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Wegen einer Protestaktion mit brennenden Autoreifen ist der Eisenbahnverkehr im Eurotunnel zwischen Frankreich und Grossbritannien zum Erliegen gekommen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Verkehr zeitweise in beide Richtungen eingestellt, wie die Betreibergesellschaft mitteilte.
Seeleute der Fährgesellschaft MyFerryLink waren bei einer Streikaktion in der Nähe von Fréthun in Nordfrankreich auf die Gleise gelangt und hatten dort Reifen angezündet, wie eine Sprecherin von Eurotunnel sagte.
Polizisten vertrieben die Demonstranten unter anderem mit Tränengas, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Eurotunnel teilte am frühen Abend mit, die Strecke müsse nun noch auf mögliche Schäden untersucht werden, bevor sie wieder für den Verkehr freigegeben werden könne.
Kritik der Wettbewerbsbehörde
Die 600 Mitarbeiter von MyFerryLink fürchten um ihre Jobs und protestieren gegen den angekündigten Verkauf von zwei ihrer drei Fährschiffe durch Eurotunnel an den dänischen Konkurrenten DFDS.
Die britische Wettbewerbsbehörde hatte die Eurotunnel-Gesellschaft zuvor kritisiert. Diese kontrolliert mit drei Fähren und dem Tunnel mehr als die Hälfte des Verkehrs zwischen Calais und dem englischen Dover.