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Ein Geschäftsmann hatte durch einen wirtschaftlichen Misserfolg alles verloren. Doch er gab in dieser schweren Situation nicht auf. Verzweifelt kämpfte er ums Überleben. Als er wieder erfolgreich wurde, fragte man ihn, wie er sich die neue Situation erklären könne. «Es war das Bild eines Schiffes, das ich gesehen habe. Das Schiff sass bei Ebbe auf dem Sand fest. Auf dem Bild stand der Titel: ‹Die Flut kommt immer zurück.›»
Als Jesaja diese Prophezeiung vom Messias gab, war es mit Israel fast zu Ende. Die Situation schien festgefahren. Das Reich war geteilt und die zehn Stämme waren weggeführt. Die David-Dynastie war niedergehauen wie ein gerodeter Wald und Assyrien war dabei die Axt (Jes 10,15). Bethlehem, als das Haus Davids, hatte keine Bedeutung mehr.
Das Königtum Juda wird lediglich noch als ein Stamm beschrieben; es schien kein lebendiger Baum mehr zu sein. Die Situation schien ziemlich hoffnungslos.
Doch Gott ist ein Gott der Hoffnung. Aus diesem Stamm sollte eine Rute aufgehen und ein Zweig Frucht bringen. Und tatsächlich wurde 700 Jahre später in dem inzwischen unbedeutenden Ort Bethlehem der Messias geboren.
«Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist» (Mi 5,1).
Jesaja sieht die erste und die zweite Ankunft des Herrn als nur ein Ereignis. Der Messias wurde in dem fast erstorbenen Haus Davids geboren und zum Erlöser erkoren. Wenn er wiederkommt, wird er zum Herrscher und zum König über alle Könige sowie zum Weltregenten, auf den die Nationen hoffen.
In einer Zeit der grossen Trübsal, in der die Welt fast am Ende sein wird, indem die Erde gerodet ist und es keine Hoffnung mehr zu geben scheint, wird der Herr die Hoffnung der Nationen.
Es ist wunderbar zu wissen, dass Hoffnung nicht zuschanden werden lässt. Wenn wir auch an unsere Grenzen kommen, meinen, alles sei aus und zu Ende, und wir nichts mehr sehen und schon gar nichts mehr verstehen, dann kann und wird Gott immer noch Grosses tun.
Wer Jesus hat, der hat immer etwas zu hoffen.