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The Moderns
Regie: Alan Rudolph
Darst.: Keith Carradine, Linda Fiorentino, Wallace Shawn, Geneviève Bujold, Geraldine Chaplin, Kevin J. O’Connor, John Lone, Charlélie Couture, Elsa Raven u.a.
Paris 1926: Der Maler Nick Hart tummelt sich in der amerikanischen Exilgemeinde, wo er mit Ernest Hemingway und Gertrude Stein in den einschlägigen Cafés und Salons der Bohème verkehrt. Der Erfolg lässt aber auf sich warten. Seine Bilder sind die Ladenhüter in der Galerie der ehemaligen Nonne Libby Valentin. Mit seinen Karikaturen für die Chicago Tribune kann er sich kaum über Wasser halten. Libby rät ihm schon lange, sich auf sein wahres Talent zu besinnen. Schliesslich waren die Caravaggios seines Vaters besser als die Originale, und eine reiche Amerikanerin sucht gerade einen Maler, der ihr einen Matisse, einen Cézanne und einen Modigliani kopiert. Ihr Mann hat sie betrogen, sie will zurück nach Amerika und die Originale dem Museum of Modern Art schenken. Hart zögert noch, den Auftrag anzunehmen, als er unerwartet seiner grossen Liebe wiederbegegnet. Rachel hatte ihn einst verlassen, weil er arm und erfolglos war. Nun ist sie mit dem skrupellosen Geschäftsmann Bertram Stone liiert, der jüngst in der Szene aufgetaucht ist und darauf brennt, sich durch den Kauf wertvoller Gemälde Anerkennung zu verschaffen. In der Hoffnung, Rachel zurückzugewinnen, willigt Hart in das Fälschungsgeschäft ein. Vor dem Hintergrund der exzentrischen Künstler, Literatinnen und Bohemiens des «Jazz Age» inszeniert Alan Rudolph ein elegantes Verwirrspiel um Schein und Sein. Spielerisch verbindet er seine Liebesgeschichte mit satirischen Anmerkungen zu Wahrheit und Lüge, Betrug und Selbstbetrug, Liebe und Selbstverliebtheit. Michael Althen schreibt in Die Zeit: «In ‹The Moderns› bringt Alan Rudolph mit seinen Fiktionen die Fakten zum Tanzen. Sein Paris der Lost Generation ist eine bewusste Fälschung, die die Wahrheit zum Vorschein bringt. Hemingway steht ständig im Abseits und gibt markige Männersprüche zum Besten. Gertrude Stein thront als boshaftes Monster in ihrem Salon, vor dem Alice B. Toklas die Türsteherin spielt. Tout Paris spielt den Statthalter des eigenen Mythos, der sich erst durch Rudolphs kongeniale Erfindungen belebt. So beginnt sich das Karussell um Traum und Wirklichkeit zu drehen.»