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NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Montag nach deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche leicht gestiegen. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August 72,36 Dollar. Das waren 22 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August stieg um 39 Cent auf 72,04 Dollar.
Nach den stärksten Verlusten in der vergangenen Woche seit Anfang Mai hätten spekulative Anleger, die auf Verluste gesetzt hätten, ihre Gewinne mitgenommen, schreibt die Commerzbank in einer Studie. In der vergangenen Woche hatten Befürchtungen über eine Konjunkturabkühlung in den USA und China die Ölpreise belastet. Die US-Märkte bleiben am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.
Indien wird nach Einschätzung der Commerzbank die Ölnachfrage im weiteren Jahresverlauf dämpfen. Die Notenbank des viertgrössten Ölverbrauchers der Welt hat am Freitag die Zinsen erneut angehoben und weitere Zinserhöhungen signalisiert. Zudem verweist die Commerzbank auf die Anhebung der Benzin- und Dieselpreise durch die indische Regierung. So sollen Subventionen zurückgeführt werden und der Haushalt saniert werden.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 69,63 Dollar. Am Donnerstag hatte ein Barrel noch 70,48 Dollar gekostet. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/jha/
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