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Können Sie sich über Grundkenntnisse in der Tierhaltung ausweisen?
Zur Haltung von Nutztieren oder Haustieren ab einer bestimmten Tierzahl muss seit 2008 laut dem Schweizerischen Tierschutzgesetz der Halter über bestimmte Kenntnisse der entsprechenden Tierart verfügen und diese nachweisen können. Mit einer Berufsausbildung, in einem Kurs mit Sachkundenachweis oder in einer berufsunabhängigen spezifischen Weiterbildung können diese Kenntnisse erworben werden. Der Strickhof bietet entsprechende Kurse für verschiedenste Tierarten an.
Sachkundenachweise (SKN) sind in folgenden Situationen erforderlich:
- Pferde: ab 5 Tieren
- Rinder
- Alpakas / Lamas
- Schafe / Ziegen: ab 10 Tieren
- Schweine: ab 3 Tieren
- Hausgeflügel: ab 150 Legehennen, ab 200 Junghennen oder ab 500 Mastpoulets
- Kaninchen: ab 500 Jungtieren pro Jahr
- Schmerzausschaltung: Nach dem Erwerb des Sachkundenachweis Schmerzausschaltung dürfen Tierhalter/innen eine Enthornung in den ersten drei Lebenswochen und eine Kastration der männlichen Jungtiere in den ersten zwei Lebenswochen durchführen, dies aber nur an Tieren im eigenen Bestand.
Fachspezifische Berufsunabhängige Ausbildung (FBA):
- Wachteln: sobald die Nachzucht von über 25 Wachtelpaaren pro Jahr abgegeben wird. Für die private Haltung ist keine Ausbildung erforderlich
- Pferde: ab der Gewerbsmässigen Haltung von mehr als 11 Pferden
- Wildtiere: für die Betreuung und Haltung von Hirschen und anderen Wildtieren
Für die Haltung von über 10 Grossvieheinheiten Nutztiere ist eine landwirtschaftliche Ausbildung erforderlich.