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In der Schweiz haben geschätzte 400’000 Erwachsene Mühe, einfache Rechenaufgaben zu lösen. Rund 800’000 Schweizerinnen und Schweizer können nicht richtig lesen und schreiben. Die Folgen von unzureichenden Grundkompetenzen sind vielfältig sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Gesellschaft. Menschen mit unzureichenden Grundkompetenzen sind stärker von Arbeitslosigkeit, Armut und gesundheitlichen Problemen betroffen und ihr Zugang zu Aus- und Weiterbildungen ist erschwert. Gemäss Weiterbildungsgesetz (WeBiG, Art. 13) können sich Bund und Kantone gemeinsam dafür einsetzen, Erwachsenen den Erwerb und den Erhalt von Grundkompetenzen zu ermöglichen.
Der Kanton Luzern hat zur Förderung von Grundkompetenzen verschiedenen Massnahmen umgesetzt. Im 2020 wurde ein Pilotprojekt mit Bildungsgutscheinen lanciert, um Grundkompetenzkurse sichtbarerer zu machen und zu einer Teilnahme an einem Kurs zu motivieren. Gleichzeitig wurden Qualitätskriterien für die Angebote zur Förderung von Grundkompetenzen entwickelt.
Schliesslich hat der Kanton Luzern ein Beratungskonzept erarbeitet, um Multiplikatoren die Beratung und Begleitung von interessierten Personen mit Bedarf zur Förderung von Grundkompetenzen zu erleichtern und sie in dieser Aufgabe zu unterstützen.
Interface hat das Pilotprojekt Bildungsgutscheine begleitend evaluiert sowie den Kanton Luzern bei der Konzipierung des Qualitätsrasters sowie des Beratungskonzepts für Multiplikatoren unterstützt.