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Der Zeitlohn ist ein leistungsunabhängiger Lohn, der nach Zeitabschnitten bemessen wird. Es kann sich dabei um einen Stunden-, Tages-, Monats- oder Jahreslohn handeln.
Der Akkordlohn wird nach der Menge der geleisteten Arbeit bemessen, es handelt sich somit um einen Leistungslohn. Bei Akkordlohn sind zwei gesetzliche Vorschriften zu beachten:
- Gemäss OR 326 ist der Arbeitgeber verpflichtet genügend Akkordlohnarbeit zuzuweisen. Der Arbeitgeber kann aber auch Zeitlohnarbeit zuteilen, wenn er keine Akkordlohnarbeit zuweisen kann.
- Gemäss OR 326a hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Akkordlohnansatz vor Beginn der einzelnen Arbeit bekannt zu geben.
Bei der echten Arbeit auf Abruf muss sich der Arbeitnehmer für einen möglichen Abruf des Arbeitgebers bereit halten. Er kann während dieser Zeit keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgehen. Der Arbeitnehmer hat deshalb Anspruch auf den Bereitschaftslohn. Der Bereitschaftslohn darf tiefer sein als der Stundenlohn, den er für geleistete Arbeit erhält.
Bei der unechten Arbeit auf Abruf hat der Arbeitnehmer keine Bereitschaftspflicht und ist auch nicht verpflichtet, einen vom Arbeitgeber angebotenen Einsatz anzunehmen. Der Arbeitgeber hat deshalb dem Arbeitnehmer auch keinen Bereitschaftslohn zu entrichten.
Beim dreizehnten Monatslohn wird der Jahreslohn des Arbeitnehmers auf dreizehn Raten verteilt und dem Arbeitnehmer in der Regel Ende Dezember die dreizehnte Rate ausbezahlt.
Die Prämie ist eine Vergütung für besondere Leistungen der Arbeitnehmer. z.B. Arbeiten von besonderer Qualität oder Quantität.
Gratifikationen stellen grundsätzlich keinen Lohn dar, sondern eine Art Sondervergütung, welche neben dem Grundlohn an bestimmten Anlässen (z.B. Weihnachten) ausgerichtet wird.
Die Provision ist eine Vergütung, die sich prozentual nach dem Wert einzelner Geschäfte bestimmt, welche der Arbeitnehmer vermittelt oder abgeschlossen hat.
Der Arbeitnehmer erhält einen Anteil am Geschäftsergebnis (Gewinn- oder Umsatzbeteiligung). Diese Entlöhnung findet sich v.a. bei Arbeitnehmern in leitender Stellung
Der Bonus ist eine neuere Erscheinung, welche im OR nicht geregelt ist. Je nach Ausgestaltung im konkreten Fall handelt es sich um eine Gratifikation oder um Lohn.
Die Mitarbeiterbeteiligung ist im Gesetz nicht definiert und kann verschiedenste Formen annehmen. In einem weiteren Sinne umfasst sie neben der Beteiligung am Unternehmen auch die Einwirkung auf Entscheidungsprozesse im Unternehmen.
Im Mitarbeiterbeteiligungsplan als Bestandteil des Arbeitsvertrages ist geregelt, welche Mitarbeiter unter welchen Voraussetzungen zum Bezug von Aktien oder Optionen berechtigt sind.
Die Aktien- resp. Optionszuteilung kann anstelle eines Bonus resp. einer Gratifikation erfolgen. In anderen Modellen kann der Arbeitnehmer selbst bestimmen, ob er bspw. seinen Bonus zum Erwerb von Optionen verwenden will.
Meist ist der Eigentumserwerb von Aktien oder Optionen aufgeschoben und die Wertpapiere unterliegen Verkaufssperrfristen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann eine Rückgabepflicht vorgesehen sein.
Seit der Einführung des Obligatoriums der beruflichen Vorsorge (BVG) besteht auch bei langjährigen Mitarbeitern kein Anspruch auf eine Abgangsentschädigung.
Eine Abgangsentschädigung kann jedoch im Arbeitsvertrag oder bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vereinbart werden.
Steht dem Arbeitnehmer ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung, welches er auch für Privatfahrten in seiner Freizeit nutzen kann, erhält der Arbeitnehmer eine nichtmonetäre Leistung des Arbeitgebers, welche einen geldwerten Vorteil darstellt. Dementsprechend wird auf dem Lohnausweis des Arbeitnehmers ein Betrag für die private Nutzung eines Dienstfahrzeuges als Lohn aufgeführt und es werden Sozialversicherungsbeiträge darauf abgerechnet.
Fringe benefits sind neben dem Geldlohn zusätzlich entrichtete oder angebotene Waren oder Dienstleistungen des Arbeitgebers. Es kann sich dabei um die unentgeltliche oder vergünstigte Abgabe von Produkten oder Dienstleistungen vom Arbeitgeber an die Arbeitnehmer handeln.
- Geschäftsfahrzeug (auch für den Privatgebrauch
- Geschäftsmobiltelefon (auch für den Privatgebrauch)
- Mitarbeiterwohnungen
- Kantine oder Lunchschecks
- Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen
- Kindergärten und -krippen
- Beteiligung oder Übernahme der Kosten für den Arbeitsweg
- Übernahme der Kosten für Weiterbildung
Wird einem Arbeitgeber zur Vermeidung von Kündigungen Kurzarbeit bewilligt, übernimmt die Arbeitslosenversicherung einen Teil des Lohnausfalls der Arbeitnehmer.