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«Alle haben mir geschrieben und sich für mich gefreut, aber ich war fast zu müde um ihnen zu antworten», schildert die 20-jährige Ramona Härdi die Situation, als sie für Olympia selektioniert wurde. Sie habe nicht gross realisiert, dass sie in einem Monat an den Olympischen Spielen starte. «Ich lag einfach krank im Bett.»
Mein Ziel ist es, meine beste Leistung zu zeigen und es zu geniessen.
Weil sie immer noch nicht genug fit war, musste sie dieses Wochenende auch ihren Start beim Weltcup-Rennen in Erfurt, für welches sie extra nach Deutschland gereist war, absagen. Es sei besser, nicht zu starten, damit sie dann bei Olympia topfit sei.
Sportlich gehe es darum, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und einigermassen mithalten zu können. «Mein Ziel ist es, meine beste Leistung zu zeigen und es zu geniessen.»
Für den Sport und den Traum von Olympia hat Ramona Härdi Familie und Freund in Möriken zurück gelassen und ist nach Holland gezogen. Es sei die einzige Möglichkeit gewesen, um ihren Sport professionell betreiben zu können.
«Es war aber nicht ganz einfach, alles hinter mir zu lassen, nur ich, mein Auto und meine Sachen.» Sportlich gesehen habe es sich dennoch gelohnt. Die Trainingsmöglichkeiten und das Team seien toll. Dennoch denke sie manchmal, wie schön es wäre, in der Schweiz zu sein bei Freunden und Familie.
Doch in Momenten von sportlichen Erfolgen, wie beispielsweise der Olympiaqualifikation, wisse sie wieder, warum sie es mache und sei sich sicher, dass es der richtige Weg sei.