Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03539.jsonl.gz/1448

Oberhalb Gärtnerei Mathys
(FGy) Die Hecke wird von mächtigen Stieleichen geprägt. Die Stieleiche ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie wurden wegen ihres wertvollen Holzes und ihrer als Viehfutter nützlichen Früchte schon historisch gezielt gefördert. Die Stieleiche ist ein bis zu 50 m hoher Baum und erreicht einen Stammdurchmesser von drei Metern. Ihr Höchstalter liegt bei 500 bis 1000 Jahren. Noch heute zeugen viele Flurnamen wie «Hard»,«Eyfeld» und «Eichgubel» von der grossen Bedeutung, welche Eichenwälder bei uns einmal hatten.
Die Eiche hat bis zu 500 «Untermieter». Keine andere heimische Baumart beherbergt eine so grosse Zahl von Tierarten wie die beiden Eichenarten Stieleiche und Traubeneiche. In Mitteleuropa sind – je nach Quelle – 300 bis 500 Arten bekannt, welche auf Eichen spezialisiert, d.h. ausschliesslich oder sehr stark von dieser Baumart abhängig sind.
Die Hecke setzt sich aus den folgenden Buscharten zusammen: Schwarzdorn, Weissdorn, Liguster, Hartriegel, rotes Geissblatt, roter Holunder, gemeiner Schneeball, Heckenrose, Kirschbaum, Traubeneiche.
Diese Hecke wird regelmässig gepflegt. Dabei werden Eschen und Pappeln ausgedünnt, so dass sie nicht überhand nehmen. Überalterte Sträucher werden auf den Stock gesetzt, d.h. in Bodennähe abgesägt, so dass sie sich verjüngen und verdichten.
Im Jahr 1990 wurde durch Neupflanzungen die Vielfalt der Sträucher ergänzt.
Bei dieser Hecke handelt es sich um eine einstmals zusammenhängende Baumhecke entlang der Geländekante auf ehemaligen Lesesteinhaufen. Diese Steinhaufen markierten früher oft Besitzergrenzen oder trennten Flächen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Nutzung. An solchen Hängen wurde früher Ackerbau mit Seilwinde betrieben. Die Umlenkrollen wurden an den Eichen befestigt, deshalb wurden solche Baumreihen an Geländekanten geschätzt.