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Willisauer Lauf
Staffel-SM
Als Mitglied der Olympischen Frauenstaffel der LG Nordstar Luzern lief Sara am vergangenen Samstag anlässlich der Schweizer Staffelmeisterschaften in Rapperswil-Jona das letzte Rennen der Saison.
Sara lief die erste Ablösung also die 800m. Das Ziel war klar, möglichst wenig Zeit auf die drei stärker einzuschätzenden Teams der LG Bern, der COA Valais Romand und dem LC Regensdorf zu verlieren. Wie vermutet übernahm die junge Delia Sclabas (LG Bern) kurz nach dem Start die Führung und kontrollierte das Feld von der Spitze aus. Sara reihte sich am Ende der 5-köpfigen Spitzengruppe ein. Sara musste um den Anschluss ans Spitzenquartett kämpfen, verlor ihn aber bis gut 100m vor der Übergabe an die 400m Läuferin nicht. Mit zwei Sekunden Rückstand auf den Bronzeplatz übergab Sara den Stab an die ehemalige 400-Meter-Spezialistin Dominique Blatter. Der Blick auf die Uhr bestätigte Sara, dass sie das Maximum aus sich herausgeholt hatte, war sie doch noch nie zuvor so schnell unterwegs.
Bronze knapp verpasst
Auch Dominique zeigte einen guten Lauf und konnte die Läuferin des ST Berns ein- und überholen und als vierte Läuferin an Inola Blatty übergeben. Inola zündete wie gewohnt den Turbo und konnte den Rückstand auf den an Position drei laufenden LC Regensdorf deutlich minimieren. Die letzte Ablösung lief die Allrounderin Edith Burkard. Auch sie zeigte starke 100m und konnte weiter Boden gut machen, jedoch reichte es nicht, um am LC Regensdorf vorbeizuziehen. So resultierte am Ende hinter der LG Bern, der COA Valais Romand und dem LC Regensdorf der 4. Schlussrang, mit welchem sich das Luzerner Quartett mehr als zufrieden zeigte. Sara wird sich nun die üblichen drei Wochen Saisonpause gönnen und sich in dieser Zeit Gedanken über ihre weitere sportliche Zukunft machen.
U23-SM Lausanne
Nach den Teilnahmen an den U23-Europameisterschaften in Polen und den Aktiv-Schweizermeisterschaften sechs Tage später in Zürich genoss Flavia eine zweiwöchige Trainingspause. In dieser Zeit schloss sie ihre Lehre als Floristin ab und begann anschliessend mit dem Aufbau für die Herbst-/ Wintersaison. Die Schweizermeisterschaften der Kategorien U20 und U23 fanden am 9. und 10. September in Lausanne statt. Bei kühlen Temperaturen starteten die neun Athletinnen der beiden Kategorien gemeinsam ins Rennen über 5’000 Meter. Schon bald setzte sich eine Dreiergruppe mit Fiammetta Troxler, Ella Revitt und Flavia Stutz vom Rest des Feldes ab. Die Rundenzeiten waren regelmässig aber nicht allzu schnell. Nach knapp 3000 Metern übernahm Flavia die Führung. Sie konnte sich aber nicht entscheidend von ihren Mitkonkurrentinnen absetzen.
Nächster Start: Willisauer Lauf
700 Meter vor dem Ziel erhöhte Fiammetta Troxler das Tempo. Flavia konnte nicht reagieren und wurde 100 Meter vor dem Ziel auch noch von der U20-Athletin Ella Revitt überspurtet. Mit der Zeit von 17:33 Minuten kam Flavia als Zweitplatzierte ihrer Kategorie ins Ziel. Das ist fast eine Minute langsamer als bei ihrer Bestzeit im Mai 2016. Entsprechend enttäuscht war sie nach dem Rennen. Nun ist die Bahnsaison 2017 abgeschlossen. Am kommenden Samstag, 23. September startet Flavia am Willisauerlauf. Auf ihr „Heimrennen“, bei dem sie seit 2005 jedes Jahr teilgenommen hat, freut sie sich sehr.
Universiade
An der Universiade in Taipei (Taiwan) – nach den Olympischen Spielen der grösste Multisportanlass der Welt – erreichte Stefanie Barmet über 1500 Meter den Final der besten zwölf.
Erstmals in ihrer Karriere nahm die 25-Jährige über 1500 Meter an einem internationalen Grossanlass teil. Im Junioren-Bereich hatte sie die Schweizüber 800 Meter je zweimal an Europa- und Weltmeisterschaften vertreten und dabei wichtige Erfahrungen gesammelt, von denen sie nun profitieren konnte. Dennoch übertraf die Universiade, die umgangssprachlich auch Olympische Spiele der Studenten genannt wird, alle bisherigen Grossanlässe. Die Eröffnungs- und Schlussfeier aber auch das Leben im Athletendorf mit Dining Hall, die keine kulinarischen Wünsche offen liess, Coiffeur, Wäscheservice, Fitnessraum und Rundbahn quasi vor der Haustür aber auch die Tatsache, von den Einheimischen sowie den unzähligen Volunteers ständig als „Star“ wahrgenommen zu werden, machten den Anlass zu einem einzigartigen Erlebnis.
Gelungenes Abschlusstraining
Mit 4:14.95 Minuten hatte Stefanie die vom Schweizerischen Leichtathletikverband bei 4:17 festgelegte Limite bereits anfangs Juni klar unterboten. In der Folge hatte sie auf schnelle 1500-Meter-Rennen im Ausland verzichtet und den Formaufbau vollständig auf die Universiade ausgerichtet. Nach der über 14-stündigen Reise über Hongkong stand in den ersten Tagen die Akklimatisation im Zentrum. An die Temperaturen bis zu 35 Grad sowie die extrem hohe Luftfeuchtigkeit musste man sich erst gewöhnen. Hinzu kam teilweise sehr starker Wind – die Universiade fand mitten in der Taifun-Saison statt, blieb von grösseren Stürmen jedoch glücklicherweise verschont. Da der Vorlauf bereits um 10.45 Uhr am Morgen stattfand und Stefanie nicht unbedingt ein Morgenmensch ist, trainierte sie in den Tagen vor dem Rennen bewusst in der Früh. Das gelungene Abschlussbahntraining zeigte, dass die Form stimmte und steigerte die Vorfreude auf den Wettkampf. Ein Blick in die Startliste zeigte zudem, dass eine Finalqualifiaktion mit einer Leistung im Bereich der Bestzeit durchaus möglich war.
Finalqualifikation geschafft – grosses Saisonziel erreicht
Am Tag des Vorlaufes stand die Egozwilerin bereits um 5.45 Uhr auf und absoliverte ein kurzes Footing um Köper und Geist zu aktivieren. Nach dem Frühstück und dem obligaten Kaffee ging es auch schon auf ins Stadion. Anders als an normalen Meetings absolvierte sie das Einlaufen auf der Rundbahn des Einlaufstadions. Die hohen Temperaturen erforderten das Runterkühlen des Körpers mit Eis und Kältetuch. Hinzu kam starker Wind. Im zweiten von insgesamt zwei Vorläufen eingeteilt wusste Stefanie, dass für das Weiterkommen über die Zeit 4:27 Minuten gefordert waren. Auf den ersten Blick keine allzu schnelle Zeit, doch wie so oft an Meisterschaften wurde auch der Vorlauf mit der Schweizerin taktisch angelaufen. Die 800-Meter-Marke wurde in 2:24 Minuten passiert, ehe das Tempo nach 900 Metern abrupt verschärft wurde. Die Germanistikstudentin konnte der Spitzengruppe nicht ganz folgen und musste sich auf den letzten 200 Metern auch noch von einer Kanadierin ein- und überholen lassen. In 4:20.77 Minuten lief sie zwei Sekunden hinter der Siegerin als Sechstplatzierte ein und qualifizierte sich als Elfte für den Final der besten zwölf. «Das war ein extrem hartes und unruhiges Rennen. Die Bahn brannte richtig, es wurde geschubst und gebremst. Umso schöner, dass ich mich für den Final qualifzieren und so mein grosses Saisonziel erreichen konnte», so Stefanie.
