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Das Aostatal (Valle d'Aosta) ist die kleinste und am wenigsten bevölkerte Region Italiens und nur ein Achtel so groß wie das benachbarte Piemont.
Trotz der geringen Größe und des geringen Bekanntheitsgrads der Region wird hier eine breite Palette von Rot- und Weißweinen aus einer Auswahl einheimischer und eingeführter Rebsorten hergestellt. Die wichtigste davon ist der Picotendro, die lokale Form des Nebbiolo.
Aosta ist eindeutig von seinen Nachbarn beeinflusst. Französisch ist hier die offizielle Zweitsprache, und französische Rebsorten sind hier ebenso verbreitet wie italienische. Chardonnay und Gamay wachsen Seite an Seite mit Nebbiolo und Dolcetto.
Neben den bekannteren Rebsorten hat das Institut Agricole Régional eine Auswahl einheimischer regionaler Rebsorten in ein Verzeichnis aufgenommen. Einige von ihnen eignen sich gut für die Verwendung in sortenreinen Weinen, andere werden nur in Verschnitten verwendet. Der Petit Rouge ist wohl die wichtigste dieser Rebsorten (neben dem Picotendro). Fumin und Vien de Nus sind ebenfalls weit verbreitet und ergeben kräftige, würzige Rotweine. Fruchtige Weißweine werden sowohl in trockener als auch in süßer Form aus Prie Blanc, Moscato Bianco und Pinot Grigio hergestellt.
Obwohl das Aosta-Tal keine DOCG-Titel besitzt, ist dies nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass hier keine interessanten Qualitätsweine erzeugt werden. Die kuriose Mischung aus Trauben, Terroir und Kultur macht die Weine dieser Region so interessant. (© Wine-Searcher)