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Hagebuche (Carpinus betulus)
Die Hagebuche ist eine Baumart der sommerwarmen Eichenstandorte in West-, Mittel- und Südeuropa. In der Schweiz fehlt sie im Alpenraum über weite Strecken, inneralpin sogar vollständig. Ihre stärkste Verbreitung hat sie im Gebiet der früheren Mittelwälder, vorwiegend in der Nordschweiz.
Ihre grosse Ausschlagfähigkeit und Frosthärte haben die Hagebuche im Nieder- und Mittelwaldbetrieb gegenüber der Buche (Rotbuche) begünstigt. Die wärmebedürftige Hagebuche gedeiht in der Schweiz zu 95% in der kollinen/submontanen Stufe. Ihre Optimalstandorte liegen unter 400 m ü.M. Da diese heute meist entwaldet sind, kommen über 60% der Hagebuchen in Höhen von 400 bis 600 m ü.M. vor.
Auf frischen tonreichen und auf sehr trockenen Böden ist die Hagebuche der Buche überlegen, was sich auch in der standörtlichen Verbreitung zeigt. Auf sauren Böden hingegen kommen Stieleiche und Buche häufiger vor.
Textquelle: Brändli 1998
Häufigkeit: Stammzahl, Vorrat
LFI-Probeflächen mit Vorkommen zwischen 1983 und 2024*
* Ein Vorkommen wird auf der Karte nur dann mit einem Punkt dargestellt, wenn die gewählten Gehölzarten in mindestens zwei Inventuren festgestellt wurden.