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Diese Hinweise sind als Minireiseführer zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben aber einige Punkte angesprochen, welche für Tibet-Reisende spannend sein könnten oder welche gut zu wissen sind.
Früher erstreckte sich «Grosstibet» über die Regionen von Zentral- und Westtibet, Amdo im Nordosten und Kham im Osten. Alle Regionen gehören heute zu China. Zentral- und Westtibet bilden die
Autonome Region Tibet (TAR – Tibet Autonomous Region), Amdo und Kham sind auf verschiedene chinesische Provinzen aufgeteilt.
Zur Gesamtzahl der Einwohner (tibetisch- und chinesischstämmig) in den verschiedenen Regionen gibt es keine verlässlichen Zahlen. Man geht davon aus, dass es heute ungefähr 6 Millionen Tibeter in China gibt. Unten ist die ungefähre Verteilung auf die verschiedenen Regionen.
Autonome Region Tibet (TAR)
Amdo
aufgeteilt auf die chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai und Sichuan
Kham
aufgeteilt auf die chinesischen Provinzen Qinghai, Sichuan, Yunnan und ein Drittel von Kham gehört heute zur Autonomen Region Tibet (TAR)
Zentral- und Westtibet werden heute als «Autonome Region Tibet» (TAR) bezeichnet. «Auf dem Dach der Welt» finden wir grandiose Berglandschaften, einmalig schöne Salzseen und einige der höchsten
Berge der Welt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in fruchtbaren Flusstälern auf einer durchschnittlichen Höhe von 3500 – 4000 Metern. Der grösste Teil Tibets besteht aber aus kargen Hochplateaus
und Schnee- und Eisgipfeln. Diese einsamen Regionen (Changthang und Westtibet) werden von wenigen Nomaden mit ihren Herden besiedelt. In Tibet existiert eine hochstehende Klosterkultur. Der
Lamaismus oder tantrische Buddhismus zeigt sich hier in seiner ganzen Vielfalt. Soweit als möglich führen uns unsere Reisen auch in entlegene Gebiete abseits der bekannten Routen. Dies ermöglicht
Begegnungen mit den Einheimischen in ihrem normalen Alltag oder in ihrer nomadischen Lebensweise. In den Städten und vermehrt auch auf dem Lande erleben wir, wie der Spagat zwischen der Moderne
und der Tradition gelebt wird.
In Westtibet zeugen die gut erhaltenen Ruinen im ehemaligen Königreich Guge von der jahrhundertealten buddhistischen Geschichte hier. In Westtibet steht auch der heiligste Berg der Welt. Der Kailash ist für Buddhisten, Hindus, Böns und Jains seit Jahrtausenden eines der wichtigsten Pilgerziele. Die Umrundung des Kailash zusammen mit einheimischen Pilgern ist eine zutiefst berührende Erfahrung und wird für immer unvergesslich bleiben. Auch die Landschaft in Westtibet ist einmalig und spektakulär.
Das ehemalige Tibet hat aus den Provinzen Ü-Tsang, Amdo und Kham bestanden. Ü-Tsang ist heute die «Autonome Region Tibet» (TAR). Amdo und Kham (Osttibet) gehören heute zu den chinesischen
Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan. Die Fläche von Osttibet ist grösser als die Autonome Region Tibet und 60 % der tibetischstämmigen Bevölkerung lebt in Osttibet. Die tibetische Kultur
ist in Osttibet sehr lebendig, was die vielen Klostergründungen zeigen. Auch werden hier einmalig schöne Klosterfeste gefeiert. Osttibet ist von der kulturellen Seite und vom Leben der Leute her
«tibetischer» als die Autonome Region Tibet. Da Osttibet auf verschiedene chinesische Provinzen aufgeteilt wurde, ist das Reisen hier deutlich einfacher und unterliegt viel weniger
Permitbestimmungen. Die Region ist sehr ursprünglich und vom westlichen Tourismus noch nicht entdeckt worden. Die Modernisierung und der technische Fortschritt schreiten aber wie in allen
Regionen in China auch hier sehr schnell voran.
Amdo und Kham sind deutlich grüner als Ü-Tsang. Ein Grossteil des Landes ist auf einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Metern, der höchste Gipfel (Minya Konka) erreicht eine Höhe von über 7500 Metern. Weite Hochplateaus werden von Nomaden mit ihren Herden besiedelt. Einige der heiligsten Berge in Tibet befinden sich in Amdo und Kham wie zum Beispiel der Amnye Machen. Einmalig schöne Bergseen finden sich in der phantastischen Bergwelt und mit dem Kokonor-See liegt hier auch der grösste Salzsee Tibets. Der mongolische Name Kokonor lässt sich mit «blauem Meer» übersetzen. Reisen nach Osttibet gehören mit zum Spannendsten, was der Himalaya zu bieten hat.
China ist während der Winterzeit der Schweizer Zeit um 7 Stunden und während der Sommerzeit um 6 Stunden voraus. China erstreckt sich geographisch über mehrere Zeitzonen, aber überall gilt die Standardzeit von Peking.
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Tibet und Osttibet gehören heute zu China. Hier gibt es einige der schönsten Landschaften des Landes. Tibet ist für viele Reisende das Himalaya-Land schlechthin und wird vielfach sehr verklärt
und als «Shangrila» angesehen. Neben der politischen Entwicklung in Tibet ist auch der wirtschaftliche Fortschritt überall zu spüren. Aus holprigen Pisten wurden geteerte Highways und Städtchen
entwickelten sich zu Städten (mit viel chinesischem Einfluss). Es gibt in vielen entfernten Ecken des Landes Hotels, wo man früher auf ein Zeltcamp angewiesen war, entlegene Dörfer und Orte
wurden mit Stromleitungen erschlossen, usw. Diese Entwicklungen wird der eine eher positiv und der andere eher bedauernd zur Kenntnis nehmen.
