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Im Vergleich mit dem Vormonat ergab sich ein Minus von 0,07 Cent. Das Vorjahresniveau wurde gleichzeitig um 0,96 Cent (1.05 Rp.) oder 2,8% unterschritten. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Landwirteverbandes LTO hervor.
Der LTO-Durchschnittswert wird bekanntlich monatlich auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 marktführenden Milchverarbeitern in Nord- wie auch Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss errechnet. Der Durchschnittspreis beruht auf einer jährlichen Anlieferung von 1 Mio. kg.
Preise dürften stabil bleiben
Laut LTO haben im August 2019 die meisten der im Preisvergleich enthaltenen Molkereien ihre Auszahlung gegenüber dem Vormonat unverändert gelassen. Das leichte Minus im Durchschnittspreis ergibt sich vor allem aus der geringeren Auszahlung der irischen Milchverarbeiter Dairygold und Glanbia, die jeweils eine Verringerung um 1 Cent vorgenommen haben. Müller Milch (-0,4 Cent) in Deutschland und Danone (-0,1 Cent) in Frankreich senkten ihren Milchpreis nur leicht. Dem gegenüber hat das französische Unternehmen Sodiaal seinen Lieferanten um 1,5 Cent je kg mehr bezahlt, der Grund dafür war ein Saisonzuschlag.
Nach Ansicht der LTO-Experten dürften sich die EU-Produzentenmilchpreise in den kommenden Monaten nicht besonders stark verändern. Mehrere grosse Molkereien wie etwa Arla (Dänemark) und FrieslandCampina in den Niederlanden haben für September stabile Auszahlungen gemeldet, und für Oktober liegt derzeit nur eine Ankündigung von Arla vor, den Milchpreis geringfügig um 0,1 Cent zu senken. Damit zeichnet sich auch ab, dass die Produzentenpreise im Gesamtjahr 2019 das Vorjahresniveau nicht erreichen werden. Allerdings war die Preisentwicklung 2018 in der EU von einer starken Volatilität gekennzeichnet, während heuer die Erlöskurve relativ flach ausfällt.
Butterpreise stabilisieren sich
Was die Preisentwicklung bei Molkereiprodukten in der EU betrifft, so wurde bei Butter von Mitte Mai bis Ende August 2019 ein deutlicher Rückgang verzeichnet, der aus einer höheren Produktion bei gleichzeitig zurückhaltender Nachfrage und umfangreichen Lagerbeständen resultierte. Anfang September dürfte mit einer Notierung von 359 Euro (391 Fr.) je 100 kg die Talsohle erreicht worden sein, seither sorgt eine leichte Nachfragebelebung für langsam steigende Kurse (Ende September: 369 Euro (403 Fr.) je 100 kg).
Die Preise für Magermilchpulver konnten im September 2019 aufgrund eines steigenden Bedarfes und eines begrenzten Angebots spürbar zulegen, Ende September lagen sie laut EU-Kommission im Schnitt bei 222 Euro (242 Fr.) je 100 kg. Weniger Bewegung ortet die Brüsseler Behörde am Markt für Vollmilchpulver. Aufgrund höherer Fett- und Proteinerlöse konnten die mittleren Kurse für Vollmilchpulver aber im September von 287 auf 297 Euro (324 Fr.) je 100 kg zulegen. Cheddar-Käse weist seit Juni dieses Jahres sehr stabile Notierungen auf, Ende September wurden 308 Euro (336 Fr.) je 100 kg gezahlt.
Globales Rohmilchangebot stagniert derzeit
Das globale Milchangebot und die internationale Absatzsituation bilden die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Produzentenmilchpreise in den kommenden Monaten. Innerhalb der EU lag die Milchanlieferung im Juli 2019 um 0,4% über dem Vorjahresniveau, von Januar bis Juli machte das Plus insgesamt aber nur 0,2% aus. Während die Mengen vor allem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden eine rückläufige Tendenz aufwiesen, wurden in Irland deutliche Steigerungen verzeichnet.
In den USA und in Argentinien stagnierte die Milchanlieferung in den ersten sieben Monaten dieses Jahres in Summe auf dem Vorjahresniveau. Australien und Uruguay meldeten dagegen starke Rückgänge. Neuseeland startete im Juni mit einer spürbar höheren Produktion in die neue Milchsaison 2019/20, allerdings erreicht dort die Anlieferung erst im Oktober ihren saisonalen Spitzenwert. Insgesamt lag die Milchproduktion der weltweit grössten Exportländer von Januar bis Juli 2019 um 0,3% unter dem Vorjahreswert.