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Die Fahrräder
Ein Rad hat zwei Räder ...
Das wichtigste gleich vorweg: Zweirad-Bezeichnungen, insbesondere
schweizerische, aus dem zivilen Bereich haben im militärischen
Radfahrer-Wortschatz keinen Platz. Ein Rad ist und bleibt
ein Rad! Nur wer diese sprachliche Regel kennt darf auch "an
die Räder treten".
Die beiden Modelle
Fast das gesamte 20. Jahrhundert bestritten die Militärradfahrer
aus der Schweiz auf dem Sattel des legendären Ordonanzrad
05. Es wurde 1905 eingeführt und bis zur Auslieferung
des Fahrrad 93, ab 1995 kaum verändert.
Vom Ordonanzrad 05 zum Fahrrad 93
Für das Ordonanzrad 05, welches den Schweizer Radfahrertruppen
seit der Jahr-hundertwende als Gefährt diente, musste
Anfang der 1990iger Jahre ein Nachfolgemodell gefunden werden.
Grund dafür war in erster Linie die Schwierigkeit geeignete
Ersatzteile zu beschaffen und die damit verbundenen hohen
Unterhaltskosten.
Nach längerer Evaluation bekam das jurassische Unternehmen CONDOR den Auftrag 5'500 Räder herzustellen, welche
seit 1993 an die drei Radfahrerbatallione abgebeben wurden.
Die Gesamtkosten der Beschaffung beliefen sich auf SFr. 17
Mio., was einem Preis von ca. SFr. 2'200.-- entspricht. Gegenüber
der Herstellung des Ordonanzrades 05 ergab sich zu damals
eine Einsparung von ca. einem Drittel.
Vorteile des neuen Rades
Die wohl augenfälligste Neuerung brachte die 7-Gang-Schaltung,
welche im Vergleich zum eingängigen Ordonanzrad 05 ein
höheres Marschtempo ermöglicht. Um der Sicherheit
Rechnung zu tragen wurde das neue Rad mit hydraulischen Felgenbremsen
ausgerüstet. Zur Beleuchtung dient ein Halogescheinwerfer
und ein konventionelles Rücklicht welches durch einen
Speichendynamo gespeist wird. Die Rahmengeometrie (es gibt
nur eine Grösse) wurde an die Bedürfnisse der heutigen
Soldaten angepasst.