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Don't Look Now
Regie: Nicolas Roeg
Darst.: Julie Christie, Donald Sutherland, Hilary Mason, Clelia Matania, Massimo Serato, Renato Scarpa, Leopoldo Trieste, David Tree, Sharon Williams, Adelina Poerio u.a.
Die kleine Tochter von John und Laura Baxter ist im Teich ihres englischen Landhauses ertrunken. Der Schauplatz wechselt nach Venedig, wohin das Ehepaar Baxter reist, um den Schicksalsschlag zu überwinden; der Sohn bleibt zurück im Internat in England. John hat den Auftrag, die Kirche San Nicolò dei Mendicoli zu restaurieren. Als die Baxters den seltsamen Schwestern Wendy und Heather begegnen, häufen sich rätselhafte Vorfälle und Vorzeichen. Die blinde Heather behauptet von sich, hellseherische Fähigkeiten zu haben, und warnt die Baxters vor möglichen Gefahren. Es ist die melancholische Atmosphäre des herbstlichen Venedigs, die diesen mysteriösen Psychotrillers prägt, den der britische Regisseur und Kameramann Nicolas Roeg, Spezialist für komplexe Vexierspiele und atmosphärische Dichte, nach einer Erzählung von Daphne du Maurier inszenierte. Mit sorgfältig komponierten Bildern, einer ausgesuchten Farbdramaturgie, einer ungewöhnlichen Montage und genau kalkulierten Wiederholungen schuf Nicolas Roeg einen aussergewöhnlichen und ausgesprochen poetischen Film, der über die Genregrenzen hinaus zum Klassiker geworden ist. «In einem atemberaubenden Rausch von verstörenden Bildern und mit virtuosen Schauspielern (Julie Christie und Donald Sutherland) entwickelt Roeg (…) ein Ehedrama mit mystischen Elementen. Herausragend gestaltet sind hier ebenso eine musikalisch strukturierte Liebesszene, die den Akt selbst und die Zeit danach kaleidoskopisch ineinander verschränkt, wie die bruchlose Integration okkulter Elemente ins visuelle Gefüge. Wieder zeigt Roeg ein Individuum als Opfer fataler Umstände, das sich durch seinen Positivismus der Erkenntnis verweigert und dem eigenen Untergang entgegeneilt. ‹Nichts ist, was es scheint› ist ein zentraler Satz in diesem Film. John Baxter verpasst die Chance, sich dem Unfassbaren zu stellen (…) und macht sich damit selbst handlungsunfähig.» Marcus Stiglegger, Filmregisseure, Reclam