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Auf den Ruinen des römischen Legionslagers Vindonissa errichteten die Habsburger das Kloster Königsfelden. Vom ehemaligen Kloster zeugt heute vor allem die Klosterkirche mit ihren beeindruckenden Glasfenstern.
Anlass zur Gründung des Klosters Königsfelden war die Ermordung König Albrechts I. am 1. Mai 1308 durch seinen Neffen Herzog Johann von Schwaben unweit des Reussübergangs von Windisch. Für das Seelenheil des Ermordeten gründete die königliche Witwe Elisabeth ein fürstliches Hausstift, das von den Habsburgern selbst Königsfelden benannt wurde.
- 1308-1313
- 1313-1364
- 1386
- 1415-18. Jh.
- 1900-heute
Königsmord und Klostergründung
Der römisch-deutsche König Albrecht I. wurde am 1. Mai 1308 Opfer eines Konflikts innerhalb der habsburgischen Verwandtschaft. Sein Neffe Johann fühlte sich um sein Erbe betrogen, das Albrecht nach dem Tod der Eltern Johanns zwar verwaltete, aber nicht an ihn herausgab. Zusammen mit einigen Mitverschwörern ermordete Johann seinen Onkel Albrecht auf dem Hochplateau in Windisch. Der Mord erschütterte das Haus Habsburg, verlor die Familie zusammen mit dem Fall Albrechts doch auch die deutsche Königswürde.
Um dem ermordeten König Albrecht zu gedenken, liess die Familie am Tatort zuerst eine Kapelle und ein Haus für zwei Franziskaner errichten. Die Königinwitwe Elisabeth initiierte, vermutlich bereits mit der Unterstützung ihrer Tochter Agnes, den Bau einer franziskanischen Doppelklosteranlage, wofür Ländereien angekauft wurden.
Im Herbst 1310 begannen die Bauarbeiten für das neue Kloster. 1311 erfolgte die formelle Stiftung, und 1312 zogen die ersten Nonnen in den Klarissenkonvent ein.
Die Witwe Albrechts und Klosterstifterin Königin Elisabeth starb 1313 in Wien und bestimmte Königsfelden als ihre letzte Ruhestätte. Damit bekam der Ort eine Bedeutung als habsburgische Grablege. In der zentral in der Kirche gelegenen Familiengruft wurden neben Elisabeth zehn weitere Familienmitglieder beigesetzt.
Die Gruft wurde im 18. Jahrhundert geöffnet. Die Leichname wurden zuerst ins Kloster St. Blasien und 1807 ins Kloster St. Paul in Kärnten überführt.
Das Kloster als Kulturort
Der kulturelle Leuchtturm tanz&kunst königsfelden bringt neuen Glanz in die Grabeskirche der Habsburger. Die Tanzaufführungen gehören zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens im Aargau. Das Kloster hat sich dank dieser Veranstaltungen weit über die Schweizer Grenze hinaus als Ort des Tanzes einen Namen gemacht.