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Was gibt es schöneres als Vorfreude? Lassen Sie sich inspirieren und lesen Sie das gebündelte Weinwissen aus dem Piemont. Damit sind Sie gewappnet, wenn Sie an der Kulinarischen Wanderung über 20 Weine aus der Region von San Damiano d'Asti dgustieren können.
Das Piemont ist eine ländliche, weinbaulich zugleich aber hoch ambitionierte Region. Mit über 25.000 km2 Landfläche ist Piemont mit der Hauptstadt Turin (Torino mit ca. 920'000 Einwohner) die grösste italienische Verwaltungs-Region (total ca. 4,8 Mio Einwohner). Sie umfasst 57.487 ha Rebfläche in den Provinzen Alessandria (AL), Asti (AT), Cuneo (CN), Torino (TO und Vercelli (VC).
Lage
Südlich der Po-Ebene und zwischen Turin und dem Mittelmeer liegt - perfekt geschützt von den Seealpen - das Piemont (zu deutsch: «Land zu Füssen der Berge»), das durch seine Lage nicht nur über ein einzigartiges Mikroklima sondern auch besonders fruchtbaren Boden verfügt. Wichtige Zentren des Weinbaus im Hügelland der Langhe bilden die Städte Asti und Alba.
Weinanbau gab es im Piemont schon, als der ligurisch-keltische Stamm der Tauriner in dieser Gegend lebte. Ihm verdankt die Hauptstadt Turin übrigens ihren Namen gaben. Die alten Römer kannten zwar bereits Weine aus dem Piemont, doch Plinius der Ältere (23-79) hat in seiner Aufstellung der besten (antiken) Weine keinen einzigen aus dieser Region erwähnt. Im Mittelalter hingegen wurden die Weine von Minnesängern für ihre ausgezeichnete Qualität gerühmt. Viele Jahrhunderte stand das Piemont unter französischem Einfluss, und das wirkte sich natürlich auch auf den Weinbau aus.
Obwohl das Weinbauzentrum des Piemont im Umkreis der Städte Alba und Asti auf dem selben Breitengrad liegt wie das französische Bordeauxgebiet, herrscht hier ein gänzlich anderes Klima: Kurze, trockene Sommer, lange Herbste und für Italien ungewöhnlich kalte Winter sorgen dafür, dass Weinreben v. a. dort wachsen, wo Flussläufe für moderate Bedingungen sorgen oder geschützte Südhänge es erlauben, die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen.
Die Böden dieser zentralen Hügellandschaft wurden im Tertiär gebildet, als das Piemont noch eine Meeresbuchtung der Adria war. Maritime Sedimente – vorwiegend Mergel und Kalk – auf festem Sandsteinsockel bilden die vorherrschenden Formationen, die reich an Spurenelementen wie Eisen, Phosphor, Mangan und Magnesium sind. Während in der Langha graublaue bis gelb-braune Mergel vorherrschen, sind es im Roero, am linken Ufer des Flusses Tanaro, Schotterablagerungen auf felsigem Untergrund.
Arneis
Die weisse Rebsorte Arneis ist sehr alt und war schon im 15. Jahrhundert bekannt, unter anderem mit den Namen Renesium, Ornesio oder später Barolo Bianco. Sie wurde ausschliesslich in Norditalien angebaut. Aus ihr wird der DOC-Wein Langhe Arneis hergestellt. Kleine, aber beständige Vorkommen gibt es nun ebenso in Argentinien, Australien und in den Vereinigten Staaten. Der Name der Rebsorte Arneis bedeutet im Dialekt des Piemont «Die kleine Schwierige» und galt als nahezu ausgestorben, bis sie in den späten 90er Jahren wieder entdeckt wurde. Die Rebsorte Arneis diente oft als Verschnittpartner für den Nebbiolo, auch um den kräftigen Rotweinreben einen Milde Note zu verleihen. Schon im Anbau wurde die Rebsorte Arneis aber auch oft zwischen andere Reben des Nebbiolo gemischt.
