Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/1498

Sie sind an unseren Behandlungen interessiert?
Wir freuen uns, Sie persönlich bei einem Termin zu beraten.
Unter der Augenkrankheit Keratokonus versteht man die fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut des Auges. Meist beginnt die Krankheit einseitig, das Partnerauge ist in der Regel mitbetroffen. Die Betroffenen werden oft kurzsichtig und statistisch gesehen sind bei uns Männer doppelt so oft betroffen wie Frauen, wobei der Keratokonus in unserer Bevölkerung bei einem von 2.000 Menschen auftritt. Die bislang einzige Therapie des Keratokonus bestand darin, die erkrankte Hornhaut zu entfernen und durch eine Spender-Hornhaut zu ersetzen (Hornhaut-Transplantation). Eine solche Operation ist jedoch eine Organverpflanzung mit den damit verbundenen Risiken und Komplikationen. Ein angemessenes Sehvermögen wird durch diese Variante erst ca. 2 Jahre nach der Operation erreicht.
Ein moderneres und komplikationsärmeres Vorgehen stellt heutzutage das UV-Riboflavin-Crosslinking der Hornhaut dar, zu dessen Entwicklung die Forschungsabteilung des IROC Augenzentrums immer noch maßgeblich beiträgt. In der Medizin versteht man unter Crosslinking eine Erhöhung von Querverbindungen zwischen den Fasern eines Gewebes. Dies ist vergleichbar mit einem Netz, das zusätzliche Verstrebungen erhält und dadurch mechanisch stabiler wird. Das Crosslinking der Hornhaut wird durch eine Kombination von UV-Bestrahlung und Riboflavin Augentropfen (Vitamin B2) erreicht. Primäres Ziel der Operation ist es, die Verwölbung der Hornhaut zu stabilisieren, die gegenwärtige Form also "einzufrieren".
In etwa 40% der behandelten Augen kommt es sogar zu einer geringen Zurückbildung des Konus (Regression). Sollte später aus irgendwelchen Gründen eine Hornhautverpflanzung notwendig werden, so kann diese jederzeit durchgeführt werden.
Weiterentwicklungen in den letzten 5 Jahren in der Technologie des Crosslinkings haben das Customized Crosslinking hervorgebracht, eine Technik bei der die Therapie auf das zu behandelnde Auge zugeschnitten ist. Diese Variante des Crosslinkings ist sicherer als die bisherigen Verfahren, da eine kleinere Wundfläche gesetzt wird und die Heilungsdauer wesentlich verkürzt ist. Kürzlich publizierte Studien zeigten, dass neben der erhöhten Sicherheit auch eine deutlich verbesserte Wirksamkeit vorliegt. Als einzige Klinik in der Schweiz verwendet IROC dieses Verfahren routinemässig.
Hierzu existiert ein Infoblatt im PDF-Format in unserem Downloadbereich, welches Sie unter Broschüren-Download herunterladen können.