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Wenn im gemeinen Volk etwas als gemein bezeichnet wird, denkt zurecht wohl niemand an Gemeinsames oder an Gemeinschaft. Das alltagssprachliche gemein reflektiert die Autopoiese der sozialen Verhältnisse.
Als gemein bezeichne ich, was mehreren Menschen in dem Sinne "gemein" ist, als sie "es in einem gemeinen Sinn" haben.
Dieses gemeine Haben ist beispielsweise ein Wohnort, dort eine Allmend, eine Sprache, es ist ein Haben ohne Eigentum, ein mit impliziten - gemeinen - Auflagen verbundenes Teilhaben.
Quasietymologisch steht das enthaltene (ge)"mein" für etwas, was alle wechseln, also eintauschen können, was allen abwechselnd zukommt uns so allen in gleicher Art zugehörig ist. (Wiktionary)
Ich erkenne zwei komplementäre Akzentuierungen zu gemein:
Die moderne Wortverwendung beruht auf einer entsprechenden begrifflichen Differenz gemein/sozial, in welcher das davor gemeine jetzt als sozial bezeichnet wird.