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Es ist ein Gleichgesinnter, den Präsident Trump zum Stabschef ernennt. Mick Mulvaney diente von Anfang an im Kabinett von Donald Trump und hat sich in den vergangenen zwei Jahren als loyaler Mitstreiter bewiesen. Hoffentlich erhält Präsident Trump das verdiente Lob, sagte Mulvaney etwa zur Wirtschaftslage auf Fox News.
In Diensten der konservativen Tea-Party-Bewegung
Der Jurist Mulvaney ist ein Schnellredner und hatte sich vor seiner Berufung ins Weisse Haus im Abgeordnetenhaus als konservativer Ideologe im Dienste der Tea-Party-Bewegung einen Namen gemacht.
Als Budgetverantwortlicher im Weissen Haus nahm Mulvaney die grosse Schere zur Hand. Seine Budgetvorschläge sparten am Sozialstaat und scheiterten jeweils im Kongress – sie gingen auch vielen Republikanern zu weit.
Konsequent gegen Konsumentenschutz
Als konsequenter Deregulierer wirkte Mulvaney in seinem zweiten Job – vor einem Jahr übernahm er die Führung des Büros für Konsumentenschutz im Finanzbereich. Mulvaney nannte das Büro «einen traurigen, schlechten Witz» und begann sofort, dessen Kompetenzen zu untergaben und die Ressourcen zu kürzen.
Mick Mulvaney ist wegen seines guten Verhältnisses zu Trump schon länger als zukünftiger Stabschef von Präsident Trump gehandelt worden. Er wird dem Präsidenten in stürmischen Zeiten zur Seite stehen müssen – juristische Streitigkeiten, eine verstärkte parlamentarische Aufsicht und ein Wahlkampf stehen vor der Tür.
Isabelle Jacobi
USA-Korrespondentin, SRF
Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. Danach war sie in New York als freie Journalistin tätig. 2008 kehrte sie zu SRF zurück, als Produzentin beim Echo der Zeit, und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist Jacobi USA-Korrespondentin in Washington.