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Ziel ist eine nachhaltige Energieversorgung die sowohl bestehende als auch neue Bauten einbindet und die CO2-Emissionen, bezugnehmend auf das Jahr 2008, halbiert.
Seit 2008 ist die Amstein + Walthert AG an der ETH Zürich mit der Realisierung eines Anergienetzes beauftragt.
Der Campus am Standort Hönggerberg hat einen enormen Energiebedarf, der einer Kleinstadt gleich kommt. Im Jahr 2016 benötigte der Campus 29 GWh Wärme, 23 GWh Kälte und 54 GWh Elektrizität. Bis 2026 steigt die Energiebezugsfläche noch deutlich an, wobei sich der Gesamtenergiebedarf bis zum Endausbau nicht wesentlich verändern soll.
Ziel ist eine nachhaltige Energieversorgung die sowohl bestehende als auch neue Bauten einbindet und die CO2-Emissionen, bezugnehmend auf das Jahr 2008, halbiert.
Erreicht wird dies einerseits durch bauliche und haustechnische Massnahmen, die den spezifischen Energiebedarf auf dem Campus erheblich senken. Andererseits wird erzeugungs- und verteilungsseitig ein niedrigeres Temperaturniveau angestrebt, das die Nutzung von Abwärme, interner Wärmerückgewinnung und Umweltwärme effizienter macht. Auf Seiten der Kälte werden höhere Temperaturniveaus zum Ziel gesetzt, um auch dort einen qualitativen Effekt zu erzielen.
Das System des Anergienetzes besteht aus einer Ringleitung mit drei Leitern, welche momentan drei Erdwärmesondenfelder, vier Zentralen und eine Systemtrennung miteinander verbinden. Zum Stand 2016 sind zwei weitere Erdspeicher und Zentralen geplant und werden nach Fertigstellung in das Anergienetz eingebunden. Von zentraler Bedeutung ist die saisonale Bewirtschaftung des Erdspeichersystems mit einer annähernd ausgeglichenen Energiebilanz. Die modulare Struktur der Energieversorgung erlaubt jederzeit eine Nachrüstung mit alternativen, zentralen und dezentralen Systemen.
A+W hat zu Beginn des Projekts den übergreifenden Masterplan für die zukünftige Energieversorgung entwickelt und ist seitdem mit der etappierten Planung, Realisierung und dem Monitoring des Anergienetzes beauftragt.
Bauherr