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Infos
Kern des Bestandes der 1961 gegründeten Landesgalerie bildet eine aus US-Privatbesitz erworbene Sammlung mit 88 Bildern und Zeichnungen des universalen Künstlers Paul Klee. Diesem Ankauf, einem bewussten kulturpolitischen Schritt nach den Diffamierungen der Avantgarde durch das Nazi-Regime, folgten Erwerbungen bedeutender Kunstwerke der Klassischen Moderne, der amerikanischen Pop-Art und der Gegenwartskunst. Stets stand und steht hierbei nicht der Überblick über einzelne künstlerische Strömungen im Zentrum, sondern vielmehr die hervorragende Qualität von Einzelwerken international renommierter Künstler. Kunstkenner nennen die Landessammlung auch die heimliche Nationalgalerie.
Als zweites Standbein der Kunstsammlung wurde im Frühjahr 2002 das Ständehaus am Kaiserteich, bis 1988 Sitz des nordrhein-westfälischen Landtages, für die moderne Kunst eröffnet. Vier Gebäudeflügel mit umlaufenden Arkadengängen umgeben den zentralen öffentlichen Platz des Hauses, eine weitläufige Piazza. Der kreative Umbau des Repräsentationsbaus im historistischen Stil (1876-80) durch die Münchener Architekten Kiessler + Partner schuf einen modernen Museumsbau mit einem eindrucksvollen gläsernen Kuppeldach, das die Ästhetik des Gebäudes bestimmt und zugleich einen großzügigen Skulpturengarten auf der obersten Etage überspannt. Die flexible Wechselausstellungshalle im Untergeschoss und die oberen Räume fassen insgesamt über 5.300 m² Ausstellungsfläche.