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Charles Darwin hat den Blick auf die Natur und auch auf den Menschen verändert. Sein Werk „Die Entstehung der Arten“, 1859 unter großen Anfeindungen veröffentlicht, stellte alles auf den Kopf, was man bisher geglaubt hatte. Seine Evolutionstheorie gilt im Wesentlichen bis heute, wird in Teilen der Welt aber weiterhin als Gotteslästerung bekämpft. Vor 210 Jahren, am 12. Februar 1809, wurde er geboren.
„Down House“, in dem Darwin und seine Frau Emma viele Jahre mit ihrer Familie lebten, ist heute ein sehr sehenswertes Museum. Es steht in einem Dorf in Kent nicht weit von London – die Familie war 1842 aus der Großstadt fortgezogen, weil die Kinder in frischer Luft aufwachsen sollten. Das Arbeitszimmer, in dem Darwin an seinem revolutionären Werk schrieb, der Garten, in dem er mit Pflanzenzucht experimentierte, sind zu besichtigen. Down House – ein schmuckes weißes Gebäude, das die Familie Darwin komplett umbauen ließ – wurde schon in den 1920ern zum Museum und gehört heute der Organisation „English Heritage“. Im Obergeschoss ist eine Ausstellung über Leben und Werk des Wissenschaftlers und seine Familie, unten sind die Wohn- und Arbeitsräume erhalten. In der Küche ist jetzt ein Tearoom.
Darwin war eigentlich (ausgerechnet!) Theologe, interessierte sich aber auch sehr für Naturwissenschaften. Als er 1831 Gelegenheit bekam, mit der „Beagle“ – einem Vermessungsschiff der britischen Marine – um die Welt zu segeln, sagte er sofort zu. Bei dieser Reise sammelte er die Erkenntnisse, die ihn zu seiner Arbeit inspirierten. Legendär sind die Galapagosfinken, deren unterschiedliche Schnabelformen ihn auf die Idee brachten: Da haben sich die Tiere an die Umwelt angepasst, und was Erfolg hatte, wurde weitervererbt. Ein Frontalangriff auf die Sichtweise, die Welt sei so, wie sie ist, von Gott erschaffen.
In Down House kommt man auch dem Privatleben der Darwins auf die Spur. Sie hatten zehn Kinder, von denen jedoch – wie damals nicht ungewöhnlich – drei früh starben. Als Eltern sollen sie liberal und liebevoll gewesen sein. Darwin starb in diesem Haus, später war es eine Zeit lang eine Mädchenschule und stand dann lange leer, ehe es zum Museum wurde.