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Es begann im Jahre 1796
Vor beinahe 225 Jahren öffnete die Papeterie Koch in Chur als kleine Buchbinderei ihre Tore.
Die Geschichte der heutigen Papeterie Koch begann im Jahr 1796. Damals eröffnete Benedikt Braun an der Churer Kirchgasse eine kleine Buchbinderei, der wenig später noch eine Papierhandlung angegliedert wurde. Die Geschäfte liefen gut und schon bald übernahm Brauns Sohn Johannes den Betrieb, der diesen 1830 an den Kornplatz, den heutigen Standort der Papeterie Koch verlegte. In die „Amtszeit“ von Johannes Braun fiel übrigens auch die Gründung des „Bündner Kalenders“, der seit 155 Jahren Wissenswertes aus dem Kanton Graubünden publiziert. 1865 ging der „Bündner Kalender“ an die Druckerei Senti & Casanova über. Johannes Brauns Sohn Benedikt wiederum baute den väterlichen Betrieb weiter aus und erweiterte ihn um eine Linierabteilung und eine Stahlstichprägerei. Und schliesslich wurde im selben Hause noch eine Druckerei eröffnet. Die stetige Expansion der Buchdruckerei Braun erforderte den Kauf einer weiteren Liegenschaft am Kornplatz.
Produkte für die Hotellerie
Mit dem Schwiegersohn von Benedikt Braun kam der Name Koch in den Betrieb. Zusammen mit der Familie Utinger übernahm Felix Koch das Unternehmen in der Zeit des Ersten Weltkrieges und führte es zu seiner wohl grössten Blüte. Die Papeterie Koch hatte sich damals auf Produkte für die Hotellerie spezialisiert und lieferte nicht nur innerhalb des Kantons, sondern auch ins Ausland. So orderten Hotels in St. Petersburg (Russland), Aussuan, Luxor und Kairo (Ägypten) sowie Luxusherbergen an der Cote d´Azur die Produkte der Papeterie Koch.
Benedikt Koch, der die Papeterie seit Herbst 1995 zusammen mit seiner Schwester Silvia Koch führt, hat die Geschichte des Unternehmens studiert. Es sei eine gute Zeit gewesen damals, sagt er. „Es gab Bestellungen im Wert von bis zu 2500 Franken. Das war zu dieser Zeit ein grosser Betrag“, erzählt Koch. Aus der Druckerei liefen damals die ersten Journale, Rekapitulationen und Receptionsbücher für die Hotelliere. Doch der Erste Weltkrieg machte der Familie Koch einen Strich durch die Rechnung. Die Geschäftsbeziehungen namentlich im Ausland wurden zum Teil abrupt beendet. Damals habe man viel Geld verloren, weiss Benedikt Koch, der offen von einer „schwierigen Phase für das Unternehmen“ spricht.
Schwere Zeiten
Damals zog sich die Familie Utinger aus dem Geschäft zurück. Die Kochs schafften es aber unter der Ägide von Grossvater Benedikt, trotz den schweren Zeiten und dank einer treuen Kundschaft über die Runden zu kommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der 1994 verstorbene Vater der jetzigen Inhaber, Benedikt Koch zusammen mit seiner Schwester Margrith, die Papeterie. Während seiner Geschäftsführung entstand der Neubau auf dem Paradiesplatz und der Maschinenpark erfuhr eine Modernisierung.
Heute beschäftigt sich die Papeterie Koch hauptsächlich mit dem Verkauf von Papeterieartikeln an Privat- und Geschäftskundschaft. Auch kleinere Druckaufträge werden noch ausgeführt. Aus dem grossen Druckereigeschäft hat sich die Papeterie Koch zurückgezogen. Die Konkurrenz auf diesem Sektor sei einfach zu gross, sagt Geschäftsführer Benedikt Koch. „Als kleines Unternehmen kann man da nicht mehr mithalten“. Also konzentriert sich das Unternehmen heute auf sein Kerngeschäft – die Papeterie.
Ungebrochener Elan
Dass der Elan der Kochs auch nach 225 Jahren nicht gebrochen ist, beweisen die verschiedenen Aktivitäten, welch mit grossem Erfolg durchgeführt werden. Als gutes Beispiel sei hier die über die Kantonsgrenzen hinaus bekannte Schulsackausstellung „Sackstark“ erwähnt, welche die Papeterie Koch zusammen mit zwei Branchenkollegen jährlich durchführt. Ebenso wurde der Geschäftskundenbereich laufend den steigenden Ansprüchen angepasst. So bietet man heute einen modernen Onlineshop an, welcher sich auf fast alle Anforderungen anpassen lässt. Verbunden mit einer hohen Lieferbereitschaft und einem zuverlässigen Lieferdienst ist die Papeterie Koch auch auf diesem Gebiet der richtige Ansprechpartner für alle regionalen KMU.