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Das Komitee Olympiakritisches Graubünden beurteilt das Ansinnen des Bündner Gewerbeverbandes für eine zweite Olympiakandidatur für 2022 als Eintagsfliege. Nach den Bestimmungen des IOC sind nur noch Almaty und Peking als Austragungsorte im Rennen um die Winterolympiade 2022 (Medienmitteilung).
Mit den geltenden Reglementen und Vertragsbedingungen des IOC ist es nicht mehr verantwortbar, Olympische Winterspiele in den Alpen durchzuführen. Die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind so nicht mehr tragbar. Dem wirtschaftlichen Nutzen für wenige stehen hohe Schulden und gravierende Umweltbelastungen für die Allgemeinheit gegenüber. Nach den Erfahrungen von Turin 2006 und Vancouver 2010 weiss man um die nicht mehr benutzten Anlagen und das Schuldenloch.
Nach der Kandidatenkür nimmt das IOC das Zepter in die Hände. Ein Miliardengeschäft lockt. Schon immer entpuppten sich die grossen Erwartungen der Austragungsorte als Illusion. Und noch jedesmal blieb neben Enttäuschungen und nicht erfüllten Erwartungen ein riesiger Schuldenberg zurück.
Es braucht verbindliche Zusagen des IOC, dass an der Kandidatur, die dem Volk vorgelegt wird, nichts mehr verändert wird. Auch faire Verträge zwischen dem IOC und den verantwortlichen Behörden wird es nie geben.
Das Komitee Olympiakritisches Graubünden wird von den Bündner Umweltorganisationen, der SP, JUSO und Verda–Grüne Graubünden getragen und wird in seinem Widerstand gegen Olympische Winterspiele in den Alpen von den schweizerischen Umweltorganisationen unterstützt.
Komitee Olympiakritisches Graubünden
Stefan Grass, Leitung