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Das optimale Stentdesign während perkutaner Koronarinterventionen (PCI) und die Dauer der anschliessenden blutplättchenhemmenden Therapie ist bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko weiterhin umstritten. Einerseits soll die Dauer der blutplättchenhemmenden Therapie aufgrund des Blutungsrisikos so kurz wie möglich gehalten werden, andererseits soll das Risiko eines erneuten ischämischen Ereignisses so gering wie möglich sein.
Die Universitätsklinik für Kardiologie des Inselspitals hat bei der Planung, Durchführung und Auswertung einer multizentrischen, internationalen Studie mit fast 2'000 Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko mitgewirkt. Hierbei wurden zwei Medikamenten-beschichtete Stents miteinander verglichen, dies in Kombination mit einer auf 1 Monat reduzierten Dauer der dualen Plättchenhemmungstherapie. Die Medikamentenfreisetzung erfolgte bei einem Stent direkt von der Stentoberfläche, während beim alternativen Stent ein Polymer das Medikament über eine Dauer von mehreren Monaten freisetzt, welches im Langzeitverlauf Unterschiede hinsichtlich der Wirksamkeit mit sich bringen könnte.
Die Studienergebnisse zeigen, dass beide Stentmodelle bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko eine vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit trotz einer kurzen Dauer der doppelten Plättchenhemmungstherapie von nur 1 Monat aufweisen.