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Die Arbeit «Third Grid» des Künstlers Navid Tschopp entstand während des Lockdowns im Frühling 2020, als soziale Kontakte vermehrt über Videokonferenzen stattfanden. Etwa 20 Bekannte des Künstlers folgten der Einladung an einer Videokonferenz teilzunehmen. Sie wurden zu einer Tanz-Choreographie angeleitet, ähnlich dem Tutting, einem Street-Dance-Stil bei dem die Arme in rechtwinkligen Formen rhythmisch bewegt werden. Aus den simultanen Armbewegungen bilden sich im Galeriemodus der Videokonferenz geometrische und ornamentale Muster. Das Ornament ist ein kollektives Produkt der isolierten Individuen. Die Teilnehmenden bewahren dabei jedoch ihre Individualität. Es ist keine perfekte, sondern eine lebendige Choreographie. Die Videokonferenz wird zweckentfremdet und die Teilnehmenden setzen sich über die Beschränkung ihres Bilderrahmens hinweg, indem sie andere Muster über die Galerieansicht legen. «Third Grid» ist eine Übung, sich die digitale Welt kreativ anzueignen.