Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03415.jsonl.gz/493

Im Finale des McDonalds Bodensee Open standen sich erstmals in der elfjährigen Turniergeschichte mit Sandro Ehrat (N1.9) aus Schaffhausen und Jakub Paul (N1.7) aus Chur zwei Einheimische gegenüber. Die beiden Davis-Cup-erfahrenen Spieler fühlten sich auf den Egnacher Hallenplätzen wohl und demonstrierten auch im Finale Weltklassetennis. Lagen die Vorteile zunächst beim jüngeren Jakub Paul, setzte sich am Ende der Routiniertere durch. «Es war ein sehr enges, hart umkämpftes Finalspiel», so Ehrat, der als erster Schweizer den Siegescheque von 10'000 Franken entgegennehmen durfte.
Belinda Bencic bleibt die Einzige
Die Hoffnung, dass acht Jahre nach dem Triumph von Belinda Bencic wieder eine Schweizerin als Siegerin gefeiert werden kann, blieb bis zum letzten Turniertag bestehen. Alina Granwehr (N2.15), amtierende Junioren-Vize-Europameisterin, hatte sich nach einem zähen Erstrundensieg zum Auftakt in den Viertelfinals gegen die an Nummer drei gesetzte Französin Elena Malygina (N2.13) in einen Rausch gespielt. Auch in den Halbfinals gegen Sofia Shapatava (N1.8), auf der Weltrangliste als 278 geführt, konnte das 18-jährige Nachwuchstalent aus Wilen gut mithalten. In der entscheidenden Phase gewann jedoch die WTA-erfahrene Shapatava die Überhand. Damit standen sich im Finale mit Sofia Shapatava aus Georgien und die Slowenin Dalila Jakupovic (N1.8) die Nummern eins und zwei der Setzliste gegenüber. Jakupovic, die es bei den US Open im Doppel schon in die Viertelfinals geschafft hatte und vor drei Jahren die Nummer 69 der Welt war, liess ihrer Kontrahentin keine Chancen. Der erste Turniersieg einer Slowenin fiel überzeugend aus.
Weiterhin Weltklassetennis in Egnach
Nach zehn erfolgreichen Auflagen auf Sand fand das diesjährige McDonalds Bodensee Open erstmals in der Halle statt. Weltklassetennis mit Teilnehmenden aus 15 Nationen, eine einzigartige Ambiance im Tournament-Village und die perfekte Turnierorganisation zeichneten das grösste Preisgeldturnier in Europa aus. «Das grosse Interesse vom Samstag und das durchwegs positive Feedback unserer Gäste am Livekonzert bestätigten uns, dass unser Format ankommt. Die gesamthaften Zuschauerzahlen werden wir analysieren und wollen es beim nächsten Mal besser machen», so Mäx Andys und Franco Baldella. Offenbar waren weniger Zuschauer als erwartet gekommen. Fest steht schon jetzt: Das McDonalds Bodensee Open geht im 2022 in die zwölfte Runde.
Vieles spricht für die Halle
«Der Novembertermin ist ideal. Ich würde deshalb eine Fortsetzung in der Halle bevorzugen», sagt Zuschauer Simon Wirth, der sich keine der letzten elf Auflagen entgehen liess und sich weiterhin Weltklassetennis in der Region wünscht. Auch die beiden Finalistinnen Sofia Shapatava und Dalila Jakupovic favorisieren die Indoor-Austragung: «Der Hallenbelag ist genial und die Ambiance war genauso toll wie im Sommer». Diese Aussagen dürften Mäx Andys und Franco Baldella bestärken. Denn auch die beiden Organisatoren liessen bereits durchblicken, dass sie eine Neuauflage in der Halle favorisieren.