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So unterrichtest du schülerzentriert
Dieser Blog-Beitrag ist Bewegungslehrern gewidmet, die ihre Fähigkeiten zu unterrichten verbessern wollen: Sport zu unterrichten ist anspruchsvoller als viele Leute glauben. Also wenn dein Ziel ist, deinen Schülern zu vermitteln wie sie sich schneller, mit größerer Leichtigkeit und mehr Freude bewegen, dann lies unbedingt weiter. Wenn du am Anfang deiner Karriere als Trainer stehst, kann dieser Beitrag dir eine Idee von den faszinierenden Möglichkeiten geben, die du hast, um deinen Schülern zu helfen, mehr zu erreichen. Wenn du bereits ein erfahrener Trainer bist, mag dieser Beitrag deine Augen öffnen für neue Wege, deine Schüler zu fördern, die du bislang möglicherweise übersehen hast.
Der denkende Schüler
Es gibt handfeste Beweise, dass Schüler, die zum Mitdenken angeregt werden zufriedener trainieren als Schüler, die lediglich den Vorschriften des Lehrers folgen, wie sie ihren Körper während einer bestimmten Übung zurecht rücken sollten.
Das Ziel von schülerzentriertem Unterricht
Das Ziel von schülerzentriertem Unterricht ist, einen Prozess, eine Situation oder eine Umgebung zu erschaffen, die dem Schüler hilft, das wichtigste Feedback zu einer Bewegung selber zu entdecken – statt darauf angewiesen zu sein, dass der Lehrer ihm sagt, was er besser machen soll. Deshalb schließt schülerzentrierter Unterricht Schüler jeden Leistungsstands ein.
Der Vorteil von schülerzentriertem Unterricht
Der Vorteil von schülerzentriertem Unterricht ist, dass er individuell und kreativ ist. Der Nachteil ist, dass der Schüler sich nicht immer so selber korrigiert, wie er es aus Sicht des Lehrers tun sollte. Am besten ist es, wenn der Lehrer flexibel ist, also wenn er im Unterricht sowohl Vorschriften für die Ausführung einer Bewegung gibt als auch schülerzentriert unterrichtet.
Die Werkzeuge von schülerzentriertem Unterricht
Wichtige Werkzeuge für schülerzentrierten Unterricht sind offene Fragen: Als Lehrer kannst du offene Fragen stellen, um zu erreichen, dass dein Schüler sich selber korrigiert – so, wie er spürt, dass sein Körper es gerade braucht. Dein Schüler soll Einblick und ein Verständnis dafür bekommen, wie er eine Bewegung besser ausführen kann. Gedankenbilder, die ihm dabei in den Kopf kommen bezeichnen wir in der Franklin-Methode als spontane Gedankenbilder. Manchmal entwickelt der Schüler spontane Gedankenbilder aus Gedankenbildern die du zuvor erwähnt hast. Du gibst die Anweisung für die Ausführung einer Bewegung in Form eines Gedankenbildesund dein Schüler endet damit, sich selber Anweisungen zu geben – und zwar mit einem eigenen spontanen Gedankenbild.
Ein Beispiel
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Bitte deinen Schüler, die Schultern zu heben und zu senken.
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Frage ihn anschließend nach seiner Erfahrung: “Wie angenehm war die Bewegung für dich?”
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Warte die Antwort ab und frage ihn dann: “Denkst du, du könntest diese diese Bewegung beim nächsten Mal mit mehr Leichtigkeit ausführen? Gebe dir selber ein Feedback, wie die Schultern zu heben und zu senken aus deiner Sicht angenehmer wird.”
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Lasse deinen Schüler nun die Bewegung wiederholen.
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Interviewe ihn, welche Veränderungen und Verbesserungen er beim Schultern heben und senken festgestellt hat.
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Wenn die Bewegung sich aus der Sicht deines Schülers besser angefühlt hat, hat er sich erfolgreich selbst angewiesen.
Zu diesem Zeitpunkt kannst du als Lehrer deinen Schüler ermutigen und hervorheben, dass er sich jederzeit selber helfen kann, sich besser zu bewegen. Wenn dein Schüler keine Verbesserungen feststellt, kannst du einen Vorschlag machen:
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Frage ihn zum Beispiel: “Wie fühlt es sich an, die Schultern zu heben und dabei zu imaginieren, die Schultern sind Luftmatratzen, aus denen die Luft beim Senken zischend entweicht?”
Oder schlage verschiedene Gedankenbilder vor und lasse deinen Schüler wählen: “Was fühlt sich stimmiger an? Wenn du imaginierst deine Schultern schmelzen wie Eiscreme oder wenn du imaginierst sind Luftmatratzen, aus denen die Luft beim Senken zischend entweicht?”
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Fordere deinen Schüler auf, seine Erfahrung vor und nachdem er die Bewegung plus Gedankenbild ausgeführt hat zu vergleichen. Dabei solltest du sehr konkret fragen. Also statt zu sagen “Fühlst du dich jetzt besser?” könntest du sagen “Registrierst du, wie deine entspannte Schulter dir ein Gefühl von Länge in der Wirbelsäule gibt?”
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Oder du kannst deinen Schüler die Bewegung auch auf korrekte und auf inkorrekte Art und Weise ausführen lassen. Frage ihn, welche Ausführung er vorzieht, die Schultern feste anzuspannen während er sie anhebt oder die Schultern dabei locker zu lassen.
Wie antwortet dein Schüler? Hoffentlich, dass er die korrekte Version angenehmer findet …
Wir wünschen dir viel Spaß beim Testen und eine erfolgreiche Laufbahn als Trainer im Sport,
Dein
Team Franklin-Methode®
Frage
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Willst du mehr über die Kunst und die Wissenschaft des Unterrichtens im Sport erfahren, kannst du einmal Erics englischsprachiges Buch “The Art & Science of Cueing” zurückgreifen:
Eric Franklin: The Art and Science of Cueing. Best Cueing Practices for Successfully Teaching Yoga, Pilates and Dance. OPTP, Minneapolis (2016) http://www.optp.com
Oder du meldest dich zu unseren Ausbildungen zum dipl. Bewegungspädagogen der Franklin-Methode® an. Du kannst zwischen dem modularen und dem klassischen Ausbildungsweg wählen. Lies hier nach, welcher Ausbildungsweg für dich in Frage kommt >>> https://franklin-methode.ch/ausbildungen-ubersicht/ Wir freuen uns, wenn du überzeugt von unserem Ansatz bist und dich entscheidest zu lernen, wie man die Franklin-Methode® unterrichtet: Sag Bescheid!
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