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Auch das verschlafen: Viele Schweizer Privatbanken arbeiten noch mit jahrezehntealten IT-Systemen. Sie decken die Bedürfnisse nicht mehr und sind vor allem eins: teuer.
Es gebe in der Schweiz Privatbanken, die ihre Geschäfte mit IT-Lösungen abwickeln würden, die in den Jahren 1960 und 1970 entwickelt worden seien, sagte gemäss der Nachrichtenagentur «Bloomberg» David Arnott, CEO des Westschweizer Bankensoftware-Unternehmens Temenos, anlässlich der Präsentation des Geschäftsergebnisses.
Diese überalterten Lösungen würden 25 bis 40 Prozent der Kosten der Institute verschlingen. Diese Kosten seien in einem Umfeld schmerzlich, in dem die Privatbanken aufgrund des Geldabflusses im grenzüberschreitenden Verkehr mit schrumpfenden Margen zu kämpfen hätten, so Arnott weiter.
Bankenkonsolidierung bringt Investitionen in IT
Zudem müssten die Institute, deren Geschichte teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurück reiche, ihren Service an die mobilen Bedürfnisse der jungen Kunden anpassen. Dafür könne man nicht mehr ein altmodisches System verwenden, ergänzte der CEO.
Eine Konsolidierung in der Bankenbranche bezeichnete Arnott «als eine gute Sache» für Temenos. Denn im Zusammenhang mit Übernahmen oder Fusionen würden oft die IT-Systeme erneuert. So habe beispielsweise Julius Bär angekündigt, die Bank werde nach der Akquisition des internationalen Wealth-Management-Geschäfts von Merrill Lynch mehrerer hundert Millionen Franken in eine globale IT-Plattform investieren.
Arnott wollte indes nicht nennen, wieviel Verträge Temenos für das laufende Jahr in der Pipeline hat.