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Eine Hernie ist eine Ausstülpung von Bauchorganen durch eine Lücke in der Bauchwand nach aussen.
Die Bauchwand ist eine wichtige Struktur, die den Bauchraum schützt und unterstützt. Für die Stabilität der Bauchdecke sind die Muskeln und bindegewebige Muskelhäute (Faszien) entscheidend. Sie schützen die Baucheingeweide vor Verletzungen und spielen eine Rolle beim Atmen, beim Stuhlgang und bei verschiedenen Körperbewegungen.
Eine Bauchwandhernie (Bruch) ist eine Vorwölbung des Bauchfells (Bruchsack) durch eine angeborene oder erworbene Lücke in der Bauchwand (Bruchpforte). Im Bruchsack befinden sich nicht selten Bauchorgane (Bruchinhalt). Rutscht der Bruchinhalt spontan oder bei Manipulation in den Bauchraum zurück, spricht man von einer reponiblen Hernie.
Bei nicht reponiblem Bruchinhalt und starken Schmerzen ist von einer Einklemmung auszugehen, was einer chirurgischen Notfallsituation entspricht.
Wir haben die Erfahrung in Hernien-Chirurgie.
Eine Nabelhernie (Nabelbruch), auch als Umbilicalhernie bekannt, tritt auf, wenn eine Schwäche in der Bauchwand um den Nabel herum dazu führt, dass sich Gewebe oder Organe durch die Schwachstelle drücken und eine Vorwölbung am Bauch erzeugen. Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Nabelhernie häufig während der Schwangerschaft, bei starkem Übergewicht oder bei Krankheiten, bei welchen Flüssigkeit im Bauchraum eingelagert werden. Aber auch bei starker körperlicher Belastung, nach einer massiven Gewichtsabnahme oder beim Vorliegen einer Bindegewebsschwäche werden gehäuft Nabelhernien beobachtet.
Eine Nabelhernie ist in der Regel durch eine weiche, schmerzlose Vorwölbung im Bauchbereich gekennzeichnet, die grösser wird, wenn man sich anstrengt oder wenn man aufsteht. In einigen Fällen kann es zu Schmerzen oder Beschwerden im Bereich der Nabelhernie kommen, insbesondere wenn sie grösser wird oder sich ein Teil des Darms oder des Fettgewebes in der Hernie verklemmt.
Die meisten Nabelhernien bei Kindern verschwinden von selbst im Alter von 3-4 Jahren. Bei Erwachsenen wird eine Nabelhernie in der Regel operativ behandelt, um das Risiko von Komplikationen wie Einklemmung oder Strangulation des Darms zu reduzieren. Die Operation beinhaltet in der Regel die Platzierung eines Netzes über die Schwachstelle in der Bauchwand, um die Hernie zu schliessen und zu verhindern, dass sie wieder auftritt.
Eine Leistenhernie oder Inguinalhernie tritt auf, wenn eine Schwäche in der Bauchwand im Bereich der Leiste dazu führt, dass sich Gewebe oder Organe durch die Schwachstelle drücken und eine Vorwölbung am Bauch erzeugen. Diese Art von Hernie tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten. Leistenbrüche können bei unvollständigem Verschluss der Bauchwand angeboren sein oder im Laufe des Lebens durch degenerative Bindegewebsschwäche erworben werden. Begünstigt werden Leistenbrüche durch starke Druckerhöhungen im Bauchraum (z.B. bei chronischem Husten, forciertem Pressen beim Stuhlgang sowie Heben von schweren Lasten).
Die Symptome einer Leistenhernie können Schmerzen oder Beschwerden in der Leiste oder im Unterbauchbereich umfassen, insbesondere beim Heben von schweren Gegenständen oder bei Anstrengung. Es kann auch eine Vorwölbung oder Schwellung im Bereich der Leiste geben, die grösser wird, wenn man sich anstrengt oder wenn man aufsteht.
Eine Leistenhernie wird in der Regel durch eine Operation behandelt, bei der die Schwachstelle in der Bauchwand geschlossen wird. In einigen Fällen kann eine offene (konvettionelle) Operation notwendig sein. Hier ist nur ein kleiner Schnitt oberhalb des Inguinalbandes erforderlich, um ein Netz über die Schwachstelle zu legen und die Hernie zu schliessen.
Es ist wichtig, eine Leistenhernie frühzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen, um Komplikationen wie Einklemmung oder Strangulation des Darms zu vermeiden.
