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Das Myom ist ein gutartiger Tumor der Gebärmuttermuskulatur, der in der Regel keine Beschwerden macht. Je nach Grösse und Lokalisation in der Gebärmutterwand können die Myome Blutungsstörungen, Druckbeschwerden und Menstruationsschmerzen verursachen.
Ausschlaggebend, ob überhaupt eine Behandlung von Myomen notwendig ist, ist ob Beschwerden vorliegen oder nicht. Bei der Auswahl der Behandlung spielt dabei nicht nur die Grösse, Lage und Anzahl der Myome eine Rolle, sondern auch das Alter der Betroffenen und ob die Familienplanung bereits abgeschlossen ist oder noch ein Kinderwunsch besteht. Sie können ebenfalls eine negative Rolle bei unerfülltem Kinderwunsch spielen. Nicht jedes Myom muss operiert werden.
Das «Spektrum» der Behandlungsmöglichkeiten reicht von einer rein medikamentösen Symptomkontrolle über die Embolisation der Blutgefässe des Myoms bis hin zu den Gebärmutter-erhaltenden Operationen (hysteroskopische oder laparoskopische Myomektomie). Am Ende des Behandlunsgspektrums ist die Hysterektomie als «radikalste» aber auch als einzige «definitive» Therapie zu verstehen. Diese kommt zum Zug, wenn andere Therapien versagt haben, der Wunsch nach einer definitiven Lösung besteht und der Kinderwunsch abgeschlossen ist.
Da die Myome eine Veranlagung der Gebärmutter sind, muss bei allen gebärmuttererhaltenden Verfahren – egal ob Operation, Embolisation oder Medikamenten – nach 5 Jahren in 15% der Fälle mit einer erneuten Therapie gerechnet werden. Solange eine Frau nicht über die Wechseljahre hinweg ist, können sich Myome wieder bilden.
Um die Beschwerden oder das Wachstum von Myomen abzubremsen, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:
Die medikamentöse Myomtherapie eignet sich für Frauen, die nicht operiert werden können (etwa wegen einer anderen bestehenden Krankheit), sowie zur Operationsvorbereitung, um ein sehr grosses Myom zu verkleinern. Auch Frauen profitieren von der Hormontherapie, wenn sie kurz vor den Wechseljahren stehen, die körpereigene Hormonproduktion also in den nächsten Jahren sowieso abnimmt und damit auch das Myom-Wachstum.
Egal, ob eine Myomembolisation oder eine Ausschälung eines Myomes durch eine Operation vorgenommen wird: Wichtig ist, dass man vor dem Eingriff ein exaktes Bild von der Anzahl, Lage und Grösse der Myome hat. Eine Magnetresonanz-Schnittbildgebung (MRI) vor der diesen Behandlungen kann deshalb unterstützend sein. Dadurch kann nicht nur die ideale Behandlung gewählt werden, sondern z. B. im Falle der Myomembolisation auch das Ansprechen auf die Behandlung abgeschätzt werden.
Wurde bei einem Myom früher manchmal die gesamte Gebärmutter entfernt, gehen Chirurginnen und Chirurgen heute gezielt und schonend vor: Sie schälen den Tumor vorsichtig aus dem Gebärmuttermuskel, der Uterus bleibt damit erhalten. Das ist wichtig für Frauen mit Kinderwunsch. Der operative Eingriff erfolgt möglichst minimalinvasiv, also im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung oder einer Bauchspiegelung. Ein Bauchschnitt ist in der Regel nur noch dann nötig, wenn es sich um mehrere und /-oder sehr grosse Myome handelt. Es gilt zu beachten, dass Myome in über 99% der Fälle gutartig sind. Selten kann der Knoten allerdings bösartige Zellen enthalten. Man spricht dann von einem Sarkom. Eine Myomentfernung in Schlüssellochtechnik erfordert die Zerkleinerung des Myoms im Bauchraum, damit das Gewebe durch die kleinen Schnitte entfernt werden kann. Im seltenen Fall einer bösartigen Erkrankung besteht dabei das Risiko, dass bösartige Zellen im Bauchraum verteilt werden. Dieses Risiko kann durch die Zerkleinerung des Myoms in einem Beutel, welcher in den Bauchraum eingeführt wird, gesenkt werden.
Bei dieser Methode werden über einen Katheter die Blutgefässe, die das Myom versorgen, mit winzigen Kunststoffkügelchen verstopft. Das von der Blutversorgung abgeschnittene Myom stirbt dadurch ab, schrumpft nach und die Beschwerden lassen nach. Das sog. perkutante Katheter-Myomembolisation in den ersten 24h zu Schmerzen führen kann, wird die Intervention während eines Spitalaufenthaltes durchgeführt um eine optimale Schmerztherapie zu ermöglichen. Die starken Periodenblutungen werden zu über 90% normalisiert. Die Myome können nach diesem Eingriff um über 50% in seinem Volumen schrumpfen.
Einschränkungen bei dieser Behandlungsmethode sind, Infektionen im Beckenbereich, Gefässerkrankungen, Allergien gegen in der Radiologie eingesetzten Kontrastmittel. Aber auch bestimmte Lagen der Myome können ein Grund sein, dass diese Behandlung nicht durchgeführt werden kann. Zudem ist bei dieser Behandlungsmethode keine Untersuchung des Gewebes unter dem Mikroskop möglich.
Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.
Montag – Freitag von 7.45 – 16.45 Uhr
Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich