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Das sechste Rennen der Enduro-World-Series geht als eines der knappsten in die Geschichte ein. Sam Hill holt sich den Sieg in Aspen, knapp vier Sekunden vor Martin Maes und Jared Graves. Bei den Frauen ist Cecile Ravanel die Schnellste in der Höhenluft. Anita Gehrig erkämpft sich trotz Erkältung den vierten Rang, und Carolin Gehrig belegt Rang neun.
Nach dem ersten Renntag, nach vier Abfahrtsetappen und fast 70 Kilometern Gesamtdistanz, führt der Australier Jared Graves (Specialized Racing) das Rennen nur 32 Hundertstelsekunden auf Sam Hill (Chain Reaction Cycles Mavic) an. Am zweiten Renntag gibt es für Hill aber kein halten mehr. Er gewinnt die letzten beiden Etappen und damit auch das Rennen. «Es war fantastisch – sechs super Etappen hier in Colorado. Ich hatte viel Spass und versuchte, so konstant wie möglich zu fahren. Da ich im vergangenen Jahr hier nicht gefahren bin, wusste ich nicht was auf mich zukommt. Somit hätte ich nicht erwartet, hier zu gewinnen. Mein Ziel ist es nun, zu versuchen, die Gesamtführung bis am Ende des Jahres zu gewinnen.»
Hinter Hill kämpft sich der Belgier Martin Maes (GT Factory Racing) auf den zweiten Platz vor. Graves wird am Ende noch Dritter.
Mit seinem Sieg holt sich Sam Hill die Gesamtführung in der Weltserie. Der vormalige Leader Adrien Dailly (Lapierre) wird guter Sechster, liegt nun aber 40 Punkte hinter Hill ein. Wieder etwas zurückgefallen aber noch immer auf Position drei, ist Greg Callaghan (Cube Action Team). Seine Aussichten auf den Gesamtsieg sind nach dem 20. Rang sind allerdings etwas geschrumpft.
Der einzige Schweizer am Start ist Maxime Chapuis. Mit Rang 45 kann er nicht an die Leistungen seiner besten Rennen anknüpfen.
Knapp am Podium vorbei
Im Rennen der Frauen ist Isabeau Courdurier (SUNN) auf der ersten Etappe die Schnellste, aber das reicht nicht aus, um Serien-Leaderin Cecile Ravanel (Commencal Vallnord Enduro Team) zu stoppen. Sie gewinnt drei der sechs Etappen und damit auch das Rennen mit 47 Sekunden Vorsprung auf Courdurier. «Ich mochte die Trails viel besser als letztes Jahr. Sie waren viel steiler und natürlicher – ich habe es genossen, hier zu fahren. Ich hoffe, dass ich für den Rest des Jahres so weitermachen kann und die Gesamtwertung erneut gewinnen werde», sagt Ravanel.
Casey Brown (Trek Factory Enduro Racing Team) liefert eine starke Leistung über beide Renntage, immer mit Anita Gehrig (Ibis Cycles Enduro Race Team) im Nacken. Am Ende behält die Kanadierin die Nase vor der Schweizerin. Gehrig erreicht mit Rang vier erneut ein Spitzenresultat, obwohl die Erwartungen im Vorfeld wegen ihrer Erkältung gesunken sind.
Für Carolin Gehrig (Ibis Cycles Enduro Race Team) verlaufen beide Renntage nicht optimal. Mehrere Stürze werfen sie hinter ihre erwarteten Ränge und doch schafft sie mit Rang neun noch ein respektables Schlussresultat.
Cecile Ravanel zementiert ihre Führung in der Gesamtwertung, während Katie Winton (Trek Factory Racing) auf den zweiten Platz klettert. Nur zehn Punkte dahinter lauert Ines Thoma (Canyon Factory Enduro Team) auf dem dritten Platz. Anita und Carolin Gehrig liegen auf den Zwischenrängen fünf und sechs, ebenfalls nur zehn Punkte auseinander. Aufs Podest fehlen beiden noch rund 100 Punkte. Einfach sind diese nicht aufzuholen, aber in den letzten zwei Rennen kann jeweils noch viel passieren.