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Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888
s.
Anwaltsprozeß. ^[= Bezeichnung für diejenigen bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, in welchen die Parteien notwendigerw ...]
Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910
s. Anwaltsprozeß. ^[= nach der Deutschen Civilprozeßordnung das auf Anwaltszwang basierte Prozeßverfahren vor den ...]
Bezeichnung für diejenigen bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, in welchen die Parteien notwendigerweise
durch einen Rechtsanwalt vertreten sein müssen. Während nach der deutschen Zivilprozeßordnung für die
bei den Amtsgerichten anhängigen Rechtssachen kein Anwaltszwang besteht, müssen sich die Parteien vor den Landgerichten und
vor allen Gerichten höherer Instanz durch einen bei dem Prozeßgericht zugelassenen Rechtsanwalt als Bevollmächtigten vertreten
lassen. Ein bei dem Prozeßgericht zugelassener Rechtsanwalt kann sich selbst vertreten. Den Gegensatz zum Anwaltsprozeß bildet
der sogen. Parteiprozeß vor dem Amtsgericht, in welchem die Partei selbst oder durch einen Prozeßbevollmächtigten, der kein
Rechtsanwalt zu sein braucht, vor Gericht auftreten kann.
Vgl. Deutsche
[* 5] Zivilprozeßordnung, § 74 ff.
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