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Welche Überzeugungen viele leider davon abhalten, etwas gegen ihre Flugangst zu unternehmen. Hier ein Bericht, der auf www.123recht.net veröffentlicht wurde (Link am Schluss):
Der Betroffene berichtet, er hätte das Problem, an extremer Flugangst mit Panikattacken zu leiden und müsste demnächst dienstlich in die USA fliegen. Was er tun könne. Er denkt an alles Mögliche, nur nicht daran, einen Experten für Flugangst zu konsultieren.
Er schaffe einen Flug bis zu ca. 3 Stunden, da könne er auch so halbwegs seine Panikattacken unter Kontrolle halten. Bei so einer Panikattacke neige er dazu, sich selbst zu verletzen indem er seine Haut zerkratze bis es großflächig blute und er werde auch anderen gegenüber, die versuchen würden, ihn davon abzuhalten, extrem aggressiv. Er habe sich bei so einer Panikattacke absolut nicht unter Kontrolle.
Die Probleme der Selbstverletzung seien erst später durch eine Posttraumatische Belastungsstörung hinzugekommen. Selbstmordgedanken und Flashbacks in Bezug auf das traumatische Ereignis damals, seien dank Therapie verschwunden. Panikattacken und Selbstverletzungen jedoch geblieben.
Beruhigungsmittel brächten keine Besserung, selbst Dormicum (LMAA Mittel), was vor OPs gegeben wird, würden bei dieser extremen Flugangst nachweislich versagen.
Die eigentliche Angst betreffe die Folgen für seine Familie falls das Flugzeug abstürze, sowie die Erwartung des Gefühls des freien Falls während des Absturzes, nicht den Tod an sich.
Und nun etwas Wichtiges und sehr Hinderliches:
Er bezweifelt, dass ein Seminar ihm helfen könne, denn dieses könne ja nicht die Folgen eines solchen Ereignisses verhindern. Er bezweifle zudem stark, dass ein einfaches Flugangst-Seminar schaffen könne, was eine Psychiaterin in 3 Jahren Therapie nicht geschafft habe, nämlich zu verhindern dass er austickere und seine Panik unter Kontrolle zu bekommen.
Dazu sind einige grundsätzliche Bemerkungen angebracht:
Was die Psychiaterin geschafft hat, ist bemerkenswert. Man braucht vom gleichen Therapeuten aber nicht zu erwarten, dass er oder sie auf allen Spezialgebieten gleich gut beschlagen ist.
Auch Seminare bringen einiges zustande, obwohl die Erfolge hier sehr unterschiedlich sind, und der Aufwand manchmal erstaunlich hoch ist.
Wenn ein Trauma einen wesentlicher Bestandteil der Flugangst oder auch ähnlicher Ängste darstellt, und dieses Trauma wie im vorliegenden Fall erfolgreich bearbeitet werden konnte, dann würde es eigentlich nur noch einen kleinen Schritt bedeuten, mit wenigen, tiefgreifenden Maßnahmen das Verhaltensmuster zu verändern.
Grundängste (resultierend aus einem Trauma) können sich bei verschiedensten Gelegenheiten manifestieren. Oft manifestieren sich diese bei einer zufälligen Gelegenheit, zeigen sich und „erblühen“ regelrecht und wiederholen sich in der Folge bei verwandten Sachverhalten. Durch wenige strategische Schritte (Verhaltensanweisungen) kann das damit verbundene Verhalten, welches die Panik auslöst, geändert werden. (Nicht das Ereignis löst die Panik aus, sondern das eigene Verhaltensmuster). Das Trauma ist damit natürlich nicht aufgelöst, aber die Flugangst ist bleibend beseitigt.
Was es bedeutet, dass das Trauma noch besteht? Die Grundangst kann sich bei andern Gelegenheiten aufs Neue manifestieren. Es harrt noch seiner Auflösung, was aber unabhängig von der nun verschwundenen spezifischen Angst in Ruhe angegangen werden kann.
Unser obiges Beispiel für einen dienstlichen Flug in die USA: Der Flug könnte problemlos stattfinden, das Trauma ist hier schon behandelt. Selbst wenn es das nicht wäre, könnte das später noch geschehen. Dem Flug würde nichts im Wege stehen.
Viele Flugangst-Betroffene glauben nicht an die Möglichkeit der effizienten Behebung ihrer Flugangst. Und genau dies ist das Haupthindernis zu dessen Auflösung. Es ist verständlich, dass jemand, der unter Ängsten leidet, auch Angst davor hat, seine Ängste anzugehen, jemanden zu konsultieren, sich damit auseinander zu setzen. Diese Angst ist ein Hauptgrund weiterhin Flugangst oder ähnliche zu behalten, dabei wäre es so einfach, s. Link Flugangst. Auch Prüfungsängste sind mit Leichtigkeit zu beheben.
Und hier noch der Link zur Originalgeschichte über Panikattacken bei Flugangst.