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Peru, ein Land der extremen Gegensätze
Geographie
Peru, ein Land der extremen Gegensätze. Nur wenige Länder der Erde können sich an Vielfalt der abwechslungsreichen Landschaften mit Peru messen. Die Eisgiganten im längsten Gebirge der Erde, das grösste Gletscher und höchste Tropengebirge, der wildwuchernde Urwaldteppich im grössten Regenwald, eine Küstenwüste, die mit ihrer Trockenheit selbst die Sahara in den Schatten stellt und eine wundervolle, Jahrtausendalte Kultur wie Machu-Picchu. Nirgendwo liegen ewiges Eis, tropische Regenwälder und Wüste näher beieinander als in Peru.
Das Land lässt sich in drei Gebiete einteilen:
- die 2500 km lange Küstenwüste = 10%
- das Hochland, die Sierra = 30%
- der Amazonasurwald, hinter den Anden = 60%
Die enormen Landschaftsunterschiede widerspiegeln sich in der Bevölkerung und Kultur des Landes wieder. Jahrhundertelange Unterdrückung, Terrorismus, politische Miseren und Wirtschaftskrisen hinterliessen in Peru einen schlechten Ruf. Peru ist heute in 24 Departementos aufgeteilt und mit einer Fläche von 1,285 Mio. qkm das drittgrösste Land von Südamerika.
Seit 1821 ist Peru unabhängig.
Bevölkerung von Peru
Ethnische Aufteilung von Peru: 50 % Indianer; 33 % Mestizen; 12 % Weisse; 4 % Asiaten und 1 % Schwarze. Jährliche Bevölkerungszuwachsrate 2,7 %. Die Lebenserwartung beträgt für Männer 60 und für Frauen 63 Jahre.
Heute lebt über die Hälfte der Bevölkerung in der lebensfeindlichen und öden Küstenregion. Nur 10 % lebt im Amazonasgebiet. Offizielle Landessprache ist Spanisch was 60 % der Wohnbevölkerung versteht. 35 % reden Quechua und 4 % Aymara, nebst vielen Indianerdialekten im Dschungel.
Obschon Peru zu den armen Ländern gehört haben die Bewohner mit Ausnahme der Slums um Lima ausreichend und qualitativ hochwertige Ernährung. Reichtum kann auf verschiedene Arten deklariert werden, denn die Fröhlichkeit und Zufriedenheit eines Volkes hängt nicht vom Reichtum der Finanzen ab.
52 % des nationalen Einkommens liegt in den Händen von nur 10 % der Wohnbevölkerung. 60-70 % der arbeitsfähigen Bevölkerung sind arbeitslos oder unterbeschäftigt.
Die Männer sind heute noch Macho-Typen und die Mädchen werden so erzogen. Wenn eine Frau, die die Verantwortung für vier bis sechs Kinder hat, ausser Haus arbeiten muss, um die Familie durchzubringen, so hat der Mann in seiner Männlichkeit versagt. Meist verlässt er deswegen seine Familie. 30 % aller Mütter in Peru sind alleinstehend. Zwei Drittel der Peruaner lebt in Städten, ein Drittel allein in Lima.