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Mandāt
(lat.
mandatum), der
Vertrag, wodurch ein Kontrahent
(Mandánt) dem andern
(Mandatār) die Ausführung eines
Geschäfts überträgt. (S.
Auftrag.) Auch die Funktion der
Abgeordneten (s. d.) wird als
Mandat bezeichnet. Im röm.
Rechte führten den
Namen
Mandat solche kaiserl. Gesetze, welche in der Form von
Instruktionen für höhere
Beamte gehalten waren. Daraus erklärt sich die auch in deutschen
Staaten vordem gebräuchliche
Benennung von
Mandat für allgemeine landesherrliche Verordnungen. Zur Zeit des Römisch-Deutschen
Reichs erließ das Reichskammergericht
Mandat oder Friedensgebote, wenn ein Reichsstand den Rechtsweg verließ und seine
Ansprüche durch
Krieg und
Befehdung verfolgte.
Über
Mandat im Postwesen (Post
mandat) s. Postanweisung und Postauftrag.