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20 MINUTES
"Man kann das CBD nicht verteufeln, man kann die Leute nicht in Versuchung führen."
Von Maria Pineiro
Der 22.04.2018
Mehr als 200 Setzlinge wurden in Genf, Lausanne, Bern und Zürich verteilt. Ein CBD-Produzent verteilte Hanfstecklinge in mehreren Schweizer Städten. Das ist nicht jedermanns Geschmack.
Freitag, 12.30 Uhr, Place du Molard, im Stadtzentrum, zwei Werber rufen den Passanten zu, Flyer und kleine Cannabispflanze in der Hand.
Sie fördern eine von Bernard Rappaz unterstützte CBD-Marke anlässlich des Internationalen Cannabistages. Die Firma der Hanf-Aktivistin will für ihre neuen Produkte werben, aber auf eine diskrete Art und Weise: kein Zelt, Banner oder andere Werbeunterstützung für diese Aktion.
Diese Diskretion ist motiviert durch "das schwefelhaltige Image, das legales Gras umgibt, das von der Mehrheit der Menschen immer noch als Droge angesehen und als gefährlich dargestellt wird", so der Sprecher der Marke.
Ein Tabu brechen
Es ist eine außergewöhnliche Pflanze", ruft Suzanne, 73 Jahre alt, ihren kleinen Keimling in den Händen. Alexandre, 19 Jahre alt, findet diese Besetzung "cool".
"Es bricht das Tabu", sagt er. Für Bernard Rappaz, den er kurz darauf in den Genfer Büros des Unternehmens traf, stellt die CBD "den ersten Bruch auf dem Weg zur Legalisierung von Cannabis" dar.