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Bernard Arnault, der aktuell zweitreichste Mann der Welt, sieht sich laut Medienberichten Ermittlungen ausgesetzt. Untersucht werden Geschäfte des französischen Milliardärs und Chef des Luxusgüterkonzerns LVMH mit dem russischen Geschäftsmann Nikolai Sarkisov, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber «Bloomberg» mit.
Die Ermittlungen gegen Arnault und Sarkisov betreffen laut der französischen Zeitung «Le Monde» Transaktionen im Zusammenhang mit Immobilien im exklusiven Skiort Courchevel. Demnach soll der Russe 2018 eine Reihe von Immobilien in Courchevel über Vermittlungsfirmen gekauft haben. Jedoch habe sich Arnault dann als Endkäufer herausgestellt, so der Vorwurf. Dafür soll der LVMH-Patron rund 20 Millionen Euro an Sarkisov überwiesen haben, wodurch der Russe rund 2 Millionen Gewinn gemacht hat.
Vorwurf der Geldwäsche steht im Raum
Der Deal ist laut den Ermittlern auf diese Weise aufgegleist worden, um die Herkunft der Gelder und die Identität des letztendlichen Käufers, also Arnault, zu verschleiern. Konkret steht damit der Vorwurf der Geldwäsche im Raum. Die Pariser Staatsanwaltschaft lehnte es gegenüber «Bloomberg» ab, sich zu den Einzelheiten des Falles zu äussern.
Gegenüber «Le Monde» sagten mit Arnault vertraute Personen, die Geschäfte seien im Rahmen des Gesetzes durchgeführt worden. Ein Sprecher von Arnault lehnte gegenüber «Bloomberg» eine Stellungnahme ab, ein Sprecher von Sarkisov konnte von der Nachrichtenagentur für eine unmittelbare Stellungnahme nicht erreicht werden.
(bloomberg/mth)