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Der primäre Zweck der in der sigma-Studie als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (WaG) bezeichneten Gesellschaften ist, Risikoschutz für die teilhabenden Mitglieder bzw. Eigentümer bereitzustellen, anstatt wie bei börsenkotierten Versicherer Gewinne zu erzielen und den externen Aktionären eine Kapitalrendite zu bieten.
Regional gesehen verteilt sich das Prämienvolumen von 1'275 Mrd USD, das von der Mutual Insurance-Industrie im Jahr 2014 weltweit generiert worden ist, am stärksten auf Europa (537 Mrd) und Nordamerika (499 Mrd). In diesen beiden Weltregionen ist auch der Anteil am dortigen "Versicherungskuchen" mit 31% bzw 35% am grössten. In Asien&Ozeanien beträgt der Marktanteil von Mutual Insurance mit Prämieneinnahmen von 216 Mrd 16%, in Lateinamerika und der Karibik mit 22 Mrd 13%. Und im Mittleren Osten und Afrika sind sowohl das Volumen mit 1 Mrd als auch der Marktanteil mit 1,0% sehr klein.
Mit Blick in die Zukunft müssen sich auch die genossenschaftlichen Versicherer derzeit einer Reihe neuer Herausforderungen stellen, heisst in der Studie weiter. Dazu zählten etwa die höheren Anforderungen an das risikobasierte Kapital oder strengere Standards in Sachen Corporate Governance. Abhilfe könnten da laut Swiss Re neuartige Instrumente in der Kapitalbeschaffung, der bessere Zugang zu massgeschneiderten Rückversicherungslösungen sowie alternative Lösungen im Risikotransfer schaffen. Die Gesellschaften würden so an finanzieller Flexibilität gewinnen.
Im operativen Geschäft rät die sigma-Studie der Mutual Insurance-Industrie, im digitalen Zeitalter Verbesserungen beim Zeichnen von Versicherungsrisiken und im Vertrieb vorzunehmen. Neue, digitale Technologien etwa in der Datenanalyse oder im Bereich Social Media sollten von den Gesellschaften dazu genutzt werden, um die langfristigen Interessen ihrer Kunden zu bedienen und gewisse Risiken neu "versicherbar" zu machen.
mk/uh
(AWP)