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Hecken, die bereits über mehrere Jahre geschnitten wurden, lassen sich einfach nachschneiden. Man orientiert sich dabei an den Spuren des Vorjahres. Neue Hecken sind schwieriger zu schneiden, da sie noch keine Form haben. Abhilfe kann hier ein Schnurgerüst bieten. Man erstellt mit Pfählen ein kleines Gerüst und spannt die Schnüre entlang den Kanten. Beim Rückschnitt orientiert man sich dann an diesen.
Formschnitt
Mit Figuren aus Drahtgeflecht lässt sich einfach ein Formschnitt an Heckengehölzen erreichen. Ideale Pflanzen sind Buchs, Stechpalme oder Eibe. Man Pflanzt die Hecke und stülpt die Figur darüber. In den Folgejahren wird entlang des Drahtgeflechts der Rückschnitt ausgeführt. Mit der Zeit ist die ganze Figur ausgefüllt und das Hilfsgerüst aus Metall nichtmehr sichtbar.
Die gröbsten Fehler
Zu starker Rückschnitt bei Hecken aus Nadelgehölzen, Thuja, Tanne und Zypresse. Diese Pflanzen schlagen nur im jungen Holz wieder aus. Schneidet man sie zu stark zurück, so bleiben sie kahl. Ein regelmässiger Rückschnitt ist daher unabdingbar.
Die Hecke in eine Trapezform schneiden. Eine Hecke sollte oben wesentlich schmaler sein als unten. Dadurch werden die Seiten der Hecke mit mehr Licht versorgt, was zu einem dichteren Wachstum im unteren Bereich führt. Die Hecke ist dann kompakt und geschlossen.
Jungpflanzen sollten bereits im ersten Jahr zurückgeschnitten werden, auch wenn die angestrebte Höhe der Hecke noch nicht erreicht ist. Durch die Reduktion der Trieblänge um einen Drittel produziert die Pflanze unterhalb der Schnittstelle viele Triebe. Eine Hecke wird so sehr kompakt. Das gleiche gilt für die Seitentriebe im unteren Bereich der Pflanze.
Werkzeug und Material
Kleine Hecken lassen sich am einfachsten mit einer Hand Heckenschere schneiden. Für grössere Hecken ist der Einsatz von elektrischen oder mit Benzinmotoren betriebenen Heckenscheren sinnvoll. Die Wahl eines knalligen farbigen Stromkabels (gelb, rot, blau) ist von Vorteil. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das Kabel mit der Schere durchtrennt sinkt rapid. Ein wichtiger Aspekt ist die Reinigung und der Unterhalt des Werkzeugs. Da die Pflanzen im Juni viel Saft produzieren, gibt es auf den Werkzeugen Rückstände. Man sollte daher unbedingt die Reinigungs- und Unterhaltsempfehlungen des Herstellers beachten. Mit einem gut unterhaltenen Werkzeug lässt sich viel leichter und einfacher arbeiten. Zumal man eventuell auf einer Leiter balancieren muss, um auch noch die letzten 10cm der Hecke zu schneiden.
Um das Schnittgut aufzufangen eigenen sich grössere Abdeckplanen. Je nach Untergrund, Staudenrabatte, Rasen, etc. ist die Entfernung des Schnittguts mühsam. Eine vorgängig ausgelegte Plane erleichtert das ungemein.
Bei der Verwendung von Leitern ist auf die Standfestigkeit zu achten. Geeignet sind Bockleitern, deren Fuss sich neigen lässt. So hat man auch in Schräglage einen guten Stand und hat oben auf der Leiter einen grossen Aktionsradius.
Pfähle und Schnüre für ein Schnurgerüst schaffen die besten Voraussetzungen, um die Hecke in die perfekte Form zu schneiden. Bei Junghecken und Gärtnerinnen und Gärtnern mit wenig Erfahrung ist das unabdingbar.
Für den Rückschnitt entlang der Strasse ist zwingend auf eine geeignete Signalisation zu achten. Pylonen, Pannendreiecke oder Sicherheitspersonal in Warnwesten verhindern schlimme Unfälle.
Alles was Recht ist
Für Hecken bestehen in verschiedenen Gemeinden, Kantonen und Bundesländern gesetzliche Grundlagen, was die maximale Höhe und Abstände betrifft. Diese sind beim Rückschnitt einzuhalten. Einzelne Bundesländer erlassen weitergehende Vorschriften. Immer erlaubt ist ein Pflege- und Formschnitt auf das letztjährige Holz zurück. Vorgängig sollte untersucht werden, ob es in der Hecke bewohnte Vogelnester hat. Starke Rückschnitte oder Rodungen von Hecken sind auf die Zeit vor März oder nach August zu legen. Hier bestehen teilweise gesetztliche Sperrfristen.