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Aus offensichtlich aktuellem Anlass will auch erdwissen einen Blick nach Brasilien werfen. Brasilien ist das bevölkerungsreichste Land Südamerikas und nimmt 47% der Fläche auf dem Kontinent ein. Geologisch bietet es aufgrund der Grösse eine gewisse Vielfalt. Das Land hat als Basis einen alten Präkambrischen Kontinentalschild. Neben diesen alten metamorphen und magmatischen Komplexen gibt es auch weite Bereiche, die von Sedimenten bedeckt sind, Karsterscheinungen, Wasserfälle und reiche Mineralvorkommen. So werden im Bundesstaat Minas Gerais Gold, Diamant und zahlreiche Minerale abgebaut. Die intensiv violetten Amethyste, die es in Mineralienshops zu kaufen gibt, stammen meist aus dem Brasilianischen Bergland nördlich von Rio de Janeiro.
Die höchsten Berge Brasiliens erreichen knapp 3000 m. Bekannt sind aber vor allem der Corcovado mit der 30m grossen Christus-Statue und der 395 m auf einer Halbinsel aus dem Meer ragende Zuckerhut in Rio de Janeiro. Beide bestehen aus einem ca. 560 Millionen Jahre alten Pluton, also einer in der Tiefe zu Granit erstarrten, domförmigen Magmakammer. Diese Form wird heute an der Erdoberfläche durch die schalenartige Verwitterung weiter verstärkt. Die ursprünglichen Granite wurden leicht metamorph überprägt und zeigen ein gneisartiges Gefüge.
Wenn Sie die Wahl hätten zwischen Stadion-hopping inkl. Fussballspiele oder geologische Exkursion in Brasilien – was würden Sie wählen?