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Der Biber ist ein putziges Nagetier, seine Zähne und seine Emsigkeit können jedoch grosse Schäden anrichten–etwa an Uferböschungen oder Feldern. Und ihre Dämme können zu Überschwemmungen führen. Im November 2012 überwies der Grosse Rat deshalb ein Postulat der Grossräte Michel Losey (FDP–damals SVP–, Sévaz) und Fritz Glauser (FDP, Châtonnaye) an den Staatsrat. Das Postulat forderte einen Bericht sowie die Überarbeitung des bestehenden Biberkonzepts. Die Biberpopulation ist in den letzten sechs Jahren gewachsen; von 100 auf geschätzte 150 Tiere.
Das neue Konzept liegt nun vor, wie der Staatsrat in seinem Bericht festhält. Es listet bestehende und mögliche Konflikte auf und regelt, wie durch den Biber verursachte Schäden entschädigt werden: Richtet der Biber Schäden an Kulturen an, so teilen sich Kanton und Bund die Entschädigung hälftig auf.
Die Eigentümer von Anlagen an Flüssen, Bächen und Seen sind selber für die Unterhaltsarbeiten zuständig, unter gewissen Bedingungen sind sie jedoch subventionsberechtigt. Auch ist es möglich, für Präventionsmassnahmen finanzielle Beiträge aus dem Fonds für das Wild zu bekommen. Gemäss Bericht gab es zwischen 2010 und 2013 sechs Schadensfälle an Kulturen, die mit insgesamt 885 Franken entschädigt wurden.
Langfristige Lösungen
Als Präventionsmassnahmen listet der Bericht verschiedene Möglichkeiten auf: Die beste Variante sei es, Flüsse und Bäche zu renaturieren. Denn oft seien Konflikte auf zu wenig Raum zurückzuführen.
Um «Frassschäden» auf Feldern mit Zuckerrüben und Mais oder an Obstbäumen zu verhindern, empfiehlt der Bericht, die entsprechenden Gebiete zu umzäunen: Für Felder eigneten sich am besten Elektrozäune, für Einzelbäume Drahtgeflechte und für Obstbaum- und Forstplantagen Maschendrahtzäune.
Um Überschwemmungen zu verhindern, können in Biberdämme Rohre eingebaut werden, die den Abfluss des Wassers begünstigen. Da der Lebensraum des Bibers gesetzlich geschützt ist, braucht es eine Bewilligung des Amts für Wald, Wild und Fischerei, wenn jemand den Damm entfernen will.
Der Bericht empfiehlt auch, langfristige Lösungen zu suchen, denn der Biber ist nicht leicht zu vertreiben: Wird er an einem Ort am Graben gehindert, setzt er sein Tun meist ganz in der Nähe fort. mir
Dasvollständige Konzeptgibt es unter: www.fr.ch/sff/files/pdf69/Konzept-Biber-Freiburg2.pdf