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(Kt. Tessin,
Bez. Mendrisio).
236 m. Gem. und Pfarrdorf, an der Grenze gegen Italien, an der
Faloppia und nahe
der
Breggia, 5 km sö.
Mendrisio. Sehr wichtige Grenzstation der Gotthardbahn. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen Chiasso-Morbio
Inferiore. Zollamt. 310
Häuser, 3970 Ew., wovon 220 Reformierte. Tabak-,
Mais- und Weizenbau. Bedeutende industrielle Tätigkeit: 10 Zigarren-
u. Tabakfabriken, grosse Zementfabrik, Limonaden-, Teigwaaren- und Cacaofabrik. Zwei Amerikanermühlen,
eine Druckerei, 10 grosse Weingeschäfte.
Ca. 15 Versand- und Commissionsfirmen, 3 Bankhäuser. Mehrere gemeinnützige und
wohltätige Gesellschaften, Unterstützungskasse auf Grundlage der Gegenseitigkeit. Der
Ort selbst ist ein schönes Städtchen
italienischen Gepräges, seine Bewohner sind lebenslustig und lebhaft. An Sonntagen wird Chiasso von den Bewohnern der benachbarten
italienischen Ortschaften,
namentlich auch von Como, häufig als Ausflugsziel erwählt.
entspringt in 835 m im Thälchen La Dré oder La
Drai, ö. Le
Fornet Dessous, fliesst zunächst in wö., dann in sö. Richtung und mündet bei
Sapran (wo früher ein Dorf mit
katholischer
Kapelle und Pfarrwohnung stand) in 745 m von links in die
Sorne. Im Dialekt Ave-tschie-Re =
Eau chez Rais (Familienname);
sollte daher richtiger Tschieré geschrieben werden.
(Kt. Waadt,
Bez. Aigle,
Gem.
Bex). 564-440 m. Hügellandschaft, zwischen
Bex,
Lavey le Village und
Saint Maurice,
am rechten Ufer der
Rhone. Senkt sich nach O. und gegen
Bex in abwechselnd sanft gerundeten und wieder stark terrassierten
Hängen, die beinahe völlig mit
Wald und Kastanienhainen bestanden sind. Der Hügel von
Duin (mit altem Burgturm, heute Gastwirtschaft)
ist der vorgeschobenste Punkt dieses unregelmässig und stark gewellten Geländes, in dem Hügel mit
Thal, Baumgruppen mit Weinreben,
Feld u.
Wiesen, Bauernhöfe mit schönen Landhäusern abwechseln. 22
Häuser 146 reform. Ew.
Telephon. In geologischer Hinsicht ist diese Hügelgegend von der am andern Ufer der
Rhone bei
Vérossaz in Terrassen aufsteigenden
Landschaft nicht zu trennen, indem beiderseits die Lagerung der Schichten eine völlig übereinstimmende
ist.
Die Kalkbänke an der Basis sind von sehr wechselndem Aussehen; die wenigen hier gefundenen Fossilien weisen sie dem Neocom
zu. Auf dem
Rücken steht häufig ein toniger und schiefriger Kalkstein ohne jede Spur von Fossilien an, dessen Verwitterungsrückstand
einen für den Anbau der Weinrebe äusserst günstigen Boden bildet. Es erfreuen sich denn auch die Weine
von
Les Caillettes und
Crie in der Gegend eines wohlverdienten guten
Rufes. In einer der Bodensenken der Hochfläche liegt der
heute zu einem beinahe ausgetrockneten
Sumpfe zusammengeschrumpfte einstige kleine
See von
Luissel, in dessen Nachbarschaft
die Ueberlieferung den Schauplatz einer ehemaligen grossen Schlacht verlegt. (Vergl. die Art.
Bex¶
mehr
und Chatel). 1791 hat man hier in einer Tiefe von 2 m vergraben Waffen aus der Bronzezeit aufgefunden, die heute in den Museen
von Lausanne undBern
auf bewahrt sind.