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bis 1,8 m lang, bräunlichgelb, unten schmutzig weiß, auf dem hellgelben, dunkler getüpfelten
Hals mit einer brillenartigen Zeichnung, welche bisweilen fehlt. Die Brillenschlange ist über ganz Südasien und alle
benachbarten Inseln, mit Ausnahme von Celebes, den Molukken, Timor und Neuguinea, verbreitet und lebt gern in den verlassenen
Nesthügeln der Termiten,
[* 7] in altem Gemäuer, Stein- und Holzhaufen und in Abzugsgräben in der Nähe menschlicher Wohnungen.
Sie flieht vor dem Menschen und greift nur an, wenn sie
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gereizt wird. Alsdann richtet sie sich empor und bläht den Hals auf, welcher nun einem Schild
[* 9] oder Hut
[* 10] ähnlich wird (daher
Cobra di capello). Sie nährt sich vorzugsweise von Kriechtieren und Lurchen, jagt aber auch Mäuse, Ratten und junge Hühner
[* 11] und plündert Vogelnester. Sie schwimmt und klettert gut und ist besonders in der Abenddämmerung thätig.
Es scheint, als wenn die Geschlechter eng zusammenhielten. Das Weibchen legt bis 18 weiße Eier
[* 12] von der Größe der Taubeneier.
Die ägyptischen Gaukler wissen dieses gefährliche Reptil zu zähmen und zu Kunststücken zu dressieren. Durch einen Druck
mit der Hand
[* 17] auf den Nacken und Kopf der Schlange versetzen sie dieselbe in eine Art von Starrkrampf, daß sie
sie wie einen Stock hin- und herschwingen können, wie wahrscheinlich die Zauberer schon zu PharaosZeiten thaten. Die alten
Ägypter ehrten diese Schlangen als die Beschützer ihrer Felder und bildeten sie häufig ab an beiden Seiten einer Erdkugel.