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Seit seiner Gründung in 1973 war PESA – Port-franc & Entrepôts de Lausanne-Chavornay SA immer am Kombiverkehr interessiert, weil die Eisenbahngesellschaft LEB schon ein Projekt des Baues eines Containerterminals in Chavornay hatte. Zur Eröffnung der Installationen kaufte Pesa in 1976 sein erstes Umschlagsgerät. Dieser Anschaffung folgte kurz danach die Schaffung eines Containerlagers. Die Reederei Cast-Line benützte Chavornay als Lager für leere Boxen, um nahe bei ihrer Kundschaft zu sein. Nachdem die Schifffahrtsgesellschaft einige Schwierigkeiten hatte, wurde das Lager nicht weiter geführt.
Ab dem Wechsel der Direktion im Jahre 1993, hat sich Pesa in verschiedenen Projekten, die Chavornay als Logistikplattform und als Zentrale zur Behandlung von Container und mobile Kisten involvierte.
Die ersten konkreten Erfahrungen von Pesa im Kombiverkehr war das Konzept "Lac-Logistique". Es diente der Verwaltung der Belieferungslogistik der "Arteplages" für das Projekt der Landesausstellung "Expo 02", Es wurde ein komplettes Projekt ausgearbeitet, in dem man auch die Logistik der Abfälle, sowie den Zeitplan für die Lieferungen zwischen den Logistikplattformen und den "Arteplages" festlegte. Die Benützung von Container von 10‘ und 20‘ und die Installation von schnellen Umschlagssystemen, sollte eine optimale Rotation des Materials erlauben. Diese Idee wurde jedoch von den Verantwortlichen der Expo 02 nicht gewählt.
Später wurde Pesa eingeladen an den Projektstudien des KLV-CH / Pegasus der Eidgenossenschaft, geführt durch die Firma Transcare, mitzuarbeiten. Wenn Pegasus am Anfang vor allem den Akzent auf die Verbindungen Nord/Süd legte, die Intervention der bernischen Eisenbahngesellschaften und von Pesa hat gezeigt, dass die Westschweiz auch durch den Kombiverkehr interessiert wäre und dies nicht nur für die internen Verbindungen, sondern auch durch die direkten Verbindungen nach Italien durch den Simplon und mit Frankreich via Vallorbe und Genf.
Die dabei gebundenen Kontakte und die ideale geographische Lage von Chavornay, im Herzen der Westschweiz, haben die Entwickler eines anderen Projekts entschieden, diesmal von europäischem Niveau, mit Pesa Kontakt aufzunehmen. Dieses Projekt befasste sich mit dem Programm PACT der europäischen Union für die Promotion des kombinierten Verkehrs in Europa. In dieser Projektgruppe fand man Vertreter von privaten Bahngesellschaften aus Deutschland, Italien und der Schweiz, sowie Logistikunternehmen und TC Operatoren. Die Idee war, eine Linie zwischen dem Norden von Deutschland und dem Norden Italiens vorzusehen, mit einer Abzweigung nach Chavornay, wo später eine Verbindung mit dem französischen Netz vorgesehen war.
Auf Grund dieser Projekte und um zu beweisen, dass der Kombiverkehr auch in der Westschweiz Zukunft hat, kam die Idee, den Unternehmen der Region für den Umschlag Bahn/Strasse eine effiziente, entwicklungsfähige und umweltfreundliche Installation zur Verfügung zu stellen. Der Kombiverkehr ist in der Westschweiz sehr wenig verbreitet, es wurde deshalb entschieden der Nachfrage zuvor zu kommen, denn ein solches Terminal kann auch eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen Promotion spielen, die durch die kantonalen waadtländischen Behörden gefragt wird.