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... sagt, die Würde des Menschen ist unantastbar. Schön wäre es. Ferdinand von Schirach beweist in diesem Büchlein das es leider nicht so ist. Am deutlichsten macht er dies in seinem ersten Essay mit dem Untertitel: Warum der Terrorismus über die Demokratie entscheidet.
Aber mein Favorit ist der Essay " Weil wir nicht anders können". Es geht ums töten, ums denken und ums schreiben. Wo bleibt die Würde des Mörders, des Opfers, des Musikers oder des Schriftstellers ? Der Essay endet mit einem Zitat von Tucholski aus dem Jahr 1920: "Die Lage des deutschen Schriftstellers ist haltlos. Wenn er nicht Glück oder sehr viel Marktgeschick hat oder einen guten Nebenberuf, kann er verhungern."
Zitat von Schirach:"Daran hat sich in den letzten 90 Jahren nicht viel geändert. Denken Sie bitte daran, wenn Sie auf einer Tauschbörse ein Buch herunterladen wollen." Dem möchte ich mich als Buchhändlerin voll und ganz anschliessen.
Ferdinand von Schirach ist ein großer Erzähler mit einem ganz eigenen Stil. Manchmal lakonisch oder sogar nüchtern und dann voller Leidenschaft die auch oft unterschwellig, zwischen den Zeilen zu lesen ist. Ein Strafverteidiger in dessen Seele der Schriftsteller zu Hause ist. Chapeau Herr von Schirach !
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