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Quecksilberverschmutzung - Einigung über Kostenübernahme bei Sanierungen der Böden
Der Kanton Wallis, die Lonza AG, die Nationalstrassen (Kanton und Bund) sowie die Gemeinden Visp, Raron, Baltschieder und Niedergesteln haben sich auf einen Kostenteiler für die Sanierungen der quecksilberbelasteten Böden geeinigt.
Der Staat Wallis, die Lonza AG, die Nationalstrassen (Kanton und Bund) sowie die betroffenen Gemeinden Visp, Raron, Baltschieder und Niedergesteln haben sich auf eine Aufteilung der Kosten bei den Quecksilbersanierungen geeinigt. Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und umfasst einen Schlüssel für die Kostenübernahme der Bodensanierungen.
Die Sanierungskosten in den Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten werden heute auf rund 51 Millionen Franken geschätzt. Die Sanierungskosten im Siedlungsgebiet werden aktuell auf rund 40 Millionen Franken geschätzt. Für die Sanierung in der Landwirtschaftszone wird von rund 11 Millionen Franken ausgegangen. Dies sind Schätzungen, zu denen aufgrund der für diesen Fall spezifischen Unsicherheiten zusätzliche Kosten hinzukommen können.
Gemäss der Vereinbarung über die Kostenverteilung übernimmt die Lonza AG den grössten Teil der Kosten in den Siedlungs- und Landwirtschaftszonen, nachdem sie bereits sämtliche bisherigen Untersuchungs-, Überwachungs- und Sanierungsmassnahmen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht vorfinanziert hat. Die von Lonza übernommenen Kosten sind zum Teil bereits angefallen, zum Teil abgeschätzt, und sind durch Rückstellungen abgedeckt. Der Kanton beteiligt sich maximal mit 2 Millionen Franken und die Gemeinden mit maximal 1.5 Millionen Franken (Visp 950‘000 Franken, Raron 410'000 Franken sowie Niedergesteln und Baltschieder je 70'000 Franken). Die Lonza AG beteiligt sich weiter mit maximal 3.5 Millionen Franken an den Kosten, die sich aus den bereits durchgeführten Sanierungsarbeiten auf der A9-Strecke ergeben.
Neben der Klärung der Kostenfrage konnte auch für die Eigentümer von schwach belasteten Böden eine wichtige Verbesserung gefunden werden. Schwachbelastete Böden mit 0.5 – 2 mg Hg/kg Belastung können künftig bei Bauprojekten auf der Riedertaldeponie zwischen Visp und Turtig entsorgt werden. Dabei sind sowohl die Deponiekosten als auch die Umweltbelastung durch die kürzeren Transportwege tiefer.
Die Vertragspartner sind überzeugt, dass es sich beim vereinbarten Kostenverteiler um eine faire Lösung handelt. Sie schliesst die privaten Eigentümer von sanierungsbedürftigen Parzellen (>2mg Hg/kg) von einer Kostenbeteiligung aus. Zudem entfällt eine langjährige, kostspielige Verantwortungsklärung auf rechtlichem Weg, die für alle Beteiligten mit Unsicherheiten behaftet gewesen wäre. Da die juristische Verantwortungsklärung hinfällig wird, werden ab sofort sämtliche historischen Berichte veröffentlicht.
Mit dem Start der Sanierungen im Siedlungsgebiet und der Klärung der Kostenfrage sind wichtige Schritte in der Bewältigung der Quecksilberaltlast erfolgt. Damit sind die Rahmenbedingungen geschaffen, um die Böden zu sanieren und die Gärten ihren Eigentümern zur uneingeschränkten Nutzung zurückzugeben.
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