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Zündholzfabriken im Kanton Bern
Amtsbezirk Frutigen

1850 - 1964 Frutigen (Dorf, Fabrik I)

Friedrich Schneider, & Cie
Zündholzfabrik
Anfang des Jahres 1850 bemüht sich der Landsekelmeisters Friedrich Schneider & Comp. um die Bauerlaubnis für eine Zündholzfabrik im Dorfe Frutigen. Es handelt sich hier um die zweite Fabrik im Berner Oberland, nachdem bereits die erste in Aaarmühle bei Interlaken in Betrieb genommen worden ist.
Die Baupläne sehen vor, dass die Fabrik auf dem von Johannes Maurer, Sohn, in der Nähe der Bäckerei gekauften Gelände entstehen soll. Nachdem das Bauvorhaben bekannt geworden ist werden seitens einiger Nachbarn Einsprüche eingereicht. Auf Grund dieser Einsprüche kommt es seitens des Regierungsrats zu verschärften Bauauflagen, so wird u.a. vorgeschrieben das Gebäude müsse aus Ziegel bzw. Stein gebaut werden. Im Lagerbuch wird unter 901 die Grösse des Gebäudes auf 48 x 35 m bezeichnet. Es besteht aus drei Stockwerken und ist auf 6.500 Fr. versichert.
Als Eigentümer sind hier Friedrich Schneider und Christian Zurbrügg eingetragen, anderseits ist bekannt, daß auch der Amtsvorsteher Gottlieb Bütschi an der Fabrik beteiligt ist. Im Verwaltungsbericht des Amtsbezirks Frutigen vom 13.5.1851 wird die Zündholzfabrik folgend erwähnt:
"Im Laufe des letzten Monats wurde durch Herrn Landsekelmeister Heinrich Schneider & Comp. In Frutigen eine Zündholzfabrik erbaut, welche gegenwärtig sehr wohltätig auf die hiesige Ortschaft wirkt. Es sind bei 80 a 100 Arbeiter beschäftigt. Täglich werden 8 bis 12.000 Schachteln gefertigt. Es werden auch die sogenannten Wienerhölzchen (ohne Schwefel) hergestellt, für welche man besonders guten Absatz zu finden hofft. Die Armenspinnerei von Kandergrund hat eine sogenannte Schachtelnfabrik errichtet und die Leitung derselben übernommen. Darin werden 20 Kinder und 3 Arbeiter beschäftigt und finden dabei Verdienst. Die Schachteln werden zu der Zündhölzchenfabrik nach Frutigen geliefert."
Im Bericht für das Jahr 1853 ist die Angabe zu finden, dass die Fertigung von Zündholzschachteln bereits 300.000 Stück im Monat erreicht hat. Diese werden nicht bloss vom Schneider verbraucht, aber auch nach Interlaken und Wimmis geliefert.
Im Bericht vom 25.07.1865 ist über die Fabrik Fr. Schneider & Cie. folgendes zu lesen: "Die einzige Fabrik im Dorfe Frutigen selbst, aber durch ziemliche Abstände von Wohnungen und anderen Gebäuden getrennt und auch nicht selbst bewohnt. Die ganze Einrichtung gehört zu den besseren. Luftkanäle welche in mehreren Räumen angebracht sind, dokumentieren wenigstens den guten Willen, aber sie sind wegen mangelhafter Ausführung ausser Wirksamkeit. Sehr zu tadeln ist die ungenügende Beleuchtung namentlich des Einlegezimmers sowohl bei Tage, wie auch in der Nacht. Die Decke ist mit Russ belegt, zeugt nicht von grossen Reinlichkeitssinn."
|1864 - 1971 Frutigen (Dorf, Fabrik I)|

Christian Zurbrügg
Zündholzfabrik
Im Jahr 1864 steigt Friedrich Schneider aus der Sozietät aus, auch Gottlieb Bütschi wird nicht mehr erwähnt. Die Fabrik wird jetzt in Eigenverantwortung durch Christian Zurbrügg geführt, sein Gewerbeschein wird am 18.06.1864 ausgestellt. Bei der Übernahme wird die Versicherungssumme auf 20.000 Fr. erhöht.
Mit Kaufbeile vom 6.08.1867 erwirbt Christian Zurbrügg die Immobilie zur Hälfte von den Erben des sel. Abraham Friedrich Schneider und zur Hälfte von Gottlieb Bütschi. Christian Zurbrügg betreibt noch eine weitere Zündholzfabrik in Reinisch.
Im Bericht des Amtsarztes für das Jahr 1867 ist die Aussage enthalten, dass die sich mitten im Dorf befindende Fabrik wegen Feuergefahr mit der Zeit verschwinden sollte.
Bereits im Jahr 1871 kommt es zu einen weiteren Besitzerwechsel.
|1871 - 1880 Frutigen (Dorf, Fabrik I)|

Peter Gyseler
Zündholzfabrik
Am 6.Juni 1871 verkauft Christian Zurbrügg, Christians sel. Sohn, die ganze Immobilie an Peter Gyseler allié Senn, Jakobs Sohn, Zündholzfabrikant und Krämer zu Byfingen. Der Betrieb wird wahrscheinlich verkleinert, denn im Fabrikgebäude befindet sich nun auch die Wohnung des Fabrikanten. Die Wohnung wird eingerichtet, obwohl weiter eine grosse Feuergefährlichkeit besteht. Da keine Ventilation vorhanden ist, breitet sich im ganzen Gebäude ein starker Geruch aus. Leider ist es nicht bekannt, wie es mit den gesundheitlichen Zustand der Familie Gyseler ausgesehen hat. Die Amtsärzte attestieren in selber Zeit sehr schlechte gesundheitliche Bedingungen für die Arbeiter. Durch Verfügung der Direktion des Innern des Kantons Bern soll die Fabrik auf Neujahr 1877 gänzlich geschlossen werden. Leider ist diese Verfügung nicht erhalten geblieben. Um dies zu vermeiden führt Gyseler im Jahr 1876 einige Baumassnahmen durch. Die direkte Verbindung zum Füllzimmer & Küche wird zugemauert. Die Tür zwischen Küche & Tröcknerraum wird mit Blech bekleidet. Der Dörrofen wird gänzlich aus dem Gebäude entfernt und in einiger Entfernung vom Haus neu gebaut. Die durchgeführten Arbeiten beeindrucken die Direktion des Innern nicht, es wird die gefährliche Lage der Fabrik mitten im Dorf hervorgehoben, die durch Baumassnahmen nicht gemindert werden kann. Gyseler musste in Frutigen beliebt gewesen sein, denn er kann am 16.10.1876 ein Gesuch an die Direktion des Innern stellen, in dem er um die weitere Zulassung seiner Fabrik bittet. Das Gesuch wird mit einer Empfehlung seitens 32 Bürger aus Frutigen unterschrieben. Die Direktion des Innern nimmt zur Kenntnis, dass die Fabrik sich nicht mitten im Dorfe befindet, sondern in dessen nördlichen Teil in der Nähe des Leinbach. Auch der Abstand zu den anderen Gebäuden ist verhältnismässig gross. Ein weiterer Betrieb wir unter folgenden Bedingungen zugelassen:
"1. Das die nach den Plänen von Architekt Merz ausgearbeiteten Änderungen auch durchgeführt werden.
2. Das namentlich das Nebengebäude eine Ziegelbedachung erhalte, und der angebaute Holzschopf ganz entfernt werde.
3. Das der Einlegeraum aus dem Hauptgebäude entfernt werde."
Dies alles ist wahrscheinlich auch realisiert worden, denn die Fabrik besteht weiter, und Peter Gyseler kann am 16.09.1878 die FabrikOrdnung für die Zündhölzchen Fabriken im Amte Frutigen unterschreiben.
Das diese Fabrikordnung nicht immer beachtet worden ist, beweist die Anzeige vom 21.05.1879, es gab eine Zuwiderhandlung, die Arbeitszeiten sind überschritten worden. Für dieses Vergehen bekommt Gyseler eine Busse von 10 Fr. zuzüglich Kosten.
Die Fabrik wird bis zuletzt unter der Bezeichnung Peter Gyseler geführt, obwohl der Regierungsstatthalter des Amtes Frutigen Ende 1880 feststellt, die fragliche Fabrik sei nun das Eigentum von seinem Bruder Gilgian Gyseler.
Nachdem ab 1880 die Nutzung des gelben Phosphors verboten worden ist, wird die Fertigung in Frutigen Dorf eingestellt. Wie das Gebäude weiter genutzt worden ist, ist nicht bekannt.
|1923 - 1925 Frutigen (Dorf, Fabrik II)|

Mathias Gehring
Zündholzfabrik
Am 8.5.1923 stellt Herr Mathias Gehring, Mathias sel. von Rüdlingen, Zündholzfabrikant an der Zrydsbrück das Gesuch, auf seiner Besitzung in Frutigen, unter Nr. 185 Versichert, zwischen der Bahnlinie BLS und der Engstligen gelegen, eine Zündholzfabrik zu gründen. In einen weiteren Schreiben gibt Gehring an, dass in der neuen Anlage die Verwendung einer automatischen Komplettmaschine vorgesehen ist. Schachtelmuster, wie auch die Rezeptur wird eingereicht. In der Fabrik sollen 12 - 15 Arbeiter beschäftigt werden.
Die Fabrikbaupläne werden noch im Jahr 1923 mit einigen Auflagen genehmigt. Am 27. Mai 1924 wird auch seitens des Regierungsrats die Fabrikordnung genehmigt, die auch von 9. Arbeitern unterschrieben worden ist. Die Fabrikation wird hier in den Jahren 1924 bis 1925 bloss für eine kurze Zeit aufgenommen, ohne das eine endgültige Betriebsgenehmigung erteilt worden wäre.
Bereits im Jahr 1926 ist die Fabrik ausser Betrieb, nun bemüht sich Mathias Gehring um eine Betriebsgenehmigung. Die letzte ist ihm wahrscheinlich bei den Verhandlungen mit den schwedischen Trust notwendig.
Am 20.August 1926 erteilt der Regierungsrat eine Provisorische Betriebsgenehmigung. Die Fertigung wird aber nicht wieder aufgenommen und die Fabrik wird im Jahr 1927 aus dem Fabrikverzeichnis gestrichen.
In der Zwischenzeit kam es wahrscheinlich zu einem Vertrag mit der schwedischen Seite, dessen Text nicht näher bekannt ist.
Die Immobilie ist weiter im Besitz der Familie und kommt am 14.05.1934 in die Konkursmasse. Sowohl die ehemalige Fabrik, wie auch das Wohnhaus werden vom Walter Gehring-Schneider ersteigert. Die Räumlichkeiten sind nach der Einstellung der Fabrikation als Lagerräume genutzt worden.
|1946 - 1972 Frutigen (Dorf, Fabrik II)|

Zündwarenfabrik Kandergrund A.G
Zweigbetrieb in Frutigen, Schwandistrasse
Am 13.Juni 1945 wird die Besitzung, Fabrikgebäude mit Gebäudeplatz von der Bergbau-Gesellschaft Kandergrund A.G. mit Sitz in Kandergrund gekauft.
Hinter dieser Gesellschaft steht Walter Gehring-Schneider der zugleich Präsident der Zündwarenfabrik Kandergrund A.G. ist und eigentlich deren Interessen wahrnimmt.
Die Zündwarenfabrik Kandergrund A.G. gründet hier im Jahr 1946, einen Zweigbetrieb, wo pyrotechnische Artikel hergestellt werden sollen. Im Gesuch um die Fabrikbewilligung werden folgende Fabrikate aufgelistet, die in Frutigen hergestellt werden sollen:
1. Bengalische Zündhölzer, rot und grünflammig und Chrysanthem, sog. Sternenregenhölzer, Grösse gleich wie die normalen Zündhölzer, 5 cm lang. Verpackung in Schiebeschachteln aus Holz, 10 Schchteln in einem Paket.
2. Bengalfackeln, rot und grünflammig aus Holzstäbchen 4 x 8 mm, Länge 26 cm. Verpackung in Kartonschachteln.
3. Bengalfackeln, rot und grünflammig, sowie Sternenregenfackeln aus Holzstäbchen 4x4 mm, Länge 18 cm. Verpackung in Kartonschachteln.
4. Kaminhölzer, rotflammig aus Holzstäbchen 3x3 mm, Länge 20 cm. Verpackung in Kartonschachteln.
5. Wunderkerzen oder Weihnachtssterne auf Metallstäbchen, verkupfert und gewellt, 1 x 175 mm. Verpackung in Kartonschachteln.
Im Jahr 1957 wird berichtet, dass in Frutigen auch Buchzünder hergestellt worden seien. Vom Produktionsablauf her berichtet der Eidg. Fabrikinspektor am 17. Juni 1946, in Frutigen würden lediglich folgende Verrichtungen ausgeübt: Mahlen und Bereitstellen der Zündmassen, Tunken (von Hand) der Hölzchen in der Zündmasse, Paraffinieren der getunkten Hölzchen, Trocknen der fertigen Hölzchen in der Kanaltröcknerei, das Einfüllen der Hölzchen in die Schachteln sowie deren Verpacken in die Kisten. Die übrigen Funktionen werden in Kandergrund selbst abgewickelt:
Ankauf der Hölzchen normalen Formats, Herstellen der langen Hölzchen, Herstellen der Streichmasse, Auftrag der Streichmasse auf die fertigen Schachteln, Lagerhaltung der Rohmaterialien und Fertigprodukte, Spedition etc.
Die Fabrikbetriebsbewilligung wird vom Regierungsrat unter einigen Bedingungen am 22. November 1946 erteilt. Die Fabrik wird auch gleich unter das Fabrikgesetz gestellt, die seit 10.11.1933 für Kandergrund geltende Betriebsordnung übernommen.
Im Jahr 1959 wird ein neuer Lagerschuppen beantragt und auch genehmigt, der alte Schuppen musste abgerissen werden, weil er zu nahe bei der Fabrik und den Wohnhaus stand, was im Brandfall eine gefährliche Feuerbrücke bilden konnte.
|1972 - 1973 Kandergrund|

Hiag Holzindustrie AG St. Margrethen
Zweigbetrieb in Frutigen
Nachdem die Fertigung im Jahr 1972 aufgegeben worden ist werden die Räumlichkeiten in Frutigen, Bahnhofstrasse an die Zündholzfabrik in Unterterzen verpachtet. Dies musste wahrscheinlich bereits mit der Einverständnis der schwedischen Gruppe aus Nyon geschehen sein. Die Hiag, Zündholzfabrik Unterterzen übernimmt zwei Objekte, das obige und die Räumlichkeiten in Kandergrund.
In Frutigen werden weiter die selben Arbeiten ausgeführt, wie vor der Verpachtung. Wer in dieser Zeit die Aufsicht hatte ist nicht näher bekannt.
Der Vertrieb der hier hergestellten Artikel ist von der Hiag fortgeführt worden.
|1973 - 1976 Kandergrund|

Terza Pyrotechnik AG
Parallel zu der Gründung der Terza Zündwarenfabrik AG, der die Zündholzfabrik in Unterterzen unterstellt ist, kommt in Frutigen zur Gründung der Terza Pyrotechnik AG. Beide Aktiengesellschaften arbeiten Hand in Hand, was schon anhand der beidseitigen Mitglieder des Verwaltungsrates zu sehen ist.
Terza Pyrotechnik AG, in Frutigen. Gemäss öffentlich beurkundetem Errichtungsakt und Statuten vom 29.Juni 1973 besteht unter dieser Firma eine Aktiengesellschaft. Sie Bezweckt die Herstellung, den Handel und die Verarbeitung von Produkten der Zündholzbranche, speziell von pyrotechnischen Artikeln. Sie kann Grundstücke erwerben, sich an anderen Unternehmungen des In und Auslandes beteiligen, gleichartige oder verwandte Unternehmungen erwerben oder errichten und Vertretungen übernehmen. Das voll einbezahlte Grundkapital beträgt Fr. 50.000, eingeteilt in 500 Inhaberaktien zu Fr. 100. Publikationsorgan der Gesellschaft ist das SHAB. Einladungen und Mitteilungen an die Aktionäre erfolgen durch eingeschriebenen Brief, sofern deren Adressen alle bekannt sind. Der VR besteht aus einen oder mehreren Mitgliedern. Ihm gehören an: Conrad Marti, von Wattwil, in Unterterzen, Gemeinde Querten, als Mitglied. Conrad Marti führt Einzelunterschrift; Fritz Waibel zeichnet kollektiv zu zweien. Kollektivprokura wurde erteilt an Ernst Giger, von Murg, Gemeinde Quarten, in St. Margrethen; Jules Wietlisbach, von und in Zürich; Dionys Giger, von Quarten, in Unterterzen, Gemeinde Quarten. Diese drei Prokuristen zeichnen kollektiv zu zweien unter sich oder mit Fritz Waibel, welcher gleichzeitig als Direktor und Geschäftsführer ernannt wird. Geschäftslokal: Schwandistrasse.
Es wird weiter in Kandergrund, sowie der Bahnhofstrasse in Frutigen produziert. In kandergrund wird für die Fertigung die ehemalige Montagehalle 24x5 Meter genutzt. Es arbeiten hier 2-4 Frauen, die u.a. die Bengalen verpacken und die Schachteln anstreichen. Als Leiter des Betriebs wird Herr Willen jun. eingestellt der zunächst von Herrn Giger aus Unterterzen angelernt eingeführt wird.
Im Jahr 1976 wird auch die Terza Pyrotechnik AG von der Diamond S.A. in Nyon übernommen. Die Räume in Kandergund werden für die Fertigung nicht mehr genutzt. Die Terza Pyrotechnik A.G. besteht noch im Jahr 1978, was für Aufgaben von ihr erfüllt werden ist nicht näher bekannt.
|1976 - 1985 Frutigen|

Fabrique d´allumettes «Diamond» SA, Nyon
Zweigbetrieb in Frutigen
Zunächst geht der Pachtvertrag von der Terza Pyrotechnik AG auf die Diamond SA über. Am 17. Mai 1978 werden dann die Räume von der Bergbaugesellschaft Kandergrund AG an die Firma Fabrique d´allumettes «Diamond» SA in Nyon verkauft.
Es werden hier weiter die selben Produkte, Bengalhölzer und Wunderkerzen, aber auch neue Fabrikate wie Schweizerkreuze und Wunderkerzen hergestellt.
Der Zweigbetrieb wird weiter von Herrn Willen geleitet. In der Fabrik sind 16 Personen beschäftigt.
|1985 - 1992 Frutigen|

Terza Diamond S.A.
Zweigbetrieb in Frutigen
Wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Umstrukturierung im schwedischen Konzern selbst, wird am 22.August 1985 die Immobilie per Kaufvertrag an die Terza-Diamond S.A. übergeben.
Die Zündholzfabrik in Nyon hat die Fertigung von Zündhölzern aufgegeben, es verblieb der schwedischen Seite bloss der kleiner pyrotechnischer Betrieb in Frutigen. Dieser wird nun notgedrungen der Vertriebsgesellschaft Terza Diamond untergeordnet.
Es werden hier weiter pyrotechnische Artikel hergestellt, die eigentlich bloss für den schweizerischen Markt bestimmt sein können. Es gibt aber auch noch einige Abnehmer u.a. von Bengalzündhölzern im Ausland.
|1992 - heute Frutigen|

Peter Willen
Pyrotechnik in Frutigen, Schwandistrasse 185
Am 29 Januar wird die Fabrik an Peter Willen-Wenger von Adelboden verkauft, der bis zuletzt in diesem Objekt als Betriebsleiter beschäftigt gewesen ist.
Er befasst sich weiter mit der Herstellung und den Vertrieb von pyrotechnischen Artikeln. Es werden hier auch die sog. Bengalhölzer hergestellt. Es handelt sich hierbei um ein ganz kleines Unternehmen, welches in der Schweiz die pyrotechnische Nische ausfüllt.