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Hergestellt von National Panasonic.
Im Jahre 1991 kam Panasonic mit dem SSB-fähigen Reiseempfänger RF-B 45 auf den Markt. Der kleine Bruder des Reiseempfängers RF-B 65 gleicht in Abmessungen und technischen Spezifikationen dem legendären ICF-7600 D von Sony, wer diesen Empfänger kennt, kommt auch mit dem Panasonic RF-B 45 problemlos zurecht.
Etwa im gleichen Zeitraum wie Sony mit seinem ICF-SW7600 auf den Markt kam, präsentierte Panasonic den RF-B45, einen PLL-Doppelsuper, der auch Einseitenbandempfang erlaubt. Das mit vier UM3-Batterien betriebene Reiseradio ist mit einem PLL-Synthesizer und einer Tastatur zur direkten Frequenzeingabe, 18 Speichern und Schaltuhrfunktionen versehen.
Das taschenbuchgrosse Gerät kommt in einem anthrazitgrauen Plastikgehäuse daher, misst 204 x 119 x 37 mm und ist mit 620 g Gewicht problemlos auf Reisen mitzuführen. Ähnlich wie bei den Sonygeräten erlaubt eine Plastikklappe an der Rückseite das Aufstellen in einer bedienungsfreundlichen Schrägposition, die Teleskopantenne an der oberen Schmalseite des Geräts kann dank eines versenkbaren Scharniergelenks in jedem Fall in die Vertikale gebracht werden.
Die linke Seite der Frontplatte wird vom 7 cm durchmessenden Lautsprecher eingenommen.
Auf der rechten Seite der Frontplatte das LCD-Display, darunter die Zehntertastatur zur Frequenzeingabe, rechts die Tuning-UP-/DOWN-Tasten und der Einschalter.
Das LCD-Display zeigt die Empfangsfrequenz in den LW-/MW-Bereichen im 9 kHz-Frequenzraster und in den Kurzwellenbereichen im 5 kHz-Raster an, im weiteren wird die Nummer des Senderspeichers und die Signalstärke in 3 Stufen angezeigt. Die Uhrzeit wird nur bei ausgeschaltetem Empfänger anstelle der Frequenz angezeigt. Kleine Tasten neben dem Frequenzdisplay aktivieren die Eingabe von Zeit (MEMORY/TIME SET), Weckzeit (STANDBY SET) und aktivieren die Weckfunktion (STANDBY). Die runden grauen Tasten schalten den RF-B 45 in AM- oder (UKW-)FM-Betrieb. Mit der Taste FREQ wird die Eingabe einer Empfangsfrequenz mit der Zehnertastatur eingeleitet, die Taste ENTER beendet die Frequenzeingabe und der Empfänger springt auf die entsprechende Empfangsfrequenz. Mit einem Druck auf die Taste ENTER/METER gefolgt von einer der Zifferntasten springt der RF-B45 auf die untere Begrenzung eines Kurzwellen - Rundfunkbandes.
Eine eingestellte Frequenz kann auf einer der Speicherkanäle 1 - 9 abgelegt werden, indem die kleine Taste MEMORY/TIME SET gefolgt von einer Zifferntaste gedrückt wird. Später genügt ein Druck auf die Zifferntaste, um die gespeicherte Frequenz wieder aufzurufen.
Mit den grossen Tasten TUNING + resp - kann im Kurzwellenbereich nach oben resp. unten gesucht werden, bei längerem Drücken erhöht sich die Abstimmgeschwindigkeit, die Taste AUTO TUNING aktiviert einen Suchlauf, der beim nächsten Signal stoppt.
Die mit einer grünen LED hintergrundbeleuchtete Taste OPERATION schaltet den RF-B45 ein resp. aus, die Teste SLEEP lässt das Gerät für 90 - 60 - 30 Min. weiter spielen.
Ganz ähnlich wie beim ICF-7600D sind die Bedienelemente an der rechten Geräteschmalseite angeordnet. Oberhalb des Lautstärkereglers findet sich ein kleiner Tonschalter (LOW/HIGH). Der Betriebsartenschalter MODE lässt das Gerät in Stellung NOR/FIX in 5 kHz-Schritten auf Empfang gehen, in Stellung NOR/VARIABLE kann mittels fine tuning Regler zwischen den 5 kHz-Schritten abgestimmt werden (keine Veränderung im Display), die Stellung SSB/VARIABLE aktiviert den BFO der den Empfang starker Stationen im Einseitenabndbetrieb erlaubt. Wenn einem die Anordnung dieser Bedienelemente nicht irgendwie an ein Gerät aus der Küche von Sony erinnern würde… An der linken Geräteschmalseite finden sich von unten her die Buchsen für ein center-negatives 6-Volt-Netzteil, den mono-Ohrhörer, der Abschwächerschalter DX/LOCAL und bei der nicht EU-Version die Buchse für die externe Antenne, eine einfache Wurfantenne liegt dem RF-B45 bei.
Aus den Ausführungen weiter oben geht bereits hervor, dass die Bedienung des kleinen RF-B45 völlig unproblematisch ist. Beim Einschalten leuchtet die Taste OPERATION schön gelb-grün, Taste AM drücken, FREQ - 6 0 7 5 - ENTER, und schon sollte bei ganz ausgezogener Teleskopantenne die Deutsche Welle aus Köln hörbar werden. Falls nicht, muss kontrolliert werden, ob der Schalter auf der linken Schmalseite auf DX und der Betriebsartenschalter rechts MODE in Stellung NOR/FIX steht.
In Sachen Empfangsqualität habe ich ebenfalls einen Vergleich mit den Geräten aus dem Hause Sony angestellt. Insgesamt erscheint mir Empfindlichkeit und Verständlichkeit bei schwachen Signalen bei der Konkurrenz etwas besser. Nicht nur, dass der Klang meines betagten Sony ICF-7600D deutlich voller ist, auch das zur Nachmittagsstunde schwache Signal von WWCR oberhalb des 19m-Bands kommt auf dem Sony deutlich verständlicher. Die starken europäischen Dienste kommen auf beiden Empfängern gut herein, den Klang des Panasonic würde ich als deutlich „technischer“ bezeichnen, schärfer, ohne dass eine bessere Verständlichkeit resultieren würde. Selbstverständlich stellt mein als Gebrauchtgerät günstig erworbener Pansonic die Warenhaus-„Weltempfängerchen“ bei weitem in den Schatten. Im Gegensatz zu den Analoggeräten ist die Empfangsfrequenz problemlos aufzufinden, es bestehen keine Einschränkungen ausserhalb der Rundfunkbänder, ich hatte nicht mit Spiegelfrequenzen zu kämpfen. Im Gegensatz zu den billigsten „Digitalen“ aus chinesischer Produktion lässt sich der RF-B45 auch zwischen den 5 kHz-Schritten abstimmen, ermöglicht wenn auch mit Abstrichen SSB-Empfang - kurzum ist ein echter kleiner „Weltempfänger“.
Doppelsuper, digitale PLL-Syntheseschaltung.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.