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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine neue Lagebeurteilung zur Notwendigkeit eines Vollausbaus Vervollständigung der zweiten Röhre am Lötschberg aus Sicherheitsgründen vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Simplontunnel war infolge des Brandes vom 9. Juni 2011 vier Tage lang gesperrt. Seit Montag, 13. Juni fahren die Züge mit einem Einspurbetrieb wieder durch den Tunnel. Das Verkehren aller vorgesehenen Züge der rollenden Landstrasse (Rola-Züge) ist möglich. Ein Teil des Güterverkehrs wird über den Gotthard geführt. Im Personenverkehr befinden sich Shuttle-Züge zwischen Brig und Domodossola in Betrieb.</p><p>Im Fall eines ähnlichen Ereignisses im Lötschberg-Basistunnel (LBT) wäre die Verfügbarkeit des Lötschberg-Transitkorridors dank der Scheitelstrecke zwischen Frutigen und Brig weiterhin sichergestellt. Diese Strecke ist doppelspurig und als Vier-Meter-Korridor ausgebaut. Sie könnte provisorisch als leistungsfähige Ausweichroute verwendet werden. Der Bundesrat bewertet in der Vernehmlassungsvorlage "Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur" (Fabi) den Ausbau des LBT als prioritär und weist ihn den Vorhaben der ersten Dringlichkeitsstufe zu.</p><p>Die Betriebsbewilligung des LBT wurde erteilt, nachdem die Infrastrukturbetreiberin nachweisen konnte, dass die Evakuierung von Passagieren bei Ereignissen in allen Tunnelabschnitten sichergestellt ist. Grundsätzlich sind die Sicherheitsstandards im LBT dank modernster Ausrüstung (Lüftung, Tunnelüberwachung) höher einzustufen als bei anderen Tunneln in der Schweiz.</p><p>Schliesslich liegt die Verantwortung für die Untersuchung des Brandes im Simplontunnel bei den italienischen Behörden. Die schweizerischen Behörden stehen mit ihren italienischen Ansprechpartnern in Kontakt. Sollten sich sicherheitsrelevante Erkenntnisse aus der Unfalluntersuchung ergeben, würden diese selbstverständlich von den schweizerischen Sicherheitsbehörden geprüft. Gegebenenfalls würden die Sicherheitsvorschriften in Tunneln ergänzt. Der Bundesrat sieht deshalb heute keinen Anlass für eine neue Lagebeurteilung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.