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Ausgerechnet für den Wald, ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, gibt es einen Knigge. Vorgaben überall. Reicht der gesunde Menschenverstand nicht, um respektvoll und sorgfältig mit dem wichtigsten Lebensraum für Mensch und Tier umzugehen? Wieviel Regeln braucht es? Eine Frage, die sich auch in Organisationen immer wieder stellt: Wo beginnt der Freiraum, um kreativ und intrinsisch motiviert einen Beitrag für den Unternehmenserfolg zu leisten? Wo braucht es Rahmenbedingungen und Vorgaben, um gemeinsam erfolgreich zusammenzuarbeiten?
Eine kurze Anekdote: Vor vielen Jahren flanierte ein Gentleman gutgelaunt auf der Bahnhofstrasse, sein Gehstock um sein rechtes Handgelenk schwingend. Da stoppt ihn ein älterer Herr und bittet ihn, mit dem Schwingen aufzuhören. Verwirrt schaut ihn der Gentleman an und meinte: «Ich bin ein freier Mensch und geniesse mein Leben. Sie würden guttun, ebenfalls den Tag zu geniessen.» Darauf antwortete der Herr: «Ich respektiere Ihre Freiheit und freue mich, dass Sie den Tag geniessen. Auch ich geniesse gerne mein Tag ohne Stockschlag. Entsprechend endet Ihre Freiheit genau da, wo meine Nasenspitze beginnt.» (Quelle unbekannt.)
Der Waldknigge bietet eine interessante Inspirationsquelle, um über Notwendigkeit und Grenzen von Freiheit, Individualismus und Regeln nachzudenken. Ein Austausch im Team könnte spannende Erkenntnisse geben.
Autorin: Bettina Freihofer
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