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Das Wichtigste in Kürze
- Die WHO kritisiert in einem Bericht über Insulin die milliardenschwere Pharmaindustrie.
- Diese stellen nur noch Analoga her, was sich ärmere Länder nicht leisten können.
- Die Geste der Solidarität sei überholt worden, wie es heisst.
Der Schweizer Bevölkerung steht ein stabiles Gesundheitssystem zur Verfügung, welches vielen Menschen helfen kann. Jedoch gibt es auch Länder, die sich kein so gutes Gesundheitssystem wie die Schweiz leisten können.
So ist Insulin zur Bekämpfung von Typ-2-Diabetes meistens nur in den wohlhabenderen Ländern verfügbar. Dies legte ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO offen.
«Für mehr als 60 Millionen Menschen, die mit Typ-2-Diabetes leben, ist Insulin unerlässlich», kritisiert die WHO. Es verringert das Risiko von Nierenversagen, Erblindung und Amputation von Gliedmassen. «Doch jeder zweite Mensch, der wegen Typ-2-Diabetes Insulin benötigt, erhält es nicht.»
Gewinn wichtiger als Hilfe
Laut dem Bericht sei die Marktverschiebung vom Humaninsulin zum Analoga der Grund für die Unzugänglichkeit. Humaninsulin sei billig und könne so für viele Personen zur Verfügung stehen. Das Analoga ist um einiges teurer in der Herstellung, was sich ärmere Länder nicht leisten können.
«Die Wissenschaftler, die das Insulin entdeckten, weigerten sich, von ihrer Entdeckung zu profitieren und verkauften das Patent für einen Dollar. Leider ist diese Geste der Solidarität von einem Milliardengeschäft überholt worden, das grosse Zugangslücken geschaffen hat.» Dies sagte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.