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Sport und Politik — eine (un)glückliche Beziehung?
Die diesjährige Ausrichtung der Olympischen Spiele und der Fussball-WM in den autoritären Staaten China und Katar sorgt für kontroverse Diskussionen über die politische Einflussnahme im Sport. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Sport und Politik gingen schon immer Hand in Hand.
- ...der Sport widerspiegelt immer gesellschaftliche Vorstellungen über den Körper, über das Geschlecht oder die Herkunft. So geht die Einteilung in «typische» Männer- und Frauensportarten wie Fussball beziehungsweise Rhythmische Gymnastik auf biologistische Vorstellungen und entsprechende Geschlechterrollenverständnisse aus dem 19. Jahrhundert zurück. In den letzten 50 Jahren wurden solche Vorstellungen in einigen Sportarten überwunden, im Sport machten sich die allgemeinen gesellschaftspolitischen Kämpfe und Entwicklungen ebenfalls bemerkbar.
- ...Sportlerinnen und Sportler, aber auch Politikerinnen und Politiker nutzen die Bühne Sport aufgrund des grossen Zuschauer- und Medieninteresses für ihre politischen Botschaften.
- ...schon alleine die Vergabe von Sportveranstaltungen ist immer ein Politikum: Eine Vergabe in autoritär geführte Länder wirft vor allem in der westlichen Welt Fragen zu den Menschenrechten auf, Austragungskandidaturen werden zudem von der Politik protegiert und finanziell unterstützt.
- ...die Aufnahme eines Territoriums, das sich neu als unabhängiger Staat definiert, in einen internationalen Verband wird als politisches Statement gewertet, wenn der Status dieses Territoriums in der Weltgemeinschaft umstritten ist (siehe Kosovo und Taiwan).