Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03568.jsonl.gz/1309

Siebenmal Edelmetall an der WM
13 Teilnehmende sowie rund 20 Angehörige und Freunde reisten kürzlich Richtung Coventry, England. Die Reise verlief erfolgreich, denn man kam mit sieben Taekwondo-WM-Medaillen nach Hause.
13 Teilnehmende sowie rund 20 Angehörige und Freunde reisten kürzlich Richtung Coventry, England. Die Reise verlief erfolgreich, denn man kam mit sieben Taekwondo-WM-Medaillen nach Hause.
Am Freitag startete Stefan Pfister (3. Dan) in der Kategorie plus 50 Jahre. Er verpasste den Einzug ins Halbfinale in der letzten Sekunde und wurde guter Fünfter in seiner Schwarzgurt-Kategorie. Am Samstag waren Coaches und Wettkämpfer gefordert, um bei über 1500 Teilnehmenden den Überblick zu wahren. Der jüngste und kleinste Schwarzgurt aus Zürich, Elias Chouchi, schaffte den Einzug ins Finale und verlor nur knapp. Er holte die erste Silbermedaille für die Schweiz.
Angesteckt und motiviert starteten die weiteren Kämpferinnen und Kämpfer. Maxime von Arx aus Davos erreichte das Halbfinale und holte Bronze bei den Formen. Charlize von Arx holte in der zweithöchsten Kategorie nach fünf grossartigen Kämpfen die Silbermedaille. Sie überzeugte durch ihre ruhige und überlegene Kampfweise. Amy Schibli aus Davos hatte als neue Schwarzgurt-Trägerin grosse Erwartungen. Sie erreichte in den Formen einen Platz unter den ersten Zehn. Im Kampf wurde sie in die nächsthöhere Kategorie katapultiert und war da schlichtweg mit der Grösse und dem Gewicht ihrer Gegnerinnen überfordert. Die Enttäuschung war entsprechend gross. Sie wird nun weiter daran arbeiten, auch in dieser Kategorie zu bestehen und in Zukunft erfolgreich zu sein.
Sarah Chouchi (Zürich) erreichte bei den Mädchen Kategorie Schwarzgurt den tollen zweiten Platz im Kampf. Kaya Sümer aus Davos, der zum ersten Mal an so einem grossen Turnier teilnahm, hatte sich vorbildlich darauf vorbereitet. Er verlor den Final im Einzelkampf ganz knapp und wurde Zweiter. Zudem gewann er im «Tag Team» jeden Kampf und wurde mit seiner Dreiergruppe sensationell Weltmeister in ihrer Kategorie. Gian Luca Schocher startete bei den Schwarzgurten in den Formen und sammelte die ersten Erfahrungen um weiter zu wachsen. Stefan Permot gewann die Kategorie der Grüngurte und holte damit Gold.
Benjamin Balazs aus dem Engadin startete in beiden Kategorien (Tul und Kampf) und sammelte viele neue Erkenntnisse für die Zukunft. Matthias Hoppler (4. Dan), Renato Marni (7. Dan), Alireza Schahidi (7. Dan) und Jürgen Graf (6. Dan) führten die Mannschaft über die Tage und sind happy, diese Erfolge zusammen heimzutragen.
Teilnehmende berichten
Pascal: «Lospech im Einzelkampf, Niederlage in der Verlängerung mit Bronze vor Augen im ‹Tag Team›. Kein Edelmetall als Folge. Trotzdem bin ich stolz, dass ich den Mut und den Willen hatte, in der Arena anzutreten. Ich nehme extrem viel mit von dieser WM. Es wird mich stärker machen und mich weiter zum Training motivieren.»
Charlize: «Als der Aufruf: ‹Kadett, red belt, middle weight› durch die Lautsprecher tönte, war meine Nervosität auf dem Höhepunkt. Wie ich schon erwartete, traf ich hier auf top vorbereitete Athletinnen aus aller Welt. Ich konnte mich unerwartet von Runde zu Runde kämpfen und stand letztendlich im Finale gegen Deutschland, das meine Gegnerin verdient gewann. Da gibt es nur eines zu sagen: Deutschland, wir sehen uns wieder!»
Stefan: «Es war meine zweite WM, an der ich teilnehmen konnte. Es ist toll, Leute wieder zu treffen und neu kennen zu lernen, selber mitzumachen und zuzuschauen, wie andere ihre Tul’s laufen oder kämpfen, und von ihnen zu lernen. Wir waren ein tolles Team und haben es auch zusammen genossen.
Kaya: «Ich hörte gespannt auf die Ansage: youth boys, green belt, heavy weight. Sofort war ich aufgeregt. Zusammen mit einem Teampartner ging ich zur Kampffläche. Ich war als Erster dran, meine Aufregung war auf dem Höhepunkt. Ich gewann den ersten Kampf und freute mich sehr. Der Kollege aus dem Team erhielt forfait, weil der Gegner nicht erschien. Deshalb kam es schon zur Direktbegegnung gegen ihn. Stefan gewann dann diesen Fight. Ich war trotzdem sehr erfreut über den zweiten Schlussrang.»