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1968
Aufgabe Silberprägung
Mitte der sechziger Jahre kam es zu einer massiven Silberhausse. Diese führte dazu, dass der Materialwert der ½-, 1- und 2-Franken-Stücke deren Nennwert übertraf. Viele Münzen wurden deshalb ins Ausland transferiert und dort eingeschmolzen. Der Münzumlauf wurde weiter verknappt, da die Schweizer Bevölkerung Silbermünzen hortete. 1967 wurde die Prägung der meisten Silbermünzen aufgegeben, 1969 wurden die letzten 5-Franken-Stücke in Silber angefertigt und die Fertigung wurde anschliessend auf Kupfer-Nickel umgestellt. Der Bedarf an Münzen überstieg die Münzpräge-Kapazitäten in der Schweiz. Um den grossen Münzbedarf zu decken, wurde daher ein Teil der Münzen bei der Royal Mint in London geprägt.
1970: Revision des Münzgesetzes und Aufgabe der Kurantmünzen
Mit der Revision des Münzgesetzes von 1970 wurde von Kurantmünzen definitiv Abschied genommen. Um besser auf konjunkturelle Schwankungen reagieren zu können, erhielt der Bundesrat die Befugnis, die Goldparität des Frankens in Absprache mit der Schweizerischen Nationalbank selbst festzulegen, wovon er bereits sechs Wochen nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes Gebrauch machte und den Franken um 7 % aufwertete.