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Helleborus niger, schwarze Nieswurz
Von der schwarzen Nieswurz, auch bekannt als Christrose, hat Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie, nur die Wurzel als Ausgangssubstanz genommen. Er schreibt in seiner 1825 verfassten Reinen Arzneimittellehre, dass er „den mit Weingeist zu gleichen Theilen gemischte Saft aus der frischen und die geistige Tinctur der trockenen Wurzel des Helleborus niger“ zur Zubereitung des homöopathischen Mittels verwendet hat. Mit der Mischung der frischen und der getrockneten Wurzel, bezweckt er eine möglichst umfassende Wirkung der Pflanze, da sich beim Trocknen die Inhaltsstoffe und damit deren Wirkung recht stark verändern können.
Das Mittel muss auch heute genau gleich zubereitet werden. Andernfalls kann es andere Wirkungen zeigen. Die Zubereitung eines homöopathischen Mittels muss also von der Person, welche die Wirkung eines Mittels erstmals erforscht hat, genau dokumentiert werden, damit es in der gleichen Art und Qualität wieder hergestellt werden kann.
Helleborus ist ein Mittel, das stark auf das Gehirn wirkt. Reize, die von aussen kommen, können nicht mehr verarbeitet werden, es ist wie eine allmähliche Lähmung des Gehirns, Muskeln gehorchen dem Willen nicht mehr. Es kann helfen bei Folgen von Gehirnentzündungen, nach Schlaganfall, bei Alzheimer, nach Alkohol- oder Drogenmissbrauch, bei behinderten Kindern, wenn noch andere Symptome des Mittels vorhanden sind.
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