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Im Frühjahr 2012 wurden von der Organisation Transgender Network Switzerland (TGNS) erstmals Daten zur Situation von Transmenschen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt erhoben. Die Resultate lassen aufhorchen: Die Arbeitslosenquote der 35 befragten Personen liegt bei 20 %, was sechsmal höher ist als die Arbeitslosenquote der Gesamtbevölkerung im selben Zeitraum. Im Durchschnitt wurde jeder der befragten Transpersonen während der Transition einmal die Stelle gekündigt. Nicht weniger bedenklich ist der z. T. drastische berufliche Abstieg bei fast der Hälfte der Befragten.
Vor allem die Zeit des Coming-outs und der Transition bergen ein deutliches Risiko, einen unfreiwilligen Jobverlust und/oder einen beruflichen Abstieg zu erleiden. Nur gerade die Hälfte der befragten Personen wurde von ihren Arbeitgebern in dieser Zeit unterstützt. Von dieser Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt sind Transfrauen und Transmänner etwa gleichermassen betroffen.