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Kollabierende Deltas unter Wasser gehören zu den Hauptverursachern von Tsunamis in Schweizer Seen (zum Beispiel im Jahr 563 n. Chr. Rhonedelta im Genfer See, 1687 Muotadelta im Vierwaldstättersee oder 1996 Aaredelta im Brienzer See). Dabei geraten Sedimentpakete ins Rutschen und rauschen lawinenartig in Richtung Seeboden. Solche grossen Kollapse kommen etwa alle 1’000 Jahre vor; kleine auch häufiger, wie Studien (zum Beispiel Talling et al., 2015) gezeigt haben. Dieses Arbeitspaket wird mithilfe von Fächerlot-Messungen regelmässig die Tiefe der Deltablagerungen im Brienzersee bestimmen, um folgende Fragen zu beantworten:
- Wie oft kommen Deltakollapse vor?
- Können diese Kollapse mit externen Ursachen in Verbindung gesetzt werden?
- Können wir die Ablagerungen dieser Kollapse von anderen Turbiditen (Flut) unterscheiden?