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In einer Zeit, da das Zunftwesen auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung stand, erfolgte in Zug am 29. September 1585 die Gründung der Zunft der Tischmacher. Neben den Schreinern stellten die Drechsler den zweiten Berufsstand der alten Zunft. Die erste Erwähnung der Drechsler stammt aus dem Jahr 1650, die Eingliederung in die Schreinerzunft erfolgte aber später; das genaue Datum kann trotz einiger Protokolle nicht definitiv festgelegt werden. Gewissheit besteht dagegen, dass 1771 die Drechsler in der Schreinerzunft integriert waren.
Erst am 18. Februar 1811 wurde erstmals in der Person von Johannes Brandenberg ein Küfer in die Zunft aufgenommen. Sie nannte sich fortan «Schreiner, Drechsler und ältere Küferzunft».
Die «Schreinerzunft» pflegt und organisiert seit bald 300 Jahren den Stadtzuger Brauch der «Greth Schell». Am Nachmittag des Güdelmontag bewegt sich die Greth Schell, begleitet von ihren Kumpanen, den Lölis, in der Zuger Altstadt. Sie ist umringt von einer grossen Schar Kinder und vielen Erwachsenen, die dem Spektakel beiwohnen. Die Kinder rufen laut “Greth Schälle Bei” und werden von den acht Maskierten aufgefordert, noch kräftiger zu schreien, worauf sie mit Orangen, Mutschli, Gebäck, Würstchen und verschiedenen Süssigkeiten belohnt werden.