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Adelaide Proctor träumt von der grossen Liebe. Doch als sie bei der Jagd nach einem Ehemann jämmerlich auf die Nase fällt, beschliesst sie ihre romantischen Jungmädchenträume hinter sich zu lassen. Kurzerhand bewirbt sie sich um eine Stelle als Gouvernante auf einer Schaffarm in Texas.
Gideon Westcott hat sein privilegiertes Leben in England aufgegeben, weil er davon träumte, sich einen Namen in der amerikanischen Wollindustrie zu machen. Niemals hätte er gedacht, dass er eines Tages allein mit einem Kind dastehen könnte. Noch dazu mit einem, das seit dem Tod seiner Mutter kein Wort spricht. Die unkonventionelle Art seiner neuen Gouvernante sieht er zugleich mit Besorgnis und mit Faszination. Aber wenn er sich eines nicht leisten kann, dann ist das Ablenkung. Egal, wie reizvoll sie auch sein mag ...
Karen Witemeyer liebt historische Romane mit Happy End-Garantie und einer überzeugenden christlichen Botschaft. Nach dem Studium der Psychologie begann sie selbst mit dem Schreiben. Zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Texas.
“Gott“, flüsterte Isabella endlich, „ich weiß, das du manchmal Ja und manchmal Nein sagst, aber diesmal musst du Ja sagen. Du musst Papa Gidyon gesund machen. Letztes Mal habe ich nur allein gebetet. Jetzt bete ich zusammen mit Miss Proctor. Also musst du zustimmen, weil wir zwei zu eins... “Gott“, flüsterte Isabella endlich, „ich weiß, das du manchmal Ja und manchmal Nein sagst, aber diesmal musst du Ja sagen. Du musst Papa Gidyon gesund machen. Letztes Mal habe ich nur allein gebetet. Jetzt bete ich zusammen mit Miss Proctor. Also musst du zustimmen, weil wir zwei zu eins in der Überzahl sind. Amen.“ Zum Inhalt: Obwohl sie in Cisco eine ausgezeichnete Anstellung als Lehrerin hat träumt Adelaide Proctor auch von der ganz großen Liebe. Doch dann fällt sie bei ihrer Jagd nach einem Ehemann ganz gewaltig auf die Nase. Kurzerhand nimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin auf einer Schaffarm in Texas an. . Auf der Schaffarm angekommen lernt sie ihre Schülerin Isabella kennen und deren Vater Gidyon Westcott kennen. Dieser kümmert sich seit dem Tod von Isabellas Mutter rührend um das Kind. Doch macht er sich auch große Sorgen um die Kleine, spricht sie doch seit dem Tod der Mutter kein Wort mehr. Aber vielleicht können ja die etwas unkonventionellen Methoden der neuen Hauslehrerin, Isabella wieder aus ihrem Schneckenhaus herauslocken, bevor sie sich gänzlich darin verkriecht. Und vielleicht bringt ihre aufgeweckte und fröhliche Art auch etwas Ablenkung in sein eigenes Leben, obwohl er sich die bei seiner ganzen Arbeit kaum leisten kann. . Meine Meinung: Wie viel Leid kann eine Kinderseele ertragen. Das war das erste woran ich denken musste als ich Isabella kennen lernen durfte. Wenn man ihrem Vater Gidyon Glauben schenkt, war Bella einmal ein fröhliches und aufgewecktes Kind. Doch nun, nach dem Tod der Mutter hat sich fast vollständig in sich zurückgezogen. Ich für meinen Teil habe regelrecht mit Gidyon gelitten, wenn er sich Gedanken um Bella machte. Aber genauso habe ich mit ihm angefangen zu hoffen, als sie das erste Mal lachte. . Dieser Roman ist so voller Gefühl geschrieben, das es einem einfach bei allen Protagonisten immer wieder so ging. Man weint und lacht mit ihnen. Die Geschichte ist mal unglaublich spannend und dann auch wieder ungeheuer romantisch und melancholisch, und bei diesen ganzen Gefühlen die auf einen als Leser einprasseln, hat man ständig das Gefühl, alles hautnah mit zu erleben. Vor allem da auch die Protagonisten niemals die Hoffnung aufgeben, sondern ist die Situation auch fast ausweglos immer noch einen neuen Funken Hoffnung aufbringen können. . Fazit: Sturz ins Glück ist wieder so ein Schmuckstückchen aus dem Francke Verlag, das man einfach nicht weglegen kann und mag, bevor man nicht die ganze Geschichte über die Protagonisten erfahren hat, und weiß alles kommt zu einem guten Ende. Ein Roman über die Liebe der Menschen, den Glauben zu Gott und die Hoffnung dass es auch in der dunkelsten Stunde immer irgendwo einen Lichtschein geben wird.
