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Microsoft 29.03.2021, 13:29 Uhr
Neuerungen in Visual Basic 16.9
Die aktuelle Hauptversion von Visual Basic heisst 16.0, deren Erweiterung 16.9 bringt jetzt einige wenige neue Features mit.
Microsoft entwickelt Visual Basic inzwischen kaum mehr weiter. Die meisten neuen Projekte, insbesondere die Multi-Plattform-Projekte erfordern C# oder F# als Programmiersprache. Dennoch ist Visual Basic .NET noch so weit verbreitet und in derart vielen Projekten im Einsatz, dass es im März-Ranking des 50 Programmiersprachen umfassenden Rankings von Tiobe immer noch auf dem sechsten Platz steht, direkt hinter C, Java, Python, C++ und C#. Schon allein deshalb kommt Microsoft nicht umhin Visual Basic immer wieder mal an die Erfordernisse der aktuellsten .NET-Versionen anzupassen. Das ist nun auch mit Visual Basic 16.9 geschehen.
Das erste neue Visual-Basic-Feature ist die Unterstützung von Default-Interface-Methoden. Dieses C#-8-Feature erlaubt es, neue Methoden zu Interfaces mit einer Implementierung hinzuzufügen. Effektiv verhält sich das Interface-Schlüsselwort dadurch eher wie eine abstrakte Klasse als ein abstraktes Interface. Visual Basic kann derzeit keine neuen Default-Interface-Methoden erstellen, aber es kann sie konsumieren. Dank dieser Änderung unterstützt Visual Basic Interoperabilitätsszenarien mit .NET-5-Bibliotheken. Neu ist auch die Unterstützung für Source-Generatoren. Dieses Feature soll Entwicklern erlauben Anwendercode zu inspizieren und neue C#-Quelldateien zu generieren, die zu einer Kompilierung hinzugefügt werden können.
Ein weiteres Feature von VB 16.9 ist einfach als «enables consumption of init-only properties» dokumentiert. Auch hier liegt der Fokus auf Interoperabilität.
Autor(in) Bernhard Lauer