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Trainingsaufbau
Neben einer ausgeprägten Aufwärmphase mit Warm-up und Dehnen oder einem Spiel, baut auch unser Training nach traditionellem Prinzip der drei Säulen auf.

Genauso, wie dieser Stuhl nicht steht, wenn ein Bein fehlen würde, so sind im Karate-do Kihon, Kata und Kumite im gleichen Masse wichtig.
Die erste Erfahrung in unserem Dojo beginnt mit dem Kihon-Training (Grundschule).
Im Kihon lernt der Karateschüler ohne Partner verschiedene Abwehr- und Angriffstechniken auszuführen.
Eingesetzt werden hierzu verschiedene Teile der Arme, wie Fäuste, Ellbogen, Handkanten und Fingerspitzen, aber auch die Füße, Beine und die Knie werden benutzt. Besonderen Wert wird auf einen korrekten Stand, auf Gleichgewicht und Atmung gelegt.
Die Erlernung und Verbesserung der Techniken hat erste Priorität, um sie später in Kata und Kumite anzuwenden.
In Verbindung mit der Technik werden auch verschiedene Stellungen trainiert, der richtige Einsatz der Hüfte und die höchstmögliche Konzentration von Körper und Geist auf eine Technik.
Kata bedeutet Form oder Gestalt und bezeichnet die stilisierte Form eines Kampfes gegen einen oder mehrere reale oder imaginäre Gegner, bei der Verteidigung, Angriffe und Gegenangriffe in festgelegter Abfolge und Ausführungsart geübt werden.
Im traditionellen Shotokan Karate gibt es 27 verschiedene Katas.
Getreu dem Grundsatz: "Es gibt keinen ersten Angriff im Karate", beginnen alle 27 Kata mit einer Abwehr.
Darf ein Schüler eine Prüfung ablegen, muss er im Stande sein, eine festgeschriebene neue Kata vorzuführen. Ein Schwarzgurt muss mindestens die ersten zehn Shotokan- Katas beherrschen.
Nach einer gewissen Anzahl von Jahren sollte ein Karateka seine Studien auf die Bunkai (oder Kaisetsu) der einzelnen Kata ausweiten. Das bedeutet, dass die Kata aufgegliedert, analysiert und studiert wird. Ziel ist es, dass ein Karateka zusammen mit einem Partner demonstrieren kann, wozu die einzelnen Techniken einer Kata eingesetzt werden können. Meistens gibt es dabei mehrere Möglichkeiten.
Die Anwendungsform einer partnerlos ausgeführten Kata mit einem Partner wird Bunkai oder Kaisetsu genannt.
Wenn eine Kata aus mehreren Katas ausgewählt werden darf, so bezeichnet man diese als Sentei-Kata. Eine vorgeschriebene Kata heißt auch Shitei-Kata (Pflicht). Eine frei wählbare Kata heißt auch Tokui-Kata (Kür).
Katas werden auch in Wettkämpfen durchgeführt, bei denen die Darbietungen jeweils von Kampfrichtern bewertet werden.
Das dritte Trainingselement in unserem Dojo ist das Kumite.
Im Kumite werden die im Kihon erworbenen Fähigkeiten mit dem Partner geübt und umgesetzt.
Der Karateka soll lernen, im richtigen Moment die richtige Technik auszuführen. Dazu gehört neben der Wahl der korrekten Distanz ein hohes Maß an Konzentration, damit die Technik kontrolliert ausgeführt werden kann, und der Partner nicht verletzt wird.
Es gibt verschiedene Kumitearten, welche an das Trainingsniveau der Schüler angepasst sind.
Die Kumitearten reichen von der einfachsten Kumiteform, dem Gohon Kumite (Fünfschritt-Partnerübung in Grundstellung) bis zum Jiyu Kumite (Freikampf). Dazwischen gibt es viele verschiedene Stufen, die den Schüler von der Grundform bis zum Freikampf geleiten.
Wichtig beim Kumite ist zu verstehen, daß mit einem Partner der Kampf geübt und nicht gegen einen Gegner gekämpft wird. Insofern soll sich der Respekt vor dem Trainingspartner entwickeln, und die Verletzungsgefahr unterbunden werden.
Die Reihenfolge der Kampfformen, wie sie eingesetzt werden, um die Technik der Schüler zu verbessern, sieht wie folgt aus:
- Gohon Kumite (Fünfschritt-Partnerübung in Grundstellung)
- Sanbon Kumite (Dreischritt-Partnerübung in Grundstellung)
- Kihon Ippon Kumite (Einschritt-Partnerübung in Grundstellung)
- Jiyu Ippon Kumite (Einschritt-Partnerübung in Kampfstellung)
- Okuri Ippon Kumite
- Kaeshi Ippon Kumite
- Jiyu Kumite (Freikampf)
Quellen:
- Offizielle Verbandsseite des Shotokan International Swiss Federation SKISF
- Wikipedia, die freie Enzyklopädie
- Theoretische Grundlagen zum Shotokan Karate do
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