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Senecĭo
L., Kreuzkraut, Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen, [* 2] mit gegen 400 Arten fast auf der ganzen Erde, besonders aber in den gemäßigten Zonen und gebirgigen Gegenden, kraut- oder strauchartige Gewächse, meist mit gelappten fiederteiligen Blättern. Ihre Blütenkorbchen haben eine walzige, aus einer Reihe von Schuppenblättern bestehende, am Grunde mit kleinen Schüppchen umgebene Korbhülle, deren Schuppenblätter an der Spitze schwarzbraun zu sein pflegen; die Strahl- und die Scheibenblüten sind meist gelb (erstere selten rot oder weiß), der Kelch (Pappus) besteht aus mehrern Reihen einfacher Haare. [* 3] Zu den verbreitetsten einheimischen Arten gehören das gemeine Kreuzkraut (S. vulgaris L.), auch Baldgreis, eins der gewöhnlichsten Unkräuter des bebauten Bodens, durch den Mangel des Strahls von den meisten übrigen Arten unterschieden; das Jakobskraut (S. Jacobaea L.), eine schöne Pflanze mit goldgelben, strahlenden Blütenkörbchen und fiederteiligen Blättern, welche häufig an Ackerrainen und felsigen Orten wächst; die Waldkreuzkräuter (S. silvaticus L. , viscosus L., nemorensis L.), in Wäldern häufig, wo ersteres oft ganze Blößen und Schlagflächen überzieht, u.a.m.
Unter den ausländischen Arten ist namentlich S. elegans L. aus Afrika [* 4] zu erwähnen, eine beliebte Sommerzierpflanze, deren Strahlblume bald weiß, bald rosen-, bald purpurrot gefärbt und deren Scheibenblüten oft in ebenso gefärbte Zungenblüten umgewandelt erscheinen (volle Blütenkörbchen). Es ist eine einjährige Pflanze, welche ohne besondere Pflege gedeiht. Eine sehr schöne strauchige Art ist das in Mexiko [* 5] heimische S. Petasites DC., mit großen sammetigen 5–7lappigen Blättern und straußförmigen Rispen kleiner gelber Blumen; sie wird im Kalthaus kultiviert, gedeiht aber auch sehr gut im Zimmer. Während des Sommers ins Freie gepflanzt, entwickelt sie sich sehr schnell zu einer imposanten Blattpflanze. [* 6]