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Pius Aeby wurde am 21. August 1912 als achtes von 16 Kindern in Ettiwil bei St. Ursen geboren. Der grosse Zusammenhalt der Geschwister und die gegenseitige Unterstützung machten die Armut und die ständigen Wohnorts- und Schulwechsel erträglicher.
Pius Aeby machte nach der Schulzeit bei der Sarina in Freiburg eine Lehre als Feinmechaniker. Glückliche Jugendjahre verbrachte er in Tafers, wo er aktiver Turner, Fussballer und Mitglied der Musikgesellschaft war. Später spielte er in der Union Instrumentale in Freiburg. Er liebte die Musik und war begabt. So brachte er sich das Akkordeonspielen selber bei.
1942 heiratete Pius seine grosse Liebe, Marie Boschung. Fünf Kindern war er ein liebevoller Vater. Er war stets dafür besorgt, seiner Familie Geborgenheit und Sicherheit zu bieten. Die berufliche Ausbildung seiner Kinder war ihm wichtig. 1946 eröffnete er mit seiner Gattin ein Lebensmittelgeschäft im Burgquartier. Nach einigen Jahren der Doppelbelastung gab er die Stelle bei der Sarina auf. Er belieferte auch kleine Läden im Sensebezirk und im nahen Welschland mit Früchten und Gemüse.
Als erster kleiner Detailhändler in der Stadt baute er sein Geschäft in einen Selbstbedienungsladen um. Dank seines grossen Einsatzes vermochte er den Grossverteilern zu trotzen. Als Lehrmeister und Prüfungsexperte gab er sein Wissen der jüngeren Generation weiter.
1978 übergab er sein Geschäft seinem Sohn. Er half aber weiterhin im Geschäft aus. Seinen Enkelkindern war er ein verständnisvoller Grosspapa. Er sang mit ihnen und lehrte sie das Jassen.
Mit seiner Gattin verbrachte er einige ruhige Jahre in seinem Heim an der Reichengasse. Als sie erkrankte, war er ihr ein liebevoller Pfleger, bis für beide der Gang ins «Home médicalisé» unvermeidlich wurde. Der Tod seiner Frau Marie im Dezember 2002 war für ihn ein harter Schlag. Mit bewundernswerter Energie nahm er sein Leben wieder selber in die Hand, verliess das Heim und verbrachte die nächsten vier Jahre in seinem Heim, umsorgt von der Familie seines jüngsten Sohnes. Als seine Kräfte nachliessen, wechselte er ins Pflegeheim des Sensebezirks. Die vielen Besuche erleichterten dem stillen und charmanten Mann den Alltag. Seit August 2008 verliessen ihn die Kräfte zusehends, und am Morgen des 3. Januar 2009 durfte er friedlich entschlafen. Eing.