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Als Symbol bezeichne ich als deutender Beobachter alles, was ich als Verweis auf etwas anderes interpretiere. Ich unterscheide verschiedene Verweisarten:
Symbol
IkonIndexeigentliches Symbol
Wenn ich das Wort "Tisch" oder die Zeichnung eines Tisches als Symbol auffasse, verweisen sie nach entsprechender Vereinbarung (siehe auch Konditionierung) auf einen wirklichen Tisch, den ich dann als Referenzobjekt des Symboles auffasse.
Eigentliche Symbole sind arbiträr, Ikone sind ihrem Index analog, Index haben eine Zwischenstellung. Ikone sind analoge Symbole, sie beruhen auf einer impliziten Vereinbarung, eigentliche Symbole sind digital, sie beruhen auf einer expliziten Vereinbarung. Auf einer Zeichnung erkenne ich einen Tisch (wenn die Zeichnung konventionell genug ist, und ich das Prinzip der Zeichnung verstanden habe). Worauf das Wort "Tisch" verweist, muss ich dagegen lernen.
Beispiele anhand welcher man sich den Verweischarakter bewusst machen kann:
Abbildungen, Bilder, Gemälde, Fotografien, Zeichnung, Schemata, Ikone, Statuen, Beschreibungen, Ausdruck, Wort
Hinweise:
Symbole haben ausschliesslich die Bedeutung, Symbol zu sein. Sie haben also nicht die Bedeutung des Referenzobjektes, für das sie stehen. Das Symbol "Hammer" hat keine andere Bedeutung als ein Symbol zu sein. Es verweist auf den bedeutungstragenden Gegenstand Hammer.
In ((alltags)sprachlicher) Verkürzung wird den Symbolen häufig Bedeutung (odr Wortbedeutung) zugeschrieben. Wenn ich mich aber in diesem umgangssprachlichen Sinn etwa frage, was ein bestimmtes Wort bedeute, frage ich eigentlich, für welche Gegenstandsbeschreibung das Wort steht, also nach dem Er-Satz, nicht nach einer Bedeutung.

Ich unterscheide zwischen dem Gegenstand und den Lichtwellen (Signal), anhand welcher ich den Gegenstand visuell wahrnehme. Das Signal und der Gegenstand stehen dadurch in einer eindeutigen Beziehung, dass das Signal mithilfe des Gegenstandes produziert werden kann. Ein konstruktivistischer Beobachter "konstruiert" sowohl die Signale, wie den dazu passenden Gegenstand, denn beides sind Erklärungen für die von ihm erlebten Phänomene. Als deutender Beobachter sehe ich natürlich Gegenstände, wenn ich entsprechende Signale wahrnehme (vergl. dazu Quine). Deshalb ist meine Unterscheidung im Sinne von Hegel aufgehoben, wenn ich in bezug auf die Bedeutung (von Symbolen) von Signalen statt von Gegenständen spreche.
Wenn ich das signalstrukturierende Ding wahrnehme, nenne ich - verkürzt - dieses anstelle des Signals Symbol. Deshalb bezeichne ich Texte (und deren Teile) als Symbole, wenn ich dagegen jemanden den Text lesen höre, sind die gesprochenen Worte, also die Signal das Symbol. (So unterscheide ich auch zwischen Schrift und Rede).
Buchstaben sind keine Symbole, sondern Elemente eines Alphabetes.
andere Forumlierungen in der Literatur:
"Symbol ist alles, was für anderes steht. Dies andere kann objektiv real existieren, aber es kann selbst auch nur ein Gedanke sein, ja, es kann selbst wiederum ein Symbol sein. Symbole sind Zeichen aller Art: stenographische Zeichen, mathematische Fromeln, Bilder, Puppen, mit denen Kinder spielen, religiöse Ge-genstände wie Heiligenbilder, Reliquien usw. Dem Symbol haftet ein konventionelles Merkmal an. Wesentlich ist, dass Symbole von dem, was sie symbolisieren, nicht kausal erzeugt werden. Sie sind also sorgfältig von Signalen zu unterscheiden, und aus eben diesem Grunde ist es nicht zulässig, Wahrnehmungen und Empfindungen als Symbole zu bezeichnen" (G. Klaus: 'Spezielle Erkenntnistheorie' Berlin-Ost 1966, S. 51-52). (...) Zu unterscheiden ist in einem anderen Zusammenhang zwischen dem eidetischen und dem operativen Sinn der Symbole. Ein Symbol hat für uns einen eidetischen Sinn, wenn wir wissen, was es bedeutet. Ein Symbol hat für uns einen operativen Sinn, wenn wir wissen, wie wir es benutzen müssen' (ders. S. 62)." (zit in: Tiwald, 1975, 135).
"Symbole sind nicht natürlicher Bestandteil der Objekte (...) sondern sie erfahren von der Gesellschaft und der Kultur ihre inhaltliche Bestimmung. Dies hebt sie über Zeichen oder Signale hinaus. Ein Zeichen kann für etwas stehen oder etwas bezeichnen, wie z.B. den Namen einer Person oder auch etwas repräsentieren, wie eine Skizze ein zukünftiges Haus. Schliesslich kann es auf etwas hinweisen, dass z.B. der Zug anhalten soll, wenn das Signal auf 'Rot' steht. In sich haben aber die Zeichen keine Bedeutung" (Kahle, 1982, 69).