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2012
2012
Angela Melody Kummer
Mentor/innen:
Michael Reimann, Pamela Äschlimann und Ruth Kunz
Link zu den drei Zugangsweisen (Video und pdf mit Aufgabenskizzen)
Die vorliegende Arbeit bietet einen Lösungsansatz, wie anhand des eher instruktiven Mediums Lernfilm das Thema der Perspektive jugendnah und mit einem grossen Anteil an Selbsttätigkeit seitens der Lernenden vermittelt werden kann. Das Ziel, dies für ein breites Spektrum an Alterstufen (im genaueren Sekundarstufe I und II), Vorkenntnissen, Interessen und Schwierigkeitsgrade zu konzipieren, liess sich nicht in einem einzelnen Lernfilm realisieren, sondern verlangt nach einer mehrspurigen Lernumgebung in Form einer Website.
Im Rahmen meiner Masterarbeit thematisiere ich am Beispiel des ersten Themenblocks „Ansichtssache“ das Phänomen der Wahrnehmung und die Begriffe Augenhöhe, Fluchtlinien und Fluchtpunkt. Die Vermittlung dieser Inhalte kann in drei unterschiedlichen Zugangsweisen erfolgen, nämlich A, B und C.
Zugangsweise A beinhaltet den Lernfilm, welcher anhand der alltagsnahen Situation der Bahngeleise die Begriffe anschaulich demonstriert und mit einer Sprecherstimme kommentiert. Diese Zugangsweise vermittelt eher instruktiv, die damit verbundenen Aufgaben können sehr reproduktiv ausgerichtet sein.
In der Zugangsweise B werden die Lernfilmkapitel von A ohne Sprecherstimme zur Verfügung gestellt. Da die auditive Erklärung weg fällt, wird den Lernenden mehr Raum geboten, sich zum Gesehenen eigene Gedanken zu machen. Die dazu gehörigen Aufgaben knüpfen am Gesehenen an, verlangen von den Lernenden jedoch eine Transferleistung, indem sie das gewonnene Wissen in einer neuen Situation anwenden müssen.
Das in der Zugangsweise C zur Verfügung gestellte Video deutet lediglich eine im Lernfilm (Zugangsweise A) behandelte Thematik an. Die Aufgaben hierzu sollen die Lernenden mit einer Frage, einem Problem konfrontieren, welches sie anhand eines eigenen Experiments lösen, bzw. visualisieren müssen.
Die Weiterarbeit an meiner Masterthesis beinhaltet die Realisation der Website, die Behandlung weiterer Themen im Zusammenhang mit der Thematik der Perspektive (Bsp. Perspektivische Verzerrung zeichnen oder Zentralperspektive und weitere Raumdarstellungskonzepte) und Testphasen mit den Zielgruppen.
Kontakt: E-Mail Adresse
2012
Chun Yan Zhang Schmid
Mentors: Jacqueline Baum & Claus Noppeney
In 2007, I began to work with bathtubs. The use of bathtubs has been changed each time in my artistic arrangement. And each process of use gave importance to what I would approve or neglect. To work with bathtubs has actually become an essential part of my artistic work. As material as well as a goods, all related people and relevant processes involved profoundly influence my creativity and the processes of realization. At the same time this practice created sustainable kuo4 da4 dialogs. Four years of working with the same object can be considered as a research in different artistic contexts. It has developed impressively even more than exspected.
Therefore in order to zheng3 he2 guo4 qü4 shi3 yong4 bathtubs jing4 xing2 create suo3 de2 dao4 de1 experiences and neng2 gou4 better jie2 shi2 zhi4 qü4 xiang1 tou2 de1 people, share and discuss new activites, extend guang1 yu2 bathtubs de1 dialogs in the near future, I plan to build a bathtub-platform in the form of a website.
On this platform, visitors shall travel on a timeline starting in 2007 and leading up to the present. They will be guided through the artistic material included and experience the creation from its first idea to the final construction.
