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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00874 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 10. Dezember 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Fürsprecher Peter Stein Spahni Stein Rechtsanwälte Florastrasse 44, 8008 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1980 geborene X.___, seit 2004 als Serviceangestellte bei der A.___ AG tätig, meldete sich am 17. August 2011 unter Hinweis auf Ver brennungen mit kochendem Wasser im 2. Lebensjahr bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche rungs anstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 10/11) bei. Am 11. Mai 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 4. Juni bis 2. September 2012 bei der Stiftung B.___ (Urk. 10/30) und informierte die Versicherte am 28. November 2012 darüber, dass weiter führende berufliche Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht durch führbar seien (Urk. 10/50). Die IV-Stelle tätigte neuerliche medizinische und erwerbliche Erhebungen. Unter Hinweis darauf, dass die Versicherte seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, arbeite, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 11. September 2015 mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 10/67). In der Folge veranlasste die IV-Stelle bei der MEDAS D.___ (MEDAS) eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Rheuma tologie; Expertise vom 28. Februar 2017 [Urk. 10/84/2-21]) und infor mierte die Versicherte am 29. März 2017 unter Hinweis auf die Tätigkeit bei Dr. C.___, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig seien (Urk. 10/87). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/91, Urk. 10/95 ) gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2017 (Urk. 2) eine Viertels rente ab September 2012. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 28. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Juni 2017 aufzuheben und die Sache unter Feststellung eines Anspruchs auf eine Dreiviertelsrente zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hin sicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre tung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe rin am 28. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Re nte haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit 3. März 2011 ihre angestammte Tätigkeit als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG nicht mehr ausüben könne, ihr es aber seit März 2012 möglich sei, eine leicht- bis mittelschwere Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufzunehmen. Gestützt auf ein Valideneinkommen von Fr. 56'402.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 33'178.08 resultiere ein Invaliditätsgrad von 41 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab Abschluss des Aufbautrainings im September 2012 eine Viertelsrente zustehe (S. 3). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von einem Invali den ein kommen von Fr. 27'876.-- auszugehen. Im Weiteren sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe und ihr damit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente zustehe (S. 7 f.). 3. Unbestritten blieb der medizinische Sachverhalt und die seit März 2011 beste hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit respektive das seit März 2012 zumutbare Arbeitspensum von 50 % in einer angepassten Tätig keit (Urk. 1 S. 6, Urk. 2 S. 3). Die MEDAS-Gutachter nannten folgende Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeits fähigkeit: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somati schem Syndrom (ICD-10 F33.11), psychologische Faktoren oder Ver haltens fakto ren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F51.5) sowie multiple, teils indurierte, teils hypersensible, teils schmerzhaft vernarbte Hautareale links betont, an Kopf, linker Schulter, linkem Arm, Rücken und linkem Unterschenkel (Urk. 10/84/2-21 S. 19). Ausschliesslich aus psychiatrischen Grün den attestierten die Gutachter ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätig keit als Mitarbeiterin in einer Psychiatriepraxis respektive für andere körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg kranial der Schulterhöhe beziehungsweise über 10 kg kranial der Gürtel höhe. Körperlich schwere Arbeiten, insbesondere die frühere Tätigkeit als stell vertretende Gerantin einer Cafeteria, schlossen sie hingegen seit März 2011 aus (Urk. 10/84/2-21 S. 19, S. 20 und S. 21). Dies entspricht der vom behandelnden Psychiater und Arbeitgeber Dr. C.___ attestierten 50%igen Arbeits fähig keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Urk. 10/71/4-8 S. 3 und S. 4). Darauf ist im Folgenden abzustellen. Strittig ist demgegenüber die Invaliditätsbemessung, namentlich die Höhe des Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 7 f.). 4. 4.1 Mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se ine bisherige Praxis insofern, als es er kannte, dass die für somato forme Schmerzstörungen ent wickelte Rechts prechung, wonach in einem struk turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkran kungen Anwendung findet. Die aus ärztlicher Sicht aus psychiatrischen Gründen bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist daher anhand der Indikatoren zu überprüfen (BGE 143 V 418 E. 6). 4.2 Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma to formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie „funktioneller Schweregrad" - Komplex „Gesundheitsschädigung" - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz - Komorbiditäten - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen) - Komplex „Sozialer Kontext" - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck Diese Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations potenzialen (Ressour cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver mögen einzu schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1). Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4): Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbe reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder re sistenz unter dem Komplex « Gesundheitsschädigung » ) auf den tatsächli chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohle nen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2). 4.3 In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund heitsschädigung in psychiatrischer Hinsicht als mittel- bis schwergradig ausge prägt, wobei als depressive Hauptsymptome eine Beeinträchtigung der Ausdauer, des Selbstvertrauens, der kognitiven Fähigkeiten (insbesondere der Kon zentra tions fähigkeit und der Gedächtnisfunktionen), des Arbeitstempos, der Kontakt- und Verkehrsfähigkeit, des Antriebs, der Flexibilität und des Selbst vertrauens sowie Schlafstörungen und eine Müdig - und Kraftlosigkeit geschildert wurden (Urk. 10/84/31-46 S. 14). In somatischer Hinsicht sind die im Zusammenhang mit den vernarbten Hautarealen stehenden Schmerzlokalisa tionen als funktionell ein zustufen und es besteht eine leichtgradige Periarthro pathia genuum (Urk. 10/84/2-21 S. 18, Urk. 84/25-29 S. 4). Hinsichtlich des Indikators „ Behandlungs- und Eingliederungserfolg " ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 in regelmässiger ambu lan ter psychotherapeutischer respektive psychiatrischer Behandlung (zuletzt ein- bis zweiwöchentlich Einzeltherapie, zweimonatlich Gruppentherapie und regel mässige Teamsitzungen) steht und sich einer Pharmakotherapie unterzieht (Urk. 10/84/31-46 S. 2, Urk. 10/71/4-8 S. 2 und S. 4). Im Jahre 2013 wurde eine tagesklinische Behandlung durchgeführt, welche sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ als kontraproduktiv erwies (Urk. 10/61/5-18 S. 12 f.). Gemäss dem psychiatrischen Gutachter wird die Psy cho therapie lege artis durchgeführt und die Compliance der Beschwerde führerin ist gut, wobei er lediglich auf die Möglichkeit hinwies, das bisherige Antide pressivum Duloxetin durch eine andere Substanz zu ersetzen (Urk. 10/84/31-46 S. 15 f.). Die seit Jahren regelmässig beanspruchten Behandlungen sprechen für einen mittelmässigen Leidensdruck. Als Komorbiditäten werden insbesondere die neurasthenischen Symptome wie Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Pausenbedarf sowie die Angst symptomatik genannt (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Hinsichtlich der Persönlichkeit gilt es anzumerken, dass der psychiatrische Gut achter kein eigenständiges, die Persönlichkeit betreffendes Krankheitsbild fest stellen konnte (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Er hielt indessen fest, dass sich in der Vorgeschichte gewisse persönliche und familiäre Risikofaktoren - namentlich die länger andauernde Trennung der Beschwerdeführerin von ihren Eltern in der Kindheit, der lange Spitalaufenthalt als Kleinkind sowie die geringe schulische und berufliche Förderung – finden, welche die Ressourcen überwiegen. Des Weiteren wies der Gutachter darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nie respek tive erst sehr spät gelernt hat, die Signale ihres Körpers zu beachten und auf sich selber und ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen (S. 6 f.). Beim sozialen Kontext ist zu berücksichtigen, dass sich das soziale Beziehungs netz der Beschwerdeführerin auf ihre Familie (Mutter, Geschwister und Schwäge rin) sowie ihren Arbeitgeber und behandelnden Psychiater Dr. C.