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Was ist das Problem?
Im Durchschnitt benötigt ein gesunder Erwachsener etwa sieben bis acht Stunden ungestörten Schlaf pro Nacht. Viele Frauen in den Wechseljahren kommen leider nicht in den Genuss von ausreichendem Schlaf. Die Probleme können vielfältig sein: Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Schlaflosigkeit während der Nacht. Symptome der Menopause, die sich auf den Schlaf auswirken, sind z. B. Nachtschweiss (die nächtliche Version der Hitzewallungen) oder Angstzustände. Dies kann zu einem Teufelskreis führen, da Schlafmangel wiederum zu Stress und Angstzuständen führen kann. Schlafstörungen führen offensichtlich zu Müdigkeit, aber auch zu Konzentrationsmangel, einem geschwächten Immunsystem oder emotionalen Störungen wie Reizbarkeit. Nach der Menopause steigt die Rate der Schlafapnoe stark an: 9 % der postmenopausalen Frauen sind davon betroffen.
Was sind die Ursachen dafür?
Aus welchem Grund ist dein Schlaf gestört? Wieder einmal sind es die Sexualhormone, die zu sinken beginnen. Die Abnahme des Östrogenspiegels verlangsamt die Zufuhr und die sekundäre Produktion von Magnesium, einem Mineralstoff, der die Muskelentspannung fördert. Dieser Östrogenabfall ist auch für Hitzewallungen verantwortlich. Progesteron hingegen hat einen Einfluss auf die Schlafinduktion. Eine Senkung des Progesteronspiegels beeinträchtigt die Fähigkeit zum Tiefschlaf.
Neben Hormonen können auch Bewegungsmangel, Koffein- und Nikotinkonsum oder Bluthochdruck zu Schlafstörungen führen.
Was sind verfügbare Lösungsansätze?
Therapien wie Massagen und Aromatherapie können dir helfen, da sie dazu beitragen, einen ruhigen Gemütszustand herbeizuführen, der das Einschlafen erleichtert. Ausserdem können pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel (Melisse, Baldrian, Lavendel oder Hopfen) eine gute Option zur Behandlung von Schlafstörungen sein.
Wichtig ist auch, dass du auf eine Schlafumgebung achtest, die guten Schlaf fördert. Achte zunächst einmal darauf, dass dein Schlafzimmer kühl (maximal 19 °C) und dunkel ist, denn das kann einen großen Unterschied ausmachen. Führe eine Schlafroutine ein, bei der du dich von Bildschirmen fernhältst und die Lichtintensität reduzierst, damit dein Körper auf natürliche Weise Melatonin ausschüttet.
Wenn du dich bei Schlaflosigkeit im Bett hin und her wälzt, stehe kurz auf, entspanne dich und versuche erst dann wieder einzuschlafen, wenn die Müdigkeit wieder einsetzt. Es erübrigt sich zu wiederholen, dass auch Alkohol am Abend die Schlafqualität beeinträchtigen kann und dass der Koffeinkonsum überwacht werden sollte (z.B. nach dem Mittagessen keinen Kaffee mehr trinken).