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Michael Burry ist überzeugt, dass Elon Musk kein Bargeld braucht, sondern nur einen Vorwand sucht, um die Aktien von Tesla zu verkaufen. "Er braucht kein Bargeld. Er will nur Tesla-Aktien verkaufen", twitterte der Hedgefonds-Manager. Viele Anlegerinnen und Anleger kennen Michael Burry aus dem Film "The Big Short". Dort spielt Christian Bale den Hedgefonds-Manager, der mit seiner Wette gegen den US-Immobilienmarkt 2007 das grosse Geld machte.
Nach Angaben der US-Börsenaufsicht trennte sich Elon Musk allein am letzten Freitag von 1,2 Millionen Tesla-Papieren. In der gesamten letzten Woche waren es deren 6,36 Millionen. Musk, der als reichster Mensch der Welt gilt, ist der grösste Aktionär des Konzerns. Am 6. November hatte er via Twitter die Veräusserung von zehn Prozent seiner Anteile in Aussicht gestellt und dies an den Ausgang einer Twitter-Abstimmung über diese Frage geknüpft. Da er diese Bedingung für erfüllt sah, begann er vergangene Woche mit den Verkäufen. So das Narrativ von Musk.
Let's face it. @elonmusk borrowed against 88.3 million shares, sold all his mansions, moved to Texas, and is asking @BernieSanders whether he should sell more stock. He doesn't need cash. He just wants to sell $TSLA.
— Cassandra (@michaeljburry) November 15, 2021
Seine Meinung zu den Verkäufen begründet Burry damit, dass Musk sich Geld gegen 88,3 Millionen Tesla-Aktien geliehen hat, alle seine Villen verkauft habe und nach Texas gezogen sei. Die Begründung von Musk, dass er wegen Steuerzahlungen die Aktien verkaufe, zieht Burry damit in Zweifel. Der "Big Short"-Investor reagierte mit seinen Aussagen auf Tweets, wo Elon Musk den US-Senator Bernie Sanders für seine Steuerpläne verspottet und fragt, ob er mehr Aktien verkaufen solle.
Want me to sell more stock, Bernie? Just say the word …
— Elon Musk (@elonmusk) November 14, 2021
Burry twitterte, um seine Argumentation zu stärken, auch ein Diagramm des Tesla-Aktienkurses. Mit einem Pfeil kennzeichnet er den Zeitpunkt, als Musk sagte, dass die Tesla-Aktie "zu hoch" bewertet ist. Ähnlich sieht es auch Frank Schwope, Marktanalyst bei NordLB: "Vielleicht macht sich Musk auch Sorgen um die hohe Marktkapitalisierung beziehungsweise den Wert seiner Aktien, da die Konkurrenz mit Rivian, Lucid, NIO, Xpeng und andere deutlich zunimmt." Zudem soll auch Musks Bruder Kimbal Medienberichten zufolge ein grosses Aktienpaket verkauft haben.
Just think about it. pic.twitter.com/wicwOji9W7
— Cassandra (@michaeljburry) November 15, 2021
Die Tesla-Aktien sind dieses Jahr massiv nach oben gegangen, besonders im Oktober. Der Börsenwert des Autobauers stieg im Zuge der Kursrally auf mehr als eine Billion Dollar. In der vergangenen Woche büssten die Papiere allerdings mehr als 15 Prozent - oder rund 187 Milliarden Dollar an Wert - ein, nachdem sie zuvor elf Wochen hintereinander Kursgewinne erzielt hatten.
Das Kursplus im Vergleich zum Jahresstart beläuft sich immer noch auf mehr als 46 Prozent. Damit ist Tesla weiterhin der wertvollste Autobauer der Welt. Zum Handelsschluss am Freitag lag der Kurs bei über 1033 Dollar. Am Montag verliert die Tesla-Aktie vorbörslich 1,8 Prozent.