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Feigwarzen
Definition
Feigwarzen treten in der Genitalregion auf und sind durch humane Papillomaviren (HPV) bedingt. Sie sind ungefährlich. Ein anderer Typus des humanen Papillomavirus ist jedoch für verschiedene Krebsarten (z. B. Gebärmutterhalskrebs und Analkrebs) verantwortlich.
Der Analkrebs ist eine in der Schweiz seltene Krebsart, er nimmt jedoch in den letzten Jahren stetig zu. Als Risikofaktor gelten ein nachgewiesenes Papillomavirus vom Risikotyp, Rauchen, eine Immunschwäche und anale Sexualpraktiken.
Mögliche Symptome
Feigwarzen und Analkrebs rufen keine spezifischen Symptome hervor. Im Frühstadium bleiben beide oft unerkannt. Meist werden sie von den Betroffenen erst bemerkt, wenn mehrere Warzen auftreten oder der Analkrebs an Grösse zunimmt. Manchmal können anale Blutungen oder eine Sekretion ein frühes Zeichen für eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus sein.
Die Abklärung
Feigwarzen sind eine Blickdiagnose, da ihr Aussehen sehr typisch ist. Nur in seltenen Fällen braucht es eine Gewebeprobe. Die Diagnose eines Analkrebses ist ungleich schwieriger, da ihm ein typisches Erscheinungsbild fehlt. Hier ist eine Gewebeprobe zwingend, um eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen oder zu verwerfen. Jeder atypische Befund in der Analregion muss biopsiert werden.
Mögliche Therapien
Feigwarzen können medikamentös (durch Salbentherapie) behandelt oder mittels Kälte, Strom oder Laser zerstört werden. Welche Methode im konkreten Fall die beste ist, muss mit der betroffenen Person besprochen werden.
Im Fall eines Analkrebses besteht die Therapie meist aus einer Kombination von Medikamenten und einer Bestrahlung. In selteneren Fällen kann der Analkrebs chirurgisch entfernt werden. Die Prognose ist in der Regel gut.
Häufige Fragen
Woher kommen Feigwarzen?
Das humane Papillomavirus wird in der Regel sexuell übertragen. Da das Virus jedoch sehr ansteckend und sehr stabil ist, sind auch andere Übertragungswege möglich (z. B. von der Hand zur Analregion). Ein Sexualkontakt ist also für eine Ansteckung nicht zwingend.
Kann eine Impfung gegen das humane Papillomavirus auch im Erwachsenenalter gegen eine Ansteckung schützen?
Diese Frage wird kontrovers diskutiert. Eine Impfung wird nur für Kinder (Mädchen und Knaben) bis zum jungen Erwachsenenalter empfohlen – sie wird in diesem Fall auch von der Krankenkasse übernommen. Es ist aber denkbar, dass auch Erwachsene von einer Impfung profitieren, selbst wenn bereits einmal Feigwarzen oder Papillomavirus-bedingte Veränderungen vorhanden waren. Ein therapeutischer Nutzen besteht jedoch nicht.
Wie soll ich mich meiner Partnerin oder meinem Partner gegenüber verhalten, wenn ich eine Papillomavirus-Infektion im Genitalbereich habe?
Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Eine Übertragung des humanen Papillomavirus kann praktisch nicht verhindert werden, da es die gesamte Genitalregion betreffen kann, was eine Ansteckung der Partnerin oder des Partners sehr wahrscheinlich macht. Man muss sich jedoch vor Augen führen, dass rund 40 % der Erwachsenen bereits Papillomaviren in der Genitalregion haben.