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Die Namen der unterschiedlichen Glocken sind zum Teil regional sehr unterschiedlich – sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Romandie. (Quelle: Treicheln Schellen Glocken von Robert Schwaller)
Schellen oder Treicheln werden aus Eisen-, Kupfer- oder Messingblech geschmiedet. Die Bleche sind seitlich vernietet oder verschweisst. Oft haben sie einen Überzug aus Kupfer oder Messing, der sie vor Korrosion schützt und ihnen einen besseren Klang verleiht.
Glocken werden aus heissen, flüssigen abgemischten Legierungen aus Kupfer und Zinn gegossen. Auf den Kuhweiden sieht man Glocken eher selten. Oftmals sind es richtige Prunkstücke, reich verziert an ebenfalls geschmückten Lederbändern.
Vor allem an festlichen Anlässen, zum Beispiel an einer beef.ch, und dem Alpabzug werden grosse Glocken verwendet.
(Bild: Christina Müller)
Der dritte «Glockentyp» wird Rolle oder Rollschelle genannt. Rollen sind kugelartige Schellenformen mit einem losen runden Stein oder einer kleinen Eisenkugel im Innern. Die Rolle ist nach ihrem herumrollenden Klöppel bezeichnet, nach ihrem Äusseren nennt man sie auch Froschmaul. Für Pferdefuhrwerke werden oft runde «Rollen» einzeln oder zu Dutzenden auf Riemen montiert als «Gerölle» verwendet, aber auch «Geschelle» aus mehreren aufeinander abgestimmten Glöcklein.
In der Schweiz waren Rollschellen oder Glocken lange Zeit beim Holzschlag obligatorisch, damit die Pferde beim Holzschlag von den Arbeitern gehört und nicht versehentlich von umstürzenden Bäumen getroffen wurden. (Bild: zugpferde.ch)