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Blessed Avenue (Jade Edition)
Jacolby Satterwhite ist bekannt für seine kraftvollen Videoinstallationen, die Tanz, Illustration und 3D-Animation kombinieren. Mit Grafiken, die von der Welt der Videospiele inspiriert sind, und den weitreichenden Möglichkeiten virtueller Architektur schafft er alternative Universen, in denen er reale und biografische Elemente sowie tanzende Körper, einschließlich seines eigenen, umsetzt, um Themen wie persönliche Geschichte, Erinnerung, Fantasie und Begehren zu erkunden. Blessed Avenue besteht aus einer Reihe von Arbeiten, die Satterwhite als Hommage an seine Mutter geschaffen hat, wobei er einige der Tausenden von Zeichnungen, die sie angefertigt hat, in den Soundtrack des Videos einfügte und ihre Stimmkompositionen sampelte. Das Zweikanal-Video inszeniert eine faszinierende choreografische Studie über die Dynamik der Macht beim Fetisch-Sex und enthält Cameos von Figuren der Club- und Queer-Szene wie Juliana Huxtable, Lourdes Leon Ciccone oder DeSe Escobar. In dieser fantastischen, aber irgendwie dystopischen virtuellen Realität werden die Tänzerinnen und Tänzer, die von Vogueing inspirierte Choreografien aufführen, zu Avataren ihrer anderen Ichs. Sie scheinen sich zwischen Selbstermächtigung und Entfremdung zu bewegen und werfen Fragen zu Identitätsdarstellung, Freiheit und Integrität im Zeitalter der digitalen und sozialen Medien auf.
Dieses Kunstwerk wird in der Shedhalle als Teil der Ausstellung CAMP FIRES gezeigt, kuratiert von Simon W. Marin und Violeta Mansilla. CAMP FIRES findet im Last Tango in Zürich statt und wird von der Shedhalle und dem Tanzhaus Zürich co-hosted.
Jacolby Satterwhite (geb. 1986 in Columbia, SC, lebt in Brooklyn, NY) hat einen BFA vom Maryland Institute College of Art (2008) und einen MFA von der University of Pennsylvania (2010). Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, u. a. im Haus der Kunst, München (2021); Gwangju Biennale (2021); Art Basel Unlimited (2019); MoMA, New York (2019); The Whitechapel Gallery, London (2019); Berlin Biennale (2016); Whitney Biennale (2014). Seine erste große institutionelle Einzelausstellung ist derzeit im Miller ICA der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, PA zu sehen.