Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03298.jsonl.gz/1082

Die Winklevoss-Brüder, auch bekannt als Tyler und Cameron Winklevoss, sind Unternehmer und Investoren im Bereich der Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Bekanntheit erlangten die beiden Brüder durch ihre Rolle bei der Gründung von Facebook. Seitdem sind sie als Pioniere in der Krypto-Industrie aktiv.
Tyler und Cameron Winklevoss wurden am 21. August 1981 in Southampton, New York, geboren. Sie studierten an der Harvard University, wo sie im Ruderteam der Universität aktiv waren und sich mit Facebook Gründer Mark Zuckerberg angefreundet haben.
Die beiden Brüder entwickelten die Idee, eine Website zu entwickeln, über die Kommilitonen sozial miteinander interagieren können. Die Idee für „HarvardConnection“ war geboren. Nachdem der einst hauptverantwortliche Entwickler das Projekt verlassen hatte, kam es zu einem ersten Treffen der Brüder mit Mark Zuckerberg. Sie erklärten ihm die Funktionsweise von HarvardConnection und betonten dabei stets die Wichtigkeit „als Erstes am Markt“ zu sein.
Die Aufgabe von Mark Zuckerberg war es, die Website für den Launch fertigzustellen. Er stimmte zu, arbeitet jedoch stattdessen an einem Konkurrenzprodukt und griff dabei angeblich auch auf den Quellcode von HarvardConnection zurück. Seine Website „thefacebook.com“ wurde von Zuckerberg am 11. Januar 2004 angemeldet und erfreute sich an starker Begeisterung.
Die Brüder behaupteten später, dass Zuckerberg ihre ursprüngliche Idee von „HarvardConnection“ gestohlen und sie als Grundlage für Facebook verwendet hatte. Ein langjähriger Rechtsstreit endete schliesslich mit einer Vergleichszahlung von Zuckerberg an die Winklevoss-Brüder über 65 Millionen US-Dollar.
Die Brüder in der Krypto-Szene
Mithilfe des aus dem Vergleich mit Mark Zuckerberg erhaltenen Kapitals gründeten die Zwillinge im Jahr 2012 „Winklevoss Capital Management“. Hierüber investieren die Brüder in unterschiedliche Tech-Startups. Das alles passierte zu einem Zeitpunkt, in dem auch eine technische Errungenschaft das Aufsehen der ganzen Welt erringen konnte: Bitcoin. Durch Bekannte wurden die Geschwister auf die Kryptowährung aufmerksam und setzten sich intensiv mit ihr auseinander.
Im Jahr 2013 kauften sie Bitcoins im Wert von 11 Millionen US-Dollar, was zu diesem Zeitpunkt etwa 1 Prozent aller existierenden Bitcoins ausmachte. Dieser Kauf machte sie zu den grössten Bitcoin-Inhabern auf der ganzen Welt.
Im Jahr 2014 gründeten die Winklevoss-Brüder die Krypto-Handelsplattform Gemini, die es Benutzern ermöglicht, Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether zu kaufen, zu verkaufen und zu speichern. Gemini hat seinen Hauptsitz in New York und wird von der New York State Department of Financial Services reguliert. Die Plattform ist bekannt für ihre Sicherheitsmassnahmen, einschliesslich der Verwendung von Multifaktor-Authentifizierung und der Lagerung von Kundengeldern in einem kalten Offline-Speicher.
Im Jahr 2018 reichten die Brüder eine Petition bei der SEC ein, in der sie die Schaffung eines Bitcoin-ETFs forderten, um Anlegern den Zugang zu Bitcoin-Investitionen zu erleichtern. Die Petition wurde jedoch abgelehnt.
Die Winklevoss-Brüder spielten auch eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Sicherheitsstandards für Krypto-Handelsplattformen, indem sie Gemini mit hochmodernen Sicherheitsfunktionen ausstatteten. Das trug dazu bei, das Vertrauen der Benutzer in Kryptowährungen zu stärken und ihre Akzeptanz zu erhöhen.
Investment in das Metaverse
Mit der Umbenennung von Facebook in Meta, investiert Mark Zuckerberg im Jahr 2021, 10 Milliarden US-Dollar in die Errichtung einer eigenen digitalen Parallelwelt – dem Metaverse. Die Antwort der Winklevoss Brüder kam etwa einen Monat später. Gemini konnte in einer Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar einnehmen. Das gesamte eingenommene Kapital soll laut den Brüdern in die Entwicklung eines eigenen digitalen Raums gesteckt werden.
Während Meta versucht, eine zentralisierte Lösung für ein Metaverse zu finden, liegt der Ansatz von Gemini in der Dezentralität. Die Krypto-Börse kooperierte in diesem Zusammenhang mit „The Sandbox“, einem allseits bekannten Metaverse-Spiel. Dort kaufte sie bereits im April 2021 mehrere Grundstücke.