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14. Juni 1919.
Studierenden, der die einschlägige Literatur, insbesondere das Werk von Weiß-Wiki kennt, nur Wiederholungen gcbracht. Im Wettbewerb begegnet man der Firma bisweilen im pennsylvanischen Hüttenbezirk. Ich habe von den übrigen Fabriken keineswegs sämtliche Erzeugnisse beschrieben, sondern vorwiegend die, welche den vielseitigen Anforderungen der neuzeitlichen Dampfkraftanlagen Rechnung tragen, oder Bestrebungen in dieser Richtung zeigen.
In bezug auf die betonte Hochwertigkeit der Luftpumpe mit Weißschem Druckausgleich möchte ich nochmals auf die Arbeit des Hrn. Dr.-Ing. W. Heilemann: Beitrag zur Kenntnis des Wirkungsgrades trockner Luftkompressoren, Z. 1908 Nr 6 vom 8. Februar, hinweisen, deren Ergebnisse von der Praxis bestätigt werden.
Daß Worthington, Wheeler und andere noch immer Trockenluftpumpen mit Weißschem Druckausgleich neben ihren andern Modellen bauen, liegt nicht an der mangelnden Erkenntnis der Erbauer, sondern an den Forderungen der Kunden und Ingenieurfirmen, die vielfach starr am guten Alten festhalten, ohne das bessere Neue recht zu würdigen Es ist dieselbe Unvollständigkeit technischen Wissens, aus der heraus große Gesellschaften vielfach für Kondensatpumpen zweistufige Zentrifugalpumpen von übergroßen Ausmaßen fordern, während Druckhöhe und Wassermenge dies nicht rechtfertigen und eine erheblich kleinere einstufige Pumpe mit richtig ausgebildeter Saugseite dem Zweck vollkommen Hochachtend genügen würde. Nürnberg. L. Heimann.
deutscher Ingenieure.
Angelegenheiten des Vereines,
Techniker in städtischen Verwaltungen..
Die Vereinigung technischer Vereine Karlsruhes, der unser Karlsruher Bezirksverein und die meisten anderen technischen Vereine Karlsruhes angehören, ist bereits früher für die Hebung der Techniker in der Staats- und Stadtverwaltung eingetreten (s. Z. 1919 S. 323). Sie hat sich unter dem 16. Mai 1919 wiederum mit einer Eingabe an die badische verfassunggebende Nationalversammlung gewandt und darin erneut die Forderung erhoben, den Technikern in den städtischen Verwaltungen Badens endlich die gebührende Stellung zu gewähren. Die Eingabe weist auf die gewaltige Bedeutung des Technikers in der Stadtverwaltung hin. Diese komme in seiner dienstlichen Stellung jedoch nicht zum Ausdruck. Deswegen wird erneut die Forderung erhoben, den Technikern, soweit sie Vorstände technisch-wirtschaftlicher Unternehmungen oder Leiter von Tiefbau- oder Hochbau-Aemtern sind, Sitz und Stimme in den städtischen Körperschaften zu gewähren. Die Verleihung des passiven Wahlrechts an städtische Beamte und damit die Möglichkeit der Wahl zur städtischen Körperschaft zwinge den Techniker, wenn er auf diese Weise in die städtische Körperschaft einziehen wolle, den Weg über die Politik einzuschlagen. Dies entspreche nicht dem Wunsche des Gesetzgebers. Es müssen vielmehr an der Spitze technischer Betriebe_hervorragende Techniker stehen, die das ordnungsmäßige Recht der verantwortungsvollen Mitentschei dung in der städtischen Körperschaft besitzen.
Wenn auch die Verhältnisse in manchen andern Gliedstaaten wie z. B. in Preußen in dieser Beziehung etwas besser als in Baden liegen, so ist doch auch hier noch manches in der angedeuteten Richtung zu tun. Den badischen Technikern wird man einen vollen Erfolg ihrer Bestrebungen wünschen.
