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Die erste Priorität der Firma GET S.A. wird der Qualität , der Sicherheit ihrer Produkte und Dienstleistungen gewidmet. Dies bezieht sich nicht nur auf die materiellen Aspekten der einzelnen Produkte aus Kaschmir, sondern auch die Gewährleistung ethischer und sozialer Bedingungen, unter welchen diese hergestellt werden. Die GET S.A. ist sich seiner Verantwortung gegenüber den Kunden bewusst und unternimmt alles, um diese Erwartung zu erfüllen.
Unsere Partner Firmen sind Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) und haben den BSCI-Code-of–Conduct als Richtlinie zur Einhaltung der international anerkannten Mindestanforderungen für soziale Arbeitsbedingungen übernommen. Zudem sind alle Produkte mit dem OEKO-TEX Standard zertifiziert.
Kaschmir ist die wohl feinste und wertvollste Wolle, die zu verschiedenen teuren Kleidungsstücken verarbeitet wird. Gewonnen wird die Wolle aus dem Fell der Kaschmir Ziege, wobei diese keine spezielle Rasse darstellt, sondern vielmehr eine Gattung von ungefähr 20 Ziegenrassen. Ihnen allen ist eine lange, feine Unterwolle gemeinsam. Diese schlappohrigen und gehörnten Ziegen, wie in Abbildung 1 sichtbar, sind durchschnittlich 40 (Weibchen) bzw. 60 Kilogramm (Männchen) schwer und erreichen eine Grösse von 60 bis 80 cm. Ihr Fell kann in den Farben grau, weiss, schwarz und braun auftreten. Sie leben üblicherweise sieben Jahre lang, während denen jährlich lediglich wenige 100 bis 160 Gramm Daunen gewonnen werden können. Zum Vergleich, für einen einzigen Pullover müssen ganze drei bis fünf Ziegen gekämmt werden.
Benannt wurde diese Ziegenart nach ihrer Herkunft aus der im mittelasiatischen Hochland gelegenen Region Kaschmir, die sich im Norden von Indien, entlang der pakistanischen Grenze befindet. Bereits im römischen Reich war diese Textilfaser sehr beliebt. Händler brachten die aus Kaschmir gewobenen Imperatoren-Schals, sogenannte «Pashminas», über die Seidenstrasse ins alte Rom.
Während im römischen Reich die Region Kaschmir noch der Hauptlieferant der Kaschmir-Wolle war, stammt heute lediglich noch eine kleine Menge des weltweiten Bedarfs aus dieser Gegend. Gegenwärtig liefert der Norden Chinas, inklusive Tibet 50 bis 60% der jährlichen Kaschmir Produktion. Weitere 20 bis 30% stammen aus der Mongolei und kleinere Mengen aus dem Iran und Afghanistan. Auch in Europa gibt es wenige dieser Kaschmir Ziegen und ebenso haben Australien, Neuseeland und Schottland mittlerweile grosse Zuchtfarmen aufgebaut. Die Zucht ist jedoch nicht überall möglich, denn die wertvollen Tiere bilden nur bei extrem tiefen Temperaturen, wie sie im Hochland um den Himalaya mit bis zu minus 40 Grad auftreten, dieses weiche und feine Unterhaar, das später als Kaschmir so teuer verkauft werden kann. Während der Osten sowohl dunkle als auch helle Ziegen hält, werden in Europa hauptsächlich weisse Tiere gezüchtet. Da die weisse Wolle wertvoller ist.
Unsere Kaschmir Artikel werden aus den feinen, langen Flaumhaaren, die sich unter den gröberen Deckhaaren, den sogenannten Grannenhaaren befinden, in der Mongolei und China hergestellt. Mit dem feinen Unterfell schützt sich die Ziege im sehr kalten Winter des kargen und sturmgepeitschten mittelasiatischen Hochlandes vor der extremen Kälte. Im Frühling dann verliert sie dieses Unterfell, um eine drohende Überhitzung zu verhindern. Das flaumige Unterhaar, genannt Duvet, kann deshalb für die teuersten und geschmeidigsten Artikel verwendet werden, da es mit einem Durchmesser von nur
12.5 bis 19 Mikrometern und einer Länge von 30 bis 50 Millimetern extrem fein ist.
Während in den Industrieländern, im Iran und in Afghanistan die Ziegen manchmal geschoren werden, gelangt man in China und der Mongolei nicht durch Schären sondern durch Kämmen mit einem grobzinkigen Kamm an das kostbare Duvet. Besonders effektiv ist das Kämmen vor und nach dem sommerlichen Hochgebirgsaufenthalt der Ziegen.
