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Der amerikanische PC-Komponenten-Produzent EVGA hat angekündigt, dass sich das Unternehmen aus dem Grafikkartengeschäft zurückzieht. In seinem Community-Forum teilte der Konzern mit, dass ab der nächsten Generation keine Nvidia-Grafikkarten mehr bereit gestellt werden. Die bisherigen Grafikkarten auf Nvidia-Basis sollen noch angeboten und weiterhin unterstützt werden. EVGA machte insbesondere die Firmenpolitik von Nvidia verantwortlich für das Ende der Zusammenarbeit.
Gemäss verschiedenen Medienberichten will sich EVGA komplett aus dem Geschäftszweig zurückziehen und auch nicht auf Alternativprodukte von AMD oder Intel ausweichen. Entsprechend sollen künftig auch Mitarbeitende dieses Geschäftsbereichs in andere Abteilungen des Unternehmens beordert werden. Da der Hardware-Hersteller bisher einen Grossteil seiner Einnahmen mit Grafikkarten generierte, wird das Unternehmen wohl nicht um Entlassungen herumkommen.
Problematische Firmenkultur
Obwohl die Chip-Technologie von Nvidia weltweit hoch angesehen ist, hat das Unternehmen den Ruf, nicht der beste Partner für Zusammenarbeit zu sein, schreibt 'The Verge
'. So habe Nvidia gegenüber seinen Partnern gewisse Preise verschwiegen, was die Planung für die Abnehmer erschwert habe. Weiter beschwerte sich EVGA auch über die Preispolitik des Chipherstellers. Gewisse Highend-Grafikkarten hätten während der Chipknappheit in den letzten 2 Jahren teilweise mit mehreren hundert Dollar Verlust angeboten werden müssen, damit sie mit den Modellen von Nvidia konkurrenzfähig waren.
Weiter kam auch der Vorwurf auf, dass Nvidia verschiedene Journalisten mit Grafiktreibern versorgt habe, bevor diese überhaupt für die Hersteller verfügbar waren. Insgesamt begründete EVGA das Ende der Zusammenarbeit mit der Preis- und Produktstrategie von Nvidia.