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Dem Ministerium für Gesundheit und soziale Fürsorge in Lesotho zufolge stellt die Mangelernährung der Kranken ein Hindernis bei der Bekämpfung von HIV/AIDS dar. Es herrscht die Meinung, dass die meisten seropositiven Patienten des Bezirks sich nicht gesund und angemessen ernähren.
ActionAid organisierte Beratungskurse für 180 Frauen aus 30 Hilfsgruppen, deren Aufgabe es ist, wiederum die anderen Mitglieder der Gruppe zu schulen. Wer an den Kursen teilnimmt, ist in der Lage, moralische Unterstützung zu leisten, für seropositive Personen Mahlzeiten zuzubereiten und sie bei der Einnahme von Arzneimitteln zu unterstützen. Darüber hinaus kümmern sich die Kursteilnehmer um Waisen und bedürftige Kinder.
Bei den Kursen lernen die Frauen, wie man Nahrungsmittel, zum Beispiel Obst und Gemüse, durch das Abfüllen in Flaschen oder Dosen oder durch Trocknen an der Sonne konserviert. Auf diese Weise können sie Nahrungsmittelvorräte anlegen, um im trockenen Winter darauf zurückzugreifen, wenn Obst und Gemüse Mangelware ist. Sie haben auch die Grundregeln der Buchführung erlernt und wissen, wie man kleine Gemeinschaftsprojekte plant. Diese Gruppen haben schließlich Saatgut für Kohl, Spinat, Karotten und Tomaten bekommen, um Gemüse in der Nähe von 180 Dorfhütten anzubauen.
Marietu ist eine 39-jährige Frau aus dem Dorf Matebeng. Sie ist sehr glücklich, denn sie kann nun die ersten Ergebnisse der Schulung sehen: „In unserer Hilfegruppe haben wir einige lohnende Tätigkeiten aufgenommen. Mit dem Obst, das wir in unseren Gärten anbauen, stellen wir mehrere Marmeladen her. Wir lassen auch Obst und Gemüse an der Sonne trocknen. Unseren Patienten geben wir Nahrungsmittel, die wir sorgfältig konserviert haben. Für sie bereiten wir nahrhafte Mahlzeiten zu und garantieren die Sauberkeit ihrer Häuser. Gegenwärtig betreuen wir 20 Patienten, anfänglich waren es 32. Zwölf konnten sich nämlich dank unserer Hilfe erholen und sind nun selbstständig“.