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Nachbauprobleme im Obstbau äussern sich in schwachem Wuchs und reduziertem Ertrag bei einer Wiederbepflanzung mit der gleichen Obstart. Solche Symptome sind seit langem bekannt und können verschiedene Ursachen haben. Eine Umfrage der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW bei kantonalen Obstfachstellen zeigte, dass in der Schweiz, wie in anderen Ländern auch, der Apfelanbau in zunehmendem Mass von Nachbauproblemen betroffen ist. Erhebungen in zwei Parzellen mit verkleinertem Reihenabstand bei der Neupflanzung zeigten, dass sich die Baumentwicklung und der Ertrag pro Baum verschlechtern, je näher ein Baum bei der Baumreihe der früheren Anlage steht. In einem Apfelsämlingsversuch mit Erde aus den mehrfach bepflanzten Baumreihen wurde ein deutliche Wuchsverbesserung der Sämlinge durch Sterilisation der Erde beobachtet. Dies weist auf eine biologische Ursache der Wuchsdepressionen in diesen Anlagen hin. ACW hat zwei Feldversuche mit Bodenverbesserungsmassnahmen und verschiedenen Apfelunterlagen gestartet, um mögliche Strategien gegen Nachbauprobleme im Apfelanbau zu erarbeiten. Eine Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinstituten wird angestrebt, um den Ursachenkomplex zu untersuchen.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.