Schnelle Schlussrunde
Der Final fand am Montagabend im gut gefüllten Stadion statt. Bis auf die Handballer hatten alle Schweizer ihre Wettkämpfe bereits beendet und waren als Fans vor Ort um die drei Staffeln sowie Jonas Raess, der über 5’000 Meter im Einsatz stand, und Stefanie lautstark zu unterstützen. Die Egolzwilerin hatte sich dank Eisbad und Massage gut vom Vorlauf erholt und startete zuversichtlich in ihren ersten grossen Final. Aufgrund der Bestzeiten war sie mit Abstand die langsamste Athletin und hatte somit nichts zu verlieren. Sie hatte sich vorgenommen anfangs ganz hinten zu laufen und so ruhig ins Rennen zu finden. Mit einer schnellen Schlussrunde hoffte sie noch einige Läuferinnen einzuholen. Der Plan ging auf und die 25-Jährige fand gut ins Rennen. Die 800-Meter-Marke wurde in 2:29.50 Minuten passiert, 500 Meter vor dem Ziel griff die spätere Siegerin Amela Terzic (Serbien) an und riss das Feld auseinander. Stefanie musste abreissen lassen und kam nach 4:24.33 Minuten fünf Sekunden hinter der Siegerin als Zwölfte ins Ziel. «Schade, dass ich keine Läuferin schlagen konnte. Dennoch kann ich mit dem Rennen zufrieden sein. Ich habe alles gegeben, die letzten 400 Meter in 63 Sekunden absolviert und eine solide Leistung gezeigt, auf der sich aufbauen lässt.» Nach dem Final blieben noch zwei Tage Zeit, um Taiwan zu erkunden und zu geniessen. Nach der Saisonpause wird Stefanie den Aufbau für 2018 in Angriff nehmen. «Die Universiade hat mich extrem motiviert, noch härter zu trainieren und schneller zu werden.»
Sommermeeting Langenthal
Sara Jost und Stefanie Barmet nahmen am Mittwochabend am Sommermeeting in Langenthal teil. Bei sommerlichen Temperaturen starteten beide über 800 Meter.
Sara reiste direkt aus St. Moritz nach Langenthal. Ihr Ziel war klar, sie wollte ihre Saisonbestzeit, welche bisher bei 2:13.83 stand, unterbieten. Jedoch stand sie auch mit einer kleinen Ungewissheit am Start. «Ich war mir nicht sicher, ob das Knie wirklich hält und wie sich die lange Autofahrt von St. Moritz nach Langenthal auswirken wird.» Stefanie Barmet, welche sich zurzeit auf die Universiade vorbereitet, wollte ihre neun Jahre alte 800-Meter-Bestzeit angreifen. Die Trainings der vergangenen Wochen hatten gezeigt, dass dies ein realisitsches Ziel war. Jedoch hatte sie seit den Schweizermeisterschaften mit einer Erkältung zu kämpfen. «Ich konnte zwar alle Einheiten nach Plan absolvieren, dennoch fehlt mir zurzeit etwas die Spritzigkeit.»
Sara Jost mit regelmässigem Rennen
Das Rennen wurde auf eine Endzeit von 2’06’’ angelaufen, wobei die U23-EM-Fünfte Lore Hoffmann 600 Meter lang für Tempo sorgte. Stefanie Barmet reihte sich nach dem Einbiegen direkt hinter der 800-Meter-Schweizermeisterin ein. Nach 400 Meter lief sie etwas auf, so dass Lore Hoffmann nach 500 Meter bereits auf Bahn zwei auswich. «Ab 600 Meter war ich auf mich alleine gestellt. Da wurde es richtig hart. Leider verkrampfte ich mich und brach auf der Zielgerade ein.» Immerhin konnte die Egolzwilerin in 2:08.26 noch den Sieg nach Hause laufen. «Schade, ich hatte mir zeitlich mehr erhofft, doch heute lag nicht mehr drin.» Sara reihte sich hinter der Spitze ein und lief mit einem kleinen Abstand ein regelmässiges Rennen. Sie passierte die 400-Meter-Marke gut zwei Sekunden hinter der Spitze und konnte auf der zweiten Runde die bis anhin auf der dritten Position laufende Laura Giudice noch ein- und überholen. Mit 2:10.65 lief sie hinter Stefanie Barmet und Lisa Kurmann (LV Winterthur / 2:08.67) auf Rang drei und stellte eine klare Saisonbestzeit auf. «Mit einer solchen Zeit habe ich überhaupt nicht gerechnet, ich bin mehr als zufrieden.» Erst einmal in ihrer Karriere absolvierte Sara die zwei Bahnrunden schneller.
