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In der Arbeit geht es um die Verteidigung des Begriffs von einem Menschen, der aufgrund seines Selbstbewusstseins frei und verantwortlich handeln kann. Ein plausibler Ausgangspunkt für diese Untersuchung ist die Unterscheidung zwischen einem transzendentalen und einem empirischen Selbstbewusstsein in Anknüpfung an Immanuel Kant. Dabei wird die Sprache Kants in ein heute wissenschaftstheoretisches Verständnis übersetzt und die Relevanz von transzendentalphilosophischen Überlegungen für das Thema Selbstbewusstsein aufgezeigt. Auf neuere Forschungsergebnisse in der neurobiologischen Debatte wird Bezug genommen. Schließlich wird festgestellt, dass ein logisches Subjekt bzw. Selbstbewusstsein an sich die Voraussetzung dafür ist, dass Menschen überhaupt Erkenntnisse von sich und den Dingen und Ereignissen in der Welt haben können. Selbstbewusstsein und Selbsterkenntnis setzen eine Sprachgemeinschaft voraus, in der Personen sich selbst und die gemeinsame Erfahrungswelt intersubjektiv erkennen können.
Autorentext
Ursula Weitkamp, geboren 1967 in Ochtrup, studierte Betriebswirtschaftslehre in Münster. Anschließend war sie einige Jahre bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf tätig. Danach studierte sie Katholische Theologie und Philosophie in Osnabrück und promovierte im Fach Philosophie. Die Autorin ist freie Philosophin und als Philosophische Praktikerin tätig.