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Update: 03.08.2017
Frauenrechte in der Schweiz
Auch in der Schweiz sind Frauen immer noch in den meisten Bereichen schlechter gestellt als die Männer, wie die Indikatoren des Bundesamt für Statistik zeigen: Sie sind in allen relevanten Entscheidungsgremien wie auch auf höheren Posten in der Wirtschaft untervertreten, haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, verdienen je nach Branche immer noch 6 bis 21 % weniger und erhalten immer noch wenig Hilfe von den Männern bei der Haus- und Familienarbeit.
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Gleichstellung von Frau und Mann
Dossier auf der Website des Bundesamtes für Statistik
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Statistik - Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten
Linkssammlung zur Statistiken auf der Website www.equality.ch
Kleine Chronologie der Frauenrechte in der Schweiz
1971 erhalten die Frauen auf eidgenössischer Ebene das Stimm- und Wahlrecht.
1978 erhalten die Frauen mit dem neuen Kindsrecht gleichberechtigt die «elterliche Sorge» über ihre Kinder.
1981 wird der Grundsatz der Gleichbehandlung von Frau und Mann in die Verfassung aufgenommen und die Pflicht des Gesetzgebers, die rechtliche und faktische Gleichstellung in allen Rechts- und Lebensbereichen herbeizuführen sowie der Anspruch der Frau auf gleichen Lohn bei gleichwertiger Arbeit wird in die Verfassung aufgenommen.
1988 Das neue Eherecht stellt die Frauen den Männern gleich. So verschwindet z.B. die Bestimmung aus dem Eherecht, wonach der Mann das Oberhaupt der Familie ist und die Frau den Haushalt zu führen hat.
1990 erfolgt die Gleichstellung in Bezug auf das Bürgerrecht. Frauen, die einen Schweizer heiraten, erhalten nicht mehr automatisch das Schweizer Bürgerrecht.
1990 haben alle Kantone und Gemeinden das Stimm- und Wahlrecht der Frauen eingeführt.
1996 tritt das Gleichstellungsgesetz in Kraft, welches die Beseitigung struktureller Benachteiligungen der Frau im Erwerbsleben (geringe Löhne, ungleiche Anstellungs- und Beförderungschancen, sexuelle Belästigung) zum Ziel hat.
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Gleichstellungsgesetz von Frau und Mann
Themenseite auf humanrights.ch
2000 tritt das neue Scheidungsrecht in Kraft.
2003 tritt das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung in Kraft (Gesetzestext).
Seit 2004 werden Gewalthandlungen in Ehe und Partnerschaft von Amtes wegen als Delikt verfolgt und sanktioniert (Gesetzestext).
2005 wird die Mutterschaftsentschädigung aufgrund einer Änderung des Erwerbsersatzgesetzes (EOG) eingeführt.
2006 wird Artikel 28b ZGB verabschiedet, durch den Zivilgerichte zum Schutz der Opfer eine gewalttätige Person anweisen können, die gemeinsame Wohnung zu verlassen.
2006 tritt das Bundesgesetz über die Familienzulagen (Familienzulagengesetz, FamZG) in Kraft. Dadurch erhalten Familien eine einmalige oder periodische Geldleistung, die ausgerichtet wird, um die finanzielle Belastung durch ein oder mehrere Kinder teilweise auszugleichen.
2012 tritt die neue Strafbestimmung gegen die Verstümmelung von weiblichen Genitalien in Kraft.
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Genitalverstümmelung: Die neue Strafnorm tritt per 1. Juli 2012 in Kraft
Themenseite auf humanrights.ch
2013 Mit dem Inkrafttreten des neuen Namensrecht am 1. Januar 2013 ist schliesslich auch die Gleichstellung in Bezug auf das Namensrecht verwirklicht.
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Das neue Namensrecht gilt ab Anfang 2013
Themenseite auf humanrights.ch
2014: Die gemeinsame elterliche Sorge wird ab 1. Juli 2014 zur Regel.
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Themenseite auf humanrights.ch vom 3.12.2013
2017 Die Schweiz ratifziert das Europarats-Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (Istanbul-Konvention).
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Europaratskonvention zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen (Istanbul Konvention)
Themenseite auf humanrights.ch
Umsetzung internationaler Abkommen in der Schweiz
Die Schweiz hat das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts durch die Ratifizierung der wichtigsten internationalen Menschenrechtsverträge mehrfach anerkannt.
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Rechtsquellen Diskriminierungsverbot / Rechtsgleichheit
Dokumentation auf humanrights.ch
Von zentraler Bedeutung für die Gleichstellung der Frau ist die UNO-Frauenrechtskonvention (CEDAW), welche die Schweiz am 27. März 1997 ratifiziert hat.
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Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau - Umsetzung in der Schweiz
Themenseite auf humanrights.ch
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Umsetzung CEDAW in der Schweiz - gesammelte Nachrichten
Nachrichtenarchiv auf humanrights.ch
Am 29. September 2008 hat die Schweiz sodann das Fakultativprotokoll zur UNO-Frauenrechtskonvention, welches die Möglichkeit vorsieht, sich gegen einen letztinstanzlichen innerstaatlichen Entscheid mit einer Beschwerde an den CEDAW-Ausschuss zu wenden, anerkannt. Bis heute wurde allerdings noch keine Beschwerde an den CEDAW-Ausschuss aus der Schweiz erhoben.
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CEDAW-Leitfaden für die Rechtspraxis
Online-Leitfaden der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen EKF
Dokumentation
- Publikationen zur Umsetzung internationaler Abkommen in der Schweiz
Liste des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG
- Abschliessende Bemerkungen und Empfehlungen des CEDAW zur Präsentation des vierten und fünften Schweizer Berichts
CEDAW/C/CHE/CO/4-5, Vorabfassung vom 18. November 2016 (englisch, pdf, 17 S.)
- CEDAW-Ausschuss fordert ein planvolleres Vorgehen bei der Beseitigung der Diskriminierung der Frau
Kommentar auf humanrights.ch vom 21. November 2016