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Seit fünf Generationen mit dem Stein verwurzelt.
Die Liebe zum Gestalten und die Freude am Stein der Bildhauer- und Steinmetzdynastie Ghenzi wurzelt in diesen Vorfahren.
1. Generation: Julius Ghenzi-Walzeck (9. Dez. 1829 - 26. Juni 1904)
Geboren in Arzo wanderte er später nach Windisch-Eschenbach in Böhmen aus. Seiner Ehe mit seiner Frau Josefa, einer ungarischen Metzgerstocher entstammten fünf Töchter und fünf Söhne. Er arbeitete mit seinen Söhnen im Granit- und Sandsteinwerk vo Johann Mazzucco-Ghenzi. Albert Ghenzi, sein ältester Sohn wurde Geschäftsführer bei Mazzucco. Sein Bruder Silvester arbeitete ebenfalls im Büro des Betriebes. Die andern Söhne zogen früh weg. Jullius Ghenzi war zuletzt in Waldshut tätig, wo er im Sommer 1904 starb.
2. Generation: Dominik Ghenzi-Schmidt (4. August 1863 - 21. Dezember 1938)
Dominik war der dritte Sohn von Julius und wuchs in Windisch-Eschenbach, Böhmen auf. Er arbeitete im Steinbruch Tiefenstein und machte seine Lehre als Steinhauer im Steinhauerbetrieb Mazzucco-Ghenzi. Drei Jahre nach seiner Heirat mit Theresia Schmidt siedelte er 1892 nach Regensberg im Kt. Zürich um. Er arbeitete im Kalksteinbruch Matissen und im Lägernbruch Bader & Co zwischen Dielsdorf und Baden. 1895 erwarb er ein Gasthaus in Oerlikon und arbeitete nebenbei im Steinmetzbetrieb Gautschi in Altstetten. In einer Tessinerzeitung fand er ein Inserat, von Johann Helbling in Schmerikon und so erhielt er eine neue Anstellung als Steinhauer-polier. Seine Tätigkeit bestand darin, mit einem grossen Ledischiff mit 15-20 Steinhauern nach Zürich zu segeln. Auf der Fahrt wurden die Steine bearbeitet und in Zürich die profilierten Werkstücke an zahlreichen Grossbaustellen verbaut (Zunfthäuser, Grossmünster etc.). 1903 eröffnete Dominik in Schmerikon ein Grabmalgeschäft, da in der Natursteinbranche eine Wirtschaftskrise ausbrach. Der teure Naturstein wurde mehr und mehr vom billigeren Kunststein und Beton verdrängt. Er hatte sechs Töchter und fünf Söhne. Die Söhne blieben dem Stein treu. Ernst in der Grabmalkunst, Karl gründete einen Steinhauerbetrieb in Uster und August arbeitete als Steinhauer bei Baumeister Alfred Hirzel. Oskar arbeitete bei der Herbag in Schmerikon und Ludwig war im Natursteinwerk Kuster in Bäch tätig.
3. Generation: Ernst Ghenzi-Hauser (7. Dezember 1898 - 15. Januar 1987)
Geboren in Alstetten erlernte er seinen Beruf beim Vater, dessen Bildhauergeschäft er weiterführte. 1931 übernahm er in Uznach das Bildhaueratelier vom legendären Bildhauer Luigi Dunghi, nahe der Kreuzkirche. Die Grabmalkunst war das zentrale Wirkungsfeld von Ernst Ghenzi-Hauser. In ihr konnte er seine Veranlagung zur gestalterischen Vielseitigkeit optimal nutzen. Mit seiner Ehefrau Berta hatte er die Tochter Berta und den Sohn Ernst. 1970 zog er ins Atelier seines Sohnes um, an der Zürcherstrasse 77 in Uznach und stand ihm mit viel Sachkenntnis zur Seite. Er starb am 15. Januar 1987 in Uznach.
4. Generation: Ernst Ghenzi-Helbling (geb. 8. Januar 1934 in Schmerikon)
Er absolvierte seine Steinbildhauerleher bei Rudolf und Richard Brun in Zürich (1954). An der Kunstgewerbeschule Zürich wurde seine künstlerische Grundausbildung von Lehrern wie Karl Schmid, Otto Teucher, Walter Käch, Franz Fischer und Louis Conne geprägt. Seine Gesellenjahre bestritt er bei August Suter in Basel und Paris, bei Heinrich Neugebauer und in der Bildhauerwerkstätte Beyer, wo er viele Skulpturen für die Klosterkirche Einsiedeln kopierte. 1958 heiratete er Anna Helbling, die aus dem Hotel Schiff in Bollingen stammt und zieht nach Rapperswil. 1963 schloss er seine künstlerische Ausbildung als Steinbildhauer mit dem eidgenössischen Meisterdiplom ab. 1967 baut er in Uznach ein eigenes Bildhaueratelier mit Wohnhaus und zieht mit seiner Familie wieder nach Uznach um. Neben der Grabmalkunst wendet er sich immer mehr dem freien Schaffen zu. Nach anfänglich stark figürlichen Arbeiten entwickelt er sich allmählich zu abstakten Figuren weiter. In den neunziger Jahren wendet er sich der konkreten Plastik zu. Er setzt sich mit Darstellungsmöglichkeiten aus Grundformen wie Würfel, Kugel, Spirale auseinander. Die Mikro-Makro Theorie setzt er in vielen Variationen und Materialien um (Stein, Metall, Schnee, Kunststoff, Glas) und ist einer ihrer wichtigsten Vertreter. Von 1980 - 1992 engagierte er sich als Politiker im grossen Rat in St. Gallen als FDP-Vertreter. Viele Werke zeugen von seinem grossen Schaffen in der ganzen Schweiz und auch im Ausland. An zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt waren seine künstlerischen Arbeiten zu sehen. Bis 2014 arbeitet er noch im kleinen Atelier neben dem Büro seines Sohnes Walter, bis er sich von der aktiven Bildhauerei zurückziehen muss aufgrund seiner Gesundheit.
5. Generation: Ernesto Ghenzi (29. Mai 1959)
und
Walter Ghenzi (13. November 1962 in Uznach)
Nach der Kunstgewerbeschule in St. Gallen erlernt Wädi das Handwerk des Steinmetzen im Steinbruchbetrieb der Gebrüder Müller in Neuhaus. In Linz vertritt er die Schweiz an den Berufsweltmeisterschaften und gewinnt die Silbermdaille. Danach verbringt er seine Gesellenjahre in Luzern bei Franz Zurkirchen und Roman Lussi in Stans. 1987 gründet er die Walter Ghenzi AG macht sich bereits in den ersten Jahren einen Namen mit namhaften Renovationen und Restaurationen, wie dem Kloster Einsiedeln, dem Schloss Rapperswil oder der Kirche in Rothenturm. Sein Steinmetzteam ist stetig gewachsen und das Tätigkeitsgebiet erweitert und so wurde 2002 die Tochterfirma, die Stone Group AG gegründet. Rund zwanzig Mitarbeiter gross ist sein Team heute. Weitere Infos unter: www.stonegroup.ch