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10 Lektionen an 45 Minuten: CHF 930.00
Gesang
Klassik, Chanson, Pop, Musical und Jazz
Anfänger, Fortgeschrittene und Master
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Holländisch
Stimmbildung, Atemtechnik, Umgang mit Text, Podiumpräsenz
Conservatorium van Amsterdam: Bachelor of Music – klassischer Gesang, Valérie Guillorit Conservatorium van Amsterdam: Master of Music – Klassischer Gesang, V. Guillorit Meisterkurse bei u.a. Margreet Honig, Lynn Dawson, Julius Drake, Roger Vignoles, José van Dam
In wechselnden Besetzungen mit Pianisten, Orchestern und Chören.
Welcher Musiker hat dich am meisten beeinflusst?
Als Kind und Jugendlicher spielte ich Kontrabass und war beeindruckt von den Kontrabassisten Charles Mingus und Niels-Henning Ørsted Pedersen, weil sie beide – auf ganz verschiedene Art – sich nicht mit der konventionellen Rolle des bescheidenen Bassisten begnügen wollten. Ein grosses Misstrauen gegenüber musikalischen Rollenklischees ist mir bis heute geblieben.
Was kannst du mir gesanglich besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Mein Ziel ist es, Dir das technische und musikalische Rüstzeug zu vermitteln, das es Dir ermöglicht, ein Stück so zu gestalten, wie Du es für richtig empfindest. Es geht mir also nicht so sehr um die eine richtige Technik oder die eine korrekte Interpretation, sondern darum, Dir verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, aus denen Du diejenigen wählen kannst, die Dir am meisten entsprechen.
Wie hast du singen gelernt?
Den richtigen Umgang mit Stimme und Atemstütze konnte ich bereits als schreiendes Baby, die sanfteren Töne brachte ich mir bei, als ich als Kind das Unschuldslamm spielte, die Ausdauer und Tragfähigkeit als Jugendlicher bei langen, hitzigen Diskussionen in überfüllten Beizen. Danach bin ich ans Conservatorium van Amsterdam gegangen und habe das alles in sieben Jahren Studium nochmals gelernt.
Welches Equipment verwendest du?
Tja, seit über dreissig Jahren auf der gleichen Stimme, die ich überall hin mitnehmen kann, mitnehmen muss, mit der ich im Allgemeinen recht zufrieden bin – vor allem weil man sie nicht im Zug liegenlassen kann.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Wahrscheinlich eine gute Mischung aus Perfektionismus und Gelassenheit, weil Musik von Gegensätzen lebt.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das gleiche was alle 7 Milliarden Stimmen auf dieser Erde haben: sie ist unverwechselbar und gehört nur mir.
Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mir liegt eine gut funktionierende Stimme sehr am Herzen, und ich glaube nicht daran, dass alles schon gut kommt, wenn man nur mit genug Freude und Überzeugung drauflos singt. Je besser einem die Stimme gehorcht, desto mehr Ausdrucksmöglichkeiten stehen einem zur Verfügung, und genau darum geht es doch. Ich arbeite also durchaus genau. Dabei schaue ich, ob der/die SchülerIn mit dem Verbesserungsvorschlag etwas anfangen kann, wenn nicht, hämmere ich nicht darauf rum, sondern probiere etwas anderes. Die Stimme funktioniert nur, wenn der Sänger sich singend wohlfühlt. Sehr wichtig ist mir – musikalisch wie auch technisch – die Individualität: JedeR sollte mit seiner eigenen Stimme singen und nicht probieren „das zu machen, was xy auf youtube macht“. Abkupfern finde ich durchaus ok, imitieren nicht. Noch unerwähnt geblieben ist der Text: ihn zu kennen, zu verstehen ist essentiell und durchaus nicht immer selbstverständlich. Auch daran will ich arbeiten.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Zuerst frag ich mal, wie es so geht. Dann geht’s aber schon ziemlich schnell los: Ein paar Dehn- und/oder Atemübungen, um den Körper vorzubereiten, dann Einsingübungen, die die Stimme aufwärmen, aber immer auch einen technischen und musikalischen Aspekt haben. Danach arbeiten wir am Repertoire: das können Sachen sein, die Du selbst mitbringst, oder die ich dir mitgebe. Dabei kann es durchaus sein, dass wir zwischendurch wieder zu einer Übung zurückkehren, die gerade passt. Oder uns in einer Diskussion über den Text verlieren.