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26. April 1919.
Die Nummern beziehen sich auf die Zahlentafel in dieser Zeitschrift 1884 S. 370. Außerdem a Reichspostdampfer »Preußen, b Lloyddampfer >Kaiser Wilhelm der Große«, c »Mauretania«, Die Angaben über die beiden letzten entstammen privaten Mitteilungen. N ist die Arbeit in Pferdestärken nach der Disk-Theorie; auf diese beziehen sich auch und S.
Die von der Schraube rechnerisch ausgeworfene Wasser- . menge ist jedenfalls viel zu groß. Der größte Wert, der sich beim vertäuten Schiff oder beim Anfahren eines Dampfers ergäbe, wäre =s Cy, und hiervon weicht der errechnete Wert von nicht viel ab, was jedenfalls unrichtig sein muß, wovon man sich schon durch den einfachen Augenschein überzeugen kann. Der Wert von S ergibt unter Umständen eine angemessene Uebereinstimmung mit dem Schiffs widerstande W', oft ist er aber erheblich zu klein, aber auch oft viel zu groß. Einen Ueberblick über verschiedene Ergebnisse gibt die obenstehende Zahlentafel, welche sich auf Schiffe bezieht, die schon in den Zahlentafeln in dieser Zeitschrift 1884 S. 350 und 370 enthalten sind und deren Ergebnisse mir gerade zur Hand liegen. Für Raddampfer ergibt die Reaktionsstrahl-Theorie immer viel zu große Wassermengen und Axialkräfte, ist dort also jedenfalls nicht anwendbar. Es genügt aber auch die alte Marestiersche Theorie unter Beachtung aller fortwährend tauchenden Schaufelflächen, wie ich dies in dieser Zeitschrift (1884 S. 352) dargelegt habe. Die neueste Auflage des Taschenbuchs der Hütte berücksichtigt auch diese Auffassung. Dann wäre zu erörtern, welche Ergebnisse die Einführung der Nebenarbeiten zeitigt.
An Nebenarbeiten sind zwei zu nennen:
1) Oberflächenreibung der Schraubenflügel.
Letzterer wird häufig mit Stillschweigen behandelt; verschwinden tut er damit aber nicht..
Bei der Reaktionsstrahl-Theorie muß man behufs Betrachtung dieser Widerstände immer auf die Flügelblatt-Theorie zurückgreifen, denn die erstere gestattet die Berechnung (Abschätzung) dieser Widerstände nicht. Auch die Ermittlung des Wirkungsgrades und die Bedingungen des günstigsten Ganges (vorteilhafteste Steigung usw.) können durch die Reaktionsstrahl-Theorie nicht geleistet werden.
Die Widerstände bedingen eine Störung der Wasserbewegung im Propeller, die zum Teil günstig auf die Schubkraft wirken kann. Dies führt zur Erörterung der Frage, in welcher Weise eine Berichtigung der rein theoretischen Ergebnisse erfolgen kann, denn eine solche ist, wie ein Blick auf Zahlentafel 1 zeigt, auch für die Reaktionsstrahl-Theorie nicht zu umgehen.
Durch den Sog des Schiffes wird die Eintrittgeschwindigkeit des Wassers in die Schraube (bei der gewöhnlichen Anbringungsart) verringert. Ebenso wird diese durch den Einfluß der Nebenwiderstände verkleinert, wie dies auch bei Turbinen der Fall ist. Hier muß bemerkt werden, daß die Schraube nicht ohne Zusammenhang mit dem Schiff gedacht werden darf, und ebenso können kleine Modelle ohne Verbin
dung mit dem Schiff den wirklichen Vorgang nicht wiedergeben.
Ist nun das theoretische Ergebnis für die Treibkraft zu klein gegenüber dem Schiffswiderstande, so würde ersteres im richtigen Sinne verbessert werden, wenn man statt der Geschwindigkeit C-U eine solche etwa C-U,,, einführen könnte, wobei U,,,<U, und zwar würde dies sowohl bei der Flügelblatt-Theorie als auch bei der Reaktionsstrahl-Theorie
zutreffen.
