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Mit der ersten Runde der Kommunalwahlen steht in Frankreich an diesem Sonntag ein erster Stimmungstest seit der Wahl von Präsident François Hollande an. Dabei müssen die Sozialisten von Hollande angesichts schlechter Wirtschaftswerte und Rekordarbeitslosigkeit mit einem Denkzettel der Wähler rechnen.
Die konservative UMP steht mit innerparteilichen Streitereien und Affären kaum besser da. Profitieren könnte die rechtsextreme Front National um Marine Le Pen. Sie sieht sich selbst als einzige Opposition gegen Sozialisten und Konservative und somit «einzigen Gegner des Systems».
Zweiter Wahlgang Ende März
Nach dem französischen Kommunalwahlrecht bekommt bei einer absoluten Mehrheit im ersten Wahlgang die erfolgreiche Liste 50 Prozent der Sitze. Die andere Hälfte wird prozentual unter allen Listen mit mehr als fünf Prozent der Stimmen aufgeteilt.
Ohne absolute Mehrheit gibt es einen zweiten Wahlgang am 30. März, zu dem alle Listen mit mehr als zehn Prozent der Stimmen aus dem ersten Wahlgang antreten dürfen. Listen mit Ergebnissen zwischen fünf und zehn Prozent können sich für den zweiten Wahlgang mit anderen Listen verbünden.
Unter den rund 930'000 Kandidaten tritt Charlotte Ode in Marseille mit 102 Jahren als älteste Kandidatin für die Front National an. Genau einen Tag vor dem ersten Wahlgang feierte die parteilose Elise Machado aus Doubs ihren 18. Geburtstag. Sie ist damit jüngste Kandidatin bei den Kommunalwahlen in Frankreich.