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Die Vorsorgeuntersuchung mit 6 Jahren
Viele Eltern überlegen zu dieser Zeit, ob ihr Kind bereits schulreif ist oder nicht. Bei dieser Frage kann die Vorsorgeuntersuchung mit 6 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entscheidung liefern.
Zunächst wird wieder die Körperlänge gemessen und das Gewicht ermittelt, auch der Blutdruck wird überprüft. Es folgt die ausführliche Beurteilung der inneren Organe sowie ihrer Funktion. Auch die Grobmotorik, Feinmotorik und Koordinationsfähigkeit wird begutachtet. Kinder in diesem Alter haben sich meist schon festgelegt, ob sie lieber mit der linken oder rechten Körperhälfte agieren, also Links- oder Rechtshänder sind. Umlernversuche sollten Sie vermeiden werden, da diese unnötig sind und dem Kind eher schaden als helfen.
Die körperliche Entwicklung des Kindes kann der Arzt an verschiedenen Bewegungsabläufen beurteilen, zu denen er das Kind auffordern wird. So wird er es bitten, auf einem Bein zu hüpfen und ihm den Seiltänzergang vorzuführen. Kann es wie ein Hampelmann springen oder sogar schon alleine Vélo fahren? Kann es ein Glas Wasser tragen, ohne es zu verschütten?
Zur Prüfung der Feinmotorik soll es geometrische Figuren wie Kreis, Quadrat und Dreieck abzeichnen. Auch kann ein sechsjähriges Kind in der Regel mit der Schere eine grobe Papierfigur ausschneiden. Die Koordinationsfähigkeit kann der Arzt unter anderem aber schon daran erkennen, ob das Kind sich jetzt alleine an- und ausziehen kann.
Daneben versucht der Kinderarzt ausserdem, die intellektuelle, seelische und soziale Entwicklung einzuordnen. Er lässt das Kind Bilder benennen und macht sich so einen Eindruck von seiner geistigen und sprachlichen Entwicklung. Spricht es flüssig und mit Nebensätzen? Kann es eine abstrakte Frage beantworten („Was ist Glück?“)? Sind bestimmte Fördermassnahmen nötig? Ob es konzentriert spielen kann und auch zum Beispiel bastelt, werden Sie ihm sagen können. Wie sieht es aus mit Rollenspielen?
Die meisten Kinder sind in diesem Alter bereits seit einiger Zeit im Kindergarten oder in einer Kindertagesstätte. Sie werden wissen, ob Ihr Kind dort oder auch in seiner Wohnumgebung Freunde hat. Wirkt es auf Sie auffällig aggressiv, bekommen Sie entsprechende Informationen von den Erzieherinnen im Kindergarten? Oder ist es vielleicht im Gegenteil auffallend still und zurückhaltend? Macht es noch oder wieder in die Hose oder ins Bett? Neben einer körperlichen Störung könnte dies auch auf seelische Probleme hinweisen.
Der Kinderarzt, die Kinderärztin wird an die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten sowie Polio erinnern, die zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr fällig sind.
Letzte Aktualisierung : 31-05-16, BH