Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/1953

"Dass "YouTube-mp3" offline gehen musste, ist ein wichtiges Signal für den Umgang mit der Lizenzierung von Musik im digitalen Raum. Vergleichbare Angebote im Netz werden ihr "Geschäftsmodell" vor diesem Hintergrund noch einmal eingehend hinterfragen müssen", erklärte BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke.
Streamripping sei die derzeit weltweit häufigste Form, Urheberrechte im digitalen Raum zu verletzen. Dabei wird die Musik, beispielsweise aus einem im Netz als Stream abrufbaren Musikvideo, extrahiert und in eine herunterladbare Datei umgewandelt. Diese wird den Nutzern dann als kostenloser Download angeboten. Während die Künstler kein Geld für die millionenfache Verwendung ihrer Werke bekämen, könnten die Dienste hohe Einnahmen durch Werbegelder generieren, lautet der Vorwurf der Musikindustrie.
Bereits seit längerer Zeit war die internationale Musikbranche - also Verbände wie IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), RIAA (Recording Industry Association of America) und BPI (British Phonographic Industry) - gerichtlich gegen "Youtube-mp3.org" vorgegangen. Wie das Onlinemagazin "Torrentfreak" berichtete und der BVMI bestätigte, hatten sich die Parteien auf eine Abschaltung des Dienstes geeinigt. Laut dem Medienbericht muss "Youtube-mp3.org" einen nicht genannten Betrag an die Musikindustrie überweisen und die Domain abtreten.
"Youtube-mp3.org" wird von der in Siegen ansässigen Firma PMD Technologies UG betriebenen. Dort war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen./jto/DP/stk
(AWP)