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Was wir über Johanniskraut wissen
Johanniskraut ist ein organisches Heilmittel, das seit Jahrhunderten zur Behandlung von psychischen Problemen eingesetzt wird. Heute wird es vor allem als nicht verschreibungspflichtiges Mittel zur Behandlung von mittelschweren und auch leichten Depressionen eingesetzt, gelegentlich auch bei saisonalen Depressionen, leichter Ängstlichkeit und Schlafproblemen. Der Kräutername für Johanniskraut ist Hypericum perforatum, und es wird auch manchmal als „Hypericum“ vermarktet und vertrieben. Es hat viele energetische Materialien, einschließlich Hypericin und auch Hyperforin, von denen angenommen wird, dass sie den Geisteszustand beeinflussen.
Wie wirkt Johanniskraut?
Es wird angenommen, dass Johanniskraut auf eine vergleichbare Weise wie herkömmliche Antidepressiva wirkt. Forschungen legen nahe, dass es die Aufgabe von Bewusstseins-Chemikalien wie Serotonin und Noradrenalin fördert, von denen angenommen wird, dass sie eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Gemütszustandes spielen. [1]
Lange Zeit nahmen Wissenschaftler an, dass eine Chemikalie im Johanniskraut namens Hypericin für seine stimmungsaufhellende Wirkung verantwortlich ist. Viel neuere Informationen empfehlen, dass verschiedene andere Chemikalien wie Hyperforin eine größere Funktion spielen könnten. Diese Chemikalien wirken auf Träger im Nervensystem, die den Gemütszustand regulieren.[2]
Kann Johanniskraut mir helfen?
Wenn Sie unter Depressionen oder einem reduzierten Gemütszustand leiden, können Sie Johanniskraut als pflanzliche Alternative zu Antidepressiva ausprobieren. Während Sie Johanniskraut ohne Rezept in der Apotheke kaufen können, ist es am besten, sich zunächst von Ihrem Hausarzt beraten zu lassen. Wenn Sie irgendwelche Probleme mit Ihrer psychischen Gesundheit haben und sich bezüglich der Therapiemöglichkeiten unsicher sind, ist es immer hilfreich, dies mit Ihrem Arzt durchzusprechen, bevor Sie sich entscheiden.
Studien deuten darauf hin, dass Johanniskraut in manchen Fällen genauso zuverlässig wie einige Antidepressiva bei leichten oder mittelschweren Depressionen wirken könnte. Es könnte zusätzlich weniger oder viel weniger starke Nebenwirkungen verursachen als häufig empfohlene Antidepressiva. Allerdings gibt es für schwere Angstzustände wenig Beweise, dass es helfen könnte. Die Erfahrungen sind von Person zu Person unterschiedlich und es müssen noch mehr Forschungsstudien durchgeführt werden. [3]
Wenn Sie die Einnahme von Johanniskraut in Erwägung ziehen, um mit anderen psychischen Erkrankungen wie Stress und Angstzuständen oder saisonalen Depressionen umzugehen, sollten Sie bedenken, dass es nur sehr wenige vorhandene Beweise dafür gibt, wie wirksam es sein kann.
Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Johanniskraut, wenn Sie:
- Sie schwanger sind oder stillen – es gibt nur begrenzte Informationen über seine Sicherheit
- eine bipolare affektive Störung diagnostiziert wurde – wie bei allen Antidepressiva ist bekannt, dass es bei einigen Personen Hypomanie oder einen schnellen Wechsel von einem Stimmungstief zu einem Stimmungshoch auslösen kann
- unter 18 sind – es gibt nur begrenzte Informationen über die Sicherheit
- Sie nehmen derzeit verschriebene Medikamente, empfängnisverhütende Mittel (wie die Pille) oder gängige rezeptfreie Medikamente ein. Lesen Sie unsere Seite über die Kommunikation mit Medikamenten, um mehr darüber zu erfahren.
Was die wissenschaftliche Forschung über die Sicherheit und Nebenwirkungen von Johanniskraut bei klinischer Depression aussagt
Die Kombination von Johanniskraut mit bestimmten Antidepressiva kann zu einem möglicherweise tödlichen Anstieg von Serotonin führen, einer Gehirnchemikalie, auf die Antidepressiva abzielen. Symptome treten innerhalb von Minuten bis Stunden auf und können aus Frustration, Durchfall, schnellem Herzschlag, hohem Blutdruck, Halluzinationen, erhöhter Körpertemperatur und vielem mehr bestehen. [4] Es gibt Berichte über gefährliche Nebenwirkungen von Johanniskraut, wie z. B. die Verschlimmerung von psychotischen Anzeichen und Symptomen bei Personen mit bipolarer Erkrankung oder Schizophrenie.
Die Einnahme von Johanniskraut kann zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente verschlechtern, wie z. B.:
- Antidepressiva
- Geburtenkontrollpillen
- Cyclosporin, das verwendet wird, um den Körper daran zu hindern, transplantierte Organe abzubauen
- Digoxin, ein Herzmedikament
- Oxycodon, ein Medikament gegen Unwohlsein
- Einige HIV-Medikamente, einschließlich Indinavir
- Einige Krebsmedikamente, bestehend aus Irinotecan
- Warfarin, ein Antikoagulans (Blutverdünner).
Die Nebenwirkungen von Johanniskraut sind typischerweise gering und selten. Sie können aus Magenverstimmung, Mundtrockenheit, Frustration, Müdigkeit, Benommenheit, Komplikation, sexueller Störung oder Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht bestehen. Zusätzlich ist Johanniskraut ein Energizer und kann Gefühle von Stress und Angst bei manchen Menschen verstärken.
Quellenverzeichnis:
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19657198/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11939866/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20929532/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20493333/