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Alle 15 Besatzungsmitglieder, die in die Steuerung der Unglücksfähre «Sewol» involviert waren, befinden sich laut AP in Haft. Der zuständige südkoreanische Staatsanwalt liess am Samstag vier Crewmitglieder verhaften. Elf weitere, darunter der Kapitän, sitzen bereits seit mehreren Tagen ein.
Ihnen wird vorgeworfen, Passagieren in Not die Hilfe verweigert zu haben, als die Fähre am 16. April sank. Der Kapitän hatte den Passagieren zunächst befohlen, in ihren Kabinen zu bleiben und liess eine halbe Stunde verstreichen, bis er die Evakuierung des Schiffs veranlasste. Zu jenem Zeitpunkt verunmöglichte die extreme Schieflage bereits vielen, die «Sewol» zu verlassen.
Zehn Tage nach dem Unglück sind 187 Leichen geborgen worden. 115 Menschen werden noch immer vermisst. (kri)