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Immer wieder wird diskutiert, debattiert und wohl vor allem spekuliert über die Zukunft des Spengler Cup’s, den Unterbruch zwischen Weihnachten und Neujahr und den Entschädigungen, welche die Clubs erhalten.
Wir konnten diesbezüglich mit dem CEO des ZSC – Peter Zahner – ein längeres Gespräch führen und möchten an dieser Stelle etwas Licht in das Dunkle bringen. Die Ausgangslage vorweg: Die aktuellen Verträge zwischen dem Verband und dem Schweizer Fernsehen sowie zwischen dem Verband und dem HC Davos laufen Ende Saison aus und müssen für die nächste Austragung neu verhandelt werden und dabei gilt es folgende Punkte zu verhandeln:
Zuerst der Vertrag zwischen dem Verband, also den Clubs und dem Schweizerischen Eishockeyverband, dem Schweizer Fernsehen und/oder dem Teleclub. Dieser wird neu nur noch die Übertragung der Ligaspiele und jene der Nationalmannschaft beinhalten, jedoch nicht mehr die Übertragung des Spengler Cups. Zwischen dem SF und dem Spengler Cup wird ein separater Vertrag erstellt, welcher dem SF Übertragungsrechte zuspricht. Dafür werden die Kosten für die gesamte Produktion durch die TV Station übernommen. Hierbei wird eine Klausel eingesetzt, welche den Unterbruch des Ligabetriebs zwischen Weihnachten und Neujahr vorsieht, sollten sich Verband und das Organisationskomitee des Spengler Cup’s im zweiten Interessenkonflikt auch noch finden.
In diesem zweiten, separaten Vertrag verhandeln die Clubs und dem HCD – also dem Organisator des Spengler Cup’s – die Entschädigungen für den Unterbruch, die eingesetzten Spieler und die durch den Einsatz beim Turnier in Davos verletzten Spieler aus. Bisher war die Regelung wie folgt: Jedem Club wurde jährlich eine Pauschale von CHF 15’000.- an den ausbezahlten TV- und Vermarktungsrechten vom Verband abgezogen. Diese Summe, bei 12 Clubs sind dies 180’000 Franken, wurden in einem gemeinsamen Pot gesammelt und anschliessend an die Clubs verteilt. Pro eingesetztem Spieler werden dem Club 8000.- ausbezahlt. Dies bedeutet, dass die Entschädigungen vom Spengler Cup eigentlich einer Quersubvention gleich kommt und durch die Clubs, und nicht aus dem Turniergewinn bezahlt wird.
Neu soll jeder Club Entschädigungen auf drei Ebenen erhalten. Als erstes eine Pauschale, welche dem Club die nicht zu erwirtschaftenden Mehreinnahmen von den Spielen in der Weihnachtszeit ersetzen soll. In diversen Ligen hat sich gezeigt, dass die Altjahreswoche bezüglich Zuschauerzahlen deutlich über dem jährlichen Durschnitt liegt. So ist die NLA auch die einzige Profiliga, welche in dieser Zeit eine Pause einlegt. Weiter wird ein Fixbetrag pro Spieler, der beim Team Canada aufläuft, festgesetzt. Für Ergänzungsspieler an andere Teams wird keine Abgabe notwendig, da diese Spieler nur freiwillig abgegeben werden und nur bei angemessenen Vertragsbedingungen. Zum Schluss sieht der neue Vertrag noch einen Frankenbetrag für die verletzten Spieler vor. Verletzt sich ein Spieler am Spengler Cup wird eine Abgabe pro Meisterschaftspartie, in welcher er fehlt, an den Besitzerclub fällig mit einer zeitlichen Begrenzung bis Ende Saison.
Genau über die Höhe dieser drei Entschädigungen wird in den nächsten Tagen und Wochen noch intensiv diskutiert. Eine Deadline für den Entscheid gibt es nicht, jedoch ist das Ziel in den nächsten Wochen eine Einigung zu finden. Und es ist davon auszugehen, dass sich Liga, SF und Spengler Cup auch auf die nächsten Jahre einigen werden. Die Frage ist nur noch unter welchen finanziellen Bedingungen.