Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03260.jsonl.gz/634

Wer kennt sie nicht, die eleganten, gepunkteten Hunde? Heute möchte ich euch etwas über den Dalmatiner erzählen!
Steckbrief:
FCI Gruppe: Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Grösse: Rüden: 56–61 cm; Hündinnen: 54–59cm
Gewicht: Rüden: 27–32 kg; Hündinnen: 24–29 kg
Geschichte:
Die Herkunft der Dalmatiner wirft etliche Fragen auf. Fakt ist aber, dass die hellfarbigen und kurzhaarigen Hunde aus einem warmen Land stammen müssten. Als die Domestizierung der Hunde begann, wurden Selektionen gezüchtet. So wurden gewünschte Eigenschaften im Bezug auf Gebrauch selektiert. Äussere Erscheinungsbilder wie Rute, Fellfarbe und Felllänge wurden nach und nach bestimmt.
In alten Pharaonengräbern in Ägypten wurden schon Zeichnungen von Dalmatiner ähnlichen Hunden gefunden. Auch im frühen Altertum wurden Hunde mit weissen Punkten auf Gemälden und Skulpturen dargestellt.
Das älteste Gemälde von Dalmatiner stammt aus dem Jahr 1360. Es wird in der Capella della Spagnoli in Florenz aufbewahrt. Es zeigt ein Rudel Wölfe, welches von Dalmatiner ähnlichen Hunden angegriffen wird.
Passend zu den vielfältigen Ursprungstheorien der Hunde, hatten sie auch einige Namen: Ägyptischer Hund, Indischer Hund, Türkischer Hund, Bengalische Bracke, Kleine Dänische Dogge. Warum der Dalmatiner aber heute Dalmatiner heisst, ist nicht ganz klar.
Um 1791 wurde der erste Tupfen Hund bildlich dargestellt. 1890 wurde der Dalmatiner dann offiziell als Rasse anerkannt und die Standards für die Zucht wurden festgelegt.
Dalmatiner wurden früher vor allem als Begleithunde von Kutschen verwendet. Ob in Frankreich als Postkutschenbewacher oder Amerika als lebende Sirenen von einer Feuerwehrkutsche. Die Dalmatiner liebten den Kontakt mit Pferden und verbrachten viel Zeit in den Stallungen.
Mit der aufkommenden Technik verschwand das Aufgabengebiet der Dalmatiner fortlaufend. Nur dank engagierter englischer Züchter sind uns die sportlichen Hunde erhalten geblieben!
Und in der Schweiz..
Der erste Dalmatiner in der Schweiz findet man im Schweizerischen Hundestammbuch (SHSB) in Band 3. Der Rüde gehörte einem Herren Namens Oskar Mösch. Heute zählen wir rund 18 Zuchtstätten und so pro Jahr um die 100 neue Welpen.
Charakter:
Der Dalmatiner gilt dank seinen harmonischen Bewegungen und seinem eleganten Körperbau als schöner Hund. Die Hunde haben ein freundliches, nicht aggressives und sehr lebhaftes Wesen. Sie sind weder nervös noch scheu. Die schönen Vierbeiner sind aber nicht zu unterschätzen. Als einstige Kutschenbewacher sind sie es sich gewohnt, immer und überall dabei zu sein. Harte körperliche sowie geistige Arbeit ist für die Tiere kein Problem. Er ist es sich gewohnt, selbständig und ohne Führung zu arbeiten.
Für dich, als zukünftige Hundehalter oder Hundehalterin bedeutet das, dass der gemütliche Hausgenosse draussen zum Rebell wird. Klar ziehen Dalmis nicht alle an der Leine, aber seine Gene gehen gerne mal mit ihm durch. Sobald er vor die Tür gelassen wird, „läufts“! Nicht um sonst sind auch erfahrene Hundehalter mit Tricks und Wissen bei Dalmatiner manchmal am Ende.
Für Dalmatiner ist also ein freies Laufen jeden Tag ein Muss. Die Hunde müssen konsequent und spielerisch erzogen werden und sich an das Leinen laufen mehr gewöhnen wie andere Rassen. Menschen mit Dalmatiner sind also im optimalen Fall leidenschaftliche Läufer. Dalmatiner können lange Strecken ohne Probleme zurücklegen.
Trotz seiner leichten Sturheit und seinem Drang, eigenständig zu arbeiten, ist der Dalmatiner ein sehr feinfühliger Hund. Die sensiblen Wesen brauchen ihre Familie, möchten unbedingt spüren, dass sie geliebt werden und würde in einem Zwinger verenden.
