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HERMELIN & MAUSWIESEL
Mustela erminea & Mustela nivalis
Die Universität Bern (Institut für Ökologie und Evolutionsbiologie) arbeitet an einem Projekt zur Erforschung der Qualität und Wirksamkeit von Kleinstrukturen (Stein- und Asthaufen) in der Landwirtschaft, welche errichtet werden, um die Biodiversität zu fördern. Hermelin (Mustela erminea) und Mauswiesel (Mustela nivalis) sind zwei Zielarten, die genauer angeschaut werden sollen. Um diese beiden kryptischen Arten nachweisen zu können, wurden Anfang 2022 vier Artenspürhunde auf die Losung der Tiere trainiert.
Link zum Projekt der Universität Bern.
Die Hunde waren bereits erfolgreich und haben in der ersten Saison 46 genetisch bestätigte Hermelinlosungen gefunden. Einige zusätzlich angezeigte Proben waren genetisch nicht auswertbar und einige sind aktuell noch nicht ausgewertet worden.
Es war faszinierend zu sehen, wie die Hunde Proben von nicht Zielarten (jedoch teils nah verwandt und von Auge schlecht bis gar nicht zu unterschieden) wie Fuchs oder Marder ignorierten und nur bei Wiesellosung das antrainierte Anzeigeverhalten zeigten. Insgesamt sammelten wir 25 Proben, bei denen wir nicht sicher waren, die Hunde jedoch kein Anzeigeverhalten zeigten, und liessen sie mit den angezeigten Proben genetisch analysieren. Keine einzige ergab Hermelin oder Mauswiesel!
Die Hunde waren nicht nur äusserst spezifisch, sondern auch in der Lage Tiefenverstecke anzuzeigen, wenn sich die Losung IN einem Ast- oder Steinhaufen befand.
Aktuell arbeiten wir an einer Studie, um einen Standard für den Einsatz von Wiesellosungs-Spürhunde für Monitorings oder Erfolgskontorllen zu erarbeiten.
Alle Hermelin Bilder wurden uns freundlicherweise durch Albert Heeb zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!