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Welche vergrössernden Sehhilfen (Low Vision) stehen zur Verfügung?
Begleitend zu therapeutischen Massnahmen sollen betroffene Menschen eine qualifizierte Rehabilitation mit vergrössernden Sehhilfen erhalten. Das Ziel dieser sogenannten Low-Vision-Rehabilitation ist es, das vorhandene Sehpotenzial bestmöglich zu nutzen. Dabei steht eine ganze Reihe von Sehhilfen zur Verfügung. Mit diesen Hilfsmitteln wird das intakte äussere Gesichtsfeld besser ausgenutzt, sodass Arbeiten auf nahe Distanzen und das Lesen selbst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung möglich bleiben.
Unter anderem stehen folgende Sehhilfen für Ferne und Nähe zur Verfügung: Handlupen, Lupenbrillen, Fernrohrbrillen, Vergrösserungssysteme für Computer, Bildschirmlesegeräte, Sprachausgabe etwa auf Smartphones und Tablets, Scanner und Grossdruck. Im Rahmen einer Low-Vision-Beratung (siehe nächstes Kapitel) können sich betroffene Menschen über die möglichen Sehhilfen informieren und beraten lassen, welche Geräte sie beim Lesen und/oder Sehen am besten unterstützen.
Bibliotheken für Blinde und Sehbehinderte bieten Hör- und Grossdruckbücher an und der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband bietet ein spezielles Programm für die Lektüre von Tageszeitungen an. Auskunft über alle Hilfeleistungen geben die lokalen Beratungsstellen für Blinde und Sehbehinderte.