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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2016.00863 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schüpbach Urteil vom 1. Juni 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Procap Schweiz Advokatin Karin Wüthrich Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war von August 2009 bis Dezember 2011 bei Y.___ als Betriebsmitarbeiterin tätig (Urk. 7/27/3). Am 6. Februar 2012 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenver siche rung zum Bezug von Hilfsmitteln an (Urk. 7/2). Unter Hinweis auf psychische Beschwerden (Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeitssyndrom) meldete sich die Versicherte sodann am 1. November 2012 bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug (Integration/Rente) an (Urk. 7/7). Die Sozialver siche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin und Facharzt für Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten ein, das am 11. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 7/65). Mit Mitteilung vom 5. Dezember 2012 erfolgte eine Gutsprache für eine Hör gerätepauschale (Urk. 7/20), und mit Mitteilung vom 5. August 2013 eine Kosten gutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 17. Juni bis 16. Septem ber 2013 (Urk. 7/39). Mit Mitteilung vom 16. Oktober 2013 wurde die Arbeits vermittlung abgeschlossen (Urk. 7/52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/70-85) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 15. Juni 2016 bei einem Invalidi tätsgrad von 40 % eine Viertelsrente ab 1. Dezember 2013 und bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine befristete ganze Rente vom 1. März bis 30. September 2014 zu (Urk. 7/90-91 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 17. August 2016 Beschwerde ( Urk. 1) gegen die Ver fügung vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es seien ihr ab dem frühest möglichen Zeitpunkt Renten leis tungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 % auszu rich ten. Spätestens mit Wirkung ab März 2014 sei ihr eine ganze Rente zuzu spre chen und es seien ihr mit Wirkung über September 2014 hinaus weiter hin Rentenleistungen auszurichten (S. 2 Ziff. 2). Eventuell sei die Angele gen heit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2 Ziff. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung vom 10. März 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess lich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorin stanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechts mittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Admini stra tiv expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend refor ma torisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückwei sung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kanto nalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Abklärungen davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit Oktober 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die erforderliche durchschnit t liche Arbeitsunfähigkeit v on 40 % werde erstmals per 11. Dezember 2013 erreicht. Aufgrund der ausgewiesenen geregelten Tagesstruktur, der Freizeit gestaltung und der sozialen Kontakte seien erhebliche Ressourcen ausge wiesen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die psychi atri schen Diagnosen als überwindbar gälten. Dies bedeute, dass mit zumutbarer Willensan streng ung die bisherige Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Eine Besserung der psy chi schen Situation sei unter dauerhafter Alkoholabstinenz möglich. Aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht sei gemäss Gutachten vom Juni 2014 nach Ablauf des Wartejahres keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Ab Begut achtungszeitpunkt seien angepasste Tätigkeiten zu 70 % zumutbar (Verfü gungs teil 2 S. 2 oben). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), d er Beginn der Wartefrist sei auf den 7. August 2012 festzulegen, zumal die Gutachter von einer an diesen Klinikaufenthalt folgenden dauernden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Ein Rentenanspruch best ehe somit ab August 2013 ( S. 6). Weiter gehe die IV -Stelle entgegen der klaren interdisziplinären Gesamt be ur teilung der Arbeitsfähigkeit ab Juni 2014 nicht von einer 50%igen Arbeits unfähigkeit aus, sondern bloss noch von einer 30%igen Einschrän kung der Leistungsfähigkeit, da das psychische Leiden überwindbar sei. Dies werde be stritten (S. 7). Sollte der IV-Stelle wider Erwarten gefolgt werden, seien weitere Abklärungen angezeigt, da keine rechtsgenügende Auseinan der setzung mit den nach der neuen Rechtsprechung massgebenden Faktoren und Indikatoren stattgefunden habe (S. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Umfang und die zeitliche Dauer des Renten anspruchs, wobei insbesondere das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit aus psy chia trischer Sicht um stritt en ist. 3. 3.1 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, berichtete am 7. Oktober 2003 ( Urk. 7/21/4-5) und nannte folgende Diagnosen : - massives lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei grosser Disk us hernie L5/S1 links Er führte aus, dass bei Dekompensation in den letzten zwei Tagen eine notfallmässige Aufnahme vor dem geplanten Eingriff von nächster Woche stattgefunden habe. Bei Kompressionssyndrom S1 links sei die Indikation zur baldmöglichsten operativen Dekompression L5/S1 links gegeben. Es habe ein unkomplizierter operativer Eingriff am 2. Oktober stattgefunden (S. 1). 3.2 Die Ärzte des C.___ berichteten am 2 8. Juli 2008 ( Urk. 7/21/29-31) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 18. Juni bis 14. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen: - Alkoholabhängigkeitssyndrom ( ICD-10 F10.21) - Nikotinabhängigkeit ( ICD-10 F17.24) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum zweiten Mal zum Alko hol entzug in die Klinik komme. Nach dem Entzug möchte die Beschwerde führerin in die D.___ wechseln. Nach dem letzten Aufenthalt sei die Beschwerdeführerin einen Monat trocken gewesen, dann habe sie wieder schleichend begonnen Alkohol zu trinken. Als Grund für den Alkoholabusus habe sie grundlose Unzufriedenheit angegeben (S. 1 f.). Die Beschwerde füh rerin sei zurzeit eher auf der depressiven Seite, seit der Krankschreibung durch das Nichtstun eigentlich noch mehr. Sie fühle sich leer und habe in letzter Zeit Suizidgedanken (S. 2). Der somatische Alkoholentzug sei unter Valium-Gabe komplikationslos verlaufen. Das Valium sei komplikationslos innerhalb von sechs Tagen abgebaut worden. Die Beschwerdeführerin habe sich durchgehend am dreiwöchigen stationären Informations- und Motiva tionsprogramm beteiligt. Die Beschwerdeführerin werde in die D.___ zur Weiterbehandlung entlassen (S. 3). 3.3 Die Ärzte der D.___ berichteten am 29. Juli 2008 ( Urk. 7/21/25-28) über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 14. Juli bis 29. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen : - Alkoholabhängigkeit vom Typ des Intoxikationstrinkens, einmaliges Intoxikationsereignis in beschützender Umgebung in der D.___ (ICD-10 F10.24) - anamnestisch Hinweise auf alkoholinduzierte depressive Entwick lung (ICD-10 F10.54), Differentialdiagnose (DD) bipolare affektive Störung, DD im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung - Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.24) - Status nach zweimaliger Panikattacke Sie führten aus, dass sich die Beschwerdeführerin schon am zweiten Wochen ende nach Eintritt ohne Rücksprache vom Areal entfernt habe und es zu sammen mit einem Patienten einer anderen Abteilung zu einem Intoxika tions ereignis mit Alkohol und Kontrollverlust über die Konsummenge ge kommen sei. In der Folge habe sich die Beschwerdeführerin entschlossen, die Klinik zu verlassen (S. 1). Bei Verdacht auf eine strukturelle Störung seien sicher weitere, vertiefte diagnostische Abklärungen bei einer Fachperson zu erwägen (S. 2). 3.4 Die Ärzte der E.___ berichteten am 3. Februar 2009 über die am Vortag durchgeführte Revisionsfensterung L5/ S1 links mit Entfernung der Disk ushernie (Urk. 7/21/22-23). Die Beschwerdeführerin könne am Folgetag mobilisiert werden. 3.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, G.___, berichtete am 27. Januar 2011 (Urk. 7/21/70-71) und nannte als Diagnose einen Status n ach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) mit Verdacht auf ossären Ausriss am Ligamentum deltoideum rechts am 2 4. Dezember 201 0. Er führte aus, dass primär ein Ausbau der konservativen Massnahmen mit Ruhig stellung im OSG-Bereich für vier Wochen sowie Physiotherapie zur Propriozeption erfolgen sollte. Die Arbeitsunfähigkeit sei für eine Woche weiter verlängert worden, anschliessend bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit eine weitere Woche. 3.6 Die Ärzte der H.___ berichteten am 15. Februar 2012 ( Urk. 7/23/13-16) über den Aufenthalt der Beschwerde führerin vom 6. bis 28. Januar 2012 und nannten folgende Diagnosen: - Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyndrom/gegenwärtig absti ne nt, aber in beschützender Umgebung ( ICD-10 F10.21) - Störungen durch Tabak/Abhängigkeitssyndrom/ständiger Substanzge brauch ( ICD-10 F17.25) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum dritten Mal zum Alkohol ent zug komme. Sie möchte ihr Alkoholproblem wieder in den Griff be kommen und strebe die vollständige Abstinenz an (S. 1). Die Beschwerde führerin gebe an, depressiv verstimmt zu sein, vor allem seit sie Ende 2011 ihre Arbeit verloren habe. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen und versuche mit dem Alkoholkonsum diesen entgegen zu wirken (S. 2). Die Alko holentzugstherapie sei zu Beginn komplikationslos verlaufen, wobei zur Dämmung der Entzugssymptomatik Valium gegeben worden sei. Am 12. Janu ar 2012 habe die Beschwerdeführerin jedoch einen Rückfall erlitten, als sie im bewilligten Urlaub zuerst Cannabis und danach Alkohol kon su miert habe. Es habe im Verlauf keine weiteren Rückfälle gegeben. Die Be schwerdeführerin sei am 28. Januar 2012 in einem psychopathologischen und somatisch stabilen Zustand nach Hause ausgetreten. Aufgrund des Rück falls sei das Risiko hoch, dass die Beschwerdeführerin ausserhalb der protek tiven Umgebung erneut rückfällig werde und in die alten Verhaltensmuster zurückfalle. Deswegen sei der Beschwerdeführerin im Austrittsgespräch emp fohlen worden, zusätzlich zur Nachbetreuung durch ihre Psychologin eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen (S. 3). 3.7 Die Ärzte der H.___ berichteten am 2 2. Oktober 2012 ( Urk. 7/23/22-25) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 7. August bis 15. Oktober 2012 und nannten folgende Diagnosen: - emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschütz en der Umgebung ( ICD-10 F10.21) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zur Stabilisierung und zur Be hand lung ihrer starken Ängste sowie ihrer depressiven Stimmung komme. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie aufgrund ihrer starken Ängste, ihrer depressiven Stimmung sowie aufgrund des ständigen Überfordertseins zu viel Alkohol trinke. Sie sei ständig nervös, beginne mehrere Dinge gleichzeitig, würde jedoch keines dieser Dinge zu Ende bringen. Selbst einfache Dinge könne sie nicht erledigen. Sie habe schon mehrere Therapien gemacht, habe jedoch noch nie eine verhaltenstherapeutische Behandlung gehabt (S. 1 ). Die in den Therapien erlernten Fertigkeiten habe die Beschwerdeführerin ver sucht, so gut wie möglich im Alltag umzusetzen. Dies sei ihr jedoch nur teilweise gelungen, so dass es zu mehreren alkoholbedingten Rückfällen gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei jedoch diesbezüglich stets einsichtig gewesen und habe sich bemüht, ihr Problemverhalten zu verändern (S. 3). 3.8 Die Ärzte der H.___ berichteten am 22. November 2013 (Urk. 7/58/1-5 ) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1) : - St atus nach Diskushernienoperation L5/S1 - e motional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ ( ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in Behan dlung mit aversiven oder hemmenden Medikamenten ( ICD-10 F10.23) bestehend seit mindestens 2007 Sie führten aus, dass bei Weiterführung der Psychotherapie sowie der Phar ma kotherapie von einem positiven Verlauf ausgegangen werden könne (S. 2 Ziff. 1.4). B ei Tätigkeit in einer Reparaturwerkstatt bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1 8. Oktober 2012 bis auf w eiteres. Es bestünden vor allem körperliche Einschränkungen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sowie m oderate psychische Einschränkungen in Form von Konzentrations störungen (S. 3 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7). 