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Ein 12-jähriges Mädchen aus der Haute-Savoie ist am 29 Januar im Univeristätsspital Genf an einer schweren Masernkomplikation (Enzephalitis) gestorben. Sie hatte Kontakt mit Masern in ihrer Schule und war nicht geimpft… Bisher in voller Gesundheit genügten ein paar Tage bis die Masern sie wegrafften.
Dieser tragische Fall führt uns leider konkret vor Augen, was gelegentlich nur als eine von Experten wiederholt zitiere Statistik erscheint: ungefähr eine von 1000 Personen stirbt an den Komplikationen von Masern. In Europa sind in den letzten 2 Jahren auf diese Weise wenigstens 7 Menschen an Masern gestorben (Muscat, Lancet 2009;373:383). Das scheint selten – bis dann, wenn sich die Statistik in einem sterbenden Kind zeigt…
Die Schweiz ist seit November 2006 mit einer grossen Masernepidemie konfrontiert: 3’450 Fälle fast ausschliesslich (93%) bei ungeimpften Personen wurden den Gesundheitsbehörden gemeldet. Diese Epidemie hat schon zu mehr als 510 Komplikationen, mehr als 258 Hospitalisationen, 144 Pneumonien und 8 Enzephalitiden (schwere neurologische Komplikation mit Virusinfektion des Gehirns) geführt.
Nach einem ersten Aufflammen der Epidemie im Jahr 2007 und einer zweiten Welle im Frühjahr 2008, müssen erneute Masernausbrüche im Frühjahr 2009 befürchtet werden.
Nach den Schätzungen des Bundesamtes für Gesundheit, sind 250'000 junge Leute unter 20 Jahren immer noch empfänglich für Masern.
Im Wissen, dass es kein Medikament gegen das Masernvirus gibt, ist und bleibt die Impfung einzige wirklich wirksame Abwehr (>97%): zwei Impfdosen bieten einen guten Schutz.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie gegen die Masern und ihre Komplikationen geschützt sind, fragen Sie ihren Arzt !
Zum Druck, Infovac Masern!