Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03320.jsonl.gz/1082

Der "Zahlvater" ist kein Vater
Nach der Scheidung: Was wird aus den Kindern? Kummer aus Schulaufsätzen
von Greta Hennemann
Jede dritte Mutter in der Bundesrepublik hat einen Beruf. Jede siebente arbeitet, fern von ihrer Wohnung, in einem Betrieb. 1,3 Millionen Kinder aus "vollständigen" Familien haben Mütter, die wie der Vater die Haustür hinter sich zumachen und zur Arbeit gehen. Manchmal haben Vater und Mutter die Schicht so gelegt, daß einer von beiden daheim ist, wenn der andere weggeht - den Kindern zuliebe, die allerdings dann Vater und Mutter höchst selten zusammen sehen. In drei Millionen Haushalten ist der Haushaltungsverstand und Ernährer eine Frau; der Mann fehlt. Millionen Kinder in der Bundesrepublik - und in der ganzen Welt - leben zwischen den Trümmern zerstörter menschlicher Beziehungen und damit seelischer Heimatlosigkeit. Waisenkinder, Kinder aus geschiedenen und getrennten Ehen, uneheliche Kinder. Überall dort, wo die Einheit eines Elternpaares auseinanderfällt oder wo sie niemals wirklich zustande kam, wird die Verbindung des Kindes zum Vater und zur Mutter - und damit zu den väterlichen und mütterlichen Elementen des Daseins - aus dem Gleichgewicht gebracht.
Dabei wirkt sich der Verlust des Vaters meist weniger stark aus als der der Mutter. Aber auch der fehlende Vater bringt die ganze Lebensordnung, in der ein Kind unbeschadet heranreifen soll, aus ihrem Gefüge. Das Wort Alexander Mitscherlichs, "wir befinden uns auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft, zur Entväterlichung einer überorganisierten Gesellschaft ", kann im weitesten Raum metaphysischer Verankerung wie im kleinen Raum einer Kinderstube interpretiert werden. Immer aber ist das Fehlen des Väterlichen im großen wie im kleinen, von tiefgreifender Konsequenz.
Der bekannte Münchner Pädagoge und Psychologe Dr. Otto Speck hat vierhundert Aufsätze von Kindern und Jugendlichen im Alter von sieben bis neunzehn Jahren gesammelt. Das Thema hieß: " Mein Vater ." Die Schreiber und Schreiberinnen sollten ihren Namen nicht nennen; was sie schrieben, fein säuberlich, auf liniiertem Schulpapier, blieb anonym und wurde auch nicht zensiert. So kamen ungehemmte, freimütige Darstellungen kindlicher Lebenssituationen zustande.
Beginnen wir mit dem, was ein fünfzehnjähriges Mädchen und zwei zehnjährige Buben geschrieben haben. Alle drei sind unehelich geboren. Ihre Mutter und auch die Umwelt dieser Mütter empfanden die Geburt der Kinder wohl nicht als freudiges Ereignis; für sie war es mehr "Pech".
Die Fünfzehnjährige:
"Als ich noch ein kleines Kind war, verließ uns der Vater. Da machte ich mir keine Gedanken. Als ich in die Schule ging, fragten mich viele nach meinem Vater, aber ich konnte ihnen keine Antwort geben. Von da an machte ich mir Gedanken. Ich fragte meine Mutter, aber sie gab mir nur ausweichende Antworten. Ich fragte sie auch nicht mehr danach. Die anderen Kinder erzählten immer von ihrem Vater. Nur ich konnte nichts erzählen. Das stimmte mich traurig. Ich dachte mir manchmal, wie schön es sein muß, einen Vater zu haben, den man sehr lieb hat. Als ich älter wurde, habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden. Manchmal sehne ich mich nach meinem Vater, aber dieser Wunsch wurde nie erfüllt."
Der erste zehnjährige Bub:
"Wenn ich an meinen Vater denke, bin ich immer traurig, daß er nicht meine Mutter geheiratet hat. Ich habe meinen Vater mit drei Jahren einmal gesehen. Ich hab' nur gesehen, daß er blonde Haare und blaue Augen hat. Ich habe meinen Vater trotzdem lieb, obwohl ich ihn überhaupt nicht kenne. Denn wenn er nicht wäre, wäre ich auch nicht da."
Der zweite zehnjährige Bub:
"Ich habe meinen echten Vater noch nie gesehen. Man erzählte mir zwar, daß er in der Nähe von Spanien geboren sei und deshalb ebenso ein Mischling ist wie ich. Ich träumte einmal, daß er mich im Waisenhaus besuchte. Auf dem Traumbild war er groß, schlank, und sehr hübsch. Ich möchte meinen Vater wirklich einmal sehen können, nicht nur im Traum."
Vom unbekannten Vater schildert zum Beispiel eine uneheliche Elfjährige familiäre Details, die sie in Wahrheit niemals erlebt hat:
"Ich möchte keinen Vater haben, der sich auf die faule Haut legt, oder gar von der Familie fortgeht. Das Geld, das er verdient, darf er nicht vertrinken. Seine Kinder muß er lieben. In der Früh, wenn er aufsteht und ins Geschäft geht, verabschiedet er sich von uns. Wenn wir von der Schule kommen, soll er sich noch ein bißchen mit uns unterhalten und die Hausaufgaben nachrechnen, ob sie stimmen. Verziehen darf er mich nicht. Ja, was nötig ist, soll er mir kaufen, aber nicht zuviel. Am Abend essen wir. Vor und nach dem Essen müssen wir beten und die Hände waschen. Am Sonntag sollen wir einen Ausflug machen oder ins Museum gehen. So einen Vater möchte ich gern."
Was dieses Kind in Wirklichkeit über den Vater gehört hat, war sicher ganz anders als dieses Wunschbild. Geborgenheit, Vertrauenkönnen, ein Vorbild - das fehlt ihm sehr empfindlich. Wenn die Mutter einmal sagt: "Du bist ganz der Vater", so hat das Kind längst begriffen, daß dies etwas Negatives bedeutet. Und trotzdem weiß es genau, wie sein Vater sein sollte. Die Kleine ist eines der vielen illegitimen, das heißt: gesetzlich nicht anerkannten Kindern , von denen allein in Westdeutschland 60 000 im Jahr geboren werden. Mit dem Vater, dem "Kindsvater" oder "Zahlvater", wie es im Behördendeutsch oft heißt, ist ein uneheliches Kind zwar bluts-, aber nicht rechtsverwandt. Die unverheiratete Mutter hat das Recht und die Pflicht, für das Kind zu sorgen, aber sie hat keine elterliche Gewalt. Die gesetzliche Vertretung des Kindes liegt beim Vormund. In der Regel ist dies der Amtsvormund, der natürlich für seine Hunderte von Mündel niemals viel mehr als ein fremder Mann hinter einem Amtsschreibtisch sein kann ...
Seit Jahrtausenden sind die unverheiratete Mutter und ihre unehelichen Kinder der verheirateten Mutter und deren ehelich geborenen Kindern nicht gleichgestellt. Im Mittelalter zum Beispiel galt der Begriff des filius nullius , des Niemandskindes. Es war rechtlos wie Spielleute und Zigeuner, durfte kein Handwerk erlernen, durfte weder Richter noch Schöffe, weder Eidhelfer noch Zeuge sein. Ein Leben lang hatte es an der unehelichen Geburt zu tragen. Und auch heute werden Vorurteile gegen die unverheiratete Mutter auf das völlig unschuldige Kind übertragen.
So wie die Beziehungen des Kindes zu Vater und zu Mutter im praktischen Leben in tausend Facetten schillern und keine Situation der anderen gleicht, so verschiedenartig ist auch die Situation der Kinder ohne Väter. Wie viele alleinstehende Frauen erziehen ihre Kinder zu prächtigen Menschen, trotz ungenügender Hilfe - und ohne Mann. Es kommt, wie immer und überall, auf die menschliche Haltung an.
Auf diese menschliche Haltung kommt es dann besonders an, wenn zwei Ehepartner sich zur Scheidung entschließen. Allein in der Bundesrepublik werden im Jahr rund 50 000 Ehen geschieden. 50 000mal: Paragraphen, Aktenstücke, Vorladungen, Termine. Eine Flut von gegenseitigen Anklagen. Und das Kind? Sein Recht?. Das Eherecht und die Praxis geben dem Scheidungsrichter kaum Möglichkeiten, die Interessen der Kinder wirklich zu berücksichtigen. Die Kinder sind Objekt, manchmal sogar nur Druckmittel auf den Prozeßgegner. Über sie wird verfügt. Sie selbst können nicht entscheiden, sondern sind der Vernunft oder Unvernunft ihrer Eltern an- heimgegeben.
Felix Dahn , der mit sechzehn Jahren die Scheidung seiner Eltern erlebt hatte, schrieb in seinen Erinnerungen: "Gesundheit der Seele, Frohmut, ja, das ganze Jugendleben hab' ich darüber eingebüßt. Das Elternhaus, das Heim der Kindheit, lag hinter mir, wie vom Blitz getroffen. Ich stand innerlich ganz allein in der Welt. Den Glauben an die Kirchenlehre hatte ich verloren. Ebenso den Glauben an mich selbst." Es war dann die Sehnsucht nach Heim und Familie, die ihn veranlaßten, viel zu früh und zu rasch zu heiraten. Diese erste Ehe wurde unglücklich und ebenfalls geschieden.
Dr. Carl Haffter , der leitende Arzt der Psychiatrischen Universitätsklinik in Basel, untersuchte typische Fehlentwicklungen bei Scheidungswaisen. Er stellte neurotische Störungen, Schulschwierigkeiten, später Unsicherheit und Mißerfolg in der Partnerwahl bei einer großen Anzahl von ihnen fest. Nur bei einem Fünftel der Fälle, die er untersuchte, zeigte sich, daß durch Scheidung eine positive Wendung in der Entwicklung der Kinder zustande kam. Sie ist darauf zurückzuführen, daß die Kinder durch die Scheidung aus den ständigen Spannungen zwischen den Eltern herauskamen.
Und hier wieder einer jener Schulaufsätze über den Vater. Ein siebzehnjähriger Berufsschüler, dessen Eltern sich scheiden ließen, schreibt:
"Mein Vater ist ein großer, stattlicher Mann von 46 Jahren, den ich vor zwei Jahren das letzte Mal gesehen habe. Er lebt jetzt irgendwo in München und ist ein zweites Mal verheiratet. Aber mein Vater muß mich gern haben. Denn von Zeit zu Zeit schickt er mir einen kurzen Gruß in einem verschlossenen Kuvert ohne Absender - weil es die anderen Angehörigen nicht wissen dürfen. Solche Grüße erhalten meine Geschwister nicht. Ein Rätsel ist mir nur, warum hat uns Vater verlassen? Mutter sagt es mir nicht. Sie schimpft nur über ihn und verbietet mir den Verkehr mit Vater. Aber warum war er wirklich an allem schuld? Ich weiß es nicht. Eines weiß ich, ich hab' Sehnsucht nach ihm, nach einem Menschen, den ich nur wenig kenne, aber mehr kennen möchte."
Vielleicht trägt dieser Siebzehnjährige Blue jeans , liebt Jazz und wird bei Gelegenheit "Halbstarker" genannt. Aber so, wie er hier schreibt - so ist er innerlich: ein junger, unsicherer, alleingelassener Mensch, der gerade jetzt, an der Schwelle zum Erwachsensein und zur Verantwortung nichts so sehr brauchte wie den Vater, den väterlichen Kameraden, den erfahrenen Mann, das Vorbild. Auch zu ihm sagt wohl die Mutter: " Daß du nur ja nicht wirst wie der Vater !" Und der Vater selber schweigt, ist unsichtbar, als lebte er auf einem fremden Stern - und lebt doch in der gleichen Stadt wie der Sohn, der ihn braucht.
