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Was tun, wenn einem die Verhaftung droht? Ecuadors Nationalstürmer Enner Valencia hatte während eines WM-Qualifikationsspiels eine schräge Idee.
Nationalspieler Enner Valencia scheint auf kuriose Weise seiner Verhaftung durch die ecuadorianische Polizei entkommen zu sein. Der von den Behörden wegen ausstehender Unterhaltszahlungen gesuchte Stürmer liess sich am Ende eines Länderspiels mit einer vermeintlichen Verletzung vom Platz in einen Rettungswagen bringen, während Beamte hinter den Sanitätern herrannten.
In der 82. Minute des WM-Qualifikationsspiels zwischen Ecuador und Chile in Quito brach der Stürmer auf dem Feld zusammen und wurde auf einem Golfwagen mit einer Sauerstoffmaske vom Platz gebracht. Mehrere Polizisten rannten hinter den Sanitätern her, die Valencia zu einem wartenden Rettungswagen transportierten.
Hintergrund war offenbar ein Haftbefehl, der gegen den Spieler von Everton vorlag, weil Valencia der Mutter seiner Tochter Unterhaltszahlungen schuldet. Die Zeitung «El Universo» berichtet von Schulden in Höhe von 17'000 Dollar. Bereits bei der Anfahrt zum Spiel versuchte die Polizei nach Darstellung der spanischen Sportzeitung «Marca», Valencia zu verhaften. Seine Mitspieler hätten die Festnahme jedoch verhindert.
Der Anwalt der Mutter von Valencias Tochter, Paul Marín, war in der spanischen Sportzeitung AS mit einer Beschwerde über das mangelnde Engagement der Polizei bei der Strafverfolgung zitiert worden. Anders stellt es Valencias Berater Gonzalo Vargas dar. Nachdem der Agent zunächst betont hatte, es handle sich um eine Privatangelegenheit, präsentierte er auf Twitter später Dokumente, die belegen sollen, dass eine Jugendrichterin den Haftbefehl nach Intervention von Valencias Anwälten aufgehoben habe.
Später hat der Berater sogar noch ein medizinisches Schreiben veröffentlicht. Der Spieler soll ohnmächtig gewesen sein und bereits seit drei Tagen nehme Valencia Medikamente gegen Durchfall.
Valencia ist jedenfalls vorerst weiter auf freiem Fuss. (rae/jwe)