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Die von China angestossene Entwicklungsbank für Asien AIIB soll Kredite gegen weniger Auflagen vergeben, als dies die Weltbank tut.
Die von China angestossene Entwicklungsbank für Asien (AIIB) soll Insidern zufolge Kredite gegen weniger Auflagen vergeben als dies die Weltbank tut. Die AIIB werde zwar zur Bedingung machen, dass die finanzierten Projekte transparent sind und soziale und Umweltinteressen geschützt werden.
Das sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Aber Forderungen nach Privatisierung und Deregulierung, wie sie seit Jahrzehnten von der Weltbank im Gegenzug für Kredite erhoben werden, würden bei der AIIB nicht gestellt.
«Örtliche Bedingungen berücksichtigen»
«Die AIIB wird die örtlichen Bedingungen jedes Landes berücksichtigen», sagte ein Insider. «Sie wird nicht von aussen andere zwingen, dieses oder jenes zu tun.» Die AIIB war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.
China hat die AIIB im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, um mehr Geld für die Infrastruktur nach Asien zu leiten. Gründungsmitglieder sind 57 Länder. Die neue Entwicklungsbank wird von Experten als Konkurrenz insbesondere zur Weltbank gesehen, in der die USA dominieren.
Kein Veto für China
An der AIIB, die Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll, wird China die grössten Anteile halten. Die Regierung in Peking hat erklärt, dass sie in der AIIB kein Veto haben wird, während die USA bei der Weltbank faktisch ein Einspruchsrecht besitzen. Kritiker werfen auch dem Internationen Währungsfonds (IWF), der Schwesterorganisation der Weltbank, eine zu grosse Nähe zu den USA vor.
Hat die AIIB Erfolg, ist dies ein grosser diplomatischer Triumph für die Volksrepublik China. Die Führung in Peking kritisiert die gegenwärtige weltweite Finanzordnung als von den USA beherrscht. Zudem seien Schwellen- und Entwicklungsländer in ihr unterrepräsentiert.
(sda/chb)