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Geschlechtsspezifische Prävention von Herzkreislauferkrankungen
Eine SwiSCI-Studie untersucht, wie unterschiedlich sich das Erkrankungsrisiko bei Männern und bei Frauen auswirken kann.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in der Schweiz. Das Erkrankungsrisiko steigt bei Männern ab dem 45., bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Menschen mit Querschnittlähmung sterben im Vergleich zur Gesamtbevölkerung zweimal häufiger an derartigen Erkrankungen. Das höhere Risiko liegt zum Beispiel am sitzenden Lebensstil, aber auch am veränderten Blutdruck und an Kreislaufstörungen, die durch die Lähmung entstehen können. Weil etwa dreiviertel der Querschnittgelähmten männlich sind, nehmen an den Studien zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch vorrangig Männer teil. Daher sind auch Präventionsmassnahmen mehrheitlich auf Männer ausgerichtet.
Eine SwiSCI Studie hat nun untersucht, wie sich die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Männern und Frauen während der Erstrehabilitation unterscheiden. Dabei stellte sich heraus, dass sich Body-Mass-Index, Taillenumfang oder Lungenfunktion bei Frauen und bei Männern ganz unterschiedlich auf das Erkrankungsrisiko auswirken. Diese Resultate weisen darauf hin, dass es einen hohen Bedarf an geschlechtsspezifischen Präventionsmassnahmen gibt. Das Team an der SPF plant nun eine grössere Studie, um diese Ergebnisse zu vertiefen und konkrete Empfehlungen für Betroffene zu formulieren – ein weiterer Schritt hin zu einer personalisierten Medizin.