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Zunächst wird die Plastikhülle entfernt. Der Holzgriff bildet gleichzeitig das Mundstück. Um das Blasloch erscheinen zu lassen, drücken Sie den sog. Tonschieber nach unten, also weg vom Holzgriff, und schon ist das Instrument spielbereit.
Die Panalotosflöte halten Sie vorzugsweise so,
dass der abgeflachte Holzteil von Ihnen wegzeigt.
Falls Sie aber das Gefühl haben,
besser zu fahren, wenn Sie den flachen Teil zu sich
hindrehen und die Finger in die Grübchen legen,
so ist auch das in Ordnung.
Probieren Sie selber aus, wie Sie den besten Ton
bekommen.
Ziehen Sie den Tonschieber 15 - 20 cm heraus und
legen die Unterlippe auf den Rand des Blaslochs.
Die Zunge soll beim Anblasen kurz den Gaumen leicht
berühren, so dass jeder Ton quasi mit einem "T" beginnt.
Der Tonschieber soll vorerst nicht stark bewegt werden, da wir uns mit der gewählten Auszugslänge im einfachsten Spielbereich befinden. Sowohl die ganz hohen wie die ganz tiefen Töne bedürfen einer besonderen Blastechnik. Der Luftstrom soll über das Blasloch hinweggehen, also nicht wie bei der Blockflöte ins Instrument hinein. Zur Orientierung: Wird der Tonschieber ca. 18,5 cm ausgezogen, erklingt ungefähr das eingestrichene Stimmgabel-A mit 440 Schwingungen pro Sekunde (440 Hz). Sobald Sie etwas fortgeschrittener sind, wird es eine einfache Methode geben, ein A zu finden, indem Sie die Panalotosflöte bei vollem Auszug des Tonschiebers anblasen: Es ertönt das kleine A von 220 Hz, wobei - je nach Blasansatz - kleinere Abweichungen möglich sind. Versuchen Sie nun, einen Ton möglichst ohne Nebengeräusch zu erzeugen. Holen Sie nicht für jeden Ton neu Luft, sondern spielen Sie ein paar Töne mit demselben Atem. Dies ist sehr wichtig, um Schwindel zu vermeiden. Machen Sie den Test, wie schwach sie blasen können, um noch einen Ton zu erzeugen. Zu Beginn neigen Anfänger dazu, viel mehr Luft als nötig einzusetzen. Gehen Sie also haushälterisch mit Ihrer Luft um.
Sie ziehen den Tonschieber wieder etwa 15 - 20 cm heraus und lassen vielleicht einmal alle meine Entchen über den See schwimmen. Falls Sie sich unsicher mit den Tönen fühlen, gleiten Sie einfach von einem Ton zum nächsten (Glissando). Die Zugabstände zwischen den Tönen sind proportional zur gespielten Lage: Sie nehmen nach oben kontinuierlich ab und vergrössern sich entsprechend nach unten. Ein geübter Panalotosflötenspieler kann bis zu vier Oktaven nutzen. Die ganz hohen Töne klingen jedoch relativ schrill und die erforderlichen Handbewegungen sind in diesem Bereich minutiös. Ev. werden Sie auch mit den ganz tiefen Tönen etwas Mühe haben. Hier empfiehlt es sich, erst einmal in einer höheren Lage anzublasen und dann während des Blasens den Tonschieber weiter auszuziehen. Die tiefen Töne erklingen bereits mit ganz wenig Luft. Bei stärkerem Blasen in diesem Bereich erwischt man schnell die sog. überblasene Duodezim, also ein Ton, welcher eine Oktave und eine Quinte über der Originalfrequenz liegt (dreifache Frequenz des Ursprungstons). Geübte Panalotosspieler können auch dieses „Register“ bewusst einsetzen.
Es sind hier im Wesentlichen zwei Knallgeräusche zu
unterscheiden:
der harte und der weiche Knaller.
Der harte Knaller entsteht, indem beispielsweise der Zeigefinger der linken Hand auf das Blasloch gedrückt, dabei der Tonschieber herausgezogen wird, sodass ein Unterdruck entsteht, welcher den (Zeige)Finger stärker ans Loch drückt. Ziehe ich den Finger nun gegen diesen Druck plötzlich weg, entsteht eine Art Korkenknallerpizzicato. Je nach dem, wann ich dies tue, erhält der Knall verschieden hohe Töne. (Richtige Melodien wird man so jedoch kaum spielen wollen: Dies ist mir jedenfalls bisher noch nicht gelungen.)
Den sog. weichen Knaller erhalte ich, indem ich beim Wegziehen des Fingers gleichzeitig schnell mit dem Tonschieber zurückfahre. Der Nachhall des Knalls ertönt in einem schnell aufsteigenden Glissando, lautmalerisch etwa einem "Buii" vergleichbar.
Durch Kombinationen zwischen harten und weichen Knallern lassen sich nun die verschiedensten Rhythmen aufbauen.
wird erreicht, indem man, z. B. am Ende eines Stückes die Panalotosflöte zweimal relativ kräftig anbläst; das erste Mal nur während des raschen Zurückholens des Tonschiebers, gefolgt von einem zweiten Stoss mit nochmaligem raschen Zurückholen und ruhigerem Ausziehen des Tonschiebers. Es erklingt dann so etwas wie ein "Juhuii!"
Was die gelegentliche Reinigung der Panalotosflöte betrifft, so ist das Instrument nicht heikel: Drücken Sie dazu den Tonschieber am unteren Ende so weit in das Blasrohr, dass Sie ihn nach oben durch das Blasloch ganz herausnehmen können. Der dabei anfänglich zu überwindende Widerstand soll verhindern, dass der Tonschieber unbeabsichtigt herausfällt. Nun lässt sich das Rohr nach Belieben mit einem leicht angefeuchteten Tuch oder Pinselchen reinigen. Auch der Tonschieber kann auf dieselbe Art und Weise sauber gemacht werden. Von Zeit zu Zeit wird es ev. nötig sein, das Blasrohr und die Dichtungen mit etwas Silikonspray durchzuspritzen. Führen Sie anschliessend den Tonschieber wieder mit dem dichtungslosen Ende voran durch das Blasloch ein, bis dieses Ende bündig das untere Rohrende abschliesst, und der Tonschieber bleibt so für die Aufbewahrung gut im Klangrohr fixiert.
Diese Anleitung erhebt keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr stellt sie nur eine kurze Einführung ins Spiel der Panalotosflöte dar. Selbstverständlich stehe ich Ihnen für weitere Tipps jederzeit gerne zur Verfügung.
Viel Vergnügen mit Ihrer neuen Panalotosflöte wünscht Ihnen
Martin Meyer
Panalotos-Flöte: Alleinvertrieb, Unterricht, Vorführungen...
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