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Was macht eigentlich der «Preisüberwacher»?
Wissen ist Macht – und manchmal einfach auch unglaublich unterhaltsam! In unserer Serie «SOwas!» liefern wir Euch regelmässig (un)nütze Erklärungen und Kuriositäten zum Staunen und Schmunzeln.
In den Medien ist regelmässig von dem mysteriösen «Preisüberwacher» die Rede. Doch wer ist damit gemeint? Eine Firma? Eine Organisation? Ein Teil eines Departements? Oder gar ein einzelner Mensch? Und warum brauchen wir jemanden, der die Preise überwacht? Wie passiert so was? Stehen da mysteriöse Männer vor den Regalen im Supermarkt und beobachten, ob eine Detailhandelsfachfrau einen Rabattsticker auf die Produkte klebt?
Wie alles begann
Entstanden ist die Funktion des Preisüberwachers aus der Volksinitiative «zur Verhinderung missbräuchlicher Preise», welche diverse Konsumentenorganisationen aus der ganzen Schweiz 1979 einreichten. Damit sollten marktmächtige Unternehmen und Kartelle in ihre Schranken gewiesen werden. 1982 wurde die Initiative mit 56,1 Ja-Stimmen angenommen. Am 20. Dezember 1985 kam es dann zum Preisüberwachungsgesetz. Dieses wurde 1991 revidiert und seit dann sind alle Preise von Kartellen und marktmächtigen Unternehmen des öffentlichen und privaten Rechts dem Preisüberwacher unterstellt. Davon ausgenommen ist seit Januar 2008 die Kompetenz zur Überprüfung der Elektrizitätstarife.
Der Mann hinter der Funktion
Der «Preisüberwacher» ist tatsächlich ein einzelner Mann. Aktuell hat Stefan Meierhans die Funktion inne. Dies bereits seit Oktober 2008. Vor ihm gab es bereits sechs andere Preisüberwacher, unter ihnen sogar einen Bündner vor seiner Wahl zum Bundesrat. Hier in chronologischer Reihenfolge:
- Leo Schürmann (1973-1974)
- Leon Schlumpf (1974-1978)
- Odilo Guntern (1986-1993)
- Joseph Deiss (1993-1996)
- Werner Marti (1996-2004)
- Rudolf Strahm (2004-2008)
Und was macht der jetzt genau?
Wie wir bereits wissen, kümmert sich der Preisüberwacher, aktuell also Herr Meierhans, darum, dass marktstarke Unternehmen ihre Stellung nicht ausnutzen und dass sich keine Kartelle bilden können. Konkret heisst das: Gibt es für ein Produkt nur einen oder sehr wenige Anbieter, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Anbieter durch tiefe Preise konkurrieren, kleiner als wenn es viele Anbieter gäbe. Hätte die Schweiz nur einen Mobilfunkanbieter, nennen wir ihn mal «Moonrise», so könnte die Firma Moonrise sich ja sagen «He, die Menschen hier sind auf mich angewiesen. Wollen sie Internet, so müssen sie zu mir kommen. Also verlange ich dafür so viel Geld, wie ich will.» Damit Moonrise nun nicht einfach einen marktunüblichen, frechen, hohen Preis verlangen kann, haben wir Stefan Meierhans. Er würde die Firma daran hindern. Wer mehr über die Arbeit des «Monsieur Prix» erfahren möchte, hat Glück: Unser Preisüberwacher hat nämlich einen Blog. Dort erzählt Meierhans regelmässig, welche Preise er so im Visier hat und was er davon hält. Und nicht nur das – man kann dem Preisüberwacher auch eine Nachricht senden, wenn man findet, dass ein Unternehmen in der Schweiz überteuerte Produkte verkauft, weil es eine gewichtige Funktion auf dem Markt hat. So kann jede und jeder auch ein bisschen helfen, die Preise zu überwachen. Blog und Kontaktmöglichkeit gibt es hier. (mas)
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Frage . Wieso haben wir noch immer die höchsten Medikamenten Preise und wieso unternimmt niemand
etwas dagegen ? Kaufe ich z.B. günstige Medikamente in Deutschland bekomme ich sie von der Ch.-Krankenkasse nicht ersetzt ? Mit zunehmendem Alter ( 73 ) ist das sehr ärgerlich .
Wissen ist Macht und nichts wissen macht nichts