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Sie waren nicht nur aufopfernde Diener und furchtlose Kämpfer, sondern auch tugendhafte Gelehrte und sinnliche Poeten: die Samurai. Zahlreiche Mythen ranken sich um die japanischen Krieger, die im späten 12. Jahrhundert zur herrschenden Schicht des Schwertadels emporstiegen und den Kaiserhof bis ins 18. Jahrhundert ins Abseits stellten. In dieser Zeit lag die Macht nicht mehr beim Kaiser, sondern beim Shogun, dem militärischen Oberbefehlshaber. Das später durch die moderne Populärkultur verbreitete Bild der Samurai rührt vor allem aus der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts, in der unzählige blutige Schlachten stattfinden.
Doch wer waren die Samurai abseits der Kriegsschauplätze? Wie stand es um ihr soziales Umfeld? Und wie konnte sich der Mythos Samurai überhaupt in die moderne Popkultur durchringen? Diesen Fragen widmet sich die neue Austellung «Mythos Samurai» im Historischen Museum Bern. Ermöglicht wurde die Ausstellung dank hochkarätigen Leihgaben aus der Privatsammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller (Dallas, USA). Ergänzt werden diese durch Waffen aus der Sammlung des Bernischen Historischen Museums.
Ausstellungskurator Alban von Stockhausen über furchtlose Krieger, ihren Mythos und die wertvolle Leihgabe:
Die Ausstellung eröffnet am 4. November 2021 und dauert bis im Juni 2022.