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Abstract: Meine Arbeit befasst sich innerhalb des Projekts LIMITES INTER PROVINCIAS mit einem archäologischen Teilbereich zur Untersuchung der wirtschaftlichen Situation im Grenzgebiet zwischen Germania Superior und Raetia.
Dazu wird in einem fundbasierten Ansatz der Frage nachgegangen, inwiefern die Verteilung ausgewählter regionaler und überregionaler Keramikformen Abgrenzungen zwischen den Provinzen ermöglicht. Anhand eines Beispiels lokaler Keramikproduktion und Warendistribution aus einem Töpfereikomplex des späten 2. Jh. in Kempraten (Rapperswil/Iona) soll untersucht werden, ob damalige Wirtschaftsstrukturen (Werkstätten, Rohstoffzugang und Warenvertrieb) durch Provinzgrenzen beeinflusst worden sind. Angestrebt wird ein enges Zusammenspiel von archäologischer Analyse der Funde zur Erstellung eines charakteristischen Warenensembles und gezielter archäometrischer Untersuchung, um Distributionsmuster sowohl regional als auch überregional zu fassen.