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Bestandsübergreifende Findmittel
Es gibt im Staatsarchiv Graubünden verschiedene Quellengattungen oder Dokumententypen, die nicht einheitlich in einem Bestand zu finden sind. Ihrer Herkunft entsprechend sind sie zum Teil in den staatlichen Unterlagen des Kantons bzw. seiner Rechtsvorgänger, allen voran des Freistaats der Drei Bünde, zu finden. Zum Teil liegen sie aber, begründet hauptsächlich durch die schwach ausgeprägte Staatlichkeit im Freistaat, auch in nichtstaatlichen Beständen, in erster Linie in den Archiven der bedeutenden Bündner Geschlechter wie den von Salis oder von Planta, oder in den Handschriftensammlungen des Staatsarchivs. Um diese Quellen leichter zugänglich zu machen, erstellt das Staatsarchiv quellenspezifische, bestandsübergreifende Findmittel.
Notariatsprotokolle
Im Staatsarchiv Graubünden befinden sich die meisten bekannten Bündner Notariatsprotokolle, entweder in originaler oder kopialer Form. Sie sind nicht unter einer einheitlichen Signatur verzeichnet, sondern ihrer Provenienz entsprechend in mehreren Beständen zu finden. Einige Serien von Notariatsprotokollen finden sich in Gemeinde- und Kreisarchiven; in diesen Fällen sind für das Staatsarchiv Mikrofilm-Kopien der Protokolle hergestellt worden.
Notare stellten früher nicht in jedem Fall eine Urkunde aus, sondern hielten alle Rechtsgeschäfte ihrer Mandanten mittels kurzer Notizen in sorgfältig aufbewahrten Registern, den Imbreviatur- oder Protokollbüchern fest. Diese enthielten die Hauptpunkte des Rechtsgeschäfts und besassen Rechtskraft, unabhängig davon, ob der Notar daraus eine Urkunde ausfertigte. Das vorliegende Inventar enthält eine historische Übersicht zum Notariatswesen in der Schweiz und im Kanton Graubünden und im Hauptteil eine Liste der im Staatsarchiv Graubünden vorhandenen Notariatsprotokolle aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, geordnet nach Gebiet mit kurzen Angaben zu den Notaren und deren Familien.
Das vorliegende Inventar finden sie hier.