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In der Alpenregion wird nur die Arve (Pinus cembra) von dieser Krankheit befallen. Der Pilz ist deshalb auch unter den Namen Arvenschneepilz oder weisser Schneeschimmel bekannt. Die Bäume sind besonders in den Jugendjahren durch diese Krankheit gefährdet. Primär werden die Nadeln befallen. Für die Entwicklung des Pilzes ist eine Schneebedeckung notwendig. An eingeschneiten kleinen Arven oder auf schneebedeckten Ästen grösserer Bäume findet der Pilz die erforderlichen Wachstumsbedingungen. In Aufforstungen kann Befall durch die Schneeschütte zu Totalausfall führen, besonders bei zu engen Pflanzenabständen. Es können selbst die vitalsten Bäume infiziert werden. Auch in natürlich verjüngten Arvengruppen können manchmal auffällige Schneeschütte-Nester beobachtet werden.
Nur die durch Schnee bedeckten Äste wurden befallen. Da diese Arve nicht vollständig schneebedeckt war, wird sie nicht absterben. Sie kann aber Ausgangspunkt für neue Infektionen sein. Das Krankheitsbild wird nach der Schneeschmelze sichtbar. Die absterbenden Nadeln haben im Frühjahr eine braun-rote Färbung und erhalten im Verlaufe des Sommers die typisch hellgraue Farbe.
Die Fruchtkörper (Apothecien) sind als dunkelbraune bis schwarze Punkte unter der Nadelepidermis sichtbar. Diese Fruchtkörper reifen in den Sommermonaten, öffnen sich im Spätherbst und entlassen die einzelligen Ascosporen noch vor dem Einschneien. Die Pilzsporen werden durch den Wind verbreitet.
Folgerungen
Gegen den Weissen Schneeschimmel existiert keine sichere und sinnvolle Bekämpfungsmethode. Auch durch das Abschneiden von befallenen Pflanzen und Zweigen kann die Pilzkrankheit nicht entscheidend zurückgedrängt werden. Einzig durch Vermeiden von grossflächigen, dichten Pflanzungen und durch eine zeitliche Staffelung der Pflanzung kann das Befallsrisiko vermindert werden.