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Events und Veranstaltungen sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung für die Schweizer. Egal, ob Konzert, Museum, Festival oder Messe, die Kultur scheint in der jüngeren Generation wieder einen höheren Stellenwert einzunehmen. Interessant ist aber, dass die Schweizer eher kurz gelegentlich kulturelle Veranstaltungen besuchen, regelmässige Aktivitäten sind eher selten. Viele Menschen entschliessen sich stattdessen spontan für den Besuch eines Theaters oder Konzertes und sehen sich vorher kurzfristig in gratis Inseraten und Kleinanzeigen im Internet nach einem Schnäppchen um.
Welche kulturellen Veranstaltungen besuchen die Schweizer am liebsten?
Untersuchungen zum Freizeitverhalten der Schweizer ergaben, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung am liebsten Konzerte und Musikveranstaltungen besuchen, ins Kino gehen oder sich für Denkmäler sowie historische und archäologische Stätten interessieren. 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung gehen zudem gerne in ethnologische, technische, historische oder Kunstmuseen, zu Ausstellungen und Galerien, ins Theater oder zu „übrigen Veranstaltungen“, zum Beispiel in den Zirkus. Rund ein Drittel der Schweizer besuchten im Studienjahr 2008 eine Bibliothek sowie ein Festival. Auf den unteren Plätzen der Freizeitbeschäftigung befinden sich dann Ballett- und Tanzaufführungen.
Welche Rolle spielt das Alter?
Die Untersuchungen ergaben, dass das Alter eine tragende Rolle bezüglich der Freizeitinteressen spielt. Die Jugend sowie junge Erwachsene bis 29 Jahre zum Beispiel, gehen hauptsächlich ins Kino, auf Festivals oder zu Musikveranstaltungen. Zwischen 45 und 59 Jahren hingegen, gehen die Schweizer lieber ins Theater oder in ein Kunstmuseum.
Welche weiteren Einflussfaktoren gibt es?
Grossen Einfluss auf die verschiedenen Interessen der Schweizer nimmt zudem das Geschlecht. Frauen zum Beispiel, gehen deutlich lieber zu Ballett- und Tanzaufführungen, Männer bevorzugen überraschenderweise die Museen. In der Studie der Schweizerischen Eidgenossenschaft liess sich ausserdem ausmachen, dass auch die Bildung sowie das Einkommen der Befragten das Freizeitverhalten deutlich beeinflussen. Das jährliche Bruttoeinkommen gilt gar als der stärkste Einflussfaktor auf die kulturellen Vorlieben. So besuchen Personen mit abgeschlossener Tertiärausbildung lieber eine Galerie oder ein Kunstmuseum, während Personen mit einer Ausbildung auf dem Stand der Sekundarstufe I lieber zu Musikveranstaltungen und Festivals gehen. Je höher das Bruttoeinkommen einer Person ist, desto lieber besucht sie ausserdem Museen aller Art, Kinos, Theater oder Festivals, was sich vor allem durch die hohen Eintrittskosten begründen lässt. Beim Besuch der Bibliotheken, welcher in der Regel kostenlos ist, lässt sich daher kein Unterschied feststellen.
Es gibt auch regionale Unterschiede
Übrigens liessen sich in der Untersuchung auch Unterschiede zwischen der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz ausmachen. Die Bewohner der Deutschschweiz gehen lieber ins Theater, zu Konzerten oder in ein Museum. Die französischsprachige Schweiz hingegen, verzeichnet mehr Besuche bei Kunstmuseen, Galerien und auf Festivals. In der italienischen Schweiz erfreuen sich Ballett- und Tanzaufführungen grosser Beliebtheit.
Welche Gründe für kulturelle Aktivitäten haben die Schweizer?
Interessant ist zuletzt noch die Frage, „weshalb“ die Schweizer eine kulturelle Veranstaltung besuchen? Die genannten Hauptgründe waren in der Studie „aktives Interesse“ mit 68 Prozent, „Unterhaltung und Zeitvertreib“ mit 60 Prozent sowie „in“ sein wollen mit 31 Prozent der Befragten. 19 Prozent folgen einer Einladung eines Bekannten, auch soziale Beziehungen und eigene künstlerische Aktivitäten wurden als Gründe für eine kulturelle Freizeitbeschäftigung genannt.