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Und wieder drei tolle Monate bei Fannie Mae: Der US-Hypothekenfinanzierer gab für das 4. Quartal 2009 einen Verlust von 16,3 Mrd Dollar bekannt. Immerhin weniger als die 19,8 Mrd im 3. Quartal - aber wer weiss, wie es weitergeht. «Der anhaltende Stress im Häusermarkt führt dazu, dass wir Hausbesitzern im ganzen Land weiterhin zu günstigen Wohnungen verhelfen und den Wohnungsmarkt am Laufen halten», versuchte der CEO und Präsident von Fannie Mae, Mike Williams, die Verluste zu erklären.
Es braucht schon viel Geschick und Entschlossenheit, um so viel Geld in den Sand zu setzen. 2008 wurden Fannie Mae und das Schwesterunternehmen Freddie Mac unter staatliche Aufsicht gestellt, nachdem beide jahrelang verneint hatten, sie wären in irgendeiner Weise riskant für den Steuerzahler. Doch anstatt die Firmen zu schliessen oder wenigstens die Verluste zu begrenzen, ordnete die Regierung Obama die Überarbeitung von Hunderttausenden von Hypotheken an, um Zwangsversteigerungen zu verhindern.
Verlust steigt ins Unermessliche
Aus dem Jahresreport von Fannie Mae bei der US-Börsenaufsicht SEC ergibt sich ein Verlust für 2009 von 26,4 Mrd Dollar aufgrund der Teilnahme am Home Affordable Modification Program der Regierung Obama. Die Kosten werden an den US-Steuerzahlern hängen bleiben, doch das Finanzministerium sähe es lieber, wenn das Geld bei Fannie und Freddie gewaschen würde, statt den Kongress um weitere Zuschüsse zu bitten. An Weihnachten verkündete daher das Finanzministerium, das Verlustlimit von 400 Mrd Dollar für die beiden Firmen werde erhöht, sodass praktisch keine Grenze nach oben mehr besteht. Nun gab Fannie bekannt, man habe um weitere 15,3 Mrd Dollar angesucht, um die zu erwartenden Verluste zu decken. Wer mitrechnet, ist nun bereits bei 76,2 Mrd Dollar für Fannie.
Freddie meldete jetzt einen Verlust von 6,5 Mrd Dollar im 4. Quartal und 21,6 Mrd für das Gesamtjahr 2009. Bisher hat Freddie aus Steuergeldern 50,7 Mrd erhalten und verkündete: «Wir rechnen mit weiteren Anträgen» an das Finanzministerium. Zählt man also beide zusammen, beläuft sich der Verlust mittlerweile auf 126,9 Mrd Dollar.