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Die Bezeichnung „zeitgenössische Kunst“ wurde erstmals um 1910 verwendet und zwar im Zusammenhang mit der „Contemporary Art Society“, einer Wohltätigkeitsorganisation, die bedeutende Kunstwerke erwirbt um sie in öffentlichen Sammlungen im Vereinigten Königreich zu positionieren. Der britische Maler und Kunstkritiker Roger Fry prägte diesen Begriff mit. Speziell in den 1930er Jahren wurde der Ausdruck sehr populär. Als der Begriff „zeitgenössische Kunst“ aufkam, war die „moderne Kunst“ oder auch die „postmoderne Kunst“ plötzlich nicht mehr zeitgemäß.
Die Beschreibung „zeitgenössische Kunst“, auf Englisch „contemporary art“, steht immer für die Kunst der Gegenwart. Sie bezeichnet dabei neben der Malerei auch Bildhauerei, Fotografie, Konzeptkunst und sogar die Architektur. Besonders in den 1960er Jahren fand in der „zeitgenössischen Kunst“ eine Veränderung statt. Kunstungeübten Augen kann die „zeitgenössische Kunst“ bisweilen fremd sein. So bestimmt letztendlich jeder für sich selbst, was Kunst ist und was nicht. Zeitgenössische Künstler sind meist noch am Leben und stellen ihre Werke in Galerien, Kunsthallen oder Museen aus. Die „zeitgenössische Kunst“ sieht sich auch als eine internationale Kunst. Bisweilen verschiebt der Begriff die Grenzen dessen, was wirklich Kunst ist. Jedoch ist ihr nicht abzusprechen, dass sie vielfältig, facettenreich und von Verschiedenartigkeit geprägt ist. Sie schließt gekonnt diverse Trends ein und offeriert verschiedene Blickwinkel. Künstler befassen sich in dieser Kunst mit der Globalisierung, neuartigen Technologien, Identitätskonflikten, politischen Themen. Oft ist sie auch gesellschaftskritisch.
Zeitgenössische Kunst ist global zu sehen, jedoch verändert sie sich auch von Land zu Land. Teilweise kann sie mit Street Art, Pop Art und anderen Stilrichtungen verglichen werden. Auch Kunst aus vergangenen Epochen konnte als damals zeitgenössisch angesehen werden. Jedes Kunstmuseum definiert daher den Begriff „zeitgenössische Kunst“ auf seine Weise.