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Der Bahnfahrer
Robert Marchand (102) brach Anfang dieses Jahres seinen eigenen Weltrekord in der Altersgruppe M100, männlich 100 bis 104 Jahre. Innerhalb einer Stunde legte er 26,927 Kilometer im Vélodrome National in Saint-Quentin-en-Yvelines bei Paris zurück. Der Franzose sagt, hinter seiner Fitness stecke kein Geheimnis. Er habe einfach gesund gelebt: «Ich habe nie geraucht, ausser bei Festen nie getrunken – und bei den Frauen habe ich fast nie nein gesagt.»
Der Medaillensammler
Charles Eugster (94) hat als Hochbetagter schon mehrere Dutzend internationale Titel gewonnen, viele davon im Rudern und in «Strenflex», ein Fitness-Wettkampf, der verschiedene Tests wie etwa Seilspringen, Klimmzüge oder Bankdrücken beinhaltet. Der Zürcher siegt in der Regel, weil er der einzige Teilnehmer seiner Altersklasse ist. Oft sammelt er aber auch mehr Punkte als die Sportler in den Kategorien M90 und M95. 2014 möchte er sich an den Senioren-Weltmeisterschaften in der Leichtathletik versuchen: 100 Meter Sprint und Kugelstossen.
Der Schwimmer
Jaring Timmerman (105) stellte Anfang Jahr kurz vor seinem Geburtstag zwei neue Weltrekorde im Schwimmen auf. Über 50 Meter Rücken setzte er in 3:09,55 Minuten eine neue Bestmarke. Über 50 Meter Freistil gelang ihm dies in 2:52,48 Minuten. Startet der Kanadier im kommenden Jahr erneut, wird er der erste Schwimmer sein, der in der Altersklasse 105 bis 109 startet. Sein Geheimnis: gute Gene, tägliches Training, gesundes Essen und immer in guter Stimmung bleiben.
Der Velofahrer
Ruedi Zweifel (70) radelte zwei Jahre lang täglich 200 bis 300 Kilometer. Im Jahr 2012 sammelten sich auf seinem Tacho so unglaubliche 91’250 Kilometer an. Damit übertrifft er sogar Profi-Rennfahrer Fabian Cancellara, der pro Jahr bloss 25’000 Kilometer auf dem Rennrad zurücklegt. Im laufenden Jahr will der Rentner aus Baar ZG kürzertreten: Nur noch 60’000 Kilometer sollen es werden. Genauso viel fehlen ihm noch, damit er über sein ganzes Leben zusammengezählt eine Million Velokilometer beisammenhat. Ruedi Zweifel hat als 14-Jähriger mit dem Velofahren begonnen und seither immer Buch geführt.
Die Ultraläuferin
Für Marita Schulz (80) ist die Marathondistanz zu kurz. Darum nimmt sie am liebsten an Ultraläufen wie etwa dem 100-Kilometer-Lauf in Biel teil. Den schaffte sie vor zwei Jahren noch unter 18 Stunden – und war damit schneller als manch ein jüngerer Mann. Die Aargauerin, die jeweils unter dem Namen «Oma Marita» startet, begann erst mit 60 mit dem Joggen und bezeichnet sich heute als süchtig. Als Ausgleich fährt sie Velo und trainiert im Fitnessstudio Kraft und Ausdauer. Der Geheimtipp der rennenden Oma: Dunkelbier während des Wettkampfs.
Autor: Andrea Freiermuth