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Das Wichtigste in Kürze
- Roger Federer (36) tritt in Miami (USA) zur Titelverteidigung an.
- Nau analysiert seine potenziellen Gegner auf dem Weg zum Turniersieg.
Runde 2: Das Fragezeichen
In der ersten Runde von Miami kommt Roger Federer (36), der natürlich als 1 gesetzt ist, in den Genuss eines Freiloses. In der zweiten Runde bekommt er es mit dem Sieger der Begegnung Calvin Hemery (FRA, ATP 150) vs. Thanasi Kokkinakis (AUS, ATP 175) zu tun. Besonders der 21-jährige Kokkinakis hat immer wieder sein Potenzial angedeutet, wurde aber oft durch Verletzungen zurückgeworfen. Gegen den Maestro hat er noch nie gespielt.
Runde 3: Der Routinier
Setzt sich Federer durch, trifft er in der dritten Runde dem Papier nach auf Fernando Verdasco (ESP, ATP 39), gegen den er die bisherigen sechs Partien alle gewonnen hat. Der spanische Routinier spielt bisher eine verhaltene Saison, erreichte aber in Rio de Janeiro im Februar den Final.
Runde 4: Der Überraschungsmann 2017
In Runde vier würde mit Pablo Carreño Busta (ESP, ATP 19) wohl ein weiterer Spanier warten. Der Überraschungsmann der letzten Saison ist mittlerweile wieder auf Weltranglistenplatz 19 zurückgefallen, nachdem er zwischenzeitlich in den Top 10 und sogar an den World Tour Finals in London dabei war. Die bisher einzige Begegnung zwischen den beiden entschied Federer in Roland Garros 2013 für sich.
Viertelfinal: Der Steigerungsläufer
Programmierter Gegner im Viertelfinal wäre Kevin Anderson (RSA, ATP 8). Der 31-Jährige hat sich auf seinen Karriereherbst hin nochmals stark gesteigert und ist seit Anfang Jahr, obwohl er an den Australian Open in der ersten Runde überraschend ausschied, in die Top 10 der Welt vorgestossen. Dies insbesondere mit Finalteilnahmen in Pune (ATP-250) und Acapulco (ATP-500), dem Turniersieg in New York (ATP-250) und dem Viertelfinal in Indian Wells (ATP-1000) vor einer Woche. Kein einfacher Gegner für King Roger, auch wenn er ihn bisher viermal besiegt hat.
Wie weit kommt Roger Federer in Miami?
Halbfinal: Der stagnierende Youngster
Dem Papier zufolge müsste Roger Federer in Halbfinal auf die Nummer 4 des Turniers treffen: Alexander Zverev (GER, ATP 5). Der junge Deutsche, der 2017 sein endgültiges Durchbruchjahr nennen darf, ist jedoch in einer lamentablen Form. An den Australian Open erreichte er die 3. Runde. Ansonsten war sein Highlight dieser Saison der Halbfinal in Acapulco, den er gegen Juan Martin del Potro (ARG, damals ATP 9) verlor. In Indian Wells scheiterte Zverev in der zweiten Runde am Brasilianer Joao Sousa (damals ATP 85). Das Head-to-Head zwischen Zverev und Federer ist durchaus knapp: 3:2 führt der Maestro. Allerdings ist mehr als nur fraglich, ob Zverev den Halbfinal überhaupt erreichen wird.
Final: Revanche für Melbourne und Wimbledon?
Die Nummer zwei des Turniers und designierter Finalgegner Roger Federers ist, in Abwesenheit von Rafael Nadal (ESP, ATP 2) der Kroate Marin Cilic (ATP 3). Der 29-Jährige hat sich mit seinem harten Aufschlag und seinem Powertennis in zwei der vier letzten Grand-Slam-Finals gespielt (Australian Open 2018 und Wimbledon 2017), wo er allerdings jeweils an Roger Federer scheiterte. Kommt die Revanche im Final von Miami? Sollten beide Akteure das Endspiel erreichen, liegen die Vorteile rein aus der Historie der beiden auf jeden Fall beim Schweizer: er gewann 9 von 10 Duellen.