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Arbeitsstelle für praktische Biologie
Mitarbeiter: Rolf Zingg APB
Doldenblütler - Eine Einführung
Die Schirmblütler, Doldenblütler, Apiaceae sind in der Regel einjährige oder ausdauernde Kräuter. Nur in wenigen Fällen werden verholzte Stämme ausgebildet.
Die Blätter sind überwiegend geteilt, das heisst fiederspaltig oder zusammengesetzt. Die Pflanzen bilden typischerweise in Nodien und hohle Internodien gegliederte Sprosse und Blätter mit grossen Blattscheiden aus.
Häufig sind die Stengel grob behaart.
Die Blütenstände sind familientypisch. Eine Dolde ist ein Blütenstand, bei dem die Blütenstiele aus einem gemeinsamen Punkt entspringen, die Länge der Blütenstiele jedoch so gestaltet ist, dass alle Blüten in einer Ebene zu liegen kommen. Die äusseren Blüten besitzen somit einen längeren Stiel als die inneren.
Die Blüten sind zwittrig. Der fünfzählige Kelchist oft klein oder reduziert. Die 5 Blütenblätter sind vielfach gespalten und mit einer nach innen umgebogenen Spitze zwischen den beiden Kronblattzipfeln versehen.
Als Frucht wird eine trockene Spaltfrucht entwickelt.
Wir finden bei den Doldenblütlern viele Gemüsepflanzen (Möhre – Rüebli, Sellerie, Pastinak, Gelbe Rübe, Fenchel, ...), Gewürze (Anis, Kümmel, Liebstöckel, Petersilie, Koriander, Kerbel,...) und grosse Heilpflanzen (Engelwurz, Schierling, Bibernelle, ...).
Es sind bei dieser Pflanzenfamilie häufig ätherische Öle zu finden, die vielfach auch die Ursache für deren Verwendung darstellen. Auch weitere interessante Wirkstoffgruppen sind hier anzutreffen, wie Cumarinverbindungen (wirken v.a. als Frassschutz gegen Insekten), Alkaloide, wie das Coniin des Gefleckten Schierlings, das im Schierlingsbecher Socrates’ traurige Berühmtheit erlangte.
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