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Herren Cotte
Hier sind 2 Beispiele einer Cotte als Oberbekleidung für die höheren Stände zu sehen. Beide Cottes sind für Anlässe für das Museum Lenzburg entstanden.
Die grüne Cotte ist für die Darstellung von Albrecht III von Habsburg (1173) entstanden.
Albrecht trug den Beinahmen „der Reiche“ was auch in seiner Kleidung ersichtlich sein sollte. Der grün/gelbe Seidenstoff ist ein Replika eines Fundes aus dem frühen 13. Jahrhundert. Bestickt wurden die Besätze mit Flussperlen, welche auch schon im Hochmittelalter gerne verwendet wurden um seinen Reichtum zur Schau zu stellen.
Die rote Cotte soll den Darsteller von Ulrich IV von Lenzburg (1160) einkleiden. Leider fehlen hier noch die mit Goldlahn und Flussperlen bestickten Besätze.
Als Cotte wird das Unterkleid von Männern und Frauen bezeichnet. Die Cotte wird über der Chainse (dem Leibhemd) und unter der Surcot getragen.
Sie kann jedoch auch für Handwerker und Leute aus den einfacheren Ständen als Oberbekleidung dienen.
Dient die Cotte als Oberbekleidung ist sie in der Regel aus Wolle gefertigt und gefüttert. Leinenfunde sind selten.
Die Länge der Männercotte variiert in den Jahrhunderten in der sie getragen wurde. Zu Beginn des Hochmittelalters ist sie für Männer aus den höheren Ständen Knöchel- bis Mitte-Wadenlang. Für Handwerker, Bauern und einfachere Stände reichte sie bis übers Knie. Der Halsauschnitt der Cotte ist eng. Er kann Rund sein, oder vorne geschlitzt.
Die Ärmel der Cotte sind im Hochmittelalter und frühen Spätmittelalter immer lang.