Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/1106

«Napa hat sich von den epileptischen Anfällen erholt. Es geht ihm zufriedenstellend», schreibt Marion Schmitz, Kommunikationsverantwortliche des Arosa Bärenland. «Er läuft aber noch etwas langsamer als vor den Anfällen und ist auf den Hinterbeinen etwas schwach.» Am vorletzten Wochenende musste Napa unter Narkose gesetzt werden, damit er untersucht werden konnte. «Sein Blutbild zeigte keine Auffälligkeiten und die Blutwerte bewegten sich im Normalbereich.» Auch die Körpertemperatur sei normal gewesen.
Medikamentendosis erhöht
Es wurde eine «idiopathische Epilepsie» diagnostiziert. Das heisst, die Ursache der Epilepsie bleibt unbekannt. Eine Ursache im Zentralnervensystem könne nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt zwei Anfälle erlitt Napa, den letzten am 2. September. «Nach dem zweiten Anfall haben wir die Dosis des Medikaments leicht erhöht», sagt Schmitz. Seither hat er keinen weiteren Anfall mehr gehabt.
Um Napa nicht zusätzlichem sozialem Stress auszusetzen, wurde er vorübergehend von den anderen Bären getrennt: «Meimo und Amelia sind in der Aussenanlage Nord und Napa in der Aussenanlage Süd.»
«Tiere können mit Medikamenten gut leben»
Die Medikamente muss Napa nun nehmen so lange die Epilepsie besteht. «Es ist bekannt, dass bei einer wirksamen Dosierung der Medikamente Tiere oder auch Menschen gut leben können», sagt Schmitz.
Allerdings ist die Einnahme der Medikamente während der Winterruhe nicht möglich. «Da es während der Winterruhe zu einer grossen körperlichen Umstellung kommt und Napa natürlicherweise nichts mehr fressen und trinken wird, werden wir voraussichtlich auch die Medikamente absetzen.» Das werde aber zusammen mit dem Wildtierarzt aufgrund des Gsundheitszustands von Napa zeitnah entschieden.
(abl)