Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03562.jsonl.gz/126

Der schwedische Audio-Streamingdienst Spotify hat Tausende Songs von seiner Plattform verbannt, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) entstanden sind. So wurden etwa viele Songs des Startups Boomy gelöscht, nachdem sich die Beschwerden über Betrug und Unordnung bei Streamingdiensten gehäuft hatten, wie die "Financial Times" (FT) berichtet.
Wie ein Insider gegenüber der FT betonte, habe der Musikgigant Universal Music darauf hingewiesen, dass "verdächtige Streamingaktivitäten" bei Boomy-Titeln festgestellt worden seien. Wegen des Verdachtes auf "künstliches Streaming" seien die Boomy-Songs entfernt worden. Konkret handelt es sich beim künstlichen Streaming um Bots, die sich als menschliche Zuhörer ausgeben, um die Streamingzahlen für bestimmte Songs künstlich in die Höhe zu treiben.
Künstliche Intelligenz habe diese Art von Betrug erleichtert, so die FT im Bericht. Die Technologie würde es ermöglichen, in kürzester Zeit viele Musiktitel zu erstellen, die dann online hochgeladen und gestreamt werden können.
Boomy, das seit zwei Jahren auf dem Markt ist, ermöglicht es seinen Nutzern, auf Knopfdruck einen von einer KI generierten Song zu erstellen. Die Nutzer können die Musik dann für Streamingdienste freigeben, wo sie Tantiemen erhalten. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen Boomy gibt an, dass seine Nutzer mehr als 14 Millionen Songs erstellt haben.
Spotify bestätigte gegenüber der "FT", dass es einige Boomy-Inhalte entfernt hat. "Künstliches Streaming ist ein seit Langem bestehendes, branchenweites Problem, das Spotify in seinem gesamten Angebot zu beseitigen versucht", so das Unternehmen.
Der Online-Stellenmarkt für ICT Professionals