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Der Ursprung der Grenache liegt in der spanischen Provinz Aragón, allerdings ist dies nicht 100 % bewiesen. Ihre erste Erwähnung fand sie im Mittelalter und es wurde erwähnt, dass sie in der Gemeinschaft von Aragonien angebaut wurde. Im weiteren Verlauf der Geschichte breitete sie sich über die Pyrenäen bis hin nach Südfrankreich aus, in Gebite wie das Rhonetal, welches vom 14 bis 17. Jahrhundert unter der Herschafft, des Köngreichs Aragón stand.
Heute gilt die Grenache als die am 5 meisten angebaute Traubensorte der Welt (Stand 2016) und einer Anbaufläche von rund 150’000 Hektaren. Wie der korrekte Name lautet, variiert je nachdem wen man fragt. Fragt man einen Spanier, wird die Antwort Garnacha sein, der Katalane hingegen wird entgegnen sie heisse Granatxa und ein Italiener aus Sardinien wird einem mit dem Namen Cannonau antworten. In Frankreich hingegen ist der Name Grenache richtig.
Eigenschaften der Grenache
Ein Wein aus der Grenache Traube ist im Normalfall arm an Tanninen und Farbe. Die Sorte gilt deshalb nicht als reine Rotwein-Sorte, sondern wird teilweise auch zur Kelterung von Weissweinen und Rosés genutzt.
Bei extremeren Klimabedingungen, wie Trockenheit oder starker Hitze, liefert die Grenache geringe Erträge, aus diesen ergeben sich allerdings äussert konzentrierte Rotweine, welche besonders lange lagerfähig sind.
Aufgrund dieser beiden Eigenschaften, wird sie oft in Assemblagen mit tanninhaltigeren Sorten vermengt, wie beispielsweise Tempranillo (vor allem in Rioja, Spanien) oder mit Syrah (im Rhône-Gebiet).
Der klassischen Variante für Rotweine steht eine weisse gegenüber. Das ist Grenache blanc oder auch bekannt als Garnacha blanca. Diese ist allerdings weniger verbreitet wie die für Rotwein verwendete Variante.
Die Triebe der Pflanze sind offen, dabei sind sie weisslich behaart und haben einen leicht rötlichen Stich. Die jungen Blätter sind grün & leicht bronzefarben und nur schwach behaart. Sobald die Blätter wachsen und ca. mittelgross sind, sind sie fünflappig und nur mittelstark ausgebuchtet. Die Farbe ist hellgrün leuchtend und der Blattrand ist gesägt, dabei sind die Zähne im Vergleich zu anderen Sorten klein.
Sobald die Grenache Traube reif ist, ist sie im Verhältnis zu anderen mittelgross bis gross und haben eine schwarze Farbe. Die Schale ist dick und die Trauben sind saftig, wobei der Saft eher wenig Farbe hat, wie eingangs erwähnt.
Die Rebe ist im Verhältnis zu anderen Sorten eher resistent gegenüber dem echten Mehltau.
Verbreitung der Grenache
Die grössten Anbauflächen teilen sich die Länder Spanien und Frankreich. Diese machten im Jahre 2016 rund 130’000 Hektare von 150’000 Hektaren Anbaufläche aus. Darauf folgend kam Italien mit rund 5’400 Hektaren vor China mit 4’000 Hektaren.
Frankreich
In Frankreich hat die Traubensorte eine grosse Anbaufläche (rund 78’000 Hektare). Dabei befinden sich die grössten Anbauflächen in den Regionen Vaucluse und Drôme welche beide im Weinbaugebiet Rhône liegen. Häufig wird hier die Assemblage mit Syrah gemacht, was sehr reichhaltige Cuvées ergibt.
Spanien
Spanien hatte im Jahre 2016 eine Anbaufläche von rund 54’600 Hektaren. Damit ist die Garnacha, wie sie in Spanien genannt wird, die dritt meistangebaute Rebsorte in Spanien, nach Tempranillo und Bobal.
Passende Gerichte zu Garnacha Weinen
Die französische Küche eignet sich hervorragend, gepaart mit Grenache Wein.