Das Auskunftsmittel versagt natürlich, wenn das theoretische Ergebnis von vornherein zu groß ist; wie dies namentlich bei größerem Rücklauf häufig eintritt.
Die Reaktionsstrahl-Theorie versagt auch, wenn oder negativ wird; dann darf auch hier nicht der scheinbare Rücklauf eingeführt werden, sondern es ist der wirkliche Rücklauf zu entwickeln, denn nur dieser kann für die Treibkraft der Schraube in Betracht kommen.
Dies führt nun auf die wichtigste Frage, die bei einem Vergleich beider Theorien zu untersuchen ist, nämlich die: Auf welchen Teil des Schiffes, dieses mit der Schraube in Verbindung gedacht, kann die Reaktion des Wassers überhaupt einwirken? Die Antwort kann lediglich dahin lauten: Das Wasser wirkt nur auf die Flügelblätter der Schraube und entwickelt nur an diesen die für die Fortbewegung des Schiffes erforderliche Treibkraft. Welchen Sinn könnte auch sonst wohl der sogenannte indizierte Druck auf die Schraubenflügel haben, wie er gewöhnlich entwickelt und zur Berechnung der Beanspruchung der Schraubenflügel verwendet wird? Wenn es als richtig oder zulässig anerkannt wird, daß der Wasserdruck dP S 2 sin da (statt sin29) ist, wobei 9 den Winkel zwischen dem Flächenelement da
7
29
1
(C-U) cosy
心
cos d
wie vorhin eingeführt wurde, so kann von einem Gegensatze zwischen beiden Theorien nicht gut mehr gesprochen werden, aber die Flügelblatt-Theorie wäre zu bevorzugen.
Zusammenfassung.
Es wird gezeigt, daß sich für die Treibkraft der Schiffschrauben bei der Flügelblatt-Theorie unter der Voraussetzung, daß der Wasserdruck proportional der einfachen Potenz des Sinus des Winkels zwischen der Richtung der Wasserbewegung und der Schraubenfläche genommen wird, ein Ausdruck ergibt, dér mit dem gleichartigen Ausdruck bei der ReaktionsstrahlTheorie in der Form übereinstimmt und günstigere Rechnungs
ergebnisse erzielen läßt als letzterer. Da die Ermittlung der hydraulischen Widerstände in der Schraube immer an die Betrachtung der Flügelblätter geknüpft ist und der Treibdruck
deutscher Ingenieure.
überhaupt nur auf letztere wirken kann, so erscheint es richtig, die Flügelblatt-Theorie vor der Reaktionsstrahl-Theorie zu bevorzugen.
Bücherschau.
Vorlesungen über Technische Mechanik. Von Prof. Dr. phil. Dr.-Ing. A. Föppl. Zweiter Band: Graphische Statik. 4. Aufl. Berlin und Leipzig 1918, B. G. Teubner. 408 S. mit 209 Abb. Preis geh. 15 M, geb. 16 M.
Föppls >>Vorlesungen sind in Fachkreisen bekannt genug und bedürfen keines empfehlenden Wortes. Die »Graphische Statik erlebt mit dieser Ausgabe auch bereits die vierte Auflage und eine stetig zunehmende Absatzsteigerung, Beweis genug, »daß das Buch mehr und mehr Freunde gefunden hat, die es zu schätzen wissen, wie der Verfasser im Vorwort bemerkt. Der Grund hierfür ist sicher nicht zum wenigsten in der Klarheit, Gründlichkeit der Durcharbeitung und Flüssigkeit des Textes jedes Abschnittes zu suchen; Eigenschaften, die sich aus der Entstehung und mit der Absicht der Vorlesungen sozusagen von selbst ergeben mußten. Der Verfasser wollte ursprünglich nur für seine Hörer den etwas erweiterten Inhalt der Vorträge niederlegen; mehr ist ihm gelungen: er hat ihnen treue und zuverlässige Kameraden für das Leben. in der Ingenieurpraxis geschaffen!
Der Inhalt dieses Bandes ist kurz folgender: I. Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte am materiellen Punkte und in der Ebene. II. Das Seileck. III. Die Kräfte im Raume. IV. Das ebene Fachwerk. V. Das Fachwerk im Raume. VI. Die elastische Formänderung des Fachwerks und das statisch unbestimmte Fachwerk. VII. Theorie der Gewölbe und der durchlaufenden Träger. Zusammenstellung der wichtigsten Formeln und Sachverzeichnis. 209 Abbildungen im Text und viele Zahlenbeispiele beleben den Inhalt.
Breslau.
M. Preuß.
Bedienung und Schaltung von Dynamos und Motoren. Von Rudolf Krause. Berlin 1914, Julius Springer. 118 S. mit 150 Abb. Preis 3,60 M.
Den kleinen netten Büchern des Verfassers reiht sich dieses neue an. Es ist hauptsächlich als Taschenbuch für Betriebsleiter und Maschinisten kleiner elektrischer Anlagen gedacht und dürfte diesen Zweck besser erfüllen als die meisten ähnlichen Bücher. Geschrieben ist es so leichtfaßlich und klar, daß es jeder Elektromonteur verstehen muß.
Der Verfasser hat es gut verstanden, den Stoff auf den kleinen Raum zusammenzudrängen. Was man als Mangel empfinden muß, ist, daß über die Behandlung der Akkumulatoren, ihre Schäden und deren Verhütung viel zu wenig gesagt.wird; aber es wird wohl jeder Betriebsleiter einer Akkumulatorenbatterie auch ein entsprechendes Handbuch besitzen, wie sie ja alle Akkumulatorenfirmen herausgeben. Die Einphasen-Kommutatormotoren hat der Verfasser auf ganz knappem Raume besonders klar und verständlich besprochen. Vorbildlich ist auch im Abschnitt über Betriebsvorschriften die knappe Darstellung der Reihenfolge der Bedienungsgriffe. Zu bemängeln wäre Abb. 19, das Schema einer Trommelwicklung. Der Verfasser hat einen genuteten Anker und seine Wicklung darstellen wollen. Nun führt man mit Ausnahme von ganz kleinen Motorchen genutete Gleichstromanker mit Schablonenwicklung aus. Bei Schablonenwicklung sind aber unbedingt mindestens zwei Stäbe für die Nut vorhanden und nicht einer, wie in der genannten Abbildung. Dieses Bild kann demnach sehr leicht zu Irrtümern Veranlassung geben. Abgesehen von derartigen kleinen Mängeln muß man anerkennen, daß dem Verfasser das Werkchen wohl gelungen ist; es mag daher rühmend erwähnt und wärmstens empfohlen sein. F. Unger.
Der Aufbau. Heft 4: Zukunftsaufgaben der Technik. Von C. Matschoß. Stuttgart und Berlin 1919, Deutsche Verlagsanstalt. 28 S. Preis 1 M.
Das neue Reich. Perthes' Schriften zum Weltkrieg. Neue Folge. 5. Heft: Arbeitszwang und Arbeitslust. Von W. Tafel. Gotha 1919, F. A. Perthes. 40 S. Preis 1,20 M. Reichsausschuß der Kriegsbeschädigtenfürsorge, Sonderschriften. Heft 7: Die Pflicht zur Beschäftigung Schwerbeschädigter (Einstellungszwang). Verordnung yom 9. Januar 1919 und Verordnung vom 1. Februar 1919. Von Dr. H. Boy widt. Berlin 1919, Carl Heymann. 41 S. Preis 2,50 M.
