Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03198.jsonl.gz/1776

Ein Gasometer zur horizontalen Stabilisierung
Da die vorgeschlagenen wiederverwendbaren Materialien in keinem Verhältnis zu dem beantragten Projekt standen, entschied sich das Projektteam, bei diesem Projekt auf zirkuläres Bauen statt auf Re-Use zu setzen.
Das strukturelle Raster des Gebäudes ist einfach und regelmässig sowohl im Grundriss als auch in der Ansicht. Stahlprofilen in der Querrichtung verbinden die Stützen. In der Längsrichtung sind Deckenelemente als Modul gelegt.
Die horizontalen Bauteile sind als Einfachträger ausgebildet ohne Einspannung. Um den Zug zu übernehmen, sind gewellten Bleche und flache Bleche mit einer Dicke von weniger als 1mm an der Unterseite der Decke gelegt. Die Druck Komponente ist mit dem Erdbeton übernommen. Diese ideale Rollenverteilung – Stahl im Zug und Beton im Druck – ermöglicht es, die statische Höhe zu minimieren, einen Beton mit sehr niedrigem CO2-Ausstoss zu verwenden.
Die Bauteile, die die horizontale Stabilität des Gebäudes gewährleisten, sind nur im Bereich der Treppen geplant. Das Architektonische Programm ist daher völlig flexibel. Stützen mit geringem Durchmesser sind alle 1.2m herum der Öffnung verteilt. Sie sind mit vorgespannten Kabeln miteinander in Kreuz verbunden. Diese Aussteifung reicht aus, um alle horizontalen Erdbeben- und Windlasten aufzunehmen.
Diese minimale Struktur ermöglicht einen hohen architektonischen Ausdruck in der Gestaltung.