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Der Bundesrat will die 22 umstrittenen Gripen-Kampfflugzeuge erst in zwei Jahren kaufen. Zur Finanzierung soll ausserdem ein Fonds geschaffen werden.
Veröffentlicht am 25.04.2012
Der Bundesrat will den Kauf von 22 Kampfflugzeugen um zwei Jahre verschieben, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte.
Grund für die Verschiebung ist, dass der Bundesrat die Flugzeuge nicht kaufen will, bevor Schweden sie beschafft. Mit einer gleichzeitigen Beschaffung könnten bei der Herstellung und der Abwicklung Synergien geschaffen werden, schreibt das VBS. Der Nachteil sei eine rund zwei Jahre spätere Auslieferung der Flugzeuge.
Am Kostendach von maximal 3,1 Milliarden Franken ändert sich laut der Mitteilung nichts. Der Bundesrat will aber den Ausgabenplafond nicht wie vom Parlament verlangt auf 5 Milliarden, sondern lediglich auf 4,7 Milliarden Franken erhöhen. Dies ab 2015.
Für die Finanzierung der Flugzeuge will er einen Fonds schaffen mit einer jährlichen Alimentierung von 300 Millionen Franken. Dieser soll aus dem Ausgabenplafond der Armee gespiesen werden. Das Parlament hatte sich gegen eine Spezialfinanzierung ausgesprochen.