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Das waren 58 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Vom Band liefen beispielsweise 949 Traktoren, was gegenüber dem Vergleichswert einen Zuwachs um zwei Drittel bedeutet. Die Zahl der gefertigten Mähdrescher erhöhte sich um 25 % auf 2 600 Stück. Diese Entwicklung ist unter anderem auf eine staatliche Förderung zurückzuführen. Moskau unterstützt den Verkauf russischer Landtechnik finanziell, wobei die gezahlten Subventionen je nach Region zwischen 25 % und 30 % des Kaufpreises betragen.
Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschew stehen dafür in diesem Jahr insgesamt 10 Mrd Rbl (139,3 Mio Euro) zur Verfügung; im Jahr 2015 waren es 5,2 Mrd Rbl (72,4 Mio Euro). Das Subventionsprogramm ist offenbar auch ein Anreiz für ausländische Landtechnikhersteller, Produktionsstandorte in Russland zu gründen. Viele globale Konzerne haben bereits neue Montagewerke in Russland eröffnet. In Reaktion auf das größere heimische Angebot sind laut Rosagromash im ersten Halbjahr die Importe von Landtechnik zurückgegangen.
Die Zahl der nach Russland eingeführten Traktoren verringerte sich binnen Jahresfrist um 41 % auf 3000 Stück, während die Zahl der importierten Getreidemähdrescher um 26 % auf lediglich 17 Stück und die der Futtermähdrescher um 22 % auf 23 Stück zurückging. Bereits im vergangenen Jahr konnte Russland aufgrund der Abwertung des Rubel seine Exporte von Landtechnik ausbauen. Im Vergleich zu 2014 stieg der Wert der Ausfuhren um rund 70 % auf 6,7 Mrd Rbl (93,3 Mio Euro). Rosagromash geht in aktuellen Prognosen davon aus, dass die russischen Landtechnikexporte im laufenden Jahr auf etwa 10 Mrd Rbl (139,3 Mio Euro) steigen könnten. Hauptabnehmer der russischen Landtechnik bleibt traditionell Kasachstan. Die dortige Produktion von Landmaschinen deckt nur 1 % des Bedarfs ab; somit muss fast die gesamte benötigte Landtechnik importiert werden.