Deutsche Weltwirtschaftliche Gesellschaft, Vereinsschriften 1919. Heft 10: Ueberseeische Telegraphie und auswärtige Politik. Von Dr. R. Hennig. Berlin 1919, Car! Heymann. 114 S. Preis 5 M.
Europäische Staats- und Wirtschafts-Zeitung, Sonderheft Nr. 12 und 13. IV. Jahrgang. Der Waffenstillstand. Herausgegeben von Dr. A. Hofrichter. Berlin 1919. 92 S. Preis 3 M.
Die Werkzeugstähle und ihre Wärmebehandlung. Von Dr.-Ing. R. Schäfer. Berechtigte deutsche Bearbeitung der Schrift: »The heat treatment of tool steel< von H. Brearley. 2. Aufl. Berlin 1919, Julius Springer. 258 S. mit 212 Abb. Preis geb. 16 M.
Der wirtschaftliche Aufbau der elektrischen Maschine. Von Dr. techn. M. Vidmar. Berlin 1918, Julius Springer. 113 S. mit 7 Abb. Preis 6,20 M.
Die Lehrlingsausbildung in Eisengießereien. Von Dr. O. Brandt. München und Berlin 1919, R. Olden bourg. 14 S. mit 7 Tafeln.
Sonderabdruck aus >>Die Gießerei«, Zeitschrift für die Wirtschaft und Technik des Gießerei wesens, herausgegeben vom Verein Deutscher Eisengießereien.
Handbuch der Radiologie. Von Prof. Dr. E. Marx. Band V: Die spezifische Ladung des Elektrons. Von Prof. Dr. A. Bestelmeyer. Kathodenstrahlen. Von Prof. Dr. H. Starke. Röntgenstrahlen. Von Prof. Dr. E. Marx. Leipzig 1919, Akademische Verlagsgesellschaft G. m. b. H. 706 S. mit 307 Abb. und zahlreichen Tabellen. Preis geh. 65 M. Schriften des Deutschen Ausschusses für den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht. II. Folge. Heft 5: Der naturwissenschaftliche Unterricht an den höheren Schulen. Von F. Poske und R. von Han 33 S. Preis stein. Leipzig und Berlin 1918, B. G. Teubner. geh. 1,40 M. Intelligenz und Proletariat. Die Krisis der Revolution! Von A. Steindorff. Leipzig 1919, Fr. Wilh. Grunow. 29 S. Preis 75 .
Die Verstaatlichung des Feuerversicherungswesens. Von Dr. oec. publ. H. Vatke. Berlin 1919, Verband öffentlicher Feuerversicherungs-Anstalten in Deutschland. 111 S. Preis 4 M.
Kapitalismus und Sozialismus in den politischen Parteien der Gegenwart. Von W. A. Th. Müller-Neuhaus. 27 S. Preis 1,50. M.
Güldners Kalender für Betriebsleitung und praktischen Maschinenbau. 27. Jahrgang 1919. Von Prof. A. Freund. Zwei Teile. Leipzig 1919, H. A. Ludwig_Degener. I. Teil: 728 S. mit 500 Abb. II. Teil: 56 S. und Kalendarium. Preis 6,25 M.
Schnellfilter, ihr Bau und Betrieb. Von P. Ziegler. Leipzig 1919, Otto Spamer. 186 S. mit 151 Abb. und 1 Tafel. Preis geh. 20 M, geb. 24 M.
Austauschbare Einzelteile im Maschinenbau. Die technischen Grundlagen für ihre Herstellung. Von Oberingenieur O. Neumann. Berlin 1919, Julius Springer. 158 S. mit 78 Abb. Preis geh. 7 M, geb. 9 M.
Vierstellige Tafeln zum logarithmischen und Zahlenrechnen. Von Dr. Ph. Lötzbeyer. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 16 Tafeln. Preis geh. 1,40 M.
