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Bundespräsident Didier Burkhalter empfing Pierre Krähenbühl im Bundeshaus. Bei diesem Treffen bekräftigten Bundespräsident Didier Burkhalter und sein Gast die auf Dialog und Vertrauen basierende Beziehung zwischen der Schweiz und der UNRWA. Es war der erste offizielle Besuch zwischen dem Bundespräsidenten und Pierre Krähenbühl seit seiner Ernennung an die Spitze dieser UNO-Agentur im November 2013.
Gesprächsthemen waren die Konflikte im Nahen Osten und die Situation der palästinensischen Flüchtlinge, namentlich im Gazastreifen, wo sie zwei Drittel der gesamten Bevölkerung ausmachen, sowie in Syrien. Zur Sprache kam aber auch die wichtige Rolle der UNRWA im Umgang mit der Krise in dieser Region. Dazu gehören insbesondere die Organisation der humanitären Hilfe, die Sicherstellung der Grundversorgung und die Achtung der Rechte der Flüchtlinge.
Pierre Krähenbühl bedankte sich bei der Schweiz für ihre langjährige Unterstützung, auf die die Organisation seit ihrer Gründung 1949 zählen kann, und für ihren Beitrag an den Reformprozess, der zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der UNRWA-Aktivitäten geführt hat. Er sprach zudem über die aktuellen Herausforderungen und die finanzielle Unterstützung, die die UNRWA braucht, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Die Schweiz stellte der Organisation 2014 bisher mehr als 16 Millionen Franken für Hilfsleistungen in der gesamten Region bereit.
Während seines Besuchs in der Schweiz führte Pierre Krähenbühl ebenfalls Gespräche mit den Mitgliedern der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, mit Staatssekretär Yves Rossier, mit Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), und anderen Direktionsmitgliedern der DEZA und Vertretern der Politischen Direktion des EDA.
Die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 1949 gegründete UNRWA ist mit der Durchführung von Hilfs- und Entwicklungsprogrammen für die Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten beauftragt. Solange eine verhandelte, gerechte und nachhaltige Lösung für die Frage der Palästina-Flüchtlinge aussteht, unterstützt die UNRWA weiterhin rund fünf Millionen Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon, in Syrien und im Besetzten Palästinensischen Gebiet. Sie stellt namentlich eine Grundversorgung in den Bereichen Gesundheit, soziale Dienste, Bildung, Mikrofinanzierung und Nothilfe sicher.
Der Schweizer Pierre Krähenbühl, früherer Verantwortlicher für die Einsätze des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), übernahm die Leitung der UNRWA im März 2014. Er ist zurzeit innerhalb des UNO-Systems der höchste Schweizer.
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