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Stephen Storrs und Pamela Bianchini-Storrs gründeten das Weingut Storrs Winery mit der Ernte von 1988. Beide wurden an der UC Davis zu Weinmachern ausgebildet und hatten vor der Gründung ihres eigenen Weinguts für eine Reihe von Weingütern gearbeitet und diese auch beraten, darunter etwa die Domaine Chandon, Felton Empire Vineyards und Almaden. Zu ihren Beratungsaufgaben gehörte auch die Tätigkeit als erste Weinmacher für die neue Scheid Winery in Greenfield und dies während Pamela und Stephen sich in der Anfangsphase ihres eigenen Weinguts befanden.
Von ihrem ersten Jahrgang an konzentrierten sie sich auf die Santa Cruz Mountains - die vom kühlen Klima und vom Meer geprägte Appellation in ihrem Hinterhof. Nachdem sie jahrelang in diesem Gebiet gearbeitet hatten, wussten sie, dass es in Kalifornien keine besseren klimatischen Bedingungen für die klassischen burgundischen Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir gibt als eben hier. Ihr Fokus auf Pinot und Chardonnay wurde durch eine zufällige Reise in das Burgund in den 1980er Jahren weiter geschärft, als Weingüter und Winzer ihnen die Türen öffneten und ihre Liebe zu diesen eher heiklen Rebsorten mit ihnen teilten.
Ihre Hingabe zu diesen beiden erstaunlichen Rebsorten ist mit ihrem Weingut nur noch weitergewachsen. Im Jahr 2001 erfüllten sie sich mit dem Kauf von 25 Hektaren Land im Pleasant Valley District von Corralitos in den Santa Cruz Mountains A.V.A. einen Traum und gründeten 2007 ihren eigenen Weinberg. Im Jahr 2012 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau ihres neuen umweltfreundlichen Weinguts auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, den sie auf ihrem Grundstück entdeckt hatten. Im Jahr 2018 wurden das neue Weingut und der Verkostungsraum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute streben sie weiterhin mit jedem Jahrgang nach Exzellenz und zelebrieren das Terroir ihrer einzigartigen Region in jeder Flasche. Die Integration regenerativer Praktiken zur Verbesserung des Bodens und der Artenvielfalt steht immer auf der Tagesordnung.
Bei einem Besuch im November 2022 äusserten sich Pamela und Stephen in etwa wie folgt....
Als wir das Land in Corralitos im Jahr 2001 kauften, hatten wir ein Neugeborenes im Haus und unsere Jungs waren noch recht jung. In den mehr als 15 Jahren, die wir in den Santa Cruz Mountains gearbeitet hatten, hatten wir viele Freundschaften mit führenden Vertretern der ökologischen Landwirtschaft geschlossen. Diese Faktoren führten dazu, dass der ökologische Landbau die einzige Wahl war, als es darum ging, zu entscheiden, wie wir wirtschaften wollten. Zunächst liessen die durch den jahrhundertelangen Apfelanbau ausgelaugten Böden nur ein spärliches Unkraut wachsen. Also begannen wir, das brachliegende Land mit Mischkulturen zu besäen, um die Unfruchtbarkeit zu bekämpfen und die organische Substanz im Boden zu erhöhen, die für die Ernährung der Reben und die Wasserspeicherung so wichtig ist. Schon bald sprossen Wicken, Bohnen und Hafer aus dem Boden und Regenwürmer tauchten in Hülle und Fülle auf. Wir investierten in einige ungewöhnliche landwirtschaftliche Geräte, die mehr taten als nur den Boden zu bearbeiten. Sie spaten oder gruben die Deckfrucht in jedem Frühjahr doppelt um, um die organische Substanz weiter aufzubauen. Vor der Bepflanzung haben wir in Zusammenarbeit mit dem Natural Resource Conservation Service (NRCS) das Land planiert, um den Abfluss von Regenwasser zu verlangsamen und Erosion so weit wie möglich zu verhindern. Dank dieser Massnahme und eines auf UCSC-Forschungsergebnissen basierenden Grundwasseranreicherungsteichs können wir jeden Tropfen Regen, der auf unser Grundstück fällt, auffangen und in den darunter liegenden Grundwasserspeicher leiten. Ausserdem haben wir nur den Teil unseres Landes eingezäunt, der für den Schutz der Weinreben erforderlich ist, während wir gleichzeitig den Rehen und anderen einheimischen Tieren die Möglichkeit geben, an den Rändern entlang zu wandern. Im Sommer 2007 pflanzten wir schliesslich unsere ersten Rebstöcke. Wir wählten die Klone 4 und 17 für unsere Chardonnay-Pflanzung und die Dijon-Klone: 115, 667, 828; Pommard und 2A (Wädenswil Klon) für unseren Pinot Noir. Unsere Erfahrung mit den Trauben aus dem Pleasant Valley und den Santa Cruz Mountains hatte uns gelehrt, welche Klone am besten gedeihen. Wir wussten auch, dass ein Winzer mit einer durchdachten Mischung von Klonen das Terroir einer Lage im resultierenden Wein wirklich zur Geltung bringen kann. Im Jahr 2011 haben wir eine kleine Herde von Southdown-Schafen zur Unkrautbekämpfung in unseren Weinbergen eingesetzt. Diese fleissigen Schafe haben noch viel mehr getan. Wir haben herausgefunden, dass ihr Beitrag weit über neue Lämmer und Wolle hinausgeht.... der Wiederkäuerdarm eines Schafs enthält eine Mikroflora, die die Artenvielfalt unserer Böden in Form von Bakterien und Mykorrhizen erheblich verbessert. Seitdem wir diese sanftmütigen Tiere zwischen unseren Reben weiden lassen, haben wir festgestellt, dass das Geschmacksprofil der daraus resultierenden Weine komplexer ist und mehr Mineralität und Rückgrat aufweist, als wir erwartet hatten. Eine echte Win-Win-Situation.... Wolldecken und immer aussergewöhnlichere Gutsweine.