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Anlässlich des Weltbodentags vom 5. Dezember 2016 ernennt die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS) den Gartenboden zum Boden des Jahres 2017. Ein typischer Gartenboden zeichnet sich durch einen mehr als 40 cm mächtigen, humusreichen Oberboden, den sogenannten A-Horizont aus. Dieser entsteht durch die tiefe Bodenbearbeitung, die starke organische Düngung mit Kompost oder Mist und eine intensive Durchmischung durch Bodenlebewesen. Die intensive Düngung führt zu erhöhten Anteilen an organischer Substanz, Humus, und daher zu einer dunklen Färbung des Oberbodens. Das Bodenleben wird zusätzlich durch die regelmässige Bewässerung begünstigt. Gut ausgebildete Gartenböden entstanden durch eine intensive Bewirtschaftung während mehrerer Jahrzehnte bis Jahrhunderte am Beispiel von Klostergärten. Gartenböden enthalten oft Artefakte wie z.B. Scherben.
Foto:G. Brändle
Der Weltbodentag (World Soil Day) ist ein internationaler Aktionstag jeweils am 5. Dezember, dem Geburtstag seiner Majestät des Königs von Thailand. Deklariert wurde der Weltbodentag von der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) im Rahmen ihres 17. Weltkongresses im August 2002 in Bangkok. Sie tat dies zu Ehren seiner Majestät des Königs von Thailand, der sich der Förderung der Bodenwissenschaften und des Schutzes der Böden verdient gemacht hat.
Im deutschsprachigen Raum wurde am Weltbodentag 2004 erstmals die Aktion „Boden des Jahres“ für 2005 initiiert durch die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) und den Bundesverband Boden (BVB). 2007 schloss sich die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) dieser Trägerschaft an.