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Da, wo heute viele Sonntagsspaziergänge hinführen, in diesem in seiner ursprünglichen Architektur noch sehr gut erhaltenen Quartier, lag im Mittelalter der Klosterbezirk der Cluniazenser. Diese dort lebenden Mönche verbrachten ihre Tage jedoch nicht nur im Gebet, sondern sie bildeten einen der mächtigsten Wirtschaftsbetriebe der Stadt und waren Herren über viele Besitzungen auf dem Lande. So erstaunt es nicht, dass die fleissigen Mönche auch Mühlen betrieben – kaum ein Gewerbe, das ohne die Wasserkraft denkbar war. Die wieder aufgenommene Papierproduktion in der traditionellen Gallicianmühle mit dem dazugehörigen Papiermuseum bildet heute eine touristische Attraktion.
Die ältesten Gebäudeteile der Gallician-Mühle stammen aus dem 12. Jahrhundert. Damals liess der Konvent des Cluniazenserklosters St. Alban einen Kanal bauen, dessen Wasserkraft für zwölf Mühlen zum Betreiben ihrer Wasserräder ausreichte. Zehn dieser Mühlen wurden im Mittelalter zu Papiermühlen umgebaut. 1284 ging die damalige Kornmühle und spätere Hammerschiede in den Besitz des Klosters Klingental über und wurde 1453 von Antonio Gallician als Papiermühle eingerichtet.
Die Papiermacherfamilie Thüring übernahm den Betrieb von 1550–1763. Zwischen 1978 und 1980 wurde die Mühle von der 1971 gegründeten privaten «Stiftung Basler Papiermühle» restauriert und als Schweizerisches Papiermuseum mit Papiermühle als Arbeitsmuseum eingerichtet. Heute bietet sich hier den Besuchern die Möglichkeit, ein eigenes Stück Papier herzustellen. Die Werkstatt übernimmt auch Aufträge für die Herstellung von handgeschöpften Büttenpapieren, Visitenkarten, Gästebüchern oder Broschüren aller Art und führt seit 1983 eine integrierte geschützte Werkstätte mit Arbeitsplätzen in den Bereichen Papiermacherei, Buchbinderei, Besucherdienst und Sammlungsbetreuung an. Nachdem sich das Mühlerad 27 Jahre lang ununterbrochen gedreht hatte, wurde es 2007 durch ein neues, baugleiches ersetzt.
Der “Schweiz am Sonntag” ist zu entnehmen, dass ein weiteres Wasserrad am St. Albanteich geplant wird: Artikel vom 02.02.2014
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