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Johann Mathias Näff (1773-1853) führte ein von seinem Vater begründetes Handelshaus für Leinwandhandel in Altstätten. Dieses Städtchen war Sitz mehrerer Handelshäuser, so der Schachtler, der Custer (später in Rheineck) und anderer, die untereinander auch durch Familienbeziehungen verbunden waren (die Mutter von Johann Mathias war eine gebürtige Schachtler und deren Mutter eine Heer aus dem Handelshaus in Rheineck). Die Bedeutung dieses auf den ersten Blick kleinen Städtchens lag in seiner Stellung am alten Handelsweg von Schwaben und entfernteren Gebieten Deutschlands über die Bündner Pässe nach Italien. Handelsbeziehungen längs dieses Weges kommen darum auch in manchen Heiratsverbindungen zum Ausdruck. So stammte Maria Dalp, die Ehefrau von Johann Mathias Näff, aus einem Kaufleutegeschlecht von Chur.
Altstätten war bis 1798 ein eidgenössisches Untertanengebiet und seine Einwohner darum ausser in ihren engsten Gemeindeanliegen politisch unmündig. Mit der neuen Zeit brach sich unter diesen Bürgern umso mehr der Wille zur politischen Mitwirkung Bahn. Johann Mathias Näff wurde 1826 zum Regierungsrat des neuen Kantons St.Gallen gewählt, doch musste er das Amt gesundheitshalber bald aufgeben. Sein Sohn Wilhelm folgte ihm in der politischen Laufbahn nach, wurde ebenfalls Regierungsrat und dann als bedeutender liberaler Politiker der Ostschweiz 1848 Mitglied des ersten Bundesrates.