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Artikel: Kino-Aushangfoto
Hersteller: Für Paramount
Typ: Königin für tausend Tage
Jahrgang: 1969
Seriennummer: ---
Format: 24,0 x 33,5 cm
Zustand: Ordentlich, diverse kleinere Beeinträchtigungen im Bereich des Randes
Sonstiges nach Wikipedia: Königin für tausend Tage basiert auf dem 1947 entstandenen Theaterstück Anne of the Thousand Days des US-amerikanischen Dramatikers Maxwell Anderson (1888-1959). Das Drama, in Blankversen verfasst, wurde 1948 mit Rex Harrison als König Heinrich VIII. und Joyce Redman als Anne Boleyn auf dem New Yorker Broadway uraufgeführt und mit zwei Tony Awards ausgezeichnet. Den renommierten US-amerikanischen Theaterpreis erhielten 1949 Harrison als Bester Darsteller (Drama), sowie Jo Mielziner für die beste Choreographie. Eine Leinwandadaption des Bühnenstücks ließ dagegen auf sich warten. Anne of the Thousand Days konnte erst mehr als zwanzig Jahre später im Jahre 1969 für die Leinwand adaptiert werden. Ein Grund dafür sind die offenen Diskussionen die in dem Stück über Ehebruch, Illegitimität und Inzest geführt werden, sowie der bis 1967 bestehende Hays Code, der auf die moralisch akzeptable Darstellung von Kriminalität und Geschlechtsverkehr in US-amerikanischen Kinos Wert legte. Für die Produktion zeigte sich der US-Amerikaner Hal B. Wallis verantwortlich. Der Produzent von Filmen wie Die Spur des Falken (1941) oder Casablanca (1942) realisierte den Film mit seiner nach ihm benannten Produktionsfirma Hal Wallis Productions. Für die Regie wurde der britisch-kanadische Regisseur Charles Jarrott verpflichtet, der mit Königin für tausend Tage nach einer Reihe von TV-Filmen und -Serien sein Kinodebüt feierte. Für das Drehbuch waren John Hale und Bridget Boland verantwortlich, die Maxwell Andersons Stück nach einer Adaption von Richard Sokolove bearbeiteten, wobei das Blankversformat Andersons nicht in das finale Filmskript einfloss. Zum Teil überschneidet sich die Thematik des Filmes mit dem vier Jahre zuvor realisierten, nicht minder erfolgreichen Historiendrama Ein Mann zu jeder Jahreszeit. Hier stand jedoch Thomas More (gespielt von Paul Scofield) und dessen Konflikt mit Heinrich VIII. im Mittelpunkt des Films und Anne Boleyn, dargestellt von Vanessa Redgrave, fungierte nur als Randfigur.
Für die Besetzung der Titelrolle war ursprünglich die argentinisch-britische Schauspielerin Olivia Hussey die erste Wahl gewesen. Hussey hatte 1968 mit gerade einmal siebzehn Jahren in Franco Zeffirellis Verfilmung der Shakespeare-Tragödie Romeo und Julia ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin gefeiert, musste aber aufgrund von persönlichen Problemen die Rolle der Anne Boleyn ablehnen. Die 20-jährige französische Schauspielerin Claude Jade, die gerade mit Truffauts Geraubte Küsse (1968) bekannt geworden war und für Hitchcocks Topaz einen Sieben-Jahres-Vertrag mit Universal abgeschlossen hatte, stand ebenfalls zur Wahl. Die 28-jährige US-Amerikanerin Faye Dunaway, der ein Jahr zuvor in Hollywood als Titelheldin in Arthur Penns Bonnie und Clyde für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, lehnte die weibliche Hauptrolle in Königin für tausend Tage ab. Als Ersatz konnte die Schauspielerin Geneviève Bujold für den Part der Anne Boleyn gewonnen werden. Die charismatische 26-jährige frankophone Kanadierin hatte sich vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Alain Resnais an dessen Film Der Krieg ist vorbei (1966) einen Namen im französischen Kino gemacht. Dem amerikanischen Publikum war Bujold kaum bekannt, hatte sie in den USA und Kanada doch vorrangig in TV-Produktionen vor der Kamera gestanden, so u. a. in einer Episode der NBC-Serie Hallmark Hall of Fame, für die sie als Johanna von Orléans 1968 eine Nominierung für den US-amerikanischen Fernsehpreis Emmy erhalten hatte. Für die Rolle von König Heinrich VIII. konnte der renommierte britische Film- und Theaterschauspieler Richard Burton gewonnen werden. Weitere internationale Schauspieler wie Irene Papas, Anthony Quayle und John Colicos ergänzten das Schauspielensemble.
Die Dreharbeiten fanden in London, England, sowie in den bekannten Pinewood Studios in Buckinghamshire und den Shepperton Studios in Surrey statt. Gedreht wurde auf branchenüblichen 35-mm-Film in Technicolor-Farben und Kameras von Panavision.
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