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News - Spätes Wettkampfglück bringt hochverdiente zwei Punkte
Der HCD tat im Berner Seeland mehr für einen Sieg als das Heimteam und wurde dafür nach zuerst wenig Wettkampfglück mit einem 3:2-Overtime-Sieg und zwei Punkten belohnt. Damit wahren sich die Davoser die Chance auf eine direkte Playoff-Qualifikation.
Davos startete gut in die Partie und hatte bereits in den ersten Minuten deutlich mehr Puckbesitz als das Heimteam. Nervosität oder Nervenflattern aufgrund der delikaten Tabellensituation war bei den Bündnern im Gegensatz zum Gegenüber nicht sichtbar. Zwischen zwei Bündner Überzahlmöglichkeiten, die beide ungenutzt verstrichen, brachte Ambühl nach schöner Vorarbeit von Corvi seine Farben früh in Führung (6.). Es war der verdiente Lohn für einen engagierten Spielbeginn. Als Biel nach rund 10 Spielminuten etwas besser in die Partie fand, stand auch Aeschlimann öfter im Fokus. Das Heimteam liess seine erste Überzahlsituation ungenutzt verstreichen, kam aber nur Sekunden nachdem Canova von der Strafbank zurück war durch einen verdeckten Weitschuss von Cunti zum Ausgleich (18.). Die Coaches-Challenge, mit der Wohlwend und seine Einflüsterer ein Offside monierten, wurde abgelehnt, weil anscheinend auf den Videobildern die entsprechende Szene nicht genügend scharf zu sehen war. Im Gegensatz zum letzten Auswärtsspiel in Zug überstand der HCD die darauf ausgesprochenen zwei Minuten in Unterzahl und nahm das ausgeglichene Resultat in die erste Pause mit.
Auch im Mittelabschnitt kam der HCD besser aus der Kabine als das Heimteam. Corvi verpasste in der 25. Spielminute mit seinem Buebetrickli die Führung aber ebenso knapp, wie Knak nach einem schnellen Vorstoss oder nur Sekunden später mit einem abgelenkten Abschluss (27.). Auch Bromé, der solo nach einem magistralen Pass von Nygren bei Spielmitte auf van Pottelberghe loszog, konnte nicht reüssieren. Wie schon im ersten Abschnitt gelang es Biel dann ab Drittelsmitte, das Geschehen etwas auszugleichen. Und das Heimteam nutzte einen kurzen defensiven Aussetzer der Bündner sogar zur Führung. Nur einen Moment hatte die Zuordnung in der sonst so disziplinierten Davoser Defensive nicht gestimmt, worauf Sallinen seinen freigelaufenen Landsmann Rajala perfekt bediente (33.).
Dass Davos auch danach dem nächsten Treffer näher war als die Bieler, nicht nur bei Chris Eglis Pfostenschuss im Powerplay in der 35., änderte nichts daran, dass der HCD beim zweiten Pausentee im Rückstand lag.
Ein Rückstand, der zu diesem Zeitpunkt unverdient und unnötig war. Doch der HCD zeigte in der verbleibenden Spielzeit trotz wenig Wettkampfglück einen tollen Teamspirit. Denn auch im Schlussabschnitt liessen sich die Davoser nicht demoralisieren, waren wiederum das aktivere Team und generierten auch wieder mehr Abschlüsse (9:8, insgesamt 31:26). Belohnt wurden sie dafür, als Barandun nach einer unübersichtlichen Situation vor van Pottelberghe einfach mal auf die Scheibe haute und Rasmussen den Schuss noch entscheidend zum mehr als verdienten Ausgleich ablenken konnte (53.). Weil in den verbleibenden Minuten keiner der beiden Mannschaften in der immer wilder werdenden Partie ein dritter Treffer gelang, musste die Entscheidung in der Overtime fallen.
Auch hier war der HCD das Team, welches mehr tat für den Zusatzpunkt und dafür nach einem Traumpass von Dominik Egli auf den zu wenig eng gedeckten Matej Stransky auch belohnt wurde (64.).
Mit diesen zwei Punkten bleibt Davos im Rennen im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Der HCD bestreitet die beiden letzten Partien in der Regular Season am Wochenende. Am Samstag in Langnau und am Montag im Heimspiel gegen Fribourg-Gotteron entscheidet sich, ob Davos den Umweg über die Pre-Playoffs nehmen muss oder nicht.
Quelle: HCD-Onlineredaktion Foto: Keystone
Spätes Wettkampfglück