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Olivier Messiaen (1908-1992)
Olivier Messiaen wurde am 10. Dezember 1908 in Avignon als Sohn des Shakespeare-Übersetzers Pierre Messiaen und der Dichterin Cécile Sauvage geboren. Er zeigte sehr frühzeitig musikalische Begabung und wurde als Elfjähriger ins Pariser Konservatorium aufgenommen, wo er seine Studien mit grossem Erfolg absolvierte und u.a. in den Fächern Orgel, Musikgeschichte sowie Komposition Erste Preise erhielt. Wegweisende Impulse erhielt Messiaen vor allem durch den Komponisten Paul Dukas.
1931 wurde er zum Titularorganisten an der grossen Orgel der Eglise de la Sainte-Trinité in Paris berufen; ein Amt, das er bis zu seinem Lebensende bekleidete. Messiaen unterrichtete nacheinander an der Ecole normale de musique, der Schola Cantorum, und nach seiner Rückkehr aus der kriegsbedingten Gefangenschaft im Jahre 1941 am Pariser Conservatoire.
Zu seinen herausragenden Schülern zählen etwa Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Alexander Goehr und Iannis Xenakis. Olivier Messiaen hinterlässt ein Werk, das in seiner Einzigartigkeit fast religiöse und mystische Züge aufweist. Seine Erforschung von aussereuropäischen Rhythmen, die Verwendung von Modi mit beschränkter Transponierbarkeit, das musikalische Farbdenken, den Einbezug des katholischen Glaubens in sein Werk und das intensive Studium der Vogelgesänge begründeten seine unverwechselbare Tonsprache.
Messiaen verstarb 1992 in Paris.