Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/1233

Ob in der Abfahrt, im Super-G oder im Riesenslalom, an Théo Gmür gab es an den Paralympics im März kein Vorbeikommen. Der 22-Jährige aus Haute-Nendaz, der seit dem dritten Lebensjahr wegen eines Hirnödems halbseitig gelähmt ist, sicherte sich in der Kategorie «Stehend» dreimal Gold. Damit krönte der Senkrechtstarter seinen rasanten Aufstieg, der mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille im Riesenslalom im Januar 2017 begonnen hatte.
Bei der Ankunft in Südkorea habe er sich eine Medaille gewünscht, sagte Gmür, der im vergangenen Jahr mit dem Gewinn des Gesamtweltcups bereits einen Coup gelandet hatte. Dann sei sein Appetit immer grösser geworden, so der Paralympics-Debütant. Mit seinen Erfolgen erlangte Gmür innerhalb kürzester Zeit nationale Berühmtheit. Unter den Gratulanten war nach dem Meisterstück in seiner Paradedisziplin Riesenslalom auch Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin.
Dass Gmür gestern nun vor Marcel Hug und Manuela Schär zum Behindertensportler 2018 gewählt wurde, überraschte auch den 22jährigen Walliser etwas: «Es war überwältigend, neben all diesen Stars hier sein zu dürfen», sagte Gmür, der bei seiner sehr symphatischen Rede sogar eine Walliser Mütze anzog und Werbung für seinen Kanton machte.
Gmür reist nun nach St. Moritz zum Europacup von PluSport und startet im Riesenslalom und Slalom.