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Je älter man ist, umso grösser wird die Wahrscheinlichkeit eines Spitalaufenthalts. So lag im Jahr 2021 die Hospitalisierungsrate der Bevölkerung ab 80 Jahren mit 428 Spitalaufenthalten je 1000 Personen gut viermal so hoch wie die Hospitalisierungsrate der 18- bis 59-Jährigen mit 104 Spitalaufenthalten je 1000 Personen der entsprechenden Altersgruppe und fast doppelt so hoch wie bei den 60- bis 79-Jährigen. Innerhalb der jüngeren Altersklasse bis 59 Jahren ist nur ein geringfügiger Anstieg der Hospitalisationsraten mit dem Alter zu beobachten. Betrachtet man die zeitliche Entwicklung, so sind die Hospitalisationsraten der St.Gallerinnen und St.Galler bei den unter 80-Jährigen bis zum Jahr 2018 nahezu konstant geblieben, seitdem jedoch weitgehend rückläufig. Bei der Bevölkerung ab 80 Jahren hat sich die Häufigkeit der Spitalaufenthalte bis 2016 zunächst uneinheitlich entwickelt und ist danach in der Tendenz rückläufig. Die Hospitalisationsraten in den Coronajahren 2019 und 2020 sind für alle Altersgruppen deutlich niedriger als 2019. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Spitäler während der Corona-Pandemie zeitweise alle nicht dringlichen, planbaren Eingriffe verschieben und Spitalkapazitäten freihalten mussten.
Die Hospitalisationsrate ist ein wichtiger Indikator für die Inanspruchnahme stationärer medizinischer Leistungen. Sie blendet den Effekt der Bevölkerungsentwicklung auf die Zahl der Spitalaufenthalte aus und lässt somit Vergleiche über die Zeit, über Regionen und über verschiedene Bevölkerungsgruppen (z.B. nach Alter oder Geschlecht) zu. Veränderungen in der Hospitalisationsrate können verschiedentliche Ursachen haben, so z.B. Veränderungen im Gesundheitszustand der Bevölkerung, strukturelle Entwicklungen der stationären gegenüber ambulanten Versorgung, Verbesserung der medikamentösen Behandlung, als auch Reaktionen auf veränderte gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen.
Die Hospitalisationsrate ist definiert als die Anzahl Spitalaufenthalte je 1000 Personen der Referenzbevölkerung. Im vorliegenden Fall ist die Referenzbevölkerung die ständige Wohnbevölkerung der jeweils betrachteten Altersklasse.
Als Spitalaufenthalte gelten Aufenthalte in einem Schweizer Spital von mindestens 24 Stunden zur Untersuchung, Behandlung und Pflege. Aufenthalte im Spital von weniger als 24 Stunden, bei denen während einer Nacht ein Bett belegt wird, sowie Aufenthalte im Spital bei Überweisung in ein anderes Spital und bei Todesfällen gehören ebenfalls dazu. Mehrfachaufenthalte von Personen, die innerhalb von 18 Tagen erneut stationär aufgenommen werden, werden unter bestimmten Voraussetzungen als ein einziger Aufenthalt gezählt (ab 2012).
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 15.12.2023
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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