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Im Februar und März 2018 hatte eine Abklärungsmission der Humanitären Hilfe der DEZA in den ostukrainischen Regionen Donetsk und Luhansk ergeben, dass die humanitären Bedürfnisse in den Bereichen Trinkwasser und medizinische Versorgung fortbestehen. Zu Luhansk besteht der Zugang für die Humanitäre Hilfe erst seit Herbst 2017. Da der Bezirk (Oblast) Luhansk das höchsten Aufkommen von Tuberkuloseerkrankungen in Europa aufweist, wurde beschlossen, einen Schwerpunkt der aktuellen Hilfsaktion auf die Verbesserung der Diagnosefähigkeit der lokalen TB-Klinik zu legen.
Ein Grundsatz der Schweizer Hilfsgüterlieferungen ist die unparteiliche Unterstützung der Bevölkerung beidseits der Kontaktlinie. Von sechs Konvois des 8. Hilfstransports seit 2015 sind drei für das regierungskontrollierte Gebiet (GCA) vorgesehen und drei für die nicht von der Regierung in Kiew kontrollierten Gebiete (NGCA), also die beiden Regionen Donetsk und Luhansk. Die drei GCA-Transporte haben ihren Bestimmungsort vor einigen Tagen erreicht. Es wurden mehrere Hundert Tonnen Chemikalien zur Trinkwasseraufbereitung sowie medizinisches Gerät für fünf Spitäler geliefert.
Heute ist der erste der drei NGCA-Transporte in Donetsk angekommen. Er besteht aus 15 Lastwagen mit Begleitfahrzeugen und ist mit Aluminiumsulfat für die Wasserwerke Vodadonbasa beladen. Der zweite und dritte Konvoi in die NGCA starten in den kommenden Tagen. Sie werden je 24 Lastwagen mit Begleitfahrzeugen umfassen und Chemikalien für die Trinkwasseraufbereitung, Geräte zur Chlorherstellung (WATA) und medizinische Güter für 17 Spitäler (16 Donetsk, 1 Luhansk) mit sich führen. In enger Zusammenarbeit mit der UNO wird das Schweizer Begleitteam der Tuberkuloseklinik in Luhansk Material zur raschen Durchführung von Tuberkulosetests übergeben. Dadurch soll die wirksame Behandlung der in der Region epidemisch auftretenden Krankheit stark verbessert werden.
Insgesamt werden mit dem 8. Hilfsgütertransport medizinisches Material, 1’600 Tonnen Chemikalien für die Trinkwasseraufbereitung sowie 28 WATA-Apparate und sechs grosse Anlagen zur Chlorherstellung im Gesamtwert von CHF 2,1 Mio. in die Ostukraine geliefert.
Neben den Aktionen der Humanitären Hilfe ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in der Ukraine auch mit Projekten der Entwicklungszusammenarbeit präsent. Das Engagement der Schweiz konzentriert sich in Zusammenarbeit mit ukrainischen und internationalen Partnern auf die vier Bereiche Gesundheitsversorgung, Gouvernanz und Friedensförderung, Energieeffizienz sowie nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung.
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