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In der NBA-Transferperiode ging es schon heiss zu und her, doch nun ist überraschend die grösstmögliche Transferbombe geplatzt: Kevin Durant verlässt die Oklahoma City Thunder und schliesst sich den Golden State Warriors an.
Die Experten waren sich einig. Auch wenn es mehrere valable Optionen gab, für Kevin Durant wäre es das Beste, seine Karriere bei den Oklahoma City Thunder fortzusetzen. Der Small Forward war «Free Agent» geworden, nachdem ein Fünf-Jahres-Vertrag mit der Franchise (bis 2008 noch Seattle SuperSonics), für die er während seiner ganzen Karriere spielte, ausgelaufen war.
Durant verhandelte mit mehreren Vereinen. Der beste auf dem Markt verfügbare NBA-Spieler gewährte Boston, Miami, San Antonio und eben Golden State Audienzen. Man erwartete dennoch, dass er sich wegen des erhöhten Salärobergrenze für einen lukrativen Einjahresvertrag mit Oklahoma City entscheiden würde, um noch einen letzten Versuch zu wagen, endlich einen Titel zu holen.
Diese Spekulationen sind nun alle obsolet. Durant gab seinen Entscheid in einem emotionalen Beitrag auf «The Players Tribune» bekannt.
Es seien mit Abstand die herausforderndsten Wochen in seinem Profi-Leben gewesen. Durant sei sich nicht bewusst gewesen, was für ein breites Spektrum an Emotionen er während diesem Prozess erleben würde.
Nun liess er die Katze aus dem Sack. Kevin Durant unterschrieb bei den Warriors für zwei Jahre und wird in dieser Zeit 54,3 Millionen Dollar kassieren. Mit dem Zuzug von Durant wird das Team aus Kalifornien vom gefühlt besten, zum absolut besten Team der NBA.
Golden State schaffte es mit seinen Superstars Stephen Curry und Klay Thompson in der vergangenen Saison als erstes Team die Qualifikation mit 73 Siegen (9 Niederlagen) abzuschliessen. Im Final gegen die Cleveland Cavaliers lagen die Warriors mit 3:1 Siegen vorn, doch LeBron James drehte die Serie noch und holte sich seinen dritten Meistertitel, den ersten mit den «Cavs».
Mit Durant, dem vierfachen NBA-Topskorer und MVP von 2014, wird Golden State in der Offensive noch schwerer zu stoppen sein. Der 2,06 m grosse Amerikaner hat zwar ein ähnlich gutes Händchen wie Curry und Thompson, er kann aufgrund seiner Grösse aber auch problemlos den Korb attackieren. Weil keiner der Leistungsträger auf der Liste der «Free Agents» steht, heisst es für die Warriors, das neue «Powerhouse» in der NBA, nächste Saison: Titelzwang!