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In den Hallen des Buckingham Palace wird der Nachmittags-Tee normalerweise um vier Uhr serviert. Dazu gibt es Canapés, Scones, kleine Kuchen und natürlich Clotted Cream. Wer den Tee zu sich nehmen will, wie das am britischen Hofe der Fall wäre, sollte diese Regeln bzw. Richtlinien befolgen.
1. Der kleine Finger bleibt an der Tasse.
Man sieht oft in Filmen, wie die feine Gesellschaft mit abgespreiztem kleinen Finger eine Tasse Tee schlürft. In der Realität ist es allerdings so, dass der Finger an die Tasse gehört - und nicht in die Luft.
2. Wird nicht getrunken, bleibt die Tasse auf dem Untersetzer.
Wer kalte Finger an einer heissen Tasse Tee aufwärmen möchte, hofft also vergeblich.
3. Was als Fingerfood gedacht ist, darf mit den Händen gegessen werden.
Kleine Sandwiches und Scones darf man sich mit den Fingern in den Mund schieben. Für Kuchen hingegen schickt sich eher eine Gabel.
4. Clotted Cream ist nicht das gleiche wie Schlagrahm
Wer nämlich richtigen Englischen Tee zubereiten möchte, streicht auf seine Scones nicht Marmelade und Schlagrahm sondern Clotted Cream. Das englische Original wird aus Rohmilch, also völlig unbehandelter Milch, hergestellt, in flachen Pfannen erhitzt und mehrere Stunden stehengelassen. Der Rahmanteil, der sich oben sammelt, ist dann die Clotted Cream.
5. Clotted Cream ist sowas wie der Englische Röstigraben
Die Menschen von der Grafschaft Cornish und der Grafschaft Devonshire beanspruchen beide die Erfindung der Clotted Cream für sich. Während die Tradition von Devonshire es verlangt, zuerst die Clotted Cream und dann die Marmelade auf den Scone zu streichen, ist es in Devonshire genau andersherum, also zuerst Marmelade und dann Clotted Cream.
6. Zuerst die Milch, dann der Tee?
Eine weitere Debatte, die erhitzt geführt wird, ist, ob zuerst der Tee in die Tasse soll und dann Milch oder umgekehrt. Die Anhänger der «Mif»-Bewegung finden, dass zuerst die Milch ins Gefäss gehört. Früher diente diese Reihenfolge zum Schutz der zerbrechlichen Porzellantassen. Vereinzelte Quellen behaupten, die Queen sei eine «Mif»-Anhängerin, wobei auch zu lesen ist, dass sie lieber zuerst denn Tee in der Tasse habe. Das wäre dann die «Tif»-Bewegung.
7. Gebäck in den Tee zu tunken, ist ein No-Go
Natürlich steht es jedem frei, mit seinem Gebäck anzustellen, was er möchte. Doch für den Afternoon-Tea in feiner Gesellschaft lässt sich das Gebäck-Eintunken nicht anraten.
8. Wenn die Queen gegessen hat, haben alle gegessen
Traditionsgemäss soll es so sein, dass, wenn Queen Elizabeth ihr Mahl beendet hat, nicht mehr weitergegessen wird. Wer also vielleicht einmal mit der Queen am Tisch sitzen darf, sollte dies im Kopf behalten - und von Beginn an zugreifen.
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