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Hüttenkäse wird meist mit den 1980er-Jahren assoziiert. Damals kam er neu auf den Markt und begeisterte dank weniger Kalorien und vieler Proteine Ernährungsbewusste und Schlankheitsbeflissene gleichermassen. Käseliebhaber hingegen konnten dem neumödigen Produkt nie etwas abgewinnen. Dabei ist der Hüttenkäse wohl einer der ältesten Käse überhaupt. Vor dem 15. Jahrhundert war Lab, eine Substanz aus dem Kuhmagen, nördlich der Alpen nicht bekannt. Lab aber braucht es, um Hartkäse herzustellen. Insofern erlebte der Hüttenkäse vor rund 40 Jahren lediglich eine Renaissance, und zwar dank den Engländern. Sie waren es, die den Cottage Cheese wiederbelebten. Der Name ehrt die kleinen englischen Landhäuser, in denen Cottage Cheese vorwiegend produziert worden ist. Hiesiger Hüttenkäse, wie wir ihn heute kennen, wird aus pasteurisierter Magermilch hergestellt und mit Rahm veredelt. Der körnige Frischkäse schmeckt nahezu neutral, deshalb lässt er sich bestens mit Kräutern, Gewürzen, Gemüsen, aber auch mit Früchten und Honig aromatisieren. Er schmeckt zu Brot, Gschwellti, als Füllung von Gemüsen, Spinatkrapfen und Pita-Taschen sowie als Dip oder Tatar.