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Geologie des Napfgebietes
Vor 10 bis 40 Millionen Jahren wurde durch riesige Urflüsse Schutt von den Alpen nach Norden (ins Schweizer-Mittelland) und nach Süden (Poebene) verfrachtet. Der Schutt dieser Urflüsse führte auch Gold mit sich. In ihrem Mündungsbereich lagern die Urflüsse ihr grobes Material ab. Der Napf ist ein Delta alpin Urfluss. Das Napfgold liegt im Allgemeinen als flach ausgewalzte, längliche oder gerundete Blättchen (Goldflitter) vor und ist über 23 Karat rein.
Goldwaschen oder Goldsuchen als Hobby
1969 treten 5 junge Willisauer als Exkursion zur grossen Fontanne. 1989 wurde die Schweizerische Goldwäschervereinigung im Restaurant Reussfähre in Luzern gegründet. Ihr Sitz ist im Bramboden und zählt heute rund 300 Mitglieder.
Die Blütezeit der luzernischen Goldwäscherei: Emmengold
Zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurde in der Reuss, kleine Emme, der Luthern und der Wigger Gold gewaschen. Ab 1523 mussten die luzernerischen Goldwäscher dem Staat Luzern Gold abliefern. Da war bekannt, dass Gold von der grossen Fontanne in die kleine Emme gelangte, sie war aber unwegsam.
Die Lebensumstände der Goldsucher
Die Lebensumstände der Goldsucher waren sehr bescheiden. In wirtschaftlich schlechten Zeiten, bei Missernten und Hunger gab es mehr Goldwascher. Sie erhielten für Gold Nahrungsmittel.
Gold und Goldwäscherei im Napfgebiet
Die Bäche, die am Napf entspringen, führen in ihren Kies- und Geröllbänken winzige, oft auch bis 8mm lange Goldplättchen. Die erste schweizerische Goldgewinnung wird im 12. Jahrhundert erwähnt und zwar in der Reuss und in der Aare. Die Goldwäscherei hat sich nach und nach ins Napfgebiet verlagert, im besonderen in die Luthern, Wigger in die beiden Fontannen und in den Goldbach. Man weiss aus geschichtlichen Quellen, dass 1580 der Ritter Ludwig Pfyffer mit Knapper im Goldbach nach Gold suchte. Verschiedene Waschversuche zeigten, dass sich das berufsmässige Goldwaschen nicht lohnte. Münzen aus Napfgold befinden sich heute im Staatsarchiv Luzern. Die Goldwäscherei in den beiden Fontannen wurde in den letzten Jahren stark gefördert und gilt als touristische Attraktion.
Benötigtes Material
Stiefel · Schaufel · Sieb · Waschanlage · Waschbecken · Plastikkübel · Gläschen