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Die Playoff-Final-Affiche in der National League zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions verspricht attraktive und umkämpfte Partien. Während die Lions erst im Halbfinal so richtig in Fahrt kamen und Freiburg in der Serie 4:0 besiegten, lief Zugs Motor von Beginn an heiss.
Zugs verlerntes Gefühl
Sowohl gegen Lugano im Viertelfinal als auch gegen Davos in der Runde der letzten 4 marschierte der amtierende Meister mit einem «Sweep» durch. Saisonübergreifend ist der EVZ sogar in 12 Playoff-Partien ungeschlagen, zuletzt verlor das Team von Dan Tangnes am 29. April 2021 ein Post-Season-Spiel – in der Halbfinal-Serie gegen Rapperswil-Jona. Danach siegte man im Final gegen Genf-Servette 3:0.
EVZ wie Lugano vor 35 Jahren?
Seit Einführung der Playoffs 1986 wurde erst ein Team ungeschlagen Meister: der HC Lugano. Die Tessiner blieben 1986 und 1987 ohne Playoff-Niederlage. Allerdings war der Weg bedeutend einfacher: Es gab nur Halbfinals und Final, die Serien waren kürzer.
Im 1. Jahr reichten dem «Grande Lugano» vier Siege (je 2 gegen Ambri und den HCD). 1987 waren es Best-of-5-Serien, der HCL setzte sich ungeschlagen erneut gegen Ambri sowie gegen Kloten durch.
Noch kein Durchmarsch bei Best-of-7
Seit Einführung der Best-of-7-Serien 1997/98 ist dagegen noch kein Team ungeschlagen zum Meistertitel marschiert. Am nächsten kam einem «Triple-Sweep» Davos im Frühling 2011, als die Bündner Viertelfinal (gegen Gottéron) und Halbfinal (Zug) 4:0 gewannen sowie im Final gegen Kloten 3:0 führten. Die Zürcher verkürzten aber noch auf 2:3, ehe das Del-Curto-Team in Spiel 6 den Sack zumachte.
Auch 2010 und 2012 war der spätere Meister mit zwei 4:0-Siegen in den Final eingezogen. Der SCB (2010) kassierte aber im 2. Finalspiel gegen Genf die 1. Niederlage, die ZSC Lions (2012) gegen den SCB sogar schon in Spiel 1.