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Laaxer Investoren wollen geplantes Asylzentrum als Hotel weiterführen
Eine Laaxer Investorengruppe ist mit den bisherigen Eigentümern übereingekommen, das Hotel «Rustico» zu erwerben. Das Haus soll als Hotel weitergeführt werden. Brisant: Der Kanton hat mit den Eigentümern bereits einen langjährigen Pachtvertrag für die Unterbringung von Asylbewerbern abgeschlossen.
Laax. – Laut einer Medienmitteilung des Gemeindevorstands vom Donnerstag wollen die einheimischen Investoren das Hotel im Sommer sanieren und ab der nächsten Wintersaison durch die Laaxer Weisse Arena Gruppe betreiben lassen, die einen Minderheitsanteil an der Investorengruppe hält.
Der Pachtvertrag soll für zehn Jahre abschlossen werden. Mit dem Weiterbestehen des Hotels könne sichergestellt werden, dass in Laax über 50 000 Hotel-Logiernächte mit einer Wertschöpfung von mehr als zehn Millionen Franken erhalten bleiben. Die Gemeinde beabsichtige zudem die Investition mit einem Beitrag von 600 000 Franken zu fördern.
Was macht der Kanton?
Allerdings hat der Kanton Graubünden mit den Eigentümern einen Mietvertrag zur Nutzung des Hotels als Kollektivzentrum für vorläufig Aufgenommene ab dem 1. Juli abgeschlossen. Wenn der Kanton daran festhalte, werde die Fortführung des Hotels verunmöglicht und der Laaxer Tourismus in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit noch mehr geschwächt, so der Gemeindevorstand Laax. (so)