Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/2149

Wir sind im Endspurt! Die Kühe bleiben noch bis spätestens am 04. Sept. 2020. An diesem Tag werden wir das letzte Mal Käse herstellen. In der Zwischenzeit produzieren wir Raclette-Käse. Auch eine spannende Erfahrung, da doch etwas anderes als der bis anhin produzierte Berner Alpkäse.
Übrigens Käsen: hier ein paar Eindrücke vom Käsen.
Die eingedickte Milch wird mit der Harfe bearbeitet. Zuerst wird "Kreuz geschnitten", damit die gallertartige Masse in kleinere Stücke aufgeteilt wird:
Anschliessend wird der "Bruch geschnitten", mit dem Ziel, eine bestimmte Korngrösse der Gellartmasse zu erhalten. Die Grösse des Korns entscheidet unter anderem über den Wassergehalt des Käses und damit auch, ob ein Hart-, Halbart- oder Weichkäse entsteht. Ein Hartkäse, wie unser Berner Alpkäse, hat ein kleines Korn:
Anschliessend wird das Korn mit dem Käsetuch und dem Bögli (ein biegsamer Metallstab). Beim Berner Alpkäse wird mit den nackten Armen ins rund 52 °C warme Molke/Käse-Gemisch gegriffen (beim Raclette sind es angenehme 38 °C):
Schlussendlich landen die im Järb (runden weissen Dinger links auf den Tischen im oberen Bild) geformten Käse im Käsekeller. Unsere Schatzkammer sieht aktuell wie folgt aus:
In der Zwischenzeit haben wir über 100 Käseleibe hergestellt. Ein Käseleib wiegt dabei zwischen 7 und 12 kg. Und täglich müssen diese gewendet und geschmiert werden.