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Uneinigkeit bei den Genfer Privatbankiers. Der Genfer Ivan Pictet wehrt sich gegen die Pläne von Bankierpräsident Patrick Odier.
Ivan Pictet ist ein Mann der klaren Worte. Und als Teilhaber der grossen und erfolgreichen Genfer Privatbank Pictet kann er auch eine unabhängige Meinung vertreten.
Den Vorschlag der Bankiervereinigung, künftig die ausländischen Kunden eine Erklärung unterschreiben zu lassen, wonach ihr Geld im Heimatland versteuert sei, hat er am Wochenende als «völlig unrealistisch» taxiert. Dies sagte er in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».
Unausgereifte Ideen
Falls die Banken von der Aufsichtsbehörde keine entsprechende Weisung erhielten, würden sei das «nie und nimmer» tun, sagte Pictet weiter. Den Vorstoss, den unlängst hoch offiziell der neue Präsident der Bankiervereinigung, Patrick Odier, formuliert hatte, bezeichnete Pictet als «nicht ausgereift».
Er erklärte, der Dachverband der Schweizer Banken befinde sich zurzeit in einer Phase des «Brainstorming». Da würden noch viele neue Ideen geprüft, die noch nicht ausgereift seien.