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Eine Hypothek ist ein beschränktes dingliches Recht, das auf einem Grundstück lastet und dazu dient, eine Geldforderung zu sichern. Wird die pfandgesicherte Schuld nicht vertragsgemäss bezahlt, hat der Gläubiger (in der Regel eine Bank) das Recht, die Verwertung des Grundstücks zu verlangen. Der Verkaufserlös dient der Tilgung der Forderung bzw. der Befriedigung des Pfandgläubigers. Die Hypothek muss zu ihrer Gültigkeit im Grundbuch eingetragen sein. Schuldner und Grundstückseigentümer müssen aber nicht zwingend dieselbe Person sein.
Weil die Hypothek eng mit dem Grundstück verbunden ist, wirkt sich dies auch auf die Erbschaft aus: Wenn ein Grundstückeigentümer verstirbt, wird das Grundstück als Teil seines Nachlasses auf der Aktivseite inventarisiert. Auf der Passivseite steht dann die Hypothek. Bis zur Erbteilung haben alle Erben gemeinsam Eigentum am gesamten Nachlass, einschliesslich des Grundstücks mit der Hypothek. Sie haften solidarisch für Schulden des Erblassers und mit dem Grundstück für die gesicherte Forderung.
Auch nach der Erbteilung bleibt die Hypothek mit dem Grundstück verbunden. Das heisst, sie fällt denjenigen Erben zu, die das Grundstück erhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen, namentlich wenn die gesicherte Forderung untergegangen ist, kann die Löschung des Grundbucheintrags über die Grundpfandverschreibung verlangt werden. Dann ist das Grundstück von der Hypothek befreit.