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Kio, Igor Emiljewitsch
(Igor Emiljewitsch Hirschfeld)
Igor Emilyevich Kio wurde am 13.03.1944 mit einem "goldenem Zauberstab in der Hand" geboren. Igors Vater, Emil Theodorovich Kio (11.04.1894 – 19.12.1965) war der Gründer der Illusionisten-Dynastie der Kios.
Die Illusionsshow wurde nach dem Tod von Emil Kio Sen. von seinem jüngsten Sohn Igor, der von Kindesbeinen an in der Show seines Vaters mitwirkte, ab 1966 (im Wesentlichen mit dem Repertoire des Vaters) im In- und Ausland fortgeführt und später weiterentwickelt.
Igor Kio gab seine ersten eigenständigen Shows im Zirkus als 15-jähriger, als er 1959 im Moskauer Zirkus den erkrankten Vater ersetzen musste. über 40 Jahre lang führte er das Vermächtnis seines Vaters fort. Zuerst als reine übernahme der väterlichen Show, später in schöpferischer Weiterentwicklung des bewährten Konzeptes. So integrierte er ein professionelles Ballet und weitere Künstler in sein Programm. Seine ersten grossen eigenständigen künstlerischen Arbeiten als Zirkuskünstler, Autor und Regisseur waren das Programm "Auserwähltes-77" im Leningrader Zirkus 1977 und die Illusionsshow "Eins-Zwei-Drei".
Igor Kio entwickelte eine Reihe neuer Illusionen, wie "Mode", "Aquarium", "Der Flügel in der Luft", "Houdinis Truhe", "Das erscheinende Bärenjunge", "Der Löwe in der Luft" und andere. Er erweiterte sein Tätigkeitsfeld Zirkus um die Theaterbühne. Seinem Vater war dieser Herzenswunsch durch Behördenwillkür verwehrt.
1985 feierte Igor Kios Programm "Ohne Illusionen" im Moskauer Estradentheater Premiere. Im Fernsehen war er in den 80/90-er Jahren mit mehreren Sendungen präsent, von denen die sechsteilige Serie "Alle Clowns" hervorzuheben ist. Er stellte die berühmtesten Clowns der Welt vor und zeigte, dass er nicht nur Illusionist, sondern auch aus ganzer Seele Zirkuskünstler war.
1991 wurden im grossen Moskauer Kremlpalast vor vielen tausend Zuschauern Igor Kios Show "Um sechs Uhr abends nach dem Winter" und das Kinderprogramm "Die goldene Apfelsine" gezeigt. 1994 produzierte Igor Kio anlässlich des einhundertsten Geburtstag seines Vaters im Grossen Moskauer Zirkus und später im Moskauer Estradentheater die Galashow "Der Zauberer des XX. Jahrhunderts".
1989 verwirklichte Igor Kio den Traum seines Vaters und gründete sein eigenes Unternehmen. Von westlichen Traumgagen war er trotzdem weit entfernt.
1994-1995 wurden von ihm am Moskauer Estradentheater die Programme "Es spricht und zaubert Kio" und die Kinderprogramme "Reise mit Kio" und "Reise mit Kio 2" produziert.
Seine Illusionsshows waren keine reinen Nummernprogramme. Die Shows besassen eine verbindende Handlung, in die Igor Kio zunehmend auch Künstler anderer Genres einband.
Man kann kaum ein Land der Erde nennen, in dem er nicht auftrat. Er feierte Erfolge in Nordamerika, Japan, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und natürlich in der Sowjetunion bzw. in Russland, um nur die wichtigsten Länder zu nennen.
Text: Hans-Christian Solka, Magdeburg