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Von der Menarche – der ersten Menstruation – bis zur Menopause erlebt jede Frau im Laufe ihres Lebens etwa 500 Monatsblutungen. Dabei werden jeweils rund 150 Milliliter Blut und kleinere Mengen Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden.
Die Menstruation ist ein natürlicher Bestandteil des Zyklus und wird oft von verschiedenen Beschwerden begleitet. Bei einigen Frauen verschlechtert sich schon in den Tagen vor den Tagen das Wohlbefinden: Das sogenannte prämenstruelle Syndrom (PMS) wird durch die Schwankungen im Hormonhaushalt ausgelöst, die mit dem Zyklus einhergehen.
Menstruation: Warum eigentlich?
Monat für Monat reift in den Eierstöcken ein Follikel so weit heran, dass es platzt und eine befruchtungsfähige Eizelle freigibt. Diese wandert durch den Eileiter. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf. Wird die Eizelle befruchtet, kann sie sich hier einnisten und zu einem Embryo heranwachsen. Bleiben Befruchtung und Schwangerschaft aus, bildet sich die Gebärmutter wieder zurück. Das überschüssige Blut fliesst ab.
Dieser Zyklus dauert etwa 28 Tage. Längen von 25 bis 35 Tagen sind vollkommen normal. Nachdem der Zyklus eingesetzt hat, dauert es ein paar Monate, bis er gleichmässig verläuft. Wenn hormonelle Verhütungsmethoden abgesetzt werden, führt das häufig auch zu Zyklusschwankungen. Halten sie an, solltest du zum Arzt gehen.
Etwa ab dem 45. Lebensjahr wird der Zyklus ungleichmässig: Die Wechseljahre kündigen sich an. Die Blutungen werden kürzer und schwächer, die Abstände dazwischen länger. Die Menopause – der letzte vollständige Zyklus inklusive Menstruation – findet um das 51. Lebensjahr statt.
Einflussfaktoren auf die Menstruation
Der Zyklus kann durch viele Faktoren wie Stress, übermässigen Sport und extremes Unter- oder Übergewicht beeinflusst werden. Das wirkt sich auch auf die Menstruation aus, die beispielsweise bei Leistungssportlern oder unterernährten Frauen komplett aussetzen kann.
Wird die Verhütungspille über den gesamten Zyklus hinweg eingenommen, bleibt die Menstruation ebenfalls aus. Das kann hilfreich sein, wenn die Blutungen stark ausfallen oder die Beschwerden sehr belasten. In allen anderen Fällen sollte die Menstruation durchstanden werden, weil nur dadurch die Produktion von Östrogen angekurbelt wird. Dieses Hormon ist unter anderem wichtig für den Knochenaufbau und beugt Osteoporose vor.
Häufige Beschwerden
Nur jede fünfte Frau erlebt die Menstruation ohne Beschwerden. Bei der grossen Mehrheit sind Regelschmerzen im Unterleib, Krämpfe, Kopf- und Rückenschmerzen verbreitet. Dazu kommen Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Akne und Ödeme. Dabei handelt es sich um Wassereinlagerungen im Gesicht, in den Händen, Beinen und Füssen. Schlafstörungen führen zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Dazu können Stimmungsschwankungen und Appetitlosigkeit auftreten.
Insgesamt leidet jede vierte Frau nicht nur unter solchen und anderen Beschwerden während der Menstruation, sondern auch am PMS. Meist lassen die Symptome jedoch im Verlauf der Menstruation nach. Die Blutungen selbst halten für drei bis sechs Tage an. Hinterher kann es aber noch zu vereinzelten Schmierblutungen kommen.
Was in der Menstruation hilft
Menstruationsbeschwerden müssen nicht hilflos durchlitten werden. Mit verschiedenen Schmerzmitteln oder Magnesiumpräparaten kann der Schmerz gelindert werden. Natürliche Mittel wie Ingwer, Gänsefingerkraut und Mönchspfeffer wirken ebenfalls schmerzstillend.
Die Wärmflasche, Yoga und spezielle Übungen sorgen für Entspannung. Sport empfiehlt sich trotzdem: Durch eine moderate Bewegung lösen sich Krämpfe im Unterleib.
Halten die Schmerzen dennoch an oder verstärken sich sogar, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Hygieneprodukte während der Periode
Um das Menstruationsblut aufzufangen, bieten sich Binden, Tampons und Schaumstoffschwämme an. Diese Produkte gibt es in verschiedenen Grössen und Formen. Sie müssen regelmässig ausgetauscht werden und lassen sich nur einmal verwenden. Ein Tampon sollte nicht länger als acht Stunden benutzt werden, da sich hier Bakterien ansiedeln, die zu einer Infektion wie etwa dem Toxischen Schocksyndrom (TSS) führen können.
Menstruationstassen und Periodenslips bieten sich als umweltfreundliche Alternativen an, weil sie mehrfach verwendet werden können.