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Für ihren jährlichen Weg um die Sonne braucht die Erde exakt 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,252 Sekunden. Das heisst also, dass unser gewöhnliches Kalenderjahr, das sogenannte Normaljahr, mit 365 Tagen fast 6 Stunden zu kurz ist. Ohne Korrektur würden sich unsere fixen Kalendertermine immer weiter nach vorne verschieben. Diese Problematik erkannte schon Julius Cäsar, und so gab es bereits im julianischen Kalender alle vier Jahre im Februar einen Schalttag, allerdings wurde dieser Tag schon am 24. Februar eingeschoben (vgl. Kästchenmeldung). Mit den Jahren machte sich aber die verbleibende Differenz von gut 11 Minuten pro Jahr dahingehend bemerkbar, dass sich die fixen Termine im Kalender nach hinten bewegten. Im Jahre 1582 griff Papst Gregor XIII notfallmässig in den Kalender ein. Um die Differenz auszugleichen, folgte auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober, und von da an galt der gregorianische Kalender.
Gregorianischer Kalender
Um die verbleibenden rund 11 Minuten zu korrigieren, wird alle 100 Jahre auf den Schalttag verzichtet. Da auch dies noch zu ungenau ist, wird aber alle 400 Jahre der Schalttag wieder eingeführt. In den Jahren 1800 und 1900 gab es also keinen Schalttag, dagegen fand im Jahr 2000 der Schalttag auf Grund der 400 Jahrregel statt. Auch der gregorianische Kalender bringt noch keine absolute Genauigkeit, aber es dauert immerhin 3230 Jahre bis die zeitliche Abweichung die Grössenordnung eines Tages erreicht. Wahrscheinlich muss dann wieder ein Tag zusätzlich gestrichen werden, aber dieses Problem können wir getrost unseren Nachkommen überlassen.