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Steve Guerdat und Pius Schwizer zählen beim Hallenchampionat der Springreiter zu den Favoriten. Im Dressur-Final tritt die Luzernerin Marcela Krinke Susmelj an.
Gemeinsam holten sie seit 2010 vier Podestplätze bei Weltcup-Final der Springreiter: Pius Schwizer war 2010 in Genf Zweiter und 2012 in s’Hertogenbosch Dritter hinter Steve Guerdat, der auch 2013 in Göteborg Zweiter war. Auch beim 36. Weltcup-Final, der heute Donnerstag im französischen Lyon mit einer Aufwärm-Prüfung beginnt, zählen Olympiasieger Steve Guerdat und die ehemalige Welt-Nr. 1 Pius Schwizer zu den Titelanwärtern im 41-köpfigen Teilnehmerfeld aus 20 Nationen.
Wie schon in den beiden Vorjahren wird Steve Guerdat auch in den Hallen des Messegeländes Eurexpo sein Spitzenpferd Nino des Buissonnets in allen drei Final-Wertungsprüfungen reiten. Der Jurassier, der in Herrliberg lebt und trainiert, setzt den 13-jährigen Franzosenwallach nur wenig und sehr gezielt ein. Er schafft es mit seinem Trainer Thomas Fuchs aber immer wieder, Nino für bedeutende Wettbewerbe auf den Punkt in Topform zu bringen – so bei den Olympischen Spielen 2012 in London oder bei seinem Sieg am Grand-Slam Grand Prix in Genf im vergangenen Dezember, dem letzten grossen Auftritt von Nino des Buissonnets. Auch Toulago, seit Juni 2013 das neue das Spitzenpferd von Pius Schwizer, durfte vor den Final einige Wochen pausieren. Zusätzlich wird der erst neunjährige Oldenburger Wallach durch seinen Stallgefährten Quidam du Vivier entlastet, der die erste Wertungsprüfung am Freitag, das Zeitspringen, absolvieren wird. Nach dem zweiten Wertungsspringen am Samstagabend wird die Entscheidung am Ostermontag in einer dritten Final-Prüfung über zwei Runden fallen. Von den europäischen Nationen stellt Deutschland mit fünf Finalteilnehmern (Christian Ahlmann, Ludger Beerbaum, Daniel Deusser, Marcus Ehning und Lars Nieberg) das grösste Kontingent. Die Hoffnungen der Gastgebernation Frankreich ruhen auf Kevin Staut, der im vergangenen Jahr Dritter hinter Steve Guerdat war, sowie auf Patrice Delaveau und Simon Delestre. Die elfköpfige Delegation der US-Amerikaner wird angeführt von der Titelverteidigerin Beezie Madden, die wie im Vorjahr auf ihr Pferd Simon setzen wird.
In bisher 35 Austragen konnte die Schweiz zwei Mal den Sieger im Weltcup stellen, der 1978 vom Thurgauer Max E. Ammann gegründet wurde: 2001 gewann Markus Fuchs in Göteborg und Beat Mändli 2007 in Las Vegas. Die inoffiziellen Hallenweltmeisterschaften wurden bisher erst einmal in Frankreich ausgetragen: 1987 in Paris.
In Lyon findet parallel dazu auch der Final der Dressurreiter statt. Haushohe Favoritin ist die Olympiasiegerin, Europameisterin und Weltrekordhalterin Charlotte Dujardin (GBR) mit Valegro, die allerdings die Qualifikation knapp verpasst hatte und dank einer Wildcard am Start ist. Sie trifft auf die Titelverteidigerin Helen Langehanenberg aus Deutschland mit Damon Hill und weitere 16 Paare. Darunter ist auch die Luzerner Tierärztin Marcela Krinke Susmelj, die sich zum zweiten Mal in Folge für den Final qualifiziert hat. Die vierfache Schweizer Meisterin wird den 13-jährigen Dänen-Fuchs Lazander reiten, dem sie bessere Nerven attestiert als ihrem letztjährigen Finalpferd Molberg.