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Am 24. April 2021 hat die indonesische Marine in der Bali-See Wrackteile des vermissten U-Bootes KRI Nanggala-402 gefunden. Die Überreste des Bootes deuten darauf hin, dass dieses geborsten oder explodiert ist. Zudem ging am Samstag an Bord der Sauerstoffvorrat zur Neige. Die Suchequipe scheint die Hoffnung auf Rettung der 53 Seeleute aufgegeben zu haben.
Nur bis 500 Meter Tiefe
- Schon am 21. April hatte die indonesische Marineführung die Verbindung zum Boot verloren. Das Meer nordwärts Bali ist bis zu 1’500 Meter tief. Die Hülle der Nanggala-402, eines älteren deutschen Diesel-U-Bootes, hält dem Wasserdruck bis zu 500 Metern Tiefe stand, mehr nicht. Das Boot stammt aus den 1970er-Jahren.
- Mehrere Schiffe von Indonesiens Marine und das Rettungsboot MV Swift Rescue von Singapur suchten die vermisste Einheit verzweifelt zu orten und die Besatzung zu retten. Die Swift Rescue wäre bis zu 500 Meter tief getaucht und hätte an die Luke von Nanggala-402 angedockt und so die Seeleute in Sicherheit gebracht. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen.
- Vor den Wrackstücken orteten die Retter auf dem Wasser Oelspuren, die schwer zu deuten waren. Kapitän und Kommandant der Nanggala-402 war Colonel Heri Oktavian. Mit der Crew des Bootes befand sich auch der Befehlshaber der U-Boot-Flotte, Oberst Harry Setiawan, auf Tauchfahrt.
Nach Singapur, nicht nach Indonesien
Es sei eine persönliche Reminiszenz vom Februar 2018 erlaubt. Wir fuhren mit der Explorer der “Regent Seven Seas Cruises” von Singapur nach Djakarta, als das Schiff nach Mitterlacht auf offener See anhielt. Über dem schmalen Deck weckte Helikopter-Lärm die Reisenden. Ein älterer Amerikaner, ein Texaner, war schwer erkrankt und musste sofort evakuiert werden.
Der Heli-Pilot war ein Meister seines Faches. Das Schiff trieb leicht in der Strömung, aber er hielt seinen weiss-rot gestrichenen Super Puma genau über dem Deck, wo sich der Not- und der Schiffsarzt um den Kranken kümmerten. Der Heli verharrte in der Luft, bis der Passagier und seine Frau an Bord gehievt waren. Dann beschleunigte der Pilot – in Richtung Nordost.
Der Super Puma trug die Hoheitszeichen von Singapur und gehörte zur “RSAF Rescue Unit 10” der singapurischen Luftwaffe. Die Rettung war an Singapur übertragen worden, obwohl Singapur fünf Stunden entfernt war und das indonesische Ufer nur eine, Der Schiffsarzt hatte entschieden, Singapur solle den Mann retten, nicht Indonesien. Der Texaner wurde kompetent versorgt und überlebte im fernen Singapur.