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Wirkungsweise
Entomopathogene Pilze sind Pilze, die Insekten parasitieren und diese abtöten oder stark beeinträchtigen. Besonders gut untersucht sind die Pilze der Gattungen Beauveria (Weisse Muskardine) und Metarhizium (grüne Muskardine). Entomopathogene Pilze kommen natürlich im Boden vor und befallen je nach Art und Stamm unterschiedliche Insektenarten. Engerlinge werden von entomopathogenen Pilzen befallen, die im Labor gezüchtet werden können. Damit lassen sie sich effizient biologisch bekämpfen.
Bekämpfungsstrategie
Kultiviert werden die Pilzstämme auf sterilisierten Gerstenkörnern. Der Pilz bildet auf den Gerstenkörnern seine Sporen. Die «Pilzgerste» wird dann zum richtigen Zeitpunkt mit einer Übersaatmaschine in die befallenen Flächen eingearbeitet. Der Boden muss dafür trocken genug sein, damit die Fläche befahren werden kann, aber auch feucht genug, um dem Pilz gute Wachstumsbedingungen zu bieten. Treffen die Engerlinge auf die Pilzgerstenkörner, werden sie infiziert und vom Pilz abgetötet. Der Pilz bildet auf den Kadavern Sporen, vermehrt sich so im Boden und kann weitere Engerlinge infizieren (Kettenreaktion). Die Wirkung der Behandlung multipliziert sich und bleibt über mehrere Jahre bestehen.
Die langanhaltende Wirksamkeit von Behandlungen gegen Engerlinge in Wiesen und Weiden relativiert die hohen anfänglichen Kosten für die Behandlung. Bei regionalen Massenvermehrungen von Engerlingen beteiligen sich zudem oft auch die Kantone an der Organisation und den Kosten der Bekämpfung.