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Mitglied der Geschäftsleitung - Projektleiter - Bauingenieur
Villa Lutry
- Gestaltung
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Das Haus ist das Ergebnis des Umbaus einer vorhandenen Villa, bei der das Untergeschoss und die Garage erhalten sind. Die oberen Etagen sind aber so geändert worden, dass der Blick auf den See voll genossen werden kann. Die Ebenen sind ihrer Funktion entsprechend eingeteilt worden in eine Tagesebene, eine Nachtebene für Eltern und eine Nachtebene für Kinder oben.
Die Konstruktion besteht aus vier grossen Winkel, die alle von einer vertikalen Mauer (Schutz für Strasse und Nachbarn) und einer Platte gebildet werden. Sie sind versetzt worden, damit die verschiedenen Räume, Ebenen und Häuserfluchten seewärts öffnen.
Die tragende Struktur sollte ursprünglich aus Stahl mit einer Fassadenverkleidung aus rostfarbenen Blechen bestehen, als Andeutung am Monolith der Expo 02. Die Realisation in Stahl war aber zu teuer, deshalb wurde eine Variante ganz aus Beton entwickelt und ausgeführt.
Die grossen Winkel aus Beton wurden verlängert, so dass sie einheitlich auch als Sonnenschutz und Sichtschutzwand dienen. Sie enden in einer Spitze, was der ganzen Konstruktion einen Eindruck von Leichtigkeit verleiht; der Beton wird ebenso dematerialisiert.
Die Rostfarbe wurde mit Hilfe einer Lasur erzielt. Die vertikalen Mauern sind aus Faltbeton hergestellt und bilden auf diese Weise fliessende und willkürliche Muster.
Die Innenräume werden auf der einen Seite durch die grossen Winkel und auf der anderen durch eine Vorhangfassade abgeschlossen. Die Verglasungen, die sich über die ganze Höhe erstrecken, verwischen die Grenze zwischen innen und aussen. Diese Grenze wird noch mehr aufgehoben, indem im Innen- und Aussenbereich ähnliche Böden Verwendung finden: polierter Beton im Erdgeschoss, gewachst innen und roh aussen; Holz in den Etagen, Kirsche innen und Ipé aussen.
An der Südseite ist ein Schwimmbecken mit Überlauf untergebracht, dessen Form an die Form des Grundstücks erinnert; sie verlängert das Haus und bringt es durch Reflexion näher an den See.
Wegen der Verschiebungen und Abschrägungen musste das ganze Haus in 3D gezeichnet werden, um die Verschalungspläne und die Fassadenpläne herstellen zu können.Teilen