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Die Dampfschifffahrt auf dem Genfer-, Thuner-, Brienzer und Vierwaldstättersee förderte als Massentransportmittel das Entstehen einer eigentlichen Tourismusachse zwischen diesen Regionen. Der Gruppenreise-Pionier Thomas Cook machte sich diese Angebotskette zu nutze. Am 8. Juli 1863 reiste die erste Gruppe ein.
Am 8. Juli 1863 begann für die Innerschweiz ein neues touristisches Zeitalter: das Zeitalter der organisierten Gruppenreisen, des «all inclusive». Mit den neuen Massentransportmitteln Dampfschiff und Eisenbahn gelang es Thomas Cook, neue Angebote und Konzepte zu entwickeln, die inzwischen zum Allgemeingut der Tourismusbranche geworden sind: der Voucher, der Schlafwagen, der Reisekatalog, das Reisebüro und die Pauschalreise. Am 8. Juli 1863 passierte die Gruppe vermutlich auf dem Dampfschiff Rigi die Achereggbrücke, wobei damals noch der Kamin umgelegt werden musste. Die DS Rigi lohnt einen Besuch im Verkehrshaus, die Achereggbrücke wich der Nationalstrasse.
Die Auen- und Riedlandschaft am Südostufer des Alpnachersees zählt heute zum nationalen Inventar der bedeutenden Auengebiete und Flachmoore. Ihre Flachwasserbereiche sind als Fischlaichgebiete auch wichtig für die Fischerei, die früher oft von den am See lebenden Bauern im Nebenerwerb betrieben wurde.
In der Ernährung der vormodernen Bevölkerung der Innerschweiz spielte die Fischerei eine bedeutende Rolle. An den zahlreichen religiösen Fastentagen ersetzte der Fisch die verbotenen Fleisch-, Eier- und Milchspeisen. Das Recht zum Fischfang war feudal geregelt und nicht frei. Angesichts der grossen Nachfrage stritt man deshalb oft und erbittert um die lukrativen Fischenzen (Fischrechte). Ihre Abschaffung im Zuge der französischen Revolution führte innert Kürze zu einer Überfischung des Vierwaldstättersees. Heute kontrolliert eine interkantonale Kommission die Berufsfischerei am Vierwaldstättersee.