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Das im letzten Sommer eröffnete Anna Göldi Museum im Kanton Glarus hat eine Spende in der Höhe von einer Million Franken erhalten. Damit soll künftig ein Ganzjahresbetrieb möglich sein, wie Museumsleiter Fridolin Elmer am Montagabend mitteilte.
Der Betrag sei an die Realisierung eines Erweiterungsprojekts gebunden, mit dem eine Nutzung des Hänggiturms in Ennenda auch langfristig sichergestellt werden solle, heisst es in der Mitteilung. Erbaut in der Blütezeit der Textilindustrie Mitte des 19. Jahrhunderts, diente er als Trocknungsturm. Vom 12 Meter hohen Dachgeschoss hingen lange, gefärbte Stoffbahnen zum Trocknen herab.
Der Turm soll künftig beheizt werden. Auch der Einbau einer Bibliothek wird evaluiert. Ziel der Museumsleitung ist es, den Ausbau bis im Jahr 2019 zu realisieren.
Das Geld stammt von einer Kulturmäzenin. Diese sei mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut und habe eine enge Beziehung zur glarnerischen Kultur und zum historisch bedeutenden Hänggiturm, heisst es in der Mitteilung.
Das Anna Göldi Museum ist im August 2017 eröffnet worden. Zuvor war es in Mollis auf Boden der Gemeinde Glarus Nord angesiedelt, als Teil des Ortsmuseums.
Das Museum zeigt die Geschichte der Magd Anna Göldi, die 1782 von der Glarner Justiz als "letzte Hexe Europas" hingerichtet wurde. Im Museum werden die Besucher durch die Vergangenheit der alten Eidgenossenschaft geführt. Die Ausstellung thematisiert aber auch die heutigen Menschenrechte sowie die Erinnerungskultur.