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Die Welt in Ingoldau (1922)
Das Fräulein nickte mit vorsichtiger Liebenswürdigkeit, liess die eifrig zustimmenden Frauen stehen und rauschte zwischen rasch und schweigend beiseite tretenden Leuten hindurch feierlich nach Hause.»
Meinrad Inglin: Die Welt in Ingoldau (1922)
Der Skandal, den Inglins erster publizierter Roman 1922 in seiner Heimat Schwyz ausgelöst hat, weil sich die Bevölkerung in einem Schlüsselroman wiederzuerkennen glaubte, liegt weit zurück. Heute fasziniert das Buch durch seine eigentlichen Qualitäten: durch die Sprachkraft der epischen Schilderung und die feine psychologische Zeichnung der vorwiegend jugendlichen Protagonisten, die kurz nach der Jahrhundertwende in einer halbstädtischen Gemeinschaft heranwachsen.