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Abwasserentsorgung im ländlichen Raum
Die Abwasserentsorgung kann bei Landwirtschaftsbetrieben oder Überbauungen, welche sich ausserhalb der Bauzone befinden, auf verschiedene Arten erfolgen:
- Eine Einleitung in die Güllengrube ist möglich, wenn ein Rindvieh- oder Schweinebestand vorhanden ist, welcher mindestens 8 Grossvieh-Düngereinheiten (DGVE) entspricht. Im Weiteren müssen genügend selbstbewirtschaftetes Land und eine ausreichende Güllelagerkapazität vorhanden sein.
- Sind weniger als 8 Grossvieh-Düngereinheiten vorhanden, so muss das Abwasser in die Schmutzabwasserkanalisation eingeleitet werden. Nur wenn dies nicht zweckmässig oder zumutbar ist, darf das Abwasser in einer Kleinkläranlage gereinigt und anschliessend entweder in ein Gewässer eingeleitet oder in den Untergrund versickert werden.
Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet aufzuzeigen, wie die Abwässer ausserhalb der Bauzone zu entsorgen sind. Die Planung erfolgt im Teilprojekt "Abwasserentsorgung im ländlichem Raum" im Zuge der Überarbeitung und Nachführung der generellen Entwässerungsplanung.
Das Amt für Umwelt erteilt die Bewilligungen für die erforderlichen Kanalisationsanschlüsse (Sanierungsleitungen) und Kleinkläranalgen und berät Gemeinden, Landwirte und Liegenschaftseigentümer im ländlichen Raum, die Betreiber privater Kläranlagen und die Planer und Ingenieure bei allfälliger Planung. Dabei unterstützt das AfU die Umsetzung von gemeinschaftlichen Konzepten.