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Burnout – Was ist das?
Bei Burnout handelt es sich um einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung mit verringerter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, der durch chronische Stressfaktoren ausgelöst wird. Von den Betroffenen werden sie als nicht mehr bewältigbar erlebt. Die Belastungsfaktoren sind meist im beruflichen Umfeld zu suchen, können aber auch durch Leistungsüberforderung im sozialen oder familiären Kontext bedingt sein.
Symptome
Das Symptombild eines Burnout-Syndroms lässt sich unter fünf Kategorien beschreiben:
- 1) Motivationale Symptome
Erschöpfung, Motivationsverlust, Antriebsblockade, verringerte Eigeninitiative bis hin zur Resignation.
- 2) Leistungsbezogene Symptome
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, reduzierte Entscheidungsfähigkeit, verbunden mit Selbstzweifeln, Verringerung der Produktivität, Kreativität und Flexibilität, reduzierte Fähigkeit zu komplexen Aufgaben, vermehrte Ungenauigkeit und Desorganisiertheit.
- 3. Emotionale Symptome
Niedergeschlagenheit oder Stimmungsschwankungen, Gefühl der inneren Leere, Ängstlichkeit, Nervosität, Reizbarkeit bis Zynismus, gesteigerte Aggressivität.
- 4) Symptome auf der Verhaltensebene
Verminderte oder erhöhte Aktivität, Impulsivität oder vermehrtes Zögern, gesteigertes Risikoverhalten, erhöhter Konsum suchtfördernder Substanzen, sozialer Rückzug, Vernachlässigung von Freizeitaktivitäten.
- 5) Körperliche Symptome und Begleiterscheinungen
Chronische Überlastungsreaktionen mit Müdigkeit und Schlafstörungen sowie Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Magengeschwüre.
Burnout als Prozess
Burnout ist ein schleichender Prozess, dem in der Regel ein ausgeprägtes berufliches Engagement vorausgeht.
Das Modell I-S-A-R zeigt einen typischen vierstufigen Phasenverlauf und nennt die in der Forschungsliteratur am häufigsten beschriebenen Symptome. Daneben sind atypische Verläufe möglich – etwa bei Personen, die sich auch jenseits des Leistungskontexts als überfordert erleben.
Die präventiven und therapeutischen Strategien im Umgang mit stressbedingten Erkrankungen umfassen je nach Ausprägung:
- 1) Früherkennung erhöhter Stressvulnerabilität
- 2) Coaching und psychotherapeutische Interventionen
Für diese beiden Stufen sind ambulante Konsultationen bei einem spezialisierten Psychotherapeuten oder berufliche Unterstützung durch einen Coach empfehlenswert. Betroffene können sich im Zentrum für stressbedingte Erkrankungen jederzeit für ein Gespräch an ein Mitglied des Therapeutenteams wenden.
- 3) Bei fortgeschrittenem Burnout empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt mit Regenerationsangeboten in Kombination mit einem intensiven massgeschneiderten Psychotherapieprogramm. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes wird die Behandlung durch Medikamente und biologische Therapien unterstützt.