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Sagt dir der Begriff «Eid Mar» etwas? Nein? Und was ist mit den «Iden des März»? Klingelt da was? Die Iden des März (15. März) gingen als der Tag ein, an dem Julius Caesar 44 vor Christus in Rom von seinen engsten Beratern ermordet wurde.
«Auch du, mein Sohn Brutus?»
In Zürich soll nun eine Goldmünze, die gerade diesen Mord zelebriert, versteigert werden. Etwa 2000 Jahre alt ist die Münze und zeigt auf der einen Seite zwei Dolche. Sie stehen für die 23 Dolchstiche, mit denen die Mörder ihre blutige Tag durchgeführt haben sollen. Zwischen den Mordwaffen ist eine Kappe eingeprägt. Diese sogenannte «Freiheitskappe» durften Sklaven tragen, wenn sie ihre Freiheit erlangten. Darunter steht der Schriftzug «Eid Mar», «Iden des März». Die Botschaft der Symbole ist klar: Der Dolchmord hat das Kaiserreich Rom von der Tyrannei des Caesar befreit.
Auf der anderen Seite der Münze ist hingegen das Bild des Brutus abgebildet, der das Attentat auf Caesar der Überlieferung nach geplant hat. Er soll es auch gewesen sein, der die Münze dann hat prägen lassen und sich damit als Befreier Roms feiern liess. Mittlerweile legendär sind die letzten Worte des Caesar, die er an seinen engsten Vertrauten und Mörder gerichtet haben soll: «Auch Du, mein Sohn Brutus?»
Münzen mit dieser Prägung sind unfassbar wertvoll und erzielen bei Aktionen gut und gerne Preise im Millionenbereich. Zuletzt 2020 in London für 3,5 Millionen Dollar. Auch in Zürich soll eine Eid-Mar-Münze nun unter den Hammer kommen. Das Auktionshaus Numismatica Ars Classica, das in Zürich im Niederdorf ein Geschäft betreibt, versteigert die 2000 Jahre alte Goldmünze Ende Mai.
Man rechnet mit Rekordsummen
Bei einer Auktion im Hotel Baur au Lac rechnen die Experten mit Rekordsummen von bis zu zwei Millionen Dollar für die wenigen Gramm Gold. Das Exemplar, das nun versteigert wird, war die letzten zehn Jahre als Leihgabe eines privaten Sammlers im British Museum. Nun sucht man in Zürich nach einem neuen Besitzer mit einem Interesse für Geschichte und ordentlich Kaufkraft.