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Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz nicht in der Lage ist, seinen Aufgaben ausreichend nachzukommen. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein. Fast alle Herzerkrankungen führen früher oder später zu einer Herzinsuffizienz, also einer unzureichenden Leistung des Herzens.
Zuerst versucht das Herz, die Schäden zu kompensieren. Die Herzmuskulatur wird kräftiger und vergrößert sich (Herzhypertrophie). Nach aussen kann sich das Herz jedoch durch den festen Herzbeutel nicht unbegrenzt ausdehnen und die Muskelzunahme führt dadurch zu einem abnehmenden Füllungsvolumen der Herzkammern.
Im fortgeschrittenen Stadium der Herzerkrankung kann der Herzmuskel die Belastung nicht mehr kompensieren. Der Muskel schafft es nicht mehr, das gesamte Blut aus der Kammer zu pumpen. Dadurch bleibt immer mehr Blut in der Kammer und weitet diese aus (Herzdilatation). Der Muskel wird sichtbar dünner und hat weniger Schlagkraft.
Spätestens in diesem Stadium werden Anzeichen einer Herzerkrankung deutlich. Die Symptome unterscheiden sich, je nachdem welche Herzhälfte betroffen ist. Man spricht von einer Linksherzinsuffizienz oder einer Rechtsherzinsuffizienz.
Symptome von Herzinsuffizienz sind vor allem nächtlicher Husten („Herzhusten“), Atemnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Ohnmachtsanfälle, die durch zu geringe Durchblutung des Gehirns entstehen.
Zusätzlich kommt es bei fortschreitender Erkrankung zu Wassereinlagerungen in verschiedene Organe und Gewebe. Diese Wassereinlagerungen entstehen durch den Rückstau von Blut. Bei einer Linksherzinsuffizienz staut sich Blut in der Lunge. Dadurch entsteht zu Beginn der Erkrankung der so genannte Herzhusten. Bei einer Rechtsherzinsuffizienz staut sich Blut zurück in den Körperkreislauf. Dies führt zu Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, zu Leberschwellung und zu Wassereinlagerungen (Ödemen) an Gliedmassen und Unterbauch.