Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/617

In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 620 Menschen an bösartigen Hirntumoren. Das sind rund 2% aller Krebserkrankungen. 59% der Betroffenen sind Männer, 41% Frauen. Hirntumoren treten auch bei jüngeren Menschen auf: 28% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Im Gehirn können eine ganze Reihe unterschiedlicher Tumoren entstehen. Manche davon sind gutartig, zum Beispiel das Neurinom. Normalerweise wachsen die gutartigen Tumoren nicht in das benachbarte, gesunde Gewebe ein. Sie können aber dennoch zu schwerwiegenden Störungen und Symptomen führen.
Andere Hirntumoren sind bösartig und zerstören das umgebende Hirngewebe. Dazu gehören die Gliome, sie sind eine häufige Art von Hirntumoren.
Risikofaktoren
Hirntumoren entstehen in der Regel spontan, ohne äussere Ursache oder Einwirkung. Ein Risikofaktor sind ionisierende Strahlen (Strahlung infolge früherer Strahlentherapie oder nach nuklearen Unfällen), die eine Ursache von Hirntumoren sein können. Nur in sehr seltenen Fällen liegt eine Erbkrankheit vor, die die Entstehung von Hirntumoren begünstigen kann.
Symptome
Hirntumoren können viele unterschiedliche Symptome auslösen. Welche Beschwerden auftreten, hängt wesentlich von der Art des Tumors und dessen Lage im Gehirn ab. Häufige Symptome von Hirntumoren sind Erbrechen, Sehstörungen, epileptische Anfälle, Lähmungen, Sprachstörungen, Kopfschmerzen und Veränderungen des Verhaltens und der Persönlichkeit.
Diagnose
Zur Diagnose werden die Hirnstrukturen bildlich dargestellt, zum Beispiel mit Computer- oder Magnetresonanztomografie.
Therapie
Bei Hirntumoren bildet eine Operation meist den ersten Schritt und ist die Grundlage für Diagnose und Therapie. Oft reicht eine Operation alleine nicht und es werden zusätzlich zum Beispiel Chemotherapie und/oder Bestrahlung durchgeführt.
Hirnmetastasen
Viel häufiger als die eigentlichen Hirntumoren sind Hirnmetastasen, also Ableger von anderen Ausgangstumoren im Körper. Hirnmetastasen stammen in vielen Fällen von Lungen-, Brust- oder schwarzen Hautkrebs.