This platform, all ideas, drafts, thoughts, images, texts, projects realized or new proposal ideas must uniquely consist the daily object «Bathtub» or its all xiang1 guan1 de1.
This platform includes: Introduction, Idea & Draft Box, «Time Machine» document, «Face to Face» - «A.E.» document, «Translation of Aesthetic Relation(s)» document, Proposal Box, Blog, Members, Contact.
The following context will be ordered in the categories mentioned above. Explanation will be give on the following content:
1. Why work with bathtubs?
2. What was my purpose and personal interests?
3. What work have I done so far?
4. What futur projects do I plan?
5. What is the use of the bathtub platform?
In this thesis I will draw a concept of an interactive virtual platform on the use of bathtubs. Starting from a bucolic picture in the f alps, leading to a comminication tool, to many other unusual, surprising and unconventional forms of use.
2012
Irena Allemann
Mentorin: Sibylle Heim
Technik: Visuelle Forschung, Zeichnung
Welche Gegenstände werden in die Theaterprobe mitgebracht? Woher stammt das Inspirationsmaterial? Wann wurde die längste Rückmeldung geschrieben? Wer sitzt auf dem Sessel? Wer bewegt sich am schnellsten?
Eine Gruppe von Menschen arbeitet zusammen und entwickelt gemeinsam ein Produkt. Im Falle eines Theaterkollektivs steht am Ende die Aufführung: sicht-, hör- und erlebbar. Der Weg dorthin aber bleibt der Zuschauerin normalerweise verwehrt.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit visuellen – konkret mit zeichnerisch analogen – Darstellungsmöglichkeiten von kollektiver Zusammenarbeit und eröffnet so eine Einsicht in diesen Prozess. Als exemplarisches Untersuchungsbeispiel fungiert das Theaterkollektiv "Frühstück auf der Szene" / FRADS. Bei dieser Gruppe wird die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Textfassung des Stückes «Geld oder Leben» untersucht.
Kontakt: aneri(at)bluewin.ch
Weitere Informationen zu «Geld oder Leben»: www.frads.ch
2012
Undine Lang
Mentorin: Daniela Keiser
Überthema dieses künstlerischen Projekts ist das Zusammenspiel der beiden räumlichen Ordnungen Stadt und Land mit ihren jeweiligen dominanten Ordnungsprinzipien Kultur und Natur. Die vier Werke greifen unterschiedliche Aspekte daraus auf.
Die Arbeiten sind thematisch nur lose aneinander gebunden. Sie entstanden alle im Zusammenhang mit meiner momentanen Lebenssituation des Hin- und Herpendelns zwischen Stadt (Bern/Zürich) und Land (La Punt Chamues-ch, Oberengadin). Im Zentrum steht eine Erforschung dieser beiden unterschiedlichen räumlichen Ordnungen, ihr Auswirken auf unser Verhalten, sowie mentale Bilder und Stereotypen, die durch sie hervorgerufen werden.
Weitere Arbeiten: undinelang.com
2012
Laetitia Salamin
Mentors: Regula Wyss et Christoph Stähli
Qu’est-ce qu’une fanfare en 2012? Comment présenter ce sujet de manière contemporaine? Si j’avais le temps et l’argent, si je n’avais aucune contrainte hormis le volume de quatre white cubes indépendants, de quoi aurait l’air une exposition portant sur ce thème?
Ayant pour point de départ l’exposition «Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes», ce projet propose l’élabora- tion d’un concept scénographique pour une exposition fictive. Le point de vue se veut artistique, et l’exposition tend à viser un public plus large; en effet, celle-ci n’est plus ciblée sur la fanfare l’Echo des Alpes, mais est consacrée au phénomène des fanfares suisses en général.
La documentation présente le concept de cette exposition, tandis que les dessins et la maquette traduisent de manière esquissée l’atmosphère des lieux.
«Echos, une histoire de la fanfare l’Echo des Alpes» est une exposition portant sur l’histoire et l’actualité de cette fanfare dont je suis membre en tant que musicienne. L’exposition est répercutée de part et d’autre de la vallée d’Anniviers, un aller-retour entre passé et présent, en quatre lieux indépendants, chacun consacré à un thème différent.
Cette exposition s’inscrit dans un contexte particulier. En effet, 2012 est une année spéciale pour cette fanfare, qui, du 18 au 20 mai, a accueilli vingt-neuf sociétés à l’occasion de la 49ème Amicale du Rawyl et du 112ème Festival des Musiques des Districts de Sierre et Loèche, festivités qui ont eu lieu à Vissoie. Et c’est il y a 125 ans que ce même village voyait naître L’Echo des Alpes. Un écho qui perdure grâce à toute une vallée.
Il s’agit donc d’un projet lié à une actualité locale, avec pour buts de mieux faire connaître cette société de musique en présentant son patrimoine dans la région.
L’exposition «Echos» est ici présentée par le biais d’une documentation. Elle reste visible jusqu’au 30 juin 2012.
2012
Andrea Müller
Mentorin:
Ruth Kunz
Ausgangspunkt für die Masterthesis ist die Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler bei projektartigen Aufgabenstellungen oft Mühe haben, Ideen zu finden. Die Forschungsarbeit befasst sich mit der eigenständigen Arbeit im Bildnerischen Gestalten auf Gymnasialstufe und untersucht, wie Lernende bei der Ideensuche vorgehen.
Die Prozesse von vier Schülerinnen wurden über drei Doppellektionen mit Ton und Bild dokumentiert. Dies bildete die Grundlage für eine Analyse, in welcher der Entwicklung von Ideen, wie sie an Handlungen und Aussagen nachvollziehbar waren, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Ergebnisse sind schriftlich in Buchform festgehalten.
Kontakt: E-Mail Adresse
2012
Tim Leu
Mentor:
Andreas Hieber
Der interaktive Multimedia-Guide ist zum Beispiel ein iPad: Er stellt auf Abruf Texte, Animationen, Spiele, Audio- oder Videobeiträge bereit. Als Vermittlungsinstrument kann der Guide in einem Museum den Zugang erleichtern und anregen.
Am Beispiel des Museums Murten wird ein didaktisches Konzept mit dem Guide skizziert: Darin werden Kinder und Jugendliche mit Identifikationsfiguren durch die Ausstellung begleitet. Sie sammeln Informationen, die sie kommentieren und am Ende des Besuchs ihrer Mail-Adresse zusenden.
Erste Bildschirmoberflächen sind bereits gestaltet, das Drehbuch müsste zu Ende geschrieben und umgesetzt werden. Als Resultat könnte das Museum Murten ein bisher einzigartiges Vermittlungsinstrument anbieten.
2012
Lea Fröhlicher
Mentorat: Daniela Keiser, Nora Landkammer
Ein Kniff ist ein spezifisches Wissen (Können), welches einem die Ausführung einer bestimmten Tätigkeit erleichtert.
Verborgenes Wissen
Im Projekt Kniffe wissen setzen sich unterschiedliche Gruppen mit der Thematik des Kniffs auseinander. Das Projekt reflektiert den Kniff als Form von inoffiziellem, verborgenem, Wissen, welches meistens von Person zu Person weitergegeben wird. Jede und jeder kennt Kniffe, wobei das Wissen um die Kniffe stets bei den Menschen selbst liegt, die sie anwenden – mal mehr, mal weniger bewusst. In dieses Projekt fliessen die Sichtweisen, Erfahrungen und das Wissen von Menschen unterschiedlichen Alters ein. Die Annäherung an das Wesen des Kniffes, die Frage nach Wissensformen und seiner Weitergabe spielen dabei eine wichtige Rolle.
Einen Kniff zu wissen – respektive einen neuen zu erlernen – bedeutet eine Bereicherung, denn er erleichtert einem oftmals das Ausführen einer Tätigkeit oder kann darüber hinaus gar bis anhin Unerreichbares ermöglichen.
