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Neuer Bahnhofplatz Bern: Weiteres Vorgehen
Das Projekt Neuer Bahnhofplatz Bern, das die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofplatzes, des Bubenbergplatzes und der Christoffelunterführung umfasst, soll dem Stadtrat und den Stimmberechtigten in zwei Varianten unterbreitet werden. Dies hat der Gemeinderat der Stadt Bern beschlossen. Die Stadtregierung trägt damit der Kritik am umstrittenen "Baldachin" Rechnung, einer gläsernen Dachkonstruktion, welche zum Wahrzeichen des neuen Bahnhofplatzes werden soll. Dem Baldachin soll in der Variantenabstimmung eine konventionelle Lösung mit mehreren herkömmlichen Perron- und Haltestellenüberdeckungen gegenübergestellt werden.
Zu diesem Vorgehen hat sich der Gemeinderat unter dem Eindruck der negativen Abstimmungsergebnisse vom 16. Mai entschlossen: Die Planung Viererfeld und das Tram Best West seien nicht zuletzt deshalb gescheitert, weil sich verschiedenste, teils widersprüchliche Einzelinteressen kumuliert hätten, erklärte Planungsdirektor Alexander Tschäppät an einer Medienkonferenz. Deshalb hätten die beiden vielschichtigen Vorlagen trotz klarer parlamentarischer Zustimmung beim Volk keine Mehrheit mehr gefunden, Beim Bahnhofplatz dürfe dies nicht passieren, betonte Tschäppät.
Das Bahnhofplatzprojekt stösst indessen nicht nur wegen der projektierten Dachlösung auf Opposition, sondern auch wegen der geplanten orthogonalen (rechtwinkligen) Verkehrsführung. Eine Variantenabstimmung zu dieser Frage komme aber aus zeitlichen, finanziellen und vor allem politischen Gründen nicht in Frage, sagte Tschäppät. Gemeinderat und Stadtrat hätten den Auftrag für eine orthogonale Verkehrsführung mehrfach bestätigt.
Das Bahnhofplatzprojekt soll dem Stadtrat im Herbst unterbreitet werden. Vors Volk gelangt die Vorlage erst im kommenden Jahr, voraussichtlich am 5. Juni 2005.