Ist das Duvet nun gesammelt, muss es zuerst gewaschen werden, um es von Schmutz, Fett und allenfalls pflanzlichen Stoffen zu säubern. Damit die Daune in einem späteren Schritt weiterverwendet werden kann, müssen die feinen Flaumhaare von den gröberen Grannenhaaren getrennt werden. Denn je weniger solcher Haare vorhanden sind, desto feiner und dementsprechend teurer ist die Daune. Mit einer einfachen Drehmaschine lässt sich das Duvet zusätzlich von Sand und Staub befreien. Der wichtige Schritt des Aussortierens wird auch heute noch oft in traditioneller Handarbeit durchgeführt, da gesagt wird, dass maschinell gereinigtes Kaschmir meist nicht so fein ist.
Der Schritt des Aussortierens ist unabdingbar, denn für eine gute Garn-Qualität sollte nicht mehr als 0.1—2 % an Grannenhaaren vorhanden sein. Die allenfalls gewonnenen Deckhaare können beispielsweise zu Teppichen oder Filzunterlagen weiterverarbeitet werden. Nichtsdestotrotz sind die Grannenhaare nicht vollständig zu entfernen. Je weniger jedoch davon vorhanden sind, desto erstklassiger ist das Kaschmir. Die maschinellen Verfahrensweisen für das Entfernen der Grannenhaare werden von den Herstellern als Geschäftsgeheimnis gut gehütet. Es gibt bis heute noch kein Industriebetrieb, der eine den hohen Anforderungen genügende Maschine ersonnen hat. Dementsprechend behält jeder Produzent seine Technik für sich. Das enthaarte Duvet wird also in einem weiteren Verarbeitungsschritt sowohl nach seiner Farbe, dem Diameter, der Länge und dem Anteil an rauen Haaren sortiert und klassifiziert. Die Haare sollten möglichst fein, lang und hell, also weiss, sein. Aufgrund eines geringen Diameters und seiner weissen Farbe zählt der Kaschmir aus China zu den Besten seiner Art und wird deshalb teuer gehandelt.
Da reines und qualitativ hochwertiges Kaschmir sehr teuer und rar ist, sind nicht alle Modeunternehmen und Textilverarbeitungsfabriken finanziell in der Lage lediglich reinen Kaschmir in ihren Produkten zu verwenden. Aus diesem Grund wurden diverse Textil-Kombinationen als Alternativen entwickelt, welche entweder mit Kaschmir gemischt werden oder jenem ähnlich sind.
Bevor aus der 100 % Kaschmir Wolle unsere Produkte hergestellt werden können, muss sie noch gesponnen werden. Je nach Länge der Fasern und dem gewünschten Endprodukt wird entweder ein Woll- oder Kammsystem angewendet. Zuletzt wird das Garn in den Webereien oder Strickereien weiter verarbeitet. Das Endresultat aus dem Flaum der Ziege sind unsere geschmeidigen Artikel.
Es werden diverse essentielle Kriterien genannt, welche die Qualität und dementsprechend die Höhe des Preises dieses Rohstoffes bestimmen. Diese Merkmale zu kennen und zu erkennen, benötigt hohe Fachkenntnisse. Jene, die Kaschmir herstellen, sind generell im Besitz dieses spezifischen Wissens, was sich in ihrer Fähigkeit beweist, aus diesem Rohstoff ein Garn mit hoher Feinheit anfertigen zu können. Nur dadurch kann schlussendlich das Endprodukt mit einzigartigen Eigenschaften versehen werden, welches durch die zarten Fäden aus reinem Kaschmir und dem Know-how der betroffenen Arbeiter zustande kommt.
Eines der bedeutsamsten Merkmale, welches schlechten von exzellentem Kaschmir unterscheidet und somit den Preis weitgehend bestimmt, ist die Qualität der Wolle. Da es sich um ein gehandeltes Produkt handelt, variiert der Preis ständig. Der Preis wird nicht nur durch die unterschiedliche Qualität beeinflusst, sondern auch durch die schwierigen Bedingungen der Gewinnung, die viele Handarbeit und eine geringe Menge Wolle pro Tier. Weitere Faktoren, welche den Grad an Qualität beeinflussen, sind nicht nur die Länge, der Anteil an Grannenhaaren, die Farbe und ein möglichst kleiner Faserquerschnitt, sondern interessanterweise auch die Lage und das Klima der Weideplätze der Tiere. Diese haben einen entscheidenden Einfluss auf Dichte und Anteil des feinen Flaumhaares.
