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Der traditionsreiche französische Champagner-Produzent Moët Hennessy bricht ein Tabu: Er pflanzt im Reich der Mitte einen Weinberg an, um künftig auch dort Schaumwein zu produzieren.
Französischen Traditionalisten dürfte es die Haare zu Berge stehen lassen: Champagner aus China. Genau das aber ist das Ziel der Wein- und Spirituosentochter des französischen Luxuskonzerns LVMH, Moët Hennessy. Sie kündigte an, künftig auch in China Schaumwein zu produzieren. Dafür pflanzt das Unternehmen seinen ersten Weinberg in China.
Die 66 Hektar grosse Pflanzung entsteht demnach gemeinsam mit der staatlichen Landentwicklungsfirma der in Nordwestchina gelegenen Provinz Ningxia Hui. Nahe des Weinbergs will der Produzent der Champagnermarke Moët et Chandon eine Kellerei bauen, um den mittlerweile auch in China beliebten Schaumwein für die lokalen Markt vor Ort herzustellen.
Moët Hennessy stellt unter der Marke Chandon bereits Schaumweine im US-Bundesstaat Kalifornien und in Australien her.
China hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Märkte für Luxusgüter entwickelt. Chinesische Investoren haben sich mittlerweile auch in traditionsreiche Weingüter in Frankreich eingekauft. Champagner darf sich allerdings nur der Schaumwein nennen, der aus der französischen Region Champagne kommt.
(cms/tno/sda)