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Bild: George Seurat 1882, Bäuerinnen bei der Arbeit (zeno.org)
Ein Kaufmann aus Mexiko-Stadt wollte Freunde auf einer Hazienda besuchen. Es war eine mühsame Reise. Die Strassenverhältnisse waren schlecht und nur mit grösster Aufmerksamkeit liess sich ein Unfall vermeiden. Endlich kam der Kaufmann im Hochland in ein Dorf. Dort machte er Rast.
Ein Indio sass da vor seiner Hütte und war mit dem Flechten eines Korbes beschäftigt. Dem Kaufmann gefiel der Korb und er fragte nach dem Preis.
«50 Pesos, Senior», antwortete der Mann. Das war billig, und schon regte sich der Geschäftssinn des Kaufmanns. Er rechnete aus, dass solche Körbe mit viel Gewinn in der Hauptstadt zu verkaufen seien.
«Und was würden zwanzig Körbe kosten?», fragte er den Korbflechter.
«100 Pesos das Stück, Senior», war die Antwort.
«Aber wenn ich dir so viele abnehme, müsstest du doch billiger sein.»
«O nein, Senior, einen Korb zu machen, das ist Freude, Vergnügen, aber zwanzig Körbe zu machen, ist keine Freude, sondern viel, viel Arbeit.»
Anonymus
„Die Kartoffelesser“ (niederländisch „De Aardappeleters“) ist ein Gemälde Vincent van Goghs, das er im April 1885 gemalt hat. Es ist sein erstes großes Werk.
Vincent van Gogh schreibt dazu am 30. April 1885 in seinem Brief 404 an den Bruder Theo: „Gern hätte ich dir zu diesem Tag das Bild von den Kartoffelessern geschickt, doch obwohl es gut vorwärts geht, ist es doch noch nicht ganz fertig. Obschon ich das eigentliche Bild in verhältnismäßig kurzer Zeit gemalt haben werde, und zwar größtenteils aus dem Kopf, so hat es doch einen ganzen Winter Malen von Studienköpfen und Händen gekostet. […] Ich habe mich nämlich sehr bemüht, den Betrachter auf den Gedanken zu bringen, daß diese Leutchen, die bei ihrer Lampe Kartoffeln essen, mit denselben Händen, die in die Schüssel langen, auch selber die Erde umgegraben haben; das Bild spricht also von ihrer Hände Arbeit und davon, daß sie ihr Essen ehrlich verdient haben. Ich habe gewollt, daß es an eine ganz andere Lebensweise gemahnt als die unsere, die der Gebildeten. Ich möchte denn auch durchaus nicht, daß jeder es gleich schön oder gut fände.“
Bild: wiki