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Credit Suisse reduziert Forderung bei Hotelpleite in Davos
Lohnforderungen und Sozialabgaben können vollständig bezahlt werden
In der Pleite der Pächterin des Davoser Luxushotels Intercontinental, der Stilli Park AG, hat die Grossbank Credit Suisse ihre Forderungen stark zurückgeschraubt. Dadurch wurde der Weg frei zur Durchführung des Konkurses. Lohnforderungen und Sozialabgaben können vollständig bezahlt werden.
sda. Die Credit Suisse respektive einer ihrer Immobilienfonds hat ihre Forderung in den Verhandlungen mit dem Konkursamt von ursprünglich 3.8 Millionen Franken auf 1.4 Millionen Franken zurückgenommen. Weil sie für ihre Ausstände bereits eine Bankgarantie von 3 Millionen Franken beansprucht hat, verbleiben nun unter dem Strich 1.6 Millionen Franken, welche die CS als flüssige Mittel in die Konkursmasse einbringt.
Insgesamt 300 von 302 Forderungen wurden zugelassen, wie das Konkursamt Plessur in Chur mitteilte. Die Lohnforderungen und die ausstehenden Sozialabgaben können zu 100 Prozent erfüllt werden. Das Inventar und der Kollokationsplan liegen bis am 8. Januar zur Einsicht der Gläubiger auf.
Gemeinde Davos unter den Gläubigern
Für den Rest der Gläubiger der dritten Klasse mit ausstehenden Rechnungen in Höhe von etwa 800'000 Franken besteht die Aussicht, dass die Forderungen zu 44 bis 64 Prozent erfüllt werden. Zu dieser Klasse der Gläubiger gehört auch die Gemeinde Davos.
Das Luxushotel Intercontinental, das wegen seiner futuristischen Form auch "goldenes Ei" genannt wird, steht im Besitz des CS-Immobilienfonds Hospitality. Pächterin war die Stilli Park AG, die mit der international tätigen Hotelkette Intercontinental einen Vertrag über die Führung der Luxusherberge abschloss.
Anfang Juni dieses Jahres war der Stilli Park AG der Schnauf ausgegangen, nur ein halbes Jahr nach der Hoteleröffnung. Die Gesellschaft konnte der CS den Pachtzins nicht mehr zahlen und musste den Konkurs anmelden. Die CS fand danach rasch eine neue Pächterin, die Weriwald AG, die den Weiterbetrieb des Hotels sicherstellte.