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Die Aarewaage zu Aarburg ist nicht nur ein einzigartiges Naturschauspiel, nein, sie wurde auch gewerblich lange genutzt und hat auch in diesem Bereich ihre Geschichte. Schiffer und Flösser nutzten den natürlichen Hafen nahe am Schnittpunkt der grossen Verkehrsachsen während Jahrzehnten. Das Becken der Aarewaage war ein wichtiger Umschlagplatz verschiedenster Handelsgüter. Unter anderem wurden Getreide sowie Wein und Salz aus der Westschweiz in der Aarburger Schifflände vom Wasserweg auf Fuhrwerke umgeladen. Aber auch Holz für den Schiffsbau war begehrt und wurde auf dem Wasserweg von Aarburg bis ans Meer transportiert.

Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutete das Aufkommen der Eisenbahn und der Bau von Flusskraftwerken das Ende des Transportweges auf der Aare. Die letzte gewerbliche Flossfahrt durch den bekannten "Flösser-Sämi", mit bürgerlichem Namen Samuel Hofmann, führte im Jahr 1902 nach Brugg.