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Die iberische Halbinsel ist die Grossarena des Stierkampfes. Während die Stiere in Spanien bekanntlich in der Arena getötet werden, ist dies in Portugal per Gesetz verboten.
Die bekanntesten Stierkämpfe finden in den Arenen von Lissabon, Santarém und Vila Franca de Xira statt.
An der Algarve befinden sich Stierkampfarenen in Albufeira und in Lagos.
Obgleich der Stier in Portugal in der Arena nicht getötet wird, ist der Stierkampf ebenso blutig.
Die Stiere werden provoziert, denn nicht immer hat ein Stier die Kampfeslust, die man ihm nachsagt.
In der Stierkampfarena sticht der „Cavaleiro“, der Reiter dem Stier die „Farpas“, Pfeile mit bunten Bändern in den Nacken.
Das ist quälend, wenn auch noch nicht sehr schmerzhaft, doch reizt es den Stier noch mehr, das durch die Matadores mit ihren rosa oder rotfarbenen Tüchern noch gefördert wird.
Im letzten Teil eines Stierkampfes treten die „Forcados“ auf. Eine Reihe junger Männer, die in der so genannten „Pega“ versuchen, den Stier ohne Waffen zu Boden zu zwingen.
Der vorderste Forkenträger lockt den Stier auf die Gruppe der „Forcados“. Rast der Stier los, versucht der Forcado sich mit einem Sprung zwischen die Hörner des Stieres zu retten.
Gemeinsam mit den anderen Forcados wird das Tier zu Boden gestreckt und zum Abschluss am Schwanz gezogen als Zeichen des Sieges.
An der Algarve ist dieser Teil des Stierkampfes bei den Touristen beliebt, das dieser eher amüsante Teil, doch über das Schicksal des Stieres hinwegtäuscht.
In der Regel wird der Stier nach dem Stierkampf auf die Schlachtbank geführt.
Zu bewundern sind in einem Stierkampf neben den Reitkünsten der „Cavaleiros“ die Eleganz und die Dressur der Pferde.
Die Frage bleibt, ob man dafür nicht eher eine Reitvorführung an der Algarve besuchen sollte?