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Basel, 1918
Papier, bedruckt
Inv. 2009.313.1.-2.
Während des 1. Weltkrieges entstand in der Schweiz eine lange landesweite Versorgungskrise. Der Verdienstausfall der eingezogenen Soldaten, die Teuerung von Lebensmitteln und sinkende Reallöhne führten zu Not und Verarmung. Erst ab 1917 setzte die Rationierung von Lebensmitteln ein, zunächst für Brot, Mehl, Teigwaren, Kartoffeln, ab 1918 auch für Butter, Fett und Öl, Käse und Milch. Ein Ernährungsnotstand in der Bevölkerung konnte jedoch nicht verhindert werden. Die vom Kriegfürsorgeamt Basel-Stadt herausgegebenen Rationsmarken berechtigten zum Bezug von ein oder zwei kg Kartoffeln für die Saison 1918/1919 oder für eine Zusatzration von 5 kg Kartoffeln im Frühjahr 1919. Zwischen September 1919 und April 1920 wurden die Massnahmen wieder aufgehoben.