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Ghana – Projekt Share
Ungefähr eines von drei Kindern unter fünf Jahren leidet an Mangelernährung - und dies obwohl keine Hungersnot herrscht.
Minch für sauberes Trinkwasser
Produktion und Verteilung von Wasserfiltern für Familien ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Nach der Entwicklung des ersten durch die WHO zertifizierten, äthiopischen Wasserfilters soll durch dessen lokale Herstellung und Vertrieb einem Grossteil der Bevölkerung Äthiopiens eine Möglichkeit angeboten werden, sauberes Trinkwasser im eigenen Haushalt zu konsumieren.
Äthiopien ist mit Tausenden von Kilometern von Flüssen gesegnet. Sie entspringen im grünen Hochland und fliessen als Lebensader durch viele trockene Gebiete. Sogar der Blaue Nil entspringt hier. So mag es überraschen, dass Millionen von Äthiopiern keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Über 13 Millionen äthiopische Familien (ca. 65 Millionen Menschen) leben zwar kaum mehr als eine halbe Stunde Fussmarsch von einem trüben Fluss entfernt, sind aber oft zwei bis sechs Stunden unterwegs, um einigermassen trinkbares Wasser nach Hause zu bringen. Die anderen 9 Millionen Familien (ca. 45 Millionen Menschen) haben Zugang zu sauberem Wasser innerhalb 30 Minuten Fussmarsch oder sogar innerhalb der eignen vier Wände, doch auch sie konsumieren aufgrund mangelnder, sauberer Transportgefässe und der schlechten Unterhaltung von Verteilungssystemen und Wasserfassungspunkten immer wieder Wasser in ungenügender Qualität. Dies führt zu Krankheiten, hohen Ausgaben für Medikamente und insbesondere unter 5-Jährigen nicht selten zum Tod. Wasser abzukochen stellt in vielen Regionen aufgrund des Mangels an Feuerholz oder dessen hohen Kosten keine Option dar.
Obwohl sich die äthiopische Regierung dieser Herausforderung angenommen hat und in den letzten Jahren Erfolge im Zugang zu sauberem Wasser vermerken kann, gibt es bis heute keine lokal angefertigte Technologie, die das Problem ansatzweise lösen könnte. Die Verwendung von
Chlorpulver benötigt höchste Disziplin und Wasserfiltertechnologien werden bis anhin nur importiert. Weil das Land aber chronisch an Fremdwährungsmangel leidet, sind Importe kaum eine Lösung. Zudem können importierte Produkte lokal kaum repariert werden.
Seit 2011 hat sich die Firma Desert Rose Consultancy, ein in Äthiopien registriertes Sozialunternehmen, auf sauberes Trinkwasser in Äthiopien fokussiert. Durch intensive Forschung, viel Geduld und unzählige Versuche – mit regelmässigen Rückschlägen – gelang es, ein Produkt zu entwickeln, das die Herausforderungen bewältigen kann: Der MINCH Household Water Filter ist lokal herstellbar und übertrifft die Leistung vergleichbarer, im Ausland produzierte Filter bei Weiten. Der MINCH Filter besitzt zudem einen internen, vor externer Verschmutzung geschützten Wasserspeicher von 15 Litern – eine Eigenschaft, die die Speicherung in oft verschmutzten Behältern vermeidet.
Im November 2020 wurde der MINCH-Filter von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für dessen Effizienz in der Bakterien- und Protozoen-Entfernung zertifiziert. Die Tests haben gezeigt, dass der Filter über 99,999 % der schädlichen Bakterien und grösseren Krankheitserreger entfernt. Zudem wurde nachgewiesen, dass der Filter über 99 % der Viren eliminiert. Auch die äthiopische Regierung hat den Filter getestet und uns grünes Licht gegeben.
Nach Jahren der Forschung und Entwicklung sowie der Herstellung und Vertreibung von über 1000 Filtern wurde die Produktion der Filter einem neuen Unternehmen zu übergeben, welches sich ausschliesslich darauf konzentriert, die Filter herzustellen und in grösseren Mengen auf den Markt zu bringen. Ein Investor, der das Herz von Desert Rose teilt und beabsichtigt, durch eine nachhaltige Geschäftsidee sauberes Wasser für die äthiopische Bevölkerung sowie auch Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen zu ermöglichen, hat sich dieser Aufgabe angenommen. So wurde im März 2021 die Spring Household Manufacturing PLC gegründet. Mittlerweile wurden Maschinen für die Produktion importiert, eine neue Produktionsstätte und ein neues Büro ausgestattet, eine Praktikumsmöglichkeit für Waisen angeboten und das Team geschult sowie auf die Produktion und den Vertrieb vorbereitet. Die Produktion ist nun angelaufen und erste Bestellungen von internationalen Organisationen sowie Familien und Unternehmen werden bedient. Aktuell beschäftigen wir vier Mitarbeitende mit Hörbehinderung.
Als kleines, soziales Unternehmen sind wir immer dankbar für Unterstützung, sei das finanziell in Form von Investitionen oder Spenden oder – fast wichtiger – in Form von Mund zu Mund Marketing, damit unsere Filter auf mehr Nachfrage stösst.
Mit Ihrer Unterstützung können wir sauberes Wasser in äthiopische Haushalte bringen, die Umweltverschmutzung durch PET-Flaschen reduzieren und Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen schaffen.
Sind Sie dabei? Mit herzlichstem Dank, das MINCH-Team
Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns bitte direkt an: <email-pii>
«Wenn Menschen in Not geholfen werden kann, dann schlägt mein Herz höher. Die Schweiz ist reich gesegnet mit tollen Menschen, Know-how und vielen Ressourcen. Die Verantwortung wahrzunehmen, damit dieses wunderbare Land in arme Länder nachhaltig investiert, ist eine grosse Herausforderung, die Freude macht.»
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