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Am Waisenhausplatz in Bern
Der 1256 Wehrturm beherbergte schon im 16. Jahrhundert eine Huf- und Waffenschmiede. Die bürgerliche Hufschmiedefamilie Jenzer besass die Liegenschaft von 1632 bis 1781. Im 19. Jahrhundert erhielt letztere den Übernamen "Oberländer-Schmidte". Das Schmiederecht wurde bis 1876 ausgeübt. Auf Stadtansichten von 1623 und 1635 sitzt auf den Zinnen noch ein Spitzhelm. Aus Resten farbiger Wandverzierungen schliesst man, dass die Turmstube um 1685 entstanden sein muss. - Karl Howald schildert 1851 in seinen "Mémoires" erstmals das Tabakrauchen, dem sich bernische Offiziere in holländischen Diensten dort oben verbotenerweise hingaben. Der Name "Holländerturm" erscheint in der Literatur aber erst 1896. Geschichtliche Betrachtungen über das Tabakrauchen im alten Bern sowie über den Dienst in Holland gestatten, einige noch unsichere Daten betreffend das Treiben auf dem Turm vor bald 300 Jahren zu präzisieren.
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