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Unter Augenbrennen versteht man ein unangenehmes, brennendes Gefühl in den Augen.
In den meisten Fällen tritt das Augenbrennen nicht alleine auf, sondern ist begleitet von vielen weiteren Beschwerden wie zum Beispiel einem Druck-, Trockenheits- und Sandgefühl im Auge. Brennende Augen sind häufig gerötet – dies betrifft zum Beispiel das Augenlid oder die Bindehaut.
Ausserdem jucken die Lidränder häufig oder Betroffene erwachen mit verklebten Wimpern nach dem Schlafen. Manchmal bilden sich Schuppen auf den Lidern oder dem Ansatz der Wimpern. Brennende Augen treten häufig in Verbindung mit einer vermehrten Tränenbildung auf. Manchmal bilden die Drüsen auch ein wässriges, schleimiges oder eitriges Sekret.
Brennende Augen können harmlose Ursachen haben, die meist von alleine wieder verschwinden. Augenbrennen ist mitunter aber auch Ausdruck verschiedener ernst zu nehmender Krankheiten. Deshalb sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen, wenn Sie längere Zeit unter Augenbrennen leiden und zusätzlich andere Beschwerden oder Schmerzen auftreten. Er kann die genauen Ursachen erkennen und gegebenenfalls behandeln.
Die Therapie bei Augenbrennen richtet sich nach der Ursache. Brennende Augen infolge einer bakteriellen Entzündung am Auge behandelt der Arzt mit Antibiotika. Entzündungen durch Viren können nicht ursächlich therapiert werden. Manchmal helfen aber abschwellende Augentropfen mit Kortison, die Beschwerden zu lindern.
Brennende Augen beziehungsweise Augenbrennen können unterschiedliche Ursachen haben. Meist brennen die Augen, wenn die Augenoberfläche entzündet oder leicht beschädigt ist. Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis), das sogenannte trockene Auge (Sicca-Syndrom), eine Entzündung des Gewebes zwischen Lederhaut und Bindehaut (Episkleritis) oder eine Entzündung des Augenlidrands (Blepharitis) gehören bei Augenbrennen zu den häufigsten Ursachen.
Seltener treten brennende Augen auch bei einer Entzündung der Lederhaut des Auges (Skleritis), einer Wucherung von gefässhaltigem Gewebe der Bindehaut auf die Hornhaut (Pterygium) oder einer Hornhautentzündung (Keratitis) auf.
Vor allem in einem höheren Lebensalter können brennende Augen oft durch eine altersbedingte Bindehautveränderung, dem Lidspaltenfleck (Pinguecula), hervorgerufen werden.
Bei Augenbrennen kommen zudem als Ursachen infrage:
Beim Augenbrennen ist im Rahmen der Diagnose der erste Schritt immer eine ausführliche Befragung durch den Arzt. Wichtig ist dabei, wie lange das Augenbrennen schon anhält, welche anderen Beschwerden gleichzeitig auftreten und ob die Augen immer in oder nach bestimmten Situationen brennen. Auch Angaben über den Beruf, Arbeiten an einem Computer oder mögliche Giftstoffe am Arbeitsplatz sind für die Ursachensuche bei Augenbrennen von grosser Wichtigkeit.
Der Befragung folgt eine gründliche Untersuchung der Augen, bei welcher der Arzt Auffälligkeiten wie Schwellungen, Rötungen oder Entzündungen der Augen und Augenlider feststellen kann. Meist wird auch ein Sehtest durchgeführt, um eine mögliche Überanstrengung der Augen durch eine nicht festgestellte Sehschwäche auszuschliessen.
Je nach vermuteter Ursache können bei Augenbrennen dann weitere Untersuchungen zur Diagnose durchgeführt werden wie zum Beispiel eine Untersuchung der Tränenflüssigkeit, ein Allergietest oder eine mikroskopische Untersuchung eines Abstrichs aus dem Auge, bei der mögliche Erreger festgestellt werden können.
Beim Augenbrennen richtet sich die Therapie individuell nach der Ursache. Ist der Grund für brennende Augen eine Überanstrengung aufgrund einer Sehschwäche, kann diese mit einer Sehhilfe korrigiert werden. Bei langem Arbeiten am Computer sollten regelmässige Pausen eingehalten werden, um die Augen zu entlasten. Kalte Kompressen und Tränenersatzflüssigkeit können brennende Augen kurzfristig beruhigen.
Bindehautentzündungen, die durch Bakterien ausgelöst wurden, werden mit antibiotikahaltigen Augentropfen behandelt. Gegen virale Entzündungen gibt es keine ursächliche Therapie, in manchen Fällen können aber kortisonhaltige, abschwellend wirkende Tropfen helfen.
Bei Augenbrennen aufgrund einer Allergie ist der erste Schritt der Therapie, den auslösenden Stoff zu vermeiden. Um die Beschwerden zu lindern, können Augentropfen mit sogenannten Mastzellstabilisatoren und Antihistaminika gegeben werden. Eine längerfristige Behandlung der Allergie kann mithilfe einer Hyposensibilisierung erfolgen.
Tritt das Augenbrennen als ein akuter Notfall auf, weil (meist flüssige) Giftstoffe in das Auge gelangt sind, müssen diese sofort ausgespült werden.
Wenn das Augenbrennen Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung ist, sollte in jedem Fall eine zielgerichtete Therapie dieser Erkrankung erfolgen.