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Schmerzfrei erklärt
Kopfschmerzen und Schwindel gehören zu den häufigsten Gründen, warum Patienten einen Arzt aufsuchen. Wie aber entstehen Schmerzen? Welche Arten gibt es? Und wie werden sie behandelt?
Wie entsteht Schmerz?
Die Schmerzempfindung ermöglichen die sogenannten Nozizeptoren – besondere Sinneszellen, die schmerzauslösende Reize erkennen. Ein solcher Reiz kann zum Beispiel von aussen kommen wie Hitze oder Druck, er kann aber auch im Körper entstehen, beispielsweise bei einer Entzündung. Die Schmerzreize werden als Nervensignale zunächst zum Rückenmark geleitet. In diesem Fall handelt der Körper blitzschnell: Wir ziehen die Finger vom heissen Topfdeckel weg, oder das Bein knickt plötzlich ein, wenn wir auf etwas Spitzes treten. Die Reflexe entstehen ungewollt im Rückenmark und sollen den schmerzverursachenden Reiz beenden.
Im Rückenmark werden die Reize verarbeitet und an das Gehirn gesendet. Erst dort wird das Signal in eine unangenehme Empfindung umgewandelt und gespeichert.
Chronische Schmerzen
Von chronischen Schmerzen spricht man unter anderem, wenn die Ursachen für den Schmerz bereits ausgeheilt sind, die Schmerzen aber nicht abklingen.
3 Monate im Jahr
mindestens müssen Schmerzen andauern, damit sie als chronische Schmerzen diagnostiziert werden.
17 Prozent
der Schweizer leiden an chronischen Schmerzen. Das entspricht 1, 5 Mio. Menschen.
Kopfschmerzen
Cluster-, Spannungs- und Migränekopfschmerzen sind die bekanntesten, es gibt aber über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
Clusterkopfschmerz
- 15 Minuten bis 3 Stunden
- Wochen bis Monate, oft im Schlaf
Spannungskopfschmerz
- 30 Minuten bis wenige Tage
- mindestens einmal pro Jahr
Migränekopfschmerz
- 4 bis 7 2 Stunden
- ein- bis sechsmal pro Monat
Regelschmerzen
Regelschmerzen können gleich stark sein wie die Schmerzen bei einem Herzinfarkt.
Rückenschmerz
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Menschen einen Arzt aufsuchen.
88 Prozent
der Schweizerinnen und Schweizer leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen.
22 Prozent
der im Jahr 2020 befragten Schweizerinnen und Schweizer gaben an, mehrmals pro Woche unter Rückenschmerzen oder Verspannungen zu leiden.
4800
Bandscheibenoperationen werden in der Schweiz jährlich durchgeführt. Das entspricht etwa einem Drittel der Badener Bevölkerung.
Zuerst erschienen im Kundenmagazin des Kantonsspitals Baden.