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Die Republik Kamerun ist ein Land in Zentralafrika (Oberfläche 475’000km²), das im Osten an Guinea Equatorial, Gabon und Zentralafrika, im Norden an Tschad und im Westen an Nigeria grenzt. Im Süden stösst das Land, das knapp 10 mal so gross wie die Schweiz ist, an den Atlantik.
Die Hauptstadt des Landes ist Yaoundé, sie befindet sich im Zentrum des Landes und zählt ca. 1.7 Mio. Einwohner., insgesamt zählt Kamerun ca. 20Mio Einwohner. Yaoundé ist das administrative Zentrum Kameruns, doch auch private Investoren treiben die Industrialisierung in der Hauptstadt voran. Die grösste Stadt Kameruns ist allerdings das Wirtschaftszentrum Douala, an der Küste gelegen. Andere wichtige Städte sind Dschang, Bamenda und Bafoussam, allesamt im Westen des Landes gelegen.
Landschaft und Natur
Kamerun bietet den Reisenden eine äusserst vielfältige Landschaft. Im Norden des Landes dominiert die Savanne, hier kann man mit Glück Löwen beobachten.
Der Westen des Landes ist von einer vulkanischen Bergkette geprägt, die den höchsten Berg Zentralafrikas (Mt. Cameroun, 4095 MüM) hervorbringt und die Quelle zahlreicher Flussläufe ist. Im Zentrum des Landes bis hin zur südlichen Küste dominiert der tropische Regenwald, der an der Ostgrenze des Landes besonders dicht ist. Hier lassen sich Gorillas, Schimpansen, Waldelefanten und verschiedene Antilopenarten beobachten.
Das Waldgebiet ist durchzogen von verzweigten Flussläufen, die Süsswassermangroven hervorbringen. Diese münden im Süden in den Golf von Guinea, der zahlreiche noch unberührte Sandstrände zu bieten hat. Diesem Reichtum werden die elf Nationalparks des Landes gerecht.
Gesellschaft und Kultur
Seit 1961 ist Kamerun eine unabhängige Republik, vorher stand der Grossteil des Staatsgebiets unter französischer und der Rest des Landes unter englischer Protektion. Die Amtssprachen Kameruns sind deshalb Französisch und Englisch. Auf dem Staatsgebiet leben insgesamt ungefähr 260 Volksgruppen, die gemäss ihrem unterschiedlichen Lebensraum sehr vielfältige Traditionen entwickelt haben (Architektur, Sprache, Kleidung, Nahrung, wirtschaftliche Aktivitäten, Riten und traditionelle Regierungsformen). Bis heute geniessen die traditionellen Chefs in allen Landesteilen hohes Ansehen und ergänzen den Staat bei der Organisation des Alltags.
Die ethnische Diversität de Landes lässt sich generell in vier grosse Volksgruppen aufteilen: Die Haoussa in den nördlichen Savannen, die Bamiliké in den westlichen Bergen, die Bantu in den Wäldern des Zentrums und des Ostens und die Awala, die Völker des Meeres an der südlichen Küste. Während im Norden des Landes der Islam als Religionsform dominiert sind die anderen Landesteile christlich geprägt, Muslime und Christen gehen zum Teil auch gemischte Ehen ein. Auf dem ganzen Staatsgebiet gibt es weiterhin Anhänger animistische Praktiken.
Der Grossteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und baut je nach Gebiet u.a. Mais, Bohnen, Maniok, Ngyam, Erdnüsse und Hirse an. Tropische Früchte (Papaya, Avocado, Ananas, Zitrusfrüchte, Mango, etc.) wachsen oft von alleine am Rand der Plantagen.