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Steuergesetzgebung
Seit dem 1. Januar 1993 sind die selbstständig erwerbenden Steuerpflichtigen, einschliesslich der Landwirte, zur Begründung ihres Einkommens buchführungspflichtig. Am 1. Januar 1993 trat auch das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) in Kraft, das tiefgreifende Änderungen der Steuergesetzgebung der Kantone zur Folge hatte. Am 1. Januar 1995 trat das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) in Kraft, das als wichtigste Neuerung die einjährige Gegenwartsbemessung der juristischen Personen brachte. Im Jahr 2000 wurde ein neues Gesetz über die direkten Kantonssteuern (DStG) verabschiedet, das am 1. Januar 2001 in Kraft trat und mit dem auch für die natürlichen Personen die einjährige Gegenwartsbemessung eingeführt wurde. Ferner hatten zahlreiche Gesetze Steuersenkungen für die natürlichen und juristischen Personen zur Folge
Die Tätigkeit der KSTV war immer geprägt von fortwährenden Anpassungen der Steuergesetzgebung, die das Ergebnis zahlreicher Vorstösse auf Bundes- und Kantonsebene waren.
Informatik
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Informatik und Telekommunikation (ITA) wurde ein Informatikleitschema erstellt und als erster Meilenstein im April 1993 ein EDV-gestütztes Veranlagungssystem mit Einbezug der Büroautomation für die natürlichen Personen produktiv gesetzt. Anschliessend wurden die Bereiche Fakturierung, Steuerbezug und Steuerausstände modernisiert. Weitere Änderungen standen in Zusammenhang mit dem Wechsel zur einjährigen Gegenwartsbemessung im Jahr 2000, wobei natürlich die Einführung der Software FRItax, mit der die natürlichen Personen ihre Steuererklärung elektronisch ausfüllen können, nicht vergessen werden darf. 2002 wurde eine elektronische Veranlagungssoftware für die juristischen Personen produktiv gesetzt und anschliessend so erweitert, dass die Unternehmen und ihre Treuhänder die früheren Veranlagungen elektronisch einsehen und die Steuererklärung via Internet einreichen können. Seit der Steuerperiode 2007 sind schliesslich auch neue Anwendungen für den Steuerbezug und die Veranlagung der natürlichen Personen im Einsatz.
Bei der KSTV wurden auch verschiedene kostensparende Massnahmen getroffen. So werden seit 2003 die Veranlagungsanzeigen zusammen mit den Schlussabrechnungen versandt und seit 2005 die Rückerstattungen direkt auf ein Bank- oder Postcheckkonto überwiesen. Ferner wird den Steuerpflichtigen, die ihre Steuern gewöhnlich in einer einzigen Rate bezahlen, auf Wunsch nur noch ein einzelner Einzahlungsschein zugestellt.
Für das zunehmende Arbeitsvolumen konnte die KSTV dank ihrer vorausschauenden Planung für die meisten ihrer Aufgaben innovative Informatiklösungen finden, so dass sie immer für die Zukunft gerüstet war und es auch weiterhin ist.
Organisation
Der Personalbestand der KSTV hat zwischen 1990 und 2010 von 155 auf 178 Mitarbeitende zugenommen, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Steuerpflichtigen bei den natürlichen Personen von 126'000 auf 164'000 und bei den juristischen Personen von 9'000 auf 13'000 gestiegen ist. Ausserdem hat der Systemwechsel von der zweijährigen Vergangenheitsbesteuerung zur einjährigen Gegenwartsbemessung stattgefunden.
Es hat auch Änderungen in der Organisation der KSTV-Leitung gegeben, und durch die von Raphaël Chassot seit dem Amtsantritt durchgeführten Restrukturierungen ist die Arbeitsweise der KSTV effizienter geworden.
Raphaël Chassot konnte bei der Bewältigung all dieser Herausforderungen und für die Bearbeitung der vielfältigen und komplexen Fragestellungen im Steuerwesen auf die Unterstützung kompetenter und loyaler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen. Er legte insbesondere Wert auf einen guten Teamgeist, der unabdingbar ist, um die Zielvorgaben der Finanzdirektion zu erreichen, und dank seiner grossen Anpassungsfähigkeit hielt er das Steuer in dieser strategisch wichtigen Dienststelle, deren Aufgaben in mancher Hinsicht schwierig und heikel sind, fest in der Hand.
Die Stelle der Vorsteherin/des Vorstehers der KSTV wird demnächst ausgeschrieben.