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Der Historiker und Schriftsteller Peter Belart ist als Brugger Ortsbürger der 10. Generation eng mit Brugg verbunden. Diese Beziehung unterstrich er nicht nur mit seiner Tätigkeit als Chef-Redakteur des Generalanzeigers oder durch seine Beiträge in den Brugger Neujahrsblättern. Sie zeigt sich auch in seinen Werken zur Jäger-Belartschen Familiengeschichte. Das Interesse zur Ahnenforschung wurde bei Peter Belart durch einen geerbten Sekretär ausgelöst, in dem er eine Vielzahl von Briefen seiner Vorfahren vorfand. Nach langer und exakter Transkriptionsarbeit verarbeitete Belart seine gewonnenen familienhistorischen Informationen literarisch. So näherte er sich in einem ersten Werk der Biographie seiner Urgrossmutter Marie Elisabeth-Jäger an. Das zweite Buch behandelte die Amerikareise seines Ururgrossvaters Carl Samuel Jäger, der in Übersee seine zuvor ausgewanderten vier Söhne besuchte. Nun kommt eine weitere Episode hinzu, diesmal geht es aber von Brugg in den exotischen Orient.
In seinem Buch « Ein stilles Heimweh wird mir immer bleiben» schlägt Peter Belart eine Brücke zwischen Brugg und dem fernen Konstantinopel im 19. Jahrhundert. In diesem dritten Teil der Belartschen Familiengeschichte rekonstruiert er das Leben seiner Vorfahrin Marie Siegrist-Belart, welche mit ihrem Mann, dem Uhrenmacher Johannes Siegrist, in Konstantinopel lebte. Marie Siegrist-Belart pflegte einen intensiven Briefverkehr mit ihrer Mutter Veronika Belart-Henz, welche in Brugg lebte. In den insgesamt 161 erhaltenen Briefen wurde hauptsächlich das Alltagsleben der beiden Frauen thematisiert – und es wurde Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Allerdings lässt sich in der Korrespondenz auch ein grosses Heimweh von Marie nach der Heimat, nach Brugg, erkennen.