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Wer Atemnot empfindet, hat das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Auf Lufthunger reagiert der Mensch mit verstärktem und beschleunigtem Atmen und befürchtet vielleicht sogar zu ersticken. Ähnlich wie bei Schmerzen sind die körperliche Reaktion und das subjektive Empfinden des Schweregrads individuell unterschiedlich. Objektiv messen lassen sich nur Auswirkungen und einige Ursachen von Dyspnoe (Atemnot), wie verminderter Sauerstoffgehalt im Blut oder Lungenfunktionsstörungen. Luftnot ist beängstigend, doch nicht zwingend ein Zeichen von Lebensgefahr.
Auslöser von Dyspnoe sind oft Störungen von Organfunktionen und mehrheitlich liegen verschiedene Ursachen gleichzeitig zugrunde.
Bei grosser körperlicher Anstrengung gesunder Menschen ist die Atmung normalerweise beschleunigt, meist besteht aber kein Eindruck von „echter Luftnot“, es sei denn bei Trainingsmangel. Ansonsten wird forciertes Atmen fast immer als Dyspnoe empfunden.
Luftmenge, die mit einem Atemzug ein- oder ausgeatmet wird; in Ruheposition ist dies ca. ½ Liter.
Anzahl Atemzüge pro Minute. Sie variiert je nach Lebensalter, beträgt bei Jugendlichen und Erwachsenen in Ruhestellung normalerweise weniger als 20 bei Säuglingen ca. 30 pro Minute.
Sie entwickelt sich innerhalb von Sekunden bis wenigen Stunden.
ist ein Hinweis auf fortgeschrittene Funktionsstörungen von Organen.
Auch in Ruheposition wird Atemnot empfunden.
In diesem Fall tritt Atemnot erst bei körperlichen Tätigkeiten oder Belastungen auf.
Das Wort ist griechischen Ursprungs und bedeutet freie Luft im Brustkorb ausserhalb der Lunge. Spontan tritt er auf, wenn eine dicht unter der Lungenoberfläche liegende Emphysemblase platzt.
Lungenemphysem bedeutet Überblähung der Lungen oder eines Teils davon (Emphysemblase).
Bläuliche Verfärbung der Haut (besonders der Lippen, Finger, Ohren) und der Schleimhäute wegen Sauerstoffmangel im Blut.
Zu Dyspnoe führen nicht nur Erkrankungen der Lunge und der Atemwege, sondern auch anderer Organe oder Organsysteme. Mehrheitlich liegen verschiedene Faktoren gleichzeitig vor und sie können sich gegenseitig beeinflussen, z.B. Herz und Lungenkrankheiten.
Vom Brustkorb, den Lungen oder Bronchien ausgehend
Nicht ursprünglich von der Lunge und den Bronchien ausgehend
Erkennbar ist Dyspnoe daran, dass Frequenz, Rhythmus, Art oder mehrere dieser Faktoren verändert sind, verglichen mit der normalen Ruheatmung. Dazu können weitere Symptome kommen.
Hinweise auf die Ursache geben Begleitsymptome wie Husten, Blut im ausgehusteten Schleim, Schmerzen im Brustkorb und allenfalls deren Verstärkung beim Atmen, Engegefühl in der Brustgegend, Herzrasen oder hohes Fieber usw.
Atemnot entsteht je nach Schweregrad und Ursache bei körperlicher Anstrengung oder schon beim Ruhen (Ruhedyspnoe), tritt anfallsweise auf oder ist fortwährend vorhanden, gelegentlich ist sie abhängig von der Tages- oder Jahreszeit. Das subjektive Empfinden lässt nicht in jedem Fall Rückschlüsse auf den Schweregrad der Erkrankung zu. Eine Quantifizierung ist aber manchmal nützlich, insbesondere im Hinblick auf eine allenfalls nötige Therapie. Dazu gibt es verschiedene Skalen, die folgende stützt sich auf Empfehlungen der WHO ab:
Aufrechte Körperhaltung, Sitzen oder halbsitzende Position im Bett und das Entfernen beengender Kleider erleichtern das Atmen. Das Öffnen des Fensters verschafft frische Luft.
Nach Verschlucken: auf den Rücken klopfen. Bei Kleinkindern kann man versuchen, einen stecken gebliebenen Gegenstand zu entfernen, indem man das Kind an den Beinen hochhebt und auf den Rücken klopft.
Kontinuierlich zunehmende Atemnot erfordert ärztliche Abklärung. Akut einsetzende, schwere Atemnot verbunden mit Angst und Schmerzen ist ein Notfall.
Zur allgemeinen Untersuchung gehören in der Regel Lungenfunktionsprüfung und EKG (Elektrokardiogramm, Aufzeichnen der Herzaktionen). Weiterführende Informationen bringen Echokardiogramm (Ultraschalluntersuchung des Herzens), Blutuntersuchungen, Röntgen, Computertomographie (CT) oder Bronchoskopie (Lungenspiegelung) usw.
Sie richtet sich – soweit möglich – nach den Ursachen. Gelegentlich ist die Gabe von Sauerstoff nötig. Zur Bekämpfung von beängstigender Atemnot können bei Bedarf Medikamente verordnet werden, die das Zentralnervensystem dämpfen.
Da verschiedene Krankheiten mit Atemnot einhergehen, gibt es entsprechend unterschiedliche Möglichkeiten der Prophylaxe, die von der auslösenden Krankheit abhängen. Allgemeine Massnahmen sind: Vermeiden von Übergewicht, nicht Rauchen, den Kontakt mit Allergie auslösenden Substanzen meiden, bei hoher Ozonbelastung der Luft sportliche Tätigkeiten unterlassen.