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Wir dürfen auf eine über 100jährige Geschichte zurückblicken. Dafür sind wir dankbar.
In Männedorf führte Dorothea Trudel (1813 - 1862) mehrere Häuser, in denen sie Menschen aus aller Welt aufnahm. Sie erlebten dort göttliche Heilung von körperlichen und seelischen Leiden, indem "die Jungfer Trudel" ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Dorothea Trudel war eine Person des Glaubens und des Gebets. Sie wird der Heiligungsbewegung zugerechnet.
Ihr Nachfolger war Samuel Zeller (1834 - 1912). Er erlebte in Männedorf am eigenen Leib, wie er durch Gebet von einer Krankheit geheilt wurde. Etwas später wurde er Mitarbeiter und führte dann das Werk während 50 Jahren weiter. In der näheren und weiteren Umgebung hielt er christliche Versammlungen ab, unter anderem in Wädenswil. Diese Versammlung der evangelischen Gemeinschaft auf der Fuhr wurde auch von Ida Brändli-Hausammann besucht. Samuel Zeller übte einen nachhaltigen Einfluss auf "Mutter Brändli" aus.
Im Jahr 1910 begann Mutter Brändli in ihrem Bauernhaus auf dem "Lehmhof" in Wädenswil mit Hausandachten. Schon fünf Jahre später musste im Nebengebäude des Bauernhauses ein Versammlungssaal eingerichtet werden, der etwa 30 Personen Platz bot. Evangelisationen und Sonntagsschule wurden darin abgehalten.
Nach zehn Jahren wurde das gegenüberliegende Oekonomiegebäude umgebaut und 1921 eingeweiht. Bald schon musste der Saal vergrössert werden und man baute eine Kanzel und ein Taufbecken ein.
1921 wurde der erste Pastor, Heinrich Steiner, eingesetzt. Unter seiner Leitung wurde der Pfingstmission 1926 durch einen Gemeinderatsbeschluss "auf Zusehen hin gestattet, auf dem Jakobshofplatz beim Engelhafen religiöse Versammlungen abzuhalten".
Im Jahr 1940 wurde Ernst Feller zum Pastor der Gemeinde berufen. Er war gleichzeitig Distriktsvorsteher und bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1985 im Amt. Die erfreuliche Entwicklung der Gemeinde erforderte personelle Verstärkung. Von 1961 an hat deshalb Marcel Flury als mitarbeitender Pastor an der Seite von Ernst Feller gedient. Er wurde 1971 von Walter Rückstein abgelöst.
1980 wurde Heinz Bossi als Pastor in der Gemeinde Wädenswil eingesetzt. Er war nicht mehr als Prediger für alle Gemeinden im Distrikt zuständig, sondern ausschliesslich für Wädenswil. Durch die ständige Präsenz eines Leiters konsolidierte die Gemeinde rasch und bald war der Saal auf dem Lehmhofgelände zu klein.
1986 konnte die ehemalige Fabrikliegenschaft Connex an der Auerenstrasse 10 im Zentrum von Wädenswil erworben werden. Bis der Umbau fertiggestellt war, genoss die Pfingstgemeinde Gastrecht bei der Evangelischen Gemeinde Fuhr (heute FEG). Am 10. Juni 1990 fand der erste Gottesdienst im heutigen "Auerehuus" statt.
Im Jahr 2010 feierte die Pfingstgemeinde SPM Wädenswil ihr 100jähriges Bestehen. Als Leitmotiv begleiteten uns die Worte aus Psalm 100 durch das Jubiläumsjahr.
Im September 2012 konnte die benachbarte Liegenschaft an der Oberdorfstrasse 39 erworben werden. Wir nennen es "Freihuus". Die Gewerberäume in der ehemaligen Druckerei Frei wurden zu einem Versammlungslokal für die Jugend, die Teenager und für Aktivitäten anderer Gruppen umgenutzt.
Am 25. Juni 2017 übergab Heinz Bossi die Verantwortung für die Gemeinde an Miriam Feller, Oliver Affolter und Josua Eugster. Nach 37 segensreichen Jahren des Wirkens trat er per Ende Juli in den aktiven Ruhestand.
Die Gemeinde wurde von einem pastoralen Dreierteam geleitet: Oliver Affolter, Pastor (seit 2009 angestellt), Miriam Feller, Pastoralassistentin (seit 2013 angestellt) und Josua Eugster, Pastoralassistent (seit 2014 angestellt).
Josua Eugster wurde am 14. Februar 2021 zum Pastor SPM ordiniert. Am 8. Juni 2021 wählte ihn die Mitgliederversammlung glanzvoll zum neuen Gemeindeleiter.
Weiterhin angestellt und im pastoralen Team tätig sind Oliver Affolter, Pastor (80 %) und Miriam Feller, Pastoralassistentin (60 %).
Die Pfingstgemeinde SPM Wädenswil zählt zur Zeit 201 Mitglieder (Stand Mai 2021), dazu etwa 150 Kinder, Teenager und Jugendliche.