"Hitze stieg Adelaide in die Wangen, doch sie hielt den Kopf hoch erhoben. Sie war noch nie stolzer gewesen, am Arm eines Mannes geführt zu werden. Gideon war gut aussehend und bezaubernd, rücksichtsvoll, aufmerksam und gütig - und britisch! All diese Jahre hatte sie mit Jane Austens Romanen gelebt... "Hitze stieg Adelaide in die Wangen, doch sie hielt den Kopf hoch erhoben. Sie war noch nie stolzer gewesen, am Arm eines Mannes geführt zu werden. Gideon war gut aussehend und bezaubernd, rücksichtsvoll, aufmerksam und gütig - und britisch! All diese Jahre hatte sie mit Jane Austens Romanen gelebt und jetzt erlebte sie ihren eigenen. Was konnte großartiger sein als das?" (S. 131) Zur Story: Adelaide Proctor ist Lehrerin, sehr gläubig und auf der Suche nach ihrer großen Liebe. Diese glaubt sie auch in Henry, einen reisenden Kaufmann, gefunden zu haben. Wild entschlossen ihm einen Heiratsantrag zu entlocken, reist sie ihm nach Fort Worth nach. Doch dort angekommen muss Adelaide feststellen, dass Henry bereits Frau und Kind hat. Adelaide ist tief bestürzt, hat sich doch alles aufgegeben um sich ihre Mädchenträumen zu erfüllen! Doch sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und bewirbt sich kurzerhand als Privatlehrerin auf einer Farm außerhalb der Stadt. Diese Farm gehört Gideon Westcott, eigentlich ein alleinstehender Mann. Doch das Schicksal hat ihm eine Ziehtochter beschert. Auf der Überfahrt von England nach Amerika verstarb die Mutter des kleinen Mädchens und Gideon soll sich nun um sie kümmern. Doch leider stellt sich dies als wesentlich schwerer heraus, wie gedacht - seit dem Tod der Mutter spricht das Mädchen Isabella kein Wort mehr. Bereits beim ersten Zusammentreffen von Adelaide, Gideon und Isabella wird schnell klar: es scheint sich ein unsichtbares Band zwischen den dreien zu befinden. Doch das Schicksal meint es immer noch nicht gut mit ihnen, es stehen weitere Prüfungen bevor, die besonders Gideons und Adelaides Glauben in Frage stellen... Der Stil: Ganz im Sinne von Texas im Jahre 1883, orientiert sich der Roman an den sprachlichen Gepflogenheiten von damals. Dies verleit dem Buch einen gewissen Charme, der sehr zum positiven Lesefluss beiträgt. Mir fiel es nicht eine Sekunde lang schwer, mich in die entsprechenden Personen honeinzu versetzen. Karen Witemeyer hat dem Roman durch die liebenswerte aber auch tollpatschige Protagonistin eine Leichtigkeit verschafft, wodurch die Seiten nur so dahin geflogen sind. Anfangs scheint es eine reine Liebesgeschichte zu werden, ändert sich dies im Laufe jedoch und die Spannung steigt immer weiter. Die Kapitel sind meist recht kurz gehalten und knüpfen auch meist direkt aneinander an. Mal sieht man die Welt aus Adelaides Sicht und dann wieder aus Gideons, aber ohne dabei den Ich-Erzähler zu verwenden. Ein großes Lob dafür, ich habe bisher kaum ein Buch gelesen bei dem dies so gut umgesetzt worden ist. Mein Fazit: Ein wunderschön geschriebenes Buch, über eine Zeit mit der ich bisher nicht viel anfangen konnte. Doch Karen Witemeyer hat es geschafft, sowohl die verschiedenen Themen (u.a. Glaube, Liebe, Gesellschaft) sehr glaubwürdig darzustellen. Es gibt keine Ungereimtheiten oder offene Fragen wie es bei historischen Romanen durchaus schon mal vorkommen kann. Das gesamte Buch ist in sich geschlossen und auf jeden Fall eine Empfehlung!
