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Wie unsere Wortwahl die KlientInnen der Suchthilfe und ihre Versorgung beeinflusst
13.12.2018 / Die Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin ruft dazu auf, Fachbegriffe mit Bedacht einzusetzen, weil unsere Wortwahl massgeblichen Einfluss auf die Inanspruchnahme und Zugänglichkeit von Behandlungen in der Suchthilfe hat.
Der Blogbeitrag wurde 2017 auf Englisch veröffentlicht und liegt jetzt auch auf Deutsch vor. Zwei Beispiele für den Einfluss der verwendeten Fachbegriffe: Wird jemand als „Drogenabhängiger“ beschrieben anstatt als „Person mit einer Substanzgebrauchsstörung“, ist das stigmatisierender und schmälert somit die Chancen dieser Person, eine angemessene Behandlung zu erhalten. Das Wort „Substitutionsbehandlung“ bringt nicht zum Ausdruck, dass die Therapie auf wirksamen Medikamenten basiert. Das führt laut dem Appell zu einer Drogenpolitik, die die pharmakologische Behandlung von Substanzstörungen ausschliesst. Stellvertretend sollte sie mit „Opioid-Agonisten-Behandlung“ betitelt werden.