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Uhrzeit:
19:00
Adresse: Neustadt 51, Schafhausen
Wie hilft die Konzernverantwortungsinitiative den Betroffenen in Kolumbien?
Das Departement Guajira ist der grösste Kohleproduzent Kolumbiens. 30 Jahre Bergbauboom haben die Lebensumstände der Bevölkerung aber kaum verbessert, 55 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Vielmehr verursacht die Mine El Cerrejón Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Viele Gemeinschaften wurden zwangsumgesiedelt, kulturell entwurzelt und verloren ihre Lebensgrundlage. Im ganzen Departement herrscht grosse Wasserknappheit. Eine aktuelle Umweltstudie hat nun Schwermetallkonzentrationen im Wasser deutlich über den kolumbianischen Grenzwerten für den Erhalt einer gesunden Flora und Fauna festgestellt.
Die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ask!) hat zwei Gäste aus Kolumbien für eine Vortragsreise Ende Oktober 2018 eingeladen. Samuel Arregocés, Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco und Jenny Paola Ortiz von der NGO CINEP erzählen von der schwierigen Alltagssituation der betroffenen Gemeinschaften. Sie berichten über Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung durch die Kohlemine El Cerrejón im Departement Guajira, die zu 33 Prozent Glencore gehört. Mit dem Publikum diskutieren wir anschliessend darüber, was die Konzernverantwortungsinitiative an der Situation ändern könnte.
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