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Das Mississippidelta wird als Geburtsort des Jazz beschrieben. Im Schmelztiegel New Orleans fügten sich die Komponenten Gospel, Blues und Militärmusik zu einem Eintopf zusammen, genannt New Orleans Jazz. Überall in den Strassen, Pups und Bordell's spielten Streetbands. Das berühmteste Haus in der Stadt war Lulu White's Mahogany Hall, welches ewig mit Louis Armstrong verbunden sein wird durch seine Komposition "Mahogany Hall Stomp". 1917 wurde das Rotlichtviertel "Storyville" im Frenchquarter geschlossen wegen seiner Nähe zum Marinestützpunkt. Dadurch verloren zahlreiche Jazzmusiker ihre Auftritts-möglichkeiten. Einige fanden Ersatz im aufblühenden Chicago u.a. Louis Armstrong.
In den 1940er Jahren wurden die meisten Gebäude abgerissen, um genug Platz für Sozialwohnungen zu schaffen. 1949 versuchten Jazzhistoriker eines der letzten Bordelle wie Lulu White's Mahogany Hall zu erhalten. Dieser Versuch scheiterte jedoch. Heute gibt es nur noch die "Mahogany Jazz Hall" an der 125 Chartres Street im French Quarter.
Lulu White (-Hendley) 1868-1931, Bordellbetreiberin, Sängerin, Entertainerin und Arbeitgeberin. Sie managte nicht nur ihr Bordell, sie war auch massgeblich für den Jazz und die Bandauftritte von unschätzbarem Wert. Sie verpflichtete die besten Musiker und führte das erste Haus in der Stadt. Die Musiker verehrten sie. Lulu stand oft auch als Sängerin mit den Bands auf der Bühne.
Nicht vergessen darf man die Mississippi Schaufelrad Dampfer, auf denen Jazz Dinners und Tanzveranstaltungen noch heute angeboten werden. Deshalb haben wir die "Louisiana Star" zu unserem Band Logo auserkoren.
Die Dixieland Band aus dem unteren Emmental wurde 1994 gegründet. 3 Arbeitskollegen aus der Versicherungsbranche waren bestrebt, den New Orlerans Jazz, der um 1900, sowie den Dixieland, der um 1910 entstanden war, zu pflegen. In Lützelflüh wurde ein Probelokal im Styl des French Quarters gestaltet und man begann fleissig zu üben. Das erste Konzert fand
Bild: 25 jähriges Jubiläum
in der Kulturmühle statt. Als nach einigen Personalwechsel der Erfolg nur zaghaft in die Gänge kam, war man der Meinung, eine Strategie sei angezeigt. So trat 2007 der Musiklehrer Hansruedi Jordi der Band als Leadtrompeter und Coach bei. Er brachte insbesondere die Freeplaykultur mit ein und schaffte die zahlreichen mündlichen Abmachungen ab. Das Zusammenspiel lockerte sich und bot Raum für Intuition. Der Erfolg blieb nicht aus. Im Laufe der nächsten Jahre wurde die Band zur weithin beliebten Entertainerin.
In 27 Jahren spielte die Band über 400 Konzerte. Mit der Corona-Pandemie 2020 entstand eine Spaltung in der Frage, ob man noch öffentlich auftreten sollte. Die Gründer wollten die Band auflösen. Doch dies war keine Option für den progressiveren Teil der Gruppe. Lesen Sie weiter in: "The New Concept".