Beteiligung
Kniffe wissen versteht sich als künstlerisches Vermittlungsprojekt unter Beteiligung von verschiedenen Gruppen. Dabei handelt es sich um eine Schulklasse, Gruppen von Seniorinnen/ Senioren (unter anderem der ‹Grauen Panther› Solothurn), eine Gruppe eines Jugendtreffpunkts und Bewohnerinnen von zwei Solothurner Altersheimen.
Vermittlungsprojekt, weil zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik des Kniffs angeregt wird. Weil sich alle Beteiligten des Projektes gegenseitig Handlungsmöglichkeiten vermitteln und darüber hinaus die Kniffe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem haben Kniffe stets auch mit Kunst zu tun, denn oftmals handelt es sich bei Kniffen um alternative, unkonventionelle Wege, eine Tätigkeit auszuführen. Im Vermittlungsprozess von Kniffe wissen geht es nicht in erster Linie darum, Wissen weiterzugeben, sondern dass das Wissen der Beteiligten zusammenkommt und neues entstehen kann.
Ausgestellt
Vom 26.–29. September 2012 wurde an der Dornacherstrasse 25 das während dem Projekt Kniffe wissen Erarbeitete der Öffentlichkeit gezeigt.
Die unterschiedlichen Kniffe der verschiedenen beteiligten Gruppen aus dem Raum Solothurn bestehen nun in Form von Videoaufnahmen und Texten. Neben den eigentlichen Kniffen wird auch die Ebene der Auseinandersetzung, die über das Zusammentragen von Kniffen in der Gruppe entsteht, sichtbar gemacht.
Kontakt: E-Mail-Adresse
2012
Simone Gilles Nyffeler
Mentorin: Isabelle Krieg
Animationsfilm 3:40 min
Der Kollektive Traumraum soll den Träumen Raum geben, denn Träume können einerseits unsere Imagination, die Phantasie und die Kreativität beflügeln und andererseits unsere persönliche Entwicklung unterstützen.
Ausgangslage waren gesammelte Träume von Partizipanten. Daraus entstand der Kollektive Traum, ein analog gezeichneter Animationsfilm mit Motiven aus der Traumsammlung. Um den Dialog zu fördern, fand ein öffentliches Traumgespräch mit dem Psychoanalytiker Dr. K. Blöchliger statt. Weiter wurde der Ausstellungsraum zu einem Traumhotel umfunktioniert. Damit sollte untersucht werden, ob mit denselben Erlebnissen vom gleichen Motiv geträumt wird. Die Filmproduktion und alle Anlässe fanden in einem ehemaligen Wasserreservoir statt. In diesem minimal inszenierten Raum konnte literarisch und kinematographisch in die Welt der Träume eingetaucht werden.
2012
Helen Baumann
Mentorin:
Ruth Kunz
Welche bildungstheoretischen, relationalen, methodischen und inhaltlichen Aspekte der offenen Jugendarbeit lassen sich in den schulischen Kontext, insbesondere in das Fach Bildnerisches Gestalten übertragen?
In insgesamt drei Workshopserien im Jugendtreff Bronx der Jugendarbeit Länggasse Bern und mit zwei Schulklassen der Sekundarschule Hochfeld Bern, behandelte ich mit Jugendlichen das Thema Street Art.
Mit dem eigentätigen Mitwirken, sowie mit verschiedenen Materialbuffets als Angebote zur gestalterischen Auseinandersetzung, erprobte ich im dritten Workshop einen sozialpädagogischen Blick auf den Möglichkeitsraum zwischen Jugendarbeit und Schule, sowie auf die eigene Rolle als Vermittlerin.
Kontakt: E-Mail Adresse
2012
Paolo Riva
Mentor: Beat Frank
Zeichnen aus der Erinnerung heisst, sich mit einem inneren Bild auseinanderzusetzen. Solche Bilder sind zu vage, um sie aus dem Kopf abzeichnen zu können - oft bestehen sie nur aus der Vorstellung von einer Stimmung. Wenn man sich die Einzelzeiten vergegenwärtigen will, verschwimmen sie.
