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DIE NEUE KOOPERATIVE KAJIVOLA
KAKAOANBAU ZUR RETTUNG DER WÄLDER IN MAKIRA
Der Zoo Zürich ist klimaneutral und kompensiert seinen Rest-CO2-Ausstoss vollumfänglich mit Zertifikaten aus dem Makira Naturpark, wo sich auch die Kakaoplantage befindet. Mit dem Erhalt des Makira Naturparks können in den nächsten 30 Jahren 33 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verhindert werden. Die Hälfte des Erlöses aus diesem Projekt fliesst direkt in die Unterstützung der lokalen Bevölkerung.
Lokale indigene Gemeinschaften in der Makira-Landschaft haben nur begrenzten Zugang zu wirtschaftlichen Möglichkeiten und verliessen sich für ihr Überleben auf traditionelle Formen der Gewinnung natürlicher Ressourcen wie illegalen Holzeinschlag und flächenintensiven Reisanbau. Diese Lebensgrundlagen verursachen nicht nur eine erhebliche Abholzung an einem der weltweit bekanntesten Biodiversitäts-Hotspots, sondern lassen auch die lokalen Haushalte in Armut verfallen, da die natürlichen Ressourcen und die verfügbaren Flächen knapper werden.
Um diese Zyklen zu durchbrechen, arbeitet WCS mit lokalen Gemeinschaften und Regierungen zusammen, um neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, die Haushalte aus der Armut zu führen und alternative Lebensgrundlagen zu fördern, um die weltweit einzigartige Biodiversität von Makira zu erhalten. Die Einführung der lokalen Bauern in den Kakaoanbau war eine gute Möglichkeit, den Haushalten mehr Einkommenssicherheit zu bieten und die Waldflächen zu erhalten. Kakao bietet die Vorteile des Anbaus in schattigen Gebieten ohne Baumfällung und man kann bis zu dreimal im Jahr produzieren, so dass die Landwirte mehrmals Einnahmen erzielen können, im Gegensatz zu Reis, Vanille, Nelken oder Kaffee, die nur jährliche Ernten bringt.
Strategien wie der Kakaoanbau brachten den lokalen Gemeinschaften auch zusätzliche Einnahmen, z.B. durch Zahlungen für die Reduzierung der CO2-Emissionen, die durch den geringeren Waldverlust verursacht wurden. Diese CO2-Einnahmen werden von den Gemeinden in die dringend benötigte öffentliche Infrastruktur (wie Schulen und Bewässerungssysteme), öffentliche Gesundheitsdienste, Jugendausbildung und Weiterbildung in nachhaltiger Landwirtschaft investiert.
Das Makira REDD+ Projekt ist das grösste Programm zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Landnutzungssektor Madagaskars und hat entscheidend dazu beigetragen, dass REDD+ Erfolge beim Erhalt von Landschaften mit hohem Biodiversitätswert erzielt hat. Die Erfahrungen aus der Umsetzung des Makira REDD+-Projekts haben auch wichtige Lernergebnisse geliefert, die für die Gestaltung des nationalen REDD+-Programms Madagaskars, das 2019 beginnen soll, als Teil der Verpflichtung des Landes zur Verringerung der CO2-Emissionen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens massgeblich waren.
ERFOLGREICHES MITTSOMMERFEST MIT VIELEN HIGHLIGHTS
Am unserem ersten Mittsommerfest durften wir über sechzig Freunde Masoalas begrüssen und zwanzig neue Mitglieder willkommen heissen. Mit einigen Bildern des Sommerfestes möchten wir uns ganz herzliche bei allen bedanken, die gekommen sind und unsere Projekte dadurch unterstützen. Aber auch bei allen, die durch ihre Mitarbeit zum Erfolg dieses stimmungsvollen Abends beigetragen haben.
