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Professor Bruno Correia von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne untersucht, wie CAR-T-Zell-Therapien sicherer gemacht werden können.
Prof. Correia, womit befassen Sie sich im Rahmen Ihrer Forschung?
Ich beschäftige mich mit der CAR-T-Zell-Therapie. Das ist eine neuartige Form von Krebsbehandlung, bei der die Immunzellen einer Patientin oder eines Patienten umprogrammiert werden, damit sie Krebszellen gezielt erkennen und abtöten. Bei manchen Krebsarten ist die CAR-T-Zell-Therapie sehr wirksam, zum Beispiel bei bestimmten Formen von Leukämie. Sie kann aber auch heftige Nebenwirkungen auslösen, die das Leben der Patientin oder des Patienten gefährden. In unserem Forschungsprojekt arbeiten wir daran, das Risiko für diese Nebenwirkungen zu senken.
Wie gehen Sie da vor?
Die gefährlichste Nebenwirkung bei einer CAR-T-Zell-Therapie ist eine Überreaktion des Immunsystems. Wenn die CAR-T-Zellen gegen die Krebszellen ankämpfen, produzieren sie viele verschiedene Botenstoffe, die zu einer starken Entzündungsreaktion führen. Durch den Einbau von bestimmten Eiweissen in CAR-T-Zellen wollen wir diese «schlauer» machen, sodass ihre Funktion bei Bedarf mit einem Medikament sozusagen abgeschaltet werden kann.
Gibt es schon erste Resultate?
Ja, wir konnten zeigen, dass unser Ansatz im Labor funktioniert. Jetzt geht es darum, die Resultate hinaus aus dem Labor hin zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.
März 2021, Projekt-Nummer KFS-5032-02-2020