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Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Waffen, Waffenerwerbsbewilligung, Neuerungen im Waffenrecht oder Informationen rund um die Waffengesetzgebung.
Bewilligungspflicht
Der Waffenerwerb ist bewilligungspflichtig und erfordert einen schriftlichen Vertrag, einen Waffenerwerbsschein oder eine Ausnahmebewilligung.
Voraussetzungen für den Waffenerwerb
In der Schweiz dürfen Personen ab 18 Jahren Waffen erwerben, wenn sie nicht unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftrage Person vertreten sind. Sie dürfen nicht zur Annahme Anlass geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit einer Waffe gefährden und sie dürfen nicht wegen gewalttätiger oder gemeingefährlicher Handlung oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen sein.
Freiwillige Waffenabgabe
Waffen, Waffenbestandteile, Waffenzubehör und Munition können gebührenfrei bei der Polizeistation an Ihrem Wohnort oder beim kantonalen Waffenbüro abgegeben werden.
Häufig gestellte Fragen
Verbotene Feuerwaffen
- Seriefeuerwaffen (Vollautomaten) und zu Halbautomaten abgeänderte Seriefeuerwaffen
- Maschinengewehre
- Panzerfaust
- Maschinenpistolen
Verbotene Messer
- Messer, deren Klinge mit einhändig bedienbarem automatischem Mechanismus ausgefahren werden kann
- Dolche mit symmetrischer Klinge
- Wurfmesser mit symmetrischer Klinge
- Schmetterlingsmesser
Verbotene Geräte, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verletzen
- Schlagrute
- Schlagring
- Wurfstern
- Schleuder mit Armstütze
Verbotene Geräte, die dazu bestimmt sind, durch Versprühen oder Zerstäuben von Stoffen die Gesundheit von Menschen auf Dauer zu schädigen
- z.B. CS- und CN-Gassprays
Verbotene Waffen, die einen Gebrauchsgegenstand vortäuschen (zum Beispiel):
- Feuerzeug mit Messer
- Mobiltelefon mit Elektroschockgerät
- Gehstöcke mit Abschussmechanismus für Munition
Verbotene Elektroschockgeräte, die die Widerstandskraft von Menschen beeinträchtigen oder deren Gesundheit auf Dauer schädigen können
- Munition mit Hartkerngeschossen (Stahl, Wolfram, Porzellan usw.);
- Munition mit Geschossen, die einen Explosiv- oder Brandsatz enthalten;
- Munition mit einem oder mehreren Geschossen zur Freisetzung von Stoffen, welche die Gesundheit von Menschen auf Dauer schädigen, insbesondere von Reizstoffen nach Anhang 2 Waffenverordnung;
- Munition, Geschosse und Flugkörper für militärische Abschussgeräte mit Sprengwirkung;
- Munition mit Geschossen zur Übertragung von Elektroschocks;
- Munition für Faustfeuerwaffen mit Deformationswirkung oder hoher Penetrationsleistung.
- Schalldämpfer
- Nachtsichtzielgeräte
- Laserzielgeräte
- Granatwerfer, falls Zusatzgerät für Feuerwaffen
- Pistolen
- Revolver
- Selbstladebüchsen (Halbautomatische Gewehre) z. B. Sturmgewehr PE 90
- Selbstladeflinten (Halbautomatische Flinte)
- Unterhebelrepetiergewehre (lever action)
- Vorderschaftsrepetierflinten (pump action)
- Ausländische Ordonnanzrepetiergewehre
- Schlagstock
Meldepflichtige Feuerwaffen
- Handrepetier-, Sportgewehre z. B. Standartgewehre,
- Schweizer Ordonnanzrepetiergewehre z. B. Karabiner 31, Langgewehr 11
- Handrepetiergewehre für die Jagd
- einschüssige und mehrläufige Jagdgewehre
- Nachbildungen von einschüssigen Vorderladern
- Kaninchentöter
Meldepflichtige Waffen sind
- Soft-Air-Waffen
- Paintballwaffen
- Druckluft- und CO2 –Waffen
- Alarm-, Schreckschuss-, Imitationswaffen
Schusswaffen, die vor 1870 hergestellt worden sind.
- Person muss mindestens 18 Jahre alt sein;
- nicht unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten sein;
- darf nicht zur Annahme Anlass geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährdet;
- darf nicht wegen gewalttätiger oder gemeingefährlicher Handlung oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen sein.
Eine Waffe wird erworben, wenn sie gekauft, geschenkt, geerbt, gemietet oder ausgeliehen wird.
Je nach der Art der Waffe benötigen Sie einen schriftlichen Vertrag, einen Waffenerwerbsschein oder eine Ausnahmebewilligung.
Kantonale Ausnahmebewilligung
Verbotene Waffen, wesentliche und besonders konstruierte Bestandteile sowie Waffenzubehör benötigen eine kantonale Ausnahmebewilligung. Begründen Sie das Gesuch schriftlich und schicken Sie es an das kantonale Waffenbüro.
