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Und die heilige Stadt, ein neues Jerusalem, sah ich vom Himmel herabkommen von Gott her, bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird mit ihnen sein, ihr Gott. (Offenbarung 21, 2-3)
Letzten Sonntag habe ich Herrn Christian Weber von der Mission 21 bei uns in der Kirche kennengelernt. Während des Gottesdienstes hat er über seine Tätigkeit in der Demokratischen Republik Kongo erzählt. Dabei erwähnte er auch das Lied „Jerusalema“.
Die ganze Welt tanzt heute zu diesem Lied, aber kaum jemand weiss, dass der Text ein Gebet ist. Master KG, der das Lied komponiert hat, hätte nie gedacht, dass es so ein Erfolg wird, aber er merkte schnell, dass ihn die Melodie nicht mehr loslassen wird.
Die Studierenden von Christian Weber haben den Ort Jerusalem als Metapher für einen Pilgerort verstanden. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Stadt Lalibela in Äthiopien als wichtiges spirituelles Zentrum der Christen erbaut und Neu-Jerusalem genannt. Neu-Jerusalem hat eine wichtige Bedeutung, weil Afrika in der Heilsgeschichte Gottes eine wichtige Rolle spielt.
Darum hat „Jerusalema“ für Menschen in Afrika einen doppelten Sinn, es ist nicht nur ein geographischer Ort, sondern ein Ort der Sehnsucht und Geborgenheit. An dem Ort kann man Gott und dem Leben begegnen, erzählte Herr Weber.
Der Liedtext lautet auf Deutsch übersetzt etwa so:
„Jerusalem ist meine Heimat,
Schütze mich,
Begleite mich,
Lass mich hier nicht zurück“
Anna Hemme-Unger