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Tipps und Tricks
- Wie suche ich gute Studio-Monitore
- Archivierung von Musik
- PC-Lautsprecher /Surroundsystem
- Drum Recording mit 4 Mics
Studiomonitore sind Werkzeuge, mit denen man möglichst die richtigen Entscheidungen beim Mixen oder Mastern
treffen können sollte. Losgelöst vom eigenen Raum sollten sie deshalb...
A) möglichst wenig eigenen Sound machen
B) Frequenzen über einen grossen Bereich übertragen können
C) Positionen im Stereofeld messerscharf wiedergeben können
D) auch relativ laut noch (als Reserve) verzerrungsfrei Signale wiedergeben können
Bei A) kann man z.B. eine gute klassische Musikaufnahme laufen lassen und sich die Musik mal im Nebenzimmer anhören. Allein dieser simple Trick lässt einige Monitore schnell ausscheiden. Da tönen schnell die einen topfig oder wie aus der "Käseschachtel". Eigentlich müssten sie tönen, wie wenn das Orchester probt im Nebenraum, nicht?
Zu B) z.B. einen Orgelsound aussuchen und mit einem tiefen Sinus-Synthi-Basston der schrittweise nach unten geht, unterlegen. Bei "C2"=62Hz beginnen und bis hinab nach G0 = 25Hz). Schnell hört man, welcher Monitor wirklich tiefer reicht. Der tiefe Ton darf ruhig sehr laut sein, dann hört man auch gleich, ob einer Box die Puste ausgeht oder ob die Windgeräusche in der Boxenöffnung überhand nehmen. Ebenso hört man, ob der Orgelakkord durch die tiefen Basstöne (die man vielleicht gar nicht mehr hört) ins schwingen und wobbeln gerät.
.Bei C) genügt z.B. ein "Weisses-Rauschen-Signal" in-mono. Bei einigen Lautsprechern bildet sich als virtuelle Mitte damit ein "Ei", bei anderen ein messerscharfer "Strich" zwischen den Lautsprechern. Jener Monitor mit dem "scharfen Strich" ist natürlich das bessere Werkzeug. Ferner kann man verschiedene Monosignale (z.B. Marimba) in relativ kleinen Schritten von rechts nach links pannen und sie jeweils für eine kurze Weile an einer "Stelle" zwischen L und R spielen lassen. Nicht alle Lautsprecher lösen diese kleinen Schritte gleich deutlich auf... Das selbe kann man tun mit Aufnahmen, die Instrumente bis weit nach hinten auf der Bühne abbilden. Welche Monitoren zeigen diese Tiefe besser auf?
.Zu D) muss man wohl nicht viel sagen... je mehr Reserve desto besser.
Wenn man einen Monitor aussuchen will, sollte man sich zu den obigen 4 Punkten Audio-Demos beschaffen / selber herstellen.
Auf diese Weise kann man in jeder Budgetklasse generell jene Monitore aussuchen, die diese paar Punkte am besten bewältigen. Dies natürlich nur, wenn man Studiomonitore auch als "Audio-Werkzeuge" benutzen will. Auch kann man eine solche Grundauslese relativ schnell im Laden durchspielen, so dass man nur noch 2-3 Favoriten nach Hause nehmen muss für einen Schlussentscheid.
Thema "Musikdokumente in die Zukunft retten"
Früher wurden wichtige Dinge in Stein gemeisselt. Man kann solche Schriften nach tausenden von Jahren noch lesen.
In unserer Zeit werden Fakten oft elektronisch gespeichert. Historiker sagen, dass dereinst von unserer Zeit wenig übrig sein wird, weil
A) die Lebensdauer der Speichermedien so kurz ist und weil
B) die gespeicherten Formate gar nicht mehr lesbar sind, weil die entsprechenden Lesegräte nicht mehr vorhanden sind.
Lösungen sind gefragt
Gerade im Bereich der Musik ist eine extreme Entwicklung im Gange. Gab es vor kurzer Zeit (historisch gesehen) gar noch keine Methode Töne "aufzubewaren", überschlägt sich die Technik in diesem Gebiet geradezu. Wer hat noch eine Bandmaschine, um alte Bänder abzuspielen? Also selbst, wenn man die Bänder noch hat, fehlt es vermutlich am Abspielgerät.
Weil man keine Ahnung hat, was Standard in 30 - 50 Jahren sein wird, machen wohl drei Dinge Sinn, was die Archivierung von Tondokumenten angeht:
3 praktikable Möglichkeiten
1) Speichern Sie Ton-Dokumente in einem der gängigsten Formate und unkomprimiert (pcm, wav, flac, aiff usw.) Schlecht: mp3, wma, mp4, ogg usw.
2) Für Musik-Vereine drängt sich ein neues Amt auf: Ein Musik-Archivar. Er hat die Aufgabe, Musikdokumente in eben einer solchen Form zu speichern und vermutlich gelegentlich auf die neuste Form der Speicherung solcher Daten zu übertragen.
3) Stellt sich noch die Frage des zu wählenden Speichermediums. CDs sind heikel, bezüglich Kratzern aber auch bezüglich Temperatur und Licht wenn es sich um gebrannte CDs handelt. Offiziell leben selbstgebrannte CDs ca. 5 Jahre bei guter Behandlung.
Harddisks wiederum sind mechanisch gefährdete Teile, obwohl man ihnen 10-30 Jahre zuschreibt bei "Nichtbetrieb". Aber ich "erlebte" viele Geräte, welche nach 10-15 Jahren Nichtbetrieb beim Wiedereinschalten nicht mehr funktionierten...
Somit ist meine Empfehlung ganz klar: Flashspeicher.
Man spricht ihnen eine Speicherfähigkeit von 10-30 Jahren zu. Zudem haben sie keine beweglichen Teil. Stürze etc. machen ihnen wenig aus.
10-30 Jahre scheint mir vernünftig. Bis dahin gibt es neue Speichermedien und man muss die Daten ohnehin transferieren ins neue Format.
Createc nimmt Ihnen das Speichern Ihrer Audiodaten ab. Sehen Sie hier.
Sind Sie auf der Suche nach guten, günstigen
PC-Lautsprechern?
Das nebenstehende Model Z200 von Logitech kann ich sehr empfehlen. Die untere, passive Membran scheint ihre Arbeit gut zu machen, denn die Box kling sehr neutral.
Preis Logitech: 34.90, Strassenpreis: ~ 30 CHF das Paar
Sound: Den Sound kann man als weitgehend neutral bezeichnen. Das ist nicht typisch für diese Sorte Lautsprecher. Der sonst für diese Klasse so typische Käse-Pappschachtel-Klang bleibt aussen vor.
Sind Sie auf der Suche nach guten, günstigen
Surround-Lautsprechern?
Das nebenstehende System Z906, ebenfalls von Logitech, kann ich nur empfehlen. Eine Fernbedienung macht das System besonders bedienerfreundlich.
Preis Logitech 499.- Fr., Strassenpreis: ~ 280.- CHF das Paar
Sound: Der Klang tönt gross und mächtig. Jedenfalls würde man blind nicht derart kleine Satelliten-Lautsprecher vermuten. Verglichen mit meinem Referenzsystem sind zunächst nicht sehr grosse Unterschiede im Klang ausmachen. Selbstverständlich ist die räumliche Abbildung in Sachen Tiefe nicht so perfekt wie bei den Referenz-Lautsprechern. Ebenso ist der Klang letztlich etwas scharf, also etwas überbetont in der Region 1-4kHz. Meine Referenz kostet allerdings mehr als das Zehnfache... Zusammenfassend kann ich den Klang als "erstaunlich gut" bezeichnen.
Ich verwende das Z906 als Surround-System. Gleichzeitig stellt es für mich eine gute Durchschnitts-Stereo-Anlage dar, wenn es darum geht, gemasterte Audio-Files auf "Hifi-Durchschnitts-Anlage-Tauglichkeit" zu prüfen.
Download als PDF: Createc Drum-Mikrofonierung mit 4 Mikrofonen nach "Glyn John"