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Grundsätzlich finde ich es für Kinder sinnvoller, wenn Gesangsunterricht in einen grösseren Rahmen eingebettet ist: z.B. in einem guten (ich betone: guten) Kinderchor, wo sie auch Gehörbildung/Solfège etc. erhalten, weil da die Motivation mit Konzerten etc. einfach grösser ist. Wichtig finde ich, dass Kinderstimmen die Natürlichkeit nicht genommen wird, dass es spielerisch bleibt, dass die Erwachsenen ihre eigenen Ambitionen raushalten.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Das war ein Musiktheaterprojekt, bei dem ich vor einigen Jahren in Holland mitgewirkt habe: „Les noces“ von Igor Stravinsky, ein extrem rhythmisches, schwer aufzuführendes Stück, in einer Fassung für Pianola (=automatisches Klavier), Schlagzeug und 16 Sänger. Auswendig, inszeniert, ohne Dirigent, der das ganze zusammenhält, geleitet nur von dieser Maschine, dem Pianola, die nicht mehr zu stoppen ist, wenn sie mal läuft. Wir wurden von verschiedenen Seiten für verrückt erklärt, aber haben es am Schluss irgendwie geschafft. Es beinhaltete alles was mir am Musizieren Spass macht: dass alle voneinander abhängig sind, auf einander vertrauen müssen, jeder einzelne den vollen Einsatz gibt und geben muss, nicht um besser zu sein als ein anderer, sondern um zusammen mit den anderen ein Kunstwerk zu machen.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Als Solist war das die Niederländische Oper in Amsterdam mit 1600 Plätzen, und das ist gleich das zweittollste Erlebnis: Ich spielte den „bad guy“ in einer Kinderoper, der Saal war gefüllt mit johlenden Schulklassen, die mich, weil ich eben der Böse war, zum Schluss aus Leibeskräften ausgebuht haben.
Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Claudio Abbado, weil er so dreinschaut, als sei Musik das Beste was ihm passieren konnte und weil ich wohl nicht mehr viel Zeit habe.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Element of Crime: „Mittelpunkt der Welt“, der ideale Soundtrack für etwas derart deprimierendes wie eine einsame Insel.
In welchem zürcher Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Von den Orten in Zürich, an denen ich aufgetreten bin, bin ich am liebsten im Theater Rigblick, dort ist mir wohl. Proben tu ich am liebsten in der Roten Fabrik, weil es eine gute Ausrede ist, um im Ziegel Mittagessen zu gehen oder dort ein Stück Torte zu essen.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie, eine handvoll alter Freunde, Brot backen, ortoloco.ch, WoZ, einschlafen und ausschlafen, ab und zu eine gute Bratwurst.
Ich kann Gesangsunterricht bei Niklaus Kost allen empfehlen, unabhängig von der Stilrichtung im Gesang.
Mein Ziel für den Gesangsunterricht war es, meine Stimme mit gezielten Übungen besser kennenzulernen. Und ich wollte die Übungen ungeniert machen können im Unterricht. Niklaus war dafür der perfekte Gesangslehrer: Er kennt wohl unendlich viele hilfreiche und simple Übungen für jede Situation, ist trotz aller Systematik immer witzig und spontan. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl in seinem Unterrichtsraum, aber auch dank seiner steten Ermutigung. Ebenfalls besonders ausschlaggebend für meinen Spass und meine Motivation war, dass ich wöchentlich in den Unterricht konnte und so nie längere Pausen hatte, in denen die Lerneffekte sich aufzulösen begonnen hätten.
Man sieht wahnsinnig schlecht, was genau der Körper beim Singen macht. In den meisten Fällen kann man nicht den Finger auf den springenden Punkt halten, sondern muss sich einer sehr bildhaften Sprache bedienen, um zu erklären, worauf zu achten ist. Niklaus hat die Gabe, mit seiner eigenen Stimme nicht nur immer klipp und klar zu demonstrieren, worum es geht, sondern auch die Technik dahinter so in Worte zu verpacken, dass ich auf Anhieb wusste, was zu tun ist.
Dank seiner Anleitung kann ich bei jeder Übung die subtilsten Veränderungen in meinem Körper und in meinem Gesang wahrnehmen und bin davon so fasziniert, dass ich alleine schon deswegen gerne zuhause Übungen mache.
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