Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03475.jsonl.gz/1915

Telldenkmal in Altdorf/UR
Ein grosses Denkmal für einen grossen Helden
Da thront er. Mitten in Altdorf im Kanton Uri auf dem Rathausplatz: Der stolze Wilhelm Tell. In mittelalterlich anmutender Bauerntracht mit geschulterter Armbrust, legt er schützend den Arm um die Schulter seines Sohnes Walter. Dieser hält die Hand des Vaters fest und schaut bewundernd zu ihm auf. Die Figuren-Gruppe aus Bronze ist beeindruckend! Einerseits aufgrund der detaillierten Ausführung und andererseits wegen der beeindruckenden Grösse. Die Figur des Wilhelm Tell ist über 4 Meter hoch und wiegt 10’000 kg. Und auch der kleine Walterli misst stolze 2.4 Meter.
Kunstwerk von Richard Kissling
Das erhabene Telldenkmal ist Auftragskunst, der Künstler wurde in einem Wettbewerb ermittelt. Daraus ging Richard Kissling, ein bekannter Schweizer Bildhauer, als Sieger hervor. Dieser durfte die Statue ausführen, welche am 28. August 1895 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel der Figuren steht das Datum des Rütlischwurs, 1307. Auf der grossen Bronzeplatte hinter den Statuen ist folgende Inschrift angebracht:
«Erzählen wird man von dem Schützen Tell
so lang die Berge steh’n auf ihrem Grunde.»
Die Legende des Wilhelm Tell
Wohl jeder Schweizer kennt zumindest in groben Zügen die Legende des grossen Schweizer Freiheitskämpfers Wilhelm Tell. Die Geschichte habe sich 1307 folgendermassen abgespielt: Der habsburgische Landvogt Gessler hat in Altdorf einen Hut auf eine Stange stecken lassen. Dieser musste nun jeder Passant beim Vorbeigehen grüssen. Wilhelm Tell, ein bekannter Armbrustschütze, verweigerte den Gruss. Darauf hin war Vogt Gessler derart verärgert, dass er Wilhelm Tell befahl, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen. Falls er sich weigere, würde er Vater und Sohn töten. Tell nimmt zwei Pfeile, tut wie geheissen und trifft den Apfel. Als ihn Gessler fragt, für wen der zweite Pfeil gedacht sei, antwortet Tell: Dieser sei für den Vogt bestimmt gewesen, falls er seinen Sohn statt des Apfel getroffen hätte.
Daraufhin lässt der Vogt Tell fesseln und will ihn auf seine Burg nach Küssnacht überführen. Auf dem Vierwaldstättersee aber zieht ein schwerer Sturm auf. Tell wird seinen Fesseln entledigt um das schwankende Boot zu steuern. Geschickt manövriert er dieses gegen das Ufer in der Nähe von Sisikon/UR und springt auf eine hervorstehende Steinplatte, die heute noch Tellsplatte heisst. Schnell eilt er nach Küssnacht, passt Gessler in der Hohlen Gasse ab und erschiesst diesen mit der Armbrust.
Und so erinnert uns die majestätische Tell Statue im beschaulichen Altdorf Tag für Tag an den Schweizer Helden und Tyrannenmörder Wilhelm Tell.