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Sakineh Mohammadi Ashtiani, eine 43-jährige Mutter von zwei Kindern, wurde 2006 wegen Ehebruch zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ausserdem wurde sie zu zehn Jahren Gefängnis für die Beteiligung am Mord ihres Ehemannes verurteilt. Sie ist weiterhin im Gefängnis von Tabriz inhaftiert und hat keine rechtliche Vertretung mehr.
Vor wenigen Tagen bekräftigten die iranischen Behörden in einem Brief an Amnesty International, dass Sakinehs Verurteilung – zum Tod durch Steinigung sowie zehn Jahre Haft – weiterhin gültig seien. Sakineh Ashtiani kann jederzeit hingerichtet werden.
Amnesty ruft die iranischen Behörden dazu auf, ihre Hinrichtung zu stoppen. Falls sie nur aufgrund einvernehmlicher sexueller Beziehungen festgehalten wird, muss sie unverzüglich und ohne Bedingungen freigelassen werden.
Ihr Anwalt inhaftiert und gefoltert
Sakinehs Anwalt Javid Houtan Kiyan wurde im Oktober 2010 unter Angabe fadenscheiniger Gründe verhaftet und ist seitdem ebenfalls inhaftiert. Wenig später zirkulierte ein Brief, der dem Anwalt zugeschrieben wird, und in dem er berichtet, er sei in Haft gefoltert worden. Die Behörden verweigern jede Auskunft über die rechtliche Situation des Anwalts und haben auch eine diesbezügliche Anfrage von Amnesty International im April 2011 nicht beantwortet.
Es scheint, dass Javid Houtan Kiyan nur aufgrund seiner Tätigkeit als Anwalt von Sakineh inhaftiert ist. Amnesty verlangt deshalb seine sofortige Freilassung sowie die Untersuchung der Foltervorwürfe.
Der Sohn von Sakineh, Sajjad Qaderzadeh, der zusammen mit zwei deutschen Journalisten ebenfalls im Oktober 2010 verhaftet wurde, ist inzwischen wieder frei. Er ist aber offenbar von den Behörden gezwungen worden zu schweigen und nichts für seine Mutter zu unternehmen.
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