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HONDA-IKONEN
JIM REDMAN
Gentleman Jim
Jim Redman schrieb eine der wichtigsten Seiten in der Geschichte von Honda. Zusammen mit «Mike The Bike» Hailwood verhalf er der Marke Honda in den 1960er-Jahren zu glanzvollen Resultaten auf der Rennstrecke. Redman gewann sechs Weltmeistertitel, alle auf einer Honda.
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Jim Redman wird 1931 in London geboren. Seine Eltern sterben kurz nacheinander, als er 17 Jahre alt ist. Jim muss sich also allein um seinen Bruder und seine Schwester, die knapp 11-jährig sind, kümmern. 1952 wird er mit 21 Jahren zur Wehrpflicht einberufen. Aber der Sold reicht nicht aus, um für seine Geschwister zu sorgen. Deshalb entschliesst er sich, sein Motorrad für 200 Pfund zu verkaufen. Er gibt das Geld seiner Schwester und reist mit 25 Pfund in der Tasche in die britische Kolonie Rhodesien. Dort trifft Redman den Motorradfahrer John Love und erweist ihm kleinere Dienste. Als Dank dafür lässt Love Redman mit seinem GP-Motorrad fahren. Kurz darauf gewinnt Redman die rhodesische Meisterschaft. Auch wenn es nicht gerade die härteste Meisterschaft war, war die Marschrichtung gegeben. 1958 geht Redman nach England, um die britischen Rennstrecken zu erobern.
Bald darauf nimmt er an seinen ersten internationalen Wettbewerben teil und darf 1960 für einige verletzte Honda-Fahrer auf Werksmaschinen einspringen. So macht Gentleman Jim Honda auf sich aufmerksam und erhält 1962 seinen ersten Werkvertrag mit Honda. Redman verhilft der Marke auf Anhieb zu Ehren. Er gewinnt die Weltmeistertitel in der 250- und in der 350-cm3-Klasse. Ein Erfolg, den er Jahr später wiederholt. 1964 muss sich Redman mit einem Weltmeistertitel zufriedengeben, doch er erbringt eine historische Leistung. In Assen gewinnt er am gleichen Tag in den Klassen 125, 250 und 350 cm3. 1965 gewinnt Redman auch den 350-cm3-Titel. Der heute 89-jährige Redman ist während seiner gesamten Karriere auf einigen der exotischsten Honda-Maschinen gefahren, wie der legendären Vierzylinder-RC 149 125 cm3, der Fünfzylinder-RC 166 250 cm3 und der Vierzylinder-RC 181 500 cm3. Nach seiner Rennkarriere war er vor allem als Teammanager für Honda tätig. Fortsetzung unter dem Foto >>
Eine amüsante Anekdote: Als Redmans 125-cm3-Maschine 1964 für den Grossen Preis der Nationen in Monza eintraf, hatten die Ingenieure zwei der sechs Auspuffanlagen entfernt. Deshalb dachten seine Konkurrenten, es handle sich um einen Vierzylinder. Wenige Minuten vor dem Start wurden die beiden Auspuffe wieder montiert und den Konkurrenten wurde klar, dass Redman eine weitere technologische Meisterleistung im Sinn hatte. Am Ende war es dann aber nicht Redman, der das Rennen gewann, sondern der zukünftige Weltmeister Luigi Taveri. Auf einer Honda. Was soll man mehr sagen.