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3.7. Das Stabilitätsprinzip
Sehr viele Verhaltengrundsätze lassen sich mit dem Stabilitätsprinzip erklären.
Analysieren wir dieses Prinzip am Beispiel der Eichhörnchen. Die Eichhörnchen sammeln die Vorräte für den Winter. Einige sammeln die Vorräte und die anderen bestehlen diejenigen, die sammeln. Würde die ganze Population der Eichhörnchen nur stehlen, dann würden solche Population in der zweiten Generation aussterben. Da keines der Eichhörnchen Vorräte sammeln würde, würde es auch nichts zu stehlen geben. Konsequenterweise gäbe es auch nichts mehr zu fressen.
Was würde passieren, wenn keine der Eichhörnchen stehlen würden? Solche Population würde auch aussterben, obwohl es schwieriger zu bestimmen ist, ab welcher Generation dies der Fall sein wird. Es würde dann geschehen, wenn es für alle Eichhörnchen zu wenig Futter gibt. Da keines der Eichhörnchen stehlen würde, würde auch keines über genug Vorräte für die Überwinterung verfügen. Folglich würde es für alle zu wenig zu fressen geben und sie würden alle verhungern.
Von diesem Standpunkt aus gesehen kann die „Eichhörnchengesellschaft“ ohne Diebe nicht überleben.
Das Stabilitätsprinzip besagt, dass ein Verhaltensgrundsatz angebracht ist, wenn es dadurch das Bestehen der Population sichert.
Dieses Prinzip ergibt sich direkt aus dem Prinzip des steigenden Bewusstseins. Würde das Stabilitätsprinzip nicht existieren, dann würden auch die Populationen nicht existieren. Da die Populationen die Träger der verschiedenen kollektiven Bewusstseine sind, bedeutet das Fehlen der Populationen automatisch auch das Fehlen des kollektiven Bewusstseins. Das Fehlen des kollektiven Bewusstseins bedeutet aber das Fehlen von jeglichen Bewusstseinen.
Vom Standpunkt des Stabilitätsprinzips aus gesehen, kann man das Gebot „Du sollst nicht stehlen“ nicht im absoluten Sinne betrachten. Man sollte dieses Gebot mit folgendem Verhaltengrundsatz ersetzen: „Du darfst nur dann stehlen, wenn es dich vor dem Hungertod rettet“.