Trainingslager St. Moritz
St. Moritz ist während den Sommermonaten ein viel gewählter Trainingsort für Läufer aus aller Welt. Direkt nach der Schweizermeisterschaft in Zürich reiste auch Sara Jost ins Schweizer Läufermekka. Am Sonntagnachmittag traf sich die bunt gemischte Gruppe von Zürich über Luzern und Bern bis Basel in der gemeinsamen Wohnung in Celerina.
Da Sara leicht angeschlagen ins Engadin reiste, stand am Montag vorerst ein Besuch beim Physio in St. Moritz an. Anschliessend an diesen Besuch wurde der Trainingsplan über den Haufen geworfen. Anstelle der geplanten schnellen Einheiten absolvierte Sara viele Dauerläufe, einige alternative Trainingseinheiten im Wasser und das eine oder andere Fahrtspiel. Erst nach acht Tagen traf man Sara erstmals auf der Bahn in St. Moritz. Das Bahntraining verlief nicht ganz nach Plan, jedoch praktisch schmerzfrei, was wieder etwas Hoffnung für einen Start am Sommermeeting in Langenthal versprach. Am vergangenen Dienstag stand dann das Abschlusstraining an, erstmals war es wieder möglich einige Steigerungsläufe zu absolvieren. So konnte Sara mit einem guten Gefühl zurück ins Flachland reisen.
Vielseitiges Freizeitprogramm
Neben dem Training wurde das Engadin natürlich auch sonst noch etwas genossen. Der traditionelle Brunch in der Schaukäserei Morterasch sowie der Besuch im «Stübli» am Samstagabend durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. Den 1. August feierten die Schweizer Läufer bei einem gemeinsamen Bräteln am Lej Marsch.
Berglauf-WM
Die Berglauf WM fand dieses Jahr im Up-And-Down-Modus statt, wobei eine 6.5km lange Runde mit 430 Höhenmetern rauf und runter zweimal absolviert werden musste. Austragungsort war das Bergdorf Premana in der Lombardei in Norditalien. Die Italiener sind bekannt für anspruchsvolle und technische Strecken. Gleich 250m nach dem Start bog der Kurs in die engen und verwinkelten Gassen von Premana ein. Danach ging es angefeuert von den Zuschauern die sich links und rechts von der Strecke die Seele aus dem Leib schrien über steile Wiesen und Wanderwege den Berg hoch. Oben angelangt gab es keine Zeit für Erholung, denn im gleichen Stil ging es wieder runter.
Toller Abschluss einer erfolgreichen Saison
Der technische Rundkurs kam Stefan Lustenberger sehr entgegen. Gleich zu Beginn reihte er sich etwa an der 30. Position ein, welche er mit dem 31. Rang bis ins Ziel halten konnte. 99 Läufer kamen ins Ziel, womit sich der 23-Jährige im ersten Ranglistendrittel klassierte. Mit den weiteren starken Platzierungen von Francois Leboeuf als 26., Daniel Lustenberger als 28. und Jonathan Schmid als 44. erzielte das Schweizerteam ein kompaktes Teamresultat, welches mit dem 8. Rang in der Teamwertung belohnt wurde. Mit seinem persönlichen Resultat zeigte sich Stefan Lustenberger sehr zufrieden. Mit der WM rundet er eine erfolgreiche Laufsaison mit vielen tollen Resultaten ab.
Die diesjährigen Schweizermeisterschaften boten einmal mehr spannende Duelle. Höhepunkte bildeten dabei unter anderem die Sprintrennen der Männer und Frauen, wo sich die Bernerin Mujinga Kambundji mit Spitzenzeiten zur Doppelmeisterin über 100 und 200 Meter kürte.
