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Freiheit für die Kühe
Die Klasse von Martin (14) befindet sich im Lager. Nachts schleichen sich Martin und einige seiner Kollegen aus dem Lagerhaus, obwohl es verboten ist. Zunächst sitzen sie am Waldrand und trinken Bier, dann hat Martins Freund Markus (14) plötzlich eine Idee: Er will die Kühe freilassen. 'Freiheit für die Kühe, jawohl!' stimmen die anderen zu und auch Martin pöbelt mit, obschon er die Idee nicht gut findet. Schliesslich macht er beim Streich mit, denn zum Umkehren ist es zu spät.
Daniela, die grosszügige Bücher-Ausleiherin
Daniela (13) ist bekannt dafür, dass sie ihren Kolleg/-innen gerne Bücher ausleiht. Bisher hat sie gute Erfahrungen damit gemacht. Ihre Grosszügigkeit wird geschätzt und sie hat die Bücher immer pünktlich zurückerhalten. Eines Tages bittet sie eine Schulkameradin, die von Danielas Sammlung erfahren hat, um einige Bücher. Doch Daniela zögert. Sie kennt diese Schülerin kaum und hat nicht so ein gutes Gefühl. Dennoch leiht sie ihr die Bücher aus. Es nicht zu tun, hätte bedeutet, dass Daniela nicht dem Bild entsprochen hätte, das die anderen von ihr und sie selber von sich hat.
Konsequentes Verhalten ist eine positive Eigenschaft. Sie kann aber problematisch werden, wenn sie von anderen ausgenutzt wird und wenn das Gefühl entsteht, von einem eingeschlagenen Weg darf nicht mehr abgerückt werden.
Nein sagen
Wer einen Schritt gemacht hat, muss nicht unbedingt der nächste Schritt machen: Wenn man auf den Weg merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, besteht die Lösung nicht darin, den nächsten Fehler einzuleiten. Alles, was wir tun, macht uns eine Erfahrung reicher und jede neue Erfahrung können wir nutzen, um unsere Entscheidungen zu revidieren und somit das Richtige zu tun.
Wenn eine Entscheidung falsch ist, empfindest Du ein Gefühl von Unwohlsein. Das Gefühl zeigt Dir, dass etwas nicht stimmt. Versuche, auf dieses Gefühl zu hören und den Mut zu haben, darauf zu reagieren. So wird es auch für andere Menschen schwieriger sein, dich für eigene Zwecke zu überreden.