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In Japan sind durch den starken Taifun «Hagibis» mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt, mindestens 15 weitere gelten als vermisst, berichtete der TV-Sender NHK am Sonntag.
Der Sender zeigte Luftaufnahmen von überschwemmten Wohngebieten unter anderem in der Provinz Nagano. Mit Militärhelikoptern und Schlauchbooten wurden Menschen aus überschwemmten Häusern in Sicherheit gebracht. Häuser und Autos wurden beschädigt, umgestürzte Bäume blockierten Strassen.
Der Taifun «Hagibis» (Philippinisch für «schnell») war am Samstagabend (Ortszeit) auf der südwestlich von Tokio gelegenen Izu-Halbinsel auf Land getroffen. Bereits vor dem Auftreffen des Wirbelsturms an Land war es durch Starkregen und heftige Sturmböen zu Überflutungen und Schlammlawinen gekommen.
Aufruf an Millionen von Menschen
Die Wetterbehörde hatte vor einer «schweren Katastrophe» durch «Hagibis» gewarnt und die höchste Alarmstufe für den Grossraum Tokio ausgerufen. Die Behörden riefen 7,3 Millionen Menschen dazu auf, ihre Häuser zu verlassen.
Der Sturm zog in der Nacht von Tokio Richtung Nordosten weiter – in jene Region, wo es 2011 zu einer Erdbeben- und Tsunamikatastrophe mit Tausenden Toten gekommen war. Auch dort gab es durch den Taifun Überschwemmungen und Erdrutsche. Als Folge mussten die Organisatoren der laufenden Rugby-Weltmeisterschaft ein weiteres Spiel absagen. Betroffen war die Begegnung Namibia gegen Kanada, die eigentlich in der Stadt Kamaishi stattfinden sollte. Im Raum Tokio herrschte am Sonntag nach Abzug des Taifuns derweil wieder gutes Wetter.
Japan wird jährlich von rund 20 Taifunen heimgesucht. Tokio ist davon in der Regel jedoch nicht stark betroffen.