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Der Weg über den Renggpass wurde seit dem Mittelalter oft von Pilgern und Händlern begangen. Teilweise trieben die Unterwaldner auch ihr Vieh über diesen Weg zum Luzerner Markt. Ein grosser Teil der Waren ging jedoch über den Seeweg, da der vielfach schlecht unterhaltene Landweg zu beschwerlich war.
Die Schiffsverbindung von Winkel nach Stansstad und Alpnachstad war bis 1862 die einzige Möglichkeit, um grössere Warenmengen zwischen Unterwalden und Luzern zu transportieren. Wer die Strecke mit überregionalem Ziel passierte, wählte ebenfalls die schnellere Schiffsverbindung. Mit dem Bau der Lopper-Fahrstrasse als Teil der neuen Brünigstrasse und der Achereggbrücke verlagerte sich 1862 der Warenverkehr auf die Strasse. Touristen fuhren jedoch immer noch am bequemsten mit dem Dampfschiff von Luzern nach Alpnachstad, wo sie die Postkutsche und ab 1888 die Eisenbahn Richtung Brünig und Interlaken bestiegen.
Flurnamen wie Cholhütte oder Chellen weisen darauf hin, dass auch an den Hängen des Pilatus zur Gewinnung von Holzkohle Köhlerei betrieben wurde. Die Köhlerei war auch eine Begleiterscheinung der Waldrodungen, die im 16. Jahrhundert im Zuge der Ausbreitung alpwirtschaftlicher Weidenutzungen einsetzten.
Bis ins 19. Jahrhundert konzentrierte sich die Köhlerei auf abgelegene Orte, wo das Holz wegen des aufwändigen Transports wenig Wert besass. Neben der Eisenindustrie waren Schmieden, Ziegeleien und Glasereien wie diejenige in Hergiswil auf Holzkohle angewiesen. Holzkohle war auch ein wichtiger Brennstoff in den Städten, wo sie für Heizungen, Backöfen oder Bügeleisen gebraucht wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Holzkohle von der Steinkohle abgelöst, die dank der Eisenbahn billig aus dem Ausland importiert werden konnte. Einzig während der beiden Weltkriege erlebte sie noch kurz eine Renaissance.