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Rund sieben Monate nach dem schweren Bergwerksunglück in Neuseeland mit 29 Toten ist ein Bergungsteam erstmals in die Pike-River-Mine vorgedrungen.
Sechs Bergungsspezialisten hätten am Dienstag die Schächte der Unglücksmine an der Westküste der Südinsel betreten, sagte der Bürgermeister von Grey District, Tony Kokshoorn, der Nachrichtenagentur New Zealand Press Association. "Das ist ein grosser Schritt vorwärts", sagte Kokshoorn. "Wir haben jetzt mit den Familien (der Opfer) sieben Monate lang gewartet, und es waren sehr harte sieben Monate."
In der Pike-River-Mine hatte sich am 19. November eine Methangasexplosion ereignet, in den darauffolgenden Wochen war es immer wieder zu Explosionen gekommen. Seitdem liegen die Leichen der 29 Bergleute, unter ihnen auch zwei Australier, zwei Briten und ein Südafrikaner, in rund zweieinhalb Kilometern Tiefe in der Mine.
Ihre Angehörigen haben eine Bergung der Überreste gefordert, um sie beisetzen zu können. Experten gingen bislang aber davon aus, dass die Methangaswerte im Inneren des Bergwerks noch zu hoch waren, um die Mine betreten zu können.
Zwar drang das Bergungsteam am Dienstag zunächst nur 200 Meter in die Mine vor, um erste Erkundungen anzustellen. Am Ende aber würden die Leichen aller Bergleute geborgen, gab sich Kokshoorn zuversichtlich. "Wir sind endlich auf dem Weg, und dieser Weg endet erst, wenn wir die Überreste geborgen und ihren Familien übergeben haben."
SDA-ATS