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Jean-Paul Belmondo ist im Alter von 88 Jahren gestorben. «Er ist ruhig entschlafen», zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP seinen Anwalt Michel Godest. Die Schauspiellegende Belmondo sei seit einiger Zeit sehr erschöpft gewesen.
«Bébel», wie er in Frankreich genannt wurde, war einer der grössten französischen Filmstars überhaupt. Vor der Kamera gab Jean-Paul Belmondo den Actionhelden, Draufgänger oder Gauner, wie etwa in Jean-Luc Godards Meisterwerk «Ausser Atem». In diesem Film schaffte der damals 26-Jährige den Durchbruch zum Kinostar.
Er überzeugte auch in ernsthafteren Rollen wie in der eines französischen Widerstandskämpfers in «Das Ass der Asse». In den 1960er Jahren galt er als Aushängeschild des «Nouvelle Vague»-Kinos und als Symbol für Rebellion und Anarchismus.
Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron äusserte sich zum Tod des 88-Jährigen und bezeichnete den Schauspieler als Helden und nationalen Schatz. «Belmondo bleibt für immer ‹Le Magnifique›», schrieb Macron auf Twitter, wobei er sich auf den gleichnamigen Film (dt. «Der Teufelskerl») bezog, in dem Belmondo 1973 einen Autor und Möchtegern-Geheimagenten spielte.
Mit seiner Stimme und seinem geschmeidigen Körper sei Belmondo «eine vertraute Figur, ein unermüdlicher Draufgänger und ein Magier der Worte» gewesen, schrieb Macron weiter.
Belmondo wurde am 9. April 1933 im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine geboren. Sein Vater, dessen Familie aus Sizilien stammte, war ein bekannter Pariser Bildhauer, seine Mutter Tänzerin. Als Kind galt Jean-Paul als undiszipliniert – er wechselte mehrmals die Schule und entdeckte als Gymnasiast den Boxsport.
Nachdem er mehrere Kämpfe bestritten hatte, entschloss er sich, Schauspieler zu werden. Belmondo wirkte während seiner Karriere in rund 80 Kinofilmen mit und spielte mehr als 40 Theaterrollen.