3.9 Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt für Rheuma tologie, erstatteten ihr bidisziplinäres Gutachten am 1 1. Juni 2014 ( Urk. 7/65 /16-33 ) und nannten folgende Diagnosen mit langdauernder Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom, radikuläres Reiz- und Aus fallsyndrom L3, L4 und S1 links - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Behandlung mit aversiven Medika menten, trotzdem episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26) - psychische Verhaltensstörungen (ICD-10 F10.8) - Differentialdiagnose: emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30) Als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die Folgenden (S. 9): - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - chronisches Schmerzsyndrom des Rückens, nicht ausreichend soma tisch abstützbar, nicht dermatombezogene Hyposensibilität der linken Körperhälfte, inklusive der Stirnregion, für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und Vibrationssinn - Nikotinkonsum - anamnestisch Reizmagen-Syndrom Sie führten aus, dass d er Alkohol, der gemäss der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren te ilweise exzessiv getrunken werde, sich ungünstig auf die „psychische Verfassung" und auf die Rückenschmerzen auswirken würde. Die Beschwerdeführerin schildere, auch nach wiederholtem Nachfragen, dass sie vor zirk a drei Wochen letztmals Alkohol, damals exzessiv, getrunken habe. In der klinischen Untersuchung könne kein Stigma objektiviert werden, das unter anderem an e inen Alkoholkonsum denken lasse. Daraufhin sei der CDT-Wert im Serum bestimmt worden, der entsprechend negativ ausfallen respektive unterhalb der sogenannten „Grauzone" des CDT-Wertes liegen sollte. Der CDT-Wert habe einen negativen Wert ergeben. Somit seien die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich ihres Alkoholkonsums möglich und ein jeweils kurzdau ernd erhöhter Alkoholkonsum könne derzeit nicht aus geschlossen werden. Mit diesem Alkoholkonsum k önne, aus rein soma tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, keine anhaltende Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit begründet werden, zumal keine Hinweise auf somatisch abstützbare Komplikationen objektivierbar s eien (S. 10 f.). Die Arbeitsfähig keit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur teilt, seit Jahren, möglicherweise bereits seit 2003, für körperlich mittel- und schwergradig belastende Arbeiten nicht mehr gegeben. Entsprechend seien seither ausschliessli ch leichtgradig körperlich belastende Arbeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung, entsprechend einer angepassten Verweis tätigkeit, zumutbar. Für eine angepass te Verweistätigkeit könne seit Mitte 2013 eine durchschnittliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %, seit Dezember 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase und damit seit spätestens dem Zeit punkt dieser aktuellen Begutachtung eine Einschränkung der Arbeitsfähi gkeit von maximal 30 % begründet werden. Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für die erlernte berufliche Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und für die von August 2009 bis Ende Dezember 2011 ausgeübte beruf liche Tätigkeit resultier t en die gleichen Einschränkungen der Arbeits fähig keiten wie die oben erwähnten Einschränkungen für e ine angepasste Ver weistätigkeit (S. 16). In der interdiszi p linären Einschätzung der Arbeitsfähig keit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Komponente als auch die psychosomatisch-psychiatris che Komponente mitberücksichtige, k önne seit 2003 für körperlich mittel- bis schwergradige berufliche Tätigkeiten eine vollständige Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Für eine angepasste Verweis tätigkeit könne seit Oktober 2012 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %, seit Mitte 2013 eine solche von 50 %, seit Dezember 20 13 eine solche von 100 % und seit Juni 2014 eine solche von 50 % formuliert werden. Es we rd e dabei berücksichtigt, dass sich die somatischen und die psycho so matisch-psychiatrischen Anteile an der Arbeitsunfähigkeit überdecken w ürden (S. 16). Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin die Alkoholabhängigkeit das Hauptproblem sei. So betreibe sie seit 2005 einen phasenweise massiven Alkoholabusus, welcher durch Hospitalisationen habe unterbrochen werden können. Seit 2013 habe die Beschwerdeführerin eine Antabus-Therapie, trotzdem komme es mindestens einmal im Monat zu einem Alkoholabsturz. Das Antabus habe zu einer gewissen Verbesserung geführt. Diverse Verhaltensauffälligkeiten der Beschwerdeführerin liessen an alkoholverursachte Störungen denken. So sei sie reduziert belastbar, neige zu Gefühlsinkontinenz und Gefühlsinstabilität und sei impulsiv (Urk. 7/65 /1-15 S. 8). Eine psychische Komorbidität sei vorhanden, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe. Trotz der Verhaltensstörungen könne die Beschwerdeführerin einen regelmässigen Tagesablauf führen. So schaue sie zu ihrem Hund, könne den Haushalt selbständig führen, koche für die Schwester, pflege soziale Kontakte mit Kollegen und Kolleginnen, spiele Gitarre und Schlagzeug. Die öffentlichen Verkehrsmittel könne sie ohne Prob leme benutzen. Diese privaten Lebensaktivitäten sprächen dafür, dass die Beschwerdeführerin einigermassen funktioniere, wenn sie nicht unter Druck stehe. Es könne aus psychiatrischer Sicht von einer zirka 30%igen Ein schrän kung der Arbeitsfähigkeit seit Mitte Oktober 2012 ausgegangen werden (S. 9). Dass die Beschwerdeführerin die ambulante Psychotherapie im November 2013 aufgegeben habe, sei ungünstig. Es lägen psychische Störungen vor, welche therapeutisch angehbar seien. Die Abgabe von Psychopharmaka sei indiziert. Es gebe ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie die längere Phase von Arbeitsuntätigkeit, eine schwierige familiäre Situation, die mässige Moti vation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht unklar (S. 10). 3.10 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst ( RAD ), nahm am 7. Juli 2014 Stellung ( Urk. 7/68/4, betreffend Datum vgl. Urk. 7/85/3) und führte aus, das Gutachten sei umfassend und die medi zini schen Schlussfolgerungen seien begründet. 3.11 Dr. med. J.___, Facharzt für Neurochirurgie, berichtete am 10. August 2015 (Urk. 7/76) und nannte folgende (vorliegend gekürzt wiede r gegebene n ) Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - chronische Lumbago bei Status nach Spondylodese L4-S1 sowie mikro chirurgischer Dekompression am 31. Januar 2014 wegen Seg ment degeneration - psychische Verhaltensstörung Er führte aus, dass bei diesem Verlauf bezüglich des Wirbelsäulenleidens von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszugehen sei (S. 2 Ziff. 1.6). 3.12 Die Ärzte des K.___ berichteten am 1 9. Januar 2016 ( Urk. 7/81) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0 ) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (Stand August 2015 ; ICD-10 F10.2 ) Sie führten aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine 50% ige Arbeitsunfähigkeit im geschützten Bereich bestehe (S. 4 Ziff. 1.6). A ufgrund der Grunderkrankung der emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Zügen müsse von einer reduzierten Stresstoleranzgrenze ausgegangen werden. Es be stehe dabei ein vermindertes Leistungsniveau (S. 4 Ziff. 1.7). I n einer behin derungsanpassten Tätigkeit bestehe ab August 2015 eine 50%ige Arbeits fähigkeit (S. 5 Ziff. 1.9). 3.13 Dr. I.___, RAD, nahm am 3. März 2016 Stellung ( Urk. 7/85/3) und führte aus, dass keine neuen medizinischen Fakten gegenüber dem Zeitpunkt der Begut achtung vorgebracht worden seien. 4. 4.1 Aus den aufliegenden Akten erhellt, dass sich der aktuelle Gesund heits zustand der Beschwerdeführerin sowie die verbliebene Arbeitsfähigkeit nur ungenügend feststellen lassen und eine abschliessende Beurteilung der stritti gen Rentenfrage mithin nicht möglich ist. So wird psychiatrischerseits von den Gutachtern die Alkoholabhängigkeit der Beschwerdeführerin als Hauptproblem betrachtet (vgl. Urk. 7/65/8). Eine solche begründet jedoch rechtsprechungsgemäss - wie auch ein Medikamenten miss brauch oder eine Drogensucht - per se keine Invalidität im Sinne des Ge setzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beein träch tigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). 4.2 Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folge spektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychi scher Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, das s dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht dar stellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbs f ähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden be steht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychi schen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berück sich tigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 4.3 Die zitierte Praxis setzt den Grundsatz um, dass funktionelle Einschrän kungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selb ständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psy chosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Sucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein inva lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psy cho sozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beein trächtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1). Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Alkohol sucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Alkoholsucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittel konsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeits unfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidi sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (una b hängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2). 4.4 Vorliegend bleibt gestützt auf das Gutachten sowie die übrigen medizini schen Akten unbeantwortet beziehungsweise ungenügend begründet, w elcher Art der Zusammenhang zwischen der Alkoholsucht der Beschwerdeführerin und den im Gutachten ebenfalls diagnostizierten psychischen Verhaltens störungen ist, ob diesen Krankheitswert zukommt und sie somit selber zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, ob sie die Akohol abhängigkeit aufrecht erhalten oder deren Folge n massgeblich verstärken. So führten die Gutachter lediglich aus, dass die Therapie mit Antabus zu einer gewissen Verbesserung geführt habe, ohne diese Verbesserung jedoch näher zu begründen beziehungsweise in Bezug auf funktionelle Einschrän kungen zu erläutern. Sie führten sodann aus, dass diverse Verhaltensauf fälligkeiten der Beschwerdeführerin an alkoholverursachte Störungen denken liessen und erst eine längere Abstinenz darüber Aufschluss geben würde, ob die Verhaltensstörungen reversibel seien. Schliesslich wird ohne jede weitere Begründung ausgeführt, dass eine psychische Komorbidität vorhanden sei, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe (Urk. 7/65/8-9). 4.5 Eine konsistente versicherungsmedizinische Wür digung liegt nach dem Ge sag ten nicht vor. Es bleibt unklar, ob und in wel chem Ausmass der Substanz abusus durch krankheits be dingte Faktoren ausgelöst worden ist und gege benen falls welchen Anteil daran die schwierige psychosoziale Situa tion gehabt hatte. Sodann bleibt offen, ob aktuell noch eine Suchtproblematik besteht, zumal das Gutachten im Verfügungszeitpunkt immerhin zwei Jahre alt war. Sofern nach wie vor eine Suchtproblematik vorliegt, stellt sich weiter die Frage, ob von einer primären oder sekundären Sucht auszugehen ist. Unklar bleibt zudem auch, weshalb eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (auch in der bisherigen Tätigkeit; vgl. 7/65/11) und eine maximal 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus somatisch-rheumatologischer Sicht (in leidensangepassten Tätigkeiten; vgl. 7/65/31 oben) interdisziplinär be trachtet zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit führen sollen (vgl. 7/65/31 unten). E ine nachvollziehbare Begründung hierfür wurde von den Gutachtern nicht abgegeben. Hierzu bleibt anzumerken, dass eine Kumulation der einzelnen attestierten Arbeitsunfähigkeiten bei Berücksich tigung der jeweiligen Belastungsprofile und der Tatsache, dass die psychi schen Beschwerden im Vordergrund stehen, nicht ohne weiteres als nachvoll ziehbar erscheint. Es bleibt daher abzuklären, ob die in den somatischen Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit in der A rbeitsunfähigkeit auf grund der psychischen Beschwerden aufgeht. Da das Gutachten im Verfügungszeitpunkt bereits zwei Jahre alt war, seither weitere, dem Gutachten zu einem nicht unwesentlichen Teil widersprechende, A rztberichte eingereicht worden sind ( vgl. vorstehend E. 3.11 und E. 3.12 ), sich die Gutachter zudem kaum mit früheren ärztlichen Stellungnahmen aus einander gesetzt haben und das Gutachten, in welchem unter anderem eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, auch den Anforderungen der neuen Schmerzrechtsprechung ( vgl. BGE 141 V 281) nicht genügt, lassen sich den angeführten Akten nicht genügend Angaben entnehmen, um die Zuverlässigkeit der von ärztlicher Seite attestierten Arbeitsunfähigkeit, insbe sondere auch den Schwere grad und die Konsistenz der funktionellen Auswir kun gen der psychischen Problematik aus rechtlicher Sicht sowie die „Wechsel wirkungen“ des Suchtgeschehens (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3) beurteilen zu können. 4.6 Die genannte, nicht schlüssige medizinische Aktenlage erlaubt nach dem Gesag ten keine verlässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde führerin sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit als auch in der ange stammten Tätigkeit. Erforderlich ist somit eine medizi nische Gesamtbetrach tung unter Beachtung der Standardindikatoren, welche die aktuellen Ein schränkungen der Beschwerdeführerin gesamtheitlich berücksichtigt. Erst wenn diese Einschätzung vorliegt, kann beurteilt werden, ob eine renten relevante Gesundheitsschädigung vorliegt. 4.7 Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschlies sende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese ent sprechende medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits fähigkeit der Beschwerdeführerin vornehme. Nach der Durch füh rung eines neuen Einkommensvergleichs wird die IV-Stelle über den Renten anspruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzu legen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin auf zuerle gen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsie gen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche rungs ge richt ( GSVGer ) - ohne Rücksicht auf den Streitwert - nac h der Bedeutung der Streitsache, nach d er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die Prozess ent schädigung vorliegend auf Fr. 2‘285.05 (inkl. Barauslagen und MWSt) fest zusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt de s Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklä rung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess ent schä digung von Fr. 2 '285. 05 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Procap Schweiz, Advokatin Karin Wüthrich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchüpbach

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2016.00863 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schüpbach Urteil vom 1. Juni 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Procap Schweiz Advokatin Karin Wüthrich Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war von August 2009 bis Dezember 2011 bei Y.___ als Betriebsmitarbeiterin tätig (Urk. 7/27/3). Am 6. Februar 2012 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenver siche rung zum Bezug von Hilfsmitteln an (Urk. 7/2). Unter Hinweis auf psychische Beschwerden (Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeitssyndrom) meldete sich die Versicherte sodann am 1. November 2012 bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug (Integration/Rente) an (Urk. 7/7). Die Sozialver siche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin und Facharzt für Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten ein, das am 11. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 7/65). Mit Mitteilung vom 5. Dezember 2012 erfolgte eine Gutsprache für eine Hör gerätepauschale (Urk. 7/20), und mit Mitteilung vom 5. August 2013 eine Kosten gutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 17. Juni bis 16. Septem ber 2013 (Urk. 7/39). Mit Mitteilung vom 16. Oktober 2013 wurde die Arbeits vermittlung abgeschlossen (Urk. 7/52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/70-85) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 15. Juni 2016 bei einem Invalidi tätsgrad von 40 % eine Viertelsrente ab 1. Dezember 2013 und bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine befristete ganze Rente vom 1. März bis 30. September 2014 zu (Urk. 7/90-91 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 17. August 2016 Beschwerde ( Urk. 1) gegen die Ver fügung vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es seien ihr ab dem frühest möglichen Zeitpunkt Renten leis tungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 % auszu rich ten. Spätestens mit Wirkung ab März 2014 sei ihr eine ganze Rente zuzu spre chen und es seien ihr mit Wirkung über September 2014 hinaus weiter hin Rentenleistungen auszurichten (S. 2 Ziff. 2). Eventuell sei die Angele gen heit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2 Ziff. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung vom 10. März 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess lich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorin stanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechts mittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Admini stra tiv expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend refor ma torisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückwei sung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kanto nalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Abklärungen davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit Oktober 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die erforderliche durchschnit t liche Arbeitsunfähigkeit v on 40 % werde erstmals per 11. Dezember 2013 erreicht. Aufgrund der ausgewiesenen geregelten Tagesstruktur, der Freizeit gestaltung und der sozialen Kontakte seien erhebliche Ressourcen ausge wiesen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die psychi atri schen Diagnosen als überwindbar gälten. Dies bedeute, dass mit zumutbarer Willensan streng ung die bisherige Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Eine Besserung der psy chi schen Situation sei unter dauerhafter Alkoholabstinenz möglich. Aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht sei gemäss Gutachten vom Juni 2014 nach Ablauf des Wartejahres keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Ab Begut achtungszeitpunkt seien angepasste Tätigkeiten zu 70 % zumutbar (Verfü gungs teil 2 S. 2 oben). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), d er Beginn der Wartefrist sei auf den 7. August 2012 festzulegen, zumal die Gutachter von einer an diesen Klinikaufenthalt folgenden dauernden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Ein Rentenanspruch best ehe somit ab August 2013 ( S. 6). Weiter gehe die IV -Stelle entgegen der klaren interdisziplinären Gesamt be ur teilung der Arbeitsfähigkeit ab Juni 2014 nicht von einer 50%igen Arbeits unfähigkeit aus, sondern bloss noch von einer 30%igen Einschrän kung der Leistungsfähigkeit, da das psychische Leiden überwindbar sei. Dies werde be stritten (S. 7). Sollte der IV-Stelle wider Erwarten gefolgt werden, seien weitere Abklärungen angezeigt, da keine rechtsgenügende Auseinan der setzung mit den nach der neuen Rechtsprechung massgebenden Faktoren und Indikatoren stattgefunden habe (S. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Umfang und die zeitliche Dauer des Renten anspruchs, wobei insbesondere das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit aus psy chia trischer Sicht um stritt en ist. 3. 3.1 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, berichtete am 7. Oktober 2003 ( Urk. 7/21/4-5) und nannte folgende Diagnosen : - massives lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei grosser Disk us hernie L5/S1 links Er führte aus, dass bei Dekompensation in den letzten zwei Tagen eine notfallmässige Aufnahme vor dem geplanten Eingriff von nächster Woche stattgefunden habe. Bei Kompressionssyndrom S1 links sei die Indikation zur baldmöglichsten operativen Dekompression L5/S1 links gegeben. Es habe ein unkomplizierter operativer Eingriff am 2. Oktober stattgefunden (S. 1). 3.2 Die Ärzte des C.___ berichteten am 2 8. Juli 2008 ( Urk. 7/21/29-31) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 18. Juni bis 14. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen: - Alkoholabhängigkeitssyndrom ( ICD-10 F10.21) - Nikotinabhängigkeit ( ICD-10 F17.24) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum zweiten Mal zum Alko hol entzug in die Klinik komme. Nach dem Entzug möchte die Beschwerde führerin in die D.___ wechseln. Nach dem letzten Aufenthalt sei die Beschwerdeführerin einen Monat trocken gewesen, dann habe sie wieder schleichend begonnen Alkohol zu trinken. Als Grund für den Alkoholabusus habe sie grundlose Unzufriedenheit angegeben (S. 1 f.). Die Beschwerde füh rerin sei zurzeit eher auf der depressiven Seite, seit der Krankschreibung durch das Nichtstun eigentlich noch mehr. Sie fühle sich leer und habe in letzter Zeit Suizidgedanken (S. 2). Der somatische Alkoholentzug sei unter Valium-Gabe komplikationslos verlaufen. Das Valium sei komplikationslos innerhalb von sechs Tagen abgebaut worden. Die Beschwerdeführerin habe sich durchgehend am dreiwöchigen stationären Informations- und Motiva tionsprogramm beteiligt. Die Beschwerdeführerin werde in die D.___ zur Weiterbehandlung entlassen (S. 3). 3.3 Die Ärzte der D.___ berichteten am 29. Juli 2008 ( Urk. 7/21/25-28) über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 14. Juli bis 29. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen : - Alkoholabhängigkeit vom Typ des Intoxikationstrinkens, einmaliges Intoxikationsereignis in beschützender Umgebung in der D.___ (ICD-10 F10.24) - anamnestisch Hinweise auf alkoholinduzierte depressive Entwick lung (ICD-10 F10.54), Differentialdiagnose (DD) bipolare affektive Störung, DD im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung - Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.24) - Status nach zweimaliger Panikattacke Sie führten aus, dass sich die Beschwerdeführerin schon am zweiten Wochen ende nach Eintritt ohne Rücksprache vom Areal entfernt habe und es zu sammen mit einem Patienten einer anderen Abteilung zu einem Intoxika tions ereignis mit Alkohol und Kontrollverlust über die Konsummenge ge kommen sei. In der Folge habe sich die Beschwerdeführerin entschlossen, die Klinik zu verlassen (S. 1). Bei Verdacht auf eine strukturelle Störung seien sicher weitere, vertiefte diagnostische Abklärungen bei einer Fachperson zu erwägen (S. 2). 3.4 Die Ärzte der E.___ berichteten am 3. Februar 2009 über die am Vortag durchgeführte Revisionsfensterung L5/ S1 links mit Entfernung der Disk ushernie (Urk. 7/21/22-23). Die Beschwerdeführerin könne am Folgetag mobilisiert werden. 3.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, G.___, berichtete am 27. Januar 2011 (Urk. 7/21/70-71) und nannte als Diagnose einen Status n ach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) mit Verdacht auf ossären Ausriss am Ligamentum deltoideum rechts am 2 4. Dezember 201 0. Er führte aus, dass primär ein Ausbau der konservativen Massnahmen mit Ruhig stellung im OSG-Bereich für vier Wochen sowie Physiotherapie zur Propriozeption erfolgen sollte. Die Arbeitsunfähigkeit sei für eine Woche weiter verlängert worden, anschliessend bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit eine weitere Woche. 3.6 Die Ärzte der H.___ berichteten am 15. Februar 2012 ( Urk. 7/23/13-16) über den Aufenthalt der Beschwerde führerin vom 6. bis 28. Januar 2012 und nannten folgende Diagnosen: - Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyndrom/gegenwärtig absti ne nt, aber in beschützender Umgebung ( ICD-10 F10.21) - Störungen durch Tabak/Abhängigkeitssyndrom/ständiger Substanzge brauch ( ICD-10 F17.25) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum dritten Mal zum Alkohol ent zug komme. Sie möchte ihr Alkoholproblem wieder in den Griff be kommen und strebe die vollständige Abstinenz an (S. 1). Die Beschwerde führerin gebe an, depressiv verstimmt zu sein, vor allem seit sie Ende 2011 ihre Arbeit verloren habe. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen und versuche mit dem Alkoholkonsum diesen entgegen zu wirken (S. 2). Die Alko holentzugstherapie sei zu Beginn komplikationslos verlaufen, wobei zur Dämmung der Entzugssymptomatik Valium gegeben worden sei. Am 12. Janu ar 2012 habe die Beschwerdeführerin jedoch einen Rückfall erlitten, als sie im bewilligten Urlaub zuerst Cannabis und danach Alkohol kon su miert habe. Es habe im Verlauf keine weiteren Rückfälle gegeben. Die Be schwerdeführerin sei am 28. Januar 2012 in einem psychopathologischen und somatisch stabilen Zustand nach Hause ausgetreten. Aufgrund des Rück falls sei das Risiko hoch, dass die Beschwerdeführerin ausserhalb der protek tiven Umgebung erneut rückfällig werde und in die alten Verhaltensmuster zurückfalle. Deswegen sei der Beschwerdeführerin im Austrittsgespräch emp fohlen worden, zusätzlich zur Nachbetreuung durch ihre Psychologin eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen (S. 3). 3.7 Die Ärzte der H.___ berichteten am 2 2. Oktober 2012 ( Urk. 7/23/22-25) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 7. August bis 15. Oktober 2012 und nannten folgende Diagnosen: - emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschütz en der Umgebung ( ICD-10 F10.21) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zur Stabilisierung und zur Be hand lung ihrer starken Ängste sowie ihrer depressiven Stimmung komme. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie aufgrund ihrer starken Ängste, ihrer depressiven Stimmung sowie aufgrund des ständigen Überfordertseins zu viel Alkohol trinke. Sie sei ständig nervös, beginne mehrere Dinge gleichzeitig, würde jedoch keines dieser Dinge zu Ende bringen. Selbst einfache Dinge könne sie nicht erledigen. Sie habe schon mehrere Therapien gemacht, habe jedoch noch nie eine verhaltenstherapeutische Behandlung gehabt (S. 1 ). Die in den Therapien erlernten Fertigkeiten habe die Beschwerdeführerin ver sucht, so gut wie möglich im Alltag umzusetzen. Dies sei ihr jedoch nur teilweise gelungen, so dass es zu mehreren alkoholbedingten Rückfällen gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei jedoch diesbezüglich stets einsichtig gewesen und habe sich bemüht, ihr Problemverhalten zu verändern (S. 3). 3.8 Die Ärzte der H.___ berichteten am 22. November 2013 (Urk. 7/58/1-5 ) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1) : - St atus nach Diskushernienoperation L5/S1 - e motional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ ( ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in Behan dlung mit aversiven oder hemmenden Medikamenten ( ICD-10 F10.23) bestehend seit mindestens 2007 Sie führten aus, dass bei Weiterführung der Psychotherapie sowie der Phar ma kotherapie von einem positiven Verlauf ausgegangen werden könne (S. 2 Ziff. 1.4). B ei Tätigkeit in einer Reparaturwerkstatt bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1 8. Oktober 2012 bis auf w eiteres. Es bestünden vor allem körperliche Einschränkungen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sowie m oderate psychische Einschränkungen in Form von Konzentrations störungen (S. 3 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7). 