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Ob wir der, die oder das einem Substantiv voranstellen oder andere Satzteile dem Genus entsprechend anpassen, ist häufig an der Wortendung erkennbar.
Wörter auf -schaft, -ung oder -ion sind im Deutschen immer feminin: die Brüderschaft, die Leitung, die Situation. Gleiches gilt für die letztgenannte Gruppe auch in anderen, romanischen Sprachen: Als Beispiel sollen das französische l’association oder das spanische la relación dienen.
Wortendungen: das grammatikalische Geschlechtschromosom
Mancher mag nun einwenden: Aber der Spion – der ist doch männlich! Das stimmt. Spion gehört jedoch der oben beschriebenen Gruppe nicht an: Spion ist aus dem Gothischen über das Französische ins Deutsche eingeflossen; -ion ist hier keine Wortendung, sondern Teil des Wortstamms.
Klassische Endungen für Maskulina im Deutschen sind -ich, -ent oder -ismus: der Teppich, der Student, der Realismus.
Wörter, die auf –tel, -ett oder -ma enden, sind Neutra: das Drittel, das Bankett, das Klima. Auch Verkleinerungs- und Verniedlichungsformen auf –lein, -li, -le oder –chen gehören zum sächlichen Geschlecht, deswegen sagen wir zum Beispiel im Singular nicht die Mädchen, sondern das Mädchen. (Ja, Mädchen ist eine Verniedlichungsform, und zwar von Magd.)
Der Hund ist in den meisten Sprachen männlich: le chien (französisch), el perro (spanisch), pies (polnisch) usw. Auf Russisch heißt es jedoch Sobaka, die Endung auf -a weißt auf einen weiblichen Genus hin. Für die Bulgaren ist der Hund gar sächlich, was die Endung auf -e bei Kuutsche verrät.
Trotz einiger Gemeinsamkeiten bei der Zuordnung der Genera ist also keine Verallgemeinerung für unterschiedliche Sprachen möglich.