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Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) setzt sich ein für die Armutsreduktion, die Verbesserung der Lebensbedingungen sowie die Mobilisierung von Ressourcen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kontinents.
Die Schweiz ist ein aktives Mitglied in den Leitungsgremien der AfDB.
Ziele und Tätigkeiten der AfDB
Grundlegendes Ziel der AfDB ist es, eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt in den afrikanischen Mitgliedsländern zu fördern und damit zur Verminderung der Armut beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Bank fünf operationelle Prioritäten – die «High Fives» festgelegt:
Afrika mit Licht und Energie versorgen,
Afrika ernähren,
Afrika wirtschaftlich integrieren,
Afrika industrialisieren und
die Lebensqualität in Afrika verbessern.
Mit dem Afrikanischen Entwicklungsfonds (AfDF) besitzt die AfDB zudem ein separates Ausleihfenster, welches den ärmsten Mitgliedsländern Darlehen zu Vorzugskonditionen sowie nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.
Der Afrikanische Entwicklungsfonds (AfDF) trägt seit seiner Gründung 1972 zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung für rund 40 afrikanische Mitgliedstaaten mit den niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen bei. Über 30 Geberländer unterstützen den Fonds, der Projekte und Programme technischer Unterstützung in AfDF-Ländern finanziert. Die Ressourcen des Fonds werden von den Geberländern alle drei Jahre aufgefüllt. Die Verhandlungen zur Wiederauffüllung ermöglichen die Festlegung der für die Dreijahresperiode zu vergebenden Finanzmittel sowie die strategische und operationelle Ausrichtung des Fonds. Die neusten Verhandlungen konnten Ende November 2016 nach insgesamt drei Runden in Luxembourg abgeschlossen werden.
Mitgliedstaaten: 81 (54 regional, 27 nicht-regional), eingeteilt in 20 Stimmrechtsgruppen
Empfängerländer: 54
Kapital: US$ 165 Milliarden
Jährliche Kreditsumme: ca. US$ 90 Milliarden
Schweizer Beitritt: 1982 (AfDF 1972)
Schweizer Vertretung: Mitglied einer Stimmrechtsgruppe zusammen mit drei anderen Länder, die einen Sitz im Verwaltungsrat innehat. Seit August 2017 stellt die Schweiz eine Direktorin und hat den Vorsitz in der Stimmrechtsgruppe.
Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat für die AfDB in den nächsten Jahren eine hohe Priorität. Es wird erwartet, dass die junge Bevölkerung Afrikas bis 2050 auf die doppelte Menge von heute, d.h. auf etwa 830 Millionen, ansteigen wird. Diese stellt ein enormes Potenzial dar für die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents. Daher will die AfDB bis 2025 helfen, 25 Millionen neue Arbeitsstellen zu schaffen und Jugendliche entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts auszubilden.
Auch für das SECO ist die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen ein wichtiges Ziel. Im Vordergrund stehen insbesondere die bessere Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage von Fachkompetenzen sowie der Zugang zu langfristigem Kapital für Unternehmen. Dieser erlaubt es, Investitionen zu tätigen, neue Märkte zu erschliessen und zu wachsen, wodurch Beschäftigung gefördert wird.
Die Anpassung von Berufsausbildungen an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts hilft, Arbeitslosigkeit zu reduzieren.
Die Schweiz und die AfDB
Die Schweiz unterstützt den AfDF seit seiner Gründung und ist seit 1982 Mitglied der AfDB. Die Schweiz gehört zusammen mit Deutschland, Portugal und Luxemburg einer Stimmrechtsgruppe an. So beteiligt sich die Schweiz aktiv an den Diskussionen und Entscheidungen des Verwaltungsrats und kommt damit ihrer Aufsichtsfunktion als Aktionärin nach. Seit August 2017 stellt die Schweiz eine Direktorin für die kommenden drei Jahren.
In Bezug auf die operationellen Tätigkeiten der Bank setzt sich die Schweiz für folgende Zielbereiche ein:
Stärkere Konzentration auf fragile Staaten und Konfliktkontexte,
Gute Regierungsführung,
Armutsbekämpfung,
Förderung des Privatsektors,
Klima- und umweltverträgliches Wachstum sowie
Förderung der Geschlechtergleichstellung und der menschlichen Entwicklung.