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Berufswahl
Wie für alle Jugendlichen muss sich die Berufswahl in erster Linie nach den Neigungen und Fähigkeiten im Einzelfall richten.
Die Epilepsie darf dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden, insbesondere im Zusammenhang mit den folgenden Fragen: Inwieweit ist die Epilepsie kontrolliert? Was passiert, wenn es am Arbeitsplatz zu (erneuten) Anfällen kommt?
In der Regel ist Epilepsiebetroffenen der Zugang zu Berufen, in denen bei einem Anfall andere in Gefahr kommen könnten, z. B. Pilot, Chauffeur oder Lokomotivführer, verwehrt. Nur mit gewissen Einschränkungen kommen Beschäftigungen in Frage, bei denen Anfälle die betroffene Person selbst in Gefahr bringen können, z. B. Berufe, in denen auf Leitern, Gerüsten oder Dächern gearbeitet wird.
Feststellen zu müssen, dass bestimmte Berufe Personen mit Epilepsie verwehrt sind oder nicht empfohlen werden, schmerzt. Es ist also verständlich, dass die Berufswahl und folglich die Auseinandersetzung mit den eigenen Chancen im Leben für die Betroffenen mit vergleichsweise grösseren Schwierigkeiten verbunden sind.
Umso wichtiger ist es daher, sich an Vertrauenspersonen (unter anderem die Lehrkraft) zu wenden und zeitig eine eingehende Berufsberatung in Anspruch zu nehmen.
Empfehlenswert ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Berufsberatern und behandelndem Arzt, nach Möglichkeit auch unter Beiziehung eines Neuropsychologen und der Angehörigen.