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«Dass ich in einem gut gefüllten Saal meine Kampagne für den Oberamtssitz lanciere, und dies mit der Unterstützung aller sechs bürgerlichen Sektionen des Saanebezirks, hätte ich noch vor einiger Zeit eher für einen Traum gehalten als für die Realität.» Dies sagte Adrien de Steiger gestern im Saal der Grange in Villars-sur-Glâne. Um seinen Wahlkampf–de Steiger will eine Alternative zum amtierenden Sozialdemokraten Carl-Alex Ridoré bieten–offiziell zu starten, hatte der ehemalige Syndic von Autafond zum Apéro geladen. Rund 60 CVP-, FDP- und SVP-Mitglieder waren dem Ruf gefolgt.
Als Unabhängiger habe er den Vorteil, dass seine Kandidatur rein politische Gräben überwinden und die Vertreter mehrerer Parteien hinter sich sammeln könne, sagte der im bürgerlichen Lager angesiedelte de Steiger.
Was ihm im Wahlkampf mit den bürgerlichen Parteien des Saanebezirks gelungen ist, möchte der 42-Jährige auch im Falle einer Wahl auf einer anderen Ebene weiterführen. Denn eine der wichtigsten Aufgaben des Oberamtmanns sei seine Rolle als Koordinator. «Der Saanebezirk ist sehr vielfältig und es gibt viele verschiedene Akteure.» Neben der Stadt Freiburg und den Agglogemeinden gebe es auch viele kleine, periphere Gemeinden. Er wolle den Kontakt zwischen den verschiedenen Regionen und Gemeinden fördern. Auch möchte de Steiger die Gemeindefusionen fördern, insbesondere auch diejenige in Grossfreiburg. «Ich möchte die Diskussion zwischen den Gemeinden fördern, ohne jedoch eine Gemeinde zu einer Fusion zu zwingen.»
Und schliesslich sei ihm auch daran gelegen, die Informationen an die Gemeinden zu verbessern. Als ehemaliger Syndic von Autafond wisse er, wie mühsam es sei, wenn eine Gemeinde eine Information brauche, jedoch niemand erreichbar sei. «Das Oberamt muss besser kommunizieren.»