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18. Dezember: Wie Rudolph seine rote Nase bekam
Kurz vor Weihnachten, übte der Weihnachtsmann mit seinen Rentieren und bereitete sie auf Weihnachten vor. Er schüttete den Tieren Schnaps in den Trog, damit sie aufgewärmt waren für die nächtlichen Flüge. Er selbst hätte den Schnaps gerne selbst getrunken, jedoch war es wichtiger, dass die Tiere warm hatten.
Rudolph mochte diesen Schnaps sehr und trank immer sofort den halben Trog aus, wenn der Weihnachtsmann ihn auffüllte. Die anderen Rentiere hatten dann nur noch wenig zu trinken übrig und beschwerten sich beim Weihnachtsmann. Aber der Weihnachtsmann glaubte ihnen nicht und die übrigen Rentiere blieben durstig zurück. Sie schmiedeten einen Plan wie sie wieder mehr zu trinken bekommen würden. Da sie wussten, dass der Weihnachtsmann selbst gerne Schnaps trank und ihn am liebsten für sich allein hätte, wollten sie keinen Schnaps mehr.
Am nächsten Morgen, als der dicke Mann mit dem Bart angestapft kam, standen sie zu siebt vorne am Gatter. «Hallo Weihnachtsmann», sagte das eine Rentier. «Guten Morgen Kevin, Devin, Nevin, Levin, Johnny, Ronny und Oliver! Was ist denn?», fragte der Weihnachtsmann. «Nein!», antwortete Kevin. «Wir wollen wieder Wasser!», bestimmte Devin. «Wasser?», fragte der Weihnachtsmann verwundert. «Du kannst den Schnaps wieder versorgen Bobby!», rief er einem Weihnachtselfen zu. «Na wenn das so ist, tja müsst ihr wissen», fand der Weihnachtsmann und kam in das Gehege hinein. Er trat an den Wasserhahn und liess kaltes Wasser in den Trog plätschern. Stunden später, als Rudolph an den Trog trat, um Schnaps zu trinken, erschauderte er. Was er trank, war kein Schnaps. Es war normales Wasser. Rudolph taumelte benommen zurück und als er sich vom Schreck erholte, schmiedete er einen teuflischen Plan, wieder an den Alkohol zu kommen. Als er mit seinem Plan zufrieden war, führte er diesen spät im Schutz der Dunkelheit aus.
Er schlich sich zur Minibar des Weihnachtsmannes, und, in der Tat, fand er eine Menge Schnaps. Der grosse Durst überkam ihn, und er bediente sich direkt an der Bar. Am nächsten Morgen, als der Weihnachtsmann zu seiner Bar trat, um ein kleines Schlückchen zu trinken, sah er einen bewusstlosen Rudolph, um ihn ein Berg leerer Alkoholflaschen. Zuerst war er schockiert, dass all sein Alkohol weg ist, doch dann, entdeckte er etwas sehr Merkwürdiges. Rudolphs Nase glühte rot. Er liess seine Wichtel, im zugefrorenen See kaltes Wasser holen, und schüttete dieses über Rudolph. Rudolph, der vom Traumland zurück in die Realität gerissen wurde, schrie im ersten Moment auf. Da spürte er das kalte Wasser erneut, bevor er überhaupt seine Augen öffnen konnte. Als er aufblickte, sah er zwei Weihnachtsmänner vor sich, die beide einen bösen Blick auf der bärtigen Fratze hatten. Rudolph war sehr verwundert, doch zum Nachdenken schmerzte ihm der Kopf zu sehr. Rudolph wurde wieder ohnmächtig, und als er wieder aufwachte, lag er in seinem Stall im Stroh, und wurde von den anderen Rentieren neugierig angeschaut.
«Was los?», sagte ein geistlich abwesender Rudolph. Kevin, eines der Rentiere antwortete: «Deine Nase ist glühend rot. Du hast zu viel Alkohol getrunken. Das sind die Folgen davon.» In diesem Moment erschien der Weihnachtsmann. Neben ihm summte ein verträumter Wichtel ‘Endlich wieder Weihnachten’, von dem völlig abgestürzten Schlagerstar Michael Wendler. «Rudolph!», rief der in rot gekleidete Mann. «Hm?», brachte Rudolph nur hervor. «Du bist in mein Haus eingebrochen, hast meine Minibar geplündert und dich dann einfach auf dem Teppich schlafen gelegt! Das wird noch Konsequenzen mit sich tragen!», sagte er wütend. «Aber schlafe jetzt mal weiter, du musst am Abend fit sein, um mit uns Geschenke zu verteilen.» Das liess sich Rudolph nicht zweimal sagen und schlief bis am Abend durch.
Am Abend wurde er vom Weihnachtsmann geweckt. Der alte Mann spannte Rudolph zuvorderst neben Johnny an den Schlitten. Es war eine neblige Nacht, doch Rudolph leitete den anderen Rentieren den Weg, sogar der Weihnachtsmann, der zuhinterst auf dem Kutschbock sass, sah die glühende Nase Rudolphs.
Am nächsten Morgen, als alle wieder Zuhause am Nordpol ankamen, wurden die Rentiere reichlich beschenkt und Rudolph bekam einen Trog voll Coca Cola. Heute hat er seine Alkoholsucht überwunden. Stattdessen trinkt er jetzt das kostenlose Coca Cola, welches der Weihnachtsmann jeden Monat als Lohn für seine Werbespots erhält. Seine rote Nase ist jedoch bis heute geblieben.