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Das ökonomische Konzept der Opportunitätskosten befasst sich mit Bedürfnissen und Knappheitsentscheiden.
Die meisten Ressourcen wie Zeit und Geld sind begrenzt. Da wir nicht alles haben können, was uns einen Nutzen bringt, müssen wir entscheiden, wie wir mit den vorhandenen Ressourcen den grösstmöglichen Nutzen erzielen können. Als Opportunitätskosten bezeichnet man die Kosten des Verzichts auf die nächstbeste Alternative. Die Idee dahinter ist, dass man bei einer Entscheidung nicht nur berücksichtigen sollte, was man erhält, sondern auch, worauf man verzichtet.
Am besten lässt sich das Konzept anhand eines begrenzten Budgets und der begrenzten Freizeit erklären. Wenn ein Jugendlicher sein Erspartes für ein neues Fahrrad ausgibt, hat er nicht mehr genügend Geld für das neuste Videospiel. Dies sollte er beim Kauf des Fahrrads berücksichtigen. Bei der Wahl zwischen einem Kinobesuch und einem Spaziergang am See machen nicht nur die Kosten für die Kinotickets, sondern auch die investierte Zeit, die nicht am See verbracht werden kann, die Opportunitätskosten aus.
Das Konzept ist ebenfalls anwendbar auf folgenreichere Entscheidungen als die Wahl des optimalen Freizeitprogrammes. Angenommen, ein Paar bekommt Kinder und eines der beiden Elternteile entscheidet sich dafür, die Betreuung der Kinder zu Hause zu übernehmen. Als Kosten des Kinderkriegens fungieren somit nicht nur die Anschaffung des Offensichtlichen wie Windeln oder Babysöckchen, sondern auch die Opportunitätskosten in Form des Lohnes, den einer der beiden Elternteile aufgibt.
Opportunitätskosten widerspiegeln die relative Knappheit von Gütern und Dienstleistungen: Steigt beispielsweise der Apfelpreis, steigen die Opportunitätskosten des Apfelkonsums. Denn mit dem Geld, das für ein Kilogramm Äpfel aufgewendet werden muss, könnte man sich nun mehr von der nächstbesten Alternative – beispielsweise Orangen – leisten. Hat eine Studentin, die nebenbei singt, die Chance auf eine Weltkarriere, wird sie ihr Studium höchstwahrscheinlich unterbrechen – die Opportunitätskosten des Studiums sind zu hoch.