Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03099.jsonl.gz/1429

- Der Bruder von US-Präsident Donald Trump, Robert Trump, ist tot.
- Robert Trump war früher als Manager in der Unternehmensgruppe seines Bruders tätig.
- Kürzlich versuchte er auf dem Gerichtsweg, die Veröffentlichung eines Buchs seiner Nichte über den US-Präsidenten zu verhindern.
«Schweren Herzens teile ich mit, dass mein wunderbarer Bruder Robert friedlich gestorben ist», erklärte US-Präsident Donald Trump. «Er war nicht nur mein Bruder, er war mein bester Freund. Er wird sehr vermisst werden, aber wir werden uns wiedersehen.»
Enger Weggefährte von Trump
Trump hatte sich am Freitag besorgt über den Gesundheitszustand seines jüngeren Bruders geäussert und berichtet, dass dieser im Krankenhaus sei. Einzelheiten zur Erkrankung des 71-Jährigen hatte das Weisse Haus nicht mitgeteilt.
«Robert, ich liebe dich», fügte der 74 Jahre alte Trump in seiner Erklärung hinzu. «Ruhe in Frieden.» Robert Trump soll bereits seit mehreren Monaten krank gewesen sein, wie die «New York Times» und der Sender CNN berichteten.
Kürzlich scheiterte Robert in letzter Minute mit seinem Antrag, vor einem Gericht in New York einstweilige Verfügungen gegen die Veröffentlichung eines Buchs seiner Nichte Mary zu erreichen. Mary Trump ist die Tochter von Trumps ältestem Bruder Fred, der 1981 im Alter von 43 Jahren starb.
Erneute Kritik an Briefwahl
Wenige Stunden vor dem Bekanntwerden des Todes von Robert Trump hatte der US-Präsident in Bedminster (New Jersey) noch eine ausführliche Medienkonferenz gegeben, in der es unter anderem um die Corona-Pandemie und den sich zuspitzenden Streit um die Briefwahl ging.
Wegen der Briefwahl würden Stimmzettel verloren gehen, warnte Trump. Man werde das Wahlresultat deshalb vielleicht für Jahre nicht kennen. Der US-Präsident sät schon länger Zweifel an der Briefwahl. Barack Obama, Trumps Vorgänger im Weissen Haus, wirft diesem vor, die Post zu sabotieren, um so die Briefwahl schlecht zu machen.
Trump mitten im Wahlkampf
Für kommende Woche hat Trump parallel zum Parteitag der Demokraten mehrere Auftritte in verschiedenen Bundesstaaten geplant. Ob sich der Todesfall darauf auswirken wird, ist unklar.
Trump will unter anderem am Donnerstag unweit des Geburtsortes seines Rivalen Joe Biden in Pennsylvania auftreten. Die US-Wahl findet am 3. November, also in rund 80 Tagen, statt.