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Komplementärwährungen als soziale Ergänzung des Geldsystems
Unser Geldsystem ist eine geniale Erfindung, es ermöglicht und erleichtert vieles. Und doch vermag es nicht alle monetären Bedürfnisse einer Gesellschaft und ihrer Mitglieder abzudecken. Hier können komplementäre Geldformen, welche die offizielle Währung eines Landes ergänzen, nützliche Dienste leisten.
Komplementärgelder basieren auf der Vereinbarung einer Gemeinschaft, etwas, das keine Landeswährung ist, als Tauschmittel zu akzeptieren. Das kann ein Lokal- oder Regionalgeld sein, das von einem Verein herausgegeben wird und zusätzlich zur staatlichen Währung umläuft, um das Gewerbe einer Gemeinde oder Region zu stärken. Das kann aber auch eine alternative Geldform wie ein Zeitgutschein sein, der sich durch eine Dienstleistung erwerben und wieder gegen sie eintauschen lässt. Das Prinzip «Arbeit gegen Stunden» wird von verschiedenen Tauschorganisationen gepflegt und bezweckt vor allem, die Nachbarschaftshilfe bzw. die Solidarität in einer Gemeinschaft zu fördern.
Neben eigentlichen Komplementärgeldprojekten gibt es aber auch solche, die den Aufbau von ähnlich gelagerten Organisationen und Vereinen fördern wollen oder bestehende bei ihrer administrativen Arbeit unterstützen.
Das MoneyLab stellt hier Projekte aus diesen Bereichen vor. Dazu gehört z. B das Stiftungs-eigene Projekt Zeta (Zeittausch), das bezweckt, den Aufbau von Zeittausch-Netzwerken in der Schweiz zu fördern. Dazu zählt aber auch das niederländische Projekt Cyclos, das die gleichnamige Open-Source-Software zu erleichterten Onlineverwaltung komplementärer Währungssysteme entwickelte, deren Einführung in der Schweiz von der Sunflower Foundation unterstützt wird.