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Die Heimarbeit am Posamenterstuhl hatte für Wittnau grosse Bedeutung.
In unserem Dorf sollen einst etwa 150 Webstühle geklappert haben.
Die meisten Familien hatten neben ihrem eigentlichen Beruf auch einen Nebenverdienst aus der Bandweberei.
Die unten stehende Postkarte stammt von Schuhmacher Albert Liechti ("Schueni-Bärti").
1901, als Liechti diese Mitteilung an die Fabrikantenfirma Senn & Co. schrieb, liefen in Wittnau noch alle Webstühle im Handbetrieb. Motoren kamen erst 1905.
Herrn Senn + Cie.
Zeige Ihnen himit an
daß die Rechnung auf
2ten Dez. ganz ausgeliefert
wird, sollte vorher abgeschnitten werden
so berichtet sofort.
Wittnau den 27. XI. 1901 Mit Gruß
Alb. Liechti - Acklin
Im Text ist von "Rechnung" die Rede.
Damit ist ein einzelner Arbeitsauftrag gemeint.
Waren die Kettfäden aufgebraucht und damit der Auftrag beendet,
wurden die fertigen Bändel ausgeliefert und es konnte abgerechnet werden.