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«Nichts ist wohltuender für das Auge als grünes, kurzgeschorenes Gras» (Francis Bacon, 1625)
Mit der gezielten Kultivierung von wilden Pflanzen in der Jungsteinzeit (8000–4000 v.Chr.) entstanden die ersten Gärten. Die Ägypter (4000–1000 v.Chr.) erstellten mit ihren ausgeklügelten Bewässerungsnetzen unabsichtlich die ersten formalen Gärten. Bei den Babyloniern war die Gartengestaltung bereits eine Kunst. Sie errichteten eines der sieben Weltwunder: die hängenden Gärten der Semiramis (ca. 600 v.Chr.).
Die Griechen und anschliessend die Römer begannen aus aller Welt exotische Pflanzen nach Europa zu holen. Die europäischen Gärten der Romanik (800–1500 n.Chr.) wurden stark durch den maurischen (muslimischen) Einfluss geprägt. Üppiges Grün und vor allem Wasserspiele hielten Einzug in unsere Freiräume.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde in der Literatur erstmals der Begriff «Rasen» erwähnt und zwar im Werk «De vegetabilius» von Albertus Magnus. Bereits hier wurden genaue Angaben über die Anlage des Rasens gegeben: «Alsdann muss mit Rasenstücken eines feinen Grases der ganze Platz belegt werden…»
Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert entstanden im südlichen und westlichen Europa die formalen, teilweise etwas grössenwahnsinnigen Gärten der Renaissance (Italien, Villa d’Este) und des Barocks (Frankreich, Schloss Versailles). Ab dem 17. Jahrhundert lief diesen strengen, geradlinigen Gestaltungsmustern eine neue Strömung der Gartengestaltung entgegen: In England entstanden die ersten Landschaftsgärten. Darin befanden sich immer grössere Flächen für Ballspiele (Pleasure Grounds), die aus Rasen bestanden. Auch diese Flächen wurden mit Soden angelegt. Dabei wurden nicht nur Gräser verwendet sondern auch Kamille-Arten. Ab dem 18. Jahrhundert wurde spezielles Saatgut für Rasen verwendet, anfänglich vor allem Englisch Raigras und Kleearten.
Die Geburtsstunde des Rasens, wie wir ihn heute kennen, schlug 1830: Edwin Budding erfand den ersten Rasenmäher. Ende des 19. Jahrhunderts kam die gezielte Düngung dazu. Die systematische Züchtung von Rasengräsern ab Mitte des 20. Jahrhunderts ist vorerst der letzte Schritt in der Entwicklung der heutigen Rasenkultur.
Das Fachwissen von Otto Hauenstein Samen wird ständig weiter entwickelt durch den engen Kontakt mit Fachleuten auf der ganzen Welt, mit Kunden und bei Objektbesichtigungen vor und nach der Ansaat. Diese Praxiserfahrung wird erweitert durch die Anlage von Einzelsortenversuchen und Mischungskombinationen an den drei OHS-Standorten in Rafz, Oftringen und Orbe. Für die Entwicklung von Hochlagen-, Dach- oder Wildblumen-Mischungen macht Otto Hauenstein Samen zudem an ausgewählten Extremstandorten externe Versuche. Dies auch oft in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Privatwirtschaft oder mit öffentlichen Institutionen. Das Know-how wird laufend ergänzt durch den ständigen Kontakt mit ausländischen Züchtern und Sortenprüfanstalten sowie der Teilnahme an internationalen Seminaren. Somit steckt in den bewährten OHS-Samenmischungen dieses gesamte Wissen und die jahrzehntelange Erfahrung für einen wachsenden Grünflächenerfolg.
Für Rasennutzung sind nur wenige Grasarten geeignet. Das wichtigste Kriterium ist die Verträglichkeit gegenüber regelmässigem Tiefschnitt und Krankheiten. Verschiedene Arten haben einen tiefsitzenden Vegetationspunkt (z.B. Lolium perenne) oder bilden unterirdische Ausläufer (Poa pratensis). Unterirdische Ausläufer bringt zusätzlich eine hohe Regenerationskraft in den Rasen.
Monokulturen, das heisst Reinbestände einer einzigen Sorte, können nur auf dem ihnen genau zusagenden Standort gedeihen. Sie sind aber meist sehr krankheitsanfällig und sind entsprechend pflegeintensiv sowie umweltbelastend, wenn Fungizide eingesetzt werden müssen. Durch das Mischen verschiedener, perfekt zueinander passender Grasarten und -sorten lässt sich ein Ausgleich schaffen.
