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Das Murmeltier ist das eigentümlichste Wesen der hochalpinen Regionen. Es wurde vom Steppentier zum Hochgebirgstier. Das Murmeltier ist unter anderem auch der ausdauerndste Winterschläfer des Tierreiches. Der tiefe Winterschlaf des Murmeltiers ist auch schon sprichwörtlich geworden.
Sie haben einen gedrungenen und plumpen Körper. Der Rücken ist schwarzbraun und die Flanken sind gelbbraun. Der Bauchbereich ist rötlichgelb. Die Murmeltiere haben einen runden und breiten Kopf mit kleinen Ohren. Es hat einen kurzen, buschigen und behaarten Schwanz. Die Beine sind niedrig und an den Pfoten hat es Grabkrallen. Ein ausgewachsenes Murmeltier wiegt um die 5 kg.
Was es am meisten liebt, sind sonnige Hänge mit freiem Ausblick. Man findet sie bis zu einer Höhe von 2700m, aber auch auf mageren Wiesen, doch dort werden sie nicht gerne beim Graben beobachtet. Die Gänge, die sie unter der Erde graben, werden bis zu 10m lang und enden in einem Kessel. Sie kennzeichnen ihr Wohngebiet mit einem Geruch.
Die Murmeltiere fressen Kräuter, Gräser und manchmal auch Wurzeln. Wenn sie fressen, setzen sie sich auf die Hinterfüsse und führen ihr Futter mit den Vorderpfoten zum Mund. Die Paarungszeit findet im Mai statt und einen Monat später kommen zwei bis sechs nackte und blinde Jungen zur Welt.
Die Feinde sind Adler, Uhu, Fuchs und Kolkrabe und melden die Gefahr mit einem schrillen Pfiff. Sie sind jedoch sehr wehrhafte Tiere und nehmen es auch mit einem Fuchs auf.
Der Winterschlaf kann mehr als ein halbes Jahr dauern, dann sinkt die Körpertemperatur auf fünf bis sieben Grad. Das Herz schlägt nicht mehr 90 Mal, sondern nur noch drei bis fünf Mal. Die Lunge füllt sich nur noch zwei bis drei Mal pro fünf Minuten. Das schaffen sie durch ihre Fettschicht, die sie lange ohne Nahrung auskommen lässt.
Quelle: Dokumentation Oberengadin 1989
Bildquelle: Wildlife Media Bildagentur