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Abfall kann auf verschiedene Art und Weise entsorgt werden. Die in der Schweiz populärste Methode ist das Recycling. Damit ist die direkte Wiederverwertung ausgedienter Produkte oder die stoffliche Verwertung, wie beispielsweise die Produktion von neuem Glas aus Scherben, gemeint. Eine weitere Praxis ist die energetische Verwertung in den Kehrrichtverbrennungsanlagen oder alternativ die Ablagerung in Deponien.
In der Regel sollten Abfälle stofflich oder thermisch verwertet werden. Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich oder wirtschaftlich nicht tragbar, werden die Abfälle nach geeigneter Behandlung in einer Deponie kontrolliert abgelagert.
Nachfolgend werden die in der Schweiz gebräuchlichen Entsorgungsverfahren definiert und umschrieben:
Recycling
Recycling beschreibt einerseits die unmittelbare Wiederverwendung ausgedienter Produkte (z.B. Gebrauchtkleider oder funktionstüchtige Teile aus Altfahrzeugen), andererseits die stoffliche Verwertung, also die Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall (z.B. Produktion von neuem Glas aus Scherben, das Einschmelzen von Eisenschrott oder das Herstellen von Recycling-Baustoffen aus Bauabfällen). Downcycling bezeichnet die Umwandlung von Abfällen zu Materialien von minderer Qualität als das ursprünglich verwendete Material.
Verbrennung
Brennbare Abfälle aus Haushalten oder Holzabfälle, die sich nicht zum Recycling eignen, werden in Kehrichtverbrennungsanlagen bzw. Altholzfeuerungen thermisch verwertet. Die freigesetzte Wärme erzeugt Strom und beheizt Gebäude. Abfälle mit hohem Heizwert und geringer Belastung mit Schadstoffen können alternativ in industriellen Anlagen wie z. B. in Zementwerken als Ersatz für fossile Brennstoffe verwendet werden. Mit organischen Schadstoffen belastete Abfälle werden separat thermisch behandelt (z. B. Sonderabfallverbrennungsanlagen). Die Verbrennungsanlagen müssen über eine Rauchgasreinigung verfügen. Die Anforderungen an Rauchgasreinigung und Feuerungssystem richten sich nach der Art der Abfälle.
Spezialisierte Entsorgungsunternehmen bereiten die Abfälle nach den Vorgaben der Verbrennungsanlage auf. Dies garantiert eine hohe Qualität der Brennstoffe und reduziert das Unfallrisiko. Die Unternehmen stellen zum Beispiel sicher, dass sich beim Mischen von Flüssigkeiten keine unerwünschten Reaktionen ergeben. Abfälle wiederum, die als Ersatzbrennstoffe im Zementwerk dienen, müssen vorgängig zerkleinert und auf einen gleich bleibenden Heizwert eingestellt werden.
Chemisch-physikalische oder biologische Behandlung
Sowohl chemisch-physikalische als auch biologische Behandlung haben zum Ziel, Schadstoffe aus Abfällen zu entfernen oder eine sichere Ablagerung zu ermöglichen. Typische Abfälle, die auf diese Art behandelt werden, sind Abwasser oder verschmutzter Aushub, beispielsweise aus der Altlastensanierung. Nach einer chemisch-physikalischen Behandlung können die Schadstoffe in konzentrierter Form in dazu geeigneten Anlagen entsorgt werden.
Deponie
Rückstände aus der Abfallverbrennung oder Abfälle, die sich nicht für eine stoffliche oder thermische Verwertung eignen, werden in gesetzeskonformen Deponien abgelagert. Erfüllen sie die Anforderungen an die Ablagerung nicht, müssen sie vorbehandelt werden.
Sammlung und Logistik
Die Abfallwirtschaft besteht aus vielen spezialisierten Akteuren. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Abfälle an der Quelle (Industrie, Gewerbe und Haushalte) in dafür geeigneten Transportbehältern einzusammeln, zwischenzulagern und an die Entsorgungsunternehmen weiterzuleiten. Die Behandlung von Abfällen erfolgt oftmals über eine Kaskade von spezialisierten Anlagen. Voraussetzung für einen effizienten Umgang mit Abfällen ist in jedem Fall eine gut organisierte Logistik. Handelt es sich um Sonderabfälle, muss die Übergabe nach der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen dokumentiert werden.
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Letzte Änderung 15.03.2018