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Der Karneval ist eine sehr wichtige Zeit in einigen Regionen von Deutschland. So sehr, dass er auch als die fünfte Jahreszeit bezeichnet wird. In der Schweiz wird die Fasnacht vor allem in den katholischen Kantonen gefeiert. Die Basler Fasnacht ist die bekannteste und gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
In Deutschland hat der Karneval einen anderen Namen, je nachdem, in welcher deutschen Stadt Sie sich befinden. In München heißt es Fasching, in Köln und Düsseldorf Karneval und in Mainz Fastnacht.
Das Wort Fasching stammt aus dem 13. Jahrhundert und leitet sich von dem deutschen Wort vaschanc oder vaschang ab: Fastenschank (das letzte alkoholische Getränk vor der Fastenzeit). Zur damaligen Zeit, wurde, nach der alten christlichen Tradition, das Fasten von 40 Tagen bis Ostern streng eingehalten. Die Menschen verzichteten auf den Konsum von Alkohol, Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Der Karneval war daher die letzte Gelegenheit, vor einer langen Diät, zu schlemmen. 🙂
Karneval hingegen ist ein neueres Wort (17. Jahrhundert) lateinischen Ursprungs, das aus dem Französischen und Italienischen übernommen wurde. Der tatsächliche Ursprung des Wortes ist ungewiss, aber es kommt wahrscheinlich vom lateinischen “carne levare” (Fleisch entfernen). Früher wurde das deutsche Wort sogar mit einem C statt mit der heutigen K-Schreibweise geschrieben.
Die offizielle Eröffnung des Karnevals findet am 11. November um 11.11 Uhr, dem St. Martins-Tag, statt (zu dem ein eigener Artikel erscheinen wird). Diese Feier markiert den Beginn der ersten zweiwöchigen Fastenzeit, ähnlich der vor Ostern. Die meisten Feierlichkeiten finden dann im Februar oder ganz selten im März des folgenden Jahres statt.
Die Weiberfastnacht markiert den Beginn der Feierlichkeiten. An diesem Tag schneiden Frauen den Männern die Krawatten ab, um ihnen symbolisch ihre männliche Überlegenheit zu nehmen und küssen Passanten auf die Wangen.
Der Rosenmontagzug ist der Tag, an dem die Hauptparade stattfindet. In den meisten Städten Deutschlands besteht sie aus Festwagen, Riesenpuppen, Clownsgruppen und Blaskapellen. Normalerweise werfen die Personen (Teilnehmer der Karnevalsvereine) auf den Festwagen, die oft recht hoch sind, Kamellen (Süßigkeiten) und Rosen in die Menge.
Der Faschingsdienstag oder Fastnachtsdienstag ist der letzte Tag des Karnevals. In einigen Gegenden verbrennen Karnevalsbesucher traditionsgemäß eine riesige Strohpuppe (Nubbel = Sündenbock), die für das Übermaß an Ausgaben, Essen und Trinken während der Karnevalszeit verantwortlich gemacht wird. Man nennt dies auch die Nubbelverbrennung. International wird er auch Mardi gras oder Pancake Tuesday genannt, und natürlich werden Pfannkuchen gegessen!
Aschermittwoch markiert das Ende der Feierlichkeiten und den Beginn der Fastenzeit, die 40 Tage bis Ostern dauern wird. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Gedenken an die Passion und die Auferstehung Christi.
Die Deutsche Schule Genf macht es sich zur Aufgabe, die schöne Tradition des Karnevals fortzusetzen. Seine Herkunft wird im Unterricht studiert, und einige unserer Klassen bereiten anlässlich des Karnevals gerne Pfannkuchen zu. Jedes Jahr organisieren auch Eltern der Grundschule ein prächtiges Fest zum Karneval mit vielen Aktivitäten. Fotos und Eindrücke von dieser schönen Party finden Sie auf unserer Facebook-Seite @DSG.Genf