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Maler zwischen Spätbarock und Klassizismus
Werdegang
Martin Knoller wird am 8. November 1725 als Sohn des Dorfmalers Franz Knoller und seiner Frau Maria Fidler in Steinach am Brenner geboren. Von Martins acht Geschwistern sind beim Tod der Mutter 1747 nur noch die Schwester Maria und der Bruder Anton am Leben. Er lernt bei seinem Vater. Sein weiterer Lebenslauf bis zum Eintritt in die Wiener Akademie 1751 ist nicht dokumentiert. Er arbeitet vorher mit Sicherheit einige Jahre beim Südtiroler Paul Troger, ist um 1748−1750 bei den Mitarbeitern Trogers am Dom zu Brixen zu vermuten und kommt in dessen Gefolge auch nach Wien.[1] Man vermutet hinter dem ersten Förderer Knollers den Innsbrucker Kunstmäzen Joseph Hormayr.[2] An der Wiener Akademie bleibt Knoller bis 1753. Rektor ist zu dieser Zeit Michel Angelo Unterberger, ebenfalls ein Südtiroler und Malerkollege Trogers.[3] Die ersten bekannten Werke Knollers sind Altarblätter für Asbach in Niederbayern und Deckenfresken in der Kirche von Anras im Pustertal, Werke, die ihn noch deutlich als Schüler Trogers ausweisen. 1755 geht Knoller nach Rom. Er vertieft hier vor allem seine Zeichentechnik und ist mit den beiden in Rom sesshaften Deutschen Anton Raphael Mengs und Johann Joachim Winckelmann eng befreundet.[4] Mit ihnen geht er 1758 auf eine Studienreise nach Neapel und Pompeji. Für Knoller kommt in Neapel eine vielversprechende Verbindung zustande, als ihm der dortige kaiserliche Botschafter, Graf Karl Joseph Gotthard von Firmian, Porträt- und Altarblattaufträge erteilt.[5] Wahrscheinlich schon durch Vermittlung seines Lehrers Paul Troger mit der Familie bekannt, reist Martin Knoller anschliessend mit dem Grafen nach Mailand, wo dieser im gleichen Jahr als bevollmächtigter Minister der Lombardei eingesetzt wird, hier auch residiert und als grosser Kunstmäzen auftritt. In Mailand stattet Knoller den neu erworbenen Palazzo Firmian-Vigoni mit mehreren Deckenfresken aus und empfiehlt sich für ein weiteres Deckenfresko im Palazzo Litta. Dann kann er Ende 1760 nochmals nach Rom gehen. Wieder profitiert er auch in Rom von den Verbindungen des Grafen von Firmian, der ihm mehrere Aufträge vermittelt. Der Graf ist ehemaliger Student der Ettaler Ritterakademie und gibt Knoller den Auftrag für zwei Altarblätter in der oberbayrischen Benediktinerabtei. 1762 und 1763 liefert Knoller diese Leinwände aus Rom. Er signiert das Blatt für den Katharinenaltar stolz mit «Martin Knoller Tirol fecit Romae 1763». 1765 kehrt er nach Mailand zurück, das nun seine zweite Heimat wird.
Volders
Wieder vermittelt ihm Graf von Firmian einen grossen Freskenauftrag im Norden. In Volders bei Innsbruck kann er 1766 die schon hundert Jahre vorher im erstellte Servitenklosterkirche mit einem Hauptaltarblatt und Deckenfresken ausstatten. Das grosse Kuppelfresko, vier weitere Deckenfresken, die Zwickelfresken und auch das Altarblatt sind ausschliesslich der Vita des heiligen Karl Borromäus gewidmet. Die grosse Arbeit zeigt nun die Frucht der langen römischen Jahre mit der Maxime «zeichnen, zeichnen, zeichnen». Jede seiner Figuren ist genau studiert und erfassbar, die Farben klar und frisch, das «Bildpersonal» überschaubar und plausibel disponiert, in seiner Bewegtheit und souveränen Zusammenführung aber noch eindeutig dem Barock verhaftet. Die Unverbindlichkeit der reinen Rokokomalerei ist bei Knoller undenkbar. Nur die Stuckaturen der Kirche sind reines Rokoko.[6] Nur dort, wo Knoller den Stuck als «stucco finto» selbst malt, wie in der Vorhalle, drückt der Klassizismus durch. In Volders legt er den Grund für seine Hauptwerke, die er in einem gigantischen Arbeitspensum zwischen 1769 und 1775 ausführt.
Familie
Knoller hat als Hofmaler des Grafen von Firmian ein Jahresgehalt von 800 Gulden, dazu freies Quartier und freie Kost am Hof. Nach dem Auftrag Volders, der ihm ein Honorar von 1100 Gulden einbringt, kann er an eine Familiengründung denken. 1767 heiratet der die Mailänder Bürgerstochter Annunciata Cardani. Mit ihr hat er drei Söhne und zwei Töchter. Die Familie bewohnt jetzt eine Stadtwohnung, begleitet Knoller aber an seine Arbeitsstätten im Norden.
