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Für die einen ist die Zaunwicke (Vicia sepium L.) ein lästiges Kraut in ihrem Garten; für andere dagegen gilt sie als Futterpflanze mit hohem Futterwert. Auf alle Fälle ist sie ein interessanter und schöner Schmetterlingsblütler!
Blüten und Blütenstände
Bestäubung
Bau der Blätter
Ein Blatt besteht aus 4-8 Paaren von sehr kurz gestielten, elliptisch bis eiförmigen Blättchen. Die Nebenblätter (Stipeln) sind klein. Die ganz jungen Fiederblättchen liegen eng beieinander und sind eingefaltet (conduplikat).
Nebenblattnektarien
Die Nebenblätter sind klein, eiförmig bis pfeilförmig-gezähnt und haben unterseits ein Nektarium, das vor allem von Ameisen besucht wird.
In vielen Fällen vertreiben ja die Nektarprofiteure Pflanzenschädlinge - im Falle der Zaunwicke scheint es aber nicht so zu sein, denn sie wird von vielen Insekten angefressen wie Wicken, die keine solchen Nebenblattnektarien (= extraflorale Nektarien) haben.
Fortpflanzungsstrategien
Befruchtete Samenanlagen entwickeln sich zu "Bohnen". Die Samenanlagen stehen an der Bauchnaht der Hülse. Die reife Hülse ist schwarz, enthält 3-6 Samen, springt explosionsartig auf, rollt sich ein und stösst die Samen aus (= Austrocknungsstreuer). Die Samen bleiben im Boden über 20 Jahre keimfähig.
Mit Hilfe von Bodenausläufern (Spross-Ausläufer) kann sich die Zaunwicke rasch etablieren.
Symbiose