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meine ersten Schritte als Familienforscher erfolgten 1989. Ich lernte alte Schriften entziffern und besuchte das Gemeindearchiv in Bözen, um die dortigen Kirchenbücher zu durchstöbern. Nach vielen Stunden hatte ich eine handschriftliche Liste aller Amsler, die seit 1562 in der Kirchgemeinde getauft worden waren. Auch lernte ich andere „Amslerforscher“ kennen, Rolf Hallauer, der die Densbürer Amsler erfasst hatte, sowie Bruno Maurer, Erforscher der Amsler von Schinznach. Von Bruno erhielt ich einen Briefwechsel über die Amsler mit Bürgerort in Buus, Baselland.
Die inzwischen verstorbene Frau Peter-Amsler, Bürgerin von Buus, konnte von den Staatsarchivaren der Kantone Aargau und Baselland folgendes erfahren zu Ihren Vorfahren:
Die Amsler von Buus stammen ursprünglich aus dem Kanton Aargau von Bözen. Johannes Amsler, der Müller von Bözen, bewarb sich im Juli 1763 um das Bürgerrecht in Buus. Die Gemeinde nahm ihn einstimmig auf; am 3. August 1763 stimmte auch der Kleine Rat von Basel zu. Johannes Amsler war damals bereits mit Catharina Handschin, des Müllers Tochter, verlobt. Da der Müller Hans Handschin, ursprünglich von Rickenbach, später von Buus, nur drei Töchter hatte, konnte Johannes Amsler die etwas baufällige Mühle übernehmen. Johannes Amsler und Catharina Handschin heirateten in Buus am 22. August 1763.
Als Johannes Amsler am 9. März 1792 starb, war er "etlich und 60 Jahre" alt, d.h. einige Jahre über 60. In der fraglichen Zeit (1732 und vorher) sind im Taufbuch von Bözen zwei Eintragungen, die zutreffen könnten:
- 16. Oktober 1729 - Name des Kindes : Hans; Eltern : Caspar Amsler und Elsbeth Kistler
- 20. Januar 1732 - Name des Kindes : Hans Heinrich; Eltern : Caspar Amsler und Elsbeth Kistler
- Eintragung im Eheregister vom 27. Februar 1722, Caspar Amsler von Bözen mit Elsbeth Kistler von Bözen.
Durch meine eigenen Nachforschungen kam ich zum Schluss, dass nicht nur Johannes als Müller nach Buus kam, sondern auch seine Brüder Arbeit auf einer Mühle fanden. Eine Bestätigung dieser Sachlage fand ich im Pfarrarchiv in Bözen. Im sogenannten „Haus Besuchung Rodel“ von 1757 fand ich diesen Hinweis:
Wohl im Auftrag des Obervogts von Schenkenberg, musste der Dorfpfarrer damals eine Liste anfertigen aller Häuser und deren Bewohner in seiner Kilchhöri. Die erste Liste von 1757 enthält eine sequentielle Liste sämtlicher Häuser und deren Haushalte. In Bözen bewohnt Caspar Amsler das Haus 35, Haushalt 58.
Caspar Amsler ist alleiniger Haushalter, seine Ehefrau Elisabeth Kistler verstarb bereits am 6. März 1745 und seine vier Kinder sind alle weggezogen:
- Johannes, zu Meischerg Müllerknecht (Maisprach)
- Heinrich, zu Liechstal Müllerknecht (Liestal)
- Jacob, Müller zu Dürrenroth geheirathet
- Marey zu Meischerg in diensten (Maisprach)
Die älteste Tochter Susanna heiratete 1746 Hans Heinrich Büchli und zieht nach Elfingen, wo sie 1790 starb.
Den Kirchenbüchern von Graffenried, Kanton Bern, entnehmen wir, dass Jacob Amsler nach dem Tod seiner ersten Frau von Dürrenroth nach Fraubrunnen in die dortige Mühle zog, ein zweites Mal heiratete und eine Familie gründete. Im Gegensatz zu Johannes in Buus behält er jedoch das Bürgerrecht von Bözen und bis zum heutigen Tag sind seine Nachfahren im Kanton Bern ansässig.
Der 1729 geborene Johannes hingegen zog von Maisprach in die Mühle seines Schwiegervaters Hans Handschin und wurde zusammen mit seiner Ehefrau Catharina zum Stammvater der Amsler von Buus.