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In der Region des Unteren Amazonas leben gegen 20 000 Quilombolas. Das Projekt hilft ihnen bei grossen Infrastrukturprojekten für sich einstehen zu können.
In drei Gemeinden in der Region des Unteren Amazonas im Bundesstaat Pará leben gegen 20 000 Quilombolas. Sie sind Nachfahren von Menschen afrikanischer Abstammung, die sich in früheren Jahrhunderten aus der Sklaverei befreit hatten und in abgelegene Gebiete geflohen sind. Sie leben in 56 Basisgemeinschaften (Quilombos) auf 16 Grundstücken. Von diesen sind nur fünf juristisch abgesichert.
Ohne juristische Anerkennung ihres Landes sind die Menschen von den Programmen der öffentlichen Verwaltung zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen ausgeschlossen. Ausserdem macht die fehlende juristische Sicherheit sie verwundbar gegenüber den Landansprüchen von grossen Infrastrukturprojekten wie Wasserkraftwerken, Starkstromleitungen und Rohstoffabbau.
Die Partnerorganisation von Fastenopfer, Comissão Pró-Índio de São Paulo (CPI-SP) ist seit 1989 massgeblich beteiligt an den Landabsicherungen im unteren Amazonas. CPI-SP arbeitet mit Indigenen und Quilombogemeinschaften im Amazonasgebiet zusammen. Seit 1995 wurden insgesamt fünf der 16 Grundstücke juristisch anerkannt. In den letzten zehn Jahren wurden aber keine neuen Landtitel an Quilombos verteilt. Deshalb werden die Gemeinschaften weiterhin bei der Einforderung von juristischen Landtiteln unterstützt.
CPI-SP berät die Menschen zudem bei der Organisationsentwicklung ihrer Basisgemeinschaften und bei der Verteidigung ihrer Territorien und Lebensgrundlagen. Um die Basisgemeinschaften zu stärken, werden Arbeitspläne definiert und umgesetzt. Die Zahl der Mitglieder, die sich gegen den Rohstoffabbau engagieren, wird erhöht. Ausserdem wird die Finanzbuchhaltung verbessert und Semesterberichte werden zugänglich gemacht. Die Frauen werden speziell gestärkt und geschult. So sind sie in der Lage, ihre Landwirtschaftserzeugnisse zu vermarkten und ein Einkommen zu erzielen.