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untere Spitalmühle, Teufelsmühle
Schützenstrasse 17
8400 Winterthur
Die "Untere Spitalmühle", später nach dem Müller Teufel "Teufelsmühle" genannt, wird bereits im 13. Jhdt. erwähnt. 1369 wurde sie vom Spital erworben. Der heutige Bau trägt noch spätgotische Züge, er dürfte wie das Waaghaus und das Wasserwerk aus dem 16. Jhdt. stammen. Das Haus an der Schützenstrasse 17 wurde 1981 umfassend renoviert.
In der Ecke Rennweg/Schützenstrasse/Wartstrasse steht eine Gebäudegruppe, die auf die frühere untere Spitalmühle zurückgeht. Dass sie einst mit Wasser aus der Eulach betrieben wurde ist fast nicht nachzuvollziehen, ist doch die Eulach von hier aus überhaupt nicht zu sehen.
Der Name Teufelsmühle geht auf einen Besitzer zurück, der Teufel geheissen hat. Die Mühle wurde anlässlich der Belagerung durch die Eidgenossen 1460 verbrannt und etwas später wieder aufgebaut. Bei der Mühle befanden sich auch noch eine Bleiche und eine Walke. Diese untere Bleiche wurde vom Kupferschmied Hans Rieter (1596-1649) als Lehen übernommen. Die sogenannte Rieterbleiche blieb bis 1860 im Familienbesitz der Rieters. Bis zur Wende zum 20. Jhdt. gehörte auch noch ein ungefähr 30m hoher Tröckneturm zum Ensemble. 1835 beschloss die Bürgerversammlung sie zu verkaufen. Nach Troll, Geschichte von Winterthur, soll weiter unten in den sogenannten Äckerwiesen eine weitere Mühle gestanden haben. Auch sie wurde 1460 durch die Eidgenossen zerstört und nicht mehr wieder aufgebaut.
1981 wurden die Gebäude erneuert. Das Ziel des Umbaus war es, das Äussere sorgfältig zu restaurieren und das Innere nach allfälligen Resten früherer Raumkunst (geschnitzte Balkendecken, Malereireste) zu untersuchen. Alter sowie auch die städtebauliche und wirtschaftliche Bedeutung rechtfertigten eine sorgfältige Gesamtsanierung. Das Ladenlokal (ehemalige Bäckerei Schnetz) wurde beibehalten. Die bestandenen Wohn- und Werkstatt-Räume wurden ganz neu gestaltet und in drei 4 ½ -Zimmerwohnungen und zwei 2 ½ Zimmerwohnungen umgebaut. Die Umbaukosten beliefen sich auf 1.3 Mio. Franken. Auf dem angrenzenden Areal entstand gleichzeitig ein Revierstützpunkt des Strasseninspektorates mit einer eingebauten Militärküche (Kosten 1,4 Mio. Franken). Zwischen den beiden Gebäuden entstand ein Kinderspielplatz.