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Orgelmusik aus England und Komponisten, die hauptsächlich in England gewirkt haben
Frederick Andrew Keene (1871–1916) war ein englischer Organist und Komponist. 1889 wurde er der junge Keene Organist in der Kirche St. Saviour’s in Clapham, einem Stadtteil im Südwesten von London. Dieses Amt hatte er bis 1907 inne, danach war er Organist in der Sandingham Parish Church, ebenfalls im Stadtteil Clapham, London. Keene starb bereits im Alter von 45 Jahren.
Frederick Andrew Keene war zuerst Schüler von Dr. Charles William Pearce (1856–1928), der Musiklehrer und später Direktor am Trinity College in London war. Danach studierte Keen bei Sir Walter Galpin Alcock, der damals Professor für Orgel am Royal College of Music und Organist in der Westminster Abbey und in der Chapels Royal war.
Henry Thomas Smart (1813–1879) wurde in London geboren. Er war der Sohn des Geigers Henry Smart und Neffe des Dirigenten Sir George Smart. Der junge Henry erhielt als Kind Musikunterricht beim Vater, studierte dann aber Jura und bildete sich erst später grösstenteils autodidaktisch als Musiker weiter.
Smart besuchte in jungen Jahren oft die Orgelbauwerkstätte Robson’s und erwarb sich dort profunde Kenntnisse im Orgelbau. 1831 wurde er Organist an der Parish Church in Blackburn, Lancashire. Später hatte er verschiedene Organistenstellen in London inne: An St. Philip’s (1838–1839), an St. Luke’s (1844–1864) und an der St. Pancras Church (1865–1879). Er wurde als ausgezeichneter Organist geschätzt besonders auch für sein Improvisationstalent. Im Alter erblindete Smart vollständig. In dieser Zeit diktierte er seine Kompositionen seiner Tochter Ellen. Weiterlesen
Samuel Wesley (1766–1837) wurde in Bristol geboren, die Familie übersiedelte 1778 nach London. Seine musikalische Ausbildung verdankte Samuel seinem Vater Charles, dem bedeutenden Liederdichter und -komponisten der methodistischen Kirche. John Wesley, Mitbegründer der methodistischen Kirche, war ein Bruder von Charles Wesley. Samuels Begabung zeigte sich bereits im frühen Alter, er wird auch the English Mozart genannt.
Samuel Wesley leistete als Konzertorganist und Herausgeber einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Musik Johann Sebastian Bachs in England. Wesley gilt als zentrale Persönlichkeit in der englischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Weiterlesen
Johann Christian Bach (1735–1782) war der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach, er wurde auch der Mailänder oder Londoner Bach genannt. Als Komponist der Frühklassik hatte er großen Einfluss auf den Stil des jungen Mozart.
Johann Christian gilt als Lieblingssohn seines Vaters und erbte nach dessen Tod drei Pedalklaviere im Wert von je 50 Talern und 38 Taler Bargeld. Nach dem Tod des Vaters zog er nach Berlin zu seinem Halbbruder Carl Philipp Emanuel Bach, der ihn zu einem virtuosen Pianisten ausbildete. Weiterlesen
William Lloyd Webber (1914–1982) konzertierte bereits als 14-Jähriger als Organist an verschiedenen Kirchen in London und England. Er studierte am Royal College of Music, unter anderem bei Ralph Vaughan Williams. 1938 war er Organist und Chorleiter an All Saints, später in Central Hall, Westminster, einer bedeutenden Methodistenkirche. Die ersten Kompositionen entstanden in den 30er Jahren.
Herbert Brewer (1865–1928) war ein englischer Komponist, Dirigent und Organist. Er lebte die meiste Zeit seines Lebens in seinem Geburtsort Gloucester. Herbert Brewer war zunächst Chorknabe und Organist in Gloucester. Er studierte bei Charles Lloyd, an der Kirchenmusikschule in Oxford und am Royal College of Music. Ab 1882 war Brewer Organist in Oxford, ab 1885 in der Kathedrale in Bristol und ab 1896 wieder Organist in Gloucester, diesmal an der Kathedrale.
Charles John Stanley (1712–1786) erblindete nach einem Unfall im Alter von zwei Jahren. Er begann sein Musikstudium bei Maurice Greene im Alter von sieben Jahren. Bereits mit elf Jahren bekam er seine erste Organistenstelle in London. Er schloss sein Studium mit siebzehn Jahren ab als jüngste Person, die jemals an der Oxford University einen Bachelor of Music erlangte.
Als blinder Musiker verfügte er über ein phänomenales Gedächtnis. Musste er ein neues Oratorium begleiten, spielte ihm seine Schwägerin das ganze Werk vor und er konnte es beim ersten Anhören memorieren.
Johann Christoph Pepusch (1667–1752) wurde 1667 als Sohn eines Pfarrers in Berlin geboren. Hier erhielt er seine erste musikalische Ausbildung, bevor er im Alter von 14 Jahren eine Stellung bei Hof antrat, die er 1698 kündigte. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln. Pepusch ging zunächst nach Amsterdam. 1704 etablierte er sich in London, publizierte aber weiterhin bis etwa 1718 in Holland. In London wirkte Pepusch als Bratschist, schon bald auch als Komponist, Theaterdirektor, Musiktheoretiker und Organist.
Maurice Greene (1696–1755) war ein englischer Komponist und Organist des Barock. Maurice Greene wurde als Sohn eines Klerikers geboren und war unter Jeremiah Clarke und Charles King (1687–1748) Chorjunge an der Saint Paul’s Cathedral. Nach dem Stimmbruch studierte er bei Richard Brind Orgel und wurde nach Brinds Tod 1718 Organist an St. Paul’s. Ab seiner späten Jugendzeit, bis nach Antritt der Stelle an St. Paul’s war er mit Georg Friedrich Händel befreundet, dem er Zugang zu der Orgel der Kathedrale verschaffte und den er Richard Brind vorstellte, mit dem er sich jedoch später heftig zerstritt.
John Alcock (1715–1806) war Schüler von John Stanley an der St. Pauls Kathedrale, er promovierte 1766 als Musikwissenschafter in Oxford. Er war Organist in mehreren grösseren englischen Kirchen:
- St Andrew’s Church, Plymouth 1737–1741
- St Laurence’s Church, Reading 1741–1750
- Lichfield Cathedral 1750–1761
- Sutton Coldfield Parish Church 1761–1786
- St. Editha’s Church, Tamworth 1766–1790