Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/1519

Herumtragen, Füttern, Nuggi – ein Schreibaby lässt sich einfach nicht beruhigen. Das Baby schreit immer weiter. Manchmal führt das sogar dazu, dass das Kind einen Wutkrampf – auch Affektkrampf genannt – bekommt und bewusstlos wird. Fast jedes zehnte Kind schreit übermässig viel. Ob Ihr Kind tatsächlich ein Schreibaby ist, können Sie mithilfe der Dreierregel feststellen. Weint Ihr Kind täglich mehr als drei Stunden an mehr als drei Tagen in der Woche und das über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen? Falls ja, dürfte Ihr Säugling ein Schreibaby sein.
Ein betroffenes Baby schreit beim Stillen, im Schlaf und nach dem Wickeln. Es ist für die Eltern eine starke Belastung, wenn sie wirklich alles versuchen, um es zu beruhigen, aber nichts hilft. Dann kommen mitunter Fragen auf wie: Mag das Kind seine Eltern nicht? Hat es Schmerzen, deren Ursache unerkannt ist? Hat man etwas übersehen, was das Kind gerade erregt? Es ist verständlich, dass Sie sich als betroffene und verzweifelte Eltern in so einem Fall hilflos, vielleicht gar inkompetent oder zurückgewiesen fühlen. Auch Schuldgefühle, weil Ihr Kind leiden muss, können auftreten. Sind Sie dann noch übermüdet, weil das Kind Sie auch nachts auf Trab hält, kommen Sie schnell an Ihre Grenzen. Vielleicht verspüren Sie gelegentlich sogar Aggressionen gegenüber dem schreienden Baby – ein deutliches Zeichen dafür, dass Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen.