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Obwohl die Katholiken von Langenthal und Umgebung rechtlich zur Pfarrei Burgdorf gehörten, erfolgte die seelsorgliche Betreuung aus der luzernischen Nachbarschaft. Den Gottesdienst besuchten sie in St. Urban.
1908 bis 1910 erteilte Pfarrer Weiler aus St. Urban Religionsunterricht in Langenthal, der aber aus Mangel an katholischen Familien wieder eingestellt wurde.
1917 ging eine Delegation von Katholiken aus Langenthal zum Bischof nach Solothurn, mit dem Ersuchen um einen regelmässigen Sonntagsgottesdienst und der Wiederaufnahme des Religionsunterrichtes. Drei Jahre später wurde ihre Bitte erfüllt. Die Einwohnergemeinde Langenthal überliess den Katholiken den Singsaal des Sekundarschulhauses und ein Schulzimmer für den Gottesdienst und den Religionsunterricht. Am 18. Juni 1920 begann für die mit dem ersten katholischen Gottesdienst seit der Reformation ein neuer, segensreicher Abschnitt.