Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/1394

Bigla zeigt sich stark bei La Course by Le Tour de France mit drittem Platz für Cecilie Uttrup Ludwig
Früh am Freitag Morgen ging Bigla an den Start bei La Course by Le Tour de France. Auf dem diesjährigen Parcours wurden 121km rund um Pau über fünf Runden einer hügeligen Strecke gefahren. Jede Runde wies zwei Anstiege auf, die Côte de Gelos und die Côte d'Esquillot, die letzte davon etwa 11km vor der Zielüberfahrt. Etwa 500m vor der Ziellinie musste noch eine 100m lange und 17 Prozent steile Rampe auf der Rue Mulot bewältigt werden.
Gleich nach Rennbeginn setzen sich 12 Fahrerinnen, unter ihnen auch Elise Chabbey und Nikola Nosková vom Feld ab und fuhren über eine Minute Abstand zum Feld heraus. Mit noch 45km bis zum Ziel war die Spitzengruppe wieder eingeholt und auf dem vorletzten Anstieg der steilen Schlussrampe zersplitterte das Feld in mehrere Gruppen. Danach folgten Attacke auf Attacke und mit noch 30km bis zum Ziel setzte sich eine Gruppe von fünf Fahrerinnen, unter ihnen Cecilie Uttrup Ludwig, vom reduzierten Feld ab, wurden aber wenig später wieder zurückgebracht. Eine Solistin lancierte danach einen Angriff, aber auf den letzten 10km versuchten Bigla und einige andere Teams, die Spitzenreiterin wieder einzuholen. Am Ende gelang es Cecilie sich in einer kleinen Verfolgergruppe vom verkleinerten Feld abzusetzen und der Solistin nachzujagen. In der letzten steilen Rampe war es um die Ausreißerin geschehen, als Marianne Vos attackierte und am Ende den Tagessieg holte. Cecilie, die heute ein sehr starkes Rennen fuhr, sprintete auf den dritten Platz. Elise Chabbey wurde mit dem Preis für die beste Kletterin ausgezeichnet, nachdem sie die meisten Punkte bei den vier Bergwertung holen konnte. Bigla fuhr heute ein sehr solides Rennen, war in der Ausreißergruppe vertreten, und zeigte sich immer wieder an der Spitze des Feldes, und diese Bemühungen wurden letztlich mit dem QOM Preis und einem Podestplatz belohnt.
Nach dem Rennen äußerte sich Cecilie über die Leistung des Teams: "Ich erinnere mich noch an letztes Jahr. Da weinte ich Tränen, weil mich die Emotionen so überkamen. Heute war auch ein solch guter Tag und ich fühlte mich gut. Es war ein schweres Rennen, aber wir haben eine tolle Teamarbeit geleistet. Elise hat den QOM Preis gewonnen und wir waren mit zwei Fahrerinnen in der Ausreißergruppe vertreten. Ich versuchte auch in die letzte Fluchtgruppe zu gelangen und ich kann wirklich sagen, dass das Bigla Trikot heute immer vorne zu sehen war. Es ist natürlich schön, das Rennen auf dem Podestplatz zu beenden. Marianne war heute einfach zu stark und ich konnte ihr nicht folgen, aber das Team hat heute gezeigt, dass wir bei jedem Rennen stärker werden. Ich war nach dem Giro Rosa etwas enttäuscht und so ist es doch gut, dass ich hier ein Comeback feiern konnte.”
Team-Manager Thomas Campana meinte zum Abschluss von La Course: "Wir sind mit unserem kompletten Giro Rosa-Team zu La Course gekommen, da wir normalerweise gute Erfahrungen haben, wenn wir eine Woche zwischen den beiden Rennen haben. Die Fahrerinnen beendeten den Giro gut in Form und gingen sehr fit und motiviert in dieses französische Rennen. Wir hatten eine Taktik und wollten natürlich gewinnen. Wir wollten in eine frühe Ausreißergruppe kommen und die Kontrolle über das Rennen behalten, und das haben wir auch erreicht. Am Ende hatten wir Cecilie in einer Ausreißergruppe und sie fuhr in der letzten Runde immer vorne, was zeigte, dass sie wieder in Form ist, und dass sie auch ihr Selbstvertrauen zurückgewonnen hat. Den Tag auf dem Podest zu beenden war großartig. Das Team hat beim Giro und bei La Course mit Sicherheit gezeigt, dass wir ein Team sind, mit dem man rechnen muss. Außerdem hat Elise die Bergwertung als beste Kletterin gewonnen, eine verdiente Auszeichnung für ihre Leistung. Alles in allem also, ein schönes Ende nach dem Giro Rosa und La Course und jetzt hat sich das Team eine Ruhepause verdient."