Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03548.jsonl.gz/220

Loire
Château Chambord
Das Jagdschloss König Franz I. (1494 – 1547) ist ein Meisterwerk der Renaissance. Es ist das grösstes aller Loire Schlösser (156 m lang und 117 m breit) und liegt traumhaft in einem wild- und waldreichen Gebiet (Sologne). Mit dem Bau wurde 1519 begonnen. Fast hätte König Franz I. die Loire umleiten lassen, um sie an seinen Schloss vorbeifliessen zu sehen. Die prachtvolle Doppel-Wendeltreppe ist das Herzstück des Schlosses: zwei separate ineinander gewandelte Aufgänge ermöglichen es, dass zwei Leute die Treppe benutzen konnten, ohne sich zu begegnen.
Château Cheverny
17 km südlich von Chambord liegt das Schloss Cheverny, ein prächtiger, klassizistischer Herrensitz aus weissem Stein aus dem 17. Jahrhundert. Erbauer des Schlosses war Graf Henri Hurault de Cheverny (1604 -1634). Noch heute ist das Schloss im Besitz von direkten Nachfolgen des Grafen. Die Gemächer ist mit herrlichen Möbeln eingerichtet.
Château Chaumont-sur-Loire
Nachdem die alte Burg im Laufe der Jahrhunderte zweimal dem Erdboden gleich gemacht worden war, wurde Chaumont 1445 – 1510 von Pierre d’Amboise wieder aufgebaut. Katharina von Medici, Witwe König Heinrichs II., kaufte 1560 das Schloss.
Sie zwang die Mätresse des verstorbenen Königs, Diana von Poitiers, ihr deren Lieblingsresidenz Chenonceau zu überlassen und dafür nach Chaumont zu übersiedeln.
Château Gué-Péan
Ein Bilderbuchschloss aus der Renaissance ganz idyllisch gelegen bei Monthou sur Cher, ca. 12 km östlich von Montrichard.
Die symmetrische, etwas verwitterte Anlage wird von 4 Rundtürmen flankiert. Eine Schlossbibliothek gehört ebenso dazu wie stilvolles altes Mobiliar und ein buntes Sammelsurium von Briefen illustrer Franzosen, Dokumenten aus dem Widerstand bis hin zu Kinderspielzeug und Rittermarionetten.
Château Amboise
Das Schloss von Amboise, hoch über der Loire und der Stadt gelegen, ist die zweitwichtigste Königsresidenz.
König Karl VIII starb hier bei einem tragischen Unfall. Am 7. April 1498 wollte er zusammen mit der Königin einem Ballspiel im Schlossgraben beiwohnen. Als er unterwegs seine Notdurft verrichten wollte, stiess er seinen Kopf so unglücklich an einem niedrigen Türsturz, dass er bewusstlos zu Boden fiel und Stunden später an den Folgen der Gehirnerschütterung starb.
Unter dem Renaissancekönig Franz I. blühte das Schloss so richtig auf. Er veranstaltete grossartige Fest herrliche und Maskenbälle.
Château de Chenonceau
Das wohl hübscheste aller Loireschlösser; hell und luftig vom Flüsschen Cher umspült. Es wird auch oft als „Schloss der Frauen“ genannt. 400 Jahre lang waren Frauen – Königinnen, Königsgattinnen und Mätressen – die glücklichen oder unglücklichen Herrscherinnen und Heldinnen von Schloss Chenonceau.
König Heinrich II (1547 – 1559) schenkte Chenonceau seiner Geliebten Diana von Poitiers. Als Der König 1559 bei einem Turnier ums Leben kam, war sie damit schutzlos der Rache der Königin Katharina von Medici ausgesetzt, die nun Regentin wurde. Jahrelang hatte Katharina mit Geduld die Teilung des königlichen Herzens hingenommen – jetzt war die Stunde der Vergeltung gekommen. Da sie wusste, wie sehr Diana an Chenonceau hing, zwang sie diese, das Traumschloss mit der düsteren Feste Chaumont zu vertauschen.
Château Azay-le-Rideau
Das malerische Wasserschloss wurde in nur 10jähriger Bauzeit (1518 – 1528) durch Gilles Berthelot, Schatzmeister Franz I., errichtet. Vermutlich finanzierte er das Projekt mit veruntreuten Geldern. Als der Finanzbetrug aufflog, ergriff er die Flucht.
Das innere des Schlosses ist mit wertvollen Möbeln ausgestattet und die Wände mit herrlichen Wandteppichen verziert. Der Parkettfussboden wurde extra für den Besuch Ludwig XIV. gelegt.
Chinon
Während ihres Aufenthaltes in Chinon bewohnte Jeanne d’Arc 1429 den 1. Stock des Coudray-Turmes.
Von der gewaltigen Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert mit den 400 m langen Umfassungsmauern wurde der zimmerschmale, 35 m hohe Uhrturm restauriert. Auf vier Stockwerken wurde das Jeanne d’Arc Museum errichtet. Zu sehen sind Stiche, Urkunden und Belagerungsszenen aus der Zeit des 100jährigen Krieges.
Château Blois
An keinem anderem Ort sah man zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert mehr gekrönte Häupter des Königreiches kommen und gehen als im Königsschloss von Blois.
Mit dem Bau wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Bis ins 17. Jahrhundert wurde das Schloss ständig umgebaut und erweitert.
Im 2. Weltkrieg (Juni 1940) wurde das Schloss stark beschädigt. Seitdem sind die Räumlichkeiten aufwendig restauriert worden, so dass man im Kabinett der Katharina de Medici nicht nur die prachtvolle Holzvertäfelung, sondern ebenfalls ihr ausgetüfteltes System von Geheimfächern bestaunen kann.