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Aktuell
Vollmilchkonsum bremst das Fortschreiten der Herzgefässverkalkung
Eine US-amerikanische Langzeitbeobachtungsstudie an 5273 Teilnehmern mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund (Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis; MESA-Study) hat nach 12 Jahren Beobachtungszeit den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Vollmilch und dem Fortschreiten einer Herzgefässverkalkung überprüft. Dazu war der koronare Kalzium-Score nach Agatston bei den Probanden einmal bei Aufnahme in die Studie und ein zweites Mal am Ende der Beobachtungszeit ermittelt und der Vergleich gezogen worden. Bestimmt wurde der Agatston-Score mittels Multidetektor-Computertomografie (MDCT). Nach Adjustierung hinsichtlich zahlreicher möglicher Einflussfaktoren zeigte sich, dass das Risiko eines Fortschreitens der Gefässverkalkung bei regelmässigem Vollmilchkonsum signifikant gesenkt war (OR = 0,765; 95% KI 0,600–0,977; P = 0,032). Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Normalgewichtigen und bei Teilnehmenden unter 64 Jahre. Analysen zum möglichen Wirkmechanismus ergaben, dass der Konsum von Capronsäure, eine für das Milchfett typische, kurzkettige gesättigte Fettsäure, zu einem erheblichen Anteil den präventiven Effekt erklärt. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass gesättigte Fettsäuren und die entsprechenden Lebensmittel neu und differenziert eingeschätzt werden müssen.