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Der in der Region Paris geborene Serge Duvernois stiess als 20jähriger Maturand vom FC St-Louis aus der vierthöchsten Liga Frankreichs zum benachbarten NLA-Verein FC Basel 1893. Entdeckt wurde er wie etliche andere elsässische Talente von Maurice Hincker, einem über Jahrzehnte mit dem FCB verbundenen Nachwuchs-Förderer aus dem Raum Mulhouse/St-Louis.
In seinem ersten Jahr in Basel hat Duvernois sportlich noch eine untergeordnete Rolle gespielt, nach einem Jahr Angewöhnungszeit an den höheren Rhythmus wurde er dann aber im letzten Jahr der „Ära Benthaus“ und in der Folge auch in der Saison 1982/83 unter Benthaus-Nachfolger Rainer Ohlhauser zur geschätzten Stammkraft in der FCB-Defensive um Hans Küng, Jörg Stohler, Jean-Pierre Maradan, Walter Geisser und Serge Gaisser. Rund 65 Mal stand Duvernois für Rotblau im Einsatz, ehe er mit einem Unterbruch fast zehn Jahre beim FC Mulhouse gespielt und dabei unter Trainer Didier Notheaux sogar den Aufstieg in die 1. Division im Jahr 1990 miterlebt hat.
Diese Zeit im Mulhouser Stade de l’Ill unterbrach Serge Duvernois 1984 für eine Saison, um ein Angebot des belgischen Erstdivisionärs FC Seraing anzunehmen. Obwohl auch bei diesem Verein Stammspieler, kehrte er nach einem Jahr ins Elsass zurück, wo er 1992 seine aktive Laufbahn beim FCM in der 2. Division beendete. Danach engagierte er sich noch einige Zeit als Nachwuchstrainer bei seinem Stammverein FC St-Louis-Neuweg.
Es war Serge Duvernois‘ wohl bester Freund Serge Gaisser, der am ersten August-Wochenende dem FCB die traurige Kunde überbracht hat. Rund 30 Jahre haben Duvernois und Gaisser in St-Louis, in Basel und in Mulhouse zusammen Fussball gespielt, jetzt sei es, als hätte er einen Bruder verloren, sagte Serge Gaisser. Bei aller Trauer sei der Tod inzwischen aber eine Erlösung für Duvernois gewesen.
Tatsächlich hat Duvernois, den wir als kerngesunden Sportler in Erinnerung haben, rund 15 Jahre lang den Krebs bekämpft und hat in dieser langen Zeit dank seines Kampfgeistes, der grossen Unterstützung seiner Familie und der medizinischen Hilfe immer wieder auch gute Phasen erlebt. Doch zuletzt haben ihm die Ärzte nur noch mit schmerzstillenden Mitteln, nicht mehr aber therapeutisch helfen können, weshalb sein Einschlafen zuhause in seinem Heim in Pfastatt mit grosser Gewissheit eine Befreiung gewesen sei, wie Gaisser sagte.
Der ganze FCB mit Vereinsführung, Trainern, Spielern, Mitarbeitenden und Fans ist in Gedanken der Verbundenheit und des Beileids bei der Familie von Serge Duvernois, in erster Linie bei seiner Gattin Bea Duvernois-Siegenthaler, seinen erwachsenen Kindern Philippe und Melanie sowie bei seinen drei Grosskindern.