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Die traurigsten Golden Globes ever fanden statt
Keine Stars, kein Red Carpet, keine emotionalen Reden, kein Gossip, keine Memes: In der Nacht auf heute wurden die Gewinner:innen der Golden Globes verkündet – ohne Live-Übertragung und ganz unspektakulär auf Social Media. Laut «Page Six» wollte kein Netzwerk die Veranstaltung übertragen, ausserdem sollen Filmstudios und Stars die Award-Show boykottiert haben.
Der Grund: Bereits im vergangenen Jahr wurde die Hollywood Foreign Press Association (HFPA), die für die Nomination und die Auswahl der Gewinner:innen der Golden Globes zuständig ist, für ihren Mangel an Diversität und Inklusion kritisiert. Anfang 2021 enthüllte die «Los Angeles Times», dass keines der 87 Mitglieder der Organisation Schwarz ist.
Die HFPA gelobte daraufhin Besserung in Sachen Diversität und ernannte im Herbst 21 neue Team-Mitglieder, sechs davon Schwarz, zehn Frauen, die restlichen Mitglieder sind Latinx, asiatisch und aus dem Mittleren Osten. Nice try, für die Hollywood-Elite, die die diesjährigen Globes mied, reichte dies wohl trotzdem nicht – ob das ehrlich gemeint oder nur Imagepflege ist, sei dahingestellt.
Neben mangelnder Diversität wurde der Organisation ausserdem Korruption vorgeworfen: Die HFPA wurde im vergangenen Jahr etwa dafür kritisiert, dass die, nun ja, ich will mal sagen kontroverse Netflix-Show «Emily in Paris» nominiert wurde. Dies, nachdem Mitglieder der Organisation zu einem Fünf-Sterne-Trip nach Frankreich ans Set der Serie eingeladen wurden. Brillante Produktionen wie Michaela Coels HBO-Serie «I May Destroy You» wurden hingegen bei den Nominationen ignoriert. (Sogar eine «Emily in Paris»-Autorin fand das daneben, wie sie in einem Essay für «The Guardian» schrieb.)
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Für Zuschauer:innen sind die Golden Globes ohne Stars (lediglich Jamie Lee Curtis und Arnold Schwarzenegger hatten kurze Zoom-Auftritte) vor allem eins: Super boring! Immerhin schrieb MJ Rodriguez Geschichte: Sie wurde für ihre Rolle in «Pose» in der Kategorie «Beste TV-Schauspielerin in einer Dramaserie» als erste trans Schauspielerin überhaupt mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Sie bedankte sich bei Instagram für den Award: «Dies wird die Tür für viele weitere junge talentierte Menschen öffnen. An meine jungen LGBTQAI-Babys: Wir sind hier, greift nach den Sternen!»
Der Preis für das beste Filmdrama ging an «The Power of the Dog», Jane Campion gewann für den Film ausserdem den Award in der Kategorie Regie. Nicole Kidman wurde für ihre Rolle in «Being the Ricardos» als beste Schauspielerin in einem Filmdrama ausgezeichnet, Will Smith gewann den Golden Globe als bester Drama-Schauspieler für seinen Auftritt in «King Richard». Die Hit-Produktion «Succession» räumte derweil mit drei Awards in den Serienkategorien ab.
Bob Saget ist gestorben
Viele dürften Bob Saget vor allem wegen seiner Rolle als Familienvater in der Kultserie «Full House» kennen. Am Sonntag wurde der US-Comedian im Alter von 65 Jahren tot in einem Hotelzimmer im Ritz-Carlton in Orlando gefunden. Wenige Stunden zuvor stand Saget noch auf der Bühne. Die Todesursache ist noch unklar, allerdings schliesst die Polizei einen Drogentod oder ein Verbrechen aus, wie das «Orange County Sheriff’s Office» bei Twitter bekannt gibt.
Kolleg:innen und Fans trauern auf Social Media um den Comedy-Star. Sein «Full House»-Kollege John Stamos schreibt bei Twitter: «Ich bin gebrochen. Ich bin am Boden zerstört. Ich stehe völlig unter Schock. Ich werde nie wieder einen Freund wie ihn haben. Ich liebe dich so sehr, Bobby.»
Auch Mary-Kate und Ashley Olsen, die in der Serie abwechselnd die Rolle von Sagets Serien-Tochter übernahmen, äusserten sich in einem Statement zu seinem überraschenden Tod. «Bob war der liebevollste, mitfühlendste und grosszügigste Mann. Wir sind zutiefst traurig, dass er nicht mehr unter uns weilt. Aber wir wissen, dass er weiterhin an unserer Seite sein wird, um uns so anmutig zu führen, wie er es immer getan hat.»
