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Übersicht über MMA-Prognosen und die westlichen Börsen am 1. Juni 2011
Von Claude Weiss
Mithilfe astrologischer Zyklen konnte bereits Jahre im Voraus ab 2008 und bis 2015 eine schwere Bank-, Finanz- und Schuldenkrise vorausgesagt werden. Diese Entwicklung steht in Einklang mit langfristigen 72-Jahres- und 90-Jahres-Zyklen. Sie verbinden diese Periode mit dem Beginn der Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts sowie den Jahren 1842 und 1857.
Ebenfalls aufgrund astrologischer Zyklen konnte Ende 2008 prognostiziert werden, dass nach einem Tief im Frühjahr 2009 mit dem Richtungswechsel der Venus ab 6. März eine Aufwärtsbewegung stattfinden würde. Diese hat zu einer breiten Erholung geführt, die in der Folge bei vielen den Eindruck erweckte, die Krise sei überstanden.
Ende 2009 lautete dann die Prognose für 2010, dass ein weiterer aufwärts gerichteter Schub ab Frühjahr/Sommer 2010 die US-Börse wie ein starker Motor antreiben würde. Dieser Auftrieb war mit einer Konjunktion der unternehmungslustigen Planeten Jupiter und Uranus in Widder tatsächlich ab August 2010 – nachdem sich Saturn von der Opposition zu dieser Figur entfernte – wirksam und hat ab diesem Zeitpunkt bis Mai 2011 zu substanziellen Verbesserungen der amerikanischen Börsenindices um ca. 25 % geführt.
In diesen Tagen (am 4. Juni) wechselt Jupiter als Auftrieb gebender Faktor vom stürmischen Widder- ins konservative Stierzeichen. Damit kommt der Motor, der während der letzten neun Monate der Börse viel Auftrieb vermittelte, ins Stottern, und es greift eine gemächlichere Gangart um sich. Auch dies konnte aufgrund der Beobachtung der Zyklen bereits Ende 2010 vorausgesagt werden.
Im Weiteren zeigen die Studien des amerikanischen Zyklenforschers Raymond Merriman, dass wir uns in einer Phase befinden, in welcher letzte Hochs gebildet werden. Eine solche dauert vom 2. Mai bis zum 20. Juli 2011, und es ist möglich, dass das entsprechende Hoch bereits mit dem Mehrjahreshoch des Dow Jones auf 12876 am 2. Mai stattfand. Grundsätzlich sind aber aufgrund früherer historischer Stellungen des Planeten Jupiter zwischen 23 Grad Widder und 7 Grad Stier Hochs dieser Phase noch bis zum 20. Juli 2011 denkbar, auch wenn eine solche Entwicklung aus heutiger Sicht (1. Juni) weniger wahrscheinlich erscheint. Jupiter befindet sich aufgrund seiner rückläufigen Bewegung erneut zwischen dem 11. Oktober 2011 – 6. März 2012 zwischen 23 Grad Widder und 7 Grad Stier. Auch in dieser Periode kann es an den amerikanischen Aktienbörsen theoretisch ein letztes Top geben, wobei es auch in Verbindung mit dem vorhergehenden Top (zwischen 2. Mai und 20. Juli 2011) zu einem Doppeltop kommen könnte. Danach winkt ein Bärenmarkt von 2-4 Jahren.
Diese Beobachtungen mahnen zur Vorsicht, denn der Schnauf könnte den Aktienbörsen jetzt schon ausgehen (in der Periode vom 2. Mai – 20. Juli 2011). Vielleicht ist dies aber auch erst im nächsten Winter der Fall.
Dass das Thema aber jetzt schon aktuell sein könnte, zeigen folgende Beobachtungen:
1. FED-Chef Ben Bernanke hat angegeben, die Phase des Quantitative Easing 2 (QE2) im zweiten Quartal dieses Jahres auslaufen zu lassen. Es sollen vom FED keine weiteren US-Staatsanleihen aufgekauft werden. Natürlich kann niemand sicher sein, dass dies tatsächlich so gemacht wird, aber die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern betreffend Erhöhung des Schuldendachs auf über 14,3 Billionen Dollar, die bis Anfang August stattfinden muss, lässt vermuten, dass die freigiebige Erhöhung der US-Staatsausgaben gedrosselt wird.
2. Kommt es zu einer Einigung betreffend Drosselung der US-Staatsausgaben, können die US-Schulden nicht mehr im bisherigen Ausmass von über 10 % des BIP pro Jahr erhöht werden. Dies würde den Dollar stärken, aber die Konjunktur drosseln, was sich negativ auf die Börse auswirken würde. Kauft das FED keine US-Staatsschulden mehr auf, müssen für diese möglicherweise die Zinsen erhöht werden, was ebenfalls eine negative Auswirkung auf die Konjunktur hätte.
3. Im Zusammenhang mit Griechenland und anderen Pleitestaaten befindet sich die Eurozone in einer Krise. Auch dies wirkt sich negativ auf die Börse aus.
4. Die chinesische Immobilienblase macht immer mehr Analytikern Sorge. Kommt es dort zu einem ernsthaften Rückschlag, wird davon die Weltkonjunktur betroffen.
Dies sind alles Anzeichen für mögliche Entwicklungen, die sich bereits ab Juni 2011 und/oder im Winter 2011/2012 auf die Weltbörsen negativ auswirken können.
