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Von der Gattung der Blutbienen sind 25 Arten bekannt. Sie gehören ebenfalls zu den Kuckucksbienen. Den Namen haben sie wohl von ihrer roten Färbung. Er könnte aber auch von der unzimperlichen Art im Umgang mit den Wirtsbienen stammen.
Beschrieben wird hier die Blutbienenart mit dem lateinischen Namen Sphecodes gibbus. Der englische Name heisst übersetzt dunkelflüglige Blutbiene.Wie für Blutbienen typisch sind die Tiere schwarz – rot gezeichnet, mit einem leuchtend roten Hinterteil und haben einen gedrungenen Körper. Bild oben: Blutbienenmännchen mit knotig verdickten Fühlergliedern und hellen Filzflecken an deren Basis.
Bei dieser Blutbienenart sind sowohl Männchen als auch Weibchen 7-13 mm lang. Beide Geschlechter haben einen schwarzen Kopf und Vorderkörper. Die ersten drei Hinterleibssegmente sind rot und die restlichen mehr oder weniger schwarz. Typisch sind bei den Männchen auch knotig verdickte Fühlerglieder mit filzig behaarten Flecken an deren Basis. Als Kuckucksbienen verfügen die Weibchen über keine Sammelvorrichtung für den Pollen.
Auch bei dieser Art ist eine sichere Bestimmung auf die Art ohne Binokular sowohl bei den Weibchen als auch bei den Männchen nicht möglich.
Die überwinterten befruchteten Weibchen legen ab Mitte April die Eier in die Wirtsnester. Ihre Nachkommen schlüpfen und verpaaren sich zwischen Juni und September, worauf die Männchen sterben und die befruchteten Weibchen überwintern.
Mit langsamen Suchflügen dicht über der Bodenoberfläche suchen die Weibchen nach geeigneten Wirtsnestern. Bei Abwesenheit der Nestbesitzerin oder bei sozialen Wirten nach dem Vertreiben oder gar Töten der Wächterin, dringt die Blutbiene in das Wirtsnest ein. Dort bricht sie bereits fertige Brutzellen auf, zerstört Ei oder Larve der Wirtsart und legt dann ihr eigenes Ei. Danach wird die Brutzelle wieder sauber verschlossen.
Adulte Blutbienen ernähren sich von Nektar verschiedener Pflanzenarten. Als Pollenquelle für die Larven dient das Nest der Wirtsart.
Für Kuckucksbienen ist der Erhalt ihres Wirts essentiell. Mit trockenen von der Sonne beschienenen lückigen oder offenen lehmigen oder sandigen Bodenflächen mit einer Bodentiefe von 50 bis 100 cm werden daher mit den Furchenbienen auch ihre Blutbienenkuckucke gefördert. Um eine langfristige Besiedlung zu gewährleisten, muss auf das Umgraben der bewohnten Fläche verzichtet werden. Sind Bauarbeiten unumgänglich, sollten diese so etappiert werden, dass ein Teil der Nester so lange erhalten bleibt, bis der zerstörte Teil wieder besiedelt ist.
Weibchen beim Eindringen in ein Furchenbienennest.
Die Art ist auf ein durchgehendes Blütenangebot von April bis September angewiesen, welches sowohl von ihr selbst als auch vom Wirt genutzt wird. Dabei kann bereits mit Erika, Glockenblumen und Thymian in Balkonkistchen oder Rabatten und einer Spielwiese mit Gänseblümchen, Kriechendem Günsel und Klee ein minimales durchgehendes Nektarangebot gewährleistet werden. Ergänzend bereichern Blumeninseln mit Ehrenpreis, Flockenblumen, Hahnenfuss, Salbei, Wilder Möhre und Witwenblumen das Nahrungsangebot.