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Modernisierung Autowerkstatt in Port Moresby
ARCHIV – PAPUA-NEUGUINEA:
Seit 1997 führen die Salesianer das Don Bosco Technological Institute (DBTI). Dort erhalten rund 650 Jugendliche und junge Erwachsene eine Ausbildung in den Bereichen Computertechnik, Autotechnik, Metalltechnik, Elektrik und Elektrotechnik. Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit unterstützte das Berufsbildungszentrum bei der Ausstattung der Automechanikwerkstatt.
Land/Ort: PAPUA-NEUGUINEA – Port Moresby
Projektnummer: FIN 15-020
Projektziel: Beschaffung der für die Ausbildung benötigten Ausrüstung für die Automobiltechnikwerkstatt
Projektwirkung: Durch die Ausbildung in Automobiltechnik erhalten die Jugendlichen eine Chance auf den Berufseinstieg und können sich persönlich weiterentwickeln. Jene, die ein Bachelor-Diplom erwerben, können ihr Wissen als Instruktoren in anderen Teilen des Landes weitergeben.
Mittelbedarf: 18 600 Schweizer Franken für Anschaffungen in der Werkstatt
Papua-Neuguinea ist nach Indonesien und Madagaskar der flächenmässig drittgrösste Inselstaat der Welt. Die Fläche entspricht etwa der Grösse von Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Er liegt im Pazifik, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfasst den Osten der Insel Neuguinea (der westliche Teil, West-Neuguinea, gehört zu Indonesien) sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Etwa 1400 Inseln gehören zu Papua-Neuguinea. Papua-Neuguinea hat eine parlamentarische Monarchie und ist seit 1975 unabhängig von Australien. Mit 7 Millionen Einwohnern, also mit 14 Einwohnern pro Quadratkilometer, ist das Land dünn besiedelt.
Im Land existieren 1000 Volksgruppen, die 862 verschiedene Sprachen sprechen. 40% der Menschen sind unter 18 Jahre alt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in Grossfamilien auf dem Land und ernährt sich durch Landwirtschaft und Fischfang. Die Politik wird vom «Wantok»-System beeinflusst: Leute in führenden Positionen fühlen sich vor allem ihren eigenen Sippen und Clans verbunden.
Papua-Neuguinea ist reich an Bodenschätzen (Kupfer, Gold, Erdöl, Erdgas), wovon die Bevölkerung nicht profitiert. Trotz dem ökonomischen Wachstum der letzten Jahre ist der Lebensstandard vieler Bürger Papua-Neuguineas sehr niedrig geblieben. Der Zugang zur Grundversorgung ist unzureichend und es besteht kaum eine Möglichkeit an der Geldwirtschaft teilzuhaben. Während in der Schweiz 99% der Menschen über 15 Jahren lesen und schreiben können, liegt der Wert in Papua-Neuguinea bei nur 62,4%. Wegen dem tiefen Bildungsstand ist die Mehrheit der Bevölkerung im informellen und schlechtbezahlten Arbeitssektor tätig. Das hohe Frustrationsniveau führt zu Kriminalität und Gewalt, wobei viele Jugendliche Opfer von Missbrauch und sexueller Ausbeutung werden.
Rund 650 junge Frauen und Männer aus allen Provinzen Papua-Neuguineas erhalten im Berufsbildungszentrum eine berufliche Ausbildung. In der salesianischen Einrichtung erhalten auch solche Studierenden eine Chance, welche das staatliche Auswahlverfahren verpasst haben. Das DBTI bietet eine zweijährigen Lehre oder eine 4-jährige Ausbildung. Letztere berechtigt zum Bachelor-Diplom. Mit dem Bachelor-Programm werden technische Lehrkräfte ausgebildet, die nach dem Abschluss als Lehrerinnen und Lehrer in ganz Papua-Neuguinea tätig sind und so ihr Wissen weitergeben. Es werden Kurse in Computertechnik, Elektronik, Elektrotechnik, Metalltechnik und Automobiltechnik durchgeführt.
Die im Berufsbildungszentrum angebotenen Ausbildungslehrgänge sind nachfrageorientiert und haben das Ziel, die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu erfüllen. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche Entwicklung der Studierenden, die zu aufrichtigen, konkurrenzfähigen und landesbezogen Fachleuten ausgebildet werden. Die Abgänger sollen eine integre Entwicklung der Wirtschaft Papua-Neuguineas hochhalten, damit diese effektiv ist, global mithalten kann und gleichzeitig die lokalen Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigt. Da der Abschluss auf höchstem akademischem Niveau stattfindet und gleichzeitig Soft Skills vermittelt werden, haben die Studierenden keine grossen Schwierigkeiten eine gute Anstellung zu erlangen.
Die meisten Studenten und Studentinnen (ehemalige Bosconians) werden von grossen Firmen in der Minenbrache oder der Industrie und von Ausbildungsinstituten angestellt. Bereits während des Studiums kommen die grossen Firmen zum DBTI und werben für Fachkräfte. In den Don-Bosco-Einrichtungen in Papua-Neuguinea und auf den Solomonen herrscht ebenfalls grosser Bedarf nach qualifiziertem Personal.
Das Don Bosco Technological Institute hat sich dazu verpflichtet den Studenten/innen eine qualitativ hochstehende und berufsbezogene Ausbildung anzubieten. Diese Verpflichtung kann nur wahrgenommen werden, wenn das Ausbildungsmaterial auf dem neusten Stand ist. Deshalb unterstützte die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit 2015 das DBTI bei der Neuanschaffung eines Radwechslers und eines Diagnostikgeräts für die Automobiltechnikwerkstatt. Mit den Geräten konnte sowohl die Ausbildung der AutomechanikerInnen auf den neuesten Stand gebracht, als auch neue Einnahmequellen für das Berufsbildungszentrum generiert werden.
Das Projekt konnte mit Ihrer Unterstützung erfolgreich abgeschlossen werden. Vielen Dank! Bei Interesse können Sie mit uns in Kontakt treten und Fragen zum Verlauf des Projekts oder zum Abschlussbericht stellen.
Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit unterstützt aktuell ein Stipendienprojekt von Bruder Reto Wanner sowie andere Projekte mit dem Schwerpunkt Bildung. Helfen auch Sie mit einer Spende, damit das Leben junger Menschen gelingt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!