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Stoffe in Hygieneprodukten wie Tampons und Binden können über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen. Damit dieser Hautkontakt die Gesundheit nicht gefährdet, sind die Anforderungen im Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständerecht festgehalten.
Seit den 1990er-Jahren veröffentlichen die Medien immer wieder alarmierende Meldungen zu toxischen Stoffen in Produkten für die Intimhygiene während der Menstruation. Diese Meldungen erwecken den Eindruck, dass solche Artikel die Gesundheit der Anwenderinnen gefährden: Dadurch, dass diese Produkte in direkten Kontakt mit den Schleimhäuten kommen, können enthaltene Stoffe auf den Menschen übergehen.
Das BLV hat Stichproben von in der Schweiz erhältlichen Hygieneprodukten auf verschiedene gesundheitsgefährdende Stoffe testen lassen (weitere Informationen unten).
Die Ergebnisse zeigen, dass alle geprüften Produkte frei von toxischen Stoffen wie Formaldehyden, Phthalaten und Pflanzenschutzmitteln sind.
Es wurden jedoch Spuren von Dioxinen und polyziklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) festgestellt. Eine Binde enthielt zudem ein Abbauprodukt von einem Waschmittel (Aminomethylphosphonsäure, AMPA). Die Konzentration aller nachgewiesenen Substanzen ist aber extrem niedrig und geringer als die Konzentration, die sich in Lebensmitteln finden lässt.
Das Risiko für die Gesundheit, das von den toxischen Stoffen in den untersuchten Hygieneprodukten ausgeht, kann folglich als unerheblich betrachtet werden.
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Letzte Änderung 30.04.2020