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Kurt Schmid v/o Malz, 21.08.1918 – 04.10.2018
04.10.2018 - Erich Haag v/o Gral, Franz Koch v/o Naso
Nachruf
Dipl. Ing. chem. ETH, Patentanwalt
Kurt Schmid v/o Malz
Kyburger, Semper Fidelis
21.08.1918 – 04.10.2018
Am 4. Oktober 2018, kurz nach seinem 100. Geburtstag, ist Kurt Schmid v/ Malz, der bis dahin älteste Kyburger, gestorben. Wir haben in ihm einen liebenswürdigen, kultivierten Freund verloren.
Kurt Schmid wurde in Luzern geboren, wuchs dort auf und besuchte die Schulen. Er trat der Semper Fidelis bei und wurde in Rapperswil in den StV. aufgenommen. Als 19Jähriger bestand er 1937 die Maturität Typus C. Im gleichen Jahr schrieb er sich an der Abteilung für Chemie der ETH ein. Während der Kriegsjahre wechselte er für einige Semester an die Universität Zürich und studierte dort Nationalökonomie, kehrte dann aber an die ETH zurück und schloss im Sommer 1945 seine Studien mit dem Diplom als Ingenieur-Chemiker ab. Es war für ihn naheliegend, sich in Basel, dem Mekka der Schweizer Chemie, um eine Stelle zu bewerben; diese fand er, auch dank seinem Interesse an juristischen und ökonomischen Fragen, in der Patentabteilung der J.R. Geigy AG. Während seiner ganzen fünfunddreissigjährigen beruflichen Tätigkeit blieb er der Firma und ihrer Patentabteilung treu und leitete In den letzten Berufsjahren deren Stabsgruppe.
1951 verheiratete sich Malz mit Olga Dorita Behr; den beiden wurden ein Sohn und eine Tochter geschenkt.
Malz war, wie schon gesagt, ein kultivierter Mensch. Schon in jungen Jahren packte ihn die Liebe zu den Büchern, er war ein Büchernarr, ein Bibliophiler. Später interessierte er sich für die Archäologie, und es ist kein Zufall, dass ihn mehrere seiner Reisen in den Nahen Osten führten, das war glücklicherweise noch in der Zeit vor den Irak-Kriegen.
Gleich zu Beginn seines Studiums trat Malz auch der AKV Kyburger bei, «weil sie die Mitte hält zwischen Turicia und Welfen und mir ihre Mitglieder sympathisch waren», wie Malz im Goldenen Buch schrieb. Mit ihm trat ein weiterer Luzerner ein, Anton Schmid, und so wurden die beiden Luzerner Schmid kurzerhand auf die Namen «Bio» und «Malz» getauft. Malz bekleidete in der Folge die Ämter des Kantzlers und mehrmals dasjenige des Schatzmeysters. Er war schon damals von eher ruhiger, zurückhaltender, aber zugänglicher Art.
Die Treue zu den Kyburgern war gross, besuchte er doch bis ins hohe Alter viele offizielle Verbindungsanlässe. Als ehemaliger Luzerner war er selbst an den berühmten Semper Neujahrskommersen anzutreffen. Auch am Basler Stamm der Kyburger und Neu-Romanen, heute im Restaurant Aeschenplatz und früher in der Börse, fehlte er nur selten, hörte dabei interessiert zu und meldete sich mit Voten nur, wenn er’s für wirklich nötig hielt. Die traditionellen Spargel- und Wildessen in entsprechend ausgewiesenen Gaststätten im Dreiländereck liebte er besonders. Malz pflegte echte Lebensfreundschaft.
Er ruhe im Frieden.