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Das Treffen gebe den bilateralen Beziehungen einen starken Impuls, sagte Putin am Donnerstag im Kreml. Mit Blick auf Moskaus Rolle im Syrien-Krieg werteten Experten die Gespräche als klare Untermauerung von Russlands Anspruch als Gestaltungsmacht im Nahen Osten.
König Salman ist der erste saudische Monarch, der Russland besucht. "Dies allein ist ein sehr gewichtiges Ereignis", sagte Putin. König Salman sagte, die bilateralen Beziehungen sollten "im Interesse des Friedens, der Sicherheit und der Entwicklung der Weltwirtschaft verstärkt werden".
Beobachter sehen die Bedeutung indes vor allem darin, dass Saudi-Arabien zwar traditionell mit den USA zusammenarbeitet, sich nun aber Russland zuwendet. Der steigende Einfluss Moskaus in der Arabischen Welt lässt Riad nach alternativen Partnern suchen.
In den Gesprächen sollte es vor allem um die Lage auf dem Ölmarkt und um den Bürgerkrieg in Syrien gehen. Russischen Agenturen zufolge unterschrieben die Delegationen ein Memorandum über den möglichen Verkauf russischer Waffen an Riad.
König Salman betonte, dass Saudi-Arabiens und Russlands Sicht auf regionale Fragen in vielem übereinstimmten. Dass es aber auch Probleme gibt, verdeutlichte eine scharfe Warnung an den Iran. Die Führung in Teheran dürfe die Lage im Bürgerkriegsland Jemen nicht destabilisieren, sagte Salman.
Der Iran ist ein enger Verbündeter Russlands und unterstützt gemeinsam mit Moskau die syrische Führung im Bürgerkrieg militärisch. Das sunnitisch dominierte Saudi-Arabien und der schiitisch geprägte Iran ringen um die Vorherrschaft in der Region.
Saudi-Arabien als grösster Produzent in der Organisation erdölfördernder Länder (Opec) und Russland als wichtigstes Nicht-Opec-Mitglied hatten Anfang des Jahres eine Drosselung der Ölförderung beschlossen, um die Preise zu stabilisieren.
König Salman lobte die Einigung mit Russland. Sie helfe auch der Weltwirtschaft, sagte er. Zusammen sind Russland und Saudi-Arabien für 25 Prozent der weltweiten Ölproduktion verantwortlich.
Eine grosse Wirtschaftsdelegation begleitete den König nach Russland. Der saudische Energieminister Chalid al-Falih sagte am Donnerstag in Moskau, er rechne mit einer Reihe von Investitionsabkommen, darunter einem Milliarden-Fonds für Energieprojekte.
Zudem beabsichtigt der saudiarabische Ölkonzern Aramco Vereinbarungen mit russischen Firmen wie Gazprom. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen beider Länder, sagte Falih.
(SDA)