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<h2>SubmittedText<h2><p>Ältere Arbeitnehmende haben auf dem Arbeitsmarkt klar schlechtere Karten als ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen. Das zeigen die Statistiken. Die Zahl der über 50jährigen Stellensuchenden ist seit 2012 von 45 000 auf 59 000 geklettert. Das ist ein Plus von 32 Prozent. Fakt ist zudem: Wer in diesem Alter seine Stelle verliert, ist länger arbeitslos und häufiger ausgesteuert als jüngere Personen. Über 44 Prozent aller Langezeitarbeitslosen sind älter als 50 Jahre. Auch die Sozialhilfequote und die Zahl der über 50jährigen in prekären Temporärjobs steigen.</p><p>Auch wenn der Bundesrat das Ausmass der Probleme kleinredet, wird die schwierige Situation von älteren Arbeitnehmenden nicht grundsätzlich abgestritten. Das zuständige Departement hat bereits drei Nationale Konferenzen "über das Thema ältere Arbeitnehmende" durchgeführt. Diese haben ausser Appellen aber keine Folgen gezeitigt Das ist kurzsichtig. Denn erstens kommen mit der Digitalisierung neue Herausforderungen auf den Arbeitsmarkt und auch auf die Qualifizierung von älteren Arbeitnehmenden zu. Zweitens sind die Kompetenzen und Fähigkeiten von älteren Arbeitnehmenden beim aktuellen Fachkräftemangel von grösster Bedeutung.</p><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><p>1. Mit welchen konkreten und verbindlichen Massnahmen will er die Lage der älteren Arbeitnehmenden verbessern?</p><p>2. Teilt er die Einschätzung, dass langjährige Mitarbeitende über 50 Jahre stärker gegen Kündigungen geschützt werden müssen, so wie das in einem Teil der Gesamtarbeitsverträge  bereits geregelt ist? Ein verbesserter Kündigungsschutz gibt den Arbeitgebern mehr Anreiz, langjährige Mitarbeitende laufend zu fördern (Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsschutz).</p><p>3. Ist er bereit, Massnahmen gegen Altersdiskriminierung zum Beispiel bei Stellenausschreibungen zu ergreifen?</p><p>4. Welche spezifischen arbeitsmarktlichen Massnahmen sieht er vor, um Erwerbslose über 50 Jahre wieder in die Arbeit zu bringen?</p><p>5. Ist er bereit, analog zu den früheren Lehrstellenbeschlüssen eine Weiterbildungsoffensive für Arbeitnehmende über 45 Jahre zu starten und dabei insbesondere in die Qualifizierung und Weiterbildung für den Prozess der Digitalisierung zu investieren?</p>