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| Zosimos (um 500) - Neue Geschichte (Historia nea)

Drittes Buch
Vier und zwanzigstes Kapitel. Erster Verlust der Römer ― Anstalten zum Uebergange über den Tigris.
1. Beim weiteren Vorrücken des Heers untersuchte Arinthäus die Sümpfe, fand in denselben viele Feinde, und machte sie zu Gefangenen. 2. Hier wandten die Perser sich zum ersten Male, und griffen den Vortrab an, 3. wurden aber schnell in die Flucht getrieben, und waren froh, sich in die nahe Stadt retten zu können. 4. Allein an dem anderen Ufer des Flusses überfielen die Perser den Troß, der zur Bewachung des Zugviehes befehligt war, und die bei ihm sich befanden, hieben den einen Theil nieder, und nahmen den andern gefangen. Dieser erste Verlust, den die Römer litten, erweckte Muthlosigkeit bei dem Heere. 5. Es brach von da wieder auf, und kam zu einem sehr großen Kanale, von dem die Einwohner sagten: Trajanus habe ihn gegraben, als er gegen die Perser kriegte. In denselben fällt der Fluß Narmakaches, und ergießt sich dann in den Tigris. 6. Der Kaiser beschloß, diesen Kanal zu reinigen, und zu [S. 268] untersuchen, und für die Schiffe einen Weg in den Tigris, wo möglich, auch Brücken für den Uebergang des größten Theils des Heers zu bereiten.