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Falls die SVP ihre Wählerstärke halten kann und stärkste Partei bleibt, würde mit der Wahl zweier SVP-Bundesräte aus Brunners Sicht wieder eine «normale Situation» hergestellt. Auch deshalb seien die Wahlen 2015 «ohne Zweifel die wichtigsten seit langem», sagte er im Gespräch mit der Westschweizer Zeitung vom Mittwoch.
SVP in Regierung integrieren
Auf die Doppelrolle der SVP als Regierungs- und Oppositionspartei angesprochen, sagte Brunner, in einem Land mit Konsensdemokratie wie der Schweiz müssten auch unbequeme Forderungen wie jene der SVP akzeptiert werden - genauso wie solche der Linken. Er wirft zudem die Frage auf, ob es nicht effizienter wäre, die SVP als stärkste Kraft in die Regierung zu integrieren.
Brunner äussert sich nicht weiter zur zweiten Bundesratskandidatur und auf wessen Kosten die SVP sich den Sitz in der Landesregierung sichern will. Die SVP spricht sich aber immer wieder für die arithmetische Konkordanz aus und SVP-Exponenten bekräftigten im Sommer, die Partei wolle keinen Sitz auf Kosten der FDP, falls diese drittstärkste Kraft bleibe.
Zwei Ständeräte mehr
Als Ziel für die eidgenössischen Wahlen, die in etwas mehr als einem Jahr stattfinden, will die SVP laut Brunner ihre Stellung mindestens halten. Ein zahlenmässiges Ziel für den Wähleranteil gebe es nicht. Im Ständerat strebt die Partei zwei Sitzgewinne an, derzeit hält die Volkspartei in der kleinen Kammer fünf Sitze.
Hoffnungen auf einen Sitzgewinn im Nationalrat macht sich die SVP laut Brunner im Wallis, das einen Sitz mehr zugute hat als 2011, in der Waadt, in Freiburg sowie in Luzern. In Neuenburg erwartet er einen harten Kampf um den einzigen SVP-Sitz, da der Kanton einen Sitz in der grossen Kammer abgeben muss.