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Autor: Hannes Währer
Cudrefin «Wir bedauern, dass der Gemeinderat von Cudrefin dem gemeinsamen Projekt nicht folgt», schreibt die Arbeitsgruppe für die Fusion von acht Waadtländer Vully-Gemeinden in einer Medienmitteilung. Dies sei auch deshalb bedauerlich, weil gerade Cudrefin Anstoss zu den Überlegungen gegeben habe, die zu einer «gemeinsamen Zukunft des Waadtländer Vully führen sollten».
Schon an einer Info-Veranstaltung vom November (FN vom 7. November) ist in Cudrefin Kritik am geplanten Steuerfuss der Fusionsgemeinde geübt worden. Dieser würde 60 Punkte betragen, was für Cudrefin zu einer Erhöhung des Steuersatzes um fünf Punkte führen würde.
Kurzfristige Überlegungen
«In der Tat haben diese, leider kurzfristige Überlegungen den Gemeinderat Cudrefin dazu bewogen, das Projekt abzulehnen», bestätigt Bendicht Rindlisbacher, Syndic von Vallamand und Mitglied der Arbeitsgruppe für die Gemeindefusion.
Obwohl der Gemeinderat von Cudrefin sich ablehnend zur geplanten Fusion äusserte, «erwartet die Arbeitsgruppe von allen Legislativen (Gemeindeversammlungen), dass diese das Fusionsprojekt am 22. Januar unterstützen.» Cudrefin verfügt als einzige der acht Gemeinden (Bellerive, Chabrey, Constantine, Montmagny, Mur, Vallamand, Villars-le-Grand, Cudrefin) über ein Parlament.
Referendum wäre möglich
Falls dieses die Fusion ebenfalls ablehnt, wäre ein Referendum gegen den Entscheid möglich. Wird dieses nicht ergriffen oder abgelehnt, ist das Projekt mit acht Gemeinden vorerst gestorben.
Mit oder ohne Beteiligung von Cudrefin wird der Bevölkerung nach den Entscheiden der Gemeindeversammlungen in einer Volksabstimmung im Frühjahr 2009 die Gelegenheit gegeben, über die grundlegende Weichenstellung zu ihrer politischen Zukunft zu entscheiden. Um die Meinungsbildung unter der Bevölkerung bis dahin zu fördern, werden in allen acht Gemeinden Diskussionsplattformen organisiert.