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Kanton Glarus Obergericht Beschluss vom 22. November 2019 Verfahren OG.2019.00090 A.______ Gesuchsteller vertreten durch B.______ Vertreter, gegen Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus Gesuchsgegnerin vertreten durch den Staatsanwalt betreffend Ausstand Das Gericht zieht in Betracht: 1. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2019 (act. 1) erhob Rechtsanwalt B.______ im Namen und Auftrag von A.______ eine Strafanzeige gegen Unbe­kannt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses. Der Anzeiger sieht in Bezug auf das in­kriminierte Delikt eine mögliche Täterschaft u.a. innerhalb der hiesigen Staatsan­waltschaft; er beantragt daher, dass die Strafuntersuchung durch eine ausserkanto­nale, ausserordentliche Staatsan­waltschaft zu führen sei (act. 1 S. 2 unten und S. 3 Antrag Ziff. 2). Implizit macht er damit geltend, alle bei der hiesigen Staatsanwalt­schaft tätigen Staatsanwälte hätten bei der Untersuchung des beanzeigten Sach­verhalts in den Ausstand zu treten. 2. Der Erste Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus hat mit Schrei­ben vom 14. November 2019 (act. 2) das Ausstandsbegehren von A.______ an das Obergericht weitergeleitet, wobei im betreffenden Überweisungsschreiben die Gutheissung des Ausstandsgesuchs angetragen wird. 3. Das Obergericht als Beschwerdeinstanz in Strafsachen ist zuständig zur Behand­lung des vorliegenden Ausstandsbegehrens (Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m Art. 16 Abs. 1 lit. a GOG/GL). 3. 3.1 Gemäss Art. 56 lit. a und lit. f StPO hat ein Mitglied einer Strafbehörde in den Aus­stand zu treten, wenn es in der Sache ein persönliches Interesse hat oder aus anderen Gründen als befangen erscheint. 3.2 Das vorliegende Ausstandsbegehren ist begründet. Im Kontext der vorliegend angezeigten Amtsgeheimnisverletzung ist von vornherein ausgeschlossen, dass die entsprechenden Ermittlungen durch Mitarbeitende der hiesigen Staatsanwalt­schaft geführt werden. Es liegt bei allen Staatsanwälten und Staatsanwältinnen der Glarner Staats- und Jugendanwaltschaft ein Ausstandsgrund im Sinne von Art. 56 lit. a bzw. lit. f StPO vor. 4. Die Kosten des vorliegenden Entscheids sind auf die Staatskasse zu neh­men (Art. 59 Abs. 4 StPO). ____________________ Das Gericht erkennt: 1. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen können die bei der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus tätigen Staatsanwälte und Staatsan­wältinnen den vom Gesuchsteller in seiner Strafanzeige vom 24. Oktober 2019 geschilderten Sachverhalt betreffend mögliche Amtsgeheimnisverletzung nicht untersuchen. 2. Die Kosten dieses Entscheids werden auf die Staatskasse genommen. 3. Schriftliche Mitteilung an: [...]

Kanton Glarus Kanton Glarus

Kanton Glarus Obergericht Obergericht

Obergericht Beschluss vom 22. November 2019 Beschluss vom 22. November 2019

Verfahren OG.2019.00090 Verfahren OG.2019.00090

A.______ A.______

A.______ Gesuchsteller Gesuchsteller

Gesuchsteller Gesuchsteller vertreten durch B.______ Vertreter, vertreten durch B.______ Vertreter,

vertreten durch B.______ Vertreter, Vertreter, gegen gegen

gegen Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus

Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus Gesuchsgegnerin Gesuchsgegnerin

Gesuchsgegnerin vertreten durch den Staatsanwalt vertreten durch den Staatsanwalt

vertreten durch den Staatsanwalt betreffend betreffend

Ausstand Ausstand

Das Gericht zieht in Betracht: Das Gericht zieht in Betracht:

1. 1.

Mit Eingabe vom 24. Oktober 2019 (act. 1) erhob Rechtsanwalt B.______ im Namen und Auftrag von A.______ eine Strafanzeige gegen Unbe­kannt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses. Der Anzeiger sieht in Bezug auf das in­kriminierte Delikt eine mögliche Täterschaft u.a. innerhalb der hiesigen Staatsan­waltschaft; er beantragt daher, dass die Strafuntersuchung durch eine ausserkanto­nale, ausserordentliche Staatsan­waltschaft zu führen sei (act. 1 S. 2 unten und S. 3 Antrag Ziff. 2). Implizit macht er damit geltend, alle bei der hiesigen Staatsanwalt­schaft tätigen Staatsanwälte hätten bei der Untersuchung des beanzeigten Sach­verhalts in den Ausstand zu treten. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2019 (act. 1) erhob Rechtsanwalt B.______ im Namen und Auftrag von A.______ eine Strafanzeige gegen Unbe­kannt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses. Der Anzeiger sieht in Bezug auf das in­kriminierte Delikt eine mögliche Täterschaft u.a. innerhalb der hiesigen Staatsan­waltschaft; er beantragt daher, dass die Strafuntersuchung durch eine ausserkanto­nale, ausserordentliche Staatsan­waltschaft zu führen sei (act. 1 S. 2 unten und S. 3 Antrag Ziff. 2). Implizit macht er damit geltend, alle bei der hiesigen Staatsanwalt­schaft tätigen Staatsanwälte hätten bei der Untersuchung des beanzeigten Sach­verhalts in den Ausstand zu treten.

