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Sarah Kurmulis, Physikingenieurin:
Nanoteilchen, die eine Million Mal kleiner sind als ein Millimeter, spielen in vielen neuen Technologien eine grosse Rolle. Dabei ist allerdings noch unklar, welchen Einfluss diese Nanoteilchen auf Mensch und Natur haben. Um dies genauer zu untersuchen, haben wir ein Experiment entwickelt, in welchem wir die Grösse einzelner Nanoteilchen in Flüssigkeiten messen. In diesem Experiment trifft stark gebündeltes Laserlicht auf ein Nanoteilchen, beispielsweise ein Goldpartikel, das einen kleinen Teil des Lichts streut. Je grösser das Partikel ist, umso mehr Licht streut es. Um das schwache Streulicht des Nanopartikels sichtbar zu machen, wird dieses mit einem stärkeren Laserstrahl überlagert. Die aus der Überlagerung resultierende Lichtwelle trifft auf eine hochempfindliche Kamera, wobei wir die Intensität des Lichts als Grösse eines Teilchens interpretieren können. Mit diesem Experiment können wir einzelne Viren in Flüssigkeiten messen und die Qualität von reinem Wasser auf Nanoteilchen überprüfen.
Kooperationspartner:
Prof. Dr. L. Novotny
Fotografiert von Bianca Dugaro:
Ich stelle mir vor, was mit den nicht sichtbaren Teilchen passiert, wenn sie mit Flüssigkeit transportiert werden und irgendwo eintrocknen, was für ein Bild zeigt sich mir. Im Forschungsprojekt wird die Messung mit Goldteilchen überprüft. Sie muss überprüfbar und wiederholbar sein, damit die Forschungsresultate als wissenschaftlich gelten. In der Kunst hingegen ist nichts überprüfbar oder wiederholbar, da das Resultat immer anders ausgeht – auch bei gleicher Ausgangslage. Ich habe für dieses Projekt eine Serie von Bildern gemacht, immer dem gleichen Versuchsaufbau folgend. Ich mische Goldglimmer in Wasser und lasse es auf einem Papier verlaufen indem ich die Fläche bewege. Das Ergebnis ist trotzdem keine rein subjektive Auswahl eines Bildes, sondern eine künstlerische Entscheidung.