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Am 16. März 2022 um 23:36 Uhr Ortszeit (15:36 Uhr Schweizer Zeit) hat sich vor der japanischen Pazifikküste ein Erdbeben mit der Stärke 7,4 auf der Richterskala ereignet. Das Epizentrum lag rund 60km nordöstlich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi in einer Tiefe von 63,1km. Die meteorologische Behörde Japans erteilte zunächst eine Tsunami-Warnung mit einer zu erwartenden Wellenhöhe von rund 1m, hob diese aber später wieder auf. Im Hafen von Ishinomaki in der Präfektur Miyagi nördlich von Fukushima wurden Wellenhöhen von bis zu 30cm gemessen. Am Vormittag des 17. März wurde die Zahl der Todesopfer auf mindestens vier beziffert und es gab über 200 Verletzte. Das Beben führte zu grossflächigen Stromausfällen, von denen über zwei Millionen Haushalten betroffen waren, und zu zahlreichen Unterbrüchen des Zugverkehrs.
Kernkraftwerke Onagawa, Fukushima-Daiichi und Fukushima-Daini
Laut der japanischen Nuklearaufsichtsbehörde und den Betreiberfirmen kam es in keinem der vom Erdbeben betroffenen Kernkraftwerke zu Austritten von Radioaktivität aus den Anlagen. Onagawa vermeldete einen kurzen Betriebsunterbruch der Pumpen im Brennelementlagerbecken von Block 1. Im Turbinengebäude von Block 5 in Fukushima-Daiichi wurde ein Feueralarm ausgelöst. Bei der Überprüfung vor Ort seien weder Flammen noch Rauch festgestellt worden. Im Containment von Block 1 ist laut der Betreiberfirma Tepco der Druck unmittelbar nach dem Beben von 0,13 kPa auf 0,28 kPa gestiegen und danach auf 0,0 kPa gesunken. Im Schwesterwerk Fukushima-Daini, rund 15km südlich von Fukushima-Daiichi, wurden die Pumpen des Brennelementlagerbeckens der Blöcke 1 und 3 durch das Beben abgeschaltet und kurz darauf wieder in Betrieb genommen. Brandmeldungen in den Blöcken 2, 3 und 4 haben sich laut Tepco als Fehlalarme erwiesen.
Quelle
M.R. nach Nuclear Regualtion Authority und Tepco, Webseitenaufrufe am 17. März 2022