Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03353.jsonl.gz/2569

mit Büchertisch, Olivenöl, Datteln und weitere Produkte aus Palästina
17 Uhr: Palästinensisches Essen
18 Uhr: Film «Sara 2014» (Gaza, 1 Std. 25 Min. Orig. arab., UT englisch)
>> Einführung deutsch, Diskussion nach dem Film d/e <<
Ibrahim Yaghi - Mein Film: «Sara 2014» >> FLYER <<
Regie: Khalil al Mozian Kamera: Ibrahim Yaghi
Der Film zeigt die verschiedenen Seiten des Gazastreifens, dessen Menschen von alltäglichen Problemen ebenso betroffen sind wie vom Tod.
Ein Drehbuchautor und ein Regisseur arbeiten an einem Film über einen Ehrenmord...
Der Drehbuchautor ist nicht in der Lage, ein fesselndes und zugleich fiktives Ende zu schreiben - das Happy End, auf das er gehofft hatte.
Der Regisseur, der auf der Wahrheitsfindung beharrt, will seinen Film ebenso beenden wie er seinem Freund helfen will, der von Saras Geschichte tief betroffen ist.
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.
********
Ibrahim Yaghi, 1981 geboren, ist in Deir Al Balah, dem kleinsten der palästinensischen Flüchtlingslager im Gazastreifen, aufgewachsen.
Es war die Zeit der ersten Intifada von 1987 bis 1993, und dann der aufblühenden Hoffnung nach dem Oslo-Abkommen 1994 -- bis Ariel Sharon am 28. September 2000 mit seiner Provokation auf dem Tempelberg / Haram asch-Scharif in Jerusalem die zweite Intifada auslöste.
Während der zweiten Intifada begann er als Kameramann zu arbeiten, zunächst für verschiedene internationale Medien und später auch im Kinofilmbereich.
Es folgten schwierige Jahre nach dem Bürgerkrieg und der Machtübernahme durch die Hamas 2007.
Ibrahim wurde Zeuge, wie die Lebensumstände und die Gesellschaft in Gaza durch die israelische Blockade und die repressive Autorität der Hamas verändert wurden.
Nach seiner Flucht aus Gaza 2016 lebte er fast zwei Jahre im Westjordanland, versteckt vor den dortigen Checkpoints.
2018 beantragte er Asyl in der Schweiz - doch erst nach mehreren, schwierigen Rekursen wurde ihm im Mai 2022 politisches Asyl gewährt
Einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der CH-Behörden gibt der Bericht von Christian Müller vom 30. Juni 2021
Infosperber kennt die Geschichte von Ibrahim Yaghi. Ich, Christian Müller, Autor der paar folgenden Zeilen, habe alle Protokolle der Einvernehmungen, Entscheidungen und Rekurse – zusammen über hundert A4-Seiten – Wort für Wort gelesen.