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Die Breite von Jahrringen hängt von vielen Faktoren am Standort eines Baumes ab (Abb. 1). Die Dendrochronologie beschäftigt sich mit dem Baumwachstum und dessen räumlichen und zeitlichen Beziehungen zur Umwelt. Die korrekte Zuordnung von Jahrringen zu Kalenderjahren erfolgt mit Hilfe des so genannten «Crossdatings»: Dabei wird die charakteristische Abfolge der Jahrringe mit einer Sequenz verglichen, deren Alter bekannt ist (Abb. 2).
Für die Jahrringanalyse werden Stammscheiben oder Bohrkerne verwendet. Bohrkerne lassen sich entnehmen, ohne dem Baum Schaden zuzufügen. Die Proben werden auf einer Bandschleifmaschine angeschliffen. Danach werden die Jahrringbreiten unter einer Stereolupe mit Hilfe eines Messtisches vermessen, welcher mit einem Computer verbunden ist, und mit Spezialsoftware auf das Jahr genau datiert.
Durch Jahrringanalysen können Umweltbedingungen rekonstruiert werden. Umgekehrt zeigen Jahrringe auch wie das Baumwachstum auf bestimmte Umweltbedingungen wie z. B. Trockenheit reagiert hat (Abb. 3).
Sie werden auch genutzt, um die Kohlenstoffspeicherkapazität unterschiedlicher Bestände abzuschätzen. Jahrringe lassen detaillierte Rückschlüsse auf die Waldproduktivität oder auf den Einfluss natürlicher Störungen und Gefahren zu.
Detailliertere Aussagen zu Mechanismen und zeitlichem Ablauf lassen sich oft durch zusätzliche Analysen der chemischen Zusammensetzung (Isotopen) und der anatomischen Eigenschaften der Holzzellen erziel