Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03461.jsonl.gz/2524

David Dunn (Bruce Willis) verfolgt den von James McAvoy gespielten Kevin Crumb alias «die Horde». Denn in Kevin stecken 24 Persönlichkeiten. Eine davon ist das Biest. Dieses animalische Wesen kann Wände hochklettern, ist unglaublich stark und verzehrt Menschenfleisch.
Der unverwüstliche David Dunn will das Biest davon abhalten, noch mehr Menschen zu zerfetzen.
Im Verborgenen zieht Samuel L. Jackson in der Rolle von Elijah Prince die Fäden. Alle drei landen in der Psychiatrie. Die Diagnose: Grössenwahn.
Das zerbrechlichste Zitat
«Wie sollen wir Sie nennen, Sir?», fragt die Horde den teuflisch intelligenten Elijah während eines nächtlichen Ausfluges innerhalb der psychiatrischen Anstalt. «Vorname: Mister. Nachname: Glass», antwortet dieser.
Mit diesem Spitznamen zogen ihn schon seine Schulkameraden auf. Elijah leidet an der Glasknochen-Krankheit und ist somit im Prinzip das Gegenteil seiner Superhelden-Kollegen. Denn das Biest, das in Kevin schlummert, und David Dunn sind quasi unzerstörbar.
Der Schauspieler
24 Charaktere in einem Schauspieler vereinen. Das muss man erst mal können. James McAvoy verkörpert Figuren wie das Biest, den neunjährigen Hedwig, die ältere Dame Patricia und Dennis, der es mag, junge Frauen nackt für ihn tanzen zu sehen. Allen Persönlichkeiten gibt McAvoy eine einzigartige Note.
Weltweit bekannt wurde der 39-Jährige als Faun im ersten Narnia-Film (2005). Mit dem Kriegsdrama «Atonement» gelang ihm zwei Jahre später der schauspielerische Durchbruch. Für seine Performance in diesem Drama wurde James McAvoy für einen Golden Globe nominiert.
Fakten, die man wissen sollte
Mit «Glass» spinnt M. Night Shyamalan die Story von «Unbreakable» und «Split» weiter. Und das, obwohl er die beiden Vorgänger für konkurrenzierende Studios inszeniert hatte. Sein neustes Mystery-Drama ist ein Meilenstein: die allererste Koproduktion von Disney und Universal.
Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Spencer Treat Clark und Charlayne Woodard schlüpften für «Glass» 19 Jahre nach «Unbreakable» wieder in ihre alten Rollen.
Das Urteil
Superhelden, die an der Existenz ihrer übermenschlichen Fähigkeiten zweifeln. Hat man die ersten beiden Filme nicht gesehen, zittert man mit ihnen. Weil man dann nicht weiss, wo die Grenze zwischen Realität und Einbildung verläuft.
Mangelndes Vorwissen macht die Geschichte spannender, verkleinert aber gleichzeitig deren Tiefe. Da im Film viele Anspielungen stecken, die man nur versteht, wenn man «Unbreakable» und «Split» gesehen hat. So eigenständig wie seine Vorgänger ist «Glass» also nicht.
Wer hingegen «Unbreakable» und «Split» kennt, wird in «Glass» einige Déjà-vus erleben. Das könnte manchen ermüden. Auch wenn das Mystery-Drama grundsätzlich gut unterhält: mit einer fesselnden Handlung und ungebrochen faszinierenden Figuren.
Kinostart: 17.01.2019