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Seine Rede am Donnerstag im UN-Plenarsaal, wo Staats- und Regierungschefs gern eigene Erfolge feiern, war ein bemerkenswertes Zugeständnis von Missständen. "Kanada ist kein Märchenland, wo die Probleme, die andere haben, nicht existieren", sagte Trudeau. Ungleichheit gebe es nicht nur an "entfernten Ufern".
In kanadischen Reservaten lebende Kinder litten bis heute unter schlechter Trinkwasserversorgung, andere kämpften mit schlechten Bildungsmöglichkeiten und sogar Suizidgedanken. Wegen der Gewalt gegen indigene Frauen habe sogar die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Alarm geschlagen.
"Das ist das Erbe des Kolonialismus in Kanada", sagte Trudeau. Lange Zeit seien Ureinwohner in Kanada gedemütigt, vernachlässigt und missbraucht worden. Es sei auch enttäuschend gewesen, wie lange Kanada sich gegen die UNO-Erklärung über die Rechte indigener Völker wehrte, die das Land erst 2016 annahm.
Heute sei eine ehrliche und anhaltende Wiedergutmachung möglich, sagte Trudeau. So arbeite die Regierung zum Beispiel daran, grundlegende Bedürfnisse wie Trinkwasser, Unterkunft, Bildung und angemessene Arbeit zu sichern, aber auch, aussterbende Sprachen der Métis, Inuit und First Nations zu erhalten.
(SDA)