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Die Nothilfe für den von Zyklon «Pam» verwüsteten Pazifikstaat Vanuatu läuft an. In der Hauptstadt Port Vila landeten am Montag weitere Frachtmaschinen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Zelten und Erste-Hilfe-Paketen aus Australien und Neuseeland.
Das Schicksal von Zehntausenden Menschen war jedoch weiter ungewiss. Zu den anderen Inseln des Staates bestand immer noch kein Kontakt. «Diese Inseln sind teilweise sehr flach, sie hatten nur schlecht gebaute Hütten und keine Evakuierungszentren», sagte die Vorsitzende der Hilfsorganisation Oxfam Australien der Nachrichtenagentur AAP. «Unsere Kollegen fürchten jede Menge Opfer.»
In der Hauptstadt Port Vila gab es bislang sechs bestätigte Todesopfer, 30 Menschen wurden verletzt.
Zyklon «Pam» war in der Nacht zu Samstag über den Inselstaat nordöstlich von Australien gefegt. Er war einer der gewaltigsten Zyklone, die es in der Region bisher gegeben hat. Die Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten über 300 Kilometer pro Stunde. In Port Vila wurden rund 90 Prozent der Häuser beschädigt.
Nach Einschätzung des Präsidenten von Vanuatu ist der Klimawandel für die verheerenden Zerstörungen auf dem Inselstaat durch den Zyklon mitverantwortlich. Baldwin Lonsdale sagte am Montag im japanischen Sendai, die Klimaveränderungen hätten zu dem «Desaster beigetragen».
Die kleinen Inselstaaten im Pazifik sind von steigenden Meeresspiegeln im Zusammenhang mit der Erderwärmung besonders schwer betroffen. In Vanuatu und auch im Pazifikstaat Tuvalu wurde der Notstand ausgerufen.
Lonsdale, der in Japan an einer UNO-Konferenz teilgenommen hatte, sollte von dort ins australische Sydney und schliesslich nach Vanuatu zurückfliegen. Den Zyklon bezeichnete er als «Monster». «Wir müssen von ganz vorn wieder anfangen.» (trs/sda/dpa)