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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2017.00171 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 11. Januar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, war vom 1. Januar 2015 bis 3 1. Dezember 2016 als technischer Fachspezialist bei der Y.___ befristet angestellt ( Urk. 6/126 ; vgl. Urk. 6/124 ), dies im Umfang von 80 % von Januar bis September 2015 ( Urk. 6/130), von 70 % von Oktober 2015 bis Februar 2016 ( Urk. 6/43 = Urk. 6/123, Urk. 6/129), von 100 % von März bis August 2016 ( Urk. 6/44 = Urk. 6/131) und von 40 % von September bis Dezember 2016 ( Urk. 6/45 = Urk. 6/127). Seit August 2003 war er zudem bei der Z.___ Ltd. als Labor nachtwächter im Stundenlohn tätig ( Urk. 6/48-51 = Urk. 6/102 -105 ; vgl. Urk. 6/111-112). Im Herbst 2015 hatte er ferner ein Teilzeitstudium (vgl. Urk. 6/108-109, Urk. 6/93 = Urk. 6/110) begonnen, das er - nach einem Unterbruch im Jahr 2016 - im Herbstsemester 2016 ( Urk. 1 S. 1 Mitte) und im Frühjahrssemester 2017 (vgl. Urk. 6/71-75) fortsetzte. Am 2 2. Dezember 2016 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/133 ). Als Arbeitszeit wurde 90 % angegeben, was am 5. Januar 2017 auf 75 % abge ändert wurde ( Urk. 6/132 ). A m 3. Januar 2017 beantragte d er Versicherte Arbeits losentschädigung ( Urk. 6/118-121) ab 1. Januar 2017 im Umfang von 75 % einer Vollzeitbeschäftigung ( Ziff. 2-3). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachstehend: Kasse) bezifferte mit Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55-60) den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'810.-- und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst werde in dem Umfang als Zwischenverdienst ange rechnet, in welchem er über dem Nebenverdienst-Freibetrag liege (S. 1 Ziff. 2-3). Dagegen erhob der Versicherte am 2 7. März 2017 Einsprache ( Urk. 6/39-40). Diese wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/20-28 = Urk. 2) ab (S. 1 Ziff. 1), legte den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'812.-- bei einem Vermittlungsgr ad von 75 % fest (S. 1 Ziff. 2) und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst, soweit er über dem Nebenverdienst-Freibetrag von Fr. 660.60 liege, werde als Zwischenverdienst an gerechnet (S. 1 Ziff. 3). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 1. August 2017 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte verschiedene Änderun gen der von der Kasse vorgenommenen Berechnungen. Die Kasse beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 5. August 2017 ( Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 4. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. 1.2 Nicht versichert ist nach Art. 23 Abs. 3 AVIG ein Nebenverdienst (Satz 1). Als solcher gilt jeder Verdienst, den eine versicherte Person ausserhalb ihrer norma len Arbeitszeit als Arbeitnehmerin oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens ih rer selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt (Satz 2). 1.3 Grundgedanke dieser Nebenverdienstregelung ist, den versicherten Verdienst auf die normale Arbeitnehmerinnen- oder Arbeitnehmer-Tätigkeit zu beschränken, unabhängig von der Höhe der mit der Nebentätigkeit erzielten Einkünfte (vgl. BGE 126 V 207 E. 1). Ein Merkmal der Nebentätigkeit, welche zur Einstufung des damit erzielten Ein kommens als Nebenverdienst führt, ist, dass die Tätigkeit ausserhalb der üblichen Arbeitszeit der versicherten Person erfolgt, namentlich am Abend oder am Wo chenende (vgl. BGE 123 V 230 E. 3b), es sei denn, diese Tätigkeit werde nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert (nachstehend E. 1. 5 ). Der Nebenverdienst liegt ausserhalb der in Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) festgeschriebenen Normalität, dies wiederum unabhängig von seiner Höhe (BGE 125 V 475 E. 5a). Ein Nebenverdienst kann nur dann angenommen werden, wenn er zusätzlich zu einem anderen Erwerbseinkommen erzielt wird. Fehlt ein Hauptverdienst, kann es keinen Nebenverdienst geben (BGE 123 V 230 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts C 352/06 vom 2 8. November 2011 = ARV 2008 154 E. 3.3.2). 1. 4 Als Zwischenve rdienst gi lt gemäss Art. 24 AVIG jedes innerhalb einer Kontroll periode von der oder dem Arbeitslosen erzielte Erwerbseinkommen ( Abs. 1). Die Differenz zwischen dem erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Ver dienst gilt als Verdienstausfall ( Abs. 2), auf deren Ersatz Anspruch besteht ( Abs. 1). Ein Nebenverdienst (vorstehend E. 1.2) bleibt unberücksichtigt ( Abs. 3). 1.5 Wird ein zuvor erzielter Nebenverdienst nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheb lich gesteigert, gilt dieser als Zwischenverdienst (BGE 123 V E. 3c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) unter ande rem aus, für die Ermittlung des versicherten Verdienstes seien beide vom Be schwerdeführer erzielten Einkommen zu berücksichtigen, was bei einem Beschäf tigungsgrad von total 94.8 % rund Fr. 9'018.-- und somit bei einem Beschäfti gungsgrad von 100 % Fr. 9'083.-- ergebe (S. 6). Der Beschwerdeführer weise in den massgebenden 12 Monaten einen Beschäftigungsgrad von 104.57 % ( Y.___ : 80 %, A.___ : 24.57 % ) auf. Im Umfang, i n welchem der Beschäftigungsgrad 100 % übersteige (4.57 % ), stelle das bei A.___ erzielte Einkommen Nebener werb dar, der - solange er nicht erhöht werde - unberücksichtigt bleibe (S. 6). Mithin sei das bei A.___ erzielte Einkommen im Umfang von 20 % als Zwi schenverdienst anzurechnen und im Umfang von 4.57 % als Nebenver - dienst nicht anzurechnen, woraus ein Nebenverdienst von rund Fr. 661.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 4.57 % ) resultier te (S. 7 oben), während - was im Entscheid so nicht ausgeführt wurde - als anrechenbarer Zwischenverdienst rund Fr. 2'891.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 20 % ) verblieb. Schliesslich sei der Umfang der Vermittlungsfähigkeit ausgehend von den Anga ben des Beschwerdeführers auf 75 % festgelegt worden. Er sei nicht bereit gewe sen, seine Anstellung bei A.___ oder die begonnene Weiterbildung zugunsten einer Vollzeitstelle aufzu geben und habe sich lediglich im Umfang von 75 % dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt (S. 8). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), an lässlich der Erstanmeldung am 2 2. Dezember 2016 habe er angegeben, dass er Arbeitslosenentschädigung (nur) für das bei d er Y.___ eingebüsste Pensum bean tragen möchte, worauf ihm gesagt worden sei, er solle beim Vermittlungsgrad die Summe beider Pensen aufführen, mithin 75 % Y.___ und (geschätzt) 15 % A.___, also 90 % (S. 1). Bei einem Folgegespräch am 5. Januar 2017 sei er h ingegen informiert worden, in seinem Fall sei für den Vermittlungsgrad lediglich das bei der Y.___ eingebüsste Pensum von 75 % anzugeben, da die Anstellung bei der A.___ ausschliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden ausgeübt und daher als Nebenverdienst betrachtet werde (S. 2 oben). In der Berechnungstabelle für den versicherten Verdienst sei der Beschäftigungs grad Y.___ statt mit 75 % falsch mit 80 % eingesetzt worden. Realistischer als der mit 24.57 % angenommene Beschäftigungs g rad A.___ sei ausgehend von den abgerechneten Arbeitszeiten ein solcher von 18 %. Beim Einkommen A.___ sei die im Bruttolohn schon enthaltene Ferienentschädigung zu Unrecht noch einmal hinzugerechnet worden (S. 2 Ziff. 1). Entweder sei das Einkommen A.___ als Nebenverdienst zu betrachten und der Vermittlungsgrad bei 75 % belassen, oder es sei das Einkommen A.