Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/2396

Man kann natürlich nie ins "Hirn" eines anderen hier schauen. Deswegen muss man das bewerten, was derjenige schreibt. Und nachdem, was ich vom Cowboy gelesen habe, kommt er mir am kompetentesten vor. Keiner gibt so viele Detailinformationen zum Insolvenzfall, den Escrows, den ABS-Certs, der eigenen Beteiligung und zu seinen eigenen Recherchen preis. Und soviel kann ich mit Gewissheit sagen, dass AZC kein Phantast ist, der sich die Informationen aus den Fingern saugt.
Ob die Sachen, die noch ausstehen (und das sind die meisten) eintreffen, ist eine andere Sache. Zumindest lag er mit seinen Einschätzungen zum WMILT richtig. Diese Sachen sind durch und haben sich so gezeigt, wie der Cowboy es schon lange voraussagte.
"Ich weiß nicht, "wann" oder "wie viel". Was ich weiß, ist, wie man eine SEC-Anmeldung (ja, in ihrer Gesamtheit) liest, und dazugehörige Gerichtsakten ... Also ja, ich kann sehen, was und wie etwas getan wurde... jahrelang habe ich jeden gewarnt, was der WMILT nicht tun konnte ... die 75/25er Wunschträume, ihre Annulierung der Escrow-Tracking-Marker oder irgendetwas Relevantes über das hinaus auszugeben, was die Quartalsberichte aussagten, LTIs usw. usw. usw. ... all das hat sich genau so gezeigt... der WMILT ist erledigt ... kontaktieren Sie ihn, und beweisen Sie es sich selbst ... ... ich finde es interessant zu sehen, wie viele von ihnen, die das alles wissen, nicht einmal die Grundlagen kennen, wie man eine Corporate SEC-Einreichung liest ... oder die Grundlagen der Unternehmensstruktur ihrer eigenen Investitionen verstehen (die Reorganisierte WMI) ... ganz zu schweigen von der detaillierteren Funktionalität eines tatsächlichen WMI-Pakets ABS-Cert "Trust"."
Und genau das erkennt man bei der ganzen Diskussion zu den Escrows. Fast alle werfen nur mit "Hoffung", "Gier" und "Zahlen" um sich, ohne den direkten Bezug zu den offiziellen Dokumenten herstellen zu können. Da werden einfach zu viele Wunschträume ausposaunt, die gar kein Bezug mehr zu irgend einer Realität haben.
User dess66 brachte ein Beispiel eines Asset-Backed Certificates ( https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=154855704 ), dessen Treuhänder die US-Bank ist ( https://trustinvestorreporting.usbank.com/TIR/...ocument/19204033/PDF ). Dort finden wir das Auszahlungsdatum: 25. April 2018. Also die Daten, die der Cowboy immer mitteilte, dass der 25. eines jeden Monats das Auszahlungsdatum ist. Grundlegendes zu einem Kreditvertrag steht in der ersten Fußnote auf Seite 2: "Der Treuhänder stellt auf Anweisung des Einlegers und auf der Grundlage von Informationen, die im Hypothekendarlehensplan oder durch den Servicer bereitgestellt werden, diese Informationen jedem Zertifikatsinhaber zur Verfügung." Der Cowboy berichtet schon lange von diesen vielen aktiven ABS-Zertifikaten. Alle diese Verträge funktionieren seit ihrer Erstellung vor 2008 ganz unbehelligt von der Insolvenz. Ausgezahlt wird im Fall der WMI-Beteiligung an den Treuhänder, der für die Dauer der Insolvenz die Auszahlungen auf seinem Treuhandkonto zurückhält.
Zu seinen Beobachtungen der Certs schreibt der Cowboy noch ( https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=154856259 ): "Negativ oder übermäßig positiv zu sein, ohne jegliche grundlegende Substanz, ist auf diese (Wunschtraum) Bereiche (anderer) beschränkt... Vermutungen und Vorstellungskraft zählen bei meinen Investitionen nicht... derzeit habe ich die ursprünglichen WMI-assoziierten Trusts nachvollziehen können, die ihren Treuhänder im Juli 2011 wieder eingeordnet haben, als ein Scheitern von Plan 6 nicht zu erwarten war."
Genau in diesem Zusammenhang können wir ein Hauptindiz wiedererkennen. Denn nach dem POR6 wollten sich die Ratten alles selbst unter den Nagel reißen... Das Motte der Ratten lautet immer: "Aktionäre weg und alles für uns". Deswegen schreibt der Cowboy auch immer wieder von dem "Wissen um unsere Teilnahme gemäß dem POR7". Durch unsere Teilnahme sind wir an dem beteiligt, was die Ratten gerne alleine fressen wollten.
