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Château d'Aiguilhe
Dies ist nur eines von mehreren erstklassigen Weingütern Stephan von Neippergs, und seine lange Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als es einem Feudalherrn als maison forte und den Rittern vom Templerorden als Komturei diente (nach mündlichen Überlieferungen soll sich noch früher eine gallisch-römische Villa an dieser Stelle befunden haben). Der Name des Château leitet sich von dem Wort l’aiguille für “Nadel” ab, denn es steht auf einem Fels, der sich schroff aus dem Boden erhebt. In seiner langen, bewegten Vergangenheit war es in vielen Kriegsjahren immer wieder zwischen der Zugehörigkeit zur englischen oder französischen Seite hin- und hergerissen. Als es in der Region wieder ruhiger wurde, erschloss sich das Château Exportmärkte für seine Weine, insbesondere in Nordeuropa. Das ursprüngliche Bauwerk fiel im 20. Jahrhundert einem Brand zu Opfer, doch verschiedene Nebengebäude bilden noch immer einen malerischen Blickfang in den Weinbergen. Stephan von Neipperg kaufte das Gut im Dezember 1998, und obwohl die Weinberge in den Côtes de Castillon liegen, widmet er sich ihnen mit derselben Hingabe wie Canon La Gaffelière oder La Mondotte.