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Im Final war Kerley praktisch gleich schnell wie im Halbfinal. Er siegte in 9,77 und bestätigte erneut seine Hochform. Tags zuvor im Vorlauf hatte er die globale Jahresbestmarke auf 9,83 gesenkt. Von den amerikanischen Sprintern waren bisher nur zwei, Tyson Gay mit 9,69 und Justin Gatlin mit 9,74, schneller als der Olympia-Zweite von Tokio. Kerley wird damit als erster Anwärter auf Gold an den Weltmeisterschaften gehandelt, die im nächsten Monat ebenfalls in Eugene stattfinden werden.
Die nationalen Meisterschaften gelten als Ausscheidungswettkampf für die Weltmeisterschaften. Die weiteren amerikanischen Starter aus den USA über 100 m werden Marvin Bracy und Trayvon Bromell sein, die hinter Kerley in 9,85 beziehungsweise 9,88 Zweiter und Dritter wurden. Dazu kommt Christian Coleman, der als Titelverteidiger von vornherein qualifiziert war.
Im Final trat Coleman, der im Halbfinal 9,87 gelaufen war, ohne Angaben von Gründen nicht an. Der Athlet aus Georgia hatte auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Japans Hauptstadt verpasst. Zu jener Zeit sass er wegen Verstössen gegen die Meldepflicht in Bezug auf seinen Standort eine 18 Monate dauernde Sperre ab.
Den Titel über 100 m bei den Frauen gewann Melissa Jefferson. Die Sprinterin aus South Carolina siegte bei einem Rückenwind von 2,9 m/s in 10,69, womit sie nur zwei Hundertstel über der Weltjahresbestzeit der Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce blieb.
Im Kugelstossen wurde Ryan Crouser seiner Favoritenrolle gerecht. Der zweifache Olympiasieger steigerte die eigene Jahresbestweite um zehn Zentimeter auf 23,12 m.
(sda)