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In Calgary eine Woche zuvor hatte bei Cédric Tamani nichts zusammengepasst: Einerseits ging der Start in die Hosen: «Ich fühlte mich müde, und ich kam nicht vom Fleck», erklärt Tamani. Ausserdem war das Material denkbar schlecht abgestimmt. Das Gesamtgewicht war zu hoch, weshalb Tamani am Schlitten abspecken musste. Schliesslich hatte er schlechte Kufen, welche von seinem Materialchef falsch geschliffen worden waren: Die zwei Führrillen an der Unterseite der Kufen waren einen Zentimeter zu kurz. Das bedeutete eine schlechte Führung. Tamani kam nicht drumherum, den Materialchef zu schelten: «Ich war vor den Rennen im Stress und kontrollierte die Kuven nicht.»
In Lake Placid war nun alles anders: Der Start gelang Tamani gut: «Ich fühle mich weniger unsicher mit dem einarmigen Start: «Ich kämpfe zwar immer noch mit der Position, bei der jetzt die Hände nicht mehr unter dem Bauch, sondern an den Seiten liegen müssen.» Ausserdem fuhr ich mit den alten Kufen, mit denen Tamani den Schlitten gut im Griff hatte. Auf dem 14. Rang büsste er 2,20 Sekunden auf den Sieger ein: «Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen», meinte Tamani erleichtert, der gestern Montag bereits nach Hause zurückgekehrt war.
Im Weltcup-Gesamtklassement liegt Tamani nach diesen zwei Rennen auf dem 21. Rang: «Das Gesamtklassement kann ich mir wohl abschminken. Ich muss versuchen, im einen oder anderen Rennen in die Nähe der Topten zu kommen.» Nächstes Wochenende geht es in ein Trainingslager nach Königsee (De), wo Ende Februar die Weltmeisterschaften stattfinden. Sein nächstes Rennen hat Cédric Tamani am 10. Januar: die Schweizer Meisterschaften in St. Moritz.