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Im Dezember 2021 hatte PEJ erklärt, dass Lubiatowo-Kopalino in der nördlichen Provinz Pommern nahe der Ostseeküste der bevorzugte Standort für das erste Kernkraftwerk des Landes sei. Der nun unterbreitete Umweltverträglichkeitsbericht betrifft laut Unternehmen jedoch zwei Standorte: Lubiatowo-Kopalino in der pommerschen Gemeinde Choczewo und Zarnowiec, das sich über die Gemeinden Krokowa und Gniewino in Nordpolen erstreckt. PEJ begründete es damit, dass beide Standorte im polnischen Nuklearprogramm aufgeführt seien und im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kernkraftwerks mit einer Kapazität von bis zu 3750 MW untersucht werden müssten.
Neben dem Umweltverträglichkeitsbericht reichte PEJ auch Unterlagen zur Durchführung einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung ein.
Polens Kernkraftwerkspläne
Polen möchte 6000 bis 9000 MW installierte Kernkraftwerkskapazität auf der Grundlage bewährter grosser Druckwasserreaktoren bauen und wird voraussichtlich bis Ende 2022 einen Technologieanbieter auswählen. Der kommerzielle Betrieb des ersten von sechs geplanten Blöcken ist für 2033 geplant.
Noch hat die Regierung aber keinen Entscheid über den Technologieanbieter für das Projekt getroffen und bisher auch kein Ausschreibungsverfahren angekündigt. Das amerikanische Unternehmen Westinghouse, die französische EDF und das südkoreanische Unternehmen KHNP haben alle offiziell ihr Interesse am Bau des ersten polnischen Kernkraftwerks bekundet.
Quelle
M.A. nach PEJ, Medienmitteilung, 30. März 2022 und NucNet, 31. März 2022