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Unsere Molche halten sich im Frühjahr während etwa drei Monaten im Wasser auf, und zwar in Gräben, Tümpeln, auch in Weihern und sehr langsam fliessenden Bächen. Im Sommer leben sie unter Steinen, Laub, altem Holz oder auch in Erdlöchern. Die Überwinterung erfolgt, von Ausnahmen abgesehen, an Land. Oft liegen mehrere Tiere in der Winterstarre beieinander in derselben Erdhöhle. Die Molche verzehren ausschliesslich tierische Kost, und zwar praktisch alles, was kleiner ist als sie selbst. Im Wasser sind es unter anderem Grasfrosch-Kaulquappen, Laich, Jungfische und an Land Nacktschnecken, Regenwürmer, Insekten und deren Larven. Die Molchlarven ernähren sich von Wasserinsekten und anderen Kleinlebewesen.
- Alpensalamander
- Feuersalamander
- Kammolchmännchen
- Kammolchweibchen
- Alpenmolchmännchen
- Alpenmolchweibchen
- Teichmolchmännchen
- Teich- oder Fadenmolchweibchen (nicht unterscheidbar)
- Fadenmolchmännchen
- Schwanzlurch-Larve
Kurzbiographien
|1||Alpensalamander

Merkmale: Bis 16 cm lang; glatte, glänzende, schwarz-violette bis ganz schwarze Haut; keine Larven.
Verbreitung: Voralpen und Alpen zwischen 700 und 3000 m ü.M., im Kt. Zürich nur im Gebiet Hirzel-Hütten-Höhronen; in Wäldern, auch in Geröllhalden und auf Alpweiden; unabhängig von Gewässern.
Lebensweise: Nachtaktiv, erscheint am Tag nur während oder nach starkem Regen, manchmal in grosser Zahl; wenig kälteempfindlich.
Fortpflanzung: Paarung im Juli an Land; ganze Entwicklung findet im mütterlichen Körper statt; 2-3 Jahre nach der Paarung werden zwei vollständig entwickelte, 4 cm lange Jungsalamander an Land abgesetzt.
|2||Feuersalamander

Merkmale: Bis 20 cm lang, schwarz mit auffallend gelben Flecken oder Bändern.
Verbreitung: Ganze Schweiz; in feuchten Wäldern mit Quellen, Bächen, Tümpeln; bis 1000 m ü.M.
Lebensweise: Nachtaktiv, erscheint tagsüber nur während oder nach starkem Regen; Hautdrüsen scheiden weissen Saft aus, wenn er kräftig gepackt wird (giftigster einheimischer Lurch!); überwintert in Löchern und Höhlen; erscheint im April.
Fortpflanzung: Paarung im Sommer an Land; erst im nächsten Frühjahr Absetzung von 10-50 etwa 3 cm langen, bereits geschlüpfter oder eben schlüpfender Larven in Waldbäche oder kühle Teiche; Entwicklung zum Landtier in 2-3 Monaten; geschlechtsreif mit 4 Jahren.
|3, 4||Kammolch

Merkmale: Männchen bis 13,5 cm, Weibchen bis 16 cm lang; Haut grobkörnig, Oberseite dunkelgrau, Flanken und Kehle mit weissen Punkten, Unterseite gelb mit schwarzen Flecken. Männchen im Hochzeitskleid mit bis 2 cm hohem, gezacktem, an der Schwanzwurzel unterbrochenem Kamm und mit weissem Band an den Schwanzseiten.
Verbreitung: Mittelland und Hügelland der ganzen Schweiz; März-Mai in pflanzenreichen Gräben und Weihern, später an Land in deren Nähe in Verstecken, die sie nur nachts verlassen; seltenster Molch.
Fortpflanzung: Paarung im März-April; ein Weibchen legt 30-50 Eier; 2-3 Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Larven, die sich im Spätsommer, ausnahmsweise im nächsten Frühjahr verwandeln. Diese Angaben zur Fortpflanzung und Entwicklung gelten auch für die anderen hiesigen Molcharten.
|5, 6||Alpen- oder Bergmolch

Merkmale: Männchen bis 8 cm, Weibchen bis 11 cm lang; Unterseite orange, ohne Flecken. Im Hochzeitskleid ist das Männchen unser buntester Molch: Rückenkamm leistenförmig mit gelben und schwarzen Flecken und einem blauen Streifen darunter.
Verbreitung: Ganze Schweiz ohne Alpensüdseite, steigt bis 2500 ü.M., darum der Name Alpenmolch; vom Februar bis Mai in Kleingewässern, später nächtliches Landleben.
Fortpflanzung: Wie Kammolch
|7, 8||Teich- oder Streifenmolch

Merkmale: Männchen bis 11 cm, Weibchen bis 9,5 cm lang; schlank; Bauch nur in der mittleren Zone gelb mit runden, dunklen Flecken. Das Männchen hat im Hochzeitskleid einen fein gezackten Kamm und im unteren Schwanzsaum ein blaues und darunter ein oranges Band. Beide Bänder sind durch grosse, schwarze Flecken unterbrochen. Das Teichmolchweibchen ist unauffällig gelblich, praktisch nicht unterscheidbar vom Fadenmolchweibchen.
Verbreitung: Mittelland, Jura, Tessin; steigt höchstens bis 1000 m ü.M.; im Frühling in Kleingewässern, im Sommer an Land.
Fortpflanzung: Wie Kammolch
|8, 9||Fadenmolch

Merkmale: Männchen bis 7.5 cm, Weibchen bis 9 cm lang; schlank; Bauchmitte gelb, ungefleckt; Bauchseiten gefleckt; durch die Augen führt ein dunkler Längsstreifen. Das Männchen hat im Hochzeitskleid einen 5-10 mm langen Schwanzfaden und Schwimmflossen an den Hinterfüssen («Entenfüsse»). Weibchen olivgelb bis braun, gelegentlich mit schwach angedeuteten Entenfüssen; praktisch nicht unterscheidbar vom Teichmolchweibchen.
Verbreitung: Nur auf der Alpennordseite; vom März-Mai in Kleingewässern und langsam fliessenden Bächen; im Sommer nächtliches Landleben in der Nähe der Gewässer; nur gelegentlich im gleichen Lebensraum wie der Teichmolch.
Fortpflanzung: Wie Kammolch.
|10||Molchlarven

