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Schröpfen ist eine Therapieform, welche seit Tausenden von Jahren bekannt ist. Das Schröpfen wird u.a. zum Ausleiten von Giftstoffen und zur Entspannung von Muskeln genutzt. Es aktiviert den Stoffwechsel in den Bindegewebe-Zellen und erhöht die Durchblutung. Der Körper reagiert auf das Schröpfen innerhalb weniger Stunden. Durch die Schröpf-Therapie werden die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt und unterstützt.
Die wichtigsten Schröpfzonen sind auf dem Rücken zu finden. Beim Schröpfen wird meistens ein Glas- oder Kunststoffschröpfkopf verwendet. Entweder wird der Schröpfkopf auf der Haut festgesaugt oder es wird durch Bewegungen auf der Haut eine Schröpfkopfmassage durchgeführt. Mit dem Schröpfkopf wird auf der Haut ein Vakuum erzeugt. Im darunterliegenden Gewebe entsteht dadurch ein starker Blutfluss und die Haut kann sich blaurot verfärben. Diese Verfärbungen verschwinden normalerweise nach 2-5 Tagen wieder.
Wir unterscheiden beim Schröpfen zwei verschiedene Komponenten. Bei der Segmenttherapie ist der Ort (Reflexzonen: Hautbezirke, die über Nervenbahnen mit inneren Organen in Verbindung stehen) des Schröpfens entscheidend. Bei der Umstimmungstherapie wirkt die austretende Flüssigkeit (Extravasat: Die aus dem Blut- oder Lymphgefäss ausgetretene Flüssigkeit) als Reiz.
Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass diese Therapieform die Notfallmedizin nicht ersetzen kann. Es ist wichtig, dass Sie durch Ihren Therapeuten über die möglichen Nachwirkungen informiert sind und Kontraindikationen (Gegenanzeigen) bei der Behandlung berücksichtigt werden.
Gönnen Sie sich nach der Behandlung die nötige Ruhe. Wenn sie sich in der Erholungsphase mit viel Wasser versorgen, tragen Sie dazu bei, dass sich Ihr Körper noch besser und schneller regenerieren kann.