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zum gedenken
=Erich Brülhart, Ueberstorf
Erich Brülhart kam am 10. Juni 1944 als Sohn des Felix Brülhart und der Martha, geborene Siffert, zur Welt. Mit fünf Brüdern, von denen einer ganz jung starb, und fünf Schwestern ist er auf dem elterlichen Bauernhof im Bühl in Ueberstorf aufgewachsen. Zuhause lernte er schon früh, Hand anzulegen und seinen Beitrag zu leisten zum Wohl der Familie.
In Ueberstorf besuchte Erich Brülhart die Primar- und in Düdingen die Sekundarschule. Für Freizeitbeschäftigungen blieb nicht viel Zeit übrig. Zwei Jahre spielte er beim FC Flamatt Fussball, was ihm sehr gut gefiel. Erich begann eine Lehre als Hochbauzeichner bei der Firma Hofmann in Kehrsatz. In dieser Zeit wohnte er bei der Familie des Lehrmeisters und verbrachte die Wochenenden daheim bei seinen Eltern. Er bildete sich nach der Lehrzeit weiter und eröffnete ein Architekturbüro in Ueberstorf. Seine Projekte betrafen vor allem Einfamilienhäuser in unserer Region.
Mit Sylvia Hayoz schloss Erich Brülhart 1968 den Bund fürs Leben. Mit ihr hat er für die beiden Kinder, die ihrer ehelichen Gemeinschaft geschenkt wurden, gesorgt: Nicole und Pascal. Mit Interesse hat er sie auf ihrem Weg begleitet und sich später an den Grosskindern Simon, Fabian und Jana erfreut.
Durch seinen Beruf hatte er Kontakt zu vielen Leuten, was ihm dank seiner offenen Art leichtfiel. Er war ein geselliger Mensch, schätzte gemütliches Zusammensein bei einem Glas Wein und konnte seine Gäste gut unterhalten. Gerne traf er sich bei seinem Hobby mit den Jagdkollegen.
Mit seiner Gattin unternahm er gerne Reisen, um fremde Städte kennenzulernen. Die letzte gemeinsame Reise war eine Kreuzfahrt. 2007 machte sich die Parkinsonkrankheit bemerkbar. Sie schränkte ihn beim Schreiben und Zeichnen ein, was ihm sehr zu schaffen machte. Er war immer mehr auf Beistand und Hilfe von der Familie, in erster Linie von seiner Gattin, angewiesen.
Darum war es für ihn ein ganz schwerer Schlag, als Sylvia im Frühling 2013 ganz unerwartet starb – am Tag, an dem er von einem Kuraufenthalt in sein trautes Heim zurückkehrte. Wenige Tage danach erlitt er einen Zusammenbruch und wurde ins Spital eingeliefert.
In der Folge bezog er ein Ferienzimmer im Pflegeheim Auried in Flamatt. Von Ende April 2013 bis Anfang Juni 2014 weilte er im Pflegeheim Résidence Beaulieu in Murten. Als erster Bewohner kam er dann ins neueröffnete Pflegeheim Bachtela in Bösingen. Die Umstellung war für ihn nicht leicht. Aber er war dankbar für alles Wohlwollen und jegliche Hilfe, die er erfahren durfte, und freute sich sehr über die Besuche seiner Angehörigen, Freunde und Bekannten.
Wegen einer Lungenentzündung musste Erich Brülhart Anfang Oktober für eine Woche ins Kantonsspital Freiburg. Nach seiner Rückkehr ins Pflegeheim Bachtela liessen seine Kräfte schnell nach. Am Samstag, 11. Oktober 2014, ist Erich Brülhart gegen Abend friedlich eingeschlafen. Eing.