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Ferdinand Hodler, †
Aus Anlass des 100. Todestages von Ferdinand Hodler (1853–1918) erscheint eine Sondermarke, die eines seiner typischen Landschaftsbilder zeigt. Es ist der «Thunersee mit symmetrischer Spiegelung» aus dem Jahr 1905.
Der bekannteste Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts verbrachte in Bern eine ärmliche, von Schicksalsschlägen geprägte Kindheit. Nach Lehrjahren in Thun und Beschäftigungen in Genf kam es Mitte der 1880er-Jahre zu ersten Einzelausstellungen. In der Folge entwickelte Hodler einen eigenständigen Stil, der ihn international berühmt machte. Es sind Kompositionen, die eine natürliche Ordnung in den Vordergrund stellen: Bäume an einem Weg, Wolken und Berge, Figurengruppen. Dabei organisierte Hodler seine Sujets in parallelen Mustern und betonte so Symmetrien und Wiederholungen. Das Bild «Thunersee mit symmetrischer Spiegelung», im Besitz des Musée d‘art et d’histoire in Genf, ist ein typischer Vertreter dieser Phase des Künstlers. Hodlers Durchbruch erfolgte 1891 mit dem umstrittenen Gemälde «Die Nacht», das Schlaf, Tod und Sexualität thematisiert. Spätestens seit seinen Erfolgen an der Weltausstellung in Paris 1900 gehörte er zu den bedeutendsten Malern Europas. Sein Spätwerk zeichnet sich durch impressionistisch anmutende Züge aus.
Jürg Freudiger
Die Musées d’art et d’histoire de Genève feiern Hodlers 100. Todestag mit einer Reihe von Veranstaltungen ein ganzes Jahr lang. In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern realisieren die Genfer Museen zudem die Retrospektive «Hodler//Parallelismus». Sie wird vom 20. April bis 19. August im Musée Rath in Genf und vom 14. September 2018 bis 13. Januar 2019 im Kunstmuseum Bern gezeigt.