Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/866

Der Name lautet "Feuerkreis Niklaus von Flüe" (FNF). Die Altersstufen innerhalb des Bundes heissen: Wölfe (7 - 12 Jahre), Späher (12 - 16 Jahre), Ritter (nach der obligatorischen Schulzeit).
Der Jugendbund wurde am 25. September 1988 unter dem Namen "Pfadfinderbund Niklaus von Flüe" (PNvF) im Flüeli-Ranft bei Sachseln (CH) gegründet. 1994 beschloss die Bundesversammlung sich den Namen "Feuerkreis Niklaus von Flüe" (FNF) zu geben, um Verwechslungen mit der "Pfadibewegung Schweiz" (PBS) zu vermeiden. Der Bund ist nicht Mitglied der "Pfadibewegung Schweiz". 1997 trat der kleine Jugendbund der internationalen "World Federation of Independent Scouts" (WFIS) bei.
Geleitet wird der Bund durch eine von der Bundesversammlung gewählte Bundesleitung. Die Bundesversammlung besteht aus den über 18-jährigen Mitgliedern, die mindestens den 2. Grad nach den Qualifikationsmerkmalen des Scoutismus absolviert haben, und den geistlichen Betreuern.
Die Geschichte zu unserem Bund finden Sie hier.
Der Feuerkreis fühlt sich den Idealen und Zielsetzungen des katholischen Scoutismus verbunden. Der FNF bemüht sich in seinen Reihen ein geistiges Klima zu schaffen, welches das Wachstum geistlicher Berufungen und die Förderung christlicher Familien ermöglicht. Die Spähergesetze des Bundes leiten sich von den Scoutgesetzen Baden-Powells ab. Der Wahlspruch lautet: "SEMPER PARATI!". Das Versprechen, welches ab dem 12. Altersjahr abgelegt werden kann, heisst: "Ich verspreche bei meiner Ehre, dass ich mit der Gnade Gottes mein Bestes tun will, meine Pflichten gegenüber Gott, der Kirche und meinem Land zu erfüllen, meinen Mitmenschen jederzeit zu helfen und den Spähergesetzen zu gehorchen."
Der Feuerkreis ist ein nach katholischen Grundsätzen ausgerichteter scoutistischer Jugendbund. Wenn man sich im Lager oder während einer Übung um ein Feuer setzt, bildet man einen Kreis: eine Gemeinschaft. "FEUERKREIS" bedeutet also Gemeinschaft um das Feuer. Weil das Feuer hell und warm macht, erinnert es uns an Gottes Wahrheit und Liebe. Es ist auch ein Symbol für Gott selber, der unseren Herzen Wärme und Licht schenkt. Ein "FEUERKREIS" ist also eine frohe Gemeinschaft mit Gott in der Mitte. In unserem Herzen soll eine Begeisterung - ein Feuer - für Jesus Christus brennen.
Der Feuerkreis ergänzt die Erziehungsarbeit christlicher Eltern. Die Mitglieder des Bundes fühlen sich mit dem Nachfolger des Hl. Petrus, dem Papst, und den mit ihm in Einheit stehenden Bischöfen treu verbunden. Der Bund stellt sich unter die Obhut Mariens, der Mutter des Herrn. Unser Bundespatron ist der Hl. Bruder Klaus.
Der Feuerkreis kennt keine Koedukation. Wir haben keine gemischten Gruppen oder Lager. Mädchen und Buben sind in getrennten Abteilungen. Wir meinen, dass sich vor allem Mädchen in gleichgeschlechtlichen Gruppen besser entfalten können und dabei selbstständiger werden. Eine Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern auf kultureller, religiöser und gesellschaftlicher Ebene wird jedoch gepflegt.
Erwachsene und jugendliche Leiter leiten die Feuerkreisgruppen. Zwei und mehr Gruppen am gleichen Ort der Zusammenkunft bilden eine Abteilung. Den Gruppen und Abteilungen stehen üblicherweise Priester als geistliche Begleiter zur Seite. Die Gruppenzugehörigkeit richtet sich nach Altersstufe und Geschlecht.
Eine der Hauptaufgaben der Bundesleitung besteht in der Durchführung von Leiterkursen und der Planung gemeinsamer Aktivitäten auf Bundesebene. Die mindestens einmal alljährlich stattfindende Bundesversammlung ordnet die wichtigen Belange des Bundes. Bei ethischen und religiösen Fragen hat im Feuerkreis immer die Lehre der römisch-katholischen Kirche das Schlusswort. Der Bund steht treu zum Nachfolger des hl. Petrus, dem Papst. Er anerkennt das II. Vatikanische Konzil.
Die Versprechen, welche im Feuerkreis abgelegt werden, verpflichten nicht zu ständiger Mitgliedschaft. Der Feuerkreis sieht sich als private Vereinigung von Gläubigen (vgl. CIC Can. 298). Scoutgesetze und Versprechen sind Hilfen, um "im alltäglichen Leben als Christ und Staatsbürger seine Aufgabe in Ehe und Familie, in Kirche und Welt zu erfüllen". (kath. Trauritus)
Der FNF führt jedes Jahr eigene Leiterkurse durch, wo Wolfs- und Späherleiter, resp. Wolfs- und Spähermeister ausgebildet werden.
Der Jugendbund unterhält lokale Materialstellen, wo Zelt- und Lagermaterial, Banner, Abzeichen und Kluften etc. gepflegt und aufbewahrt werden. Bei ihren Übungen haben die Gruppen meist Gastrecht bei Privatpersonen oder in Pfarreiheimen.
Das von Mitgliedern des Bundes hergestellte und intern verbreitete Heft trägt den Titel "s'Zündhölzli". Es erscheint 3 mal pro Jahr.
Aktive Gruppen vom "Feuerkreis Niklaus von Flüe" bestehen in den Kantonen St.Gallen, Schwyz, Aargau und Thurgau. Auch im Fürstentum Liechtenstein sind wir vertreten. Der Bund zählte Ende 2010 etwa 220 Aktivmitglieder.
Nebst anderen interessanten Aktivitäten, Hauslagern und einem festen Programm steht bei den Wölfen das Spiel im Vordergrund. Das 7- bis 12-jährige Kind erlebt die Gemeinschaft Gleichaltriger und übt sich spielerisch in die allgemeinen Regeln des menschlichen Zusammenlebens ein.
Das Wolfsversprechen lautet: "Ich verspreche mir Mühe zu geben mein Bestes zu tun, Gott, meine Familie und meine Heimat zu lieben, dem Wolfsgesetz zu gehorchen und jeden Tag jemandem eine Freude zu bereiten."
Die beiden Wolfsgesetze lauten:
1. Der junge Wolf hört auf den alten Wolf
2. Der Wolf lässt sich nicht gehen
12- bis 16-jährige Jugendliche gehören der Späherstufe an. Sie legen das Hauptgewicht auf das Leben in der freien Natur und den damit verbundenen Techniken wie: Karten- und Kompasskunde, Erste Hilfe, Morsen, Knoten, Lager- und Zeltbau, Abkochen, Naturbeobachtungen, Fahrten, Lagerfeuer und Wanderungen.
Wir bemühen uns, dies alles mit einer umfassenden christlichen Lebensschulung im Geiste des katholischen Glaubens zu verbinden.
Ab 17 Jahren beginnt die Ritterstufe. Diese Stufe richtet sich nach den ritterlichen Idealen des Dienens und des Eintretens für die Schwächeren. Die Pflege religiöser, kultureller, sportlicher und karitativer Elemente, Naturerfahrungen und die gegenseitige Freundschaft spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, oh nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.