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Zusammenfassung
Seit Anfang November 2020 haben sich die Fallzahlen in der Schweiz knapp drei mal halbiert, und die 14-Tages Inzidenz pro 100’000 Einwohner ist von etwa 1250 auf etwa 170 gesunken. Über die ganze Schweiz zeigte die SARS-CoV-2-Epidemie in den letzten Wochen einen leicht rückläufigen Verlauf der in den letzten Tagen gestoppt wurde.
Die absolute Anzahl gemeldeter Fälle setzt sich zusammen aus zwei Typen von SARS-CoV-Viren mit gegenläufigen Tendenzen. Die Infektionen mit den bislang dominierenden Typen nehmen kontinuierlich ab. Im Gegensatz dazu haben die Ansteckungen mit der ansteckenderen Variante B.1.1.7 im Januar stetig zugenommen. Der Anstieg wurde in den letzten Wochen abgebremst. Man erwartet, dass B.1.1.7 bald die Mehrheit aller Infektionen ausmachen wird in der Schweiz.
Wenn B.1.1.7 in der Schweiz dominant wird, sind erwartungsgemäss grössere Anstrengungen notwendig, um die Anzahl Infektionen weiter zu reduzieren und ein Anwachsen der Fallzahlen zu verhindern. Wenn die Kontakte zwischen Menschen und die Mobilität wieder zunehmen als Folge der Lockerung von Eindämmungsmassnahmen, vergrössert sich das Risiko eines erneuten Anstiegs der Infektionen und damit auch von Erkrankungen und Todesfälle zusätzlich.
Um dieses Risiko zu verkleinern, bietet es sich an, Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen schrittweise und vorsichtig durchzuführen und weitere Massnahmen-Stufen von der jeweiligen Einschätzung der epidemiologischen Situation abhängig zu machen. Ein solches Vorgehen reduziert das Risiko eines Jojo-Effekts – dass ein plötzlicher Anstieg der Infektionen und die Aussicht auf eine darauf folgende Zunahme der Hospitalisationen wieder das Einsetzen von strengen Massnahmen erfordern. Die Verhinderung eines Jojo-Effekts würde auch der Wirtschaft zugute kommen.
Die schnellstmögliche Verabreichung der Impfung an alle Menschen in der Schweiz, die das wünschen, hat höchste Priorität. Jeder Tag, an dem die allgemeine Impfkampagne früher abgeschlossen werden kann, erlaubt die frühere Lockerung von kostspieligen Eindämmungsmassnahmen und verringert die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden.
Wirkungsvolles TTIQ leistet einen entscheidenden Beitrag zur Infektionskontrolle. Konsequentes Testen von symptomatischen Menschen sowie breites und intensives Testen von asymptomatischen Menschen mit engem Personenkontakt und potentiellen Infektionsrisiken deckt Ansteckungen auf und erlaubt das Unterbrechen von Übertragungsketten. Wenn alle Kantone sicherstellen, dass sie über die Ressourcen und Mittel verfügen, um Indexfälle und deren Kontakte effektiv, zeitnah und gründlich zu verfolgen, sowohl innerhalb der Kantone als auch kantonsübergreifend, bevor sie Massnahmen freigeben, würde das Risiko eines erneuten Zusammenbruchs von TTIQ verringert. Die generelle Anwendung von Leistungsindikatoren bietet sich an, um TTIQ als Gesamtprozess zu evaluieren und verbessern.
Einen wichtigen Beitrag spielt auch die Infektionskontrolle auf individueller Ebene. Mögliche Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen bedeuten, dass die Mobilität und die Anzahl Kontakte zwischen Menschen wieder zunehmen. In dieser Situation sind individuelle Anstrengungen zur Infektionskontrolle von grosser Wichtigkeit. Es ist deshalb wichtig, die Bevölkerung in diesen Anstrengungen unterstützen mit konkreten Informationen, die direkt umgesetzt werden können.
1. Epidemiologische Lage
1.1 Dynamik
In der Schweiz zirkulieren verschiedene Stämme von SARS-CoV-21. Die allgemeinen epidemiologischen Parameter – Fallzahlen, Hospitalisationen und Todesfälle – geben eine Gesamtsicht, ohne zwischen einzelnen Stämmen zu unterscheiden.
Über die ganze Schweiz zeigte die SARS-CoV-2-Epidemie in den letzten Wochen einen leicht rückläufigen Verlauf der in den letzten Tagen gestoppt wurde. Für Anfang Februar war die Reproduktionszahl basierend auf den bestätigten Fällen schweizweit und in allen Grossregionen mit Ausnahme Tessin signifikant unter 1. In den neuesten Schätzungen der Reproduktionszahl – welche das Infektionsgeschehen vom 16.2. widerspiegeln – schliesst das Unsicherheitsinterval für die Schweiz und alle Grossregionen die 1 ein. Der 7-Tageschnitt der schweizweiten Reproduktionszahl ist bei 1.00 [0.86-1.14].
Tagesbasierte Schätzungen der effektiven Reproduktionszahl Re fuer die Schweiz betragen2:
- 1,01 (95% Unsicherheitsintervall, UI: 0,86-1,17) aufgrund der bestätigten Fälle, per 16.02.2021.
- 0,81 (95% UI: 0,62-0,99) aufgrund der Hospitalisationen, per 11.02.2021. Zum Vergleich aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 0,95 (95% UI: 0,84-1,07) geschätzt.
- 0,66 (95% UI: 0,41-0,97) aufgrund der Todesfälle, per 04.02.2021. Zum Vergleich aufgrund der Hospitalisationen wird Re für den selben Tag auf 0,86 (95% UI: 0,7-1,02) geschätzt. Aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 0,84 (95% UI: 0,73-0,95) geschätzt.
Wegen Meldeverzögerungen und Fluktuationen in den Daten könnten die Schätzwerte nachkorrigiert werden. Wir weisen darauf hin dass die Re Werte das Infektionsgeschehen vor mind. 10 Tagen (für Fallzahlen) bis 23 Tage (für Todesfälle) widerspiegelt aufgrund der Verzögerung von Infektion und Eintreten eines Ereignisses.
Die Analyse wird gestützt durch die beobachteten Verdopplungs- bzw. Halbwertszeiten der bestätigten Fälle, Hospitalisationen und Todesfälle über die letzten 14 Tage3. Die bestätigten Fälle änderten sich um 2% (UI: 13% bis -8%) pro Woche, die Hospitalisationen um -14% (UI: 2% bis -28%) und die Todesfälle um -41% (UI: -22% bis -55%). Diese Werte spiegeln das Infektionsgeschehen vor mehreren Wochen wider.
1.2 Absolute Zahlen
Die kumulierte Anzahl der bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage liegt bei 168 pro 100’000 Einwohner. Die Positivität liegt bei 5.1% (Stand 23.02.2021; das ist der letzte Tag für welchen nur noch wenige Nachmeldungen erwartet werden).
Die Anzahl der COVID-19-Patienten auf Intensivstationen lag über die letzten 14 Tage im Bereich von 188-2334 Personen (die Änderung war -10% (UI: -4% bis -16%) pro Woche).
Die Zahl der täglichen Todesfälle über die letzten 14 Tage war zwischen 7 und 205. Seit dem 1. Oktober 2020 weist das Bundesamt für Gesundheit 7’446 laborbestätigte Todesfälle aus. Die Kantone meldeten in dieser Zeit 8’022 Todesfälle6. Die Sterblichkeitsstatistik vom Bundesamt für Statistik zeigt zwischen Kalenderwoche 43 im Jahr 2020 und Kalenderwoche 3 im Jahr 2021 eine Übersterblichkeit in der Altersgruppe 65 Jahre und älter7. Insgesamt sind rund 8’400 zusätzliche Todesfälle in diesem Zeitraum im Vergleich zu Vorjahren verzeichnet. Seitdem wurde keine Übersterblichkeit mehr beobachtet.
Aufschlussreich ist auch ein Vergleich der aktuellen Situation mit den bisherigen Höchst- und Tiefstwerten der Fallzahlen in der Schweiz in der aktuellen Pandemie. Die aktuelle 14-Tage Inzidenz pro 100’000 Einwohner von 168 liegt weniger als drei Verdopplungen (d.h weniger als ein Faktor 8) unterhalb des bisherigen Maximums von etwa 1250 Anfang November 2020. Auf der anderen Seite liegt die aktuelle 14-Tage Inzidenz pro 100’000 Einwohner von 176 etwa sechs Verdopplungen (d.h. etwa ein Faktor 64) oberhalb des bisherigen Minimums von etwa 2.6 im Juni 2020. Das heisst, dass sich die Fallzahlen zwischen Juni und November 2020 etwa neun mal verdoppelt haben, und dass drei dieser neun Verdopplungen bislang wieder rückgängig gemacht wurden.