3.9 Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt für Rheuma tologie, erstatteten ihr bidisziplinäres Gutachten am 1 1. Juni 2014 ( Urk. 7/65 /16-33 ) und nannten folgende Diagnosen mit langdauernder Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom, radikuläres Reiz- und Aus fallsyndrom L3, L4 und S1 links - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Behandlung mit aversiven Medika menten, trotzdem episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26) - psychische Verhaltensstörungen (ICD-10 F10.8) - Differentialdiagnose: emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30) Als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die Folgenden (S. 9): - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - chronisches Schmerzsyndrom des Rückens, nicht ausreichend soma tisch abstützbar, nicht dermatombezogene Hyposensibilität der linken Körperhälfte, inklusive der Stirnregion, für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und Vibrationssinn - Nikotinkonsum - anamnestisch Reizmagen-Syndrom Sie führten aus, dass d er Alkohol, der gemäss der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren te ilweise exzessiv getrunken werde, sich ungünstig auf die „psychische Verfassung" und auf die Rückenschmerzen auswirken würde. Die Beschwerdeführerin schildere, auch nach wiederholtem Nachfragen, dass sie vor zirk a drei Wochen letztmals Alkohol, damals exzessiv, getrunken habe. In der klinischen Untersuchung könne kein Stigma objektiviert werden, das unter anderem an e inen Alkoholkonsum denken lasse. Daraufhin sei der CDT-Wert im Serum bestimmt worden, der entsprechend negativ ausfallen respektive unterhalb der sogenannten „Grauzone" des CDT-Wertes liegen sollte. Der CDT-Wert habe einen negativen Wert ergeben. Somit seien die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich ihres Alkoholkonsums möglich und ein jeweils kurzdau ernd erhöhter Alkoholkonsum könne derzeit nicht aus geschlossen werden. Mit diesem Alkoholkonsum k önne, aus rein soma tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, keine anhaltende Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit begründet werden, zumal keine Hinweise auf somatisch abstützbare Komplikationen objektivierbar s eien (S. 10 f.). Die Arbeitsfähig keit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur teilt, seit Jahren, möglicherweise bereits seit 2003, für körperlich mittel- und schwergradig belastende Arbeiten nicht mehr gegeben. Entsprechend seien seither ausschliessli ch leichtgradig körperlich belastende Arbeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung, entsprechend einer angepassten Verweis tätigkeit, zumutbar. Für eine angepass te Verweistätigkeit könne seit Mitte 2013 eine durchschnittliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %, seit Dezember 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase und damit seit spätestens dem Zeit punkt dieser aktuellen Begutachtung eine Einschränkung der Arbeitsfähi gkeit von maximal 30 % begründet werden. Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für die erlernte berufliche Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und für die von August 2009 bis Ende Dezember 2011 ausgeübte beruf liche Tätigkeit resultier t en die gleichen Einschränkungen der Arbeits fähig keiten wie die oben erwähnten Einschränkungen für e ine angepasste Ver weistätigkeit (S. 16). In der interdiszi p linären Einschätzung der Arbeitsfähig keit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Komponente als auch die psychosomatisch-psychiatris che Komponente mitberücksichtige, k önne seit 2003 für körperlich mittel- bis schwergradige berufliche Tätigkeiten eine vollständige Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Für eine angepasste Verweis tätigkeit könne seit Oktober 2012 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %, seit Mitte 2013 eine solche von 50 %, seit Dezember 20 13 eine solche von 100 % und seit Juni 2014 eine solche von 50 % formuliert werden. Es we rd e dabei berücksichtigt, dass sich die somatischen und die psycho so matisch-psychiatrischen Anteile an der Arbeitsunfähigkeit überdecken w ürden (S. 16). Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin die Alkoholabhängigkeit das Hauptproblem sei. So betreibe sie seit 2005 einen phasenweise massiven Alkoholabusus, welcher durch Hospitalisationen habe unterbrochen werden können. Seit 2013 habe die Beschwerdeführerin eine Antabus-Therapie, trotzdem komme es mindestens einmal im Monat zu einem Alkoholabsturz. Das Antabus habe zu einer gewissen Verbesserung geführt. Diverse Verhaltensauffälligkeiten der Beschwerdeführerin liessen an alkoholverursachte Störungen denken. So sei sie reduziert belastbar, neige zu Gefühlsinkontinenz und Gefühlsinstabilität und sei impulsiv (Urk. 7/65 /1-15 S. 8). Eine psychische Komorbidität sei vorhanden, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe. Trotz der Verhaltensstörungen könne die Beschwerdeführerin einen regelmässigen Tagesablauf führen. So schaue sie zu ihrem Hund, könne den Haushalt selbständig führen, koche für die Schwester, pflege soziale Kontakte mit Kollegen und Kolleginnen, spiele Gitarre und Schlagzeug. Die öffentlichen Verkehrsmittel könne sie ohne Prob leme benutzen. Diese privaten Lebensaktivitäten sprächen dafür, dass die Beschwerdeführerin einigermassen funktioniere, wenn sie nicht unter Druck stehe. Es könne aus psychiatrischer Sicht von einer zirka 30%igen Ein schrän kung der Arbeitsfähigkeit seit Mitte Oktober 2012 ausgegangen werden (S. 9). Dass die Beschwerdeführerin die ambulante Psychotherapie im November 2013 aufgegeben habe, sei ungünstig. Es lägen psychische Störungen vor, welche therapeutisch angehbar seien. Die Abgabe von Psychopharmaka sei indiziert. Es gebe ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie die längere Phase von Arbeitsuntätigkeit, eine schwierige familiäre Situation, die mässige Moti vation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht unklar (S. 10). 3.10 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst ( RAD ), nahm am 7. Juli 2014 Stellung ( Urk. 7/68/4, betreffend Datum vgl. Urk. 7/85/3) und führte aus, das Gutachten sei umfassend und die medi zini schen Schlussfolgerungen seien begründet. 3.11 Dr. med. J.___, Facharzt für Neurochirurgie, berichtete am 10. August 2015 (Urk. 7/76) und nannte folgende (vorliegend gekürzt wiede r gegebene n ) Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - chronische Lumbago bei Status nach Spondylodese L4-S1 sowie mikro chirurgischer Dekompression am 31. Januar 2014 wegen Seg ment degeneration - psychische Verhaltensstörung Er führte aus, dass bei diesem Verlauf bezüglich des Wirbelsäulenleidens von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszugehen sei (S. 2 Ziff. 1.6). 3.12 Die Ärzte des K.___ berichteten am 1 9. Januar 2016 ( Urk. 7/81) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0 ) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (Stand August 2015 ; ICD-10 F10.2 ) Sie führten aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine 50% ige Arbeitsunfähigkeit im geschützten Bereich bestehe (S. 4 Ziff. 1.6). A ufgrund der Grunderkrankung der emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Zügen müsse von einer reduzierten Stresstoleranzgrenze ausgegangen werden. Es be stehe dabei ein vermindertes Leistungsniveau (S. 4 Ziff. 1.7). I n einer behin derungsanpassten Tätigkeit bestehe ab August 2015 eine 50%ige Arbeits fähigkeit (S. 5 Ziff. 1.9). 3.13 Dr. I.___, RAD, nahm am 3. März 2016 Stellung ( Urk. 7/85/3) und führte aus, dass keine neuen medizinischen Fakten gegenüber dem Zeitpunkt der Begut achtung vorgebracht worden seien. 4. 4.1 Aus den aufliegenden Akten erhellt, dass sich der aktuelle Gesund heits zustand der Beschwerdeführerin sowie die verbliebene Arbeitsfähigkeit nur ungenügend feststellen lassen und eine abschliessende Beurteilung der stritti gen Rentenfrage mithin nicht möglich ist. So wird psychiatrischerseits von den Gutachtern die Alkoholabhängigkeit der Beschwerdeführerin als Hauptproblem betrachtet (vgl. Urk. 7/65/8). Eine solche begründet jedoch rechtsprechungsgemäss - wie auch ein Medikamenten miss brauch oder eine Drogensucht - per se keine Invalidität im Sinne des Ge setzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beein träch tigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). 4.2 Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folge spektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychi scher Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, das s dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht dar stellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbs f ähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden be steht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychi schen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berück sich tigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 4.3 Die zitierte Praxis setzt den Grundsatz um, dass funktionelle Einschrän kungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selb ständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psy chosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Sucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein inva lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psy cho sozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beein trächtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1). Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Alkohol sucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Alkoholsucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittel konsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeits unfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidi sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (una b hängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2). 4.4 Vorliegend bleibt gestützt auf das Gutachten sowie die übrigen medizini schen Akten unbeantwortet beziehungsweise ungenügend begründet, w elcher Art der Zusammenhang zwischen der Alkoholsucht der Beschwerdeführerin und den im Gutachten ebenfalls diagnostizierten psychischen Verhaltens störungen ist, ob diesen Krankheitswert zukommt und sie somit selber zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, ob sie die Akohol abhängigkeit aufrecht erhalten oder deren Folge n massgeblich verstärken. So führten die Gutachter lediglich aus, dass die Therapie mit Antabus zu einer gewissen Verbesserung geführt habe, ohne diese Verbesserung jedoch näher zu begründen beziehungsweise in Bezug auf funktionelle Einschrän kungen zu erläutern. Sie führten sodann aus, dass diverse Verhaltensauf fälligkeiten der Beschwerdeführerin an alkoholverursachte Störungen denken liessen und erst eine längere Abstinenz darüber Aufschluss geben würde, ob die Verhaltensstörungen reversibel seien. Schliesslich wird ohne jede weitere Begründung ausgeführt, dass eine psychische Komorbidität vorhanden sei, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe (Urk. 7/65/8-9). 4.5 Eine konsistente versicherungsmedizinische Wür digung liegt nach dem Ge sag ten nicht vor. Es bleibt unklar, ob und in wel chem Ausmass der Substanz abusus durch krankheits be dingte Faktoren ausgelöst worden ist und gege benen falls welchen Anteil daran die schwierige psychosoziale Situa tion gehabt hatte. Sodann bleibt offen, ob aktuell noch eine Suchtproblematik besteht, zumal das Gutachten im Verfügungszeitpunkt immerhin zwei Jahre alt war. Sofern nach wie vor eine Suchtproblematik vorliegt, stellt sich weiter die Frage, ob von einer primären oder sekundären Sucht auszugehen ist. Unklar bleibt zudem auch, weshalb eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (auch in der bisherigen Tätigkeit; vgl. 7/65/11) und eine maximal 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus somatisch-rheumatologischer Sicht (in leidensangepassten Tätigkeiten; vgl. 7/65/31 oben) interdisziplinär be trachtet zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit führen sollen (vgl. 7/65/31 unten). E ine nachvollziehbare Begründung hierfür wurde von den Gutachtern nicht abgegeben. Hierzu bleibt anzumerken, dass eine Kumulation der einzelnen attestierten Arbeitsunfähigkeiten bei Berücksich tigung der jeweiligen Belastungsprofile und der Tatsache, dass die psychi schen Beschwerden im Vordergrund stehen, nicht ohne weiteres als nachvoll ziehbar erscheint. Es bleibt daher abzuklären, ob die in den somatischen Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit in der A rbeitsunfähigkeit auf grund der psychischen Beschwerden aufgeht. Da das Gutachten im Verfügungszeitpunkt bereits zwei Jahre alt war, seither weitere, dem Gutachten zu einem nicht unwesentlichen Teil widersprechende, A rztberichte eingereicht worden sind ( vgl. vorstehend E. 3.11 und E. 3.12 ), sich die Gutachter zudem kaum mit früheren ärztlichen Stellungnahmen aus einander gesetzt haben und das Gutachten, in welchem unter anderem eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, auch den Anforderungen der neuen Schmerzrechtsprechung ( vgl. BGE 141 V 281) nicht genügt, lassen sich den angeführten Akten nicht genügend Angaben entnehmen, um die Zuverlässigkeit der von ärztlicher Seite attestierten Arbeitsunfähigkeit, insbe sondere auch den Schwere grad und die Konsistenz der funktionellen Auswir kun gen der psychischen Problematik aus rechtlicher Sicht sowie die „Wechsel wirkungen“ des Suchtgeschehens (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3) beurteilen zu können. 4.6 Die genannte, nicht schlüssige medizinische Aktenlage erlaubt nach dem Gesag ten keine verlässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde führerin sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit als auch in der ange stammten Tätigkeit. Erforderlich ist somit eine medizi nische Gesamtbetrach tung unter Beachtung der Standardindikatoren, welche die aktuellen Ein schränkungen der Beschwerdeführerin gesamtheitlich berücksichtigt. Erst wenn diese Einschätzung vorliegt, kann beurteilt werden, ob eine renten relevante Gesundheitsschädigung vorliegt. 4.7 Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschlies sende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese ent sprechende medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits fähigkeit der Beschwerdeführerin vornehme. Nach der Durch füh rung eines neuen Einkommensvergleichs wird die IV-Stelle über den Renten anspruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzu legen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin auf zuerle gen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsie gen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche rungs ge richt ( GSVGer ) - ohne Rücksicht auf den Streitwert - nac h der Bedeutung der Streitsache, nach d er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die Prozess ent schädigung vorliegend auf Fr. 2‘285.05 (inkl. Barauslagen und MWSt) fest zusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt de s Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklä rung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess ent schä digung von Fr. 2 '285. 05 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Procap Schweiz, Advokatin Karin Wüthrich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchüpbach

