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Das dritte Studioalbum der Imagine Dragons bietet eindringliche Rhythmen und noch persönlichere Songtexte.
Die Band
Leadsänger Dan Reynolds und Schlagzeuger Andrew Tolman lernten sich im Jahr 2008 während ihrem Studium kennen und gründeten ihre Band noch im selben Jahr. Der Durchbruch folgte nur vier Jahre später mit ihrem allerersten Album «Night Vision», insbesondere durch ihre Hit-Single «Radioactive.»
Das Album
Kräftige Bässe, futuristische Klänge in Kombination mit Dan Reynolds kraftvoller Stimme spielen wie in den vorherigen Album eine wichtige Rolle. Das Album beginnt mit verträumt rockigen Tracks wie die vorveröffentlichte Single «What It Takes»: Die Rhythmen sind schwankend, und die Band spielt oft mit Volumen für einen dramatischen Effekt – vor dem lauten Chorus kommt oft zuerst die Stille. Songs wie «I Don’t Know Why» und «Rise Up» vermischen Pop-Rhythmen mit der kratzigen Stimme von Reynolds. Zum Ende des Albums widmet sich die Band mehr elektronischen Klängen, wie im Lied «Mouth of the River»: Der Bass zieht sich zurück, die Refrains werden poppiger, die Stimme von Reynolds wird ruhiger und vermischt sich mit dem Backing Vocals.
Die Songtexte dieses Albums sind ausserdem tiefgründiger und direkter als beim Vorgänger-Album «Smoke + Mirrors», auf dem sich die Band vorwiegend mit Metaphern beschäftigte. Diesmal sind die Themen persönlicher, wie zum Beispiel in den Liebesliedern «I Don’t Know Why» und «Make It Up To You.» Auch reflektiert Reynolds im Song «Thunder» über seine Ambitionen in seiner Kindheit: «Kids were laughing in my classes / While I was scheming for the masses / Who do you think you are? / Dreaming ‘bout being a big star». In der Single «Believers» offenbart her seine Verletzlichkeit und scheint auf seine Depressionen hinzuweisen, durch Songtexte wie «I was broken from a young age» und «I’mma say all the words inside my head / I’m fired up and tired of the way that things have been».
Urteil
Mit repetitiven Refrains und kompakten Rhythmen bleiben die Songs von Imagine Dragons so radiotauglich wie eh und je. Gross überrascht die Band mit ihren ersten Songs nicht, weil sich die Songs in ihrem Aufbau kaum unterscheiden. Dadurch schafft sie es allerdings, den Hörer ununterbrochen in ihre verträumte Welt reinzuziehen. Allgemein ist die Band in ihrem Musikstil minimalistischer geworden. Sie benutzt weniger instrumentalische Unterstützung und holt alles aus den Instrumenten heraus. Das Album endet mit ruhigeren, poppigen Songs: Der Song «Yesterday» ist ein Experiment mit langsam pulsierenden Bass und simpler Klaviermusik. Die Stimme von Reynolds rückt dabei noch mehr in den Vordergrund. Persönliche Songtexte, vermischt mit hymnenhaften Sound, lassen Fans in die Geschichten der Imagine Dragons eintauchen.
Anspieltipps
«I Don’t Know Why» – Rock trifft auf Pop mit pulsierendem Bass.
«Believer» – Hip-Hop-Inspiriert und ein ultimativer Radio-Hit.
«Whatever It Takes» – futuristische Klänge und eingängiger Refrain. Perfekt zum mitsingen.
«Make It Up To You» – Ruhiger Love-Song. Die weichen Facetten von Dan Reynolds Stimme stehen im Mittelpunkt