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Der Regierungsrat des Kantons Bern verlangt vom Bund ein sofortiges Verbot des Pflanzenschutzwirkstoffs Chlorothalonil, wie der Kanton Bern mitteilt.
In einem Schreiben an Bundesrat Guy Parmelin begründet er seinen Antrag mit der grossen Verunsicherung in der Bevölkerung und einer Motion, die der Grosse Rat Ende November 2019 überwiesen hat.Die bernische Kantonsregierung beantragt, dass der Bund so rasch wie möglich die Zulassung von Chlorothalonil aufhebt. Er solle zudem sofort ein landesweites Verkaufs-, Aufbrauchs- und Verwendungsverbot für Pflanzenschutzmittel erlassen, die Chlorothalonil enthalten.In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten können die Abbaustoffe des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil nachgewiesen werden.
Diese Stoffe gelten als potenziell gesundheitsÂgefährdend. Im Kanton Bern seien insbesondere die Trinkwasserfassungen im Seeland und im Oberaargau betroffen.
In der Europäischen Union sei Chlorothalonil bereits verboten, in der Schweiz darf es jedoch weiterhin verwendet werden.Diese Situation sorgt für grosse Verunsicherung in der Bevölkerung. Die bernische Kantonsregierung sei besorgt darüber.
Diese Besorgnis werde im Grossen Rat geteilt, der am 27. November 2019 eine Motion überwiesen hat, die Massnahmen für sauberes Trinkwasser fordert. Der Regierungsrat stellt Bundesrat Parmelin deshalb den Antrag, im Interesse der Schweizer Bevölkerung zu handeln und Chlorothalonil zu verbieten..
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