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42 Prozent der Schweizer sind übergewichtig oder gar fettleibig (adipös). Jeder zweite Mann (51 %) und jede dritte Frau (33 %) liegen über ihrem Normalgewicht. Mit den zusätzlichen Pfunden steigt das individuelle Risiko für Depression, Diabetes, Krebs und Herz- und Kreislauferkrankungen. Zudem entstehen jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe durch Arbeitsausfälle und medizinische Therapien.
Die Trends zeigen eine negative Entwicklung: Zum einen nimmt die Zahl der (stark) Übergewichtigen seit Jahren zu. So hat sich etwa der Anteil adipöser Personen zwischen 1992 und 2017 verdoppelt, bei Frauen auf 10,2 Prozent, bei Männern auf 12,3 Prozent.
Zum anderen steigt der Anteil von Übergewichtigen mit zunehmenden Alter: Unter jungen Männern (unter 24 Jahre) sind 25,4 Prozent übergewichtig oder adipös, bei den über 65-jährigen Männern sind es 55,4 Prozent. Eine ähnliche Alterskurve, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau, lässt sich bei Frauen beobachten. Häufig steckt hinter dem Übergewicht im Alter ein Bewegungsmangel, der sich mit dem Austritt aus dem Berufsleben einstellt.
Doch Übergewicht ist nicht nur eine Folge von zu wenig Sport und übermässiger oder falscher Ernährung. Auch Stress und Stoffwechselstörungen, ausgelöst beispielsweise auch durch Schlafprobleme, können zu Übergewicht führen. Auch kann eine genetische Veranlagung das Sättigungsgefühl unterdrücken.
Angesichts dieser vielfältigen Ursachen sind individuelle Lösungen gefragt, um das verbreitete Übergewicht zu bekämpfen. Generell heisst es allerdings: Es ist nie zu spät, um mit dem Sport zu beginnen!