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Außerdem schrieb er
Novellen, Gedichte und kleinere
Dramen und gab verschiedene Sammelwerke, wie die »Bibliotheek
van buitenlandsche schrijvers«, zahlreiche Übersetzungen aus dem
Deutschen und
Englischen, eine »Musterlese aus der poetischen
Litteratur der
Deutschen« (2. Aufl. 1887),
eine zweibändige Geschichte der englischen Litteratur mit Proben: »The literary
reader« (2. Aufl. 1884),
und die »Letterkundige geschiedenis van Duitschland« (1879)
heraus. 1883 begründete er die dialektischeZeitschrift
»Onze Volkstaal«.
[* 18] Die
Bevölkerung
[* 19] wurde für Ende
Dezember 1889 auf 6,093,798Seelen berechnet. Im J. 1888 fanden
42,427 Eheschließungen (7,10pro Mille) statt, lebendig geboren wurden 1889: 176,726
Kinder (29,39pro Mille), und zwar hat
das in frühern
Jahren beträchtliche Überwiegen der männlichen
Geburten etwas nachgelassen, doch fallen noch immer 104,77
männliche auf 100 weibliche
Geburten. Die Zahl der unehelichen
Geburten hat sich 1888 gegen das Vorjahr
etwas vermindert, beträgt aber immer noch 8,74 Proz.
Todesfälle
kamen im J. 1889: 117,551 vor. Der
Zuwachs der
Bevölkerung betrug gegenüber dem Vorjahr 63,755
Köpfe (1,05 Proz.).
Doch unterlagen sie gleich im ersten Wahlgang mit 500 Stimmen, und dies Ergebnis war teilweise wohl darauf
zurückzuführen, daß die Liberalen, fast durchweg Wallonen, sich gegen die vlämischen Ansprüche auf Gleichberechtigung
stets so feindselig gezeigt hatten. In den wallonischen Bezirken eroberten die Liberalen zwei klerikale Sitze, so daß sie nun 44 Mitglieder
gegen 94 Klerikale in der Kammer zählten. Damit war aber die Aussicht geschwunden, der
klerikalen Herrschaft
vor dem Schlusse des Jahrhunderts ein Ende zu machen. Trotz des hohen Wahlzensus hatten übrigens in drei Wahlbezirken die
Sozialisten Kandidaten aufgestellt, die freilich nur sehr wenige Stimmen erhielten.
Schon Anfang Juli wurde eine außerordentliche Tagung der Kammern eröffnet und ihnen 9. Juli eine überraschende Mitteilung gemacht.
Der MinisterpräsidentBeernaert verlas nämlich ein Schreiben des KönigsLeopold II. vom in
welchem derselbe mitteilte, daß er gemäß einem gleichfalls verlesenen Testament vom 2. Aug. den von ihm gegründeten Congostaat
nach seinem Tode ohne jede Schadloshaltung Belgien vererbe, Auf Grund dieser Bestimmung wurde schon jetzt ein Vertrag
zwischen und dem Congostaat abgeschlossen, nach welchem Belgien dem Congostaat ein zinsfreies Darlehn von 25 Mill. Fr., 5 Mill.
sofort und dann zehn Jahre lang jährlich 2 Mill., vorstrecken, dafür aber das Recht erhalten solle, sich nach zehn Jahren
den Congostaat einzuverleiben.
Dieser Beschluß kam indes nicht zur Ausführung. Eine Änderung des belgischen Wahlgesetzes und eine Erweiterung des Stimmrechts
waren allerdings wünschenswert. Von dem allgemeinen geheimen Wahlrecht wollten aber die Liberalen gar
nichts wissen, und auch die Radikalen wollten es anfangs auf diejenigen beschränken, die lesen und schreiben könnten, waren
aber im übrigen zu Bündnissen mit den Sozialdemokraten für die Wahlen u. dgl. geneigt. In der Wintersession
der Kammern, November 1890, stellte Janson auch einen Antrag auf Durchsicht der Verfassung behufs Änderung
des Wahlrechts. Aber dieser Antrag war ganz allgemein gehalten, und seine Anbetrachtnahme wurde daher von allen Parteien beschlossen.
Bei diesem Mangel an Einheit und Entschlossenheit bei
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