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Reserviert heisst reserviert.
Die 43-jährige Britin Cat Lee leidet seit einer Operation an Nervenschwäche und lähmenden Leistenschmerzen. Deswegen reservierte sie zwei Sitze für sich und ihre Begleitung im Zug von London nach Skipton. Als diese Sitze von zwei jungen Herren besetzt waren, erzählte sie diesen von ihrer Behinderung und bat sie, aufzustehen.
Zu ihrem Erstaunen schien es die Herren nicht zu kümmern. Lautlos starrten sie weiter auf ihre Smartphones und ignorierten die Frau mit Handicap. Die zwei unterhielten sich lieber über ihren nächsten Luxusurlaub in der Karibik und in Dubai, als der geschwächten Frau Platz zu machen.
Fast eine Stunde lang irrte Cat Lee durch den Zug, bis sie endlich einen Sitzplatz fand. Ein Sprecher der «Virgin Trains»-Zuggesellschaft sagte zu «Metro»: «Findet ein Passagier seinen Platz bereits besetzt vor, sollte unumgänglich ein Kontrolleur gerufen werden. Dieser wird alles Nötige tun, dass der reservierte Sitz dem richtigen Passagier zugewiesen wird.» Dass dies bei dem Gedränge, das während Stosszeiten herrscht, schier unmöglich ist, geht vergessen.
Lee rächte sich, indem sie ein Foto der beiden Herren machte und dieses auf Facebook postete. Als Bildunterschrift schrieb sie, was gerade passiert war und fügte ein ironisches «Eure Mütter und Frauen wären stolz auf euch» hinzu. Das Foto verbreitete sich schnell, viele Leute waren empört.
Lee ist enttäuscht und hofft mit dem Foto solche Geschehnisse in Zukunft verhindern zu können. «Leider kümmert sich heutzutage keiner mehr um die Probleme anderer Menschen. Ich hoffe ich konnte mit diesem Foto ein Zeichen setzen», so die 43-Jährige.