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Nach Reit-Eklat bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio: Der Dachverband des Modernen Fünfkampfs (UIPM) soll diese Woche in einer geheimen Sitzung beschlossen haben, den Reitsport mit Blick auf Olympia in drei Jahren aus dem Programm zu streichen und durch Radfahren zu ersetzen.
Das berichtet der "Guardian" am Dienstag und stützt sich dabei auf «mehrere Quellen», die sich an die britische Tageszeitung gewandt haben sollen. Der Verband habe sich auf Anfrage nicht äussern wollen, so der «Guardian» weiter. In einer schriftlichen Stellungnahme soll es aber heissen:
«Im Rahmen des Engagements der UIPM, ein starkes, dynamisches Profil für den modernen Fünfkampf aufrechtzuerhalten, werden eine Reihe strategischer Treffen abgehalten. Diese Treffen werden im Laufe dieser Woche einen bevorstehenden Anruf mit nationalen Verbänden beinhalten. Die Ergebnisse dieser Treffen werden in einer Pressemitteilung am 4. November veröffentlicht.»
Auch die Nachrichten-Seite «Inside the Games» berichtet am Nachmittag von «einer Quelle mit Kenntnis der Situation», die ebenfalls den geheimen Beschluss bestätigt sieht.
Verband äussert sich nicht
Die Nachricht kommt überraschend. Denn am 28. September schreibt der Dachverband in einem ausführlichen Bericht, dass man zwar «neue Massnahmen zur Verbesserung des Pferdewohls» einführen wolle, aber «das Reiten als integralen Bestandteil des Modernen Fünfkampfes beibehalten wolle».
Ausgelöst wurde diese Debatte durch erschütternde Szenen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die deutsche Athletin Annika Schleu schlug mehrmals auf das ihr zugelostes Pferd Saint Boy ein, vor allem nach Aufforderung ihrer Trainerin Kim Raisner. Danach waren schwere Vorwürfe der Tierquälerei erhoben worden.
(noë)