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In der Nacht vom 4. auf den 5. November 2019 haben sich um 1:54 und 4:41 Uhr Ortszeit im Wallis südlich des Wildhorns zwei spürbare Erdbeben ereignet. Beide erreichten eine Magnitude von 3.3 und haben vor allem zwischen Sion und Sièrre viele Leute aufgeweckt. Alleine aus Sion sind auf der Webseite des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich gegen 100 Verspürtmeldungen eingegangen. Schäden wurden keine berichtet und sind bei Erdbeben dieser Stärke auch nicht zu erwarten. Zwischen und nach den verspürten Beben ereignenten sich bisher über 50 Nachbeben, von denen einzelne ebenfalls spürbar waren (Photoquelle: Schweizerischer Erdbebendienst (SED)).
Derartige Schwarmbeben sind in der Schweiz nicht unüblich. In der Regel nimmt die Bebenaktivitaet nach einigen Tagen wieder ab. Allerdings kann es mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 10 Prozent in den nächsten Tagen auch zu einem stärkeren Erbeben kommen. Das Wallis ist die aktivste Erdbebenzone der Schweiz. Die Beben dieser Nacht fanden auf einer der prominentesten Verwerfungen statt, die südlich der Diablerets und des Wildhorns parallel zum Rhonetal verläuft. Das letzte verspürte Erdbeben fand hier am 14. Januar 2018 statt; kleine, nur instrumentell messbare Erdbeben ereignen sich allerdings fast wöchentlich. Das letzte grosse Schadensbeben der Schweiz mit einer Magnitude von 5.8, ereignete sich am 25. Januar 1946 ebenfalls unter dem Wildhorn und hat in einem weiten Umkreis grosse Schäden verursacht.