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An den OL Jugend- Europameisterschaften, die vom 26.6. – 28.6. in Cluj (Rumänien) ausgetragen wurden, gewann der Adliswiler Florian Attinger zum dritten Mal in Folge im Sprint eine Silbermedaille. Zudem gewann er mit seiner Staffel ebenfalls Silber.
Wie es sich anfühlt, wenn man im Sprintrennen an der Jugend-Europameisterschaft (EYOC) zweiter wird, weiss Florian Attinger bestens. Denn schon 2013 und 2014 klassierte er sich in dieser Disziplin auf dem zweiten Rang und jedes Mal stand der Finne Olli Ojanaho auf dem obersten Podest. Obwohl ihm in diesem Jahr nur acht Sekunden zum Sieg und zum Europameistertitel fehlten, ist Attinger mit seiner dritten Silbermedaille sehr zufrieden. „Meine Vorbereitung auf den EYOC war in diesem Jahr schlecht“, gibt er offen zu. „Ich hatte schon im Januar Probleme mit dem Knie und konnte deswegen kein einziges Intervalltraining machen. Zudem war ich an diesem Wochenende erkältet“, erzählte der glückliche Silbermedaillen-Gewinner nach seiner Rückkehr.
„Eine Staffelmedaille ist cool“
Seinen Vorsatz, möglichst sauber und fehlerfrei zu laufen, versuchte Attinger auch im Massenstartrennen umzusetzen. Als Startläufer seines Teams gelang ihm das ganz gut. „Ich hatte im Vergleich mit den anderen Spitzenläufern etwas längere Gabelungen und verlor deshalb den Kontakt zur Spitze“, berichtete der Adliswiler. Der Rückstand von eineinhalb Minuten, mit dem er das Ziel passierte, erwies sich in der Folge aber nicht als entscheidend. Auf der Schlussstrecke profitierte dann Pascal Buchs von den kürzeren Gabelungen und sicherte seinem Team die erträumte Medaille. „Eine Staffelmedaille zu gewinnen, ist einfach cool“, fasst Attinger seine Gefühle zu diesem Erfolg zusammen.
Junioren-WM als Hauptziel
Über die Langdistanz zeigte Attinger ebenfalls eine ansprechende Leistung. Trotzdem ist er mit dem elften Rang nicht wirklich zufrieden: „Am Anfang bin ich nicht ganz sauber gelaufen. Mir passierten ein paar kleinere Fehler, bei denen ich etwa zwei Minuten verschenkte“. Das scheint auf eine Laufzeit von rund 50 Minuten kein allzu grosser Schaden zu sein. Doch wer die Rangliste analysiert, merkt, dass ihm diese beiden Minuten möglicherweise einen Podestplatz kosteten. Der Überflieger Olli Ojanaho war vier Minuten schneller als die gesamte Konkurrenz. Nach ihm klassierten sich dann aber gleich zehn weitere Läufer innerhalb von zwei Minuten.
Im kommenden Jahr wird Attinger nicht mehr an der Jugend-Europameisterschaft starten können. Jetzt hat er ein neues, grosses Ziel: „Ich hoffe, dass ich endlich einmal während des ganzen Winters verletzungsfrei trainieren kann und dann die Selektion für die Junioren-WM im Unterengadin schaffe“.