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05.03.2008 - Artikel
Regionaler Kooperationsrat: Mehr Eigenverantwortung in Südosteuropa
Am 27. Februar 2008 hat der Regionale Kooperationsrat als Nachfolgeorganisation des Stabilitätspaktes für Südosteuropa seine Arbeit aufgenommen. Die Eigenverantwortung der Balkanstaaten für ihre politische Entwicklung soll damit gestärkt werden. Die DEZA unterstützt den Kooperationsrat finanziell und ideell.
Ziel des Regionalen Kooperationsrat (Regional Cooperation Council RCC) ist die Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit und die europäische und euro-atlantische Integration. Der Rat ersetzt den bisherigen Stabilitätspakt für Südosteuropa. Mit der am 10. Mai 2007 unter Zustimmung der Schweiz beschlossenen Umwandlung des Stabilitätspakts in den Regionalen Kooperationsrat und der Verlegung des Sitzes von Brüssel nach Sarajevo soll die Eigenverantwortung gefördert und die regionale Selbstbestimmung gestärkt werden.
Die Schweiz unterstützt den Regionalen Kooperationsrat in den kommenden drei Jahren mit 600´000 Franken. Sie setzt damit ihr Engagement für die regionale Integration und politische Stabilisierung in Südosteuropa fort. Die Schweiz gehörte zu den Trägerstaaten des 1999 gegründeten Stabilitätspakt für Südosteuropa.
Arbeitsschwerpunkte des Kooperationsrates sind wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Infrastruktur und Umwelt, Sicherheitskooperation, Justiz und Inneres, Bildung und Forschung sowie parlamentarische Zusammenarbeit. Mitgliedsländer sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Rumänien, Serbien sowie der Kosovo. Generalsekretär ist der Kroate Hidajet Biščević, gegenwärtig Staatssekretär im kroatischen Außenministerium.