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Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat – Analyse des Vorkommnisses im Kernkraftwerk Beznau abgeschlossen
Brugg (ots) – Aufgrund einer vom ENSI veranlassten Überprüfung der Erdbebensicherheit war Ende 2020 im Kernkraftwerk Beznau eine Montageabweichung bei zwei Notstanddieselgeneratoren festgestellt worden. Dank diversen Nachrüstungen seit der Inbetriebnahme des Werks wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Erdbebensicherheit mit Ausnahme der Monate April und Mai 2012 erfüllt. Zu diesem Schluss kommt das ENSI nach der Überprüfung des Vorkommnisses. Das ENSI stuft das Vorkommnis als INES-1 ein.
Die vom ENSI veranlasste Überprüfung der Erdbebensicherheit hatte gezeigt, dass im Kernkraftwerk (KKW) Beznau die Anschlagbegrenzer in den Schwingungsdämpfern von zwei Notstanddieselgeneratoren fehlten. Nachdem diese Abweichung am 7. Dezember 2020 festgestellt worden war, nahm die Betreiberin Axpo die beiden Blöcke vom Netz. Die Montageabweichung wurde behoben, das Wiederanfahren erfolgte am 21. Dezember 2020.
Das ENSI hat das Vorkommnis im KKW Beznau vom Dezember 2020 analysiert und überprüft, wie es mit dem Erdbebenschutz insbesondere im Zeitraum zwischen der Verschärfung der ENSI-Vorgaben nach dem Unfall in Fukushima bis zur Behebung der Montageabweichung stand. Die Analyse zeigt, dass aufgrund der Nachrüstungen mit zusätzlichen Dieselgeneratoren die Vorgaben an die Erdbebensicherheit mit Ausnahme der Monate April und Mai 2012 eingehalten wurden. Das Vorkommnis wird auf der internationalen Ereignisskala mit INES-1 bewertet. Dies ist die tiefste Einstufung auf der siebenstufigen Ereignisskala. Die Stufe 1 beschreibt Abweichungen vom Normalbetrieb, die kein Eingreifen von Sicherheitssystemen erfordern, aber von sicherheitstechnischer Bedeutung sind.
Die Montageabweichung wurde während einer langen Zeit nicht erkannt. Daher wird das ENSI überprüfen, ob die Richtlinien angepasst werden müssen, die den Prüfumfang des ENSI und den Überwachungsumfang des Schweizerischen Vereins für Technische Inspektionen festlegen.
Weitere Informationen zur Analyse sowie ein Interview mit Dr. Georg Schwarz, stellvertretender Direktor des ENSI und Leiter des Aufsichtsbereichs Kernkraftwerke, finden Sie auf ensi.ch.
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