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Da soll mal einer behaupten, Zeitreisen seien nicht möglich – die Teilnehmer des Sommerlagers der Pfadiabteilung Alvier würden widersprechen, denn sie haben es erlebt.
Für zwei Wochen zog es sie nach Davos Laret, wo sich zuerst einen gemütlichen Lagerplatz einrichteten und dann eine Zeitmaschine bauten. Zufällig trafen sie auf einen Professor, der sie über die genaue Bauweise und alle benötigten Gegenstände unterrichtete. So hatten sie auch eine Bewilligung für den Bau beim Zeitreisegremium beantragt und dieses überzeugen können, dass sie wirklich eine Zeitmaschine brauchen. Bei ihrer ersten Reise landeten sie auf dem Planeten der Affen. Sie nutzten die Gunst der Stunde und verbrachten einen Nachmittag im Seilpark, wo sie ihre Geschicke als Affen beweisen konnten. Weiter ging die Reise ins Mittelalter, wo unglücklicherweise der Blitzableiter der Zeitmaschine zerstört wurde. Doch die erfolgreiche Teilnahme an den Ritterspielen ermöglichte ihnen, mit dem Siegerpreis – dem goldenen Kelch – den Blitzableiter fachgerecht zu ersetzen. Kaum war das erledigt, ging es weiter in der Zeit. Die Pfadis wurden umarmt von einer Welle aus "Love and Peace", denn sie landeten mitten in der Zeit der Hippies. Der sie begleitende Professor liess sich aber etwas zu sehr mitreissen und nahm gewisse für ihn nachteiligen Substanzen ein, was die Weiterreise vorerst verunmöglichte. So brauten die Pfadis einen Muntermacher, der die Sinne ihres Freundes wieder bis hinter die Ohren spitzte, wodurch sie zusammen bereit fürs nächste Abenteuer waren. Sie erreichten das Jahr 1907 und damit das allererste Pfadilager. Dort wurden ihre Traditionen und Manieren wieder aufgefrischt. Leider dachte der Professor, es sei eine witzige Idee, die Fahne der Pfadfinder zu klauen, weswegen sie mitten in der Nacht inmitten eines riesigen Tumults fliehen mussten. Dabei wurde eine Pfaderin entführt, die zum Glück gegen die Fahne eingetauscht werden konnte – unterdessen von den Leitern des ersten Pfadilagers mit einem Pfadinamen versehen.
Nach dieser Aufregung brauchten die Pfadis etwas Erholung und besuchten dazu eine Imkerei, um viel über die fleissigen Bienen zu lernen und etwas Honig zu schlemmen. Zurück auf dem Lagerplatz wollten sie weiterreisen, blieben aber in der Zeit stecken – Zeitreisekrankheit wurde diagnostiziert! Dagegen half nur fleissig Sport treiben und Isolation. Sie lernten "Ultimate Frisbee" zu spielen und verbrachten Überlebenstage in kleinen Gruppen in der Natur, abgeschottet von jeglicher Zivilisation. Kaum war die Genesung eingetreten, ging die Zeitreise weiter, diesmal zur Entstehung der Cracker. Dies geschah in einem Streit, dem eine verflixt komplizierte Geschichte zugrunde lag. Zum Glück konnte diese entschlüsselt und damit der Streit geschlichtet werden, so dass sich die Pfadi anschliessend an den feinen Original-Crackern gütlich tun konnten. Für eine kleine Pause wollten sie als nächstes kurz zurück ins Jahr 2021 reisen. Gleich nach Ankunft gab es aber einen riesigen Knall und die Zeitmaschine ging kaputt - ein Glück, dass dies gerade in der richtigen Zeit geschah. Die zwei Wochen waren wie im Flug vergangen, und mit den mit tollen Erlebnissen gefüllten Rucksäcke ging es zurück nach Buchs.