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Die Grotte
Nachdem an der Generalversammlung 1966 der Impulse zum Bau einer Grotte gegeben wurde, konnte bis 1967 die Erbengemeinschaft Zimmermann als Besitzerin eines geeigneten Standortes ausfindig gemacht werden. An der Versammlung wurde dem Vorstand die gesamten Kompetenzen für den Grottenbau übertragen. In einem Rundbrief an sämtliche Mitglieder hoffte man auf die Spendefreudigkeit, um so die geschätzten Kosten des Bauvorhabens von CHF 10’000.– zu finanzieren.
Bereits ein Jahr nach Übertragung der Baukompetenzen konnte an der Versammlung in Bad Ragaz orientiert werden, dass der Bau noch im gleichen Jahr fertig erstellt sein wird. Zum ausbrechen einer grösseren Felsöffnung wurde die Firma Amberg von Sargans beauftragt. Damit die Melser Grotte jener von Lourdes ähnlich sieht, wurde die Baufirma Paul Pfiffner beauftragt, der Grotte mit kleineren Ausbrüchen den notwendigen Schliff zu geben. Für den Standort der Madonna wurde von der selben Firma in Fronarbeit eine Nische mit herausgebrochenen Steinen aufgebaut. Nach der Einweihung am 13. Oktober 1968 durch Bischof Josephus Hasler aus St.Gallen im Beisein von Dekan Fust sowie den Kaplänen Albert Brunner und Stephan Hässig wurde im Frühjahr die Nachbildung der Statue von Lourdes (erstellt durch Bildhauer Max Rigendinger, Flums) aus Carrara-Marmor mittels Baukran ausgewechselt und in der Felsnische platziert, von wo sie auch heute noch über den ganzen Platz wacht.
Zum Wohle und Beliebtheit bei den Grottenbesuchern, sowie zu deren Sicherheit wurden immer wieder Anpassungen und Ergänzungen durchgeführt. So musste in den Jahren 2013 und 2018 die Grotte wegen Wassereinbruch einer grösseren Sanierung unterzogen werden.
Die Kreuzweg-Anlage
Frau Johanna Müller-Wachter stellte an der Generalversammlung 1979 den Antrag, am Rande des Grottenplatzes sei mit einfachen Tafeln eine kleine Kreuzweganlage zu erstellen. Präsident Rosenkranz wies auf den Weg und die Wiese oberhalb der Grotte hin, der sich für eine Kreuzweganlage ausgezeichnet eignen würde.
Mehrmals wurde das Grundstück von Frau Marie Kalberer-Zimmermann besichtigt. Die Begutachter kamen zum Schluss, dass in der dortigen Wiese eine Kreuzweganlage erstellt werden könnte. Eine Anfrage bei der Eigentümerin über einen eventuellen Kauf ihres Grundstückes brachte brachte dem Vorstand eine grosse Überraschung. Sie war bereit, dem Lourdesverein diese Wiese zu schenken! Mit Datum vom 23. Oktober 1979 wurde die Schenkungsurkunde auf dem Grundbuchamt unterzeichnet.
Die Versammlung 1980 bewilligte den Bau der Kreuzweganlage in der vorgesehenen Form sowie den geschätzten Baukosten von ca. CHF 40’000.–, die nötigenfalls durch das Vereinsvermögen zu decken wären. Erfreulicher Weise waren jedoch bereits vor der Versammlung Kostenbeiträge für vier Stationen überwiesen worden. Ebenfalls erhielt der Vorstand die Zusicherung für die Übernahme der Kosten für weitere fünf Stationen. Aber auch kleinere Beiträge wurden einbezahlt oder der Kassierin direkt übergeben. Die Bildstöcke und Sockel für die Kreuzweganlage lieferte die Firma Albert Bärtsch und die Bildnisse für die Stationen stammten aus der Edelmetallwerkstätte der Firma Buck in Wil.
Die Einweihung des neuen Kreuzweges erfolgte dann am 12. Oktober 1980.