Eine epigastrische Hernie tritt auf, wenn sich Gewebe oder Organe durch eine Schwachstelle in der Bauchwand im Bereich des oberen Mittelbauchs zwischen dem Nabel und dem Brustbein drücken und eine Vorwölbung am Bauch erzeugen. Diese Art von Hernie ist selten und tritt meist bei Männern auf.
Die Symptome einer epigastrischen Hernie können Schmerzen oder Beschwerden im Bereich des oberen Mittelbauchs umfassen, insbesondere wenn man sich anstrengt oder wenn man aufsteht. Es kann auch eine Vorwölbung oder Schwellung im Bereich des oberen Mittelbauchs geben, die grösser wird, wenn man sich anstrengt.
Eine epigastrische Hernie wird in der Regel operativ behandelt, um das Risiko von Komplikationen wie Einklemmung oder Strangulation des Darms zu reduzieren. Die Operation beinhaltet in der Regel die Platzierung eines Netzes über die Schwachstelle in der Bauchwand, um die Hernie zu schliessen und zu verhindern, dass sie wieder auftritt.
Eine Rezidivhernie bedeutet, dass eine Hernie nach einer vorherigen Operation erneut auftritt. Dies kann passieren, wenn das Gewebe oder die Organe durch die Schwachstelle in der Bauchwand erneut durchdringen, oder wenn sich eine neue Schwachstelle in der Bauchwand entwickelt.
Die Symptome einer Rezidivhernie können ähnlich denen einer neuen Hernie sein, wie eine Schwellung oder Vorwölbung im Bauchbereich sowie Schmerzen oder Beschwerden. Da eine Rezidivhernie jedoch oft durch eine frühere Operation verursacht wird, kann es sein, dass das Narbengewebe um die Schwachstelle herum schmerzhaft oder empfindlich ist.
Die Behandlung einer Rezidivhernie kann eine weitere Operation erfordern, um die Schwachstelle in der Bauchwand zu schliessen und das Risiko weiterer Hernienbildung zu reduzieren. Es ist wichtig, eine Rezidivhernie von einem Arzt untersuchen zu lassen, um eine korrekte Diagnose zu erhalten und eine geeignete Behandlung zu empfehlen. Darüber hinaus ist es wichtig, nach einer Operation die Anweisungen des Operateurs zu befolgen, um das Risiko einer erneuten Hernienbildung zu reduzieren.
Ein Narbenbruch tritt auf, wenn sich Gewebe oder Organe durch eine Schwachstelle in der Bauchwand drücken und eine Vorwölbung oder Schwellung an der Stelle der Narbe verursachen, die nach einer früheren Operation zurückbleibt. Ein Narbenbruch kann einige Monate bis Jahre nach einer Operation auftreten und tritt in der Regel aufgrund einer Schwäche im Narbengewebe auf.
Die Symptome eines Narbenbruchs können Schmerzen, Beschwerden und eine Vorwölbung oder Schwellung im Bereich der Narbe umfassen. Narbenbrüche können auch zu Problemen wie Verdauungsstörungen und Durchblutungsstörungen im betroffenen Bereich führen.
Die Behandlung eines Narbenbruchs kann eine Operation erfordern, um die Schwachstelle in der Bauchwand zu schliessen und das Narbengewebe zu stärken.
Eine Bauchdeckenstraffung ist eine kosmetische Operation, die durchgeführt wird, um überschüssiges Haut- und Fettgewebe im Bauchbereich zu entfernen und den Bauch zu straffen. Diese Operation wird in der Regel bei Menschen durchgeführt, die massive Gewichtsverluste durch Diät oder bariatrische Operationen erfahren haben oder bei Frauen, die eine Schwangerschaft hatten.
Während des Eingriffs wird ein horizontaler Schnitt oberhalb des Schambeins gemacht, um das überschüssige Haut- und Fettgewebe zu entfernen. Der Chirurg strafft dann die darunter liegenden Bauchmuskeln und zieht die Haut nach unten, um eine straffere Bauchdecke zu schaffen. In einigen Fällen kann auch eine zusätzliche Vertikalschnitt erfolgen, um einen noch grösseren Straffungseffekt zu erzielen.
Die Bauchdeckenstraffung ist ein chirurgischer Eingriff, der Risiken und Komplikationen mit sich bringen kann, einschliesslich Schmerzen, Blutungen, Infektionen und Narbenbildung. Die Genesungszeit beträgt in der Regel mehrere Wochen, und es ist wichtig, während der Erholungsphase auf körperliche Aktivitäten zu verzichten, um eine optimale Heilung zu gewährleisten.