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Nina Simone: Die Hohepriesterin des Soul
Nina Simone schafft es bis heute mit ihrer tiefen Stimme Millionen von Fans zu berühren. Als afroamerikanische Frau in einer Welt, welche von einer weissen Elite regiert wurde, hat sie sich für einen gesellschaftlichen Umschwung eingesetzt.
Nina Simone wurde in ihrem Leben häufig für ihre exzentrischen Ausbrüche in der Öffentlichkeit kritisiert. Dabei wurde jedoch nicht beachtet, dass Nina Simone mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte.
Damals, als "Love Me or Leave Me" aufgenommen wurde, stand für Nina Simone immer noch ihre Karriere als Konzertpianistin im Vordergrund. Aufgrund ihrer Hautfarbe, war es für sie aber praktisch unmöglich, an einer hochkarätigen Musikhochschule aufgenommen zu werden.
Unter dem niederländischen Lable "Philips" wurde es Nina Simone zum ersten Mal ermöglicht, mit ihrer Musik ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Im Song "Mississippi Goddamn" macht Simone auf die rassistisch motivierten Attentate in Mississippi und Alabama aufmerksam. Man beachte die berühmte Songzeile: "You don't have to live next to me, just give me my equality!"
Ein wiederkehrendes Motiv in der Musik von Nina Simone sind ihre unglücklichen Liebesbeziehungen. Simone war mehrere Male verheiratet. Einer ihrer Ehemänner war der Polizist Andrew Strout. Dieser wurde später auch Nina Simones Manager. Obwohl Andrew Strout seine Ehefrau Nina Simone physisch und psychisch misshandelte, konnte Simone ihren Mann nicht einfach verlassen, da dieser als ihr Manager ihr Vermögen verwaltete.
Anlass zum zweistündigen Nina Simone-Special ist Simones 88. Geburtstag, welcher heute, am 21.02.2021 gefeiert wird.
Die ganze Ausgabe Intravinyl gibt's hier: