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Pflichtenheft für die Messungen: Es wird festgelegt, welche Parameter an den Knoten zu erheben sind, wie viele Messungen pro Knoten notwendig sind, wie und wo zu messen ist. Es ist auch zu prüfen, ob neben den Lärmimmissionen weitere Daten (z.B. Verkehrsfluss, Geschwindigkeit) zu messen sind. In jedem Fall zu erheben ist die Verkehrsbelastung des Knotens während der Messung. Diese Festlegungen werden in einem Pflichtenheft für die Messungen zusammengestellt.
Um zuverlässige Aussagen über die Auswirkungen von Knoten auf die Lärmimmissionen machen zu können, ist wegen der grossen Zahl der Parameter auch eine grössere Anzahl von Messungen nötig. Da Messungen bei Knotenumbauten – heute vor allem Umbauten von mehrarmigen Knoten zu Kreiseln – besonders aussagekräftige Resultate liefern, ist ein 2-spuriges Vorgehen angezeigt. Die Spur 2 wird gleichzeitig mit der Spur 1 bearbeitet, kann sich aber auch über eine spätere Phase erstrecken.
Spur 1: Basis- und Referenzmessungen (Anzahl Knoten und Strecken: je ca. 10)
An ausgewählten Knoten werden Basis-Immissionsmessungen (nach dem oben beschriebenen Pflichtenheft) vorgenommen. Als Referenzmessungen werden Messungen entlang der Zufahrtsstrecken bei ungehindertem Verkehr verwendet. Daraus ergeben sich die relativen Abweichungen des Knotenbereichs gegenüber der offenen Strecke. Die Messungen werden nach Möglichkeit an Knoten ausserhalb des Siedlungsgebietes durchgeführt, da damit der Einfluss der Reflexionen an der Bebauung auf das Resultat entfällt.
Spur 2: Messungen der Kantone (angestrebte Anzahl Knoten: min. 10)
Wichtige Daten können bei Umbauten von Knoten gewonnen werden. Gerade wenn ein mehrarmiger Knoten durch einen Kreisel ersetzt wird, liefern Vorher- und Nachher-Messungen direkte Aussagen zu den Auswirkungen des Knotentyps auf die Immissionen, weil die übrigen Parameter weitgehend unverändert bleiben. Die Messungen werden sinnvollerweise jeweils durch die Kantone resp. deren Beauftragte im Rahmen von Bauvorhaben durchgeführt. Für die Messungen gilt das gleiche Pflichtenheft wie für die Basismessungen.
Folgende Kantone haben provisorisch eine Unterstützung zugesagt, indem sie vorhandene Daten zur Verfügung stellen und/oder zukünftige Messungen unterstützen würden:
– Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Hanspeter Gloor
– Kanton Bern, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, Tiefbauamt, Thomas Stern
– Kanton Solothurn, Bau- und Justizdepartement, Amt für Verkehr und Tiefbau, Rolf Müller
– Kanton St. Gallen, Baudepartement, Tiefbauamt, Andreas Kästli
– Kanton Thurgau, Departement für Bau und Umwelt, Tiefbauamt, Ulrich Wapf
– Kanton Zürich, Baudirektion, Tiefbauamt, Fachstelle Lärmschutz, Walter Egli