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Gal Gadot (38), Hollywoodschauspielerin mit israelischen Wurzeln, zeigt sich besorgt angesichts nachlassender Kenntnis von historischen Ereignissen. In der jungen Generation wüssten einige “gar nichts” über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust, sagte sie der “Welt am Sonntag”. Sie glaube jedoch “fest daran, dass es essenziell ist, die Erinnerung an die schrecklichen Dinge wachzuhalten, die in Auschwitz geschahen, damit sich Derartiges nicht wiederholt, ganz gleich, für wen.”
Unmittelbar nach Kriegsende und noch lange danach seien Menschen überall auf der Welt traumatisiert gewesen, sagte Gadot weiter. “Und gerade weil viele so unsägliches Leid erfahren hatten, gab es mehr Raum für Menschlichkeit.” Derzeit sei die Welt leider wieder ein dunkler Ort, auch wegen des Kriegs in der Ukraine. Das liege ihr schwer auf dem Herzen.
Die Darstellerin verwies auf ihren geplanten Film über die polnische Sozialarbeiterin Irena Sendler, die Anfang der 1940er Jahre 2.500 jüdische Kinder aus der Warschauer Ghetto rettete. “Mein Ziel ist, diesen Film nicht nur zu produzieren, sondern Irena Sendler selbst zu spielen.” Sie sei seit einigen Jahren mit der Familie in Kontakt; derzeit werde das Drehbuch für den Film geschrieben.
Gadot äusserte sich auch zu Debatten über Künstliche Intelligenz (KI), die ihrem neuesten Film “Heart of Stone” eine wichtige Rolle spielt. “Einerseits bin ich, wie viele andere auch, fasziniert von der KI, von den coolen Dingen, die sie uns verspricht – dass sie Mails für uns schreibt, uns das Leben leichter macht. Nur ist in der Welt der KI eben nicht alles schillernd und glänzend, ganz und gar nicht.” Sie wirbt für einen vorsichtigen Umgang mit KI. – Der Thriller, in dem Gadot eine Doppelagentin spielt, ist ab 11. August beim Streamingdienst Netflix verfügbar.
KNA/pko/brg