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Oft und gern gehörte «Wiehnachtsglogge»
- Montag, 2. Dezember 2013, 15:26 Uhr, aktualisiert um 16:58 Uhr
Mit dem 1. Advent wurde die Zeit der unzähligen Advents- und Weihnachtskonzerte eingeläutet. An vielen volkstümlichen Konzerten wird dabei häufig das Jodellied «Wiehnachtsglogge» gesungen. Diese Komposition von Ernst Sommer ist wahrscheinlich das erste Weihnachts-Jodellied überhaupt.
Der Komponist Ernst Sommer wurde 1925 in Bern geboren. Während vielen Jahren prägte er die Ländlermusik und vor allem den Jodelgesang in der Schweiz massgebend. Mit seiner Frau Heidi Sommer-Ammann bildete er ein Jodelduett, welches landesweit beliebt war. Für sich und seine Frau begann Ernst Sommer auch erste Jodellieder zu schreiben.
Ab 1952 im Berner Seeland zu Hause, leitete und prägte Ernst Sommer während Jahren unter anderem den Jodlerklub «Bienna» Biel. Damals war dieser Jodlerklub einer der bekanntesten in der Schweiz. Bis zu seinem überraschenden Tod im Jahr 1989 schuf Ernst Sommer als Komponist über 100 Werke – besonders beliebt sind beispielweise die Jodellieder «Schwyzerbode» oder gerade jetzt in der Adventszeit «Wiehnachtsglogge».
Wiehnachtsglogge, Aabeglogge, Hochziitsglogge
Mit diesem Lied war Ernst Sommer wohl der erste Komponist, welcher ein speziell auf Weihnachten abgestimmtes Jodellied komponierte. Noch heute, fast 25 Jahre nach seinem Tod, wird es an praktisch jedem volkstümlichen Advents- oder Weihnachtskonzert gesungen. Interessanterweise wird diese Komposition aber nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch während dem ganzen Jahr aufgeführt. Hier mutieren die «Wiehnachtsglogge» kurzerhand zu «Aabeglogge». Und da sich bei Sommers Text zu diesem Lied nur eine Strophe explizit auf die Weihnachtszeit bezieht, muss von den vier Strophen nur eine weggelassen werden. In dieser dreistrophigen Version eignet sich das Lied auch hervorragend für Hochzeitsfeiern, weshalb die Melodie auch oft unter dem Titel «Hochziitsglogge» gesungen wird.