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Zunächst einmal möchte ich die beiden Verse hier zitieren:
1. Mose 1,28: „Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über … alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“
1. Mose 2,15: „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“
Im Schöpfungsbericht finden wir den Bund Gottes mit Adam. Dieser Bund gilt bis heute für die ganze Welt und die ganze Menschheit. Deshalb bestehen diese Grundsätze bis heute. Gott möchte, dass der Mensch über die Erde regiert – und das schließt die Tierwelt mit ein. Der Mensch hat eine Vorrangstellung unter den Geschöpfen, denn er ist „im Bild Gottes“ geschaffen (siehe 1. Mose 1,26-27), bekam von Gott den Odem des Lebens eingehaucht und wurde eine lebendige Seele (siehe 1. Mose 2,7). Der Herrschaftsauftrag soll er nicht tyrannisch ausführen, sondern er soll weise mit der Schöpfung umgehen. Und Gott bestimmte für den Menschen ausschließlich die monogame Ehe als Lebensgemeinschaft, aus der Kinder zur Welt kommen und so Familien entstehen, damit eine Vermehrung und Besiedelung der Erde stattfindet. Das alles finden wir in diesem Bund mit Adam.
Nach dem Sündenfall und dem ersten Kommen des Herrn Jesus, des Sohnes Gottes, als Erlöser und Retter, steht allerdings sein Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums übergeordnet und an erster Stelle; während dieser Auftrag im Neuen Testament wiederholt und ausdrücklich genannt wird, finden wir keine direkte Erwähnung oder Wiederholung des Auftrags an Adam. So ist es wichtig, dass wir den verschiedenen Aufträgen die richtigen Prioritäten geben.
Paulus beschreibt in Römer 8,19-23 die Folgen, die der Sündenfall für die gesamte Schöpfung gebracht hat, und dass in der Vergänglichkeit und Nichtigkeit der Schöpfung, in den Leiden der Tiere, ein sehnliches Harren und Seufzen liegt, das auf die Befreiung „von der Knechtschaft des Verderbens zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes“ wartet (Römer 8,21).