Merkmale: Die Molchlarven besitzen während der ganzen Larvenzeit auf jeder Seite drei äussere Kiemenbüschel. Bereits kurz nach dem Schlüpfen entwickeln sich die Vorderbeine und wenige Tage später die Hinterbeine. Die Molchlarven ernähren sich von Wasserflöhen, Insektenlarven und Würmern und verwandeln sich in der Regel nach einigen Monaten zu Landtieren.
Beobachtungen
Aufenthaltsorte
Unsere Molche halten sich im Frühjahr während etwa drei Monaten im Wasser auf, und zwar in Gräben, Tümpeln, auch in Weihern und sehr langsam fliessenden Bächen. Im Sommer leben sie unter Steinen, Laub, altem Holz oder auch in Erdlöchern. Die Überwinterung erfolgt, von Ausnahmen abgesehen, an Land. Oft liegen mehrere Tiere in der Winterstarre beieinander in derselben Erdhöhle.
Nahrung
Die Molche verzehren ausschliesslich tierische Kost, und zwar praktisch alles, was kleiner ist als sie selbst. Im Wasser sind es unter anderem Grasfrosch-Kaulquappen, Laich, Jungfische und an Land Nacktschnecken, Regenwürmer, Insekten und deren Larven. Die Molchlarven ernähren sich von Wasserinsekten und anderen Kleinlebewesen.
Das Paarungsverhalten der Teichmolche
Im April und anfangs Mai lassen sich in klaren Tümpeln oder noch besser in einem genügend grossen Aquarium Paarungsspiele beobachten:
Das Männchen trägt ein prächtiges Hochzeitskleid, sucht mit Hilfe seines aus-gezeichneten Geruchssinns ein Weibchen seiner Art und prüft durch Beriechen der Kloakengegend, ob es brünstig ist. Fällt die Geruchsprobe positiv aus, so stellt sich das Männchen vor die Partnerin oder seitlich zu ihr, schlägt die hintere Schwanzhälfte nach vorn und erzeugt mit dieser lebhaft vibrierende Bewegungen. Der dadurch erzeugte Wasserstrom ist auf den Kopf des Weibchens gerichtet und trägt ihm einen Duftstrom zu, welcher der weit geöffneten Kloake des Männchens entweicht. Reagiert das Weibchen auf die Werbung, wird die Balz noch verstärkt. Diese Phase kann Stunden dauern.
Plötzlich kehrt das Männchen um, macht einige patschige Schritte vorwärts und schlängelt den ausgestreckten, leicht aufwärts gekrümmten Schwanz hin und her. Das Weibchen folgt und berührt mit seiner Schwanzspitze den Schwanz des Partners. Das löst beim Männchen die nächsten Reaktionen aus: Es drückt den Körper platt auf den Boden, spreizt die Beine seitlich ab und setzt unter heftigen Zuckungen einen Samenstift auf den Boden ab, vielfach zusammen mit einem charakteristisch geformten Samenträger.
Nach einer Pause leitet das Männchen seine in engster Fühlung bleibende Partnerin so, dass das Samenpaket, das entweder allein auf dem Boden liegt oder auf einem Samenträger ruht, an deren Kloake hängen bleiben kann. Das Weibchen nimmt den Samenstift in die Kloake auf, und die Samen wandern in die Samentasche, wo sie ein Jahr lang lebensfähig bleiben. Die durch den Eileiter rutschenden Eier werden einzeln befruchtet. Es erfolgt also eine innere Befruchtung, im Unterschied zur äusseren bei Fröschen und Kröten.
Das Paarungsverhalten der drei anderen Molcharten ist sehr ähnlich. Die Winkel zwischen den beiden Partnern während der Wedelphase variieren, und das Kammmolchmännchen macht zusätzlich einen Katzenbuckel. Die Samenträger oder Spermatophoren sind Abgüsse des Kloakeninnenraumes und somit verschieden von Art zu Art.
Die Eiablage
Das Molchweibchen legt die bis wenige hundert zählenden Eier in einem Zeitraum von mehreren Wochen oder gar Monaten einzeln an meist schmalen Blättern von Wasserpflanzen ab. Es bringt das Blatt mit seinen Hinterbeinen vor die Kloakenöffnung, legt ein Ei darauf und faltet dann wieder mit den Hinterbeinen das Blatt u-förmig darum herum. Das Ei haftet mit seiner aussen um die Eihüllen herumliegenden Klebeschicht. Im Aquarium legt man für die Eiablage am besten breite Grasblätter ins Wasser.
Die Molchei-Entwicklung
Alle Bilder von Egon Knapp
Will man nebeneinander die verschiedenen Entwicklungsstadien untersuchen, so sammelt man während zwei Wochen jeden Tag die abgelegten Einer in ein neues, kleines, fortlaufend numeriertes und mit etwa 18-grädigem Wasser gefülltes Glasschälchen. Das Wasser muss jeden Tag gewechselt werden, und es ist auch besser, wenn man die Glasschälchen zudeckt. Mit einer Reihe von Binokularen lassen sich die verschiedenen Furchungsteilungen und Organbildungen nebeneinander betrachten:
Frisch abgelegtes Ei: Jedes Ei ist von aussen nach innen mit einer Klebehülle, zwei Gallerthüllen und einer Dotterhaut umgeben. Im Wasser schwimmt das Ei so, dass die tief dunkelbraune Halbkugel stets oben und die weisslich-gelbe, schwerere Hälfte unten liegt.
Zweizellstadium: Rund fünf Stunden nach der Ablage wird auf der oberen Hälfte der Eizelle eine Furche sichtbar, die sich allmählich vertieft und auf beiden Seiten nach unten wächst. Mit dem Abschluss dieser ersten Furchungsteilung haben sich aus der ursprünglich einen Zelle zwei identische Tochterzellen gebildet.
Vierzellstadium: Auf dem zweigeteilten Ei erscheint eine bis zwei Stunden später eine zweite Furche. Sie steht senkrecht zur ersten Teilungsebene und führt zu einem Stadium mit vier vollkommen gleichen Zellen.
