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Nach der angekündigten Komplettübernahme ihrer Tochter Banesto will die spanische Bank Santander einem Medienbericht zufolge 3000 Stellen streichen. Die Bank suche nach einer Einigung mit den Gewerkschaften, berichtete die spanische Zeitung «Cinco Dias» unter Berufung auf unterrichtete Kreise.
Mitte Dezember hatte Santander bekanntgegeben, die ausstehenden gut 10 Prozent an Banesto übernehmen zu wollen und in der Folge rund 700 Filialen zu schliessen. Nach drei Jahren will der Konzern durch die Zusammenlegung jährlich 420 Millionen Euro sparen und zusätzlich 100 Millionen Euro mehr einnehmen.
Santander war 1994 bei Banesto eingestiegen, nachdem der spanische Einlagensicherungsfonds das Institut vor der Pleite bewahrt und zum Verkauf gestellt hatte.
Die gesamte Finanzbranche in Spanien kämpft derzeit mit den Folgen der Wirtschafts-, Schulden- und Immobilienkrise. Auch Santander musste bereits Milliarden abschreiben. Dabei kann das Institut einen Teil der Verluste durch seine starke Stellung im Ausland abfedern.
Die gesamte Santander-Gruppe beschäftigt 31'561 Mitarbeiter, wovon 9178 Beschäftigte in den 1698 Filialen der Tochter Banesto (Ende September) arbeiten. Die Bank ist in Deutschland vor allem als langjähriger Sponsor eines Profi-Radsportteams bekannt, bei dem auch der fünfmalige Sieger der Tour de France, Miguel Indurain, fuhr.
(vst/aho/sda)