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In zweiter Instanz hat ein Gericht den ehemaligen Genfer Staatsrat Pierre Maudet vom Vorwurf der Vorteilsannahme wegen einer Luxusreise nach Abu Dhabi freigesprochen.
Das Genfer Appellationsgericht bestätigte am Dienstag einen Bericht der Zeitung «Tribune de Genève».
Die Gerichtsverhandlung war demnach bereits im letzten Oktober, doch hatten beide Parteien auf eine öffentliche Verlesung des Urteils verzichtet.
Der Staatsanwaltschaft bleibt noch die Möglichkeit, das Urteil vors Bundesgericht zu ziehen. Diese hatte eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten für den gefallenen Magistraten gefordert.
2015 war Maudet wegen Vorteilsannahme schuldig gesprochen worden. Hintergrund war eine Einladung von der Königsfamilie von Abu Dhabi unter anderem an Maudet und seine Familie anlässlich des Grand Prix der Formel 1 in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Kosten der offerierten Reise werden auf 50'000 Franken geschätzt.