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Die Nationalmannschaft der Schweiz wird seit eh und je liebevoll „die Nati“ genannt. Auch bei der WM 2018 in Russland sind die Eidgenossen vertreten und werden versuchen, ihr bis dato bestes WM-Ergebnis zu toppen. Dreimal bereits erreichten die Schweizer bei einer WM das Viertelfinale. Dort war jedoch stets Schluss.
Nachfolgend werden die Spieler und der Trainer der schweizerischen Nationalmannschaft dargestellt. Des Weiteren wird der Weg zur WM 2018 in Russland beleuchtet und auch ein Blick auf das WM-Trikot geworfen. Zu guter Letzt werden die Chancen der Nati in Russland bewertet.
Die Spieler und der Trainer der Schweizer Nati
Die Schweizer Nationalmannschaft ist ein Mix aus international bekannten und noch eher unbekannten Spielern. Nur wenige Nationalspieler verdienen ihr Geld in der heimischen Super League. Die meisten Legionäre spielen mit ihren Vereinen in der deutschen Bundesliga oder der italienischen Serie A.
Trainiert wird die Nationalelf vom Schweizer Vladimir Petkovic. Nach der WM 2014 übernahm Petkovic die Schweizer Nati, nachdem er zuvor ausschließlich Vereine trainiert hat. Gleich bei seinem ersten Turnier hat er mit der Schweizer Nationalelf die Gruppenphase überstanden und erreichte 2016 bei der EM in Frankreich das Achtelfinale. Erst dort scheiterten die Schweizer im Elfmeterschießen gegen die Polen, für die im Viertelfinale auch nach Elfmeterschießen gegen den späteren Europameister Portugal Schluss war. Petkovic wird nach der erfolgreichen WM-Quali die schweizerische Elf auch bei der WM 2018 in Russland coachen.
Auf der Torwartposition sind die Schweizer mit drei Bundesligatorhütern sehr gut besetzt. Yann Sommer ist die Nummer 1 der Nati. Nach dem Gladbacher Stammtorwart folgen der Dortmunder Keeper Roman Bürki und der Augsburger Goalkeeper Marwin Hitz.
In der Defensive der Eidgenossen stechen vor allem die beiden Außenverteidiger heraus. Auf der linken Abwehrseite spielt der Ex-Bundesligaspieler Ricardo Rodriguez, der mittlerweile beim AC Mailand in der Serie A sein Geld verdient. Auf der rechten Seite spielt sein Pendant von Borussia Mönchengladbach: Nico Elvedi.
Im Mittelfeld der Nationalmannschaft sind zwei Spieler besonders bekannt und wichtige Stützen in der Nationalmannschaft, welche beide unweigerlich mit Borussia Mönchengladbach verbunden werden. Der defensive Mittelfeldspieler Denis Zakaria kickt momentan für die Elf vom Niederrhein. Star der Mannschaft ist jedoch Granit Xhaka vom FC Arsenal London. Allerdings war auch Xhaka schon bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag und reifte dort zum internationalen Star. Granit Xhaka ist der Star und Kopf der Mannschaft und lenkt das Spiel der Eidgenossen aus dem Mittelfeld. Von seiner Form hängt viel ab. Zudem ist er mit einem Marktwert von über 30 Millionen Euro der wertvollste schweizerische Spieler.
Und auch noch weiter vorne sind es wiederum zwei Namen, die hier besonders ins Auge fallen. Der blitzschnelle Außenstürmer Xherdan Shaqiri hat schon beim FC Bayern gespielt und läuft momentan für Stoke City in der englischen Premier League auf. In Russland will Shaqiri die Eidgenossen mit Tore in das Achtelfinale schießen. Dazu spielt das Ausnahmetalent und Mittelstürmer vom FC Schalke 04 Breel Embolo in der Nati.
Insgesamt ist die Schweizer Nati eine Nationalmannschaft, die über hervorragende Spieler verfügt und des Weiteren von der mannschaftlichen Geschlossenheit profitieren kann. Zudem haben einige Ausnahmekönner durchaus das Potential, Spiele für die Schweiz zu entscheiden.
