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Der Fleischverarbeiter Bell baut seine Geschäftstätigkeit in Spanien aus. Per 6. April 2017 übernahm er die Produktionsanlagen des spanischen Charcuterie-Spezialisten Nobleza Ibérica. Das Unternehmen verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von rund 150'000 Schinken und 1'000 Tonnen Charcuterie und ist auf den Produktion von "Jamón Ibérico" sowie auf spanische Charcuterie spezialisiert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Bell baut zudem für 40 Mio. Euro einen neuen Schinkenbetrieb in der Nähe von Madrid. Zusammen mit dem bereits bestehenden Werk erhöht Bell die jährliche Trocknungskapazität auf über eine Million Schinken pro Jahr. Der neue Produktionsstandort soll im zweiten Quartal 2018 in Betrieb genommen werden, heisst es in einer Mitteilung.
Künftig wird Bell mit den drei Produktionsbetrieben ein vollständiges Sortiment an spanischen Schinken (Ibérico, Serrano) sowie spanischer Rohwurst (Chorizo, Salchichón, Lomo) aus eigener Produktion anbieten können. Die Produkte werden unter dem nationalen Brand "Sánchez Alcaraz" und weiteren Marken der Bell-Gruppe vermarktet.
Bereits im vergangenen Jahr ist das Unternehmen kräftig gewachsen: Die Coop-Tochter kaufte unter anderem den österreichischen Geflügelspezialisten Huber, die Zürcher Salat-Gruppe Eisberg, den Gastrozulieferer Geiser sowie den Walliser Charcuteriespezialisten Cher-Mignon. Damit konnte das Unternehmen den Absatz um die Hälfte auf insgesamt 414'260 Tonnen steigern.