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(spr. woajmóh),AndréCharles, franz. Genremaler,
geb. zu Paris, lernte die Kunst unter Drolling und in der École des beaux-arts.
Seine Bilder, meistens ideale,
der Phantasie entlehnte Gegenstände, sind auf die Fernsicht berechnet und machen dann eine reizende
Wirkung;
in der Nähe betrachtet, sind sie in Zeichnung und Kolorit plump und schwer, z. B.: Zwielicht,
die Rosendame, die Grille und die Ameise, der Frühling, Unschuld in Gefahr etc. 1870 wurde
er
Ritter der Ehrenlegion.
August, Kupferstecher, geb. zu Nürnberg, jetzt
in München ansässig, stach eine große Menge Blätter in kleinem Format mit biblischen Darstellungen, Porträten etc.
und als seine größern Blätter: die Madonna mit der Nelke, nach Raffael;
Dornenkrönung Christi, nach Guercino;
Christus
am Kreuz, nach Michelangelo, und neuerdings als Frucht einer fünfjährigen Arbeit: St. Barbara und St. Elisabeth
von den Seitenflügeln des Sebastianaltars von Holbein dem Ältern in München, ein Blatt, das von klarem Verständnis und
feinem Nachempfinden des Originals zeugt.
Leonard W., amerikan. Bildhauer, geb. 1828 zu Wellstown
(New York), arbeitete eine Zeitlang in Italien, wo er sich durch eignes Studium als Autodidakt ausbildete. Zu seinen
nachher in Chicago ausgeführten Werken gehören insbesondere: das Denkmal des Staatsmanns
Douglas, die lebensgroßen Statuen
von Lincoln und von
Douglas im Illinois State House und die Kriegerdenkmäler in der Grafschaft Erie (New York), in Rock Island
City und in der Grafschaft Cook (Illinois). - Sein Sohn
Douglas V., der sich eine Zeitlang in Paris aufhielt,
wo er Schüler von
Gérôme war, und sich dann in Rom ausbildete, machte sich als Porträt- und Genremaler auf einigen amerikanischen
Ausstellungen bekannt.
Emil Ferd.
Heinrich, Pferde- und Genremaler, geb. zu Birkenfeld, bildete sich zunächst in
Dresden unter Rietschel und Schnorr und von 1852 an in München unter Albrecht
Adam und dessen Sohn
Franz
A. Schon damals widmete er sich mit Vorliebe der Malerei der Pferde, die er in mehreren Gestüten studierte. 1857 zog er
nach Düsseldorf, folgte 1867 einer Einladung des Fürsten Karl von Rumänien nach Bukarest, wo er umfassende
Studien in den dortigen Trachten und Pferden machte, und besuchte 1869 auch Italien. Unter seinen mit einer gewissen Eleganz
und hellem Kolorit behandelten
Genre- und Pferdebildern, zum Teil aus Rumänien, nennen wir: Postzug des Fürsten von Rumänien,
Marktscene in Bukarest, Wirtshaus in Rumänien, rumänische Landleute auf der Steppe Rast haltend und
Markt in Riu
Reni sowie mehrere Pferdescenen aus den Kriegen 1866 und 1870 (im Besitz des Großherzogs von Oldenburg).
Max, Genremaler, geb. zu Düsseldorf als Sohn des Historienmalers Georg Wilhelm
V. (gest. 1876), besuchte 1865-70 die dortige Akademie und wurde nach Beendigung des Feldzugs
gegen Frankreich, an dem er teilnahm, Schüler von v.
Gebhardt, bei dem er bis 1874 blieb. Dann hielt
er sich ein Jahr in Brüssel auf und ging von da nach Antwerpen, Brügge und Gent, wo er viele Studien malte. Von Düsseldorf
aus bereiste er 1878 Oberitalien. Nach seinem ersten bedeutendern Bild: Verbandstube in Gravelotte 1870,
das großen Erfolg hatte und in den Besitz des deutschen
Kaisers kam, brachte er noch: auf der Bleiche, eine Ehrensache, viel
Lärm um nichts, Audienz beim Bürgermeister und sechs Blätter zu einer Hauff-Gallerie.
Antonie Elisabeth Cäcilie, Porträt- und Genremalerin, geb. zu Berlin,
erhielt dort von 1848 an ihren Unterricht von Jul.
Schrader und bildete sich 1853-57 in Paris unter Léon
Cogniet weiter. Dann
nahm sie ihren Wohnsitz in der Vaterstadt, wo ihre Porträte und Genrebilder, obgleich in der Zeichnung des Nackten noch
mangelhaft, doch gleich anfangs großen Beifall fanden. Schon damals entstanden mehrere Bilder: der Künstler
auf Reisen (1854), der
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Verkauf des letzten Kleinods (1858, Hauptbild) und deutsche Auswanderer (1860), zu denen, nachdem sie sich 1862-64 in Italien
aufgehalten, als einige ihrer besten Leistungen die neue Erzieherin (1868), Beginn einer Künstlerlaufbahn (1870)
und die Schulfreundinnen (1880) hinzukamen.