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Die ersten Kondome waren bereits im 16. Jahrhundert im Einsatz zum Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft oder Krankheiten. Diese Präservative bestanden allerdings noch nicht aus Gummi, sondern aus gewebtem Stoff.
Gummi erst ab 1855
Später wurden Kondome auch aus Schafsdärmen und anderen tierischen Membranen wie Fischblasen gefertigt. 1839 machte der amerikanische Chemiker Charles Goodyear eine bahnbrechende Erfindung: die Vulkanisierung von Kautschuk. Damit war es möglich, Gummi herzustellen, das wasserfest, wärme- und kälteresistent sowie bruchstabil war. 1855 stellte er das erste Gummi-Kondom her, das 1870 mit zwei Millimeter Dicke und vernäht serienmässig produziert wurde.
Mit der Erfindung der Pille Mitte des 20. Jahrhunderts geriet das Präservativ vorübergehend etwas in Vergessenheit. Erst in den 1980er-Jahren, als das HI-Virus sich rasant zu verbreiten begann und immer mehr Menschen an Aids erkrankten, erlebte das Präservativ – diesmal weniger als Verhütungs- denn als Schutzmittel – ein Comeback. Seither werden Kondome in den verschiedensten Grössen, Sorten und Farben produziert, das Material ist gleichzeitig feiner und doch robuster geworden. Als einziges Verhütungsmittel für den Mann, schützt das Kondom nicht nur zuverlässig vor unerwünschten Schwangerschaften, sondern auch vor dem HI-Virus sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
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- Quelle
«Drogistenstern»