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Ein Wörterbuch des Jive Talks
Cab Calloway ist Bluesfreunden vor allem in der Rolle des «Curtis» im 1980 gedrehten Films The Blues Brothers und seinem Auftritt mit seinem Smashhit «Minnie The Moocher» bekannt. Der Name geht auf Curtis Salgado zurück, der John Belushi bei den Vorbereitungen für das Drehbuch die Geschichte des Blues vermittelt hatte. Calloway war jedoch in den dreissiger und vierziger Jahre ein absoluter Topstar in der New Yorker Jazzszene und einer der ganz Grossen im legendären Cotton Club. Er inszenierte seine Bühnenshows mit spektakulären Tanzeinlagen und galt als einer der besten Entertainer seiner Zeit. Zudem hat er den Scatgesang popularisiert.
Weniger bekannt ist, dass Calloway 1939 unter dem Titel « Cab Calloway's Hepster's Dictionary: Language of Jive » ein Wörterbuch des «Jive Talks» (etwa: Jazz-Gerede. «Jive» steht aber auch als Synonym für einen Tanz und für Marihuana) veröffentlichte, in dem er fast 250 Slangausdrücke der Musiker in New Yorks Harlem erklärt. Es war das erste Wörterbuch, das von einem Schwarzen publiziert worden ist. 1944 erschien das «The New Cab Calloway's Hepsters Dictionary: Language of Jive», ein Update des Originals. In der 1944 gedrehten Musikkomödie «Sensations Of 1945» hatte Cab Calloway sogar einen Auftritt mit seinem Orchester, in welchem das Wörterbuch erklärt wird.
Natürlich ist die Umgangssprache einem steten Wandel unterworfen und ein Wörterbuch, das über siebzig Jahre alt ist, kann nicht aktuell sein. Leider wird das Wörterbuch nicht weiter gepflegt. Es bleibt jedoch ein interessantes Zeitdokument, auch wenn viele Ausdrücke heute nicht mehr verwendet.