Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/417

Basel, 1356
Erz, gegossen
H. 42 cm, Dm. Boden 59 cm
Inv. 1884.168.
Im Jahre 1356 wurde die Stadt Basel von einem starken Erdbeben heimgesucht. Von diesem Erdbeben kündet die lateinische Inschrift des Weinmasses: "Diese Verse machte Ulrich, so gut er konnte, ihn möge Gott und die Jungfrau Maria retten. Im Jahre des grossen Erdbebens 1356 – so will ich wahr berichten – wurde ich von den Bürgern in Basel gegossen." Das Weinmass diente zur Eichung von Weingefässen, die von der Zunft zu Weinleuten durchgeführt wurde. Wein war nicht nur Genussmittel, sondern auch Nahrungs- und Zahlungsmittel. Der Rat hatte den Wein früh mit Steuern belegt. Sie waren während Jahrhunderten wichtige Einnahmequellen der Stadt. Dass noch im Erdbebenjahr ein neues Weinmass hergestellt wurde, zeugt von der finanziellen Bedeutung des Weines für die Kasse der Bürgerschaft.