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Rorschach–Heiden
|Kürzel||RHB|
|Bahntyp||Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1875-09-06|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1875 eröffnete RHB war eine Aktiengesellschaft. 5.7 Kilometer der normalspurigen Strecke wurden mit Zahnstange befahren (System Riggenbach, maximale Steigung 90 Promille). Das Appenzellische Dorf Heiden entwickelte sich in der Belle Epoque zu einem beliebten (Luft-) Kurort mit Hotels und Bädern. Ende der 1890er-Jahre stockte die RHB ihr Rollmaterial für den Güterverkehr erheblich auf. Dieser gewann in der Folge stark an Bedeutung.
Die RHB hatte von Anfang an etliche finanzielle Schwierigkeiten. Wegen ungenügenden Betriebserträgen konnte jeweils nur ein Teil der Anleihezinsen bezahlt werden (die nicht bezahlten Zinsen sind in der Datenbank als «Betriebssubventionen» erfasst). 1887 wurden die aufgelaufenen Zinsschulden von 240'000 Franken zur Bereinigung der Bilanz in «Anleihen zweiten Ranges mit bedingtem Anrecht auf Verzinsung» umgewandelt. Faktisch handelte es sich dabei jedoch um ein zinsloses Darlehen. 1890 schliesslich musste der Nennwert der Aktien zur Schuldentilgung um 100 Franken herabgesetzt werden. Die so freigewordenen Mittel von total 280'000 Franken setzte man hauptsächlich zur Deckung des Passivsaldos ein. 40'000 Franken schrieb man ausserdem vom Baukonto ab, 34'269 Franken wurden auf die neue Rechnung vorgetragen. Danach verbesserte sich die Situation der RHB jedoch zusehends. Die Erträge sowohl aus dem Personen- wie aus dem Gütertransport stiegen beachtlich an. Ab 1903 bis 1913 konnte die RHB alljährlich eine Dividende von knapp 3 Prozent des Aktienkapitalwerts ausrichten und überdies Reserven anlegen. Der Ausbruch des Weltkriegs 1914 beeinträchtigte zwar den Personenverkehr, doch dank wachsenden Einnahmen aus dem Gütertransport überstand die RHB die Krisenjahre vergleichsweise gut. Die Betriebsergebnisse blieben stets im positiven Bereich. Passivsaldi musste sie keine vortragen.
1930 wurde die RHB elektrifiziert (Wechselstrom).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.