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Was für ein lustiger Zufall: Die erste Basler Mustermesse, wie die muba lange hiess, eröffneten 1917 zwei Bundesräte: Edmund Schulthess und Camille Decoppet. Bei der letzten Ausgabe der traditionsreichen muba aber fehlten Bundesräte an der Eröffnung. Dafür besuchte nun die Urenkelin von Camille Decoppet die muba.
Und Isabelle Decoppet ist stolz auf ihren Urgrossvater, den sie nicht kennenlernen konnte, denn er verstarb 1925.
Bundesrats-Zylinder erhalten
Mit wachen Augen erzählt Isabelle Coppet, dass sie den Zylinder ihres Urgrossvaters auf einem Foto wiederkannt und beim Aufräumen auch tatsächlich im Haus wiedergefunden habe. Den Hut bewahrt sie seither wie einen wertvollen Schatz auf.
Mit der muba verbindet Isabelle Coppet aber weniger ihren bekannten Urgrossvater als mit dem Zeitpunkt, an dem die ersten Frühlingsblumen blühen.
Erste muba startete während 1. Weltkrieg
Die Eröffnung der ersten Mustermesse fiel in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Der Krieg spaltete viele Deutschschweizer und Welschschweizer. Die Welschen hielten mehrheitlich zur Entente-Macht Frankreich. Die Deutschschweizer hatten Sympathien für die Mittelmächte Österreich-Ungarn sowie für das deutsche Kaiserreich.
Der politische Graben zog sich bis in den Bundesrat, in dem Camille Decoppet einer der wenigen Welschen war. Dieses Thema beschäftigte die Westschweizer Familie. Isabelle Decoppet, die in Basel aufgewachsen ist, bringt mit ihrem Urgrossvater vor allem jene schwierige Zeit in Verbindung.