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Die Geschichte begann im Jahr 1851. Damals erbaute der Spinnerkönig Heinrich Kunz die "untere Spinnerei" im Unteraathal - Jakob Wegmann die «obere Spinnerei» im Oberaathal 1862. Fritz Streiff zieht mit seiner Familie in das alte Obermeisterhäuschen im Unteraathal, das er 1912 vom Wetziker Architekt Johannes Meier zur herrschaftlichen Villa ausbauen lässt. Noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wird die «untere Spinnerei» durch eine moderne Shedhalle erweitert. Heute befindet sich in diesem Gebäude das Sauriermuseum. 1917 erwirbt Fritz Streiff von der Familie Schellenberg die schon 1823 erbaute, querstehende Fabrik. Nach dem Bärsenkrach im 20. Jahrhundert, fusioniert die Firma Fritz Streiff mit zwei andern Firmen zu den «Vereinigten Spinnereien A.G. Aathal» (VSA).
1946 profitiert die Firma vom wirtschaftlichen Aufschwung in der Nachkriegszeit. 1961 besitzt sie die Kapazität von fast 120 000 Spindeln und umfasst wieder 750 Mitarbeitende. Es folgt eine Zeit diverser Modernisierungen. 1990 wird die Firma erstmlas von einem externen Direktor geleitet. Der zunehmend globalisierte Markt macht der Textilindustrie der Schweiz immer mehr zu schaffen. Kurz nach dem 100Jahr-Jubiläum zeigt sich, dass neue Investitionen nicht mehr lohnen. Die Firma versucht sich mit neuen Technologien und Rohstoffen in neuen Nischen zu positionieren. 2004 beendet die Spinnerei Streiff AG ihre Tätigkeit, als eine der letzten Spinnereien der Schweiz. 2010 verkauft die Firma Streiff 100% ihrer Aktien an die Firma HIAG in Basel. Seither investiert diese in eine langfristige «Vision Aathal». Ein Resultat davon ist das Restaurant «Neue Spinnerei» in der ehemaligen «oberen Spinnerei».