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BFS Berufsfachschule Winterthur
Die Berufsfachschule Winterthur (BFS) ist eine kantonale Berufsfachschule und vermittelt den ihr zugewiesenen Lernenden den beruflichen Unterricht und führt Lehrgänge und Kurse der berufsorientierten Weiterbildung durch. Als Kompetenzzentrum führt sie Bildungsangebote, die den Einstieg ins Berufsfeld erleichtern, der Professionalisierung im Berufsfeld dienen oder Qualifikationen über das eigene Berufsfeld hinaus ermöglichen.
1888 wurde die Städtische Töchterfortbildungsschule gegründet. Mit der Gründung einer Fachschule für Nähen und Stricken sowie die den Handarbeitsunterricht ergänzenden theoretischen Fächer (Buchhaltung und Haushaltungskunde, Rechnen und Deutsch) wurde dieser wichtig gewordene Ausbildungszweig dann auch institutionalisiert.
Allerdings fristete die «Fortbildungsschule für Töchter» vor und nach der Jahrhundertwende zuerst einmal ein «Stiefkinddasein». In der ersten Zeit musste der Unterricht unter unzulänglichen Voraussetzungen, bei Gaslicht in wenig geeigneten Räumlichkeiten von verschiedenen Winterthurer Schulhäusern stattfinden.
Erst 1924/25 erhielt die Schule mit dem Schulhaus Blumental ein erstes eigenes Schulhaus.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde im angrenzenden Raum das Schulhaus Wiesental errichtet (Bezug 1949) und 1983 kam wiederum auf einem angrenzenden Areal das Schulhaus Mühletal dazu.
Die Städtische Töchterfortbildungsschule, später „Berufs- und Fortbildungsschule (BFS)“ genannt, ging 1991 an den Kanton, weil gesetzlich bestimmt worden war, dass die Berufsschulen kantonal werden. Damit gingen auch die beiden Schulhäuser Wiesental an der Tösstalstrasse 24 und Mühletal an der Tösstalstrasse 26 an den Kanton Zürich über.
Für das Schulhaus Mühletal an der Tösstalstrasse 26 bezahlte der Kanton 2.5 Millionen Franken, das Schulhaus Wiesental an der Tösstalstrasse 24 wurde unentgeltlich abgetreten. Das Schulhaus Blumental blieb in städtischem Besitz. Die städtische Berufswahlschule blieb dort bis Herbst 2011.
Nachdem die städtische HFS „Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule Winterthur“ vorerst noch Gastrecht in den Schulhäusern an der Tösstalstrasse geniessen durften, beanspruchte der Kanton 2008 diese Räumlichkeiten definitiv für sich. Die Stadt suchte eine neue Unterkunft und fand diese an der Rudolf-Diesel-Strasse 10 in einem ehemaligen Bürohaus an guter aber nicht zentraler Lage.
Schulhaus Wiesental
Das dreigeschossige, einbündige Schulhaus wurde 1949 von den Architekten Kellermüller und Hofmann erbaut. Das zentrale Treppenhaus und die Erschliessungsgänge sind nach Norden gerichtet, die Unterrichtsräume des sachlichen Baus wenden sich von der Strasse ab und öffnen sich südlich gegen das Parkgelände hin.
Die Gewerbeschule bildet den Auftakt einer Reihe von neuen Schulbauten der genannten Architekten in den Jahren danach.
Schulhaus Mühletal
Der Neubau des Schulhauses Mühletal musste auf einem kleinen Areal zwischen dem bestehenden Schulhaus Wiesental und der alten Obermühle erstellt werden. Die Architekten vom Baustudio 32 Zürich, Urs Wüest und Kurt Hangartner, mussten eine grosses Volumen in diese Lücke zwängen.
Über einem eingeschossigen Sockelbau wurde ein gegliederter Baukubus mit drei Klassenzimmergeschossen erstellt.
Die Baumassen wurden in ihrer Erscheinung dadurch reduziert, indem die grossen Volumen von Turnhallen und technischen Räumen unter dem Boden angeordnet wurden.
Die Stellung des Neubaus bewirkt eine räumliche Abrundung der bestehenden Parkanlage mit ihrem schönen Baumbestand. Die Umgebungs- und Freiraumgestaltung ergänzt die Parklandschaft und stellt in harmonischer weise die Verbindung von Alt und Neu her. Die Einweihung fand am 5. und 6. November 1983 statt.