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Technische Spezifikationen
Nachhaltigkeitskriterien lassen sich durch die technischen Spezifikationen definieren. Voraussetzung ist der Bezug der Nachhaltigkeitskriterien zum Auftragsgegenstand. Die Kriterien können sich nicht nur auf Anforderungen zu Produkteigenschaften (wie z. B. spezifische Materialien) beziehen, sondern auch auf Produktions- und Verarbeitungsmethoden, sofern diese zu den Merkmalen des Produkts beitragen.
Bei sozialen Kriterien lässt sich nur selten der Produktbezug nachweisen, weshalb sie prinzipiell nicht in technische Spezifikationen einfliessen. Eine Ausnahme sind behindertengerechte Anforderungen an öffentliche Bauten, da der Produktbezug hier klar ersichtlich ist.
Der Produktbezug ist bei Umweltkriterien einfacher nachweisbar, da sich die Kriterien meist im Produkt niederschlagen. Mit technischen Spezifikationen können ausgewählte Umweltkriterien als Mindestanforderungen festgelegt werden. Grundsätzlich können alle Kriterien, die mit dem Auftragsgegenstand zusammenhängen, aufgenommen werden - auch wenn sie nicht direkt im Produkt sichtbar sind.
Einkäufer dürfen beispielsweise Strom aus erneuerbaren Energien oder auch Lebensmittel aus biologischem Landbau verlangen, da die Verarbeitungs- und Produktionsmethode die Eigenart und den Wert des Produkts verändert.
Standards als Nachweis für technische Spezifikationen
Standards und Labels können als Nachweis für die Einhaltung von technischen Spezifikationen dienen. In der Ausschreibung dürfen Sie jedoch nicht explizit verlangt werden. Sie können als Indiz für die Erfüllung von spezifischen Anforderungen verwendet werden, gleichwertige Nachweise sind aber ebenso zu akzeptieren.