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das seth-material und verzerrungen
Jane Roberts, Das Seth-Material
„Dann sagte er [Seth], dass stimmliche Kommunikation nicht die Regel sei. Sie wird weder von weiter fortgeschrittenen Wesenheiten noch von weniger entwickelten Wesenheiten, als wir es sind, benutzt. Damit sie für unsere dreidimensionalen Selbst einen Sinn ergeben, müssen die Informationen hindurch „gequetscht“ werden – was alleine schon einige Verzerrungen verursacht.“
Jane Roberts, Das Seth-Material
„Nun, Ruburt, oder jedes andere Individuum, kann bei niedergeschlagener Stimmung Informationen fehlinterpretieren, indem die pessimistischen Elemente überbewertet werden. Personen, die glauben, sich selbst bestrafen zu müssen, werden ständig jegliche Wahrnehmung auf diese Weise fehlinterpretieren.“
Seth, Das Seth-Material
Liebe Seth-Leserin, lieber Seth-Leser
Wie die obigen Zitate zeigen, waren Verzerrungen im Seth-Material aufgrund der besonderen Umstände, die zur Entstehung der Seth-Texte führten, stets ein Thema. Die Art der Kommunikation zwischen Jane / Seth und Rob - die Seth-Diktate - war außergewöhnlich und konnte durch Janes "Tagesform" beeinflusst werden. Je länger aber die Trias Jane - Seth - Rob bestand, desto seltener traten im eigentlichen Material Verzerrungen auf.
Diese konnten dann aber erneut während der Prozesse vom Originalmanuskript - den Originalsitzungen - bis zum fertigen Buch auftauchen, je nachdem, wer beim veröffentlichenden Verlag redigierte oder lektorierte.
Wie in DER MAGISCHE WEG zu lesen ist, waren Jane und Rob zum Beispiel mit der vom Verlag redigierten Fassung von INDIVIDUUM UND MASSENSCHICKSAL ganz und gar nicht glücklich und dachten sogar daran, dass Buch zurückzuziehen:
"Das ganze Wochenende über schrieben wir zusätzliche medizinische Anmerkungen für das redigierte Manuskript von Massenschicksal. Auch heute sprach Jane mit Tam Mossman, ihrem Redakteur bei Prentice-Hall, über verschiedene Dinge das Buch betreffend. Mir gefällt die ganze Situation überhaupt nicht. In meiner Frustration hatte ich Jane am Wochenende gesagt, dass ich lieber wieder malen würde, und zwar von heute Morgen an, aber so lief es dann doch nicht. Wir haben sogar in Erwägung gezogen, Massenschicksal von der Veröffentlichung zurückzuziehen, obwohl Tam heute Morgen versichert hatte, dass sich alles zum Besten entwickeln würde."
Rob Butts, 22. September 1980, in DER MAGISCHE WEG
Wird ein Buch dann noch in eine andere Sprache übersetzt, besteht auch hier natürlich wieder die Möglichkeit von Abweichungen. Nach Newsletter 38, in dem wir die Neu-Ausgabe von DAS SETH-MATERIAL vorgestellt haben, wurden wir gebeten, Beispiele für Abweichungen vom Originaltext in der Übersetzung von 1986 zu zeigen.
Untenstehend finden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, daher ein längeres Textstück aus THE SETH MATERIAL - DAS SETH-MATERIAL, und zwar in drei Versionen: 1. Original-Text, 2. Übersetzung 1986, 3. Übersetzung 2017.
Darin geht Seth auf die damals von Sue Watkins gestellte Frage zum Verhalten des Astralkörpers eines Fötus ein - ein äußerst interessantes Thema, das selbstverständlich so genau wie möglich ins Deutsche übertragen werden muss. Aber vergleichen Sie selbst:
Original-Text 1970:
The fetus does have its own astral form. Now, this astral form belongs to the individual, the personality as it will be in this life. It is not the astral form that existed in a „previous“ reincarnation. There are many complicated issues here and I will try to put them simply.
. . .
The personality is busy transforming literally infinite data. Much of this work has already been done by the third month of pregnancy. As quickly as the new data forms the fetus and physical structure, the self from the previous reincarnation must begin to withdraw its hold. It enters briefly into this process (of birth) but it does not become the new individual.
It helps form the new individual, and then it must withdraw. The new self unit must be free and not hampered by the demands that could otherwise be put upon it. The new individual has a deeply buried memory of its past lives, but the personal consciousness of the last reincarnated self must not be superimposed upon this new identity. The new personality, in its small astral body, does visit with other portions of the entire identity. It is even given lessons of a kind, but it is very much its own self.
(„Does it project when Sue does, for instance?“)
It may or may not. It does not have to. It may project to other areas entirely while Sue is somewhere else in her astral form. There is, at this time, however, a very strong connection between the two. On a deeper level, they are aware of their locations. The mother knows where the child is, even though she is not conscious of this. The mother may even go out after the child in a projection and bring it home.
Many natural abortions are caused when the new personality is having difficulty constructing the new form, projects to others for advice, and is advised not to return.
Übersetzung 1986:
Das Ungeborene hat sein eigenes Bewusstsein. Es ist das eines Individuums, der Persönlichkeit, die es ist und im Leben sein wird.
