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"Babylonian Twins" wurde im Jahre 1993 für den Amiga entwickelt und veröffentlicht. Leider geriet das Spiel aber aus diversen Gründen in die Versenkung und Vergessenheit. Das Entwicklerteam entschied sich nun 17 Jahre später das Spiel unter dem gleichen Name mit verbesserter Optik und Gameplay auf dem iPhone zu veröffentlichen. Ob sich das lange Warten gelohnt hat, lest ihr im Review.
Gestatten, Nasir und Blasir
Die zwei Titelgebenden Zwillinge (englisch twins) heissen Nasir und Blasir. Beide stecken in einem Gefängnis fest und müssen aus diesem unbedingt entfliehen, weil der Herrscher über ihr Heimatland ein übler Schurke ist. Optisch sehen sich die beiden sehr ähnlich und sind kaum zu unterscheiden, nicht so aber ihre Fähigkeiten. Während Nasir eine Keule besitzt, mit der er Krüge zerschlagen kann, nennt Blasir ein Schwert sein Eigen, und kann viel höher springen als sein Bruder. Auch wenn nun vieles für einen Dauereinsatz von Blasir spricht, werdet ihr nicht darum herumkommen zwischen den Charakteren zu wechseln. Dies wegen den Zusatzmoves der Beiden: Nasir kann ein Loch in den Boden graben und Blasir ein Loch in eine Wand schlagen.
Wozu das Ganze?
Grundsätzlich ist das Spiel in ein halbes Dutzend Welten unterteilt, mit jeweils unterschiedlich vielen Levels. Insgesamt sind es aber "bloss" 13 spielbare Levels (die Entwickler versprechen mehr), die aber allesamt einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Spiel hat eine geschätze Spielzeit von 4 Stunden. In jeden Level ist es euer Ziel vier Palmblätter zu sammeln, die euch den Abschluss der Stage ermöglichen. Die Palmblätter befinden sich oft an abgelegenen Orten, weshalb ihr unbedingt beide Charaktere einsetzen solltet. Mit Nasir grabt ihr ein Loch in den Boden, durch dies fallt ihr mit Blasir anschliessend hindurch, der dann ein Loch in die Wand rammt. Durch dieses begebt ihr euch nun mit Nasir, der in einem grossen Raum steht, wo sich ein Palmblatt befindet. Da Nasir nicht genügend hoch springen kann, switcht ihr zurück auf Blasir (dabei verwandelt sich Nasir in eine Statue). Nun hüpft ihr mit Blasir auf Nasir und erreicht so das Palmblatt.
Jede Medaille hat ihre Rückseite
Die genialen Rätsel sorgen für hohen Spielspass. Doch dieser wird durch einige unnötige Fehler gemindert. Zum einen wegen der Steuerung: Grundsätzlich ist diese mit zwei Knöpfen zum Springen und Schlagen sowie einem D-Pad zum Rennen gut ausgelegt. Doch drückt ihr auf Letzteres auch nur einen Moment zu lange, hat dies erhebliche Auswirkungen. Und oftmals drückt ihr mit dem D-Pad auch nur ganz kurz in eine Richtung, und schon fallt ihr beispielsweise einen Abgrund herunter. Ärgerlich! Der zweite grobe Patzer ist die Unübersichtlichkeit in den Levels. Zwar spricht es für das Spiel, dass die Levels äusserst gross sind – dennoch wünscht man sich häufiger eine Karte, um nicht den Überblick zu verlieren.
Technikmeisterwerk
Optisch kann man dem Spiel hingegen die Höchstpunktzahl geben. Hübsche Texturen, comichafte Charaktere und realistische Animationen zeugen von viel Mühe. Auch soundtechnisch gesehen kann das Spiel eine Auszeichnung einheimsen. Die Untermalung passt perfekt zu den jeweiligen Levels und sorgt zusammen mit der besagten Optik für eine gelungene Atmosphäre.