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Actares besteht seit Langem auf einen höheren Frauenanteil in Verwaltungsräten. Die Unternehmen zeigen sich zunehmend offen für diese Forderung, aber sie müssen noch mehr tun, um ihr gerecht zu werden.
Der Trend zu mehr Frauen in SMI-Verwaltungsräten ist zwar stetig, aber der Frauenanteil steigt nur langsam. Das zeigte sich, als Actares 2019 zum dritten Mal in Folge untersuchte, wie viele Frauen die SMI-Unternehmen zu Wieder- oder Neuwahlen vorschlugen. An diesen Vorschlägen lässt sich ablesen, ob die Unternehmen gewillt sind, den Frauenanteil in ihren Verwaltungsräten zu erhöhen.
Viel fehlt nicht zum Minimalziel
Als Richtschnur für die Analyse von Actares diente das Kriterium «30+3»: mindestens 30 Prozent Frauenanteil und mindestens drei Frauen pro VR. Sechs SMI-Unternehmen erfüllen 2019 dieses Kriterium: Adecco, Julius Bär, Lonza, Swisscom, UBS und Zurich. Wären 19 Frauen zusätzlich zur Wahl vorgeschlagen worden (entsprechend auf die Verwaltungsräte verteilt), hätten alle 20 SMI-Unternehmen schon dieses Jahr das Kriterium «30+3» erfüllen können.
Proaktivere Besetzungspolitik gefordert
Der Anteil von Frauen, die für SMI-Verwaltungsräte zur Wahl stehen, steigt immerhin kontinuierlich – von 22,5 Prozent im Jahr 2017 auf 23,9 Prozent 2018 und 26,2 Prozent 2019. Damit sich der Frauenanteil schneller erhöht, fordert Actares von Unternehmen eine proaktivere Besetzungspolitik. Frauen dürfen bei Neuwahlen nicht mehr untervertreten sein – sie müssen im Gegenteil deutlich übervertreten sein, zumindest bis das Minimalziel von mindestens 30 Prozent und drei Frauen pro Verwaltungsrat erreicht ist.