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Unser Referent Mitglied Major Gregory Schick konnte interessierte Mitglieder und deren Begleitung, auf dem wunderschönen Aussichtspunkt, vor dem Kavallerie-Denkmal begrüssen.
Heute befindet sich nebst dem Denkmal ein 300 Berggipfel umfassendes Alpen-Panorama und 2 Gedenksteine auf der Lueg.
Unsere Vorfahren nutzten die strategische Lage der Lueg als Hochwacht zur Weitergabe von Meldungen oder zur Alarmierung.
Das Thema führte uns in die Zeit von 1914 bis 1918, als durch 3 Ereignisse (1. Weltkrieg, Spanische Grippe und Landesstreik) der Grundstein zum Kavallerie-Denkmal gelegt wurde.
Leitsatz: "Zum Andenken an die im Dienste des Vaterlandes während der Grenzbesetzung 1914-1918 und im Ordnungsdienst vom November 1918 verstorbenen Bernischen Kavalleristen. Errichtet im Jahre 1921 von der Bernische Kavallerie-Offiziersgesellschaft (BKOG) und den Bern. Kavallerie-Einheiten. In ewiger Treue für's Bernerland, für's Schweizerland, für's Vaterland."
Am 28.09.1919 wurde durch die BKOG beschlossen, das Denkmal zu bauen (als Bauherrin).
Für den Bau wurde durch die BKOG die stattliche Summe von Fr. 27'304.70 gesammelt. Sagenhafte 20'000 Menschen und 2'000 berittene Kavalleristen kamen zur Einweihung. Nach dem Spiel des Berner Marsches sei der Kdt der Kavalleriebrigade 2, Oberstlt Marbach, nicht zur Rednerkanzel geschritten, sondern er wählte sein eigenes "Podest" und sprach aus dem Sattel!
Die Kavallerie hatte vom 15. Jahrhundert bis zur Abschaffung 1972 eine interessante Geschichte in unserer Armee. Der Aufstieg war steil, die Kavallerie war ein tragendes Element (Aufklärung, Flankenschutz und Verfolgung) in der Strategie der Schweiz.
Bei der Mobilmachung 1870-71 wurden schwere Mängel (Remonte = Ergänzung des Mil Pferdebestandes durch junge Pferde; der Ausbildung und Ausrüstung der Reitertrp) festgestellt.
Im 1. Weltkrieg wurden wieder Mängel (Heftigkeit der Detonationen, Einsatz im Kampfgas, grosse Probleme bei der Remonte) festgestellt und zudem mussten viele Dragoner zu Fuss (aber nur wiederwillig) an der Grenze dienen.
Während dem 2. Weltkrieg kam es zu weiteren Mängel und Problemen (Probleme mit der Remonte, Mangel an Heu und Hafer, Pferde fehlten in der Landwirtschaft).
1972 fiel der Entscheid der Abschaffung im Parlament, trotz einer mit 432'430 Unterschriften versehen Petition. Die Schweiz war zu diesem Zeitpunkt das letzte Land in Europa, das noch berittene Kampfeinheiten unterhielt.
Die Tradition wird uA durch die BKOG und der Berner Dragoner 1779, welche unser Mitglied Ernst Schick als Obmann der BKOG in den 90er Jahren gegründet hat und deren 1. Kdt er war, aufrecht erhalten.
Die Tradition der Kavallerie lebt weiter am Lueg Schiessen wo auch die Kameradschaft gepflegt wird und nicht zuletzt auch in unseren Herzen!
Anschliessend genehmigten wir uns eine kleine Stärkung im Landgasthof & Seminarhotel Lueg, es wurde angeregt diskutiert und philosophiert und so liessen wir den Vormittag langsam ausklingen.
Unser aller Dank gilt unserem Mitglied Major Gregory Schick, der uns kompetent und engagiert durch den Vormittag führte.