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Dänemark geht auf die totale Eliminierung von Babys mit Downsyndrom zu. Gerade mal 4 Kinder, bei denen vor der Geburt das Downsyndrom festgestellt wurde, kamen dort 2016 zur Welt. Diese Zahlen stammen vom dänischen Botschafter in Irland, Carsten Søndergaard. In Dänemark können Babys auch nach der 12. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, wenn man bei ihnen ernsthafte Behinderungen, darunter Trisomie 21, diagnostiziert.
Seit 2004 wird in Dänemark allen schwangeren Frauen eine Untersuchung zur Feststellung des Downsyndroms angeboten. Die Zahl der Abtreibungen von Kindern mit Downsyndrom ist danach laut einem Bericht der dänischen Zeitung The Copenhagen Post dramatisch gestiegen: So lag 2014 die Abtreibungsrate bei 98 % der Kinder, bei denen die Anomalie vor der Geburt festgestellt wurde.
2015 kam sogar nur ein Kind, bei dem man die Trisomie 21 vor der Geburt diagnostiziert hatte, zur Welt. 143 betroffene Kinder erlebten ihre Geburt nicht.
In Island liegt die Rate der Abtreibungen von Kindern mit Downsyndrom bei nahezu 100 Prozent. Hoch ist sie nach einem Bericht des Medienunternehmens CBS auch in Großbritannien (90 %). Manche vermuten, dass auch in den USA die Rate bei 90 % liegt. Die amerikanische Regierung führt allerdings keine detaillierte Statistik über Abtreibung. Auch in der Schweiz kommen immer weniger Menschen mit Downsyndrom auf die Welt. Wie viele Frauen wegen einer Anomalie abtreiben, geht aus der Statistik aber nicht hervor.
Zum Glück geht es auch anders. In den USA haben Bundesstaaten begonnen, Gesetze zum Schutz ungeborener Kinder mit Behinderungen zu erlassen. Den Anfang machte 2013 North Dakota mit dem Verbot von Abtreibung wegen genetischen Anomalien wie dem Downsyndrom. 2016 folgte Indiana. Am 23. Dezember 2017 hat der Gouverneur von Ohio, John Kasich, ein striktes Verbot von Abtreibungen bei Downsyndrom unterzeichnet. Das Gesetz tritt anfangs April 2018 in Kraft.