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»Das ist nicht mehr die Salonunterhaltung des Kopierens, die man kennt; es ist Verwandlung, ein Hinübergehen in den anderen und entbehrt keineswegs des mystischen Einschlages.« Nach einem Vortragsabend des Rezitators Ludwig Hardt, den Thomas Mann gemeinsam mit seinem Sohn Klaus besucht hatte und der in der Presse nicht die gewünschte Resonanz erfuhr, verfasste Mann auf eine Bitte des Veranstalters hin diesen Text, der im April 1920 in der Zeitschrift Wort und Ton (herausgegeben vom Süddeutschen Konzertbüro) veröffentlicht wurde. Im Jahr 1924 wurde die Besprechung zudem in das Vortragsbuch Ludwig Hardt aufgenommen und auch an anderer Stelle wiederholt abgedruckt.
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.