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Octreotid und Amiodaron beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Unter Amiodaron besteht ein erhöhtes Risiko zur Verlängerung der QTc-Zeit im EKG sowie für TdP. Für Octreotid wurde ebenfalls ein Einfluss auf die QT-Zeit beobachtet, sodass additive Effekte möglich sind. Octreotid ist möglicherweise ein (schwächerer) Hemmer von CYP3A4. Amiodaron wird über CYP3A4 verstoffwechselt.
Effekt
Die Kombination wurde in Studien nicht gezielt untersucht. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Für Octreotid ist in der Schweizer Fachinformation Bradykardie als häufige unerwünschte Wirkung beschrieben, die Häufigkeit von Arrhythmien ist nicht bekannt. Bezüglich des Einflusses von Octreotid auf die QT-Zeit existieren in der Literatur widersprüchliche Angaben [Fatti LM, 2006].
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation für Amiodaron ist die Kombination mit Octreotid kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sollten regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit sowie der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) duchgeführt werden. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Amiodaron (20-100 Tage) kann die Interaktion auch nach Absetzen von Amiodaron noch auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018