Man findet in Tibet in entlegenen Regionen immer noch authentisches Leben, kann Begegnungen mit Nomaden haben, versteckte Einsiedeleien besuchen und an Gebetszeremonien teilnehmen. Auch die phantastische Bergwelt ist «noch wie früher». Thomas Zwahlen von Himalaya Tours war in den letzten Jahren mehrmals in Tibet und ist immer begeistert zurückgekommen. In unseren Augen lohnt sich eine Reise nach Tibet. Es macht aber Sinn, dass man nicht mit allzu verklärten Vorstellungen nach Tibet reist, sondern offen ist für die aktuelle Situation und die Entwicklungen im Land, ob wir diese gut finden oder eher bedauern. Das Wichtigste, was ein Reisender nach Tibet im Gepäck haben sollte, ist Verständnis für die dort herrschende Lage. So lässt sich Tibet viel besser geniessen und erleben.
Reisen nach Tibet bieten viele spannende Erlebnisse und Erfahrungen, können aber auch eine Herausforderung sein und es läuft nicht immer alles «schweizerisch» ab. Mit Unvorhergesehenem, Ungeplantem und Verzögerungen muss gerechnet werden. Wir empfehlen, sich darauf einzustellen und «einen Teil unserer schweizerischen Wertmassstäbe» zuhause zu lassen und sich bei unvorhergesehenen Situationen in «asiatischer Gelassenheit zu üben».
Oliver Fülling, Autor vom Reiseführer Tibet vom Verlag Stefan Loose, umschreibt Tibet so: Tibet existiert in der Vorstellung vieler Reisender in Form eines mystischen Shangri-La, eines
spirituellen Zufluchtsorts in einer korrupten und materialistischen Welt. Für sie repräsentiert Tibet alles, wonach sich die Menschheit heute sehnt, weil sie es entweder verloren oder noch nicht
erreicht hat oder weil es in Gefahr ist, aus dem menschlichen Umfeld zu verschwinden. Auch für Menschen ohne religiöse Bindung symbolisiert Tibet oft die noble Tradition, sich in einem zunehmend
standardisierten, ideologisch ausgerichteten und materialistischen Zeitalter auf sich selbst und das Leben nach dem Tod zu konzentrieren. Für andere wiederum ist die Autonome Region Tibet ein Ort
der Unterdrückung, in dem der Buddhismus ausgetrocknet und die Kultur zwischen den Mahlzähnen chinesischer Repression zermalmt wird. Viele Reisende empfinden daher die Begegnung mit dem realen
Tibet als Kulturschock, weil sie nicht auf das «wahre» Tibet treffen, das sie aus der einschlägigen Literatur kennen. Oder weil Tibet doch ganz anders ist, als es die heimischen Medien
vermitteln. Tatsächlich ist Tibet beides, geheimnisvoll und geschunden. Wer mit einer vorgefassten Meinung kommt, wird sie, wenn er nur will, bestätigt finden. Denn in Tibet gibt es eine Menge
Unterdrückung, aber trotzdem ist religiöses und kulturelles Leben überall präsent, nicht nur für Touristen. Doch Vorsicht, Tibet ist kein Supermarkt der Spiritualität. Das Schneeland lässt sich
nicht konsumieren, aber jeder, der mit offenen Augen und offenem Herzen durch das Land reist, wird sein ganz persönliches Tibet-Erlebnis mit nach Hause nehmen.
Unsere Reisen erfordern Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme gegenüber der lokalen Bevölkerung und deren Kultur. Auf etlichen Routen reisen wir durch entlegene Regionen, welche unter Umständen
noch nicht von vielen westlichen Touristen besucht wurden. Wir sollten offen und neugierig sein für Neues und nicht alles aus unserer Optik werten. Gerne erklärt uns unsere Reiseleitung Sitten,
Bräuche und Kultur im Reiseland. Wir zeigen unseren Respekt vor den Sitten, Gebräuchen und Wertvorstellungen der Bewohner von Tibet, indem wir uns «richtig» benehmen und anziehen. In der
Öffentlichkeit sollten keine Zärtlichkeiten ausgetauscht werden. Bei religiösen Stätten und im Umgang mit religiösen Gegenständen gilt es, Respekt zu wahren. Die Bewohner des Himalayas sind
äusserst höflich und es ist einfach, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es gilt als beschämend, die Kontrolle zu verlieren, wütend zu werden oder andere starke Emotionen zu zeigen. Respekt
erfährt, wer höflich ist. Deshalb wird es auch selten zu kontroversen Gesprächen kommen. Es ist unangenehm für die Bewohner des Himalayas, «nein» sagen zu müssen.
Ein kleiner Sprachführer kann uns Türen öffnen. Auch wenige Wörter der Landessprache werden von den Einheimischen sehr geschätzt. Unser lokaler Führer wird uns gerne einige tibetische Brocken beibringen. «Tashi Delek» ist der tibetische Gruss, welcher in der Regel in Zentral- und Westtibet gebraucht wird. Im Osten hört man eher ein «Demo» (übersetzt soviel wie «en Schöne») als Gruss. Fotos aus der Schweiz oder der eigenen Familie überwinden schnell die Sprachbarriere. Die Tibeter sind sehr offen und gastfreundlich. Vielleicht haben wir Glück und werden in eine Familie eingeladen, hier kann ein kleines Gastgeschenk wie Schweizer Schokolade, ein Sackmesser, Postkarten aus der Schweiz oder ähnliches viel Freude bereiten.
Die Bewohner des Himalayas sind sehr tolerant. Wer also einmal ins Fettnäpfchen tritt, muss nicht befürchten, gleich den Göttern geopfert zu werden.
