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In der Schweiz wird der private Wirtschaftssektor als korruptester angesehen, noch vor den Medien und den politischen Parteien. Diese Ansicht vertrat eine Mehrheit der Schweizer Befragten in der weltweiten Meinungsumfrage zum Korruptionsbarometer 2009.
In dem Bereich deckt sich das Schweizer Ergebnis mit den Resultaten der Gesamtumfrage für das Barometer von Transparency International (TI). Das TI-Barometer basiert auf einer Umfrage von Gallup International, wofür in 69 Ländern 73'132 Personen interviewt wurden. In der Schweiz führte Isopublic die Umfrage bei 1005 Personen von Mitte November bis anfangs Dezember 2008 durch.
Die Umfrage umfasst Fragen zur wahrgenommenen Korruption oder zur Effizienz von Korruptionsbekämpfungs-Massnahmen seitens der Regierung. Dabei schneiden die Bemühungen des Bundesrates im Vergleich zu anderen Landesregierungen positiv ab.
Eine Mehrheit der Befragten in der Schweiz will aber nicht mehr Geld für Produkte ausgeben, die von "korruptionsfreien" Unternehmen stammen. Dagegen sind mehr als die Hälfte der weltweit Befragten bereit, für solche Produkte mehr zu bezahlen.
Bei den Schweizer Ergebnissen fällt weiter auf, dass die Parteien als weniger korrupt eingeschätzt werden als in EU-Ländern wie Italien, Griechenland oder Österreich. Dafür beurteilen die Schweizer Befragten ihre Medien als korrupter als die Befragten in den EU-Ländern.
swissinfo.ch und Agenturen