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Neue Forderungen aus China
Die Heimkehr des chinesischen Fischkutter-Kapitäns Zhang Qixiong, der vor 2 Wochen von der japanischen Marine in den Gewässern der Senkaku-Inselgruppe verhaftet und anschliessend verhört wurde, konnte triumphaler nicht sein (Asienspiegel berichtete).
Mit einer von der Regierung gecharterten Maschine landete Zhang am Flughafen der Stadt Fuzhou in der Provinz Fujian. Seine Ehefrau, sein Sohn und eine Reihe chinesischer Offizieller hiessen den Kapitän willkommen. Zhang streckte beide Hände zum Victory-Zeichen in die Höhe. China hatte damit ein wochenlanges diplomatisches Gefecht mit Japan für sich entschieden. Doch damit ist die Affäre noch nicht beendet.
Entschuldigung und Entschädigung
Kurz nach Zhangs Landung doppelte Peking in einer offiziellen Mitteilung nach: «Japan hat mit der Verhaftung von Zhang Qixiong war illegal. Japan muss sich dafür entschuldigen und China eine Entschädigung für den Vorfall bezahlen.» Für Experten ist diese Reaktion ein Zeichen dafür, dass China seinen Anspruch auf die Senkaku/Diaoyu-Inselgruppe zusätzlich unterstreichen will, wie die Yomiuri Shimbun berichtet. Japan habe sich bei der Verhaftung in chinesischen Gewässern befunden, so die unmissverständliche Nachricht an Tokio.
Japans Premierminister Naoto Kan liess nicht lange auf sich warten. «Die Senkaku-Inselgruppe ist japansiches Territorium. Eine Entschädigung ist daher undenkbar», liess der Kan an einer Pressekonferenz kurz und knapp verlauten.
Ein Jahrzehnte langer Disput
Zwischen 1945 und 1972 unterlagen die Senkaku-Inseln der Militärverwaltung der USA, die zu jener Zeit Okinawa besetzt hielten. Mit der formellen Rückgabe Okinawas wurden auch die unbewohnten Senkaku-Inseln zu japanischem Territorium. Zeitgleich erhob China plötzlich seinen Anspruch auf das winzige Territorium.
Ein Grund dafür war die Entdeckung von Erdöl- und Gasreserven rund um die Inselgruppe. Auch Taiwan erhebt Anspruch auf die nahe gelegenen Inseln. Bereits in den 1970er-Jahren besetzten taiwanische Aktivisten den Archipel. ja.