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Der Trapezkünstler unternimmt die halsbrecherischen Sprünge, Stürze, Schwünge. Aber für den Zuschauer sind sie ein ästhetisches Vergnügen: schön ist vor allem die Vereinigung von Todesverachtung, Kühnheit und Leichtigkeit. // Vielleicht gibt es gar keine wirkliche Schönheit ausser der Gefahrenzone. – Vielleicht darf ich mich nicht mehr erschrecken über die Sprünge, Stürze, Schwünge. Sie gehören vielleicht einfach dazu. Gibt es den Trapezkünstler, der nicht weiss, dass er einer ist? Der vom hohen Seil seine Angst herabschreit und seinen Überdruss, aber trotzdem immer weiter geht und springt und stürzt, weil ihm etwas anderes einfach nicht übrig bleibt?
Ich bin der Tanzbär auf der glühenden // Platte. – Aber vielleicht ist diese Situation für mich gar nicht konstitutionell, sie ist vielleicht nur okkasionell. Ich kann mir denken, dass sich gar nicht allzuviel ändern müsste in mir und in meinen Verhältnissen, damit ich ein vergnügter, ein verhältnismässig unproblematischer Poet würde? […]