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Einigen wurde 1228 erstmals als Ceningen erwähnt und war bis ins 18. Jahrhundert als Zeinigen bekannt. Die Bäuert besteht aus dem Dorf Einigen, Einzelhöfen und Taunerhäuser auf Allmendland. Einigen gehörte zum Hoch- und Niedergerichtsbezirk Spiez, der 1338 von den Freiherren von Strättlingen an die von Bubenberg, 1506 an die von Diesbach, 1516 an die von Erlach und 1839 an den Kanton Bern überging. Die Kirchgemeinde Einigen ging 1761 in der Kirchgemeinde Spiez auf, wobei sie Kirche und Schule behalten konnte. Ein Begehren um erneute Verselbstständigung blieb 1798 erfolglos und 1834 wurde Einigen Teil der Einwohnergemeinde Spiez.
Ursprünglich waren die Einwohner vorwiegend im Reb-, Obst- und Ackerbau sowie der Fischerei beschäftigt. Wegen der Kanderableitung von 1714 musste eine neue Landstrasse nach Thun und eine Brücke über den Kandergraben erstellt werden. Die Bevölkerung nahm von 1764 (187 Einwohner) bis 1900 (290) kaum zu. Erst im 20. Jahrhundert führten die bessere Verkehrserschliessung durch die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn 1906, den Schifflandesteg 1929 und die A6, zu neuen Erwerbsmöglichkeiten (Kanderkieswerk 1913, Tourismus, Kleingewerbe) und einem starken Bevölkerungswachstum.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sperrstelle Einigen als erste Sperre beim Reduiteingang am linken Thunerseeufer. Dabei wurde der Kandergraben (Kanderdurchstich) als natürliches Hindernis in die Sperre einbezogen. Sie gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.
Ländte Einigen vor der Sanierung (2015)
Seit 2007 wurde Einigen von den Schiffen der BLS Schifffahrt Berner Oberland nicht mehr angefahren, weil sich der Schiffslandesteg in einem desolaten Zustand befand. Der 2014 gegründete Verein Schiffländte Einigen sammelte Geld, damit die Sanierung erfolgen konnte. Seit dem Auffahrtswochenende 2016 und im Sommerfahrplan wird die Ländte Einigen wieder von den BLS Schiffen angefahren.