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Zwischen 2007 und 2009 hat das Büro Wildlife Solutions von Stefan Suter das «Interkantonale Wildschweinprojekt FR-VD-BE» durchgeführt. Es untersuchte das Verhalten der grossen Wildschweinpopulation am Südostufer des Neuenburgersees.
GPS-Sender fürs Schwein
Die Riedflächen und Auenwälder der Grande Cariçaie und die angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen bieten ideale Lebensbedingungen für Wildschweine. Zudem nutzen ihnen die hiesigen kantonalen Naturschutzgebiete, in denen der Zugang für Menschen und die Jagd eingeschränkt sind.
Entsprechend gross sind in der Gegend die von Wildschweinen verursachten Schäden. Ziel des Wildschweinprojektes war, Kenntnisse zu sammeln, um gezielte Massnahmen zur Reduzierung dieser Schäden vornehmen zu können. Dazu wurden 70 Wildschweine eingefangen und zehn von ihnen mit GPS-Sendern ausgerüstet. So konnten die Forscher genau bestimmen, wie die Tiere das Gebiet zeitlich und räumlich nutzen. Die Wege, die sie dabei zurücklegten, sind in der Ausstellung im Naturhistorischen Museum anhand einer Computeranimation zu entdecken.
Zäune in Risikozonen
Die Studie ergab, dass Mais, Kartoffeln, Erbsen und Winterweizen besonders gefährdet sind. Aufgrund der Verteilung der Wildschweinschäden wurden Risikozonen bestimmt. Nun können die Bauern hier, jeweils in Absprache mit dem Wildhüter, gezielt Schutzzäune errichten. cs