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Die Militärversicherung hat im vergangenen Jahr 5,4 Prozent mehr Krankheitsfälle registriert als 2008. Die Zahl der Unfälle hat um 1,8 Prozent zugenommen. Insgesamt wurden 201 Millionen Franken für Versicherungsleistungen aufgewendet. Die Kosten sind somit stabil geblieben. Dies geht aus der von der Suva herausgegebenen Statistik der Militärversicherung hervor.
Wie die von der Suva herausgegebene Statistik der Militärversicherung aufzeigt, ist die Zahl der neu registrierten Fälle 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf rund 36 100 Fälle angestiegen. 60 Prozent davon waren sogenannte Bagatellfälle von Milizangehörigen. Das sind Unfälle und Krankheitsfälle, die während der Dienstzeit abgeschlossen werden können und lediglich Heilkosten verursachen.
Über 60 Prozent der Leistungen der Militärversicherung werden in Form von Renten ausgerichtet: Im Jahr 2009 waren dies rund 118 von 201 Millionen Franken. Die Heilkosten belaufen sich auf 55 Millionen Franken, die Taggelder auf 28 Millionen Franken. Der Kostenrückgang von 3,1 Millionen Franken bei den Rentenleistungen geht vorwiegend auf die sinkende Zahl von Rentenbezügern zurück. Aufgrund der Altersstruktur des Rentnerbestands ist die Zahl der Invalidenrentner, die durch Tod ausscheiden, grösser als die Zahl der neuen Rentenbezüger. Mittelfristig wird dieser Trend anhalten. Die Entwicklung des Bestands der Hinterlassenenrenten verläuft vergleichbar wie bei den Invalidenrenten.
Bei den beiden zahlenmässig bedeutendsten Versichertenkategorien beträgt die Zunahme der neu registrierten Fälle 3,0 (Milizangehörige der Armee) resp. 4,0 Prozent (beruflich Versicherte). Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen hat vorerst keinen unmittelbaren Einfluss auf die Kosten. Von den rund 201 Millionen Franken (Vorjahr 202 Millionen Franken), die für Versicherungsleistungen aufgewendet wurden, gehen nämlich über zwei Drittel auf das Konto von Fällen, die vor fünf oder mehr Jahren registriert wurden.
Die durch den Wegfall der sogenannten «Gewissensprüfung*» im April 2009 herbeigeführte Zunahme an Zivildienstleistenden macht sich auch in der Militärversicherung bemerkbar. Die Zahl der Diensttage hat im Vergleich zu 2008 um rund 25 Prozent auf 532 000 Tage zugenommen. Die Zahl der registrierten Fälle von Zivildienstleistenden ist gar um 33 Prozent auf knapp 1700 gestiegen.
Die Suva führt die Militärversicherung und versichert Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten des Bundes Einsätze leisten. Zur Hauptsache sind dies Milizangehörige von Armee, Zivildienst und Zivilschutz. Auch Teilnehmer an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes und Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sind versichert. Des Weiteren gehören beruflich Versicherte (Berufsmilitärs, Zeitmilitär usw.) zum Versichertenbestand. Gegenstand der Militärversicherung sind alle Schädigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten, die während der Dienste und Einsätze auftreten, unabhängig davon, ob die Schäden durch Krankheit oder Unfall hervorgerufen worden sind.
Auf Grund ihres Status als eigenständiger Zweig des schweizerischen Sozialversicherungssystems sind die Ergebnisse der Militärversicherung von öffentlichem Interesse. Diese werden jährlich publiziert. Die «Statistik der Militärversicherung» liefert umfassendes Zahlenmaterial zum Versicherungsbestand, den Schadenfällen und den Leistungen der Militärversicherung.
*Wer es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, Militärdienst zu leisten, muss nicht mehr zur Gewissensprüfung antreten. Seit April 2009 genügt es, auf einem Formular darzulegen, dass Gewissensgründe vorliegen.
Unternehmenskommunikation der Suva
Tel: 041 419 56 26, <email-pii>
Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.