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Heiliger Bimbam
Heiliges Abendland
Wo liegt aus christlicher Sicht die Aufnahmegrenze für orientalische Asylsuchende im Abendland, damit es seine Identität nicht verliert? D. D., Winterthur
In diesen Wochen feiert das christliche Abendland einen ungarisch-römischen Soldaten (11. 11., Martin), eine libanesische Kaufmannstochter und türkische Prinzessin (Barbara, 4.12.), einen türkischen Bischof (6.12., Nikolaus), einen aramäisch-jüdischen Wanderprediger mit Familie und Hirten (25.12., Jesus) und drei persisch-arabische Sterndeuter (6.1., Drei Könige). Sollte die Gruppe versuchen, montags in Dresden über den Weihnachtsmarkt zu laufen? Bei uns müssten die Stadtheiligen von Zürich, Solothurn, Genf undSt. Moritz aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe
ihren Reisepass vorweisen. Ob sie als ägyptische Deserteure ins Asyl-Kontingent passen? Oder ziehen wir einen Europäer wie den Iren Gallus vor? Ohne sie alle gäbe es unser schönes Abendland nicht. Der christliche Beitrag zur Flüchtlingsthematik ist keine Höchstzahl, sondern jede tatkräftige konkrete Hilfe. Solche Nächstenliebe fragt: Welchen Menschen können wir helfen und ihnen so zu Nächsten werden? So herum müssen wir uns um die christliche Identität des Abendlandes wenig Sorge machen.