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Irische Ex-Banker sind vom Gericht in Dublin wegen illegalen Krediten während der Bankenkrise verurteilt worden.
In einem viel beachteten irischen Prozess gegen Ex-Banker sind am Donnerstag zwei Angeklagte schuldig gesprochen worden. Das Gericht in Dublin urteilte, dass die beiden früheren Manager der zusammengebrochenen Anglo Irish Bank im Jahr 2008 illegal Kredite an die Investorengruppe «Maple Ten» vergeben hätten.
In der Anklage hiess es, mit dem Geld sollten Aktien des Instituts gekauft werden, um den Börsenkurs in die Höhe zu treiben. Dazu sollen die Ex-Banker auch Kredite an die Familie des Geschäftsmanns Sean Quinn vergeben haben. Von diesem Vorwurf wurden sie aber freigesprochen. Quinn war einst einer der reichsten Menschen in Irland. Er ist mittlerweile pleite.
Fünf Jahre Haft drohen
Es ist der erste derartige Prozess in Irland seit der Finanz- und Bankenkrise vor sechs Jahren. Der frühere Anglo-Irish-Chef Sean FitzPatrick war am Mittwoch von denselben Vorwürfen freigesprochen worden. Das Strafmass gegen die beiden schuldig befundenen Banker soll noch im April verkündet werden. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft und/oder eine Geldstrafe von 3000 Euro.
Die Bankenkrise kostete die irischen Steuerzahler mehr als 60 Milliarden Euro, was etwa zwei Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Inselstaates entspricht. Wegen der enormen Kosten musste Irland 2010 mit Geldern der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds gerettet werden. Inzwischen hat Irland nach einem harten Sparkurs und der schweren Wirtschaftskrise den Rettungsschirm wieder verlassen und finanziert sich eigenständig am Kapitalmarkt.
(reuters/chb)