Die von der Geschäftstelle veranstalteten bautechnischen Vorträge und Uebungen (vergl. Z. 1919 S. 372), welche seit Ende April d. J. stattfinden, erfreuen sich guten Besuches. Die Teilnehmerzahl der einzelnen Vorträge schwankt zwischen 25 und 70. Begonnen haben bisher die Vortragsfolgen über Statik und Festigkeitslehre, Berechnung und Ausführung von Eisenbetonbauten, Eisen im Hochbau, sparsame Bauweisen und Einführung in die Berechnung der vollwandigen, statisch unbestimmten Systeme. Die Veranstaltung wird aus Kreisen der Bauunternehmer und größerer Baufirmen in dankenswerter Weise durch Uebermittlung ihrer Erfahrungen und Ueberlassung von Vortrags- und Anschauungsmaterial unterstützt. Es ist daher möglich geworden, den neuesten Stand der heutigen Bauweisen in Wort und Bild und an Musterstücken vorzuführen; besonders kommt dies in den Vorträgen über sparsame Bauweisen zum Ausdruck, welche der Reichsverband zur Förderung sparsamer Bauweisen übernommen hat. Mit Rücksicht auf den derzeitigen Stand der Kohlenversorgung und den Mangel an vollwertigen Baustoffen gewinnt vor allem diese Vortragsfolge an Bedeutung. Das Gleiche trifft zu für die Vorträge über neuzeitliche Holzbauweisen, welche demnächst, am 26. Juni, beginnen werden. Es werden dort die neuen Holzbindersysteme von Hetzer, Tuchscherer, Döcker, Ambi, Ibus u. a. m. zur Besprechung gelangen und durch ausgestellte Zeichnungen und Modelle erläutert werden. An die Vorträge schließen sich Aussprachen an. Den ersten Vortrag hat Hr. Geh. Oberbaurat Saran übernommen. Vortragsprogramme und Teilnehmerkarten (Gebühr 6 M) sind bei der Geschäftstelle Abt. O. oder beim Pförtner des Vereinshauses erhältlich.
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eines Werkes Erzeugnisse eines anderen Teiles verbrauchen, deren Selbstkosten bei Ermittlung der eigenen Kosten noch nicht genau feststehen. Das entwickelte und an Hand eines Beispieles erläuterte Verfahren ermöglicht auch in solchen Fällen eine genane Selbstkostenberechnung.
Ein dynamisches werkstattmäßiges Auswuchtverfahren. Von Heymann. Es wird ein neues Verfahren zur Auswuchtung beschrieben, welches mit drei oder mehr Zusatzmassen arbeitet und auf dem Wege der allmählichen Annäherung zum Ziele führt, jedoch den wesentlichen Vorteil besitzt, mit einfachen Hilfsmitteln und in durchaus werkstattmäßiger Weise ausführbar zu sein.
Ueber Hinterschleifwinkel der Spiralbohrerschneiden. Von Friedrich. Nach ausführlicher Darstellung der theoretischen Zusammenhänge und Beschreibung einer automatischen Spiralbohrerschleifmaschine werden die vom Verfasser ausgeführten Versuche besprochen und in ihren Ergebnissen mit den theoretischen Folgerungen verglichen.
Ausbau und Grenzen des Toleranzsystems mit Beispielen aus dem Eisenbahnfahrzeugbau. Von Kienzle. An Hand zahlreicher Beispiele wird gezeigt, daß Toleranzsystem und austauschbare Fertigung auch im Eisenbahnfahrzeugbau ein großes Anwendungsgebiet finden können. Die wirtschaftlichen Grenzen, die der Einführung gezogen sind, werden besprochen.
Es folgt noch ein kleiner Aufsatz von Enger über Anfertigung von Werkstattzeichnungen mit Toleranzmaßen und eine Zuschrift von Ruppert über die Einführung des Einheits wellen-Systems sowie Bü cherschau, Zeitschriftenschau und Patentbericht.
