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(Kt. Bern,
Amtsbez. Trachselwald,
Gem.
Sumiswald). 728 m. Ehemalige Komthurei des Deutschritterordens und jetzt Armenanstalt der Gemeinde
Sumiswald; auf einem Nagelfluhfelsen links über der
Grünen; 1,5 km nö.
Sumiswald und 6 km nö. der StationRamsei
der Linie
Burgdorf-Langnau. 3
Häuser, 110 reform. Ew. Kirchgemeinde
Sumiswald. Die Gründung dieses Ordenshauses geht auf das
Jahr 1225 zurück. Damals schenkte der Edle Löthold von
Sumiswald dem Deutschordenshaus in Jerusalem seine Besitzungen in
der Gemeinde
Sumiswald und den Kirchensatz von
Sumiswald und
Dürrenroth unter der Bedingung, dass es in
der Gemeinde
Sumiswald beständig zwei Priester unterhalte und in einem daselbst zu erbauenden Spital Arme und Reisende gastlich
aufnehme. Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts kam das Ordenshaus in den Besitz des ganzen Gebietes der
Grünen und des Kirchensatzes
von
Affoltern und
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Trachselwald. Es stand unter dem Oberkomthur von Elsass und Burgund, der seinen Sitz im Württembergischen hatte, weshalb
die Komthurn von Sumiswald vorzugsweise aus schwäbischen Geschlechtern genommen wurden. 1243-1527 waren es deren 24. Bei
der Reformation 1527 wurde die Komthurei Sumiswald unter die Verwaltung des Staates Bern
gestellt. Infolge von
fortwährenden Reklamationen des Deutschordens kam 1552 ein Vertrag zustande, wonach die Besitzungen der Komthurei dem Orden
wieder zugestellt, aber durch bernische Vögte verwaltet werden sollten. Wegen der weiten Entfernung verkaufte 1698 der Deutschorden
die Komthurei an Bern,
das daraus eine eigene Vogtei machte. Im Jahre 1798 wurde diese aufgehoben und 1803 dem
Amtsbezirk Trachselwald einverleibt. 1812 kaufte die Gemeinde Sumiswald das Schloss und machte es zu einem Gemeindearmenhaus
(«Spittel»). Das jetzige Gebäude stammt aus den Jahren 1731 und 1732.
(Kt. Schwyz,
Bez. Einsiedeln
und Schwyz).
1577 m. Gipfel in der von den Mythen zwischen dem Thal der Minster im O. und dem
Amselthal im W. nach NO. ziehenden Kette. Flyschgebiet mit bis zu den Gipfeln hinaufreichenden Alpweiden. Der eine schöne
Aussicht bietende Spital wird von allen Seiten her häufig bestiegen und auch von Schulen gerne besucht. Nach O. ist ihm die
Schräh (1480 m), nach N. der Hummel (1421 m) und nach W. die Bögliegg (1552 m) vorgelagert, zwischen welchen
Höhen der Nidlauibach ostwärts, der Steinbach nordostwärts und der Jenbach nordwestwärts der Sihl zufliessen.
Der Spital
bildet seit 1351 die Grenze zwischen Einsiedeln und dem «alten Lande» Schwyz.
1872 m. Heute von Hirten bewohntes Gebäude, das ehemals der
Aufnahme und Verpflegung von Durchreisenden diente an der S.-Flanke des Simplonpasses 2 km s. vom heutigen Hospiz, auf ebener
Fläche zwischen der Simplonstrasse im O. und der Doveria im W. gelegen.
Das 1235 zum erstenmal genannte St. Jakobs-Spital
der Johanniterritter, das am Scheitelpunkt des alten Passweges nahe dem Hobschensee lag, wurde 1470 aufgehoben,
worauf Kaspar Stockalper aus Brig um 1665 das tiefer unten stehende heutige Gebäude erstellte, dessen obere Stockwerke er
für sich und seine Familie reservierte, während er das unterste Stockwerk den Durchreisenden zur Verfügung stellte.
Das
turmartige, quadratische Gebäude trägt ein Glockentürmchen und umschliesst eine Kapelle. Es wurde nach
dem Bau des Hospizes auf der Simplonpasshöhe ziemlich vernachlässigt.