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Quelle: FM1Today/Tim Allenspach
Was ist ein Murgang?
Ein Murgang wird im Volksmund oft auch als Schlammlawine bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Erdrutsch, bei dem ein Strom aus Schlamm und Gestein im Gebirge schnell talwärts fliesst. Murgänge können hunderttausende Kubikmeter Material mit sich schleppen. Sie können Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern erreichen.
Wie entsteht ein Murgang?
Ein Murgang entsteht, wenn an einem steilen Hang Geröll, Schutt und Erdreich wasserübersättigt werden. Dann reicht meistens schon die Schwerkraft, um den Murgang in die Gänge zu bringen. Zu der Wasserübersättigung kommt es meistens bei starken oder langen Regengüssen oder bei der Schneeschmelze. Durch die Erderwärmung kommen auch das Abschmelzen der Gletscher und Permafrostböden hinzu.
Wie läuft ein Murgang ab?
Rollt ein Murgang los, folgt er meist bestehenden Bachbetten oder Rinnen. Diese können dadurch stark ausgeweitet werden. Ein Murgang kann aber auch selbst eine Rinne schaffen. An der Spitze des Murgangs, der Murenfront, befinden sich die grossen Dinge wie Felsblöcke oder Baumstämme. Am Rand bilden sich Wälle, in denen sich einiges des mitgeschleppten Materials ablagert. Der Murgang endet meist am Hangfuss, wo das Gefälle nachlässt. Das Material des Murgangs lagert sich dort dann zungenförmig ab.
Die Kraft eine Murgangs ist gross:
Ist ein Murgang gefährlich?
Ja, grundsätzlich ist ein Murgang gefährlich. Er hat deutlich mehr Energie als Hochwasser und richtet auch grössere Schäden an. Ein mit voller Wucht auftreffender Murgang kann ganze Häuser, Brücken und Strassen zerstören. Oftmals lässt er ein meterhohes Schlamm-Geröll-Gemisch liegen.
Murgänge gibt es immer wieder:
Quelle: tvo
(mma)