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| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis
[S. 274] 17. Kap. Die Deutung der Berge.
1. „Jetzt gib mir noch Auskunft, Herr, über die Berge; warum haben sie ein verschiedenes Aussehen, der eine dieses, der andere jenes?“ „Höre! Diese zwölf Berge bedeuten die [zwölf] Stämme, welche den ganzen Erdkreis bewohnen. An sie erging die Botschaft vom Sohne Gottes durch die Apostel.“ 2. „Warum ist das Aussehen der Berge verschieden, beim einen so, beim anderen anders? Erkläre mir dies, o Herr!“ „Höre!“ fuhr er fort; „diese zwölf Stämme, die den ganzen Erdkreis bewohnen, sind zwölf Völker, verschieden an Gesinnung und Geist. Wie du die Berge verschieden sahest, so gibt es auch bei diesen Völkern Verschiedenheiten des Geistes und der Gesinnung. Ich will dir klarlegen, wie es sich bei jedem einzelnen verhält.“ 3. „Zuerst, Herr, sage mir dies: warum bekamen bei dieser Verschiedenheit der Berge die von ihnen für den Bau verwendeten Steine eine und dieselbe glänzende Farbe wie auch die aus der Tiefe emporgestiegenen Steine?“ 4. „Weil alle unter dem Himmel wohnenden Völker, wenn sie hörten und glaubten, nach dem Namen [des Sohnes] Gottes genannt wurden. Mit der Besiegelung nun empfingen sie eine Gesinnung und einen Geist, eins wurde ihr Glaube und eins ihre Liebe, und sie trugen die Geister der Jungfrauen mit dem Namen. Deshalb wurde der Bau des Turmes in einer Farbe glänzend wie die Sonne. 5. Nachdem sie sich aber vereinigt hatten und ein Leib geworden waren, befleckten sich einige aus ihnen und wurden deshalb ausgestoßen aus dem Geschlechte der Gerechten, und sie wurden wieder, wie sie früher waren oder vielmehr schlechter.“