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Als ich gestern bei seinem wöchentlichen Empfang den Staatssekretär von Schoen aufsuchte, begrüsste er mich mit dem Ausdruck seiner Freude darüber, dass die Verhandlungen der Gotthardkonferenz zu einem glücklichen Abschluss gelangt seien; er hatte das betreffende Abkommen soeben erhalten und noch nicht gelesen, wie er sagte, allein er kenne den wesentlichen Inhalt derselben aus den vielen aus Bern erhaltenen Berichten und der von ihm selbst erteilten Instruktionen. Er glaubte nicht, dass die bezüglichen Unterhandlungen so lange dauern würden, - Deutschland trage dafür die Verantwortlichkeit nicht; unsere italienischen Freunde, sagte er, haben durch nachträgliches Einbringen von unerwarteten Anträgen auch Deutschland in Verlegenheit gebracht, da letzteres sich sagen musste, wenn Italien noch mehr verlangt und erlangt, sollte auch Deutschland noch etwas verlangen! Nun ist wohl diese streitige Frage nunmehr aus der Welt geschafft und wir freuen uns darüber. Ich frug, ob der Vertrag dem Reichstag vorzulegen sei; Herr von Schoen meinte, die Mitteilung derselben an den Reichstag werde wohl stattfinden, da die Gotthardfrage den Reichstag und die Nation interessiere; eine Ratifikation des Abkommens aber dürfte wohl kaum notwendig sein, da letzteres eine finanzielle Belastung des Reiches nicht zur Folge habe.
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