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Leitung: Dr. Martin Schneebeli
Die Forschungseinheit untersucht die physikalischen Eigenschaften von Schnee, Boden und Permafrost sowie Austauschprozesse zwischen Boden- bzw. Schneeoberfläche und der Atmosphäre. Ziel ist ein tieferes Verständnis der Bildung von alpinen Naturgefahren wie Lawinen, Hochwasser und Hanginstabilitäten und der Interaktionen zwischen Kryosphäre und Klimaveränderungen.
Die Einheit untersucht dazu insbesondere auch die Mikrostruktur und Metamorphose des Schnees. Diese Forschung ist eine wesentliche Grundlage, um die auf der Makro-Ebene ablaufenden Veränderungen in der Schneedecke verstehen zu können (Lawinenbildung, Wassertransport, Interaktionen des Schnees mit Fahrzeugen und Sportgeräten). So lässt sich herausfinden, welche Rolle der Schnee sowie der nasse oder gefrorene Boden bei der Entstehung von Naturgefahren spielen, wie sie das Klima der Erde beeinflussen und wie sich globale Klimaänderungen auf die Entstehung des Permafrostes auswirken.
Die Versuche dieser Einheit finden in Labors (Computertomograph, Windtunnel) und auf Testflächen im Gelände statt. Die Ergebnisse fliessen in die Entwicklung von numerischen Modellsystemen ein, die in der Klimaanalyse und in der Naturgefahren-Warnung angewendet werden.
Die Forschungseinheit arbeitet mit Partnern innerhalb der WSL, mit Forschungsinstitutionen der Kryosphärenforschung, mit Partnern im Gebiet Hochleistungsrechnen und Modellentwicklung, sowie mit Warnungs- und lokalen Sicherheitsdiensten und der Industrie zusammen.