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Unter den 254 Toten seien 43 Kinder, erklärte Präsident Juan Manuel Santos am Sonntag auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. «Leider handelt es sich immer noch um vorläufige Zahlen.» Der Präsident begab sich am Sonntag nach Mocoa, um die Rettungsmassnahmen und Aufräumarbeiten zu beaufsichtigen.
Wie Retter berichteten, wurden Leichen sogar von Bäumen geborgen, die Wasser- und Schlammlawine in Mocoa sei bis zu vier Meter hoch gewesen. Die Strom- und Wasserversorgung waren weiterhin unterbrochen.
Santos versprach, eine neue Wasserleitung bauen zu lassen, die eine Trinkwasserversorgung für alle Bürger garantiere. Er dankte Chinas Präsidenten Xi Jinping für das Bereitstellen von einer Million Dollar an Soforthilfe. Mocoa liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador.
Sieben Brücken wurden durch die Katastrophe beschädigt, zwei wurden komplett weggerissen. In der Nacht auf Samstag hatte heftiger Regen drei Flüsse in der Stadt am Fuss der Anden zu reissenden Strömen anwachsen lassen – über Berghänge schossen Wasser- und Schlammmassen in die Stadt hinein.
17 der 40 Wohnviertel der 40’000-Einwohner-Stadt wurden beschädigt, hunderte Häuser mitgerissen oder unter Geröllmassen begraben. Zehn Tankwagen mit Trinkwasser wurden nach Mocoa geschickt, 16 weitere sollen folgen; die Strom- und Wasserversorgung ist zusammengebrochen.
Es wurden drei Krankenstationen eingerichtet, neben der Versorgung der Verletzten geht es darum, den Ausbruch von Seuchen in Mocoa zu verhindern, hiess es. Von insgesamt 200 Verletzten wurden knapp 70 in andere Städte transportiert. Insgesamt 500 Kilogramm an Medikamenten wurden nach Mocoa gebracht.
Santos betonte, beim Wiederaufbau sollten stabilere Häuser als bisher gebaut werden. Neben tausenden Helfern waren zehn Helikopter, sechs Flugzeuge, sieben Boote und 63 Fahrzeuge bei den Rettungsarbeiten im Einsatz. Aus dem Ausland kamen zahlreiche Beileidsbekundungen und Unterstützungsangebote. Papst Franziskus sagte in Rom, er bete für die Opfer und fühle mit den Angehörigen und den Rettern.
(SDA)