Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/1062

Über Jahre hinweg zahlten die Versicherten in einigen Kantonen zu hohe Krankenkassenprämien, in anderen zu wenig. Dieses Ungleichgewicht soll nun wenigstens teilweise ausgeglichen werden. Dies fordern die SP und der Verband für Ältere, Invalide, Witwen und Waisen Avivo mit einer Petition. Dafür haben sie nach eigenen Angaben 40'000 Unterschriften gesammelt, die am Montag bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht wurden.
Die Petition verlangt die Annahme einer vom Bundesrat bereits ausgearbeiteten Lösung. Diese sieht vor, die zu viel bezahlten Prämien über die Rückerstattung der CO2-Abgabe auszugleichen. Die Versicherten in den Kantonen, die zu tiefe Prämien bezahlt haben, müssten über sechs Jahre hinweg für den Ausgleich aufkommen. Damit könnte nach Berechnungen des Bundesrats das Ungleichgewicht rund zur Hälfte ausgeglichen werden.
Am stärksten zur Kasse gebeten würden die Versicherten des Kantons Bern, die zwischen 1996 und 2011 rund 832 Millionen Franken zu wenig bezahlten. Zu viel bezahlten insbesondere die Versicherten in Zürich, Waadt, Genf und Tessin.
Die Krankenkassen bieten Hand zu dieser Lösung. Den Vorschlag der Kantone, das Ungleichgewicht aus den Reserven der Krankenkassen auszugleichen, lehnen sie hingegen ab. Im Parlament ist das Geschäft in der Gesundheitskommission des Ständerats hängig. Diese verlangt vom Bundesrat neue Vorschläge für einen Prämienausgleich.
(tke/sda)