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französischen Westküste und bei
Madeira.
[* 2] Die
Streifenbarbe
(Surmulet, M. SurmuletusL.), mit großen
Schuppen, blaßrot, mit
drei goldenen Längsstreifen und roten
Flossen, 30-45
cm lang, bewohnt das
Mittelmeer und geht im Atlantischen
Ozean bis zur
Ostsee. Beide
Arten wurden von den Alten hoch geschätzt; man brachte sie lebend in die Speisezimmer, ergötzte
sich an ihrer
Schönheit und dem prächtigen Farbenspiel beim
Absterben und ließ sie dann für die Tafel zubereiten.
Tiere
von 2 und 3 kg wurden mit 5000 und 8000 Sesterzien bezahlt. Man fängt sie auch jetzt noch viel bei
Italien,
[* 3] siedet sie sofort
in Meerwasser ab und versendet sie in Mehlteig gehüllt. Die schönsten liefert die Gegend von
Toulon.
[* 4]
(Küstengebiet,Litoral), im staats- und völkerrechtlichen
Sinn der zunächst der
Küste gelegene Teil des
Meers, welcher zu dem angrenzenden Land gerechnet und als unter der
Staatshoheit des letztern stehend angesehen
wird. Gewöhnlich nimmt man an, daß Kanonenschußweite, vom
Ufer aus gerechnet, jenes Gebiet begrenze. Innerhalb des Seegebiets
steht dem betreffenden Seestaat die
Hafen- und
Schiffahrtspolizei, die Küstenbewachung und die Ausübung der
Gerichtsbarkeit
zu. Friedensstörungen innerhalb des Seegebiets werden nicht geduldet, fremde
Schiffe haben sich innerhalb desselben gehörig
auszuweisen, und die
Küstenfrachtfahrt (s. d.) ist durch besondere gesetzliche Vorschriften geregelt.
bezeichnet sowohl den Zustand der Gefährdung, in welchem sich
Schiff,
Mannschaft,
Passagiere und
Ladung während
einer Seereise befinden, als auch ein denselben drohendes und schädigendes Ereignis auf
See, wie Seesturm, Seeraub u. dgl.
Endlich wird auch der dadurch verursachte
Schade S. genannt. Vgl.
Seeversicherung.
Erst nach 1815 ordneten sich ihre Verhältnisse wieder. Seit 1821 wurde ihr gestattet, ihren Gewinn dem Kapitalvermögen zuzuschlagen,
wodurch sie 1829 in den Stand gesetzt wurde, dem Staat seinen Einschuß zurückzuzahlen, so daß sie jetzt ganz mit eignem Vermögen
(über 35 Mill. Mk.) arbeitet. In frühern Jahren hat sie vielfach eigne Etablissements gegründet, dieselben
aber im Lauf der Zeit veräußert. Ihr Geschäftskreis beschränkt sich jetzt wesentlich auf das Bankgeschäft.
Schon 1845 wurde in Flugschriften die S. als eine Anomalie
[* 28] bezeichnet, da sie als Staatsinstitut in das bürgerliche Erwerbsleben
übergreife. Seit 1848 stehen ihrem Fortbestand konstitutionelle Bedenken entgegen: ihre Einnahmen und
Ausgaben stehen nicht auf dem Staatshaushalt, sie geht Schuldverbindlichkeiten ohne gesetzliche Grundlage ein. Ihre Aufhebung
wurde im Abgeordnetenhaus mehrfach in Anregung gebracht; für ihr Fortbestehen wird seitens der Regierung wesentlich der Grund
geltend gemacht, daß sie den Staatsbeamten Gelegenheit gebe, sich mit dem Bankgeschäft genau vertraut zu machen. Auch fällt
der Umstand schwer ins Gewicht, daß sie dem Staat jährlich 3-4 Mill. Mk. Einnahme zuführt. Die S. steht unter dem Finanzministerium;
sie wird von dem Präsidenten der S. geleitet.
Vgl. v. Rother, Die Verhältnisse des königlichen Seehandlungsinstituts (Leipz.
1845);
Julius, Die S. und das bürgerliche Gewerbsvorrecht (das. 1845).