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Sie waren und sind Wohltäterinnen, Kunstmäzeninnen und ambitionierte Kämpferinnen für Gerechtigkeit. Die Region Basel hat einige Frauen hervorgebracht, welche die Gesellschaft veränderten und ihre Zeit prägten. Eine kleine Auswahl einflussreicher Baslerinnen.
Margaretha Merian-Burckhardt (1806-1886)
Sie war eine geborene Burckhardt und die Frau an der Seite von Christoph Merian. Beide entstammten wohlhabenden Basler Familien der Oberschicht und nutzten ihren Einfluss und Reichtum für wohltätige Zwecke. Nach dem Tod von Christoph Merian ging sein Erbe an Margaretha über. Margaretha führte die sozialen Werke ihres Mannes fort, wie etwa die Verbilligung von Brot für die Basler Bevölkerung oder den Bau der Elisabethenkirche. Aus dem Erbe von Christoph Merian wurde schliesslich die Christoph Merian Stiftung gegründet, die bis heute die wohltätige Gesinnung des Gründer-Ehepaars fortführt.
Maja Sacher-Stehlin (1896-1989)
Die ausgebildete Bildhauerin war eine der grossen Kunstmäzeninnen der Stadt-Basel. Zusammen mit ihrem ersten Ehemann Emanuel Hoffmann entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Sammeln zeitgenössischer Kunst. Nach dem Tod von Emanuel Hoffmann gründet Maja Sacher-Stehlin die Emanuel Hoffmann-Stiftung. Ihren zweiten Ehegatten findet sie im Dirigenten Paul Sacher, der ihre Leidenschaft für die bildenden Künste teilt. Zusammen unterstützen sie aufstrebende Künstler und fördern kulturelle Einrichtungen in Basel.
1980 stiftet Maja Sacher der Stadt Basel das Museum für Gegenwartskunst. Die Enkelin von Maja Sacher, Maja Oeri, führt das Mäzenen-Erbe ihrer Grossmutter fort und gründete unter anderem die Laurenz-Stiftung, die den Bau des Schaulagers in Münchenstein ermöglichte.
Iris von Roten (1917-1990)
Die Tochter einer gutbürgerlichen Basler Familie kann als Frauenrechtlerin der ersten Stunde bezeichnet werden. Iris von Roten setzte sich ihr Leben lang für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Sie war als Anwältin und Journalistin tätig und schuf mit ihrem Buch «Frauen im Laufgitter» ein Standartwerk der feministischen Literatur.
Hildy Beyeler (1922-2008)
Hildy Beyeler und ihr Mann Ernst waren Kunstkenner und –liebhaber. Zusammen sammelten sie Werke namhafter Künstler, wie Joan Mirò, Pablo Picasso und Edvard Munch.
Das Ehepaar führte an der Bäumleingasse 9 in der Basler Innenstadt ein Kunst- und Buchantiquariat. 1952 benannten sie das Geschäft um in «Galerie Beyeler». Das Ehepaar entpuppte sich als erfolgreiche Kunsthändler. Während Ernst auf Reisen neue Werke sichtete, kümmerte sich Hildy um die Finanzen und die Mitarbeiter des Betriebs. Neben ihrer Galleristentätgkeit übernahmen die zwei auch immer wieder Werke für die eigene Sammlung.
Damit legte das Ehepaar Beyeler den Grundstein für die von ihnen gegründete der Fondation Beyeler, einem Kunstmuseum mit internationalem Ruf.
Marthe Keller (1945)
Eine Golden Globe-Nominierung als beste Nebendarstellerin, eine Nominierung als beste Schauspielerin an den Tony Awards und den Ritterschlag der französischen Regierung: Das sind nur Auszüge aus den Leistungen von Marthe Keller. Die in Basel geborene Schauspielerin gab 1962 ihr Debüt als Tänzerin am Stadttheater Basel und legte danach eine steile Schauspielkarriere hin. In ihrer Jugend spielte sie an der Seite von Dustin Hoffmann und Al Pacino. Später konzentrierte Marthe Keller sich auf ihre Theaterkarriere und führte vermehrt auch Regie.
Die Themenwoche «alle gleichberechtigt?» auf Telebasel: Vom 10. – 15. Juni 2019 in den Telebasel News um 18:30 Uhr und stündlich ab 19 Uhr, sowie im Telebasel Report am 12. Juni 2019, stündlich ab 19:40 Uhr und in einer Spezialsendung am 15. Juni 2019, stündlich ab 19:15 Uhr. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.