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Clos Mogador - René Barbier - Priorat - Spanien
Kleine Mengen - Exzellente Qualität - Natur Pur
Herkunft
Die Region Priorat
Die DO Priorat liegt in der Provinz Tarragona in der spanischen Region Katalonien. Die Region wurde nach dem im Jahre 1163 gegründeten "Priorat de la Cartoixa d'Escaladei" (Priorat des Kartäuser - Klosters der Gottesleiter) benannt. Der Ursprung dieser Weinberge kann bis zu den Zeiten des römischen Reiches zurückverfolgt werden. Heute sind knapp unter 2'000 Hektar Land in der Priorat Region mit Weinbergen bepflanzt, welche durch die unterschiedlichen Mikroklimas den Rebbau begünstigen und dem aus der Region stammenden Wein seinen speziellen Charakter verleihen.
Die Weinberge sind oft terrassenförmig an den steilen Hängen der Montsant-Berge angehängt und vielfach nur mit aufwendiger Handarbeit zu bearbeiten. Die Erträge der Reben sind meist nur sehr gering. Die Hänge bestehen hauptsächlich aus Schiefer, was den Reben ermöglicht, mit ihren Wurzeln tief in den Boden vorzudringen, um auch in den trockenen Sommermonaten an Wasser zu gelangen.
2001 wurde das Priorat mit der höchsten spanischen Qualitätsstufe D.O.Ca ausgezeichnet, nebst der Rioja - Region die beiden einzigen Weinanbaugebiete Spaniens, die diese höchste Herkunftsbezeichnung tragen dürfen.
Hintergründe
René Barbier - Clos Mogador
Die Geschichte von Clos Mogador beginnt im Jahre 1979 im kleinen Dörfchen Gratallops in der Nähe von Tarragona. Eine kleine Ruine inmitten einer wüstenartigen Landschaft und 9 Hektaren Land, wo einige uralte Rebstöcke den extremen Klimabedingungen trotzten. Renė Barbier gehört zu der vierten Generation von Weinbauern in der Familie und entschied sich, mit seiner Frau Isabelle in dieser verlassenen Gegend ein neues Leben aufzubauen.
Er war romantisch, visionär und unnachgiebig. Fest entschlossen und überzeugt von der Einzigartigkeit der Region, wollte er seinem Vater, welcher es als Beleidigung empfand spanische Weine in Frankreich zu verkaufen, das Gegenteil beweisen. Nämlich, dass es in dieser Region Bedingungen und Terroirs vorherrschen, welche sich nicht von den Besten der Welt verstecken müssen.
Schon von Beginn an, war es ein erklärtes Ziel der Barbiers die Biodiversität der Region, mit seiner Flora und Fauna, zu erhalten und so die optimalen Bedingungen für die Rebstöcke zu schaffen. Sie begannen mit der Wiederbepflanzung der Weinberge und zu den bereits bestehenden Sorten Grenache und Carignan, pflanzten sie zudem Syrah und Cabernet Sauvignon an. Syrah, einerseits weil diese Traubensorte dem Wein Struktur verleiht und sich optimal für die Lagerung eignet, und andererseits aus nostalgischer Verbundenheit zu den Wurzeln René Barbiers, der Côte du Rhône.
Ziel war es, von Anfang an Weine mit eigener Identität und Persönlichkeit zu keltern. Die Cabernet Sauvignon, für die Barbiers die Carignan Traube des Nordens, hatte den entscheidenden Vorteil, das Sie bereits nach 5 Jahren gute Qualität hervorbringt und nicht wie die Carignan erst nach 15 Jahren.
