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Vorsorgeauftrag
Der Vorsorgeauftrag ist ein neues Instrument. Darin kann eine handlungsfähige Person vorausschauend festlegen, wer sie vertreten soll, wenn sie dazu nicht mehr in der Lage ist, wie zum Beispiel aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls. Sie kann eine natürliche oder juristische Person als Vertreterin bezeichnen, die für sie im Fall der Urteilsunfähigkeit die persönlichen und/oder finanziellen Angelegenheiten erledigen soll.
Der Vorsorgeauftrag ist eigenhändig zu errichten (handschriftlich, mit Datum und Unterschrift) oder öffentlich zu beurkunden. Die auftraggebende Person hat die Möglichkeit, dem Link öffnet in einem neuen Fenster.•Zivilstandsamt ihrer Wahl die Errichtung des Vorsorgeauftrags sowie den Hinterlegungsort zu melden. Die Informationen werden in die zentrale Datenbank „Infostar“ eingetragen.
Der Vorsorgeauftrag wird dann wirksam, wenn die Person, die ihn abgeschlossen hat, urteilsunfähig geworden ist. Bei Annahme des Vorsorgeauftrags vertritt die beauftragte Person die auftraggebende Person im Rahmen des betreffenden Vorsorgeauftrags und nimmt ihre Aufgaben sorgfältig wahr.
Um das Wohl und die Interessen der auftraggebenden, nun urteilsunfähigen Person zu wahren, sind der •Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) verschiedene Aufgaben zugewiesen. So prüft sie im Fall der Urteilsunfähigkeit einer Person, falls ein Vorsorgeauftrag vorliegt, ob
- dieser gültig errichtet worden ist,
- die betreffende Person tatsächlich urteilsunfähig geworden ist,
- die beauftragte Person für ihre Aufgaben geeignet ist und
- weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes nötig sind.
Auch muss die KESB einschreiten, wenn die Interessen der urteilsunfähigen Person gefährdet sind.