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Etliche Froschlurche der Unterfamilie Leptodactylinae, zu der die Gattung Lithodytes zählt, legen ihre Eier nicht im Wasser ab. Sie bevorzugen dafür Erdvertiefungen oder Laubansammlungen. Dass einer von ihnen aber ausgerechnet Ameisenhaufen für seine Fortpflanzung benutzt, ist neu. Barros hat den Lithodytes für seine Doktorarbeit in Ökologie am Inpa deshalb genauer unter die Lupe genommen.
Bevorzugt werden von dem Lithodytes-Frosch die Nester der Blattschneiderameisen der Familie Atta. Die gehen mit Eindringlingen eigentlich nicht zimperlich um und befallen diese im Handumdrehen. Den Lithodytes lineatus greifen sie trotzdem nicht an.
Der Biologe André Barros vermutet, dass das friedliche Verhalten der Atta-Ameisen dieser Froschart gegenüber an den chemischen Substanzen liegt, die er über seine Haut abscheidet. Auf andere Froscharten reagieren die Atta-Ameisen nämlich durchaus aggressiv. Wurden diese jedoch mit aus den Hautdrüsen des Lithodytes lineatus gewonnen Extraten umgeben, haben die emsigen Krabbler diese ebenso links liegen lassen.
Ameisen kommunizieren untereinander unter anderem mit Hilfe von chemischen Substanzen. Dies macht sich der in der Amazonasregion vorkommende Lithodytes mit seinen Hautabscheidungen scheinbar zu Nutze.
Ein derartiges Zusammenleben zwischen Frosch und Blattschneiderameisen war für Brasilien bisher unbekannt. Laut dem Forscher ist dieses Verhalten bis dato lediglich von drei Froschrarten in Afrika bekannt gewesen.
Noch sind die Forschungsarbeiten Barros nicht abgeschlossen. Er untersucht vielmehr noch weitere Aspekte über die Interaktion zwischen Lithodytes lineatus und den Blattschneiderameisen.