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Systematik
|Ordnung||Lepidoptera|
|Familie||Nymphalidae|
|Unterfamilie||Heliconiinae|
|Gattung||Heliconius|
|Art||Heliconius doris (Doris-Falter)|
Beschreibung
Die verlängerten vorderen Flügel sind schwarz mit zwei gelben Bändern, die aus mehreren Flecken gebildet werden. Die hinteren Flügel sind schwarz mit „Strahlen“ sehr variabler Farben geziert: diese können rot, grün, gelb, blau oder eine Mischung mehrerer dieser Farben sein. Die Augen sind gross und die Antennen lang. Die vorderen Flügel sind zwischen 3.5 und 4.5 cm lang. Die Raupen sind gelbgrünlich mit zehn schwarzen, transversalen Bändern auf dem Rücken und ziemlich kurzen schwarzen Dornen. Der Kopf ist schwarz und mit zwei sehr kurzen Hörnern ausgestattet. Die Puppen sind braun rot und haben weder Dornen noch Hörner.
Biologie
Wie alle Schmetterlinge der Gattung Heliconius ernährt sich Heliconius doris auch von Pollen (z.B. von Cucurbitaceae wie Psiguria sp. Gurania sp.). Diese hochspezialisierte Ernährungsweise verleiht ihnen ihre unglaublich lange Lebensdauer. Die Futterpflanze der Raupe ist Passiflora ambigua (Passifloraceae). Der Doris-Falter ist tagaktiv, hauptsächlich am Morgen. Er ist eher solitär. Die Männchen klammern sich an die Puppen der Weibchen und paaren sich mit ihnen, sobald sie zu schlüpfen beginnen. Die Schmetterlinge können mehrere Monate alt werden –dank den Aminosäuren, die aus dem Pollen stammen. Die lebhaften Farben der Heliconius- Schmetterlinge dienen dazu, mögliche Fressfeinde zu warnen, dass sie giftig sind (Aposematische Farben). H. doris kann unterschiedliche Färbungen aufweisen (polymorph). Es scheint, dass sogar ein und dasselbe Gelege mehrere unterschiedliche Farbformen hervorbringen kann. Außerdem passt diese Art nicht ins Mimikry Modell der anderen Heliconiusarten. Manchmal wird H. doris zu der Untergattung Laparus gezählt, denn sie hat nicht dieselbe Anzahl Chromosomen wie die anderen Heliconiusarten und ihr Verhalten ist wesentlich anders. Bei den Schmetterlingen der Familie Nymphalidae ist das erste Beinpaar verkürzt. Sie benutzen daher nur vier zum Gehen.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet von Heliconius doris erstreckt sich von Mexiko bis ins Amazonasbecken. Man begegnet diesem Schmetterling an der Atlantik- und Pazifikküste bis zu 1200 m. Er lebt in allen Waldtypen und besucht häufig die Waldränder, sonnige Lichtungen und das Blätterdach.
Bedrohung
Nicht definiert.