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Ein seit Wochen herrschendes Hochwasser auf dem Missouri River hält den mittleren Westen der USA in Atem. Im Nordwesten des Staates Missouri seien am Wochenende Dämme gebrochen, berichtete die Zeitung "Omaha World-Herald" am Montag. Mehrere Bundesstrassen mussten gesperrt werden.
In Iowa mussten Hunderte Menschen ihre Häuser verlassen, wertvolles Ackerland war überschwemmt. Sorgen macht das Missouri-River-Hochwasser jedoch vor allem in Nebraska, weil es dort zwei Atomkraftwerke betrifft.
Da der Wasserpegel des Flusses am Sonntag fast 13 Meter erreichte, mussten die Betreiber der Cooper Nuclear Station einen "Hinweis auf ein unübliches Ereignis" geben - das ist die niedrigste von vier Warnstufen.
Sollte das Wasser 90 Zentimeter weiter steigen, müsste das AKW, das 110 Kilometer südlich der Stadt Omaha steht, vom Netz genommen werden. Mitarbeiter schützten es unter anderem mit Sandsäcken und Barrikaden vor den Fluten.
Die Betreiber erklärten, dass keinerlei Gefahr bestehe und dass der Reaktor von wasserdichten Wänden umgeben sei. Umweltschützer fürchten jedoch, dass sich radioaktives Kühlwasser mit dem Flusswasser mischen könnte.
Bereits vor zwei Wochen war dieselbe Warnstufe für das Kraftwerk Fort Calhoun - 30 Kilometer nördlich von Omaha - ausgerufen worden. Der Meiler ist seit Wochen von Wasser umgeben. Er ist allerdings seit April wegen einer Überprüfung abgeschaltet.
US-Präsident Barack Obama erklärte für den Bundesstaat den Notstand und machte damit Bundesgelder für Hilfsmassnahmen frei.
SDA-ATS