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offene Fragen, wo Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.
Der ehemalige Hochschuldozent Werner Poehlert, leider schon tot, hat früher erzählt, in den 50iger Jahren wären auf dem Fischmarkt von Hamburg etliche Bachoriginale als Einpackpapier gefunden worden. Leider konnte ich das nie verifizieren. Hat von Euch jemand Infos dazu?
In letzter Zeit wurde bei Anna Magdalena Bach die Urheberschaft der Cellosuiten vermutet. Dabei hieß es unter anderem, etliches aus ihrem Nachlass sei von den Erben damals verbrannt worden. Auch dazu konnte ich keine weiteren Quellen finden. Weiter, Anna Magdalena Bach starb am 27. Februar 1760, zehn Jahre nach ihrem Mann, in Leipzig als „Almosenfrau“. Ist überliefert, ob eins der Kinder sich um sie gekümmert hat?
Irgendwie entstand bei mir der Eindruck, als ob die Nachkommen Bachs aus der Familiengeschichte etwas verschleiern wollten.
In der Fleckeisen Diskussion geht mit Folgerungen man soweit, Carl Philip Emanuel wollte der Aufforderung Forkels biographische Details über Bach zu erfahren in der ersten Aufforderung gar nicht nachkommen.
Bach soll vom Tod seiner ersten Frau Maria Barbara erst erfahren haben bei seiner Rückkehr aus Karlsbad. Jemand schreibt jetzt, sein Fürst Leopold sei schon ein Monat früher als Bach aus Karlsbad zurückgekehrt. Das passt alles nicht zusammen.
Hier werden Dinge über Bach verbreitet, sogar die Bildzeitung schreibt, ohne dass der Leser die Möglichkeit hat diese Folgerungen nachzuvollziehen.
Yo El Mismo antwortete auf das Thema: Historisches
Ja Klaus, nichts Genaues weiss man nicht. Bach war nicht Händel, von dem man sehr viel mehr weiss und heute noch hat(weil er reich war???). Das Ansehen Bachs kurz vor seinem Tod war auch nicht so übermäßig groß. Sehr leider!
Über Anna Magdalenas angebliche Urheberschaft der Cello-Suiten wurde hier schon geschrieben, auch über den unverantwortlichen Umgang Friedemanns mit den Bachschen Autographen (die Söhne waren die Erben der Autographen). Wenn CPhE ihm nicht die meisten Autographen abgekauft hätte (soweit noch vorhanden), wären noch viel mehr verloren gegangen. Die Geschichte zum Hamburger Fischmarkt ist wenig glaubhaft. Wer von Bachs Söhnen hat es denn bis Hamburg geschafft? Es war CPhE. Der gibt doch kein Geld für Originale aus und entsorgt sie anschließend über den Fischmarkt. Ihm war die Bedeutung der Werke seines Vaters sehr wohl bewußt.
Ich weiss nicht mehr genau, wo ich es gelesen habe, aber der Begriff "Almosenfrau" bezeichnete seinerzeit in Leipzig eine von der Stadt finanziell unterstützte Witwe eines ehemaligen Städtischen Angestellten. Die beste Untersuchung zu Anna Magdalena hat m.E. die Uni Leipzig durchgeführt:
research.uni-leipzig.de/agintern/frauen/bach.htm
Klaus Schaaff antwortete auf das Thema: Historisches
Hallo Yo,
Deine vorgeschlagene Webseite von Uni Leipzig, hat meine Vermutung bestätigt. Keines der Kinder hat Anna Magdalena Bach unterstützt. Hier könnte man auf eine Verwerfung innerhalb der Bach Familie schließen, denn einige der Söhne Bachs hätten durchaus Mittel dazu gehabt.
Wie Du sagst, bei Bach weis man sehr wenig und im Verhältnis zu anderen musikalischen Persönlichkeiten dieser Epoche, ist das sehr auffallend. Dazu kennst Du bestimmt auch die Videoreihe unter: