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Welche Verteilung und welche Gehalte an potentiell toxischen und/oder essentiellen Elementen hauptsächlich geogenen Ursprungs sind in den Oberböden der Schweiz zu erwarten? Die Visualisierung der folgenden Karten, die im Jahr 2023 von Agroscope im Auftrag des BAFU und dank der Begleitung der Arbeitsgruppe AGIR, der ETHZ und der EAWAG erstellt wurden, ermöglichen weitgehend eine Beantwortung dieser Frage.
Elemente im Boden, welche über die Nahrungskette aufgenommen werden, können je nach Konzentrationsbereich und Bioverfügbarkeit für Lebewesen essentiell sein oder schädlich wirken. Nebst dem Ausscheiden von Gebieten mit potentieller Belastung ist die Kenntnis der typischen Gehalte von Spurenelementen in den Oberböden der Schweiz für Kontroll- und Vollzugsaufgaben von zentraler Bedeutung.
Im Geochemischen Bodenatlas der Schweiz sind die räumliche Verteilung und wichtigsten statistischen Kennwerte von 20 Elementen (Antimon, Arsen, Blei, Calcium, Cadmium, Cobalt, Chrom, Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Molybdän, Natrium, Nickel, Quecksilber, Schwefel, Thallium, Uran, Vanadium und Zink), sowie die Bodenkennwerte pH-Wert, organischer Kohlenstoff, Stickstoff und Körnung der Feinerde dargestellt. Der Geochemische Bodenatlas ist in einer Auflösung von rund einem Standort pro 35 km2. Die Ergebnisse des Geochemischen Bodenatlas stellen eine Momentaufnahme der Elementkonzentrationen in den Oberböden dar. Die interpolierten Karten dienen der Visualisierung von Regionen mit erhöhten resp. tiefen Konzentrationen, es können jedoch keine parzellenscharfen Informationen abgeleitet werden. Sie stellen vor allem mögliche natürliche Belastungen dar. Diffuse Einträge können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, beispielsweise ist bei Zn und Cd der Einfluss von Düngemittel auf die Hintergrundkonzentration bekannt.
Basierend auf den Informationen des Geochemischen Bodenatlas können weiterführende, gezielte regionale Untersuchungen durchgeführt werden.
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Letzte Änderung 20.12.2023