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Bundespräsident Alain Berset unterstützt den Plan des früheren Uno-Generalsekretärs Kofi Annan. Dieser sieht vor, dass die geflüchteten Angehörigen der Rohingya-Minderheit nach Myanmar zurückkehren sollen.
Berset besuchte am Dienstag ein Flüchtlingslager der Rohingya in Kutupalong im Südosten von Bangladesch. Der Bundespräsident konnte laut der Nachrichtenagentur AP auch Gespräche mit Flüchtlingen im Bezirk Cox's Bazar führen.
Im Oktober hatte Annan den Uno-Sicherheitsrat dazu aufgerufen, mit Myanmar eine Lösung in der Flüchtlingskrise zu finden. Eine Kommission unter Leitung Annans hatte Ende August einen Bericht zur Lage der Minderheit in Rakhine veröffentlicht.
In der von der Regierung selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert das Gremium dazu auf, den Rohingya mehr Rechte zuzugestehen, darunter das Recht auf die Staatsbürgerschaft.
Fast 700'000 Rohingya sind seit dem Sommer letzten Jahres aus ihrer Heimat in der myanmarischen Provinz Rhakine ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Auslöser war eine Offensive der Armee Myanmars. Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, bezeichnete die Militäraktionen als ethnische Säuberungen, die zu einem Religionskonflikt in der Region führen könnten.
Bersets Reise in Bangladesch dauert vier Tage. Es ist der erste Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten seit der Unabhängigkeit Bangladeschs von Pakistan im Jahr 1971. Am Montag traf er sich auch mit Staatspräsident Abdul Hamid. (sda)