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Die "Basler Versicherungs-Gesellschaft gegen Feuerschaden" erhielt am 2. Mai 1863 die kantonale Bewilligung der hohen Regierung des Kantons Basel-Stadt. 1864 wurde die Versicherungstätigkeit auf die Bereiche Leben und Transport erweitert. Die neuen Unternehmen wurden nach ihrem Zweck benannt; "Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft" und "Basler Transport-Versicherungs-Gesellschaft"
1864 erhielt die Basler Feuer eine Betriebsbewilligung im Grossherzogtum Baden, danach im Königreich Sachsen. Es folgten weitere Länder: Dänemark, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Italien und die Donaufürstentümer, das heutige Rumänien. 1869 wurde die "Basler Rückversicherungs-Gesellschaft", unter der Federführung der "Basler Transport-Versicherungs-Gesellschaft", ins Leben gerufen.
Die Basler Feuer wurde in Hamburg, Bremen, Konstantinopel, Alexandria, Smyrna, Yokohama, Mexiko, Buenos-Aires und Rio de Janeiro aktiv. 1874 gründete man eine Tochtergesellschaft in Österreich. 1962 wurde die Bâloise-Holding gegründet. Sie diente als Dach aller Ländergesellschaften und hat ihren Sitz in Basel. 1971 fusionierten die Basler-Gesellschaften von Feuer, Transport und Unfall zur "Basler Versicherungs-Gesellschaft". Die "Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft" blieb aus aufsichtsrechtlichen Gründen selbständige Tochtergesellschaft.
In den Achtzigern expandierte die Bâloise im europäischen Ausland, unter anderem 1983 mit der Gründung der Basler Versicherungs-Aktiengesellschaft in Österreich. 1985 wurde der Deutsche Ring Leben / Sach erworben, 1986 war die Bâloise Mehrheitsaktionärin der belgischen Mercator in Flandern. 1985 gründete man die Baloise Insurance Company of America, 1988 kaufte man die Providence Washington Insurance Company.
Die 90-er Jahre waren für die Bâloise bewegte Zeiten, mit Ausstiegen aus Italien, Frankreich und den USA. Die 1991 erworbene Rhein Rück wurde 1997 wieder verkauft. Der Verkauf von Spanien folgte 2001, und mit dem Verkauf der Mercator Bank im 2004 wurde die Bereinigung abgeschlossen.
Aufschlussreich sind die Geschäftsberichte, in welchen die Bâloise ab 1991 ihre bedeutenden Aktionäre aufführt: zwei Grossaktionäre hielten phasenweise und unabhängig voneinander über 40% - auf Grund der statutarischen Stimmrechtsbeschränkung wurden sie im Aktienregister mit je 2% Stimmen eingetragen. 2003 war der Übernahmeversuch abgewehrt, und der grösste Aktionär, ein Nominee, hielt noch 3.8% der Bâloise-Aktien.
Im Jahre 2000 kaufte die Bâloise die Solothurner Bank SoBa, heute Baloise Bank SoBa, und vollzog so den ersten Schritt auf dem Weg zum Geschäftsmodell des fokussierten Finanzdienstleisters. 2003 übernahm die Bâloise die deutsche Versicherungsgesellschaft Securitas und schloss sie mit der eigenen Niederlassung zur Basler Securitas zusammen.
In 2006 erwarb die Bâloise Luxembourg die Winterthur Europe Vie. In 2007 wurde die Osiguranje Zagreb erworben, in Serbien eine Greenfield-Operation gestartet. In Balzers erfolgte die Gründung der Baloise Life (Lichtenstein), welche sich auf innovative anlagegebundene Lebenprodukte spezialisierte. 2008 wurden alle deutschen Gesellschaften von Basler sowie Deutscher Ring Leben / Sach unter einheitliche Führung mit Sitz in Bad Homburg gestellt.
Mit dem Kauf der Avéro Benelux verschaffte sich die Bâloise 2010 den Eintritt im wallonischen Teil Belgiens. Die Basler Versicherungen und die Baloise Bank SoBa agieren gemeinsam als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Sie bieten integrierte Lösungen für Versicherung, Vorsorge und Vermögensbildung für Privatkunden sowie kleinere und mittlere Unternehmen an.
Die Basler Versicherungen und die Baloise Bank SoBa sind Teil der Baloise Group mit Sitz in Basel. Die Aktie der Baloise ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 8'900 Mitarbeitende. Die Basler Versicherung zählt rund 3'100 Mitarbeitende.
Quelle: www.baloise.ch