Naturgeschichte einer Kerze. Von M. Faraday. Uebersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen herausgegeben von Dr. G. Bugge. Leipzig 1919, Philipp Reclam jun. mit Faradays Bildnis und 37 Abb. Preis 1 M.
159 S.
!
26. April 1919.
the
Kataloge.
Librawerk m. b. H., Braunschweig. Kohlenwage. Automatische Getreidewage. Automatische Brutto-Absackwage. Automatische Zählvorrichtung.
Gebr. Körting Aktiengesellschaft, Hannover Linden. Feuerungsanlagen für flüssige Brennstoffe. Vierzylinder-Fahrzeugmotor.
Peter Koch, Modellwerk G. m. b. H., Köln-Nippes, MiniaturModellbau.
Hinderthür, Siegen. Blitzschutzanlagen. Kurze Anleitung zur Einrichtung des vereinfachten Blitzschutzes »Ausführungsart Hinderthür«. Bearbeitet nach den Leitsätzen des Verbandes Deutscher Elektrotechniker unter Berücksichtigung der neuesten praktischen und wissenschaftlichen Erfahrungen. 48 S. Preis 3 M.
Blitzschutzanlagen und Betriebserdungen. Blitzschutzanlagen für Stadt und Land. Blitzauffang vorrichtung und Sicherung. Blitzschutz und Betriebserdungen für feuer- und explosionsgefährliche Betriebe und Maschinen zur Herstellung von Pulver, Dynamit, Nitroglyzerin und andern Sprengstoffen, sowie Aether, Benzin, Gasen, nebst deren Transport- und Lagerungsvorrichtungen. Auszug aus dem Verzeichnis der ausgeführten Blitzschutzanlagen und Betriebserdungen.
Beleuchtung.
Zeitschriftenschau.1)
(* bedeutet Abbildung im Text)
Die
Die deutsche Elektrotechnik in den Kriegsjahren. Entwicklung der elektrischen Beleuchtung. Von Steinhaus. (ETZ 3. April 19 S. 149/50) Starker Absatz von Kleinbeleuchtungsanlagen, Taschenlampen und dergl. Gasgefüllte Metalldrahtlampen für kleinere Leistungen. Gaslampen hoher Lichtstärke für Innenbeleuchtung großer Räume. Herstellung der Wolfram-Kristallfäden. Salzdampflampe von "Nernst. Neonglimmlampe. Wolframbogenlampe. Aufschwung der theoretischen Behandlung der Beleuchtungsfragen und eingehendere Würdigung des Zusammenhanges zwischen Beleuchtung und Volksgesundheit.
Der Weg des Eisens. Von Heym. Forts. (Glaser 15. März 19 S. 55/64*) Umbau des Stahlwerkes Kneuttingen. Einrichtungen zum Einsetzen der Birnenböden. Elektrisch betriebene Gießwagen. Fördereinrichtungen in Martinstahlwerken. Muldenbeschickwagen und -krane, Elektrostahlwerke. Forts. folgt.
Der Wirkungsgrad unserer Walzwerke. Von Tafel. (Stahl u. Eisen 10. April 19 S. 381/84) Die Anwendung der Kießelbachschen Formel für die Umformarbeit, die als der genaue mathematische Ausdruck für den theoretischen Kraftbedarf irgend einer Formänderung bezeichnet wird, wird an praktischen Beispielen, insbesondere aus den Versuchen von Puppe, anschaulich gemacht. Dabei wird festgestellt, daß der Wirkungsgrad der rechnerisch untersuchten Walzvorgänge nach den Ergebnissen vón Puppe 30 bis 70 vH beträgt, wenn man die Quetschgrenze mit 10 kg/qmm annimmt.