___ als Zwischenverdienst zu betrachten und die Summe beider Beschäftigungsgrade - beispielsweise 98 % - einzusetzen (S. 2 Ziff. 2). Bei der Taggeldberechnung sei die im Zwischenverdienst A.___ schon enthal tene Ferienentschädigung abzuziehen (S. 2 Ziff. 3a), und es sei en - näher ge nannte - Gestehungskosten beim Zwischenverdienst zu berücksichtigen (S. 2 Ziff. 3b). 2.3 Strittig ist nebst einigen Berechnungsmodalitäten somit, ob das vom Bes chwer deführer bei der A.___ erzielte Einkommen als Neben- oder als Zwischenver dienst zu qualifizieren ist. 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55- 60 ) von folgenden Daten im für die Anspruchsprüfung relevanten Jahr 2016 aus gegangen (S. 5 oben): Arbeitgeber Einkommen rund Fr. durchschnittliches Pensum Y.___ 74’300 80 % A.___ 34’664 20 % Total 108’963 100 % Gestützt darauf ermittelte sie einen durchschnittlichen Monatsverdienst von Fr. 9'080.-- ( Fr. 108'963. -- : 12). Sodann führte sie aus, infolge Weiterbildung habe sich der Beschwerdeführer zu einem Vermittlungsgrad von 75 % zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung angemeldet; auch seitens der Arbeitslosenkasse sei die Vermittlungsfähigkeit von 75 % gegeben. Der versicherte Verdienst sei daher auf Fr. 6'810.-- ( Fr. 9'080.-- x 0.75) festzulegen (S. 5 Mitte). Sodann führte sie aus, die Tätigkeit bei A.___ habe durchschnittlich 24.59 % betragen. Da die Tätigkeit bei der Y.___ durchschnittlich 80 % betragen habe, hät ten die restlichen 20 % mit der Tätigkeit bei A.___ aufgefüllt werden müssen, wonach ein Restpensum von 4.59 % bestehen bleibe, das als Nebenverdienst be rücksichtigt werden könne, während das Einkommen der verbleibenden 20 % als Zwischenverdienst angerechnet werde (S. 5 unten). 3.2 Im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) verwendete die Beschwerdegegnerin davon leicht abweichende Zahlen, nämlich Fr. 9'083.-- für den versicherten Verdienst bei 100 % (S. 6 Mitte), 24.57 % für den Beschäftigungsumfang bei A.___ (S. 6 Ziff. 4) und Fr. 6'812.-- für den versicherten Verdienst bei 75 % (S. 9 Ziff. 6), die sie so auch im Dispositiv festhielt (S. 1). 3. 3 Ein Vergleich der von der Beschwerdegegnerin verwendeten Zahlen mit der als Quelle genannten « Berechnungstabelle versicherter Verdienst » - vom 6. Februar 2017 ( Urk. 6/77-78) und vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/9-10) - wirf t einige Fragen auf : In der Tabelle vom Juli 2017 sind lediglich die Lohn- und Lohn zu satz-Beträge und der Beschäftigungsgrad (BG) pro Monat aufgeführt. Sämtliche Felder, die in der Tabelle vom Februar 2017 Summen enthalten, enthalten in der Tabelle vom Juli 2017 keine Werte (sondern den Eintrag «# NAME?» ). Es ist deshalb unerfind lich, wie die im angefochtenen Entscheid vom Juli 2017 angeführten - von den jenigen in der Verfügung vom März 2017 abweichenden - Werte zustande ge kommen sein könnten. Sodann ist in der Berechnungstabelle Y.___ (Februar) für Januar bis Dezember 2016 ein durchschnittlicher Beschäftigungsgrad von 80 % angegeben, was rech nerisch stimmt, sofern die einzelnen Monatswerte zutreffen. Eben dies gilt aber für September 2016 nicht: In diesem Monat betrug der Beschäftigungsgrad 40 % (vgl. Urk. 6/45 = Urk. 6/127) und nicht, wie in der Tabelle eingetragen, 100 %. Demnach beträgt der Durchschnitt nicht 80 % (960 % : 12), sondern 75 % (900 % : 12). Mit der gleichen Tabelle stimmt das in der Verfügung als Einkommen Y.___ ange führte Einkommen 2016 von rund Fr. 74'300.-- überein, während zwischen dem in der Tabelle Februar mit rund Fr. 42'619.-- bezifferten Einkommen A.___ und dem in der Verfügung angeführten von Fr. 34'664.-- ein erheblicher Unter schied besteht, dessen Ursache sich aus den Akten der Beschwerdegegnerin nicht erschliesst. Wie es sich mit diesen Punkten effektiv verhält, kann jedoch mit Blick auf die nachstehenden Ausführungen offen bleiben. 3. 4 Im Jahr vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit war der Beschwerdeführer im Um fang von durchschnittlich 75 % bei der Y.___ beschäftigt und absol vierte ein Teil zeitstudium, bei welchem das neben dem Studium empfohlene Arbeitspensum 60-70 % betrug ( Urk. 6/108-109 S. 1 Mitte). Mit diesen beiden Tätigkeiten war er voll ausgelastet. Dies zeigt sich auch darin, dass gemäss seiner unbestritten ge bliebenen Darstellung 2016 sein Beschäftigungsgrad vorübergehend erhöht wurde, damit ein Projekt bewältigt werden konnte, anschliessend aber - um im Studium aufzuholen - deutlich gesenkt wurde ( Urk. 1 S. 1 Mitte). 3. 5 Der Beschwerdeführer wandte somit rund 25 % der üblichen verfügbaren Zeit für sein Studium auf, und 75 % für seine Erwerbstätigkeit. Letzteres ist seine normale Arbeitszeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus war er - seit 2003 - als Labornachtwächter im Stundenlohn tätig. Diese Tätigkeit übte er gemäss eigenen, unbestritten gebliebenen Angaben aus schliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden aus ( Urk. 1 S. 2 oben). Dass die Tätigkeit ausserhalb der Normalität im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG (vorstehend E. 1.3) erfolgte, zeigt sich besonders augenfällig in den sechs Mona ten von März bis August 2016, in denen sein Anstellungsgrad bei der Y.___ 100 % betrug: Die in dieser Zeit mit der betreffenden Tätigkeit erzielten Einkommen unterscheiden sich praktisch nicht von den davor und danach erzielten ( Urk. 6/78). Dies führt zum Schluss, dass es sich bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Z.___ Ltd. um eine Nebentätigkeit handelte und das so erzielte Einkommen einen Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG dar stellt. 3.6 Rechtsprechungsgemäss gilt ein zuvor erzielter Nebenverdienst (nur) dann als Zwischenverdienst, wenn er nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert wurde (vorstehend E. 1.5). So ist dies auch in Rz C9 AVIG-Praxis ALE ( Urk. 6/ 63) festgehalten. Offensichtlich hat sich die Beschwerdegegnerin zwar bei ihrer Auf teilung in Zwischenverdienst und Nebenverdienst an dieser Bestimmung orien tiert, ohne aber zu beachten, dass die Eingangsbedingung einer erheblichen Stei gerung des betreffenden Einkommens nach Eintritt der Arbeitslosigkeit gar nicht erfüllt war. Auch unter diesem Titel ist mithin kein Zwischenverdienst anzunehmen. 3.7 Der Beschwerdeführer war nebst seinem Teilzeit-Studium 2016 im Umfang von 75 % erwerbstätig. Nach dem Verlust dieser Anstellung meldete er sich im ent sprechenden Umfang als arbeitslos und beantragte Arbeitslosenentschädigung als Ersatz des entfallenen Erwerbseinkommens. Bezogen auf die eingebüsste Anstellung betrug sein versicherter Verdienst Fr. 6 ' 192.-- ( Fr. 74' 300 : 12 ), und bezogen auf deren Umfang von 75 % war der Beschwerdeführer uneingeschränkt vermittlungsfähig, suchte er doch ausdrück lich wieder eine Anstellung in (mindestens) diesem Umfang. Es besteht deshalb kein Anlass, den massgebenden versicherten Verdienst von Fr. 6’192.-- weiter herabzusetzen. Dass der Beschwerdeführer eine Stelle im Umfang von 75 % ver loren hatte und wieder suchte, und nicht ein Vollpensum, ist bereits im entspre chend reduzierten Lohn und versicherten Verdienst abgebildet, die beide bei ei nem Vollpensum um 1/3 höher ausgefallen wären. Dies führt zur Feststellung, dass der - keiner weiteren Herabsetzung bedürftige oder zugängliche - versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt. 3.8 Zusammengefasst ist somit in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Ent scheid dahin abzuändern, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 4. Juli 2017 dahin abgeändert, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2017.00171 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 11. Januar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, war vom 1. Januar 2015 bis 3 1. Dezember 2016 als technischer Fachspezialist bei der Y.