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Der Österreicher Marcel Hirscher gewann erstmals einen Parallel-Riesenslalom. In Alta Badia siegte Hirscher im Final gegen den überraschenden Franzosen Thibaut Favrot. Der Bündner Gino Caviezel verbesserte als Sechster seine persönliche Bestmarke.
Nach seinem überlegenen Erfolg tags zuvor im konventionellen Riesenslalom war Hirscher auch im Parallel-Riesenslalom, den es in dieser Form jeweils nur ein Mal pro Winter gibt, nicht zu bezwingen. Hirscher gewann alle seine Duelle und sicherte sich seinen 62. Weltcupsieg. Der beste Skifahrer der Gegenwart egalisierte damit den österreichischen Bestwert von Annemarie Moser-Pröll, der Legende aus der Vergangenheit. Mehr Rennen als Hirscher haben nur der Schwede Ingemar Stenmark (86) und die Amerikanerin Lindsey Vonn (82) gewonnen.
Die Prüfung in Alta Badia war in ihren zuvor drei Auflagen immer das Rennen der Aussenseiter. Die Premiere 2015 war unerwartet an den norwegischen Abfahrer Kjetil Jansrud gegangen, und in den folgenden Jahren setzten sich mit dem Franzosen Cyprien Sarrazin und dem Schweden Matts Olsson erneut Überraschungssieger durch.
Auch in der neuesten Austragung am Montagabend wäre eine Fortsetzung dieser Serie möglich gewesen, zumal mit dem 23-jährigen Franzosen Thibaut Favrot ein Fahrer im Final stand, mit dem erneut niemand gerechnet hatte. Der in Strassburg geborene Elsässer bestritt erst sein 12. Weltcuprennen, die Ränge 17 (im Januar in Garmisch) und 18 (tags zuvor in Alta Badia) waren seine bislang besten Ergebnisse. Doch gegen Hirscher hatte Favrot keine Chance.
Dritter wurde der Franzose Alexis Pinturault, der im kleinen Final den Vorjahressieger Matts Olsson bezwang und eine Runde zuvor Gino Caviezel das Nachsehen gegeben hatte. Der Bündner war der Einzige der fünf gestarteten Schweizer, der es in die Viertelfinals schaffte. Nach der Niederlage gegen Pinturault errang Caviezel in der Platzierungsrunde einen Sieg gegen den in Alta Badia als Nummer 2 gesetzten Norweger Henrik Kristoffersen, ehe im Duell um Platz 5 eine weitere Niederlage gegen den Deutschen Stefan Luitz folgte.
Als Sechster war Caviezel aber dennoch so gut klassiert wie noch nie im Weltcup, denn in den Jahren 2015 und 2016 hatte für ihn im Parallelrennen von Alta Badia jeweils Platz 7 resultiert. Seine Bestmarke in herkömmlichen Riesenslaloms sind zwei 8. Ränge.
Thomas Tumler war zuvor in den Achtelfinals gegen Luitz hängen geblieben. Marco Odermatt, Loïc Meillard und Elia Zurbriggen schieden schon in der ersten Runde aus. Odermatt verlor sein Duell gegen den Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen um 3 Hundertstel. (zap/sda)