Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03401.jsonl.gz/325

Worte können Folgen haben – diese Erfahrung hat auch der Rapper Eminem gemacht. Wie nun bekannt wurde, wurde der 47-Jährige zu Beginn des vergangenen Jahres in den USA von Agenten des Secret Service befragt, die sich um die Sicherheit von US-Präsident Trump kümmern.
In dem Lied rappte der Künstler über ein fiktives Szenario, indem sich Trumps Tochter Ivanka im Kofferraum seines Autos befindet. Wenig später sei «das dumme kleine blonde Mädchen» «in einem Teich gelandet.»
Denn die Agenten fürchteten offenbar, dass Eminem Trumps Tochter Ivanka etwas antun könne. Weil er über Gewalt gegen die Trump-Tochter gerappt hatte.
Anfang Januar des vergangenen Jahres befragten die Secret-Service-Agenten dann Eminem tatsächlich in Anwesenheit seiner Anwälte. Der konnte die Sorge der Beamten in der Befragung offenbar nicht sonderlich ernst nehmen. «Buzzfeed News» berichtet, dass Eminem die relevanten Textzeilen mitrappte, als ein Secret-Service-Mann sie bei dem Treffen vorlas.
Wenige Tage später entschied man sich bei der Behörde, nicht weiter gegen Eminem zu ermitteln. Das zweiseitige Protokoll des Gesprächsverlaufs ist nicht öffentlich. Ob der US-Präsident von dem Treffen wusste, ist nicht bekannt.
Die Secret-Service-Agenten wurden dem Bericht zufolge nicht von einem besorgten Trump-Fan, sondern von einem Reporter des US-amerikanischen Klatschportals Tmz.com auf die entsprechenden Zeilen hingewiesen.
Schon im Sommer 2018 war über angebliche Ermittlungen gegen Eminem spekuliert worden, nachdem dieser in dem Song «The Ringer» eine Begegnung mit der Strafverfolgungsbehörde thematisiert hatte: «Cause Agent Orange just sent the Secret Service, to meet in person to see if I really think of hurtin’ him. Or ask if I’m linked to terrorists. I said, ‹Only when it comes to ink and lyricists.›»
Mittlerweile ist man auch beim Secret Service zur Erkenntnis gekommen: Eminem ist wohl einfach nur ein Rapper, der den US-Präsidenten schlichtweg nicht mag. Und keine Gefahr für Leib und Leben der Trump-Familie.
(watson.de/pb)
Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.