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Die Geburtsstunde des Discounts
Am 2. Februar 1967 war es soweit: Karl Schweris Discountidee wurde verwirklicht, das System der gebundenen Endverkaufspreise für Lebens- und Genussmittel wurde aufgehoben. «Die Preise sind jetzt frei», schrieb der Blick am 3. Februar. Dies nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen der IGA (Import- und Grosshandels AG) und der Markenartikelindustrie mit ihrem Verband PROMARCA. Die IGA wurde 1969 in die «Denner AG» mit Sitz in Zürich umgewandelt und Karl Schweri wurde Alleininhaber der Aktiengesellschaft.
Am 24. Oktober 1967 eröffnete in Zürich Altstetten der erste Lebens- und Genussmittel-Discount der Schweiz.
Der Name Denner geht auf Cäsar Denner Reiff zurück, der nach der Gründung im Jahre 1860 der Firma Reiff-Schwarz, Mercerie und Spezereihandel, 1881 als weiterer Teilhaber in die Consumgesellschaft einstieg.
- 1968
LogistikWussten Sie?
Am 24. Oktober 1967 eröffnete der erste Denner Discounter, 1968 waren es schon 23. Für die Versorgung des Filialnetzes wurde in Altstetten die erste Verteilzentrale eröffnet. Weitere folgten 1970 in Toffen und 1973 in Mägenwil.
Heute beliefern fünf Verteilzentralen unsere 813 Filialen im ganzen Land.
Energydrink:Wussten Sie?
Wussten Sie, dass Karl Schweri der Erste war, der Red Bull in die Schweiz importierte? Dank Denner verleiht Red Bull auch hierzulande Flügel und das zu Discountpreisen.
GlücksbringerWussten Sie?
Denni – unser Maskottchen – ist eines der Wahrzeichen von Denner. Viele Werbungen hat er schon geschmückt und war oft im Mitarbeitermagazin zu finden.
Sein Aussehen kommt direkt aus der Feder von Karl Schweri. Dieser soll ihn in einer Sitzung skizziert haben, später bekam er dann ein Facelifting von der Schöpferin des Pumuckls. Eine grosse Ehre.
Der Kampf gegen die Kartelle
Denner führte im Verlauf seiner Geschichte hartnäckige Kämpfe gegen verschiedene Kartelle.
1969 kündigte Denner an, dass das Lagerbier künftig zu 50 Rappen verkauft wird. In der Folge wurde Denner von allen Schweizer Brauereien, die dem Bierbrauerverein angehören, boykottiert. Dem Boykott folgten jahrelange Prozesse. Nachdem das Bundesgericht 1972 entschied, dass der Boykott rechtmässig sei, lieferten Kartellmitglieder wieder Markenbiere. Denner musste sich aber verpflichten, den festgesetzten Mindestpreis einzuhalten. Nach einer neuen Preiserhöhung seitens des Bierbrauervereins weigerte sich Denner, dieser Erhöhung nachzukommen, es kam wieder zu einer Liefersperre. Ab November 1982 folgten eine Reihe von Klagen, Gegenklagen und Prozessen um den Boykott. Der Rechtsstreit endete erst 1993 mit einem Sieg von Denner.
Vor dem Kantonsgericht Freiburg begann 1973 der Denner Tabakprozess. Denner wehrte sich gegen die Mindestpreisvorschriften des Tabakkartells. Gleichzeitig wurden den Kunden Tabakbons abgegeben, die im Fall eines Prozessgewinns eingelöst werden konnten. Der Wert der Bons repräsentierte die Differenz zwischen demjenigen Preis, zu dem Denner die Zigaretten wegen der Vorschriften des Tabakkartells verkaufen musste und dem niedrigeren Preis, zu dem Denner gerne verkaufen wollte. Vor Bundesgericht gewann Denner den zweiten Tabakprozess und zahlte die seit 1988 den Kunden abgegebenen neuen Tabakbons in Form von Denner Warengutscheinen aus. 1992 löste sich das Schweizer Tabakkartell auf.
Die IGA brachte ausserdem das Preiskartell des schweizerischen Spirituosengewerbes zu Fall.
- 1970
- 1971
- 1972
- 1973
- 1974
- 1975
- 1976
ParallelimportWussten Sie?
