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(Kt. Wallis,
Bez. Brig).
2946, 2897 und 2723 m. Mehrgipfliger
Kamm in der Gruppe des
Monte Leone; zweigt
vom
Wasenhorn nach SW. ab und beherrscht die Simplonstrasse zwischen
Berisal und den Kaltwassergallerien. Vom
Hospiz auf der
Simplonpasshöhe aus in 2½ Stunden unschwierig zu erreichen.
Gegen N. steht er über den Punkt 2869 m mit dem (auf der Siegfriedkarte unbenannten)
Pizzo di
Val Turba oder
Pizzo della Forcellina
(3023 m) und weiterhin mit dem Punkt 2924 m in Verbindung.
Von den zwei letztgenannten Gipfeln senkt sich der Forcellinagletscher
gegen den gleichnamigen
Pass hinab. Im W. ist zwischen dem Pizzo Maedero und
Piz Piott das felsige kleine
ValLunga eingesenkt, dessen Bach sich zur Quellader der
Maira hinunterstürzt.
Der
S.-Hang des Gipfels, Maedero genannt, liegt
über der Alphütte
Marozzo dentro (im
Val Marozzo), während der O.-Hang, Mortarolo und
Zocche di Sett geheissen, gegen den
südlichen Abschnitt der Septimerstrasse absteigt.
Der Sockel des
Berges besteht im
Val Marozzo aus zum
Teil talkigern grauem Gneisglimmerschiefer, auf den nach oben durch Druck veränderter grauer Bündnerschiefer (Lias) folgt.
In diesen letztern sind mehrfach serpentinisierte oder diabasische grüne Schiefer eingelagert. Es scheinen auch Triasgesteine
vorhanden zu sein, die wahrscheinlich als
Ueberschiebungen gedeutet werden dürfen.
Die Mädrigerfluh kann von
Arosa oder
Langwies aus über den Furkatlipass erstiegen werden, worauf man
den Abstieg nach
Davos Platz oder
Frauenkirch nehmen kann. Die
Strela-Amselfluhkette ist eine Doppelkette, gehört nach Jennings
und Hoeck noch dem normalen Faltungsgebiet des Plessurgebirges an und ist als eine grosse, sehr flach liegende Falte zu deuten.
Die ö. Bergreihe zeigt nach Hoeck normale Profile vom Verrucano bis zum Wettersteindolomit der Trias,
während die westliche eine verkehrte Schichtfolge vom Hauptdolomit abwärts bis zum Verrucano aufweist.
Hier erscheinen speziell an der Mädrigerfluh Hauptdolomit und Liasschiefer zwei- bis dreimal in das krystalline Grundgebirge
eingefaltet. Westl. von diesem normalen Faltengebirge folgt die «Aufbruchszone»
von Steinmann, Jennings und Hoeck, d. h. die mit dem anstehenden Gebirge ostalpinen Charakters im O.
zusammenhängende und durch einen Faltungsprozess über das Vorland des Flysch hinaufgeschobene Masse, deren Ueberschiebungs-Ausmass
von Hoeck auf 3-5 km geschätzt wird. Vergl. Jennings. The geology of theDavosdistrict (im Quarterly Journal of the Geolog.Society. Vol. 55, 1899). - Hoeck, H. Geolog. Untersuchungen im Plessurgebiet umArosa (in den Berichtender Naturforsch. Gesellschaft zuFreiburgi. B. Bd 13, 1903). - Ferner das von Mettier verfasste Büchlein
Arosa. (Europ. Wanderbilder. 225 und
226). Zürich
1894.