Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/3078

Elektrolytstörungen in einem Halbmarathon
Geschrieben von VgJxDUum 20.01.2019 20:20 ( 848 x gelesen )
Dysnatremia among runners in a half marathon performed under warm and humid conditionsDie sog. Dysnaträmie wurde mit sportlichen Aktivitäten in Verbindung gebracht, insbesondere Langstreckenrennen und Ausdauersportarten. Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme ist mit einer Hyponatriämie verbunden. Diese aktuelle Studie zielte darauf ab, die Dysnaträmie und Risikofaktoren bei Halbmarathonläufern unter warmen und feuchten Umgebungsbedingungen zu bewerten. Beim Cali-Halbmarathon 2017 wurde eine Querschnittstudie unter zufällig ausgewählten Läufern durchgeführt. Läufer mit Diuretika-Therapie oder mit bekannter Nierenerkrankung wurden ausgeschlossen. Die Teilnehmer durchliefen eine zweitägige Untersuchung. In der ersten Beurteilung wurden die Vorgeschichte, die Trainingsgeschichte, der Body-Mass-Index und die Vorgeschichte bestimmt. Die Symptome von Dysnaträmie und der Flüssigkeitsverbrauch während des Rennens wurden während der zweiten Beurteilung registriert, und es wurde auch eine Blutabnahme mit Serumnatrium nach dem Lauf durchgeführt. 130 Läufer wurden in die Studie einbezogen. Die vollständige 2-Tage-Bewertung wurde an 81 Teilnehmern (62%) durchgeführt, die in die Endanalyse einbezogen wurden. Es wurden keine Fälle von Hyponatriämie gefunden. Stattdessen gab es sechs Fälle von asymptomatischer Hypernatriämie (7,4%). Diese Hypernatriämie hatte einen statistisch signifikanten Zusammenhang mit niedrigerer Häufigkeit und Volumen der Flüssigkeitsaufnahme während des Rennens. Die Hyponatriämie wurde mit einer hohen Flüssigkeitsaufnahme bei Rennen bei kühlem Wetter wie dem Boston-Marathon im Frühjahr in Verbindung gebracht. Im Gegensatz dazu wurde hier vermehrt eine Hypernatriämie bei einem Halbmarathon bei warmem und feuchtem Wetter gefunden, was mit einem geringeren Volumen und einer geringeren Häufigkeit der Flüssigkeitsaufnahme einherging. Dies deutet darauf hin, dass eine mittlere Flüssigkeitszufuhr von 900 ml während des Rennens unter warmen und feuchten Bedingungen dieses Ereignis verhindern könnte. Die Studie ist zu finden unter www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29955376
Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.