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(Fruchtessenzen, Fruchtöle), Lösungen von verschiedenen zusammengesetzten Äthern in
Alkohol, welche namentlich bei hinreichender Verdünnung den Geruch von Früchten besitzen und ihn verhältnismäßig sehr großen
Mengen andrer Substanzen mitteilen. Die künstliche Darstellung der Fruchtäther ist nicht schwierig, die Mischungsverhältnisse der verschiedenen
Präparate sind aber größtenteils noch ein Geheimnis der Fabrikanten. Die wichtigsten Fruchtäther sind Äpfel-, Birnen-, Ananas-, Aprikosen-,
Kirschen-, Erdbeeräther.
Sie enthalten zum größten Teil Äthyl- und Amyläther der Buttersäure, Essigsäure, Baldriansäure und andrer fetter Säuren
sowie der Benzoesäure. Diese Äther werden in verschiedenen Verhältnissen in durchaus fuselfreiem Weingeist gelöst und das
Aroma derselben oft noch durch Chloroform erhöht. Manche Fabrikanten losen in den Mischungen auch noch Äpfelsäure,
Zitronensäure oder Weinsteinsäure und färben sie nach Belieben. Man benutzt die in der Konditorei und Likörfabrikation
zu Fruchteis, Fruchtbonbons,
[* 4] Limonaden etc. Die Fruchtäther wurden zuerst auf der Londoner Industrieausstellung von 1851 bekannt und von
A. W. Hofmann untersucht.