. . .
Die neue Persönlichkeit ist damit beschäftigt, sich zahlloser Daten bewusst zu werden, und dies ist weitgehend im dritten Monat der Schwangerschaft geschehen. Das Selbst der Mutter greift nochmals im Prozeß der Geburt ein, aber das neue Individuum hat seine eigene Wesenheit, der allerdings ihre >vergangenen< Leben inhärent sind.
(„Besteht eine Verbindung zwischen Sues und des Kindes Selbst?“)
Das kann, muss aber nicht sein. Zeitweise gibt es ein sehr starke Verbindung zwischen den beiden. Die Selbst, die nicht nur in eurer Realität heimisch sind, sind sich ihrer >Aufenthaltsorte< bewusst. Die Mutter weiß, wo das Kind ist, obwohl es sich da nicht um bewußtes Wissen handelt. Es ist sogar möglich, daß – immer in den Realitätsdimensionen der Wesenheiten – die Mutter das in anderer Realität weilende Kind zurückholt. Es ist aber auch möglich, daß das Kind von dort nicht zurückkehren will. Ihr sprecht zu Recht von Fehlgeburten.
Übersetzung 2017:
Der Fötus hat seine eigene astrale Form. Nun, diese astrale Form gehört zum Individuum, zu der Persönlichkeit, wie sie in diesem Leben sein wird. Es ist nicht die astrale Form, die in einer „früheren“ Reinkarnation existierte. Es gibt hier viele komplizierte Punkte, und ich werde versuchen, sie auf einfache Weise zu darzustellen.
. . .
Die Persönlichkeit wandelt hierbei emsig buchstäblich unendlich viele Informationen um. Viel von dieser Arbeit ist im dritten Schwangerschaftsmonat bereits abgeschlossen. So schnell wie die neuen Informationen den Fötus und die physische Struktur formen, muss das Selbst aus der vorherigen Reinkarnation beginnen, seinen Einfluss zurückzuziehen. Es nimmt kurz an diesem Prozess (der Geburt) teil, aber es wird nicht das neue Individuum.
Es hilft dabei, das neue Individuum zu formen, und dann muss es sich zurückziehen. Die neue Selbst-Einheit muss frei sein und darf nicht durch Ansprüche behindert werden, die ihm sonst auferlegt werden könnten. Das neue Individuum hat eine zutiefst verborgene Erinnerung an seine vergangenen Leben, aber das persönliche Bewusstsein des zuletzt reinkarnierten Selbst darf dieser neuen Identität nicht aufgesetzt werden. Die neue Persönlichkeit in ihrem kleinen Astralkörper besucht andere Teile der Gesamtidentität. Es wird ihr sogar eine Art Unterricht erteilt, aber sie ist eindeutig ein eigenständiges Selbst.
(„Projiziert diese neue Persönlichkeit auch, wenn Sue das zum Beispiel tut?“)
Sie kann es tun oder auch nicht. Sie muss nicht. Sie kann sich an ganz andere Orte projizieren, während Sue in ihrer astralen Form irgendwo anders ist. Zu diesem Zeitpunkt besteht jedoch eine sehr starke Verbindung zwischen beiden. Auf einer tieferen Ebene sind sie sich ihrer Standorte bewusst. Die Mutter weiß, wo das Kind ist, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst ist. Die Mutter kann sogar während einer Projektion dem Kind nachgehen und es zurückholen.
Viele natürliche Fehlgeburten finden statt, wenn die neue Persönlichkeit Schwierigkeiten hat, die neue Form aufzubauen, sich in einer Projektion ratsuchend an andere wendet und dann den Rat erhält, nicht zurückzukehren.
Warum wird beim obigen Beispiel aus dem englischen „astral form“ in der 86er-Übersetzung „Bewusstsein“? Warum wird der Abschnitt, der sich auf die Reinkarnation bezieht, gar nicht übersetzt? Warum wird „the self from the previous reincarnation“ plötzlich zu „das Selbst der Mutter“? . . .
Wie Seth in seinen Texten an mehreren Stellen sagte, waren Verzerrungen manchmal nicht zu vermeiden, wenn Jane in Trance für ihn sprach. Das ist auch einer der Gründe, warum er besonders wichtige Themen immer wieder besprach und von anderen Perspektiven aus beleuchtete.
Natürlich gibt es in einem ganz engen Rahmen stets verschiedene Möglichkeiten, einen Text zu übersetzen. Dabei muss in erster Linie aber der Stil des Autors berücksichtigt werden. Auch eine Sinfonie kann nur in beschränktem Maß interpretiert werden. Ist die Interpretation zu frei, wird man dem Komponisten nicht mehr gerecht. Und man kann auch nicht einfach hier und da ein paar Takte oder Noten streichen.
In diesem Sinne waren wir - wie immer - sehr bemüht, der Vorlage von DAS SETH-MATERIAL - THE SETH MATERIAL - gerecht zu werden und haben dabei selbstverständlich auch auf jegliche Streichungen und Kürzungen verzichtet.
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Mit herzlichen Grüßen aus dem Seth-Verlag,
Maurizio Vogrig und Ursula Lang

www.sethverlag.ch | Kontakt

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