Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03436.jsonl.gz/2393

3 Stufen von Leistung und erforderte Willensanstrengung
A- Der Bereich 1- der automatisierten Leistungen (bis 15 %) erfordert ebenso wie 2- die physiologische Leistungsbereitschaft (15 - 35 %) >> nur geringe bis mittlere Willensanstrengungen.
B.Die Mobilisierung der gewöhnlichen Einsatzreserven (35-65 %) benötigt ausgeprägte Willenskräfte und geht mit einer relativ starken Ermüdung einher.
C- Die autonom geschützten Reserven (65 - 100 %) schließlich sind im allgemeinen nur zugänglich über eine Enthemmung durch Affekte (z.B. Todesangst), Hypnose oder Pharmaka (z.B. Dopingmittel). Hier handelt es sich um Leistungen, die u.U. zur völligen Erschöpfung bzw. zum Tod führen können.
Die Grenze zwischen dem Bereich der gewöhnlichen Einsatzbereitschaft und den autonom geschützten Reserven bezeichnet man als
Mobilisationsschwelle.
Verschiebung Mobilisationsschwelle
Die Mobilisationsschwelle lässt sich unter Motivationsbedingungen und durch entsprechendes Training verschieben, so dass ein hochtrainierter bzw. hochmotivierter Sportler im Vergleich zu einem untrainierten kräftigen Mann mit gleichem Muskelquerschnitt größere Kräfte entwickeln kann.
Ursache mehr Kraft bei gleicher Muskelmasse
Als Ursache hierfür kann u.a. die erhöhte Zahl an gleichzeitig innervierten motorischen Einheiten in der Muskulatur - man spricht von verbesserter intramuskulärer Koordination des Trainierten - angeführt werden. Damit wird auch verständlich, dass unter Hypnosebedingungen der Anstieg der Maximalkraft beim Untrainierten bei etwa 30 %, der bei Trainierten jedoch nur noch bei etwa 10 % liegt: Der Trainierte hat die Mobilisationsschwelle bereits in ausgeprägtem Maße in den Bereich der autonom geschützten Zone hinein verschoben. Für die Beurteilung der jeweiligen Anpassung ist auch die Art der Adaptation von Bedeutung. Man unterscheidet verschiedene Arten der Anpassung
Sportliche Leistungsfähigkeit und Belastungskomponenten
Zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit werden entsprechende Belastungsreize benötigt. Erreicht wird dies über die bereits dargestellte Folgekette: ► Belastung ► Störung der Homöostase ► Anpassung ► erhöhter Funktionszustand. Um jedoch die Belastung der einzelnen Trainingseinheiten in ihrer Summe zu optimieren, bedarf es der Kenntnis der so genannten Belastungskomponenten (Synonym: Belastungsnormative). Sie bestimmen beim sportlichen Training die geleistete Gesamtbelastung in quantitativer und qualitativer Hinsicht und damit die Spezifität des jeweiligen Trainings.
6 Aspekte Trainingsbelastung (3 quantitativ und 3 qualitativ)
1- Reizintensität (Stärke des einzelnen Reizes) 2- Reizdichte (zeitliches Verhältnis von Belastungs- und Erholungsphasen) 3- Reizhäufigkeit bzw. Trainingshäufigkeit (Zahl der Trainingseinheiten pro Tag / Woche) 4- Reizumfang (Gesamtvolumen bzw. -dauer und/ oder -zahl der Reize pro Trainingseinheit) 5- Reizdauer (Einwirkungsdauer eines einzelnen Reizes bzw. einer Reizserie) 6- Reizkomplexität (Komplexität des jeweiligen Reizes) Donnerstag, 16.
Fuer Wirkung des Trainings wichtig
Quantitativ UND Qualitative Aspekte gleichwichtig:
Für die Wirkung des gesetzten Trainingsreizes ist nicht allein der im Training geleistete quantitative Aspekt (Reizdauer, -umfang, -häufigkeit), sondern auch der qualitative (Reizintensität, -dichte, -komplexität) von entscheidender Bedeutung.