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Im Verfahren vor dem BGer ist unstreitig, dass das Bauvorhaben die zulässige Ausnützungsziffer der Wohnzone überschreitet. Streitig ist jedoch, ob das Obergericht das im Zeitpunkt seines Urteils geltende neue Baureglement hätte anwenden dürfen. Das Obergericht bejahte diese Frage und berief sich auf eine im neuen Baureglement enthaltene Übergangsbestimmung, wonach alle Baugesuche, die zum Zeitpunkt der Genehmigung des Baureglements durch den Regierungsrat noch nicht rechtskräftig bewilligt waren, dem neuen Recht unterstehen. Das BGer teilt die Auffassung des Obergerichts und macht die folgenden Ausführungen:
Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Rechtmässigkeit von Verwaltungsakten (mangels einer speziellen übergangsrechtlichen Regelung) grundsätzlich nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres Ergehens zu beurteilen. Im Baubewilligungsverfahren ist daher i.d.R. der Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheids der Baubehörde massgeblich [...]. Später eingetretene Rechtsänderungen sind nur ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn zwingende Gründe für die sofortige Anwendung des neuen Rechts sprechen [...]. Diese Grundsätze gelten jedoch nur, wenn nicht (wie hier) eine spezielle Übergangsbestimmung vorliegt. Diese ist für die rechtsanwendenden Behörden verbindlich, soweit sie nicht - generell oder im konkreten Anwendungsfall - mit übergeordnetem Recht und namentlich den Grundrechten unvereinbar ist (E. 7.4.2. und E. 7.4.3.).Im vorliegenden Fall spreche auch das Prinzip des Vertrauensschutzes nicht gegen eine Anwendung des neuen Baureglements. Die sachkundigen Beschwerdeführer hätten bei Einreichung des Baugesuchs damit rechnen müssen, dass das neue Baureglement auf ihr Baugesuch Anwendung finden könnte, wenn die Ortsplanungsrevision vor Rechtskraft der Baubewilligung in Kraft treten sollte.
Da das BGer dem Obergericht des Kantons Appenzell-Ausserhoden jedoch vorwirft, den Entscheid hinsichtlich der Verfahrens- und Parteikosten für die Rekursverfahren nur ungenügend begründet zu haben, wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen.