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Huftiere können Nährstoffe über grosse Distanzen transportieren. In diesem Projekt untersuchen wir in Zusammenarbeit mit Joseph Bump (University of Minnesota), welche Bedeutung dieser Transport für die Verteilung von Nährstoffen auf Landschaftsebene hat und wie dadurch die Gemeinschaften der Bodenorganismen und Bodenprozesse beeinflusst werden.
Huftiere können beträchtliche Mengen an Nährstoffen in Raum und Zeit verschieben. Dies geschieht zum Beispiel täglich, indem die Nährstoffe, die in beliebten Weide- und Äsungsgebieten aufgenommen werden, zu beliebten Ruhezonen transportiert werden. Dort werden sie in Form von Dung und Urin wieder ausgeschieden. Besonders ausgeprägt ist dieser Nährstofftransfer bei domestizierten Huftieren wie Rindern und Schafen. Deutlich weniger ausgeprägt ist dieser Transfer bei unseren wilden Huftieren wie beispielsweise dem Rothirsch. Dafür transferiert der Rothirsch Nährstoffe saisonal vom Sommer- in den Wintereinstand durch seine grossräumige Migration. Die im Sommer aufgebauten Nährstoffreserven werden im Lauf des Winters im Wintereinstand über Exkremente wieder ausgeschieden. Der Nahrungsmangel im Winter führt auch zu mehr Todesfällen. Die Kadaver führen dem Wintereinstand zusätzliche Nährstoffe zu. In Gebieten mit Grossraubtieren wie Wölfen, dürfte der Nährstofftransfer durch Hirsche allerdings verändert werden. Kadaver dürften anders verteilt sein, als bei ausschliesslich von Raubtieren unbeeinflussten Todesfällen.
In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir wie wilde Huftiere die Nährstoffverteilung in Raum und Zeit auf Landschaftsebene beeinflussen und welche Bedeutung diese Verteilung auf die Gemeinschaften der Bodenorganismen und Bodenprozesse hat. Wir vergleichen dabei Nährstoffmuster aus Gebieten mit wenig Raubtier- (beispielsweise Schweizerischer Nationalpark) mit solchen mit viel Raubtiereinfluss (beispielsweise Yellowstone Nationalpark).