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heißen an Maschinen, die eine regelmäßige Bedienung erfordern, Lärmvorrichtungen (Glocken oder Pfeifen),
die von der Maschine,
[* 3] sobald die Bedienung nötig wird, selbstthätig zur Wirkung gebracht werden. So zeigt in einer Mühle
ein Mahlgang oder Walzenstuhl es an, wenn ihm kein Mahlgut mehr zugeführt wird, er also «leer läuft».
Von besonderer Wichtigkeit sind solche Vorrichtungen, wo die Versäumnis eine Gefahr mit sich bringt, z. B.
bei Dampfkesseln, wenn
zu wenig Wasser darin ist.
Hierher gehört der Alarmapparat von Blake. Er besteht im wesentlichen aus einer bis zur Linie des niedrigsten zulässigen
Wasserstandes in den Dampfkessel
[* 4] hineinragenden Röhre, deren oberes verschlossenes Ende schraubenförmig
gewunden ist. An derjenigen Stelle, wo die Schraubenwindungen anfangen, ist eine Dampfpfeife
[* 5] aufgesetzt, die bei normalem
Wasserstand gegen die Röhre durch einen Metallpfropfen abgeschlossen ist, dessen Material (eine Legierung von Wismut, Blei
[* 6] und Zinn) bei der Temperatur des Kesseldampfes schmilzt.
Unter normalen Umständen ist die ganze Röhre mit Wasser angefüllt, das infolge der Abkühlung in den
Schraubenwindungen eine weit niedrigere Temperatur als der Kesseldampf hat; sobald jedoch der Wasserstand bis unter das untere
Ende der Röhre sinkt, tritt Dampf
[* 7] in die Röhre, schmilzt den Metallpfropfen weg und bringt die Pfeife zum Ertönen, wodurch
der Kesselwärter veranlaßt werden soll, der drohenden Explosionsgefahr durch neue Wasserzuführung
vorzubeugen.
Von R. Schwartzkopff in Berlin
[* 8] ist eine leicht schmelzbare Legierung zu einem Alarmapparat für Dampfkessel so benutzt worden,
daß durch den ersten geschmolzenen Tropfen ein elektrischer Strom geschlossen wird, der an irgend einer Stelle innerhalb oder
außerhalb des Kesselhauses ein Glockensignal giebt. In ähnlicher Weise werden an Dampfkesseln elektrische
Alarmapparate angebracht, in denen beim tiefsten zulässigen Wasserstande ein Stromkreis geschlossen oder unterbrochen
wird, wodurch eine Klingel oder ein Wecker (s. d.) ertönt. (S. Wasserstandszeiger.)
[* 9] Zu den Alarmapparate gehören ferner die selbstthätigen
Feuermelder
[* 10] (s. d.) und die Vorrichtungen zur Sicherung gegen Einbruch.
Für letztere sind elektrische Kontakte in Verbindung mit elektrischen Klingeln (Diebestelegraphen) in
Gebrauch, die durch das Öffnen einer Thür, durch das Betreten einer Stelle (vor Geldschränken u. s. w.) in Thätigkeit gesetzt
werden. Eine dem genannten Zweck dienende, ohne Mitwirkung des elektrischen Stroms arbeitende Vorrichtung aus der Maschinenfabrik
von AdolfPieper in Mors am Rhein besteht in einer Art Kanonenrohr, das mit Pulver oder auch nur mit einem
starken Zündhütchen geladen, gespannt und an dem zu schützenden Ort aufgestellt wird, worauf man dasselbe durch eine aus
dünnem Draht
[* 11] oder Bindfaden hergestellte Leitung mit Fenstern, Thüren u. s. w. verbindet, so daß beim leisesten Ruck oder
Anstoß der Leitung das aufgerichtete Kanonenrohr niederfällt und durch die mit Knall erfolgende Entladung ein weithin hörbares
Signal giebt.
Bei Telegraphen- und Telephonanlagen nennt man Alarmapparate auch die Wecker, durch die vor Beginn des Telegraphierens oder des Sprechens
die Aufmerksamkeit erregt wird. Zur Vermeidung von Unfällen auf Straßenbahnen (da es dem Kutscher oft
kaum möglich ist, im betreffenden Augenblick außer Zügel und Peitsche die getrennt voneinander angebrachten Hilfsapparate,
Bremse und Signalglocke, zu handhaben, und da auch die Benutzung der ständig im Munde zu haltenden Signalpfeife unsicher
erscheint) sind verschiedene Alarmapparate vorgeschlagen und zum Teil ausgeführt worden. So bringt auf den Pariser
Pferdebahnen bei drohender Gefahr der Kutscher durch Niedertreten eines Blasebalgs scharfe Töne hervor, die als Warnungssignal
dienen sollen. Von J. Riedel in Berlin ist ein Alarmapparat hergestellt worden, vermöge dessen
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forlaufend
Bremse und Signalglocke durch einen einzigen Handgriff gleichzeitig in Thätigkeit versetzt weiden können.