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Viele Menschen, welche in den Steppen und Buschregionen Tansanias leben, ziehen mit dem Wunsch nach einer Anstellung und Aussicht auf einen Verdienst in eine der grösseren Städte des Landes. Die Folgen sind schnell wachsende Städte mit einer erhöhten sozialen Armut und Kriminalität. Die Regierung Tansanias möchte dem aktiv entgegenwirken, jedoch fehlen ihr die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen. Daher hat sie den Kapuzinerinnen in Mivumoni ein Landstück von 120 Hektaren zur Verfügung gestellt, um dort ein Zentrum mit Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in der Region Tanga-Pangani aufzubauen. Den Jugendlichen soll eine Perspektive nach Abschluss der staatlichen Primar- und Sekundarschule geboten werden. Das Ziel ist eine handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung, die Nutzen in der Heimarbeit, im Service oder bei der Arbeit in einem Handwerks- oder Landwirtschaftsbetrieb bringt.
Das erste Gebäude in Mivumoni entstand 2003 und dient den Schwestern als Unterkunft. Es folgte der Bau der Schulräume, des Sanatoriums und des Wasserturms zur Speicherung von Grundwasser. Die Schwestern haben mit einem Kindergarten und einer Haushaltungsschule für Frauen gestartet. Mit grosser Freude zogen die Schwestern im Jahr 2012 in ihr neues Zuhause ein. Das neue Schwesternhaus war nötig, wirken in Mivumoni doch mittlerweile rund zehn bis zwölf Schwestern. Geleitet wird die Station von Sister Agnes.