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In der Frühlingssession am 16. März 2011 wird der Ständerat über verschiedene Vorstösse befinden, die den Schutz des Wolfes betreffen. Die Gruppe Wolf Schweiz hat sich darum in einem Brief an den Ständerat gewandt und fordert ihn auf, die Vorstösse, welche zur Lockerung des Wolfschutzes führen würden, abzulehnen.
Die Gruppe Wolf Schweiz bittet den Ständerat insbesondere die vom Nationalrat verabschiedeten Vorstösse „Verhütung von Grossraubtier-Schäden“, „Regulierung des Wolf- und Raubtierbestandes“ und „Verhütung von Wildschäden“ abzulehnen. Hingegen empfiehlt die Gruppe Wolf Schweiz grundsätzlich die Annahme der Vorstösse „Unterstützung des Bundes für den Herdenschutz im Zusammenhang mit Grossraubtieren“ und „Grossraubtier-Management, erleichterte Regulation“.
Um zu verdeutlichen, warum die genannten Vorstösse abzulehnen sind, macht die Gruppe Wolf Schweiz den Ständerat ausserdem darauf aufmerksam, dass Angriffe von Wölfen äusserst selten vorkommen und der Wolf seine Beutetiere, wie alle Raubtiere, nachhaltig nutzt und daher keine Gefahr für die Wildbestände der Schweiz darstellt. Es wird weiter darauf hingewiesen, dass Wölfe auch im europäschischen Ausland fast ausschliesslich in für die Haltung von Nutztieren genutzten Kulturlandschaften leben. Trotzdem sei, dank erprobten und bewährten Herdenschutzmassnahmen, die Schafhaltung durchaus möglich. Die Präsenz des Wolfes in der Schweiz würde ausserdem zu einem Umdenken in der Landwirtschaft zugunsten der Behirtung führen und so ebenfalls das Wohl der Nutztiere verbessern. Die Gruppe Wolf Schweiz betont weiter, dass eine Rückstufung des Wolfes in der Berner Konvention unrealistisch sei und ein Ausstieg der Schweiz kontraproduktiv wäre.
Die Gruppe Wolf Schweiz verweist in ihrem Brief an den Ständerat auch auf ihre Petition „für den Schutz des Wolfes in der Schweiz“, welche im November 2010 mit 25 000 Unterschriften eingereicht wurde und darauf, dass gemäss repräsentativen Umfragen 70-80% der Schweizer Bevölkerung den Wolf in der Schweiz begrüssen. Eine Ablehnung der Vorstösse gegen den Wolf entspräche also durchaus dem Willen des Schweizer Volkes.