Ein Rasen besteht in der Regel aus drei bis vier Grasarten. Komplizierte, sogenannte „Sicherheitsmischungen“ sind nur unter speziellen, stark wechselnden Bedingungen bei grossflächigen Begrünungen sinnvoll, weil ansonsten auch der Prozentanteil der gut geeigneten Arten vermindert wird. Gute Mischungen enthalten zudem mehrere Sorten der gleichen Art. Dadurch wird die Anpassungsfähigkeit der Mischung an unterschiedliche Standorte verbessert.
Die gleiche Mischung ergibt nicht überall denselben Bestand. OH-Super mit den Arten Lolium perenne, Poa pratensis und Festuca rubra ssp. wird sich bei guter Pflege, auf durchlässigem Boden und bei Trittbelastung eher zu einer Poa pratensis-Dominanz entwickeln. Bei tiefem Pflege- und Düngerniveau und ohne Beanspruchung entsteht dagegen eher ein Festuca-Magerrasen. Die Auswahl der einzelnen Komponenten richtet sich nach der Benutzung (Zier- oder Sportrasen), der Bodenart (sandig/durchlässig oder schwer), dem Klima, der beabsichtigten Dünge- und Pflegeintensität, sowie der Schnitthöhe. Das Verhältnis der Gewichtsprozente in der Mischung richtet sich nach der Keimgeschwindigkeit, der Auflaufrate und dem Verdrängungsvermögen der einzelnen Sorten.
Natürlicher Schutz gegen Krankheiten. Das Bakterium Bacillus subtilis siedelt sich im Wurzelbereich von Gräsern an. Es ernährt sich von Wurzel-Ausscheidungen und ummantelt die Gräserwurzeln mit einem Schutzschild. Das Bakterium scheidet Stoffe aus, welche die Ausbreitung von Schadpilzen erwiesenermassen hemmen. Entsprechend schwer haben es Pilze, die Wurzel zu befallen oder zu zerstören. Die Pflanzen werden somit widerstandsfähiger gegenüber Schadorganismen. Im Verlaufe der Zeit stirbt Bacillus subtilis im Boden ab. Entsprechend wichtig ist es, dass die Gräser in regelmässigen Abständen mit neuen Bakterien versorgt werden. Bacillus subtilis wurde zu diesem Zweck den Rasendüngern und Nachsaatmischungen beigemengt - In Kombination mit Dünger und Nachsaat entfaltet der natürliche Schutzschild seine ganze Kraft!
Rasen-Floranid – für belastete Rasenflächen
Fertilis Speed – feinkörniger Volldünger
Fertilis Swing NK – feinkörniger Unterhaltsdünger
OH-Topsaat-Turbo – die Top Nachsaatmischung, mit Bacillus subtilis
* Bacillus subtilis ist ein nützlicher Bodenorganismus, der über komplexe Wirkungsmechanismen die Keimung des Saatgutes stimuliert und die Widerstandskraft der empfindlichen Keimwurzel gegenüber bodenbürtigen Krankheiten wie Phythium, Rhizoctonia und Fusarium erhöht. Somit wird eine schnelle, sichere und gesunde Keimung ermöglicht; die junge Graspflanze kann dem Erregerangriff schneller „entwachsen“ und sich früher zu einer dichten und belastbaren Grasnarbe etablieren.
Die Mischungswahl für die Ansaat einer Rasenfläche wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Nutzung der Fläche, Pflegeaufwand, Bodenbeschaffenheit und vielem mehr. Bei der Bodenvorbereitung wird der Grundstein zu einem schönen Rasen gelegt. Staunässe ist in jedem Fall zu verhindern, entsprechend sind Verdichtungen unbedingt zu eliminieren. Die Oberbodenauflage muss mindestens 15cm-20cm dick sein. Den Boden anschliessend 15cm tief fräsen und gegebenenfalls Perlit und Agrosil beigeben. Nach erfolgter Schaufelplanie die Fläche idealerweise 10–14 Tage absetzen lassen. Vor der Feinplanie den Start-Dünger ausbringen und leicht einarbeiten. Nach der Ansaat das Saatgut mit einem Rasenigel einarbeiten; der Grossteil der Samen soll auf dem Boden sichtbar bleiben. Anschliessend die Fläche mit einer Rasenwalze oder besser einer Gitterwalze rückverfestigen, auf keinen Fall aber verdichten! Jeweils täglich bis zu drei Mal wässern. Wichtig ist, dass die Saatfläche nie austrocknen kann. Ist der Rasen 5–7 cm hochgewachsen, kann mit einem gut geschliffenen Messer ein erstes Mal auf die ideale Schnitthöhe von 4cm geschnitten werden. Bis zum ersten Schnitt darf die Rasenfläche nicht betreten werden, da Keimlingen keinen Tritt ertragen.
