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Zur Geschichte der JMS I
Die Jugendmusikschule in Dornach wurde 1959 von Alois Gschwind mit der Unterstützung der damaligen Behörden (Ammann Dr. Otto Stich) gegründet. Zu Beginn wurde Blockflöten-, Violin- und Klavier-, später auch Cellounterricht angeboten. 1993 durfte die JMS ins teilrenovierte Gebäude einziehen, in welchem während der nächsten 16 Jahre ein Grossteil des Unterrichts stattfinden konnte. Im März 2009 war der Neubau fertiggestellt und die JMS nahm ihn mit Freude in "Besitz". Heute umfasst das Unterrichtsangebot 22 Einzelinstrumente, musikalische Grundausbildung, Kinderchor und diverse Orchester und Ensembles.
In den letzten Jahren sind im Rahmen einer regionalen Erweiterung die Jugendmusikschulen der Gemeinden Gempen (2005) und Hochwald (2013) in unsere JMS integriert worden.
Zur Geschichte der JMS II
Am 28. August 1988 verstarb in Mendrisio – im hohen Alter von 91 Jahren – Lucie Kunz-Vögtli. Frau Kunz war auf der Herrenmatt in Hochwald aufgewachsen. Sie lebte lange Zeit in Dornach, später dann auch auf dem Bruderholz. Schliesslich zog sie in ihre Wahlheimat, das Tessin. Die Verstorbene war mit Dornach in besonderem Masse verbunden. 1980 schenkte sie ihre an der Gempenstrasse gelegene Wohnliegenschaft samt Inventar der Einwohnergemeinde Dornach. Das 8'827 m2 umfassende Areal ist als prächtiger Park gestaltet worden. 1926 wurde ein Einfamilienhaus mit 10 Zimmern und 1956 ein mit 9 Gästezimmern aufweisendes Appartementhaus erstellt. Die Schenkung war mit Auflagen verbunden, welche die Finanzkompetenz des Gemeinderates überstieg. An einer Gemeindeversammlung wurde die Annahme der Schenkung beschlossen.
Auszugsweise sind nachfolgend einige Bestimmungen des Schenkungsvertrages erwähnt:
- Die Einwohnergemeinde Dornach übernimmt die Grundpfandschulden im Betrage von CHF 170'000.00.
- Der Schenkerin wird im 1. Stock ein lebenslängliches und unentgeltliches Wohnrecht eingeräumt.
- Die geschenkten Liegenschaften sollen öffentlichen, gemeinnützigen oder wohltätigen Zwecken (Altersheim) zur Verfügung gestellt werden.
- Die beiden Wohnhäuser sowie der Park sollen erhalten bleiben.
Die Gemeindeversammlung bewilligte am 21. Januar 1980 einen Kredit im Betrage von CHF 60'000.00, um nicht aufschiebbare Reparaturarbeiten ausführen zu können.
Wegen des Zustromes von Flüchtlingen wurde das Hauptgebäude nach dem Ableben von Lucie Kunz Asylsuchenden zur Verfügung gestellt. Das «Gästehaus» wurde der Flüchtlingsfamilie The Van Thieu-Luu vermietet, bis sie sich ein Gewerbehaus mit Betriebswohnungen bauen konnte. Die Liegenschaft wurde daraufhin renoviert, um neu zugewiesene Asylsuchende dort unterbringen zu können.
Im Jahre 1990 traten in der Schulanlage Brühl Raumprobleme auf. Für die Jugendmusikschule wurde nach anderweitigen Lokalitäten gesucht. Im September 1992 beschloss der Gemeinderat, die JMS in die Liegenschaft Gempenstrasse 15 zu verlegen. Die Gemeindeversammlung vom 16. Dezember 1992 bewilligte einen Kredit von CHF 200'000.00 für die Instandstellung und Neumöblierung dieser Liegenschaft. Die Asylbewerber zogen im Sommer 1993 in die neuen Wohncontainer beim Sportplatz Widen und später in das «Gästehaus» um.