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Im März 2017 wandte sich Jana Casanova an den Suchdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes. Sie bat um Unterstützung bei der Suche nach ihrer leiblichen Mutter.
Kurz nach ihrer Geburt wurde Jana Casanova von ihrer leiblichen Mutter in Russland weggegeben. Die Mutter befand sich damals in einer Lebenssituation, die es ihr nicht erlaubte, sich um ihr Kind zu kümmern. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte Jana Casanova in einem Kinderheim in Moskau. Mit viereinhalb Jahren wurde sie von einem in der Schweiz wohnhaften Ehepaar adoptiert. Ihre Adoptivmutter stammt ursprünglich auch aus Russland und spricht daher fliessend Russisch. So wuchs Jana Casanova zweisprachig auf.
Bevor sich die junge Frau an den Suchdienst SRK wandte, hatte sie sich bereits selber mit ihrer Herkunftssuche befasst: Über die sozialen Medien hatte sie nach ihrer leiblichen Mutter gesucht. Sie war sogar nach Moskau gereist und hatte dort das Kinderheim besucht, in dem sie vor 15 Jahren gelebt hatte. Leider konnte sie ihre leibliche Mutter jedoch nicht ausfindig machen.
Der Suchdienst schickte die Anfrage zusammen mit den Adoptionsunterlagen an das Russische Rote Kreuz. Innert kurzer Zeit konnte die leibliche Mutter lokalisiert werden. Sie gab das Einverständnis für die Kontaktaufnahme. Der Suchdienst durfte die erfreuliche Nachricht an Jana Casanova weiterleiten, die ihre leibliche Mutter umgehend per Skype kontaktierte. Dank ihrer Russischkenntnisse war die Kommunikation kein Problem. Beide waren überglücklich, sich nach so langer Zeit wiedergefunden zu haben, und wünschen sich bald ein persönliches Treffen.