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|Wer muss heizen: Der Vermieter oder der Mieter?

Nach Art. 256 OR muss der Vermieter die Mietsache in einem zum vorausgesetzten Gebrauh tauglichen Zustand übergeben und unterhalten. Daraus ergibt sich die grundsätzliche Pflicht des Vermieters, das Mietobjekt zu heizen, denn hierzulande setzt der Gebrauch des Mietobjektes zum Wohnen oder zum Arbeiten das Aufheizen voraus.
Welches ist die angemessene Wärme?
Das Gesetz sagt nicht, was unter angemessener Wärme zu verstehen ist. Lehre und Rehtsprechung betrachten eine Durchschnittstemperatur von rund 20 bis 21 Grad Celsius in der Zeit zwischen 7.00 und 23.00 Uhr als angemessen. Das gilt auch für Badezimmer und dient nicht zuletzt dazu, das Mietobjekt vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen.
Übrigens: Kontrollmessungen der Raumtemperaturen sind in der Mitte des Raumes in 1,5 Meter Höhe und nicht an der Wand vorzunehmen.
Wann muss der Vermieter die Heizung einschalten?
In der Regel sollte geheizt werden, wenn die Aussentemperatur unter 14 Grad sinkt. Somit dauert die Heizperiode in unserer Gegend in etwa von Mitte September bis Mitte Mai.