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Helvetischer Hudibras : eine Wochenschrift
Das Solothurnerische Wochenblatt (1788-1792) bzw. Solothurnische Wochenblatt (1793-1794) war eine der ersten Zeitungen des Kantons Solothurn. Gegründet und herausgegeben wurde es vom Buchdrucker und Buchhändler Franz Josef Gassmann (1755-1802), einem der wichtigsten Vertreter der Ideen der Aufklärung in Solothurn. Alle Nummern sind ähnlich eingeteilt. Den Hauptteil bilden jeweils moralisch-philosophische Abhandlungen oder satirische Beiträge, gefolgt von Inseraten, Hinweisen auf Ganten und Steigerungen, Lebensmittelpreisen und Totenlisten. Berichte von lokalen Ereignissen kommen nur gelegentlich vor. Es fehlen politische Beiträge, die durch die obrigkeitliche Zensur erschwert worden wären. Ende 1794 stellte Gassmann das Wochenblatt ein. Von 1797 bis 1798 liess er es unter dem neuen Namen Helvetischer Hudibras mit ähnlichem Konzept wieder aufleben.
Der Helvetische Hudibras wurde ebenfalls von Franz Josef Gassmann ab Juni 1797, nach einem Unterbruch von über zwei Jahren, als Nachfolgepublikation des Solothurnischen Wochenblatts herausgegeben. Gassmann wurde im Helvetischen Hudibras, trotz Zensur der Obrigkeit, politischer als noch im Wochenblatt. Am 6. Februar 1798 wurde Gassmann mit anderen Befürwortern politischer Veränderung, den sogenannten "Patrioten", von der Regierung festgesetzt. Nach dem Franzoseneinfall wurden sie am 2. März befreit und bereits am 10. März erschien wieder eine Nummer des Hudibras. Gassmann konnte sich nun frei und unzensiert äussern, pries die politischen Errungenschaften der helvetischen Republik, stellte aber das Erscheinen des Hudibras nach der Nummer vom 11. August 1798 unvermittelt ein.
Titelhistorie:
|Titel:||Helvetischer Hudibras : eine Wochenschrift|
|Zeitraum:||1797-1798|
|Titel:||Solothurnisches Wochenblatt|
|Zeitraum:||1788-1794|