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60 Jahre Porsche in der Schweiz
13.04.2011
Die Geschichte der AMAG und Porsche
2011 jährt sich die Zusammenarbeit zwischen AMAG und Porsche zum 60sten Mal. Am 5. April 1951 wurde der Vertrag unterschrieben, aufgrund dessen die AMAG bis 2008 Fahrzeuge der Marke Porsche importierte. Seit dem 1.6. 2008 ist die AMAG mit neun eigenen Porsche Zentren grösster Porsche-Partner der Schweiz. In den letzten 60 Jahren gelangten rund 48‘000 Porsche in die Schweiz, in ein Land das prozentual zu den grössten Porschemärkten der Welt gehört.
Anlässlich des Automobilsalons in Genf 1951 unterschrieben Porsche und die AMAG eine Absichtserklärung über den Porschevertrieb für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Einige Tage später, am 5. April 1951, wurde die Abmachung in Form eines Vertrages ratifiziert. Die AMAG verpflichtete sich, im laufenden Jahr mindestens 50 Autos des Typs 356 abzusetzen. Das Ziel wurde weit übertroffen – in den verbleibenden fast 9 Monaten des ersten Verkaufsjahres konnten 78 Porsche abgesetzt werden!
1957: 1000 Porsche überliefert.
Im gleichen Rhythmus ging es weiter. Bereits 1957 war das erste Tausend komplett. Die dauerhafte Technik und die Nähe zum Volkswagen Käfer ermöglichten es, diese Sportwagen einfach zu warten, was sich positiv auf das Image auswirkte. Unter der Woche mit dem Porsche zur Arbeit zu fahren und am Wochenende mit dem gleichen Fahrzeug ein Rennen oder eine Rallye zu bestreiten, ist seit den Fünfzigern bis heute Usanz. In den sechziger Jahre kam Porsche's bekanntestes Modell auf den Markt, der Porsche 911.
Porsche 356 in Zürich.
Mit ihm, in all seinen Varianten und Entwicklungsstufen, in denen er bis heute gebaut wurde und wird, setzte sich die Erfolgsstory in der Schweiz in ungeahntem Masse fort. Wie beliebt jedoch der 356 nach wie vor blieb, zeigen die Importzahlen: 1963 gelangten 367 Exemplare in die Schweiz. 1964 – der Nachfolger war bereits vorgestellt worden – immer noch deren 356. 1965, im ersten Verkaufsjahr des 911, wendete sich allerdings das Blatt: das neue Modell brachte es auf 403 Exemplare, vom alten (Porsche 356) wurden noch 27 zugelassen.
1975: Fernsehlegende Maeni Weber im 924 .
Die Produktion wurde im April 1965 nach 77‘819 produzierten 356 eingestellt. Mit einem Verkaufspreis von 29‘750 Franken kostete der 911 rund 10‘000 Franken mehr als sein Vorgänger. Auch in dieser Hinsicht war der Neue ein Anfang - von nun an zählte Porsche in Technik, Anspruch und Preis zu den Luxussportwagen. 1970 folgte die nächste Neuheit, der VW-Porsche 914.
Wie der Name schon sagt, ein Kooperationsprodukt zusammen mit Volkswagen. Mit 16‘825 Franken kostete der 914 etwas weniger als die Hälfte des günstigsten Porsche, des 911 T. Die AMAG verkaufte den Wagen über das Porsche-Vertriebsnetz.
1985: 20000 Porsche in der Schweiz.
Dort versprach man sich vom 914 nicht nur zusätzlichen Umsatz, sondern auch eine bessere Auslastung der Werkstätten. 1975 folgte der erste Porsche Sportwagen mit Frontmotor und Wasserkühlung, der Porsche 924, welcher ebenfalls auf einen Auftrag von Volkswagen zurück ging. In der Schweiz waren alle Voraussetzungen gegeben, den "kleinen" Porsche zum Erfolg zu machen. Er kostete 26'950 Franken, während der günstigste 911 mit 40‘000 Franken zu Buche schlug. Mit dem 924 erschlossen sich die AMAG und ihre Vertreter ein völlig neues Kundensegment, das überdies sehr oft die Entwicklung des Modells mitmachte und der Marke verbunden blieb.
25000: Porsche in der Schweiz.