Dow Jones und MSCI
Seit Juli/August 2010 ist der Dow Jones von 10000 auf 12500, zeitweilig sogar 12876 (2. Mai 2011) gestiegen, eine Verbesserung um gut 25 %. Seit dem 6. März 2009 mit einem Tiefstand auf 6470, hat sich der Index bis zum Höchststand vom 2. Mai 2011 sogar um beinahe 100 % verbessert, aber nicht die Höchstwerte vom November 2007 auf über 14000 erreicht. Dass er dies in diesem Jahr noch tut, ist unwahrscheinlich. Aktueller ist die Drohung eines Abstiegs im Jahre 2012, welcher schon 2011 einsetzen könnte. Für Schweizer Anleger ist die US-Börse als Ganzes ohnehin wenig interessant. Geht man davon aus, dass beim Dow Jones die Kurse, die vor 10 Jahren vorherrschten, 2011 lediglich knapp überboten wurden, der US-Dollar von CHF 1.80 jedoch auf unter 0.90 zurückgegangen ist, so hat der Schweizer Anleger mit solchen Investitionen in Franken gerechnet eine Einbusse von 50 % erlitten.
Auch der World Stock Market Index MSCI hat seit März 2009 von 700 bis kürzlich 1400 eine substanzielle Verbesserung um 100 % und seit Juni 2010 um 30 % erlebt. Nun dümpelt er jedoch mit Werten zwischen 1300-1400 weit unter jenen vom September 2007, als er beinahe 1700 erreichte.
Swiss Market Index
Seit Juli 2010 hat der SMI bis Ende Mai um lediglich 5 % zugelegt. Er dümpelt seither zwischen 6200 und 6750. Seit März 2009 unter 5000, beträgt die Verbesserung immerhin über 30 %, aber die Kurve verläuft seit 2010 weitgehend flach. Immerhin lässt sich für 2011 Folgendes feststellen: In die Leitwährung US-Dollar umgerechnet, haben seit dem ersten Januar und bis Ende Mai sowohl SMI als auch Dow Jones und DAX um 7-8 % zugelegt. Der Schweizer Franken als Fluchtwährung mit stark gestiegenen Kursen im Vergleich zu Euro und Dollar lässt für den SMI für 2011 einen flachen Verlauf oder Rückgänge erwarten. Am ehesten sollten sich Anleger, die Aktien halten, an dividendenstarke Papiere halten, denn die Flucht in den Schweizer Franken könnte diesen Auftrieb verleihen. Aufschlussreich ist im Uebrigen, dass die jetzigen Kurse des SMI unter jenen vom Frühling 2001 (7500) liegen, nachdem sie im 2007 auf über 9000 gestiegen waren.
DAX
Der DAX startete das Jahr 2011 um 7000. Nachdem er Ende April auf über 7500 ging, bewegt er sich zurzeit (Ende Mai) um 7300. Seit Juli 2010 mit Werten um 6000, bedeutet dies eine Verbesserung um 20-25 %, seit März 2009 gar um über 70 %. Damit liegt der DAX um 20 % über seinem Wert vor 10 Jahren und um 10 % unter seinen Höchstwerten von Ende 2007, die über 8000 lagen. Aus heutiger Sicht (1. Juni) erscheint es unwahrscheinlich, dass die Zone des Allzeithochs des DAX von 8151 im Juli 2007 in der nächsten Zeit wieder erreicht wird. Kommt es jedoch in den weiter oben beschriebenen Phasen (Anfang Mai bis 20. Juli 2011 und Oktober 2011 bis Anfang März 2012) zu Rallyes, so wären dies gute Gelegenheiten, um auszusteigen.
Gold und Silber
Gold erreichte am 2. Mai mit $ 1577 / Unze ein Allzeithoch, Silber am 25. April mit $ 49.82. Danach gab es eine Korrektur, welche das Gold am 5. Mai auf 1462.50 zurücksetzte, ein Wert, der allerdings noch über dem 45-Tage-Durchschnitt liegt. Für Gold beträgt das Kursziel für den Januar 2012 +/- zwei Monate auslaufenden 11,33-Monats-Zyklus ca. 1700 (+/- 80). Der gegenwärtige Ausblick für Gold ist bullisch, aber es kann eine Korrektur in der Zwischenzeit nicht ausgeschlossen werden.
Während Anleger aus dem Euroraum sich vor kurzem freuten, dass Gold sein Euro-Allzeithoch erreichte, greift bei Schweizer Anlegern eine gewisse Ernüchterung um sich. Der Schweizer Franken scheint dem Gold den Rang abzulaufen. Jedenfalls wurden die Hochs vom Jahre 2010 von über Fr. 46'000.- / kg in letzter Zeit nicht mehr erreicht, und Gold dümpelt inzwischen zwischen 41'000 und 43'000.- Franken. Verbessert sich der Wert des Dollars, besteht die Gefahr, dass der Goldpreis in Dollar zurückgeht. Immerhin erscheint uns im Hinblick auf eine Zuspitzung der Schuldenkrise und einen bis 2018 nach oben gerichteten Goldzyklus das Halten von 10-20 % des Vermögens in Gold sinnvoll.
Silber erreichte am 25. April einen Wert von $ 49.82 / Unze, beinahe $ 50.-. Bis zum 6. Mai stürzte das Silber auf $ 33.- / Unze, ein Rückgang von ca. 33 %. Die Entwicklung erscheint unsicher. Silber bewegt sich gegenwärtig auf einem Niveau von 38.50 $ / Unze (31.5.2011). Wirklich bullisch wird man hinsichtlich Silber sein können, wenn wieder ein Wert von $ 45.- erreicht wird. Immerhin kann es lohnend erscheinen, sich im Hinblick auf Avancen bereits jetzt mit Silber einzudecken.
Mit dem MMA Cycles Report (auf Deutsch oder Englisch) halten Sie sich monatlich auf dem Laufenden über den Ausblick für die wichtigsten westlichen Börsen und für Gold und Silber.