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Die Kirche St. Martin Meilen setzt sich aus Elementen von verschiedenen Bauzeiten zusammen. Der jüngsten Bauphase ist es gelungen, den Bau zu einer Einheit zusammenzufügen und die Kirche in ein Gotteshaus mit Ausstrahlung zu verwandeln.
|Patrozinium||Hl. Martin von Tours|
|Baujahr||1951|
|Architekt||Otto Glaus|
|Pfarreigrösse||3'300|
|Politische Gemeinde
||Meilen|
Geschichte
Die Katholiken von Meilen wurden ab 1898 von den Geistlichen von St. Georg Küsnacht betreut. 1921 gründeten man einen Kirchenbauverein, doch gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Grundstück als schwierig. 1933 wurde im Betriebsgebäude des Elektrizitätswerkes eine Notkapelle eingerichtet; 1937 war man zwar im Besitz des Areals, doch wurde das Bauvorhaben durch fehlende finanzielle Mittel und den Ausbruch des 2. Weltkriegs verzögert.
1950 erfolgte nach Plänen von Otto Glaus die Grundsteinlegung zu einer schlichten Saalkirche mit quer angefügtem Pfarrhaus, und am 10. Juni 1951 benedizierte Bischof Christian Caminada das Gotteshaus. 1969 errichtete Otto Glaus den freistehenden Kirchturm aus Sichtbeton. 1977/1978 wurde in den Winkel zwischen Kirche und Pfarrhaus ein bescheidenes Pfarreizentrum mit einem Saal eingefügt. 1994/1995 sanierte Rudolf Mathys die Kirche umfassend. Chorseitig erweiterte er sie durch eine Werktagskapelle und vergrösserte auch das Pfarreizentrum.
Architektur & Kunst
Von weitem sichtbar verweist der Turm von St. Martin ist auf den Standort der Kirche. Obwohl vom gleichen Architekten wie die Kirche selbst erbaut, hebt er sich deutlich von ihr ab. Der Grund hierfür liegt in einer geplanten, aber nicht realisierten Gesamtüberbauung des angrenzenden Areals durch die reformierte Kirchgemeinde.
Das Innere der Kirche ist seit der Neugestaltung 1994/1995 in rötliches Licht getaucht, das von den farbigen Fenstern erzeugt wird. Der eingezogene Chor ist rechteckig und bekommt durch das durchgehende Mauerband an der Decke und das durch das Fenster im Dach einströmende Licht einen Zug nach oben, obwohl es die gleiche Höhe hat wie das Schiff. In der Längsachse daran angebaut ist die zeltartige Werktagskapelle. Sie ist eindeutig niedriger als das Schiff und wirkt, durch die leichte Dachschräge verstärkt, als willkommene Verlängerung des Chors. Ihr optisches Zentrum ist ein Buntglasfenster in Kreuzform.
Das künstlerische Konzept, nach dem sich die Kirche heute präsentiert, stammt von Carlos Matter und Sr. Raphaela Bürgi. Der Taufstein, das Altarkreuz und der Osterkerzenleuchter wurden von Alfred Huber geschaffen. Im Eingangsbereich finden sich Teile der Glasfenster, welche 1974 in die sechs Kirchenfenster eingebaut worden waren, sowie ein Fresko von Mario Comensoli mit dem Hl. Georg als Drachentöter aus der Entstehungszeit der Kirche.