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Am Grand Final der WM-Serie in Rotterdam war Spirig damit drei Ränge hinter ihrer Landsfrau Jolanda Annen klassiert, die mit 4:04 Minuten Rückstand auf die souveräne Siegerin und Weltmeisterin Flora Duffy (29) immerhin Zehnte wurde. Dadurch verbesserte sich Annen in der Gesamtwertung noch um einen Rang auf den 9. Platz. Die Australierin Ashleigh Gentle und die Amerikanerin Katie Zaferes gewannen WM-Silber beziehungsweise Bronze.
Spirig verlor 4:44 Minuten auf Siegerin Duffy. Die zweifache Schweizer Olympia-Medaillengewinnerin hatte die abschliessende 10-km-Laufstrecke an 12. Stelle in Angriff genommen.
Spirig war mit einem Rückstand von knapp einer Minute aus dem Wasser gekommen. Auf der 40-km-Radstrecke wuchs dieser Rückstand auf über drei Minuten an. Eine Dreiergruppe mit der erfolgreichen Titelverteidigerin Duffy aus Bermuda drückte an der Spitze mächtig aufs Tempo und setzte sich immer deutlicher ab.
Spirig befand sich in einer dritten Rad-Gruppe und wies nach drei von acht Radrunden 73 Sekunden Rückstand auf. Die Olympiasiegerin von 2012 und Olympia-Zweite von 2016 verrichtete an der Spitze mangels entsprechender Unterstützung so gut wie ununterbrochen die Führungsarbeit. Solo konnte sie deshalb auch die Lücke auf die zweite Gruppe nicht schliessen, die mit einem Vorsprung von rund 110 Sekunden auf die Gruppe um Spirig und Annen die Wechselzone erreichte.
Heikle Radstrecke
Wegen Regens herrschten glitschige Strassenverhältnisse. Spirig stufte die Radstrecke auch wegen den vielen engen Kurven als nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern gar als "teilweise gefährlich" ein. "Als zweifache Mutter werde ich kein unnötiges Risiko eingehen", hatte die 35-jährige Zürcher Unterländerin deshalb schon vor dem Start angekündigt.
Für Spirig war es der erste Wettkampf auf höchstem Level seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Erst vor knapp vier Monaten war Spirig zum zweiten Mal Mutter geworden. Das Rennen in Rotterdam galt für Spirig als Standortbestimmung mit Blick auf das Wintertraining für den Saisonaufbau 2018.
Die aktuelle Saison ist für Spirig indes noch nicht beendet. Am nächsten Wochenende wird sie sich im englischen Jersey ein weiteres Mal mit der Weltspitze messen, am sogenannten "Super-League"-Triathlon, an dem erstmals auch die Frauen-Weltelite teilnimmt.