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Mit einem fliegenden Roboter wollen amerikanische Wissenschaftler den Saturnmond Titan erforschen. Das Aerobot genannte elf Meter lange Fluggerät ähnelt einem Zeppelin und wird von einer mit Helium gefüllten Hülle getragen. Es soll selbständig grosse Landstriche untersuchen und kann dank eines ausgeklügelten Messsystems sogar Turbulenzen in der Atmosphäre ausweichen, erklären Alberto Elfes vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena und seine Kollegen. Der fliegende Roboter könnte möglicherweise jedoch auch auf der Erde eingesetzt werden.
Die Forscher haben die Fähigkeiten des Aerobots bereits über einem trockenen Flussbett getestet. Der Roboter konnte innerhalb einer Stunde Gebiete auskundschaften, die einige Kilometer weit entfernt lagen. Kam er aufgrund eines Windstoßes vom Weg ab, korrigierte er seinen Kurs wieder. Der fliegende Roboter war zudem in der Lage, gefährlichen Luftturbulenzen auszuweichen, indem er die Windgeschwindigkeiten maß und falls nötig seine Flughöhe veränderte.
Der Roboter soll mehrere Monate lang in der Atmosphäre des Titan umherfliegen, Bilder aufnehmen und eine Karte der Mondoberfläche erstellen. Im Tiefflug über der Oberfläche könnte er gleichzeitig Gesteinsproben entnehmen. Dazu muss der Roboter jedoch erst lernen, seine eigene Position mithilfe von Fotografien zu berechnen, die er von der Mondoberfläche macht. Denn bislang ist Aerobot noch auf das Satellitennavigationssystem GPS angewiesen, das auf Titan nicht funktioniert.
Satelliten können grosse Gebiete von Monden oder Planeten kartieren. Die Abbildung feinerer Strukturen ist jedoch sehr schwierig und wird noch komplizierter, wenn das Objekt unter Wolken liegt. Mondfahrzeuge können zwar Details aufnehmen, haben jedoch eine stark begrenzte Reichweite und müssen ununterbrochen von der Erde aus überwacht werden. "Der Aerobot schließt diese Lücke zwischen Satelliten und am Boden stationierten Robotern", erklärt Elfes.
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