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Boreout ist ein Zustand lähmender Langweile und völliger Antriebslosigkeit bei der Arbeit. Je länger er dauert, desto mehr wird er zum Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint. Boreout kann dich ernsthaft krank machen. Die Symptome sind ähnlich wie bei einem Burnout.
In 5 Schritten aus der Langeweile
Lass es darum gar nie so weit kommen! Unsere 5 Schritte helfen dir, ein Boreout zu verhindern. Respektive aus dem Teufelskreis wieder herauszukommen.
1 Analysiere deine Situation
Stelle dir dazu diese Fragen:
- Welche Faktoren tragen dazu bei, dass ich bei der Arbeit gelangweilt bin?
- Was trage ich selber dazu bei, dass ich gelangweilt bin? Sei bei der Beantwortung dieser Frage ehrlich zu dir selbst!
- Was muss anders sein, damit ich motiviert für meine Arbeit bin?
Dokumentiere, was du herausgefunden hast. Besprich deine Analyse mit einer Vertrauensperson. Sie kann dir wertvolles Feedback geben.
2 Bereite auf der Grundlage deiner dokumentierten Analyse ein Gespräch mit deiner / deinem Vorgesetzten vor. Das braucht etwas Mut, ist aber unvermeidlich, wenn du einem Boreout wirklich entkommen willst.
Hab keine Angst vor dem Gespräch – keine Chefin und kein Chef möchte gelangweilte Arbeitskräfte im Team.
3 Überlege dir konkrete Vorschläge zur Verbesserung deiner Arbeitssituation. Mit diesen gehst du ins Gespräch.
Denk über die folgenden Punkte nach:
- Möchte ich neue, anspruchsvollere Aufgaben?
- Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es für mich an dieser Arbeitsstelle, in diesem Betrieb?
- Möchte ich im Betrieb bleiben, aber einer anderen Funktion?
- Will ich für meine Arbeit mehr Verantwortung übernehmen?
- Wäre für mich eine Weiterbildung sinnvoll?
- Möchte ich mehr Anerkennung und Wertschätzung für meine Arbeit?
4 Erörtere mit deiner / deinem Vorgesetzten alle Möglichkeiten, die sich aus deinen Vorschlägen ergeben.
Halte das Ergebnis des Gesprächs schriftlich fest und lass es deiner vorgesetzten Person zukommen.
5 Werde dir klar darüber, ob die vorgeschlagenen Massnahmen dein Problem mit der Langeweile lösen. Wenn ja, dann schau, dass sie so rasch wie möglich umgesetzt werden.
Reichen dir die Massnahmen nicht, wage es, dich neu zu orientieren. Du musst eine Arbeitsstelle suchen, wo du deine Kompetenzen besser einbringen kannst und wo du dich beruflich verwirklichen kannst.
An diesem Punkt – oder auch schon früher – kann es sich für dich lohnen, eine Laufbahn- oder Berufsberatung zu machen. Damit du nicht wieder am gleichen Punkt landest.
Das kannst du auch noch gegen Langeweile tun
Deine Arbeit ist nicht das ganze Leben und du kannst deine berufliche Situation oft nicht von heute auf morgen verbessern. Darum geben wir die hier weitere Tipps gegen Langweile:
- In der Analyse hast du festgestellt, was du selbst zur Langeweile beiträgst. Überlege dir, wie du dir deine Arbeit selbst interessanter gestalten kannst. Setze dir selbst ehrgeizige Ziele, fordere dich. Du darfst dich ruhig anstrengen. Die Wissenschaft hat nämlich herausgefunden, dass es auch positiven Stress gibt. Dieser «Eustress» hält dein Gehirn fit und löst Glückshormone aus.
- Du selbst hast zu wenig zu tun, andere sind aber froh, wenn du sie unterstützt. So bist du weniger gelangweilt und der Dank deiner Arbeitskolleg*innen ist dir sicher.
- Betreibe als Ausgleich zum langweiligen Job interessante, herausfordernde Hobbies und tausche dich mit interessanten Menschen aus.
- Engagiere dich in der Freiwilligenarbeit – dort sind deine Kompetenzen gefragt und du erfährst Wertschätzung.
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