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Das Joint Venture soll Infrastruktur für "Cloud"-Rechenzentren und möglicherweise auch Cloud-Services verkaufen.
Es ist zwar ein unbestätigtes Gerücht, aber ein ziemlich konkretes: Die beiden Wirtschafts-Nachrichtenagenturen 'Dow Jones' und 'Reuters' berichteten am Freitagabend gestützt auf Insiderquellen übereinstimmend, dass EMC und Cisco ein Joint Venture planen, das Infrastruktur für Cloud-Computing-Rechenzentren vertreiben soll. Gemäss Dow Jones wird auch die EMC-Tochter VMware als Partner im Joint Venture beteiligt sein. Die Pläne dürften gemäss den beiden Agenturen noch diese Woche offiziell angekündigt werden. EMC, Cisco und VMware kommentierten die Berichte nicht.
Consulting, Integrations- und Support-Services wären wohl auch ein grosser Teil des Geschäfts des "Cloud"-Joint-Ventures. Grundlage des Geschäfts wäre aber eine "vBlock" genannte integrierte Produktelinie, bestehend aus "Unified Computing System"-Servern
und Netzwerkkomponenten von Cisco, Speichersystemen von EMC und Virtualisierungssoftware von VMware. Der Name vBlock deutet an, dass diese als modulare Bausteine für einfach skalierbare Rechenzentren vertrieben werden sollen.
Gemäss 'Dow Jones' wird das Joint Venture für das Marketing und den Vertrieb von vBlock sowie Unterhalt und Support-Services verantwortlich sein. Gemäss 'Reuters' soll es aber auch selbst als Cloud-Provider auftreten: Kunden, die sie nicht in eigenen Rechenzentren betreiben wollen, sollen die Infrastruktur auch als Service mieten können.
Unklar ist, ob das bedeuten würde, dass EMC seine Pläne, unter eigener Regie als Cloud-Plattform-Provider aufzutreten, aufgeben und seine Plattform ins Joint Venture einbringen würde. EMC hat im Mai unter dem "Atmos"-Brand eine Cloud-Storage-Plattform
lanciert, die entsprechende Computing-Plattform – die übrigens auch auf Cisco-Servern basiert – ist gegenwärtig in der Beta-Testphase. (Hans Jörg Maron)