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Henry Cuënot: Excursions à travers le Lötschental
Paris 1901.
Die beiden hier erwähnten Schriften haben das Gemeinsame, daß sie Touren aus den Schweizeralpen erzählen und Sonderabdrücke aus alpinen Zeitschriften sind, die aber in dieser Buchform doch besser zur Geltung kommen.
Unser Clubgenosse Correvon von der Section genevoise, der auch im „ Echo des Alpes " von 1903 mit einem Artikel: „ Dans les Alpes Bergamasques " vertreten ist, weist in der Vorrede selbst darauf hin, daß sein Buch eine Sammlung von Artikeln sei, die vom Gebirge aus an das „ Journal de Genève " oder irgend eine Zeitschrift geschickt wurden, eine Sammlung ohne literarische Prätention, von einem Schweizer für Schweizer geschrieben, zu dem Zwecke, wenig bekannte Punkte bekannt zu machen, die Freuden des Lebens auf dem Lande und im Gebirge zu preisen und altertümliche Gebräuche vor Vergessenheit zu bewahren. In einer Einleitung feiert er mit berechtigter Rührung das Andenken seiner Mutter, welcher er die Liebe zur Natur und zum Landleben und literarische Neigung zu verdanken erklärt. In dem Verzeichnis der Artikel, das ich vollständig gebe, wird der Leser diejenigen leicht herausfinden, die in anderer Form in diesem Jahrbuch erschienen sind: Cloches vaudoises, Vieux Souvenirs, Grandson, Sur les bords du Nozon, Mon vieux Jura, Ascensions d' hiver, La Pierre-à-voir, Arolla, Belalp-Glaciers et forets, la Vallée de Tourtemagne, Au Grand-Saint-Bernard, Le Grand Ferret, Dans le Lötschental, En pays voldôtain, Dans le Tessin, A travers les Grisons, Une course d' hiver du Club alpin, En pays bergamasque, Dans la Tarentaise, Dans les Vallées vaudoises du Piémont, dans l' Esterel, Fleurs du Midi, Le gui. Es sind sehr lesenswerte, kleine Aufsätze und mit zahlreichen, hübschen Zeichnungen von Müe Adèle Correvon illustriert. Der Preis des Buches ist Fr. 5.
Die Excursions à travers le Lötschental sind schon 1898 gemacht und wären schon früher zur Besprechung gekommen, wenn mir das Annuaire du Club Alpin Français von 1900 zum Rezensieren zugeschickt worden wäre, was eben nicht geschehen ist und mein Stillschweigen über diese Publikation in Jahrbuch XXXVI und XXXVII zur Folge gehabt hat. Nun möchte ich aber doch auf diese hübschen Schilderungen nachdrücklich aufmerksam machen, da das Lötschental seit Fellenbergs Tode in der deutschen alpinen Literatur auffallend vernachlässigt wird. Herr Cue'not gibt nicht nur eine Darstellung seiner eigenen Touren in diesem viel zu wenig besuchten Gebiet, Petersgrat und Tschingelhorn, Lötschenpaß, Schienhorn, Lötschenlücke, sondern außer einer Schilderung von Land und Leuten auch eine Besteigungsgeschichte der Gipfel des Lötsch-tals und eine vollständige Bibliographie desselben bis 1900. Die beigegebenen Illustrationen sind sehr instruktiv, namentlich das schöne Panorama du Tschingelhorn.Redaktion.