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Der Gründer der Pfadfinderbewegung war Sir Robert Stephenson Smyth, Lord Baden-Powell of Gilwell; kurz BiPi (kommt aus dem englischen und steht für seine Initialen B und P). Baden-Powell wurde am 22. Februar 1857 in London geboren, als zwölftes von vierzehn Kindern.
BiPi war der Ansicht, dass man Kindern und Jugendlichen in einem gewissen Masse schon Verantwortung übergeben kann. Zu seiner Zeit waren solche Ideen revolutionär, aber Baden-Powell liess sich davon nicht beirren. 1907 organisierte er das erste Jugendlager für 22 Jugendliche, ein Lager ohne erzieherischem Zweck. Dies sprach sich sehr schnell herum und BiPi's Gedankengut stiess auf grosse Begeisterung. Schon zwei Jahre später kamen 11'000 Scouts (engl. Pfadfinder) zu einem Pfadfindertreffen. Auch eine Gruppe Mädchen steiss zu dem Treffen und wollte mitmachen, sie wurden erfreut aufgenommen. Olave Baden-Powell, BiPi's Frau, führte von nun an die Mädchen unter dem Begriff Girl Guides an.
In der Schweiz gruppierten sich 1910 die ersten Pfadfindergruppen, bestehend aus Knaben zusammen und nur wenig später entstanden auch die ersten Mädchengruppen. Das "Pfadi-Sein" übte grossen Reiz auf die Kinder und Jugendlichen aus. Es hiess für sie von der Schulbank fortzukommen und draussen Abenteuer und sportliche Wettkämpfe auszufechten. Ausserdem bedeuteten die Lager eine Auszeit vom Elternhaus. Drei Jahre später kamen verschiedene kantonale Pfadfinderverbände zusammen und schlossen den Schweizerischen Pfadfinderbund. Aus diesem Bund entstand der heutige Dachverband, die Pfadibewegung Schweiz. Ebenso wurden zwei Pfadizentren gegründet, eines in Kandersteg (Kandersteg International Scout Center) und eines in Adelboden (Our Chalet Adelboden).
Die Pfadibewegung Schweiz umfasst heute etwa 43'000 Mitglieder und ist somit die grösste Jugendorganisation der Schweiz. Sie steht für Abenteuer, Freundschaften und unvergessliche Erlebnise.
Das World Scout Jamboree (WSJ) ist das Welt-Pfadilager der Organisation WOSM (World Organization of the Scout Movement), einer der zwei grossen Welt-Pfadiverbände. Heutzutage umfasst das WSJ in der Regel mehrere Zehntausend Teilnehmer aus der ganzen Welt, im Alter von 14 bis 17 Jahren.
Das erste Jamboree wurde von der Boy Scout Association 1920 organisiert und fand in London statt. Es kamen stattliche 8'000 Teilnehmer aus 27 Ländern. Alle vier Jahre wurde von nun an ein WSJ organisiert und es wuchsen sowohl die Anzahl Tielnehmer, als auch die Zahl der Länder aus denen sie kamen. Baden-Powell begleitete die ersten fünf Jamborees und setzte sich 1937 nach dem Jamboree in den Niederlanden zur Ruhe. Ausser zwischen 1938 und 1946 fanden die Jamborees im Vierjahres-Rhythmus statt bis heute.
Das WSJ 2019 ist das 24. World Scout Jamboree und findet in West Virginia, USA, statt. Die Gastgeber sind die Pfadfinderorganisationen der USA, von Mexiko und Kanada. Auch dieses Jahr ist die Schweiz mit einer Delegation dabei und wir als Trupp ebenfalls. Die Schweizer Delegation besteht aus knapp 2'000 Mitgliedern und ist in 26 Trupps aufgeteilt. Insgesamt werden etwa 47'000 Pfadis aus der ganzen Welt zum WSJ erwartet.
Wir sind gespannt was für Abenteuer, Freunschaften und Erlebnisse uns erwarten.