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Nach einem Jahr voller Verluste, Umsatzeinbussen und Restrukturierungen soll es für den Dübendorfer Softwarehersteller dieses Jahr wieder aufwärts gehen. Das vergangene zweite Halbjahr ist ein gutes Zeichen dafür.
Esmertec hat heute seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr präsentiert. Der Dübendorfer Softwarehersteller konnte im zweiten Halbjahr 2006 etwas zulegen, nachdem im ersten Semester
der Umsatz erheblich geschrumpft und der Verlust gewachsen war. 2006 erwirtschaftete der Hersteller von Java-Applikationen für Handys und Multimediageräte einen Umsatz von 24,8 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang um 36,8 Prozent verglichen mit 2005 entspricht.
Der Bruttogewinn konnte im zweiten Halbjahr erheblich gesteigert werden, was zu einem Jahresgewinn von 10 Millionen Dollar führte. 2005 betrug der Bruttogewinn allerdings noch 24,3 Millionen Dollar. Unverändert gross ist der Betriebsverlust (45,3 Millionen). Immerhin konnte Esmertec diesen Wert vom ersten zum zweiten Halbjahr von 34,5 Millionen auf 10,8 Millionen Dollar verkleinern. Vergleicht man den Jahres-Betriebsverlust mit den Zahlen von 2005 erscheint eine Verdreifachung des Verlustes.
Esmertec vermied es aber, das vergangene Jahr als verlustreich abzustempeln. Das erste Semester sei zwar "enttäuschend" gewesen, so CFO Deborah Choate. Man sei aber jetzt auf gutem Weg. Seit den Restrukturierungsmassnahmen Ende 2006 hat Esmertec einige Aktivitäten im Ausland (Japan, Grossbritannien) zurückgefahren und diverse Managerposten gestrichen. Das Unternehmen wies zudem auf den Markanteil im Bereich Mobile- und Multimedia-Devices hin. Laut IDC ist der Esmertec-Marktanteil innerhalb eines Jahres von 3,1 auf 7,6 Prozent gewachsen. 59 Millionen Mobile- oder Multimedia-Geräte mit Esmertec-Software wurden im vergangenen Jahr verkauft, was der bisher höchste Wert für das Unternehmen ist. Den grössten Anteil (41 Millionen Units) verkaufte Esmertec im besseren zweiten Halbjahr.
Stabileres 2007
Nach dem turbulenten Jahr will Esmertec nun eine gewisse Stabilität erreichen. Bereits vor einem Jahr hat das Unternehmen angefangen, mit den Krediteinschätzungen der Kunden vorsichtiger umzugehen. 2005 hatte Esmertec wegen der Insolvenz eines Kunden
den Börsengang mehrfach verschieben müssen. Nun werden verbindliche Auftragsvolumina von Kunden, die keine gute Zahlungsfähigkeit nachweisen können, noch nicht als Umsatz verbucht.
Dieses Jahr soll der Umsatz wieder auf 34 Millionen Dollar gesteigert werden und der operative Cashflow soll positiv sein. An der nächsten Generalsversammlung im April soll zudem der neue Verwaltungsrat mit sieben Mitgliedern gewählt
werden. Das neue Gremium soll ein "stärkeres Industrieprofil" aufweisen, so Esmertec. Aus diesem Grund wurde vergangenen November der Zürcher FDP-Nationalrat und Unternehmer Ruedi Noser zum Vorsitzenden gewählt. (Maurizio Minetti)