Uns von Himalaya Tours liegt die Umwelt am Herzen. Wir wollen die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Der anfallende Abfall auf den Trekkings wird mitgetragen und die Gewässer werden nicht
unnötig belastet. Auch als Reisender sollte man seine Verantwortung für die Umwelt wahrnehmen, aktiv mitdenken und die Reise- und Trekkingrouten sauber halten.
Unsere Reisen führen oft in Regionen, die nicht über die bei uns zur Verfügung stehende Infrastruktur verfügen. Daher sehen wir uns hier besonders in der Verantwortung. Die Bergwelt des Himalayas ist einmalig und so soll es auch bleiben.
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Die Religion ist allgegenwärtig in Tibet. Die Mehrheit der tibetischen Bevölkerung sind Buddhisten, kleine Minderheiten sind Muslime oder folgen der alten animistischen Bön-Religion.
Als Besucher sind wir grundsätzlich in Tempelanlagen und Klöstern willkommen. Beim Betreten der Räume müssen eventuell die Schuhe ausgezogen werden. Unbedingt Hosen oder Röcke tragen, welche die
Knie bedecken und T-Shirts, Hemden oder Blusen, welche die Schultern bedecken. Wenn kein Eintritt verlangt wird, dann ist eine kleine finanzielle Spende angebracht.
Das Fotografieren in den Räumen der Tempel und Klöster ist teilweise erlaubt und teilweise nicht. Ein Nein soll respektiert werden. Vielfach wird eine Gebühr fürs Fotografieren oder Filmen verlangt. Dies kann ein kleiner Betrag sein, aber auch einen stattlichen Preis von umgerechnet CHF 10, 20 oder mehr kosten.
Buddhistische Bauwerke wie Klöster, Chörten und Mani-Mauern sind immer im Uhrzeigersinn (das Monument zur rechten Seite) zu umgehen.
Die Kleidung sollte dem Klima angepasst sein, aber Knie und Schultern sollten bedeckt sein. Das gilt für Männer und Frauen. Frauen sollten darauf achten, nicht zu viel Haut zu zeigen. Die
Sonneneinstrahlung im Himalaya kann sehr intensiv sein. So macht es Sinn, lange Hosen und evtl. auch langärmlige Shirts oder Hemden zu tragen.
Für all unsere Reisen geben wir ausführliche Ausrüstungslisten ab.
In Tibet und China spielen Hierarchien eine wichtige Rolle. Besonders gegenüber Beamten und «Officials» ist Respekt und Geduld angebracht. Auch religiösen Würdenträgern sollten wir mit Respekt begegnen. Wenn Menschen gleichen Ranges unter sich sind, geht es hingegen sehr locker zu und her.
Es gilt als sehr unhöflich, mit nur einem Finger auf jemanden zu zeigen. Dies wird hier als Drohgeste interpretiert. Besser ist es, mit der Handfläche nach oben auf eine Person oder auf religiöse
Objekte zu zeigen. Gegenstände sollten mit der rechten Hand gegeben und entgegengenommen werden, die linke gilt als unrein.
Der Kopf gilt als heiliger Körperteil, die Füsse hingegen als sehr unrein. Daher berührt man eine andere Person nicht am Kopf und es schickt sich nicht, mit den Füssen auf eine Person oder einen heiligen Gegenstand zu zeigen.
Es ist nicht üblich, die Hände zu schütteln, bürgert sich aber in den grösseren Orten langsam ein. Wenn möglich, dem Gegenüber überlassen, wie gross Abstand und Nähe sind. Speziell als Frau ist es geschickt, etwas zurückhaltend zu sein.
Es ist üblich und höflich, das Angebot für Getränke, Essen und Nachschöpfen mindestens einmal zu verneinen. Nach dem ersten formellen Ablehnen darf das Angebot angenommen werden. Umgekehrt ist es
wichtig, zu insistieren, wenn man etwas anbietet und das Gegenüber erst einmal ablehnt. In der Regel wird Buttertee mehrmals nachgeschenkt. Wer wirklich satt ist, deckt die Tasse oder den Teller
mit der Hand ab, wenn erneut nachgeschöpft wird.
Bei privaten Einladungen ist es üblich, ein Gespräch vor dem Essen zu führen. Die Mahlzeit wird oftmals schweigend eingenommen. Es ist üblich, dass in Tibet die Gastgeber nicht zusammen mit den Gästen essen. Eine Einladung ist eher ein «Bewirten» als ein gemütliches Zusammensitzen und Zusammenessen.
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Tibet ist nicht gerade mit kulinarischen Höhepunkten gesegnet, aber in grösseren Städten und in den Touristenorten gibt es eine gewisse Auswahl an Restaurants, die tibetische, chinesische,
muslimische und selten auch europäische Gerichte servieren. Einfache Restaurants sind günstig, in besseren bezahlt man CHF 10 oder mehr für ein Essen.
In Tibet findet man tibetische Speisen wie Momos (Teigtaschen), Thukpa (Suppe) und ähnliches. Weiter verbreitet ist in den Restaurants die chinesische Küche aus Sichuan mit ihren vielen, teils scharfen Gewürzen. Auch die muslimische Küche findet man in den grösseren Orten mit Spezialitäten wie Kebabs, Pilaws und vielem mehr. Viele Speisen werden mit Fleisch zubereitet, die Auswahl an vegetarischen Speisen ist eher klein.
Westliches Frühstück wird nur an wenigen Orten serviert und besteht oftmals aus pappigem Toast mit übersüsser Konfitüre. Das Frühstück der Einheimischen besteht oftmals aus Suppe, Reis oder ähnlichem.
Alkoholfreie Getränke sind preiswert. Tee ist das Nationalgetränk in China und der salzige Buttertee ist dies in Tibet. Trinkwasser wird an den meisten Orten angeboten. Chinesische Softdrinks wie auch Cola, Sprite etc. sind verbreitet und werden an vielen Orten angeboten.
