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....1.)@filofaxi: Egal ob man adoptiert ist oder nicht, zu den Eltern (sozialer Art, weil durch sie sozialisiert und/oder biologischer Art) besteht immer eine schicksalhafte Beziehung, die auch aller meistens in der Synastrie nachweisbar ist. Ich selbst bin adoptiert (kenne momentan also nur meine sozialen Eltern) und um nur eine beispielhafte Konstellation zu nennen, der Mond (Mutter/Kind) meiner Adoptivmutter steht exakt an meinem Aszendent!
Von einer Freundin, die ebenfalls!!! adoptiert wurde, kann ich berichten, dass hier der Fall umgekehrt liegt, ihre eigene Mondposition ist identisch mit dem Aszendent ihrer Adoptivmutter! Es gibt jedoch selbstverständlich weitere entsprechende Synastrieaspekte, die ich hier nicht alle nennen möchte. .....
schicksalhaft können auch eltern werden, die garnicht da sind, sodass man reserveeltern zugewiesen bekommt. also wäre hier das kriterium für „schicksalhaftigkeit“ zweideutig.
nach traditioneller deutung ist der aszendent immer man selber, und der planet, der dort zur eigenen geburt steht, auch. das bedeutet, dass eine frau, die gerade mutter wird, den transitierenden mond möglichst an ihrem radix asc haben müsste.
der descendent hingegen ist das, was einem gerade entgegentritt, also zb der partner, den man getrennt von sich selber wahrnimmt. das wäre beim neugeborenen dann seine mutter, sodass das neugeborene den radixmond der mutter, durch den sie sich als mutter darstellt, immer idealerweise an seinem dsc haben müsste
da der radixmond des kindes den transitmond für die mutter bei der geburt darstellt, müsste hingegen der radixmond des kindes im synastriehoroskop immer am radixascendenten der mutter stehen – unabhängig davon, welches kind es jeweils ist.
daraus folgt, dass alle geschwister den radixmond an der gleichen stelle haben müssen, wenn dies als familienmerkmal über den ascendenten der mutter vorgegeben ist.
da das leider nicht der fall ist, kann man eine zufällig übereinstimmung mit dieser deduktiv abgeleiteten regel nicht als wissenschaftlich (prognostisch) verwendbare tatsache ansehen.
ähnlich ist es auch mit der behauptung, der zeugungsmond sei mit dem geburtsmond identisch und man könne – je nach stellung in weiblichen oder männlichen zeichen – das geschlecht des kindes im voraus ablesen, denn dann müssten alle frauen bei der geburt den mond im weiblichen und alle männer den mond in männlichen zeichen haben.
.....2.)Ich selbst habe Zwillinge, 2 Jungs (26 J.), die zweieiig sind. Doch es gilt auch für eineiige: ihre unterschiedlichen Lebensläufe, sowie Wesensarten lassen sich am besten mit Hilfe der Combin-Methode verfolgen. Dabei gilt: dem Älteren entspricht der AC und die Sonne, dem Jüngeren der DC und der Mond, sowie die jeweiligen Zeichenherrscher derselben. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass dieses zutrifft! ......
das ist eine interessante beobachtung, die mich vor vielen jahren ebenfalls zur astrologie geführt hat, und die ich aber nur bei mir selber beobachten konnte. als ältester von drei kindern steht meine sonne im gleichen zeichen wie der asc der mutter, jedoch nicht im traditionellen ersten sondern im 12. haus. mein asc hingegen entspricht dem sonnenzeichen des vaters. die jüngste schwester hat ihrerseits den radixmond tatsächlich am descendenten ihrer mutter – im 7. haus, und hat das gleiche sonnenzeichen wie der vater – allerdings mit einem ziemlich großen orbis.
wenn man nun eine genügend große familie hat, kommt irgendwann jede kombination vor, und ist damit ebenfalls leider nicht prognostisch (und auch nicht diagnostisch) verwendbar.
......Diese Methode hat vor allem Marie Luise Mathis, eine bekannte österreichische Astrologin, bezüglich Mehrlingsgeburten ausgearbeitet und dargestellt. Außerdem möchte ich den Erkenntnissen von Frau Mathis noch hinzufügen, dass die Tatsache der unterschiedlichen Lebensläufe auch damit zusammenhängt, dass das Radix meiner Ansicht nach eben nicht das “Ich“ zeigt, sondern die ganz eigene Färbung der Seele. Das freie “Ich“ entscheidet jedoch letztlich welche Seelenanteile es wann zum Ausdruck bringt und das kann eben auch bei Mehrlingsgeburten sehr anders und differenziert sein! ......
wenn man die deterministische sichtweise der psychologischen astrologie zugrunde legt, bei der die ersten erfahrungen nach der geburt prägend für das weitere leben sind, sodass alle weiteren erfahrungen darauf aufbauen oder sogar darauf reduziert werden, gibt es garkein „freie entscheidendes ICH“, denn sofern man die umstände kennt, kann man sofort voraussagen, wie sich der entsprechende dabei verhält.
geht man hingegen davon aus, dass es keine schicksalsbestimmende geburtssituation gibt, gibt es auch keine astrologie, die irgendetwas aufgrund einer „stundenschau des beginns“ beurteilen könnte, weil dann alles von anderen faktoren bestimmt wird, wie zb umwelt und soziale einflüsse, sowie einen selbstbestimmbaren lernfortschritt, der dabei hilft, zu einem andren menschen zu werden, wie man es zum geburtszeitpunkt mal war.
beide modelle einfach willkürlich miteinander zu vermischen, schafft hingegen keine klarheit sondern vergrößert die verwirrung nur noch mehr, sodass man am ende von der astrologie weder als nützlicher weltanschauung noch als "wissenschaft zur errechnung und bewertung von zeitqualitäten" sprechen kann.
also wäre eine statistik, wie sie zb die gebrüder gauquelin zur ermittlung von übereinstimmung von beruf und planetenstellung an asc und mc aufgestellt haben, zwingend notwendig, um die astrologie vielleicht doch noch halbwegs salonfähig zu machen.
....>>auch wenn man bei krankheitsverläufen die antike astrologie völlig außer kraft setzt und vor allem die neuen langsamen planeten bewertet, kommt man trotz großer toleranzräumen nicht zu medizinisch wirklich brauchbaren resultaten. <<
Sollte es hier nicht eher heißen: "Denn WEIL MAN..." ? Dann würde ich deine oder diese spezielle Aussage von dir, glaube ich, verstehen, doch in der Form wie folgt, eher nicht.....
nun, es spielt keine rolle, ob man die antiken planeten beibehält oder einfach weglässt und sich statt dessen ausschließlich auf die modernen konzentriert, um das nachzuweisen, was mit den antiken alleine nicht geht – das resultat ist gleichermaßen unbefriedigend.
um langdauernde entwicklungen irgendwie zu erfassen, hat man vor der entdeckung der neuen planeten verschiedene direktionssysteme erfunden, bei denen die planeten symbolisch pro jahr ein grad oder um 30 grad (ein zeichen) oder um ein haus (erdraumfeld vom ascendenten aus gemessen) verschoben wurde.
es gibt auch die methode der septare nach döbereiner, der die planeten alle 7 jahre um ein haus verschiebt, sodass ein ganzes lebensalter mit 84 veranschlagt wird. falls hier nicht die gewünschte übereinstimmung von planetenkonstellation mit ereignissen (die dadurch „ausgelöst“ werden) erfolgt, wird einfach die reihenfolge umgedreht, bis irgendwas passt.
dass natürlich so manche leben schon vorher enden, zeigt, dass dieser schlüssel individuell zumindest modifiziert werden müsste. das geschieht anhand der ereignisberechnung mit dem ziel, einen bestimmten rhythmus herauszubekommen. ähnlich funktioniert auch die geburtszeitkorrektur, wenn die tatsächliche nicht exakt feststeht.
@pluliz
....Würde die Lösung nicht annähernd darin bestehen können, dass man nicht den tropischen, sondern den siderischen Tierkreis bei der Bewertung zugrunde legt? Und hier sowohl die "antike Astrologie" als auch "die langsamen Planeten" miteinbezieht? Oder den chaldäischen Tierkreis, zu dem ich aber noch zu wenig weiß, um einen sinnvollen Vorschlag zu machen.
Oder wurde sowohl dieser als auch jener Tierkreis zugrunde gelegt?....
beim horoskop geht’s vor allem um die position der planeten (und allen voran von sonne und mond) in den erdraumfeldern (doppelstunden eines tages), denen einen bedeutung beigemessen wird.
die position in den (siderischen) sternbildern oder (synodischen) sternzeichen, die den monaten innerhalb eines jahresumlaufs der erde um die sonne entsprechen, ist nur die rechnerische voraussetzung dafür, ihre tagesposition zu ermitteln, um sie anschließend in die uhr des horoskops richtig einzuordnen.
wer die sonne beispielsweise nach ihrer synodischen position bewertet, kann dadurch die jeweilige jahreszeit (monat des widders, des stiers etc) ermitteln. im zusammenspiel mit dem mond werden die gravitationsfelder berechnet, die auf die erde wirken und zb ebbe und flut hervorrufen (gezeitenkalender).
eine reine mondberechnung hingegen zum zwecke der ermittlung von pflanz und erntezeiten ist genauso sinnlos wie die reine sonnenberechnung, weil dazu immer beide himmelskörper zusammen gesehen werden müssen, was dann in den einzelnen mondphasen sichtbar wird. ein vollmond im sommer ist dann noch anders zu bewerten als einer im winter, sodass dann die sonnenberechnung in den synodischen zeichen hinzukommt.
wer jedoch sagt: „wenn man zum friseur geht, und der mond im widder steht, werden die haare militärisch rappelkurz geschnitten“, unterstellt damit, dass nicht der mond eine bestimmte gravitationsbedingte wirkung ausübt, sondern der sternenhintergrund, vor dem er gerade steht.
dann müsste man jedoch seine siderische und nicht synodische position berücksichtigen, und da stünde er leider im fisch, und der haarschnitt würde eher verträumt und langhaarig ausfallen.