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Projektziele. Das Hauptziel liegt im Verständnis der längerfristigen Wirksamkeit evidenzbasierter Humaninterventionen am Beispiel der generalisierten Angststörung. Professionelle Psychotherapien sind im Durchschnitt äußerst wirksame Behandlungen gegen generalisierte Angststörung. Nichtdestotrotz brechen zwischen 10-20 Prozent der Patienten ihre Therapien ab, erleben sich einzelne Therapeuten als notorisch unwirksam oder umgekehrt Behandlungen die die Regeln der Kunst leicht verletzen erweisen sich trotzdem als erfolgreich.
Basierend auf Erfahrungen des Antragstellers mit Metaanalysen zur Wirksamkeit von Psychotherapie und deren Komponenten, soll primär ein neuentwickeltes Forschungsdesign getestet werden, das es ermöglicht, sowohl den Einfluss der Therapeutenvariablen (bzw. Interventionen) und den Einfluss von Patientenmerkmalen zu prüfen. Dies wird im Teilprojekt "Trial" untersucht. Im Teilprojekt "Therapeut" sollen spezifische interpersonale Merkmale der Therapeuten in einem Gruppenformat erhoben und in der Therapiestudie auf ihren Einfluß hin überprüft werden. In einem dritten (als Vergleichsstudie mit Zentren in den USA und Rumanien konzipierten) Teilprojekt zu Patientenmerkmalen sollen sowohl zeitliche Struktur und Häufigkeit wie auch Inhalte der Sorgenkomponenten auf Seiten der Angstpatienten untersucht werden. Die Teilprojekte sollen es erlauben, die verschiedenen Aspekte bezogen auf Patienten und Therapeuten in einem Prozess-Ergebnis-Modell zu prüfen.
Wissenschaftlicher Kontext. Die Beschäftigung mit generalisierter Angststörungen ist deutlich unterentwickelt. Es fehlen angemessene klinischen Studien (RCTs) zur kurz- und längerfristigen Wirksamkeit, doch vor allem zur Frage der Indikation (Moderatoren) und der Wirkmechanismen (Mediatoren) erfolgreicher Behandlungen.