Im Gegensatz zum Tee findet man Kaffee nur an wenigen Orten – in der Regel handelt es sich «nur» um Instant-Kaffee.
Im Sommer werden in Tibet eine gewisse Auswahl an Früchten verkauft. Halten Sie sich aber mit Früchten und Gemüse an die Regel: Cook it, peel it or leave it.
Im Gegensatz zu Tibet finden wir im chinesischen Flachland eine sehr grosse Auswahl an verschiedensten Speisen und Gerichten. Ein Erlebnis sind die Teezeremonien in den vielfach gemütlichen Teehäusern.
Alkohol zu trinken ist in Tibet verbreitet. Die Dorfbewohner brennen einen Teil ihrer Getreideernte zu Schnaps und lokalem Bier, welches sowohl von Männern wie auch von Frauen getrunken wird. In
einigen Bars, Restaurants und Hotels gibt es alkoholische Getränke. Während der Akklimatisation an die Höhe empfehlen wir, auf alkoholische Getränke möglichst zu verzichten.
Tabak ist verbreitet. Es rauchen mehrheitlich Männer, unter Frauen ist dies nicht allzu weit verbreitet.
Handeln und Feilschen liegt den Tibetern im Blut. Viele Preise sind heutzutage zwar fix festgelegt, aber gerade in Touristenläden kann oftmals gehandelt werden. Bei Einheimischen können wir uns
über das lokale Preisniveau erkundigen. Aufpassen bei Versprechungen wie 100 % Pure Pashmina, dies muss nicht stimmen.
In Restaurants und Lebensmittelläden muss nicht gefeilscht werden, dort gelten die angeschriebenen Preise.
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Unsere Crew in Tibet verdient einen guten, branchenüblichen Lohn. Dieser wird von unserem lokalen Partner bezahlt. Himalaya Tours bezahlt der Stamm-Crew zusätzlich einen Bonus pro gearbeiteten
Tag. Somit ist deren Gesamtverdienst über dem Durchschnitt. So ist das Trinkgeld bei Himalaya Tours kein Lohnbestandteil, welchen «man sowieso geben muss». Natürlich wird ein Trinkgeld gerne
genommen, aber es soll als Honorierung von guter Leistung verteilt werden und nicht, weil es eben so dazu gehört.
Bei einer Reise mit Schweizer Reiseleitung wird sich diese um die Trinkgeldverteilung kümmern.
Bei Reisen mit lokaler Reiseleitung geben wir eine Empfehlung für die Trinkgeldverteilung ab.
Süssigkeiten etc. sollten an Kinder eher nicht verteilt werden. Besonders nicht, wenn sie darum «betteln», um dies nicht noch zu fördern. In den vergangenen Jahren hat es sich aber bewährt, evtl.
einige kleine Spiele oder Seifenblasen mitzunehmen und falls möglich, ein bisschen Zeit mit Spielen zu verbringen.
Die einheimische Begleitmannschaft oder lokalen Bewohner am Weg freuen sich über kleine Geschenke als Dank für ihr Engagement oder eine Einladung, z.B. Regenjacken, Fleece und andere Trekkingkleider, Taschenmesser, Sonnenbrillen, Stirnlampen, Thermosflaschen etc. Sehr beliebt sind Wander- oder Trekkingschuhe (gebraucht aber gut erhalten). Aber auch Postkarten aus der Schweiz, Fotos der eigenen Familie etc. sind gute Mitbringsel (im Fall einer Einladung o.ä.).
Bei Schulbesuchen und ähnlichem kann es eine gute Idee sein, wenn die Gruppe vor Ort einige Dutzend Schreibstifte, einige Kilo Früchte o.ä. kauft, um dies als Geschenk mitzubringen. Bei vor Ort gekauften Geschenken profitiert auch die lokale Wirtschaft davon. Dies mit dem lokalen Führer besprechen, er kann beim Organisieren behilflich sein.
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Für Zentral- und Westtibet sind die deutschsprachigen Reiseführer «Tibet» vom Verlag Stefan Loose oder vom Trescher Verlag sehr informativ. Für Kultur- und Kunstinteressierte eignet sich der
Dumont Kunstführer «Tibet» mit Informationen über die lamaistische Klosterkultur und die Lebensformen auf dem Dach der Welt.Für Osttibet bietet der Reiseführer «Osttibet» vom Weishaupt Verlag
bietet viele Hintergrundinformationen zur Provinz Amdo.
Es gibt umfangreiche Literatur über den tibetischen Kulturkreis und zu verschiedenen Aspekten des Buddhismus. Auch diverse schöne Bildbände sind erhältlich.
Landkarten von verschiedenen Verlagen gibt es bei uns im Buchhandel. Als kleines Präsent erhalten all unsere Reiseteilehmer eine Karte ihres Reisegebietes.
Der Pass muss mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein. Für China ist ein Visum erforderlich. Ausführliche Reiseunterlagen werden von uns abgegeben.
Das Visum muss im Voraus beim Chinese Visa Application Service Center (CVASC) in Bern resp. in Zürich eingeholt werden. Das CVASC stellt die Visa im Auftrag der chinesischen Botschaft in Bern
resp. des Generalkonsulats in Zürich aus. Die Visumseinholung kann nicht per Post gemacht werden, sondern nur durch einen persönlichen Besuch beim CVASC oder durch den persönlichen Besuch eines
Vertreters (wie Visa-Service, Reiseveranstalter, etc.). Die Einholung des Chinavisums dauert in der Regel um die 2 Wochen, bei nicht-schweizerischen Pässen etwas länger. Die Kosten fürs Visum
betragen CHF 189 (ohne Einholung). Infos zum Chinavisum unter www.visaforchina.org
Bei Gruppenreisen ist das Visum plus die Einholung im Preis inbegriffen, bei Privatreisen ist dieses nicht inbegriffen. Bei Privatreisen bieten wir an, das Visum für eine Gebühr von CHF 80 plus Visakosten einzuholen.
