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Die ersten Kaffeehäuser, die um 1500 n.Chr. in Mekka entstanden, wurden kurzdarauf wieder geschlossen, der Kaffee verboten und mit schweren Strafen belegt. Einige Jahre später wurde das Verbot aufgehoben und Kaffee als Getränk 1532 in Kairo erstmals offiziell belegt. Nach heftigem Widerstand der Islamischen Geistlichen eröffnete 1554 das erste Kaffeehaus in Istanbul, in der Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts unterlag Kaffee im Orient wieder einem Verbot, Kaffeehäuser wurden niedergerissen und Kaffeetrinker starker Verfolgung ausgesetzt. Man schätzte die Häuser als «Ursprung übler Gerüchte» ein und die Leute verbrachten ihre Zeit lieber beim Kaffee als in der Moschee. Über mehrere Jahrhunderte tarnten deshalb die Besitzer ihre Kaffeelokale als Barbierläden. Erst 1839 wurde Kaffee endgültig durch die Osmanische Verfassung anerkannt.
In Europa war alles ein wenig einfacher. Der Geschichte zufolge berichtete ein deutscher Arzt um 1580 von Kaffee, welchen er im Syrischen Norden getrunken habe. Definitiv gelangte Kaffee gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch den Botaniker Prospero Alpino erstmals nach Italien. Bereits 1645 sind in Venedig verschiedene Kaffeehäuser schriftlich nachgewiesen. Die Engländer waren die zweite Europäische Nation, welche Kaffee in eigens errichteten Häusern genossen. Die Franzosen folgten 1672 und bereits ein Jahr später verbreitete sich über Bremen der Kaffee im deutschsprachigen Raum. Dort entstand 1685 in Wien das erste Wiener-Kaffeehaus, welches bis heute als Vorbild für die darauffolgenden Cafés dient.
Wie sich die Kaffeepflanze auf dem Globus verbreitete, erfahren Sie beim nächsten Mal.
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Den ersten Teil «Am Anfang war die Kirsche» finden Sie HIER.