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Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg (Deutschland) ehrt damit Prof. Günter Rager für seine herausragenden interdisziplinären Arbeiten. Darin zeigt er einerseits, dass die neurowissenschaftlichen Befunde nicht notwendigerweise naturalistisch und reduktionistisch interpretiert werden müssen, sondern im Einklang stehen mit unserem lebensweltlichen und philosophischen Verständnis von der menschlichen Person.
Embryo – ein menschliches Wesen von der Befruchtung an
Andererseits legt er mit seinen embryologischen Analysen klar, dass der Embryo von der Fertilisation an als menschliches Individuum anzusehen ist und ihm deshalb Würde und Recht auf Schutz seines Lebens zukommen. Positionen, die einen späteren Beginn des individuellen Lebens behaupten, können laut Prof. Rager nicht überzeugen, wie die Universität Freiburg in einer Mitteilung schreibt.
Ehrenvolle Berufungen
Die wissenschaftliche Tätigkeit von Günter Rager fand Anerkennung durch die Berufung in zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und Gremien. Von 1983 bis 1986 war er Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Anatomie, Histologie und Embryologie, seit 1998 ist er Direktor des Instituts der Görresgesellschaft für Interdisziplinäre Forschung. Weitere Mitgliedschaften bestehen im Senat der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, in der Académie Internationale de Philosophie des Sciences, bis vor kurzem in der Schweizerischen Medizinischen Interfakultätskommission sowie in mehreren Fachgesellschaften. Im Jahre 2003 wurde Günter Rager in das Kuratorium der Universität Bonn berufen.