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Benjamin Zweifel, Jahrgang 1983, selbständiger Ofenbauer
Benjamin Zweifel stand schon sehr früh auf den eigenen Beinen. Nach gerade mal zwei Jahren Berufspraxis als Ofenbauer gründete der junge Mann seinen eigenen Betrieb. Er hatte die Gelegenheit, das Haus seines Vaters umfassend zu sanieren und danach im ehemaligen Stall die eigene Werkstatt einzurichten. "Die Werkzeuge und Maschinen konnte ich aus Ersparnissen und einem zinslosen Darlehen kaufen. Als Ofenbauer kann man auch mit kleinen Investitionen anfangen, das ist ein grosser Vorteil."
Um das Administrative im Griff zu haben, besuchte Benjamin Zweifel einen Kurs für Firmengründer. Die Höhere Fachprüfung konnte er nicht absolvieren, da er schon damals eine Familie ernähren musste. Der 28-Jährige ist sehr kommunikativ und geht offen auf andere Menschen zu. So kommt er auch zu Kundschaft. "Wenn ich in einem Dorf einen Auftrag ausführe, gehe ich manchmal an den Haustüren klingeln und empfehle mich selbst für weitere Aufträge." An seiner Selbständigkeit schätzt Benjamin Zweifel nicht nur den direkten Kundenkontakt, sondern auch, dass er seine Kreativität ausleben kann. "Als Angestellter habe ich die Arbeit vor allem ausgeführt, nicht aber selber geplant." Der junge Ofenbauer ist heute auf individuelle, "organisch" gestaltete Öfen spezialisiert, also Öfen mit ungewohnt geschwungenen, runden Formen. "Ich mag es, intuitiv zu arbeiten."