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Inspiriert wurde dieser Artikel von einem Tweet von Dr. Rob Thompson, auch genannt «Dr. Rainman», der an der englischen Universität von Reading arbeitet. Mit einem Experiment hat er darauf hingewiesen, dass man sich in einer Trockenheitsphase besser keine allzu kräftigen Regenschauer wünscht, denn diese würden gar nicht gut im trockenen Boden versickern, sondern oberflächlich abfliessen und möglicherweise zu Überschwemmungen führen.
Wir haben dieses Experiment auf Schweizer Boden im Mittelland durchgeführt. Es wird deutlich, dass das Wasser auf der ausgetrockeneten Rasenfläche viel langsamer im Boden versickert als auf der grünen Rasenfläche. Der Fachausdruck dafür heisst Hydrophobie.
Hydrophobie
Vom Altgriechischen «hydro-» für Wasser und «phobos» für Furcht; wassermeidend, wasserabstossend.
Es ist wissenschaftlich nicht abschliessend geklärt, warum der trockene Boden wasserabweisend ist. Wahrscheinlich sind es organische Stoffe, die nicht im Wasser löslich sind und / oder Fettsäuren und Wachse enthalten. Diese hindern das Wasser, im Boden einzudringen und es versickert nur langsam durch Risse oder Spalten im Boden.
Zur Linderung des trockenen Bodens müsste es über längere Zeit nur mässig regnen. Denn sobald der Boden einmal angefeuchtet ist, kann der Regen auch besser versickern.
Quellen:
Florian Jehn: Eigenschaften von biologischen Bodenkrusten vor und nach mechanischen Störungen und deren Einfluss auf die Hydrophobie in Sekule / Slowakei (2014).
Matthias Kuhnert: Quantifizierung von Oberflächenabfluss und Erosion auf Böden mit hydrophoben Eigenschaften, Dissertation an der Universität Potsdam (2008).