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Seitdem es Kraftfahrzeuge gibt, sind diese auch für militärische Zwecke genutzt worden. Vom nur gering modifizierten Serienautomobil bis zum Sonderfahrzeug für ganz spezielle Zwecke reichte die breite Palette. Die Auto Union AG, Chemnitz, war einer der wichtigsten und in Sachsen der bedeutendste Hersteller solcher Fahrzeuge. Erstmals wird in der vorliegenden Monografie ein kompletter Überblick dazu gegeben, der auch die Armeefahrzeuge umfasst, die von den Vorläuferfirmen Audi, Horch und Wanderer schon während des Ersten Weltkriegs hergestellt wurden. Der Überblick schließt unter anderem die von Horch konstruierten mittleren und schweren geländegängigen Personenkraftwagen und die Panzerspähwagen sowie die Nachbauten der österreichischen Konstruktionen des Steyr 1500 und des Raupenschleppers Ost ein. Analysiert werden auch die Versuchs- und Prototypen. Die Darstellung ist eingebettet in den zeit- und wirtschaftshistorischen Kontext. Ausführlich und kritisch werden die Hintergründe der Heeresmotorisierung vor allem seit den 1920er-Jahren sowie die Versuche der Typenvereinheitlichung durch das Schellprogramm im NS-Deutschland erörtert. Der Band wird abgerundet durch einen Abriss zur Geschichte des von der Ingolstädter Auto Union GmbH für die Bundeswehr entwickelten Munga sowie durch einen reichhaltigen Anhang mit technischen Daten und Zeitdokumenten. Etwa 200 Abbildungen, teilweise erstmalig veröffentlicht, illustrieren den Text.