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Interpellation Regula Bachmann-Steiner, CVP Magden, vom 20. September 2016 betreffend Umsetzung der Wildtierkorridore im Kanton Aargau
Text und Begründung:
Im Aargau sind die Lebensräume der Wildtiere stark zerschnitten. Mittlere und grössere Säugetiere brauchen unzerschnittene Räume von 500 ha und mehr zur Verfügung. Es stehen ihnen aber heute nur noch Räume von durchschnittlich 50ha zur Verfügung. Wenn wir nicht Massnahmen ergreifen, werden ganze Populationen aussterben. (Grundlagenbericht Wildtierkorridore 2010)
Die Situation ist bedenklich. Durch die Festsetzung von Wildtierkorridoren im Richtplan hat der Gros-se Rat den Regierungsrat verpflichtet die erforderlichen Massnahmen zu planen und umzusetzen. Die Umsetzung der Wildtierkorridore geht aber trotz Verpflichtung nur zögerlich voran.
Ich bitte den Regierungsrat, die folgenden Fragen zu beantworten:
1. Wie hoch sind die Kosten einer Wildtierüberführung im Vergleich zu den Kosten eines Autobahn-abschnitts im Bereich des Korridors?
2. Bis wann können die im Richtplan festgesetzten Wildtierkorridore von nationaler und kantonaler Bedeutung realisiert werden. Wie sieht das Umsetzungsprogramm aus?
3. Mit welchen Kosten ist für die Sanierung bzw. Realisierung der kantonalen Massnahmen zu rechnen?
4. Heute werden die technischen Massnahmen (Brücken) aus der Strassenkasse finanziert. Was spricht gegen die Finanzierung der weichen Massnahmen aus der Strassenkasse? Wenn diese durch den Regierungsrat abgelehnt wird, was spricht gegen eine verursachergerechte Finanzie-rung?