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Stolpert der Media-Saturn-Spitzenmanager Michael Rook über die DSL-Korruptionsaffäre?
Der Handelskonzern Metro möchte, dass Michael Rook, der Deutschlandchef der Metro-Tochter Media Markt, per sofort beurlaubt wird. Ein Metro-Sprecher bestätigte gestern einen Bericht der Zeitung 'Bild am Sonntag', die geschrieben hatte, dass Metro bei den anderen Aktionären auf eine Suspendierung Rooks dränge: "Wir haben einen entsprechenden Antrag gestellt." Warum Metro Rook supendieren möchte, wollte der Sprecher aber nicht verraten. Rook ist auch Mitglied der Geschäftsführung von Media-Saturn, der Dachgesellschaft der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn, die sich mehrheitlich im Besitz des Metro-Konzerns befindet.
Es liegt nahe, die Korruptionsaffäre
, die letzte Woche zur Verhaftung eines für Süddeutschland zuständigen Media-Markt-Managers, seiner Frau sowie drei Media-Markt-Geschäftspartnern geführt hatte, mit dem Antrag von Metro in Verbindung zu bringen. Beim Korruptionsvorwurf geht es darum, dass Media-Markt-Manager von einem Partner dafür, dass er DSL-Verträge in den Media Märkten verkaufen durfte, Bestechungsgelder in der Höhe von 3,5 Millionen Euro erhalten haben sollen.
Das Ganze spielt sich auch vor dem Hintergrund des Machtkampfs
zwischen Metro und den Media-Saturn-Gründern und jetzigen Minderheitsaktionären Erich Kellerhals und Leopold Stiefel, die weiterhin eine Art Vetorecht besitzen, ab. Metro-Chef Eckhard Cordes erklärte laut 'Reuters' kürzlich, dass man mit den beiden über den Korruptionsfall gesprochen habe, sich aber noch nicht über Konsequenzen einig geworden sei. (hjm)