In meinen Zeichnungen versuche ich, diesen inneren Bildern eine Gestalt zu geben. Da ich keine konkrete Vorlage habe, muss ich mich zeichnerisch an sie herantasten. Als Zeichenmaterial dient mir eine mit dunkler Farbe beschichtete Folie. Mit einem Messer lässt sich die Farbe wieder abkratzen, so dass darunter der helle Untergrund sichtbar wird (Die Folie eignet sich als Vorlage für den Siebdruck). Indem ich lange, kurze, gerade und gebogene Striche nebeneinander setze, entstehen Flächen und Strukturen. Jeder Quadratzentimeter muss mit derselben Aufmerksamkeit bearbeitet werden. So kann ich das Bild langsam aus dem Untergrund herausheben. Räume und Orte, das Licht, die Dinge Menschen werden greifbar.
Anders als das diffuse Bild in meiner Erinnerung muss die Zeichnung konkret sein: der Betrachter soll in sie hineinblicken können und sich an einem bestimmten Ort wiederfinden. Die Szene muss ausführlich geschildert werden, ohne festgefroren zu wirken. Was auf der Zeichnung abgebildet wird, ist flüchtig: schon einen Moment später sähe es darauf anders aus.
Während ich mir beim Zeichnen selbst über die Schulter blickte, habe ich versucht, besser zu verstehen, was ich beim Zeichnen überhaupt mache und wie ich vorgehe. Neben den Zeichnungen sind dabei kurze Texte entstanden, die in einer losen Folge meine Arbeitsweise beschreiben.
Bild 1: Siebdruck, 35 cm x 45 cm
Bild 2: Siebdruck, 50 cm, x 70 cm
Download Dokumentation (PDF)
Kontakt: paoloriva(at)gmx.ch
2012
Gabriela Freiburghaus, Isabel Fernandez
Mentorat:
Susanne Junger, Bernhard Probst
„Kurzaufgaben sind ein spielerischer Einstieg, ein Aufwärmen vor dem grossen Projekt. Sie bringen etwas Neues in Bewegung, motivieren und inspirieren.“
Im Rahmen unserer Master-Thesis haben wir ein Lernmittel für den gestalterischen Unterricht auf der Oberstufe entwickelt. Das sogenannte „Sammelsurium“ besteht aus einem Schülerheft mit Kurzaufträgen, welche die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise zum Gestalten anleiten. Das ergänzende Begleitheft für die Lehrperson vermittelt zu jedem Auftrag Ziele, Hintergrundinformationen und mögliche Anschlussaufgaben. Zur Publikationsform haben wir ein prototypisches Webtool erstellt, welches den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern ermöglicht Sammelsuriumhefte individuell zusammen zu stellen.
Oben genanntes Zitat aus unserer Recherchearbeit fasst in Worte, was wir mit unserer Arbeit erreichen wollen: Das „Sammelsurium“ motiviert, inspiriert und aktiviert die Oberstufenschüler und deren Lehrpersonen im Fach Bildnerisches Gestalten.
2012
Selina Lauener
Mentorin: Jacqueline Baum
5.-9.Juni 2012 im Wankdorf Center in Bern, fortgeführt an der Hochschule der Künste in Bern, Fellerstrasse 11, 15.-30.Juni 2012
Werte werten
Wertigkeit, Wertpapier, Grundwerte, wertlos, liebenswert, Werturteil. Der Begriff "Wert" hat Hochkonjunktur‚ besonders in Zeiten einer Wirtschaftskrise‚ und wird wie ein Modewort in allen möglichen Situationen benutzt. Gesellschaftliche Werte können sich nur durch einen ununterbrochenen Aushandlungsprozess bilden. Für die Entstehung und Änderung der gesellschaftlichen Werte ist der Dialog über Werte grundlegend.
Mit meiner Arbeit versuche ich einen Denkraum zu schaffen, um über Werte nachzudenken und mit anderen in einen Wertedialog zu treten, zuerst in der Form eines Workshops und später als partizipative Installation in einem Einkaufszentrum in Bern.
