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Einführung in Hannah Arendts “Vita acitva” – Was tun wir wenn wir tätig sind?
Einführung in Hannah Arendts “Vita acitva” – Was tun wir wenn wir tätig sind?
im März 1997
Hannah Arendts “Vita Acitva” oder “Vom tätigen Leben”, erstmals in englischer Sprache bei der University of Chicago Press, 1958, unter dem Titel “The human condition” erschienen, in deutscher Sprache neun Jahre später, 1967, im Piper Verlag, München, sollte ursprünglich den Titel “Amor mundi” tragen “Von der Liebe zur Welt”. Das Buch entstand in einer sehr produktiven Phase von Hannah Arendts publizistischer Tätigkeit, in enger Zusammenarbeit mit Heinrich Blücher: 1951 war “The Origins of Totalitarianism” erschienen (deutsch 1962 “Ursprünge und Elemente totaler Herrschaft” bei der europäischen Verlagsanstalt, Frankfurt a.M.), die umfassende Studie über die Anfänge und die Entwicklung des Atisemitismus in Europa, insbesonderein Deutschland, über die bürgerliche Emanzipation, die Entwicklung des Nationalstaates und des Rassismus, sodann über die Entwicklung des Massengesellschaft und der totalitären Ideologien und Oragnisationen. Unmittelbar nachher dann die Arbeit an der “Vita acitva”, in derselben Zeit die Überarbeitung des Buchs über Rahel Varnhagen sowie ein grosser Essay über die Ungarische Revolution (in die amerikanische Ausgabe von “Origins” integriert, später im Buch “Über die Revolution” wieder aufgegriffen), ferner die “Überlegungen zu Little Rock”, in denen H.A. sich an die Stelle der schwarzen Schulkinder in den Südstaaten versetzte, die allein den ganzen Rassenhass der weissen Kinder auszuhalten hatten, nachdem die Regierung per Gesetz die Aufhebung der Rassensegregation befohlen hatte; soziale Gleichheit lasse sich nicht per Gesetz erzwingen, war ihre Meinung, sondern nur durch Veränderung der gesellschaftlichen Prämissen (gemäss den nterscheidungen von “Vita activa”). Diese Schrift zog eine überaus gehässige und verletzende Kontroverse nach sich, in der von missverständlichen Angriffen auf H.A. scheinbar “erzkonservative Mentalität” strotzte. H.A. jedoch urteilte – alles andere als blauäugig – nach den Erfahrungen des europäischen Antisemitismus. (1959 erhielt sie allerdings für den gleichen Artikel den preis der Longview Foundation für den hervorragendsten zeitungsbeitrag des Jahres) – Hannah Arendt zufolge wachsen alle zentralen Themen der Philosophie aus Alltagserfahrungen und Alltagsfragen heraus, wie sie in einem Gespräch mit Hans Jonas festhielt, respektive aus dem Bedürfnis der Vernunft, auf diese Erfahrungen und Fragen eine Antwort zu finden. Solche Erfahrungen sind: Dass wir auf der Welt sind, dass wir gleichzeitig mit einer grossen Anzahl von Menschen auf der Welt sind (Pluralität), dass alle Menschen einmal zur Welt kommen und damit, indem sie “einen Anfang setzen” können, mit Freiheit begabt sind, dass die Menschen ihr Überleben und ihr Zusammenleben arbeitsteilig einrichten, d.h. dass sie alle einen je verschiedenen Beitrag zur Subsistenz, zur Erfüllung der Bedürfnisse, zum Kreislauf der Welt und zum Herstellen der “künstlichen” Welt (die Welt der Dinge und der Technik) leisten, dass sie durch Sprache miteinander verbunden sind und sich daher politisch organisieren. Diese grundsätzlichen Fragen machen die Grundstruktur von “Vita Activa” aus.