Achtzellstadium: Nach einer weiteren Stunde bildet sich die dritte Furche. Sie verläuft nicht mehr gleich wie die ersten beiden als Meridian von Pol zu Pol, sondern folgt einem Breitenkreis, der etwas über dem Äquator steht. So wird ein Achtzellstadium mit vier kleineren, oberen und vier grösseren, unteren Zellen erreicht.
Brombeerstadium (Morula): Die weiteren Furchungsschritte teilen die Masse der Eizellen mehr und mehr auf. Rund 15 Stunden nach der Eiablage gleicht der Keim einer Brombeere.
Blasenkeimstadium (Blastula): Am zweiten Tag nach der Eiablage sind bereits Tausende von nun mikroskopisch kleinen Zellen entstanden. Die Grösse des Keimes hat sich aber bis jetzt überhaupt nicht verändert. Die Furchungsteilungen kommen zum Abschluss, und die Zellen weichen so auseinander, dass im Inneren ein Hohlraum entsteht. Das Ganze wird zu einer Blase.
Becherkeimstadium (Gastrula): Durch eine Einstülpung, den sogenannten Urmund, bildet sich ein zweischichtiger Becherkeim.
Schuhsohlenstadium (Neurula): Nach Abschluss der Einstülpung wird auf der zukünftigen Oberseite des Keimes ein schuhsohlenförmiges Feld abgegrenzt, dessen Ränder sich bald wulstartig verdicken. Aus dem vorderen Teil dieser «Schuhsohle» wird das Gehirn, aus dem hinteren Teil das Rückenmark entstehen.
Fortgeschrittene Entwicklungsstadien: Nach sechs Tagen können wir bereits den Kopf, den Bauch und den Schwanz der sich entwickelnden Molchlarve erkennen. Etwas später streckt sich der Körper. Seine ganze Oberseite ist jetzt stark pigmentiert. Hinter dem Kopf wachsen beidseits je drei Kiemenknospen, die sich bald verzweigen. Unterhalb der Kiemenbüschel entsteht auf jeder Körperseite ein Haftfaden. Damit halten sich dann später die frisch geschlüpften Larven an Wasserpflanzen, Steinen und dergleichen fest. Hinter den Kiemen wachsen schliesslich die Knospen der Vorderbeine.
Wenige Tage alte Molchlarve: An der erst wenige Tage alten Larve können wir vor allem die Entwicklung der Augen, Kiemen und Vorderbeine verfolgen. In den Blutgefässen der Kiemen lässt sich unter dem Binokular die Blutzirkulation sehr gut beobachten.
Paarungsverhalten
- Das Männchen hat dank seinem sehr guten Geruchssinn ein Weibchen gefunden und prüft durch Beriechen der Kloake, ob es brünstig ist.
- Das Männchen wedelt dem Weibchen einen mit Duftstoffen angereicherten Wasserstrom zu.
- Das Männchen stellt sich vor das Weibchen, schlängelt den Schwanz hin und her und macht einige patschige Schritte vorwärts.
- Wenn das Weibchen mit der Schnauzenspitze den Schwanz des Männchens berührt, hält das Männchen an und setzt ein Samenpaket ab. Nach weiteren Vorwärtsschritten nimmt das Weibchen das Paket mit seiner Kloake auf.
- Die Spermien wandern in die Samentasche, aus der sie bei der Eiablage portionenweise abgegeben werden.
Eiablage
- Das Molchweibchen legt die 30-50 Eier in einem Zeitraum von mehreren Wochen einzeln an Wasserpflanzen ab. Es biegt dabei mit den Hinterbeinen Pflanzenteile vor die Kloake und drückt ein Ei in die Wölbung. Dieses bleibt dank der Klebschicht haften.
- Die Eientwicklung dauert 2-3 Wochen. Die Eier bleiben bis zum Schlüpfen an den Pflanzen kleben.
Molchei-Entwicklung
Einzelne Entwicklungsstadien
Früheste Entwicklungsstufe der Grasfroschlarven
Bei den meisten Froschlurchen findet das Ausschlüpfen aus dem Ei 2-3 Wochen nach der Laichablage in einem Stadium statt, in dem Mund und After noch geschlossen sind. Die Haftorgane sind aber funktionstüchtig, und die Kiemen beginnen hervorzuspriessen. Die Larven hängen sich mit den Haftorganen an Eihüllen oder Pflanzen; sie können sich mit Flimmerschlagen auch vorwärtsbewegen.
Entwicklungsstufe nach ca. 8 Tagen
In den ersten Tagen wächst vorerst der Schwanz in die Länge, und ein breiter Flossensaum entsteht. Die Kiemenbüschel vergrössern sich zu wurstförmigen Anhängen. Mund und After brechen durch.
Entwicklungsstufe nach ca. 5 Wochen
Die Haftorgane haben sich zurückgebildet. Man sieht die Augen. Über die sich zurückbildenden äusseren Kiemen ist eine Hautfalte gewachsen. Sie bildet eine Kiemenhöhle, in der sich die inneren Kiemen entwickeln. Sie sind durch ein unpaares Atemloch mit der Aussenwelt verbunden. Hornkiefer und Lippenzähne haben sich entwickelt.
Entwicklungsstufen nach ca. 6 Wochen und später
Der Verwandlungsvorgang verlangsamt sich. Die Gliedmassen wachsen allmählich, und zwar treten zuerst die hinteren in Form von Knospen unterhalb der Schwanzwurzel in Erscheinung, aus denen sich dann die gegliederten Beine entwickeln. Gleichzeitig bilden sich die vorderen Gliedmassen aus, was jedoch nicht zu sehen ist, da sich diese Entwicklung in der Kiemenhöhle vollzieht.
Entwicklungsstufe nach 3-4 Monaten
Nach einem je nach Art verschieden langen Larvenleben beginnt die Verwand-lung zum Frosch, welche meist nur wenige Tage dauert. Die Vorbeine brechen durch, die Kiemen bilden sich zurück, und die Lungenatmung, welche oft schon vorher einsetzte, erlangt die Vollherrschaft. Die Hornkiefer fallen ab, und der Mund bildet sich zum breiten Froschmaul um.
Beginn des Landlebens
Der Schwanz wird abgebaut und das frei werdende Material zur Ernährung gebraucht, da die Tiere während der Umbildung des Mundes und des Darmes keine Nahrung aufnehmen können. Die kleinen Frösche gehen an Land.
Lebensdauer
|mittlere Lebensdauer

