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Zürich, 1955, Neubau, Werner Stücheli, Bürogebäude, erstes Hochhaus in der Stadt Zürich, Leichtmetallfassade
Der 1955 als neungeschossiges Geschäftshochhaus vollendete Neubau war seinerzeit das erste Hochhaus in der Zürcher Innenstadt. Im Quartier um den Schanzengraben, das mehrheitlich aus maximal fünfstöckigen Bauten in Blockrandbebauung besteht, setzt der leicht aus der Strassenachse gedrehte Solitär einen Akzent. Der Bau ist als Eisenbetonskelett konstruiert, die massiven Schmalseiten bestehen ebenfalls aus diesem Material. Zwei Reihen Mittelstützen im Abstand von 3.50 m - der zweifachen regulären Bürobreite entsprechend - ermöglichen eine freie Unterteilung der Geschossflächen. Treppen und Sanitärzellen sind im tragenden Kern an der Nordseite des Baus angeordnet. Die Dachterrasse, mit Rundblick auf Stadt, See und Berge, ist teilweise überdacht, gegen Süden ganz geöffnet und gegen Norden verglast. An der flussseitigen Stirnfassade führt eine Arkade mit runden Öffnungen zum Schanzengraben. Von feinen Aluminiumprofilen eingefasste Fenster- und Brüstungsbänder gliedern Ost- und Westfassade des Baus. Die Fenster bestehen aus einer quadratischen Festverglasung und einem schmalen Lüftungsflügel, zwischen zwei Elementen liegen jeweils die profilierten Aluminiumverkleidungen der Stützen - ein für Werner Stücheli typisches Stilmittel.
Neubau
Heinrich Hatt-Haller AG, Zürich
Bärengasse 39. 8001 Zürich
1953 bis 1955
2.36 Mio.
15 630 m3
26.25m
Emil Fischer, Paul L. Kollbrunner, Werner Stücheli