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Der Schweizer Theaterregisseur Luc Bondy ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Das gab das von ihm seit 2012 geleitete Odéon-Theater in Paris am Samstag bekannt.
Bondy hatte seit einiger Zeit mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen. Die für Januar angesetzte Othello-Inszenierung musste deswegen verschoben werden.
Im Laufe seiner Karriere als Theatermacher war Bondy unter anderem von 2001 bis 2013 als Intendant der Wiener Festwochen tätig. 2012 löste er Olivier Py an der Spitze des Pariser Odéon-Theatre de l'Europe mit dem Wunsch ab, ein «europäisches, zukunftsorientiertes Theater» zu präsentieren.
Frankreichs Kulturministerin Fleur Pellerin würdigte Luc Bondy in einer ersten Reaktion auf Twitter als «einen der grössten Regisseure Europas». Die Nachricht vom Tod des Theatermachers habe sie «schockiert», so Pellerin.
Geboren als Sohn des österreichisch-ungarischen Publizisten und Essayisten Francois Bondy und einer jüdisch-deutschen Mutter 1948 in Zürich und aufgewachsen in Frankreich, hat Bondy ab den 1980er-Jahren unter anderem an der Berliner Schaubühne prägende Inszenierungen geschaffen. 1985 bis 1987 gehörte er dem Leitungsteam der Schaubühne an.
1997 ging er er nach Wien und übernahm die Schauspieldirektion der Wiener Festwochen; 2001 wurde er deren Intendant. Bis zu seinem Abschied 2013 in Richtung Paris habe er in Wien «gewichtige Spuren hinterlassen», wie Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei Bondys Abschiedsfeier sagte. (wst/sda/afp/apa)
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