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Laut einem Bericht des 'Wall Street Journal' hat sich HP auf die Suche nach einem Käufer für H3C begeben. HP wolle zwar einen Teil der Aktien behalten, aber die Mehrheit abgeben. Als Käufer komme am ehesten ein asiatisches oder chinesisches Investmentunternehmen in Frage. HP würde sich damit aus dem chinesischen, aber nicht dem weltweiten Netzwerkmarkt zurückziehen. HP wolle zudem auch weiterhin Netzwerkprodukte durch H3C herstellen lassen.
Der Bericht fusst auf Aussagen der 'WSJ'-typischen "Leute, die die Sachlage kennen." Laut deren Aussagen könnte H3C, die chinesische Netzwerktochter von HP, gegenwärtig rund fünf Milliarden Dollar wert sein. H3C ist in China einer der grösseren Hersteller von Netzwerk-Equipment für Grossunternehmen und Telcos.
HP hat wie andere US-Unternehmen hart darum gekämpft, seine Marktstellung in China auszubauen. Der Kauf von 3Com im Jahr 2009
, mit dem der US-Konzern auch H3C übernahm, hatte unter anderem diesen Hintergrund. Das 'WSJ' sieht nun die gegenseitigen Spionageverdächtigungen zwischen den USA und China als Hintergrund eines möglichen Verkaufs. In China sei es zunehmend schwierig für US-beherrschte Server- und Netzwerkhersteller, an Geschäfte mit Behörden oder von der Regierung kontrollierten Unternehmen heranzukommen.
H3C wurde 2003 als Joint Venture von 3Com und Huawei gegründet. Ende 2006 übernahm 3Com die Anteile von Huawei
und wurde zum alleinigen Besitzer. 3Com wurde seinerseits 2010 für 2,7 Milliarden Dollar von HP übernommen. (hjm)