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"Wir werden niemanden ausser Landes schicken", erklärte Präsident Putin am Freitag. Zuvor hatte Aussenminister Sergej Lawrow erklärt, er werde Putin vorschlagen, 35 US-Diplomaten des Landes zu verweisen. Auch sollten zwei von den USA genutzte Anwesen geschlossen werden. Russland reagiere damit auf die von US-Präsident Barack Obama verhängten Strafmassnahmen wegen der mutmasslich russischen Hackerangriffe während der US-Wahlkampagne.
Putin erklärte dann nach der Lawrow-Ankündigung, die US-Sanktionen seien ein weiterer Schritt, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu untergraben. Er bedauere, dass Obamas Amtszeit so ende.
Russland werde zunächst die Handlungen des kommenden US-Präsidenten Donald Trump abwarten, bevor es über die eigenen nächsten Schritte im Verhältnis zu den USA entscheide, wurde Putin vom Präsidialamt zitiert.
Lawrow hatte zuvor den US-Vorwurf als haltlos bezeichnet, Russland habe sich mit Hackerangriffen in den US-Präsidentenwahlkampf eingemischt. Obama hatte am Donnerstag Strafmassnahmen gegen Russland angeordnet.
Unter anderem sollen 35 russische Geheimdienst-Mitarbeiter binnen 72 Stunden die USA verlassen. Zudem würden zwei russische Anwesen in den USA geschlossen. US-Geheimdienste hatten auf Anordnung des Präsidenten die Vorkommnisse während des US-Wahlkampfs untersucht. Obama hatte ankündigt, vor allfälligen Massnahmen den Abschluss dieser Untersuchung abzuwarten.
Der Russland-freundlich eingestellte Trump verzichtete in einer Stellungnahme ohne Betreff auf eine Bewertung der US-Sanktionen. Der baldige US-Präsident kündigte stattdessen ein Treffen mit Vertretern der US-Geheimdienste in der kommenden Woche an, um sich über die Situation zu informieren.
In der Vergangenheit hatte Trump die Darstellung der Obama-Regierung angezweifelt, Russland stecke hinter den Cyberangriffen. Diese Haltung steht im Kontrast zu jener hochrangiger Republikaner, die ein härteres Vorgehen gegen Russland forderten und Obamas Strafmassnahmen begrüssten. Darunter sind der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und die Senatoren John McCain und Lindsey Graham.
(SDA)