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So wie das Desinfizieren der Hände und das Tragen von Masken wurde das Testen auf das Coronavirus ein Teil des Pandemiealltags. Wer positiv getestet wurde, galt (und gilt) als infiziert und muss in häusliche Absonderung, um einer Weiterverbreitung entgegenzuwirken.
Was auf den ersten Blick logisch und im Sinne der Eindämmung der Pandemie notwendig erscheint, bringt allerdings diverse wissenschaftliche und praktische Probleme mit sich.
Der von Kary Mullis erfundene und von Christian Drosten für die Testung auf das Coronavirus weiterentwickelte RT-PCR Test wird oft als der „Goldstandard“ bezeichnet. Dieser Begriff bedeutet, dass eine Methode als die medizinisch beste Möglichkeit der Diagnostik gilt. Allerdings gibt es beim PCR Test eine Reihe von Problemen, wenn man ihn als diagnostisches Instrument einsetzt:
- Die Spezifität des PCR-Testverfahrens wird mit 99% angegeben. Das bedeutet 99% der nicht Infizierten, die getestet werden, erhalten ein Negativergebnis und es gibt 1% Falschpositive. Das klingt erst einmal gut. Wenn man aber bedenkt, wie viele tausend PCR-Tests täglich gemacht werden, dann summiert sich das. Die Massentestung Symptomloser führt also zu einem falschpositiven Ergebnis pro 100 Tests. Wenn man in einem Fußballstadion 30.000 männliche Fußballfans einen Schwangerschaftstest durchführen lässt (Schwangerschaftstests haben eine ähnlich hohe Spezifität wie PCR-Tests), dann wird man 300 Schwangerschaften feststellen.
- Da das PCR-Testergebnis allein als Diagnostik ausreicht, jemand also als infiziert gilt, egal, ob er Symptome hat oder nicht, ist davon auszugehen, dass viele Gesunde in die Quarantäne geschickt werden. Die Universität Duisburg-Essen geht in einer Studie aus dem Sommer 2021 sogar davon aus, dass bis zu 80% der positiv Getesteten keine akute Viruslast haben, also nicht ansteckend sind. Die Annahme, dass auch Symptomlose infektiös sein können, beruht auf der Bewertung eines einzigen Falles aus China durch Prof. Drosten. Die Dame, die als „symptomlose Superspreaderin“ galt, hatte ihre durchaus heftig vorhandenen Symptome allerdings mittels Pillen unterdrückt, um arbeiten zu können.
- Die Tests werden mit zu hohen CT-Werten durchgeführt. PCR-Test Erfinder Mullis sagte dazu, man könne eigentlich alles mit dem Test nachweisen, wenn man wolle. Auch können die meisten Testverfahren nicht sicher zwischen den verschiedenen Grippe- und Coronaviren unterscheiden.
Eine Anwendung des PCR-Tests als zusätzliches Diagnosemittel bei Erkältungssymptomen würde also Sinn machen. Die Flächenanwendung des Tests als einziges Diagnosemittel führt aber zu sehr vielen Falschpositiven. Da das Testgeschehen als Fallzahlen, aus denen die 7-Tage Inzidenz errechnet wird, unmittelbare Auswirkungen auf die Bewertung des Pandemiegeschehens hat, müssen die medial täglich kommunizierten „Zahlen“ und ihre Bedeutung neu bewertet werden.
Auch dass ausschließlich der Nachweis eines positiven PCR-Tests dazu führt, dass man als „genesen“ gilt, ist in diesem Zusammenhang als problematisch einzustufen. Zum einen gibt es sicherlich viele, die am Coronavirus erkrankt sind, es aber nicht gemerkt haben, zum anderen gibt es, wie oben gezeigt, eine Reihe von falschpositiven Testungen. Das bedeutet, dass die eine Gruppe, die Antikörper gegen das Virus entwickelt hat, keinen Genesenen-Nachweis erhält und die andere, die überhaupt nicht mit dem Virus in Berührung gekommen ist, schon. Nicht nur in Hinblick darauf, dass ein Genesenen-Nachweis lange Zeit eine Eintrittskarte für das öffentliche Leben darstellte, sondern auch auf das Virusgeschehen an sich, erscheint diese Regelung nicht sinnvoll.
Das gilt in noch größerem Maße für die Antigen-Schnelltests, die eine noch niedrigere Spezifität (und Sensitivität, d.h. es gibt auch viele Falschnegative) haben als der PCR-Test, weshalb ein positiver Schnelltests ja lange Zeit auch einen PCR-Test indizierte, um das Ergebnis abzusichern.
