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Daniela Zimmermann ist Studentin der Geographie und Ethnologie an der Universität Basel.
Eine schwarze Familie in Südafrika öffnet ihr Heim einer weissen Schülerin aus der Schweiz für ein Jahr. Die tiefen Gräben, die die Rassentrennung hinterlassen hat, sind noch immer spürbar. Doch die Erfahrungen aus der gemeinsamen Zeit zeigen, dass es möglich ist, gegen alle Vorurteile Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.
Daniela Zimmermann erzählt, wie sich das Leben ihrer Gastfamilie durch eigenen Willen und äussere Einflüsse verändert hat:
«Aufgewachsen ist meine Gastmutter unter harschen Bedingungen in Soweto, einem der grössten Townships (Armenviertel für schwarze Arbeiter) Südafrikas. Nach dem Ende der Apartheid hat sie den Schritt, von dem noch heute viele schwarze Südafrikaner träumen, geschafft: Sie fand einen gut bezahlten Job und zog mit ihrer Familie in ein schönes Haus mit Pool in einen wohlhabenden, ehemals für Weisse reservierten Vorort.
Als 2008 die Weltwirtschaft kriselte, verlor sie, wie so viele, ihren Job und zog mit ihrem Mann zurück in ein Township einige Stunden von Johannesburg entfernt. Abermals sah sie sich mit dem schwierigen Leben ihrer Jugend konfrontiert. Mit dem eigenen Schicksal im Hinterkopf, startete sie eine Jugendorganisation, die jungen Menschen verschiedene Aktivitäten bietet. Bald kam eine Kinderkrippe für die vielen vernachlässigten Kinder dazu, um jungen Müttern die Möglichkeit zu bieten, die Schule wieder aufzunehmen oder einem Job nachzugehen. Was als kleines Nebenprojekt gedacht war, wurde zur Lebensaufgabe: LUNGELO.»
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