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Die Organisation
Costa Rica gilt immer noch als ein landwirtschaftlich geprägtes Land, doch der wichtigste Devisenbringer des zentralamerikanischen Staates ist mittlerweile der Tourismus. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttosozialprodukt betrug 2009 noch lediglich 8,8%, während 1965 noch ein Viertel des BIP’s durch landwirtschaftliche Erzeugnisse erwirtschaftet wurde. Dabei spielt heute der Bananen- und Ananasanbau eine wichtige Rolle, welcher noch immer in den ausgedehnten Plantagen an der Karibikküste stattfindet. Die meisten ProduzentInnen, die landwirtschaftliche Produkte für den konventionellen Exporthandel anbauen, haben selten gewerkschaftlichen Schutz, haben kaum existenzsichernde Einkünfte und arbeiten meist unter katastrophalen Gesundheitsbedingungen. Die Kooperative CoopeAgri wurde 1962 von 390 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Region Pérez Zeledón, im Südosten Costa Ricas, gegründet, um durch die gemeinsame Verarbeitung und Vermarktung von Kaffee, bessere Preise zu erzielen. Gleichzeitig wollte die Kooperative zusätzliche Verdienstquellen schaffen und spezialisierte sich auf den Anbau von Zuckerrohr. Im Jahre 1974 nahm sie eine eigene Zuckerraffinerie in Betrieb. Es ist diesem Schritt zu verdanken, dass CoopeAgri von diesem Zeitpunkt an den gesamten Produktionsprozess kontrollieren konnte und den finanziellen Mehrwert den Zuckerrohrbauern zukam. Die Tatsache, dass eine Kooperative über eine eigene Zuckermühle verfügt, stellt heute noch eine grosse Ausnahme und einen grossen Vorteil dar, da die meisten Zuckerrohrbauern gezwungen sind, ihren Zucker durch Dritte verarbeiten zu lassen. 1994 wurde die Kooperative in das Fair Trade-Register aufgenommen und exportiert seither raffinierten Zucker unter den Bedingungen des Fairen Handels, u.a. auch an claro. Rund 1'000 Mitglieder CoopeAgris bauen heute Zuckerrohr an, das nach Kaffee die wichtigste Geldquelle für ihre Mitglieder darstellt. Allen Mitgliedern, die in den über 185 Dörfern leben, stehen nebst Beratung im Anbau und in der Ausbildung im Produktionsbereich, auch ein Gesundheitsdienst, Spar- und Sozialleistungen sowie Mikrokredite und Stipendienprogramme zur Verfügung.
Das Produkt
Der raffinierte weisse Zucker CoopeAgris, den claro unter dem Namen Sueño vertreibt, findet sich sowohl in den Compañera-Schokoladen wie in den Sueño-Früchtesirups. Weiter ist der Sueño-Zucker in 5g Briefchen und im 1kg-Pack erhältlich.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Kontinuierliche Verbesserungen der verarbeitenden Infrastruktur und technische Beratung der Mitglieder
- Förderung von Alternativen zur Landflucht durch Diversifizierung