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Strahlenbehandlungen können gewisse Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung und Schluckbeschwerden verursachen. Im Zusammenhang mit Entzündungen des Magen-Darm-Traktes oder als Folge einer Reizung des Brechzentrums im Hirn können auch Symptome wie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und gehen nach dem Abschluss der Behandlung zurück. Einige dieser Symptome können durch Medikamente ganz ausgeschaltet oder zumindest gelindert werden, andere durch eine Anpassung oder Umstellung der Ernährung.
Eine möglichst gesunde, ausgewogene Ernährung liefert dem Körper lebenswichtige Nährstoffe und stärkt den durch die Krankheit und die Bestrahlungen belasteten Organismus. Schmackhafte, appetitlich angerichtete Mahlzeiten steigern die Lust am Essen. Um den Magen-Darm-Trakt möglichst zu entlasten, sollten Sie öfters kleine Mahlzeiten zu sich nehmen (alle zwei bis drei Stunden), die Speisen gut durchkauen und soviel wie möglich trinken.
Es ist vernünftig, den Alkohol- und vor allem den Nikotinkonsum so weit wie möglich zu drosseln oder darauf ganz zu verzichten. Alkohol reizt die Schleimhäute und kann Nebenwirkungen verstärken; Nikotin schädigt die Schleimhäute und senkt die Heilungschancen. Auch Medikamente können die Magenschleimhaut reizen. Sie sollten immer mit genügend Flüssigkeit und – falls nicht anders verschrieben – nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden. Manchmal kommt es zu Veränderungen der Geschmacksempfindung, zu Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme. Zu indirekten Bestrahlungsfolgen können in seltenen Fällen auch Heisshungerattacken und Gewichtszunahme gehören. Bei starkem Gewichtsverlust kann es sinnvoll sein, die Ernährung mit zusätzlichen Kohlenhydraten, Vitaminen und Proteinen (Eiweisse) zu ergänzen. Ihre Ernährungsberaterin kann Ihnen konzentrierte Fertigprodukte empfehlen, die alle wichtigen Nährstoffe als Trinklösung enthalten und in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich sind.
Reicht die normale Ernährung nicht aus oder ist sie auf oralem Weg (durch den Mund) nicht möglich, kann künstliche Ernährung Abhilfe schaffen. Magen- oder Darmsonden (enterale Ernährung) sind heute weniger unangenehm als früher und können auch zu Hause angewendet werden. Von sogenannten Krebsdiäten raten wir Ihnen ab. Sie sind nicht nur unwirksam, einseitig und eintönig, sondern schwächen zusätzlich den Organismus. Nach Abschluss der Strahlentherapie dauert die Wirkung der Behandlung noch an. Sie sollten sich deshalb noch etwa zwei bis drei Wochen an die Ernährungs- empfehlungen halten und erst dann langsam zu Ihrer gewohnten Ernährung übergehen. Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen und Problemen rund um die Ernährung an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Ernährungsberaterin Ihres Spitals. Sie werden auf Ihre Fragen eingehen und einen auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben zugeschnittenen Ernährungsplan erstellen. In der Krebsliga-Broschüre «Ernährungsprobleme bei Krebs» finden Sie weitere Tipps und Anregungen.
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