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Neuer Indikator zur Voraussage von Stressresilienz
2021-04-15: Forschende der Universität Zürich konnten mit einem realen Stressreiz aufzeigen, dass die erhöhte Aktivität eines bestimmten Hirnareals die Entstehung von Angst- und Depressionsstörungen begünstigt. Ihre Studie ist somit die erste, die ein objektives, neurobiologisches Mass beschreibt, das die Stressresilienz bei Menschen voraussagen kann.
Wer für andere entscheidet, versucht die eigenen Ideale durchzusetzen
2021-04-01: Wenn wir Entscheidungen für andere treffen, gehen wir davon aus, dass sie die gleichen Präferenzen haben wie wir. Und falls nicht, dann zwingen wir ihnen unsere Präferenzen auf. Eine Studie von Sandro Ambühl zeigt, dass diese Annahme und das Durchsetzen der eigenen Ideale zu suboptimalen Ergebnissen führen.
Artikel in «American Economic Review»
CCWD-Studie zur Wiedereröffnung von Schulen während der Pandemie in Brasilien wurde im nationalen Fernsehen ausgestrahlt
2021-04-01: Das Center for Child Well-Being and Development (CCWD) veröffentlicht die erste Studie, in der die Auswirkungen der Wiedereröffnung von Schulen in einem Entwicklungsland während der Pandemie genau dokumentiert werden. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die schulischen Aktivitäten zwischen Oktober und Dezember 2020 im brasilianischen Bundesstaat São Paulo nicht zur Gesamtzahl der Covid-19-Fälle oder -Todesfälle beitrugen – vor allem, weil die Mobilität im Bundesstaat sehr nahe am Niveau vor der Pandemie lag. Die Aktivität der Krankheit hat seitdem zugenommen. Es gibt jedoch keinen Unterschied zwischen Gemeinden, in denen die Schulen wieder geöffnet wurden und solchen, in denen sie geschlossen blieben.
Andere laufende Forschungsprojekte des CCWD dokumentieren, dass die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch die Schulschliessungen stark beeinträchtigt wurde. Die Kombination aus den insgesamt geringen marginalen Gesundheitskosten der Wiedereröffnung von Schulen und den hohen Bildungskosten von Schulschliessungen legt nahe, dass die Schulen ausserhalb der kritischsten Phase der Pandemie als erstes geöffnet und als letztes geschlossen werden sollten.
Joachim Voth im Gespräch bei SRF3 Focus
2021-03-03: «SRF3 Focus» im langen Gespräch mit Joachim Voth über Krisen und Wirtschaftswachstum, die Herausforderungen durch den Klimawandel, wachsende Ungleichheit und masslosen Reichtum sowie die Vorteile und Gefahren eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Interview nachhören
Florian Scheuer löst Roberto Weber als Chair Deputy des Department ab
2021-03-03: Nach 6 Jahren als Chair Deputy des Department übergibt Roberto Weber den Stab an Florian Scheuer. Roberto lancierte während dieser Zeit eine Reihe von Initiativen zur Förderung von Diversity und einer konstruktiven und inklusiven Kultur an unserem Department, die nachhaltig Wirkung zeigen. Wir bedanken uns bei Roberto für seine Arbeit und wünschen Florian viel Erfolg in der neuen Rolle.
