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Das legendäre Scotland-Yard-Gebäude in London steht seit Dienstag offiziell zum Verkauf - mit umgerechnet 380 Millionen Franken aber nicht gerade zum Schnäppchenpreis. Die Metropolitan Police trennt sich aus Geldnot von ihrem 22 Stockwerke hohen Bürokomplex.
Dieser ist aus zahllosen Nachrichtensendungen bekannt ist und verursacht horrende Betriebskosten. Der in Gehentfernung von Parlament und Buckingham-Palast gelegene Bau hat 56'000 Quadratmeter Nutzfläche und dient der Metropolitan Police seit 1967 als Hauptsitz.
«Die Betriebskosten des Gebäudes sind ungeheuerlich hoch», sagte Vize-Kommissar Craig Mackey. «Wenn wir in diesen Räumlichkeiten bleiben wollten, müssten wir dafür etwa 50 Millionen Pfund (76 Millionen Franken) bezahlen.»
Stattdessen zieht die Metropolitan Police an einen nahegelegenen Standort an der Themse - und investiert das eingesparte Geld in die Ausstattung ihrer Polizisten: Sie sollen unter anderem mit speziell gesicherten Tablet-Computern und Smartphones ausgerüstet werden, um Einsatzberichte unterwegs absetzen zu können und sich den Weg ins Büro zu sparen.
Laut der mit dem Verkauf der Immobilie betrauten Firma Jones Lang LaSalle haben sich bereits einige Interessenten aus dem In- und Ausland gemeldet. Das verdanke sich aber primär dem Wert des Innenstadtareals, nicht der aufregenden Geschichte von Scotland Yard: Weil das bisherige Polizei-Hauptquartier mitten in einem vor kurzem aufgewerteten Teil Londons liege, werde es nach dem Verkauf «mit ziemlicher Sicherheit abgerissen». (sda/afp)