Jahre
|maximale Lebensdauer

in Gefangenschaft
Jahre
|Alpensalamander||?||12|
|Feuersalamander||9||24|
|Kammolch||?||28|
|Alpenmolch||4 – 5||15|
|Teichmolch||5 – 7||18|
|Fadenmolch||?||12|
|Gelbbauchunke||?||36|
|Geburtshelferkröte||?||5|
|Erdkröte||7-10||36|
|Kreuzkröte||6-10||16|
|Laubfrosch||4 – 8||14|
|Wasserfrosch||4 – 5||6|
|Grasfrosch||2 – 4||6|
Entwicklungsverlauf bei Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern
Eistadium
Froschlurche: Frösche legen die Eier in Klumpen ab, Kröten hingegen in langen Doppelschnüren. Nach der Ablage nehmen die Gallerthüllen sehr viel Wasser auf, der Laich quillt um ein Mehrfaches seines ursprünglichen Volumens auf.
Molche kleben die Eier einzeln zwischen Pflanzenteile.
Salamander legen keine Eier. Der Feuersalamander setzt voll entwickelte Larven, der Alpensalamander fertig entwickelte Landtiere ab.
Frühes Larvenstadium
Froschlurche: Die frisch geschlüpften Larven sind bei den meisten Arten unbeholfen, und ihre Organe sind noch nicht fertig ausgebildet. Es sind also Frühgeburten. Sie hängen mit ihren Haftorganen am Laich oder an Wasserpflanzen und zehren ihren Dottervorrat auf. In dieser Zeit bilden sich der Ruderschwanz, die äusseren Kiemen, die Fresswerkzeuge, der Darm und dessen Ausgang fertig aus.
Molche: Die frisch geschlüpften Larven heften sich mit Haftfäden an Wasserpflanzen und zehren den Dottervorrat auf. Sie sind etwas weniger unbeholfen, aber ihre Organe der Fortbewegung, Atmung und Ernährung müssen sich zuerst noch fertig entwickeln.
Feuersalamander: Die Weibchen legen schlüpfreife Larven ins Wasser ab, die so weit entwickelt sind, dass sie sogleich frei herumschwimmen und sich ernähren können. Sie haben bereits beide Beinpaare.
Alpensalamander: Die ganze Larvenentwicklung vollzieht sich während 2-3 Jahren im Leibe der Mutter. Sie legt nach dieser Zeit zwei fertig entwickelte Jungsalamander ab.
Mittleres Larvenstadium
Froschlurche: Die äusseren Kiemen werden durch innere ersetzt, an der Schwanzwurzel sprossen die Hinterbeine, und unterhalb der Haut entwickeln sich die Vorderbeine.
Molche: Die äusseren Kiemen bleiben erhalten, und die Vorderbeine werden stärker.
Spätes Larvenstadium
Froschlurche: Die Vorderbeine brechen durch, und der Körper nimmt langsam die Proportionen des Landtieres an.
Molche: Die Hinterbeine entstehen. Die Larven nehmen langsam die Gestalt der Landtiere an.
Umwandlung zum Landtier
Froschlurche: Der Umbau zum Landtier vollzieht sich in verschiedenen Etappen. Die Lunge entwickelt sich und besorgt bald den Grossteil der Atmung, während die Kiemen langsam verschwinden. Der Ruderschwanz wird weitgehend abgebaut, und die Beine übernehmen die Fortbewegung. Die Mundwerkzeuge der Larven – Hornzähne und Hornkiefer – werden abgestossen, dafür bei Fröschen die Klappzunge und bei Kröten die Stempelzunge aufgebaut.
Molche: Die Kiemen werden abgebaut und die Lungenatmung dementsprechend entwickelt und verstärkt. Der Ruderschwanz mit hohem Flossensaum wird zum runden oder abgeflachten Schwanz umgeformt.
Feuersalamander: gleich wie bei den Molchen.