Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/197428

<h2>SubmittedText<h2><p>Eine gute psychische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für die Entfaltung des Potenzials eines Individuums. Viele psychische Auffälligkeiten und Störungen haben erwiesenermassen ihren Anfang im Kindes- und Jugendalter und werden erst spät erkannt. In der Schweiz gibt es keine systematische Erhebung von Daten zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die Datenlage weist insbesondere Lücken im Alter von 0 bis 11 Jahren auf. Damit der Bund tätig werden kann, braucht es eine ausreichende Datenlage.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass auch bei Kindern die psychische Gesundheit wichtig ist?</p><p>2. Was unternimmt der Bund, um konsolidierte Daten (wie beschrieben) zu erhalten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat teilt die Einschätzung, dass die psychische Gesundheit von Kindern von grosser Wichtigkeit ist. Nicht zuletzt, da im Kindesalter wichtige Grundsteine für eine spätere psychische Unversehrtheit gelegt werden. Um die Vorbeugung und Früherkennung psychischer Erkrankungen zu verbessern, sollte daher bereits im Kindesalter angesetzt werden.</p><p>Diverse Bundesstellen setzen entsprechende Massnahmen um oder unterstützen Akteure bei dieser Aufgabe. Die Basis hierfür legen zum Beispiel die Gewaltprävention, die Suchtprävention, die Prävention psychischer Erkrankungen, die Suizidprävention, die Förderung der sexuellen Gesundheit oder die Förderung der Medienkompetenz. In all diesen Bereichen engagiert sich der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeiten.</p><p>Ein wichtiger Meilenstein für die Förderung der psychischen Gesundheit ist der Bericht "Psychische Gesundheit in der Schweiz: Bestandsaufnahme und Handlungsfelder", der 2015 vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik verabschiedet wurde. Im Rahmen seiner Umsetzung wurde der Beitrag an die allgemeine Krankheitsverhütung (Prämienzuschlag) schrittweise zwischen 2017 und 2018 auf Fr. 4.80 erhöht. Mit den dadurch zusätzlich generierten Mitteln setzt die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz in Zusammenarbeit mit den Kantonen seit 2017 kantonale Aktionsprogramme (KAP) zur Förderung der psychischen Gesundheit um. Der Fokus der KAP liegt u. a. auf der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen und ihren Bezugspersonen. Zusätzlich dazu fördert die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz Projekte von privaten Organisationen im Bereich psychische Gesundheit für dieselben Zielgruppen.</p><p>2. Wie der Bundesrat in der Antwort auf die Motion Roduit 19.4069, "Schweizer Kohortenstudie zur Untersuchung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen", ausführt, ist sich der Bund der bestehenden Datenlücken bewusst. Bevor weitere Massnahmen geprüft werden, soll jedoch zuerst das Erscheinen des Nationalen Gesundheitsberichtes 2020 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums abgewartet werden, welcher sich ebenfalls dem Aspekt der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen widmen wird.</p>  Antwort des Bundesrates.