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Die Sakishima-Langschwanzeidechse auch Igishaki-Langschwanzeidechse genannt, gehört zu der Familie der Eidechsen. In Zoos sind diese Tiere eine enorme Seltenheit: Lediglich im Zoo Dallas, im Kölner Zoo, im Haus der Natur in Salzburg und im Haus des Meeres in Wien werden die Eidechsen gezeigt. Die drei Exemplare des Zoo Basel wurden 2019 im Wiener Zoo gezüchtet.
Zuhause sind die Eidechsen auf den Yaeyama-Inseln, den südwestlichen Inseln, welche vor der Ostküste Taiwans liegen. Nur auf vier Inseln sind die Tiere dort in freier Natur anzutreffen: Das Gesamtverbreitungsgebiet wird auf 530 Quadratkilometer geschätzt. Wie der Zoo Basel in einer Medienmitteilung schreibt, lebt die Eidechse in sonnigen Wiesen und lichtem Wald. Interessanterweise halten sich vor allem Jungtiere in offenen Gebieten auf, während geschlechtsreife Tiere überwiegend baumlebend sind.
Schwanzabwurf als Schutzmechanismus
Die meisten Tiere der Familie der Eidechsen besitzen einen sehr langen Schwanz, welcher mindestens doppelt so lang wie der übrige Körper sein kann. Bei den Langschwanzeidechsen ist er sogar bis zu achtmal so lang. Aber, der Schwanz ist nicht nur lang sondern auch brüchig. Am 6. Wirbel befindet sich eine sogenannte Sollbruchstelle, ab welcher die Eidechse bei Gefahr den Schwanz abwerfen kann. Dieser zuckt nach dem Abwurf noch einige Minuten und soll so den Beutegreifer ablenken. Das gibt der Eidechse genug Zeit, um zu flüchten. Der Schwanz wächst danach zwar wieder nach, wird aber nie die ursprüngliche Länge erreichen.
Seit 2017 wird die Sakishima-Langschwanzeidechse auf der roten Liste als stark gefährdet geführt. Während die Art früher noch häufiger verbreitet war, ist der Rückgang der Population auf die Umwandlung von geeignetem Lebensraum zu Agrarland zurückzuführen. Ausserdem vermehrt sich die Art sehr langsam: Weibchen legen im Frühsommer lediglich ein bis zwei Eier.