___ befristet angestellt ( Urk. 6/126 ; vgl. Urk. 6/124 ), dies im Umfang von 80 % von Januar bis September 2015 ( Urk. 6/130), von 70 % von Oktober 2015 bis Februar 2016 ( Urk. 6/43 = Urk. 6/123, Urk. 6/129), von 100 % von März bis August 2016 ( Urk. 6/44 = Urk. 6/131) und von 40 % von September bis Dezember 2016 ( Urk. 6/45 = Urk. 6/127). Seit August 2003 war er zudem bei der Z.___ Ltd. als Labor nachtwächter im Stundenlohn tätig ( Urk. 6/48-51 = Urk. 6/102 -105 ; vgl. Urk. 6/111-112). Im Herbst 2015 hatte er ferner ein Teilzeitstudium (vgl. Urk. 6/108-109, Urk. 6/93 = Urk. 6/110) begonnen, das er - nach einem Unterbruch im Jahr 2016 - im Herbstsemester 2016 ( Urk. 1 S. 1 Mitte) und im Frühjahrssemester 2017 (vgl. Urk. 6/71-75) fortsetzte. Am 2 2. Dezember 2016 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/133 ). Als Arbeitszeit wurde 90 % angegeben, was am 5. Januar 2017 auf 75 % abge ändert wurde ( Urk. 6/132 ). A m 3. Januar 2017 beantragte d er Versicherte Arbeits losentschädigung ( Urk. 6/118-121) ab 1. Januar 2017 im Umfang von 75 % einer Vollzeitbeschäftigung ( Ziff. 2-3). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachstehend: Kasse) bezifferte mit Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55-60) den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'810.-- und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst werde in dem Umfang als Zwischenverdienst ange rechnet, in welchem er über dem Nebenverdienst-Freibetrag liege (S. 1 Ziff. 2-3). Dagegen erhob der Versicherte am 2 7. März 2017 Einsprache ( Urk. 6/39-40). Diese wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/20-28 = Urk. 2) ab (S. 1 Ziff. 1), legte den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'812.-- bei einem Vermittlungsgr ad von 75 % fest (S. 1 Ziff. 2) und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst, soweit er über dem Nebenverdienst-Freibetrag von Fr. 660.60 liege, werde als Zwischenverdienst an gerechnet (S. 1 Ziff. 3). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 1. August 2017 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte verschiedene Änderun gen der von der Kasse vorgenommenen Berechnungen. Die Kasse beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 5. August 2017 ( Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 4. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. 1.2 Nicht versichert ist nach Art. 23 Abs. 3 AVIG ein Nebenverdienst (Satz 1). Als solcher gilt jeder Verdienst, den eine versicherte Person ausserhalb ihrer norma len Arbeitszeit als Arbeitnehmerin oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens ih rer selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt (Satz 2). 1.3 Grundgedanke dieser Nebenverdienstregelung ist, den versicherten Verdienst auf die normale Arbeitnehmerinnen- oder Arbeitnehmer-Tätigkeit zu beschränken, unabhängig von der Höhe der mit der Nebentätigkeit erzielten Einkünfte (vgl. BGE 126 V 207 E. 1). Ein Merkmal der Nebentätigkeit, welche zur Einstufung des damit erzielten Ein kommens als Nebenverdienst führt, ist, dass die Tätigkeit ausserhalb der üblichen Arbeitszeit der versicherten Person erfolgt, namentlich am Abend oder am Wo chenende (vgl. BGE 123 V 230 E. 3b), es sei denn, diese Tätigkeit werde nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert (nachstehend E. 1. 5 ). Der Nebenverdienst liegt ausserhalb der in Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) festgeschriebenen Normalität, dies wiederum unabhängig von seiner Höhe (BGE 125 V 475 E. 5a). Ein Nebenverdienst kann nur dann angenommen werden, wenn er zusätzlich zu einem anderen Erwerbseinkommen erzielt wird. Fehlt ein Hauptverdienst, kann es keinen Nebenverdienst geben (BGE 123 V 230 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts C 352/06 vom 2 8. November 2011 = ARV 2008 154 E. 3.3.2). 1. 4 Als Zwischenve rdienst gi lt gemäss Art. 24 AVIG jedes innerhalb einer Kontroll periode von der oder dem Arbeitslosen erzielte Erwerbseinkommen ( Abs. 1). Die Differenz zwischen dem erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Ver dienst gilt als Verdienstausfall ( Abs. 2), auf deren Ersatz Anspruch besteht ( Abs. 1). Ein Nebenverdienst (vorstehend E. 1.2) bleibt unberücksichtigt ( Abs. 3). 1.5 Wird ein zuvor erzielter Nebenverdienst nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheb lich gesteigert, gilt dieser als Zwischenverdienst (BGE 123 V E. 3c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) unter ande rem aus, für die Ermittlung des versicherten Verdienstes seien beide vom Be schwerdeführer erzielten Einkommen zu berücksichtigen, was bei einem Beschäf tigungsgrad von total 94.8 % rund Fr. 9'018.-- und somit bei einem Beschäfti gungsgrad von 100 % Fr. 9'083.-- ergebe (S. 6). Der Beschwerdeführer weise in den massgebenden 12 Monaten einen Beschäftigungsgrad von 104.57 % ( Y.___ : 80 %, A.___ : 24.57 % ) auf. Im Umfang, i n welchem der Beschäftigungsgrad 100 % übersteige (4.57 % ), stelle das bei A.___ erzielte Einkommen Nebener werb dar, der - solange er nicht erhöht werde - unberücksichtigt bleibe (S. 6). Mithin sei das bei A.___ erzielte Einkommen im Umfang von 20 % als Zwi schenverdienst anzurechnen und im Umfang von 4.57 % als Nebenver - dienst nicht anzurechnen, woraus ein Nebenverdienst von rund Fr. 661.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 4.57 % ) resultier te (S. 7 oben), während - was im Entscheid so nicht ausgeführt wurde - als anrechenbarer Zwischenverdienst rund Fr. 2'891.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 20 % ) verblieb. Schliesslich sei der Umfang der Vermittlungsfähigkeit ausgehend von den Anga ben des Beschwerdeführers auf 75 % festgelegt worden. Er sei nicht bereit gewe sen, seine Anstellung bei A.___ oder die begonnene Weiterbildung zugunsten einer Vollzeitstelle aufzu geben und habe sich lediglich im Umfang von 75 % dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt (S. 8). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), an lässlich der Erstanmeldung am 2 2. Dezember 2016 habe er angegeben, dass er Arbeitslosenentschädigung (nur) für das bei d er Y.___ eingebüsste Pensum bean tragen möchte, worauf ihm gesagt worden sei, er solle beim Vermittlungsgrad die Summe beider Pensen aufführen, mithin 75 % Y.___ und (geschätzt) 15 % A.___, also 90 % (S. 1). Bei einem Folgegespräch am 5. Januar 2017 sei er h ingegen informiert worden, in seinem Fall sei für den Vermittlungsgrad lediglich das bei der Y.___ eingebüsste Pensum von 75 % anzugeben, da die Anstellung bei der A.___ ausschliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden ausgeübt und daher als Nebenverdienst betrachtet werde (S. 2 oben). In der Berechnungstabelle für den versicherten Verdienst sei der Beschäftigungs grad Y.___ statt mit 75 % falsch mit 80 % eingesetzt worden. Realistischer als der mit 24.57 % angenommene Beschäftigungs g rad A.___ sei ausgehend von den abgerechneten Arbeitszeiten ein solcher von 18 %. Beim Einkommen A.___ sei die im Bruttolohn schon enthaltene Ferienentschädigung zu Unrecht noch einmal hinzugerechnet worden (S. 2 Ziff. 1). Entweder sei das Einkommen A.___ als Nebenverdienst zu betrachten und der Vermittlungsgrad bei 75 % belassen, oder es sei das Einkommen A.___ als Zwischenverdienst zu betrachten und die Summe beider Beschäftigungsgrade - beispielsweise 98 % - einzusetzen (S. 2 Ziff. 2). Bei der Taggeldberechnung sei die im Zwischenverdienst A.