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Bereits vor 60 Jahren haben sich die Gemeinden von Ardon, Conthey und Vétroz zum Zweckverband "Consortage de Motelon" zusammengeschlossen, um die Quellen im Gebiet Derborence für ihr Trinkwasser zu nutzen.
Da die Quellen in einem Karstgebiet liegen, können die Messwerte für die Trübung nach starken Niederschlägen auf über 50 NTU ansteigen. Früher musste das Quellwasser dann oft während mehrerer Tage verworfen werden. Die daraus entstehenden Versorgungsengpässe sollten vermieden werden, weshalb der Verband im Jahr 2008 den Bau einer Aufbereitungsanlage im Gebiet des Petit-St-Bernard beschloss.
Die Ultrafiltrations-Anlage besteht aus zwei voneinander unabhängigen Aufbereitungslinien, die je 140 L/Sek. oder insgesamt 10'500 m³ Trinkwasser pro Tag liefern. Zuvor wird das Wasser bei 200 µm grobfiltriert und abschliessend erfolgt eine leichte Netzschutz-Chlorung. Obwohl das Wasser im Mittel 1 bis 3 und Spitzen von 50 NTU Trübung aufweist, ist keine weitere Behandlungsstufe erforderlich. Die Spülverluste liegen bei ca 6% der Rohwassermenge.
Die Beschickung mit anstehendem Vordruck spart Energie und hilft, die Betriebskosten bei ca. 3 Rappen/m3 tief zu halten.
Das Gebäude wurde ausgelegt, um die Aufbereitungskapazität zu einem späteren Zeitpunkt mit 2 weiteren Aufbereitungslinien verdoppeln zu können .