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Zweite Strahllinie für SwissFEL
Ab 2018 werden Forscherinnen und Forschern aus der Schweiz und der ganzen Welt am SwissFEL zwei Experimentierstationen zur Verfügung stehen. Eine dritte befindet sich in Planung. Bevor es soweit ist, führt das PSI Pilotexperimente durch. Dies werden noch in diesem Jahr lanciert, wie das PSI mitteilte.
An den drei Experimentierstationen können die Forschenden ihre Versuche mit sogenanntem «harten» Röntgenlicht durchführen. Dieses Röntgenlicht hat eine extrem kurze Wellenlänge. Dieses sehr energiereiche Röntgenlicht eignet sich optimal dafür, zu verfolgen, wie und wohin sich Atome während eines ultraschnellen Prozesses bewegen. Wollen die Forschenden jedoch genauer verstehen, was mit Atomen oder Molekülen geschieht, während sie eine neue chemische Verbindung eingehen, oder wie sie auf Einflüsse von aussen wie elektromagnetische Felder oder Licht reagieren, benötigen sie «weiches» Röntgenlicht mit einer grösseren Wellenlänge. Damit lassen sich wegen seiner im Vergleich zum «harten» Röntgenlicht geringeren Energie jene Prozesse ins Visier nehmen, die sich in den äusseren Schalen der Atomhülle abspielen.
Zweite Strahllinie ab 2020
Bereits beim Bau des SwissFEL-Gebäudes wurde daher eine zweite Strahllinie mit eingeplant. Diese wird seit Anfang 2017 aufgebaut, während parallel dazu die erste Strahllinie mit «harter» Röntgenstrahlung auf ihre ersten Experimente vorbereitet wird. Diese zweite Strahllinie wird das langwelligere, «weiche» Röntgenlicht erzeugen und soll im Jahr 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Die Kosten für die zweite Strahllinie betragen rund CHF 44 Mio. und werden zum Grossteil vom Bund getragen. Der Kanton Aargau beteiligt sich mit CHF 4 Mio. aus seinem Swisslos-Fonds an der Finanzierung. Der SwissFEL mit der ersten Strahllinie kostet rund CHF 275 Mio. Hiervon steuert der Kanton Aargau CHF 30 Mio. bei.