Sofern bei Trockenheit mit Beregnung begonnen wird, muss diese konsequent weitergeführt werden, bis sämtliche Rasenpflänzchen im Durchschnitt etwa 3 cm hoch sind. Andernfalls verdorren die angekeimten Gräser. Täglich am frühen Morgen oder abends wässern, bei grosser Wärme auch über Mittag. Nach dem ersten Schnitt sind die Wassergaben schrittweise zu reduzieren. Sobald das Gras 5–7 cm hoch ist, erfolgt der erste Schnitt mit einem gut geschliffenen Rasenmäher. Die ideale Schnitthöhe beträgt 4 cm. Durch häufiges und regelmässiges Mähen wird der Rasen dicht und kräftig. Nach dem ersten Schnitt können allenfalls lückige Stellen mit der Ansaatmischung nachgesät werden.
Kunden, welche einen neuen Rasen erhalten haben, sind oft etwas unsicher, wie es dann mit der Pflege weiter geht. Hier hilft beispielsweise ein einfacher Pflegetipp weiter. Die gute Betreuung nach der Saat ist eine gute Werbung für den Unternehmer und verankert seinen Namen beim Kunden.
Unkrautsamen sind in kleinerer oder grösserer Zahl in jedem Humus enthalten. Diese keimen teilweise noch bevor der Rasen gesät wird und haben bereits einen Entwicklungsvorsprung. Bei Frühlingssaaten ist der Unkrautdruck grösser als bei Herbstsaaten.
Breitblättrige Unkräuter sehen zwar unschön aus im Rasen, können aber besonders bei heisser Witterung auch nützlicher Schattenspender sein. Die meisten breitblättrigen Unkräuter sind einjährig und gehen über den Winter kaputt. Zudem ertragen Sie den Schnitt in der Regel schlecht und verschwinden nach und nach. Sie sind nach dem dritten Schnitt mit chemischen Mitteln relativ einfach zu bekämpfen (z.B. Nova>proXX 20 ml /100 m2). Hirsen treten besonders bei Frühlingssaaten verstärkt auf. Sie lieben die Wärme. Sie können ab dem dritten Schnitt mit Digi>proXX (8 ml /100 m2) bekämpft werden.
Eine gute Mischung besteht aus mehreren Arten und Sorten. Entsprechend ist eine gewisse Standortanpassung auf jeden Fall gegeben.
Grössere Lücken in Rasenflächen sind auf jeden Fall möglichst schnell und fortwährend nachzusäen, damit sich in der bestehenden Grünfläche keine Beikräuter etablieren können. Eine Renovation mit Nachsaat macht Sinn, wenn noch mindestens 50% des Flächenanteils aus guten Rasengräsern besteht.
Eine regelmässige Übersaat der bestehenden Rasenflächen mit OH-Topsaat Turbo ist empfehlenswert. Dadurch erhöht sich der Samenpool im Rasen - längerfristig bildet sich eine konstant Grüne und dichte Grasnarbe. Den Samen zwei bis drei Tage in einem leicht feuchten Substrat (Grami-Top) im Dunkeln lagern: Der Samen befindet sich beim Säen bereits in der Vorkeim-Phase und die Zeit bis zum Aufwuchs des neu gesäten Samens verkürzt sich.
