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Das beantragte Forschungsvorhaben stellt ein Teilprojekt im Working Package V (Driver behaviour studies in real traffic conditions) der COST Aktion 352 dar. Es steht im Zusammenhang mit mehreren Forschungsvorhaben, die das Ziel verfolgen, die Einflüsse verschiedener In-Vehicle-Information-Systems (IVIS) auf das individuelle Fahrverhalten zu erkennen und zu quantifizieren, um damit Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit gesamthaft zu beurteilen.
Durch eine Synthese der Ergebnisse der verschiedenen Forschungsprojekte des WP V lassen sich - zusammen mit Forschungsergebnissen bereits abgeschlossener Untersuchungen - Gesamtbeurteilungen hinsichtlich Verbesserungen bzw. Defiziten der individuellen Verkehrssicherheit vornehmen. Damit können Empfehlungen zur Verwendung der bereits serienmässig in verschiedenen Fahrzeugen vorhandenen Fahrerassistenzsysteme für die Fahrzeuglenker abgeleitet bzw. formuliert werden. Die Koordination und Abstimmung sämtlicher "Driver behaviour studies" erfolgt im Working Package III der COST Aktion 352.
Zur Abschätzung des Einflusses moderner In-Vehicle-Information-Systems (IVIS) auf die Verkehrssicherheit sind Versuchsfahrten im realen Verkehrsablauf mit einer nach verschiedenen demographischen Gesichtspunkten ausgewählten Gruppe von Versuchspersonen vorgesehen. Dabei wird eine Teststrecke je nach Versuchsanordnung entweder MIT oder OHNE IVIS-Unterstützung befahren, wobei einerseits das kontinuierliche Geschwindigkeitsprofil und andererseits Fahrsituationen, die sich an der Grenze der Gefährlichkeit bewegen, aufgezeichnet werden. Als Fahrzeug gelangt ein mit Zielführungssystem, Abstandswarngerät und Freisprechanlage (Mobiltelefon) ausgerüsteter Personenwagen zum Einsatz, der über zusätzliche Sensorik und entsprechenden Möglichkeiten zur Datenaufzeichnung verfügt.
Durch eine Gegenüberstellung von Versuchsfahrten MIT und OHNE IVIS-Unterstützung sollen allfällige Unterschiede bzgl. Geschwindigkeitsverhalten, Abstandsverhalten und Aufmerksamkeitsbeanspruchung aufgezeigt und hinsichtlich allfälliger Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit beurteilt werden. Eine klare Abgrenzung sämtlicher äusserer und versuchsbedingter Einflüsse wird aufgrund der eingeschränkten Anzahl an Testfahrten nicht möglich sein. Dennoch würden sich allfällige Unterschiede anhand von gemittelten Verläufen zumindest relativ quantifizieren lassen und somit Aussagen über eventuell vorhandene Gefahrenpotentiale oder Sicherheitsgewinne zulassen.
Psychologisches Institut, Universität Zürich
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