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Ausserirdisch
Alles nur Mythen
Irgendwo dort draussen im undefinierbaren Raum herrschte «das Chaos». Die Welt war noch nicht erschaffen. Mit dieser Vorstellung beginnen viele der ältesten Überlieferungen. Unsere Vorfahren konnten sich die Entstehung des Universums nicht vorstellen. Sind wir heute schlauer? Der griechische Dichter Homer (ca. 850 v. Chr.) lässt aus dem Chaos «Gäa» entstehen, und die wiederum gebärt Uranos, den Sternenhimmel.
Das Alte Testament setzt an den Beginn das «Tuhuwabohu», das Chaos. Dann tritt Gott auf die Bühne und sorgt für Ordnung. Er schafft Licht, Wasser, Land, Vegetation, Seetiere, Vögel und das Wild. Als Krone der Schöpfung schuf er Adam und Eva. Die werden in den Garten Eden versetzt und dort unterwiesen.
In der griechischen Mythologie ist es Prometheus, der die ersten Menschen erschuf. Er war ihr Lehrmeister und derjenige, der ihnen das Feuer brachte. Dazu nahm er einen Stängel des Riesenfenchels und hielt ihn an den vorüber fahrenden Sonnenwagen. Der Fenchel geriet in Brand und bald loderten auf der Erde die ersten Feuer. Alles nur dumme Geschichten? Vor 140 Jahren schrieb Professor Dr. Wollheim, der sich ein Leben lang mit Mythen beschäftigte: Die Mythe enthält viel Wahrheit. Sie ist die verborgene Urgeschichte der Menschheit.