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Der Dokumentarfilmer Michael Moore gilt als einer der wortgewaltigsten Wortführer der Anti-Trump-Bewegung in den USA. Und das nicht erst seit dessen Wahl. Für Moore ist die Teilnahme an der Gross-Demonstration in New York gewissermassen Pflicht. SRF hat Moore beim Marsch zum Trump-Tower getroffen.
SRF: Wie lange dauern diese Proteste?
Michael Moore: Wir werden jeden Tag demonstrieren, bis Trump zurücktritt.
Kann er denn zurücktreten?
Natürlich kann er, er ist ein Mensch, er hat ein Gewissen. Er weiss, die Mehrheit der Amerikaner hat Hillary Clinton gewählt, nicht ihn.
Wir demonstrieren, bis Trump zurücktritt.
Sogar einige Linke sagen, es sei undemokratisch, die Wahl nicht zu akzeptieren. Was sagen Sie dazu?
Man muss das Resultat akzeptieren und das Resultat ist: Hillary Clinton hat gewonnen.
Was denken Sie über die Anzahl der Menschen in New York?
Das ist wundervoll. Ich habe noch nie eine so grosse Demonstration hier in Manhattan gesehen. Nicht bei «Occupy Wallstreet», nicht beim Irak-Krieg. Das ist beeindruckend.
Ist es nicht zu spät? Die Wahl war am Dienstag.
Es ist niemals zu spät. Nicht in einem freien Land. Wir sind noch nicht fertig.
Das Gespräch führte SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen.
Michael Moore
Der Filmemacher Michael Moore wurde durch «Bowling for Columbine» oder «Fahrenheit 9/11» bekannt. Er gilt als scharfer Kritiker der Regierung von George W. Bush, insbesondere des Irak-Kriegs. Mit seinem Buch «Stupid White Men» landete er 2001 einen internationalen Bestseller. Im Juli sagte Moore die Wahl Trumps in einem Blogeintrag voraus.