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Die Uferschwalbe (Riparia riparia) ist die kleinste aller Schwalbenarten.
Der Zugvogel wird ab April bei uns erwartet.
Heute bevorzugt die Uferschwalbe in der Schweiz Kiesgruben, früher hingegen fand sie an Steilufern von unverbauten Flüssen ihren idealen Lebensraum. Sie benötigt lehmige oder festsandige Steilufer und Abbruchkanten zur Anlage ihrer Brutröhren. In den Brutkolonien herrscht ein reges An- und Abfliegen. Meist ist die Luft von den Rufen zahlreicher Uferschwalben erfüllt, die sich geschwätzig unterhalten oder zu ihren Nesteingängen fliegen.
Getrunken und gebadet wird im Flug. Die Tiere fliegen sehr niedrig über dem Wasser und schnappen nach Insekten. Sie können dabei bis 50 km/h erreichen.
Die Uferschwalbe bleibt in Mitteleuropa von April bis September im Brutgebiet. Als Zugvogel verlässt sie dann ihr Brutgebiet und überwintert in Zentralafrika, Nordwestafrika bzw. in Südamerika. Aufgrund ihrer Ansprüche an den Nistplatz, der Bedingungen in den Überwinterungsgebieten und der dichten Besiedlung in Mitteleuropa ist sie mittlerweile sehr lückenhaft verbreitet und nur unregelmäßig als Brutvogel zu beobachten.
Die Uferschwalbe ist ein Koloniebrüter. Sie brütet in Kolonien von bis zu 100 Paaren. Beide Partner graben ihre Brutröhre von bis zu einem Meter Länge mit querovalem Einflugloch mit ihren Füssen in steile Wände. Die etwas aufsteigenden Löcher im festen Erdreich werden am hinteren Ende erweitert und mit Halmen und Federn ausgepolstert. Ein- bis zweimal im Jahr wird ein Gelege von fünf bis sechs Eiern von beiden Eltern 14 bis 16 Tage lang ausgebrütet. Die Jungen werden ebenfalls von beiden Eltern gefüttert und verlassen die Bruthöhle nach 18 bis 23 Tagen. Die Jungvögel bilden nach dem Verlassen der Altvögel große Schlafplätze, bevorzugt im Schilf oder Weidendickicht.
Quellen: BirdLife Schweiz, Schweizerische Vogelwarte, Wikipedia