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Nichtionisierende Strahlung (NIS) ist in unserem Alltag allgegenwärtig. NIS stammt von Mobilfunkantennen und -telefonen, Rundfunksendern, drahtlosen Computernetzwerken (WLAN) und anderen Funkanwendungen, aber auch von Strom- und Fahrleitungen sowie von elektrischen Haushaltsgeräten. Sie ist zeitlich, räumlich sowie in ihrer Zusammensetzung sehr variabel. Die Belastung, der Menschen durch NIS ausgesetzt sind, bezeichnet man als NIS-Exposition. Um die NIS-Exposition für eine Person (oder für einen Ort an dem sich Menschen aufhalten) zu erfassen benötigt man Informationen über die Stärke aller elektromagnetischen Felder, die auf diese Person einwirken (oder den Ort an dem sich diese Person aufhält).
Nichtionisierende Strahlung (NIS) ist in unserem Alltag allgegenwärtig:
- Fahrleitungen von Eisenbahnen, Anlagen zur Elektrizitätsversorgung oder strombetriebene Geräte im Haushalt erzeugen niederfrequente elektrische und magnetische Felder.
- Fernseh- und Radiosender, Mobilfunkantennen, Mobiltelefone, Radaranlagen oder Mikrowellenöfen erzeugen hochfrequente Strahlung.
Die von solchen NIS-Quellen abgestrahlten elektromagnetischen Felder bezeichnet man als NIS-Emission und die auf einen Ort einwirkenden als NIS-Immission (siehe Abbildung 1). Die Belastung, der Menschen durch NIS ausgesetzt sind, bezeichnet man als NIS-Exposition. Bei ortsbezogenen Messungen wird NIS-Exposition häufig mit der «NIS-Immission an Orten, wo sich Personen aufhalten» gleichgesetzt. Umgangssprachlich kann man statt von NIS-Exposition auch von Elektrosmog-Belastung sprechen.
Im Alltag sind Menschen nichtionisierender Strahlung aus verschiedensten Quellen ausgesetzt. Je nachdem wann und wie lange sich Personen an bestimmten Orten aufhalten und welche NIS-Quellen während ihrer Aufenthaltsdauer auf sie einwirken, kann die individuelle Belastung sehr unterschiedlich ausfallen. Verwenden sie dabei noch ihr Mobiltelefon oder ihre Smartwatch, können sie für andere Personen in ihrer Umgebung sogar zu mobilen NIS-Quellen werden.
Zudem unterscheiden sich NIS-Immissionen nicht nur in ihrer zeitlichen und räumlichen Ausprägung, sondern auch in ihrer Frequenz, in ihrer Intensität und ihrer Signalform. Zusammengenommen ergibt sich in der Umwelt ein Immissionsmuster, das sich aus vielen Einzelbeiträgen unterschiedlicher Frequenzen und Signalformen zusammensetzt und deren Intensität örtlich und zeitlich zum Teil stark schwankt.
Grundsätzlich können Messungen der NIS-Exposition entweder ortsbezogen (d.h. gültig für einzelne Orte und ihre unmittelbare Umgebung von wenigen Zentimetern) oder personenbezogen (d.h. für einzelne Person oder Personengruppen individuell) durchgeführt werden. Für jeden Frequenz- und Anwendungsbereich gibt es spezifische Messgeräte, die sich in Grösse, Form und Handhabung voneinander unterscheiden.
Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat in der Vergangenheit mehrere Studien in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit eines schweizweiten NIS-Monitorings abzuklären und ein entsprechendes Konzept für dessen Umsetzung zu erarbeiten. Diese Grundlagenarbeiten zeigten, dass ein gesamtschweizerisches NIS-Monitoring, das repräsentative Aussagen über die Exposition der Bevölkerung liefert, möglich ist. Die Erkenntnisse sind in das Konzept für das NIS-Expositionsmonitoring eingeflossen, das der Bundesrat Dezember 2015 verabschiedet hat.
Letzte Änderung 03.03.2023