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- Autopilot hielt Seitenwand des Lastwagens für ein hohes Schild.
- Tesla mahnt Autofahrer zur Aufmerksamkeit.
- Technologie kann querende Fahrzeuge nicht erkennen.
Beim ersten tödlichen Unfall mit einem vom Computer gesteuerten Auto hielt das Fahrassistenz-System einen querenden Lastwagen-Anhänger für ein hohes Autobahn-Schild.
«Bei diesem Unfall führte die hohe weisse Seitenwand des Anhängers zusammen mit einer Radar-Signatur, die der eines hochhängenden Strassenschilds sehr ähnlich war, dazu, dass keine automatische Bremsung ausgelöst wurde», erklärte der Elektroauto-Hersteller Tesla.
Der Fahrer der Limousine «Model S» kam ums Leben, als die Unterkante des Anhängers die Windschutzscheibe traf. Der Tesla fuhr danach nach Angaben der Polizei zunächst weiter, kam von der Fahrbahn ab und traf einen Strommast.
Autopilot erfordert Aufmerksamkeit
Tesla betonte, dass Fahrassistenz-System Autopilot mache seine Fahrzeuge nicht zu einem selbstfahrenden Wagen. Die Fahrer müssten stets den Verkehr im Blick behalten. Allerdings gab es im Netz seit der Einführung des Systems im vergangenen Herbst Videos zu sehen, auf denen Fahrer sich mit anderen Dingen beschäftigten.
Der verunglückte Fahrer hatte zuvor selbst Videos von seinen «Autopilot»-Fahrten ins Netz gestellt. Auf einem war zu sehen, wie das System einem Lastwagen auswich, der überraschend vor dem Tesla die Spur wechselte und so eine wahrscheinliche Kollision vermied. «Autopilot wird die ganze Zeit besser, aber es ist nicht perfekt und erfordert vom Fahrer, wachsam zu sein», schrieb Tesla in einem Blogeintrag zum Unfall.
Technik noch nicht ausgereift
Das Autopilot-System greife auf eine Kombination von Technik verschiedener Anbieter zurück, um Hindernisse auf der Fahrbahn zu erkennen, erklärte Tesla in einer Stellungnahme. Die amerikanische Verkehrsaufsicht NHTSA untersucht jetzt das Autopilot-System. Mit der Prüfung wurde auch erst der tödliche Unfall von Anfang Mai bekannt.
Der Entwickler von Technik für selbstfahrende Autos Mobileye, der einer der Zulieferer von Tesla ist stellte zuvor klar, dass seine aktuellen Systeme für Verkehrssituationen wie bei dem Crash nicht ausgelegt seien. Mobileye-Technologie solle querende Fahrzeuge erst ab 2018 erkennen, erklärte ein Sprecher.