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In der Demokratischen Republik Kongo sind 69 Prozent der Bevölkerung unterernährt. Grund dafür sind unter anderem die andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes, wirtschaftliche und institutionelle Krisen sowie schlechte Staatsführung. Zudem haben viele BäuerInnen keinen Zugang zu Absatzmärkten, da ihnen die notwendigen Kredite und die Netzwerke fehlen und die Bedingungen für die Lagerung der Produkte schlecht sind. Dies führt dazu, dass Kleinbauernfamilien trotz gestiegener Produktivität ihr Einkommen nicht verbessern können. Das Projekt unterstützt lokale Kleinbauernfamilien bei der Produktion und dem Absatz von Landwirtschaftsgütern.
Begünstigte:
Direkt begünstigt werden 600 KleinproduzentInnen, 378 Mais- und 222 ManiokproduzentInnen, die fünf verschiedenen Landwirtschaftskooperativen angehören. Etwa 60% davon sind Frauen.
Ziele:
Das Projekt soll dazu beitragen, die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der ProduzentInnen von Maniok und Mais in der Region von Rutshuru zu verbessern. Die Kooperativen, in denen die ProduzentInnen organisiert sind, sollen die Produkte ihrer Mitglieder besser vermarkten und deren Interessen schützen. Ziel ist die Entwicklung eines integrativen und effizienten Marktsystems zugunsten der ProduzentInnen von Mais und Maniok.
Aktivitäten:
Das Projekt fördert den Aufbau von Landwirtschaftskooperativen, in denen Mais und Maniok angebaut wird. Um den Mitgliedern der Kooperativen das technische Wissen zu vermitteln, werden Schulungen in ökologischer Landwirtschaft durchgeführt. Zudem werden die KooperativenleiterInnen auch in Nacherntetechniken wie dem Entkörnen, Trocknen und Sortieren der Produkte ausgebildet. Das erlernte Wissen wiederum kann an die BäuerInnen weitergegeben werden. Mit dem Bau von Lagerräumen wird den Mitgliedern ermöglicht, ihre Ware in grossen Mengen zu verkaufen und die Verhandlungsposition gegenüber Dritten zu stärken. Weiter soll der Zugang zu Krediten erleichtert und die Vernetzung mit weiterverarbeitenden Betrieben in der nahegelegenen Stadt Goma vorangetrieben werden, damit der notwendige Markzugang erreicht und aufrechterhalten werden kann.