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Als „Parabene“ bezeichnet man solche chemischen Verbindungen, die entwickelt bzw. verwendet werden um Haltbarzumachen und um Bakterien und Pilze in Schach zu halten. Da Parabene effizient wirken und sehr billig hergestellt werden können, werden sie in der modernen Produktion in unzähligen Produktgruppen verwendet. Man findet Parabene in Shampoos, Cremes, Kosmetika und auch Lebensmitteln. Lange Zeit war man der Ansicht, dass Parabene ungefährlich sind.
Die chemische Struktur:
2004 – erste Zweifel an der Sicherheit
In 2004 wurde die erste Studie veröffentlicht, welche nachweisen konnte, dass Parabene in unerwartet hoher Konzentration in Brustkrebsgewebe vorhanden waren. Ausserdem wurde bestätigt, dass Parabene im Körper das Hormon Östrogen imitieren konnten, ein Hormon, das mit der Entwicklung von Brustkrebs in Zusammenhang gebracht wird.
Unklar blieb jedoch, ob sich die Parabene nur zufällig in dem kranken Gewebe ansammelten, oder ob sie den Krebs auch verursachten. Seitdem wurden zahlreiche weitere Studien zu Parabenen und deren Wirkungsweisen im Körper veröffentlicht. So hat man unter anderem festgestellt, dass Parabene auch im Urin nachgewiesen werden können.
2012 – neue Studien schockieren
Die Forscher der ersten Studie aus 2004 veröffentlichten in 2012 eine neue Studie zu Parabenen, und wieder überraschten die Ergebnisse auch die breite Öffentlichkeit (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jat.1786/abstract).
Die Studie untersuchte 5 verschiedene Parabene genauer und wies nach, dass diese in beträchtlichen Konzentrationen in Brustkrebsgewebe vorhanden waren. In einem nächsten Schritt wurden die dort vorhandenen Parabene genauer untersucht und festgestellt, dass diese intakt waren. Das bedeutet: Die Parabene gelangten nicht über die Nahrung (und damit den Verdauungstrakt) in den Körper, sondern wurden direkt über die Haut aufgenommen.
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Aufgrund ihrer ersten Studie in 2004 war Dr. Darbre zunächste der Ansicht, dass Deodorants die grösste Parabenquelle in Brustkrebsgewebe sind. Das jedoch konnte sie in der Studie von 2012 widerlegen: Auch Frauen die nie in ihrem Leben Deodorant benutzt hatten, hatten Parabenansammlungen im Brustkrebsgewebe. Daraus schliess die Studie folgendes: Nicht nur gelangen Parabene direkt über die Haut in den Körper, sondern sie wandern dann, wenn sie im Körper sind, an bestimmte Stellen – zum Beispiel in das Brustgewebe.
Und schliesslich konnte Dr. Darbre das nachweisen, was sie seit 2004 versucht hatte: Parabene können Krebs verursachen indem sie gesunde Zellen in bösartige Zellen umwandeln (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22744862).
Was bedeutet das für uns?
In unserem modernen Leben finden sich Parabene in einer Vielzahl an Produkten, darunter in Lebensmitteln, Medikamenten und Körperpflege. Deshalb ist es umso wichtiger darauf zu achten, auf Produkte die Parabene beinhalten zu verzichten. Man erkennt Parabene unter anderem an der Endung -paraben – und wer auf Nummer sicher gehen möchte greift zu natürlichen Lebensmitteln anstatt zu Fertigprodukten und schwelgt in Naturkosmetik.
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