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In seiner Sitzung vom 31. Juli 1916 bewilligte der Regierungsrat dem katholischen Arbeiterinnenverein St.Gallen die Durchführung einer Verlosung. Der Erlös war zur Unterstützung von Wöchnerinnen, Arbeitslosen und sonst bedürftigen Mitgliedern bestimmt. (Nr. 1781) Ausserdem ging er grundsätzlich auf das Begehren der staatlichen Angestellten nach einer Teuerungszulage ein (Nr. 1788) und nahm Kenntnis vom Gesamtergebnis der Osterkollekte zugunsten der Krankenanstalten von insgesamt rund 18’500 Fr. (Nr. 1789).
Nicht auf Zustimmung stiess hingegen der Beschluss der Ortsgemeinde Grabs, das sogenannte Tannästeln zu bewilligen: Das referierende Departement bemerkt, der ablehnende Standpunkt des verwaltungsrätlichen Gutachtens stütze sich darauf, dass Art. 78 des bestehenden Genossenreglementes von Grabs den Genossenbürgern das Sammeln von Leseholz in den hiefür bezeichneten Gemeindewaldungen während 3 Wochentagen gestatte, wobei gemäss forstgesetzlicher Bestimmung die Verwendung von Werkzeugen ausgeschlossen sei, dass die Freigabe des sogenannten „Tannästelns“, d.h. des Heruntersägens und Herunterhauens von dürren und halbdürren Aesten u.s.w., als unkontrollierbare Zwischennutzung anzusehen sei, die nach Forstgesetz aufs strengste untersagt sei und auch nach Art. 75 des Ortsgenossenreglementes unstatthaft erscheine, sowie dass die Unsitte des sogenannten „Tannästelns“ in forstwirtschaftlicher Hinsicht als direkte Schädigung des Waldes bezeichnet werden müsse. (Nr. 1786)
Alle Beschlüsse des Tages finden sich hier:
Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und W 238/04.05-01 (Ausschnitt aus einer Ansichtskarte zu Grabs aus dem Verlag U. Widmer-Weinmann, Papeterie, Grabs, vor 1907)