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Zum Porzellan gehören drei grosse Gruppen, die sich in ihrer chemischen und mineralischen Zusammensetzung unterscheiden:
Hartporzellan, Weichprozellan und Knochenporzellan.
Gemeinsam ist allen drei Varietäten, dass der Scherben, im Gegensatz zu Steinzeug, Steingut, Irdenwaren und Fayence etwas lichtdurchlässig und in der Regel glasartig dicht gesintert ist.
Weichporzellan (auch Frittenporzellan)
Keramik mit einer künstlichen Massemischung, vollständig gesintertem, glasartigem Scherben, generell weiss und schwach durchscheinend. Die Masse des Weichporzellans setzt sich aus einem kalkhaltigen weissen Ton, einer Beimischung von Kalk und einer Glasfritte oder kleingestampftem Glas zusammen. Der Schrühbrand erfordert etwa 1100 bis 1200 ºC. Als Glasur wird eine Bleiglasur aufgetragen und in einem zweiten Brand bei 1000 ºC eingebrannt. Die verschiedenen Dekormöglichkeiten sind dieselben wie beim Hartporzellan, jedoch steht die Aufglasurmalerei nicht so hart auf der Glasuroberfläche wie beim Hartporzellan. Die Malfarben verbinden sich sehr gut und glänzend mit der Bleiglasur der Oberfläche und setzen sich optisch nicht davon ab. Die Glasur des Weichporzellans wird durch Messerklingen geritzt, da sie deutlich weicher ist, als die Feldspath-Glasur des Hartporzellans.
Frz.: porcelaine tendre
Engl.: soft-paste porcelain