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Das Weiße Haus realisiert das Ziel eines geopolitischen Bruches mit Russland in Zentralasien
Im vergangenen Vierteljahrhundert, seit die zentralasiatischen Länder ihre Unabhängigkeit erhielten, besuchte sie der Präsident der Vereinigten Staaten nicht ein einziges Mal. Und an den Außenminister John Kerry erinnert sich hier jeder schmunzelnd in jenem Zusammenhang, dass er sich im Februar 2013, zu Beginn seiner Karriere sehr über erfolgreiche Bemühungen seiner US-Diplomaten zur Unterstützung des demokratischen Übergangs in einem nicht existierenden Staat „Kyrzakhstan“ (Anm. Red.: es gibt entweder Kasachstan oder Kirgisistan) gefreut hatte.
Die breite amerikanische Öffentlichkeit weiß über die Region wenn überhaupt etwas, dann noch weit weniger.
Vor diesem Hintergrund kann man meinen, dass das heutige Zentralasien (ZA) für Washington im System der außenpolitischen Koordinaten die wohl kleinste Stelle einnimmt. In Wirklichkeit ist es nicht so. Die Region gehört zwar nicht zu den internationalen Prioritäten des Weißen Hauses, aber Amerika führt hier energisch und akzentuiert Kurs. Darüber hinaus erkennen viele führende westliche Experten, dass der Region ein hoher, vielleicht sogar unterschätzter strategischer Wert für die Vereinigten Staaten aufgrund seiner objektiven Merkmale zukommt.
ZA befindet sich nahezu im geographischen Zentrum des eurasischen Kontinents:
Die Geschehnisse hier betreffen die Interessen der großen internationalen Konkurrenten der USA und vieler großer Regionalmächte. Die Auswirkungen auf die „Schmerzzonen“ der Region eröffnen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Beeinflussung der Situation in den Nachbarländern….