Wussten Sie, dass die ersten Parallelimport-Produkte von Denner Parfums waren, die von unseren Mitarbeitenden in ihren Koffern aus Frankreich importiert wurden? Heute nutzen wir professionellere Transportlösungen, aber die Parallelimporte helfen noch immer, die Preise tief zu halten – so auch bei den Parfums.
GleichberechtigungWussten Sie?
Frauen haben schon immer eine wichtige Rolle bei Denner gespielt. Heimarbeiterinnen konnten im Denner als Verkäuferin arbeiten und so Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Und bis zur Filialleiterin aufsteigen, was zu dieser Zeit nicht üblich war. Auch Karl Schweri setzte auf Frauenpower: Schon 1972 wurde mit der Pressechefin Dr. Helga Hnidek eine Frau zur Direktorin ernannt.
Der erste Denner Satellit wird eröffnet
In Endingen AG wurde 1977 der erste Denner Satellit eröffnet: Im selben Jahr folgten 14 weitere. Die Denner Satelliten waren die Antwort auf das bereits grassierende «Dorflädeli-Sterben». Bei der Satellitenkette handelte es sich um rechtlich und finanziell von Denner AG völlig unabhängige Lebensmittelgeschäfte, die neben dem Denner Sortiment auch regional stark nachgefragte Produkte führten.
- 1978
Lädeli-SterbenWussten Sie?
August Keller war der erste Detaillist, der dank dem Denner Satelliten-Konzept seinen Dorfladen retten konnte. Sein Sohn Daniel Keller führt die Tradition weiter. Er freut sich, ab Juni 2017 den Laden neu renoviert der Öffentlichkeit zu präsentieren – als Denner Partner, dem Nachfolge-Format des Denner Satelliten-Konzepts, mit dem die Erfolgsgeschichte der eigenständigen Partner von Denner fortgeschrieben wird.
Wir gratulieren herzlich!
Denner wächst und wächst
Im Jahre 1968 wurde die erste Verteilzentrale in Altstetten eröffnet. Dies, weil schon nach der Eröffnung des ersten Ladens bereits 23 Discountgeschäfte zu versorgen waren. Dieser ersten neuen Verteilzentrale folgten über die Jahre hinweg weitere in Toffen, Mägenwil, Frauenfeld, Schmitten und Spreitenbach, wobei die in Toffen und Spreitenbach aufgegeben wurden.
Neben dem stetig wachsenden Satelliten-Netzwerk stieg Denner 1979 mit Pronto-Reisen in das Reisegeschäft ein. 1980 wurden Filialen und Drogerien von Merkur und 1984 die grösste Spielwaren-Fachhandelskette der Schweiz, Franz Carl Weber Handelsgruppe, und die Molki AG übernommen.
1988 eröffnete der erste Denner Optik-Discount. Sie wurden 1996 an die zur Jelmoli Holding gehörende Zürcher Kochoptik AG verkauft, weil sich Denner auf die Bereiche Discount, Waro und Franz Carl Weber konzentrieren wollte.
Ein weiterer Zukauf wurde 1993 mit der auf Babyartikel und Umstandsmode spezialisierte Kette Mothercare Switzerland AG getätigt. Sie wurde in «Babycare AG» umbenannt und 2001 an die Takomi SA verkauft.
1994 übernahm die Einzelhandelskette Waro, die 2002 an Coop weiterverkauft wurde. Die Filialen der Spielwarengruppe Franz Carl Weber (FCW) wurden nach 22 Jahren an die Ludendo SA verkauft.
- 1980
- 1981
- 1982
- 1983
- 1984
- 1985
- 1986
- 1987
- 1988
- 1989
Die dritte Kraft des schweizerischen Retail
Die Denner AG, die Hofer & Curti Beteiligungen AG (HC) und die Usego-Trimerco-Holding AG (UTH) beschlossen, auf den Gebieten Einkauf, Logistik und Frontaktivitäten zusammenzuarbeiten. Damit wurde die von Karl Schweri seit Jahren angestrebte «dritte Kraft» im schweizerischen Lebensmitteldetailhandel – als Gegenpol zu Migros und Coop – verwirklicht.
- 1991
- 1992
- 1993
- 1994
- 1995
- 1996
- 1997
- 1998
- 1999
KarriereWussten Sie?
