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Franz Hochstrasser zeigt in seinem neuesten, leicht lesbaren Buch, dass der übermässige Konsum („Konsumismus“) die Zukunft Erde gefährdet. Er zeigt zahlreiche Beispiele eines zukunftsfähigen, verantwortungsvollen Konsumierens.
In einem leicht verständlichen Stil beschreibt Franz Hochstrasser, wie das Wirtschaftssystem immer grösseres Wachstum anstrebt. Es verleitet damit die Menschen dazu, möglichst viel zu konsumieren – ob sinnvoll und notwendig oder nicht. So fahre der Kapitalismus sich selbst an die Wand. Der Autor zeigt dies mit zahlreichen alltäglichen Beispielen. Er bleibt aber nicht bei der Analyse der letztlich destruktiven Situation, sondern zeigt Auswege aus der verfahrenen Situation. Seine Losung: „Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens“ (A. Gramsci).
Die zehn Kapitel können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Vielleicht beginnt man mit dem letzten, das auf 25 Seiten konkrete Alternativen zum herrschenden System schildert. Hier geht es „um die Versuche vieler Menschen, das ‚Andere‘ praktisch und zukunftsgerichtet zu suchen und zu erproben“. Nicht nur hier stiftet das Buch zum überlebenswichtigen Handeln an.
Walter Ludin
Zitat
Effiziente Waffen
„Man soll sich einmal vorstellen, dass unzählige Tüftler, Ingenieurinnen bis zu Designern in Büros sitzen, um herauszufinden, auf welche noch effizientere Art man Menschen umbringen kann. Sie arbeiten an der Definition von Gebrauchswerten, die den Waffen eingebaut werden sollen. Wenn sie dabei zu ‚guten‘ Ergebnissen kommen, werden die Dinge konstruiert und auf den Markt gebracht. Und sie werden gekauft, von Individuen, von der Mafia, von Staaten. (…)
Einer, der neuer Präsident der USA ist, sagte im Wahlkampf sinngemäss, Atomwaffen seien dazu da, eingesetzt zu werden.“
Franz Hochstrasser: Dem Übermass mit Mass begegnen