Für die Einholung des Chinavisums wird der Originalpass benötigt, welcher solange nicht verfügbar ist. Kontaktieren Sie uns, falls Sie vor der Reise Auslandaufenthalte planen. So können wir die Zeit der Visumseinholung mit Ihnen koordinieren.
Bei Einreise von Nepal nach Tibet
Falls die Reise von Nepal nach Tibet führt, dann kann das chinesische Visum nicht im Voraus in der Schweiz beantragt werden, sondern muss zwingend in Kathmandu eingeholt werden. Allenfalls ist ein kurzer, persönlicher Besuch bei der chinesischen Botschaft in Kathmandu nötig. Die Visumseinholung wird von unserem lokalen Partner in Kathmandu organisiert.
Tibet gehört zu China und ist eine politisch sensitive Region. Der Besuch von Zentral- und Westtibet erfordert neben einem Chinavisum etliche Spezialbewilligungen und Permits. Das komplizierte Einholen all dieser Permits wird von uns erledigt. Dies braucht eine gewisse Zeit und allzu kurzfristige Buchungen (weniger als 4 bis 8 Wochen, je nach Region) sind aus diesem Grund nicht möglich.
Da die Regionen Amdo und Kham heute mehrheitlich zu den chinesischen Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan gehören, ist die Permitsituation hier deutlich einfacher als in Zentral- oder Westtibet. Etliche Regionen sind ohne Permits bereisbar und allfällig benötigte Permits werden von Himalaya Tours im Voraus eingeholt.
Es ist leider möglich, dass aus verschiedenen Gründen die Permitsituation kurzfristig und ohne Ankündigung ändert, für gewisse Zeiten im Jahr gar keine Permits ausgestellt oder bereits
ausgestellte Permits für ungültig erklärt werden. Dies betrifft vor allem die Regionen Zentral- und Westtibet kann aber in seltenen Fällen auch für einzelne Gebiete in Osttibet gelten. In den
letzten Jahren war die Permitsituation stabil. Dies kann aber jederzeit ändern.
Falls ein solcher Fall eintreten sollte, haben wir schöne Alternativprogramme in verschiedenen Regionen in Osttibet oder in anderen Himalaya-Ländern, welche wir auch kurzfristig organisieren können. Es ist aber auch möglich, kostenfrei von der Reiseteilnahme zurückzutreten. Das finanzielle Risiko dafür tragen wir und wollen dies nicht auf unsere Reiseteilnehmer überwälzen.
Jeder Teilnehmer ist selbst für einen genügenden Versicherungsschutz verantwortlich (Krankheit, Unfall, Rückführung im Notfall, Reisezwischenfall, Annullationskosten, Gepäck etc.). Wir empfehlen
dringend den Abschluss einer Reise-versicherung (Annullationskosten und Reisezwischenfall resp. Personenassistance). Die verschiedenen Versicherungen unterscheiden sich in den Leistungen und
Deckungen teilweise stark und nicht alle bieten einen optimalen Versicherungsschutz für Himalaya-Reisen. Einzelne Versicherungen schliessen Leistungen bei Reisen in grössere Höhen aus, zum
Beispiel die ERV (Europäische Reiseversicherung) bei Schlafhöhen über 4000 Metern. Eventuell lassen sich solche Ausschlüsse mit einer Zusatzversicherung abdecken, fragen Sie direkt bei der
Versicherung nach. Wichtig ist auch die Höhe der Deckung, eine Evakuation im Himalaya kann sehr teuer werden und einige zehntausend Franken kosten. Mehr Infos zu Reiseversicherungen finden Sie
auf unserer Website oder erhalten Sie telefonisch von uns.
Hinweis: Über Himalaya Tours kann bewusst keine Reiseversicherung abgeschlossen werden. Wir suchen keine Zusammenarbeit mit einer Versicherung, da wir alle Versicherungen kritisch und von einem neutralen Standpunkt aus beurteilen wollen. Uns ist wichtig, dass alle Reiseteilnehmer den bestmöglichen Versicherungsschutz haben.
Ab sechs Teilnehmern führen wir in der Regel 1 bis 2 Monate vor Abreise ein Vorbereitungstreffen durch. Hier trifft sich die Gruppe, wir informieren über die Reise mit Praxis-Tipps und
beantworten offene Fragen. Falls es weniger als sechs Teilnehmer sind, machen wir das Vorbereitungsgespräch unter Umständen auch mit jedem telefonisch.
Es ist uns ein Anliegen, dass alle Teilnehmer die Reise gut vorbereitet antreten können.
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Die Reiseteilnehmer fliegen mit der Gruppe oder individuell nach China und Tibet. Bei Reisen mit Schweizer Reiseleitung wird die Gruppe begleitet, aber eventuell ist der Reiseleiter auch schon in
China oder Tibet und die Teilnehmer fliegen ohne Begleitung hin oder zurück. Viele unserer Reiseleiter verbringen gleich einige Monate im Himalaya und so macht es für diese wenig Sinn, x-Mal von
der Schweiz in den Himalaya und zurück zu fliegen.
Bei lokal begleiteten Reisen fliegen die Teilnehmer immer ohne Begleitung nach China und Tibet und zurück. Die Reiseteilnehmer (Gruppen- und Privatreisen) werden in jedem Fall sowohl in Kathmandu am Flughafen abgeholt und betreut. Unser lokaler Partner wartet jeweils am Flughafenausgang mit einem Schild beschriftet mit Himalaya Tours.
Details zur An- und Rückreise geben wir vor der Abreise bekannt.
