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Erstmals seit 2003 bereitet sich New York auf die Grammy-Verleihung und damit die wichtigste Auszeichnung der US-Musikindustrie vor, die Los Angeles seit Jahren fest im Griff hatte. Chancen auf einen Preis haben übrigens auch ein Schweizer und zwei Schweizerinnen.
Der Wechsel an die Ostküste zur 60. Verleihung steht im Zeichen des Hip-Hop: Die Rapper Jay-Z und Kendrick Lamar gehen mit acht beziehungsweise sieben Nominierungen als Favoriten in die Gala im Madison Square Garden am Sonntagabend (01:30 MEZ am Montag). Singer-Songwriter Bruno Mars («That's What I Like») ist mit sechs Nominierungen ebenfalls stark vertreten.
Im Wettlauf um die begehrten Grammy-Trophäen haben auch Soul-Sängerin SZA und Khalid sowie Childish Gambino und Produzent No I.D. gute Chancen. Sie bewegen sich ganz oder teils im Hiphop-Genre und sind je fünffach nominiert. Unter anderem Kendrick Lamar, Bruno Mars, Childish Gambino, Lady Gaga, Elton John, Pink und Rihanna werden bei der Show ans Mikro treten.
Der 48-jährige Familienvater Jay-Z hat bereits 21 Grammys gewonnen, wurde dieses Jahr aber erstmals in der Kategorie für das beste Album nominiert. Mit «The Story of O.J.» tritt er in der Kategorie Aufnahme des Jahres gegen Mars («24K Magic»), Lamar («Humble»), Gambino («Redbone») sowie Luis Fonsi und Daddy Yankee («Despacito») an.
Erstmals ist kein weisser Mann in dieser Kategorie nominiert - mit Ausnahme der Verleihung im Jahr 1999, als die teils mit weissen Männern besetzte Alternative-Band Garbage mit im Rennen war und dann Lauryn Hill unterlag.
Auch Schweizer haben Chancen
Schweizer Kandidaten finden sich wie immer in den hinteren der 84 Preissparten. Bei einer der vier Nominationen von Chuck Owen & The Jazz Surge ist der Genfer Mundharmonika-Spieler Grégoire Maret beteiligt: In der Kategorie Best Large Jazz Ensemble Album mit «Whispers On The Wind».
Und in der Kategorie Nr. 78, Best Chamber Music/Small Ensemble Performance, sind sogar zwei schweizerische Doppelbürgerinnen nominiert: die moldawisch-schweizerische Geigerin Patricia Kopatchinskaja mit The Saint Paul Chamber Orchestra und «Death & The Maiden» sowie die argentinisch-schweizerische Pianistin Martha Argerich für «Martha Argerich & Friends - Live from Lugano 2016». (sda/dpa)