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Holzkohle ist nicht radioaktiv belastet
Das Kantonale Laboratorium hat Holzkohle auf Radioaktivität untersucht. In sieben Proben aus Europa konnten Spuren von Radionukliden nachgewiesen werden, während zwei Proben aus Afrika unauffällig blieben. Die rechtlichen Höchstwerte wurden bei allen Proben eingehalten.
Häufig stammt das Holz, aus der die Holzkohle hergestellt wird, aus Osteuropa, wo der radioaktive Fallout in Folge des Tschernobyl-Unfalls am grössten war. Das Holz kann daher mit künstlichen Radionukliden kontaminiert sein. Durch das Aufsteigen von Russpartikeln aus der glühenden Kohle können beim Grillieren die Radionuklide auf die direkt darüber liegenden Lebensmittel übertragen werden.
Insgesamt wurden neun verschiedene Holzkohlen in Grossverteilern erhoben. Sechs der Proben stammten aus Osteuropa, zwei Proben aus Namibia und eine Probe aus Spanien.
In sieben der neun erhobenen Holzkohlen konnte Radiocäsium nachgewiesen werden. Positiv waren die Kohlen aus Osteuropa und Spanien, während die beiden Kohlen aus Namibia kein Radiocäsium aufwiesen. In den europäischen Holzkohlen wurde ebenfalls Radiostrontium detektiert.
Alle Probe hielten die rechtlichen Höchstwerte ein. Da künstliche Radioaktivität in Holzkohle nachgewiesen wurde, wird das Monitoring gelegentlich wiederholt.