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Die Aktion von Tennis-Superstar Novak Djokovic an den French Open polarisiert weiter. Der kosovarische Tennisverband hat Djokovic nun explizit vorgeworfen, mit seinem Verhalten die Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo zu erhöhen, wie der «Guardian» schreibt.
«Kosovo ist das Herz Serbiens – hört auf mit der Gewalt», hatte der 36-Jährige nach dem Ende des Erstrundenspiels gegen Aleksandar Kovacevic auf die Kameralinse geschrieben. Dies als Reaktion auf die gewaltsamen Zusammenstösse von serbischen Demonstranten und NATO-Soldaten im Norden des Kosovos.
Die Aussage wurde ihm mehrheitlich nationalistisch ausgelegt, er beteuerte im Anschluss allerdings, dass er sich nicht politisch äussern wollte. Gegenüber serbischen Medien sagte der Tennisstar später allerdings, was er getan habe, sei «das Mindeste, was ich hätte tun können». Er fühle sich verantwortlich, als Person des öffentlichen Lebens Unterstützung zu leisten, egal in welchem Bereich.
Der kosovarische Tennisverband hatte im Anschluss vom französischen Tennisverband (FFT) und der ATP gefordert, dass Djokovic für seine Aktion bestraft wird. Dass es dazu kommt, scheint aber unterdessen unwahrscheinlich: Der FFT hat erklärt, dass man keine Stellung zum Vorfall beziehen werde – ergo scheint eine Strafe vonseiten der Turnierorganisatoren ausgeschlossen. Im Regelwerk der ATP gibt es derweil keinen Passus, der Spielern politische Botschaften explizit untersagen würde.
Djokovic hatte schon mehrfach seine serbisch-nationalistischen Tendenzen durchblicken lassen, insbesondere bezüglich des Kosovos. Im Jahr 2008, als der Kosovo sich unabhängig erklärte, richtete er eine Videobotschaft an eine grosse Menge Protestanten, welche in Belgrad gegen die Unabhängigkeit des Kosovos demonstrierte. Djokovics Aussagen waren dabei eindeutig: «Kosovo ist Serbien. Und wird es immer sein», so der damals 21-Jährige.
Im März machte zudem ein Video die Runde, in dem Djokovic den Zuschauern bei einem Basketballspiel zwischen Roter Stern Belgrad und Valencia applaudierte, als diese «Kosovo, Serbien» skandierten.
Und erst kürzlich erklärte in der italienischen Zeitung «Corriere della Sera», dass er glaube, «der Kosovo sei das Herz, das Zentrum unserer Kultur, unserer Identität, unserer Tradition und unserer Religion». Er wolle seine Kinder dort taufen.
Unterstützung bekommt Djokovic von seinem Landsmann Miomir Kecmanovic. Die Weltnummer 31 erklärte nach ihrer Erstrundenniederlage, Djokovic habe das Recht, über die Ereignisse im Kosovo zu sprechen. Er halte die Reaktionen auf Djokovic' Aktion für übertrieben.
Und auch mit Blick auf die Geschehnisse im Norden des Kosovo liess Kecmanovic durchblicken, dass er Djokovic' Ansichten teilt. Er sagte weiter: «Es besteht in der heutigen Zeit kein Grund für Gewalt. Vor allem, wenn es auf heimischem Boden passiert.» (con)
«Immer mehr spricht für ihn!», schreibt die «Bild»-Zeitung und berichtet von einem Geheimtreffen der Bayern mit Ralf Rangnick. Der 65-Jährige trainiert derzeit das Nationalteam von Österreich, mit dem er im Sommer an der EM teilnimmt.