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Nicole De Brabandere
30. Mai bis 8. Juni 2014
Programm
Vernissage: Freitag, 30. Mai, ab 19.00 Uhr mit anschliessendem Konzert
Öffnungszeiten
Do. 18-20 Uhr
Fr. 17-20 Uhr
Sa. und So. 13-16 Uhr
zur Ausstellung / Veranstaltung
Does my humming help the chocolate to melt?
Is it sticking in your mouth? (pause)
Sticking your nasal passages, throat, ears and eyes?
Are you drowning in it?
(Deep, low humming sound)
hhhhhhhmmmmmmmmhhhh
mmmmmmhhhhhhhhhh
Or (pause)
do you swim through its sonic thickness (inhale)
Finding notes of cherry and bariTONE? (exhale)
The exhibition Thick smells, thin skins and fluid constraints, develops an ecology of gesture via the aural, tactile and aromatic qualities of chocolate. Categories of smell, taste, sound, subject and object are redistributed as the affective intensity of chocolate resonates with and moves through different areas of the exhibition space. The gestures include a performance of making chocolate, or modulating the physical state of chocolate through heating, cooling and mixing processes; a somatic audio procedure for intensifying and redistributing the affective intensity of the taste and aroma of the chocolate with bodily materiality; an interactive sculpture that invites visitors to participate in reflecting on their experience but only if they are willing to negotiate the potential messiness of the process; a front window that is smeared with chocolate on the outside, inviting visitors to look and smell more closely with the suggestion of the abject. The chocolate smears on the window also darken the interior of the space, privileging the non-visual. Through this ecology of redistributive gestures, the authority of subject/object categories as well as subjectivities that are reduced as either generous or consuming are put in flux, favoring an emergent and relational gatering.
zum Künstler, zur Künstlerin
Ausstellungskritik
Nicole De Brabandere
«Thick smells, thin skins and fluid constraints»
Ausstellung vom 31. Mai bis 08. Juni 2014, Ausstellungsraum eg
Von Bruno Schlatter, 31. Mai 2014
Als ich die Website von Nicole De Brabandere studierte, beschloss ich zu behaupten:
das ist Housewifekunst!
Gegenstände des Haushalts und kleine alltägliche Bewegungen in den verschiedensten Variationen werden zelebriert. Es wird untersucht, was in Körper und Geist -im Unterbewusstsein ebenso wie im Bewusstsein, passiert, wenn wir alltägliche Handlungen in allen möglichen Spielarten ausloten.
Die 34 Jahre alte Nicole De Brabandere kam aus Kanada via Frankreich, Holland und einigen Artist in Residence-Stationen vor zwei Jahren in die Schweiz.
Im Rückblick könnte sie ihren Werdegang als stringent bezeichnen, aber natürlich war er dies nicht: Sie malt, seit sie ein kleines Kind war, wollte aber auch mal Ingenieurin werden, verbrachte dann 2 Jahre in Frankreich, worauf sie mehr Sinn darin sah, sich auf Sprachen und Kunst zu konzentrieren.
Durch das Nomadentum hat sich ihre Kunst dahingehend verändert, als dass es für sie keinen Sinn mehr macht, handfeste Ergebnisse zu produzieren: alles muss beweglich bleiben, klein und leicht. Vielleicht wuchs dadurch das nahezu wissenschaftliche Interesse an Prozessen und Techniken, die schliesslich zu Artefakten führen (können). Kunst definiert sie nicht mehr nur durch Produkte, sondern existent in den Aktionen, im Augenblick, dadurch vergänglich und an die Erinnerung geheftet.
Ihre Konzepte starten mit Texten, wobei letztlich diese ersten Texte in die Nichtexistenz transformiert werden. Über Zeichnungen gelangt sie zum Objekt, weiter zur Installation und/oder Performance. Eingefangen wird der Moment im Video.
In Thick smells, thin skins and fluid constraints verwandelt sie den Kunstraum in ein Laboratorium der Gerüche, worin Schokolade zu einem zentralen Player wird neben Aktion und Interaktion. Wir wähnen uns in der Schokoladefabrik.
Nicole De Brabandere agiert während der Öffnungszeiten als Schokoladeschmelzerin und freut sich über aktive Mithilfe aus dem Publikum.
De Brabandere legt diesmal den Focus auf Stimme, Installation und Performance, um eine Überforderung der Zuschauer im engen EG des Kunstraums Aarau zu vermeiden; sie zeigt deshalb keine Videoarbeit..
Deshalb liefere ich das Video in another Space….
https://www.youtube.com/watch?v=cz-RSmw4KW4&feature=youtu.be
© Text, Bild und Video Bruno Schlatter
Statement der Künstlerin zur Kritik
Bilder zur Ausstellung
Folgen nach Ausstellungsbeginn.