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Martin Luther King / Malcolm X
Wer kennt sie nicht, die beiden berühmten schwarzen Bürgerrechtler der 1960er-Jahre: Martin Luther King und Malcolm X? Um die schwierige Beziehung der beiden Pole der Bewegung geht es in diesem historisch verorteten Theaterstück von Paul Stebbings und Phil Smith. Fünf Jahre ist es her, dass Martin Luther King seine berühmten Worte «I have a dream» vom Balkon eines Hotels in Memphis zu der begeisterten Masse sprach. Die USA befinden sich in den 1960ern in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Die farbige Bevölkerung möchte die Rassendiskriminierung nicht länger hinnehmen, der Vietnam-Krieg führt zu landesweiten Protesten und die Jugend des Landes frönt lieber der Lebenskultur der Hippies, als sich dem Puritanismus der Elterngeneration unterzuordnen.
Martin Luther King steht erschöpft zwischen allen Stühlen: Seine liberalen Verbündeten hat er aufgrund seiner Ablehnung gegen den Vietnam-Krieg verloren, radikale Anhänger von Malcom X fordern seine Bürgerrechtsbewegung heraus und das FBI, allen voran ihr Leiter Degar Hoover, versucht ihn zu demontieren. An diesem Punkt steigt das Drama ein, gezeigt wird ein innerlich zerrissener Martin Luther King am Ende seines Wegs. Im Zentrum steht der einzelne zerbrechliche Mensch, der für seinen persönlichen «American Dream» am Ende sterben musste.
Seit Jahren gehört das TNT, London, zu den bewährten Partnern des Theaters Winterthur, wenn es um englischsprachiges Theater geht. Bei Muttersprachlern und Schulklassen waren zum Beispiel in der letzten Saison «The Wave» und «Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde» sehr beliebt.