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Schæchenbach
(Kt. Uri). 1952-453 m. Wildbach des Schächenthales;
entspringt am Klausenpass und mündet nach 19 km langem Lauf s. Altorf von rechts in die Reuss.
Seine Nebenadern sind: von links der Stäuberbach (mit prachtvollem 93 m hohem Wasserfall oberhalb Aesch), Härlibach, Brunnibach (aus dem Brunnithal), Schwarzwasserbach, Fätschbach und Gosmerlibach;
von rechts der Schildbach, Seelibach, Fritterbach, Innermühlebach, Aeussermühlebach, Gangbach, Guggibach und Holdenbach.
Der Schächenbach kann bei Hochwasser zu einem gefährlichen Wildwasser anschwellen, in dessen Fluten nach der Ueberlieferung Wilhelm Tell bei dem Versuch, ein ertrinkendes Kind zu retten, 1352 den Tod gefunden haben soll.
Die Stelle ist durch ein Granitkreuz bezeichnet, auf dessen Sockel ein Spruch von Ludwig Uhland angebracht wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert gingen zwischen Unterschächen und Spiringen vom Felskamm der «Spitzen» mehrfach grosse Felsabbrüche in den Bach nieder, die verschiedene Personen töteten. Um einem zu tiefen Einschneiden des Baches vorzubeugen, wird dieser jetzt zwischen Spiringen und Bürglen mit zahlreichen Thalsperren verbaut.
Oberhalb Bürglen nutzt ein Elektrizitätswerk die Wasserkraft des Baches aus, dessen Einzugsgebiet 109,5 km2 umfasst und dessen geringste Wasserführung auf 0,5-0,6 m3 in der Sekunde geschätzt wird.
Infolge des letzten Felssturzes bei Spiringen (1887) führt der Bach ausserordentlich viel Geschiebe.