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Schimmelpenninck,
Rütger Jan, niederländ. Staatsmann, geb. zu Deventer, studierte in Leiden [* 2] die Rechte und begann dann in Amsterdam [* 3] die advokatorische Praxis. Nach der Eroberung Hollands durch Pichegru 1795 ward er Mitglied der ersten Amsterdamer Stadtmagistratur sowie später der batavischen Nationalversammlung und ging 1798 als Gesandter nach Paris, [* 4] 1801 nach London. [* 5] Nachdem er beim Wiederausbruch des Kriegs zwischen England und Frankreich 1803 die Neutralität Hollands vergebens zu wahren gesucht, trat er vom Staatsdienst zurück, ging aber bald wieder als Botschafter nach Paris, gewann dort Napoleons I. volles Vertrauen und trat nach der Einführung der neuen Konstitution der Batavischen Republik als Ratspensionär an die Spitze der Regierung. Er rief manche gute Einrichtung, besonders in Finanzsachen, ins Leben; aber eine langwierige Augenkrankheit hinderte ihn an der Führung der Geschäfte, und Napoleon benutzte diesen Umstand 1806, um seinen Bruder ¶
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Ludwig zum König vorzuschlagen, dessen Erhebung S. vergebens zu hintertreiben suchte. Nach erfolgter Vereinigung Hollands mit Frankreich 1810 erhob ihn Napoleon zum Grafen und Senator. Bei der Bildung des Königreichs der Niederlande [* 7] zum Mitglied der Ersten Kammer ernannt, starb S. in Amsterdam.