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Shana Lutker
Die amerikanische Künstlerin Shana Lutker bereitete während ihres Aufenthalts im Gastatelier des Sitterwerks ihre Ausstellung A. G. L. & X. in der Galerie Barbara Seiler vor, die im Juni 2011 in Zürich eröffnet wurde. Sie setzte sich in ihrer künstlerischen Arbeit im Sitterwerk intensiv mit der Geschichte der Entwicklung der Psychoanalyse und des Surrealismus auseinander. Dazu recherchierte sie um das Hospital Salpétrière in Paris, wo 1872 eigens für den Neurologen Jean-Martin Charcot der weltweit erste Lehrstuhl für Krankheiten des Nervensystems eingerichtet wurde. Der wohl berühmteste seiner Studenten war Sigmund Freud, und André Breton und Louis Aragon bezeichneten die von Charcot erfundene «Hysterie» als einen wunderbaren Träger von Ausdruck.
Für ihre Ausstellung bei Barbara Seiler reproduzierte Shana Lutker in verschiedenen Techniken Objekte, welche sie im Hôpital de la Salpétrière entdeckte, und kombinierte diese Replikas mit Gegenständen, die sie ihrer ursprünglichen Bedeutung oder Funktion entrückte und auf unterschiedlichen Ebenen wie Wörter zu ganzen Sätzen arrangierte. Die Dinge bleiben dennoch ganz das, was sie sind – ohne Funktion und Bedeutung – so dass auch die damit formulierten Sätze sich in beinahe rätselhafter Weise immer wieder jeder Interpretation zu entziehen vermögen.