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Porphyrund dem östl. Lias-Triasgebiet angenommen werden. Ausser dieser petrographischen und der dadurch bedingten Formverschiedenheit zeigen aber diese zwei Gebirgsteile noch weitere Unterschiede, von welchen der wichtigste in der völlig anderen Art der Lagerung besteht. Westl. vom genannten Meridian zeigt sich Auf lagerung der Sedimente auf die meist steil gestellten krystallinen Schiefer, wie man besonders längs der ungefähren Kontaktlinie Lugano-Ponte Tresa-Grantola-Porto am Langensee, aber auch in einzelnen tiefen Thaleinschnitten und an Verwerfungsspalten weiter südl. beobachten kann. Es folgen sich da von unten nach oben die krystallinen Schiefer, die Sedimentschichten und die Porphyrdecken oder auch die letztern zwei vertauscht. Im O. dagegen beobachtet man von Lugano bis San Abbondio am Comersee An lagerung der steil aufgerichteten Sedimente an die gleichgestellten krystallinen Schiefer. Die Schichten bilden hier eine nach S. abbiegende Flexur, und die krystallinen Schiefer tauchen südl. der Kontaktlinie nicht mehr auf. Diese Verhältnisse mögen noch an einigen Profilen erläutert werden.
In Profil I erkennen wir beim Monte Nave und bei Valgana die Auflagerung der Porphyre und Sedimente auf die steilgestellten krystallinen Schiefer. Die Gegend von Grantola bis Induno erscheint zunächst als flache Mulde, dann als flaches Gewölbe, beide voneinander getrennt durch eine Verwerfungsspalte, längs welcher der N.-Flügel der ursprünglich wohl auch zum Gewölbe gehörte, abgesunken ist. Hier haben sich die in tiefere Lage gekommenen und darum der Abtragung weniger ausgesetzten Sedimente (Muschelkalk) zum Teil noch erhalten. Im stehen gebliebenen S.-Flügel dagegen sind sie gänzlich abgetragen, und wir sehen daher in den dortigen Porphyren (und Porphyriten) den Gewölbekern. Weiter südl. bis Induno stellen die steilerfallenden und dann unter die lombardische Ebene versinkenden Sedimente vom Verrucano bis zur Kreide (mit vorwaltender Trias) den S.-Schenkel des von SW.-NO. streichenden Gewölbes dar. Zu diesem S.-Schenkel gehört z. B. auch der Monte Campo dei Fiori w. von Induno. Dass Porphyr und Sedimente einst weiter nach N. reichten, zeigt die steilstehende Scholle an der Verwerfungsspalte bei Voldomino. - Auch Profil II zeigt einen isolierten Porphyr- und Sedimentrest bei Manno, jedoch hier in normaler Lagerung auf den krystallinen Schiefern.
Die zusammenhängende Sediment- und Porphyrdecke beginnt mit der mächtigen Dolomitsynklinale des San Salvatore bei Lugano. Auch hier und weiter südl. Auflagerung der jüngern Gebilde auf die krystallinen Schiefer. Südl. vom San Salvatore bis Morcote der entblösste Gewölbekern mit Gängen und Decken von Porphyr und Porphyrit, erstere durch die letztern hindurchgebrochen, also jünger. Und wiederum folgt im Poncione d'Arzo der aus steilgestellten Sedimenten bestehende S.-Schenkel des Gewölbes. - Profil III endlich zeigt die einfachern Verhältnisse im östl., porphyrfreien Gebirgsabschnitt: an der Cima la Crona Anlagerung der steil aufgerichteten Triasschichten (Muschelkalk bis Hauptdolomit) an die krystallinen Schiefer, dann am Monte Galbiga Rät (oberste Trias) und Lias in flacher Muldenlage, dabei diese Sedimente in viel mächtigerer Entwicklung als weiter westlich.
Alle die genannten Gesteine, insbesondere diejenigen der weitverbreiteten Porphyr-, Trias- und Liasgruppe zeigen die mannigfaltigsten Ausbildungsweisen. Doch ist hier nicht der Ort, hierauf näher einzugehen. Wenige orientierende Notizen müssen genügen. Die Porphyre von Lugano wurden früher lediglich nach der Farbe als rote und schwarze Porphyre unterschieden, jetzt sind die erstern als Quarzporphyre, die letztern als Porphyrite erkannt. Die Porphyrite sind die ältern.
Sie lagern hauptsächlich um die südlichen Arme des Luganersees (von Porto und Capolago bis Campione und Carona) und breiten sich deckenförmig über den abrasierten Falten des Glimmerschiefers aus. Ihre Farbe ist graugrün, graublau bis schwarz. Weiter westl. sind sie von roten Porphyren bedeckt und treten nur gelegentlich zu Tage, so bei Valgana und Brinzio. Die Quarzporphyre sind jünger, denn sie durchsetzen gangförmig die Porphyrite und breiten sich deckenförmig darüber aus. Sie sind lebhaft rot und finden sich in zwei grösseren und mehreren kleinern Massen hauptsächlich zwischen Luganer- und Langensee (am Monte Pianbello, Monte Martica, Monte Nave etc.), dann in der W.-Hälfte des Monte Arbostora s. vom San Salvatore, in kleineren Fetzen auch am Monte Brè bei Lugano. In den zentralen Teilen der grossen ¶