Bei uns können alle Karriere machen. Wir fördern unsere Mitarbeitenden gezielt und unterstützen sie in ihrer beruflichen Entwicklung. Weitere Infos zu den vielseitigen Tätigkeitsgebieten im Detailhandel finden Sie hier: mehr erfahren.
Die neue Führungsstruktur
Karl Schweri übergab per Ende 2000 die Leitung des Gesamtkonzerns seinem Enkel Philippe Gaydoul. Mit der Neuorganisation des Konzerns übernahm die Rast Holding SA die oberste strategische Leitung des Konzerns, namentlich der drei Profitcenter Denner AG, Waro AG und Franz Carl Weber AG. Philippe Gaydoul wurde dabei Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Holding. Das Aktienkapital war in der Karl-Schweri-Familienstiftung, der Karl Schweri selber vorstand, konzentriert.
Am 29. Mai 2001 starb Karl Schweri mit 85 Jahren.
- 2001
- 2002
LehrlingeWussten Sie?
Schon 210 Lehrlinge haben ihre Lehre bei Denner erfolgreich absolviert. Eine Erfolgsgeschichte, denn auch nach dem Abschluss bleiben über 75 Prozent der Lernenden Denner treu. Falls Sie selbst oder jemand, den Sie kennen, gerne eine Lehre bei uns machen möchte, erhalten Sie unter dem Link mehr erfahren Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsfelder und wertvolle Tipps für die Bewerbung.
NachwuchsförderungWussten Sie?
Wussten Sie, dass wir zweimal im Jahr eine Filiale in die Hände unserer Lehrlinge legen? Und dies voll und ganz. Die Lernenden tragen für eine Woche die gesamte Verantwortung für das Tagesgeschäft, stellen den laufenden Betrieb sicher und meistern auch unvorhersehbare Herausforderungen wie richtige Profis.
Unsere Kunden sind begeistert – wir auch!
Der grosse Umbau
Im Jahre 2003 beschloss Denner, im Verlaufe der nächsten zwei Jahre sämtliche 314 Filialen auf das neue Design umzustellen. Am 14. Januar öffnete die Filiale Letzipark Zürich als erste offizielle «New Denner» Filiale.
Ab 2008 setzte Denner auf mehr Frische und erweiterte das Frischproduktesortiment in mehr als der Hälfte der rund 430 Denner Filialen.
- 2004
- 2005
- 2006
EigenmarkenWussten Sie?
Kennen Sie schon die Denner Eigenmarke? Während drei Viertel unseres Sortiments aus Markenartikeln besteht, ergänzt unsere Eigenmarke «Denner» unser Angebot mit preiswerten Alternativen. Dass Qualität nicht teuer sein muss, bestätigt die Denner Eigenmarke regelmässig in Vergleichstests: mehr erfahren.
Denner und Migros spannen zusammen
Am 12. Januar 2007 gaben Denner und Migros ihren Schulterschluss bekannt. 70 Prozent des Aktienkapitals der Denner AG gingen an die Migros. Die Gaydoul Holding blieb mit 30 Prozent an der Denner AG beteiligt.
Per Ende 2009 wurde der Migros-Genossenschafts-Bund planmässig zu 100 Prozent Eigentümer der Denner AG. Philippe Gaydoul übergab seinen Posten als CEO an Peter Bamert, vormaliger CEO von Ex Libris.
- 2008
- 2009
PreiskämpferWussten Sie?
Im Jahr 2010 erhielt das Nespresso-Kaffeekapselsortiment Zuwachs durch eine kompatible Kapsel aus dem Denner Haus.
Leider war Nespresso nicht in gleicher Weise erfreut, sodass einige Rechtstreitigkeiten in Kauf genommen werden mussten. Schliesslich konnte Denner den Rechtsstreit 2013 gewinnen.
Die Welt des Denner-Weins
Schon früh erkannte Denner den rasch wachsenden Online-Shopping-Trend und lancierte 2010 den Denner Wineshop. Das Angebot umfasst rund 300 Weine aus dem Denner Sortiment zu gewohnt günstigen Discountpreisen.
