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Azadiya hat ihre Familie verlassen und musste, um sich vor der Rache der Familie zu schützen, eine neue Identität annehmen. Weil sie deswegen selbst von Ehrenmord bedroht ist, lebt sie anonym. Sie kann deswegern auch nicht selbst an der Lesung teilnehmen.
Koschka Linkerhand hat die Geschichte von Azadiya H. aufgezeichnet, die als jesidische Kurdin in Deutschland, in einer streng gefügten Gemeinschaft aufgewachsen ist. Dort wurde eine Cousine von ihrem eigenen Vater ermordet, um die „Familienehre zu retten“. Azadiya entschied sich Jahre später für ihr eigenes Leben, dafür frei zu werden - als Lesbe; als Frau, die studieren, reisen und Fußball spielen will.
Koschka Linkerhand ergänzt den erschütternden Bericht von Azadiya H. mit Recherchen zur Geschichte der Kurd*Innen in der Türkei, aber auch mit Reflexionen über ihre Rolle als Deutsche und Autorin. Damit lässt sie uns eindrücklich an der Entstehung dieses Buches teilhaben.
Koschka Linkerhand, 1985*, lebt in Leipzig. Sie hat im Querverlag Berlin weitere Romane und Sachbücher publiziert.
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