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Unterwegs in der Natur der Voralpen und Alpen
Das Kleine im Grossen entdecken
Die KREUZOTTER - scheue Bergbewohnerin
In der Schweiz sind nur zwei giftige Schlangenarten heimisch:
die KREUZOTTER und die ASPISVIPER.
Die KREUZOTTER gehört zur Familie der Vipern (lebendgebärende Giftschlangen) mit einer maximalen Länge von bis etwa 70cm (selten auch mehr).
Typisch ist die ausgeprägte Zickzackzeichnung, wobei die Grundfarbe sehr variert. Beim Weibchen sind es Brauntöne, beim Männchen ist es hellgrau bis fast schwarz (nach der Häutung oft auch braun).
Wie alle wechselwarmen Tiere können sie ihre Körpertemperatur nicht selbst aufrechterhalten und sind auf die Energie der Sonne angewiesen.
Die Kreuzotter steht in der Schweiz unter Schutz.
LEBENSRAUM
Als Gebirgsbewohner auf Höhen zwischen ca. 1500 - ca. 2500m;
Zwergstrauchheiden, idealerweise mit Felsen und Blockhalden durchsetzt, lichte Wälder, Lawinenkorridore, Alpweiden mit Lesesteinhaufen, Geröllfelder und Trockenmauern.
Sie ist tagaktiv und bei 30-34° am aktivsten. Auf Wind reagiert sie eher empfindlich.
Im Alpen- und Voralpenraum ist sie unterschiedlich verbreitet, doch wegen ihrer scheuen Art nur mit Glück und wachem Auge zu sehen.
FORTPFLANZUNG
Die Paarung findet im Mai statt, die Geburt im Spätsommer/Herbst.
Sie ist lebendgebärend: 4-10 Jungtiere werden in einer Eihülle geworfen, welche kurz nach der Geburt durchstossen wird.
Das Weibchen kann die Geburt auch verschieben. Wenn die Witterung im Sommer ungünstig ist oder früher Wintereinbruch stattfindet, überwintert es trächtig. Die Geburt findet dann erst im folgenden Frühling statt.
Die Geschlechtsreife ist im Alter von 4-5 Jahren.
ÜBERWINTERUNG
Wie alle wechselwarmen Tiere überwintert die Kreuzotter in der Winterstarre, auch Kältestarre genannt.
Im April löst sich die Kreuzotter aus der Winterstarre und sucht warme Plätze auf. Bald darauf findet die Frühjahrshäutung statt.
GIFT
Kreuzottern sind ausgesprochen scheu und ein Biss erfolgt nur, wenn sie sich massiv bedroht fühlen. Da sie aber nur über kleine Mengen an Gift verfügen, ist der Biss im allgemeinen (ausgenommen bei geschwächten Menschen) nicht gefährlich und gut behandelbar.