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Unser Team fokussiert in Forschung und Lehre auf zwei Teilbereiche der vergleichenden Politikwissenschaft: Schweizer Politik und Vergleichende politische Ökonomie.
Die Schweiz ist in vergleichender Hinsicht ein spannender Fall. Sie ist eine hoch entwickelte Konsensdemokratie, welche bezüglich Institutionen und Entscheidungsprozessen den kontinental- und nordeuropäischen Konsensdemokratien ähnlich ist, bezüglich Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik aber auch sehr untypische, liberale Charakteristika aufweist. Zudem kennt sie mit der ausgeprägten direkten Demokratie sehr spezifische Formen politischer Partizipation, welche den hybriden Charakter des Systems noch verstärken. Unser Ziel ist es, mit fundierten empirischen Analysen zum Verständnis der Schweizer Politik beizutragen. Zu diesem Zweck wenden wir vielfältige Fragestellungen aus der vergleichenden Politikwissenschaft, der Policy-Analyse und der Vergleichenden politischen Ökonomie auf die Schweiz an. Wir befassen uns mit einer breiten Auswahl von Aspekten des schweizerischen politischen Systems, insbesondere mit dem institutionellen Gefüge (Entscheidungsstrukturen, Wohlfahrtsstaat, Produktionsregime), mit Wahlen und Abstimmungen, dem Wandel von Partei- und Verbändesystemen und der Formulierung von spezifischen Politiken (insbesondere Sozial- und Wirtschaftspolitik). Wir verstehen das Studium der Schweizer Politik dabei nicht als reine Einzelfallstudie, sondern nehmen in der Regel eine vergleichende Perspektive ein.
Die Vergleichende politische Ökonomie ist eine Subdisziplin der Vergleichenden Politikwissenschaft, welche mit politikwissenschaftlichen Methoden und Theorien das wechselseitige Verhältnis von Staat und Wirtschaft untersucht. Einerseits geht es darum zu erklären, warum und auf welche Art der Staat regulierend oder umverteilend in die Wirtschaft eingreift. Anderseits stellt sich ebenso sehr die Frage, inwiefern wirtschaftliche Interessen und Institutionen die Politik prägen. Typische Forschungsgebiete sind etwa die Analyse von ökonomischer und sozialer Ungleichheit und ihrer Auswirkungen auf die Demokratie, Arbeitsmarktforschung, die Analyse von Sozial-, Fiskal- und Bildungspolitik, das Studium von Arbeitgeber- und Gewerkschaftsorganisationen und ihrer Machtbalance, oder etwa die Frage, welchen Handlungsspielraum nationale politische Akteure (Regierungen, Parteien, etc) in Zeiten der Globalisierung und Postindustrialisierung überhaupt noch haben, bzw. wie sie mit der supra- und internationalen Ebene interagieren. In diesem Forschungsbereich haben wir einen besonders ausgeprägten Fokus auf Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, und geographisch auf Westeuropa. Methodisch liegt der Akzent auf der quantitativen vergleichenden Forschung auf Mikro- und Makroebene, wobei wir je nach Forschungsfrage auch qualitative und gemischte Methoden verwenden.