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Datengrundlage
Der Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS) basiert auf Aufnahmen von 573 Ortspunkten aus der Deutschschweiz und den angrenzenden Piemonteser Walsersiedlungen. Die Aufnahmen wurden 1939– 1958 von Konrad Lobeck, Robert Schläpfer und Rudolf Trüb sowie Heinrich Baumgartner und Rudolf Hotzenköcherle gemacht. Sie bestehen aus Antworten auf ungefähr 2600 Fragen.
Als Gewährspersonen bevorzugten die Exploratoren ältere Menschen, deren Eltern auch bereits in diesem Ort aufgewachsen waren. Eine Aufnahme an einem Ort dauerte bis zu einer Woche. Die Antworten schrieben die Exploratoren akribisch in einer auf dem System von Böhmer und Ascoli basierenden Lautschrift nieder. Anmerkungen und Erläuterungen wurden gewöhnlich in Stenografie nach Stolze/Schrey festgehalten. Insgesamt wurden über drei Millionen Wörter und über zehntausend Skizzen und Zeichnungen gesammelt. Aus diesem Datenmaterial konnten dann die Karten erstellt werden.
Der Sprachwissenschafter Rudolf Hotzenköcherle und der Volkskundler Paul Geiger bei einer Probeaufnahme 1938 in Hüttwilen TG:
Beispiel der Fragebuchseite 84 des Explorators Robert Schläpfer:
Beispiel der originalen Aufnahmeseite 84 aus Hüttwilen TG: