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Die Verdauung eines Pferdes funktioniert etwas anders als derjenige von uns Widerkäuern. Während Schafe, Ziegen und Kühe das Futter fressen und beim Wiederkäuen weiterverkleinern, bevor es dann in den vier Mägen und dem Darm weiterverdaut wird, haben Pferde nur einen Magen. Und entsprechend sind Pferde keine Wiederkäuer: Sie fressen, wenn sie können, bis zu 16 Stunden am Tag, aber im Gegensatz zu den Kühen nur jeweils kleine Mengen. Das ist das genaue Gegenteil zu den Kühen. Die fressen nur wenige Stunden am Tag, in dieser Zeit aber riesige Mengen, die sie dann in weit über 10 Stunden pro Tag wiederkäuen.
Dass Pferde nicht zu schnell fressen, ist sehr wichtig, denn falls sie das tun, überfordern sie ihre Verdauung und neigen zu Koliken und Magengeschwüren. Ausserdem ist der Pferdemagen nicht für grosse Futtermengen ausgelegt, denn die Verdauung findet bei den Pferden nicht primär im Magen sondern im Blinddarm und im Grimmdarm statt. Dazu musst du wissen, dass sowohl Wiederkäuer als auch Pferde Heu und Gras nicht direkt verdauen können. Stattdessen wird das Futter vergoren, aufgeschlossen und von Mikroorganismen im Magen in tierisches Eiweiss umgewandelt. Bei Wiederkäuern passiert das in den Vormägen und im Pansen. Pferde haben aber nur einen Magen, sie sind deshalb „Enddarmfermentierer“, das heisst der ganze Prozess findet bei ihnen im Darm statt.