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Das Schweizerkreuz ist eine der wenigen Flaggen, die nicht nur rechteckig ist, sondern auch quadratisch. Wie es dazu gekommen ist, wird im Bundesbriefmuseum erklärt.
von Florencia Figueroa
Die meisten Nationalf laggen sind rechteckig. Die Fahne mit dem Schweizerkreuz begnügt sich aber nicht damit: Sie ist zudem quadratisch – nur auf Hochseeschiffen schweizerischer Reedereien weht eine gewöhnliche rechteckige Flagge. Die heutige Form wurde 1889 von der Bundesversammlung festgelegt. Die Geschichte des Schweizerkreuzes geht aber viel weiter zurück. Sie begann im Mittelalter, zur Zeit der Kreuzzüge im frühen 12. Jahrhundert. Damals, als zum Schutz der Krieger schwerere und geschlossene Rüstungen aufkamen, die die Sicht auf den Gegner versperrten, konnte man auf dem Schlachtfeld nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Um sicherzustellen, dass man nicht die eigenen Krieger tötet, wurden die Schilder mit farbigen Zeichen bemalt, woraus sich dann die Wappen entwickelten. Auch die Lanzen wurden gekennzeichnet – man befestigte an ihnen Stoffe mit demselben Bild wie auf dem Schild. Sie wurden hochgehalten, um Aufmerksamkeit zu erregen – die Fahne war geboren.
Ab dem 13. Jahrhundert verwendete der Kanton Schwyz eine rote Fahne. Man vermutet, dass sich der Name der Schweiz und die Farbe der Schweizer Flagge von denen des Kantons Schwyz ableiten. Die früheste dokumentierte Verwendung des Schweizerkreuzes geht auf die Schlacht von Laupen 1339 zurück und entwickelte sich dann weiter bis zur heutigen Version. Die erste offizielle Nationalfahne der Schweiz befindet sich im Bundesbriefmuseum. Die Ausstellung beinhaltet Fahnen aus sechs Jahrhunderten – etwa die Fahnen, die in die Schlachten von Morgarten und Sempach mitgetragen wurden. Spannend sind auch die Beutefahnen, die dem Gegner während einer Schlacht abgenommen wurden, um ihn zu demütigen.
Preise
Erwachsene Fr. 5.–, Studenten und Lehrlinge (mit Ausweis) Fr. 2.50, Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) Eintritt frei. Gruppen (mind. 10 Personen) ohne Führung pro Person Fr. 2.50; Schulklassen ohne Führung (inkl. Begleitperson) Eintritt frei. Gruppen ab zehn Personen müssen sich anmelden. Führungen: bis 15 Personen Fr. 90.–, pro weitere Person Fr. 6.–; Führung zu Fach- und Spezialthemen bis 15 Personen Fr. 120.–, pro weitere Person Fr. 8.–; für Schulen ist die Führung kostenlos. Für Führungen braucht es eine Voranmeldung.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.
Informationen
Bundesbriefmuseum
Bahnhofstrasse 20
6430 Schwyz
Tel. 041 819 20 64
www.bundesbriefmuseum.ch