Yvonne Kägi verpasst Medaille nur knapp
Am Freitagabend starteten Yvonne Kägi und Flavia Stutz bei strömendem Regen über 5’000 Meter. Die Ufhuserin, welche vor einer Woche an der U23-EM über 10’000 Meter teilgenommen hatte, erwischte keinen guten Tag.«Das war ein Rennen zum Vergessen. Von Beginn weg fehlte mir Kraft und Energie.» Dennoch kämpfte sich die 21-Jährige tapfer ins Ziel und wurde in 17:26.55 SM-Achte. Ihre Teamkollegin Yvonne Kägi hatte seit dem Frühlingstrainingslager mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach einer Wettkampfs- und Trainingspause meldete sie sich in Zürich erfolgreich auf der Bahn zurück. Mit 17:07.50 wurde sie SM-Vierte und verpasste die Bronzemedaille um sieben Sekunden. «Ich habe mich wirklich gut gefühlt, war jedoch stets etwas im 10-Kilometer-Modus. Für eine bessere Platzierung und Zeit fehlten mir die nötigen Bahntrainings.»
Stefanie Barmet wird Favoritenrolle gerecht
Im 1500-Meter-Final der Frauen war Stefanie Barmet in Abwesenheit des Berner Lauftalentes Delia Sclabas die grosse Favoritin. Nach einer langsamen ersten Hälfte übernahm sie nach 800 Metern die Spitze und steigerte das Tempo. Lediglich fünf Athletinnen vermochten noch zu folgen. Eine Runde vor Schluss konnte sie sich gemeinsam mit Selina Ummel (BTV Aarau Athletics) vom Rest der Gruppe lösen. Die Germanistik-Studentin versuchte ihre letzte Verfolgerin abzuschütteln, doch die Aarauerin blieb ihr dicht auf den Fersen, lancierte 200 Meter vor dem Ziel einen Angriff. Doch dann brach sie ein und wurde auf der Zielgeraden sogar noch überholt, während Stefanie Barmet den Sieg souverän nach Hause laufen konnte. Nach ihrem 800-Meter-Sieg vor zwei Jahren durfte sie sich über ihren zweiten SM-Titel bei den Aktiven freuen. «Ich war die grosse Favoritin und wollte unbedingt gewinnen. Das war eine ungewohnte Rolle. Ich bin sehr zufrieden, dass meine Taktik aufging und ich mich durchsetzten konnte», so die 25-Jährige.
Sara Jost läuft angeschlagen auf Rang 8.
Weniger gut lief es ihrer Teamkollegin Sara Jost. Aufgrund einer Fussverletzung, die sie sich bei einem Sturz anlässlich des Auffahrtsmeetings zugezogen hatte, musste die Primarlehrerin mehrere Wochen alternativ trainieren. Bei der Wettkampfvorbereitung am Donnerstag verdrehte sie sich unglücklicherweise auch noch das Knie. Den Finaleinzug schaffte sie dennoch problemlos. Doch im Endlauf kam sie nie richtig auf Touren und musste die Spitzengruppe früh ziehen lassen. Die 24-Jährige erreichte das Ziel schlussendlich als 8. von zwölf Gestarteten in Saisonbestzeit von 4.41.73 Minuten.
Foto 1&2: ©Pablo Cassina
Am Freitag und Samstag findet die SM der Aktiven in Zürich statt. Vier Mitglieder von mittelstreckler.ch sind im Letzigrund am Start.
Freitag 20:50, Final 5’000m
Erste Aktiv-SM auf der Bahn für Flavia Stutz
Flavia Stutz und ihre Vereinskollegin Yvonne Kägi sind über 5’000 Meter gemeldet. Während die Ebikerin im Dress der LR Gettnau kurzfristig über einen Start entscheidet, freut sich Flavia Stutz auf ihre erste Aktiv-SM auf der Bahn, wo sie zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen zählt. «Ich hoffe, dass ich einen Zeit im Bereich meiner Saisonbestzeit oder noch etwas schneller laufen kann. Bis am Freitag sollte der Muskelkater in den Waden vom 10’000-Meter-Lauf an der U23-EM weg sein. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.»
Freitag 16:30, Vorlauf 1’500m, evt. Samstag 15:20, Final 1’500m
Stefanie Barmet ist die Gejagte
Über 1500 Meter fehlt mit Delia Sclabas, die an den U20-Europameisterschaften über 1’500 und 3’000 Meter um den Titel läuft, die Saisonbeste. Vor einem Jahr lieferten sich Fabienne Schlumpf und Stefanie Barmet in Genf einen packenden Zweikampf um Gold, mit dem besseren Ende für die Zürcherin. Da die Steeple-Spezialistin heuer nur über 800 Meter antritt, führt die Egolzwilerin im Dress des STV Willisau die Meldeliste mit grossem Vorsprung an. «Für einmal bin ich die Gejagte. Natürlich möchte ich als Schnellste auf dem Papier auch gewinnen. Doch das Rennen ist erst nach dem Zielstrich beendet. Meisterschaftsrennen beginnen immer bei Null.»
