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Erst vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass die Schweizer Bauern im Jahr 2011 vor allem wegen guten Erträgen im Ackerbau soviel verdienten wie seit 10 Jahren nicht mehr (naturschutz.ch berichtete). Dieser Tage nun gab das Bundesamt für Statistik BFS eine erste Schätzung des Verdienstes im Schweizer Landwirtschaftssektors für das laufende Jahr 2012 ab. Das Resultat: Minus 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Hauptgründe dafür sind Ernterückgänge und der Einbruch des Schweine- und Milchpreises.
Die Erträge im Ackerbau und in Spezialkulturen sinken im Vergleich zu den guten Ernten im Jahr 2011. Bei der tierischen Produktion hebt der Einbruch des Schweine- und Milchpreises das gesteigerte Produktionsvolumen auf. Während die landwirtschaftlichen Dienstleistungen eher konstant bleiben, gehen die Nebentätigkeiten leicht zurück.
Der Gesamtproduktionswert wird für 2012 auf rund 10 Milliarden Franken geschätzt; im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,9 Prozent bzw. -192 Millionen Franken. Die öffentlichen Beiträge in Form von Direktzahlungen nehmen schätzungsweise um 0,5 Prozent bzw. 14 Millionen Franken zu, während die Produktionskosten um 0,7 Prozent (-76 Millionen Franken) zurückgehen. Der Saldo, das heisst das Einkommen des Landwirtschaftssektors, das hauptsächlich die Arbeit und das eingesetzte Kapital der Bauernfamilien entschädigt (Nettounternehmenseinkommen), wird für das Jahr 2012 auf über 2,6 Milliarden Franken geschätzt. Dies entspricht einem Minus von 3,7 Prozent gegenüber 2011 (-101 Millionen Franken).
Bild: Denis Gustavo [CC-BY-2.0] via Wikimedia Commons