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Kerning ist ein Verfahren, mit dem der Abstand zwischen bestimmten Zeichenpaaren vergrössert bzw. verkleinert wird. Die Anpassung der Laufweite ermöglicht dagegen das Vergrössern bzw. Verkleinern der Abstände innerhalb eines ganzen Textes. Sie können Schrift automatisch unterschneiden, indem Sie das metrische oder optische Kerning verwenden. Beim metrischen Kerning kommen die in den meisten Schriftarten bereits enthaltenen Kerning-Paare zum Einsatz, die Informationen über den Abstand bestimmter Buchstabenpaare enthalten. Beim optischen Kerning wird der Abstand zwischen benachbarten Zeichen auf der Grundlage der Zeichenform angepasst. Einige Schriftarten enthalten feste Kerning-Paarbestimmungen.
Manuelles Kerning ist ab und zu ratsam. Der Layouter entscheidet dabei bei jeder Buchstaben-Kombination erneut. Manuelles Kerning kann hier eingestellt werden:
Hier gibt es zwei Varianten, eine für Deutsch in Deutschland, eine für Deutsch in der deutschsprachigen Schweiz. Die französische Schweiz hat wieder eigene Regeln. Wichtig hier ist die Auswahl der richtigen Spracheinstellungen im Absatz- oder Zeichenformat.
Satzzeichen und Buchstaben wie «W» können die linke oder rechte Kante einer Spalte ungleichmässig wirken lassen. Über den optischen Stegausgleich wird gesteuert, ob Satzzeichen (z.B. Punkt, Komma, Fragezeichen und Gedankenstrich) sowie Kanten von Buchstaben (z.B. W und A) etwas über den Rand hinausgehen sollen, um eine optisch gleichmässige Ausrichtung der Textstege zu erreichen.
Der Text kann an einer oder beiden Kanten (oder dem inneren Versatz) eines Textrahmens ausgerichtet werden. Ist ein Text an beiden Seiten ausgerichtet, wird dies als Blocksatz bezeichnet. Wenn alle Textzeilen als Blocksatz ausgerichtet sind und den Adobe-Absatzsetzer verwendet wird, wird der Text zeilenweise verschoben, damit der Absatz eine gleichmässige Textdichte und ein ansprechendes Layout aufweist. Bei Blocksatz können die Absätze eingestellt werden. Aber immer daran denken: Die richtige Spracheinstellung im Absatz- bzw. Zeichenformat beeinflusst die Trennungen im Blocksatz.
Die Einstellungen für Silbentrennung und Ausrichtung wirken sich auf den horizontalen Abstand der Zeilen und das optische Erscheinungsbild von Text auf einer Seite aus. Mit den Silbentrennungsoptionen wird bestimmt, ob Wörter getrennt werden können und welche Trennstellen zulässig sind.
Wörter mit mindestens: Gibt die Mindestzeichenanzahl für zu trennende Wörter an.
Kürzeste Vorsilbe: Gibt die Mindestzeichenanzahl am Beginn oder Ende eines Wortes an, die durch einen Trennstrich umbrochen werden darf. Wenn Sie z.B. jeweils den Wert «3» eingeben, würde das Wort internationale nach einer Silbentrennung als inter-nationale, nicht aber als in-ternationale oder als internationa-le erscheinen.
Max. Trennstriche: Gibt die maximale Anzahl von Trennstrichen an, die in aufeinanderfolgenden Zeilen angezeigt werden können. Bei einem Wert von 0 sind unbegrenzt viele Trennstriche zulässig.
Trennbereich: Geben Sie an, wie gross der Abstand in Text ohne Blocksatz am Zeilenende sein darf, bevor ein Wort getrennt wird. Diese Option betrifft nur die Verwendung des Ein-Zeilen-Setzers für Text ohne Blocksatz.
Optimale Abstände/Anzahl der Trennstriche: Um die Balance zwischen diesen Einstellungen zu ändern, passen Sie den Schieberegler unten im Dialogfeld an.
Grossgeschriebene Wörter trennen: Damit für grossgeschriebene Wörter keine Silbentrennung vorgenommen wird, müssen Sie diese Option deaktivieren.
Letztes Wort trennen: Wenn Sie verhindern möchten, dass das letzte Wort in einem Absatz getrennt wird, deaktivieren Sie diese Option.
Silben über Spalte hinweg trennen: Damit Wörter nicht über eine Spalte, einen Rahmen oder eine Seite hinweg getrennt werden, müssen Sie diese Option deaktivieren.
Das ken-nen wir doch alle. Immer die-se witzigen Trennun-gen. Bitte hier mal genau nachschauen. Und wenn man noch nicht weiss, ob getrennt werden muss oder nicht, sollte der bedingte Trennstrich eingesetzt werden. Denn nur bei einer Trennung erscheint er, sonst eben nicht!
Dabei bezeichnet das Hurenkind die letzte Zeile eines Absatzes, die zugleich die erste Zeile einer neuen Seite oder Spalte ist.
Beim Schusterjungen ist es genau umgekehrt: Es bezeichnet die erste Zeile eines Absatzes, die einsam am Ende einer Seite oder Spalte steht und dann umbrochen wird.
Meine Eselsbrücke zum Merken: Schusterjungen haben was mit Schuhen zu tun, sie sind also immer unten!
In InDesign kann das verhindert werden mit folgender Einstellung.
Ziffern stellen eine besondere Herausforderung dar. Sind Ziffern im Lauftext enthalten, sollen sie sich harmonisch in den Text einfügen. Sind sie jedoch in Tabellen zu finden, wie z.B. in Jahresberichten, sollten alle Ziffern schön untereinander ausgerichtet sein. Gute OpenType-Schriften bieten da eine Menge Möglichkeiten. InDesign kann hier unterstützen, wenn man weiss, wo all die Einstellungen versteckt sind.
Ein Blick in der Opentype-Panel zeigt schon an, was die Schrift mitbringt. Alle nicht verfügbaren Möglichkeiten stehen in eckigen Klammern.
Es werden Ziffern mit normaler Höhe bereitgestellt, die dieselbe Breite haben. Diese Option eignet sich für Fälle, in denen sich eine Zahlenreihe über mehr als eine Zeile erstreckt (z.B. in Tabellen).
Es werden Ziffern mit unterschiedlicher Höhe und Breite bereitgestellt (Dickte). Diese Option empfiehlt sich für ein klassisches, stilisiertes Aussehen von Text, in dem keine Grossbuchstaben verwendet werden.
Es werden Ziffern mit normaler Höhe und unterschiedlicher Breite bereitgestellt (Dickte). Diese Option empfiehlt sich für Text, in dem Grossbuchstaben verwendet werden.
Es werden Ziffern mit unterschiedlicher Höhe und fester, identischer Breite bereitgestellt (Dickte). Diese Option eignet sich für Texte, die das klassische Aussehen von Mediävalziffern haben sollen, jedoch in Spalten ausgerichtet werden (z.B. Geschäftsberichte).
Zahlen-Glyphen verwenden das Standardzahlenformat der aktuellen Schriftart.
Das Ziffernleerzeichen ist so breit wie eine Ziffer in der Schrift und dient zum Ausrichten von Ziffern in Finanztabellen.
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Unsere InDesign-Seminare sind modular aufgebaut und bereiten Sie optimal auf die verschiedenen Einsatzgebiete und Arbeitsmethoden vor.
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