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In einer schrecklichen Gruft im Zentrum von Hinwil ist der „Verband Ober-Länder Guggenmusiken“, abgekürzt V O L G beheimatet.
In diesen Gefilden haust der mächtig Herrscher über die Hinwiler Fasnacht, der unermüdliche K. Maharad Eyer.
Eines Nachts im letzten Sommer wälzte er sich wütend in seinem Bette und fand keinen Schlaf. Der besorgten Gattin Moniradscha schüttete er endlich sein Herz aus: „ Es wurmt mich so statk, dass meine geliebte FaKoHi immer auswärtige Guggen nach Hinwil holen muss.“ Wie immer, holdselig lächelnd, erwiderte seine liebe Moniradscha: „Schaffe dir doch, du allzeit unermüdlicher, eine eigene Guggenmusik, Deinen Ruhm zu preisen.“ Voller Freude drehte sich K.Maharad Eyer zu seiner Gattin, sie für diesen guten Einfall zu küssen. Doch die Betten glitten auseinander, und er fiel in die Spalte dazwischen. In dieser Spalte eingeklemmt liegend, erinnerte er sich an die Nagelfluhspalte unseres Hausberges „Bachtel“. Er gelobte beim Propheten, dass die neue Gugge „Bachtelspalter“ heissen solle. Nach diesem Gelübde glitten die Betten noch weiter auseinander, und er konnte der Spalte unverletzt entsteigen.
Am nächsten Morgen überliess er die Geschicke des Verbandes seinem Fussvolke und stellte sich unter die Pforte der Gruft; nach potentiellen Guggern ausspähend. Wenn dann einer der Angesprochenen gut helvetisch „Ja, aber...“ antworten wollte, schnitt ihm der mächtige Maharadscha das Wort nach dem „Ja“ ab, und befahl ihn in den Hirschen zur Gründungsversammlung.
An diese Versammlung tat K.Maharad Eyer kund, dass die Gattin des Mühlers von der Matte die Kunst beherrsche, auf der Schreibmaschine herumzuhacken und liess den Mann zum technischen Leiter wählen. Darauf liess er seinen Blick über die Runde schweifen du fixierte einen struppigen Urmenschen aus dem Hinwiler Tobel. Von ihm wusste er, dass dieser mindestens zwei Töne der Tonleiter kannte, und machte ihn kurzerhand zum musikalischen Leiter. Nun ernannte er Instrumenten- und Kostümmacher und zog sich in seine fürstlichen Gemächer zurück.
Am nächsten Tage verkleidete sich der Maharadscha als Bettler, um erfolgreich die Hinwiler Banken zu bebetteln. Dann setzte er die Namen seiner neuen Vasallen in die Zeitung, um sie an ihre Aufgabe zu ketten. Und siehe, sie gingen an die Arbeit:
sie schnitten und nähten,
hobelten und sägten
schrieben Noten und probten.
Und wenn sie daran nicht gestorben sind, dann werden sie an der nächsten Hinwiler Fasnacht spielen.