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Armut an der Wurzel packen
Die meisten unserer Rohstoffe stammen aus Ländern des globalen Südens. Leider kommt dort Armut noch verbreitet vor und als Folge davon sind auch die Arbeitsbedingungen nicht mit hiesigen Standards vergleichbar. Chocolats Halba akzeptiert keine Form von Menschenrechtsverletzungen und setzt bei deren Wurzeln an: dem Schutz der Kinder, einer gerechten Entlöhnung der Bauern und der Stärkung der Frauen.
Chocolats Halbas Agroforstprojekt in Ecuador fördert gezielt Frauen wie Margoth Borja.
Armut hat viele Facetten: schlechte Ernährung, ungenügende Bildung, mangelhafte sanitäre Infrastrukturen, unzureichende medizinische Versorgung, Diskriminierung der Frauen, schwerste Kinderarbeit. Auch wenn die Weltgemeinschaft in den letzten Jahren die absolute Armut vermindern konnte, ist sie in Ländern des globalen Südens noch allgegenwärtig, insbesondere im abgelegenen ländlichen Raum, wo die Rohstoffe für die Schokolade herkommen.
Handfester Beitrag
So ist zum Beispiel die Benachteiligung der Kakaobäuerinnen in Westafrika ein grosses Problem. Die mangelnde Ausbildung – viele können nur ungenügend lesen und schreiben – führt dazu, dass sie ihre Rechte nicht kennen oder diese nicht einfordern können. Zudem erzielen sie auf dem Markt für die gleiche Ernte einen schmaleren Erlös als Männer. Dies wiederum hat vielfältige Auswirkungen auf die Kinder, denn Frauen investieren den grössten Teil ihres Einkommens in die Ausbildung und Gesundheit ihrer Söhne und Töchter.
Chocolats Halba will einen handfesten Beitrag zur Verbesserung prekärer Lebensumstände leisten. Mittels Verträgen verpflichten wir unsere Lieferanten zur Einhaltung der Menschenrechte vor Ort und kaufen in allen Bezugsländern nur Kakao ein, der Fairtrade-Richtlinien entspricht. Allein die Fairtrade-Prämien, die Chocolats Halba für Kakaobohnen und Kakaobutter entrichtet, erreichten seit 2010 einen Gesamtbetrag von über sechs Millionen Franken.
Mit den Fairtrade-Prämien finanzieren Kooperativen soziale Projekte wie diese Schule in Peru.
«Das Engagement von Chocolats Halba ist enorm wichtig für die Produzenten der verschiedenen Rohstoffe wie Kakao oder Zucker. Durch die von Halba generierten Prämien können sie in ihre Betriebe und ihre Organisationen investieren. Darüber hinaus engagiert sich Chocolats Halba in konkreten Projekten, was die positive Wirkung noch verstärkt.»
Fabian Waldmeier, Leiter Internationale Zusammenarbeit, Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)
Fairtrade stärkt die Bauernorganisationen durch demokratisch organisierte Kleinbauernkooperativen. Die Bauern entscheiden zusammen, welche Investitionen sie mit den Prämiengeldern tätigen oder welche Projekte sie damit finanzieren möchten. So lancierte unsere ghanaische Partnerkooperative Kuapa Kokoo Projekte zur Förderung der Frauen und zum Schutz der Kinder, die Chocolats Halba zusätzlich finanziell unterstützt.
Weltweite Pionierleistung
Der grösste Hebel jedoch, davon sind wir überzeugt, liegt in der ganzheitlichen Bekämpfung der Armut. Also in Projekten, die sowohl auf der ökonomischen als auch sozialen und ökologischen Ebene ansetzen. Daher hat Halba in Zusammenarbeit mit Fachleuten und den Kooperativen in allen ihren Kakao-Bezugsländern sogenannte Agroforstprojekte lanciert.
Der Mischanbau von Kakao- und anderen einheimischen Fruchtbäumen ist nicht bloss ein Segen für die Umwelt, sondern vervielfältigt auch die Einkommensmöglichkeiten der Kooperativen: Das Risiko von Missernten vermindert sich und durch langfristig höhere Kakaoerträge sowie den zusätzlichen Verkauf von Edelhölzern und Früchten können die Bauern ihr Einkommen signifikant erhöhen.
In diesen weltweiten Pionierprojekten fördert Chocolats Halba zudem ganz gezielt Frauen. Einerseits werden sie zu Bauerntrainerinnen ausgebildet, was ihnen mehr Ansehen und Kompetenzen verleiht. Andererseits erhalten sie Verdienstmöglichkeiten auf und neben dem Feld, etwa durch den Aufbau und die Pflege von Baumschulen oder den Verkauf von zusätzlichen Frucht- und Gemüseernten.
Die Kosten für die Entwicklung und Umsetzung der Agroforstprojekte werden hauptsächlich von Chocolats Halba und dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit getragen. Finanzielle Unterstützung leisten zudem auch staatliche und private Entwicklungsorganisationen wie DEZA, Helvetas und Swisscontact.