Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/125582

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, mit einem Bericht aufzuzeigen, wie in Ärztenetzwerken, Managed-Care-Modellen, Einzelpraxen und Institutionen die ethischen Grundsätze des hippokratischen Eides gewährleistet und wie die Qualitätssicherung in der Grundversorgung des Gesundheitswesens gesichert werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Postulat wirft die Frage auf, inwiefern sich die Budgetmitverantwortung der Leistungserbringer auf die Qualität der Behandlung auswirkt.</p><p>Diese Art von Vereinbarung wird oft in Verträgen für die integrierte Versorgung vorgesehen, um bei den Leistungserbringern den Anreiz zu schaffen, die optimale Behandlung zu bestmöglichen Kosten zu erbringen, zum Beispiel, indem doppelt durchgeführte Untersuchungen vermieden werden. Es ist nicht bestritten, dass die integrierte Versorgung zu einer deutlichen Verbesserung der für die Patientinnen und Patienten erbrachten Leistungen führt. Der Zwischenbericht über den vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern durchgeführten systematischen Review über chronische Krankheiten in der integrierten Versorgung wurde am 15. Mai 2012 publiziert. Ausgehend von den ersten Ergebnissen gelangt er zum Schluss, dass sich die integrierte Versorgung positiv auf die Qualität der Behandlung von chronischen Krankheiten auswirkt.</p><p>Ein Bericht, der die Qualität der erbrachten Leistungen detailliert darstellt und insbesondere den finanziellen Faktoren Rechnung trägt, würde die Vertiefung der Kenntnisse in diesem Bereich ermöglichen. Er könnte nützliche Informationen für die Überlegungen rund um unser Gesundheitssystem und die integrierte Versorgung liefern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.