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|Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, Seite 517 ff. (engl.)|

Aspiranten in der Welt bereit wären, die ihnen gebotene Gelegenheit
wahrzunehmen, Opfer zu bringen und entsprechende Anstrengungen zu machen, dann
könnten viele Spannungen und Schwierigkeiten abgewendet werden. Es ist noch viel
und mühevolle Vorarbeit zu leisten; der Boden muss gepflügt, und das
unerwünschte Unkraut muss ausgejätet werden.

Dazu sind etwa sieben Jahre notwendig. Während dieser Zeit sollte eine stille Erziehungsarbeit geleistet werden; die Kirchen und ähnliche Organisationen könnten eine wirkungsvolle Propaganda entfalten. Die Okkultisten müssten Kurse abhalten, in denen die Lehre so einfach dargestellt wird, dass sie auch von den Kleinen verstanden wird. Die Kirche sollte von den Kanzeln aus den Sinn und die Bedeutung ihrer Zeremonien und Lehren verkünden. In den nächsten sieben Jahren wird diese Saat keimen und wachsen, die Auswirkungen werden allmählich sichtbar werden. Wir haben jetzt noch eine Periode von 13 Jahren vor uns, denn der vierzehnjährige Zyklus begann im vorigen Jahr. Sollte das Werk im gewünschten Sinne fortschreiten, so könnte das bedeuten, dass der neue Advent des Erhabenen nicht mehr allzu fern ist.
Die Meister auf der inneren Seite und die an diesem Werk [518] beteiligten Jünger und Eingeweihten beobachten mit liebevoller Sorge alle diejenigen, die in diesem Lärm und Getümmel kämpfen und sich abmühen. Die Meister und Eingeweihten bilden gleichsam den Generalstab, der von einer sicheren Anhöhe aus den Kampfablauf verfolgt. In ihrer Unverwundbarkeit liegt der schliessliche Erfolg eurer Anstrengungen, denn sie haben die Lösung für viele Probleme, auch für den Fall, dass der Kampf ungünstig verläuft. Ich möchte euch dringend bitten, niemals folgenden Punkt zu vergessen, denn er ist von allergrösster Wichtigkeit:
In der Zerstörung der Form liegt das Geheimnis jeder Höherentwicklung. Das ist keine Binsenwahrheit, ihr könnt es tagtäglich erleben. Die Meister machen von einer Form (sei es eine Kirchenorganisation, eine Freimaurer-Bruderschaft oder eine esoterische Gruppe) so viel Gebrauch wie es möglich ist. Sie sind bestrebt, durch diese Form in der Weise zu wirken und Einfluss auszuüben, dass sie das Leben in dieser Form gerade nur so lange gefangen halten, bis der Zweck erreicht ist und die Menschheit (durch diese Form) die notwendige Belehrung erhalten hat. Dann folgt die Zeit, da die Form den bestimmungsgemässen Zweck nicht mehr erfüllen kann: Das Gebilde wird schwach und anfällig, es erstarrt und wird verwundbar, und so kann es leicht zerstört werden. Das ist der Lauf der Dinge; neue Formen verdrängen die alten. Ist es nicht immer so? Beobachtet doch das Leben und die Welt! Im frühgeschichtlichen Entwicklungsstadium der Menschheit blieben die Formen lange Zeit hindurch gleich, denn die Evolution ging nur langsam voran. In der heutigen Zeit rascher Aufwärtsentwicklung aber ist die Form nur von kurzer Dauer. Sie ist eine kurze Zeitspanne voller Leben und durchläuft ihren Zyklus; dann löst sie sich rasch auf, und es erscheint eine neue Form. Dieses Tempo wird noch zunehmen (nicht abnehmen), und zwar in dem Mass, in dem sich die Schwingungsfrequenz des Bewusstseins erhöht (oder: wie sich die innere Erkenntnis vom Leben der Menschheit höherentwickelt).
Diese Beschleunigung begann mit dem sehr bedeutsamen und ungewöhnlichen Zyklus im Jahre 1918, sie wird bis 1925 verstärkt werden und im Jahre 1934 in einem besonderen Sinne ihren Höhepunkt erreichen. Dann folgen drei Jahre äusserster Anstrengung, um die Wiederkunft Christi zu beschleunigen und die Menschheit für dieses grosse Ereignis vorzubereiten. Ihr, die ihr von diesen Zeitverhältnissen wisst und sie im Lichte eurer Intuition richtig interpretieren könnt, ihr müsst euch vereinigen, um gemeinsam einen grossen Dienst zu leisten. Ihr müsst der grossen Weissen Bruderschaft helfen, deren göttlicher Führer Christus ist, und deren Meister, Eingeweihte, Jünger und Aspiranten den wirksam tätigen und lebendigen Organismus auf der physischen Ebene bilden.
