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Masterarbeit
Titel
Körperliche Aktivität und Ernährung bei Basler Polizeiangestellten
Abstract
Hintergrund: Die Studienlage zeigt klar, dass fehlende regelmässige Bewegung und ungesunde Ernährung Faktoren für ein erhöhtes Risiko kardiovaskulärer Krankheiten bei Polizisten sind. Zudem zeigt sich, dass erhöhtes Stresserleben oder schlechter Schlaf mit niedriger körperlicher Aktivität sowie ungünstigem Ernährungsverhalten assoziiert sind. Es fehlen jedoch bislang Studien, die den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Ernährungsverhalten mit weiteren Einflussfaktoren wie Stresserleben und Schlafqualität in dieser Berufsgruppe untersuchten. Methodik: Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden Daten mit einem querschnittlichen Design erhoben. Allen Angestellten der Kantonspolizei BS wurde ein schriftlicher Fragebogen per Post zugestellt. 300 Polizisten der Kantonspolizei Basel-Stadt (M = 41.8 Jahre; SD = 9.85, 25.2 % Frauen) füllten den Fragebogen aus. Es wurden verschiedene validierte Messinstrumente zu Stresserleben (TICS), Schlafqualität (ISI, ESS, PSQI), Ernährungseinstellung (IEG) und körperlicher Aktivität (OIMQ) verwendet.
Resultate: Die körperliche Aktivität konnte durch die multiple Regressionsanalyse moderat vorausgesagt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass geringere Gewichtsprobleme und zügigeres Essen sowie die Kontrollvariable Alter die wesentlichen Prädiktoren für eine erhöhte körperliche Aktivität sind. Erhöhtes Stresserleben oder schlechtere Schlafqualität waren hierbei von geringer Bedeutung, obwohl sie signifikant miteinander korreliert waren. Eine hohe wahrgenommene Fitness und ein niedrigerer wahrgenommener Bewegungsmangel sind die beiden hochsignifikante Prädiktoren, die ein gesundes Ernährungsverhalten vorhersagen. Schlussfolgerungen: Massnahmen zur Förderung der körperlichen Aktivität im Besonderen bei älteren Polizeiangestellten sowie eine Sensibilisierung für ein gesundes Ernährungsverhalten während stressigen Arbeitszeiten bei Polizisten im Schichtbetrieb sind angebracht.