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Wenn ab dem 5. August 2016 in Rio de Janeiro die ersten Medaillen der Olympiade vergeben werden, könnten einige von ihnen mit dem Konterfei des Goldenen Löwenäffchen versehen sein. Eine internationale Schutzorganisation hat bei den olympischen Komitees bereits einen entsprechenden Antrag dazu gestellt.
Mit dem nur etwa 26 Zentimeter kleine und 600 Gramm wiegenden Äffchen wird eine besondere Symbolik verbunden. Er steht für den Artenreichtum Brasiliens und ebenso für den Naturschutz. In den 60er Jahren galt der Mico leão dourado als extrem gefährdet und vom Aussterben bedroht. Die Vernichtung seines Lebensraumes, dem Atlantischen Regenwlad, und eine starke Bejagung haben den orangefarbenen Primaten beinahe ausgerottet.
In den vergangenen 25 Jahren wurden jedoch enorme Anstrengungen unternommen, den Lebensraum des Goldenen Löwenäffchen zu erhalten. Der beschränkt sich auf eine eng begrenzte Region im Bundesstaat Rio de Janeiro und dort auf Reste des Atlantischen Regenwaldes. Mit dem Schutz des Waldes und speziellen Programmen konnte sich der Bestand des weltweit nur dort vorkommenden Affen langsam erholen.
Der Mico leão dourado ist somit ein Sieger. Er hat die Bedrohung auszusterben überwunden, wie Rodrigo Medeiros von der Organisation Conservation International (CI)es ausdrückt. Die Internationale Schutzorganisation mit Niederlassung in Brasilien war es auch, die den Vorschlag beim brasilianischen Kongress der Schutzgebiete in Curitiba vorgebracht hat. Dort wurde der Antrag befürwortet und die Idee schließlich dem brasilianischen und dem internationalen olympischen Komitee präsentiert. Wird sie angenommen, wird das Goldene Löwenäffchen im kommenden Jahr eine Seite der olympischen Goldmedaillen zieren.