Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03470.jsonl.gz/2195

Praktisch 40 Jahre nach der Landung des ersten Jumbos, am 9. Februar 1970, bereitet sich der Internationale Flughafen Genf (GVA) für Donnerstag, den 21. Januar 2010, auf den Empfang des Airbus A380 vor. Es handelt sich um den ersten Spezialflug des A380 auf der Strecke Zürich-Genf.
Der Riesenflieger wird um ungefähr 11.00 Uhr landen und um 15.45 Uhr wieder abheben. Das vierstrahlige Langstrecken-Grossraumflugzeug, ein ziviles Linienflugzeug mit zwei durchgängigen Passagierdecks, ist zurzeit das weltweit grösste Verkehrsflugzeug: Es bietet Platz für über 800 Personen.
Der Sonderflug des Riesenfliegers nach Genf ist vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bewilligt worden. Die Piste des Internationalen Flughafens Genf, die 3’900 Meter lang und 50 Meter breit ist, genügt in der Tat sowohl den Anforderungen des Flugzeugherstellers als auch den Normen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO.
Dieser erste Sonderflug wird ermöglichen, bereits vorgenommenen Messungen und Analysen zu überprüfen und zu bestätigen. In der Folge wird Genf offiziell dazu befähigt sein, im Notfall einen A380 zu empfangen, was nicht unerheblich zur Flugsicherheit im europäischen Luftraum beitragen wird.
Diese bedeutende Etappe ist ein erster Schritt für eine künftige Zertifizierung des Internationalen Flughafens Genf (GVA) als Ausweichflughafen für den A380. Nach der Erlangung dieser Zertifizierung wird es dem Flughafen möglich sein, Landeanfragen von Fluggesellschaften mit diesem Flugzeugtyp und planmässigen Landungen auf benachbarten Flughäfen zu akzeptieren, damit diese im Falle von Problemen auf den ursprünglich vorgesehenen Landeflughäfen auf den Flughafen Genf ausweichen können.
Das BAZL könnte dem Internationalen Flughafen Genf im Zuge dieser Zertifizierung auch das Recht einräumen, gelegentlich andere A380 zu empfangen: Mehrere Privatkunden des GVA, welche die Plattform bereits mit ihren Grossraumflugzeugen nutzen, sollen ein Exemplar des jüngsten Sprosses der Airbus-Familie bestellt haben, und könnten daher ein Gesuch für die Genehmigung punktueller Landungen dieses Flugzeuges einreichen.
Zuvor müssen jedoch noch verschiedene Gutachten von den zuständigen Bundesbehörden durchgeführt werden.
Der Besuch des A380 am Donnerstag, 21. Januar 2010 wird vor allem den Aviatik-Spezialisten die Gelegenheit bieten, die Umweltmerkmale dieser neuen Generation von Grossraumflugzeugen zu präsentieren; sie sollen «sauberer» als ihre Vorgänger sein sollen, weniger Lärm erzeugen und mit weniger Treibstoff auskommen.
Die gemeinsam vom Internationalen Flughafen Genf, dem Flugzeughersteller Airbus und dem Branchenverband der Verkehrsluftfahrtindustrie ATAG durchgeführte Veranstaltung steht in Zusammenhang mit den Bemühungen der Genfer Flughafenbehörden, zur Sicherheit des Flugverkehrs und zur Förderung einer nachhaltigen Umweltpolitik der Flughäfen beizutragen.