- A. war 52 Jahre alt, als sie diese grosse Gesellschaftstheorie schrieb, das 17. Jahr in den USA, wohin sie 1941 emigrieren konnte. Doch nicht erst seit der Emigration galt für sie, quasi als Konstante ihrer gesellschaftsanalytischen, theoretischen Arbeit, dass sie sich der Gegenwart, wie immer sie war, ganz stellte, so wie sie den Karl jaspers entliehenen Satz als Motto über ihr anderes grosses Werk, “ursprünge und Elemente”, schrieb: “Weder dem Vergangenen anheimfallen noch dem Zukünftigen, es kommt darauf an, ganz gegenwärtig zu sein”.
Hannah Arendt geht von einer dreifachen Voraussetzung aus: die Existenzbedingungen, die Tätigkeiten (das Arbeiten, das Herstellen, das Handeln), die Räume, in denen sich diese abspielen.
(1) Existenz ist bedingt durch Zeitlichkeit und Sterblichkeit, daher aufs Überleben ausgerichtet. Die Anstrengungen um Subsistenz beziehen sich auf das, was Arbeit im engen Sinn meint: Fron um des Überlebens willen, die keine Spuren hinterlässt. Existenz ist immer in der Gleichzeitigkeit einer Pluralität von anderen Menschen gegeben; daher kann Arbeit nur arbeitsteilig erfüllt werden. Arbeit deckt den Bereich der Notwendigkeit (Naturnotwendigkeit) ab, zu der auch die Fruchtbarkeit gehört.
Arbeit kennzeichnet den Bereich des Privaten.
Die Pluralität der Menschen macht die Welthaftigkeit aus. Welthaftigkeit wird auf vielfache Weise gestaltet. Die wichtigste Unterscheidung trifft H.A. zwischen Herstellen und Handeln. Unter Herstellen versteht sie
(2) die Ausstattung der Welt, die Schaffung einer künstlichen, bewohnbaren Welt, die Fabrikation von Dingen, welche (a) die Erledigung der Arbeit ermöglichen (Werkzeuge, Maschinen) und welche (b) die Bedingungen der Zeitlichkeit überdauern und das Zusammenleben der vielen erträglich, entwickungsfähig und interessant machen und dieses strukturieren (Häuser, Städte, Brücken, Strassen, Fortbewegungsmittel), die aber auch der Zerstörung dieser Ausstattung und des Zusammenlebens dienen (Waffen) – von den Anfängen der Zivilisation bis heute. Auch Kunst gehört zum Herstellen.
Durch das Herstellen entsteht der Bereich des Gesellschaftlichen (Zweck/Mittelkategorie). Mittel, um das Gesellschaftliche zu regulieren, sind Tausch/Handel, Geld, die Struktur der Wirtschaft.
Unter Handeln versteht Hannah Arrendt
(3) das Ordnen und Organisieren der Pluralität des Zusammenlebens mit den Mitteln der Sprache/der Absprache, ohne Vermittlung von Dingen, durch welche sich das Bezugsgeflecht, das inter esse zwischen den Menschen herstellt, das, was Kultur bedeutet. Diese Tätigkeit ist bedingt durch die Gebürtlichkeit, d.h. durch die Freiheit, die H. Arendt als Fähigkeit zum Neubeginn definiert.
Das Handeln macht den Bereich des Politischen aus. Das Politische partiziert somit am Leben des Geistes (Denken, Urteilen). Die drei Bereiche stehen gemäss Hannah Arendt in einer hierarchischen Ordnung zu einander, und es ist verhängnisvoll, sie resp. deren Hierarchie zu vermischen.
Das Phaenomen der Macht konstituiert aus der Tätigkeit der Absprache und kommt nicht einem einzelnen Menschen zu. Macht ist unabdingbar für die Aufrechterhaltung der Freiheit resp. des Politischen. Gewalt erklärt sich aus dem Mangel an Macht. Stärke und Autorität kommen einem einzelnen Menschen zu.
Textauswahl: Vita activa, S.15, S.95/97, 142/3, 148, 172/4, 187 (Mitte), 192/3 ff
- Abend
– Fragen zur Lese-Erfahrung: schwierig? – packend? Wer hatte Zeit, zusätzlich zum Lesepensum auch das Erste und Zweite Kapitel zu lesen?
