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Wann beginnt „Nötigung“ im Strassenverkehr?
Das zu nahe nachfahren oder drängeln lässt sich nicht auf genaue Meter definieren, denn ist auch immer von weiteren Faktoren wie beispielsweise der gefahrenen Geschwindigkeit abhängig. Der korrekte Abstand zum Vordermann ist jedoch dann als ausreichen anzusehen, wenn das hintere Fahrzeug bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs noch rechtzeitig bremsen kann. Um zu überprüfen, ob ausreichend Abstand gehalten wurde, helfen entweder die 2-Sekunden-Regel bei der „21-22“ gezählt wird oder die „halber Tacho-Regel“, die besagt, dass die halbe auf dem Tacho abgelesene Geschwindigkeit in Metern zum vorausfahrenden Auto Abstand zu halten ist. Für die korrekte Einhaltung des ausreichenden Abstandes zum voranfahrenden Fahrzeug ist immer und ausschliesslich der Führer des hinteren Fahrzeugs verantwortlich!
Zudem geht der Begriff der Nötigung noch darüber hinaus – denn diese ist im Strassenverkehr immer dann gegeben, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer mit verkehrswidrigen Verhalten vorsätzlich unter Druck gesetzt wird, sodass dieser sich aus Angst zu einem bestimmten (unfreiwilligen) Verhalten gezwungen, also genötigt, sieht. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, spricht man von Nötigung.