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San Francisco liegt auf einer Landzunge zwischen dem Pazifischen Ozean und einer Bucht. Die enge Seezugang zu dieser Bucht wird als Golden Gate bezeichnet, der der berühmten Brücke und dem Stadtpark den Namen gab. Das Stadtbild ist von niedrigen Häusern im viktorianischen Stil geprägt. Ein weiteres Merkmal sind die teilweise sehr steilen Strassen, die mit den Cable Cars noch immer befahren werden. Die Cable Car ist keineswegs nur eine Touristenattraktion, sie dient auch für die Einheimischen als wichtiges Verkehrsmittel. Insgesamt fahren noch drei Linien im regulären Betrieb durch das Stadtzentrum. An den Endstationen gibt es Drehscheiben, auf denen die Wagen von Hand gedreht werden.
In Sichtweite innerhalb der Bucht liegt die ehemalige (1934-1963) Gefängnisinsel Alcatraz. Diese Touristenattraktion machten wir als erstes in San Francisco. Nach einer sehr kurzen Schifffahrt von der Fishermans Warf aus, erhielten wir im Gefängis Kopfhörer für die Audio-Tour. Eindrucksvoll wurden uns durch ehemalige Inhaftiere sowie Wärter das Leben auf Alcatraz näher gebracht. Wir wanderten durch die Zellengänge und stoppten immer an den diktierten Stellen. Bei der Gun Galleries, ein vergitterter Gang beim Ende des Zellentraktes, patrollierten dazumal die einzigen bewaffneten Wärter ständig hin und her. Dieses Gefängnis galt als ausbruchsicher, da zwischen Insel und Festland eine sehr kalte Strömung fliesst, waren Fluchtversuche ohne Boote erfolglos. Drei Leuten ist der Ausbruch gelungen, ob diese aber untergetaucht oder im eisigen Wasser ertrunken sind, weiss man bis heute nicht.
Eine weitere Attraktion sind bei der Pier 39 eindeutig die Seelöwen, die hier in grossen Gruppen in den Tag hinein dösen und sich von den Touristen fotografieren lassen.
Am nächsten Tag entschieden wir uns für eine Tagestour mit dem Velo. Es ging entlang der Bucht über die grandiose Golden Gate Bridge, weiter zu den herzigen Dörfchen Sausalito, Almonte, Strawberry und Tiburon. Die Golden Gate Bridge ist sicher das berühmteste Wahrzeichen in San Francisco. Die Hängebrücke mit einer Länge von 2,7 km überspannt die Einfahrt zum Hafen und hat insgesamt sechs Fahrspuren. Von Tiburon ging es mit dem Schiff nach San Francisco zurück. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass uns am nächsten Tag der Po und die Waden schmerzten.
Nichtsdestotrotz, spazierten wir in den Stadtviertel von den Banken (Financial District), bei der Fisherman Warf, in Downtown sowie in Chinatown herum. Wenn man in Chinatown herumflaniert, hat man das Gefühl man sei in China, denn hier leben ca 80’000 Einwohnern. Es zählt damit zu den grössten Chinatowns in den USA. In der Nähe der Fisherman Warf befindet sich ein super Aussichtsturm (Coit Tower), bei dem man einen Rundumblick auf die Stadt, die Bucht und den Hafen mit der Oakland Bridge geniessen kann, sowie der Transamerica Pyramid Tower, welcher als höchster Wolkenkratzer in San Francisco ist. Der Wolkenkratzer ist 260 m hoch und hat 48 Stockwerden. Beeindruckend fanden wir die besondere Architektur mit den zwei Seitenflügeln. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Oakland Bridge, die zwar nicht so berühmt wie die Golden Gate Bridge ist, ist aber ebenfalls ein sehr beindruckendes Bauwerk. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 8,3 km und verbindet San Francisco mit der Stadt Oakland. Das spannende an der Brücke ist der Verkehrsfluss. Der Verkehr verläuft auf zwei Ebenen, oben fliesst der Verkehr nach San Francisco, unten wird er nach Oakland geleitet.
Als nächstes auf der Aktivitätenliste war eine Wanderung zum Golden Gate Park und zurück via dem Alamo Square. Es waren ca 40’000 Schritte, welche wir an diesem Tag liefen. Oh ja, danach merkten wir den Muskelkater in den Beinen. Der Golden Gate Park ist 5 km lang und 800 m breit, ist somit grösser als der Central Park in New York. Uns hat dieser Park nicht wirklich fasziniert, da er ziemlich verwachsen und ungepflegt aussieht.
Was man in San Francisco auch nicht vergessen darf, ist die Lombard Street. Zum einen dient sie als Zubringer zur Golden Gate Bridge und zum anderen verläuft sie teilweise als Highway 101 durch die Stadt. Sie gilt ebenfalls als die kurvenreichste Strasse der Welt.
Während der ganzen Zeit hatten wir immer strahlend blauen Himmel mit frühlingshaften Temperaturen. Bis jetzt finden wir San Francisco die beste Stadt in USA, die wir bis jetzt gesehen hatten.
Die Reise geht nun weiter Richtung Seattle …
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