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Die Gründung der Biokäserei Nicasio Valley Cheese war die Antwort auf stetig sinkende Milchpreise. Das Know-how holten sich die Lafranchi-Brüder im Tessin, von wo ihr Grossvater einst in die USA auswanderte.
Neun Dollar kostet ein rund 150 Gramm schwerer «Locarno» am Biofarmersmarkt in San Francisco. Ein stolzer Preis, der hier in einer der reichsten Gegenden der USA für Biokäse aber gerne bezahlt wird. Hinter dem Marktstand steht an diesem Tag Rick Lafranchi. Allerdings nur, wenn kein anderes Personal dafür verfügbar sei, sagt er. Das sei allerdings öfters der Fall, weil die Leute hier lieber in einer der zahlreichen Technologiefirmen arbeiten würden, als bei ihm Käse zu verkaufen. Doch weshalb Käse mit Tessiner Namen? Sein Nachname deutet es an: Seine Wurzeln liegen in der Südschweiz. Und die Bindungen ins Geburtsland seines Grossvaters sind in den letzten Jahren wieder stärker geworden. Denn ohne fachliche Hilfe aus dem Tessin, wäre die heutige Erfolgsstory der Nicasio Valley Cheese nicht geschrieben worden.