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Das nach den Plänen von Kantonsbaumeister Reese 1886 - 88 errichtete St. Johann Schulhaus war das dritte Basler Schulhaus in einem Aussenquartier. Das monumentale Gebäude wurde in streng symmetrischen Neurenaissanceformen erbaut. Charakteristisch ist die starke Durchfensterung und die zum vorgelagerten Park ausgerichtete, sehr plastisch bearbeitete Hauptfassade. Die übersichtliche Gesamtorganisation mit ihrem in der Mitte gelegenen Eingang, den Treppenhäusern an beiden Kopfenden, den grosszügig belichteten Korridoren und nicht zuletzt die ostseitig orientierten, ebenfalls sehr gut belichteten Unterrichtsräume entsprachen der damals neuesten Erkenntnis im Schulhausbau. Besonders interessant ist, dass die räumliche Umsetzung der damaligen Erkenntnisse, trotz der stetig wachsenden technischen, aber vor allem auch pädagogischen Anforderungen nach mehr als einem Jahrhundert immer noch ihre Gültigkeit besitzt und dies mit der Gesamtsanierung auch für die kommenden Jahrzehnte tun wird.