– Fragen stellen lassen, die sich bei der Lektüre ergaben
– gemeinsam auf die Textstellen eingehen, die ich für den 1. Abend vorgesehen hatte
– Bemerkungen zu John Locke, Adam Smith, Karl Marx
(1) John Locke (1632 – 1704), wegweisend für die europäische Aufklärung, hatte Medizin und Naturwissenschaften in Oxford studiert. Er war insbesondere in der Erkenntnistheorie bahnbrechend (Essay concerning human understanding, 1670/71), lehnte jegliche Art von “angeborenen Ideen” ab (was Descartes noch annahm, zum Beispiel für die Idee Gottes). Keine “Idee”, etwa den Satz des Widerspruchs oder der Identität, sei angeboren. Angeboren seien höchstens das Bedürfnis nach Glückseligkeit und die Abscheu vor Armut und Elend (- von den Grundbedürfnissen ist allerdings bei Locke noch nicht die Rede). Auch alle moralischen Grundsätze müssten begründet werden und seien nicht angeboren. Die Seele sei ein “unbeschriebenes Blatt”, und alles Wissen müsse durch innere und äussere Erfahrung zustandekommen. Die Sprache bedeutet für ihn Übersetzung der Vorstellungen in Zeichen. – Zusätzlich war er ein grosser Erzieher (Some thoughts concerning education), er plädierte für die durch einen einzigen Lehrer zu leistende Schulung und Untereisung, wobei dieses aristokratische Prinzip allen zugute kommen sollte. – In unserem Zusammenhang von besonderer Bedeutung ist Locke mit seiner Staatstheorie (in grösstem Gegensatz zu Hobbes). Der Staat, nach Locke, wird errichtet, damit die eigentümliche natürliche Freiheit und Gleichheit der Menschen erhalten bleibe, denn der “Staat” bedeutet die Schranken, Gesetze und Regeln, welche die Menschen sich seöbst geben, um sich gegenseitig vor Willkür zu schützen. Patriarchale Regierungsformen, ja den Absoltutimsu lehnt er ab. Er postuliert erstmals die Trennung der sog. Legislativen, exekutiven und foederativen Gewalt. Dem Herrscher soll also eine Verfassung überrgeordnet sein, und falls ein Herrscher diese nicht respektiert, hat das Volk das Recht zur Rebellion, ja zur Revolution. Jeden Glaubenszwang lehnt er ab; er fordert Toleranz für jede religiöse Überzeugung (Letters on tolerance 1685, Two treatises on government 1690)
Adam Smith (1723 in Kirkaldy, Schottland bis 1790 in Edinburgh), hatte eine Professur für Moralphilosophie und Logik, war ebenfalls ein grosser Erzieher. Sein meist gelesenes Werk ist seine Theory of moral sentiments (Theorie der moralischen Empfindungen) von 1759. Er geht dabei vom Egoismus der menschlichen Natur aus, der nur erträglich gemacht wird durch Mitleid und Güte, wodurch der Mensch sich an den Platz eines anderen Menschen setzen und auf seinen Vorteil verzichten kann. Am stärksten plädiert er für Gerechtigkeit; so scharf auch der Kampf um die Existenz sei, nie darf deshalb ein anderer Mensch zum Gegener gemacht und mit unfairen Mitteln zu Fall gebracht werden. – Für unsere Zusammenhänge wichtig ist Smith “An inqiery into the nature and the causes of the wealth of nations” (Untersuchung über die Natur und Ursachen des Wohlstandes der Nationen, 2 Bde, 1776). Damit eigentliche Begründer der modernen Nationalökonomie. Ihm zufolge ist der einzige wertschaffende und wertbestimmende Faktor die menschliche Arbeit. Er plädiert für eine immer feinere Arbeitsteilung, durch welche Fortschritt und Produktivität erreicht werde. Die Preise müssen aus drei Faktoren bestimmt werden: Arbeitslohn, Unternehmergewinn und Grundrente. Er meint, dass, wenn der markt wirklich frei wäre, Arbeitslohn und Unternehmergewinn sich vollkommen ausgleichen würden, sodass jeder Mensch sich jener Beschäftigung zuwenden könnte, die ihm am meisten entspricht und die den hächsten Gewinn abwirft.
