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Im Schwimmen zieht Michael Phelps einen Grossteil der Aufmerksamkeit auf sich, was beim erfolgreichsten Olympioniken auch angebracht ist. Doch eine sehr erzählenswerte Story hat auch sein Landsmann Anthony Ervin geschrieben.
Der Amerikaner Anthony Ervin schrieb an den Sommerspielen in Rio de Janeiro mit seinem Sieg über 50 m Crawl eine unglaubliche Geschichte. Und dies nicht in erster Linie, weil er Superstar Michael Phelps mit 35 Jahren als ältesten Olympiasieger im Schwimmen über eine Einzelstrecke ablöste.
Nachdem er 2000 in Sydney ein erstes Mal Olympia-Gold über 50 m Crawl geholt hatte, stürzte er ab. Er trat zurück, unternahm einen Selbstmordversuch, brachte sich mehrmals beinahe um, weil er vollgepumpt mit Drogen mit dem Motorrad fuhr, spielte in einer Band, beschäftigte sich mit dem Buddhismus. Für positive Schlagzeilen sorgte Ervin, in dem er seine Goldmedaille für 17'000 Dollar verkaufte und das Geld als Hilfe für die Tsunami-Opfer spendete.
Und nun verwies er mit 20,40 Sekunden den Franzosen Florent Manaudou, den Olympiasieger von 2012 und Weltmeister von 2015 über 50 Crawl, um ein Hundertstel auf Platz 2. Wahnsinn! (sda/drd)