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Die Alpen entstanden durch das Zusammenprallen der beiden Kontinente Afrika und Europa vor etwa 25 Millionen Jahren. Die Kontinente sahen damals noch anders aus; die adriatische Platte, die heute Teile Italiens, des Balkans, der Alpen und des adriatischen Meers bildet, war noch Teil von Afrika, und wurde während Jahrmillionen wie ein Keil in die Südküste von Europa getrieben. Durch dieses Zusammenprallen falteten sich die Ränder der afrikanischen und der europäischen Platte dort auf, wo heute die Alpen sind.
Gestein wird nach oben gedrückt
Als Folge davon türmten sich Gesteinsmassen aus diesen Platten wie Dachziegel übereinander. Man nennt diese Gesteinsmassen Sedimentgestein, oder auch Schichtgestein. Es entsteht unter hohem Druck durch die entgegengesetzten Bewegungen der Kontinentalplatten. An Sedimentgestein in den Alpen kann man heute sehen, wo und wie sich das Gestein vor 25 Millionen Jahren ineinander und übereinander geschoben hat.
Dort, wo die Oberfläche der Kontinentalplatten durch Eruptionen (Vulkanausbrüche) aufbrach, kam Granit-Gestein zum Vorschein. Granit ist noch heute in den Alpen zu finden und wird wegen seiner Härte und Wetterfestigkeit gerne als Baumaterial verwendet. Granit kommt sonst vor allem im Innern der Erdkruste vor.
Die Alpen wachsen und zerfallen
Seit ihrer Entstehung wachsen die Alpen stetig. Noch heute bewegt sich die afrikanische Platte mit etwa 5 cm pro Jahr langsam nach Norden, weshalb die Alpen jedes Jahr um mehrere Millimeter wachsen. Immer wiederkehrende Erdbeben vom Balkan über Norditalien bis Frankreich sind Auswirkungen dieser Bewegungen der Erdkruste.
Die Form, in der uns die Alpen heutzutage erscheinen, erhielten sie durch Erosionen (Abtragung von Gestein). Vor allem Gletscher, aber auch Schnee und Eis, Wind, Flussläufe und Regen „nagen“ seit Urzeiten an den Bergen. Täglich stürzen Tonnen von Gestein von den Berghängen und Felswänden. Ohne Erosionen wären die Alpen heute einige tausend Meter höher!
Kontinentalverschiebung – Kontinente auf Wanderschaft
Die Oberfläche der Erde besteht heute aus 7 Kontinenten, unzähligen Inseln und vor allem viel, viel Meer. Gerade einmal ein Drittel der Erdoberfläche ist Land, der Rest liegt unter Wasser. Das „Gesicht“ der Erde sah aber nicht immer so aus, wie wir es heute kennen. Im Verlauf der Erdgeschichte veränderte es sich immer wieder; Kontinente verschoben sich, brachen voneinander ab oder fügten sich zusammen. Die Wissenschaft der Erdkrusten-Bewegung nennt man „Plattentektonik“. Das Wort Tektonik stammt aus dem altgriechischen und bedeutet Bau oder Aufbau.
Vor 300 Millionen Jahren gab es nur einen einzigen riesigen Kontinent, umgeben von einem einzigen Ozean. Wissenschaftler gaben dem Urkontinenten den Namen „Pangäa“. Pangäa bestand bereits aus den Landmassen der heutigen Kontinente. Dort, wo heute die Alpen stehen, war vor 300 Millionen Jahren eine subtropische, also eine wesentlich wärmere Küstenlandschaft.
Der Urkontinent Pangäa umfasste vor 300 Millionen Jahren fast die gesamte Landmasse der Erde. (Bild: Wikimedia)
Vor 170 Millionen Jahren bewegte sich der Urkontinent und zerbrach in mehrere Teile. An den Bruchstellen zeichneten sich bereits die Konturen der heutigen Kontinente ab. Die afrikanische Platte drehte sich daraufhin während Jahrmillionen zur europäischen Platte hin. Noch heute verschieben sich die Kontinente ganz langsam und verursachen durch ihre Bewegungen Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis.