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Willy Guhl wurde 1915 in Stein am Rhein in der Schweiz geboren. Als Möbeldesigner avancierte er zu einem der bedeutendsten Vertreter des schweizerischen Neofunktionalismus des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1941 und 1980 lehrte Guhl an der Kunstgewerbeschule in Zürich.
Zu besonderer Bekanntheit brachte es Guhls Strandstuhl aus dem Jahr 1954. Er zeichnete sich dadurch aus, das er aus einem Eternitband gefertigt wurde, was ihm einerseits infolge des Materials einen archaischen, zugleich aber durch seine geschwungene Linienführung einen lockeren, leichten Ausdruck gab.
Nachdem das Material Eternit durch seinen Asbestteil untragbar geworden war, wird seit 1999 eine modifizierte Variante des Stuhls mit dem Titel „Loop“ aus asbestfreiem Eternit produziert. Auch für den Entwurf von Loop zeichnete sich Willy Guhl verantwortlich und spendierte seinem Klassiker bei der Gelegenheit gleich noch den passenden Beistelltisch.
Im Jahr 2004 starb Guhl in Hemishofen in der Schweiz.