Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/154481

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Abwertung des Euro gegenüber dem Franken um 20 Prozent hat starke Auswirkungen auf freie Gruppen mit internationaler Ausstrahlung. Da sie ihre Vorstellungen im Rahmen ihrer internationalen Tourneen in Euro verkauft haben, hat die Aufhebung des Mindestkurses zu schweren finanziellen Verlusten geführt.</p><p>Wird der Bundesrat diesen Kulturschaffenden, die zu unserer internationalen Ausstrahlung beitragen, zu Hilfe kommen, insbesondere über Pro Helvetia, die Auslandtourneen von freien Gruppen unterstützt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der schwierigen Rahmenbedingungen für die internationale Tourneetätigkeit von freien Tanz- und Theatergruppen bewusst. Ein wichtiger Teil der Einnahmen dieser Gruppen stammt aus den Einnahmen von Gastspielen im Ausland und fällt in Fremdwährungen an. Gleichzeitig haben die Gruppen weiterhin ihre Fixkosten und die laufenden Produktionskosten in Schweizerfranken zu decken. Diese Ausgaben fallen im Inland an und können nicht in anderen Währungen beglichen werden, wie z. B. Löhne, Mieten für Proberäume, Erstellung von Bühnenbildern und Kostümen usw. Dieser Sachverhalt hat sich seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses verschärft.</p><p>Die am intensivsten im Ausland tourenden Gruppen werden von Pro Helvetia mit dreijährigen, von Städten, Kantonen und Pro Helvetia gemeinsam unterzeichneten Leistungsvereinbarungen für freie Theater- und Tanzkompanien unterstützt. Pro Helvetia entschied sich, die Verträge ab 2015 im Durchschnitt mit höheren Mitteln für Auslandaktivitäten auszustatten. Weiter gehende Massnahmen sind im Rahmen des laufenden Budgets nicht möglich.</p><p>Im Rahmen der Kulturbotschaft 2016-2020 werden zur Stärkung der internationalen Präsenz von Schweizer Kulturschaffenden für Pro Helvetia Zusatzmittel beantragt, die auch den freien Schweizer Theater- und Tanzgruppen zugutekommen sollen.</p>  Antwort des Bundesrates.