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Was ist ein Reizdarm?
Diagnose Früher auch als «nervöser Darm» bezeichnet, äussert sich ein Reizdarm durch einige typische Symptome wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Blähbauch, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, die immer wieder, manchmal auch gleichzeitig, auftreten.
Tipps
Bewegung fördert die Verdauung. Joggen, Schwimmen, Yoga sind gleichermassen wirksam.
Bei Verstopfungen helfen die üblichen Durchfallmittel, wie zum Beispiel Laxanzien. Auch wasserlösliche Ballaststoffe wie Flohsamen können die Verdauung auf natürliche Weise unterstützen.
Bei (schmerzhaften) Blähungen helfen Schmerzmittel und medizinische Probiotika.
Von Durchfall betroffene Reizdarmpatienten bekommen Antidiarrhoika verschrieben, aber auch Schmerzmittel wie Spasmolytika, medizinische Probiotika und Ballaststoffe können die Symptome lindern. Auch einige pflanzliche Wirkstoffe können die Darmbewegung positiv beeinflussen und entzündliche Reaktionen hemmen.
Prinzipiell handelt es sich um eine Funktionsstörung...
...des Darms, von der Frauen in der Regel etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer und für die sich trotz ärztlicher Untersuchungen keine körperliche Ursache findet. Aus diesem Grunde hielt man den Reizdarm lange für eine psychische Erkrankung.
Dabei können viele Umstände an seiner Entstehung beteiligt sein, wie beispielsweise Infektionen, psychische Einflüsse wie Stress und Ärger oder aber Störungen des Darmnervensystems.
Früher auch als «nervöser Darm» bezeichnet, äussert sich ein Reizdarm durch einige typische Symptome wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Blähbauch, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, die immer wieder, manchmal auch gleichzeitig, auftreten.
Dass Mediziner es als «funktionelle Störung des Verdauungstraktes» definieren, für die trotz funktionaler Beeinträchtigung des Darms keine organischen Ursachen festgestellt werden können, war häufig der Grund, warum Betroffene für Simulanten gehalten wurden oder die Diagnose Reizdarm gestellt wurde.
Ein Teil der Betroffenen...
...leidet gelegentlich unter Blähungen und Bauchschmerzen, die die Lebensqualität kaum oder nur kurz belasten. Andere Menschen sind durch regelmässig auftretende Durchfälle dazu gezwungen, sich permanent in der Nähe einer Toilette aufzuhalten und auf Treffen und Unternehmungen ausserhalb der gewohnten Umgebung zu verzichten.
Doch dieser Rückzug aus dem sozialen Leben kann langfristig auch negative Auswirkungen auf Psyche und Körper haben. Denn Reizdarm tritt überwiegend bei chronischer Erschöpfung oder Depressionen auf.
Doch auch psychischer Stress wie Nervosität, Angst, Ärger oder Kummer können die Beschwerden eines Reizdarmsyndroms auslösen beziehungsweise verstärken.
Das bedeutet nicht, dass der Reizdarm eine psychische oder «eingebildete» Erkrankung ist, sondern vielmehr, dass es sich um ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren zu handeln scheint, die zu den Beschwerden führen.
Behauptungen, eine falsche Ernährung – wie ballaststoffarme Kost – sowie Alkohol- und Nikotinkonsum könnten ein Reizdarmsyndrom verursachen, konnten bislang zwar nicht nachgewiesen werden. Dennoch haben die Ernährungs- und Lebensweisen der Betroffenen einen unmittelbaren Einfluss auf die Symptome des Reizdarms.