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Apfelblütenstecher
oder Brenner (Anthonomus pomorum L.), ein kleiner Rüsselkäfer [* 2] mit braunen Flügeldecken, die mit einer von der Mitte des Außenrandes schräg nach der Naht laufenden grauen Binde bezeichnet sind. Zeitig im Frühjahre verläßt er das Versteck, in dem er überwintert hat, um sich zu begatten, worauf das Weibchen Apfel- und Birnbäume besteigt, mit dem Rüssel je ein Loch oder zwei in die Blütenknospen bohrt, ein Ei [* 3] hinein legt und es tief in das Loch hineinschiebt.
Nach etwa acht Tagen schlüpft die Larve (Kaiwurm) aus und verzehrt nach und nach die Befruchtungswerkzeuge. Infolge dieser Zerstörung vertrocknen die in der Entfaltung zurückgehaltenen Blütenblätter und werden braun, als wären sie verbrannt. Diesem ähnlich ist die Lebensweise des Birnblütenstechers (Anthonomus pyri Schh.); derselbe unterscheidet sich von seinem Verwandten, von andern Merkmalen abgesehen, durch eine gerade Binde hinter der Mitte der Flügeldecken. Er geht vorzugsweise die Birnbäume an. Der Schade, den diese Tiere in den Obstgärten anrichten, ist oft sehr erheblich. Man klopft sie von den Bäumen und läßt sie auf unter diesen ausgebreitete Laken fallen, am besten im zeitigen Frühjahr in den ersten Morgenstunden. Wer des noch schädlichern Frostspanners wegen Klebgürtel um die Stämme der Obstbäume zu legen gewohnt ist, fängt diese Käfer [* 4] oft zu Hunderten.