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2016.00863

IV.2016.00863 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schüpbach

Urteil vom 1. Juni 2017

Urteil vom 1. Juni 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Procap Schweiz

vertreten durch Procap Schweiz Advokatin Karin Wüthrich

Advokatin Karin Wüthrich Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war von August 2009 bis Dezember 2011 bei Y.___ als Betriebsmitarbeiterin tätig (Urk. 7/27/3).

1. X.___, geboren 1975, war von August 2009 bis Dezember 2011 bei Y.___ als Betriebsmitarbeiterin tätig (Urk. 7/27/3). Am 6. Februar 2012 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenver siche rung zum Bezug von Hilfsmitteln an (Urk. 7/2). Unter Hinweis auf psychische Beschwerden (Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeitssyndrom) meldete sich die Versicherte sodann am 1. November 2012 bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug (Integration/Rente) an (Urk. 7/7). Die Sozialver siche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin und Facharzt für Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten ein, das am 11. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 7/65).

Am 6. Februar 2012 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenver siche rung zum Bezug von Hilfsmitteln an (Urk. 7/2). Unter Hinweis auf psychische Beschwerden (Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeitssyndrom) meldete sich die Versicherte sodann am 1. November 2012 bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug (Integration/Rente) an (Urk. 7/7). Die Sozialver siche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin und Facharzt für Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten ein, das am 11. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 7/65). Mit Mitteilung vom 5. Dezember 2012 erfolgte eine Gutsprache für eine Hör gerätepauschale (Urk. 7/20), und mit Mitteilung vom 5. August 2013 eine Kosten gutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 17. Juni bis 16. Septem ber 2013 (Urk. 7/39). Mit Mitteilung vom 16. Oktober 2013 wurde die Arbeits vermittlung abgeschlossen (Urk. 7/52).

Mit Mitteilung vom 5. Dezember 2012 erfolgte eine Gutsprache für eine Hör gerätepauschale (Urk. 7/20), und mit Mitteilung vom 5. August 2013 eine Kosten gutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 17. Juni bis 16. Septem ber 2013 (Urk. 7/39). Mit Mitteilung vom 16. Oktober 2013 wurde die Arbeits vermittlung abgeschlossen (Urk. 7/52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/70-85) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 15. Juni 2016 bei einem Invalidi tätsgrad von 40 % eine Viertelsrente ab 1. Dezember 2013 und bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine befristete ganze Rente vom 1. März bis 30. September 2014 zu (Urk. 7/90-91 = Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/70-85) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 15. Juni 2016 bei einem Invalidi tätsgrad von 40 % eine Viertelsrente ab 1. Dezember 2013 und bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine befristete ganze Rente vom 1. März bis 30. September 2014 zu (Urk. 7/90-91 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 17. August 2016 Beschwerde ( Urk. 1) gegen die Ver fügung vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es seien ihr ab dem frühest möglichen Zeitpunkt Renten leis tungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 % auszu rich ten. Spätestens mit Wirkung ab März 2014 sei ihr eine ganze Rente zuzu spre chen und es seien ihr mit Wirkung über September 2014 hinaus weiter hin Rentenleistungen auszurichten (S. 2 Ziff. 2). Eventuell sei die Angele gen heit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2 Ziff. 3).

2. Die Versicherte erhob am 17. August 2016 Beschwerde ( Urk. 1) gegen die Ver fügung vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es seien ihr ab dem frühest möglichen Zeitpunkt Renten leis tungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 % auszu rich ten. Spätestens mit Wirkung ab März 2014 sei ihr eine ganze Rente zuzu spre chen und es seien ihr mit Wirkung über September 2014 hinaus weiter hin Rentenleistungen auszurichten (S. 2 Ziff. 2). Eventuell sei die Angele gen heit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2 Ziff. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung vom 10. März 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 9).

Mit Gerichtsverfügung vom 10. März 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess lich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess lich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorin stanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechts mittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

1.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorin stanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechts mittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Admini stra tiv expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend refor ma torisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückwei sung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kanto nalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3).

Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Admini stra tiv expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend refor ma torisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückwei sung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kanto nalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1. 4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Abklärungen davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit Oktober 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die erforderliche durchschnit t liche Arbeitsunfähigkeit v on 40 % werde erstmals per 11. Dezember 2013 erreicht. Aufgrund der ausgewiesenen geregelten Tagesstruktur, der Freizeit gestaltung und der sozialen Kontakte seien erhebliche Ressourcen ausge wiesen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die psychi atri schen Diagnosen als überwindbar gälten. Dies bedeute, dass mit zumutbarer Willensan streng ung die bisherige Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Eine Besserung der psy chi schen Situation sei unter dauerhafter Alkoholabstinenz möglich.

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Abklärungen davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit Oktober 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die erforderliche durchschnit t liche Arbeitsunfähigkeit v on 40 % werde erstmals per 11. Dezember 2013 erreicht. Aufgrund der ausgewiesenen geregelten Tagesstruktur, der Freizeit gestaltung und der sozialen Kontakte seien erhebliche Ressourcen ausge wiesen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die psychi atri schen Diagnosen als überwindbar gälten. Dies bedeute, dass mit zumutbarer Willensan streng ung die bisherige Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Eine Besserung der psy chi schen Situation sei unter dauerhafter Alkoholabstinenz möglich. Aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht sei gemäss Gutachten vom Juni 2014 nach Ablauf des Wartejahres keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Ab Begut achtungszeitpunkt seien angepasste Tätigkeiten zu 70 % zumutbar (Verfü gungs teil 2 S. 2 oben).

Aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht sei gemäss Gutachten vom Juni 2014 nach Ablauf des Wartejahres keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Ab Begut achtungszeitpunkt seien angepasste Tätigkeiten zu 70 % zumutbar (Verfü gungs teil 2 S. 2 oben). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), d er Beginn der Wartefrist sei auf den 7. August 2012 festzulegen, zumal die Gutachter von einer an diesen Klinikaufenthalt folgenden dauernden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Ein Rentenanspruch best ehe somit ab August 2013 ( S. 6). Weiter gehe die IV -Stelle entgegen der klaren interdisziplinären Gesamt be ur teilung der Arbeitsfähigkeit ab Juni 2014 nicht von einer 50%igen Arbeits unfähigkeit aus, sondern bloss noch von einer 30%igen Einschrän kung der Leistungsfähigkeit, da das psychische Leiden überwindbar sei. Dies werde be stritten (S. 7). Sollte der IV-Stelle wider Erwarten gefolgt werden, seien weitere Abklärungen angezeigt, da keine rechtsgenügende Auseinan der setzung mit den nach der neuen Rechtsprechung massgebenden Faktoren und Indikatoren stattgefunden habe (S. 8).

2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), d er Beginn der Wartefrist sei auf den 7. August 2012 festzulegen, zumal die Gutachter von einer an diesen Klinikaufenthalt folgenden dauernden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Ein Rentenanspruch best ehe somit ab August 2013 ( S. 6). Weiter gehe die IV -Stelle entgegen der klaren interdisziplinären Gesamt be ur teilung der Arbeitsfähigkeit ab Juni 2014 nicht von einer 50%igen Arbeits unfähigkeit aus, sondern bloss noch von einer 30%igen Einschrän kung der Leistungsfähigkeit, da das psychische Leiden überwindbar sei. Dies werde be stritten (S. 7). Sollte der IV-Stelle wider Erwarten gefolgt werden, seien weitere Abklärungen angezeigt, da keine rechtsgenügende Auseinan der setzung mit den nach der neuen Rechtsprechung massgebenden Faktoren und Indikatoren stattgefunden habe (S. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Umfang und die zeitliche Dauer des Renten anspruchs, wobei insbesondere das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit aus psy chia trischer Sicht um stritt en ist.

2.3 Strittig und zu prüfen ist der Umfang und die zeitliche Dauer des Renten anspruchs, wobei insbesondere das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit aus psy chia trischer Sicht um stritt en ist. 3.

3. 3.1 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, berichtete am 7. Oktober 2003 ( Urk. 7/21/4-5) und nannte folgende Diagnosen :

3.1 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, berichtete am 7. Oktober 2003 ( Urk. 7/21/4-5) und nannte folgende Diagnosen : - massives lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei grosser Disk us hernie L5/S1 links

massives lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei grosser Disk us hernie L5/S1 links Er führte aus, dass bei Dekompensation in den letzten zwei Tagen eine notfallmässige Aufnahme vor dem geplanten Eingriff von nächster Woche stattgefunden habe. Bei Kompressionssyndrom S1 links sei die Indikation zur baldmöglichsten operativen Dekompression L5/S1 links gegeben. Es habe ein unkomplizierter operativer Eingriff am 2. Oktober stattgefunden (S. 1).

Er führte aus, dass bei Dekompensation in den letzten zwei Tagen eine notfallmässige Aufnahme vor dem geplanten Eingriff von nächster Woche stattgefunden habe. Bei Kompressionssyndrom S1 links sei die Indikation zur baldmöglichsten operativen Dekompression L5/S1 links gegeben. Es habe ein unkomplizierter operativer Eingriff am 2. Oktober stattgefunden (S. 1). 3.2 Die Ärzte des C.___ berichteten am 2 8. Juli 2008 ( Urk. 7/21/29-31) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 18. Juni bis 14. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen:

3.2 Die Ärzte des C.___ berichteten am 2 8. Juli 2008 ( Urk. 7/21/29-31) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 18. Juni bis 14. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen: - Alkoholabhängigkeitssyndrom ( ICD-10 F10.21)

Alkoholabhängigkeitssyndrom ( ICD-10 F10.21) - Nikotinabhängigkeit ( ICD-10 F17.24)

Nikotinabhängigkeit ( ICD-10 F17.24) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum zweiten Mal zum Alko hol entzug in die Klinik komme. Nach dem Entzug möchte die Beschwerde führerin in die D.___ wechseln. Nach dem letzten Aufenthalt sei die Beschwerdeführerin einen Monat trocken gewesen, dann habe sie wieder schleichend begonnen Alkohol zu trinken. Als Grund für den Alkoholabusus habe sie grundlose Unzufriedenheit angegeben (S. 1 f.). Die Beschwerde füh rerin sei zurzeit eher auf der depressiven Seite, seit der Krankschreibung durch das Nichtstun eigentlich noch mehr. Sie fühle sich leer und habe in letzter Zeit Suizidgedanken (S. 2). Der somatische Alkoholentzug sei unter Valium-Gabe komplikationslos verlaufen. Das Valium sei komplikationslos innerhalb von sechs Tagen abgebaut worden. Die Beschwerdeführerin habe sich durchgehend am dreiwöchigen stationären Informations- und Motiva tionsprogramm beteiligt. Die Beschwerdeführerin werde in die D.___ zur Weiterbehandlung entlassen (S. 3).

Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum zweiten Mal zum Alko hol entzug in die Klinik komme. Nach dem Entzug möchte die Beschwerde führerin in die D.___ wechseln. Nach dem letzten Aufenthalt sei die Beschwerdeführerin einen Monat trocken gewesen, dann habe sie wieder schleichend begonnen Alkohol zu trinken. Als Grund für den Alkoholabusus habe sie grundlose Unzufriedenheit angegeben (S. 1 f.). Die Beschwerde füh rerin sei zurzeit eher auf der depressiven Seite, seit der Krankschreibung durch das Nichtstun eigentlich noch mehr. Sie fühle sich leer und habe in letzter Zeit Suizidgedanken (S. 2). Der somatische Alkoholentzug sei unter Valium-Gabe komplikationslos verlaufen. Das Valium sei komplikationslos innerhalb von sechs Tagen abgebaut worden. Die Beschwerdeführerin habe sich durchgehend am dreiwöchigen stationären Informations- und Motiva tionsprogramm beteiligt. Die Beschwerdeführerin werde in die D.___ zur Weiterbehandlung entlassen (S. 3). 3.3 Die Ärzte der D.___ berichteten am 29. Juli 2008 ( Urk. 7/21/25-28) über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 14. Juli bis 29. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen :

3.3 Die Ärzte der D.___ berichteten am 29. Juli 2008 ( Urk. 7/21/25-28) über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 14. Juli bis 29. Juli 2008 und nannten folgende Diagnosen : - Alkoholabhängigkeit vom Typ des Intoxikationstrinkens, einmaliges Intoxikationsereignis in beschützender Umgebung in der D.___ (ICD-10 F10.24)

Alkoholabhängigkeit vom Typ des Intoxikationstrinkens, einmaliges Intoxikationsereignis in beschützender Umgebung in der D.___ (ICD-10 F10.24) - anamnestisch Hinweise auf alkoholinduzierte depressive Entwick lung (ICD-10 F10.54), Differentialdiagnose (DD) bipolare affektive Störung, DD im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung

anamnestisch Hinweise auf alkoholinduzierte depressive Entwick lung (ICD-10 F10.54), Differentialdiagnose (DD) bipolare affektive Störung, DD im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung - Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.24)

Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.24) - Status nach zweimaliger Panikattacke

Status nach zweimaliger Panikattacke Sie führten aus, dass sich die Beschwerdeführerin schon am zweiten Wochen ende nach Eintritt ohne Rücksprache vom Areal entfernt habe und es zu sammen mit einem Patienten einer anderen Abteilung zu einem Intoxika tions ereignis mit Alkohol und Kontrollverlust über die Konsummenge ge kommen sei. In der Folge habe sich die Beschwerdeführerin entschlossen, die Klinik zu verlassen (S. 1). Bei Verdacht auf eine strukturelle Störung seien sicher weitere, vertiefte diagnostische Abklärungen bei einer Fachperson zu erwägen (S. 2).

