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Prinz Andrew (62) will sich offenbar nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Nach seiner zentralen Rolle beim Gedenkgottesdienst für Prinz Philip (1921-2021) am 29. März in der Westminster Abbey plant er angeblich schon seinen nächsten Auftritt. Laut «The Sun» will er seine Mutter, Queen Elizabeth II. (95), bei einem Gottesdienst im Rahmen der Feiern zum Platinum-Thronjubiläum begleiten. Die Zeremonie findet Anfang Juni in der Londoner St.-Pauls-Kathedrale statt.
Dem Bericht zufolge stört es Prinz Andrew nicht, wenn «die öffentliche Meinung gegen ihn ist». Der Herzog von York soll durch die jüngste Entscheidung der Königin, sich in der Westminster Abbey an seiner Seite zu zeigen, «ermutigt» worden sein. Die Queen war mit ihrem Sohn gemeinsam von Windsor nach London gefahren und liess sich von ihm bei der Veranstaltung, die von Millionen Zuschauern verfolgt wurde, zu ihrem Platz führen. In britischen Medienberichten wurde später behauptet, andere hochrangige Mitglieder der königlichen Familie wären erst kurz zuvor darüber informiert worden. Auch unter Palastmitarbeitern soll es deswegen Unstimmigkeiten gegeben haben.
Skandalprinz will an der Seite der Queen bleiben
Prinz Andrew hatte in den vergangenen Jahren für zahlreiche Negativschlagzeilen gesorgt. Eine Missbrauchsklage von Virginia Giuffre (38) vor einem US-Gericht hatte der Royal erst im Februar aussergerichtlich beigelegt. Andrew, der Millionen an Giuffre gezahlt haben soll, hatte die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten.
Palastmitarbeiter rechneten «Daily Mail» zufolge damit, dass der Herzog von York nach dem Gottesdienst in der Westminster Abbey aus dem öffentlichen Leben verschwinden werde. Das ist offenbar nicht der Fall. Er soll entschlossen sein, am 3. Juni beim Gottesdienst in St. Paul's dabei zu sein.
Er akzeptiere zwar, dass er keine grosse Rolle als Kernmitglied der Königsfamilie mehr spiele, dennoch werde es Familienveranstaltungen geben, bei denen er anwesend sein möchte, sagte ein Insider laut «Sun».
Schwere Anschuldigungen
Die Anschuldigungen gegen Prinz Andrew, die im Zusammenhang mit dem Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) standen, haben dem Ruf des Royals erheblichen Schaden zugefügt. Im Januar teilte der Buckingham Palast mit, dass Prinz Andrew nicht mehr als «Seine Königliche Hoheit» bezeichnet werden soll und dass seine offiziellen Aufgaben und Schirmherrschaften an andere Mitglieder der königlichen Familie übertragen werden.
Ausserdem wurden ihm seine militärischen Ehrentitel aberkannt, und er verteidigte sich im Fall Giuffre als Privatmann. Bereits einige Tage nach einem missglückten Interview mit der «BBC» im November 2019 war er von seinen öffentlichen Ämtern zurückgetreten.