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Ich beehrte mich Ihnen gestern per chiffriertes Kabel den Wunsch auszusprechen, uns gütigst telegraphisch oder brieflich über die Oberstenfrage, welche von der amerikanischen Presse zu einem Dreyfus-Skandal gestempelt wird, Klarheit zu verschaffen.
Die Sache erregt in amerikanischen Kreisen, wo alles so sehr proalliiert gesinnt ist, ungeheures Aufsehen und vermöchte zweifellos das gute Ansehen, welches die Schweiz geniesst, zu erschüttern, wenn die Berichterstattung in gleicher Weise fortgesetzt würde.
Wir erhalten zahlreiche Anfragen aus der Kolonie sowie Aufforderungen, die Behauptungen zu dementieren.
Da ich am 11. März in New York einem Bankett des Swiss Club (zugunsten des Swiss Relief Fund) und am 9. April einem Wohltätigkeitsfest der Swiss Harmony in West Hoboken beizuwohnen habe, so wären dies, sofern sich die Untersuchungen unwahrscheinlicherweise so lange hinausziehen sollten, vorzügliche Gelegenheiten, um den Landsleuten in der offiziellen Rede etwas über den Fall zu sagen. Für Instruktionen wäre ich daher sehr dankbar2.