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Bei chronischen Krankheiten gibt es drei Hauptursachen für einen Eisenmangel:
• funktioneller Eisenmangel
Die Entzündung versperrt die Eisenspeicher und verhindert eine Eisenaufnahme über den Darm
• krankheitsbedingter Eisenmangel
Die Erkrankung selbst ist für den Eisenmangel verantwortlich (z.B. durch Blutungen)
• „normaler“ Eisenmangel
Unzureichende Eisenaufnahme über die Nahrung
Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen leiden oft an Eisenmangel, weil Entzündungsbotenstoffe die Entstehung von Hepcidin bewirken. Die normalerweise schon eher geringe Menge an Eisen wird dadurch noch weiter herabgesetzt. Folglich kann auch wenn durch die Nahrung genügend Eisen aufgenommen wurde, zu wenig Eisen aus dem Darm zugeführt werden. Bei chronischen Erkrankungen sollte man den Ferritin-Spiegel (Eisen-Spiegel) regelmässig vom Arzt kontrollieren lassen.
Während Eisentabletten bei funktionellem Eisenmangel meistens unwirksam sind, kann der Eisenspiegel mit einer intravenösen Eisentherapie sehr gut behandelt werden.