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<h2>SubmittedText<h2><p>Anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes 2014 der Stiftung Antidoping Schweiz stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Der für Analysen und Forschung eingesetzte Betrag nimmt seit 2010 stetig ab, obwohl das Parlament seinen Beitrag um 1 Million Franken erhöht hat, damit die Schweiz Doping wirksam bekämpfen kann. Wie ist dieser Rückgang zu erklären, und für welche Zwecke wurden die zugewiesenen Mittel verwendet, abgesehen von Analysen und Forschung?</p><p>2. Berichten zufolge werden Projekte der angewandten Forschung im Ausland durchgeführt, besonders im Labor in Köln. Werden öffentliche Mittel für die Finanzierung solcher Forschungsprojekte verwendet? Wenn ja, in welcher Höhe und weshalb? Gilt für die Analysen dasselbe?</p><p>3. Forschungsprojekte sollen seit 2010 sowohl mit dem Antidopinglabor in Lausanne als auch mit dem Labor in Köln durchgeführt worden sein. Welcher Anteil des Budgets für Forschung wurde diesen beiden Standorten jeweils zugeteilt und nach welchen Kriterien?</p><p>4. Seit 2012 wurden alle Forschungsprojekte mit dem Labor in Köln durchgeführt. Was hat die Stiftung Antidoping Schweiz dazu bewogen, wo wir doch in der Schweiz ein Labor haben, dessen Kompetenzen weltweit anerkannt sind, insbesondere im Zusammenhang mit dem biologischen Pass, der in Lausanne entwickelt wurde?</p><p>5. Wie und von wem werden die Mittel für angewandte Forschung zugeteilt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Mit dem Ziel, die Dopingkontrollen zu verstärken, hat das Parlament den Bundesbeitrag an die Stiftung Antidoping Schweiz ab Voranschlag 2010 um 1 Million Franken erhöht. Entsprechend wurden die zusätzlichen Mittel vor allem im Kontrollbereich eingesetzt. So konnten bereits im ersten Jahr der Beitragserhöhung 407 und 2014 schliesslich 906 Blutkontrollen durchgeführt werden. Dabei wurden 98 Prozent der Blutkontrollen im Labor Lausanne (LAD) analysiert. Auch die Zahl der Urinkontrollen konnte mit diesen Zusatzmitteln von 1479 im Jahr 2009 auf 2150 im Jahr 2014 gesteigert werden. Mit dem Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes vom 17. Juni 2011 über die Förderung von Sport und Bewegung (SR 415.0) im Jahr 2012 und dem neuen Welt-Anti-Doping-Programm wurden Antidoping Schweiz zusätzliche Aufgaben übertragen, die finanziell nicht abgegolten wurden. In der Folge mussten die Mittel für angewandte Forschung von 410 000 Franken im Jahr 2010 auf 128 000 Franken im Jahr 2014 gekürzt werden.</p><p>2. Antidoping Schweiz ist eine Stiftung des privaten Rechts. Im Jahr 2014 wurde die Stiftung vom Bund mit einem Betrag von 2,7 Millionen Franken und von Swiss Olympic mit 1,9 Millionen Franken unterstützt. Für Projekte der angewandten Forschung wurden 2014 insgesamt 113 600 Franken an das Labor in Köln überwiesen. Die Zusammenarbeit mit dem LAD ist vertraglich geregelt. Antidoping Schweiz lässt den überwiegenden Teil der Dopinganalysen im LAD durchführen, dessen Analysekosten wesentlich höher sind als jene vergleichbarer Labors in Nachbarstaaten.</p><p>3. Der Stiftungsrat legt das Kontroll- und Forschungsbudget jährlich fest. In den Jahren 2009 bis 2014 richtete Antidoping Schweiz rund 1,7 Millionen Franken an Projekte der angewandten Forschung aus. Rund 35 Prozent gingen an das LAD, rund 60 Prozent an Institute in Deutschland und rund 5 Prozent an Institute in Drittstaaten.</p><p>4. Antidoping Schweiz überwies dem Labor Lausanne auch in den Jahren 2012 und 2013 Mittel für Forschungsprojekte. Massgebende Vergabekriterien für Forschungsprojekte sind die im jeweiligen Fragekontext geforderte Fachspezialisierung und Disponibilität der wissenschaftlichen Institute.</p><p>5. Antidoping Schweiz vergibt Forschungsprojekte gemäss den in den Rahmenvereinbarungen mit dem Bund (VBS/Baspo) und Swiss Olympic festgehaltenen Rahmenbedingungen. Verlangt wird, dass die Forschungsprojekte problemlösungsorientiert sind und kurz- bis mittelfristig zu einem Erkenntnisgewinn im Bereich der Dopingproblematik beitragen.</p>  Antwort des Bundesrates.