DAS HERVORTRETEN DER ASHRAMS
Januar 1942
Ich komme jetzt auf [519] ein erstaunliches Unternehmen zu sprechen, das die Hierarchie in dieser Zeitenrunde durchführen will: Das Erscheinen und Tätigwerden in der äusseren Welt. Zum erstenmal seit den Zeiten von Atlantis will sie wieder in die äussere Welt hervortreten. Damals, nach dem Kriege zwischen den «Herren mit leuchtendem Antlitz» und den «Herren mit dunklem Gesicht» (siehe Geheimlehre), hatte sich die Hierarchie auf die subjektive (innere) Seite des Lebens zurückgezogen und ihren Wohnsitz von der physischen auf die Mentalebene verlegt. Seit Millionen Jahren (infolge des Triumphes des Bösen in jenen fernen Zeiten) stand und steht die Hierarchie schweigend hinter dem Weltgeschehen und befasst sich mit folgenden Aufgaben und Arbeiten, die zur gegebenen Zeit in der äusseren Welt fortgesetzt werden:
1. Die Hierarchie steht wie eine Mauer zwischen der Menschheit und dem masslosen Bösen. Vergesst nicht, dass dieser Schutz nicht nur die Menschheit, sondern auch die drei niederen Naturreiche umfasst, für die das Menschenreich ihr Makrokosmos ist. Das aus kosmischen Quellen stammende masslose Böse (oder Übel) erfordert die Erfahrung und Weisheit der Hierarchie und auch das Fiat von Shamballa, damit verhütet wird, dass diese Flut des Bösen noch weiter steigt und zu einer Katastrophe führt.
2. Die Hierarchie arbeitet unaufhörlich darauf hin, den Bewusstseins-Aspekt in allen Formen zu wecken, zu erweitern und zu intelligenter Anwendung zu bringen.
3. Die Hierarchie lenkt das Weltgeschehen, soweit die Menschheit es erlaubt, denn der freie Wille und die freie Entscheidung der Menschheit müssen respektiert werden. Sie lenkt das Weltgeschehen so, dass sich das Bewusstsein entfalten und in angemessenen sozialen, politischen, religiösen und wirtschaftlichen Formen zum Ausdruck bringen kann. Die Hierarchie zeigt den Weg und die Richtung an, und sie bringt Licht in die Probleme; sie beeindruckt die Menschen, die mit ihr Kontakt haben, und durch diese Impressionen mit Ideen beeinflusst sie in entscheidender Weise den Lauf der Welt.
4. Die Hierarchie lenkt und bestimmt (mehr als man meint) die zyklischen kulturellen Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Zivilisationen. Diese Zivilisationen können dann eine gewisse Zeitlang als angemessene Formen dienen, in denen [520] sich die Seele der Menschheit weiterentwickeln kann. Das Format von Kulturen und Zivilisationen findet besondere Beachtung.
5. Die Hierarchie empfängt Energien und Kräfte aus Shamballa, und leitet sie weiter; diese Kräfte wirken nicht nur in der Hierarchie selbst, sondern auch auf die Menschheit und auf die Seele aller Dinge in allen Reichen ein.
6. Die Hierarchie empfängt das esoterische «Feuer Gottes», das zur gegebenen Zeit Zyklen, Ideologien, Organisationen und Zivilisationen beendet und zum Verschwinden bringt. Das geschieht deshalb, um dem Platz zu machen, was dem Zweck besser entspricht und was die Weiterentwicklung des Bewusstseins und des Lebens nicht hemmt oder einengt.
7. Die Hierarchie bereitet Menschen auf Einweihungen vor und zwar auf folgende Weise:
a. Sie nimmt sie in die Ashrams der Meister auf.
b. Sie bietet ihren Jüngern die Möglichkeit, im Verhältnis zum sichtbar werdenden Plan zu dienen.
c. Sie lässt durch ihre Jünger die der jeweiligen Epoche entsprechenden Schulungsmethoden einführen, die für eine Einweihung erforderlich sind. In jedem grossen Zyklus wird die uralte, aber grundsätzlich gleiche Lehre in einer neuen Form dargeboten. Der gegenwärtige Zyklus ist ein solcher, und meine jetzige Arbeit hängt zum Grossteil damit zusammen.
Alle diese Aktivitäten und Funktionen der Hierarchie sind vielen von euch theoretisch wohlbekannt, einigen sogar «aus erster Hand», und dieses Wissen ist gut und nützlich. Alle diese Tätigkeiten sind «hinter dem Schleier» ausgeführt worden und bilden natürlich nur einen sehr kleinen Teil des hierarchischen Gesamtwerkes. Vieles davon würde für euch völlig unfassbar sein. Wenn indes die Jünger dieser modernen Welt, und auch die Eingeweihten, die sich jetzt bietende Gelegenheit wahrnehmen, dann würde es nicht nur möglich sein, diese Tätigkeiten im vollen Licht des Tages fortzusetzen, sondern auch die Mitarbeit und verständnisvolle Zustimmung der Intelligenzkreise und ebenso die devote Bereitschaft (oder blinde Zustimmung) des Mannes auf der Strasse zu finden.
