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Luftaufnahmen von Vallamand
Die Herrschaft von Bellerive, dem das Dorf Vallamand-Dessous angehörte, gehörte ebenso wie jene von Grandcour den Herren von Prangins, dem Hause von Cossonay. Bis zum 18. Jahrhundert blieben diese zwei Herrschaften zusammen. Beim Niedergang der Familie Prangins am Ende des 13. Jahrhunderts gingen sie zum Haus von Savoyen über, dann an die Herren von Grandson.
Sie kamen, nach dem Tod von Othon de Grandson in 1397, zurück in die Hände von Savoyen. Nachdem sie verschiedenen Familien des Landes gehörten, wurden diese beiden Herrschaften voneinander getrennt. Bellerive ging zu Beginn des 18. Jahrhunderts zur Familie von Graffenried aus Bern.
In 1709 erhielt der Vogt Emmanuel de Graffenried von Ihren Exzellenzen aus Bern die Genehmigung, sein Haus von Vallamand, das damals zum Territorium von Vallamand-Dessus gehörte, mit dem von Vallamand-Dessous zu verbinden. Dieses wurde somit in die Herrschaft von Bellerive integriert. Emmanuel de Graffenried starb in 1715. Sein Sohn, Jean Antoine, sein Enkel Jean Bernard Emmanuel, besassen nacheinander das Haus von Vallamand; und letztere starb dort in 1764. Sigismund Emmanuel de Graffenried verkaufte die Herrschaft in 1777 an Antoine Abram Bonjour von Avenches, ein Oberst im Dienst der indischen Gesellschaft. Im 19. Jahrhundert ging das Schloss Vallamand von der Familie Bonjour zu Bernard de Mandrot, dann an Ch. Le Roy d' Amigny. Die Erben dessen verkauften das Eigentum im Jahre 1914 an Herrn Georges Cailler.
Die Konstruktion des Schlosses Vallamand datiert vermutlich zum Anfang des 18. Jahrhunderts zurück, und ist sehr wahrscheinlich Emmanuel de Graffenried zugeschrieben. Das bestehende Gebäude ist auf ein Mal gebaut worden. Der Grundriss zeigt jedenfalls nicht, dass man ein älteres Mauerwerk benutzt hatte. Wir können also annehmen, dass das Haus, das de Graffenried in seine Herrschaft von Bellerive integrieren wollte in 1709, das derzeitige Schloss ist.
Es ist der Typ eines patrizischen Familiewohnsitzes auf dem Land, wie man es in den Kantonen von Bern und Solothurn sieht. Alle Zimmer reihen sich an der Hauptfassade an. Vor dieser herrscht eine lange Terrasse, die mit dem Garten durch eine Freitreppe mit doppelter Rampe verbunden ist. Die Treppe wird in einem Eck-Türmchen am Gebäude untergebracht. Zwei andere viereckige Türmchen flankieren symmetrisch die Fassade an der Gartenseite. Der weisse Körper des Schlosses, der von zwei grossen Massiven aus Grün eingerahmt wird, verlängert sich vor dem ausgedehnten Rasen, der sich bis zum Murtensee ausdehnt, und bildet den intimsten und harmonischsten Rahmen, der dem Familienleben geboten werden kann.
Bibliographie