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Mit den Erfahrungen eines Entwicklungshelfers aus Deutschland und akademischen Lehrers an der Universität von Ruanda werden Hürden analysiert, die ein kleines Entwicklungsland wie Ruanda im Aufbauprozess überwinden muss. Das koloniale Erbe, die Aufarbeitung des Genozidgeschehens, schulische und universitäre Ausbildung, der Aufbau einer funktionierenden Gesundheitsversorgung verlangen Improvisation, die Respekt auslöst. Die ersten Erfolge dieses kleinen Landes verdienen Empathie und Sympathie.
Portrait
Nach vierzig Jahren Tätigkeit in heimatlicher Medizin, davon 20 Jahre in leitender Position einer Abteilung für Innere Medizin, sucht Albert Helber nochmals eine neue Herausforderung in Ruanda. Zwischen 2000 und 2009 arbeitete er in Projekten der Entwicklungshilfe als Arzt und Ausbilder von Studenten und jungen Ärzten am Universitätskrankenhaus von Butare/Ruanda mit und beriet den Staatssekretär im Gesundheitsministerium bei der Organisation eines praktischen nachuniversitären Ausbildungsjahres (Internship). Die Medizin im Entwicklungsland verlangt neues Denken und führt auch zu einem kritischen Nachdenken darüber, was aus einer heimatlichen Medizin in ein Entwicklungsland wie Ruanda übertragbar sein könnte.