Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/206896

<h2>SubmittedText<h2><p>Medien kritisieren die amtlichen Tarife für Grosslaboratorien im Vergleich zu den Labortarifen in umliegenden Ländern als stark überhöht.</p><p>- Kommt der Bundesrat zum selben Schluss?</p><p>- Er plant die Überprüfung der Tarife, wann tritt sie in Kraft?</p><p>- In welcher Grössenordnung schätzt er die möglichen Ersparnisse durch die Überprüfung der Labortarife ein?</p><p>- Ist davon auszugehen, dass er dabei die spezielle Situation und die Dienlichkeit für die Patientinnen und Patienten der Labors in Arztpraxen beachtet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der heute gültige Tarif der Analysenliste stammt grösstenteils aus dem Jahr 2009. Aufgrund des labortechnischen Fortschritts ist eine Überprüfung der Tarife der Analysenliste angezeigt. Ob die heutigen Tarife überhöht sind, kann indes erst nach dieser Überprüfung beantwortet werden. In einem ersten Schritt führt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) zurzeit zusammen mit allen entscheidenden Akteuren die inhaltliche Revision der Analysenliste durch. Die revidierte Analysenliste wird im Frühjahr 2020 publiziert. Anschliessend werden die Tarife der Analysenliste überarbeitet. Es ist daher im Moment auch noch nicht möglich, ein Einsparpotenzial zu beziffern. Das EDI wird dabei die spezielle Situation der medizinischen Grundversorger weiterhin beachten. Ein vor Kurzem vom Bundesamt für Gesundheit durchgeführtes Monitoring der Anpassungen der Analysenliste im Zusammenhang mit dem Masterplan Hausarztmedizin hat gezeigt, dass die gewollte Stärkung der Praxislaboratorien erreicht werden konnte.</p>