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Die Gründung der ISKCON
Die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein (ISKCON), auch Hare-Krishna-Bewegung genannt, ist der zeitgenössische Zweig der jahrtausendealten Krishna-Religion. ISKCON ist eine kulturelle und religiöse Bewegung, die den Menschen die Möglichkeit bietet, das vedische Wissen kennenzulernen, zu studieren und praktisch anzuwenden.
Gegründet wurde die ISKCON 1966 in New York von His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada. Shrila Prabhupada, wie ihn seine Schüler nennen, war bereits in Indien als Autor, Sanskrit-Übersetzer und spiritueller Meister tätig gewesen. In Anerkennung seiner Verdienste war ihm 1947 der Ehrentitel „Bhaktivedanta“ (Lehrer von bhakti, der Schlussfolgerung der Veden“) verliehen worden. Schon früher, im Jahre 1922, hatte ihm sein spiritueller Meister aufgetragen, die Lehre Krishnas in englischer Sprache bekanntzumachen. Diese Anweisung prägte sein gesamtes Leben. Im Alter von sechzig Jahren, nach Erfüllung seiner Familienpflichten, wurde er Mönch und begann mit der Arbeit an seinem Hauptwerk – einer vielbändigen kommentierten Übersetzung des 18 000 Verse umfassenden Shrimad-Bhagavatam (der philosophische Klassiker der vedischen Schriften).
Im Jahre 1965, im Alter von 70 Jahren, reiste Shrila Prabhupada auf einem Frachtschiff nach Amerika, um den Auftrag der Schülernachfolge zu erfüllen. Er begann als mittelloser Mönch, allein und ohne jegliche Unterstützung; doch nach und nach kamen junge Mensch zu ihm – angezogen von seiner spirituellen Reife und Ausstrahlung.