Sara Jost will nach Verletzungspech in den Final
Sara Jost startete mit einer Bestzeit über 1’000 Meter fulminant in die Freiluftsaison. Am Auffahrtsmeeting in Langenthal stürzte sie unglücklich, verletzte sich am Fuss und musste mehrere Wochen pausieren. Am Meeting Spitzenleichtathletik Luzern gelang ihr über 800 Meter der Befreiungsschlag. «An der SM starte ich nun über 1’500 Meter. Wie gut ich auf dieser Distanz laufen kann, ist schwer einzuschätzen. Ich möchte mich auf jeden Fall für den Final qualifizieren», so die SM-Bronzemedaillegewinnerin von 2015.
U23-Europameisterschaften
An den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) klassiert sich Flavia Stutz über 10’000 Meter auf dem 18. Rang. Die Ufhuserin verpasste ihre Bestzeit trotz Magenproblemen nur knapp.
An den diesjährigen U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz schrieben die Schweizer Athleten mit dem Gewinn von fünf Medaillen Geschichte. Gold im Siebenkampf der Frauen für die Bielerin Caroline Agnou, Gold im Stabhochsprung für Angelica Moser (LC Zürich), Silber über 200 Meter für Sarah Atcho (Lausanne Sports), Silber über 400 Meter Hürden für den Zürcher Dany Brand und Bronze für die 4×100-Meter-Staffel der Frauen. Zuvor hatte die Schweiz in der Geschichte der U23-Europameisterschaften sechs Medaillen gewonnen.
Schweizerinnen liefen gemeinsam
Nach der U20-EM in Eskilstuna vor zwei Jahren nahm die Ufhuserin Flavia Stutz an ihrem zweiten Nachwuchs-Grossanlass auf der Bahn teil. Stand sie in Schweden noch über 5’000 Meter hinter der Startlinie, galt es nun in Polen die doppelte Distanz zu absolvieren. Die 21-Jährige hatte sich bei ihrem erst zweiten Rennen über 25 Bahnrunden eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit von 35:27.52 Minuten und das Sammeln von Erfahrungen zum Ziel gesetzt. An der Spitze ging von Anfang an die Post ab. Die Türkin Yasemin Can – zweifache Europameisterin bei den Aktiven – sowie die Olympiafinalistin Sarah Lahti (Schweden) dominierten das Rennen. Die Türkin sicherte sich in 31.39.80 Minuten und neuem Meisterschaftsrekord den Sieg vor der Schwedin. Die Schweizerinnen liessen sich davon nicht beirren und liefen im hinteren Teil des Feldes ihr eigenes Rennen. Flavia Stutz absolvierte den Grossteil des Rennens gemeinsam mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Evelyne Dietschi (SA Lugano).
U23-EM-Limite bestätigt
Erst auf der letzten Runden musste sie die Tessinerin ziehen lassen. «Leider hatte ich das ganze Rennen über mit Magenproblemen zu kämpfen und mir war richtig übel. Dank der tollen Zusammenarbeit mit Evelyne kam ich dennoch in einer soliden Zeit ins Ziel.» Evelyne Dietschi beendete das Rennen in 35:29.24 Minuten als 17., Flavia Stutz folgte in 35:41.54 Minuten auf Rang 18, womit sie ihre persönliche Bestzeit knapp verpasste, die U23-EM-Limite von 36:35 Minuten jedoch noch einmal klar bestätigte. 24 Athletinnen kamen ins Ziel, zwei Läuferinnen gaben das Renenn auf. «Ich wäre gerne schneller gelaufen. Doch die Magenprobleme machten mir zu schaffen. Dennoch war es ein eindrückliches Erlebnis in einem so grossen Stadion zu laufen. Dass wir ein so erfolgreiches Team waren ist extrem cool», so Flavia Stutz. Am kommenden Freitag wird sie anlässlich der Aktiv-Schweizermeisterschaften in Zürich über 5’000 Meter an den Start gehen.