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die Früchte der Eichen, bestehen aus dem dünnen, schalenartigen, zerbrechlichen Fruchtgehäuse, einer zarten,
braunen Samenhaut und den aus zwei großen, gewölbten, fleischigen Keimblättern gebildeten Samen,
[* 3] welche unter ihrer Spitze
das kleine, aufwärts gerichtete Würzelchen samt dem Knöspchen bergen. Die Eicheln unsrer beiden Eichen (Quercus
sessiliflora und Q. pedunculata) schmecken sehr schwach süßlich, dann bald mehr, bald weniger stark bitterlich adstringierend,
während die Eicheln mancher südlicher Arten wohlschmeckend sind.
Eichelmast gibt schmackhaftes Fleisch und festen Speck. Mastochsen gibt man Eicheln zerstoßen unter den Häcksel gemischt. Den Schafen
sind sie nicht zuträglich, wohl aber dem Federvieh, mit Ausnahme der Gänse. Durch Auslaugen oder Dämpfen entbitterte,
getrocknete und gemahlene Eicheln geben ein schwerverdaulichesBrot.
[* 7] Geschälte und geröstete Eicheln dienen als Kaffeesurrogat, namentlich
für skrofulöse Kinder. Die Wirkung dieses Getränks ist von der des Kaffees ganz verschieden, da den Eicheln das Kaffein sowohl als
das dem gerösteten Kaffee eigentümliche brenzlige Öl fehlt. Und darin beruht vielleicht der einzige
Wert desselben. Eicheln sollen auch einen sehr reinen, dem Kornbranntwein ähnlichen Spiritus
[* 8] geben.