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Die Bienen leiden unter der Varroamilbe, einem Parasiten, welcher Bienenvölker drastisch reduzieren kann. Sie ist einer der Hauptgründe für das andauernde Bienensterben. Meistens werden die Milben mit Chemikalien bekämpft, doch diese können sich auch auf die Bienen selbst negativ auswirken. Eine andere Lösung für das Problem liefert Torben Schiffer, welcher sich für sein Staatsexamen an der Universität Hamburg mit dem Thema beschäftigt hat und über das Beenature-Project eine chemiefreie Varroamilben-Bekämpfung propagiert.
Eine natürliche Art der Schädlingsbekämpfung bietet der Bücherskorpion. Dieses kleine Spinnentier gehört zu den Pseudoskorpionen und lebt unter anderem auch im Haus zwischen Büchern, wo es zum Beispiel Staubmilben frisst. Aber auch die Varroamilbe gehört in ihr Beuteschema. In Bienenstöcken sind sie – im Gegensatz zu früher – aber kaum noch zu finden. Das liegt einerseits daran, dass sie in modernen Bienenstöcken zu wenig Unterschlupf in Form von Ritzen und Spalten finden, und andererseits daran, dass die Chemikalien, welche die Varroamilben töten sollen auch die Bücherskorpione tötet. Vielerorts stehen sie deshalb bereits auf der roten Liste.
Die Varroamilben sind keine einfachen Beutetiere, da sie über harte Chitinschilde verfügen. Die Bücherskorpione besitzen aber zwei Arme mit Scheren am Ende, in welche auch ein Giftzahn integriert ist. Dadurch können sie die Beute packen und gleichzeitig ihr Gift injizieren. Anschliessend werden die Milben ausgesaugt. Für die Bienen sind die Pseudoskorpione übrigens harmlos, früher war es auch normal, dass diese zusammen mit den Bienen in den Bienenstöcken lebten. Eine Wiederansiedlung wäre also zu begrüssen, vielleicht könnten sie so auf natürliche Weise helfen, die Bienen zu retten.
Bild: Christian Fischer [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons