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Über 60000 Schildkröten werden jährlich auf Madagaskar illegal getötet, darunter auch seltene Arten. Die Strahlen- und Flachrücken- Spinnenschildkröten, stünden auf der südostafrikanischen Tropeninsel desshalb unmittelbar vor dem Aussterben, so die Umweltorganisation WWF.
Dies gab der regionale WWF-Chef Richard Hughes am Mittwoch in der madagassischen Hauptstadt Antananarivo bekannt. Der grösste Teil der gefangenen Schildkröten werden auf dem asiatischen Markt vertrieben. Auf dem internationalen Schwarzmarkt werden für die endemische Strahlenschildkröten bis zu 4800 Dollar bezahlt. Weiter werden die Tiere von hungernden Einwohnern Madagaskars eingesammelt und gegessen. Neben der Bejagung sind auch Habitatzerstörung durch Abholzen, Überweidung und Holzkohleherstellung weitere Faktoren, welche die Strahlenschildkröten gefährden. In einem Zeitraum von 67 Jahren ist die Strahlenschildkröte in 40% ihres natürlichen Lebensraumes verschwunden. Berechnungen zufolge kann bei einer Fortschreitung des Rückgangs davon ausgegangen werden, dass die Art in etwa 45 Jahren ausgestorben sein wird.