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Im 19. Jahrhundert war ein grosser Teil des Reinacher Südhangs mit Reben bestellt. Der gewonnene Wein deckte in erster Linie den Eigenbedarf der einheimischen Bevölkerung: Pro Kopf und Tag gab es im Jahre 1890 0,4 Liter Wein. Nachdem die Reblaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Weinstöcke weitgehend zerstört hatte, entschlossen sich viele Rebbauern, die Reben trotz staatlichen Subventionen nicht mehr zu ersetzen. Stattdessen diente der besonnte Hang in den mageren 1930er Jahren und während des Zweiten Weltkriegs vorwiegend dem Anbau von Gemüse und Obst. Nicht nur die Reinacher, sondern auch Städter aus dem nahen Basel nutzten diese Grundstücke zur Selbstversorgung. Zahlreiche Parzellen wurden an Auswärtige verkauft, welche sie zunächst landwirtschaftlich nutzten, später ein Wochenendhäuschen erstellten und sich schliesslich ganz hier niederliessen. Die so einsetzende Besiedlung des Rebbergs verlief während vieler Jahre keineswegs konfliktfrei.
Das Haus Sunneblick war das erste Gebäude am Rande des Rebhanges. Ein Muttenzer Bauherr liess dieses Chalet vom Zimmermann M. Staudenmaier aus Birsfelden errichten. Das schmucke Haus im Bernerstil zeichnet sich durch sein weit vortretendes Giebeldach mit der Ründe und dem durchlaufenden Balkon aus. Die Strickkonstruktion aus Holz mit Flachschnitzereien liegt auf einem gemauerten Untergeschoss. 1957 erhielt das Haus auf der Rückseite eine sorgfältige Erweiterung um eine Achse.
Baujahr: 1921
Architektur: M. Staudenmaier, Birsfelden
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Chalet Sunneblick
AdresseHinterlindenweg 7, 4153 Reinach
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz