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Der Verband Schweizer Medien reagierte am Freitag mit einem geharnischten Kommuniqué auf die Publikation des Jahrbuches «Qualität der Medien». «Wie schon im Vorjahr lässt die Lektüre des Kurzberichtes an dessen Objektivität und auch an der wissenschaftlichen Seriosität zweifeln», heisst es in der Stellungnahme. Und weiter: «Ein Fazit ist, dass Medien sich in qualitativ bessere und qualitativ schlechtere aufteilen, die einen seien für Eliten, die anderen für die Massen und eine analoge Kluft besteht zwischen älteren und jüngeren Alterskohorten.»
Was aber genau mit Qualität gemeint ist, sei nirgends offengelegt, so der Verband. Ableiten könne der Leser höchstens, dass Presseerzeugnisse mit Hardnews ein kleineres Publikum erreichen, während solche mit Softnews breiter gestreut sind.
Schweizer Medien vermisst ein weiteres Mal «eine seriöse und nachvollziehbare Definition des Begriffes Qualität». Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit sollte die eindeutige Definition jenes Begriffes sein, den man untersucht, heisst es. Im neuen Jahrbuch zur Qualität der Medien werde offensichtlich darauf verzichtet, womit jeder Leser seinen eigenen Qualitätsbegriff einbringen und sich im wissenschaftlich verklausulierten Text wiederfinden könne.
Weitere Berichte des Klein Reports zum Jahrbuch:
Jahrbuch «Qualität der Medien 2012» beklagt erneut Qualitätsverlust
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«Qualität der Medien»: Wer wird gelobt, wer getadelt?
Am 17.08.2010 zum Jahrbuch 2010: Kommentar von Medienrechtsanwalt und QM-Berater für elektronische Medien Andreas Meili zum Jahrbuch 2010 zum Thema «Qualität der Medien»