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Häufiger in der warmen Jahreszeit
Gewitter treten am häufigsten im Sommer auf. Dann ist ausreichend Wärme und Luftfeuchtigkeit vorhanden, damit die Luft aufsteigen und sich Cumulonimbi bilden können. Im Herbst und im Winter sind Gewitter dagegen seltener. Sie hängen dann mit einer Kaltfront zusammen und treten entweder bei deren Durchzug mit einer starken Aufwindzone und einer raschen Abkühlung auf oder auf ihrer Rückseite, wo sich unter Umständen kleine Gewitter entwickeln können.
Gewitter- und Blitzhäufigkeit in der Schweiz
Verteilung und Intensität von Gewittern
Im Wetterbericht werden die Verteilung und die Intensität der Gewitter erwähnt, manchmal auch die Stärke der Windböen. Dabei werden üblicherweise die folgenden Begriffe verwendet (in aufsteigender Reihenfolge nach Anzahl und Verteilung der Gewitter):
- Einzelne lokale Gewitter
- Einige Gewitter
- Verbreitet Gewitter
Werden die Begriffe «stark», «heftig» und «intensiv» verwendet, sind Gewitter zu erwarten, die Schäden anrichten können.
Einige der stärksten Windböen an den Stationen des automatischen Messnetzes von MeteoSchweiz wurden bei Gewittern gemessen. Gewitter sind auch für die stärksten Niederschläge verantwortlich, die innerhalb eines kurzen Zeitraums erfasst wurden. Der Rekord der Regenmengen, die innerhalb von 10 Minuten gemessen wurde, liegt bei 41 mm und wurde in Lausanne im Jahr 2018 registriert.
Rekorde und Extreme
Die Schwierigkeit der Gewitterprognose
Gewitter stellen einen festen Bestandteil unseres Klimas dar. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Wasserbilanz und üben massgeblich Einfluss auf die Natur und letztlich auch auf unsere Kultur aus. Gewitter sind beeindruckende Naturphänomene, doch der Versuch, sie auch nur für wenige Stunden vorherzusagen, erweist sich manchmal als schwierig. Zwar wird modernste Technik eingesetzt, um die Struktur und Dynamik von Gewittern mithilfe von Wetterdaten zu analysieren. Die Voraussage dieser sich lokal entwickelnden Phänomene erfordert allerdings eine hohe Präzision auf zeitlicher und räumlicher Ebene. Hier stösst die Meteorologie an ihre Grenzen, so dass sich Meteorologinnen und Meteorologen in Wetterberichten mit stark verallgemeinernden Aussagen begnügen müssen, was sowohl für die Fachleute wie auch für Nutzerinnen und Nutzer oft nicht zufriedenstellend sind.
Warnungen vor heftigen Gewittern
Weil es schwierig ist, genaue Vorhersage zu machen, werden Vorwarnungen vor heftigen Gewittern der Stufe 3 oder 4 für grossflächige Regionen veröffentlicht, wenn dort die Bedingungen für die Gewitterbildung gegeben sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder mehrere Gewitter in diesen Regionen auftreten werden, beträgt dann zwischen 40 und 70 %. Wenn sich Gewitter entwickeln, werden sehr kurzfristig Warnungen der Stufe 3 oder 4 für die Regionen ausgegeben, die sich in ihrem Entstehungsgebiet oder auf ihrer Strecke befinden. Diese Warnungen erfolgen in der Regel zwischen 30 Minuten und 2 Stunden im Voraus. Dennoch kommt es vor, dass Warnungen nicht früh genug ausgegeben werden. Dies ist der Fall, wenn sich ein Gewitter rasch über einer Region bildet, ohne dass es zuvor Hinweise dafür gegeben hat.
In den Meldungen der Vorwarnungen und Warnungen vor heftigen Gewittern werden auch die Gefahren erwähnt, die mit Windböen, Hagel sowie Starkregen einhergehen. Wenn bereits eine Vorwarnung vor heftigen Gewittern erfolgt ist, werden deshalb auch keine Warnungen mehr vor Starkregen und kräftigem Wind ausgegeben. Wenn solche Warnungen ausgegeben werden, ist es wichtig, die Verhaltensempfehlungen zu befolgen.