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29.04.2016
(wbf.admin.ch) - Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann, die Aussenministerin des Fürstentums Liechtenstein, der norwegische Staatssekretär für Handel, Industrie und Fischerei sowie der isländische EFTA-Botschafter haben heute in Bern mit dem philippinischen Handels- und Industrieminister ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen wird die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) und den Philippinen stärken.
Das Freihandelsabkommen mit den Philippinen deckt zahlreiche Bereiche ab. Es sieht die Liberalisierung des Warenhandels (Industrie- und Agrarprodukte) sowie des Handels mit Dienstleistungen vor. Darüber hinaus umfasst es Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums, zur Reduktion nichttarifärer Handelshemmnisse, einschliesslich sanitärer und phytosanitärer Massnahmen, zum Wettbewerb, zu den Handelserleichterungen sowie zu Handel und nachhaltiger Entwicklung. Ausserdem enthält es Bestimmungen zu den Investitionen und den öffentlichen Beschaffungen.
Das Abkommen mit den Philippinen erlaubt den EFTA-Staaten, ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit diesem Partner zu vertiefen. Für fast alle Industrieprodukte profitieren die EFTA-Staaten ab dem Inkrafttreten des Abkommens (91,6% der Produkte) oder nach Ablauf der Übergangsfristen von drei bis zehn Jahren vom zollfreien Zugang zum philippinischen Markt. Ausserdem gewähren die Philippinen Zollreduktionen oder die Zollbeseitigung für die wichtigsten Schweizer Exporte von Agrargütern.
Die Philippinen weisen ein bedeutendes Wachstumspotenzial auf, das die Schweizer Wirtschaftsakteure dank diesem Abkommen besser werden nutzen können. 2015 waren die Philippinen der sechstgrösste Handelspartner der Schweiz in Südostasien.
Zusatzinformationen: Neben diesem Abkommen mit den Philippinen hat die Schweiz in Asien im Rahmen der EFTA bereits ähnliche Freihandelsabkommen mit Singapur, der Republik Korea und Hongkong abgeschlossen. Ausserdem bestehen bilaterale Abkommen mit Japan und China. Mit China hat die Schweiz Anfang April 2016 zusätzlich zum Freihandelsabkommen eine gemeinsame Erklärung über eine innovative strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung und Vertiefung ihrer Beziehungen unterzeichnet.