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Das Wort „Yoga“ ist ein Sanskrit-Nomen, abgeleitet von der Verbalwurzel -yuj (anschirren, einspannen unter das Joch). Die Bedeutung liegt in der Beherrschung des Geistes, in Form des niederen Selbst und der Vereinigung von Körper, Geist und Seele. Nach Rishi Patanjali ist Yoga jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Zustände zur Ruhe kommen, ein Zustand der Wiedervereinigung mit dem göttlichen Urgrund.
Yoga ist eine der sechs grossen indischen Philosophien. Als systematisiertes Wissenswerk ist es die Älteste Methode der Welt zur spirituellen und körperlichen Entwicklung. Die exakten Ursprünge des Yoga sind unbekannt, liegen aber mehrere tausend Jahre zurück. Yoga ist eine unabhängige Tradition. Seine körperlichen und psychologischen Prozesse haben mit religiösen Überzeugungen nichts zu tun. Yoga stellt allerdings eine Reihe ethischer Regeln auf (Rishi Patanjali, Yogasutren). Eine umfassende Yogapraxis hilft dem Menschen zu mehr innerer Liebe und Glück, darüber hinaus wird die religiöse Erfahrung bereichert und gestärkt.
Swami Vivekananda (1863-1902)
„Der Mensch ist ein unendlicher Kreis, dessen Umfang nirgends ist, dessen Mittelpunkt aber feststeht und Gott ist ein unendlicher Kreis, dessen Umfang nirgends ist, sein Mittelpunkt jedoch Überall. Er arbeitet durch alle Hände, sieht durch alle Augen, wandert mit allen Füssen, atmet durch alle Körper, lebt in allen Leben, spricht durch jeden Mund und denkt mit allen Gehirnen. Der Mensch kann werden wie Gott und das Universum beherrschen, wenn er das Zentrum seines Selbstbewusstseins unendlich ausdehnen kann.„