1.3 Neue Variante
Der relative Anteil der B.1.1.7 Variante an allen Infektionen in der Schweiz nahm seit dem ersten Nachweis kontinuierlich zu. In der Schweiz sind die ursprünglich in Grossbritannien und Südafrika beschriebenen Varianten B.1.1.7 und B.1.351 erstmals in Kalenderwoche 51 des Jahres 2020 identifiziert worden. Die ursprünglich in Brasilien beschriebene P.1 Variante wurde erstmals in Kalenderwoche 6 des Jahres 2021 in der Schweiz identifiziert. Epidemiologische Analysen und Daten aus der Kontaktverfolgung weisen darauf hin, dass die B.1.1.7 Variante eine höhere Übertragungsrate hat als die bislang bekannten Stämme von SARS-CoV-28. Der Anteil von B.1.1.7 an allen Infektionen nahm seit dem ersten Nachweis kontinuierlich zu. In Kalenderwoche 7, 2021 (ab dem 15.02.2021) wurde die Häufigkeit von B.1.1.7 in der Schweiz auf etwa 40% geschätzt (95%-UI 35% bis 45%; ausstehende Sequenzierresultate aus dieser Woche können die Zahlen noch nachkorrigieren; die Abschätzungen reflektieren das Infektionsgeschehen etwa 10 Tage früher9). In Genf ist diese Variante schon deutlich weiter verbreitet10.
Die absolute Anzahl von Infektionen mit B.1.1.7 in der Schweiz hat auch kontinuierlich zugenommen seit Anfang Januar 2021 (abgeschätzt auf Grund von Hochrechnungen, Abbildung 1). Eine höhere Übertragungsrate führt dazu, dass stärkere Anstrengungen nötig sind, um eine weitere Reduktion der Fallzahlen zu erreichen und einen erneuten Anstieg zu verhindern. In diesem Kontext ist es positiv zu sehen, dass es in der Genferseeregion (wo der Anteil von B.1.1.7 im Moment höher ist als in anderen Regionen) bislang die Fallzahlen nicht angestiegen sind.
Ab Anfang Februar ist in Abbildung 1 auch eine Reduktion der tatsächlichen Fallzahlen gegenüber dem einfachen numerischen Modell zu beobachten; eine plausible Möglichkeit ist, dass das auf die am 18. Januar eingeführten Massnahmen zurückzuführen ist. Aber die Dominanz von B.1.1.7 führt zu einem Risiko eines plötzlichen erneuten Anstiegs der Anzahl Infektionen, vor allem auch wenn Kontakte und Mobilität zunehmen als Folge von Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen.
Abbildung 1: Änderung der absoluten Anzahl einer Variante mit erhöhter Transmission – Vergleich eines einfachen Szenarios mit Daten von B.1.1.7 aus der Schweiz. Die dunklen Flächen zeigen die Fallzahlen von B.1.1.7 (blau, mit gelber Linie nach oben abgegrenzt) und allen übrigen Stämmen (grün). Die hellen Flächen zeigen die Zahlen aus einem einfachen Modell (Details 11). Die grünen Flächen schliessen dabei an die blauen Flächen an. Die dunkle rote Linie zeigt die Gesamtfallzahlen basierend auf den Daten des BAG. Dies ist die Summe der Fallzahlen mit den alten und der neuer Variante. Die helle rote Linie ist die Summe der Fallzahlen mit alten und der neuer Variante aus dem Modell. Das einfache Modell zeigt die Dynamik einer neuen Variante (blau) zusammen mit alten Varianten (grün) in einer Situation, in der der R-Wert für die alte Variante konstant 0.84 beträgt (entsprechend dem in der ersten Januarwoche in der Schweiz beobachteten Wert). In diesem einfachen Modell hat die neue Variante einen Transmissionsvorteil von 50%. Das einfache numerische Modell macht eine Reihe von vereinfachenden Annahmen. Es soll nicht als Prognose der tatsächlichen Entwicklung der Infektionen in der Schweiz interpretiert werden. Das einfache Modell basiert auf einer Einschätzung von Anfang Januar 2021. Der Modell-Teil berücksichtigt daher insbesondere Massnahmenentscheide vom 18.1.2021, Immunisierung durch Impfung oder kürzlich durchgemachte Infektion nicht. Stattdessen soll dieses Modell aufzeigen, in wieweit es gelingt, die Dynamik von Anfang Januar zu bremsen.
2.Überlegungen zur Lockerung der Massnahmen in Kombination mit der Impfkampagne
Es wird erwartet, dass die COVID-19-Impfstoffe einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Belastung durch die SARS-CoV-2-Pandemie leisten werden. Der Rollout der Impfstoffe wirft wichtige Fragen auf: Wann und wie können Eindämmungsmassnahmen aufgehoben werden? Welche COVID-19-Strategie ist am besten geeignet, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung in der Schweiz, die persönlichen Freiheiten und die Wirtschaft zu schützen?
2.1. Mehrere Faktoren beeinflussen den Verlauf der SARS-CoV-2 Epidemie
Bei der Diskussion um COVID-19 Strategien für die kommenden Monate ist wichtig zu beachten, dass mehrere Faktoren den Verlauf der SARS-CoV-2 Situation in der Schweiz beeinflussen, und dass eine COVID-19 Strategie daher alle diese Faktoren berücksichtigen sollte.
- Massnahmen, die Kontakte und Mobilität reduzieren. Eine Reihe von Studien zeigt, dass Kombinationen von Eindämmungsmassnahmen zu grossen Reduktionen von Infektionen führen können. Der Effekt von Massnahmen basiert auf einer Reduzierung von Kontakten und Mobilität. Den genauen Beitrag einzelner Maßnahmen zu bestimmen ist schwierig, da typischerweise eine Reihe verschiedener Maßnahmen gleichzeitig angewendet wird und die Massnahmen sich gegenseitig beeinflussen. Eine Fülle von Studien hat jedoch wichtige Risikofaktoren für die SARS-CoV-2-Übertragung identifiziert und damit eine wissenschaftliche Grundlage für effektive Eindämmungsmassnahmen geschaffen12.
- Einhaltung der Massnahmen durch die Bevölkerung und Schutz von sich selbst und anderen. Die Wirkung von Massnahmen hängt entscheidend davon ab, ob und wie stark sie von der Bevölkerung befolgt werden – also von Adherence und Compliance. Ein weiterer kritischer Faktor für die Reduktion schwerer COVID-19-Verläufe und Todesfälle ist der Schutz gefährdeter Gruppen und die Unterstützung eines verstärkten Bewusstseins für die Übertragungsrisiken und des Eigenschutzes (d. h. Schutz durch Abschirmung, zusätzlich zum Schutz durch die Impfung). Dieser Schutz darf nicht zur Isolation oder zur Einschränkung von Rechten führen. Jede Massnahme, die die Adherence und Compliance sowie die Fähigkeit des Einzelnen, Infektionen durch Verringerung der potenziellen Exposition zu verhindern und sich selbst zu schützen, erhöhen kann, wird zu einer Verringerung von Infektionen, Hospitalisationen und Todesfällen führen. Zum Beispiel zeigen Daten aus Grossbritannien, dass die Selbstisolierung von Personen nach einem positiven Test oder Symptomen zu einer erheblichen Reduktion der Ansteckungen führt, im Bereich von 16% bis 28% (Link). Allerdings sind die Möglichkeiten, sich an Maßnahmen zu halten, nicht gleichmäßig über die Bevölkerung verteilt. Gruppen, die aus beruflichen oder wirtschaftlichen Gründen grössere Hindernisse bei der Umsetzung von Maßnahmen haben werden, bedürfen einer besonderen Berücksichtigung.
- Effektives Testen, Kontaktverfolgung, Isolation und Quarantäne. TTIQ (Testen, Kontaktverfolgung, Isolation und Quarantäne), als Paket, kann zu einer deutlichen Reduktion der Infektionszahlen führen und entscheidend dazu beitragen, einen durch eine Lockerung der Massnahmen zu erwartenden Anstieg der Kontaktzahlen zu kompensieren. In Grossbritannien führte der kombinierte Effekt aller TTIQ-Maßnahmen schätzungsweise zu einer 18% bis 33% Reduzierung von Re13, und einige andere Länder beobachten sogar noch größere Effekte14. TTIQ hat ein hervorragendes Nutzen-Kosten-Verhältnis 15. Jüngste Fortschritte in der Testtechnologie bieten die Möglichkeit, mehr Personen (auch asymptomatische Personen) häufiger zu testen und dadurch mehr infizierte Personen zu identifizieren und eine Übertragung zu verhindern. Zusammen mit neuen Ansätzen in der Kontaktverfolgung, einschließlich digitaler Ansätze, die skaliert werden können, kann dies einen erheblichen Einfluss auf die Reduzierung der Übertragung haben. So hat die COVID-19-App in Großbritannien seit September 2020 schätzungsweise rund 600’000 Infektionen verhindert (in einer Bevölkerung, die etwa achtmal größer ist als die der Schweiz16. Daten aus der Schweiz zeigen auf, dass die Wirksamkeit von TTIQ im Herbst 2020 zusammenbrach, da die Fallzahlen die Kapazitäten der Kantone überstieg17. Eine Bestätigung aller Kantone, dass sie über die Ressourcen und Mittel verfügen, um Indexfälle und deren Kontakte effektiv, zeitnah und gründlich zu verfolgen, sowohl innerhalb der Kantone als auch kantonsübergreifend, bevor sie Massnahmen freigeben, würde das Risiko eines erneuten Zusammenbruchs von TTIQ verringern. Grosses Potential gibt es auch in der Erweiterung des Testens. Der mobile Teil der Bevölkerung – Menschen, die an Arbeits- oder Ausbildungsplätze pendeln – hat mehr Kontakt mit anderen Personen und deshalb ein grösseres Infektionsrisiko. Regelmässiges und breites Testen dieses mobilen Teils kann deshalb einen wichtigen Beitrag liefern zur Detektion von Infektionen und Verhinderung von Ansteckungen. Parallel dazu können neue Testverfahren den Zugang zum Testen weiter vereinfachen, zum Beispiel neue Möglichkeiten zum Selbsttesten. Das kann potentiell einen zusätzlichen wichtigen Beitrag liefern zur Detektion von Infektionen und Verhinderung von Übertragungen. Wichtig bei solchen Initiativen ist, dass das Monitoring weiterhin sichergestellt wird – dass kontinuierlich Informationen über die Verbreitung von SARS-CoV-2 gesammelt und analysiert werden und die Häufigkeit verschiedener Varianten analysiert wird.
