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Der Olympic Park in London
Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem "Vogelnest" in Peking, ist das Londoner Hauptstadion eine eher einfache Konstruktion, die 486 Millionen Pfund (731 Millionen Franken) gekostet hat. Das Stadion soll nach den Spielen mit geringerer Kapazität als Heimstätte eines Fussballteams dienen. Tottenham Hotspur schien dabei lange in der Pole-Position, die Verhandlungen führten aber noch zu keinem Ziel.
Nachhaltigkeit als Trumpf
Michael Phelps und Konsorten schwimmen in einem Prunkstück um die Goldmedaillen. Das Gebäude, entworfen von der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid, hat den Blickfang durch das Dach, das in Form einer Welle gehalten ist.
Wie bei anderen Wettkampfstätten wird auch hier auf Nachhaltigkeit gesetzt. Nach den Spielen werden Tribünen auf den Seiten abgebaut. Die Kapazität wird dadurch von 17'500 auf 2500 Zuschauer reduziert. Die Halle steht anschliessend der Allgemeinheit zur Verfügung.
Velodrom als Glück
Von besonderem Interesse für die Briten ist das Velodrom, in dem die einheimischen Athleten im Idealfall zu einer Medaillenrazzia ansetzen. Die Halle wurde im Februar 2011 als erste Stätte fertig. Das Tageslicht soll so gut wie möglich genützt werden und das futuristische Dach von aussen die Steilwandkurve der Radrennbahn symbolisieren.
In der Riverbank Arena, wo die Landhockeyaner spielen, muss sich das Auge an ungewohnte Farben gewöhnen. Das Spielfeld ist in blau gehalten, der Sicherheitsbereich in rosa. Damit soll der Kontrast zu den gelben Bällen grösser sein.
82 Medaillensätze im ExCel-Center
Die meisten Medaillensätze, 82 von 302, werden im ExCeL-Center im Osten vergeben. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des in den Royal Docks liegenden Exhibition Centre London zusammen und beherbergt sieben Sportarten (Boxen, Fechten, Judo, Tischtennis, Taekwondo, Gewichtheben, Ringen).
In der am anderen Ufer der Themse gelegenen North Greenwich Arena, besser bekannt unter dem Namen O2-Arena, wo im November jeweils Roger Federer das Masters dominiert, stehen die Kunstturner im Einsatz und finden die Basketball-Finalspiele statt.
Sehenswürdigkeiten bei Spielen
London hat es aber auch verstanden, die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt in die Spiele zu integrieren. Fabian Cancellara und Co. fahren im Strassenrennen auf "The Mall", wo sonst die Queen mit ihren Staatsgästen entlang fährt. Der Hyde Park - eine öffentlich zugängliche, 1,4 Quadratkilometer grosse Grünanlage im Zentrum - bildet die perfekte Kulisse für die Triathlon-Konkurrenzen und das Schwimmen "open water".
Weitere beste Werbung in eigener Sache liefert unter anderem der Hampton Court Palace , ein Schloss im äussersten Südwesten der Stadt, wo Start und Ziel des Einzelzeitfahrens liegen, der Lord's Cricket Ground, in dem die Bogenschützen Gastrecht geniessen, und die Horse Guards Parade, wo vor 15'000 Zuschauern um Beachvolleyball-Edelmetall gebaggert und gehechtet wird.
Wimbledon im Zentrum
Gebannt wird die Weltöffentlichkeit auch nach Wimbledon blicken, wo vor allem drei Fragen im Zentrum stehen. Kann der Rasen in den nur 20 Tagen zwischen dem Männer-Endspiel der All England Championships und dem Beginn der Olympischen Spiele wieder auf Vordermann gebracht werden? Wie präsentiert sich eine der wohl traditionsreichsten Sportstätten weltweit im modernen, vor allem durch Olympia-Sponsoren veränderten Kleid.
Und was passiert bei längerem Regen? Der Zeitplan ist derart knapp, dass schon zwei Tage Dauerregen zu grösseren Problemen führen würden - vor allem, weil praktisch alle Spitzencracks (mindestens) im Einzel und Doppel antreten.
Wembley-Stadion: Tradition vergoldet
Am anderen Ende der Stadt, im Nordosten, geht es im Wembley vor 90'000 Fans um Fussball-Meriten. Das Turnier der prominent verstärkten U23-Auswahlen dürfte einmal mehr für einen gewaltigen Zuschauerboom sorgen. Die beteiligten Nationen zeigen ihr Können durchwegs vor würdiger Kulisse. Die weiteren Austragungsorte heissen Old Trafford (Manchester), Millennium Stadium (Cardiff), St. James' Park (Newcastle), Hampden Park (Glasgow) und City of Coventry Stadium (Coventry).
Neben den Fussballern sind vor allem die Segler in Weymouth an der Südküste weit von London entfernt im Einsatz. Die Ruderer stehen westlich von London in Eton Dorney im Einsatz, die Wildwasser-Kanuten im Lee Valley White Water Centre 30 Kilometer nördlich von London und die Mountainbiker in Hadleigh Farm, 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt.
Si