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Neuer Rekord am Cern
Am Large Hadron Collider (LHC) des Cern erreichten Wissenschafter mit Bleikernen zum ersten Mal Kollisionen mit Schwerpunktenergien von 1,045 PeV. Sie knackten damit die symbolische Grenze von einem PeV. Das Kernforschungszentrum reiht sich so in eine Liste namhafter Beschleunigeranlagen ein. Die Marke von einem Gigaelektronenvolt (1 GeV = 109 eV) wurde 1954 mit dem Bevatron (Billions of electronvolts Synchrotron) am Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA übertroffen. 1987 erreichten die Wissenschafter am Fermi National Accelerator Laboratory mit ihrem Tevatron die Teraelektronenvoltmarke (1 TeV = 1012 eV).
Das Cern relativiert, dass die neue Bestmarke für Bleikerne gelte und sich nicht wie üblich auf die Schwerpunktenergien eines kollidierenden Nukleonenpaares beziehe. Die im LHC kreisenden Bleikerne bestehen aus 82 Protonen und 126 Neutronen. Von den 208 Nukleonen im Bleikern erfahren nur die elektrisch geladenen Protonen (knapp 40% der Nukleonen) beschleunigende Kräfte. Bei den Bleikernkollisionen lägen die gemittelten Schwerpunktenergien von Nukleonenpaaren deshalb bei rund 5,02 TeV. Mit Protonen erreicht das Cern Kollisionsenergien von 13 TeV.