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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Bündner Staatsrechnung 2000 wiederum im roten Bereich

Die Bündner Staatsrechnung 2000 schliesst mit einem Defizit von 12,9 Mio. Franken ab. Das Ergebnis ist alles andere als erfreulich. Im Gegensatz zu anderen Kantonen und zum Bund ist in Graubünden noch keine finanzielle Entspannung spürbar.

Dennoch soll dieses Ergebnis nicht dramatisiert werden. Es liegt im Rahmen der Ergebnisse der letzten drei Jahre mit Defiziten zwischen fünf Millionen und 16 Millionen Franken. Mit einem Eigenkapital von 84,6 Millionen Franken und einen Eigenfinanzierungsgrad der Investitionen von rund 88 Prozent kann die finanzielle Situation des Kantons trotz des erneut negativen Ergebnisses der Staatsrechnung auch im interkantonalen Vergleich doch noch als befriedigend bezeichnet werden.

Höhere Erträge und Minderaufwendungen in der Laufenden Rechnung

Die Laufende Rechnung schliesst bei einem Gesamtumsatz von 1,89 Milliarden Franken mit einem Aufwandüberschuss von 12,9 Millionen Franken ab. Das Eigenkapital vermindert sich dadurch auf 84,6 Mio. Franken. Im Vergleich zum budgetierten Defizit von 46,8 Millionen Franken ist das Ergebnis um 33,9 Millionen Franken besser ausgefallen. Dazu haben im Wesentlichen folgende Mehrerträge und Minderaufwändungen geführt:

Auf der Einnahmenseite hat vor allem der im Vergleich zum Budget um 22,6 Millionen Franken bzw. um 3,9 Prozent höhere Ertrag aus kantonalen Steuern von 608,2 Millionen Franken spürbar zur Entlastung der Staatsfinanzen beigetragen. Dieser Verbesserung liegen folgende Mehrerträge in den einzelnen Steuerkategorien zu Grunde: Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen + 10 Millionen Franken, Nachlasssteuern + 4,9 Millionen Franken, Wasserwerksteuer + 5,9 Millionen Franken. Den Vermögenserträgen von 52,8 Millionen Franken (+ 7,4 Mio.) stehen Aufwändungen für Passivzinsen von 17,9 Millionen Franken (+ 2,6 Mio.) gegenüber. Es verbleibt somit ein im Vergleich zum Budget um 4,8 Millionen Franken höherer Netto-Vermögensertrag von 34,9 Millionen Franken. Darin enthalten sind der um 2,5 Millionen höher ausgefallene Gewinnanteil der Graubündner Kantonalbank von 14,5 Millionen Franken sowie eine Aufwertung von Wertschriften um zehn Millionen Franken. Aus dem Anteil an den Bundeseinnahmen (Anteile an der eidg. Verrechnungssteuer, direkten Bundessteuer usw.) von 132 Millionen Franken sind dem Kanton insgesamt 10,7 Millionen Franken mehr zugeflossen als im Budget gerechnet. Auf der anderen Seite reduzierten sich die Bundesbeiträge an die laufenden Aufwändungen des Kantons um 20,7 Millionen auf 139,8 Millionen Franken. 19,6 Millionen Franken dieses Minderertrags gehen zu Lasten der Spezialfinanzierung Strassen. An Erstattungen des Bundes gingen rund zehn Millionen Franken weniger ein als budgetiert. Diesem Mindereingang stehen Minderausgaben im Asylbereich in gleicher Höhe gegenüber. Infolge zeitlicher Verzögerung im Genehmigungsverfahren verschiebt sich ein budgetierter Konzessionsertrag als Entschädigung für den Verkauf von heimfallenden Wasserkraftanlagen von 5,8 Millionen Franken ins Jahr 2001.

Auf der Ausgabenseite verzeichnet die Gruppe Sachaufwand mit einer Einsparung von 31,1 Millionen Franken bzw. von 10,4 Prozent die grösste Abweichung gegenüber dem Budget. 20,8 Millionen Franken dieses Minderaufwands entfallen auf die sonderfinanzierte Strassenrechnung und sind daher nicht ergebniswirksam. Weitere 9,9 Millionen Franken sind auf die Minderaufwändungen im Asylbereich zurückzuführen. Mit einem Gesamtaufwand von 332,9 Millionen Franken liegt der Personalaufwand insgesamt um 4,3 Millionen Franken unter dem Voranschlag. Um 3,8 Millionen Franken tiefer als geplant - und trotzdem um 14 Millionen Franken höher als im Vorjahr - sind die Beiträge des Kantons an Dritte ausgefallen. Sie machen mit einem Total von 382 Millionen Franken rund einen Fünftel des Gesamtaufwands aus.

