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oder Adenom (grch.), Drüsengeschwulst, eine geschwulstförmige, meist scharf
umschriebene Neubildung von Drüsengewebe, welche am häufigsten in der
Brustdrüse, der
Schilddrüse,
der
Haut
[* 2] und den Schleimhäuten vorkommt und anfangs immer einen gutartigen Charakter besitzt.
Späterhin gehen manche in
krebsartige Neubildungen über und sind dann wie diese mit dem
Messer
[* 3] zu entfernen. (S.
Krebs.)
[* 4]
Fisch.
(Drüsenträger), Pflanzengattuug aus der Familie der
Campanulaceen (s. d.) mit gegen 15
Arten im gemäßigten
Asien
[* 5] und Europa;
[* 6] ausdauernde Kräuter mit abwechselnd oder fast quirlförmig gestellten, einfachen
Blättern und kurzgestielten,
nickenden, blauen, an der
Spitze derStengel
[* 7] in lockern
Trauben oder Rispen stehenden
Blüten, die sich von denen der Gattung
Campanula nur durch einen denGrund des
Fruchtknotens umgebenden becher- oder röhrenförmigen, drüsigen,
Nektar absondernden Wulst (Diskus) unterscheiden. In
Deutschland
[* 8] wächst nur die bis 1 m hohe Adenophora liliifolia Ledeb.
(lilienblätteriger Drüsenträger) im östlichsten Gebiete. Von sibir.
Arten kultiviert man in Gärten A stylosa Fisch.
und Adenophora verticillata Fisch.
am häufigsten. Sie lieben leichten, sandigenBoden, kommen aber auch in
Heideerde fort und werden durch
Wurzelschößlinge oder Samen vermehrt.
(lat.) hieß in der
Alchimie derjenige, der angeblich bis zur
Tiefe der Wissenschaft gelangt war, der also
Gold
[* 11] machen konnte, oder den
Stein der Weisen oder ein Elixir zur Verlängerung
[* 12] und unveränderten Fortdauer des menschlichen Lebens
hergestellt hatte.
Jetzt bezeichnet man mit Adept überhaupt den, der in die Geheimnisse einer Kunst, Wissenschaft,
Sekte eingedrungen ist.
oder Aderlaßfistel, ein Eitergang, der sich bei
Pferden und Rindern bildet, wenn zum
Aderlaß unreine
Instrumente verwendet wurden oder wenn das
Tier die Aderlaßwunde an unreinen Gegenständen scheuert. An der
verletzten
Stelle entwickelt sich eine
Entzündung, die sich durch Anschwellung und durch Entleerung eines dünnen
Eiters kennzeichnet.
Die Aderfistel kann zu sehr bedenklichen Erscheinungen führen. Erstlich wird durch Gerinnung
des
Blutes und
Bildung fester Pfröpfe innerhalb der verletzten
Ader dem cirkulierenden
Blute ein Hauptweg verlegt, wodurch
Stauungen
und Anschwellungen
vor der Aderfistel (kopfwärts) entstehen.
Die größere Gefahr jedoch besteht darin, daß durch eiterigen oder jauchigen Zerfall der Blutpfröpfe
Blutvergiftung herbeigeführt
werden kann. Im Anfange des Übels kann man durch Aufschlitzen der Hautwunde und Ausspritzen des Fistelganges
mit desinfizierenden Lösungen (z. B.
Carbolwasser 3 Proz., Sublimatwasser 1
Promille, Creolinwasser 2 Proz.)
Heilung bringen,
später ist dieselbe mit Sicherheit nur durch eine
Operation zu erhoffen, welche in einer
Unterbindung der
Ader oberhalb und
unterhalb der kranken
Stelle und Ausschneiden der letztern besteht.
(im Gegensatze zu Hirnholz), richtiger die Zeichnung, der
Flader oder die
Textur des Holzes (s. d.) genannt,
entsteht, sobald ein Baumstamm parallel zur
Achse und zwar entweder nach dem Radius (radialer Längsschnitt)
oder nach der
Sehne (tangentialer Längsschnitt) geschnitten wird.
Bei den so erhaltenen Längsschnittflächen stellen die
Jahresringe die Zeichnung des Holzes dar.
die operative Eröffnung eines blutführenden
Gefäßes, meist einer
Vene
(Venäsektion, Phlebotomie), selten
einer Pulsader
(Arteriotomie). Der Zweck des Aderlaß ist, eine gewisse Menge
Blut ausfließen zu lassen, um
entweder die Blutmenge im ganzen Körper oder in einem einzelnen Organe zu vermindern, oder die Blutbeschaffenheit zu verbessern,
oder den
Kreislauf des Blutes
[* 18] wieder anzufachen.
Allgemein hat man früher den Aderlaß bei
Entzündungen, namentlich der
Lunge,
[* 19] für
unentbehrlich gehalten.
Die neuere
Medizin bat jedoch gezeigt, daß diese
Krankheiten ohne in der Regel günstiger verlaufen, und
daß derselbe auch in vielen andern
Krankheiten, wo er ehedem üblich war (z. B. bei
Typhus, Blutspucken, Rheumatismus), durch
die darauffolgenden Schwächezustände mehr schadet als nützt. Die Präservativ-Aderlässe, welche sich insbesondere die
Landleute machen lassen, sind ganz zu entbehren. Gegenwärtig macht man den Aderlaß bisweilen
zu dem Zwecke, das
Blut von einem gesunden
Menschen in den Körper eines
Kranken überzuleiten. (S.
Transfusion.) Die
Operation
des Aderlassens geschieht vorzugsweise am
Arme, an der in der Beugeseite des Ellbogengelenks liegenden
Vena mediana, selten
am Fuße, an den Halsadern und andern
Stellen. Man umwickelt zuvor das
Glied
[* 20] oberhalb der Operationsstelle
fest mit einer
Binde, damit der Rückfluß des
Blutes durch die Hautvenen gehemmt
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