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Noch nie war die Jugendarbeitslosigkeit weltweit so hoch wie jetzt. Das ergibt eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die in Genf veröffentlicht wurde.
Sie war 2003 dreieinhalb Mal so hoch wie die Arbeitslosigkeit bei Erwachsenen. Besonders betroffen seien junge Frauen.
Insgesamt waren 88 Millionen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren ohne registrierte Beschäftigung. Das sind fast die Hälfte der weltweit 186 Millionen Arbeitslosen.
Über ein Viertel dieser Jugendlichen lebt im Nahen Osten und in Nordafrika. Nur in den Industriestaaten gelang es zwischen 1993 und 2003, die Arbeitslosenquote der Jugendlichen von 15,4 auf 13,4 Prozent zu drücken.
Laut ILO-Bericht zeigen Jugendliche in diesen Ländern die Tendenz, den Eintritt ins Berufsleben hinauszuschieben und ihre Studien und Ausbildungen zu verlängern.
Junge werden als erste entlassen
"Befindet sich ein Unternehmen in einer Krise, bekommen dies die jungen Leute besonders zu spüren", heisst es im Bericht weiter. Dauert die Rezession längert, wird das Personal oft nach der Methode "der letzte geht zuerst" entlassen.
Von den 550 Millionen Menschen, die trotz Arbeit weltweit mit nur einem Dollar pro Tag auskommen müssen, sind 130 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt.
Würde die Jugendarbeitslosigkeit halbiert, bedeutete dies für die Weltwirtschaft laut ILO eine Spritze von etwa 2,2 Billionen Dollar für das weltweite Bruttosozialprodukt.
Als Konsequenz aus diesen Erhebungen fordert die den Vereinten Nationen nahestehende Organisation eine gezielte Politik im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit, um die Jugendlichen in die Lage zu versetzen, sich gegen ältere und erfahrenere Beschäftigte durchsetzen zu können.
swissinfo und Agenturen