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Die Aktionäre des von Rupert Murdoch geführten Medienkonzerns müssten sich eigentlich ein paar Fragen stellen. Nicht zuletzt diese: Ist der greise Mann noch der Richtige an der Spitze des globalen Unternehmens? Denn die Unkosten, die sich unter seiner Führung ansammeln, haben ein gigantisches Ausmass erreicht. Wegen unlauterer Berichterstattung muss Murdochs langjährige Geldmaschine, Fox News, in einem Vergleich mit dem Wahlmaschinenbetreiber Dominion 787,5 Millionen Dollar (gut 700 Mio. Fr.) bezahlen, wie jetzt bekannt wurde.
Das ist allerdings nicht Murdochs teuerster Fall. In Grossbritannien kostete der im Jahr 2011 aufgedeckte Abhörskandal, der durch die mittlerweile untergegangene Sonntagszeitung «News of the World» ausgelöst wurde, innerhalb von zehn Jahren etwa eine Milliarde Pfund (1,1 Mrd. Fr.). Diese Summe errechnete vor zwei Jahren ein britisches Fachblatt, unter Berücksichtigung der durch den Skandal verursachten Rechtskosten. Mittlerweile dürften die entsprechenden Ausgaben weiter gestiegen sein.
Auch im Rechtsstreit um Fox News wird Murdoch eine grosse Millionensumme für Anwaltshonorare ausgeben müssen. Der Fall um die von Fox News wider besseres Wissen weitergetragene Wahllüge von Donald Trump ist dabei nicht einmal abgeschlossen. Ein weiterer Wahlmaschinenbetreiber, Smartmatic, hat eine milliardenschwere Klage gegen den US-Sender eingereicht. Zudem klagte eine ehemalige Mitarbeiterin gegen Fox News; sie sagt, sie sei von der Chefetage zu unlauterem Verhalten gedrängt worden. Wie lange kann sich ein Konzernchef solches Versagen noch leisten?
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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