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05. Mai 2023
News
Brasilien: Delegation der Tupinambá trifft Indigenenbehörde Funai
“Wir möchten den Moment nutzen, um nochmals unsere Forderung nach der Demarkierung unseres Territoriums anzubringen”, sagte Raquel Tupinambá, Leiterin der Indigenen-Organisation CITUPI. Im Rahmen des nationalen Protestcamps “Acampamento Terra Livre” (ATL) Ende April traf sich eine Delegation der Tupinambá mit der Indigenenbehörde Funai in Brasilia, um noch einmal auf das drängende Anliegen der Anerkennung der indigenen Territorien hinzuweisen und diese voranzutreiben. "Nicht nur, weil uns das Recht auf ein anerkanntes Territorium zusteht, sondern auch, aufgrund der fortschreitenden Klimakrise und der Abholzung im Amazonas. Wir alle wissen, dass die indigenen Gemeinschaften einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung dieser Krisen leisten können”, sagte die Leaderin vor dem Treffen. Die Indigenen wiesen zudem auf die Quecksilber-Verschmutzung der Flüsse und die Problematik der Waldzerstörung durch Brände hin.
Beim Treffen war auch die erste indigene Präsidentin der Funai, Joênia Wapichana, anwesend. Als Ergebnis der Sitzung wird die Funai eine Fachperson ins Gebiet der Tupinambá entsenden, um den Prozess zu beschleunigen. Die Delegation zeigte sich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis: “Wir hätten uns auch gewünscht, dass eine Arbeitsgruppe kreiert würde. Aber das Ergebnis dieses Treffens ist ein erster Schritt”, so Raquel Tupinambá.
Ende März hatte die Gemeinschaft bei der FUNAI einen Bericht und ihr Gesuch nach Anerkennung ihres Gebiets eingereicht. Die Anerkennung des Gebiets als «Terra Indigena» würde der Gemeinschaft den grösstmöglichen staatlichen Schutz vor Ausbeutung gewähren. Doch der Anerkennungsprozess dauert jahrelang, der Bericht ist erst der allererste kleine Schritt. Die Gemeinschaft wird weiterhin Ressourcen brauchen, um sich für ihr Anliegen einzusetzen.
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Bild: Die Tupinambá-Delegatio mit der Präsidentin der Funai, Joênia Wapichana (Mitte).