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Olympiasieger Matti Nykänen 55-jährig gestorben
Die finnische Skisprung-Legende Matti Nykänen ist tot. Der vierfache Olympiasieger starb in der Nacht zum Montag im Alter von nur 55 Jahren.
Die Sportabteilung des finnischen Ministeriums für Bildung und Kultur bestätigte die Nachricht vom Tod des Ausnahmesportlers. Zuvor hatte das finnische Magazin «Seiska» darüber berichtet. Dem Magazin zufolge starb Nykänen in der Nacht zum Montag.
Nykänen zählt zu den grössten Skispringern aller Zeiten. Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary gewann er insgesamt viermal Gold und einmal Silber. Viermal holte er sich den Gesamt-Weltcup - das schaffte bislang sonst nur der Pole Adam Malysz. Die Vierschanzentournee gewann er zweimal. Mit seinen 46 errungenen Weltcupsiegen zwischen 1981 und 1988 führte Nykänen lange Zeit die Bestenliste an, ehe er 2013 vom Österreicher Gregor Schlierenzauer abgelöst wurde.
Nykänen sorgte auch nach seiner Karriere als Skispringer für Schlagzeilen. So versuchte sich der Finne, der immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, unter anderem als Sänger. Wegen verschiedener Delikte musste er mehrmals über mehrere Monate ins Gefängnis. 2003 publizierte er eine Autobiografie mit dem Titel «Grüsse aus der Hölle».