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Hier wird die Geschichte des Mittelmeerraumes
zwischen 300 und 700 n. Chr. behandelt:

"In den Jahrhunderten zwischen der Herrschaft Diocletians und Constantins und dem Aufstieg der Karolinger tritt in bestimmten, weder der Antike noch dem Mittelalter einseitig zugehörigen Elementen eine innere Zusammengehörigkeit und Eigenständigkeit klar hervor. Erster Grundzug ist die ungebrochene Einheit des Mittelmeergebietes als Geschichtsraum, die sich erst im 8. Jahrhundert auflöst. Sprachliche und religiöse Trennung zwischen lateinischem Westen und griechischem Osten zerstören diese Einheit bis zum Ende des 7. Jahrhunderts ebensowenig wie die politische Aufteilung in mehrere Machtbereiche. Das Leben konvergiert an den Ufern des zum römischen Binnensee gewordenen mare nostrum. Hierher führen die Handelswege, hier liegen die grossen Zentren der Wirtschaft und Kultur." (S. 16).
|Einen ähnlich weiten Zeitraum fasst ein bekannter
Frühmittelalterforscher ins Auge:

Friedrich Prinz: Von Konstantin zu Karl dem Grossen. Entfaltung und Wandel Europas, Düsseldorf u. Zürich 2000.
"Es sollen thematische Schneisen - im Sinne der modernen französischen Geschichtsforschung 'Serien' - durch ein schier unübersehbares Material aus den unterschiedlichsten Bereichen geschlagen werden, wobei ganz bestimmte Aspekte stark in den Vordergrund treten: So etwa Familie, Ehe und Liebe, Frauen in allen Gesellschaftsschichten, Macht und Armut, Essen und Darben, Krieg und Frieden, Kunst und Wissen; ferner die Unterschiede zwischen formaler Rechtsordnung und Lebenswirklichkeit - ein wichtiges Anliegen jeder Geschichtsschreibung -, sowie die jeweilige Selbstinterpretation der Menschen in Religion, Mythos, Hagiographie und Literatur." (S. 13)