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Begonnen hatte es im Sommer 1947. Die Stadt Basel litt unter Wassermangel. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges liess den Wasserbedarf ansteigen, während die ausserordentlich trockene Witterung Grundwasserstände und Quellschüttungen dezimierte.
Aufbau der Schnellfilter im Areal Steinhölzli
In der Folge untersuchte das damalige Gas- und Wasserwerk Basel (heute IWB) verschiedene Möglichkeiten, wie das fehlende Trinkwasser in Zukunft beschafft werden könne. Es wurde die direkte Aufbereitung von Rheinwasser, die Herleitung von Seewasser – beispielsweise aus dem Vierwaldstättersee – und die Anzapfung von weit entfernten Grundwassergebieten geprüft. Von 1950 an wurden die Grundwasserverhältnisse in der Muttenzer Hard systematisch untersucht. Dabei konnte man sich auf Voruntersuchungen des Kantons Basel-Landschaft und der Gemeinde Muttenz in diesem Gebiet stützen.
Es zeigte sich, dass die weiteren Untersuchungen vorteilhafterweise gemeinsam durch die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft durchgeführt werden sollten. Eine «Arbeitsgemeinschaft für die Projektierung der Trinkwassergewinnung Hard» erarbeitete ein generelles Projekt für die künstliche Grundwasseranreicherung (Infiltration) mit aufzubereitendem Rheinwasser. Darin sind die Grundzüge für die Anlagen der Hardwasser AG, wie sie heute ausgeführt sind, festgelegt.
Das generelle Projekt fand die Zustimmung der Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Im November 1954 wurde ein Vertrag betreffend die Gründung einer Aktiengesellschaft zum Bau und Betrieb von Trinkwassergewinnungsanlagen in der Hard abgeschlossen und anschliessend von beiden Kantonsparlamenten genehmigt. Die Gründung der Hardwasser AG erfolgte am 19. Dezember 1955.
Treibende Kraft für die Planung und den Bau des Hardwasser-Werkes war Basel-Stadt gewesen. Die Wasserversorgung Basel benötigte dringend zusätzliche Wassergewinnungsmöglichkeiten. Dafür war das Gelände auf basellandschaftlicher Seite vorhanden. Die Baselbieter Gemeinden standen noch am Beginn einer grösseren baulichen Entwicklung. So hatte deren Beteiligung an der Hardwasser AG eher den Charakter einer Vorsorgemassnahme.