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Schielen
Beim Schielen (Strabismus) schauen beide Augen nicht in die gleiche Richtung, wie das normalerweise der Fall ist, zum Beispiel um ein bestimmtes Objekt zu fixieren. Stattdessen schaut ein Auge oder beide Augen in eine andere Richtung. Dann kann das Gehirn die Bilder nicht mehr richtig zusammensetzen, so dass ein einheitliches Bild entsteht. Der Betroffene nimmt möglicherweise Doppelbilder wahr. Oft schaltet aber das Gehirn die Informationen des betroffenen Auges aus, um genau das zu vermeiden. Schielende Menschen gibt es in Aarau, Baden, Zürich, Spreitenbach oder Altstetten ebenso wie anderswo, vielleicht in Aargau, Brugg, Wettingen, Buchs, Dietikon und Lenzburg. Einen Augenarzt, der sich seiner annimmt, findet der Betroffene überall, sei es in Schlieren, Regensdorf, Olten, Wohlen, Solothurn oder auch in Zug, Bern, Basel, Winterthur und Kloten.
Frühzeitig handeln
Das Schielen sollte möglichst früh erkannt werden. Babys und Kleinkinder mit diesem Sehfehler müssen frühzeitig untersucht und behandelt werden. Die Ursachen für das Schielen können ganz unterschiedlicher Art sein, die häufigsten davon sind:
- Erbliche Vorbelastung, insbesondere wenn ein Elternteil diesen Sehfehler hat.
- Risikofaktoren während der Schwangerschaft oder auch bei der Geburt.
- Eine nicht korrigierte Weitsichtigkeit.
- Organische Augenveränderungen wie zum Beispiel Linsentrübung oder eine Verletzung (zum Beispiel nach einer Grauer Star-Operation).
- Schwächung des Körpers wie im Fall von Infektionskrankheiten, Kinderkrankheiten mit hohem Fieber oder durch einen Unfall.
- Schwere seelische Krisen.
Wenn Schielen bei Erwachsenen plötzlich auftritt, so ist es meist die Folge einer Augenkrankheit, wie zum Beispiel einer Sehnervenschwäche, Linsentrübung oder einer längeren Entzündung im Augeninneren. Es kann aber auch durch eine Augenmuskellähmung ausgelöst werden, auch gibt es die Möglichkeit, dass sich plötzlich ein bereits bestehendes, verborgenes Schielen zeigt (Heterophorie). Auch kann eine starke Belastung, möglicherweise in der Schule oder bei der Arbeit am Bildschirm die Ursache sein, was sich durch Kopfschmerzen, Lesestörungen, schnelles Ermüden der Augen, Konzentrationsschwäche und ähnliche Symptome zeigt.
Es gibt verschiedene Formen des dauerhaften (manifesten) Schielens, wobei man diese zunächst über die Richtung der Abweichung vom nicht-schielenden Auge definiert, man spricht also von:
- Einwärtsschielen
- Auswärtsschielen
- Höhenschielen
- Verrollungsschielen
Auch den sogenannten Mikrostrabismus, bei dem die Abweichung in der Regel weniger als 5° beträgt, zählt man zum manifesten Schielen. Er wird aufgrund seiner Unauffälligkeit nicht oder sehr spät entdeckt, daher ist die Sehschärfe des schielenden Auges oft schon reduziert, weil das Schielen nicht behandelt wurde. Ebenso um ein manifestes Schielen handelt es sich bei dem nur phasenweise auftretenden (intermittierenden) Schielen, das meist nach aussen gerichtet ist.
Was ist die häufigste Form?
Die meisten Patienten leiden jedoch unter dem latenten Schielen (Heterophorie), welches in den meisten Fällen keine Beschwerden verursacht, mitunter aber auch eine Augenentzündung, insbesondere die Bindehautentzündung hervorrufen kann, wenn der Betroffene die Augen häufig reibt. Es entsteht, weil die individuelle Zugkraft der Augenmuskeln von Auge zu Auge nicht gleich ist. Dieser Unterschied wird gut durch die sensorische Verarbeitung des Gehirns ausgeglichen, daher bemerkt der Patient im Normalfall meist nichts davon, sondern erst dann, wenn die beiden Augen nicht mehr richtig zusammenarbeiten, zum Beispiel bei Stress, einer Gehirnerschütterung, grosser Müdigkeit oder Alkoholgenuss.oder wenn jemand sehr müde ist oder Alkohol getrunken hat.
Das Schielen kann nach heutigem Stand der Augenheilkunde sehr gut behandelt werden, insbesondere ist die Versorgung des Patienten mit den optimalen Brillengläsern besonders wichtig, wobei ein regelmässiges Tragen häufig bereits den Schielwinkel verkleinert.
Wenn das Gehirn auf Dauer die unterschiedlichen Bilder beider Augen nicht zu einem Bild zusammenführen kann, entsteht eine Sehschärfenminderung (Amblyopie). Zu deren Behandlung wird überwiegend die Okklusionstherapie angewendet, das heisst das besser sehende, also nicht schielende Auge wird mittels eines Augenpflaster zur Aktivierung des schwächeren Auges verdeckt.
Bestimmte Schielformen sowie ein auffällig grosser Schielwinkel können aber in manchen Fällen nur durch eine Augenmuskel-Operation behoben werden. Schielen kann jedoch im Gegensatz zu anderen Krankheiten wie Glaukom (Grüner Star) nicht durch das Augen Lasern behoben werden.