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Die Hoffnungen der Springreiter vor den Olympischen Spielen waren gross, die Ernüchterung danach ist umso grösser. Die Schweizer holen wie bereits im Einzel auch im Team keine Medaille und reisen damit ohne Edelmetall aus Tokio ab.
Martin Fuchs und sein Schimmel Clooney räumten zuerst eine Stange ab, ehe auch der Sprung übers Wasser zu kurz geriet. Damit hatten die Schweizer nach dem ersten Durchgang 8 Strafpunkte Rückstand auf die fehlerlosen Schweden und US-Amerikaner.
Balsiger räumt 4 Stangen ab
Endgültig aus der Medaillenentscheidung verabschiedeten sich die Schweizer nach Bryan Balsigers Auftritt. Auf der Stute Twentytwo des Biches verzeichnete er 4 Abwürfe. Weil nach dem neuen Modus nur 3 Reiter antreten und es kein Streichresultat mehr gibt, waren die Schweizer Hoffnungen auf Edelmetall damit erloschen.
Daran konnte auch Steve Guerdats im Vergleich zum Einzel verbesserter Ritt auf Wallach Venard de Cerisy (1 Abwurf) nichts ändern. Der schmeichelhafte 5. Platz (mit insgesamt 28 Strafpunkten) schaute letztlich nur heraus, weil die Briten auf den 3. Durchgang verzichteten, die deutsche Weltnummer 1 Daniel Deusser nach einem Abwurf auf die Weiterführung verzichtete und das französische Team mit einer Verweigerung zu kämpfen hatte.
Gold im Stechen an Schweden
Besonders bitter für die «Equipe Tricolore»: Hätte das Pferd von Pénélope Leprevost nicht verweigert, die Goldmedaille wäre bei maximal 2 Strafpunkten nach Frankreich gegangen. Über Gold musste letztlich das Stechen zwischen Schweden und den USA entscheiden.
Platz 1 sicherte sich letztlich Schweden. Sowohl die Skandinavier als auch das US-Team blieben dort ohne Fehler, doch die Schweden waren 1,3 Sekunden schneller. Das schwedische Team war zuvor bei seinen ersten 13 Durchgängen bei Olympia in Tokio (Einzel-Quali, Einzel, Einzel-Stechen, Team-Quali, Team) ohne Abwurf geblieben.