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(Cotyledones, Samenblätter, Samenlappen, Keimblätter), das erste oder die beiden ersten Blätter an den Keimlingen
der phanerogamen Pflanzen, welche gewöhnlich von den folgenden Blättern verschieden sind
und bei der Keimung eine wichtige
Rolle spielen (vgl. Same und Keimung). Im natürlichen Pflanzensystem werden die Phanerogamen nach der Zahl
der Kotyledonen eingeteilt in Einsamenlappige oder Monokotyledonen (Monokotylen) und in Zweisamenlappige oder Dikotyledonen (Dikotylen)
mit zwei Kotyledonen. Die Kryptogamen bezeichnete Jussieu, weil sie überhaupt keine Samen
[* 3] besitzen, als Samenlappenlose oder Akotyledonen.
Bei den Tieren mit gespaltenen Klauen heißen Kotyledonen die fleischigen Auswüchse auf der Innenseite der befruchteten Gebärmutter,
[* 4] in welchen die Gefäße auf der Außenseite des Chorions der Frucht wurzeln.