___ beschränkt (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f., Urk. 10/84/31-46 S. 7). An Arbeitstagen steht die Beschwerdeführerin, welche zusammen mit ihrer Mutter wohnt, um 7.45 Uhr auf und fährt alsdann mit dem Tram in die Arztpraxis nach Zürich, wo sie von 10 bis 15 Uhr arbeitet. Danach kehrt sie, eventuell noch Kleineinkäufe oder andere Besorgungen machend, nach Hause zurück, wo sie mit der Mutter das Mittagessen einnimmt. Danach legt sie sich manchmal hin und fertigt dann die etwa 20 täglich gerauchten Zigaretten von Hand an und hört dabei zuweilen Musik. Abends sitzt sie vor dem Fernseher und geht zwischen 21 und 24 Uhr zu Bett. Hobbies hat sie keine (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f.). Die Beschwerdeführerin erträgt keine Menschenansammlungen und muss sich stets überwinden, wenn sie die Wohnung verlässt. Sie getraut sich nicht, Kontakt mit fremden Leuten aufzu nehmen und fühlt sich unwohl, wenn sie angesprochen oder geschubst wird. Wenn sie in der Arztpraxis telefonieren muss, fühlt sie sich unwohl, wenn eine andere Person zuhört; ebenso beim Schreiben von kurzen Briefen, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet (S. 12 f.). Vor diesem Hintergrund wird deut lich, dass sich die soziale Interaktion der Beschwerdeführerin auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz beschränkt und sie ausserhalb ihrer Wohnung Symptome einer sozialen Phobie und Agoraphobie entwickelt (Urk. 10/84/31-46 S. 11 f.). Entspre chend ist von einem mittelmässigen sozialen Rückzug auszugehen. Im Zusammenhang mit der Kategorie „ Konsistenz " ist zu bemerken, dass von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits auszugehen ist. Die Beschwerdeführerin verbringt den Alltag entweder bei der Arbeit oder in ihrer Wohnung und ihr soziales Netzwerk beschränkt sich auf ihre Mutter, Geschwister und ihren Arbeitgeber, wobei sie keine Hobbies hat. Eine auf Aggravation beru hende Leistungseinschränkung ist zu verneinen, vielmehr entstand beim psychi atrischen Gutachter der Eindruck, dass eine Neigung zur Dissimulation vor herrscht und bei der Beschwerdeführerin ein starker Wunsch besteht, sich so zu verhalten, wie es in den Augen Dritter sozial erwünscht ist (Urk. 10/84/31-46 S. 13). Zum Indikator „ behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck " ist schliesslich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin wie dar gelegt seit Juni 2011 in psychologischer respektive psychiatrischer Behandlung steht. Die Einzeltherapie findet ein- bis zweiwöchentlich beziehungsweise die Gruppentherapie zweimonatlich statt und der Serumspiegel wies auf eine regel mässige Einnahme des Antidepressivums hin. Die Beschwerdeführerin nahm vom Juli bis September 2012 an einem Aufbautraining teil (Urk. 10/46), wobei weiter führende berufliche Massnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht möglich waren (Urk. 10/50). Vom Oktober bis November 2012 absolvierte sie zudem eine ambulante arbeitsbezogene Rehabili tation (Urk. 10/53/16-22). 4.4 Nach dem Gesagten überzeugt unter Berücksichtigung der Standardindikatoren die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit. 5. 5.1 5.1.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis). 5.1.2 Gemäss dem IK-Auszug vom 22. März 2012 (Urk. 10/22/1) erzielte die Beschwer deführerin als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG im Jahre 2010 – vor der per Oktober 2011 aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Kündigung (Urk. 10/4/1) - ein Einkommen von Fr. 55'291.--. Davon ging die Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht aus (Urk. 10/89), da der von der A.___ AG angegebene Jahreslohn von Fr. 54'990. (Fr. 4'230.-- x 13; Urk. 10/4/2) nur geringfügig darunter liegt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 2016; 2010: 2579; 2012: 2630) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 56'384.-- bei Rentenbeginn im Jahr 2012 (vgl. auch Urk. 10/89). 5.2 5.2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/ aa ). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgege benen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 ). 5.2.2 Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahr 2012 übte die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit aus. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalidenein kommen daher grundsätzlich zu Recht gestützt auf die LSE 2012, wobei sie gestützt auf die Tabelle TA1 von einem Lohn von Fr. 5'317.-- ausging (Total Frauen; Urk. 10/89) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Arbeitszeit bei einem Pensum von 50 % ein Invaliden einkommen von Fr. 33'178.08 ermittelte (Urk. 10/89). Allerdings übersah die Beschwerdegegnerin, dass nicht das Total aller Einkommen, sondern der Lohn aus dem den Umständen angepassten Kompetenzniveau heranzuziehen ist. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompe tenzniveau 2, abzustellen (Urk. 1 S. 8), was bei zwar fehlender Berufsausbildung, aber langjähriger Erfahrung als Allrounderin beziehungsweise Stellvertreterin des Geschäftsführers (Urk. 10/1/1-7) angemessen scheint. Ausgehend von einem Mo natslohn von Fr. 4'646. resultiert bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und einem Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 29'060.-- (Fr. 4'646.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2). Entgegen der Darstellung der Beschwerde führerin liegen keine Gründe vor, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti gen würden, da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im redu zierten Pensum berücksichtigt wurden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wes halb ihr nur Anstellungen in der Administration und im Verkauf offen stehen sollten, da sie immerhin auch Computerkurse erfolgreich durchlaufen hat (Urk. 10/1/6 7). Weitere Gründe, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht. In Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 27'324.-- (Fr. 56'384.--./. Fr. 29'060.--) resultiert bei Rentenbeginn im Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad von 48 %, was einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. 5.2.3 Die Beschwerdeführerin ist seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___ als Mit arbeiterin des Arztsekretariats mit einem Pensum von 50 % angestellt (Urk. 10/65), wobei diese Arbeit gemäss dem MEDAS-Gutachten einer behinde rungsangepassten Tätigkeit entspricht (Urk. 10/84/2-21 S. 19; vgl. auch E. 3 hievor ). Das diesbezügliche Einkommen belief sich im Jahre 2016 gemäss dem IK-Auszug vom 14. August 2017 (Urk. 10/111) auf Fr. 30'000.--. 5.3 Selbst unter Berücksichtigung dieses effektiv erzielten Einkommens resultiert in Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 26'384.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 % (BGE 130 V 212), weshalb der Beschwerdeführerin eine Viertels rente zusteht (vgl. E. 1.2 hievor ). Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6. 6.1 In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2). 6.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Bedürftig im Sinne von Art. 64 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] i.V.m. Art. 119 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO]) eingereicht wird (BGE 120 Ia 179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4). 6.3 Aus dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwer de führerin vom 19. September 2017 (Urk. 7) und den eingereichten Akten (Urk. 3/3-6, Urk. 8/2-37) ergibt sich folgendes Bild ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Ihr monatlicher Nettolohn beträgt Fr. 2'270.25 (Urk. 8/4-7). Im Weiteren bezieht sie eine monatliche Viertelsrente der Invalidenversicherung von Fr. 447.-- (Urk. 8/8) sowie eine Invalidenrente aus der Pensionskasse von Fr. 254.-- pro Monat (Urk. 8/10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein monatliches Nettoeinkommen von total Fr. 2'971.25. Bei der Berechnung des Existenzminimums ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und die beigelegten Akten von folgenden Auslagen auszu gehen: Zum Grundbetrag für alleinstehende Personen mit Haushalts gemeinschaft (die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit der Mutter, Urk. 7/84/2-21 S. 9) von Fr. 1'100.-- sind monatliche Mietkosten von Fr. 748.-- (1/2 von Fr. 1'496., Urk. 3/4), die Monatsprämien für die obliga torische Krankenpflege versicherung abzüglich Prämienverbilligungen von Fr. 248.-- (Fr. 370.25 [Urk. 8/16]./. Fr. 122.-- [1/12 von Fr. 1’464.--, Urk. 8/17]), die Kosten für den ZVV-9-Uhr-Pass von monatlich Fr. 97.-- (Urk. 8/36) sowie monatliche Mehraus lagen für berufs bedingte auswärtige Verpflegung von Fr. 15.-- (Urk. 7 S. 4) hin zuzurechnen. Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtver sicherungen sind aus dem Grun d bedarf zu decken (Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2008 vom 11. Oktober 2018 E. 7). Im Zusammenhang mit der Rück zahlung von Schulden ist ein monatlicher Betrag von Fr. 100.-- anzu rechnen (Urk. 8/23-24). Die übrigen von der Beschwerdeführerin aufgeführten Schulden sind nicht zu berücksichti gen, da keine entsprechenden Nachweise für eine regelmässige Schuldtilgung oder amor ti sation vorliegen (Urk. 8/22) respektive die Abzahlungsraten nicht lebens not wendige Konsumgüter (Urk. 8/11) betreffen (vgl. hierzu Spühler K./ Tenchio L./Infanger D., Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess ordnung, 2010, Rüegg V., Art. 117 N 14). Entsprechend resultiert ein Existenzmi nimum von Fr. 2'308.--. Das Nettoein kommen der Beschwerdeführerin übersteigt somit ihr Existenzminimum um Fr. 663.--, weshalb sie selbst unter Berücksichti gung eines Freibetrages von praxisgemäss Fr. 400.-- in der Lage ist, innert einer angemessenen Frist selbst für die Anwalts- und Gerichtskosten aufzukommen (vgl. hierzu Urteil des Bundes gerichts 5A_26/2008 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 von ihrer Pensionskasse einen Betrag von Fr. 8’041.25 erhalten hat (Urk. 8/10) und im Juli respektive August 2017 in der Lage war, ihrem Rechts vertreter Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 2'700.-- (Urk. 8/13, Urk. 8/15) zu bezahlen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli chen Prozessführung und Rechts vertretung ist demnach mangels Bedürftigkeit abzuweisen. 6.4 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG ) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht beschliesst: Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. August 2017 um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung wird abgewiesen. und erkennt sodann: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Fürsprecher Peter Stein - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00874 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 10. Dezember 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Fürsprecher Peter Stein Spahni Stein Rechtsanwälte Florastrasse 44, 8008 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1980 geborene X.