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Irminger, Chirurgus – ein Stück Zürcher Geschichte
Kurzbeschreibung
Im 18. Jahrhundert war Pfaffhausen ein Weiler mit drei Häusern auf dem Höhenzug zwischen Zürichsee und Greifensee. Dort wohnte die alteingesessene Sippe der Irminger in kleinen Stuben und Kammern, eng zusammengedrängt, und ernährte sich, wie es damals üblich war, von etwas Landwirtschaft und den mageren Einnahmen des Baumwollspinnens und der Handweberei. Über mehrere Generationen hinweg waren jedoch auffallend viele Pfaffhauser Irminger zusätzlich als Ärzte – auch Scherer oder Chirurgen genannt – oder Tierärzte tätig. Einige waren als Wunderheiler und Zauberer verschrien, aber auch so berühmt-berüchtigt, dass der Begriff “Pfaffhauser Quacksalber” geradezu sprichwörtlich wurde.
Heinrich Irminger (1746 bis 1818), eine der Hauptpersonen des Romans, wurde sogar bis nach Glarus gerufen. Dort sollte er das Kind kurieren, das angeblich von Anna Göldi, der letzten hingerichteten “Hexe”, verzaubert worden war. Alle wichtigen Personen in diesem Buch haben tatsächlich gelebt und die wesentlichen Ereignisse in ihrem Leben sind durch historische Dokumente belegt (entsprechende Gerichtsurteile sind im Originaltext wiedergegeben). Sie alle erlebten einschneidende gesellschaftliche Veränderungen, die ihren Höhepunkt in den Jahren 1798/99 fanden, als die alte Ordnung, das heisst die absolute Vorherrschaft der “Gnädigen Herren” in der Stadt, zusammenbrach und die Französische Revolution auf die Eidgenossenschaft übergriff.