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Die Klage des Friedens
›Die Klage des Friedens‹ wurde von Erasmus 1516/17 verfasst, anlässlich eines geplanten europäischen Fürstentreffens, das jedoch nie stattfand. Er lässt darin die Friedensgöttin Pax zu Wort kommen. In der ersten Person bringt sie ihre Klage vor und zeigt Mittel und Wege zur Wahrung von Freiheit und Frieden auf.
Die ganze geistige Entwicklung des Erasmus fiel in eine von ständigen Kriegen heimgesuchte Epoche. Die Interessen verschiedener Herrscherfamilien bestimmten die Politik und führten überall in Europa zu militärischen Konflikten. Als endlich eine vielversprechende junge Regentengeneration heranwuchs, die von humanistischen Ideen geprägt war, keimte in Erasmus die Hoffnung auf, jetzt sei die Stunde des Friedens gekommen.
In diesem Klima des Aufbruchs schrieb Erasmus die ›Klage des Friedens‹, eines der ersten Manifeste des Pazifismus. Darin stellt er die Frage: Wie kann sich die Vernunft gegen Extremismus und Gewalt behaupten? Eine Frage von ungebrochener Aktualität.
»Die Klage des Friedens begeistert auch noch nach 500 Jahren.«
»Die Klage des Friedens begeistert auch noch nach 500 Jahren.«