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London Eye
'London Eye' bietet spektakulären Blick
Gigantisch, dieses Wort trifft es wahrscheinlich am ehesten, wenn vom 'London Eye' die Rede ist. Mit einer Höhe von 135 Metern stellt es das höchste Riesenrad Europas dar und gilt neben dem Uhrenturm Big Ben und der Tower Bridge als Wahrzeichen der britischen Metropole. In deren Zentrum am Südufer der Themse stehend, bietet sich dem Besucher eine fantastische Aussicht über die Stadt, die garantiert unvergessen bleibt.
19 Jahre 'Millennium Wheel'
Von den britischen Architekten David Marks und Julia Barfield entworfen und nach etwa einjähriger Bauzeit 1999 fertiggestellt, eröffnete das 'Auge von London' mit dem offiziellen Namen 'EDF Energy London Eye' im Frühjahr 2000 und trägt daher auch die Bezeichnung 'Millennium Wheel'. Fast vier Jahre lang waren seine Besucher, die man auch als Passagiere oder Fahrgäste bezeichnet, im höchsten Riesenrad der Welt unterwegs. Die Spitzenposition verlor das 'London Eye' 2004 an den 160 Meter hohen 'Stern von Nanchang', der sich in Nanchang im zentralen China befindet. Die Inbetriebnahme des 167 Meter hohen High Rollers in Las Vegas im Jahre 2014 und das noch im Bau befindliche Dubai Eye mit einer voraussichtlichen Höhe von 210 Metern verweisen das 'London Eye' auf den vierten Platz der weltweit größten Riesenräder.
Zur Konstruktion
Am sich im Herzen der britischen Hauptstadt drehenden 'London Eye' befinden sich 32 Gondeln, auch Kapseln genannt, die jeweils 25-28 Personen Platz bieten. Demzufolge kann es über 800 Personen gleichzeitig aufnehmen, was elf vollbesetzten Doppeldecker-Bussen in London entspricht. Entworfen von Nick Bailey, repräsentiert jede der 32 Kapseln einen Stadt-Bezirk in London. Dass auch den Briten die Zahl 13 nicht geheuer zu sein scheint, legt der Umstand nahe, dass die Gondeln von 1 bis 33 nummeriert sind. Ob die Passagiere in den klimatisierten und bis zum Boden verglasten Gondeln während der Fahrt auf und ab gehen oder sich auf eine Bank setzen, ist ihnen überlassen.
Die Gondeln weisen die Form einer Ellipse auf, hängen außerhalb des Rades und bieten dem Fahrgast somit eine nahezu uneingeschränkte Panorama-Aussicht. An einem wolkenlosen Tag reicht die Sicht bis zu 40 Kilometer, sodass beispielsweise das westlich des 'London Eye' gelegene Windsor Castle zu sehen ist. Mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Kilometer pro Stunde bzw. 26 Zentimetern in der Sekunde dauert eine Umdrehung ungefähr 30 Minuten. So ist das Riesenrad etwa doppelt so schnell unterwegs wie eine sprintende Schildkröte. Diese geringe Geschwindigkeit macht es möglich, dass die Fahrgäste ein- und aussteigen, ohne dass das Rad anhalten muss. Ein Stopp erfolgt in der Regel nur, wenn ein Rollstuhlfahrer beabsichtigt, einzusteigen.
Öffnungszeiten und Preise
Das 'London Eye' ist das ganze Jahr über befahrbar. Die längsten Öffnungszeiten gibt es im Sommer. In den Monaten Juli und August öffnet es von 10 Uhr bis 21:30 Uhr. Von April bis Juni ist eine Fahrt bis 21 Uhr, und von September bis März bis 20:30 Uhr möglich. Wer keine langen Wartezeiten riskieren möchte, dem sei eine Fahrt am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag empfohlen. Am beliebtesten ist eine Tour auf dem 'London Eye' nachvollziehbarerweise während der Abenddämmerung. Zu dieser Zeit lässt sich eine besonders fantastische Aussicht genießen, denn die Stadt ist hell beleuchtet. Nähere Informationen finden sich auf der offiziellen Webseite des 'London Eye', auf welcher auch eine Eintrittskarte erworben werden kann. Diese kostet etwa 20 Pfund. Wer an der Kartenausgabestelle vor Ort eine Eintrittskarte kauft, erhält mit dieser freien Zutritt in das '4D Experience' genannte 4D-Kino, das sich unweit des 'London Eye befindet. Hier sieht der Besucher einen vierminütigen 4D-Film mit simulierten Wolken, Wind, Schnee oder Feuerwerk.
Wie gelangt man hin?
Zwischen dem Jubilee Gardens genannten öffentlichen Park und der Themse gelegen, lässt sich das 'London Eye' am besten über die U-Bahn Station Waterloo erreichen. Ebenfalls nicht weit entfernt liegt die am nördlichen Ufer der Themse befindliche U-Bahn Station Westminster. Wer von hieraus das 'London Eye' aufsucht, indem er die Westminster Bridge überquert, kann zuvor die Houses of Parliament sowie den Big Ben aus nächster Nähe bestaunen.
Wissenswertes
Bei dem 'London Eye' handelt es sich um ein freitragendes Riesenrad, was bedeutet, dass sich die Konstruktion selbst stützt. Das Aussichtsrad ist lediglich an einer Seite an einem Dreiecksrahmen verankert. Der Bau verschlang insgesamt 75 Millionen Pfund. Erst 2011 erhielt das Rad seinen jetzigen Namen. Zuvor hieß es Millenium Wheel, mit welchem die Briten die Jahrhundertwende ins 21. Jahrhundert feierten. Jede Gondel bringt 10 Tonnen auf die Waage und wird mitunter auch zur Ausrichtung von Wein-, Schokoladen- oder Champagnerproben angemietet. Anlässlich der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton strahlte das 'London Eye' in den Farben des Union Jack.