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Der Mixed-Wettbewerb die Skispringerinnen und Skispringer sorgte am Montagabend für einigen Wirbel. Gleich fünf Springerinnen wurden wegen nicht regelkonformer Anzügen disqualifiziert, von den Favoriten kam nur Slowenien ungeschoren davon. Dahinter holten die Skisprung-Entwicklungsländer Russland und Kanada sensationell Silber und Bronze.
Der deutsche Bundestrainer Andreas Bauer sprach von einem Skandal. «Die Athletinnen sind vor einem Millionenpublikum regelrecht vorgeführt worden», schimpfte das Mitglied der Materialkommission und des Sprungkomitees der FIS. «So darf sich eine Sportart auf der weltgrössten Bühne des Sports nicht präsentieren.»
Nun verteidigte sich Wettkampf-Richterin Agnieszka Baczkowska, welche die unbeliebten Entscheidungen gefällte hatte. «Es war mein härtester Tag in den zehn Jahren, in denen ich diesen Job mache», sagte Baczkowska. «Aber was soll ich machen, wenn jemand mit einem Anzug springt, der zehn Zentimeter zu gross ist? Das sah man mit blossen Augen.» Sie hätte nicht damit gerechnet, dass dies bei den Olympischen Spielen passieren könne, weil sie erwartet habe, dass die Teams besser vorbereitet seien. (abu)
Zum Vorwurf der deutschen Mannschaft, wonach alle drei disqualifizierten Springerinnen die gleichen Anzüge bereits im Einzelwettbewerb getragen hätten, ohne disqualifiziert zu werden, nahm Baczkowska keine Stellung. (abu)
Im Rahmen des Nike Air Innovation Summit stellte der Kleiderhersteller auf einem Pariser Laufsteg die Kollektion für die Olympischen Sommerspiele vor. Für grossen Diskussionsstoff sorgte eine Variante des Sprint-Dresses der US-amerikanischen Frauen. Kritikpunkt: die tief ausgeschnittene Intimzone, die eher an einen Badeanzug à la «Baywatch» erinnert als an Funktionskleidung.