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Interfakultäre Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie (IKAÖ)
wurde an der IKAÖ als eine Form wissenschaftlicher Kooperation zwischen Personen aus mindestens zwei Disziplinen verstanden, die sich an gemeinsamen Fragen orientiert und darauf ausgerichtet ist, das jeweils angemessenste Problemlösungspotential für gemeinsam bestimmte Ziele bereitzustellen.
wurde an der IKAÖ, in Anlehnung an den wissenschaftssoziologischen Diskurs, als eine spezielle Form problemorientierter Interdisziplinarität verstanden, nämlich als eine Interdisziplinarität, die Anwenderinnen und Anwender ('Praxisakteure') in ihre Forschung einbezieht.
In aller Regel findet inter- und transdisziplinäre Arbeit im Team statt. Der damit verbundene Anspruch ist hoch; er lässt sich folgendermassen fassen:
Die Beteiligten müssen sich über gemeinsame Ziele, gemeinsame Fragen und das Vorgehen zu ihrer Bearbeitung verständigen. Sie müssen zu einer gemeinsamen Problemsicht und Sprache gelangen und eine gemeinsame theoretische Basis entwickeln. Konsens meint hier also das Erarbeiten von Gemeinsamem so, dass die unterschiedlichen Sichtweisen integriert werden und das Gemeinsame für alle gilt. So ist z.B. eine Beschreibung des Forschungsgegenstandes zu suchen, die aus Sicht aller befriedigend und zutreffend ist und für alle gleichermassen Geltung hat.
Die aus den verschiedenen Disziplinen und Berufsfeldern vorliegenden Ergebnisse müssen zu einem Ganzen zusammengefügt werden, das mehr ist als die blosse Addition der Ergebnisse. Die Integration der Ergebnisse darf nicht erst gegen Ende der Arbeit erfolgen, sondern hat von Anfang an, d.h. im Zuge ihrer Erarbeitung, zu geschehen. Es gilt, gemeinsame Ergebnisse und Produkte hervorzubringen, zu denen alle beteiligten Disziplinen (sowie gegebenenfalls Berufsfelder) einen benennbaren und relevanten Beitrag leisten.
Das erarbeitete Wissen muss von den Adressatinnen und Adressaten verstanden und für ihr Handeln nutzbar gemacht werden können. Dabei ist das Zielpublikum in aller Regel nicht ein disziplinäres und oft auch nicht ein wissenschaftliches. Die Ergebnisse müssen deshalb so aufbereitet werden, dass sie von den Zielpublika verstanden werden können und sie müssen so verbreitet werden, dass sie von den Zielpublika rezipiert und genutzt werden können.Die (üblichen) disziplinären Kanäle reichen hier in aller Regel nicht aus.
Für eine eingehende Diskussion siehe