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Generell bezeichnet "Rosolio" einen hausgemachten italienischen Likör mit niedrigem Alkoholgehalt. Vor dem Launch der Italicus-Marke 2016 schien die Spirituosenkategorie jedoch ausgestorben zu sein. Einst waren die mit Sonnentau aromatisierten Liköre in Italien überaus beliebt und wurden als offizieller Aperitif des Königshofs getrunken, doch dann fielen sie Anfang des 19. Jahrhunderts bei König Vittorio Amedeo III. in Ungnade, da dieser fortan Wermut trank. So verschwand der Rosolio aus den Läden und Restaurants, und schaffte es lange Zeit nicht mehr dorthin zurück. Stattdessen begannen einige Hausherrinnen, ihre ganz eigenen Rosolios für die Familie herzustellen - nun aber mit den unterschiedlichsten Früchten und Kräutern wie Bergamotte, Beeren, Zimt, Wacholderbeeren oder Basilikum als Geschmacksgeber. Die Mutter von Giuseppe Gallo war so eine Hausherrin: Sie liess ihren Burschen schon in frühen Jahren Bergamotten schälen, um daraus Likör zu machen. Giuseppe wurde dadurch so sehr geprägt, dass er eine Karriere im Hotellerie- und Barwesen anstrebte und als Brand Ambassador für Martini arbeitete. Ende 2015 machte er sich selbstständig - sein Ziel war es, einen Rosolio herzustellen, so, wie es seine Mutter damals an der Amalfiküste getan hatte. In Zusammenarbeit mit einer kleinen Familienbrennerei entstand letztendlich der Italicus Rosolio di Bergamotto, der abgesehen von Bergamotten mit Zedern, Kamille, Enzian, Lavendel, Rosen und Zitronenmelisse aromatisiert wird. Auch bei dem Flaschendesign überliess man nichts dem Zufall: Die türkisblaue Farbe soll das seichte Meerwasser an der Amalfiküste darstellen; die 20 Rundungen repräsentieren die 20 Regionen Italiens; der Verschluss spielt auf die gotischen Bauwerke und den römischen Gott Bacchus an. Der Likör schlug ein wie eine Bombe und konnte in kürzester Zeit hoch anerkannte Preise einheimsen. Bartendern gab er ganz neue Möglichkeiten, Cocktails zuzubereiten und darüber hinaus ihr Spirituosenregal in Szene zu setzen.
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