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Erwartungsgemäss beanspruchten die beiden am stärksten reglementierten Bereiche Unionskäse und Butter den grössten Anteil an der Milchrechnung. Nach provisorischen Angaben des Zentralverbandes schweizerischer Milchproduzenten (ZVSM), entfielen 37 Prozent oder 461 Mio. Fr. auf die Verwertung von Unionskäse (Emmentaler, Gruyère und Sbrinz). Das sind 32 Mio. Fr. mehr als im Vorjahr. 30 % oder 376 Mio. Fr. kostete die Butterverwertung der Butyra, das sind 36 Mio. Fr. mehr als im Rechnungsjahr 93/94.
126 Mio. Fr. mehr an allgemeinen Bundesmitteln
Während die Aufwendungen in diesen beiden Bereichen angestiegen sind, ist bei den übrigen Massnahmen ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die höheren Verwertungskosten liessen die allgemeinen Bundesmittel um 126,2 Mio. Fr auf 955 Mio. Fr. ansteigen. Die zweckgebundenen Einnahmen sind um 50 Mio. Fr. auf 150 Mio. Fr. zurückgegangen. Der Anteil der Produzenten hat um 3 Mio. Fr. auf 75 Mio. Fr. zugenommen.
Mit über 200 Mio. Fr machen die Direktzahlungen bereits einen beachtlichen Teil der Milchrechnung aus. So werden knapp 10,000 Milchproduzenten in entlegenen Gebieten entschädigt, weil sie die Milch nicht in Verkehr bringen, sondern den Kälbern verfüttern. Andere Bauern werden für die höheren Futter-Konservierungskosten bezahlt, die sie durch den Verzicht auf die Fütterung von Silage in Kauf nehmen.
Von den Bundesgeldern profitieren viele
Die Milchrechnung umfasst alle Ausgaben des Bundes für die Verwertung der 3 Mio. Tonnen Verkehrsmilch der Schweiz sowie die Aufwendungen für die Entlastung des Milchmarktes, die Förderung der Käseproduktion und für Direktzahlungen. Auf der Ertragsseite stehen unter anderem die Abgaben auf Magermilchprodukten, die Preiszuschläge auf eingeführten Milchprodukten, die Abgabe auf importierten Speiseölen und -fetten, die Beteiligung der Milchlieferanten und die allgemeinen Bundesmittel. Zu den Nutzniessern der Milchrechnung gehören neben den Milchproduzenten auch die Kälbermäster, die Milchverarbeiter und die Konsumenten, die von der Verbilligung der Milchprodukte direkt profitieren. Schliesslich tangiert die Milchrechnung auch die Wirtschaftspartner der Landwirtschaft: die Industrie, den Handel und die Banken. LID
Zusammenfassung der Milchrechnung (provisorische Zahlen)

Quelle: Zentralverband schweizerischer Milchproduzenten (ZVSM)