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Mit dem allgemeinen Niedergang der weltweiten Musikkonzerne, deren Töchtergesellschaften in der Schweiz kaum noch einheimische Künstler produzieren, nimmt die Eigenproduktion kleiner Labels und einzelnen Künstler wieder rasant zu.
Der Verlag kümmert sich darum, dass der Song, das Werk vervielfältigt und vermarktet wird. Er muß zwingend, um überhaupt tätig werden zu können, vom Urheber, dem Komponist und Autor per Vertrag das Recht dazu abgetreten bekommen. Der Verlag kauft dem Künstler die Auswertungsrechte an seinen Werken ab.
Damit kann/muss er:
Der Vertrieb oder die Tonträgerfirma kümmert sich weniger um das einzelne Werk, sondern darum, dass das ganze Produkt, meist die CD, in die Läden und zum Endverbraucher kommt. Dazu übernimmt sie die Produkte ganzer Verlage oder einzelne CDs von Künstlern im Bandübernahme oder Lizenz-Vertrag oder verpflichtet selber Künstler durch den stärker bindenden Künstlervertrag. Er vertreibt das Produkt an CD-Shops, an Buch-Clubs, Warenhaus Ketten und Internet Vertriebe.
Oft führen Tonträgerfirmen eigene Verlage und diverse Labels, um in verschiedenen Sparten auftreten zu können, wie in der Klassik, daneben führt man ein separates Jazz-Label, und wird besondere Marken im Schlager- oder Kindermusik Bereich bekannt machen und natürlich für die Heavy Metal Szene einen ganz speziellen Brand kreieren.
Das Management interessiert weniger der einzelne Song noch die einzelne CD sondern der Künstler selbst steht im Mittelpunkt seines Wirkens. Es gibt einen grossen Bogen von Management Verträgen zwischen ihm und dem Künstler. DJ Bobo stellt seinen Manager an und gibt ihm einen konkreten Auftrag, wie: eine Europa Tourne, eine in Asien und eine in X, sowie eine minimale TV und Radio Präsenz mit Interviews und Clip und The Makin Of und und...
Umgekehrt gibt es die zwei alten Männer aus Paris, Olivier Toussaint und Paul de Senneville, die per Inserat einen blonden, blauäugigen Pianisten suchen und sich unter 200 Bewerbern Richard Cleydermann auswählen. Sie geben ihm den Künstlernamen, kleiden ihn ein und geben ihm per vertraglich abgesichertem Management den Auftrag, für dieses Büro, das an der langen Stripe der zwei alten Verleger die Karriere des schönen Richards organisieren jederzeit frisch und adrett da zu sein. Im Fernsehen, im Radio Interview die auswendig gelernten Antworten auf die abgesprochenen Fragen zu geben. Im Club, im Stadion, auf jeder erdenklichen Bühne die 74 Tasten so sanft wie einen Frauenpo zu bearbeiten. Seither verkaufte er 70 Mio Tonträger, 270 mal Gold und 70 mal Platin in 38 Ländern. Der Künstler als Angestellter des Managers oder umgekehrt, dazwischen ist alles offen.
Am besten funktioniert es, durch echte Freundschaften, die vom blinden Vertrauen bis zur kritischen Auseinandersetzung alles zulassen.
Das Management sorgt dafür, dass der Künstler an Bekanntheit gewinnt, denn der Bekanntheitsgrad bestimmt den Wert des Namens als Produkt. Darum wußten wir immer, wenn in der Zeitung stand, dass Axel Rose für die Boulevard Presse einen Journalisten vermöbelte, dass vermutlich bald ein neues Guns'n'Roses Album erscheinen wird.
Das Management schließt die Kontakte zu den Tonträgerfirmen, den Verlegern, Produzenten, den Journalisten, den Medien allgemein und vor allem zu den Veranstaltern.
Das Management kann für sich eine Pauschale verlangen und / oder sich von Provisionen pro Konzert, bezahlen lassen, sowie sich an den Urheber- und besonders den Interpretenrechten beteiligen.
Die Tonträgerfirma mit Vertriebsnetz übernimmt das fertige Band und lässt auf eigene Rechnung die CD samt Booklet pressen. In der Regel kaufen dann die Musiker/Bands für relativ teures Geld die CDs von den Firmen zurück (Stück à 12.- bis 17.50) um sie an den Konzerten verkaufen zu können.
Einen einzigartigen Lizenzvertrag bietet hier der SMMV. Der physiche Vertrieb läuft heute zu knapp 90% über das Phononet. Ein exclusives Portal auf dem Produzenten wie Universal, Sony, EMI... ihre Produkte den Händlern anbieten. Die IFPI, die Dachorganisation der Produzenten hat diesen Online Katalog eingerichtet. Sie zahlen jeder und pro Jahr gute zwei Tausend für das Recht, ihre Produkte hier hochladen zu dürfen. Die Händler zahlen ebenfalls gute zwei Hundert im Jahr, für das Recht hier bestellen zu dürfen. Auch für ein mittelgrosses Label ist es also unrentabel, sich für Fr. 2000.- p.a. da allen Shops anzubieten. Der SMMV hat mit K-tel, einem der zehn grössten Vertrieben der Schweiz einen speziellen Vertrag abgeschlossen. Für einen Unkostenbeitrag und einige gratis CDs werden die Produkte in die wichtigen Internetportale zum Download hochgeladen und ins Phononet gestellt, so dass praktisch der ganze Markt offensteht. Dann liegt es nur noch an den Musikern und Produzenten, entsprechend Werbung zu machen. Auch für diese Promotion und das Marketing bietet der SMMV günstige Lösungen.