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Die Vereinten Nationen haben am 15. Oktober 2007 eine Resolution zur Situation der Frauen im ländlichen Raum veröffentlicht. Darin wird die Rolle der Landfrauen, besonders auch der Einheimischen als Entscheidungsträgerin zur Förderung und Entwicklung des ländlichen Raums beschrieben. Die lokal verankerten Frauen tragen zudem zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Bekämpfung der Armut im ländlichen Raum bei.
Weltweit erbringen Frauen 43% der in der Landwirtschaft erbrachten Arbeit, aber sie besitzen nur 20% des Grundeigentums. Sie produzieren und verarbeiten die Nahrungsmittel und sie arbeiten auch als Angestellte in der Landwirtschaft. Ihr Arbeitstag ist überall länger als der von Männern (z. Bsp. bis zu 17 Stunden pro Woche in Benin).
In der Schweiz erledigen 56'492 (1) Frauen 36 % der in der Landwirtschaft erbrachten Arbeiten. Aber nur 2'849 (2), das heisst 1.8 % von den in der Landwirtschaft aktiven Personen, sind als Betriebsleiterinnen oder Eigentümerinnen registriert. In der Schweiz existierten zudem nur wenig konkrete statistische Zahlen zum Anteil der Frauen am landwirtschaftlichen Einkommen oder am Grundbesitz. Der Anteil, welchen die Frauen am landwirtschaftlichen Einkommen ausweisen, wird deshalb als gering eingeschätzt. Dementsprechend mager ist ihre Altersvorsorge und ihre soziale Absicherung.
Frauen tragen aber ökonomisch und sozial viel zur Entwicklung der Landwirtschaft und der Randregionen bei. Sie engagieren sich stark für das Wohlergehen der Gesellschaft, ohne Anerkennung oder gar Entschädigung. Diese Situation wollen wir ändern! Gemeinsam und mit Ausdauer kommen wir unserem Ziel näher.
Anlässlich dieses internationalen Tages erinnert der SBLV an seine stetigen Anstrengungen zur Verbesserung der Situation der in der Landwirtschaft tätigen Frauen. (Rapport des Bundesrates zur Situation von Frauen in der Landwirtschaft vom September 2016) Gleichzeitig möchten wir unsere Solidarität mit unseren Kolleginnen weltweit, die in weniger guten Konditionen leben müssen, bekunden. Indem wir unsere Forderungen verstärken, hoffen wir, dass damit gute Signale, auch ausserhalb unseres Landes, gegeben werden und damit die Situation von Frauen auf dem Land weltweit verbessert werden kann. Wir setzen unsere Bemühungen weiter fort, Verbindungen mit Bäuerinnen und Landfrauen weltweit zu pflegen.
Quellennachweis :
(1) Rapport agricole 2016 https://www.agrarbericht.ch/fr/exploitation/structures/personnes-actives
(2) Ibid
Allgemeine Quellen:
http://www.un.org/fr/events/ruralwomenday/index.shtml
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter http://www.dgvn.de/meldung/15-oktober-internationaler-tag-der-frauen-in-laendlichen-gebieten-1/.