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Judo: Aschwanden erkämpft Bronze
Der 32-jährige Schweizer Judoka Sergei Aschwanden gewinnt in Peking den Kampf um Platz 3 in der Klasse bis 90 kg gegen den Russen Iwan Perschin mit Ippon. Dies ist bereits das vierte Edelmetall für die Schweiz.
Aschwanden verbuchte in seinem fünften Kampf des Tages den vierten Sieg. Die entscheidende Wertung gegen Perschin gelang dem Waadtländer 1:44 Minuten vor dem Ende des Kampfes.
Zuvor war er im Rückstand gelegen und deshalb unter Zugzwang gestanden. Seinen Gegner um Bronze hatte er vor dem olympischen Kampf schon zwei Mal besiegt.
Mit dem Erfolg gegen Perschin versöhnte sich der aus dem Kanton Uri stammende Aschwanden mit Olympia. Vor acht und vier Jahren war er als aussichtsreicher Teilnehmer jeweils in der ersten Runde gescheitert. Die beste Klassierung an einer WM verbuchte Aschwanden bis dato im Jahr 2003, als er Zweiter wurde.
Langes Warten auf Judo-Medaille
Aschwanden holte die vierte olympische Judo-Medaille für die Schweiz nach jenen von Jürg Röthlisberger (Bronze 1976 und Gold 1980) und Eric Hänni (Silber 1964). Zudem gewann Aschwanden bereits das dritte Edelmetall des Tages für die Schweiz.
Die beste Klassierung an einer WM verbuchte Aschwanden bis dato im Jahr 2003, als er Zweiter wurde.
Porträt
Sergei Aschwanden wird am 22. Dezember 1975 in Bern als Sohn eines Urners und einer Kenianerin geboren. Er hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester.
Die ersten sieben Jahre verbringt er in der Bundesstadt, danach zieht die Familie nach Bussigny bei Lausanne.
Er ist ein lebhaftes Kind und beginnt bereits mit sieben Jahren mit Judo. Er nimmt auch Unterricht in Musik und Ballett, dies während fünf Jahren.
Mit Zwölf macht er den braunen Gürtel und perfektioniert seine Technik mit Erwachsenen. Ab 15 widmet sich Aschwanden dieser Kampfkunst.
1997, nach der Matur, beschliesst er, Berufssportler zu werden. Seither geht es immer aufwärts. Seit 1996 arbeitet er mit Nationaltrainer Léo Held, was ihm zu weiteren Erfolgen verhilft.
Aschwanden wird acht Mal Schweizer Meister, holt sich zwei Titel als Europameister (2000 und 2003), drei Bronzemedaillen an Europameisterschaften sowie eine Bronze- und eine Silbermedaille an Weltmeisterschaften (2001 und 2003).
Er spricht mit seinem Vater Französisch und mit seiner Mutter Schweizerdeutsch. Seine Eltern sprechen untereinander Englisch - die Sprache der Judokas.
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