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Wenn sich ergibt, dass aufgrund positiver Erkenntnisse aus Informationsbeschaffung und Risikobeurteilung die Risiken bezüglich Fehler und "Falschaussagen" in der Jahresrechnung des zu prüfenden Unternehmens klein sind, kann der Prüfer seine Prüfungshandlungen stark einschränken.
Bei negativen Vorinformationen wird der Prüfungsumfang etwas ausgeweitet werden müssen, um trotzdem hinreichende Sicherheit bezüglich Richtigkeit der Jahresrechnung zu bekommen. Die "Eingeschränkte Revision" sollte aber immer eingeschränkt bleiben können. Wenn sich anlässlich Prüfungsplanung und der anschliessenden Revision ergibt, dass dies aufgrund vieler Risiken und mangelnder Informationen nicht mehr möglich ist, hat der Prüfer die Möglichkeit auf eine Prüfungsaussage zu verzichten (Unmöglichkeit einer Prüfungsaussage) und muss seine Prüfungshandlungen nicht über ein bestimmtes Mass ausweiten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Prüfer trotz mehrmaliger Abmahnung wichtige Informationen nicht bekommt und so seinen Prüfungsumfang beschränken muss. In der Praxis ist diese Variante jedoch selten, denn das Leitungsorgan des zu prüfenden Unternehmens will in der Regel eine positive Prüfungsaussage und wird zusammen mit dem Prüfer sowie gegebenenfalls unter Einbezug des externen Treuhänders nach Lösungen zur akzeptablen Darstellung der finanziellen Situation in der Jahresrechnung suchen. Ein wichtiges Ziel der Prüfungsplanung ist, solche Situationen rechtzeitig zu erkennen und anlässlich der Prüfungsdurchführung gezielt und lösungsorientiert handeln zu können. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass ein Bericht mit Verzicht auf eine Prüfungsaussage den Revisor nicht von seinen Meldepflichten bei Kapitalverlust und Überschuldung entbindet.