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Zu den glücklichen Gewinnern der spanischen Weihnachtslotterie «El Gordo» (Der Dicke) gehört dieses Jahr ein vor neun Jahren nach Spanien eingewanderter und derzeit arbeitsloser Senegalese. Der 35-jährige Ngame konnte zunächst nicht glauben, dass er mit einem für 20 Euro gekauften Los 400'000 Euro einheimste. Vor neun Jahren war er an Bord eines behelfsmässigen Boots mit 65 Insassen vor der Kanareninsel Teneriffa gekentert.
Damals retteten beherzte Spanier ihn und seine Frau. Später hielt er sich in Andalusien mit Gelegenheitsjobs in der Landwirtschaft über Wasser – zuletzt in dem für seine vielen Gewächshäuser bekannten Ferienort Roquetas de Mar in der Provinz Almería. Dort liegt die Arbeitslosenquote momentan bei 30 Prozent. Umso mehr freute sich jetzt der 92'000-Einwohner-Ort über die insgesamt 140 Millionen Euro, die «El Gordo» Roquetas de Mar bescherte.
«The Elf on the shelf» (Der Elf auf dem Regal) ist ein beliebtes Kinderbuch in den USA. Es besagt, dass man den Elfen nicht berühren soll, sonst verschwindet die Weihnachtsmagie aus dem Haus. Genau dieses Missgeschick geschah der siebenjährigen Isabella LaPeruta im Staat New Jersey. Als sie mit einem Ball spielte, fiel ihre Elf-Puppe vom Regal.
Weil ihre Mutter schlief, geriet sie in Panik und rief die Notfallnummer 911 an. Die Polizei eilte zum Haus und konnte den Sachverhalt klären: «Santa Claus weiss, dass du es nicht mehr tun wirst», sagte der diensthabende Beamte laut dem Fernsehsender NBC. Womit Weihnachten für Isabella gerettet war.
Weihnachten ist für viele Schweizerinnen und Schweizer ein Fest der Familie und nur für wenige die Erinnerung an Jesu Geburt. Dies zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Demoscope im Auftrag der «Schweizer Illustrierten». Befragt wurden 1000 Personen ab 15 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz unabhängig ihrer Konfession. Für drei Viertel der Befragten ist Weihnachten ein Fest der Familie. Nur 18 Prozent sieht den Tag als Erinnerung an Jesu Geburt.
Das erstaunt kaum, denn nur knapp die Hälfte glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Der Glaube an Gott ist in der Schweiz indes grundsätzlich hoch. 70 Prozent der Befragten geben an, gläubig zu sein. 74 Prozent der Frauen glauben an Gott, jedoch nur 65 Prozent der Männer. Auch die Weihnachtsmesse ist beliebt. Rund 40 Prozent besuchen die Kirche, bei den Frauen ist es sogar die Hälfte. Dass die Weihnachtsgeschichte zum Schulstoff gehören soll, finden fast drei Viertel. Selbst Anhänger nicht christlicher Religionen sind mit 65 Prozent dafür.
Schweizer Touristen verreisen über Weihnachten und Neujahr am liebsten auf die Kanarischen Inseln und nach Thailand. Während Thailand bereits als Klassiker gilt, ist der Ansturm auf die Kanaren eine neue Erscheinung. Alle grossen Schweizer Reiseanbieter, Kuoni Schweiz, Hotelplan Suisse und Tui Suisse registrieren derzeit ein kräftiges Buchungsplus für die Ferieninseln im Atlantik, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA gezeigt hat.
Profitieren können die Kanaren nicht zuletzt von den Buchungseinbrüchen in Ägypten, dessen touristische Erholung abrupt gestoppt worden ist. Zudem sind die Kanaren auch preislich attraktiv. Bei Kunden, die etwas länger verreisen, ist Thailand Trumpf. Doch längst nicht alle Ferienhungrigen zieht es an die Wärme. Etliche Kunden haben Skiferien in Nordamerika, vor allem im US-Bundesstaat Colorado und in Kanada, gebucht. Anders als in den Alpen liegt dort momentan in den meisten Skigebieten viel Schnee.
Wer daheim bleibt, schmückt einen Christbaum. Zahlen zeigen, dass in der Schweiz immer mehr Personen einen Baum im Topf mieten und nach Weihnachten wieder zurückgeben. «Wir verzeichnen dieses Jahr eine enorme Absatz-Steigerung bei Tannenbäumen zum Mieten», sagt Christian Schulz, einer der Geschäftsführer des Familienbetriebs Schutzfilisur, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er sei überrascht von der grossen Nachfrage. Weggekommen seien dieses Jahr rund 4000 Topf-Tannenbäume. Angefangen hat Schulz 2013 mit 300 Miet-Bäumen.
«Viele Leute bedauern, dass der Baum nach Weihnachten einfach weggeworfen wird», sagt Michael Christen, Geschäftsführer von «Traumbaum». 1,2 Millionen Bäume würden jedes Jahr nach Weihnachten in der Schweiz verbrannt. Ganz verzichten auf einen Tannenbaum will aber trotzdem niemand. Einen Baum zu mieten sei deshalb eine gute Alternative. Auch Christen hat mit seinen Tannen Erfolg. 2014 verkaufte er in der Region Bern 250 Weihnachtsbäume, heute sind es schon 400.
