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Die Takotsubo Kardiomyopathie ist ein erstmals 1990 in Japan beschriebenes Krankheitsbild, welches ähnliche Symptome eines akuten Koronarsyndroms mit plötzlich eintretenden Thoraxschmerzen, EKG-Veränderungen und Herzenzymanstieg zeigt. In der Koronarangiographie zeigen sich pathognomonisch ein „apical ballooning“ sowie stenosefreie Koronararterien [siehe Film].
Es handelt es sich um ein in der akuten Phase bedrohliches Krankheitsbild, welches mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert ist. Nach überstandener Akutphase ist die Takotsubo Kardiomyopathie jedoch mit einer guten Prognose vergesellschaftet.Im Gegensatz zum akuten Herzinfarkt sind die typischen Wandbewegungsstörungen und die akut eingeschränkte linksventrikuläre Funktion innerhalb weniger Tagen oder Wochen reversibel. Bei diesem Erkrankungsbild sind hauptsächlich postmenopausale Frauen nach psychischer oder physischer Stressexposition betroffen. Bisher existieren in der Literatur nur einzelne Fallberichte oder kleinere Studien mit kaum mehr als hundert Patienten.
Die Koronarangiographie zeigt pathognomonisch ein „apical ballooning“.
Die Arbeitsgruppe der Takotsubo Kardiomyopathie leitet seit 2011 ein internationales Register, welches zum Ziel hat, das Krankheitsbild genauer zu charakterisieren und weitere Erkenntnisse über Prävalenz, Risikofaktoren, Therapie und Prognose zu untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Identifizierung krankheitsspezifischer Biomarker und Mechanismen, die zum Auftreten der Takotsubo Kardiomyopathie führen.
Projektleiter: PD Dr. med. Dr. rer. nat. Christian Templin
Weitere Informationen über das internationale Takotsubo Register (InterTAK Registry) sind unter www.takotsubo-registry.com zu finden. Gerne möchten wir weitere kardiovaskuläre Zentren und Krankenhäuser ermutigen, sich an diesem Register zu beteiligen.