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Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie «ausgebrannt». Es handelt sich um einen Zustand von körperlicher und psychischer Erschöpfung, bei dem sich die Betroffenen energielos, leer und perspektivlos fühlen.
In der Arbeitswelt wird Stress immer häufiger zur Belastung. Das geht aus Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS) hervor. Demnach liegt der Anteil der Personen, die bei der Arbeit meistens oder immer unter Stress stehen, bei rund 25 Prozent. Knapp die Hälfte dieser Menschen fühlt sich bei der Arbeit emotional erschöpft, was wiederum einen bedeutenden Risikofaktor für ein Burnout darstellt.
Auffallend ist, dass in den Altersgruppen der 15 bis 29-Jährigen sowie der 40 bis 49-Jährigen die Zunahme von stressgeplagten Personen besonders hoch ist. Zwischen Männern und Frauen gibt es hingegen keinen signifikanten Unterschied.
Ein Burnout ist eine ausgeprägte, langanhaltende Erschöpfung, die häufig mit einer beruflichen Überbelastung in Zusammenhang steht. Die Grenzen zwischen einem Burnout und einer beginnenden Depression sind fliessend, weshalb auch manchmal der Begriff Erschöpfungsdepression verwendet wird.
Mit Abstand die häufigsten Belastungsfaktoren, die ein Burnout auslösen können, sind ständige Unterbrechungen bei der Arbeit, ein gefordertes hohes Arbeitstempo, Termindruck, Umstrukturierungen und Neuorganisationen sowie ein fehlendes oder ungenügendes Anerkennen der geleisteten Arbeit. Aber auch Arbeiten während der Freizeit, monotone Tätigkeiten, wenig Selbstbestimmung, regelmässige Arbeitseinsätze von über 10 Stunden pro Tag, fehlende Zeit für Pausen und Auszeiten, organisatorische Probleme und unklare Anweisungen, ein schlechtes Arbeitsklima oder Arbeitsplatzunsicherheit können ihren Teil zur Entwicklung eines Burnouts beitragen.
Ein Burnout entwickelt sich meist schleichend bis hin zu einem Punkt, wo dann plötzlich gar nichts mehr geht und der komplette Zusammenbruch erfolgt. Nach harter Arbeit ist es normal, erschöpft zu sein. Doch wenn dieser Zustand anhält und selbst nach genügend langen Erholungsphasen wie Ferien keine Besserung eintritt, sollte man reagieren und professionelle medizinische oder psychologische Hilfe einholen.
Häufige Symptome eines Burnouts sind chronische Müdigkeit und seelische Erschöpfung, die auch nach einer angemessenen Erholungszeit nicht zurückgehen und «innere Kündigung»; das heisst, der Betroffene identifiziert sich immer weniger mit seiner Arbeit und verliert die Freude daran.
Leistungseinschränkungen wie Konzentrationsschwierigkeiten oder die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen sind häufig zu beobachten, ebenso wie körperliche Beschwerden, beispielsweise Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen und Ohrgeräusche.
Daneben treten meist auch psychische Probleme und Verhaltensänderungen auf. Dazu zählen innere Unruhe, Gereiztheit, Angst, Frustration, Verzweiflung und Resignation ebenso wie Hyperaktivität, der Konsum suchtfördernder Substanzen oder sozialer Rückzug.
Wer solche Veränderungen an sich beobachtet, sollte sie als Alarmzeichen werten und handeln.