Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/768

Ein Drogenhändler wurde vom Luzerner Kriminalgericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Innert fünf Jahren hatte der Verurteilte einen Gewinn von 260'000 Franken erzielt.
Der heute 27-jährige Mann wird vom Kriminalgericht wegen Drogenhandels und -konsums sowie wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrs- und Binnenschifffahrtsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten, zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 60 Franken und zu einer Busse von 200 Franken verurteilt..
Ein Teil des ihm vorgeworfenen Drogenkonsums wurde vom Gericht wegen Verjährung nicht mehr berücksichtigt. Strafmildernd bewerteten die Richter zudem die schwere Kindheit des Dealers, der sich von den Eltern im Stich gelassen fühlte und zeitweise in einem Heim lebte. Dem Verurteilten wird neben seiner Sucht eine psychische Störung attestiert. Das Gericht ordnete eine ambulante Behandlung an, dies unter Aufschub des Vollzuges der Freiheitsstrafe. Das Urteil ist rechtskräftig.
Der heute 27-jährige Schweizer hatte 2010 mit dem Drogenhandel angefangen. Er arbeitete als unabhängiger Dealer, der Kokain, Marihuana, Amphetamin und Partydrogen bei verschiedenen Lieferanten einkaufte, die Drogen bei sich aufbewahrte, neu portionierte und dann weiterverkaufte. Laut Staatsanwaltschaft lagen die monatlichen Erlöse zwischen 4000 und 6000 Franken. Zudem soll er selbst Drogen im Wert von mehreren zehntausend Franken konsumiert haben.
2015 entwendete der Dealer unter Drogeneinfluss auf dem Rootsee ein Arbeitsmotorschiff und drehte damit ein paar Runden. Zudem montierte er ein gestohlenes Nummernschild an seinem Roller und fuhr, ebenfalls unter Drogeneinfluss sowie ohne Führerausweis und Versicherungsschutz, mit dem Zweirad in Luzern herum.
Quelle:sda