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Kostbares Safran-Land
Die Historiker konnten sich nie festlegen, woher der Safran ursprünglich stammt. Aus dem nahen Osten oder aus dem Mittelmeerraum. Mittlerweile stammt der Grossteil der weltweiten Produktion aus dem Iran.
Auch Europa ist Safranproduzent. Spanien und Griechenland sind nebst den östlichen Ländern auch Anbauer und Anbieter von Safran.
Das Anbaugebiet für Safran erstreckt sich hauptsächlich im Süden von Mashad, auf einer Hochebene entlang der afghanischen Grenze. Die Ernte ist so gross, dass die Familienbetriebe die Fäden nicht selber ziehen können. Daher werden Wagenladungen voll in die Stadt gebracht. Sackweise werden die Blüten dann an viele Mitarbeiter und deren Familien zur Entnahme der Stempel verteilt.
Wieso ist Safran so kostbar
Safran ist ein Krokus (Crocus sativus) mit violetten Blütenblättern. Er ist der Nachbar der Herbstzeitlose und blüht wie sie, im Herbst. Das Gewürz, wie man es kennt, ist der glänzende rote, dreiköpfige Stempel, der aus der Blüte gezogen wird. Die Erntezeit ist nur sehr kurz und fällt in allen Anbauländern auf Ende Oktober / Anfang November. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass die Blüte so fest wie möglich geschlossen ist, sodass der Stempel nicht beschädigt wird.
In guten Jahren werden weltweit 200 Tonnen geerntet. Ein Kilo Safran entspricht 100'000 bis 200'000 Blüten - jedes Jahr müssen also rund 30 Milliarden Blumen gepflückt werden.
Diese einfache Rechnung lehrt uns somit auch, was dieses Gewürz so teuer macht: die Arbeit. Der Wert des Safrans liegt in der ungeheuren Arbeit die dahinter steckt: Anbau, Pflücken, Stempel ziehen und zahlreiche Qualitätskontrollen.