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Vino Tinto de Espana
Vino de Pago
2003 modifizierte Spanien sein Klassifikationssystem, schuf die «Vinos de Pago» und setzte die neue Weinkategorie an die Spitze der Qualitätspyramide. Das grosse Weinland orientierte sich dabei an den Premiers und den Grands Crus Frankreichs und reservierte die Bezeichnung für Gewächse aus Einzellagen (spanisch pago) mit hervorragenden mikroklimatischen und geologischen Bedingungen. Ein Vino de Pago soll sich durch Einzigartigkeit auszeichnen und sich über die Jahre in der Flasche verfeinern.
Spanien war früher vor allem durch seinen Sherry berühmt, die besseren Tischweine Spaniens haben sich auf den Auslandsmärkten nur langsam durchsetzen können. Lange Zeit hatten spanische Weine das Image einer robusten, oft recht süffigen Massenware, die in Fässern gehandelt wurden. Früher war es üblich, eine leere Flasche mit in den Weinladen zu nehmen und dort aus Fässern füllen zu lassen, auf denen die Alkoholstärke und die Beschreibung tinto (dunkler Rotwein), clarete (heller Rotwein) oder blanco (Weisswein) oder dergleichen angebracht waren.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Erzeugnisse, die in der Heimat abgefüllt wurden, zum Beispiel Rioja, manchmal in ganz ausgezeichneter Qualität.
Vieles hat im Laufe der letzten Jahrzehnte zu beträchtlichen Verbesserungen der Weinqualität beigetragen. Nach der Wiederherstellung der Monarchie im Jahre 1975 wurde jedoch der schlafende Weinriese wachgerüttelt. In den 80er und 90er begann man in moderne Kelteranlagen zu investieren und der EU-Beitritt Spaniens im Jahre 1986 gab diesen Bemühungen zusätzlichen Aufschwung. So ist heute Spanien eine der dynamischsten Weinnation der Welt. Es entstanden völlig neue, grossartige und verblüffend gute Weine, die ihren Charakter und Stil nicht verloren haben