Die besten Weingüter des Priorats - eine kleine Familie
Renė Barbier schaffte es, seine Freunde von den aussergewöhnlichen Bedingungen des Priorats zu überzeugen und zusammen mit den Besitzern der heutigen Spitzenweingüter Clos Erasmus, Clos de l'Obac, Clos Martinet & Clos Dofi, sowie der Unterstützung des Professors Jose Luis Perez produzierten Sie einen Wein, der in der Produktion ein vielfaches der „klassischen“ Penedesweine kostete. Was viele nicht wissen ist, dass im ersten offiziellen Jahrgang von 1989 in allen Flaschen der erwähnten Weingüter der genau gleiche Wein, mit unterschiedlichen Etiketten, abgefüllt wurde. Es ist ein eindrückliches Beispiel wie eng diese Familien, in der heutigen Spitzenregion Priorat, verbunden sind.
Von Beginn an war das erklärte Ziel, die Weine auf Weltklasseniveau zu positionieren, also war es unumgänglich das jemand bedeutendes aus der Weinwelt ein Urteil über die Qualität fällen musste, damit das Priorat die Anerkennung erhält, welche es verdient.
So kam es, dass Rene Barbier mit 3 Flaschen im Gepäck den Zug nach Paris nahm und in das Restaurant essen ging, wo Jean – Claude Jambon arbeitete, damals bekannt als der beste Sommelier weltweit. Er sprach ihn direkt an und sagte „Ich möchte, dass sie meinen Wein probieren“. Dieser öffnete die Flasche und ging weg. Nach einer Weile kehrte er zurück und verkostete den Wein abermals. So ging dies einige Male bis er zu René Barbier hinging und sagte: “Hören Sie, ich versuche die Region und die Herkunft dieses Weines herauszuspüren, aber ich schaffe es nicht“. René Barbier antwortete ihm: „Ich werde Ihnen keine weiteren Hinweise geben, aber würden Sie den Wein für 1500 Peseten kaufen?“ Ohne zu zögern antwortete der berühmte Jambon „ Geben Sie mir einmal drei Kisten, der Preis erscheint mit durchaus gerechtfertigt“
Innerhalb von nur 2 Jahren bewertete der berühmte französische Gault Millaut den Clos Mogador in einem umfassenden Artikel mit 18 von 20 Punkten und 1993 erhielt er von Robert Parker 92 von 100 Punkten. Dies war der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte für die Region Priorat.
Clos Mogador und die Schweiz
Einer der ersten Importeure war der Schweizer Roland Fischer, seinerseits ein Pionier bei der Selektion außergewöhnlicher Weine, welcher bereits in der 1970er Jahren das Potenzial dieser Region erkannte. So war er auch einer der ersten Importeure des Weines Clos Mogador im Jahre 1991 und die Schweiz blieb über Jahre hinweg der wichtigste Absatzkanal für Clos Mogador. Dies erklärt die enge und lange Beziehung, welche wir zu der Familie Barbier haben.
Die Weinbereitung
Traditioneller Weinbau im Einklang mit der Natur
Bei der Weinherstellung lässt René Barbier ein vergessenes Zeitalter wieder aufleben und wurde dafür lange Zeit von seinen Mitbewerbern belächelt. Die geernteten Trauben werden alle von Hand in zwei Schritten sortiert, zuerst werden die Traubenbündel verlesen und anschliessend die einzelnen Weintrauben von den Stielen befreit. Auch beim Pressen wird auf jedes Detail geachtet. Die über 100 jährige Traubenpresse presst von unten nach oben, um so gegen die Gravitation zu arbeiten und möglichst wenig Druck auf die Schalen zu erzeugen. Da die Presse offen ist, kann durch stetiges Degustieren der optimale Zeitpunkt ideal bestimmt werden.
Die Fermentation beginnt mit einer wilden Hefe - Kultur (pied-de-cuve). Dieser Prozess wird durch eine häufige Remontage (Umwälzen des Weines) und Pigeage (Herunterdrücken des Tresterkuchens) unterstützt. Dieser Prozess wird täglich kontrolliert und die Temperaturen streng überwacht, damit sie kein zu hohes Niveau erreicht. Die Fermentation findet in offenen Eichen - Foudres (grosse Eichen - Bottiche) oder in 300 Liter fassenden, offenen Fässern statt.
