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Rom - Italienische Parlamentsmitglieder können sich ab kommender Woche freiwillig einem Drogentest unterziehen. Sie können eine Urin-Probe abgeben und damit beweisen, dass sie keine Drogen nehmen, wie Unterstaatssekretär Carlo Giovanardi erklärte.
Die Italiener hätten das Recht zu wissen, ob die Parlamentarier, die sie gewählt haben, drogenabhängig seien. "Wenn die Institutionen an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen wollen, müssen sie Transparenz garantieren", meinte Giovanardi.
Auch Politiker in der Region Latium forderten Drogentests für neu gewählte Mitglieder des Regionalrats. Sie reagierten damit auf den Skandal um den vergangenen Woche zurückgetretenen Präsidenten der Region Latium, Piero Marrazzo, der wegen seiner Beziehung zu Transsexuellen und Kokainkonsum erpresst worden war, den Fall jedoch nicht angezeigt hatte.
Kürzlich hatte Giovanardi die Einführung von Anti-Kokain-Tests für Piloten, Eisenbahner und Lastwagen- und Busfahrer vorgeschlagen. Kokain dringe in alle sozialen Schichten und Berufsgruppen ein. Es sei deshalb sinnvoll, die Kontrollen auszudehnen, meinte Giovanardi. Der Vorschlag sorgt für heftige Debatten.
Die Kontrollen sollen laut Giovanardis Vorschlag mindestens einmal jährlich durchgeführt werden. Sollte ein Arbeitnehmer positiv getestet werden, müsse er vom Dienst suspendiert werden und sich einem Entzugsprogramm unterziehen. Der Angestellte soll auch innerhalb von zehn Tagen eine zweite Kontrolle verlangen können.
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