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Es mag bei der florierenden Wirtschaft paradox scheinen, doch das ländliche China bleibt sehr arm. Zahlreiche Gemeinden leben in rauem und bergigem Gelände, das oft von Dürren heimgesucht wird, die man sonst nur mit afrikanischen Ländern assoziiert.
Neben der Dürre mangelt es den Menschen ausserdem an Infrastrukturen wie Strassen, einem Bildungs- sowie einem Gesundheitssystem, was die Entwicklungschancen für diesen Teil der chinesischen Bevölkerung stark verringert.
Als Konsequenz daraus können viele weder schreiben noch lesen, was ihnen jede Hoffnung auf eine anständige Arbeitsanstellung verwehrt.
Ist China auch das Land mit dem schnellsten Wirtschaftswachstum der Welt, so sind doch im gleichen Atemzug die Ungleichheiten bei Einkommen, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Bildung stark angestiegen. Eine Kluft hat sich zwischen der Land- und der Stadtbevölkerung gebildet. Dem Land mangelt es ausserdem an natürlichen Ressourcen und die Verschlechterung der Umweltsituation hat gravierende Auswirkungen auf die ländlichen Gemeinden in der Mitte und im Westen des Landes.
|1,4 Milliarden Einwohner||Mehr als 82 Millionen Menschen|
leben in China
mit weniger
als einem Dollar pro Tag
|Das Einkommen der ländlichen Gemeinden|
fällt dreimal geringer aus
als das der städtischen Gemeinden