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Das Kunstmuseum Thun verfügt über eine breite Sammlung an Kunstwerken, die aus einem Grundstock der städtischen Sammlung sowie privaten Schenkungen besteht. Die Schwerpunkte liegen auf Schweizer Pop Art, Landschaften, Grafiken sowie Werken regionaler Künstlerinnen und Künstler. In der Sammlung vertreten sind repräsentative Bestände von Schweizer Kleinmeistern (bspw. Lory, Aberli, Lafond oder Wocher), Arbeiten Schweizer Kunstschaffenden aus dem 19. und 20. Jahrhundert (bspw. Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Paul Klee und Meret Oppenheim) sowie Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler (bspw. Yann Gross, Balthasar Burkard, Karim Noureldin, Claudio Moser, George Steinmann). Teile der Sammlung werden jährlich in unterschiedlichen Kontexten eingebettet und in einem Dialog mit zeitgenössischem Schaffen ausgestellt. Die eigene Sammlung wird nicht permanent gezeigt. Die inzwischen rund 7000 Werke umfassende Sammlung verbleibt die meiste Zeit über im Depot, einem geheimen, nicht zugänglichen Ort.
Neben jährlichen Ankäufen wird unsere Sammlung durch Schenkungen und Nachlässe ergänzt, die inzwischen mehr als die Hälfte des Bestandes ausmachen. Das grösste Werk der Sammlung ist das Rundbild Panorama von Thun (1809–1814) von Marquard Wocher (1760–1830), das im Thun-Panorama zu sehen ist. Das älteste erhaltene Rundbild der Welt hat eine Fläche von 285m2. 187‘500 Mal kleiner ist das winzigste Werk der Sammlung: Kopfstudien (o. D.) von Stefano della Bella (1610–1664) misst nur 1,9 x 8 cm.
Es gibt Richtlinien, die besagen, was gesammelt werden soll. Die Sammlung wird im Gegensatz zu den Anfängen nach strengeren Ansätzen aufgebaut, beispielsweise müssen die Kunstschaffenden einen lokalen oder nationalen Hintergrund haben. Allerdings sind etwa 45% unserer Kunstschaffenden keine Schweizer. Dies ist auf das grosse Werkkonvolut zurückzuführen, welches als Grundstock in die Sammlung kam. In der Sammlung Lohner stammen beispielsweise viele Arbeiten aus Italien, Frankreich oder den Niederlanden. Wenige Ausnahmen gibt es auch heute noch, so kam 2011 eine Lithografie des Belgiers Hans op de Beeck als Schenkung anlässlich seiner Ausstellung im Museum zu uns.