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Dengue-Impfstoff auf gutem Weg
Sanofi-Pasteur hat einen neuen tetravalenten Dengue-Impfstoff in die nächste Runde der Evaluation geschickt, welcher ein besseres Nebenwirkungsprofil als seine Vorgänger haben soll. Er scheint wirksam und sicher zu sein.
Die Dengue-Erkrankung ist weltweit ein grosses gesundheitliches Problem. Vor allem in tropischen und suptropischen Ländern erkranken jährlich 50-100 Millionen Menschen an der durch einen Flavivirus ausgelösten Erkrankung. Gefürchtet werden die schweren Verläufe wie das hämorrhagische Fieber oder das Dengue-Schock-Syndrom. Folge der schweren Verläufe sind etwa 25‘000 Todesfälle pro Jahr. Bisher waren Massnahmen zur Kontrolle der übertragenden Mücke die einzige Strategie, um die Erkrankung einzudämmen – ähnlich der Malaria. Seit einigen Jahren wird an verschiedenen Impfstoffen geforscht und einige zeigten vielversprechende Resultate in den Vorstudien ( attenuierten Impfstoffen, welche sehr wirksam sind, traten bisher nicht tolerable Nebenwirkungen auf.). Aber gerade bei den
Bei den im JID präsentierten Daten handelt es sich um eine klinische Studie der Phase I. Untersucht wurden Wirksamkeit und Sicherheit eines von SanofiPasteur entwickelten und rekombinant hergestellten tetravalenten Impfstoffes. Es handelt sich um ein attenuiertes Impfvirus, welches aus Membran- und Hüllproteinen der vier Dengue-Serotypen sowie Bestandteilen eines Gelbfiebervirus zusammensetzt ist – also um eine Chimäre. Der Impfstoff zeigte sowohl nach drei, als auch nach nur zwei Impfungen eine gute Wirksamkeit, er war sicher und hatte vergleichsweise wenige Nebenwirkungen. Beschrieben wurden Fieber, Malaise, Myalgien und Kopfschmerzen sowie Schmerzen an der Injektionsstelle. Die Symptome hielten maximal drei Tage an. Nicht ganz klar wird aus dem Artikel, weshalb sich von 66 Probanden 17 aus der Studie zurückzogen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Nebenwirkungen doch stärker waren, als beschrieben. Hier gäbe es also noch Verbesserungspotential. Die Versuchsgruppe war klein und es handelte sich um Probanden, die noch nie mit einem Flavivirus oder einer entsprechenden Impfung Kontakt gehabt hatten. Ob die Bildung neutralisierender Antikörper gleich gut wäre bei bereits zirkulierenden Antikörpern gegen andere Flaviviren, werden nächste Studien-Phasen zeigen müssen.
Zusammenfassend sind diese positiven klinischen Resultate vielversprechend und es ist zu hoffen, dass in nicht zu ferner Zukunft ein potenter Impfstoff auf den Markt kommen wird.
Weite Links:
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– WHO, Dengue