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Staatsrat Jacques Melly, Vorsteher des Departements für Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis vollführte heute Donnerstag, im Beisein kommunaler und regionaler Entscheidungsträger, den ersten Spatenstich zum Bau der Umfahrung Les Evouettes. Die Ziele dieses Strassenbauprojekts sind: Erhöhung der Sicherheit und Wohnqualität der Einwohner und Gewährleistung eines flüssigen Durch-gangverkehrs.
Nach Eröffnung der neuen Kantonsstrasse H144 zwischen Rennaz (VD) und Les Evouettes (VS) ist es nun an der Zeit, mit dem Bau der Umfahrung von Les Evouettes zu beginnen.
Zur Erinnerung: Seit März 1961 besteht ein Be-schluss des Bundesrates, auf der Südseite des Genfersees eine französisch-schweizerische Verbin- dung zwischen St-Gingolph und Villeneuve herzustellen. Nach Jahren der Studien und der Evaluierungen zahlreicher Möglichkeiten entschloss man sich für die Umfahrung von Les Evouettes mittels eines Tunnels. Die Baukosten wurden auf 130 Mio. Franken veranschlagt und deren Finanzierung im September 2016 vom Grossen Rat genehmigt. Zu 90% werden die Kosten vom nationalen Hauptstrassenfonds gedeckt, der Restbetrag entfällt zu 70% auf den Kanton und zu 30% auf die am Bauwerk interessierten Gemeinden.
Das Strassenbauprojekt mit einer Gesamtlänge von 1450 m sieht auf der Südseite (Seite Bouveret) einen Kreisel als Anschlussstück zur KS302 vor, eine Wanne entlang des Schiessstands, die zum südlichen Tunnelportal hinführt, einen Tunnel von 657 m Länge mit einem Rettungsstollen, und sodann auf der Nordseite (Seite Vouvry), in den Rebbergen unterhalb von Les Evouettes d?Amont, das Nordportal mit einer Wanne, die zum Anschlusskreisel an die H144 hinführt. Das beim Tunnelbau ausgebrochene Material wird für den Bau von Steinschlag-Schutzwällen und anderen Projektteilen vor Ort wiederverwendet oder in Deponien abgelagert, wo es zur Instandsetzung derselben dient. Ausserdem werden die Ausschreibungsunterlagen Anreize zur Verwendung rezy-klierter Baustoffe enthalten.
Die heutige Strasse durch Les Evouettes wird vollkommen neu gestaltet, mit Verkehrsberuhigungsmassnahmen und siedlungslandschaftlichen Elementen.
Angesichts der anspruchsvollen Tunnelbauarbeiten und der vielgestaltigen Nebenarbeiten wurde die Inbetriebnahme der Umfahrungsstrasse auf das Jahr 2022 angesetzt.