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Gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen besitzen Orcas Nervenzellen, die das Erkennen von Emotionen erlauben. Die riesigen Meeressäuger sind dadurch in der Lage, sich dauerhaft in familiären Strukturen zu organisieren und sozialen Kompetenzen zu entwickeln.
Im Rahmen einer Fernsehdokumentation auf 3sat wurde gezeigt, wie sich die Wale sogar um ein junges und mutterloses Tier gekümmert haben, dessen Fähigkeit zum Jagen aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung handicapiert blieb. Dieses Tier hätte ausserhalb dieses Verbundes keine Überlebenschancen gehabt.
Mit der Verfilmungen von “Moby Dick” oder dem Film “Orca – der Killerwal” wurden Wale porträtiert, deren Darstellung nichts mit der Realität gemein hat. Vielmehr wurde der Ruf eines Tieres ramponiert, welches nach den aktuellsten Untersuchungen zu den wohl spannendsten Arten zählt.
Vorstehende Ausführungen veranschaulichen eindrücklich, dass die Dinge oft nicht so sind, wie sie auf den ersten Moment erscheinen. Pauschale Verurteilungen, Vereinfachungen und Verallgemeinerungen erscheinen zwar attraktiv. Im ersten Moment. Sie werden aber der Komplexität und der Realität einer thematischen Problemstellung selten gerecht. Völlig gleichgültig, ob wir dabei über Themen rund um das Asylwesen oder das Verhältnis von der Schweiz zur EU reden.