Tiefere Nettoinvestitionen

Ohne Berücksichtigung der sonderfinanzierten Darlehen an die Landwirtschaftliche Kredit-genossenschaft (6,6 Mio.) und der hauptsächlich vom Bund stammenden durchlaufenden Beiträge (113,4 Mio.) wurden zu Lasten der Investitionsrechnung insgesamt 239,6 Millionen Franken ausgegeben. Das vom Grossen Rat im Voranschlag 2000 bewilligte Investitionsvolumen von 255,7 Millionen Franken wurde damit zu 93,7 Prozent ausgeschöpft (Vorjahr 98,7 Prozent). Nach Abzug der Investitionseinnahmen verbleiben Nettoinvestitionen zu Lasten des allgemeinen Staatshaushalts von 150,5 Millionen Franken. Das sind 9,3 Millionen Franken weniger als budgetiert und 16,4 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Die Investitionsquote, d.h. der Anteil der Investitionsausgaben von 239,6 Millionen Franken an den konsolidierten Gesamtausgaben von 1'348,7 Millionen Franken (ohne ALV- und LKG-Darlehen sowie ohne durchlaufende Beiträge) beträgt 17,8 Prozent (Vorjahr 19,9 Prozent).

Geringerer Finanzierungs-Fehlbetrag

Die tieferen Nettoinvestitionen und das geringere Defizit der Laufenden Rechnung wirken sich entlastend auf die Finanzierungsrechnung aus. Das Total der selbst finanzierten Mittel (Selbstfinanzierung) von 132,7 Millionen Franken liegt um 52,9 Millionen Franken über den Budget-erwartungen und um 20,3 Millionen Franken über dem Vorjahresergebnis. Aus der Gegenüber-stellung der selbst finanzierten Mittel und der massgebenden Nettoinvestitionen von 150,5 Millionen Franken resultiert ein Finanzierungs-Fehlbetrag von 17,8 Millionen Franken (Budget 80 Mio., Vorjahr 54,5 Mio.). Dementsprechend erhöht sich der Selbstfinanzierungsgrad auf 88,2 Prozent (Budget 50 Prozent, Vorjahr 67,4 Prozent).

Die Strassenrechnung schliesst bei Gesamtausgaben von 339,9 Millionen und Gesamt-einnahmen von 328,5 Millionen Franken mit einem Ausgabenüberschuss von 11,4 Millionen Franken ab. Die Strassenschuld, d.h. das Total der aktivierten Strassendefizite, ist damit auf 41,4 Millionen Franken angewachsen.

Ausblick

Das vorliegende Ergebnis bestätigt die Notwendigkeit der teilweise einschneidenden Sparmassnahmen in den letzten beiden Jahren. Ursachen der gegenwärtigen schwierigen finanziellen Situation des Kantons sind u.a. die empfindliche Einbusse von Bundesbeiträgen im Zusammenhang mit dem Stabilisierungsprogramm 98 des Bundes und der Finanzkraft-Einteilung für die Jahre 2000 und 2001. Hinzu kommt eine zu Besorgnis Anlass gebende Ausgabenentwicklung in verschiedenen Bereichen. Eine steigende Tendenz weisen nach wie vor die Kantonsbeiträge an Dritte auf, so insbesondere in den Aufgabengebieten Gesundheit, Bildung und öffentlicher Verkehr.

Die notwendige finanzielle Entspannung wird sich nicht von selbst einstellen. Das Anziehen der Konjunktur wird aber sicher dazu beitragen. Nachdem sich die Finanzlage des Bundes und zahlreicher Kantone nachhaltig verbessert hat, darf davon ausgegangen werden, dass sich im Kanton Graubünden zumindest mittelfristig die finanzielle Situation entspannt. Ab dem Jahr 2002 wird die Steuergesetz-Revision mit der einjährigen Gegenwartsbesteuerung wirksam. Die erwartete Verbesserung dürfte sich dann auch positiv im Staatshaushalt niederschlagen. Sobald sich die Wirtschaftslage merklich verbessert, dürfen keine Defizite mehr in Kauf genommen werden. Um das Ziel der finanziellen Stabilisierung zu erreichen, ist auf der Ausgabenseite unverändert Disziplin und Zurückhaltung angesagt. Dies gilt umso mehr, als Steuerentlastungen, wie sie derzeit auf Bundesebene zur Diskussion stehen, für die Kantone erhebliche finanzielle Auswirkungen haben werden.

