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- Artikel-Nr.: 11086
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Die in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik beheimateten Paprika-Formen werden dort seit Jahrtausenden kultiviert. Kolumbus brachte Pflanzen nach Spanien, wo sie wegen ihrer Schärfe den Namen "Pimiento" (Pfeffer) bekamen. Und obwohl die Capsicum-Früchte nicht mit der Pfefferpflanze verwandt sind, sprechen wir beispielsweise von Peperoni oder Cayennepfeffer.
Capsicum-Früchte können von fruchtig mild bis feurig scharf schmecken. Der eigentliche Cayenne- oder Chilipfeffer, Capsicum frutescens, ist in der Regel schärfer als die Sorten von Capsicum Annuum; am schärfsten schmeckt Capsicum chinense.
Die Schärfe von Gewürzpaprika wird von 1-10 klassifiziert, von 1/10 für milde Schoten und bis zu 10/10 für die extrem scharfe Scotch Bonnet Schote. Chili ist vor allem eines: scharf, wie ein Mund voll intensiver, anhaltender Hitze - von angenehm scharf bis zum Flächenbrand auf der Zunge. Chilis verdanken ihre typische Schärfe dem Capsaicin, einem Alkaloid, das in den Samen und der Membran am höchsten konzentriert ist.
Capsaicin stimuliert die Verdauung und Blutzirkulation. Das bewirkt Schwitzen und hat in der Folge eine kühlende Wirkung auf den Körper. Hat es überhaut keine Schärfe, so ist es kein Chili, sondern allenfalls eine Paprika-Variante, in der Schweiz auch Peperoni genannt. Aus Gewürzpaprika, Peperoni und Chili werden weltweit Pulver, Pasten, Saucen und Öle hergestellt. Gutes Chilipulver riecht fruchtig, erdig, scharf und enthält Spuren von natürlichem Öl, das die Finger etwas färbt.
Passt zu: würzigen Saucen, Chiligerichten, Fleisch, Brokkoli
Ganz gleich, ob es um Saucen oder Marinaden geht, das gewisse Etwas ist wichtig. Wenn Sie es gerne scharf mögen, dann ist eine aromatische Chili Paste als Grundlage für Saucen und Marinaden oder auch als Dip natürlich genau das Richtige. Chili Paste ganz einfach selbst gemacht:
Zutaten für 12 Portionen
- 60 g getrocknete rote Chilis
- 2 EL Kreuzkümmelsamen
- 2 1/2 EL Koriandersamen
- 2 1/2 EL Fenchelsamen
- 1 EL Kümmelsamen
- 45 g Knoblauch
- 1 EL Salz
- 225 ml Weinessig
- 225 ml Ölivenöl
1.) Samen aus den Chilischoten herauskratzen und entsorgen. Die Chilischoten in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser bedecken und 1 Stunde einweichen.
2.) Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel und Kümmel in eine andere Pfanne geben und bei starker Hitze 3 Minuten unter ständigem Rühren rösten, bis die Gewürze anfangen zu duften. Gewürze sofort aus der Pfanne nehmen, damit sie nicht anbrennen und im Mörser grob zerstoßen.
3.) Eingeweichte Chilis absieben. Ein paar EL vom Chiliwasser aufbewahren.
4.) Knoblauch mit aufbewahrtem Chiliwasser fein pürieren und anschliessend die Chilischoten, die gerösteten Gewürze, Salz und Essig beigeben. Die Mischung nochmals möglichst fein häckeln/pürieren. Während dem pürieren das Ölivenöl möglichst langsam beimischen und solange weiter pürieren, bis die Masse eine pastenartige Konsistenz erreicht.
5.) Paste in ein gut schliessendes sauberes Schraubglas abfüllen und etwas Olivenöl darüberträufeln, damit die Paste nicht austrocknet und sich obenauf nicht verfärbt.
Die Paste lagert sich am besten im Kühlschrank.
Tip: Beim Verarbeiten von Chilischoten empfiehlt sich das Tragen von Einweghandschuhen. Der versehentliche Kontakt mit Augen und Schleimhäuten kann Reizungen hervorrufen.
|Zusammensetzung:||Chili ganz* (Afrika, Südamerika), *aus biologischem Anbau|