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Ein Film von Branwen Okpako • "Die Geschichte der Auma Obama“ ist ein biographisches Portrait ĂĽber Auma Obama, die ältere Schwester des US Präsidenten Barack Obama.
Gemeinsam mit Auma Obama verbringen wir die letzten Tage bis zur Präsidentschaftswahl 2008 in ihrem Kenianischen Heimatdorf Kogelo.
Während dieser Woche erzählt Auma von ihrem bewegten Leben und von der Geschichte der Obama-Familie bis hin zu dem historischen Moment der Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten der USA.
Der Film beginnt mit der Geschichte des Grossvaters Hussein Onyango, der zu Kolonialzeiten als Koch in Nairobi gearbeitet hat. Wir lernen Gloria Hagberg, die damalige Arbeitgeberin von Hussein, kennen. Obwohl in Kenia Apartheid herrscht, versucht Hussein Onyango, seinem Sohn Barack Sr. eine gute Bildung zu ermöglichen. Der junge Barack Sr. verliebt sich 1957 in Kezia, als er die Vierzehnjährige tanzen sieht. Er heiratet sie und sie bekommen das erste Kind Abongo.
Während Kenia für die Unabhängigkeit kämpft, werden junge Leute nach Amerika geschickt, um die westliche Bildung zu erlangen und danach die Führung im eigenen Land übernehmen zu können. Barack Obama ist einer von ihnen. Noch vor der Geburt von Auma geht er nach Amerika, um dort zu studieren. Für Auma bedeutet das, ihren Vater für vier Jahre zu verlieren.
Aumas Mutter Kezia erzählt, dass Barack Sr. nach Kenia zurückkehrt, gefolgt von Ruth, einer weissen Amerikanerin. Er heiratet sie und Auma wächst nun mit ihrer Stiefmutter auf. Kezia muss das Dorf und die Kinder verlassen. Als Auma dreizehn Jahre alt wird, trennen sich Ruth und Barack Sr. und sie verliert zum zweitenmal ihre Mutter. In dieser Zeit geht Auma ins Internat. Sie erfährt, wie wichtig Bildung ist und wie wertvoll die Freiheit, die einem eine gute Ausbildung geben kann.
Die politische Unangepasstheit des Vaters und die damit verbundenen Probleme stürzen die Familie in Schwierigkeiten und existentielle Nöte. Nach der Schulzeit rettet sich Auma mit einem Stipendium nach Deutschland.
Dort angekommen, blüht Auma auf. Sie geniesst ihre Unabhängigkeit. In Heidelberg studiert sie Interkulturelle Germanistik und kann sich als Tänzerin entfalten.
Als ihr Vater stirbt, sucht sie die Nähe der Familie und fährt zu seiner Beerdigung nach Kenia zurück. Durch den plötzlichen Verlust des Vaters und die unklaren Umstände seines Todes erwacht in Auma ein neues Verständnis für die politischen Werte, für die ihr Vater gestanden hat.
Zurück in Deutschland wird sie politisch aktiv, gibt Seminare zur Afrikanischen Gesellschaft und äussert sich in Talkshows zu Fragen der Entwicklungshilfe und Globalisierung. In dieser Zeit erhält sie zum ersten Mal einen Brief von ihrem Bruder Barack Jr. Sie lernen sich kennen und Auma eröffnet dem Bruder seine Kenianische Familie. Für Auma ist die Begegnung mit Barack Jr. sehr wichtig. Sie hat das Gefühl, dass durch die Begegnung mit ihm auch der für sie so wichtige Vater zu ihr zurückkehrt. Und sie hat das Gefühl, endlich auch innerhalb der Familie jemanden gefunden zu haben, mit dem sie über die politischen Themen sprechen kann, die sie bewegen.
Nach ihrem Studium in Heidelberg und Bayreuth, geht Auma an die Filmhochschule nach Berlin. Sie sucht nach einer Ausdrucksform und einem Medium, mit dem sie ihre Gedanken und Botschaften auf neue Weise formulieren kann.
Das Bedürfnis nach einer eigenen Familie führt sie nach England wo sie Ian Manners heiratet. Die beiden ziehen in einen Vorort von London und Auma bekommt ihre Tochter Akinyi. Doch Auma fühlt sich in der Vorstadt isoliert und sie verspürt starke Sehnsucht nach der Kenianischen Heimat. Am Anfang des neuen Jahrhunderts entscheidet sie sich, nach Kenia zurückzukehren, um dort mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Heute ist der Schwerpunkt ihrer Arbeit, Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, ihre eigenen Visionen zu artikulieren und zu verwirklichen.
© 2018 trigon-film
VERLEIH: trigon-film

REGIE:
Branwen Okpako
CAST:
Elke Brenstein
Auma Obama
Kezia Obama
Marsat Osumba Onyango
DREHBUCH:
Branwen Okpako
KAMERA:
Kolja Brandt
MUSIK:
Jean-Paul Bourelly
LAND:
Deutschland
JAHR: 2011
LÄNGE: 80min