Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/2561

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Schneemassen haben am Dienstag an der Ruine des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine das Dach und eine Mauer einer Maschinenhalle teilweise zum Einsturz gebracht. Dutzende Arbeiter der Anlage wurden in Sicherheit gebracht.
Es habe keine Verletzten gegeben, auch sei kein Anstieg von Radioaktivität gemessen worden, teilte die ukrainische Katastrophenschutzbehörde am Mittwoch mit. Nach Angaben der Medienstelle des Kraftwerks ereignete sich der Unfall mehr als 50 Meter vom Sarkophag entfernt, der den Reaktor umgibt.
Fast 80 Arbeiter der französischen Baufirmen Vinci und Bouygues wurden in Sicherheit gebracht, wie die Firmen mitteilten. Dabei handle es sich um eine "Vorsichtsmassnahme". Die Angestellten waren demnach mit Arbeiten an der Schutzhülle beschäftigt. Wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden sollten, war zunächst unklar.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach nach dem Einsturz von einem beunruhigenden Signal. "Es gibt keine Garantie, dass in naher Zukunft nicht auch der Sarkophag einzustürzen beginnt", sagte ein Sprecher in der Hauptstadt Kiew.
Bau von Schutzmantel
Am 26. April 1986 hatte sich im Kernkraftwerk Tschernobyl im Norden der Ukraine der grösste Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie ereignet. Durch die Katastrophe von Tschernobyl wurden grosse Gebiete der Ukraine, Russlands und Weissrusslands verseucht. Die Strahlung breitete sich auch über weite Teile Europas aus.
2012 wurde mit dem Bau eines 1,54 Milliarden Euro teuren neuen Schutzmantels begonnen. Der nach dem Unglück zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung errichtete Beton-Sarkophag über dem zerstörten Reaktor ist über die Jahre brüchig geworden.
SDA-ATS