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Die Verhandlungen über eine Drosselung der Ölförderung stocken offenbar. Saudi-Arabien habe eine Kehrtwende vollzogen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.
In einem neuen Entwurf für die angestrebte Vereinbarung in Doha heisse es nun, alle Länder des Ölkartells Opec müssten mitziehen. Damit erscheint eine verbindliche Einigung schwer realisierbar, weil der Iran - der Erzrivale Saudi-Arabiens im Nahen Osten - bereits mehrfach angekündigt hat, seine Ölproduktion nach dem Ende der Sanktionen im Zuge des Atomstreits zunächst hochfahren zu wollen.
Die Verhandlungen in Katar sollten nun verspätet am Sonntagnachmittag beginnen. Die Aussicht auf eine Drosselung der Produktion hat den Ölpreis in den vergangenen Monaten bereits wieder anziehen lassen, nachdem er seit Mitte 2014 wegen des riesigen Überangebots abgestürzt war.
Der Iran ist in Doha nicht vertreten. Denn Insidern zufolge sollte zunächst auf Drängen Saudi-Arabiens eine Einigung nur mit allen kompromissbereiten Ölstaaten erzielt werden. In einem anderen Entwurf für die Doha-Verhandlungen hatte es geheissen, die Produktion solle auf dem Januar-Niveau eingefroren werden. Dies solle zunächst bis Oktober gelten. Dann solle es ein weiteres Treffen in Russland geben. (sda/reu)