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Ein Portrait ist die künstlerische Darstellung eines Menschen mit der ihm eigenen individuellen Physiognomie, Haltung und psychischen Ausdruckslage. Hauptfunktion von einem Portrait ist, den Dargestellten zu vertreten, ihn zu ehren und ihm über den Tod hinaus ein Andenken zu bewahren. Nach der Anzahl der Personen unterscheidet man Einzel-, Doppel- und Gruppenportrait. Weiterhin ergibt sich eine Einteilung der Portrait Typen in Ganzfigur, Kniestück (stehende oder sitzende Halbfigur), Brust- und Kopfbild. Bei letzteren ist die Konzentration auf die individuellen Gesichtszüge am stärksten, wobei durch frontale Vorderansicht (en face) oder Seitenansicht (Profil-, Halbprofil-, verlorene Profildarstellung) unterschiedliche Ausdrucksgrade der Persönlichkeitsdarstellung erreicht werden können. Beim Reihenportrait sind mehrere Einzel-Portraits nebeneinander auf gleicher Höhe dargestellt. Neben der Einteilung des Portraits nach diesen verschiedenen Bildtypen ist die Unterscheidung nach sozialer und gesellschaftlicher Stellung gebräuchlich. Von der Geschichte des mesopotamischen Portraits, die mit dem Kopf aus Uruk (um 3000 v. Chr.) beginnt, sich in dem etwa 600 Jahre jüngeren Königskopf der Dynastie von Akkad eindrucksvoll fortsetzt, hat man wegen der fragmentarischen Überlieferung nur unzureichende Vorstellungen; ob individuelle Züge beabsichtigt waren, ist fraglich. Wenn man allgemeine Schlüsse aus dem Vergleich mit Darstellungen aus altbabylonischer und neu-babylonischer Zeit ziehen darf, erscheint die Wiedergabe stark formalisiert. Das Königsbild war wohl ein Hauptträger der Entwicklung, aber sicher nicht der einzige. Die ägyptische Kunst bemühte sich, den Menschen so darzustellen, wie er seinem Wesen und seiner sozialen Funktion nach gesehen wurde, unabhängig von Lebensalter und allen Zufälligkeiten des Augenblicks. Da man von einem zeitlosen Idealalter ausging, fehlen Kinder- udn Altersbildnisse fast völlig. Selbst die tragisch-heroischen Herrscherbildnisse der späten 12. Dynastie kann man trotz grosser Lebensnähe und Ausdruckskraft nicht als Portrait ansprechen. Nur die Köpfe von Amarna, die nach Gipsabgüssen gearbeitet sind, lassen, wenn auch stilisiert, individuelle Züge erkennen. Die Griechen stellten den Menschen anfänglich mit idealisierten Zügen dar, den Göttern ähnlich. Noch der Perikles-Kopf von Kresilas zeigt Verwandtschaft mit Göttertypen. Das 4. Jh. erweiterte die Ausdrucksmöglichkeiten. Individuelle Züge wurden in steigendem Masse im Portrait festgehalten (Portrait des Sokrates, Platon, Sophokles, Aristoteles). Neben Weihgeschenk und Grabmal traten nun Ehrendenkmäler auf öffentlichen Plätzen. Kaufen Sie auf unserer Homepage aus der Schweiz schöne Portraits (Gemälde) online!