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Die Technische Entwicklung des Militärrades
Die ersten Fahrräder, welche Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweizer Armee zum Einsatz kamen, waren private Fahrräder mit Starrlaufantrieb und Vollgummibereifung.
Das erste Ordonnanzrad wurde 1905 eingeführt und blieb in seiner Grundform während fast 90 Jahren unverändert Dieses erste Ordonnanzrad hatte bereits Luftbereifung. Freilauf, eine auf das Vorderrad wirkende Friktionsbremse und eine auf das Hinterrad wirkende Rücktritt-Bremse. Wichtigste sicherheitstechnische Verbesserung war die Einführung einer zusätzlichen, auf das Hinterrad wirkenden Trommelbremse im Jahr 1944.
Was sich immer wieder änderte und sich auch weiter entwickelte, war die Gestaltung der Einzelteile: die Pedalen, die Form und die Griffe der Lenker, die Beleuchtung und die Rückstrahler, die Radglocken etc. Aber auch das Zubehör hat viele Veränderungen mitgemacht, so zum Beispiel die Rahmentaschen, die Träger für die verschiedenen Lasten, die Kontrollschilder etc.
Mit der Einführung des Fahrrades 1993 - rund 10 Jahre vor Aufhebung der Radfahrertruppe - wurde dann allerdings ein technologisch sehr anspruchsvolles Projekt realisiert, das wahrscheinlich ausser dem Sattel kaum mehr einen Bezug zum Rad 05 erkennen lässt.
Eckdaten des Militärrades 05
- Freilauf
- keine Gangschaltung
- Gewicht 22 kg
- mit Pneumatikpneus (1887 von Dunlop erfundene Luftreifen)
- Karbid-Laterne und Glocke.
Später:
- Rücktrittsbremse
- elektrische Beleuchtung
- 1944 Trommelbremsen Hinterrad
Das Ordonnanzrad 93
7-Gang Schaltung (höheres Marschtempo). Gewicht 21,5 kg, grösserer Rahmen für bessere Stabilität Vorderrad-Gepäckträger: einfacheres und schnelleres Befestigen der Gefechtspackung Zuladen schwerer Lasten bis 60 kg möglich
2200.-- pro Stück Modell Condor, bei einer Abnahmemenge von 5'500Stk.)