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Die Caritas Schweiz ist seit 1994 in Uganda tätig. Die Hauptbegünstigten des Programms sind Jugendliche (Teenager-Mütter, marginalisierte Mädchen und junge Gefangene), Frauen und die ärmsten Mitgliedern der Gesellschaft. Der regionale Fokus liegt, wenn auch nicht ausschliesslich, im Norden des Landes, der sich nach wie vor von einem Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg erholt. Caritas Schweiz plant und implementiert ihre Interventionen zusammen mit lokalen Partnerorganisationen. Gefördert werden ganzheitliche Ansätze um möglichst nachhaltige Lösungen für die vielschichtigen Herausforderungen der ugandischen Gesellschaft zu finden. Während der Strategieperiode 2017-2021 konzentriert die Caritas Schweiz ihre Anstrengungen auf die Themenfelder Bildung und Einkommen, Ernährungssicherheit und Märkte sowie Migration.
Bildung und Einkommen
Die von der Caritas Schweiz im Bereich Bildung unterstützten Interventionen haben zum Ziel, die sozioökonomische (Re-)Integration von marginalisierten Jugendlichen zu fördern, insbesondere von Straffälligen und Teenager-Müttern, und damit einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit, nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, guter Regierungsführung, und gesellschaftlicher Stabilität zu leisten. Wesentliche Elemente dieser Zielsetzung sind: die Entwicklung von Unternehmertum und Lebenskompetenzen; die Errichtung von Lern- und Mentorship-Mechanismen um Jugendliche bei der Entwicklung und Umsetzung von kleinen Unternehmen zu begleiten; der Zugang zu Schul- und Berufsbildung; die Bereitstellung von Kleinkapital um Mikro-Unternehmen zu starten; Einkommensförderung für Eltern und Bezugspersonen, Sensibilisierung, Aufklärung und Lobbyarbeit. Die Implementierung liegt derzeit bei zwei lokalen Nichtregierungsorganisationen, die einen Multi-Akteurs Ansatz verfolgen und entsprechend eng mit der Regierung, der Zivilgesellschaft sowie dem akademischen und privaten Sektor zusammenarbeiten.
Ernährungssicherheit und Märkte
Im Hinblick auf zunehmende Landkonflikte und hiermit verbunden eine wachsende Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen sowie Ernährungsunsicherheit, nimmt die Stärkung und/ oder Wiederbelebung der formellen und informellen Verwaltungsmechanismen im Bereich der Nutzungs- und Eigentumsrechte eine Schlüsselrolle ein. Gemeinsam mit zwei lokalen Partnerorganisationen engagiert sich die Caritas Schweiz deshalb um die Aufklärung der Bevölkerung über Landrechte, die Verbesserung der Kapazitäten im Bereich Landverwaltung von Clanführern und lokalen Entscheidungsträgern, und die Stärkung der Kompetenzen der religiösen Führer bei der Lösung von Landstreitigkeiten.
Migration
Ein dritter Schwerpunkt bildet Migration. Uganda, liegt in einer der volatilsten Regionen Afrikas und ist seit Jahrzehnten Ziel und Ausgangspunkt von zahlreichen Migrationsbewegungen. Insbesondere die Unruhen im benachbarten Südsudan haben sich in jüngster Zeit wieder verschärft und inzwischen mehr als 2,5 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Viele von ihnen suchen Zuflucht in Anrainerstaaten, darunter auch in Uganda. Vor diesem Hintergrund plant die Caritas Schweiz in Zukunft vermehrt aktiv zu werden, und, auf der Grundlage ihrer bisherigen Expertise, Unterstützung sowohl zu Gunsten der Flüchtlinge als auch der Aufnahmegemeinschaften zu leisten.