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Seit Beginn der Epidemie ist der Frachtverkehr auf dem Flughafen in Betrieb. Einige Fluggesellschaften haben ihre Passagierflugzeuge ganz umgebaut, um Tonnen von Waren und medizinischem Material im Frachtraum, aber auch in der Kabine transportieren zu können.
Täglich landen Flugzeuge auf dem Genève Aéroport, um die Unternehmen und Geschäfte der Region mit Waren zu versorgen. Der Betrieb ist zwar zwangsläufig zurückgegangen, doch aufgehört hat er nie. Die Zahlen deuten sogar auf einen Aufschwung hin. Zwischen der letzten Märzwoche und der letzten Aprilwoche sank die Tonnage um -65% bis -30% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. « Ich glaube, wir haben den Tiefpunkt überwunden », sagt Samer Jrab, Leiter der Luftfracht am Genève Aéroport. « Der Monat Mai dürfte eine Verbesserung bringen. Die Kundenanfragen nehmen wieder zu und man merkt, dass sich der Betrieb langsam wieder erholt. »
Auch Expressdienste wie DHL, FedEx und UPS haben ihre Tätigkeit nie eingestellt. Im Gegenteil, angeregt durch den Online-Handel und die Einfuhr von Produkten, die gewöhnlich auf der Strasse oder dem Seeweg transportiert werden, verzeichneten sie in einigen Wochen im April positive Zahlen.
Einige Industrielle, die auf ihre üblichen Einfuhrmöglichkeiten verzichten mussten, charterten sogar ausnahmsweise Flugzeuge, um für ihre Fabriken notwendige Produkte zu transportieren.
Frachtflüge aus China
Seit Beginn der Epidemie sind auf dem Genève Aéroport auch zahlreiche Grossraum-Frachtflüge gelandet. Diese befördern Tonnen von medizinischem Material aus China, das die Schweiz dringend benötigt, um dem Covid-19 entgegenzutreten. Zu diesem Zweck setzen Fluggesellschaften wie zum Beispiel Swiss Passagierflugzeuge als Frachtflugzeuge ein. Wie das funktioniert? Indem die Kisten auf den Kabinensitzen befestigt werden. Anstatt die Flugzeuge am Boden zu lassen, kann durch die neuen Umbauten eine gewisse Rentabilität gewährleistet werden.
Einige Fluggesellschaften, wie zum Beispiel Ethiopian Airlines, bieten immer regelmässigere Verbindungen nach Genf, um die Frachtnachfrage zu befriedigen. Die Fluggesellschaft kündigte die Wiederaufnahme von zwei Flügen wöchentlich mit einer Boeing 787 zwischen Addis Abeba und Genf ab dem 14. Mai an. Andere landeten sogar zum ersten Mal auf dem Genfer Rollfeld. Dies ist zum Beispiel der Fall bei China Eastern. Seit dem 13. April
landet sie jedoch fast täglich mit zwischen 10 und 20 Tonnen medizinischer Ausrüstung in ihren Laderäumen und Kabinen. An Bord befinden sich Masken, Kittel, Handschuhe, Infrarot-Thermometer und Gesichtsschutzschilde, die für die medizinischen Einrichtungen der Region, Unternehmen und die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Diese Flüge werden voraussichtlich bis Ende Mai fortgesetzt.
Die Firma Cargolux startete ihrerseits am 23. April einen zweiten Ambulanzflug. Der Vollfrachter mit seiner beeindruckenden Grösse transportierte 70 Tonnen medizinisches Material aus China, hauptsächlich Handschuhe und Masken für Krankenhauseinrichtungen.