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Hintergrund: Der Nutzen von Aspirin zur Primärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen (CV) bei Patienten mit Diabetes ist nicht klar. Der Diabetes an sich erhöht das Risiko eine kardiovaskuläre Erkrankung zu erleiden und die Aspirintherapie könnte dieses Risiko möglicherweise senken.
Methode: In einer grossen Studie (ASCEND Studie) wurden 15480 Patienten mit Diabetes aber ohne bekanntes Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung mit 100mg Aspirin gegen Placebo verglichen. Die Endpunkte der Studie waren kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Herztod, Schlaganfall und grosse Blutungsereignisse. Die Nachbeobachtunszeit dauerte 7.4 Jahre.
Resultate: Die Häufigkeit von schweren vaskulären Ereignissen war signifikant tiefer in der Aspirin Gruppe als in der vergleichenden Placebo Gruppe. (8.5% vs. 9.6%). Jedoch war die Häufigkeit von schweren Blutungsereignissen signifikant höher in der Aspiringruppe (4.1% vs. 3.2%). Die meisten schweren Blutungen waren Magen-Darmblutungen. Aspirin wies kein spezieller Nutzen für Gefässerkrankungen aus und es gab keinen Zusammenhang zu Krebserkrankungen.
Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt den Nutzen und die Schädlichkeit von Aspirin zur Primärprävention von Patienten mit Diabetes. Bei 100 Diabetes Patienten, die mit Aspirin behandelt werden, kann zwar ein kardiovaskuläres Ereignis verhindert werden,- jedoch ereignet sich eine schwere Blutung. Es stellt sich deshalb die Frage, ob mit dem Patienten zusammen bei Therapiebeginn eine Risikoabschätzung vorgenommen werden sollte.
- The ASCEND Study Collaborative Group. N Engl J Med 2018, Aug 26;(e-pub)