Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03599.jsonl.gz/1728

Michael Vonlanthen erblickte am 23. Juni 1971 als drittes Kind der Familie Robert und Margrit Vonlanthen-Zosso das Licht der Welt. Während seiner Geburt erlitt Michael einen Sauerstoffmangel, der zu einer cerebralen Schwerstbehinderung führte. Von nun an war Michael voll pflegebedürftig und wurde zuhause liebevoll betreut.
Seine Schulzeit verbrachte Michael im «Les Buissonnets» in Freiburg. Im Jahre 1990 wurde das Heim Linde für Schwerbehinderte in Tentlingen eröffnet. So hatte Michael die Möglichkeit, einige Tage pro Woche im Heim zu verbringen.
Mit zunehmendem Alter und gesundheitlichen Beschwerden wurde es immer schwieriger, und so blieb Michael öfter zuhause.
Trotz seiner schweren Behinderung konnte er seine Freude, seine Teilnahme, seine Empfindungen mit einem strahlend lachenden Gesicht zum Ausdruck bringen. Er genoss die guten Mahlzeiten, die ihm seine Mutter zubereitete. Auch die langen Spaziergänge in seinem Rollstuhl durch die Natur waren für Michael wunderschöne Momente. Er konnte sich an den kleinsten Dingen des Lebens freuen. Ein liebes Wort, ein schönes Lied, eine Berührung oder Liebkosung. Wenn er unruhig war, hat die Familie mit ihm das Vaterunser gebetet, und das hat ihn immer beruhigt. Er war trotz seiner schweren Behinderung ein glücklicher Mensch.
Als er am Dienstag, dem 5. Februar 2008, wegen eines starken Infektes ins Spital musste, war die Hoffnung gross, dass Michael wieder gesund nach Hause kommen konnte. Doch sein Zustand verschlechterte sich sehr schnell, und am Samstag, dem 9. Februar 2008, wurde Michael im Kreise seiner Liebsten von seinen Schmerzen erlöst und durfte seinen behinderten Körper verlassen. Der Herrgott hat ihn zu sich gerufen und tausend Engel haben ihn begleitet. Eing.