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Jugendkirche St. Wolfgang
Innenraum (Schiff gegen Altar)
Jugendkirche St. Wolfgang
Innenraum (Schiff gegen Empore)
Jugendkirche St. Wolfgang
Adresse
8840 Einsiedeln
SZ
Architektur
Die Jugendkirche in Einsiedeln gehört zu den letzten Steinbauten in Joseph Steiners umfangreichen sakralen Werk. Hierbei gewann die Gestaltung des Kirchturms zunehmend an Bedeutung und gipfelte bei diesem durch das Sandsteinquadermauerwerk geprägte Spätwerk in der zum Kirchenschiff abgedrehten Firstrichtung.
Chronologie
Die Jugendkirche St. Wolfgang wurde in den Jahren 1946 bis 1949 vom Schwyzer Architekten Joseph Steiner erbaut. Im Jahr 2015 wurde der Innenraum der Kirche neugestaltet. Ursprünglich diente die Einsiedler Jugendkirche als Ersatz für die zu klein gewordene Kapelle im Alten Schulhaus, heute wird sie für Jugend- und Pfarrgottesdienste sowie für Sterbegebete genutzt.
Lage
Die Jugendkirche liegt knapp einhundert Meter nordwestlich des Klosters Einsiedeln. Auf der Nord- und Westseite des Baukomplexes führen die Eisenbahn- und die Benzigerstrasse vorbei. Die Jugendkirche ist der Parzelle und des Kontexts entsprechend nord-süd-orientiert und wird von Nordwesten erschlossen. Der Vorplatz ist mit einer zweiflügligen Kolonnade gefasst, welche die Strasse abschirmt. Der Kirchenturm ist an der Südfassade situiert.
Beschreibung
Die Jugendkirche wurde mit einem virtuos gefügten Sandsteinquadermauerwerk errichtet. Der gedrungene Sakralbau und insbesondere der auf einem rechteckigen Grundriss gründende Turm erscheinen sehr massiv. Der Saal und der eingezogene Chor, der Sakristeiannex und der Turm sind je mit einem eigenen Satteldach gedeckt, wobei die Firste von Turm und Sakristei quer zum Schiff angeordnet sind. Die Schauseite zeigt ein um drei Stufen erhöhtes, dreiteiliges Portal, flankiert von Okuli. Über der Portalfassung ist ein halbrundes Wandgemälde mit dem Titel «Jesus, der göttliche Kinderfreund» von Eugen Roth aufgebracht. Vier kleine Fensterluken richten sich gegen den Dachraum. Die Seitenfassaden sind mit jeweils sieben hochformatigen Rechteckfenstern versehen. Zusätzlich gibt es in der Ostfassade zwei Eingänge. Die Chorflanken folgen dem Lichtkonzept des Schiffs. Die freistehenden Ecken des Turms sind verstärkt und unterstreichen dessen wuchtigen Charakter. In Erdgeschoss des Turms sind zwei vergitterte Fenster angeordnet, die Schallarkaden treten in zwei Geschosshöhen zum Vorschein und sind mit Rundbogenfenstern versehen. Dazwischen liegt ein repräsentativer Raum, der von überhohen Fenstern belichtet wird.
Die Kirche wird über einen Vorraum erschlossen, über dem eine Orgelempore angeordnet ist. Der von bunten Glasfenstern erhellte Raum ist mit einer flachen Kassettendecke geschlossen. Altar, Ambo und Taufbecken sind als massive Steinquader in den erhöhten Chorbereich gestellt. Der Chorschluss ist mit dem barocken Hochaltarblatt «Maria Himmelfahrt» von Franz Carl Stauder aus dem ausgehenden 17. Jahrhunderts geschmückt.
Literatur