- Impfung. Impfstoffe können zwei wesentliche Effekte haben: Sie können den Schweregrad des Verlaufs einer Infektion und damit die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung, von Langzeitfolgen und Tod verringern. Und sie können potenziell die Übertragungswahrscheinlichkeit verringern – die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person infiziert wird und andere anstecken kann. Die beiden derzeit in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe (von Moderna und BioNTec/Pfizer) führen nachweislich zu einer starken Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung und der Sterblichkeit (basierend auf den Resultaten der klinischen Studien und18. Auswirkungen auf die Übertragung sind noch nicht systematisch quantifiziert worden, aber vorläufige Ergebnisse aus Israel deuten darauf hin, dass der BioNTec/Pfizer zu einer deutlichen Reduzierung der Übertragungen führt, im Bereich von 90 % 19.
2.2. Bei mehreren dieser Faktoren, die die Epidemie beeinflussen, besteht derzeit eine erhebliche Unsicherheit
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass wichtige Faktoren mit wissenschaftlicher Unsicherheit behaftet sind:
Eigenschaften der neuen SARS-CoV-2 Varianten. Der weitere Verlauf der Pandemie hängt stark davon ab, welche Eigenschaften die bislang identifizierten wie auch potentiell zukünftig auftretende SARS-CoV-2 Varianten haben im Bezug auf
- Übertragungsrate
- Schweregrad der Erkrankung für verschiedene Teile der Bevölkerung
- Wirkung der Immunität nach durchmachter Ansteckung oder Impfung mit verschiedenen Impfstoffen.
Auswirkungen von Impfstoffen auf den Schweregrad der Erkrankung, die Wahrscheinlichkeit von Langzeitfolgen (long COVID) und die Übertragung. Die Wirkung der Impfkampagne hängt wesentlich von der Wirkung der Impfung auf folgende Parameter ab:
- Schutz vor symptomatische Erkrankung, schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle.
- Reduktion der Übertragung von SARS-CoV-2.
- Einfluss auf Langzeitfolgen (Long COVID)
- Wirkung gegen verschiedene SARS-CoV-2 Varianten
Während klinische Studien Information über den ersten Punkt liefern, beruhen Abschätzungen über die anderen Punkte auf Beobachtungen aus laufenden Impfkampagnen (zum Beispiel 20. Diese Faktoren können alle einen grossen Einfluss haben auf den Verlauf der Epidemie und auf die gesundheitlichen Folgen von COVID-19 in einer zunehmend geimpften Bevölkerung.
TTIQ-Kapaziät. TTIQ kann einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Ansteckungen leisten. Dieser Beitrag hängt davon ab, ob TTIQ genug Kapazität hat und schnell genug ist. Die Wirkung von TTIQ kann anhand von Leistungskennzahlen (“key performance indicators”) abgeschätzt werden. Beispiele für Leistungskennzahlen von TTIQ sind:
- Wird genug getestet? Mögliche Leistungskennzahl: die Positivitätsrate ist kleiner als 5%.
- Wird ein grosser Teil der potentiell infizierten Personen schnell isoliert? Mögliche Leistungskennzahl: 80% der potentiell infizierten Personen isolieren sich bis zum Vorliegen des Testergebnis.
- Ist die Kontaktverfolgung schnell genug? Mögliche Leistungskennzahl: 90% der Kontakte können innerhalb von 24h nach Identifizierung des Indexfalls kontaktiert werden.
- Wie schnell werden positiv getesteten Personen der Code für SwissCOVID geliefert?
- Wird die Quarantäne schnell eingeleitet? Mögliche Leistungskennzahl: 80% aller positiv getesteten Personen sind bereits in Quarantäne im Moment wo das positive Testergebnis vorliegt.
Bislang sind die Informationen über die Leistungsindikatoren noch nicht verfügbar, und es ist deshalb noch nicht möglich, den Beitrag von TTIQ an der Epidemiekontrolle gut abzuschätzen.
Compliance, Adherence und individuelle Infektionsprävention. Die Übertragungsrate von SARS-CoV-2 hängt stark vom Verhalten des Einzelnen ab – Distanzhalten, Hygiene, Maskentragen, regelmässiges Lüften und andere individuelle Verhaltenssmassnahmen hat sich seit Juli 2020 substantiell geändert und hat insgesamt deutlich zugenommen 21. Es gibt grosse wissenschaftliche Unsicherheit darüber, wie sich Compliance und Adherence in der Bevölkerung entwickeln werden.
Aufgrund dieser wissenschaftlichen Unsicherheiten in allen relevanten Faktoren ist es nicht möglich, genau vorherzusagen, wie sich die Epidemie entwickeln wird, wenn Maßnahmen gelockert werden. Dieser Umstand sollte berücksichtigt werden beim Entwickeln von Strategien (siehe Abschnitt 2.4).
2.3. Entscheidungen über COVID-19-Strategien hängen von den Zielen ab
COVID-19-Strategien streben nach einer Balance zwischen der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Bevölkerung in der Schweiz, den persönlichen Freiheiten und der Wirtschaft. Wie diese Balance erreicht werden kann, hängt von den konkreten Zielen ab, die verfolgt werden. Darüber hinaus können die politischen Entscheidungsträger auch Randbedingungen definieren, die nicht verletzt werden sollen. Diese Ziele und Randbedingungen zu definieren, ist eine gesellschaftliche und politische Aufgabe. Die Beschlüsse, die der Bundesrat am 17.2.2021 und 24.2.2101 kommuniziert hat, definieren implizit Ziele und Randbedingungen zumindest für die nähere Zukunft, nämlich einen weiteren Anstieg der Übertragung zu verhindern und damit auch eine Überlastung des Schweizer Gesundheitssystems zu vermeiden (Link). Mit der Aussicht auf eine deutliche Verbesserung der Situation durch die Impfung können weitere Ziele und Randbedingungen definiert werden.
Mögliche Ziele und Randbedingungen sind:
- Verhinderung einer Überlastung des Gesundheitssystems: Die vom Bundesrat am 17.2.2021 kommunizierten Bedingungen für die Lockerung von Massnahmen (Details) entsprechen dem Ziel, eine Überlastung des Gesundheitssystems durch eine hohe Anzahl von Hospitalisierungen oder Auslastung der Intensivstationen zu vermeiden (siehe auch 22).
- Minimierung der gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 auf die Bevölkerung: Im Sommer 2020 lag die 7-Tage-Inzidenz der COVID-19-Todesfälle von Ende Mai bis Anfang September unter 1 Todesfall pro Tag. Ein mögliches Ziel wäre also, erneut ähnlich niedrige gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung wie im letzten Sommer anzustreben. Drei Faktoren würden das Erreichen diese Ziels erleichtern im Vergleich zu letztem Sommer: die Verfügbarkeit von Tests und besseren TTIQ, die Einführung der Impfstoffe und insbesondere die Impfung der am stärksten gefährdeten Gruppe von Bewohnern von Altenheimen sowie die Verfügbarkeit von Masken. Ein Faktor würde dies erschweren, nämlich der hohe Anteil an VOCs.
- Die Zahl der Infektionen niedrig genug halten, um ein gut funktionierendes TTIQ-System zu gewährleisten: Gezielte Massnahmen wie TTIQ haben ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis 23, und sie sind am effektivsten, wenn die Fallzahlen niedrig sind.
Das Verhindern eines erneuten Anstiegs der Epidemie in der Schweiz bedeutet auch, dass die Menschen in der Schweiz die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, bevor sie einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt werden. Die Möglichkeiten, sich selber vor einer Ansteckung zu schützen, hängt stark von der beruflichen und privaten Situation ab. Wenn ein Anstieg der Epidemie verhindert wird, dann gibt das allen Menschen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen bevor sie einem grossen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, unabhängig von ihrer Situation.
Bei der Setzung dieser Ziele spielen natürlich nicht nur gesundheitliche Aspekte eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche. Daten und Erfahrungen aus dem bisherigen Verlauf der Pandemie zeigen auf, dass tiefere Fallzahlen tendenziell mit geringeren Einbussen für Wirtschaft und Gesellschaft verbunden sind, weil bei tiefen Fallzahlen gerichtete Massnahmen wie TTIQ wirkungsvoller sind 24.
Natürlich spielen bei der Festlegung dieser Ziele nicht nur gesundheitliche Aspekte eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche. Manche epidemiologische Ziele könnten zu hohe wirtschaftliche und soziale Kosten verursachen. Es ist aber auch kostspielig, durch die Pandemie gezwungen zu werden, Lockerungsmassnahmen zurückzunehmen. Weil niedrige Fallzahlen gezielte Massnahmen wie TTIQ effektiver machen, wird das Risiko eines Jo-Jo-Effekts reduziert.
2.4. Allgemeine Überlegungen zur Lockerung von Massnahmen
Es ist wichtig, ein kohärentes Narrativ zu liefern, einschliesslich der Gründe, auf denen zukünftige Entscheidungen beruhen werden. Ein solches Narrativ bietet der Bevölkerung und Unternehmen eine Perspektive und erhöht potenziell die Einhaltung der Maßnahmen. Allerdings ist es wegen den oben aufgeführten Unsicherheiten in der Entwicklung wichtig, schrittweise Entscheidungen auf einer Beurteilung der epidemiologischen Situation abzustützen.
Eine starke Lockerung der Maßnahmen jetzt – im März 2021 – wäre mit einem hohen Risiko eines erneuten Anstiegs der Zahl von Infektionen, Hospitalisationen und Todesfällen verbunden. Der Anteil der Bevölkerung, der vollständig geimpft ist (ca. 2,5% am 26. Februar 2021) oder eine gewisse Immunität als Folge einer früheren Infektion besitzt, ist noch nicht hoch genug, um die Epidemie in der Schweiz merklich zu beeinflussen. Während die Zahl der Infektionen derzeit rückläufig ist, wäre bei einem deutlichen Anstieg der Zahl der Kontakte und der Mobilität infolge einer Lockerung der Maßnahmen mit einem Anstieg der Infektionen und dann auch mit einem Anstieg der Hospitalisationen und Todesfällen zu rechnen. Die Verbreitung der Variante B.1.1.7. stellt einen zusätzlichen Risikofaktor für eine erhöhte Übertragung dar. In Großbritannien und Irland war die Lockerung von Maßnahmen zu dem Zeitpunkt, als B.1.1.7 zunehmend war oder dominant wurde, mit einem schnellen und sehr starken Anstieg der Infektionen verbunden (Abbildung 2). Dies deutet darauf hin, dass eine schnelle Lockerung von Maßnahmen das Risiko eines erneuten, möglicherweise starken Anstiegs der Infektionszahlen birgt.
Abbildung 2: Die Lockerung der Maßnahmen am 2. Dez. 2020 in Großbritannien (oben) und Irland (unten)erfolgte zu einem Zeitpunkt, als B.1.1.7 dominant (Grossbritannien) oder zunehmend (Irland) war, und wurde von einem raschen, markanten Anstieg der Neuinfektionen gefolgt. Die Lockerungen sind in einer Reduktion des Oxford Stringency Index (unterer Teil beider Figuren) ersichtlich und gelb markiert. Der zeitliche Zusammenhang begründet keine Kausalität, aber er liefert einen Kontext für die Planung von Lockerungsstrategien in anderen Ländern. Die Situation in der Schweiz Ende Februar 2021 ist bezüglich der Häufigkeit von B.1.1.7 ähnlich wie die in Großbritannien Anfang Dezember 2020. Eine starke Lockerung der Maßnahmen birgt also potentiell das Risiko eines raschen Anstiegs der Anzahl von Infektionen, die durch die Variante B.1.1.7 verursacht werden
Schrittweise Lockerungen sind sicherer. Wie oben erwähnt, besteht bei großen Lockerungsschritten die Gefahr eines Anstiegs der Infektionszahlen und damit möglicherweise die Notwendigkeit der Wiedereinführung von Maßnahmen. Eine schrittweise Lockerung reduziert das Risiko eines solchen Jo-Jo-Effekts. Zudem passt eine schrittweise Lockerung auch zur sich kontinuierlich verbessernden Situation in der Schweiz: Steigende Durchimpfungsraten zusammen mit wärmeren Temperaturen mit dem Ende des Winters bedeuten, dass sich die Situation in den kommenden Monaten weiter verbessern wird, was sukzessive mehr Potenzial für Lockerungen bedeutet. Ein Intervall von etwa vier Wochen zwischen aufeinanderfolgenden Lockerungsschritten erlaubt es, die Folgen des letzten Schrittes zu erkennen, bevor eine Entscheidung über den nächsten Lockerungsschritt getroffen wird. Dies erlaubt auch, rechtzeitig zu reagieren, wenn sich herausstellt, dass die Infektionen zu einem Zeitpunkt wieder zunehmen, an dem viele Menschen noch keine Gelegenheit hatten, sich impfen zu lassen.
Es ist sicherer, Entscheidungen auf kontinuierlich gesammelte Daten zu stützen, als im Voraus einen festen Zeitplan zu definieren. Das liegt an den großen Unsicherheiten bei einigen der wichtigsten Faktoren, die die Epidemie beeinflussen (siehe Abschnitt 2.2). Wichtige Daten für die Entscheidungsfindung sind u. a. Inzidenz, Rate des Rückgangs bzw. des Wachstums der Fallzahlen, die Situation im Gesundheitssystem und die Kapazität der TTIQ. Die datenbasierte Entscheidungsfindung darf nicht zu einer Perspektivlosigkeit für die Bevölkerung führen. Eine COVID-19 Strategie muss für die Bevölkerung und die Wirtschaft nachvollziehbar sein, um eine Perspektive zu bieten.
Die Aufrechterhaltung einer niedrigen Inzidenz macht es einfacher und sicherer, die Epidemie zu kontrollieren. Eine niedrige Inzidenz hat eine Reihe von Konsequenzen, die die Bewältigung der Epidemie einfacher und weniger kostspielig machen. Eine niedrige Inzidenz bedeutet eine geringe Belastung des Gesundheitssystems durch COVID-19 und damit eine geringe Krankheitslast und eine größere Sicherheitsmarge. Und eine niedrige Inzidenz erhöht die Effizienz von TTIQ, die ein hervorragendes Nutzen-Kosten-Verhältnis aufweist 25.
Eine Erhöhung von Mobilität und Kontakten nach Lockerungsschritten macht individuelle Anstrengungen zur Infektionskontrolle noch wichtiger. Sukzessive Lockerungschritte bedeuten, dass die Mobilität und die Anzahl Kontakte zwischen Menschen wieder zunehmen. In dieser Situation sind individuelle Anstrengungen zur Infektionskontrolle von grosser Wichtigkeit. Es ist deshalb wichtig, die Bevölkerung in diesen Anstrengungen zu unterstützen, auch mit konkreten Informationen, die direkt umgesetzt werden können.
Ein rasches Ausrollen der Impfung ist der zentrale Schritt zur Normalisierung. Die aktuellen Einschränkungen sind mit grossen Kosten für die Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft verbunden. So betragen zum Beispiel die wirtschaftlichen Kosten der aktuellen Einschränkungsmassnahmen in der Schweiz rund 100 Millionen Franken pro Tag. Möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen ist die wichtigste Massnahme zur Lösung dieser Situation.
- Neue Policy Briefs der ncs-tf
Bewertung alternativer Quarantäneregimes 26
Wir analysieren alternative Quarantäneregimes mit einer vorzeitigen Aufhebung der Quarantäne aufgrund von negativen Tests. Einige dieser Optionen würden die Ansteckungsgefahr leicht erhöhen. In der gegenwärtigen Situation sollten sie nur dann in Betracht gezogen werden, wenn zusätzliche Massnahmen die zu erwartenden Zunahme der Übertragungen kompensieren können.
Medikamente zur Behandlung von Covid-19 27
Wir aktualisieren die Bewertung von Arzneimitteltherapien zur Behandlung von COVID-19. Keine davon ist derzeit in der Lage, die Hospitalisierungsrate zu reduzieren oder den Krankheitsverlauf bei hospitalisierten Patienten zu beeinflussen.
Notwendigkeit einer nationalen Strategie für digitale Zertifikate 28
Bald werden sich neue Ansätze im Bereich der öffentlichen Gesundheit durchsetzen, um das wirtschaftliche und soziale Leben rasch wieder in Gang zu bringen und gleichzeitig die Risiken der SARS-CoV-2-Übertragung in Schach zu halten. Eine wichtige Rolle dürfte hier die Einführung von Zertifikaten spielen, in Papier- oder digitaler Form, zum Nachweis von kürzlich durchgeführten negativen RT-PCR-Tests, von neutralisierenden Antikörpern oder Impfungen. Solche Zertifikate müssen vertrauenswürdig sein und ihre Verwendung muss klar reguliert werden.
Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der Ungleichbehandlung von gegen Covid-19 Geimpften und Nicht-Geimpften 29
Das Erfordernis eines Impfzertifikates für bestimmte Tätigkeiten kann dazu beitragen, wichtige Ziele im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu erreichen, birgt aber auch gewisse Risiken. Entsprechende Regelungen sind sorgfältig zu erwägen und zu begründen.
Referenzen