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Ein Hyperparathyreoidismus ist eine Überfunktion der Nebenschilddrüse mit Überproduktion des Nebenschilddrüsenhormons (Parathormon). Das Parathormon reguliert den Kalziumspiegel im Körper.
Die Nebenschilddrüse besteht aus vier linsengrossen Drüsen, die paarweise am oberen und untern Pol der Schilddrüse liegen.
Man unterscheidet zwei Formen der Nebenschilddrüsenüberfunktion:
die primäre und die sekundäre Form.
Die Beschwerden bei der Nebenschilddrüsenüberfunktion werden durch den erhöhten Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) verursacht.
Zu Beginn der Erkrankung, wenn der Kalziumspiegel nur leicht erhöht ist, haben die Betroffenen meist keine Beschwerden.
Eine Nebenschilddrüsenüberfunktion wird häufig erst zufällig im Rahmen einer Blutuntersuchung durch den erhöhten Kalziumwert entdeckt. Ein einmalig erhöhter Kalziumwert muss aber nicht gleich eine Nebenschilddrüsen-Überfunktion bedeuten. Erhöhte Werte sollen mindestens dreimal kontrolliert werden.
Primäre Nebenschilddrüsenüberfunktion:
Operative Entfernung des Adenoms. Danach normalisiert sich die Parathormonproduktion wieder.
Sekundäre Nebenschilddrüsenüberfunktion:
Beseitigung der Grunderkrankung. Ist dies nicht möglich, müssen alle vier Drüsenkörperchen operativ entfernt werden. Ein Teil eines Drüsenkörperchens wird an einer anderen Stelle (z.B. Arm) wieder eingepflanzt, um eine Nebenschilddrüsen-Unterfunktion (Hypoparathyreoidismus) zu vermeiden.
Eine gefährliche Komplikation ist die sogenannte hyperkalzämische Krise, bei der das Kalzium im Blut lebensgefährlich erhöht ist. Ein stark erhöhter Kalziumspiegel kann zu einem akuten Nierenversagen bis hin zum Koma führen (Notfall).
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