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Björn gewinnt den Cupfinal gegen Peter. Björn spielte weiss und konnte sich offenbar eine Stellung schaffen, in der er sich gut auskannte. Ein Blick auf seine Matchuhr liess das jedenfalls vermuten - er verbrauchte bis ins Damen-Turm-Endspiel kaum mehr Zeit als diese 30 Sekunden, die er pro Zug gutgeschrieben bekam. Er erzielte trotzdem Vorteil und einen Bauerngewinn. Die nun folgenden Drohungen konnte Peter irgendwann nicht mehr abwehren.
Zufällig fand gleichzeitig die entscheidende Nachholpartie der Vereinsmeisterschaft statt. Martin Wiesinger konnte gegen Lothar ein remis erzielen und gewinnt damit die VM wiederum vor dem punktgleichen Peter (beide 9.5 aus 11) dank der besseren Zweitwertung. Es sind noch nicht alle Partien gespielt, aber die Podestplätze sind vergeben: Livio holt Bronce.
Wir gratulieren den beiden Titelgewinnern herzlich!
Für Peter wäre es möglich gewesen, am gleichen Abend zwei Titel zu gewinnen. Es hätte aber dafür schon zwei kleine Sensationen gebraucht. Obwohl er am Ende keinen der beiden erreichen konnte, sind seine beiden zweiten Plätze in den wichtigsten beiden Vereinsturnieren doch bemerkenswert und ein einmal mehr tolles Ergebnis.
Lenzburg 1 reiste in SMM-Runde 4 nach Brugg. Brugg hat in den ersten drei Runden zwei Zähler ergattert - Lenzburg 1 erst einen. Beide Teams kämpften entsprechend um wichtige Punkte für den Ligaerhalt. Mit dem besseren Ende für Brugg. Die Lenzburger waren wohl an 4 Brettern leicht zu favorisieren, konnten davon aber nur eines gewinnen. Eines ging verloren und die anderen beiden waren remis. Da eine weitere Niederlage (bei drei Remis) an den übrigen Brettern hinzukam, bleiben die zwei Mannschaftspunkte leider in Brugg. Lenzburg liegt mit einem Punkt weiterhin auf dem zweitletzten Rang vor dem punktgleichen Nimzowitsch, aber einen Punkt hinter Winterthur gegen das sie in Runde 2 bereits gespielt hatten.
Lenzburg 2 war nach dem Forfait-Brettpunkt aus Runde 3 als Co-Leader zu Zimmerberg 2 aufgerückt und empfing zu Hause das bisher punktelose Schlusslicht Baden 3. Ohne seinen Topspieler Martin Schmied angetreten, war aber Lenzburg nominell nur leicht favorisiert. Einzig an den ersten zwei Brettern, konnte ein marginaler ELO-Vorsprung ausgemacht werden. Und genau an diesen konnten die Badener früh einen Eröffnungsvorteil erringen und aus gestärkter Position Remis anbieten bzw. die Stellung wiederholen, was Jürg und Livio sicherheitshalber akzeptierten. An den übrigen Brettern folgte ein enger Kampf um Felder und Linien. Einzig an Brett 5, wo Jaques wieder mal auf eindrückliche Weise über das ganze Brett angriff, geriet der Gegner sichtbar in Bedrängnis. Allerdings gab es da viele Risiken und Konterchancen gegen Jacques' unrochierten König. Schlussendlich brachte aber eine Springergabel die Entscheidung zu seinen Gunsten. Michael Dittmar fand sich nach engem Mittelspiel mit leicht passivem König in einem Bauernendspiel wieder. Er spielte das aber sehr präzise und erschuf sich gar einen Mehrbauern. Leider ein Randbauer, so dass es trotzdem remis wurde. An Brett 6 stellte sich Roland Burri gegen den super stark aufspielenden blinden Willi Bolliger zunächst recht aktiv auf. Er wurde dann etwas zurückgedrängt, konnte aber mit genauen Zügen das Remis erkämpfen. Damit war mindestens das Unentschieden für Lenzburg gesichert. Nun lag es an Peter, sein Turmendspiel mit je einem Freibauern zu halten und so den zweiten Mannschaftspunkt sicherzustellen. Vor versammeltem Publikum und mit sehr wenig Zeit auf der Uhr hielt Peter den gegnerischen Freibauern geschickt unter Kontrolle, brachte den eigenen bis auf die sechste Reihe und setzte gleichzeitig die eine oder andere Matt- / Umwandlungsdrohung ab. Der Gegner musste die Züge wiederholen, um Niederlage abzuwenden.
Damit erobert SCL2 zwischenzeitlich den Leaderthron. Wobei UBS noch ein verschobenes Match gegen den Tabellenletzten Baden in der Hinterhand hat.
|Sa, 25. Mai 2019||Brugg1 - Lenzburg 1||4½ - 3½|
|Do, 23. Mai 2019||Lenzburg 2 - Baden 3||3½ - 2½|
Arnold Minert gewinnt das Frühlingblitz dank der Zweitwertung vor Martin Wiesinger, beide mit beeindruckenden 12 Punkten aus 14 Spielen. Hinter den beiden souveränen Erstplatzierten konnte sich Lothar Eichenberger mit 8½ Punkten den Bronceplatz sichern.
|Pos||NAME||ELO||Pts||1||2||3||4||5||6||7||8||So-Be|
|1||Mienert, Arnold||2030||12||*||1||2||2||2||1||2||2||71.00|
|2||Wiesinger, Martin||1924||12||1||*||1½||1½||2||2||2||2||68.00|
|3||Eichenberger, Lothar||1747||8.5||0||½||*||1||2||2||1||2||40.50|
|4||Dittmar, Michaël||1731||7.5||0||½||1||*||1||1||2||2||35.50|
|5||Villars, Jacques||1733||6||0||0||0||1||*||1||2||2||22.50|
|6||Attinger, Richard||1550||5||1||0||0||1||1||*||0||2||25.50|
|7||Simon, Jürgen||1599||5||0||0||1||0||0||2||*||2||18.50|
|8||Wächter, Sandro||1410||0||0||0||0||0||0||0||0||*||-|
Details zum Turnier: Siehe Resultatseite des Schachclubs Lenzburg