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ABC für Irland – Éire
Irland, eine Insel mit freundlichen Menschen voller Offenherzigkeit, Gastfreundschaft und mit einem nie endenden Optimismus. Vom warmen Golfstrom umspült, scheint die Insel nie in eine „Winterdepression“ zu rutschen, eine Ganzjahres-Destination also.
Höchste Erhebung ist der Carrantuo Hill in den Macgillycuddy’s Reeks mit 1039 m.ü.M. im County Kerry im Süden der Insel.
Irland hat eine Fläche von rund 84'000 km2. Das macht die Insel etwa zweimal so gross wie die Schweiz. Die Nord-Süd Länge beträgt 450 km, die Ost-West Breite 260 km.
Politische Einteilung und Masse
32 Counties (Grafschaften) sind über die Insel verteilt.
Sechs nördliche Counties bilden Nordirland und gehören zum Vereinigten Königreich von England. 1,8 Mio Einwohner. Hauptstadt ist Belfast mit ca. 350'000 Einwohnern. Englische Masse wie Foot, Yard, Mile, Pint, Quart, Gallon, Barrel. Temperatur in Fahrenheit. Währung ist das Englische Pfund £. Linksverkehr.
26 Counties bilden die Republik Irland. Seit 1973 EU Mitglied. 4,8 Mio. Einwohner. Hauptstadt ist Dublin mit 553'000 Einwohnern, was sie auch zur grössten Stadt der Insel macht. Metrische Masse. Währung ist der €. Linksverkehr.
Die Hauptsprachen in beiden Teilen der grünen Insel sind Englisch und Irisch. Irisch wird in einigen Counties noch als erste Sprache gesprochen.
Lage, Klima und Gewässer
Die Insel wird durch den North Channel von Grossbritannien und durch die Keltische See vom europäischen Festland getrennt. Der Atlantische Ozean hat eine raue Küstenlinie im Westen der Insel geschaffen. Vom warmen Golfstrom geprägt, bleibt das Klima gemässigt. Die Monate Juli und August sind die wärmsten. Schnee fällt in Irland sehr selten. Im Inneren der Insel gibt es zahlreiche Flüsse und Seen. Der bekannteste Fluss ist der Shannon. Er ist der längste und wasserreichste Fluss Irlands.Der Shannon und der Erne bilden zusammen ein grosses Fluss- und Seensystem, das sich über einen grossen Teil des Inneren der Insel erstreckt.
Einige Distanzen in Irland:
Killarney – Dublin 309 km
Galway – Dublin 219 km
Dublin – Cork 237 km
Cork – Belfast 117 km
Dublin – Belfast 167 km
Strassen
In Irland sollte man darauf achten, dass Linksverkehr herrscht. Die Strassen werden in Irland in vier Klassen eingeteilt:
Motorway (mit 'M' abgekürzt): Der Motorway entspricht einer Autobahn mit Pannenstreifen und Mittellinie. Diese führen vom Grossraum Dublin aus, sternförmig ins ganze Land. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Motorways ist 120 km/h. Einige dieser Strassen können gebührenpflichtig sein. Die zu zahlenden Beträge liegen zwischen €1.80 und €2.
National Road (mit 'N' abgekürzt): Die National Road entsprechen Autostrassen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h.
Regional Road (mit 'R' abgekürzt): Die Regional Road sind ländliche Fahrbahnen ohne Markierungslinie. Da diese meistens durch ländliche Regionen führen, können sie oft von Schafen oder Kühen überquert werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h.
Local Road (mit 'L' abgekürzt) oder andere Strassen: Dies sind kleine Verbindungsstrassen zwischen 2 Dörfern, welche nicht zwingend asphaltiert sein müssen. Die Local Roads sind oft durch Hecken oder Steinmauern abgegrenzt und oft sehr eng, zum Teil nur einspurig.
Musik Kultur:
Die irische Musik wird Irish Folk genannt. Sie wird hauptsächlich in Pubs gespielt, die sogenannten „Wohnzimmer“ der Iren. Dort treffen sich die Iren bereits am Nachmittag oder Abend für ein „Pint of Guinness“ (ein Glas Guinness). So kommen Sie sehr schnell ins Gespräch mit den Bewohnern der Insel und man kann tolle Kontakte knüpfen.
Schafe:
In Irland gibt es sehr viele Schafe. Es kann durchaus sein, dass sich mal eines oder zwei auf die Strasse verirren. Daher sollten Sie immer darauf achten, vor allem bei Regionalen Strassen, dass Sie nicht zu schnell fahren.
Das Kleeblatt, das Shamrock:
Das Shamrock ist das inoffizielle Nationalsymbol der Insel. Das Shamrock war eines der Attribute des Heiligen Patrick, der den Iren die Dreifaltigkeit erklärt haben soll.
Ebenfalls eine wichtige Rolle im Leben der Iren spielt die Farbe Grün. Dies ist ebenfalls die Erkennungsfarbe der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus.
