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mascheroni+abu'l wafa-konstruktionen
Lorenzo Mascheroni (1750-1800) bewies 1797 in seiner Publikation Geometrica del compasso, dass jede Konstruktion mit Zirkel und Lineal auch mit
einem beweglichen Zirkel ausgeführt werden kann. Erst 1928 hat man herausgefunden, dass schon vor Mascheroni der Mathematiker Georg Mohr
denselben Beweis erbracht hat. Nur-Zirkelkonstruktionen bezeichnet man aber heute noch allgemein als „Mascheroni-Konstruktionen“.
Abuʼl Wafa oder Abul Wefa (940-998), der hervorragende persische Mathematiker und Astronom befasste sich auch mit Konstruktionen mit Lineal und
„rostigem Zirkel“, d.h. Zirkel mit fest eingestelltem Radius. Laut Gardner soll Abuʼl Wafa auch eine Konstruktion des regelmässigen Fünfecks aus einer
Seite mit dem „rostigen Zirkel“ gelungen sein. Er führt aber die Konstruktion nicht vor.
Aufgrund des von George Odom im Jahr 1982 entdeckten Goldenen Schnitts aus dem gleichseitigen Dreiecks, ist es aber
möglich, reguläre Fünfecke mit diesen beiden Methoden zu konstruieren. Siehe auch: http://www.oliver-bieri.ch/mascheroni/abul.htm