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Ar 454
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Ar 454
1951-1968
0.3 m
Die Sozialistische Arbeiterkonferenz (SAK), gegründet am 17. Juni 1951, verstand sich selbst als „eine von SP und PdA unabhängige politische Arbeiterorganisation, deren Mitglieder mehrheitlich gewerkschaftlich organisiert sind“. An der Gründung der SAK war die Proletarische Aktion der Schweiz massgeblich beteiligt. Aus der SAK ging 1952 der Sozialistische Arbeiterbund (SAB) hervor. Auch der SAB verstand sich nicht als Partei, sondern als Sammlungsorganisation der nichtreformistischen und nichtstalinistischen Linken. Er lancierte in den 1950ern zwei kantonale Mindestlohninitiativen sowie eidgenössische Initiativen gegen die Atombewaffnung, welche an der Urne beachtliche Erfolge erzielten. Der SAB gab von 1952 bis 1969 zusammen mit der Proletarischen Aktion die Zeitung ‚Das Arbeiterwort’ heraus. Langjähriger Redaktor war Heinrich Buchbinder. In den letzten Jahren fungierte Jost von Steiger als Herausgeber. Die ursprüngliche Absicht, auf der Grundlage des Arbeiterbundes eine Partei zu bilden, konnte nicht verwirklicht werden, da es mit der Rekrutierung von Mitgliedern haperte. Zu den bekannteren Exponenten des SAB gehörten, neben Heinrich Buchbinder und Jost von Steiger, Max Arnold, Max Winiger und Pfarrer Kobet.
Der Archivbestand stammt aus dem Nachlass von Jost von Steiger und gelangte am 30.04.2007 ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Übernahme wurde von Jürg von Steiger betreut.
Vorhanden sind Protokolle, Korrespondenzen und Drucksachen von SAK und SAB, Akten der Ortsgruppe Zürich des SAB und Unterlagen zur Zeitschrift „Das Arbeiterwort“.
Einzelne Mehrfachexemplare wurden kassiert.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Die Bearbeitung erfolgte im Mai und Juni 2007 durch Urs Kälin und Marzell Küttel.