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U-Wert
Mass für den Wärmeverlust durch ein Bauteil.
Ein U-Wert von 1.0 [W/m2K] bedeutet einen Wärmeverlust von einem Watt [W] pro Kelwin [K] Temperaturdifferenz (gleichbedeutend wie Grad Celsius) und Quadratmeter [m2] Oberfläche.
Wärmebrücke
(oft irreführend als Kältebrücke bezeichnet)
Konstruktionsteile mit grösserem Wärmedurchgang. Dies führt zu kälteren inneren Oberflächen. Daher die oft verwendete Bezeichnung "Kältebrücke".
fRsi-Faktor
Der fRsi-Faktor ist ein Mass zur Beurteilung von Wärmebrücken. Er gibt die minimal erforderliche innere Oberflächentemperatur an. Der fRsi-Faktor sollte im Allgemeinen mindestens 0.7 betragen.
Grosse äussere Oberflächen gegenüber kleineren inneren Oberflächen führen zu tiefen fRsi-Faktoren
Wassergehalt in der Luft.
Dieser kann unter anderm als relative Luftfeuchtigkeit oder als Taupunkttemperatur angegeben werden.
relative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkei [%] r.F. gibt an um wielviel die Luft im Verhältnis zur max. möglichen Luftfeuchtigkeit gesättigt ist.
Taupunkttempertur
Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur bei welcher die Luft feuchtigkeitsgesättigt ist (100 % r.F. vgl. Taupunktkurve in Diagramm oben). Bei tieferen Temperaturen kondensiert Wasser aus.
Beispiel: Raumluft 20°C/50% r.F., Taupunkttemperatur 9.4 °C. An Oberflächen mit tieferer Temperatur kondensiert Wasser.
zulässige Raumluftfeuchtigkeit
Die maximal zulässige Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen ist in der Norm SIA 180 aussentemperaturabhängig festgelegt. Ist diese eingehalten und liegt der fRsi-Faktor über 0.7 ist im Allgemeinen nicht mit Schimmelpilzbefall zu rechnen.
Bei einer Aussenlufttemperatur von beispielsweise 0°C und einer Raumlufttemperatur von 20°C beträgt die zulässige rel. Raumluftfeuchtigkeit 50 %. Unabhängig von der Raumluft-temperatur beträgt die max zulässige Taupunkttemperatur der Raumluft ca. 8.5 °C. Bei einer Aussenlufttemperatur von -10°C, beispielsweise, beträgt die max. zulässige Taupunkttemperatur ca. 5.0 °C.
Luftdurchlässigkeit
Die Luftdurchlässigkeit ist ein Mass dafür wieviel Luft durch ein Bauteil hindurchströmt. Bauteile sollten Luftdicht sein. Holzkonstruktionen lassen sich aber nicht vollständig luftdicht ausführen.
Apere Flächen auf einem Schneebedeckten Dach sind Anzeichen von Luftdurchlässigkeit
Eiszapfen am Dachrand ebenso
Ausströmen vom warmer Luft im Dachbereich führt zur Schneeschmelze und Eiszapfen am Dachrand.
jm-Bauberatung
Hans Mühlebach
Unterfeldstrasse 25
8050 Zürich
Mitautor
Sachbuch Bauschäden
Autor: Dr. Jürgen Blaich
ISBN: 978-3-905711-30-1