Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03425.jsonl.gz/1638

Industrieräume wurden nach pragmatischen Gesichtspunkten erstellt. Gerade darin haben sie eine Ähnlichkeit: Sie sind eher hoch, die Baumaterialien einfach, die Innenausstattung sachdienlich und schnörkellos, die Akustik deshalb eher schrill.
Wie soll eine Musik in solchen Räumen klingen? Wie kann sie diese typische Industrieatmosphäre in sich aufnehmen, die Geschichte und die vielen Geschichten? Und wie könnte sie eine neue Nuance zur Wahrnehmung dieser Räume zufügen, ohne in Clisches verhaftet zu bleiben?
Das Programm ist an jedem Ort anders: Gewisse Werke werden "mitgenommen" und adaptiert, andere ausschliesslich für einen Ort komponiert. Alle Kompositionen müssen sorgsam auf die Situation vor Ort angepasst werden. Jedoch sollte sich nicht nur die Musik durch die Orte inspirieren lassen, das Projekt hatte auch zum Ziel, die Publikums-Wahrnehmung der Orte zu verändern.
Das Projekt war ein Publikumserfolg. Das breite Publikum (Musikinteressierte, (ehemaligen) Mitarbeitern der Industrien, Architekturinteressierten) schätzte die "musikalische Interpretation" der Räume und fand einen Zugang zur Musik.
Film Eisen ansehen (Musik im Industrieraum in Fribourg)
AUFFUEHRUNGEN UND KOOPERATIONEN
8. April 2017 Baden, Oederlin-Areal
27. Mai 2017 Niederurnen, Swisspearl Eternit