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Im Zentrum der Untersuchung steht der Ostpamir, eine Region im Grenzgebiet von Tadschikistan, China und Afghanistan. Aufgrund der strategisch bedeutsamen Lage im Dreiländereck von China, des Britischen Imperiums und der Sowjetunion wurde der Ostpamir mit seiner mehrheitlich kirgisischen und tadschikischen Bevölkerung im Verlaufe des 20. Jahrhunderts zahlreichen Entwicklungs- und Modernisierungsprogrammen unterworfen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes soll untersucht werden, wie die Bevölkerung des Grenzgebietes rund um die Kleinstadt Murgab mit dem sowjetischen Erbe der jüngsten Vergangenheit umgeht und welche lokalen Antworten auf die sich rasch wandelnden sozio-ökonomischen Bedingungen entwickelt werden. Auf der Basis von Interviews, teilnehmender Beobachtung und Archivrecherche wird somit die Frage verfolgt, welche rezenten Konzepte von Modernisierung, Moderne und Modernität auf lokaler Ebene dominieren. Die alltagspraktische Umsetzung solcher Konzepte (im Bereich Handel, Infrastruktur, Staat) erhält dabei ebenso viel Gewicht wie der kulturelle Wissenstransfer im Kontext eines umstrukturierten Grenzregimes (transnationale religiöse Bewegungen, religiöse Topographie, Geschichtsbild, Medien).
Projektteam
M.A. Till Mostowlansky
Prof. Dr. Karénina Kollmar-Paulenz (PL)