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Die Erde
Astronomische Daten
Allgemeines über die Erde
Die Erde ist der dritte Planet und der fünftgrößte der neun größeren Planeten unseres Sonnensystems. Sie ist der einzige bekannte Planet, auf dem Leben möglich ist, obwohl auch einige andere Planeten Atmosphären und Wasser aufweisen.
Die Erde ist keine vollkommene Kugel, sondern hat die Form eines Ellipsoides. Der Erdkörper lässt sich nicht durch einen einfachen geometrischen Körper beschreiben. Man spricht deshalb bei der Erdfigur auch vom Geoid.
Der Umfang der Erdbahn beträgt ungefähr 938 Mio Kilometer, und die Erde bewegt sich auf ihr mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 106 000 Kilometern pro Stunde. Die Erde dreht sich alle 23 Stunden, 56 Minuten und 4,1 Sekunden einmal um ihre Achse.
Die Erde besteht aus fünf Bereichen: Der erste, gasförmige, ist die Atmosphäre. Der zweite Bereich, die Hydrosphäre, ist flüssig. Dritter, vierter und fünfter Bereich sind die Lithosphäre, der Erdmantel und der Erdkern. Die Lithosphäre, die hauptsächlich aus der starren Erdkruste besteht, reicht bis in eine Tiefe von 100 Kilometern. Der Mantel und der Kern bilden das schwerere Erdinnere, das den größten Teil der Erdmasse ausmacht.
71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Die Erde ist der einzige Planet, an dessen Oberfläche Wasser in flüssiger Form bestehen kann. Die Erde ist zudem umgeben von einer ca. 640 km hohen Atmosphäre. In bodennahen Schichten besteht diese im Wesentlichen aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% Edelgasen.
Der Mond
Der Mond umkreist die Erde und nimmt jeweils ab oder zu, der Mond ist also ein Satellit der Erde. Die Mondphasen entstehen dadurch, dass er unterschiedlich von der Sonne beschienen wird. Von der Erde aus kann man immer nur eine Seite des Mondes beobachten, da er sich genauso schnell um seine Achse dreht wie um die Erde.
Der erste Mondflug führte 1959 die sowjetische Raumsonde Luna 2 durch. Der Mond ist der einzige außerirdische Körper, der von Menschen besucht wurde. Die erste Landung fand am 20. Juli 1969, die letzte im Dezember 1972 statt.
Der Mond verdankt seine Entstehung vermutlich einer riesigen Katastrophe. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren stiess die Ur-Erde mit einem marsgroßen anderen Planeten zusammen. Durch die Wucht des Aufschlags wurden die Oberflächen beider Körper zertrümmert, verdampft und in den Weltraum geschleudert. Ein Teil davon sammelte sich in einer Erdumlaufbahn und klumpte recht schnell zu einem neuen Körper, dem Erdmond, zusammen.
Es gibt hauptsächlich zwei verschiedene Oberflächentypen auf dem Mond: Die stark verkraterten Hochebenen und die relativ flachen Maria. Die Maria sind riesige Einschlagskrater, die von flüssiger Lava überflutet wurden. Der Großteil der Oberfläche ist aber mit einem Gemisch aus feinem Staub und felsigem Geröll bedeckt. Aus bisher noch unbekannten Gründen sind die Maria auf der erdzugewandten Seite konzentriert. Die meisten Krater auf der erdzugewandten Seite wurden nach berühmten Figuren der Geschichte der Wissenschaft benannt, wie zum Beispiel Platon oder Kopernikus. Erscheinungen auf der abgewandten Seite tragen neuere Namen wie Apollo, Gagarin oder Korolev.
Bis vor etwa 3,9 Milliarden Jahren stürzten weiterhin Meteoriten und Asteroiden auf die Erde und den Mond ein. Auf dem Mond jedoch wurden diese Narben alle konserviert. Aus dieser Zeit stammen die heute noch sichtbaren grossen Einschlagkrater und die meisten der Hochlandkrater. Anhand der Krateranzahl eines bestimmten Gebietes lässt sich das geologische Alter der Mondoberfläche ablesen: Je mehr Einschlagkrater vorhanden sind, desto älter ist die betreffende Oberfläche.