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Sehr gut erhaltene antike Reitstiefel (vermutlich Eigentum von Oberstlt. G. Mezger aus St.Gallen) produziert 1944 in der “Schuhfabrik Veltheim” inklusive aufwändig hergestellter 3-teiliger Holzspanner. Eine Rarität für Sammler, Schuhmacher, Schuhläden und Reitsport-Begeisterte.
Die Aeschlimann & Co. AG Veltheim blickte auf eine lange und bewegte Unternehmensgeschichte zurück, die 1872 ihren Lauf nahm. Damals eröffnete der Kavallerie-Hauptmann Albert Hünerwadel-Schilplin, Sohn des Besitzers des Bades Schinznach in Veltheim, einen Produktionsbetrieb für die Herstellung von Damenschuhen und Reitstiefeln. In seiner Blütezeit beschäftigte das Unternehmen bis zu hundert Arbeitskräfte.
Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb Friedrich Aeschlimann aus Bern die Veltheimer Fabrik. Nachdem die Weltwirtschaftskrise der Dreissigerjahre dem Familienunternehmen einige Startschwierigkeiten bescherte, setzte im Zweiten Weltkrieg eine starke Nachfrage nach Reitstiefeln ein. Auch in den Nachkriegsjahren war der Veltheimer Traditionsbetrieb erfolgreich unterwegs und profitierte von der guten Wirtschaftslage und der erfreulichen Entwicklung des Reitsports.