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«Die Lust am Text, das ist jener Moment, wo mein Körper seinen eigenen Ideen folgt – denn mein Körper hat nicht dieselben Ideen wie ich. Die Lust am Text wäre nicht reduzierbar auf sein grammatisches Funktionieren, so wie die Lust des Körpers nicht reduzierbar ist auf das physiologische Bedürfnis.» (Roland Barthes: Die Lust um Text)In «Ohne Worte» (Praticable) untersucht Isabelle Schad die Produktion komischer Körper durch physische Aktivitäten, Bewegung und Tanz. Die Soloarbeit adressiert den komischen Körper als einen exzessiven Körper, der ausser Kontrolle gerät durch das Ungleichgewicht seiner Funktionen. Dieser Körper ohne Worte ist theatralisiert, flirtet mit Expressionismus und der Clowning-Tradition und weist nicht zuletzt eine Virtuosität auf, die es erlaubt, den Missgeschicken des Darstellers zuzusehen.« … bedient sich Schad aus dem reichen Fundus der Peinlichkeit im Tanz – und das, ohne zu persiflieren. In homöopathischen Dosen zitiert sie Dilettantismus und Slapstick, um diese zu einer Choreografie zu mischen, deren Witz in einem paradoxen Miteinander von Verballhornung und Achtung des Komischen liegt.» (Helmut Ploebst, Der Standard, Wien, August 2008)«Grandios, und doch so einfach.» (Andreas Berger, Braunschweiger Zeitung, Februar 2008)Als erster Teil des Abends zeigt Frédéric Gies einen Ausschnitt aus seiner aktuellen Arbeit «Album» (Praticable). Praticable wurde 2007 von Alice Chauchat, Frédéric De Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz als horizontale praxisorientierte Arbeitsstruktur gegründet, in der Research, Kreation, Austausch und Produktionsstrukturen in Beziehung gesetzt werden. Ein Prinzip des Projektes ist es, bei jeder Vorstellung zwei Stücke von Künstlern des Kollektivs zu zeigen, eines als Ausschnitt und eines in voller Länge.