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Das Wichtigste in Kürze
- Bereits vor seiner Präsidentschaftswahl war Donald Trump politisch aktiv.
- 1987 wurde er Anhänger der Republikaner und geriet häufig in die Schlagzeilen.
- Nicht nur in der Politik, sondern auch als Unternehmer erlangte Trump grosse Popularität.
Bereits vor seiner Präsidentschaft war Donald Trump in den USA politisch sehr aktiv. Sein Verhältnis zu anderen Politikern war jedoch lange auf seine geschäftlichen Interessen ausgerichtet.
Frühere politische Aktivitäten
Schon in den 1980er-Jahren bemühte sich Trump um gute Beziehungen zu Politikern. Deren politische Positionen spielten dabei aber häufig keine Rolle. So kam es etwa vor, dass er bei einem Wahlkampf beide Seiten unterstützte.
Ab 1984 sah Trump die nukleare Abrüstung als wichtigstes politisches Problem an. Dieser Gedanke war durch Gespräche mit seinem Onkel und Physiker John Trump entstanden.
Im Juli 1987 wurde Donald Trump deshalb zu einem Unterstützer der Republikaner und veröffentliche selbst Zeitungsanzeigen mit entsprechenden Botschaften. Vor allem mit seiner These, dass die USA sich auf eine Katastrophe zubewege, gelangte er in die Schlagzeilen. Kurz darauf erschien sein Buch «The Art of the Deal», welches zum Bestseller wurde.
1999 wechselte er zur «Ross Perots Reform Party» und bewarb sich als Kandidat bei den parteiinternen Vorwahlen zum Präsidentschaftswahlkampf 2000. Nachdem er die Vorwahlen in Michigan und Kalifornien gewonnen hatte, stieg er aber aus dem Wahlkampf aus.
Donald Trump wird Demokrat?
Im August 2001 liess er sich als Demokrat registrieren. Zudem wurde spekuliert, dass er 2004 und 2008 gegen George W. Bush antrete. Donald Trump unterstützte 2008 den Präsidentschaftskandidaten John McCain und schrieb sich 2009 wieder als Republikaner ein.
Seine Parteispenden verteilte er bis 2012 an die beiden grossen Parteien. Vor der Präsidentschaftswahl 2012 spielte er wieder mit dem Gedanken, sich als Kandidat aufstellen zu lassen.
Eine Zeit lang stellte er sich an die Spitze der verschwörungstheoretischen Birther-Bewegung. Diese zweifelte Barack Obamas Legitimität als Präsident an, da er angeblich in Afrika geboren sei. Beim «White House Correspondents' Dinner» im April 2011 präsentierte Obama dann jedoch seine Geburtsurkunde und machte sich über Trump lustig. Diese Blamage wurde damals als Ende von Trumps politischen Bestrebungen aufgefasst.
Die politischen Positionen von Donald Trump lagen früher deutlich links des republikanischen Mainstreams. Er engagierte sich für eine allgemeine Krankenversicherung, Steuererhöhungen sowie das Recht auf Abtreibung. Im Bereich der Einwanderungspolitik steht er aber eher rechts des republikanischen Mainstreams.
Laut aktuelleren Analysen verschob sich das Gedankengut Trump mit der Zeit immer weiter nach rechts. Laut dem Historiker Bruce Bartlett sei seine politische Agenda so weit rechts, dass Ronald Reagan daneben wie ein Linksliberaler aussehe.
Erfolgreicher Unternehmer
Zahlreiche Erfolge feierte Trump auch als Unternehmer. Sein Vater war mit dem Bau von Wohnhäusern zum Multimillionär geworden. Donald selbst half bereits neben seinem Studium im Unternehmen mit und stieg danach ganz ein.
Im Alter von etwa 25 Jahren übernahm er die Leitung der Firma. Mit Projekten wie dem Trump Tower oder dem Trump Plaza Hotel & Casino feierte er grosse Erfolge. Regelmässig wurde über ihn berichtet und er erlangte so grosse Aufmerksamkeit in den USA.
Mit der Zeit häuften sich jedoch die finanziellen Probleme, welchen Trump damals aber eher wenig Beachtung schenkte. 1995 gründete der immer noch verschuldete Geschäftsmann eine Aktiengesellschaft und ging an die Börse.
Die Marke Trump galt damals als nicht mehr ganz so makellos wie zuvor. 2002 wurde er vom Fernsehproduzenten Mark Burnett für eine Reality-Show namens «The Apprentice» angefragt. Trump sagte sofort zu, um so seine Marke bekannter machen.
In der Show kämpften 16 Kandidaten um einen Jahresvertrag als Mitarbeiter der Trump Organisation. Die Zuschauerzahlen stiegen während der ersten Staffel auf 27 Millionen. Dank wachsender Popularität der Show war Donald Trump immer gefragter bei Talkshows.
Als Gast sprach er dabei gerne auch über politische Themen. Bis 2015 blieb er der Star der Show «The Apprentice». Die Marke Trump vermarktete er danach aber nicht mehr nur mit seinen Auftritten, sondern auch mit Produkten wie Parfums.