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Die Lernkonferenz basiert auf der bekannten Methode World Cafe und ermöglicht einer Gruppe von Menschen ein Themengebiet auf kollaborative Weise zu erlernen. Die Teilnehmenden finden sich in Kleingruppen an mehreren Tischen zusammen, um Teilbereiche des Themas zu erarbeiten. Idealerweise nähren sie die Diskussion mit persönlichem Kontext – damit wird auch die persönliche Lernkurve begünstigt. Die Kleingruppen rotieren zwischen allen Tischen, sodass alle Teilnehmenden am Schluss das Themengebiet umfassend erlernt haben.
Letzteres macht den wesentlichen Unterschied zum World Cafe aus, welches keine Themen oder Lösungen vorgibt, sondern die Teilnehmenden mit Problemstellungen auf eine kollaborative Entdeckungsreise schickt.
1. Setting (30')
Schaffe eine zwanglose, einladende Umgebung, wie in einem Café, z.B. mit kleinen runden Tischen, die mit Papier, farbigen Stiften, o.ä. gedeckt sind. Vier bis sechs Stühle pro Tisch sind optimal.
2. Begrüßung und Einführung (20')
Beginne mit einer Begrüssung und erkläre den groben Ablauf. Um die Teilnehmenden ankommen zu lassen, lege den Kontext fest (sofern dies nicht schon vorbereitend geschah) und vermittle die Leitlinien.
3. Impuls (10')
Vermittle den Teilnehmenden den Themen-Rahmen mit einem möglichst kurzen fachlichen Impuls und erkläre das Vorgehen im Detail. Händige jetzt unterstützendes Material aus (sofern dies der aktuelle Wissenstand der Teilnehmer erfordert)
4. Runden in Kleingruppen (50'-90')
Der Prozess beginnt mit der ersten von drei oder mehr zwanzigminütigen Gesprächsrunden in den Kleingruppen an jedem Tisch. Während der Runden erkunden die Teilnehmenden die Teilbereiche auf offene Art, idealerweise mit persönlichem Kontext. Eine Person unterstützt als designierte «Tischmoderator*in» den Gesprächsfluss, ohne zu führen. Mindestens eine Person sollte die Aufgabe haben, das Gespräch mit Worten und Zeichnungen festzuhalten - beim World Cafe geschieht dies klassischerweise direkt auf der Tischdecke.
Am Ende jeder zwanzigminütigen Runde wechseln die Teilnehmenden an einen neuen Tisch. Eine Person bleibt an jedem Tisch als «Tisch-Gastgeber*in» für die nächste Runde, begrüsst die nächste Gruppe und informiert sie kurz über die Ereignisse der vorherigen Runde.
5. Ernten / Synthese (20')
Nach der Arbeit in Kleingruppen (und/oder zwischen den Runden) werden die Teilnehmenden eingeladen, Erkenntnisse oder andere Ergebnisse mit dem Rest der grösseren Gruppe zu teilen. Mit der Fertigstellung eines Artefakts oder mit der Vereinbarung über dessen Fertigstellung endet die Konferenz. Sofern die Gruppe noch Energie für die Reflexion vor Ort hat, schliesst diese gleich an.
- Moderator*in
- Tisch-Moderator*in (Teilnehmer*in)
- Tisch-Gastgeber*in (Teilnehmer*in)
- Flipchart, Papier, Schreibzeug, Marker, Notizzettel, (Pinwände), Stoppuhr