Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03662.jsonl.gz/1263

Lächelnd gaben sie Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko zur Begrüssung die Hand, bevor sich die Vier zu einem für 30 Minuten geplanten Gespräch zurückzogen. Japanische Medien erinnerten an Trumps Vorgänger Barack Obama, der sich 2009 tief vor Japans Kaiser vorbeugt hatte und dafür von Konservativen in Amerika kritisiert worden war.
Anschliessend standen politische Gespräche mit Ministerpräsident Shinzo Abe auf dem Programm. Zentrales Thema ist die Krise um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm. Japan steht unter dem atomaren Schutzschild der USA. Beide Seiten dürften ihre enge Sicherheitsallianz bekräftigen. "Ich möchte, dass wir der Welt zeigen, dass die Japan-US-Allianz solide ist", sagte Abe vor dem Treffen mit Trump zu Reportern.
Nach japanischen Medienberichten wollte Abe ausserdem eine Ausweitung der Sanktionen seines Landes gegen weitere Einzelpersonen und Unternehmen aus Nordkorea verkünden.
Zu Handelsfragen werden dagegen keine Vereinbarungen zwischen Trump und Abe erwartet. "Der Handel mit Japan ist nicht frei und er ist nicht gegenseitig, aber er wird es bald sein", sagte Trump. Er habe keinen Zweifel, dass dies fair geschehen werde. Es werde eine Zeit dauern, aber dann werde es Handelsdeals und "Handelskonzepte" geben.
Vor einem Essen mit Abe hatte Trump am Sonntagabend gesagt, man sei mit Japan mitten in der Diskussion sehr wichtiger Themen, darunter Nordkorea und der Handel. "Wir kommen sehr gut voran, sehr gut", sagte Trump. Das Verhältnis zu Japan sei ganz ausserordentlich./ki/ln/DP/stk
(AWP)