Gremium: Finanz- und Militärdepartement Graubünden

Quelle: dt Finanzverwaltung

Data: 04.04.2001

Il quint statal dal Grischun 2000 - puspè en las cifras cotschnas

Il quint statal dal Grischun 2000 serra cun in deficit da 12,9 milliuns francs. Il resultat è tut auter che legraivel. En cumparegliaziun cun auters chantuns e cun la confederaziun na sentan ins anc betg ina detensiun da la situaziun finanziala.

Tuttina na duai quest resultat betg vegnir dramatisà. El sa chatta en il rom dals resultats dals davos trais onns cun deficits tranter 5 milliuns e 16 milliuns francs. Cun in agen chapital dad 84,6 milliuns francs ed in grad d'atgna finanziaziun da las investiziuns da var 88 % pon ins definir la situaziun dal chantun, malgrà il resultat puspè negativ dal quint statal, er en cumparegliaziun interchantunala tuttina anc sco cuntentaivla.

Retgavs pli auts e custs pli bass en il quint current

Il quint current serra cun ina svieuta totala dad 1,89 milliardas francs e cun in surpli dals custs da 12,9 milliuns francs. L'agen chapital sa reducescha tras quai sin 84,6 milliuns francs. En cumparegliaziun cun il deficit budgetà da 46,8 milliuns francs è il resultat sa meglierà per 33,9 milliuns francs. A quest resultat han manà essenzialmain ils suandants retgavs supplementars e custs pli bass: Da la vart da las entradas ha distgargià considerablamain las finanzas chantunalas il retgav da las taglias chantunalas dad 608,2 milliuns francs ch'è per 22,6 milluns francs resp. per 3,9 % pli aut che previs en il preventiv. Questa meglieraziun sa basa sin ils suandants retgavs supplementars en las singulas categorias fiscalas: taglia sin il gudogn ed il chapital da las persunas giuridicas + 10 milliuns francs, taglia sin l'ierta + 4,9 milliuns francs, taglia sin implants idraulics + 5,9 milliuns francs. Als retgavs da facultad da 52,8 milliuns francs (+ 7,4 milliuns) stattan visavi custs per tschains passivs da 17,9 milliuns francs (+ 2,6 milliuns). I resta uschia in retgav net da facultad da 34,9 milliuns francs ch'è per 4,8 milliuns francs pli aut che previs en il preventiv. En quel retgav è cuntegnida la part dal gudogn da la banca chantunala grischuna da 14,5 milliuns francs ch'è resultada per 2,5 milliuns pli auta ed ina revalitaziun da vaglias per 10 milliuns. Da la part d'entradas federalas (parts a la taglia federala anticipada, taglia federala directa e.u.v.) da 132 milliuns francs sun affluids al chantun totalmain 10,7 milliuns francs dapli che calculà en il preventiv. Da l'autra vart èn sa reducidas las contribuziuns federalas als custs currents dal chantun per 20,7 milliuns sin 139,8 milliuns francs. 19,6 milliuns francs da quest retgav pli bass van sin donn e cust da la finanziaziun speziala da las vias. Las indemnisaziuns da la confederaziun èn stadas per var 10 milliuns francs pli bassas che budgetà. A questas entradas pli bassas stattan visavi custs pli bass sin il sectur d'asil da la medema autezza. Pervia d'in retard temporar en la procedura d'approvaziun sa sposta in retgav da concessiun da 5,8 milliuns francs budgetà sco indemnisaziun per la vendita d'implants idraulics che returnan a tschep sin l'onn 2001.

Da la vart dals custs demussa la gruppa custs reals in respargn da 31,1 milliuns francs resp. da 10,4 % la divergenza la pli gronda envers il preventiv. 20,8 milliuns francs da quests custs pli bass pertutgan il quint da las vias cun ina finanziaziun speziala e n'han perquai nagin effect sin il resultat. Ulteriurs 9,9 milliuns francs èn da deducir da custs pli bass en il sectur d'asil. Cun ina summa totala da 332,9 milliuns francs sa chattan ils custs dal persunal totalmain per 4,3 milliuns francs sut il preventiv. Per 3,8 milliuns francs pli bassas che previsas - e tuttina per 14 milliuns francs pli autas che l'onn precedent - èn resultadas las contribuziuns dal chantun a terzas persunas. Ellas muntan cun in total da 382 milliuns francs ad in tschintgavel dals custs totals.

