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|Auszeichnung
für Binninger Fossiliensammler Dr. Hans Hess

Die Amanz Gressly-Auszeichnung wird jeweils an der Jahresversammlung der Schweizerischen Paläontologischen Gesellschaft verliehen und erinnert an den Wegbereiter moderner Paläoökologie, dem Bärschwiler Geologen Amanz Gressly (1814-1865). Die diesjährige Jahresversammlung fand am 7. Oktober in Frick statt.
Über die Stachelhäuter
Echinodermen oder Stachelhäuter sind ein Tierstamm, der heute 5 Klassen umfasst: Seesterne (Asteriden), Schlangensterne (Ophiuren), Seeigel (Echiniden), Seelilien (Crinoiden) und Seegurken (Holothurien). Echinodermen sind ausschliesslich Meeresbewohner. Im Verlauf der Erdgeschichte waren sie ausserordentlich vielgestaltig und vor allem im Erdaltertum überaus zahlreich. Die ältesten Vertreter haben ein Alter von über 500 Millionen Jahren.
Stachelhäuter zeichnen sich durch eine meist fünfstrahlige Symmetrie und ein gitterförmiges Kalkskelett aus, das durch Einlagerung von Kalkspat sehr leicht versteinert. Entsprechend häufig sind Reste von Seeigeln als Fossilien zu finden. Allerdings ist nur gerade bei den Seeigeln das Skelett als zusammenhängendes Gehäuse ausgebildet. Bei den Seesternen, Schlangensternen und Seelilien besteht das Skelett aus zahlreichen Elementen oder Plättchen, die durch organisches Gewebe verbunden sind. Dieses wird nach dem Tod der Tiere abgebaut und gibt die einzelnen Elemente frei. Durch Wellenbewegung und Umlagerung des losen Sediments mit den porösen und leichten Skelettplättchen bleiben auf dem Meeresboden schliesslich nur noch isolierte Elemente übrig; diese sind vielfach nur schwer zu bestimmen. Vollständige Exemplare von Seesternen, Schlangensternen und Seelilien werden nur unter ganz günstigen Bedingungen eingebettet und sind entsprechend selten.
Etwas weniger bekannt als Seesterne und Seeigel sind Seelilien (trotz ihres Namens handelt es sich nicht um Pflanzen!). Sie dürften wohl nur denjenigen bekannt sein, die als Taucher oder Schnorchler die Wunderwelt der Korallenriffe erlebt haben: Dort trifft man sie in der Form von bunten Haarsternen, die im wesentlichen nur aus den Fangarmen bestehen, an. Als häufige Versteinerungen zeugen Seelilien aus Gesteinen der Jurazeit von den Meeren, welche vor Millionen Jahren unsere Region bedeckten.
Mit seinem Büchlein
«Die fossilen Echinodermen des Schweizer Juras» ermöglichte
es Dr. Hans Hess inte-
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