Vier Jahre zuvor wurde die erste Denner Weinbar unter dem Namen D-Vino im Zürcher Seefeld-Quartier eröffnet. Zur Auswahl stehen 200 Weine aus dem Denner Sortiment, davon 30 im Offenausschank – alle zu attraktiven Discountpreisen: www.d-vino.ch
2009 wurden die D-Vino-Weinbars verkauft.
- 2011
- 2012
- 2013
- 2014
- 2015
WeinWussten Sie?
Auf unser Weinsortiment sind wir mächtig stolz, denn es ist – ganz bescheiden – ausgezeichnet. Das finden nicht nur wir, sondern auch Experten aus dem In- und Ausland. Bei den wichtigsten Weinwettbewerben erhalten Denner Weine regelmässig Bestnoten – und dies zu ausgezeichneten Preisen.
PromisWussten Sie?
Zahlreiche kämpferische Kampagnen haben die Kommunikation von Denner geprägt, aber nur wenige Prominente durften diese schmücken. Genau genommen nur eine Person, nämlich Fussball-Legende Köbi Kuhn.
Wein onlineWussten Sie?
Denner Weine lassen wir von der grössten und unabhängigsten Jury der Schweiz testen – unsere Kundinnen und Kunden. Sie geben auf unserem denner-weinshop.ch ihre Bewertung in Form von Sternen ab und kommentieren die Weine nach Belieben. So geben sie anderen Interessierten wertvolle Kauftipps. Die Bewertung findet sich auch im Laden am Regal wieder.
Rot ist das neue Grün.
Zum ersten Mal gab Denner 2016 einen Nachhaltigkeitsbericht heraus. Dieser stellt die Themenschwerpunkte Umwelt, Sortiment und Mensch im Detail vor. Jeder dieser Schwerpunkte umfasst ein Massnahmenpaket, mit dem Denner seinen Mitarbeitenden ein sicheres und motivierendes Arbeitsumfeld bietet, Eigenmarkenprodukte sozialverträglich und ressourcenschonend bereithält und den Schutz der Umwelt ins Zentrum stellt.
Zusätzlich führt Denner seit Ende 2016 rund dreissig IP-SUISSE Lebensmittel im Sortiment. Für die Kunden sind sie einfach zu erkennen am bekannten Marienkäfer-Logo. Die IP-SUISSE Richtlinien garantieren umweltschonend und tiergerecht hergestellte Produkte aus kontrollierten Schweizer Familienbetrieben. Die IP-SUISSE Produkt-Palette umfasst Fleisch- und Charcuterieprodukte, gefolgt von Molkereiprodukten, Brot, Früchten und Gemüse. Und dies zu gewohnt tiefen Denner Preisen. Das Angebot an IP-SUISSE Produkten bei Denner wird schrittweise ausgebaut.
PreissturzWussten Sie?
Wer hat die billigste Kaffeekapsel erfunden? Denner! 2014 startete die grosse Revolution im Kaffeemarkt: Denner bot die billigsten Kaffeekapseln an – nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa.
Und dies mit nachhaltigem Kaffee. Wieder einmal konnte sich Denner als «Robin Hood des Discounts» etablieren.
SozialengagementWussten Sie?
Wussten Sie, dass Denner jährlich mit Produktsubventionen in der Höhe von 250 000 Franken Caritas-Märkte unterstützt?
Darunter sind Artikel des täglichen Bedarfs wie Duschmittel und andere Hygieneprodukte. Aber auch Lebensmittel wie Multivitaminsaft, Tomatensauce oder Kaffee gehören dazu und zwar keine Ausschussware, sondern neuwertige Produkte, direkt aus unseren Verteilzentralen.
Die Erfolgsstory geht weiter
Seit dem Start des Discountgeschäfts 1967 ist Denner auf Erfolgskurs. Der wachsende Umsatz, die steigende Anzahl an Filialen, Mitarbeitenden und vor allem zufriedenen Kunden machen Denner zur unangefochtenen Nummer 1 unter den Discountern in der Schweiz.
2016 konnte Denner weitere Marktanteile dazugewinnen und dem Umsatz um 2 Prozent auf 2972 Millionen Franken steigern. Damit trotzt der Discounter der Negativteuerung und dem Einkaufstourismus. Bereinigt um die Minusteuerung von –1,3 Prozent, beträgt das reale Wachstum +3,3 Prozent.
Und dies weiterhin zu tiefen Preisen.