Beitrag zur Theorie und Wirkungsweise des stationären Frequenzverdopplers. Von Osnos. (El. u. Maschinenb., 2. Febr. 19 S. 45/48*) Die Wirkungsweise des Frequenzverdopplers wird auf die eines gewöhnlichen Transformators (Periodenübersetzung 1:1) zurückgeführt, wodurch die Verhältnisse sehr übersichtlich werden und ein Diagramm auch für den belasteten Verdoppler aufgestellt werden kann.
Kommutatoren aus Eisen. (El. u. Maschinenb., Wien 16. Febr. 19 S. 67/68) Die Verwendung von Eisen bringt nach Lanne bei Kommutatoren weder betriebstechnische noch wirtschaftliche Vorteile.
Schutzeinrichtungen in den elektrischen Anlagen. (El.
u. Maschinenb., Wien 9. Febr. 19 S. 57/58*) Zwischen den Sammelschinen des Kraftwerkes und denen der Unterstellen sind mehrere Speiseleiter über selbsttätige Oelschalter gelegt. Sowohl im Kraftwerk als auch in den Unterstellen sind in jedem Speiseleiter Stromtransformatoren eingeschaltet, deren sekundäre Wicklungen unter sich in Reihe verbunden sind. Durch die an jeden Transformator angeschlossenen Rückstromrelais fließt nur bei Kurzschluß Strom, der die Schalter betätigt.
Erziehung und Ausbildung.
Von
Zerfall und Neubau der Technischen Hochschule. Riedler. Schluß. (Z. Ver. deutsch. Ing. 12. April 19 S. 332/37) Zur Behebung der angeführten Mängel des Hochschulwesens sind Neuordnung der Abteilungen und der Lehrerausbildung, Aenderungen wegen des Wirtschaftslebens und vollständiger Neubau mit Rücksicht auf die Allgemeinbedeutung der Technik erforderlich, der zum Schlusse zu einer Vereinigung der Technischen Hochschule mit der Universität führen muß.
Kriegsbeschädigtenfürsorge und Beschäftigung von Kriegsbeschädigten in der rheinisch-westfälischen Eisenund Stahlindustrie. Von Hegemann. (Stahl u. Eisen 10. April 19 S. 385/88) Gesichtspunkte für die Einrichtung der Betriebslazarette. Tätigkeit des Arbeitgeberverbandes für den Bezirk der Nordwestlichen Gruppe des Vereines deutscher Eisen- und Stahlindustrieller. Zahl und Art der Verletzungen der in der rheinisch-westfälischen Eisen- und Stahlindustrie seit Kriegsbeginn beschäftigten Kriegsbeschädigten. Von der Hütten- und Walzwerks Berufsgenossenschaft Essen für die Verwendung der Kriegsbeschädigten aufgestellte Grundsätze.
deutscher Ingenieure.
Coal-handling appliances at the Coventry electricity works. Von Zimmer. () (Engng. 10. Jan. 19 S. 37/42*) Die Kohlenkähne des Coventry-Kanals haben nur 30 t Ladevermögen und können deshalb nicht mit Greifern entladen werden. Die Kohlen werden mit der Hand auf fünf Förderbänder geschaufelt, von diesen durch BecherHebewerke entnommen und über eine selbsttätige Wage den Vorratbehältern zugeführt. Die Asche der Kessel mit Kettenrosten wird ebenfalls mit der Hand in Becherwerke geschaufelt..
Industrial building construction in Trafford Park. (Engineer 31. Jan. 19 S. 98/100*) Die während der Kriegszeit errichteten Speicher können 500 000 t Baumwolle, Wolle und andre Vorräte feuersicher aufnehmen. Die 12 Räume von je 30 X 10 qm Grundfläche sind gegeneinander abgeschlossen und mit Feuerlöscheinrichtungen versehen. Maßnahmen zur Aufnahme des Winddrucks auf Seiten- und Stirnwände.
