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Zu Recht empfiehlt die WHO das Vollstillen während mindestens 6 Monaten. So weiss man, dass gestillte Kinder weniger häufig unter Allergien leiden. Auch ist Stillen der Beziehung von Mutter und Kind förderlich.
Dass Stillen sich auch positiv auf die Gesundheit der Mutter auswirkt, zeigt folgende Studie zu Stillen und Schwangerschaftsdiabetes.
Laut Schweizerischer Diabetes Gesellschaft (SDG) sind 5-15% aller Schwangerschaften von Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Damit gehört diese Stoffwechselstörung zu den häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. Obwohl nach der Geburt bei fast allen Frauen der Diabetes wieder verschwindet, entwickeln 50-70% der Frauen später einen Typ-2-Diabetes. Man weiss aber auch, dass viel körperliche Bewegung, gesunde abwechslungsreiche Ernährung und Vermeiden von Übergewicht dies zu einem grossen Teil verhindern.
Zwischen 2008 und 2011 haben über 1‘000 Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes an der "Study of Women, Infant Feeding and Type 2 Diabetes After GDM Pregnancy" teilgenommen. Zentraler Punkt war der Einfluss des Stillens auf die spätere Entwicklung eines Typ-2-Diabetes bei der Mutter nach Schwangerschaftsdiabetes.
Die Frauen hatten alle in der 35. Schwangerschaftswoche oder später entbunden. Sechs bis neun Wochen nach der Geburt wurden bei den Frauen ein oraler Glukosetoleranztest sowie körperliche Untersuchungen durchgeführt. Der Glukosetoleranztest beinhaltet Nüchtern-Blutzuckermessungen und Blutzuckermessungen nach Trinken einer Zuckerlösung, um den Anstieg des Blutzuckers zu beobachten. Die Tests wurden danach jährlich für zwei Jahre wiederholt.
113 (gut 12%) der Teilnehmerinnen hatten nach zwei Jahren einen Diabetes Typ 2 entwickelt. Die Forscher errechneten eine dosisabhängige Wirkung des Stillens, das heisst, je häufiger und je länger die Frauen gestillt hatten, desto kleiner war ihr Risiko für einen Diabetes Typ 2. So senkte Vollstillen während mindestens der ersten zwei Monate nach Geburt das Diabetesrisiko um mehr als 50% und das teilweise Stillen um gut 35% im Vergleich zur ausschliesslichen Schoppenfütterung.
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