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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit den Kantonen eine Alternative zum geltenden Numerus clausus für die Zulassung zum Studium der Humanmedizin zu prüfen und ein Praktikum als Ersatz oder in Ergänzung zu Tests der intellektuellen Fähigkeiten einzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht mit der Motionärin einig, dass künftig mehr Ärztinnen und Ärzte an den Schweizer Universitäten ausgebildet werden sollen und das vorhandene inländische Potenzial besser genutzt werden soll. Da die Anzahl Anmeldungen für ein Medizinstudium die Kapazitäten der kantonalen Universitäten deutlich übersteigt, beschränken verschiedene Hochschulen den Zugang zum Medizinstudium mittels Eignungstest (sog. Numerus clausus (NC); Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich). Dieser stellt fest, ob jemand geeignet ist, das Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren. Diese Art der Zulassungsbeschränkung hat sich bewährt und garantiert eine qualitätsorientierte Auswahl der Studierenden, wie die hohen Studienerfolgsquoten an den Universitäten mit NC belegen. Ob der Zugang zu beschränken ist, entscheiden die Kantone aufgrund der Anzahl eingegangener Anmeldungen im Rahmen ihrer Trägerautonomie. An den Westschweizer Universitäten erfolgt die Selektion dagegen vor allem während dem ersten Studienjahr. Auch die geplante Erhöhung der Studienplatzkapazitäten wird diese Situation nicht grundlegend ändern. An den Universitäten mit NC stehen einer Gesamtzahl von rund 800 Studienplätzen im ersten Studienjahr heute ungefähr 3500 Bewerbungen gegenüber.</p><p>Der Eignungstest in seiner heutigen Form ist nur bedingt trainierbar: Die Erfolgsquote der Studienbewerberinnen und -bewerber, die sich mit öffentlich zugänglichem Vorbereitungsmaterial vorbereiten, unterscheidet sich nicht signifikant von derjenigen von Studienbewerberinnen und -bewerbern, die sich über kommerzielle Kurse vorbereiten. Weiter anerkennt der Bundesrat die Forderung der Motionärin, wonach den angehenden Ärztinnen und Ärzten ein möglichst frühzeitiger Einblick in das künftige Arbeitsfeld gewährt werden soll. Als Selektionskriterium für die Zulassung zum Medizinstudium erachtet der Bundesrat ein Praktikum allerdings aus verschiedenen Gründen als problematisch: Eine den Kapazitäten entsprechende Zuteilung auf Basis eines Praktikums wäre bedeutend schwieriger und kostenintensiver als ein Eignungstest. Es müssten jährlich 3500 adäquate und den Qualitätserfordernissen entsprechende Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt werden. Zudem müsste eine dem Gleichbehandlungsgebot genügende Validierung der Praktika gesamtschweizerisch aufwendig sichergestellt werden. Auch ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Anwärterinnen und Anwärtern um Maturandinnen und Maturanden ohne jegliche medizinische Vorkenntnisse handelt. Der Aufwand für ein begleitetes und validiertes Praktikum stünde in keinem Verhältnis zur Entlastung des Pflegepersonals. Schliesslich ist nicht sichergestellt, ob die Praktikumserfahrung den Studierenden tatsächlich ermöglicht, das Berufsfeld des Arztes oder der Ärztin besser einschätzen zu können. Die erforderlichen praktischen Kompetenzen werden zweckmässig und vertieft erst im Laufe des Gesamtstudiums entwickelt und erworben. Darüber hinaus würde ein Praktikum die bereits heute lange Medizinausbildung weiter verlängern.</p><p>Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat ein Praktikum als keine effiziente Alternative zum heute angewendeten Eignungstest. Wie einleitend festgehalten, liegt zudem der Entscheid sowohl über die Zulassungsbeschränkung als auch über die Art der Selektion in kantonaler Kompetenz.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.