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Während der Mittagspause Grossratssession hatte ich endlich Gelegenheit, die Ausstellung „300 Jahre New Bern“ im Historischen Museum zu besuchen. Leicht zugänglich wird geschildert, wie der Berner Patrizier Christoph von Graffenried 1710 zusammen mit Gleichgesinnten und deportierten Wiedertäufern im Auftrag der englischen Krone die Siedlung New Bern und die neue Kolonie Carolina gegründete hatte und welches die verschiedenen Beweggründe dahinter waren. Er selber musste zwar schon 1713 verarmt nach Bern zurückkehren, das Städtchen New Bern hatte aber verschiedene kriegerische Wirren überlebt und scheint auch heute recht gut zu gedeihen.
Die Ausstellung ist zwar hübsch gemacht, aber kommt nicht über das Niveau einer Heimatmuseum-Ausstellung hinaus. Sie könnte ebenso gut in New Bern als Touristenattraktion oder an einer Ferienmesse installiert sein. Ausser dem Namen scheint Bern und New Bern schon kurz nach der Gründung nicht mehr viel verbunden zu haben. Das ist auch nicht verwunderlich, da es sich ja nicht um Projekt des Staates Bern sondern um Christoph von Graffenrieds persönliches Ziel gehandelt hatte. Die Ausstellung ist aber sicher gut für das gegenseitige Image und kann wohl auch Beitrag zur Förderung des Wirtschaftsstandortes verstanden werden.
Die Ausstellung dauert noch bis zum 16. Mai 2010.
Der Stadtwanderer scheint auch nicht gerade begeister gewesen zu sein (BlogArtikel).
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