Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/60664

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Jahren baut das multinationale Unternehmen Alcan in seiner Walliser Zweigniederlassung in immer neuen Schritten massiv Stellen ab. Soeben hat es eine weitere Reduktion um 110 Arbeitsplätze in Siders angekündigt. Und dabei profitiert das Unternehmen doch von Steuererleichterungen und einem Rabatt auf den Energiepreisen.</p><p>Ich frage den Bundesrat daher an, ob er bereit ist, zusammen mit dem Walliser Staatsrat bei Alcan zu intervenieren, um zu erreichen, dass das Unternehmen die jüngste Stellenreduktion unter Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrages rückgängig macht und Garantien abgibt, dass es den Industriestandort Wallis weiterentwickeln wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat bedauert den geplanten Abbau von 110 Stellen bei Alcan in Siders, denn Alcan ist für den Kanton Wallis ein wichtiger Arbeitgeber.</p><p>Der Bundesrat unterstützt das Ziel der Fortführung industrieller Aktivitäten, indem er die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten in der Schweiz so attraktiv wie möglich ausgestaltet. Er verzichtet jedoch darauf, auf unternehmerische Entscheide direkt Einfluss zu nehmen. Er ist auch der Überzeugung, dass die Schweiz und insbesondere Siders Alcan sehr gute Standortbedingungen bieten.</p><p>Bezüglich des geplanten Stellenabbaus legt der Bundesrat Wert darauf, dass die Bestimmungen von Gesamtarbeitsverträgen respektiert werden. In rechtlicher Hinsicht sind die Bestimmungen über Massenentlassungen (Art. 335d-335g OR) zu befolgen. Den Arbeitnehmenden stehen zudem besondere Mitwirkungsrechte zu (Art. 10 des Mitwirkungsgesetzes). Ziel muss es sein, den geplanten Stellenabbau möglichst sozialverträglich auszugestalten. Zusammen mit der Arbeitslosenversicherung bzw. dem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum in Siders sollen die von Entlassungen betroffenen Arbeitnehmer bei der Stellensuche wirkungsvoll unterstützt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.