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Fluoride sind Salze, die in Mineralien vorkommen. Der Körper enthält zwei bis fünf Gramm davon, vor allem in den Zähnen und Knochen sowie in kleinen Mengen in der Haut, den Haaren und den Nägeln. Fluorid härtet die Knochen, stärkt die Zahnstrukturen und hilft, das Gewebe zu stabilisieren. Fluorid kommt auch in Nahrungsmitteln wie Meeresfischen, Huhn oder Speisesalz sowie im Trinkwasser und in bestimmten Medikamenten vor.
Allerdings gilt Fluorid nicht als essentielles Spurenelement. Die Wissenschaft ist sich noch uneinig, ob Fluorid für den Menschen lebensnotwendig ist oder nicht.
Kariesschutz
Wichtig ist Fluorid als Prophylaxe gegen Karies. Löcher verursachen bestimmte Bakterien, die in der Mundhöhle und den Zahnbelägen leben. Sie ernähren sich von Kohlenhydraten und scheiden Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen und Mineralstoffe wie Kalzium herauslösen. Löcher können sich bis ins Innere des Zahns, bis zur Wurzel und den Nerven ausbreiten.
Fluoride in Zahnpasta, Mundspülungen und Gelées können beginnende Karies aber stoppen, indem sie den Wiedereinbau von Mineralien in den entkalkten Zahnschmelz fördern. Dadurch wird dieser härter und schützt besser vor Löchern. Aminfluoride dämmen zudem die Säureproduktion der Bakterien ein. Auch das schützt vor Karies.
Fluorid – gefährlich oder nicht?
Immer wieder kursiert das Gerücht, dass Fluoride für den Menschen giftig seien. Doch wer sich ganz normal die Zähne putzt und die Zahnpasta danach wieder ausspuckt, muss keine gesundheitlichen Schäden befürchten.
Giftig sind Fluoride erst, wenn man sie in grossen Mengen schluckt. Ein vier- bis fünfjähriges, 15 Kilogramm schweres Kind müsste etwa eine ganze Tube Zahnpasta (ca. 100 g oder 75 ml mit etwa 100 mg Fluorid) essen, um Vergiftungserscheinungen zu zeigen. Bei einem 70 Kilogramm schweren Erwachsenen ist ein Fluoridgehalt ab rund 350 Milligramm giftig. Diese Dosis ist in etwa drei bis vier Tuben Zahnpasta enthalten.
Fluorid sollte also keinen schlechten Ruf anhaften. Im Gegenteil. Es hat dazu geführt, dass Karies in der Schweiz seit Jahrzehnten auf dem Rückzug ist. Ein Beispiel: 1970 hatte ein Schweizer Rekrut durchschnittlich 16 kariesbefallene Zähne. Heute sind es noch drei. Das ist eine Abnahme von 80 Prozent.
- Quellen
www.centrosan.com
www.froherzahn.de
www.zahnarztzentrum.ch