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Die beiden Jungen waren anfangs für die Besucher kaum zu sehen, da sie meistens im Stall lagen. Am 17. September machten Qais und Qumaira den ersten Ausflug auf die Aussenanlage. Dort stehen viele "Büsche" aus Totholz, in denen sie sich zu Beginn noch versteckten und langsam die Anlage kennenlernen konnten.
Anschluss an die Herde
Kudu-Weibchen lecken ihre Jungen nach der Geburt sofort sauber und suchen sie danach nur alle paar Stunden zum Säugen und zur Körperpflege auf. Auch in der Natur folgt das Junge seiner Mutter erst nach etwa vier Wochen und schliesst sich dann der Herde an.
Dies kann zurzeit im Antilopenhaus gut beobachtet werden: Die Mütter sind mit ihren Jungtieren je nach Witterung oft am Nachmittag auf den Aussenanlagen unterwegs. Sie können sich aber auch jederzeit ins Antilopenhaus zurückziehen.
Wildbestand nimmt ab
Die kleinen Kudus kommen in einem beschränkten Verbreitungsgebiet in Afrika vor. Es umfasst Teile der Staaten Tansania, Kenia und Somalia. Dort leben sie in der Savanne, in Akazienwäldern und im Buschland. Eine Gruppe besteht meistens aus zwei bis vier Müttern mit ihren Jungen. Die erwachsenen Männchen - die im Gegensatz zu den Weibchen ein Geweih tragen - sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit mit den Weibchen.
Die Bestände der Kleinen Kudus sind bedroht durch Wilderei, Lebensraumverlust und Jagd. Der Populationstrend auf der Liste der Roten Arten der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) ist als abnehmend gelistet.
Kudus auch in Zoos selten
In Zoos sind die grazilen Antilopen nicht oft zu sehen. In Basel leben zurzeit sechs Tiere: Cony (7) mit Qumaira, Jina (7) mit Qais und Pwani (1) und der Vater aller Jungen, Leopold (6). Da die Population in freier Wildbahn abnehmend ist, ist die Zucht der kleinen Kudus umso wichtiger. Diese wird in einem Zuchtprogramm organisiert (ESB = Europäisches Zuchtbuch), welches der Zoo Basel führt. Dabei wird darauf geachtet, dass ein möglichst grosser Gen-Pool erhalten bleibt. Der Zoo Basel selber züchtet kleine Kudus seit 1956.