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In der Schweiz erhalten die Kantone jährlich einen Teil des Reingewinns aus der Spirituosenbesteuerung, nämlich den Alkoholzehntel (10% des Gewinns geht an die Kantone, 90% fliesst in die Bundeskasse). 2018 wurde den Kantonen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl 24'211'264 Franken ausgerichtet.
Die Kantone sind verpflichtet, ihren Anteil am Alkoholzehntel für die Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Alkoholismus sowie von Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauch einzusetzen. Nach der Verteilung der Beträge an die Dachorganisationen erstatten Letztere der A AT über die Verwendung des Alkoholzehntels Bericht.
Sie finden diese Berichte auf der entsprechenden Seite, indem Sie auf der Karte der Schweiz auf den gewünschten Kanton klicken.
Verwendung nach Suchtform
Die Angaben der Kantone über die Verwendung des Alkoholzehntels nach Suchtform ist über die Jahre sehr stabil geblieben. Der Alkoholzehntel ist zwar nicht der Prävention und der Behandlung der aus der Alkoholabhängigkeit erwachsenden Probleme vorbehalten, doch profitiert die Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs mit Anteilen von generell rund 40 Prozent weiterhin am stärksten vom Zehntel. Zahlenmässig ausgedrückt waren dies im Jahr 2018 knapp 10 Millionen Franken. Generell verwenden fast alle Kantone einen Teil des Zehntels für die Alkoholproblematik.
Auch die Investitionen in suchtübergreifende Massnahmen spielen bei der Verteilung des Alkoholzehntels eine konstant wichtige Rolle: Ein Drittel (36%) der kantonalen Ausgaben wurde 2018 (2016: 32%) dafür verwendet. Auf die Bekämpfung der Ursachen und Wirkungen des Konsums illegaler Stoffe entfallen im Allgemeinen rund 11 Prozent der Mittel und auf die Tabakbekämpfung rund 6 Prozent. Seit 7 Jahren haben sich diese prozentualen Anteile nicht verändert.
Verwendung nach Handlungsfeldern
In Prävention, Früherkennung und Behandlung investieren die Kantone gewöhnlich über 90% des Alkoholzehntels. Die Anteile, die der Nachsorge sowie der Forschung, der Aus- und der Weiterbildung gewidmet sind, liegen generell bei rund 10% (aktuell 8%).
Über die Jahre ist eine grosse Stabilität bei der Verwendung in den Handlungsfeldern Prävention, Nachsorge und Forschung erkennbar. Auch die Früherkennung bleibt mit 19% gegenüber dem Vorjahr stabil. Generell lässt sich sagen, dass die Mittelallokation weitgehend von der Strategie der einzelnen Kantone abhängt.