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(bez) Gestern habe ich vergessen zu schreiben, dass am Morgen als ich noch im Bett lag die Kinder und Erwachsenen hörte wie sie einander mit «l’eau, l’eau est là» begrüssten. Dies rührte mich sehr zu hören wie sich die Leute ausserordentlich freuten. Als ich in unsere Küche ging un das Team mit «l’eau» begrüsste, antworteten sie mit «l’eau est là».
Während dem Morgenessen läuft einer mit einem Megafon umher und informiert die Leute, dass sie heute freiwillig mithelfen sollen die Wasserleitung mit Erde zuzudecken. Brunot und seine Equipe zieht noch die undichten Verschraubungen nach und montieren den Einlauf im oberen Triebbecken. Im Pumpenhaus setzten wir Alles daran um auch die Weinmannpumpe zum laufen zu bringen. Dazu mussten die Trieb- und die Steigleitung mit der Pumpe verbunden werden. Damit der Überlauf des oberen Triebbeckens die untere Quelle nicht durch Erosionsdreck verschmutzt, versucht David mit Arbeitern das Wasser direkt durch Röhren zum unteren Becken zu leiten. Dazu muss er auch noch die Erdverschiebungen koordinieren und die Mauer beraten wegen der Abdeckung auf der unteren Quelle. Kurz vor 17 Uhr können wir noch den Weinmannwidder starten. Da das Wasser der unteren Quelle noch durch die Arbeiten verschmutzt ist stellen wir ihn wieder ab bevor es ins obere Becken gelangt. Die Eröffnung der Wasserentnahme und das anschliessende Fest sollte ab 14 Uhr starten. Sie warteten aber, bis wir uns erholt, gewaschen und umgezogen hatten um die Zeremonie um 18:30 zu starten. Leider war es schon Dunkel als wir beim Reservoir auftauchten. Die Wasserentnahme war geschmückt und mit einem weissen Band (altes Moskitonetz) abgesperrt. Es waren einige Hundert Personen anwesend. Zwei Chöre eröffneten die Zeremonie. Anschliessend hielt der Dorfälteste eine Andacht bevor er das Band durchschnitt. Anschliessend hielt ein Quartierchef eine Rede, trank Palmwein und spie den Palmwein auf die Wasserhähnen dies wurde von mehreren Personen wiederholt. Anschliessend begaben wir uns in den Gemeinschaftssaal wo nur die über hundert geladenen Gäste reingelassen wurden. Es gab ein paar Ansprachen und ein Essen. Da das Fest so spät startete und der Kirchenleiter der Kwangokirche, wegen einer Autopanne, nicht kommen konnte wurde ein Teil des Protokolls ausgelassen. Ich musste keine Rede halten, worüber ich froh war. Vor 21 Uhr waren wir wieder in unserem Haus. Das Fest verlagerte sich nach dem offiziellen Ende auf unsere Veranda (Männer), ins Haus gegenüber (Frauen) und in unsere Stube wo sie um 23:15 immer noch sind. Ich bin froh wenn ich ins Bett kann da morgen ein strenger Arbeitstag und Reisetag sein wird. Morgen wollen wir alle pumpen zum laufen bringen, kleinere Arbeiten an der Wasserentnahmestelle durchführen, den Verantwortlichen erklären was sie noch Alles erledigen müssen, Packen, Treffen mit den Witwen, Abschlussbesprechung mit dem Wasserkomitee etc.