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Elizabeth Stirling (1819-1895) war eine englische Organistin. Sie wurde in Greenwich geboren und starb in London. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie an der Royal Academy of Music in London in den Fächern Klavier, Orgel und Musiktheorie. Trotz ihrer herausragenden Leistungen erhielt sie aner keinen Abschluss in Oxford, da zu dieser Zeit keine Abschlüsse an Frauen verliehen wurden. Bereits im Alter von zwanzig Jahren wurde sie zur Organistin an der Al Saints’ Poplar ernannt. Von 1858 bis 1880 war sie Organistin von St. Andrew Undershaft in London. 1863 heiratete sie Frederick Albert Bridge, Fotograf, Chorleiter von St Martin-in-the-Fields und Organist und Chorleiter von St Martin, Ludgate.
Stirling verfügte über eine aussergewöhnliche Pedaltechnik, sie war auch eine der ersten Organistinnen, die die Werke von Johann Sebastian Bach spielte. Ein Konzert, das sie im Alter von 18 Jahren gab, wurde wie folgt rezensiert: “Diese junge Dame … spielte fast drei Stunden lang die schwierigsten Pedalfugen und Präludien von Bach, mit einem Grad an Präzision und Meisterschaft, von dem man fast sagen kann, dass er konkurrenzlos ist. Wir hoffen, dass Miss Stirling Gerechtigkeit widerfährt. Das Vorurteil gegen Organistinnen kann nicht bestehen bleiben, wenn ein solches Beispiel dagegen spricht.”
Stirlings Kompositionen konzentrierten sich auf Klavier, Orgel und Vokalmusik, ihr größtes Werk war der Psalm 130. Von ihren etwa 50 Vokalwerken wurde das Chorlied All Among the Barley sehr bekannt.
Orgelwerke von Elizabeth Stirling
- Two Grand Organ Voluntaries (1851)
- Six Pedal Fugues (5 davon auf englische Psalmmelodien, 1857) *
- Eight Slow Movements for The Organ (1857) *
- Arrangements: Comfort ye my people und Ev’ry valley shall be exalted (1866, aus Händels Messias). Wir setzen uns mit Tränen nieder (1866, aus Bachs Matthäuspassion)
- All Among the Barley (als Walzer für Orgel arrangiert)
* Neuausgabe im Verlag J. W. Pepper www.jwpepper.com, herausgegeben von Barbara Harbach. erhältlich als gedruckt uns als ePrint. Auszug aus dem Begleittext dieser Ausgaben:
Elizabeth Stirling ist eine der wenigen Frauen der Romantik, die für die Orgel geschrieben haben und barocke Techniken des Kontrapunkts verwendeten (wie Clara Schumanns Präludien und Fugen op. 16). Sie ist eine der wenigen Komponistinnen der Romantik, die die Formen des Barocks aufgriffen und sie mit ihrem eigenen Stil und Geist erfüllten.
Ihre Sechs Fugen für Orgel umfassen sechs Pedalfugen (von denen fünf auf englische Psalmtöne zurückgehen) und ein Präludium und eine Fuge in B-Dur. In Sir Fugues for Organ wird allen Fugen eine einfache Vertonung des Chorals vorangestellt.
Elizabeth Stirlings “Romantische Stücke für Orgel” bestehen aus acht Sätzen in ABA-Form, oft mit einer Coda. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist das sechste Stück, ein Maestoso in d-Moll. Das letzte Werk ist das einzige in der Form von Thema und Variation. Diese Kompositionen von Elizabeth Stirling sind typische Beispiele für langsame Sätze der Romantik. Sie eignen sich als Vortragsstücke, insbesondere das Maestoso, als Gottesdienst- oder Unterrichtsstücke.
Christian Gottlob August Bergt (1771–1837) stammte aus Oederan in Sachsen. Er besuchte die Dresdner Kreuzschule, wo er auch musikalisch stark gefördert wurde. Danach studierte er Theologie in Leipzig und bildete sich auch hier musikalisch weiter. Nach dem Studium war er als Hauslehrer tätig bis er im Jahre 1802 Organist in Bautzen wurde.
Orgelwerke von August Bergt
Bergt veröffentlichte als opus 25 eine Sammlung von 15 Orgelstücken mit dem Titel «Unterhaltungen für Orgelspieler». Es handelt sich um drei Zyklen mit je fünf Sätzen. Die Ecksätze in jedem Zyklus sind freie Sonatensätze in starker Registrierung. Jeder Zyklus enthält eine Choralbearbeitung, zudem gibt es Trios, Fugen und kantable Stücke im galanten Stil.
Bergt komponierte auch einige Messen und Kantaten, sowie Kammer- und Orchestermusik.
