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Die Musikgesellschaft Konkordia überzeugte mit reichem Programm
Die Konkordia bescherte dem Publikum eine «African Night». Und vor dem Hauptprogramm überzeugte das Blasorchester der Musikschule unter Leitung von Thomas Wenger.
Thomas Brunnschweiler
Die Konzerte am Freitag und Samstag waren wie gewohnt gut bis sehr gut besucht. Präsident Olivier Humair führte in das Thema ein und sprach von Afrika als der «Wiege der Menschheit». Zunächst spielte das Blasorchester der Musikschule ein anspruchsvolles Programm, das mit Steven Reinekes «Where Eagles Soar» begann, einem patriotisch klingenden Stück, welches auf das amerikanische Wappentier anspielt. Mit «La Cucina Italiana» – dirigiert von Lukas Mayr – servierte das Ensemble einen musikalischen Viergänger von Robert Finn.
Dynamisch fein abgestimmt kam «Skyfall» daher, der Titelsong des 23. James-Bond-Films von Adele Adkins. Mit Ausschnitten aus «Lord of the Dance» von Ronan Hardman ging es weiter. Spritzig und mitreissend schliesslich waren die Rhythmen aus «Hairspray», einem Musical von Marc Shaiman, das 2008 in St. Gallen auf Deutsch uraufgeführt wurde. Als Zugabe gab es die Titelmelodie aus der Serie «The Addams Family». Das jugendliche Ensemble wartete mit einem satten, homogenen Gesamtklang auf. Manches Dorforchester würde sich glücklich schätzen, ein solches Niveau zu erreichen.
Anspruchsvolles Selbstwahlstück
Dann übernahm Ueli Kipfer den Taktstock. Unter der wehenden Vereinsfahne wurde Alexander Müller zum kantonalen Veteranen erkoren. Peter Christen wurde nach 35-jähriger Aktivmitgliedschaft gar eidgenössischer Veteran. Die Stücke der «African Night» waren eher musikalische Reflexe auf den Mythos Afrika durch die Brille der westlichen Kultur als afrikanische Musik. Dies tat dem Musikgenuss jedoch keinen Abbruch. Der Marsch «Army of the Nile» zeugte noch von kolonialistischem Selbstbewusstsein.
Ganz anders «Salomón» des Komponisten Ferrer Ferran, den Dirigent Ueli Kipfer bei der Interpretation direkt um Rat fragen konnte. «Salomón» ist ein Stück zur Geschichte des israelitischen Königs, der nach äthiopischen Quellen mit der Königin von Saba den Sohn Menelik zeugte. Das mit klangmalerischen Elementen gespickte, teils disharmonische Stück mit seinen abrupten Wechseln wurde von der Konkordia adäquat interpretiert. Ueli Kipfer wählte gute Tempi und legte Wert auf die Rhythmik. Dass die MG Konkordia dieses Werk als Selbstwahlstück an den nächsten Wettbewerb in Chur mitnimmt, zeigt, dass man sich einiges zutraut.
Wieder in Harmonien schwelgen konnte man in der «Hymn for Africa», einem morgendlichen Weckruf zu Ehren von Nelson Mandela mit wunderschön verhaltenem Klarinettenteppich zum Trompetensolo. Nach der Programmmusik «At the Break of Godwana», die das Auseinanderbrechen des Urkontinents beschreibt, folgte das Hauptthema aus dem Film «Out of Africa». Am Ende vereinten sich erstmals die beiden Ensembles auf der Bühne und spielten «A whole new World» und «African Symphony». Lang anhaltender Applaus.