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Die kollisionsrechtliche Behandlung von Ansprüchen aus unlauterem Wettbewerbsverhalten gemäß Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO
Die Arbeit untersucht die Anwendung von Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO auf Ansprüche aus unlauterem Wettbewerbsverhalten unter Betrachtung der Rechtsetzungsgeschichte. Dabei legt sie den Systembegriff "unlauteres Wettbewerbsverhalten" unionsrechtlich-autonom aus und prüft die Anwendung auf Sonderkonstellationen und Multistate-Verstöße.
Mit Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO hat der europäische Gesetzgeber Kollisionsregeln für Ansprüche aus unlauterem Wettbewerbsverhalten geschaffen. Die Arbeit untersucht die Funktionsweise dieser Vorschriften. Dabei beleuchtet sie deren kontroverse Rechtsetzungsgeschichte und das unionsrechtlich-autonome Verständnis des Systembegriffs "unlauteres Wettbewerbsverhalten". Sie erörtert die Anwendung von Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO unter Betrachtung ihrer dogmatischen Grundlage und der Behandlung von Sonderkonstellationen und Multistate-Verstößen. Bei all dem berücksichtigt die Arbeit die Betrachtungsweise des deutschen Rechtsanwenders und grenzt die neue Rechtslage von der bisherigen Rechtslage nach autonomem deutschen Kollisionsrecht ab.