Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/56827

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Kantinen und Cafeterias des Bundes aufzufordern, Produkte aus fairem Handel zu verwenden, und damit Artikel 23 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung Geltung zu verschaffen. Mit einer Informationskampagne während der Einführung dieser Produkte sollen die Kundinnen und Kunden in den Betrieben darauf aufmerksam gemacht werden, dass es fairen Handel gibt und was der Bund unternimmt, um diesen Handel zu unterstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verpflegungsräume in der Bundesverwaltung werden von unabhängigen Betreiberfirmen geführt. Im "Vermietungs- und Betriebskonzept für Verpflegungsräume in der Bundesverwaltung" werden die Betreiber der Verpflegungsräume zur Bewirtschaftung nach branchenüblichen Normen und zu unternehmerischem Denken angehalten. Das Konzept definiert verschiedene Verpflegungsarten und legt die Richtlinien fest, nach welchen die Betreiber zu handeln haben.</p><p>Die Motion verlangt vom Bundesrat, verstärkt Einfluss zu nehmen auf die Ausgestaltung des Angebotes in den Verpflegungsräumen. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass damit die Autonomie der Betreiber zu stark beschränkt würde. Wenn die Kunden Fair-Trade-Produkte wünschen und bereit sind, den allenfalls höheren Preis dafür zu bezahlen, so werden die Betreiber diese Produkte auch ohne Eingreifen des Bundesrates anbieten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.