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Die Wahlkommission legte den Urnengang auf den 26. und 27. Mai fest. Sollte keiner der Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, werde es eine Stichwahl geben. Allerdings geht derzeit in Ägypten niemand von einer Stichwahl aus, zu gross ist die Beliebtheit des bisherigen Armeechefs Abdel Fattah al-Sisi.
Dieser hatte am Mittwoch nach monatelangem Warten seine Kandidatur für das Präsidentenamt verkündet. Der 59-jährige Karriereoffizier legte zugleich seinen Posten als Armeechef nieder und trat als Verteidigungsminister und Vize-Ministerpräsident zurück. Laut der Verfassung dürfen nur Zivilisten für das höchste Staatsamt kandidieren.
Al-Sisi ist seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mursi Anfang Juli 2013 der heimliche Machthaber Ägyptens. Als wichtiger Test für ihn galt ein Referendum über die überarbeitete Verfassung im Januar. Diese wurde mit grossem Mehr angenommen. Die Wahlbeteiligung war allerdings tief.
Die Macht des Militärs
Seit einem Putsch gegen die Monarchie im Jahr 1952 kamen alle Staatschefs in Ägypten aus den Reihen des Militärs oder wurden von ihm installiert. Die einzige Ausnahme ist Mursi.