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Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.
Freiburg i.Ü., 9.5.14 (Kipa) Die Schweizer Staatsbürgerschaft erleichtere ihm die Arbeit im komplizierten islamischen Umfeld auf der arabischen Halbinsel, sagte der Bischof für Südarabien, Paul Hinder, in der aktuellen Ausgabe der Magazins «Universitas» der Universität Freiburg (Schweiz). Die Arbeit sei nicht immer leicht, er bemühe sich aber um eine «korrekte Beziehung» zu den Behörden.
Die Mehrheit der Katholiken auf der arabischen Halbinsel stamme aus Indien und den Philippinen. Diese würden gern einen eigenen Bischof haben. In der «unbeständigen Situation» in der Golfregion und dem «konkreten Umfeld» des Islam sei es aber besser, wenn ein Europäer als Bischof wirke, so Hinder. Als Schweizer habe er eine «gewisse Äquidistanz». Ein Inder würde in den «innerindischen Spannungen aufgerieben». Ein Filipino hätte Mühe, sich gegenüber den Indern und den arabischen Christen durchzusetzen.
In einigen Gebieten, die er betreue, sei die Lage «sehr kritisch», so in Jemen. In den Vereinigten Emiraten und in Oman bestehe eine «begrenzte Kultusfreiheit». Die Auflagen für die Christen seien streng. Sie seien verpflichtet, die Gottesdienste innerhalb der vorgesehenen Liegenschaften zu feiern. Die Wirkungsmöglichkeiten seien begrenzt. Der Dialog zwischen «Kirchenfürst» und den Staatschefs finde nicht auf Augenhöhe statt. Er bemühe sich, eine «korrekte Beziehung auf der Sachebene» zu pflegen.
Beeindruckende Zahlen nannte Hinder gegenüber dem Magazin. Die Gottesdienste würden in seinem Apostolischen Vikariat sehr gut besucht. In der Marienpfarrei in Dubai gingen wöchentlich 70’000 Gläubige zur Messe, in Abu Dabi seien es um die 40’000. Mehr als tausend Personen seien als Katecheten tätig. In seinem Vikariat, das die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Jemen mit 15 Pfarreien umfasst, stehen ihm 55 Priester zur Seite. Die Kirche habe unter den Christen im Vikariat eine wichtige soziale Funktion.