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Situationsanalyse und Planung
Der Kerenzerbergtunnel wurde 2009/2010 einer detaillierten Situationsanalyse unterzogen. Dabei wurden diverse Mängel festgestellt: In der Fluchtwegsituation, dem Lüftungssystem, den sicherheitstechnischen Einrichtungen sowie in Konstruktion und Bausubstanz wurden Defizite ermittelt. Aufgrund dieser Resultate wurde eine umfassende Instandsetzung des Nationalstrassenabschnittes in Fahrtrichtung Chur – inklusive dem Bau eines neuen Sicherheitsstollens – erforderlich.
In den Jahren 2010 und 2011 ist ein Konzept für Überbrückungsmassnahmen erarbeitet worden, mit denen der Betrieb des Kerenzerbergtunnels bis zur Gesamterneuerung aufrechterhalten werden kann. Diese Arbeiten sind 2011 und 2012 umgesetzt worden.
Auf die rechtskräftige Plangenehmigungsverfügung zum Sicherheitsstollen im Jahre 2016 folgte ein Jahr später die Genehmigung des entsprechenden Detailprojektes und 2019 wurde schliesslich das Massnahmenprojekt für die Tunnelinstandsetzung freigegeben.
Für einen Kapazitätsausbau mit einer zweiten Röhre und damit eine Verlegung der in Fahrtrichtung Zürich verlaufenden Seestrecke in den Kerenzerberg sind die Voraussetzungen nicht gegeben. Hierfür müsste ein durch das Parlament formulierter Auftrag vorliegen, der durch ein allfälliges Kapazitätsproblem begründet wäre und in einem wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Dies ist beim Kerenzerbergtunnel jedoch nicht der Fall.