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Es tönt wie ein Aprilscherz: Ausgerechnet die USA, quasi das Heimatland der Sicherheitskontrollen an Flughäfen, überlegen sich, die Kontrollen an kleineren Airports abzuschaffen. Dies berichtet zumindest «CNN» und beruft sich dabei auf interne Dokumente. Die Transportation Security Administration (TSA) erwägt demnach, auf das Passagier-Screening an 150 kleineren und mittleren Flughäfen im ganzen Land zu verzichten. An diesen Airports verkehren nur Flugzeuge mit 60 Sitzen oder weniger, womit das Risiko gemäss den Dokumenten «nur leicht steigen würde». Dem gegenüber stünde eine Kostenersparnis von USD 115 Mio. pro Jahr – Geld, das an grösseren Flughäfen gut gebraucht werden könnte. Davon betroffen wären offenbar nur 10’000 Passagiere pro Tag, für die heute fast 1300 TSA-Agenten benötigt werden.
Die Idee wäre, dass man künftig erst kontrolliert wird, wenn man nach dem «kleinen» Flug an einem grossen Flughafen landet und sich danach auf den Weg zu seinem Anschlussflug machen kann. Die grossen Flughäfen hätten auch die Kapazitäten, um diese zusätzliche Kontrolle durchzuführen.
CNN hat einen eigenen Terrorismus-Analysten namens Paul Cruickshank, der von der Idee verständlicherweise nicht sehr begeistert ist. Nur schon dass dies ernsthaft in Erwägung gezogen wird, sei wahnsinnig. «Al Qaida und der IS betrachten die Luftfahrt immer noch als eines der Hauptziele – und man kann auch mit einem 50-plätzigen Flugzeug viel Schaden anrichten und Panik auslösen.» Auch anonyme TSA-Mitarbeiter geben zu Protokoll, dass es sich um eine äusserst gefährliche Idee handle.
TSA-Sprecher Michael Bilello hingegen sagt, dass es sich dabei nicht um eine neue Diskussion handle. Die Verordnungen, die zur Gründung der TSA geführt hätten, würden für kleine Flughäfen keine Sicherheitskontrollen vorsehen, weshalb man das Thema jedes Jahr aufs Neue prüfen müsse. (SJ)