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Das Basler Stimmvoll will nichts wissen von längeren Ladenöffnungszeiten. Bei einer Beteiligung von 50,76 Prozent sprachen sich 32'094 gegen und 21'665 für die Revision des Gesetzes über öffentliche Ruhetage und Ladenöffnung aus. Gewerkschaften und Linksparteien hatten das Referendum gegen die Revision ergriffen, welche neue Ladenöffnungszeiten an Samstagen vorsah.
Zweites Nein zu längeren Öffnungszeiten
Unüblich heftig war der Abstimmungskampf. Gewerkschaften und Linksparteien versuchten die Emotionen der Bevölkerung zu wecken, indem sie auf Plakaten «Vermisstanzeigen» von Müttern zeigten. Die verlängerten Arbeitszeiten an Samstagen seien für das Verkaufspersonal und ihre Familien unzumutbar, befanden sie.
Der Detailhandel dagegen wies auf den Schrumpfungsprozess hin. Schuld für den Arbeitsplatzabbau der vergangenen Jahre sei nicht nur der starke Franken. Vielmehr litten die Geschäfte auch unter den Ladenöffnungszeiten. Im benachbarten In- und Ausland seien die Läden an Werk- und Samstagen länger offen.
Die Regierung hatte dem Parlament einen dritten Verkaufssonntag im Jahr beantragt. Die Wirtschafts- und Abgaben-Kommission des Grossen Rates hingegen setzte sich für längere Öffnungszeiten an Samstagen und zwei verkaufsoffenen Sonntagen ein. Schliesslich genehmigte das Parlament knapp die Revision. Bereits 2002 hatte das Volk eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten abgelehnt.