Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03316.jsonl.gz/2549

Librax ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin anzuwenden. Librax enthält zwei sich ergänzende Wirkstoffe. Chlordiazepoxid lindert Angst und Spannung, Clidiniumbromid löst Krämpfe im Bauch- und Unterbauchbereich und dämpft übermässige Flüssigkeitsproduktion in Magen und Darm.
Librax wird angewendet, wenn Angst und Spannung Krankheitszeichen in Bauch oder Unterbauch verursachen oder verschlimmern. Solche Krankheitszeichen können bei Magen- und Darmbeschwerden infolge Überreizung, Entzündung und Geschwüren, bei Erkrankungen der Gallenwege, der Harnwege, bei nächtlichem Bettnässen und bei schmerzhaften Monatsblutungen vorkommen.
Librax darf bei Überempfindlichkeit auf seine Wirkstoffe, bei Prostatavergrösserung und bei grünem Star nicht angewendet werden.
Wenn Sie unter Atembeschwerden oder nächtlichem Erwachen wegen Unterbrechung der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom) leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen.
Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auch mit, wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion oder krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden.
Librax ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.
Bei länger dauernder Therapie wird eine Überwachung des Blutbildes sowie der Nieren- und der Leberfunktion empfohlen.
Mit Librax können Sie unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen. Alkoholische Getränke verstärken zusätzlich die Wirkung von Librax. Deshalb sollten Sie während der Behandlung mit Librax auf alkoholische Getränke ganz verzichten.
Sie sollten neben Librax nur dann noch andere Arzneimittel einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin einverstanden ist, denn Beruhigungsmittel, Schlafmittel, starke Schmerzmittel, Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit, Arzneimittel gegen Epilepsie, Arzneimittel gegen Depression und ähnliche auf Gehirn und Nerven wirkende Präparate können die Wirkung von Librax verstärken.
Muskelrelaxierende Präparate, Präparate gegen Spasmen, gewisse Präparate zur Behandlung von Magengeschwüren, gewisse Asthma- oder Herzmittel können auch Wechselwirkungen mit Librax verursachen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
? an anderen Krankheiten leiden,
? Allergien haben oder
? andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!
Die Einnahme von Librax kann ? wie bei allen benzodiazepinhaltigen Präparaten ? zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Medikamentes Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Muskelzittern, Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche, Muskel- und Bauchkrämpfe auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach 2?3 Wochen ab.
Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Nehmen Sie Librax nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschriebene Dosis.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.
Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
Die Einnahme von Librax während der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind schädigen. Librax sollte während der Schwangerschaft daher nicht eingenommen werden.
Die Wirkstoffe von Librax treten in die Muttermilch über. Verzichten Sie also während der Stillzeit auf die Einnahme von Librax.
Ihr Arzt bzw. Ihrer Ärztin legt die für Sie geeignete Dosierung fest. Halten Sie sich deshalb genau an seine/ihre Anweisungen.
Im Allgemeinen wird er/sie Ihnen 3?4 Dragées täglich verschreiben. Nehmen Sie die Dragées eine halbe Stunde vor dem Essen ein. Wenn Sie schon etwas älter sind oder schwächlich, wird die Dosis zu Anfang 1?2 Dragées pro Tag betragen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die Anwendung und Sicherheit von Librax bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Folgende Nebenwirkungen können bei Einnahme oder Anwendung von Librax auftreten:
Leichte Nebenerscheinungen, wie Mundtrockenheit, Verstopfung und Mühe beim Wasserlassen, Sehstörungen und Herzklopfen können vorkommen.
Vor allem am Anfang der Therapie können Schwindel, unsicherer Gang und Muskelschwäche auftreten. In seltenen Fällen wurde nach Einnahme von Librax über Nervosität, Erregbarkeit, Gedächtnisstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautausschlag) berichtet.
Unter Umständen fühlen Sie sich besonders zu Beginn der Behandlung leicht schläfrig, was jedoch meist nach einigen Tagen von alleine oder bei Verminderung der Dosis verschwindet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Das Arzneimittel ist in der verschlossenen Originalverpackung und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Das grüne Dragée enthält als Wirkstoffe 5 mg Chlordiazepoxid und 2,5 mg Clidiniumbromid.
Hilfsstoff: Farbstoff Indigotin (E132).
28275 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packung zu 30 und 100 Dragées.
MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.
Diese Packungsbeilage wurde im März 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.