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Olympia 2010: "im Zentrum der Schweiz"
Die Olympischen Winterspiele 2010 sollen im "Zentrum der Schweiz" stattfinden. Die Initianten haben die offizielle Einreichung der Kandidatur "Bern-Montreux 2010" angekündigt. Zürich und Graubünden planen gemeinsam eine eigene Kandidatur.
Mit der Kandidatur "Bern-Montreux 2010" sei es erstmals in der Geschichte der Schweizerischen Olympiabewerbungen gelungen, ein gemeinsames nationales Projekt über die Sprachgrenzen hinaus zu entwickeln, erklärten die Initianten am Montag (30.11.) in Bern. Die aus der Fusion der beiden Projekte "Bern 2010" und "Montreux 2010" entstandene Olympia-Kandidatur "Bern-Montreux 2010" sieht den Einbezug der sieben Kantone Bern, Waadt, Wallis, Freiburg, Luzern, Obwalden und Graubünden vor. Die Kandidatur wird am Donnerstag (2.11.) beim Schweizerischen Olympischen Verband (SOV) in Lausanne eingereicht.
Verzicht auf teure Neubauten
Mit der Kandidatur von Bern und Montreux sollen nach dem Willen der Initianten die bestehenden oder geplanten Infrastrukturen genutzt werden. Mit dem Verzicht auf Neubauten soll nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Kosten tief gehalten werden. Das Baubudget beträgt 113 Mio. Franken.
Die Durchführung der Alpinen Disziplinen ist in den Walliser Orten Crans-Montana und Veysonnaz geplant. Bob, Skeleton und Rodeln soll in St. Moritz stattfinden, während Curling in Lausanne gespielt werden soll. Eishockey soll in Freiburg, Montreux und Monthey (VS) stattfinden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Eisschnelllauf sollen in Martigny starten. Für den Freestyle-Wettbewerb steht Meiringen (BE) auf dem Programm; die Nordische Kombination soll in Kandersteg durchgeführt werden. Der Col des Mosses und La Lecherette stehen in den Waadtländer Alpen für Skilanglauf und Biathlon zur Verfügung. Engelberg (OW) oder Gstaad sind als Austragungsorte für Skispringen vorgesehen; Leysin (VD) oder Grindelwald für Snowboard.
Gegenkandidatur von Zürich und Graubünden
"Bern-Montreux 2010" steht unter dem Patronat von Nationalrats-Präsident Hanspeter Seiler. Das Projekt wird laut der zuständigen Arbeitsgruppe von über 100 Personen aus Politik, Wirtschaft und Sport unterstützt.
Die Kandidatur wird am kommenden 5. Dezember vor dem Exekutivrat des SOV präsentiert. Der Entscheid des Sportparlamentes über eine schweizerische Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2010 wird am 17. Januar 2001 erwartet. Neben Bern und Montreux haben auch Zürich und der Kanton Graubünden ihr Interesse für Olympia 2010 angemeldet.
swissinfo und Agenturen
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