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Lassen wir das Süpercross Baden 2013 noch einmal aufleben! Unser Highlight-Video ist da. Danke an Patrick Müssiggang/velvet-guerilla.com….
Walsleben gewinnt vor Mourey, Schweizer geschlagen
Mit dem Sieg des deutschen Meisters Philipp Walsleben ging das „Süpercross“ von Baden zu Ende. Walsleben liess den Vorjahressieger Francis Mourey, den französischen Meister, und den überraschenden Spanier Egoiz Murgoitio hinter sich. Julien Taramarcaz wurde als bester Schweizer Sechster.
Walsleben und Mourey setzten sich bereits in der ersten Runde von der Gegnerschaft ab. Die Beiden drehten in der Folge ihre Runden alleine. Allerdings nur bis zur Rennhälfte. Philipp Walsleben vermochte den Favoriten Mourey in der Folge zu distanzieren. „Das Wetter behagte mir. Die Strecke war wegen dem Regen zwar schwerer wie letztes Jahr. So konnte ich meine Fähigkeiten ausspielen“, erklärte Walsleben zufrieden. Er hatte bereits in der Wochenmitte den Wetterbericht studiert und freudig festgestellt, dass schlechtes Wetter im Anzug war. Er war mit der Freude über das heranziehende Regenwetter zwar sicherlich eine Ausnahme. „Durch den Regen wurde der Rundkurs technisch anspruchsvoll. Das behagte mir. Dass ich jedoch gleich im ersten Rennen der Saison gewinnen sollte, hatte ich gleichwohl nicht erwartet.“ Walsleben schwang am Schluss mit mehr als einer Minute Vorsprung obenaus.
Hinter dem Spitzenduo fuhr eher unerwartet der Spanier Murgoitio auf den dritten Rang. Er nahm den Platz ein, den man eigentlich den Schweizern zugetraut hatte. Simon Zahner und Landesmeister Julien Taramarrcaz lagen zu Rennbeginn zwar auf einem Podiumsplatz. Je länger das Rennen jedoch dauerte, umso weiter weg kamen sie von diesem Podiumsplatz. Am Schluss landete Taramarzac als bester Einheimischer auf dem sechsten Platz. Er rettete sich damit knapp vor dem in der Schlussphase mächtig aufkommenden U-23-Vizemeister Lukas Müller (Steinmaur). Müller wurde vor dem als Achter ins Ziel kommenden Simon Zahner zweitbester Schweizer Siebter.
Aargauer Gemperle auf dem zweiten Rang
Mit einem deutlichen Sieg von Kevin Kuhn (Eschenbach) ging die gleichzeitig mit der Frauen-Konkurrenz rollende Prüfung der Anfänger zu Ende. Kuhn gewann vor dem Aargauer Dario Gemperle (Buchs).
Kuhn gewann mit einem klaren Vorsprung von mehr als anderthalb Minuten. „Mir lief es super“, freute sich der Sieger zurecht. Eher unerwartet kam mit Dario Gemperle ein Aargauer auf den zweiten Rang. Gemperle war bisher in erster Linie ein Mountain-Biker: „Ich beteiligte mich diese Saison an den Rennen des BMC- und Argovia-Cups. Wenn es so weitergeht, fahre ich vielleicht vermehrt Querfeldein-Rennen.“ Gemperle vermochte sich vor Marc Hirschi (Solothurn) den zweiten Platz zu holen.
Schweizerin Koller sorgt für Ueberraschung
Mit einem Start-Ziel-Sieg der vierfachen belgischen Meisterin Sanne Cant ging das Frauen-Rennen zu Ende. Dass die Badener Prüfung der Frauen aufgewertet worden ist, zeigte auch die Aufwartung von Regierungsrat Alex Hürzeler, dem aargauischen Sportminister
Hürzeler liess es sich nicht nehmen, den besten Frauen bei der Siegerehrung zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Er machte dies zu recht: Die gestarteten Amazonen boten spannenden Sport. Die Belgierin Sanne Cant, vierfache Meisterin ihres Landes und Fünfte der Weltrangliste, übernahm bereits in der ersten Runde die Führung. Die Holländerin Sophie de Boer mache sich zwar früh auf die Verfolgung der Belgierin. Allerdings kam sie nicht mehr an Cant heran und musste mit einem Rückstand von 13 Sekunden mit dem zweiten Rang zufrieden sein. Sanne Cant freute sich über den Sieg: „Es war dies mein erstes Rennen in der laufenden Saison. Die Strecke war nicht einfach, Aber ich konnte durchhalten und den Sieg nach Hause fahren.“
Für eine faustdicke Ueberraschung war die Schweizerin Nicole Koller (Eschenbach) besorgt. Die erst 16Jährige hielt von Beginn weg in der Spitze mit und vermochte sich auf dem dritten Rang zu etablieren. Diesen Rang hielt Koller bis ins Ziel: „Ich bin selber über diesen Rang selber überrascht. Es lief mir jedoch wirklich gut und ich konnte diesen Rang verteidigen.“ Ob Koller weiter Cross-Rennen fährt, steht im Moment nicht fest: „Ich habe die ganze Mountain-Bike-Saison bestritten und mache nun zu erst einmal eine Pause.“ Sie schloss allerdings nicht aus, dass sie im Januar in Bussnang an der Schweizermeisterschaft im Querfeldein am Start sein wird. Nach der Klassierung als beste Schweizerin im hochkarätigen Rennen von Baden liegt dies fast auf der Hand.
Als zweitbeste Schweizerin kam Nicole Hanselmann auf den sechsten Rang. Sie liess damit Vorjahressiegerin Marlene Petitgirard, die nur Siebte wurde, hinter sich.
Abgekürzte Strecke beim jüngsten Nachwuchs
Das „Süpercross“ fördert auch den Nachwuchs. Deshalb erhielten auch die Schüler eine Startgelegenheit. Das Wetter hinderte de Fahrerinnen und Fahrer nicht an der Fahrt durchs Gelände der Badener „Allmend“ . Da die Strecke wegen des Regens leicht glitschig war, wurde sie für die lizenzierten Schüler jedoch gekürzt.
Der Sieg ging an Luca Schätti (Wädenswil). Schätti gewann vor einem französischen Nachwuchsmann. Dass der Sieg an Schätti ging, kam nicht überraschend: Sein Vater Roland war während vielen Jahren ein Schweizer Spitzenfahrer und scheint sein Können nun auch an den Sohn weiter zu geben. Ueberhaupt scheint es, dass der Nachwuchs dann zum Quer kommt, wenn er erblich vorbelastet ist. Nicht nur Sieger Schätti hat einen Vater der im Quersport aktiv ist, sondern zum Beispiel auch der Viertplatzierte Oliver Weber . Sein Vater Albert fuhr während vielen Jahren Querrennen, amtet nun als Präsident des VC Steinmaur und ist im OK der dort am 27. Oktober stattfindenden Querfeldeinrennens.
Als bestes Mädchen kam Tina Züger (Eschenbach) auf den sechsten Rang.
Anspruchsvolles Rennen in der Kategorie B
Das Rennen der Kategorie B (Amateure, Junioren, Masters) war wegen des glitschigen und nassen Terrains zwar anders als im Vorjahr. Mit Dominic Grab holte sich jedoch der Vorjahressieger erneut den ersten Platz.
„Das Rennen war härter und anspruchsvoller. Ich hatte schwere Beine, konnte jedoch am Schluss doch noch zusetzen und den Sieg holen“, freute sich Grab über den ersten Platz. Lange duellierte sich mit dem neu in der Kategorie B fahrenden Johan Jacobs. Ungefähr bei Rennhälfte vermochte Grab seinen Gegner abzuhängen und letztendlich doch noch einen sicheren Sieg herauszufahren. Jacobs musste sich auf den letzten Metern noch gegen den aufkommenden Simon Vitzthum wehren. Der Zürcher Unterländer schaffte diese jedoch mit Bravour: „Das war das erste Rennen in der Kategorie B. Ich wusste nicht, wo ich stehe. Mit dem zweiten Rang bin ich deshalb zufrieden.“ Mit Grab und Jacobs waren die beiden amtierenden Nachwuchs-Schweizermeister auf den ersten Plätzen. Da beide nun jedoch eine Kategorie höher fahren, durften beide nicht mehr in den im Januar in Steinmaur errungenen Meistertrikots starten. Jacobs war übrigens der einzige Fahrer, der die vom Veranstalter als Fahrergeschenk abgegebenen „Süpercross-Socken“ auch im Rennen trug. „Das finde ich stolz und freut mich sehr“, lobte OK-Präsident Christian Rocha deshalb Nachwuchsmann Jacobs.
Als Bester der zahlreichen gestarteten Masters-Fahrern kam Beat Morf als Vierter ins Ziel. Morf verwies Timon Rüegg (Steinmaur) auf den fünften Rang.
Jedermänner machten Auftakt
In Baden wurde mit dem „Süpercross“ die Quer-Saison 2013/2014 gestartet. Den Renntag eröffneten bei Nieselregen die „Jedermänner“.
OK-Präsident Christian Rocha hatte mit der Bemerkung, dass das erste Rennen des diesjährigen „Süper-Cross“ ein Rennen für „Alle“ sei, recht: Unter die 50 „Jedermänner“ schwang sich auch ein halbes Dutzend Frauen. Die Beste von ihnen war nach drei Runden die Deutsche Simone Emunds aus Neustadt. Sie schaffte es, von den schnellsten „Jedermännern“ nicht überrundet zu werden.
An der Spitze vermochte sich Oliver Rinner (Zürich) schon früh abzusetzen. Obwohl er an der Raiffeisen-Treppe jedes Mal Mühe bekundete, fuhr Rinner einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Umkämpft waren die Ehrenplätze. Am Schluss war es Philipp Näf, der sich vor Milovan Stanic den zweiten Platz sicherte. Der frühere Quer-Spezialist Willy Hofer kam vor dem besten Aargauer Karl Dillier, dem Vater von Silvan Dillier, auf den vierten Rang.
Aufgrund der vorhergesagten Regenfälle für die Nacht auf Sonntag und den bereits knappen Platzverhältnissen auf der Baldegg werden alle Besucher aufgefordert, für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, bzw. über Baden-Dättwil (Autobahnausfahrt Baden-West) anzureisen. Das Auto kann dort auf dem Parkplatz ABB Segelhof gratis abgestellt werden und anschliessend fährt der Shuttleservice unseres öV-Partners RVBW im 15 Minuten Takt auf das Renngelände. Wer die Anfahrt über Baden/Allmend macht, läuft Gefahr wieder umkehren zu müssen.
Wohnmobile werden dringend gebeten die Anfahrt über die Stadt Baden zu machen (violetter Weg im Anfahrtsplan). Für alle Camper steht ein separater Parkplatz auf festem Untergrund zur Verfügung.
Link: Informationen Anreise
Noch drei Tage bis zum dritten Süpercross Baden. Der Veranstalter Süpercycling Baden verzeichnet nach Ende der offiziellen Meldefrist in fast allen Kategorien neue Teilnehmerrekorde. Der französische Titelverteidiger Francis Mourey ist der grosse Gejagte bei den Männern, während bei den Frauen sich gleich eine Hand voll Fahrerinnen Chancen auf den Sieg ausrechnen können. (more…)
Für alle, welche am Sonntag aus irgendeinem unverzeihbaren Grund nicht nach Baden kommen können, bieten wir während des ganzen Renntages einen noch stärker ausgebauten Medienservice an. Über Facebook und Twitter liefern wir ständig Updates, auf unserer Website findet man die Live-Resultate, sowie kurz nach den jeweiligen Rennen einen kurzen Rennbericht. So liefern wir für die Daheimgeblieben, die Fahrenden und Reisenden einen guten Service direkt auf den PC oder das Smartphone.