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Hinter ihr sitzt ihre Oma und reicht ihr ständig irgendetwas zu essen vor. Bis dann die Brotbüchse mit einer gut belegten Doppelschnitte und einem hartgekochtem Ei folgt.
"Ist das dein Mittagessen", frage ich, weil die Mittagszeit eigentlich vorüber war.
"Du musst mit dem Essen aufpassen", mische ich mich vorsichtig in die Privatsphäre ein, weil mir das schwabbelnde, gelegentlich sichtbare Bäuchlein des gutgenährten, netten Mädchens leid tut.
"Was sagen die Kinder deiner Klasse zu dir?"
"Sie hänseln mich", antwortet sie leise traurig zu mir.
Nun kommt die Oma, die sich bisher mit ihrer Nachbarin lebhaft unterhalten hatte in's Spiel und erklärt mir, dass es an den Genen läge, die andere Oma und ihre Mutter wären auch dick.
"Aber sie wird gehänselt", versuche ich vorsichtig an ihre Einsicht zu apellieren.
"Nein, überhaupt nicht", wusste sie es besser. Mein Hinweis, dass sie es mir soeben erzählt hatte, wurde als unwahr zur Seite gewischt und ich ließ es sein, weiter mit dieser besorgten Oma das Thema zu erörtern. Ich konnte nur dem kleinen interessierten Fräulein auf den Weg mitgeben, selbst darauf zu achten. Sie legt eine Hälfte des Brotes wieder in die Büchse zurück.
Ich dachte - das arme Kind.