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Eingetragene Partner sind oft zu wenig abgesichert
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Von Jonas Schneider, Leiter LGBT Clients beim VZ VermögensZentrum in Zürich
Die Eintragung der Partnerschaft allein reicht in vielen Fällen nicht aus, um den überlebenden Partner finanziell gut abzusichern. Was also ist zu tun? Die Antwort auf diese Frage erhältst du an Workshops zum Thema.
Viele schwule Paare glauben, sie seien mit der Eintragung ihrer Partnerschaft finanziell gegenseitig abgesichert. In vielen Fällen ist das aber ein Irrtum. Zum Beispiel, wenn es um AHV und Pensionskasse geht. Stirbt ein eingetragener Partner, bekommt der hinterbliebene Partner von der AHV und der obligatorischen Unfallversicherung nur dann eine Witwerrente, wenn er minderjährige Kinder betreut. Bei einem Tod aufgrund eines Unfalls erhält der hinterbliebene Partner somit unter Umständen gar nichts aus den Sozialversicherungen. Stirbt ein Partner aufgrund einer Krankheit, zahlt seine Pensionskasse eine Hinterbliebenenrente aus, wenn der überlebende Partner mindestens 45 Jahre alt ist und die Partnerschaft seit mindestens fünf Jahren eingetragen war.
Missverständnisse gibt es auch, wenn es um das Erbrecht geht. Auch ohne ein Testament oder einen Erbvertrag erhält der überlebende Partner mindestens die Hälfte des Nachlassvermögens seines verstorbenen Partners. Hinterlässt der Verstorbene keine Kinder, erhält der hinterbliebene Partner mindestens drei Viertel des Nachlasses. Der restliche Viertel geht aber an die Eltern oder sogar an die Geschwister - falls beide Eltern bereits tot sind. Das kann dazu führen, dass der hinterbliebene Partner in Bedrängnis gerät, weil er die anderen Erben auszahlen muss. Eingetragene Partner sollten deshalb rechtzeitig Massnahmen treffen, um eine derartige Situation zu vermeiden.