Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03259.jsonl.gz/1257

geb. --.--.----
Clarithromycin und Levomethadon beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Arrhythmierisiko, erhöhte Methadon-Konzentrationen
Mechanismus
Sowohl Clarithromycin als auch Methadon [Trac MH, 2016][Anghelescu DL, 2016] gehen mit einem erhöhten Risiko der QT-Zeit-Verlängerung einher und wurden mit Torsades de pointes assoziiert. Weiterhin kann es über eine Inhibition von CYP3A4 durch Clarithromycin zu erhöhten Plasma-Konzentrationen von Methadon kommen.
Effekt
Durch den additiven QT-Zeit-verlängernden Effekt der Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Tachykardien (Torsades de pointes) ansteigen. Weiterhin können erhöhte Plasma-Konzentrationen von Methadon dieses Risiko zusätzlich verstärken.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist diese unumgänglich, ist darauf zu achten, allfällige Elektrolytstörungen vor Therapiebeginn zu korrigieren, die niedrigst wirksame Dosierung einzusetzen und eine kardiale Überwachung mittels EKG-Kontrolle sowie die Monitorisierung der Elektrolytkonzentrationen zu gewährleisten. Verlängert sich die QTc-Zeit unter der Therapie auf über 500ms oder um mehr als 60ms im Vergleich zur Baseline, ist die Kombination zu sistieren. Eine Plasmaspiegelkontrolle von Methadon kann ebenfalls sinnvoll sein.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018