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Am 18./19. September 2015 traf sich die Spitze der Junioren-Athleten in Oberwart (AUT) zur Judo Europameisterschaft. Mit dabei waren auch fünf Schweizer Kämpfer/Innen, die sich aufgrund guter Resultate qualifizieren konnten. Im Vorfeld durfte man auch zurecht auf einen grossen Erfolg hoffen. Man denkt dabei an Nils Stump (-66kg), der bereits zu dem Zeitpunkt ein äusserst erfolgreiches Judojahr 2015 absolvierte. Gold, zweimal Silber und einmal Bronze sicherte er sich an diesjährigen Europacups und platzierte sich auf Rang 11 des IJF-Ranking!
Nils Stump erwischte einen guten Start an der EM. Ippon im ersten Kampf gegen Damyanov (BUL). Und dann erwischte es ihn selbst im zweiten Kampf gegen den Lokalmatador Reiter (AUT). Das EM-Abenteuer war damit für den vermutlich hoffnungsvollsten Starter dieser U21-EM vorbei.
Etwas besser lief es dann in der selben Kategorie für den Teamkollegen Marco Papa. Marco zeigte sein Können im ersten Kampf mit einem Waza-Ari Sieg. Auch in Runde zwei setze er sich durch, wenn auch nur knapp mit Shido. Danach lief es nicht mehr ganz wie geplant. Niederlage im Viertelfinale und dann im ersten Kampf der Hoffnungsrunde. Dank seinen zwei Siegen sicherte sich Marco allerdings den respektablen siebten Rang!
Tamara Silva (-52kg) startete ebenfalls mit einem Sieg. Während sie den ersten Kampf noch mit Ippon gewann, war es dann das Ippon der Kontrahentin aus Rumänien im zweiten Kampf, das für Tamara das Aus zur Folge hatte.
Am zweiten Tag der EM waren die beiden -70kg-Kämpferinnen am Start. Doch auch in dieser Kategorie kam es an diesem Wochenende nicht zum gewünschten Erfolg. Sowohl Alina Lengweiler als auch Loriana Kuka konnten ihren ersten Kampf nicht gewinnen. Die sonst erfolgreichen Judoka fanden an dieser EM nicht richtig in den Kampf und mussten die Niederlage akzeptieren.
Die Gesamtbilanz fällt an diesem Wochenende etwas ernüchternd aus: 5 Kämpfer - 1 Siebter Rang. Entsprechend den erzielten Erfolgen in diesem Jahr, hätte man sich aus Schweizer Sicht sicher mehr erhoffen dürfen. Es kann schnell gehen: Wer den Sport kennt, kennt dieses Phänomen. Die Zuversicht bleibt aber. Die Erfolge dieses Jahres der Schweizer U21-Athleten sprechen klar dafür!