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Freiburg/TafersDie heutige Fassung des Weihnachtsspiels, das seine Wurzeln im östlichen deutschen Sprachraum hat, ist wahrscheinlich im 16. Jahrhundert entstanden. In früheren Jahrhunderten sind solche geistlichen Spiele wegen der Kontrolle durch die Geistlichkeit beinahe die einzige Möglichkeit für spielfreudige Menschen gewesen, ihre Lust am Theater auszuleben.
Der Aufbau des Spiels folgt weitgehend dem Lukasevangelium. Dazwischen sind verschiedene theaterwirksame Elemente eingestreut. Alte Kirchenlieder aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind eingestreut. Begleitet werden sie von zwei Flöten, einer Violine und einem Cello. Die Begleitung und die Vor- und Nachspiele zu den Liedern komponierte Erwin Schaller um 1930 anlässlich einer Neuinszenierung. In der Region Freiburg wird das Spiel seit bald 25 Jahren regelmässig aufgeführt.
Der Text und seine szenische Gestaltung nehmen die Sorgen der Bauern auf und stellen sie dar und deuten mit dramatischen Elementen und einer Prise Humor auf ein bäuerlisches, ländliches Milieu hin.
Es kommt darin v.a. bei den Szenen mit den Hirten trotz aller Sorgen eine natürliche Frömmigkeit zum Ausdruck. Reizvoll ist daher eine Aufführung auf dem Bauernhof, «zwischen Ochs und Esulein», wie es im Spiel heisst. im
Pfarreizentrum St. Theres, Freiburg, Mo., 22. Dezember 2008, 19.30 Uhr; Tafers, Bauernhof der Familie Blanchard-Jungo, Tannweg 13, am Di., 23. Dezember 2008, 15 Uhr und 19 Uhr.