Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03180.jsonl.gz/597

Autor: walter buchs
freiburgDie SP-Grossräte Martin Tschopp und Hugo Raemy hatten in einem im Herbst 2008 eingereichten Postulat vom Staatsrat einen Bericht verlangt, der aufzeigt, wie akut die Problematik des Generationenwandels heute ist. Es sollte dabei aufgezeigt werden, welche Massnahmen geplant oder allenfalls bereits umgesetzt sind. Dabei sollten sämtliche Belange staatlichen Handelns und auch jene der Privatwirtschaft, namentlich der drohende Fachkräftemangel, miteinbezogen werden.
In der soeben veröffentlichten Antwort beantragt die Regierung dem Grossen Rat, das Postulat abzuweisen. Der Staatsrat teile zwar die Besorgnis der Verfasser des Postulats. Die aufgeworfenen Fragen seien aber bereits beantwortet. Dabei wird auf den Bericht zum Postulat von Christine Bulliard und Jacques Bourgeois hingewiesen, von dem der Grosse Rat im Februar 2009 Kenntnis genommen hatte.
Zielsetzung und Massnahmen bekannt
Aus diesem Bericht gehe namentlich hervor, dass der Kanton Freiburg seit mehreren Jahren zu den Kantonen mit dem stärksten Bevölkerungswachstum gehöre. Die demografische Dynamik Freiburgs, die auf einer leicht überdurchschnittlichen Geburtenrate und einer starken Zuwanderung beruhe, habe unter anderem zur Folge, dass der Kanton Freiburg die Bevölkerung mit dem gesamtschweizerisch tiefsten Durchschnittsalter habe.
Die Überalterung und die damit einhergehenden sozioökonomischen Probleme seien somit kein spezifisch freiburgisches Problem, so der Staatsrat in der Antwort auf das Postulat Tschopp/ Raemy. Auch wenn dieses Phänomen im Kanton gegenwärtig eher etwas weniger stark ausgeprägt sei als anderswo, werde er aber dennoch nicht davon verschont.
Deshalb habe die Regierung bekanntlich bereits verschiedene Projekte und politische Programme lanciert oder geplant. Diese seien im Regierungsprogramm und in den jährlichen Tätigkeitsberichten des Staatsrates erwähnt. Zudem würden die demografischen Daten ständig analysiert, dies bereits im Hinblick auf das nächste Regierungsprogramm.