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Besuch im Museum Alpin
Am Montag dem 29.03.2021 durften wir die Sonderausstellung zur Pontresiner Familie Schocher im Museum Alpin anschauen. Im schönen Engadinerhaus habe ich viel über die Generationen und Tätigkeiten der Familie Schocher erfahren. Es wurde viel Bildmaterial präsentiert und Fotoapparate ausgestellt, aus den verschiedensten Epochen der Fotografie.
Wir haben erfahren, dass Martin Schocher am 6. Oktober 1850 in Thalkirch (Safiental) geboren wurde. Im Engadin führte er den Beruf Bergführer und Gemsjäger aus. Im Engadiner Alpinismus wurde er als Pionier durch 19 Erstbesteigungen bekannt. Sehr beeindruckend in seiner Biographie ist, dass er den Piz Bernina sage und schreibe 234 Mal bestiegen hat. In den letzten Lebensjahren verdiente er seinen Unterhalt mit einem Sportgeschäft.
Zu der Familie Schocher gehört natürlich auch sein Sohn Bartholome Schocher. Bartholome verdiente sein Geld mit einem Fotogeschäft, was die Anwesenheit der vielen alten Kameras in der Ausstellung erklärt. Unter anderem machte er Tierbilder und Filme. Die erste Fotokamera war von der Marke Leica. Heute undenkbar, war die erste Filmkamera von damals mit einer Filmplatte von 160 mm ausgestattet. Der erste Film hiess "Wundernästleins Blumenfahrt" und erschien im Jahr 1938. Der Film "Terra Grischuna" wurde von Remingo Nussio musikalisch begleitet. Den Film "Terra Helvetica" drehte er aus Anlass 100 Jahre Schweizer Verfassung 1848-1948. Ausserdem entstand im Jahre 1958 durch seine Aktivitäten das erste Kino in Pontresina. Sehr schade an seinem cinéastischen Nachlass ist aber, dass das Filmmaterial kaum mehr gezeigt werden kann, weil es nicht vertont und das Material brüchig ist.
Über Christian Schocher haben wir erfahren, dass er 75 Jahre alt ist, vier Kinder hat, die Mirjam, Nathan, Jonas und Ramon heissen. Das Kino übernahm er 1968 von seinem Vater. Sein Sohn Nathan komponierte mehrmals die Klaviermusik zu den Filmen. 2013 bekam er an den Solothurner Filmtagen eine Auszeichnung.
Ursula Schocher führte seit 1969 das Fotogeschäft ihrer Eltern. Danach wurde es 2017 in eine Buchhandlung umgestaltet, die heute Papeterie Schocher heisst.
Dies und noch viel mehr haben wir über die Familie Schocher erfahren. Am Schluss durften wir sogar noch alle Räume und ständigen Exponate des Museums anschauen. Es war interessant zu sehen, wie die Menschen früher gelebt hatten. Alles ist eine Nummer kleiner als heutzutage. Sehr schön habe ich auch die Kristall-Ausstellung, in der es nur so geblitzt und gefunkelt hat, gefunden. Vesna, 2. Sek.