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Die Wirkung der Elektrotherapie auf Zellen und Blutgefässe wurde klinisch sowie experimentell nachgewiesen.
Bereits 1957 wurde die durchblutungsfördernde und wärmende Wirkung der Hochfrequenztherapie nachgewiesen. Schon damals wurde die Hochfrequenztherapie erfolgreich bei Neuralgien verschiedenster Art, wie beispielsweise des Nervus supraorbitalis, des Nervus occipitalis, des Nervus intercostales sowie bei Narbenneuraligein eingesetzt.
Ebenfalls erfolgreich wurde die Therapie bei Schmerzen periostalen Ursprungs, wie Styloidalgie, Tarsalgie und Achillodynie eingesetzt. Auch bei Migräne wurden gute Erfolge erzielt. Dazu kommen die positiven Effekte auf die Heilung von Geschwüren und Fissuren.
Zudem wurde einen positiven Einfluss auf die Heilung von Wunden durch die zahlreichen von den Funken gesetzten mikroskopischen Koagulationen.
Abschliessend werden auch die dermatologischen Krankheiten wie Ekzeme oder Hautjucken als gute Indikationen für die Hochfrequenztherapie beschrieben.
J. Kowarschik, 1957
Die hochfrequenten Ströme haben gegenüber den niederfrequenten Ströme viele Vorteile:
Die hochfrequenten Ströme bewirken eine Wärmeerzeugung in der Tiefe des Körpers. Der physiologische Wärmeschutz der Haut (Fettschicht als Isolator, Konvektion durch Blutstrom, Verdunstungskälte durch Schweissabsonderung) wird dadurch umgangen.
Die elektromagnetischen Wellen werden im Körper in Wärme umgewandelt und haben somit eine tiefgehende Wirkung, was zugleich der Vorteil von hochfrequenten Strömen ist.
Die spezielle Wirkung ist die Steigerung der lokalen Durchblutung, die Tiefenerwärmung sowie die Steigerung des Stoffwechsels und die Anregung des Immunsystems.
Verschiedene Applikationsformen
Nervenstammapplikation: Die Elektrode wird gezielt im Verlauf eines peripheren Nervs angelegt und jeweils einige Minuten mit kleinen und langsamen Bewegungen über die Haut geführt. Die peripheren Nerven verlaufen meistens parallel zur Längsachse. Ein klassisches Beispiel für die Nervenstammapplikation ist die Behandlung Valleixschen Druckpunkte.
Vasotrope Applikationsform: Die Elektrode wird gezielt im Verlauf des peripheren Gefässes angelegt, wodurch der Gefässtonus durch Lumenerweiterung2 beeinflusst wird. Die Vasotrope Applikationsform wird bei Durchblutungsstörungen angewendet. Die peripheren Gefässe verlaufen meist parallel zu den grossen Nervenstämmen, somit ist diese Behandlung ebenfalls eine Längsdurchströmung.
Schmerzpunkbehandlung: Die Schmerzbereiche, Schmerz- und Muskeltriggerpunkte werden lokal behandelt.