Die Rebsorte Arneis ist wollartig behaart, mit einem karminroten Anflug. Sie hat eine offene Triebspitze und die jungen Blätter haben eine gelbgrünliche Farbe. Die Traube ist meist mittelgross, dichtbeerig und geschultert. Die Beeren haben eine weissgelbliche Färbung. Mit ungefähr 30 Tagen Reifezeit zählt die Rebsorte Arneis zu den spät reifenden Reben und wird gegen Mitte September gelesen. Diese ist sehr ertragreich aber auch anfällig gegen den Echten Mehltau. Jung getrunken schmeckt der gekelterte reinsortige Weisswein meist nach Mandeln. Früher wurde der Wein eher süsslich ausgebaut und seit seiner Wiederentdeckung zeigt er sich mit angenehmer Säure frisch und fruchtig.
Barbera
Die Rebsorte Barbera ist eine rote Sorte von hoher Qualität und stammt ursprünglich aus dem italienischen Piemont. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Rebsorte Barberawird heutzutage in ganz Italien angebaut. Sie wird geschätzt wegen ihrer hohen Anpassungsfähigkeit und dem grossen Ertrag, den sie liefert. Mit einer sogenannten Rebfläche von gut 28.000 Hektar belegt sie bei den roten Rebsorten Platz drei, direkt nach Sangiovese und Montepulciano, damit ist die Rebfläche im Vergleich zu den 90er Jahren deutlich verkleinert.
Das wichtigste Weinanbaugebiet der sortenreinen Rebsorte Barbera ist nach wie vor der Piemont, gefolgt von der Lombardei und der Emilia-Romagna. Als Verschnitt wird die Rebsorte Barbera aber auch in vielen anderen Weinen aus anderen Regionen Italiens verwendet. Die Rebsorte Barberawird aber auch in zahlreichen Ländern ausserhalb Italiens angebaut, hier vor allem in Kalifornien, Argentinien, Mexiko, Brasilien, Griechenland, Australien, Slowenien, Südafrika, Uruguay, Rumänien und Israel.
Die Weine, die aus der Rebsorte Barbera gekeltert werden, sind zumeist von einer tiefroten Färbung, gelten als sehr gehalt- und kraftvoll und besitzen ein durchaus sehr stark ausgeprägtes Aroma nach Pflaumen. Ihr Tanningehalt ist gering und der sogenannte "Körper", der über die Säure im Wein Auskunft gibt, ist voll, sodass es zu Alkoholgehalten von bis zu 14 Prozent kommt. Allerdings wird ein Grossteil der Lese für leichte, leicht sprudelnde Rotweine verwendet, die vor allem im Sommer gerne auch zur Erfrischung getrunken werden.
Nebbiolo
Die Rebsorte Nebbiolo ist eine rote Edelrebe mit Heimat im italienischen Piemont. Dort wird sie wahrscheinlich bereits seit der Antike angebaut. Gesicherte namentliche Erwähnungen gibt es aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die anspruchsvolle Rebsorte Nebbiolo gedeiht fast ausschliesslich in ihrem Ursprungsgebiet. Daher liegen von den weltweit 6000 Hektar Anbaufläche mehr als 5200 Hektar in Italien. Kleinere Weinanbaugebiete befinden sich in der Schweiz, in Südafrika, in Kalifornien und in Südamerika (Argentinien, Brasilien und Mexiko). Die genaue Abstammung derRebsorte Nebbiolo konnte noch nicht ermittelt werden. Nachgewiesen wurde bisher nur eine Verwandschaft mit der Rebsorte Freisa. Der Name Nebbiolo bezieht sich auf den weisslichen, an Nebel (italienisch: nebbia) erinnernden Belag, der sich auf den vollreifen Trauben bildet.
Die Rebsorte Nebbiolo stellt sehr hohe Ansprüche an Boden und Klima. Sie benötigt steile, nach Süden oder Südwesten ausgerichtete Hanglagen und gedeiht fast ausschliesslich auf kalkhaltigen Mergelböden. Die Rebsorte Nebbiolo treibt früh aus und ist daher empfindlich gegen Spätfröste. Auch auf feuchte Witterung während der Blüte reagiert sie sensibel mit Verrieselung. Sie ist anfällig für den Echten Mehltau. Als spätreifende Rebsorte kann sie bei feuchtem Wetter im Herbst auch von der Grauschimmelfäule befallen werden.
