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Mexiko rechnet nicht damit, dass US-Präsident Donald Trump schon bald strikte Importsperren verhängen kann. Gegenwärtig bestimme das Freihandelsabkommen Nafta den Handel, und Mexiko habe keine Eile, daran etwas zu ändern, sagte Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo am Donnerstag. Trump hält das Nafta-Abkommen für unvorteilhaft für die USA und will es neu verhandeln. Diese Absicht muss er aber offiziell 90 Tage vorher mit einer Information an den Kongresses bekanntgeben. Ausserdem sind für die Verhandlungen wichtige Posten in der US-Regierung wie der Handelsbeauftragte und der Landwirtschaftsminister noch nicht bestätigt.
Mexikanische Regierungsmitglieder und Vertreter der Wirtschaft rechnen damit, dass der US-Kongress, der Oberste Gerichtshof und einige US-Gouverneure Trumps Positionen zu Nafta relativieren könnten. Diese Überlegungen spiegelt auch der Markt wider: Der mexikanische Peso stieg in den vergangenen Tagen auf das höchste Niveau seit der Wahl Trumps im November.
«Sie dort treffen, wo es wehtut»
Mexikos Aussenminister Luis Videgaray zeigte sich Zeitungsberichten zufolge entschlossen, auf eventuelle Einfuhrsteuern der USA mit Gegenmassnahmen zu reagieren. Wir werden «sie dort treffen, wo es wehtut», wird er zitiert. Dies würde vor allem jene US-Staaten berühren, die am meisten vom Export nach Mexiko profitierten, wie Iowa, Texas und Wisconsin.
(reuters/gku/cfr)