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Die Biasca–Acquarossa-Bahn wurde 1906 gegründet, um das Bleniotal mit der bestehenden SBB-Linie über den Gotthard zu verknüpfen. Nachdem die wichtigste Nord-Süd-Eisenbahnverbindung der Schweiz nicht – wie zeitweise geplant – über den Lukmaierpass ins Blenio, sondern über die besagte Gotthardroute geführt wurde, war das Tal in den Verkehrsschatten geraten.
Am 6. Juli 1911 wurde die Bahnlinie zwischen Biasca und dem im mittleren Blenio gelegenen Acquarossa eröffnet. Pläne, die Strecke talaufwärts bis nach Olivone zu verlängern, zerschlugen sich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich die Schmalspurbahn zufriedenstellend, wozu vor allem die Transporte für die in Dangio angesiedelte Schokoladenfabrik „Cima Norma“ beitrugen. Die 1940er- und 1950er-Jahre brachten einen Verkehrsaufschwung, doch ab 1968 verschlechterte sich die Lage zunehmend. 1973 wurde der Bahnbetrieb eingestellt, die Gleisanlagen abgebrochen und die Fahrzeuge verkauft oder verschrottet (siehe unten). Seither wird die Strecke Biasca–Acquarossa–Olivone von Autobussen bedient.