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Causae
majōres
sive ardŭae (lat., auch
Causae arduae et dubiae), wichtigere und schwierigere Rechtsfragen. Seit Papst
Innocenz I. war es gestattet, daß jedermann aus der ganzen Christenheit sich in
m.
s. a.
Causae majores sive arduae an den
Heiligen
Stuhl wenden durfte, welcher seitdem der Mittelpunkt der kirchlichen Gerichtsbarkeit wurde.
In den evang. Kirchenordnungen
des 16. Jahrh, sind
causae arduae et dubiae der
Entscheidung des Landesherrn als
summus episcopus der Landeskirche vorbehalten;
dieser Rechtsgrundsatz muß auch heute noch als
Bestandteil des landesherrlichen Kirchenregiments anerkannt
werden, vorausgesetzt, daß zuvor der ordentliche Instanzenzug erschöpft wurde.