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Kapitel aus OcCC-Bericht: Extremereignisse in der Schweiz: Typisierung und letzte 500 Jahre
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Die wichtigsten Extremereignisse in der Schweiz können aufgrund ihres Zusammenhangs mit charakteristischen Wetterlagen typisiert werden. Für die Entstehung extremer Werte von Temperatur und Feuchte/Niederschlag sind grossräumigen Windströmungen entscheidend. Für Stürme und Gewitter sind im Winter grossräumige Druckdifferenzen und im Sommer lokalere Effekte wie Bodenfeuchte und Luftmassenstabilität wichtig. Hochwasser sind eine Folge von Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Oberflächenbeschaffenheit und Topographie.
Ein möglicher Weg zur Typisierung wichtiger Extremereignisse führt über die entsprechenden Wetterlagen sowie über die damit verbundene Ausprägung und Wirkung des Ereignisses in einem bestimmten Gebiet. Weil die Extremereignisse unterschiedlich grosse Gebiete betreffen, sind zusätzlich deren räumliche Skalen angegeben. Folgeereignisse wie Lawinen oder Hangrutschungen sind nicht dargestellt. Diese schematische Erfassung hat allerdings ihre Grenzen, da sich bei Extremereignissen oft verschiedene Prozesse gegenseitig verstärken oder in ihrer zeitlichen Abfolge kumulieren. Die einzelnen Fälle können dann zwar gruppiert werden, aber bei genauer Analyse lassen sich immer wieder fallspezifische Unterschiede feststellen.
Source: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Bern.