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«USS John McCain» sollte vor Donald Trump versteckt werden
Das Wichtigste in Kürze
- Das Weisse Haus hat versucht, die «USS John McCain» vor Donald Trump zu verstecken.
- Der US-Präsident sollte angeblich beim Japan-Besuch nicht an Kritiker erinnert werden.
Beim Besuch von Donald Trump in Japan hat das Weisse Haus versucht, das Kriegsschiff «USS John McCain» zu verstecken.
Die Matrosen des Zerstörers, deren Uniformen den Namen des verstorbenen Intimfeinds tragen, sollen frei bekommen haben. Das berichteten «Wall Street Journal» und «New York Times».
Trump bestritt, selber entsprechende Anweisungen erteilt zu haben. Er sei «nicht beteiligt» gewesen und habe von diesen Anordnungen nichts gewusst. Auch wenn er kein «Fan» des Senators gewesen sei, würde er «nie etwas Derartiges tun».
Das «Wall Street Journal» hatte vorher folgende Anweisung eines Militärvertreters aus einer E-Mail zitiert. «Die 'USS McCain' muss ausser Sichtweite sein.»
Die Umsetzung der Anweisung gestaltete sich jedoch schwierig, da die «USS John McCain» wegen Reparaturarbeiten nicht manövrierfähig war.
Daraufhin sei eine Plane über den Schiffsnamen gehängt worden. Die Plane wurde vor Trumps Eintreffen zwar wieder entfernt, allerdings wurde dann ein Frachtkahn vor dem Schiff positioniert.
Besatzung der «USS John McCain» nicht eingeladen
Die «New York Times» schrieb, die Besatzung der «USS John McCain» sei nicht zur Rede Trumps eingeladen worden. Sie bekamen stattdessen einen eintägigen Urlaub. Als einige Besatzungsmitglieder dennoch erschienen seien, seien sie weggeschickt worden.
US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan sei über die Vorkehrungen auf dem Laufenden gewesen, berichtete die «New York Times». Shanahan bestritt dies: Derartiges habe er niemals «genehmigt».
Empört reagierte McCains Tochter Meghan. Sie bezeichnete Trump auf Twitter als «Kind», das sich vom «unglaublichen Leben» ihres Vaters bedroht fühle.
McCain war im August im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Republikaner gehörte zu den prominentesten Mitgliedern des US-Senats.
Er war einer der schärfsten innerparteilichen Kritiker Trumps. Noch kurz vor seinem Tod verfügte er, dass der US-Präsident nicht an seiner Trauerfeier teilnehmen solle.
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