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Aide et Action International ist keine sogenannte “Notfall-NGO”, aber die Solidarität, die im Mittelpunkt ihres Einsatzes steht, schreibt vor, bei einer Notfallsituation nicht untätig an der Seitenlinie zu stehen, sondern einzugreifen, wenn die Bevölkerungen betroffen sind, mit denen der Verein zusammenarbeitet.
In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Notfallsituationen in den Einsatzländern des Vereins: Erdbeben in China, Überschwemmungen in Senegal und in Madagaskar, politische und soziale Krise in Mali. Zudem wird eine neue langzeitliche Bedrohung immer akuter, auch wenn sie nicht so im Vordergrund der Wahrnehmung steht: der Klimawandel. Der Klimawandel hat starke Auswirkungen auf die Bildung, weil er das ganze Weltklima, das Ökosystem und die finanziellen Mittel von Staaten beeinflusst, Faktoren, die ihrerseits auf den Zugang zu Nahrungsmitteln und Gesundheitsleistungen und die Migration einwirken.
Aide et Action hat daher einen spezifischen Ansatz entwickelt, der Solidarität am Anfang einer Notfallsituation, Begleitung der Bevölkerung bei der Gestaltung und Umsetzung der Wiederaufbauprojekte und Risikoprävention beinhaltet. Beim letzten Punkt verlässt sich Aide et Action International einerseits auf die Stärkung der Fähigkeiten der Bevölkerungen selber, da diese oft am besten platziert sind, um die Risiken auszumachen, und als Erste in einer Notfallsituation im Einsatz stehen, und andererseits auf die Miteinbeziehung von jungen Menschen und Kindern, weil diese oft als erste Akteure einer Wandlung in Erscheinung treten. Nach dem Erdbeben, das im Januar 2010 Haiti erschütterte, zum Beispiel, setzte Aide et Action diese Vorgehensweise um. Mit den katastrophalen Folgen des Erdbebens konfrontiert, mobilisierte der Verein seine lokalen und internationalen Partner, um die Betroffenen mit erster Hilfe und Nahrungsmitteln zu versorgen, beim Wiederaufbau der zerstörten Zonen mitzuwirken und die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Schulunterrichts und Wiederaufbau des Schulsystems zu begünstigen und erleichtern.
Quelle der Schlüsselzahlen: Unesco 2013