Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/1322

Heute Freitag besuchen wir nochmals den Chaco-Canyon. Mit Bergschuhen, Sonnencrème, Hut und viel Wasser begeben wir uns auf den
Trail Richtung Norden. Am Anfang jedes Wanderweges steht ein Kasten mit Formularen. Ein solches muss ausgefüllt werden mit Name, Adresse, Ziel und Startzeit.
Das weisse
Original kommt in den eingebauten Briefkasten, die grüne Kopie wird hinter die Windschutzscheibe gelegt, die rosarote Kopie wird mitgenommen. Damit haben wir unsere Bewilligung "erarbeitet", den Weg zu benützen.
Die Ranger haben so die Möglichkeit, am Abend fest zu stellen, ob noch Jemand "da Draussen" ist. Falls das zutrifft, wird eine Suche eingeleitet. Diese Massnahme ist einfach und sinnvoll, denn man ist 20, 30, ja 100 Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt ganz Alleine in der Wüste.
Unser Wanderziel sind die Petroglyphen im nördlichen Teil des Chaco Canyon sowie die "Casa Chiquita". Nach 4 Stunden kommen wir zum Ausgangspunkt zurück.
Auf der Rückfahrt begegnen wir einem Coyoten (oder er uns?), als er und wir einen ausgetrockneten "Wash" durchqueren. Ein Wash ist ein normalerweise ausgetrocknetes Fluss- oder Bachbett, durch welches nach einem seltenen Regen das Wasser abfliesst. Ein Wash kann urplötzlich zu einem reissenden Fluss werden. In den trockenen Gebieten des Südwestens durchqueren oft Strassen einen solchen; mit anderen Worten: das Wasser fliesst über die Strasse, welche dadurch unpassierbar wird.