Die Trauben der Rebsorte Nebbiolo sind mittelgross bis gross, zylindrisch und mittel dichtbeerig. Ihre dunkel-blauschwarzen Beeren sind mittelgross und rundlich bis leicht oval. Nebbiolo-Trauben weisen einen hohen Tanningehalt auf. Ihre Weine reifen sehr langsam und entwickeln dabei ein typisches Veilchenaroma. Berühmte DOCG-Weine, die aus der Rebsorte Nebbiolo sortenrein gekeltert werden, sind zum Beispiel der Barolo, der Barbaresco und der Roero.
Reben werden v. a. im Zentralpiemont kultiviert, in den Hügellandschaften der Langa, des Roero und des Monferrato. Bedeutende Kulturen gibt es aber auch am Fusse der Alpen im Norden und Nordosten. Die bedeutendsten DOC- und DOCG-Herkunftsbezeichnungen sind Asti, Barbaresco, Barbera d’Alba, Barbera d’Asti, Barolo, Dolcetto d’Alba, Dolcetto d’Asti, Gattinara, Gavi, Ghemme, Langhe, Loazzolo, Monferrato, Nebbiolo d’Alba, Piemonte und Roero. Die mengenmässig bedeutendste Produktion bringt dabei Asti mit knapp 250 000 hl hervor, gefolgt von den verschiedenen Barbera-Appellationen.
Eine der jüngeren Herkunftsbezeichnungen für Weine der gesamten Region ist die DOC Piemonte, unter der knapp 1 900 ha (2005) Rebfläche klassifiziert sind. Sie wurde zusammen mit den Appellationen Langhe und Monferrato Mitte der 1990er-Jahre eingeführt. Weine aus Barbera, Bonarda, Grignolino, Bracchetto, Cortese und Chardonnay können den Rebsortennamen als Teil der DOC-Bezeichnung führen.
Mehr Informationen: Weinbau im Piemont
Denominazione di Origine Controllata e Garantita (****) Diese höchste Stufe des italienischen Weins beschreibt die Anerkennung der edelsten italienischen Weine. Es handelt sich um Qualitätsweine aus den klassifizierten DOCG-Gebieten mit genauen Vorschriften zum Ausbau und der Angabe der Herkunft, Sorte und des Jahrgangs. Die Beschränkung der Rebtypen und Erträge sind strenger als bei DOC und der Wein muss von einer speziellen Prüfungskommission analysiert und verkostet werden, bevor er das begehrte Siegel erhält. Obwohl DOCG bereits 1963 eingeführt worden war, wurde die erste DOCG-Auszeichnung erst 1980 vergeben, und Mitte der 1990er gab es erst 15 Weine mit dem DOCG-Status.
Denominazione di Origine Controllata (***) Diese Stufe gilt für Weine, die aus spezifischen Rebsorten hergestellt werden, die in genau festgelegten Zonen angebaut und nach vorgeschriebenen Methoden ausgebaut werden. Qualitätsweine aus den klassifizierten DOC-Gebieten, mit Vorschriften zum Ausbau und Angabe der Herkunft, Sorte und des Jahrgangs. In einem gewissen Umfang dienen die DOC-Regelungen dazu, bestehende Traditionen (Traditionen, die während der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg eher mit dern Blick auf Quantität als Qualität begründet wurden) auf Kosten des Fortschritts zu erhalten. Beinahe alle bekannten traditionellen Weine sind DOC-Weine.
Indicazione Geografica Tipica Dies ist eine Stufe des Tafelweins der als italienische Version des erfolgreichen französischen "vin de pays" gedacht ist. Die Weine können eine geographische Bezeichnung auf dem Etikett kombiniert mit einer Rebsortenangabe tragen.
Vino da Tavola Dies ist die unterste Kategorie. Auf dem Etikett dürfen keine geographischen oder sortenbezogenen Angaben gemacht werden.
