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Nach Musikstudien in Basel und Zürich gewann der Pianist George Gruntz erste Preisean den Zürcher Jazzfestivals von 1954, 1955 und 1957. Er debütierte 1958 als Pianist in der International Youth Band des Newport Festivals, wo er auch Louis Armstrong begleitete. Das machte ihn auf einen Schlag berühmt und brachte ihm Anfang der 60er viele Engagements amerikanischer Jazzmusiker, die er auf deren Europatouren begleitete.1970 wurde er als musikalischer Leiter an das Zürcher Schauspielhaus berufen. Dort blieb er bis 1984. In der Zwischenzeit schallte sein Ruf auch in Berlin und George Gruntz wurde zum künstlerischen Leiter der Berliner Jazz Tage ernannt. In den 23 Jahren, in denen er diese Aufgabe mit Herzblut erfüllte, prägte und förderte er die dortige Jazzszene und machte das Festival weltweit bekannt. Dazwischen beauftragte ihn die Opéra Paris mit der Komposition einer ersten Jazzoper, er gründete die Piano Conclave, übernahm 1977 die Moderation der TV-Musikserie «All You Need Is Love» und gründete schliesslich 1972 die legendäre George Gruntz-Concert Jazz Band, eine reine Solisten-Formation–ein Who’s Who des zeitgenössischen Jazz. Mit dieser Band ging er mehrere Jahre hintereinander auf Europa-Tournee, spielte 1984 das erste Mal in den USA und nach und nach auf allen Kontinenten. George Gruntz hat weit über 30 Tonträger aufgenommen.