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Das Wichtigste in Kürze
- Lee Myung Bak wird Korruption, Machtmissbrauch und Steuerhinterziehung vorgeworfen.
- Der ehemalige Präsident von Südkorea sitzt derzeit in Untersuchungshaft.
- Noch ist unklar, ob die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird.
Der frühere südkoreanische Präsident Lee Myung Bak (76) ist wegen Korruption und anderer Vorwürfe verhaftet worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte das Bezirksgericht in Seoul Haftbefehl gegen den konservativen Politiker mit der Begründung erlassen, er könnte Beweismittel vernichten, wie südkoreanische Sender berichteten. Lees Nachfolgerin Park Geun Hye (66) steht derzeit ebenfalls wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht.
Lee wurde in ein Untersuchungsgefängnis im Osten von Seoul gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat 20 Tage Zeit, gegen Lee Anklage zu erheben.
Korruption, Machtmissbrauch, Steuerhinterziehung
Ermittelt wird in mehreren Fällen von Korruption, in denen auch Verwandte und frühere Berater des Politikers sowie Grosskonzerne wie Samsung verwickelt sein sollen. Es geht dabei um Millionenbeträge. Auch wird Lee Machtmissbrauch, Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sollte es zu einer Verhandlung und anschliessender Verurteilung kommen, würde ihm den Berichten zufolge eine Haftstrafe von 45 Jahre Haft drohen.