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Osteoporose ist eine häufige Erkrankung. Sie tritt vorallem bei älteren Frauen in der Menopause auf, da während der Wechseljahre der Östrogenspiegel sinkt und es zu einem erhöhten Mineralsalzverlust im Knochen kommt. Ein ausgeglichener Blutöstrogenspiegel ist wesentlich für den Knochenstoffwechsel und verhindert einen übermäßigen Mineralstoffverlust und Knochenabbau. Mit zunehmendem Alter nimmt bei Frauen, aber auch bei Männern, die Knochensubstanz ab, so dass bei beiden Geschlechtern das Osteoporoserisiko zunimmt. Eine unausgewogene Ernährung mit einem Mangel an Kalzium und anderen Mineralien, die Einnahme verschiedener Medikamente wie Cortison oder verschiedene hormonelle Störungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion können die Osteoporose begünstigen. Zusätzliche Risikofaktoren sind Rauchen, Alkohol, Untergewicht sowie körperliche Inaktivität. Die Knochen sind insgesamt zerbrechlicher und eine falsche Bewegung oder ein ungünstiger Sturz kann deswegen schnell zu einem Knochenbruch führen. Die Diagnostik der Osteoporose erfolgt heute durch ein spezialisiertes Aerzteteam unter Zuhilfenahme verschiedener Messverfahren (Osteoporoseabklärung).
Zur Vorbeugung und Therapie ist die ausreichende Kalziumzufuhr sehr wichtig. Kalzium verhindert bei Osteoporose den Knochenabbau vor allem in der Knochenwand (Kortikalis).Es wird gemeinsam mit Vitamin D gegeben, da es die Aufnahme von Kalzium und die Mineralisation fördert (z.B. Calcimagon®). Die Gabe von Östrogen- und Gestagenpräparaten wird bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt, weil sie die Aktivität der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) hemmen. Bei manifester Osteoporose haben sich Bisphosphonate (Fosamax®) als weitere Standardtherapie etabliert. Bei Schmerzen kann Calcitonin, unter die Haut gespritzt oder als Nasenspray, helfen, denn es wirkt ebenfalls der Knochenresorption entgegen. Zur Vorbeugung der Osteoporose empfiehlt sich regelmäßige körperliche Aktivität. Kalzium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im Knochenstoffwechsel und sollte immer ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden. Kalziumreich sind z.B. Käse, Sojabohnen, Grünkohl, Milch, Joghurt und Quark, Fenchel, Brokkoli, Orangen, Getreide und Leinsamen. Phosphorreiche Ernährung wie Fleisch- und Wurstwaren und Fertigprodukte sowie CocaCola®-light können die Aufnahme von Mineralstoffen, insbesondere Kalzium behindern und Osteoporose begünstigen.
Wenn eine Osteoporose vorliegt, können hoch dosierte Mineral- und Vitaminpräparate das Fortschreiten des Knochenverlustes und auch die Beschwerden bessern. Es empfiehlt sich hier in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine zusätzliche Einnahme von Kalzium 1-1,5 Gramm, Magnesium 500 mg, Vitamin C 1 Gramm und Vitamin D 10-20 ug sowie einem Multimineralpräparat, das reich an Zink, Kupfer und Mangan ist.