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| CHRISTentum.ch

Ein Portal für das Christentum in der Schweiz

Mensch und Menschsein
Mensch, schätze dich hoch ein, dann musst du dich nicht
wichtig nehmen!
Ich bin ein Christ, und mehr als
dies kannst du von mir
nicht erfahren.
Der Mensch hat von allen Geschöpfen etwas: Er hat das
Sein mit
den Steinen gemeinsam, das Leben mit den Bäumen, das Fühlen
mit
den Tieren, das Erkennen mit den Engeln. Wenn der Mensch also mit allen
Geschöpfen
etwas gemeinsam hat, dann ist in ihm in irgendeiner Weise die ganze
Schöpfung.
Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der
Natur; aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Es ist nicht nötig,
dass das ganze Weltall sich waffne, ihn zu zermalmen: Ein Dampf, ein
Wassertropfen genügen, um ihn zu töten. Aber wenn das Weltall
ihn zermalmte, so wäre
der Mensch noch edler als das, was ihn tötet, denn er weiss, dass
er
stirbt, und kennt die Überlegenheit, die das Weltall über ihn
hat;
das Weltall weiss nichts davon. Unsere ganze Würde besteht also im
Gedanken.
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
Mensch sein heisst ganz speziell: verantwortlich sein. Es
heisst schamrot werden vor dem Elend, auf das wir scheinbar keinen
Einfluss haben. Es heisst stolz sein über einen Sieg, den die
Kameraden errungen haben. Es heisst einen Sinn dafür haben, dass
man am Bau der Welt mitwirkt, wenn man seinen Stein einsetzt.
Nachdem er zum Monsignore ernannt worden war, redete ihn ein
Seminarist einmal mit Don Luciani statt mit Monsignore an. Seine
Kameraden korrigierten ihn, aber Luciani nahm ihn in Schutz und sagte:
Schaut, mit diesen Titeln macht man sich über jemanden ein
bisschen lustig... Die Menschen sind wie Fussbälle: Wenn der
Fussball nicht aufgeblasen ist, liegt er unbeachtet in einer Ecke; ist
er aber voll Luft, dann denken alle, sie können
mit ihm machen, was sie wollen.
Der Mensch ist ein Rätsel, das wir nicht lösen
können. - Brauchen wir darum Rätsel, die wir lösen
können?
Inschrift auf dem Kleinen
Matterhorn, Zermatt
Die fünf modernen Menschentypen aus der
Lifestyle-Schublade: Puppie (Postmodern upwardly professional -
postmoderne, aufstrebende Berufsleute); Yuppie (Young urban
professional - junge, in der Stadt lebende Berufsleute); Dinkie (Double
income no kids - Doppelverdiener ohne Kinder); Hiob (Half
income one Baby - halbes Einkommen, ein Baby); Milkie (Modest
introverted
luxury keeper - introvertierter, zurückhaltender Luxusliebhaber).
Wenn er ausnahmsweise mal die Kanzlei verlässt und auf
einen Kaffee nach draussen geht, will er nicht von "irgendwelchen
Pennern" gestört werden. Da sitzt er dann. Walkmann im Ohr, die
Frankfurter Allgemeine auf dem Schoss, und blickt nur manchmal auf, um
einem hübschen Mädchen, am besten Typ Cindy Crawford, kurz
zuzublinzeln.
Eine alte Legende aus Israel erklärt: Als Gott, der
Vater, am
sechsten Tag seines Schöpfungswerkes noch einmal mit sich zu Rate
ging,
ob er den Menschen schaffen und wie er ihn schaffen sollte, da waren
seine
drei liebsten Töchter bei ihm: die Weisheit, die Gerechtigkeit und
die
barmherzige Liebe. Zuerst trat die Weisheit auf und sagte: "Vater,
schaffe
den Menschen nicht. Er wird deiner Weisheit nicht folgen. Die Menschen
werden
sich selbst zu Narren machen. Dafür ist deine Schöpfung zu
gut!
Gib sie dem Wahnsinn der Menschen nicht preis." Gott schwieg.
last update: 30.08.2015