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Der Weltranglisten-Erste Kent Farrington gewinnt beim CHI Genf den mit 1,2 Millionen Franken dotierten Grand Prix.
Der Amerikaner im Sattel von Gazelle liess den vier Konkurrenten im Stechen keine Chance und triumphierte erstmals bei einem Grand-Slam-Grand-Prix. Der 36-Jährige nahm einen Scheck über 400'000 Franken sowie eine teure Uhr entgegen. Farrington schloss am Genfersee eine weitere Lücke in seinem Palmarès. 2015 - damals mit Voyeur - hatte der US-Boy bereits den Top-Ten-Final gewonnen, der im Palexpo-Komplex zum Jahresende jeweils die besten zehn Reiter der Weltrangliste vereint. 2017 liess sich am Samstagabend der Franzose Kevin Staut als Sieger feiern.
Die Stute Gazelle machte ihrem Namen alle Ehre. Sie spielte ihre Grundschnelligkeit aus, obwohl Farrington nicht immer flüssig ritt. Der Schwede Henrik von Eckermann mit Mary Lou büsste im Stechen 53 Hundertstel ein, der Belgier Gregory Wathelet mit Corée 73 Hundertstel. Für den Aachen-Sieger Wathelet wären bei einem GP-Sieg in Genf zusätzlich 250'000 Euro bereit gelegen - zwei Siege an Grand-Slam-Events in nicht direkter Reihenfolge. 180'000 Franken für den 3. Rang bilden gleichwohl ein lukratives Salär. Der Grand Slam vereint die Stationen Genf, Aachen und Calgary. Ab 2018 stösst 's-Hertogenbosch hinzu.
Schweizer Trümpfe stachen nicht
Die Schweiz war im Stechen nicht vertreten. Steve Guerdat, der diese Prüfung schon dreimal gewonnen hatte, lag mit Bianca auf Kurs, ehe ganz am Schluss beim Einsprung in die Zweifachkombination doch noch eine Stange fiel - keine Passage forderte mehr Opfer. Martin Fuchs und Clooney hingegen begingen ihren Fehler gleich beim Auftakt zur Dreifachkombination, die nur wenigen der 40 Startern Schwierigkeiten bereitete.
Einen Lichtblick bildete der Auftritt des jungen Bryan Balsiger. Der Neuenburger trat erstmals in einer derartigen Prüfung an und kam im Sattel von Clouzot mit einem Fehler durch. Der 16. Rang trug ihm noch 4000 Franken ein. Fuchs erhielt für den 11. Rang und die somit beste Schweizer Klassierung 10'000 Franken.
"Ich bin sehr enttäuscht", sagte der Schweizer Equipenchef Andy Kistler. "Unsere heisse Eisen waren in Top-Form, aber gleichwohl waren wir im Stechen nicht vertreten." Somit fand das ansonsten erfolgreiche Reiterjahr 2017 für die EM-Dritten aus der Schweiz keinen krönenden Abschluss.
SDA-ATS