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Nur wenige arme Kinder werden von präventiven Angeboten, wie zum Beispiel Früherkennungsuntersuchungen, einem frühen Kita-Beginn, Sport im Verein oder musischer Bildung, erreicht. Darüber hinaus wachsen arme Kinder häufig in einer Umgebung mit hoher Armutskonzentration auf. Oft gehen sie in sozial segregierte Kitas und wohnen in sozial segregierten Quartieren. Dies verstärkt den negativen Einfluss individueller Armut auf die Entwicklung von Kindern zusätzlich.
Die Autoren nennen zwei Ansatzpunkte für präventives Handeln: die Kita und die Förderung sportlicher Aktivitäten. Sowohl der frühe Besuch einer Kita als auch der Besuch einer sozial gemischten Kita wirken positiv auf die Entwicklung von Kindern. Des Weiteren zeigen die Analysen, dass Förderprogramme, die an den Kitas ansetzen, positiv auf die Entwicklung von Kindern wirken: Eine bessere Ressourcenausstattung von "sozialen Brennpunktkitas" wirkt positiv auf die Entwicklung von Kindern, in Familienzentren haben arme Kinder deutlich bessere Sprachkompetenzen. Der zweite Ansatzpunkt für präventives Handeln ist die Förderung sportlicher Aktivität. Sport habe einen eigenständig positiven Effekt auf alle untersuchten Aspekte der Entwicklung der Kinder, einschließlich der Sprachkompetenz. Die Nutzung des Bildungs- und Teilhabepakets könne mehr Kindern den frühen Zugang zum Sport eröffnen. Damit diese Mittel nicht ungenutzt bleiben, sollten Kitas, Schulen, Eltern und Sozialagenturen besser vernetzt werden, um arme Kinder besser zu erreichen.
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