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Thai, die thailändische Sprache, gehört zur Tai-Kadai-Sprachfamilie und ist die Muttersprache von ungefähr zwanzig Millionen Menschen auf der Welt. Thai ist heute die offizielle Amtssprache des Königreiches Thailand. Das Thai hat einige Besonderheiten, die es von den in Mitteleuropa gesprochenen Sprachen unterscheiden. Das Typische am Thai ist wohl die Tatsache, dass es sich hier um eine tonale Sprache oder Tonsprache handelt. Dies bedeutet, dass die Wörter meist nur aus einer einzigen Silbe bestehen, deren Bedeutung davon abhängt, in welcher Tonhöhe sie jeweils ausgesprochen wird. Unsere muttersprachlichen Thai-Übersetzerinnen und Thai-Übersetzer kennen alle Besonderheiten des Thai und können Ihre Texte aus allen Fachbereichen einwandfrei und zum vereinbarten Liefertermin übersetzen.
Für die Aussprache einer Silbe im Thai gibt es bis zu fünf unterschiedliche Tonhöhen. Jede Tonhöhe steht dabei für eine separate Bedeutung der Silbe. Die Grammatik des Thai gilt allerdings als recht überschaubar. Die Verben haben im Thai jeweils nur eine einzige Zeitform und die Substantive werden grundsätzlich ohne Artikel gebraucht. Auch kennt man keine Plural-Endungen an den Substantiven. Grammatikalische Geschlechter oder Fälle sind gänzlich unbekannt. Alle Adjektive sind unveränderlich und stehen im Satz grundsätzlich gleich hinter dem Substantiv. Dennoch ist es für Europäer keinesfalls einfach, Thai zu erlernen oder zu sprechen. Neben der Tonhöhe, in der eine Silbe ausgesprochen wird, sind nämlich auch noch die exakte Länge der einzelnen Vokale und die Betonung wichtig für die Bedeutung des Gesagten. Andererseits spielt die Höflichkeit in Thailand eine herausragende Rolle, die man beispielsweise dadurch zum Ausdruck bringt, dass man einen räumlichen Abstand zum Gesprächspartner einhält und freundlich und vor allem leise spricht. Lautes Reden gilt in Thailand nämlich als Zeichen von Aggression.
Die Hochsprache des Thai, also die amtliche Standard-Sprache, wird üblicherweise in der Hauptstadt Bangkok und um diese herum, also in Zentral-Thailand, gesprochen. Neben diesem, quasi amtlichen Standard-Thai, existieren in Thailand drei weitere grosse Dialekträume, deren Idiome sich teilweise erheblich vom Standard-Thai unterscheiden. Der Dialekt, der im Nordosten des Landes gesprochen wird, weicht am gravierendsten vom offiziellen Standard ab, da dort die Übergänge zur laotischen Sprache bereits fliessend sind. Das Thai ähnelt zwar grundsätzlich dem Chinesischen, gehört aber dennoch zu einer eigenen Sprachfamilie, deren Wurzeln vermutlich im altindischen Sanskrit oder Pali liegen, wie der umfangreiche aus diesen Sprachen entlehnte Wortschatz bereits vermuten lässt. Besonders komplex und schwierig ist die thailändische Schrift, die den Mitteleuropäer stets an Schaltkreise von Computern erinnert. Es ist eine hochkomplexe Buchstabenschrift, die aus Konsonanten, Vokalen, Doppel- und Dreifachlauten, Ton- und Hilfszeichen besteht, wobei die Vokale stets erst nach den Konsonanten stehen dürfen.
Wer in Thailand leben und arbeiten möchte, der muss eine ganze Menge Hürden nehmen, bis er sein Ziel erreicht. In Thailand sind Aufenthaltsrecht und Arbeitsgenehmigung ein schwieriger Prozess, der an besondere Bedingungen geknüpft ist. Ausländer dürfen in Thailand übrigens keine eigenen Grundstücke besitzen, dieses Recht obliegt ausschliesslich Thailändern.
Als Europäer mit gültigem Reisepass darf man sich maximal drei Monate in Thailand aufhalten (Touristenvisa). Danach muss man für mindestens sechs Monate das Land verlassen. Tricks, wie die kurze Aus- und Einreise nach Kambodscha, funktionierten in der Vergangenheit, heute sind diese per Gesetz nicht mehr geduldet. Wer sich länger als erlaubt in Thailand aufhält, muss mit hohen Geldstrafen bis hin zu Gefängnis rechnen und/oder wird direkt mit Polizeigewalt des Landes verwiesen.
Neben dem Touristenvisum gibt es auch noch das Arbeitsvisum, welches zu einem längeren Aufenthalt in Thailand berechtigt. Auch eine eigene Firma, wie etwa eine Bar oder ein Restaurant, kann den Aufenthalt verlängern
Als Schweizer ist es nicht möglich, vor Ort in Thailand ein eigenes Unternehmen zu gründen, ohne einen Thailänder prozentual an seiner Firma zu beteiligen. Die Gründung des Unternehmens erfolgt meistens über einen Rechtsanwalt, der den Thailänder als stillen Teilhaber einträgt. Erst dann hat in Thailand eine von Ausländern gegründete Firma ihre Gültigkeit. Mit einer eigenen Firma ist ein längerer Aufenthalt in Thailand problemlos möglich.
Wer im Auftrag eines Unternehmens in Thailand arbeiten muss, der kann beim thailändischen Konsulat ein Arbeitsvisum beantragen. Dieses berechtigt zum Aufenthalt in Thailand für einen Zeitraum von einem Jahr. Danach muss das Visum verlängert werden. Zusätzlich muss die Geschäftsbeziehung zu mindestens einem thailändischen Kunden nachgewiesen werden können.
Neben dem Vorteil einer unbegrenzten Aufenthaltsgenehmigung profitiert man als Unternehmer von sehr niedrigen Lebenshaltungs- und Lohnkosten. Arbeitskräfte sind in Thailand wesentlich billiger und die meisten Thailänder sprechen gutes Englisch, was die Kommunikation sehr erleichtert. Die Kosten für die Miete eines Büros oder einer Lagerhalle, sind im Vergleich zur Schweiz eher unerheblich und das Internet hat eine sehr hohe Ausbaustufe.