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Systemrelevanz der 29 größten Banken wurde neu eingestuft
Der Finanzstabilitätsrat in Basel hat eine neue Liste mit der aktuellen Risiko-Einstufung der 29 weltweit größten Banken veröffentlicht, um die Systemrelevanz der Institute aufzuzeigen.
Entspannung in Sicht?
Überraschend tauchen die amerikanische Citigroup und die Deutsche Bank nicht mehr im Korb 4, also bei den für das gesamte Finanzsystem gefährlichsten Banken, auf. Dort finden sich noch die britische HBSC und die amerikanische JP Morgan Chase, die somit einen zusätzlichen Kapitalpuffer von 2,5 Prozent anlegen müssen. Im Korb 3 allerdings, der eine hohe Systemrelevanz und die Verpflichtung für 2 Prozent zusätzlichen Puffer beinhaltet, sind dann neben der Citigroup und der Deutschen Bank auch Barclays und BNP Paribas eingestuft. Credit Suisse und UBS wurde eine mittlere Relevanz attestiert, sie müssen einen zusätzlichen Puffer von 1,5 Prozent schaffen. Die vermeintliche Entspannung, da nur noch für zwei Bankhäuser dramatische Folgen bei einer Insolvenz festgestellt wurden, ist im Kontext des Bewertungsmaßstabes zu relativieren.
Bewertungsgrößen für die Einstufung
Ausschlaggebend sind neben der Größe des Finanzinstitutes, die anhand der vergebenen Kredite und der in den Büchern befindlichen Finanzpapiere eingeschätzt wurde, auch deren Vernetzung mit anderen Banken sowie das Ausmaß an grenzüberschreitenden Verbindlichkeiten und Forderungen, die im Ernstfall eine Kettenreaktion verursachen könnten. Des Weiteren wurden die mögliche Ersetzbarkeit durch andere Banken und die grundsätzliche Rolle im Finanzsystem bewertet. Am Beispiel der Deutschen Bank, deren Bilanz durch neue Verrechnungsmethoden geschrumpft wurde, wird klar, dass diese Einschätzung nur sehr oberflächlich ist. Sollte sie je pleite gehen, müssten die Steuerzahler sie in jedem Fall auffangen - nur muss sie sich jetzt weniger Eigenkapitalpuffer zulegen.