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Freiburg Die erste Anwendung des vorliegenden Forschungsresultats ist die Möglichkeit, eine schnelle und zuverlässige Brustkrebsdiagnose mittels einer einfachen Blutentnahme zu stellen. Werden im Blut weisse Blutkörperchen nachgewiesen, welche die Mission zur Bildung neuer Blutgefässe in sich tragen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sich im Organismus ein Tumor befindet.
Eine weitere mögliche Anwendung liege in der post-chirurgischen Krebstherapie, heisst es in einer Mitteilung der Universität Freiburg. Kommt es nach der chirurgischen Entfernung eines Tumors zu einem erneuten Wachstum, könnte das Entfernen der grösseren der weissen Blutkörperchen (Monozyten) die Bildung weiterer Metastasen stoppen. Der Tumor wird sozusagen auf Nulldiät gesetzt.
Gemäss Professor Curzio Rüegg war bisher bekannt, dass Monozyten «vor Ort» die Anweisung zur Bildung neuer Blutgefässe in der Nähe des Tumors erhielten. Neu ist es dem Forscherteam gelungen nachzuweisen, dass der Tumor einen bestimmten Faktor produziert, der in die Blutbahn gerät und die Monozyten dazu anregt, das Knochenmark zu verlassen und in der Umgebung des Tumors neue Blutkörperchen zu bilden.
Entzündungsreaktionen und die Gefässneubildung spielen eine entscheidende Rolle. «Wir können heute beweisen, dass zwischen den beiden Vorgängen ein Zusammenhang besteht», erklärt Curzio Rüegg.
Erfolg für drittes Studienjahr
Rüegg ist Professor am neuen, im Rahmen des dritten Studienjahres für Medizin gegründeten Lehrstuhls für Pathologie der Universität Freiburg. Der Forschungserfolg zeigt somit auch, dass das dritte Studienjahr in Medizin erste Früchte trägt.
Gemäss der Mitteilung konnten die Resultate aus den Labors in Zusammenarbeit mit Medizinern der CHUV in Lausanne an Brustkrebspatienten bestätigt werden.uh