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Virgile Elias Gehrig
Virgile Elias Gehrig | Plattform Kultur Wallis / Aline Fournier
Virgile Elias Gehrig © Olivier Lovey
Virgile Elias Gehrig | Plattform Kultur Wallis / Aline Fournier
Virgile Elias Gehrig
Virgile Elias Gehrig | Plattform Kultur Wallis / Aline Fournier
Die Schreibmaschine
Virgile Elias Gehrig ist der Künstlername von Virgile Pitteloud. Gewählt hat er diesen Namen als Hommage an seine Mutter, eine geborene Gehrig. Geboren wurde der Autor 1981 in Sitten. Er studierte Philologie, Philosophie und französische Literatur an der Universität Freiburg.
Virgile Elias Gehrig wuchs in einem Umfeld auf, das die Literatur schätzte. So entwickelte er eine wahre Passion für das Lesen und Schreiben. Er widmete sich der Lektüre von Jacottet oder Rimbaud und verfasste bereits seine ersten Gedichte. 2001 wurde sein Text «Le livre des vivants » von der Jury des Concours international des jeunes auteurs de Fribourg in der Edition «choix de l'éditeur» veröffentlicht. Ebenfalls wurden einige seiner Gedichte veröffentlicht. Nach seinem Studium widmete sich Virgile Elias Gehrig wieder vermehrt dem Schreiben. 2008 erschien sein Roman «Pas du tout Venise» beim Verlag L'Age d'Homme. 2009 folgte die Sammlung Aphorismen «Soifs et Vertiges». Die Gedichtsammlung «Par la serrure du jour» schloss 2010 diese Triologie ab. [Quelle: Wikivalais]
Bereits der Vater von Virgile Elias Gehrig beschäftigte sich intensiv mit Schreiben und Malen. Wie der Vater so entwickelte auch der Sohn diese Faszination für das Künstlerische. Er entdeckte bereits in jungen Jahren sein Faible für das poetische, französische Chanson. Sehr früh erkennt er die Ausdruckskraft und Bedeutung der Wörter. Als junger Erwachsener nahm er am Wettbewerb Prix International des Jeunes Auteurs teil. Er wurde zwar vom Wettbewerb disqualifiziert, weil er anstelle eines Gedichts eine ganze Sammlung einsandte, seine Gedichte wurden aber von der Jury dennoch veröffentlicht.
Kontakt
Elf Fragen - elf Antworten
Was war Ihr erster Gedanke heute Morgen?
Alle Morgen auf dieser Welt sind ohne Wiederkehr… Steh auf und geh. (zeitloses Lächeln)
Was wollten Sie als Kind werden?
Kinder haben das Privileg liebevoll alles Zukünftige zu ignorieren, um sich dem Geschmack des Augenblicks hinzugeben. Leben in der Gegenwart ist ein köstliches Geheimnis und das Kind geniesst diese Fähigkeit, deren Verlust man später bedauert. In welchem Alter beginnen wir in die Zukunft zu schauen?
Was sind Sie geworden?
Die Zukunft, jetzt, ist eingebrannt, aufgezeichnet ! Wie die Vergangenheit und unvollkommen, wie der Infinitiv und der Konjunktiv! Jetzt initiiere ich die bedingte Zeit, eine Zeit, die mir offen erscheint, wie die Türe eines Gehäuses … ein Ausbruch.
Beeinflusst Ihr alltägliches Leben ihre Kunst?
Manchmal schmiert das alltäglich Leben meine Handgelenke und manchmal bringt es mich zum Stottern.
Hat Sie das Wallis als Künstler geprägt?
Ein Autor lebt vorzugsweise mehr in einer Sprache als in einem Land.
Welche Gedichtzeilen kennen Sie auswendig?
Une orange sur la table
Ta robe sur le tapis
Et toi dans mon lit
Doux présent du présent
Fraîcheur de la nuit
Chaleur de ma vie
(Jacques Prévert)
Sind Sie Tag- oder Nachträumer?
Welchen Unterschied macht das aus? Ein Traum ohne Sterne ist so schnell ersonnen wie vergessen. Ich bevorzuge die Nacht, wegen der Psychohygiene, denke ich.
Wofür haben Sie nie Zeit?
Für Gewissheiten, für das Ausstrecken meiner Arme und Finger, für das Sitzenbleiben.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, würden Sie?
Ich würde alle Ländereien der Welt hergeben für jene meiner Kindheit.
Welche Frage würden Sie gerne beantworten?
Warum sind Ihre Seiten immer umhüllt von einem Hauch Melancholie?
Und wie lautet Ihre Antwort dazu?
In einem Buch ohne Melancholie, würden Nachtigallen aufstossen. Bedenken Sie, was erst Männer und natürlich auf Frauen in einem Buch ohne Melancholie tun würden.
Berufliches
Berufsbezeichnung
Autor, Schriftsteller, Lehrer
Ausbildung
Lizenziat in Geisteswissenschaften (Philologie, Philosophie und französische Literatur)
Stichworte zum Kunstschaffen
Roman / Aphorismen / Poesie / Theatertexte / schreiben ohne Aufschrei ist nichts anderes als sich die Handgelenke zu ruinieren
Muttersprache
Französisch
Weitere Sprachen
Deutch, Italienisch, Englisch
Geburtsjahr
1981
Erschienen: November 2012
Text: Marlène Mauris
Fotos: © Aline Fournier