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Ein Waadtländer Autofahrer war an einem Dezembermorgen mit völlig vereister Frontscheibe unterwegs. Er hatte sich einzig eine kleine Stelle auf der Fahrerseite freigekratzt. Die kantonale Behörde entzog ihm daraufhin den Führerschein für einen Monat. Der Autofahrer gelangte ans Bundesgericht. Er erachtete seine Sicht als ausreichend, ein erhöhtes Unfallrisiko habe nicht bestanden. Das Bundesgericht wies die Beschwerde einstimmig ab. Der Grossteil der Fensterscheibe sei vereist gewesen.
In Anbetracht der schlechten Wetterverhältnisse und der Dunkelheit habe diese beschränkte Sicht das Unfallrisiko erhöht. Das oberste Gericht hielt fest, dass eine nur teilweise enteiste Frontscheibe die Sicht des Fahrers so sehr beeinträchtigt, dass er nicht rechtzeitig auf andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger reagieren kann. Es stufte das Verhalten des Autofahrers deshalb nicht als leichte, sondern als mittelschwere Verkehrsregelverletzung ein und erachtete den einmonatigen Führerscheinentzug als angemessen.
Bundesgericht, Urteil vom 9. Oktober 2006 (6A.58/2006)