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Kubatur
Kubatur
9'286 mᶟ
Baubeginn
September 2009
Fertigstellung
Mai 2011
ArchitektIn / Achitektenteam
Phalt Architekten AG, Zürich
Bauingenieur
Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich
Der Erweiterungsbau deckt den gesteigerten Raumbedarf der Gemeindeverwaltung ab und generiert einen repräsentativen Ort, der das Selbstverständnis von Regensdorf als Zentrum des Furttals und das einer modernen Gemeinde widerspiegelt. Das neue Gemeindehaus liegt im Zentrum von Regensdorf und reiht sich als markanter Einzelkörper in die volumetrische Abfolge der Bauten zwischen dem alten Dorfkern und dem Bahnhof ein. Zusammen mit dem Bestand bildet der Neubau ein organisatorisches und städtebauliches Ensemble, in dessen Mitte sich ein neuer Gemeindehausplatz aufspannt. Der Platz übernimmt die Funktion einer Visitenkarte im gesamten Stadtbild und bildet den Auftakt zu einer Abfolge von öffentlichen Aussenräumen mit dem alten Dorfkern als Abschluss.
Der Erweiterungsbau ist als Skelettbau in Ortbeton konzipiert. Der kubische Baukörper mit einer Länge von rund 37m und einer Breite von knapp 18m ist zusammen mit der angegliederten Tiefgarage monolitisch, ohne Dilatationsfugen betoniert. Bei den Geschossen über Terrain erfolgt die vertikale Lastabtragung hauptsächlich über die inneren Wände der Erschliessungskerne und über die Fassadenkonstruktion, die als lasiertes Ortbetongerüst das Gebäude auf der kalten Seite umschnürt. Dem unterschiedlichen Verformungsverhalten von äusserer und innerer Schale und der Wärmedämmung wird Rechnung getragen, indem die Geschossdecken mit verschieblichen Chromstahldornen bei der Fassadenschale aufgelagert werden. Die Erschliessungskerne gewährleisten neben der vertikalen Lastabtragung zusätzlich die Stabilität gegenüber horizontalen Einwirkungen wie Wind und Erdbebenkräften.
Die Fassadenoberflächen des Ortbetons weisen die Sichtbetonklasse 4.1.4 auf. Die Oberflächenbeschaffenheit der geschalten Betonflächen entspricht der SIA Norm 118/262, Anhang C. Zur Erreichung einer absolut glatten Oberfläche und des vorgegebenen Schalungsbildes wurden Schalungseinlagen in Form von möglichst grossen Platten mit Phenolharzbeschichtung verlangt, zudem wurde die Anzahl Bindlöcher auf ein Minimum reduziert. Der Sichtbeton ist mit einer mineralischen Lasur überzogen und im Bereich der Fensterbänke zusätzlich hydrophobiert.
Grundsätzlich wurde ein möglichst grosser Anteil an Recyclingbeton eingesetzt. Lediglich für vorfabrizierte Elemente sowie Sichtbetonelemente wurden keine Recyclingzuschläge toleriert. Das Gebäude ist mit dem Minergie-Standard 2009 zertifiziert und weist eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung auf. Boden und Decken werden unter Nutzung der eigendynamischen Selbstregeleffekte mittels Grundwasserwärmepumpe und Flächenheizung erwärmt oder gekühlt.