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Ein solches Verbot fordert Nationalrätin Irène Kälin (Grüne/AG). Sie möchte den Bundesrat beauftragen, in der Tierschutzverordnung eine Liste mit Wildtieren zu führen, die nicht auf Zirkustourneen mitgeführt werden dürfen.
Die Schweiz hinke hier anderen Ländern hinterher, schreibt Kälin zu ihrem Vorstoss. Wildtiere wie Grosskatzen und Elefanten dürften immer noch in Zirkussen mitgeführt werden – obwohl nachgewiesen sei, dass diese Tiere auf Tourneen gar nicht artgerecht gehalten werden könnten.
Komplettes Verbot sei nicht nötig
In 17 europäischen Ländern seien Wildtiere in Zirkussen verboten, gibt Kälin zu bedenken. Aus ihrer Sicht bräuchte es indes kein totales Verbot: Es gebe auch Wildtiere, die in Zirkussen artgerecht gehalten werden könnten, schreibt sie – zum Beispiel Trampeltiere, kleinere Säugetierarten sowie einige Vogel- und Reptilienarten. Deshalb solle der Bundesrat eine Liste mit den verbotenen Tieren führen. Die Kompetenz ergebe sich aus dem Tierschutzgesetz.
Der Bundesrat beantragt dem Parlament jedoch, die Motion abzulehnen. In seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort begründet er dies mit den strengeren Vorschriften, die vor einigen Jahren erlassen wurden. Diese sollten evaluiert werden, bevor entschieden werde, ob es weitere Massnahmen brauche.