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Wie kommen Sie zu welchem Abschluss?
Streben Sie einen eidgenössischen Fachausweis oder ein eidgenössisches Diplom an? Wählen Sie vielleicht den Weg über eine Höhere Fachschule? Hier sind Ihre Optionen:
Zur Berufsprüfung mit Fachausweis
Als Kaufleute oder Angestellte im Detailhandel können Sie sich entweder eigenständig oder in Kursen auf die Berufsprüfung vorbereiten. Bei Bestehen erhalten Sie einen eidgenössischen Fachausweis.
Berufsprüfungen können Sie in rund 240 Berufen ablegen. Sie erweitern dabei Ihre Kenntnisse auf einem bestimmten Fachgebiet. Mit einer Berufsprüfung qualifizieren Sie sich für Stellen, in denen vertiefte Fachkenntnisse und/oder Führungskenntnisse verlangt werden.
Eine Berufsprüfung können Sie nach einigen Jahren Praxis im Fachgebiet ablegen. Vorbereitungskurse sind nicht zwingend, aber empfehlenswert. Es gibt folgende Zulassungsbedingungen:
- eine abgeschlossene, mindestens 3-jährige Lehre im Arbeitsbereich der vorgesehenen Berufsprüfung
- oder eine gleichwertige Ausbildung – beispielsweise Handelsmittelschule oder Maturität – und mehrjährige Berufserfahrung im entsprechenden Fachgebiet bis zum Zeitpunkt der Prüfung
Einige Fachbereiche setzen als Zulassung zur Berufsprüfung eine Zertifikatsprüfung voraus.
Zur höheren Fachprüfung mit Diplom
Wenn Sie nach der Berufsprüfung noch die höhere Fachprüfung machen, weisen Sie sich mit dem eidgenössischen Diplom als Experte respektive Expertin in Ihrem Fachgebiet aus. Für einige dieser Weiterbildungen werden als Zulassung eidgenössische Fachprüfungen verlangt.
Mit einer höheren Fachprüfung steht Ihnen der Weg offen zu verantwortungsvollen und selbstständigen Positionen. Sie sind dann qualifiziert für Kaderstellen, die sehr gute Fach- und Führungskenntnisse verlangen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen für die Prüfungen. Bei Bestehen erhalten Sie ein eidgenössisches Diplom. Es ist der höchste Ausweis im jeweiligen Beruf.
Die Zulassungsbedingungen sind wie folgt festgelegt:
- Sie müssen eine entsprechende Berufsprüfung im betreffenden Fachgebiet haben.
- Oder sie müssen eine andere anerkannte Vorbildung sowie zusätzliche Berufspraxis im entsprechenden Fachgebiet aufweisen. In der Regel müssen Sie 5 bis 8 Jahre Fachpraxis bis zum Zeitpunkt der Prüfung vorweisen können.
Zum Diplom an einer Höheren Fachschule
An einer Höheren Fachschule spezialisieren und vertiefen Sie sich einem Fachgebiet. Die Bildungsgänge sind praxisorientiert. Im Zentrum stehen konkrete Problemstellungen aus der Praxis. Aber auch die Theorie wird ausgewogen gelehrt. Gefördert wird insbesondere Ihr methodisches, analytisches und vernetztes Denken.
Eine Höhere Fachschule wird mit einem eidgenössisch anerkannten Diplom abgeschlossen. Als Abgänger/in übernehmen Sie Fach- und Führungsverantwortung im mittleren Kader.
An die Fachhochschule
An einer Fachhochschule erhalten Sie eine praxisnahe Ausbildung auf Hochschulniveau. Damit sind Sie bei Arbeitgebern begehrt.
Die Fachhochschulen richten sich vor allem an Berufsleute mit Berufsmaturität, die eine hochwertige Spezialistenfunktion oder eine höhere Kaderfunktion anstreben. Für Kaufleute ist ein Betriebsökonomie-Studium der klassische Weg.
Sie können ein 3-jähriges Vollzeit- oder ein 4-jähriges Teilzeit-Studium absolvieren. In Ausnahmefällen ist es möglich, ohne Berufsmaturität aufgenommen zu werden.
In berufsorientierte Kurse
Unsere Sektionen, andere Schulen oder Verbände bieten ganz spezifische Weiterbildungen in Kursen, Seminaren und Lehrgängen an. Sie ermöglichen es Ihnen, Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Ihrem Beruf zu vertiefen und zu erweitern. In der Regel erhalten Sie dafür im Anschluss ein Zertifikat des Anbieters.
Zum Nachdiplomstudium
Haben Sie einen Abschluss der Tertiärstufe, führt Sie der Bildungsweg weiter zu einem Nachdiplomstudium (NDS). In diesem vertiefen Sie Ihre Fach- wie Führungskompetenzen und sie können sich spezialisieren.
An Fachhochschulen, Universitäten und ETH können Sie Weiterbildungen absolvieren, die Sie mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) abschliessen. Es handelt sich um berufsbegleitende Weiterbildungslehrgänge.
Höhere Fachschulen und Hochschulen bieten Ihnen zudem berufsbegleitende Weiterbildungslehrgänge an, die zu einem Diploma of Advanced Studies (DAS) führen. Dabei erhalten Sie massgeschneiderte Einblicke und eignen sich fundiertes Wissen sowie Fachkompetenzen im gewählten Gebiet an.
Wollen Sie einen Master of Advanced Studies (MAS) machen, müssen Sie einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung vorweisen. Zusätzlich wird dafür in der Regel eine mehrjährige Berufserfahrung verlangt.