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Bis zum Jahr 1801 gehörte Rheinfelden und mit ihm das ganze Fricktal zu Vorderösterreich und nicht zur Eidgenossenschaft. Es heisst, die Fricktaler seien gern habsburgisch gewesen, jedenfalls seit Maria Theresias Zeiten, die viel für die soziale Wohlfahrt getan, das Schulwesen befördert und so fortschrittliche Dinge wie eine Brandversicherung eingeführt hatte. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass das Rheinfelder Rathaus das einzige in der ganzen Schweiz ist, das österreichische Insignien trägt: Das Habsburgerwappen prangt über der Rathausuhr und auch im Ratssaal im 1. Stock. Mit dem Frieden von Lunéville kam das Fricktal an Frankreich, wobei aber die österreichischen Beamten immer noch in Rheinfelden sassen. Dem Zwitterzustand versuchte der Waldshuter Stadtarzt Sebastian Fahrländer ein Ende zu bereiten. Der «politische Abenteurer» (so Stadtchronist Karl Schib) versuchte, mit Unterstützung der Franzosen einen eigenständigen Kanton Fricktal zu installieren. Das Unterfangen dauerte nur gut ein Jahr ab Februar 1802, ohne dass in dieser Zeit geklärt wurde, welche von zwei rivalisierenden Städten – Rheinfelden oder Laufenburg – die Kantonshauptstadt werden wollte. Im Frühjahr 1803 verleibte Napoleon das Fricktal dem Kanton Aargau ein – womit es automatisch eidgenössisch wurde.