Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/2894

Schützenswerter Brunngraben
Zofingen mit der denkmalgeschützten Altstadt gehört zu den Ausnahmestädten, welche eine fast unberührte Naherholungszone, direkt vor den Toren, besitzt, den Brunngraben. Ein Kleinod, dem man äusserst Sorge tragen muss und für welches die Stadt eine grosse Verantwortung trägt, denn das Tal sollte so noch kommenden Generationen erhalten bleiben.
Laut der Bau- und Nutzungsordnung gehören Teile zur Naturschutzzone. Wir müssen aber aufhören mit der kleinlichen Pflästerli-Politik, denn wir haben erlebt, dass ein bisschen Bachlauf, ein bisschen Weiher mit Gehölzen, Teile von Abhängen in einem Tal, usw. nicht genug bringt. Um eine Gegend zu schützen und für die Nachkommen zu erhalten, braucht es den Schutz des Ganzen.
Nun, vor nicht ganz 50 Jahren wurde die Bewilligung zum Abbruch des mitten im Brunngraben stehenden «Kunzenbads» und gleichzeitig eine Bewilligung zum Bau eines Einfamilienhauses mit Büro und einem separaten Ersatzbau für das ehemalige Badhaus erteilt. Damals durfte das Haus nicht zu gross werden und es wurde sehr darauf geachtet, dass es sich gut in die Landschaft einfügte. Nun haben sich die Gesetze im Bauwesen im Laufe der Jahre geändert und ein Gesuch zum Ausbau des Wohnhauses mit fünf bis sieben Wohnungen und sieben Aussenparkplätzen wurde eingereicht! Ein Mehrfamilienhaus also, aber dies wäre dann der Anfang vom Ende des noch weitgehend intakten Brunngrabens. Mit dem dreimaligen Nein der Ortsbürger, also einer beträchtlichen Zahl der Zofinger Einwohner, zur terrassierten Hangüberbauung, ist die Antwort zum Erhalt des Brunngrabens, so wie er heute ist, eigentlich schon gegeben.
Schützenswerter Brunngraben