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Die Erdbeeren gehören zu der Familie der Rosengewächse und gelangten im 18. Jahrhundert von Südamerika nach Europa. Der französische Seeoffizier Fraisier brachte sie 1712 nach Hause und ihm zu Ehren wurde die Erdbeere im französischen Sprachraum „la fraise“ genannt. Verglichen mit den bis dahin bekannten Walderdbeeren waren die roten Früchte aus Südamerika weit grösser, fleischiger und saftiger. Durch die Kreuzung mit der „Fragaria virginiana“ aus Nordamerika entstand 1766 in Holland unsere heutige Gartenerdbeere.
Erdbeeren sind mehrjährige krautige Pflanzen. Aus der Mutterpflanze bilden sich Ausläufer, welche sich bewurzeln und neue Rosetten bilden. Erdbeeren tragen weisse Blüten, die nach dem Ende der Kälteperiode erscheinen. Bei der Reife bildet sich eine rote, saftige Scheinbeere. Die eigentlichen Früchte der Erdbeeren sind die kleinen gelben Nüsschen an der Oberfläche.
In der Schweiz werden mehr als 400 Hektaren Erdbeeren angebaut. Fast die Hälfte der jährlichen Erntemenge von über 5'500 Tonnen kommt aus der Ostschweiz, gefolgt vom Wallis und dem Berner Seeland. Die Erntezeit in der Schweiz beginnt ca. Anfang Mai und dauert bis weit in den Sommer hinein.
Erdbeeren haben mit 60 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch einen höheren Vitamin C-Gehalt als Orangen und Zitronen. Ausserdem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor und besonders auch Eisen. In der Volksmedizin gelten Erdbeeren als wirksames Mittel gegen Blutarmut.