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Spätestens 1684, als Alessandro Scarlatti zum Hofkapellmeister in Neapel berufen wurde, schlug die Stunde Neapels als Weltstadt der Musik. Die neapolitanische Oper strahlte in alle Welt aus: Ihr vielleicht wichtigster Vertreter, Domenico Cimarosa, wurde sogar an den Zarenhof in St. Petersburg sowie als Hofkomponist nach Wien eingeladen, und die erste Notenausgabe der berühmten Concerti grossi von Alessandro Scarlatti wurde in London gestochen. Umgekehrt reisten berühmte deutsche Musiker – Georg Friedrich Händel, Johann Joachim Quantz oder Johann Adolph Hasse – nach Neapel, um dort die Kunst des Komponierens aus erster Hand zu lernen. Eine ebenso intensive musikalische Verbindung gab es zwischen Neapel und Spanien, wo Alessandros Sohn Domenico Scarlatti bis zu seinem Tod am Königshof wirkte. Von solchen Einflüssen zeugt selbst noch im 20. Jahrhundert das berühmte «Concierto de Aranjuez».
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