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Geschichte des Solothurner Blasmusikverbandes
Notizen aus den Jubil√§umsschriften ‚Äě100 Jahre SOBV 1902-2002‚Äú und ‚Äě125 Jahre Eidgen√∂ssischer Musikverband 1862-1987‚Äú nachgef√ľhrt bis zum heutigen Stand.
1902
Auf Initiative der Stadtmusiken Solothurn und Olten fand am 15. Juni 1902 im ‚ÄěBad Klus‚Äú die Gr√ľndungsversammlung des Solothurner Kantonal Musikverbandes statt. Erster Verbandspr√§sident wurde Emil Gigandet aus Solothurn. F√ľr die musikalischen Belange war Papa Josef Wirz-Munzinger zust√§ndig, der als erster Kantonaler Musikdirektor von 1902 bis 1908 im Amt war.
1903
1. Kantonales Musikfest in Schönenwerd mit 20 Vereinen
1909
Nachdem der Kantonal Verband dem Nord-West-Schweizerischen Musikverband beigetreten war, konnte erstmals ein Dirigentenkurs organisiert werden. 53 Teilnehmer besuchten diesen siebent√§gigen
Kurs in Solothurn.
1920
Mangels Interesse der Vereine musste das geplante Kantonale Musikfest in Grenchen abgesagt werden.
1922
Die Uhrenkrise in den Zwanzigerjahren machte es schwierig ein Kantonales Musikfest durchzuf√ľhren. Als Ersatz wurde in Balsthal ein eint√§giger Musiktag mit 19 Vereinen durchgef√ľhrt.
1923
Der Kantonalpr√§sident Emil Gigandet trat zur√ľck. Nachfolger wurde der Balsthaler Bezirkslehrer und bisherige Kassier Emil Rumpel.
1925
Nach 12 j√§hrigem Unterbruch konnte erstmals wieder ein Kantonales Musikfest durchgef√ľhrt werden. Die Helvetia Grenchen konnte bei herrlichem Wetter insgesamt 41 Vereine begr√ľssen.
1929
Das geplante Kantonale Musikfest in Dornach musste mangels Interesse zuerst um ein Jahr und schliesslich um f√ľnf Jahre verschoben werden.
1932
Anl√§sslich des 30 j√§hrigen Bestehens fand in Solothurn eine Jubil√§umsfeier statt.
1933
Emil Gigandet trat als Mitglied des Zentralkomitees des Eidgen√∂ssischen Musikverbandes zur√ľck und wurde wiederum durch Emil Rumpel ersetzt.
1934
Kantonales Musikfest in Dornach.
1935
Auf Initiative des Kantonalpr√§sidenten Emil Rumpel wurde die Kantonale Veteranenvereinigung gegr√ľndet.
Emil Rumpel aus Balsthal wurde zum Präsidenten des Eidgenössischen Musikverbandes gewählt.
Stephan Jaeggi wurde Präsident der Eidgenössischen Musikkommission.
1943
An einer vaterl√§ndischen Kundgebung in Solothurn nahmen 40 Musikvereine mit √ľber 1500 Musikanten teil.
Emil Rumpel trat als Kantonalpr√§sident zur√ľck und wurde durch Eugen Wehrli ersetzt.
1945
Auf Initiative von Gottlieb Zimmerli aus Gerlafingen wurde der Eidgen√∂ssische Musikdirigentenverband gegr√ľndet. Gottlieb Zimmerli wurde zum ersten Pr√§sidenten gew√§hlt.
Zu Ehren des 100-Jahr-Vereinsjubil√§ums der Stadtmusik Solothurn komponierte Stephan Jaeggi den noch immer sehr beliebten ‚ÄěSolothurner Marsch‚Äú.
1947
Am Kantonalen Musikfest in Balsthal nahmen 49 Vereine teil.
1950
An der DV wurde ein Antrag der Musikkommission und des Vorstandes klar abgelehnt, wonach zwecks Hebung des musikalischen Niveaus sogenannte Kreismusiktage durchzuf√ľhren seien. Dazu
sollten die Unterverbände aufgelöst werden.
1952
Jubiläumsfeier 50 Jahre Kantonalverband in Schönenwerd mit Festumzug und Konzerten im Casino. 13 Vereine nahmen an der Feier teil. Zum Jubiläum konnte auch eine neue Standarte eingeweiht
werden. Diese kostete Fr. 1430 und wurde mit je 50 Rappen durch die Solothurner Musikanten finanziert. Das alte Banner wurde fortan im Schloss Alt-Falkenstein in Balsthal aufbewahrt.
1953
Derendingen erhielt in einer Kampfwahl den Zuschlag f√ľr das Kantonale Musikfest 1955, das dann aber wegen zu geringer Anmeldungen schlussendlich erst 1960 stattfand.
1955
Emil Rumpel trat als Zentralpr√§sident des Eidgen√∂ssischen Musikverbandes zur√ľck. F√ľr seine Verdienste wurde er, wie bereits beim Kantonalverband, auch auf eidgen√∂ssischer Ebene zum
Ehrenpr√§sident ernannt.
1957
Dieses Jahr wurde durch den Tod des allseits bekannten Dirigenten Stephan Jaeggi √ľberschattet, welcher am 9. Juli mitten im Festrummel des Eidgen√∂ssischen Musikfestes an einem Herzversagen
starb.
Zur Schaffung neuer Originalkompositionen f√ľr Blasmusik der h√∂chsten Leistungsklasse wurde von Grenchen ein Musikpreis gestiftet.
1958
Dr Walter Ochsenbein wurde Nachfolger des zur√ľckgetretenen Verbandspr√§sidenten Eugen Wehrli.
1960
Nach vielen Verschiebungen fand in Derendingen nach 13 Jahren Unterbruch endlich wieder einmal ein Kantonales Musikfest statt. 55 Vereine nahmen teil.
1962
An Stelle der DV 1961 wurde am 11.Februar 1962 zu Ehren des 1862 in Olten gegr√ľndeten Eidgen√∂ssischen Musikverbandes am selben Ort eine Jubil√§ums-Delegiertenversammlung durchgef√ľhrt.
In Olten wurde am 10. Februar 1962 auf Initiative des Solothurner Kantonal Musikverbandes die Stephan Jaeggi-Stiftung gegr√ľndet. 1966 konnten dann mit Professor Paul Huber aus St Gallen und Jean Daetwyler aus Sierre die ersten Preistr√§ger ausgezeichnet werden.
1964
EXPO in Lausanne. Am 3. Juli, am offiziellen Solothurner Tag waren die Stadtmusiken beim grossen Festspiel engagiert.
1965
10. Kantonales Musikfest in Olten mit 40 Verbands- und 4 Gastvereinen.
1967
Zum 10. Todestag von Stephan Jaeggi organisiert die Musikgesellschaft Fulenbach eine eindrucksvolle Gedenkfeier, welche √ľber die Kantonsgrenze hinweg grosse Beachtung fand.
1968
Alois Gschwind aus Dornach wurde zum Pr√§sidenten der Eidgen√∂ssischen Musikkommission und damit zum Nachfolger von Otto Zurm√ľhle gew√§hlt.
1970
Mitten im Festrummel des Eidgen√∂ssischen Tambourenfestes in Solothurn kam die Trauerbotschaft, dass Professor Franz K√∂nigshofer an einer heimt√ľckischen Krankheit verstorben war.
1973
An der Delegiertenversammlung wurde u a Regierungsrat Willy Ritschard zum neuen Ehrenmittglied ernannt. Die Wappenscheibe wurde ihm im folgenden Fr√ľhjahr √ľberreicht, als er bereits Bundesrat war.
1974
Am Kantonalen Musikfest in Grenchen nehmen nur gerade 29 Verbands- und zwei Gastvereine teil.
An der Delegiertenversammlung in Laupersdorf wurde nach 16 jähriger Amtszeit Dr Walter Ochsenbein als Kantonalpräsident abgelöst und durch den Einheimischen Walter Brunner ersetzt.
1975
Erstmals organisiert der Kantonalverband auf Initiative von Walter Joseph Bl√§serkurse. Gleich im ersten Jahr nahmen in 18 Kursen insgesamt 207 Musikantinnen und Musikanten daran teil. Als Beauftragter f√ľr das Kurswesen hatte Walter Joseph zusammen mit Alois Grolimund und Eduard Ulrich eine musterg√ľltige Organisation ins Leben gerufen.
1976
Walter Joseph, Mitglied der Kantonalen Musikkommission, gewann den Wettbewerb bei der Ausschreibung eines Festmarsches zum Eidgenössischen Musikfest in Biel.
Erstmals wurde eine Kursabschlussfeier durchgef√ľhrt. Sie fand in Oensingen statt.
1977
Erstmals wurde ein Weiterbildungskurs f√ľr Kursleiter durchgef√ľhrt. Dieser zweit√§gige Anlass, besser bekannt unter dem Namen Balmbergseminar wurde ein grosser Erfolg und diente auch als Vorbild f√ľr √§hnliche Anl√§sse in anderen Kantonen. Rudolf Wyss aus G√ľnsberg wird neuer Kurschef.
Alois Gschwind aus Dornach wurde neuer Präsident des Eidgenössischen Dirigenten-verbandes.
1979
In Dornach fand das 12. Kantonale Musikfest statt. 43 Verbands- und 9 Gastvereine nahmen daran teil. Dabei kam erstmals das neue Wettspielreglement zur Anwendung. Eine Neuerungen brachte die
sofortige Bekanntgabe der Punktzahl nach den Wettspielen.
1982
Eine 5-t√§gige Reise f√ľhrt den Kantonalvorstand und die Musikkommission zusammen mit ihren Gattinen nach London, wo sie ua diverse Konzerte des Brass Band Contests besuchen. Organisator dieser Reise war Walter Joseph.
1984
13. Kantonales Musikfest in Balsthal. Insgesamt 56 Vereine nahmen daran teil.
Auf Anregung der Musikkommission wurde das Informationsblatt ANIMATO geschaffen. An der Delegiertenversammlung in Gretzenbach verteilten die beiden verantwortlichen Redaktoren Rudolf Wyss und Walter Joseph eine Probenummer.
Anton Luterbacher aus Lohn wird neuer Kantonalpr√§sident.
Walter Brunner wird nach 30 j√§hriger Mitgliedschaft im Kantonalvorstand davon 10 Jahre als Pr√§sident zum Ehrenpr√§sident gew√§hlt.
1987
Erstmals werden Veteranen mit 60 Jahren mit der neu geschaffenen CISM-Verdienstmedaille geehrt.
Der Eidgen√∂ssische Musikverband feiert in Zofingen sein 125 j√§hriges Bestehen. Nebst dem Vorstand war der Kantonalverband durch den Musikverein Gretzenbach vertreten und die Brass Band M√ľhledorf konnte am Galakonzert mitwirken.
1988
Die Kantonal Veteranenvereinigung feierte ihr 50 j√§hriges Bestehen.
1989
In Niedergösgen fand das 14. Kantonale Musikfest statt. 43 Verbands- und 13 Gastvereine nahmen daran teil.
F√ľr seine wertvolle Arbeit zum Wohle des Musikwesens wurde Rudolf Wyss als Preistr√§ger der Stephan Jaeggi Stiftung ausgezeichnet.
1991
Im Fl√∂sserhof in Biberist wurde der 1. Solothurner Blasmusikpreis durchgef√ľhrt. OK-Pr√§sident war Ernst Balli und insgesamt 13 Vereine nahmen daran teil. In der Folge wurde dieser Anlass regelm√§ssig in jenen Jahren durchgef√ľhrt in denen kein Eidgen√∂ssisches und kein Kantonales Musikfest stattfand.
1992
14 Vereine beteiligten sich am 2. Solothurner Blasmusikpreis.
1993
Am 3. Solothurner Blasmusikpreis messen sich 10 Vereine.
1994
In M√ľmliswil fand das 15. Kantonale Musikfest statt. 57 Vereine besuchten diesen Anlass.
Arnold Santschi wird zum neuen Verbandspr√§sident gew√§hlt. Der abtretende Anton Luterbacher wird zum Ehrenpr√§sident gew√§hlt.
1995
Am 4. Solothurner Blasmusikpreis beteiligten sich 8 Vereine.
1996
F√ľr seine wertvolle Arbeit zum Wohle des Musikwesens wird Walter Joseph als Preistr√§ger der Stephan Jaeggi Stiftung ausgezeichnet.
1998
Der Verband gibt sich einen neuen Namen, statt Solothurner Kantonalmusikverband (SOKMV) hiess er neu Solothurner Blasmusikverband (SOBV).
Der 5. Solothurner Blasmusikpreis konnte mit 15 Vereinen durchgef√ľhrt werden.
1999
In Schnottwil fand das 16. Kantonale Musikfest statt. Nebst 10 Gastvereinen nahmen nur gerade 36 Verbandsvereine daran teil.
2000
Am 6. Solothurner Blasmusikpreis beteiligten sich 11 Vereine.
Im Hinblick auf das Verbandsjubil√§um wurde ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben.
2001
Im September erschien die 100. Ausgabe des ANIMATO.
