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Die NHL-Spieler Timo Meier und Sven Bärtschi stehen der Schweiz an der Weltmeisterschaft in der Slowakei (10. bis 26. Mai) nicht zur Verfügung.
Meiers Vertrag bei den San Jose Sharks läuft Ende Saison aus. Nach den starken Leistungen – der 22-jährige Herisauer stellte in der NHL-Qualifikation mit 30 Toren und 36 Assists einen Schweizer Punkterekord auf – wird er einen Millionenvertrag erhalten. Deshalb wäre das Risiko einer WM-Teilnahme zu gross. Der bei den Vancouver Canucks tätige Bärtschi wird demnächst Vater und bleibt deshalb bei seiner Frau.
Auch Mirco Müller wird in Bratislava wohl fehlen, obwohl er mit den New Jersey Devils die Playoffs verpasst hat. Er dürfte nur dann spielen, wenn er vor der WM einen neuen Vertrag unterschrieben hat. Ein Fragezeichen steht hinter Kevin Fiala. Wie bei Meier läuft auch dessen dreijähriger Entry-Level-Kontrakt aus. Der 22-jährige Ostschweizer, der von den Nashville Predators zu den Minnesota Wild gewechselt hat, dürfte ebenfalls einiges mehr verdienen. Fiala möchte in der Slowakei jedoch unbedingt dabei sein, weshalb nach einer Lösung gesucht wird.
Das wäre auch bei Sven Andrighetto der Fall, falls der 26-jährige Zürcher mit den Colorado Avalanche in den NHL-Playoffs vorzeitig scheitern würde. Der Vertrag von Andrighetto läuft ebenfalls aus.
Auf Denis Malgin von den Florida Panthers verzichtet Nationaltrainer Patrick Fischer freiwillig, weil er «in unseren Augen nicht immer 100 Prozent Lust auf die Nationalmannschaft hatte». Auch Luca Sbisa, der bei den New York Islanders letztmals am 12. Januar spielte, ist kein Thema.
Sicher zum Team gehört Nico Hischier, der von den Devils die Freigabe erhalten hat. Für den Nummer-1-Draft, der in seinen ersten beiden Saisons in der besten Liga der Welt in 156 Partien 38 Tore und 62 Assists erzielt hat, ist es eine Premiere, bestritt er doch noch kein Länderspiel.
Die übrigen noch in den NHL-Playoffs engagierten Schweizer – Roman Josi, Yannick Weber, Nino Niederreiter, Dean Kukan und Jonas Siegenthaler – haben allesamt signalisiert, dass sie einem WM-Aufgebot Folge leisten würden, falls sie ausscheiden und es die Gesundheit zulässt. Ob sonst noch Spieler aus Nordamerika dazustossen, liess Fischer offen.
Die Schweizer starten in der kommenden Woche mit zwei Testspielen am Donnerstag und Samstag in Sotschi gegen Russland in die WM-Vorbereitung. Danach treffen sie in Sierre und Genf zweimal auf Frankreich (26./27. April) sowie in Herisau und Weinfelden zweimal auf Lettland (3./4. Mai). An der WM ist am 11. Mai Aufsteiger Italien der erste Gegner. (pre/sda)