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Die Rückkehr des «Unglücks-Flugzeugs» Boeing 737MAX an den europäischen Himmel steht unmittelbar bevor: Patrick Ky, Generaldirektor der Europäischen Luftfahrtsicherheitsagentur (EASA), hat für die kommende Woche grünes Licht der EASA für die Wieder-Zertifizierung dieses Flugzeugtyps in Europa in Aussicht gestellt. Aufgehoben worden war die Flugerlaubnis für diesen Flugzeugtyp im März 2019, infolge zweier tödlicher Flugunfälle bei Lion Air und Ethiopian Airlines. Über die Rückkehr wurde schon mehrfach spekuliert; von Ky im November getroffene Aussagen hinsichtlich einer Zertifizierung noch im Januar haben sich also bewahrheitet.
In einem langwierigen Prozess, in welchem Flugzeugbauer Boeing nicht immer den besten Eindruck hinterliess, wurde das Flugzeug inzwischen massgeblich überholt. Das modernisierte Modell hat die Flugerlaubnis in den USA, wo seit Dezember wieder damit geflogen wird, in Kanada, Mexiko sowie in Brasilien bereits erhalten. Nun folgt also bald Europa, wobei separat dazu noch die Zertifizierung einer weiteren Variante, der MAX-200, in Aussicht gestellt wird. Inzwischen machen jedenfalls schon Meldungen über neue B737MAX-Bestellungen die Runde, etwa bei SunExpress.
Die EASA-Vorgaben für die Rückkehr in den normalen Flugbetrieb sind klar: Alle Flugzeuge des genannten Typs müssen mit der neuen Computer-Software ausgestattet sein, was auch Änderungen bei der Verkabelung und bei den Instrumenten im Cockpit nach sich zieht. Darüber hinaus müssen Piloten spezielle Trainings absolvieren und die Flugzeuge müssen zuerst in einem Testbetrieb geprüft werden, bevor sie wieder für Passagierverkehr zugelassen sind.