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300 DPI (dots per inch), 150 DPI, oder reichen 50 DPI?
Die Antwort ist – wie immer – “it depends” (es kommt drauf an)… Denn nicht jedes Bild ist gleich und nicht jeder Anspruch an ein Bild ist gleich. Eine Plakatwand, die von der Hauptstrasse aus erkannt werden soll, muss nicht gleich hoch aufgelöst sein wie ein Bild, das bei Dir an der Wohnzimmerwand hängt.
Abstand ist wichtig. Je grösser der Betrachtungsabstand, desto geringer muss die Auflösung sein. Ein Wall-Art-Bild, das an der Wohnzimmerwand hinter dem Sofa hängt, wird mit mehr Abstand betrachtet als ein Bild im Foyer neben der Garderobe. Ein Foto der Grösse einer A4-Seite wird mit 30-40cm Abstand betrachtet. Das Auge kann auf diese Distanz ein Bild mit 300 DPI als knack-scharf erkennen. Bis 200 DPI ist das Bild noch scharf und bis ca. 120 DPI ist es noch ok. Darunter wird der Fokus zu weich (ein schönes Wort für unscharf / verwaschen).
Am Bildschirm sind wir mit der Auflösung sehr viel toleranter. Bildschirme lösen irgendwo zwischen 72 und 120 DPI auf, Retina-Displays um die 220 DPI.
Zurück zur Betrachtungsdistanz: eine komfortable Distanz, die sowohl den Ueberblick über das ganze Bild gewährt als auch möglichst viel Details erkennen lässt, liegt zwischen 1-2x die Länge der Diagonale des Bildes. Beispiel: ein Bild in der Dimension 60cmx40cm hat eine Diagonalenlänge von 72cm (a2+b2=c2…). Der ideale Abstand zur Betrachtung dieses Bildes liegt also zwischen 70 cm und 140 cm. Ich selbst bevorzuge 70cm – also 1x Diagonale.