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Kürzlich besuchten einige Brüder von uns das ehemalige Franziskanerkloster in Zürich. Mit einer Gruppe konnten wir die noch heutigen Resten dieses ehemaligen Klosters besichtigen. Das Kloster wurde von den Minoriten (schwarze Franziskaner) gegründet. Über die Gründung selber liegen keine schriftlichen Quellen hervor. Wir wissen aber, dass das Kloster seit 1247/48 existierte.
Im Jahre 1524 wurde das Kloster durch die Reformation aufgehoben. In der Kirche wurde die kirchliche Ausstattung samt den Altären entfernt und der Gebäudekomplexes erhielt eine neue Funktion. Es
zog das Obmannamt ins Kloster, dass zuständig für die Verwaltung der ehemaligen Klostergüter war. Die Kirche wurde zu einem riesigen Kornspeicher umgebaut.
Im nördlichen Teil des Konventsgebäude zogen Brüder aus verschiedenen aufgehobenen Stadtzürcher Klöster ein. Sie erhielten dort eine Rente.
Das Obmannamt wurde im 19.Jahrhundert aufgehoben und es folgte der Umbau des Kirchenschiffs ins erste Stadtzürcher Theater. Die Finanzierung fand durch die "Aktengesellschaft für ein Theater und Museumsgebäude in Zürich" statt und 1834 folgte dann auch die Eröffnung des "Aktientheater". Durch ein Brand im Jahr 1890 wurde das ganze Haus (ehemalige Kirchenschiff) zerstört.
Das Klostergebäude wurde als Verwaltungsgebäude unterschiedlich genutzt. Im 19.Jahrhundert wurde es zur eidgenössischen Kanzlei, dann zogen die Zürcher Regierungskollegien ein und schliesslich wurde es 1873 zum Hauptsitz des Zürcher Obergerichts. Noch heute bestehend ist der Kreuzgang (nur intern begehbar) und Reste des Sommerrefektoriums.
In Zürich lebt heute eine kleine Gemeinschaft von vier Brüder an der Hofackerstrasse 19.
Am 2.Februar 2018 findet eine hl.Messe um 18 Uhr mit Kerzenweihe in der Hauskapelle statt. Dazu herzliche Einladung an alle!