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Zwei Fischmahlzeiten pro Woche erzielen etwa einen Drittel des Effekts, den ein starkes Medikament hat.
Etwa ein Drittel des Effekts, den ein starkes Medikament bei Rheuma erzielt, lässt sich möglicherweise auch erreichen, indem man Fisch verspeist. Das berichten Forscher aus den USA. An ihrer Studie nahmen 176 Personen teil, die im Durchschnitt seit etwa neun Jahren an Rheuma litten. Die meisten davon waren Frauen um die 60 Jahre.
Tatsächlich bestand ein Zusammenhang zwischen dem Rheuma und dem Fischkonsum: Jede Fischmahlzeit pro Woche reduzierte die Krankheitsaktivität messbar. Als Mass galt dabei der DAS28-CRP-Wert. Er berücksichtigt, wie viele von 28 Gelenken geschwollen sind oder schmerzen, wie hoch der Entzündungswert im Blut ist und wie sich der Patient insgesamt fühlt. (Lesen Sie unten weiter...)
Dieser Wert lag bei jenen, die mindestens zweimal wöchentlich Fisch assen, rund 0,5 Punkte tiefer, verglichen mit Studienteilnehmern, die weniger als einmal pro Monat Fisch verzehrten. Jede zusätzliche Fischmahlzeit pro Woche reduzierte den Wert um 0,18 Punkte. Zum Vergleich: In Studien, welche die Wirkung des Rheumamedikaments Methotrexat testeten, sank der Wert um 1,2 bis 1,6.
Bereits bekannt ist, dass Fischöl die Entzündung in rheumatischen Gelenken dämpfen kann. Der Grund dafür sind die antientzündlich wirkenden Omega-3-Fettsäuren im Fischöl.
In der aktuellen Studie hatte der Fischkonsum aber auch dann eine wohltuende Wirkung auf die Gelenke, wenn die Teilnehmer zusätzlich Fischöl einnahmen. Ein Manko der Studie ist, dass sie den Zusammenhang nicht beweisen kann. Zudem beruhten die Angaben zum Fischkonsum auf Selbstauskunft.
«Arthritis Care and Research», 2017 (Englisch)