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Film ab: Wo geht's hier zum happy end?
Die Welt scheint völlig in Ordnung. Die Lehrerin (Jennifer Lopez) ist glücklich in ihrem Beruf. Der Vater (Russell Crowe) spielt entspannt mit seinen Söhnen. Zwei Filme, zwei Stars, eine Ausgangslage. Bis irgendetwas geschieht, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Dann beginnt das Drama und wir leiden mit bis zum bitteren Ende. Oder vielleicht wird es doch ein glückliches?
Gefährlich: The Boy Next Door
Jennifer Lopez war lange Zeit nicht das, was man eine Charakterdarstellerin nennt. Für ihre Leistung in der Romanze «Gigli» an der Seite von Ben Affleck verlieh man ihr sogar die «Goldene Himbeere» für die schlechteste Schauspielerin des Jahres. Andere hätten aufgegeben, aber J.Lo engagierte die besten Schauspiellehrer und kämpfte weiter. Mit Erfolg – wie in «The Boy Next Door». In diesem Drama spielt sie eine Lehrerin, die eine unheilvolle Affäre mit ihrem Nachbarsjungen eingeht.
Getrieben: The Water Diviner
Ein Vater, der sich nach dem 1. Weltkrieg auf die gefährliche Reise nach seinen verschollenen Söhnen macht: Die Hauptrolle in «The Water Diviner» ist Oscar-Preisträger Russell Crowe auf den Leib geschrieben. Der Australier brilliert immer dann, wenn harte Männer gesucht werden; Kerle, die handeln statt reden. Für «Gladiator» gewann er als mutiger Kämpfer den Oscar. Als Seefahrer in «Master and Commander» und in der Rolle eines Boxers in «Das Comeback» war er für den Golden Globe nominiert. Und in «The Water Diviner» sucht er nach dem wertvollsten im Leben: der Familie.
Bedenklich: ThuleTuvalu
«Macht endlich eure Augen auf», schreien sie uns förmlich an. Dokumentarfilme wie «More Than Honey» zeigen schonungslos, was mit der Erde passiert, wenn wir nicht sorgsamer mit ihr umgehen. Für Filmregisseur Matthias von Gunten ist das Thema Klimaerwärmung Programm. Seine Idee ist aussergewöhnlich: Er stellt zwei Orte einander gegenüber, die auf unterschiedliche Weise davon betroffen sind. Während in Thule, weit oben im Norden, das Polareis schmilzt, steigt der Meeresspiegel auf der Südseeinsel Tuvalu bedenklich an.
Gehetzt: Beyond The Reach
Mensch jagt Mensch. Die simpelste aller Geschichten ist die Basis vieler spannender Highlights aus Hollywood. Ein überlegener Bösewicht will den sympathischen Gutmenschen zur Strecke bringen. Entkommen aus scheinbar ausweglosen Situationen, natürlich in letzter Sekunde, damit überzeugten in der Vergangenheit viele Blockbuster. «Auf der Jagd» mit Harrison Ford oder auch die «Scream»-Reihe von Wes Craven. In «Beyond The Reach» jagt Michael Douglas als perfider Geschäftsmann den jungen Ben durch die Mojave-Wüste. Bösartiger geht's kaum.
Dramatisch: Une Nouvelle Amie
Aus Männern in Frauenkleidern sind sehr erfolgreiche Komödien entstanden: «Mrs. Doubtfire» mit Robin Williams oder «La Cage aux Folles» mit Nathan Lane. Das Thema hat aber auch eine sensible, psychologische Seite. Dann, wenn das Frausein der innigste Wunsch eines Mannes ist. Oscar-Preisträger Eddie Redmayne bekam für seine Darstellung eines Transsexuellen in «The Danish Girl» in den vergangenen Monaten viel Lob. Wie die Welt für das persönliche Umfeld eines Transsexuellen ins Wanken gerät, das zeigt der französische Film «Une Nouvelle Amie» auf eindrückliche Art und Weise.