Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03615.jsonl.gz/2405

María Cristina Kiehr
Karten
María Cristina Kiehr
Sopran
María Cristina Kiehr ist in Argentinien geboren und erhielt dort ihre erste musikalische Ausbildung. 1983 kam sie nach Europa und studierte bei René Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis, um sich besonders im Barockgesang weiterzubilden, während sie gleichzeitig Gesangstechnik bei Eva Krasnai studierte. Sie ist heute eine der unumstrittenen Größen des Barockgesangs und hat weltweit bei zahlreichen Konzerten und Aufnahmen mitgewirkt, u.a. mit dem Concerto Vocale (René Jacobs), Concerto Köln, dem Ensemble 415 (Chiara Banchini), Cantus Cölln (Konrad Junghänel), dem Ensemble Vocal Européen (Philippe Herreweghe), Hesperion XX (Jordi Savall), La Fenice (Jean Tubéry), Elyma, dem Nederlands Kamerkoor, und hat außerdem mit Frans Brüggen, Gustav Leonhardt und Nikolaus Harnoncourt zusammengearbeitet.
Das besondere Interesse von María Cristina Kiehr gilt der Musik des Frühbarocks. Sie ist Mitgründerin des Ensembles La Colombina. 1988 hatte sie ihr Operndebüt in Innsbruck in Cavallis Giasone unter der Leitung von René Jacobs. Ebenfalls unter René Jacobs wirkte sie mit bei Produktionen der Opern L’Incoronazione di Poppea von Monteverdi, Orontea von Cesti und Dido and Aeneas von Purcell. Unter Gabriel Garrido sang sie die Venere in Dafné von Gagliano, Musica und Speranza in L’Orfeo und die Minerva in Il Ritorno d’Ulisse von Monteverdi. Ihre Begegnung mit dem Cembalisten und Organisten Jean-Marc Aymes führte zur Gründung des Ensembles Concerto Soave, das sich besonders der italienischen Musik des frühen 17. Jahrhunderts widmet. Es bildet ein Concerto im ursprünglichen Sinne, d.h. eine reiche Instrumentalpalette (Cembalo, Orgel, Erzlaute, Viola da gamba, Harfe...), die den Sologesang begleitet. Es ist bei allen namhaften Festivals der Alten Musik aufgetreten: Utrecht, Ambronay, Sablé-sur-Sarthe, Montreux, Pontoise, Simiane-la-Rotonde, Semaine Sainte en Arles, sowie in Marseille, Lausanne und Paris (Cité de la Musique).