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Seit der Veröffentlichung der ISO-Norm 26000 im Jahr 2010 haben alle Organisationen einschliesslich der KMU Leitlinien zur Hand, die ihnen ein sozial verantwortliches Handeln erleichtern sollen.
Die Norm 26000 über die Social Responsibility wurde am 1. November 2010 von einer breiten Mehrheit der ISO-Mitglieder (93%) verabschiedet. Sie ist das Ergebnis einer fünfjährigen Abstimmungsphase zwischen vielen Partnern und Experten. Die Besonderheit dieser neuen Norm besteht darin, dass sie für sämtliche Unternehmen und alle Arten von Organisationen, d. h. für nichtstaatliche Organisationen wie zum Beispiel Vereine, Kirchen, Parteien und Behörden, gilt.
Ethik und Transparenz
Die Norm soll den Unternehmen und Organisationen dabei helfen, ihre Aktivitäten ethisch und transparent zu gestalten und so zu einem guten Zustand der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beizutragen. Sie enthält keine Vorschriften, sondern Leitlinien. Anders als die anderen ISO-Normen gibt es für ISO 26000 keine Möglichkeit der Zertifizierung.
Sieben Themen
Die ISO-Norm 26000 empfiehlt den Unternehmen, die sieben folgenden Themen zu berücksichtigen, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden:
- Corporate Governance;
- Menschenrechte;
- Arbeitsbedingungen und Arbeitsbeziehungen;
- Umwelt;
- Fairer Handel;
- Verbraucherfragen;
- Kommunale Interessen und lokale Entwicklung.
Zwei Prinzipien unternehmerischen Handelns
Sie beschreibt zudem zwei Grundprinzipien des verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns:
- Die Auswirkungen der Beschlüsse und Aktivitäten der Organisation werden mit Blick auf die Kernthemen von ISO 26000 (s.o.) analysiert.
- Die Anspruchsgruppen (Stakeholder) werden ausfindig gemacht und einbezogen.
Die ISO-Norm 26000 kann auf der Website der SNV bestellt werden.