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Das Denkmalgeschütze Obertor, welches sich an der Plessurbrücke befindet, gilt als Wahrzeichen der Stadt Chur. Zusammen mit dem Malteser- und dem Sennhofturm ist es noch eines der einzigen Überbleibsel der Mittelalterlichen Stadtbefestung. Damals hatte die Stadtmauer zahlreiche Durchgänge und Durchfahrten. Das Obertor bildete den südwestlichen Stadtausgang. Auf dem Ochsenplatz dahinter wurden damals ein letztes Mal die Güter getauscht, bevor es auf zur Alpenüberquerung ging. Der viergeschossige Turm, der sich kaum von der Form der Nachbarhäuser unterscheidet, sticht durch seine Grösse, malerischer Verzierung und seine helle Fassade ins Auge. Der Wacht- und Wehrturm hat sich seit früher kaum verändert. Selbst die kleine Glocke im Dachreiter die «Liseli» genannt wird, bimmelt noch heute. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Turm zu Wohnzwecken genutzt. 1949 wurde er das letzte Mal von aussen restauriert. Vor dem Obertor befindet sich eine wichtige Transitachse, wo täglich das «Arosabähnli» vorbei fährt. Aus Verkehrssicherheitsgründen wurde 2010 der Kreisel erbaut.