Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03595.jsonl.gz/945

Gewässernutzung
Es gehört zu den Aufgaben des Kantons, für eine geordnete, umweltverträgliche und nachhaltige Gewässernutzung zu sorgen. Daher benötigt jede Nutzung des Wassers aus Oberflächengewässern, Grundwasser sowie aus Quellen eine Bewilligung oder eine Konzession.
Wasserentnahme
Bewilligungspflichtig sind insbesondere Wasserentnahmen aus dem Grundwasser und aus Oberflächengewässern zu Kühlzwecken, zur Wärmegewinnung, als Brauchwasser für gewerbliche oder industrielle Prozesse, für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen oder Gartenanlagen sowie die Rückgabe des genutzten Wassers.
Einzig Wasserentnahmen im Rahmen des «Gemeingebrauchs» sind bewilligungsfrei: Für kleine Entnahmemengen (bis ca. 10 Liter) mit der Giesskanne oder mit einem Eimer muss kein Gesuch eingereicht werden. Allerdings kann der Gemeingebrauch eingeschränkt werden, z.B. wenn in Trockenzeiten bei mehreren Bezügern die Mindestrestwassermenge im Gewässer nicht vorhanden ist. Aus Kleinstgewässern ist eine Wasserentnahme zum Schutz der im Gewässer lebenden Tiere und Pflanzen nicht erlaubt.
Wasserkraft
Die Nutzung der Wasserkraft an öffentlichen Gewässern bedarf einer Konzession.
Aber auch Wasserkraftanlagen an privaten Gewässern benötigen eine Bewilligung.
Um die Interessen der Wasserkraftnutzung mit dem Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der Gewässer in Einklang zu bringen, wurde vom Amt für Umwelt und Energie die kantonale «Strategie Wasserkraftnutzung Basel-Stadt» veröffentlicht.
Eine Wasserkraftnutzung wird dort vorgeschlagen, wo ein grosses energetisches Potenzial besteht und der ökologische und landschaftliche Wert gering ist.