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Das noch junge, kanadische Animationsstudio Heliofant lieferte mit I, pet goat II unter der Leitung von Louis Lefebvre ihren ersten Kurzfilm ab. Komplett in Eigenregie und selbstfinanziert. Ihren eigenwilligen, aber extrem kraftvollen Film beschreiben sie als “eine Geschichte über das Feuer im Herzen des Leidens”. Heliofant brachte für das Projekt Tänzer, Musiker, Visual Artists und 3D-Animatoren zusammen, um einen “kritischen Blick auf die Ereignisse des vergangenen Jahrzehnts zu werfen, welche unsere Gegenwart formten”. Wie unschwer zu erkennen ist, stammt ein Großteil der Animationen aus Motion Capture Daten, gemäß eigener Beschreibung, soll sich der Film jedoch nur zur Hälfte aus MoCap zusammensetzen, der Rest sollen herkömmliche Keyframe-Animationen sein. Eingesetzt wurden Maya, Vray, FumeFX sowie RealFlow. Und wie heißt es so schön, ein Film besteht stets zu 50% aus Ton, in diesem Fall aus einem beeindruckenden Soundtrack von Tanuki Project mit dem Titel “the steam”. Man könnte den Machern unterstellen, etwas zuviele Themen angeschnitten und zuviel bedeutungsschwangeres Gewicht in das Projekt gelegt zu haben. Nichtsdestotrotz, ein Film den man gesehen haben sollte.
Anekdote am Rande: Der gewöhnungsbedürftige Filmname I, pet goat II bezieht sich auf die Kindergeschichte The Pet Goat von Siegfried Engelmann und Elaine C. Bruner. Diese erlangte traurige Berühmtheit, als der ehemalige US-Präsident George W. Bush während eines Besuchs einer Grundschule von den 9/11-Anschlägen unterrichtet wurde, er aber anschließend noch sieben Minuten lang aus der Kindergeschichte weiter vorlas.