Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/760

(Münzkonventionen) sind zwischen verschiedenen Staaten getroffene Übereinkünfte über gleiche oder
auch gemeinschaftliche Einrichtungen im Münzwesen.
[* 3] Sie beziehen sich insbesondere auf den Münzfuß, auf
die Art der Ausprägung (Legierung), auf die zulässige Menge der auszuprägenden Scheidemünze, auf gegenseitige Annahme gleichmäßig
ausgeprägter Kurantmünzen an öffentlichen Kassen etc. Solche Münzverträge wurden in großer Zahl, jedoch ohne dauernden Erfolg
bereits im Mittelalter abgeschlossen, um die damalige Verwirrung im sehr buntscheckig gestalteten Münzwesen zu beseitigen.
Erst in diesem Jahrhundert führten die Münzverträge zur Münzeinheit auf größern Ländergebieten. Als Österreich
[* 4] im vorigen Jahrhundert zum 20-Guldenfuß überging, schloß sich ihm für kurze Zeit Bayern
[* 5] an durch die Münzkonvention vom Die
süddeutschen Zollvereinsstaaten nahmen durch Vertrag vom den 24½-Guldenfuß an. Diesem Vertrag folgte die
Doppelkonvention zu Dresden,
[* 6] in welcher die norddeutschen Staaten den preußischen 14-Thalerfuß einführten.