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JBMC
Politik / Datensätze in der Schweiz
Der Bund und die Kantone unternehmen grosse Anstrengungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Förderung von Biodiversität.
Die letzteren werden aber durch flächendeckende Düngung aus der Luft sowie Tierwohlprogrammen wieder tendenziell erodiert, da ein verbesserter Tierschutz im Widerspruch zu den Umweltzielen der Landwirtschaft steht. Im Speziellen fallen z. B. in Freilaufställen die Ammoniakemissionen höher an als in Ställen, in welchen das Rindvieh angebunden ist.
Was Ammoniak, an Kosten verursacht
Urin und Kot produzieren Ammoniakemissionen (NH3). Zusammen mit Stickoxidemissionen (NOX) aus Industrie und Verkehr bilden sich in der Luft feine Staubkristalle. Diese Feinstaubkristallkonstellation macht mehr als 30 % des gesamten Feinstaubs in der Schweiz aus.
Die Gesamtkosten dieser Luftverschmutzung steigen je nach Berechnung zwischen CHF 940 Mio. und CHF 3.8 Mrd. pro Jahr. Diese Gesamtkosten sind insbesondere im Gesundheitssektor sichtbar, beispielsweise bei der Pflege der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
Düngung / Vorgang im Boden
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass Nährstoffe in angesäuerter Gülle von Pflanzen schneller und qualitativ besser aufgenommen werden. Dies hat einen einfachen Grund: Pflanzenwurzeln können Stickstoff in Form von Harnstoff, Ammonium oder Nitrat aufnehmen.
Aufgrund der schnellen Umwandlung von Ammoniak und Harnstoff in Ammonium (was bei unserer Aufbereitung erzeugt wird) absorbieren Pflanzen, nach der Ausbringung, meist Stickstoff in Form von Ammonium. Diese sogenannte „aktive Aufnahme“ hat den Vorteil, dass die Pflanzen nur so viel Stickstoff aufnehmen, wie sie in ihrem Reifestadium benötigen. Die Pflanzenbestände können somit die aufgenommene Stickstoffmenge kontrollieren und somit z. B. die richtige Stärke an Zellwänden produzieren und dabei ihre N-Düngerausnutzung deutlich erhöhen.