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Die Beziehung zum Holz ist Severin Ruffieux in die Wiege gelegt worden: Sein Vater war Säger. «In meiner Jugend musste man zahlen, um eine Lehre machen zu können. Weil kein Geld da war, haben meine zwei Brüder und ich zusammen mit einem Kollegen Musik gemacht. So haben wir uns etwas dazuverdient.»
Mit diesem Geld habe er nach der Rekrutenschule irgendwo im Welschland eine Lehre machen wollen. Um die Musikformation nicht zu gefährden, hat ihm der Musikkollege bei seinem Vater eine Lehrstelle als Möbelschreiner verschafft.
Chance gepackt
Dort habe er gelernt, Möbel zu schreinern, sogar Särge zu bauen. «Gleich nach der Lehre habe ich selber einen Betrieb gegründet. Ich sagte mir, dass ich gute Chancen habe, da es im Dorf damals lediglich einen alten Wagner gab.» Er habe mit gar nichts angefangen und von Grund auf alles aufgebaut, erzählt Severin Ruffieux. «Ich sagte mir: Wenn man gesund ist und arbeiten will, dann ist alles möglich.»
Als der Wagner starb, hat er auch dessen Arbeit übernommen. «Ich habe nie gesagt, das kann ich nicht, sondern es einfach ausprobiert.»
In der Hochkonjunktur ist seine Firma gewachsen, hat zeitweise bis zu 15 Angestellte beschäftigt und war vor allem im Chaletbau tätig. Als die Konkurrenz grösser wurde, kehrte er zum Stammgeschäft der Möbelschreinerei zurück. Das war vor mehr als 30 Jahren. Sohn Ernest schloss die Ausbildung als Holzschnitzer ab und übernahm die feinen Schnitzarbeiten, die zum Beispiel bei den Freiburger Schränken vorkommen.
Er sei sich nie reuig gewesen, den Weg, den er eingeschlagen hat, gegangen zu sein, erklärt Severin Ruffieux. «Man hatte nichts und konnte nur arbeiten», erinnert er sich. Wenn man nichts habe, dann könne man auch nichts verlieren. Dank der Mithilfe seiner Frau sei es gut herausgekommen. im