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Als zweitjüngstes der elf Kinder des Emil und der Josephine Scherwey-Grossrieder von Elswil erblickte Josefine am 6. März 1922 das Licht der Welt. Auf dem grossen Bauernhof lernte sie schon früh Hand anlegen. Der Schule entlassen, hat Josefine eine Lehre als Damenschneiderin absolviert und zugleich Französisch gelernt, und zwar in der Providence in Freiburg. Danach hat sie daheim in Elswil gearbeitet, auf dem Hof, da 1942 die Mutter früh starb. Josefine war eine wichtige Stütze für die Familie. Nachts hat sie oft genäht für andere Leute, und sie ging auf Stör. Mit Linus Schneuwly hat Josefine 1951 den Bund fürs Leben geschlossen und zog ins Dorf, ins Elternhaus des Gatten an der Schlösslistrasse. Zusammen haben sie gearbeitet und gesorgt für die drei Söhne und vier Töchter, die ihrer ehelichen Gemeinschaft geschenkt wurden. Es gab viel zu tun auf dem kleinen Bauernhof, der 1963, wegen Verlust der Pacht, aufgegeben werden musste.
Josefine Schneuwly-Scherwey war lange Zeit verantwortlich für die Arbeit in der Nähstube, nahm rege teil an Anlässen der Frauengemeinschaft und des Landfrauenvereins und sang viele Jahre im Frauenchor mit. Sie hat manch krankem oder einsamem Menschen eine Freude bereitet.
Kraft, um die vielfältige Verantwortung zu tragen, fand sie im Gebet, bei der Mitfeier der heiligen Messe oder einer Andacht zu Ehren Mariens. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, durfte Josefine mit ihrem Gatten ruhigere Jahre verbringen. 2002 erlitt ihr Mann einen Schlaganfall, der zur Folge hatte, dass das Gehen erschwert wurde und er immer öfter auf Betreuung angewiesen war. Josefine hat ihn liebevoll begleitet, unterstützt von der Familie und dem Spitex-Dienst. Nach dem Tod von Linus im August 2006 haben Kinder und Grosskinder ihr Gesellschaft geleistet. Anfang August erlitt Josefine einen Schwächeanfall und war seither auf steten Beistand angewiesen. Am Samstagabend, 20. Dezember 2008, hörte ihr Herz auf zu schlagen. In der Erinnerung lebt Josefine mit ihrer Warmherzigkeit, mit ihrer starken Liebe und Güte, ihrer stets freundlichen Art, ihrer Schaffenskraft und ihrem grossen Wirken weiter. Eing.