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Was heute der Sirenenalarm, das war einst die sogenannte «Hochwacht»: Mit Leuchtfeuern auf Berggipfeln wurde in der alten Eidgenossenschaft die Mobilisierung von Truppen ausgelöst. In Sichtverbindung stehende Hochwachten entzündeten der Reihe nach ihre Feuer, und so wurde der Alarm über das gesamte Signalnetz hinweg weitergegeben – im Kanton Waadt werden Gipfel, auf denen sich Hochwachten befanden, bis heute «signal» genannt.
Blick von der Hochwacht auf dem Gurten bei Bern zum 9 km entfernten «Chutzen» auf dem Belpberg (obere Bildschirmmitte). (Eigene Visualisierung mittels des Projekts swisspeaX)
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden diese Netze stark ausgebaut und konnten sich über Hunderte von Kilometern erstrecken – der Kanton Luzern verfügte über 17 Signalfeuer, Zürich über deren 23, Freiburg 33, Thurgau 51, und das Netz der 156 sogenannten «Chutzen» des Kantons Bern reichte gar vom Rhein bis an den Genfersee.
Die Bedeutung der Höhenfeuer zeigt sich noch heute in Berg- und Flurnamen wie «Pfannenstiel» oder «Wachthubel»; den Namen «Hochwacht» gibt es in den Kantonen Bern, Aargau, Luzern, Zug, Zürich, Thurgau, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden. Meine neuen Beiträge im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums und auf Radio SRF 2 Kultur.