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Schizophrenie
Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die verschiedene Formen annehmen kann. Sie gehört zu den so genannten «psychotischen Störungen».
Schizophrenie äussert sich durch eine sehr schwere Beeinträchtigung der psychischen Funktionen, die Gedanken werden wirr, der Sprachfluss zusammenhangslos und nicht oder nur sehr schwer nachvollziehbar. Die Betroffenen haben grosse Schwierigkeiten, sich emotional der Situation angemessen zu verhalten. Ausserdem sind sie unorganisiert und legen ein Verhalten an den Tag, das für das Umfeld unverständlich ist.
Ein weiteres Anzeichen ist eine verzerrte Wahrnehmung der Realität: Die Person sieht, hört, spürt oder nimmt Dinge wahr, die es nicht gibt. Sie kann unter Verfolgungswahn leiden und den Eindruck haben, dass jemand ihre Gedanken liest oder stiehlt. Die betroffene Person ist überzeugt, dass das, was sie fühlt, der Realität entspricht. Ihre Gedanken, Empfindungen und Visionen gehen oft mit starken Ängsten einher. Diese Symptome werden als «psychotisch» eingestuft.
Schizophrenie kann erhebliche Auswirkungen auf das Sozialleben haben und grosses Leiden verursachen. Die Person entfernt sich von der Realität und zieht sich zurück. Denken, reden und handeln bereiten ihr immer mehr Mühe. Sie bekommt Konzentrations- und Gedächtnisprobleme und zeigt immer weniger emotionale Reaktionen.
Oft hängt der Krankheitsbeginn mit einer biologischen Veränderung zusammen (Jugendalter, Schwangerschaft) und entwickelt sich schrittweise. Sie kann aber auch plötzlich eintreten, zum Beispiel nach einer depressiven Episode oder nach einem Selbstmordversuch. Man spricht von Schizophrenie, wenn die Symptome mindestens ein Monat ununterbrochen andauern, wenn man andere Ursachen (z.B. körperliche Erkrankungen oder Konsum bestimmter Drogen) auschliessen kann.
Behandlung von Schizophrenie
Es ist wichtig, rasch eine Psychiaterin oder einen Psychiater zu konsultieren, denn je früher die Erkrankung behandelt wird, desto günstiger ist die Prognose. Werden die Symptome schlimmer, ist eine Notfallbetreuung erforderlich.
Zur Minderung der psychotischen Symptome und zur Steigerung der Lebensqualität ist eine Kombination von psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlung unerlässlich. Es ist wichtig, die Person zu begleiten, damit sie lernt, mit ihrer Krankheit umzugehen.
Meistens findet die Behandlung ausserhalb des Spitals statt. Eine Einweisung kann nötig werden, wenn die Person in Not ist und eine Gefahr für sich selbst oder ihr Umfeld darstellt.
Manche Personen mit Schizophrenie können sehr gut alleine leben – mit oder ohne Hilfe zu Hause –, nachdem sie ihr psychisches Gleichgewicht wiedergefunden haben (Recovery). Andere benötigen mehr Hilfe und leben in einem Heim. In manchen Situationen ist eine Schutzmassnahme erforderlich (Beistandschaft, usw.)
Oftmals ist es ein Team aus verschiedenen Fachpersonen (Ärztin/Art, Psychiaterin/Psychiater, Pflegefachperson, Sozialarbeiter/in usw.), das sich um die Person kümmert, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Auch die Unterstützung der Angehörigen ist oft sehr wertvoll.
Hier finden Sie Hilfe in Ihrer Region.
Weitere Informationen zu Schizophrenie finden Sie unter www.promentesana.ch/de/ und www.vask.ch/de, sowie auf den Websites von Vereinen für Angehörige in der Westschweiz: www.lilot.org (Waadt), www.lerelais.ch (Genf), www.a3Jura.ch (Jura), www.afs-schizo.ch (Neuenburg) , www.synapsespoir.ch (Wallis), www.profamillefribourg.ch (Freiburg).