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Die lettische Sprache ist Amtssprache der Republik Lettland und wird dort von rund zwei Millionen Menschen gesprochen. Das Lettische gehört wie das Litauische zum baltischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Es haben sich darin – wie im Litauischen auch – zahlreiche alte Elemente des Indogermanischen erhalten, jedoch ist das Lettische sprachgeschichtlich jünger als das Litauische.
Lettisch, die ab 1918 geregelte Standardsprache des ersten lettischen Staates, wurde während der Zeit der Sowjetunion vom Russischen zurückgedrängt; doch seit der Unabhängigkeit 1991 wird das Lettische von staatlicher Seite als Nationalsprache stark gefördert. Der Wortschatz enthält neben russischen zahlreiche deutsche und schwedische Lehnwörter und in neuerer Zeit auch vermehrt Anglizismen. Seit dem Eintritt in die Europäische Union 2004 werden Wörter auch gezielt neu geschaffen, um Lücken im Wortschatz zu füllen.
Lettisch ist eine flektierende Sprache, in der die Wörter gebeugt werden, um Wortbeziehungen im Satz auszudrücken. Die Wortbetonung liegt meist auf der ersten Silbe; es gibt eine fallende, gedehnte und gebrochene Tongebung. Unterschieden werden drei Dialektgruppen: Mittellettisch – das der Schriftsprache grundgelegt ist -, Hochlettisch und Thamisch. Geschrieben wird Lettisch mit lateinischen Buchstaben, die Aussprache wird mit diakritischen Zeichen – Sonderzeichen über oder unter den Buchstaben – geregelt, die teilweise auch die Wortbedeutung verändern. Schriftlich ist das Lettische seit dem 16. Jahrhundert bezeugt.
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