Die beliebte elektrische Weihnachtsbeleuchtung in den USA verbraucht Naturschutzaktivisten zufolge jährlich mehr Energie als einigen ärmeren Länder der Erde insgesamt in einem ganzen Jahr zur Verfügung steht. In die Beleuchtung von Bäumen und Häusern flössen in den USA jährlich 6,63 Milliarden Kilowattstunden Strom, teilte die US-Umweltorganisation Center For Global Development am Mittwoch mit.
Zum Vergleich: El Salvador verbraucht pro Jahr insgesamt nur 5,35 Milliarden Kilowattstunden, in Äthiopien sind es 5,30 und in Tansania 4,81 Milliarden Kilowattstunden. Für die Untersuchung zogen die Naturschützer Daten der US-Regierung aus dem Jahr 2008 sowie Zahlen der Weltbank heran. Der weihnachtliche US-Stromverbrauch entspricht demnach 0,2 Prozent des gesamten Jahresverbrauchs im Land und würde für den Betrieb von 14 Millionen Kühlschränken ausreichen.
Ein gigantischer Weihnachtsmann in der indischen Stadt Bangalore macht in Sachen Grösse vielen Kirchtürmen Konkurrenz. Der Mann aus einem Stahlgeflecht, Stuck sowie roter und weisser Wolle ragt 27,4 Meter in den Himmel.
Es sei der grösste Santa Claus, den seine Kirche je errichtet habe, und wahrscheinlich der grösste in ganz Indien, sagte Sundar Raj von der Jugendorganisation der St.Joseph Kirche am Mittwoch. 35 Arbeiter waren seit Anfang November damit beschäftigt, den Riesen-Samichlaus zu bauen. Etwa 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen in Indien sind Christen, die überwiegende Mehrheit sind Hindus.
Die Weihnachtsschnulze «Last Christmas» der britischen Popband Wham! dudelt seit 1984 in den Radios, aber diese Penetranz ist dann doch eher selten: Ein österreichischer Radiomoderator hat den Song gleich 24 Mal am Stück gespielt, angeblich ohne seinen Chef vorab zu informieren.
Der Programmdirektor von Antenne Kärnten sagte, die Aktion sei ja ganz witzig, müsse aber Konsequenzen haben. Zur Strafe sei Moderator Joe Kohlhofer zum Dienst an Heiligabend und Silvester verdonnert worden. Kohlhofer hatte sich am vergangenen Freitag im Studio verbarrikadiert und war mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf und einer Lamettagirlande um den Hals zur Tat geschritten.
Die Hörer fanden die Aktion nicht per se schlecht, wie ein Video des Senders dokumentiert. Der Anruf der kleinen Tochter des Moderators zwang den 27-Jährigen schließlich zum Aufgeben, kurz bevor seine Morgensendung ohnehin zu Ende gewesen wäre. Die kleine Leonie sagte: «Kannst du bitte aufhören, du machst alle Leute verrückt».
Einer der wohl kostbarsten Weihnachtsbäume aller Zeiten war 2010 in Abu Dhabi zu bewundern: Der Baum in der Lobby des «Emirates Palace Hotel» (Bild) selbst war künstlich – anders als die Perlen und Edelsteine, mit denen er behängt war. 2002 hatte der Schweizer Uhrenhersteller Piaget einen mit Diamanten geschmückten Weihnachtsbaum in Tokio präsentiert. Wert: 12 Millionen Franken.
Der höchste schwimmende Weihnachtsbaum leuchtete Ende 2014 in Rio de Janeiro. Die 542 Tonnen schwere und 85 Meter hohe Stahlkonstruktion auf dem Rodrigo-de-Freitas-See wurde von 3,1 Millionen Glühlampen erleuchtet. Die Lichterketten hatten eine Länge von 120 Kilometern.
«Stille Nacht» ist der wohl berühmteste Weihnachtsklassiker. Am 24. Dezember 1818 erklang er erstmals in einer Kirche bei Salzburg – zweistimmig zur Gitarre gesungen. Er wurde mittlerweile in etwa 300 Sprachen übersetzt und gehört in Österreich zum immateriellen Kulturerbe.
«White Christmas» ist die meistverkaufte Single aller Zeiten: Laut Guinness-Buch der Rekorde ging Bing Crosbys Version des 1940 von Irving Berlin (1888-1989) komponierten Liedes bis Anfang 2012 etwa 50 Millionen Mal über den Ladentisch.
Der mit 5,12 Metern vermutlich grösste Räuchermann der Welt zündete sein Pfeifchen im vergangenen Jahr im sächsischen Seiffen (Erzgebirge) an. Zwei Jahre brauchten die Konstrukteure für den Bau des auf einer Bank an einem Kachelofen sitzenden Holz-Grossvaters.
(pbl/sda/spiegelonline)