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Ausdauertraining und Laktatschwelle
Durch den Laktatanstieg in der Muskelzelle steigt mit einer gewissen Verzögerung auch der Laktatwert im Blut, der als Messparameter verwendet wird. Der Laktatanstieg im Blut zeigt somit an, ab welchem Leistungsgrad unser Körper vom aeroben zum anaeroben Stoffwechsel wechselt. Da die anaerobe laktatbildende Energiebereitstellung nicht effizient ist und zudem die Ansäuerung des Zellmilieus eine schlagartige Verlangsamung der Energiebereitstellung verursacht, kann sie nicht lange ausgehalten werden. Diese Laktatschwelle oder aerobe-anaerobe Schwelle wird in der Sportmedizin seit mehr als 40 Jahren als Parameter für die Bestimmung des Trainingszustands und der Trainingsfortschritte von Elite-Athleten verwendet. Je besser man trainiert ist, desto länger dauert es bei ansteigender Leistung, bis diese aerobe-anaerobe Schwelle erreicht ist. Die Hinauszögerung der Laktatschwelle lässt sich nur durch aerobes Training erzielen.
Dabei muss gezielt während der Trainingseinheiten so viel Leistung erbracht werden, dass während einer bestimmten Zeit die Laktatschwelle übertroffen wird. Die so abverlangte Mehrleistung induziert im Körper die erwünschte Adaptation aller beteiligten Organe: Die Muskeln erreichen durch Eigensynthese von Zellorganellen (Mitochondrien) eine höhere Fähigkeit, Sauerstoff zu verwerten und ATP zu produzieren (Superkompensation).
Herz und Zwerchfell leistungsfähiger
Das Zwerchfell sowie das Herz, die auch Muskeln sind, verbessern ebenfalls durch ähnliche Prozesse ihre Leistungen, sodass die Sauerstoffaufnahme in der Lunge und der Sauerstofftransport im Blut erhöht werden. Durch die höhere Sauerstoff-Transportkapazität des Herz-Kreislauf-Systems wird das Sauerstoffangebot am Muskel erhöht, sodass eine bestimmte Leistung länger unter dem energetisch günstigeren aeroben Zustand erbracht werden kann. Das ist das Resultat des aeroben Trainings.