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Das Unwetter vom 15. August 1997 hat auf drastische Weise aufgezeigt, dass der Schutz vor einem ausserordentlichen Hochwasser in Sachseln vor allem im Gebiet zwischen Maienbach und Wissibach ungenügend war. So waren die Abflusskapazitäten zu klein, die Durchlässe bei den Brücken zu knapp bemessen und Holzrückhaltevorrichtungen fehlten.
Im Bewusstsein, dass es gegen Naturgefahren keine absolute Sicherheit gibt, wurde in einem umfassenden Variantenstudium nach der kostenwirksamsten Lösung gesucht. In umfangreichen Entscheidungsprozessen und unter Einbezug des Totenbüel- und des Edisriederbaches entstand das Projekt mit dem Namen P 31; es beinhaltete als Schwerpunkt die Umlegung des Dorfbachs.
Die Gesamtkosten für dieses Projekt wurden auf 27 Millionen Franken veranschlagt. Die Kosten des Projektes P 31 konnten durch ausserordentliche Beitragsleistungen des Bundes (65 Prozent), des Kantons (16,5 Prozent), der Gemeinde (10,3 Prozent) und der Wuhrgenossenschaft (8,2 Prozent) finanziert werden. Das Projekt konnte am 31. November 2003 abgeschlossen werden.
Das in Sachseln realisierte Projekt erfüllt zwei zentrale Anliegen des modernen Hochwasserschutzes. Mit dem neuen Gerinne wurde die Hochwassergefahr aus dem Gebiet mit dem höchsten Schadenpotenzial verbannt und in ein bedeutend weniger sensibles Gebiet verlagert. Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Verbesserung der ökologischen Situation: Mit naturnahen Lebensräumen für Flora und Fauna sind die Bedingungen geschaffen worden für ein vielfältiges Bach-Ökosystem. Es vernetzt die Bergwälder oberhalb von Sachseln mit dem Sarnersee. Kurz: Das Umlegungsprojekt des Sachsler Dorfbaches ist ein Beispiel für den modernen Hochwasserschutz.