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Michael Fehr, geboren 1982. Er studierte am Literaturinstitut in Biel und an der HKB. Fehr tritt auf als Redner, spielt Konzerte mit eigenen Programmen und in Kollaborationen. Er wirkt mit in Theaterstücken und Filmen. Für den Roman «Simeliberg» erhielt er den Kelag-Preis.
Michael Fehr, der schon mit «Kurz vor der Erlösung» und «Simeliberg» seinen ausserordentlichen Rang bewiesen hat, zeigt sich hier als Autor skurriler Kurzgeschichten, die an den russischen Avantgardisten Daniil Charms erinnern. In wenigen prägnanten Sätzen stellt er Szenen vor uns hin, die an surrealistische Gemälde erinnern und manchmal in clowneske Dialoge münden. Ihren Humor gewinnen die Texte dadurch, dass das Abstruse geschildert wird, als wäre es das Normalste, und umgekehrt.
«Als ein Mann aufwacht, hört er ringsherum den hundertjährigen Holzboden knirschen und knacken. Für den Mann im gutmütigen hellgrauen Bett hört es sich an wie Tosen und Krachen ringsherum. Der Mann beschliesst im Bett zu bleiben, in welchem es verhältnismässig ungefährlich zu- und hergeht.»
Kurzlesung
Lesung und Gespräch
Gespräch
Aufzeichnung Radio SRF1