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Brustkrebs Vorsorge, Behandlung, Operation
Wegen dem allgemein hohen Risiko von Brustkrebs (jede 10. Frau in der Schweiz) sollten alle Veränderungen in der Brust ernst genommen werden und entsprechend abgeklärt werden.
BRUSTKREBS - WANN IST EINE KONTROLLE NÖTIG?
Melden Sie sich zu einer Kontrolle:
- wenn Sie einen Knoten feststellen
- wenn Sie Schmerzen haben, insbesondere einseitig und unabhängig vom Menstruationszyklus
- bei Ausfluss aus der Brustwarze
- bei Rötung
- wenn Sie Knoten unter der Achselhöhle haben
- bei Einziehungen
MAMMOGRAPHIE-SCREENING
In der Schweiz wird aktuell für 50- bis 70jährige Frauen alle zwei Jahre eine Mammographie empfohlen (im Kanton Zürich ist dies noch nicht flächendeckend organisiert). Pro Jahr erkranken in der Schweiz gut 5000 Frauen an Brustkrebs, und 1300 sterben daran. Im Durchschnitt wird jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. In der Schweiz das Brust-Screening mittels Mammographie nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Von 1000 Frauen, die 10 Jahre lang an diesem Vorsorgeprogramm teilnehmen
- wird bei 30 in der Mammographie ein Brustkrebs entdeckt;
- werden 2 dank Mammographie früher operiert und vom Brustkrebs geheilt;
- sterben 6 trotzdem an Brustkrebs;
- wird bei 200 eine gutartige Veränderung entdeckt, die abgeklärt werden muss (was zu Verunsicherung und Angst führen kann);
- stirbt 1 Frau an Brustkrebs, der in der Mammographie nicht entdeckt wurde. (Quelle: NZZ 7.1.2009)
Aufgrund dieser Zahlen kann jede Frau für sich selbst entscheiden, ob sie regelmässig zur Mammographie will.
BRUSTSELBSTUNTERSUCHUNG BRUSTKREBS
1. Schritt: Zu Beginn jeder Untersuchung steht die Betrachtung der Brust vor dem Spiegel mit anliegenden Armen. Achten Sie hierbei auf Veränderungen der Grösse, Form, Brusthaut, sowie Einziehungen, Vorwölbungen und Veränderungen der Brustwarzen. Wiederholen Sie anschliessend die Betrachtung Ihrer Brust mit über dem Kopf verschränkten Armen.
2. Schritt: Tasten Sie im Stehen Ihre Brust mit allen Fingern der flach aufliegenden Hand ab – die rechte Brust mit der linken Hand und die linke Brust mit der rechten Hand.
3. Schritt: Beginnen Sie die Tastuntersuchung am besten auf der Innenseite der Brust und setzen Sie diese zur Aussenseite hinfort. Im Normalfall findet sich dabei im oberen äusseren Drittel der Brust dichteres Gewebe.
4. Schritt: Gesondert untersucht wird das Gewebe hinter der Brustwarze und die Brustwarze mit dem Warzenhof. Drücken Sie jede Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger aus. Erscheint Flüssigkeit, so achten Sie auf Farbe und Beschaffenheit und teilen Sie diese Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin mit.
5. Schritt: Die Selbstuntersuchung wird mit dem Abtasten beider Achselhöhlen abgeschlossen. Achten Sie dabei auf Knotenbildung. Tastbare Lymphknoten sind in der Regel nichts aussergewöhnliches, wichtig ist aber, Veränderungen zu erkennen.
Wiederholen Sie das Abtasten der Brust im Liegen, gelegentlich können erst bei diesem Untersuchungsgang Veränderungen festgestellt werden.
BRUSTKREBS OPERATION
Man schätzt, dass 10 bis 15 Prozent aller Frauen an Endometriose leiden. Das Ausmass der Endometriose geht aber nicht parallel mit den Symptomen - manche Frauen spüren ihre Endometriose gar nicht, andere wiederum haben frühzeitig intensive Schmerzen oder leiden an unerfülltem Kinderwunsch.
ZEITGEMÄSSES VORGEHEN BEI BRUSTKREBS-VERDACHT
Wurde mittels Tasten, Ultraschall oder Mammographie ein verdächtiger Knoten ermittelt, wird mit einer Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie (Bild unten) eine Gewebeprobe entnommen. Dies erfolgt in örtlicher Betäubung in der Praxis und gibt eine klare Information über die Art des Knotens.
Ist der Knoten als bösartig einzustufen, wird die Operation geplant. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann die sogenannten Wächterlymphknoten (Sentinel)-Operation durchgeführt werden. Dabei wird neben dem Knoten («A» im Bild oben rechts) lediglich der erste Lymphknoten im Lymphabfluss («B») ermittelt und entfernt, womit die komplette Lymphknotenentfernung in der Achselhöhle überflüssig wird, sofern dieser nicht befallen ist.
WIE WEITER NACH EINER BRUSTKREBSOPERATION
Die Untersuchungsresultate werden zusammen mit einem Spezialistenteam, dem sogenannten «Tumorboard», besprochen. Gynäkologe, Tumorspezialist (Onkologe), Röntgenspezialist (Radiologe), Gewebespezialist (Pathologe) und Bestrahlungsspezialist tauschen neue Erkenntnisse aus und legen für jede Patientin ein massgeschneidertes Vorgehen fest.
INDIVIDUELLE RISIKOBERECHNUNG BEI BRUSTKREBS
Eine computerunterstützte Risikoberechnung ist auf der englischsprachigen Seite des amerikanischen National Cancer Institute verfügbar. Dies sollte zusammen mit Ihrem Arzt durchgeführt werden.
GUTARTIGE BRUSTVERÄNDERUNGEN: CYSTEN, FIBROADENOME
Zysten, die Beschwerden verursachen oder eine Grösse von drei und mehr Centimetern erreichen, werden mit Vorteil unter Ultraschall-Führung abgesaugt (Ultraschall-gesteuerte Feinnadelpunktion). Fibroadenome werden regelmässig kontrolliert oder operativ entfernt; die Entscheidung zur Operation wird je nach der individuellen Situation getroffen.