Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/477

Die Vollversammlung der IOC-Mitglieder beschloss in der peruanischen Hauptstadt, dass die Sommerspiele 2024 in Paris und jene 2028 in Los Angeles stattfinden. Die Wahl der beiden Städte galt bereits im Vorfeld der Session als reine Formsache. Schon Ende Juli hatten die beiden Städte mit dem IOC eine entsprechende Vereinbarung betreffend die Reihenfolge bei der Austragung der Spiele getroffen. Zuvor hatte das IOC den Weg für diese Doppelvergabe frei gemacht.
Paris und Los Angeles legten bürgernahe Konzepte vor und werben mit vergleichsweise geringeren Kosten, da die meisten Sportstätten bereits bestehen. Die Bürger stehen hinter den Plänen.
Paris will beispielsweise das Stade de France als Olympiastadion nutzen. Die französische Hauptstadt richtete die Spiele schon 1900 und 1924 aus und kalkuliert mit 6,2 Milliarden Euro. In den vergangenen Jahren hatte Paris gleich mehrmals das Nachsehen, als es um die Vergabe der Olympischen Sommerspiele ging. Für 1992 unterlag man in der finalen Abstimmung Barcelona, für 2008 erhielt Peking den Vorzug, und im Hinblick auf 2012 unterlag Paris London mit 50:54 Stimmen.
Los Angeles will - wie schon bei den Spielen 1932 und 1984 - das Los Angeles Memorial Coliseum nutzen. Mit 5,3 Milliarden Dollar will die kalifornische Metropole auskommen (knapp 5,1 Milliarden Franken). Das IOC schiesst 1,8 Milliarden Dollar zu.
In Lima fand erst die zweite Doppelvergabe von Olympischen Spielen überhaupt in der IOC-Geschichte statt: 1921 waren die Sommerspiele 1924 an Paris und jene 1928 an Amsterdam vergeben worden.