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Wollen Sie Ihre Wohnung über Airbnb vermieten?
Die kurzfristige Vermietung über Plattformen wie Airbnb gilt als gewerbsmässig. Im erwähnten Bundesgerichtsurteil argumentierten die Richter*innen, dass eine regelmässige Vermietung einem hotelähnlichen Betrieb nahekomme und kein stilles Gewerbe mehr sei. Darum müsse sie im Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft erlaubt werden. Falls nicht, können Sie an der nächsten oder einer ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung beantragen, den Nutzungszweck zu ändern und damit die regelmässige Vermietung im Reglement zu erlauben. Allerdings müssten alle Miteigentümer*innen einverstanden sein.
Sobald das Reglement angepasst ist, dürfen Sie die Eigentumswohnung über Airbnb vermieten, auch regelmässig. Solange die Airbnb-Gäste sich an die Hausordnung der Gemeinschaft und das Nachbarrecht halten und keine Miteigentümer*innen stören oder einschränken.
Natürlich könnten Sie auch nur mit den anderen Miteigentümer*innen reden oder auf ihren guten Willen hoffen. Das funktioniert wahrscheinlich in Stockwerkeigentümergemeinschaften mit Ferienwohnungen am besten, weil dort die kurzfristige Vermietung öfters vorkommt – und wahrscheinlich auch im Stockwerkeigentümerreglement ausdrücklich erlaubt ist.
Wollen Miteigentümer*innen ihre Wohnungen vermieten?
Die langfristige Vermietung ist erlaubt, der Vermieter muss nur die Verwaltung informieren. Dagegen können Sie nichts tun. Sie können sich aber gegen die kurzfristige Vermietung wehren, solange das Stockwerkeigentümerreglement sie nicht erlaubt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lassen Sie das Reglement anpassen und die kurzfristige Vermietung ausdrücklich verbieten. Falls das bisherige Reglement die gewerbliche Nutzung schon ausschloss, genügt wahrscheinlich eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Präzisierung. Zumindest hat das Bundesgericht so argumentiert. Falls nicht, müssen alle einverstanden sein.