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Die ersten uns bekannten Vertreter des «Edlen Geschlechts derer von Littau» waren die Ritter Heinrich I. und Notker I. von Litowo.
Zur Erinnerung an die Ritterfamilie von Littau wurde anlässlich der Einführung von Strassennamen in den 1960er-Jahren der Strassenabschnitt Dorf-Zimmereggwald als Ritterstrasse bezeichnet.
Littau wurde wegen den zahlreichen und ergiebigen Kiesgruben lange Zeit als «steinreichste» Gemeinde oder «Kiesgrubenrepublik» bezeichnet. Die Ausbeutung der in der Eiszeit entstandenen Sand- und Schotterablagerungen gehen bis ins Jahr 1450 zurück.
Auf dem Bild von 1952 erkennt man viele Kiesgruben. Es sind dies die Kiesgruben «Feld», «Gasshof», «Jodersmatt», «Niedermatt», «Hochrüti/Vogelmoos» und «Ruopigen».
Das Material für den neuen Bahnhof 1896 in Luzern bezog man ausschliesslich aus Littauer Kiesgruben. Der Brand- und Bauschutt des am 5. Februar 1971 angebrannten Bahnhof Luzern wurde in der ehemaligen Kiesgrube «Hochrüti» deponiert.
Ende des 19. Jahrhunderts wird auf der Liegenschaft «Bennenegg-Tschuopis» Kies ausgebeutet.
Ab 1924 wurde die Kiesgrube «Gasshof» von der Firma Fritz Lötscher betrieben.
Ab 1964 erlangte die Grube als «Stadt-Güsel-Deponie Gasshof/Bergweid» unrühmliche Bekanntheit in der Stadtregion Luzern. 1971 wurde dann die Kehrichtverbrennungsanlage Ibach gebaut, die Deponie in Littau wurde im Jahre 1977 endgültig geschlossen.
Die Deponie «Gopigen» wurde als eine der letzten Gruben im Jahre 2008 abgeschlossen.
Seit den 1960er-Jahren begann die Ausbeutung der erweiterten Kiesgrube «Hochrüti/Vogelmoos». Die Firma Fritz Lötscher AG erweiterte so die Kiesgrube «Rengg». Seit 2001 läuft das Projekt «Rekultivierung Deponie Hochrüti» und steht im Jahre 2021 mit Erreichen der Höchststände langsam das Ende.
Anfangs des 20. Jahrhunderts wird an der heutigen Ritterstrasse am nordwestlichen Abhang der Matthöhe Kies ausgebeutet. Das Land wurde an verschiedene Kiesunternehmer verpachtet. Später erwirbt es die Firma Fritz Lötscher und die Gruben werden wieder aufgefüllt.
Der Abtransport des Kieses aus der Grube an der heutigen Ritterstrasse erfolgte über ein schmales Natursträsschen. Bei der heutigen Liegenschaft Grubenstrasse 3 mündete dieses Strässchen in den Verbindungsweg Dorf-Matthof ein. Dieser Weg wurde in den 1960er-Jahren ausgebaut und neu Grubenstrasse genannt.