Britney postet Nudes und Restaurant-Reviews
Britney Spears geniesst ihre Unabhängigkeit nach dem Ende ihrer Vormundschaft in vollen Zügen. Vor allem bei Instagram tobt sich der Pop-Star richtig aus: In einem Post beschrieb Britney vor drei Tagen seeehr detailliert ein Abendessen in einem Restaurant, bei dem sie unter anderem ihr erstes Glas Rotwein seit 13 Jahren trank – der Abend sei «eine der magischsten Erfahrungen» ihres Lebens gewesen. Im Post beschrieb sie nicht nur ausgiebig jeden Gang, sondern auch den Ausflug aufs WC.
Neben der Resti-Review versorgt Britney ihre Follower auch mit Nudes – in einem trägt sie nichts ausser weissen Strümpfen, in einem anderen nur einen Tanga. Die Bilder sorgen für Diskussionen im Netz: Von den einen Fans wird sie für ihre expressiven Posts gefeiert, andere fragen sich, ob man sich Sorgen um sie machen muss.
Für die Sängerin, die während ihrer Vormundschaft nicht einmal die Autonomie über ihren eigenen Körper hatte, sind die Fotos offenbar vor allem ein Ausdruck ihrer Freiheit: «Die Energie einer freien Frau hat sich nie besser angefühlt», so ihr Kommentar. Whatever makes you happy, Britney!
Kanye hatte ein Date und liess es die ganze Welt wissen
Diese Meldung stand definitiv nicht auf meiner Bingo-Karte: Kanye West, oder «Ye», wie er seit Kurzem genannt werden möchte, ist neu mit der Schauspielerin Julia Fox zusammen. Das Bizarre: Nur sechs Tage, nachdem sich die beiden an Silvester in Miami kennenlernten, überraschte er sie mit einem Fotoshooting in einem Restaurant und kleidete sie schliesslich in einer Hotelsuite mit einer komplett neuen Garderobe ein.
Logo, dass das Resultat des Fotoshootings inklusive ausgedehntem Statement von Julia Fox direkt im «Interview Magazine» veröffentlicht wurde. Zwischen den beiden gab es eine «sofortige Verbindung», schwärmt sie. «Im Restaurant leitete Ye ein komplettes Fotoshooting für mich, während die Gäste speisten! Das ganze Restaurant war begeistert und feuerte uns an, während es passierte. Nach dem Essen hatte Ye eine Überraschung für mich. Ich meine, ich stehe immer noch unter Schock. Ye hatte eine ganze Hotelsuite voll mit Kleidern. Der Traum eines jeden Mädchens wurde wahr. Es fühlte sich an wie ein echter Cinderella-Moment. (…) Wer macht denn so etwas bei einem zweiten Date? Oder bei irgendeinem Date! Bei uns war alles so organic.»
Zwei Gedanken. Erstens: @Julia Fox, google mal Lovebombing! Zweitens: Ein Schelm, wer Böses denkt – aber ich finde, man darf ruhig davon ausgehen, dass Kanye mit seiner Liebeskampagne seine Noch-Ehefrau Kim Kardashian eifersüchtig machen will. Die turtelt seit November mit «SNL»-Comedian Pete Davidson – und hat auf Kanyes öffentliche Versuche, sie zurückzugewinnen, offenbar nicht reagiert. Auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Kim ist bei Fox nicht zu übersehen …
Naja, schön für Kanye und Kim, die in Sachen Liebe zurzeit gut bedient sind. Ganz im Gegensatz zu Kims Schwester Khloé Kardashian, die erneut von ihrem On-Off-Boyfriend Tristan Thompson und dem Vater ihrer Tochter betrogen wurde. Dieses Mal hat der Basketballprofi bei seiner Affäre mit einem Fitness-Models ein Kind gezeugt: Ein Vaterschaftstest ergab, dass er der Vater von Maralee Nichols’ Sohn ist.
Bei Instagram gab er den Seitensprung zu und entschuldigte sich bei Khloé: «Jetzt, da die Vaterschaft festgestellt wurde, freue ich mich darauf, unseren Sohn einvernehmlich aufzuziehen. (…) Khloé, das hast du nicht verdient. Du verdienst den Herzschmerz und die Demütigung nicht, die ich dir zugefügt habe. Du hast es nicht verdient, wie ich dich über die Jahre behandelt habe. (…) Ich habe den grössten Respekt und die grösste Liebe für dich. Ungeachtet dessen, was du vielleicht denkst. Nochmals, es tut mir so unglaublich leid.»
Ay, ay, ay. Ob bei den beiden nun endgültig alles aus ist, bleibt mal noch offen.