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Über hundert Bundesrätinnen und Bundesräte hat die Vereinigte Bundesversammlung seit 1848 gewählt. Ein Blick in die Geschichte zeigt viele lange Amtsdauern und wenige Nichtwiederwahlen.
Die Mitglieder des Bundesrates seit 1848
Amtsdauer und Rücktritt
Rund 10 Jahre bleiben die Bundesräte durchschnittlich im Amt. Die längste Amtsdauer gab es im 19. Jahrhundert. Carl Schenk war 32 Jahre Bundesrat. Ebenfalls sehr lange in der Landesregierung war Guiseppe Motta. Er war während der Zeit der beiden Weltkriege 28 Jahre im Amt. In der jüngeren Vergangenheit sind Kurt Furgler, Jean-Pascal Delamuraz, Kaspar Villiger und Moritz Leuenberger überdurchschnittlich lang im Amt geblieben. Eine Beschränkung der Amtsdauer oder ein Misstrauensvotum gibt es nicht. Den Zeitpunkt seines Rücktritts bestimmt also das amtierende Bundesratsmitglied. Hin und wieder erfolgte dieser jedoch auch auf Druck der Partei oder des Parlaments. Nichtwiederwahlen von wieder kandidierenden Bundesräten sind selten. Seit 1848 kam es viermal dazu. (Ulrich Ochsenbein 1854, Jean-Jacques Challet-Venel 1872, Ruth Metzler 2003, Christoph Blocher 2007).
Bundesräte, die die Wahl nicht annahmen
Verschiedentlich wurden Bundesräte zwar gewählt, aber traten ihr Amt nicht an. Jüngstes Beispiel ist Francis Matthey, der die Wahl 1993 zu Gunsten der zweiten Frau im Bundesrat (Ruth Dreifuss) ausschlug.
Vergangene Bundesratswahlen nochmals miterleben?
Die Organisation der Bundesrats-Wahl ist Sache des Parlamentes, die Videoaufzeichnungen der Bundessrats-Wahlen und die Wortprotokolle können auf parlament.ch eingesehen werden.
Fragen zur Bundesratswahl?
Das Parlament stellt die häufigsten Fragen und Antworten zu den Regeln der Wahl zusammen.
Letzte Änderung 14.09.2017