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Zurzeit dreht Viktor Giacobbo, 60, seinen neuen Film mit dem Arbeitstitel «Der grosse Kanton». Darin thematisiert er die Beziehung zwischen der Schweiz und Deutschland, eine klassische Dokumentation soll der Streifen aber keineswegs werden: Vielmehr will Giacobbo die Thematik als «Mockumentary» abhandeln, als satirischer Dokumentarfilm. Diese Idee sagt offenbar auch Endo Anaconda, 57, und SVP-Nationalrat Oskar Freysinger, 52, zu. Anaconda komponiert den Titelsong, Freysinger singt im Streifen das Lied «Der Elefant im Fliegenland» - obwohl er immer wieder das Ziel von Giacobbos Witzen ist. «Was ich mit dem Film bewusst nicht will, ist meine Gesprächspartner reinlegen», erklärt Giacobbo im Interview mit Persoenlich.com. Er habe nichts gegen eine «gepflegte Verarschung», dieses Mal passe das aber nicht ins Konzept.
Zum angespannten Verhältnis zwischen der Schweiz und dem Nachbarstaat Deutschland wolle er im Film erst eine These aufstellen und dann eine Lösung anbieten, erzählt der Satiriker. Genauso wie der Schweizer Germanist Peter von Matt würden auch deutsche Politiker, Künstler und Wissenschaftler zum Gespräch gebeten. Ob sie mit Ironie oder im vollen Ernst auf seine Fragen antworten, sei ihnen selbst überlassen. Könnte dieser Streifen gar einen Politiker zu Fall bringen? «Das glaube ich nicht», sagt Giacobbo. «So mächtig wird der Film nicht sein.»
Anders als «Ernstfall in Havanna» und «Undercover» finanziert er sein neustes Projekt selbst. «Ich möchte mich nicht vor Kommissionen rechtfertigen müssen, was lustig ist und was nicht.» Werde es ein Flop, sei er auch selber schuld.
«Der grosse Kanton» kommt voraussichtlich im Frühjahr 2013 in die Kinos.