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Obschon es sich bei dieser Produktion des Filminstituts in Bern um eine Auftragsarbeit für das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) handelt, gehört der von Frédéric Gon- seth inszenierte Film zu den gelungensten Kurzfilmen des Jahres: eine verspielt-amüsante und trickreiche Meditation über die Wirkung von Bildern und Tönen, über die zahllosen Möglichkeiten des Kinos, zu täuschen und zu bluffen.
Ein mittelständisch gekleideter Mann schiebt seinen Mercedes in eine Garage und lässt sich wenig später von einer archaisch anmutenden Flugmaschine durch die Luft treiben. Inden Alpen verursacht er ungewollt den tödlichen Absturz einer schönen jungen Frau, Sängerin in einer kleinen Musikgruppe. Wenn sich der Mann in der Folge aufmacht, in den Bergen nach dem Unfallopfer zu suchen, wähnt man sich in einem geschickt und spannend gemachten Kriminalfilm; als dann aber die totgeglaubte Frau unversehens und unversehrt dem Mann begegnet, wird der Krimi scheinbar zu einem phantastischen Melodram, aber eben nur scheinbar, denn wenig später diskutiert der Mann zusammen mit der Frau und ihren Begleitern in einem Tonstudio über die mögliche Vertonung des Films, der eben abgelaufen ist.
Beständig stellt dieser Film seine eigene erzählende Perspektive auf den Kopf; mit einfachen Mitteln werden Erwartungen und Assoziationen geweckt, die mit schöner Regelmässigkeit in die Irre führen, so dass die Leichtgläubigkeit des Zuschauers nachhaltig unterlaufen wird. Trotz all der Doppelbödigkeit der Bilder ist dies ein einfacher, witziger Film über Manipulationen optischer und akustischer Umwelteindrücke.