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Martin Zimmermann ist seit 1. April 2017 Mitglied des ENSI-Rates.
Seit seinem Eintritt in das PSI im Jahre 1980 (damals noch EIR) konnte er mehr als 30 Jahre Erfahrung aufbauen auf dem Gebiet der deterministischen Sicherheitsanalyse von Leichtwasserreaktoren. Im Laufe seiner beruflichen Karriere am PSI führte er in der Folge die Forschungsgruppen für «Systemanalyse», «Kernverhalten» und «Brennstoffverhalten». Schon bei der Konzeption des Projektes STARS Ende der 80er-Jahre involviert, führte er das Projekt von 1994 bis 2008. STARS hat den Aufbau einer umfassenden Methodik für die deterministische Sicherheitsanalyse der Schweizer Kernkraftwerke zum Ziel und entwickelte sich über die Jahre zu einem für das ENSI sehr wichtigen Forschungsprojekt. Wichtige Elemente waren dabei die Einführung und Validierung von modernen Rechencodes.
Mit der Beteiligung an internationalen Forschungsprogrammen wie NURESIM (EU), NURISP (EU) und NURESAFE (EU), Halden (OECD) wurde die Visibilität auch international gestärkt und erweiterte die wissenschaftliche Zusammenarbeit, wie beispielsweise Arbeiten für die Finnische Aufsichtsbehörde STUK zur Sicherheitsanalyse des EPR.
Von 2008 bis 2012 wurde ihm interimistisch die Leitung des Labors für Reaktorphysik und Systemverhalten übertragen. Ein Schwerpunkt stellte die Entwicklung des Sicherheitsnachweises für die Durchführung von reaktorphysikalischen Experimenten im nachgerüsteten Nullleistungsreaktor PROTEUS dar.
Nach einer kurzen Phase als Stellvertreter wurde er im August 2013 zum a.i. Leiter des Bereichs Nukleare Energie und Sicherheit (NES) ernannt. Er entwickelte eine neue Bereichsstrategie, die die neuen energiepolitischen Herausforderungen (Energiestrategie 2050) aufnahm. Nach seiner Pensionierung Ende August 2016 arbeitete er bis zu seiner Wahl in den ENSI-Rat teilzeitlich als Wissenschaftlicher Berater am PSI.
Neben der Mitgliedschaft in nationalen Expertengruppen war er von 2003 bis 2016 Vertreter des PSI im NEA CSNI. Als Vorsitzender der CSNI Taskforce «Safety Margin Assessment and Application (SM2A)» befasst er sich von 2007 bis 2009 intensiv mit der Quantifizierung von (erodierenden) Sicherheitsmargen, die auf der Integration von deterministischen und probabilistischen Methoden basiert.
Für die IAEA war er in mehreren Missionen beteiligt, hauptsächlich als Dozent im Rahmen von Weiterbildungsprogrammen. Im Rahmen des von ETHZ, EPFL und PSI gemeinsam getragenen Master Programmes für «Nuclear Engineering» erhielt er von 2008 bis 2013 einen Lehrauftrag zum Thema Brennstoffverhalten.
Er ist Mitglied des «Comité de Visite» der IRSN und auch Mitglied des «International Advisory Council» der Harbin Engineering University, College of Nuclear Science and Engineering, China
Martin A. Zimmermann erhielt sein Diplom in Experimental-Physik von der ETH Zürich.