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Vs. Bekrönte Hl. Maria und Heinrich II. thronend in gotischem Baldachin, darum gotische Legende
Rs. Mann mit den Allegorien der Liebe und der Hoffnung lässt ein Kind über einem Altar von der Allegorie der Ecclesia taufen, Umschrift
Bleilegierung, Vs. und Rs. einzeln geprägt und zusammengeführt
Dm. 56,0 mm, Gewicht 42,929 g
Inv. 2012.200.
Medaillen sind münzähnliche Objekte, die aber keinen staatlich garantierten Umlaufwert haben und daher auch von jedermann hergestellt oder in Auftrag gegeben werden können. Entsprechend schwer ist die Zuordnung zu einzelnen Orten – nach Auftraggeber, Hersteller oder thematischem Bezug. Diese Medaille wurde vom Hersteller aus zwei jeweils geprägten Elementen zusammengefügt: aus der Vorderseite einer Taufmedaille des Nürnberger Medailleurs Georg Hautsch (dort aktiv 1683-1711) und einem Abschlag vom Sekretsiegel der Stadt Basel, das seit 1380 für die weniger feierlichen Rechtsakte verwendet wurde. Es ist zu vermuten, dass ein Basler Bürger sich Abschläge von solch unterschiedlichen Prägestempeln zu verschaffen wusste, zu einer Art Basler Taufmedaille zusammenfügte und als Taufgeschenk verwendete. So stellt das Stück in gewisser Weise eine Ergänzung zur Publikation der Basler Medaillen von Christian Winterstein dar.