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die östlichste Landschaft
Thessaliens im weitern
Sinne, eine Halbinsel, die sich von NW. nach SO. in einer
Länge von über 90 km bei einer
Breite
[* 6] von 15 bis 20 km hinzieht, gegen N. und W. durch den mächtigen
Gebirgsstock des Ossa (jetzt
Kissavos) und den Boebeïssee (jetzt
Karla) von der thessalischen Landschaft
Pelasgiotis geschieden
wird. Die südl. Fortsetzung des Ossa, der Pelion (jetzt Plessidi), durchzieht die ganze Halbinsel.
Die größte Stadt war im
Altertum Demetrias (s. d.). Die Bewohner der Halbinsel,
die
Magneten, galten im
Altertum als die
Gründer zweier im westl.
Kleinasien gelegenen altgriech.
Städte, welche den
Namen Magnesia trugen.
Die nördliche, Magnesia am Sipylus, jetzt Manissa (s. d.), am nördl.
Fuße des
Berges Sipylus (jetzt Manissa-Dagh) gelegen, ist bekannt durch den
Sieg derRömer
[* 7] unterLucius
Scipio (Asiaticus) über
Antiochus III. (s. d.) von
Syrien 190
v. Chr., die Umgegend durch die Sage von der Niobe (s. d.). Die
südliche, Magnesia am Mäander,
[* 8] lag in Karien an der Nordseite des östl.
Ausläufers des Thoraxgebirges und in der südl. vom
Mäander begrenzten Ebene. In ältester Zeit befand sich an dieser
Stelle nur ein berühmtes Heiligtum
der
Artemis
[* 9] Leukophryene, die Stadt vielleicht eine
Stunde von dort entfernt in der Ebene am Mäander.
Themistokles, der die Stadt vom Perserkönig
Artaxerxes als Fürstensitz erhalten hatte, starb daselbst um 460
v. Chr. Diese
ältere Stadt wurde, sei es wegen ihrer zu wenig geschützten
Lage in der Ebene, sei es wegen der Überflutungen
des Mäander, um 400
v. Chr. von den Bewohnern verlassen; sie erbauten in der Nähe des Artemisheiligtums ein neues Magnesia. Seit
März 1891 hat daselbst K.
Humann erfolgreiche
Ausgrabungen (besonders des Artemistempels und der
Agora) vorgenommen.
die zur Ausfütterung basischer Konverter für das Thomassche Entphosphorungsverfahren dienenden Ziegel.
(S. Eisenerzeugung, Bd. 5, S. 928 b.) Magnesiaziegel werden
auch zur Ausfütterung von Kalkcement- und Strontianöfen sowie in Bleihütten- und Antimonwerken benutzt.
oder
Talkspat ist
Magnesiumcarbonat, MgCO3. Magnesit findet sich im
Mineralreich sowohl deutlich
auskrystallisiert
(Magnesitspat) als auch in kryptokrystallinischen
Aggregaten (dichter Magnesit). Die rhomboedrischen, mit
Kalkspat
[* 13] isomorphen, meist weißen und stark glänzenden, oft durch Eisengehalt etwas gelblichen oder bräunlichen
Krystalle sind in
alpinen
Talkschiefern vielorts eingewachsen (St.
Gotthard, Zillerthal, Pfitschthal,
Ultenthal). Der dichte Magnesit gleicht äußerlich
einem sehr feinkörnigen Kalkstein, wird aber von Salzsäure meist nur in der Wärme
[* 14] und im gepulverten
Zustande gelöst;
er bildet selbständige Lager
[* 15] in den krystallinischen
Schiefern;
aus ihm werden feuerbeständige Ziegel
hergestellt;
oft ist ihm ein kleiner Gehalt an
Kieselsäure beigemengt.
neuerdings im Bauwesen verwendete feuersichere Platten, bestehen aus verschiedenenSubstanzen,
deren Zusammensetzung Fabrikgeheimnis ist. Den Hauptbestandteil bilden durch Beimengung von
Magnesit feuersicher gemachte
Sägespäne.
In den Platten befindet sich Sackleinewand, welche von der nicht brennbaren
Masse umschlossen ist. Die Platten
erhalten eine
Stärke
[* 16] von 1 bis 3 cm und werden von den deutschen Magnesitwerken in
Frankenstein in
Schlesien
[* 17] u. a. hergestellt.
Sie dienen zur Herstellung feuersicherer Scheidewände, zum
Bekleiden der Unteransichten von Holztreppen, sowie zu Außenmauern
provisorischer und transportabler
Gebäude, wobei die Platten an ein Holz- oder Eisenfachwerk angeschraubt werden. Die halbgespundeten
oder gefalzten
Tafeln werden in ihren
Stoßfugen verkittet.
stellten es zuerst aus seinen Verbindungen dar; in größern Mengen wurde es von Bunsen auf elektrischem Wege erhalten und 1860 von
Deville und Caron in den Kreis
[* 21] der industriellen Metalle eingeführt. Man stellte es bisher ganz analog dem Aluminium durch
Reduktion von Chlormagnesium mit Natrium dar. Neuerdings gewinnt man es billiger durch Elektrolyse
[* 22] aus
Carnallit. Nach dieser von Graetzel eingeführten Neuerung ist der Preis des Magnesium auf 30-40 Magnesium für 1 kg
zurückgegangen, während er 1884 noch 80 Magnesium und 1874 sogar 450 Magnesium für 1 kg betrug.
Das Magnesium ist silberweiß, nicht sehr hart und läßt sich feilen, bohren, sägen und zu Blech auswalzen;
es schmilzt bei 750° und siedet bei etwas über 1000° C und kann daher überdestilliert werden. Es oxydiert an der Luft
bei gewöhnlicher Temperatur kaum, entzündet sich etwas oberhalb seines Schmelzpunktes und verbrennt mit blendendweißem
Licht
[* 23] zu Magnesiumoxyd. Sein spec. Gewicht ist 1,7. Das Wasser zersetzt es selbst beim Kochen nur langsam.
Vorderhand ist die Anwendung des Magnesium noch beschränkt.