___ schon enthal tene Ferienentschädigung abzuziehen (S. 2 Ziff. 3a), und es sei en - näher ge nannte - Gestehungskosten beim Zwischenverdienst zu berücksichtigen (S. 2 Ziff. 3b). 2.3 Strittig ist nebst einigen Berechnungsmodalitäten somit, ob das vom Bes chwer deführer bei der A.___ erzielte Einkommen als Neben- oder als Zwischenver dienst zu qualifizieren ist. 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55- 60 ) von folgenden Daten im für die Anspruchsprüfung relevanten Jahr 2016 aus gegangen (S. 5 oben): Arbeitgeber Einkommen rund Fr. durchschnittliches Pensum Y.___ 74’300 80 % A.___ 34’664 20 % Total 108’963 100 % Gestützt darauf ermittelte sie einen durchschnittlichen Monatsverdienst von Fr. 9'080.-- ( Fr. 108'963. -- : 12). Sodann führte sie aus, infolge Weiterbildung habe sich der Beschwerdeführer zu einem Vermittlungsgrad von 75 % zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung angemeldet; auch seitens der Arbeitslosenkasse sei die Vermittlungsfähigkeit von 75 % gegeben. Der versicherte Verdienst sei daher auf Fr. 6'810.-- ( Fr. 9'080.-- x 0.75) festzulegen (S. 5 Mitte). Sodann führte sie aus, die Tätigkeit bei A.___ habe durchschnittlich 24.59 % betragen. Da die Tätigkeit bei der Y.___ durchschnittlich 80 % betragen habe, hät ten die restlichen 20 % mit der Tätigkeit bei A.___ aufgefüllt werden müssen, wonach ein Restpensum von 4.59 % bestehen bleibe, das als Nebenverdienst be rücksichtigt werden könne, während das Einkommen der verbleibenden 20 % als Zwischenverdienst angerechnet werde (S. 5 unten). 3.2 Im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) verwendete die Beschwerdegegnerin davon leicht abweichende Zahlen, nämlich Fr. 9'083.-- für den versicherten Verdienst bei 100 % (S. 6 Mitte), 24.57 % für den Beschäftigungsumfang bei A.___ (S. 6 Ziff. 4) und Fr. 6'812.-- für den versicherten Verdienst bei 75 % (S. 9 Ziff. 6), die sie so auch im Dispositiv festhielt (S. 1). 3. 3 Ein Vergleich der von der Beschwerdegegnerin verwendeten Zahlen mit der als Quelle genannten « Berechnungstabelle versicherter Verdienst » - vom 6. Februar 2017 ( Urk. 6/77-78) und vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/9-10) - wirf t einige Fragen auf : In der Tabelle vom Juli 2017 sind lediglich die Lohn- und Lohn zu satz-Beträge und der Beschäftigungsgrad (BG) pro Monat aufgeführt. Sämtliche Felder, die in der Tabelle vom Februar 2017 Summen enthalten, enthalten in der Tabelle vom Juli 2017 keine Werte (sondern den Eintrag «# NAME?» ). Es ist deshalb unerfind lich, wie die im angefochtenen Entscheid vom Juli 2017 angeführten - von den jenigen in der Verfügung vom März 2017 abweichenden - Werte zustande ge kommen sein könnten. Sodann ist in der Berechnungstabelle Y.___ (Februar) für Januar bis Dezember 2016 ein durchschnittlicher Beschäftigungsgrad von 80 % angegeben, was rech nerisch stimmt, sofern die einzelnen Monatswerte zutreffen. Eben dies gilt aber für September 2016 nicht: In diesem Monat betrug der Beschäftigungsgrad 40 % (vgl. Urk. 6/45 = Urk. 6/127) und nicht, wie in der Tabelle eingetragen, 100 %. Demnach beträgt der Durchschnitt nicht 80 % (960 % : 12), sondern 75 % (900 % : 12). Mit der gleichen Tabelle stimmt das in der Verfügung als Einkommen Y.___ ange führte Einkommen 2016 von rund Fr. 74'300.-- überein, während zwischen dem in der Tabelle Februar mit rund Fr. 42'619.-- bezifferten Einkommen A.___ und dem in der Verfügung angeführten von Fr. 34'664.-- ein erheblicher Unter schied besteht, dessen Ursache sich aus den Akten der Beschwerdegegnerin nicht erschliesst. Wie es sich mit diesen Punkten effektiv verhält, kann jedoch mit Blick auf die nachstehenden Ausführungen offen bleiben. 3. 4 Im Jahr vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit war der Beschwerdeführer im Um fang von durchschnittlich 75 % bei der Y.___ beschäftigt und absol vierte ein Teil zeitstudium, bei welchem das neben dem Studium empfohlene Arbeitspensum 60-70 % betrug ( Urk. 6/108-109 S. 1 Mitte). Mit diesen beiden Tätigkeiten war er voll ausgelastet. Dies zeigt sich auch darin, dass gemäss seiner unbestritten ge bliebenen Darstellung 2016 sein Beschäftigungsgrad vorübergehend erhöht wurde, damit ein Projekt bewältigt werden konnte, anschliessend aber - um im Studium aufzuholen - deutlich gesenkt wurde ( Urk. 1 S. 1 Mitte). 3. 5 Der Beschwerdeführer wandte somit rund 25 % der üblichen verfügbaren Zeit für sein Studium auf, und 75 % für seine Erwerbstätigkeit. Letzteres ist seine normale Arbeitszeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus war er - seit 2003 - als Labornachtwächter im Stundenlohn tätig. Diese Tätigkeit übte er gemäss eigenen, unbestritten gebliebenen Angaben aus schliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden aus ( Urk. 1 S. 2 oben). Dass die Tätigkeit ausserhalb der Normalität im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG (vorstehend E. 1.3) erfolgte, zeigt sich besonders augenfällig in den sechs Mona ten von März bis August 2016, in denen sein Anstellungsgrad bei der Y.___ 100 % betrug: Die in dieser Zeit mit der betreffenden Tätigkeit erzielten Einkommen unterscheiden sich praktisch nicht von den davor und danach erzielten ( Urk. 6/78). Dies führt zum Schluss, dass es sich bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Z.___ Ltd. um eine Nebentätigkeit handelte und das so erzielte Einkommen einen Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG dar stellt. 3.6 Rechtsprechungsgemäss gilt ein zuvor erzielter Nebenverdienst (nur) dann als Zwischenverdienst, wenn er nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert wurde (vorstehend E. 1.5). So ist dies auch in Rz C9 AVIG-Praxis ALE ( Urk. 6/ 63) festgehalten. Offensichtlich hat sich die Beschwerdegegnerin zwar bei ihrer Auf teilung in Zwischenverdienst und Nebenverdienst an dieser Bestimmung orien tiert, ohne aber zu beachten, dass die Eingangsbedingung einer erheblichen Stei gerung des betreffenden Einkommens nach Eintritt der Arbeitslosigkeit gar nicht erfüllt war. Auch unter diesem Titel ist mithin kein Zwischenverdienst anzunehmen. 3.7 Der Beschwerdeführer war nebst seinem Teilzeit-Studium 2016 im Umfang von 75 % erwerbstätig. Nach dem Verlust dieser Anstellung meldete er sich im ent sprechenden Umfang als arbeitslos und beantragte Arbeitslosenentschädigung als Ersatz des entfallenen Erwerbseinkommens. Bezogen auf die eingebüsste Anstellung betrug sein versicherter Verdienst Fr. 6 ' 192.-- ( Fr. 74' 300 : 12 ), und bezogen auf deren Umfang von 75 % war der Beschwerdeführer uneingeschränkt vermittlungsfähig, suchte er doch ausdrück lich wieder eine Anstellung in (mindestens) diesem Umfang. Es besteht deshalb kein Anlass, den massgebenden versicherten Verdienst von Fr. 6’192.-- weiter herabzusetzen. Dass der Beschwerdeführer eine Stelle im Umfang von 75 % ver loren hatte und wieder suchte, und nicht ein Vollpensum, ist bereits im entspre chend reduzierten Lohn und versicherten Verdienst abgebildet, die beide bei ei nem Vollpensum um 1/3 höher ausgefallen wären. Dies führt zur Feststellung, dass der - keiner weiteren Herabsetzung bedürftige oder zugängliche - versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt. 3.8 Zusammengefasst ist somit in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Ent scheid dahin abzuändern, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 4. Juli 2017 dahin abgeändert, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2017.00171 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 11. Januar 2019

