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Eine Mehrheit ist für die Anwendung der aktiven Sterbehilfe in Grossbritannien. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag von The Times, nachdem bekannte englische Künstler zur Sterbehilfe in die Schweiz reisen mussten.Dieser Inhalt wurde am 25. Juli 2009 - 11:24 publiziert
Der 85-jährige englische Dirigent Edward Downes war blind und hörte kaum noch, seine 74-jährige Frau, eine Balletttänzerin, litt an einer Krebserkrankung. Beide hatten sich am 10. Juli in die Räumlichkeiten der Organisation Dignitas in der Schweiz begeben, weil aktive Sterbehilfe in Grossbritannien nicht möglich ist.
Dennoch wird sie von einem Grossteil der Bevölkerung gewünscht. Die Tageszeitung The Times hat 1500 Personen befragt: Drei Viertel wünschen demnach, dass Medizinier im eigenen Land aktive Sterbehilfe in Kliniken leisten dürfen.
Dies entspricht etwa dem gleichen Ja-Anteil wie in der Schweiz.
Dabei habe es bei der The Times-Umfrage einen besonders starken Zuspruch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen gegeben.
Die britischen Befragten machten jedoch Unterschiede, was die Voraussetzungen für die Anwendung von Sterbehilfe angeht. Nur etwa jeder achte ist der Auffassung, sie sollte angewendet werden dürfen, auch wenn der Patient geistig und körperlich gesund ist.
Mehr als vier von fünf der Befragten knüpfte die legale Sterbehilfe an bestimmte Umstände wie unheilbare Krankheit.
In der Schweiz ist Sterbehilfe grundsätzlich möglich - auch für Sterbewillige aus dem Ausland. Gestritten wird jedoch um eine nationale gesetzliche Regelung.
swissinfo.ch und Agenturen
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