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Wo die Erde am meisten bebt
Sieben grosse Kontinentalplatten bilden die Oberfläche unserer Erde. Wo diese Platten aufeinandertreffen und sich aneinander reiben, treten Erdbeben am häufigsten auf. Welche Gebiete sind davon betroffen?
Immer wieder und besonders zerstörerisch bebt die Erde rund um den «Pazifischen Feuerring», einem Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean U-förmig auf einer Länge von zirka 40'000 Kilometer umgibt. An den Rändern des Pazifikbeckens tauchen die pazifischen Lithosphärenplatten unter mehrere andere tektonische Platten mit ozeanischer oder kontinentaler Kruste ab. Dabei entstehen gewaltige unterirdische Spannungen, die Magmakanäle für Vulkane öffnen und starke Erdbeben verursachen.
Starke Erdbeben rund um den Pazifischen Ozean
Davon am stärksten betroffen sind Länder wie Mexiko, Peru, Chile, die USA sowie in Asien Japan, Indonesien und die Philippinen. Hier fanden den auch mit die schlimmsten Erdbeben seit 1900 statt: San Francisco 1906, das Seebeben vor Sumatra mit anschliessendem Tsunami 2004, das Tōhoku-Erdbeben, das 2011 zusammen mit den anschliessenden Flutwellen zur Nuklearkatastrophe von Fukushima führte.
Region Basel und das Wallis am stärksten gefährdet
Die Erdbebengefahr in der Schweiz rührt vom Druck der adriatischen Platte, einem Ausläufer der afrikanischen Lithosphärenplatte her. Die dabei entstehenden Spannungen entladen sich hauptsächlich im Alpenraum sowie im Rheingraben. Vor allem die Region Basel und das Wallis gelten entsprechend als gefährdet und sind auch die Stätten der stärksten Beben in der Schweiz. Erdbeben sind aber überall in der Schweiz möglich.
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Das Basler Beben
Am 18. Oktober 1356 legte ein Erdbeben die Stadt Basel in Trümmer. Das Epizentrum des Bebens lag unter dem Dorf Reinach südlich von Basel. Beim ersten Erdstoss wurden viele Häuser zerstört, danach folgten zahlreiche schwere Nachbeben. Was den Erdstössen Stand gehalten hatte, wurde durch eine anschliessende Feuersbrunst zerstört. Die Angaben über die Zahl der Opfer schwanken zwischen 100 und 2000, die Stärke des Bebens erreichte gemäss neueren Studien Werte von bis zu 7,1 auf der Richterskala. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) an der ETH Zürich handelte es sich um das stärkste Erdbeben, das in historischer Zeit in Zentraleuropa dokumentiert wurde.
Todesopfer und grosse Zerstörung in Sierre
In Sierre im Wallis ereignete sich 1946 ein Beben mit der Stärke 6,1 auf der Magnituden-Skala. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 bis 20 Kilometern. Vier Personen kamen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. 3500 Gebäude wurden beschädigt.
Und vor noch nicht allzu langer Zeit, nämlich 2012, schreckte ein Beben der Stärke 4,2 auf der Richterskala die Menschen im Grossraum Zürich aus dem Schlaf. Das Epizentrum des Bebens lag zwischen dem Zuger- und Ägerisee, etwa 30 Kilometer unter dem Boden. Der Erdstoss war so stark, dass er in weiten Teilen der Deutschschweiz, ebenso im Berner Jura, im Goms und im Tessin zu verspüren war.
Gefahr, die aus der Tiefe kommt - 100 Jahre Schweizerischer Erdbebendienst (SED)
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