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Schokolade wird in der Schweiz mit knapp 12 Kilogramm pro Kopf und Jahr nicht nur weltweit am ausgiebigsten konsumiert, sondern ist auch eines der bekanntesten und beliebtesten Schweizer Exportprodukte. Die Schweiz gibt viel auf ihre „Schoggi“, doch Kakao, deren wichtigster Bestandteil, wird häufig unter Bedingungen produziert, die vom Schweizer Bekenntnis zu den Menschenrechten und von der humanitären Tradition weit entfernt sind.
- Weltweit bauen rund 5,5 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern Kakao an.
- 70% des weltweit gehandelten Kakaos kommt aus Westafrika.
- Nach dem Kakao-Barometer 2015 müssten Kakao anbauende Familien in der Elfenbeinküste vier Mal mehr verdienen, um die Armutsgrenze von 2 Dollar pro Tag und Person zu erreichen. Von einem existenzsichernden Einkommen sind sie noch weit entfernt.
- 530‘000 Kinder arbeiten unter missbräuchlichen Bedingungen auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste und Ghana.
- Sechs grosse Schokolademarken (Mondelez, Mars, Nestlé, Ferrero, Hershey’s und Lindt & Sprüngli) beherrschen 40% des Weltmarkts.
- Barry Callebaut und Cargill beherrschen 70-80 Prozent des Kuvertüren-Marktes.
Weiterführende Informationen
Dokumente
— Die im März 2013 publizierte Public Eye-Studie gibt Auskunft über das Engagement der Schweizer Schokolade- und Kakaofirmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Menschenrechtssituation in der Kakaoproduktion.
— Public Eye-Konsuminfo zum Thema Schokolade und Kinderarbeit.