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Das Gerichtsurteil liegt vor, der Verurteilte ist weg
Das Glarner Obergericht hat einen Mann wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Doch der Mann ist inzwischen offenbar verschwunden.
Wenn ein Gericht einen Schuldspruch an eine «letzte bekannte Zustelladresse» schicken muss, kann man davon ausgehen, dass der Verurteilte sich davongemacht hat, um sich der Strafe zu entziehen. Im Fall eines heute 34-jährigen Mannes ist die Adresse diejenige seiner Eltern in einem Mehrfamilienhaus im Sarganserland, und es geht um nicht weniger als elf Jahre Gefängnis und zwölf Jahre Landesverweis. Das Glarner Obergericht hat sein Urteil Ende Juni gefasst und ins Sarganserland versandt, aber die Behörden wissen offenbar nicht, wo der Mann heute steckt.