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Sina Frei sorgt bei den Europameisterschaften in Brünn, Tschechien, für die dritte Schweizer Gold-Medaille. In der U23 gewinnt die frühere U23-Weltmeisterin in 1:15:14 Stunden mit 14 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Laura Stigger und 32 Sekunden vor der Französin Loana Lecomte.
Für Favoritin Sina Frei wird es ein schweres Rennen, obschon mit der Deutschen Ronja Eibl eine wichtige Konkurrentin bereits in der ersten Runde einen Defekt erleidet, der sie mehr als zwei Minuten kostet.
Frei muss sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe mit Junioren-Weltmeisterin Laura Stigger, mit Loana Lecomte und auch mit der Spanierin Rocio Garcia Martinez auseinandersetzen.
«Es gab immer wieder kleine Attacken, vor allem von mir und von Laura», erklärt Frei im Ziel. Aber richtige Lücken entstehen dadurch nicht. Dafür sind die Anstiege im Bikepark Anthropos auch nicht steil und schwer genug.
«Ich denke, die ganzen Attacken haben schon einige Körner gekostet», meint die Schweizerin, die als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen ist. Manchmal fällt das Tempo auch zusammen und es wird gebummelt, weil auf der Flachpassage niemand die Führung übernehmen will.
«Ich habe dann versucht das Tempo hoch zu halten, um die anderen an ihre Grenzen zu bringen», erläutert sie ihre Strategie. Entscheidend ist dann wohl ein Fehler, der Laura Stigger unterläuft. Sie rutscht weg und stürzt. Ein blutendes rechtes Knie ist Zeugnis dieses Missgeschicks.
Das eröffnet Sina Frei die Gelegenheit den Gashahn aufzumachen. Loana Lecomte folgt ihr, doch die Französin kann ihre Position nicht halten. Laura Stigger dreht noch mal auf, passiert Garcia Martinez und in der Schlussrunde kassiert sie auch noch Lecomte.
«Es war ein interessantes Rennen», meint Frei, die mit ihrem vierten EM-Gold Geschichte schreibt. Noch nie ist es einem Mountainbiker gelungen in allen vier U23-Jahren den EM-Titel zu holen.
Nicole Koller kommt als Siebte (+2:17) ins Ziel und ist nach zuletzt vierten Plätzen im U23-Weltcup enttäuscht. «Die Beine waren eigentlich gut», meinte sie, den Kopf schüttelnd. «Sie kann eigentlich mehr», meint Nationaltrainer Edi Telser und klopft ihr tröstend auf die Schulter.