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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Greta Thunberg als «Göre» bezeichnet, nachdem diese die Ermordung zweier Ureinwohner im brasilianischen Amazonas-Regenwald verurteilt hat. «Es ist bemerkenswert die Bedeutung zu sehen, welche die Medien einer Göre wie ihr zuschreiben, einer Göre», sagte Bolsonaro am Dienstag vor Journalisten in Brasília.
Thunberg hatte am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter die Tötung zweier Indigener im nordbrasilianischen Bundesstaat Maranhao am Vortag angeprangert. Es sei eine «Schande», dass die Welt schweige, während Ureinwohner, welche die illegale Rodung von Wäldern zu stoppen versuchten, umgebracht würden, schrieb Thunberg.
Indigenous people are literally being murdered for trying to protect the forrest from illegal deforestation. Over and over again. It is shameful that the world remains silent about this. https://t.co/u1eLE8t0K4
— Greta Thunberg (@GretaThunberg) December 8, 2019
«Jeder Tod ist besorgniserregend», sagte Bolsonaro. Seine Regierung lehne die illegale Abholzung von Wäldern ab.
Nach offiziellen Angaben wurden zwischen Januar und Juli dieses Jahres mehr als 6200 Quadratkilometer Waldfläche in Brasilien gerodet – der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren.
Experten machen die umstrittene Umweltpolitik des brasilianischen Präsidenten für den Anstieg von Brandrodungen und die Verringerung der Waldfläche verantwortlich. Der seit Jahresbeginn amtierende Bolsonaro ist eng mit der Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert.