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Die Arbeit «N» beschäftigt sich mit dem agrarökonomischen Zusammenhang, dass die Getreidepreise den Erdgaspreisen folgen. Warum ist das so?
Pflanzen benötigen neben Licht, Luft und Wasser auch Nährstoffe. Ein essentieller Nährstoff für sie ist Stickstoff (N). In der globalen Nahrungsmittelproduktion kommen heute etwa zur Hälfte mineralische Düngemittel zum Einsatz. In diesen ist Stickstoff in Form von Ammoniumnitrat (NH4NO3) enthalten. Ammoniumnitrat entsteht durch die Neutralisation von Ammoniak (NH3) mit Salpetersäure (HNO3). Ammoniak wiederum wird aus Luft (Stickstoff N2 und Sauerstoff O2) und Erdgas (Methan CH4) synthetisiert.
Die Arbeit besteht aus vier an der Wand befestigen und teilweise mit Wasser gefüllten Acrylglasröhren. Die Erste ist mit der Zweiten über eine Pumpe und einen Schlauch verbunden. Die zweite Röhre mit der Dritten und die Dritte mit der Vierten. Die vierte Röhre ist schliesslich mit dem Pflanzengefäss verbunden. In diesem wächst Grass auf einem anorganischen Substrat, welches mit mineralischem Dünger versetzt ist. Die erste Röhre fungiert als Reservoir, die Vierte misst den Wasserstand im Pflanzengefäss. Der Füll-stand der Zweiten repräsentiert den reziproken Gaspreis und der Pegel der Dritten den proportionalen Weizenpreis. Die Börsenkurse werden in Echtzeit von einer bestimmten Website geladen. Die Niveaus passen sich fortlaufen diesen Finanzdaten und dem Verbrauch des Grases an.
Wenn wir uns heute darum bemühen, unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, heisst das auch, dass wir gleichzeitig eine langfristig funktionierende Lösung für die Nahrungsmittelproduktion finden müssen.