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Siehe auch > Royal Marines: Chef wahrt Tradition
Am 2. November 2020 meldet der britische Dienst Forces: Trotz Corona gedenkt Grossbritannien am Sonntag, 8. November 2020, der Gefallenen seiner Kriege. Ebenso findet am 11. November, am 102. Jahrestag des Waffenstillstands von Compiègne, der Armistice Day statt.
- Forces beruft sich auf den Sprecher von Premier Boris Johnson. Unter Einhaltung der Abstandregeln finde auch die traditionelle Zeremonie am Londoner Cenotaph statt. Gleiches gelte für den Waffenstillstandstag am 11. November.
- Johnsons Sprecher wird wie folgt zitiert: “Es ist bedeutsam, dass das Land zusammenkommt, um des Opfers derjenigen zu gedenken, die im Dienst unseres Landes ihr Leben liessen. Wir sorgen dafür, dass dieses Gedenken unter Wahrung der Regeln würdig begangen wird.”
- Bis zum November 2019, vor Corona, versammelten sich jeweils rund 10’000 Veteranen um den Cenotaph. Wie Johnsons Sprecher festhielt, werden es 2020 weniger Veteranen sein.
Der Waffenstillstand von 1918
- An der Westfront ging der Erste Weltkrieg mit dem Waffenstillstand von Compiègne, einem Ort nördlich von Paris, zu Ende. Die Alliierten und Deutschland unterzeichneten die Kapitulation morgens um 5.45 Uhr. Der Waffenstillstand sollte am elften Tag des elften Monats zur elften Stunde in Kraft treten.
- Wie Historiker festhalten, wurde aber an der langen Front von der Schweizergrenze bis zum Ärmelkanal noch bis zum frühen Eindunkeln geschossen.
- Im Zeichen der französisch-englischen Entente focht das Britische Expeditionskorps (BEF) an Frankreichs Seite gegen die sieben Armeen, die das kaiserliche Deutschland im Zeichen des modifizierten Schlieffenplans im Westen aufmarschieren und angreifen liess.
- Schon in der Ersten Marne-Schlacht vom 3.–12. September 1914 hatte das BEF entscheidenden Anteil am alliierten Erfolg, der den abgeänderten Schlieffenplan zum Scheitern brachte und den Übergang zum grausamen Stellungskrieg einleitete.
- Mehr als vier Jahre hielten Briten deutschen Attacken stand. 1918 wendete sich das Blatt, als die USA unter General Pershing frische Kräfte in die Schlacht warfen. Das alliierte Oberkommando führte ein fähiger Franzose: Ferdinand Foch, Maréchal de France. Sir John French befehligte das BEF, bis ihn Sir Douglas Haig ersetzte.