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Dem VBS stehen Jahr für Jahr folgende Ressourcen zur Verfügung:
1. 6 Millionen Diensttage, was 27’000 Mannjahren einer Berufsarmee entspricht
2. 4.8 Milliarden Franken für Betrieb und laufende Investitionen
3. ein Immobilienpark im Wert von 25 Milliarden Franken
4. ein Fahrzeug-, Waffen- und Maschinenpark von mehreren Dutzend Milliarden Fr.
Dienstpflichtige und Steuerzahler dürfen verlangen, dass diese Ressourcen optimal einmgesetzt werden, um die militärischen Sicherheitsbedürfnisse der Schweiz zu decken.
Das ist heute nicht der Fall. Ein taugliches Konzept fehlt. Viele Ressourcen werden unkontrolliert in einem ineffizienten Betrieb verschwendet. Nach den Aussagen des Verteidigungsministers fehlt im VBS eine Buchhaltung, mit der der Mitteleinsatz überwacht und gesteuert werden könnte.
Es macht keinen Sinn, die 262 Tage Wehrpflicht in sieben Portionen in grossen Zeitabständen zu absolvieren. Das ist teuer und ineffizient. Es braucht viel Ausbildungspersonal, Material, Fahrzeuge und eine aufgeblähte Administration. Gleichzeitig verschlechtert dieses System progressiv Ausbildung und Einsatzfähigkeit. Im letzten Durchgang wird – wenn er überhaupt stattfindet – in der Regel gar nichts mehr geleistet.
Warum will SVP-Bundesrat Maurer dieses System dennoch weiterführen? Er hat damit auf dem Papier eine grosse Armee mit vielen Brigaden und Generälen. Obwohl diese Truppen nicht ausgerüstet und nicht einsatzfähig sind, kann er damit doch wenigstens auf dem Papier die Wünsche seiner Parteifreunde nach einem möglichst grossen Volksheer und vielen Generälen erfüllen. Das ist der Hauptzweck.
Die von den Steuerzahlern und den Dienstpflichtigen zur Verfügung gestellten Ressourcen sind jedoch nicht dazu da, parteipolitische Fantasien aus dem rechtsnationalen Lager zu erfüllen.
Wenn die 262 Pflicht-Diensttage statt in sieben nur in drei Etappen absolviert würden, stünden zum einen eine einsatzfähige Truppe zur Verfügung, zweitens könnten die Betriebskosten um mindestens einen Drittel abgesenkt werden, was drittens erlauben würde endlich die notwendigen Modernisierungsinvestitionen zu finanzieren.
Viertens kann der Dienst der Soldaten auf die militärischen Notwendigkeiten konzentriert werden. Die heutigen Dienstleistungen bei Schützen- und Schwingerfesten, bei Fussballveranstaltungen, irgendwelchen Konferenzen oder zur Behebung von Personalengpässen in der Bundesverwaltung könnten endlich gestrichen und durch Zivildienstpflichtige ausgeführt werden. Dafür braucht es keine teuer ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten.
Allerdings könnte Herr Maurer dann seiner Partei nur noch einen Bestand von 57’000 Mann ausweisen. Dieser Bestand wäre aber eine reale Grösse. Der heutige Bestand von 140’000 Mann ist demgegenüber eine Fiktion, die ausserhalb der SVP niemand ernst nimmt, die weder finanziert, noch real einsatzfähig ist. www.eugendavid.ch