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Covid-19
Allgemeine Informationen
Die seit den 1960ern Jahren bekannten Coronaviren bestehen aus einer grossen Virenfamilie, wobei sieben Arten beim Menschen Erkrankungen auslösen können. Vier bekannte Coronavirenarten verursachen leichte, wiederholt auftretende Erkältungskrankheiten, drei weitere können zu schweren Erkrankungen führen. Diese werden bezeichnet als Middle East Respiratory Syndrome (MERS-Coronavirus), Severe Acute Respiratory Syndrome oder Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom (SARS-CoV) und COVID-19 (SARS-CoV-2), das 2019 entdeckt wurde.
Das neue Coronavirus hat sich seit Anfang 2020 von China ausgehend auf der ganzen Welt ausgebreitet. Aufgrund der in der Schweiz durchgeführten Massnahmen (Lock Down, Social Distancing und Hygienemassnahmen) konnte initial ein Rückgang der Neuerkrankungen erreicht werden. Nach einer Beruhigung der Lage über die Sommermonate, kam es im Oktober mit einem raschen erneuten Anstieg der Infetkions-, Hospitalisations- und Todeszahlen zu einer zweiten Welle. Diese konnte durch die ergriffenen Massnahmen gebremst werden. Die Situation hat sich seither auf hohem Niveau stabilisiert und ist somit weiterhin ernst. Es bleibt deshalb wichtig, dass wir uns alle gut an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten und unnötige Kontakte vermeiden sollen.
Es bleibt sehr wichtig, möglichst viele der Personen, die an COVID-19 erkranken, zu erkennen, diese zu isolieren und ihre Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Nur so können Übertragungsketten unterbrochen werden.
Wie bei Viren üblich, kommt es auch bei SARS-CoV-2 regelmässig zu Mutationen, wovon die meisten keinen grossen Effekt zur Folge haben. Es gibt jedoch auch Mutationen, die z.B. zu einer erhöhten Infektiosität des Virus führen können. Zwei verschiedene solche Mutationen wurden kürzlich in Südafrika und in Grossbritannien entdeckt. Auch um die Ausbreitung dieser neuen Varianten in Basel zu verlangsamen, ist es essentiell, sich an die Hygiene- und Verhaltensregeln zu halten, Kontakte zu reduzieren und sich bei Symptomen rasch testen zu lassen.
Ansteckung
Die Ansteckung erfolgt nach aktuellem Kenntnisstand auf dem gleichen Weg wie eine Grippe, über kleine Tröpfchen, die bei Husten und Niesen ausgestossen werden, sowie über den direkten Kontakt mit kontaminierten Flächen. Coronaviren können bei engem und längerem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden (weniger als 1.5 Meter Abstand über einen kumulativen Zeitraum von länger als 15 Minuten).
Symptome
Die Symptome ähneln einer normalen Erkältungskrankheit mit oder ohne Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Atemproblemen wie Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen; möglich sind auch Bindehautentzündung und Magen-Darm-Symptome.
Viele Erkrankte können vorübergehend den Geschmacks- und Geruchssinn verlieren. Die Ansteckung kann auch asymptomatisch verlaufen, wobei die Person eventuell trotzdem ansteckend sein könnte.
Bei jüngeren und gesunden Personen verläuft die Erkrankung oft leicht und es ist von einer baldigen Genesung auszugehen. Ältere und/oder Personen mit vorbestehenden Risikofaktoren können schwerer erkranken, wobei eine schwere Lungenentzündung auftreten kann und es bei einigen im weiteren Verlauf zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann.
Long Covid
Neben akuten Krankheitsverläufen kann eine Covid-19 Erkrankung auch zu langwierigen, chronischen Beschwerden verschiedenster Natur führen, zum Beispiel anhaltende Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Kurzatmigkeit oder auch Depressionen und Angstzustände. Diese Beschwerdebilder werden unter dem Begriff „Long-COVID“ zusammengefasst und treten unabhängig vom Alter oder der Schwere der Erkrankung auf. Gemäss erster im Februar 2021 publizierten Ergebnisse einer Zürcher Kohortenstudie im Rahmen des Corona-Immunitas Projekts fühlen sich 26% der in der ersten Welle zwischen Februar und August 2020 infizierten Personen auch noch nach 6 Monaten nicht komplett erholt. Bei Patienten die hospitalisiert waren war dieser Anteil zwar höher (39%), doch auch ein beträchtlicher Anteil (23%) von nicht hospitalisierten Patienten mit einem milden Verlauf gab an, noch nicht wieder zum ursprünglichen Gesundheitszustand zurückgekehrt zu sein.
Über die Ursachen, Risikofaktoren, Behandlungsmöglichkeiten und langfristigen Verläufe von Long-COVID ist noch sehr wenig bekannt. Bei Bedarf können sie sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen.
Behandlung
Die Behandlung besteht in der Linderung von Symptomen. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine spezifische Behandlung gegen das Virus.
Impfung
Gegen die Erkrankung Covid-19 wurden gut wirksame Impfungen entwickelt.
Ab 28. Dezember 2020 können bei uns Personen geimpft werden, die ihren Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt haben.
Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit des Impfstoffes besteht die Priorisierung folgender Zielgruppen:
- Personen ab dem Alter von 75 Jahren sollen prioritär Zugang zur Impfung erhalten und
- Erwachsene mit chronischen Krankheiten (alias «Vorerkrankungen») mit höchstem Risiko unabhängig vom Alter geimpft werden (Rücksprache/Bestätigung durch den behandelnden Arzt).
- Es folgen Personen im Alter von 65–74 Jahren sowie
- Erwachsene unter 65 Jahre mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden.
Anmeldung zur Impfung auf der Webseite www.coronaimpfzentrumbasel.ch oder unter der Infoline 0800 555 655 einen Termin buchen. Spontane Impfungen ohne Voranmeldung sind nicht möglich, die Impfungen können nur im Impfzentrum in der Messe durchgeführt werden.
Bringen Sie am Impftag Ihre Krankenversicherungskarte und Ihre Identitätskarte/Ihren Pass mit. Ohne diese Unterlagen ist eine Impfung nicht möglich. Sinnvoll ist auch, den Impfausweis mitzubringen (falls vorhanden). Die weiteren Details zur Anmeldung und zum Impfablauf sind via Webseite oder Infoline zugänglich.
Informationen zum zugelassenen Impfstoff von Pfizer/Biontech sind auf der Webseite des BAG sowie auf der Webseite des Corona Impfzentrums Basel zu finden. Dort gibt es Antworten auf Fragen zur Sicherheit, zum Zulassungsprozess, zu Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Bei Fragen können sich impfbereite Personen auch an ihren Hausarzt, ihre Hausärztin wenden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich im Impfzentrum an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden.
Es werden zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 21 Tagen benötigt.