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Nicola Spirig hatte vor ihrem fünften olympischen Rennen immer wieder betont, dass für eine dritte Medaille sehr vieles stimmen muss. Da sie nicht zu den besten Schwimmerinnen gehört, musste die 39-jährige Zürcherin darauf hoffen, den Anschluss auf der Radstrecke zu schaffen.
Das gelang ihr aber nicht. Spirig, 2012 in London Olympiasiegerin und 2016 in Rio de Janeiro mit Silber, stieg im Odaiba Marina Park mit 68 Sekunden Rückstand aus dem Wasser. Weil die Spitzengruppe auf dem Rad gut zusammenarbeitete, konnten die ersten Verfolgerinnen, zu welchen auch die Schweizerin gehörte, nicht aufschliessen.
Eine Minute Rückstand vor dem Laufen
Spirig leistete in der Verfolgergruppe mit Abstand am meisten Nachführarbeit, erhielt dabei aber kaum Unterstützung. Vor dem Laufen, das sie als Sechste in Angriff nahm, betrug ihr Defizit deshalb immer noch eine Minute auf das Spitzen-Quartett.
Letztlich beendete die Zürcher Unterländerin das Rennen nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen mit zweieinhalb Minuten Rückstand auf eben diesem 6. Rang. Die zweite Schweizer Starterin Jolanda Annen wurde knapp sechs Minuten hinter der Siegerin 19.
Spirig: «Ich zeigte ein starkes Rennen»
«Ich habe vor dem Rennen schon gesagt, dass die Gefahr besteht, dass sechs, sieben gute Schwimmerinnen vorne aus dem Wasser kommen und dann wirklich gut auf dem Velo zusammenarbeiten. Ich habe hinten alles versucht und die zweite Gruppe fast alleine geführt. Das war aber auch so wie erwartet», sagte Spirig nach dem Wettkampf im SRF-Interview.
Ihr Rennen betitelte die dreifache Mutter als «stark. Das Schwimmen war nicht schlecht. Die Leistung auf dem Velo war stark, aber leider nicht stark genug, um die Spitze einholen zu können. Im Laufen gab ich auch noch einmal alles.» Dass sie an ihren fünften Olympischen Spielen nochmals ein Diplom geholt habe und «ich immer noch zur Weltspitze gehöre, macht mich stolz. Leider reichte es nicht zu einer Medaille, aber ich bin trotzdem sehr, sehr zufrieden.»
Karriere-Krönung für Flora Duffy
Flora Duffy triumphierte mit riesigem Vorsprung. Die 33-Jährige aus Bermuda ging gleichzeitig mit der führenden Amerikanerin Katie Zaferes, der Deutschen Laura Lindemann und der Britin Jessica Learmonth auf die abschliessende Laufstrecke.
Auf dieser drückte Duffy von Beginn weg aufs Tempo und schüttelte die Konkurrentinnen alle ab. Am Ende gewann die zweifache Weltmeisterin mit 1:14 Minuten Vorsprung vor Georgia Taylor-Brown. Die Britin war auf der letzten Rad-Runde aus der Spitzengruppe gefallen und wechselte mit 22 Sekunden Rückstand zum Laufen. Bronze ging an Zaferes (1:27 zurück), welche bis 2,5 km an zweiter Stelle lief.
Am 31. Juli steht in Tokio noch die Mixed-Staffel auf dem Programm. Da stellt die Schweiz - mit Spirig, Annen, Max Studer und Andrea Salvisberg - ein schlagkräftiges Team.