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Das Podest
- 1. Daniel Yule (Sz) 1:38,34
- 2. Marco Schwarz (Ö) +0,34 Sekunden
- 3. Michael Matt (Ö) +0,50 Sekunden
Madonna di Campiglio bleibt für das Schweizer Slalom-Team ein gutes Pflaster: Nach Luca Aernis 2. Platz im letzten Jahr bescherte der Berg im Trentino nun Daniel Yule Glück. Der Walliser arbeitete sich überraschend vom 4. Platz nach dem 1. Lauf nach ganz vorne vor und feierte seinen 1. Sieg im Weltcup.
Der 25-jährige Walliser löste den lange führenden Michael Matt mit einer beherzten Fahrt an der Spitze ab. Halbzeitleader Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen, der 2. nach dem 1. Lauf, bekundeten in der Folge auf dem vom Schweizer Trainer Matteo Joris ausgesteckten Kurs Schwierigkeiten. Beide begingen kurz nach dem Start Fehler. Der Österreicher fädelte genauso ein wie der Norweger.
Das Schweizer Slalom-Team feierte damit den ersten Vollerfolg seit über 11 Jahren, als Marc Gini auf der Reiteralm ähnlich überraschend triumphiert hatte.
Die restlichen Schweizer
- 14. Sandro Simonet +1,51 Sekunden
- 19. Loïc Meillard +2,11 Sekunden
Loïc Meillard, der sich nach seiner Podestpremiere zuletzt in Saalbach mit Platz 5 nach Halbzeit ebenfalls Hoffnungen auf einen weiteren Exploit machen konnte, gehörte im 2. Durchgang ebenfalls zu den Geschlagenen. Er fiel nach einem Ausrutscher auf Rang 19 zurück.
Zenhäusern und Aerni enttäuschen
Trotz tiefen Startnummern enttäuschten Ramon Zenhäusern und Luca Aerni im 1. Lauf. Beide schafften den Sprung unter die ersten 30 nicht. Zenhäusern, der weiterhin von einer Daumenverletzung behindert wird, blieb im 3. Slalom der Saison zum ersten Mal ohne Punkte.
Der Vorjahreszweite Aerni büsste über 2 Sekunden auf den Halbzeitführenden Hirscher ein. Im Schatten Yules setzte dafür Sandro Simonet ein Ausrufezeichen. Rang 14 ist sein zweitbestes Weltcup-Resultat – er verbesserte sich im 2. Durchgang um 9 Plätze.
Das weitere Programm
Der Slalom von Madonna di Campiglio war das letzte Rennen vor Weihnachten. Noch vor dem Jahreswechsel sind die Speed-Spezialisten im Einsatz: In Bormio finden am 28. Dezember eine Abfahrt und tags darauf ein Super-G statt. Am Neujahrstag folgt dann das Parallel-Rennen in Oslo.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.12.2018, 18:35 Uhr