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Die vorwiegend an Privatanwender gerichtete Antivirussoftware Microsoft Security Essentials (MSE) soll bereits ab 23. Juni als Beta-Version zum Download angeboten werden. Das auf 75'000 Downloads limitierte Beta-Angebot soll allerdings nur Nutzern in den USA, Israel und Brasilien, sowie etwas später auch in China, zur Verfügung stehen. User in der Schweiz, Deutschland und Österreich werden sich jedoch noch bis in die zweite Jahreshälfte gedulden müssen. Microsoft will MSE erst dann in einer 32- und einer 64-Bit-Variante in insgesamt weiteren 15 Ländern lancieren.
Das unter dem Codenamen "Morro" entwickelte Antivirus-Softwarepaket soll neben einem Echtzeitscan und Schutz vor Rootkits auch einen dynamischen Signaturendienst enthalten. Dabei schickt die Software bei verdächtigen Anwendungen eine Anfrage an einen Server im Internet, um zu prüfen, ob dieser aktuellere Informationen über das verdächtige Programm hat, um dieses als "gut" oder "böse" einzustufen.
MSE soll nicht per Windows Update verteilt werden, sondern explizit und separat heruntergeladen werden müssen. Auch soll die Antivirensoftware kein fester Bestandteil von Windows 7 werden, um damit allfällige Schwierigkeiten mit Kartellbehörden zu umgehen. Für Raubkopierer will Microsoft aber keinen Schutz vor bösen Internetgeistern bieten: Die Software prüft bereits bei der Installation, ob es sich beim Betriebssystem um eine rechtmässig lizenzierte Version handelt. Ist dies nicht der Fall, wird die Installation verweigert. (bt)