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In der Sammlung des Musée Ariana sind über fünfundzwanzigtausend Objekte aus zwölf Jahrhunderten – vom Mittelalter bis zur Gegenwart – vereint. Diese illustrieren die Geschichte von Keramik, Glas und Glasmalerei rund um den Globus: von der Schweiz, über Europa, bis in den Nahen Osten und Fernen Osten. Das Musée Ariana ist somit eine schweizweit einzigartige Einrichtung und gehört zu den bedeutendsten europäischen Museen seiner Art.
Ursprünglicher Bestimmungszweck des 1884 eingeweihten Musée Ariana war die Unterbringung der enzyklopädischen Sammlung des Museumsgründers Gustave Revilliod (1817-1890). Dieser vermachte der Stadt Genf das Gebäude samt dem dazugehörigen weitläufigen Park und der Sammlung. Nach Revilliods Tod wurde sein treuer Sekretär Godefroy Sidler zum ersten Konservator des Ariana ernannt. Er erstellte das erste Sammlungsverzeichnis des Museums.
Anfang des 20. Jahrhunderts geriet das Ariana etwas in Vergessenheit. Es lag zu weit ausserhalb des Stadtzentrums und stand im Schatten des 1910 eröffneten Musée d'art et d'histoire. Bis in die 1930er-Jahre blieb das Ariana jedoch eine gegenüber dem «Grand Musée» selbständige Einrichtung. Dann beschloss der Direktor des Musée d'art et d'histoire, Waldemar Deonna, eine Neusortierung der Sammlungen. Sein Ziel war es, die Attraktivität beider Museen zu erhöhen und ein Nebeneinander von zwei enzyklopädischen Museen in Genf zu vermeiden. Deonna schlug dem Genfer Stadtrat die Umwandlung des Ariana in ein Museum für Keramik vor.
Während Revilliods übrige Sammlungen (Waffen, Mobiliar, Gemälde usw.) ins Musée d'art et d'histoire verlegt wurden, kamen sie Keramiksammlungen des Musée d’art et d’histoire, des Musée Fol und des Musée des arts décoratifs ins Ariana.
In der Folge erhielt das Musée Ariana 1986 vom Musée d'art et d'histoire die Glassammlungen aus der Zeit nach der Antike. Im Jahr 2000 folgten die Glasmalereien.