Sie führten aus, dass sich die Beschwerdeführerin schon am zweiten Wochen ende nach Eintritt ohne Rücksprache vom Areal entfernt habe und es zu sammen mit einem Patienten einer anderen Abteilung zu einem Intoxika tions ereignis mit Alkohol und Kontrollverlust über die Konsummenge ge kommen sei. In der Folge habe sich die Beschwerdeführerin entschlossen, die Klinik zu verlassen (S. 1). Bei Verdacht auf eine strukturelle Störung seien sicher weitere, vertiefte diagnostische Abklärungen bei einer Fachperson zu erwägen (S. 2). 3.4 Die Ärzte der E.___ berichteten am 3. Februar 2009 über die am Vortag durchgeführte Revisionsfensterung L5/ S1 links mit Entfernung der Disk ushernie (Urk. 7/21/22-23). Die Beschwerdeführerin könne am Folgetag mobilisiert werden.

3.4 Die Ärzte der E.___ berichteten am 3. Februar 2009 über die am Vortag durchgeführte Revisionsfensterung L5/ S1 links mit Entfernung der Disk ushernie (Urk. 7/21/22-23). Die Beschwerdeführerin könne am Folgetag mobilisiert werden. 3.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, G.___, berichtete am 27. Januar 2011 (Urk. 7/21/70-71) und nannte als Diagnose einen Status n ach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) mit Verdacht auf ossären Ausriss am Ligamentum deltoideum rechts am 2 4. Dezember 201 0. Er führte aus, dass primär ein Ausbau der konservativen Massnahmen mit Ruhig stellung im OSG-Bereich für vier Wochen sowie Physiotherapie zur Propriozeption erfolgen sollte. Die Arbeitsunfähigkeit sei für eine Woche weiter verlängert worden, anschliessend bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit eine weitere Woche.

3.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, G.___, berichtete am 27. Januar 2011 (Urk. 7/21/70-71) und nannte als Diagnose einen Status n ach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) mit Verdacht auf ossären Ausriss am Ligamentum deltoideum rechts am 2 4. Dezember 201 0. Er führte aus, dass primär ein Ausbau der konservativen Massnahmen mit Ruhig stellung im OSG-Bereich für vier Wochen sowie Physiotherapie zur Propriozeption erfolgen sollte. Die Arbeitsunfähigkeit sei für eine Woche weiter verlängert worden, anschliessend bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit eine weitere Woche. 3.6 Die Ärzte der H.___ berichteten am 15. Februar 2012 ( Urk. 7/23/13-16) über den Aufenthalt der Beschwerde führerin vom 6. bis 28. Januar 2012 und nannten folgende Diagnosen:

3.6 Die Ärzte der H.___ berichteten am 15. Februar 2012 ( Urk. 7/23/13-16) über den Aufenthalt der Beschwerde führerin vom 6. bis 28. Januar 2012 und nannten folgende Diagnosen: - Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyndrom/gegenwärtig absti ne nt, aber in beschützender Umgebung ( ICD-10 F10.21)

Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyndrom/gegenwärtig absti ne nt, aber in beschützender Umgebung ( ICD-10 F10.21) - Störungen durch Tabak/Abhängigkeitssyndrom/ständiger Substanzge brauch ( ICD-10 F17.25)

Störungen durch Tabak/Abhängigkeitssyndrom/ständiger Substanzge brauch ( ICD-10 F17.25) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum dritten Mal zum Alkohol ent zug komme. Sie möchte ihr Alkoholproblem wieder in den Griff be kommen und strebe die vollständige Abstinenz an (S. 1). Die Beschwerde führerin gebe an, depressiv verstimmt zu sein, vor allem seit sie Ende 2011 ihre Arbeit verloren habe. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen und versuche mit dem Alkoholkonsum diesen entgegen zu wirken (S. 2). Die Alko holentzugstherapie sei zu Beginn komplikationslos verlaufen, wobei zur Dämmung der Entzugssymptomatik Valium gegeben worden sei. Am 12. Janu ar 2012 habe die Beschwerdeführerin jedoch einen Rückfall erlitten, als sie im bewilligten Urlaub zuerst Cannabis und danach Alkohol kon su miert habe. Es habe im Verlauf keine weiteren Rückfälle gegeben. Die Be schwerdeführerin sei am 28. Januar 2012 in einem psychopathologischen und somatisch stabilen Zustand nach Hause ausgetreten. Aufgrund des Rück falls sei das Risiko hoch, dass die Beschwerdeführerin ausserhalb der protek tiven Umgebung erneut rückfällig werde und in die alten Verhaltensmuster zurückfalle. Deswegen sei der Beschwerdeführerin im Austrittsgespräch emp fohlen worden, zusätzlich zur Nachbetreuung durch ihre Psychologin eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen (S. 3).

Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum dritten Mal zum Alkohol ent zug komme. Sie möchte ihr Alkoholproblem wieder in den Griff be kommen und strebe die vollständige Abstinenz an (S. 1). Die Beschwerde führerin gebe an, depressiv verstimmt zu sein, vor allem seit sie Ende 2011 ihre Arbeit verloren habe. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen und versuche mit dem Alkoholkonsum diesen entgegen zu wirken (S. 2). Die Alko holentzugstherapie sei zu Beginn komplikationslos verlaufen, wobei zur Dämmung der Entzugssymptomatik Valium gegeben worden sei. Am 12. Janu ar 2012 habe die Beschwerdeführerin jedoch einen Rückfall erlitten, als sie im bewilligten Urlaub zuerst Cannabis und danach Alkohol kon su miert habe. Es habe im Verlauf keine weiteren Rückfälle gegeben. Die Be schwerdeführerin sei am 28. Januar 2012 in einem psychopathologischen und somatisch stabilen Zustand nach Hause ausgetreten. Aufgrund des Rück falls sei das Risiko hoch, dass die Beschwerdeführerin ausserhalb der protek tiven Umgebung erneut rückfällig werde und in die alten Verhaltensmuster zurückfalle. Deswegen sei der Beschwerdeführerin im Austrittsgespräch emp fohlen worden, zusätzlich zur Nachbetreuung durch ihre Psychologin eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen (S. 3). 3.7 Die Ärzte der H.___ berichteten am 2 2. Oktober 2012 ( Urk. 7/23/22-25) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 7. August bis 15. Oktober 2012 und nannten folgende Diagnosen:

3.7 Die Ärzte der H.___ berichteten am 2 2. Oktober 2012 ( Urk. 7/23/22-25) über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 7. August bis 15. Oktober 2012 und nannten folgende Diagnosen: - emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F60.30)

emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschütz en der Umgebung ( ICD-10 F10.21)

Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschütz en der Umgebung ( ICD-10 F10.21) Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zur Stabilisierung und zur Be hand lung ihrer starken Ängste sowie ihrer depressiven Stimmung komme. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie aufgrund ihrer starken Ängste, ihrer depressiven Stimmung sowie aufgrund des ständigen Überfordertseins zu viel Alkohol trinke. Sie sei ständig nervös, beginne mehrere Dinge gleichzeitig, würde jedoch keines dieser Dinge zu Ende bringen. Selbst einfache Dinge könne sie nicht erledigen. Sie habe schon mehrere Therapien gemacht, habe jedoch noch nie eine verhaltenstherapeutische Behandlung gehabt (S. 1 ). Die in den Therapien erlernten Fertigkeiten habe die Beschwerdeführerin ver sucht, so gut wie möglich im Alltag umzusetzen. Dies sei ihr jedoch nur teilweise gelungen, so dass es zu mehreren alkoholbedingten Rückfällen gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei jedoch diesbezüglich stets einsichtig gewesen und habe sich bemüht, ihr Problemverhalten zu verändern (S. 3).

Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zur Stabilisierung und zur Be hand lung ihrer starken Ängste sowie ihrer depressiven Stimmung komme. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie aufgrund ihrer starken Ängste, ihrer depressiven Stimmung sowie aufgrund des ständigen Überfordertseins zu viel Alkohol trinke. Sie sei ständig nervös, beginne mehrere Dinge gleichzeitig, würde jedoch keines dieser Dinge zu Ende bringen. Selbst einfache Dinge könne sie nicht erledigen. Sie habe schon mehrere Therapien gemacht, habe jedoch noch nie eine verhaltenstherapeutische Behandlung gehabt (S. 1 ). Die in den Therapien erlernten Fertigkeiten habe die Beschwerdeführerin ver sucht, so gut wie möglich im Alltag umzusetzen. Dies sei ihr jedoch nur teilweise gelungen, so dass es zu mehreren alkoholbedingten Rückfällen gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei jedoch diesbezüglich stets einsichtig gewesen und habe sich bemüht, ihr Problemverhalten zu verändern (S. 3). 3.8 Die Ärzte der H.___ berichteten am 22. November 2013 (Urk. 7/58/1-5 ) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1) :

3.8 Die Ärzte der H.___ berichteten am 22. November 2013 (Urk. 7/58/1-5 ) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1) : - St atus nach Diskushernienoperation L5/S1

St atus nach Diskushernienoperation L5/S1 - e motional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ ( ICD-10 F60.30)

e motional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ ( ICD-10 F60.30) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in Behan dlung mit aversiven oder hemmenden Medikamenten ( ICD-10 F10.23) bestehend seit mindestens 2007

Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in Behan dlung mit aversiven oder hemmenden Medikamenten ( ICD-10 F10.23) bestehend seit mindestens 2007 Sie führten aus, dass bei Weiterführung der Psychotherapie sowie der Phar ma kotherapie von einem positiven Verlauf ausgegangen werden könne (S. 2 Ziff. 1.4). B ei Tätigkeit in einer Reparaturwerkstatt bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1 8. Oktober 2012 bis auf w eiteres. Es bestünden vor allem körperliche Einschränkungen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sowie m oderate psychische Einschränkungen in Form von Konzentrations störungen (S. 3 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7).

Sie führten aus, dass bei Weiterführung der Psychotherapie sowie der Phar ma kotherapie von einem positiven Verlauf ausgegangen werden könne (S. 2 Ziff. 1.4). B ei Tätigkeit in einer Reparaturwerkstatt bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1 8. Oktober 2012 bis auf w eiteres. Es bestünden vor allem körperliche Einschränkungen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sowie m oderate psychische Einschränkungen in Form von Konzentrations störungen (S. 3 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7). 3.9 Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt für Rheuma tologie, erstatteten ihr bidisziplinäres Gutachten am 1 1. Juni 2014 ( Urk. 7/65 /16-33 ) und nannten folgende Diagnosen mit langdauernder Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9):

3.9 Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt für Rheuma tologie, erstatteten ihr bidisziplinäres Gutachten am 1 1. Juni 2014 ( Urk. 7/65 /16-33 ) und nannten folgende Diagnosen mit langdauernder Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom, radikuläres Reiz- und Aus fallsyndrom L3, L4 und S1 links

chronisches lumbospondylogenes Syndrom, radikuläres Reiz- und Aus fallsyndrom L3, L4 und S1 links - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Behandlung mit aversiven Medika menten, trotzdem episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26)

Alkoholabhängigkeitssyndrom, Behandlung mit aversiven Medika menten, trotzdem episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26) - psychische Verhaltensstörungen (ICD-10 F10.8)

psychische Verhaltensstörungen (ICD-10 F10.8) - Differentialdiagnose: emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30)

Differentialdiagnose: emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30) Als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die Folgenden (S. 9):

Als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die Folgenden (S. 9): - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - chronisches Schmerzsyndrom des Rückens, nicht ausreichend soma tisch abstützbar, nicht dermatombezogene Hyposensibilität der linken Körperhälfte, inklusive der Stirnregion, für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und Vibrationssinn

chronisches Schmerzsyndrom des Rückens, nicht ausreichend soma tisch abstützbar, nicht dermatombezogene Hyposensibilität der linken Körperhälfte, inklusive der Stirnregion, für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und Vibrationssinn - Nikotinkonsum

Nikotinkonsum - anamnestisch Reizmagen-Syndrom

anamnestisch Reizmagen-Syndrom Sie führten aus, dass d er Alkohol, der gemäss der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren te ilweise exzessiv getrunken werde, sich ungünstig auf die „psychische Verfassung" und auf die Rückenschmerzen auswirken würde. Die Beschwerdeführerin schildere, auch nach wiederholtem Nachfragen, dass sie vor zirk a drei Wochen letztmals Alkohol, damals exzessiv, getrunken habe. In der klinischen Untersuchung könne kein Stigma objektiviert werden, das unter anderem an e inen Alkoholkonsum denken lasse. Daraufhin sei der CDT-Wert im Serum bestimmt worden, der entsprechend negativ ausfallen respektive unterhalb der sogenannten „Grauzone" des CDT-Wertes liegen sollte. Der CDT-Wert habe einen negativen Wert ergeben. Somit seien die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich ihres Alkoholkonsums möglich und ein jeweils kurzdau ernd erhöhter Alkoholkonsum könne derzeit nicht aus geschlossen werden. Mit diesem Alkoholkonsum k önne, aus rein soma tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, keine anhaltende Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit begründet werden, zumal keine Hinweise auf somatisch abstützbare Komplikationen objektivierbar s eien (S. 10 f.).

Sie führten aus, dass d er Alkohol, der gemäss der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren te ilweise exzessiv getrunken werde, sich ungünstig auf die „psychische Verfassung" und auf die Rückenschmerzen auswirken würde. Die Beschwerdeführerin schildere, auch nach wiederholtem Nachfragen, dass sie vor zirk a drei Wochen letztmals Alkohol, damals exzessiv, getrunken habe. In der klinischen Untersuchung könne kein Stigma objektiviert werden, das unter anderem an e inen Alkoholkonsum denken lasse. Daraufhin sei der CDT-Wert im Serum bestimmt worden, der entsprechend negativ ausfallen respektive unterhalb der sogenannten „Grauzone" des CDT-Wertes liegen sollte. Der CDT-Wert habe einen negativen Wert ergeben. Somit seien die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich ihres Alkoholkonsums möglich und ein jeweils kurzdau ernd erhöhter Alkoholkonsum könne derzeit nicht aus geschlossen werden. Mit diesem Alkoholkonsum k önne, aus rein soma tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, keine anhaltende Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit begründet werden, zumal keine Hinweise auf somatisch abstützbare Komplikationen objektivierbar s eien (S. 10 f.). Die Arbeitsfähig keit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur teilt, seit Jahren, möglicherweise bereits seit 2003, für körperlich mittel- und schwergradig belastende Arbeiten nicht mehr gegeben. Entsprechend seien seither ausschliessli ch leichtgradig körperlich belastende Arbeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung, entsprechend einer angepassten Verweis tätigkeit, zumutbar. Für eine angepass te Verweistätigkeit könne seit Mitte 2013 eine durchschnittliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %, seit Dezember 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase und damit seit spätestens dem Zeit punkt dieser aktuellen Begutachtung eine Einschränkung der Arbeitsfähi gkeit von maximal 30 % begründet werden. Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für die erlernte berufliche Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und für die von August 2009 bis Ende Dezember 2011 ausgeübte beruf liche Tätigkeit resultier t en die gleichen Einschränkungen der Arbeits fähig keiten wie die oben erwähnten Einschränkungen für e ine angepasste Ver weistätigkeit (S. 16).

Die Arbeitsfähig keit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur teilt, seit Jahren, möglicherweise bereits seit 2003, für körperlich mittel- und schwergradig belastende Arbeiten nicht mehr gegeben. Entsprechend seien seither ausschliessli ch leichtgradig körperlich belastende Arbeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung, entsprechend einer angepassten Verweis tätigkeit, zumutbar. Für eine angepass te Verweistätigkeit könne seit Mitte 2013 eine durchschnittliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %, seit Dezember 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase und damit seit spätestens dem Zeit punkt dieser aktuellen Begutachtung eine Einschränkung der Arbeitsfähi gkeit von maximal 30 % begründet werden. Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für die erlernte berufliche Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und für die von August 2009 bis Ende Dezember 2011 ausgeübte beruf liche Tätigkeit resultier t en die gleichen Einschränkungen der Arbeits fähig keiten wie die oben erwähnten Einschränkungen für e ine angepasste Ver weistätigkeit (S. 16). In der interdiszi p linären Einschätzung der Arbeitsfähig keit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Komponente als auch die psychosomatisch-psychiatris che Komponente mitberücksichtige, k önne seit 2003 für körperlich mittel- bis schwergradige berufliche Tätigkeiten eine vollständige Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Für eine angepasste Verweis tätigkeit könne seit Oktober 2012 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %, seit Mitte 2013 eine solche von 50 %, seit Dezember 20 13 eine solche von 100 % und seit Juni 2014 eine solche von 50 % formuliert werden. Es we rd e dabei berücksichtigt, dass sich die somatischen und die psycho so matisch-psychiatrischen Anteile an der Arbeitsunfähigkeit überdecken w ürden (S. 16).

In der interdiszi p linären Einschätzung der Arbeitsfähig keit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Komponente als auch die psychosomatisch-psychiatris che Komponente mitberücksichtige, k önne seit 2003 für körperlich mittel- bis schwergradige berufliche Tätigkeiten eine vollständige Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Für eine angepasste Verweis tätigkeit könne seit Oktober 2012 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %, seit Mitte 2013 eine solche von 50 %, seit Dezember 20 13 eine solche von 100 % und seit Juni 2014 eine solche von 50 % formuliert werden. Es we rd e dabei berücksichtigt, dass sich die somatischen und die psycho so matisch-psychiatrischen Anteile an der Arbeitsunfähigkeit überdecken w ürden (S. 16). Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin die Alkoholabhängigkeit das Hauptproblem sei. So betreibe sie seit 2005 einen phasenweise massiven Alkoholabusus, welcher durch Hospitalisationen habe unterbrochen werden können. Seit 2013 habe die Beschwerdeführerin eine Antabus-Therapie, trotzdem komme es mindestens einmal im Monat zu einem Alkoholabsturz. Das Antabus habe zu einer gewissen Verbesserung geführt. Diverse Verhaltensauffälligkeiten der Beschwerdeführerin liessen an alkoholverursachte Störungen denken. So sei sie reduziert belastbar, neige zu Gefühlsinkontinenz und Gefühlsinstabilität und sei impulsiv (Urk. 7/65 /1-15 S. 8). Eine psychische Komorbidität sei vorhanden, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe. Trotz der Verhaltensstörungen könne die Beschwerdeführerin einen regelmässigen Tagesablauf führen. So schaue sie zu ihrem Hund, könne den Haushalt selbständig führen, koche für die Schwester, pflege soziale Kontakte mit Kollegen und Kolleginnen, spiele Gitarre und Schlagzeug. Die öffentlichen Verkehrsmittel könne sie ohne Prob leme benutzen. Diese privaten Lebensaktivitäten sprächen dafür, dass die Beschwerdeführerin einigermassen funktioniere, wenn sie nicht unter Druck stehe. Es könne aus psychiatrischer Sicht von einer zirka 30%igen Ein schrän kung der Arbeitsfähigkeit seit Mitte Oktober 2012 ausgegangen werden (S. 9). Dass die Beschwerdeführerin die ambulante Psychotherapie im November 2013 aufgegeben habe, sei ungünstig. Es lägen psychische Störungen vor, welche therapeutisch angehbar seien. Die Abgabe von Psychopharmaka sei indiziert. Es gebe ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie die längere Phase von Arbeitsuntätigkeit, eine schwierige familiäre Situation, die mässige Moti vation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht unklar (S. 10).

Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin die Alkoholabhängigkeit das Hauptproblem sei. So betreibe sie seit 2005 einen phasenweise massiven Alkoholabusus, welcher durch Hospitalisationen habe unterbrochen werden können. Seit 2013 habe die Beschwerdeführerin eine Antabus-Therapie, trotzdem komme es mindestens einmal im Monat zu einem Alkoholabsturz. Das Antabus habe zu einer gewissen Verbesserung geführt. Diverse Verhaltensauffälligkeiten der Beschwerdeführerin liessen an alkoholverursachte Störungen denken. So sei sie reduziert belastbar, neige zu Gefühlsinkontinenz und Gefühlsinstabilität und sei impulsiv (Urk. 7/65 /1-15 S. 8). Eine psychische Komorbidität sei vorhanden, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe. Trotz der Verhaltensstörungen könne die Beschwerdeführerin einen regelmässigen Tagesablauf führen. So schaue sie zu ihrem Hund, könne den Haushalt selbständig führen, koche für die Schwester, pflege soziale Kontakte mit Kollegen und Kolleginnen, spiele Gitarre und Schlagzeug. Die öffentlichen Verkehrsmittel könne sie ohne Prob leme benutzen. Diese privaten Lebensaktivitäten sprächen dafür, dass die Beschwerdeführerin einigermassen funktioniere, wenn sie nicht unter Druck stehe. Es könne aus psychiatrischer Sicht von einer zirka 30%igen Ein schrän kung der Arbeitsfähigkeit seit Mitte Oktober 2012 ausgegangen werden (S. 9). Dass die Beschwerdeführerin die ambulante Psychotherapie im November 2013 aufgegeben habe, sei ungünstig. Es lägen psychische Störungen vor, welche therapeutisch angehbar seien. Die Abgabe von Psychopharmaka sei indiziert. Es gebe ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie die längere Phase von Arbeitsuntätigkeit, eine schwierige familiäre Situation, die mässige Moti vation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht unklar (S. 10). 3.10 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst ( RAD ), nahm am 7. Juli 2014 Stellung ( Urk. 7/68/4, betreffend Datum vgl. Urk. 7/85/3) und führte aus, das Gutachten sei umfassend und die medi zini schen Schlussfolgerungen seien begründet.

3.10 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst ( RAD ), nahm am 7. Juli 2014 Stellung ( Urk. 7/68/4, betreffend Datum vgl. Urk. 7/85/3) und führte aus, das Gutachten sei umfassend und die medi zini schen Schlussfolgerungen seien begründet. 3.11 Dr. med. J.___, Facharzt für Neurochirurgie, berichtete am 10. August 2015 (Urk. 7/76) und nannte folgende (vorliegend gekürzt wiede r gegebene n ) Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1):

3.11 Dr. med. J.___, Facharzt für Neurochirurgie, berichtete am 10. August 2015 (Urk. 7/76) und nannte folgende (vorliegend gekürzt wiede r gegebene n ) Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - chronische Lumbago bei Status nach Spondylodese L4-S1 sowie mikro chirurgischer Dekompression am 31. Januar 2014 wegen Seg ment degeneration

chronische Lumbago bei Status nach Spondylodese L4-S1 sowie mikro chirurgischer Dekompression am 31. Januar 2014 wegen Seg ment degeneration - psychische Verhaltensstörung

psychische Verhaltensstörung Er führte aus, dass bei diesem Verlauf bezüglich des Wirbelsäulenleidens von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszugehen sei (S. 2 Ziff. 1.6).

Er führte aus, dass bei diesem Verlauf bezüglich des Wirbelsäulenleidens von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszugehen sei (S. 2 Ziff. 1.6). 3.12 Die Ärzte des K.___ berichteten am 1 9. Januar 2016 ( Urk. 7/81) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1):

3.12 Die Ärzte des K.___ berichteten am 1 9. Januar 2016 ( Urk. 7/81) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30)

emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0 )

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0 ) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (Stand August 2015 ; ICD-10 F10.2 )

Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (Stand August 2015 ; ICD-10 F10.2 ) Sie führten aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine 50% ige Arbeitsunfähigkeit im geschützten Bereich bestehe (S. 4 Ziff. 1.6). A ufgrund der Grunderkrankung der emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Zügen müsse von einer reduzierten Stresstoleranzgrenze ausgegangen werden. Es be stehe dabei ein vermindertes Leistungsniveau (S. 4 Ziff. 1.7). I n einer behin derungsanpassten Tätigkeit bestehe ab August 2015 eine 50%ige Arbeits fähigkeit (S. 5 Ziff. 1.9).

Sie führten aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine 50% ige Arbeitsunfähigkeit im geschützten Bereich bestehe (S. 4 Ziff. 1.6). A ufgrund der Grunderkrankung der emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Zügen müsse von einer reduzierten Stresstoleranzgrenze ausgegangen werden. Es be stehe dabei ein vermindertes Leistungsniveau (S. 4 Ziff. 1.7). I n einer behin derungsanpassten Tätigkeit bestehe ab August 2015 eine 50%ige Arbeits fähigkeit (S. 5 Ziff. 1.9). 3.13 Dr. I.___, RAD, nahm am 3. März 2016 Stellung ( Urk. 7/85/3) und führte aus, dass keine neuen medizinischen Fakten gegenüber dem Zeitpunkt der Begut achtung vorgebracht worden seien.

