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Äneas Humm | SUI | *1995
Bariton
Der Schweizer Bariton Äneas Humm debütierte im Alter von 18 Jahren am Stadttheater Bremerhaven. Sein Gesangsstudium an der Juilliard School New York bei Edith Wiens schloss er 2019 ab; zuvor studierte er an der Hochschule für Künste Bremen.
Nach Festengagements am Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe gehört Äneas Humm ab der Spielzeit 2022/2023 zum Ensemble des Theaters St. Gallen, wo er bereits früher als Papageno in der Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte gastierte. Ausserdem wird er für die europäische Erstaufführung der Oper Antony and Cleopatra von John Adams als Agrippa ans Gran Teatre del Liceu in Barcelona zurückkehren.
Äneas Humm ist regelmässiger Gast bei renommierten europäischen Klangkörpern, u.a. den Bremer Philharmonikern, dem Musikkollegium Winterthur, der Deutschen Kammerphilharmonie, Nederlands Noordorkest und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Besonders grosse Erfolge feiert er derzeit als Liedinterpret. 2022 wurde er mit dem OPUS KLASSIK als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet. Sein Album Embrace (Rondeau), das er mit seiner langjährigen Liedbegleiterin Renate Rohlfing aufgenommen hat, wurde von BR Klassik als CD des Jahres 2021 erkoren und für die Liste der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Seit 2018 gibt er auch regelmässig Liederabende mit dem Liedgestalter Hartmut Höll.
Äneas Humm tritt regelmässig an internationalen Festivals in Liederabenden auf, u.a. auf dem Musikfest Bremen. 2021 gab er sein Debüt am Enescu Festival in Bukarest und 2022 im Beethoven-Haus Bonn. Bereits während seines Studiums trat er in der Carnegie Hall/Weill Recital Hall und in der Alice Tully Hall in New York auf. Im Dezember 2019 sang er beim Hauskonzert für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue zum Auftakt des Beethovenjahres 2020.
Äneas Humm ist Stipendiat des Richard Wagner Verbandes, der Fritz Gerber Stiftung Zürich, der Armin Weltner Foundation Zürich, der Lyra Stiftung und der Goethe Stiftung für Kunst und Wissenschaft.
Bild © Maurice Haas
Stand: Januar 2023