Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/1805

SBB
Die Margarethenbrücke in Basel wurde 1900 erstellt und ist seit deren Erstellung vor rund 123 Jahren im Betrieb. Die Brücke besteht aus vier Teilbrücken und führt sowohl zwei Tramgleise als auch den MIV über die Gleisanlage der SBB. Während die Südbrücke und die Postdurchfahrt als einfache Balken wirken, trägt die Vorbrücke als Zweifeldträger. Die Hauptbrücke überspannt das Gleistrassee als 6-feldrige statisch bestimmte Brücke mit Gerbergelenken. Alle Teilbrücken bestehen aus einem einbetonierten Trägerrost, wobei die Mehrheit der Stahlträger genietet sind.
Im Rahmen einer groben statischen Überprüfung wurde festgestellt, dass die Querkraftwiderstände der Hauptbrücke nach Norm nicht mehr erfüllt sind, weshalb die SBB die ACS-Partner AG mit einer detaillierten Zustandsüberprüfung beauftragte. Dabei wurde festgestellt, dass bei der Hauptbrücke auch die Nieten auf Schub und die Ermüdungssicherheit nicht nachgewiesen werden können. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Hauptbrücke insbesondere in den Gerbergelenken ein starkes statisches Defizit aufweist, was sich auch in einem entsprechenden Rissbild widerspiegelt. Aufgrund deren Brisanz wurden Sofortmassnahmen (Unterspriessung, Tramfahrverbot & Last-reduktion im MIV auf 3.5 t) ausgelöst.
- Detaillierte statische Überprüfung aller Teilbrücken
- Rissaufnahmen der Hauptbrücke
- Konzept für Sofortmassnahmen