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Als Ausgangspunkt dieser Forschungsarbeit dienen die Fotografien von Los Angeles anhand derer die Rolle geklärt werden soll, wie sie den Nachkriegsmangel an kostengünstigen Wohnungen im lokalen, nationalen sowie im transatlantischen Kontext adressiert haben. Die Fotografien von Los Angeles suggerieren in einer ersten Betrachtung, dass das fotografische Medium entscheidend und kritisch für den internationalen Austausch von Erfahrungen und Ideen zur Lösung des Wohnungsmangels war. In der nachfolgenden Zirkulierung und Rekontextualisierung dieser Fotografien wird das Forschungsprojekt ebenfalls die miteinander geteilten Konventionen und Strategien selbst sowie deren Verwendungsziele im Kontext der Bemühungen zur Erstellung von Wohnungen für gering Verdienende untersuchen, dabei wird insbesondere der Informationsaustausch zwischen den Vereinigten Staaten und Europa vertieft. Trotz des wachsenden Interesses an der Geschichte der angewandten Fotografie wurden die weit reichende Fotosammlung als auch die Praktiken der Beteiligten am öffentlichen Wohnungsbauprojektes von Los Angeles bis jetzt noch nicht tiefer gehend und wissenschaftlich untersucht. Die Praktiken beinhalten dabei jene von den professionellen Fotografen, der arbeitenden Frauen sowie der Kriegsveteranen, die vom U.S. Militär und traditionellen Gestaltungsschulen in der Fotografie ausgebildet wurden.Der Grundstock der Fotografien, welche im Zusammenhang mit der Bereinigung der Slum-Nachbarschaften sowie den Neubaubemühungen in Los Angeles standen, wurde in einem sehr realen Netzwerk mit zum Teil sehr gut verständlichen als auch idealistischen Zielen erstellt. Die Bedeutung meiner Forschungsarbeit geht über den Bereich der Kunstfotografie hinaus und erstreckt sich über den Grundsatz der Dokumentationsfotografie am Beispiel der erwähnten lokalen Arbeiten und deren internationale Perspektive auf ein globales Netzwerk von Architekten und Fotografen, die angestrebt haben den Bürgern zu dienen.