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Der berühmte Jugendroman «Die schwarzen Brüder» (1941) von Lisa Tetzner und Kurt Held basiert auf einem realen Stück Tessiner Geschichte: Arme Bergbauernfamilien mussten ihre minderjährigen Söhne als Kaminfegergehilfen in norditalienische Städte verdingen.
Leonardo Nigro kam zu spät
Unter den Darstellern ist auch der Schweizer Leonardo Nigro. Für ihn ist der Stoff nach wie vor brandaktuell. «Jeden Tag werden Hunderte von Kindern verkauft, zwangsprostituiert oder zur Arbeit gezwungen», so der Schauspieler und Vater eines Sohnes. Der war übrigens auch daran schuld, dass Nigro mit Verspätung zur Weltpremiere erschien.
Zweiter Oscar für Xavier Koller?
Koller, einer der erfolgreichsten Schweizer Filmregisseure – 1991 gewann der gebürtige Innerschweizer für sein Flüchtlingsdrama «Reise der Hoffnung» als erster Schweizer den Oscar für den nicht-englischsprachigen Film – feierte die Weltpremiere der schweizerisch-deutschen Koproduktion gemeinsam mit seinen jungen Darstellern auf dem grünen Teppich des ZFF.
Am 19. Dezember kommt der Film in die Deutschschweizer Kinos.
«Die schwarzen Brüder»
«Die schwarzen Brüder» ist ein Werk der deutschen Schriftstellerin Lisa Tetzner und ihres Mannes Kurt Held und eines der meistgelesenen Kinderbücher der Welt. Es erschien in zwei Bänden 1940/1941 und erzählt die auf Tatsachen beruhende Geschichte des kleinen Giorgio, der als Kaminfegerjunge arbeiten muss. 1984 wurde das Buch erstmals verfilmt.