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Clarence B. Jones war ein Vertrauter Martin Luther Kings, sein Berater und Redenschreiber. Jones war es, der King am Abend vor der berühmten Rede vom 28. August 1963 in seinem Hotelzimmer besuchte, der mit ihm über die Worte sprach, die King tags darauf an die Menschen richten sollte.
«Ich gab ihm ein paar Notizen, die er benutzen konnte», erzählt Jones im Interview. King griff darauf zurück. «Die Worte ‹I have a Dream› standen nicht darauf.» Nach etwa zehn Minuten habe King den Zettel beiseite gelegt und spontan referiert.
Es war schliesslich die amerikanische Gospelsängerin Mahalia Jackson, die King zurief: «Erzähl ihnen von dem Traum.» Und King erzählte. Die vier Worte hatten seine Wirkung. Neu aber seien sie nicht gewesen, so Jones. «Den Satz hat King schon an früheren Veranstaltungen gesagt. Aber das Publikum reagierte darauf nicht.» Am 28. August 1963 war das anders.
250'000 schwarze und weisse Menschen – Jones geht gar von knapp 300'000 aus – wohnten der Rede Kings bei, hörten, wie der Babtistenpastor ihnen «einen Spiegel vors Gesicht hielt, ihnen ins Gewissen redete», erinnert sich Jones.
Würde King heute noch leben, so glaubt Jones, «dann würde er sagen: ‹Stoppt die Waffengewalt!›» Viele Straftaten würden von jungen afroamerikanischen Männern an jungen Afroamerikanern begangen.
Positiv stimmt Jones, dass «wir in Sachen Rassentrennung einen enormen Schritt nach vorne gemacht haben». Heute gebe es keine Tafeln mehr, die auf nur Weissen vorbehaltene Orten hinweist. Ein Traum, den King träumte und der in Erfüllung gegangen ist.