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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Unsere bisherige Forschung hat gezeigt, dass auf lange Sicht der grösste Effekt des Klimawandels bei Interaktionen zwischen neu konkurrierenden Arten entsteht. Diese Interaktionen entstehen, weil die Arten ihre Verbreitung unterschiedlich schnell anpassen. Es ist unbekannt, ob die Ankunft von neuen Arten so schnell stattfindet, dass man den Effekt der Interaktionen zwischen den neuen Arten und den bestehenden Pflanzengemeinschaften vernachlässigen kann. Die geplante Forschung kombiniert grossflächige Feldexperimente, in denen alpine Pflanzengemeinschaften einem wärmerem Klima ausgesetzt werden, mit mathematischen Modellen zur Verbreitung von Pflanzen und Interaktionen zwischen Arten. Dies soll darüber Aufschluss geben, wie die Klimaerwärmung Interaktionen zwischen koexistierenden Pflanzenarten verändert und wie diese auf die Migration von Konkurrenzpflanzen, Herbivoren und Pilzen aus tieferen Lagen reagieren.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Die Veränderungen in Artengemeinschaften aufgrund des Klimawandels in einem Zeitrahmen von 50-100 Jahren vorherzusagen, stellt für Ökologen eine grosse Herausforderung dar. Solche Vorhersagen sind für eine Gesellschaft, die um den Erhalt von Arten unter dem Einfluss des Klimawandels besorgt ist, von eminenter Bedeutung.