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Illettrismus beschreibt einerseits ein komplexes gesellschaftliches Phänomen und anderseits die Situation einzelner Betroffener. Der Begriff Illettrismus beschreibt die Situation von Menschen, die trotz langjährigem Schulbesuch nicht über jene Lese- und Schreibkompetenzen verfügen, die es ihnen ermöglichen, den privaten und beruflichen Alltag selbstständig gestalten zu können. Wichtige Informationen zum Phänomen Illettrismus in der Schweiz.
2002 erschien der vom BAK in Auftrag gegebene Trendbericht «Illettrismus ─ Wenn Lesen ein Problem ist». Dieser Bericht war ein erster Schritt zu einem vertieften Verständnis des Phänomens. Die Autorinnen und Autoren der Studie empfahlen eine breit angelegt Sensibilisierungskampagne sowie die Schaffung eines Netzwerks der in der Prävention und Bekämpfung des Illettrismus tätigen Akteure.
Ab 2003 baute das BAK in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz ein Netzwerk auf und setzte zwei Hauptmassnahmen um:
- Einrichtung des Internetportals www.lesenlireleggere.ch, das dem Austausch von Erfahrungen und Know-how dient.
- Durchführung einer jährlichen interdisziplinären Tagung zu einem festgelegten Thema im Bereich des Illettrismus.
Mit Einführung des Weiterbildungsgesetzes (WebiG) wurde das Dossier der Illettrismusbekämpfung an das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBFI) übergehen.
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Letzte Änderung 06.05.2015