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Konfuzius – Wer war das noch?Konfuzius gehörte zu den Politikern und Philosophen, die es im alten China gab. Er befasste sich in seinen Gedanken mit der Welt und beschäftigte sich damit, wie man sich in dieser verhalten sollte. In China sowie in anderen Ländern gibt es immer noch zahlreiche Menschen, für die das, was er lehrte, sehr wichtig ist.
Konfuzius und seine Geschichte
Vor etwa 2500 Jahren lebte Konfuzius
in Lu, einem chinesischen Staat. Seine Vorfahren besassen eine grosse Anzahl an Ländereien, nach Aussagen sollten sogar Könige zu seinen Vorfahren gehört haben.
Zu Zeiten des Philosophen und Politikers war die Familie mittlerweile verarmt, dennoch schaffte es der Philosoph zum Lehrer. Die Reisen mit seinen Schülern gingen von einem Staat zum anderen. Sein Amt als Politiker in den höchsten Ämtern übte er nur kurz aus. Er war danach zur Flucht gezwungen. Bedeutende Schriften hatte er nicht verfasst. Seine Gedanken schrieben seine Anhänger erst rund 100 Jahre nachdem er seinen Tod gefunden hatte, auf. Diese Bücher waren äusserst umfangreich.
Er trug zu seinen Lebzeiten den Namen Kong Qiu oder Kong Zi. Den Namen erhielt er von den Chinesen. Der Familienname war Kong. Im Lateinischen gibt es verschiedene Varianten, den Namen zu schreiben. Der Begriff Kong Fuzi heisst so viel wie Meister
Kong. Später wurden seine Werke von Missionaren ins Lateinische übersetzt, woraus dann der Name Konfuzius entstand.
Seine Lehren, ein wichtiger Faktor
Bildung stand für den Lehrer im Vordergrund. Es gab nichts Wichtigeres für ihn. Das Leben bestand seiner Meinung nach aus permanentem weiterlernen. Er vertrat den Standpunkt, dass es nur Unterschiede bei den Menschen gab, weil jeder eine andere Erziehung genossen hatte.
Ging es nach ihm, sollte jeder das Recht haben, lernen zu können, was nicht nur den Reichen vorbehalten sein sollte. Die Person, die eine Bildung genossen hatte, sollte, wenn es nach ihm ging, auch die Macht im Staat haben. Er war strikt dagegen, durch Gewalt eine Veränderung herbeizuführen. Ordnung sah er als wichtig an, weil nur mit ihr Freiheit möglich sei. Halten sich Menschen an Regeln, ist für alle ein gutes Leben möglich.
Beim Konfuzianismus handelt es sich nicht um eine Religion. Der Grundgedanke lautet: Ist der Mensch selber in Ordnung, ist auch eine Ordnung in der Familie möglich. Gibt es Ordnung in der Familie, geht diese Ordnung auf den Staat über. Ein geordneter Staat bedeutet Ordnung in der Welt. Bis zum heutigen Tage ist die Lehre des Konfuzius
die Richtschnur für moralisches Handeln und Leben.
Die fünf Elementarbeziehungen nach Konfuzius
... Beziehung
von Vater und seinem Sohn. Der Sohn ordnet sich seinem Vater unter und ist verpflichtet zur Ehrerbietung.
... Die Beziehung vom Herrscher und seinem Untertan. Der Untertan ist seinen Herrscher unterstellt und tut das, was er sagt. Die persönlichen Bedürfnisse des Untertans ordnet er denen seines Herren unter.
... Das Verhältnis zwischen der Ehefrau und ihrem Ehemann. Die Frau stellt ihre eigenen Ansprüche hinter die ihres Ehemannes zum Wohle für ihren Mann und der Familie.
... Das Verhältnis zwischen den Brüdern. Der jüngere Bruder ordnet sich seinem älteren Bruder unter.
... Das Verhältnis zwischen Freunden ist einzig und allein gleichberechtigt.
Der Alltag der Menschen ist das, womit sich die Lehre des Konfuzius
beschäftigt. Er betrachtete es als reine Zeitverschwendung, sich um Götter
Gedanken zu machen. Allgemeine Rechte für das Volk machten für ihn wenig Sinn. Er vertrat den Standpunkt, dass der Fürst, der Fürst ist und der Diener sei der Diener.
Für ihn war es richtig, dass die Diener Untertanen waren und dem Fürsten gehorchten. Zu der Zeit, wo er das Amt des Ministers bekleidete und ihm ein Beamter widersprach, liess er diesen hinrichten. Doch zu den Fürsten war er ebenfalls streng. Er hielt sie dazu an, ihren Untertanen ein Vorbild zu sein und sich um das Volk zu kümmern. Es kam dazu, dass ein Minister mit einer Beschwerde zu ihm kam. Die Beschwerde galt Dieben. Er sagte ihm, dass wenn er nicht so gierig sein würde, die Menschen auch nicht zu Dieben würden. Erst nach seinem Tode bekam er Anerkennung.
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