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5D1. Entstehung der Zelle
1. Einführung in die Huterschen Erkenntnisse, Ziffer 2 bis 5
Carl Huters Erkenntnisse sind:
1. Der Materie haftet Empfindungsenergie an. Dies erklärt er dadurch, dass die Materie aus dem Weltäther entstanden ist und zwar in folgender Weise:
a. Der neutrale Weltäther hat sich differenziert, u.a. in Ruh-Äther-Ilionen, in Bewegungs-Äther-Ilionen und in Empfindungs-Äther-Ilionen.
b. Diese Differenzierung erfolgt niemals vollständig. Das Ruhäther-Ilion besitzt noch Anteile des Bewegungs-Elements und insbesondere des Empfindungs-Elements.
c. Aus den Ruhäther-Ilionen ist die Materie hervorgegangen.
2. Die anhaftende Empfindungsenergie befindet sich in einem Schlummerzustand.*) Sie sehnt sich danach, aus dem Schlummerzustand und aus diesem inaktiven, gebundenen Zustand herauszukommen, quasi erlöst zu werden.
*) Siehe auch 5A. Dritte Weltenergie; Helioda .
3. Sie befindet sich lediglich im Regelfall in diesem Zustand. Es ist ihr möglich, vorübergehend ein wenig zu erwachen und ein wenig aktiver zu sein.
4. Durch eine Kombination aus Zufall und aus der Mitwirkung der Empfindungsenergie kommt es zur Bildung des Eiweiss-Moleküls.
5. Im Eiweiss-Molekül befindet sich die Empfindungsenergie in einem loseren Zustand und sie kann sich in diesem Molekül besonders gut sammeln. - Eine nähere Begründung findet man in den Schriften Huters (noch) nicht.
6. Auf dem Weg zur Bildung der Materie - Atome und Moleküle - sind auch Zwischenstoffe entstanden, die einen hohen Anteil an Empfindungsenergie besitzen. Carl Huter nennt sie Od und Medioma*) resp. Feinmaterie. Sie ist chemisch nicht nachweisbar.
*) Siehe 7. Kräfte, Stoffe, Formen
7. Die Materie spaltet feinmaterielle Extraktivstoffe ab. Diese Feinstoffe wirken auf die Atome und Moleküle resp. auf das Eiweiss-Molekül in organisierender und schöpferischer Weise ein. Ihr Ziel ist, die Bildung einer lebenden Zelle, also eines grosses stofflichen Gebildes mit einer Innenorganisation, denn darin
a. vermag sich die Empfindungsenergie noch stärker zu sammeln
b. vermag die Empfindungsenergie die Herrschaft über die Materie zu übernehmen
c. vermag die Empfindungsenergie*) - wohl in Kombination mit der Feinmaterie - auf eine magische Weise Bewusstsein, Gewissen und Heiligkeitsgefühl zu erzeugen.
*) Erst jetzt, wo die Bindung der Empfindungsenergie an die Materie viel schwächer geworden ist und sie Herrschaft über die Materie übernommen hat
Damit ist nach Carl Huter eine lebende Zelle durch Urzeugung entstanden, d.h. wenn die Empfindungsenergie eine Zelle gebaut mit einer Innenorganisation und sie darin die Herrschaft über die Materie ausübt. Dank der Innenorganisation besitzt die Zelle einen Stoffwechsel, vermag sich zu teilen, besitzt eine Reizwahrnehmung, etc.
Der Materie haftet nicht einzig nur die Empfindungsenergie in schlummernder Form. Es haften ihr die anderen Erscheinungsformen der Empfindungsenergie an: Helioda-Empfindungskraft, Helioda-Strahlkraft, Lebenskraft. Auch diese Erscheinungsformen können sich in der lebenden Zelle freier betätigen, es entsteht z.B. die Helioda-Strahlung. Die Empfindungsenergie kann aber den gebundenen Zustand nicht völlig überwinden. Die Materie setzt weiterhin Grenzen.
