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Eine reiche und langjährige Geschichte im Unterrichten der französischen Sprache und Kultur
Die Präsenz Schweizer Staatsbürger in Frankreich besteht seit mehreren Jahrhunderten. Basierend auf dieser langen Tradition zählte die Schweizer Community in Frankreich Ende des XIX. Jahrhunderts Zehntausende Mitglieder. Zu dieser Zeit war die Schweiz ein armes Land, geprägt von starker Abwanderung.
Im Jahr 1881 gründeten die deutschsprachigen Schweizer in Paris die Vereinigung Cercle Commercial Suisse (CCS), die zum Ziel hatte, ihre Integration in die französische Gesellschaft durch bessere Französischkenntnisse und mehr Wissen über die Arbeitswelt voranzutreiben. Für sie war es unabdingbar, sich anzupassen, sich zu integrieren und zusammenzuarbeiten.
1896 wurde ein Büro eröffnet, um den Schweizern bei der Arbeitssuche in Frankreich zu helfen. Das war der Schweizer Dienst für kostenlose Arbeitsvermittlung.
Im Jahr 1901 trat das französische Gesetz für Vereine in Kraft. Zum damaligen Zeitpunkt zählte der CCS 3.000 Mitglieder und stellte zahlreiche Services zum Dienste seiner Mitglieder zur Verfügung, insbesondere Französischsprachkurse.
1912: Einweihung des Gebäudes in der 10 rue des Messageries, das bis heute der Sitz des Cercle Commercial Suisse und unserer Schule ist.
Ab 1933 wurde aus dieser Unterrichtstätigkeit eine Vollzeitschule, die sich „École de jour“ nannte. Ihre Aufgabe bestand darin, allgemeines Französisch und die französische Kultur zu unterrichten, während sie weiterhin eine starke berufliche Orientierung beibehielt (Unterricht im Rechtswesen, in Technik und in der Geschäftskorrespondenz).
Von 1940 bis 1947 stellte der CCS seine Aktivitäten ein und bot seine Räumlichkeiten dem Roten Kreuz für die Aufnahme von Geflüchteten an. Kurz nach Ende des Krieges eröffnete die Schule wieder ihre Pforten und erhielt eine Anerkennung des Schweizer Bundesstaates. So konnte sie ihre Französischkurse weiter ausbauen und konzentrierte diese hauptsächlich auf Auszubildende im kaufmännischen Bereich.
Im Jahr 1967 erließ der Schweizer Staat einen Beschluss zum Wohle des CCS, um diesem eine jährliche finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Dadurch erfuhr die Schule einen weiteren Aufschwung. Die Kurse und Unterrichtsmethoden wurden kontinuierlich verbessert, um kulturelle und berufliche Inhalte in die Sprachkurse einfließen zu lassen. Die Schule wusste, wie wichtig es war, sich an neue Anforderungen anzupassen. Sie organisierte sogar Kurse außerhalb von Paris (Bretagne, Normandie, Savoie, Bourgogne, Atlantikküste, Korsika usw.).
In den 80er Jahren erlebte die Welt des Französischen als Fremdsprache (FLE) einen wahren Aufschwung. Da sich die Chambre de Commerce et d‘Industrie de Paris (CCIP), die Pariser Handelskammer, darüber bewusst war, dass Französisch zur Förderung internationaler Beziehungen äußerst wichtig war, entwickelte sie Prüfungen in diesem Bereich, die speziell auf die Berufswelt zugeschnitten waren. Parallel dazu erstellte der CCS Vorbereitungskurse für diese Prüfungen. Aufgrund der Qualitätsstandards und der Fachkompetenz nutzten einige Schweizer Kantone die Prüfungen der CCIP als Referenz.