In meinen Augen haben die Aussagen des Cowboys immer noch Hand und Fuß.
"Ausgezahlt wird im Fall der WMI-Beteiligung an den Treuhänder, der für die Dauer der Insolvenz die Auszahlungen auf seinem Treuhandkonto zurückhält."
Soll ich noch mal die Aussage des LTs einstellen, der klipp und klar sagt, dass WMI niemals irgendwelche MBS hatte, keine Rolle in der Ausgabe etc gespielt hat etc trotz gegenteiliger Aussagen in Message Boards?
Servicer(s): Washington Mutual Mortgage Securities Corp (also WMMSC)
Underwriter(s): WaMu Capital Corp (also WMCC)
Somit halten wir fest, dass der Mutterkonzern sehr wohl beteiligt war, aber die Werte, um die es uns hier im Allgemeinen geht, wurden durch Töchter organisiert. Bedeutet aber im Endeffekt das Gleiche, denn wenn es diese Werte gibt, ist es uns vollkommen egal, über welche Schiene das damals abgewickelt wurde.
du schreibst: Alle diese Verträge funktionieren seit ihrer Erstellung vor 2008 ganz unbehelligt von der Insolvenz. Ausgezahlt wird im Fall der WMI-Beteiligung an den Treuhänder, der für die Dauer der Insolvenz die Auszahlungen auf seinem Treuhandkonto zurückhält.
Die Frage ist halt nur, wie lange geht das Geld noch auf Treuhandkonten und was bekommen wir etwas?!
Meinst du nach wie vor ca. August, wenn denn dann alles wasserfalltechnische (auch mit gespendeten Restbeträgen von nicht zustellbarem Geld) abgewickelt wurde?!
Gerade will ja die US-Regerung keinen Rettungsschirm über die Servicer aka COOP etc spannen, d.h. Doch dass denen allen bald das Geld ausgeht, da sie ja selbst weiter Zahlen müssen - und da war doch der Stichtag immer der 25. des Monats?
Jetzt hat ja (vermutlich) COOP den netten kleinen Vorteil das sie Safe Harbor im Hintergrund haben, andere Servicer jedoch nicht. Wäre doch ein idealer Moment, deren Verträge günstig zu übernehmen :)
Andererseits müsste dann COOP jedoch auch den Safe Harbor veröffentlichen, die Aktien an die Releaser verteilen um dann als Über-Servicer auf dem Markt zu sein.
Am 5.Mai 2020 (?) ist doch Hauptversammlung ... ein gute Termin
So wie ich dem ganzen bisher entnommen habe, hat der WMILT nichts mit "Safe Harbor" zu tun und möchte davon auch nichts wissen. Also spricht doch nichts dagegen "Chapter-11 Closure" und "Safe Harbor" getrennt zu betrachten. Jedoch meine ich, dass Du bisher trotzdem auf Abhängigkeiten und Zusammenhänger hingewiesen hast. So siehst Du die "Safe Harbor" Offenlegung erst dann als realistisch an, wenn Chapter-11 komplett abgeschlossen ist, sprich: auch die Meldefrist abgelaufen ist und restliche Gelder für die wohltätigen Zwecke gespendet worden sind. Aber nochmals: Warum sollen "Safe Harbor" Treuhänder auf Aktivitäten des WMILT warten ? Dann müsste sowas ja vom Gericht angeordnet worden sein, so dass es seitens der "Hand-Aufhaltenden" keine Aufschreie gibt ? Könnte sowas tatsächlich erfolgt sein, dass das Gericht mit den "Safe Harbor" Treuhändern in Kontakt war und die ein mögliches Datum für Auszahlungen vereinbart haben ? Wäre sowas denn überhaupt rechtens ? Dann dürfte das Gericht aber auch nichts davon sagen , dass sie von "Safe Harbor" nicht wissen. Weiss nicht inwieweit vom Gerichte hierzu schon mal klare Stellung genommen worden ist oder ob nur drum rum gesprochen worden ist (hab das ganze ja nicht so im Detail verfolgt wie viele andere hier). Auf iHub liest man immer mal wieder, dass die Aussichten auf den großen Erfolg bzw. auf die Auszahlungen umso unwahrscheinlicher werden, je länger es dauert. Jedenfalls wäre meine Schlußfolgerung auch die, dass "Chapter-11 Closure" des WMILT und "Safe Harbor" getrennt betrachtet werden sollten. Vielleicht gab es ja noch die Abhängigkeit, dass man wartet bis zum "Closure Hearing", aber mittlerweile sehe ich eigentlich keinen wirklichen Grund mehr auf weiteres mit der Offenlegung zu warten, es sei denn das Gericht hätte das angeordnet, wenn sowas überhaupt rechtens möglich wäre.