Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/3471

Sony ist Japans drittgrösster Elektronikkonzern und wurde bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Tokio gegründet. Als erstes japanisches Unternehmen wählte Sony einen Markennamen mit lateinischen Schriftzeichen. Der Name «Sony» wurde schliesslich ab 1958 für das gesamte Unternehmen benutzt. Heute produziert Sony unter anderem Digitalkameras und Systemkameras.
Ab 1981 arbeitete Sony an der Fotokameraserie «Sony Mavica». Dabei handelte es sich noch nicht um Digitalkameras, sondern um analoge Still-Video-Kameras mit elektronischer Aufzeichnung. Anfangs nutzte Sony Disketten als Speichermedium in einigen Kameras, wodurch die Geräte verhältnismässig gross waren. Im Jahr 1987 vermarktete Sony seine erste Still-Video-Kamera. Ein Jahr später erschien in Japan die nutzerfreundlichere Sony MVC-C1. Sie verfügte über automatische Belichtung und Weissabgleich sowie einen eingebauten Blitz. Die MVC-FD5 war das erste digitale Modell der Serie, die als erste Digitalkamera in Massen produziert und verkauft wurde.
Seit den späten 1990er arbeitete Sony an der Cyber-shot-Serie. Beide Produktreihen existierten gleichzeitig, bis die Mavica-Serie 2002 eingestellt wurde. Das erste Exemplar der Kompakt-Digitalkameras der Cyber-shot-Serie wurde 1996 vorgestellt. Die Sony DSC-F1 verfügte über ein schwenkbares Objektiv, das sich um 180 Grad drehen konnte, und einen eingebauten Bildschirm.
Als Typenbezeichnung tragen alle Modelle der Cyber-shot-Reihe das Kürzel DSC, das für Digital Still Camera steht. Kameras der Serien DSC-W und DSC-WX sind kleine, leichte Einsteigermodelle mit einfacher Handhabung. Bei Modellen der Serien DSC-H und DSC-HX handelt es sich um Bridgekameras mit Superzoom-Objektiven. Für eine semi-professionelle Nutzung eigenen sich Modelle der DSC-Reihen R und RX. Diese Kameras verfügen über grosse Bildsensoren, schnelle Autofokusleistung und herausragenden optischen Zoom.
2006 übernahm Sony das Kamerageschäft des damals drittgrössten Kameraherstellers Konica Minolta und führte dessen Arbeit an digitalen Spiegelreflexkameras weiter. Im selben Jahr erschien mit der DSLR-A100 das erste Modell der Baureihe «Sony Alpha». Das verwendete A-Objektivbajonett ist mit allen Autofokus-Objektiven bereits erschienener Reihen kompatibel. 2010 führte Sony das E-Bajonett ein. Dies weist ein kürzeres Auflagemass auf, was die Kameramodelle insgesamt kompakter erscheinen lässt. Somit erweiterte Sony sein Repertoire erfolgreich um digitale Systemkameras.
Im Jahr 2013 präsentierte Sony eine weitere Neuerung in Form der SmartShot-Kameras DSC-QX10 und QX100. Diese Modelle werden auch als «Lens-Style»-Kameras bezeichnet, da die gesamte Kamera im Stil eines Objekts designt wurde. Mit einer Klemmvorrichtung oder über eine WLAN-Verbindung kann die Kamera an ein Smartphone oder Tablet gekoppelt werden. Somit kann ein Smartphone in eine Kamera auf DSLR-Niveau verwandelt werden.
Auch wenn Sonys Produktangebot sich vor allem auf den Bereich der Unterhaltungselektronik konzentriert, verbucht das Unternehmen deutliche Erfolge auf dem Fotokamera-Markt. Im Jahr 2018 belegten Vollformatkameras von Sony bei den Verkaufs- und Umsatzzahlen in den USA den ersten Platz. Somit ist Sony heute nicht nur im Bereich der Unterhaltungselektronik als Innovator bekannt.