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Fokus Starke Lernbeziehungen (FSL)
Eine grosse Anzahl Lehrpersonen an einer Klasse kann zu einer erhöhten Belastung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen führen. Dies zeigen Resultate aus dem Projekt Belastung/Entlastung und Rückmeldungen aus dem Schulfeld. Der Schulversuch «Fokus Starke Lernbeziehungen» (FSL) verfolgt das Ziel, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren und damit die Lehr-Lernbeziehungen zu stärken, die Schulorganisation zu vereinfachen und den integrativen Unterricht weiterzuentwickeln. Dazu werden Mittel aus Unterstützungs- und Fördermassnahmen zugunsten vermehrten Teamteachings von zwei Regelklassenlehrpersonen umgelagert. Die Lehrpersonen unterrichten möglichst alle Fächer und verfolgen dabei auch die Ziele von Deutsch als Zweitsprache (DaZ), der Integrativen Förderung (IF) und der Begabtenförderung. Die Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sowie die DaZ-Lehrpersonen beraten und unterstützen sie dabei.
Im Dezember 2012 hat der Regierungsrat die Durchführung des freiwilligen Schulversuchs von Beginn des Schuljahres 2013/14 bis Ende des Schuljahres 2018/19 beschlossen (RRB Nr. 1380/2012). Um den beteiligten Schulen die nötige Planungssicherheit für ihre mit dem Schulversuch verbundene Personalorganisation und Schulentwicklung zu geben, hat der Regierungsrat die Weiterführung des Schulversuchs bis Ende Schuljahr 2021/22 beschlossen (RRB Nr. 156/2017).
Der Schlussbericht der externen Evaluation der Universität Zürich, Institut für Erziehungswissenschaft, und weitere Ergebnisse wurden im Frühling 2018 dem Bildungsrat und im Juli 2018 dem Regierungsrat zur Kenntnis gebracht und veröffentlicht. Die Resultate zeigen auf, dass FSL die Schulorganisation vereinfacht, einen Beitrag zur Weiterentwicklung des integrativen Unterrichts leistet, eine effizientere Zusammenarbeit ermöglicht und einen Gewinn für die Lehrpersonen darstellt. Die Stärkung der Lernbeziehungen konnte hingegen nicht nachgewiesen werden. Der Regierungsrat hat aufgrund der Ergebnisse beschlossen, auf die flächendeckende Einführung des Modells «Fokus Starke Lernbeziehungen» zu verzichten (RRB Nr. 676/2018). Die Bildungsdirektion prüft, welche positiven Elemente des Versuchs breiter genutzt werden können.