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Am kommenden Samstag wird der Flugverkehr unter dem Code von Air Berlin eingestellt. Kebekus drängte die deutsche Regierung und die Länder zum Handeln und forderte eine Entscheidung in den nächsten Tagen: "Air Berlin selber kann die Transfergesellschaft nicht alleine finanzieren, also brauchen wir Hilfe von den betroffenen Ländern und vielleicht auch vom Bund." Es gehe darum, "dass die öffentliche Hand den Beitrag bezahlt, den wir nicht leisten können".
Air Berlin hatte vergangene Woche Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller kontaktiert und eine mögliche finanzielle Beteiligung an einer Transfergesellschaft signalisiert. Gespräche über die Finanzierung zwischen den Bundesländern Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern laufen bereits.
Kritik gab es weiter an der Gehaltsgarantie für Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann. Politiker verschiedener Parteien warfen Winkelmann bereits unethisches Verhalten vor.
Kritik an Winkelmann-Entschädigungen
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, forderte nun, Winkelmann solle teilweise auf sein bis 2021 garantiertes Millionengehalt verzichten. Arbeitnehmer, die durch eine Unternehmenspleite ihren Job verlieren, seien verständlicherweise empört, "wenn sie hören, dass Manager vertraglich so abgesichert sind, dass sie Millionen erhalten", sagte Fuest dem "Handelsblatt".
Winkelmann war im Februar vom Lufthansa-Konzern nach Berlin gekommen. Für ihn wurde laut Geschäftsbericht von Air Berlin vereinbart, dass er auch im Falle einer ordentlichen Kündigung sein Grundgehalt von 950'000 Euro im Jahr bis Anfang 2021 bekommt.
Für das erste Jahr wurde zudem ein Mindestbonus von 400'000 Euro festgesetzt. Die Zahlungsverpflichtungen wurden durch eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro abgesichert.
(AWP)