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Wegen der hohen Flüchtlingszahlen in den vergangenen Jahren verfolgt Deutschland wie viele andere EU-Staaten das Ziel, die Lage in den Herkunftsländern zu verbessern. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller wirbt für einen "Marshallplan" für Afrika, mit dem die wirtschaftliche und politische Entwicklung bestimmter Partnerländer gezielt gefördert werden soll.
Der FAO zufolge weisen Untersuchungen allerdings darauf hin, dass in einkommensschwachen Ländern Entwicklung und höhere Einkommen zunächst zu mehr Abwanderung führen. Die Migration aus Pakistan und Bangladesch könnte beispielsweise zunehmen, wenn die wirtschaftliche Entwicklung dort weiter voranschreitet. Denn wenn die Menschen mehr Geld verdienten, könnten sie die Migrationskosten besser decken.
Erst wenn die mittleren Einkommen im oberen Bereich lägen, sei damit zu rechnen, dass die Migration tendenziell abnehme. Entwicklung sollte nach Ansicht der FAO daher "nicht als Mittel zur Eindämmung der Migration", sondern per se als wünschenswert betrachtet werden.
"Das Ziel muss sein, dass Migration eine Wahl wird und keine Notwendigkeit ist", sagte FAO-Generalsekretär José Graziano da Silva. Deswegen sollte die Politik Migrationsbewegungen weder eindämmen noch fördern, sondern deren Beitrag zu wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung maximieren./lkl/DP/jha
(AWP)