Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03427.jsonl.gz/601

Eco wirft den Apokalyptikern vor, sich niemals ernsthaft mit den Strukturen massenmedialer Programme auseinandergesetzt zu haben.
Vertov idealisiert die Bewegung: die ideale Bewegung ist für ihn die maschinelle Bewegung.
Platon schätzt im folgenden Zitat die Schrift als eine zukunftsweisende Medientechnik und als Bedingung der Mšglichkeit von Wissenschaft und Erkenntnis ein:
"Wer also eine Kunst in Schriften hinterläßt, und auch, wer sie aufnimmt, in der Meinung, dass etwas Deutliches und Sicheres durch die Buchstaben kommen kšnne, der ist einfältig genug [...], wenn er glaubt, geschriebene Reden wären noch sonst etwas als nur demjenigen zur Erinnerung, der schon das weiß, worüber sie geschrieben sind. [...] Denn dieses Schlimme hat doch die Schrift [...] und ist darin ganz eigentlich der Malerei ähnlich; denn auch diese stellt ihre Ausgeburten hin als lebend, wenn man sie aber etwas fragt, so schweigen sie gar ehrwürdig still. Ebenso auch die Schriften: Du könntest glauben, sie sprächen, als verständen sie etwas, fragst du sie aber lernbegierig Ÿber das Gesagte, so bezeichnen sie doch nur stets ein und dasselbe."
Nach Horkheimer und Adorno sind die Diﬀerenzierungen des Systems der Massenmedien vom Interesse einer totalen Erfassung des Konsumenten geleitet. Sie diﬀerenzieren daher vor allem nach Zielgruppen. ***
Nach Eisenstein bewegt sich der Film linear und nicht dialektisch. Es geht um die Addition von Bewegungseindrücken.
"Der Begriﬀ "Fluß des Lebens" umfaßt also den Strom materieller Situationen und Geschehnisse mit allem, was sie an Gefühlen, Werten, Gedanken suggerieren. Das heißt aber, dass der Fluß des Lebens vorwiegend ein materielles Kontinuum ist, obwohl er definitionsgemäß auch in die geistige Dimension hineinreicht." Für Kracauer sind es von daher vor allem Dokumentationen über Biographien wichtiger Persönlichkeiten, die für den Film den zentralen Gegenstand abgeben. ***
Für Bolz ist der Computer ein integratives Medium. ***
Für Winkler sind Computer erst Medien, seit sie miteinander kommunizieren konnten.