___, seit 2004 als Serviceangestellte bei der A.___ AG tätig, meldete sich am 17. August 2011 unter Hinweis auf Ver brennungen mit kochendem Wasser im 2. Lebensjahr bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche rungs anstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 10/11) bei. Am 11. Mai 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 4. Juni bis 2. September 2012 bei der Stiftung B.___ (Urk. 10/30) und informierte die Versicherte am 28. November 2012 darüber, dass weiter führende berufliche Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht durch führbar seien (Urk. 10/50). Die IV-Stelle tätigte neuerliche medizinische und erwerbliche Erhebungen. Unter Hinweis darauf, dass die Versicherte seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, arbeite, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 11. September 2015 mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 10/67). In der Folge veranlasste die IV-Stelle bei der MEDAS D.___ (MEDAS) eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Rheuma tologie; Expertise vom 28. Februar 2017 [Urk. 10/84/2-21]) und infor mierte die Versicherte am 29. März 2017 unter Hinweis auf die Tätigkeit bei Dr. C.___, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig seien (Urk. 10/87). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/91, Urk. 10/95 ) gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2017 (Urk. 2) eine Viertels rente ab September 2012. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 28. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Juni 2017 aufzuheben und die Sache unter Feststellung eines Anspruchs auf eine Dreiviertelsrente zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hin sicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre tung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe rin am 28. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Re nte haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit 3. März 2011 ihre angestammte Tätigkeit als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG nicht mehr ausüben könne, ihr es aber seit März 2012 möglich sei, eine leicht- bis mittelschwere Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufzunehmen. Gestützt auf ein Valideneinkommen von Fr. 56'402.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 33'178.08 resultiere ein Invaliditätsgrad von 41 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab Abschluss des Aufbautrainings im September 2012 eine Viertelsrente zustehe (S. 3). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von einem Invali den ein kommen von Fr. 27'876.-- auszugehen. Im Weiteren sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe und ihr damit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente zustehe (S. 7 f.). 3. Unbestritten blieb der medizinische Sachverhalt und die seit März 2011 beste hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit respektive das seit März 2012 zumutbare Arbeitspensum von 50 % in einer angepassten Tätig keit (Urk. 1 S. 6, Urk. 2 S. 3). Die MEDAS-Gutachter nannten folgende Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeits fähigkeit: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somati schem Syndrom (ICD-10 F33.11), psychologische Faktoren oder Ver haltens fakto ren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F51.5) sowie multiple, teils indurierte, teils hypersensible, teils schmerzhaft vernarbte Hautareale links betont, an Kopf, linker Schulter, linkem Arm, Rücken und linkem Unterschenkel (Urk. 10/84/2-21 S. 19). Ausschliesslich aus psychiatrischen Grün den attestierten die Gutachter ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätig keit als Mitarbeiterin in einer Psychiatriepraxis respektive für andere körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg kranial der Schulterhöhe beziehungsweise über 10 kg kranial der Gürtel höhe. Körperlich schwere Arbeiten, insbesondere die frühere Tätigkeit als stell vertretende Gerantin einer Cafeteria, schlossen sie hingegen seit März 2011 aus (Urk. 10/84/2-21 S. 19, S. 20 und S. 21). Dies entspricht der vom behandelnden Psychiater und Arbeitgeber Dr. C.___ attestierten 50%igen Arbeits fähig keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Urk. 10/71/4-8 S. 3 und S. 4). Darauf ist im Folgenden abzustellen. Strittig ist demgegenüber die Invaliditätsbemessung, namentlich die Höhe des Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 7 f.). 4. 4.1 Mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se ine bisherige Praxis insofern, als es er kannte, dass die für somato forme Schmerzstörungen ent wickelte Rechts prechung, wonach in einem struk turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkran kungen Anwendung findet. Die aus ärztlicher Sicht aus psychiatrischen Gründen bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist daher anhand der Indikatoren zu überprüfen (BGE 143 V 418 E. 6). 4.2 Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma to formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie „funktioneller Schweregrad" - Komplex „Gesundheitsschädigung" - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz - Komorbiditäten - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen) - Komplex „Sozialer Kontext" - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck Diese Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations potenzialen (Ressour cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver mögen einzu schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1). Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4): Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbe reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder re sistenz unter dem Komplex « Gesundheitsschädigung » ) auf den tatsächli chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohle nen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2). 4.3 In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund heitsschädigung in psychiatrischer Hinsicht als mittel- bis schwergradig ausge prägt, wobei als depressive Hauptsymptome eine Beeinträchtigung der Ausdauer, des Selbstvertrauens, der kognitiven Fähigkeiten (insbesondere der Kon zentra tions fähigkeit und der Gedächtnisfunktionen), des Arbeitstempos, der Kontakt- und Verkehrsfähigkeit, des Antriebs, der Flexibilität und des Selbst vertrauens sowie Schlafstörungen und eine Müdig - und Kraftlosigkeit geschildert wurden (Urk. 10/84/31-46 S. 14). In somatischer Hinsicht sind die im Zusammenhang mit den vernarbten Hautarealen stehenden Schmerzlokalisa tionen als funktionell ein zustufen und es besteht eine leichtgradige Periarthro pathia genuum (Urk. 10/84/2-21 S. 18, Urk. 84/25-29 S. 4). Hinsichtlich des Indikators „ Behandlungs- und Eingliederungserfolg " ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 in regelmässiger ambu lan ter psychotherapeutischer respektive psychiatrischer Behandlung (zuletzt ein- bis zweiwöchentlich Einzeltherapie, zweimonatlich Gruppentherapie und regel mässige Teamsitzungen) steht und sich einer Pharmakotherapie unterzieht (Urk. 10/84/31-46 S. 2, Urk. 10/71/4-8 S. 2 und S. 4). Im Jahre 2013 wurde eine tagesklinische Behandlung durchgeführt, welche sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ als kontraproduktiv erwies (Urk. 10/61/5-18 S. 12 f.). Gemäss dem psychiatrischen Gutachter wird die Psy cho therapie lege artis durchgeführt und die Compliance der Beschwerde führerin ist gut, wobei er lediglich auf die Möglichkeit hinwies, das bisherige Antide pressivum Duloxetin durch eine andere Substanz zu ersetzen (Urk. 10/84/31-46 S. 15 f.). Die seit Jahren regelmässig beanspruchten Behandlungen sprechen für einen mittelmässigen Leidensdruck. Als Komorbiditäten werden insbesondere die neurasthenischen Symptome wie Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Pausenbedarf sowie die Angst symptomatik genannt (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Hinsichtlich der Persönlichkeit gilt es anzumerken, dass der psychiatrische Gut achter kein eigenständiges, die Persönlichkeit betreffendes Krankheitsbild fest stellen konnte (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Er hielt indessen fest, dass sich in der Vorgeschichte gewisse persönliche und familiäre Risikofaktoren - namentlich die länger andauernde Trennung der Beschwerdeführerin von ihren Eltern in der Kindheit, der lange Spitalaufenthalt als Kleinkind sowie die geringe schulische und berufliche Förderung – finden, welche die Ressourcen überwiegen. Des Weiteren wies der Gutachter darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nie respek tive erst sehr spät gelernt hat, die Signale ihres Körpers zu beachten und auf sich selber und ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen (S. 6 f.). Beim sozialen Kontext ist zu berücksichtigen, dass sich das soziale Beziehungs netz der Beschwerdeführerin auf ihre Familie (Mutter, Geschwister und Schwäge rin) sowie ihren Arbeitgeber und behandelnden Psychiater Dr. C.