Die Fermentationszeit ist sehr lange, durchschnittlich zwischen 4 - 5 Wochen. René Barbier probiert in dieser Zeit sehr häufig, um den idealen Zeitpunkt zu finden, in dem der Wein abgelassen werden kann. Danach wird die malolaktische Gärung abgewartet und anschliessend gelangt der Wein für bis zu 18 Monate in französische Eichenfässer zum Ausbau. Nach der unfiltrierten Flaschenabfüllung wird der Wein regelmässig degustiert um seine Entwicklung in der Flasche zu beobachten und den Zeitpunkt zu bestimmen, bei dem der Wein in den Verkauf gelangt.
Nebst der D.O.Ca Zertifizierung (Denominación de Origen Calificada) erhielt der Clos Mogador als erster Wein Spaniens die Auszeichnung "Vi de Finca", welche dafür steht, das alle verwendeten Trauben für den Wein nur von den eigenen Weinbergen stammen! Dies über einen Zeitraum der letzten 5 Jahre, so ist garantiert, dass keine anderen Trauben das Priorat - Erlebnis verfälschen.
Nachhaltigkeit
Die Zukunft ist gesichert
Die Generationenwechsel auf Weingütern stehen heute mehr denn je unter genauer Beobachtung. Seit seinem 16. Lebensjahr arbeitete Rene Barbier Junior aktiv mit in der Vinifikation. Anfangs mit der Unterstützung des berühmten Önologen Fernando Zamora, zeichnet er sich heute verantwortlich für die Arbeiten im Weinkeller. Wie auch sein Vater ist er bestrebt, die Vinifikation zu perfektionieren und so naturnah wie nur möglich zu arbeiten.
Auch sein jüngster Sohn Christian tritt in die Fussstapfen seines Vaters und hat seit 6 Jahren wegweisende Änderungen in der Landwirtschaft umgesetzt, welche dafür sorgen werden dass die Qualität der Weine sich weiter steigern wird.
Die erste Anpassung war, dass er alle traditionellen Produkte, auch biologische Mittel, ersetzen wollte. Mit fester Überzeugung vertritt er die Meinung, dass nur mit den Ressourcen gearbeitet werden sollte, welche die Natur vor Ort zur Verfügung stellt. Die Idee „Pflanzen mit Pflanzen zu schützen“ faszinierte ihn von jeher. Mit der einfachen wie auch einleuchtenden Einstellung, dass um gesunde Rebstöcke zu erhalten nicht die Stöcke selber behandelt werden müssen, sondern ideale Bedingungen im Boden vorherrschen müssen, begann er verschiedene einheimische Pflanzen und Kräuter von den anliegenden Wäldern zurück in die Reben zu bringen.
Ziel war es, in Harmonie mit der Natur dafür zu sorgen, dass Insekten, Tiere und Mikroorganismen zu einem Gleichgewicht der Natur führen. Zu diesem Zeitpunkt begannen die Bienen ein wichtiger Bestandteil des Weingutes zu werden. Um die Bestäubung voranzutreiben, stellten Christian und sein Team verschiedene Bienenstöcke auf.
Heute wird der gesamte Dünger von Clos Mogador lokal hergestellt, aus Kräutern und Pflanzen aus den Rebbergen. Durch die unterschiedlichen Wurzeleigenschaften der verschiedenen Kräuter und Pflanzen wird erreicht, dass der Boden auf natürlich Weise umgepflügt und gelockert wird. Eine einfache wie auch geniale Vorgehensweise.
Ein weiterer wichtiger Schritt war, die Mechanisierung weitgehendst zu reduzieren und so die Verseuchung des Bodens durch die Abgase und die Verdichtung des Bodens, aufgrund der schweren Fahrzeuge, zu verhindern.
