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Risiken für das Gehirn und die peripheren Nerven
Direkte Läsionen im Gehirn
Bei chronischen Konsumenten wird eine Verringerung des Gehirnvolumens (Atrophie) beobachtet.
Forscher berichten von einer schnelleren Abnahme des zerebralen Kortexvolumens bei abhängigen Trinkern als bei nicht abhängigen Probanden. Kril and coll. (1997) , Pfefferbaum and coll (1998). Die Volumenreduzierung hängt von der Menge des konsumierten Alkohols ab. Andere Autoren berichten auch über Gehirnschwund in Strukturen, die Gleichgewicht und Haltung (Kleinhirn) steuern, die bei Autopsie-Beobachtungen gut zu beobachten sind.
Diese Atrophie-Läsionen sind definitiv und irreversibel.
Die Wernicke-Enzephalopathie
Sie ist in der Regel mit einem Vitamin B1-Mangel verbunden. Beobachtet werden Konfusion (oder Koma), Gleichgewichtsstörungen, Augenmuskellähmungen, welche die seitlichen Bewegungen der Augen betreffen. Diese Enzephalopathie ist bei einer Behandlung mit Vitamin B1 reversibel.
Wenn sie jedoch spät oder nicht behandelt wird und über längere Zeit auftritt, bilden sich endgültige Läsionen mit Gedächtnisverlust, Desorientierung und Konfabulation: Es handelt sich um das Korsakoff-Syndrom.
Periphere Polyneuropathie
Zu ihren Symptomen gehört eine Abnahme der Empfindlichkeit und der Reflexe. Manchmal treten Krämpfe und Schmerzen symmetrisch in den unteren Extremitäten auf.
Sie lässt sich normalerweise mit Abstinenz und Vitamin B-Einnahmen behandeln.
Referenzen
- Kril JJ, Halliday GM, Svoboda MD, Cartwright H. (1997) The cerebral cortex is damaged in chronic alcoholics. Neuroscience, Aug;79(4):983-98.
- Adolf Pfefferbaum, MD and all (1998). A Controlled Study of Cortical Gray Matter and Ventricular Changes in Alcoholic Men Over a 5-Year Interval. Arch Gen Psychiatry, 55:905-912.