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Bali kannte man um 1900 herum in Europa nur als von wilden Eingeborenen besiedeltes Eiland vor Indonesien. Dieses verzehrte Bild ist den Holländern zu verdanken, die hier als Kolonialherren sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Doch letztlich musste man auch dort einsehen, dass das Bild Balis, das einst vermittelt wurde, ein ganz falsches war. Ab 1914 startete man daher mit der Darstellung von leicht bekleideten balinesischen Mädchen einen Versuch den Tourismus auf die Insel zu bringen. Doch diese sexuellen Anspielungen kamen im alten damals noch prüden Europa auch nicht gerade gut an. Dabei wurde die balinesische Kultur immer nur soweit geschützt, wie es den Holländern nützlich erschien. Man kann pauschal sagen, dass die Kultur stark unterdrückt wurde.
Japaner, Bürgerkrieg und dann die Hippies
Auch unter den Japanern ab 1942 bis 1946 änderte sich das nicht. Auch heute noch hat Bali einen eher zweifelhaften Ruf als Urlaubsland. Grund dafür ist aber, dass in den 1970er Jahren die Hippies Bali für sich entdeckten. Auch sie praktizierten dort Freizügigkeit und konsumierten dort Drogen. Die Insel schien auf die Hippes eine große Anziehungskraft auszuüben. Damals gab es nur kleine Hüttendörfer für die Hippies auf der Insel. Doch nach und nach entstanden auch die ersten kleineren Hotels. Heute herrscht auf der Insel Luxusurlaub pur vor. Endlich konnte man nämlich nach dem Abzug der Hippies ab den 1980er Jahren zahlungskräftigere Klientel empfangen. Heute hat Bali meist die Millionengrenze erreicht an Urlaubern im Jahr. Die Touristenzahlen schwanken allerdings sehr.