Karl Marx (1818 in Trier, 1883 in London), studierte zuerst Jura, dann Geschichte und Philosophie, promovierte mit einer Arbeit über Epikur (griech. Naturphilo. Und Hedonismus) Wollte sich 1842 in Bonn habilitieren, jedoch die antijüdischen und antifreiheitlichen Kräfte waren zu stark, so arbeitete er als Journalist und rEdakteur der Rheinischen Zeitung in Köln, bis diese 1843 verboten wurde und Marx als Flüchtling nach Paris zog. Dort entstanden 1843/44 der Essay “Zur Judenfrage” und die überaus wichtigen “Ökonomisch-philosophischen Fragmente”, dieF ragmente blieben, in denen er jedoch die wichtigsten Kerngedanken seiner Entfremdungstheorie entwickelte, die zum Teil im 1.Bd. des “Kapitals” nochmals begründet wird. Mit Arnold Ruge gab er die “Deutsch-französischen Jahrbücher” heraus, wurde auf Betreiben der preussischen Regierung von Paris ausgeiwesen, zog nach Bruxelles, wurde im Lauf der Februarrevolution von 1848 in Bruxelles verhaftet, zurück nach Paris, von dort nach Köln, wieder nach Paris und dann definitiv nach London. Neben vielen weiteren Schriften, die in diesen Jahren entstanden, ist vor allem das gemeinsam mit Engels verfasste “Manifest der Kommunistischen Partei” zu erwähnen.
Entscheidend ist Marxens enge Gebundenheit an Hegels Philosophie, aus der heraus er seine eigene entwickelt, jedoch die erkentnistheoretische These Hegels, dass alles Seienede in der Substanz Geist sei, umkehrt (nicht Geist, sondern Materie) und lediglich die Dialektik als metaphysisches Prinzip des Wandels im Seienden beibehält. Ein erkenntnistheoretisches Axiom ist, dass es nicht das Bewusstsein der Menschen ist, das ihr Sein bestimmt, sondern umgekehrt das gesellschaftliche Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt. Auch wendet er sich nicht der Vergangnenheit und Gegenwart zu, wie Hegel, sondern projiziert von der Gegenwart auf die Zukunft, sodass er eine Art prophetischer Eschatologie entwickelt. In der Nationalökonomie geht er sowohl von Adam Smith wie insbesondere von David Ricardo aus (London 1772, 1823 gestorben), resp. von der Theorie der Mehrwertbildung, der Akkumulation des Kapitals. Hier hakt auch seine Kapitalismuskritik ein, insofern die Arbeiterschaft diesen Mehrwert schafft, davon jedoch ausgeschlossen ist. Schon Hegel sprach von der zunehmenden Anhäufung von Reichtümern auf der einen Seite, von wachsender geistiger und materieller Verarmung auf der anderen Seite. Diese “andere Seite”, die durch Arbeit gebundenen Seite, fasst marx unter dem Kampfbegriff des Proletariats zusammen. Diese “entmenschte und ausgebeutete Klasse” muss sich und wird sich ihr Recht – das Verfügungsrecht über das Eigentum an den Produktionsmitteln und über den akkumulierten Mehrwert – selbst zurückholen, sodass, gemäss Marx, im Sinn – einer gewiss unechten Dialektik – das Ziel die klassenlose Gesellschaft sein wird
- Abend
zu Immanuel Kant und dem Praktischen Imperativ: 1724 – 1804 in Königsberg, aus Handwerkerfamilie mit 12 Kindern, selber unverheiratet, studierte Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie, ab 1756 als Privatdozent, ab 1770 als ordentlicher Professor für Logik und Metaphysik, daneben für Naturwissenschaften und Geographie, wurde 1794 durch königlich. preussische Kabinettsorder verwarnt wegen “Entstellung und Herbwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der Hl. Schrift und des Christentums. In Kants Wer zwei grosse Abschnitte: die vorkritischen Schriften und ab 1781 (2. sehr veränderte Aufl. 1787, ein Jahr nachher, 1788, K d p V.), dem Erscheinen der K d k V, die kritischen Schriften. – Kant hat die Erkenntnisphilosophie neu begründet, den Begriff der Metaphysik verändert, indem er sie nicht mehr als Wissenschaft vom absoluten, sondern von den Grenzen der menschlichen Erkenntnis definiert. Die Erkenntnistheorie ist ein Instrument der Kritik, eine “Grenzpolizei”, gegen die Anmassungen und Grenzüberschreitungen der sog. “Reinen Vernunft”. Denn gemäss Kant bedarf es der Erfahrung, der Sinneswahrnehmung, um die im erkennenden Geist vor – a priori – aller Erfahrung bereitliegenden, bestehenden Anschauungsformen von Raum und Zeit sowie die Denk- resp. Verstandesformen der Kategorien zu brauchbaren Voraussetzungen der Erkenntnis werden zu lassen. Dabei können die “Dinge an sich” gar nicht erkannt werden, sondern nur die Erscheinungen. Dies betrifft alle vorher von der Metaphysik als absolut deklarierten Erkenntnisse – etwa die Frage der Unsterblichkeit der Seele, der Existenz Gottes, etc.
