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Beim 6:4, 6:3, 6:3 gegen Paul-Henri Mathieu (ATP 109) war Roger Federer am Samstag zum dritten Mal ungefährdet. Der in eine Baisse gefallene einstige Gstaad-Sieger hielt anfänglich ausgezeichnet mit und kam bei 4:3 sogar zu einem Breakball, den Federer mit einem Service-Winner annullierte. Mit elf von zwölf gewonnenen Punkten beendete er dann den Satz doch noch standesgemäss.
«Keine Entschuldigungen»
Roger Federer hat damit die erste Woche, in der man gemäss der ältesten Tennis-Weisheit einen Grand Slam nur verlieren kann, ohne jegliche Probleme hinter sich gebracht. Er hat seinen Gegnern im Durchschnitt nur drei Games pro Satz überlassen und war nie in Gefahr. Dementsprechend positiv seine Zwischenbilanz: «Ich habe schon bei allen möglichen Bedingungen gespielt, bin bereit und habe keine Entschuldigungen. Im Gegensatz zu Wimbledon habe ich in den Startrunden wenig Energie verloren, weder körperlich noch mental.»
Nach zwei Auftritten am Tag dürfte der fünffache Champion diese Woche, wenn die Aufgaben immer schwieriger werden, wieder am Abend angesetzt werden. Am Montag (also voraussichtlich in der Nacht auf Dienstag Schweizer Zeit) trifft er auf Jürgen Melzer (Ö/13), ehe wohl das erneute Duell mit Robin Söderling (Sd/5) anstehen würde. Der Schwede müsste gegen Albert Montañes ungefährdet sein.
Melzer: «Werde meine Chancen haben»
Der bisher einzige Vergleich mit dem Österreicher war Federers Highlight im diesjährigen Wimbledon-Turnier, er hatte den Paris-Halbfinalisten jederzeit im Griff. Er freut sich auf die dritte Partie im Turnier gegen einen Linkshänder, seinen einstigen Junioren-Doppelpartner bei der Orange Bowl: «Er ist ein guter Typ. Wir sprechen viel miteinander in der Garderobe und kommen sehr gut aus.»
Melzer überzeugte nach zwei schwachen Partien und Fünfsatz-Siegen gegen Dimitri Tursunow und Ricardas Berankis erstmals im Turnier und liess Juan Carlos Ferrero (Sp/22) keine Chance (7:5, 6:3, 6:1). Vor seiner Erfolgsserie in Paris war der Mann mit dem grossen Ballgefühl, Nachfolger von Federer als Junioren-Wimbledonsieger, oft an seiner Labilität gescheitert und hatte nie die 3. Runde eines Majors überstanden, nun steht er im dritten Achtelfinal in Serie. Und der Blondschopf freut sich: «Nach dieser Leistung schon, vorher war das nicht so. Wenn man so spielt wie ich in den ersten beiden Runden, dann kann es gegen ihn böse ausgehen, nun glaube ich aber schon, dass ich mithalten kann und auch meine Chancen haben werde.» Si