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Ramon Zenhäusern und Saas-Fee: Eine unschlagbare Kombination im Skisport
Ramon Zenhäusern ist ein Schweizer Skirennfahrer, der sich auf den Slalom spezialisiert hat. Seit Jahren zählt er zu den erfolgreichsten Slalomfahrern der Welt und hat bei zahlreichen internationalen Wettkämpfen triumphiert.
Ramon wurde am 4. Mai 1992 im Kanton Wallis geboren. Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für den Skisport. Ramon begann seine Karriere im Ski Alpin mit FIS-Rennen im November 2007. Er spezialisierte sich früh auf die technischen Disziplinen. Im Januar 2011 nahm er erstmals am Europacup teil und gewann im Dezember 2011 sein erstes FIS-Rennen. Im März 2012 nahm er an den Junioren-Weltmeisterschaften teil und erzielte im selben Monat seine ersten Europacuppunkte. Obwohl er den Schweizermeistertitel im Slalom knapp verpasste, qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaften 2013 in Schladming und gewann an den Junioren-Weltmeisterschaften 2013 die Silbermedaille im Slalom. Er nahm auch an den Olympischen Winterspielen 2014 teil und belegte dort den 19. Platz im Slalom.
Ein Vorbild für den Skinachwuchs
Ein grosser Meilenstein in Ramons Karriere war sein Sieg bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Dort gewann er die Goldmedaille im Teamwettbewerb, wo er zusammen mit Wendy Holdener ein unschlagbares Duo bildete. Neben der Goldmedaille gewann Ramon bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang auch die Silbermedaille im Slalom. Zuvor hatte er bereits mehrere Podestplätze im Weltcup erreicht, darunter Siege in Stockholm und Kranjska Gora. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Are gewann er gemeinsam mit Wendy Holdener die Goldmedaille im Mixed-Team-Event. In der Saison 2022/2023 zeigte Zenhäusern eine starke Leistung und belegte in der Slalom-Weltcupwertung den dritten Platz.
Seine beeindruckende Karriere und seine zahlreichen Erfolge machen ihn zu einem der erfolgreichsten Slalomfahrer der Gegenwart und zu einem Vorbild für junge Skirennläuferinnen und Skirennläufer.
Ramon gilt als äusserst talentierter und fokussierter Athlet, der sein Training akribisch plant und hart arbeitet, um seine Ziele zu erreichen. Im Sommertraining in Saas-Fee bereitet sich Ramon intensiv auf die kommende Skisaison vor. Die Gletscherbedingungen ermöglichen es den Athleten, auch in den wärmeren Monaten auf Schnee zu trainieren. Das Sommertraining ist für ihn von grosser Bedeutung, um sich auf die Skisaison vorzubereiten und seine Fähigkeiten weiter zu verbessern. Bevor er zum Sommertraining nach Saas-Fee aufbricht, haben wir Ramon einige Fragen gestellt:
Wie bereitest du dich auf die kommende Skisaison vor und wie hat sich dein Training im Vergleich zum Vorjahr verändert?
Für die kommende Skisaison versuche ich, mich in allen Bereichen optimal vorzubereiten. Da die letzte Saison ziemlich gut gelaufen ist, habe ich im Training keine grossen Veränderungen vorgenommen.
Welche Übungen machst du im Sommertraining, um deine Technik zu verbessern?
Ich versuche im Sommertraining immer wieder Übungen zu machen, die mein Gleichgewicht verbessern, damit ich noch zentraler und präziser auf den Ski stehe und um die Tore fahren kann.
Wie wichtig ist Saas-Fee als Trainingsort für dich und wie oft trainierst du im Sommer in Saas-Fee?
Saas-Fee als Trainingsort war und ist für meine Karriere etwas vom Wichtigsten, da ich in Saas-Fee alles vorfinde, was es braucht, um ein erfolgreicher Skirennfahrer zu werden. Wie oft ich trainiere, hängt immer von der Planung von swissski ab, aber eigentlich versuche ich jede freie Minute in Saas-Fee zu nutzen, wenn das Wetter und die Bedingungen passen.
