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Dafür ist einfach entscheidend, woher deine Eltern kamen und wie viel Geld sie haben.
Das ist doch eigentlich genau das gleiche wie Feudalismus.
In den USA steht ein Programm auf der Kippe, das jungen Einwanderern ohne legalen Status - sogenannten Dreamern - die Duldung ermöglicht. Im Wahlkampf hatte US-Präsident Trump angekündigt, sie auszuweisen. Jetzt macht er offenbar Ernst.
US-Präsident Donald Trump macht sich daran, eine weitere, weitreichende Regelung seines Amtsvorgängers Barack Obama abzuschaffen: 800'000 junge Einwanderer, die als Kinder illegal in die USA kamen und durch Obamas DACA-Programm ein Bleiberecht erhielten, sollen den Status verlieren. Ihnen droht die Abschiebung, obwohl viele in den USA leben, arbeiten und das Land als ihre Heimat ansehen.
Unter DACA erhalten die sogenannten Dreamer derzeit für zwei Jahre ein Bleiberecht und eine Arbeitserlaubnis, die sich bislang unbegrenzt verlängern lassen. Sie gehören zu den insgesamt elf Millionen illegal Eingewanderten, die dauerhaft in den USA leben.
Donald Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf seinen erzkonservativen Anhängern versprochen, Illegale rigoros abzuschieben. Allerdings sagte er nach der Wahl, er «liebe» die «Dreamers», und er werde ihre Angelegenheit «mit dem Herzen entscheiden».
Demokraten und moderate Republikaner warnen vor einer Beendigung des «Dreamer»-Programms. Bernie Sanders, linker Senator im US-Bundesstaat Vermont, sagte, der Schritt sei «das gemeinste und hässlichste, was ein Präsident in der jüngerer Vergangenheit entschieden hat».
Konservative Republikaner wie der Kongressabgeordnete Steve King aus Iowa sagten, mit dem Ende von DACA würde «die Rechtsstaatlichkeit wieder hergestellt».
Möglich wäre, dass Trump dem US-Kongress die Chance lässt, die Dreamer mittels eines neuen Gesetzes zu schützen. Wie Reuters, AP und CNN unter Bezug auf Quellen im Weissen Haus berichten, sei zu erwarten, dass Trump eine Übergangsfrist von sechs Monaten einräumt - genug Zeit für den Kongress, um die «Dreamer» auf anderem Weg wieder zu legalisieren.
Die sogenannte «Dreamer»-Generation ist in den USA derzeit an Schulen, Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Für die US-Wirtschaft wäre das Ende des Programm offenbar ein herber Verlust, Facebook-Chef Mark Zuckerberg und etliche weitere Tech-Bosse hatten in einem offenen Brief vor einer DACA-Abschaffung gewarnt. Der volkswirtschaftliche Schaden wäre demnach beträchtlich: Verlören die «Dreamer» ihre Arbeitserlaubnis, entgingen dem US-Nationaleinkommen 460 Milliarden US-Dollar und den Sozialsystemen knapp 25 Milliarden US-Dollar, heisst es in dem Schreiben vom Donnerstag.
Er twitterte, zu seinen Kollegen gehörten 250 Dreamer: «Ich stehe zu ihnen.» Cook forderte eine Lösung für die Einwanderer, die «den amerikanischen Werten entspricht».
cht/AP