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Maine Coon
Die Maine Coon ist eine der beliebtesten Katzenrassen der Schweiz. Die imposante Grösse in Kombination mit einem sanften Wesen, macht die Maine Coon einmalig.
Herkunft
Die Maine Coon stammt aus dem Nordosten der USA, aus dem Bundesstaat Maine, der ihr auch einen Teil des Namens gab. Das Coon stammt wahrscheinlich von „raccoon“ dem englischen Wort für Waschbär. Durch die kräftige Statur und die langen Haare, hat die Maine Coon wohl an einen Waschbären erinnert. Der US-amerikanische Bundesstaat Maine, ernannte die Maine Coon 1985 zur „Staatskatze“. Jedoch bereits in den 1950er Jahren, war die Maine Coon sehr präsent auf Katzenausstellungen. Die Amerikaner waren sehr stolz auf ihre aussergewöhnliche Katze. Sie waren überzeugt, dass die Maine Coons intelligenter, stärker und schneller waren als andere Katzen. Da sie zudem sehr anhänglich waren, wurden sie auch „Hundkatzen“ genannt. Weitere Bezeichnungen sind Maine Cat oder Maine Shag. Oder wegen ihres sanften Wesens und ihrer Grösse, werden sie auch als „gentle giant“ (sanfter Riese) bezeichnet. Umgangssprachlich werden sie auch liebevoll „Coonies“ genannt.
Aussehen (& Fellfarben)
Die Maine Coon ist sehr gross, mit breitem Brustkorb. Sie können eine Länge von bis zu 120cm und eine Schulterhöhe von bis zu 40cm erreichen. Das Durchschnittsgewicht liegt bei ca. 6 bis 8kg. Damit gehören die Coonies, neben den Norwegischen Waldkatzen und der Ragdoll zu den schwersten und grössten Hauskatzen. Eine Maine Coon ist mit ca. 3 Jahren ausgewachsen. Die Maine Coon hat langes Fell, welches wasserabweisend ist. Zudem besitzen sie eine dichte Unterwolle und festes Deckhaar. Markant ist auch ihr langer, buschiger Schwanz, welcher ca. so lange wie der Körper der Katze sein sollte. Zudem haben Maine Coons die typischen Luchspinsel an den Ohren. Das Fell kann ausser in der Farbe Chocolat und Gold in allen möglichen Farbkombinationen vorkommen. Die Pfoten der Coonies sind sehr kräftig, rund und mit Haarbüscheln versehen.
Charakter der Maine Coon
Maine Coons haben eine sehr leise und hohe Stimme, was eigentlich gar nicht zu ihrer Grösse passt. Sie sind sehr gesprächig, sowohl zu Menschen als auch zu Artgenossen. Trotz der leisen Stimme kann sie sehr gut ihre Wünsche zum Ausdruck bringen und auf sich aufmerksam machen. Typisch für sie sind die als „Gurren“ bekannten Laute in ihrer Stimme.
Sie sind sehr verspielt und gegenüber Menschen sehr anhänglich und ausgesprochen freundlich. Die Maine Coons sind aber auch begnadete Jäger, sehr intelligent und apportieren gerne Gegenstände. Nicht selten begleiten sie Herrchen oder Frauchen wie ein Hündchen auf Schritt und Tritt.
Zudem sind sie sehr wasserliebend und spielen auch gerne damit herum. Coonies benutzen mit Vorliebe ihre Pfoten, was dazu führt, dass sie problemlos Türen und Wasserhähne öffnen können. Viele Maine Coons nehmen auch ihre Tatzen zum Fressen, in dem sie das Futter mit der Pfote aufnehmen und nicht direkt aus dem Futternapf fressen. Dies machen sie auch sehr gerne mit Wasser, was schon mal zu kleineren Überschwemmungen führen kann.