Silobauten in Eisenbeton. Von Butzer. (Deutsche Bauz. 29. März 19 S. 37/39*) Ansichten und Schnitte einer Kohlenwäsche, die, auf einer durchgehenden Eisenbetonrippenplatte gegründet, 7500 t Kohle und 1500 cbm Wasser faßt. Koksturm für 2000 t Nutzinhalt. Forts. folgt.
Mechanik.
Druck- und Knickfestigkeit. Von Natalis. (Dingler 5. April 19 S. 69/74*) Die Eulerschen Formeln werden nur benutzt, wenn das Verhältnis Stablänge zu Trägheitshalbmesser größer als 100 ist. Für mittlere Stablängen bei denen die Berechnung weder auf Druckfestigkeit noch auf reine Knickung zulässig ist, wird eine Näherungsformel aufgestellt. Tafeln der Werte für die danach berechnete Knickkraft für voll und hohlquadratische Querschnitte und für dünnwandige Stahlrohre der Flugzeugnormen.
Metallbearbeitung.
Halbautomat für Futterarbeiten bis 520 mm Dmr. der Leipziger Werkzeug- Maschinenfabrik vorm. W. von Pittler A.-G. in Wahren-Leipzig. Von Nickel. (Z. Ver. deutsch. Ing. 12. April 19 S. 325/32*) Der neue Halbautomat weist. neben einer Reihe andrer Einzelheiten einen beachtenswerten Spindelstock- und Vorschubantrieb auf. Alle Geschwindigkeiten für Antrieb und Vorschut werden von einer leicht zugänglichen Schaltscheibe gesteuert. Die Querschlitten sind in bezug auf die Plan- und auf die Längsbewegung unabhängig voneinander. Die dadurch erzielte Vielseitigkeit der Maschine wird durch ein Beispiel: Bearbeitung einer Kraftwagenschwungscheibe, veranschaulicht.
Templets, jigs and fixtures. Von Horner. (Engng. 17. Jan. 19 S. 71/74*) Spannstücke mit V-förmig ausgeschnittenen Klötzen zum Einspannen von Drehkörpern.
Meßgeräte und -verfahren.
Measuring gas temperatures in boiler settings. (Engng. 17. Jan. 19 S. 75*) Die Thermoelemente sollen möglichst dünne Drähte haben, da mit abnehmender Drahtstärke die Strahlverluste rasch abnehmen. Kupfer-Konstantanelemente sind bis zu 5000 brauchbar. Pumpen und Gebläse.
Die Zentrifugalventilatoren und Zentrifugalpumpen und ihre Antriebmaschinen, die Kleindampfturbine und der Elektromotor, im Heizungsfache. Von Hüttig. (Gesundhtsing. 5. April 19 S. 141/47*) Der Verfasser bespricht einzelne Abschnitte seines Buches über das Verhalten von Dampfturbine und Elektromotor im Betriebe. Fördermenge, Druck und Druckmessungen, Einfluß des Diffusors, Berechnung der Widerstände und des Wirkungsgrades von Kreiselgebläsen und -pumpen. Kennziffern der Gebläse gleicher Bauart. Beispiele für die Verwendung Beispiele für die Verwendung verschiedener Schaulinien. Schluß folgt.
T
26. April 1919.
Trommelfeuerung für Braunkohlenabfälle.
Rundschau.
Die Verfeuerung von feinkörnigen Braunkohlenabfällen auf Rosten oder ihre Vergasung in Generatoren begegnet großen Schwierigkeiten, weil bei der dichten Lagerung dieses Brennstoffes nicht genug Luft Zutritt zu den Brennstoffteilchen findet, so daß die Wärmeentwicklung ungenügend ist. Die Trommelfeuerung von Möller & Pfeifer in Berlin, Abb. 1 bis 3, vermeidet diese Schwierigkeit dadurch, daß der in der
Im Gegensatz zu dieser Bauart, die je nachdem mit 6 bis 10 Uml./min arbeitet, zeigt Abb. 4 eine Trommel für 50 Uml./min. Bei dieser Geschwindigkeit wird der Brennstoff von der Trommel mitgenommen und fällt dann fein verteilt wieder zurück, so daß die durchströmende Verbrennungsluft die feinsten Staubteilchen umspülen und verbrennen kann. Dadurch wird eine viel größere Leistung auf die Raumeinheit der Trommel erzielt, so daß man mit
Trommel lagernde Brennstoff infolge der Drehung der Trommel fortlaufend umgeschichtet wird, so daß ständig neue Brennstoffteile der Einwirkung der Luft ausgesetzt werden.
