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Ende März 1990 reiste der Schweizer Fotograf Daniel Schwartz zusammen mit einer Assistentin und einem aus Hongkong angereisten Techniker im Auftrag des Dortmunder Ostwall Museums nach Lintong, um vor Ort einen Ausstellungskatalog zu fotografieren.
China setzte schon seit einiger Zeit auf seine Kulturdiplomatie. Einzelne Krieger der Terrakotta Armee wurden schon früh, kurz nach der Entdeckung der Grabanlage des ersten Kaisers 1974, um die Welt geschickt. Die archäologischen Entdeckungen boten den Chinesen eine willkommene Gelegenheit, ihr angeschlagenes Image zu heben.
Die für Dortmund geplante Ausstellung sollte die umfassendste Präsentation werden, die je ausserhalb Chinas gezeigt wurde. 15 Krieger und Pferde, inklusive einer volständigen Quadriga und viele andere Funde aus Qin sollten gezeigt werden. Die Vorbereitungen dauerten 2 Jahre, die Ausstellung war geplant für 1989. Doch dann kam Tiananmen dazwischen. Die blutige Niederschlagung des Studentenprotests in Peking liess die kulturdiplomatische Aktion in einem fragwürdigen Licht erscheinen. Die Ausstellung wurde abgesagt und um ein Jahr verschoben. (Alle Bilder von Daniel Schwartz / Pro Litteris)