Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/2642

Liu Yijian war am 3. November nicht gut auf ihren Sohn Peng zu sprechen: Die Longyuan-Schule in Shanghai hatte am Morgen jenes Montags bei der Mutter angerufen, um sich über den Siebtklässler zu beschweren. «Ein Lehrer hatte mir gesagt, dass er seine Mathehausaufgaben nicht gemacht hat und nach Hause geschickt worden ist», erklärte die Mutter laut China News Service.
Natürlich setzte es am heimischen Mittagstisch eine Standpauke, die der Bub aber offenbar tief getroffen hat: Er kehrte dem Elternhaus den Rücken zu und ward nicht mehr gesehen. Eine Suche von Eltern und Behörden blieb zunächst erfolglos: Es dauerte sechs Tage, bis Peng gefunden werden konnte.
Der Schüler hatte nur wenige Rappen in der Tasche und ernährte sich von Gratis-Proben in Supermärkten, gibt nun die Shanghai Daily Entwarnung. Die Polizei kam dem Ausreisser durch Aufnahmen von Überwachungskameras vom 9. November auf die Spur, die den Knaben nahe einer Ikea-Filiale zeigten, die drei Kilometer von seinem Elternhaus entfernt liegt.
Die Polizei liess die Türen der Filiale schliessen – und entdeckte Peng nach einer 40-minütigen Suche. Der ausgehungerte Junge sei für Infusionen in ein Hospital gebracht worden, aber wohlauf. (phi)