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Basel, um 1513
Reliefstickerei mit Gold- und Seidengarn, Pailletten und Perlen auf Seidendamast; Szepter und Rosetten Goldschmiedearbeit
H. 37,5 cm, B. 37,5 cm
Inv. 1882.92.
Die siegreichen Schlachten der Eidgenossen gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund 1476/77 begründeten den Ruf der eidgenössischen Kriegstüchtigkeit. Fortan wurden die Schweizer von den europäischen Fürsten umworben. 1512 kamen die Eidgenossen mit 18'000 Mann Papst Julius II. zu Hilfe, um die Franzosen aus Oberitalien zu vertreiben. Zum Dank für den überwältigenden Sieg bei Pavia wurden sie von Papst Julius II. beschenkt. U.a. erhielten die Orte einen Fahnenbesatz, auch Eckquartier genannt (rechts oben bei der Fahnenstange). Dafür durften die Beschenkten ein Thema aus dem Neuen Testament oder aus einem Heiligenleben wählen. Basel entschied sich für die Verkündigungsszene. Die Juliusbanner wurden in Mailand hergestellt. Hans Heinrich Gebhart brachte das Banner 1512 über die Alpen. Zur Ankunft veranstaltete man ein Stadtfest: 900 Knaben mit Harnischen und hölzernen Halbarten und 500 Bürger zogen Gebhart entgegen und geleiteten das Banner in die Stadt. Hier liess man vom kostbaren Original eine Gebrauchskopie herstellen. Erhalten geblieben ist nur der Besatz der Gebrauchskopie.