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Die klassischen Mittel der Wirtschaftspolitik sind Steuern, Transferzahlungen und Zölle. Im Kontext des Klimawandels werden unter anderem Steuern auf CO2 Emissionen, Transferzahlungen an ‘saubere Energieproduktion’ als auch Zölle auf ‘CO2-intensive’ Importe diskutiert. All diese Massnahmen wirken leider verzerrend auf das Wirtschaftssystem, so dass neben einer Reduktion der CO2 Emission auch eine Reduktion der wirtschaftlichen Aktivitäten erwartet werden kann. Ohne zusätzliche Massnahmen wie zum Beispiel Transfers zwischen den Bewohnern eines Landes oder zusätzliche Staatsschulden führt dies Unweigerlich zu eine Schlechterstellung von grossen Teilen der Bevölkerung.
Die Frage nach einer optimalen Wirtschaftspolitik ist äusserst komplexes Problem, welches nicht ohne detaillierte Modelle beantwortet werden kann. Letztere beschreiben die Ökonomie, modellieren aber auch, wie das Klima sich mit zunehmendem CO2 Ausstoss veraendert, und müssen darüber Annahmen machen, wie der Klimawandel sich seinerseits negativ auf die ökonomischen Aktivitäten auswirkt und zukünftigen Generationen schadet. Je detaillierter die Modelle sind, desto komplizierter ist es offenkundig, sie zu lösen und somit ihre Vorhersagen zu bestimmen.
In diesem Projekt arbeiten Ökonomen, Klimawissenschaftlern und Computerwissenschaftler zusammen, um detaillierte Modelle zu entwickeln und diese mit modernen numerischen Methoden auf Supercomputern zu lösen. Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen von CO2-Steuern, Transferzahlungen und Zöllen auf den
Klimawandel sowie auf die Stabilität der oekonomischen Aktivität zu schätzen.
Wir planen, drei konkrete Fragen zu beantworten. i) Was kann eine einzige Region (die Schweiz, oder vielleicht die Schweiz im Europäischen Kontext) tun, um den Klimawandel effektiv zu mitigieren ohne dabei ihre ökonomische Wohlfahrt zu reduzieren? ii) Welche Rolle spielt dabei die substantielle Unsicherheit, welche dem Klimawandel inherent ist, und was sind die negativen Effekte des Klimawandels auf zukünftige Generationen? iii) Die bei weitem wichtigste Frage ist schliesslich, was Modelle mit vielen heterogenen Regionen, die einerseits unterschiedlich stark von der Verbrennung von fossilen Energieträgern abhängig sind, und anderseits unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen sein werden, vorhersagen.
Können international Transferzahlungen eine Reduktion der weltweiten CO2 Emissionen erreichen und können diese Zahlungen eventuell zusammen. mit einer neuen Rolle der WTO zu einer Lösung der Klimakrise führen?