AL.2017.00171

AL.2017.00171

AL.2017.00171 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 11. Januar 2019

Urteil vom 11. Januar 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen

Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur

Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, war vom 1. Januar 2015 bis 3 1. Dezember 2016 als technischer Fachspezialist bei der Y.___ befristet angestellt ( Urk. 6/126 ; vgl. Urk. 6/124 ), dies im Umfang von 80 % von Januar bis September 2015 ( Urk. 6/130), von 70 % von Oktober 2015 bis Februar 2016 ( Urk. 6/43 = Urk. 6/123, Urk. 6/129), von 100 % von März bis August 2016 ( Urk. 6/44 = Urk. 6/131) und von 40 % von September bis Dezember 2016 ( Urk. 6/45 = Urk. 6/127).

1. X.___, geboren 1978, war vom 1. Januar 2015 bis 3 1. Dezember 2016 als technischer Fachspezialist bei der Y.___ befristet angestellt ( Urk. 6/126 ; vgl. Urk. 6/124 ), dies im Umfang von 80 % von Januar bis September 2015 ( Urk. 6/130), von 70 % von Oktober 2015 bis Februar 2016 ( Urk. 6/43 = Urk. 6/123, Urk. 6/129), von 100 % von März bis August 2016 ( Urk. 6/44 = Urk. 6/131) und von 40 % von September bis Dezember 2016 ( Urk. 6/45 = Urk. 6/127). Seit August 2003 war er zudem bei der Z.___ Ltd. als Labor nachtwächter im Stundenlohn tätig ( Urk. 6/48-51 = Urk. 6/102 -105 ; vgl. Urk. 6/111-112).

Seit August 2003 war er zudem bei der Z.___ Ltd. als Labor nachtwächter im Stundenlohn tätig ( Urk. 6/48-51 = Urk. 6/102 -105 ; vgl. Urk. 6/111-112). Im Herbst 2015 hatte er ferner ein Teilzeitstudium (vgl. Urk. 6/108-109, Urk. 6/93 = Urk. 6/110) begonnen, das er - nach einem Unterbruch im Jahr 2016 - im Herbstsemester 2016 ( Urk. 1 S. 1 Mitte) und im Frühjahrssemester 2017 (vgl. Urk. 6/71-75) fortsetzte.

Im Herbst 2015 hatte er ferner ein Teilzeitstudium (vgl. Urk. 6/108-109, Urk. 6/93 = Urk. 6/110) begonnen, das er - nach einem Unterbruch im Jahr 2016 - im Herbstsemester 2016 ( Urk. 1 S. 1 Mitte) und im Frühjahrssemester 2017 (vgl. Urk. 6/71-75) fortsetzte. Am 2 2. Dezember 2016 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/133 ). Als Arbeitszeit wurde 90 % angegeben, was am 5. Januar 2017 auf 75 % abge ändert wurde ( Urk. 6/132 ). A m 3. Januar 2017 beantragte d er Versicherte Arbeits losentschädigung ( Urk. 6/118-121) ab 1. Januar 2017 im Umfang von 75 % einer Vollzeitbeschäftigung ( Ziff. 2-3).

Am 2 2. Dezember 2016 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/133 ). Als Arbeitszeit wurde 90 % angegeben, was am 5. Januar 2017 auf 75 % abge ändert wurde ( Urk. 6/132 ). A m 3. Januar 2017 beantragte d er Versicherte Arbeits losentschädigung ( Urk. 6/118-121) ab 1. Januar 2017 im Umfang von 75 % einer Vollzeitbeschäftigung ( Ziff. 2-3). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachstehend: Kasse) bezifferte mit Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55-60) den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'810.-- und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst werde in dem Umfang als Zwischenverdienst ange rechnet, in welchem er über dem Nebenverdienst-Freibetrag liege (S. 1 Ziff. 2-3).

Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachstehend: Kasse) bezifferte mit Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55-60) den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'810.-- und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst werde in dem Umfang als Zwischenverdienst ange rechnet, in welchem er über dem Nebenverdienst-Freibetrag liege (S. 1 Ziff. 2-3). Dagegen erhob der Versicherte am 2 7. März 2017 Einsprache ( Urk. 6/39-40). Diese wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/20-28 = Urk. 2) ab (S. 1 Ziff. 1), legte den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'812.-- bei einem Vermittlungsgr ad von 75 % fest (S. 1 Ziff. 2) und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst, soweit er über dem Nebenverdienst-Freibetrag von Fr. 660.60 liege, werde als Zwischenverdienst an gerechnet (S. 1 Ziff. 3).

Dagegen erhob der Versicherte am 2 7. März 2017 Einsprache ( Urk. 6/39-40). Diese wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/20-28 = Urk. 2) ab (S. 1 Ziff. 1), legte den versicherten Verdienst ab 2. Januar 2017 auf Fr. 6'812.-- bei einem Vermittlungsgr ad von 75 % fest (S. 1 Ziff. 2) und hielt fest, der bei der Z.___ Ltd. erzielte Verdienst, soweit er über dem Nebenverdienst-Freibetrag von Fr. 660.60 liege, werde als Zwischenverdienst an gerechnet (S. 1 Ziff. 3). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 1. August 2017 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte verschiedene Änderun gen der von der Kasse vorgenommenen Berechnungen.

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 1. August 2017 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte verschiedene Änderun gen der von der Kasse vorgenommenen Berechnungen. Die Kasse beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 5. August 2017 ( Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 4. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8).

Die Kasse beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 5. August 2017 ( Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 4. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde.

1.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. 1.2 Nicht versichert ist nach Art. 23 Abs. 3 AVIG ein Nebenverdienst (Satz 1). Als solcher gilt jeder Verdienst, den eine versicherte Person ausserhalb ihrer norma len Arbeitszeit als Arbeitnehmerin oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens ih rer selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt (Satz 2).

1.2 Nicht versichert ist nach Art. 23 Abs. 3 AVIG ein Nebenverdienst (Satz 1). Als solcher gilt jeder Verdienst, den eine versicherte Person ausserhalb ihrer norma len Arbeitszeit als Arbeitnehmerin oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens ih rer selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt (Satz 2). 1.3 Grundgedanke dieser Nebenverdienstregelung ist, den versicherten Verdienst auf die normale Arbeitnehmerinnen- oder Arbeitnehmer-Tätigkeit zu beschränken, unabhängig von der Höhe der mit der Nebentätigkeit erzielten Einkünfte (vgl. BGE 126 V 207 E. 1).

1.3 Grundgedanke dieser Nebenverdienstregelung ist, den versicherten Verdienst auf die normale Arbeitnehmerinnen- oder Arbeitnehmer-Tätigkeit zu beschränken, unabhängig von der Höhe der mit der Nebentätigkeit erzielten Einkünfte (vgl. BGE 126 V 207 E. 1). Ein Merkmal der Nebentätigkeit, welche zur Einstufung des damit erzielten Ein kommens als Nebenverdienst führt, ist, dass die Tätigkeit ausserhalb der üblichen Arbeitszeit der versicherten Person erfolgt, namentlich am Abend oder am Wo chenende (vgl. BGE 123 V 230 E. 3b), es sei denn, diese Tätigkeit werde nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert (nachstehend E. 1. 5 ).

Ein Merkmal der Nebentätigkeit, welche zur Einstufung des damit erzielten Ein kommens als Nebenverdienst führt, ist, dass die Tätigkeit ausserhalb der üblichen Arbeitszeit der versicherten Person erfolgt, namentlich am Abend oder am Wo chenende (vgl. BGE 123 V 230 E. 3b), es sei denn, diese Tätigkeit werde nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert (nachstehend E. 1. 5 ). Der Nebenverdienst liegt ausserhalb der in Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) festgeschriebenen Normalität, dies wiederum unabhängig von seiner Höhe (BGE 125 V 475 E. 5a).

Der Nebenverdienst liegt ausserhalb der in Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) festgeschriebenen Normalität, dies wiederum unabhängig von seiner Höhe (BGE 125 V 475 E. 5a). Ein Nebenverdienst kann nur dann angenommen werden, wenn er zusätzlich zu einem anderen Erwerbseinkommen erzielt wird. Fehlt ein Hauptverdienst, kann es keinen Nebenverdienst geben (BGE 123 V 230 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts C 352/06 vom 2 8. November 2011 = ARV 2008 154 E. 3.3.2).

Ein Nebenverdienst kann nur dann angenommen werden, wenn er zusätzlich zu einem anderen Erwerbseinkommen erzielt wird. Fehlt ein Hauptverdienst, kann es keinen Nebenverdienst geben (BGE 123 V 230 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts C 352/06 vom 2 8. November 2011 = ARV 2008 154 E. 3.3.2). 1. 4 Als Zwischenve rdienst gi lt gemäss Art. 24 AVIG jedes innerhalb einer Kontroll periode von der oder dem Arbeitslosen erzielte Erwerbseinkommen ( Abs. 1). Die Differenz zwischen dem erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Ver dienst gilt als Verdienstausfall ( Abs. 2), auf deren Ersatz Anspruch besteht ( Abs. 1). Ein Nebenverdienst (vorstehend E. 1.2) bleibt unberücksichtigt ( Abs. 3).

