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Das Gasthaus Schlüssel ist ein Haus mit lokalgeschichtlicher Bedeutung, so deklariert vom Denkmalschutz. Zur lokalgeschichtlichen Bedeutung gibt es folgende Erläuterung. Um 1599, zum Zeitpunkt des Hausbaus, war Tuggen, sowie die ganze Obermarch dem Klosters Pfäfers untergeordnet. Aus mündlicher Überlieferung ist bekannt, dass auch das Haus in der Anfangszeit der Kirche bzw. dem Kloster Pfäfers gehörte. In mehreren Büchern wurde der Schlüssel als früherer Meierhof des Klosters Pfäfers erwähnt. Der Schlüssel wurde zur Zehntenlagerung genutzt und war ebenfalls eine Herberge für Kirchengänger aus der ganzen March, die zur Kirche Tuggens pilgerten und eine Übernachtungsmöglichkeit benötigten. Da Tuggen an der wichtigen Handelsroute Zürich-Chur lag, diente das Haus zum Schlüssel auch als Gaststätte für Reisende und Händler. Mit der Loslösung Tuggens von Pfäfers 1652 ging das Haus zum Schlüssel an Vorfahren der heutigen Besitzer über. 1920 wurde dieses Haus zum ersten Mal „Schlüssel“ genannt. Da die Besitzer über Generationen hinweg Genossenbürger der Genossame Tuggen waren, fanden im Gasthaus Schlüssel stets Genossenversammlungen und als besonders festlicher Anlass mit Tanz, die Laurenzengemeinde, statt. Als man im Buchberg eine Festung erbaute, wurde das Kompanie-Büro der Genie-Kompanie im Schlüssel installiert und der Kommandant, Hauptmann Läubli logierte im Haus. Ein weiteres besonderes Ereignis war die Verfilmung des Romans „Riedland“ von Kurt Guggenheim, wobei Szenen im Schlüssel gedreht wurden. Der Riedlandfilm handelt von der Ölbohrung in Tuggen (1925) und der Schwierigkeit der Einheimischen, sich mit dem Einbruch der Technik in ihre Landschaft, abzufinden. Die Familienmitglieder spielten als Statisten in diesem Film mit. Die Besitzer des Hauses zum Schlüssel haben verschiedene Tätigkeiten und Gewerbe betrieben, um ihre Existenz zu sichern. Es wurde ein Landwirtschaftsbetrieb mit Heu- und Streuhandel geführt. Im Nebengebäude war eine Pferdemetzgerei untergebracht. Später gab es eine Schuhmacherwerkstatt mit Schuhverkauf, ein Kolonialwarengeschäft und ein Coiffeursalon. 1995 brach man das alte Nebengebäude ab und ersetzte es durch einen Neubau. Der Wintergarten als heller, lichtdurchfluteter Raum, dient als Kontrast zum alten, denkmalgeschützten Teil des Hauses.
- 1905: Janser- Huber Anton Pius & Barbara
- 1933: Janser- Bamert Anton Isidor & Adelheid
- 1965: Janser- Bamert Anton Alois & Lydia
Den heutigen Besitzern sind 11 Generationen laut Stammbaum bekannt. Die früheren Besitzer stammten aus dem alteingesessenen Geschlecht Huber. Mit der Heirat von Barbara Huber anno 1905, wechselte der Familienname zu Janser.
- 02.09.1977: Eröffnung Schlüssel – Chäller als zusätzliche Restaurationslokalität
- 01.10.1983: Erweiterung durch den Gewölbten Chäller
- 02.03.1996: Eröffnung des Wintergarten im neuen Anbau
- 01.10.2011: Neugründung der Schlüssel Tuggen AG (Familien AG) mit Geschäftsführer Manfred Janser-Imper