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Reusschachen
Grundwasserpumpwerk & Vertikalﬁlterbrunnen
Das heutige Gebäude und ihre Anlagen hat die Wasserversorgung Rotkreuz und Umgebung 1991 erstellt. Die Fassungen samt Leitungen konnte sie bereits 1959 von der Ölraffinerie IPSA käuﬂich erwerben. Dies wurde möglich, weil die IPSA den Betrieb nicht wie geplant aufnahm und auch ihre weit herum noch heute sichtbaren, gleisnahen Tanklager dem Bund verkaufte. Das damals zuständige Oberkriegskommissariat (heute VBS) liess sodann unter ﬁnanzieller Beteiligung der Einwohnergemeinde Risch das Schwimmbad Rotkreuz als Löschwasserreserve für den Brandfall im Tanklager bauen.
Die Fassung des Wassers erfolgt ca. acht Meter unter dem Boden. Das geförderte Grundwasser stammt bei starken Niederschlägen – neben dem Grundwasser der Reuss – auch von unterirdisch zuﬂiessendem Hangwasser aus dem Gebiet des Honauerwaldes. Von diesem Gebäude aus wird das Wasser aus den beiden Grundwasserpumpwerken Berchtwil und Reussschachen aufbereitet, überwacht und in die Reservoire der Wasserversorgung gepumpt. Die vier im Innern des Gebäudes beﬁndlichen Hochdruckpumpen, deren Geräusche bei Betrieb nicht überhört werden können, fördern rund 550 m3 Wasser pro Stunde in die höher gelegenen Reservoire. Eindrücklich ist der Stromverbrauch für diesen unterirdischen Transport: Die vier Pumpen benötigen rund 280’000 Kilowatt Strom pro Jahr. Dies entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch von 560 Einfamilienhäusern.
Brunnenschacht (rechts), von dem das Wasser abgepumpt wird.
Durchﬂussmessgerät, mit welchem der Zuﬂuss des Wassers zu den Qualitätskontrollinstrumenten geprüft wird.
Vier Hochdruckpumpen, welche das gewonnene Wasser in die rund 100 Meter höher gelegenen Reservoire und in das Verteilnetz pumpen.