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Im turbulenten und leidenschaftlich geführten Spiel zwischen Gastgeber Australien und Nigeria, das vor knapp 50'000 Zuschauern das «Auswärtsspiel» 3:2 gewann, verlor die Bernerin nie den Überblick. In den Nachspielzeiten der ersten und zweiten Halbzeit (6 und 12 Minuten) gab es nicht weniger als drei Tore, aber nie eine Reklamation. Die Unparteiische wurde während der gesamten Partie nie zum Thema, auch in diversen Live-Blogs nicht – was für die Schweizerin spricht, die dreimal die Gelbe Karte zückte.
Esther Staubli ist an dieser WM eine von 33 Hauptschiedsrichterinnen. Die 43-jährige Bernerin ist seit zehn Jahren auf der internationalen Bühne oder national in der Super League der Männer präsent. 2013 pfiff sie zum ersten Mal an einer EM, zwei Jahre später den Champions-League-Final und erstmals an einer WM. 2017 leitete sie den EM-Final zwischen Holland und Dänemark, weitere grosse Spiele kamen dazu. Im Herbst 2021 gab sie auch die Premiere in der Super League der Männer.
Achtes internationales Turnier
Nach der EURO 2013, der WM 2015, Olympia 2016, der EURO 2017, der WM 2019, Olympia 2021 und der Euro 2022 steht die Agronomin, die einst eine Lehre als Landwirtin absolviert hat und jetzt an einer Fachhochschule unterrichtet, am achten internationalen Turnier in Folge im Einsatz. Allein für ihre Fitness auf dem Rasen investiert sie 15 Trainingsstunden pro Woche.
Im Gegensatz zur WM der Frauen waren bei den Männern in Katar – wie bei allen grossen Turnieren seit 2012 – keine Unparteiischen aus der Schweiz mit von der Partie.
(sda/raw)
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