___ beschränkt (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f., Urk. 10/84/31-46 S. 7). An Arbeitstagen steht die Beschwerdeführerin, welche zusammen mit ihrer Mutter wohnt, um 7.45 Uhr auf und fährt alsdann mit dem Tram in die Arztpraxis nach Zürich, wo sie von 10 bis 15 Uhr arbeitet. Danach kehrt sie, eventuell noch Kleineinkäufe oder andere Besorgungen machend, nach Hause zurück, wo sie mit der Mutter das Mittagessen einnimmt. Danach legt sie sich manchmal hin und fertigt dann die etwa 20 täglich gerauchten Zigaretten von Hand an und hört dabei zuweilen Musik. Abends sitzt sie vor dem Fernseher und geht zwischen 21 und 24 Uhr zu Bett. Hobbies hat sie keine (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f.). Die Beschwerdeführerin erträgt keine Menschenansammlungen und muss sich stets überwinden, wenn sie die Wohnung verlässt. Sie getraut sich nicht, Kontakt mit fremden Leuten aufzu nehmen und fühlt sich unwohl, wenn sie angesprochen oder geschubst wird. Wenn sie in der Arztpraxis telefonieren muss, fühlt sie sich unwohl, wenn eine andere Person zuhört; ebenso beim Schreiben von kurzen Briefen, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet (S. 12 f.). Vor diesem Hintergrund wird deut lich, dass sich die soziale Interaktion der Beschwerdeführerin auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz beschränkt und sie ausserhalb ihrer Wohnung Symptome einer sozialen Phobie und Agoraphobie entwickelt (Urk. 10/84/31-46 S. 11 f.). Entspre chend ist von einem mittelmässigen sozialen Rückzug auszugehen. Im Zusammenhang mit der Kategorie „ Konsistenz " ist zu bemerken, dass von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits auszugehen ist. Die Beschwerdeführerin verbringt den Alltag entweder bei der Arbeit oder in ihrer Wohnung und ihr soziales Netzwerk beschränkt sich auf ihre Mutter, Geschwister und ihren Arbeitgeber, wobei sie keine Hobbies hat. Eine auf Aggravation beru hende Leistungseinschränkung ist zu verneinen, vielmehr entstand beim psychi atrischen Gutachter der Eindruck, dass eine Neigung zur Dissimulation vor herrscht und bei der Beschwerdeführerin ein starker Wunsch besteht, sich so zu verhalten, wie es in den Augen Dritter sozial erwünscht ist (Urk. 10/84/31-46 S. 13). Zum Indikator „ behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck " ist schliesslich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin wie dar gelegt seit Juni 2011 in psychologischer respektive psychiatrischer Behandlung steht. Die Einzeltherapie findet ein- bis zweiwöchentlich beziehungsweise die Gruppentherapie zweimonatlich statt und der Serumspiegel wies auf eine regel mässige Einnahme des Antidepressivums hin. Die Beschwerdeführerin nahm vom Juli bis September 2012 an einem Aufbautraining teil (Urk. 10/46), wobei weiter führende berufliche Massnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht möglich waren (Urk. 10/50). Vom Oktober bis November 2012 absolvierte sie zudem eine ambulante arbeitsbezogene Rehabili tation (Urk. 10/53/16-22). 4.4 Nach dem Gesagten überzeugt unter Berücksichtigung der Standardindikatoren die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit. 5. 5.1 5.1.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis). 5.1.2 Gemäss dem IK-Auszug vom 22. März 2012 (Urk. 10/22/1) erzielte die Beschwer deführerin als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG im Jahre 2010 – vor der per Oktober 2011 aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Kündigung (Urk. 10/4/1) - ein Einkommen von Fr. 55'291.--. Davon ging die Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht aus (Urk. 10/89), da der von der A.___ AG angegebene Jahreslohn von Fr. 54'990. (Fr. 4'230.-- x 13; Urk. 10/4/2) nur geringfügig darunter liegt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 2016; 2010: 2579; 2012: 2630) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 56'384.-- bei Rentenbeginn im Jahr 2012 (vgl. auch Urk. 10/89). 5.2 5.2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/ aa ). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgege benen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 ). 5.2.2 Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahr 2012 übte die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit aus. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalidenein kommen daher grundsätzlich zu Recht gestützt auf die LSE 2012, wobei sie gestützt auf die Tabelle TA1 von einem Lohn von Fr. 5'317.-- ausging (Total Frauen; Urk. 10/89) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Arbeitszeit bei einem Pensum von 50 % ein Invaliden einkommen von Fr. 33'178.08 ermittelte (Urk. 10/89). Allerdings übersah die Beschwerdegegnerin, dass nicht das Total aller Einkommen, sondern der Lohn aus dem den Umständen angepassten Kompetenzniveau heranzuziehen ist. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompe tenzniveau 2, abzustellen (Urk. 1 S. 8), was bei zwar fehlender Berufsausbildung, aber langjähriger Erfahrung als Allrounderin beziehungsweise Stellvertreterin des Geschäftsführers (Urk. 10/1/1-7) angemessen scheint. Ausgehend von einem Mo natslohn von Fr. 4'646. resultiert bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und einem Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 29'060.-- (Fr. 4'646.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2). Entgegen der Darstellung der Beschwerde führerin liegen keine Gründe vor, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti gen würden, da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im redu zierten Pensum berücksichtigt wurden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wes halb ihr nur Anstellungen in der Administration und im Verkauf offen stehen sollten, da sie immerhin auch Computerkurse erfolgreich durchlaufen hat (Urk. 10/1/6 7). Weitere Gründe, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht. In Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 27'324.-- (Fr. 56'384.--./. Fr. 29'060.--) resultiert bei Rentenbeginn im Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad von 48 %, was einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. 5.2.3 Die Beschwerdeführerin ist seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___ als Mit arbeiterin des Arztsekretariats mit einem Pensum von 50 % angestellt (Urk. 10/65), wobei diese Arbeit gemäss dem MEDAS-Gutachten einer behinde rungsangepassten Tätigkeit entspricht (Urk. 10/84/2-21 S. 19; vgl. auch E. 3 hievor ). Das diesbezügliche Einkommen belief sich im Jahre 2016 gemäss dem IK-Auszug vom 14. August 2017 (Urk. 10/111) auf Fr. 30'000.--. 5.3 Selbst unter Berücksichtigung dieses effektiv erzielten Einkommens resultiert in Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 26'384.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 % (BGE 130 V 212), weshalb der Beschwerdeführerin eine Viertels rente zusteht (vgl. E. 1.2 hievor ). Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6. 6.1 In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2). 6.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Bedürftig im Sinne von Art. 64 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] i.V.m. Art. 119 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO]) eingereicht wird (BGE 120 Ia 179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4). 6.3 Aus dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwer de führerin vom 19. September 2017 (Urk. 7) und den eingereichten Akten (Urk. 3/3-6, Urk. 8/2-37) ergibt sich folgendes Bild ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Ihr monatlicher Nettolohn beträgt Fr. 2'270.25 (Urk. 8/4-7). Im Weiteren bezieht sie eine monatliche Viertelsrente der Invalidenversicherung von Fr. 447.-- (Urk. 8/8) sowie eine Invalidenrente aus der Pensionskasse von Fr. 254.-- pro Monat (Urk. 8/10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein monatliches Nettoeinkommen von total Fr. 2'971.25. Bei der Berechnung des Existenzminimums ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und die beigelegten Akten von folgenden Auslagen auszu gehen: Zum Grundbetrag für alleinstehende Personen mit Haushalts gemeinschaft (die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit der Mutter, Urk. 7/84/2-21 S. 9) von Fr. 1'100.-- sind monatliche Mietkosten von Fr. 748.-- (1/2 von Fr. 1'496., Urk. 3/4), die Monatsprämien für die obliga torische Krankenpflege versicherung abzüglich Prämienverbilligungen von Fr. 248.-- (Fr. 370.25 [Urk. 8/16]./. Fr. 122.-- [1/12 von Fr. 1’464.--, Urk. 8/17]), die Kosten für den ZVV-9-Uhr-Pass von monatlich Fr. 97.-- (Urk. 8/36) sowie monatliche Mehraus lagen für berufs bedingte auswärtige Verpflegung von Fr. 15.-- (Urk. 7 S. 4) hin zuzurechnen. Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtver sicherungen sind aus dem Grun d bedarf zu decken (Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2008 vom 11. Oktober 2018 E. 7). Im Zusammenhang mit der Rück zahlung von Schulden ist ein monatlicher Betrag von Fr. 100.-- anzu rechnen (Urk. 8/23-24). Die übrigen von der Beschwerdeführerin aufgeführten Schulden sind nicht zu berücksichti gen, da keine entsprechenden Nachweise für eine regelmässige Schuldtilgung oder amor ti sation vorliegen (Urk. 8/22) respektive die Abzahlungsraten nicht lebens not wendige Konsumgüter (Urk. 8/11) betreffen (vgl. hierzu Spühler K./ Tenchio L./Infanger D., Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess ordnung, 2010, Rüegg V., Art. 117 N 14). Entsprechend resultiert ein Existenzmi nimum von Fr. 2'308.--. Das Nettoein kommen der Beschwerdeführerin übersteigt somit ihr Existenzminimum um Fr. 663.--, weshalb sie selbst unter Berücksichti gung eines Freibetrages von praxisgemäss Fr. 400.-- in der Lage ist, innert einer angemessenen Frist selbst für die Anwalts- und Gerichtskosten aufzukommen (vgl. hierzu Urteil des Bundes gerichts 5A_26/2008 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 von ihrer Pensionskasse einen Betrag von Fr. 8’041.25 erhalten hat (Urk. 8/10) und im Juli respektive August 2017 in der Lage war, ihrem Rechts vertreter Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 2'700.-- (Urk. 8/13, Urk. 8/15) zu bezahlen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli chen Prozessführung und Rechts vertretung ist demnach mangels Bedürftigkeit abzuweisen. 6.4 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG ) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht beschliesst: Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. August 2017 um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung wird abgewiesen. und erkennt sodann: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Fürsprecher Peter Stein - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2017.00874

