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Japaner Hanyu gewinnt Gold im Eiskunstlauf
Yuzuru Hanyu gewinnt als erster japanischer Eiskunstläufer die Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Der 19-Jährige siegt vor dem Kanadier Patrick Chan. Bronze geht an den Kasachen Denis Ten.
Vor vier Jahren hatte Brian Orser die Südkoreanerin Kim Yu-Na zum Olympiasieg geführt, nun gelang ihm das gleiche Kunststück mit Hanyu. Unmittelbar nach seiner Kür hatte der 19-Jährige aber wohl kaum an eine Goldmedaille geglaubt, lief doch einiges nicht wunschgemäss. Gleich zu Beginn des Programms stürzte er beim Vierfach-Salchow, und nach einem schönen Vierfach-Toeloop war auch der Dreifach-Flip alles andere als sauber. Danach fing sich Hanyu zwar, er liess jedoch die gewohnte Leichtigkeit vermissen. Dass er weit unter seinen Möglichkeiten blieb, zeigt das Kür-Punktetotal von 178,64 - die persönliche Bestmarke beträgt 193,41. Am Tag zuvor hatte Hanyu im Kurzprogramm noch als erster Mann die 100-Punkte-Marke (101,45) übertroffen.
Nach dem Auftritt des Japaners schien Gold für Chan auf dem Präsentierteller zu liegen. Doch der Weltmeister der vergangenen drei Jahre konnte das "Geschenk" nicht annehmen. Nach einer fantastischen Kombination Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop berührte er sowohl nach dem Vierfach-Toeloop als auch nach dem Dreifach-Axel mit der Hand das Eis. Danach zeigte er weitere Schwächen und musste sich Hanyu trotz besseren Programmkomponenten um 4,47 Punkte geschlagen geben.
Der WM-Zweite Denis Ten hatte nach dem ersten Wettkampfteil lediglich Rang 9 belegt. Zwar unterliefen auch ihm am Ende der Kür zwei Fehler, er kam aber nahe an seine Bestleistung heran. Einen Anteil an der Bronzemedaille hat auch Stéphane Lambiel, der Ten beim Choreografieren hilft. Dies ist in den Programmen des 20-Jährigen sehr gut zu sehen; bei vielen Bewegungen wird man an den Schweizer Olympia-Zweiten von 2006 erinnert.