Ein weiterer Punkt, der Fragen aufwirft, ist die Invasivität der PCR- und Antigen-Schnelltests. Es gibt Spucktests, die allgemein genauso anerkannt werden, wie andere Schnelltests. Wenn die Abgabe von Speichel für eine Testung ausreicht, manche Teststellen nur Abstriche im vorderen Rachenraum oder unteren Nasenbereich vornehmen, warum gibt es dann Schnelltests, die im hinteren Nasenbereich durchgeführt werden und warum werden PCR-Tests dann meist im tiefen Rachenraum und so weit in der Nase durchgeführt, dass die Testung Schmerzen verursacht?
Wenn ein milderes Mittel (Spucktest) zur Verfügung steht, das als genauso zuverlässig gilt, wie das weniger milde, dann muss nach allen medizinischen Grundsätzen dieses mildere Mittel angewendet werden.
Der gesellschaftliche Umgang mit der Massentestung geht in die Richtung, dass man sagt „was sein muss, muss sein“, selbst wenn es noch so absurd ist. Wenn es aber gar nicht sein muss, warum wird es dann gemacht?
Und nicht zuletzt kann man die Frage stellen, wo und wie die Tests produziert werden und ob sie gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Wie jedes Medikament haben auch medizinische Tests Nebenwirkungen. Kontrastmittel spritzt man z.B., um unter dem MRT bessere Diagnostik vornehmen zu können. Das Mittel selbst allerdings kann Nebenwirkungen verursachen. So ist es auch mit den Coronatests. Wie werden sie produziert?
Als die Schnelltests kamen, gab es viele sogenannte „Verschwörungstheorien“ bzw. Hypothesen, dass da so genannte „Morgellons“ drauf wären, kleine Tierchen, Metalle oder sogar Impfstoffe. Im Gegensatz zu solchen Behauptungen ohne Grundlage, konnten diverse unabhängige Labore hohe Werte von Ethylenoxid auf den Teststäbchen nachweisen. Das ist ein Mittel, mit dem auch „Q-Tips“ und andere medizinische Materialien sterilisiert werden. Die Rückstände, die man auf den Teststäbchen fand, überstiegen aber die Grenzwerte um ein Vielfaches.
Ethylenoxid ist ein krebserregendes Gift. Immer wieder werden Lebensmittel zurückgerufen, die mit Ethylenoxid kontaminiert sind.
Wie bei Röntgen-Aufnahmen kann bei einer einzelnen Testung der Nutzen das Risiko überwiegen. Aber in den Schulen wurden ein Jahr lang 2-3 mal die Woche alle Kinder getestet und ungeimpfte Arbeitnehmer mussten eine Zeit lang Testergebnisse vorlegen, die nicht älter als 24 Stunden waren, sich also täglich testen.
Es gab von Anfang an heftige Kritik am Drosten-PCR-Test und auch an den Schnelltests. Diese Kritik mag teilweise reißerisch vorgetragen worden sein und nicht in allen Punkten gerechtfertigt. Trotzdem hätten Prof. Drosten und andere Verantwortliche diese Kritik zur Kenntnis nehmen und wissenschaftlich widerlegen müssen. Das ist nicht passiert. Im Gegenteil, in einem Prozess, in welchem Beate Bahner eine Frau vertrat, die sich nach der Rückkehr aus dem Urlaub nicht testen lassen wollte, benannte die Anwältin Prof. Drosten als Gutachter. Nachdem Drosten vier Seiten Gutachten, die vieles unbeantwortet ließen, geliefert hatte, fragte die Gegenseite mit 24 Fragen noch einmal genauer nach. Eine Antwort auf diese Fragen musste Drosten aber nicht mehr liefern, weil das Gericht entschied, es sei ihm nicht zuzumuten.
In den USA darf der PCR-Test seit Januar 2022 nicht mehr als diagnostisches Instrument benutzt werden und die WHO hat mehrmals erklärt, dass ein positiver Test alleine noch keine Diagnose „Covid-19“ zulässt. Trotzdem werden weiterhin positive Testungen mit „Fallzahlen“ gleichgesetzt.
Wenn aber so viele falschpositive Tests entstehen, was bedeutet das dann für die generelle Bewertung des Pandemiegeschehens, inklusive der Erfassung der „Corona-Toten“?
Selbst Prof. Drosten konstatierte 2014 in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“, dass die übermäßige Sensibilität der Testmethode selbst bei einem einzigen Erbmolekül des Virus anschlägt und „die Medien die Sache (…) unglaublich hoch gekocht haben“. So gibt es durchaus kritische Stimmen, die meinen, dass wir ohne die vielen Tests die „Pandemie“ vielleicht gar nicht bemerkt hätten…