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Olivia Newton-John, die 1978 mit dem Film «Grease» über Nacht zum Weltstar wurde, ist in ihrer Ranch in Südkalifornien «friedlich» verstorben, wie die «New York Times» berichtet.
Die Schauspielerin wurde 73 Jahre alt und war bereits 1992 zum ersten Mal an Krebs erkrankt.
Seither hat sie anderen Mut gemacht, die ebenfalls Brustkrebs hatten. Mit ihrem Olivia Newton-John Foundation Fund hat sie sich für pflanzliche Medizin engagiert.
«Grease», was übersetzt «Pomade» heisst, basierte auf dem gleichnamigen Broadway-Musical von 1972. Dieses geht auf eine 5-stündige Amateurproduktion in Chicago zurück. Die männliche Hauptrolle im Film schliesslich spielte John Travolta, der bereits mit «Saturday Night Fever» ein Jahr zuvor zum Star wurde.
Olivia Newton-John, die bis dahin nur als Country- und Folk-Sängerin bekannt war, durfte mit «Grease» ihren Durchbruch feiern. Als blond gelockte Sandy verdrehte sie John Travolta in der Rolle des rebellischen Danny – mit Schmalzlocke und Koteletten – den Kopf.
Der weltweite Kinoumsatz erreichte damals rund 397 Millionen US-Dollar bei einem Gesamtbudget von 6 Millionen. Und die Tanzshow wird weiterhin rege gestreamt. Der Soundtrack zum Film mit dem Titelsong von Barry Gibb von den Bee Gees verkaufte sich über 28 Millionen Mal weltweit. Das Musical ist aktuell wieder auf verschiedenen Bühnen zu sehen.
Nach «Grease» stand Olivia Newton-John 1980 gleich wieder vor der Kamera, für das Fantasy-Musical «Xanadu» auf Rollschuhen zu Disco-Klängen. Ein Jahr später brachte sie ihr erfolgreichstes Album «Physical» heraus. Es hielt sich zehn Wochen lang auf dem ersten Platz der US-Platten-Charts.
Olivia Newton-John war eine Enkelin des deutschen Physik-Nobelpreisträgers Max Born und Tochter eines von England nach Australien ausgewanderten College-Präsidenten. Dort gründete sie als Schülerin eine Mädchenband. Ein Talentwettbewerb brachte die 15-Jährige nach England zurück. 1966 nahm sie dort ihre erste Platte auf, bevor es über zehn Jahre später in Hollywood zum Happy End mit John Travolta kam.