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In Schweizer Unternehmen hat sich die Lohnschere im Jahr 2013 weiter geöffnet. Dies zeigt die jährliche Studie zu den Managerlöhnen der Gewerkschaft Travail Suisse. Mit über 1:200 ist der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn bei Nestlé, UBS, Roche, Novartis und Lindt&Sprüngli am grössten. Am besten schneiden Coop, Post, Migros und Ruag mit einem Verhältnis von 1:20 oder tiefer ab (siehe Grafik oben).
Wie das Beispiel UBS zeigt, muss nicht immer der CEO das grösste Gehalt einstreichen. In diesem Fall ist es Andrea Orcel, der Chef der Investmentbank mit 11,4 Millionen Franken.
Bei den Unternehmen am unteren Ende der Rangliste sind die tiefsten Löhne ähnlich hoch wie bei Nestlé, UBS und Roche. Die Schere geht hier aber weniger weit auf, weil die Spitzenlöhne um ein Vielfaches tiefer sind.
In absoluten Zahlen verdient Severin Schwan, CEO von Roche, mit 13,7 Millionen Franken am meisten. Gefolgt von seinem Novartis-Kollegen Joseph Jimenez mit 13,2 Millionen und Nestlé-CEO Paul Bulcke mit 12 Millionen Franken.
2019 betrug das Medianeinkommen von selbstständigen Schweizer Ärztinnen und Ärzten im Jahr netto 162'000 Franken. Wer chirurgische Eingriffe durchführte, hatte 104'000 Franken mehr, Psychiater und Psychiaterinnen 54'000 Franken weniger. Mit 25 Prozent weniger Lohn sind die Frauen die grossen Verliererinnen.