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Neue Sensoren auf MTG-Satelliten
Die neue Generation der europäischen Wettersatelliten besteht aus zwei Arten von Satelliten: dem Imager und dem Sounder, beide geostationär. Ersterer ist im Wesentlichen ein klassischer, wenn auch sehr moderner Satellit, letzterer hingegen ist ein Novum für Europa. Obwohl er 36.000 km von der Erdoberfläche entfernt ist, wird er in der Lage sein, Messungen der Vertikalprofile von Temperatur und Feuchtigkeit durch die gesamte Dicke des meteorologisch aktiven Teils der Erdatmosphäre vorzunehmen. Eine Art von Messung, die heute über Europa nur durch Radiosondierungen oder durch polarumlaufende Satelliten durchgeführt wird, die unter 1000 km über dem Boden kreisen.
In beiden Fällen ist die Information zeitlich und räumlich nicht kontinuierlich. Der hoch entwickelte Satellit MTG-Sounder hingegen stellt diese Profile alle 30 Minuten und alle 5 bis 6 Kilometer zur Verfügung. Eine gigantische Datenmenge, auf die sich all diejenigen freuen, die numerische Wettervorhersagemodelle betreiben. Allerdings müssen sie sich noch etwas gedulden: Der erste Sounder wird erst 2024 in die Umlaufbahn gebracht. Vorrang hat der Imager-Satellit, dessen Start ins All im vergangenen Dezember erfolgte.