[521] Ich will nun versuchen, euch etwas von all dem mitzuteilen, nämlich von den neuen Aktivitäten, die den inkarnierten Jüngern bekanntgegeben werden, von den umfangreichen Vorbereitungen für die Externalisierung (das Erscheinen in der äusseren Welt), von dem, was ihr alle tun könntet, um den Weg für diese grosse Veränderung vorzubereiten, und auch von den sehr grossen Schwierigkeiten, die mit diesem Unternehmen verbunden sind.
Eines der Probleme, mit denen sich die Meister derzeit befassen, ist die Externalisierung ihrer Ashrams in der physischen Welt. Es ist die Vorbereitung für spätere Massnahmen. Wenn das durchführbar ist, kann der weitere Ausbau erfolgen. Eine Erweiterung der Ashrams ist erwünscht. Eben deshalb startete ich im Mai 1941 eine neue Aktion und erwählte mir so viele meiner Jünger, die in New York wohnen. Ich gab auch die Lehre über die Stadien der Jüngerschaft heraus (Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, 1. Band, 3. Abschnitt) und empfahl den Gruppenmitgliedern folgendes: sie sollten einen vollen Nachmittag lang jeden Monat zur Zeit des Vollmondes zusammenkommen und so im Zustand friedlicher Stille und Ruhe verweilen. Sie sollten den ganzen Nachmittag damit verbringen, in wechselseitigem Einvernehmen Gruppenprobleme zu besprechen, die ja für den Gruppendienst eine Rolle spielen; vor allem aber sollten sie (durch tiefe Meditation und vereintes Wissen) versuchen, der Hierarchie näher zu kommen. Das würde ihre Zusammenarbeit und ihr Bemühen, als Gruppe gemeinsam der Welt zu helfen, wesentlich fördern. Ich ersuchte sie, die zwischen einem Meister und seinen Jüngern bestehende Beziehung zu studieren.
Diese für die Externalisierung (für den Einsatz in der äusseren Welt) bestimmten Gruppen existieren bereits auf der Innenseite und werden jetzt für den Aussendienst bereitgestellt. Die Tatsache, dass eine solche Externalisierung überhaupt möglich ist, weist auf gewisse Fortschritte und Entwicklungen hin: die Fähigkeit der Menschheit, die Wirklichkeit zu erkennen, hat ständig zugenommen; der invokative Appell der Massen und die gezielte Anrufung der geistigen Menschen wird immer deutlicher vernehmbar; und die Wirkung des Weltkrieges (1914 - 1945) wird immer klarer erkannt. Alle diese Faktoren haben das materialistische Weltgefüge stark erschüttert und das menschliche Bewusstsein beträchtlich erweitert. [522] Ein euch unbekannter Meister machte kürzlich auf einer Versammlung der Hierarchie folgende Bemerkung: «Eines der Tore ist jetzt offen; diejenigen, die bereit und reif sind, können hereinkommen, aber wir können jetzt auch durch dieses Tor hinausgehen und zu den Menschen kommen, unmittelbar und in einem neuen Sinne. Möge Shamballa uns helfen.»
Die Hierarchie ist sich darüber im klaren, dass ihre Mitglieder auf eine harte Probe gestellt werden. Die Jünger sollten versuchen, sich die Grösse des Opfers vorzustellen, das mit diesem Hinaustreten der Hierarchie in die äussere Welt verbunden ist. Je höher die Rangstufe eines Eingeweihten, umso schwieriger ist für ihn die Umstellung und die Mission. So ist es z.B. für mich viel leichter, mit euch in Verbindung zu treten, als für einen Chohan wie Meister M. oder Meister K. H. Ich stehe euch näher, weil ich noch immer denselben physischen Körper benutze, den ich bei meiner fünften Einweihung vor fast neunzig Jahren hatte. Chohans haben eine noch höhere Einweihung erlangt und sind Brennpunkte mächtiger Ashrams; daher ist es für sie viel schwerer und anstrengender, sich umzustellen. Ihr invokativer Appell stieg eine Zeitlang zum Herrn der Welt in Shamballa empor. Dieser Appell wurde «der Ruf nach Angleichung» genannt, weil die Mitglieder der Hierarchie fühlen und wissen, dass dieses neuerliche Hervortreten in die äussere Welt nach so langer Zeit eine viel stärkere Manifestation des geistigen Willens erfordert, als sie selbst ermessen können. Sie wissen, dass sie die Hilfe von Shamballa und die Mitarbeit der Menschheit benötigen.
Ich möchte meine Mitteilungen über die Externalisierung der Hierarchie und ihrer Ashrams der besseren Übersicht wegen in folgende Themengruppen aufteilen:
Anpassung und Angleichung der Hierarchie:
im eigenen Bereich,
in bezug auf Sanat Kumaras Ratskammer (worüber nur wenig gesagt werden kann), und
in bezug auf die Menschheit.
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|Last updated Saturday, February 14, 1998 © 1998 Netnews Association. All rights reserved.|