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F/A-18 – Rissprüfung an der ganzen Flotte abgeschlossen
Bern, 05.02.2018 - Die Überprüfung der F/A-18-Hornet-Flotte auf Risse ist abgeschlossen. Insgesamt sind fünf Maschinen betroffen. Die Überprüfung wurde nach dem Bruch eines Befestigungsscharniers der Landeklappe eingeleitet.
Nachdem anlässlich einer Zwischenflugkontrolle an einer F/A-18C Hornet der Schweizer Luftwaffe ein Bruch in einem Befestigungsscharnier der Landeklappe entdeckt wurde, wurde als Vorsichtsmassnahme die Kontrolle aller 30 F/A-18 Hornet eingeleitet.
Mit erster Priorität wurden die beiden für den Luftpolizeidienst bestimmten F/A-18 sowie anschliessend die weiteren im Flugdienst der Luftwaffe stehenden F/A-18 überprüft. Diese Überprüfung konnte letzte Woche abgeschlossen werden (siehe Medieninformationen vom 31.01.2018 und 02.02.2018). Mit zweiter Priorität folgten die sieben Maschinen, die sich gegenwärtig bei RUAG Aviation im Unterhalt befinden. Bei einer dieser Maschinen wurde nun ein weiterer Rissbefund festgestellt. Somit erhöht sich die Gesamtzahl der betroffenen Maschinen auf fünf. Dabei handelt es sich um eine F/A-18C mit dem gebrochenen Befestigungsscharnier der Landeklappe sowie um vier weitere F/A-18 mit Rissbefunden (je zwei F/A-18C Einsitzer und je zwei F/A-18D Doppelsitzer). Diese Maschinen werden vorerst nicht mehr eingesetzt.
Der Luftpolizeidienst (LP24) und die Einsätze der Luftwaffe sind weiterhin uneingeschränkt gewährleistet. Die permanente Luftraumüberwachung war nicht betroffen. Kurzfristig sind die Ausbildungs- und Trainingsbedürfnisse der Luftwaffe erfüllt, allerdings ohne Reserven. Mögliche mittelfristige Auswirkungen auf den Ausbildungs- und den Trainingsflugbetrieb werden erst nach Vorliegen aller Analysen abgeschätzt werden können.
Das weitere Vorgehen erfordert vertiefte Abklärungen, die bereits durch die zuständigen Stellen eingeleitet wurden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können keine Aussagen darüber gemacht werden, ob allenfalls Bauteile ersetzt werden müssen, wie hoch die damit verbundenen Kosten sind oder ab wann die Maschinen wieder im Flugdienst der Schweizer Luftwaffe eingesetzt werden können.
Die Kontrolle der entsprechenden Bauteile auf Risse wurde mit einem speziellen Gerät ausgeführt. Das in der Fachsprache zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Non Destructive Inspection) genannte Verfahren ermöglicht auch kleinste Risse festzustellen. Die bei den Untersuchungen entdeckten Riss-Befunde waren visuell nicht feststellbar.
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Kaj-Gunnar Sievert
Leiter Kommunikation armasuisse
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Letzte Änderung 20.04.2018