Die Rasentragschicht hat vielfältige Funktionen zu erfüllen und ist der Lebensraum für die Rasenwurzeln. Entsprechend muss sie dem Wurzelwachstum gerecht werden. Je nach Nutzungs- und Bauart ist eine Rasentragschichtzwischen 10–25 cm stark. Die Wahl einer qualitativ guten Sportrasenmischung ist zwingend, da mit dieser jahrelang gelebt werden muss. Auf den teuren Unterbau ein zweitklassiges Saatgut zu säen, käme einer Unterlassung gleich. Die gewählten Sorten in Sportrasenmischungen heben sich bezüglich ihrer Belastbarkeit wesentlich von normalem Handelssaatgut ab. Nur die besten Sorten Englisch Raigras und Wiesenrispe finden ihren Platz in unseren Sportrasenmischungen! Einhergehend mit einem ersten Schnitt, welcher bei 7–9 cm auf die halbe Höhe stattfindet, ist die Versorgung der Rasenfläche mit Langzeitdünger. Dies ist umso wichtiger, je stärker der Bodenaufbau abgemagert ist. In den ersten Monaten häufig mähen, damit eine dichte Rasennarbe entstehen kann. Ideal ist eine schonende, langsam steigende Belastung. Ab Ansaat dauert es eine Vegetationsperiode bis ein Sportrasen voll belastet werden kann. OHS-Tipp: Bereits in der ersten Saison aerifizieren, sanden und nachsäen, damit sich keine Filzschicht etablieren kann. Mit einer Beigabe von Agrosil wird das Wurzelwachstum der Gräser nachhaltig gefördert.
Nur eine regelmässige Nachsaat gewährleistet eine Verjüngung des Rasens, hält ihn dauerhaft kräftig und gesund. Erfahrungen haben gezeigt, dass lückige Stellen bei periodischen Nachsaaten nur halb so gross werden. Der Mittelachse und den Torräumen kommt eine besondere Bedeutung zu: Sie sind entsprechend häufiger mit einer Nachsaat zu versehen.
Der 1. Schnitt erfolgt, wenn die Gräser 7–9 cm hoch sind auf die halbe Schnitthöhe von 3,5–4,5 cm. In den ersten Monaten wird häufig gemäht, damit der Rasen dicht wird. Die ausreichende Ernährung muss immer gewährleistet sein. Besonders bei stark abgemagerten Aufbauten ist darauf ein besonderes Augenmerk zu richten. Langzeitdünger wie Rasen-Floranid oder Grami-Dur sorgen für eine konstante Nährstoffversorgung. Mach dem Narbenschluss kann der Rasen benutzt werden. Ideal ist eine schonende, langsam steigende Belastung. Idealerweise wird zuerst mit Turnschuhen und erst später mit Nockenschuhen gespielt. Es dauert ab Ansaat eine Vegetationsperiode, bis ein Sportrasen voll belastet werden kann. Zu frühe und zu starke Strapazierung des Rasens schädigt in kurzer Zeit den Rasen und setzt den Wert des neuen Platzes schnell herab. Aerifizieren, Sanden und Nachsäen sind schon in der ersten Saison fest einzuplanen. Die Notwendigkeit dieser Massnahmen im ersten Jahr wird oft unterschätzt. Werden diese Arbeiten zu lange hinausgeschoben, können Filzschichten entstehen, die nachher jahrelang Probleme bereiten können.
Regelmässiger Schnitt macht den Rasen dicht. Die ideale Schnitthöhe beträgt 3,0–5 cm. Die Fussballer wünschen sich den tieferen Wert, für die Strapazierfähigkeit des Rasens ist der höhere Wert jedoch besser. OH-Sport Arido mit hitzeverträglichem Festuca arundinacea (Rohrschwingel) darf nicht tiefer als 4 cm gemäht werden. Am besten geeignet ist der Spindelmäher. Auf Sportflächen mit bodennahem Aufbau und guten Mineralisationsbedingungen können kleinere Schnittgutmengen auch liegen gelassen werden. Bei Plätzen mit stark abgemagertem Aufbau muss es entfernt warden, sonst sind Schwierigkeiten mit Rasenfilz vorprogrammiert.
Sportrasen muss viel leisten. Also muss er auch gut ernährt werden. Die speziellen Sportrasendünger sorgen für eine konstante und bedarfsgerechte Ernährung des Rasens. Der Hauptanteil ist Stickstoff (N) in ISODUR-Langzeitform (z.B. in Rasen-Floranid und Grami- Dur) oder elastisch umhüllte Langzeitdünger (z.B. Basatop-Sport). Ausführliche Infos finden Sie auch im Kapitel Rasen-Grundlagen. Die Ernährung ist auf die Benutzung des Platzes abzustimmen. Höhere Belastung stellt höhere Anforderungen. Bodenproben geben Aufschluss über die Nährstoffversorgung im Boden. Für die Planung der Ernährung ist der Spielplan mit einzubeziehen. Bei Winterspielbetrieb ist eine ausreichende Ernährung im Spätherbst und frühen Frühjahr zu gewährleisten. Die Nährstofffreisetzung von ISODUR-Langzeitdüngern ist temperaturgesteuert, so dass über den Winter keine Nährstoffe verloren gehen. Gedüngt wird nach dem Schnitt auf trockenen Rasen. Gleichmässige Verteilung ist Pflicht, um „technische Streifenkrankheit“ zu vermeiden. Falsche Abstände zwischen den Fahrspuren oder unsachgemässe Einstellung des Streuers kommen leider immer wieder vor.