Bei unserer aus der Mongolei und China gelieferten Rohware beträgt die Faserlänge 34 bis 38 mm, was eine optimale Faserlänge für die Herstellung von hochwertigstem Kaschmirgarn ist. Bei der Herstellung der höchsten Qualitätsstufe von 2-fädigem Kaschmir, werden bei uns nur Fasern mit einem Querschnitt von 14 bis höchstens 16.5 Mikrometer verwendet. Rohware dieser Feinheit kommt nur aus der Mongolei und China.
Ein zusätzliches und sehr wesentliches Kriterium, was besten und hochwertigsten Kaschmir ausmacht, ist der Anteil der Grannenhaare in der gereinigten Rohware. Für unser wertvolles Garn wird höchstens ein Anteil von 0.5% akzeptiert, was ein sehr hoher Standard ist und für Spitzenqualität steht.
Auslüften
Kaschmir Wolle besteht aus Naturhaar und erhält schon durch einfaches Lüften ihre natürliche Schönheit zurück. Nach mehrmaligem Tragen kann aber auch für dieses Naturmaterial eine Wäsche nötig werden.
Maschinenwäsche
Waschen Sie Kaschmir nach Möglichkeit in der Maschine. Stecken Sie Ihr Kleidungsstück auf links gedreht in einen Wäschebeutel oder einen Kopfkissenbezug. Waschen Sie im Woll-oder Handwaschprogramm (max. 30° C.), mit ganz wenig Feinwaschmittel. Verzichten Sie auf Weichspüler und schleudern Sie mit maximal 400 bis 600 Umdrehungen/Minute.
Handwäsche
Sie können Kaschmir Produkte auch von Hand, mit einem flüssigen Wollwaschmittel in lauwarmem Wasser waschen. Wir empfehlen dazu ein Feinwaschmittel. Nach dem Waschen die Feuchtigkeit vorsichtig ausdrücken, in ein Handtuch einrollen und weiter ausdrücken und unbedingt liegend trocknen. Dann mit Dampf und einem Tuch Bügeln. Sieht aus wie neu. Falls Sie sich doch einmal mit Wein oder ähnlichem bekleckern, versuchen Sie nicht, den Fleck durch Reiben zu entfernen. Das verfilzt die Fasern. Lieber mit dem Kleidungsstück in die Reinigung gehen.
Trocknen und Bügeln
Legen Sie das Kleidungsstück nach dem Waschen auf ein Frottiertuch flach aus. Bei Handwäsche zuerst vorsichtig ausdrücken (nicht wringen und weder Heizung noch Tumbler zum Trocknen benützen). Ziehen Sie es leicht in Form und lassen Sie es trocknen. Für ein schönes Finish, bügeln Sie Ihr Kleidungsstück vorsichtig bei mittlerer Temperatur mit Dampf und einem Tuch.
Aufbewahrung
Kaschmir Pullover bitte niemals für lange Zeit auf einen Bügel hängen. Das leiert aus. Immer liegend im Kleiderschrank aufbewahren. Wenn es Zeit wird, die Wintergarderobe einzumotten, verstauen Sie Ihre Kaschmirstücke sauber und vakuumverpackt in eine Plastiktüte.
Mottenschutz
Motten lieben Kaschmir und Wolle. Verteilen Sie Anti-Mottenmittel in ihrem Kleiderschrank. Gut geeignet und frei von Chemie sind Neem und Lavandinöl, die in etlichen Duftbeuteln oder Dispensern stecken. Auch Kälte mögen Motten nicht. Wenn es frostig genug ist, den Kaschmir Pullover einfach ins Freie hängen, dabei wird er auch gleich gut gelüftet
Entfernen von Knötchen
Stark geraute, voluminöse und flauschige Gewebe wie Kaschmir sind anfällig für Peeling, eine Folgeerscheinung von Reibung auf hochflooriger Textilware. Eine starke Beanspruchung reibt die einzelnen aufgerauten Fasern aneinander, so dass sie ineinander verschlingen und Knötchen bilden. Sie können diese leicht selbst mit dem klassischen Kämmchen für Kaschmir und Wolle entfernen.
Extra Tipp von CASH-MERE.CH
Falls ihr Kaschmir Pullover nicht mehr so weich ist wie am Anfang, legen Sie das feuchte Kleidungsstück nach dem Waschen für eine Stunde in einen Gefrierbeutel ins Eisfach. Danach einfach auslegen und trocknen lassen. Voilà der Pullover ist wieder weich und geschmeidig.