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IRRS-Folgemission in Belgien durchgeführt
In Belgien sind insgesamt sieben Kernkraftwerkseinheiten an zwei Standorten – Doel und Tihange – am Netz, die rund die Hälfte des Stroms erzeugen. Im Land gibt es zudem Forschungsreaktoren, eine Anlage zur Behandlung radioaktiver Abfälle sowie eine Isotopenproduktionsfabrik. Darüber hinaus sind medizinische und industrielle Anwendungen radioaktiver Quellen weit verbreitet. Laut Gesetz steigt Belgien 2022 aus der Kernenergie aus.
Die IAEO hatte im 2013 auf Ersuchen Belgiens eine erste IRRS-Mission (Integrated Regulatory Review Service) durchgeführt. In der nun zwölf Tage dauernden Folgemission überprüfte ein internationales Expertenteam unter anderem, welche Fortschritte seither erzielt wurden.
Das IAEO-Expertenteam hielt nach Beendigung der Folgemission fest, Belgien habe seinen Regulierungsrahmen für die nukleare Sicherheit und die Strahlensicherheit seit 2013 erheblich verbessert, indem es die Rollen und Verantwortlichkeiten der Regulierungsbehörde Federal Authority for Nuclear Regulation (FANR) klargestellt und ihre Unabhängigkeit gestärkt habe. Die meisten Empfehlungen und Vorschläge der 2013-Mission seien angemessen berücksichtigt worden. Die FANR soll weiterhin offene Themen angehen, so die IAEO.
Die IAEO wird den endgültigen Bericht zur IRRS-Folgemission in rund drei Monaten an die belgische Regierung übermitteln.
IRRS-Missionen der IAEO haben zum Ziel, die Wirksamkeit staatlicher Strahlenschutz- und Kernenergiestrukturen zu erhöhen. Dazu werden regulatorische, technische und gesetzliche Themen besprochen und mit IAEO-Sicherheitsrichtlinien sowie internationalen Praktiken verglichen. Die IAEO ermutigt Länder, in denen erste IRRS-Missionen stattgefunden haben, nach zwei bis vier Jahren Nachfolgemissionen zu planen.