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Die Höhenangaben der Vermessungspunkte in der Schweiz erweisen sich als so selbstverständlich. Dass die Ausgangshöhe einmal festgelegt werden musste, ist weniger bekannt. Vor 200 Jahren wurde auf dem Pierre du Niton in Genf der Referenzpunkt für alle Vermessungen und Kartenwerke der Schweiz definiert.
Im Jahr 1902 erfolgte dann die Festlegung des Höhenhorizontes auf 373.60 m ü. M. Dieser wurde vom Meerespegel in Marseille abgeleitet und über vier Meeresanschlüsse kontrolliert. Mit dem Landesnivellement 1902, kurz LN02, wurden die Höhen von Genf aus auf alle Gebiete der Schweiz übertragen. Das LN02 ist ein sogenanntes Gebrauchshöhensystem, berechnet aus rohen, nivellierten Höhendifferenzen. Bei der Berechnung von LN02 wurden neue Nivellementsmessungen in die alten Höhenwerte der Knotenpunkte des Netzes gezwängt. Unsere Höhendaten in der amtlichen Vermessung basieren nach wie vor auf dem LN02, also auf den offiziellen Gebrauchshöhen der Schweiz. Das neue Landeshöhennetz LHN95 findet nur in der Landesvermessung Anwendung. Es berücksichtigt die Alpenhebung von rund 1.5 mm pro Jahr und ist sogenannt streng orthometrisch bestimmt.
Wichtig ist zu wissen, dass bei den Satellitenmesssystemen (u.a. GPS, GLONASS, Beidoo, Galileo) die Referenzsystemanbieter die Satellitenhöhen, sogenannte ellipsoidische Höhen, auf Gebrauchshöhen umrechnen bzw. transformieren. Dabei handelt es sich um eine Annäherung. Je nach Region resultieren bei GPS-Messungen Höhentransformationsfehler von einigen cm. Von daher ist bei Bauprojekten immer eine Lagerung auf mehreren, benachbarten Fixpunkten der amtlichen Vermessung vorzunehmen.