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Es soll ein Sonderplan entworfen werden zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität, zur Reduzierung des Privatverkehrs und zur Senkung der Emissionen durch Heizungen.
“Das Smog-Problem wird sich verschlechtern, wenn wir nicht mit einschneidenden Massnahmen eingreifen. Man muss jedoch auf gesamtstaatlicher Ebene agieren, denn Luftverschmutzung betrifft nicht nur einzelne Städte”, sagte Galletti im Interview mit der Tageszeitung “L’Unita” am Dienstag. Am Mittwoch trifft der Minister Bürgermeister der Metropolen und Präsidenten der Regionen, um gemeinsame Massnahmen gegen die Luftverschmutzung zu beschliessen.
Verkehrsminister Graziano Delrio betonte, dass die Luftverschmutzung nicht nur auf Privatverkehr, sondern auch auf Industrie und auf veraltete Heizsysteme zurückzuführen sei. Zugleich müsse das regionale Bahnwesen effizienter gestaltet werden, um die Bürger zum Verzicht auf das Privatauto zu bewegen.
Erst vergangene Woche hat die Regierung von Premier Matteo Renzi ein Paket zur Förderung umweltfreundlicher Energie verabschiedet. Die Massnahmen sollen unter anderem der Unterstützung der sogenannten “Green Economy” dienen. 270 Millionen Euro will die Regierung für die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel mit niedrigen Investitionen, für die Modernisierung von Heizsystemen und den Bau neuer Radwege ausgeben.
“Die einzigen Unternehmen, die auch in den vergangenen Krisenjahren gewachsen sind, sind jene, die im Bereich Green Economy aktiv sind. Wir wollen in Europa immer mehr Wachstum und Beschäftigung mit Umwelt verbinden”, betonte Minister Galletti.
Durch die zumindest teilweise Verbannung von Autos von den Strassen versuchen Italiens Metropolen die seit Wochen starke Smog-Belastung zu reduzieren. Die Feinstaubwerte in den Städten liegen wegen des trocken-sonnigen Wetters und wegen der für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen deutlich über dem empfohlenen Höchstwert. Verstärkt werden die Probleme, weil kaum Wind weht.
Trotz Fahrverboten in Mailand, Rom und in anderen Städten gingen die Smogwerte nicht zurück. In den Metropolen wurde der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Höchstwert von 50 Milligramm pro Kubikmeter überschritten.
Obwohl in Mailand am Dienstag zum zweiten Tag in Folge von 10.00 bis 16.00 Uhr gar keine Autos fahren durften, stiegen die Feinstaubwerte an. Statt Hunderttausender Autos bestimmten während des Fahrverbots Fussgänger und Radfahrer das Stadtbild der lombardischen Metropole. Auch in Rom führte der Beschluss, am Dienstag Wagen mit gerader Zahl auf dem Nummernschild nicht fahren zu lassen, zu keinen nennenswerten Resultaten.
Auch in Neapel gibt es Fahrverbote. In der süditalienischen Stadt dürfen diese Woche nur Wagen fahren, die mindestens die EU-Schadstoffnorm 4 erfüllen.
(SDA)