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Titel: Chinesische Volkskunst - Chinas Keramik und Porzellan - 中国民间工艺系列 - 中国陶瓷 (德文版)
Author / Editor: 毛毛 Mao Mao (编著/Verfasser/compiler)
ISBN: 978-7-5085-1559-5, 9787508515595
Series: 中国民间工艺 Chinesische Volkskunst
Publisher: China Intercontinental press -五洲传播出版社
Language: German
Date of Publication: 2009.07
First edition
Number of pages: 102
Dimensions: 18.9 x 21.4 cm
Binding: Paperback
Description:
Auszug aus dem Vorwort
Nach archäologischen Untersuchungen gab es in China schon 6000 Jahre v. u. Z. Tonwaren. die bereits vollendete Formen, Verzierungen und klare Verwendungszwecke hatten. Die früheste Herstellung von Tonwaren resultierte aus dem alltäglichen Bedarf. Tongefässe dienten zum Wasserholen. zum Kochen oder zur Aufbewahrung von Nahrung oder anderen Dingen. Die Grundstoffe für die Tonwaren lieferten örtliche feinkörnige und rötliche sandige Tonerden. Die Tonwaren wurden poliert und mit einfachen Mustern bemalt, manchmal auch mit anderen Materialien verziert.
In der späten Phase der Jungsteinzeit ist bei der Keramikfertigung eine Entwicklung zu verzeichnen, die auf leichtes Gewicht, Haltbarkeit und wasserdichte Beschaffenheit der Produkte achtete und ausserdem ästhetische Ansprüche mit denen der praktischen Anwendung verband. Die technischen wie die künstlerischen Anforderungen wurden ständig erhöht. Neben den Gebrauchseigenschaften wurde bei diesen Waren auch auf Verzierungen mit Ornamenten oder kunstvollen Vertiefungen Wert gelegt. Repräsentativ für diese Entwicklung sind die schwarzen ,,Eierschalen-Tonwaren" (d.h. sie waren so dünn wie Eierschalen) der Longshan-Kultur (ca. 2800 - 2300 x. u. Z.).
In der Shang-Dynastie (16. Jahrhundert bis 11. Jahrhundert v. u. Z.) waren drei bedeutende Errungenschaften auf dem Gebiet der Keramik zu registrieren. Erstens wurde die Brennkammer im Brennofen nach unten verlegt, wodurch ihr Raum und damit auch der Raum für die zu brennenden Gegenstände so erweitert werden konnten, dass beide nahezu gleich gross wurden. So konnte man die Temperatur im Brennofen beträchtlich erhöhen: sic konnte 1180 Grad C erreichen. Zweitens gelang nun das Brennen der so genannten weissen Keramik. Der Grundstoff dafür war Kaolin. Die daraus gefertigten Waren hatten eine konsistente Eigenschaft und eine sehr feine, glatte Oberfläche. Manche Gegenstände aus weisser Keramik waren mit feinen Linien, geometrischen Mustern oder mit Zeichnungen ungeheuerer Fabeltiere verziert und in ihrer Feinheit bereits mit dem späteren Porzellan vergleichbar. Da aber beim Brennen dieser Waren Temperaturen von 1200 Grad C und mehr nicht erreicht wurden, bezeichnet man sie lediglich als heiss gebrannte keramische Tonwaren. Besonders erwähnenswert ist schliesslich die Kalkglasur, durch die das Gefäss wasserdichter, widerstandsfähiger und Schmutz abweisender wurde.
Aufgrund dieser Eigenschaften nennt man diese Keramiken die „Vorläufer des blauen Porzellans".
Nach dem 16. Jahrhundert v. u. Z. wurden als technologische Neuerungen Lackartikel und Bronzewaren hergestellt und bald darauf begann die B1ütezeit solcher Produkte, die zum Teil die keramischen Tonwaren ersetzten, mit der Folge. Dass deren Entwicklung sich verlangsamte. Dennoch wurde die Keramik wegen ihrer vorzüglichen Eigenschaften - korrosionsbeständig im Vergleich zu Bronzewaren und mit kürzerer Herstellungsdauer im Vergleich zu Lackartikeln - nicht von den anderen Materialien verdrängt. Man intensivierte die Erforschung der Keramikherstellung und erprobte neue Methoden, bis es schliesslich in der Östlichen Han-Dynastie (25-220) gelang, blaues Porzellan zu schaffen. Dies ist ein heiss gebranntes Porzellan mit konsistentem Körper und glänzender Glasur. Es kennzeichnete die Geburt des echten chinesischen Porzellans.
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