Sportplätze mit bodennahem Aufbau können mehr Wasser speichern als stark abgemagerte Plätze. Es gilt: selten, dafür gründlich bewässern, damit der Boden bis in mindestens 15 cm Tiefe durchfeuchtet wird. Dies entspricht 15–25 Liter Wasser pro Quadratmeter. Gründliches Wässern fördert das Wurzelwachstum in die Tiefe. Wird der Rasen gelegentlich bis an den Welkepunkt herangeführt, wird das Wurzelwachstum zusätzlich angeregt. Nach Möglichkeit sollte nicht während des Tages bewässert werden.
Golf hat in den letzten Jahren eine starke Verbreitung erfahren. Ursprünglich gespielt in Schottland, hat Golf via England und die USA den Weg in alle Kontinente gefunden. In der Schweiz sind heute über 90 Golfclubs in den Association Suisse de Golf (ASG) zusammengeschlossen. Man spricht von 6, 9 und 18-Loch-Anlagen. Die Anzahl besagt, wie viele Löcher bei einer kompletten Runde gespielt werden. Ziel ist es, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen einzulochen. Eine Spielbahn vom Abschlag bis zum Loch ist zwischen 100 m bis gegen 500 m lang. Für jedes Loch wird eine Anzahl „Soll-Schläge“ (PAR) angegeben. Beispielsweise Loch 3, Länge 334 m, PAR 4. Das heisst, bei dieser Spielbahn sollte der Ball in vier Schlägen eingelocht werden. Braucht man sechs Schläge, spricht man von 2 über PAR. Eine 18-Loch-Anlage ist 60–100 Hektaren gross, wobei rund die Hälfte zum Spiel beansprucht wird. Die Flächen werden sehr unterschiedlich gepflegt. Das Green beispielsweise wird alle ein bis zwei Tage gemäht, das Rough (Aussenbereich) nur zweimal im Jahr.
Die angesäten Arten auf einem Green müssen feinblättrig und extrem tiefschnittverträglich sein. In Europa bestehen die meisten Green-Mischungen aus Agrostis stolonifera und Festuca rubra. Wichtig auf dem Tee (Abschlag) sind Rasen mit einer hohen Scherfestigkeit, Regenerationskraft und wüchsigen Gräsern mit einer starken Bewurzelung. Der Aufbau eines Tee’s entspricht demjenigen eines Sportplatzes, die Tee-Mischungen weisen ähnliche Eigenschaften wie Sportrasen-Mischungen auf. Im Fairway (Spielbahn) ist eine dichte, balltragende Narbe mit wenig Schnittgut gefragt. Die Ansaatmischung enthält keine expansiven Grasarten, welche im Fairway eine fleckige Erscheinung bewirken könnten. Das Semi-Rough liegt direct anschliessend ans Fairway und soll eine extensivere Pflege zur Folge haben. Die grossen Randflächen, das Rough, warden dirket auf den gewachsenen Boden gesät. Ebenfalls auf Oberboden baut die Driving-Range auf. Der Rasen muss eine dichte Narbe entwickeln und eine leichte Ballaufnahme ermöglichen.
Bereits in der ersten Saison mit aerifizieren, sanden und der Nachsaat beginnen, damit sich keine Filzschichten etablieren können. Mit einer Beigabe von Agrosil wird das Wurzelwachstum der Gräser nachhaltig gefördert.
Nur eine regelmässige Nachsaat gewährleistet eine Verjüngung des Rasens, hält ihn dauerhaft kräftig und gesund. Die regelmässige Nachsaat mit den neusten, feinsten Top-Sorten verbessert die Qualität und Bespielbarkeit. Erfahrungen haben gezeigt, dass lückige Stellen bei periodischen Nachsaaten nur halb so gross werden. Den Samen zwei bis drei Tage in einem leicht feuchten Substrat (Grami-Top) im Dunkeln lagern: Der Samen befindet sich dadurch beim Säen bereits in der Vorkeim-Phase, entsprechend verkürzt sich die Zeit bis zum Aufwuchs des neu gesäten Samens.