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Monokulturen sind gefährlich und weniger produktiv
Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (1)
Wer glaubt, grosse Monokultur-Landwirtschaftsbetriebe seien besonders produktiv, liegt falsch. Kleinbauern sind klar produktiver.
(Red./cm) Miguel A. Altieri ist Professor der Agrarökologie an der University of California in Berkeley und Autor zahlreicher Artikel und Bücher über Agrarökologie. Darüber hinaus hilft er, Programme für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika und anderen Regionen der Welt mit der UNO und mit engagierten NGO’s zu koordinieren und zu fördern.
Globale Kräfte fordern die Entwicklungsländer heraus, sich selbst ernähren zu können. Viele Länder richten ihre Wirtschaft ökonomisch auf eine kompetitive, exportorientierte Landwirtschaft aus, basierend auf Monokulturen. Man mag argumentieren, dass die landwirtschaftlichen Exporte von Soja aus Brasilien einen beachtlichen Anteil der Wirtschaftsleistung erbringen und so harte Devisen in das Land bringen, um damit andere Güter importieren zu können. Aber diese Art der industriellen Landwirtschaft schafft verschiedene, ökonomische, ökologische und soziale Probleme, wie etwa negativen Einfluss auf die Gesundheit, der Integrität von Ökosystemen, Lebensmittelqualität. In vielen Fällen wird dadurch auch die traditionelle ländliche Existenz durch die beschleunigte Verschuldung von Tausenden Bauern bedroht.
Der wachsende Schub zur industriellen Landwirtschaft und die Globalisierung – mit der Ausrichtung auf den Export der Ernten, auf den Einsatz transgener Pflanzen und der raschen Ausdehnung von Biokraftstoff-Pflanzen (Zuckerrohr, Mais, Soja, Palmöl, Eukalyptus, etc.) – gestalten die Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung weltweit um, mit einem Potential schwerer ökonomischer, sozialer und ökologischer Auswirkungen und Risiken. Und diese Umgestaltung findet mitten in einem sich ändernden Klima statt, das grosse und weitreichende Effekte auf den Ernteertrag ausübt, besonders in den tropischen Regionen der Entwicklungsländer. Die Gefahren sind insbesondere zunehmende Überflutung tieferliegender Regionen, häufigere und heftigere Dürren in Halbtrockengebieten und exzessive Hitzewellen. Alle diese Gefahren können die landwirtschaftliche Produktion limitieren.
Die negativen Folgen überwiegen
Weltweit hat sich die sogenannte Grüne Revolution, trotz Erhöhung der Erträge, als nicht nachhaltig erwiesen, da sie die Umwelt zerstört, einen dramatischen Verlust an Biodiversität nach sich zieht, weil dabei traditionelles Wissen verlorengeht und reiche Bauern zwar profitieren, aber viele arme Bauern noch weiter in die Verschuldung getrieben werden (1). Die institutionenübergreifende «Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika» (AGRA) scheint geradezu programmiert dazu zu sein, die tragischen Fehler zu wiederholen, die düngerabhängige Wundersamen bereits angerichtet haben, und – wie schon in Lateinamerika und Asien – die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Investitionen und patentgeschützten Pflanzenvarietäten, die sich arme Bauern gar nicht leisten können, zu fördern. Als Beispiel: Im letzten Jahr stiegen die Kosten für Dünger um rund 270 Prozent und damit auch die Abhängigkeit von Entwicklungshilfe (2).
Im Angesicht dieser globalen Trends haben in den vergangenen 20 Jahren Konzepte der Nahrungsmittelsouveränität und ökologisch basierten Produktionsweise viel Beachtung gefunden. Neue Herangehensweisen und Technologien, die die Erkenntnisse moderner agrarökologischer Forschung mit dem einheimischen Know-how der Systeme kombinieren, deren Spitze tausende Bauern, NGO’s so wie einige wenige Regierungen und akademische Einrichtungen anführen, haben bewiesen, dass die Ernährungssicherheit zunimmt und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen, Biodiversität und der Boden und das Wasser in hunderten ländlichen Gemeinschaften in verschiedenen Regionen geschont werden (3). Die Wissenschaft der Agrarökologie – die Anwendung ökologischer Konzepte und Prinzipien zur Gestaltung und Organisation von nachhaltigen landwirtschaftlichen Ökosystemen – bietet einen guten Rahmen zur Beurteilung komplexer Agrarökosysteme. Dieser Ansatz basiert auf der Verbesserung des Lebensraumes sowohl über dem wie auch im Boden, um durch Förderung nützlicher Organismen und durch Bekämpfung von Schädlingen (Kräutern, Insekten, Krankheiten und Fadenwürmern), starke und gesunde Pflanzen hervorzubringen (4).
