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Zürich, 21.02.2022
Die Ready4H2-Allianz ist davon überzeugt, dass die Verteilnetze ideale Voraussetzungen bieten, um die Wasserstoffwirtschaft in Europa zu entwickeln. Dies aus mehreren Gründen: Die Gasinfrastruktur bietet die Möglichkeit, mit dem schnell wachsenden Anteil an variabler Wind- und Solarenergie fertig zu werden, indem Wasserstoff von der dezentralen Produktion zu den Verbrauchern und den europäischen Wasserstoffmarkt transportiert wird. Die Gasinfrastruktur ist in der Lage, grosse saisonale Schwankungen der Nachfrage zu bewältigen und eine zuverlässige Versorgung mit Wasserstoff auch in sehr kalten Wintern sicherzustellen. Unterirdische Speicher für Wasserstoff, die an die Gasnetze angeschlossen sind, bieten Speicherkapazitäten in enormem Umfang, um die schwankende Stromerzeugung und Gasnachfrage abzudecken.
Gemäss der Ready4H2-Allianz bieten die Verteilnetze ideale Möglichkeiten für die Dekarbonisierung der Energieversorgung. Sie sind in der Lage, unterschiedliche Gasmischungen zu verteilen und können rasch auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt werden. Da die meisten industriellen und gewerblichen Kunden an die Verteilnetze angeschlossen sind, wird es möglich sein, ein europäisches Wasserstoffnetz aufzubauen und grosse Mengen an Wasserstoff an Millionen von Kunden zu liefern. Eine Kostenanalyse zeigt, dass bei einer kombinierten Strom- und Gasinfrastruktur mit Wasserstoff und Biomethan im Gegensatz zu einer reinen Elektrifizierung der Energieversorgung jährlich 41 Milliarden Euro eingespart werden können. Die Ready4H2-Allianz ist überzeugt, dass die Verteilnetze von entscheidender Bedeutung sind, damit die ehrgeizigen Klimaziele Europas erreicht werden können.