1991 befand sich der FLE-Markt in seiner Blütezeit. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage änderte die Schule ihren Namen und wurde zur École Suisse Internationale de Français Appliqué (ESIFA). Damit unterstrich sie ihre Bestrebung, sich nicht nur auf die Schweizer Community zu beschränken, sondern sich auch internationalem Publikum zu öffnen, das ebenfalls von der Qualität und dem Professionalismus der Schule überzeugt war.
Vier Jahre später, im Jahr 1995, wagte die Schulleitung aufgrund der steigenden Nachfrage ein Experiment und bot einen Sprachkurs in Dijon an. Die Bourgogne mit ihrer Hauptstadt Dijon verfügte nämlich über zahlreiche Vorteile, welche das Schweizer Publikum sehr zu schätzen wusste. Diese Initiative war von großem Erfolg gekrönt. Die Zahl der Schweizer Schüler in Dijon verzehnfachte sich innerhalb von vier Jahren.
2001 konsolidierte der CCS seine Organisation, indem er offiziell eine Zweigstelle in Dijon gründete, die ab diesem Zeitpunkt auch feste Räumlichkeiten im Herzen des Stadtzentrums bezog.
Die Schule hat sich stets darum bemüht, den Anforderungen ihrer Kunden nachzukommen. Deshalb ließ sie sich 2003 bei der Académie de Paris als „Institut für höhere Bildung“ registrieren. Diese neue Anerkennung zog einen Wechsel des Logos und des Namens (Ecole Suisse Libre Internationale de Français Appliqué) nach sich – beides trat 2005 in Kraft.
Im Jahr 2007 bot der Campus européen de Sciences Po in Dijon das Programme de Français Renforcé (PFR) an, welches auf ausländische Studenten im ersten Studienjahr abzielte. Eine Partnerschaft mit der École Suisse Internationale wurde gegründet, um den Studierenden während ihrer ersten beiden Semester Französischintensivkurse anzubieten.
2008 gründeten unsere Schule und andere Ausbildungszentren für Französisch als Fremdsprache einen Verein, Groupement FLE, dessen Ziel es ist, die Qualität, die Förderung und den gegenseitigen Austausch ihrer Mitglieder voranzubringen.
Die Zweigstelle in Dijon zog im Jahr 2011 in ihre neuen Räumlichkeiten in der 1 rue Davout um, damit sie ihre Schüler in einem großzügigeren, freundlicheren und besser ausgestatteten Umfeld empfangen konnte.
2020: Die École Suisse Internationale möchte jederzeit den neuen Anforderungen ihrer Schüler nachkommen und gestaltet deshalb innovative Online-Französischkurse, die ihre eigenen pädagogischen und qualitativen Ansprüche erfüllen.
1881 in Frankreich und in Paris ...
- Jules Ferry führt die kostenlose Schule und die Schulpflicht ein.
- Das Gesetz der Pressefreiheit wird verabschiedet und die Original-Schilder sind heute noch in den Straßen von Paris zu finden: „Défense d'afficher - Loi du 29 juillet 1881“ (Plakatierungsverbot – Gesetz vom 29. Juli 1881).
- Auguste Renoir malt sein berühmtes Werk „Das Frühstück der Ruderer“. Edgar Degas und Camille Pissaro organisieren in einem Nebengebäude des Ateliers des Fotografen Nadar die sechste Impressionisten-Ausstellung mit dem Werk „Boulevard des Capucines“.
- Die hervorragende Oper „Les Contes d‘Hoffmann“ wird von Jacques Offenbach in der l‘Opéra-Comique erschaffen.
- Die Silhouette der Sacré-Coeur zeichnet sich noch nicht über der Hauptstadt ab. Es ist ein Paris ohne Eiffelturm, ohne Kinos, ohne Métro, ohne Autos oder Busse.
- Erst kürzlich wurde die Elektrizität entdeckt. Die erste Internationale Elektrizitätsausstellung findet im Palais de l‘Industrie auf den Champs-Élysées statt. Aber die meisten Häuser erstrahlen weiterhin mithilfe von Gas, Petroleum oder Kerzen.