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Duodenaladenome
Duodenaladenome werden auch als superfizielle nicht ampulläre duodenale Tumore – SNADT – bezeichnet und werden immer häufiger diagnostiziert. Häufig sind Duodenaladenome mit einem genetischen Syndrom, wie der familiären adenomatösen Polyposis assoziiert. Da es syndrombedingt zu Hunderten von Kolonpolypen mit einem fast obligatorischen Entartungsrisiko kommt, sollte bei Adenomen im Dünndarm immer eine Koloskopie stattfinden. In ausgewählten Fällen bieten wir noch eine Kapselendoskopie zur Beurteilung des restlichen Dünndarms an.
Zur sicheren Diagnose der Adenomausdehnung, sowie Beurteilung, ob die Papille – Gallen – und Pankreasgangmündung im Duodenum – beteiligt ist, verwendet man am besten ein Seitblickgerät, um die Papille besser einzusehen. Mittels konventioneller oder digitaler Färbetechniken lässt sich die Detektionsrate verbessern und selbstverständlich bieten wir diese neuen Technologien an.
Kleine Adenome bis 6mm können risikoarm mit einer atraumatischen Schlinge entfernt werden. Grössere Polypen werden grösszügig mit einer speziellen Resektionslösung unterspritzt, um die Komplikatiosrate zu minimieren. Trotz dieser Massnahmen steigt bei Adenomen über 20mm Grösse das Risiko überproportinal an, sodass wir spezielle prophylaktische Techniken durchführen. Hierzu gehört der Versuch den Abtragungsdefekt mittels Clips zu verschliessen, um einer tiefen Verletzung und Blutung vorzubeugen. In den meisten Fällen ist anschliessend eine stationäre Überwachung indiziert.
Da es zu Rezidiven kommen kann, führen wir regelmässige Kontrollendoskopien durch. Hierfür gibt es klare Leitlinien und in den meisten Fällen können auch erneute Polypen mittels Endoskopie abgetragen werden.