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Das Edelmetall Rhodium, mit dem die Automobilindustrie Emissionen filtert, ist derzeit das teuerste Edelmetall. Das schreibt die französische Zeitung Le Monde. Laut der Zeitung ist Rhodium jetzt fünfzehnmal beliebter als Gold und fast zehnmal teurer als Palladium und anderes ähnliches Metall, das von der Automobilindustrie verwendet wird.
Autohersteller setzen die Edelmetalle in den Katalysator ein, der dafür sorgt, dass Schadstoffe neutralisiert werden und sich in Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser verwandeln. Aufgrund strengerer Emissionsvorschriften müssen Autohersteller mehr Edelmetall in die Auspuffrohre der Autos stecken, was sie besonders beliebt macht. Im vergangenen Jahr mangelte es sogar an den Metallen Platin, Palladium und Rhodium. Das hat die Preise wirklich nach oben getrieben. Zum Beispiel wird Rhodium laut Le Monde jetzt für 27.000 Dollar pro Unze (fast 23.000 Euro) gehandelt.
Die Edelmetalle werden in Südafrika und Russland abgebaut, aber das ist ein komplexer und daher kostspieliger Prozess. Die geschätzte Menge liegt nur zwischen 20 und 25 Tonnen pro Jahr, schreibt Le Monde. Experten gehen davon aus, dass der Einsatz der Metalle in den nächsten zehn Jahren um durchschnittlich 20 Prozent steigen wird. Langfristig kann sich die steigende Produktion und Nachfrage nach Elektroautos auf die Nachfrage nach diesen Edelmetallen auswirken, da Elektroautos die Edelmetalle nicht benötigen.