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Es spielt keine Rolle, wer du bist und welche Besonderheiten du hast: Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, gelten die Kinderrechte auch für dich.
Sachlich und ruhig kommunizieren
Denkst du, dass deine Rechte missachtet werden, versuche dies zuerst sachlich und ruhig zu kommunizieren, z.B. so:
«Papi, ich weiss, dass du nicht einverstanden bist, wenn ich ‘dies und das’ tun möchte, aber ich habe das Recht dazu. Es gibt eine Kinderrechtskonvention, die von der Schweiz und von fast allen Ländern der Welt unterschrieben wurde und dazu gehört ‘z.B. das Recht auf Gleichbehandlung’. Schaue dir bitte dieses Dokument von UNICEF an, in dem du Informationen über die Kinderrechte lesen kannst.».
Das genannte Dokument findest du auf der Website von UNICEF (alternatives Dokument: «Konvention über die Rechte des Kindes: Für Kinder erklärt»). Ein anderes gutes Dokument hat Pro Juventute verfasst: Wenn du sie gelesen hast, kannst du entscheiden, welches davon du deinem Vater geben möchtest.
Auch die Eltern haben Rechte
Wenn dein Vater oder deine Mutter gegen dein Anliegen ist, bedeutet dies aber nicht automatisch, dass deine Rechte missachtet werden oder dass sie sich dir gegenüber unfair verhalten. Deine Eltern haben auch Rechte und dazu noch eine ganz wichtige Aufgabe: Sie müssen dich erziehen und schützen: je jünger du bist, desto mehr.
Fair oder unfair?
Ein Gespräch mit anderen Erwachsenen kann hilfreich sein, um zu verstehen, ob dein Anliegen berechtigt ist oder nicht, d.h. ob deine Rechte missachtet werden oder ob sich deine Eltern fair verhalten. Erwachsene, die dir helfen können, sind u.a. der Schulsozialarbeiter, eine Lehrperson, eine Jugendarbeiterin, ein Sozialarbeiter oder 147.ch von Pro Juventute.
Wenn das Gespräch ergibt, dass dein Anliegen begründet und berechtigt ist, bespreche mit den Erwachsenen und vielleicht auch mit Freunden, wie du deine Eltern überzeugen kannst, zu akzeptieren, was dir so wichtig ist.