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Nördl. unter den Pizzi di Sciora geht der aussichtsreiche Cacciabellapass (2878 m) durch, der das bei
Bondo zur
Maira ausmündende
Bondascathal mit dem Albignathal verbindet. Zur
Rechten der wilden Felsenkette zieht sich der
Albigna-
und auf der
W.-Seite der Bondascagletscher hinab. Die einzelnen Gipfel der Pizzi di Sciora sind alle von A. von Rydzewsky
und dem Führer Christian Klucker bestiegen worden, welche die südl.
SpitzeCima di Sciora (3310 m), die mittlere Ago
di Sciora (3201 m) und die nördl.
Punta Pioda di Sciora (3283 m) nennen.
Die
Cima di Sciora wurde bis heute stets nur von der Bondascaseite aus erreicht und zwar von der
Alpe di Sciora her über den
Bondascagletscher und den
SW.-Hang (4 Stunden) oder den
S.-Grat (etwa 5 Stunden). Die O.-Front des Gipfels
zeigt steile und schroffe Felshänge, die zum Firn des Albignagletschers abstürzen. Der Ago di Sciora wird am besten vom
Albignagletscher aus bestiegen und weist einen sehr schwierigen Gipfelturm auf (von der Alphütte unter dem Albignagletscher 6 Stunden,
von
Vicosoprano aus 3 Stunden mehr).
Die
Punta Pioda di Sciora endlich, der nördlichste Gipfel, der die auf der Siegfriedkarte mit 3235 m
kotierte
Spitze noch überragt, wird ebenfalls am besten von der Albignaseite her erreicht (4½, von
Vicosoprano her 7 Stunden).
Sowohl der nördl. als der mittlere Gipfel können auch von der Bondascaseite her erstiegen werden, indem man
das lange und sehr steile Scioracouloir, bezw. die W.-Flanke des Ago di Sciora benutzt; aber diese Aufstiege sind sehr mühsam,
zeitraubend und nicht ohne Gefahr (gefl. Mitteilungen von Chrn Klucker in
Fex-SilsMaria an Dr. Tarnuzzer). Von
Promontogno
im
Bergell zur
Sciorahütte der Subsektion
Bregaglia des S. A. C. kann man etwa 3 Stunden Marsch rechnen.
Die Scioragipfel bestehen wie ihr ganzes Felsgestell aus Berninagranit und bieten geologisch nicht viel Interessantes. Auf
der Alp Sciora tauchen unter diesem Gestein Gneis, Hornblendeschiefer und Hornblendegneis auf.
Wird von einem guten Fussweg überschritten, der das obere
Val Canaria mit dem Gotthardpass verbindet.
Dient dem lokalen Verkehr und denjenigen Touristen, die, ohne nach
Airolo hinabzusteigen, von
Piora am
Lago Ritom über den
Passo Pianalto (2160 m) zum
WeilerCanaria und von da direkt zum Gotthardhospiz gelangen wollen.
2353 m. Kleiner Alpensee von intensiv blauer
Farbe, im Gneisgebiet sw. über
Airolo. 500 m
lang und 260 m breit.
Wenig tief, aber noch nicht ausgelotet.
Fliesst unterirdisch, wahrscheinlich zum
Val Bavona hin ab.
Liegt am Boden einer engen
Schlucht, die in weisslichen Kalkstein eingeschnitten ist, und wird bis in den
Spätsommer hinein von einer Eisschicht überdeckt, so dass er einem Eisbecken in arktischer Gegend gleicht. 20 Minuten
unterhalb der
Forcola di
Cristallina (2583 m), die die
Alpe Robiei im
Val Bavona in 4½ Stunden mit
Ossasco im Bedrettothal verbindet.