Adelaide: junge Lehrerin, verträumt, tollpatschig, lesewütig und voller Ideologien hat alles aufgegeben. Ihr Leben in der Stadt Cisco, wo sie eine gute Stelle als Lehrerin hatte. Doch dann begegnete sie Henry Belcher, einem fahrenden Buchhändler. Sie verliebte sich sofort in ihn und hoffte auf einen Heiratsantrag - der leider... Adelaide: junge Lehrerin, verträumt, tollpatschig, lesewütig und voller Ideologien hat alles aufgegeben. Ihr Leben in der Stadt Cisco, wo sie eine gute Stelle als Lehrerin hatte. Doch dann begegnete sie Henry Belcher, einem fahrenden Buchhändler. Sie verliebte sich sofort in ihn und hoffte auf einen Heiratsantrag - der leider nie kam. In der Hoffnung, Henry überraschen zu können, kündigt Adelaide ihre Stelle und zieht nach Fort Worth. Doch die Begegnung mit Henry verläuft ganz anders, als sie es sich erhofft hat und nun steht sie da - ohne Arbeit und ohne Wohnung. Da fällt ihr Blick zufällig auf eine Stellenausschreibung. Gideon Westcott sucht für seine adoptierte Tochter eine Hauslehrerin. Gemeinsam mit 2 anderen Bewerberinnen macht sich Adelaide auf den Weg zur einsam gelegenen Schaffarm und kann den englischen Gentlemen überzeugen. Alles läuft gut, Adelaide erobert das Herz der stummen Isabelle im Sturm. Als Adelaide das Tagebuch von Isabelles verstorbener Mutter findet, wird ihr klar, dass Isabelle in Gefahr ist. Können sie und Gideon das Mädchen beschützen? Karen Witemeyers Romane stehen für Wilder Westen, Liebe, eine Prise Humor und Leben nach Gottes Willen. Dies war das 3. Buch der Autorin, das ich gelesen habe und auch wenn ich es anfangs gut fand, weil mir Adelaide mit ihrer Tollpatschigkeit und Lesewut als Protagonistin gefiel, war ich ab der Hälfte des Buches gelangweilt. Ich hatte kurz vorher bereits „Kann es wirklich Liebe sein“ von derselben Autorin gelesen und deshalb kam mir vieles schon bekannt vor, d.h. Karen Witemeyer hat beim Schreiben ihr „Schema“ und dadurch wird es halt irgendwann langweilig. Gideon als adliger Schafzüchter war mir auch sympathisch und Isabelle, das stumme Adoptivkind, war auch ein liebenswertes Mädchen. Insgesamt war mir alles etwas zu brav. Auch wenn es sich um einen christlichen Roman handelt, hätte es doch ab und zu ein paar Ausreißer geben dürfen. :) Es gab zwar wieder den Bösewicht, der für Gefahr sorgte, aber das hat mich leider auch nicht mehr vom Hocker gerissen. Wilde Schiesserei am Ende – ja, das hatten wir doch schon mal...? Ich will dieses Buch gar nicht schlecht machen! Es hat auf jeden Fall seinen eigenen Charme und ist absolut lesenswert. Nur sollte man vielleicht nicht – so, wie ich – Romane dieser Autorin zu dicht hintereinander lesen. ;) Zum Entspannen gut geeignet!