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Kirche Geissberg
1197 wird erstmals eine Kirche von Langenthal urkundlich erwähnt. Sie ist vermutlich bereits auf dem Geissberg als Eigenkirche der Herren von Grünenberg gebaut worden. 1955 stiess man auf Überreste einer römischen Therme und bei Grabungen auf dem Geissberg auf Fundamente einer römischen Villa. Es ist denkbar aber nicht erwiesen, dass aus deren Baumaterial bereits zur Zeit der ersten Erwähnung Langenthals im Jahre 861 eine Kirche entstand.
Bereits einige Jahre nach der ersten Erwähnung der Kirche gelangte 1224 das Kollaturrecht (Kirchenpatronat) durch eine Schenkung von Eberhard von Grünenberg an das Kloster St.Urban. Im Laufe des 14.Jahrhunderts wurden die Zisterzienser auch Twing- und Grundherren von Langenthal. Dadurch stärkte sich auch ihre religiöse Stellung. Ein Zeichen dafür ist, dass der Bischof von Konstanz (Herrmann von Klingenberg) bei der Kirchenweihe von 1392 selber anwesend war. Ob er eine restaurierte alte Kirche weihte, oder einen vollständigen Neubau bleibt offen.
Die Kirche des Mittelalters war aber nicht eine eigentliche Dorf- und Pfarrkirche. Noch waren die Langenthaler mit Ausnahme von 14 Hofstätten (vor allem hospites, d.h. Handwerker, welche das Kloster rechts der Langete angesiedelt hatte) nach Thunstetten kirchgenössig, wohin bis 1396 auch der Zehnten floss.
Barocke Hallenkirche auf dem Geissberg
1672 forderte das Langenthaler Pfarrkapitel die Erweiterung und Sanierung der Kirche Geissberg von 1392. 1676 erhielt der bekannte Baumeister Abraham Dünz den Auftrag, eine neue Kirche zu planen und zu realisieren. Im Stile der Zeit sollte es eine repräsentative, barocke Hallenkirche werden, die vor allem dem Zweck der reformierten Gemeindepredigt zu dienen hatte. Sie wurde 1677 eingeweiht.
Der Dorfbrand von 1680, welcher viele Häuser in der Umgebung einäscherte, verschonte zum Glück den dreijährigen Neubau. Bauliche Neuerungen erfolgten erst wieder 1768 mit der Einrichtung des Viertelschlagwerkes im Turm und 1772 mit dem Einbau der ersten Orgel aus der Orgelbaufirma Schärer in Genf. Bei dieser Gelegenheit wurde die Empore umgebaut und die Westfassade neugestaltet. Das hölzerne Treppenhaus, welches zur Treppe hinaufführte, musste einem nüchternen Aufgang weichen.
Renovationen an der Kirche Geissberg
Zurück zur Baugeschichte der Kirche Geissberg: Nachdem 1864 der Turm völlig neu aufgebaut worden war, erfolgte 1898 eine erneute Restauration, die gegen aussen vor allem durch die Veränderung der Westfassade sichtbar wurde. Das hölzerne Treppenhaus der Empore wurde durch eine säulengetragene Vorhalle ersetzt. Bei der Innenrestauration kam der Taufstein von 1677 zu Schaden. Er musste ersetzt werden. 1870 wurden im Chor farbige Glasfenster eingesetzt.
Die letzte umfassende Renovation, welche zur heutigen Gestalt der Kirche führte, wurde 1957/58 vorgenommen. Im Zuge dieser Renovation erhielt die Kirche auch den neuen Abendmahlstisch, welcher mit dem Taufstein kombiniert ist.
Öffnungszeiten Kirche Geissberg
Die «Kirche Geissberg» ist von Montag bis Sonntag jeweils von 09.00 – 20.00 Uhr geöffnet.
Bitte beachten Sie die publizierten Gottesdienstzeiten.
Die Kirche lädt ein, einen Moment der Stille und der Einkehr ganz für sich zu erleben. Gönnen Sie sich die Pause.