DER ERSTE KAKAO WIRD BALD GELIEFERT
Der Verein Freunde Masoalas fördert seit 2015 den Aufbau einer nachhaltigen Kakao-Produktion in der Masoala Region. Nachhaltige Landwirtschaftstechniken, welche die Bodenfruchtbarkeit erhalten, sind für Madagaskar enorm wichtig. Kakao braucht den Schatten von Waldbäumen und erzielt einen guten Ertrag für die Bauern, eine echte Alternative zur traditionellen Brandrodung von Wäldern.
JUNG-JOURNALISTINNEN MACHEN SICH FÜR DIE UMWELT STARK
Seit 2014 finanziert der Verein Freunde Masoalas den Betrieb und die Löhne der beiden Lehrkräfte des "Open Classroom" in Maroantsetra. Die Wildlife Conservation Society (WCS), unsere Partner-Organisation vor Ort, setzt die Projekte mit viel Engagement um.
Dreihundert Kinder aus der Region besuchen freiwillig an freien Nachmittagen und am Samstag den Unterricht in Umweltbildung. Zweihundert Kinder im Primarschulalter nehmen ausserdem regelmässig in der "Saturday School" am Unterricht mit Fokus auf angewandte Umweltbildung teil.
Hundert Jugendliche der Sekundarstufe treffen sich einmal die Woche im "Connecting Classroom" wo sie den Umgang mit sozialen Medien und Internet lernen und üben. Zudem produzieren sie wöchentliche Radiosendungen, Videos und Zeitungsartikel zu aktuellen Umweltthemen, die in der ganzen Region gehört und gelesen werden
GEMEINSAME MISSION
Masoalas aussergewöhnliche Biodiversität entkommt der Belastung durch den Menschen nicht. Seit Anfang 2018 nimmt der illegale Palisander-Baumschlag im Park nahe der die Städte Maroantsetra, Antalaha und Mananara grosse Ausmasse an. Es wurden rund hundert Baumstämme geschlagen.
Es wird ein grosser Einsatz mit mehreren Park-Patrouillen nötig sein, um dem ein Ende zu setzen. Regionale Behörden und vor allem die Forstverwaltung setzen nun mehr Patrouillen ein.
Die vier Einsätze in den Bezirken Ambanizana, Ambohitralanana, Ampokafo und Vinanivao von März 2018 ermöglichten ein Durchkämmen der Parks, in denen sieben illegale Holzfäller auf frischer Tat gefasst wurden. Der Fall wurde der Forstverwaltung übergeben und es sind sicherlich Sanktionen zu erwarten.
Die Auswirkungen dieses erfolgreichen Einsatzes machen sich bereits bemerkbar: Die Migranten, die sich zum Fällen im Umkreis des Parks niedergelassen hatten, haben die Stadt verlassen. Das Team lobt seine neue Strategie und wird diesen Druck weiterhin ausüben.
Am 4. März 2017 fegte der Zyklon Enawo über Madagaskar. Der Sturm führte auch rund um Maroantsetra und Voloina zu grossen Regenfällen und Überschwemmungen. Das Wasser reicht teilweise 2,5 Meter hoch bis unter die Dächer der Häuser, die Strassen wurden zu reissenden Flüssen. Da die Bevölkerung vorgewarnt worden war, konnten sich sich – und ihr Hab und Gut – rechtzeitig vor dem schweren Unwetter in Sicherheit bringen. Das Kakao-Fermentationszentrum, das vom Verein Freunde Masoalas unterstützt wird, meldet den Verlust von 800-900 Kakaosetzlinge und minore Schäden an der Fermentationsanlage.
Zur feierlichen Eröffnung des MaMaBay Environmental Campus – ein Meilenstein für die Region um den Masoala Nationalpark – waren im Sommer 2015 auch die Freunde Masoalas zugegen. Der Campus funktioniert als Eintrittstor zum Nationalpark und umfasst u.a. ein Informationszentrum für Besucher und die lokale Bevölkerung sowie ein Ökoshop für Handwerksprodukte. Auch das offene Klassenzimmer für die lokalen Schulen wird bereits rege genutzt.
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