Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03362.jsonl.gz/2269

„Trockene Augen“ entstehen, wenn die Bindehaut und Hornhaut der Augen nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt werden. Der durch die Tränenflüssigkeit gebildete Film hält die Augenoberfläche feucht und besteht aus mehreren Schichten wässriger und fetthaltiger Phasen. Die Befeuchtung der Augen setzt beschwerdefreies Sehen voraus.
Operationen am Auge (z. B. Katarakt- und Glaukom-Operation, refraktive Chirurgie)
Tragen von Kontaktlinsen
Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. ß-Blocker, Anti depressiva, Anti-Baby-Pille)
Anwendung von Augentropfen mit Konservierungsstoffen
Hormonelle Störungen (z. B. Wechseljahre)
Fortgeschrittenes Alter
Genussmittel wie Zigaretten oder Alkohol
Klimaanlagen und Heizungen
Bildschirmarbeit
Diese und andere Faktoren können zu einer Benetzungsstörung am Auge führen. Manchmal ist die Benetzungsstörung auch vorübergehend – z. B. nach einer längeren Autofahrt oder nach einer Augenoperati on. So eine Störung kann im Einzelfall bis zu einem Jahr anhalten, was für den Pati enten alles andere als angenehm ist.
Die Tränen werden in Drüsen außerhalb des Auges gebildet und durch den Lidschlag auf der Hornhaut des Auges verteilt. Sie bilden den sogenannten Tränenfilm, welcher wichtige Eigenschaften besitzt.
Für einen Laien kaum vorstellbar, besteht der nur wenige hundertstel Millimeter dünne Tränenfilm aus drei Schichten, von denen jede eine andere wichtige Aufgabe erfüllen muss:
Die innere Schicht (Muzinschicht = Schleimschicht) besitzt direkten Kontakt mit der Hornhaut und befeuchtet sie. Ohne diese Schicht würde der Tränenfilm nicht auf dem Auge «haften».
Die mittlere Schicht (Tränenflüssigkeit = wässrige Schicht) enthält u. a. Nährstoff e und Enzyme. Sie er nährt die Hornhaut und reinigt sie oberfl ächlich durch Abtransport von Fremdkörpern.
Die äussere Schicht (Lipidschicht = Fettschicht) legt sich als Schutzfi lm über die Tränenflüssigkeit. Dieser fett reiche Schutzfilm stabilisiert den Tränenfilm und schützt ihn vor Verdunstung.
Bereits zwei Stunden täglich vor einem Bildschirm reichen aus, um die Augen langfristig zu schädigen. Normal blinzelt der Mensch ungefähr 18 Mal pro Minute. Das Starren auf einen Bildschirm verhindert das Blinzeln, da sich das Auge auf eine Stelle fokussiert. Die Grösse des Bildschirms ist dabei völlig egal. Das Ergebnis sind oft schmerzende und gerötete Augen, die ständig trocken und ermüdet sind. Dazu kommt ein verschwommener Blick sowie Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen.
Besteht der Verdacht auf ein Trockenes Auge, muss nach Hinweisen auf eine Tränenfilmstörung gesucht werden. Dazu wird die sogenannte Tränenfilmaufrisszeit nach Gabe von Fluoreszein im Tränenfilm gemessen. Unter dem Biomikroskop wird die Zeitspanne zwischen Lidschlag und dem Aufreissen des Tränenfilms gemessen, was Aufschluss über die Stabilität des Tränenfilms gibt. Weiter besteht im Rahmen eines sogenannten Schirmer-Tests die Möglichkeit, die Menge der produzierten Tränenflüssigkeit zu messen.
Bereits 500 v. Christus wurde im alten Babylon eine primitive Form der Kataraktoperation, mit dem wenig verheissungsvollen Namen «Starstechen» durchgeführt mit unterschiedlichem Erfolg, aber beachtlichem Risiko. Im 16. Jahrhundert wurde diese Methode von Georg Bartisch, einem deutschen Chirurgen genauer beschrieben. 1747 wurde zum ersten Mal eine Augenlinse entfernt von Jacques Daviel, einem französischen Chirurgen. Die operierten Patienten mussten danach bis ins 20. Jahrhundert eine sehr starke, sogenannte «Starbrille» tragen. 1949 wurde die erste Kunstlinse in London eingepflanzt vom britischen Augenarzt Sir Nicholas Harold Lloyd Ridley.
Heutzutage ist die Kataraktoperation sowohl in der Schweiz als auch weltweit die am häufigsten durchgeführte Operation und ausserordentlich sicher, schonend und erfolgreich.
