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"Wääääh, Gadgets": 11 Facts zu "James Bond - For Your Eyes Only"
Die Macher hatten bei diesem 007-Abenteuer gleich zwei Todesfälle zu beklagen und versuchten Blofeld in die ewigen Jagdgründe zu schicken - ohne dabei zu erwähnen, dass es sich um Blofeld handelte.
R.I.P. M
Schauspieler Bernard Lee, der in allen bisherigen Bond-Filmen "M" verkörperte, erkrankte an Krebs und war so schwach, dass keine Drehaufnahmen mit ihm möglich waren. In den Szenen in Ms Büro kamen andere Figuren zum Einsatz und sogar eine Szene in Griechenland musste von Desmond Llewelyns Figur "Q" übernommen werden. Bernard Lee starb Mitte Januar 1981.
R.I.P. Paolo Rigoni
Einen weiteren Todesfall hatte das Stunt-Team bei den Dreharbeiten zur Verfolgungsjagd-Szene auf der Bobbahn im italienischen Cortina d'Ampezzo zu beklagen. Der Bob sollte in einer Szene aus der Bahn fliegen. Das Team hatte sich jedoch bei der Berechnung bei der Distanz verschätzt. Der Bob flog zwar aus der Bahn, krachte aber gegen einen Baum, wobei der Stuntman Paolo Rigoni ums Leben kam.
Blofeld, bist du's?
In der Eröffnungs-Szene sieht man eine glatzköpfige Figur, die Bond im Hubschrauber in der Falle sitzend allzu gerne den Garaus machen wollte. Offensichtlich ist diese Figur Blofeld, nur durfte sie aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden. Mit dieser Szene wollte man das Thema Blofeld, Bonds immerwährender Gegner, endgültig abschliessen.
Gadgets sind doof
Nachdem Moonraker viele Spezialeffekte beinhaltete, wollte man für For Your Eyes Only wieder zwei Gänge zurückschalten. Weniger Comedy, weniger Gadgets und ein wieder realistischerer Plot waren das Ziel und Roger Moore begrüsste diese Absicht. Der explodierende weisse Lotus im Film sollte so symbolisieren, dass Bond in diesem Abenteuer keine Gadgets mehr verwenden kann.
Conti übernimmt
Da Komponist John Barry Steuerprobleme in England hatte, war er nicht in der Lage, den Score für For Your Eyes Only zu komponieren. Die Macher holten sich Rocky-Komponist Bill Conti an Bord. Dieser kombinierte künstliche Synthesizer-Klänge mit klassischem Orchester - wie einst John Barry für On Her Majesty's Secret Service. Conti entwickelte auch den Titelsong, den die Sängerin Sheena Easton eingesungen hat. Contis Arbeit wurde 1982 mit einer Oscar- und Golden-Globe-Nomination belohnt.
Parlez-vous English?
Bevor Carole Bouquet zu einem Bond-Girl wurde, spielte sie nur in wenigen Filmen mit. Neben Auftritten im Theater war sie vor allem ein erfolgreiches und berühmtes Model von Chanel. Weil die gebürtige Französin dem Englischen nicht so ganz mächtig war, musste sie für For Your Eyes Only in der Originalversion synchronisiert werden. In der französischen Sprachfassung synchronisierte sich Carole Bouquet dann jedoch selbst.
Auch Mönche rebellieren...
Die Dreharbeiten in Griechenland gestalteten sich als schwierig. Ursprünglich wollte man auf der Akropolis in Athen Actionszenen drehen, doch die Regierung verweigerte dies mit der Begründung, dass man kein Aufsehen mit einem Action-Helden mit ihrem Monument erregen wollte. Mühsam war es auch bei den Meteora-Klöstern, wo Mönche Tücher und Plastikplanen an den Aussenwänden aufhängten, um die Crew beim Filmen zu stoppen, denn die Mönche mochten die Gewalt in den James-Bond-Filmen nicht. Ein Gericht befand dann, dass die Mönche nur Ansprüche innerhalb des Klosters geltend machen können, während die Aussenwände der Bevölkerung und der Regierung gehören würden. So konnte die Crew die Aussenaufnahmen schliesslich drehen, während die Innenraumszenen in den Pinewood-Studios nachgestellt wurden.
Valium und Bier
Roger Moore hatte es schwer, wenn es um die Nahaufnahmen bei der Bergbesteigung ging. Moore litt nämlich unter Höhenangst. Mit ein bisschen Valium und einem Glas Bier konnte er für ein paar Aufnahmen jedoch seine Nerven beruhigen und seine Angst minimieren. Für die restlichen Shots kam dann der Stuntman Rick Sylvester zum Einsatz.
Steven Spielberg darf nicht
Steven Spielberg hatte Interesse, Regie bei For Your Eyes Only zu führen und trat mit Produzent Broccoli in Kontakt. Broccoli beharrte darauf, einen britischen Regisseur zu engagieren und heuerte John Glen an, der bei etlichen Bond-Filmen zuvor Second-Unit-Regisseur war. Glens Markenzeichen im Film: eine flatternde weisse Taube. Dieses Markenzeichen kam auch in seinen fortfolgenden Bond-Filmen vor.
Ohnmächtig
Die Unterwasserszenen spielten zwar in Griechenland, entstanden aber in den Bahamas. Die Tauchszenen mit Carole Bouquet wurden allerdings im Studio gedreht und im fertigen Film angepasst. Sie hatte Probleme mit den Nasennebenhöhlen, sodass es ihr unmöglich war zu tauchen, wie auch unter Wasser zu bleiben. Auch bei einer Kussszene fiel Bouquet in Ohnmacht, weil sie wegen Sauerstoffmangels hyperventiliert hatte und plötzlich weggetreten war. Im Nachhinein war sie froh, war dies nicht bei den Unterwasserszenen passiert.
Money, Money, Money
Zwischen 26 und 28 Millionen US-Dollar betrug das Budget von For Your Eyes Only, der weltweit ca. 187 Millionen US-Dollar einspielte - ca. 30 Millionen weniger als sein Vorgänger. For Your Eyes Only wurde damals vorgeworfen, lediglich ein Remake von On Her Majesty's Secret Service zu sein. Einige Kritiker nannten den Film auch "eine einzige Verfolgungsjagd bestückt mit massig Werbung." Trotzdem wurden in einigen Ländern in der ersten Woche Einspielrekorde gebrochen. In Deutschland wurde For Your Eyes Only sogar zum erfolgreichsten Film des Jahres.