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Am 3. Dezember fand zum vierten Mal der Ostschweizer Akro Cup statt. Teams aus Genf, dem Tessin, Zürich und Deutschland reisten an, um sich mit den lokalen Teams von Akro Team Gossau und RLZO Akro zu messen.
Der vom Akro Team Gossau organisierte Wettkampf war der letzte für dieses Jahr, aber wichtig, da er auch ein Qualifikationswettkampf für die Gruppen war, die sich für die Weltmeisterschaften 2024 qualifizieren wollen. Diese hätten im März nächsten Jahres in Holon (Israel) stattfinden sollen, werden aber aufgrund des aktuellen Zustands in Israel verlegt und verschoben. Der neue Austragungsort und -termin wird voraussichtlich im Januar von der FIG bekannt gegeben.
Viele der lokalen Gruppen zeigten bei dem Wettkampf zum ersten Mal neue Choreografien.
Zu den Höhepunkten gehörte eine neue dynamische Routine von Elin Fischler und Mattia Sciara. Im Oktober gewann das gemischte Paar bei den Europameisterschaften in Bulgarien die Silbermedaille in der Altersklasse 11-16 Jahre. In Vorbereitung auf das nächste Jahr treten sie nun in der nächsten Alterskategorie 12-18 an. Um in dieser Kategorie wettbewerbsfähig zu sein, trainieren sie jetzt Elemente mit höherem Schwierigkeitsgrad. Elin zeigte zum ersten Mal einen Doppelsalto. Ihre neue Übung haben sie sehr gut und fehlerfrei geturnt und erhielten die hervorragende Note 27,260. Die zweite Übung von Elin und Mattia, Balance, war ebenfalls fehlerfrei und erhielt eine weitere hohe Wertung von 26,740, womit sie insgesamt 54,000 Punkte erhielten, was die beste Gesamtwertung des Tages war.
Zwei neue Kombinationen von Athleten starteten zum ersten Mal in ihren neuen Einheiten. Das Damenpaar Alyssia Solidoro und Iida Collenberg startete in der Kategorie Youth mit einer neu choreographierten Kombi-Übung, die ihnen eine hohe Punktzahl und damit die Goldmedaille einbrachte.
Sarah Pfister, die auch bei der EM in Bulgarien als Oberpartnerin antrat, startete zum ersten Mal als Unterpartnerin zusammen mit Annelia Hutter und Erin Laasner in der Kategorie S1N. Obwohl sie erst seit rund sechs Wochen in dieser Kombination trainieren und erst vor zwei Wochen eine neue Choreografie gelernt haben, zeigten sie gute Leistungen und freuten sich über die verdiente Goldmedaille.
Eine weitere Gruppe, die die Altersklasse gewechselt hat, ist das Damen Trio Emma Fischler, Fabia Schloss und Lorena Ochsner. Das Trio erreichte bei den Europameisterschaften das Finale, arbeitet aber auch hart daran, den Schwierigkeitsgrad für die höhere Altersklasse zu steigern. Die Gruppe hat ebenfalls einen Doppelsalto in ihre neue dynamische Übung eingebaut. Sowohl die dynamische als auch die Balance-Übung haben sie wunderschön geturnt und erhielten 26,990 bzw. 26,720 Punkte, was ihnen die Goldmedaille mit über vier Punkten Vorsprung einbrachte. Lorena Ochsner beschrieb die Atmosphäre in der Halle als grossartig. «Alle waren immer am Mitfiebern und man konnte immer ein Lächeln in den Gesichtern vom Publikum sehen», erzählte sie.
Die höchste Wertung des Tages erhielt das Damenpaar 12-18, Timea Spielmann und Norina Fröhlich. Nach der Enttäuschung, verletzungsbedingt nicht an den Europameisterschaften teilnehmen zu können, präsentierten sie sich mit ihrer neuen Balance-Übung in bester Wettkampf-Form und erhielten 27,460 Punkte. Die neue Choreografie erhielt auch die beste artistische Wertung des Tages. Mit ihrer zweiten Übung, die mit guten 26,060 Punkten bewertet wurde, beendete das Paar den Tag ebenfalls auf dem obersten Podestplatz.
Für die Cheftrainerin des RLZO Akro, Joana Patrocínio, war das Ergebnis perfekt. Sie ist sehr stolz auf die Leistungen ihrer Athletinnen und Athleten. Zurecht, wenn alle fünf ihrer Teams, die an den Start gingen, die Goldmedaille erturnten.
Während sich einige der Athletinnen und Athleten nun auf die wohlverdiente Weihnachtspause freuen können, stehen für die drei Teams der Altersklasse 12-18 am kommenden Wochenende ein Nationalmannschafts- Selektionswettkampf in Magglingen an.