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23.03.2016
Erweiterungsneubau Schulhaus Breite
Stellungnahme des Stadtrates:
Der Grosse Stadtrat hat am 23. Februar 2016 die Vorlage für einen Erweiterungsneubau der Schulanlage Breite mit zwei möglichen Ausführungsvarianten gutgeheissen. Der Stadtrat befürwortet nach wie vor die aus dem Wettbewerb hervorgegangene Variante „SHED“ und empfiehlt diese den Stimmberechtigten zur Annahme.
Schulhausneubauten auf der Breite haben eine lange und wechselhafte Geschichte. Das erste auf der Breite gebaute Schulhaus wurde 1953 erstellt und war im vorangehenden Abstimmungskampf unbestritten. Das Quartier Breite entwickelte sich rasch. Bereits in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts drängte sich eine Erweiterung der Schulanlage auf. Nach einem abgelehnten Projekt konnte Mitte der achtziger Jahre ein dringend notwendiger Erweiterungsneubau erstellt werden. Die bereits in den neunziger Jahren wieder akute Schulraumnot wurde mit dem Aufstellen zweier im Quartier Herblingen nicht mehr benötigter Containerzimmer als Provisorium gemildert. Ein neuerliches Projekt wurde 2006 vom Grossen Stadtrat abgelehnt. 2012 legte der Stadtrat dem Grossen Stadtrat das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt „SHED“ vor. Aufgrund der Kosten von ursprünglich rund 14 Millionen Franken wies der Grosse Stadtrat das Projekt an die Fachkommission Bildung mit dem Auftrag zurück, mindestens eine kostengünstigere Variante zu entwickeln.
In enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Hochbauamt wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft. Es zeigte sich bald einmal, dass einzig ein in Modulbauweise erstelltes Schulhaus zu wesentlichen Kosteneinsparungen führen könnte. Ein Architekturbüro wurde mit dem Ausarbeiten eines entsprechenden Vorprojektes beauftragt, aus welchem das nun zur Diskussion stehende Variantenprojekt „SOL“ resultierte. Gleichzeitig wurde das Projekt „SHED“ auf Kosteneinsparungen überprüft. Den Gesamtkosten des Projektes „SOL“ von rund 10 Millionen Franken stehen nach dieser Prüfung Kosten von 12,5 Millionen Franken für das Projekt „SHED“ gegenüber.
Der Stadtrat steht nach wie vor uneingeschränkt hinter seiner ursprünglichen Vorlage mit dem Projekt "SHED". Die Gründe dafür finden sich in der Kritik an früheren, gescheiterten Projekten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Diese haben in die Ausschreibung des Wettbewerbs, aus dem das Projekt "SHED" hervorging, Eingang gefunden und sind bei der Jurierung entsprechend berücksichtigt worden:
1. Möglichst schonender Umgang mit den verfügbaren Landressourcen.
Das Projekt "SHED" trägt dieser Anforderung vollumfänglich Rechnung, besteht es doch aus einem einzigen, kompakten, teilunterkellerten Baukörper. Das vorgegebene Raumprogramm wird demgegenüber beim günstigeren Projekt "SOL" mit drei Baukörpern erfüllt, wobei die beiden neu zu erstellenden nicht unterkellert sind.
2. Möglichst geringe wiederkehrende Folgekosten (Energiebedarf, Unterhalt, Reinigung).
Auch diesen Anforderungen trägt das Projekt "SHED" Rechnung. Nicht zuletzt waren diese Forderungen bei der Jurierung ausschlaggebend für das Projekt "SHED". Ein aus zwei Baukörpern bestehendes Projekt erreichte bei der Jurierung den zweiten Platz, hätte die pädagogischen und organisatorischen Anforderungen genauso gut erfüllt, fiel aber wegen den Folgekosten aus dem Rennen.
3. Möglichst flexible Nutzung des Innenraumes bei allfällig veränderten pädagogischen Anforderungen.
Die mangelnde Flexibilität des Innenraumes war einer der Kritikpunkte beim 2006 abgelehnten Projekt. Der Gebäuderaster jenes Projektes hätte rein statisch keine wesentliche Veränderung des Innenraumes zugelassen. Das Projekt "SHED" der städträtlichen Vorlage ist so aufgebaut, dass die Raumaufteilung innerhalb eines Stockwerkes flexibel und nicht an einen Gebäuderaster gebunden ist.
Der Stadtrat ist überzeugt, dass der effektive Preisunterschied der beiden Projekte von rund zweieinhalb Millionen Franken für die aus seiner Sicht nachhaltigere Lösung mit dem Projekt "SHED" spricht. Er empfiehlt Ihnen, geschätzte Stimmberechtigte, das Projekt „SHED“ zur Annahme.
Für den Stadtrat
Ansprechperson:
Urs Hunziker, Bildungsreferent