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Nun also doch! Die Corona-Pandemie fordert ihr vermeintlich nächstes Opfer. Philippine Airlines muss die Insolvenz anmelden.
Die Corona-Pandemie hat zur wohl tiefsten Luftfahrtkrise der modernen Zeit geführt. Einige Fluggesellschaften existieren bereits nicht mehr, wiederum andere konnten nur mit Staatshilfen gerettet werden. Philippine Airlines wurde im vergangenen Jahr noch mit einer Finanzspritze aus den eigenen Reihen über Wasser gehalten, nun scheint es jedoch nicht mehr weitergehen zu können. Wie Executive Traveller berichtet, muss Philipphine Airlines in die Insolvenz gehen.
Insolvenzverfahren für die Zukunft der Airline
Die Corona-Pandemie fordert mit Philippine Airlines ihr vermeintlich nächstes Opfer. Doch nicht zum ersten Mal kam die philippinische Fluggesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten und musste deshalb von ihrem Geschäftsführer über Wasser gehalten werden: Bereits im Jahr 2019 hatte der milliardenschwere Geschäftsmann der Airline rund 200 Millionen Euro in bar überlassen. Mittlerweile muss die Airline jedoch zu grösseren Massnahmen greifen und hat deshalb in New York das Insolvenzverfahren eröffnet. Konkret geht es um Verbindlichkeiten in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, die nicht mehr bedient werden können. Ein Restrukturierungsplan wurde ebenfalls vorgelegt. Dieser sieht vor, dass die aktuelle Flotte um 25 Prozent verkleinert werden soll.
Zudem stehen weitere finanzielle Hilfen in Höhe von 505 Millionen US-Dollar in Form von Krediten und 150 Millionen US-Dollar an Investitionen neuer Geldgeber im Raum. Zwar darf die Fluggesellschaft zunächst ihren Betrieb aufrechterhalten, ein Überleben ohne diese Investitionen scheint jedoch ausgeschlossen. Gewinne zu erzielen ist für die Fluggesellschaft bei andauernden Reisebeschränkungen in die wichtigen Märkte Chinas, Hongkong und Macau nahezu unmöglich. Kurzfristig hat deshalb auch das philippinische Arbeitsministerium Unterstützung für die Angestellten in Aussicht gestellt.
Bereits im vergangenen Jahr war die Airline nach den ersten Monaten der Corona-Pandemie finanziell schwer angeschlagen. Staatshilfen konnten nicht überwiesen werden. Die Finanzspritze vonseiten des Unternehmers Lucio Tan konnte dafür der stark angeschlagenen Fluggesellschaft bis zuletzt immerhin aus der Krise helfen. Die Flottenverkleinerung wurde ebenfalls bereits in der Vergangenheit forciert, indem zwei ihrer insgesamt sechs geleasten Airbus A350-900 an die Leasinggeber zurückzugeben wurden. Der Kranich zeigte Interesse und wird die Flugzeuge kurzerhand übernehmen. Die Einflottung soll noch in diesem Jahr bevorstehen.
Fazit zum Insolvenzverfahren
Fluggesellschaft und Aktionäre geben sich zufrieden mit dem Schritt in die Insolvenz. Das entsprechende Verfahren wurde in den USA eröffnet, um einen fortlaufenden Betrieb der Fluggesellschaft zu gewähren. Das Ende der philippinischen Fluggesellschaft steht damit nämlich noch nicht bevor. Insgesamt will sich PAL verkleinern, ist gleichzeitig aber auf weitere finanzielle Unterstützung in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe angewiesen. Welche Auswirkungen dies auf die Angestellten haben wird, ist aktuell noch unklar.