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Als klassisches Symptom für die Wechseljahre treten Hitzewallungen auch auf, wenn Frauen operativ die Eierstöcke entfernt wurden. Als Hitzewallung wird eine körperliche Reaktion verstanden, bei der ein plötzliches Gefühl von Hitze auftritt.
Dies ist gelegentlich mit einem teils stark geröteten Gesicht und Schweissausbrüchen verbunden. Eine Hitzewallung dauert für gewöhnlich rund 30 Sekunden bis zu einer Minute an, kann aber in Einzelfällen auch bis zu 10 Minuten lang auftreten.
Obwohl Hitzewallungen ein recht starkes Symptom sind, haben sie in der Regel keine negativen Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit.
Die Entstehungen einer Hitzewallung
Derartige Hitzeschübe beginnen,
- wenn sich die Blutgefässe in der Nähe der Hautoberfläche erweitern.
- dieser Vorgang wird ausgelöst, wenn die Temperatur in eben diesen Blutgefässen zu hoch ist. Die Ausdehnung bewirkt eine Abkühlung.
- in der Folge setzt häufig ein Schweissausbruch ein, um durch die Verdunstungskälte eine bessere Kühlung zu erzielen.
- gelegentlich gehören Herzrasen oder Schüttelfrost zu den Begleitumständen.
- Tritt eine Hitzewallung im Schlaf auf, ist dies als Nachtschweiss bekannt.
Lassen sich Hitzewallungen umgehen?
Im Prinzip ist es nicht möglich, eine Hitzewallung zu vermeiden. Allerdings gibt es verschiedene Verhaltensmassregeln, die deutlich die Häufigkeit dieses unangenehmen Symptoms reduzieren.
Vermeiden Sie die bekannten Auslöser einer Hitzewallung:
- Stress
- Koffein
- Alkohol
- würziges Essen
- enge Kleidung
- Hitze, vor allem Sonnenbäder und Saunagänge
- schlecht belüftete Räume
Hitzewallung lassen sich abmildern
- Versuchen Sie Ihre innere Ruhe zu finden. Atemübungen und Yoga haben hier gute Erfolge gezeigt.
- Nachts kann ein Kühlkissen helfen.
- Verwenden Sie tagsüber Ventilatoren.
- Tragen Sie leichte, locker sitzende Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen.
Eine Hitzewallung als Symptom für eine Krankheit
Das Karzinoid-Syndrom, das aus einer Art endokrinen Tumors resultiert, der grosse Mengen des Hormons Serotonin absondert, kann eine Hitzewallung verursachen.
Ausserdem sind Hitzeschübe als Nebenwirkung einiger Medikamente bekannt und treten mitunter bei schweren Infektionen oder Krebsarten auf. In diesen Fällen ist der Hitzeschub fast immer von einem deutlichen Fieber und/oder Nachtschweiss verbunden begleitet.
Wie lange dauern Hitzewallungen an?
Es gibt hierauf keine pauschale Antwort. Rund 20 % aller Frauen bekommen niemals eine Hitzewallung, andere leiden nur wenige Monate oder gelegentlich darunter.
Es sind aber auch Fälle dokumentiert, bei denen Frauen täglich mehrfach und über bis zu 11 Jahre unter Hitzewallungen litten. Rein statistisch gesehen dauert dieses Phänomen durchschnittlich 7 Jahre an; als Hitzewallung und/oder als Nachtschweiss.
Welche Nahrungsmittel können eine Hitzewallung auslösen?
Pflanzliche Östrogene, die in Nahrungsergänzungsmittel aus Soja enthalten sind, können eine Hitzewallung verursachen. Eigentlich ist das genaue Gegenteil beabsichtigt, denn die Zufuhr von Östrogen gilt bei Hitzeschüben als therapeutisch sinnvoll.
Deshalb ist es empfehlenswert, Soja aus Nahrungsmitteln wie Tofu aufzunehmen. Übrigens wird vermutet, dass gebratener Tofu ebenfalls einen Hitzeschub verursachen kann, was aber derzeit noch nicht bewiesen ist.
Welche medizinische Therapie ist erfolgversprechend?
Treten die Hitzeschübe oft und über einen langen Zeitraum auf, besteht die Möglichkeit einer Hormontherapie. Diese kann aber mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein, insbesondere wenn eine Neigung zu Krebserkrankungen besteht.
Darüber hinaus werden Arzneimittel angeboten, die rein die Symptome erträglicher machen. Naturheilkundlich werden verschiedene Kräutertees favorisiert, die bei einigen Frauen in der Tat echte Erfolge zeigen.
Ausserdem werden neuraltherapeutische Anwendungen, Heilmassagen und Akupunktur eingesetzt.