Workshop
Mit einer Gruppe von 12 Personen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren mit verschiedenen sozialen und beruflichen Hintergründen wurde in einer kreativen, lockeren Atmosphäre über Werte diskutiert. Bei einem gemütlichen Nachtessen gingen die Gespräche weiter. Jeder konnte diejenigen Fragen einbringen, die ihn rund um das Thema Werte beschäftigten. Am Schluss wurden kurze Statements und Fragen formuliert, die die wichtigsten Ergebnisse aus den vorangegangenen Wertediskussionen zusammenfassten. Diese Statements und Fragen figurieren als Teil der Installation im Wankdorf Center (Diaprojektionen).
Einkaufszentrum
In einem Einkaufszentrum geht es andauernd um Werte. Es ist ein Raum voller Wertobjekten, die alle gekauft werden sollen. Künstliches Licht durchflutet den Raum, die Hintergrundmusik berieselt uns und die Waren leuchten in allen Farben. In dieser reizüberfluteten Umgebung soll die Installation einen Denkraum schaffen, um über das Thema Werte in all seinen Dimensionen nachzudenken. Die einseitige Besetzung des Wertbegriffs im Raum Einkaufszentrum soll in dieser Weise durchbrochen werden.
Die Fragen aus dem Workshop sind auf Sitzüberzüge gedruckt und über die Polster der im Einkaufszentrum verteilten Sitzgelegenheiten gestülpt. Sie dienen als erste Irritation. Einige Menschen werden sie wahrnehmen, viele werden auch achtlos daran vorbeigehen. Bei manchen werden die Fragen Antworten im Kopf hervorrufen. Wenn sich jemand auf eines der Sitzkissen setzt, bringt er die Frage vorübergehend zum Verschwinden.
Wertewerkstatt
Die eigentliche Wertewerkstatt befindet sich auf einer der Flächen für temporäre Verkaufsstände im Einkaufszentrum. Was macht Ihr Leben wertvoll? Was bräuchte mehr Wertschätzung? Was ist überbewertet? Zu diesen Fragen können die Passanten ihre Gedanken und Ideen abgeben. Die Antworten drucke ich im Bleisatz mit einer Andruckpresse auf Taschentücher und Servietten. Der Buchdruck im Bleisatz-Verfahen war für die Verbreitung von Wissen ungemein wichtig, heute ist die Technik beinahe ausgestorben. Es ist die Inszenierung einer Werkstatt an einem Ort, an dem nur noch verkauft, aber nichts mehr produziert wird. Sie ist etwas Anachronistisches; ein Fremdkörper, der Aufmerksamkeit generiert.
Taschentücher und Servietten sind wie die individuellen Werte sehr persönliche Gegenstände. Sie dienen dazu unseren Mund und unsere Nase abzuwischen. In ihrer Benutzung und Auf-bewahrung sind sie eng mit unserem Körper verbunden. Diese persönlichen Stofffetzen hänge ich an Bettdecken, die aus ihrer horizontalen Lage gehievt wurden und nun vertikal im Raum hängen. Nach und nach verdichten sich die einzelnen Stofffetzen zu einem Patchwork, wie sich auch die vielen individuellen Werte zu einem Patchwork der gesellschaftlichen Werte verdichten.
Im Tausch für die Abgabe der eigenen Werte erhalten die Personen das Exemplar eines bereits gedruckten Wertes ihrer Wahl. Werte können getauscht, mitgenommen und übernommen werden. Ein Werteaustausch.
2012
Sarah Tenthorey
Mentorat: Theres Roth-Hunkeler und Kristin Wyss
"zwischen drei Zimmer Wänden / sitzen Bilder" sind Texte. Die Arbeit setzt sich mit Textinhalten wie auch mit deren Schreibprozess auseinander. Die praktische sowie die dokumentarische und theoretische Arbeit sucht nach Präsentationsformen für Text und befasst sich mit dem sich dabei ständig verändernden Rollenverständnis.
Kontakt: E-Mail-Adresse