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Die Kirche Boltigen, dem heiligen Mauritus gewidmet, wird erstmals im Bischofsverzeichnis von Lausanne aufgeführt (um 1280).
1510 entstand eine neue Kirche, welche wahrscheinlich eine ursprünglich kleinere ersetzte. 1675 ist ein Neubau entstanden. Es handelte sich wohl aber nur um einen Anbau. Als 1956, bei der Renovation des Kirchenschiffes, die Innenmauern abgedeckt wurden, kam die Naht zum Anbau deutlich in Erscheinung. Im Juli 1840 wurde die Kirche Boltigen ein Raub der Flammen. Der Brand zerstörte den Turm samt den Glocken, brannte das Innere der Kirche aus und vernichtete wertvolle und seltene Glasmalereien. Das Feuer griff auch auf das Pfarrhaus über und verbrannte den Dachstuhl, wobei einige Rödel und Urkunden zerstört wurden. Die Burger-Rödel sämtlicher Bäuerten wurden vernichtet. Darum musste der Burger-Rodel der Gemeinde, wie er sich heute im Archiv befindet, aus der Überlieferung neu erstellt werden. Er geht aber nur bis ca. in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Deshalb besteht heute für die Familienforschung in unserer Gemeinde eine empfindliche Lücke.
Die Kirche Boltigen steht unter dem Kantonalen und Eidgenössischen Denkmalschutz.
Der oben erwähnte Text beinhaltet nur einen kleinen Auszug aus der Geschichte der Kirche Boltigen. Weitere Informationen können sie aus der Zusammenfassung von Karl Stocker entnehmen; erhältlich im Tourismusbüro Boltigen.