1. 4 Als Zwischenve rdienst gi lt gemäss Art. 24 AVIG jedes innerhalb einer Kontroll periode von der oder dem Arbeitslosen erzielte Erwerbseinkommen ( Abs. 1). Die Differenz zwischen dem erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Ver dienst gilt als Verdienstausfall ( Abs. 2), auf deren Ersatz Anspruch besteht ( Abs. 1). Ein Nebenverdienst (vorstehend E. 1.2) bleibt unberücksichtigt ( Abs. 3). 1.5 Wird ein zuvor erzielter Nebenverdienst nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheb lich gesteigert, gilt dieser als Zwischenverdienst (BGE 123 V E. 3c).

1.5 Wird ein zuvor erzielter Nebenverdienst nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheb lich gesteigert, gilt dieser als Zwischenverdienst (BGE 123 V E. 3c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) unter ande rem aus, für die Ermittlung des versicherten Verdienstes seien beide vom Be schwerdeführer erzielten Einkommen zu berücksichtigen, was bei einem Beschäf tigungsgrad von total 94.8 % rund Fr. 9'018.-- und somit bei einem Beschäfti gungsgrad von 100 % Fr. 9'083.-- ergebe (S. 6). Der Beschwerdeführer weise in den massgebenden 12 Monaten einen Beschäftigungsgrad von 104.57 % ( Y.___ : 80 %, A.___ : 24.57 % ) auf. Im Umfang, i n welchem der Beschäftigungsgrad 100 % übersteige (4.57 % ), stelle das bei A.___ erzielte Einkommen Nebener werb dar, der - solange er nicht erhöht werde - unberücksichtigt bleibe (S. 6). Mithin sei das bei A.___ erzielte Einkommen im Umfang von 20 % als Zwi schenverdienst anzurechnen und im Umfang von 4.57 % als Nebenver - dienst nicht anzurechnen, woraus ein Nebenverdienst von rund Fr. 661.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 4.57 % ) resultier te (S. 7 oben), während - was im Entscheid so nicht ausgeführt wurde - als anrechenbarer Zwischenverdienst rund Fr. 2'891.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 20 % ) verblieb.

2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) unter ande rem aus, für die Ermittlung des versicherten Verdienstes seien beide vom Be schwerdeführer erzielten Einkommen zu berücksichtigen, was bei einem Beschäf tigungsgrad von total 94.8 % rund Fr. 9'018.-- und somit bei einem Beschäfti gungsgrad von 100 % Fr. 9'083.-- ergebe (S. 6). Der Beschwerdeführer weise in den massgebenden 12 Monaten einen Beschäftigungsgrad von 104.57 % ( Y.___ : 80 %, A.___ : 24.57 % ) auf. Im Umfang, i n welchem der Beschäftigungsgrad 100 % übersteige (4.57 % ), stelle das bei A.___ erzielte Einkommen Nebener werb dar, der - solange er nicht erhöht werde - unberücksichtigt bleibe (S. 6). Mithin sei das bei A.___ erzielte Einkommen im Umfang von 20 % als Zwi schenverdienst anzurechnen und im Umfang von 4.57 % als Nebenver dienst nicht anzurechnen, woraus ein Nebenverdienst von rund Fr. 661.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 4.57 % ) resultier te (S. 7 oben), während - was im Entscheid so nicht ausgeführt wurde als anrechenbarer Zwischenverdienst rund Fr. 2'891.-- ( Fr. 3'552.-- : 24.57 % x 20 % ) verblieb. Schliesslich sei der Umfang der Vermittlungsfähigkeit ausgehend von den Anga ben des Beschwerdeführers auf 75 % festgelegt worden. Er sei nicht bereit gewe sen, seine Anstellung bei A.___ oder die begonnene Weiterbildung zugunsten einer Vollzeitstelle aufzu geben und habe sich lediglich im Umfang von 75 % dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt (S. 8).

Schliesslich sei der Umfang der Vermittlungsfähigkeit ausgehend von den Anga ben des Beschwerdeführers auf 75 % festgelegt worden. Er sei nicht bereit gewe sen, seine Anstellung bei A.___ oder die begonnene Weiterbildung zugunsten einer Vollzeitstelle aufzu geben und habe sich lediglich im Umfang von 75 % dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt (S. 8). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), an lässlich der Erstanmeldung am 2 2. Dezember 2016 habe er angegeben, dass er Arbeitslosenentschädigung (nur) für das bei d er Y.___ eingebüsste Pensum bean tragen möchte, worauf ihm gesagt worden sei, er solle beim Vermittlungsgrad die Summe beider Pensen aufführen, mithin 75 % Y.___ und (geschätzt) 15 % A.___, also 90 % (S. 1). Bei einem Folgegespräch am 5. Januar 2017 sei er h ingegen informiert worden, in seinem Fall sei für den Vermittlungsgrad lediglich das bei der Y.___ eingebüsste Pensum von 75 % anzugeben, da die Anstellung bei der A.___ ausschliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden ausgeübt und daher als Nebenverdienst betrachtet werde (S. 2 oben).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), an lässlich der Erstanmeldung am 2 2. Dezember 2016 habe er angegeben, dass er Arbeitslosenentschädigung (nur) für das bei d er Y.___ eingebüsste Pensum bean tragen möchte, worauf ihm gesagt worden sei, er solle beim Vermittlungsgrad die Summe beider Pensen aufführen, mithin 75 % Y.___ und (geschätzt) 15 % A.___, also 90 % (S. 1). Bei einem Folgegespräch am 5. Januar 2017 sei er h ingegen informiert worden, in seinem Fall sei für den Vermittlungsgrad lediglich das bei der Y.___ eingebüsste Pensum von 75 % anzugeben, da die Anstellung bei der A.___ ausschliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden ausgeübt und daher als Nebenverdienst betrachtet werde (S. 2 oben). In der Berechnungstabelle für den versicherten Verdienst sei der Beschäftigungs grad Y.___ statt mit 75 % falsch mit 80 % eingesetzt worden. Realistischer als der mit 24.57 % angenommene Beschäftigungs g rad A.___ sei ausgehend von den abgerechneten Arbeitszeiten ein solcher von 18 %. Beim Einkommen A.___ sei die im Bruttolohn schon enthaltene Ferienentschädigung zu Unrecht noch einmal hinzugerechnet worden (S. 2 Ziff. 1).

In der Berechnungstabelle für den versicherten Verdienst sei der Beschäftigungs grad Y.___ statt mit 75 % falsch mit 80 % eingesetzt worden. Realistischer als der mit 24.57 % angenommene Beschäftigungs g rad A.___ sei ausgehend von den abgerechneten Arbeitszeiten ein solcher von 18 %. Beim Einkommen A.___ sei die im Bruttolohn schon enthaltene Ferienentschädigung zu Unrecht noch einmal hinzugerechnet worden (S. 2 Ziff. 1). Entweder sei das Einkommen A.___ als Nebenverdienst zu betrachten und der Vermittlungsgrad bei 75 % belassen, oder es sei das Einkommen A.___ als Zwischenverdienst zu betrachten und die Summe beider Beschäftigungsgrade - beispielsweise 98 % - einzusetzen (S. 2 Ziff. 2).

Entweder sei das Einkommen A.___ als Nebenverdienst zu betrachten und der Vermittlungsgrad bei 75 % belassen, oder es sei das Einkommen A.___ als Zwischenverdienst zu betrachten und die Summe beider Beschäftigungsgrade - beispielsweise 98 % - einzusetzen (S. 2 Ziff. 2). Bei der Taggeldberechnung sei die im Zwischenverdienst A.___ schon enthal tene Ferienentschädigung abzuziehen (S. 2 Ziff. 3a), und es sei en - näher ge nannte - Gestehungskosten beim Zwischenverdienst zu berücksichtigen (S. 2 Ziff. 3b).

Bei der Taggeldberechnung sei die im Zwischenverdienst A.___ schon enthal tene Ferienentschädigung abzuziehen (S. 2 Ziff. 3a), und es sei en - näher ge nannte - Gestehungskosten beim Zwischenverdienst zu berücksichtigen (S. 2 Ziff. 3b). 2.3 Strittig ist nebst einigen Berechnungsmodalitäten somit, ob das vom Bes chwer deführer bei der A.___ erzielte Einkommen als Neben- oder als Zwischenver dienst zu qualifizieren ist.

