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Die Studie von RobecoSAM zeigt auf, dass Firmen mit einem höheren Frauenanteil besser funktionieren.
Die Studie von RobecoSAM zeigt auf, dass Firmen mit einem höheren Frauenanteil besser funktionieren.
Es existiert immer noch eine grosse Kluft zwischen dem Frauenanteil in der Unternehmensleitung und dem relativ hohen Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft – Je höher die Unternehmensebene ist, desto niedriger der Frauenteil. Dies zeigt eine Studie von RobecoSAM. Die Studie zeigt auf, dass Firmen mit einem höheren Frauenanteil besser funktionieren.
Vom aktuellen Tempo ausgehend wird es noch 257 Jahre dauern, die Geschlechterkluft in der Wirtschaft in Bezug auf Beteiligung und Chancen zu schliessen. Dies zeigt der Global Gender Gap Report 2020 des Weltwirtschaftsforums. Ein Ergebnis, das auch von der RobecoSAM Studie unterstützt wird. Auch der Punkt des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass eine Verbindung zwischen dem Fehlen der Gleichberechtigung der Geschlechter und einem “suboptimalen wirtschaftlichen Wachstum” besteht, kann von der Studie bestätigt werden.
Niedriger Prozentsatz von Frauen im Management
RobecoSAM hat für die Studie mehr als 20’000 Unternehmensjahr-Beobachtungen, die im Rahmen des SAM Corporate Sustainability Assessment (CSA) von 2013 bis 2018 aufgezeichnet wurden, analysiert. Beim CSA handelt es sich um eine ESG-Bewertungsmethode, mit der die Nachhaltigkeitswirkung festgestellt wird. Die Daten für 2018 zeigen, dass in allen Bereichen eine bemerkenswerte Lücke zwischen dem Frauenanteil im Management und dem signifikant höheren Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft besteht.
RobecoSAM untersuchte die Korrelation zwischen dem Prozentsatz der Frauen auf verschiedenen Ebenen des Unternehmens und die Fundamentaldaten des betreffenden Unternehmens mittels Regressionsanalyse. Ein Prozentsatz von mehr als 20% Frauen in der Unternehmungsleitung, mehr als 30% im Management und mehr als 44% in der Gesamtbelegschaft hat gemäss den Ergebnissen einen positiven Einfluss auf Unternehmensgewinn und EBIT-Marge. Dies zeigt, dass ein ausreichend hoher Frauenanteil auf jeder Ebene eine positive Wirkung auf die Organisationsdynamik hat.
Reduzierung der Einkommensschwankungen bei höherem Frauenanteil
“Häufig konzentrieren sich die Massnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmen auf den Ausgleich des geringen Frauenanteils im Vorstand. Doch die durchgeführte Regressionsanalyse zeigt auch, dass sich vor allem auch ein höherer Frauenanteil in den Managementpositionen positiv auf die Rentabilität, die Erträge und Gewinnschwankungen des Unternehmens auswirkt. Es wird also deutlich, wie wichtig die Förderung der Geschlechtervielfalt insbesondere im Hinblick auf die Zusammensetzung von Managementteams ist”, erklärt Hafner-Cai. Hochrangige Unternehmen mit einem Frauenanteil von mehr als 30% im Management fallen in allen Regionen der Welt durch geringere Ertragsschwankungen im Vergleich zu jenen mit einem geringeren Frauenanteil (nach Bereinigung von branchenspezifischen Verzerrungen) auf. Die Studie bestätigt ebenfalls, dass ein höherer Prozentsatz an Frauen im Vorstand zu besseren Finanzkennzahlen führt, wenn auch in geringerem Masse als auf Management-Stufe.
Kategorie
News
Publiziert am
06.04.2020
Hashtag
#diewirtschaftsfrau #frauenteil #finanzkennzahlen #management