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Vor einem Jahr – am 15. März 2019 – zerstörte der tropische Wirbelsturm Idai in Moçambique Häuser, Schulen und Gesundheitszentren. Tagelanger Dauerregen überflutete weite Landesteile in den Provinzen Sofala und Manica in Zentralmoçambique. Mehrere Hundert Personen starben, viele wurden obdachlos, die anstehende Ernte wurde vollständig vernichtet. Moçambique ist zwar an Wirbelstürme gewöhnt, doch angesichts des Klimawandels waren die Auswirkungen von Idai besonders verheerend. Mit unserer Nothilfe konnten wir im letzten Jahr Tausende von Menschen mit Trinkwasser und Saatgut versorgen.
Solidar Suisse, seit 1984 in Moçambique tätig, reagierte sofort auf die Katastrophe. Gemeinsam mit dem Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) – und unterstützt von der Glückskette, UNICEF, der Volkshilfe, Helvetas, verschiedenen Stiftungen und vielen EinzelspenderInnen – haben wir in zwei Distrikten im Katastrophengebiet Sofortmassnahmen eingeleitet.
Trinkwasser für Vertriebene
Die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung war eine der wichtigsten Massnahmen. Rund 3´300 Personen, die in temporären Camps vor Idai Zuflucht fanden, wurden mittels Tankwagen und provisorischen Wassersystemen versorgt. Nach der unmittelbaren Nothilfe konnte Solidar Suisse mit der Reparatur von unterspülten und zerstörten Brunnen beginnen und zusätzlich neue Brunnen und Wassersysteme bauen. Bis heute haben so 24´000 Personen sauberes Trinkwasser erhalten.
Eine weitere wichtige Komponente war die Verteilung von neuem Saatgut und von Hacken und Schaufeln für die Bewirtschaftung der Felder. Insgesamt 6´000 Haushalte mit über 30´000 Personen profitierten davon. Unter ihnen auch Roda Samuel aus Nhanehmbe im Distrikt Sussundenga. «Solidar hat uns Arbeitsinstrumente und eine Auswahl an Saatgut zur Verfügung gestellt. So können wir wenigstens unsere Felder wieder bewirtschaften.»
Langzeitschäden und Langzeithilfe
Die schlimmsten Folgen von Idai konnten Solidar zusammen mit Partnern abfedern, aber es gibt noch immer viel zu tun. So arbeiten wir weiter am Bau von Brunnen und Trinkwassersystemen. Da immer noch viele Menschen hungern, wird Solidar auch nach der diesjährigen Ernte im April Saatgut an die BäuerInnen verteilen. Der Tropensturm wütete nur ein paar Stunden, die damit einhergehenden Regenfälle dauerten zwei Wochen. Die Folgen in Moçambique aber werden noch lange zu spüren sein.