Zusammen mit den 21 weiteren Arbeitern sind alle auf dem Weingut Clos Mogador bemüht, das optimale Gleichgewicht zwischen kultivierter Landwirtschaft und Wildnis zu erreichen. Somit haben Sie es geschafft noch eine engere Verbindung zur Erde zu schaffen. Ohne den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln, dem Vermeiden von Abfallprodukten und ohne Monokulturen arbeiten sie Tag für Tag für einen respektvolleren Umgang mit der Natur und der Überzeugung dass mit vielen kleinen Handlungen etwas grosses bewirkt werden kann.
Die Weine
Clos Nelin
Mit der Herstellung ihres ersten Weissweins, wollte die Familie Barbier einen passenden Speisebegleiter für die moderne Küche schaffen. Das beeindruckende Resultat ist der „Nelin Blanc“. Ein ausdrucksstarker Weisswein mit einer Aromavielfalt und Komplexität wie man es nur bei den Besten findet.
Rene Barbier Junior hat es geschafft alle Elemente des Priorats und der naturnahen, biodynamischen Produktion von Clos Mogador in einem Glas zu vereinen. Der Hauptanteil bildet die weisse Grenache Traube, ergänzt durch 8 weitere Sorten unter anderem auch der roten Pinot Noir. Der Ausbau erfolgt unter anderem in alten Beton- Eiern, welche schon vor hunderten Jahren im Weinbau verwendet wurde. Ein Wein mit viel Tiefgang und in stetiger Entwicklung, welcher noch mindestens 5-6 Jahre gelagert werden sollte.
Die Nase zeigt sich mit intensiven, komplexen und verführerischen Aromen von Quitten, Orangenblüten und grasigen Noten. Am Gaumen offenbaren sich gleichzeitig Volumen und Feinheit, unterstützt von einer lebhaften Säure, die eine erfrischende Struktur hervorbringt und den langanhaltenden Nachgeschmack delikat verlängert.
Clos Mogador
Intensive Aromen von roten und schwarzen Früchten, von süssen Gewürzen und Röstnoten betören die Nase. Am Gaumen präsentiert sich der junge Clos Mogador mit einem aromatischen Fruchtspiel und kräftigen Tanningerüst.
Danach verschliesst er sich für einige Jahre und erwartet sodann den geduldigen Weinliebhaber mit ausserordentlicher Ausstrahlung, Reife, Tiefgründigkeit und Charisma, wie es kaum ein Wein zu übertreffen vermag.
Manyetes
Die Geschichte dieses Weines begann 1999, als Rene Barbier einen Wein für seinen belgischen Freund herstellte, welcher ein kleines Landstück besass. Um die Qualität des Weines zu verbessern, mieteten sie eine kleine Parzelle mit alten Carignan Rebstöcken dazu. Als auf den ursprünglichen Parzellen ein neuer Eigentümer seinen eignen Wein produzierte, kaufte Clos Mogador die Carignan Parzelle und stellte dort den eigenen Wein her. Die Gründe für die Bewirtschaftung dieser aussergewöhnlichen Lage sind eher irrational und von emotionaler Natur. Denn die Parzelle ist unglaublich karg und trocken, und bringt nur sehr kleine Erträge hervor.
Im Gegenzug ist der Wein voller Persönlichkeit und widerspiegelt das Terroirs dieser mit schwarzem Schiefer bestückten Lage auf eindrückliche Weise. Er hat eine tiefrote, glänzende Farbe mit violetten Reflexen. Das Aroma ist intensiv, komplex und reif. Cassis, Pflaume, Feige und Kakao werden abgerundet durch Nuancen von Zimt und Lakritze. Am Gaumen ist er konzentriert, cremig, gehaltvoll und sehr fruchtig. Die runden und reifen Tannine fühlen sich wie samt an, und der Nachgeschmack ist wunderbar aromatisch sowie langanhaltend.
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