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Scott Stornetta, einer der Erfinder von Blockchain, spricht über den Ursprung des Namens “Satoshi Nakamoto” und erklärt, dass er dieser nicht sei.
Das ursprüngliche Bitcoin (BTC)-Whitepaper verweist auf acht Werke. Eines davon ist ein allgemeines Buch über Wahrscheinlichkeit, die anderen sind grundlegend für den Kryptowährungsraum. Drei dieser Werke wurden von Stornetta mitverfasst. Im Jahr 1991 erschienen ein Dokument mit dem Titel “Wie man ein digitales Dokument mit einem Zeitstempel versieht”. Darin schlug Stornetta und sein langjähriger Partner Stuart Haber ein dezentralisiertes System vor, mit dem man bescheinigen könnte, wann eine Datei erstellt oder geändert wurde:
“Wir schlagen vor, rechentechnisch praktikable Verfahren für digitale Zeitstempel bei solchen Dokumenten zu verwenden, so dass Benutzer ihre Dokumente weder zurück- noch vordatieren können.”
Viele Pronzipien, die in diesem und den nachfolgenden Dokumenten vorgeschlagen wurden, wurden später von Satoshi Nakamoto verwendet. Lange vor Bitcoin haben Huber und Stornetta jedoch schon mit ihrem eigenen Blockchain-Netzwerk begonnen. Dieses gilt als das erste seiner Art und läuft bis heute weiter.
“Satoshi Nakamoto”
Als neuer Anhänger der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ging Stornetta als Missionar nach Japan. Dabei lernte er, fließend Japanisch zu sprechen, und konnte sich später eine Stelle als Patentübersetzer verschaffen.
Stornetta sprach über mögliche Interpretationen des Namens “Satoshi Nakamoto”. Er erklärte dazu:
“Sie können ein ganzes Wörterbuch kaufen, in dem es nur um einen japanischen Namen geht. Und so könnte es für Satoshi 20 verschiedene Kanji-Zeichen geben. Aber ich glaube, dass ‘satoru’ ein japanisches Wort für ‘wissen’ oder ‘weise sein’ ist.”
Der Nachname “Nakamoto” ist ein sehr gängiger japanischer Name, wie etwa “Smith oder Johnson”. Wenn man den Namen jedoch in Kanji-Zeichen schreibt, wäre eine mögliche Interpretation die folgende:
“‘Naka’ bedeutet ‘das Zentrum von’ und ‘moto’ ist ‘der Ursprung von'”.
Ähnliche Interpretationen führten zu Spekulationen, dass Bitcoin vom US-Geheimdienst CIA geschaffen wurde.
Stornetta: Nicht Satoshi
Seine Arbeit und seine Japanischkenntnise machen Stornetta zu einem perfekten Satoshi-Kandidaten. Aber er hat das stets klar verneint. Er legte auch ideologische Argumente vor, warum er nicht Satoshi sei:
“Und so richteten wir einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit darauf, die Integrität der Aufzeichnungen im Laufe der Zeit ständig erneuern zu können. So sollen die Aufzeichnungen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern. Wir werden auch quantenresistentes Computing und derartige Dinge überleben. Und daran hat Satoshi überhaupt nicht gedacht.”
Er kenne die Identität von Satoshi Nakamoto zwar nicht, schloss aber Craig Wright aus:
“Ich sage es mal so: Ich glaube nicht, dass es Craig Wright ist.”
Stornetta glaubt, dass wir versuchen sollten, Satoshis Vision für Bitcoin zu verstehen, um zu erfahren, wie wir vorankommen können. Er ist auch der Meinung, dass Bitcoin eher Kunst als Wissenschaft sei:
“Ich gehöre zu denjenigen, die glauben, dass Bitcoin sicherlich ein Geniestreich war. Aber er ist eher ein Kunstwerk, ein Entwicklerkunstwerk, das eine Reihe von Möglichkeiten eröffnet. Aber er ist keineswegs die endgültige oder beste Lösung, die entwickelt werden kann.”
Stornetta mag zwar nicht Satoshi Nakamoto sein, aber seine Arbeit für Bitcoin und den gesamten Kryptowährungsbereich war durchaus grundlegend.