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Amt für Natur und Umwelt
Uffizi per la natira e l'ambient
Ufficio per la natura e l'ambiente
Immissionsmessungen Luftschadstoffe, Ozon, Feinstaub, KlimaschutzTel. 081 257 29 <email-pii>
AbteilungsleiterTel. 081 257 29 <email-pii>
Änderungen des Klimas zeigen sich auch in der Schweiz. So hat die mittlere jährliche Lufttemperatur seit Beginn des 20. Jahrhunderts um rund 1.6°C angestiegen. Änderungen von Extremereignissen können nicht eindeutig dem Klimawandel zugeordnet werden, da sie grossen natürlichen Schwankungen unterliegen. Die Erwärmung in der Schweiz wird auch in Zukunft fortgesetzt, wobei das Ausmass stark von den zukünftigen Treibhausgasemissionen abhängt. Die klimatischen Veränderungen wirken sich auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus.
Die Erwärmung in der Schweiz ist eindeutig nachweisbar und beträgt seit Beginn der Industrialisierung (1864) ca. 1.6°C. Beim mittleren Niederschlag sind aufgrund der grossen jährlichen Schwankungen bisher kaum Veränderungen feststellbar. Insbesondere im Mittelland zeigt sich eine Tendenz zu mehr Sommer- und Hitzetagen.Die Anzahl Frosttage hat seit den 1960er-Jahren deutlich abgenommen. Die Nullgradgrenze im Winter ist seit den 1960er-Jahren um ca. 300 m gestiegen.
Aufgrund der CH2011-Klimaszenarien sind bis Ende des 21. Jahrhunderts folgende Veränderungen gegenüber den Durchschnittswerten der Periode 1980-2009 zu erwarten:
Temperatur: Die Mitteltemperaturen werden sehr wahrscheinlich in allen Regionen und Jahreszeiten ansteigen. Ohne globale Klimaschutzmassnahmen ist in der Schweiz eine Erwärmung um 2.7°C bis 4.8°C zu erwarten. Mit Interventionsmassnahmen würde sich das Schweizer Klima immer noch erwärmen, jedoch deutlich geringer um 1.2°C bis 1.8°C. Die Temperaturzunahme hat u.a. das Schmelzen von Gletschern und Permafrost zur Folge.
Niederschlag: In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dürften die mittleren Niederschlagsmengen im Sommer wahrscheinlich überall in der Schweiz abnehmen (-18 bis -28 %), Winterniederschläge in der Südschweiz wahrscheinlich zunehmen. Gemäss Modellaussagen können Niederschläge in anderen Regionen und Jahreszeiten zu- oder abnehmen.
Damit ist auch eine Änderung im Charakter von Extremereignissen zu erwarten: Es ist von häufigeren, intensiveren und länger anhaltenden Wärmeperioden und Hitzewellen im Sommer auszugehen, während die Zahl der kalten Wintertage und -nächte vermutlich abnehmen wird.
Projektionen der Häufigkeit und Intensität von Niederschlagsereignissen sind mit grösseren Unsicherheiten behaftet, markante Änderungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Für Hagel und Stürme sind vorerst keine gesicherten Aussagen möglich.