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Die Camerata variabile bewegt sich in diesem Programm zwischen Freiheit und Bestimmung: Auf der einen Seite stehen Improvisation und graphische Notation, auf der anderen Schicksalhaftigkeit und Fugenstrenge. Angelpunkte des Programms sind zwei Werke von Roman Haubenstock-Ramati – eines konventionell, das andere graphisch notiert – und Beethovens Finalsätze des Streichquartetts opus 130. Beethoven schrieb den Finalsatz als Rondofinale im Stil eines Gassenhauers neu, nachdem die Urfassung, die "Grosse Fuge", bei Publikum und Kritikern auf Ablehnung gestossen war. Eine freie Improvisation von Mike Svoboda, Karin Dornbusch, Lucas Niggli und Helena Winkelman trifft auf das filigran gesetzte, frühe Streichtrio "Ricercari" von Roman Haubenstock-Ramati, das auf einer Zwölftonreihe basiert. Haubenstock-Ramatis "Konstellationen" ist ein Beispiel für seine späteren Stücke, in denen er hauptsächlich graphische Notation verwendet. Mobiles von Alexander Calder inspirierten ihn dazu. Seine Werke eröffnen den MusikerInnen ein variabiles Feld an Möglichkeiten, innerhalb dessen sie eigene musikalische Entscheidungen fällen können.