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Praktische Hinweise
Die Kirche befindet sich am östlichen Dorfrand oberhalb des Pfarrhauses. Vom Dorfplatz her erreicht man sie zu Fuss über den Kirchweg und einen Stufenweg mit abschliessender Treppe. Einen barrierenfreien Zugang gibt es über den Neuen Kirchweg oberhalb des Werkhofes der Einwohnergemeinde von der Hemmikerstrasse her. Bei Anlässen in der Kirche stehen unterhalb des Werkhofes auch ein paar Parkplätze zur Verfügung.
Insgesamt finden 235 Personen Platz in der Kirche: auf den 16 Sitzbänken im Hauptschiff 80, auf den 7 Bänken der darüber liegenden Empore 35; auf der Bestuhlung im Nebenschiff 60, auf den 12 Bänken der darüber liegenden Empore ebenfalls 60.
Die im Chor befindliche Orgel wurde 1944 von der Firma Kuhn, Männedorf eingebaut und letztmals 1991 revidiert. Das Instrument weist mechanische Traktur und pneumatische Registratur auf. Die 15 Register sind auf zwei Manuale und Pedal verteilt.
Zur Geschichte
Die Kirche von Buus gehörte bis 1820 der Deutschordenskommende von Beuggen. Aus dieser Zeit stammt ihr Name «Pfarrkirche St. Michael». Der zu unbekannter Zeit erbaute mittelalterliche Bau besass ursprünglich ein Schiff und einen von diesem durch einen Chorbogen getrennten Rechteckchor. Grössere bauliche Veränderungen folgten am Ende des 17. Jahrhunderts, als man das Schiff nach Westen verlängerte, den Chorbogen ersetzte und neue Fenster und Eingänge ausbrach. Im 19. Jahrhundert schliesslich erweiterte man das Gotteshaus 1859 durch den Anbau eines nördlichen Querflügels zur Aufnahme einer Seitenempore. Dabei entfernte man den Chorbogen und brach überall grosse Rundbogenfenster ein. 1930 erhielt die Kirche eine neuen Dachreiter. 1944 wurde sie einer durchgreifenden Renovation unterzogen, eine weitere folgte 1990/91.
Aussen manifestiert sich der rechteckige, Langhaus und Chor umfassende Baukubus mit Satteldach und gewalmtem Westgiebel, den der Dachreiter krönt. Der kapellenartige Bau erfährt durch den nördlichen Anbau eine willkommene Bereicherung. Dieser und die grossen, rundbogigen Fenster der Kirche betonen das im 19. Jahrhundert zusammen mit dem Krüppelwalmdach aufgeprägten Stempel des 19. Jahrhunderts.
Das Innere bestimmt der Längsraum, betont durch einen Chorannex von 1944, und erweitert durch den Anbau im Norden. Stark sprechen auch die beiden Emporen. Von der alten Ausstattung sind der Tischaltar von 1599, die Bestuhlung und zahlreiche Epitaphien sowie eine Deputatentafel von 1694 erhalten.
Die Kirche zeigt Kapellencharakter, markiert durch den Dachreiter. Ihre Grundrissgestaltung betont die zentralisierende Tendenz des Saalraumes. Die mehrfach umgebaute Kirche vertritt eine eigenartige Lösung des Saalbauschemas des 19. Jahrhunderts, unter Verwendung der alten Bausubstanz.