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Stanislas Wawrinka (ATP 17) haftet etwas der Ruf an, zu wenig aus seinem Talent zu machen - ein sogenannter «Underachiver» zu sein, der in den entscheidenden Partien nicht die volle Leistung abrufen kann. Noch nie stand die ehemalige Weltnummer 9 an einem Grand-Slam-Turnier im Halbfinal. 2 Viertelfinals in 31 Anläufen sind die Ausbeute des Romands.
Einer dieser Viertelfinals bestritt Wawrinka vor 2 Jahren in Melbourne, als er gegen Roger Federer ohne Chance blieb. Es war das einzige Mal, dass der Lausanner «Down Under» über die 3. Runde hinaus kam. Bei 4 von 7 Teilnahmen bedeuteten nämlich die Sechzehntelfinals Endstation.
Wawrinka erwartet enges Spiel
In der Nacht auf Freitag will Wawrinka gegen Sam Querrey in der Margaret Court Arena, dem drittgrössten Platz, wieder einmal den Achtelfinal erreichen. Im Head-to-Head führt der Schweizer zwar mit 2:0. Doch beide Siege auf Hartplatz waren hart umkämpft und gingen über die volle Distanz.
Beide Spieler profitierten in der letzten Runde von der Aufgabe ihres Gegners. Während Wawrinkas Satzverhältnis in Melbourne bei 5:0 steht, hat der knapp 2 Meter grosse Amerikaner schon 2 Sätze abgegeben (jeweils im Tiebreak). «Es dürfte eine enge Partie werden. Wichtig ist, dass mein Aufschlag funktioniert», blickt Wawrinka voraus.