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Metallen. Geringe Mengen anderer Metalle machen es härter und fester, aber auch spröder. Am besten bewährt hat sich noch
ein Zusatz von Kupfer.
[* 2] (S.
Aluminiumbronze.) Bei Herstellung von Aluminiumgußstücken empfiehlt es sich zur Verminderung
des Schwindmaßes etwas Kupfer und Zinn zuzusetzen. Ferner sei hier noch erwähnt das
Aluminiummessing mit 1-3
Proz.
Aluminium, dessen Eigenschaften denen der Alnminiumbronzen ähnlich sind und das
Ferro-Aluminium (s. d.), welches in der
Stahlindustrie als Raffinationsmittel verwendet wird. Die Preise der Aluminiumlegierungen richten sich nach dem jeweiligen
Preise der verwendeten Metalle.
feinkörnige, krystallinische, durch
Kieselsäure und Eisenverbindungen
verunreinigte
Massen bilden den Schmirgel.
Alle diese krystallinischen Formen stehen an Härte dem Diamant
[* 6] wenig nach, sie
werden selbst von den konzentriertesten Säuren nicht angegriffen. In amorpher Form erhält man Aluminiumoxyd durch
starkes
Glühen mancher
Thonerdesalze oder durch mäßiges Erhitzen von
Thonerdehydrat als lockeres
weißes Pulver, das, wenn
es nicht zu stark erhitzt war, in verdünnten Säuren wie in
Alkalien löslich ist.
Technisch wird dasselbe dargestellt durch Schmelzen von fein gemahlenem
Bauxit mit kohlensaurem Natrium
oder durch
Glühen von Kryolith mit Kalk. In beiden Fällen läßt sich Natriumaluminat mit Wasser ausziehen,
dessen Lösung beim Einleiten von
Kohlensäure einen dichten Niederschlag von Aluminiumoxydhydrat giebt, während kohlensaures Natrium in Lösung
bleibt.
BeimTrocknen bildet das Aluminiumoxydhydrat feste harteStücke oder ein leichtes
weißes Pulver, das beim Erhitzen
sein Wasser abgiebt und sich in amorphe
Thonerde verwandelt.
Das künstlich dargestellte
Hydrat löst sich leicht in Säuren wie in
Alkalien, die natürlich vorkommenden
Hydrate sind erst
in Säuren löslich, nachdem sie schwach geglüht worden sind. Das Aluminiumoxydhydrat tritt außerdem in zwei
in Wasser löslichen Modifikationen, als dialysierte
Thonerde und
Metathonerde auf. Man erhält die erstere Modifikation, indem
man eine mit Aluminiumoxydhydrat gesättigte Lösnug von
Aluminiumchlorid der Dialyse
[* 7] unterwirft. Dabei diffundiert Salzsäure in das Außenwasser,
während das lösliche Aluminiumoxydhydrat zurückbleibt.
Die Lösung gerinnt sofort beim Erwärmen, sowie bei Zusatz von Säuren oder Alkalisalzen und scheidet
dabei unlösliches Aluminiumoxydhydrat ab.
Metathonerde entsteht durch langes
Kochen von basischem
Aluminiumacetat mit viel Wasser, bis alles
gelöst ist.
Beim Verdunsten der Flüssigkeit bleibt dann die
Metathonerde als gummiartige, in Wasser leicht lösliche
Masse
zurück, deren Lösung beim
Kochen gar nicht, durch die meisten
Salze nur
schwer, bei Zusatz von Schwefelsäure
[* 8] aber sofort zum Gerinnen gebracht wird. Die Aluminiumoxydhydrat, mit Ausnahme der
Metathonerde, binden leicht organische Farbstoffe zu gefärbten
unlöslichen amorphen
Massen, den Lackfarben.
(Thonerdesalze) entstehen, indem amorphes
Thonerdehydrat mit den entsprechenden Säuren zusammengebracht
wird oder durch wechselseitige
Zersetzung von Aluminiumoxydsalzen mit andern
Salzen. Die neutralen
Salze
leiten sich vom normalen
Thonerdehydrat, Al2(OH)6 ^[Al2(OH)6], ab, indem die 6 Wasserstoffatome der Hydroxylgruppen
durch ebensoviel einwertige Säureradikale oder durch zweiwertige Säureradikale ersetzt werden; so ist die salpetersaure
ThonerdeAl2O6(NO2)6 ^[Al2O6(NO2)6], die schwefelsaure
ThonerdeAl2O6(SO2)3 ^[Al2O6(SO2)3]
oder Al2(SO4)3 ^[Al2(SO4)3].
(Alumneum), höhere Schul- und Erziehungsanstalt, in der den
Schülern (Alumnen, lat. alumnus, von alere, nähren)
Unterricht, Erziehung, Wohnung und Kost gewährt wird. In demselben
Sinne werden namentlich auch die Bezeichnungen Internat
und Konvikt, auch Kollegium und
Pädagogium verwendet. Der Sprachgebrauch bezieht das Wort Alumnat meist nur auf Gymnasialerziehungsanstalten,
nicht auf ähnliche Einrichtungen an
Universitäten, Lehrerseminarien, militär.
Bildungsanstalten u. s. w.
Die ältesten Alumnat im prot.
Deutschland
[* 10] sind in der Reformationszeit entstanden, indem frei gewordene Klosterräume und Klostergüter
für Erziehungszwecke benutzt wurden, so z. B. die drei Fürstenschulen (s. d.)
in Kursachsen, die sog. niedern Seminare in
Württemberg,
[* 11] die Schule in Ilfeld am Harz. Dem gegenüber
wurden im kath.
Deutschland die der Jesuitenschulen eingerichtet. Später wurden andere Alumnat besonders für Erziehung der
Söhne
höherer
Stände begründet, wie die Ritterakademien, das
Pädagogium der Franckeschen
Stiftungen in
Halle,
[* 12] das Vitzthumsche
Gymnasium in
Dresden,
[* 13] das Königl.
Pädagogium in Putbus auf
Rügen. Einzelne Alumnat, z. B. das der Thomasschule in
Leipzig,
[* 14] bestehen für einen zum Kirchendienste bestimmten Sängerchor von
Schülern.
In den meisten Alumnatschulen nehmen
¶
mehr
auch noch auswärts wohnende Schüler (Extraneer, Externe, Hospiten, Oppidanen) am Unterrichte teil. In allen diesen Beziehungen
ist der Zusammenhang der der Neuzeit mit den Klosterschulen (s. d.) des Mittelalters unverkennbar. Die Alumnatserziehung
hat ihre Vorzüge, insbesondere in der Einfachheit und Regelmäßigkeit des Lebens, in der Gleichmäßigkeit und Strenge der
Zucht und in der Gewöhnung an geordnetes und gesammeltes Arbeiten; dagegen fehlen die anregenden, gemütsbildenden
und sittigenden Einwirkungen des Familienlebens, und die günstige Entwicklung der Individualität wird erschwert.