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Es war ein hartes 21-Runden-Rennen in der Toskana. Vor allem, weil die Sonne für Temperaturen von bis zu 30°C sorgte und im Falle von Tom Lüthi, weil dieser am Rennsonntag an einer lästigen Magen-Darm-Verstimmung litt.
Doch der Schweizer biss die Zähne zusammen und ging vom zweiten Startplatz direkt in Führung. Zunächst sah es so aus, als ob er und sein Teamkollege Marcel Schrötter sich vom Rest des Feldes leicht absetzen konnte. Doch die Verfolgergruppe mit Alex Marquez, Luca Marini und Jorge Navarro ließ nicht locker. Zuerst zogen Marquez und Marini an Marcel Schrötter vorbei, danach zogen der Spanier und später auch der Italiener an Tom Lüthi vorbei.
Als gegen Ende des Mugello-Battles auch noch der WM-Leader Lorenzo Baldassarri von hinten angebraust kam, hielt Tom Lüthi allerdings alle Türen geschlossen und holte schlussendlich den dritten Platz. Das bedeutete sein drittes Podium des Jahres sowie sein drittes Podium in Mugello, nachdem er dort bereits 2012 Dritter wurde und 2017 Zweiter.
Auch in der Weltmeisterschafts-Wertung musste er Alex Marquez den Vortritt lassen und auf den dritten Rang ausweichen. Der Punkteabstand zu Baldassarri an der Spitze beträgt jedoch nur vier Punkte.
Tom Lüthi P3 Race Moto2 / P3 - Moto2 World Championship 2019 - 84 Punkte
«Ich musste heute härter mit dem Motorrad kämpfen, als das ganze Wochenende. Irgendwie habe ich mich heute schon nach dem Frühstück ganz schlecht gefühlt. Zwischen Warm-up und Rennen war ich überhaupt nicht fit. Vielleicht war auch die Temperatur heute nicht unbedingt hilfreich. Körperlich war das ein sehr schwieriges Rennen. Ich stand ziemlich unter Druck und habe auf meinem Board gesehen, dass Navarro hinter mir war. Er hat ganz schön gepusht. Ich wusste, dass es keinen Raum für Fehler gibt. Deshalb habe ich alles gegeben und sogar am Ende das Tempo noch erhöht, habe also alles riskiert. Ich konnte die Lücke schließen, aber zum Angreifen war am Ende keine Zeit mehr. Wir sind Dritter geworden und das ist sehr, sehr stark. Ich freue mich da auch wirklich sehr drüber. Mein Team hat einen Top-Job gemacht, das möchte ich noch einmal unterstreichen. Wir haben das Motorrad dieses Wochenende sehr gut hingestellt. Wir sind auf einem ganz anderen Niveau als noch in Le Mans und damit auf dem richtigen Weg. Es ist gut, dass wir wieder vorn mit dabei sind und wir sagen können, dass wir, sogar mit einem kleinen Fehler wie in Argentinien, wieder vorn mitfahren. Die Saison ist aber immer noch sehr lang und so viele Jungs sind wirklich stark. Marquez zum Beispiel war heute sehr stark. Wir müssen einfach weiter arbeiten und versuchen, die Ruhe zu bewahren.»
Jürgen Lingg Teammanager
«Natürlich bedeutete der dritte Platz von Tom wichtige Punkte. Ein Podium ist immer schön und das hat er wirklich sehr gut gemacht. Am Schluss sah es sogar so aus, als ob er sich mit dem dritten Platz gar nicht zufrieden gibt. Er hatte Baldassarri hinter sich gut im Griff. Ein super Rennen von ihm. Wir müssen jetzt wirklich aufpassen, dass uns hier keine Fehler passieren. Wir müssen versuchen, beim Start gut wegzukommen und vorn mit dabei zu sein, dann stehen unsere Chancen gut. Tom hat heute wirklich eine starke Leistung gebracht, zumal es ihm nicht so gut ging.»
Rennen Moto2:
1. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
2. Luca MARINI / ITA / KALEX
3. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
Komplettes Resultat hier.
Weltmeisterschaft-Wertung:
1. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 88
2. MARQUEZ Alex / SPA / 86
3. LUTHI Thomas / SWI / 84
4. NAVARRO Jorge / SPA / 73
5. SCHROTTER Marcel / GER / 64
6. MARINI Luca / ITA / 58
7. FERNANDEZ Augusto / SPA / 54
8. BASTIANINI Enea / ITA / 45
9. GARDNER Remy / AUS / 41
10. BINDER Brad / RSA / 39
Komplette Wertung hier.