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Online-Ausstellung
Safeparks für Kinder im Libanon
Über 1,5 Millionen Personen flüchteten vor dem Krieg in Syrien in den Libanon und leben dort unter prekären Bedingungen. Darunter sind rund 500'000 Vorschul- und Schulkinder. Heute können etwa 250'000 dieser Kinder die öffentliche Schule besuchen; die Lehrkräfte unterrichten morgens die libanesischen und am Nachmittag die syrischen Kinder. An wenigen Orten gibt es gemeinsamen Schulunterricht.
Wegen der Rolle der Syrer während des libanesischen Krieges bestehen Spannungen zwischen den beiden Nationalitäten, obwohl sie die gleiche Sprache sprechen. Viele libanesische Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder mit syrischen Kindern in Kontakt stehen.
Das Programm Safepark wurde nach Ende des Appartheidsregimes in Südafrika entwickelt. Es unterstützt die vielen Aidswaisen in den Townships an den Stadtgrenzen. Man richtete mobile Spielplätze ein, die von geschulten Animatoren begleitet sind, und bietet Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung. So versucht man, die Kinder besser kennenzulernen und der Gewalt in den Familien entgegenzuwirken.
In Zusammenarbeit mit FICE Südafrika, welche diese Safeparks in ganz Südafrika aufbaute, möchte der SSI mit Unterstützung privater Sponsoren im Libanon Kindern, die nicht zur Schule gehen können, dabei helfen, durch ausserschulische Angebote und den regelmässigen Kontakt mit Animatoren den Alltag zu strukturieren und ihnen ein Stück Kindsein ermöglichen.
Bis heute wurden im Libanon zehn Safeparks eingerichtet, wo wöchentlich gegen 4000 Kinder zusammenkommen. 300 Animatoren libanesischer, palästinensischer, irakischer und syrischer Herkunft wurden ausgebildet. Es sollen laufend weitere Safeparks entstehen.
Fotografien © Archiv Safepark