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China National Chemical (ChemChina) hatte den Lieferanten der Reifen für die Formel-1-Rennwagen für sieben Milliarden Euro übernommen und 2015 von der Börse genommen. Anschliessend trennte der chinesische Staatskonzern das Geschäft mit Industrie- und Lkw-Reifen ab.
Auch bei Syngenta denkt ChemChina über einen erneuten Börsengang nach. Der chinesische Staatskonzern hat den Basler Agrochemiekonzern jüngst übernommen und von der Börse genommen.
Hintergrund dafür ist, dass ChemChina ursprünglich lediglich einen Anteil von 70 Prozent an Syngenta übernehmen wollte. Doch in der Schweiz sei dies gesetzlich nicht zulässig, wie der alte Präsident und der neue Vize Michel Demaré Ende Juni ausführte.
Vorerst keine weiteren Pirelli-Anteile zum Verkauf
Der Reifenhersteller Pirelli konzentriert sich auf das ertragsstarke Geschäft mit Reifen für Premium-Autobauer wie Mercedes Benz, Audi und BMW. ChemChina und der zweite Grossaktionär, die Holding Camfin, haben sich den Angaben zufolge verpflichtet, nach dem Comeback an der Mailänder Börse mindestens ein Jahr lang keine weiteren Pirelli-Anteile zu verkaufen. Die Investmentgesellschaft LTI, der die restlichen Aktien gehören, erlegte sich eine Haltefrist von 180 Tagen auf.
Im ersten Halbjahr machte Pirelli einen Gewinn von 67,6 Millionen Euro und peilt bis 2020 ein jährliches Umsatzplus von durchschnittlich neun Prozent an. Das Unternehmen gehört zu den Urgesteinen der Mailänder Börse. Es feierte sein erstes Börsendebüt 1922 - im selben Jahr, in dem Benito Mussolini italienischer Ministerpräsident wurde.
(AWP)