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Gegenüber dem Schweizer Franken machte der Euro am Freitag-Morgen keine grossen Sprünge. Vor dem Mittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,1588 CHF um. Der US-Dollar kostet, zum Morgen ebenfalls praktisch unverändert, 0,9816 CHF.
Im Vormittagshandel weitete der Euro seine Verluste aus der Nacht aus. "Der Markt preist ein, dass der Senat in Washington einen wichtigen Schritt in Richtung der US-Steuerreform unternommen hat", schreibt Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank in einem Kommentar. "Die Gefahr, dass wieder Links- und Rechtsabweichler unter den republikanischen Senatoren gemeinsam ein Gesetzesvorhaben kippen, hat sich vorerst nicht realisiert." Allerdings stehe die inhaltliche Auseinandersetzung noch aus.
Langfristig wichtiger für den Dollar dürfte jedoch sein, wer neuer Vorsitzender der US-Notenbank Fed wird. Das Direktoriumsmitglied der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, und der renommierte Ökonom John Taylor haben nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die besten Aussichten auf den Chefposten.
Der Devisenmarkt sei nach der Nachricht aber nicht klüger als zuvor, da die Kandidaten vollständig unterschiedliche Konzepte vertreten würden, so Leuchtmann. Powell stehe für die Fortsetzung der bisherigen "aktivistischen" Geldpolitik und Taylor für eine regelgebundene Politik. Eine Ernennung von Powell würde laut Leuchtmann den Dollar belasten und eine von Taylor die US-Devise stützen.
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(AWP)