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Die Auswertung des Datenmaterials zur Nitratkonzentration im Sickerwasser der Lysimeteranlage Zürich-Reckenholz von 1981 bis 2000 ergibt, dass die Kulturübergänge im Nachsommer entscheidend sind für die Nitratkonzentration im Sickerwasser unter Fruchtfolgen. Die Menge Bodenstickstoff, die in mineralisierter Form vor der winterlichen Vegetationsruhe im Bodenprofil vorhanden ist, hängt einerseits ab vom Entzug des mineralischen Stickstoffes aus Düngung, Lufteintrag und Mineralisation durch die geerntete Kultur sowie durch die Vor- und Nachkultur. Andererseits ist sie von Mineralisierungsschüben abhängig, die die mechanischen Eingriffe in das Bodengefüge bei der Ernte oder der Saat der nachfolgenden Kultur auslösen können. Der Zeitpunkt, zu dem diese herbstlichen Nitratspitzen im Sickerwasser auftauchen, ist sowohl von der Gründigkeit und der Porenstruktur des Bodens als auch von den Niederschlagsmengen abhängig. In Böden wie der Schotter-Braunerde mit schnellen Fliesswegen sind Nitratspitzen höher und auf kürzere Zeiträume beschränkt als in Böden mit überwiegendem Massenfluss wie der Braunerde aus Moränelehm. In Böden vom Typ «Massenfluss» scheint die Menge Wasser ziemlich konstant zu sein, die es zum Transport des Nitrates durch den Boden braucht. Mineralische N-Düngung zur Saat einer Gründüngung (Phacelia) kann zu einem kurzfristigen Anstieg der Nitratkonzentration im Herbst führen.
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.