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| Bonifacius I., Papa 418-422 - Briefe

Verlorengegangene SchreibenVerlorengegangene Schreiben
Übersicht
1. Brief des Klerus von Valence an den P. Bonifacius v. (Mai?) 419. über den Bischof Maximus dieser Stadt; den Inhalt desselben zeigt der 4. Brief oben S. 321.
2. Brief der Corinthier an den Papst Bonifacius v. (August?) 419, worin sie den Papst bitten, er möge ihnen gestatten, Perigenes als ihren Bischof nicht so sehr zu erhalten als zu behalten; sie schloßen die Acten der Synode von Achaja über die Wahl des Perigenes zum Bischofe vou Petras und deren Zeugniß über Perigenes bei; s. Einleitung zum 5. Briefe oben S. 324.
3. Das Abtwortschreiben des Bischofs Rufus von Thessalonich an den Papst Bonifacius v. (Oct.) 419 auf die Anfrage des P. über Perigenes, welches Bonifacius in Num. 2 des 16. Briefes erwähnt, s. oben S. 353. [S. 366]
4. Brief des Rufus, Bischofs von Thessalonich, an den Papst Bonifacius v. J. 419, durch welchen er sich in Betreff einiger Angelegenheiten der ihm übertragenen Kirchen den Rath des Papstes erbittet; vom Papste erwähnt in n. 1. des 6. Briefes oben S. 328.
5. Antwortschreiben des Papstes Bonifacius an Rufus v. J. 419, durch welches er Jenem bedeutet, er solle sich in Allem nach den Vorschriften der kirchlichen Disciplin halten; s. ebenfalls n. 1. des 6. Briefes.
6. Brief des Papstes Bonifacius an die Bischöfe von Achaja und Macedonien v. J. 419, angeführt in n. 3. des 6. Briefes.
7. Schreiben des Bischofs Rufus an den Papst Bonifacius v. J. 419, worin über die Aufnahme und den Erfolg des päpstlichen Schreibens bei den Bischöfen in Achaja und Macedonien berichtet wird; s. n. 3. des 6. Briefes.
8. Brief des Papstes Bonifacius an den Kaiser Honorius v. (August) 421, worin er diesen bittet, er möge die Widerrufung der vom [S. 367] oströmischen Kaiser Theodosius anbefohlenen Unterstellung llyricums unter die Jurisdiction des Bischofs von Constantinopel erwirken; s. den 11. Brief oben S. 340
9. Schreiben des Klerus und der Gemeinde von Puteva an den Papst Bonifacius von Ende 421, darüber, daß Patroclus von Arles ihnen unrechtmäßig einen neuen Bischof nach dem Tode des ihrigen gesetzt habe; s. Einleitung z. 13. Briefe S. 342.
10. Brief des Perevius, Bischofs von Pharsalis, an den Papst Bonifacius v. (Anfang) 422. durch welchen um Abhilfe gegen die Unterdrückungen von Seite der Comprovincialbischöfe gebeten wird; s. n. 3 des 1. Briefes oben S. 346.
11. Klageschrift des Antonius, Bischofs von Fussala, an den Papst Bonifacius v. J. 422. Augustinus hatte einen unter seiner Disciplin herangewahsenen Kleriker, Namens Antonius, zum 1. Bischöfe von Fussala, einem Städtchen seines Bisthums, wo er wegen zu weiter Entfernung von Hippo einen Bischofssitz creirte, ordinirt. Bald aber brachten die Bürger von Fussala gerechte Beschwerden über ihren Bischof vor Augustinus, weßhalb ihn dieser auf einer Synode absetzen mußte. Antonius aber wußte sich bei Valentinus, dem Primas von Numidien, in Gunst zu setzen und sich als Unschuldigen so darzustellen, daß ihm Valentinus ein Empfehlungsschreiben an den P. Bonifacius ausfertigte. Dieses und ein von ihm [S. 368] mit willkürlichen Entstellungen abgefaßtes Klageschreiben gegen die Ungerechtigkeit des Augustinus übersandte er dem P. Bonifaeius; s. unten n. 6. u. 9. im 1. Briefe des P. Cölestinus I.
12. Antwort des Papstes Bonifacius an Valentinus, Primas von Numidien, v. J. 422. In derselben spricht Bonifacius den Antonius los, falls der von diesem dargestellte Sachverhalt auf Wahrheit beruhe; s. ebenfalls n. 9. des genannten Briefes. 1 [S. 369]
1: Nach drei sehr alten Conciliensammlungen (s. Mansi IV. p. 434) hätte Bischof Attikus von Constantinopel nicht nur an die Bischfe Africas (in der Angelegenheit der nicänischen Cannes) geschrieben, sondern auch an den P, Bonifacius; allein die Ballerini weisen (Op. S. Leon. M. t. III. p. CII.) nach, daß dieß Letztere nicht der Fall gewesen, und erklären die in jenen Codices enthaltene Adresse des vermeintlichen Briefes des Atticus an Bonifacius durch ein Mißverständniß des Abschreibers, welches daraus entstand, weil jenes von Attikus an die Bischöfe Africas zugleich mit den Cannes von Nicäa gesandte Schreiben von diesen hernach an Bonifacius überschickt wurde; zugleich ist daselbst eine angeblich vom nicänischen Concil herrührende Verordnung über die Form der litterae formatae, jedoch in sehr corrumpirte Gestalt, enthalten; cf. Baller. l. c. p. 452.