Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/60998

<h2>SubmittedText<h2><p>Ein Bestand von 650 000 Armeeangehörigen benötigte einen Bestand X an Verwaltungspersonal. Wie gross ist der Bedarf an Verwaltungspersonal Y nach der Bestandesreduktion auf 120 000 bzw. 220 000 Armeeangehörige? Wie gross ist die Verwaltung effektiv? Und warum?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Personalbestand des Departementsbereichs Verteidigung beträgt heute 10 623 Stellen (Stichtag: 30. September 2005), wovon 4277 Mitarbeitende als Berufs- und Zeitmilitär angestellt sind.</p><p>Eine Dreisatzrechung im Sinne des Fragestellers ist jedoch nicht zielführend, da die Personalbedürfnisse aufgrund der konkret zu erfüllenden Aufgaben festgelegt werden und nicht ausschliesslich von der Grösse der Armee abhängen.</p><p>Zudem muss man nicht zwischen Verwaltungspersonal und militärischem Personal unterscheiden, sondern zwischen Personal, das in den Kernbreichen der Ausbildung und des Einsatzes eingesetzt wird, und Personal, das in Führungs- und Supportbereichen Leistungen erbringt. In der Ausbildung und im Einsatz hat der Stellenbestand des Bereiches Verteidigung aufgrund des Dreifachstarts der Schulen um rund 700 Stellen zugenommen, während in den Führungs- und Supportbereichen, den Zeughäusern und Armeemotorfahrzeugparks sowie beim ehemaligen Festungswachtkorps bis Ende 2010 rund 2800 zivile Stellen abgebaut werden. Der Nettoabbau im Bereich Verteidigung wird rund 2100 Stellen (im VBS rund 2500 Stellen oder rund 240 Millionen Franken) betragen. Dazu kommen rund 700 Stellen, die im Rahmen der Armeereform 95 abgebaut wurden.</p><p>Der Bundesrat hat am 11. Mai 2005 das VBS überdies beauftragt, die Zukunft der Teilstreitkräfte zu überprüfen, um abermals Optimierungspotenzial zu orten. Zu diesem Zweck werden die Prozesse und Strukturen der ganzen Militärverwaltung nochmals analysiert. Resultate sind ab Frühjahr 2006 zu erwarten.</p><p>Neben dem Verteidigungsbereich wird auch in anderen Bereichen des VBS massiv abgebaut. So wird z. B. im Generalsekretariat VBS ein Abbau von rund 15 Prozent der Stellen bis Ende 2007 und bei Armasuisse ein Abbau von 15 Prozent bis Ende 2007 bzw. rund 30 Prozent bis Ende 2010 erfolgen.</p><p>Das VBS und die Armee sind bemüht, die Prozesse laufend zu optimieren und die Strukturen möglichst schlank zu gestalten, um trotz den knappen finanziellen Mitteln eine gewisse Handlungsfreiheit für neue Aufgaben und bei den Investitionen sicherzustellen.</p>  Antwort des Bundesrates.