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Willkommen im Paradies
Das Malvagliatal, am Anfang des Bleniotales gelegen, empfängt die Besucher mit seiner Vielfältigkeit an unbefleckten Umgebungen: von den Kastanienwäldern des Untertales bis zum ewigen Gletscher am Rheinwaldhorn (3402 m.ü.M.), sowie über ertragsarme Weiden, Torfmoore, Lärche- und Tannenwälder, und alpine Weiden.
Die ehemalige Wohnhäuser, die Wassermühle, der Brotofen, die Almen und die Felszeichnungen bieten einen Blick auf ein Tal, wo die Menschen seit langem leben. Ein dichtes Pfadnetz erlaubt den Besuch vielen historischen Dörfchen und einen Kopfsprung in der Ruhe der Natur. Die Pfade sind von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade. Sie sind für Kinder und Erwachsene, für Fachmänner und Anfänger geeignet.
Es ist möglich, in den ehemaligen Rustici (typische Häuser) des Tales – die sorgfältig modernisiert wurden – zu erleben, welches die Echtheit der typischen Dörfchen zur Geltung bringt. Man kann sich sowohl auf der ehemaligen Alm in Prou, die jetzt zu einer einfachen Berghütte geworden ist, in der modernen Herberge in Dagro, in der alten Schule in Dandrio, die heute ein Bergrestaurant ist, als auch in der komfortablen Quarneihütte (Capanna Quarnei) erholen.
Man kann mithilfe der Seilbahn, die während des ganzen Jahres in Betrieb ist, von Malvaglia abfahren und in nur acht Minuten die sonnige Terrasse Dagros erreichen (1400 m. ü. M.). In der Sommerperiode kann man das Tal durch eine Straße überqueren. Die Zugriffspfade sind zahllos und erlauben schöne Überschreitungen bis zum oberen Bleniotal oder zu den Bergen Rivieras und Graubündens zu machen.
Die Geschichte der Seilbahn
Die erste Seilbahn Malvaglias fuhr vom Zentrum des Dorfes bis Pontei, 400 m höher. Ihre Kabinen waren weiß (für die Personenbeförderung – max. 4 Personen), und rot (für die Waren- und Tierbeförderung). Das Projekt ließ sich von ähnlichen Seilbahnen im Kanton Uri inspirieren und war für nützliche Zwecke vorgesehen. Der ehemalige Förderer, Emilio Guidi, äußerte sich wie folgt: "Ein schwieriger und ländlicher Pfad führt von der Talsohle bis zum Vorort Dandrio". Nach Willy Baggi zu Folge bedeutet die Seilbahn das Ende des Mittelalters für die Einwohner und die Bauern. Sie wurde gegen 1930 konstruiert und blieb bis gegen 1950 in Betrieb, als man die Verlängerung der Straße (die durch Dandrio passierte) bis der Talsohle baute. Wenn man heutzutage auf dem Pfad, der von der Laù Brücke zu Pontei führt, spaziert, kann man die Reste der Pylonen und der Station von der ehemaligen Seilbahn sehen. Sie wurde 1935 eröffnet und war die erste Seilbahn vom Kanton Tessin.
Die zweite Seilbahn Malvaglias, die heute noch in Betrieb ist, soll auf Grund eines Witz eines Jägers nach dem Fang eines Hirsches entstanden sein: "Wenn wir eine Seilbahn hätten, dann könnten wir hinuntergehen, um zu feiern". Zwei Jahre später (1996) erschien die zweite Seilbahn Malvaglias, die von Valserino bis zu Dagro (1000 m höher) führt. Sie wurde für wirtschaftliche und erholende Zwecke gebaut, und in wenige Jahrzehnte gab das Mittelalter der postindustriellen Periode Raum. Dies wird durch die Landschaft und die typische Architektur des Malvagliatales deutlich. Das Glück des Seilbahnanlages ist inkonstant, zwischen Eröffnungen, Schließungen und Übertragungen. Die Gesellschaft Filovia Malvaglia AG wurde 2014 von Privatpersonen übergenommen, die freiwillig für die Wiedereröffnung und den Neustart der Seilbahn und der Herberge Dagros arbeiten (für anfangs 2016 vorgesehen).
Die historischen Informationen sind dem Artikel von Willy Baggi und Marco Saglini entnommen, der auf der Voce di Blenio von September 2015 erschienen ist.
Dagro
Der Zauber der Konstruktionen, die nahe beieinander stehen, zeigt ein sublimes Ensemble von Häuser und Heuschuppen, aus Stein und Holz, mit Lichter und Schatten, mit verschiedenen Düfte und Farben, Stimmen und Stille. Dieses Meisterwerk wurde realisiert, bevor die Belanglosigkeit den Wettlauf mit dem Wesentlichen gewann. Das ist jedoch nicht alles, und um Ihnen zu überzeugen, können Sie einfach einem Pfad folgen, der aus Dagro zum Rest des Tales führen. Die Pfade sind tatsächlich ein Vermächtnis der Landwirtschaftder vergangenen Jahrhunderte.