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Amsterdam, 13. August 2010, 13:30 Uhr: Opening Ceremony Party - Startschuss zu den 9. Europäischen Drachenboot Championships. Mit einem Drachentanz, lautstarkem Getrommel der Drachenboote aller 14 teilnehmenden Nationen aus ganz Europa und der Bootstaufe, bei der nach überliefertem Brauch die Drachenboote mit Reis beworfen und gesegnet werden, startet offiziell die Europameisterschaft im Drachenboot mit der Eröffnungszeremonie auf dem Renngelände in Amsterdam. Die Schweizer Nationalmannschaft, die mit 24 Mitgliedern vom Drachenboot Club Meilen und 4 Mitgliedern des Drachenbootclubs Eglisau bei dieser EM vertreten ist, repräsentiert bei dieser Zeremonie stolz ihre Heimat und zeigt sich mit nationaltypischen Treicheln und in traditioneller Sennenkutte den anderen teilnehmenden 13 Nationen aus ganz Europa.
Am Nachmittag wird dann die erste Disziplin gestartet, das 2000m-Verfolgungsrennen, bei dem die teilnehmenden Nationen jeweils zeitversetzt gestartet werden und bei dem das Team der Schweiz in einer atemberaubenden Aufholjagd die zwei vor sich startenden Boote einholen und zum Schluss überholen konnte und mit einem jeweils sehr guten 7. Platz in den beiden Kategorien "Mixed" und "Open" die beiden ersten Rennen des anstehenden Wettkampfwochenendes beenden konnte.
Den erfolgreichsten Tag konnte das Schweizer Team am zweiten Wettkampftag, dem Samstag, beschliessen, indem es sich im A-Finale mit der Drachenboot-Elite Europas unter den 14 teilnehmenden Nationen messen konnte und dort in der "Mixed"-Kategorie über die 200m-Sprint-Distanz auf einen phänomenalen 6. Platz fuhr.
Mit einem starken Lauf konnte die Schweizer Nati am dritten Renntag im 500m-Rennen den ersten Sieg im B-Finale einfahren.
Besonders hervorzuheben wäre, dass in den "Open"-Kategorien, bei der die Boote in unterschiedlicher Besatzung an den Start gehen können, die Schweizer Nationalmannschaft mit sechs Frauen im Boot angetreten ist, wobei die Mannschaften der anderen Nationen meist in kompletter starker Männerbesatzung antraten und das Schweizer Boot trotzdem mit diesen absoluten Top-Teams aus Russland, der Tschechischen Republik und den Spitzenreitern aus Deutschland mithalten konnte.
Sehr beachtlich sind die Ergebnisse auch unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, dass in der Schweiz nur eine sehr kleine Anzahl Drachenboot-Paddler rekrutiert werden kann, im Verhältnis zu den grossen Nationen, bei denen man aus dem ganzen Land das Kader zusammenstellt und auswählt.
Als Resümee sei festzuhalten, dass sich die Schweizer Nati nach mehreren Jahren der Durststrecke in die Spitzenklasse und absoluten Top 6 der besten Drachenboot-Teams aus ganz Europa einreihen kann.
Text: Manja Heyn, DBC Meilen