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Das Bild stammt aus dem Jahr 1988: Ein Migros-Mitarbeiter in weissem Kittel und mit ernstem Gesichtsausdruck hält einen ellenlangen Papierstreifen in den Händen. Es ist ein Computerausdruck mit dem aktuellen Bestand einer Zürcher Filiale. Geprüft wird gerade, ob die Warenmenge in den Verkaufsregalen zur Zahl der Produkte passt, die in den vergangenen Stunden von den Kassenleuten eingescannt wurden.
In der zweiten Hälfte der 80er-Jahre führte die Migros flächendeckend die Scanner an den Kassen und die Strichcodes auf Produkten ein. Die unscheinbaren «Gartenhägli» aus unterschiedlich dicken Strichen machten das Einkaufen schneller: Weil die Kassenleute die Preise nicht mehr eintippen mussten, standen die Kunden weniger lange Schlange; ausserdem liessen sich so Tippfehler verhindern.
Bereits 1972 hatte die Migros erfolgreich einen Strichcode getestet – zuerst in einer nachgebauten Filiale, dann in einem echten Supermarkt in Greifensee. Sie arbeitete damals eng mit der Firma Zellweger Uster zusammen und war mit ihrem Experiment dem gesamten europäischen Detailhandel voraus. Am Ende wurde die Einführung des Codes dennoch verschoben. Der Grund: 1973 setzte sich in den USA ein anderer Strichcode durch, der, den IBM entwickelt hatte. Es war absehbar, dass er auch nach Europa kommen würde.