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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 2010 vom schwächelnden Euro profitiert und den Wert ihrer Devisenreserven gesteigert. Insgesamt hielt die EZB Ende 2010 Reserven im Wert von 60,6 Mrd. Euro, nach 51 Mrd. Euro 2009.
43,2 Mrd. Euro davon entfallen auf die Devisenbestände, also US-Dollar und Yen, wie aus dem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Jahresbericht der Notenbank hervorgeht.
Der Anteil des Dollar gab dabei etwas nach: Die US-Währung machte 76 Prozent der gesamten Reserven aus, nach 78,5 Prozent 2009. Die Yen-Bestände stiegen zugleich auf 24 Prozent nach 21,5 Prozent im Jahr zuvor.
"Der Wertgewinn des Währungsreserveportfolios war vorwiegend auf die Aufwertung des japanischen Yen (um 22,6 Prozent) und des US-Dollar (um 7,8 Prozent) gegenüber dem Euro im Lauf des Jahres zurückzuführen", schrieben die Notenbanker. Am Devisenmarkt intervenierte die EZB nicht.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dagegen hatte 2010 massiv gegen die Frankenstärke interveniert und Euro sowie Dollar gegen Franken gekauft. Die Devisenanlagen stiegen wegen der Käufe bis zum Jahresende von 94,7 Mrd. auf 203,8 Mrd. Franken. Wegen Währungsverlusten infolge der Frankenstärke verbuchte die SNB unter dem Strich aber einen Rekordverlust von 19,2 Mrd. Franken.