IV.2017.00874 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Urteil vom 10. Dezember 2018

Urteil vom 10. Dezember 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Fürsprecher Peter Stein

vertreten durch Fürsprecher Peter Stein Spahni Stein Rechtsanwälte

Spahni Stein Rechtsanwälte Florastrasse 44, 8008 Zürich

Florastrasse 44, 8008 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1980 geborene X.___, seit 2004 als Serviceangestellte bei der A.___ AG tätig, meldete sich am 17. August 2011 unter Hinweis auf Ver brennungen mit kochendem Wasser im 2. Lebensjahr bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche rungs anstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 10/11) bei. Am 11. Mai 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 4. Juni bis 2. September 2012 bei der Stiftung B.___ (Urk. 10/30) und informierte die Versicherte am 28. November 2012 darüber, dass weiter führende berufliche Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht durch führbar seien (Urk. 10/50). Die IV-Stelle tätigte neuerliche medizinische und erwerbliche Erhebungen. Unter Hinweis darauf, dass die Versicherte seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, arbeite, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 11. September 2015 mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 10/67).

1. Die 1980 geborene X.___, seit 2004 als Serviceangestellte bei der A.___ AG tätig, meldete sich am 17. August 2011 unter Hinweis auf Ver brennungen mit kochendem Wasser im 2. Lebensjahr bei der Invaliden ver siche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche rungs anstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 10/11) bei. Am 11. Mai 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 4. Juni bis 2. September 2012 bei der Stiftung B.___ (Urk. 10/30) und informierte die Versicherte am 28. November 2012 darüber, dass weiter führende berufliche Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht durch führbar seien (Urk. 10/50). Die IV-Stelle tätigte neuerliche medizinische und erwerbliche Erhebungen. Unter Hinweis darauf, dass die Versicherte seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, arbeite, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 11. September 2015 mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 10/67). In der Folge veranlasste die IV-Stelle bei der MEDAS D.___ (MEDAS) eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Rheuma tologie; Expertise vom 28. Februar 2017 [Urk. 10/84/2-21]) und infor mierte die Versicherte am 29. März 2017 unter Hinweis auf die Tätigkeit bei Dr. C.___, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig seien (Urk. 10/87). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/91, Urk. 10/95 ) gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2017 (Urk. 2) eine Viertels rente ab September 2012.

In der Folge veranlasste die IV-Stelle bei der MEDAS D.___ (MEDAS) eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Rheuma tologie; Expertise vom 28. Februar 2017 [Urk. 10/84/2-21]) und infor mierte die Versicherte am 29. März 2017 unter Hinweis auf die Tätigkeit bei Dr. C.___, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig seien (Urk. 10/87). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/91, Urk. 10/95 ) gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2017 (Urk. 2) eine Viertels rente ab September 2012. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 28. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Juni 2017 aufzuheben und die Sache unter Feststellung eines Anspruchs auf eine Dreiviertelsrente zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hin sicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre tung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe rin am 28. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde.

2. Dagegen erhob die Versicherte am 28. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Juni 2017 aufzuheben und die Sache unter Feststellung eines Anspruchs auf eine Dreiviertelsrente zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hin sicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre tung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe rin am 28. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Re nte haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Re nte haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit 3. März 2011 ihre angestammte Tätigkeit als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG nicht mehr ausüben könne, ihr es aber seit März 2012 möglich sei, eine leicht- bis mittelschwere Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufzunehmen. Gestützt auf ein Valideneinkommen von Fr. 56'402.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 33'178.08 resultiere ein Invaliditätsgrad von 41 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab Abschluss des Aufbautrainings im September 2012 eine Viertelsrente zustehe (S. 3).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit 3. März 2011 ihre angestammte Tätigkeit als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG nicht mehr ausüben könne, ihr es aber seit März 2012 möglich sei, eine leicht- bis mittelschwere Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufzunehmen. Gestützt auf ein Valideneinkommen von Fr. 56'402.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 33'178.08 resultiere ein Invaliditätsgrad von 41 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab Abschluss des Aufbautrainings im September 2012 eine Viertelsrente zustehe (S. 3). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von einem Invali den ein kommen von Fr. 27'876.-- auszugehen. Im Weiteren sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe und ihr damit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente zustehe (S. 7 f.).

2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von einem Invali den ein kommen von Fr. 27'876.-- auszugehen. Im Weiteren sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe und ihr damit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente zustehe (S. 7 f.). 3. Unbestritten blieb der medizinische Sachverhalt und die seit März 2011 beste hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit respektive das seit März 2012 zumutbare Arbeitspensum von 50 % in einer angepassten Tätig keit (Urk. 1 S. 6, Urk. 2 S. 3). Die MEDAS-Gutachter nannten folgende Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeits fähigkeit: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somati schem Syndrom (ICD-10 F33.11), psychologische Faktoren oder Ver haltens fakto ren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F51.5) sowie multiple, teils indurierte, teils hypersensible, teils schmerzhaft vernarbte Hautareale links betont, an Kopf, linker Schulter, linkem Arm, Rücken und linkem Unterschenkel (Urk. 10/84/2-21 S. 19). Ausschliesslich aus psychiatrischen Grün den attestierten die Gutachter ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätig keit als Mitarbeiterin in einer Psychiatriepraxis respektive für andere körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg kranial der Schulterhöhe beziehungsweise über 10 kg kranial der Gürtel höhe. Körperlich schwere Arbeiten, insbesondere die frühere Tätigkeit als stell vertretende Gerantin einer Cafeteria, schlossen sie hingegen seit März 2011 aus (Urk. 10/84/2-21 S. 19, S. 20 und S. 21). Dies entspricht der vom behandelnden Psychiater und Arbeitgeber Dr. C.___ attestierten 50%igen Arbeits fähig keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Urk. 10/71/4-8 S. 3 und S. 4). Darauf ist im Folgenden abzustellen.

3. Unbestritten blieb der medizinische Sachverhalt und die seit März 2011 beste hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit respektive das seit März 2012 zumutbare Arbeitspensum von 50 % in einer angepassten Tätig keit (Urk. 1 S. 6, Urk. 2 S. 3). Die MEDAS-Gutachter nannten folgende Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeits fähigkeit: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somati schem Syndrom (ICD-10 F33.11), psychologische Faktoren oder Ver haltens fakto ren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F51.5) sowie multiple, teils indurierte, teils hypersensible, teils schmerzhaft vernarbte Hautareale links betont, an Kopf, linker Schulter, linkem Arm, Rücken und linkem Unterschenkel (Urk. 10/84/2-21 S. 19). Ausschliesslich aus psychiatrischen Grün den attestierten die Gutachter ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätig keit als Mitarbeiterin in einer Psychiatriepraxis respektive für andere körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg kranial der Schulterhöhe beziehungsweise über 10 kg kranial der Gürtel höhe. Körperlich schwere Arbeiten, insbesondere die frühere Tätigkeit als stell vertretende Gerantin einer Cafeteria, schlossen sie hingegen seit März 2011 aus (Urk. 10/84/2-21 S. 19, S. 20 und S. 21). Dies entspricht der vom behandelnden Psychiater und Arbeitgeber Dr. C.___ attestierten 50%igen Arbeits fähig keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Urk. 10/71/4-8 S. 3 und S. 4). Darauf ist im Folgenden abzustellen. Strittig ist demgegenüber die Invaliditätsbemessung, namentlich die Höhe des Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 7 f.).

Strittig ist demgegenüber die Invaliditätsbemessung, namentlich die Höhe des Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 7 f.). 4.

4. 4.1 Mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se ine bisherige Praxis insofern, als es er kannte, dass die für somato forme Schmerzstörungen ent wickelte Rechts prechung, wonach in einem struk turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkran kungen Anwendung findet. Die aus ärztlicher Sicht aus psychiatrischen Gründen bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist daher anhand der Indikatoren zu überprüfen (BGE 143 V 418 E. 6).

4.1 Mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se ine bisherige Praxis insofern, als es er kannte, dass die für somato forme Schmerzstörungen ent wickelte Rechts prechung, wonach in einem struk turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkran kungen Anwendung findet. Die aus ärztlicher Sicht aus psychiatrischen Gründen bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist daher anhand der Indikatoren zu überprüfen (BGE 143 V 418 E. 6). 4.2 Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma to formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

4.2 Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma to formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie „funktioneller Schweregrad"

Kategorie „funktioneller Schweregrad" - Komplex „Gesundheitsschädigung"

Komplex „Gesundheitsschädigung" - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz - Komorbiditäten

Komorbiditäten - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen)

Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen) - Komplex „Sozialer Kontext"

Komplex „Sozialer Kontext" - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)

Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck Diese Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations potenzialen (Ressour cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver mögen einzu schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).

Diese Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations potenzialen (Ressour cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver mögen einzu schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1). Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):

Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4): Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbe reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).

Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbe reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder re sistenz unter dem Komplex « Gesundheitsschädigung » ) auf den tatsächli chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohle nen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).

Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder re sistenz unter dem Komplex « Gesundheitsschädigung » ) auf den tatsächli chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohle nen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2). 4.3 In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund heitsschädigung in psychiatrischer Hinsicht als mittel- bis schwergradig ausge prägt, wobei als depressive Hauptsymptome eine Beeinträchtigung der Ausdauer, des Selbstvertrauens, der kognitiven Fähigkeiten (insbesondere der Kon zentra tions fähigkeit und der Gedächtnisfunktionen), des Arbeitstempos, der Kontakt- und Verkehrsfähigkeit, des Antriebs, der Flexibilität und des Selbst vertrauens sowie Schlafstörungen und eine Müdig - und Kraftlosigkeit geschildert wurden (Urk. 10/84/31-46 S. 14). In somatischer Hinsicht sind die im Zusammenhang mit den vernarbten Hautarealen stehenden Schmerzlokalisa tionen als funktionell ein zustufen und es besteht eine leichtgradige Periarthro pathia genuum (Urk. 10/84/2-21 S. 18, Urk. 84/25-29 S. 4).

4.3 In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund heitsschädigung in psychiatrischer Hinsicht als mittel- bis schwergradig ausge prägt, wobei als depressive Hauptsymptome eine Beeinträchtigung der Ausdauer, des Selbstvertrauens, der kognitiven Fähigkeiten (insbesondere der Kon zentra tions fähigkeit und der Gedächtnisfunktionen), des Arbeitstempos, der Kontakt- und Verkehrsfähigkeit, des Antriebs, der Flexibilität und des Selbst vertrauens sowie Schlafstörungen und eine Müdig - und Kraftlosigkeit geschildert wurden (Urk. 10/84/31-46 S. 14). In somatischer Hinsicht sind die im Zusammenhang mit den vernarbten Hautarealen stehenden Schmerzlokalisa tionen als funktionell ein zustufen und es besteht eine leichtgradige Periarthro pathia genuum (Urk. 10/84/2-21 S. 18, Urk. 84/25-29 S. 4). Hinsichtlich des Indikators „ Behandlungs- und Eingliederungserfolg " ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 in regelmässiger ambu lan ter psychotherapeutischer respektive psychiatrischer Behandlung (zuletzt ein- bis zweiwöchentlich Einzeltherapie, zweimonatlich Gruppentherapie und regel mässige Teamsitzungen) steht und sich einer Pharmakotherapie unterzieht (Urk. 10/84/31-46 S. 2, Urk. 10/71/4-8 S. 2 und S. 4). Im Jahre 2013 wurde eine tagesklinische Behandlung durchgeführt, welche sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ als kontraproduktiv erwies (Urk. 10/61/5-18 S. 12 f.). Gemäss dem psychiatrischen Gutachter wird die Psy cho therapie lege artis durchgeführt und die Compliance der Beschwerde führerin ist gut, wobei er lediglich auf die Möglichkeit hinwies, das bisherige Antide pressivum Duloxetin durch eine andere Substanz zu ersetzen (Urk. 10/84/31-46 S. 15 f.). Die seit Jahren regelmässig beanspruchten Behandlungen sprechen für einen mittelmässigen Leidensdruck.

Hinsichtlich des Indikators „ Behandlungs- und Eingliederungserfolg " ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 in regelmässiger ambu lan ter psychotherapeutischer respektive psychiatrischer Behandlung (zuletzt ein- bis zweiwöchentlich Einzeltherapie, zweimonatlich Gruppentherapie und regel mässige Teamsitzungen) steht und sich einer Pharmakotherapie unterzieht (Urk. 10/84/31-46 S. 2, Urk. 10/71/4-8 S. 2 und S. 4). Im Jahre 2013 wurde eine tagesklinische Behandlung durchgeführt, welche sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ als kontraproduktiv erwies (Urk. 10/61/5-18 S. 12 f.). Gemäss dem psychiatrischen Gutachter wird die Psy cho therapie lege artis durchgeführt und die Compliance der Beschwerde führerin ist gut, wobei er lediglich auf die Möglichkeit hinwies, das bisherige Antide pressivum Duloxetin durch eine andere Substanz zu ersetzen (Urk. 10/84/31-46 S. 15 f.). Die seit Jahren regelmässig beanspruchten Behandlungen sprechen für einen mittelmässigen Leidensdruck. Als Komorbiditäten werden insbesondere die neurasthenischen Symptome wie Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Pausenbedarf sowie die Angst symptomatik genannt (Urk. 10/84/31-46 S. 12).

Als Komorbiditäten werden insbesondere die neurasthenischen Symptome wie Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Pausenbedarf sowie die Angst symptomatik genannt (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Hinsichtlich der Persönlichkeit gilt es anzumerken, dass der psychiatrische Gut achter kein eigenständiges, die Persönlichkeit betreffendes Krankheitsbild fest stellen konnte (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Er hielt indessen fest, dass sich in der Vorgeschichte gewisse persönliche und familiäre Risikofaktoren - namentlich die länger andauernde Trennung der Beschwerdeführerin von ihren Eltern in der Kindheit, der lange Spitalaufenthalt als Kleinkind sowie die geringe schulische und berufliche Förderung – finden, welche die Ressourcen überwiegen. Des Weiteren wies der Gutachter darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nie respek tive erst sehr spät gelernt hat, die Signale ihres Körpers zu beachten und auf sich selber und ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen (S. 6 f.).

Hinsichtlich der Persönlichkeit gilt es anzumerken, dass der psychiatrische Gut achter kein eigenständiges, die Persönlichkeit betreffendes Krankheitsbild fest stellen konnte (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Er hielt indessen fest, dass sich in der Vorgeschichte gewisse persönliche und familiäre Risikofaktoren - namentlich die länger andauernde Trennung der Beschwerdeführerin von ihren Eltern in der Kindheit, der lange Spitalaufenthalt als Kleinkind sowie die geringe schulische und berufliche Förderung – finden, welche die Ressourcen überwiegen. Des Weiteren wies der Gutachter darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nie respek tive erst sehr spät gelernt hat, die Signale ihres Körpers zu beachten und auf sich selber und ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen (S. 6 f.). Beim sozialen Kontext ist zu berücksichtigen, dass sich das soziale Beziehungs netz der Beschwerdeführerin auf ihre Familie (Mutter, Geschwister und Schwäge rin) sowie ihren Arbeitgeber und behandelnden Psychiater Dr. C.___ beschränkt (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f., Urk. 10/84/31-46 S. 7). An Arbeitstagen steht die Beschwerdeführerin, welche zusammen mit ihrer Mutter wohnt, um 7.45 Uhr auf und fährt alsdann mit dem Tram in die Arztpraxis nach Zürich, wo sie von 10 bis 15 Uhr arbeitet. Danach kehrt sie, eventuell noch Kleineinkäufe oder andere Besorgungen machend, nach Hause zurück, wo sie mit der Mutter das Mittagessen einnimmt. Danach legt sie sich manchmal hin und fertigt dann die etwa 20 täglich gerauchten Zigaretten von Hand an und hört dabei zuweilen Musik. Abends sitzt sie vor dem Fernseher und geht zwischen 21 und 24 Uhr zu Bett. Hobbies hat sie keine (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f.). Die Beschwerdeführerin erträgt keine Menschenansammlungen und muss sich stets überwinden, wenn sie die Wohnung verlässt. Sie getraut sich nicht, Kontakt mit fremden Leuten aufzu nehmen und fühlt sich unwohl, wenn sie angesprochen oder geschubst wird. Wenn sie in der Arztpraxis telefonieren muss, fühlt sie sich unwohl, wenn eine andere Person zuhört; ebenso beim Schreiben von kurzen Briefen, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet (S. 12 f.). Vor diesem Hintergrund wird deut lich, dass sich die soziale Interaktion der Beschwerdeführerin auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz beschränkt und sie ausserhalb ihrer Wohnung Symptome einer sozialen Phobie und Agoraphobie entwickelt (Urk. 10/84/31-46 S. 11 f.). Entspre chend ist von einem mittelmässigen sozialen Rückzug auszugehen.

