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Asahi-Zeitung hat die Einwohnerzahlen von den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima vor und
nach der Katastrophe verglichen. Von 45 Gemeinden sind total 65’000 Menschen weggegangen, um in anderen Regionen einen Zufluchtsort zu suchen. Die Rückgangsrate liegt bei ca. 2%, die Zahl ist zum Teil 10-fach höher als letztes Jahr. Knapp 80% der Flüchtlinge sind unter 30 Jahre alt.
Aus dem Küstengebiet von Miyagi sind 21’000 ihr Eigenheim verlassen. Davon ist die Hälfte zwischen 20 und 30 Jahre jung.
Hingegen bekam die Stadt Sendai, in der dank des zügigen Wiederaufbaus viele Arbeitsplätze generiert worden sind, 6’180 mehr Einwohner als früher.
Die Stadt Kesennuma in der Präfektur Miyagi bekam immerhin wieder ihre Einkaufsstrasse. Sie besteht aus provisorisch gebauten Fertighäusern. Über 50 Geschäfte haben am 24. Dezember 2011 ihre Türe neu geöffnet.
Satoru Kikuta, der Gründer der Gruppe „Ganbaro Kesennuma“, die sich für den Wiederaufbau der Stadt einsetzt, sandte mir ein paar Fotos. Das rechte Foto ist von der neuen Flanierstrasse. Der zuvorderst stehende Laden ist das Café „Manbo“, das eine fünfzigjährige Geschichte hat und am 11. März, wie unten zu sehen, völlig zerstört wurde. Kikuta schwärmt für Ramen, die japanische Nudelsuppe, von diesem beliebten Café. Sie ist einfach, aber sieht wirklich lecker aus!