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Für 2010 ist eine Anbaufläche von 35 bis 40 Hektaren angestrebt. Bis heute sind aber nur 16 Hektaren gemeldet; also sind dringend weitere Produzenten gesucht, die bereit sind, die noch fehlenden 20 bis 25 Hektaren zu produzieren. Die Produzenten schliessen einen Anbauvertrag mit der Produzentenorganisation Progana ab. Der Produzentenpreis beträgt für 2010 200 Franken pro Dezitonne.
Im Jahr 2009 wurden nördlich der Alpen etwa 35 Hektaren Soja geerntet. Davon wurden 28 Hektaren von der Mühle Rytz übernommen und 7 Hektaren Saatsoja an die Saatgutgenossenschaft Düdingen geliefert. Die Mühle Rytz übernahm zudem 12 Tonnen Biosoja aus dem Tessin. Die Sojabohnen der Mühle Rytz werden von diversen Betrieben zu Tofu verarbeitet.
Anbautechnik
Der Anbau von Soja ist anspruchsvoll. Der Anbau ist den besten Böden unter 500 m ü. M. vorbehalten. Die durchschnittlichen Erträge in der Schweiz variieren zwischen 18 und 26 Dezitonnen pro Hektare (Anbaumonitoring, 2004-2006).
Für die Tofuherstellung müssen ausgewählte Sorten mit einem hohen Proteingehalt und einer besonders hellen Haut verwendet werden. Zurzeit ist genug Biosaatgut der Sorten Proteix und Aveline erhältlich. Die Sorte Proteix ist etwas später reif als Aveline, aber sie gibt einen besseren Ertrag und einen etwas höheren Proteingehalt.
Mit geeigneter Anbautechnik ist es möglich, mindestens 22 Dezitonnen pro Hektare zu erzielen. Spitzenerträgen von über 30 Dezitionnen sind durchaus möglich, falls auch die Unkräuter nicht nur zwischen den Reihen, aber auch in der Reihe sorgfältig beseitigt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die kombiniert werden können: Striegeln (unter gewissen Bedingungen), Abflammen, Einsatz einer Fingerhacke, Jäten von Hand. Fingerhacken sind auf einigen Gemüsebaubetrieben zu finden.
Von einer allzu extensiven Kulturführung (gänzlicher Verzicht auf Handarbeit) sollte abgeraten werden, denn die zu erwartenden Erträge werden tief sein (15 Dezitonnen pro Hektare oder weniger) und die Gefahr einer starken Verunkrautung zum Beispiel mit Gänsefuss- oder Amarantharten ist hoch. Bei der Ernte solcher Äcker ist die Unkrautgrünmasse beträchtlich, es entstehen hohe Reinigungskosten. Zudem reichern sich die Felder mit Unkrautsamen an. Auf jeden Fall muss vermieden werden, dass es den schwarzen Nachtschatten in der Kultur gibt, denn die Beeren dieser Pflanze verfärben die Sojabohnen und machen sie für die weitere Verarbeitung untauglich.
2010 werden voraussichtlich in der Schweiz zwei Unkrautbekämpfungsversuche durchgeführt.
Weitere Auskünfte
Anmeldung, Saatgutlieferung und Übernahme der Ernte in der ganzen Schweiz:
Mühle Rytz AG
3206 Biberen
Tel. 031 754 50 00
Fax 031 754 50 01
E-Mail
Kontaktperson: Peter Rytz, Direktor
Anmeldung, Anbauverträge mit Progana:
André Horisberger
Ferme David
1148 Chavannes-Le-Veyron
Tel 021 861 43 09 oder 079 232 62 54
E-Mail
Anbautechnik :
Hansueli Dierauer (FiBL)
Ackerstrasse, 5070 Frick
Tel. 062 865 72 65
E-Mail
Merkblatt Biosoja (FiBL-shop)
Autor: Maurice Clerc, FiBL