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Studie: Freiwilligkeit allein führt nicht zum Netto-Null-Ziel
Das Wichtigste in Kürze
- Wenn sich alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes im persönlich beeinflussbaren Bereich optimal klimafreundlich verhalten würden, könnten die Emissionen etwa um die Hälfte gesenkt werden, hiess es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES).
Die restlichen Reduktionen erfordern demnach politische Massnahmen.
Die Reduktion der Treibhausgasemissionen um die Hälfte über freiwillige Massnahmen würde voraussetzen, dass alle in der Schweiz lebenden Personen freiwillig auf Dreiviertel aller Flüge verzichten, den allgemeinen Konsum auf einen Viertel reduzieren, sich vollständig vegan ernähren, die Nahrungsmittelabfälle im Haushalt eliminieren, nicht mehr Auto fahren oder nur noch mit erneuerbaren Energien angetriebene Wagen und in einer Wohnung mit Heizung aus erneuerbaren Energien wohnen würden.
Die Studie kommt zum Schluss, dass realistischerweise letztlich gerade mal ein Fünftel der Schweizer Treibhausgasemissionen durch freiwillige Entscheidungen vermieden werden können. Der Rest, also vier Fünftel, müsse mit politischen Massnahmen adressiert werden. Der Fussabdruck der Treibhausgase, welche jede und jeder in der Schweiz durchschnittlich emittiert, entspricht 13,6 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr.
Viele Klimaschutzhebel lägen ausserhalb der persönlichen Entscheidungskompetenz einzelner Bürgerinnen und Bürger, hiess es in der Studie. Dazu zählten etwa die öffentliche Infrastruktur, Dienstleistungen wie Polizei, Armee, Gesundheitswesen, Beratungs- sowie Transportunternehmen, aber auch die Landwirtschaft. Zudem könnten etwa alle Mieterinnen und Mieter (rund 57 Prozent der Bevölkerung) nicht selbst entscheiden, wie ihre Wohnungen beheizt würden.
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