Die Flugsituation für Flüge nach China und Tibet ist sehr «dynamisch». Eventuell werden Flugverbindungen kurzfristig geändert, vielleicht fliegen wir über eine andere Destination als im Reiseprogramm geplant (z.B. über Peking anstelle von Chengdu etc.). Solch allenfalls nötige Änderungen werden durch uns vorgenommen und wir werden die Reiseteilnehmer dementsprechend informieren.
Internationale Flüge (Zürich-China)
In der Regel darf man in der Economy-Klasse 1 Gepäckstück (20 kg oder teils mehr) einchecken plus 1 Handgepäck à 5 – 8 kg mitnehmen. In der Business-Klasse sind dies in der Regel 2 Gepäckstücke (30 kg oder mehr) zum Einchecken plus 1 oder 2 Handgepäcke à 5 – 8 kg.
Nationale Flüge (innerhalb von China/Tibet)
In der Economy-Klasse in der Regel 20 kg zum Einchecken plus 1 Handgepäck, in der Business-Klasse 30 kg plus 1 oder 2 Handgepäcke.
Die genauen Gepäckbestimmungen sind auf den Flugtickets ersichtlich.
Internationale Flüge und Inlandflüge von jeder Airline können von Verspätungen oder Absagen betroffen sein und so ist es in Ausnahmefällen möglich, dass sich die Rückreise in die Schweiz verzögert. Wir empfehlen, keine wichtigen Termine auf die Tage nach der geplanten Rückkehr in die Schweiz zu legen.
Trotz sorgfältiger Planung können unvorhersehbare Ereignisse Programmänderungen nötig machen. Schlechte Witterung oder Schnee kann Pässe unpassierbar machen, die Gesundheit der Teilnehmer kann eine Etappenänderung nötig werden lassen, die politischen oder gesetzlichen Bestimmungen können sich kurzfristig ändern und so weiter. In solchen Fällen werden wir das Reiseprogramm im Rahmen des Verantwortbaren durchführen oder machen eine Programmänderung, falls dies nötig sein sollte.
Wichtig: Die Sicherheit der Teilnehmer und der Mannschaft hat immer erste Priorität.
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Landeswährung in China ist der Renminbi (RMB). Unterteilt ist dieser in Yuan und Jiao. 1 Yuan entspricht 10 Jiao. Am einfachsten ist der Geldwechsel gleich bei Ankunft am Flughafen. Hier werden CHF, Euro, US$ und andere Währungen getauscht. Unterwegs in Banken, Wechselstuben oder Hotels lassen sich CHF teils nur schwer wechseln, da sind US$ von Vorteil. Ausserhalb der grösseren Ortschaften kann das Wechseln von Geld schwierig sein. Reisecheck-Karten haben keine grosse Akzeptanz. Es ist möglich, bereits im Voraus in der Schweiz bei einigen Banken Renminbi zu wechseln.
Die meisten Reiseteilnehmer brauchen im Bereich CHF 300 bis 500 für persönliche Auslagen, Souvenirs und Trinkgelder. Dazu kommen allfälligen Mahlzeiten, welche nicht inbegriffen sind, siehe im
Reiseprogramm. Bei Gruppenreisen sind grundsätzlich alle Mahlzeiten inbegriffen. Durchschnittliche Kosten pro Mittag- resp. Abendessen liegen im Bereich von CHF 4 – 15, in noblen Restaurants und
Hotels teils auch höher.
Am einfachsten und schnellsten geht der Bargeldbezug per Bancomat. In den grösseren Orten sind Bancomaten vorhanden. Es kann aber immer wieder einmal vorkommen, dass diese nicht funktionieren.
Der Einsatz von Kreditkarten ist in Tibet nicht sehr verbreitet. Achtung beim Einsatz: Betrugsfälle mit Kreditkarten in China sind nicht unbekannt. Für Notfälle eine Kreditkarte dabeizuhaben, ist
eine gute Idee.
Die meisten lokalen Leute bezahlen in Geschäften, Hotels und Restaurants per Smartphone. Diese Option ist für westliche Besucher in der Regel nicht möglich.
Wichtig: Klären Sie mit Ihrer Bank oder Ihrem Kartenherausgeber ab, dass diese für Asien «freigeschaltet» sind resp. lassen Sie dies machen. Etliche Kartenherausgeber sperren diese seit einigen Jahren vorsorglich für Asien (Geoblocking). Wir empfehlen, genügend Bargeld von zu Hause mitzunehmen.
Telefongespräche vom Hotel sind oftmals möglich. Günstiger sind Gespräche via Skype oder ähnlich, welche in einigen Internetcafés möglich sind. Während dem Trekking haben wir oftmals keine
Telefonmöglichkeit. Mit Schweizer Mobiltelefonen ist in vielen grösseren Orten (aber nicht in ganz Tibet!) ein Roaming möglich, aber in der Regel teuer. In einigen grösseren Ortschaften finden
sich Internetcafés, wo man Mails abrufen kann. Etliche Restaurants und Hotels bieten WLAN an, gegen eine Gebühr oder vielfach sogar gratis. Das Internet funktioniert erstaunlich gut, oftmals auch
in entlegenen Regionen. Einige Dienste und Websites wie WhatsApp, Google, Facebook, YouTube und andere können in China blockiert sein. Teils funktionieren diese Dienste, teils sind diese komplett
blockiert. WeChat ist die chinesische Variante von WhatsApp. In der Vergangenheit konnte Wechat auch auf westlichen Smartphones installiert werden, aber die Bedingungen können immer wieder mal
ändern.
Wichtig: Es ist seit Herbst 2017 strengstens verboten, VPN- oder ähnliche Dienste auf dem Smartphone, Pad, Computer etc. zu installieren, um die chinesischen Internetsperren zu umgehen.
