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Am Abend des 14. April 1912 krachte der Luxuskreuzer Titanic auf seiner Jungfernfahrt etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland gegen einen Eisberg. Zwei Stunden und 40 Minuten später verschwand das Schiff im eiskalten Wasser. 1514 der über 2200 Passagiere starben.
Mehrere Male wurde der Untergang des damals grössten Schiffs der Welt verfilmt. Die wohl berühmteste Version ist «Titanic» aus dem Jahre 1997 mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen.
Zeigen diese Filme alle nur die halbe Wahrheit?
Forscher wollen nämlich herausgefunden haben, dass nicht allein das Touchieren mit dem Eisberg zum Untergang geführt haben soll. Vielmehr soll am Drama ein Feuer schuld sein, das offenbar über Tage im Kohlenvorrat im Innern des Schiffs schwelte.
Titanic-Experte Senan Molony befasst sich seit über 30 Jahren mit dem Schiffsdrama. Bei seinen neusten Untersuchungen stützt er sich auf alte Fotos eines Elektroingenieurs. Sie zeigen am Rumpf des Ozeanriesen schwarze Spuren – genau an der Stelle, an der das Schiff später mit dem Eisklotz kollidierte.
Laut «Independent» sagt Molony über die schwarzen Spuren: «Wir untersuchten genau jenen Bereich, in dem der Eisberg die Titanic durchbohrte. Und es scheint, dass es dort am Schiffsrumpf bereits einen Schaden gab, bevor die Titanic Belfast verliess.»
Auch andere Experten stützen diese These. So hält es Ray Bosten bereits seit Jahren für möglich, dass das Feuer bei Testläufen der Titanic ausbrach und bereits seit zehn Tagen schwelte, als die 2500 Passagiere an Bord gingen.
In der Folge habe der Brand den Schiffsrumpf nach und nach destabilisiert, sodass ihn der Eisberg bei der Kollision leicht durchbohren konnte.
Für Spezialist Molony haben drei Ursachen zum Sinken geführt: «Feuer, Eis und kriminelle Nachlässigkeit.» Molony: «Das Feuer war bekannt, wurde aber heruntergespielt. Die Titanic hätte niemals in See stechen dürfen.» (gf)Publiziert am 03.01.2017 | Aktualisiert am 03.01.2017