In den 13 Jahren, in denen der 924 angeboten wurde, konnten deshalb annähernd 5000 Autos verkauft werden. 1977 stellte Porsche den designierten Nachfolger des Porsche 911 vor, den Porsche 928, ein wahrer Granturismo-Sportwagen. Im selben Jahr gelangte der 10‘000ste Porsche in die Schweiz, ein hellgelber 928. 36 Jahre nachdem der Porsche Nr. 1 seinen Weg in die Schweiz gefunden hatte, konnte der rosengeschmückte Jubiläumswagen in der AMAG Zürich Überland seinem stolzen Besitzer übergeben werden. Hierzulande kostete Porsche 928 61‘900 Franken und spielte mit diesem Preis in der obersten Liga der Luxussportwagen mit.
Ende 1985 konnte in der Schweiz der 20‘000ste Porsche seinem Besitzer übergeben werden. Ort des Ereignisses war erneut die AMAG Ueberland in Zürich. Das Auto: Erneut ein eleganter Porsche 928, diesmal aber in weiss. Der 928 war in seiner fast zwanzigjährigen Produktionszeit sehr erfolgreich, den "Elfer" konnte er jedoch nicht ersetzen. Anfangs der Achzigerjahre präsentierte Porsche den 944, eine Weiterentwicklung des Porsche 924.
30000 Porsche in der Schweiz.
Dieser und das Nachfolgemodell 968 wurden bis 1995 produziert, waren im Markt sehr erfolgreich, wurden aber von den eingefleischten Elferfahrern nie als "echte" Porsches akzeptiert. In der Schweiz entwickelte sich Anfang der 90er Jahre der Markt rückläufig. Hatten 1990 noch 877 Modelle 911 ihren Käufer gefunden, war die Zahl 1993 auf 331 Einheiten geschrumpft. Der 928 brachte es gerade auf 22 Verkäufe, während vom Porsche 968 immerhin 130 Einheiten abgesetzt werden konnten. Trotz der Krise – die sich jetzt in zahlreichen Bereichen der Wirtschaft immer stärker bemerkbar machte – stand der Schweizer Markt für Porsche nach den USA und Deutschland unangefochten an dritter Stelle – und die AMAG zur Sportwagenmarke.
Erst mit dem neuen 911 der Generation „993“ und dem Boxster, einem Mittelmotor-Roadster mit Boxermotor, welcher 1996 lanciert wurde, gewann Porsche wieder deutlich an Fahrt. Mit neuen Baureihen wie dem Cayenne ab 2002 und dem Panamera ab 2009 betrat Porsche im letzten Jahrzehnt komplett neue Segmente – dies mit grossem Erfolg. Das klassische Sportwagensegment bedient Porsche seit Mitte der neunziger Jahre ausschliesslich mit Fahrzeugen mit den „Ur-Genen“ der Marke: 911, Boxster und Cayman haben alle einen Sechszylinder-Boxermotor.
2008: Importende nach 45021 verkauften Einheiten.
Nach 45‘021 importierten Porsche-Fahrzeugen übergab die AMAG am 31. Mai 2008 die Importtätigkeit an die neu gegründete Porsche (Schweiz) AG, eine Tochtergesellschaft der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Seither ist die AMAG als grösster Porsche-Händler tätig. Heute gehören sieben Porsche Zentren in Zürich, Bern, Zug, Schinznach-Bad, Winterthur, Maienfeld und Lugano sowie zwei Porsche Service Zentren in Jona und Bellinzona zum Geschäftsbereich „Porsche AMAG RETAIL“.
2012: Visualisierung des Porsche Zentrum Zuerich in Schlieren.
Vor wenigen Tagen erfolgte in Schlieren bei Zürich zudem die Grundsteinlegung für ein neues grosses Porsche Zentrum für den Grossraum Zürich, welches Mitte 2012 eröffnet werden wird. Im vergangenen Jahr verkaufte Porsche AMAG RETAIL 1101 Fahrzeuge. Seit Beginn der Zusammenarbeit Porsche und AMAG sind es total gegen 48‘000 Fahrzeuge, rund zwei Drittel all dieser Porsches sind heute wohl noch im Einsatz oder in privaten Sammlungen.
www.amag.ch
José Peixoto/pd