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Der 62-jährige Schriftsteller bereichere die Literatur mit packenden und phantasievollen Geschichten. Seine wachen Augen, sein kulturelles Wissen und seine Lust auf formale Erfindungen und Experimente bescherten den Leserinnen und Lesern ein vielfältiges Bild der Surselva und der Lebenswelten in den alpinen Räumen, schrieb die Bündner Regierung am Donnerstag in ihrer Mitteilung.
Als Hauptwerk Tuors könne die Surselver Trilogie Giacumbert Nau (1988), Onna Maria Tumera (2002), Settembrini (2006) bezeichnet werden. Bereits mehrfach wurde Leo Tuor für sein Schaffen mit namhaften Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit dem Schweizerischen Schillerpreis (2007) und dem Bündner Literaturpreis (2009).
In Zürich, Fribourg und Berlin studierte der Preisträger Philosophie, Geschichte und Literatur. Daneben verbrachte Tuor viele Jahre den Sommer als Schafhirt auf der Greina.
Ausserdem vergibt die Regierung sechs Anerkennungspreise und fünf Förderpreise in der Höhe von je 20000 Franken. Die Preise werden, sofern die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus dies zulassen, im Rahmen einer Feier am 28. Mai 2021 in Sumvitg überreicht.
(sda)