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Das Kollegienhaus
Seit seiner feierlichen Eröffnung im Jahr 1939 ist das Kollegienhaus am Petersplatz 1 das zentrale Gebäude der Universität Basel.
Das von Roland Rohn entworfene Gebäude wurde in den Jahren 1937-1939 nach jahrzehnte langen Diskussionen als Ersatz für das als nicht mehr genügend empfundene Untere Kollegium am Rheinsprung gebaut. Ein wichtiger Diskussionspunkt war das Zeughaus, das für den Neubau am Petersplatz weichen musste und dessen Abriss durch eine Volksabstimmung im Jahr 1936 befürwortet worden war. Manches sprach für den Petersplatz als neuen Standort, insbesondere die Nachbarschaft zu den anderen neu entstandenen Universitätsgebäduen, dem Bernoullianum (1874), dem Vesalianum (1884), der heute zum Teil von der Universität genutzten Gewerbeschule und dem Gewerbemuseum (1893), mit der Universitätsbibliothek (1896) und dem Botanischen Institut (1898).
Nach mehr als 60 Jahren intensiver Nutzung wurde das Kollegienhaus 2001-2003 umfassend renoviert. Heute finden im Kollegienhaus Vorlesungen, Vorträge und Tagungen statt. Ein Teil der Verwaltung befindet sich ebenfalls in diesem Haus. Unweit von Mensa, Universitätsbibliothek und Bernouillianum gelegen ist es auch Treffpunkt der Studierenden und Sitz der SKUBA (Studentische Körperschaft der Universität Basel).
Die künstlerische Ausstattung der Gebäudes soll hier nicht vorgestellt, sondern nur die Inschrift zitiert werden, welche beim Eingang in grossen Lettern die Wand ziert. Es sind die ersten Zeilen der Stiftungsbulle des Papstes Pius II. von 12. November 1459: «Unter den verschiedenen Glückseligkeiten, welche der sterbliche Mensch in diesem hinfälligen Leben durch Gottes Gabe erlangen kann, verdient nicht unter die letzten gezählt zu werden, dass er durch beharrliches Studium die Perle der Wissenschaft zu erringen vermag, welche den Weg zu gutem und glücklichem Leben weist und durch ihre Vortrefflichkeit bewirkt, dass der Erfahrene weit über den Unerfahrenen hervorragt.»
Daran sind in den vergangen 60 Jahren Tausende von Universitätsangehörigen vorbeigegangen. 1989 beging die Universität das 50 Jahr-Jubiläum des Bezugs des neuen Kollegiengebäudes. Rektor Carl Rudolf Pfalz deutete bei diesem Anlass das Jahr 1939 als historischen Wendepunkt: Die Universität habe den Sprung von der Kleinuniversität zur Hochschule mittlerer Grösse gewagt, aber ihre wohltuende Überschaubarkeit gewahrt ohne den anonymen Massenbetrieb einer Grossuniversität.

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