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Der seit neun Monaten amtierende König Charles hat Krebs und kämpft aktuell mit regelmässigen Behandlungen gegen seine Krankheit. Von welcher Krebsart er betroffen ist, ist nicht öffentlich bekannt. Der 75-jährige britische Monarch ist zwar der aktuellste Fall eines Prominenten, der eine Krebsdiagnose erhalten hat, aber in der Vergangenheit lange nicht der einzige.
Napoleon Bonaparte (1769-1821)
Der einst französische Revolutionär prägte im 18. und 19. Jahrhundert die staatliche Gestaltung Mitteleuropas bedeutend mit. Darunter eben auch die der Schweiz und des Aargaus – man kann also sagen, ohne Napoleon gäbe es den Aargau, so wie er heute ist, nicht. Wegen seines Übermutes wurde Napoleon später als Gefahr für den europäischen Frieden angesehen und ins Exil auf die Pazifikinsel St. Helena verschifft. Und dort litt er in den Monaten vor seinem Tod unter enormen Bauchschmerzen, Erbrechen und starkem Gewichtsverlust – was typische Symptome für Magenkrebs sind. Lange Zeit glaubte man, dass Napoleon auf St. Helena vergiftet wurde und darum starb, eine Autopsie wies dann aber einen grossen Tumor in seinem Magen nach. Womöglich hat eine Vergiftung den Krebs gefördert. So könnte Napoleon übrigens aussehen, würde er in der heutigen Zeit leben.
Quelle: ArgoviaToday/Leonie Projer
Krebs wütet auch bei Hollywood-Grössen
Seine Produktionen sind Kult und flimmern noch heute über die Bildschirme, zwar nicht mehr ab Band, dafür noch immer millionenfach über die Streamingdienste: Walt Disney (1901-1966), der Erfinder von Mickey Mouse. Rund 60 Zeichentrickfilme zählen zum Repertoire des US-amerikanischen Walt-Disney-Filmunternehmens, dazu gehören unter anderem Klassiker wie «Das Dschungelbuch» (1967) oder «Der König der Löwen» (1994). Walt Disney war aber zeitlebens auch als starker Raucher bekannt, daher erkrankte er wenig überraschend an Lungenkrebs, woran er nur kurze Zeit 65-jährig verstarb.
Auch die Schauspielerin Audrey Hepburn (1929-1993), vor allem bekannt als Holly Golightly aus dem Kultfilm «Breakfast at Tiffany's» (1961), erkrankte an Krebs – bei ihr wurde im Alter von 63 Jahren Darmkrebs im Endstadium diagnostiziert. 1993, nur zwei Monate später, erlag die Schauspielerin und Stil-Ikone dann trotz Chemotherapie dem Krebs. Sie lebte übrigens zuletzt in der Genferseeregion.
In der jüngeren Filmgeschichte zählt Patrick Swayze (1952-2009), der Frauenheld aus «Dirty Dancing» (1987), zu den bekanntesten Schauspielern, die an Krebs starben. Die Chemotherapie gegen den hartnäckigen Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigte bei ihm nicht die gezielte Wirkung und so verstarb der US-amerikanische Schauspieler 2009 im Alter von 57 Jahren.
Musik-Legenden bleiben vom Krebs nicht verschont
Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung seines 26. und letzten Studioalbums namens «Blackstar» verstarb am 10. Januar 2016 der britische Glam-Rock-Star David Bowie (1947-2016) aufgrund einer Krebserkrankung. Von seiner Diagnose Leberkrebs hatte der 69-Jährige rund 18 Monate vorher erfahren. Lange Zeit hielt er sich bedeckt, erst als er aufgrund der Chemotherapie seine Haare verlor und auch bei Auftritten ein Schatten seiner selbst wurde, konnte er seine Krankheit nicht länger verheimlichen. Er spielte bis zu seinem Tod Konzerte, den Zenit erreichte die Musik-Ikone aber in den 1980er-Jahren – die er nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinem bunten Kleidungsstil prägte.
Er gilt bis heute als Symbolfigur der Reggae-Musik und auch als Aushängeschild der Rastafari-Bewegung: Bob Marley (1945-1981). Zum Image des jamaikanischen Musikers gehörten aber nicht nur die typischen Rastalocken, sondern stets auch ein qualmender Joint zwischen den Lippen. Auch er litt an Krebs, ursprünglich aber tatsächlich nicht an Lungen-, sondern schwarzem Hautkrebs. Entdeckt hat man den Krebs zufällig bei einer Untersuchung, nachdem sich der leidenschaftliche Fussballer bei einem Spiel am Zehen verletzt hatte. Drei Jahre später hatte der Krebs trotz Chemotherapie Metastasen in Leber, Gehirn und Lunge abgesetzt. Am 11. Mai 1981 erlag der damals 36-Jährige dem Krebs.
Es gibt auch sie: Berühmtheiten, die den Krebs besiegten
Lange Zeit war er der grösste Velorennfahrer überhaupt: der US-Amerikaner Lance Armstrong. 2012 wurde ihm aber Dopingkonsum nachgewiesen, wodurch ihm unter anderem sieben Tour-de-France-Titel aberkannt wurden. Die viel schlimmere Diagnose hatte er aber 16 Jahre vorher erhalten, als der damals erst 25-Jährige an Hodenkrebs erkrankte. Dazu hatte er schon Metastasen in Lunge und Gehirn. Dank einer Chemotherapie und der Entfernung seines rechten Hodens ist der heute 52-Jährige krebsfrei.
Weil ihr aufgrund der Chemotherapie die Haare ausfielen, trug sie während Monaten bei öffentlichen Auftritten eine Perücke: die holländische Moderatorin Sylvie Meis hatte 2009 Brustkrebs. Wie sie später sagte, gab es während ihrer Therapie Tage, an denen sie sich 40 bis 50 Mal übergeben musste. Auch heute muss die 45-Jährige noch immer Medikamente nehmen und geht regelmässig zur Kontrolle. Auf Social Media spricht sie anderen Betroffenen im Umgang mit der Erkrankung Mut zu.
Präventiv gegen Krebs
Die obigen Persönlichkeiten sind nur eine Auswahl einiger Prominenten, die mit Krebs zu kämpfen hatten. Natürlich gibt es noch viele mehr – und noch viel wichtiger: Krebs gehört laut der Weltgesundheitsorganisation WHO in allen Gesellschaftsschichten zu den weltweit am weitesten verbreiteten Krankheiten, nicht nur bei den Promis. Und die Zahlen werden weiter steigen.
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Heute sind viele Krebsarten therapierbar und so steigen dank der fortschrittlichen Medizin auch für König Charles die Überlebenschancen. Trotzdem ist und bleibt der Krebs auch in der Schweiz eine der tödlichsten Krankheiten. Wie eine Statistik der Krebsliga zeigt, erkranken jährlich im Schnitt über 45'000 Menschen an Krebs, über 17'000 erliegen ihm. Hier gibt's einige Tipps, wie du Krebs vorbeugen und frühzeitig erkennen kannst.