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The Whale
Regie: Darren Aronofsky
Darst.: Brendan Fraser, Sadie Sink, Hong Chau, Ty Simpkins, Samantha Morton, Sathya Sridharan, Jacey Sink u.a.
Charlie wiegt 270 Kilo. Seit dem tragischen Tod seines Partners Alan hat er sich von der Welt zurückgezogen, lebt allein in der dunklen Wohnung und stopft masslos Essen in sich hinein. Den Lebensunterhalt verdient er mit Online-Schreibkursen, und weil er sich vor seinen Student:innen schämt, lässt er die Webcam während der Lektionen ausgeschaltet mit der Begründung, sie sei kaputt. Ein junger Sektenprediger verwickelt ihn in Diskussionen über sein Seelenheil, dazwischen klingelt der Pizza-Service und bringt Nachschub. Seine beste Freundin Liz ist Krankenschwester und drängt ihn, endlich ins Krankenhaus zu gehen, sein Zustand sei besorgniserregend. Eigentlich hat Charlie mit dem Leben abgeschlossen, aber etwas will er noch in Ordnung bringen: Vor Jahren hat er seine Frau und seine damals achtjährige Tochter Ellie für Alan verlassen, nun sucht er den Kontakt zu Ellie, um sich mit ihr zu versöhnen. «The Whale» nach dem gleichnamigen Theaterstück von Samuel D. Hunter ist ein intensives emotionales Kammerspiel. Das verengte Filmformat verstärkt das Gefühl des Gefangenseins, das der gebrochene Mann in seinem Körper und seinem Apartment erlebt, während er in einem letzten Kraftakt sein (Familien-)Leben aufzuräumen versucht. Seine Weltpremiere feierte «The Whale» 2022 in Venedig mit Standing Ovations für Regisseur Darren Aronofsky («Black Swan») und sein Schauspielensemble, allen voran Brendan Fraser mit seiner bewegenden Performance. Bei der diesjährigen Oscarverleihung wurde der sowohl als Actionstar («The Mummy») als auch im Arthouse-Kino («Gods and Monsters») bekannt gewordene Schauspieler mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Die junge Sadie Sink (Ellie) machte bereits in der Netflix-Serie «Stranger Things» Furore. Christoph Petersen schreibt auf filmstarts.de: «Brendan Fraser, Sadie Sink und Hong Chau liefern in dieser erstaunlich werkgetreuen Theateradaption gleich drei der besten Performances des Jahres – und erteilen uns nebenbei auch noch eine Lehrstunde in Empathie und Menschlichkeit, die unter der Regie von Darren Aronofsky bis zur herzzerreissenden Schlusseinstellung absolut mitreissend geraten ist.»