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Das Henz-Areal besetzt eine ortsbaulich bedeutende Lage im Spannungsfeld der Gebietsentwicklung um den Bahnhof Suhr. Nördlich der Bahnanlage verdichten mehrere grosse Bebauungen den Ort und führen die Kernstadt näher an die Bahn.
Südlich der Gleise steht diese Entwicklung noch bevor. Grossflächige Industriebauten trennen hier in einem breiten Band die angrenzenden Wohnquartiere mit ihren heterogenen Strukturen. In diesem stadträumlichen Dialog schafft die vorgeschlagene Bebauung eine neue Struktur, ein neues Stück Stadt.
Im Nordosten des Baufelds besetzt ein vierzig Meter hohes Gebäude die Schnittmenge zwischen den Quartierstrukturen. Die Typologie des Hochhauses setzt hier bewusst ein stadträumliches Zeichen und schafft so einen weiträumigen Bezug und verortet so das neue Wohngebiet in Suhr. Das Hochhaus steht präzise auf einem definierten, sich gegen zwei Seiten hin öffnenden Platzraum. Im Norden wird dieser Raum über die Platzgestaltung weitergeführt und fasst so den Aussenraum des markanten Rundbaus in eine übergeordnete Struktur ein. Die Stellung des schlanken, gerichteten Hochhauses schafft einen spannungsvollen Dialog zu den angrenzenden und benachbarten Bauten, ohne diese zu konkurrenzieren.
Für die vier- bis sechsgeschossigen Wohnbauten wird die Typologie der offenen Höfe gewählt. Zwei Hofbebauungen sind derart gesetzt und gestaffelt, dass sie unabhängig von der Dreiecksgeometrie des Areals eine homogene Bebauung formen. Die Höhenentwicklung akzentuiert dabei die westliche und südliche Ecke. Die unterschiedlichen Bauformen schaffen mit einer differenzierten Höhenstaffelung im Norden den Anschluss ans urbane Bahnhofquartier und im Süden einen massstäblichen Übergang zu den Bebauungen Helgenfeld und Frohdörfli.
Die Bebauung Henz-Areal etabliert einen neuen Ort in Suhr, einen Ort mit eigener Stimmung und Charakteristik. Ein öffentlicher Platz schafft Raum für Leben und Aktivität. Das Büro- und Wohnhochhaus markiert den weiträumigen Bezug und verortet so das neue Wohngebiet in Suhr. Zentral für das Funktionieren der gesamten Bebauung ist die Nutzung der Erdgeschosse auf und um den Platz. Im Hochhaus befindet sich ein Restaurant, die beiden seitlichen Flanken nehmen Atelier- und kleinteilige Gewerbenutzungen auf.