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Gemäss einem Beitrag der «Frankfurter Allgemeinen» wäre die chemische Industrie in Deutschland technisch in der Lage, ihren CO2-Ausstoss bis 2050 auf nahezu null zu reduzieren. Das wäre vor allem durch eine Elektrifizierung von Produktionsprozessen zu erreichen. Und es bräuchte viel mehr und viel günstigeren Strom aus erneuerbaren Energien.
Gemäss einer Studie, die der Branchenverband VCI in Auftrag gegeben hat, würde sich der Strombedarf der chemischen Industrie bis Mitte der 2030er Jahre auf 628 Terawattstunden erhöhen. Das entspricht mehr als der gesamten deutschen Stromproduktion von 2018. Zudem ist es ungefähr das Dreifache des heute in Deutschland produzierten Stroms aus Erneuerbaren. Auch müssten die Strompreise deutlich sinken. Der Industriepreis von heute 7-14 Cent pro Kilowattstunde müsste auf 4 Cent pro Kilowattstunde fallen. Schon bei einem Preis von 6 Cent pro Kilowattstunde wäre eine CO2-freie Chemie bis 2050 nicht möglich, da sich die Investitionen in neue Anlagen nicht rechnen würden.
Gemäss Einschätzung der FAZ dürfte das Netto-Null-Szenario in der chemischen Industrie kaum zu erreichen sein. Allerdings zeigt die Studie, dass mit einer Elektrifizierung der Produktionsprozesse und einer gesteigerten Produktion von CO2-freiem Strom der Ausstoss von Treibhausgasen deutlich reduziert werden könnte.