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Das Kurhaus Meran wurde in einer wesentliche kleineren Ausführung bereits im Jahr 1874 eröffnet. Sein Bau trug den in dieser Epoche einsetzendem Tourismus Rechnung, der der Stadt „am Südbalkon der Donaumonarchie" eine zunehmende Zahl prominenter Gäste bescherte. So entstand vorerst ein neoklassizistischer Bau, der dem heutigen Westflügel des Meraner Kurhauses entspricht. Neben einem Spiegelsaal mit einer kleineren Bühne sowie einem Lesezimmer und einem Damensalon gehörten einige kohlensäurehaltige Bäder zu seiner Ausstattung.
Zu Beginn des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts wurde das zu klein gewordene Gebäude um eine markante Rotunde und den im Jugendstil gestalteten großen Kursaal erweitert. Nach Beendigung des 1. Weltkriegs erhielt das gesamte Kurhaus durch filigrane Stuckarbeiten, prachtvolle Deckengemälde, mit Rundbögen versehene Fenster und nicht zuletzt durch seine Tänzerinnen auf der Kuppel seine heutige Gestalt.
Das Kurhaus als universell nutzbarer Veranstaltungsort
Nach einer in den 80er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts erfolgten gründlichen Renovierung dient das von mehreren Hotels umgebene Kurhaus Meran heute als glanzvoller Veranstaltungsort. Neben dem mehr als 1.000 Besucher fassenden großen Kursaal bieten mehrere kleinere Säle wie der Pavillon des Fleurs und mehrere Meetingräume Platz für Tagungen, Ausstellungen und Feierlichkeiten. Der Kursaal zeigt sich lichtdurchflutet mit einem mit Deckengemälden geschmückten Rundgewölbe und einem direkten Zugang zu einer großflächigen Terrasse und der Kurpromenade. Er besticht außerdem durch eine hervorragende Akustik. Die Empfangshalle des Kurhauses besteht aus einer mit Marmorsäulen und Spiegeln geschmückten großzügig gestalteten Rotunde.
Zu den Höhepunkten der im Kurhaus stattfindenden Veranstaltungen zählen verschiedenste Konzerte und Ausstellungen sowie das jährliche Meraner Weinfestival und das Landes-Kathrein Tanzfest.