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Den 17. August vor 16 Jahren wird Marcel Fischer nie vergessen. Es war der Tag, an dem der Bieler in Athen den grössten Erfolg seiner Karriere realisierte. Im Olympia-Final setzte er sich gegen den Chinesen Wang Lei souverän mit 15:9 durch und gewann als erster Schweizer Degenfechter überhaupt die Goldmedaille.
Den Halbfinal hatte Fischer ebenfalls mit 15:9 gewonnen. Und auch davor war kein Gefecht wirklich knapp. Für Fischer war die Genugtuung umso grösser, weil er 4 Jahre zuvor in Sydney eine Medaille als Vierter nur um einen Treffer verpasst hatte.
Einzige Schweizer Goldmedaille
Drei Tage nach seinem 26. Geburtstag passte in Athen tatsächlich alles zusammen. «Ich setzte mich selber massiv unter Druck», sagte Fischer im Rückblick. Er erinnere sich an fast alles, schliesslich war das «so ein wichtiger Tag»: die Spannung am Morgen, das Anschauen der Pisten, der Espresso dazwischen, das Beobachten des anderen Halbfinals.
Auch mental stimmte bei Fischer nach dem gewonnenen Halbfinal alles. «Ich war im Weltcup öfter Zweiter als Sieger. Aber diesmal war das Gefühl ein anderes. Ich wollte gewinnen und ich spürte, dass ich gewinnen werde. Es stimmte einfach alles an diesem Tag», beschrieb der heute 42-Jährige sein damaliges Gefühl.
4 Jahre später verpasste Fischer die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Er beendete in der Folge seine Karriere. Sein Olympia-Sieg ist bis heute der einzige eines Schweizer Degenfechters. Fischers Goldgewinn war 2004 zudem der einzige der ganzen Schweizer Delegation, die mit überschaubaren 5 Medaillen aus Griechenland abreiste (1x Gold, 1x Silber, 3x Bronze).