Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03368.jsonl.gz/2201

Nach dem PC-Geschäft will IBM nun auch das Geschäft mit Standard-Servern loswerden und ist in Vorgesprächen mit Lenovo.
'Big Blue' will nach dem PC-Geschäft nun auch das Business mit Standard-Servern, die auf der x86-Chiparchitektur aufbauen, loswerden. Wie die amerikanische Ausgabe von 'Computer Reseller News' gestern Abend exklusiv berichtete
führt IBM Verhandlungen für den Verkauf des Server-Geschäfts.
Und wieder ist der chinesische Hersteller Lenovo im Gespräch. Lenovo hat 2005 bereits das PC-Business von IBM übernommen
. Lenovo bestätigte gegenüber der Hongkonger-Börsenaufsicht, dass man sich in Vorgesprächen für eine Übernahme befinde. Ausserdem hätten IBM-Manager Angestellte in einer Server-Fabrik informiert, dass sie ab Juni 2013 Lenovo-Angestellte würden, will 'CRN' wissen.
IBM macht mit den Standard-Servern einen Umsatz von vielleicht fünf Milliarden Dollar. Nicht verkaufen will der US-IT-Konzern das grössere und vor allem profitablere Geschäft mit Highend-Servern. Für diese Server stellt IBM eigene CPUs her und hat eine viel stärkere Position im Markt. IBM ist im x86-Business nur die Nummer 3 im Weltmarkt nach HP und Dell.
Gemäss CRN verlangt IBM für den Geschäftszweig, zu dem wohl auch gewisse Markenrechte gehören werden, zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar. Ein stolzer Preis, denn die aktuellen Zahlen sind nicht gut: Im letzten Geschäftsquartal sank der Hardware-Umsatz von 'Big Blue' um volle 13 Prozent und die Hardware-Abteilung des Konzerns fuhr einen Verlust von über 400 Millionen Dollar ein. (hc)