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Im Dezember 1940 sitzt ein alter Mann vor dem Chemineefeuer und bitte seine Haushälterin zu sich. Er habe nicht mehr lange zu leben und wolle darum das Erlebnis erzählen, das "er" bislang nicht veröffentlichen wollte. Er, das sei Sherlock Holmes, und die Geschichte habe sich folgendermassen zugetragen:
Im Mai 1882 macht der pfeifenrauchende Kapitän eines Schiffes auf hoher See eine merkwürdige Entdeckung. Da schwimmt was Merkwürdiges im Wasser, und bevor er gross um Hilfe gerufen hat, schlängeln sich riesige Tintenfischarme um das Schiff und ziehen es unter Wasser.
Diese Vorfälle bleiben natürlich in London nicht unbemerkt. Detektiv Sherlock Holmes (Ben Syder) und sein Partner, Dr. Watson (Gareth David-Lloyd), machen sich auf, diesen verzwickten Fall zu lösen. Denn dass es tatsächlich gigantische Tintenfische geben soll, daran glaubt keiner der beiden. Als aber im bekannten Nuttenviertel der Stadt ein richtiger Dinosaurier auftaucht und Leute umbringt, beginnt auch unsere Spürnase, ein bisschen ungläubiger in die Gegend zu gucken. Kann es denn sein? Nein. Oder doch? Wäre ja gelacht, wenn der Holmes da nicht Licht ins Dunkel bringen könnte!
Im Sog des Guy Ritchie-Blockbusters Sherlock Holmes musste natürlich die kalifornische Filmproduktionsgesellschaft "The Asylum" selber eine eigene Version des Stoffes von Sir Arthur Conan Doyle abdrehen. Und wer hier auf ausgeklügelte Verbrechen und geniale Kombinationen hofft, sollte kurz mal umdenken. Nicht umsonst sehen wir auf dem DVD-Cover zu Sherlock Holmes einen Dinosaurier...
Richtig, das Duo Holmes/Watson muss sich mit Dinos, Drachen oder gigantischen Tintenfischen (direkt aus Mega Shark vs. Giant Octopus importiert) rumschlagen. Natürlich gibt's auch noch einen kleinen Twist, der jedoch viel zu früh aufgelöst wird und Dominic Keating (Enterprise) nur wenig Zeit gibt, der ganzen Story ein bisschen Leben einzuhauchen. Er passt sich allerdings bald den Leistungen seiner Schauspielkollegen an, die nicht wirklich überragend sind.
Natürlich sind auch hier die Viecher ein Hauptgrund, warum man sich so einen Film ansieht. Und obwohl man es den Dinos und Drachen ansieht, dass sie natürlich vom Computer kommen, so hat man diesbezüglich schon Übleres gesehen. Auch wenn natürlich das Niveau recht tief angesetzt ist.
Fazit: Sherlock Holmes ist keine Totalgurke wie 2012 Doomsday oder 100 Million BC, aber natürlich auch weit entfernt von einem packenden Abenteuer. Zwar hat die Story für einmal nette Ansätze (wenn man Dinos im gleichen Atemzug wie Sherlock Holmes nennen mag), verpufft aber in "Asylum"-typischen Trash.
Die DVD von Sherlock Holmes hat ein nettes Making-of zu bieten, das uns Eindrücke der Produktion bietet. Die Outtakes sind jedoch recht platt, und am Schluss wurde nur noch eine Trailershow draufgepackt. Auch technisch ist diese Produktion nicht gelungen. Es fehlen Untertitel, die deutsche Synchro ist viel zu leise (gegenüber der lauten "Hintergrundmusik"), und das Bild ist vielfach zu dunkel, um die exakten Vorgänge erkennen zu können.