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So habe ich die Bibel noch nie gelesen! Gestern haben wir in unserem Hauskreis (Das sind 4 Personen, die monatlich zusammen die Bibel lesen und beten) etwas Neues ausprobiert. Ich habe mit einem Marker alle Stellen im Lukasevangelium markiert, die Jesus beim Beten beschreiben. Dann habe ich nur die markierten Stellen vorgelesen. Das Resultat war erstaunlich, darum hier für euch alle zum Nachlesen. Alle Lukas-Stellen über Jesus beim Gebet als Flusstext:
Als Johannes wieder einmal viele Menschen taufte, kam auch Jesus und ließ sich taufen. Während er betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam, wie eine Taube, sichtbar auf ihn herab. Lukas 3,21 Am nächsten Morgen verließ Jesus das Haus und zog sich in eine einsame Gegend zurück. 4,42 Jesus aber zog sich zurück, um in der Einsamkeit zu beten. 5,16 In dieser Zeit stieg Jesus auf einen Berg, um zu beten. Er betete die ganze Nacht. Als es hell wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte zwölf von ihnen aus, die er Apostel nannte. 6,12 Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf und segnete sie. Er teilte Brot und Fische, reichte sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie an die Menge weiter. 9,16 Eines Tages war Jesus allein und betete. Nur seine Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: „Für wen halten mich die Leute eigentlich?“ 9,18 Acht Tage später stieg Jesus mit Petrus, Johannes und Jakobus auf einen Berg, um zu beten. Als Jesus betete, veränderte sich sein Gesicht, und seine Kleider strahlten hell. 9,28 Erfüllt vom Heiligen Geist, betete Jesus nun voller Freude: „Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich danke dir, dass du die Wahrheit vor den Klugen und Gebildeten verbirgst und sie den Unwissenden enthüllst. Ja, Vater, so entspricht es deinem Willen. Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Nur der Vater kennt den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn zeigt.“ 10,21 Eines Tages, als Jesus gebetet hatte, bat ihn einer seiner Jünger: „Herr, sag uns doch, wie wir richtig beten sollen.“ 11,1 Wie wichtig es ist, Gott unermüdlich um alles zu bitten, machte Jesus durch ein Gleichnis deutlich: … 18,1 Einige Eltern brachten ihre Kinder zu Jesus, damit er sie segnete. 18,15 Jesus rief: „Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ‚Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‘, ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ 19,46 Jesus nahm einen Becher mit Wein, sprach das Dankgebet und sagte: „Nehmt den Becher und trinkt alle daraus. … Dann nahm er Brot. Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen … 22,17 Nicht weit von seinen Jüngern entfernt kniete Jesus nieder und betete: „Vater, wenn es möglich ist, bewahre mich vor diesem Leiden. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ 22,41 Jesus betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ 23,34 Jesus schrie noch einmal laut auf: „Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist!“ Dann starb er. 23,46 Als sie sich zum Essen niedergelassen hatten, nahm Jesus das Brot, dankte dafür, teilte es in Stücke und gab es ihnen. Da plötzlich erkannten sie ihn. Doch er verschwand vor ihren Augen. 24,30 Jesus führte seine Jünger von Jerusalem nach Betanien. Er segnete sie mit erhobenen Händen. Noch während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben. 24.50 HFA
Was macht dieser Text mit dir? In unserem Hauskreis haben wir gestern einiges entdeckt:
Von innen nach aussen
Die ersten Texte sprechen von Rückzug zum Gebet. Jesus suchte die Stille, die Einsamkeit. Dann bezieht er die Jünger mit ein, betet mit ihnen, lehrt sie beten. Schliesslich wendet er sich nach aussen. Er betet für Kinder und auch für seine Feinde. Der Abschluss bildet das Segensgebet mit dem er seine Jünger beauftragt und aussendet. Findest du diese Linie auch in deinem Gebetsleben? Zuerst der Rückzug in die Stille und von dort der Aufbruch zum Nächsten und in die Welt hinaus?
Gebet ist der Anfang
Uns ist auch aufgefallen, dass die Stellen übers Beten von Jesus oft am Anfang eines Abschnitts stehen oder vor einem gewichtigen Ereignis. Es sind oft die Schlüsselstellen im Leben von Jesus, an denen wir ihn im Gebet finden: Taufe, Wahl der Apostel, Christusbekenntnis des Petrus, Berg der Verklärung, Lehrpredigt übers Gebet, Abendmahl, Gethsemane, Weg nach Emmaus und Himmelfahrt. Was sind die Schlüsselstellen in deinem Leben und welche Rolle spielte das Gebet in deinen wichtigsten Entscheidungen?
In Freud und Leid
Jesus betet im Rahmen eines fröhlichen Festes: Genug zu Essen für mehr als 5000 Personen! Dann anlässlich der himmlischen Begegnung mit Mose und Elia. Und schliesslich mit Eltern und Kindern, ein Moment voller Lebensfreude und Zukunftshoffnung. Aber Jesus betet nicht nur dann, wenn es ihm gut geht. Auch kurz vor und während seiner Kreuzigung findet er den Weg ins Gebet. Nach Lukas schliesst er sein Leben mit einem Gebet ab. Ich glaube, dass uns Jesus damit eine wichtige Lebenslektion erteilt: Pflege dein Gebetsleben wenn es dir gut geht, so wirst du auch dann Kraft im Gebet finden, wenn es dir schlecht geht.
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Credits: Merci an unseren Hauskreis für die Impulse!