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»Liebe alle, hasse keinen«. Der Gegenentwurf zur ewigen Diskussion, was wem gehört, ist das Leitbild der Ahmedim. Wir sind in die Moschee der muslimischen Glaubensgemeinschaft eingeladen, um zu erfahren, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen gelingen kann. Die Bahai haben diese Frage auf ihre Weise beantwortet: mit den Persischen Gärten als Friedenssymbol für die Einheit der Menschen. Inklusive Schrein des Religionsstifters Bab in der Mitte und dem Status Weltkulturerbe als Bestätigung. Unten, wo das Mittelmeer das »Blue Monochrome« von Yves Klein nachzeichnet, liegt am Ende der Bucht von Haifa ein Stück Altertum. Ob es dieses Blau oder die wirtschaftliche Blüte von Akkon 3 war, die Napoleon zu dem Ausruf »Wer Akkon erobert, erobert die Welt« veranlasste, ist nicht überliefert. Trotzdem ging die Aktion in die Hose, was uns eine schöne Zeit in dem unversehrten Labyrinth der Altstadt-Gassen beschert. In der nächsten Altstadt, zu denen immer auch die kleinen Basare und Handwerker-Souks gehören, hat rund 2.000 Jahre vor Ihnen Jesus von Nazareth seine Sandalen nähen lassen. Hier begann die Geschichte des Christentums, in jener Verkündigungsbasilika, wo der Erzengel Gabriel der heiligen Jungfrau Maria die frohe Botschaft von der unbefleckten Empfängnis verkündete. Joseph, so hieß es, sei darüber nicht so froh gewesen.