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Die Staatsanwaltschaft in Turin zieht das Urteil im Asbest-Prozess gegen den Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny und den belgischen Baron Jean-Louis de Cartier weiter. Die beiden waren im Februar von einem Strafgericht zu je 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Nach Überzeugung des Gerichts in Turin hatten die beiden ehemaligen Mitbesitzer der Eternit S.p.A. (Genua) absichtlich eine Umweltkatastrophe verursacht. Zudem haben sie demnach mit Absicht Sicherheitsmassnahmen in zwei piemontesischen Eternit-Fabriken in Cavagnolo und Casale Monferrato nicht eingehalten.
Bei zwei weiteren Eternit-Fabriken in Rubiera (Reggio Emilia) und Bagnoli (Neapel) hatte das Gericht die Fälle jedoch als verjährt erachtet. Gegen diese Verjährung hat die Staatsanwaltschaft nun Rekurs eingelegt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Sie strebt eine Verurteilung auch in diesen beiden Fällen an. Auch die beiden in erster Instanz Verurteilten haben bereits angekündigt, in Berufung zu gehen.
(muv/vst/sda)