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Von der EU als Indikator empfohlen, weist die Erwerbslosigkeit auf eine mangelnde Integration und Teilhabe oder den Ausschluss vom Reichtum einer Gesellschaft hin (und zudem auch auf eine mangelnde Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt). Es handelt sich folglich um einen der zentralen Indikatoren, um den Grad der Integration zu messen. Der Ausschluss aus dem Erwerbsleben ist eine der Hauptursachen für Armut. Ein dauerhafter Ausschluss hat negative Konsequenzen für fast alle Lebensbereiche. Eine Annäherung der Erwerbslosenquoten verschiedener Bevölkerungsgruppen würde anzeigen, dass sich der tatsächliche Zugang zum Arbeitsmarkt angleicht. Eine solche Entwicklung würde eventuell auch zugrundeliegende Merkmale wie Bildung, Sprache, Anerkennung von Abschlüssen oder auch die Arbeitsmarktrisiken betreffen.
Tabellen
Definitionen
Als erwerbslos gemäss ILO gelten Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die in der Referenzwoche nicht erwerbstätig waren, die in den vier vorangegangenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben und die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar waren. Diese Definition entspricht den Empfehlungen des Internationalen Arbeitsamtes und der OECD sowie den Definitionen von EUROSTAT. Erwerbslose gemäss ILO werden manchmal auch «Arbeitslose gemäss internationalen Normen» genannt.