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Eintritt frei
Thomas Bernhards Roman über ein «künstlerisches Abendessen» löste bei seinem Erscheinen 1984 einen Skandal aus: der Komponist Gerhard Lampersberg glaubte sich in der Figur des Tonkünstlers Auersberger wiederzuerkennen, fühlte sich verunglimpft und reichte Klage wegen übler Nachrede und Beleidung ein. «Holzfällen» aber ist viel mehr als eine Abrechnung Bernhards mit einstigen Weggefährten. Wie kaum ein zweiter Text des Österreichers entblösst der unverschämte Monolog das deprimierende Verhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft und leuchtet die finsteren Abgründe menschlicher Beziehungen aus.
Alle, die den Roman gelesen haben, sind zur Diskussion herzlich eingeladen.
Sonja Osterwalder studierte in Wien und Zürich Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik, promovierte 2008 mit einer Studie über Detektivliteratur, arbeitet momentan an einem Projekt über C. F. Meyer und forscht über Realismus, Psychoanalyse und Kriminalliteratur.