In typischer Lage der Alfieri-Hügel, ist der Bauernhof „Ca’colomba“ zwischen „Langhe“ und „Monferrato“ gelegen und bietet eine perfekte Umgebung für alle die gerne Zeit in der Natur- umgeben von idyllischen Weinbergen -verbringen möchten. Dank seiner perfekten Hügellage kann man die wundervolle Hügel- und Berglandschaft bestaunen. Seit einigen Jahren folgt der Betrieb den Prinzipien des integrierten Weinbaus und versucht die Ressourcen und technischen Möglichkeiten zu optimieren, um gesündere und ökologisch sicherere Lebensmittel zu produzieren und dabei gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu erhalten, zu schützen und die Höhe des Ertrages und Produktivität zu steigern. Unter Mitwirkung der Familie werden ca 15 ha Land in der Gemeinde von S. Damiano d’Asti (im Süden Montferrats zwischen Asti und Alba) bewirtschaftet.
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AZIENDA AGRICOLA VAL SERRA
OMEDE' GIOVANNI
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Die Colline Alfieri, wo sich die Firma PonteBallerine von Cesare Carlevero befindet, ist eine hügelige Gegend zwischen Langhe, Roero und Monferrato. Dies ist der Produktionsbereich des neuen Terre Alfieri DOC, mit den Rebsorten Arneis und Nebbiolo sowie Barbera d'Asti DOCG.
Das Unternehmen wurde vor über 80 Jahren von Eugenio Carlevero gegründet. Es hatte seinen Anfang im Hobby von Eugenio, dem Imkern (Umgang mit Bienen, Bienenstöcken, Honig). Heute wird der Hof mit 500 Bienenstöcken von Cesare und seiner Familie geleitet. Längst ist der Weinbau zu einem weiteren wichtigen Erwerbszeig von Pontebellerina geworden. Ergänzt wird das Angebot durch ein «Agriturismo».
Das Weingut gehört zum Projekt von "Ecocompatible Agriculture", das nur gezielte Behandlungen mit Produkten mit geringer Umweltbelastung zulässt. Als Beweis für die Qualität der Weine gehört das Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern der Enoteca Regionale delle Colline Alfieri im Gebiet von Asti.
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Die Leidenschaft und die Weinbautradition der Cotto-Familie im Weingut GranCollina werden vom Weinberg auf die Flaschen mit den wertvollen Weinen übertragen. Die Kellerei GranCollina versucht, die Innovation moderner Weinbautechniken mit der Tradition des Weines der Cotto-Familie zu verbinden. Der Keller ist mit 5 Holzfässern ausgestattet, in denen die besten der Rotweine ruhen: Nebbiolo, Barbera, Dolcetto und Bonarda. Die anderen Fässer sind in Vetroresina, ein Material, das seine Wurzeln in der Geschichte der Cotto-Familie hat.
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Bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts sind die ersten Vorfahren von Ettore Ferrero in dieser Gegend tätig. Der heutige Besitzer des Bauernhofs setzt in Zusammenarbeit mit der ganzen Familie die Tradition in der Produktion von typischen Weinen der Gegend fort. Das Bauerngut verbindet die Erfahrung von mehr als einem Jahrhundert Aktivität mit den modernsten Techniken, um Produkte zu schaffen, die, obwohl sie den modernsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entsprechen, niemals "industrielle" Produkte sind.
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Im Jahre 1948 entsteht der Betrieb. Der Grossvater Pietro begann mit dem Anbau der Weinberge und der Rinderzucht der „Razza Piemontese“. Er übertrug so die Liebe und die Leidenschaft zum Land auf seine Kinder Giuseppe und Lucia. Nach dem Ausscheiden des Vaters, arbeitet Giuseppe mit seinem Sohn Piero weiter und später auch mit Gianmario. Im Jahr 1997 eröffnet Piero, dank der Hilfe seiner Frau Oriana, die Weinkellerei. Das Weingut liegt auf den grünen Hügeln von San Damiano d’Asti, an der Grenze zu den Asti- , Roero- und Alba- Gebieten, auf denen man verschiedenartige landwirtschaftliche Produkte mit hoher Qualität erwirtschaftet.
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Franco Francesco gründete das Weingut im Jahr 2933. Es gehört heute zu den führenden Unternehmen der Region. Heute wird das Unternehmen in der dritten Generation Maurizio und Francesco geführt, die sich von der Begeisterung der Vorfahren für qualitativ hochstehende Wein begeistern liessen. Längst sind die Weine aus der Casa Vinicola von Franco Fransco Vini auch im Ausland erhältlich. In Kriens zum Beispiel in der Pizzeria Al Forno.
Alle Angaben basieren auf Herstellerangaben