Die Mitteilungen des Normenausschusses der deutschen Industrie, Heft 6, haben folgenden Inhalt:
DI Norm 145. Die Abmessungen der Befestigungsschrauben so wie die der erforderlichen Bohrungen für die Abdrückschrauben zu den Federkeilen sind tabellarisch angegeben.
DI Norm 119, 187, 188 enthalten Entwürfe des Transmissionsausschusses über Hängelager, Winkelarme und Befestigungsschrauben für Stehlager. Letztere sind gleichartig ausgebildet, um die Lager auf Sohlplatten, Winkelarmen und Konsolen befestigen zu können.
DI Norm 231 bis 235. Die Grundlagen für die Morse- und metrischen Kegel, welche für die Abmessungen der Entwürfe maßgebend waren, sind erläutert.
DI Norm 236, 237. Der gleichmäßige Aufbau der T- und V-Nuten für Aufspannplatten ist dargestellt und die Abmessungen angegeben. DI Norm 93 gibt die Abmessungen der Blechsicherung für Schrauben mit Anwendungsbeispielen an.
DI Norm 228. Die Benennungen der Schrauben und Muttern sind nach der Form derselben, nicht nach deren Verwendungszweck einheitlich zusammengestellt. Die Schrauben sind in Einfach-, Doppel- und
Kopfschrauben eingeteilt.
Sitzungsberichte der Ausschüsse über Gewinde. Schrauben, Be'dienungselemente, Keile, Rohrleitungen, Transmissionen, Lagerbuchsen und Schmierringe und Werkzeuge werden bekanntgegeben.
Schlußbericht des früheren Obmannes des Ausschusses für Zahnräder über die bisherige Tätigkeit dieses Ausschusses. Die Richtlinien für die Arbeiten des Ausschusses sind erläutert und das Material liber die verschiedenen Umfragen tabellarisch zusammengestellt.
Werkstoffe. Der Obmann gibt einen Ueberblick, welche Gesichtspunkte für die Bezeichnungen der verschiedenen Werkstoffarten maßgebend sind.
Auslandsnormen. Es wird darauf hingewiesen, daß sich in Amerika die Zahnräderfabriken zur Normung ihrer Erzeugnisse zusammengeschlossen haben.
Die Mitteilungen des Ausschusses für wirtschaftliche Fertigung 1919 Nr. 5 enthalten folgende Aufsätze:
Betrieben.
Wirtschaftliche Fertigung in kleinen und mittleren Hierin schildert Ingenieur Otto Neumann seine Tätigkeit bei den Mitgliedern des Verbandes ostdeutscher Maschinenfabriken. Hr. Neumann ist von diesem Verband angestellt worden, um die Betriebe der Verbandsmitglieder nach neuzeitlichen Gesichtspunkten zu organisieren.
Beachtenswerte Formen der Gemeinschaftsarbeit. Eine Schilderung von Organisationen, die in erster Linie eine Verbesserung und Verbilligung der Produktion anstreben. Zunächst wird der Verband ostdeutscher Maschinenfabriken G. m. b. H. behandelt. Weitere Schilderungen sollen folgen.
Sozialisierung oder Organisierung der Produktion? Von Schulz-Mehrin. Es wird gezeigt, daß die mit der Sozialisierung angestrebte planmäßigere Wirtschaft am besten durch Ausbau der bestehenden Organisationen der Industrie erreicht wird. Der Aufsatz ist eine gekürzte Wiedergabe eines Abschnittes aus der vom Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung herausgegebenen Schrift › Sozialisierung und Räteorganisation als Mittel zur Verbesserung der Gütererzeugung und -verteilung« (Preis 1.45 M).
Redakteur: D. Meyer.
Geschäftsstunden 9 bis 4, Sonnabends 9 bis 1 Uhr.
Selbstverlag des Vereines deutscher Ingenieure, Berlin N.W. 7, Sommerstraße 4a.
Angaben über Bezugspreise, Anzeigenpreise, Nachlleferung nicht angekommener Hefte an Mitglieder usw. am Schluß des redaktionellen Telles.