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Ich hoffe sehr, dass die Jugendlichen mit frischem Mut an das Unterschriftensammeln gehen.
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Kahlert, Karin
Die "ss"-Schreibung widerstrebt mir derart, dass ich nur noch selten eine Zeitung erstehe, und wenn ich mal eine kaufe, dann lese ich die mit Widerwillen. Der Lesegenuss ist erstorben. Und darin sehe ich eine Verletzung der Grundrechte.
Sollte sie überhaupt je in betracht ziehen, eine schweizerische zeitung zu lesen, könnte sie etwas erfreuliches feststellen: Die "ss"-schreibung hat sich nicht geändert! Nur: Das ß gibt es da schon länger nicht mehr.
Bisher ist in der öffentlichen Diskussion noch nichts darüber gesagt worden, ob die epischen Gesänge Homers, die aus dem Griechischen in die deutsche Sprache übersetzt worden sind, an Wert verlieren.
Die Reformgegner haben gute Aufklärung geleistet, sie haben die Absurditäten erst sichtbar gemacht, sie haben dargestellt, daß in die Grammatik eingegriffen wird.
Daß durch andere Schreibweisen ungefähr 800 Wörter aus dem Sprachschatz verschwinden, ist fatal. Ich glaube nicht, daß der Staat legitimiert ist, so etwas zu tun. Außerdem mutet man uns eine Teilwegnahme des Lautzeichens "Eszett" zu.
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