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Imkerei in der Neuzeit
Bereits im Altertum sind die Bienen und ihre Erzeugnisse wissenschaftlich erwähnt worden, Hippokrates beispielsweise lehrte um 400 v.Chr., dass Honigsalbe Fieber senke und Honigwasser die Leistung der Athleten bei den Olympischen Spielen verbessere. Erste wissenschaftliche Studien an Bienen beschrieb der griechische Philosoph Aristoteles in seiner Tierkunde. Im dritten Jahrhundert v.Chr. widmete sich auch der Grieche Aristomachos von Soloi der Bienenforschung. Der römische Epiker Vergil verfasste 37-29 v.Chr. das Lehrgedicht Georgica (über den Landbau), in dessen 4. Gesang er in 566 Versen die Bienenhaltung in poetischer Form beschreibt.
Grundlegende und vertiefte Erkenntnisse über die Honigbienen wurden jedoch erst ab dem 18. und 19. Jahrhundert gewonnen. Die Imkerei der Neuzeit war geprägt von revolutionären Entwicklungen in Betreuung und Zucht der Bienen sowie verschiedenster Bienenwohnungen. Die Imker begannen sich auch ausserhalb der ursprünglichen Zeidlerzünfte zu organisieren, da viele die Bienenzucht nicht mehr hauptberuflich ausübten. Eine frühe Vereinigung war die 1768 gegründete Fränkische Bienengesellschaft. 1769 richtete Maria Theresia, österreichische Erzherzogin, in Wien die weltweit erste staatliche Imkerschule ein.
1861 wird der "Verein Schweizerischer Bienenwirthe" gegründet. Er beschloss, Ende September 1862 in Verbindung mit dem "Schweizerischen Seidenbauverein" eine gemeinsame Zeitung herauszugeben. Sie erschien auf Initiative des Druckers und Verlegers Hegner in Lenzburg von 1863 bis 1864 als "Schweizerische Seidenbau- & Bienen-Zeitung" monatlich, im Jahr 1865 zweimal monatlich. Nach einem Vorstandswechsel bei den Bienenwirthen wurde beschlossen, eine eigene Zeitung herauszugeben, welche von 1865 bis 1866 ebenfalls zweimal monatlich erschien. Nach 1867 und 1868 ohne Vereinszeitung erschien 1869 die heutige "Schweizerische Bienen-Zeitung" im ersten Jahrgang.