Klippen von Moher:
Die Klippen von Moher sind die Sehenswürdigkeit in Irland. Jedes Jahr kommen zahlreiche Besucher, um die 8 km langen Klippen zu bestaunen. Diese ragen an einigen Stellen fast senkrecht aus dem Meer hinaus, am Südende haben Sie eine Höhe von 120 m.
Guinness:
Guinness ist das bekannteste Bier in und von Irland. Jeder trinkt es, ob Mann oder Frau. Im Guinness Storehouse in Dublin können Sie Schritt für Schritt beobachten, wie das dunkle Getränk hergestellt und verarbeitet wird. In jeder Ecke haben Sie auch die Möglichkeit ein „Pint of Guinness“ zu kosten.
Connemara:
Connemara ist eine beeindruckende und wunderschöne Region im Westen Irlands. Sie ist sehr karg, sieht aus wie eine Mondlandschaft. Sie ist landschaftlich in 2 geteilt, der südlichere Teil besteht mehrheitlich aus Heide – und Moorgebieten und der Norden besteht aus mehreren über 700m hohen Bergen (Twelve Bens), in denen nahe Clifden auch der Connemara – Nationalpark liegt.
Titanic:
Die Titanic ist jedem Mann und jeder Frau bekannt. Diese wurde im Hafen von Belfast erbaut und trat ihre Jungfernfahrt im April 1912 Richtung New York an. Alle kennen die Geschichte der Titanic. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass das Linienschiff in Belfast gebaut wurde und dass dort heute ein eindrückliches Museum steht. Das Museum „Titanic Belfast Experience“ wurde im Jahre 2012 eröffnet und erfreut sich grosser Beliebtheit. Das ganze Gebäude ist ein Erlebnis Zentrum mit Nachbauten, so zum Beispiel die Eingangshalle des Schiffes. Ein "must" für jeden Belfast Besucher.
Ring of Kerry:
Der Ring of Kerry führt an der Süd – Westküste Irlands vorbei. Genau genommen von Kenmare immer der Küste entlang, über die Iveragh Halbinsel, bis nach Killorglin. Die Strasse hat insgesamt eine Länge von 179 km und führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Einige davon sind die Stadt Killarney und der Killarney – Nationalpark mit dem Ladys View. Ein Geheimtipp, welcher in der Nähe des Ring of Kerry liegt und mindestens genau so schön ist, ist die Dingle Halbinsel.
Kilkenny:
Die Stadt Kilkenny ist die bekannteste mittelalterliche Stadt Irlands. Sie befindet sich im gleichnamigen County und liegt im Südosten des Landes, dem „Ancient East“. Sie ist sehr berühmt für Ihre mittelalterlichen Gebäude und ihr Nachtleben, sowie auch das gleichnamige Bier der Region. In der Umgebung der Stadt befindet sich der „Rock of Cashel“, dies ist ein legenden-reicher Felsenberg und war vor Jahrzehnten die Residenz der irischen Könige.
Top of the List:
Irland hat sehr viele bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Wenn man dies ein bisschen unterteilen würde, sieht dies in etwa so aus:
Musikszene: U2, The Cranberries, Snow Patrol, Sinéad O'Connor, Chris de Bugh, Rory Gallagher, Hozier, Niall Horan, Bob Geldof, Ronan Keating, Ray Garvey und The Dubliners. Wer Lust hat noch mehr über die Künstler zu erfahren, kann das Irish Rock'n'Roll Museum in Dublin besuchen.
Literatur: Oscar Wilde 1854-1900, James Joyce 1882-1941, Samuel Beckett 1906-1990, William Butler Yeats 1865 - 1939
Schauspieler: Pierce Brosnan, Colin Farrell, Mel Gibson, Peter O'Toole, Gabriel Byrne
Sportler: Roy Keane (Fussball) , Brian O'Driscoll (Rugby)
Whiskey:
Der irische Whiskey hat eine jahrelange Tradition. Heutzutage haben allerdings nur noch wenige Destillen überlebt, der Whiskey ist aber dennoch sehr gefragt. Die älteste Whiskeybrennerei trägt den Namen „Bushmills“ und die Lizenz geht bis ins Jahre 1608 zurück. Im Vergleich zum schottischem Whiskey wird der irishe Whiskey 3 mal statt 2 mal destilliert, was ihn milder macht. Andere Whiskeybrennereien sind „Midleton“ und „Jameson Whiskey“.
St. Patrick's Day, 17. März
Der St. Patrick's Day ist der Nationalfeiertag der Iren. Im ganzen Land herrscht eine ausgelassene Stimmung und es wird wild gefeiert und viel getrunken, vor allem in den grösseren Städten. Die Iren selbst sehen den Nationalfeiertag eher als eine Art Karneval und verkleiden sich mit den bekannten grünen Hüten und Kleeblättern.
