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Endlich kann die 40-jährige Astrid Suter das Schlafzimmer wieder mit ihrem Ehemann teilen und dabei gut ein- und durchschlafen. Jahrelang litt sie an einer chronischen Schlaflosigkeit (Insomnie). Erst eine stationäre Therapie in der Klinik für Schlafmedizin befreite sie aus dem Teufelskreis des Nicht-schlafen-Könnens und der Abhängigkeit von Schlafmitteln.
Bereits als Teenager hatte Astrid Suter immer wieder Phasen, in denen sie schlecht schlief. Zum Beispiel bei Prüfungsstress. Nachdem sie mit 30 Jahren Mutter wurde, kam jede Menge Schlafmangel hinzu. Zehn Jahre später, als ihre Kinder sie nachts nicht mehr so häufig brauchten, hatte sie weiterhin grosse Mühe, abends in den Schlaf zu finden – oder wachte nachts auf. «Weil ich das Gefühl hatte, dass mich jegliches Geräusch und jede Art von Ablenkung im Schlafzimmer störten, schliefen mein Mann und ich fortan in getrennten Zimmern», erklärt Suter. Auch die Schlaftabletten, die ihr der Hausarzt verschrieben hatte, nahm Astrid Suter mittlerweile regelmässig ein.
Nachdem sie der Hausarzt schliesslich an die Zurzach Care Klinik für Schlafmedizin überwiesen hatte, wurde durch eine ausführliche Anamneseerhebung inklusive Schlaflabor-Analyse festgestellt, dass Astrid Suter an einer chronischen Insomnie leidet.
«Meine Therapeutin, Sarah Rey, erklärte mir, dass mein Schlafproblem durch Informationsvermittlung (eine Art Schlafschule), Verhaltensänderungen in Bezug auf die Bettliegezeiten sowie mithilfe von Entspannungsübungen – beziehungsweise dem Lernen zu entspannen – überwunden werden kann. Allenfalls könnte ich auch die Schlafmedikamente ganz weglassen. Ich musste keine Sekunde überlegen. Das war meine Chance. Jedoch hatte ich grosse Bedenken, ob ich es schaffen würde, das umfangreiche Therapieprogramm wegen meines Arbeits- und Familienalltags umzusetzen», so Suter.
Daraufhin bot die Klinik für Schlafmedizin Astrid Suter an, die Therapie abseits des Alltags in einem dreiwöchigen stationären Aufenthalt zu starten.
Der Aufenthalt in der Klinik war von einem gut getakteten Wochenplan geprägt. Die Kombination aus aktivierenden und entspannenden Therapien war wichtig, um Struktur in den Schlaf-Wach-Rhythmus zu bringen.
Nach etwa zwei Wochen sollte sich Astrid Suter dann von ihrem Schlafmittelkonsum verabschieden. Sie erinnert sich: «Der Weg zu meinem natürlichen Schlafbedürfnis war bereits herausfordernd. Jetzt auch noch ohne die Tabletten, das fühlte sich für mich an, als müsste ich wieder von vorne beginnen. Doch es besserte sich überraschend schnell.»
Heute geniesst Astrid Suter das Leben mit ihrer Familie achtsamer und wacher denn je. Eine schlechte Nacht gibt es immer mal wieder, aber das ist okay; denn sie hat nun das Rüstzeug, um ihre Schlafprobleme selbständig in den Griff zu bekommen.