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Morgen wirds knapp
Die Geschichte. Die Kombination gibt es im Prinzip seit den Anfängen des Skisports - damals wurden die Zeiten vom Spezial-Slalom und Spezial-Abfahrt zusammengezählt. Bereits bei der zweiten Alpinen WM 1932 in Cortina d’Ampezzo wurde der Wettbewerb ausgetragen, es gewann die Schweizerin Rösli Streiff. Mittlerweile besteht die Kombination aus einem eigens ausgetragenen Speedwettbewerb (in St. Moritz eine Abfahrt) und einem Slalomdurchgang.
Die Strecken in St. Moritz. Die Abfahrtsstrecke zeichnet sich aus durch viele Wellen und Geländeübergänge. Es ist daher wichtig für die Fahrerinnen, dass die Geschwindigkeit stimmt und dass der Schwung bis ins Ziel mitgenommen werden kann. In Anbetracht der unsicheren Wetterverhältnisse insb. wegen des Nebels, werden auch die Ersatz-Startorte vorbereitet. Der Slalomhang ist als angriffiger Hang zu bezeichnen, der von der Topologie grundsätzlich keine besonderen Schwierigkeiten bietet, er ist aber trotzdem anspruchsvoll und fair. Es werden knappe Ergebnisse erwartet.
Der Modus. Die Startreihenfolge für die Abfahrt ergibt sich aus der aktuellen Weltcup-Startliste: Die ersten 10 können eine ungerade Nummer zwischen 1 und 19 wählen, die Fahrerinnen auf den Plätzen 11 bis 20 bekommen eine gerade Nummer zwischen 2 und 20 zugelost. Die Athletinnen zwischen 21 und 30 erhalten eine Nummer zwischen 21 und 30 zugelost. Im Slalom starten die ersten 30 nach der Abfahrt in umgekehrter Reihenfolge. Bei einer WM dürfen auch die Fahrerinnen im Slalom starten, die in der Abfahrt nicht unter den besten 30 liegen.
Die Titelverteidigerin. Tina Maze (Slo) gewann 2015 vor Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser (beide Ö), Lara Gut (5.) war beste Schweizerin. Maze und Hosp sind inzwischen zurückgetreten.
Die Favoritinnen. Die letzten fünf Weltcuprennen in dieser Disziplin hatten fünf veschiedene Siegerinnen aus vier Ländern: Ilka Stuhec (Slo) Wendy Holdener (Sz), Marie-Michèle Gagnon (Ka), Lara Gut (Sz) und Anna Veith (Ö). Die einzige Siegerin, die in diesen fünf Rennen auch einen zweiten Platz erreichte, war Wendy Holdener - nehmen wir dies als Zeichen für ihre Favoritinnenrolle.