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Weihnachten - ein Fest des Teilens
Weihnachten steht vor der Tür und bringt wie bei vielen anderen Feiertagen auch die Frage mit sich, wo das Kind diese doch so wichtigen Festtage verbringt? Bei der Mutter? Beim Vater? Bei Beiden? Oder vielleicht doch vereint im Kreise der Familie?
Für Dich als alleinerziehende Mutter ist diese Frage wahrscheinlich sehr schwer zu beantworten. Selbstverständlich steht das Wohl des Kindes immer im Vordergrund und dieses muss auch bei der Beantwortung dieser Frage stets bedacht werden. Auf der anderen Seite wirst Du als Mutter wahrscheinlich auch ein grosses Interesse daran haben, die Festtage gemeinsam mit Deinem Kind zu verbringen und wirst es nicht mit dem Papa teilen wollen.
Besonders kompliziert wird es dann, wenn der Vater des Kindes nicht in unmittelbarer Nähe wohnt und auch noch eine längere Fahrt für die "Teilung" des Kindes in Kauf genommen werden muss. Wie löst man also so eine Situation, die jedes Jahr aufs Neue auftritt und daher auch jedes Jahr aufs Neue gelöst werden muss?
Feste Verabredungen treffen
Wichtig ist, dass immer feste Verabredungen getroffen werden, die nicht jedes Jahr aufs Neue zur Verhandlung stehen. Wenn vereinbart wurde, das das Kind den ersten Teil der Festtage bei der Mutter und den zweiten Teil der Festtage beim Vater verbringt, dann sollte dies immer so sein. So kann das Kind diese Regelung auch verinnerlichen, jeder kann sein Weihnachtsfest planen und die Routine verhindert unnötigen Streit.
Alternativen finden
Doch was tun, wenn der Vater weit weg wohnt, die Mutter mit dem Kind über die Festtage verreisen will oder andere Dinge ein Teilen des Kindes verhindern?
Dann sollte nach Alternativen gesucht werden. Auch wenn Weihnachten ein sehr wichtiges Fest ist und mit Sicherheit jedes Elternteil mit seinem Kind diese Tage verbringen will, sollte im Interesse des Kindes eine sinnvolle Alternative gefunden werden. So könnte das Kind Weihnachten mit der Mutter verbringen und Silvester mit dem Vater. Oder die freien Tage zwischen Weihnachten und Silvester werden für einen ausgiebigen Besuch beim Vater genutzt.
Zudem könnte auch festgelegt werden, dass Weihnachten das Kind bei einem Elternteil verbringt und Ostern bei dem anderen Elternteil. So sind die beiden wichtigsten Feiertage im Jahr aufgeteilt und das Kind muss nicht innerhalb der Feiertage hin und her reisen.
Wenn beide Elternteile sich verstehen und eine entspannte Atmosphäre herrscht, könnte Weihnachten auch gemeinsam verbracht werden. Man könnte gemeinsam mit den vielleicht bereits vorhandenen neuen Lebenspartner und dem Kind verreisen. So hat das Kind beide Elternteile an Weihnachten bei sich und das Fest der Liebe und der Besinnlichkeit kann in aller Ruhe gefeiert werden.
Das Kind in die Entscheidung einbeziehen
Ist das Kind bereits in einem Alter, in dem es die Tragweite seiner Entscheidungen bereits gut einschätzen kann, sollte das Kind in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Schliesslich ist es die Hauptperson, die auch bestimmen sollte, wie und wo Weihnachten verbracht werden soll und kann.
Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com