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Merkmalsstrukturen (MS) sind zweiteilig aufgebaut: Links (in der Kästchennotation) steht das Merkmal, rechts davon der dazugehörige Wert, der entweder atomar oder selbst wieder eine Merkmalsstruktur sein kann. Der syntaktische Aufbau von MS benutzt also (wie die Listenstruktur) Rekursion.
Auf die in einer MS deponierten Informationen können wir mit Hilfe eines Pfades zugreifen. Ein Pfad ist eine Kette von Merkmalen und liefert uns als Wert entweder (genau) eine Merkmalsstruktur oder (genau) einen atomaren Wert. (In dem Sinn ist die MS eine Funktion, da sie keinem Pfad mehr als einen Wert zuweist.)
Koreferente Pfade haben denselben Wert. Diese Koreferenz kann in der MS mittels Indizes in Prolog: Variablen festgehalten werden, was einerseits den Schreibaufwand verringert, andererseits etwa Kongruenz beschreiben kann. Diese Leerstellen werden dann bei der Unifikation von MS "gefüllt".
MS unifizieren, wenn die Werte ihrer Merkmale unifizieren. Weist die eine MS ein Merkmal auf, das die andre nicht hat, wird dieses mitsamt Anhang in die resultierende Struktur kopiert.