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Im Januar 2022 schaffte das Olympische Komitee (IOK) Teilnahmebeschränkungen von Transpersonen an Frauenwettkämpfen ab. Dies betrifft vor allem körperlich anspruchsvolle Sportarten wie Gewichtheben, Leichtathletik oder Schwimmen. Der internationale Schwimmverband (Fina) hat deshalb nun einheitliche Richtlinien erarbeitet. Im Schwimmen dürfen künftig Transgender nur noch bei den Frauen starten, wenn die Geschlechtsangleichung vor dem zwölften Lebensjahr, d.h. vor der Pubertät, abgeschlossen war. Zündstoff erhielt die Debatte durch die US-Schwimmerin Lia Thomas. Sie distanzierte in einem Universitätsrennen die Konkurrentinnen über 1500m Crawl um 38 Sekunden und wurde amerikanische Meisterin über 500 Yards Freistil. Thomas wurde bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen. Sie trat zunächst dem Männerteam bei und bestritt während drei Saisons Wettkämpfe – als mittelmässiger Schwimmer. Nach der Pubertät wechselte die heute 23-Jährige ihre Geschlechtsidentität. Ab 2021 startete sie bei den Frauen. Der Sieg von Thomas löste heftige Kritik aus und an Wettkämpfen mit Thomas kam es zu Protesten. Andere Athletinnen befürchteten ein Ende des Frauensports.
(ap)