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Der dritte grosse Prophet des Alten Testaments nach Jesaja und Jeremia ist Hesekiel. In den Kinderbibeln sucht man vergebens auch nach ihm. (Nicht nur die Kinderbibeln lassen ihn aussen vor. Wann hast du das letzte Mal eine Predigt zu einem Text aus Hesekiel gehört?) Ich untersuchte mit der Familie
1. Zwei Visionen (Hesekiel 1+10): Engelwesen mit vier Flügeln, Menschenhänden, Rädern in vier Richtungen, bedeckt mit Augen. Über ihnen steht ein Thron aus Edelstein. Es besteht Manövrierfähigkeit in alle Richtungen. Das Verschieben tönt wie ein lauter Wasserfall. Es ist eine Beschreibung von Gottes Herrlichkeit. Die zweite Beschreibung ähnelt der ersten. Nur wird hier die Herrlichkeit Gottes mit Gottes Volk in Verbindung gebracht. Durch die andauernde Rebellion entfernt sich die Herrlichkeit Gottes schrittweise vom Tempel.
2. Seinen unangenehmen Auftrag (Hesekiel 2+3): Hesekiel, Priester im Exil, erhält den unangenehmen Auftrag, das Gericht seinem Volk anzukünden. Er wusste schon zum Vornherein, dass das Volk nicht hören würde. Laut wiederholten wir am Tisch das Adjektiv, mit dem Gott sein Volk beschrieb: „REBELLISCH“.
3. Seine Zeichen (Hesekiel 3-5): Er musste eine Schriftrolle essen. Er sass sieben Tage da, um die Vision zu verdauen. Er baute auf der Strasse ein Modell der Belagerung Jerusalems. Er musste 390 Tage auf der gleichen Seite liegen beim Schlafen. Er wurde aufgefordert jeden Tag eine kleine Menge Brot über Tierkot zu backen. Und er scherte sich Kopf- und Barthaar.
Dreierlei wurde uns bewusst: Gottes Macht und Grösse; unsere Sünde; Gottes Treue mit seinem Diener.