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Schneehoehen
Grenzschichtdynamik und Schneeschmelze
Was passiert an der Grenze zwischen Schneedecke und den darüber liegenden Luftschichten? Wie verändert sich die Energiebilanz einer ausapernden Schneedecke? Um solche Fragen zu beantworten, untersuchen wir mit hochauflösenden Turbulenzmessungen die Wechselwirkung zwischen der Schneedecke und der Atmosphäre.
Schneeflecken im Juni. Bild: Marcia Philips
Die Wechselwirkungen zwischen Schneedecke und Atmosphäre sind vielfältig und kompliziert.
Insbesondere während der Schneeschmelze, wenn nicht mehr der gesamte Boden mit Schnee bedeckt ist, setzen lokale Prozesse ein, die die Schmelze verstärken oder vermindern können.
Winterlicher Austausch zwischen Schneedecke und Atmosphäre
Frischer Schnee strahlt einen hohen Anteil (bis zu 95 %) der einfallenden kurzwelligen Energie wieder zurück in die Atmosphäre. Keine andere natürliche Oberfläche hat eine so hohe Albedo. Auch wenn der reflektierte Anteil mit dem Schneealter abnimmt, sind kalte Lufttemperaturen über Schnee trotzdem mit seiner hohen Albedo verknüpft. Gleichzeitig strahlt Schnee auch sehr wirkungsvoll langwellige Strahlung ab. In klaren Nächten führt das zu sehr tiefen Temperaturen der Schneeoberfläche, da es kaum Wolken in der Atmosphäre hat, die Energie zur Erde zurück reflektieren. [weiter]