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Die Zahl der Analphabeten sinkt in Brasilien unaufhöhrlich. Noch 8,1 Prozent der über 15-Jährigen sind nicht in der Lage, Geschriebenes zu entziffern. Verbesserungen sind im vergangenen Jahr ebenso bei den Schulabschlüssen erreicht worden. Allerdings ist die Zahl derjenigen, die einen Hochschulabschluß vorweisen können, mit 13,1 Prozent nach wie vor niedrig.
Nach den Angaben des brasilianischen Statistikamtes IBGE lag die Zahl der Analphabeten 2014 bei 8,1 Prozent. Im Jahr 2013 wurde sie hingegen mit 8,5 Prozent angegeben. Allerdings weist das Land je nach Region erhebliche Unterschiede auf. So sind im reicheren Süden nur 4,4 Prozent und im Südosten 4,6 Prozent der über 15-Jährigen nicht in der Lage, zu lesen und zu schreiben.
Im ärmeren Nordosten ist die Rate der Analphabeten hingegen mit 16,6 Prozent beinahe doppelt so hoch. Große Differenzen gibt es auch zwischen den Altersgruppen. Bei den älteren Brasilianern haben die Statistiker eine höhere Analphabetenrate festgestellt als bei den jüngeren Generationen. Bei den neuen Generationen sind laut IBGE nur 0,9 Prozent nicht des Lesens und Schreibens mächtig.
Geschafft hat es das Land mittlerweile ebenso die Zahl der Schuleinschreibungen zu erhöhen. 2014 haben 98,5 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen sechs und 14 Jahren die Schulbank gedrückt. Die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegt jedoch bei nur 7,7 Jahren. Im Nordosten Brasiliens sind es sogar nur 6,6 Jahre, während im Südosten die Erwachsenen durchschnittlich 8,4 Jahre die Schule besucht haben.
Immerhin haben im vergangenen Jahr 57,5 Prozent der über 25-Jährigen einen mittleren Schulbaschluß vorgewiesen. Ihnen stehen jedoch 32 Prozent gegenüber, die nicht einmal die Basisausbildung, den “ensino fundamental“ abgeschlossen haben. Einen Hochschulabschluß hatten zudem nur 13,1 Prozent der über 25-Jährigen inne. Im Jahr 2013 waren es mit 12,6 Prozent indes noch weniger.