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Leichter Anstieg der Ölpreise04.12.2014
Am Donnerstagmorgen haben sich die Ölpreise weiterhin stabil gezeigt. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70.27 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 48 Cent auf 67.86 US-Dollar.
Seit Sommer haben die Ölpreise 40 Prozent eingebüsst. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete zwischenzeitlich weniger als 70 US-Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor fünf Jahren. Grund dafür ist das hohe Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt. Einen grossen Anteil zum Zuwachs leistete die steigende Schieferölförderung in den USA.
Saudi-Arabien, der grösste Ölproduzent der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) geht davon aus, dass die Ölpreise um weitere zehn Dollar pro Fass auf etwa 60 US-Dollar fallen wird. Auf diesem Niveau würden sich die Ölpreise dann stabilisieren, wie das „Wall Street Journal" Insider zitiert. Saudi-Arabien und andere Produzenten am Persischen Golf könnten mit einem solchen Preis noch leben. Wenn die Ölpreise jedoch unter 60 Dollar fallen, kann sich die Situation schnell ändern.
An der Sitzung der OPEC von letzter Woche wurde entschieden, dass die täglichen Fördermengen auf dem gleichen Stand bleiben. Die arabischen Staaten, insbesondere Saudi-Arabien, fällten diesen Entscheid in der Mehrheit. Die OPEC-Mitglieder Venezuela und Iran versuchten eine Produktionskürzung durchzusetzen, um das Angebot zu verringern und damit den Preis zu erhöhen. Die beiden Staaten sind bereits stark unter Druck geraten aufgrund der niedrigen Ölpreise.
Analysten vermuten hinter dem Entscheid einen Preiskampf und die Verteidigung der Marktanteile gegenüber den US-Produzenten. Wenn der Ölpreis sich weiter verbilligt, wird die Förderung von Schieferöl unrentabel. Zumindest kleinere Produzenten könnten davon bald betroffen sein.
Die gestern von der US-Regierung veröffentlichten Lagerbestandsdaten verzeichneten den ersten Rückgang seit einiger Zeit. Die Ölreserven gingen um 3.7 Millionen Fass zurück. Grund dafür sind vor allem geringere Importe.
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Stand: 04.12.2014, nächstes Update: 05.12.2014
Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.
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