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Grössere Bergbäche, kleinere Fliessgewässer und Quellen bilden einen Lebensraum für viele Tierarten, die im Gebirge nur im oder entlang dieser Gewässer leben. Steile Bäche und Wasserläufe in Runsen sind weniger dicht besiedelt. Einerseits, weil aufgrund ihres starken Gefälles häufig und plötzlich überaus grosse Wassermassen auftreten, die alles Leben mit sich in die Tiefe reissen. Anderseits, weil viele von ihnen nicht permanent Wasser führen und somit das Überleben höher entwickelter Wasserbewohner verunmöglicht ist.
Steile Wasserläufe (Foto: Mattli Jonas)
Als einziger Bergbach in der Gemeinde Göschenen beherbergt die Göschenerreuss und der Unterlauf der Voralpreuss Fische. Im Bach tummeln sich die einheimische Bachforelle und vor allem im Oberlauf der Göschenerreuss der fremdartige Bachsaibling, welcher in Europa erst im 19. Jahrhundert eingeführt wurde und sich nun auch auf natürlicherweise im Gewässer fortpflanzt. Beide Arten bevorzugen kalte, sauerstoffreiche und schnell fliessende Gewässer. Sie ernähren sich hauptsächlich von den Larven der zahlreichen Insektenarten, die im Bach leben. In der Regel schnappen sie sich in der Strömung «stehend» Beutetiere, die vom Bach mitgerissen wurden und springen gelegentlich nach Fluginsekten.
Die verschiedensten Arten von Insektenlarven (wie Köcher-, Eintags- und Steinfliegen) besiedeln den jeweiligen Wasserlebensraum, angepasst an die spezifischen Lebensbedingungen von den Quellen bis zum Bergbach. Als Teil des Ökosystems unterstützen diese die Selbstreinigung der Bäche und dienen als Nahrungsgrundlage für die Fische im Gewässer sowie für weitere Tiere wie Vögel und Amphibien.
Kleines Fliessgewässer (Foto: Kanton Uri, Amt Gewässerschutz / Fischereiverwalter)
Göschenerreuss bei Abfrutt
Bachsaibling (Foto: Kanton Uri, Amt Gewässerschutz / Fischereiverwalter)