Ettal, Neresheim, Gries bei Bozen, München und Mailand: die grossen Freskenwerke
1769 kann er in der Benediktinerabtei Ettal das Deckenbild im Chor malen. Johann Jakob Zeiller hat hier 1748−1752 das grosse Kuppelfresko der Hauptrotunde gemalt.[7] Ein Vergleich der Fresken der beiden Schüler von Paul Troger zeigt, wie stark bei Knoller die Farbe im Dienste der Individualisierung der Figuren steht, während sie im spätbarocken Werk Zeillers noch bindendes Element eines visionär entrückten Heiligenhimmels ist.[8] Der Abt der Reichsabtei Neresheim, Benedikt Maria Angehrn, ist jedenfalls sicher, dass er für seinen Heiligenhimmel in der neuen Stiftskirche Neresheim den richtigen Maler gefunden hat, als er sich Ende Mai 1769 in Ettal mit Knoller trifft. Vermutlich sieht er nebst den ausgeführten Altarblätter und einigen anderen Ölbildern nur den Entwurf für das Fresko von Ettal. Das genügt, um mit Knoller noch im gleichen Jahr den Vertrag für die malerische Ausstattung der Neresheimer Stiftskirche abzuschliessen. Knoller arbeitet von 1770 bis 1775 während 607 Tagen in Neresheim und erhält dafür rund 20 000 Gulden. Er malt seine präzisen Figuren des Kuppelgemäldes nach Kurzbeschrieben des Abtes, der ihm auch alle Attribut vorgibt. Das Gemälde in der Vierungskuppel ist mit 714 Quadratmeter gemalter Fläche das grösste Deckenbild des 18. Jahrhunderts, wie auch Neresheim das bedeutendste Freskenwerk Knollers wird. Die Kirche Balthasar Neumanns wird so schnell zum Wallfahrtsort aufgeklärter Kunstliebhaber.
Noch während der Arbeiten in Neresheim malt Knoller 1772 und 1773 die Deckenfresken der Augustiner-Chorherrenkirche Gries.[9] Die gleichzeitige Arbeit bewältigt er, indem er in Gries schon an Ostern beginnt und dann nach Pfingsten den Weg nach Neresheim einschlägt, wo er bis im Herbst arbeitet. Er erhält für diesen Auftrag 4000 Gulden. Dem in die Stiftskirche Eintretenden bietet Knoller mit seinem Ketzersturz ein barockes Spektakel. Aus dem goldgerahmten Fresko der Langhausdecke lässt Augustinus mit seiner Feder, von der Blitze ausgehen, die Häretiker über den Bildrand eindrucksvoll in die Tiefe stürzen. Hier zeigt Knoller, das er den Illusionismus des römischen Hochbarock nicht nur beherrscht, sondern ihn neu interpretiert. Bei Knoller fallen die Ketzer nicht in einen illusionistisch gemalten Raum, sie fallen förmlich aus dem durch den schweren Bildrahmen betonten Bild heraus.
Nach der Arbeit in Gries nimmt er auf der Rückreise von Neresheim einen Auftrag in München an. Im Bürgersaal der Jesuitenkongregation malt er im Herbst 1773 und im Frühjahr 1774 ein Deckengemälde. Die Darstellung der Himmelfahrt Mariä hat ein Mass von 10 Meter Breite und 32 Meter Länge. Im Louvre können wir den Entwurf bewundern, das Original ist zerstört.[10]
Die Arbeiten in Neresheim sind 1775 beendet. Knoller arbeitet nun wieder in Mailand, wo er im Palazzo Reale, der neu für den Erzherzog Ferdinand von Habsburg und seiner Gemahlin Maria Beatrice d’Este gebaut wird, ab 1776 an Freskenzyklen arbeitet. Die Fresken werden schon in der napoleonischen Zeit und dann endgültig im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Palazzo Greppi malt er nebst anderen Fresken um 1778 ein Deckenfresko im klassizistischen Festsaal, das noch erhalten ist. Auch die Fresken im Palazzo Belgiojoso, die er bis 1782 malt, sind noch erhalten. Alles Barocke ist bei diesen Werken verschwunden. Die Deckenbilder erinnern mehr an kolorierte Zeichnungen, die akademisch genau, und nun ohne den im Klassizismus verpönten Illusionismus gemalt sind. Die Fresken, wären sie an einer Wand, würden wenigstens kein Halsverrenken verursachen. Die Mailänder Klassizisten betrachten dies natürlich anders. Sie veröffentlichen die Fresken des Palazzo in einem vielgesuchten Stichwerk.
Alterswerk
