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Wir interviewten neun Vertreter/innen der acht ausgewählten Sammlungen, wobei wir die Befragung anhand der Informationen aus den vorangegangenen Erhebungen spezifizieren und akzentuieren konnten.(1) In dieser Phase führten wir die einheitliche Verwendung des Begriffs ‹Artefakt› bzw. ‹Artefakt-Typ› ein. Darunter fassen wir alle Primärdokumente zusammen, die vor und während des Liveacts entstehen (z. B. Skripte, Konzepte), und alle in der Performance verwendeten audiovisuellen Dokumente und Materialien sowie alle Sekundärdokumente wie Fotografien, Videoaufzeichnungen, Texte, Augenzeugenberichte, Relikte etc.. Wir erhielten von den Interviewten Informationen zu laufenden Tätigkeiten und zur Sammlungsgeschichte sowie zur Bedeutung der einzelnen Artefakte und deren Zugänglichkeit. Letztere wird sehr unterschiedlich gehandhabt und reicht von regelmässigen Öffnungszeiten eines geordneten Archivs bis zu losem Material, das in Kisten in privaten Ateliers lagert.
Die Artefakte wurden von allen Interviewten nicht nur für die Vermittlung, sondern auch für die Forschung als relevant gewertet. Deshalb unterstützten sie auch die Forderung nach einer breiteren Zugänglichkeit dieses Materials. In den meisten Fällen fehlen dafür jedoch die notwendigen Mittel. Bis auf drei der befragten Schweizer Sammlungen / Archive operieren alle auf der Basis von Eigeninitiative und ohne finanzielle Unterstützung. Bei den exemplarischen Recherchen in den Sammlungen / Archiven fokussierten wir uns auf folgende Fragen: Inwiefern ist das Material öffentlich sichtbar bzw. zugänglich? Welche Such- und Ordnungskriterien werden angewendet? Wie ist das Material beschriftet? Diese Fragen wurden anhand von zwei exemplarisch ausgewählten Künstler/innen bzw. Performances untersucht.
1 Siehe Namen der Interviewten aus Sammlungen / Archiven und die Interviewfragen unter related documents.