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Die Burgergemeinde Belp ist eine als Gemeinde organisierte Burgerschaft; sie besteht aus der Gesamtheit der das Burgerrecht von Belp besitzenden Personen.
Die ordentlichen Geschäfte der Burgergemeinde werden durch einen von der Burgergemeindeversammlung gewählten, fünfköpfigen Burgerrat erledigt. Sie beschäftigt zurzeit 1 Förster und 2 Forstwarte sowie 1 bis 2 Forstwartlehrlinge und Hilfspersonal. Belpburger heissen: Balsiger, Bachmann, Brosi, Brönnimann, Christen, Gasser, Guggisberg, Hänni, Müller, Straub, Schlapbach, Wägli und Winzenried. Um 1860 erkauften sich das Burgerrecht die Familien Gsell (1896), Hofbauer (1861) und Runge (1902).
Die Burgergemeinde besitzt eine Waldfläche von ca. 300 Hektaren Wald und Auenlandschaft. Der Wald besteht zu ca. 50% aus Nadel- und 50% aus Laubholz. Zudem ist sie Revierträgerin mit einer Fläche von 1'049 Hektaren Wald, d.h. von Belp über den Belpberg bis nach Jaberg. Die Fischereirechte an den Belper-Giessen von Oberaar bis auf die Höhe des Jägerheims stehen der Burgergemeinde zu und werden an Burger verpachtet. Sie besass früher auch noch sehr viel Kulturland, vom Jägerheim bis zur Hunzikenbrücke, das sie aber vor ca. 160 Jahren an die ansässigen und nutzungsberechtigten Burger verloste (1 Los = ca. 30 bis 40 Aren).
Der grösste Teil des Waldes befindet sich am Nord- und Südhang des Belpbergs, ca. 40% ist Auenwald und der Rest ist am Längenberg: Kohlholz und Toffenholz.
Der Erlös aus der Holzerei ist heute in vielen Fällen nicht mehr kostendeckend, darum werden auch viele Arbeiten für Dritte erledigt.
Die Burgergemeinde ist mit rund 10‘000 m3 Grünschnitzeln die grösste Schnitzelproduzentin im unteren Gürbetal.
Am 6. Dezember 1996 wurde mit dem Bau des heutigen Forsthauses begonnen. Im Untergeschoss befinden sich eine grosse Einstellhalle für die Forstfahrzeuge und Forstgeräte, eine Werkstatt zum Unterhalt der Maschinen, ein Aufenthaltsraum für das Forstpersonal sowie WC/Dusche und ein Trocknungsschrank für Kleider und Schuhe. Das Obergeschoss dient der Burgergemeinde für Sitzungen und Versammlungen. In der übrigen Zeit wird dieser Raum für die verschiedensten Anlässe vermietet.
Sehr viele Arbeiten beim Bau des neuen Forsthauses wurden durch Burger ehrenamtlich erledigt.
Am 15. November 1997 wurde es, verbunden mit einer Burgerversammlung feierlich eingeweiht.
Dazu besitzt die Burgergemeinde im Fahreggen einen Werkschopf, welcher für Werkzeugunterhalt u.ä. benutzt wird, sowie einen Holzschnitzelschopf zur Lagerung von ca. 1‘500 m3 Grünschnitzeln im Kohlholz.