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abgeschlossen
Fluorfilter für sauberes Trinkwasser in Äthiopien
In einer wissenschaftlich begleitenden Phase wurde eine kostengünstige Technik entwickelt, die schädliches Fluor aus dem Trinkwasser filtert. Das Verfahren bestand alle seine Tests, sowohl in kleineren Haushaltfiltern als auch in grösseren Trinkwasserbrunnen, die bis zu 1‘500 Menschen bedienen. Eine eigens aufgebaute Produktionsanlage stellt das kostengünstige Filtersubstrat auf der Basis von Knochenkohle her, damit neue und bestehende Filter bedient werden können. Die erfolgreiche Technologie kann nun im grösseren Stil verbreitet werden. Ziel ist es, flächendeckend Fluorfilter für Trinkwasserbrunnen in den Dörfern des Rift Valleys zu installieren.
Projektziele und Auswirkungen
Der Grosse Afrikanische Grabenbruch (engl. Rift Valley) entstand während 35 Millionen Jahren durch die Verschiebung der afrikanischen und arabischen Kontinentalplatten. Die vulkanisch aktive Zone zieht sich mit vielen Heisswasserquellen quer durch Äthiopien und hinterlässt ihre Spur im Grundwasser. Über 40% der Trinkwasserquellen und Brunnen im Rift Valley liegen über dem Fluorid-Richtwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1,5 mg/l (Milligramm pro Liter). In der Projektregion liegt der Fluoridgehalt des Trinkwassers gewöhnlich zwischen 5 und 20 mg/l, also oft über zehn mal höher. Eine Fluoridzunahme, die während längerer Zeit über 1,5 mg/l liegt, verursacht Fluorose. Beim Menschen können zwei Formen von Fluorose oder eine Kombination der beiden auftreten: die Zahnfluorose charakterisiert sich durch eine bräunliche oder kreideweisse Verfärbung in Form von Flecken oder Streifen der Zähne. Sie stellt nicht nur ein lebenslängliches, kosmetisches Problem dar, sondern kann auch die Zähne schädigen und beim Essen Schmerzen hervorrufen. Die viel schlimmere Form dieser Krankheit ist die Skelettfluorose. Eine regelmässige Fluoridüberdosierung führt zu einer Verformung der Knochen: die Wirbelsäule kann nur langsam gedreht und gebeugt werden. Jede Bewegungen verursacht starke Schmerzen. Die Gelenkversteifungen können in extremen Fällen auch zu einer vollständigen Lähmung führen. Es gibt keine Behandlung für die Fluorose.
Solidarische Gemeinde(n):
- Aarau/
- Arosa/
- Zell/
- Zollikon/
Dank dieser Unterstützung konnten wir dieses Projekt erfolgreich finanzieren!
Projektdetails
Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 36000 Personen
Projektdauer: 01.2012 – 12.2014
Organisation: HEKS
Weitere(r) Projektpartner: OSHO (Oromia Self Help Organisation)
Beantragte Mittel via SES: 210’000 CHF
Gesammelter Solidaritätsbeitrag: 21’999 CHF
Empfehlung durch Aguasan:
Das Wasserprojekt welches Gemeinschafts-Fluorfilter im Grabenbruch von Äthiopien weiter verbreitet wird hiermit zur Durchführung empfohlen.