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Gerade erst letzte Woche hat Microsoft-Chef Steve Ballmer an einem Event in London ein weiteres Mal bekräftigt, dass Linux Patente von Microsoft verletze, und schon haben die beiden Linux-Distis Red Hat und Novell eine Klage am Hals.
Die bei einem Gericht in Texas eingereichte Klage stammt allerdings nicht von Microsoft, sondern von einer auf das Eintreiben von Patentgebühren spezialisierten Firma namens "IP Innovation LLC and Technology Licensing Corporation". Das Unternehmen wirft Red Hat und Novell vor, als Vertreiber von Linux mehrere Patente zu verletzen, die sich im Besitz der Firma befinden. Gemäss 'The Register' wurden diese Patente anscheinend ursprünglich Xerox zugesprochen.
Fast selbstverständlich ist es, dass in der Linux-Gemeinde schnell die Theorie entstand, dass Microsoft im Hintergrund die Finger im Spiel habe. Das ist aber zu bezweifeln, da auch Novell eingeklagt wurde. Microsoft bemüht sich gegenwärtig intensiv darum Linux-Distributoren dazu bringen, Lizenzdeals in irgendeiner Form zuzustimmen, sogar wenn Microsoft dabei wie im Fall von Novell noch draufzahlen muss. Da wäre es äusserst ungeschickt, wenn der Softwareriese hinterrücks Aktionen unterstützt, welche den durch einen Deal mit Microsoft erhofften und erhandelten Schutz vor Klagen in Frage stellen.
Auch Ballmer erklärte letzte Woche ausdrücklich, dass User von Red Hat – wo man sich weiterhin gegen einen Handel mit Microsoft stemmt – Microsoft-Patente verletzen und die Redmonder irgendwann dafür würden "entschädigen" müssen. User von Novell erwähnte er dagegen nicht. (hjm)