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Die Bankiersfamilie Rothschild will die Bank Rothschild & Co mit einem milliardenschweren Angebot von der Börse nehmen, berichtet die Financial Times. Die Familienholding Concordia bietet 48 € pro Aktie. Damit wird die Bank 3,7 Milliarden Euro wert sein.
Wenn die Finanzierung des Angebots abgeschlossen ist, wird die Bank nach 185 Jahren von der Pariser Börse verschwinden. In einer Erklärung schrieb die Holdinggesellschaft, dass „keine der Aktivitäten der Gruppe Zugang zu Kapital über den Aktienmarkt benötigt“. „Dies macht den privaten Besitz der Gruppe geeigneter als eine öffentliche Notierung“.
Rund 3.800 Menschen arbeiten in 40 Ländern für Rothschild & Co. Die Bank war u. a. am Börsengang von Porsche und an der Verstaatlichung des Energieriesen Uniper beteiligt.
Vor einigen Monaten starb Evelyn de Rothschild, der zusammen mit seinem Neffen David viele Jahre lang das Gesicht der Bank war. Rothschild & Co wird heute von Alexandre de Rothschild, dem Sohn von David, geleitet.
Evelyn de Rothschild war auch Vorsitzender des Economist, Finanzberater der britischen Königin Elisabeth und unterhielt darüber hinaus enge Beziehungen zu Bill und Hillary Clinton.
Mayer Amschel Rothschild war im neunzehnten Jahrhundert einer der mächtigsten Bankiers in Europa. Er schickte seine Söhne nach London, Wien, Neapel, Frankfurt und Paris, um Banken zu gründen. Die Familie finanzierte die britische Armee, damit sie Napoleon besiegen konnte.