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In der südisraelischen Hafenstadt Aschkelon ist ein rund 6.000 Jahre alter Kupfer-Angelhaken gefunden worden. “Dieser einzigartige Fund ist 6,5 Zentimeter lang und 4 Zentimeter breit und eignet sich aufgrund seiner grossen Abmessungen für die Jagd auf zwei bis drei Meter lange Haie oder grosse Thunfische”, erklärte die Archäologin Yael Abadi-Reiss am Mittwoch.
Es handelt sich laut der Forscherin von der israelischen Antikenbehörde um einen der weltweit ältesten bekannten Angelhaken. Bisher gefundene antike Angelhaken bestanden demnach aus Knochen und waren zudem deutlich kleiner.
Forscher gehen davon aus, dass Kupfer das erste Metall war, das von antiken Kulturen verwendet wurde, unter anderem für Schmuck, Werkzeuge und Gefässe sowie als Handelsware. Erstmals wurde es rund 10.000 Jahre vor Christus im Irak verwendet.
In der Jungsteinzeit gab es in der Umgebung von Aschkelon grosse Dörfer, deren Wirtschaft auf heute noch üblichen Zweigen der Landwirtschaft basierte, wie der Weidehaltung von Schafen, Ziegen und Rindern, dem Anbau von Weizen, Gerste und Hülsenfrüchten sowie der Pflege von Obstgärten. “Wir erfahren etwas über die Ernährungsgewohnheiten der Menschen, die hier vor 6.000 Jahren lebten, aus den Überresten von Tierknochen, die in alten Abfallgruben gefunden wurden, aus verbrannten Weizenkörnern, die in Öfen gefunden wurden, und aus den gefundenen Werkzeugen für die Jagd, das Kochen und die Verarbeitung von Lebensmitteln, darunter Sicheln aus Feuerstein und eine Vielzahl von Keramikgefäßen, die zur Aufbewahrung, zum Kochen und zur Konservierung von Lebensmitteln durch Gärung und Salzung dienten. Der seltene Angelhaken erzählt die Geschichte der Fischer des Dorfes, die mit ihren Booten aufs Meer hinausfuhren und den neu erfundenen kupfernen Angelhaken ins Wasser warfen, in der Hoffnung, Haie an der Küste auf den Speiseplan zu setzen”, so Dr. Abadi-Reiss.
Gefunden wurde der Kupferhaken bereits 2018 bei Bauarbeiten an einem neuen Stadtteil in Aschkelon. Der Fund soll auf dem 48. Archäologiekongress der israelischen Antikenbehörde am 3. April in Jerusalem vorgestellt werden.
KNA/akr/sky/Aud