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Disziplinen
Einzelfahren
Dies ist die bekannteste und am häufigsten ausgeführte Disziplin. Mit Übersetzbooten oder, im Falle der Frauen und Jungpontoniere in Weidlingen, bestreitet ein Fahrerpaar, bestehend aus Vorderfahrer und Steuermann hinten im Schiff, einen Parcours mit verschiedenen Elementen. An einem Wettfahren findet vor dem eigentlichen Wettkampf immer eine Übungserklärung statt, an der der Parcours genau erklärt wird. Ziellandungen, Durchfahrten, Pfeiler und Abfahrtstangen sind die gängigsten Elemente, die es zu bewältigen gilt. Natürlich gibt es auch auf einzelnen Strecken Zeitmessungen, die zur finalen Punktezahl beitragen. Somit wird ein abwechslungsreicher Wettkampf geschaffen.
Sektionsfahren
Ein Sektionswettkampf findet im Schnitt jedes Jahr einmal statt und ist im Aufbau um einiges komplizierter als ein Einzelfahrwettkampf. Der ganze Pontonierfahrverein tritt mit mehreren Schiffen auf einmal an. Hier geht es weniger um Schnelligkeit und Technik, sondern mehr um die Koordination unter den einzelnen Schiffen und somit den Ruderern. Speziell ist beispielsweise die Linienfahrt, bei der alle startenden Schiffe im Takt und mit festgelegtem Abstand den Fluss überqueren müssen. Die Wertung erfolgt über den Durchschnitt der Punkte aller gestarteten Schiffe.
Einzelschnüren
Die Disziplin des Schnürens ist für den Pontoniersport von besonderer Bedeutung. Beispielsweise werden die Ruder mit speziellen Knoten am Schiff befestigt oder das Schiff am Ufer befestigt. Daher gibt es auch ein Repertoire an Knoten, das jeder Pontonier an den Jungpontonierprüfungen beherrschen muss. In der Form eines Schnürparcours wird dies in eine Form des Wettkampfes gebracht. Dabei geht es um die benötigte Zeit sowie Präzision und Sorgfalt.
Gruppenschnüren
Die Wettkämpfer treten in Dreiergruppen an, um in möglichst kurzer Zeit aus Holzelementen ein vorgegebenes Schnürobjekt zu bauen. Wie beim Einzelschnüren wird die Präzision mitbewertet.
Bootsfährenbau
Mit Abstand die komplexeste Disziplin ist der Bootsfährenbau. Dabei muss von einer Gruppe, bestehend aus 7 Leuten, in möglichst kurzer Zeit ein Drahtseil über den Fluss gespannt werden, so dass eine Fähre an diesem Seil befestigt werden kann. Mit einem hölzernen Zweibein, einer Seilwinde und verschiedenen weiteren Materialien wird das Seil gespannt, worauf die Kampfrichter die Fähre «Probefahren». Wenn dieser Test erfolgreich verläuft, wird, wieder möglichst schnell, das Fährseil wieder zurückgebaut. Die Auf- und Abbauzeit zusammen mit eventuellen Abzügen für Präzision ergeben die finale Zeit. Der Rekord hat im Moment der Pontonierfahrverein Ottenbach mit 4 Minuten 22 Sekunden Aufbauzeit und 3 Minuten 10 Sekunden Abbauzeit inne. Doch am Eidgenössischen Wettfahren in Aarburg 2022 haben wir vor, diesen Rekord zu knacken ;-).