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Diese Umstellung der Deutschschweizer Spielkarten vom einköpfigen auf das zweiköpfige
Kartenbild war ein Prozess, der fast ein Jahrhundert in Anspruch genommen hat.
Die Gründe dafür waren vielfältig.
Die verschiedenen Hersteller standen in einem Verdrängungskampf. Wer zu früh ein "revolutionär" neues Kartenbild produzierte, verlor Marktanteile (etwas, was AG Müller hundert Jahre später wieder erfahren musste).
Die Zeiten des 1. und 2. Weltkriegs waren für viele Menschen existenzbedrohend. Die Hersteller waren zurückhaltend mit Investitionen, und die Käufer konsumierten weniger "neues Zeug".
Das Verbreitungsgebiet der Deutschschweizer Karten ist von eher konservativen, traditionsbewussten Kartenspielern dominiert.
So kam es, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowohl einköpfige (mit der Zeit immer weniger) als auch zweiköpfige (nach und nach immer mehr) Deutschschweizer Spielkarten existierten. Und so kam es auch, dass ein Neuling als Spielkartensammler noch das eine oder andere einköpfige Kartenspiel erwerben konnte.
Um 1930 produzierte die Firma J.Müller in Neuhausen noch Spielkarten mit einköpfigem Deutschschweizer Bild. Aus dieser Zeit stammen die folgenden Karten.
In Zürich produzierte die Firma Treff ein eigenes Bild, das künstlerisch besser gestaltet war. So sieht z.B. der Bart des Eicheln-Königs nicht so "angeklebt" aus wie beim Bild von Müller.