Das lokale Know-how darf nicht verloren gehen
Über Jahrhunderte hat sich die Landwirtschaft in sich entwickelnden Ländern auf das gestützt, was an lokalen Ressourcen wie Land und Wasser, aber auch an lokalen Varietäten und an einheimischem Wissen, vorhanden war. Dies nährte biologisch und genetisch unterschiedliche, robuste und widerstandsfähige Kleinfarmen, die sich an schnell wechselnde Bedingungen wie sich änderndes Klima, Schädlinge und Krankheiten anpassten (5). Das Fortbestehen von Millionen von Hektaren traditionell bewirtschaftetem Land durch erhöhte Felder, Terrassen, Mischkulturen, Agroforst-Systemen, etc. dokumentieren den Erfolg einer einheimischen Landwirtschaftsstrategie und führen zur Anerkennung der Kreativität traditioneller Bauern. Dieser Mikrokosmos einer traditionellen Landwirtschaft bietet ein vielversprechendes Modell auch für andere Bereiche an, weil er die Biodiversität fördert, ohne Agrochemikalien gedeiht und durch das ganze Jahr Ertrag abwirft. Neue Formen der Landwirtschaft müssen ökologischer, biodiverser, lokal, nachhaltig und sozial gerecht sein. Sie müssen verwurzelt sein in einem ökologischen Grundprinzip der traditionellen bäuerlichen Kleinstrukturen, stellvertretend für seit langem etablierte Beispiele erfolgreicher lokaler Gemeinschaften. Solche Systeme haben grosse Teile der Welt über hunderte Jahre ernährt und sie ernähren noch immer Menschen in vielen Teilen unseres Planeten (6).
Glücklicherweise existieren in den meisten ländlichen Gebieten der Dritten Welt immer noch Tausende von kleinen traditionellen Farmen. Die Produktivität und Nachhaltigkeit solcher Agrarökosysteme kann mit Hilfe von agrarökologischen Ansätzen sogar noch optimiert werden. So können sie die Basis der Nahrungsmittelsouveränität werden, definiert als das Recht jeden Landes oder Region, die Kapazität zur Produktion von Grundnahrungsmitteln und der kulturellen Diversität zu erhalten und weiterzuentwickeln. Das aufkommende Konzept der Nahrungsmittelsouveränität betont den Zugang der Bauern zu Land, Saatgut und Wasser. Es fokussiert weiter auf lokale Autonomie, lokale Märkte, lokale Produktions-Verbrauchs-Kreisläufe, Energie, sowie technische Souveränität und ein Netzwerk zwischen den Bauern.
Kleinbauern als Schlüssel zur regionalen Ernährungssicherheit
In Lateinamerika gab es in den späten 1980er-Jahren rund 16 Millionen bäuerliche Produktionseinheiten, die an die 60,5 Millionen Hektaren – oder also 34,5 Prozent des kultivierten Landes – unterhielten. Die bäuerliche Bevölkerung liegt bei 75 Millionen Menschen, zwei Drittel der ländlichen Bevölkerung Lateinamerikas repräsentierend. Obwohl die durchschnittliche Grösse dieser Farmen bei nur 1,8 Hektaren liegt, ist der Beitrag an die Nahrungsmittelversorgung der jeweiligen Region signifikant. Diese kleinen Produktionseinheiten sind die Basis für 41 Prozent des landwirtschaftlichen Ertrages für die heimische Nahrungsmittelversorgung und für die regionale Produktion von 51 Prozent von Mais, 77 Prozent von Bohnen und 61 Prozent von Kartoffeln (7). Der Beitrag der Kleinbauern an die Ernährungssicherheit ist heute so entscheidend wie schon vor 25 Jahren.