Wir haben das Privileg zu fotografieren, aber nicht automatisch das Recht dazu! Es gehört sich, zu fotografierende Personen um Erlaubnis zu fragen und ein allfälliges Nein auch zu respektieren. Das Fotografieren von Flughäfen, Brücken und militärischen Einrichtungen ist grundsätzlich verboten. In Klöstern und Tempeln ist das Fotografieren teils erlaubt und teils nicht. Der lokale Führer kann hier Auskunft geben. Bei etlichen Sehenswürdigkeiten wird eine Gebühr für das Fotografieren oder Filmen erhoben, dies vor allem für die Innenbereiche. Dies kann von weniger als CHF 1 bis CHF 10, 20 oder mehr betragen. Es macht Sinn, die Fotoausrüstung in einer wasser- und staubdichten Hülle zu verpacken.
Die Stromspannung beträgt 230-240 Volt. Die Steckdosen passen in etwa für unsere Stecker mit zwei runden Stiften. Es passt zwar nicht zu 100 Prozent, funktioniert aber im Normalfall. Ein Adapter ist trotzdem zu empfehlen und muss unbedingt mitgeführt werden bei dreipoligen Steckern (Laptop und ähnliches). Es reicht ein einfacher Adapter, wie er für Deutschland gebraucht würde (mit zwei etwas dickeren Stiften als dies die Schweizer Stecker haben). Elektrizität ist in den meisten grösseren Ortschaften vorhanden – allerdings muss man mit Stromausfällen rechnen. Die Stromversorgung ist aber in der Regel zuverlässiger als in den meisten anderen Himalaya-Regionen. Bei Zelt-Trekkings hat man in der Regel keine Möglichkeit, die Akkus aufzuladen. Durch die Kälte können sich die Akkus schneller entladen als gewohnt, evtl. diese in kalten Nächten in den Schlafsack nehmen. Wir empfehlen unbedingt die Mitnahme von Reserveakkus resp. einer Powerbank oder evtl. eines Solarladegerätes.
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In Tibet ist die medizinische Versorgung ausserhalb der grösseren Städte sehr einfach. In vielen Regionen ist keine medizinische Versorgung verfügbar, und wir sind auf uns alleine gestellt. Bei
Gruppenreisen senden wir eine umfangreiche Notfallapotheke mit. Bei Privatreisen geben wir eine Empfehlung ab, um sich eine zweckmässige Apotheke zusammenzustellen zu können.
Für China sind keinerlei Impfungen obligatorisch. Allerdings werden Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis je nach Situation empfohlen, je nach Ziel und Dauer der Reise eventuell auch Typhus und Tollwut. Lassen Sie sich zu Impfungen und medizinischen Fragen von Ihrem Haus- oder Tropenarzt beraten. Auf der Website www.safetravel.ch finden Sie aktuelle Infos zu den jeweiligen Ländern.
Lassen Sie eventuell vor der Reise einen Gesundheits-Check machen.
Bei vielen Reisen bewegen wir uns in grösseren Höhen. Das Auftreten von Höhenkrankheitssymptomen hat weniger mit dem Alter oder der persönlichen Fitness zu tun, sondern vielmehr mit der
Geschwindigkeit des Anstieges in grosse Höhen und dem eigenen Verhalten. Unser Programm wird sehr sorgfältig zusammengestellt, um eine problemlose Akklimatisation zu ermöglichen. Dennoch ist es
möglich, dass Reiseteilnehmer in seltenen Fällen höhenkrank werden und unter Umständen die Reise sogar abgebrochen oder abgeändert werden muss. Dank der guten Planung und der langsamen
Akklimatisation kommt dies bei unseren Reisen nur äusserst selten vor.
Wer in der Vergangenheit schon ernsthafte Höhenprobleme hatte oder an Beschwerden leidet, welche die Akklimatisation erschweren können (wie z.B. Angina Pectoris, Herz- und Lungenkrankheiten, etc.), hat eventuell ein erhöhtes Risiko. Falls Sie unsicher sind, klären Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt ab. Sie erhalten von uns eine Liste mit spezialisierten Höhenmedizinern, welche Vorsorgeuntersuchungen anbieten.
Wir werden vor der Reise zur Höhenkrankheit informieren und natürlich dürfen Sie uns jederzeit kontaktieren. Mit den Reiseunterlagen erhalten Sie ein Merkblatt für Reisen in grossen Höhen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Gebirgsmedizin unter www.sggm-ssmm.ch.
Informieren Sie uns unbedingt, falls Sie chronische Erkrankungen oder Leiden haben, welche für die Reise von Bedeutung sein könnten. Informieren Sie uns bitte auch, falls Sie regelmässig Medikamente einnehmen. Nicht alle Medikamente sind «höhenverträglich» und «reisetauglich». Besprechen Sie dies vorgängig mit Ihrem Arzt.
Auf der ganzen Reise gilt: Bitte kein Leitungswasser trinken! In Tibet empfiehlt es sich, die Zähne mit Trinkwasser zu putzen.
Sie erhalten vor der Abreise ein Notfallblatt mit 24h-SOS-Telefonnummern in der Schweiz und in Tibet sowie allen Kontaktadressen plus Adresse des ersten Hotels.
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Tibet ist nicht nur kulturell sehr spannend, sondern bietet auch phantastische Trekkingmöglichkeiten an. Etliche unserer Reisen beinhalten ein Trekking. Hier beschreiben wir, wie man sich so einen Trekkingtag in etwa vorstellen soll.
