Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03643.jsonl.gz/688

Fernwärmeanschluss am Giessliweg, Basel
Unser erfahrenes Bauteam aus dem Bereich Tiefbau ist für die Erstellung eines Fernwärmeprojekts am Giessliweg in Basel zuständig. Planmässig wird der Bau am Giessliweg im September 2020 abgeschlossen sein. Ruben Vidal, der verantwortliche Polier, hat uns durch die Baustelle geführt und uns über die Herausforderungen während den Bauarbeiten informiert. Sein Team besteht aus vier Mitarbeitern und zwischenzeitlich zwei externen Tauchern.
Allgemeines zum Projekt
Die Bertschmann AG erstellt insgesamt drei Fernwärme-Kompensatorenschächte. Anschliessend werden durch die IWB die Gasleitungen, die Wasserleitungen sowie die Elektrik verlegt. Die Randabschlüsse inklusive den Strassenbauarbeiten übernimmt wiederum die Bertschmann AG. Nach Bauabschluss werden vier Mehrfamilienhäuser an die Fernwärmeleitung angeschlossen sein.
Baggerarbeiten ohne Sicht in die Baugrube
Eine der Herausforderungen des Projekts war, dass sich die grösste der drei Baugruben (Abmessung: 6.60 x 4.30 Meter) wegen der Nähe zum Rhein unterhalb des Grundwasserspiegels befindet. Die Aushubtiefe beträgt 6.50 Meter, wobei das Grundwasser bis auf eine Höhe von 3.20 Meter reicht.
Der Maschinist hatte aufgrund der tiefen Baugrube keine Sicht auf den Greifer und war auf die Anweisungen seiner Kollegen angewiesen. Als zusätzliche Hilfe wurde eine Kamera an der Spundwand installiert, welche ihm eine indirekte Sicht in die Grube verschaffte. Im Vorfeld wurden Auflockerungsbohrungen durchgeführt, da der Boden sehr hart ist. Anschliessend konnten die Spundwände 7m in den Boden eingetrieben werden.
Arbeiten im Grundwasser
Für die Arbeiten unter Wasser wurden speziell ausgebildete Taucher eingesetzt. Die Taucher hatten bei der Ausführung der Arbeiten aufgrund des trüben Wassers absolut null Sicht. Sie mussten sich durch Abtasten in der Grube zurechtfinden und die Spundwände von stark haftendem Material reinigen. Für die Betonarbeiten stellten die Taucher sicher, dass der Beton unterhalb des Wasserspiegels am richtigen Ort positioniert wurde.
Betonarbeiten unter Wasser
Um einen späteren Auftrieb der Leitungen durch das Grundwassers zu verhindern, füllten die Arbeiter 42 m3 Unterwasserbeton mit einer Betonpumpe ein. Als Trennlage zum Abpumpen des Restwassers folgten 9 m3 Sickerbeton. Schliesslich wurden 40 m3 Konstruktionsbeton für das Schachtbauwerk eingebaut.
Noch während dem Aushärten des Sickerbetons wurde das Grundwasser in ein Absetzbecken gepumpt. Hier erfolgte mittels CO2 Verfahren eine Neutralisation des Wassers, sodass das gereinigte Wasser in den Rhein geleitet werden konnte.
So geht es weiter...
Nach den Weihnachtsferien wird der Fernwärmekanal fertiggestellt und die Kanalisation zu den Liegenschaften wird erneuert. Bis zu den Fertigstellungsarbeiten ca. Ende September folgen durch die Bertschmann AG noch der Strassenbau inkl. Randabschlüssen, die Kofferung und Belagsarbeiten.