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(30.11.2022) Verschiedene Faktoren bremsen den ökologischen Wandel in den Unternehmen. Für 65% der befragten Firmen sind die Kosten eine grosse Hürde bei der Verringerung der Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt, wie der von der Hochschule Luzern (HSLU) veröffentlichte ERM Report 2022 zeigt.
Die Umweltverantwortung, die anhand der Faktoren Treibhausgasemissionen, Energie- und Wasserverbrauch, Abfallmanagement, aber auch an den Umwelteigenschaften der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen gemessen wird, bleibt ein Parameter, den die Schweizer Unternehmen sehr unterschiedlich in ihr Risikomanagement integrieren.
Während zwei Drittel sagen, dass ihnen die finanziellen Ressourcen fehlen, um ihre Aktivitäten umweltfreundlicher zu machen, nennen 56% Zeitmangel als Grund, 38% unzureichendes Know-how auf dem Gebiet und 33% meinen, dass der Einfluss ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu gering sei, um diese zu hinterfragen.
Die meisten befragten Unternehmen messen den Klimarisiken einen mittleren Stellenwert bei: Knapp ein Drittel von ihnen führen sie in ihrem Managementprozess nicht als eigenständige Risikokategorie und beinahe jede zweite Firma beurteilt sie nicht interdisziplinär. Zudem nimmt jedes dritte Unternehmen im Rahmen seiner Strategie überhaupt keine Beurteilung der Klimarisiken vor. Diese fehlende Bewertung könnte einem Mangel an verfügbaren historischen Daten zu Klimarisiken geschuldet sein; ausserdem haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, diese zu kategorisieren.
Den Autoren der Studie zufolge lässt sich die unbefriedigende Umsetzung teilweise auf fehlende Kompetenzen zur Analyse und Bewertung der Risiken zurückführen. Es scheint jedoch auch so zu sein, dass viele Unternehmen die Relevanz dieser komplexen Herausforderung für ihr Überleben nicht sehen.
Letzte Änderung 30.11.2022