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IBM scheint keine NetApp-Geräte mehr verkaufen zu wollen.
Laut einem Bericht von 'Bloomberg'
scheint IBM in Zukunft keine Speichersysteme von NetApp mehr verkaufen zu wollen. Gemäss einem IBM-internen Memo, das 'Bloomberg' vorliegt, wolle der IT-Riese morgen formell das Ende des Vertriebs und der Weiterentwicklung seiner auf NetApp-Technologie basierenden NAS-Systeme der N-Serie ankündigen. Den Kunden will IBM laut 'Bloomberg' in Zukunft eigene Geräte als Ersatz empfehlen.
IBM hatte 2005 ein OEM-Abkommen mit NetApp abgeschlossen
und verkaufte seither NetApp-Speichersysteme unter dem eigenen Markennamen. Durch die Partnerschaft wollten sich die beiden Unternehmen damals vor allem bessere Voraussetzungen für den Konkurrenzkampf gegen EMC verschaffen und hatten in den Jahren danach auch einigen Erfolg. In letzter Zeit scheint das OEM-Geschäft von NetApp über IBM aber zu harzen. Damit dürfte der Absprung von IBM für NetApp auch verschmerzbar sein. Neben IBM vertreiben auch noch andere IT-Hersteller wie Fujitsu NetApp-Geräte als OEM-Reseller Laut 'Bloomberg' ist IBM zwar weiterhin der grösste OEM-Reseller von NetApp, der Umsatz über IBM soll aber zuletzt nur rund 2 Prozent des Gesamtumsatzes von NetApp ausgemacht haben.
Anlässlich der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen
erklärte NetApp-CEO Thomas Georgens gegenüber Analysten, dass die OEM-Umsätze des Unternehmens im letzten Quartal "etwas überraschend" um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken seien. Für das kommende Jahr, so Finanzchef Nicholas Noviello, erwarte man nun einen weiteren klaren Rückgang der OEM-Umsätze um bis zu 40 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass die NetApp-Führung bereits über den bevorstehenden Absprung von IBM informiert war. (hjm)