Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/251778

<h2>SubmittedText<h2><p>Der KSD spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Spitalkapazitäten in einer Katastrophen-Situation.</p><p>Angenommen, es müsste in der Schweiz ein Universitätsspital innert kurzer Zeit geräumt werden.</p><p>- Wer würde die Koordination für die notwendige Behandlungskapazität für diese Patienten, aber auch für alle noch in der Region verbleibenden Personen übernehmen?</p><p>- Welche Funktion hat dabei der KSD?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die erste Phase einer Evakuierung (Personen aus der Gefahrenzone bringen) liegt im Verantwortungsbereich des Spitals bzw. der örtlichen Blaulichtorganisationen. Die Spitäler haben entsprechende Evakuationskonzepte erstellt. Parallel dazu erhebt der Koordinierte Sanitätsdient (KSD) die in der Schweiz vorhandenen freien Kapazitäten mit seinem Informations- und Einsatzsystem (IES). An dieses sind sämtliche Spitäler, Blaulichtorganisationen und teilweise auch Alters- und Pflegeheime angeschlossen. Im Falle einer Spitalevakuation würde ein Ereignis über IES ausgelöst. Daraufhin melden die angeschlossenen Spitäler ihre freien Kapazitäten. Die Zuteilung der Patientinnen und Patienten würde dabei im Auftrag des KSD unter Beizug des sanitätsdienstlichen Koordinationsgremiums (SANKO) operativ von einer Koordinationsstelle vorgenommen. Sollte das zu evakuierende Spital selber nicht mehr auf das IES zugreifen können, wären die Blaulichtorganisationen vor Ort in der Lage, über ihren Zugang zu den notwendigen Informationen zu gelangen. Damit könnten die Patientinnen und Patienten in andere Spitäler evakuiert werden. Der KSD würde bei Bedarf auch das Kommando Operationen der Armee kontaktieren und die Koordination von militärischen Unterstützungsleistungen bei Transport und Betreuung der Patientinnen und Patienten übernehmen. Im Falle der vollständigen Evakuation eines Universitätsspitals könnten auch Verlegungen ins Ausland notwendig werden. Da die ausländischen Spitäler nicht an das IES angeschlossen sind, würden entsprechende Kapazitäten durch den KSD in das System eingepflegt.</p>