Afrika hat etwa 33 Millionen Kleinbauern-Betriebe, die so 80 Prozent aller bäuerlichen Betriebe auf diesem Kontinent repräsentieren. Die Mehrheit der afrikanischen Bauern (viele von ihnen sind Bäuerinnen) sind Kleinbauern und zwei Drittel von ihnen haben weniger als zwei Hektaren Ackerland zur Verfügung und nur 10 Prozent haben mehr als 10 Hektaren. Die meisten Kleinbauern arbeiten mit geringen Ressourcen aus der Region und moderatem externem Input. Geringe Resourcenverbrauchs-Landwirtschaft produziert den Grossteil an Getreide und Hülsenfrüchten und an praktisch allen Wurzel- und Knollengemüsen und Wegerichgewächsen. Die meisten Grundnahrungsmittel werden von Kleinbauern produziert, praktisch ohne oder nur mit wenig Dünger und kaum mit verbessertem Saatgut (8). Die Situation hat sich allerdings in den letzten zwei Jahrzehnten verändert und die Nahrungsmittelproduktion pro Einwohner hat in Afrika sogar abgenommen. Früher selbstversorgend mit Getreide, muss Afrika nun Millionen von Tonnen importieren, um die Lücke zu füllen.
In Asien sind es die chinesischen Kleinbauern, die weltweit fast die Hälfte aller Kleinbauern ausmachen (auf 193 Millionen Hektaren), gefolgt von Indien mit 23 Prozent, Indonesien, Bangladesch und Vietnam. Die Mehrheit der mehr als 200 Millionen Reisbauern, die in Asien leben, kultivieren ihren Reis auf weniger als zwei Hektaren. In China gibt es – geschätzt – rund 75 Millionen Reisbauern, die immer noch die selben Anbaumethoden benutzen, wie vor mehr als tausend Jahren. Lokale Kultursorten, die meistens auf Hochebenen und/oder auf nicht bewässertem Land angepflanzt werden, machen den Grossteil der asiatischen Reisproduktion von Kleinbauern aus (9).
Kleine Bauernhöfe sind produktiver und konservieren mehr Ressourcen
Obwohl die landläufige Meinung die ist, dass kleine Bauernhöfe rückständig und unproduktiv sind, zeigt die Forschung das Gegenteil: dass kleine Bauernhöfe viel produktiver sind als grosse, wenn man die Gesamtproduktion betrachtet und nicht nur den Ertrag einer einzelnen Sorte. Der traditionelle Anbau von Mais in Mexiko und Guatemala bringt einen Ertrag von etwa zwei Tonnen pro Hektar. Dies entspricht 4‘321'000 Kalorien und reicht aus, um eine typische fünf- bis siebenköpfige Familie ein Jahr lang zu ernähren. In den 1950er-Jahren wurden in Mexiko auf den Chinampas (künstliche Inselbeete in Seen und Sümpfen) Maiserträge von etwa 3,5 bis 6,3 Tonnen pro Hektar erzielt. Dies waren damals die grössten Erträge in ganz Mexiko. Zum Vergleich erreichte die Maisproduktion in den USA 1955 nur 2,5 Tonnen pro Hektar und erreichte erst 1965 die 4-Tonnen-pro-Hektar-Marke (10).
Jede noch genutzte Chinampa produziert immer noch genug Nahrung für 15 bis 20 Personen auf einem modernen Existenzniveau pro Jahr.
Traditionelle Systeme mit Mehrfachernten liefern bis zu 20 Prozent der globalen Lebensmittelversorgung. Polykulturen repräsentieren mindestens 80 Prozent der kultivierten Flächen Afrikas, und auch in Lateinamerika werden die meisten Grundnahrungsmittel in Polykulturen angebaut. Diese diversifizierten Anbausysteme, in denen Kleinbauern Getreide, Früchte, Gemüse und Futtermittel anbauen und auf demselben Land Tiere halten, übertreffen die Erträge von grossflächigen Monokulturen mit zum Beispiel Weizen. Ein grosser Bauernhof mag zwar mehr Mais pro Hektar produzieren als ein kleiner, bei dem Mais nur ein Teil seiner Polykultur ist, die auch Bohnen, Kürbisse, Kartoffeln und Futtermittel enthält. Die Produktivität aber bezüglich aller erntbarer Produkte pro Anbaufläche in Polykulturen von Kleinbauern ist bei gleichem Aufwand grösser als bei Monokulturen. Mit Polykulturen kann ein Erntevorteil von 20 bis 60 Prozent erzielt werden, weil sie weniger anfällig sind auf Unkräuter (die nicht wachsen können, weil der Boden bereits mit anderen Pflanzen bedeckt ist), und auf Insekten und Krankheiten (weil verschiedene Arten angepflanzt werden), und weil sie auch die vorhandenen Ressourcen wie Wasser, Licht und Nährstoffe effizienter nutzen (11).
Durch das intensivere Bewirtschaften von weniger Fläche sind Kleinbauern in der Lage, mehr Profit pro Produkteinheit und somit auch einen besseren Gesamtertrag zu erzielen, auch wenn die Produktion pro Erzeugnis kleiner ist (12). Beim Gesamtertrag produziert ein diversifizierter Bauernbetrieb viel mehr Nahrung. In den USA erwirtschafteten die kleinsten Betriebe mit 2 Hektaren 15‘104 US-Dollar pro Hektare und einen Gewinn von etwa 2‘902 US-Dollar pro Hektare. Die grössten Betriebe mit durchschnittlich 15‘580 Hektaren ergaben einen Ertrag von 249 US-Dollar pro Hektare und einen Gewinn von rund 52 US-Dollar pro Hektare. Kleine und mittlere Bauernhöfe erzielen nicht nur grössere Erträge als die konventionellen Grossbetriebe, sie machen dies auch mit viel weniger negativem Einfluss auf die Umwelt. Die Forschung zeigt, dass Kleinbauern mehr Sorge zu den natürlichen Ressourcen tragen, Bodenerosion vermeiden und die Biodiversität erhalten. Ein wichtiger Grund des besseren Einkommens von Kleinbauern pro Hektare ist die Tatsache, dass diese Kleinbauern oft Zwischenhändler umgehen und ihre Waren direkt den Konsumenten, Restaurants und auf Märkten verkaufen. Tendenziell können sie für ihre lokalen und meist biologischen Produkte auch einen höheren Preis verlangen.
Das umgekehrte Verhältnis zwischen Bauernhofgrösse und Ertrag lässt sich durch die effizientere Verwendung von Land, Wasser und Biodiversität durch die Kleinbauern erklären. In Bezug auf Aufwand und Ertrag ginge es also der Gesellschaft mit Kleinbauern wesentlich besser. Der Aufbau von starken ländlichen Wirtschaftsformen im globalen Süden basierend auf produktiven Kleinbauernhöfen würde den Leuten im Süden erlauben, bei ihrer Familie auf dem Land zu bleiben. Das würde die Auswanderungswelle in die Slums der Städte, die nicht genügend Arbeit bieten (und auch die Auswanderung nach Europa und in die USA, Red.), stoppen. Während die Weltbevölkerung weiter wächst, könnte die Landumverteilung zum zentralen Punkt zur Ernährung der Welt werden, vor allem wenn sich die grossflächige Landwirtschaft durch den Anbau von Getreide für «Biotreibstoffe» [sic] dem «Füttern» von Autos widmet.
Kleine Bauernhöfe als Schutzgebiete der Agrarbiodiversität
Traditionelle Kleinbauern tendieren dazu, viele verschiedene Kultursorten anzubauen. Viele dieser Pflanzen sind Landrassen und genetisch heterogener als die modernen Varietäten und wachsen durch Saatgut, das über Generationen weitergegeben wurde. Diese Landrassen bieten eine bessere Verteidigung gegen Schadenanfälligkeit und verbessern die Erntesicherheit inmitten von Krankheiten, Ungeziefer, Dürren und anderen Belastungen (13).
In einer weltweiten Untersuchung über die Sortenvielfalt, die 27 verschiedene Feldfrüchte betrachtete, fanden die Forscher heraus, dass die genetische Vielfalt, vor allem bei den Grundnahrungsmitteln, weiterhin durch traditionelle Bauernhöfe aufrecht erhalten werden. In den meisten Fällen sichern sich die Kleinbauern durch die Diversität vor künftigen Veränderungen der Umwelt oder veränderter sozialer und ökonomischer Nachfrage ab.
Viele Wissenschaftler sind zum Schluss gekommen, dass die Sortenvielfalt die Produktivität erhöht und Unterschiede im Ertrag reduziert. Das Eindringen transgener Feldfrüchte in die Zentren der Diversität birgt die Gefahr, dass Eigenschaften, die für heimische Bauern wichtig sind (Dürreresistenz, Konkurrenzfähigkeit, Ertrag in Mischkulturen, Lagerfähigkeit, etc.) ausgetauscht werden durch transgene Eigenschaften (z.B. Resistenz gegen Herbizide), die für den Bauern, der nicht mit Agrarchemikalien arbeitet, ohne Nutzen sind (14). Bei diesem Szenario erhöht sich das Risiko und den Bauern droht die Gefahr, dass sie die Fähigkeit verlieren, bei wechselnden Bedingungen mit einem Minimum an äusserem Input relativ stabile Ernten einzufahren. Die sozialen Auswirkungen von lokalen Ernteausfällen, verursacht durch die Veränderung der genetischen Integrität lokaler Varietäten durch genetische Verschmutzung, können an den Rändern der Entwicklungsländer beachtlich sein.
Es ist entscheidend, dass wir Gebiete von kleinbäuerlichen Landwirtschaften vor der Kontamination durch GMO-Pflanzen schützen (GMO = Genetically Modified Organism, genetisch veränderte Organismen). Pools genetischer Vielfalt, die geographisch isoliert und vor Fremdbefruchtung und genetischer Verunreinigung geschützt sind, zu erhalten, bilden Inseln intakter genetischer Ressourcen, die als Schutz dienen vor dem potentiellen ökologischen Versagen der «Zweiten Grünen Revolution», die durch Programme wie Gates Rockefeller AGRA in Afrika auferlegt werden. Diese genetischen Schutzinseln werden auch als Quelle für das einzige GMO-freie Saatgut dienen, um die Bio-Bauernbetriebe im Norden wieder zu besiedeln, die zwangsläufig durch die Ausbreitung der transgenen Landwirtschaft kontaminiert werden. Die Kleinbauern und indigenen Gemeinschaften im globalen Süden können – mit der Hilfe von Wissenschatlern und NGOs – weitermachen als Schöpfer und Bewahrer der biologischen und genetischen Diversität, die die Ernährungskultur auf dem ganzen Planeten bereichert.
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Red. In einem zweiten Teil zeigt Prof. Altieri auf, dass die Kleinbauern nicht nur produktiver sind, sondern auch zur Erhaltung der Biodiversität einen eminent wichtigen Beitrag leisten.
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Die Übersetzung dieses Beitrags aus dem Englischen besorgte Stephan Klee. Herzlichen Dank!
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FUSSNOTEN:
1 ↩ P. M. Rosset, Food Is Different (New York: Zed Books, 2006).
2 ↩ C. Rosenzweig and D. Hillel, Climate Change and the Global Harvest (New York: Oxford University Press, 2008).
3 ↩ J. Pretty, J. I. L. Morrison, and R. E. Hine, “Reducing Food Poverty by Increasing Agricultural Sustainability in Developing Countries,” Agriculture, Ecosystems and Environment 95 (2003): 217-34.
4 ↩ S. R. Gliessman, Agroecology (Ann Arbor: Ann Arbor Press, 1998); M. A. Altieri, Agroecology: The Science of Sustainable Agriculture (Boulder: Westview Press, 1995); M. A. Altieri and C. I. Nicholls, Biodiversity and Pest Management in Agroecosystems (New York: Haworth Press, 2005).
5 ↩ W. M. Denevan, “Prehistoric Agricultural Methods as Models for Sustainability,” Advanced Plant Pathology 11 (1995): 21-43.
6 ↩ M. A. Altieri, “Linking Ecologists and Traditional Farmers in the Search for Sustainable Agriculture,” Frontiers in Ecology and the Environment 2 (2004): 35-42.
7 ↩ E. Ortega, Peasant Agriculture in Latin America (Joint ECLAC/FAO Agriculture Division, Santiago, 1986).
8 ↩ W. K. Asenso-Okyere and G.Benneh, Sustainable Food Security in West Africa (Dordrecht, Netherlands: Kluwer Academic Publishers, 1997).
9 ↩ L. Hanks, Rice and Man: Agricultural Ecology in Southeast Asia (Honolulu: University of Hawaii Press, 1992).
10 ↩ W. T. Sanders, Tierra y Agua (Harvard University PhD dissertation, 1957).
11 ↩ C. A. Francis, Multiple Cropping Systems (New York: MacMillan, 1986).
12 ↩ P. Rosset, “Small is Bountiful,” The Ecologist 29 (1999): 207.
13 ↩ D. L. Clawson, “Harvest Security and Intraspecific Diversity in Traditional Tropical Agriculture.” Economic Botany 39 (1985): 56-67.
14 ↩ C. F. Jordan, “Genetic Engineering, the Farm Crisis and World Hunger,” BioScience 52 (2001): 523-29.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
Miguel A. Altieri ist Professor der Agrarökologie an der University of California in Berkeley und Autor zahlreicher Artikel und Bücher über Agrarökologie. Darüber hinaus hilft er, Programme für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika und anderen Regionen der Welt mit der UNO und mit engagierten NGO’s zu koordinieren und zu fördern.
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