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Die SEEBRÜCKE Schweiz setzt sich für ein allgemeines und humanitäres Recht auf Migration ein. Sie will eine Gesellschaft schaffen, in der die Solidarität nicht an Ländergrenzen aufhört und die sich öffentlich gegen eine Kriminalisierung der Seenotrettung auf dem Mittelmeer einsetzt.
Als im Sommer 2019 die Sea-Watch Kapitänin Carola Rackete in Italien festgenommen wurde, beschlossen einige Aktivist*innen aus der Schweiz, ihre Empörung in politischen Aktivismus umzuwandeln. Sie wurden Teil der Bewegung SEEBRÜCKE und setzen sich seither dafür ein, dass sich auch schweizerische Städte, Gemeinden und Kantone zu Sicheren Häfen erklären, indem sie:
- sich mit Menschen auf der Flucht und den Zielen der SEEBRÜCKE solidarisch erklären.
- sich öffentlich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung auf dem Mittelmeer positionieren und diese aktiv unterstützen sowie die Patenschaft und finanzielle Unterstützung für ein ziviles Seenotrettungsschiff übernehmen oder sich daran beteiligen.
- die schnelle und unkomplizierte Aufnahme und Unterbringung von aus Seenot geretteten Menschen zusätzlich zur Verteilungsquote von Schutzsuchenden sicherstellen.
- sich gegenüber dem Bund für die Einrichtung neuer oder die deutliche Ausweitung bestehender Programme zur legalen Aufnahme von Flüchtenden einsetzen und dazu selbst zusätzliche Aufnahmeplätze anbieten.
- für ein langfristiges Ankommen sorgen, indem alle notwendigen Ressourcen für eine menschenwürdige Versorgung, insbesondere in den Bereichen Wohnen, medizinische Versorgung und Bildung, zur Verfügung gestellt werden.
- sich auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv für die Umsetzung der oben genannten Punkte einsetzen.
- sich für ein Bündnis aller Sicheren Häfen in Europa zur aktiven Gestaltung einer menschenrechtskonformen europäischen Migrationspolitik einsetzen.
- alle unternommenen Handlungen zeitnah und fortlaufend veröffentlichen, mit denen sie zu Sicheren Häfen werden.
Wo die Politik des Bundes ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, muss die kommunale Politik tätig werden. Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen und dabei die Rettung von Menschenleben zu kriminalisieren steht nicht dafür, sich einer Verantwortung bewusst zu sein. Das Sterben von Menschen auf dem Mittelmeer darf nicht länger billigend in Kauf genommen werden.
In der Hauptstadt Bern wurde im November 2020 erstmals in der Schweiz der Vorstoss eingereicht, dass sich die Stadt zum Sicheren Hafen erklären soll.