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Die Linie 5 befuhr ab dem 30. Juni 1900 als erste die neu erstellte Strassenbahnstrecke ins St. Johann-Quartier. Noch im gleichen Jahr konnte der Endpunkt über die damals deutsche Grenze bis nach St. Ludwig verlegt werden.
Erste die Landesgrenze querende Strassenbahnstrecke war jene nach Sankt Ludwig im Elsass. Sie wurde ab dem 20. Juli 1900 von der Linie 5 bedient.
© Ansichtskarte Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Der stadtseitige Endpunkt lag wegen der rückständigen Schifflände-Korrektion zunächst beim Totentanz. Noch im Eröffnungsjahr gelang es aber, die Linie 5 zuerst an den Marktplatz, dann zum Aeschenplatz und schliesslich in die Güterstrasse weiterzuziehen. Beim Tellplatz wechselten die Wagen auf die Tramlinie 1 über und fuhren durch die Innenstadt zum Badischen Bahnhof.
Um 1920 dürfte dieses Bild eines Zuges der Linie 5 entstanden sein, der den Steinenberg hinauffährt.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde der Betrieb auf dem Elsässischen Streckenabschnitt für über ein Jahr eingestellt, konnte aber am 1. Oktober 1915 – also mitten im Krieg – wieder aufgenommen werden.
Ab dem 22. Mai 1932 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs führte die Linie 5 ab Lysbüchel nach Huningue statt Saint-Louis. Nach Kriegsende verlegte man den Endpunkt zur St. Louis Grenze. Der grenzquerende Tramverkehr kam allerdings nie mehr in Gange. Vom 1. August 1947 bis zur kompletten Einstellung am 31. Dezember 1957 betrieb die Stadt Saint-Louis «ihre» Tramlinie mit eigenem Personal. Zwischen Grenze und dem Endpunkt bei der Kirche liefen Pendelwagen, anfänglich mit Kopfschild «5», später mit Kopfschild «St. Louis».
Im Südwesten der Stadt wurde ab Beginn des Zweiten Weltkriegs der Endpunkt vom Tellplatz zum Leimgrubenweg verlegt. Von dort erklommen in Spitzenzeiten einzelne Kurse den Basler Hausberg Bruderholz. Später wurde das Bruderholz zum Endpunkt aller Wagen des 5ers. Zwischen 1949 und 1968 verkehrte der 5er in Verbindung mit der Linie 15 von der St. Louis Grenze via Aeschenplatz aufs Bruderholz. Dabei wählte der 15er den Weg durch die Wolfschlucht, während der 5er die Strecke via Jakobsberg nahm.
Am 1. April 1968 verschwand die Liniennummer 5 fast gänzlich. Lediglich einige Einsatzkurse (hauptsächlich auf der Strecke Schifflände–Aeschenplatz–Jakobsberg/Bruderholz) sowie einzelne Depotfahrten durchs St. Johann-Quartier verwendeten noch bis am 28. Februar 2006 das Kopfschild «5».
Zwischen 1968 und 2006 verwendeten nur noch einzelne Depotfahrten und Zusatzkurse die Liniennummer 5. Am 2. Mai 1989 bedient ein mittäglicher Einsatzkurs mit dem Be 4/4 457 an der Spitze die Haltestelle Heiliggeistkirche in Richtung Jakobsberg–Bruderholz.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 3.146)