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Die drei Burgen zeugen von der strategischen Bedeutung Bellinzonas: Der Weg über die Alpen führt mitten durch die Stadt, mitten durch den Ort zwischen der Felsnase des San-Michele-Hügels und der nahe Talflanke. Entsprechend rapportierte der Mailänder Kriegskommissar Azzo Visconti bereits 1475 an seinen Herzog «Dieser Platz ist Schlüssel und Tor zu Italien» und drängte ihn, die Festung Bellinzona auszubauen. Gesagt, getan! Die lombardischen Baumeister vergrösserten das Castelgrande in Rekordzeit zu einem Bollwerk, das sich auch über Pfade an der Bergflanke nicht mehr umgehen liess. Hierfür ergänzten sie das Castelgrande bergseitig um die Burgen Montebello und Sasso Corbaro, das mit seinen Schwalbenzinnen, Spitzbogenfenstern und Cheminées in den Sälen eine elegante Note erhielt. Auf der anderen Seite bildete eine vier Meter dicke Befestigungsmauer inklusive Brücke die Verlängerung über den Fluss Ticino. Sie galt als die schönste «Murata» in der ganzen Lombardei.