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Pflanzenschutzmittel-Verkäufe weiter rückläufig
Das sechste Jahr in Folge wurde in der Schweiz weniger Glyphosat verkauft. Zunehmend ist das Verkaufsvolumen der Pflanzenschutzmittel, die im biologischen Landbau angewendet werden dürfen.
29.10.2020
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) veröffentlicht regelmässig die Statistik über den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Erfasst wird der Zeitraum von 2008 bis 2019.
Im Jahr 2019 wurden gemäss der BLW-Statistik insgesamt 1950 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft, womit die Gesamtabsatzmenge unter die Schwelle von 2000 Tonnen fiel. Das Verkaufsvolumen von Paraffinöl, einem Wirkstoff, der in der biologischen Landwirtschaft als Insektizid eingesetzt werden kann, nahm zu (+40 % gegenüber 2018). In allen anderen Kategorien (Fungizide und Bakterizide, Herbizide, Molluskizide, Wachstumsregulatoren und weitere Pflanzenschutzmittel) war ein Rückgang der Verkaufsmengen zu verzeichnen, so das BLW.
Die generelle Absatzsteigerung bei Wirkstoffen, die sowohl in der biologischen als auch in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden können, setzt sich fort. Seit 2008 ist ein Wachstum von 55 % zu verzeichnen. Diese Tendenz dürfte mit der Zunahme der Anzahl Biobetriebe und mit der Tatsache zusammenhängen, dass die anderen Landwirtinnen und Landwirte häufiger auf Produkte zurückgreifen, die in der biologischen Landwirtschaft angewendet werden dürfen, und sie diese anstelle anderer Pflanzenschutzmittel einsetzen.
Meistverkaufte Produkte
Die fünf meistverkauften Wirkstoffe in der Schweiz im Jahr 2019 waren Schwefel (Fungizid), Paraffinöl (Insektizid), Glyphosat (Herbizid), Folpet (Fungizid im Weinbau) und Mancozeb (Fungizid). Zu beachten ist, dass Schwefel und Paraffinöl Wirkstoffe sind, die im biologischen Landbau zugelassen sind und auch in der konventionellen Landwirtschaft verwendet werden.