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Apple erklärt wie «Hey Siri» funktioniert
Veröffentlicht am Freitag, 20. Oktober 2017, um 08:08 Uhr von Sébastien Etter
Im einem neu veröffentlichten Beitrag im hauseigenen «Machine Learning Journal» erklärt Apple, wie das Aktivieren des digitalen Assistenten Siri durch das Aussprechen von «Hey Siri» funktioniert. Das Aktivieren von Siri durch diesen Befehl wurde vor drei Jahren mit iOS 8 eingeführt. Wie das Unternehmen schon mehrmals betont hat, wird bei «Hey Siri» keine Verbindung mit einem Apple-Server aufgenommen, sondern der ganze Prozess findet lokal auf dem Gerät statt. Erst wenn Siri aktiviert wird, beginnt das Gerät mit dem Server zu kommunizieren, um den darauffolgenden Befehl auszuwerten zu können.
Mit dem Stimmtraining, welches beim Einrichten des digitalen Assistenten durchgeführt wird, erzeugt Apple ein Referenzmuster. Anhand von diesem Stimmmuster wird der Schwellenwert errechnet, mit welchem spätere Aktivierungsversuche abgeglichen werden. Um den Befehl bei möglichst vielen Nutzern verstehen zu können, hat Apple seinen digitalen Assistenten für «Hey Siri» nicht nur in verschiedenen Sprachen, sondern auch in etlichen unterschiedlichen Aussprachearten trainiert.
Ein Spracherkennungs-Chip im Motion-Koprozessor hört nach der Siri-Einrichtung ständig zu und konvertiert kurze Audiomitschnitte (ca. 0.2 Sekunden) in Wahrscheinlichkeitsverteilungen. So wird ein Wahrscheinlichkeits-Wert berechnet, ob vom Nutzer tatsächlich «Hey Siri» gesagt wurde oder nicht. Erreicht dieser eine gewisse Höhe, aktiviert sich Siri und versteht das darauf gesagte als eine Frage oder einen Befehl. Zusätzlich dazu reagiert das System auf einen zweiten, tieferen Schwellenwert, falls das System geglaubt hat «Hey Siri» wahrgenommen zu haben, sich darüber aber nicht ganz sicher ist. Wird also nur dieser etwas tiefere Wert erreicht, nicht aber der höhere Zuverlässigkeitsgrad, der Siri aktiviert, hört das System für einige Sekunden noch sensitiver zu, um bei einem erneuten Versuch Siri zuverlässiger aktivieren zu können.