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Der stark gefurchte Kettenjura, der sich aus mehreren, durch Verwerfungen, Stösse und Erosion unterteilten Gebirgszügen hintereinander zusammensetzt, wird vom Cholersbach entwässert, der im unteren Teil über Millionen von Jahren die Teufelsschlucht bildete.
Hintergrund
Der stark gefurchte Kettenjura, der sich aus mehreren, durch Verwerfungen, Stösse und Erosion unterteilten Gebirgszügen hintereinander zusammensetzt, wird vom Cholersbach entwässert, der im unteren Teil über Millionen von Jahren die Teufelsschlucht bildete. Der Eingang zur Teufelsschlucht befindet sich mitten in Hägendorf. Ein Fussweg führt in vielen faszinierenden Kurven über Brücken und Stege, vorbei an Höhlen, Tunneln und Schluchten bis zum Allerheiligenberg. Der Cholersbach fliesst über Wasserfälle und glatte Felsplatten ins Dorf und mündet an der Dorfgrenze zu Kappel in den Dünner.
Seit Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Weg von der Allerheiligenstrasse bei der Kanzelfluh als Holzabfuhrweg genutzt. Fast gleichzeitig hat die Bürgergemeinde Hägendorf die Schlucht durchgehend erschlossen. Bis hoch zur Lungenheilstätte im Allerheiligenberg geht der Weg dann ein paar Jahre später entlang des Hoferbächlis.
Währendem die Jurafelsspalte früher Collerbachsgraben und Teufelsgraben hiess, hat sich seit den 1950er Jahren der Name Tüfelsschlucht durchgesetzt. In Anbetracht der Mächtigkeit und der beklemmenden Engnisse ist das ein durchaus passender Name. Doch der Name kommt nicht von ungefähr.
Sage
Von Unterwald her soll vor langer, langer Zeit der Teufel höchstpersönlich eine arme Seele mitgebracht haben, um diese am Gipfel des Hügels in die Hölle zu werfen. Wie es so kommen sollte, hat sich der Teufel auf dem Weg zum Gipfel verlaufen. Dank der angenehmen Kühle sei er samt der Seele in den Bach gesprungen. So sei nach wildem Zischen eine mächtige Dampfwolke aufgestiegen und nach getaner Arbeit sei der Teufel später mit all seinen Höllenfürsten zurückgekehrt, um sich abzukühlen.
Seit da steigt häufig Rauch und Nebel von der Kluft das Thal hinunter. Schwefelgestank, Wolken über dem Berg und Dampfschwaden verdecken die Sicht. Als der Teufel mit seinen Weggefährten dann auch noch Flutwellen ausgelöst hat und die Bäume mitgerissen und die Fische getötet wurden, sollte dem regen Treiben der Garaus gemacht werden.
Die Teufel wehrten sich und rissen Steine aus dem Felsen, tobten mit Sturmfluten und rissen Bäume aus. Doch dem Pfarrer vom Dorf gelang es in einem zwei mal drei stündigen wilden Kampf den Teufel zu vertreiben.
Seit da läuft das Wasser ruhig und kühl, es blieben grosse Überschwemmungen aus.
Wanderungen
Im Gebiet der Tüfelsschlucht gibt es zahlreiche Wanderwege. Von Hägendorf zur Belchenfluh dauert es rund zwei Stunden. Erst geht es durch die wunderschöne Teufelsschlucht hoch bis zum Allerheiligenberg. Dann geht es weiter durch den Wald und über Bergwiesen zur Belchenfluh. Als Belohnung für die Höhenmeter wartet eine tolle Rundsicht.
Anfahrt und Zugang
Der Wanderweg durch die Schlucht beginnt nahe des Denners in Hägendorf. Vom Bahnhof Hägendorf ist der Weg zur Teufelsschlucht signalisiert. Ein Parkplatz hat es im Dorfzentrum Hägendorf. Die Schlucht ist ganzjährig geöffnet. Es empfiehlt sich gutes Schuhwerk. Im Winter, wenn der Bach gefriert ergibt sich ein besonders teuflisches Schauspiel aus Eis und Wasser.