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Soeben hat das AWEL, das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, die aktuellen Daten für die Beurteilung des Seezustands 2020 veröffentlicht (siehe Beilagen).
Der Seezustand verbessert sich. Die Richtung stimmt, aber Fortschritte werden nur noch langsam erzielt.
Die Phosphorkonzentrationen lagen 2019 erstmals seit 2012 wieder unter 0.050 mg P/l und konnten, wie auch 2020, als "mässig" beurteilt werden. Eine Studie der EAWAG zeigt, dass zur Erreichung von sauerstoffhaltigem Wasser in allen Seetiefen die Phosphorkonzentration von aktuell 0.048 mg P/l auf weniger als 0.030 mg P/l gesenkt werden muss. Dazu müssen die Anstrengungen zur weiteren Reduktion der Phosphoreinträge in allen Bereichen weiter fortgesetzt werden!
Durch den Ausbau der Siedlungsentwässerung und die verbesserte Reinigungsleistung der ARA ist die Phosphorbelastung zwischen 1970 und 2010 zurückgegangen. Mehrere Winter mit schlechter Durchmischung haben in der Folge zu einem erneuten Anstieg der Phosphorkonzentrationen geführt. Fehlt der Sauerstoff über dem Seegrund, kommt es zur Rücklösung von Phosphor aus dem Sediment und damit zu hohen Konzentrationen im Tiefenwasser. Die Dauer der Rücklösung von Phosphor aus dem Sediment kann sich in einem wärmeren Klima verlängern, wodurch die Anstrengungen des Gewässerschutzes teilweise zunichte gemacht würden. Es grüssen die "Altlasten" im See ...
Weitere Infos zum Thema Rücklösung aus dem Sediment.
Weitere Informationen :
Frank Auderset
VSG Verband zum Schutz des Greifensees
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