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Kleine Anfrage Zora Schneider (PdA)
Stadtratsitzung Bern vom 25. April 2019
Wegen Baumängeln und grossem Sanierungsbedarf soll die Frauenklinik 2018 vorübergehend in einem Neubau untergebracht werden. So steht es in einem Bund-Artikel von 2017.1 Das Inselspital hat überlegt, das ehemalige Gebäude der Frauenklinik abzureissen und eventuell durch einen Neubau zu ersetzen, damit die Frauenklinik später wieder an den angestammten Ort umziehen könnte. Der Kanton hat die Planung des Inselspitals, in der es um die Notwendigkeit eines Ersatzspitals ging, zuerst in Frage gestellt. Geplant war aber dann offenbar trotzdem, dass Verhandlungen über die Finanzierung aufgenommen werden.2
Die Frauenklinik stellt eine Errungenschaft der Frauenbewegung dar. Vorher wurden die Geburt und Schwangerschaft als Krankheiten behandelt, was auch heute noch häufig der Fall ist, aber vielleicht nicht mehr im gleichen Masse. Da es sich bei der Schwangerschaft und Geburt um natürliche Vorgänge handelt, die man nicht einfach in jedem Fall als medizinische Notlagen verstehen kann, ist eine vom Spital getrennte Klinik angestrebt worden, die diesem Umstand Rechnung trägt. Die Gesellschaft ist auf eine menschliche, informative und gut funktionierende Frauenklinik angewiesen. Es gibt Informationen, dass ein Planungsprozess im Gange sei, um der Frauenklinik wieder zu einem eigenen Gebäude zu verhelfen, aber sie sind veraltet.
Deshalb möchte ich den Gemeinderat ersuchen, folgende Fragen zu beantworten:
- Hat der Gemeinderat Informationen dazu, wie weit die Planung fortgeschritten ist und wenn ja, welche?
- Gedenkt er, solche Informationen beim Kanton und der Insel-Gruppe einzuholen?
- Was passiert mit dem ehemaligen Gebäude der Frauenklinik an der Effingerstrasse? Wie lange wird es leer stehen?
- Ist eine gute Versorgung der gebärenden Frauen jetzt und auch in Zukunft sichergestellt? Mit welchen Schwierigkeiten ist eine solche im Moment und in naher Zukunft konfrontiert?
Zora Schneider