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Einen Titel für Artikel über die jeweiligen Unisys-Quartalszahlen zu finden, stellte in den letzten 15 Monaten eine ziemliche Herausforderung für uns IT-Journalisten dar: Jedesmal mussten wir eine neue Variante für "Unisys macht Verlust" finden.
Damit wissen sie bereits, dass es für Unisys auch im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust absetzte. Dieses Mal resultierten aus einem Umsatz von 1,39 Milliarden Dollar ein Nettoverlust von 27,9 Millionen Dollar. Das ist etwas weniger als vor einem Jahr, als der Verlust noch 46,8 Millionen Dollar betrug. Sondereinnahmen aus dem Verkauf eines Unternehmensteils und Sonderausgaben für die vor einem halben Jahr beschlossene Streichung von 3600 Stellen
hielten sich dabei ungefähr die Waage. Zusätzlich positiv zu Buche schlug allerdings eine Kürzung der Pensionsansprüche für US-Angestellte, durch die Unisys 45 Millionen Dollar weniger ausgeben musste.
Trotzdem zog President und CEO Joseph W. McGrath, der 2006 als "Zwischenjahr" betrachtet, eine teilweise positive Bilanz des abgelaufenen Quartals. Unisys habe die Kostensenkungsmassnahmen und die damit einhergehende strategische Neuausrichtung
– Fokussierung auf Grosskunden und weniger Geschäftsfelder – umgesetzt, um Unisys für ein profitables Wachstum im Zeitraum 2007 und 2008 zu repositionieren. Zu den Highlights des Quartals zählt Unisys unter anderem auch die erfolgreiche Neuverhandlung der Bedingungen eines Outsourcing Joint Ventures (Check-Verarbeitung für einige britische Banken).
Der Geschäftsgang bei Services und im Hardwaregeschäft verlief für Unisys gegenläufig. Bei den Services stieg der Auftragseingang im zweistelligen bereich und auch der Umsatz und die Margen stiegen. Im "Technologie"-Bereich (Server) hingegen sanken Umsatz und Margen "signifikant". (hjm)