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(Meldung durchgehend mit weiteren Informationen ergänzt)
Zürich (awp) - Das personalisierte Krebsmedikament RG7204 (PLX4032) des Pharmaunternehmens Roche hat in einer klinischen Phase III-Studie für Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs einen signifikanten Überlebensvorteil gezeigt. In der weltweit durchgeführten BRIM3-Studie seien beide primären Endpunkte erreicht worden, teilte Roche am Mittwoch mit.
Die Patienten mit zuvor unbehandeltem, BRAF-V600-Mutation-positivem metastasierendem Melanom hätten insgesamt länger gelebt als die, die mit Dacarbazin, der aktuellen Standardtherapie, behandelt wurden (Gesamtüberleben). Sie hätten zudem länger gelebt, ohne dass ihre Erkrankung fortgeschritten sei (progressionsfreies Überleben). Das Sicherheitsprofil habe generell dem früherer Studien mit RG7204 entsprochen.
Das Arzneimittel RG7204 wurde mit dem Ziel entwickelt, selektiv eine krebserzeugende, mutierte Form des BRAF-Proteins zu hemmen, die bei etwa der Hälfte aller Fälle von metastasierendem Melanom auftritt. Parallel dazu wird von Roche Molecular Diagnostics das Testverfahren "Cobas 4800 BRAF V600 Mutation Test" entwickelt. Damit sollen Patienten identifiziert werden, deren Tumore das mutierte BRAF-Gen aufweisen und damit am besten auf die Behandlung ansprechen.
Roche arbeite nun eng mit den weltweiten Gesundheitsbehörden zusammen, um das kürzlich angekündigte "Early Access Program" für RG7204 zu erweitern, so dass auch Patienten mit zuvor unbehandeltem Melanom behandelt werden können. Die vollständigen Studiendaten sollen später im Jahr bei einem medizinischen Kongress vorgestellt werden.
Die BRIM3-Studie wurde im ersten Quartal 2010 gestartet und an mehr als 100 Studienzentren weltweit durchgeführt. Dabei wurden 675 Patienten mit zuvor unbehandeltem, BRAF-V600-Mutation-positivem metastasierendem Melanom entweder mit RG7204 oder mit Dacarbazin, der aktuellen Standard-Chemotherapie, behandelt. Die Behandlung sei so lange fortgesetzt worden, bis die Erkrankung fortschritt oder nicht zu tolerierende toxische Wirkungen auftraten.
Das fortgeschrittene Melanom ist laut Roche die tödlichste und aggressivste Form von Hautkrebs. Die Lebenserwartung der davon betroffenen Menschen bewege sich im Bereich von Monaten. Gemäss Schätzungen versterben daran jährlich 40'000 Menschen. In den nächsten zehn Jahren dürfte sich die Zahl der Menschen mit Melanom in den Industrienationen von 138'000 neuen Fällen pro Jahr auf 227'000 neue Fälle im Jahr 2019 verdoppeln.
tp/rt
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