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Dringliche Anfrage: Therapiewahn? Auch im Kanton Luzern?
Das Budget des Kantons Luzern für das Jahr 2012 wurde vom Luzerner Kantonsrat an den Regierungsrat zurückgewiesen, mit dem Auftrag, Sparmassnahmen aufzuzeigen, um das Defizit zu verkleinern, respektive zu eliminieren.
Ein neues Buch über Schulschwierigkeiten besagt, dass im Kanton Zürich 57 % aller Schüler in einer therapeutischen Behandlung sind. Diese Zahlen lassen aufschrecken und rufen nach Erklärungen, wie es diesbezüglich im Kanton Luzern aussieht. Auch sind Erklärungen zu den Kosten in diesem Bereich notwendig.
Ich stelle deshalb dazu die folgenden Fragen:
- Wie viele Schüler sind im Kanton Luzern in einer Therapie gemäss neusten Zahlen (Anzahl und Prozent aller Schüler)?
- In welchen Therapien befinden sich diese Schüler?
- Wer ist für die Zuweisung und wer für die Behandlung zuständig? Sind dies dieselben Personen?
- Welche Kosten werden durch die Therapien verursacht (gesamt und durchschnittlich pro Schüler nach Therapie)?
- Wie unterscheidet man im Kanton Luzern zwischen Schwäche und Störung?
- Ist der Regierungsrat der Meinung, dass die Kosten vollumfänglich gerechtfertigt sind oder ist auch der Kanton Luzern einem Therapiewahn verfallen?
- Ist zwischen der Einführung der Integrativen Förderung und dem Anstieg der therapeutischen Behandlungen ein Zusammenhang festzustellen?
Marcel Zimmermann, Kantonsrat, Horw