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Wir arbeiten an einer Alternative zu Experimenten mit Fischen, um den Einfluss von Chemikalien auf das Fischwachstum zu bestimmen. Hunderttausende von Fischen werden jährlich für die Messung des frühen Fischwachstums bei Chemikalienexposition eingesetzt. Junge Fische sind empfindlicher als ausgewachsene Fische und ihr Wachstum ist entscheidend für Überleben und Fortpflanzung. Die von uns entwickelte Methode kann nun dieses Wachstum anhand von in vitro Daten voraussagen. Dabei gehen wir davon aus, dass Fische, die weniger wachsen, weniger Zellen besitzen. Wir bestimmen also die Zellproliferation in der Kulturschale und setzen die Daten in mechanistischen Modellen ein, um auf das Wachstum im Fisch zu extrapolieren. Tatsächlich konnten wir in unsere Pilotstudie so den Einfluss zweier Fungizide mit exzellenter Übereinstimmung mit in vivo Daten ermittlen (Stadnicka-Michalak et al. 2015). Wir erweitern nun den Satz an Chemikalien, um die Anwendbarkeit der Methode für Chemikalien mit verschiedenen Wirkmechanismen und physiko-chemischen Eigenschaften zu testen.