1) erhob 2. 2.

Der Erste Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus hat mit Schrei­ben vom 14. November 2019 (act. 2) das Ausstandsbegehren von A.______ an das Obergericht weitergeleitet, wobei im betreffenden Überweisungsschreiben die Gutheissung des Ausstandsgesuchs angetragen wird. Der Erste Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus hat mit Schrei­ben vom 14. November 2019 (act. 2) das Ausstandsbegehren von A.______ an das Obergericht weitergeleitet, wobei im betreffenden Überweisungsschreiben die Gutheissung des Ausstandsgesuchs angetragen wird.

3. 3.

Das Obergericht als Beschwerdeinstanz in Strafsachen ist zuständig zur Behand­lung des vorliegenden Ausstandsbegehrens (Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m Art. 16 Abs. 1 lit. a GOG/GL). Das Obergericht als Beschwerdeinstanz in Strafsachen ist zuständig zur Behand­lung des vorliegenden Ausstandsbegehrens (Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m Art. 16 Abs. 1 lit. a GOG/GL).

3. 3.

3.1 Gemäss Art. 56 lit. a und lit. f StPO hat ein Mitglied einer Strafbehörde in den Aus­stand zu treten, wenn es in der Sache ein persönliches Interesse hat oder aus anderen Gründen als befangen erscheint. 3.1 Gemäss Art. 56 lit. a und lit. f StPO hat ein Mitglied einer Strafbehörde in den Aus­stand zu treten, wenn es in der Sache ein persönliches Interesse hat oder aus anderen Gründen als befangen erscheint.

3.2 Das vorliegende Ausstandsbegehren ist begründet. Im Kontext der vorliegend angezeigten Amtsgeheimnisverletzung ist von vornherein ausgeschlossen, dass die entsprechenden Ermittlungen durch Mitarbeitende der hiesigen Staatsanwalt­schaft geführt werden. 3.2 Das vorliegende Ausstandsbegehren ist begründet. Im Kontext der vorliegend angezeigten Amtsgeheimnisverletzung ist von vornherein ausgeschlossen, dass die entsprechenden Ermittlungen durch Mitarbeitende der hiesigen Staatsanwalt­schaft geführt werden.

Es liegt bei allen Staatsanwälten und Staatsanwältinnen der Glarner Staats- und Jugendanwaltschaft ein Ausstandsgrund im Sinne von Art. 56 lit. a bzw. lit. f StPO vor. Es liegt bei allen Staatsanwälten und Staatsanwältinnen der Glarner Staats- und Jugendanwaltschaft ein Ausstandsgrund im Sinne von Art. 56 lit. a bzw. lit. f StPO vor.

4. 4.

Die Kosten des vorliegenden Entscheids sind auf die Staatskasse zu neh­men (Art. 59 Abs. 4 StPO). Die Kosten des vorliegenden Entscheids sind auf die Staatskasse zu neh­men (Art. 59 Abs. 4 StPO).

____________________ ____________________

Das Gericht erkennt: Das Gericht erkennt:

1. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen können die bei der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus tätigen Staatsanwälte und Staatsan­wältinnen den vom Gesuchsteller in seiner Strafanzeige vom 24. Oktober 2019 geschilderten Sachverhalt betreffend mögliche Amtsgeheimnisverletzung nicht untersuchen. 2. Die Kosten dieses Entscheids werden auf die Staatskasse genommen. 3. Schriftliche Mitteilung an: [...] 1. 1.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen können die bei der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus tätigen Staatsanwälte und Staatsan­wältinnen den vom Gesuchsteller in seiner Strafanzeige vom 24. Oktober 2019 geschilderten Sachverhalt betreffend mögliche Amtsgeheimnisverletzung nicht untersuchen. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen können die bei der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus tätigen Staatsanwälte und Staatsan­wältinnen den vom Gesuchsteller in seiner Strafanzeige vom 24. Oktober 2019 geschilderten Sachverhalt betreffend mögliche Amtsgeheimnisverletzung nicht untersuchen.

2. 2.

Die Kosten dieses Entscheids werden auf die Staatskasse genommen. Die Kosten dieses Entscheids werden auf die Staatskasse genommen.

3. 3.

Schriftliche Mitteilung an: Schriftliche Mitteilung an:

[...] [...]