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Wie der Schweizer Presserat in einer Mitteilung schreibt, seien die Schlagzeilen der BaZ «nicht auf Fakten gestützt» gewesen. Die BaZ habe mit ihren Artikeln sowohl die Unschuldsvermutung als auch die Wahrheitspflicht verletzt. Der Presserat hiess die Beschwerde der Gemeinde Reinach in diesen beiden Punkten gut. Darüber hinaus wurde die Beschwerde abgewiesen.
Titel suggerierten falsche Tatsachen
Der Presserat bemängelte die jeweiligen Titel der Artikel («Sex mit Minderjährigen in Reinacher Asylheim» und «Strafuntersuchung zu Sex in Reinacher Asylheim»). Wenn man nur die Titel läse, gehe man davon aus, dass die Sex-Affäre erwiesen sei. Dies ist allerdings nicht der Fall. Keine Zustimmung erhält die Gemeinde hingegen beim Vorwurf, dass die Berichterstattung der BaZ den Gemeindepräsidenten Urs Hintermann mit einer irreführenden Kombination von Text und Bild mit der Affäre in Zusammenhang gebracht habe.
Keine direkten Folgen
Gravierendere Folgen, ausser einem Glaubwürdigkeitsverlust, wird die Basler Zeitung von diesem Vorfall wohl nicht davontragen müssen. Wie die Gemeinde Reinach jedoch in einer Medienmitteilung von heute Montagmorgen schreibt, habe Hintermann «in Absprache mit dem Gemeinderat» eine Strafanzeige «wegen diverser Ehrverletzungsdelikte» gegen den betroffenen BaZ-Redaktor eingereicht. Dem Gemeindepräsidenten war von der BaZ vorgeworfen worden, er habe die Affäre «vertuschen» und die Untersuchung «behindern» wollen.