Waffenerwerbsschein (WES)
Bewilligungspflichtige Waffen und ihre wesentlichen Bestandteile erfordern einen Waffenerwerbsschein. Mit einem Waffenerwerbsschein können maximal drei bewilligungspflichtige Waffen oder drei wesentliche Waffenbestandteile gleichzeitig beim gleichen Veräusserer erworben werden. Der Waffenerwerbsschein hat eine Gültigkeitsdauer von sechs Monaten und kann einmalig um weitere drei Monate verlängert werden.
Falls innert der Gültigkeitsfrist des Waffenerwerbsscheines keine Waffen erworben werden, ist dieser wieder an die ausstellende Behörde zu retournieren.
Die veräussernde Person (Verkäufer bzw. Verkäuferin) ist in der Pflicht, den Verkauf der Waffe den Behörden zu melden
Schriftlicher Vertrag
Um meldepflichtige Waffen und ihre wesentlichen Bestandteile zu erwerben, benötigen Sie einen schriftlichen Vertrag. Er beinhaltet Angaben zur erwerbenden und übertragenden Person sowie zur Waffe. Jede Vertragspartei hat den Vertrag mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Handelt es sich um eine Feuerwaffe, hat die übertragende Person innert 30 Tagen nach Vertragsschluss eine Kopie des Vertrags an das kantonale Waffenbüro der Erwerberin bzw. des Erwerbers zu senden.
Die veräussernde Person (Verkäufer bzw. Verkäuferin) ist in der Pflicht, den Verkauf der Waffe den Behörden zu melden
Ausnahmen
Ausländische Staatsangehörige ohne Niederlassungsbewilligung benötigen für sämtliche Waffen und ihre wesentlichen Bestandteile einen Waffenerwerbsschein. Zudem müssen sie eine amtliche Bestätigung ihres Wohnsitz- oder Heimatstaats vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie berechtigt sind, die Waffe oder den wesentlichen Waffenbestandteil zu erwerben.
Angehörige bestimmter Staaten dürfen in der Schweiz grundsätzlich keine Waffen oder Bestandteile von Waffen erwerben.
Eine unmündige Person kann unter folgenden Voraussetzungen eine Sportwaffe ausleihen: Sie kann nachweisen, dass sie regelmässig Schiesssport betreibt. Sie gibt nicht zur Annahme Anlass, dass sie sich oder Dritte mit der Waffe gefährdet. Sie ist nicht im Strafregister eingetragen.
Je nach Waffe ist ein entsprechendes schriftliches und unterzeichnetes Gesuch mit den notwendigen Beilagen (z.B. Strafregisterauszug, Kopie des heimatlichen Ausweises und allenfalls der entsprechenden Anwesenheitsberechtigung) direkt beim zuständigen Waffenbüro (Wohnortkanton) einzureichen. Wenn die Bewilligung erteilt wurde, wird diese Ihnen per Post mit Rechnung an Ihren Wohnort zugestellt.
Für Ausnahmebewilligungen empfehlen wir vorgängige telefonische Kontaktaufnahme mit der Abteilung SIWAS.
Eine weitere Möglichkeit besteht via der Internetplattform Suisse ePOLICE www.suisse-epolice.ch.
Auch diese Gesuchsformulare müssen ausgedruckt, unterzeichnet und mit den notwendigen Beilagen (z. B. Strafregisterauszug) beim zuständigen Waffenbüro eingereicht werden.
Fr. 150.00 pro Ausnahmebewilligung für Seriefeuerwaffen
Fr. 100.00 pro Ausnahmebewilligung für Waffenzubehör
Fr. 50.00 pro Waffenerwerbsschein
Fr. 150.00 Ausstellen eines Europäischen Feuerwaffenpasses
Fr. 100.00 Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Europäischen Feuerwaffenpasses
Fr. 50.00 Nachtrag im Europäischen Feuerwaffenpass
Der Europäische Feuerwaffenpass (EFWP) vereinfacht es Jägern und Sportschützen, sich im Schengen-Raum mit ihrer Feuerwaffe zu bewegen. Er dient zum Zweck des temporären Verbringens von maximal zwei Feuerwaffen in einen Schengen-Staat. Zu beachten ist, dass Jäger und Sportschützen für das bewilligungsfreie Verbringen von deren Feuerwaffen im Zielstaat den Grund der Reise nachweisen müssen, beispielsweise mittels entsprechender Einladung. Die reisende Person muss vorgängig bei den zuständigen Behörden in Erfahrung bringen, welche Waffen - gestützt auf den jeweiligen länderspezifischen Waffengesetzen - erlaubt und welche verboten sind.
Die Gültigkeitsdauer beträgt fünf Jahre. Die Gültigkeitsfrist kann um zwei Jahre verlängert werden.
Es können auch auf dem bestehenden, noch gültigen, Europäischen Feuerwaffenpass Feuerwaffen nachgetragen werden. Auf einem Europäischen Feuerwaffenpass können maximal 13 Feuerwaffen eingetragen werden.
