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War «10vor10»-Sommerserie eine Klimakampagne?
Vom 27.-31. Juli 2015 strahlte «10vor10» eine Sommerserie unter dem Titel «Expedition in die bedrohte Arktis» aus. Ein Fernsehzuschauer bezeichnet die Serie als «Klima-Kampagne» und Irreführung des Publikums.
Gemäss Beanstander hat die Sommerserie eine Klimakampagne verbreitet und ein Klagelied über Klimaleugner angestimmt. Zudem sei die Reportage nicht wie angegeben 2015, sondern 2014 gedreht worden. Dies sei eine grobe Irreführung des Publikums, findet der Beanstander.
Christian Dütschler, Redaktionsleiter von «10vor10», weist den Vorwurf der Klimakampagne zurück. Die Sommerserie sei eine Reportage über den Forscheralltag von Wissenschaftlern am Bowdoin-Gletscher in Grönland gewesen. Der Fokus habe stets auf den Forschern und ihren Erlebnissen gelegen. Die Reportage sei im Sommer 2015 und nicht wie vom Beanstander behauptet ein Jahr zuvor gedreht worden.
Ombudsmann Achille Casanova beurteilt die monierte Sommerserie nicht als Kampagne, obwohl in der Berichterstattung die Auswirkungen des Klimawandels im Vordergrund gestanden seien. «10vor10» habe über die Ziele und praktischen Schwierigkeiten des Forschungsprojekts berichtet. Es seien sachliche, wissenschaftliche Bewertungen gemacht worden.
Den schwerwiegenden Vorwurf der Datumsmanipulation betrachtet Casanova als unbewiesen. Vielmehr findet er Hinweise im dritten Beitrag der Serie, nach denen die Reportage gar nicht vor 2015 habe gedreht werden können.
Der Ombudsmann erachtet die Beanstandung als unberechtigt.
- Lesen Sie hier den Schlussbericht 4033 im Detail.
Quelle: Ombudsstelle SRG.D, Achille Casanova
Text/Zusammenfassung: Inside SRG, dl
Bild: © SRF
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