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Am Morgen Bottas vor Teamkollege Lewis Hamilton, am Nachmittag Bottas vor Max Verstappen im Red Bull - zwei Ranglistenspitzen, die auf Normalität schliessen lassen, die in Tat und Wahrheit aber nicht allzu viel über das Geschehen in den beiden Trainings aussagen, denn normal war an diesem Freitag beim Auftakt zur Formel-1-Premiere in Portimão nicht allzu viel verlaufen.
Am Morgen standen das Kennenlernen der Strecke und das Ausloten des Grenzbereichs im Zentrum. Die Suche nach dem Limit war keine leichte Aufgabe, denn die vor kurzem neu asphaltierte Strecke bot noch nicht die übliche Haftung.
In der zweiten Einheit reduzierte sich die Zeit für die Vorbereitung aufs Rennen und für die Simulation des Qualifyings auf eine gute halbe Stunde. Wie vor zwei Wochen auf dem Nürburgring, als der Trainingsbetrieb am Freitag erst gar nicht aufgenommen werden konnte, werden die Fahrer in der einen Stunde am Samstag versuchen müssen, Versäumtes so gut als möglich nachzuholen.
Im Autodromo Internacional do Algarve waren die ersten 30 Minuten am Nachmittag für das Testen von Reifen-Prototypen reserviert. Dem Lieferanten Pirelli dienen die gesammelten Daten zur Weiterentwicklung der Pneus, die in Zukunft in der Formel 1 zum Einsatz kommen werden.
Weitere rund 25 Minuten gingen wegen zwei Zwischenfällen verloren, die den Unterbruch des Trainings erforderten. Vorerst musste am AlphaTauri mit Pierre Gasly am Steuer mit Löschschaum Schlimmeres verhindert werden, nachdem das Auto im Heck Feuer gefangen hatte. Kurz nach Wiederbeginn kollidierten Lance Stroll im Racing Point und Max Verstappen im Red Bull. Der im Kiesbett steckengebliebene pinkfarbene Wagen des Kanadiers musste geborgen werden.