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Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Mit 1,22 Millionen km² ist das Land etwa so gross wie die Iberische Halbinsel, Frankreich und die Benelux‐ Staaten zusammen oder fünfmal so gross wie Grossbritannien. Im Nordwesten grenzt Südafrika an Namibia, im Norden an Botswana und Zimbabwe und im Nordosten an Mosambik und Swaziland. Lesotho bildet eine Enklave im Ostteil der Republik. Am Kap der Guten Hoffnung treffen sich Atlantik und Indischer Ozean, die im Westen bzw. im Süden und Osten natürliche Barrieren bilden.
Etwa zwei Drittel Südafrikas werden vom zentralen Hochland eingenommen, das sich vom Kap der Guten Hoffnungen etwa parallel zur Küste bis zum Limpopo‐ Tal im Nordosten erstreckt. Nach Norden fällt das Plateau allmählich ins Kalaharibecken und nach Nordosten in die Limpoposenke ab. Im Westen, Süden und Osten wird das Plateau von der aufgewölbten Randstufe umgeben. Das sind unterschiedlich hohe und steile Gebirgsabbrüche, die über die Ebenen des Hochplateaus hinausragen und das zentrale Hochland von den anderen Landschaftsformen abgrenzen. Die im Südosten gelegenen spektakulären Drakensberge gehören zur Grossen Randstufe und beherbergen die höchsten Gipfel des südlichen Afrikas. Der Thabana‐ Ntleyana ist mit 3482 m der höchste Berg südlich des Kilimandscharos. Die der Randstufe vorgelagerte Küstenebene ist überwiegend sehr schmal. Die Küstenlinie ist nur wenig zergliedert und man findet sowohl Sandstrände als auch Felsbuchten. Im Westen und Südwesten des Landes breitet sich die Trockensavanne Karoo aus.
Das zentrale Hochland wird überwiegend aus präkambrischen kristallinen Gesteinen aufgebaut, die teilweise von mächtigen Schichten Sandstein und Schieferton überdeckt wurden. Innerhalb des Hochplateaus können drei Regionen unterschieden werden: Hochveld, Buschveld (Transvaalbecken) und Middelveld. Das Hochveld nimmt den grössten Teil ein und ist mit mittleren Höhen um 2000 m weitgehend eben. Nördlich des Hochvelds bildet der Höhenzug Witwatersrand die Grenze zum Transvaalbecken. Gebirgskämme gliedern das Buschveld in einzelne Becken mit einer mittleren Höhe von ca. 1200 m. Das durchschnittlich etwa 900 m hohe Meddelveld liegt im Westen des Binnenplateaus und flacht Richtung Westen zur dort weniger markanten Randstufe ab.
Die Oberfläche des Plateaus ist wasserarm. Die wichtigsten Flüsse sind der Oranje, der Vaal und der Limpopo. Der Oranje entwässert das zentrale Hochland, entspringt in Lesotho und fliesst in Richtung Nordwesten, bis er nach etwa 2100 km in den Atlantik mündet. Auf den letzten 300 km bildet der Strom die Grenze zu Namibia. Der Vaal hat seine Quelle im Nordosten in der Nähe von Swaziland und mündet etwa in der Mitte Südafrikas in den Oranje. Der Limpopo entspringt im Nordosten, verläuft entlang der Grenzen zu Botswana und Zimbabwe bis nach Mosambik, wo er in den Indischen Ozean mündet.
Die Besonderheit an der Pflanzenwelt Südafrikas ist, dass die westliche Kapregion ein eigenes Florenreich beherbergt‐ die Kapensis oder das kapländische Florenreich. Insgesamt gibt es nur sechs Florenreiche auf der Welt. Diese grenzen Regionen voneinander ab, die hinsichtlich ihrer Pflanzenvorkommen sehr ähnlich sind, was erdgeschichtlich, geologisch sowie klimatisch bedingt ist. Die Kapensis ist das kleinste Florenreich, hat zahlreiche endemische, d.h. nur hier ursprünglich vorkommende Spezies und ist unglaublich artenreich. Typisch und von besonderer Blütenpracht sind z. B. die über 130 verschiedenen Protea‐ oder die über 450 Glockenheidearten.
Insgesamt sind etwa 20'000 Pflanzenarten in Südafrika vertreten, was rund 10 Prozent aller bekannten Pflanzenarten der Welt entspricht. Allerdings wird nur etwa 1% der Landesfläche von Wald bedeckt, der fast ausschliesslich in den feuchteren Küstenebene des Indischen Ozeans vorkommt sowie in den angrenzenden Höhenlagen. Der ursprüngliche Regenwald ist fast überall gerodet worden. Da er ökonomisch nicht sehr wertvoll und nur schwer zugänglich war, wurden die Bestände bereits seit langer Zeit von den Farmern kontinuierlich dezimiert. Nur noch kleine Flecken hier und dort sind erhalten geblieben. Heute stehen die südafrikanischen Hartholzer wie Yellowwood, Stinkwood und Ironwood unter striktem Naturschutz.