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Schule im Dörfli
Innenraum (Korridor)
Schule im Dörfli
Innenraum (Lichthof)
Schule im Dörfli
Adresse
6353 Weggis
LU
Architektur
Der Neubau des Schulhauses und der Mehrfachturnhalle «Dörfli» in Weggis stammt aus der Feder des seit fast 100 Jahren in Luzern etablierten Architekturbüros Schärli. Typologisch besticht der Bau durch die Integration der Turnhalle und den Atriumcharakter des Obergeschosses. Gestalterisch setzt der grossvolumige Kubus einen starken Akzent im ländlichen Kontext.
Chronologie
Im Jahr 2007 wurde ein Wettbewerb zum Neubau des Oberstufenschulhauses mit Mehrfachturnhalle in der Luzerner Seegemeinde Weggis ausgeschrieben. Stefan Schärli konnte mit seinem Projekt «Schule im Dörfli» den Wettbewerb für sich entscheiden. Der Baukomplex wurde 2010 eingeweiht.
Lage
Das Schulhaus und die Mehrfachturnhalle Dörfli sind im gleichnamigen Quartier im Norden von Weggis situiert. Der 65 Meter lange, solitäre Baukörper befindet sich in Hanglage und ist in eine Wiese eingebettet. Diese grenzt im Nordwesten an die Umfahrungsstrasse. Die Luzernerstrasse ist durch eine Häuserreihe im Westen abgetrennt. Für die Erschliessung des Schulareals wurde eine Stichstrasse erstellt.
Beschreibung
Das Schulhaus und die Mehrfachturnhalle sind in einem flach gedeckten Kubus zusammengefasst. Der langgestreckte Baukörper ist talseitig drei-, bergseitig zweigeschossig ausgebildet. Eine Rampe entlang der Südwestfassade, der Schauseite, vermittelt zwischen den unterschiedlichen Niveaus. Die Südwestfassade besitzt zwei tiefe Einschnitte: den überdeckten Eingangsbereich im Westen und einen Pausenbereich im Süden. Die Einschnitte lösen den hellgrau verputzten Baukörper auf. Die Erschliessungszonen zeichnen sich mit grossen, vorgesetzten Fensteröffnungen am Aussenbau ab. Die Schulzimmer sind mit Bandfenstern versehen. Im Obergeschoss ist das Fensterband unterteilt. Die Rückseite ist von der grossen, vorgesetzten Fensterfront der eingetieften Turnhalle geprägt.
Aufgrund der Integration der Mehrfachturnhalle ist der Baukörper sehr tief dimensioniert. Der Tiefe wird im Obergeschoss mit drei Innenhöfen begegnet, die einerseits Licht in die Korridore bringen, andererseits auch hier Aussenraumqualitäten anbieten. Der reduzierten Formensprache des Kubus folgen auch die Innenräume, deren Sichtbetonwände mit gelben Fussböden und zitronengelben Dämmdeckenplatten kontrastieren.
Literatur