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Durch das Studium der Informatik wird ein allgemeiner akademischer Grad, das Diplom oder der Bachelor of Science mit der Abkürzung B.Sc. der Informatik erworben.
Bereits im Studium können verschiedene Vertiefungsrichtungen wie der der verteilten Systeme und der Multimedia erworben werden. Bei dieser Spezialisierung geht es um die Strukturen von verteilten Systemen. Verteilte Systeme können Prozesse oder Prozessoren sein oder auch ein Rechnernetzwerk. Diese verteilten Netzwerke kommunizieren durch Nachrichten miteinander. Die Vertiefungsrichtung beschäftigt sich aber auch mit verteilten Dateisystemen, der Kommunikation und der Synchronisation, der Middleware, den Sicherheitsaspekten, der Prozess- und Speicherverwaltung und der Fehlertoleranz.
Die Multimedia bezeichnet den Einsatz von Fotografien, Grafiken, Texten, Videos, Audiodateien und Animationen. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Digitalisierung von den unterschiedlichen Medien und den Techniken zur Kompression.
Eine weitere Möglichkeit der Vertiefung bieten die formalen Methoden und die Programmierparadigmen. Diese Vertiefungsrichtung zählt zur theoretischen Informatik. Hier werden die Grundlagen bereitgestellt, die benötigt werden, um praktische Systeme zuverlässig entwickeln zu können. Hier sind die Logik, die Verifikation und zustandsbasierte Systeme Bestandteil der Ausbildung. Die Programmierparadigmen beinhalten alternative Konzepte unterschiedlicher Programmiersprachen. Aber sie enthalten auch die funktionalen Logik-Sprachen und auch Sprachen, die die Parallelprogrammierung ermöglichen. Ebenfalls können bei dieser Vertiefungsrichtung der Compilerbau und die Semantik von Programmiersprachen erlernt werden.
Informatiker können sich während ihres Studiums oder im Anschluss auch auf Softwaretechnik und die Informationssysteme spezialisieren. Bei der Softwaretechnik werden grosse Softwaresysteme entwickelt. Die Softwaretechnik stellt die benötigten Werkzeuge, Methoden und Prinzipien zur Verfügung, um eine systematische und teambasierte Entwicklung zu ermöglichen. Hier werden auch wichtige Teilgebiete wie die Systemanalyse, das Projektmanagement, die Qualitätssicherung, die Systemmodellierung und die modellgetriebene Softwareentwicklung erlernt. Als Informationssysteme werden alle Systeme bezeichnet, die entweder Informationen bereitstellen oder diese verarbeiten. Datenbanksysteme, mit welchen grosse Datenbestände verwaltet werden, stellen hier ein wichtiges Teilgebiet dar.
Ein ebenfalls wichtiges und innovatives Teilgebiet der Informatik ist die künstliche Intelligenz und die Bioinformatik. Hier werden „intelligente“ Systeme entwickelt. Ziel ist hier beispielsweise die Nachbildung von menschlicher Informationsverarbeitung. Das kann beispielsweise durch neuronale, künstlich hergestellte neuronale Netze geschehen oder anhand von evolutionären Algorithmen. Andere intelligente Systeme können Expertenwissen zur Verfügung stellen oder Expertensysteme darstellen. Bei der Bioinformatik werden die Methoden und die Werkzeuge der Informatik dazu genutzt, Fragen der Biologie zu beantworten. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Molekularbiologie. Gerade hier müssen genomische Daten verwaltet, analysiert und interpretiert werden.
In der Praxis können sich Informatiker nach dem Studium weiter spezialisieren. Hier werden Berufe wie der Datenschutzbeauftragte, der Key-Account-Manager, der Operator, der Account-Manager oder der Anwendungsberater ausgeübt.