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Abtreibungszahlen konstant
AI/AR. Im Jahr 2005 wurden in der Schweiz 10'774 Abtreibungen gemeldet. In Ausserrhoden sind 40, in Innerrhoden 5 Fälle erfasst.
Die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in der Schweiz im Vergleich zu den übrigen europäischen Ländern verhältnismässig tief, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) schreibt. Zwischen den Jahren 2001 und 2003 ging die Zahl der Abbrüche noch zurück, seither ist sie stabil. Auch die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) ist mit sechs Abbrüchen pro tausend Jugendliche relativ tief – rund 1 Prozent der Frauen, die einen Abbruch vornehmen liessen, waren unter 16 Jahre alt.
Ostschweiz im Mittelfeld
Wie aus den Zahlen des BFS ersichtlich ist, wurden im Ausserrhodischen 40 (im Vorjahr 44) Schwangerschaftsabbrüche und im Innerrhodischen 5 (im Vorjahr 6) Fälle gemeldet. Die Ostschweiz liegt mit insgesamt 1003 erfassten Fällen im schweizerischen Mittelfeld. Spitzenreiter ist die Genferseeregion mit 2931 Fällen, am wenigsten Abtreibungen verzeichnet das Tessin mit 590 Abbrüchen.
Hälfte der Frauen sind Ausländerinnen
Wie schon 2004 wurden auch im Jahr 2005 rund 95 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen durchgeführt. Nach zwölf Wochen ist ein Abbruch nur zulässig, wenn besondere Indikationen oder eine schwere seelische Notlage bei der Schwangeren vorliegen.
Knapp 95 Prozent der Frauen, die 2005 einen Abbruch vornehmen liessen, lebten in der Schweiz, und 88 Prozent liessen den Abbruch im Wohnkanton durchführen. Rund die Hälfte der betroffenen Frauen waren Schweizerinnen.