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Charakteristik
Die Entwicklung der Zielgruppe wird mit jener der Kontrollgruppe verglichen und zur Zielsetzung in Bezug gesetzt wird.
Beispiel
50% der ländlichen Bevölkerung in der Region x hat innerhalb von 15 Minuten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zu Beginn des Projekts waren es nur 30%. Die Verbesserung um 20%-Punkte ist gleich gut wie in der Kontrollgruppe in der Region y, bei der sich der Zugang zu Trinkwasser im selben Zeitraum von 50 auf 70% der Bevölkerung verbessert hat. Das Ziel von 60% konnte nicht erreicht werden.
|Vorteile||Nachteile|
|Es wird gezeigt, was sich bei der Zielgruppe durch die Intervention verändert hat.||Die Datenerhebung ist aufwändig und erfordert mindestens 4 Messungen.|
|Es wird festgestellt, ob die Ziele erreicht worden sind.||Das Vorgehen ist methodisch anspruchsvoll.|
|Der Ansatz ist methodisch fundiert.||Es ist keine Aussage zur Nachhaltigkeit möglich.|
|Die Zuordnung der Wirkung zur Intervention ist möglich.|
Eignung
Eignet sich zum Lernen, Lenken und Legitimieren. Wird bei Zielvereinbarungen angewandt und insbesondere dann, eingesetzt, wenn die Wirkung eindeutig nachgewiesen werden soll und es keine ethischen Bedenken zum Vergleich mit Kontrollgruppen gibt. Geeignete Kontrollgruppen müssen bestimmt oder konstruiert werden können. Wenn die Ausgangslage der Kontrollgruppe nicht mit jener der Zielgruppe identisch ist, muss die Differenz zwischen der Ziel- und der Kontrollgruppe am Anfang und am Ende des Projektes bestimmt werden. Die Aussage zur Wirkung hängt in diesem Fall davon ab, ob sich die Differenz vergrössert oder verringert hat. Dieses Verfahren wird difference-in-difference genannt.