2. Wie erklärt sich Carl Huter die Entstehung der ersten Zelle durch Urzeugung?
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis", I. Lehrbrief, fünfte Lektion.
Fettdruck und Gliederung in Abschnitte durch die Carl-Huter-Stiftung
Zitat Anfang:
- Die Zelle, die sich aus uns noch unbekannter Urzeugung bilden kann, hat so etwas, was man als Lebenswillen zur Individualität bezeichnen muss. Ist es denn Passivität, dass sich Zellen bilden? Muss man nicht ein aktives Vorgehen annehmen, das Wollen zum Leben?
- Ich erkläre mir die Urzeugung aus dem ewigen Sehnen, das in jedem unorganischen Stoffe schlummert, aus dem Bann der zwingenden Weltgesetze herauszukommen zur Freiheit seiner Selbst und glaube, dass mehrere Stoffe, in diesem Drang vereinigt, sich sympathisch berühren müssen, um unter gewisser Wärme und anderen günstigen Bedingungen zu organischem Leben zu erwachen.
- Es strahlt aus der Materie schon der göttliche schöpferische Geist der Helioda.
- Ich nehme an, dass bei der Urzeugung einer Zelle von jedem chemischen Grundelement, das hierbei zur Vereinigung zusammentritt, sich ein Extraktivstoffteilchen abspaltet, z. B. vom Stickstoff, Sauerstoff, Eisen, Phosphor usw. Jedes Extraktivstoffteilchen vereinigt sich mit anderen zusammen zu einem Fluidum oder verfeinerten Grundelement.
- Aus empfindenden Urkräften der Materie bildete sich die verdichtende Medioma oder das Lebensod, das die Mutterstoffe zum Aufbau der grobmateriellen Zelle nach sich zieht, aber alle Einzelteile der chemischen Elemente durch seine anregende Wirkung und sympathische Beziehung zu beherrschen vermag.
- Es liegt also der werdenden Zelle eine höhere Einheit von Stoff und Kraft zugrunde, die die Zelle baut, bildet und beherrscht, und daher nehme ich an, dass die Zelle ausser dem Protoplasma ein aristokratisches Lebensprinzip, die Seelenmaterie und Kraft zur Grundlage hat.
- Es wirkt auch der Lebensmagnetismus als dritte Kraft auf neues werdendes Leben ein. Helioda, Od, Magnetismus bilden vereinigt das dreieinige organische Kraftprinzip. Diese Kraft des Lebensmagnetismus war aber da, als die Medioma entstand, sie enthielt den Lebenswillen. Die Helioda enthält die befruchtende Liebe.
- Es folgert hieraus, dass alle organischen Lebewesen, welche aus der Zelle entstanden sind, eine aristokratische Lebensenergie, die ich Seele nenne, besitzen. Folglich haben nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere eine Seele, denn auch sie sind aus der Zelle entstanden.
- Innerhalb einer ausgewachsenen Pflanze, eines Tieres oder eines Menschen, deren jedes aus Tausenden oder Millionen von Zellen besteht, geht durch sämtliche Zellen das einheitliche Lebensfluid der Seele, die Medioma.
- Damit sich die Medioma nicht verflüchtigen kann, bildet sich eine organische Zentrale in derselben, welche die seelische Lebensenergie in sich aufspeichert; es ist dies der Lebensmagnetismus der Seele des organischen Lebens, welche als Individualität die Unsterblichkeitsenergie annimmt und die geistige Grundkraft des individuellen Lebens beherbergt.
- Der Zellkern ist das Zentralorgan dafür. (1)
- Die Urzelle hat also Lebenswillen. Sie trennt sich vom Universum mit einem kleinen Stoffteilchen, um ein eigenes, selbständiges Leben zu schaffen, um Geist und Individualität zu werden, und dadurch nahm sie den grossen gigantischen Kampf mit dem Universum auf, um eine neue eigene Innenwelt des Geistes zu schaffen. Leben ist Kampf und kein Kampf ohne Schmerz; Schmerz entsteht durch Gegensatzreize und diese rufen Eigenbewusstsein hervor.
- Alles organische Leben ist daher aus Lebenswillen und mit Leid geboren, das es begleitet und begleiten muss, um zu höherer Erkenntnis und Lebensenergie zu gelangen. Denkt man sich so die Fortsetzung dieses Lebensprozesses z. B. durch die ganze Entwicklung eines Menschen hindurch, von der Zeugung bis zur Geburt und von da zur Jugend, zum Alter, bis zum Tode, so ist Kampf, Leid und Schmerz Mitbedingung zur geistigen Entwicklung, und denkt man sich die Unsterblichkeitsenergie nach dem Tode in aufsteigender Entwicklung verlängert fort bis zu einem Gipfelpunkte, wo die Welt mit allen Leiden überwunden ist, so kommt man zu einem Lebensideal. Das Ziel aller organischen Entwicklung ist die Erlangung der göttlichen Wesenheit in ewiger Glückseligkeit, fernab vom Kampf der Welt, in sich alles wissend, die Welt spiegelnd, in sich zur Ruhe, zu ewigem und unveränderlichem Glück gekommen.
- Ob nun Pflanzen- und Tierseelen in Beibehaltung ihres pflanzlichen oder tierischen Typus bis zur höchsten Entwicklungs-Phase gelangen können, muss man bezweifeln. Entweder muss eine Umbildung der Unsterblichkeitsenergie nach dem Tode stattfinden, oder die Lebensfähigkeit ist, wenn auch ewig, doch erst mit dem Willen zur höchsten Daseinsstufe gelangen zu wollen, dahin entwicklungsfähig, mit uns noch unbekannten Verwandlungs- und Veredelungskräften, ohne dass die Individualität als solche aufhört zu sein.
- Vielleicht macht im jenseitigen Leben, nach dem Tode, das ganze Tier- und Pflanzenreich in ätherischen Formen die Darwinsche Entwicklung oder Umbildung zu höheren Lebensgebilden durch, oder auch ganz anders, wer weiss es?
- Das aber ist sicher: es ist absurd, nur dem Menschen eine Unsterblichkeitsenergie zuschreiben zu wollen; existiert Unsterblichkeit, so existiert sie bei allen Lebewesen, die aus der Zelle entstanden sind, also auch bei Pflanzen und Tieren und den höheren einzelligen Lebewesen.
Zitat Ende.
(1) Fussnote
1. Im IV. Lehrbrief hat Carl Huter die Zelle nochmals beschrieben. Nun nennt Huter dieses Zentralorgan Centrosoma und es liegt im Protoplasma, also ausserhalb des Zellkerns. Das ist aus dem Text und den Abbildungen ersichtlich. Diese geänderte Darstellung entspricht den damaligen neuesten Forschungsergebnissen und an diesen hat sich bis heute nichts geändert.
2. Leider hat Carl Huter weder im IV. Lehrbrief noch in anderen Texten mitgeteilt, dass die Beschreibung im I. Lehrbrief nicht den neuesten Forschungsergebnissen entspricht und berichtigt werden muss. Huter plante, das Hauptwerk gründlich zu überarbeiten. Vermutlich hätte er dort eine Richtigstellung vorgenommen, bestimmt aber hätte er den Irrtum nicht wiederholt.
Anmerkung
Der obige Text enthält zugleich in die Huterschen Ansichten über
- die Seele (i): Ein Fluidum, das aus Extraktivstoffteilchen besteht.
- die Seele (ii): Nicht nur der Mensch besitzt eine Seele, sondern alle Lebewesen.
- über die Bildung der Medioma, auch Lebensod genannt: aus empfindenden Urkräften der Materie. Diese zieht die Mutterstoffe zum Aufbau der lebenden Zelle nach sich.
- das Lebensprinzip in der Zelle: ein wertendes, aristokratisches Lebensprinzip.
- die Lebensenergie in der Zelle: eine aristokratische Lebensenergie. Huter nennt diese Energie Seele.
