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Arbeitszeugnis Schweiz
Das muss in deinem Schweizer Arbeitszeugnis stehen
Arbeitszeugnis Schweiz: Das muss drinstehen
Arbeitszeugnisse müssen der Wahrheit entsprechen
Schweizer Arbeitgeber sind per Gesetz dazu verpflichtet, dir nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeugnis zu erstellen, welches der Wahrheit entspricht. Der Arbeitgeber darf das Arbeitszeugnis auch nicht codieren. Mit Codierung wird eine Art Geheimsprache in Arbeitszeugnissen bezeichnet. Damit werden positive Formulierungen gemeint, die eigentlich negativ sind. Solche Formulierungen sind heutzutage unzulässig. Hier einige Bespiele:
Sie bemühte sich = ungenügende Leistung
Er war sehr kommunikativ = er hat zu viel geschwatzt
Er zeigte grossen Einsatz = Er hatte keinen Erfolg
Sie erledigte die ihr gestellten Aufgaben = Sie machte nie mehr als notwendig
Wenn du solche Formulierung in deinem Arbeitszeugnis entdeckst, solltest du deinen ehemaligen Arbeitgeber bitten, diese anders zu formulieren. Nicht immer muss böse Absicht hinter diesen Sätzen stehen. Manchmal ist es schlicht Unwissenheit.
Arbeitszeugnis: Diese Angaben sind zwingend
Achte darauf, dass in deinem Arbeitszeugnis dein Vorname, Name, das Geburtsdatum und dein Heimatort oder deine Staatsangehörigkeit stehen. Ebenfalls müssen Name und Anschrift des ehemaligen Arbeitgebers sowie die Unterschrift deines direkten Vorgesetzten oder des Personalchefs vorhanden sein. Ausserdem muss das Arbeitszeugnis mit Datum versehen sein.
Des weiteren gehören folgende Elemente zu einem Arbeitszeugnis:
Titel des Dokuments: Arbeitszeugnis
Funktion / Positionsbeschreibung
Beschäftigungsgrad in Prozent
Dauer des Arbeitsverhältnisses (von bis)
Auflistung der wichtigsten Tätigkeiten
Spezielle Projekte (wenn vorhanden)
Qualitative und aussagekräftige Bewertung der erbrachten Leistung
Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Vorgesetzten
Grund für die Ausstellung des Zeugnisses (Kündigung durch Arbeitnehmer, etc.)
Dank und gute Wünsche für die Zukunft
Was, wenn ich ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalte?
Ein Arbeitszeugnis entscheidet massgeblich über deine berufliche Zukunft. Wenn du nicht mit dem Zeugnis einverstanden bist, musst du das nicht einfach akzeptieren. Am besten machst du dir eine Kopie des Zeugnisses und markierst die Stellen, die du gerne anders haben möchtest. Du darfst deinem ehemaligen Arbeitgeber auch Vorschläge dazu machen, wie du es formuliert haben möchtest. Beachte jedoch, dass Unternehmen dazu verpflichtet sind, die Wahrheit zu schreiben. Bei groben Versäumnissen, welche mehrfach vorgekommen sind und dem Unternehmen massgeblich in irgendeiner Form geschadet haben, dürfen diese vom Unternehmen im Arbeitszeugnis nicht verschwiegen werden.
Wenn du der Meinung bist, dass deine Tätigkeiten nicht vollständig im Zeugnis vermerkt sind, darfst du auch hier eine Korrektur verlangen. Auch hier gilt: C’est le ton qui fait la music – Der Ton macht die Musik.