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Quelle: Rundgang II durch Wädenswil 1990 von Peter Ziegler
Der Schlosshof mit altem Baumbestand erhielt sein jetziges Aussehen im wesentlichen um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der ursprünglich freistehende, sechseckige klassizistische Brunnen entstand um 1815 und wurde 1934 in das neue Ökonomiegebäude einbezogen, welches im Bereich der südöstlichen Ringmauer ein älteres baufälliges Werkstattgebäude ersetzte. Anlässlich der Restaurierung des Verwaltungsgebäudes im Jahre 1988 wurden auch die Grünflächen im Innenhof teilweise in rekonstruierendem Sinne neu gestaltet. Auf dem Rasenplatz seeseits des Schlossbaus von 1816/18 schuf der Wädenswiler Bildhauer Ueli Fasch 1990 einen Springbrunnen, welcher eine um 1924 beseitigte ähnliche Brunnenanlage ersetzt und das öffentlich zugängliche Areal der Eidgenössischen Forschungsanstalt um einen weiteren Akzent bereichert.
Klassizistischer Brunnen aus der Zeit um 1815.
Schlossterrasse mit klassizistischen Zaun.
Gehölzgarten Die Besitzerfamilie Dollfuss pflanzte um 1865 im Schlosshof die zwei Wellingtonien und die Blutbuche; der Tulpenbaum ist älter. Die Steilhänge östlich der Aussichtsterrasse sowie entlang der Schlossgasse waren bewaldet. Unmittelbar nachdem die Deutschschweizerische Versuchsstation die Schule für Obst-, Wein- und Gartenbau 1890 des ehemalige Landvogteischloss bezogen hatte, wurde unter der Leitung des damaligen Obergärtners Th. Echtermeyer der heutige Gehölzgarten samt Wegnetz angelegt. Die meisten Pflanzen waren Geschenke verschiedener Baumschulen und Gärtnereien an das neue Institut. Seither wurde der Gehölzgarten mehrmals umgestaltet und ergänzt. Viele der seltenen Arten verdankt man dem Dendrologen Johann Anliker, der von 1934 bis 1966 die Bäume und Sträucher im Schlossareal betreute. In den letzten Jahren lichtete man den zu dichten Baumbestand und den zu üppigen Unterwuchs aus. Namhafte Dendrologen bestimmten die Gehölze soweit nötig neu und versahen sie mit einer Nummer. Ein 1988 publizierter Botanischer Führer, der in der Forschungsanstalt bezogen werden kann, bietet allen interessierten Besuchern wertvolle Hilfe beim Kennenlernen der 145 nach Gattung, Art, Unterart, Familie, Sorte und Herkunft beschriebenen Bäume und Sträucher.