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OSS 117: Le Caire, nid d'espions
Regie: Michel Hazanavicius
Darst.: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, Aure Atika, Philippe Lefebvre, Constantin Alexandrov, Laurent Bateau, Claude Brosset, François Damiens, Richard Sammel u.a.
Kairo 1955. Kürzlich wurde König Faruq durch eine Gruppe junger Offiziere unter der Führung von General Nasser gestürzt. Die Offiziere planen, den Suezkanal zu verstaatlichen, was westliche Länder mit Argwohn beobachten. In dieser politisch explosiven Situation wimmelt die ägyptische Hauptstadt von Spionen aus aller Welt. Einer von ihnen ist der für Frankreich tätige Geheimagent Jack Jefferson, alias OSS 283. Eines Tages wird er tot aufgefunden. Die Pariser Zentrale schickt Agent Hubert Bonisseur de La Bath, alias OSS 117, zur Aufklärung von Jeffersons Tod nach Ägypten. OSS 117 trifft dort auf die schöne Larmina, eine geheimnisvolle Ägypterin, die für den ermordeten OSS 283 gearbeitet hat. Sie hilft OSS 117 bei seinen Ermittlungen, in deren Verlauf der Agent unter anderem auf eine Hühnerfarm stösst, die sein Vorgänger als Tarnung betrieb. Kurz darauf lernt er die verführerische Prinzessin Al Tarouk kennen, eine Nichte von König Faruq. Mit solchen Kontakten ist es nicht verwunderlich, dass Hubert schon bald bis zum Hals im Schlamassel steckt. Ein halbes Jahrzehnt bevor er mit «The Artist» Filmgeschichte schrieb, erzielte Regisseur Michel Hazanavicius 2006 mit dieser umwerfend witzigen Agentenfilmparodie in seinem Heimatland Frankreich einen so grossen Erfolg, dass er 2009 mit «OSS 117: Rio ne répond plus» nachlegte. Grundlage für beide Filme waren die OSS-117-Groschenromane, die der französische Schriftsteller Jean Bruce ab 1949 um die von ihm erfundene Figur des Geheimagenten und weltgewandten Frauenhelden Hubert Bonisseur de La Bath, alias OSS 117, erfand und am Fliessband produzierte. Nach Bruces Tod im Jahr 1963 wurden einige der insgesamt 88 Romane verfilmt. Es war Frankreichs Antwort auf James Bond. In Michel Hazanavicius’ Parodie spielt Jean Dujardin die Hauptrolle des selbstverliebten Agenten mit so grossem Vergnügen, dass sie seiner Präsenz in «The Artist» durchaus ebenbürtig ist, und auch Bérénice Bejo, Ehefrau von Michel Hazanavicius, brilliert als des Agenten durchtriebene Assistentin Larmina – ein explosives Duo, bei dem kein Auge trocken bleibt.