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In Genf hat am Donnerstag (28.) die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer “explosionsartigen“ Verbreitung des Zika-Virus gesprochen. Betroffen ist vor allem Südamerika und Brasilien. In wenigen Monaten werden jedoch zu den olympischen und paralympischen Spielen in Rio de Janeiro neben tausenden Athleten 350.000 Besucher aus der ganzen Welt erwartet.
Der Zika-Virus selbst ruft laut Experten nur bei einem Fünftel der Infizierten Symptome hervor, die grippeähnlich sind, mit Hautrötungen einhergehen können und in der Regel keine Komplikationen hervorrufen. Anders sieht es bei Schwangeren aus. Da der Virus die Plazentabarriere durchbrechen kann, besteht die Gefahr, dass dieser bei den Föten eine Mikrozephalie hervorruft, wie vermutet wird.
Die Gefahr ist vor allem bei einer Infizierung in den ersten Schwangerschaftsmonaten gegeben. Mehrere Länder raten derzeit deshalb Schwangeren vor einer Reise nach Brasilien und in andere Länder mit Zika-Infizierungen ab.
Übertragen wird der Zika-Virus sowie ebenso Dengue und Chikungunya durch einen Stich der Tigermücke (Aedes aegypti), die sich in dem derzeit vorherrschenden heiß-feuchten Sommerklima stärker ausbreitet. Die olympischen und paralympischen Spiele finden indes während des brasilianischen Winters statt, in dem die Zahl der krankheitsübertragenden Mücken angesichts des dann trockneren und weniger heißen Klimas nicht mehr so hoch ist.
Längst wird in Brasilien gegen die Verbreitung der Tigermücke mobil gemacht. Über 300.000 Gesundheitsberater sind im Einsatz, um Häuser und Anwesen nach möglichen Verbreitungsherden der Aedes aegypti zu suchen und die Bevölkerung aufzuklären.
Die Mücke pflanzt sich in kleinsten Wasseransammlungen fort. Allein in Rio de Janeiro sind bereits 30,15 Prozent der Immobilien inspiziert worden. Das olympische Komitee hat zudem tägliche Inspektionsrunden in den olympischen Einrichtungen angekündigt.
Geraten wird hingegen, sich mit Mückenschutzmittel einzureiben sowie helle und langärmelige Kleidung zu verwenden.