Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/114507

<h2>SubmittedText<h2><p>Auf dem neuen Schweizer Pass 10 werden die Informationen in 26 Sprachen aufgelistet. Interessanterweise handelt es sich bei diesen 26 Sprachen um sämtliche EU-/Efta-Sprachen sowie Rumantsch Grischun. Keine einzige aufgeführte Sprache ist aus einem Drittstaat, wo doch der Schweizer Pass insbesondere in Drittstaaten verwendet wird. Gemäss elektronischer Anfrage beim EDA "erleichtert dieser mehrsprachige Hinweis die Kontrolle von Ausweisen und erleichtert so auch das Einreisen in andere Länder". In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Wozu brauchen die Schweizer einen in alle EU-Sprachen übersetzten Pass, wo doch aufgrund des Schengener Abkommens und der Personenfreizügigkeit bei der Einreise in die meisten EU-Länder gar keine Personenkontrollen mehr durchgeführt werden?</p><p>2. Wäre es daher für die erleichterte Kontrolle von Ausweisen und das erleichterte Einreisen in andere Länder nicht viel sinnvoller, der Schweizer Pass würde neben unseren Landessprachen insbesondere Sprachen von Drittstaaten, bei denen für die Einreise auch wirklich ein Pass benötigt wird, aufführen?</p><p>3. Wäre es nicht auch im Sinne einer weltoffenen, modernen, globalisierten, wirtschaftsfreundlichen Schweiz, dass anstelle aller EU-/Efta-Sprachen Weltsprachen wie Chinesisch, Russisch und Arabisch auf dem Schweizer Pass aufgeführt würden?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, beim nächsten Pass lediglich Übersetzungen in Deutsch, Französisch, Italienisch, Rumantsch Grischun, Englisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch, Arabisch aufzuführen?</p><p>5. Wenn nein, wie begründet er die Übersetzungen in weitere Sprachen?</p><p>6. Wenn ja, wann werden diese Anpassungen vorgenommen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Am 1. März 2010 hat die Schweiz den neuen E-Pass mit auf einem Chip gespeicherten biometrischen Daten eingeführt. In Anlehnung an die Praxis der europäischen Nachbarländer wurden dabei auch die Übersetzungen in die 26 EU-Sprachen übernommen. Dabei ist zu beachten, dass viele Staaten eine Ausweistragpflicht kennen und somit ein Ausweisdokument auch in diesen Staaten benötigt wird (wenn auch nicht zwingend zur Einreise).</p><p>2. Die Erfahrungen zeigen, dass der seit dem 1. März 2010 ausgestellte Schweizer Pass ein problemloses Reisen weltweit gewährleistet. Mit den Sprachen Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch usw. sind die meisten Regionen der Welt abgedeckt.</p><p>3./4. Der Bundesrat sieht im Moment keinen Bedarf, Sprachen im Pass zu streichen oder zusätzliche Sprachen aufzunehmen. Auch ist ihm kein europäisches Ausweisdokument bekannt, das Übersetzungen in Arabisch oder Chinesisch aufweisen würde.</p><p>5./6. Im Hinblick auf eine zukünftige Einführung einer neuen Ausweisgeneration wird auch zu prüfen sein, ob sich eine Anpassung bei den Sprachen aufdrängt.</p>  Antwort des Bundesrates.