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Gestützt durch die verarbeitende Industrie legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent zu, wie am Montag veröffentlichte Daten des Statistik-Ministeriums zeigten. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet.
In den vorangegangenen drei Monaten hatte das BIP nur um 0,5 Prozent zugelegt. Aus Sicht von Ökonomen spiegeln die Zahlen insbesondere die gelockerten Eindämmungsmassnahmen wider, bevor die zweite Infektionswelle den Subkontinent erfasste.
Der Wirtschaftsberater der Regierung, Krishnamurthy Subramanian, erklärte, dass aufgrund der zweiten Welle der Virus-Epidemie die Wirtschaft einigen Schwung verloren hat. Die Konjunktur benötige weiterhin fiskalische Unterstützung und die Hilfen der Geldpolitik.
Schleppende Impfkampagnen und lokale Beschränkungen nach dem massiven Aufschlag der zweiten Pandemie-Welle bremsen Indiens Wirtschaft zur Zeit. Inzwischen sind mehr als 28 Millionen Covid-19-Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle lag am Montag bei 329'100. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen. Mittlerweile verlangsamt sich der Anstieg allerdings etwas. Indiens Regierungschef Narendra Modi steht wegen seiner nur langsam verlaufenden Impfkampagne in der Kritik. Bislang sind weniger als vier Prozent der rund 1,38 Milliarden Menschen in Indien geimpft worden. Zudem hatte die Regierung auch Grossveranstaltungen nicht verboten.