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Die US-Justizbehörden haben im Zusammenhang mit den sogenannten «Panama Papers» Anklage gegen vier Verdächtige erhoben, darunter zwei deutsche Staatsbürger. Bei den Verdächtigen handle es sich um Angestellte und Kunden der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca.
In der Anklageschrift heisst es, zwei der Verdächtigen - ein 50-jähriger Mann aus Panama und ein 54-jähriger Deutscher - hätten Klienten der Kanzlei mit Briefkastenfirmen und Stiftungen dazu verholfen, ihr Vermögen und Einkommen vor den US-Behörden zu verstecken. Ihnen drohen bis zu 20 Jahren Haft.
Bei einem ihrer Kunden handle es sich um einen 81-jährigen Deutschen, der ebenfalls angeklagt wurde. Der vierte Verdächtige ist ein 74-jähriger US-Bürger.
Dabei soll Geld aus Straftaten auf Konten der Deutschen Bank transferiert worden sein, ohne dass das Institut Geldwäschereiverdachtsanzeigen erstattet hat.
200'000 Briefkastenfirmen
Im April 2016 hatte ein internationales Netzwerk von Journalisten, darunter auch der «Süddeutschen Zeitung», über rund 200'000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen parkiert haben sollen.
Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäscherei. Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca hatte im vergangenen März mitgeteilt, sie stelle ihren Betrieb ein.
(sda/mlo/mbü)