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Die erste überlieferte Beschreibung einer Reise über den Gotthard stammt vom Bremer Domherrn und Abt Albert von Stade. Sie datiert aus dem Jahr 1234 und legt nahe, dass die Schöllenen wahrscheinlich um 1200 passierbar gemacht wurde, und zwar mit dem Bau der Twärrenbrücke und der «stiebenden Brücke, die seit 1587 Teufelsbrücke genannt wird.
An die Legende vom Teufel, der den Urnern diese Brücke baute, erinnert Jérôme Montavon in seinem Artikel über Andermatt in Le Nouvelliste vom 27. Juli 1999. Die Teufelssage darf in keiner Beschreibung des Urserentals und seiner touristischen Vorzüge fehlen, ebenso wenig wie die Schmalspurbahnen über Furka und Oberalp sowie ─ seit 1917 ─ die Schöllenenbahn.
Dreissig Jahre zuvor nahm Jean-Pierre Thévoz den stark zunehmenden Reiseverkehr in den Süden zum Anlass für eine Rückschau: In Le confédéré vom 9. Juli 1969 zeichnet er die Entwicklung des Verkehrs über den Gotthardpass seit dem Mittelalter nach. Zu Fuss brauchten die Händler und ihre Maultiere vier Tage, um von Flüelen nach Bellinzona zu gelangen.
Vom einstigen Saumpfad wurde der Gotthardpass über die Jahrhunderte zum Fahrweg und zur Landstrasse erweitert. 1980 kam die Nationalstrasse N2, die heutige A2, hinzu.
Eine wichtige Etappe beim Ausbau der Passstrasse erfolgte 1707-08 mit dem Durchstich des Urnerlochs, des ersten Strassentunnels der Alpen. Es ersetzte die Twärrenbrücke an der steilen Flanke des Kirchbergs nördlich von Andermatt.
Thévoz erinnert daran, dass die Urner Regierung die Gotthardpassstrasse erst 1906 für den automobilen Verkehr öffnete ─ für jeweils zwei Stunden pro Tag!
Schliesslich hebt er den 16. Juni 1969 hervor: Dann hatte der Bundesrat grünes Licht gegeben für den Bau des Strassentunnels Göschenen ─ Airolo, des mit 16 km längsten Strassentunnels der Welt.
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Redaktion
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