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Kriege Ludwigs XIV. Besonders war es
Rheinfelden, das damals Ausserordentliches zu leiden hatte. Neues Unglück brachten dann
die Napoleonischen Kriege, vor Allem die Durchzüge der österreichischen u. russischen Truppen in den Jahren 1813 und 1815. Inzwischen
war das Frickthal durch den
Frieden von Lunéville 1801 an Frankreich gekommen, nachdemBasel
schon zu verschiedenen
Malen Anstrengungen gemacht hatte, in seinen Besitz zu gelangen.
Napoleon I., der sich der Simplonstrasse zu versichern u.
darum das Wallis
an Frankreich zu ziehen wünschte, schlug der helvetischen Regierung vor, der
Schweiz als Ersatz das Frickthal zu
überlassen.
Diese wie das Wallis
protestierten vergeblich gegen diese Absicht. Während dieser Unterhandlungen hatten die
österreichischen Beamten fortwährend im Frickthal die Zehnten und Grundzinse eingezogen. Am stellte sich Dr.
Sebastian Fahrländer den in
Laufenburg tagenden Abgeordneten der Landschaft als Sendbote des französischen Gesandten und
der helvetischen Einheitsregierung vor und erklärte sich für beauftragt, das Frickthal für die
Schweiz
in Besitz zu nehmen und es als selbständigen Kanton unter französischem Protektorate zu organisieren. Es wurden nun die
Volksabgeordneten des Frickthales einberufen, die österreichischen Beamten in
Rheinfelden trotz ihres Widerstandes abgesetzt
und als neue Obrigkeit eine aus 5 ständigen Vertretern (je einem aus
Rheinfelden und
Laufenburg, die drei
andern aus den übrigen Gemeinden) bestehende Exekutivkommission bestellt.
Diese erliess zunächst eine von Sebastian Fahrländer als Präfekten des unter französischem
Schutze stehenden Frickthales
unterzeichnete Proklamation an das Volk. Am trat Frankreich das Frickthal offiziell an die helvetische Republik
ab, deren Senat seine Erhebung zum eigenen Kanton beschloss. Die Exekutivkommission wurde durch eine
Verwaltungskammer ersetzt, die bis zu dem von der Mediationsakte angeordneten Anschluss des Frickthales an den Kanton Aargau
(1803) im
Amte blieb.