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Gessner war ein Multitalent: An-gesehener Dichter und Maler, Mitbegründer der Helvetischen Gesellschaft, Mitglied des Grossen und später des Kleinen Rats der Stadt Zürich, Obervogt von Erlenbach und dann von Wipkingen. Von 1781 bis zu seinem Tod war Gessner oberster Verwalter des Sihlwaldes und so Zürichs «Energie-minister», denn er organisierte die Versorgung der Stadt mit Brennholz.
Salomon Gessner hat als Aufklärer und Bürger das Selbstverständnis der Stadt nachhaltig geprägt. Und er wurde dafür sehr bald nach seinem Tod mit einem Denkmal geehrt. Es entstand von 1791 bis 1793 und steht damit am Anfang der Zürcher Denkmalgeschichte. Weil es optisch als Grabmal gestaltet wurde, hielt man den Platz, an dem es steht, irrtümlich immer wieder für die Grabstätte Gessners. Tatsächlich ist aber nicht überliefert, wo Salomon Gessner begraben wurde.
Die Verehrung Gessners drückte sich auch darin aus, dass vom Denkmal Ansichtskarten gedruckt wurden und es Miniaturen davon zu kaufen gab.