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London - Eine Woche nach den Wahlen hat sich die neue britische Koalitionsregierung unter dem konservativen Premier David Cameron zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Im Zentrum stand die Frage, wie der riesige britische Schuldenberg abgebaut werden kann.
Im Kabinett sitzen neben dem Vize-Premier Nick Clegg vier Minister der Liberaldemokraten, die mit den konservativen Tories die erste Koalition im Königreich seit dem Zweiten Weltkrieg eingegangen waren. Die Tories waren zwar Wahlsieger, verfehlten aber die absolute Mehrheit der Parlamentssitze.
Energie-Minister Chris Huhne von den Liberalen sagte schwierige Gespräche voraus. Einige der Kompromisse in den Koalitionsvereinbarungen seien "natürlich unerfreulich für beide Parteien". Dazu gehörten die Pläne der Konservativen für den Bau neuer Atomkraftwerke, die die Liberalen ablehnen.
In ihrem Koalitionsvertrag hatten Tories und Liberaldemokraten die Sanierung der britischen Staatsfinanzen als "dringendste" Aufgabe hervorgehoben.
Sie erklärten darin den Abbau des Budgetdefizits und die wirtschaftliche Erholung zu den zentralen Zielen ihrer Regierungsarbeit. Binnen 50 Tagen soll ein Notbudget mit ersten Kürzungen auf den Weg gebracht werden.
Cameron ist mit 43 Jahren der jüngste britische Premierminister seit rund 200 Jahren. Königin Elizabeth II. hatte ihn am Dienstag nach dem Rücktritt von Labour-Premier Gordon Brown zum neuen Regierungschef ernannt.
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