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Die Hymne anlässlich des Thronwechsels sei «das schlechteste Lied aller Zeiten», ein Schande für Holland und erinnere «an das Aufwärmritual einer marokkanischen Jugendbande kurz vor dem Überfall auf ein Juweliergeschäft.» Zumindest der Rap-Teil, wie der «Telegraaf»-Kolumnist Rob Hoogland findet. Bittere Worte für den Komponisten John Ewbank, der für das 5-minütige Werk immerhin 51 bekannte niederländische Künstler (wie beispielsweise Marco Borsato oder Trijntje Oosterhuis) aufbieten konnte.
Seit der Veröffentlichung kommt es jedoch zu Gehässigkeiten und sogar Morddrohungen gegen den Lied-Schöpfer. Dessen Twitter-Account sei durch eine Flut von Beleidigungen lahmgelegt worden. Man hätte ihn aufgefordert, sich in «Schande begraben zu lassen» sowie eine Steinigung und die Verbrennung auf einem Scheiterhaufen gefordert. Aufgrund der verletzenden Reaktionen teilte Ewbank in der Nacht zum Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit, seine Krönungshymne wegen des Shitstorms zurückzuziehen. Ausserdem schlägt der Komponist alternative Königslieder vor und wünscht den Bürgern viel Spass beim Singen.
Das eigens für den Thronwechsel gegründete Nationalkomitee ist enttäuscht über den Rückzieher, hat aber durchaus Verständnis für den Songschreiber, wie der holländische Sender NOS mitteilt: Das Anliegen des Königsliedes sei gewesen, Menschen zu verbrüdern und nicht, sie zu entzweien.
Das Königshaus hingegen äusserte sich bislang nicht zu der Komposition, die am 30. April beim Thronwechsel von Königin Beatrix zu Willem-Alexander in Amsterdam hätte erklingen sollen. Böse Zungen behaupten aber, dass das Lied dem zukünftigen König Anlass gegeben hätte, nach Argentinien - dem Herkunftsland seiner Frau Máxima - auszuwandern.