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Der Ausbau des Sektors «Gare-Casino» nimmt konkrete Formen an
Der Sektor «Gare Casino» umfasst auf einer rund 21'000 m2 grossen Fläche den Busbahnhof, mehrere Parkplätze im Freien, diverse Gebäude und Lagerhallen sowie das alte Casino. Das Gebiet befindet sich in der Nähe des Bahnhofs und eignet sich damit ideal für die Schaffung eines attraktiven, an den öffentlichen Verkehr angeschlossenen Viertels. Gleichzeitig wird die Anbindung an die Altstadt verbessert, die vom Büro für das ISOS (Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) als Ort von nationaler Bedeutung gewürdigt wurde.
Die Studien zur Erstellung des Detailbebauungsplans (PAD) wurden 2014 im Anschluss an den im Oktober 2013 von der Gemeinde und den TPF organisierten Studienauftrag (MEP) in die Wege geleitet. Der PAD ist die Grundlage für die Bebauung von 25'000 m2 Bodenfläche. Er greift das Konzept des MEP auf, das auf der Erstellung eines modernen, angenehmen öffentlichen Raums beruht. Der Detailbebauungsplan sieht die Verteilung des neuen Viertels rund um einen öffentlichen Bereich vor, der mit seinen kleinen, baumbepflanzten Plätzen sowie Bereichen mit Wohnhäusern und Gebäuden für Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen ein echtes Rückgrat der sanften Mobilität bilden wird.
Ein Multifunktionsviertel
Das Viertel ist zu zwei Dritteln für den Wohnungsbau vorgesehen, d. h. rund 150 Wohnungen, bietet jedoch auch Raum für Geschäfte (rund 2'500 m2) und Dienstleistungsbetriebe (rund 7'500 m2). Die für dieses Neubauviertel notwendigen Parkplätze befinden sich ausnahmslos unterirdisch. Die öffentlichen Parkplätze für Besucher der Altstadt werden ebenfalls in die geplante Tiefgarage integriert.
Bei der Vorprüfung des Projektes haben sämtliche kantonale Stellen einen positiven Vorbescheid zum PAD «Gare-Casino» gegeben. Daher wird dieser ab Freitag, 26. Mai bis Montag, 26. Juni 2017 öffentlich aufgelegt. Nach Abschluss der öffentlichen Auflage und unter Vorbehalt möglicher Beanstandungen muss der PAD noch von der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) genehmigt werden. Die ersten Bauarbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2020 beginnen. Das erste Gebäude ist für 2022 geplant. Die weiteren Bauarbeiten erstrecken sich daraufhin über mehrere Jahre.
Freiburg, 24. Mai 2017