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Nachdem über den neuen Renault-Boss Luca de Meo aus Paris berichtet worden war hat der Autohersteller schnell eine Verwaltungsratssitzung einberufen, an der Renault den Italiener zum neuen Boss von Renault ernannt hat. Allerdings schreibt Renault davon, dass De Meo sein Amt erst am 1. Juli antreten darf, solange gilt eine Sperrfrist von VW.
Der frühere Seat-Vorstandschef Luca de Meo wird als Nachfolger in die Fussstapfen des ehemaligen Konzernchefs Carlos Ghosn treten, er soll Renault aus der Krise führen. Renault hat aktuell einen schweren Stand in der Allianz mit Nissan und Mitsubishi und auch einen eher schweren Stand beim Autoabsatz, wo es nicht überall rund läuft.
Der 52 Jahre alte De Meo war Ende Dezember bei der Volkswagen-Tochter Seat zurückgetreten. Er war dort seit November 2015 amtierender Chef und ist damit verantwortlich für den Aufschwung der letzten Jahre. Zuvor war er Vertriebsvorstand von Audi und im Marketing-Team von Volkswagen in verschiedenen Positionen tätig. Vor seinem Eintritt im Volkswagen-Konzern im Jahr 2009 war er Ziehsohn des ehemaligen Fiat-Bosses Sergio Marchione und der war stinkesauer als De Meo im Streit zu VW wechselte.
Renault-Präsident Senard wird im Konzern weiterhin für die internationale Autoallianz mit Nissan und Mitsubishi verantwortlich zeichnen, er wird De Meo aber wohl einbinden.
Im November 2018 war Carlos Ghosn in Japan verhaftet worden und musste lange Monate in Untersuchungshaft verbringen. Im war Betrug und ein Verstoss gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. Seit damals wurden diverse Verfehlungen publik, wo Ghosn sich bereichert haben soll, verurteilt wurde er aber noch gar nicht.
Luca De Meo wird gerne als Visionär bezeichnet und wenn er als erster Ausländer am Ruder von Renault antritt, wird ihm einiges zugetraut.