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Die erste offizielle gesamtschweizerische Arealstatistik datiert aus dem Jahr 1912. Weitere Veröffentlichungen folgten 1923/24, 1952 und 1972. Für das 19. Jahrhundert sind zwei Schätzungen überliefert, von denen die erste aus dem Jahr 1855 und die zweite aus dem Jahr 1877 stammt. Bei der ersten Schätzung handelt es sich um eine auf den Angaben aus 15 Kantonen basierende Hochrechnung des Eidgenössischen Departements des Innern. Zwei Jahrzehnte später führten Abklärungen des Eidgenössischen Bureaus des Bauwesens zur Publikation einer weiteren Statistik, in der nun erstmals für sämtliche Kantone Angaben gemacht werden konnten. Im Verlauf der 1880er Jahre wurden in zehn Kantonen neue Vermessungen durchgeführt. In der 1892 im Statistischen Jahrbuch der Schweiz abgedruckten Tabelle sind diese Veränderungen berücksichtigt.
Wir weisen für die insgesamt sechs Stichjahre auf Kantonsebene das Gesamtareal, die produktiven und unproduktiven Flächen und das land- und alpwirtschaftlich genutzte produktive Areal aus. Die Seeflächen sind 1855 nicht gesondert erhoben worden; auch in der Arealstatistik von 1979/85 fehlen die entsprechenden Angaben. Angaben über die überbauten Gebiete – die noch in der Arealstatistik von 1972 dem unproduktiven Areal zugerechnet wurden – existieren für die Stichjahre 1877/90, 1972 und 1979/85, wobei die Zahlen für 1877/90 allerdings blosse Annäherungswerte darstellen. Eine präzise Erfassung der Siedlungsflächen scheint erst im Rahmen der Erhebung von 1972 gelungen zu sein.
Witterungsverhältnisse
Die in diesem Band vorgelegten Witterungsreihen sind drei unterschiedlichen Quellen entnommen worden: erstens dem Werk von Maurer, Birrwiler und Hess, das den Zeitraum 1830–1900 abdeckt, zweitens den Annalen der 1864 gegründeten Schweizerischen Meteorologischen Zentralanstalt und drittens der von Christian Pfister erstellten und seit einigen Jahren der Öffentlichkeit zugänglichen Witterungsdatei «Climhist», aus der wir die Daten für das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert kopiert haben.
Die von der Schweizerischen Meteorologischen Zentralanstalt seit 1864 publizierten Monatsreihen betreffen eine Vielzahl von Wetterwarten und Witterungsindikatoren, so dass es unumgänglich war, eine Auswahl zu treffen. Wir entschieden uns dazu, Vierteljahreswerte für die Variablen «Temperaturmittel» und «Niederschlagssummen» zu berechnen. Um die regionalen Entwicklungen erkennbar zu machen, geben wir diese Werte für jeweils sechs verschiedene Messstationen an, nämlich für Zürich, Basel, Genf, Bern, St. Gallen und Lugano. Die Höhenlage dieser sechs Stationen ist im Tabellenkopf vermerkt.
Umweltbelastung
Das Bundesamt für Umweltschutz hat in den Jahren 1986 und 1987 zwei umfangreiche Broschüren veröffentlicht, die Daten zur Entwicklung der Schadstoffemissionen seit den 1950er Jahren enthalten und darüber hinaus auch noch die weitere Entwicklung bis zum Jahr 2010 prognostizieren. Da Prognosen nicht Bestandteil einer historischen Statistik sein können, umfassen unsere Tabellen nur Reihen, die den Zeitraum 1950–1984 abdecken. Wir sind nicht in der Lage, diese Zahlen kompetent zu kommentieren, verweisen aber darauf, dass in der Broschüre «Vom Menschen verursachte Schadstoff-Emissionen in der Schweiz 1950–2010» auf den Seiten 6– 12 stichwortartig über Entstehung, Hauptquellen, Eigenschaften und Auswirkungen der im Bericht behandelten Schadstoffe sowie über die Zusammensetzung der Emittenten informiert wird.