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"Das Unternehmen ist viel mehr wert", sagte Thiam in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Dass der Aktienkurs derzeit tiefer ist als bei seinem Start als CEO im Jahr 2015 habe allerdings mit der Ausgabe neuer Aktien zu tun.
Die CS habe sieben Milliarden US-Dollar für Bussen, Vergleiche und Restrukturierung ausgegeben, sagte Thiam: "Geld, das für immer weg ist." Um das Unternehmen zu refinanzieren, hätten neue Aktien ausgegeben werden müssen. "Wir haben heute 60 Prozent mehr Aktien als 2015", betonte der CEO. Der Kurs der einzelnen Aktie sei zwar tiefer, aber der Wert des Unternehmens höher als bei seinem Start.
Im schwierigen ersten Quartal habe die CS zudem eine laufende Zunahme der Eigenkapitalrendite gesehen, im März sei diese dann zweistellig gewesen sei. "Es braucht Zeit, bis der Aktienkurs wieder steigt", sagte Thiam. Seine eigene Lohnsteigerung im vergangenen Jahr rechtfertigte er damit, dass sein Lohn in den Vorjahren gesunken sei.
Die beiden Schweizer Grossbanken seien keine Übernahmekandidaten, bekräftigte Thiam. Er halte Zusammenschlüsse europäischer Banken nicht für die Lösung, wiederholte er frühere Aussagen. "Negative Zinsen schaffen ein extrem schwieriges Umfeld, in dem viele Banken auf lange Sicht sehr unter Druck kommen. Ein Zusammenschluss würde hier nichts nützen."
Nur Lob hatte Thiam in dem Interview für die Schweiz, wo er seit drei Jahren lebt: "In der Schweiz fühlte ich mich sofort zu Hause, weil die Menschen offen und freundlich sind." Ein Wechsel ist für den CS-Chef kein Thema, er "plane langfristig". So wolle er auch nicht als Präsident der Elfenbeinküste kandidieren, "weil ich schon einen Job habe".
(AWP)