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Imam Muris Begovic Efendi, Sekretär der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) im Interview mit kath.ch über den Entscheid betreffend Teilnahme am obligatorischen Schwimmunterricht (Europäischer Menschenrechtsgerichtshof vom Dienstag, 10.01.2017).
„[…] Aus religiöser Sicht stehe muslimischen Kindern nichts im Wege, um an einem Schwimmunterricht teilzunehmen, erklärte der Sekretär der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ), Imam Muris Begovic.
Das Erlernen des Schwimmens sei vielmehr «im Islam explizit geboten». Die fragliche «religiöse Begründung» in Basel sei «leider nicht darauf geprüft worden, ob diese als explizit muslimisch angesehen werden kann oder ob es sich eher um eine individuell interpretierte Forderung handelt, die eben gerade keine islamische Berechtigung hat».
Die Basler Affäre sei nicht der erste Fall, der «zu wenig differenziert und so eine beziehungsweise die Fragestellung auf die Religionsfreiheit einer gesamten Religionsgemeinschaft überträgt». Es seien keine fachlich fundierten, theologischen Einordungen gemacht worden, beklagt der Imam.
Das Kernproblem bei solchen «religiösen Laienforderungen» liege darin, dass diese «mit theologisch gerechtfertigten Anliegen einer Glaubensgemeinschaft vermischt werden und dadurch ein Schaden für ganze Religionsgemeinschaften entstehen kann».
(Imam Muris Begovic)
Die Muslime seien auch daran interessiert, so der Imam, «wie andere Religionsgemeinschaften auf dieses Urteil reagieren, da nach unserer Einschätzung weniger muslimische, sondern eher freikirchliche Kinder von diesem Urteil betroffen sein könnten». Man müsse nicht alles «muslimisieren». […]
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Quelle: kath.ch, 11.01.2017
Bildquelle: Screenshot von kath.ch vom 11.01.2017