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Arbeitsbiene
Die Honigbienen leben in einem Insekten-Staat. Das Verhalten der Angehoerigen eines Staates wird als eusozial bezeichnet:
– Kooperative Brutpflege durch mehrere Individuen.
– gemeinsame Nahrungsbeschaffung und auch -verteilung.
– Teilung des Verbandes in fruchtbare und unfruchtbare Individuen.
– Zusammenleben mehrerer Generationen.
Die einzelne Biene waere kaum oder nicht ueberlebensfaehig. Die Biene schluepft 21 Tage nach der Eiablage und hat eine Lebensdauer von 30-45 Tagen.
Waehrend ihres kurzen Lebens verrichtet die Arbeitsbiene saemtliche im Bienenvolk anfallenden Taetigkeiten. Bienen, die nach dem September geboren werden („Winterbienen“), muessen während des Winters weniger arbeiten und leben aufgrund groesserer Energiereserven etwa 6 Monate lang.
Fleissig wie eine Biene !
Zurecht existiert diese Aussage, denn eine Biene muss je nach Pflanzenart hunderte, sogar bis zu tausend Blueten pro Flug besuchen, um Ihre Honigblase zu fuellen. An einem Tag bestaeubt somit ein Bienenvolk bis zu 15 Millionen Blueten. Erst nach der Bestaeubung einer Bluete koennen Fruechte wachsen.
Um 1 kg. Honig zu produzieren muss ein Bienenvolk eine Flugleistung erbringen, die der Strecke einmal zum Mond und zurueck entspricht.
Aber nebst der Suche und dem Eintragen von Necktar für die Honigproduktion benoetigt das Bienenvolk desweitern:
– Pollen zur Futteraufbereitung der Jungbrut.
– Wasser zum trinken, sowie fuer die Klimation im Kasten.
– Propolis zum Abdichten ihres Kastens sowie als Antibiotikum zum Schutz gegen Bakterien und als Harz, mit welchem sie Eindringlinge nach deren Ueberwaeltigung einbalsamieren.
Der Bienenstich
Frisch geschluepfte Bienen haben noch kein Gift. Nach 2-3 Tagen beginnen die Giftdruesen Bienengift zu produzieren. 2-3 Wochen alte Bienen besitzen am meisten Gift. Durch eine spezielle Sammeltechnik koennen Bienen groessere Mengen Bienengift sammeln.
Der Bienenstich, und somit auch das Bienengift, verursacht wohl Schmerz, verfuegt aber auch ueber vielfaeltige biologische und heilende Wirkungen.
Nach einem Bienenstich sollte der Stachel mit dem Fingernagel von der Haut abgestreift werden. Nicht mit einer Pincette, denn dadurch wird der am Ende des Stachels liegende Giftsack zusammen gedrueckt und injiziert noch mehr Gift.
Ein Bienenstich ruft eine lokale Entzuendung und eine mehr oder weniger starke Schwellung hervor.
Der Schmerz kann durch Kuehlen gelindert werden.
Eine Gefahr für die Gesundheit besteht erst nach vielen Stichen; es sollen sogar erst mehrere hundert Stiche lebensgefaehrlich sein.
Dagegen kann schon ein einziger Stich im Hals- und Rachenraum lebensbedrohend werden, denn es droht Erstickungsgefahr durch Zuschwellen der Atemwege.
In einem solchen Fall sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden.
Eine besondere Gefaehrdung besteht fuer Menschen, die an einer Insektengiftallergie leiden: Fuer sie kann selbst ein einzelner unbehandelter Stich toedliche Folgen haben. Allergologen schaetzen die Haeufigkeit der Insektengiftallergien ein Prozent der Befoelkerung. Dem Bienengift wurde in der Forschung die groesste Beachtung geschenkt. Das Gift der Bienen findet in der Schulmedizin eine hohe Anerkennung. Es loest Entzuendungen, senkt das Cholesterin, wirkt antirheumatisch und unterstuetzt das Imunsystem. Die Substanz wird in Form von Injektionen aber auch als direkter Bienenstich therapeutisch verwendetoe