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Die Kommunikation mit dem Patienten
Warum kann der Intensivpatient häufig nicht richtig sprechen?
Der Beatmungsschlauch hindert den Patienten am sprechen. Der Beatmungsschlauch wird durch den Mund (seltener durch die Nase), oder aber direkt durch einen Luftröhrenschnitt in die Luftröhre eingelegt, um so die Atmung des Patienten sicher zu stellen. Wenn ein Patient vorübergehend, jedoch für eine längere Zeit eine Atemkanüle via Luftröhrenschnitt benötigt, so kann unter Umständen eine sogenannte Sprechkanüle eingelegt werden, die das Sprechen mindestens teilweise ermöglichen soll.
Medikamente können das Sprechen erschweren. Je mehr Medikamente zum Beispiel für die Beruhigung des Patienten oder zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, umso schwieriger kann es für den Patienten werden, sich klar und verständlich auszudrücken und zu sprechen.
Auch eine Krankheit im Bereiche des Gehirns (Hirnblutung, Hirninfarkt, Hirnverletzung oder Operationen am Gehirn) kann dazu führen, dass der Patient nicht oder nur ungenügend wach ist, um sprechen oder kommunizieren zu können. In solchen Situationen kann es manchmal auch für die behandelnden Ärzte sehr schwierig sein zu entscheiden, wie lange es dauern wird, bis der betroffene Patient wieder wach wird und wieder reden kann.
Wie soll ich mich verhalten?
Wie Sie sehen, gibt es verschiedene Gründe, weshalb ein Patient nicht oder kaum sprechen, bzw. kommunizieren kann. Trotzdem ist es wichtig, dass man sich dem Patienten gegenüber völlig normal verhält und mit ihm ganz normal spricht, auch wenn er kaum eine Reaktion zeigt. Unserer Meinung nach wirkt sich das Hören einer bekannten Stimme für den Patienten günstig aus. Es hat sich bewährt, dass man dem Patienten in ruhigem Ton normale Informationen des Alltags vermittelt, oder ihm Bekanntes erzählt. Dies hilft mit, die Gehirnfunktion aktiv zu halten.