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Stadt Brugg: Leben und geniessen wie früher die Habsburger
Einst war Brugg der Wohnort der mächtigen Habsburger, nun ist es eine reizvolle Kleinstadt - neben dem "Wasserschloss".
Am östlichen Stadtrand von Brugg fliessen drei Flüsse zusammen. Zunächst mündet die Reuss in die Aare, eineinhalb Kilometer weiter nördlich die Limmat: das ist das sogenannte „Wasserschloss“ der Schweiz.
Schwarzer Turm und Rathaus
Brugg ist eine Kleinstadt mit 11 000 Einwohnern, der Ortsname bedeutet wenig überraschend «Brücke». Die Altstadt besteht aus zwei Teilen: Der weitaus grössere Teil liegt südlich der Aare, die kleinere Vorstadt liegt nördlich der Aare. Wahrzeichen und ältestes Gebäude der Stadt ist der Ende des 12. Jh. gebaute Schwarze Turm. Daran angebaut ist das im Jahr 1579 im spätgotischen Stil errichtete Rathaus. Sehenswert in der malerischen Altstadt ist auch das Lateinschulhaus aus dem 17. Jh. mit seiner reich bemalten Fassade.
Residenz der Habsburger
Im zu Brugg gehörenden Altenburg befindet sich die älteste nachweisbare Residenz der Habsburger, erstmal erwähnt im Jahr 1108. Bis zur Verlagerung ihrer Macht nach Österreich war Brugg das Zentrum des habsburgischen Kernlands. Wie wichtig Brugg damals war, zeigt die Tatsache, dass diese um 1220/30 aus der mittlerweile zu klein gewordenen Habsburg auszogen und fortan in Brugg lebten.
Kloster Königsfelden
Am 1. Mai 1308 wurde König Albrecht I von Habsburg beim Nachbardorf Windisch ermordet. Zum Gedenken an dieses Ereignis stiftete seine Gattin Elisabeth das Kloster Königsfelden. Heute ist die Klosterkirche wegen ihrer hochgotischen Chorfenstern berühmt. Die Glasmalereien bilden inhaltlich und formal eine Einheit und zählen zu den schönsten des 14. Jh.
Vindonissa
Lange vor den Habsburgern besiedelten Helvetier und Römer die Gegend. Im Jahr 58 v. Chr. gründeten die Helvetier auf dem Gebiet des heutigen Windisch (heute mit Brugg zusammengewachsen) die Siedlung Vindonissa. Das römische Legionslager fasste zeitweise bis zu 6000 Soldaten. Das noch sichtbare Oval des Amphitheaters ist das grösste der Schweiz, die Zuschauertribünen boten Platz für 10’000 Personen. Das Vindonissa-Museum in Brugg befasst sich mit dieser Epoche.