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Eine Art "Software Assurance" auch für die Kleinen?
Microsoft denkt "ernsthaft" über neue Volumenlizenzen für KMU nach. Dies sagte Gavriella Schuster, die in Redmond als oberste Produktmanagerin für Windows amtet, in einem Interview.
Offenbar gibt es bei Microsoft Überlegungen, die so genannten 'Software Assurance' auch für kleinere und mittelgrosse Firmen einzuführen. Wer bei Microsoft eine 'Software Assurance', für typischerweise drei Jahre abschliesst, kann neue Software-Versionen nach Belieben und ohne Zusatzkosten installieren. Sie ist auch automatisch Teil der so genannten 'Enterprise Agreements' (EA), die es aber erst für Organisationen ab mindestens 250 PCs gibt. Zusätzlich zu den bekannten EAs gibt es ein Software-Paket namens "Desktop Optimization Pack" (MDOP), mit dem man seine Client-Herden verwalten und Desktop-Applikationen virtualisieren und zentral betreiben kann. MDOP enthält auch Software für die Lizenzverwaltung. Ausserdem gibt es bestimmte Vista-Varianten ("Enterprise") nur für Grossfirmen mit einem 'Enterprise Agreement'.
Bei Microsoft Schweiz bestätigt man, dass an neuen Lizenzformen für KMU gearbeitet wird. Doch wie diese aussehen werden, stehe noch nicht fest, so Microsoft-Sprecherin Barbara Josef.
"Software-Abo" anstatt Windows und Office mit dem PC kaufen?
Kleinfirmen erwerben Microsoft-Software, insbesonders Windows, heute oft zusammen mit der Hardware, was den PC-Herstellern Marge bringt. Für die Endkunden sind diese Lizenzen in jedem Fall günstiger als wenn man sie einzeln erwerben würde. Etwas grössere Firmen erwerben PC- und Serversoftware mit "Open" oder "Select"-Lizenzen und können die 'Software Assurance' dazu kaufen. Doch letztere ist für KMU oft zu teuer.
Sollte Microsoft tatsächlich daran denken, eine Art "Software Assurance" (wohl inklusive gewissen Support-Rechten) relativ günstig für kleinere Firmen einzuführen, so hätten die PC-Hersteller wohl keine Freude, entginge ihnen doch eine gewisse Marge. Zudem könnte Microsoft daran interessiert sein, den Preis relativ tief anzusetzen, um auch die KMU-Kundschaft zum Einsatz der jeweils neuesten Software-Versionen zu motivieren. Aber eben: Sicher ist noch nichts. (Christoph Hugenschmidt)
(Quellen für diese Story: Wir fanden den Hinweis für diese Story auf - wie so oft - 'Computer Reseller News USA'. Das Original-Interview von Gavriella Schuster war nicht zu finden, wohl aber viele Bezüge darauf. Weiter recherchiert und Hintergrund geliefert haben wir dann selber...)