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1845 liessen die Brüder Heinrich junior und Rudolf Bebié das Fahr über die Limmat durch eine hölzerne Privatbrücke ersetzen. Obgleich der Übergang, namentlich seit der Eröffnung der Bahn im Jahre 1856 sich für die Allgemeinheit als notwendig erwies, blieb der Brückenunterhalt jahrzehntelang Sache der Fabrikherren. In das Trennungsdekret von 1883 fand die Bestimmung Aufnahme, dass die neue Gemeinde Turgi die Brücke befahrbar zu halten und dem öffentlichen Verkehr zu Übergeben habe.
1919 war der hölzerne Flussübergang so baufällig, dass ihn der Regierungsrat für den Fahrverkehr sperrte. 1921 erstellte Baumeister Johann Biland aus Baden, unter teilweiser Wiederverwendung des alten Balkenwerkes, eine neue Brücke. 1990 erfolgte eine durchgreifende Sanierung unter anderem durch die Ersetzung der Holzpfähle unterhalb des Wasserspiegels durch Betonfundamente.
Die Brücke weist vier Joche auf. Die beiden Mittleren sind als doppelte Hängewerke von je 18.1 m Spannweite, die Seitlichen als einfache Hängewerke von je 10.65 m Spannweite ausgebildet. Ein einfaches Rafendach bietet Schutz vor der Witterung. Während südwestseitig eine vollständige Holzriemenverschalung dem Bauwerk ein körperhaft geschlossenes Aussehen verleiht, lässt die auf ganzer Länge geöffnete Gegenseite die Streben, Riegel und Hängesäulen der skeletthaften Holzkonstruktion sichtbar. In der Mitte steht eine hübsche dreiseitige Kanzel mit karniesförmigen Bügen, polygonalem Ziegelhelm und schwarzblau geflammten Brüstungen. Über dem Südosteingang hängt ein auf Holz gemaltes Gemeindewappen von Turgi.