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Mit dem Heimspiel gegen den EVZ feiern die SCL Tigers am Freitag ihr 75-jähriges Jubiläum.
Das Spiel gegen den EVZ ist das offizielle Jubiläumsspiel der SCL Tigers, die am 30. Januar 1946 gegründet wurden und 1976 den einzigen Meistertitel in der Klubgeschichte feiern konnten. Im gleichen Jahr schaffte der EVZ erstmals den Aufstieg in die damalige Nationalliga A und wurde in der darauffolgenden Saison trotz zwei Siegen gegen den amtierenden Meister aus dem Emmental wieder in die zweithöchste Liga zurückgeschickt. Tempi passati.
In der laufenden Meisterschaft haben die SCL Tigers noch keine grossen Stricke zerrissen, was man von der stark verjüngten Mannschaft auch nicht erwartet hat. Die Saison 2020/21, in der es keinen Absteiger geben wird, ist für den schwedischen Trainer Rikard Franzén ein Aufbaujahr, in dem junge Spieler Wettkampfpraxis sammeln und sich ohne Druck zu Leistungsträgern entwickeln sollen. In diese langfristige Planung passen auch die Vertragsverlängerung um 3 Jahre mit dem 19-jährigen Patrick Petrini, der in den letzten zwei Spielen gegen den EVZ zweimal im Powerplay getroffen hat, und die Verpflichtung auf die kommende Saison des 23-jährigen Zuger Verteidigers Janis Elsener, der zurzeit noch für den EHC Olten spielt.
Am Mittwoch kassierten die Emmentaler beim 2:5 in Genf die 23. Saisonniederlage. Mit 3.68 Gegentoren pro Spiel haben sie die durchlässigste Defensive und mit -52 die schlechteste Tordifferenz der Liga. Die letzten drei Heimspiele gegen Davos (3:4 n.V.), Ambri (1:2 n.V.) und Biel (1:3) gingen verloren, immerhin zeigten die Tigers neben ihrem sprichwörtlichen Kampfgeist eine stark verbesserte Defensivleistung und liessen in diesen drei Spielen in der regulären Spielzeit nur noch sechs Gegentore zu. Mit drei Verlustpunkten Rückstand auf das zehntplatzierte Ambri sind die Chancen auf die Pre-Playoffs nach wie vor intakt. Und dass sie an einem guten Tag jeden Gegner schlagen können, haben sie mit den drei Saisonsiegen gegen die ZSC Lions bewiesen.
Für die Zuger ist mit der 1:5-Niederlage am Dienstag in Lausanne eine unglaubliche Serie von 21 Spielen zu Ende gegangen, in denen sie immer punkten konnten. Zum ersten Mal in dieser Saison musste die Mannschaft das Eis zweimal hintereinander als Verlierer verlassen. Dass die Rückkehr auf die Erfolgsspur am Freitag nicht leichtfallen wird, ist sie sich bewusst: Im Emmental hat sie fünf der letzten zehn Spiele verloren, das letzte am 18. Januar 2020 mit 1:5. Der Weg zum Erfolg wird auch diesmal über Disziplin und Kampfgeist führen.