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Die italienische Küstenwache hat erneut etwa 1000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Wie die Behörden mitteilten, wurden die Menschen seit dem Vorabend auf drei völlig überfüllten Booten entdeckt und in Sicherheit gebracht.
Die Boote wurden demnach etwa 74 Kilometer vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa geortet. Zuvor waren bereits etwa 2500 Flüchtlinge von insgesamt 17 Schiffen gerettet worden.
Die meisten Asylsuchenden, die in Italien eintreffen, stammen aus Eritrea und Syrien und starten ihre gefährliche Reise über das Mittelmeer in Libyen. Viele kommen auch aus verarmten afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Tausende Flüchtlinge kommen jedes Jahr ums Leben, weil ihre Boote nicht seetüchtig oder hoffnungslos überladen sind.
Dutzende Festnahmen an marokkanischer Küste
Bei dem Versuch, die spanische Küste zu erreichen, waren am Vortag bei Tanger im Norden Marokkos 94 Flüchtlinge festgenommen worden. Die Menschen waren nach Behördenangaben dabei, an Bord von acht Booten Richtung Spanien aufzubrechen.
Seit Jahresbeginn hat der Flüchtlingsdruck auf die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta im Norden Marokkos stark zugenommen. Die Exklaven haben die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und Europa.
Erst Ende Mai stürmten mehr als tausend afrikanische Flüchtlinge die Grenze zur Exklave Melilla. Fast 500 von ihnen schafften es, die Grenzanlage zu überwinden und auf EU-Territorium vorzudringen.
Nach marokkanischen Angaben halten sich auf dem Territorium des nordafrikanischen Staates rund 30'000 Flüchtlinge auf. Rabat forderte eine "neue Migrationspolitik".
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