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Ausnahme
Liegt eine Ausnahme gemäss § 19 des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen des Kantons Basel-Stadt (BeG) oder Art. XV des Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA) vor, kann ein Auftrag unabhängig vom Schwellenwert im freihändigen Verfahren vergeben werden.
Die freihändige Vergabe eines Auftrages ist möglich, wenn:
- der geschätzte Auftragswert den Schwellenwert für ein anderes Verfahren nicht erreicht;
- in den anderen Verfahren niemand oder kein Angebot die Kriterien erfüllt;
- in einem anderen Verfahren sämtliche Anbietenden ihre Angebote abgesprochen haben;
- die Vergabe widerrufen wurde und die Bedingungen der Ausschreibung nicht wesentlich geändert werden;
- bestehende Anlagen und Materialien aus nicht vorhersehbaren Gründen erweitert, instand gehalten oder repariert werden müssen;
- durch den Wechsel einer Anbieterin oder eines Anbieters die Austauschbarkeit (Kompatibilität) mit bestehenden Anlagen und Materialien nicht mehr gewährleistet ist;
- es sich um einen Zuschlag handelt, der der Gewinnerin oder dem Gewinner eines Wettbewerbes erteilt wird, soweit dieser die Weiterbearbeitung eines urheberrechtlich geschützten Projektes zum Gegenstand hat;
- eine Beschaffungsstelle Prototypen oder eine Erstanfertigung oder -dienstleistung kauft, die auf ihr Ersuchen für einen bestimmten Forschungs-, Versuchs-, Studien- oder Neuentwicklungsauftrag oder in dessen Verlauf entwickelt werden.
Bitte wenden Sie sich für Abklärungen bezüglich freihändiger Verfahren über dem Schwellenwert an die Kantonale Fachstelle für öffentliche Beschaffungen.