Dalmatiner sind also bestmögliche Familienhunde für sportliche Allrounder. Ob Joggen, Velofahren, Walken, Inline Skaten oder Reiten, mit dem erzogenen Grundgehorsam klappt alles. Die Verbundenheit zu Pferden merkt man dem Dalmatiner sehr gut an!
Auch im Hundesport sind Dalmatiner gute Sportpartner. Sie sind sehr begeisterungsfähig, arbeitsfreudig und intelligent. Ob Agility, Mobility, Begleit-, Sanitäts-, Fährten- und Katastrophenhund, ein Dalmatiner ist für jede Tat zu haben!
Tüpfchen News:
Jeder Dalmatiner ist ein Unikat! Die Fellzeichnung ist immer anders.
Als Welpen werden die Dalmatiner weiss geboren. Es kann sein, dass sie ganz kleine feine Tupfen auf Ohren und Kopf haben. Erst im Alter von 2 ½ bis 3 Wochen entwickelt sich das Tupfen Muster. Hier unterscheidet man zwischen braunen oder schwarzen Tupfen. Braun getupfte Dalmis haben eine braune Nase und hellere Augen. Beide Farbtypen sind aber anerkannt.
Der sehr selten gesehene und nicht bekannte Farbtyp Lemon und Orange ist nicht in der Zucht zugelassen.
Speziell am Dalmatiner – sein Haarkleid!
Dalmatiner sind praktisch nie schmutzig. Auch nach langem Herumtrollen in der Natur und vor allem im Dreck wirkt der chice Hund fast selbstreinigend. Mit einem feuchten Tuch oder mit einer bürste können wir den Reinigungsprozess noch beschleunigen. Wenn Du deinen Dalmi fertig geputzt hast, wird er sich fein säuberlich und intensiv wie eine Katze noch selbst reinigen. Die weisse Grundfarbe bleibt so also praktisch immer erhalten. Da er keine Unterwolle hat ist er so gut wie rein von jeglichem „Hundegeschmack“!
Seine Fellpflege beschränkt sich also auf tägliches kurzes durchbürsten. Hier empfehlen wir dir eine Bürste mit Naturborsten (keine Drahtbürste).
Während dem Haarwechsel im Herbst und Frühling benötigt das Haargewand vom Dalmatiner einige extra Runden mit einer Gummibürste. Um lose Haar aufzufangen empfehle ich dir die Massagebürste für kurzhaarige Hunde. Neben dem Gebrauch als Schmutz und Haarfänger dient sie als Massagebürste! Das wird dein Dalmatiner lieben!
Rassenspezifische Krankheiten:
Praktisch bei jeder Rasse kann man von sogenannten rassentypischen Krankheiten sprechen. Die meisten Krankheiten sind jedoch nicht nur einer Rasse zu zuordnen, sondern können auch andere Hunde betreffen. Bei Dalmatiner sind auf Grund ihrer ursprünglichen Geschichte die Probleme auf die Gelenke wie Hüftgelenk typisch. Hier werden also vom Zuchtverband Hüftkontrollen angefordert. Die Auswertung darf höchstens HD-B ergeben. Massgebend für die Klassierung ist immer die schlechtere Hüftseite.
Hunde mit weissen Abzeichen oder weisser Fellfarbe tendieren eher zu vererbter Taubheit. Bei unserem weiss/schwarzen Freund, dem Dalmatiner, trifft dieses Kriterium also zu. Alle Welpen müssen vor der Abgabe an der neuen Besitzer, aber nicht vor der sechsten Woche einen Gehörtest absolvieren. Dalmatiner, welche nur einseitig oder gar nicht hören, sind nicht zur Zucht zugelassen, können aber genau so gut als sportliche Familienhunde leben. Seit die Elterntiere genau kontrolliert werden und nur noch Hunde mit voller Gehörfähigkeit zu Zucht zugelassen werden, nimmt die Anzahl von tauben Hunden immer mehr ab.
Grundsätzlich wird den Dalmatiner ein gesundes Leben nach gesagt. Auch die Anzahl Jahre, welche die Hunde bei ihrem Besitzer verbringen, bestätigt dies. Obwohl Dalmatiner eher grosse Hunde sind, werden sie gut 14 Jahr alt!
Fazit:
Mir gefallen die Dalmatiner optisch sehr! Ich finde, sie bringen „Farbe“ und Spannung auf den Hundeplatz und triumphieren vor allem beim sportbegeisterten Hundehalter durch den super sportlichen Körperbau!