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In der Schweiz wurde im Jahr 2014 bei zwei Drittel aller Personen (66,9%) ein normaler Bauchumfang gemessen. Bei den Frauen ist dieser Anteil etwas höher (68,6%) im Vergleich zu den Männern (65,0%). Ein zu grosser Bauchumfang geht mit einem erhöhten Krankheitsrisiko einher. Mit dem Alter nimmt der Anteil Personen mit einem grösseren Bauchumfang zu. Bei den Frauen zeigen 31,2% im Alter von 65 bis 75 Jahren deshalb ein erhöhtes Krankheitsrisiko, bei den Männern sind es 33,4%.
Die Verteilung nach Sprachregionen ist bei den Frauen unauffällig, bei den Männern liegt der grösste Anteil mit deutlich erhöhtem Risiko in der italienischen Schweiz, gefolgt von der deutschen und schliesslich der französischen Schweiz.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Ein zu grosser Bauchumfang (oder Taillenumfang) geht mit einem erhöhten Risiko für nichtübertragbare Krankheiten (NCD) einher. Um einen Anhaltspunkt für die Verteilung von Übergewicht und Adipositas zu haben, wird in Bevölkerungsuntersuchungen oft der Body Mass Index (BMI) verwendet, der das Körpergewicht zur Körperlänge (im Quadrat) in Beziehung setzt.
Dieser Indikator steht im Zusammenhang mit dem Ziel der NCD-Strategie der Schweiz, den Anteil von Personen mit erhöhtem Risiko für nichtübertragbare Krankheiten zu verringern. Ein weitere Indikator «Übergewicht und Adipositas» stellt das Thema mittels BMI dar.
Definition
Dieser Indikator die Bevölkerungsanteile gruppiert nach gesundheitlichem Risiko aufgrund ihres Bauchumfangs.
Er beruht auf Daten der Nationalen Ernährungserhebung menuCH, einer Querschnittsbefragung an einer repräsentativen Stichprobe der 18- bis 75-jährigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Die Untersuchung fand im Zeitraum von Januar 2014 bis Februar 2015 statt. Zwei Interviews wurden durchgeführt, eines direkt und eines telefonisch. Beim Direktkontakt wurde unter anderem auch der Bauchumfang gemessen (Durchschnitt von drei Messungen auf 0,1cm genau). Der Bauchumfang wurde in der Mitte zwischen Beckenkamm und unterster Rippe auf der Haut gemessen.
Die Gruppen wurden nach dem geschätzten Risiko gemäss WHO (s. Referenz) wie folgt eingeteilt:
Männer: kein Risiko bei einem Bauchumfang bis 94 cm, erhöhtes Risiko von 94,1 bis 101,9 cm, stark erhöhtes Risiko ab 102 cm. Frauen: kein Risiko bei einem Bauchumfang bis 80 cm, erhöhtes Risiko von 80,1 bis 87,9 cm, stark erhöhtes Risiko ab 88 cm.
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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