Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/1944

Systemische Candidiasis ist ein ernstes Problem, das verantwortlich sein kann für Monate oder sogar Jahre von chronischen Beschwerden. Die Existenz des Syndroms ist von der Schulmedizin immer noch nicht anerkannt und Patienten die darunter leiden weichen daher massenweise auf "alternative" Ärzte und Therapeuten aus. Sie haben oft ein breites Spektrum von Symptomen und die Diagnose ist schwierig, weil es viel Überlappung gibt mit ähnlichen Erkrankungen wie Fibromyalgie, Hypoglykämie und Hypothyreose. Basis des Problems ist eine Candida-Überwucherung im Dickdarm, die bei einem schlechten Zustand des Darmepithel (Hyperpermeabilität, früher "permeabler Darm" oder "leaky gut" genannt), die Darmwand durchdringen kann, wobei Candida-Toxine und Antigene absorbiert werden. Dies bedeutet eine konstante Belastung des Immunsystems. Daraus kann eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Allergien und Chemikalien entstehen.
Caprylsäuren bei Candida:
Caprylsäure wird in der orthomolekularen Welt oft verwendet, um dem übermässigen Wachstum von Hefe und Pilzen im Darm entgegenzuwirken, insbesondere dem Wachstum von Candida albicans. Es ist eine Fettsäure mit 8 Kohlenstoffatomen. Es wird in kleinen Mengen vom Körper produziert und wird hauptsächlich in der Kokosnuss gefunden, aber auch in Palmöl, Hanföl, Butter und anderen tierischen und pflanzlichen Quellen. Die antifungale Eigenschaft der Caprylsäure ist sowohl in in-vitro- als auch in in-vivo-Studien nachgewiesen. Im pH-Bereich zwischen 2,5 und 8,5 scheint Caprylsäure eine starke fungizide Wirkung gegen Hefen zu haben, insbesondere gegenüber Candida albicans. Die in-vivo Ergebnisse stammen aus den 60er Jahren. Der genaue Wirkmechanismus wurde nie abgeklärt, obwohl vermutet wird, dass Caprylsäure die Zellmembran der Hefe angreift, was zu Veränderungen in der Fluidität und Permeabilität und letztendlich zu einem Zerfall der Membran führt.
- Candida-Infektionen (systemisch und lokal) und andere Hefe- und Pilzinfektionen sowie verschiedenartige Symptomatik die damit zusammenhängt (u.a. chronische Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Verdauungsstörungen, Immunschwäche, Allergien, Empfindlichkeiten gegenüber Chemikalien)
- Präventiv bei häufigem Gebrauch von Antibiotika
In den empfohlenen Mengen sind keine negativen Nebenwirkungen von Caprylsäure bekannt. Hohe Dosierungen von Caprylsäure jedoch (das mehrfache der empfohlenen Dosis), können in manchen Fällen milde Magenirritationen und Übelkeit verursachen. Dem kann entgegengewirkt werden, durch Einnahme von Caprylsäure mit den Mahlzeiten.
Es ist möglich, dass sich der Patient bei erfolgreicher Therapie einige Tage bis Wochen nach Behandlungsbeginn trotzdem schlechter fühlt. Dies ist wahrscheinlich das Ergebnis der sogenannten "Herxheimer-Reaktion". Diese tritt auf, wenn eine grosse Anzahl von Candida-Zellen rasch absterben. In ihrem Todeskampf und danach kommen grosse Mengen von Toxinen, Zellbestandteilen und Antigenen gleichzeitig frei. Dieses Phänomen kann mehrere Tage bis mehrere Wochen dauern, ist aber in der Regel innerhalb einer Woche vorbei.
In der Literatur sind keine Interaktionen von Caprylsäure beschrieben. Interaktionen mit konventionellen Medikamenten oder Naturheilmitteln sind möglich. Konsultieren Sie dazu einen Experten.
Gebräuchliche therapeutische Dosen von Caprylsäure variieren zwischen 1000 und 2000 mg über den Tag verteilt eingenommen, während drei bis vier Monaten. Um die Herxheimer-Reaktion (siehe Nebenwirkungen) zu verhindern, kann es sinnvoll sein, mit einer Tablette täglich anzufangen und die Dosis schrittweise zu erhöhen. Da sich Candida tief in den Falten der Darmwand versteckt, kann die Behandlung der Krankheit mehrere Monate oder sogar bis zu zwei Jahre dauern, je nach Zustand des Patienten, und wie er darunter leidet.
Eines der wichtigsten Elemente in der Candida-Behandlung ist die Beseitigung von Zucker aus der Nahrung; die Lieblingsspeise der Hefe. Das bedeutet eine strikte Anti-Candida-Diät. Tägliche Einnahme von Bifidobakterien, wie in Darmocare Extra Forte, hat eine dramatische Steigerung der Anzahl gutartiger Darmbakterien, die im Dickdarm Candida bekämpfen, zur Folge. Die Lactobacillus-Stämme in einem guten Probiotikum helfen vor allem im Kampf gegen Candida im Dünndarm. Zusätzlich ist L-Glutamin insbesondere geeignet, um den Zustand des Darmepithel bei einem permeablen Darm zu verbessern.
Die Therapie kann ferner sehr gut mit einem Knoblauchextrakt unterstützt werden. Um eine optimale Versorgung mit synergistischen Nährstoffen sicherzustellen, empfehlen wir eine Basisergänzung eines guten Multis und Vitamin C.