Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03247.jsonl.gz/278

Alex Meile v/o Chäfer, 29. 04.1926 – 07.07.2021
12.07.2021 - Rolf Haltner v/o Junker
Nachruf
Dr. iur.
Alex Meile v/o Chäfer
Kyburger
29. 04.1926 – 07.07.2021
Nach - wie seine Angehörigen in der Todesanzeige schreiben - relativ kurzer Krankheit durfte Altherr Dr. iur. Alex Meile v/o Chäfer friedlich daheim einschlafen.Er erlebte, wie er im Goldenen Buch ausführt, eine «herrliche und unbesorgte» Jugendzeit in Zürich. Bereits mit noch nicht 6 Jahren begann nach Eintrittsprüfung seine Schulzeit in Zürich. Am 18. Geburtstag drückte ihm der Rektor des kantonalen Gymnasiums das Maturazeugnis in die Hand.
Es folgte Militärdienst mit Brevetierung zum Korporal.
1945 immatrikulierte er sich an der juristischen Fakultät der Universität Zürich. Bereits 1950 verliess er als Dr. iur. (mit einer Dissertation über «Die Rechtsnatur der Wohlfahrtseinrichtungen, insbesondere nach schweizerischem Aktienrecht») die Universität und trat dem AH-Verband bei. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er als Substitut im renommierten Anwaltsbüro Dres. Henggeler in Zürich. Nach bestandenem Anwaltsexamen 1952 führte ihn seine berufliche Laufbahn als Volontär zur Schweizerischen Bankgesellschaft. 1953/54 folgte ein USA-Aufenthalt als Assistant Export Manager bei Felten Chem. Co. in Brooklyn, NY, USA. 1954/55 war er im Baugeschäft Eugen Scotoni AG in Zürich tätig. 1956 schliesslich trat er als Rechskonsulent in die General Motors Suisse SA ein und wurde 1963 Direktionsmitglied. Ab 1969 war er Direktor bei Opel in Rüsselsheim. 1975 schliesslich kehrte er als Direktor und ab 1976 als Generaldirektor der General Motors Biel in die Schweiz zurück. 1978 wurde er ausserdem in den VR der Motor Columbus berufen und 1982 erfolgte seine Wahl in den VR der General Motors (Austria), 1984 VR-Präsident General Motors Suisse SA und 1985 Vizepräsident des VR General Motors Europa und Aufsichtsrat der Adam Opel AG Rüsselsheim. Zudem stellte er seine profunden Kenntnisse auch der Ingenieurschule Biel als Präsident der Aufsichtskommission zur Verfügung.
Der akad. Verbindung Kyburger trat er 1946 bei, nachdem er sich im Herbst 1945 an der juristischen Fakultät der Universität Zürich immatrikuliert hatte. Den froh-ernsten Couleurstudentenbetrieb der Kyburger lernte er kennen und schätzen und bekannte sich gemäss seinen eigenen Worten im Goldenen Buch als aufrichtiger und treuer Gesinnungsfreund zu den Kyburgern. 1951 heiratete er Margot Scotoni und durfte sich an den beiden Töchtern Gloria und Isabel und den Enkelkindern erfreuen. Mit den Jahrgängern 1926 (Schmacht, Dada, Gis, Melk, Strom, …) verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Alle Jahre trafen sie sich mit Ehefrauen zu einer Reise an verschiedenste Orte der Schweiz und wie berichtet wird, sollen auf diesen Reisen fröhliche Feste gefeiert worden sein. Die grosszügige Gastfreundschaft von Chäfer und seiner Gattin durften Terza, Früntli und Junker als Aktive auf einer Reise durch Deutschland 1974 auch erfahren. Aus einer von AH Schneider v/o Leo eingefädelten Kurzvisite wurde nach einer Besichtigung der Opel-Werke mit anschliessendem Mittagessen ein Aufenthalt im schönen Heim von Chäfer mit gemeinsamen Ausflügen zur Kaiserpfalz in Gelnhausen. Auch wenn Chäfer in späteren Jahren eher seltener an Anlässen anzutreffen war, so war die Freude, ihm wieder zu begegnen jedes Mal gross und er wird sicherlich als Empathie ausstrahlender, warmherziger Couleurbruder in allerbester Erinnerung bleiben. RIP!