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Erstmals seit dem Final 2014 hiess die Affiche im Davis Cup wieder Schweiz gegen Frankreich. Feierte das Team von Captain Severin Lüthi damals in Lille den grössten Erfolg seiner Geschichte, blieb es heute in Manchester ohne echte Chance. Bereits vor dem abschliessenden Doppel standen die Franzosen als Sieger fest. «Ich bin natürlich enttäuscht. Das war nicht der Auftakt, den wir uns vorgestellt hatten», faste Lüthi den Tag zusammen. Stan Wawrinka (ATP 40) verlor sein Einzel gegen Ugo Humbert (ATP 36) in zwei Sätzen, Dominic Stricker (ATP 90) seines gegen Adrian Mannarino (ATP 34) in deren drei.
Stricker verliert trotz starkem Start
Dabei zeigte Stricker im ersten Satz eindrücklich, dass er die hervorragende Form aus New York mit nach Manchester bringen konnte. Er servierte stark, spielte aggressiv und brachte seinen Gegner damit immer wieder in Bedrängnis. Beim Stand von 2:1 zu seinen Gunsten kam der Berner zu zwei Breakchancen und nutzte gleich die erste. Diesen Vorsprung gab er nicht mehr aus der Hand. Im zweiten Durchgang war dann aber der Franzose der effizientere Spieler. Gleich zu Beginn vereitelte dieser eine Breakchance Strickers, um direkt darauf seinerseits den Aufschlag des Schweizers zu durchbrechen. Nach einem weiteren Break realisierte Mannarino den Satzausgleich. Der Auftakt in den Entscheidungssatz misslang Dominic Stricker gründlich. Gleich im ersten Game gab der 21-Jährige seinen Aufschlag ab und schon bald hiess es 0:2 aus Schweizer Sicht. Eine Hypothek, die gegen einen erfahrenen und zeitweise fast fehlerfrei spielenden Franzosen nicht mehr wettzumachen war. Stricker: «Ich bin gut ins Spiel gestartet. Je länger dieses aber dauerte, desto besser wurden seine Returns, was es schwierig machte für mich. Am Ende gab er mir auch bei seinem Aufschlag kaum noch Chancen». Am Ende hiess es 3:6, 6:1 und 6:4 zu Gunsten von Adrian Mannarino.
Wawrinka für Zwischentief bestraft
In einem sehr engen ersten Satz zwischen Stan Wawrinka und Ugo Humbert brachte ein einziges Break die Entscheidung. Zwar hatte auch der Schweizer mehrere Möglichkeiten dieses zu schaffen, dennoch war es der Franzose, der das bessere Ende für sich behielt. Und Humbert nahm den Schwung gleich mit in den zweiten Durchgang, in welchem er Wawrinka den Aufschlag bei erster Gelegenheit erneut abnahm und nur wenig später gar nachdoppelte. Die ersten 16 Punkte des zweiten Satzes gingen allesamt an den völlig entfesselten Franzosen. Erst mit Matchbällen gegen sich vermochte Stan Wawrinka sich noch einmal etwas zu steigern. Am Ende resultierte aber für den Romand eine 4:6 und 4:6 Niederlage. «Mein Gegner hat sehr gut gespielt und war heute besser als ich. Er war aggressiver und blieb seiner Linie in den entscheidenden Momenten treu», zeigte sich Wawrinka als fairer Verlierer.
Franzosen auch im Doppel nicht zu bezwingen
Anschliessend trat Wawrinka auch zum Doppel an. An der Seite von Marc-Andrea Hüsler mass er sich mit den routinierten Spezialisten Edouard Roger-Vasselin (Doubles ATP 11) und Nicolas Mahut (Doubles ATP 32). Die auf dem Papier klar favorisierten Franzosen wurden ihrer Rolle gerecht, nahmen den Schweizern den Aufschlag in beiden Sätzen je zwei Mal ab und siegten letztlich mit 6:2 und 6:2. Hüsler meinte danach: «Man hat gesehen, weshalb sie zu den weltbesten Doppelspielern gehören.»
Das zweite Gruppenspiel bestreitet das Securitas Swiss Davis Cup Team am Freitag in Manchester gegen Gastgeber Grossbritannien. Zum Abschluss folgt am Samstag die Begegnung mit Australien. Die beiden erstklassierten Teams qualifizieren sich am Ende für die Finals der besten Acht, welche im November in Malaga (ESP) ausgetragen werden.