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Ganztägig
Der SEVAL Kongress 2022 findet vom 1.-2. September in Fribourg statt.
Thema: Von der Bewertung zur Methode… und zurück
Quantitativen Methoden und Methoden-Mix bei der Beurteilung des Evaluationsgegenstandes
Der SEVAL-Kongress 2022 will den Zusammenhang zwischen der Beurteilung des Evaluationsgegenstandes und der Anwendung quantitativer Methoden oder gemischter Methoden vertiefen. Es besteht eine Triangulation zwischen der vorzunehmenden Beurteilung, den in Frage kommenden Methoden und der verfügbaren Information (die meist quantitative als auch qualitative Daten umfasst). Die Wahl der Beurteilungsmethode hängt von Modalitäten der Beurteilung ab (also dem Gegenstand, Kriterien, Massnahmen usw.). Anschließend können die Methoden verglichen werden, um die geeignetsten Methoden auszuwählen.
Dabei stellt sich natürlich auch die Frage nach den verfügbaren Informationen. Es ist also die Abstimmung zwischen diesen drei Aspekten – Beurteilung, Methoden, Informationen –, die die Art und Weise der Beurteilung bestimmt. Bestimmte Methoden ermöglichen es, Effekte zu messen und Evidenzen aufzuzeigen, auf denen die Bewertung beruht. Ist die Methode einmal angewendet, geht es darum, zur Beurteilung des Bewertungsobjekts zurückzukehren.
In diesem Zusammenhang stellen sich unter anderem folgende Fragen: Auf welche Weise gelangt man zu einer Beurteilung? Welche unterschiedlichen Konzepte und Methoden gibt es, um zur Beurteilung des Evaluationsgegenstandes zu gelangen? Welche Rolle spielen (oder könnten) quantitative oder gemischte Methoden, um zu evidenzbasierten Beurteilungen zu gelangen? Was sind die Grundlagen und Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige quantitative oder gemischte Analyse? Wie kann man alternative Informationsquellen (oft unter dem Begriff Big Data zusammengefasst) einbeziehen?
Hauptreferenten sind:
Dr. Daniela Schröter über Wege zur Bewertung.
Frau Schröter ist Professor of Public Administration an der Western Michigan University. Nach Abschluss ihres Ph.D.s in ‚Interdisciplinary Evaluation’ hat sie mehrere Jahre Berufserfahrung im Evaluationsmanagement und -consulting gesammelt. Ihr Evaluationsportolio umfasst unter anderem Evaluierungen für die US-Departments of Education and Agriculture, CDC, und nationale Wissenschats- und Forschungsorganisationen in Luxemburg, Russland, der Schweiz und natürlich auch der USA. Sie wurde mit mehreren Awards ausgezeichnet, unter anderem durch die American Evaluation Association.
Dr. Udo Kelle über den Methodenstreit in den Sozialwissenschaften und die Evaluationsforschung.
Herr Kelle ist derzeit Vorsitzender des Vorstands der DeGeval (Gesellschaft für Evaluation eV). Gegenwärtig hat er die Professur für Methoden empirischer Sozialforschung und Statistik an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg inne – sein beruflicher Werdegang hat ihn davor nach Bremen, Vechta und Marburg und als Gastwissenschaftler an verschiedene europäische Universitäten (u.a. Wien, Surrey und Oslo) geführt, wo er Forschungsmethoden für Doktoranden unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Fächer gelehrt hat. Er betreibt Methodenforschung und Methodenentwicklung für die sozialwissenschaftliche Grundlagen-, Anwendungs- und Evaluationsforschung. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei die Integration qualitativer und quantitativer Verfahren mit dem Ziel einer Verbesserung der Qualität und Validität von Daten, Methoden und ihren Ergebnissen.
Dr. Diego Kuonen zur Sinnhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Big Data und alternativen Datenquellen in der Evaluation.
Herr Kuonen (CStat PStat) ist CEO und CAO vom Schweizer Beratungsunternehmen Statoo Consulting, welches er 2001 gründete. Seit einigen Jahren ist er auch Professor für Data Science an der Universität Genf, wo er den Master of Science in Business Analytics aufgebaut hat. Derzeit berät er u.a. als «Principal Scientific and Strategic Data Innovation and Data Science Advisor and Consultant» die Direktion und die Geschäftsleitung des Schweizer Bundesamts für Statistik (BFS) in Neuenburg, Schweiz, und führt auf Bundesebene die «Data Literacy Schweiz» Kampagne mit an.
Methodenateliers
Am Vortag treffen sich die Arbeitsgruppen der SEVAL zu einem internen Austausch, aber auch als Mitgestalter der Methodenateliers. Die Methodenateliers sollen Evaluatorinnen und Evaluatoren einen Austausch und eine auch konstruktivkritische Diskussion ihrer Methoden und Forschungstechniken erlauben. Bei Interesse, ein Methodenatelier zu organisieren und für mehr Informationen dazu, nehmen Sie bitte bis am 15. April 2022 Kontakt mit dem Organisationskomitee auf:
Das detaillierte Programm sowie das Anmeldeformular werden voraussichtlich bis Mai hier aufgeschaltet.