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Bei der Präsidentenwahl in Südkorea hat der linksgerichtete Kandidat Moon Jae In Prognosen zufolge mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Der Kandidat der Demokratischen Partei kam demnach auf 41,4 Prozent der Stimmen und lag damit weit vor seinen Konkurrenten.
Drei Fernsehsender veröffentlichten die Prognosen am Dienstag nach Schliessung der Wahllokale. Der Konservative Hong Joon Pyo von der Regierungspartei der von ihrem Amt enthobenen Staatschefin Park Geun Hye kam demnach auf 23,3 Prozent der Wählerstimmen, der Mittepolitiker Ahn Cheol Soo auf 21,8 Prozent.
Die Neuwahlen in Südkorea waren notwendig geworden, nachdem Staatschefin Park wegen eines Korruptionsskandals ihres Amtes enthoben worden war. Beobachter hatten wegen der Affäre mit einer Abstrafung der konservativen Regierungspartei bei der Wahl gerechnet.
Der Triumph Moons könnte nun eine Kursänderung Seouls sowohl gegenüber Nordkorea als auch den USA zur Folge haben. Moon befürwortet einen Dialog mit Pjöngjang und will eine grössere Unabhängigkeit von den USA, die mit Zehntausenden in Südkorea stationierten Soldaten zu den engsten Verbündeten des Landes zählen. Kritiker werfen Moon einen zu zurückhaltenden Kurs gegenüber Pjöngjang vor. (sda/afp)
Polens Präsident Andrzej Duda hat am Montag das neue Kabinett des bisherigen nationalkonservativen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki vereidigt, obwohl dessen Partei PiS keine Regierungsmehrheit im Parlament hat. Er freue sich über den hohen Anteil an Frauen und die vielen jüngeren Mitglieder des Kabinetts, sagte Duda bei der Zeremonie im Warschauer Präsidentenpalast.