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Vor kurzem konnte einer unserer Mitarbeiter mit einer Pilotin der Emirates sprechen. Bei dieser Fluggesellschaft kommt es immer wieder vor, dass Flüge von einer all-female Cockpit-Crew durchgeführt werden. So beispielsweise Emirates-Flug EK86 von Zürich nach Dubai mit dem grössten Verkehrsflugzeug der Welt, dem Airbus A380.
Im Gegensatz zu Flügen anderer Airlines, auf denen im Cockpit ebenfalls ausschliesslich Frauen zum Einsatz kommen (bspw. bei der Swiss oder Royal Brunei Airlines), sind die Zusammensetzungen dieser Emirates-Crews keine medienwirksame Inszenierung. Natürlich hätte auch das seine Berechtigung, jedoch ist es viel erstrebenswerter, wenn solche Crews zur Normalität werden.
Obschon der Luftfahrt tendenziell das ungerechte Image anhaftet, dass hinsichtlich Crew-Mitgliederinnen eher das Äussere zählt (Klischee der Affäre eines älteren, erfahrenen Piloten und der jungen, gutaussehenden Flight Attendant), war die Fliegerei regelmässig Ausgangspunkt für Frauenförderung und gelebten Feminismus.
So hat die Frauenrechtlerin Amelia Earhart bereits 1932 den Atlantik als erste Frau im Alleinflug überquert, nur fünf Jahre später als Charles Lindbergh. Ein Beispiel aus der neueren Zeit ist Hanadi Zakaria al-Hindi, die erste Pilotin Saudi-Arabiens. Sie ist die persönliche Pilotin des Prinzen al-Walid ibn Talal und erlangte ihr saudisches Flugbrevet 2014; zu einem Zeitpunkt also, an dem es Frauen in diesem Land noch verboten war, ein Auto zu lenken.