Die schmiedeiserne, feuerfest
Maßstab rd. 1: 125.
Trommelfeuerung von Müller & Pfeffer.
raum.
Die Trommelfeuerung arbeitet im Gegenstrom. Während an dem einen Ende der Trommel der Brennstoff fortlaufend eingeführt wird und sich allmählich nach dem Gegenende hinbewegt, wo die Asche durch eine besondere Oeffnung in der Stirnwand die Trommel verläßt und in einem Wagen aufge. fangen werden kann, tritt die Verbrennungsluft am entgegengesetzten Ende ein, wirkt hier zunächst auf die noch nicht völlig ausgebrannte Schlacke und nimmt von ihr und den ausgebrannten Rückständen Wärme auf; weiterhin verbrennt sie den Kohlenstoff des Brennstoffes zu Kohlensäure oder Kohlenoxyd. Die frisch aufgegebene Kohle wird durch den Heizgasstrom getrocknet und entgast. Besonders bemerkenswert sind die mit dieser Arbeitsweise verbundenen geringen Verluste. Versuche ergaben, daß der Verlust durch Unverbranntes in der Asche 0,7 vH beträgt.
Abb. 4. Schnellaufende Trommel.
1/2 bis 1/2,5 der früheren Trommellänge aus-
Die Wahl der Zündung bei Fahrzeug
maschinen.
Die Frage, ob man der Zündung mit Magnetdynamo auch in der nächsten Zukunft den Vorzug vor der Zündung mit Akkumulatorenbatterie und Induktionsspule einräumen soll, den sie bis jetzt genossen hat, ist in der letzten Zeit zu neuer Bedeutung gelangt. Namentlich in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Batteriezündungen seit jeher viele Anhänger haben, strebt man danach, die Batterien, welche man doch ohnedies bei fast jedem Kraftwagen für Anlaß und Beleuchtungszwecke braucht, auch für die Zündung zu verwenden, und die verhältnismäßig schweren und kostspieligen Magnetdynamos zu sparen. In der Tat scheint es eigentlich überflüssig, neben der unvermeidlichen Batterie eine zweite unabhängige Stromquelle mitzuführen. Man erinnert nebenher an den bekannten Vorteil der Batteriezündung, daß sie schon beim Anlassen, also bei langsamem Drehen der Motorwelle, einen kräftigen Zündstrom liefert, was bei manchen Magneten nicht der Fall ist, und der einzige wesentliche Nachteil der Batteriezündung, ihre Abhängigkeit vom Ladezustand der Akkumulatoren, fällt nicht mehr so schwer ins Gewicht, wenn man berücksichtigt, daß heute manche amerikanische Fabriken im Vertrauen auf die Zuverlässigkeit der Anlasser schon mit dem Gedanken umgehen, die bekannten Andrehkurbeln ganz wegzulassen und damit den Wagenbetrieb ausschließlich vom elektrischen Anlasser, also von der Akkumulatorenbatterie, abhängig zu machen. Damit wird natürlich auch die Magnetzündung mittelbar von der Batterie abhängig.
Unter diesen Umständen läßt es sich nur dann noch rechtfertigen, an der Magnetzündung weiter festzuhalten, wenn sie in ihrer Wirkung im Motorzylinder der Batteriezündung überlegen ist. Die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiete hat allerdings erst in den letzten Jahren eingesetzt und