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Von klein auf faszinierte mich einerseits das Fliegen, andererseits aber auch die Technik, die dahinter steckt und das Fliegen erst ermöglicht. Ich konnte mich stundenlang mit einem Papierflieger beschäftigen. Auch habe ich mit "Fischer-Technik" Einziehfahrwerke nachgebaut.
Mit 10 Jahren began ich Modellflugzeuge zu bauen und zu fliegen. Das Schöne daran war, das ich die Flugzeuge selbst entwerfen, bauen und ändern konnte. Anfangs der 90er Jahre kamen die ersten Modell-Jet-Triebwerke auf, was mich sofort in den Bann zog. Die Modelltriebwerke funktionieren wie richtige Strahltriebwerke. 120'000 Umdrehungen pro Minute und 6kg Schub bei einer Strahlgeschwindigkeit von 260 m/s konnte ich meiner ersten, natürlich selbst gebauten Jet Engine schlussendlich entlocken! Es gab auch Rückschläge und etliche Kinderkrankheiten mussten überwunden werden. Mittlerweile hat das Triebwerk über 30 Laufstunden (ein Flug dauert etwa 7min) und so gegen 200 Liter Kerosin geschluckt.
Meine F-15C "Eagle" auf dem Flugplatz der Modellfluggruppe Gossau:
Der Drang, richtig zu fliegen, wurde immer grösser. Auch beschäftigte mich der Gedanke, ein richtiges Flugzeug selbst zu bauen, immer wieder. Um ein Flugzeug selbst zu bauen, musste man jedoch mindestens im Besitz eines Piloten-Lernausweises sein. So kam es, dass ich eines Tages mit sehr viel Theoriestoff bewaffnet zusammen mit meinem Bruder Roland das Theorielokal der Fluggruppe Zürcher Oberland (FGZO) betrat. Die Theorie war sehr interessant, aber auch sehr umfangreich. Nach Abschluss der Theorie kam die erste Flugstunde in einer Cessna 152 in Wangen-Lachen am Zürichsee. Es war einfach toll.
Bei diesem "Hunter" war ich nicht etwa Copilot, sondern "nur" Passagier:
Den Radiotelefonie- oder "Voice"-Kurs absolvierte ich in Grenchen in einem Extrem-Intensiv Kurs mit Fliegerkollegen aus der FGZO. Der Kurs war sehr anstrengend, doch zusammen packten wir das. Nicht ganz ein Jahr nach der ersten Theorielektion kam der grosse Tag. Mein "erster Passagier"! Es war der Prüfungs-Experte. Ich flog ihn über ZH-East nach St. Gallen Altenrhein und wieder zurück nach Wangen-Lachen. Alles war bestens. Auch die 0°Flaps Landung zum Abschluss klappte. Ich hatte den PPL-Schein in der Hand! Das war am 14. Juni 2003.
Genau ein Jahr später, am 14. Juni 2004, bohre ich das erste Loch und setze die erste Niete an meiner RV-7A! Es war mein grösster Traum, fliegen zu lernen. Nun ist mein grösster Traum, ein eigenes Flugzeug zu bauen und damit zu fliegen. Auf dieser Webseite könnt Ihr die Umsetzung dieses Traums mitverfolgen. Viel Spass!