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July 7, 1989 / erstellt am: October 13, 2008

Grafiker, Plakate, Inspiration
The graphic language of Neville Brody
Durch eine Werbeaktion des Zeitgeist-Magazins TEMPO bin ich auf den Londoner Gestalter Neville Brody aufmerksam geworden. Als Preis gab es ein Original-Swatch-T-Shirt mit einem Design von Neville Brody zu gewinnen, welches ich gerne trug. Obwohl das erste Buch «The graphic language of Neville Brody» von Jon Wzencroft nur in Englisch erschien, war es für mich, wie für viele andere, wegweisend. Dieses Werk wurde angeblich mit insgesamt 120'000 Exemplaren zum meist verkauften Grafik-Design-Buch und steht heute noch in meinem Bücherregal.
Sein spielerischer Umgang mit Wort und Bild und seine neuartigen Typografien faszinierten mich. Ihn als Vorbild zu nennen wäre verfehlt. Aber eine beeinflussende Inspirationsquelle waren seine Arbeiten für mich auf jeden Fall.
Über Neville Brody (Wikipedia):
Brody studierte 1976 bis 1979 am London College of Printing. Danach gestaltete er zahlreiche Plattencover für freie alternative Labels wie Stiff Records, Fetish Records und die experimentelle Gruppe Cabaret Voltaire. 1981 bis 1986 übernahm Brody die Art Direction des Jugend- und Mode-Magazins The Face, in dem er neue revolutionäre Konzepte einführte (mutige typografische Lösungen) und damit den Leser herausforderte, zweimal hinzuschauen. 1986 arbeitete Brody für die Monatszeitung der Labour Partei New Socialist und bezog damit politisch Stellung. 1987 bis 1990 gestaltete er für das englische Magazin Arena. 1988 wurde die Arbeit von Neville Brody in dem Buch The Graphic Language of Neville Brody von Jon Wozencroft veröffentlicht. Dieses Werk ist mit insgesamt 120.000 verkauften Exemplaren das meist verkaufte Grafik-Design-Buch. Ab 1988 arbeitete er unter anderem an den Erscheinungsbildern von Nike, Premiere, ORF und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Neville Brody entwickelte die Schriften Arcadia (1990), Industria (1990), Insignia (1990), Blur (1991), Pop (1991), Gothic (1991), Harlem (1991), Canyou, FF World, Typeface, Tokyo sowie Bonn.
1994 gründete Neville Brody mit seinem Geschäftspartner Fwa Richards Research Studios in London, und Jon Wozencroft veröffentlichte das zweite Buch The Graphic Language of Neville Brody, Vol. 2, das auch auf deutsch erhältlich ist (Die Grafiksprache des Neville Brody, Vol. 2). 2001 folgte eine Filiale von Research Studios in Paris und 2002 in Berlin, eine weitere in New York ist geplant. Eine Schwester von Research Studios heißt Research Publishing und ist für experimentelle Multimedia-Produktionen zuständig. Research Publishing wiederum beschäftigt sich intensiv mit Fuse, einem Forum für experimentelle Typografie und Kommunikation.
Neville Brody gilt als ein radikaler Neuerer der Typographie. Als einer der ersten verwendete er den Computer, dem er sich zuerst verweigert hatte, als gestalterisches Werkzeug. Seine Bekanntheit erlangte er unter anderem dadurch, dass er gezielt alle Regeln der Typographie bis zur Unleserlichkeit brach.
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