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(Kt. Nidwalden).
448 m. Gem. und Pfarrdorf, am O.-Fuss des
Pilatus und am linken Ufer der Alpnacherbucht des
Vierwaldstättersees, 5 km
wnw.
Stans und 8,6 km s. Luzern,
in landschaftlich reizender und fruchtbarer Gegend. Station der Brünigbahn (Luzern-Brienz)
und der Dampfboote. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Matterberg und
Matterboden: 131
Häuser, 1073 kathol. Ew.;
Dorf: 34
Häuser, 320 Ew. Ackerbau und Viehzucht. Käsereien. Holzhandel.
Eine Bierbrauerei,
Glashütte und Kartonfabrik, 2 Ziegeleien, ein
Kalkofen,
Sägen. Am
LopperbergBrüche auf Pflastersteine und 5 auf
Höhlen erbaute Milch- resp. Bierkeller. Fremdenindustrie. Die Pfarrkirche 1856, die
Kapelle auf dem
Klimsenhorn 1861 erbaut.
Seit 1858 führt ein Saumweg von Hergiswil auf den
Pilatus. Die 1888 eröffnete Brünigbahn verbindet den
Ort mit dem
Berner Oberland.
Waisenhaus seit 1868; Wasserversorgung seit 1894. Der n. vom Dorf herabkommende
Steinibach ist unter finanzieller
Beihilfe des Kantons und Bundes verbaut
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worden. Im 9. Jahrhundert, 845 oder 884, vergabte ein Edelmann Heriger seine Güter zu Kriens, Malters, Hergiswil etc. dem Kloster
St. Leodegar in Luzern,
das unter der Verwaltung des Benediktinerstiftes Murbach im Elsass stand. 1296 kam Hergiswil an Rudolf von
Habsburg, dann an den Ritter Ortolf von Littau, dem es 1355 der Urner Landammann Ritter Heinrich von Moos
um den Preis von 300 Goldgulden und 8 Scheffel Weizen abkaufte. Nach dessen Tode ging der Ort 1362 an seine Tochter Cäcilie
über, die sich zuerst mit Gori von Hunnwil und später mit Walther von Tottikon in Stans verheiratete.
Von diesem letzteren kauften sich die Hergiswiler 1378 um den Preis von 700 Goldgulden frei und bildeten
von da an wie Gersau einen eigenen kleinen Freistaat, der sich 1384 mit Nidwalden
verbündete. In kirchlicher Beziehung gehörte der
Ort zu Stans, bis er 1620 zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. Jetzt ward auch die erste Kirche erbaut. 1798 anerkannte
Hergiswil die neue Verfassung der helvetischen Republik und entging damit den Kriegsgräueln, unter denen der übrige Teil
von Unterwalden so schwer zu leiden haben sollte. Am schlug hier der französische General Schauenburg sein Generalquartier
auf. Auf der Rengg am Kampf zwischen den Unterwaldnern und den helvetischen Truppen. Gemeindearchiv
und Pfarrhaus gingen 1825 in Flammen auf. Der aus Hergiswil stammende Papierfabrikant Kaspar Blättler (1791-1872) baute
das erste Hotel und die Kapelle auf dem Pilatus und trug auch sonst viel zum Wohlstand seines Heimatortes bei.