Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/1198

Eine so grosse Last sei noch nie zuvor bei einem Flug in diese Höhe befördert worden, teilte das Raumfahrtunternehmen Astrium mit. Erstmals wurden bei dem Raketenstart auch zwei neue Computersysteme eingesetzt.
Sie haben einen viermal grösseren Speicher und eine zehnfach höhere Rechenleistung als die Vorgängermodelle. Der Start der Ariane erfolgte vom Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana.
Bei den ins All transportierten Satelliten handelte es sich um hochmoderne Telekommunikationssatelliten. Der vom internationalen Betreiber Intelsat in Auftrag gegebene «Intelsat 20» wird in Europa, Afrika und Asien Video-, Telefon- und Datenübertragungen ermöglichen. Er wog beim Start rund sechs Tonnen und soll die Vorgängersatelliten «Intelsat 7» und «Intelsat 10» ersetzen.
Noch nie wurde eine Last von 10,2 Tonnen ins All transporitert. /
Der wenige Minuten nach «Intelsat 20» im All ausgesetzte «Hylas 2» gehört dem jungen europäischen Anbieter Avanti Communications. Der Higtech-Satellit nutzt die sogenannte Ka-Band-Technologie und wird Wachstumsmärkte in Afrika, im Kaukasus sowie im Mittleren Osten mit besonders schnellen und günstigen Internetverbindung versorgen.
«Hylas 2» soll mindestens 15 Jahre im All arbeiten, «Intelsat 20» sogar 24 Jahre. Die sogenannten geostationären Bahnen der Satelliten ermöglichen es, dass sie der Erdumdrehung folgen und somit stets das gleiche Gebiet abdecken.
Schweizer Technik an Board
Ariane-5-Raketen können je nach Ziel Lasten von bis zu 20 Tonnen ins All transportieren. Für die relativ weit entfernten sogenannten geostationären Transferbahnen lag der bisherige Rekord bislang bei rund 10,1 Tonnen. Er wurde ebenfalls von einer Ariane aufgestellt.
Für die Ariane-Raketen bauten Schweizer Unternehmen Nutzlastverkleidungen, Messtechnik und Triebwerksteile.