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|Enzyklopädie|
|Wissensdatenbank|
|Wasservolumen|
Sorgen Sie für ein großes Wasservolumen! Die Gründe hierfür sind leicht nachvollziehbar: Ein Miniteich von 2 - 4m² Größe hat vielleicht 1 - 2m³ Wasser. Ein leidlich stabiler Teich mit mindestens 15m² Wasseroberfläche hat in etwa die vierfache Wassermenge. Dieses größere Wasservolumen hat Konsequenzen für die Stabilität: eingewehte Nährstoffe werden vierfach verdünnt. Probleme mit der Wasserqualität treten frühestens viermal später auf. Und vor allen Dingen: Der Teich hat mindestens viermal soviel Zeit, solche Probleme selbst in den Griff zu bekommen.
|Das Ufer|
|Wenn man alle Bakterien, Algen, Kleintiere etc. zusammenrechnet, dann gibt es in einem Liter Wasser etwa 100 Millionen Mikroorganismen. Im freien Wasser ist die Konzentration am geringsten. Die Bestände konzentrieren sich im Bereich der Flachwasserzonen: Jedes Sandkorn ist von einer Hülle von Bakterien umgeben, jedes Wurzelstück, jeder Pflanzenstengel – alles ist dicht mit Mikroorganismen überdeckt. An diesen Stellen lau-fen die Selbstreinigungsprozesse des Teiches ab: Dort werden Nährstoffbilanzen ausgeglichen, dort wird Fäulnis verhindert, da werden Massenvermehrungen gestoppt, dort wird Sauerstoff produziert, dort ist die Kinderstube für die meisten Tiere Ihres Teiches.

Die Notwendigkeit vielfältig strukturierter Uferzonen wird allgemein unterschätzt. Die rechteckigen Standard-Teiche, bei denen der Hang meist schnell in die Tiefzone abfällt, müssen daher unbefriedigende ’’wasserglasähnliche’’ Lösung bleiben. Die Vielfalt kann sich erst gar nicht aufbauen. Je breiter die Flachwasserzonen werden, je mehr Buchten und Halbinseln der Teich besitzt, desto besser wird er letztlich funktionieren.
Denken Sie unter diesen Aspekten noch einmal an die Teiche, die Sie bisher gesehen haben.
|Zunächst die natürlichen Ufer|
Da schiebt sich eine Verlandungs-Vegetation mehr oder weniger rasch in den Teich hinein. Da wird durch einen Sturm ein Stück herausgebrochen – durch all dies entstehen Halbinseln und Buchten, bilden sich Flachwasserzonen, da liegen ein paar alte angespülte Baumwurzeln oder freigewaschene Steine. Das ist der ursprüngliche Lebensraum der Tiere und Pflanzen Ihres Teiches. Darauf sind sie spezialisiert – das möchten Sie auch in Ihrem Garten wiederfinden. Nur dann können Sie eine natürliche Entwicklung Ihres Teiches erwarten.
|Und jetzt viele ``Gartenteiche´´|
|Vielfach kreisrund oder rechteckig, mit meistens gerade, rasch in die Tiefenzone abfallenden Kanten. Ohne Buchten, die tiefer in das Umland greifen, keine Halbinseln die ins Wasser ragen......!

Und dann die Ufer selbst: Platten die weit über das
Wasser ragen; eine tödliche Falle für Mäuse, Igel oder badende Vögel die jämmerlich ertrinken. Da gibt es den teuren Versuch durch Kiesaufschüttungen, die Baufehler im Uferbereich zu verbergen.
|Schlimmer noch: Die Folie ist überhaupt nicht bedeckt und erscheint als schwarze Wand über dem trüben Wasser. Natürlich leicht zu beschädigen durch Eis oder die UV-Strahlung der Sonne. Da war dann
noch die mit Blumentöpfen bestückte Treppenkonstruktion, die man dann als Teich bezeichnet............fürchterlich!

|Der bessere Teich:|
· Soll stabil sein,
· Soll den Sauerstoffhaushalt selbst regulieren,
· Soll keine Massenproduktionsstätte für Algen sein,
· Soll eine Augenweide sein,
· Soll so wenig wie möglich Arbeit machen
· Soll ein Lebensraum für viele Tiere sein,
· Soll seinem Besitzer als interessante Oase der Ruhe dienen.
|Der bessere Teich fängt mit der richtigen Planung an, nicht damit, dass man an zig Stellen gleichzeitig arbeitet. Nein, Sie brauchen ein genaues Konzept, das bösen Überraschungen von vornherein vorbeugt. Vergessen Sie nicht, dass der Teich Ihren Garten
maßgeblich prägt und somit die Nr.1 im Garten sein wird, also auch Platz Nr.1 im Garten gebührt.