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Das erste Weltcuprennen nach der Weihnachtspause zählt gleich als Europameisterschaft. Auf dem Papier stehen die Schweizer Chancen auf Edelmetall im Sauerland gut, immerhin standen der Schwyzer Vogt (3 Mal) und der Solothurner Friedli (1) in der Hälfte der bisherigen Rennen auf dem Podest.
Der Haken: Die drei deutschen Schlitten sind auf einer ihrer Heimbahnen immer nur sehr schwer zu bezwingen. Zudem ist der Start in Winterberg wichtiger als anderswo, und da sind die Schweizer nicht bei den Allerbesten.
Ein bisschen einfacher wird die Aufgabe durch das Fehlen des gesamten lettischen Teams wegen einiger Corona-Fälle. Die Balten dürften wegen der notwendigen Quarantäne auch kommende Woche in St. Moritz nicht dabei sein. In den ersten acht Rennen teilten sich die Deutschen, die Schweizer und die Letten sämtliche Podestplätze.
Nun geben aber auch die starken Kanadier mit dem Zweier-Olympiasieger Justin Kripps sowie die Amerikaner ihr Saisondebüt. Sie hatten wegen der Pandemie vor Weihnachten auf die Reise nach Europa verzichtet. Im EM-Klassement werden sie aber natürlich nicht gewertet.
Im vergangenen Jahr holte Simon Friedli in Sigulda überraschend EM-Silber. Die letzten fünf Kontinentaltitel für Swiss-Sliding holte von 2010 bis 2016 der mittlerweile zurückgetretene Beat Hefti. Auch der letzte Schweizer Gewinner in Winterberg, Clemens Bracher im Dezember 2017, ist nicht mehr aktiv.
Seit dem Sieg von Bracher wurde in Winterberg nur noch im Viererbob gefahren. Nun kehren die Zweier zurück, doch am Sonntag steigt auch die Premiere in diesem Winter mit dem grossen Schlitten. An den bisherigen Stationen wurde noch auf den Vierer verzichtet, um die Anzahl Personen an den Wettkampforten zu reduzieren.