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28 Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. 29 Und so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, 30 sodass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. (Lukas 22:28-30)
Nachdem Jesus den Jüngern das aktuelle Verhältniss von Herrschaft und Dienen geklärt hat, lenkt Er ihre Blicke in die Zukunft. Die aktuelle Zeitepoche ist nur eine Übergangszeit. Es ist eine Zeit der Prüfungen, Anfechtungen, Ablehnungen. Es wird aber eine Zeit geben, an dem wir zusammen mit den Jüngern die Gemeinschaft mit Jesus geniessen dürfen. Am Tisch miteinander essen und trinken drückt diese Gemeinschaft bildlich aus. Auf Thronen sitzen und richten drückt die gemeinsame Ausübung der Herrschaft aus.
Auch Paulus nimmt darauf Bezug, indem er vorwurfsvoll frägt: „Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?“ (siehe 1. Korinther 6:1-4). In geistlichen und innergemeindlichen Belangen sollen reife Christen heute schon richten. Die äussere Herrschaft, welche das Richten beinhaltet, ist jedoch für das zukünftige, ewige Reich Gottes vorbehalten.