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Als Lara Russo, Cally Guasti und Reese Werkhoven es sich auf ihrer neuen Couch gemütlich machten, um gemeinsam einen Film zu schauen, hätten sie wohl nie gedacht, dass sie am Ende des Abends schreiend in ihrer WG herumhüpfen werden. Denn während der Film lief, spürten sie, dass sich etwas unter den Kissen befand. Als sie den Reissverschluss des Bezugs öffneten, fanden sie einen Umschlag mit 4000 Dollar. Und das war erst der Anfang.
Ein Couvert nach dem anderen zogen sie aus dem Sofa, das sie wenige Monate zuvor bei der Heilsarmee gekauft hatten. «Wir flippten völlig aus», sagt Reese Werkhoven gegenüber «CBS New York». Als sie das viele Geld auf dem Bett ausbreiteten, zählten sie 40'800 Dollar. «Unsere Nachbarn dachten sicher, wir hätten im Lotto gewonnen, weil wir so geschrien haben», erinnert sich Cally Guasti. Natürlich fingen die drei Freunde sofort an zu träumen: «Reese dachte darüber nach, seiner Mutter ein Auto zu kaufen. Oder ein Boot», berichtet Lara Russo.
Doch schon bald folgte die Ernüchterung. Sie fanden auf einem der Umschläge einen Namen. «Da wussten wir, dass wir das Geld nicht verdienen», so Guasti. Sie zögerten eine Weile. Was, wenn das Geld einem Drogendealer gehört? Doch schliesslich suchten sie im Telefonbuch nach der Frau, der das Sofa offenbar zuvor gehört hatte. Werkhoven rief bei ihr an und sagte: «Wir haben ihre Couch gefunden.» Die Antwort der 91-jährigen Dame: «Oh mein Gott, ich habe sehr viel Geld in dem Sofa gelassen.»
Die rechtmässige Besitzerin des Geldes, die anonym bleiben möchte, erzählte den Jugendlichen daraufhin, dass sie jahrelang ihre Ersparnisse und jene ihres verstorbenen Mannes dort gehortet habe. Ihre Familienmitglieder hätten davon nichts gewusst. Deswegen dachten die auch, sie würden ihrer alten Mutter eine Freude machen, wenn sie die ramponierte Couch der Heilsarmee geben würden.
Als die 91-jährige Witwe am Telefon realisierte, dass sie ihr Geld wieder erhalten wird, war sie erleichtert. «Sie sagte einen wunderbaren Satz: ‹Das war mein Mann, der auf mich heruntersieht. Das musste so passieren›», sagt Guasti.
Die drei Freunde übergaben der Frau das Geld. Und 1000 Dollar durften Lara Russo, Cally Guasti und Reese Werkhoven schliesslich sogar behalten. «Ich denke gar nicht mehr darüber nach», meint Russo danach. Denn alle drei Mitbewohner sind sich einig: Sie bereuen nicht, das Richtige getan zu haben. Witzigerweise hätten sie die Couch sowieso nur gekauft, weil es die einzige war, die von der Grösse her in ihr Wohnzimmer gepasst habe, erinnert sich Russo. Denn eigentlich sei sie «hässlich und stinkt».