Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/333

Zur Erreichung der Klimaziele sind möglichst viele Photovoltaikanlagen und der Gebrauch von Solar- anstatt Atomstrom notwendig. Das Schulhaus hat grosse nach Süden und Süd-Osten gerichtete Dachflächen. Diese Flächen sind ideal für Solarzellen zur Stromproduktion.
Der Gemeinderat hat sich bereits vor einigen Jahren mit dem Bau einer Solaranlage auf dem Schulhaus auseinandergesetzt. Deshalb wurde beim Heizungsersatz des Schulhauses darauf geachtet, dass die Stromzuleitung so ausgebaut wird, dass eine Anlage auf dem Schulhaus möglich ist. In der Zwischenzeit ist die neue Heizung des Schulhauses zwei Winter in Betrieb und der ganze Strombedarf der Schulhausanlage (Betrieb und Heizung) bekannt. Die jährlichen Kosten für diesen Strombedarf belaufen sich auf ca. Fr. 20‘600.
In den Voranschlag 2017 wurden Fr. 100‘000 für den Bau einer Solaranlage aufgenommen. Eine Solaranlage auf dem südwestlichen Turnhallendach und der südöstlichen Dachfläche des Schulhausanbaus 1990 kostet ca. Fr. 120‘000. Diese Fläche gibt einen Stromertrag von ca. 35 % des gesamten Bedarfs. Der grössere Teil des Ertrages fällt jedoch dann an, wenn der Verbrauch gering ist. So können nur etwa 40 % des Ertrages direkt verbraucht werden. Der restliche Ertrag wird ins Stromnetz des EKZ fliessen. Das EKZ zahlt für den zurückfliessenden Strom einen Preis. Die Lücke des Strombedarfs, d.h. ganzer Strombedarf abzüglich Eigenverbrauch muss weiterhin beim EKZ gekauft werden.
Die Solaranlage muss über 25 Jahre abgeschrieben, verzinst und unterhalten werden. Diese jährlichen Kosten zuzüglich der Kosten für den Strombezug und abzüglich der Vergütung für die Rückspeisung ins Stromnetz betragen ca. Fr. 23‘300. D.h. mit einer Solaranlage werden die jährlichen Kosten für den Strom ca. Fr. 2‘700 höher ausfallen. Dafür kann ein grosser Beitrag an die Umwelt geleistet werden.
Wenn neben dem südwestlichen Turnhallendach auch noch die gesamte südöstliche Dachfläche auf dem Altbau und dem Anbau 1990 mit Panels belegt werden, würde etwa die doppelt so grosse Anlage entstehen. Die Baukosten verdoppeln sich jedoch nicht ganz. Zudem optimiert sich Produktion und Eigenverbrauch, so dass die jährlichen Kosten inkl. Abschreibung, Verzinsung und Unterhalt etwa Fr. 24‘300 betragen.
Nach Ablauf der Amortisationszeit wird die Anlage weiterhin Strom produzieren. Ab dann fallen aber die Abschreibungen und Verzinsung weg und die jährlichen Kosten werden kleiner als die heutigen jährlichen Stromkosten sein. Diese Differenz wird pro Jahr grösser sein als die jährlichen Mehrkosten einer Solaranlage, so dass innert wenigen Jahren die Mehrkosten finanziert sind. Es kann erwartet werden, dass über die ganze Lebensdauer der Solaranlage, keine Mehrkosten gegenüber dem reinen Kauf von Strom beim EKZ entstehen.
Der Gemeinderat beabsichtigt eine Anlage zu bauen. Die kleinere Anlage für Fr. 120‘000 kann er in eigener Kompetenz beschliessen. Die grössere Anlage ist ökologisch jedoch noch sinnvoller und verursacht jährlich nur unwesentlich höhere Mehrkosten gegenüber der kleineren Anlage. Deshalb beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung einen Kredit von Fr. 216‘000 für den Bau einer Solaranlage auf dem südwestlichen Turnhallendach und den südöstlichen Dachflächen des Altbaus und des Anbaus 1990.