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- Wegen der Coronapandemie sanken die Ausfuhren im April saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 11.7 Prozent.
- Die Einfuhren sanken noch stärker, und zwar um 21.9 Prozent.
- Die Uhrenexporte sind mit einem Minus von mehr als 80 Prozent am meisten betroffen.
Die Ausfuhren fielen auf 16.71 Milliarden Franken. Preisbereinigt resultierte ein Rückgang von 10.0 Prozent. Noch stärker verringerten sich demnach die Einfuhren, und zwar auf 12.38 Milliarden Franken (preisbereinigt: -17.8 Prozent). Für die Handelsbilanz ergibt dies einen sehr hohen Überschuss von 4.33 Milliarden Franken, wie Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilt.
«Historische Dimensionen»
Der Corona-Lockdown in der Schweiz und in zahlreichen anderen Ländern zeige sich nun auch im Aussenhandel, heisst es in der Mitteilung der EZV weiter. Der Exportrückgang habe gar historische Dimensionen. Es sei der höchste je gesehene saisonbereinigte Rückgang innert eines Monats. Sämtliche Sparten hätten Rückgänge registriert.
Dies gilt auch für die chemisch-pharmazeutische Industrie, die im Vormonat noch ein starkes Exportwachstum verzeichnet hatte und damit in der Statistik die ersten Coronaeffekte in anderen Branchen verwässert hatte.
Lieferungen nach Nordamerika stark rückläufig
Nach Regionen gingen die Ausfuhren in alle drei grossen Absatzmärkte zurück. Die Lieferungen nach Nordamerika (-30.4 Prozent) waren dabei stärker rückläufig als jene nach Europa (-13.1 Prozent) und Asien (-7.9 Prozent)
Bei den Importen bildeten sich die Einfuhren aus Nordamerika um einen Viertel, jene aus Europa um ein Fünftel und jene aus Asien um 22 Prozent zurück.