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Schweizer Beitrag
Sandec betreibt angewandte Forschung und fördert die lokalen Forschungskapazitäten und professionellen Expertise in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen in den Bereichen Wasserversorgung, Siedlungshygiene und Abfallmanagement. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Forschungsprojekte in Tansania, Lesotho, Indien und Nepal durchgeführt, um mehr Informationen über Low-Tech Biogassysteme in städtischen Gebieten von Entwicklungsländern zu erhalten.
Portrait
Die meisten Menschen in Ghana nützen Feuerholz und/oder Holzkohle zum Kochen. Es besteht grosser Bedarf an Lösungen für alternative erneuerbare Brennstoffe. In Ghana besteht der städtische Festabfall aus bis zu 65% leicht biologisch abbaubarem organischem Material. Dies stellt ein enormes Potenzial für die Produktion von Biogas dar. Das Ziel ist es, eine an die lokalen Verhältnisse angepasste Trockenvergärungsanlage zu entwickeln und zu untersuchen, wie ein solches System in das städtische Abfallmanagementsystem integriert und wirtschaftlich betrieben werden kann.
In einer Vorstudie wurden erst lokal verfügbare Materialien für eine Anlage identifiziert und evaluiert. Anschliessend wurde in der Stadt Kumasi ein Second-Hand Schiffscontainer in einen Biogasfermenter umgewandelt und mit ersten Versuchen in Betrieb genommen. Im vorliegenden Projekt soll die Anlage optimiert werden und dazu soll ein zweiter Schiffscontainer umgewandelt und in Betrieb genommen werden.
Resultate
Die Trockenvergärung als Prozess in Entwicklungsländern ist eine angebrachte Technologie, die jedoch noch weiter verbessert werden muss. Die Biogasproduktion blieb noch tiefer als erwartet. Für den Betrieb der Fermenter wurde ein Benutzerhandbuch erarbeitet und im Frühling 2012 ein Stakeholder-Workshop mit involvierten Partnern und Behörden vor Ort durchgeführt.
Wirkung
Der Betrieb der gebauten Anlage im Campus wird nun durch zwei lokale Studenten übernommen. Weiter werden die Fragen des angepassten Gärgutes in Masterarbeiten von 3 ghanaischen Studenten behandelt.