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Operation der gutartigen Prostatavergrösserung (TURP-transurethrale Resektion der Prostata)
Das vergrösserte Drüsengewebe wird mit einer elektrischen Schlinge, die durch die Harnröhre eingeführt wird, nach und nach abgetragen. Die äussere Zone der Prostata bleibt erhalten.
Welche Prostata Operationsmethoden stehen zur Verfügung?
Auch eine nur wenig vergrösserte Prostata kann den Abfluss aus der Blase einengen und die typischen Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrösserung hervorrufen.&
Diese reichen von einem schwachen oder unterbrochenen Harnstrahl über ein Restharngefühl durch die unvollständige Blasenentleerung bis hin zu häufigem Harndrang, der tagsüber und nachts auftritt. Auch plötzlicher Harndrang, der sich nicht zurückhalten lässt, und daraus resultierend der ungewollte Verlust von Urin (Inkontinenz) kann die Folge einer benignen Prostatahyperplasie sein.
Eine Prostata Operation kommt vor allem in Frage für Betroffene, die durch Allergien oder das Auftreten von Nebenwirkungen nicht medikamentös behandelt werden können oder bei denen bereits schwerwiegende Komplikationen aufgetreten sind. In den letzten Jahren haben sich einige Prostata Operationsmethoden etabliert, die durch einen relativ kleinen Eingriff die Blasenentleerung wieder ungestört ermöglichen.
Prostata-OP bei geringer Vergrösserung
TUIP: Bipolare Prostatainzision
Bei einer geringen Prostatavergrösserung kann eine operative Einkerbung der Prostata (bipolare Prostatainzision, TUIP) durchgeführt werden. Dieser kurze Eingriff kann in Vollnarkose oder Spinalanästhesie erfolgen. Bei der TUIP-Methode werden ein optisches Gerät und eine Vaporisationssonde über die Harnröhre eingeführt, mittels derer das Prostatagewebe an drei Stellen eingeschnitten wird. Die Abflussbahn aus der Blase ist wieder offen. Bei der bipolaren Prostatainzision wird kein Gewebe entfernt und die Fähigkeit zum Samenerguss bleibt erhalten.
TUR-P: Das Standardverfahren bei gutartiger Prostatavergrösserung
Das seit Jahrzehnten bewährte Standardverfahren bei der Prostata Operation ist die transurethrale Resektion der Prostata (bipolare TUR-P). Die Behandlung erfolgt durch Ausschabung der Prostata mittels einer elektrischen Schlinge, die durch die Harnröhre eingeführt wird. Durch die Entfernung des Gewebes in der inneren Prostataschicht wird die Ausflussbahn aus der Blase wieder eröffnet. Dieser Eingriff kann in Vollnarkose oder Spinalanästhesie vom Arzt durchgeführt werden.
Operationsmethoden bei einer stark vergrösserten Prostata
Bipolare Enukleation: Vaporisation
In den letzten Jahren wurden neue Verfahren mit Erfolg getestet, beispielsweise die Anwendung von Laser-Resektion, Laser-Enukleation oder die Vaporisation (Verdampfung). Bei besonderes stark vergrösserter Prostata kann die Bipolare Enukleation des Prostatagewebes die Beschwerden lindern, wenn die verfügbaren Medikamente nicht mehr ausreichend wirksam sind. Die ausgedehnte operative Entfernung der vergrösserten Anteile der Prostata kann unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt werden. Der Eingriff erfolgt mittels elektrischer Vaporisationssonde.
Prostata-OP mit Erhalt der Ejakulationsfähigkeit
Bei Methoden zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrösserung bleiben die Erektion und Orgasmus in der Regel erhalten. Allerdings geht durch die Entfernung des Drüsengewebes die Fähigkeit zum Samenerguss verloren. Auf Wunsch nach Erhalt der Ejakulationsfähigkeit kann die sogenannte ejakulationsprotektive transurethrale Resektion der Prostata und des Blasenhalses durchgeführt werden. Nicht bei allen Männern kann solch eine Prostata Operation durchgeführt werden. Der Arzt wird in einem Beratungsgespräch vor dem Eingriff ausführlich mit dem Patienten besprechen, ob diese Prostata-Operationsmethode in Frage kommt.
Embolisation der Prostata – die Alternative zur Operation
Bei Männern in höherem Lebensalter oder mit die Operationsfähigkeit einschränkenden Erkrankungen kommt die Embolisation der Prostata als Methode in Betracht. Mit Hilfe eines durch die Blutgefässe in der Leiste eingeführten Katheters können die Blutgefässe der Prostata verschlossen werden. In der Folge schrumpft die Prostata und die Blasenentleerung ist für den Patienten wieder leichter möglich.
Alle aufgeführten Prostata-Operationsmethoden eignen sich nur zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrösserung (Benigne Prostatahyperplasie, BPH). Bei der Diagnose Prostatakarzinom (Prostatakrebs) sind andere Behandlungsmethoden erforderlich, da der Krebs die äussere Prostataschicht befällt und die erkrankten Zellen sich anders verhalten als bei einer gutartigen Vergrösserung. Lassen Sie sich zu Behandlungsverfahren (bspw. Radikale Prostatektomie) von einem Spezialisten beraten.