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Eine Grundfigur, in der sich das Verhältnis des Goldenen Schnitts gleich mehrfach wiederholt, ist das regelmäßige Fünfeck. Dessen Diagonalen bilden das Pentagramm, das zum Goldenen Schnitt einen besonders engen Bezug hat. Jede Strecke und Teilstrecke des Pentagramms hat einen Partner, zu dem es im Göttlichen Verhältnis steht. Gleichzeitig ist jede Sternspitze des Pentagramms ein Goldenes Dreieck. Das heißt, die Längen der Grundseite und der Schenkel stehen im Verhältnis des Goldenen Schnitts.
Sowohl die Form des Fünfecks als auch die des Pentagramms sind in der Natur häufig anzutreffen beispielsweise im Seestern, im Efeu, in Ahornblättern und in den Blüten zahlreicher Rosen-, Nelken- und Lilienarten. Sehr gut zu sehen ist die fünfstrahlige Form bei der Wild- bzw. Heckenrose. Bei Zuchtformen der Rose ist das Pentagramm auf den ersten Blick nur an den Kelchblättern zu erkennen. Doch auch deren vollen Blüten folgen dem Prinzip des Goldenen Schnitts.
Ein Blick von oben offenbart, dass jedes Blütenblatt einer Rose exakt denselben Abstand zu dem davor gewachsenen einhält. Die Blütenblätter stehen immer im selben Winkel, dem Goldenen Winkel, der entsteht, wenn der Vollwinkel im Goldenen Schnitt geteilt wird. Natürlich gibt es gewisse Abweichungen, denn die Natur ist nicht perfekt. Würde man jedoch eine sehr große Anzahl von Blüten vermessen, würde sich der Durchschnittswert dem Wert des Goldenen Schnitts maximal annähern.
Übrigens: Teilt man einen Apfel (auch ein Rosengewächs) quer, präsentiert sich das Kerngehäuse als nahezu perfektes Pentagramm.