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Der Vorstoss in den Weltraum
Exponat von: Jürg Dierauer, Degenstrasse 3, CH-9442 Berneck
Stand: 31. Juli 1998 für Ausstellung Portugal 98
Letzte Ausstellung ISRAEL 98 GOLD mit 92 Punkten
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Beschreibung:
Astronomen
Die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert gemachten Beobachtungen, daraus abgeleitete Lehren, Gesetze und Theorien sind Grundlage, dass heute der Weltraum erforscht werden kann. Zu den bedeutendsten Astronomen zählen Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton. Später in Europa auch die Familie Struve.
"Von der Erde zum
Mond" Jules Verne
Die Idee, in den Weltraum vorzustossen faszinierte auch Schriftsteller. So beschrieb Jules Verne (1828 - 1905) eine mögliche Reise zum Mond in seinem 1865 erschienenen Roman "De la terre a la lune" (Von der Erde zum Mond).
Raketenwaffe im
19. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert setzte Oesterreich erfolgreich Kriegsraketen ein. Die innere Druckkraft bewirkt die Fortbewegung der Rakete, wobei die Geschwindigkeit der Kraft der nach rückwärts entweichenden Gase entspricht (Newton's Grundlehre "actio e reactio"). Bis heute hat sich nicht viel Grundsätzliches geändert.
Pioniere der Raumfahrt
Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden die ersten wissenschaftlichen Grundlagen über technische Möglichkeiten in den Weltraum vorzustossen entwickelt. Die Arbeiten der Raumfahrtpioniere Goddard und Ziolkowski bildeten den Grundstein für die Entwicklung der Trägerraketen, um in den Weltraum vorzustossen.
Erforschung der
Stratosphaere
Durch den Einsatz von Stratosphärenballonen anfangs der 30er Jahre erhielt man Daten und Beobachtungen, die als Grundlage für die Erforschung des Weltraumes dienten, wie z.B. die kosmischen Strahlen, Temperaturen. Zu den ersten Pionieren gehörte auch der Schweizer Professor Auguste Piccard.
Im Exponat wird ein Brief gezeigt, der beim kombinierten Experiment Stratosphärenballon/Rakete mit dem Stratosphärenballon geflogen ist. Mit diesem Versuch wird zu den Raketenexperimenten übergeleitet.
Raketenexperimente
Verschiedene Raketenpioniere führten ab den späten 20er Jahren die ersten Raketenversuche mit Postbeförderung durch. Ziel der Raketenexperimente war es, mittels Raketen überschwemmte Gebiete, Inseln oder Bergregionen mit Post, Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Auf der ganzen Welt wurde geforscht, neue Techniken erprobt und speziell an der Antriebsart und am Treibstoff gearbeitet. Es werden geflogene Raketenpostbriefe, die meistens nachher auf dem normalen Postweg weiterbefördert wurden, gezeigt.
Langstreckenraketen
"Dass wir Raketen für militärische Zwecke entwickeln mussten, haben wir immer nur als Umweg betrachtet. Wir wussten, dass die Frühpioniere der Fliegerei in der ganzen Welt den gleichen Umweg beschreiten mussten."; sagte Wernher von Braun einmal.
Die erste Langstreckenrakete der Welt, die A4, wurde in Peenemünde entwickelt und getestet. Das Raketenzentrum Peenemünde wurde vor dem 2. Weltkrieg eingerichtet und "arbeitete" bis Anfang 1945.
Eroberung
des Weltraumes
Gegen Ende des 2. Weltkrieges begann der Wettlauf um die Eroberung des Weltraumes, speziell zwischen der USSR und den USA. Im Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 wurde das "Wettrennen" lanciert mit dem Start von Sputnik 1 (USSR) und Explorer 1 (USA). Gezeigt werden "Meilensteine" der unbemannten und bemannten Raumfahrt der USSR und USA bis 1974. Seit 1955 forscht die USA an wiederverwendbaren Raumgleitern. Auf den Tag 20 Jahre nach dem Start von Gagarin war der Erstflug der Raumfähre Columbia erfolgreich.
Bordpost
Seit 1974 gibt es Bordbriefe, die im Weltraum abgestempelt wurden, teilweise mit privaten oder seit dem 8. 3. 1978 mit offiziellen Bordpoststempeln. In diesem Exponat werden speziell auch Briefe gezeigt, welche die Kosmonauten während den Langzeitflügen durch die Besuchsmannschaften oder mit den Progress-Versorgungsschiffen erhielten, aber auch Briefe, die sie im Weltraum an die Familien oder Freunde geschrieben haben.
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