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Fafnir ist zwar ein Drache und bedeutet „der Umarmer, der Greif“. Aber ursprünglich war Fafnir ein Mensch. Er war der Sohn von Hreidmar. Zu einem Drachen wurde er auf folgende Weise:
Odin, Loki und Hönir kehrten an einem Abend bei Hreidmar ein. Sie prahlen damit, was für einen schönen Otter sie erlegt haben. Doch dieser Otter ist auch ein Sohn Hreidmars, der sich tagsüber in einen Otter verwandelt. Also überwältigen Hreidmar und seine beiden Söhne die Götter. Loki muss als Lösegeld für Odin und Hönir bringen.
Der listreiche Loki schafft aber verfluchtes Gold heran. Der gierige Hreidmar will alles für sich behalten. Darum tötet Fafnir seinen Vater. Sein Bruder Reginn flüchtet und wird später zum Lehrmeister von Siegfried/Sigurd, den er überredet, den Schatz zu rauben und Fafnir zu töten. Fafnir war inzwischen zu einem Lindwurm geworden, weil er ständig auf dem verfluchten Gold gelegen hatte, um es zu bewachen.
Sigurd/Siegfried gräbt auf Anraten Reginns mehrere Gruben unter dem Drachen und stösst ihm sein Schwert Balmung/Gram ins Herz. Bevor Fafnir stirbt, fragt er Sigurd/Siegfried nach seinem Namen, dem Namen seiner Eltern und wer ihn geschickt habe, um ihn zu töten. Als Fafnir erfährt, dass sein eigener Bruder der Auftraggeber ist, erklärt er Sigurd/Siegfried, dass Reginn auch ihn töten werde und dass jeder sterben müsse, der den Schatz besitzt. Siegfried/Sigurd antwortet, dass der Mensch ohnehin stirbt und ihm das deshalb nichts ausmacht.
Bei der Zubereitung des Drachenherzens tropft ein wenig Blut auf Siegfrieds/Sigurds Lippen und von da an versteht er die Sprache der Vögel. Odins Raben warnen ihn, dass Reginn ihn töten will. Kurzerhand köpft Siegfried/Sigurd Reginn.
Das ist nur eine Version der Geschichte und stammt aus der Edda. Andere Versionen werden zum Beispiel im Nibelungenlied erzählt.