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Therapieresistenz
Etwa ein Drittel der an Depression Erkrankten spricht nicht auf eine Standardtherapie an. Diese «Therapieresistenz» bedeutet nicht, dass die Depression unbehandelbar ist. Häufig spricht die Kranke bzw. der Kranke nur scheinbar nicht auf die Behandlung an, weil die Diagnostik oder die medikamentöse Therapie nicht adäquat durchgeführt wurden. Zudem beeinflussen Variationen des ABCB1-Gens die Funktion der sogenannten Blut-Hirn-Schranke. Antidepressiva können nur dann erfolgreich wirken, wenn sie in ausreichender Konzentration durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn gelangen. Mit einem ABCB1-Gentest steigt die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Ansprechens auf antidepressive Medikamente. So können erfolglose Behandlungsversuche vermieden werden.