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Eine Woche, nachdem das IOC bekanntgegeben hat, dass es die Winterspiele 2030 nicht schon im nächsten Jahr vergeben wird, legt die japanische Stadt Sapporo bei ihrer Bewerbung eine Pause ein.
Sapporo will zuerst herausfinden, wie gross der Support in der Bevölkerung für eine Bewerbung noch ist, nachdem zuletzt ein Korruptionsskandal um die Olympischen Sommerspiele in Tokio in Japan zentrales Thema gewesen ist. Das Organisationskomitee von 2030 will sicherstellen und der Bevölkerung aufzeigen, dass in seiner Bewerbung und in seinem Dossier alles «sauber» ist.
Ein ranghoher Funktionär des OK von «Tokio 2020» (Austragung 2021) gestand in diesem Jahr, Bestechungsgelder angenommen zu haben, um Firmen für das Sponsoring der Winterspiele einzuschleusen. Deshalb erklärte in diesem Monat der Gouverneur der Insel Hokkaido mit Hauptort Sapporo, eine Bewerbung sei zum aktuellen Zeitpunkt äusserst problematisch.
Sapporo, wo die Olympischen Winterspiele 1972 stattgefunden haben, gilt für 2030 mit Salt Lake City (Austragungsort 2002) und Vancouver (2010) als meistgenannter Favorit. Die Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt.