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Ar 1029
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Archivbestellungen sind im Moment nicht möglich.
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Ar 1029
1949-2017
0.7 m
Louise Stebler-Keller (03.07.1924-12.02.2019) und Hans Stebler (03.02.1924-28.11.1994) waren während vielen Jahrzehnten aktive Mitglieder der Partei der Arbeit und engagierten sich in weiteren sozialen Bewegungen. Heirat 1946; das Ehepaar hatte zwei Töchter. Bei der Spaltung der PdA in Basel verblieben Louise und Hans Stebler beim alten, von der PdAS ausgeschlossenen Parteiflügel (PdA 44).
Louise Stebler-Keller kam am 3. Juli 1924 in Zürich zur Welt. Als sie fünf Jahre alt war, zog sie mit ihrer Familie nach Basel. Politisiert wurde sie in ihrem Elternhaus, mit 17 Jahren trat sie der damals verbotenen kommunistischen «Freien Jugend» bei. Nach der Matur am Basler Mädchengymnasium übernahm sie das Optikergeschäft ihres Vaters. 1946 heiratete sie Hans («Jo») Stebler. Louise Stebler gehörte zu den Friedenspionierinnen der ersten Stunde und beteiligte sich nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit ihrem Mann Hans Joe Stebler massgeblich am Aufbau der Schweizerischen Friedensbewegung. Sie war zudem in der Internationalen Demokratischen Frauenföderation engagiert und beteiligte sich am Kampf gegen Atomwaffen und für die Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt. 1968 wurde sie in den Grossen Rat gewählt, als eine von vierzehn Basler Frauen, die als erste in der Deutschschweiz in ein Kantonsparlament einziehen konnten. Dem Grossen Rat gehörte sie 24 Jahre lang an. Louise Stebler verstarb am 12. Februar 2019 in Basel.
Hans Stebler wuchs in Basel auf. Heirat 1946 mit Louise Keller. Hans Stebler beteiligte sich bereits 1946 als Brigadist am Bau der Eisenbahnlinie von Brčko nach Banovići gereist. Im folgenden Jahr, 1947, war er Leiter des schweizerischen Freiwilligen-Arbeitseinsatzes in Jugoslawien mit 86 Teilnehmenden (Kommandant der Schweizer Brigade). Hans und Louise Stebler reisten 1949 an den Gründungskongress der Weltfriedensbewegung in Paris und waren in demselben Jahr Mitbegründer des Schweizer Zweigs, der Schweizerischen Friedensbewegung, die ihr Hauptquartier im Keller des Optikergeschäfts von Louise Steblers Vater am Steinenring in Basel einrichtete. Hans Stebler wurde 1947 in den Basler Grossen Rat gewählt und gehörte diesem bis 1968 an.
Der Bestand wurde dem Sozialarchiv am 11. September 2019 übergeben.
Nachlassbestand mit Lebensdokumenten, Texten von und über Louise und Hans Stebler-Keller, Unterlagen zur politischen Tätigkeit, Sammelgut.
Kassiert wurden Dubletten und Mehrfachexemplare sowie Drucksachen, die im Schweizer Sozialarchiv bereits vorhanden sind, namentlich:
- Thomas Bürgisser: Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle im Kalten Krieg, Bern 2017 SOZARCH 137046
- Einzelnummern Roter Magnet, SOZARCH D 4756 (1973-1975)
- Materialien zur Diskussion der Generallinie der kommunistischen Weltbewegung, Autorenkollektiv der POCH (sog. Pilatus-Paper), SOZARCH Ar 56.45.14
- Aufgehende Saat : Erlebnisse und Begegnungen in Jugoslawien / Fred Haesler. - Zürich, 1948, SOZARCH GR 728
- Argumente: Einzelhefte, Partei der Arbeit Basel. - Basel : Partei der Arbeit Basel SOZARCH D 5810
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sand im Getriebe: Porträt von Louise Stebler, in: WOZ Nr. Nr. 04/2016 vom 28.01.2016
‹Die ersten Basler Politikerinnen erinnern sich›. Interview mit den früheren Grossrätinnen Louise Stebler und Beatrice Alder, Radio SRF, Regionaljournal BS/BL, 15.03.2018, 7:17 min
Der Bestand wurde November 2019 von N. Weibel und U. Kälin bearbeitet.