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Türkei: Zweiter Umweltbericht für Akkuyu
Die Akkuyu Nuclear Power Plant JSC (Akkuyu NPP) hat im April 2014 einen überarbeiteten Umweltverträglichkeitsbericht für das geplante Kernkraftwerk Akkuyu beim türkischen Ministerium für Umwelt und Stadtplanung eingereicht.
Der russische Staatskonzern Rosatom, die Eigentümerin der Akkuyu NPP, reichte den 3000 Seiten starken Umweltverträglichkeitsbericht für das geplante Kernkraftwerk in der Provinz Mersin an der Mittelmeerküste im Juli 2013 ein. Er beinhaltet unter anderem Informationen zu den möglichen sozioökonomischen Auswirkungen und eine detaillierte Begründung der Standortwahl. Des Weiteren beschreibt er die physikalischen, biologischen und sozioökonomischen Parameter des Projektstandorts sowie die Nutzung der natürlichen Ressourcen. Der Bericht wurde anschliessend von einer Sonderkommission geprüft, die ihrerseits Empfehlungen und Kommentare verschiedener Behörden und Institutionen, Universitäten und anderer Organisationen einholte, und schliesslich dem Ministerium für Umwelt und Stadtplanung unterbreitet. Die Empfehlungen und Kommentare seien alle in die überarbeitete Version des Umweltverträglichkeitsberichtes eingearbeitet worden, liess die Akkuyu NPP verlauten.
Am 12. Mai 2010 hatten Russland und die Türkei ein Abkommen zum Bau und Betrieb des ersten Kernkraftwerks in der Türkei unterzeichnet. Geplant sind vier WWER-1200-Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von rund 4800 MW. Der Baubeginn der ersten Einheit ist für 2015 oder 2016 geplant. Im Rahmen eines sogenannten BOO-Abkommens (Build-Own-Operate) entwickelt, baut, betreibt und wartet Russland das Werk und wird es auch stilllegen.
Quelle
D.S. nach WNN, 10. April 2014