2002
Der SOBV feierte sein 100 j√§hriges Bestehen. Festivit√§ten wurden √ľber das Jahr verteilt. H√∂hepunkte waren die Musikfestwoche im September. Die begann mit dem Blasmusikpreis in Deitingen mit 13 Vereinen und wurde mit einem Blaskapellentreffen, sowie den Konzerten der Landwehr de Fribourg, Ensemble de Cuivres Valaisan und der Swiss Army Big Band fortgesetzt. Dazu geh√∂rte auch ein Polizeimusiktreffen in Breitenbach. Grosse Beachtung fand auch das Abschlusskonzert des Jugend Brass Band Lagers. Schlusspunkt war die Jubil√§ums- Delegiertenversammlung im Landhaus Solothurn, wo zudem eine neue Verbandsfahne eingeweiht werden konnte. Rolf Stebler und seine Frau Hildi wurden Fahnenpaten.
Gewinner des 2000 ausgeschriebenen Jubil√§ums-Kompositionswettbewerbes wurde Charlie Schmid.
Ueli Nussbaumer aus M√ľmliswil l√∂ste Arnold Santschi als Verbandspr√§sident ab, der zum Ehrenpr√§sident ernannt wurde.
2003
Der neue Pr√§sident Ueli Nussbaumer organisierte eine zweit√§gige Klausur in M√ľmliswil. Themen sind: Kurswesen, neue F√ľhrungsstrukturen, Medienarbeit und Gestaltung der Musiktage.
Der SOBV konnte mit dem Verband der Solothurner Raiffeisenbanken einen ersten Sponsoringvertrag abschliessen.
Das Jugend Brass Band Lager wird weitergef√ľhrt.
F√ľr den 8. Solothurner Blasmusikpreis meldeten sich 10 Vereine.
2004
Das 17. Kantonale Musikfest in Langendorf mit 56 Verbands- und 8 Gastvereinen in 63 Formationen wurde erstmals nach dem flexiblen Reglement mit w√§hlbaren Modulen durchgef√ľhrt.
2005
Der 9. Solothurner Blasmusikpreis wurde mit 14 Vereinen durchgef√ľhrt.
Am Jugend Brass Band Lager konnten erstmals zwei Bands gebildet werden.
Die DV heisst die Schaffung einer Jugendkommission gut.
2006
Am Eidgenössischen Musikfest in Luzern beteiligten sich 35 SOBV-Verbandsvereine.
2007
12 Vereine in 11 Spielformationen beteiligten sich am 10. Solothurner Blasmusikpreis.
2008
Das neu gegr√ľndete SOBV-Veteranenspiel nimmt im Januar seinen Probebetrieb auf.
Die Marschmusikparade fand versuchsweise in Grenchen statt.
Wegen ungen√ľgender Beteiligung musste der Blasmusikpreis abgesagt werden.
In der B√ľrgerstube Klus konnte der SOBV ein Archiv beziehen.
2009
Das 18. Kantonale Musikfest fand mit total 51 Formationen und 40 Verbandsvereinen in Wolfwil statt.
Wegen ungen√ľgender Beteiligung kann die Marschmusikparade nicht durchgef√ľhrt werden.
An der Delegiertenversammlung wurde die Einstellung des Solothurner Blasmusikpreises auf absehbare Zeit beschlossen.
2011
Das Jugend Brass Band-Lager feiert. Es wurde zum 10. Mal durchgef√ľhrt.
Die Marschmusikparade konnte mangels Beteiligung nicht durchgef√ľhrt werden.
Die Unterverbände Niederamt, Thal-Gäu und Untergäu schlossen sich zum neuen Unterverband Thal-Gäu-Olten-Gösgen zusammen.
2012
Im Mai fand in Fulenbach das 1. Solothurner Kantonale Jugendmusikfest statt. W√§hrend zwei Tagen spielten insgesamt 20 Ensembles und Formationen um Punkte.
Erstmals gelang es ein SOBV Jugendblasorchester f√ľr ein Lager zusammenzubringen.
Die DV beschloss einstimmig die Aufgabe des gedruckten Verbandsorgans ANIMATO zu Gunsten eines monatlichen Newsletter per Ende 2012.
Der SOBV f√ľhrte im Konzertsaal Solothurn die Jubil√§ums-Delegiertenversammlung des Schweizer Blasmusikverbandes durch.
2013
Der seitens der Raiffeisenbanken gek√ľndigte Sponsoringvertrag wird durch jenen mit der Baloise Bank SOBA ersetzt.
Zusammengestellt von Robert Spalinger (bis 2002) und aktualisiert von Hans Blaser (bis 2013)