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Gezielte Suche nach Käfern
Projektziele und -beschrieb - Für Käferfamilien mit bereits veröffentlichen nationalen Listen ist das Ziel, mittels Felderhebungen Verbreitungslücken in der Schweiz zu schliessen und/oder auf gezielte Weise nach seltenen Arten zu suchen, für welche keine aktuellen Daten vorliegen. Für Familien ohne nationale Listen liefern die Felderhebungen grundlegende Informationen, um deren Verbreitung beurteilen und ihre ökologischen Ansprüche präzisieren zu können.
Auftraggeber : BAFU, Abteilung Biodiversität und Landschaft
Umsetzungsphase : 2024-2026
Betroffene Gruppen : Alle Käferfamilien der Schweiz, das sind insgesamt rund 6'500 Arten.
Kenntnisstand
Sehr unterschiedlich je nach Familie. Einige Familien können als gut bekannt angesehen werden, insbesondere alle, für welche nationale Listen und/oder Rote Listen veröffentlicht wurden. Für diese Familien wurden in der Regel alle Museumsexemplare der Schweiz erfasst (s. Übersicht der Käferfamilien). Für die anderen Familien ist der Kenntnisstand im Allgemeinen unbefriedigend und muss verbessert werden.
Status (Schutz/Rote Liste)
Einige Familien wurden in Roten Listen behandelt (Buprestidae, Carabidae, Cerambycidae, Dytiscidae, Gyrinidae, Haliplidae, Hygrobiidae, Lucanidae, Scarabaeidae Cetoniinae) und/oder gehören zu den Prioritären Arten der Schweiz. Die anderen Arten haben keinen rechtlichen Status.
Protokoll und Methode(n)
Grundsätzlich werden während der Aktivitätsperiode der Arten zwei Begehungen durchgeführt. Die Suche erfolgt meist gezielt auf bestimmten Wirtspflanzen oder in bestimmten Biotopen (zum Beispiel in Auengebieten, …) und wird in der Regel durch Sichtbeobachtung sowie mit einem Entomologennetz durchgeführt. Die Identifizierung kann in einigen Fällen in der Hand erfolgen, wird aber gewöhnlich nach dem Sammeln der Exemplare unter der Binokularlupe durchgeführt. In einigen Fällen müssen fixe, nicht anlockende Fallen (Fensterfallen) aufgestellt werden, um einige versteckte oder nachtaktive Arten zu fangen.
Datenverarbeitung
Die gesammelten Daten werden innerhalb eines Jahres nach der Beobachtung aufbereitet und in die Datenbank info fauna aufgenommen.