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Eine Analyse der Bilder aus Butscha (Bucha) und anderen Vororten von Kiew über die ermordeten Zivilisten vermittelt den Eindruck, als ob dieses Morden durch die russischen Soldaten systematisch erfolgt sei.
Die Ursprünge des systematischen Ermordens von Gegnern im Krieg dürfte bereits der Führer der Bolschewiken, Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin (1870-1924), begründet haben.
Während seines Aufenthaltes in der Schweiz (1914-1917) studierte er die Abhandlung „Vom Kriege“ des preussischen Kriegstheoretikers Carl von Clausewitz (1780-1831).
Bei seinem Studium verfasste er zu dieser Abhandlung Auszüge und Randglossen. Diese vermitteln heute ein Bild über sein Denken und seinen Vorstellungen über den Krieg.
So hat Lenin verschiedene Thesen der Abhandlung von Clausewitz hervorgehoben: (1) „Kampf ist ursprünglich die Äusserung feindseliger Gefühle.“
Im Krieg gegen die weissrussischen und nationalistischen Streitkräfte (1917-1922) verlangte Lenin aufgrund seiner kriegswissenschaftlichen Studien von seinen Kommandanten in ihren Operationen die systematische Vernichtung der Feinde.
Sein Nachfolger Josef Wissarionowitsch Stalin (1878–1953) übernahm für seine Schreckensherrschaft verschiedene Kriegsthesen von Lenin und perfektionierte diese bei den Vernichtungsfeldzügen seiner Geheimdienste gegen seine innenpolitischen Feinde zum systematischen Ermorden.
Der heutige Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin, der vermutlich schon früher ein Apologet von Stalin war, hat über Russland eine stalinistische Herrschaft errichtet.
Der Krieg gegen die Ukraine, vermutlich von ihm ursprünglich als einfacher Eroberungsfeldzug gedacht, wird zunehmend zu einer Strafaktion gegen das ukrainische Volk.
In diesem Sinne muss der Krieg von Putin als die systematische Ermordung und Vernichtung der ukrainischen Bevölkerung bezeichnet werden. Dies wird durch seine Soldateska auch umgesetzt.
1 Lenin, W.I., Clausewitz’ Werk „Vom Kriege“, Auszüge und Randglossen, Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung, (Ost-)Berlin, 1957, S.18.