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Übersetzungen sorgen für die grosse Vielfalt in den Buchgeschäften. Doch die Arbeit eine*r Übersetzer*in hat auch ihre Tücken - wie man an den neu übersetzten Kurzgeschichten der amerikanischen Autorin Patricia Highsmith sieht.
"Ich darf eigentlich nichts verändern - ausser die Sprache"
Seit über zwei Jahrzehnten übersetzt Ulrich Blumenbach Romane, Kurzgeschichten und Essays aus dem Englische ins Deutsche. 2010 hat Blumenbach für seine Übersetzung "Unendlicher Spass" (im Original "Infinite Jest") von David Foster Wallace den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung erhalten.
Für Blumenbach ist eine Übersetzung dann gut, wenn man sie gar nicht als Übersetzung erkennt: "Ich muss dafür sorgen, dass der Text auf Deutsch genau so wirkt, wie im Original. Ich darf eigentlich gar nichts verändern - ausser die Sprache."
Doch was bedeutet dies, wenn man als Übersetzer*in mit rassistischer Sprache in der Literatur konfrontiert wird? Laut Ulrich Blumenbach muss man auch dann dem Original gerecht werden, es gibt jedoch trotz allem Strategien, um zu verhindern, dass in der Übersetzung der Rassismus reproduziert wird:
Anlass zum Gespräch mit Ulrich Blumenbach hat die neu übersetzte Kurzgeschichtensammlung "Ladies" von Patricia Highsmith gegeben.
Die Normalität des Abnormalen
Patricia Highsmith ist eine Meisterin des psychologischen Thrillers. Ihr Talent dafür, menschliche Abgründe packend zu erzählen, lässt sich auch in ihren frühen Kurzgeschichten erkennen. 16 davon sind jüngst in der Sammlung "Ladies" erschienen.
Während ihre bekanntesten Werke "Strangers on a Train" und "The talented Mr. Ripley" von ausgeklügelten Straftaten erzählen, sind die Handlungen der Kurzgeschichten mondäner: Eine Frau verbringt den Tag im Park, ein Mann erspäht am Bahnhof eine unbeaufsichtigte Tasche. Doch auch in den alltäglichsten Situationen offenbaren sich ungeahnte Tiefen.
Die Besprechung von "Ladies" von Patricia Highsmith findest du hier:
Die Kurzgeschichtensammlung "Ladies" wird dieses Jahr bestimmt unter vielen Weihnachtsbäumen liegen.
"Das Weihnachtsgeschäft hat dieses Jahr früher begonnen"
Kaum eine Branche blieb dieses Jahr vom Coronavirus verschont. Doch kleine Buchhandlungen kamen glimpflich davon, sagt Jörg Duss, Geschäftsführer der Hirschmatt Buchhandlung in Luzern.
Während im ersten Lockdown der Laden schliessen musste, entdeckten lokale Kund*innen das Online-Angebot des unabhängigen Buchgeschäfts. Nach den Lockerungen trauten sich die Menschen wieder zurück in die Läden, und stöberten dort weiter. Die durch abgesagte Veranstaltungen frei gewordene Zeit nutzten viele Menschen also für die Lektüre.
Warum sich die kleinen Buchhandlungen in diesem Jahr gegenüber den Grosshändlern behaupten konnten, und ob das so bleiben wird, erzählt Jörg Duss im Interview: