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Tant de bruit pour une omelette. Wenn Zeitungsredaktionen vom Militärnichts verstehen und dennoch ihre kriegerischen Spalten füllen müssen, verfallen auf allerlei bunte Ideen.
Von Mitte Februar an sandten die Bildagenturen Fotografien von Lastwagen, Geschützen, Kampf-, Schützen- und Flab-Panzern, die mit riesigen Z versehen sind. Ganz am Anfang schrieben die Bildlegenden die weissen Zeichen je nach Optik beiden Parteien zu; schliesslich setzen beide Material ein, das aus der Sowjetunion stammt, als sie noch friedlich vereint waren.
Als dann zweifelsfrei erhärtet war, dass russische Fahrzeuge das Z tragen, begannen die Auguren zu rätseln. Und produzierten die wildesten Vorstellungen. Der Tenor lautete: Das Z appelliert an den russischen Kampfgeist. Bestärkt wurden die Interpreten durch Z an Plakatwänden in Moskau und St. Petersburg, wo sie in der Tat die Bevölkerung zum Durchhalten anspornen sollen.
Aber: Was ist militärisch Sache?
- Wie gesagt, verwenden Russen und Ukrainer teils immer noch dieselben Waffen aus dem Kalten Krieg. Als Beispiele seien nur die T-72-Kampfpanzer, die BTR-82-Schüteznpanzer und die MSTA-Geschütze genannt.
- Das zwang die Russen, ihre Fahrzeuge für die eigene Truppe von den feindlichen abzuheben und zu kennzeichnen. Aus diesem Grund – und keinem anderen – versahen die Soldaten ihre Waffensystem mit dem Z. Das Z ist weithin sichtbar und soll die Kameraden vor eigenem Beschuss bewahren. Das ist eine einfache Forderung der Freund-Feind-Erkennung und der Vermeidung von friendly fire.
Das kyrillische Alphabet hat kein Z
Den Bildagenturen und Amateurjournalisten hätte ein Blick auf das russische Alphabet genügt, um sie vor Sottisen zu bewahren. Die ganze lange Reihe in kyrillischer Schrift kennt kein Z. Das stimmhafte s wird in unserer Transliteration mit Z angegeben und als S transkribiert, im russischen Alphabet jedoch mit einer 3 geschrieben. Der Laut ts dagegen wird kyrillisch mit einem eckigen U mit einem Haken rechts unten wiedergegeben.
Z als Zeichen der Motivation? Fehlanzeige!