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Neuchâtel–Chaumont
|Kürzel||NCh|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1910-09-17|
|Mutiert||Ab 1943-01-01 Tramways de Neuchâtel|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1910 eröffnete Strassenbahn Neuchâtel–La Coudre war von Beginn an elektrifiziert und über 437 Meter doppelspurig angelegt (Stand 1920). Sie gehörte der Aktiengesellschaft NCh, die einerseits die Trambahn und andererseits die Standseilbahn La Coudre–Chaumont umfasste. Beide Anlagen bildeten unternehmerisch eine Einheit. Finanzergebnisse und Bilanzen des Trams wurden den Zahlen der Standseilbahn subsummiert und nicht gesondert ausgewiesen (missing data). Das NCh-Tram besass kein eigenes Rollmaterial. Den Betrieb besorgten die Tramways de Neuchâtel (TN). Auf den 1. Januar 1917 wurde die Tramlinie zu einem Jahreszins von lediglich 2000 Franken an die TN verpachtet, womit sich das verfügbare Zahlenmaterial noch mehr ausdünnte. 1943 ging die NCh an die TN über.
Aufgrund der sehr beschränkten statistischen Angaben lässt sich über die Finanzlage des NCh-Trams nicht allzu viel aussagen. Mit Blick auf die Betriebsergebnisse war es jedenfalls nicht profitabel – dies im Gegensatz zur Standseilbahn, als deren Zubringer das Tram fungierte. Tief greifende Konsequenzen hatte der Kriegsausbruch 1914, zumal das Gesamtunternehmen NCh touristisch ausgerichtet war. Die Erträge der Tramlinie verminderten sich markant, was schliesslich 1917 zur Verpachtung an die TN führte. Der eher symbolische Pachtzins von 2000 Franken jährlich gründete darauf, dass die TN gemäss Vertrag für sämtliche Betriebskosten respektive -defizite aufzukommen hatten. Den Unterhalt der Bahnanlagen sowie die Speisung des Reservekontos bestritt die NCh.
Die Baukosten des NCh-Trams waren mit 70'400 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920) ausgesprochen gering, wobei zu beachten ist, dass dieses kein Rollmaterial besass. Dessen Kostenrelevanz war bei den Trambahnen beträchtlich. Im Mittel aller Unternehmen machte das Rollmaterial 31 Prozent aller Aufwendungen aus und war damit der mit Abstand grösste Kostenfaktor überhaupt. Beim NCh-Tram war dies indessen der Oberbau, auf welchen 47 Prozent der Ausgaben entfielen.
Vergleiche auch den Kommentar zur Standseilbahn La Coudre–Chaumont (NCh).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: