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Die US-Stadt Atlanta wurde vergangenen Monat Oper eines Cyber-Angriffs mit der Ransomware SamSam. Die Angreifer verlangten rund 50'000 Dollar in Bitcoins an Lösegeld. Ob die Stadt die Summe bezahlt hat, sei unklar, schreibt 'Wired'
, denn die Angreifer hätten die Payment-Seite relativ schnell wieder offline genommen. Bekannt sei aber, dass die Stadt rund 2,6 Millionen Dollar investieren muss, um die Folgen des Angriffs zu beheben. Atlanta zählt rund 400'000 Einwohner.
Die Stadt bestellte unter anderem Cisco-Services sowie Microsoft-Expertise in den Bereichen Cloud Engineering, Azure Active Directory und Windows 10 sowie Hilfe für die Krisen-Kommunikation und weitere Beratungsdienstleistungen für Cybervorfälle. Dies geht aus einer von der Stadt publizierten Liste der Zuschlagsempfänger von "Notfall-Beschaffungen" hervor. 'Wired' vermutet, dass diese Zuschläge alle mit dem Cyber-Vorfall zu tun haben.
Einem auf das Risiko-Management spezialisierten Berater zufolge, habe die Stadt mit Kosten von 2,6 Millionen Dollar noch einigermassen Glück gehabt. Ein von ihm beratenes Privatunternehmen, das 60 Millionen Dollar Jahresumsatz mache, hätte über drei Millionen Dollar nach einem Cyber-Angriff aufwenden müssen. "Es kann sehr teuer sein und Verteidigung ist keine leichte Sache", zitiert das US-Magazin den Consultant.
Vom Angriff waren fünf der 13 Regierungsabteilungen in Atlanta betroffen, darunter auch Bereiche, auf die sich die Bewohner der Stadt verlassen. Etwa konnten Bürger ihre Wasserrechnungen nicht bezahlen, die Gerichte waren in ihrer Arbeit gestört und die Polizei musste auf Berichte in Papierform zurückgreifen. "Es ist wichtig zu verstehen, dass unser gesamter Betrieb erheblich beeinträchtigt wurde und es einige Zeit dauern wird, bis wir unsere Systeme und Infrastruktur überarbeitet und neu aufgebaut haben", zitierte 'Wired' Ende März einen Sprecher der Stadt. Gemäss 'Engadget' seien nach wie vor nicht alle städtischen Dienste vollständig wieder in Betrieb. (kjo)