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Liechtensteiner Transportunternehmer sind mit einer Anzeige gegen Postauto an die Staatsanwaltschaft sowie die Überwachungsbehörde der europäischen Freihandelsassoziation EFTA gelangt. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag». Die Unternehmer machen einen Schaden von 35 Millionen Franken geltend, weil die Schweizer Postauto-Tochter Postauto Liechtenstein dank Quersubventionen aus schwarzen Kassen in der Schweiz den Zuschlag für den Betrieb der Buslinien im Fürstentum erhalten habe. 2010 sicherte sich Postauto Liechtenstein für zehn Jahre den Auftrag mit einem Volumen von 160 Millionen Franken. Die Gesellschaft habe um jährlich mindestens drei Millionen günstiger offerieren können als die private Konkurrenz, weil ihr 17 Millionen an Quersubventionen von der Schweizer Muttergesellschaft überwiesen worden seien, sagt einer der Anzeigeerstatter. Ein Postauto-Sprecher betont, man sehe keinen Schadenersatzanspruch, und der geforderte Betrag sei nicht nachzuvollziehen. In Frankreich bezahlte Postauto privaten Transportfirmen in einem aussergerichtlichen Vergleich 6,5 Millionen Franken, um sie für Machenschaften der französischen Tochterfirma zu entschädigen. Die Liechtensteiner Unternehmer gehen nun mit demselben Anwalt wie die privaten Transporteure in Frankreich gegen Postauto vor.