Hinweis: Die Seele hat aber auch eine stoffliche Erscheinung. Energie und Stoff resp. Materie sind bekanntlich gleichwertig.
3. Die Entstehung des Eiweisses mittels Medioma
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, IV. Lehrbrief, siebte Lektion
"Ich lehre, um möglichst den tatsächlichen chemischen wie auch physikalischen Vorgängen gerecht zu werden, dass die Bildung des einfachen lebenden Eiweisskörpers, also des Zelleibes, auf einer mit chemischen Kräften korrespondierenden und diesen sehr verwandten Kraft beruht, nämlich der Medioma."
4. Die Entstehung des Lebens aus dem Eiweiss durch den Empfindungsäther mit Impulsenergie, d.h. durch die Helioda
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, V. Lehrbrief, neunte Lektion
Fettdruck und Gliederung in Abschnitte durch die Carl-Huter-Stiftung
Zitat Anfang:
Diese geistige Impulskraft tritt nun ganz auffallend im lebenden Eiweiss, in der Zelle in Erscheinung, und zwar in der Kraft, die das Wunder des Lebens hervorruft und die, wie ich nachgewiesen habe, in den Centrosomen der Zellen ihren Sitz hat und deren wunderbare Wirkungen erkannt zu haben eine meiner schönsten Entdeckungen bildet."
Diese Kraft, "die Helioda", ist es nun, welche als Trägerin der Lebenskraft auftritt und welche die grosse Scheidewand bildet zwischen der anorganischen und der organischen Welt. Denn in ihr kommt der konzentrierte Empfindungsäther mit der Impulsenergie zur Herrschaft, zum Übergewicht über alle sonstigen Stoffe und Kräfte, und das eben bewirkt "Leben".
Zitat Ende.
Anmerkung: Hier bezeichnet Carl Huter die Helioda als Impulskraft. Carl Huter erklärt in den vorangehenden Sätzen, dass der Impuls einerseits und das Empfinden resp. Empfindungskraft resp. Helioda andererseits zusammengehören:
a. "Im lmpuls wurzelt jede Schöpfung und Entwicklung."
b. "Impuls kann nur da sein, wo Empfinden ist."
5. Die Einwirkung der Empfindungsenergie auf die Materie
Carl Huter: Meine Weltanschauung und die 16 Weltursachen, 1910.
Fettdruck und Gliederung in Abschnitte durch die Carl-Huter-Stiftung
Zitat Anfang:
Durch die geistigen Strahlen, die ich Helioda nenne und die im innersten Wesen Heiligkeitsgefühl, Liebe, Leben, Zweckmässigkeit und alle Eigenschaften des Geistigen in sich als Wurzel- und Schöpferkraft tragen, ist die gesamte Erscheinungswelt geschaffen worden. Daher ist die äussere, sinnlich wahrnehmbare Welt der lebendige Ausdruck der inneren geistigen Welt.
Die geistigen Strahlen pflanzen in jede Materie und Form neue geistige Lebenskeime ein, wodurch das innere Empfinden zur Mitarbeit im schöpferischen Gestalten angefacht wird.
Wo wenig geistige Strahlen auf die Materie einwirken und wo die Empfindungsenergien in Ruhe verharren, erscheint uns die Materie tot und nur von mechanischen Kräften bewegt.
Wo aber in der Materie sich viele Empfindungsenergien und Einzelteile zur Zusammenarbeit sammeln, um viele materielle Einzelteile zu einer einheitlichen Gestalt zu formen, entsteht die Erscheinung, die wir Leben nennen.
Die Lebenskraft besteht aus gesammelten, konzentrierten Empfindungsenergieteilen, die nach einem oder mehreren bestimmten Gesichtspunkten sich zu einem Leitprinzip oder zu einer Leitidee erheben und dadurch einen lebenden Organismus einheitlich formen.
Zitat Ende.
History
Diese Seite wurde am 27. November 2020 veröffentlicht. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals am 28. und 29. November 2020, und vom 16. bis 20. Dezember 2020.
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