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Letztes Jahr hat die Freiburger Kantonspolizei einen Drogenhändlerring aufgedeckt–und nach und nach werden einzelne Personen, die in diesen Fall verwickelt sind, verurteilt. So nun auch eine 21-jährige Guineerin. Sie war als Asylbewerberin in die Schweiz gekommen. Der Kopf des Drogenrings–er soll im Verlaufe dieses Jahres vor Gericht kommen–kontaktierte sie in einer Flüchtlingsunterkunft. Daraufhin transportiere sie mehrmals für ihn Drogen und Geld; dafür wurde sie bezahlt.
Der Freiburger Staatsanwalt ad hoc Serge Molliet hat die Frau mittels Strafbefehl zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten mit einer Bewährungsfrist über fünf Jahre verurteilt. Sie muss die Gerichtskosten von fast 7000 Franken tragen.
Ein anderer Guineer hatte dem Kopf der Bande–ebenfalls ein Guineer–und dessen Bruder seine Wohnung in der Stadt Freiburg zur Verfügung gestellt: Ein bis zwei Mal im Monat trafen dort Drogenlieferungen ein. Zudem fuhr der 47-Jährige den Chef zu Terminen und wurde dafür entschädigt. Er stellte auch Kontakte zu Drogenabhängigen her. Laut Strafbefehl hat er jedoch keine Drogen verkauft oder geliefert. Staatsanwalt Molliet hat ihn zu einer bedingten sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt; die Bewährungsfrist läuft über fünf Jahre. Die Verfahrenskosten betragen 7300 Franken.
Bereits im November letzten Jahres war eine 54-jährige Frau aus Barcelona verurteilt worden: Sie hatte als Drogenkurierin fungiert und war mit Fingerlingen in ihrem Magen mit dem Flugzeug von Spanien in die Schweiz eingereist (die FN berichteten). Und zu Beginn dieses Jahres standen mehrere Drogenhändler vor Gericht. Insgesamt sind rund zwanzig Personen in den Drogenhandel verwickelt. njb