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Ein Berg in der Wüste für die Emirate
In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll in der Wüste ein Berg aufgeschüttet werden. Ziel ist es, mehr Wolken zu erzeugen. Mittels „Impfung“ derselben soll dann ein künstliches Abregnen ermöglicht werden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind fast vollständig von trockener Sandwüste bedeckt. Regen hat dort Seltenheitswert. Das „furztrockene“ Land verdankt seinen Reichtum hauptsächlich dem Erdöl. Wenn das Schwarze Gold einmal versiegt, droht der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit. Um das zu verhindern, investieren die sieben Emirate fleissig in die Erforschung von Wettertechnologien, zum Beispiel in das Cloud-Seeding, das Wolkenimpfen, um ein künstliches Abregnen zu erzeugen. Dabei kommen in der Regel Metallionen (Ionen von Metallen) zum Einsatz, die per Flugzeug direkt in die Wolken gesprüht werden und die Regentropfen darin beschweren, sodass sie zur Erde fallen.
Doch woher sollen in dieser trockenen Region die nötigen Wolken kommen? Von einem Berg, und zwar einem, der noch gar nicht existiert. Wie das Wirtschaftsmagazin Arabian Business in Dubai schreibt, planen die VAE, in der Wüste einen Berg zu bauen. Das Konzept sei eine Auftragsarbeit von US-Wissenschaftlern des National Center for Atmospheric Research (NCAR). Die Forscher studierten zurzeit detaillierte Modelle des Projekts, um bis zum Sommer herauszufinden, welche Art von Berg in welcher Höhe und mit welchem Steigungswinkel die besten Auswirkungen auf das Wetter hat. Sie sind auch dabei, die Kosten abzuschätzen. Erweist sich der Bergbau als rentabel, soll ein Ingenieurbüro in der nächsten Phase das Projekt konkretisieren. (mt/pd)