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Die Autoren starten mit der Feststellung, dass in keinem Staat die demokratischen Volksrechte derart stark ausgebaut sind wie in der Schweiz. Nicht nur die Parlamente werden vom Volk gewählt, sonder in den Kantonen auch die Regierungen. Dazu kommen die vielen Möglichkeiten, über Sachentscheidungen der Parlamente abzustimmen und Volksinitiativen zu lancieren. Da die föderalistische Struktur den 26 Gliedstaaten eigene Wahl- und Abstimmungsregelungen erlauben, führt dies zu einer grossen Vielfalt in der konkreten Ausgestaltung des kantonalen Wahlrechts und der Volksrechte. Das Buch möchte helfen, sich in dieser Unübersichtlichkeit zurecht zu finden und eventuell benötigte Detailinformationen aufzufinden.
Ein erster Teil ist den Stimmberechtigten gewidmet: aktuelle Zahl der Stimmberechtigten. Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen, sowie des Stimm- und Wahlrechts ab 18 Jahren. Beteiligung der ausländischen Bevölkerung am politischen Leben. In einem zweiten Teil werden die Wahlen analysiert (Wahlkreise, Wahlsystem, Wahltermine der Regierungswahlen, Unterschriften für Wahlvorschläge; erster und zweiter Wahlgang, Wahlverfahren der Wahlgänge. Berechnung des absoluten Mehrs, Stille Wahlen. Regierungsvorsitz. Amtszeitbeschränkungen, Mindestalter und Altersgrenzen. Unvereinbarkeit mit anderen Ämtern. In einem dritten Teil werden die kantonalen Parlaments- und die Nationalsratswahlen behandelt (Name und Mitgliederzahl der Parlamente, Art der Wahlreise, Berechnungsart der Mandatszuteilung auf die Wahlreise, Legislaturdauer, Termine, Anzahl Unterschriften für Wahlvorschläge. Numerierung der Listen, Listenverbindungen, Kumulieren, Streichen, Panaschieren, Ermittlung der Sitzverteilung, Amtszeitbeschränkungen, Unvereinbarkeit. Dieselbe Analyse wird auch für die Ständeratswahlen vorgenommen.
Im Schlussteil werden die Abstimmungsmodalitäten vorgestellt (Volksinitiative und Referendum). Bezüglich der Volksinitiative: Vorprüfung, Rückzugsklausel, Ungültigkeitserklärung, erforderliche Unterschriften, Sammelfristen, Behandlungsfristen. Fristen für die gesetzliche Umsetzung einer vom Volk angenommenen Volksinitiative in der Form der allgemeinen Anregung. Volksinitiativen für die Ab- oder Einberufung politischer Behörden. Volksinitiativen für die Lancierung einer Standesinitiative. Gegenvorschläge. Bezüglich des Referendums: Obligatorische und fakultative Referenden, erforderliche Unterschriften, Fristen, Behandlungsfristen, Finanzreferenden. Ein nützliches und informatives Buch.
Georg Lutz, Dirk Strohmann, Wahl- und Abstimmungsrecht in den Kantonen, Droits politiques dans le cantons, Bern, Haupt, 1998.