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Die Reise des Wassers durch
den Körper
Ohne
Wasser kein Leben!
(WDR TV,
Christoph
Goldbeck)
Insgesamt besteht unser Körper, je nach Alter und Geschlecht, zu etwa 2/3
aus Wasser. Wasser ist eines der wichtigsten Transport- und Lösungsmittel
für uns Menschen überhaupt. Es verdünnt die Magensäure, spaltet und
transportiert die Salze im Körper oder löst beispielsweise Hormone,
Proteine, Vitamine oder auch Zuckermoleküle.
Wohl die wichtigste Station für das Wasser ist der Übergang vom Dünndarm in
den Blutkreislauf. Hier kann das Wasser erst seine eigentliche Aufgabe
übernehmen. Ein Konzentrationsgefälle zwischen Darmflüssigkeit und Blut
sorgt für die Aufnahme des Wassers über die Darmzotten in das Adersystem.
Rund 5 Liter Blut werden pro Minute durch unsere Adern gepumpt und mit ihm
das Wasser. Einige Wassermoleküle verlassen aber auch das Blutgefäßsystem.
Sie wandern immer wieder in Gewebe und Zellen. Dort versorgen sie diese mit
den nötigen Nährstoffen und mit Sauerstoff.

Zu
wenig getrunken?

Zwischen 2 und 3 Liter Wasser
sollte man täglich trinken!
Je nach
Anforderung verliert unser Körper unterschiedliche Flüssigkeitsmengen:
Selbst beim Schlafen verflüchtigen sich etwa 0,2 Liter. Bei einem
1000-Meter-Lauf "verdunstet" ein Sportler etwa einen halben Liter Wasser.
Beim Ironman-Triathlon, einem der wohl anstrengendsten sportlichen
Herausforderungen überhaupt, scheidet der Körper sogar bis zu 20 Liter
Wasser aus. Leider können wir nicht auf ein "internes Wasserreservoir"
zurückgreifen. Deswegen ist diese Menge nur schwer wieder aufzunehmen, denn
sie muss dem Körper schnell und noch während des Triathlons zur Verfügung
gestellt werden. Feste Nahrung enthält meist nur wenig Wasser. Getränke,
besonders wenn sie gelöste Salze enthalten, sind für den Körper eine
wesentlich effektivere Flüssigkeitsquelle. Durch die Salze kann unser Körper
schneller die notwendige Flüssigkeit aufnehmen. Die Folge: Der Körper
trocknet nicht aus. Wenn ein Mensch 3-5 % seines Körpergewichts ausscheidet,
ohne "nachzufüllen", gerät er in einen kritischen Zustand. Dann wird
hauptsächlich dem Blut Wasser entzogen. Das Blut in den Gefäßen "dickt" ein
und es können die ersten Symptome einer Dehydrierung entstehen:
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verstopfung, Krämpfe. Ein Wasserverlust von etwa
15 % kann sogar zum Verdursten führen.
Wohin
geht das Wasser im Körper?
Besonders Sportler sollten schon vor der eigentlichen Belastung genügend
trinken. Denn während der Aktivität erhöht sich die Temperatur des Körpers.
Einige Wassermoleküle wandern dann in Richtung Schweißdrüsen, um die
Körpertemperatur zu regulieren. Das Wasser gelangt so durch eine der 3
Millionen Schweißdrüsen auf die Hautfläche. Dort verdunstet es und entzieht
dem Körper die überschüssige Wärme.
Wasser verlässt unseren Körper auch auf anderen Wegen. Ein geringer Anteil
unserer ausgeatmeten Luft ist Wasserdampf: Über das Kreislaufsystem gelangen
einige Wassermoleküle in die Lunge und werden zusammen mit CO2 ausgeatmet.
Der größte Teil der überschüssigen Flüssigkeit unseres Körpers gelangt in
die Niere und hilft da bei der Entgiftung des Körpers. Immer wieder
durchläuft das Wasser unseren Körper. 180 Liter filtert das Organ täglich.
Das reinigt das Blut von gelösten Abbaustoffen, wie etwa Salzen. Ist unser
Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, nehmen die Wasserteilchen ihren
letzten Weg auf. Sie wandern durch die Harnleiter in die Blase und von dort
wieder aus dem Körper heraus.
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