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Heute würde Maurice Bavaud seinen 100. Geburtstag feiern. Ob er jemals so alt geworden wäre, lässt sich nicht feststellen. Maurice Bavaud wurde am 14. Mai 1941 im Gefängnis Berlin-Plötzensee enthauptet.
Der Neuenburger hatte ein Attentat auf Hitler geplant. Allerdings kam er gar nie dazu, es auszuführen, weil er bei einer Zugfahrt nach Paris ohne Ticket in eine Kontrolle geriet. Weil er eine Pistole und eindeutige Dokumente, die wohl auf ein Attentat hindeuteten, mit sich trug, kam er in die Gewalt der Gestapo. Unter Folter gestand Maurice Bavaud die Pläne.
Vom Schweizer Botschafter in Berlin wurde diese Nicht-Tat als verabscheuenswürdig bezeichnet. Überhaupt bekam Bavaud keine Unterstützung von der Schweizer Regierung. Erst am 7. November 2008 entschuldigte sich Bundesrat Pascal Couchepin im Namen der Regierung dafür.
Zum Glück gab es den umtriebigen Journalisten Niklaus Meienberg! Er setzte Bavaud schon 1980 ein Denkmal: Mit dem Buch «Es ist kalt in Brandenburg». Empfehlenswerte Lektüre! (Und dann «Die Welt als Wille und Wahn» anhängen.)