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Haben Sie beobachtet, wie Ihr Baby hingebungsvoll an seinen Händchen saugt? Wie es intensiv die Zehen in den Mund nimmt und wie es, sobald es nackt ist, nach seinem Geschlechtsteil greift? Kinder erkunden ab Geburt spielerisch, neugierig und interessiert ihren ganzen Körper. Sie entdecken, welche Berührungen schöne, angenehme Gefühle auslösen und lernen diese zu verstärken. Es ist für ihr späteres sexuelles Erleben im Erwachsenenalter wichtig, dass sie ihren ganzen Körper als etwas Angenehmes, Liebenswertes, Schönes erleben dürfen. Als etwas, das andere mit Respekt, Achtung und Rücksicht behandeln.
Dies geschieht nicht isoliert, sondern ist eng verknüpft mit dem Umfeld. Das Kind nimmt wahr, wenn Erwachsene ablehnend reagieren, wenn es sein Geschlechtsteil berührt. Es bemerkt die Irritation, wenn es rhythmische Bewegungen wiederholt und die erregenden Gefühle geniesst. Es bemerkt, wenn das «Pfiefeli» bewundert und das «Schlitzli» übergangen oder nicht benannt wird.
Kindliche Sexualität kann nicht mit Erwachsenensexualität verglichen werden, ein gutes Körpergefühl schafft jedoch die Grundlage für eine erfüllte Erwachsenensexualität.