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Die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Theodul in Sachseln wurde das erste Mal 1234 erwähnt. Der unterste Teil des freistehenden Turmes reicht noch bis ins 15. Jahrhundert zurück, als die Kirche vergrössert wurde. Nach der Seligsprechung von Bruder Klaus kamen immer mehr Pilger aus der ganzen Welt nach Sachseln. So wurde von 1672 – 1684 die heutige Kirche erbaut. Die Weihung erfolgte am 7. Oktober 1684. Seit 1679 beherbergt die Kirche das Grab von Bruder Klaus.
Die Grabstätte des Bruder Klaus befindet sich im freistehenden Hauptaltar, der 1976 von Alois Spichtig geschaffen wurde. In dem Blockaltar befindet sich ein nach vorne mit einer Glasscheibe verschlossener Hohlraum. Darin ist die lebensgrosse, silbervergoldete Figur des Heiligen zu sehen. In der Figur werden in einem Chromstahlbehälter die Reliquien des Bruder Klaus aufbewahrt.
An den beiden Seitenwänden des Chors befinden sind zwei grosse Gemälde. Links ist Karl Borromäus dargestellt, gemalt 1860 von Paul von Deschwanden. Auf der rechten Seite ist ein Bild von Bruder Klaus von einem unbekannten Maler aus dem 17. Jahrhundert.
Neben den Reliquien sind zwei weitere Erinnerungsstücke an Bruder Klaus in der Kirche ausgestellt. Im rechten Querschiff befindet sich eine klimatisierte Vitrine mit dem «Eremiten-Rock» des Bruder Klaus. Nach alter Überlieferung wurde er von seiner Frau Dorothea gesponnen, gewebt und genäht. Der Rock wird seit 1610 in der Kirche verehrt und wurde 1975 im Textilatelier des Schweizerischen Landesmuseums restauriert.
Neben der Vitrine befindet sich das Bronzerelief «Dorothee und Bruder Klaus», das anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. am 14. Juni 1984 geschaffen worden war. Zwischen den linken Seitenaltären befindet sich eine Kopie des Betrachtungsbildes (Meditationsbild) von Bruder Klaus. Es stellt eine Ausgestaltung des einfachen Radbildes dar. Die originale Leinwandtafel wurde um 1475/80 gemalt und Bruder Klaus geschenkt.