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Wer beim Delinquieren erwischt wird, hats nicht leicht. Wer dazu noch bekannt oder gar adligen Geschlechts ist, gerät in exponentiell wachsende Schwierigkeiten.
Wie Juan Carlos I., der frühere König von Spanien, den 1975 Diktator Francisco Franco einsetzte und der doch nach dessen Tod sein Land auf dem Weg zur Demokratie unterstützte. Fast vierzig Jahre regierte der Mann friedlich vor sich hin, und jetzt, wo sein Sohn am Drücker ist, muss er auswandern.
Aber das hat auch damit zu tun, dass Spanien, von einigen Aspekten abgesehen, inzwischen eine Demokratie ist. Der alte König hat sich nämlich über die Jahre einiges zuschulden kommen lassen, was in einer Diktatur kaum Aufsehen erregt hätte.
Von entgegengenommenen Schmiergeldern aus Saudi-Arabien ist die Rede, die – na, wo wohl? – auf Schweizer Bankkonten gelandet sind und wegen derer jetzt ermittelt wird; hohe Unterhaltszahlungen sollen an eine ehemalige Geliebte geflossen sein; und mit dem Foto, das den König noch während seiner Amtszeit nach erfolgreicher Jagd stolz vor einem toten Elefantenbullen zeigt, machte er sich ebenfalls nicht beliebt.
Laut diversen Medien soll Juan Carlos nicht zu Schiff nach Frankreich, sondern im Flugzeug in die Dominikanische Republik gereist sein. Es wäre nachvollziehbar, wenn er der Spur des Geldes folgte, sprich: Wohnsitz in der Schweiz nähme, doch auch dort ermitteln die Behörden. Die Königin bleibt zu Hause. Vermutlich ist sie froh, dass sie ihn los ist.
Sollte auch Herr Infantino, ebenfalls ein König unter Verdacht, demnächst die Ausreise wählen, um einer Strafverfolgung zu entgehen, kann er die Fifa gleich mitnehmen.