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Bei einer Herzbeutelentzündung entzündet sich die zweischichtige Haut, die das Herz umschliesst. Zwischen den beiden Schichten gibt es einen Zwischenraum, der mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Dieser Spalt ermöglicht dem Herzen normalerweise die fast reibungsfreie Bewegung im Brustkorb. Die äussere Hautschicht hält das Herz zudem an seinem Platz.
Dieser Herzbeutel, oder Perikard genannt, kann sich durch Viren, seltener durch Bakterien entzünden. Die Perikarditis kann aber auch als Begleiterkrankungen bei anderen Erkrankungen auftreten, beispielsweise bei einem rheumatischen Fieber, dem akuten Nierenversagen oder nach einem Herzinfarkt.
Ultraschall des Herzens.
Dies ist ein natürliches Hormon der menschlichen Nebennierenrinde. In verschiedenen chemischen Abwandlungen als Medikament eingesetzt hat es stark entzündungshemmende und auch Schmerz lindernde Eigenschaften. Nachteile nach längerer und höheren dosierten Anwendung sind: Verminderung der Infektabwehr, Osteoporose, Hautveränderungen, Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Blutdruck- und Blutzuckeranstieg.
Im Rahmen einer gewöhnlichen Grippe oder Erkältung kann es vorkommen, dass das Herz ebenfalls von der Entzündung betroffen ist. In den meisten Fällen heilt diese Entzündung innerhalb von 1-2 Wochen wieder aus und wird oftmals gar nicht wahrgenommen. Folgeschäden sind selten.
Mögliche Ursachen einer Herzbeutelentzündung:
Die Perikarditis verursacht ähnliche Symptome wie ein Herzinfarkt nämlich stechende Schmerzen hinter dem Brustbein (Sternum). Die Schmerzen unterscheiden sich jedoch durch die Atemabhängigkeit. So verschlimmern sich die Schmerzen typischerweise bei tiefem Einatmen, beim Husten und beim Liegen. Die Schmerzen bessern bei nach vorne geneigtem Oberkörper. Eventuell treten die Symptome zusammen mit einer Erkältung, Grippe oder Fieber auf.
Die Entzündung des Herzbeutels kann zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen den beiden Hautschichten und zu einer Herzbeuteltamponade, auch Perikardtamponade genannt, führen.
Sammelt sich diese Flüssigkeit schnell an, reichen bereits 300 ml damit eine Funktionseinschränkung des Herzmuskels eintritt. Bei einem langsamen Prozess können sich bis zu 2 Liter Flüssigkeit ansammeln bis es zu einer Funktionseinschränkung am Herzen kommt.
Die Flüssigkeit im Herzbeutel verhindert die normale Funktion des Herzens, da das Herz zunehmend komprimiert (zusammengedrückt) wird. Dies kann bis zum akuten Herzversagen (Pumpversagen) führen.
Symptome bei einer Herzbeuteltamponade: Gestaute Venen am Hals, Oberbauchschmerzen, verursacht durch die Leberkapselspannung (dadurch dass das Herz in seiner Pumpfunktion eingeschränkt ist, staut sich das Blut bis in die Leber zurück, was zu einer Leberkapselspannung und zu Oberbauchschmerzen führt). Durch den Blutstau kommt es zu körperlicher Schwäche, Atemnot, Herzrasen und Blutdruckabfall.
Therapie: Bei der Herzbeuteltamponade handelt es sich um eine akute Notfallsituation. Rasches Handeln ist erforderlich. Um die Funktionsfähigkeit des Herzen wieder herzustellen, muss die Flüssigkeit so schnell wie möglich abgeleitet werden. Unter Ultraschallsicht wird das Perikard durch die Haut von aussen punktiert und die Flüssigkeit so entnommen. Das Herz wird dadurch entlastet und kann seine Pumpfunktion wieder erfüllen.
Starke Schmerzen in der Brust sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Mit Hilfe des Stethoskops kann der Arzt auf einfach Art Hinweise auf eine Herzbeutelentzündung abhören und entscheiden, ob weitere Untersuchungen sinnvoll und notwendig sind.
Im akuten Krankheitsstadium empfiehlt sich körperliche Schonung und Bettruhe. Bei korrekter Behandlung heilen die meisten akuten Herzbeutelentzündungen ohne Folgeschäden aus.
Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden. Liegt die Ursache bei einer bakteriellen Erkrankung, muss eine Antibiotikatherapie erfolgen.
Tritt die Perikarditis im Rahmen eines rheumatischen Fiebers auf, so wird die Therapie aus Antibiotika der Gruppe der Penicilline, Aspirin oder Kortikosteroide bestehen.
Tritt die Perikarditis aufgrund einer Grunderkrankung (rheumatoide Arthritis, Sklerodermie, Krebs , chronisches Nierenversagen etc.) wiederholt auf, muss das Perikard eventuell operativ gefenstert werden. D.h. es werden Löcher in den Herzbeutel gefertigt, damit die Flüssigkeit konstant ablaufen und sich keine Perikardtamponade mehr bilden kann.
Wesentlich ist, sich genau an die Dosierungsrichtlinien zu halten; zum einen ,damit das Medikament seine volle Wirksamkeit erlangt, zum anderen wegen der stets drohenden Gefahr, dass Krankheitserreger dem Medikament gegenüber unempfindlich werden (Resistenzbildung).