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Lausanne–Signal
|Kürzel||LS|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1899-10-18|
|Betriebseinstellung||1948-10-31|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1899 in Betrieb genommene LS war eine Aktiengesellschaft. Sie erschloss ausgehend vom etwas nördlich des Lausanner Statdkerns gelegenen Quartier Vallon den bekannten Aussichtspunkt Signal de Sauvabelin, wo sich Restaurants und ein Waldpark mit einem kleinen See befanden, der im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt wurde. Die LS verkehrte bis 1918 praktisch ganzjährig. 52 der insgesamt 100 angebotenen Plätze pro Wagen waren Stehplätze. Als einzige Standseilbahn der Schweiz setzte die LS als bewegende Kraft anfänglich einen Benzinmotor ein, schon 1902 erfolgte jedoch die Elektrifikation. Für den Bau verantwortlich war die Von Roll AG Bern.
Die von der LS erzielten Betriebsergebnisse waren recht solide und mit Ausnahme des Jahres 1918 durchwegs positiv. Dank dem relativ geringen Anteil Fremdkapital bewegten sich zudem die Zinslasten auf einem moderaten Niveau. 1907 bis 1913 konnte die LS eine (bescheidene) Dividende ausrichten. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 ging zwar nicht spurlos an ihr vorbei, dessen Auswirkungen waren aber weniger gravierend als bei anderen Standseilbahnen. Trotzdem stieg der Passivsaldo an, allerdings in einem überschaubaren Rahmen. 1920 standen schwebenden Schulden von 23'870 Franken Rückstellungen von 46'355 Franken gegenüber.
Die Baukosten der zweischienigen LS waren mit knapp 780'000 Franken pro Bahnkilometer relativ hoch. Den grössten Ausgabenposten bildete der Unterbau, der 35 Prozent der Totalkosten ausmachte. Über die Hälfte der LS-Strecke verlief im 135 Meter langen Signal-Tunnel und auf Brücken (140 Meter). Weit überdurchschnittlich, nämlich mit über 20 Prozent des Gesamtaufwands, schlug der Landerwerb zu Buche. Bei den Angaben zu den Rollmaterialkosten der LS ist ab 1910 das Drahtseil mit einem Wert von 5400 Franken nicht mehr enthalten. Ebensowenig sind für den gesamten Untersuchungszeitraum die Aufwendungen für die Seiltragrollen (rund 2300 Franken) sowie für die mechanischen und elektrischen Einrichtungen (rund 51'000 Franken) beim Rollmaterial berücksichtigt.
Die LS stellte 1948 den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.