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Ein Bauprojekt für ein landwirtschaftliches Gebäude führte im Winter 2015/2016 zu einer Ausgrabung im Bereich eines Strandwalls des ehemaligen Wauwilersees. Die ursprüngliche Fundschicht der Station 28 Obermoos war bei einem starken Seeanstieg aufgerieben und in einer Kiesschicht abgelagert worden. Eine Datierung dieses Ereignisses ist noch nicht möglich, denkbar ist aber die Zeit zwischen 10'000 - 8000 v.Chr. am Ende der letzten Eiszeit, als der Wald nach der Tundrazeit wieder Fuss gefasst hatte. Bodenkundliche Analysen im Rahmen einer Dissertation an der Universität Bern werden Licht in diesen spannenden Ausschnitt der Geschichte des Wauwilermooses bringen.
Das reiche Fundmaterial umfasst die charakteristischen spätpaläolithischen Geräte, vorwiegend Stichel, Kratzer und Rückenspitzen. Kerne, Klingen, Abschläge und Stichelabschläge belegen die Herstellung von Silexgeräten vor Ort. Alle Artefakte sind wassergerollt und rotbraun patiniert.