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Mit dem deutschen Angriff auf Polen begann am 1. September 1945 der Zweite Weltkrieg. Gemessen an der Gesamtbevölkerung hatte Polen während des fast sechsjährigen Krieges so viele Tote zu beklagen wie kein anderes Land. Fünf bis sechs Millionen Polen kamen ums Leben - und damit etwa jeder Sechste. Auch der Grad der Zerstörung durch den Vernichtungskrieg der Nazis war vergleichsweise hoch. Die Hauptstadt Warschau wurde vor dem Rückzug der Wehrmacht fast komplett dem Erdboden gleich gemacht.
«Dieser Krieg war ein Krieg gegen die Würde des Menschen. Ein Krieg gegen das Menschsein», sagte Baerbock. So wie die Wunden dieses Krieges gegen die Menschenwürde in Polen und anderen Ländern über Generationen nicht verheilten, bleibe auch die Versöhnung eine ewige Aufgabe.
Baerbock warb in ihrer Gedenkrede auch für die Errichtung eines Dokumentationszentrums zur Erinnerung an die komplizierte deutsch-polnische Geschichte und die brutale deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Ein erstes Konzept dafür legte Kulturstaatsministerin Claudia Roth am Dienstag zusammen mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas vor. Die Verwirklichung dürfte aber noch Jahre dauern.