Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/162006

<h2>SubmittedText<h2><p>Unter dem starken Franken leidet vor allem die Industrie, der Sektor, der die meisten Lehrlinge ausbildet. Noch gibt es genug Lehrstellen. Doch liest man fast täglich von Verlagerungen von Jobs. Mit dieser Abwanderung gehen auch Lehrstellen verloren. Darauf weist die Konjunkturforschungsstelle hin.</p><p>Wird der Bundesrat präventive Massnahmen im Sinn einer weitsichtigen Krisenvorsorge ergreifen, damit unseren Jungen auch in Zukunft genug Lehrstellen offenstehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Lehrstellenmarkt wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: neben der Konjunktur insbesondere auch von demografischen Entwicklungen, strukturellen Veränderungen und den Interessen der Jugendlichen. In der letzten Wirtschaftskrise 2008/09 war gemäss Bildungsbericht 2014 kein grösseres Ungleichgewicht auf dem Lehrstellenmarkt feststellbar. Dies lag u. a. daran, dass Ausfälle in einzelnen Branchen wie der Exportindustrie von anderen Berufsfeldern mit ausgeprägtem Nachwuchsbedarf, z. B. Gesundheitswesen, kompensiert wurden. Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben in den letzten Jahren ein breites Instrumentarium zur Unterstützung der Nachfrage- wie auch der Angebotsseite entwickelt. Der Bundesrat erwartet, dass die Verbundpartner in der Berufsbildung auch in der jetzigen Situation das ihnen Mögliche dazu beitragen, dass genügend Lehrstellen angeboten werden und dass die Jugendlichen mit der erforderlichen Flexibilität einen Ausbildungsplatz finden. Im letzten Herbst konnten die Leistungen der Berufsbildung an den ersten gesamtschweizerischen Berufsmeisterschaften Swiss Skills Bern 2014 einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden. Der Bund unterstützt die Kantone, Branchen- und Berufsverbände und appelliert an sie, die bewährten Massnahmen auch unter erschwerten Rahmenbedingungen weiterzuführen.</p>