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Eine Billion, das sind 1000 Milliarden. In diesem Bereich denken normalerweise nur Finanzminister grosser Staaten oder Nationalbanken. Nun könnte mit Bill Gates auch erstmals eine Privatperson in diese Liga vorstossen: Dank des exponentiellen Wachstums seines derzeitigen Milliarden-Vermögens dürfte er in den nächsten 25 Jahren zum ersten Billionär der Welt werden. Dies hat das britische Hilfswerk Oxfam errechnet.
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Im Oxfam-Report «Wirtschaft für die 99 Prozent» heisst es, dass das Vermögen des Microsoft-Gründers weiter stetig angewachsen sei, obwohl er in den letzten Jahren erhebliche Summen in seine Stiftung gegeben habe. Im Frühjahr 2016 schätzte das Magazin «Forbes», dass das Privatvermögen von Gates noch 75 Milliarden Dollar beträgt. Damit ist er offiziell der reichste Mann der Welt.
Exponentielles Wachstum wegen Zinseszins
Inzwischen dürfte sein Vermögen auf über 80 Milliarden Dollar angestiegen sein, so Oxfam. Bei einer Rendite von im Durchschnitt 11 Prozent, wie dies in den Jahren seit 2009 der Fall war, und wegen des Zinseszins-Effekts dürfte es in 25 Jahren die Billionen-Grenze überschreiten. Der heute 61-jährige Bill Gates wäre dann 86.
Der Studie zufolge besitzen die acht reichsten Milliardäre der Welt so viel wie die 3,6 Milliarden Menschen, die den ärmsten Teil der Weltbevölkerung ausmachen. «Das Wachstum kommt den Reichsten zugute, der Rest der Gesellschaft – vor allem die Ärmsten – leiden dagegen», so Oxfam.
Mit 13 begann er Computer zu programmieren
Bill Gates hatte als 13-Jähriger mit dem Programmieren von Computern begonnen. Er begann an der US-Eliteuniversität Harvard zu studieren, aber gab dies zwei Jahre später auf. Stattdessen gründete er mit seinem Jugendfreund Paul Allen eine Firma: Microsoft.
Die Computerfirma avancierte zu einem der weltweit wichtigsten Technologie-Konzerne, nachdem IBM von ihm die Basic-Programmierung für seine neuen Computer hatte erfinden lassen. 1990 kam dann die erste Windows-Version von Microsoft heraus. Seitdem hat sich die weltweite Vormachtstellung des Konzerns verfestigt.
Zweite Karriere als Stifter
Gates hatte sich 2014 aus dem Tagesgeschäft von Microsoft zurückgezogen. Inzwischen ist er auch für die Bill and Melinda Gates Foundation von seiner Frau und ihm bekannt. Sie ist die grösste private Stiftung der Welt. Insgesamt hat das Ehepaar bislang gut 44 Milliarden Dollar gespendet. Das Geld fliesst vor allem in weltweite Impfaktionen, Malaria-Prävention oder Familienplanungs-Kampagnen in Entwicklungsstaaten.
(ish)