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Greifbühne

Die Schnellgreifbühne ist ein Relikt aus der apparativen Marktforschung der sechziger Jahre. Bei dieser Apparatur wurden der Versuchsperson in einem bühnenähnlichen Kasten eine Serie von Produkten oder Packungen präsentiert. Die Aufgabe lautete, blitzartig eines der ausgestellten Objekte herauszugreifen. Die schnelle und damit unreflektierte Handlung wurde durch einen Fallvorhang, der nach einer bis zwei Sekunden heruntersauste, erzwungen. Die Strafe für ein eventuelles Zögern war der Schreck des fallenden Vorhangs (nicht eine abgehackte Hand, diese Sicherung war im Gerät eingebaut). Mit der Untersuchungsanlage sollte nachgewiesen werden, wie ein Handlungsablauf ohne Nachzudenken vor sich geht.
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