Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/2566

Die Schweiz verstädtert. Wie lässt sich aber eine Agglomeration statistisch erfassen und abgrenzen? Als Entscheidungsgrundlage für das Bundesamt für Statistik hat EBP zwei Varianten für eine neue Agglomerationsdefinition ausgearbeitet.
Seit mehr als hundert Jahren werden in der Schweiz Agglomerationsräume als statistische Grösse bestimmt. Die heute bestehende Definition hat den Zweck, nach statistischen Kriterien funktional zusammenhängende städtische Gebiete zu definieren, abzugrenzen und damit vergleichbar zu machen. Die Agglomerationsabgrenzungen wurden letztmals im Jahr 2003 aufgrund der Ergebnisse der Volkszählung 2000 angepasst. Aktuell zählt die Schweiz 50 Agglomerationen sowie fünf isolierte Städte. Als Reaktion auf die zunehmende Urbanisierung, veränderte Bedürfnisse von Wissenschaft und Politik und die bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Datenlage hat das Bundesamt für Statistik das Projekt AGGLOSUISSE lanciert. Es soll die Notwendigkeit sowie die Machbarkeit einer neuen Agglomerationsdefinition zu klären und diese zu erarbeiten.
Mit einer Studie zur Bestandesanalyse und Bedürfnisklärung hat EBP 2007 einen Grundstein für die Überarbeitung der Agglomerationsdefinition gelegt. Zur Weichenstellung im Prozess wurden mit der Vertiefungsstudie zwei eigenständige Varianten für eine Agglomerationsdefinition in operationalisierter Form ausgearbeitet. Während die eine Variante im Grundsatz eine Fortführung der bisherigen Agglomerationsdefinition anstrebt, setzt die zweite Variante bei den Agglomerationsdefinitionen anderer europäischer Länder an und prüft deren Adaption für die schweizerische Situation. Ein Vergleich zeigt die Stärken und Schwächen sowie den weiteren Klärungsbedarf der beiden Varianten. Die Studie zeigt ebenfalls zwei unterschiedliche Konzepte, wie in der Schweiz Metropolräume definiert werden können.
Die Vertiefungsstudie wurde gemeinsam mit Fahrländer Partner und sotomo durchgeführt.
Bildquelle: Amt für Verkehr Kanton Zürich, Mano Reichling