Maine Coon – aktiv & bewegungsfreudig
Die Maine Coons sind sehr anhänglich und gesellige Tiere, welche aber auch gerne die Umgebung im Freien erkunden. Meist bleiben sie dabei aber in unmittelbarer Nähe des Hauses. Sie sind sehr aktiv und bewegungsfreudig und müssen ausreichend Bewegung haben. Auch wenn Maine Coons sehr anhänglich sind, so brauchen sie trotzdem Rückzugsorte wie Kuschelhöhlen, Kratzbäume oder Bettchen. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass diese gross genug sind und zudem sehr robust. Je Grösser, desto besser!
Pflege
Auch wenn die Maine Coons zu den Halblanghaarkatzen gehören, ist ihre Pflege nicht so intensiv, wie man es erwarten würde. Da sie nur wenig Unterwolle haben und dafür halblanges Deckhaar, bilden sich nicht so viele Knoten. Das Fell lässt sich leicht durchkämmen, wenn man dies regelmässig macht. In der Regel gilt einmal pro Woche sorgfältig mit einer Bürste oder einem Kamm durchkämmen, während des Fellwechsels, sollt man sich jedoch öfters um das Fell seiner Maine Coon kümmern. Auch bei Coonies welche oft mit dem Wasser spielen, empfiehlt es sich, regelmässig die Halskrause zu entknoten.
Krankheiten
Leider sind in der Main Coon Zucht Krankheiten nicht ausgeblieben. Verschiedene Züchter versuchen durch einen Rückgriff auf „Foundation-Tiere“, den Genpool wieder zu erweitern. Durch die Einkreuzung von Tieren mit unbekanntem Hintergrund, erweitert sich jedoch nicht nur der Genpool, sondern es besteht leider auch die Möglichkeit von unerwünschten Eigenschaften, verändertem Aussehen oder anderen Krankheiten. Im Laufe ihrer Zucht, haben sich bei der Maine Coon diverse erblich bedingter Katzen-, bzw. insbesondere rassentypischer Krankheiten herausgestellt, wie etwa die Hypertrophe Kardiomyopathie (Erkrankung des Herzmuskels), welche zu einem plötzlichen Herztod führen kann. Aber auch Hüftgelenks-, Ellbogendysplasie und Patellaluxation gehören zu den häufigsten Krankheiten, der schnellwachsenden, grossen und schweren Katzen.
Zucht
1950 wurde der „Central Maine Cat Club » gegründet und 1973 wurde die Maine Coon als eigenständige Rasse von einigen US-Katzenvereinen anerkannt. Bis sie jedoch international anerkannt wurde, dauerte es noch weiter 10 Jahre.
Das grösste Problem ist bis heute, die extrem kleine genetische Basis der Maine Coon. Gerade einmal fünf Katzen, hatte man damals aus der natürlichen Hauskatzen Population ausgewählt. Diese Katzen wurden nach rein äusserlichen Kriterien ausgesucht und auf diese fünf Katzen werden alle zukünftig gezüchteten Maine Coons zurückgeführt. Heute nennt man die die «Foundation-Tiere». Diese Inzucht führte teilweise zu massiven gesundheitlichen Problemen der Maine Coons.
Daher ist es gerade bei dieser Rasse umso wichtiger, dass man auf einen seriösen Züchter setzt und genau darauf achtet, dass beide Elterntiere unbedingt «negativ» auf die oben genannten Krankheiten getestet sind.
Zudem sollten die Kätzchen in guten Verhältnissen aufwachsen, mit engen sozialen Kontakten zur menschlichen Familie.
Natürlich sollten die Kätzchen bei Abgabe, mehrfach geimpft, gechipt und entwurmt sein. Seriöse Züchter geben die Kätzchen auch nicht vor 14-16 Wochen an ihre neuen Besitzer ab. Und zu guter Letzt, ja Maine Coons sind teuer, aber wenn man ein gesundes Tier aus einer guten Zucht möchte, muss man auch etwas investieren. Also fingerweg von billig Angeboten, von unseriösen Katzenzüchtern.
Ernährung
Wie oben bereits beschrieben sind Maine Coons sehr anhängliche und gesellige Tiere. Sie sind schnellwachsende, oftmals grosse & schwere Katzen. Um Ihrer Maine Coon eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu bieten, empfehlen wir Futter, das auf die individuellen Bedürfnisse dieser Rasse eingeht.
Bild:
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