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Neuigkeiten
Stipendium der Christoph Geiser Stiftung zum zweiten Mal vergeben.
Bern, 29. Juni 2010. Die Christoph Geiser Stiftung hat dieses Jahr den Nachlass von Ossip Kalenter, der im Robert Walser-Zentrum in Bern aufbewahrt wird, für eine vertiefte Erschließungs- und Auswertungsarbeit ausgewählt. Das mit 25'000 CHF dotierte Stipendium wurde Natascha Fuchs, einer ehemaligen Mitarbeiterin der Berner Jeremias Gotthelf-Edition, zugesprochen. Sie wird in den kommenden zehn Monaten als ›lesende Archivarin‹ im Robert Walser-Zentrum die nachgelassenen Manuskripte, Briefe und Lebensdokumente Kalenters erschließen und erforschen.
Christoph Geiser Stiftung
Die Christoph Geiser Stiftung hat den Zweck, die Nachlässe und Vorlässe von Schriftstellerinnen und Schriftstellern nach wissenschaftlichen Kriterien zu erschließen und sie in geeigneter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, damit die Breite und Vielfalt der literarischen Produktion, ihrer Grundlagen und ihrer Rezeption ins öffentliche Bewusstsein getragen und im gesellschaftlichen Gedächtnis bewahrt werden.
Ossip Kalenter: Ein vergessener Autor
Der Schriftsteller, Publizist und Journalist Ossip Kalenter (eigentlich Johannes Burkhardt, 1900–1976) wurde in Dresden geboren. Er lebte und arbeitete in Italien und Prag, bevor er 1939 in die Schweiz flüchtete, wo er – trotz sieben Jahren Schreibverbot – den Rest seines Lebens verbrachte. Bekannt wurde Kalenter als Verfasser von Reisebüchern, Erzählungen und Feuilletons. Von Kalenter ist auch eine umfangreiche Korrespondenz überliefert, die u.a. auch seine Tätigkeit als Präsident des Pen-Zentrums deutschsprachiger Schriftsteller dokumentiert.
Die Erforschung des Nachlasses von Ossip Kalenter liefert einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Exilliteratur und des Feuilletons der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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