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Frage:
"Ich bin Lehrperson von Jugendlichen und habe den Verdacht, dass eine meiner Schülerinnen an Magersucht leidet. Ich weiss nicht ob und wie ich sie darauf ansprechen soll. Was raten Sie mir?"
Experten-Antwort
Danke für Ihre Anfrage. Sie möchten gerne wissen, ob man bei einem Verdacht auf eine Essstörung die Person direkt darauf ansprechen soll und was dabei beachtet werden soll.
Bitte beachten Sie, dass Jugendliche mit Essstörungen diese meist verharmlosen oder abstreiten, denn diese Tätigkeit ist mit Scham besetzt. Deshalb ist es hilfreich, sich zuerst über das Ziel des Gesprächs Gedanken zu machen. Was soll das Gespräch der Schülerin «bringen» und warum möchten Sie das Gespräch führen?
Grundsätzlich ist es hilfreich Jugendliche mit ihrem Verhalten zu konfrontieren und diese dabei spüren, dass Sie als Lehrperson sich Sorgen machen.
Konkret
Versuchen Sie für das Gespräch ein Setting zu finden, bei dem es möglich ist, für ein paar Minuten ungestört reden zu können. Äussern Sie Ihre Befürchtungen, dass sich die junge Frau – aus welchen Gründen auch immer – körperlich schaden könnte. Bieten Sie ihr an, in der kommenden Woche das Gespräch weiterzuführen, allenfalls mit einer Vertrauensperson (z.B. Schulpsychologe/in).
Sichern Sie der jugendlichen Person Vertraulichkeit zu und verzichten Sie darauf die Handlung zu bewerten. Jugendliche mit Essstörungen haben oft mit grossen persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Jede weitere Schwierigkeit (Gruppendruck, Leistungsdruck etc.) erhöht das Risiko in die Abhängigkeit abzugleiten.
Weiterführende Informationen dazu entnehmen Sie aus dem KrisenKompass® - PLUS:
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