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Ordnerverwaltung für Sozialpsychologie: Individum VL 1-4
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Ethische Fragen zum Experiment
Probanden vorab informieren? (eig. "ethisch" richtig, aber verfälscht oft Ergebnisse) -> Probanden asap informieren
Einwilligung & Rechte der Probanden beachten -> Schutz von Vertraulichen Infos/Daten
Täuschung nur wenn notwendig
NICHT forschen auch unethisch (keine Verbesserung möglich)
Das Experiment - Bestandteile
Bestandteile / Fachbegriffe
UV + AV + ggf. Mediator Variable
Randomisierung
Interne und externe Validität
Achtung: correlation =/= causation
Beobachtungen, Korrelationsstudien & Befragungen als weitere mögliche Methoden
Meditorvariable - Fakten
Beantwortet die frage warum ist es so?
Vermittelt die Wirkung der UV auf die AV. Zählt zu Kovariablen. Ohne Mediatorvariable, Zusammenhang zw. UV & AV aufgehoben. Bsp: Messung: Einfluss der Dauer von Pausen (x) auf Lernerfolg (y) Ergebnis : VP mit längeren Pausen = größeren Lernfortschritt, als kürzeren Pausen. Vermittelt wird Effekt jedoch darüber, dass die längeren Pausen sinnvoll genutzt wurden zum Rekapitulieren des Stoffes.
mögliche moderatorvariablen : kompetenz o. kollegialität ? teamfähigkeit der bewerber besser oder anders eingeschätzt? oder hat arbeitgeber schlechte vorerfahrung gemacht ?
Mediatorvariable - Vorgehen
Es müssen 3 Regressionen gerechnet werden (direkte Pfade):
Varianz des Mediators muss signifikant durch die UV erklärt werden können.
Varianz der AV muss signifikant durch die UV erklärt werden können.
Mediatorvariable muss signifikanter Prädiktor für AV zusammen mit UV bleiben (multiple Regression).
Außerdem muss der indirekte Pfad signifikant sein:
Die UV präzidiert über den Mediator die AV.
Soziale Wahrnehmung
Bei der sozialen Wahrnehmung kommen implizite Persönlichkeitstheorien zum Einsatz
Kausalattribution
Soz. Wahrnehmung : Prozesse der Sammlung und Interpretation von Informationen über eine Person - Zentrale Persönlichkeitsmerkmale
implizite Persönlichkeitsth.: eigene Vorstellungen, welche Eigenschaften zusammenhängen. (Person hat Eigenschaft x -> man glaubt sie muss auch Eigenschaft y haben) Bsp. Eine Person ist schüchtern -> man erwartet, dass sie auch bescheiden ist.
Kausalattributionen = Erklärung warum eine Person so handelt, wie sie handelt. (sind im Alltag dann wichtig, wenn das Handeln von der Norm abweicht)
Wie nehmen wir andere Menschen wahr? Und attribuieren Eigenschaften (schreiben ihnen Eigenschaften zu?)
Attributionstheorie
Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerun: bei mehreren Handlungsoptionen Unterschiede als Erklärung
Kovarianz Theorie: Bedingung als Ursache angesehen, die mit dem Verhalten kovariiert (auftritt wenn es auftritt und umgekehrt) Die Bedingung kann dabei die handelnde Person, das Handlungsobjekt (ggf. auch eine Pers.) oder die Situation sein
Wie entstehen Attributionsfehler?
Korrespondenz Verzerrung: Menschen tendieren dazu die Person als Hauptursache für das Verhalten zu sehen und vernachlässigen dabei Aspekte wie die Situation. (Kann verhindert werden durch Fokus auf die Situation, ist in kollektivistischen Kulturen und bei Kindern weniger stark)
Falscher-Konsens-Verzerrung = (aka. Mangelnde Perspektivübernahme) Man geht davon aus, dass andere die Eigenen Werte und Ziele teilen
Actor-observor-difference = Tendenz das eigene Verhalten mit der Situation zu erklären und das anderer mit deren Person (Charakter)
selbstwertdienliche Attributionsverzerrung: selbstwertsteigernde Attributionsverzerrung & selbstwertschützende Attributionsverzerrung (Erfolg auf stabile innere Gründe attribuieren, Misserfolg auf situative äußere)
Beispiele Attributionsfeher :
Castro Experiment
Actor observer difference Experiment
Castro Experiment: VP schreiben Argumentation über Castro mit der Vorgabe pro Castro oder gegen Castro. Textanalyse: Beurteilung: Autor positive/negative Einstellung zu Castro hat. Obwohl bekannt war, dass die Meinung vorgegeben war schrieben Probanden den Autoren der pro Castro Texte eine positive Einstellung gegenüber Castro zu. (Korrespondenzverzerrung)
Actor observer difference Experiment:2 VP diskutieren, 2 weitere Beobachten jeweils einen der diskutierenden. Anschließen sehen alle ein Video von einen der Diskutierenden. (Kontrollgruppe kein Video)
Ergebnis:Kontrollgruppe erwarteten actor observer difference, : Beobachter schreiben Verlauf der Diskussion den Handelnden zu und die Diskutierenden der Situation (=andere Diskutierende/Gegenüber).In Videowiederholung sehen VP nun die selbe Perspektive - verstärkt sich dieser Effekt. Sehen sie nun aber die Gegenteilige Perspektive so dreht sich auch der Effekt um und die Beobachter schreiben den Verlauf vermehrt den anderen Diskutierenden (der Situation) zu und die Diskutierenden die sich nun selbst sehen sich selbst statt der Situation. Die Perspektive ist entscheidend (actor observer difference)