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Funktionsweise
0. Strukturen und Kompetenzbereiche:
Die allgemeine Struktur der Stiftung ist definiert durch die Statuten. Letztere bestimmen über Aufbau, Funktionen und Entscheidungskompetenzen der einzelnen Organe.
Auf operationeller Ebene verfügt jeder Mitarbeiter über einen Stellenbeschrieb und ein Pflichtenheft, in welchen seine Position in der Hierarchie der Stiftung, seine Pflichten und seine Entscheidungskompetenzen definiert sind.
Das Organigramm ist Teil des Organisationssystems und wird in der dazugehörigen Dokumentation geführt.
1. Zweck der Stiftung
Die SSEB bezweckt das Erstellen und den Betrieb einer Struktur, die erwachsenen Personen mit geistiger und/oder körperlichen Behinderung hilft, sich sozial zu integrieren.
Der Zweck ist durch die Statuten der Stiftung definiert.
2. Politik der SSEB:
Die SSEB hilft behinderten Menschen, ein "normales Leben" zu führen und damit Erfüllung und gesellschaftliche Integration zu finden.
Dazu betreibt sie geeignete Tages- und Wohnstrukturen:
die geschützten Werkstätten der SSEB eröffnen behinderten Menschen den Zugang zur Arbeitswelt und zu den damit in direktem oder indirektem Zusammenhang stehenden Lebensbereichen, wie Ausbildung, Förderung, sozialen Kontakten und Freizeitgestaltung. Der geschützte Rahmen ermöglicht diesen Zugang für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht in der Lage sind, sich diese Bereiche durch eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft zu erschliessen.
die geschützte Wohnform der SSEB bietet einen Rahmen, der es behinderten Menschen erlaubt, in grösstmöglicher Selbständigkeit zu leben und sich gesellschaftlich zu integrieren. Die Wohnform beherbergt Menschen, die - momentan oder dauernd - nicht in der Lage sind, ohne Hilfe alle Lebensbereiche zu besorgen.
die Wohnschule Freiburg begleitet und unterstützt behinderte Menschen auf ihrem Weg zu einem autonomen Leben und Wohnen.
Die in der SSEB gewährte Betreuung ist individuell gestaltet und auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen behinderten Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen, auf ihre Erwartungen, Möglichkeiten und Limiten abgestimmt. Die Betreuungsarbeit zielt auf die individuelle Förderung ab und sie unterliegt einer Selbstkontrolle.
3. Allgemeine Zielsetzung:
3.1. Geschützte Werkstätten:
Es werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, die in Funktionsweise und Umfeld so gestaltet sind, dass sie durch behinderte Menschen besetzt werden können.
Die Anpassung erfolgt nicht über die hergestellten Produkte und erbrachten Dienstleistungen, die den Normen der freien Wirtschaft entsprechen, sondern über die Produktionsmethoden, geeignete Hilfsmittel und pädagogische Betreuung. Letztere wird durch entsprechend ausgebildete Berufsleute gewährt, deren Aufgabe darin besteht, gewerbliche Vorgaben didaktisch und agogisch umzusetzen.
Die Arbeitsbereiche umfassen sowohl Eigenproduktion und Lohnarbeit, als auch die Begleitung der betreuten Person in ihrer Tätigkeit bei einem Arbeitgeber in der freien Wirtschaft. In der Wahl der Arbeitsbereiche wird darauf geachtet, den Anteil der durch die behinderten Mitarbeiter erledigten Schritte so hoch wie irgend möglich zu halten. Die Vorbereitungsarbeit durch das Fachpersonal sollte nicht höher sein als 20%.
3.2. Geschützte Wohnform:
In der geschützten Wohnform wird ein familiäres Zusammenleben in mehreren, Wohngruppen mit bis zu 6 Mitgliedern geboten. In der Gestaltung des Alltages funktionieren die einzelnen Gruppen unabhängig von einander. Die Betreuung durch das Fachpersonal ist permanent, wobei darauf geachtet wird, die Autonomie der einzelnen Bewohner zu fördern Die Bewohner nehmen aktiv an der Organisation des täglichen Lebens teil. Die täglichen Verrichtungen werden gemeinsam besorgt.
Freizeitgestaltung, individuell oder in der Gruppe, soll die gesellschaftliche Integration und den Kontakt mit der Welt ausserhalb des geschützten Rahmens fördern.
4. Spezifische Zielsetzungen:
Entsprechend dem Invaliditätsgrad der Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen zielt die Betreuung darauf ab:
denjenigen Menschen, deren Behinderung keinen Zugang zu einem Leben ausserhalb geeigneter Strukturen zulässt, zu helfen, durch eine permanente Unterstützung, eine normale und erfüllte Existenz zu führen. Bei Bedarf, das heisst bei nicht oder nicht mehr vorhandener, familiärer Struktur, wird eine dauerhafte Aufnahme in der Wohnform gewährt.
behinderten Menschen mit gutem Autonomiepotential zu helfen, ein Leben in völliger oder teilweiser Selbständigkeit mit einer Arbeit in der freien Wirtschaft zu finden. Hier wirkt die SSEB für Personen, die bei Schulabgang noch nicht in der Lage sind, alleine in der Gesellschaft zu bestehen, die Möglichkeit aber besteht, die Verspätung in der Entwicklung aufzuholen. Die SSEB übt eine Brückenfunktion aus.
Menschen bei der Wiedereingliederung zu helfen. Die Person benutzt die SSEB, um sich wieder an eine Arbeitswelt und den damit verbundenen, strukturierten Tagesablauf zu gewöhnen.
5. Organisationssystem:
Das integrierte Organisationssystem der SSEB ist prozessorientiert. Die einzelnen Arbeitsprozesse decken sämtliche Bereiche der Betreuung, der Produktion, der Verpflegung und der Hygiene ab. Automatische Abläufe sowie ein Terminierungs- und Kontrollsystem garantieren das lückenlose Funktionieren der Förderplanung.
6. Selbstkontrolle:
Geeignete Strukturen erlauben es der SSEB, ihre Funktionsweise, die Abläufe, die Methoden und eingesetzten Mittel laufend zu überprüfen. Pannen und Unkonformitäten werden unverzüglich erfasst.
Anlässlich der jährlichen Standortbestimmung wird die Einhaltung der für die laufende Periode formulierten Zielsetzungen überprüft. Abweichungen werden analysiert und deren Gründe eruiert. Sodann werden Ziele für die nächste Periode fixiert.
Es findet eine automatische Erfassung und systematisch Analyse der von Pannen und Schwachstellen statt.
7. Sicherheitskonzept
Die SSEB ist der Branchenlösung INSOS-SECURIT angeschlossen . Die regelmässigen Kontrollen gemäss Strategiesystem sind integrierender Bestandtteil der Führungsrythmen.
8. Kontakte:
In allen ihren Aktivitäten betreibt die SSEB eine Politik der Transparenz und der Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen. Der regelmässige und punktuelle Kontakt zu Letzteren ist in den einzelnen Arbeitspozessen berücksictigt und durch geeignete Instrumente und Hilfsmittel gewährleistet.