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Fehlende Qualitätssicherung an Fachhochschulen31. Mai 2012 | von
Ich stimme Ruedi Nosers Analyse weitgehend zu. Was bisher noch nicht angesprochen wurde, ist das fehlende Qualitätssicherungssystem im Fachhochschulbereich. In der universitären Grundlagenforschung ist dies etabliert mit der Bewertung der Publikationen. Diese Art der Qualitätssicherung setzt zwar manchmal zweifelhafte Anreize, aber immerhin existiert eine weitgehend unabhängige Beurteilung der Arbeiten. In der angewandten Forschung, die vorwiegend an Fachhochulen betrieben wird, fehlt eine unabhängige Evaluation der einzelnen Projekte völlig. Die einzige Messlatte sind die generierten Drittmittel. Diese sind am einfachsten zu beschaffen, wenn mit subventionierter Infrastruktur zu nicht marktgerechten Konditionen Standardleistungen angeboten werden. Etwas, das das Fachhochschulgesetz zwar verbieten würde; es gibt aber auch hier keine Stelle, die dies überprüft und bei Missbrauch unterbindet.