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Seit der schweren Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima in März 2011 ist die „Energiewende“ in aller Munde, zumindest in der Schweiz und dem benachbarten Deutschland. In beiden Ländern beschlossen Regierung und Parlament 2011 unter dem Eindruck von „Fukushima“ innerhalb weniger Wochen den Atomausstieg. Angedacht war die Energiewende damals vor allem in der Bundesrepublik schon geraume Zeit. Wie aber sieht sie aus, die Energiewende? Und wie kann sie gelingen? In der Schweiz lancierte der Bundesrat ein Jahr nach dem Entscheid zum Ausstieg aus der Kernenergie die „Energiestrategie 2050“ Sie wird die Schweizer Energiepolitik in den nächsten Jahren prägen. Noch nicht klar ist allerdings, mit welchen staatlichen Massnahmen die Energiestrategie 2050 umgesetzt werden soll. Ebenso wenig ist ernsthaft darüber diskutiert worden, welche Folgen diese Absichten tatsächlich haben werden. Zur Zeit wird die Energiedebatte vor allem im Hinblick auf den Ausstieg aus der Atomenergie geführt und debattiert, wie die Ausfälle bei der Stromproduktion kompensiert werden können. Insgesamt wird heute aber immer noch ein Grossteil des Energiebedarfs (Schweiz: zwei Drittel, Deutschland: 80%) mit fossilen Energieträgern gedeckt. Und es sind in erster Linie die grossen Herausforderungen durch Peak Oil und Klimawandel, die einen radikalen und raschen Umbau unserer Energiesysteme erfordern. Was ist, wenn gleichzeitig die Atomenergie wegfällt und die fossilen Brennstoffe immer teurer werden? Die ASPO-Tagung 2014 wird die Diskussion um die Energiewende von einer „Stromdebatte“ zurück zu einer „Energiedebatte“ führen, in der auch die Problematik der fossilen Energieträger und ihre zusehends limitierte Verfügbarkeit thematisiert werden.