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Sein Tod sei ein Verlust für die Wissenschaft, aber auch für die
Gesellschaft. Denn Imhof habe sich nicht gescheut, "schwierige Themen zu
erforschen und mit unangenehmen Befunden mutig an die Öffentlichkeit
zu gehen, damit die Gesellschaft beispielsweise erfährt, dass die
Qualität der Medien zurück geht". Dieses Ideal, das Kurt Imhof
verkörpert habe, werde das fög weiterführen.
Dass jedoch die Meldung über den Tod von Kurt Imhof so schnell publik
geworden sei, noch bevor alle Angehörigen hätten informiert
werden können, sei bestürzend, sagte Eisenegger. Auch dies
bestärke das fög, die Forschung zur Qualität der Medien
mit vollem Elan weiterzuführen.
Imhof machte zunächst eine Lehre als Hochbauzeichner und holte
die Matura auf dem zweiten Bildungsweg nach. Er studierte Geschichte,
Soziologie und Philosophie an der Universität Zürich,
erforschte für sein Lizenziat "Soziale Krisen und die Kreation von
neuen Entwicklungsmustern" und doktorierte acht Jahre nach Studienbeginn
mit einer Dissertation zur "Diskontinuität der Moderne".
Seinen Professorenposten erarbeitete er sich von der Pike auf:
Er durchlief Assistenzzeiten, war Dozent und Lehrbeauftragter,
Nationalfondsprojektleiter und vieles mehr. Seit 2000 hatte Imhof den
Lehrstuhl für Publizistikwissenschaften und Soziologie an der
Universität Zürich inne und leitete bis 2012 das fög.