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Seit Anbeginn vor mehr als 20 Jahren sagten die Ökonom:innen, dass die europäische Währungsunion nicht funktionieren könne. In der heutigen Form ist der Euro eine wirtschaftliche Fehlkonstruktion.
Die Schaffung des Euros war immer ein politisches Projekt. Die Einheitswährung wurde nicht wegen, sondern trotz ökonomischer Überlegungen eingeführt. Helmut Kohl nannte sie in einer flammenden Bundestagsrede 1998 ein säkulares Ereignis, eine der wichtigsten Entscheidungen des Jahrhunderts. 2010 sagte Angela Merkel im Bundestag: “Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“. Die geplanten Massnahmen bezeichnete sie mit ihrem Lieblingsausdruck als „alternativlos“.
Die Theorie optimaler Währungsräume belegt, dass die sehr heterogenen Euroländer keine der grundsätzlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung erfüllen. Die Finanzkrise hat zudem gezeigt, dass bei der Konstruktion der Gemeinschaftswährung der starken Dynamik der Finanzmärkte und länderübergreifender Grossbanken zu wenig Rechnung getragen wurde. Weitgehende strukturelle und politische Reformen des Euroraums sind deshalb notwendig.