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Verschiedene Studien belegen, dass weltweit ein Grossteil der gegenüber Frauen und Mädchen verübten Gewalt durch einen männlichen Beziehungspartner erfolgt. Im Rahmen der Bewegung zur Beendigung gegen Gewalt an Frauen erfolgte der Aufbau von Frauenhäusern und weiterführenden Schutz- und Unterstützungsdienstleistungen. Es stellte sich die Frage, was mit den Männern, welche Gewalt ausüben, unternommen werden müsste. Seit den 80er-Jahren wird Täterarbeit, vermehrt als Ergänzung zu Unterstützungsdienstleistungen, im Bereich der häuslichen Gewalt anerkannt. Täterprogramme sind wichtige Elemente eines integrierten und umfassenden Ansatzes in der Prävention und bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, welcher wiederum Bestandteil nationaler Politiken oder Strategien sein sollte.
Arbeit mit männlichen Tätern von häuslicher Gewalt oder sexuellen Übergriffen kann zu einem breiteren Prozess von kulturellem und politischem Wandel und zur Beseitigung von Genderhierarchien, genderbasierter Gewalt und Geschlechterdiskriminierung führen. Solche Programme ermutigen Täter, Verantwortung für ihre Handlungen und Haltungen zu übernehmen.
IAMANEH Schweiz fokussiert im Rahmen des Westbalkanprogramms den kontinuierlichen Kapazitätsaufbau für Täterberatung. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es wichtig ist, die Männerproblematik breiter und nicht nur über die Täterperspektive anzugehen. So wird mehr Akzeptanz in der männlichen Bevölkerung für das Thema entwickelt und eine Basis für Veränderungen von männlichen Verhaltensmustern und Werten bezüglich Gender und Gewalt geschaffen.