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Die gebräuchlichsten in Zahnpasten enthaltenen Putzkörper sind Calcium- oder Magnesiumcarbonat, Di- oder Tricalciumphosphat, unlösliches Natriummetaphosphat, Kieselsäure, Aluminiumoxid oder –hydroxid, Na-, Al- oder Mg-Silikat oder Kunststoffpartikel (Acrylpartikel). Ihre Funktion besteht in der mechanischen, schmirgelartigen Unterstützung der Belagsentfernung durch die Zahnbürste.
Der Substanzverlust, der durch aggressive Putzkörper entsteht, wird als Abrasion bezeichnet. Er ist besonders hoch, wenn grobe und scharfkantige Putzkörper in hoher Konzentration verwendet werden. Die Abrasivität der Zahnpasten wird mit dem RDA-Wert (Relative Dentin Abrasion) charakterisiert, der den Abrieb von Dentin durch Zahnpasten bei standardisiertem Putzen gegen eine definierte Charge eines Vergleichsstoffs beschreibt.
In zahnmedizinischen Studien zeigte sich, dass Zahnpasten optimalerweise einen RDA-Wert zwischen 35 und 50 aufweisen sollten, insbesondere bei freiliegenden Dentinflächen. Allerdings üben wahrscheinlich individuelle Putzgewohnheiten einen stärkeren Einfluss auf die Abrasion aus als der RDA-Wert. Weissende und Raucherzahnpasten mit einem RDA-Wert von > 100 sollten nicht täglich verwendet werden.
Die Deklaration des RDA-Wertes ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, ist jedoch auf vielen Verpackungen aufgedruckt oder kann beim Hersteller erfragt werden.
RDA-Werte
Sehr wenig abrasiv: RDA 0-20
Wenig abrasiv: RDA 20-40
Mittel abrasiv: RDA 40-60
Stark abrasiv: RDA 60-80
Sehr stark abrasiv RDA >80
Eine Übersichtstabelle mit Angaben zum RDA-Wert und den kontrovers diskutierten Hilfsstoffen Natriumlaurylsulfat und Titandioxid kann als pdf-Dokument heruntergeladen werden (siehe Link).
Quellen:
Herstellerangaben
Klinische Pharmakologie in der zahnärztlichen Praxis; 2010, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
Link:
Zahnpasten und RDA-Werte