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|Apokryphe Schriften|

In den ersten Jahrhunderten nach Christus entstanden neben den Evangelien und Briefen auch andere Schriften, die in den Urgemeinden ebenfalls gelesen wurden, im Laufe der Zeit aber vom Klerus als unwahr, gefälscht oder unchristlich angesehen wurden.|
Diese so genannten Apokryphen ("Verborgenen") erfuhren keine Aufnahme in den Kanon der Bibel, obwohl sie auch von Jesus (oft in haarsträubenden Geschichten) und seinen Erlebnissen berichten.
Zahllose Evangelien und Berichte über Jesus und die Apostel, vorwiegend sektiererische Um- und Nachbildungen kanonischer Schriften, waren in regem Umlauf. Man unterscheidet apokryphe Evangelien, Apostel- geschichten und Apokalypsen.
Viele solcher apokryphen Texte sind noch heute in Buchhandlungen erhältlich.

Zu den bekannteren gehören: Das Evangelium des Jakobus, des Petrus, des Nikodemus, des Philippus und des Thomas, das Evangelium über die Kindheit Jesu (Siehe Link "Jesusī Kindheits-Evangelium"), über Maria und Josef, die Apostelgeschichte des Philippus, des Andreas, des Thomas und außerdem die Apokalypsen des Petrus, des Paulus und des Thomas. |
Im 3. Jahrhundert verfasste ein Fälscher in Ägypten ein Evangelium, das Gespräche zwischen dem auferstandenen Jesus und seinen Jüngern beschreibt. Es gibt vor, von Jesus persönlich zu stammen und steht in der Ich-Form.
Die Bücher, die schlussendlich Eingang in die Bibel gefunden haben, sind also eine relativ wahllose, von Menschen entschiedene Auswahl. Nichts deutet darauf hin, dass die Bibel in einem Guß, von Gott eingegegeben, abgefasst wurden.
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|©Johannes Maria Lehner|

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