Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03147.jsonl.gz/991

Das Wichtigste in Kürze
- Bei einer ketogenen Diät wird die Kohlenhydratzufuhr drastisch reduziert.
- Dafür isst man markant mehr Fett und Eiweiss.
- Eine Gewichtsabnahme ist möglich, allerdings bestehen gesundheitliche Risiken.
In der Ernährung werden die drei Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiss und Fett unterschieden. Für die Energiegewinnung nutzt der Körper bevorzugt Kohlenhydrate. Eiweiss dient als Baustoff der Muskeln, Fett wandert bevorzugt in die Speicherdepots für schlechte Zeiten.
Dieser Fettspeicher-Mechanismus ist ein Überbleibsel aus der Steinzeit. Heutzutage müssen Sie kaum mit einer Hungersnot rechnen. Die ketogene Diät will deshalb diesen Mechanismus austricksen, indem dem Körper Kohlenhydrate entzogen werden.
Wenn ihm keine Kohlehydrate mehr als Energiequelle zur Verfügung stehen, muss er zur Energiegewinnung auf die Fettdepots zurückgreifen. Altes Depotfett schmilzt, neues Depotfett kann nicht eingelagert werden.
Was in der Praxis zunächst schlüssig klingen mag, birgt einige gesundheitliche Risiken.
Viel Fett auf dem Speiseplan
Im Rahmen der ketogenen Ernährung nehmen Sie 70 bis 80 Prozent der täglichen Gesamtkalorien aus Fett auf. Der Kohlenhydratanteil liegt bei fünf bis zehn Prozent. Die übrigen Kalorien bestehen aus Proteinen.
Tatsächlich kommt es meist schnell zu einem Gewichtsverlust. Ein Grossteil davon ist jedoch Wasser, da Kohlenhydrate eine Menge Flüssigkeit im Gewebe binden.
Der Zustand, in welchem der Körper sich Fetten als Energielieferant bedient, wird als Ketose bezeichnet. Wenn Sie sich ketogen ernähren, werden Sie zu Beginn möglicherweise unter Verdauungsstörungen und Müdigkeit leiden.
Viele Menschen beklagen weiterhin einen schlechten Atem. Dies ist eine Nebenwirkung der Ketose.