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Die Spannungen sind gestiegen, seit die Schweiz im Mai ein geplantes Handelsabkommen mit der Europäischen Union abgelehnt hat. Das Schweizer Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBFI) hat diese Woche bestätigt, dass die Europäische Union die Schweiz bei Forschungsprojekten als “unabhängigen Drittstaat” behandeln wird.
Damit wird verhindert, dass die Schweiz, die nicht Mitglied der Europäischen Union ist, aber traditionell dem Block nahe geblieben ist, europäische Fördermittel beantragt.
Im Land ansässige Wissenschaftler können sich nicht mehr für Stipendien des Europäischen Forschungsrats (ERC) bewerben, die einen Wert von bis zu 2,5 Millionen Euro (2,1 Millionen Pfund) haben können.
Das SBFI räumte ein, dass die Schweiz als Drittland “grundsätzlich keinen Zugang mehr zu diesen prestigeträchtigen Projekten haben kann”.
Es verlor auch den Zugang zu Fördermitteln des Europäischen Innovationsrats, der sich auf kleine und mittlere Unternehmen konzentriert.
Die Schweizer Behörden sagen, dass sie einspringen werden, um die von der Entscheidung betroffenen Wissenschaftler mit Sitz in der Schweiz zu unterstützen.
Laut Luzerner Zeitung erwägt Brüssel, Schweizer Wissenschaftlern in der Europäischen Union zu erlauben, sich um ERC-Fördermittel zu bewerben, wenn sie sich bereit erklären, in einem EU-Mitgliedstaat zu arbeiten.
Die Zeitung berichtet, dass dies als Versuch der Europäischen Union angesehen wird, Talente aus der Schweiz zu entfernen, was einen “Brain Drain” befürchtet.
Im Mai machte die Schweizer Regierung Brüssel wütend, indem sie ein Handelsabkommen mit dem Block ablehnte.
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Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei begrüßte den Schritt als “Sieg für die schweizerische Selbstbestimmung”.
Aber Roger Nordmann von der Schweizerischen Sozialistischen Partei bezeichnete den Tag als “Schwarzen Mittwoch”.
Im Gegensatz zu Großbritannien bleibt die Schweiz Mitglied des europäischen Binnenmarktes.
Dies ermöglicht den freien Personen-, Waren- und Kapitalverkehr im gesamten europäischen Block.
Großbritannien stimmte im Juni 2016 mit 55 Prozent der Stimmen zu 45 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union.
Nach einer Reihe von Verzögerungen durch die parlamentarische Opposition verließ sie schließlich im Januar 2020.
Großbritannien blieb jedoch bis Dezember 2020, während der Brexit-Übergangszeit, Mitglied des europäischen Binnenmarktes.
Dies wurde am 31. Dezember durch ein neues Handelsabkommen ersetzt, das von Boris Johnson ausgehandelt wurde.
Das Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union stellte Großbritannien als vollständig unabhängiges Handelsland wieder her, ließ Nordirland jedoch eng mit dem europäischen Binnenmarkt verbunden.
Zusätzliche Berichterstattung von Monica Ballenberg.
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