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Bei Georg Baselitz, dessen ursprünglicher Name Hans-Georg Kern lautet und der am 23. Januar 1938 in Deutschbaselitz in Sachsen geboren wurde, handelt es sich um einen deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer.
Bekannt wurde Baselitz in den 70er Jahren durch seine figurativen und expressiven Gemälde, die auch international Anerkennung fanden.
Nach dem Abitur begann Baselitz 1956 ein Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Weißensee, während dem sich bereits zeigte, dass die individuelle Persönlichkeit des Künstlers nicht den damaligen Vorstellungen in der DDR entsprachen. So wurde er nach nur zwei Semestern der Hochschule verwiesen und setzte sein Studium im Jahr 1957 an einer Hochschule in West-Berlin fort, wohin er 1958 endgültig umsiedelte.
In der Folge reiste er unter anderem nach Paris und Amsterdam, wo er sich eingehend mit den Werken dortiger Künstler auseinandersetzte.
Seinen Künstlernamen nahm er im Jahre 1961, angelehnt an seinen Geburtsort, an und hielt gemeinsam mit einem Kollegen eine Ausstellung in Berlin ab.
Kurz darauf veröffentlichte Baselitz das „1. Pandämonische Manifest“ und 1962 das eigentliche Pandämonium, welches als „2. Pandämonisches Manifest“ bezeichnet wird.
Weltbekannt wurde Baselitz gegen Mitter der 70er Jahre durch seine auf dem Kopf stehenden Bilder, die in fast allen namhaften internationalen Ausstellungen und in den bekanntesten Museen zu finden sind. Mit diesen Werken wollte Baselitz dem Betrachter die Eigenständigkeit der Malerei im Gegensatz zu der herkömmlichen Welt gezielt vor Augen führen. Durch die Drehung der Bilder nahm Baselitz diesen ihren konventionellen Inhalt und machte somit das eigentliche Bild irrelevant. Daher wirken diese Bilder des Künstlers für den Betrachter sehr abstrakt. Eine Besonderheit dieser auf dem Kopf stehenden Bilder ist, dass Baselitz diese bereits während der Komposition auf dem Kopf stehend anlegt und in der Folge auch auf diese Weise malte. Nicht selten befinden sich auf den Bildern von Baselitz Fingerabdrücke, da es für den Künstler, aufgrund der großen Formate, häufig schwer war, sämtliche Bereiche gleich gut zu erreichen.
Zu den Vorbildern von Baselitz zählten unter anderem die Künstler Pablo Picasso Alberto Giacometti oder auch Joseph Beuys.
Mit seinen Werken prägte Georg Baselitz die Malerei um das Jahr 1960 herum, vereinzelt mit recht obszönen Inhalten, was jedoch besonders zu Anfang seiner Karriere der Fall war. Eines seiner bekanntesten Werke aus dieser Zeit ist das Bild „Die große Nacht im Eimer“, welches einen Jungen beim Masturbieren zeigt. Dieses Werk von Baselitz, welches in den Jahren 1962 bis 1963 entstand, kann heute im Museum Ludwig in Köln betrachtet werden.