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Schloss Ottenstein
Der Sandsteinfelsen zwischen dem Teuffental und dem Hl. Stöckli, bekannt unter dem Namen Mehlseckerschlössli oder Bottenstein, ist eine Namensumwandlung des herkömmlichen Namens „Schloss Ottenstein“. Nach geschichtlicher Überlieferung, war Ende des zwölften Jahrhundert dieses Gebiet Besitz von Ottenstein. Das Stift Beromünster, zu dessen Besitz Mehlsecken damals noch gehörte, liess dieses Schloss, den dazugehörigen Bauernhof und die Kapelle erbauen.
Dann wurde ein Verwalter (damals Vogt genannt) bestimmt' Dieser hatte die vom Stift bestimmten Aufgaben zu erfüllen und wurde dafür auch gut bezahlt, ein Teil dieser Entschädigung, wurde dem Inhaber als Zins für die Gebäude und Landnutzung abgezogen. Anderseits bestanden auch Möglichkeiten, die Forderungen teilweise durch Naturalgaben vom Bauernhof, wie Getreide, Fleisch usw. abzugelten. Eine Aufgabe des Vogtes war der Einzug der zehnten (eine vom Stift vorgeschriebene Abgabe von Bauern und Handwerkern an den Stift Beromünster). Dies war der zehnte Teil ihrer Ertragseinnahme. Die Forderungen betreffs Höhe des Betrages wurden von den Vögten teilweise ins wucherhafte getrieben. Deshalb waren diese Vögte von den Landesleuten in dessen Wirkungsumfeld in sehr schlechtem Ruf. Als unehrenhafte Wucherer und Leuteschinder verrufen! Die Gebäude wurden angeblich im vierzehnten Jahrhundert zerstört und danach sind diese nicht mehr aufgebaut worden. Der Grund für die Zerstörung ist nicht bekannt… lm vierzehnten Jahrhundert gab es immer wieder kriegerisch Aufstände, ebenso waren viele Menschen durch den schwarzen Tod (Die Pest) gestorben. Es ist anzunehmen, dass in den vergangenen sechshundert Jahren dieser Sandsteinfelsen von der Witterungserosion wesentlich verkleinert wurde. Somit war damals das Schloss noch auf beachtlicher Höhe und man hatte einen Ausblick weit ins Wiggertal. Denn die Umgebung war damals noch nicht bewaldet Nach Erzählung von unseren Vorfahren, wären die Überbauungen wie der beiliegende Plan aufzeigt.
Am Standort des angeblichen Bauernhof haben wir in den 50er Jahren noch Resten von Grundmauern gefunden.
Somit hatten wir Beweise für die Richtigkeit der Darlegung.