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Die im Jahre 1854 gegründete Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) leistete sich schon früh ein eigenes Fotografisches Institut. Charles-Eugène Guye erwähnt es in seinem am 15. Februar 1897 in der «Revue générale des sciences pures et appliquées» erschienenen Artikel, in dem er auch über die Ausstattung des Instituts mit fotografischen Geräten berichtet.
Im Laufe seines Bestehens hat dieses Institut eine umfangreiche Sammlung aufbauen können, indem es zum einen Geräte erwarb, zum anderen aber auch nicht mehr genutzte gebrauchte Apparaturen aus den verschiedenen Laboratorien in seine Kollektion übernahm. Bei einigen dieser Geräte ist sogar noch die Originalverpackung erhalten – ein Glücksfall, der ihre Musealität noch steigert.
Diese im Besitz der Schweizer Eidgenossenschaft befindliche Sammlung wurde zwischen 1983 und 1989 dem Schweizer Kameramuseum in Vevey anvertraut und bildet heute gewissermassen das Rückgrat der Sammlung dieser noch jungen Einrichtung.
Die umfangreiche Institutsbibliothek ergänzte die Sammlung, war jedoch, was den Bestand an Zeitschriften anging, unvollständig. 1999 konnten diese Lücken im Zusammenhang mit dem Erwerb der Sammlung und der Archive des Journalisten und Fotohistorikers Urs Tillmanns zum Teil geschlossen werden. Dieser war zu Beginn der 1980er Jahre von einem Angestellten der ETH über die drohende Entsorgung eines bedeutenden Konvoluts von Fotografiezeitschriften und -fachbüchern in Kenntnis gesetzt worden, als sich diese bereits in einem Abfallcontainer befanden, und hatte den Bestand in letzter Minute gerettet.