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Gegründet wurde diese erst im vergangenen Jahr durch ein Team von Bankern, das Perella Weinberg im erbitterten Streit verlassen hatte. Ducera, so der Name der Firma, wird von Michael Kramer geleitet. Das Unternehmen beriet Monsanto zusammen mit Morgan Stanley. Es dürfte mindestens die Hälfte jener 110 Millionen Dollar an geschätzten Gebühren erhalten, die an die Banker des Verkaufenden gehen, heisst es beim Übernahmeberater Freeman.
"Ihnen werden wohl mehr als 50 Millionen Dollar zustehen, und es könnte sogar noch viel mehr sein", sagte Jeff Nassof, Vize-Präsident von Freeman, mit Blick auf Ducera in einem Interview mit Bloomberg am Mittwoch.
Transaktionen wie diese stellen eine neue Dimension für Kramer dar, der bislang vor allem als Berater in Restrukturierungsfragen bekannt war. So arbeitete er mit angeschlagenen Unternehmen zusammen, als er noch bei Houlihan Lokey und bei Greenhill in den Diensten stand. Im Jahr 2005 gründete er seine eigene Boutique-Beratungsfirma mit dem Namen Kramer Capital Partners, die ein Jahr später von Perella Weinberg aufgekauft wurde.
Zuerst übernommen, dann gefeuert
Ducera mit Sitz in New York nennt auf der eigenen Webseite insgesamt neun Mitarbeiter. Acht davon waren zuvor bei Perella Weinberg angestellt. Kramer, Derron Slonecker und zwei weitere frühere Mitglieder der Restrukturierungsabteilung von Perella Weinberg, Joshua Scherer und Adam Verost, wurden 2015 gefeuert. Sie zogen daraufhin wegen angeblich ungerechtfertigter Entlassung gegen die Investmentbank vor Gericht. In jenem Sommer hatte sich das Team einen Beratungsauftrag von einer Gruppe sichern können, die Anleihen von Puerto Rico besass.
Monsanto war früher ein Kunde von Perella Weinberg gewesen. Der US-Saatguthersteller nutze die Beratungsdienste von Perella Weinberg bei der Übernahme von Climate für etwa 930 Millionen Dollar im Jahr 2013.
(Bloomberg)