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Beweise für die Existenz der Vorfahren des heutigen Lagotto Romagnolo werden mehrere hundert Jahre alt geschätzt. Hinweise auf Hund im Zusammenhang mit Jagd und Fischerei in Italien reichen noch viel viel weiter zurück und tauchen im Laufe der Geschichte immer wieder auf. So hat zum Beispiel der Maler Andrea Mantegna (1431 – 1506) in Bildern des Marquis Luigi III Gonzaga (1414 – 1478) einen Hund festgehalten, der dem heutigen Lagotto Romagnolo ähnlich ist. Auch Carl von Linné (1707 – 1778) soll einen Hund gezeichnet haben, der Ähnlichkeiten mit dem Lagotto Romagnolo aufweist. Es wird vermutet, dass der Lagotto Romagnolo der älteste Wasserhund überhaupt ist. Eine Vielzahl von Überlieferungen berichten von kleinen lockigen Hunden, welche die Jäger der norditalienischen Lagunen, die Vallaroli, begleiteten und zum Aufstöbern und Apportieren des geschossenen Federviehs eingesetzt wurden. Der Lagotto begleitete die Vallaroli auch auf deren Suche nach Trüffeln. Im Laufe der Zeit und im Zuge der Trockenlegung der Sumpfgebiete der Romagna gewann die Trüffelsuche für die Verwendung des Lagotto immer mehr an Bedeutung. Zu dieser Zeit wurde der Lagotto jedoch nicht als Rasse wahr genommen und gezüchtet. Paarungen wurden ausschliesslich im Hinblick auf die Leistung als Nutztier vorgenommen.
Mitte der siebziger Jahre begann eine Gruppe Hundeexperten und Hundeliebhaber, zu welcher auch Dr. Antonio Morsiani zählte, mit der genetischen Rekonstruktion des Lagotto Romagnolo. Sie schufen damit die Grundlage zur Reinzucht des Lagotto Romagnolo.
1988 wurde in Imola der italienische Lagotto Romagnolo-Club, der CIL (Club Italiano Lagotto), gegründet und damit die Voraussetzung für die offizielle Anerkennung der Rasse seitens des ENCI (ente nazionale della cinofilia italiana) und der FCI (federation cynologique internationale) geschaffen.
1992 erfolgte die offizielle Anerkennung des Lagotto Romagnolo durch den ENCI (ente nazionale della cinofilia italiana) und 1995 durch die FCI (federation cynologique internationale). 1997 wurde die UMLAG (unione mondiale dei Club Lagotto Romagnolo) mit dem Ziel gegründet, die Lagotto Romagnolo-Clubs der verschiedenen Länder zu vereinigen.
Heute finden in Italien regelmässig Eignungsprüfungen statt, an welchen die Lagotti ihre Arbeitsqualitäten bezüglich Trüffelsuche unter Beweis stellen können. Diese Prüfungen werden vom CIL (Club Italiano Lagotto) organisiert. Er hat eine entsprechende Regelung zur Eignungsprüfung für die Trüffelsuche anerkannt.
Quelle: Lagotto Romagnolo International Book 2003, Giovanni Morsiani
1995 gründete Maya Mächler in Oey, ihrem damaligen Wohnort, den Lagotto Club Schweiz mit 44 Mitgliedern. Er war der erste Lagotto-Club ausserhalb Italiens.
Quelle: Die Geschichte des Lagotto Club Schweiz, Maya Mächler