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Laut einer Umfrage bei in China tätigen EU-Firmen führe der Konflikt zu "erheblichen Störungen der globalen Lieferketten". Der Handelsstreit habe ernsthafte Folgen für Unternehmen, die weder chinesisch noch amerikanisch seien. Etwa die Hälfte der befragten Mitglieder gab demnach an, negative Auswirkungen durch den Streit zu fürchten.
Zwar seien die von den USA verhängten Strafzölle eindeutig der falsche Weg. Die zugrundeliegende Kritik des Weissen Hauses werde aber in vielen Punkten durchaus geteilt. So führte die Kammer in ihrem Positionspapier aus, dass EU-Firmen in der Volksrepublik trotz grosser Reformversprechen noch immer systematisch benachteiligt würden.
Die Frage, ob für ausländische Firmen in China gerechter Wettbewerb herrsche, müsse ganz klar mit "Nein" beantwortet werden. Langwierige und intransparente Verwaltungsverfahren, die unvorhersehbare Durchsetzung von Vorschriften und subventionierte staatliche Firmen mit Monopolstellung würden ein Geschäftsumfeld schaffen, das nichts mit den versprochen Reformen zu tun habe.
Der von den USA angezettelte Handelskonflikt sei dennoch kontraproduktiv. Statt sich auf die Öffnung seiner Wirtschaft zu konzentrieren, würde China nun Massnahmen ergreifen, um heimische Unternehmen vor den Auswirkungen der Zölle zu schützen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag in seinem bisher grössten Schlag im Handelsstreit die Hälfte aller Warenimporte aus China mit Sonderzöllen belegt. Den bisher verhängten Sonderzöllen auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar werden am 24. September Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar folgen, kündigte die US-Regierung in Washington an./jpt/DP/zb
(AWP)