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- Thomas Marbet (SP, bisher) und Marion Rauber (SP, bisher) schaffen die Wiederwahl im ersten Wahlgang. Überraschend muss Benvenuto Savoldelli (FDP, bisher) noch einmal antreten, er verpasst das absolute Mehr.
- Bereits im ersten Wahlgang gewählt ist Raphael Sommer (Grüne, neu), der den grünen Sitz in der Stadtregierung damit verteidigt. Die Stadtregierung bleibt damit linksgrün dominiert.
- Alle anderen Kandidierenden müssen in einen zweiten Wahlgang.
Die Ausgangslage zu den Stadtratswahlen in Olten präsentierte sich spannend: Für die fünf Sitze in der Stadtregierung kandidieren neun Personen. Da Stadtpräsident Martin Wey (CVP) und Stadträtin Iris Schelbert (Grüne) nicht mehr zur Wiederwahl antraten, gab es zwei freie Sitze.
Die Bürgerlichen hofften, dass sie nach acht Jahren die Mehrheit von links-grün zurückerobern können. Diese Hoffnung hat sich aber bereits nach dem ersten Wahlgang zerschlagen.
Linke klar im Vorteil im ersten Wahlgang
Die Bisherigen Thomas Marbet (SP) und Marion Rauber (SP) haben die Wiederwahl geschafft. Ebenfalls bereits im ersten Wahlgang gewählt ist der Grüne Raphael Schär-Sommer. Damit haben die linken Parteien weiterhin drei Sitze in der fünfköpfigen Stadtregierung.
Die politische Linke hätte beinahe einen regelrechten Coup geschafft: Der bisherige FDP-Vertreter Benvenuto Savoldelli hat das absolute Mehr im ersten Wahlgang nämlich knapp verpasst (2309 Stimmen). Er wurde sogar von Nils Löffel, der für die neue Gruppierung "Olten jetzt!" antritt, geschlagen (2616 Stimmen), der das absolute Mehr nur um wenige Stimmen verpasste.
Auch CVP-Kandidat Beat Felber verpasst die Wahl im ersten Wahlgang. Er sollte den Sitz des bisherigen Stadtpräsidenten Martin Wey verteidigen, muss nun aber also ebenfalls in den zweiten Wahlgang. Dieser findet am 25. April statt.
David Plüss (FDP) kommt auf beachtliche gut 2000 Stimmen, der unabhängige Thomas Rauch auf immerhin gut 1700 Stimmen. Der ehemalige FDP-Mann versuchte bereits vor vier Jahren den Sprung in die Stadtregierung, landete aber schon damals weit hinten.
Am wenigsten Stimmen macht Rolf Sommer, der für die SVP seit 20 Jahren im Kantonsrat sitzt und immer wieder mit städtischen Referenden auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel zur Abschaltung des Krematoriums. Sommer ist allerdings nicht offizieller Kandidat der SVP Olten.
Historische Stadtpräsidentenwahl?
Nur wer in den Stadtrat gewählt wird, kann sich in Olten aufs Stadtpräsidium bewerben. Bislang haben erst Stadtvizepräsident Thomas Marbet (SP) und Thomas Rauch (unabhängig) ihre Ambitionen auf das Amt angekündigt. Marbet ist damit der Favorit. Würde der SP-Politiker gewählt, wäre er der erste linke Stadtpräsident in der Eisenbahnerstadt seit es dieses Amt gibt, seit den 1820er Jahren.
Die Wahl fürs Stadtpräsidium ist am 13. Juni 2021.