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Viele Menschen haben aus unterschiedlichen Gründen Mühe, Geschriebenes zu verstehen. Sei es, weil ihre Erstsprache nicht Deutsch ist, oder weil sie unter einer Leseschwäche leiden. Die «Einfache Sprache» soll ihnen den Zugang zu deutschen Texten erleichtern. Bei der Einfachen Sprache handelt es sich um eine speziell verständliche Ausdrucksweise der deutschen Sprache. Noch einen Schritt weiter geht die «Leichte Sprache», deren Empfehlungen in einem Regelwerk festgehalten sind.
Die «Einfache Sprache» ist weniger strikt geregelt und näher an der Standardsprache.
Ein paar Beispiele:
Wortwahl: Geläufige Wörter wählen
Statt: unentgeltlich
Besser: kostenlos, gratis
Satzbau: Einfache, kurze Sätze bilden (Subjekt, Prädikat, Objekt)
Statt: Ihre Anfrage, den Termin zu verschieben, haben wir erhalten und geprüft.
Besser: Sie möchten den Termin verschieben. Wir haben Ihre Anfrage geprüft.
Fremdwörter: Durch alltägliche Begriffe ersetzen oder erklären
Statt: Diskrepanz
Besser: Abweichung
Statt: downloaden
Besser: herunterladen
Satzlänge: Schachtelsätze vermeiden; eine Aussage pro Satz
Statt: Mit Schreiben vom 15. Dezember 2017 habe ich Ihnen mitgeteilt, dass die Beurteilung Ihres Begehrens, insbesondere was die Abklärung der Machbarkeit betrifft, einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Besser: Um Ihre Anfrage abzuklären, benötige ich noch etwas Zeit. Mit meinem Schreiben vom 15. Dezember 2017 habe ich Sie darüber informiert.
Aktivsätze: aktive statt passive Formulierungen verwenden
Statt: Sie werden gebeten, das Formular rechtzeitig einzusenden.
Besser: Bitte senden Sie uns das Formular bis zum 31. Januar 2018.
Nominalstil vermeiden: Nominalkonstruktionen mit Verben ausdrücken
Statt: Wir bieten Ihnen unentgeltliche Beratung an.
Besser: Wir beraten Sie kostenlos.
Abkürzungen ausschreiben oder vermeiden
Statt: Wenden Sie sich ggf. an unseren Spezialisten.
Besser: Unser Spezialist beantwortet bei Bedarf Ihre Fragen.