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Amöben, Giardien, Bandwürmer, Fadenwürmer, Peitschenwürmer, Spulwürmer, Madenwürmer, Hakenwürmer und andere zählen zu den Darmparasiten. Fast jeder Zweite ist heute bereits davon betroffen. Die Tatsache, dass der Befall auch ohne erkennbare Symptome verlaufen kann, macht die Parasiten und deren Larven besonders gefährlich.
Ist das Immunsystem intakt, kann es das Einnisten der Parasiten verhindern, indem es spezifische Antikörper bildet.
Einige Parasiten haben jedoch Überlebensstrategien entwickelt, die es dem Immunsystem unmöglich machen, gegen sie vorzugehen.
Manche Parasiten verändern immer wieder ihre Oberflächenstruktur, indem sie sich häuten. Auf diese Weise kann der Parasit von einschlägigen Antikörpern nicht mehr als Eindringling erkannt werden und entgeht den Abwehrmechanismen des Wirts.
Andere Parasiten geben bestimmte Stoffe ab, die das Immunsystem dazu anregen, vermehrt regulatorische Zellen zu produzieren. Dieser Zelltypus unterdrückt die gesunde Immunreaktion des Körpers, so dass sich der Parasit nun ungestört entwickeln, heranwachsen und vermehren kann.
Sämtliche Parasiten profitieren aber auch von einem ungesunden Darmmilieu.
Je schlechter die Darmsituation eines Menschen (oder eines Haustieres) ist, umso besser können sich die Schmarotzer in den zahlreichen Nischen der Darmwand oder in bereits bestehenden Divertikeln (sackförmigen Ausstülpungen) einnisten und sich dort mühelos vermehren.