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Fütterung von Zuchtforellen (Foto: Studer/fair-fish)
Fieberhaft sucht die industriefinanzierte Wissenschaft nach Ersatz des Fischmehls in der Fütterung von Zuchtfischen. Denn auch die Bestände jener Fische sind begrenzt, die vor allem zu Futterzwecken gefangen werden (Sardinen-, Sardellen-, Makrelen- und ähnliche Arten). Weil die Aquakultur seit den 1970er Jahren um jährlich 7 bis 9 Prozent wächst, werden Fischmehl und Fischöl knapper und dadurch teurer. Zudem wächst die Kritik an der Leerfischung der Meere für die Fischzucht.
Wildlebende Raubfische wie Lachse oder Forellen ernähren sich vorwiegend von Fisch. Werden sie in Gefangenschaft gehalten, muss ihr Futter eine ähnliche Zusammensetzung aufweisen, vor allem in Bezug auf Aminosäuren (Methionin, Lysin usw.) und Fettsäuren (Omega-3). Die ideale Zusammensetzung ist bisher nur dank Beimischung von Fischmehl und -öl erreichbar.
Das USamerikanische Landwirtschaftsdepartement USDA hat nun an jungen Regenbogenforellen Futtermischungen getestet, welche weniger oder gar keine Fischanteile enthielten. Fischmehl/-öl wurde teilweise oder ganz durch pflanzliche Proteine (Soja, Weizengluten usw.) ersetzt. Untersucht wurden die Folgen für Gewichtszunahme und Futterverwertung. Aufgrund der Resultate raten die Studienautoren dringend davon ab, bei sehr jungen Forellen auf Fischkomponenten im Futter zu verzichten. Bei etwas älteren Jungforellen (Lebendgewicht über 30 Gramm) hingegen könne das Futter problemlos nur Proteine pflanzlicher Herkunft enthalten, ohne dass dies zu Leistungsunterschieden in der Mast führe.
Wie die Fische darüber denken, wurde in der Studie nicht untersucht. Auch nicht, wer auf sein Essen verzichten soll, damit Soja für Fischfutter produziert werden kann.
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