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Die junge Kellnerin Tiana hat es im New Orleans um die Jahrhundertwende schwer. Ihr Traum vom eigenen Restaurant übersteigt ihre finanziellen Mittel, ihre beiden Jobs bringen nicht genügend Geld, und ihre Freundin Charlotte nervt wegen ihrer Vorfreude auf einen Prinzen, der bald in ihr Leben treten soll. Und siehe da, eines Tages legt Prinz Naveen mit Gefolge am Hafen an, musiziert sich in die Herzen der Leute und hat vor, eine reiche Dame zu ehelichen. Denn auch seine Geldsorgen sind immens.
Der Schattenmann und Voodoozauberer Dr. Facilier schnappt sich den Prinzen und verwandelt ihn in einen Frosch, während der Diener stattdessen in Prinzengestalt auf Brautsuche geht. Als Frosch Naveen bei einem Maskenball auf die als Prinzessin verkleidete Tiana trifft, denkt er, dass mit einem Küsschen der Zauber gebrochen werden kann. Dummerweise verwandelt er sich da aber nicht in einen Menschen zurück, sondern Tiana wird zur Fröschin.
Naveen und Tiana müssen nun also als Frösche versuchen, den Zauber des bösen Hexendoktors umzuwandeln. Im Sumpf von New Orleans machen sie dabei die Bekanntschaft kurliger Figuren. Einmal wäre da der jazzliebende Alligator Louis, der gerne mal mit Menschen musizieren würde, ohne dass diese vor Panik davonrennen. Und natürlich das schwer verliebte Glühwürmchen Ray, das jede Nacht auf seine Liebste wartet. Das ungewöhnliche Team sieht sich der Verfolgung von Faciliers Schattenwesen ausgesetzt und muss schnellstmöglich zur durchgeknallten Mama Odie gelangen. Denn nur sie kennt einen Weg aus der Misere...
Seit 2004 die Kühe von Home on the Range über die Leinwand gestapft sind (und dabei kaum erfolgreich waren), hat die Disney-Company keinen klassisch animierten Animationsfilm mehr veröffentlicht. Mit der Einbindung der Pixar-Herrschaften wurde nun dieses Vorhaben wieder aufgenommen, und John Lasseter (Regisseur von Cars) persönlich setzte sich dafür ein, dass ein Film wie The Princess and the Frog produziert wurde und nun endlich wieder lang vermisste, klassische und musikalische Animation zurück in die Kinos bringt.
Wir kriegen den Ansatz zum Märchen "Der Froschkönig" geboten, das allerdings recht frei erzählt wird und im swingigen und jazzigen New Orleans angesiedelt ist. Die erste farbige Prinzessin der Disney-Filmgeschichte wird in einen herzigen Frosch verwandelt und muss nun einiges an Abenteuer bestehen, um aus ihrem Dilemma wieder rauszukommen. Dazu wurde mit dem Voodoopriester ein richtig toller Bösewicht erschaffen, dessen Gehilfen durchaus beängstigend und unheimlich daherkommen. Allerding stehlen der Alligator mit der Trompete und das verliebte Glühwürmchen so ziemlich jedem die Show. Dieses Duo ist toll geglückt und dürfte sich hervorragend vermarkten lassen.
Natürlich wird in The Princess and the Frog viel musiziert und gesungen. Die Songs von Oscargewinner Randy Newman passen hervorragend in die Szenerie, die Freunde des fetzigen Jazz kommen auf ihre Kosten, und wenn auf der Bühne getanzt wird, darf auch der Humor nicht fehlen. Immer wieder werden Slapsticks eingeworfen, die auch Songmuffel nicht zum Meckern bringen.
Fazit: The Princess and the Frog ist ein hervorragender Neustart der traditionellen Disney-Animationsfilme. Sympathische Charaktere, eine flotte Story, gute Musik und witzige Sidekicks. Und hätte man hier auch auf diesen verwirrten Musikeinschub mit den grob animierten Figuren verzichtet, der Spass wäre perfekt gewesen.
Herausgekommen ist ein eher durchschnittlicher Disneyfilm, dem es irgendwie an Herz und Seele mangelt. Zunächst dauert es erstmal, bis es zu der eigentlichen Kuss-Szene kommt - die Figuren werden zu ausführlich erklärt. Als dann beide Frösche sind, prallen die unterschiedlichen Charaktere der Beiden (Freigeist - Workaholic) aufeinander, was gut umgesetzt ist. Die Gags sind aber eher mau - die Besten sind bereits im Trailer zu sehen. Die darin verwendete Musik ist leider wenig eingängig wie man das von anderen Filmen dieser Art gewohnt ist.