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Persischer
Meerbusen (Sinus Persicus, Golfo di Bassora), Meerbusen, welcher aus dem Arabischen Meer durch die Straße von Ormus in nordwestlicher Richtung zwischen Arabien und Persien [* 2] in den asiatischen Kontinent eindringt und einen Flächenraum von 238,970 qkm (4340 QM.) einnimmt, wovon ungefähr 4100 qkm auf Inseln kommen. Die bedeutendsten der letztern sind: Kischm, Ormus, Bubian, unweit der Euphratmündung, und die wegen ihrer Perlenfischerei bekannten Bahreïninseln.
Die Küsten des Meerbusens gehören größtenteils der Kalkformation an; an der arabischen Seite sind sie meist flach und sandig, an der persischen dagegen hoch und oft ohne jeden Küstensaum. Die mittlere Breite [* 3] des Golfs beträgt 185, die größte 334 km; der Eingang zwischen Ras Mesandum und Kuren in Persien ist 55 km breit. Von Persien aus ergießen sich nur kleine Flüsse [* 4] in den Meerbusen, aus der Türkei [* 5] dagegen der mächtige Schatt el Arab. Die Schiffahrt ist im allgemeinen wegen der ziemlich gleichmäßigen bedeutenden Tiefe leicht und sicher; auch wird sie durch zahlreiche gute Ankerplätze und durch die regelmäßigen Strömungen begünstigt, welche vom Mai bis Oktober in den Golf ein- und vom Oktober bis Mai aus demselben ausströmen. Die leitende Macht im Persischen Golf, welche auch die Meerespolizei ausübt, ist England, welches durch Verträge mit den hauptsächlichsten Uferstaaten (Kueit, Bahreïn, Maskat, Persien) diese Machtstellung befestigt hat. Es unterhält einen Residenten in Abuschehr und Agenten in Bassidor, Lindscha und Bahreïn sowie ständig eine Korvette und vier Kanonenboote im Busen.