Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/1774

Club
Ziele
Unter dem Namen Seeclub Rorschach (SCR) besteht seit 1921 ein Ruderclub, welcher die Pflege und die Förderung des Rudersportes und des gesellschaftlichen Zusammenschluss seiner Mitglieder bezweckt. In den beiden Bootshäusern Rietli, Goldach und Alten Rhein, Rheineck treffen sich Mitglieder zwischen 12 und XX Jahren zum gemeinsamen Rudern. In Wanderbooten die gemütlicheren Ruderer und die ambitionierten Ruderer in Regattabooten.
Geschichte
Der Seeclub Rorschach wurde im Jahre 1921 gegründet. Drei Boote wurden mit einem Darlehen angeschafft, in einem Industrieschuppen untergebracht und dann die Planung eines Bootshauses eingeleitet. 1927 konnte auf einer damals weit ausserhalb der Gemeinde Goldach liegenden Parzelle das Bootshaus im „Rietli“ bezogen werden. Bis in die frühen Nachkriegsjahre standen die gesellschaftlichen Aktivitäten eindeutig im Vordergrund und nahmen gegenüber den ruderischen Anlässen einen überaus grossen Umfang an. Man bewegte sich wohl öfter auf dem Tanzparkett als auf dem Wasser. Die gesellschaftliche Stellung des Seeclubs war hoch, es galt zum guten Ton der damaligen Rorschacher Gesellschaft, dem Seeclub anzugehören.
Erst Ende der 50-er Jahre wurde die Entwicklung zum heutigen vielseitigen Verein mit Leistungs- und Breitensport eingeleitet. Neben der Weiterführung des Fitnessruderns wurde nun das Regattarudern gezielt gefördert und bis zu einem hohen Niveau entwickelt. Entsprechend musste die Infrastruktur angepasst werden: 1967 wurden im Rietli Duschen und Garderoben erneuert und ein Clubzimmer eingebaut und schon 10 Jahre später wurde das Bootshaus mit einem zweiten Anbau erweitert.
Mit der Abkehr vom reinen Männerverein Mitte der 90-er Jahre wurden dann die sanitären Anlagen erneut modernisiert und ein weiterer Anbau realisiert. Durch den Ankauf von Fitnessgeräten aus einer Konkursmasse konnte ein vollwertiger Kraftraum eingerichtet werden. 1996 konnte gar ein zweites Bootshaus am Altenrhein in Betrieb genommen werden. Die windgeschützte Lage am Altenrhein ermöglicht bei jeder Witterung einen optimalen Trainingsbetrieb und dürfte der Grundstein sein für viele Erfolge der Rorschacher Ruderer.
An den olympischen Sommerspielen in Seoul 1988 erkämpften sich Ueli Bodenmann und der Berner Beat Schwerzmann im Doppelzweier überraschend die Silbermedaille. Acht Jahre später krönten die Gebrüder Michael und Markus Gier ihre Karriere im Leichtgewichtsdoppelzweier mit dem sensationellen Olympiasieg. Atlanta' 96 gilt als Markstein in der Clubgeschichte, belegten doch an derselben Olympiaregatta Ueli Bodenmann und Simon Stürm den 5. Platz im Doppelvierer des Schweizerischen Ruderverbandes. Gleichzeitig wirkten Pierre Hofer und Arjan Klein als Coach, Arzt und Physiotherapeut mit. Walter Kägi leitete als Verbandspräsident jene Spitzendelegation. Der Rudersport avancierte damals zum erfolgreichsten Sommersportverband innerhalb von "Swiss Olympics" - und profitierte zu einem grossen Teil vom Knowhow sowie der leidenschaftlichen Einstellung unserer sieben (!) Clubmitglieder. Diese Highlights gelten auch als Höhepunkte des Lebenswerkes unseres Clubförderers und Freundes Gust Maier.
Aber auch die Fitness- und Breitensportler weichen bei schlechten Wasserverhältnissen gern auf den Altenrhein aus. Dank dieser Anlage hat sich das Rudern in Rorschach zum Ganzjahressport entwickelt, kann doch auf dem Altenrhein auch bei tiefen Temperaturen gefahrlos trainiert werden.
Im Artikel 1 der Statuten (pdf, 1M) wird die Pflege und Förderung des Rudersportes gleichbedeutend genannt wie der gesellschaftliche Zusammenschluss seiner Mitglieder. Der Seeclub ist deshalb nicht nur leistungsorientiert auf seine Regattaabteilung ausgerichtet sondern gewichtet die Förderung des Breitensportes ebenso stark. Ruderer jeden Alters stehen vielseitige Möglichkeiten offen.