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Ich verwende den Ausdruck arbiträr im semiotischen Kontext für "willkürlich und regellos".
Beispiel:
Der Ausdruck "Tisch" ist ein arbiträr gewähltes Symbol, wir könnten statt Tisch auch Krododil sagen. Und die Zuordnung von Strich-Punkte-Mustern zu Buchstaben von Morse ist auch arbiträr. Morse hätte beliebig anders wählen können, er musste keiner Regel folgen.
arbiträr: 1. nach Ermessen, willkürlich. 2. als sprachliches Zeichen (Wort) willkürlich geschaffen, keinen erkennbaren naturgegebenen Zusammenhang zwischen Lautkörper und Inhalt aufweisend, sondern durch Konvention der Sprachgemeinschaft festgelegt (z. B. Mann im Unterschied zu mannbar, männlich; Sprachw.); Ggs. motiviert. (c) Dudenverlag.
mo|ti|viert: als Wort in der semantischen Struktur durchsichtig u. in Lexeme zerlegbar (z. B. mannbar, männlich im Unterschied zu Mann; Sprachw.); Ggs. arbiträr (2).(c) Dudenverlag.
Prinzip der Arbitrarität:
Für Morpheme gilt die Semantik der Arbitrarität, der zufälligen, aber konventionalisierten Verbindung von Lautvorstellung und Objektvorstellung. -
Beispiel:
Dass man Hunde Hunde nennt und nicht etwa Globuks oder Teppiche, hat keinen anderen Grund als den, dass sich Hund durchgesetzt hat. Das Wort Hund hat nichts Hundiges an sich. Dass man Jagdhunde Jagdhunde nennt, hat dagegen System: Das Wort erweitert die Bedeutung von Hund um die Bedeutung von Jagd. Hier greift das Prinzip der Kompositionalität. Das Prinzip der Arbitrarität geht zurück auf Arbeiten von Ferdinand de Saussure.
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