Nein. Das Schiessen mit Seriefeuerwaffen ist verboten. Es können jedoch in begründeten Einzelfällen kantonale Ausnahmebewilligungen erteilt werden.
Wer gewerbsmässig Waffen, wesentliche Waffenbestandteile, Waffenzubehör, Munition oder Munitionsbestandteile erwirbt, anbietet, weitergibt oder vermittelt, benötigt eine Waffenhandelsbewilligung. Dazu muss eine theoretische und praktische Prüfung bestanden werden.
Sie ist beim zuständigen Waffenbüro am Wohnortkanton zu beantragen. Es bestehen gesetzliche Vorgaben bezüglich den Mindestanforderungen von Geschäftsräumen von Waffenhandlungen bezüglich Einbruchsicherung, Diebstahlschutz und Alarmanlagen.
Gemäss Waffengesetz sind die Kantone verpflichtet, Waffen, Waffenzubehör, Waffenbestandteile, Munition und Munitionsbestandteile gebührenfrei entgegenzunehmen. Privatpersonen können die Waffen und Munition kostenlos bei den Polizeiposten / Polizeistützpunkten zur fachgerechten Vernichtung abgeben.
Wenn Sie an öffentlich zugänglichen Orten eine Waffe tragen wollen, müssen Sie bei der zuständigen kantonalen Behörde eine Waffentragbewilligung einholen. Sie gilt in der ganzen Schweiz und muss stets mitgeführt werden.
Das Gesuch wird nur dann bewilligt, wenn nachgewiesen werden kann, dass eine Waffe getragen werden muss - beispielsweise als Sicherheitsbeauftragter einer Firma, um sich selbst, andere Personen oder Sachen vor einer tatsächlich drohenden Gefahr zu schützen. Ebenso muss eine Prüfung über den Umgang mit Waffen und über die rechtlichen Voraussetzungen des Waffengebrauchs abgelegt werden.
Um Waffen ins schweizerische Staatsgebiet einzuführen, benötigen Sie eine Bewilligung vom Bundesamt für Polizei. Dies gilt auch für wesentliche Bestandteile von Waffen, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteile.
Das Schmetterlingsmesser gilt in der Schweiz als eine verbotene Waffe. Dafür ist eine Ausnahmebewilligung notwendig. In anderen Staaten gelten andere länderspezifische Waffengesetze: Somit war es möglich das Schmetterlingsmesser zu bestellen, da im entsprechenden Land das Schmetterlingsmesser z. B. ab 18 Jahren erworben werden kann.
Das Schmetterlingsmesser kann aus dem Ausland exportiert werden, wenn es das Waffengesetz dort zulässt. Der Besteller bzw. die Bestellerin ist jedoch verantwortlich, sich vorgängig über die Bewilligungen für die Einfuhr von Waffen in die Schweiz zu informieren. Da dies in Ihrem Fall nicht ausgeführt wurde, haben Sie sich strafbar gemacht durch die illegale Einfuhr einer verbotenen Waffe in die Schweiz. Es erfolgte somit die Rapportierung an die Staatsanwaltschaft wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Dies gilt nicht nur für verbotene Waffen, Waffenzubehör, Waffen, sondern auch für die Einfuhr von wesentlichen Waffenbestandteilen, Munition und Munitionsbestandteilen.
Da die Pistole in der Schweiz waffenerwerbsscheinpflichtig ist, benötigen Sie zuerst vom kantonalen Waffenbüro einen gültigen Waffenerwerbsschein. Mit diesem Waffenerwerbsschein beantragen Sie beim Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen, eine Bewilligung für die nichtgewerbsmässige Einfuhr der Pistole in das schweizerische Staatsgebiet. Bei der Einfuhr ist die Pistole beim Zoll anzumelden. Nach dem Verbringen in die Schweiz muss die Pistole unverzüglich mit der Importmarkiernummer versehen werden. Die Importmarkiernummer darf nur durch einen Inhaber einer Waffenhandelsbewilligung angebracht werden, der im Besitz einer gültigen Markierungsnummer ist.
Ja. Gemäss Waffengesetz sind Waffen und Munition sorgfältig aufzubewahren und vor dem Zugriff unberechtigter Dritter (z. B. Einbrecher, Kinder, Jugendliche, Mitbewohner, Gäste) zu schützen. Die Verschlüsse von Seriefeuerwaffen müssen getrennt von der Waffe und eingeschlossen aufbewahrt werden.
Aus Sicherheits- und Suizidpräventionsgründen wird empfohlen, die Waffen und Munition getrennt unter Verschluss aufzubewahren. Es besteht bei vielen Waffen auch die Möglichkeit, die Verschlüsse / Läufe zu demontieren und separat z. B. in einem Tresor einzuschliessen. Die Gefahr von Waffendiebstählen und -missbrauch wird wesentlich gemindert, wenn Sie die Waffen in einem speziellen Sicherheitsbehälter (Metallwaffenschrank) einschliessen.