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Kauw 1670
Das Schloss Muri ist ein Schloss auf dem Murihügel in der Gemeinde Muri bei Bern im Kanton Bern.
Muri gehörte zu den Besitzungen der Freiherren von Montenach zu belp und kam mit den Gebieten der alten Herrschaft Geristein um 1300 an die Stadt Bern, deren erstes Landgebiet diese bildeten. Die Güter zu Muri hatten die von Montenach schon 1239 an das Kloster Interlaken verkauft.
Muri wurde von für Johann Rudolf von Diesbach errichtet (oder umgebaut), der Oberst in Frankreich und später Landvogt von Lenzburg gewesen war und 1650 - 1652 von verschiedenen Einheimischen grosse Grundstücke erworben hatte. Das älteste Bild von Kauw (um 1670) zeigt das übliche Bau des 16/17. Jahrhunderts mit dem spitzen Treppentürmchen, einen langestreckten Dependenzgebäude mit Dachreiter und Ecktürmschen im Norden.
1695 wurde es von Albrecht von Mülinen erworben und blieb danach bis 1758 im Besitz von dessen Nachkommen. Dann wurde es in Folge finanzieller Schwierigkeiten der damaligen Besitzerfamilie an Burger und Metzger Abraham Henggi verkauft. Dieser liess grosse Umbauten vornehmen, die schlussendlich seine finanziellen Möglichkeiten überstiegen.
In der Revolutionszeit wohnte da der Graf von Artois, der spätere König Charles X, von Frankreich, der jüngere Bruder Louis XVI und des Louis XVIII, während im benachbarten Gümligen die Gräfinnen von Polignac als Emigrantinnen lebten.
1825 erwarb der Arzt Samuel Lehmann das Schloss und 24 Jahre später kaufte es der Bankier Ludwig Emanuel von Wagner. Er baute um und vergrösserte das Gebäude. 1892 vererbte die Witwe Wagners die Domäne Louise Fanny und den sechs Kindern der verstorbenen zweiten Tochter. Louise Fanny, die schon seit 1870 Witwe des Jakob Rudolf Ludwig von Ernst war, zahlte ihre Miterben aus und vermachte Schloss Muri gemeinsam dem Sohn Armand Heinrich Friedrich und der Tochter Louise Katharina Henriette, die ihren Anteil dem Bruder überliess.
1938 wurde der Sohn des bisherigen Besitzers Alfred Alexander Ludwig Armand von Ernst Eigentümer des Schlosses und übertrug es dann 1980 seiner Tochter Catherine Stankiewicz-von Ernst.
Bibliographie