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Der Krieg als ethische Herausforderung
Der Ukraine-Krieg bringt nicht nur politische, sondern auch ethische Positionen ins Wanken.
Wie positionieren wir uns persönlich?
Dürfen oder müssen Christ:innen Kriegsdienst leisten? Wie halten wir es mit dem Gebot Jesu, den Feind zu lieben und, wenn er zuschlägt, «auch die andere Backe hinzuhalten»? Darf man für den Sieg einer Kriegspartei beten? Können wir sonntags Gott um die «Kraft und Zuversicht» bitten, «die der Waffen Joch zerbricht» (RGB 518), und werktags Waffenlieferungen gutheissen? Wann und unter welchen Bedingungen ist der Einsatz von Gewalt ethisch zu rechtfertigen oder gar geboten? Gibt es einen gerechten Krieg?
Die eine christliche Friedensethik, die solche und ähnliche Fragen letztgültig beantwortet, gibt es nicht. Aber es gibt Werte, Normen und Konzeptionen, mit denen wir uns auseinandersetzen können und die uns als Christ:innen helfen, unsere ethischen Überzeugungen zu überprüfen, zu begründen, zu schärfen und anzupassen - oder aufgrund neuer Einsichten auch zu ändern.
Michael Coors, ao. Professor für theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik an der Universität Zürich, macht uns mit verschiedenen friedensethischen Ansätzen bekannt und stellt auch seine eigene Position vor und zur Diskussion. Für Rückfragen und Austausch im Plenum ist genügend Zeit vorgesehen.
Interessierte Zeitgenoss:innen sind herzlich eingeladen!
Es ist keine Anmeldung nötig.