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Progressos Pier und das Meer
Den Pier der mexikanischen Hafenstadt Porgresso de Castro sieht man auch aus dem Orbit. Eine Aufnahme des Landsat-8-Satelliten zeigt, wie stark sich das Riesenbauwerk auf seine Umgebung auswirkt.
Die Hafenstadt Progresso de Castro liegt auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Sie wurde um 1900 für das rund 35 Kilometer nördlich gelegene Mérida für den Export von Sisalfasern errichtet. Ein wohl schon damals mit rund zwei Kilometern eher grösserer, auf bogenförmigen Stützen angelegter Pier sorgte dafür, dass Schiffe vor Anker gehen konnten. Damit auch auch weiterhin Container- oder Kreuzfahrtschiffe anlegen können, wurde die Landbrücke 1985 auf auf rekordverdächtige 6,5 Kilometer zu einer der weltweit längsten ihrer Art ausgebaut. Allerdings besteht die Erweiterung nicht aus bogenförmigen Stützen sondern aus einem durchgehenden Damm. Damit ist der gigantische Pier auch aus dem Orbit gut erkennbar. Dies zeigt auch obenstehende Aufnahme des Landsat-8-Satelliten. Und sie zeigt auch eindrücklich, wie stark sich das Bauwerk auf die Strömungen und den Grund auswirkt: Bei den hellen Partien handelt es sich um flache Meeresabschnitte, bei den dunklen um tiefere Zonen. So wird aus den hellblauen bis tiefgrünen Schattierungen ersichtlich, wie der hauptsächlich aus dem Nordosten kommende Wind Wasser und Sedimente vor sich her treibt und dabei vom neuen Teil des Piers behindert wird. Weil der ältere Teil auf hingegen Stützen steht, können die Strömungen unter ihm hindruch fliessen, er prägt seine Umgebung kaum. (mai)