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Bei einem Kreislaufstillstand zählt jede Sekunde. Das Herz kann kein Blut mehr pumpen. Rasch fehlt dem Gehirn der Sauerstoff. Bewusstlosigkeit und Atemstillstand setzen wenige Sekunden später ein. Drei bis fünf Minuten später treten Schädigungen am Gehirn auf, die schliesslich zum Tod führen. Deshalb gilt: Nur wenn sofort geholfen wird, bestehen gute Überlebenschancen.
Einfache Massnahmen retten Leben
Defibrillatoren als sichere Erste-Hilfe-Massnahme
Bereits vor rund 20 Jahren wurde gezeigt, dass 74% der Betroffenen einen Kreislaufstillstand überleben, wenn innert drei Minuten nach Eintreten des Kreislaufstillstands ein erster Schock mit dem Defibrillator abgegeben wird. Mit jeder weiteren verstrichenen Minute ohne Einsatz des Defibrillators oder ohne wirksame Brustkorbkompressionen sinken die Überlebenschancen rasch deutlich ab.
Entsprechend soll der Defibrillator schnellstmöglich zum Einsatz gelangen. Weil in der Regel aber etwas Zeit vergeht, bis der Defibrillator zum Einsatz gebracht werden kann (Holen des Geräts, Einschalten, Elektroden auspacken, Oberkörper entkleiden), sollen sofort immer Kompressionen des Brustkorbs durchgeführt werden. So wird der Sauerstoffmangel im Gehirn und Herz bereits wieder etwas reduziert, wodurch wir Zeit gewinnen und auch die Erfolgschancen des Defibrillators erhöhen.
Diese Kompressionen werden sofort nach dem Schock weitergeführt, bis der Defibrillator nach zwei Minuten dazu auffordert, die Kompressionen zu unterbrechen, um die Herzaktivität erneut zu beurteilen und gegebenenfalls einen weiteren Schock auszulösen.
Übrigens kann während diesem frühen Zeitpunkt der Defibrillation auf die Beatmung noch verzichtet werden. Dies erleichtert die Hilfe bei Kreislaufstillstand ungemein. Zu Beginn hat es nämlich noch Sauerstoff im Blut, bspw. im Oberschenkel oder im Becken. Nur im Gehirn hat es wenig Sauerstoff, weil das Gehirn viel Sauerstoff verbraucht. Durch gute Kompressionen des Brustkorbs pumpt man das sauerstoffreiche Blut aus dem restlichen Körper ins Gehirn. Nach einigen Minuten muss schon auch von aussen Sauerstoff zugeführt werden, was aber von den zwischenzeitlich eingetroffenen ausgebildeten Ersthelfer gemacht werden kann.
Erfahren Sie mehr zum Kreislaufstillstand und der Anwendung von Defibrillatoren in unserem Whitepaper «Kreislaufstillstand am Arbeitsplatz – was tun im Notfall?».