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Die Betondruckfestigkeit wird üblicherweise an separat hergestellten Probekörpern oder an Bohrkernen, die aus einem Bauteil entnommen worden sind, bestimmt.
Prüfungen am Betonwürfel
Die Bestimmung der Würfeldruckfestigkeit erfolgt gemäss SN EN 12390-3. Die Herstellungs- und Lagerungsbedingungen der Prüfkörper sind gemäss SN EN 12390-2 und die Abmessungen oder sonstige Anforderungen gemäss SN EN 12390-1 geregelt.
Gemäss SN EN 206 ist die Ermittlung der Würfeldruckfestigkeit aufgrund des Konformitätsnachweises (Kapitel 8 bzw. Anhang A) oder der Identitätsprüfung (Anhang B) nach notwendig.
Prüfungen am Bohrkern
Die Bestimmung der Bohrkerndruckfestigkeit erfolgt gemäss SN EN 12504-1. Die Bewertung der Betondruckfestigkeit von Bohrkernen aus Bauwerken erfolgt gemäss SN EN 13791 oder SIA 269/2.
Für eine zuverlässige Beurteilung ist eine Mindestanzahl an Probekörpern erforderlich. Pro Prüfbereich ist die Druckfestigkeiten an mindestens 3 Bohrkernen zu bestimmen. Die in der SN EN 13791 geforderte Anzahl Prüfungen gilt für Bohrkerne mit einem Durchmesser 100 mm. Wenn auch die Länge des Bohrkerns 100 mm beträgt, entspricht das Resultat der am Bohrkern ermittelten Betondruckfestigkeit trotz der zylindrischen Form des Probekörpers direkt der Druckfestigkeit eines Betonwürfels mit der üblichen Kantenlänge von 150 mm.
Soll die Prüfung am Bauwerk mit kleineren Bohrkernen (üblicherweise mit Durchmesser und Länge 50 mm) erfolgen, ist eine grössere Anzahl Bohrkerne als bei einem Durchmesser von 100 mm notwendig. Die erforderliche Anzahl hängt vom Grösstkorn des Bauwerksbetons ab: