Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/90079

<h2>SubmittedText<h2><p>Bei einem Besuch einer Delegation der SiK-N in Kosovo im Mai 2008 wurde auf der Schweizer Botschaft erklärt, dass jährlich rund 20 000 Visa für Besucher (Tendenz steigend) in die Schweiz ausgestellt werden. Ob allerdings diese Personen wieder nach Kosovo zurückkehren, sei nicht garantiert.</p><p>Was unternimmt die Schweiz, dass die Rückkehr dieser Personen besser überprüft und sichergestellt werden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>2007 wurden in Kosovo an 15 893 Personen Visa für einen bewilligungsfreien Aufenthalt in der Schweiz erteilt (im Monat durchschnittlich 1324 Visa). Bei 4956 Personen wurde das Gesuch von der Schweizer Vertretung oder dem Bundesamt für Migration (BFM) abgelehnt. Von Januar bis August 2008 wurden 10 195 Visa erteilt (monatlich 1274 Visa) und 3480 Visa verweigert, da die rechtlichen Einreisevoraussetzungen nicht erfüllt waren. Von einer steigenden Tendenz kann deshalb nicht die Rede sein.</p><p>In Kosovo ist weiterhin von einem grossen Migrationsrisiko auszugehen. Erscheint aufgrund der Einschätzung der Behörden eine ordnungsgemässe Wiederausreise als nicht gesichert, wird das Visum verweigert. In Zweifelsfällen verlangt das BFM die Rücksendung von Passkopien für den Beleg einer fristgerechten Ausreise oder eine Meldung auf der Schweizer Vertretung in Pristina. Diese Passkopien werden dem BFM regelmässig zugesandt, da die betroffenen Personen wissen, dass sie nur dann die Möglichkeit haben, erneut ein Visum zu beantragen. Besteht der konkrete Verdacht, dass eine Person nicht ausgereist ist, wird zudem beim zuständigen Kanton ein polizeiliches Ermittlungsverfahren verlangt.</p>