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Ermittlungen wegen Wildtierkriminalität in Vietnam: öffentliche Anhörung angekündigt
Den Haag, Niederlande (ots/PRNewswire) - Nach einer einjährigen Untersuchung des Wildtierhandelszentrums Nhi Khe in Vietnam führt die Wildlife Justice Commission (https://wildlifejustice.org/) am 14. und 15. November 2016 im Friedenspalast in Den Haag, Niederlande, eine öffentliche Anhörung durch.
Ein aus 51 Personen bestehendes kriminelles Netzwerk hat illegalen Handel mit Körperteilen und Produkten von Nashörnern, Elefanten und Tigern im Wert von 53,1 Millionen US-Dollar getrieben.
Unsere Fallakte (Sammlung von Fakten) mit mehr als 5.000 Seiten plus Audio-, Bild- und Videoaufnahmen wurde im Januar 2016 in Vietnam (https://wildlifejustice.org/wildlife-justice-commission-delivers-map-facts-regarding-large-criminal-network-government-viet-nam/) und im Februar 2016 in China (https://wildlifejustice.org/media-e-mediawildlifejustice-org-t-31-70-205-1050-wjcommission-wildlife-justice-commission-delivers-map-facts-government-china/) präsentiert. Bei mehreren Besuchen haben unsere Ermittler unmittelbar Folgendes beobachtet:
- Horn von Nashörnern im Wert von 42,7 Mio. USD, Elfenbein 6,8 Mio. USD, Tigerteile 3,6 Mio. USD
- von bis zu 907 Elefanten, 579 Nashörnern, 225 Tigern
- dazu noch Schuppentiere, Bären, Karettschildkröten und Schildhornvögel
- 579 Nashörner - das entspricht der Hälfte der Nashörner, die 2015 in Südafrika durch Wilderer getötet wurden
- eine alarmierende Zunahme des illegalen Tigerhandels
- die Erweiterung von Nhi Khe als Handelszentrum durch soziale Medien: WeChat und Facebook
- Beweise u. a. für 17 chinesische Bankkonten, die von illegalen Händlern für Zahlungseingänge von chinesischen Käufern genutzt werden
Olivia Swaak-Goldman, Executive Director der Wildlife Justice Commission, sagte:
"Wir haben den vietnamesischen Behörden eine detaillierte Fallakte mit allen notwendigen Informationen vorgelegt, um diese Verbrecher zu verfolgen und diesen Geschäften ein Ende zu machen. Wir haben Hilfe angeboten und mit Interessenvertretern zusammengearbeitet, um die vietnamesischen Behörden zum Handeln zu bewegen, aber bisher ohne Erfolg. Das Ausmaß der damit einhergehenden Kriminalität kann einfach nicht ignoriert werden.
Wir streben nach dem Einsatz von Gerechtigkeit im Geiste der Zusammenarbeit, doch wenn keine Taten folgen, haben wir keine andere Wahl als unsere Beweise einem globalen öffentlichen Forum zu präsentieren."
Trotz dieser überwältigenden Beweise, die von Strafverfolgungsexperten für die vietnamesischen Behörden vorbereitet wurden, intensiven diplomatischen Bemühungen und das Engagement internationaler Interessenvertreter hat die vietnamesische Regierung keine entscheidenden Maßnahmen getroffen, um diesem kriminellen Netzwerk ein Ende zu machen.
Im Gegensatz dazu haben Behörden in China - dem wichtigsten Markt für diese Produkte - angegeben, dass sie diesen Fall ernst nehmen, und haben eine Voruntersuchung begonnen.
An den zwei Tagen wird sich ein unabhängiges, unparteiisches Gremium, bestehend aus fünf internationalen Mitgliedern unseres Accountability Panel (https://wildlifejustice.org/accountability-panel-procedure/) , Erkenntnisse aus der Untersuchung, Sachverständige und Zeugen anhören.
Die Wildlife Justice Commission ist weltweit tätig: Fünf weitere Untersuchungen laufen derzeit, andere werden gerade geprüft. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung in Malaysia (https://wildlifejustice.org/collaboration-malaysias-wildlife-crime-unit-wildlife-justice-commission-leads-significant-arrests-disruption-two-transnational-wildlife-criminal-networks/) führte zu Verhaftungen von 12 Schwarzmarkthändlern.
Ausführlichere Einzelheiten finden Sie unter http://www.wildlifejustice.org/news/
Kontakt:
Medienabteilung E-Mail: <email-pii> Tel.:
+31-70-205-1050