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In dieser Studie wird ein auf dem Bodenbedeckungsgrad beruhender Agrarumweltindikator vorgestellt, der im Rahmen des vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) lancierten Agrarumweltmonitorings entwickelt wurde. Dieser Indikator ist so angelegt, dass er die landwirtschaftliche Praxis – wie die Art der Kultur, die Fruchtfolge und die Anbaumethode – einbezieht. Er berücksichtigt gleichzeitig technische Daten und Daten aus einem Simulationsmodell. Dieser Indikator wurde auf Daten der Zentralen Auswertung der Agrarumweltindikatoren (ZA-AUI) angewendet, in der durchschnittlich 226 Betriebe über fünf Jahre erfasst sind. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Ackerbaubetrieb nur einen durchschnittlichen Bodenbedeckungsgrad von 62% erreicht, deutlich weniger als der fast 100%ige Bodenbedeckungsgrad eines Graslandbetriebs. Einige Kulturen weisen einen mangelhaften Bodenbedeckungsgrad auf, namentlich Winterweizen, der nur einen durchschnittlichen Bedeckungsgrad von 44% erreicht. Mit bestimmten Anbaumethoden wie der Anbau einer Zwischenkultur zwischen zwei Hauptkulturen und die Nutzung von Ernterückständen kann aber die durchschnittliche Bodenbedeckung deutlich verbessert werden.
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.