Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03526.jsonl.gz/1201

Ziel ist es, ein Bauprojekt so zu planen und abzuwickeln, dass die vereinbarten Termine und Kosten eingehalten werden und die Qualität des Bauwerks eine optimale Nutzung gewährleistet. Dies unter vollständiger Berücksichtigung der ästhetischen, energetischen und ökologischen Anforderungen des Bauherrn sowie des Gesetzgebers.
Das Baumanagement unterscheidet sich wesentlich vom Bauherrenberater. Der Bauherrenberater vertritt nur im Rahmen seiner Beauftragung die Anliegen des Auftraggebers bzw. des Bauherrn. Eine der Hauptaufgaben des Baumanagements besteht darin, die reibungslose Realisation eines Bauvorhabens in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten, den Fachplanern und den Unternehmern zu gewährleisten. Kernstück eines übergeordneten Baumanagements ist die Projektsteuerung, die zur Realisierung der Qualitäten, Kosten und Termine von einem Auftraggeber eingesetzt wird. Der übergeordnete Handlungsbereich des Baumanagements ist das Bauprojektmanagement. Es kann den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojektes umfassen, d. h. von der Projektidee, der Planung, der tatsächlichen Baudurchführung, der Bewirtschaftung und des Rückbaus.
Das Baumanagement ist der Vermittler zwischen dem Auftraggeber und den Auftragnehmern. Auf der einen Seite steht der Bauherr, allenfalls vertreten durch seinen Berater, auf der anderen Seite stehen zum Beispiel ein Generalplanerteam und natürlich die Unternehmer, welche das geplante Bauvorhaben im Werkvertragsverhältnis ausführen. Das Baumanagement umfasst die Steuerung aller Aktivitäten während der Planung und Realisierung eines Bauprojekts. Im Gegensatz zur industriellen Fertigung geht es beim Bauen meist um die Herstellung eines Unikats. Es gibt keine festgelegten Fertigungsprozesse, auf welche zurückgegriffen werden können. Zudem muss das Baumanagement sicherstellen, dass ein Bauprojekt möglichst effizient abgewickelt wird.
Unter Baumanagement lässt sich auch etwas anderes verstehen, nämlich die Vorwegnahme zukünftiger Bedürfnisse. Vorausgesetzt, das Baumanagement ist von Anfang an mit dabei, kann es nicht nur Ideen einbringen, die sich positiv auf den Bauverlauf auswirken, sondern auch solche, die zu einem größeren Handlungsspielraum führen, sollten sich einzelne Wünsche und Bedürfnisse des Bauherrn erst zu einem späteren Zeitpunkt offenbaren. Voraussetzung hierbei ist eine gute Teamarbeit in der sich jedes Teammitglied auf seine Kernkompetenz beschränkt. Der Architekt ist und bleibt für die Auslegung und die Gestaltung des Gebäudes verantwortlich. Für die technische Umsetzung braucht es die Fachplaner und für das Organisatorische das Baumanagement - Ein Bauleiter, welcher das Team begeistern und führen kann, welcher Aufträge erteilt und deren Erfüllung überwacht.
Exakt
Gewissenhaft
Persönlich