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| Hilarius von Poitiers († 367) - Kommentar zum Evangelium des Matthäus

Viertes Hauptstück
12.
„Eine Stadt, welche auf einem Berge erbaut ist, kann nicht verborgen werden, und man zündet kein Licht an, und stellt es unter einen Scheffel,“ u. s. w. Stadt nennt er das Fleisch, welches er angenommen hatte; weil, wie eine Stadt aus verschiedenen und zahlreichen Einwohnern besteht, so in ihm, zu Folge der Natur des angenommenen Körpers, gleichsam eine Versammlung des ganzen Menschengeschlechtes enthalten ist. Und so wird eines Theils er durch unsere Versammlung in ihm eine Stadt, andern Theils sind wir durch die Theilnahme an seinem Fleische die Bewohner der Stadt. Er kann also nicht mehr verborgen werden, weil er, auf die Höhe der Hoheit Gottes gestellt, [S. 76] erhaben dasteht, so daß er mit Bewunderung seiner Werke von Allen betrachtet und erkannt werden muß.