Für ausreichende Raumbefeuchtung sorgen
Bei Bildschirmarbeit gezielte Pausen einlegen und zwinkern
Ausreichend trinken (mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit/Tag)
Tabakrauch meiden
Auf eine ausgewogene Ernährung achten
Trockene Augen zeigen bei entsprechender Behandlung meist einen guten Verlauf. Sie können für die Betroffenen allerdings sehr belastend sein und die Fähigkeit, bestimmte Tätigkeiten auszuüben, einschränken.
Es gibt eine innovative Methode, die Meibom-Drüsen zu reaktivieren. Dabei werden die Augenlider von innen – direkt an den Meibom-Drüsen – erwärmt. Gleichzeitig wird die Außenseite sanft massiert. So werden verdickte Sekrete verflüssigt und von Verstopfungen befreit. Das Ergebnis der 12-minütigen ambulanten Behandlung: Eine signifikante und lange anhaltende Reduzierung der Symptomatik, verbunden mit einer Normalisierung der Drüsenfunktion und Sekretqualität. Die Behandlung kann nach 9 bis 12 Monaten wiederholt werden.
In unserer Sicca-Spezialsprechstunde für trockene Augen analysieren wir ausführlich Ihre Beschwerden und suchen den für Sie optimalen Behandlungsweg. Zwei dieser Behandlungsmöglichkeiten stellen wir im Folgenden kurz vor. Ob diese für Sie in Frage kommen, können wir erst nach einer Sicca-Sprechstunde sagen.
Bei BlephEx® wird mit einer rotierenden feinen Bürste, die mit einer speziellen Reinigungslösung getränkt ist, die Ablagerungen auf den Lidrändern mechanisch entfernt. Dadurch kann das Meibom Sekret wieder besser abfliessen. Zusätzlich werden Hautschuppen und bakterielle Ablagerunden entfernt, die die Hauptursache für entzündliche Erkrankungen der Augenlider sind. Die Anwendung ist einfach und dauert nur wenige Minuten. Die Wirkung hält 3 bis 6 Monate an und kann danach auch wiederholt werden.
Bereits kurz nach der ersten Anwendung spüren Patienten eine deutliche Linderung der lästigen Blepharitis Symptome. Das Gerät behandelt wirkungsvoll das Leiden juckender und brennender Augen.
In Vorbereitung auf diese Konsultation bitten wir Sie nach Möglichkeit auf Augen Make-Up zu verzichten.
Bitte beachten Sie, dass diese Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen wird.
Die Anwendung behandelt die Symptome einer Funktionsstörung der Meibom-Drüsen. Die Brille erwärmt mit einer feucht-warmer Luft die Lidranddrüsen. Die Behandlung dauert nur 10 Minuten. Nach der Dampfbehandlung werden die Lider hygienisch mit einer speziellen Reinigungslösung gereinigt. Eine leichte Massage des Ober- und Unterlides aktiviert das Sekret der Lidranddrüsen und verbessert die Stabilität des Tränenfilms. Bei Verstopfungen werden die Drüsen zusätzlich mit einer sterilen Meibomdrüsenzange behandelt. Dadurch kann das Sekret wieder besser abfliessen und die Stabilität des Tränenfilms wird verbessert.
Verbesserung folgender auftretender Symptome:
Juckreiz
Trockene Augen
Fremdkörpergefühl
Unwohlbefinden der Augen
Bei dieser Behandlung bitten wir Sie, auf Ihr Augen Make-Up zu verzichten.
Viele Auslöser können zu einem Fremdkörpergefühl im Auge führen können. Dies ist beispielsweise bei einer Entzündung von der Horn- und Bindehaut, bei einem Gerstenkorn sowie einem eitrigen Abszess am Lidrand der Fall. Auch wenn sich kein Gegenstand im Auge befindet, hat man bei diesen Augenbeschwerden stetig das Gefühl, ein reibendes Sandkorn im Auge zu haben. Hinzu kommen meist weitere Symptome wie Rötung oder Brennen der Augen.
Wenn kein Fremdkörper zu erkennen ist, kann das meist eine beginnende Augenentzündung oder eine ernste Augenkrankheit bedeuten. Suchen Sie umgehend einen Augenarzt auf, da nur ein Experte feststellen kann, ob das Auge geschädigt wurde oder ob sich dazu noch weitere Fremdkörper im Auge befinden.
Fremdkörper: Sandkorn, Staub, Wimper, Holz-, Glas-, Metallsplitter
Zugluft
Rauch
Computerarbeit
Schlechte Beleuchtung
Grelles Sonnenlicht
Blutung unter der Bindehaut
Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
Lidrand- und Hornhautentzündung
Entzündung der Lederhaut (Skleritis)
Trockene Augen/Benetzungsstörung (zu wenig Tränenflüssigkeit)
EYEPARC
Telefonzeiten
Montag-Freitag 08.00 bis 12.00 Uhr 13.00 bis 15.30 Uhr
Rufen Sie uns an!
Schreiben Sie uns eine E-Mail!