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Der Muttertag wird bereits seit einigen Jahrzehnten gefeiert. Aber warum überhaupt? Und was hat das alles mit Blumen zu tun? Erfahre in diesem Blogartikel mehr.
Darum feiern wir den Muttertag
Es dauerte etwas, bis sich der Muttertag durchgesetzt hat. Dabei spielte ein Mutter-Tochter-Duo eine ganz spezielle Rolle.
Erstes Aufkommen
Bereits im Mittelalter gab es erste Bestrebungen, Mütter zu verehren. So existierte im England des 13. Jahrhunderts beispielsweise der “Mothering Day”, der von König Heinrich III. hervorgerufen wurde. An diesem Tag sollte der Kirche als religiöse Mutter gehuldigt werden.
Von dieser eher transzendenten Verehrung liess man allerdings bald ab zugunsten eines Tages, den man mit der Familie verbrachte. Hier wurden also erstmals die Mütter verehrt. Dieser Brauch ging aber im Laufe der Zeit verloren.
Durchsetzung des Muttertags
Der heutige Muttertag ist aus dem Begehren einer jungen Frau entstanden, ihre kürzlich verstorbene Mutter zu ehren. Am Sonntag, 12. Mai, im Jahr 1907 liess Anna Marie Jarvis aus diesem Anlass in Grafton, den USA, einen Gedenkgottesdienst abhalten.
Annas Mutter, Ann Maria Jarvis, ist dafür bekannt, dass sie 1858 die “Mothers’ Day Works Clubs” ins Leben gerufen hat. Hier sollten Frauen aus Arbeiterfamilien über ihre soziale Situation sprechen können. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg folgte ausserdem die Gründung der “Mothers’ Friendship Days”. Hier kümmerte man sich um Verwundete beider Seiten und hoffte so, Kriege in Zukunft verhindern zu können.
Annas Gedenkgottesdienst kam gut an und führte dazu, dass im folgenden Jahr alle Mütter in eben dieser Kirche geehrt wurden. Die Idee fand sogar so grossen Anklang, dass sie sich in ganz Amerika verbreitete. Diese Verbreitung, welcher sich Annas Mutter nach dem Krieg erfolglos gewidmet hatte, konnte also durch ihre Tochter umgesetzt werden. In Anbetracht von Anns früheren Bestrebungen, Frauen mehr Gehör zu verschaffen, kann man also sagen, dass der Muttertag aus der Frauenbewegung entstanden ist!
So wurde nach Annas langem Kämpfen der Muttertag 1914 offiziell durch den Kongress genehmigt. Der zweite Sonntag im Mai solle von nun an “Mother’s Day” heissen. Via England kam die Idee dann über Deutschland 1917 in die Schweiz.
Warum schenkt man zum Muttertag Blumen?
Beim Gedenkgottesdienst verteilte Anna weisse Nelken an alle anwesenden Mütter. Mit der Verbreitung in die anderen Staaten trug man fortan eine bunte Nelke zur Verehrung der eigenen Mutter. Weisse Blüten verehrten – getreu nach Annas Vorbild – verstorbene Mütter. Zusammen mit der Verehrung der Mütter ist also auch diese Tradition in andere Länder übergegangen.
Die prachtvollste Blume, die man heute zum Muttertag schenken kann, ist wohl die Pfingstrose. Sie duftet wunderbar und hat im Mai Saison. Je nach Sorte bringt sie sogar eine magische Überraschung mit sich! Daneben werden aber auch gerne Rosen, Tulpen oder Ranunkeln geschenkt. Letztere zwei blühen in dieser Zeit ebenfalls in der Schweiz.
Muttertagsbräuche weltweit
In Europa wird der Muttertag in der Regel relativ ähnlich gefeiert: man schenkt Blumen, Kinder basteln etwas für ihr Mami, es wird zu gutem Essen eingeladen und Schokolade verschenkt. Doch es existieren ein paar Bräuche weltweit, welche sich etwas von diesem Brauch unterscheiden.
In Brasilien zum Beispiel wird der Muttertag zu einem Familientag, an dem alle Mitglieder, vom ehemaligen Partner bzw. der ehemaligen Partnerin der Mutter und deren neuen Lebenspartner*innen zu Enkeln und Cousinen, zusammenkommen. Gemeinsam wird ein Essen veranstaltet und die Mami verwöhnt.
Ganz anders ist es in Peru, wo der Muttertag eher als Gedenktag verstanden werden kann. Man trifft sich nämlich an den Gräbern verstorbener, weiblicher Verwandter und pflegt sowie dekoriert diese. Essen und Trinken kommen hier dennoch nicht zu kurz. Blumen werden vor den Toren der Friedhöfe verkauft.
Äthiopien hat kein festes Datum für den Muttertag. Gefeiert wird irgendwann zwischen Oktober und November, sobald die Regensaison beginnt. Denn zu dieser Zeit besuchen erwachsene Kinder ihr Elternhaus.
In Frankreich wird ein Kuchen in Form einer Blume gebacken. Süssen Honigkuchen gibt es währenddessen in Griechenland. In Mexiko wird der Mutter gerne ein Lied gesungen – manchmal wird dafür sogar eine Mariachi-Band bestellt.
In Russland feiert man statt des Muttertags den internationalen Frauentag. Auch Albanien und Südkorea feiern den Tag in der Form, wie wir sie hierzulande kennen, nicht. Stattdessen feiert man dort den Elterntag, an dem man Mütter und Väter gleichzeitig ehrt.
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