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Unter einer Posaune versteht man im Allgemeinen eine Zugposaune. Der Zug dient der Tonhöhenänderung, da durch Hinausschieben die Luftsäule verlängert wird. Die Posaune besitzt in der Regel sieben Zugpositionen, die sich jeweils um einen Halbton unterscheiden. Der Zug kann stufenlos verschoben werden, so dass die Posaune als einziges Blechblasinstrument von einer Tonhöhe zu einer anderen "gleiten" kann (echtes Glissando).
Der Ton entsteht wie bei allen Blechblasinstrumenten durch die Vibration der Lippen des Spielers am Mundstück zur Anregung stehender Wellen in der Luftsäule des Instruments.
Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund Weiterentwicklung und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente.
Bis etwa 1700 wurde die Posaune als einziges Blasinstrument mit sauberer Intonation häufig im Ensemble mit Sängern und Streichern, aber auch eigenständig eingesetzt. In Bläserensembles dieser Zeit (Stadtpfeifer) wurden neben anderen Instrumenten dieser Zeit wie Zinken, Schalmeien, und Zugtrompeten eben auch Posaunen gespielt. Die Posaune erlebte zu dieser Zeit ihre Hochblüte.
Der europäische Adel bevorzugte traditionell Saiten- und Streichinstrumente zur Unterhaltungsmusik, dadurch kam es im 17. Jahrhundert zu einem gewissen Rückgang der Blasmusik, im Zuge dessen die Posaune in weiten Teilen Europas aus der Mode geriet.
In der klassischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts bekam die Posaune ihre bedeutende Stellung im Sinfonieorchester und erhielt markante Passagen in Werken praktisch aller bedeutenden Komponisten dieser Epochen wie z.B. Gustav Mahler, Maurice Ravel, Igor Strawinski, , George Gershwin, und Leonard Bernstein
Heute wird die Posaune in allen Arten der Blasmusik, Sinfonie-Orchestern, Posaunenchören, Volksmusikgruppen und anderen Genres gespielt. Sie kann auch in kleineren Gruppen mitspielen wie etwa Blechbläserquintetten, -quartetten und -trios und reinen Posaunentrios oder -quartetten.
Die Posaune ist darüber hinaus aus dem Swing, Jazz, Tango und Salsa nicht mehr wegzudenken. Gerade Jazz und Swing sind für die wohl grössten spieltechnischen Entwicklungen seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts verantwortlich und brachten eine Vielzahl herausragender Posaunisten hervor, in Deutschland natürlich vor allem Albert Mangelsdorff, in den USA Musiker wie Glenn Miller,
Die Begeisterung für die Posaune bestimmt im Wesentlichen das Einstiegsalter. Für Kinder, die infolge ihrer Armlänge die äussersten Zugpositionen noch nicht erreichen können, empfiehlt es sich auf der kleineren Altposaune, die im Musikgeschäft gemietet werden kann, zu beginnen. Das Umstellen auf die Grosse, die Tenorposaune birgt keine Probleme.
(Text: Jasmine Weber)
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