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Ende März fuhr ich spontan nach Arezzo. Ich wollte Attilio Brilli treffen. Er ist pensionierter Literaturprofessor. Er ist bald 80, ein kleiner Mann mit grauen Haaren. Er kann nie stillsitzen. Kaum war ich bei ihm angekommen, hüpfte er auf und verliess das Wohnzimmer. Er suchte nach einem Buch. Es sollte hier irgendwo sein, die deutsche Erstausgabe seines Bestsellers „Als Reisen eine Kunst war“. Das Buch wurde 1995 zum ersten Mal gedruckt, seither wurde es mehrfach übersetzt und verkauft sich noch immer. Damit Brilli es schreiben konnte, las er 20 Jahre lang Tagebücher, Briefe und Notizen von Menschen, für die sich keiner mehr interessiert und die seit 300 Jahren tot sind.