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«Was wäre, wenn...»
Es war ein turbulentes Jahr mit grossen Verlusten an den Finanzmärkten. Niemand weiss, wie es nun weitergeht - werden sich die Märkte erholen, oder erwartet uns der nächste Schock? Umso wichtiger ist die ordentliche Überprüfung der Anlageplanung zum Jahresende. Szenarien helfen dabei, sicherzustellen, dass die eigenen Ziele erreicht werden, egal, was passiert.
Es tut sich was in der Welt. Die Rede ist von Inflation, dem Krieg in der Ukraine, vom Handelsstreit zwischen Amerika und China, von zu hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und vielem mehr. Klar ist, dass niemand weiss, wie sich das alles im nächsten Jahr auf die Welt auswirkt. Wer über einen ordentlichen Anlageplan mit konkreten Zielen, einem Finanzplan und Messgrössen verfügt, kann aber zumindest Szenarien denken. ‘Was wäre, wenn...’. So lässt sich sicherstellen, dass die finanziellen Ziele möglichst getroffen werden – ganz egal, was passiert.
Vier Szenarien im Fokus
- «Nachhaltiges Wachstum»: Was wäre, wenn eine Entspannung zwischen den USA und China die Weltwirtschaft rasch auf einen soliden Wachstumspfad zurückführt? Dank der Zinsmassnahmen der Notenbanken sinkt die Inflation bereits ab Ende 2023. Auch die Energiepreise normalisieren sich, da teure Energiequellen umgangen werden und der Ukraine-Krieg rasch beendet wird.
- «Finanzmarkterwartung»: Was wäre, wenn das von den Finanzmärkten als sehr wahrscheinlich eingepreiste Szenario eintritt? Eine relativ kurze und milde Rezession in Europa und Asien, respektive etwas tieferes Wachstum in den USA werden abgelöst durch eine Phase mit stetigem Wachstum auf eher bescheidenem Niveau. Die Inflation kommt unter Kontrolle und die Zinsen beginnen zu sinken, respektive steigen nicht weiter an.
- «Inflation»: Was wäre, wenn die Inflation und damit auch die Zinsen weltweit über längere Zeit hoch bleiben? Die Weltwirtschaft wächst lange unterdurchschnittlich, weil die Inflationsbekämpfung für die Notenbanken die höchste Priorität hat. Allerdings wird auch die Überschuldung durch die negative Realverzinsung stark reduziert.
- «Grosse Krise»: Was wäre, wenn eine lange und tiefe Rezession die Welt wirtschaftlich, sozial und politisch während mindestens eines Jahrzehnts in Bedrängnis bringt? Die Zinssenkungen der Notenbanken nach erfolgreicher Bekämpfung der Inflation führen erst nach mehr als 10 Jahren zu einer sachten Wirtschaftserholung.
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