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(Kt. Wallis,
Bez. Brig).
938 m. Gem. und Pfarrdorf im s. Abschnitt der Terrasse von
Brigerberg; nahe der Stelle,
wo die Simplonstrasse nach ihren grossen Schlingen in die
Schlucht der
Saltine eintritt und 4 km ö. der Station
Brig der Simplonbahn.
Postablage, Telephon. Gemeinde, mit Bach,
Bielen,
Brei,
Gassen,
Lauenen,
Lingwurm, Oberthermen,Schlucht und
dem im Gantherthal isolierten
WeilerBérisal: 92
Häuser, 700 kathol. Ew.; Dorf 21
Häuser, 138 Ew. Der an der Simplonstrasse
selbst
gelegene
WeilerSchlucht vergrössert sich auf Kosten des 400 m weiter westlich stehenden Dorfes Ried immer mehr.
Kapelle. 1901 als
eigene Pfarrei von
Glis-Brig losgelöst. Neue Pfarrkirche zwischen Ried und
Schlucht.
Wiesen,
Maiensässe
und Alpweiden. Hauptbeschäftigung der Bewohner dieser ausgedehnten Gemeinde ist Alpwirtschaft und Viehzucht. Die
Wiesen und
Maiensässe werden durch ein ganzes System von Wasserleitungen (bisses) bewässert, von denen zwei aus dem wilden
Ganterthal
herauskommen.
Ein in
Schlucht von der Strasse abzweigender Weg führt in einer Viertelstunde auf den Kalvarienberg der
Burgspitze, von wo man einen schönen Ueberblick über das Thalstück
Visp-Brig-Mörel hat. Auf dem
Schollberg an der Simplonstrasse
befindet sich der sog. Hexenstein, wo 1620 die letzte Hexe der Gegend verbrannt worden ist. Fund einer karolingischen Münze
auf dem
Brigerberg. Neben Ried ist der meist trocken liegende Ruffigraben eingeschnitten, dessen
Wildbach
bei starken Regengüssen furchtbar werden kann und schon verschiedene
Male die Simplonstrasse mit seinen Geschieben überschüttet
hat. Ried ist die Heimat des Paters Anderledy, der 1891 als Jesuitengeneral gestorben ist.
Kapelle. 1 km sw.
Gummen stehen auf einem die
Rhone beherrschenden
Felsen die
Reste der Burg
Mangepan, des einstigen Sitzes derHerren von
Mörel. 1901 erhielt die Gemeinde von einem
Londoner Bankier, der sich hier ein
Chalet hatte erbauen lassen, die Summe von 15000 Fr. zu Schulzwecken.