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Kürzlich haben das Walliser Kantonsgericht und der Walliser Staatsrat die Einsprache abgewiesen, die der WWF, die Stiftung Landschaftsschutz und der Schweizer Heimatschutz gegen das Immobilienprojekt „Aminona Luxury Resort“ erhoben haben. Nun haben diese Verbände beschlossen, das Verfahren weiterzuziehen und beim Bundesgericht Beschwerde einzulegen.
Der WWF, die Stiftung Landschaftsschutz und der Heimatschutz Schweiz lassen sich nicht davon entmutigen, dass das Walliser Kantonsgericht am 12. Juli nicht auf ihre Einsprache gegen den geplanten Hotelkomplex eingetreten ist, den die Gruppe „Aminona Luxury Resort“ in Mollens (VS) bauen möchte. Auch die verschiedenen Drohungen, die von den Promotoren des Projekts geäussert wurden, beeindrucken die drei Umweltverbände nicht, die nun an das Bundesgericht gelangen.
Die erwähnten Organisationen legen deshalb beim Bundesgericht Beschwerde gegen die Bauten in der Zone Ost ein, d. h. gegen die grossen Gebäude, in denen die Wohnungen des „Hotel“-Komplexes untergebracht werden sollen. Dieser Beschluss hat mehrere Gründe: Zum einen wird die Rechtmässigkeit des Quartierplans bestritten, da dieser nie von einer zuständigen kantonalen Behörde bewilligt wurde. Zum anderen befinden sich in dieser Zone Trockenwiesen, die im Inventar der Trockenstandorte der Schweiz aufgeführt sind. Diese Lebensräume stehen immer noch unter Schutz, da sie der Bundesrat nicht aus dem Inventar gestrichen hat. Schliesslich ist der Grundsatz der Verfahrenskoordination nicht gewahrt: Die Investoren haben ihr Projekt in mehrere Teile zerstückelt, für die je ein gesondertes Verfahren läuft.
In Bezug auf die Zone Süd, in der rund 40 Luxuschalets entstehen sollen, werden die Verbände zudem Einsprache beim Kantonsgericht erheben und ebenfalls die fehlende Koordination der Dossiers sowie die Eingriffe in den Wald anfechten. Die Verbände vertreten generell die Auffassung, dass die umstrittene Bauzone Teil der überdimensionierten und ungünstig gelegenen Zonen bildet, die für eine heute überholte Raumplanungspraxis typisch sind. Den Behörden wäre es möglich gewesen, die Bauzone im Rahmen des Verbunds der sechs Gemeinden des Haut Plateau zu redimensionieren und sie zu einer gemeinsamen Tourismuszone umzugestalten. Damit hätten sie die Möglichkeit erhalten, eine angemessene Unterbringung der Touristen zu planen, indem sie die derzeitigen 7000 „kalten“ Betten in warme Betten umgewandelt hätten. Jeder Neubau in der gegenwärtigen Form wäre überflüssig.
Bild: Cooper (Wikimedia Commons)