2.3 Strittig ist nebst einigen Berechnungsmodalitäten somit, ob das vom Bes chwer deführer bei der A.___ erzielte Einkommen als Neben- oder als Zwischenver dienst zu qualifizieren ist. 3.

3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55- 60 ) von folgenden Daten im für die Anspruchsprüfung relevanten Jahr 2016 aus gegangen (S. 5 oben):

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 1 3. März 2017 ( Urk. 6/55- 60 ) von folgenden Daten im für die Anspruchsprüfung relevanten Jahr 2016 aus gegangen (S. 5 oben): Arbeitgeber Arbeitgeber

Arbeitgeber Einkommen rund Fr. Einkommen rund Fr.

Einkommen rund Fr. durchschnittliches Pensum durchschnittliches Pensum

durchschnittliches Pensum Y.___ Y.___

Y.___ 74’300 74’300

74’300 80 % 80 %

80 % A.___ A.___

A.___ 34’664 34’664

34’664 20 % 20 %

20 % Total Total

Total 108’963 108’963

108’963 100 % 100 %

100 % Gestützt darauf ermittelte sie einen durchschnittlichen Monatsverdienst von Fr. 9'080.-- ( Fr. 108'963. -- : 12).

Gestützt darauf ermittelte sie einen durchschnittlichen Monatsverdienst von Fr. 9'080.-- ( Fr. 108'963. -- : 12). Sodann führte sie aus, infolge Weiterbildung habe sich der Beschwerdeführer zu einem Vermittlungsgrad von 75 % zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung angemeldet; auch seitens der Arbeitslosenkasse sei die Vermittlungsfähigkeit von 75 % gegeben. Der versicherte Verdienst sei daher auf Fr. 6'810.-- ( Fr. 9'080.-- x 0.75) festzulegen (S. 5 Mitte).

Sodann führte sie aus, infolge Weiterbildung habe sich der Beschwerdeführer zu einem Vermittlungsgrad von 75 % zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung angemeldet; auch seitens der Arbeitslosenkasse sei die Vermittlungsfähigkeit von 75 % gegeben. Der versicherte Verdienst sei daher auf Fr. 6'810.-- ( Fr. 9'080.-- x 0.75) festzulegen (S. 5 Mitte). Sodann führte sie aus, die Tätigkeit bei A.___ habe durchschnittlich 24.59 % betragen. Da die Tätigkeit bei der Y.___ durchschnittlich 80 % betragen habe, hät ten die restlichen 20 % mit der Tätigkeit bei A.___ aufgefüllt werden müssen, wonach ein Restpensum von 4.59 % bestehen bleibe, das als Nebenverdienst be rücksichtigt werden könne, während das Einkommen der verbleibenden 20 % als Zwischenverdienst angerechnet werde (S. 5 unten).

Sodann führte sie aus, die Tätigkeit bei A.___ habe durchschnittlich 24.59 % betragen. Da die Tätigkeit bei der Y.___ durchschnittlich 80 % betragen habe, hät ten die restlichen 20 % mit der Tätigkeit bei A.___ aufgefüllt werden müssen, wonach ein Restpensum von 4.59 % bestehen bleibe, das als Nebenverdienst be rücksichtigt werden könne, während das Einkommen der verbleibenden 20 % als Zwischenverdienst angerechnet werde (S. 5 unten). 3.2 Im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) verwendete die Beschwerdegegnerin davon leicht abweichende Zahlen, nämlich Fr. 9'083.-- für den versicherten Verdienst bei 100 % (S. 6 Mitte), 24.57 % für den Beschäftigungsumfang bei A.___ (S. 6 Ziff. 4) und Fr. 6'812.-- für den versicherten Verdienst bei 75 % (S. 9 Ziff. 6), die sie so auch im Dispositiv festhielt (S. 1).

3.2 Im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) verwendete die Beschwerdegegnerin davon leicht abweichende Zahlen, nämlich Fr. 9'083.-- für den versicherten Verdienst bei 100 % (S. 6 Mitte), 24.57 % für den Beschäftigungsumfang bei A.___ (S. 6 Ziff. 4) und Fr. 6'812.-- für den versicherten Verdienst bei 75 % (S. 9 Ziff. 6), die sie so auch im Dispositiv festhielt (S. 1). 3. 3 Ein Vergleich der von der Beschwerdegegnerin verwendeten Zahlen mit der als Quelle genannten « Berechnungstabelle versicherter Verdienst » - vom 6. Februar 2017 ( Urk. 6/77-78) und vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/9-10) - wirf t einige Fragen auf :

3. 3 Ein Vergleich der von der Beschwerdegegnerin verwendeten Zahlen mit der als Quelle genannten « Berechnungstabelle versicherter Verdienst » - vom 6. Februar 2017 ( Urk. 6/77-78) und vom 4. Juli 2017 ( Urk. 6/9-10) - wirf t einige Fragen auf : In der Tabelle vom Juli 2017 sind lediglich die Lohn- und Lohn zu satz-Beträge und der Beschäftigungsgrad (BG) pro Monat aufgeführt. Sämtliche Felder, die in der Tabelle vom Februar 2017 Summen enthalten, enthalten in der Tabelle vom Juli 2017 keine Werte (sondern den Eintrag «# NAME?» ). Es ist deshalb unerfind lich, wie die im angefochtenen Entscheid vom Juli 2017 angeführten - von den jenigen in der Verfügung vom März 2017 abweichenden - Werte zustande ge kommen sein könnten.

In der Tabelle vom Juli 2017 sind lediglich die Lohn- und Lohn zu satz-Beträge und der Beschäftigungsgrad (BG) pro Monat aufgeführt. Sämtliche Felder, die in der Tabelle vom Februar 2017 Summen enthalten, enthalten in der Tabelle vom Juli 2017 keine Werte (sondern den Eintrag «# NAME?» ). Es ist deshalb unerfind lich, wie die im angefochtenen Entscheid vom Juli 2017 angeführten - von den jenigen in der Verfügung vom März 2017 abweichenden - Werte zustande ge kommen sein könnten. Sodann ist in der Berechnungstabelle Y.___ (Februar) für Januar bis Dezember 2016 ein durchschnittlicher Beschäftigungsgrad von 80 % angegeben, was rech nerisch stimmt, sofern die einzelnen Monatswerte zutreffen. Eben dies gilt aber für September 2016 nicht: In diesem Monat betrug der Beschäftigungsgrad 40 % (vgl. Urk. 6/45 = Urk. 6/127) und nicht, wie in der Tabelle eingetragen, 100 %. Demnach beträgt der Durchschnitt nicht 80 % (960 % : 12), sondern 75 % (900 % : 12).

Sodann ist in der Berechnungstabelle Y.___ (Februar) für Januar bis Dezember 2016 ein durchschnittlicher Beschäftigungsgrad von 80 % angegeben, was rech nerisch stimmt, sofern die einzelnen Monatswerte zutreffen. Eben dies gilt aber für September 2016 nicht: In diesem Monat betrug der Beschäftigungsgrad 40 % (vgl. Urk. 6/45 = Urk. 6/127) und nicht, wie in der Tabelle eingetragen, 100 %. Demnach beträgt der Durchschnitt nicht 80 % (960 % : 12), sondern 75 % (900 % : 12). Mit der gleichen Tabelle stimmt das in der Verfügung als Einkommen Y.___ ange führte Einkommen 2016 von rund Fr. 74'300.-- überein, während zwischen dem in der Tabelle Februar mit rund Fr. 42'619.-- bezifferten Einkommen A.___ und dem in der Verfügung angeführten von Fr. 34'664.-- ein erheblicher Unter schied besteht, dessen Ursache sich aus den Akten der Beschwerdegegnerin nicht erschliesst.

Mit der gleichen Tabelle stimmt das in der Verfügung als Einkommen Y.___ ange führte Einkommen 2016 von rund Fr. 74'300.-- überein, während zwischen dem in der Tabelle Februar mit rund Fr. 42'619.-- bezifferten Einkommen A.___ und dem in der Verfügung angeführten von Fr. 34'664.-- ein erheblicher Unter schied besteht, dessen Ursache sich aus den Akten der Beschwerdegegnerin nicht erschliesst. Wie es sich mit diesen Punkten effektiv verhält, kann jedoch mit Blick auf die nachstehenden Ausführungen offen bleiben.

Wie es sich mit diesen Punkten effektiv verhält, kann jedoch mit Blick auf die nachstehenden Ausführungen offen bleiben. 3. 4 Im Jahr vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit war der Beschwerdeführer im Um fang von durchschnittlich 75 % bei der Y.___ beschäftigt und absol vierte ein Teil zeitstudium, bei welchem das neben dem Studium empfohlene Arbeitspensum 60-70 % betrug ( Urk. 6/108-109 S. 1 Mitte). Mit diesen beiden Tätigkeiten war er voll ausgelastet. Dies zeigt sich auch darin, dass gemäss seiner unbestritten ge bliebenen Darstellung 2016 sein Beschäftigungsgrad vorübergehend erhöht wurde, damit ein Projekt bewältigt werden konnte, anschliessend aber - um im Studium aufzuholen - deutlich gesenkt wurde ( Urk. 1 S. 1 Mitte).

3. 4 Im Jahr vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit war der Beschwerdeführer im Um fang von durchschnittlich 75 % bei der Y.___ beschäftigt und absol vierte ein Teil zeitstudium, bei welchem das neben dem Studium empfohlene Arbeitspensum 60-70 % betrug ( Urk. 6/108-109 S. 1 Mitte). Mit diesen beiden Tätigkeiten war er voll ausgelastet. Dies zeigt sich auch darin, dass gemäss seiner unbestritten ge bliebenen Darstellung 2016 sein Beschäftigungsgrad vorübergehend erhöht wurde, damit ein Projekt bewältigt werden konnte, anschliessend aber - um im Studium aufzuholen - deutlich gesenkt wurde ( Urk. 1 S. 1 Mitte). 3. 5 Der Beschwerdeführer wandte somit rund 25 % der üblichen verfügbaren Zeit für sein Studium auf, und 75 % für seine Erwerbstätigkeit. Letzteres ist seine normale Arbeitszeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG.

3. 5 Der Beschwerdeführer wandte somit rund 25 % der üblichen verfügbaren Zeit für sein Studium auf, und 75 % für seine Erwerbstätigkeit. Letzteres ist seine normale Arbeitszeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus war er - seit 2003 - als Labornachtwächter im Stundenlohn tätig. Diese Tätigkeit übte er gemäss eigenen, unbestritten gebliebenen Angaben aus schliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden aus ( Urk. 1 S. 2 oben). Dass die Tätigkeit ausserhalb der Normalität im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG (vorstehend E. 1.3) erfolgte, zeigt sich besonders augenfällig in den sechs Mona ten von März bis August 2016, in denen sein Anstellungsgrad bei der Y.___ 100 % betrug: Die in dieser Zeit mit der betreffenden Tätigkeit erzielten Einkommen unterscheiden sich praktisch nicht von den davor und danach erzielten ( Urk. 6/78).

Darüber hinaus war er - seit 2003 - als Labornachtwächter im Stundenlohn tätig. Diese Tätigkeit übte er gemäss eigenen, unbestritten gebliebenen Angaben aus schliesslich an Wochenenden, Feiertagen und Abenden aus ( Urk. 1 S. 2 oben). Dass die Tätigkeit ausserhalb der Normalität im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG (vorstehend E. 1.3) erfolgte, zeigt sich besonders augenfällig in den sechs Mona ten von März bis August 2016, in denen sein Anstellungsgrad bei der Y.___ 100 % betrug: Die in dieser Zeit mit der betreffenden Tätigkeit erzielten Einkommen unterscheiden sich praktisch nicht von den davor und danach erzielten ( Urk. 6/78). Dies führt zum Schluss, dass es sich bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Z.___ Ltd. um eine Nebentätigkeit handelte und das so erzielte Einkommen einen Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG dar stellt.

Dies führt zum Schluss, dass es sich bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Z.___ Ltd. um eine Nebentätigkeit handelte und das so erzielte Einkommen einen Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG dar stellt. 3.6 Rechtsprechungsgemäss gilt ein zuvor erzielter Nebenverdienst (nur) dann als Zwischenverdienst, wenn er nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert wurde (vorstehend E. 1.5). So ist dies auch in Rz C9 AVIG-Praxis ALE ( Urk. 6/ 63) festgehalten. Offensichtlich hat sich die Beschwerdegegnerin zwar bei ihrer Auf teilung in Zwischenverdienst und Nebenverdienst an dieser Bestimmung orien tiert, ohne aber zu beachten, dass die Eingangsbedingung einer erheblichen Stei gerung des betreffenden Einkommens nach Eintritt der Arbeitslosigkeit gar nicht erfüllt war.

3.6 Rechtsprechungsgemäss gilt ein zuvor erzielter Nebenverdienst (nur) dann als Zwischenverdienst, wenn er nach Eintritt der Arbeitslosigkeit erheblich gesteigert wurde (vorstehend E. 1.5). So ist dies auch in Rz C9 AVIG-Praxis ALE ( Urk. 6/ 63) festgehalten. Offensichtlich hat sich die Beschwerdegegnerin zwar bei ihrer Auf teilung in Zwischenverdienst und Nebenverdienst an dieser Bestimmung orien tiert, ohne aber zu beachten, dass die Eingangsbedingung einer erheblichen Stei gerung des betreffenden Einkommens nach Eintritt der Arbeitslosigkeit gar nicht erfüllt war. Auch unter diesem Titel ist mithin kein Zwischenverdienst anzunehmen.

Auch unter diesem Titel ist mithin kein Zwischenverdienst anzunehmen. 3.7 Der Beschwerdeführer war nebst seinem Teilzeit-Studium 2016 im Umfang von 75 % erwerbstätig. Nach dem Verlust dieser Anstellung meldete er sich im ent sprechenden Umfang als arbeitslos und beantragte Arbeitslosenentschädigung als Ersatz des entfallenen Erwerbseinkommens.

3.7 Der Beschwerdeführer war nebst seinem Teilzeit-Studium 2016 im Umfang von 75 % erwerbstätig. Nach dem Verlust dieser Anstellung meldete er sich im ent sprechenden Umfang als arbeitslos und beantragte Arbeitslosenentschädigung als Ersatz des entfallenen Erwerbseinkommens. Bezogen auf die eingebüsste Anstellung betrug sein versicherter Verdienst Fr. 6 ' 192.-- ( Fr. 74' 300 : 12 ), und bezogen auf deren Umfang von 75 % war der Beschwerdeführer uneingeschränkt vermittlungsfähig, suchte er doch ausdrück lich wieder eine Anstellung in (mindestens) diesem Umfang. Es besteht deshalb kein Anlass, den massgebenden versicherten Verdienst von Fr. 6’192.-- weiter herabzusetzen. Dass der Beschwerdeführer eine Stelle im Umfang von 75 % ver loren hatte und wieder suchte, und nicht ein Vollpensum, ist bereits im entspre chend reduzierten Lohn und versicherten Verdienst abgebildet, die beide bei ei nem Vollpensum um 1/3 höher ausgefallen wären.

Bezogen auf die eingebüsste Anstellung betrug sein versicherter Verdienst Fr. 6 ' 192.-- ( Fr. 74' 300 : 12 ), und bezogen auf deren Umfang von 75 % war der Beschwerdeführer uneingeschränkt vermittlungsfähig, suchte er doch ausdrück lich wieder eine Anstellung in (mindestens) diesem Umfang. Es besteht deshalb kein Anlass, den massgebenden versicherten Verdienst von Fr. 6’192.-- weiter herabzusetzen. Dass der Beschwerdeführer eine Stelle im Umfang von 75 % ver loren hatte und wieder suchte, und nicht ein Vollpensum, ist bereits im entspre chend reduzierten Lohn und versicherten Verdienst abgebildet, die beide bei ei nem Vollpensum um 1/3 höher ausgefallen wären. Dies führt zur Feststellung, dass der - keiner weiteren Herabsetzung bedürftige oder zugängliche - versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt.

Dies führt zur Feststellung, dass der - keiner weiteren Herabsetzung bedürftige oder zugängliche - versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt. 3.8 Zusammengefasst ist somit in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Ent scheid dahin abzuändern, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt.

3.8 Zusammengefasst ist somit in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Ent scheid dahin abzuändern, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 4. Juli 2017 dahin abgeändert, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 4. Juli 2017 dahin abgeändert, dass der versicherte Verdienst Fr. 6’192.-- beträgt und das bei der Z.___ Ltd. erzielte Einkommen Nebenverdienst und nicht Zwischenverdienst darstellt. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher