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Über Obermumpf
Geschichte
Verschiedene Funde belegen, dass die Gegend bereits während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit besiedelt war.
Die erste urkundliche Erwähnung von «Obermumphier» erfolgte im Jahr 1302. Der Name lässt auf die lateinischen Worte «ad montem firmum» schliessen, was «beim starken Berg» bedeutet.
Die Mumpferfluh war in der Römerzeit, bis zur zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts, ein wichtiger Beobachtungspunkt an der Nordgrenze des Imperiums.
Die Kirche von Obermumpf entstand in karolingischer Zeit als Gründung des Stiftes Säckingen. Grabungen im Jahr 1956 ergaben, dass Teile der Grundmauern von einem Gutshof aus der Römerzeit stammen.
Landesherren während des Mittelalters waren die Grafen von Homberg-Tierstein, ab 1232 die Habsburger. Diese verpfändeten nach dem Waldshuterkrieg von 1468 das gesamte Fricktal an Burgund. Als die Burgunder von den Eidgenossen während der Burgunderkriege vernichtend geschlagen worden waren, kam Obermumpf 1477 wieder unter österreichische Herrschaft. Nach der Reichsreform des österreichischen Kaisers Maximilian I. im Jahr 1491 gehörte Obermumpf zu Vorderösterreich und lag in der Landschaft Fricktal, einer untergeordneten Verwaltungseinheit der Kameralherrschaft Rheinfelden.
Während des 17. Jahrhunderts gab es kaum längere Friedenszeiten. Der Rappenkrieg, ein Bauernaufstand, der im Nachbardorf Mumpf ausbrach, dauerte von 1612 bis 1614. Der Dreissigjährige Krieg, der zwischen 1633 und 1638 auch das Fricktal erfasste, warf das Dorf in seiner wirtschaftlichen Entwicklung zurück. Auch während des Pfälzer Erbfolgekriegs (1688-1697) zogen fremde Truppen durch die Region. 1797 wurde das Fricktal nach dem Frieden von Campo Formio ein französisches Protektorat. Während des Zweiten Koalitionskriegs verlief hier die Frontlinie zwischen den Armeen Frankreichs und Österreichs.
Am 20. Februar 1802 wurde Obermumpf eine Gemeinde im Distrikt Frick des Kantons Fricktal, der sich im darauffolgenden August der Helvetischen Republik anschloss. Seit dem 19. Februar 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Aargau.
Während Jahrhunderten lebten die Dorfbewohner von der Landwirtschaft und vom Weinbau. Die Reben verschwanden aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf Grund der Reblaus-Epidemie gänzlich. Erst seit dem 20. Jahrhundert gibt es wieder Weinberge
Die Bevölkerungszahl war stets leicht ansteigend. Obermumpf wandelte sich von einer Bauern- zu einer Wohngemeinde.
Wappen
1936 erschien ein inoffizielles Gemeindewappen auf verschiedenen Vereinsfahnen, in gelbem Feld ein Rebstock auf grünem Dreiberg. Da bereits vier andere Gemeinden einen Rebstock in ihrem Wappen führten, schlug die kantonale Wappenkommission vor, das Wappen der Kirchenpatrone St. Peter und St. Paul anzuwenden, das seit 1738 über der Kirchentüre angebracht ist. Der Gemeinderat stimmte 1965 diesem Vorschlag zu.
Die Beschreibung des Gemeindewappens lautet: «In Gelb blaues Schwert mit schwarzem Knauf und blauer Schlüssel mit schwarzer Reide, kreuzweise gestellt.
Dorfchronik
Unsere Dorfchronik ist ein Buch, dessen Entstehungsgeschichte erheblich von anderen Büchern abweicht. Damit will sich Obermumpf seinen Einwohnern, Nachbarn und Freunden vorstellen. An unserer Dorfgeschichte haben professionelle Forscher und Historiker gearbeitet. Es wurde aber auch eine Unmenge an Material von ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammengetragen. Mit unvergleichlichem Engagement wurden Archive durchforstet, alte Menschen befragt, Material bereitgestellt und viele weitere Aktivitäten unternommen. Dieser riesige Fundus an aufbereitetem Wissen gibt unserer Dorfchronik eine unverwechselbare Prägung und unter anderem einen einzigartigen Einblick in das Leben vergangenen Generationen.