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Varroa-Milben können mit organischen Säuren bekämpft werden, aber auch mit Wärmebehandlung. Diese sogenannte Hyperthermie beruht auf der unterschiedlichen Wärmetoleranz von Bienen und Varroamilben: Im Temperaturbereich zwischen 39-42°C sterben die Varroamilben ab, während die jungen Bienenlarven unbeschädigt überleben. Die Hyperthermie als Varroa Bekämpfungsmethode ist bereits seit den 80er Jahren bekannt. Angaben zu den verschiedenen Methoden der Wärmebehandlung finden sich auf der Website des Vereins Hyperthermie Schweiz. Es gibt Geräte bzw. Methoden, bei denen nur die Brutwaben behandelt werden, und solche, bei denen Bienen und Brut in der Beute behandelt werden.
Am Beraterabend vom 3. April 2017 stellte Willi Brunner das Vatorex-System vor. Bei diesem System werden die Mittelwände der Brutwaben mit einem Heizdraht versehen. Über eine automatische Steuerung wird bei der Behandlung eine Brutwabe nach der anderen in der Beute während einer definierten Zeitdauer bei 41°C erwärmt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Wärme „von innen“ kommt bzw. genau dort wirksam wird, wo die Varroa-Milben in den Brutzellen liegen. Zudem erfordert das System nur wenig Arbeitseinsatz seitens der Imker. Andrerseits ist das Ausmass der Verkabelung (in jedem Volk werden alle Brutwaben mit der „Heizung“ ausgerüstet!) recht beträchtlich. Das Verfahren wurde in den letzen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bienenzentrum von Agroscope getestet, weitere Tests stehen an, um abschliessend die Praxistauglichkeit bzw. Wirksamkeit nachweisen zu können.