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Grossbritannien: Neue Richtlinien für die Strafzumessung bei Tierschutzdelikten
Das britische „Sentencing Council“ hat neue Richtlinien für die Strafzumessung bei Tierschutzdelikten in England und Wales veröffentlicht, die am 1. Juli 2023 in Kraft treten werden. Die aktualisierten Richtlinien, die im Zuge der Änderungen durch den Animal Welfare (Sentencing) Act 2021 erarbeitet wurden, bieten Richtern und Staatsanwälten erstmals eine Orientierungshilfe für die Verurteilung von schwersten Tierquälerei-Delikten, einschliesslich der Verursachung unnötigen Leidens, des Kupierens von Schwänzen und von Tierkämpfen. Ein zweiter Leitfaden befasst sich mit dem „Versäumnis, das Tierwohl sicherzustellen“ (Failure to Ensure Animal Welfare). Dieser Leitfaden, der sich ausschliesslich an Richter und Staatsanwälte wendet, enthält strafverschärfende Faktoren wie eine erhebliche Anzahl geschädigter Tiere oder Straftaten, deren Motivation auf finanziellem Gewinn basiert. Beide Richtlinien sind nur für die Strafzumessung bei erwachsenen Täterinnen und Täter anwendbar und sind das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation und einer Analyse der derzeitigen Strafzumessungspraxis.