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Ein Zitat aus der Rigi-Post im Artikel über den Goldauer Tunnel in der Zuger Zeitung vom 5. August 2022 bringt es auf den Punkt: „Die Betriebszentrale und die Depot-Werkstätte der ARB waren wohlweislich in Oberarth stationiert: Es war damals geplant, dass die im Werden begriffene Gotthardbahn – sie wurde 1882 eröffnet – einen Regionalbahnhof bei Oberarth erstellen werde.»
Damit rechnete die Arth-Rigi-Bahn (ARB) fest. Entsprechend auch die Linienführung, die aus der obigen Dufourkarte von 1875 klar hervorgeht. Es kam anders – die Gotthardbahn (G.B.) entschied sich gegen den Goldauer Tunnel mit einem grossen Regionalbahnhof Oberarth und einfachem Umsteigebahnhof zur ARB. Stattdessen wählte die G.B. die «Überschienung des Goldauer Schutts».
Die G.B. richtete deshalb nur eine einfache Bahnstation in Goldau ein. Als Folge musste die ARB zur Eröffnung der Gotthardbahn 1882 ihre Linienführung anpassen und die bestehende Station zügeln. Der nachstehende Plan zeigt das «bisherige Terrain der Art-Rigi-Bahn», die «bisherige Station Goldau» und die neue Linienführung samt neuer Station (bitte Bild anklicken und vergrössern):
Die direkte Reise von Arth auf die Rigi war Geschichte, fortan war Umsteigen angesagt. Trotzdem reisten immer noch recht viel Rigi-Publikum auf diesem Weg, weil von Zürich oder Zug aus Umsteigen in Rothkreuz angesagt war. So blieb die Route über den Zugersee nach Arth bis 1897 immer noch recht attraktiv. Auf nachstehender Aufnahme mit dem wartenden Zug auf die Rigi sieht man schön, dass Goldau erst eine einfache Station war:
Auf die Eröffnung der Linie Thalweil-Zug-Goldau im 1897 hin wurde der Bahnhof Arth-Goldau massiv ausgebaut und die ARB musste im Bereich Goldau erneut alles umbauen, wie diese beiden Ausschnitte aus den Siegfriedkarten von 1894 und 1897 schön zeigen:
Der bis heute bestehende Reiterbahnhof entstand und das Umsteigen wurde für die Reisenden mühsamer:
Es änderte aber noch etwas: zwar hatte Arth den 1879 erbittert geführten Kampf für den Goldauer Tunnel und den Bahnhof Oberarth verloren, sich aber vertraglich den Ganzjahresbetrieb der Talbahn Arth-Oberarth-Goldau sichern können. Bereits 1882 war die Strecke von Arth bis Goldau auf Adhäsion umgestellt worden. 1897 wurde die Talbahn dann geschäftlich und betrieblich getrennt von der ARB und auf der nördlichen Seite in den Bahnhof Arth-Goldau eingeführt, wie dieses Bild von 1958 und der Ausschnitt von Swisstopo aus dem gleichen Jahr gut aufzeigen:
1959 traf die Talbahn Arth-Oberarth-Goldau das gleiche Schicksal wie in Zug die E.S.Z. – sie wurde eingestellt.