Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03364.jsonl.gz/382

Um- und Anbau Bezirksgebäude Bülach
Der Platzbedarf des Bezirksgericht Bülach war schon seit geraumer Zeit grösser als im Altbau des Bezirksgebäudes zur Verfügung stand. Bürofläche wurde in umliegenden Liegenschaften dazu gemietet. Durch den Um- und Anbau des Bezirksgebäudes konnte der gestiegene Raumbedarf des Bezirksgerichts abgedeckt werden. Dabei musste die hohe denkmalpflegerische Qualität des bestehenden Bezirksgebäudes erhalten und der geplante Anbau an den Bestand har-monisch angegliedert werden. Es wurde eine gute Wirtschaftlichkeit angestrebt und die längerfristige Perspektive für die Nutzung des Areals in die Überlegungen mit einbezogen. Das bestehende Bezirksgebäude aus dem Jahre 1925 wies erheblichen Mängel bezüglich Haustechnik, Energie, Sicherheit und Brandschutz auf und wurde entsprechend saniert und auch strukturell im Bereich des alten Gefängnistraktes massiv umgebaut.
Da sich auf diesem Grundstück eine aufgefüllte Kiesgrube befindet, war dieses im Kataster belasteter Standorte aufgeführt. Der Standort wurde als belasteter Standort ohne schädliche oder lästige Einwirkungen bezeichnet. Vor den Bauarbeiten wurde durch den Geologen eine Technische Untersuchung erstellt und die Ausführungsarbeiten durch diesen begleitet. Die Altlasten wurden fachgerecht deponiert.
Im bestehenden Bezirksgebäude wurden die bestehenden Nebentreppenhäuser komplett abgebrochen um einer Liftanlage und einer grosszügigen Treppenanlage Platz zu machen. Im 1.Untergeschoss wurde der Zellentrakt grösstenteils abgebrochen und mit Stahlträgern abgefangen um Raum für Cafeteria und Bibliothek zu schaffen. Die Fassade in diesem Bereich wurde neu aufgebaut da die Fenster raumhoch vergrössert worden sind.
Beim Anbau handelt es sich um einen Massivbau mit einem Untergeschoss, einem Erdgeschoss und einem Obergeschoss. Im entstehenden Innenhof wurde eine Betonwanne erstellt, in welcher ein Seerosenteich mit Holzterrasse angelegt wurde. Der Neubau konnte mit einer Flachfundation fundiert und musste nur im Bereich der alten Kiesgrube mit Magerbetonriegeln tiefer fundiert werden.