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Kurze Vorstellung
Die Frauenklinik Bertha Calderón Roque in Managua ist ein Zentrum für Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie ersten Grades, in dem Patienten aus dem gesamten Land aufgenommen werden. Das Krankenhaus wurde 1975 als chirurgisches Zentrum gegründet und seit 1983 nach und nach als Frauenklinik ausgebaut. Das Bertha Calderón nimmt Patienten auf, die aus anderen Bereichen des Landes aufgrund größerer Schwierigkeiten oder als Notfälle in onkologischem oder geburtlichen Zusammenhang überwiesen werden. AMCA hat die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Ende der 1980er Jahre im Rahmen eines Programmes zur Vorkehrung gegen Gebärmutterhalskrebs begonnen. Das Projekt wurde jedoch abgebrochen infolge einer sandinistischen Wahlniederlage 1991, die den Beginn einer disaströsen Privatisierungspolitik des Gesundheitssektors markierte und mit dem Desinteresse des neuen Gesundheitsministeriums für das Präventionsprogramm einherging. Die neoliberale Politik der folgenden Jahre senkte die Finanzierung der öffentlichen Krankenhäuser, wodurch diese Einrichtungen in mangelhaften und vernachlässigten Zustand gerieten. 2002 hat AMCA nun ihre Unterstützung für das Krankenhaus wiederherstellen können, mit wichtigen Maßnahmen zur Ausbildung des Personals, zum Umbau der neonatologischen Abteilung, dem Bau eines neuen Operationssaals auf der onkologisch-gynäkologischen Abteilung, wo 2010 ein neuer Bereich zur Beschäftigungstherapie eröffnet wurde.
Ein paar Zahlen
Das Krankenhaus verfügt über fünf Operationssäle und 270 Betten, aufgeteilt auf den Abteilungen für Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie. Mit 89 Wiegen ist die neonatologische Abteilung die größte in ganz Nicaragua.
Sottoprogetti
Brust- und Gebärmutterhalskrebs betrifft Frauen im Alter von 25- bis 60 Jahren. Die Schwächung durch die Krankheit und die weite Entfernung vom Zuhause, die die Therapie mit sich bringt, können schwere Auswirkungen nicht alleine auf die Patientin, sondern auch auf deren Angehörige haben.
Der Bereich zur Ergotherapie des Bertha Calderón Krankenhauses ist besonders für Patientinnen der Abteilung und für ihre Familien gedacht, mit dem Ziel, sie zu Aktivitäten der Beschäftigungstherapie, Animationen und psychologischer Unterstützung zu bewegen. In diesem Bereich stehen eine kleine Bibliothek zur Verfügung, und es werden Handarbeitsaktivitäten (Nähen, Sticken etc.) angeboten. Ab dem Eintritt auf die Station haben die Patientinnen die Möglichkeit, die Psychologin der Abteilung zu treffen. Diese spielt eine fundamentale Rolle für die Frauen auf Station: Sie teilt ihnen nicht nur die notwendigen Informationen über ihre Krankheit, die eventuellen weiteren Schritte und den Aufenthalt im Krankenhaus mit, sondern kümmert sich auch um die Patientinnen im Endstadium und steht den Familien im Trauerfall bei.
AMCA trägt dazu bei, dass der Betrieb der Abteilung funktioniert, und kommt zum Teil für die Personalkosten auf.
Von allen vom nicaraguanischen Gesundheitsministerium (MINSA) registrierten Tumorformen stellt Gebärmutterhalskrebs laut statistischer Erhebungen des Krankenhauses aus dem Jahr 2011, die häufigste Todesursache von bösartigen Tumorerkrankungen bei Frauen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren dar, gefolgt von Brustkrebs. Dies ist der Fall, obwohl Gebärmutterhalskrebs eine Tumorform ist, die bei rechtzeitiger Diagnose die größten Heilungschancen aufweist.
Diese Situation geht eindeutig auf das Problem der verspätetenen Diagnose zurück. Aus kulturellen Gründen, aber auch aufgrund mangelnder Möglichkeiten zur Frühdiagnose werden präventive Kontrolluntersuchungen nur sehr selten durchgeführt. Die Folge sind klinische Fälle in weit fortgeschrittenem Stadium bei Einlieferung ins Krankenhaus.
