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Verlängerung eines bestehenden Lizenz-Abkommens aus dem Jahr 2008. Microsoft Schweiz kassiert fast 10 Millionen Franken.
Die Stadt Zürich hat einen Auftrag im Wert von 9,8 Millionen Franken an Microsoft Schweiz vergeben. Wie dem heute publizierten Zuschlag zu entnehmen ist, erfolgte keine Ausschreibung. Es geht um die Verlängerung der Lizenzierung von Microsoft-Produkten für den einheitlichen IT-Büroarbeitsplatz um die Periode 2014/2015.
Den freihändigen Zuschlag begründet die Stadt damit, dass OIZ (Organisation und Informatik der Stadt Zürich) bereits 2008 ein Evaluationsverfahren durchgeführt habe. Damals erhielt Microsoft Schweiz den Zuschlag für die Lieferung von Microsoft-Lizenzen. Es dürfte sich um die damalige Einführung von Windows Vista und Office 2007
handeln. Welche Lizenzen nun genau verlängert wurden, konnte heute nicht in Erfahrung gebracht werden: Die Zürcher Stadtverwaltung bleibt heute geschlossen.
Verordnung erlaubt freihändige Aufträge
Grosskonzerne oder Verwaltungen, die stark auf Microsoft ausgerichtet sind, vergeben oft freihändige Aufträge an Microsoft, weil es angesichts der Standardisierung der Arbeitsplätze praktisch unmöglich wäre, auf eine andere Plattform zu wechseln. Ausschreibungen werden aber oft dennoch durchgeführt, um wenigstens einen Wettbewerb unter Microsoft-Händlern zu ermöglichen
.
Dieser neue Auftrag sei gemäss der Submissionsverordnung des Kantons freihändig vergeben worden, heisst im Zuschlag. Die Stadt bezieht sich dabei auf den Passus, der besagt, dass ein Auftrag unabhängig vom Auftragswert unter der folgenden Voraussetzungen direkt und ohne Veröffentlichung vergeben werden kann: "Leistungen zur Ersetzung, Ergänzung oder Erweiterung bereits erbrachter Leistungen müssen der ursprünglichen Anbieterin oder dem ursprünglichen Anbieter vergeben werden, weil einzig dadurch die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienstleistungen gewährleistet ist."
Gegen diesen Zuschlagsentscheid kann innert zehn Tagen beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde eingereicht werden. (Maurizio Minetti)