Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03338.jsonl.gz/2395

Die Geschichte des Birchermüeslis
Die Geschichte begann damals, ca. im Jahr 1900, mit einem Schweizer Arzt namens Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner. Diesem wurde auf einer seiner Wanderungen von einer Sennerin etwas Müsli-Ähnliches, was er vorher noch nie gegessen hatte, angeboten. Dieses Gericht hat ihn so fasziniert, dass er, kaum war er wieder zu Hause, die Idee hatte diese Speise etwas anzupassen und für eine seiner Patienten zu verwenden. Man könnte dieser angepassten Speise auch «Apfeldiätspeise» sagen. Der Grund dafür war, dass er bis vor seiner Wanderung keine passende Medizin für seine Patientin, welche an Osteoarthritis erkrankte, hatte. Auch zu erwähnen ist, dass Herr Dr. Bircher-Benner andere Methoden als normale Ärzte für die Heilung von Patienten und Patientinnen entwickeln und verbreiten wollte. Zusätzlich dazu entwickelte er auch die heute noch bekannte Rohkostreiche Diätetik. Bei dieser Diät nehmen die Patientinnen und Patienten jeweils nur Rohkost zu sich, bevor sich anschliessend auf vegane und laktosefreie Kost umsteigen. Sogar er selber machte diese Diät da bei ihm die Gelbsucht diagnostiziert wurde. Trotz der Diskussion mit der Opposition, die diese Diät für unvernünftig hielten, verwendeten immer mehr Krankenhäusern und andere Ärzte diese Rohkost-Diät. Abschliessend ist noch zu erwähnen, dass seine damalige Patientin den Spitz- bzw. Rufnahmen «Müsli» hatte. Somit fügte sich hier eines mit dem anderen zusammen und das Birchermüesli bekam seinen Namen.
Das Originale Birchermüesli
Das originale Birchermüesli besteht unter anderem aus mit Milch und Wasser eingeweichten Haferflocken, Zitronensaft, geriebenen Äpfeln und Mandeln. Es wird jeweils empfohlen, das Müesli eine Nacht vorher zu zubereiten, damit die Haferflocken vollständig aufgeweicht sind. Das Müesli wurde (und wird auch heute) manchmal noch mit Chia Samen «aufgepeppt» und vorerst in Restaurants, welche vegetarische Speichen anbieten, verkauft. Zusätzlich wurde es auch in Klöstern und Gefängnissen angeboten.
Der Allround Energielieferant
Das Müesli bekam, unter anderem auch durch das Bircher-Benner Sanatorium «Lebendige Kraft», immer mehr an Bekanntheit und Mann und Frau assen die Mahlzeit auch als Abendessen. Step by step verbreitet es sich in der ganzen Welt. Jedoch war die Welt damals, im Vergleich zu heute, noch nicht so digital und dynamisch unterwegs. Somit dauerte es fast das ganze 20. Jahrhundert. Der Grund dafür das es immer bekannter wurde, ist, dass es ein echter Allroundversorger für den Körper ist, Energie für den ganzen Tag liefert und vor allem auch satt macht. So liefern die Äpfel jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, das Getreide die nötigen Ballstoffe für die gesunde Verdauung und die Nüsse stecken voller wertvoller ungesättigter Fette. Und wie sagt man so schön – das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages! Auch ist es super schnell zubereitet, gesund, flexibel anpassbar und LECKER. 😊
Das Birchermüesli Heute
Auch heute gibt es das bekannte Birchermüesli noch. Jedoch versteht jeder darunter etwas anderes. Einige mögen es so wie die Originalrezeptur es vorgibt, die anderen mögen die beerige Variante lieber. Wieder andere mögen es lieber mit Zitrusfrüchten oder ganz ohne Früchte. Auch wird manchmal noch Jogurt oder Quark hinzugefügt, was es noch cremiger macht. Bei der eigenen Zubereitung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Natürlich gibt es auch für diejenigen, welche laktoseintolerant sind oder vegan leben, ein Birchermüesli. Dort wird natürlich die darin enthaltene Milch durch z.B. Mandelmilch ersetzt.
Wer hätte gedacht, dass so eine leckere und einfache Speise, aufgrund einer fehlenden Medizin konzipiert und für eine ärztliche Behandlung verwendet wurde? Wir jedenfalls nicht!