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wurde als Einzelfirma 1990 von Christian Lämmler in der Schweiz gegründet. Im selben Jahr begann in Kuba, aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion, die grösste Wirtschaftskrise. Stundenlange Stromabschaltungen waren an der Tagesordnung, Kuba war am Rande eines Kollapses. Trotz der grossen Not herrschte Aufbruchsstimmung, die Mehrheit war sich einig, Kuba öffnet den Markt.
1993
Beflügelt von diesen Aussichten wechselte Christian Lämmler im Jahre 1993 seinen Wohnsitz von der Schweiz nach Kuba und plante mit , Beratungs-und Vertretungsdienstleistungen für europäische Firmen anzubieten. Doch die Marktöffnung blieb aus und die kubanische Wirtschaft erholte sich nur schleppend.
Der schweizerisch-finnische Laborgerätevertreter Lablink mit Filiale in Havanna, suchte zur gleichen Zeit eine professionelle Verstärkung vor Ort. So beschlossen und LabLink die Vertretungen zusammenzulegen und zusammen zu arbeiten.
1996
Nach zweijähriger Zusammenarbeit entdeckte Christian Lämmler Unregelmässigkeiten seitens Lablink und er beschloss die recht erfolgreiche Zusammenarbeit sofort aufzulösen. Noch im gleichen Jahr wurde Lablink von den Behörden geschlossen und Christian Lämmler versuchte, als eigenständiges Unternehmen zu registrieren. Die Registration klappte nicht und Christian Lämmler kehrte zurück in die Schweiz. Das Interesse der Schweizerindustrie am kubanischen Markt war jedoch nach wie vor vorhanden, es gab immer wieder Anfragen nach Marktstudien und auch bezahlte Vertretungsmandate standen im Gespräch. So entschied Christian Lämmler, erneut in Kuba zu registrieren.
1998
In der soeben eröffnetne Freihandelszone in Berroa, 10 km östlich von Havanna, kriegte eine Ausnahmebewilligung (Dienstleistung) und wurde als erstes europäisches Beratungsunternehmen akkreditiert. Das Dienstleistungsangebot wurde ausgebaut und durfte bekannte internationale Unternehmen in verschieden Sektoren betreuen.
Obwohl Geschäfte in Kuba zu dieser Zeit immer gewisse finanzielle Risiken beinhalteten, und Verträge von kleinen Beträgen für Ersatzteillieferungen bis zu kompletten Anlagen im siebenstelligen Dollar-Bereich abgeschlossen wurden, musste keines der von vertretenen Unternehmen während all den Jahren einen Zahlungsausfall hinnehmen.
Hilfsprojekt Notwohnungen
Nebenbei war mit seinen fünf Mitarbeitern auch philanthropisch aktiv. Mit Spendengeldern aus der Schweiz wurde eine Notherberge (Albergue de Transito), bestehend aus 22 Wohnungen, für notdürftige Familien in der Peripherie von Havanna gebaut.
Technische Entwicklungshilfe
Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit durfte mit der Schweizerischen Entwicklungshilfe DEZA sammeln. Zuerst beauftragte das lokale Koordinationsbüro der DEZA eine Machbarkeitsstudie über das Nachernte-Programm POSTCOSECHA (Herstellung von Getreidesilos mit kubanischen Bauern) zu erarbeiten.
Anschliessend wurde mit der Durchführung des Energieeffizienzprojektes RECIC beauftragt. In Zusammenarbeit mit einer Unversität und einem Labor entwickelte ein Projekt zur Reduktion der Energieaufnahme bei Leuchtstoffleuchten. Mittels einfachem Umbau konnte über 60% Energie eingespart, die Lichtqualität verbessert und die Lebensdauer der Leuchten verfünffacht werden. Die Resultate waren so überzeugend, dass nach der Projektübergabe im Jahre 2005, der staatliche kubanische Energieversorger rund 800‘000 Leuchten im ganzen Land umrüsteten.
2005
Zwischen 2004 und 2005 wurde die Situation für ausländische Firmen in Kuba zunehemend schwieriger. Alle drei Freihandelszonen wurden geschlossen, hunderten von kleinen ausländischen Firmen – inklusive – die Betriebslizenz entzogen. Mit einem talentierten kubanischen Mitarbeiter (Elektroingenieur) und in Begleitung seiner kubanischen Familie, zügelte Christian Lämmler in die dominikanische Nachbarinsel. Dort eröffnete er in Santo Domingo im Bereich der Energieeffizienz update Dominicana SA. Bereits nach 1 ½ Jahren war die Firma kostendeckend und nach einem weiteren Jahr gehörten auch bekannte Schweizer-Unternehmen wie Nestle und Davidoff mit ihren lokalen Fabrikationsstätten, zum Kundenstamm.
2010
Im Jahre 2010 verkaufte Christian Lämmler die gut funktionierende Firma einer dominikanischen Unternehmensgruppe.
2013
Seit 2013 gibt es in Kuba wieder klare Anzeichen einer Marktöffnung. Die Inselbewohner dürfen ein eigenes Unternehmen führen, Mitarbeiter anstellen, reisen, Grundstücke und Immobilien erwerben. Alles Privilegien die vor fünf Jahren niemand für möglich hielt. Die Ankündigungen der USA und Kuba, ihren seit über 50 Jahren dauernden Konflikt zu beenden, werden diesen Prozess der Marktöffnung beschleunigen.
Diese Vorzeichen haben Christian Lämmler bewogen, erneut zu reaktivieren, Marktstudien zu erstellen und eine Zusammenarbeit mit Switzerland Global Enterprise (früher OSEC) zu vereinbaren.