Die Fresken in Mailand sind der letzte Grossauftrag. Gegen Gian Domenico Tiepolo verliert er einen Wettbewerb für ein Deckenfresko im Palazzo Ducale von Genua, obwohl dessen Entwurf noch barocken Illusionismus zeigt.[11] Aber jetzt ist auch eine Schülergeneration in Mailand tätig, die schon in ihrer Ausbildung nur noch den Klassizismus kennt. Vor allem im Bereich der Genre- und Porträtmalerei werden sie gegen Ende des Jahrhunderts Knoller vorgezogen. Kirchliche Aufträge bleiben in der Lombardei wegen der kirchenfeindlichen Politik des Kaisers Joseph II. aus. So arbeitet Knoller nochmals an letzten Fresken in Bozen, Ettal und in Innsbruck und kann für dortige Klöster und Pfarrkirchen noch immer Altarblätter liefern. Sein letztes Deckengemälde erstellt er 1785 im Palais Fugger-Taxis zu Innsbruck. Es ist wie die letzten Fresken in Mailand ein klarer Abschied vom Barock.
1790−1793 ist er in Wien, malt hier für den Hofadel vor allem Porträts und wird 1791 auch als Akademiemitglied aufgenommen. In Wien erhält er 1792 auch seine Berufung als Professor an der Mailänder Kunstakademie. Das Lehramt in Mailand behält er bis 1803, auch während der napoleonischen Ära.
Am 24. Juli 1804 stirbt er mit 79 Jahren in seiner Mailänder Wohnung.
Martin Knoller hat mehrere Selbstbildnisse hinterlassen. Das letzte malt er 1803. Es zeigt ihn, nun schon 78 Jahre alt, als Halbfigur im Halbprofil nach rechts, die rechte Hand mit einem Pinsel auf eine Zeichenmappe gestützt. Auf der Mappe signiert er mit «Mart: Knoller seipsum pinxit an. 1803: / aetatis suae 78». > Zum Porträt.
Pius Bieri 2012
Literatur:
Baumgartl, Edgar: Martin Knoller. München und Berlin 2004.
Links:
de.wikipedia.org/wiki/Martin Knoller
de.wikipedia.org/wiki/Paul Troger
de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo Unterberger
de.wikipedia.org/wiki/Anton Raphael Mengs
de.wikipedia.org/wiki/Johann Joachim Winckelmann
Anmerkungen:
[1] Paul Troger (1698−1762) aus Welsberg im Südtirol, führender Deckenmaler, sein Hauptwerk ist das Kuppelfresko in der Kajetanerkirche Salzburg. 1754−1757 Rektor der Wiener Akademie der bildenden Künste.
[2] Joseph Hormayr (1705−1778).
[3] Michel Angelo Unterberger (1695−1758) aus Cavalese bei Bozen, ab 1737 in Wien.
[4] Anton Raphael Mengs (1728−1779) ist bis 1751 sächsischer Hofmaler in Dresden und wird nachher in Rom sesshaft. 1755 lernt er hier Johann Joachim Winckelmann (1717−1768) kennen, den geistigen Begründer des Klassizismus im deutschsprachigen Raum
[5] Franz Alphons Freiherr von Firmian (1680−1748) in Mezzocorona, verheiratet mit einer Gräfin von Thun-Hohenstein, ist der Förderer des jungen Paul Troger. Sein Sohn Karl Joseph Gotthard (1718−1782) ist 1754−1758 Botschafter in Neapel. Es ist durchaus möglich, dass die Familie Firmian auch den Studienaufenthalt des Schülers von Paul Troger finanziert und das Zusammentreffen in Neapel kein Zufall ist.
[6] Wahrscheinlich der Wessobrunner Anton Gigl (1700−1769), in Innsbruck tätig.
[7] Johann Jakob Zeiller (1708−1783) aus Reutte im Tirol, ebenfalls Schüler von Paul Troger.
[8] Die illusionistischen Obergadenmalereien mit frühklassizistischen Architekturmalerei und Puttenreliefs in der Art von «stucco Finto» malt Knoller erst 1784−1786.
[9] Das Augustinerchorherrenstift Gries bei Bozen wird 1807, während der bayrischen Besetzung des Tirols (1806−1814) durch den neuen Bayernkönig Maximilian I. Joseph von Bayern, wie alle anderen bayrischen Klöster aufgehoben. 1845 wird das Kloster von Österreich an die aus der Schweiz ausgewiesenen Benediktiner von Muri im Aargau übergeben. Erst jetzt nennt sich die Abtei Muri-Gries. Sie ist den meisten Touristen nur wegen der Weinkellerei bekannt.
[10] Knoller malt ausnahmsweise nicht «al fresco buono», sondern in Seccotechnik. Das Bild leidet im 19. Jahrhundert unter der Luftfeuchtigkeit und Verschmutzung durch eine neu installierte Gasbeleuchtung. Ein falsche Restaurierung 1924 wirkt zerstörend, sodass es schon vor dem Zweiten Weltkrieg als unrettbar verloren gilt. Es fällt 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.
[11] Gian Domenico Tiepolo (1724−1804) aus Venedig, Sohn des Gian Battista, arbeitet mit diesem in Würzburg.
Quelle: Erich Baumgartl, Martin Knoller (1725−1804) als Deckenmaler. Hildesheim 1986.
|Jahr||Arbeitsort||Werk|
|1754||Anras.

