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Hörrundgang
Erziehung und Kultur
Zellweger’sche Schul-
und andere Gründungen
kennenlernen
Mitglieder der Familie Zellweger verschwinden nach der Auflösung der letzten Textilhandelsfirma im Jahr 1817 nicht von der Bildfläche. Sie verlagern ihre Geschäftsfelder in andere Bereiche: So werden sie Philanthropen, Bankiers, Gründer und Mitgründer von Schulen, Waisenhäusern, einer Sparkasse, der Helvetia Versicherungsgesellschaft, der Zellweger Uster, einer «Fabrik für electrische Apparate», von Zeitungen, der Kantonsbibliothek, den Appenzeller Viehschauen, der Basler Missionsgesellschaft, einer Bierbrauerei und der Zellweger’schen Kinderkuranstalt, in deren unmittelbarer Nachbarschaft die Zellweger-Nichte Sophie Taeuber-Arp aufwächst. Dies führt zur Hypothese einer dynamischen Anpassungsfähigkeit einzelner Familienmitglieder, die sich bis ins 20. Jahrhundert hineinzieht.
Der Hörrundgang «Erziehung und Kultur» konzentriert sich auf die Innovationen insbesondere von Johann Caspar Zellweger-Gessner (1768–1855) in Trogen, namentlich primär die Gründungen des «Kantonal-Instituts», aus dem die Kantonsschule hervorgeht, sowie die Gründung der Armenschule in der Schurtanne. Die für Appenzell Ausserrhoden spannende Zeit der Spätaufklärung (1820– ca. 1840) und deren Exponenten wird näher betrachtet.
Geplante Eröffnung: 2019