Beim sozialen Kontext ist zu berücksichtigen, dass sich das soziale Beziehungs netz der Beschwerdeführerin auf ihre Familie (Mutter, Geschwister und Schwäge rin) sowie ihren Arbeitgeber und behandelnden Psychiater Dr. C.___ beschränkt (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f., Urk. 10/84/31-46 S. 7). An Arbeitstagen steht die Beschwerdeführerin, welche zusammen mit ihrer Mutter wohnt, um 7.45 Uhr auf und fährt alsdann mit dem Tram in die Arztpraxis nach Zürich, wo sie von 10 bis 15 Uhr arbeitet. Danach kehrt sie, eventuell noch Kleineinkäufe oder andere Besorgungen machend, nach Hause zurück, wo sie mit der Mutter das Mittagessen einnimmt. Danach legt sie sich manchmal hin und fertigt dann die etwa 20 täglich gerauchten Zigaretten von Hand an und hört dabei zuweilen Musik. Abends sitzt sie vor dem Fernseher und geht zwischen 21 und 24 Uhr zu Bett. Hobbies hat sie keine (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f.). Die Beschwerdeführerin erträgt keine Menschenansammlungen und muss sich stets überwinden, wenn sie die Wohnung verlässt. Sie getraut sich nicht, Kontakt mit fremden Leuten aufzu nehmen und fühlt sich unwohl, wenn sie angesprochen oder geschubst wird. Wenn sie in der Arztpraxis telefonieren muss, fühlt sie sich unwohl, wenn eine andere Person zuhört; ebenso beim Schreiben von kurzen Briefen, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet (S. 12 f.). Vor diesem Hintergrund wird deut lich, dass sich die soziale Interaktion der Beschwerdeführerin auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz beschränkt und sie ausserhalb ihrer Wohnung Symptome einer sozialen Phobie und Agoraphobie entwickelt (Urk. 10/84/31-46 S. 11 f.). Entspre chend ist von einem mittelmässigen sozialen Rückzug auszugehen. Im Zusammenhang mit der Kategorie „ Konsistenz " ist zu bemerken, dass von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits auszugehen ist. Die Beschwerdeführerin verbringt den Alltag entweder bei der Arbeit oder in ihrer Wohnung und ihr soziales Netzwerk beschränkt sich auf ihre Mutter, Geschwister und ihren Arbeitgeber, wobei sie keine Hobbies hat. Eine auf Aggravation beru hende Leistungseinschränkung ist zu verneinen, vielmehr entstand beim psychi atrischen Gutachter der Eindruck, dass eine Neigung zur Dissimulation vor herrscht und bei der Beschwerdeführerin ein starker Wunsch besteht, sich so zu verhalten, wie es in den Augen Dritter sozial erwünscht ist (Urk. 10/84/31-46 S. 13).

Im Zusammenhang mit der Kategorie „ Konsistenz " ist zu bemerken, dass von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits auszugehen ist. Die Beschwerdeführerin verbringt den Alltag entweder bei der Arbeit oder in ihrer Wohnung und ihr soziales Netzwerk beschränkt sich auf ihre Mutter, Geschwister und ihren Arbeitgeber, wobei sie keine Hobbies hat. Eine auf Aggravation beru hende Leistungseinschränkung ist zu verneinen, vielmehr entstand beim psychi atrischen Gutachter der Eindruck, dass eine Neigung zur Dissimulation vor herrscht und bei der Beschwerdeführerin ein starker Wunsch besteht, sich so zu verhalten, wie es in den Augen Dritter sozial erwünscht ist (Urk. 10/84/31-46 S. 13). Zum Indikator „ behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck " ist schliesslich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin wie dar gelegt seit Juni 2011 in psychologischer respektive psychiatrischer Behandlung steht. Die Einzeltherapie findet ein- bis zweiwöchentlich beziehungsweise die Gruppentherapie zweimonatlich statt und der Serumspiegel wies auf eine regel mässige Einnahme des Antidepressivums hin. Die Beschwerdeführerin nahm vom Juli bis September 2012 an einem Aufbautraining teil (Urk. 10/46), wobei weiter führende berufliche Massnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht möglich waren (Urk. 10/50). Vom Oktober bis November 2012 absolvierte sie zudem eine ambulante arbeitsbezogene Rehabili tation (Urk. 10/53/16-22).

Zum Indikator „ behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck " ist schliesslich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin wie dar gelegt seit Juni 2011 in psychologischer respektive psychiatrischer Behandlung steht. Die Einzeltherapie findet ein- bis zweiwöchentlich beziehungsweise die Gruppentherapie zweimonatlich statt und der Serumspiegel wies auf eine regel mässige Einnahme des Antidepressivums hin. Die Beschwerdeführerin nahm vom Juli bis September 2012 an einem Aufbautraining teil (Urk. 10/46), wobei weiter führende berufliche Massnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht möglich waren (Urk. 10/50). Vom Oktober bis November 2012 absolvierte sie zudem eine ambulante arbeitsbezogene Rehabili tation (Urk. 10/53/16-22). 4.4 Nach dem Gesagten überzeugt unter Berücksichtigung der Standardindikatoren die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit.

4.4 Nach dem Gesagten überzeugt unter Berücksichtigung der Standardindikatoren die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange passten Tätigkeit. 5.

5. 5.1

5.1 5.1.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).

5.1.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis). 5.1.2 Gemäss dem IK-Auszug vom 22. März 2012 (Urk. 10/22/1) erzielte die Beschwer deführerin als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG im Jahre 2010 – vor der per Oktober 2011 aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Kündigung (Urk. 10/4/1) - ein Einkommen von Fr. 55'291.--. Davon ging die Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht aus (Urk. 10/89), da der von der A.___ AG angegebene Jahreslohn von Fr. 54'990. (Fr. 4'230.-- x 13; Urk. 10/4/2) nur geringfügig darunter liegt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 2016; 2010: 2579; 2012: 2630) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 56'384.-- bei Rentenbeginn im Jahr 2012 (vgl. auch Urk. 10/89).

5.1.2 Gemäss dem IK-Auszug vom 22. März 2012 (Urk. 10/22/1) erzielte die Beschwer deführerin als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG im Jahre 2010 – vor der per Oktober 2011 aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Kündigung (Urk. 10/4/1) - ein Einkommen von Fr. 55'291.--. Davon ging die Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht aus (Urk. 10/89), da der von der A.___ AG angegebene Jahreslohn von Fr. 54'990. (Fr. 4'230.-- x 13; Urk. 10/4/2) nur geringfügig darunter liegt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 2016; 2010: 2579; 2012: 2630) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 56'384.-- bei Rentenbeginn im Jahr 2012 (vgl. auch Urk. 10/89). 5.2

5.2 5.2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/ aa ). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgege benen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 ).

5.2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/ aa ). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgege benen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 ). 5.2.2 Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahr 2012 übte die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit aus. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalidenein kommen daher grundsätzlich zu Recht gestützt auf die LSE 2012, wobei sie gestützt auf die Tabelle TA1 von einem Lohn von Fr. 5'317.-- ausging (Total Frauen; Urk. 10/89) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Arbeitszeit bei einem Pensum von 50 % ein Invaliden einkommen von Fr. 33'178.08 ermittelte (Urk. 10/89). Allerdings übersah die Beschwerdegegnerin, dass nicht das Total aller Einkommen, sondern der Lohn aus dem den Umständen angepassten Kompetenzniveau heranzuziehen ist.

5.2.2 Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahr 2012 übte die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit aus. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalidenein kommen daher grundsätzlich zu Recht gestützt auf die LSE 2012, wobei sie gestützt auf die Tabelle TA1 von einem Lohn von Fr. 5'317.-- ausging (Total Frauen; Urk. 10/89) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Arbeitszeit bei einem Pensum von 50 % ein Invaliden einkommen von Fr. 33'178.08 ermittelte (Urk. 10/89). Allerdings übersah die Beschwerdegegnerin, dass nicht das Total aller Einkommen, sondern der Lohn aus dem den Umständen angepassten Kompetenzniveau heranzuziehen ist. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompe tenzniveau 2, abzustellen (Urk. 1 S. 8), was bei zwar fehlender Berufsausbildung, aber langjähriger Erfahrung als Allrounderin beziehungsweise Stellvertreterin des Geschäftsführers (Urk. 10/1/1-7) angemessen scheint. Ausgehend von einem Mo natslohn von Fr. 4'646. resultiert bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und einem Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 29'060.-- (Fr. 4'646.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2). Entgegen der Darstellung der Beschwerde führerin liegen keine Gründe vor, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti gen würden, da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im redu zierten Pensum berücksichtigt wurden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wes halb ihr nur Anstellungen in der Administration und im Verkauf offen stehen sollten, da sie immerhin auch Computerkurse erfolgreich durchlaufen hat (Urk. 10/1/6 7). Weitere Gründe, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht.

Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompe tenzniveau 2, abzustellen (Urk. 1 S. 8), was bei zwar fehlender Berufsausbildung, aber langjähriger Erfahrung als Allrounderin beziehungsweise Stellvertreterin des Geschäftsführers (Urk. 10/1/1-7) angemessen scheint. Ausgehend von einem Mo natslohn von Fr. 4'646. resultiert bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und einem Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 29'060.-- (Fr. 4'646.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2). Entgegen der Darstellung der Beschwerde führerin liegen keine Gründe vor, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti gen würden, da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im redu zierten Pensum berücksichtigt wurden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wes halb ihr nur Anstellungen in der Administration und im Verkauf offen stehen sollten, da sie immerhin auch Computerkurse erfolgreich durchlaufen hat (Urk. 10/1/6 7). Weitere Gründe, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht. In Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 27'324.-- (Fr. 56'384.--./. Fr. 29'060.--) resultiert bei Rentenbeginn im Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad von 48 %, was einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet.

In Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 27'324.-- (Fr. 56'384.--./. Fr. 29'060.--) resultiert bei Rentenbeginn im Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad von 48 %, was einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. 5.2.3 Die Beschwerdeführerin ist seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___ als Mit arbeiterin des Arztsekretariats mit einem Pensum von 50 % angestellt (Urk. 10/65), wobei diese Arbeit gemäss dem MEDAS-Gutachten einer behinde rungsangepassten Tätigkeit entspricht (Urk. 10/84/2-21 S. 19; vgl. auch E. 3 hievor ). Das diesbezügliche Einkommen belief sich im Jahre 2016 gemäss dem IK-Auszug vom 14. August 2017 (Urk. 10/111) auf Fr. 30'000.--.

5.2.3 Die Beschwerdeführerin ist seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___ als Mit arbeiterin des Arztsekretariats mit einem Pensum von 50 % angestellt (Urk. 10/65), wobei diese Arbeit gemäss dem MEDAS-Gutachten einer behinde rungsangepassten Tätigkeit entspricht (Urk. 10/84/2-21 S. 19; vgl. auch E. 3 hievor ). Das diesbezügliche Einkommen belief sich im Jahre 2016 gemäss dem IK-Auszug vom 14. August 2017 (Urk. 10/111) auf Fr. 30'000.--. 5.3 Selbst unter Berücksichtigung dieses effektiv erzielten Einkommens resultiert in Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 26'384.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 % (BGE 130 V 212), weshalb der Beschwerdeführerin eine Viertels rente zusteht (vgl. E. 1.2 hievor ).

5.3 Selbst unter Berücksichtigung dieses effektiv erzielten Einkommens resultiert in Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 26'384.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 % (BGE 130 V 212), weshalb der Beschwerdeführerin eine Viertels rente zusteht (vgl. E. 1.2 hievor ). Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6.

6. 6.1 In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2).

6.1 In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2). 6.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Bedürftig im Sinne von Art. 64 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] i.V.m. Art. 119 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO]) eingereicht wird (BGE 120 Ia 179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4).

6.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Bedürftig im Sinne von Art. 64 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] i.V.m. Art. 119 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO]) eingereicht wird (BGE 120 Ia 179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4). 6.3 Aus dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwer de führerin vom 19. September 2017 (Urk. 7) und den eingereichten Akten (Urk. 3/3-6, Urk. 8/2-37) ergibt sich folgendes Bild ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Ihr monatlicher Nettolohn beträgt Fr. 2'270.25 (Urk. 8/4-7). Im Weiteren bezieht sie eine monatliche Viertelsrente der Invalidenversicherung von Fr. 447.-- (Urk. 8/8) sowie eine Invalidenrente aus der Pensionskasse von Fr. 254.-- pro Monat (Urk. 8/10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein monatliches Nettoeinkommen von total Fr. 2'971.25.

6.3 Aus dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwer de führerin vom 19. September 2017 (Urk. 7) und den eingereichten Akten (Urk. 3/3-6, Urk. 8/2-37) ergibt sich folgendes Bild ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Ihr monatlicher Nettolohn beträgt Fr. 2'270.25 (Urk. 8/4-7). Im Weiteren bezieht sie eine monatliche Viertelsrente der Invalidenversicherung von Fr. 447.-- (Urk. 8/8) sowie eine Invalidenrente aus der Pensionskasse von Fr. 254.-- pro Monat (Urk. 8/10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein monatliches Nettoeinkommen von total Fr. 2'971.25. Bei der Berechnung des Existenzminimums ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und die beigelegten Akten von folgenden Auslagen auszu gehen: Zum Grundbetrag für alleinstehende Personen mit Haushalts gemeinschaft (die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit der Mutter, Urk. 7/84/2-21 S. 9) von Fr. 1'100.-- sind monatliche Mietkosten von Fr. 748.-- (1/2 von Fr. 1'496., Urk. 3/4), die Monatsprämien für die obliga torische Krankenpflege versicherung abzüglich Prämienverbilligungen von Fr. 248.-- (Fr. 370.25 [Urk. 8/16]./. Fr. 122.-- [1/12 von Fr. 1’464.--, Urk. 8/17]), die Kosten für den ZVV-9-Uhr-Pass von monatlich Fr. 97.-- (Urk. 8/36) sowie monatliche Mehraus lagen für berufs bedingte auswärtige Verpflegung von Fr. 15.-- (Urk. 7 S. 4) hin zuzurechnen. Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtver sicherungen sind aus dem Grun d bedarf zu decken (Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2008 vom 11. Oktober 2018 E. 7). Im Zusammenhang mit der Rück zahlung von Schulden ist ein monatlicher Betrag von Fr. 100.-- anzu rechnen (Urk. 8/23-24). Die übrigen von der Beschwerdeführerin aufgeführten Schulden sind nicht zu berücksichti gen, da keine entsprechenden Nachweise für eine regelmässige Schuldtilgung oder amor ti sation vorliegen (Urk. 8/22) respektive die Abzahlungsraten nicht lebens not wendige Konsumgüter (Urk. 8/11) betreffen (vgl. hierzu Spühler K./ Tenchio L./Infanger D., Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess ordnung, 2010, Rüegg V., Art. 117 N 14). Entsprechend resultiert ein Existenzmi nimum von Fr. 2'308.--. Das Nettoein kommen der Beschwerdeführerin übersteigt somit ihr Existenzminimum um Fr. 663.--, weshalb sie selbst unter Berücksichti gung eines Freibetrages von praxisgemäss Fr. 400.-- in der Lage ist, innert einer angemessenen Frist selbst für die Anwalts- und Gerichtskosten aufzukommen (vgl. hierzu Urteil des Bundes gerichts 5A_26/2008 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 von ihrer Pensionskasse einen Betrag von Fr. 8’041.25 erhalten hat (Urk. 8/10) und im Juli respektive August 2017 in der Lage war, ihrem Rechts vertreter Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 2'700.-- (Urk. 8/13, Urk. 8/15) zu bezahlen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli chen Prozessführung und Rechts vertretung ist demnach mangels Bedürftigkeit abzuweisen.

Bei der Berechnung des Existenzminimums ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und die beigelegten Akten von folgenden Auslagen auszu gehen: Zum Grundbetrag für alleinstehende Personen mit Haushalts gemeinschaft (die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit der Mutter, Urk. 7/84/2-21 S. 9) von Fr. 1'100.-- sind monatliche Mietkosten von Fr. 748.-- (1/2 von Fr. 1'496., Urk. 3/4), die Monatsprämien für die obliga torische Krankenpflege versicherung abzüglich Prämienverbilligungen von Fr. 248.-- (Fr. 370.25 [Urk. 8/16]./. Fr. 122.-- [1/12 von Fr. 1’464.--, Urk. 8/17]), die Kosten für den ZVV-9-Uhr-Pass von monatlich Fr. 97.-- (Urk. 8/36) sowie monatliche Mehraus lagen für berufs bedingte auswärtige Verpflegung von Fr. 15.-- (Urk. 7 S. 4) hin zuzurechnen. Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtver sicherungen sind aus dem Grun d bedarf zu decken (Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2008 vom 11. Oktober 2018 E. 7). Im Zusammenhang mit der Rück zahlung von Schulden ist ein monatlicher Betrag von Fr. 100.-- anzu rechnen (Urk. 8/23-24). Die übrigen von der Beschwerdeführerin aufgeführten Schulden sind nicht zu berücksichti gen, da keine entsprechenden Nachweise für eine regelmässige Schuldtilgung oder amor ti sation vorliegen (Urk. 8/22) respektive die Abzahlungsraten nicht lebens not wendige Konsumgüter (Urk. 8/11) betreffen (vgl. hierzu Spühler K./ Tenchio L./Infanger D., Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess ordnung, 2010, Rüegg V., Art. 117 N 14). Entsprechend resultiert ein Existenzmi nimum von Fr. 2'308.--. Das Nettoein kommen der Beschwerdeführerin übersteigt somit ihr Existenzminimum um Fr. 663.--, weshalb sie selbst unter Berücksichti gung eines Freibetrages von praxisgemäss Fr. 400.-- in der Lage ist, innert einer angemessenen Frist selbst für die Anwalts- und Gerichtskosten aufzukommen (vgl. hierzu Urteil des Bundes gerichts 5A_26/2008 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 von ihrer Pensionskasse einen Betrag von Fr. 8’041.25 erhalten hat (Urk. 8/10) und im Juli respektive August 2017 in der Lage war, ihrem Rechts vertreter Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 2'700.-- (Urk. 8/13, Urk. 8/15) zu bezahlen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli chen Prozessführung und Rechts vertretung ist demnach mangels Bedürftigkeit abzuweisen. 6.4 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG ) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

6.4 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG ) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht beschliesst:

Das Gericht beschliesst: Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. August 2017 um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung wird abgewiesen.

Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. August 2017 um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung wird abgewiesen. und erkennt sodann:

und erkennt sodann: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Fürsprecher Peter Stein

Fürsprecher Peter Stein - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchleiffer Marais