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KONZERT UND VORTRAG zum 50. Todestag von J. B. Hilber
Festanlass zum Gedenken an den Wiler Musiker und Komponisten
Wolfgang Sieber, Vortrag und Orgel /
Chor zu St. Nikolaus,
Leitung Kurt P. Koller /
Eintritt frei, Kollekte
Johann Baptist Hilber (JBH) wurde am 2. Januar 1891 in Wil SG geboren.
Seinem Wunsch entsprechend, Mönch zu werden, zog es ihn 1905 in die Klosterschule Engelberg, wo er 1910 das Gymnasium mit der Matura abschloss. Bereits gegen Ende der Gymnasialzeit spürte er, dass er sich ein Leben im Mönchsgewand nicht vorstellen konnte. Ihn faszinierte vielmehr eine Ausbildung zum Musiker, obwohl sich bei ihm bereits mit 16Jahreneine Schwerhörigkeit als Folge eines verschleppten Ohrenkatarrhs anbahnte. Nach einem kurzen «Interludium» am Konservatorium in Zürich begann JBH 1911 das Berufsstudium an der Musikhochschule Köln, verliebte sich in die Sängerin Clara Vogel, stellte fest, dass er selber wegen der Schwierigkeiten mit dem Gehör nicht Sänger werden konnte, schloss aber 1915 sein Studium als Pianist und Komponist mit grossem Erfolg ab.
Auf Empfehlen seiner Professoren hätte er gerne in Paris weiterstudiert. Sein Vater und die Wirren des ersten Weltkrieges zwangen ihn, einem Broterwerb nachzugehen. So verschlug es ihn 1915 nach Stans ans Kapuzinerkollegium als Musikdirektor. «Ich muss von Stans wieder weg, ich kann mich beruflich nicht ausleben», schrieb er 1917 seinem Vater. Hilber blieb. Die Stanserjahre wurden trotz Anfangsschwierigkeiten zu einer wichtigen Periode in seinem Leben. In Stans erlernte er die Praxis des Unterrichts, schuf viele Kompositionen für die Schule und andere Institutionen und erwarb sich bei den Einheimischen und den Kapuzinern einen grossen Freundeskreis, den er auch später weiterpflegte.
Ende Oktober 1928 übersiedelte er nach Luzern, wo er seine Fähigkeiten als Pianist, Organist, Dirigent, Komponist und Musikkenner voll entfalten konnte. Die Pflege, Erneuerung und Weiterentwicklung der Kirchenmusik war ihm ein grosses Anliegen. So gründete er 1942 am Luzerner Konservatorium die
Abteilung für katholische Kirchenmusik, die er bis 1967 leitete (ab 1952 Schweizerische Katholische Kirchenmusikschule, ab 1974 Akademie für Schul- und Kirchenmusik genannt). Hier kamen, wie er selbst schrieb, seine im Kollegi Stans gemachten Erfahrungen als Lehrer voll zur Geltung. Nebst dem
Ehrendoktortitel der Universität Fribourg 1950 wurde er für sein Wirken und seine zahlreichen Kompositionen mit verschiedenen Preisen geehrt.
Textquelle: Musikfreunde Nidwalden, 2017
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