Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/1451

Der siebte Anlass von KulturESSiert zum Themenland Peru war ein voller Erfolg. Nach der langen Pause aufgrund von Covid-19 haben sich die Menschen wieder gefreut, zusammen zu essen, zu sein und gemeinsam der Musik zu lauschen und zu tanzen. Die beiden Köchinnen und die neun TeilnehmerInnen am Workshop haben alles gegeben und ein feines Menü aus Peru gekocht. Die Band Pluma Salvaje haben die Anwesenden mit ihrer südamerikanischen Musik zum Tanzen angeregt.
Peru – Das siebte Themenland von KulturESSiert?, stellte sich am 26. März 2022 im Zeughaus Kultur vor.
Peru ist ein Land in Südamerika. Hier befinden sich ein Teil des Amazonas-Regenwalds sowie Machu Picchu, eine alte Inka-Stadt hoch oben in den Anden. Die Gegend rund um Machu Picchu, einschließlich des Heiligen Tals, des Inka-Pfads und der Kolonialstadt Cusco, verfügt über zahlreiche Ausgrabungsstätten. An der trockenen Pazifikküste Perus liegt die Hauptstadt Lima mit einem gut erhaltenen Zentrum aus der Kolonialzeit und wichtigen Sammlungen präkolumbianischer Kunst.
Landflucht bedingt die starke Zuwanderung von Peruanern in die Hauptstadt, in der derzeit rund ein Viertel der Bevölkerung des Landes lebt. Ein erheblicher Teil vor allem der indigenen Bevölkerung lebt unterhalb oder am Rande der Armutsgrenze. Regional betrachtet befinden sich die meisten Armen in den Randzonen Limas und in den ländlichen Gebieten der Sierra und der Selva. Auf Grund der Gegensätze in den ethnischen Kulturen, soziopolitischer Disparitäten und der Misswirtschaft und Bürokratie kommt es zu einer ungenügenden Versorgung der Bevölkerung. Nahrungsmittelimporte und somit hohe Devisenausgaben folgen. Rund zweieinhalb Millionen peruanische Staatsbürger leben durch eine anhaltende Auswanderung im Ausland, vor allem in den USA, Europa und Japan. Verschiedene Kulturwissenschaftler haben sich mit der typisch peruanischen Mentalität befasst, Selbstbild und Fremdbilder verglichen und daraus sogenannte Kulturstandards des Verhaltens formuliert.
Pluma Salvaje (Südamerikanische Musik)
Pluma Salvaje, zu Deutsch «wilde Feder» ist eine akustische Formation aus Luzern und Bern, welche traditionelle und südamerikanische Lieder mit Elementen von Jazz, Rock und Worldmusic verschmelzen lässt.
Am Samstag 26.03.22 bezaubert Sie Pluma Salvaje am KulturESSiert? mit einem Mix peruanischer Musik, geprägt durch die geografische und kulturelle Vielfalt Perus. Adrian Vela, Kopf der Gruppe, arrangiert mit viel Gefühl und Leidenschaft eine musikalische Buntheit, begleitet von Gitarre, Kontrabass und traditionellen Instrumenten.
Gestartet wird im Altiplano der Andenregionen. Die zarten Saiten des Charangos und die feinen Winde der Quenas und Zampoñas (Holz- & Panflöten) bringen den weltbekannten «El Condor Pasa» und weitere gefühlvolle Huaynos zum Klingen.
In der Musik der Küstenregionen sind koloniale Einflüsse auszumachen, bspw. im Walz mit seinen europäischen Elementen oder im Festejo, der durch afrikanische Rhythmen geprägt ist. Das Cajon, eine von Sklaven erfundene und in der peruanischen Musik allgegenwärtige Kistentrommel, ist das Herz der afroperuanischen Musik und auch bei Pluma Salvaje ein wichtiger Bestandteil.
Mit tropischen Rhythmen und psychodelischen Klängen aus dem Regenwald (Cumbia, Samba) endet die musikalische Reise durch das vielfältige Peru.
Mit Pluma Salvaje ist ein eindrücklicher und fröhlicher Abend garantiert.
Besetzung:
Adrian Vela Young – Kontrabass, andinische Flöten, Gesang u.a. Tito Haensel Solorzano – Gitarre, Gesang u.a.
Anthonio Palomino Romero – Cajon, Gesang, Charango u.a. Carmen Meister – Flöte, Gesang, Bass u.a.