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2008 übernahm der DVZO auf Initiative der SBB-Denkmalpflege ein historisches Baudienstgebäude aus dem Jahr 1875, das in Wolhusen (Kanton Luzern) einer Bahnhofsanierung weichen musste. Im Laufe des Jahres 2009 wurde der einstöckige Riegelbau im Depotareal Bauma wieder aufgebaut und beherbergt ein Magazin sowie ein Aufenthaltslokal .
Für betrieblich dezentralisierte Kleinnutzungen erstellten früher die Bahngesellschaften standardisierte Nebenbauten. Es gelangten meist leichte, mit Satteldächern versehene Holzfachwerkkonstruktionen zur Ausführung, welche mit vertikalen Bretterverschalungen eingekleidet wurden. Kräftige Oelfarbanstriche in Creme- und Brauntönen stellten den Witterungsschutz sicher. Die bescheidenen Zweckbauten (Wärterbuden, Magazine, Kleinschuppen usw.) erhielten oftmals als dekorative Elemente profilierte Sparren- und Pfettenköpfe, gesägte Büge und einfache Laubsägeverzierungen im Trauf- und Ortbereich.
Das konstruktive System erlaubte es, solche Kleinbauten zu demontieren, zu versetzen und andernorts wieder aufzurichten. Diese Beweglichkeit brachte es mit sich, dass solche Bauten nach dem Wegfallen der betrieblichen Notwendigkeit grösstenteils aus den Bahngebieten verschwanden.
Dass sich in Wolhusen ein Bahnmeisterschuppen in nahezu unverändertem Originalzustand erhalten hat, muss als Glücksfall bezeichnet werden. Nach der geplanten Befreiung von späteren Anbauten und dem Aufbringen eines zeitgemässen Schutzanstrichs in der originalen Farbgebung kann dieses karge, jedoch qualitätsvolle Kleinbauwerk Zeugnis für einen einst verbreiteten Bautypus ablegen. Mit der Wiederherstellung der gesägten Trauf- und Ortbretter wird mit kleinstem Aufwand der Baute die ehemalige Würde zurückgegeben.