Rosalie Bonighton war eine australische Organistin und Komponistin (1946–2011), geboren und verstorben in Ballarat, einer Stadt in den Central Highlands von Victoria, Australien. Sie erwarb einen Bachelor of Music an der University of Melbourne und schloss ihren Master of Arts an der La Trobe University im Fach Komposition ab. Weiterlesen
Joyce Alldred ist eine englische Organistin. Sie begann ihre musikalische Laufbahn in ihrer Heimatstadt Hyde in Cheshire, wo sie ab ihrem siebten Lebensjahr Klavier- und Orgelunterricht erhielt. Bereits als Teenager entdeckte sie ihr Interesse an der Theaterorgel. Weiterlesen
Gustav Adolf Merkel (1827–1885) war ein deutscher Organist, Komponist und Musikpädagoge. Er wurde in der Oberlausitz als Sohn eines Lehrers und Organisten geboren. Nach dem Besuch des Lehrerseminars erhielt er Unterricht in Komposition und Orgel bei Ernst Julius Otto und Johann Schneider.
Er wirkte zeitlebens in Dresden, zuerst als Lehrer, 1858 wurde er Organist an der Waisenhauskirche, 1860 an der Kreuzkirche und ab 1864 an der Katholischen Hofkirche. Ab 1861 war er Lehrer am Königlichen Konservatorium für Musik. Von 1867 bis 1873 war er Dirigent der Dreyssigschen Singakademie. Weiterlesen
Ernst Friedrich Richter (1808–1879) war ein deutscher Komponist und Musiktheoretiker. Er wurde in Grossschönau in der Lausitz geboren, studierte später Theologie und daneben auch Musik. Ab 1848 war er Leiter der Leipziger Singakademie, ab 1850 Organist in verschiedenen Leipziger Kirchen und Theorielehrer am Konservatorium. Nach dem Tod von Moritz Hauptmann übernahm er 1868 das Amt des Thomaskantors und Musikdirektors der Leipziger Hauptkirchen. Weiterlesen
Denis Bédard (*1950) ist ein kanadische Organist und Komponist. Er wurde in Quebec City geboren und studierte zunächst am dortigen Konservatorium in den Fächern Orgel, Cembalo, Kammermusik, Kontrapunkt und Fuge. Weiterlesen
Robert Jan Nepomuk Führer (1807–1861) war ein böhmischer Organist, Dirigent und Komponist. Er wurde in Prag geboren und war Schüler von Jan August Vitásek und wurde im Alter von 19 Jahren als zweiter Domorganist gewählt. 1831 wurde er Domorganist und 1839 Domkapellmeister. Er unterrichtete auch an der Prager Orgelschule.
Nach einer Verurteilung wegen Betrugsdelikten trat er als Domkapellmeister zurück und trennte sich von seiner Familie. Er führte danach ein unstetes Wanderleben, das ihn bis nach Salzburg führte, wo er im Jahr 1856 ein Improvisationswettspiel gegen Anton Bruckner austrug. Führer starb als Obdachloser im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Weiterlesen
Fortunat Pintarić (1798–1867) war ein kroatischer Musikpädagoge und Komponist. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Varaždin (Nordkroation) und Zagreb wurde er 1821 zum Priester geweiht. Er studierte auch Musik (Orgel, Gesang, Kompositionslehre) und war als Kantor und Organist tätig. Als Gymnasiallehrer war er in Varaždin tätig, später wurde er nach Virovitica und Koprivnica verlegt. Er bekleidete die kirchlichen Ämter des Wächters und des Vikars in mehreren Franziskanerklöstern im Norden Kroations. Weiterlesen
Sixtus (Sigmund Eugen) Bachmann (1754-1825) wurde in Kettershausen im Unterallgäu geboren. Er wurde in der Jugendzeit von seinem Vater und seinem Grossvater unterrichtet. Letzterer war Organist in Biberbach. Sixtus galt als Wunderkind, eine bekannte Episode ist der Orgelwettstreit mit dem jungen Mozart in Biberbach.
Mit 17 Jahren trat Bachmann ins Kloster Marchtal ein, wo er u. a. von Abbé Vogler unterrichtet wurde. Er war im süddeutschen Raum ein vielbeachteter Komponist von Messen, Klavier- und Orgelwerken. Justin Heinrich Knecht bezeichnet ihn als “herausragenden Meister” in Oberschwaben.
Nach der Säkularisation wurde er aus dem Kloster vertrieben und lebte danach als Pfarrer in Reutlingendorf. In dieser Zeit der Zurückgezogenheit komponierte Bachmann nur noch klein besetzte Stücke.
Orgelwerke von Sixtus Bachmann
Zur Zeit sind drei Sammlungen im Handel erhältlich:
- Späte Sonaten und Fantasien (HG. Berthold Büchele und Manfred Schwendner)
- Fünf Sonaten „zum Schlagen“ (HG. Berthold Büchele und Manfred Schwendner)
- Tastenmusik von Klosterkomponisten des 18. Jahrhunderts Band 9 (Hg. Gerhard Weinberger)