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Der Kontinent Amerika ist ein Doppelkontinent, der aus Nordamerika (mit Zentral- oder Mittelamerika) und Südamerika besteht. Vom nördlichsten Punkt, welcher auf Grönland liegt, bis zum südlichsten Punkt am Kap Hoorn sind es gut 15 000 Kilometer und die Landfläche beträgt etwa 43 Millionen km2. Man kann sich vorstellen, dass es auf dieser Fläche tausende von Tierarten gibt, vom kältegewohnten Eisbär bis zum wärmeliebenden Alligator, über welche man schreiben könnte, aber mangels Platz konzentriere ich mich auf einige wenige.
Der Weisskopfseeadler
Ein eindrücklicher Greifvogel, der vor gut 30 Jahren beinahe vom Mensch ausgerottet wurde, weil man meinte, dass er Lämmer, Kälber und sogar kleine Kinder erbeutet. Er kann bis zu einem Meter gross werden und hat eine Flügelspannweite von über zwei Meter. Mit seinen weissen Kopffedern, dem gelben Schnabel und den stechenden Augen zieht er die Blicke auf sich. Wenn er im majestätischen Gleitflug nach seiner Beute Ausschau hält, kann man einfach nur fasziniert zuschauen. Hat er seine Beute gesichtet, stürzt er mit bis zu 150 km/h auf das Ziel los. Da er sich zu mehr als 60% von Fisch, in Alaska vor allem Lachse, ernährt lebt er mehrheitlich in Nordamerika, Kanada und Alaska aber auch in Florida in den Küstengebieten, Flusstälern und an den Seen. Der Weisskopfadler baut seine Nester meistens in hohen Baumwipfeln. Die Horste können bis zu 450 kg schwer sein, es gab auch schon ältere Horste die eine Tonne wogen. Die Brutzeit dauert etwa 5-6 Wochen und das Gelege umfasst ein bis drei Eier. Von den Nestlingen überleben in der Regel weniger als 50%. Daran schuld sind Nestzusammenbruch, Verhungern, Wetterbedingungen oder Fressfeinde, wie z.B. Möwen, Raben, Bären, Luchse, um nur einige aufzuzählen.
Der Bison
In Nordamerika beheimatet, vermutlich verwandt mit dem europäischen Wisent, überlebte der Bison, das grösste Landsäugetier Amerikas, nur, weil der Mensch zur Vernunft kam und dank der Gründung des Yellowstone-Nationalparks 1872 und des Wood-Buffalo-Nationalparks 1922 dem Bison ein geschütztes Rückzugsgebiet gab. Der Bestand wird heute auf mehr als 30 000 Tiere, von ehemals über 30 Millionen geschätzt. Geschlechtsreife Bullen wiegen bis 900 kg, die Kühe hingegen bringen es auf 300 bis 550 kg. Die Schulterhöhe des Bullen liegt zwischen 1,70 bis 1,85 Meter, die weiblichen Tiere sind ca. 20 bis 30 Zentimeter kleiner. Ihr Lebensraum ist durch ganz Nordamerika verteilt, wobei die Dichte, durch die Dezimierung des Bestandes selbstverständlich rapide abnahm. Die Bisons sind Wiederkäuer und leben ausschliesslich von Gräsern. Sie sind Herdentiere, die geschlechtsreifen Bullen leben aber entweder als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Erst während der Brunftzeit schliessen sie sich den Herden an. Da kann es dann schon einmal zu dem einen oder anderen Machtkampf kommen, bei dem gelegentlich auch die Köpfe krachend aufeinanderprallen. Die Tragzeit einer Bisonkuh dauert neun Monate. Das zwischen Mitte April und Ende Mai geborene Kalb kann nach etwa 7 bis 8 Minuten auf seinen eigenen Beinen stehen und nach ein bis zwei Tagen ist es bereit, um mit der Herde weiter zu ziehen. Fressfeinde hat der Bison, auf Grund seiner Grösse, sehr wenige. Hauptsächlich werden sie durch Wölfe gejagt, diese sind aber auch durch den Menschen verursachten Bestandesrückgang nur sehr selten in den selben Gebieten wie die Bisons anzutreffen.
Der Ozelot
Der kleine, zur Gattung der Leoparden gehörige, Ozelot aus der Familie der Katzen lebt in Mittel- und Südamerika. Er lebt in trockenen Regionen wie Texas, sowie auch in den Regenwäldern des Amazonasbeckens. Auch hier ist leider der Mensch am Rückgang des Lebensraums stark beteiligt oder besser gesagt er ist der Hauptschuldige. Die Waldrodung und Zersiedlung zerstückelt und reduziert den Lebensraum immer weiter.
Der Ozelot wird 55 bis 100 Zentimeter lang und wiegt zwischen 11 und 16 kg. Er ist, wie viele Raubtiere, generell Nachtaktiv. Er ernährt sich mehrheitlich von Wirbeltieren wie Stachelratten, Neuweltmäuse usw. Auch grössere Tiere z.B. Nasenbären, Brüllaffen etc. oder Vögel und Reptilien gehören auf seinen Speiseplan. Das Männchen und Weibchen treffen sich nur zur Paarung und gehen dann wieder getrennte Wege. Die Tragzeit dauert etwa 79 bis 85 Tage und das Weibchen bringt ein oder zwei Junge zur Welt, von denen sie sich nach dem dritten Lebensmonat trennt. Ihre natürlichen Fressfeinde sind Riesenschlangen, Pumas und Jaguare. Die grösste Bedrohung ist aber nach wie vor der Mensch.
Quellen: Wikipedia
ebu