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Bagdad - Die irakische Wahlkommission hat mit der Neuauszählung von rund 2,5 Millionen Stimmzetteln begonnen. Die Neuauszählung der am 7. März in Bagdad abgegebenen Stimmen der Parlamentswahl soll gemäss der Kommission zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen.
Damit rückt die Bildung einer neuen Regierung in noch weitere Ferne. Die Stimmen aus 11'000 Urnen sollen in einem grossen Hotel in Bagdad per Hand noch einmal gezählt werden. Mit dabei sind internlationale Beobachter.
Nachdem am Montag zunächst 600 Urnen geöffnet werden sollten, umfasst das Pensum für die darauffolgenden Tage den Angaben zufolge jeweils 800 Urnen.
Die Wahlkommission hatte Mitte April die Neuauszählung der Stimmen für die Provinz Bagdad angeordnet, die 70 der 325 Abgeordneten des irakischen Parlaments stellt.
Der amtierende Regierungschef Nuri el Maliki, dessen Liste laut der ersten Auszählung auf 26 Sitze kam, verlangte die Neuauszählung wegen "Manipulationen". Die Liste von Malikis Herausforderer Ijad Allawi kam auf 24 Sitze. Auf dem dritten Platz war die Allianz der religiösen Schiiten-Parteien mit 17 Stimmen gelandet.
Allawi und seine säkulare Allianz waren bei dem Urnengang vor knapp zwei Monaten überraschend vor Al-Malikis Rechtsstaat-Koalition stärkste Kraft im Parlament geworden.
Er befürchtet nach eigenen Worten, dass ihm Al-Maliki durch Tricksereien nachträglich den Wahlsieg nehmen wolle. Allawi will nun, dass die Arabische Liga und die Vereinten Nationen intervenieren.
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