Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/248565

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat antwortet auf meine Frage 21.8187, die nationale Grundwasserbeobachtung habe für 2020 erstmals die Belastung des Schweizer Grundwassers mit Chlorothalonil-Metaboliten erhoben und auf der Website des BAFU aufgeschaltet. Darunter sind auch Metaboliten, die in der Zulassung als relevant eingestuft wurden.</p><p>- Wie viele Menschen in der Schweiz trinken demnach Wasser mit zu hohen Chlorothalonilwerten?</p><p>- Was sind die Vorschriften an die Wasserversorger, die Betroffenen zu informieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund führt kein systematisches Monitoring des Trinkwassers durch. Es liegt in der Verantwortung der Wasserversorger, konformes Trinkwasser abzugeben und Massnahmen zu treffen, falls angezeigt. Die kantonalen Vollzugsbehörden kontrollieren die Wasserversorgungen in regelmässigen Abständen. Gemäss Artikel 5 der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen müssen Wasserversorger die Zwischen- oder Endabnehmerinnen und Endabnehmer mindestens einmal jährlich umfassend über die Qualität des Trinkwassers zu informieren. Über welche Parameter genau informiert werden muss, ist gesetzlich nicht vorgegeben. Das Wissen über die Metaboliten wurde erst über die letzten Jahre gewonnen. Analytische Methoden mussten etabliert werden, damit Metaboliten in sehr tiefen Mengen nachgewiesen werden können. Im Schweizer Grundwasser wurden Metaboliten von Chlorothalonil zum ersten Mal im Jahr 2017 in einer Pilotstudie der Nationalen Grundwasserbeobachtung Naqua nachgewiesen. Gemeinsam mit den kantonalen Fachstellen wurden die Analysen in den folgenden Jahren ausgeweitet. Für das Jahr 2020 liegt erstmals ein landesweiter Datensatz für mehrere Metaboliten dieses Pflanzenschutzmittels im Grundwasser vor.</p>