Investiziuns nettas pli bassas

Senza resguardar ils emprests or da finanziaziun speziala concedids a l'associaziun grischuna per credits a l'agricultura (6,6 milliuns) e las contribuziuns percurrentas che derivan principalmain da la confederaziun (113,4 milliuns) èn vegnids impundids sin donn e cust dal quint d'investiziuns totalmain 239,6 milliuns francs. Il volumen d'investiziuns permess dal cussegl grond en il preventiv 2000 permetteva in volumen d'investiziuns da 255,7 milliuns francs ed è pia vegnì explotà a 93,7 % (onn precedent 98,7 %). Suenter la deducziun restan investiziuns nettas sin donn e cust da las finanzas chantunalas generalas da 150,5 milliuns francs. Quai èn 9,3 milliuns francs damain che budgetà e 16,4 milliuns francs damain che l'onn precedent. La quota d'investiziuns, q.v.d. la part da las expensas d'investiziun da 239,6 milliuns francs a las expensas totalas consolidadas dad 1'348,7 milliuns francs (senza ils emprests a la AD ed ACA sco er senza las contribuziuns percurrentas) munta 17,8 % (onn precedent 19,9 %).

Deficit da finanziaziun pli moderà

Las investiziuns nettas pli bassas ed il deficit pli pitschen dal quint current distgargia il quint da finanziaziun. Il total dals meds or d'atgna finanziaziun da 132,7 milliuns francs surpassan per 52,9 milliuns francs las aspectativas dal preventiv e per 20,3 milliuns francs il resultat da l'onn precedent. Da l'opposiziun dals meds or d'atgna finanziaziun e da las investiziuns nettas decisivas da 150,5 milliuns francs resulta in deficit da finanziaziun da 17,8 milliuns francs (preventiv 80 milliuns, onn precedent 54,5 milliuns). Correspundentamain s'augmenta il grad d'atgna finanziaziun sin 88,2 % (preventiv 50 %, onn precedent 67,4 %).

Il quint da las vias serra cun expensas totalas da 339,9 milliuns francs ed entradas totalas da 328,5 milliuns francs ed in surpli da las expensas dad 11,4 milliuns francs. Il debit sin las vias, q.v.d. il total dals deficits da las vias activads è pia s'augmentà sin 41,4 milliuns francs.

Perspectivas

Il preschent resultat conferma la necessitad d'avair stuì prender per part mesiras da spargn fitg restrictivas durant ils davos dus onns. Il motiv per la situaziun finanziala dal chantun ch'è actualmain precara èn tranter auter la sensibla perdita da las contribuziuns federalas en connex cun il program da stabilisaziun 98 da la confederaziun e la repartiziun en la classa da forza finanziala per ils onns 2000 e 2001. D'agiuntar è in svilup da las expensas che fa quitads en differents secturs. Ina tendenza creschenta demussan anc adina las contribuziuns chantunalas a terzas persunas, uschia spezialmain en ils champs d'incumbensa sanadad, furmaziun e trafic public.

La detensiun finanziala necessaria na resulta betg da sasez. La meglieraziun da la conjunctura vegn dentant segiramain ad avair in effect positiv. Suenter che la situaziun finanziala da la confederaziun e da numerus chantuns è sa meglierada a moda persistenta, pon ins partir dal fatg ch'en il chantun Grischun sa detendia la situaziun finanziala almain a media vista. Davent da l'onn 2002 va en vigur la revisiun da la lescha da taglia cun la valitaziun postnumerando annuala. La meglieraziun aspectada dastgess pia er avair in effect positiv per las finanzas chantunalas. Uschespert che la situaziun finanziala sa meglierescha sensiblamain, na dastgan ins betg pli prender en cumpra deficits. Per cuntanscher la finamira d'ina stabilisaziun finanziala vuli anc adina disciplina e reserva envers ils custs. Quai vala tant dapli, che las facilitaziuns fiscalas che vegnan discutadas actualmain sin plaun federal, vegnan ad avair consequenzas finanzialas considerablas per ils chantuns.

Gremi: Departament da finazas e militar dal Grischun

Funtauna: rg Administraziun da finanzas

Data: 04.04.2001