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Inspektionsreiten der Kavallerie im Hyde Park
Reuters meldet heute, dass die britischen Autohersteller – also VW, BMW, Toyota und Peugeot – sich auf einen harten Brexit vorbereiten.
Um Zolltarife zu umgehen, wollen sie mehr Teile bei lokalen Zulieferern kaufen – toll! – und ihre Autos mehr auf den heimischen Markt ausrichten als auf den Export (80 Prozent).
Das sind dann Autos, die in den Ländern des Commonwealth, also zum Beispiel in Kenia, Südafrika oder in der Karibik verkauft werden können.
In Klammer: die britische Autoindustrie ist seinerzeit untergegangen, weil sie sich zu lange auf ihre Absatzmärkte im untergegangen Empire verlassen hatte. Die deutschen Autobauer, mit miesem Image der Konkurrenz des Weltmarktes ausgesetzt, liessen die Briten innert weniger Jahre technologisch hinter sich. Klammer zu.
Ein früherer Handelsminister an einer Industrietagung:
The UK should start with a humble apology for its 1973 (Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft) behaviour and an expression of real, meaningful willingness to “make it work for everyone” this time around.
Der CEO von Sainsbury, so eine Art Denner, rechnet dank Brexit mit mehr Umsatz für seine Supermarktkette. Weil es sich die Leute immer weniger mehr leisten können, in Restaurants zu essen.
If we see customers‘ incomes being squeezed — and we are beginning to see a slowdown in that disposable income growth — supermarkets tend to do better, because people stop eating out and start eating in.
Er redet übrigens nicht vom Angebot von Frischware, sondern von Fertiggerichten, die hier Laufmeter an Laufmeter die Regale füllen.
Mit anderen Worten: Die Stimmung ist so, wie sie kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs gewesen sein muss: Alle warten darauf, dass endlich die erste Kanone abgefeuert wird.