Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/2132

Ich bin per Zufall über dieses Bild «gestolpert» – bei einer Recherche in e-pics: Hundwiler Tobelbrücke, Überreste der alten Brücke, fotografiert am 5. März 1993 von Somorjai Zsolt, aus dem Archiv der Fotoagentur Comet Photo AG, enthalten in einer Reportage von 10 Bildern.
Am 23. Februar 1993 – vor 25 Jahren – wurde die im Jahre 1925 fertiggestellte Hundwilertobelbrücke gesprengt, nachdem am 26. September 1992 die neue Brücke feierlich eröffnet worden war. Schon diese alte Brücke war ein herausragendes Werk: Sie wurde 1923/1925 als Ersatz für die alte gedeckte Holzbrücke erstellt. Mit einer Bogenspannweite von 105 Metern und einer Pfeilerhöhe von 36 Metern war sie damals die weitest gespannte Brücke der Schweiz. Fast siebzig Jahre lang hatte sie ihren Zweck erfüllt. Aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen hatte man sich anstelle einer teuren, baugeschichtlich jedoch wertvollen Sanierung für einen Neubau entschieden – wiederum für eine Bogenbrücke. Bogenbrücken sind wegen des aufwändigen Bauverfahrens heute sehr teuer. Also suchte man hier nach einem neuartigen, kostengünstigeren Bauvorgang und fand ihn auch: Zwei «Stahlbananen» wurden in einer bisher einzigartigen Aktion gegeneinander abgesenkt und anschliessend in den Bogen einbetoniert.
Spannendes, viele Hintergrundinformationen und Details erfährt man mit den Suchbegriffen «Hundwilertobel» und «Hundwilertobelbrücke» bei den nachfolgenden digitalen Angeboten:
Autor: Werner Frischknecht, Herisau