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03. Mai 2016
Das Fest kann beginnen.
150 Jahre Gemeinde Leibstadt und 100 Jahre Elektra Leibstadt
Die 150 Jahr Feier begann am 03.Mai 2016 um 17 Uhr, auf dem Schulhausplatz hatten sich zahlreiche Leibstadter und Gäste eingefunden und wohnten dem ersten grossen Festakt bei.
Einige Daten aus dieser Zeit vor 150 Jahren.
1850 war Leibstadt eine äusserst arme Gemeinde und erst noch unterteilt in Ober- und Unterleibstadt.
In der Bernau standen immer noch die Überreste des einstig mächtigen Schlosses, der „von Roll“. Am 14. Juli 1844 wurde das schon verlassene Gebäude angezündet und brannte bis auf die Grundmauern ab.
Am 12. September 1848 wurde die Bundesverfassung angenommen und so entstand der Bundesrat. Leibstadt war nach der Gründung des Kanton Aargau (1803) in zwei Bezirken aufgeteilt, Unterleibstadt gehörte dem Bezirk Laufenburg an und Oberleibstadt dem Bezirk Zurzach, dies wollten weitsichtige Leibstadter schon bald ändern. In der Zeit als das Münzgesetz (1850) vereinheitlicht wurde und der Franken und der Rappen im ganzen Land als Zahlungsmittel eingeführt wurden, strebten sie auf ein nicht mehr geteiltes Dorf.
1850 lebten 911 Personen in Leibstadt, davon waren 696 Ortsbürger, 198 Kantonsbürger, 1 Bürger anderer Kantone und 16 Ausländer. Katholiken waren 907 und 4 Bürger waren reformiert.
Bis zum definitiven Zusammenschluss sollte noch viel Wasser den Rhein hinunterfliessen und so wurde die Eingaben an den Regierungsrat des Kanton Aargau gestellt.
Nach der ersten Nationalratswahl 1851, nach dem neuen Wahlgesetz waren es die Linken, die, die meisten Mandate sicherten. Und 1852 wurde in die Aargauer Verfassung revidiert was den Bürgern mehr Rechte brachte. Am 1. Juli 1853 wurde die Schweizerische Nordostbahn gegründet, die später die Bahnlinie Eglisau nach Koblenz realisierte, Eröffnung der Strecke war am 1. August 1876. Zur selben Zeit wurde in Basel auch die Schweizerische Centralbahn gegründet, zusammen mit der Bözbergbahn und der Nordost Bahn wurde bis 1892 die Bahnstrecke Stein-Säckingen nach Koblenz gebaut.
Ab 1854 regelte das Bundesgesetz das Telegraphenwesen. 1857 ist nach fünfjähriger Bauzeit das Bundeshaus in Bern fertiggestellt. Erst 1859 werden die Söldnerdienste per Gesetz in der Schweiz verboten. Am 3. Februar 1860 wurde das Büro für Statistik per Bundesgesetz gegründet, damals lebten 2.5 Mio. Menschen in der Schweiz. Am 9. Februar 1863 gründete Henri Dunant das spätere „rote Kreuz“. Im Mai 1864 wurde mit dem Bau der Bahnhofsstrasse in Zürich begonnen und am 14. Juli 1865 besteigt die Seilschaft mit Edward Whymper zum ersten Mal das Matterhorn. Am 14. Januar nimmt das Stimmvolk der Schweiz die Niederlassungsfreiheit der Juden in der ganzen Schweiz an.
Für Leibstadt ist es dann der 3. Mai 1866, heute hat der Regierungsrat des Kantons Aargau die Vereinigung der Gemeinden Unter- und Oberleibstadt in eine Ortsbürger- und eine Zivilgemeinde gutgeheissen. Nun ist Leibstadt ab dem 1. August 1866 eine Gemeinde: LEIBSTADT.
Das Fest.
Die Musikgesellschaft Leibstadt spielt auf und die zahlreich erschienen Gäste vertaten sich an den vielen Fressständen, es war eine illustre Menge, die da auf den ersten grossen Festakt der 150 Jahr Feier warteten.
Daniel Muntwyler, der OK Präsident begrüsse danach die Anwesenden und gab erstmals einen kleinen Überblick über den kommenden Abend. Jonas Märki Bezirksschullehrer war dann der Moderator des heutigen Abends.
Auf dem Schulhausareal hatten sich in der Zwischenzeit auch die Politiker und Wirtschaftsführer eingefunden. Regierungsrat Dr. Urs Hofmann konnte man unter den vielen Anwesenden, wie auch Nationalrat Hans Jörg Knecht und den deutschen Martin Kistler Landrat des Landkreis Waldshut ausmachen. Der oberste Chef des Kernkraftwerk Leibstadt Dr. Andreas Pfeiffer war ebenso anwesend wie René Soland GL AEW Energie AG. Gemeindeammänner und Gemeinderäte aus der näheren Umgebung liessen sich auch vom Zauber des Abends begeistern.
Der Männerchor und die Musikgesellschaft Leibstadt gaben den musikalischen Rahmen. Mit dem Löibschtler- March, einer Uhraufführung glänzte dann die Musikgesellschaft, doch auch der Männerchor trumpfte mit einem fast vergessenem Leibstadt Lied auf. Die Einweihung des „Bänkliweg“ stand nun noch an, ein Themenweg der die 150 Jahre neue Leibstadter Geschichte näher bringt. Erstmals wurden die kreativen Geister des Bänkliweg geehrt und danach liess OK Präsident Daniel Muntwyler das Bänkli Nr. 14 traditionell für alle 15 Bänkli enthüllen.
Gegen neunzehn Uhr bat dann der Moderator Jonas Märki die geladenen Gäste zum Gala-Abend.
Der Gala-Abend in der Bernowa Halle.
In der geschmückte Bernowa Halle, die abgedunkelt war und so einen festlichen Tatsch gab hatten sich alle Geladenen an ihren festgelegten Tischen gesetzt als sich wieder OK-Präsident Daniel Muntwyler zum Wort meldete. Nochmals begrüsste er all die Gäste und bat danach Gemeindeammann Christian Burger ans Rednerpult.
Bei all den Festrednern, ging das Thema um die 150 Jahr-Feier, sei es Regierungsrat Dr. Urs Hofmann und Nationalrat Hansjörg Knecht. Mehr über das 100 jährige der Elektra Leibstadt ging es dann beim Präsident Oskar Kalt und dem Chef der GL, AEW Energie AG, René Soland, sie berichteten mehr über den Strom, der vor hundert Jahren in Leibstadt Einzug gehalten hatte.
Ein bombastischer Abend stand vor uns, der in keiner Weise abfiel, Klamauk mit den „The Williams Entertainment“ und dem Bauchredner Roli Berner rundeten den gelungenen Abend ab.