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«An meinem ersten Schultag war ich etwas nervös und bemerkte beim Betreten des Klassenzimmers, dass ich zitterte,» erinnert sich Michael Kinga (22) an seinen Start als Lehrer in Boma. Auch wenn er von seinem kleinen Gehalt alleine nicht leben kann, ist Lehrer zu sein für ihn ein Traumberuf.
Michael steht auf einer staubigen Strasse in Boma: «Bevor ACROSS hier im Dorf die Schule eröffnete, hatten die Kinder und Jugendlichen nichts, womit sie sich hätten beschäftigen können. Einfach rein gar nichts.»
Aufgewachsen ist er in Narus, etwa zwei Tagesmärsche von Boma entfernt. Dort durchlief er die Schule bis zur zweiten Sekundarstufe, was im Südsudan eher ungewöhnlich ist. Doch die Konflikte im Land prägten auch sein Leben entscheidend: «Ich besuchte meine Familie, welche unterdessen in Boma lebte. Während meinem Aufenthalt kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in meinem Heimatort. Es wäre nicht sicher gewesen, zurück zu kehren. Ich entschied, in Boma zu bleiben und eine Arbeit zu suchen.»
Neue Berufung
Es sollte sich als schwieriges Unterfangen herausstellen, Arbeit zu finden. Doch seine Schulbildung kam Michael zugute: Denn Lehrer sind Mangelware im kleinen, abgelegenen Boma. So fragte ACROSS Michael an, ob er nicht als Laienlehrer unterrichten möchte. Mit Freude sagte Michael zu: «Ich habe das Angebot sofort angenommen. Als Lehrer kann ich der Gemeinschaft dienen, in der ich lebe.»