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Pets-Blog und Ratgeber
Zeit zum Durchatmen
Dem Hund ein neues Kunststück beibringen, die Katze mit Jagdspielen aus der Reserve locken, das Kaninchen über kleine Hindernisse springen lassen – was auch immer Sie mit Ihrem vierbeinigen Liebling unternehmen, Voraussetzung für alle Aktivitäten ist die Gesundheit des Tieres.
Wie das Atmen funktioniert
Eine zentrale Rolle für die Fitness der Vierbeiner spielt die Atmung: Im Normalfall atmen Tiere über die Nase ein. Hier wird die Luft befeuchtet, grob von Staub- und Schmutzpartikeln gereinigt und bei Bedarf erwärmt. Über Kehlkopf und Luftröhre geht es weiter in die Lunge, wo sich die Luftröhre zu den Bronchien verzweigt und die Gänge immer enger und enger werden. Die kleinsten Einheiten der Lunge sind die Alveolen. In ihnen findet der Gasaustausch statt, der frische Sauerstoff wird ins Blut abgegeben und das verbrauchte Kohlendioxid für die Ausatemluft eingesammelt. Dieses Prinzip ist bei allen unseren Haustieren gleich.
Unterschied bei den Tieren
Das Volumen der Lunge variiert hingegen sehr: Ein entspannter Hund mit etwa 20 kg Körpergewicht nimmt mit jedem Atemzug etwa 0,3 Liter Luft auf, ein Kaninchen beim Faulenzen aber höchstens ein Zehntel davon. Interessanter Vergleich: Ein Pferd atmet beachtliche sechs Liter Luft mit einem Atemzug ein. Abgesehen vom Volumen spielt die Atemfrequenz eine entscheidende Rolle dafür, wie viel Sauerstoff in die Blutbahn gelangt. Die Faustregel lautet: Je kleiner ein Tier, desto höher diese Frequenz. Der Hund atmet in der Minute etwa 15-30 Mal (ein Dackel öfter als eine Dogge), die Katze rund 30 Mal, das Kaninchen circa 60 Mal, ein Meerschweinchen etwa 100 Mal und ein Mäuschen sogar 120 bis 200 Mal – da kommt man beim Zählen kaum noch mit.
Die Atemfrequenz ist nicht in Stein gemeisselt, sondern passt sich den Aktivitäten des Körpers an. Machen zwei Kaninchen ein Wettrennen oder spielen zwei Hunde übermütig miteinander, steigt der Sauerstoffbedarf in der Muskulatur. Um diesen Bedarf zu decken, wird die Atemfrequenz deutlich erhöht und über die Alveolen zusätzlicher Sauerstoff angeliefert. Der wird schon dringend in den Muskeln erwartet, deshalb fliesst das Blut jetzt schneller – die Herzfrequenz steigt. So kommt es durch die Bewegung nicht nur zur Aktivierung der Atmung, sondern auch des gesamten Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels. Dieses Zusammenspiel sorgt für ein starkes Immunsystem.
Aus der Balance
Atmung ist insgesamt ein komplexer Vorgang, der durch Krankheiten oder auch altersbedingt aus der Balance geraten kann. Bei Problemen kommt es häufig zu Husten. Er tritt grundsätzlich immer dann auf, wenn sich etwas in der Lunge angesammelt hat, das der Körper rasch loswerden möchte. Das können Flüssigkeiten, Schleim oder feste Substanzen sein. Ursächlich kann beispielsweise eine Herzschwäche dahinterstecken. Auch kleine Verstopfungen im feinen Netzwerk der Lunge sind ein möglicher Grund. Aber es gibt auch andere Symptome bei Atmungsstörungen: Tiere atmen flacher oder schneller, die Atmung macht Geräusche, die Vierbeiner wirken matt und abgeschlagen. Ursachen sind vielfältig. Katzen können unter Asthma leiden, und auch Allergien können bei unseren Tieren die Atmung negativ beeinflussen. Ausserdem ist im gehobeneren Alter die Lunge meist nicht mehr so elastisch wie in der Jugend und mitunter durch lebenslang angesammelte Ablagerungen geschwächt. Bei Beschwerden ist eine Abklärung vom Tierarzt unerlässlich.
Was pflanzliche Wirkstoffe leisten
Auf pflanzlicher Basis kann man dem Liebling zusätzlich Gutes tun. Thymian enthält viel ätherisches Öl, das schleimlösend wirkt und einen reinigenden Effekt auf die Lunge hat. Es regt die feinen Flimmerhärchen an, die für den Abtransport von Fremdstoffen zuständig sind und wird unter anderem unterstützend bei Bronchitis oder Husten eingesetzt. Die positiven Effekte sind wissenschaftlich untermauert. Zusätzlich unterstützt Thymian durch seine antibakterielle und antivirale Wirkung das Abwehrsystem. Traditionell kommt bei Atemwegsproblemen auch die Schlüsselblumenwurzel zum Einsatz. Sie ist reich an Saponinen, die festsitzende Sekrete auflösen und so ebenfalls zur Selbstreinigung der Lunge beitragen.
Thymian ist ein wichtiger Bestandteil von Anima Strath mit Thymian , welches auf der plasmolysierten Kräuterhefe mit 61 wertvollen Mikronährstoffen basiert. Es unterstützt die Bronchialfunktion, erleichtert die Atmung, stärkt die Abwehrkraft und verbessert somit die Vitalität.
Weil Luft und Liebe lebenswichtig sind.
Tanja Warter, Tierärztin