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Der Absturz einer F/A-18 vom 29. August 2016 in der Region Susten wurde mutmasslich durch eine fehlerhafte Höhenangabe des Flugverkehrsleiters verursacht. Weitere Faktoren könnten den Unfall mitverursacht haben. Gegen den Flugverkehrsleiter sowie gegen den zweiten Piloten der Patrouille wurde eine Voruntersuchung eingeleitet.
Wie die Untersuchungsrichter in ihrem Schlussbericht festhalten, ereignete sich der Unfall im Rahmen eines Kampfflugtrainings. Kurz nach dem Start der Zweierpatrouille auf dem Militärflugplatz Meiringen wollte der später verunfallte Pilot seinen Radar auf das Flugzeug des vorausfliegenden Piloten (Leader) aufschalten, damit er ihm mit seinem Radar folgen konnte. Dies misslang, da sich gemäss den Untersuchungsergebnissen das Flugzeug des Leaders aufgrund von zeitweiligen Abweichungen von den Standardvorgaben für den Steigflug im gewählten Suchmodus wahrscheinlich ausserhalb des Sichtbereichs des Radars des nachfolgenden Flugzeugs befand.
Die Untersuchungsrichter kommen zum Schluss, dass der verunfallte Pilot in der Startphase den Radarkontakt zum Leader verlor, aufgrund der Anweisungen des Flugverkehrsleiters bis zu einer Höhe von 10’000 Fuss aufstieg und in der Folge in einer kontrollierten Fluglage mit der Westflanke des südlich vom Hinter Tierberg gelegenen Grats kollidierte.
Aufgrund der Untersuchungsergebnisse besteht ein Anfangsverdacht gegen den Flugverkehrsleiter der Skyguide SA auf fahrlässige Tötung (Art. 120 MStG) sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs (Art. 169a MStG). Die Untersuchungsrichter beantragten dem Oberauditor deshalb, gegen den Flugverkehrsleiter eine Voruntersuchung anzuordnen.
Im Weitern kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass das Verhalten des Leaders im Steigflug mitursächlich für den Flugunfall ist, in dem er die Standardvorgaben für den Steigflug nicht vollständig einhielt. Somit besteht ein ausreichender Anfangsverdacht gegen den Leader auf Nichtbefolgung von Dienstvorschriften (Art. 72 MStG), Missbrauch und Verschleuderung von Material (Art. 73 MStG) sowie auf fahrlässige Tötung (Art. 120 MStG). Deshalb beantragten die Untersuchungsrichter dem Kommandanten, der die vorläufige Beweisaufnahme anordnete, ebenfalls eine Voruntersuchung gegen den Leader anzuordnen.