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Luftdruck in Zürich in Rekordhöhe
Ein extrem kräftiges Hoch über Süddeutschland bestimmte heute das Wetter in der ganzen Schweiz. Dadurch waren an den meisten Orten blauer Himmel und eitel Sonnenschein die dominierenden Wetterelemente. Das überaus starke Hoch manifestierte sich auch bei den Werten des Luftdrucks. In Zürich wurde mit 976.7 hPa noch nie ein derart hoher Stationsdruck registriert.
Was ist eigentlich mit Luftdruck genau gemeint?
Ein äusserst kräftiges Hoch mit Zentrum über Süddeutschland bestimmte heute das Wetter in der ganzen Schweiz. Nun, was bedeutet eigentlich hoher Luftdruck? Im Prinzip ist das nichts anders, als das Gewicht der Luftsäule an einem bestimmten Ort. Wenn also an einem Ort 1000 hPa herrschen, dann bedeutet dies, dass die auf 1 Quadratmeter Fläche lagernde Luft ein Gewicht von 10 Tonnen aufweist. Die Luftsäule, welche vom Boden bis zur Obergrenze der Atmosphäre sich erstreckt, wiegt also 10 Tonnen. Dies entspricht einer Wassersäule von genau 10 Metern.
Charakteristische Luftdrucke in verschiedenen Höhenlagen
Dementsprechend sinkt der Luftdruck, wenn man in die Höhe steigt, denn das Gewicht, das sich über einem Quadratmeter befindet, nimmt logischerweise ab, wenn man aufwärts geht. So kann überschlagsmässig gesagt werden, dass im Mittel in Meereshöhe etwa 1013 hPa gemessen werden. Auf 1500 Meter sind es nur noch 850 hPa, in 5500 Metern etwa 500 hPa und in knapp 12000 Metern etwa 200 hPa.
Nicht linerare Abnahme des Drucks mit zunehmender Höhe
Der Druck nimmt dabei nicht linear mit der Höhe ab, da Luft komprimierbar ist. Die Luftdichte ist bei hohem Druck gross, das heisst, die Luft ist stark zusammengepresst. Diesen Zustand finden wir naturgemäss in Bodennähe. Mit zunehmender Höhe wird die Luft dünner, damit ist ihre Dichte geringer. Damit ist gesagt, dass der Luftdruck mit zunehmender Höhe immer langsamer absinkt. Wenn man zum Beispiel in Meereshöhe einen Druck von 1000 hPa hat, braucht man etwa auf 1000 Meter zu steigen, um einen Druck von 900 hPa vorzufinden. Für eine Druckreduktion von 100 hPa braucht es also 1000 Meter. Will man von 200 hPa, was etwa bei 12000 Metern vorzufinden ist, auf ein Druckniveau von 100 hPa gelangen, als wiederum eine Druckreduktion von 100 hPa erreichen, so muss man über 4000 Meter ansteigen.
976.7 hPa - neuer Stationsrekord am Zürichberg
Heute und schon gestern in der Nacht herrschte über der Schweiz ein besonders hoher Druck. In Zürich, genauer gesagt am Zürichberg, wurde mit 976.7 hPa seit dem Bestehen der Station an diesem Standort im Jahre 1949 noch nie ein derart hoher Wert verzeichnet. Der bisherige Höchstwert datiert vom 3. März 1990 mit 976.5 hPa. In Kloten ist es mit 992.6 hPa seit 1959 der zweithöchste Wert. Höher lag der Druck einzig am 15. Februar 1959 mit 993 hPa. In Neuchâtel, das seit 1901 Werte in vergleichbarer Höhenlage liefert, wurden heute 983.8 hPa erreicht. Damit lagen heute 9.83 Tonnen Luft pro Quadratmeter über Neuchâtel. Noch mehr Luft lagerten bisher über Neuchâtel nur in 7 Fällen. Als Rekord gilt 985.5 hPa, gemessen am 15. Februar 1959 und am 4. März 1990. Reduziert man den heute gemessenen Druck auf Meereshöhe, so kommt man je nach Verfahren auf unterschiedliche Werte. Wenn man eine Standardatmosphäre nimmt, so erhält man einen Druck von etwa 1042 hPa. Solche hohen Luftdruckwerte sind beachtenswert, jedoch gibt es weltweit deutlich höhere Werte. Den höchsten Wert weist bisher Tosontsengel in der Mongolei auf, der Wert erreichte 1085.8 hPa und zwar am 19. Januar 2001.