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Sustainability
Die britische Advertising Standards Authority verbietet eine Werbekampagne wegen Irreführung. Es ist das erste Mal, dass ein Finanzinstitut verurteilt wird.
19. Oktober 2022 • Beat Schmid
Die britische Werbeaufsichtsbehörde hat eine HSBC-Werbekampagne verboten, die den Klimawandel thematisiert. Sie sei irreführend, weil die Bank die Finanzierung von Projekten im fossilen Energiesektor und im Zusammenhang mit der Abholzung des Regenwaldes nicht erwähnt. Dass die Advertising Standards Authority (ASA) eine Werbekampagne einer Bank wegen Greenwashing verbietet, hat es noch nie gegeben. In der Kampagne geht es um die Anpflanzung von Bäumen und die Pläne des Instituts zur Erreichung von Netto-Null-Treibhausgasemissionen. Die Sujets dürfen nicht mehr gezeigt werden. Die Erläuterungen der ASA sind hart: Es sei dem Publikum nicht klar, dass die HSBC "unqualifizierte Behauptungen über ihr Umweltengagement" aufstelle und gleichzeitig "an der Finanzierung von Unternehmen beteiligt ist, die erheblich zu Kohlendioxid- und anderen Treibhausgasemissionen beitragen". Die Anzeigen würden diese wesentlichen Informationen auslassen und seien daher “irreführend”. Insgesamt erhielt die ASA 45 Beschwerden von Personen oder Organisationen wie etwa Adfree Cities. HSBC teilte mit, dass der Finanzsektor die Verantwortung habe, seine Rolle beim Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft zu kommunizieren. Die Bank werde jetzt über die Bücher gehen und sich überleben, die man dieses Anliegen am besten vermitteln könne.