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Am Sonntag rief Bernie Sanders, Senator für den US-Bundesstaat Vermont, im britischen Guardian dazu auf, der zunehmenden sozialen Ungleichheit weltweit entgegenzutreten. In seinem Kommentar geht er zwar auf Fakten der enormen Vermögensunterschiede ein, zeigt aber keinerlei Perspektive auf, wie ein wirklicher Kampf gegen das Wirtschaftssystem aussehen soll, das diese soziale Ungleichheit produziert. Vielmehr zielt sein Aufruf darauf ab, eine solche Bewegung zu verhindern.
Was besonders auffällig ist: In dem fast 1.200 Worte langen Appell werden die Worte „Kapitalismus“ oder „Sozialismus“ nicht einmal erwähnt.
Sanders weist darauf hin, dass „die sechs reichsten Menschen der Welt heute mehr Vermögen besitzen als die untere Hälfte der Bevölkerung, also 3,7 Milliarden Menschen. Das oberste eine Prozent der Bevölkerung besitzt außerdem mehr Geld als die unteren 99 Prozent.“
Weiter schreibt er: „Während die Milliardäre mit ihrem Reichtum prahlen, muss ein Siebtel der Bevölkerung von weniger als 1,25 Dollar [ca. 1 Euro] pro Tag leben…..