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Die Untersuchung haben Mitarbeitende der Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) und des Radiation Protection Bureau durchgeführt. Sie erfasst sämtliche 1363 Krebsfälle, die im Zeitraum von 1992 bis 2007 in der Gemeinde Port Hope bei den 16’500 Einwohnern diagnostiziert worden sind. Die Inzidenz aller Arten von Krebsvorkommen in Port Hope unterscheidet sich für den untersuchten Zeitraum nicht von der Gesamtinzidenz der Provinz Ontario, anderen Regionen Ontarios und Kanadas mit gleichen sozio-ökonomischen Charakteristiken sowie der Gesamtbevölkerung Kanadas. Gemäss Studie wurden keine signifikanten Unterschiede bei Krebserkrankungen von Kindern, Leukämie oder anderen strahlungsinduzierten Krebsarten festgestellt. Einzige Ausnahme ist eine statistisch signifikante erhöhte Lungenkrebsinzidenz bei Frauen in Port Hope. Die statistische Signifikanz wird jedoch schwächer oder verschwindet gänzlich, wenn die Lungenkrebsdaten mit Frauenpopulationen mit ähnlichen sozio-ökonomischen Charakteristiken in anderen Regionen Kanadas verglichen werden.
Die Autoren der Studie halten fest, dass diese Resultate mit denjenigen früherer Krebsstudien rund um die Konversionsanlage der Cameco in Port Hope übereinstimmen. Auch epidemiologische Studien, die das Krebsvorkommen rund um andere Fabrikanlagen mit gleichen Schadstoffemissionen untersuchen, kommen zu ähnlichen Ergebnissen.
In Port Hope werden seit den 1930er-Jahren Radium und Uran verarbeitet. Das Uran wurde in der Anfangszeit für Kernwaffenversuche gebraucht. Heute ist in Port Hope einzig noch eine Uran-Konversionsanlage in Betrieb.
Quelle
D.S. nach Jing Chen et al., An ecological study of cancer incidence in Port Hope, Ontario from 1992 to 2007, Journal of Radiological Protection, 33 [2013] 227-242