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Thrombose, was machen gegen einer Reisethrombose
Die Gefahr, während oder nach einer langen Reise an einer lebensgefährlichen venösen Thromboembolie (VTE) zu erkranken, ist nicht zu unterschätzen. Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose sind eingeschränkte Mobilität, Flüssigkeitsmangel und Hypoxie (Sauerstoffmangel).
Unter dem Begriff „Thrombose“ versteht man den Verschluss einer Körpervene durch eine Blutgerinsel (Thrombus). Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen betroffen, man spricht dann von einer tiefen Venenthrombose. Ein Blutgerinsel kann das Blutgefäss verstopfen und so den Blutfluss vermindern oder das Blutgefäss sogar vollständig verschliessen.
Der Blutfluss in den venösen Gefässen der unteren Extremitäten (Beine) ist in sitzender Position um 2/3 reduziert. Der verringerte Luftdruck und eine relative Hypoxie in der Flugzeugkabine führen zu einer reduzierten fibrinolytischen Aktivität gefolgt von einem verminderten venösen Blutfluss.
Es gibt verschiedene Faktoren, die eine tiefe Venenthrombose verursachen können, sogenannte Risikofaktoren:
- Höheres Lebensalter
- Zu wenig Bewegung z.B. durch Bettlägerigkeit, langes Sitzen, Gipsverband
- Rauchen
- Übergewicht
- Gefässveränderungen und -verletzungen bei Knochenbrüchen oder Prellungen
- Veränderte Blutzusammensetzung z.B. durch Hormonpräparate, Antibabypille
- Tumorerkrankungen
- Bestimmte Erbkrankheiten
Weitere Risikofaktoren zur Entstehung einer Thrombosebildung sind frühere Venenthrombosen oder Lungenembolien, chronische Herzerkrankungen bekannt.
Die Symptome einer tiefen Venenthrombose können so schwach oder unspezifisch sein. Betroffene fühlen häufig eine Schwere oder ein Spannungsgefühl im Bein. Ebenso kann ein Druckschmerz an der Wade und/oder am Oberschenkel auftreten sowie beim Gehen- oder auch spontan- ein Fusssohlenschmerz. Im Verlauf können auch Schwellungen, Überwärmungen auftreten. Bleiben die Symptome unbehandelt, können Schwierigkeiten beim Atem und auch Schmerzen in der Brust auftreten, welche Zeichen einer Lungenembolie bedeuten können. Das ist eine absolute Notfallsituation, welche sofort ärztlich untersucht und behandelt werden muss.
Bei hohem Thromboserisiko ist eine zusätzliche medikamentöse Vorbeugung z.B. durch die Gabe eines niedermolekularen Heparins oder ein oraler Blutverdünner (ca. zwei Stunden vor Antritt einer fünfstündigen oder längeren Reise bei gleichzeitig eingeschränkter Mobilität) sinnvoll.
Hier gilt als Prophylaxe für jedermann oder jede Frau: bewegen und trinken (nicht Alkohol!).
Auf längeren Flug- oder Busreisen sollte man zur Vorbeugung einer Thrombose Reisestrümpfe oder Stützstrümpfe tragen.
Nicht zu Unterschätzen: Regelmässiger Sport ist auch hier eine wirkungsvolle vorbeugende Massnahme. Bleiben Sie aktiv!