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An vielen Orten war der November 2014 der wärmste seit Messbeginn. Extrem war der Monat in Elm. Dort lag die Temperatur gegenüber der klimatologischen Referenz der Jahre 1961 bis 1990 satte 5,4 Grad über dem Durchschnitt! Selbst der alte Rekord aus dem Jahre 1984 wurde noch um ganze 0,7 Grad übertroffen. Neue Temperaturrekorde für den Monat November gab es aber auch in den Föhngebieten von Nordbünden, in Adelboden, in weiten Teilen des Zentralwallis, stellenweise auf den Jurahöhen, im Südtessin und im Unterengadin. An diesen Orten wurden die Werte aus den Jahren 1994, 2006 und 2011 zum Teil deutlich übertroffen, in Chur sogar um 1,1 Grad, in Scuol um 0,8 Grad. Im Mittelland betrug der Temperaturüberschuss meist zwischen 2,5 und 3 Grad. Dort verhinderten die Hochnebeltage zum Monatsende einen noch höheren Temperaturüberschuss. Auch im Tessin war es rund 2,5 Grad zu warm, im Mendrisiotto sogar rund 4,5 Grad. Ganz extrem war auch die Situation in Lugano. Dort war es mit 10,0 Grad der wärmste November seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahre 1864, gleichzeitig aber auch der nasseste November.
Land unter im Tessin
Mitte Monat traten sowohl der Lago Maggiore wie der Lago di Lugano über die Ufer. Gleichzeitig kam es im Tessin zu Erdrutschen die Menschenleben forderten. Kein Wunder: Im Tessin fielen zum Teil Rekordniederschläge. Im Val Bavona wurden insgesamt 794 Millimeter Regen registriert. Dies war an dieser Station der nasseste Monat überhaupt. In Lugano wurde mit 561 Millimetern ein Monatswert gemessen, wie er seit 1896 nie mehr vorkam. Das entspricht ungefähr dem 4,5-fachen des normalen Novemberniederschlages. An vielen weiteren Orten im Süden war es der zweit feuchteste November nach 2002. Auch im südwestlichen Wallis lagen die Niederschlagsmengen weit über dem Durchschnitt. Sonst war es allgemein um 10 bis 50 Prozent zu nass. Nur an den zentralen und östlichen Voralpen und im Waadtländer und Neuenburger Jura gab es zum Teil weniger Niederschlag als sonst im November.
Naturgemäss grau
Selbst für einen November war es eher grau. An vielen Orten gab es nur 70 bis 90 Prozent des üblichen Sonnenscheins oder in absoluten Zahlen 45 bis 80 Sonnenscheinstunden. Sehr grau war es auch im Süden. Dort gab es stellenweise nur halb so viel Sonnenschein wie sonst im November. Einzig zwischen Luzern und der Aaremündung sowie in Teilen des östlichen Mittellandes zeigte sich die Sonne häufiger als sonst, also ausgerechnet in den typischen Nebelgebieten. Dort schlägt zu Buche, dass es dort in der Regel noch nebliger ist.
Kommt der Winter?
In der kommenden Woche kommt vor allem in der Höhe kühlere Luft. Im Mittelland liegen die Temperaturen nur noch knapp über dem Gefrierpunkt. Rein temperaturmässig wird es winterlicher, allerdings nach dem grossen Schneefall sieht es weiterhin nicht aus, auch nicht in den Alpen!