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Der Philosoph René Scheu wettert gegen das Grundeinkommen, das es doch schon gebe. Es gebe ein Grundeinkommen zwar nicht ganz bedingungslos, aber jedenfalls leistungslos. Das sei doch eine Errungenschaft. Das ist wohl die neue Leistungsphilosophie oder doch eher eine unglückliche Philosophieleistung.
Ausschnitt:
“Die einen fragen: Bedarf der Mensch tatsächlich des existenziellen Stresses, um produktiv zu arbeiten? Oder ist er ein sich selbst antreibendes Wesen, das seine besten Kräfte erst freisetzt, wenn es nicht mehr arbeiten muss? Kritischer klingt die andere Seite: Führt die Initiative nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft? Und galt nicht schon immer, dass man einen Menschen am einfachsten korrumpiert, indem man ihn abhängig macht? – Doch eigentlich stellt sich nur die eine, simple Frage: Wie ist es möglich, dass Bürger eine Volksinitiative lancieren, deren Forderung in der Schweiz längst erfüllt ist?”