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Im Testament bestimmt ein Erblasser einen Erben. Was aber tun, wenn gar kein Erbe vorhanden ist?
In diesem Fall bietet sich die Möglichkeit, das Erbe gemeinnützigen Organisationen zukommen zu lassen, anstatt es einfach dem Staat zufallen zu lassen. Denn das passiert, wenn kein Erbe bestimmt ist und kein Erbe vorhanden ist, welcher der gesetzlichen Erbfolge entspricht.
Wer also nicht möchte, daß einfach das Steueramt sein persönliches Erbe bzw. den Nachlaß einkassiert, kann im Testament festlegen, daß er es einem bestimmten Zweck spenden möchte.
Jemand, der in St. Moritz wohnt und sehr an Geschichte interessiert ist, könnte z. B. einen Heimat- und Geschichtsverein St. Moritz einsetzen als Erben. Oder jemand, dem zeitlebens die Theaterkultur sehr am Herzen lag, der könnte ein Schweizer Theater bzw. einen Theaterförderverein als Erben testamentarisch bestimmen.
Möglich sind aber auch humanitäre Organisationen, wie etwa SOS Kinderdorf, welche sich speziell für notleidende Kinder einsetzt.
Viele Organisationen bieten sogar Hilfestellung bzw. eine Testament-Vorlage an, so z. B. die obgenannte humanitäre Institution.
Denn zu beachten sind bei der Testamentserstellung allerdings einige Dinge, damit ein Testament auch wirksam ist. Setzen Sie es z. B. am Bildschirm auf und unterschreiben es, so wäre es trotzdem ungültig und das Erbe fiele dem Steueramt zu anstatt einer gemeinnützigen Organisation. Ein Testament muß immer handschriftlich verfaßt sein.
Banal klingt vielleicht, daß ein Testament auch gefunden werden muß nach dem Tod. Oftmals räumen Entsorgungsunternehmen alles aus dem Haus einer verstorbenen Person raus, auch den Papierkram, der keinen mehr interessiert. Keineswegs wird etwa, wenn ein Testament fein säuberlich zwischen anderen Papieren in einem Ordner oder in einer Schreibtischschublade aufgewahrt wird, es gefunden. Es landet so im Altpapier.
Man sollte daher sein Testament bei einem Anwalt hinterlegen.