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Wissen Sie, wer aktuell in der ATP-Weltrangliste im Doppel der beste Schweizer Spieler ist? Kleiner Hinweis - nein, es ist keiner der Doppel-Olympiasieger von 2008.
In der Schweiz gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder starke Doppelspieler. So erreichte beispielsweise Heinz Günthardt in der Weltrangliste Platz 3 und gewann 30 Doppeltitel im Laufe seiner Karriere, darunter in den 80-er Jahren die French Open und Wimbledon. Sein Bruder Markus stiess bis auf Platz 40 vor, Jakob Hlasek und Marc Rosset, die 1992 zusammen die French Open gewannen, erreichten ihre jeweilige Höchstplatzierung im Doppel mit Platz 4, bzw. Platz 8. Yves Allegro, heute Headcoach bei Swiss Tennis, erreichte Platz 32, Roger Federer Platz 24 und Stan Wawrinka Rang 88. Natürlich setzten die meisten der oben genannten Spieler hauptsächlich auf das Einzel, die Erfolge im Doppel waren quasi ein Bonus.
„In der Schweiz gibt es leider im Gegensatz zu anderen Ländern keine sehr grosse Doppelkultur“, bedauert Allegro. „Besonders im Davis Cup kommt dieser Disziplin jedoch eine grosse Bedeutung zu und wer sich erfolgreich darin spezialisiert, kann einem Team in vielerlei Hinsicht weiterhelfen.“
Zurzeit ist kein Schweizer in den Top 100 der Doppelweltrangliste gelistet – doch auf gutem Weg befindet sich der 25-jährige Tessiner Luca Margaroli, aktuell als Nummer 145 der bestklassierte Schweizer im Doppelranking (vor Marco Chiudinelli, 167, und Adrian Bodmer, 471). Doppelspezialist Margaroli gewann vor Wochenfrist zusammen mit seinem Landsmann Louroi Martinez das Future-Turnier von Genf und stand in dieser Saison bei zwei Challenger-Turnieren jeweils im Final.
Nun wurde Margaroli zum ersten Mal von Severin Lüthi für die bevorstehende Davis-Cup-Woche in Biel aufgeboten. Ob der Tessiner zu seinem ersten Einsatz im Team kommen wird, entscheidet sich am Wochenende vom 15. – 17. September in der neuen Swiss Tennis Arena in Biel.