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Weissbrot, Dinkelbrot, Knäckebrot, Schwarzbrot, Fladenbrot, Toastbrot – (fast) jede Person weiss, was mit den jeweiligen Begriffen gemeint ist. Eindrücklich nicht? Wie kommt das? Und wer hat das Brot eigentlich erfunden? Darf man einen gebackenen Teig immer Brot nennen? Oder gibt es da Richtlinien? Wenn ja, welche Richtlinien müssen eingehalten werden, damit ein Teig aus dem Ofen als Brot bezeichnet werden darf? Was sind die Eigenschaften eines Brots?
Nun, ich habe mich im Internet erkundet und bei Google begonnen. Unter Brot wird folgende hübsche Beschreibung geliefert: „Brot (ahd. prôt, von urgerm. *brauda-) ist ein traditionelles Nahrungsmittel, das aus einem Teig aus gemahlenem Getreide (Mehl), Wasser, einem Triebmittel und meist weiteren Zutaten gebacken wird. Es zählt zu den Grundnahrungsmitteln. Das feste, dunkle Äußere des Brotes heißt Kruste oder Rinde. Das Innere ist die Krume. Brotkrümel heißen auch Brosamen (aus dem Mittelhochdeutschen) oder Brösel. Die meisten Brotteige können auch in Form kleinerer, etwa handtellergroßer Portionen als Brötchen gebacken werden.“
Zudem stellte ich mit erstaunen fest: es gibt tatsächlich eine Schweizer Bestimmung bezüglich des Brots!! Ich konnte mir vorstellen, dass es so etwas gibt… doch tatsächlich ganz genau und schwarz auf weiss vor mir zu haben… als Artikel… Artikel 14 besagt somit: „Normalbrot (Brot) ist der gebackene Teig, der ausschliesslich aus Normalmehl, Wasser, Speisesalz sowie Backhefe oder Sauerteig hergestellt worden ist.“ Neben dem Normalbrot gibt es das Spezialbrot, welches Normalbrot ist, jedoch noch mit Zutaten wie Milch, Fett, Früchten oder Nahrungsfasern, oder der gebackene Teig aus Spezialmehl mit oder ohne weiteren Zutaten. Als Normalbrot dürfen nur Weiss-, Halbweiss-, Ruch- oder Vollkornbrote bezeichnet werden. Somit sind Toastbrot, Zopf, Dinkelbrot alles Spezialbrote und auch für diese Bezeichnungen gelten Richtlinien, ab wann welches Brot wie genannt werden darf. Wer sich dafür näher interessiert, darf es gerne hier nachlesen: Verordnungen Brot
Es gibt zwei Grundarten des Brots. Gesäuertes Brot, welches mit Triebmitteln wie Hefe oder Sauerteig hergestellt wird. Dadurch erhält das Brot eine lockere Konsistenz. Und das ungesäuerte Brot, welches ohne Triebmittel gebacken wird, wozu das Fladenbrot zählt.
Das Brot fand wohl seinen Ursprung bereits vor 30’000 Jahren. Damals wurden Wildpflanzen gemahlen, wie Funde aus Russland und Tschechien anscheinend belegen. Das gemahlene Getreide wurde vorerst mit Wasser vermengt und als Brei gegessen, später auf heissen Steinen zu Fladenbrot gebacken und getrocknet. Der Bau von Backöfen und die Entdeckung der Wirkung der Hefe haben die Erfindung des Brotbackens entscheidend verändert, so dass wir heute in den Genuss von luftigem, knusprigem Brot kommen. Wir können heute kaum mehr auf Brot oder Fladenbrot-Arten (je nach Region auf der Welt) verzichten, es ist ein Grundnahrungsmittel geworden. Bei einigen Völkern hat das Brot gar eine heilige Bedeutung. Es gibt auch Feierlichkeiten für welche ein besonderes Brot gebacken wird, wie zum Beispiel der Grittibänz.
Heute gibt es viele Brote, die mit verschiedenen Mehlsorten und Zutaten hergestellt werden. Auch ich habe unterschiedliche Brote und Fladen auf meinem Blog. Vielleicht einmal ein Maisbrot, Soda Brot, Hirsemehlbrot, Joghurtbrot, Dinkelbrot oder Brot mit Zutaten wie Käse, Rosinen, Nüssen oder doch lieber eher ein süsses Bananenbrot, Honigbrot oder Apfelbrot ausprobieren? Oder wie wärs mit Sonnenblumen-Mandel-Fladen? Torta di Ceci? Knäckebrot? Zopf? Focaccia? Scones oder Grittibänz? Sandwiches oder anders gefüllte oder belegte Brote… Ob vegan, hefefrei, glutenfrei, laktose– oder nussfrei oder fructose– sowie histaminarm… Es gibt für alle etwas Brotiges!