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SVTC – Schweizerischer Verband der Tänzer und Choreographen
Gründung 1987 in Freiburg nach einem Tanz-Symposium 1986 in Boswil. Der S. steht grundsätzlich allen in der Schweiz arbeitenden Tanzschaffenden offen. Es werden nur natürliche Personen aufgenommen (keine Institutionen), bislang stammen die Mitglieder fast ausschliesslich aus der freien Tanzszene. Tanz soll nicht nur Kunst, sondern Beruf und Lebensunterhalt sein. Aufgenommen werden Mitglieder einer vom S. anerkannten Truppe, Choreografen, die mindestens drei Werke vorweisen können, Einzelkünstler, die während mindestens zwei Saisons tätig waren, und seit 2002 auch Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen mit abgeschlossener Tanzausbildung oder einer gleichwertigen Berufspraxis. Der S. setzt sich vor allem für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der grösstenteils freischaffenden Mitglieder ein, insbesondere für deren soziale Sicherheit im Berufsschaffen (Regelung der Arbeitsverträge, Eingaben bei Behörden und Veranstaltern). Daher verfolgt der S. das Ziel der offiziellen Anerkennung des Tänzer- und Choreografenberufs. Zudem werden über Umfragen die aktuellen Bedürfnisse der Mitglieder abgeklärt. Mit Workshops, Symposien, Vorträgen und Diskussionen werden die Weiterbildung und der Kontakt- und Erfahrungsaustausch (auch durch Informationsseiten im Internet) unter den Tanzschaffenden gefördert. Ab 1991 war der S. mit dem →SBTG und dem →SBLV in der →VSBT (heute: Tanz Schweiz) zusammengeschlossen. Finanziert wird der Verein durch die Beiträge von Mitgliedern, Gönnern sowie durch öffentliche Zuwendungen. Der S. ist in verschiedenen nationalen Gremien vertreten und arbeitet international vor allem mit Organisationen zusammen, die Auftritts- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten.
Autorin: Ursula Pellaton
Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:
Pellaton, Ursula: SVTC – Schweizerischer Verband der Tänzer und Choreographen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1784.