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Welcher Journalist hat sich nicht schon gewünscht, dass die Story bereits geschrieben ist, wenn er sich an den Computer setzt? Der Algorithmus Quakebot erfüllt diesen Traum.
Eine tolle Geschichte, die Slate hier über den Journalist und Programmierer Ken Schwencke erzählt! Schwencke wurde nämlich kürzlich morgens um 6:25 Uhr in Los Angeles von einem Erdbeben geweckt. Er setzte sich sofort an seinen Computer, wo er bereits eine fixfertig geschriebene Meldung vorfand, die er dann in nur drei Minuten online stellte – so war die „Los Angeles Times“ das Medienhaus, das mit der Meldung zuallererst online war.
Die Erdbeben-Meldung hatte nur einige Absätze, verfasst wurde sie von einem Algorithmus namens Quakebot, den Schwencke programmiert hatte:
Whenever an alert comes in from the U.S. Geological Survey about an earthquake above a certain size threshold, Quakebot is programmed to extract the relevant data from the USGS report and plug it into a pre-written template. The story goes into the LAT’s content management system, where it awaits review and publication by a human editor.
Quakebot sorgt dafür, dass sofort verfügbare Fakten ohne menschliche Arbeit sofort in ganzen Sätzen verfügbar sind, natürlich fehlerlos. Die Aufgabe der Journalisten ist es, alles weitere herauszufinden, was die Fähigkeiten von Quakebot übersteigt.
Sind nun deswegen journalistische Stellen gefährdet? Das glaubt Schwencke nicht:
The way we use it, it’s supplemental. It saves people a lot of time, and for certain types of stories, it gets the information out there in usually about as good a way as anybody else would. The way I see it is, it doesn’t eliminate anybody’s job as much as it makes everybody’s job more interesting.