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Als üblicher Arbeitsort gilt gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) der Ort, an dem mindestens 50% der Arbeitszeit geleistet wird, unabhängig von der Art der Arbeit. Teleheimarbeit wird geleistet, wenn mit dem Arbeit- oder Auftraggeber von zu Hause aus Daten via Internet ausgetauscht werden.
Als üblicher Arbeitsort gilt gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) der Ort, an dem mindestens 50% der Arbeitszeit geleistet wird, unabhängig von der Art der Arbeit. Teleheimarbeit wird geleistet, wenn mit dem Arbeit- oder Auftraggeber von zu Hause aus Daten via Internet ausgetauscht werden.
Von 2001 bis heute hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende), die zumindest gelegentlich Teleheimarbeit leisten, d.h. mindestens ein Mal innerhalb eines Monats, mehr als vervierfacht und ist von 250 000 auf über eine Million Personen angestiegen. Die Zahl der Personen, die normalerweise Teleheimarbeit leisten, d.h. während mehr als 50% der Arbeitszeit, fällt nicht so hoch aus, ist jedoch von rund 30 000 im Jahr 2001 auf aktuell 138 000 Personen angestiegen.
Derzeit leisten rund 500 000 Personen gelegentlich Teleheimarbeit, das sind etwas weniger als die Hälfte aller Personen, die Teleheimarbeit leisten. 445 000 leisten regelmässig, während weniger als 50% der Arbeitszeit, Teleheimarbeit.
Insgesamt ist der Anteil der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich Teleheimarbeit leisten, beständig angestiegen. 2001 war es kaum jede zehnte Person, mittlerweile fast jede vierte (23,8%).
Beim üblichen Arbeitsort der Erwerbstätigen zeigt sich nur eine langsame Veränderung. Der Anteil der Erwerbstätigen, die hauptsächlich an einem festen Arbeitsort ausserhalb der Privatwohnung arbeiten, ist von 81,4% (2010) auf 80,3% (2018) zurückgegangen. Der Anteil der normalerweise geleisteten Teleheimarbeit (über 50% der Arbeitszeit) ist von 4,8 auf 5,2% gestiegen. Bei den Personen, die gelegentlich oder regelmässig zu Hause arbeiten (weniger als 50% der Arbeitszeit) zeigt sich eine markante Entwicklung: die Telearbeit nimmt zu und die Heimarbeit ohne Telearbeit nimmt deutlich ab.
Der Anteil der Teleheimarbeit leistenden Personen variiert je nach Wirtschaftsabschnitt stark. Rund ein Drittel der innerhalb der Branche «Erziehung und Unterricht» und «Information und Kommunikation» tätigen Personen leisten Teleheimarbeit.
Der Anteil der Teleheimarbeit leistenden Personen korreliert sehr stark mit der Bildungsstufe der Erwerbstätigen.
Da ein starker Zusammenhang zwischen Teleheimarbeit und Familie und Beruf besteht, sind unter dem Reiter «Tabellen» Daten zur Teleheimarbeit nach Geschlecht, Familientyp bzw. Kinder im Haushalt zu finden.
Methodologie
Der Begriff «Telearbeit» verweist auf neue Formen der Arbeitsorganisation, die darin bestehen, den Arbeitsplatz anhand der Möglichkeiten, die das Internet sowie die festen und mobilen Breitbandnetze bieten, flexibler zu gestalten.
Anhand der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) lässt sich nachvollziehen, ob sich der Ort, an dem Erwerbspersonen üblicherweise (mehr als 50% der Arbeitszeit) arbeiten, verändert. Seit 2013 lässt sich ermitteln, ob die Heimarbeit Telearbeit in striktem Sinne ist oder nicht. Teleheimarbeit wird definiert als Arbeit in der Privatwohnung, bei der das Internet zum Datenaustausch mit dem Arbeit- oder Auftraggeber genutzt wird.
Je nach Dauer und Regelmässigkeit der zu Hause geleisteten Arbeitszeit lassen sich drei Kategorien von Telearbeit unterscheiden:
a) Entweder ist die Privatwohnung der «übliche» oder hauptsächliche Arbeitsort, d.h. mehr als die Hälfte der Arbeitszeit wird dort geleistet,
b) oder die Privatwohnung ist der zweite Arbeitsort, an dem weniger als 50% der Arbeit auf regelmässiger Basis geleistet wird;
c) oder die Privatwohnung ist nur ein gelegentlicher Arbeitsort, an dem die Person mindestens ein Mal innerhalb der letzten vier Wochen vor der Erhebung gearbeitet hat.
Bei jeder dieser drei Kategorien kann die Heimarbeit mit oder ohne Telearbeit stattfinden.
Da die SAKE nur Daten zur zu Hause geleisteten Telearbeit (Teleheimarbeit) erfasst, wird mobile Telearbeit, also Arbeit, die unterwegs oder an wechselnden Arbeitsorten über das Internet erledigt wird, nicht berücksichtigt und gehört somit nicht zum Analysebereich dieses Indikators.
Quellen