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Interaktives Metronom - IM
Wussten Sie, dass Ihr Gehirn eine innere Uhr hat, die im Takt arbeitet? Und zwar in Intervallen von Mikrosekunden, Millisekunden, Sekunden, Minuten und Stunden? Diese zeitliche Verarbeitung (wir nennen es auch Timing) ist verantwortlich fürs Aufwachen und Einschlafen, aber auch - und dies ist sehr spannend - für Aufmerksamkeit, Leseverständnis, Informationsspeicherung, Sprachverarbei-tung, Bewegungskoordination und viele andere menschliche Fähigkeiten.
Eine wachsende Anzahl von Studien belegen, dass eine Schwäche in der neuralen zeitlichen Verarbeitung bei ADHS, Dyslexie, Autismus, Hörverarbeitungsschwäche, Parkinson, Hirnschlag und Hirnverletzungen eine wichtige Rolle spielt.
Wie funktioniert das Interaktive Metronom?
Das Kind hört über Kopfhörer das Metronom und muss ver-
suchen, den Takt so exakt wie möglich nach zu klatschen.
Dabei bekommt es eine Rückmeldung über die Genauigkeit
seines Klatschens. Je nachdem wie viel zu früh oder zu spät geklatscht wurde, variert der Rückmelde-Ton im Kopfhörer. Das Kind lernt, immer präziser den vorgegebenen Ton zu treffen und verbessert so seine zeitliche Verarbeitung. Bald werden die Klatschbewegungen mit Bewegungsabläufen kombiniert, die Füsse werden dazu genommen, das Gleichgewicht gleichzeitig trainiert usw. Wird der Takt relativ zuverlässig getroffen, wird das IM mit komplexen kognitiven Aufgaben kombiniert. Das Kind macht also gleichzeitig zum Metronom Denkspiele, löst dreidimensionale Aufgaben, beschreibt Bilder, usw. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wie bei der Abklärung beschrieben, haben wir die stärker arbeitende Hirnhälfte festgestellt. Mit dem IM aktivieren und stärken wir ganz gezielt die schwächere Hirnhälfte. Da die linke Körperhälfte durch die rechte Hirnhälfte gesteuert wird und umgekehrt die rechte Körperhälfte durch die linke Hirnhälfte, können wir z.B. bei Übungen mit der linken Hand und gleichzeitiger Bildbeschreibung die rechte schwächere Hirnhälfte trainieren.