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The best way is not difficult;
it only excludes picking and choosing.[1]
Ernst isst 2 Scheiben Bauernbrot mit Salzbutter, etwas Tilsiter und 3 überreife Aprikosen. Eigentlich wollte Ernst nur Gemüsesaft trinken. Aber dann hat Ernst noch 1 Handvoll schattengetrocknete, grüne Biorosinen gegessen, sonst jedoch hat Ernst Ernst nicht weiter gehen lassen, sondern ist wie ein Pferd mit Scheuklappen Ernsts Weg gegangen. Wirklich? und der Apfelquark? die Nussringli, Amandes und Schokos? Ernst prüft das Verfallsdatum. Sie bleiben noch mindestens 8 Monate frisch.
Inmitten solcher Versuchungen kämpft Ernst täglich gegen die Gier des Essens und Trinkens. Denn das ist nichts, was Ernst ein für allemal ablegen und durch Beschluss meiden kann, wie Ernst es beim Beischlaf könnte. Deshalb muss Ernst die Zügel des Gaumens führen mit einer Mischung aus massvoller Lockerheit und Strenge. Aber wer, Herr, wird nicht einmal ein wenig über das Ziel der Notwendigkeit hinausgerissen?[2]
Ernst setzt Ernst auf Ernsts Balkon und schaut über den Fluss. Sollte es weiter regnen, könnte der Fussweg überschwemmt werden. Ernst bezieht das auch auf ernstselbst, denn steht Ernst das Wasser nicht bis zu Ernsts Hals? Ernst bräuchte eine Gehirnwäsche, die so lange vollzogen wird, bis Ernsts Erinnerung ans schädliche Essen ausgelöscht ist. Aber auch die sauberste Gehirnwäsche nützte in Ernsts Fall nichts, da sich Ernsts Gegner nicht in Ernsts Kopf befindet. Ernsts Kopf kann zwar essen und denken, aber – trois fois hélas! – nicht beides gleichzeitig. Ernsts Hirn hat seinen eigenen Kopf.
Im Licht des Vollmonds geht Ernst zum Monasterium und betrachtet Ernst im Teich des Klostergartens. Ernsts Spiegelbild ist ein Tanzbär, der, auf dem Markt angekettet, das Männchen macht. Ernst ruft con dolore: «Da steppt der lütte Ernst!» Ernst schaut lange in den dumpfen Teich. Dann macht Ernst Ernst wieder auf den Weg zurück in Ernsts Klause und sinkt erschöpft auf Ernsts Futon.
[1] Der beste Weg ist nicht schwierig, nur ohne Wahl. Jianzhi Sengcan, Xinxin ming, Faith in Mind Inscription 1
[2] In his ergo temptationibus positus, certo cotidie adversus concupiscentiam manducandi et bibendi: Non enim est quod semel praecidere et ulterius non attingere decernam, sicut de concubitu potui. Itaque freni gutturis temperata relaxatione et constrictione tenendi sunt. Et quis est, domine, qui non rapiatur aliquantum extra metas necessitatis? Augustinus von Hippo, Confessiones, Liber X, Caput XXXI/47, aus dem Lateinischen übersetzt von Kurt Flasch und Burkhard Mojsisch