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Für die Herkunft dieses Ausdrucks gibt es mehrer Theorien. Die plausibelste jedoch ist wohl die Herleitung aus dem holzverarbeitendem Handwerk. Beim Hobeln muss man aufpassen; Ansätze von Ästen, auch äugen genannt, sind härter als das umgebende Holz, die Klinge des Hobels könnte an ihnen Schaden nehmen. Aus dem Warnruf "Ein Holzauge! Sei wachsam!" kann sich mit der Zeit die heutige Redewendung entwickelt haben.
Nicht nur im Mittelalter, sondern weit bis ins 19. Jahrhundert war es ganz normal, dass die Häuser der einfachen Leute aus Holz gebaut waren. Fachwerkhäuser eben, wobei "Fach" ein alter Ausdruck für Wand ist, enthalten auch in "Unter Dach und Fach". Nur Reiche konnten sich Steine aus Steinbrüchen leisten, die behauen werden mussten und deshalb auch teuer waren. Reich war im Mittelalter der Adel, dem das Land gehörte. Er bevorzugte es, in Steinhäusern zu residieren, denn nur Häuser mit steinernen Wänden waren so stabil, dass Sie auch einem Überfall von Feinden, zornigen Leibeigenen oder missgünstigen Nachbarn oder Verwandten standhalten konnten. Aus diesen festen Häusern, oft auch in Turmform erbaut, entwickelten sich die Burgen. Als auch die Bürger in späten Mittelalter zu Wohlstand kamen, konnten sie sich ebenfalls prächtige Steinhäuser leisten. Sie waren STEINREICH. Burgen und Schlösser als Statussymbol blieben jedoch dem Adel vorbehalten.
Die Räumlichkeiten in einer mittelalterlichen Burg waren eher spartanisch eingerichtet - auch der "Rittersaal". Bei Mahlzeiten nahmen der Hausherr und seine Gäste auf einfachen Bänken Platz, die Speisen standen auf großen Holzbrettern, die auf Holzböcken lagen. Diese Tafeln wurden nach dem Mahl mit allem, was darauf stand, aufgehoben und aus dem Saal getragen. So schuf man schnell wieder Platz für andere Aktivitäten im Saal.
Heute werden keine Tischplatten mehr rausgetragen, doch die Redewendung hat sich bis heute gehalten und signalisiert das Ende einer gemeinsamen Mahlzeit.