Wie sieht für dich ein typischer Trainingstag im Sommer in Saas-Fee aus?
Ein typischer Trainingstag in Saas-Fee beginnt meistens relativ früh am Morgen, da der Schnee im Sommer früh weich und nass wird. Deswegen gehen wir meistens schon auf die Frühbahn, welche teilweise schon um 5.00 Uhr losfährt. Bei Sonnenaufgang die ersten Bögen in den Schnee zu zaubern, ist jedes Mal wieder einzigartig. Danach wird bis etwa Mittag trainiert. Anschliessend reicht es meistens für ein kurzes Mittagsschläfchen, bevor es mit Konditionstraining, Physio und Videoanalyse weitergeht und man relativ früh ins Bett geht, um am Morgen wieder fit zu sein.
Welche Ziele hast du für die kommende Skisaison und wie motivierst du dich, um im Sommer hart zu trainieren?
Meine Ziele für die kommende Skisaison sind, gesund zu bleiben und Spass zu haben. Was die Resultate betrifft, will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, da Slalom sehr unberechenbar sein kann. Ich motiviere mich, indem ich mir vor Augen führe, was für ein privilegiertes Leben ich habe.
Wie gehst du mit Rückschlägen im Training um?
Rückschläge gehören meistens genauso dazu wie Erfolge. Zudem ist mir aufgefallen, dass ich aus Rückschlägen mehr für die Zukunft lerne als aus Erfolgen.
Welche Faktoren machen Saas-Fee zu einem einzigartigen Trainingsort für Skifahren?
Die Schneesicherheit, das abwechslungsreiche Gelände, die relativ schnelle Erreichbarkeit und eine Top-Infrastruktur mit verschiedenen Sportanlagen machen Saas-Fee zu einem einzigartigen Trainingsort für Skifahrer.
Wie planst du deine Trainingswochen in Saas-Fee, um optimale Leistungen zu erzielen?
Ich plane meine Trainingswochen in Saas-Fee meistens so, dass ich nur bei gut angekündigtem Wetter auf den Gletscher gehe und maximal 2-3 Tage am Stück fahre, da das Training auf 3’500 m ü. M. für den Körper sehr anstrengend ist und ich erholt besser davon profitieren kann.
Welches sind die grössten Vorteile von Saas-Fee als Trainingsort?
Saas-Fee als Trainingsort ist einzigartig, da man in einem schönen Dorf wohnen kann und von dort aus mit der Bahn direkt auf den Gletscher fährt. Zudem bietet Saas-Fee auch abseits der Trainingspisten mit Fussballplatz, Kletterpark, Beachvolleyball, Schwimmbad, Wellnessanlage, Skatepark, Wanderwegen und Bike-Trails ideale Infrastruktur für uns Athletinnen und Athleten.
Wie wichtig ist es für dich, in Saas-Fee mit anderen Skiprofis zu trainieren und von ihnen zu lernen?
Der Austausch mit anderen Athleten in Saas-Fee ist immer wieder schön. Man trainiert oft zusammen und kann sich so auch mit den Kollegen und Kolleginnen vergleichen.
Was sind deine Lieblingsaktivitäten neben dem Training in Saas-Fee?
Meine Lieblingsaktivitäten in Saas-Fee sind der Seilpark Abenteuerwald, die Gorge Alpine, Murmeltiere füttern oder auch mal ausgehen. 😉
Wie hat dein Training in Saas-Fee dazu beigetragen, ein Weltklasse-Skifahrer zu werden?
Das Training in Saas-Fee hat viel dazu beigetragen, dass ich ein Weltklasse-Skifahrer geworden bin, da ich schon seit meiner frühesten Kindheit in Saas-Fee Ski fahre.
Was würdest du jungen Skifahrerinnen und Skifahrer raten, damit sie ihren Traum verwirklichen können?
Sich nicht allzu früh nur aufs Skifahren zu fixieren, um den Spass nie zu verlieren! Nebenbei auch andere Sportarten betreiben.