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abgeschlossen
Regenwasserbewirtschaftung im Ramakrishna-Zentrum, Lucknow, Indien
Uttar Pradesh ist eine Region mit vielen Ebenen und einem sehr feuchten, tropischen Klima während des Monsun. Die jährliche mittlere Regenmenge in Lucknow beträgt 1032 mm und ist ungleichmässig, je nach Jahreszeit verteilt. Das Ramakrishna-Zentrum bietet seit 1914 Zugang zu medizinischer Versorgung und erteilt Ausbildungen im medizinischen Bereich. Es gibt dort eine Krankenpflegeschule, eine Polyklinik (150 Betten, eine rund um die Uhr geöffneten Notfallaufnahme usw.), eine Bibliothek, eine Küche, eine Kantine, ein religiöses Zentrum sowie weitere Gebäude. Die Polyklinik verfügt über keinen Anschluss an die städtische Wasserversorgung. Die Wasserversorgung erfolgt daher ausschliesslich über Brunnen. Die dem Grundwasser entnommene Wassermenge übersteigt den Zufluss. Wenn keine Massnahmen zur Sicherstellung eines ausreichenden Zuflusses ergriffen werden, wird der Grundwasserspiegel bald bis auf den Punkt sinken, wo Bohrungen keinen Nutzen mehr bringen werden. Die Wasserqualität verschlechtert sich zunehmend, da dessen Salzgehalt sich erhöht. Hinzu kommt, dass eine zu grosse Pumptiefe einen hohen Verbrauch an Strom und Dieselkraftstoff nach sich zieht. Aufgrund der starken Regenfälle während des Monsun stellt die Nutzung des Regenwassers die wirkungsvollste Antwort auf dieses Problem dar.
Projektziele und Auswirkungen
Ziel: Projektziel ist eine nachhaltige Wasserversorung für das Ramakirshna-Zentrum durch das Auffangen von Regenwasser und dessen Weiterverwendung zum Auffüllen der unterirdischen Wasservorräte Diese Massnahme soll als erstes das stetige Absinken des Grundwasserspiegels stoppen und ihn anschliessend wiederansteigen lassen, damit die vorhandenen Brunnen nachhaltig mit Wasser versorgt werden. Eine gute Hygiene- und Gesundheitssituation für Patienten, Personal des Gesundheitswesen, Studierende, Mönche, Bewohner und Besucher des Zentrums soll dadurch gewährleistet werden. Massnahmen : Einführung der Regenwasserbewirtschaftung im Zentrum Ramakirshna Mission Sevashram durch die Ableitung des Regenwassers von den Dächern der verschiedenen Gebäude in Einrichtungen zum Auffüllen des Grundwassers. Eine Auffülleinrichtung setzt sich zusammen aus einem Tank zum Wassersammeln, einem Sandfilter und einer Bohrvorrichtung, die das Wasser in den Boden sickern lässt. Erwartetes Resultat : Eine Vertiefung der Brunnen wird vermieden; Einsparungen bei den Energiekosten durch eine Reduktion der Eintauchtiefe der Pumpen; Sicherstellung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen mittels der Regenwasserbewirtschaftung und gleichzeitiger Verringerung des Ueberschwemmungsrisikos sowohl auf dem Gelände als auch auf lokaler Ebene; Erhöhung des für den Konsum bestimmten Grundwasservolumens; Verbesserung der Wasserqualität durch Verringerung seiner Härte und seines Salzgehaltes.
Solidarische Gemeinde(n):
- Carouge/
- Kriens/
Dank dieser Unterstützung konnten wir dieses Projekt erfolgreich finanzieren!
Projektdetails
Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 6000 Personen
Projektdauer: 01.2008 – 12.2011
Organisation: Alliance internationale pour la gestion d’eau de pluie (IRHA)
Weitere(r) Projektpartner: Sulabh International Academy of Environmental Sanitation (SIAES)
Beantragte Mittel via SES: 15’000 CHF
Gesammelter Solidaritätsbeitrag: 9’000 CHF
Empfehlung durch Aguasan:
Alte Techniken der Regenwassernutzung werden angewendet und den zahlreichen Besuchern des Zentrums vorgeführt. Es ist ein bedeutender Beitrag zur Sicherstellung des Wasserbedarfs des Spitalzentrums nebst den bereits genutzten Brunnen. Das Projekt kann zur Finanzierung und Durchführung empfohlen werden.