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CrMo Stahl ist ein Vergütungsstahl, der häufig für Bauteile mit hohen Belastungen eingesetzt wird. Typischerweise werden Nahtlose CrMo-Rohre im Fahrradbau, im Motorsport und in der Luftfahrt für den Bau von Rahmen, Fahrgestellen und Überrollkäfigen verwendet.
Bezeichnungen
Im Fahhradrahmebau wird meistens die Legierung 25CrMo4 verwendet. Dieses Material mit der Werkstoffnummer 1.7218 wird nach der amerikanischen Norm ANSI auch mit 4130 bezeichnet.
Chemische Zusammensetzung
In 25CrMo4 Rohren sind folgende Legierungsanteile enthalten:
C: 0,22 - 0,29 %
Cr: 0,9 - 1,2 %
Mn: 0,6 - 0,9 %
Mo: 0,15 - 0,3 %
P: max. 0,025 %
S: max. 0,035 %
Si: max. 0,4 %
CrMo Stahlrohre lassen sich gut Schweissen und Biegen, durch den höheren Chromanteil bleibt das Material beständig gegen Überhitzung. Dadurch behält es seine Eigenschaften beim Löten und Schweissen. Die Rohre weisen eine Streckgrenze (Yield Strength)von 800MPa und eine Zugfestigkeit (Ultimate Tensile Strength)von 900MPa auf. Mit anderen Worten, das Material lässt sich in der Längsache mit einem Zug von 800Mpa belasten, bevor es sich plastisch verformt. Schliesslich reisst es bei einer Zugkraft von 900Mpa. Die Bruchdehnung, ein spezifischer Werkstoffkennwert, der die Verformungsfähigkeit eines Werkstoffs im plastischen Bereich bis zum Bruch kennzeichnet, beträgt 12%.
Diese hervorragenden mechanischen Eigenschaften erlauben es Rahmenrohre mit Wandstärken von 0,5 bis 0,7mm eizusetzen um damit leichte und trotzdem robuste Fahrradrahmen zu konstruieren. Aufgrund der relativ hohen Elastizität, absorbieren Velorahmen aus Stahl schläge und vibrationen besser als Rahmen aus Aluminium oder Carbon. Für ultraleichte Stahlrahmen von Sporträdern werden zum Teil höher legierte und vergütete Stähle wie etwa Omnichrom eingesetzt.