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Die «Umsiedlung» sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Sprecher der Präfektur am Donnerstag auf Anfrage. Als am Montag die neuen Container eröffnet wurden, hielten sich erst 20 Personen in ihnen auf.
Am Mittwoch begannen Angestellte der Stadt damit, den Park zu reinigen und Zelte wegzustellen. Gemäss der Nachrichtenagentur ANSA waren dabei auch ein Dutzend Polizisten, Carabinieri und Mitglieder der Finanzwacht anwesend. Von einer erzwungenen Räumung des Bahnhofgeländes, auf dem im Juli und August bis zu 500 Flüchtlinge biwakierten, kann laut der Präfektur jedoch nicht die Rede sein.
Das kühlere Wetter und die Regenfälle hätten eine Vielzahl der Migranten bewegt, in das neue Containercamp zu ziehen. Dort stehen 300 Betten bereit – es verfügt auch über eine Mensa und sanitäre Anlagen und wird vom Roten Kreuz in Como betrieben.
Vorläufig sei die Öffnung der Containerunterkunft, die rund ein Kilometer vom Bahnhof entfernt liegt, bis Ende des Jahres geplant, so der Präfektursprecher.
Für viele der nun in den Containern untergekommenen Menschen war die Schweizer Südgrenze die Endstation einer langen Flucht. Bevor sie dorthin gelangten, treffen viele Migranten am sogenannten Hotspot, dem Mailänder Hauptbahnhof ein.
Das Projekt «Arca», welches sich dort um die Flüchtlingsbetreuung kümmert, geht davon aus, dass allein zwischen Oktober 2013 und Oktober 2015 84’500 Syrer und Eritreer die Mailänder «Stazione Centrale» passierten. 16’700 von ihnen waren Minderjährige. Bevor sie ihre Weiterreise nach Norden antreten, können die Flüchtlinge vier bis fünf Tage in den Strukturen von «Arca» bleiben und werden dort auch in verschiedenen Sprachen über das Asylwesen informiert.
(SDA)