«Likes» befeuern die Nutzung von sozialen Netzwerken
2021-03-02: Was treibt Social Media-Nutzer dazu, beinahe zwanghaft mit hoher Kadenz Beiträge zu posten? Ein Team unter der Leitung von Forschenden der Universität Amsterdam mit Beteiligung des Zürcher Neuroökonomen Philippe Tobler analysierte mehr als eine Million Beiträge auf verschiedenen sozialen Netzwerken. Ziel war herauszufinden, wie «Likes» das Verhalten beeinflussen. Je mehr «Likes» die Social Media-Nutzer für ihre Beiträge erhalten, desto häufiger posten sie Beiträge. Dieses Muster stimmt eng mit der sogenannten Lerntheorie überein. Diese besagt, dass das Verhalten nicht nur durch Belohnung verstärkt wird, sondern sich auch der Belohnungshäufigkeit anpasst. Das Streben nach virtuellen Beifall auf Instagram und Co. zeigte verhaltenspsychologische Parallelen mit Tieren auf, denen eine Futterbelohnung winkt. Ratten die Futter erhalten, wenn sie einen bestimmten Knopf drücken, bedienen diesen Knopf häufiger oder seltener, je nachdem, wie viel Futter sie erhalten. Gibt es viel zu essen, drücken sie den Knopf in kürzeren Abständen immer wieder.
Artikel in «Nature»
Präsident Bidens Pläne zur Wiederbelebung der US-Produktion nach dem China-Schock
2021-03-02: Ein Artikel in der New York Times erörtert die Faktoren und Menschen, die die amerikanische Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Die US-Produktion wurde hart getroffen, als China in den globalen Markt eintrat, mit weitreichenden Konsequenzen. Heute argumentieren viele Ökonomen, dass der so genannte China-Schock eine historische Anomalie war, angetrieben durch die schnelle Industrialisierung eines sehr großen und sehr armen Landes, und dass er zu Beginn des letzten Jahrzehnts größtenteils vorbei war. "Seitdem sieht man auch, dass sich das Handelswachstum deutlich verlangsamt hat, zur gleichen Zeit, als in den USA der Verlust von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe im Grunde endete", zitiert der Artikel David Dorn.
Artikel in «New York Times Magazine»
Die Kosten der Mutterschaft
2021-02-25: Ein Grossteil der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sind auf Mutterschaft zurückzuführen. In Österreich, Deutschland und der Schweiz ist dieser Child Penalty (Kinderstrafe) doppelt so hoch wie in skandinavischen Ländern, zeigt Josef Zweimüller in einem kürzlich erschienen Paper. Im Interview in «Der Standard» erklärt er welche Faktoren diese Ungleichheit fördern und warum der Ausbau von externen Betreuungsangeboten wenig zur Reduktion der Einkommensnachteile beigetragen hat.
Risikofreude zeigt sich im Gehirn
2021-01-29: Die genetische Disposition für Risikofreude ist in mehreren Arealen des Gehirns abgebildet, zeigt eine aktuelle Studie von Gökhan Aydogan, Christian Ruff und Todd Hare. Sie kombiniert erstmals genetische Information mit Gehirnscans von über 25’000 Personen. Dabei haben sie unter anderem untersucht, wie sich Gehirne von Personen mit einer genetischen Disposition für Risikobereitschaft von den Gehirnen weniger risikofreudiger Personen unterscheiden. «Wir fanden sowohl funktionale als auch anatomische Unterschiede», fasst Gökhan Aydogan die Erkenntnisse zusammen.
Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrisen und politischen Brüchen
2021-01-22: Unter welchen Bedingungen führen Wirtschaftskrisen zur politischen Destabilisierung? «The Economist» blickt auf einige historische Krisen zurück und verweist dabei auf ein Paper von Alumnus Sebastian Doerr und Joachim Voth, das sich mit einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte beschäftigt: Der Aufstieg der Nazis an die Macht. Die Autoren stellen fest, dass es nicht nur die wirtschaftlichen Auswirkungen der Depression waren, die die Wähler in die Arme der Nazis trieb. Sie verweisen auf die Bedeutung des Narratives rund um den Untergang von zwei deutschen Grossbanken während der Bankenkrise 1931.
Was macht ein gesundes Steuersystem aus?
