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Mit Spanx wurde Sara Blakely zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt. Denn Millionen Frauen hatten auf die formende Unterwäsche gewartet – selbst Filmstars.
Warum sich unter den Abendkleidern der Stars auf dem roten Teppich nie das geringste Fettwülstchen abzeichnet, weiss in den USA jede Frau: Spanx. Zudem ist die von Sara Blakely ausgetüftelte Unterwäsche hauchdünn.
Die blonde junge Frau, die eigentlich Anwältin werden wollte und zweimal an der Aufnahmeprüfung der Universität gescheitert war, hatte keine Zukunftspläne. Sie wusste nur, dass sie nicht ewig Faxmaschinen verkaufen wollte. Aber sie war gut. Ihr Verkaufstalent war so beachtlich, dass man sie bereits mit 25 zur Ausbildnerin machte. Zwei Jahre später wurde sie nach Atlanta, Georgia, versetzt. Auf ihrem Sparheft waren 5'000 Dollar und in ihrem Kopf präzise Ideen, wie die Unterwäsche auszusehen hatte, mit der sich unter Kleidern und Hosen nichts abzeichnete. Sara Blakely behielt ihren Achtstundenjob und rief in ihrer Freizeit Strumpfhosenhersteller an, um ihr Projekt vorzustellen.
Das erste Spanx-Modell war eine Art Strumpfhose bis zur Mitte der Unterschenkel, die fest war um Hüften und Oberschenkel, dann dünner wurde und mit einem kräftigen Band abschloss, das sich nicht kringelte. Blakely gründete eine Firma, meldete ihr Patent an und suchte nach einem Namen: Spamx - das habe, sagt Blakely, fröhlich geklungen, etwas frech, weil man natürlich unweigerlich an "spanken" (Hintern versohlen) denke, aber schliesslich gehe es hier auch um Hintern. Ausserdem sei Spanx ein einprägsames Wort. Bei der Verpackung entschied sie sich für leuchtendes Rot.
Das Warenhaus Neiman Marcus stimmte als erstes zu, Spanx ins Sortiment aufzunehmen. "Wir waren hingerissen von ihr", sagte CEO Karen Katz später, "und sie wollte ein uraltes Frauenproblem lösen." Natürlich gab es immer noch Gummischlüpfer in den Unterwäscheabteilungen. Aber welche Frau tat sich die scheusslich hautfarbene Fessel an? Sara Blakelys Alternative war federleicht und meist billiger.