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© Jürg Meyer
Gesteinszone 10: Ozeankrusten-Gesteine Eine komplett andere Gesteinswelt in überwiegend grünen und braunen Farben
Das «Ozeanboden-Trio» Serpentinit – Gabbro – Basalt, metamorph verschönert, und mit Bündnerschiefern garniert.
Analog zum Grundgebirge des Mikrokontinents Iberia-Briançon 1 (Gesteinszone 8) treten Reste von Ozeanboden des Piemontozeans je in einem Gebiet westlich und östlich der Tessiner Berge auf. Im Westen sind die Hauptvorkommen rund um Zermatt, Saas Fee und Arolla zu finden, im Osten im Oberhalbstein um den Piz Platta und weiter gegen Süden über den Maloja- und Murettopass bis ins italienische Val Malenco. Hier herrschen komplett andere Gesteine vor, nämlich Serpentinit, Metagabbro und Metabasalt, letzterer in Form von Grüngesteinen, Grünschiefern oder Eklogit. Geologen und Geologinnen sprechen dabei von «Ophiolithen». Über diesen Ozeankrustengesteinen wurden teilweise Tiefseesediment wie Radiolarit abgelagert, vor allem aber mächtige Abfolgen von Kalk-Ton-Gesteinen, die zu analogen Abfolgen wie die Bündnerschiefer (Gesteinszone 6) umgewandelt wurden.
Die Ophiolithe der Region Saas-Zermatt wurden bei der Alpenbildung besonders tief versenkt (gegen 100 km) und dabei zu speziellen metamorphen Hochdruckgesteinen wie Eklogit umgewandelt.