2010 wurde, dank eines Projekts von AMCA, die gesamte gynäkologisch-onkologische Abteilung des Bertha Calderón-Krankenhauses umgebaut. Die Aufnahmekapazität wurde erhöht, sowie die Qualität und die Bedingungen der Stationierung der Patientinnen verbessert. Es wurde überdies ein neuer Bereich zur Vorbereitung und Anwendung von Chemotherapien gebaut. Der Ankauf von medizinischem Gerät hat außerdem die diagnostische und therapeutische Qualität der Abteilung verbessert.
AMCA setzt momentan die Unterstützung der Abteilung mit Aus- und Weiterbildungskursen für das Personal im Bereich der Palliativmedizin fort.
Die übertriebene Medikation im Rahmen der Geburtshilfe und des Neugeborenen bringt häufig unnötige Eingriffe, die teuer, invasiv und manchmal auch gefährlich sind, mit sich. Daher besteht die Gefahr, dass ein Ereignis, das aufgrund seiner biologischen und emotionalen Natur nach eigenen Regeln verläuft, durch die Konzepte medizinischer Betreuung modifiziert wird und dadurch Konfliktsituationen entsehen, die einen guten Teil der Geburten in allen Teilen der Welt bestimmen.
Mit dem Projekt Menschlichere Geburt, das AMCA im Bertha Calderón-Krankenhaus anwenden möchte, soll eine Strategie vorgestellt werden, mithilfe derer die Qualität der Betreuung der Gebärenden verbessert und die hohe Rate an Kaiserschnitten (ca. 42% im Jahr 2013) reduziert werden sollen. Auf diese Weise sollen auch die Morbidität und Mortalität der Mütter und Neugeborenen gesenkt und die Komplikationen, die eine undifferenzierte Anwendung dieses Eingriffes mit sich bringt, vermieden werden. Gleichzeitig sieht das Projekt den Bau von neuen Bereichen und die Anschaffung neuer Ausstattung für die Kreißsäle vor, wodurch eine höhere Sicherheit und Qualität der medizinischen Versorgung im Moment der Geburt geboten werden kann.
Das Projekt setzt erstmalig in Nicaragua das Recht der Frau auf Selbstbestimmung in die Praxis um – sie kann selbst entscheiden, welche medizinische Versorgung sie im Kreißsaal in Anspruch nehmen will -, wie den Respekt vor der Mutter-Kind-Beziehung, indem unnötige Eingriffe, die Kind und Mutter nach der Geburt voneinander trennen, vermieden werden.
Im Bertha Calderón-Krankenhaus werden durchschnittlich 14.000 Kinder jährlich geboren, von denen 25% zu früh und mit einem Gewicht von weniger als 1500 g auf die Welt kommen, weshalb sie auf der neonatologischen Abteilung stationiert werden müssen. Angesichts dieser Situation hat das Krankenhaus in Zusammenarbeit mit AMCA auf drei Anwendungsbereiche priorisiert: Hygiene, Schmerztherapie und Beatmungstherapie.
Mittels kontinuierlicher Fortbildungsprogramme und durch die Anschaffung von Geräten hat AMCA dazu beitragen können, dass bedeutende Ergebnisse bei der Senkung der Säuglingssterblichkeit erreicht wurden. Es wurde vor allem die minimalinvasive Beatmungstechnik CPAP eingeführt, die ideal ist bei drohender Erstickung von Säuglingen. Diese Technik reduziert überdies die Infektionsrisiken und das Leiden der kleinen Patienten. Dank dieses Einsatzes wurde die Sterblichkeitsrate von beatmeten Säuglingen um fast 50% gesenkt, von 41,05% (2006) auf 23,51% (2008).
Die neonatologische Abteilung wurde 2014 vollständig erneuert, und es wurden neue medizinische Geräte dank eines Projektes von AMCA, das von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Bern) mitfinanziert wurde.
Il 50% del contributo di padrinato copre i costi di degenza di un piccolo paziente del reparto di neonatologia dell’Ospedale Bertha Calderon, il 30% va a copertura delle spese di formazione del personale medico e infermieristico e il restante 20% è investito in acquisto di attrezzature mediche.
Costi di degenza
Personale medico e infermieristico
Attrezzature mediche
Spesso un progetto prevede attività e costi che non sono coperti dai padrinati, oppure vengono segnalate emergenze o bisogni straordinari. Per far fronte a queste necessità vengono utilizzati i fondi delle donazioni libere.