2021-01-22: Die chilenische Zeitung «Diario Financiero» interviewt Florian Scheuer zu Steuersystemen und den spezifischen Herausforderungen Chiles. Die wichtigsten Elemente eines gesunden Steuersystems sind eine progressive Besteuerung von Konsum, Einkommen, Vermögen und Kapitalgewinnen sowie Erbschaften. In Chile gab es in den letzten Jahren eine Reihe von Änderungen im Steuersystem. Auf die Frage ob solche Änderungen nachteilig sind sagt er: «Grundsätzlich profitieren Wirtschaftswachstum und Wohlstand von einem verlässlichen und stabilen institutionellen Rahmen, und dazu gehört auch die Steuerpolitik. Allerdings muss sich das Steuersystem auch an wirtschaftliche Schocks und mittel- bis langfristige Veränderungen in der Wirtschaft anpassen können. »
Interview (PDF, 1 MB) (in Spanisch)
Article (in Spanisch)
Die Persönlichkeit deiner Mitstudierenden beeinflusst deine Noten
2021-01-20: Bessere Noten dank der Mitstudierenden? Eine Studie von Ulf Zölitz zeigt, dass nicht nur der Notendurchschnitt, das Geschlecht oder die Herkunft der Kommilitonen den eigenen Studienerfolg beeinflussen können, sondern auch deren Persönlichkeit. Viel Kontakt und Interaktionen mit sorgfältig arbeitenden Mitstudierenden verbessert die eigenen Noten. Dieser Effekt bleibt sogar bis in spätere Semester bestehen.
Lorenzo Casaburi zum Associate Professor of Development Economics ernannt
2020-12-16: Prof. Dr. Lorenzo Casaburi wurde auf den 1. Januar 2021 zum Swiss Re Foundation Associate Professor of Development Economics ernannt. Lorenzo Casaburi studierte Wirtschaftswissenschaften an der Università di Bologna und an der University of California in Berkeley. Die Promotion erlangte er 2013 an der Harvard University, Cambridge, US. Prof. Casaburi arbeitete u.a. als «Postdoctoral Fellow» am Stanford Institute for Economic Policy Research (SIEPR) der Stanford University und als «Research Affiliate» am Centre for Economic Policy Research (CEPR), London. Seit 2016 ist Prof. Casaburi Assistenzprofessor für Entwicklungsökonomie an unserem Department.
Herzliche Gratulation.
Der Steuerföderalismus schwächt die Umverteilung
2020-12-16: Florian Scheuer im Gespräch über Reichtum und Umverteilung. Das Schweizer Steuerystem sieht er kritisch: «Selbst ein sehr progressives Steuersystem, in dem also der Steuersatz mit dem Einkommen stark steigt, bringt nicht viel, wenn sich diejenigen mit den höchsten Einkommen in den Gemeinden ballen, wo sie nur wenig zahlen müssen. Wir beobachten, dass dadurch die Abgaben ab einem gewissen Einkommen sinken, statt weiter zu steigen». Anstrengungen dies zu ändern scheitern daran, weil die Mittelschicht daran glaubt, dass ihre Kinder reich werden könnten. So wird die Mittelschicht zum besten Partner der Reichen, weshalb sie in vielerlei Weise auch vom Staat subventioniert wird, in Deutschland zuletzt mit der Eigenheimzulage.
Interview (PDF, 265 KB) in «Die Zeit»
Christian Ruff Ko-initiant des UFSP Adaptive Brain Circuits in Development and Learning
2012-12-04 Christian Ruff ist Ko-initiant des Universitären Forschungsschwerpunkts (UFSP) Adaptive Brain Circuits in Development and Learning (ABCDe). Das Projekt möchte unser Verständnis der physiologischen und pathologischen Mechanismen erweitern, die der Entwicklung von Hirnschaltkreisen und dem Lernverhalten zugrunde liegen. Ein Kernaspekt des UFSPs ist es, Erkenntnisse über die Lernprozesse von Menschen und Tieren zusammenzubringen. In diesem Teilprojekt wird das Team von Christian Ruff am «Zurich Center for Neuroeconomics» menschliche Schaltkreisfunktionen mit Tiermodellen verknüpfen. Die Erkenntnisse aus der Forschung sollen die Übersetzung mechanistischer Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in das klinische Umfeld unterstützen. Die Ergebnisse sollen Verbesserungen bei der Diagnose von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, z.B. bei Legasthenie, ermöglichen und eine Basis für innovative therapeutische Ansätzen bieten.
Überlegungen zur Bezahlung von Teilnehmern von Impfstudien
2020-11-24: Wie hoch soll die Entschädigung für Personen sein, die sich im Rahmen eines Impfstofftests freiwillig mit einem Virus infizieren lassen? Die Bezahlung von Studienteilnehmenden wird heute aufgrund von ethischen Überlegungen eingeschränkt. Sandro Ambühls Forschung zeigt jedoch: Teilnehmende gehen davon aus, dass Tests gemäss ihrem Risiko bezahlt werden. Diese Annahme kann dazu führen, dass Probanden das Risiko zu niedrig einschätzen und sich für Studien einschreiben, an denen sie eigentlich gar nicht hätten teilnehmen wollen. Gleichzeitig könnten zu hohe Bezahlungen zu Fehlanreizen führen. Alternative Lösungsansätze sind nötig.
Auktionsformate anhand von Praxisbeispielen erklärt
2020-11-18:
Auktionen finden heutzutage nicht nur bei der Versteigerung von Kunstwerken oder alten Skis auf Ricardo statt. Auch Fischereilizenzen, Mobilfunkfrequenzen und Staatsanleihen werden versteigert. Da es bei diesen Auktionen um viel Geld geht und bei der Versteigerung manche Bedingung eingehalten werden muss, ist eine möglichst effiziente Ausgestaltung der Auktionen gefragt. Die amerikanischen Ökonomen Paul Milgrom und Robert Wilson haben mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten signifikant zum Erfolg heutiger Auktionsformate beigetragen und wurden im Oktober 2020 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden.
Nick Netzer, Marek Pycia und Sven Seuken (Institut für Informatik) stellen in der «Die Volkswirtschaft» anhand von Praxisbeispielen die verschiedenen Auktionsformate vor.
Teaching Center erhält zwei Grants für Projekte im Bereich E-Learning
2020-11-16: Das Teaching Center des Departments erhält zwei Grants zur Weiterentwicklung der Lehre. Beim ersten Projekt handelt es sich um eine Finanzierung im Rahmen des strategischen Lehrkredits der UZH. Damit wird das elektronische Prüfungstool auf die spezifischen Anforderungen aus unserem Department hin optimiert. Beim zweiten Projekt werden Consuela Müller und das ECON Teaching Center Team eine Anleitung für die Umstellung von Lehrveranstaltungen auf blended learning/flipped classroom erstellen. Dieser zweite Grant ist Teil der "Digital Skills für Dozierende" Initiative von swissuniversities. Gratulation an unser Teaching Team, das täglich bestrebt ist, unseren Studierenden ein optimales Lernerlebnis zu bieten.
Mehr Krippenplätze allein reichen nicht aus
2020-11-12: Frauen erleiden nach der Geburt eines Kindes oft signifikante Lohneinbussen. Eine oft geäusserte Forderung ist, dass die Zahl der Kinderbetreuungsplätze ausgebaut werden muss. Eine Studie einer Forschergruppe um Josef Zweimüller zeigt jedoch, dass der Ausbau von Krippenplätzen für sich allein genommen keinen Einfluss auf die Lohnreduktion hat. Dies zeigen sie am Beispiel Österreich. Dort fanden in den letzten 60 Jahren zahlreiche Reformen statt, die es den Forschenden nun erlauben den Einfluss des Ausbaus von Krippenplätzen zu untersuchen. «Der Ausbau der Betreuungsplätze scheint andere Formen der Betreuung, etwa bei den Grosseltern, zu substituieren», sagt Josef Zweimüller. In Gemeinden, in denen das Betreuungsangebot schon überdurchschnittlich hoch war, sind die Einkommensverluste der Mütter jedoch geringer.
Artikel in Der Standard
Ernst Fehr erhält die Ehrendoktorwürde der Vrije Universiteit Amsterdam
2020-11-09: Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens verlieh die Vrije Universiteit Amsterdam (VU Amsterdam) Ernst Fehr die Ehrendoktorwürde. Die Faculty of Behavioural and Movement Sciences und die School of Business and Economics nominierten Ernst Fehr für seine Forschung über wichtige soziale und gesellschaftliche Phänomene wie Fairness, Reziprozität und soziale Normen. «Die Forschung von Ernst Fehr ist von enormer Relevanz für unser modernes Wirtschaftsleben, weil sie sich auf gesellschaftlich relevante Fragen zu gegenläufiger Ungleichheit und die Rolle von Prozessen aus der Neurobiologie und den Verhaltenswissenschaften für das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Menschen konzentriert», erklärt das Nominierungskomitee». Herzlichen Glückwunsch!
Die Ökonomie hilft, politische Probleme zu versachlichen
2020-11-07: Im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» erklärt Institutsleiter Ralph Ossa, was die Ökonomie als Disziplin ausmacht und wie das Department of Economics die Studierenden befähigt, an den zentralen, gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu arbeiten. Wie kann ökologische Nachhaltigkeit erreichen werden, die digitale Revolution gemanaged, die Globalisierungskrise überwunden und Armut und Ungleichheit reduziert und mit Populismus und Extremismus umgegangen werden. Um diese Fragen zu beantworten bietet das Department eine solide Ausbildung in den Methoden, sowie die Fähigkeit komplexe Probleme auf ihre wesentlichen Bestandteile zu reduzieren um diese sauber theoretisch oder empirisch analysieren zu können.
Interview in der Finanz und Wirtschaft (PDF, 448 KB) (vom 7. Nov 2020)
8 Dozierende des Instituts für ihre Online Lehre gewürdigt
2020-11-05: Studentinnen und Studenten würdigen Dozierende, die ihre Lehre besonders erfolgreich in den digitalen Kontext transferiert haben und kreative Wege fanden, um trotz Distanz Interaktion herzustellen, oder einen ausserordentlichen Einsatz für ihre Studierenden zeigten: Herzlichen Dank an Pietro Biroli, Andreas Hefti, Dina Pomeranz, Tobias Straumann, Rainer Winkelmann, Ulrich Woitek, David Yanagizawa-Drott und Claudine Schwarzenbach (Head Tutorin Makro 2)
Mehr zum Tag der Lehre
Präsidentschaftswahlen in den USA: Kommentare und Analysen aus dem Department
2020-11-03: Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen definiert nicht nur die wirtschaftlichen und sozialen Eckpfeiler der Vereinigten Staaten, sondern wirkt sich auch darauf aus, wie Länder und Organisationen rund um den Globus zusammenarbeiten und sich in Zukunft entwickeln.
«Warum Trump mehr die Folge als die Ursache von Fehlentwicklungen in den USA ist». David Dorn, Tagesanzeiger(02.11.20)
«Welcher Präsident wäre besser für die Weltwirtschaft?» David Dorn evaluiert die wirtschaftspolitischen Standpunkte der beiden Kandidaten in der Weltwoche (PDF, 513 KB)(05.11.20)
Die Gefahren eines Google-Fitbit Deals
2020-11-02: Die EU-Wettbewerbskommission muss bis zum 23. Dezember eine Entscheidung zur Google-Fitbit-Übernahme treffen. Es gibt eine Reihe von kartellrechtlichen Bedenken, die Datenerfassungskapazitäten von Fitbit in die Hände von Google zu legen. Die Kombination der Gesundheitsdaten von Fitbit mit anderen Daten, die Google über seine Nutzer besitzt, schafft einzigartige Möglichkeiten zur Diskriminierung von Personen, z.B. bei der Krankenversicherung und in anderen sensiblen Bereichen. Eine Übernahme hätte auch erhebliche Auswirkungen auf den Datenschutz. Gregory Crawford und Ökonominnen aus der ganzen Welt sind sich einig, dass die Verhinderung solcher Fusionen ein Schlüsselinstrument der Wettbewerbspolitik im Bereich von digitalen Plattformen ist. In einer kürzlich erschienenen VoxEU-Kolumne und in einer Reihe von Artikeln betonen sie, dass «die Europäische Kommission und andere Behörden diesem Abkommen sehr skeptisch gegenüberstehen sollten. Sie müssen sich bewusst sein, dass sie nur sehr begrenzte Fähigkeiten besitzen geeignete Abhilfemassnahmen zu entwerfen, durchzusetzen und zu überwachen».
Beiträge am öffentliche Diskurs über die Pandemie
2020-11-02: Während sich die Schweiz mitten in der zweiten Covid-19-Welle befindet, unterstützen Professorinnen und Professoren unseres Departments die Regierung in beratenden Funktionen, beteiligen sich am öffentlichen Diskurs und bieten mit ihren Forschungsarbeiten Entscheidungsgrundlagen.
Jakub Steiner präsentiert Forschungsergebnisse zu idealen Rotationsplänen für grosse Organisationen zur Minimierung potenziell infektiöser Kontakte, zur optimalen Zuteilung heterogener Tests an Personen die möglicherweise infiziert sind sowie eine Methode, um aus mehreren Tests mit unterschiedlicher Sensitivität und Spezifität denjenigen Test auszuwählen, der der Entscheidungsträgerin die beste Entscheidungsgrundlage liefert hilft.
Ein Interview mit Dina Pomeranz auf SRF fand grosse Beachtung und wurde von zahlreichen lokalen Zeitungen aufgegriffen. (30.10.20)
David Dorn kommentiert die jüngsten Entscheidungen des Bundesamtes für Gesundheit und die wirtschaftlichen Auswirkungen, die diese auf den Wirtschaftsstandort Zürich haben werden.
Link zum Interview auf SRF-Radio (2.11.20)
David Dorn erklärt, warum die Schweiz im Kampf gegen Corona wenig erfolgreich ist – und was ihre Kultur damit zu tun hat. «Die schweizerische Sparsamkeit könnte es dem Virus leichter gemacht haben». In Luzerner Zeitung (7.11.20)
Florian Scheuer erklärt das Anliegen des offenen Briefs an den Bundesrat. Darin plädieren 60 Ökonominnen und Ökonomen für einen zweiten Shutdown in der Schweiz. «Die Kosten von Lockdowns werden oft berechnet, indem man sie mit der Wirtschaftstätigkeit vor der Pandemie vergleiche. Das ist aber der falsche Vergleich. Denn jetzt, wo das Virus wütet, vollziehen die Menschen von sich aus Verhaltensänderungen, die der Wirtschaft schaden.» Link zum Interview auf SRF Radio (8.11.20)
Höhe der Arbeitslosenentschädigung hat kaum Einfluss auf Löhne
2020-10-14: Standard-Modelle des Arbeitsmarktes betonen die Höhe des Einkommen im Fall der Nichtbeschäftigung als zentrale Determinante der Höhe des Lohnes. Ein kürzlich von Josef Zweimüller mitverfasstes, und im «Quarterly Journal of Economics» veröffentlichtes Papier nutzt Variation in der Höhe der Arbeitslosenunterstützung, um diese Hypothese zu testen. Während das Standard Nash-Verhandlungsmodell einen Anstieg des Lohnes um $0,24 – $0,48 pro $1,00 Dollar-Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung vorhersagt, implizieren die Ergebnisse von Josef Zweimüller einen Anstieg von weniger als $0,01 pro zusätzlichem $1,00. Diese Ergebnisse sprechen für Arbeitsmarktmodelle, welche die Lohnbildung vom Einkommen bei Nichtbeschäftigung entkoppeln.