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Kurz hinter der nördlichen Stadtgrenze von Zürich stehen auf einer kleinen Erhebung die Überreste der Burg Alt Regensberg. Lange Zeit hat aus der Entfernung kaum etwas von ihr wahrnehmen können, da die Hänge um die Burg herum stark zugewachsen waren, erst vor kurzer Zeit wurden entsprechende Arbeiten verrichtet. Nunmehr kann man sie aus grösserer Entfernung bereits sehen, die Überreste des Burgfrieds überragen die Anlage deutlich. Es wird vermutet, dass die Burg um 1040 herum errichtet wurde. Von jener Zeit an war sie Stammsitz der „Herren von Regensberg“, ein ehemals sehr einflussreiches Adelsgeschlecht, welches über zahlreiche, weit verstreute Güter verfügte, die Klöster Fahr und Rüti, sowie die Städte Regensberg und Glanzenberg gründete. Um 1050 errichteten sie die Pfarrkirche in Regensdorf, das älteste Gebäude der Gemeinde Regensdorf und zugleich eines der ältesten kirchlichen Bauwerke im Kanton Zürich. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts hatten die Regensberger ihre Macht derart weit ausgebaut, dass ihr Stammsitz in eine Grafschaft umgewandelt wurde, jedoch wurden ab 1250 nach und nach grosse Teile der Besitztümer verkauft oder verpfändet, um den Lebensstil finanzieren zu können, nach 1268 mussten die Regensberger ihre Besitztümer vollständig an die Habsburger abtreten. 1331 verstarb der letzte männliche Nachfolger der Regensberger. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach ihren Besitzer, bis sie schliesslich zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Materialquelle für den Bau der Kirche von Altburg, sowie der Brücke von Adlikon herhalten musste. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Anlage unter Schutz gestellt und somit vor dem kompletten Zerfall bewahrt.
Man kann sich in der Anlage frei bewegen, da sie aber in Privatbesitz ist, fehlen hier Feuerstellen und andere „Annehmlichkeiten“, auf die Familien und Wanderer anderswo nicht verzichten müssen. Dafür aber hat man einen wunderschönen Ausblick bis über die nahe gelegenen Katzenseen hinweg. Wenn Sie diese Gegend erkunden möchten, so rate ich Ihnen, bei der Burgruine zu beginnen und anschliessend zu den Katzenseen zu laufen, nicht umgekehrt. Leider verlaufen in unmittelbarer Nähe zu dieser Anlage und den Seen zahlreiche stark befahrene Strassen und Autobahnen, mit dem resultierenden Hintergrundlärm muss man sich irgendwie arrangieren, dennoch bietet ein Ausflug in diese Region einen schönen Einblick in den Werdegang des unmittelbaren Grenzgebietes zur Stadt Zürich. Und mit ein wenig Glück können Sie in den Sumpfgebieten zwischen den Katzenseen und der Ruine einige schöne und seltene Vogelarten entdecken.Schweiz