Siebzig von je hundert Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sind Scheidungskinder oder Kinder getrennt lebender Eltern.
Ganz anders als das häufig negativ gezeichnete Vaterbild unehelicher Kinder oder von Kindern aus geschiedenen Ehen ist meist das Vaterbild der Waisenkinder . Sie tragen den Namen des Vaters; nichts verwehrt ihnen, auf den Vater stolz zu sein. So zu werden wie Vater, das ist für die meisten von ihnen erstrebenswert. Aus Aufsätzen von Kindern und Jugendlichen, deren Väter starben, spricht Achtung vor dem Vater und das Streben, vor seinem Bild zu bestehen, aber auch die Überzeugung, daß alles anders, alles besser wäre, wenn der Vater noch lebte.
Ein Siebzehnjähriger schreibt:
"Mein Vater war streng, aber doch freundlich, lieb und nett. Als wir Kinder klein waren, spielte er mit uns, was uns natürlich gefiel. Stundenlange Wanderungen in die Gegend und mit der Familie waren seine Leidenschaft. Wie stolz wäre ich, wenn mein Vater bei uns wäre. Jetzt, im Alter von 60 Jahren, graumelierte Haare, die Zigarre im Mund. Er würde bestimmt mit mir über dies und jenes diskutieren und mich beraten. Er würde meiner Mutter viel abnehmen und das Los mit uns vier Kindern teilen. Mein Vater wäre bestimmt das sogenannte "beste Stück' der Familie."
Nach dem Tod eines Mannes, der ein solcher Vater war oder hätte werden können, ist es nicht selten, daß die Witwe sein Persönlichkeitsbild für die Kinder so lebendig macht, daß er auch nach dem Tode noch teilhat an der Erziehung - als Autorität, als Maßstab für Gewissen und rechtes Handeln. "Vater hätte das so getan", so sagt sie. "Vater wäre dieser Meinung gewesen" - und damit bezieht sie den Verstorbenen aktiv mit ein in den Lebenskreis der Familie. Manche Mutter aber übertreibt und richtet das Bild des Vaters vor den Kindern als Idealgestalt, als einen Übermenschen auf. Da schreibt zum Beispiel ein siebzehn Jahre alter Junge:
"Was ich über meinen verstorbenen Vater höre, ist so gut und überschwenglich, daß ich Angst davor habe, wie ich einmal sein werde. Denn es ist doch jedes Jungen Ziel, einmal so zu werden, wie sein Vater ist oder war. Nun aber liegt eine so ungeheure Aufgabe vor mir - weiß ich, ob ich sie jemals bewältigen werde?"
Auch von den rund dreieinhalb Millionen Witwen in der Bundesrepublik ist der größte Teil berufstätig, ebenso wie die meisten alleinstehenden, geschiedenen, vom Mann getrennt lebenden und unehelichen Mütter. Überall da, wo nicht Großmütter, Tanten, Pflegeeltern oder Heime ihnen Pflege und Erziehung der Kinder ganz oder teilweise abnehmen, haben sie neben dem Beruf den Haushalt und die Kindererziehung zu bewältigen. Und dies geht sehr oft über ihre Kraft und damit auf Kosten der Gesundheit. Aber auch auf Kosten der Zeit, die ihnen für die Kinder bleibt. Und als Ergebnis von beidem sind sowohl die Mütter als auch die Kinder überfordert. Ich zitiere auch hierzu wieder aus Schulaufsätzen, die Doktor Speck gesammelt hat. Diesmal lautet das Thema: " Wenn meine Mutter zur Arbeit geht ."
Ein Junge schreibt:
"Ich muß um 7 Uhr früh schon aufstehen und in den Hort gehen. Mir gefällt es da überhaupt nicht. Man muß immer folgen. Bis um 6 Uhr muß ich im Hort bleiben, und meine Mutti sehe ich sehr wenig. Mittagessen bekomme ich auch im Hort, und Schularbeiten mache ich da auch."
Ein Mädchen:
"Es ist oft erst viertel nach 7 Uhr, wenn ich Kaffee trinke. Meine Mutter sagt dann auf Wiedersehen und geht. Wenn ich von der Schule heimkomme, muß ich mir erst das Essen kochen ..."
Noch ein Junge:
"Wenn ich aus der Schule heimkomme, ist nicht meine Mutti da, sondern die Minki, oder Muschi genannt, unser Kater, der mir immer miauend entgegenkommt. Wenn ich heimkomme, heize ich gleich ein, und wenn meine Mutti kommt, freut sie sich ..."
Mutter sollte da sein, am Morgen, am Mittag, beim Essenkochen, nach der Schule - immer , das spricht aus all diesen Zeilen. Und auch die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Wärme, denn so ein Kater Muschi, als Kamerad eines achtjährigen Jungen, kann ja niemals die Wärme ersetzen, die ein Kind braucht. Aber es zeigt sich hier auch die frühe Selbständigkeit vaterloser Kinder, die Ritterlichkeit der Jungen gegen die Mutter, für die alles gerichtet wird, damit sie sich beim Heimkommen freut. Eine solche vaterlose Familie steht und fällt mit der Mutter - mit dem Grad ihrer Opferbereitschaft, Tüchtigkeit, Lebensklugheit.
Auch die aufopferungsfähigste Mutter kann nicht Mutter und Vater zugleich sein. Aber nicht nur dort fehlt das Element des Männlichen, des Väterlichen in der Erziehung, wo der Vater durch Tod oder Scheidung die Familie verlassen hat. Der unsichtbar gewordene, der der Familie entfremdete Vater, der keine Zeit hat, für die Kinder dazusein und höchstens als Paps, Papi, Daddy daheim kurze, unverbindliche Gastspiele gibt - auch er hat im Grund Kinder ohne Vater. Das Leid tragen wieder die Kinder. Da schreibt zum Beispiel ein Neunzehnjähriger:
"Mein Vater hat einen Beruf, der ihm sehr wenig Zeit für uns läßt. Abends kommt er abgespannt nach Hause und möchte von niemandem belästigt werden. Am Sonntag muß er sich mit Geschäftsbesuchern abgeben."
Und ein Dreizehnjähriger:
"Mein Vater ist, wenn man so sagen will, ein unruhiger Geist. Keine fünf Minuten kann er gemütlich sitzen bleiben, nicht einmal beim Essen. Kommt er von der Arbeit nach Hause, so ist er gleich wieder verschwunden. Manchmal kommt er auch nach der Arbeit nicht sofort heim. Wo bleibt er nur immer? So wie meine Mutter, so haben auch mein Bruder und ich Augen und Ohren und Verstand und wissen schon, wie der Wind pfeift. Mutti ist Schneiderin und macht uns immer fein. Unsere liebe gute Mutti kann tun, was sie will, Vater sieht nur immer bei anderen Frauen, daß sie nett ausschauen. Sonntag morgens müßte die Familie gemütlich zusammen Kaffee trinken. Aber dazu kommt es nie. Spazierengehen könnte er auch mal mit uns. Eigentlich ist er doch Vater ..."
Ja, eigentlich ist er der Mensch, dem die Gnade und die Verantwortung gegeben wurden, ein Vater zu sein - und der es nicht begreift.
Dies ist ein Artikel aus der deutschen Wochenzeitung 'Die Zeit' aus dem Jahr 1964 (vor 44 Jahren). Was (ausser den Scheidungszahlen) hat sich seither verändert?