Pfarrkirche St. Stephan.
|Deckenfresko im Langhaus (Glorie des hl. Stephanus). Deckenfresko über der Orgel (Auffindung der Gebeine des hl. Stephanus). Deckenfresko im Chor (Anbetung der hl. Eucharistie). 12 Brustbilder der Apostel. Stucco finto im ganzen Gewölbebereich.|
|1760||Mailand.

Palazzo Litta.
|Deckenfresko in der Sala degli Specchi (Aufnahme des Äneas unter die Götter).|
|1766||Volders. Servitenkloster. Kirche St. Karl Borromäus.||Kuppelfresko (Glorie des hl. Karl Borromäus) mit Laternenfresko (Gottvater mit Geisttaube und Engeln). Deckenfresken in Chor, (Geburt des hl. Karl), in Süd- und Nordapsiden (Almosenverteilung durch den hl. Karl und Ernennung des hl. Karl zum Kardinal), in der Vorhalle (hl. Karl mit dem jungen Hippolyt Guarinoni). Acht Szenen aus dem Leben des hl. Karl an den Wölbungszwickeln des Hauptraumes und vier Engelsgruppen an den Eckkalotten des Hauptraumes.|
|1769||Ettal. Benediktinerabtei. Stiftskirche Unsere Liebe Frau. Presbyterium.||Deckenfresko (Himmel des alten und neuen Testamentes in Erwartung Mariens).|
|1770−

1775
|Neresheim. Benediktinerabtei St. Ulrich und Afra. Stiftskirche.||Deckenfresken im Chor (Letztes Abendmahl und Auferstehung Christi), in der Hauptkuppel (Triumphierende Kirche), im südlichen und nördlichen Querhaus (Darstellung Jesu im Tempel und Taufe Christi im Jordan), im Langhaus (Jesus unter den Schriftgelehrten und Vertreibung der Wechsler und Händler aus dem Tempel), in den Pendentifs der Hauptkuppel (Evangelisten). Stucco finto im Deckenbereich.|
|1771−

1773
|Bozen. Augustinerchorherrenstift Gries. Heute Muri-Gries.

Stiftskirche
St. Augustinus.
|Deckenfresko im Langhaus (Überwindung der Ketzer durch den hl. Augustinus). Kuppelfresko im Chor (Glorie des hl. Augustinus). Fresko an Westwand und Orgelgewölbe (Bekehrung des jungen Augustinus und Engelskonzert). Personifikationen der vier Weltteile im Langhaus und der vier weltlichen Tugenden im Chor.|
|1778−

1779
|Mailand.

Palazzo Greppi.
|Deckenfresko im Salone (Wahrheit), in der Stanza del Caffè (Jupiter und Ganymed) und im 1. OG (Zephyr und Flora).|
|1781−

1782
|Mailand.

Palazzo Belgiojoso.
|Deckenfresken im grossen Saal (Apotheose des Alberico il Grande und Emulazione, Gloria). Deckenfresko in der Sala di Rinaldo (Rinaldo in den Gärten der Armida).|
|1783||Bozen. Grosses Toggenburg-Haus. Raum im 1. OG.||Deckenfresko (Zephyr und Flora). Al fresco illusionierte Wand- und Deckengestaltung. Putten-Allegorien als Supraportenfresko.|
|1784−

1785
|Ettal. Benediktinerabtei. Stiftskirche Unsere Liebe Frau. Presbyterium.||Illusionistische Wandgestaltung der Obergadenzone mit Kassettierungen und Figuren von monastischen und weltlichen Tugenden. Illusionistische Darstellungen am Triumphbogen.|
|1785||Innsbruck. Palais Fugger-Taxis. Paris-Saal im 1. OG.||Deckenfresko (Urteil des Paris). 12 Puttenszenen an den Stichkappen. Porträtmedaillons an den Mittellünetten der Längswände. Illusionistische Deckengliederung.|
|1788||Bozen. Ansitz Gerstburg.

Saal im 2. OG.
|Deckenfresko (Aurora). Wandfresken (Morgen, Abend). Architekturmalerei mit illusionistischen Götterdarstellungen und Medaillons mit Putten-Allegorien.|
|Martin Knoller (1725–1804)|
|Biografische Daten|
|Geburtsdatum (Taufe)||Geburtsort||Land|
|8. November 1725||Steinach am Brenner||Tirol A|
|Land 18.Jh.||Bistum 18.Jh.|
|Grafschaft Tirol||Brixen|
|Sterbedatum||Sterbeort||Land|
|24. Juli 1804||Mailand||Lombardei Italien|
|Land 18. Jh.||Bistum 18. Jh.|
|Herzogtum Mailand||Mailand|
|Kurzbiografie|
|Martin Knoller gehört zur letzten Generation der grossen Tiroler Freskanten des 18. Jahrhunderts. Obwohl seine Freskenwerke mit der Darstellung «di sotto in sù» noch der barocken Tradition verhaftet sind, malt er klassizistisch klar und benutzt die Farbe zur Unterscheidung und Separierung. Sein Hauptwerk sind die Deckenfresken in der Stiftskirche Neresheim, die er 1770–1775 anfertigt. Sein Lebensschwerpunkt ist Italien, nur für die grossen Freskenaufträge nimmt er Wohnsitz nördlich der Alpen. In Mailand wird er, nun nur noch als klassizistischer Maler tätig, 1792 Professor an der Kunstakademie.|