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Das Zürcher Manifest war ursprünglich ein "Aufruf zur Besinnung", unterzeichnet von 21 Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft, der als Reaktion auf den Zürcher Globus-Krawall vom 5. Juli 1968 im "Volksrecht" erschien. Die Unterzeichnenden stellten sich auf die Seite der Jugendlichen und wurden zu einer Arbeitsgruppe mit grosser Mitgliederzahl.
Zwischen dem 4. und 9. September 1968 traf man sich schliesslich im Centre Le Corbusier zur Veranstaltung "6 Tage Zürcher Manifest", die als Diskussions-, Informations- und Unterhaltungsforum gedacht war. An dieser Veranstaltung hatten die Teilnehmenden auch die Möglichkeit, auf einer Wandzeitung unterschiedlichste Wünsche und Anliegen oder kritische Stellungnahmen zu formulieren.
Die Themenvielfalt widerspiegelt die damals zur Diskussion stehenden Inhalte. So wird scharf gegen die Polizeigewalt im Rahmen des Globus-Krawalls protestiert, man fordert ein autonomes Jugendzentrum oder äussert sich zu anderen Themen, die für die 68er-Bewegung aktuell waren: Vietnam, Pazifismus, Frauenbewegung oder Schul- und Universitätsreformen.
Rund 400 handbeschriebene sowie 50 gedruckte Plakate gelangten nach Abschluss von "6 Tage Zürcher Manifest" ins Schweizerische Sozialarchiv. Weil ihr Zustand fragil ist, wurden sie nun digitalisiert. Sie sind neu online recherchierbar in der Datenbank Bild + Ton.