Bei Zelt-Trekkings wird die gesamte Infrastruktur wie Schlaf-, Ess-, Koch- und Toilettenzelte sowie die gesamte Küchenausrüstung mitgetragen. Ebenso alle Lebensmittel, da es unterwegs kaum etwas zu kaufen gibt. Ein Grossteil des Lebens findet bei Zelt-Trekkings draussen statt. Bei guten Wetterverhältnissen gibt es nicht viel Schöneres als ein gemütliches Frühstück draussen an der Morgensonne oder den Anblick des unendlichen Sternenhimmels in klaren Nächten. Falls aber die Witterung kalt wird oder Niederschläge bringt, dann braucht ein Zelt-Trekking ein gutes Durchhaltevermögen und eine robuste Gesundheit. Wir können uns zwar in unsere Schlafzelte verziehen oder im Esszelt Schutz suchen, aber diese können nicht beheizt werden. In grossen Höhen oder bei kalter Witterung kann es kalt werden. Es kann im Himalaya auch zu jeder Jahreszeit zu Schneefällen kommen.
Beschreibung eines typischen Trekkingtages:
Am Morgen werden wir mit einem warmen Tee oder Kaffee geweckt und erhalten eine Schüssel warmes Wasser für die Morgentoilette. Nach dem Räumen des Zeltes wird gefrühstückt. In der Regel wird Toast oder Fladenbrot, Müesli oder Corn Flakes, Porridge, manchmal Eiergerichte in verschiedenen Variationen zubereitet. Dazu gibt es Tee, vor allem Chai, Schwarz-, Grün- oder Gewürztee, evtl. einige Kräuter- oder Früchteteebeutel von zu Hause mitbringen. Es hat auch Kaffee (Nescafé) und Milch (in der Regel aus Milchpulver).
Nach dem Frühstück laufen wir los. Ein Teil der Mannschaft wird das Lager fertig zusammenräumen und das Gepäck transportfertig machen. Während des Trekkings tragen wir nur unseren Tagesrucksack mit der Wasserflasche, Zusatzkleidern, Snacks, evtl. Lunch, Fotokamera und weiteren persönlichen Gegenständen. Das Hauptgepäck wird in der Regel von Tragtieren transportiert, die wir aber oft erst am Abend wiedersehen. Gut überlegen, welche Dinge wir für die Tagesetappe benötigen und den Tagesrucksack dementsprechend packen. Unsere Reiseleitung kann uns über die bevorstehende Etappe Auskunft geben. Es macht Sinn, in der Höhe langsam und unser eigenes Tempo zu gehen. Man soll sich nicht zu einem zu hohen Tempo verleiten lassen, falls andere Gruppenmitglieder schneller unterwegs sind. Der Anspruch besteht nicht, dass die Gruppe möglichst kompakt läuft, sondern dass jeder in seinem passenden Tempo geht. Unterwegs wird dann bei Stopps und Pausen wieder aufeinander gewartet.
Das Mittagessen wird teils als kalter Lunch mitgenommen oder am Morgen vorgekocht und in Thermosbehältern mitgeführt. Dies je nach Etappe und Witterung. Vielfach wird zum Essen eine Suppe serviert. Für die Reiseteilnehmer empfiehlt es sich, für die kleinen Pausen unterwegs selber zusätzlich einige Riegel, Trockenfrüchte, Traubenzucker etc. einzupacken. Für unterwegs haben wir einen Wasserfilter von Katadyn mit dabei und können so unsere Flaschen wieder auffüllen, falls wir an einem Bach oder einer Wasserstelle vorbeikommen und müssen so nicht Unmengen an Wasser mitschleppen. Je nach Etappenlänge und Marschtempo steht unser Zeltlager bereits, wenn wir ankommen. Je nach Etappe kommt die Mannschaft aber vielleicht auch erst nach uns an und das Lager wird dann aufgestellt. Wir dürfen gerne Hand anlegen beim Aufstellen der Zelte, aber dies ist absolut keine Verpflichtung. Es sind immer genügend einheimische Helfer mit dabei, unsere Reiseteilnehmer sind nicht zum Helfen im Lager eingerechnet. Gerade während den ersten Tagen in grösseren Höhen kann es Sinn machen, sich zu schonen und solche Anstrengungen zu vermeiden. Je nach Zeltplatz hat es einen Bach, Fluss, Quelle oder Brunnen in der Nähe. So haben wir die Gelegenheit, uns und auch unsere Kleider zu waschen. Bitte biologisch abbaubare Waschmittel verwenden. Je nach Ankunftszeit gibt es ein «Zvieri» und wir haben anschliessend Zeit für uns, um ein Buch zu lesen, die Umgebung oder ein Dorf in der Nähe zu erkunden oder dem «Dolce far niente» zu frönen.
Am Abend gibt es eine warme Mahlzeit, welche in der Regel aus mehreren Gerichten besteht. Viele Köche können neben indischen Gerichten auch tibetische, chinesische und westliche Gerichte zubereiten. Vielfach füllen wir am Abend bereits unsere Trinkflaschen auf. Es hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt, Wasserbeutel (Platypus) oder -flaschen mitzunehmen, welche heiss abgefüllt werden können (und wirklich dicht sind!). So können wir diese gleich als Bettflasche im Schlafsack gebrauchen und am nächsten Morgen hat das Wasser eine gute Trinktemperatur.
Lodge-Trekking wie in Nepal gibt es in Tibet nur auf sehr wenigen Routen wie zum Beispiel rund um den Kailash. Hier wird in sehr, sehr einfachen (auch von der hygienischen Seite her) Gasthäusern übernachtet. Diese sind eher auf einheimische Pilger ausgerichtet, übernachtet wird teils in Massenlagern und man darf keine Ansprüche an Komfort, Privatsphäre und Sauberkeit stellen. Die Trekking-Gruppenreisen von Himalaya Tours in Tibet sind alle mit Zeltüber-nachtungen, ausgenommen die Reise «Klassische Route zum Kailash». Der Gebrauch von Gasthäusern am Kailash wirkt sich positiv auf die Kosten aus und diese Reise kann darum günstiger angeboten werden als «normale» Kailash-Reisen.
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