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Die Schlammmassen fallen bei der Vergrösserung des Abbot-Point-Hafens an. Die zuständige Behörde begründete die Erlaubnis am Freitag mit dem Hinweis, dass nur ein Drittel des Naturparks - der etwa so gross ist wie Deutschland - streng geschützt sei. Die übrige Fläche dürfe für andere Zwecke verwendet werden.
Naturschützer klagen, Wirtschaft jubelt
Zudem werde der Schlamm dorthin gebracht, wo es keine Korallen gäbe. Der erweiterte Hafen soll die Erschliessung von Kohle im Wert von 28 Milliarden US-Dollar ermöglichen. Die Meeresbiologin Selina Ward von der Universität von Queensland sprach von einer sehr enttäuschenden Entscheidung. Sie gehört zu 240 Wissenschaftlern aus aller Welt, die sich gegen eine Zulassung aussprachen.
Die Belastungen für das Korallenriff müssten verringert werden, sagte Ward. Stattdessen würden sie nun noch erhöht, indem Millionen Tonnen Sediment darüber gekippt würden.
Der Chef des Gemeinschaftsunternehmens GVK-Hancock, Darren Yeates, begrüsste den Beschluss dagegen. «Das ist ein bedeutender Meilenstein bei der Entwicklung unserer Kohleprojekte im Galilee-Becken, mit denen direkt und indirekt mehr als 20'000 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 40 Milliarden Dollar an Steuern und Abgaben eingeholt werden.»
120 Millionen Tonnen Kohle im Jahr
Abbot Point soll für zwei Verladeterminals vertieft werden, über die GVK-Hancock und Adani Enterprises langfristig insgesamt 120 Millionen Tonnen Kohle im Jahr verschiffen wollen. Das Gemeinschaftsunternehmen gehört dem indischen Konzern GVK und Hancock Processing, das von der australischen Milliardärin Gina Rinehart kontrolliert wird.
Wann der Ausbau beginnen soll, ist unklar, da rückläufige Kohlepreise und der Kampf gegen die Luftverschmutzung in China die Finanzierung erschweren. Das 2300 Kilometer lange Barrier Reef ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Australiens.