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Svydovets ist eine Waldlandschaft der Ukraine im Herzen der Waldkarpaten, die in der Ostslowakei, in Polen, der Ukraine sowie ein kleines Stück in Rumänien umfassen. Ihre höchste Erhebung ist die Howerla (2060 m) in der Ukraine. Leider werden das fragile Ökosystem und die Biodiversität Svydovets durch den geplanten Bau eines Mega-Skiresorts infrage gestellt. Ein riesiges Problem der ukrainischen Wälder ist die weitherum illegale Abholzung ihrer Bestände. Das geschieht wegen der grossen internationalen Nachfrage nach illegal geschlagenem Holz und der verbreiteten Korruption im Lande.
Die ökologische Bedeutung von Svydovets zeigt sich darin, dass 9 von 17 Bergseen der Ukraine sowie 94 bedrohte Tier- und Pflanzenarten in dieser Region anzutreffen sind. Über 1400 Hektaren Wald müssten für 60 Hotels, 120 Restaurants, 390 Apartment-Häusern und 230 Kilometer Skipisten mit einer Kapazität von 28’000 Touristen pro Tag in Rahmen der Projekt des Mega-Resorts abgeholzt werden. Die drei Dörfer Lopukhovo, Yassinya und Tchorna Tisza mit zusammen rund 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern arbeiten im Wald oder leben von den natürlichen Ressourcen dieses Gebiets. Svydovets grenzt unmittelbar an das UNESCO-Biosphärenreservat der Karpaten.
Das Bild zeigt: Projektinfrastruktur des Resorts – die Fläche ist 1290 ha
Infrastrukturbereiche in den Wäldern – die Fläche ist 890 ha
Infrastrukturbereiche in den Wäldern auf der Höhe mehr als 1500 metres – 330 ha
Die «Free Svydovets»-Bewegung fordert mit einer Petition deshalb, dass diese einzigartige Waldlandschaft vollständig unter Schutz gestellt wird und sämtliche Bauvorhaben im Zusammenhang mit dem Skiresort sofort abgebrochen werden. Der Bruno Manser Fonds fordert in einer weiteren Petition an die ukrainische Regierung: Stoppt das Megaprojekt und stellt das Waldgebiet vollständig unter Schutz! Mit Ihor Kolomoyskyi – mutmasslicher Initiant des Megaprojekts und drittreichster Ukrainer – besteht im Fall Svydovets eine direkte Verbindung zur Schweiz. Der umstrittene Oligarch lebt in einer Villa am Genfersee.
@copyright Photographer: Kostyantin Balabanov
Das gemeinsame Engagement von lokalen UmweltaktivistInnen und international tätigen NGO hat Erfolg gebracht. Schon fast 10‘000 Menschen haben die Petition «Rettet die Waldkarpaten» von Free Svydovets und des Bruno Manser Fonds an Herrn Poroschenko unterschrieben. Am Montag, 12. November 2018 wurden die Petitionen dem ukrainischen Botschafter in Bern übergegeben.
Wir danken Ihnen ganz herzlich, dass Sie das mit Ihrer Unterschrift ermöglicht haben!