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Paul Klee
1879, Münchenbuchsee bei Bern – 1940, Locarno-Muralto
Schweizerisch-deutscher Maler und Grafiker. Kunststudium in München, das er nach kurzer Zeit abbricht. Er studiert die alten Meister in Italien und lernt in Paris die Werke der Impressionisten kennen. In München macht er 1911/12 die Bekanntschaft Mackes, Kandinskys und Marcs und entdeckt die Werke Delaunays, von denen er wichtige Anregungen im Umgang mit Farben und Kontrasten empfängt. In der zweiten Ausstellung des Blauen Reiter ist er mit grafischen Werken vertreten. Eine Tunisreise mit Macke und Moilliet 1914 verhilft ihm zum »Durchbruch zur Farbe«. Seine Aquarelle komponiert er wie Partituren aus transparenten geometrischen Farbflächen, Strichmotiven und gegenständlichen Formen und gibt ihnen poetische Titel, die vielfältige Assoziationen hervorrufen. 1919 wendet er sich der Ölmalerei und kosmischen Themen zu. Ab 1921 lehrt er am Bauhaus in Weimar und Dessau. 1924 gründet er mit Kandinsky, Feininger und Jawlensky die Gruppe Die Blaue Vier. 1930 erhält er einen Ruf an die Akademie in Düsseldorf, die er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verlassen muss. Er kehrt in die Schweiz zurück, wo er bis zu seinem Tod in Bern und Locarno lebt.