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Erbgang
Die Erben werden unmittelbar mit dem Tod des Erblassers Eigentümer sämtlicher Grundstücke (Art. 560 Abs. 1 ZGB). Verfügungsmacht über die betreffenden Grundstücke erhalten sie aber erst, wenn sie im Grundbuch als Eigentümer eingetragen sind (Art. 656 Abs 2 ZGB). Dafür ist dem Grundbuchamt eine Erbbescheinigung im Original einzureichen (Art. 65 Abs. 1 lit. a GBV).
Erbteilung
Es gibt drei Arten von Erbteilungsverträgen:
Auflösung der Erbengemeinschaft:
Im Rahmen einer vollständigen Erbteilung wird der ganze Nachlass aufgeteilt.
Subjektiv-partielle Erbteilung:
Ein Erbe oder mehrere Erben werden abgefunden und scheiden aus der Erbengemeinschaft aus. Die verbleibenden Erben bilden weiterhin eine Erbengemeinschaft.
Objektiv-partiellen Erbteilung:
Sämtliche Erben verbleiben in der Erbengemeinschaft, sie teilen aber bereits einen Teil des Nachlasses unter sich auf.
In allen drei Fällen sind dem Grundbuchamt ein schriftlicher Erbteilungsvertrag mit einer Grundbuchanmeldung einzureichen. Erbteilungsverträge müssen nicht öffentlich beurkundet werden, selbst wenn darin Rechte begründet werden, für die die öffentliche Beurkundung vorgeschrieben ist (Wohnrecht, Nutzniessung, Pfandrecht, Stockwerkeigentum).