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Der Zürcher Gemeinderat hat das Projekt durchgewinkt: Im November wird über den Bau eines neuen Fussballstadions auf dem Hardturm-Areal abgestimmt. Doch auf dem Weg zu einer neuen Arena gibt es noch zahlreiche Fallstricke.
Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch mit 73 Ja- gegen 37 Nein-Stimmen den Plänen für ein neues Fussballstadion zugestimmt. Am 25. November wird sich die Bevölkerung also ein drittes Mal dazu äussern, ob auf dem Hardturm-Areal ein Fussballstadion gebaut wird.
Im Projekt mit dem Namen Ensemble sollen auf dem 55’000 Quadratmeter grossen Hardturmareal ein Stadion für 18'000 Zuschauer, 174 Genossenschaftswohnungen und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 600 Wohnungen gebaut werden.
Beteiligt ist die Immobilienfirma HRS, die Anlagefonds der Credit Suisse und die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ). Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken. Die Investoren HRS und Credit Suisse wollen mit den Wohntürmen das Fussballstadion querfinanzieren. Dadurch müsste die Stadt nichts für Bau und Betrieb des Stadions bezahlen. Sie gewährt allerdings auf den Baufeldern, wo die Türme geplant sind, jährlich um maximal 1,7 Millionen reduzierte Baurechtszinse.
Im November stimmt die Stadt Zürich zum dritten Mal innerhalb von 15 Jahren über ein Stadionprojekt ab. Diese zwei Projekte wurden nie verwirklicht.
Die Zürcher stimmen im September 2003 mit 63 bzw. 59 Prozent zwei Vorlagen für ein Stadionprojekt namens Pentagon zu. Das Stadion hätte 30'000 Zuschauer gefasst und als Mantelnutzung ein Shoppingcenter beinhaltet. Es sollte Austragungsort der Euro 2008 werden. Gebaut hätte es die Credit Suisse, während sich die Stadt mit 47,7 Millionen Franken beteiligt hätte.
In der Folge wehren sich Anwohner und Umweltverbände mit Rekursen gegen das Projekt. Nach jahrelangem Rechtsstreit steigt die Credit Suisse 2009 aus dem Projekt aus und verkaufte das Areal an die Stadt.
Nach dem Scheitern des Pentagon-Projekts unternimmt die Stadt einen neuen Anlauf. Dieses Mal soll sie selber Bauherrin sein und die Finanzierung übernehmen. In einem Wettbewerb setzt sich das Projekt «Hypodrom» mit 19’500 Plätzen durch. Kostenpunkt: 216 Millionen. Daneben will die Stadt eine Wohnsiedlung mit 154 günstigen Wohnungen bauen. Im September 2013 scheitert das Projekt mit 50,8 Prozent Nein-Stimmen hauchdünn an der Urne.
Die Luzerner Staatsanwalt prüft momentan, ob beim durch GC-Chaoten verursachten Spielabbruch in der Swisspor-Arena ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Christian Bertschi, Mediensprecher der Luzerner Polizei, erklärt derweil, warum die Polizisten im Stadion passiv geblieben sind.
Rund 20 Polizisten im Vollmontur waren am Sonntag auf dem Rasen der Swisspor-Arena präsent. Was war das Einsatzziel?Christian Bertschi: Wir wollten die Leute im Stadion schützen. Zum einen die Spieler und Betreuer der beiden Mannschaften. Zum anderen die Zuschauer. Zudem wollten wir verhindern, dass Personen aus dem Gästesektor auf das Spielfeld oder sogar Richtung Kabinen gelangen können.
Wer entschied, dass die Polizei im Stadion Präsenz markieren muss?Es war ein Entscheid der Polizei in …