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Donald Trump erkennt einen Löwen, ein Nashorn und ein Dromedar. Er kann einen Würfel abzeichnen, hört in einer Buchstabenfolge den Buchstaben A problemlos heraus und kann sich kurze Sätze einprägen. Er ist in der Lage, von 100 in Siebnerschritten rückwärts zu zählen, kann Fahrrad und Eisenbahn als Fahrzeuge benennen und in einer Minute mindestens elf Wörter mit dem Anfangsbuchstaben F aufzählen: Der US-Präsident hat den sogenannten Moca-Test fehlerfrei bestanden, was seinen Arzt darauf schliessen liess, er sei «geistig sehr klar».
Als diese Nachricht diese Woche das untere Gürbetal erreichte, haben wir aufgeatmet. Nicht nur, weil wir geistige Klarheit bei einer Person, die den grösseren Atomknopf besitzt als der nordkoreanische Diktator, prinzipiell begrüssen. Nein, Trumps Moca-Resultat bestätigte uns auch in unserer Schulpolitik, denn im unteren Gürbetal unterrichten wir nach dem Lehrplan 21. Und dieser nennt unter anderen folgende Lernziele: «Die Schülerinnen und Schüler können im Zahlenraum bis 100 von beliebigen Zahlen aus vorwärts und rückwärts zählen.» Sie können «die Aufsicht von Würfelgebäuden (...) zeichnen», «Zuordnungen von Pflanzen und Tieren mithilfe ihrer Merkmale vornehmen» und «einzelne Buchstaben wiedererkennen». Kurzum: Nahezu alle Fragen des Moca-Tests sind bei uns Schulstoff. Und dies nicht erst an der Uni, sondern schon auf der Unterstufe: Alle erwähnten Lernziele gelten bei uns für die erste und die zweite Klasse.
Trump hat mit dem Moca-Test also nicht nur seine geistige Klarheit bewiesen. Er hat nebenbei auch den Nachweis erbracht, dass er bei uns bereits in die dritte Klasse übertreten dürfte und dass folglich jeder Bewohner des unteren Gürbetals nach der zweiten Klasse grundsätzlich zum amerikanischen Präsidenten taugt.