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Jeder Mönch pflegte vor seiner Zelle einen kleinen Garten, dessen Gestaltung ganz seinen Neigungen überlassen war.
Die kleinen Parzellen waren mit übermannshohen Mauern umgrenzt, da der Blick nicht auf die Landschaft gerichtet sein sollte, sondern zum Himmel.
Aus der Mönchszelle hatten sie direkten Zugang zum Garten über einen gedeckten Laubengang, der heute symbolisch durch Pflastersteine auf dem Weg nachempfunden ist.
Einer der Mönche hatte sich vor seiner Klause einen eigenen Heilpflanzengarten angelegt, was Anlass dazu gab, diesen Standort für den heutigen Heilpflanzengarten zu übernehmen. Er wurde nach dem Schema des St.Galler Klosterplans, eine Rekonstruktion eines mittelalterlichen Kräutergartens, angelegt.
Darin wachsen alte Heilkräuter, wie sie bereits vom Reichenauer Mönch Walahfrid Strabo beschrieben wurden