Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/937

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Unzählige Bootsflüchtlinge sind in den letzten Monaten bei der Überfahrt von Nordafrika nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Der Europarat will jetzt Mutmassungen nachgehen, dass Hilferufe der Verzweifelten bewusst ignoriert und die Menschen ihrem Schicksal überlassen wurden.
Nach Schätzungen italienischer Medien sind seit Beginn dieses Jahres mehr als 1500 Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg und Not im Mittelmeer ertrunken. Die niederländische Europaratsabgeordnete Tineke Strik (Sozialdemokraten) soll nach Angaben der Versammlung von Donnerstag in Strassburg untersuchen, wer für die Toten im Mittelmeer verantwortlich ist.
Frontex im Fokus
Sie werde die Praxis nationaler Küstenschutzboote und der EU-Grenzschutzagentur Frontex untersuchen und der parlamentarischen Versammlung Bericht erstatten, sagte Strik.
Aufgeschreckt wurde die Versammlung durch einen Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" vom 8. Mai. Darin hiess es, dass 61 Bootsflüchtlinge aus Libyen auf offener See ertrunken seien, nachdem Militärboote ihre Hilferufe nicht beachtet hatten.
SDA-ATS