3.13 Dr. I.___, RAD, nahm am 3. März 2016 Stellung ( Urk. 7/85/3) und führte aus, dass keine neuen medizinischen Fakten gegenüber dem Zeitpunkt der Begut achtung vorgebracht worden seien. 4.

4. 4.1 Aus den aufliegenden Akten erhellt, dass sich der aktuelle Gesund heits zustand der Beschwerdeführerin sowie die verbliebene Arbeitsfähigkeit nur ungenügend feststellen lassen und eine abschliessende Beurteilung der stritti gen Rentenfrage mithin nicht möglich ist.

4.1 Aus den aufliegenden Akten erhellt, dass sich der aktuelle Gesund heits zustand der Beschwerdeführerin sowie die verbliebene Arbeitsfähigkeit nur ungenügend feststellen lassen und eine abschliessende Beurteilung der stritti gen Rentenfrage mithin nicht möglich ist. So wird psychiatrischerseits von den Gutachtern die Alkoholabhängigkeit der Beschwerdeführerin als Hauptproblem betrachtet (vgl. Urk. 7/65/8). Eine solche begründet jedoch rechtsprechungsgemäss - wie auch ein Medikamenten miss brauch oder eine Drogensucht - per se keine Invalidität im Sinne des Ge setzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beein träch tigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a).

So wird psychiatrischerseits von den Gutachtern die Alkoholabhängigkeit der Beschwerdeführerin als Hauptproblem betrachtet (vgl. Urk. 7/65/8). Eine solche begründet jedoch rechtsprechungsgemäss - wie auch ein Medikamenten miss brauch oder eine Drogensucht - per se keine Invalidität im Sinne des Ge setzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beein träch tigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). 4.2 Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folge spektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychi scher Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist.

4.2 Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folge spektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychi scher Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, das s dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht dar stellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbs f ähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden be steht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychi schen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berück sich tigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).

Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, das s dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht dar stellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbs f ähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden be steht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychi schen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berück sich tigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 4.3 Die zitierte Praxis setzt den Grundsatz um, dass funktionelle Einschrän kungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selb ständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psy chosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Sucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein inva lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psy cho sozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beein trächtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1).

4.3 Die zitierte Praxis setzt den Grundsatz um, dass funktionelle Einschrän kungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selb ständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psy chosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Sucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein inva lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psy cho sozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beein trächtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1). Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Alkohol sucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Alkoholsucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittel konsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeits unfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidi sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (una b hängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2).

Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Alkohol sucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Alkoholsucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittel konsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeits unfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidi sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (una b hängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2). 4.4 Vorliegend bleibt gestützt auf das Gutachten sowie die übrigen medizini schen Akten unbeantwortet beziehungsweise ungenügend begründet, w elcher Art der Zusammenhang zwischen der Alkoholsucht der Beschwerdeführerin und den im Gutachten ebenfalls diagnostizierten psychischen Verhaltens störungen ist, ob diesen Krankheitswert zukommt und sie somit selber zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, ob sie die Akohol abhängigkeit aufrecht erhalten oder deren Folge n massgeblich verstärken.

4.4 Vorliegend bleibt gestützt auf das Gutachten sowie die übrigen medizini schen Akten unbeantwortet beziehungsweise ungenügend begründet, w elcher Art der Zusammenhang zwischen der Alkoholsucht der Beschwerdeführerin und den im Gutachten ebenfalls diagnostizierten psychischen Verhaltens störungen ist, ob diesen Krankheitswert zukommt und sie somit selber zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, ob sie die Akohol abhängigkeit aufrecht erhalten oder deren Folge n massgeblich verstärken. So führten die Gutachter lediglich aus, dass die Therapie mit Antabus zu einer gewissen Verbesserung geführt habe, ohne diese Verbesserung jedoch näher zu begründen beziehungsweise in Bezug auf funktionelle Einschrän kungen zu erläutern. Sie führten sodann aus, dass diverse Verhaltensauf fälligkeiten der Beschwerdeführerin an alkoholverursachte Störungen denken liessen und erst eine längere Abstinenz darüber Aufschluss geben würde, ob die Verhaltensstörungen reversibel seien. Schliesslich wird ohne jede weitere Begründung ausgeführt, dass eine psychische Komorbidität vorhanden sei, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe (Urk. 7/65/8-9).

So führten die Gutachter lediglich aus, dass die Therapie mit Antabus zu einer gewissen Verbesserung geführt habe, ohne diese Verbesserung jedoch näher zu begründen beziehungsweise in Bezug auf funktionelle Einschrän kungen zu erläutern. Sie führten sodann aus, dass diverse Verhaltensauf fälligkeiten der Beschwerdeführerin an alkoholverursachte Störungen denken liessen und erst eine längere Abstinenz darüber Aufschluss geben würde, ob die Verhaltensstörungen reversibel seien. Schliesslich wird ohne jede weitere Begründung ausgeführt, dass eine psychische Komorbidität vorhanden sei, da der Alkoholabusus zu negativen Folgeschäden geführt habe (Urk. 7/65/8-9). 4.5 Eine konsistente versicherungsmedizinische Wür digung liegt nach dem Ge sag ten nicht vor. Es bleibt unklar, ob und in wel chem Ausmass der Substanz abusus durch krankheits be dingte Faktoren ausgelöst worden ist und gege benen falls welchen Anteil daran die schwierige psychosoziale Situa tion gehabt hatte. Sodann bleibt offen, ob aktuell noch eine Suchtproblematik besteht, zumal das Gutachten im Verfügungszeitpunkt immerhin zwei Jahre alt war. Sofern nach wie vor eine Suchtproblematik vorliegt, stellt sich weiter die Frage, ob von einer primären oder sekundären Sucht auszugehen ist.

4.5 Eine konsistente versicherungsmedizinische Wür digung liegt nach dem Ge sag ten nicht vor. Es bleibt unklar, ob und in wel chem Ausmass der Substanz abusus durch krankheits be dingte Faktoren ausgelöst worden ist und gege benen falls welchen Anteil daran die schwierige psychosoziale Situa tion gehabt hatte. Sodann bleibt offen, ob aktuell noch eine Suchtproblematik besteht, zumal das Gutachten im Verfügungszeitpunkt immerhin zwei Jahre alt war. Sofern nach wie vor eine Suchtproblematik vorliegt, stellt sich weiter die Frage, ob von einer primären oder sekundären Sucht auszugehen ist. Unklar bleibt zudem auch, weshalb eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (auch in der bisherigen Tätigkeit; vgl. 7/65/11) und eine maximal 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus somatisch-rheumatologischer Sicht (in leidensangepassten Tätigkeiten; vgl. 7/65/31 oben) interdisziplinär be trachtet zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit führen sollen (vgl. 7/65/31 unten). E ine nachvollziehbare Begründung hierfür wurde von den Gutachtern nicht abgegeben. Hierzu bleibt anzumerken, dass eine Kumulation der einzelnen attestierten Arbeitsunfähigkeiten bei Berücksich tigung der jeweiligen Belastungsprofile und der Tatsache, dass die psychi schen Beschwerden im Vordergrund stehen, nicht ohne weiteres als nachvoll ziehbar erscheint. Es bleibt daher abzuklären, ob die in den somatischen Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit in der A rbeitsunfähigkeit auf grund der psychischen Beschwerden aufgeht.

Unklar bleibt zudem auch, weshalb eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (auch in der bisherigen Tätigkeit; vgl. 7/65/11) und eine maximal 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus somatisch-rheumatologischer Sicht (in leidensangepassten Tätigkeiten; vgl. 7/65/31 oben) interdisziplinär be trachtet zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit führen sollen (vgl. 7/65/31 unten). E ine nachvollziehbare Begründung hierfür wurde von den Gutachtern nicht abgegeben. Hierzu bleibt anzumerken, dass eine Kumulation der einzelnen attestierten Arbeitsunfähigkeiten bei Berücksich tigung der jeweiligen Belastungsprofile und der Tatsache, dass die psychi schen Beschwerden im Vordergrund stehen, nicht ohne weiteres als nachvoll ziehbar erscheint. Es bleibt daher abzuklären, ob die in den somatischen Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit in der A rbeitsunfähigkeit auf grund der psychischen Beschwerden aufgeht. Da das Gutachten im Verfügungszeitpunkt bereits zwei Jahre alt war, seither weitere, dem Gutachten zu einem nicht unwesentlichen Teil widersprechende, A rztberichte eingereicht worden sind ( vgl. vorstehend E. 3.11 und E. 3.12 ), sich die Gutachter zudem kaum mit früheren ärztlichen Stellungnahmen aus einander gesetzt haben und das Gutachten, in welchem unter anderem eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, auch den Anforderungen der neuen Schmerzrechtsprechung ( vgl. BGE 141 V 281) nicht genügt, lassen sich den angeführten Akten nicht genügend Angaben entnehmen, um die Zuverlässigkeit der von ärztlicher Seite attestierten Arbeitsunfähigkeit, insbe sondere auch den Schwere grad und die Konsistenz der funktionellen Auswir kun gen der psychischen Problematik aus rechtlicher Sicht sowie die „Wechsel wirkungen“ des Suchtgeschehens (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3) beurteilen zu können.

Da das Gutachten im Verfügungszeitpunkt bereits zwei Jahre alt war, seither weitere, dem Gutachten zu einem nicht unwesentlichen Teil widersprechende, A rztberichte eingereicht worden sind ( vgl. vorstehend E. 3.11 und E. 3.12 ), sich die Gutachter zudem kaum mit früheren ärztlichen Stellungnahmen aus einander gesetzt haben und das Gutachten, in welchem unter anderem eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, auch den Anforderungen der neuen Schmerzrechtsprechung ( vgl. BGE 141 V 281) nicht genügt, lassen sich den angeführten Akten nicht genügend Angaben entnehmen, um die Zuverlässigkeit der von ärztlicher Seite attestierten Arbeitsunfähigkeit, insbe sondere auch den Schwere grad und die Konsistenz der funktionellen Auswir kun gen der psychischen Problematik aus rechtlicher Sicht sowie die „Wechsel wirkungen“ des Suchtgeschehens (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3) beurteilen zu können. 4.6 Die genannte, nicht schlüssige medizinische Aktenlage erlaubt nach dem Gesag ten keine verlässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde führerin sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit als auch in der ange stammten Tätigkeit. Erforderlich ist somit eine medizi nische Gesamtbetrach tung unter Beachtung der Standardindikatoren, welche die aktuellen Ein schränkungen der Beschwerdeführerin gesamtheitlich berücksichtigt. Erst wenn diese Einschätzung vorliegt, kann beurteilt werden, ob eine renten relevante Gesundheitsschädigung vorliegt.

4.6 Die genannte, nicht schlüssige medizinische Aktenlage erlaubt nach dem Gesag ten keine verlässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde führerin sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit als auch in der ange stammten Tätigkeit. Erforderlich ist somit eine medizi nische Gesamtbetrach tung unter Beachtung der Standardindikatoren, welche die aktuellen Ein schränkungen der Beschwerdeführerin gesamtheitlich berücksichtigt. Erst wenn diese Einschätzung vorliegt, kann beurteilt werden, ob eine renten relevante Gesundheitsschädigung vorliegt. 4.7 Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschlies sende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese ent sprechende medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits fähigkeit der Beschwerdeführerin vornehme. Nach der Durch füh rung eines neuen Einkommensvergleichs wird die IV-Stelle über den Renten anspruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben.

4.7 Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschlies sende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese ent sprechende medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits fähigkeit der Beschwerdeführerin vornehme. Nach der Durch füh rung eines neuen Einkommensvergleichs wird die IV-Stelle über den Renten anspruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben. 5.

5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzu legen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin auf zuerle gen.

5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzu legen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin auf zuerle gen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsie gen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche rungs ge richt ( GSVGer ) - ohne Rücksicht auf den Streitwert - nac h der Bedeutung der Streitsache, nach d er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen.

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsie gen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche rungs ge richt ( GSVGer ) ohne Rücksicht auf den Streitwert nac h der Bedeutung der Streitsache, nach d er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die Prozess ent schädigung vorliegend auf Fr. 2‘285.05 (inkl. Barauslagen und MWSt) fest zusetzen.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die Prozess ent schädigung vorliegend auf Fr. 2‘285.05 (inkl. Barauslagen und MWSt) fest zusetzen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt de s Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklä rung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt de s Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklä rung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess ent schä digung von Fr. 2 '285. 05 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess ent schä digung von Fr. 2 '285. 05 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Procap Schweiz, Advokatin Karin Wüthrich

Procap Schweiz, Advokatin Karin Wüthrich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannSchüpbach