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Noch 1992 in Barcelona gewannen die Schweizer Paraathleten 35 Medaillen. Seither wurden es stetig weniger. Im Medaillenspiegel fiel die Schweiz zurück – von Platz 20 damals auf Platz 41 zuletzt in Rio.
Laut dem Delegationsleiter von Swiss Paralympic, Roger Getzmann, gibt es zwei Gründe für den Abwärtstrend: 1992 waren einige Nationen nicht vertreten und seither gab es einen Professionalisierungsschub.
«In einigen Ländern ist der paralympische Sport gleichgestellt und sie haben die gleichen Förderungsmassnahmen.» Länder wie Tunesien, Iran oder Usbekistan sind mittlerweile an der Schweiz vorbeigezogen. Sie haben verstärkt in den Parasport investiert, weil die Paralympics an Prestige gewonnen haben und weil Medaillen hier noch immer viel günstiger zu erlangen sind als an herkömmlichen Olympischen Spielen.
Sechs Medaillen sind das Ziel
Für Tokio ist die Schweizer Zielvorgabe deshalb bescheiden. Von 35 Medaillen wird nicht einmal mehr geträumt. Roger Getzmann wäre schon mit sechs zufrieden. In Zukunft sollen es dank der Schweizer Armee wieder mehr sein.
Denn auch Athletinnen und Athleten mit Behinderung können die Rekrutenschule besuchen. Auch Sportsoldatin oder -soldat könne man sein: «Die 130 Diensttage in der Armee sind ein wichtiger Faktor, der es den Sportlerinnen und Sportlern ermöglicht, professionell unterwegs zu sein», so Getzmann.
Was diese Zusammenarbeit zwischen Sport und Armee bringen könnte, zeigt die Bilanz der vergangenen herkömmlichen Olympischen Spiele. Dort gingen 7 der 13 Schweizer Medaillen auf das Konto von Sportdienstleistenden. Es besteht also durchaus Hoffnung, dass der Abwärtstrend des Schweizer Behindertensports gestoppt werden kann.