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Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist eine verantwortungsbewusste Firma. Jeder Schweizer ist entweder Genossenschafter oder Konsument. Konsumenten beziehen Dienstleistungen oder Güter und profitieren von den Errungenschaften der Genossenschaft. Als Gegenleistung arbeiten sie für die Genossenschaft und stehen ihr gegenüber in einem Angestelltenverhältnis. Angestellte sind froh, wenn ihnen gesagt wird, was zu tun ist. Sie übernehmen keine Verantwortung für die Genossenschaftstätigkeiten und deren Konsequenzen, geniessen jedoch die Vorteile und konsumieren was sie können, um ihre Bedürfnisse zu stillen. Aufgrund dessen haben sie auch kein Mitspracherecht.
Genossenschafter hingegen haben ein Mitspracherecht, definieren die Ziele und arbeiten aktiv an dessen Umsetzung. Sie besitzen Anteile der Genossenschaft und bestimmen deren Zukunft. Sie wissen über alle Genossenschaftstätigkeiten und Ziele bescheid, da sie regelmässig an Meetings teilnehmen und sich selbständig informieren. Sie realisieren eigenständig Projekte innerhalb der Genossenschaft, welche alle bereichern und das Angebot vergrössern.
Was Du heute tust, wird morgen sein.
Konsumenten erkennt man an ihrem Konsumverhalten. Sie orientieren sich am Preisleistungsverhältnis und sind daran interessiert ihre Bedürfnisse so schnell wie möglich und ohne grossen Zeitaufwand zu stillen. Sie haben zwar keine Mitspracherecht bei der Preisdefinition oder Produktbereitstellung, tragen jedoch auch keine Verantwortung. Sie empfangen Befehle und führen diese aus, um als Gegenleistung in der Genossenschaft konsumieren zu können.
Genossenschafter oder Konsument, beides hat seine Vor- & Nachteile. Für die einen bedeutet Freiheit, nicht denken zu müssen und immer mehr Verantwortung abgeben zu können. Für andere bedeutet Freiheit, selbständig zu denken und immer mehr Verantwortung übernehmen zu können.
Möchtest Du selbständig denken und Verantwortung übernehmen, wirst Du Dich als Konsument unwohl, kontrolliert, und bevormundet fühlen. Möchtest Du möglichst wenig selbständig denken und Verantwortung abgeben, wirst Du Dich als Genossenschafter unwohl, orientierungslos und überfordert fühlen.
Dein Verhalten und Deine Handlungen bestimmen, ob Du Genossenschafter oder Konsument bist.
Veränderst Du Dein Verhalten, wechselst Du die Position.
Spielfigur oder Spieler, Konsument oder Genossenschafter, alles ist in Ordnung und Du selbst entscheidest was Du sein möchtest.