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Zusammenfassung der Highlights
Modellanalysen zeigen, dass die kleinbäuerliche Landwirtschaft, sofern sie mit ökologischen Anbaumethoden arbeitet, im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft einen besseren Einfluss auf das Produktionsergebnis, die Reduzierung der Armut, die Beschaffung von Arbeitsplätzen und die Widerstandsfähigkeit des Systems hat.
Auf der Basis dieser Ergebnisse lauten die Empfehlungen des Workshops unter anderem, dass die Politik in Kenia eine Wende hin zu einer solchen Landwirtschaft und ihrer konkreten Ausgestaltung ernsthaft prüfen sollte.
Das kenianische Ministerium für Landwirtschaft, Nutztiere und Fischerei organisierte zusammen mit dem Millenium-Institut, der Stiftung Biovision und dem Biovision Africa Trust den 3. Workshop zum Projekt “Kurswechsel Landwirtschaft", an dem am 10. und 11. September in Nairobi unterschiedliche Akteure teilnahmen.
Innerhalb des Projektes wurde ein computerbasiertes Model entwickelt, welches die Regierung Kenias darin unterstützt, die derzeit bestehenden Vorgaben in Landwirtschaft und Ernährungssicherheit in Bezug auf Langzeitziele zu evaluieren. Diese Vorgaben sollen Ernährungssicherheit, Wirtschaftswachstum und ökologische Nachhaltigkeit vorantreiben. Vor allem soll dabei die Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft sowie verbesserter Lebensbedingungen auf dem Land im Vordergrund stehen.
Der Workshop brachte kenianische Akteure aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung zusammen. Der Zweck dieses dritten Workshop war, die Ergebnisse der Modellanalyse, die auf der Basis der hiesigen Strukturen in Landwirtschaft und Ernährung erstellt wurden, gemeinsam durchzugehen und zu diskutieren. Mögliche Auswirkungen und Massnahmen, die aus den vorgestellten politischen Szenarios resultieren könnten, sowie die nächsten nötigen Projektschritte wurden ebenfalls diskutiert.
Der Workshop, an dem über 70 Personen unter Anderem auch Experten des Landwirtschaftsministeriums und des Ministeriums für regionale Planungsangelegenheiten teilnahmen, wurde offiziell durch die Staatssekretärin für Landwirtschaft Ann Onyango eröffnet. Zudem besuchten Personen aus bäuerlichen Kooperativen, dem Privatsektor, Forschungs- und Bildungsinstitutionen, Geberorganisationen und NGO`s den Workshop.
Viele Teilnehmende waren in den Prozess der Modellentwicklung integriert und neugierig auf die Ergebnisse sowie politischen Szenarios. Sie beteiligten sich rege an den Diskussionen zu möglichen Auswirkungen auf die kenianische Politik und deren Strategien. Die Hauptbotschaft bestand darin, dass die Ergebnisse der politischen Führungsebene, dem Landwirtschaftminister sowie dem Präsidenten kommuniziert werden müssten, damit diese in Entscheidungsprozesse einfliessen können.
Ein 1-seitiger Bericht in Kenias zweitgrösster Zeitung “The Standard” ist bereits eine wichtige Massnahme, um die Ergebnisse weiträumig zu verbreiten.
Ein nächster wichtiger Projektschritt ist, eine Multi-Stakeholder-Gruppe zu bilden, mit dem Ziel die Umsetzung des Projektes zu unterstützen. Zudem ist geplant, dass eine Fachgruppe für Planung mit dem erarbeiteten Modell politische Szenarios entwickelt und die Ergebnisse an politische Entscheidungsträger kommuniziert.