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Über vier Jahre nach der Massenumsiedlung von Bewohnern im Umkreis der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima ist erstmals eine Evakuierungsanordnung aufgehoben worden. Die Ortschaft Naraha ist somit die erste, in die alle Bewohner dauerhaft zurückkehren dürfen.
«Der eigentliche Wiederaufbau unserer Stadt beginnt jetzt», sagte der Gemeindepräsident Yukiei Matsumoto am Samstag in einer Fernsehansprache. «Lasst uns zusammenarbeiten für die Schaffung eines neuen Naraha.»
Die Rückkehr nach Naraha wird als Pilotprojekt für andere Gegenden in der Nähe von Fukushima angesehen. Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe will bis März 2017 eine Reihe von Evakuierungsanordnungen aufheben.
Angesichts verbreiteter Ängste vor einer noch bestehenden radioaktiven Verseuchung und der Sorge, dass nicht genügend Bürger zurückkehren könnten, um die Gemeinde wieder aufzubauen, werden nur etwa zehn Prozent der ehemals 7368 Einwohner von Naraha zurückerwartet. Viele junge Menschen haben an anderen, weit entfernten Orten neue Jobs gefunden. Die Zukunft Narahas ist somit ungewiss.
Evakuierungsanordnungen waren zuvor bereits für ausgewiesene Teile regionaler Städte aufgehoben worden, nachdem die Regierung erklärt hatte, durch Dekontaminierung sei die Strahlenbelastung reduziert worden. Naraha erklärten die Behörden nach jahrelanger Dekontamination nun für sicher. Aktivisten beklagen jedoch, dass viele Gegenden nach wie vor hohe Strahlenwerte aufweisen und damit unbewohnbar sind.
Im Atomkraftwerk von Fukushima war infolge des schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Drei der sechs Reaktoren wurden bei der Katastrophe zerstört, das Gebiet im Umfeld wurde radioaktiv verseucht. Durch das Erdbeben und den Tsunami kamen rund 18'000 Menschen ums Leben. (sda/afp)
In einem Referendum hat die Bevölkerung Venezuelas nach Angaben der autoritären Regierung den Anspruch ihres Landes auf die rohstoffreiche Region Essequibo im Nachbarstaat Guyana bestätigt. Knapp 96 Prozent der Teilnehmer bejahten am Sonntag die Frage, ob ein neuer venezolanischer Bundesstaat namens Guayana Esequiba geschaffen und die dortige Bevölkerung die venezolanische Staatsbürgerschaft bekommen soll, wie die Wahlbehörde CNE am Abend (Ortszeit) mitteilte. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei rund 51 Prozent.