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Als Domain (dt. Gebiet, Bereich, Domäne) wird in der Informations-Technologie (IT) eine Gruppe von vernetzten und zusammengehörigen Computern bezeichnet, die über eine bestimmte Internetadresse erreichbar sind. Die Adresse dieser Gruppe spiegelt die wie ein Baum strukturierte Namenshierarchie im Internet wider, bei der eine Domäne einen zusammenhängenden Teil des Domain Name Systems darstellt.
Das Domain Name System (DNS)
Das DNS ist ein System für die Zuweisung von Adressen für Internet Server oder Hosts. Ähnlich wie eine internationale Telefonnummer verhilft das hierarchisch aufgebaute Domain Name System, jede über das Internet erreichbare Ressource mit einer weltweit eindeutigen Adresse zu versehen. Hinter den Domain-Namen verbergen sich die technischen IP-Adressen (engl. Internet Protocol Adresses), die für den Benutzer in den meisten Fällen unsichtbar bleiben. Der Domain-Name ist eine Art Übersetzung der numerischen IP-Adresse, der sich von Menschen leichter gemerkt werden kann. Um die Adresse aufzusuchen gibt der Benutzer zum Beispiel nicht die IP-Adresse <ip-pii> sondern einfach "bundesregierung.de" in die Adresszeile des Browsers ein. Die Adresse "bundesregierung.de" wird danach zu einem Nameserver geleitet, der den Namen in die IP-Adresse umwandelt. Die Domänen besitzen eine baumartige Struktur, deren Blätter und Knoten als Labels bezeichnet werden. Ein vollständiger Domain-Name setzt sich aus den Namen der Labels und des lokalen Pfades zusammen. Ein Domain Name wird immer von rechts nach links aufgelöst. Je weiter rechts ein Label steht, desto höher ist seine Hierarchie im Baum. Die Top Level Domain (TLD) ist also auf der rechten Seite der durch Punkte getrennten IP-Adresse zu finden. In der Mitte steht die Mid Level Domain und ganz links der Computer- oder Hostname, der oft als "www" bezeichnet wird.
Ein paar Beispiele:
- bundesregierung.de
- harvard.edu
- ibm.com
- whitehouse.gov
- japantimes.co.jp
- sourceforge.net
- wikipedia.org
- gamesindustry.biz
- dublin.ie
- navy.mil
- spanien.info
Domänen (oder Domain-Namen) gehören zu einem Domain-Besitzer, der den Namen bei der zuständigen Verwaltung, dem Network Information Center (NIC, in Deutschland DENIC), registrieren muss. Mit der Registrierung ist jedoch keinerlei rechtliches Eigentum verbunden, sondern nur das Nutzungsrecht für eine bestimmte Zeit. Eine andere preiswerte Möglichkeit besteht darin, seinen Computer innerhalb einer existierenden Domain als Subdomain einzutragen. Ein Unternehmen mit dem Namen "Beispiel GmbH" könnte beim Provider "Muster" die Domain "beispiel-gmbh.muster.de" benutzen. Hier ist eine Registrierung nicht erforderlich, da nur Domänen unterhalb der Top Level Domain registriert werden.
Zulässige Domänenbezeichnungen
Die Anmeldung einer Domäne wird in der Regel von einem Webhosting Anbieter oder Internet Service Provider für seinen Kunden durchgeführt. Oberste Aufsichtsbehörde für die Domain-Namen ist die "Internet Corporation for Assigned Names an Numbers" (ICANN). Diese delegiert die Vergabe an "Domain Registrare" oder "Service Provider" in den einzelnen Ländern. Bei der Registrierung einer Domäne wird geprüft, ob der gewünschte Name bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Zunächst wird ermittelt ob ein Name schon vorhanden ist oder eventuell die Rechte Dritter (zum Beispiel Markennamen) verletzt. Jeder Domain-Name kann aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen bestehen, zwischen Groß- und Kleinschreibung wird dabei nicht unterschieden. Einzelne Registrare wie das DENIC erlauben zusätzliche Zeichen wie die deutschen Umlaute (ä, ö, ü) und einige Sonderzeichen wie zum Beispiel (!, #, %). Für die Registrierung unter der Top Level Domain ".de" muss der Antragsteller eine Postanschrift innerhalb Deutschlands besitzen.