Die K d p V ist eine Pflicht-Ethik. Auch wenn die Vernunft nicht fähig ist, Gegenstände ohne Erfahrung a priori zu erkennen, so kann sie doch den Willen des Menschen und sein pryktisches Verhalten bestimmen. Als “empirischer” Mensch, als Person, steht er unter dem Naturgesetz, folgt den Einflüssen der Aussenwelt, ist unfrei. Seinem “intelligiblen” Charakter entsprechend aber ist er Persönlichkeit, frei, und allein seiner praktischen Vernunft verpflichtet, dem Sittengesetz, das dem kategorischen Imperativ entspricht. Nicht das Streben nach Glück, nicht Neigung et. machen sein Tun “moralisch”, sondern die Achtung vor dem Sittengesetz und die Befolgung der Pflicht. Gott, Freiheit und Unsterblichkeit werden dabei für Kant sog. “Praktische Postulate”.
Herstellen: Mittel – Zweck-Rationalität. Hauptthema der Diskussion. – Der Mensch als das Mass aller Gebrauchsdinge, aller Dinge?
- Abend
Das Handeln: Gleichheit (Gleichartigkeit) und Verschiedenheit – am Anfang darauf eingehen. – Der Neuanfang, der/die “Jemand” macht den ganzen Unterschied zuzm “niemand” vorher; trotzdem hineingeboren in eine Reihe, eine Geschichte. Der Neuanfang – das Unwahrscheinliche, Überraschende.
Frage zu S. 169/70e: Sind Worte tatsächlich besser geeignet, Aufschluss darüber zu geben, “wer jemand ist” (resp. wer das Ich ist) als Taten? (S. 167; s. auch Müller-Abich, der jedoch sagt, im Handeln offenbare sich das Ich). Von H.A. wiederum korrigiert S.172/173 ff: das Bezugssystem, das “Zwischen” den Menschen, die Geschichte.
Zu Platon: nach dem Wissenschaftstheoretiker Whitehead besteht alle Philosophie aus dem Werk Platons und aus Fussnoten dazu. Bedeutung des Werks als “Dialogik” um die Person von Sokrates herum, lebte ca. 428/27 – 347/48, d.h. wurde etwa 81 Jahre alt. Auf Ideenlehre eingehen, auf Staatslehre, in Politeia).
Handeln – und Dulden. Verhältnis der Ungleichheit, allerdings (von H.A. nicht thematisiert), s. S. 182 ff.
Def. und Besonderheiten der Macht s. S. 194 ff (dagegen Stärke, Autorität, Gewalt)
(a) Verzeihen und (b) Versprechen. (a) religiöse Herkunft: Jom Kippur, Jesus – Freiheit und einzige Würde der Opfer
(b) implizite im Vertragsverhältnis, gegen die “Brüchigkeit” und Hinfälligkeit des Handelns (s. Auch Nietzsche, Genealogie der Moral)