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JOYCE IN ART“JOYCE IN ART„ by Christa M. Lerm Hayes, with contributions by Fritz Senn and James Elkins
Verena Schindlers "Simultaneous Ulysses" (1998–2001) ist ein Beispiel für Letzteres [Spiegelschrift]. Ihr speziell angefertigtes und in Leder gebundenes Buchobjekt enthält ihre Lieblingszitate aus dem Ulysses, die simultan in Normal- wie auch in Spiegelschrift geschrieben sind. Diese beidhändige Meisterleistung nimmt Bezug auf die Denkprozesse, die bei der Joyce-Lektüre unabdingbar sind: Wir müssen beide Gehirnhälften einspannen, Palindrome in unseren Köpfen bewegen und ein Sigel erkennen, wie immer es auch gewendet sein mag. (S.165)
Beuys, Verena Schindler, Royden Rabinowitsch und viele andere habe ein Werk geschaffen, das, bei ihrer Arbeit zu Joyce – explizit oder implizit – auf jenes delikate Gleichgewicht zwischen den beiden Gehirnhälften hinweist. (S.382)
In James Joyces „Ulysses“ wird die jahrelange „horizontale“ Reise des Odysseus auf einen Tag verkürzt und führt „vertikal“ in die Tiefe der inneren Welt, dadurch wird die simultane Wahrnehmung der Vorgänge
möglich. B.K.