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Die Verteidiger des mexikanischen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán haben gegen die Auslieferung ihres Mandanten in die USA Revision eingelegt. Die Behörden in den US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien werfen «El Chapo» Mord und Drogenhandel vor.
Die Rechtsmittel richteten sich gegen die Genehmigung der Überstellung des Chefs des Sinaloa-Kartells durch einen Bundesrichter, sagte Anwalt José Refugio Rodríguez am Dienstag der Zeitung «Milenio». Die Auslieferung würde dem Recht von «El Chapo» auf einen ordentlichen Prozess zuwiderlaufen.
Im Mai hatte die mexikanische Regierung seiner Auslieferung zugestimmt. Sie strebt eine Auslieferung Anfang des kommenden Jahres an.
Mexiko hatte sich lange gegen die Auslieferung des Drogenbosses an die USA gewehrt. Staatspräsident Enrique Peña Nieto hatte stets erklärt, dass «El Chapo» von einem mexikanischen Gericht verurteilt werden solle. Die erneute Flucht des Drogenbosses im vergangenen Jahr, für die dieser auch Helfer in den Reihen der Sicherheitskräfte gehabt haben muss, führte aber offensichtlich zum Sinneswandel. (sda/dpa)