Irish Tweed:
Als Tweed wird in Irland die Kleidung aus grob gewebtem Wollgarn bezeichnet. Diese stammt meistens aus den County Donegal. Diese Kleidung ist sehr wetterbeständig und gibt enorm warm. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Tweed, die je nach Herstellung unterschiedlich schwer sind.
Sport:
In Irland ist der Sport sehr wichtig. Sie haben viele Sportarten, welche die Bevölkerung gerne auslebt. Besonders beliebt sind die Sportarten Hurling – eine Art Landhockey – und Gaelic Football – zu vergleichen mit Rugby. Der grösste Sportverein in Irland ist die Gaelic Athletic Association GAA. Das grösste Stadion der GAA ist der Croke Park in Dublin mit immerhin 82'000 Plätzen. Es wird ausser für Konzerte nur für Hurling, Camogie (Hurling der Damen) und Gaelic Football benützt. Die GAA sagt von sich selber, dass alle Spieler Amateure sind, also unentgeltlich spielen. Das Finale, All-Ireland Final genannt, wird am ersten Sonntag im September ausgetragen.
Fast so populär wie Hurling und Gaelic Football sind Rugby und Fussball. Die Rugby Nationalmannschaft gehört weltweit zu den Besten. Das Besondere an dieser Nationalmannschaft ist, dass sie seit der Gründung 1874 die gesamte Insel, also Nordirland sowie auch die Republik Irland, vertritt.
Outdoor – Aktivitäten:
Die Natur von Irland ist bestens geeignet um einige Outdoor – Aktivitäten auszuüben. Unter anderem sind dies:
Angeln & Fischen:
In Irland sind Angeln und Fischen hoch im Kurs. Die Insel bietet extrem viele Möglichkeiten, um diese Outdoor Aktivität zu machen. Die besten Zeiten zum Fischen sind von Ende März – September, aber grundsätzlich kann man in Irland das ganze Jahr über fischen. In den Flüssen Shannon und Erne gibt es zahlreiche verschiedene Arten von Fischen mit bis zu 50 kg.
Pferdesport:
In Irland ist es an vielen Orten möglich Pferdeurlaub zu machen, Pferdefreunde sind hier am richtigen Ort. Im Süden der Insel gibt unzählige Reitställe, die Ausritte und Unterricht anbieten. Auch Ferien mit einem Pferdewagen sind in Irland sehr beliebt.
Wandern:
Die Wanderwege in Irland sind zahlreich. Der bekannteste ist 930 km lang und führt durch den ganzen Norden der Insel. Jedoch eignet sich der Süden auch hervorragend um zu Wandern oder zu Spazieren.
Radfahren:
Radtouren finden eher im Süden und Westen des Landes statt, in den Regionen der Connemara oder der Dingle Halbinsel.
Golf:
Irland ist ein Paradies für Golfer. Die wunderschönen Golfplätze sind in ganz Irland verteilt, insgesamt sind es 380 Plätze. Da findet jeder das Passende für sich!
Dublin:
Die Hauptstadt der Insel ist sehr vielfältig. Sie hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einige davon sind das Dublin Castle, das Trinity College in welchem sich das Book of Kells befindet und die Ha'penny Bridge, welche das Wahrzeichen der Stadt ist. Doch am Besten, sehen Sie selbst!
Wicklow Mountains:
Die Wicklow Mountains sind ein beliebtes Naherholungsgebiet der Iren. Sie liegen südlich von Dublin, im sogenannten „Ancient East“. Die Moore, Berge und im Sommer die Hänge voller blühenden Heidekraut, sind einzigartig anzusehen.
Clonmacnoise:
Bei Clonmacnoise handelt es sich um eine Klosterruine aus dem 7. Jahrhundert. Sie befindet sich im „Ancient East“ Irlands, südlich von Shannon. Dies war einzig das kulturelle und geistige Zentrum der Kelten. Die Ruine verlor nach dem 13. Jahrhundert an Bedeutung und wurde 1552 von englischen Truppen zerstört. Nun ist es eine Ruine, welche berühmt für ihre keltischen Kreuze ist.
Aran Islands:
Die Aran Inseln sind 3 kleine Inseln, welche eine geologische Fortsetzung der Burren Region bildet. Diese ist nördlich von Galway zu finden. Die Inseln kann man per Schiff oder mit dem Flugzeug erreichen. Ein Auto ist auf den Inseln nicht notwendig. Die ungewöhnliche Natur dieser Region Irlands ist regelrecht einzigartig, ebenso wie die Sehenswürdigkeiten aus dem 8. Jahrhundert. Eine davon ist zum Beispiel die Dun Aengus, eine Steinfestung mit Klippen.
Giant's Causeway:
Der Giant's Causeway sagt dem einem oder anderen vielleicht schon etwas. Dies sind Basaltgesteine, welche durch Erosion entstanden sind. Der Giant's Causeway wird auch häufig „Damm der Riesen“ genannt. Im Visitor Centre kann man die beeindruckende Entstehung der sechseckigen Basaltsäulen studieren.