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Hergestellt von Sony, Tokyo.
Als Sony im Jahre 1980 den ersten mikroprozessorkontrollierten Kurzwellenempfänger vorstellte, löste man damit eine Revolution im Design und Konzept von Reise- Kurzwellenempfängern aus. Erstmals wurde beim ICF-2001 die direkte Frequenzeingabe per Tastatur realisiert.
Das Gerät war noch entwicklungsfähig, so brachte Uniden etwas später den CR-2021 heraus, Sangean entwickelte auf den Vorgaben aus dem Hause Sony den ungemein erfolgreichen ATS-803. Sony konterte mit einem Gerät, dessen Empfangsleistungen und Innovationskraft aus meiner Sicht bis heute unerreicht blieb, zumindest kam kein Gerät von anderen Herstellern je an die „Performance“ heran: das Gerät erhielt in Europa die Bezeichnung ICF-2001D und war damit nur schwer vom '2001 zu unterscheiden, in Japan und USA war mit der Modellbezeichnung ICF-2010 der Unterschied eindeutiger.
Der mit 31 x 17 x 5,6 cm für heutige Verhältnisse noch recht grosse und mit 1,8 kg mittelschwere Reiseempfänger war bei seinem Erscheinen bzgl. der Abmessungen eine Sensation. Bis dahin hatten Geräte mit digitaler Frequenzanzeige einen kräftigen Tragegriff und Kofferformat, technisch wurde in der Regel ein konventioneller Superhet mit einem Frequenzzähler kombiniert oder auf das Wadley Loop - Prinzip zurückgegriffen - und der ICF-2001 war ein PLL Synthesizer.
Gespiesen wird der Empfänger (inkl. Displaybeleuchtung) von drei UM-1 Monozellen, zwei weitere UM-3 Batterien werden zum Erhalt der Speicherinhalte benötigt. Alternativ konnte der als Batteriefresser bekannte Empfänger auch mit einem 4,5 V - Netzteil oder mit einem speziellen Adapterkabel von der Autobatterie betrieben werden. Der etwas versenkt liegende Hauptschalter und die Tasten für den 90 Minuten - Sleeptimer und die Skalenbeleuchtung finden sich oberhalb des Lautsprechergrills.
In der Mitte der Frontplatte findet sich die digitale LCD-Frequenzanzeige, die mit einer fünfteiligen LED-Kette ausgeführte Signalstärkenanzeige, darunter die Zehnertastatur zur direkten Frequenzeingabe, die Entertaste und Suchlauftasten (L1 und L2 zur Eingabe der beiden Grenzfrequenzen und START/STOP für besagtes…) und zuunterst die Abstimmtasten UP / DOWN, der Druck auf die mittlere Abstimmtaste beschleunigt die Abstimmgeschwindigkeit. An diese Art der Abstimmung musste sich die Kurzwellenhörergemeinde zu Beginn recht gewöhnen, das Fehlen eines „richtigen“ Abstimmknopfes wurde dem Gerätehersteller oft vorgeworfen, heute findet sich ein Abstimmknopf nur noch an einer Minderheit der Radios.
Erstmals bot der ICF-2001 auch die Möglichkeit der direkten Frequenzeingabe: Nach Eingabe der entsprechenden Sendefrequenz mit der Zifferntastatur stimmt ein Druck auf die rote EXECUTE Taste das Gerät automatisch auf die gewünschte Frequenz ab.
Kleine Rändelregler dienen zur Antennenanpassung und zum Feintuning vor allem im CW / SSB-Empfang. Auf der rechten Seite der Frontplatte finden sich die Frequenzspeichertasten (Aufruf durch Tastendruck, Abspeichern durch Drücken der Tasten ENTER und der entsprechenden Speichertaste), der Betriebsartenschalter mit den Positionen FM (für UKW), AM (für die übrigen Bereiche) und SSB/CW zur Aktivierung des BFO zum Empfang von Morse- und Amateurfunksignalen.
Drei Schieberegler dienen als Bass-, Höhen und Lautstärkeregler.
Die Buchsen für Ohrhörer, Tonband und zur Steuerung des Tonbands zur automatischen Aufnahme finden sich an der rechten Schmalseite, ebenfalls die 4,5 V Buchse für das externe Netzgerät AC-122.
Die Empfangsqualitäten des ICF-2001 sind aus heutiger Sicht immer noch für ein Reiseradio als gut zu bezeichnen, werden aber vom ICF-2001D bei weitem übertroffen. Der Ur-2001 verfügt lediglich über 6 Senderspeicher, was heute als wenig erscheint, im Vergleich zu einer einstellbaren Frequenz aber einen gewaltigen Fortschritt darstellt, erst so wurde es möglich, rasch einige Parallelfrequenzen abzuchecken.
Das Gerät ist prinzipiell auch heute noch ein brauchbarer Reisebegleiter, die kleineren Reiseempfänger aus der 7600er-Reihe bieten aber mehr Technik in kleinerem Gehäuse und bringen die auf Reisen praktische Weck-Funktion mit, der ICF-2001D ist für den ambitionierten Kurzwellenhörer dank der schaltbaren Bandbreiten, der besseren Filter und vor allem des automatischen ECSS-Betriebs die wesentlich bessere Wahl - da beide Gerät nur noch gebraucht erhältlich sind, lohnt es sich bei Ebay gleich nach einem ICF-2001D umzuschauen.
Wie berichtet wird, treten beim ICF-2001 gehäuft Probleme mit den Speicher- Batterien auf, vor allem, wenn das Batteriefach durch auslaufende Batterien Schaden genommen hat oder die Verbindung Batteriefach - Printboard schlecht ist.
Doppelsuperhet, digitale Frequenzaufbereitung mit PLL-Synthesizer
Das Gerät ist halbleiterbestückt.