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Als sie vor gut fünfeinhalb Jahren letztmals in der Roten Fabrik gastierte, hatte Mackenzie Scott gerade ihr zweites Album («Sprinter») unter dem Pseudonym Torres veröffentlicht. Sie versprach «Stadionrock auf einer leeren Bühne», und was sie dann im Clubraum veranstaltete, war atemberaubend. Sie sang metaphernreiche melancholische Lieder irgendwo zwischen Folk und elektronischer Spielerei, akzentuiert von ihrem virtuosen Gitarrenspiel. Als zwei Jahre später der Nachfolger «Three Futures» erschien, kamen die Saitenklänge deutlich reduzierter daher, und die Stücke glitten auf monotonen Maschinenbeats dahin. Auf dem neuen, 2020 erschienenen Album «Silver Tongue» setzt die Künstlerin nun zur Synthese ihres bisherigen Schaffens an, mit fein ausgefeilten Arrangements, die bei der Live-Umsetzung jede Menge Gestaltungsraum bieten.
Hilke ist ein ehemaliges Mitglied der Belgischen Dream Pop Band Amatorski und hat einige elektronische Tracks unter dem Alias Hroski veröffentlicht. Jetzt zeigt sie sich selbst in kompletter Ehrlichkeit mit ihrem eigenen Namen: Hilke. Das Debutalbum «Silent Violent» ist eine ‘coming of gender’-Story über – unter anderem – das Finden der eigenen Stimme, das Verstecken der eigenen Gefühle und gescheiterte Männlichkeit.