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<h2>SubmittedText<h2><p>In seinen Stellungnahmen zu den Interpellationen 22.3427 (Wyss) und 22.4574 (Gugger) erklärte der Bundesrat, dass wichtige Vertreter der Stoffklasse der Phtalate aufgrund der vorliegenden toxikologischen Befunde offiziell als fortpflanzungsgefährdend eingestuft und in der Folge im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz streng reguliert wurden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Am 26. Februar 2024 gab das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt bekannt, in verschiedenen Läden 203 Kunststoffgegenstände auf das Vorhandensein von Phtalaten kontrolliert zu haben. Nicht weniger als 23 Produkte enthielten verbotene Phtalate als Weichmacher. Sie wurden umgehend mit einem Verkaufsverbot belegt. (Quelle: <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/verbotene-weichmacher-in-den-kantonen-basel-stadt-und-jura-entdeckt/73041876"><span style="color:rgb(68,84,106);"><u>SWI swissinfo.ch: «Verbotene Weichmacher in den Kantonen Basel-Stadt und Jura entdeckt»</u></span></a>).</p><p>&nbsp;</p><p>In unserer globalisierten Wirtschaft ist es nicht zu verhindern, dass sich das eine oder andere vorschriftswidrige Produkt in Schweizer Verkaufsregalen findet. Dass jedoch mehr als 10 Prozent der geprüften Produkte den Vorschriften widersprechen, ist nicht akzeptabel und zeigt, dass gewisse Geschäfte ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Das geltende Recht ist nicht abschreckend genug.</p><p>&nbsp;</p><p>Das Problem kann im Übrigen nicht den Kantonen aufgebürdet werden, denn ihre kostspieligen und zeitraubenden Kontrollen sollen lediglich der letzte Filter und nicht etwa das einzige Instrument sein, um die Einhaltung der geltenden Vorschriften durchzusetzen.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Ist die Tatsache, dass in der Schweiz zum Verkauf angebotene Produkte offensichtlich immer wieder verbotene Phtalate enthalten, für die Bundesbehörden Anlass zur Besorgnis?</li></ul><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Ist der Anteil der in Basel festgestellten vorschriftswidrigen Produkte repräsentativ für die Befunde auf nationaler Ebene?</li></ul><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Wie gedenkt der Bundesrat, die Kantone zu unterstützen, damit die betroffenen Handelsbranchen ihre Verantwortung wahrnehmen und die geltenden Vorschriften einhalten?</li></ul><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Die Qualität von übers Internet bestellten Produkten ist wahrscheinlich ebenso alarmierend wie die Qualität der in den Läden verkauften Produkte. Gedenkt der Bundesrat, Kontrollkampagnen durchzuführen? Hat er die Ressourcen, um die Lieferung von Produkten, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung verboten sind, einzudämmen?</li></ul><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Werden die in der Schweiz ansässigen Verkaufsplattformen kontrolliert? Wenn ja, was sind die Ergebnisse?</li></ul><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Sind Kommunikationskampagnen geplant, um die Bevölkerung für die Gesundheitsrisiken zu sensibilisieren?</li></ul>