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Vietnams Baupläne formell beendet
Am 22. November 2016 stimmte die Nationalversammlung Vietnams dem Entwurf des Regierungsbeschlusses zu, Pläne zum Bau der ersten beiden Kernkraftwerke des Landes aufzugeben. Erneuerbare Energie und Stromimporte stünden zur Verfügung, erklärte die Regierung. Zudem müsse in dringlichere Infrastrukturprojekte investiert werden.
Die Nationalversammlung hatte am 25. November 2009 den Bau zweier Kernkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 4000 MW in der Provinz Ninh Thuan an der Südostküste Vietnams genehmigt. Die Regierung wählte das russische Staatsunternehmen Rosatom und die Japan Atomic Power Company als Baupartner aus. Russland hatte sich bereit erklärt, ein Darlehen von USD 8 Mrd. (CHF 8,1 Mrd.) für den Bau des ersten Kernkraftwerks zu gewähren. Der Baubeginn war ursprünglich für 2014 vorgesehen, wurde aber mehrmals verzögert, nicht zuletzt aus Sicherheitsbedenken nach dem Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi.