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Die Originalbestuhlung bestand aus Holzbänken, von denen eine heute noch in der Kirche steht. Seit dem Umbau sitzen die Gottesdienstbesucher auf flexiblen Stühlen; maximal 120 Personen haben im Kirchenraum Platz.
Abendmahlstisch, Ambo und ein für reformierte Verhältnisse ungewöhnlich grosses, dreidimensional gestaltetes Kreuz sind aus Eichenholz und bilden ein Ensemble. Sie befinden sich im Chorraum, der gegenüber dem übrigen Kirchenraum um zwei Stufen erhöht ist. Hergestellt wurden die Teile – ebenso wie das Emporengeländer, das aus dem gleichen Holz besteht – von der Firma Rohrer, Stein. Die Pläne dafür gehen auf Ideen der Architekten Strasser und Droz zurück, die den Neubau des Kirchenzentrums und den damit zusammenhängenden Kirchenumbau 1981 durchgeführt hatten. Ursprünglich war auch ein Taufstein vorgesehen, der aber nicht hergestellt wurde. Auf Wunsch vieler Gemeindemitglieder wurde ein Ständer für Opferkerzen, wie er in katholischen Kirchen üblich ist.
Der Boden der Kirche besteht aus hellroten Klinkerplatten. Die gewölbte Decke ist wie der gesamte Kirchen-Innenraum weiss gestrichen.
Kirchenfenster
Die Fenster der Kirche Stein weisen eine
ornamentale Umrandung auf. Aus alten Dokumenten aus dem Archiv der Kirchgemeinde
Stein geht hervor, dass die Fenster – vier grosse Rundbogenfenster, vier runde
Fenster sowie zwei rechteckige Fenster – 1927 für den Kirchenneubau bei Otto
Hasler in Stein bestellt worden sind. Schon damals dachte man offenbar daran,
die Fenster bemalen zu lassen, verzichtete aber vorerst darauf, wohl aus
finanziellen Gründen. Erst drei Jahre später gab man die Bemalung tatsächlich
in Auftrag: 1930 verrechnete der Glasmaler «Fr.
Glatt aus Säckingen» die Bemalung von zwei Rundfenstern zu 80 Franken pro
Stück.
Eines der beiden markanten Rundbogenfenster
1932 gründete die Kirchengenossenschaft einen Fonds für die Bemalung der weiteren Kirchenfenster, im Juli enthielt dieser 220 Franken. In den Archiv-Unterlagen der Kirchgemeinde gibt es keine Hinweise darauf, wer schliesslich die übrigen Fenster bemalt hatte, es ist aber davon auszugehen, dass der Auftrag wiederum an den Glasmaler Glatt ging. Der Fonds wurde später aufgelöst.
Orgel
Empore mit Orgel
Die Orgel auf der Empore stammt vom Kleindöttinger Orgelbauer Armin Hauser und wurde 1986, fünf Jahre nach der Errichtung des Kirchenzentrums, eingeweiht. Das Instrument besitzt 821 Pfeifen (13 Register, zwei Manuale) in einem Gehäuse aus massivem Eichenholz. Im Vergleich mit den Dimensionen der Kirche wirkt es beinahe riesig. Tatsächlich sei die Konzeption der Orgel angesichts des kleinen Kirchenraums eine schwierige Arbeit gewesen, wird der damalige Kirchenpflegepräsident Hans Freudiger in einem Zeitungsbericht zur Orgeleinweihung zitiert.
Ein erstes Instrument hatten die Steiner
Reformierten 1965 von der Firma Walcker in Ludwigsburg bestellt. Als man die
Empore im Zusammenhang mit dem Neubau des Kirchenzentrums herunterriss, wurde
die Orgel für 17'600 Franken nach Deutschland verkauft. Die Organisten spielten
vorübergehend auf einer tragbaren elektronischen Orgel.
Wandteppich
Der kunstvolle Wandteppich im Saal des Kirchgemeindezentrums ist ein Gemeinschaftswerk von 25 Frauen aus den Gemeinden Stein, Münchwilen, Sisseln, Wallbach und Mumpf. Der Entwurf stammt von Beatrice Schilling aus Sisseln. Der Teppich ist rund viereinhalb Meter lang und stark querformatig. Er trägt den Titel «Schöpfung» und zeigt Vögel und Fische, Bäume und Menschen, welche mit offenen Armen die aufgehende Sonne begrüssen. Die Sonne, in leuchtendem Gelb und Orange gehalten, steht im Zentrum des Geschehens. Unschwer zu erkennen ist, dass hier ein Teil der Schöpfungsgeschichte dargestellt wird:
«Als Gott die Welt schuf, war es wüst, unheimlich und finster. Alsdann teilten sich die Wasser, und die Erde kam zum Vorschein. Dann befahl Gott: «Im Wasser soll sich Leben regen, und in der Luft sollen Vögel fliegen. Und er machte alle Arten von Tieren, Pflanzen, Bäume und Früchte.
Gott
schuf den Menschen nach seinem eigenen Bild. Er betrachtete alles, was er
geschaffen hatte, und er hatte Freude daran, denn es war gut.» (Genesis, 1)
Insgesamt arbeiteten die Frauen weit über 2000 Stunden an dem Wandteppich, der im Zusammenhang mit dem Neubau des Kirchenzentrums entstanden ist. Enthüllt wurde er anlässlich der Einweihung des Kirchgemeindezentrums am 24. November 1985. Er befindet sich seit jeher an der rückwärtigen Wand des Gemeindesaals.