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AfroAid, Kamerun
Stop Malaria!
Im Zentrum unserer Tätigkeit stehen nicht statistische Zahlen, sondern Menschen. Es sind Menschen, die wir kennen, denen wir im Rahmen unserer Aktivitäten in Afrika begegnen.
Bei jedem Besuch in Afrika treffen wir auf Menschen, die gerade eine Malariaattacke mit den typischen Fieberkrämpfen und Schmerzen erleiden, und wir sehen, wie sie ihr weniges Geld für wirkungslose Medikamente ausgeben. Auch wenn wir jeweils effizientere Medikamente dabei haben, reichen sie doch niemals für alle. Wir können es nicht länger akzeptieren, das Leiden der Menschen mit anzusehen, während diejenigen, die diese Krankheit eindämmen könnten, gleichgültig wegsehen.
Stop Malaria! ist ein Akt der Rebellion gegenüber diesem stillen Massensterben, dieser Strategie des «Freien Marktes», in der diejenigen, die nicht zahlen können, sterben. Es ist ein Projekt, das auf der Gewissheit beruht, dass Malaria besiegt werden kann - und zwar wie folgt:
Das imprägnierte Moskitonetz: Der Gebrauch von insektizidbehandelten Moskitonetzen wurde von der WHO als wirksamstes Mittel definiert, um die Verbreitung der Malaria einzudämmen. Die ersten Familienmitglieder, die mit solchen Netzen geschützt werden müssen, sind Kinder unter fünf Jahren, sowie schwangere Frauen. In Tansania wurde in den Gebieten, in denen nur diese Bevölkerungsgruppe geschützt wurde, die Kindersterblichkeit bereits um die Hälfte gesenkt.
Das lokale Netzwerk von Freiwilligen: AfroAid bildet lokale Netzwerke zur Selbsthilfe. Freiwillige erhalten dabei eine gesundheitliche Basisausbildung in der Malariaprävention und kümmern sich nachfolgend um die Verteilung und die regelmässige Imprägnierung der Moskitonetze und um die richtige Behandlung der Erkrankten.
Die Aufklärung der Bevölkerung: Wenn Malaria rechtzeitig diagnostiziert wird, ist sie in den meisten Fällen heilbar. Deshalb schulen wir die Bevölkerung in der Erkennung von Malaria und in Präventionsmassnahmen, wie die Anwendung von imprägnierten Netzen und Hygienemassnahmen.
Der Zugang zu Medikamenten: Wir beabsichtigen die Eröffnung von lokalen «Malariazentren» für eine flächendeckende Verbreitung von imprägnierten Moskitonetzen. Dort soll sich die Bevölkerung auch auf Malaria testen lassen können, und Betroffene sollen wirksame Medikamente zu reduzierten Preisen erhalten. Zusätzlich prüfen wir im Rahmen von Versuchsreihen den Anbau und die Verwendung von Artemisia Annua vor Ort. Aus dieser chinesischen Heilpflanze wird der Stoff Artemisin gewonnen, der den Grundstoff der modernen Kombinationspräparate darstellt.

Land/Region: Kamerun, Yaoundé und Umgebung
Zeitraum/Projektphase: Die Kampagne begann mit einem Workshop in Kamerun im April 2003. Sie ist nicht zeitlich begrenzt.
Schweizerische Organisation: AfroAid - Humanistische Afrikahilfe
Organisation: www.afroaid.ch
Kontakt: Lorenzo Molinari, Präsident, <email-pii>
Partnerorganisationen: Association Sans Frontières (ASF) Kamerun; Population Services International (PSI)
Informationen: www.afroaid.ch/malaria.php