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Seewerkalk
ca. 90 Mio Jahre
In grosser Entfernung vom Land lagerten sich in der Tiefe des offenen Meeres unter ruhigen Bedingungen kleine Meeresorganismen (planktonische Algen und Foraminiferen) sowie Kalkschlamm ab. Aus diesen Ablagerungen entstanden die Seewerschichten, eine Wechsellagerung von hellgrauem feinkörnigem Kalk, durchzogen von dunklen, wellig verlaufenden Tonhäuten und tonreichen Mergellagen. Die Seewerschichten finden sich im Habergschwänd bei Filzbach, im Silberengebiet, am Wiggis und am Rautispitz. Auf der Rautialp erscheint im unteren Teil des Seewerkalks eine markante rote Bank, die eisen- und manganhaltig ist. Ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurden aus Seewerkalk Brunnenbecken und Treppenstufen gehauen.
Bildlegende: Nicht fertig verarbeiteter Brunnentrog aus typisch feinkörnigem Seewerkalk mit welligen Strukturen und schmalen tonhaltigen Adern.