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In Masans, einer ehemals bäuerlichen Aussensiedlung vor den Stadttoren Churs, stand seit dem Mittelalter das alte Spital. Hier fanden zuerst Aussätzige und andere ansteckende Kranke, später arme und kranke alte Personen Unterschlupf. Das angebaute Kirchlein gehörte zum Spital; an dessen Stelle steht heute das Pfarrhaus aus den 1960er Jahren. Das Gotteshaus dürfte in seinem heutigen Umfang im 13. Jahrhundert entstanden sein, der Turm kam wohl erst um 1500 dazu. Die noch sichtbare Trennung von Langhaus und Vorraum diente vermutlich zur räumlichen Separation der kranken von den gesunden Kirchenbesuchern. Nach der Reformation wurde die Kirche zur Filialkirche von St. Regula. Im Chor sind Fragmente der ursprünglichen Ausmalung um 1500 erhalten geblieben: zwei Apostelgestalten, die heilige Barbara und die heilige Katharina sowie Geburt Jesu und Anbetung durch die Hirten, im Gewölbe die vier Kirchenväter und Engel, im Chorbogen Christus sowie törichte und kluge Jungfrauen. Das Glasfenster im Chor wurde 1936 vom Churer Leonhard Meisser gefertigt und stellt Jesus in seinem Kampf in Gethsemane dar. An der südlichen Aussenmauer im Giebel findet sich eine Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert.
Von den Renovationen 1910, 1936 und 1954 hat vor allem die letzte die Kirche stark umgeformt.