Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/1154

Viele Maler, die zu den Grössten ihres Fachs gehörten, bemühten sich hebräische Texte oder zumindest hebräische Schriftzeichen in ihre Bilder zu integrieren.
In der antiken Mosaikkunst in Israel des sechsten Jahrhunderts (zum Beispiel Beit Alpha Mosaik) ist es nur natürlich, dass hebräische Namen und Wörter, wie «Abraham», «Isaac» usw. verwendet wurden.
In der modernen israelischen Kunst ist die Verwendung von Text in Kombination mit Bildern weitverbreitet, so wie in den Bildern von Moshe Castel, Rafi Lavie, Michael Grobman, Moshe Gershuni und anderen.
Es stellt sich die Frage warum dies auch in europäischer Kunst vom 15. bis zum 18. Jahrhundert gemacht wurde. Zu unserer Überraschung haben all die folgenden Künstler diese verwendet: Die flämischen Künstler; Jan van Eyck und Peter Paul Rubens, der deutsche Künstler Matthias Grünewald, die holländischen Künstler Jan van Scorel und Rembrandt van Rijn, der spanische Künstler Francisco de Goya und viele mehr.
Eine Lesung über Geheimnisse und Geschichten wie man sie nicht jeden Tag hört…
Der Referent
Dr. Doron Lurie
Dr. Lurie wurde in Tel Aviv geboren (1950) und ausgebildet. Er schloss 1975 sein Studium des grafischen Designs an der «Bezalel» Kunstakademie in Jerusalem mit einem Bachelor ab. Er studierte Restauration in Amsterdam und Rom und absolvierte ein einjähriges Praktikum in London. Sein Masterstudium und sein Doktorat absolvierte er an der Kunstfakultät der Universität von Tel Aviv. Seine Doktorarbeit schrieb er über «das Auftragen eines Bildes über ein anderes».
Seit 1979 arbeitet er am Kunstmuseum von Tel Aviv, zunächst als Restaurator und später als Chefrestaurator und Kurator für die Kunst der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.
Während drei Jahren (2005-20008) war er Mitglied des «Night Birds» Radioprogramms bei «Galei Tzahal» (berühmte israelische Radiostation) und unterrichtet als externer Lehrer an der kunstgeschichtlichen und juristischen Fakultät der Universität von Tel Aviv. Er war auch Vorsitzender der Kommission für die Anerkennung der Restauratoren im Kulturministerium und Mitglied der internationalen Expertengruppe für holländischen Kunst des 17. Jahrhunderts («CODART»).
Er sang auch mehrere Jahre im Tel Aviv Philharmonie Chor.
Er veröffentlichte drei Bücher: «Doppel-Belichtung», Rembrandt – Mythos und Realität» und «Verlorene Tochter» sowie auch Kataloge als Kurator von Ausstellungen.