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27.04.2021
Bei genauerem Hinsehen, entdeckt man schnell, dass es im öffentlichen Raum von Zeichen, Buchstaben oder Symbolen nur so wimmelt. Mit der Erforschung dieser sprachlichen Zei- chen in unserer Umwelt befasst sich Linguistic Landscape und ermöglicht so Einblicke in den üblichen Sprachgebrauch, zu Migrationssprachen, zum Sprachprestige und über die vorherr- schende Sprachpolitik. Darüber hinaus können Informationen über die Produzierenden eines Zeichens, als auch über die Adressatinnen und Adressaten gewonnen werden (Krompák, 2018, S. 246f.).
Blommaert (2013, S. 53) unterscheidet drei Arten von Zeichen bezüglich ihrer Lebensdauer. Als erstes identifiziert er Zeichen, welche über einen längeren Zeitraum bestehen als permanent signs. Als Beispiele nennt er Strassenschilder, Ladenschilder oder Graffitis. Nur vorübergehend vorhandene Zeichen benennt er mit event-related signs, wie beispielsweise Poster, kleine Verkaufsanzeigen im öffentlichen Raum oder „for sale“-Zei- chen. Darüber hinaus gibt es Zeichen, welche nur zufällig und für kurze Dauer an einem Platz stehen, wie Autos oder wegge- worfene Gegenstände, welche sprachliche Zeichen enthalten. Diese bezeichnet Blommaert als noise.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer Art von permanent signs, welcher noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde: den Stickern. Auch sie sind in städtischen Regionen in grosser Zahl vorhanden, werden von Passantinnen und Passanten jedoch oft kaum wahrgenommen oder beachtet. Im Verhältnis zu die- ser geringen Beachtung ist die Produktion der Sticker relativ aufwändig.