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G A L E R I E

AFRICANA
|seit 1950|
|since 1950|
|depuis 1950|

Schreckmaske
51 x 17 x 14,5 cm
Nr. 11/94
Scharfrichter-Maske
Holz, bemalt; Stoff
Höhe: 30 cm
Nr. 132/93

Pende
(Bapende), Volksgruppe im westlichen Zaire, die der Loange-Fluss in zwei Hauptgruppen unterteilt: in die westlichen, am Kwilu, südöstlich der Mbala, auch Pende Kwango genannt, und die östlichen, am linken Ufer des Kasai, in Kontakt mit den Kuba, auch als Pende Kasai bezeichnet.
Am bekanntesten sind die Masken der westlichen Pende, die bei den Initiationsriten verwendet werden und von denen es eine Reihe unterschiedlicher Typen gibt - den Verrückten, den jungen Flirt, den Epileptiker (Krankheitsmaske) den Wahrsager oder den langbärtigen Alten.
Daneben gibt es dikoko, ikhoko oder buya genannte Anhängermasken, meist aus Elfenbein, aber auch aus Holz und Metall. Figuren sind selten, tragen aber die gleichen Züge wie die Masken; sie kommen hauptsächlich im nordwestlichen Pende-Land vor.
Die östlichen Pende, deren Masken eine manchmal kühn abstrakte Gestaltung zeigen, sind durch einige wenige Frauenstatuen aus Holz, die man in die Hütte des Häuptlings stelle, bekannt geworden; sie trugen Objekte, welche dessen geheime Charakterzeichen symbolisierten.
Daneben gibt es grosse Figuren, die auf dem Dach der Häuptlingshütte (sie gilt als heiliger Ort, weil dort das Geheimnis seiner Würde ruht) angebracht waren und die Hauptfrau des Häuptlings darstellen. Die Figuren tragen in der Rechten das Amtsbeil des Königs, in der linken einen Ritualbecher, in jüngerer Zeit auch ein Kind auf dem Arm. Daneben gibt es noch skulptierte Panele, die mit Figuren beschnitzt sind und den Eingang des Häuptlingshauses schmücken.
Die Masken der östlichen Pende fallen im Vergleich mit den westlichen Pende durch ihre Abstraktion auf und zeichnen sich ebenfalls durch eine grosse Variationsbreite aus.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 2006/tg
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