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Kennzahlen
Allgemeines
Der Sempachersee ist weltweit wohl einer der bestuntersuchten Seen. Drei Viertel seines Einzugsgebiets wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Wasseraufenthaltszeit ist zudem lang (15 Jahre), was zu einer geringen Verdünnung der eingetragenen Stoffe führt.
Wasserqualität
Der seit 1965 festgestellte Anstieg der Phosphorkonzentration hat zu einem erheblichen Sauerstoffmangel im Tiefenwasser geführt. Seit Mitte der 1980er Jahre wird deshalb die natürliche Zirkulation des Sees im Winter mit Druckluft unterstützt (siehe Illustrationen). Im Sommer wurde vor 1997 Sauerstoff, seit 1997 wird Druckluft feinblasig ins Tiefenwasser eingetragen, mit dem Ziel, den Sauerstoffgehalt auf über 4 mg pro Liter im Tiefenwasser zu erhöhen (4 mg = gesetzlicher Grenzwert). Träger der Seesanierung ist der Gemeindeverband Sempachersee.
Beim Sempacher- und beim Baldeggersee unterstützt der Kanton Luzern die Bemühungen der Landwirtschaft zur Reduktion der Phosphorbelastung. Heute ist bezüglich Phosphor das Zwischenziel von 30 mg/Kubikmeter erreicht. Die natürlichen Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser der beiden Seen sind jedoch noch nicht wiederhergestellt, auch die damit verbundene Naturverlaichung der Felchen konnte noch nicht beobachtet werden.
Die Qualität des Badewassers wird zurzeit an zwei Stellen untersucht.
Qualität des Badewassers
Lebensraum
Dank dem eher geringen Siedlungsdruck sind am Sempachersee noch einige Naturufer erhalten. Teilflächen des Sees und Ufer stehen unter Naturschutz. Der Verein "Pro Sempachersee" engagiert sich für die Anliegen des Naturschutzes und sorgt im Auftrag des Kantons für die Einhaltung der Schutzverordnung.
Verein "Pro Sempachersee"