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Die 200 CHF Note
Präsentation der neuen 200er Note am Paul Scherrer Institut, PSI, in Villigen 2019
Präsentation der neuen 200er Note an der International Banknote Designers Conference in Lissabon 2018
«Woher kommen wir?» – Von den Sternen. Denn die meisten Atome, aus denen wir zusammengesetzt sind, wurden vor Jahrmilliarden in den Sternen hergestellt. Wir sind Kinder der Sterne. Wir sind Sternenstaub. «Woher kommen die Sterne?» – Die Sterne entstanden dort, wo die Materie im frühen Universum am dichtesten war. «Woher kommt die Materie?» – Aus der Energie des Urknalls: Nachdem das Universum sich explosionsartig ausgedehnt hatte, kühlte es sich ab. Die sich abkühlende Energie wandelte sich in die heute bekannten Materieteilchen um. «Woher kommt der Urknall?» – Die Neigung, von jeder Ursache eine noch ursprünglichere Ursache zu erfragen, ist eine zutiefst menschliche Eigenheit. Aus den leuchtenden Augen eines Kindes strahlt diese Neugier noch ganz ungetrübt. Die neue 200er Note lädt sie dazu ein, mit solchen Augen die Bilderwelt zu erforschen, welche sich um die Frage aller Fragen dreht: «Woher kommen wir?»
Mikrokosmos
Im Hintergrund der Notenvorderseite wird die Entwicklung des Universums bis 380 000 Jahre nach dem Urknall dargestellt. In den ersten, unfassbar kleinen Bruchteilen einer Sekunde entstanden die Elementarteilchen, aus denen unsere Materie aufgebaut ist. Die weitere Entwicklung der Materie kann mit einer Art Nieselregen verglichen werden, der sich zu immer dickeren Regentropfen zusammenklumpte, wodurch sich immer komplexere Teilchen und nach 380 000 Jahren dann auch die ersten Atome bildeten. Die so entstandene Materie war aber ungleich im Raum verteilt. Es gab dichtere und weniger dichtere Stellen. An den dichteren Stellen kollabierte die Materie und es bildeten sich Sterne.
Globus
Später bildeten sich auch Planeten. Nach etwa 9,2 Milliarden Jahren entstanden unser Sonnensystem und unsere Erde. Die Erde mit ihrer Verteilung von Land und Wasser ist nichts Starres. Die Landmassen bewegen sich immerzu weiter. Auf dem Globus der 200er Note sind die Landmassen rekonstruiert, wie sie vor 90 Millionen Jahren zur späten Kreidezeit angeordnet waren.
Die Entwicklung der Erde hat auch auf dem Sicherheitsstreifen ihre Spuren hinterlassen: Eine geologische Karte mit unterschiedlichen Schraffuren macht die Gesteinsschichten verschiedener Erdzeitalter erkennbar. Daneben befindet sich eine Liste mit den wichtigsten Stadien der Entwicklung des Universums inklusive Zeitangaben.
Hand
Der Urknall war nicht nur die Geburt der Grundbausteine unserer heutigen Materie. Im Urknall entstanden auch Raum und Zeit. Die Dimension des Raums wird auf der neuen 200er Note durch die Handgeste symbolisiert. Die Geste veranschaulicht, wie in der Vektorgeometrie zwei Vektoren im dreidimensionalen Raum miteinander verknüpft werden. Die drei Pfeile deuten dabei die drei Raumachsen an. Diese Achsen wurden bewusst so positioniert, dass deren Nullpunkt mit dem weissen Zentrum des Urknalls zusammenfällt, um darauf hinzuweisen, dass der Raum im Moment des Urknalls entstanden ist.
Rückseite
Das Zentrum des Urknalls fällt auf der 200er Note noch mit einem anderen Punkt zusammen: Betrachtet man die Rückseite, dann ist dort ein Teilchendetektor dargestellt, dessen Aufbau sich von zwei bestehenden Detektoren des CERNs ableitet. Das CERN ist der weltweit grösste Teilchenbeschleuniger und befindet sich in Genf auf französischem und schweizerischem Staatsgebiet. Am CERN versucht man, in aufwändigen Experimenten möglichst nahe an den Urknall heranzukommen. Dazu werden Protonen beschleunigt und zur Kollision gebracht. Das ist auf der Note als weisser Strahl dargestellt. Der Teilchendetektor wertet dann die Kollision aus und visualisiert die gemessenen Daten als auseinanderlaufende, gebogene Linien und als kleine Klötzchen, die sich um das Zentrum der Kollision anordnen. Dieses Zentrum der Kollision ist es, welches deckungsgleich mit dem Zentrum des Urknalls der Vorderseite ist. Dadurch soll dabei Folgendes zum Ausdruck gebracht werden: Die Notenvorderseite repräsentiert die theoretische Seite der Wissenschaft und bringt die gängigen Theorien über den Urknall zur Darstellung. Die Rückseite hingegen widmet sich der praktischen Seite der Wissenschaft, mit welcher diese Theorien im Experiment auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Der Gegenstand ist jedoch bei beiden Seiten derselbe – der Urknall –, weshalb die beiden Zentren auch deckungsgleich sind.