Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03536.jsonl.gz/2195

Schöllenenbahn
|Kürzel||SchB|
|Bahntyp||Gemischte Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1917-07-12|
|Mutiert||Ab 1961-08-01 Furka–Oberalp|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Nach über vierjähriger Bauzeit nahm die einer Aktiengesellschaft gehörende SchB 1917 den Betrieb auf. Die von Anfang an elektrifizierte (Gleichstrom) Bahn war über eine Strecke von 2.5 Kilometern mit einer Zahnstange (System Abt) bestückt. Sie führte von Göschenen nach Andermatt, wo sie an die 1926 eröffnete Furka–Oberalp-Bahn (FO) anknüpfte. 1961 fusionierten die beiden Gesellschaften. Wichtiger für die SchB als der Anschluss an die FO war indessen derjenige an die Gotthardlinie ab Göschenen, und zwar nicht nur aus touristischen, sondern auch aus militärischen Gründen. In Andermatt befanden sich ausgedehnte Übungsanlagen der Armee.
Finanziell sah es bei der SchB nicht sehr gut aus. Ihre Bruttobaukosten und folglich der Kapitalbedarf waren mit 844'000 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920) ausserordentlich hoch. Dies wirkte sich entsprechend auf die Zinspflichten aus, welchen die SchB angesichts der Betriebsergebnisse bei Weitem nicht nachkommen konnte. Gleich drei Mal innert kurzer Zeit – in den Jahren 1922, 1927 und 1937 – musste die SchB ihre Bilanz mittels Kapitalschnitt bereinigen. Bei den Betriebssubventionen 1919 handelte es sich zum grössten Teil (109'509 Franken) um Zinsnachlässe. Ausserdem steuerte der Bund Beiträge zur Aufrechterhaltung des Winterbetriebs bei. Woher die Bausubvention von 125'000 Franken stammte, erläuterte die Statistik nicht.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: