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Der Wind, die älteste Stimme der Welt
Wind ist bewegte Luft. Hauptursache für seine Entstehung sind Unterschiede im Luftdruck. Dabei strömen Luftteilchen aus einem Gebiet mit einem höheren Luftdruck (Hochdruckgebiet) solange in ein Gebiet mit einem niedrigeren Luftdruck (Tiefdruckgebiet), bis der Luftdruck ausgeglichen ist.
Globale Zirkulation
Wegen der unterschiedlichen Erwärmung der Erde durch die Sonne entsteht zwischen dem Äquator und den Polen ein komplexes globales Zirkulationsmuster: Unser Wetter. Ohne den Motor Sonne kämen Wetter und Wind auf der Erde innerhalb acht Tagen zum Erliegen.
Wind-Namen
Bereits bei den Griechen bekamen häufig auftretende Winde einen festen Namen. Auch in der Schweiz sowie in Mitteleuropa gibt es bekannte Winde:
- Föhn: Meist warmer trockener und böiger Fallwind auf der Nordseite der Alpen oder allgemein im Windschatten (Lee) von Gebirgen.
- Bise: Meist kalter trockener Nordostwind im Schweizer Mittelland. Durch Kanalisationseffekt zwischen Jura und Alpen am Genfersee am stärksten.
- Bora: Kalter starker und böiger Fallwind aus Nordosten an der Adria.
- Etesien: Mit grosser Beständigkeit von Mai bis Oktober in Griechenland sowie in der Ägäis wehende Nordwest- bis Nordwinde.
- Mistral: Rauher, meist kalter Nord- bis Nordwestwind in Südfrankreich. Durch Kanalisierung im Rhonetal erreicht er in Böen teilweise mehr als 100 km/h.
- Scirocco: Heisser trockener, mit Staub beladener Südwind aus der Sahara, der sich beim Weg über das Mittelmeer mit Feuchtigkeit anreichert und in Italien mit schwüler Luft ankommt.
Berg- und Talwind
Aber auch Berge und Flachland verhalten sie sich bei sonnigem Wetter unterschiedlich. Tagsüber erwärmt sich die Luft über den Bergen wegen des geringeren Luftvolumens in den Tälern sowie die als zusätzliche Heizflächen wirkenden Hänge rascher. Zwischen dem Unterland und den Bergtälern entsteht ein Druckunterschied, es entwickelt sich der "Talwind" in die Alpentäler hinein, der am späteren Nachmittag am stärksten ist.
Nachts kehren sich auch hier die Verhältnisse um: Über den Bergen und Hängen kühlt sich die Luft schneller ab als im Flachland. Diese kühlere Luft strömt dann als "Bergwind" aus den Alpentälern hinaus bis ins Flachland.