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Monitoring Fischotter
Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Fischotter Lutra lutra in der Schweiz intensiv bejagt. Als er 1952 unter Schutz gestellt wurde, lebten noch knapp hundert Tiere in unseren Gewässern. Der Schutz erfolgte jedoch zu spät; der Fischotter ist ausgestorben. Auch die Freilassung von acht Tieren im Kanton Bern 1975 blieb erfolglos. Die letzten Spuren eines Otters wurden 1989 am Neuenburger See registriert. Die „Fischottergruppe Schweiz“ (Weber, D. 1990: Das Ende des Fischotters in der Schweiz, Schriftenreihe Umwelt 128, 103 pp) folgerte, dass zwar noch geeigneter Lebensraum für Fischotter existiert, aber dieser zu stark fragmentiert ist, um eine lebensfähige Population zu erhalten. Der Fischbestand in den verbauten Fliessgewässern ist viel zu gering. Ein Problem scheinen auch die Polychlorierten Biphenolen (PCB) in der Nahrungskette des Fischotters zu sein, die vermutlich seine Reproduktion beeinträchtigen.
In unseren Nachbarländern verbessert sich die Situation des Fischotters langsam. Die nächsten bekannten Fischottervorkommen liegen im nördlichen Piemont (I), im Rhonetal (F) und im Elsass, knapp 100 km von unserer Grenze entfernt. Eine natürliche Rückkehr oder eine Wiederansiedlung wäre denkbar (siehe auch Pro Lutra), aber eine Voraussetzung ist die Renaturierung von Gewässern namentlich im Mittelland.