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Die Schweizer Chemie-/Pharmaindustrie ist in den letzten neun Jahrzehnten durch hohe Innovationskraft und Investitionen in Forschung und Entwicklung kontinuierlich gewachsen. Trotz anfänglich niedriger Arbeitsproduktivität hat die Branche rasch aufgeholt und liegt heute weit über dem Schweizer Durchschnitt. Insbesondere die Pharmaindustrie hat seit 1980 eine beeindruckende Produktivitätssteigerung erlebt, wodurch sie zur produktivsten Branche des Landes avancierte.
Durch ihre hohe Innovationskraft konnte die Chemie-/Pharmabranche in den letzten 90 Jahren die Produktivität und damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit immer weiter stärken.
Bereits früh lag der Fokus der chemischen Industrie in der Schweiz auf der Herstellung innovativer Nischenprodukte, bei der die Transport- und Roh-stoffkosten zweitrangig waren. Dennoch lag die Arbeitsproduktivität im Jahr 1933 noch unter dem schweizerischen Durchschnitt. Ein im Chemie-/Pharmasektor Beschäftigter erwirtschaftete 1933 3’000 CHF im Jahr, deutlich weniger als der schweizerische Durchschnitt von knapp über 4’000 CHF. In der Nachkriegszeit beschleunigte sich die Produktivität deutlich dank verstärkten Investitionen in die Forschung sowie einem steigen-den Angebot an qualifizierten Arbeitskräften. Einige Chemie- und Pharmaunternehmen übernahmen auch neue Managementmethoden aus den USA, um die Produktivität zu erhöhen. Bereits in den 50er-Jahren übertraf die Arbeitsproduktivität im Chemie-/Pharmasektor regelmässig das ge-samtwirtschaftliche Level. Diesen Produktivitätsfortschritt baute die Branche in den nächsten Jahrzehnten aus.
Dies gilt insbesondere für die Pharmabranche, für die jedoch erst ab 1980 konkrete Produktivitätszahlen zur Verfügung stehen. In der Pharmabranche lag die Arbeitsproduktivität 1980 bereits bei rund 78’000 CHF und da-mit knapp 40 Prozent über dem Schweizer Schnitt. Zwischen 1980 und 2022 vervielfachte sich die Arbeitsproduktivität auf 873’000 CHF. Ein Beschäftigter in der Pharmabranche erwirtschaftet heute somit über sechs-mal so viel Wertschöpfung wie der Schweizer Branchendurchschnitt. Damit ist die Pharmaindustrie die mit Abstand produktivste Branche in der Schweiz.
Der fulminante Anstieg der Produktivität in der Pharmabranche seit 1980 ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Der zunehmende Kapitaleinsatz, die anziehende Forschungsintensität, die stetig steigende Qualifikation der Mitarbeitenden sowie die Covid-19-Pandemie haben allesamt einen Beitrag geleistet. Die hohe Forschungsintensität der Branche zeigt sich auch im stark wachsenden Forschungs- und Entwicklungspersonal (FuE) innerhalb der Branche. Das FuE-Personal hat sich zwischen 2000 und 2021 mehr als verdoppelt – von rund 5’000 Personen auf 10’900 Personen.
Abbildung: 3-5 Produktivität ist fünfmal so hoch wie in der Gesamtwirtschaft
Entwicklung nominale Arbeitsproduktivität 1933-2022
Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.
Interpharma informiert die Öffentlichkeit über die Belange, welche für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung.
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