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Auf unserem Planeten wurden bisher etwa 150 000 Pilze wissenschaftlich beschrieben. Über das Verhältnis Anzahl Pflanzenarten und die durchschnittliche Anzahl Pilze, welche mit einer Pflanzenart assoziiert sind, wurde die globale Anzahl Pilzarten lange auf 2.2 bis 3.8 Mio geschätzt. Neueste genetisch-basierte Schätzungen gehen nun aber von einem tatsächlichen Artenreichtum von bis zu 13.2 Mio Pilzarten weltweit aus.
Leider ist auch diese Schätzung höchstwahrscheinlich unpräzise. Darum haben Wissenschaftler aus Finnland das "Global Spore Sampling Project" (GSSP), also das "weltweite Sporensammel-Projekt" ins Leben gerufen. Das Projekt hat das Ziel, die globale Anzahl Pilze präziser schätzen zu können.
Wie funktioniert es: Pilze produzieren tausende von Sporen, welche meist über den Wind verbreitet werden. Eine automatische Sporenfalle saugt 16.5 l Luft pro Minute ein und filtert alle sich in der Luft befindenden Partikel in einen kleinen Behälter. Mit neuen genetischen Methoden lassen sich danach die Proben analysieren und damit die gesamte Pilzgemeinschaft, beziehungsweise die Anzahl Arten der eingefangenen Sporen bestimmen.
Über 50 solcher Sporenfallen wurden auf allen Kontinenten aufgestellt. Die Sporenfalle auf der LWF Demofläche ist Teil dieses weltweiten Netzes und ist der einzige Standort in der Schweiz.