Der Weg der Schweizer zur WM 2018 – die Qualifikation
Die Schweizer Nationalmannschaft konnte sich erst in der Relegation für die WM 2018 in Russland qualifizieren. In der europäischen WM-Qualifikation war das Losglück zunächst nicht auf Seiten der Eidgenossen. So mussten die Schweizer in der gleichen Qualifikationsgruppe wie der amtierende Europameister Portugal antreten. Trotzdem gewann die Nati 9 von 10 Spielen und hatte somit am Ende der Qualifikationsrunde 27 Punkte. Genauso viele hatte jedoch auch der Konkurrent und Europameister von der iberischen Halbinsel auf dem Punktekonto.
Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses mussten die Schweizer jedoch wie so häufig den Gang in die Relegation antreten. Gegner in der Relegation war Nordirland. So souverän die Eidgenossen die Gruppenphase auch spielten, desto glücklicher war der Relegationsverlauf. Hier setzten sich die Schweizer mit einem 1:0 in Nordirland und einem 0:0 zuhause letztendlich jedoch durch und konnten die WM-Qualifikation für Russland feiern.
Das WM-Trikot 2018
Auch 2018 wird die Nati wieder mit Trikots vom deutschen Sportartikelhersteller Puma auflaufen. Nachdem bei der letzten WM die Schweiz mitsamt ihren Puma-Trikots im Mittelpunkt standen, als einige Trikots in einem Gruppenspiel der Schweizer rissen, wird Puma 2018 alles dafür tun, dass die schweizerischen Nationaltrikots in bester Qualität vorhanden sind.
Wie so oft werden die Schweizer in einem roten Heimtrikot spielen. Auf diesem befindet sich dezent im Hintergrund eine Karte mit der Topografie der Schweizer Berglandschaft. Die Abbildung der schweizerischen Berglandschaft rund um das Matterhorn machen das Puma-Trikot einzigartig. Auf der Brust sind des Weiteren das Puma-Logo, das typische Schweizer Kreuz und das Verbandslogo des schweizerischen Fußballverbandes SFV abgedruckt. Farbliche Akzente setzt zudem der weiße Kragen des Jerseys. Traditionell werden die Nationalspieler der Schweiz dazu rote Hosen und weiße Stutzen tragen. Die Rückennummern der Trikots sind in einer eigens von Puma entwickelten Schrift, die nur die Schweiz auf ihren Trikots trägt.
Das Auswärtstrikot der Schweiz ist bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Puma präsentiert das schweizerische Away-Jersey vermutlich erst im Frühjahr 2018. Allerdings waren die Auswärtstrikot der Schweiz zuletzt stets weiß. Man kann jedoch hinsichtlich Design und Farbkombination weiterhin gespannt sein.
Die Chancen der Schweizer Nati in Russland
Doch wie stehen die Chancen der Schweizer Nati bei der 21. Weltmeisterschaft, die erstmals in Russland ausgetragen wird?
Die Auslosung der Vorrundengruppen sorgte bei den Eidgenossen für gemischte Gefühle. Zunächst wurde den Schweizern der Rekordweltmeister Brasilien zugelost – ein sicherlich eher unerwünschter Gegner. Dazu kommt noch das südamerikanische Team aus Costa Rica und die Nationalelf Serbiens. Vom Papier her sollte der Rekordweltmeister Brasilien den Gruppensieg holen. Favorit auf den zweiten Platz ist die Nati der Schweiz, die Stand Februar 2018 auf dem achten Platz der FIFA-Weltrangliste steht. Zum Vergleich befindet sich Costa Rica auf Platz 25 und Serbien auf Platz 34. Und auch von den Namen der Spieler sollten die Plätze 1 und 2 an Brasilien und die Schweiz gehen.
Anschließend würde es im Achtelfinale gegen ein Team aus der Gruppe F gehen. Der Achtelfinalgegner wird hoher Wahrscheinlichkeit nach Deutschland, Schweden oder Mexiko sein. Gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland könnte es für die Nati schwierig werden. Gegen die anderen Teams bestehen gute Chancen, eine weitere Runde zu überstehen und somit den bisherigen WM-Rekord zu egalisieren.
Allerdings ist der weitere Turnierverlauf nach der Vorrunde offen. Sollten die Eidgenossen ihre Vorrundengruppe wie zu erwarten überstehen, ist alles möglich. Denn bei den K.O.-Spielen kommt es auf die jeweilige Tagesform der Teams an und selbst der amtierende Weltmeister kann an einem schlechten Tag durchaus auch im Achtelfinale der WM 2018 in Russland scheitern.