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Klinische Informationen
Yersinien verursachen enterale und extraintestinale Infektionen. Y. enterocolitica finden sich v.a. bei Nagetieren, Schweinen, Vögeln, Schlangen und in Milch und Wasser. Die Übertragung erfolgt durch nicht genug gegartes Fleisch (Schwein), Milch (unpasteurisiert), kontaminierte Rohkost und Wasser. Infektionen sind häufiger in der kühlen Jahreszeit. Y pseudotuberculosis wird ebenfalls in vielen Säugetieren nachgewiesen. Die Übertragungswege auf den Menschen sind noch unbekannt. Die Keime gelangen in den unteren Intestinaltrakt, penetrieren die Mukosa und werden von Makrophagen in die Mesenteriallymphknoten transportiert. Es kommt zu einer Enterokolitis oder Lymphadenitis mesenterialis (Appendizitis-ähnliche Symptome). Bei Immunsuppression kann die Infektion generalisieren: Sepsis, generalisierte Lymphadenopathie, Abszesse, Pleuritis, Endokarditis, Osteomyelitis, Cholezystitis. Folgekrankheiten sind rel. häufig: reaktive Arthritis, M. Reiter, Erythema nodosum.
Hinweis: Die Antikörper-Tests zeigen häufige Kreuzreaktionen mit anderen gramnegativen Stäbchen. Die Diagnose einer Akuterkrankung erfolgt mittels Erregernachweis. Serologische Untersuchungen sind va. für die Abklärung von Folgekrankheiten wichtig.