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Der Nachweis der Reinigungswirksamkeit eines Reinigungs- und Desinfektionsgerätes ist für die Beurteilung einer ausreichenden Leistungsfähigkeit von wesentlicher Bedeutung. Viele der auf wieder verwendbaren Medizinprodukten vorkommenden Verschmutzungen sind ganz oder teilweise eiweissartiger Natur.
Die Akzeptanzkriterien für visuell saubere Instrumente liegen bei
Grenzwert: > 200 µg (darf nicht erreicht bzw überschritten werden)
Warnwert: > 100...≤ 200 µg
Richtwert: ≤ 100 µg
Protein pro Prüfkörper.
Adenosintriphosphat (ATP) ist ein Molekül, welches als Energiequelle für die grundlegenden energieverbrauchenden Prozesse aller Lebewesen genutzt wird (Atmen, Laufen...). Es findet sich in allen Zellen, tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Dies gilt auch für Bakterien-, Hefen und Schimmelpilzzellen.
Das Vorhandensein von ATP bzw. dessen Konzentration weist auf die Verschmutzung bzw. den Grad der Kontamination durch organische Bestandteile hin. Überall dort besteht eine große Gefahr einer mikrobiellen Kontamination, da diese Zellreste den allgegenwärtigen Mikroorganismen als Lebensgrundlage dienen können.
Das Messen der Konzentration von ATP auf Oberflächen ist deshalb ein hervorragendes Mittel zur Infektionskontrolle im Spitalbereich. Es können Schwachstellen in der Reinigung aufgedeckt werden, um im Anschluss gezielte Massnahmen zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen durchzuführen.