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Heute hat der Bundesrat, namentlich Bundesrätin Sommaruga, die neue Klimastrategie vorgestellt. Das Ziel der Strategie ist es, dass die Schweiz bis 2050 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr produziert. Laut dem Bericht, den die Regierung heute präsentiert hat, könnte die Schweiz in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Industrie bis 2050 bis zu 90% Treibhausgasemissionen sparen. Der Gebäudesektor und der Verkehr könnten sogar ganz Emissionsfrei werden.
Ganz reduzieren lassen sich die Schweizer Treibhausgasemissionen aber nicht. Rund 12 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten aus der Industrie, der Abfallverwertung und der Landwirtschaft sollen mit CO2-Abscheidungs- und -Einlagerungstechnologien (CCS) sowie Negativemissionstechnologien (NET) ausgeglichen werden. Diese Technologien entziehen Treibhausgase aus der Atmosphäre und speichern sie langfristig z.B. im Boden. Der technologische Fortschritt im NET-Bereich kommt aber nur langsam voran und die Kapazität, in der CO2 gespeichert werden kann ist gering.
Klimaorganisationen höchst unzufrieden
Milena Hess, Mitglied beim Klimastreik Zentralschweiz, bezeichnet die Klimastrategie und das dazugehörige revidierte CO2-Gesetz als "ein Pflaster auf einer Wunde, die eigentlich genäht werden müsste". Sie kritisiert, dass der Bund sich zu fest auf die NET-Methoden verlässt. Ausserdem ginge das CO2-Gesetz nicht weit genug, da es zum Beispiel die grauen Emissionen, die durch die importstarke Schweiz verursacht werden, nicht miteinbezieht. Was beim Bund, und bei dir, laut Milena Hess anders laufen sollte, hörst du im Beitrag.