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(Val)(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2640-1219 m. Südliches oder rechtsseitiges Nebenthal zum Unter
Engadin, in das es etwas oberhalb
Fontana-Tarasp ausmündet. Steigt von der die Ofenpassroute im N. begleitenden Kette nordwärts ab,
wird
von den mächtigen
Wänden des
PizPlavna und
Piz Pisoc eingeschlossen und ist eine sehr enge und tief eingeschnittene
Furche, deren Boden mit
Sand und
Kies überschüttet ist, während an den unteren Gehängen lichter
Wald steht, der sich gegen
die Thalmündung hin zu dichteren Beständen schliesst. Von der zu oberst liegenden Alp Plavna führen
die
Furcletta del
Val del Botsch (2678 m) nach S. zum
Ofenpass, der
Pass Suril
Foss (2325 m) gegen O. ins
Val Mingèr und nach
Scarl und der Plavnapass (etwa 2800 m) ins
Val Sampuoir hinüber.
Diese Pässe werden fast nur von Hirten
und Jägern begangen.
Dadora(Piz)(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2982 m. Gipfel, in der Gruppe des
Piz Pisoc ö. über dem
Val Plavna. Ist
wie alle
Berge dieser Gegend von kühnen Formen und stark zerrissen, und fällt mit mächtigen Kalkwänden zu Thal. Seine
Besteigung gilt für eine ernsthafte Kletterpartie und wird nur selten ausgeführt.
Dadora = aussen, vorder.
(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2600-1219 m. Rechtsseitiger Zufluss zumInn und
Wildbach des
Val Plavna; bildet
nahe seiner Quelle den
Wasserfall von
Pischa Dadaint und mündet oberhalb
Fontana-Tarasp. Durchfliesst im Unterlauf einen grossen
Waldkomplex, der von zahlreichen Fusswegen durchzogen wird und ein beliebtes Ausflugsziel der Kurgäste von
Tarasp ist. Kleine
Fahrstrasse durch diesen
Wald und über den Plavnabach bis zum
WeilerVallatscha. Der Bach fliesst nach
N. und ist 12 km lang.
Das fast ganz über 2000 m
hoch gelegene Val Plazbi hat schöne Alpweiden aber keinen
Wald mehr. S. unter dem
Piz Kesch führt die
Fuorcla Pischa (2802 m) ins
Val d'Es-chia (ein bei
Madulein ausmündendes n. Seitenthal des
Engadin) hinüber.
im N. und W. und demjenigen der Baye de Clarens im O. und S. Sehr beliebtes Ausflugsziel der Bewohner von Vevey und der Kurgäste
der Bains de l'Alliaz. Kann von L'Alliaz her in ¾ Stunden und von der Station Blonay der elektrischen Bahn Vevey-Chamby in
1½ Stunden bestiegen werden. Prachtvolle Aussicht auf den Genfersee, die Dent du Midi, den Velan und die
Savoyer Alpen. Am W.-Hang sieht man auf den Flysch nach oben folgend zuerst fossilführendes Neocom, dann Malmkalk und zu oberst
wiederum fossilführendes Neocom anstehen, so dass also der Gipfelkamm selbst aus diesem letztern aufgebaut ist. Am O.-Hang
wird das Neocom bis nahe an die Bains de l'Alliaz von Flysch überlagert, so dass die Kalkzonen (Malm und Neocom) offenbar
als Schuppen auf dem Flysch schwimmen und keine Wurzel nach der Tiefe zu haben. Der Kamm der Pléïades bildet die Fortsetzung
der Flyschzone des Niremont und der Corbettes, an welch' letzteren schon mehr Kalkschichten anstehen als
an jenem. Gegen den Genfersee verflachen sich die Pléïades vollständig, und ihre Neocom- und Jurakalkzungen tauchen unter
die überschobenen Massen des Mont Cubli und der Höhen von Glion in die Tiefe.