ich 10 Jahre alt war, spielte ich hauptsächlich Fußball, machte Aikido (für meinen Rücken) und machte Hausaufgaben (wir hatten so viele Hausaufgaben!)."
Mathilde Fautras ist Senior Forscherin der Gruppe "Human Geography" im Departement für Geowissenchaften.
"Als ich 10 Jahre alt war, wollte ich Archäologin werden, weil ich neugierig war und gerne reisen wollte."
Bilderquelle: pixabay und privat