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Mákari
(Kótoko), afrikan. Negerstamm, am Südrand des Tsadsees in
Bornu und zwar in der
Provinz
Kotoko und in Logon
seßhaft. Sie sind von den
Kanuri (s. d.) und Kanembu, ihren Nachbarn, physisch
verschieden und ein in körperlicher
Entwickelung ziemlich hoch stehender, wenn auch in Gesichtsbildung nicht hübscher, in
seinem
Wesen und
Charakter schwerfälliger Negerstamm.
Ihre plumpen Gestalten sind zur Fettbildung geneigt.
Ihrer psychischen
Seite nach sind die
Mákari ernst, zurückhaltend, zeremoniell, argwöhnisch, egoistisch, klug und berechnend.
Nachtigal beobachtete etwas Geheimnisvolles,
Mystisches an ihnen, das sie in
Bornu als böser
Kräfte und
der
Zauberei verdächtig macht.
Ihre Gebäude werden solid und in imponierendem kastellartigen
Baustil hergestellt. Die
Mákari geben
sich mit Fleiß dem
Ackerbau, der
Industrie und dem Fischfang hin. Die Hauptindustrie ist die Indigofärbekunst und die
Matten-
und
Korbflechterei, auch sind sie geschickt im
Bau von
Häusern und
Booten.
Vgl. Nachtigal, Sahara und Sudân, Bd. 1 (Berl. 1879).