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Bei den 14-Jährigen haben im Jahr 2018 16% der Schüler und 8.5% der Schülerinnen, bei den 15-Jährigen rund 27% der Schüler und 17% der Schülerinnen angegeben, mindestens einmal in ihrem Leben gekifft zu haben (internationale Schülerbefragung HBSC).
In dieser Altersgruppe hat der Anteil der Jugendlichen, die mindestens eine einmalige Cannabiserfahrung haben, seit 2002 sowie über die letzten zehn Jahre hinweg abgenommen. Aber: Schüler probieren in keinem europäischen Land häufiger Cannabis als in der Schweiz.
Viele der Jugendlichen, die Cannabis probieren, kiffen nur einmal und lassen es dann bleiben.
Die meisten, die kiffen, tun dies nur gelegentlich und nicht regelmässig. Einige aber kiffen sehr oft. Andere gar jeden Tag. Gemäss einer Schülerbefragung konsumierten 2018 4.4% der 15-jährigen Mädchen und 7.9% der gleichaltrigen Jungen regelmässig Cannabis, d.h. an 3 oder mehr Tagen pro Monat.
Rund 3% der 15- bis 24-Jährigen konsumieren Cannabis in problematischer Weise (CoRoIAR-Befragung, 2016). Neben der Häufigkeit des Gebrauchs zeigen sich hierbei z.B. Erinnerungs- und Konzentrationsprobleme, Schwierigkeiten mit dem sozialen Umfeld sowie Schuldgefühle.
Junge Männer und junge Frauen
Weibliche Jugendliche probieren Cannabis weniger oft aus. Dafür kann es viele Gründe geben. Vielleicht sind Frauen vorsichtiger und betrachten illegale Drogen generell skeptischer.
Auch bei denjenigen Jugendlichen, die regelmässig kiffen, verhalten sich die männlichen Jugendlichen risikovoller.
Es gibt mehr junge Männer, die häufig kiffen, als junge Frauen. Deshalb bekommen sie mehr Probleme im Zusammenhang mit Cannabis.
Erwachsene kiffen auch... aber seltener
Der Anteil Cannabis Konsumierender ist in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen am höchsten. Je älter die Leute sind, desto seltener kiffen sie. Das Kiffen verliert mit dem Alter an Bedeutung.
Für Jugendliche in der Pubertät, wenn sich Körper und Persönlichkeit noch entwickeln, birgt der Cannabiskonsum besondere Risiken. Es gibt Studien, die zeigen, dass Cannabiskonsum die Hirnentwicklung von Jugendlichen stören kann.
Der jugendliche Körper reagiert empfindlicher auf gesundheitsschädigende Stoffe als der Körper von Erwachsenen. Wer früh regelmässig konsumiert hat auch ein grösseres Risiko, später an einer Sucht zu erkranken. Darum ist das Kiffen für Erwachsene etwas weniger risikovoll.