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Adolf,
Bildhauer, geb. 1835 zu Weimar, besuchte bis zu seinem 19. Jahr das dortige
Lehrerseminar, wurde aber in dem Zeicheninstitut von Franz Jade zur Kunst angeregt, so daß er sich zur
Bildhauerei entschloß. Er trat deshalb 1853 in das Atelier von Rietschel in Dresden, unter dessen Schülern er einer der
talentvollsten war, so daß ihm nach seines Meisters Tod (1861) für dessen Luther-Denkmal in Worms die Ausführung der Figuren:
Savonarola und Petrus Waldus (sitzend an zwei der Ecken des Sockels) sowie Friedrich der Weise, Reuchlin
und die Figur der Stadt Magdeburg (auf dem großen Unterbau des Denkmals) übertragen wurden, was er
in so glänzender Weise durchführte, daß er zum Ehrenmitglied der Akademie in Dresden ernannt und mit zahlreichen Orden
geschmückt wurde.
Bereits vor der Vollendung des ganzen Denkmals (1868) hatte er acht berühmte Frauengestalten aus der
Geschichte der Wartburg begonnen, und bald nach denselben entstanden die treffliche Reiterstatue des Großherzogs Karl August
auf dem Fürstenplatz in Weimar (enthüllt 1875), die reizende Statuette Goethes, ein großer Auferstehungsengel für die
Grabkapelle des Schlosses Rheineck, ein Denkmal für Freiligrath auf dem Uffkirchhof in Kannstatt (1878)
und als eins seiner neuesten und schönsten Werke die 1879 in Düsseldorf enthüllte Erzstatue von Cornelius, ein des großen
Meisters würdiges, meisterhaftes Werk, das ihn in höchster Naturtreue darstellt, gehüllt in den wohlbekannten Pelzmantel,
neben ihm Poesie und Religion als die leitenden Genien seines Schaffens. Seine neueste größere Arbeit,
das Denkmal Robert Schumanns über dessen Grab auf dem Friedhof zu Bonn, wurde enthüllt. 1877 folgte er einem Ruf
als Professor der Bildhauerkunst an der Kunstschule zu Stuttgart.
2) Dorf im BezirksamtBayreuth
[* 18] des bayr. Reg.-Bez. Oberfranken, 5 km westlich von Bayreuth, hat ( 1890) 437 E. In der Nähe
die Privatirrenanstalt St. Gilgenberg und das 1763 erbaute Schloß Fantasie auf dem Kamme eines dichtbewaldeten
Hügels, mit prächtigem Park.
KarlAdolf, Bildhauer, geb. zu Weimar, wo er bei Preller und Jäde seine künstlerische Laufbahn
begann, die er 1853–61 bei Rietschel in Dresden fortsetzte, zum Teil mit an dessen Arbeiten beschäftigt. Nach dem Tode Rietschels
erhielt er zusammen mit Kietz den Auftrag, das Lutherdenkmal in Worms
[* 19] zu vollenden. Donndorf schuf die Statuen
des Kurfürsten Friedrich des Weisen, Reuchlins, Savonarolas, Petrus Waldus und der Stadt Magdeburg.
[* 20] Für die Wartburg begann
Donndorf mehrere
[* 21]
Figuren berühmter thüring.