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Die Stadtpfarrkirche von Mellingen wurde 1675 im Stil einer frühbarocken Saalkirche erbaut mit gewölbtem Chor. 1830 wurde das Schiff klassizistisch überformt. Das giebelgekrönte Pilasterportal ist versehen mit einer vortrefflich geschnitzten Holztür im Knorpelstil, geschaffen vermutlich von Johann Adam Widerkehr. Die spätklassizistischen Altäre und die Kanzel stammen von den Gebrüdern Huttle. Der qualitätsvolle Kabinettscheibenzyklus stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.
Die Johannes dem Täufer geweihte Stadtpfarrkirche geht bis auf das 10. Jahrhundert zurück. Im späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert liessen die Habsburger das mittelalterliche Kirchengebäude durch einen gotischen Neubau ersetzen, der 1629 bis 1632 umfassend renoviert wurde, aber schon bald wieder baufällig war.
1674 beschlossen Kleiner und Grosser Rat der Stadt Mellingen, die Kirche abzubrechen und um 90 Grad gewendet in grösseren Dimensionen neu zu errichten. Von der alten Kirche blieb nur der Turm erhalten, der heute frei steht. In seinem Erdgeschoss, also im alten Chorraum, der heute als Taufkapelle genutzt wird, sind Fresken mit Szenen des Kirchenpatrons zu sehen aus dem 14. Jahrhundert sowie ein Sakramentshäuschen von Anton Wyg von 1583.