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Nach Iulius Caesars Bericht "De bello gallico" (I, 2-4) war O. ein reicher und mächtiger helvet. Adliger; er führte ab 61 v.Chr. die Helvetier an, die wegen des von den Germanen und von Ariovist ausgehenden Drucks in die Saintonge auszuwandern beabsichtigten, und wollte König werden. Während der zweijährigen Vorbereitungen der Auswanderung zettelte O. einen Staatsstreich an und schmiedete geheime Bündnisse mit dem Sequaner Casticus und dem Häduer Dumnorix, die ebenfalls nach der Königswürde strebten. Die Helvetier deckten das Komplott auf und machten ihm den Prozess. O., der über eine Gefolgschaft von 10'000 Mann verfügte, gelang die Flucht; danach starb er plötzlich. Die Helvetier wanderten trotzdem aus, wurden aber 58 v.Chr. bei Bibracte von Caesar geschlagen und wieder im Mittelland angesiedelt, um die Germanen vom röm. Reich fernzuhalten.
Literatur
– B. Kremer, Das Bild der Kelten bis in augusteische Zeit, 1994, 135-138
Autorin/Autor: Linda de Torrenté / BE