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Zürcher Forscher sind sozusagen auf Gold gestossen: Sie haben eine neue Möglichkeit gefunden, um die Menge des Edelmetalls in der Erde zu bestimmen.
Von der einfachen und schnellen Technik könnten Bergbaugesellschaften profitieren, welche bisher viel Material aus Bohrkernen untersuchen mussten, um die Menge der darin enthaltenen Metalle und Mineralien zu bestimmen.
Mit dem neuen Verfahren werden Proben von Felsstaub von nur einigen Mikrometern Durchmesser analysiert, der während Vulkanausbrüchen aus der Erdkruste aufgestiegen ist und nun einfach vom Boden aufgelesen werden kann.
Ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat entdeckt, dass das Verhältnis von Kupfer und Gold in diesen Tröpfchen aus geschmolzenem Sulfid dem Gesamtgehalt im umgebenden Felsgestein entspricht.
Profitabler Bergbau
"Nach der Analyse dieser kleinen Tröpfchen, die nur einige Tage beansprucht, können wir voraussagen, welcher relative Kupfer- und Goldgehalt in der Erzablagerung vorhanden ist. Dies, ohne dass wir teure Bohrungen durchführen müssen", erklärt Werner Halter, Forscher in der Abteilung Erdwissenschaften der Hochschule.
Die reichsten Erzvorkommen liegen in Porphyr-Ablagerungen, welche sich bilden, wenn Magmakammern tief in der Erdkruste Gase und Flüssigkeiten freisetzen. Wenn diese aufsteigen und sich abkühlen, lagern sie Schichten mit Kupfer und Gold ab.
Gold als Nebenprodukt erhöht den Wert des Erzes beträchtlich und bestimmt, ob ein Abbau für eine Bergbaugesellschaft profitabel ist.
"Es ist wichtig, die Zusammensetzung des Erzes zu kennen. Wenn Sie nur Kupfer gewinnen, ist das Erz natürlich viel weniger wert als wenn Sie dazu auch noch Gold haben", führte Halter gegenüber swissinfo aus.
Eine Palette von Metallen
Halter und seine Kollegen Thomas Pettke und Christoph Heinrich setzten die Technik der Massenspektrometrie ein, um Proben einer Kupfermine in der Provinz Catamarca in Nordwestargentinien zu untersuchen.
Untersuchungen ähnlicher Ablagerungen mit Elementen wie Platin und Palladium ergaben ebenfalls positive Ergebnisse.
Laut Halter sollte die Technik für eine ganze Palette von Metallen anwendbar sein, einschliesslich Molybdän, Wolfram und Zinn.
Als nächstes wird nun mit Proben von unbekannten, bisher nicht abgebauten Gesteinsschichten gearbeitet, um die Anwendung zu testen.
Vincent Landon