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Junge Menschen unter 35 Jahren aus EU-Staaten wie Rumänien, Bulgarien und den baltischen Ländern sollten zunächst auf Grundlage bilateraler Verhandlungen zweijährige Visa erhalten, forderte das einstige Kabinettsmitglied von Ex-Premierministers Boris Johnson. Langfristig solle das zu einem gegenseitigen «Jugend-Mobilitäts-Programm» mit der gesamten EU ausgeweitet werden.
Die Teuerungsrate in Grossbritannien lag zuletzt bei 8,7 Prozent. Experten sehen einen Zusammenhang zum Arbeitskräftemangel, weil der zu einer geringeren Produktion und damit einem sinkenden Angebot führt. Bei gleichbleibender Nachfrage kommt es zu höheren Preisen.
Verantwortlich für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sei aber nicht der EU-Austritt selbst, sondern das neue Einwanderungssystem des Landes, sagte Eustice. Dieses sei nicht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt. «Wir lassen Leute ins Land, die als qualifiziert gelten wie Anwälte, Insolvenzverwalter (...) sogar Disk Jockeys, obwohl wir keinerlei Mangel in diesen Bereichen haben». Er fügte hinzu: «Aber wir lassen keine Leute hierher zum Arbeiten in Bereichen wie der Lebensmittelindustrie, obwohl es dort akuten Arbeitskräftemangel gibt.»
Ein Hauptargument der Brexit-Befürworter für den 2020 vollzogenen EU-Austritt war, «die Kontrolle über unsere Grenzen» zurückzuerlangen (take back control of our borders). Die bis dahin geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger wurde daher abgeschafft.