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Eine Modernisierung in drei Etappen
Die Stadt Bulle und ihre Region werden in den kommenden Jahren eine erhebliche Erneuerung ihrer Eisenbahninfrastrukturen erfahren, die in drei Etappen durchgeführt wird. Das Erneuerungsprogramm wird insbesondere gestatten, den Bahnhof an die ständig wachsende Zahl der Reisenden anzupassen. In seiner Beziehung zur Agglomeration stellt der Bahnhof Bulle einen wichtigen öffentlichen Verkehrsknotenpunkt dar. Die Neuqualifizierung der Bahngleise implizieren einen Standortwechsel des Bahnhofs Bulle, in dem er in Richtung Romont versetzt wird, sowie des aktuellen Bahnhofplatzes. Ausserdem muss er bis zum Jahr 2023 den Normen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst werden. Die neue Situation steht im Einklang mit der Entwicklung der Regionallinien und der Mobul-Angebote sowie mit der geplanten Versetzung des Busbahnhofes. Der Letztere, der entlang des Chemin des Crêts und teilweise auf dem neuen Bahnhofplatz Bulle vorgesehen ist, wird mit Blick auf die Quartierentwicklung realisiert und den Übergang zum multimodalen Verkehr fördern.
Grosse Veränderungen in Bulle und Planchy
Die Planung des neuen Bahnhofs sieht konkret die Realisierung von vier Meterspuren und drei Normalspuren vor, die den neuen Bahnhof erschliessen. Alle Arbeiten umfassen das Ersetzen der bestehenden Eisenbahninfrastrukturen, den Bau einer neuen Unterführung zwischen dem neuen Bahnhofplatz und dem neuen Quartier de la Remise, den Bau von zwei zentralen und zwei lateralen Perrons mit erleichtertem Zugang zu den Zügen, eine neue Überdachung der Perrons sowie die Modernisierung der Bahn- und Sicherheitseinrichtungen. Eine Ausnahme bilden das gegenwärtige Bahnhofgebäude, das für eine andere Nutzung Verwendung finden wird, sowie die Schmalspur-Werkhalle, die als Kulturerbe geschützt ist. Der Bau der neuen Eisenbahninfrastrukturen wird in zwei Etappen durchgeführt. Die neuen Perrons mit ihrer Überdachung werden bis zum Jahre 2023 fertiggestellt, während der Bau der beiden lateralen Perrons bis zum Zeithorizont 2025-2026 abgeschlossen sein dürfte.
Das Bauprogramm sieht ebenfalls den Bau eines Kreuzungsgleises zwischen dem Sektor Planchy und dem Bahnhof Bulle vor, um Verkehrskapazität und Fahrzeit auf der Strecke Bulle - Romont zu optimieren. Der neue Schienenplan wird den Fahrplantakt stabilisieren und die Entwicklung des Angebots für die am Netz angeschlossenen Hauptorte der verschiedenen Freiburger Bezirke ermöglichen, die von der Bahnlinie durchquert werden. Um die Cargo-Aktivitäten in Bulle aufrechtzuerhalten wird ebenfalls ein neuer Verladeperron erstellt und mit der Normalspur vernetzt.
Beginn der Arbeiten im Jahre 2019
Die öffentlichen Auflagen werden in zwei Etappen durchgeführt. Die erste betrifft die Verlegung der industriellen Aktivitäten des Bahnhofs Bulle in den Sektor Planchy. Das Dossier wurde am 27. Januar dem BAV zugestellt und am 24. März nach Genehmigung durch das Amt für Mobilität des Kantons Freiburg öffentlich aufgelegt. Die Bahnlinie Bulle – Broc-Fabrik hingegen, wird im kommenden Sommer öffentlich aufgelegt. Aufgrund der wesentlichen Eisenbahnkomponente, werden diese Projekte gemäss dem eidgenössischen Plangenehmigungsverfahren (PGV) und unter der Federführung des Bundesamts für Verkehr durchgeführt. Die Plangenehmigungsentscheide (PGE), die mit einer Baubewilligung im kantonalen Recht vergleichbar sind, sollten für das erste Dossier für anfangs 2019 (Bulle – Planchy) gefasst werden. Im Frühling 2019 folgt dann der Entscheid für das zweite Dossier (Bulle – Broc-Fabrik), unter der Voraussetzung, dass alle Einsprachen aufgehoben werden können. Die Planung sieht den Baubeginn im Frühling 2019 vor, wobei sich die Arbeitsphasen bis in Jahr 2023 hinausziehen werden.
Freiburg, den 24. März 2017.