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Eine hinreichende und ausgewogene Nährstoffversorgung ist für das Erzielen hoher Erträge und guter Qualität unabdingbar. Um die Auswirkungen von organischer, mineralischer und ausbleibender Düngung sowohl auf die Pflanzenentwicklung als auch auf Erträge und Ertragsqualität aufzuzeigen, wurde der DEMO-Versuch ins Leben gerufen. In diesem Demonstrationsversuch sind Stickstoff-, Phosphor- und Kaliummangelsymptome an sechs parallel angebauten Kulturen eindrücklich sichtbar.
Versuchsaufbau
Der Versuch wurde im Jahr 1989 in Zürich-Reckenholz angelegt und befindet sich auf einer Fläche, die im Übergangsbereich von einem Braunerde-Gley zu einer gleyigen Braunerde liegt. In acht Düngungsverfahren werden Stickstoff, Phosphor und Kalium in unterschiedlicher Form und Menge ausgebracht: in mineralischer Form in den Verfahren PK, NP, NK, NPK und NPK + Kalk und in organischer Form in den Verfahren Mist und Gülle. Das Nulldüngungsverfahren dient als Kontrolle. Die Glieder der siebenjährigen Fruchtfolge Sommerweizen, Zuckerrüben, Silomais, Kartoffeln, Wintergerste und zwei Jahre Kunstwiese werden in sieben rotierenden Kulturstreifen parallel angebaut. Damit verfügt der Versuch über keine räumliche Wiederholung, jedoch wiederholen sich jährlich alle Kulturen durch die rotierenden Fruchtfolgen.
Erhebungen
Jährlich werden der pH-Wert und die verfügbaren Makronährstoffe im Oberboden (0-0.2 m Tiefe) gemessen, sowie Erträge und Nährelementgehalte der Haupt- und Nebenprodukte ermittelt und Nährstoffentzüge und -bilanzen berechnet.
Die Erträge in den Verfahren NPK, NPK + Kalk und Gülle sind für alle Kulturen ähnlich. Winter- und Sommerkulturen reagieren allerdings unterschiedlich auf verschiedene Nährstoffmangel: für Wintergerste zeigt sich eine unzureichende Versorgung mit Stickstoff ertragslimitierend, für Sommerweizen, Mais und Kartoffeln ist Kalium kritisch. Zuckerrüben reagieren als einzige Kultur auf Phosphormangel mit erheblichen Ertragseinbussen.
Nährstoffmangelsymptome
Im Frühsommer können Nährstoffmangelsymptome an verschiedenen Kulturen zeitgleich beobachtet werden. Eine Besichtigung des Versuches ist daher in der Zeit zwischen Ende Mai und Ende Juni am eindrücklichsten.
Ansprechperson
Eckdaten des Versuchs
Thema: Düngung, Pflanzenernährung
Standort: Zürich-Reckenholz
Lage: 47.425666, 8.516497;
443 m ü. M.
Startjahr: 1989
Design: nicht repliziert, 7 parallele Kulturen
Bodentyp (WRB): deep gleyic Cambisol
Bodenart: Lehm (20% Ton, 33% Schluff, 47% Sand, 2% org. C)
Niederschlag: 1050 mm
Temperatur: 9.4 °C
Weitere Informationen
Letzte Änderung 22.04.2021