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Die Grundlagen zu den Vergütungen der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung sind in den Artikeln 27 und 28 der Statuten geregelt.
Das Vergütungssystem der BKW ist transparent und auf die mittel- und langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet. Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats bei der Aufsicht über die Konzernleitung ist gewährleistet, indem bei den Mitgliedern des Verwaltungsrats feste Vergütungselemente im Vordergrund stehen – eine leistungsbezogene Komponente wird ihnen nicht ausgerichtet (siehe im Einzelnen Ziffer 2.1). Bei der Konzernleitung werden Anreize zur Sicherstellung einer langfristigen Entwicklung über eine substanzielle feste Grundvergütung und eine hoch gewichtete langfristige Erfolgsbeteiligung in Form von gebundenen Aktien gesetzt. Die kurzfristige variable Vergütung ist dagegen vergleichsweise tief angesetzt (zu den verschiedenen Elementen im Einzelnen siehe Ziffer 2.2).
Die Grundvergütung für den Verwaltungsrat beinhaltet ein fixes Verwaltungsratshonorar. Die Höhe des Honorars ist abhängig von den besonderen Funktionen (Präsidium oder Vizepräsidium) sowie von Mitgliedschaften und Funktionen in den Verwaltungsratsausschüssen.
Für jede Teilnahme an einer Verwaltungsrats- oder Ausschusssitzung wird ein fixes Sitzungsgeld gewährt. Der Verwaltungsratspräsident erhält kein Sitzungsgeld.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats haben einmal jährlich die Möglichkeit, sich zu Vorzugsbedingungen am Aktienkapital der BKW zu beteiligen. Vorbehältlich einer Ausnahmesituation beträgt die maximale Anzahl vergünstigter Aktien 600. Der Rabatt beläuft sich auf 30 Prozent des durchschnittlichen Aktienkurses des letzten Quartals des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Die Teilnahme am Aktienbeteiligungsprogramm für die Mitglieder des Verwaltungsrats stellt einen Anreiz zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dar. Die erworbenen Aktien unterliegen hinsichtlich der Veräusserung einer Sperrfrist von drei Jahren. Diese wird bei der Berechnung der in diesem Bericht ausgewiesenen Vergütung mittels eines Abschlags berücksichtigt (entsprechend Ziffer 3.3 des Kreisschreibens Nr. 37 zur Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 22. Juli 2013).
Übrige Vergütungen umfassen die von der BKW entrichteten Beiträge an die Sozialversicherungen AHV/IV/ALV/EO sowie Quellensteuern.
Die Grundvergütung entschädigt die Ausübung der jeweiligen Funktion. Dabei werden die Erfahrung, die Verantwortungsbreite und -tiefe sowie der Einfluss auf den Unternehmenserfolg bei ihrer Bemessung berücksichtigt. Die Grundvergütung wird in bar ausbezahlt.
Die kurzfristige variable Vergütung trägt insbesondere dem erzielten finanziellen Jahresergebnis Rechnung. Zusätzlich beurteilt der Vergütungs- und Nominationsausschuss die Fortschritte in der Umsetzung der Strategie sowie die Erreichung weiterer quantitativer oder qualitativer Ziele. Da die BKW ohne Reserven budgetiert, handelt es sich beim budgetierten EBIT um einen überhöhten Zielwert (sog. «stretched» EBIT). Sofern das budgetierte EBIT erzielt wird, ist diesbezüglich eine maximale Zielerreichung gegeben. Ausserordentliche, unvorhersehbare Ereignisse wie z. B. die Aufhebung des Mindestkurses Euro/Schweizer Franken werden in den Beurteilungen der Zielerreichung ausgeschlossen. Der Vergütungs- und Nominationsausschuss erstellt eine Gesamtbeurteilung unter Berücksichtigung des ökonomischen und branchenspezifischen Gesamtumfeldes, in dem sich das Unternehmen bewegt.
Die kurzfristige variable Vergütung beträgt bei der CEO zwischen 0 und 30 Prozent der Grundvergütung und bei den Mitgliedern der Konzernleitung zwischen 0 und 20 Prozent der Grundvergütung. In Übereinstimmung mit der Lohnpolitik und der Unternehmensstrategie der BKW ist die kurzfristige variable Vergütung damit ein untergeordnetes Element der Gesamtvergütung der Konzernleitung. Sie wird jeweils in dem auf das Beurteilungsjahr folgenden Kalenderjahr in bar ausbezahlt.
In einer Ausnahmesituation kann die kurzfristige variable Vergütung reduziert oder gestrichen werden. Eine solche Situation ist gegeben, wenn das Unternehmen existenziell gefährdet ist und aus diesem Grund auf die Ausschüttung von Dividenden und/oder allfälligen variablen Anteilen an die berechtigten Mitarbeitenden verzichtet wird. In diesem Fall besteht trotz Zielerreichung kein Anspruch auf die kurzfristige variable Vergütung. Allfällige Kürzungen der Dividendenausschüttung zur Finanzierung von Investitionsvorhaben sind für die Bemessung der variablen Vergütung unbeachtlich.
Die Vergütung in gebundenen Aktien zielt auf die langfristige Erfolgssicherung ab und ist direkt an die Chance und das Risiko der Aktienkursentwicklung gekoppelt. Aufgrund des bis anhin äusserst erfreulichen Verlaufes des Aktienkurses hat sie sich zu einem zentralen Element der Gesamtvergütung der Konzernleitung entwickelt. Die zugeteilten Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren.
Die langfristige Erfolgsbeteiligung in gebundenen Aktien beträgt – unter Vorbehalt einer Ausnahmesituation – 40 Prozent der Grundvergütung des laufenden Geschäftsjahres für die CEO und 30 Prozent für die übrigen Mitglieder der Konzernleitung. Sie wird in einem ersten Schritt in Schweizer Franken berechnet und anschliessend in Form von gesperrten Aktien der BKW AG vergütet. Die Berechnung der Aktienzuteilung erfolgt grundsätzlich unter Zugrundelegung eines Aktienkurses von 33.00 CHF, welcher dem gemittelten Aktienkurs für die Jahre 2014/2015 entspricht. Der Vergütungs- und Nominationssauschuss überprüft bei weiteren Kursentwicklungen jährlich die Festlegung des Aktienanteils der Konzernleitung. Die Zuteilung der Aktien erfolgt jährlich im Dezember für das laufende Geschäftsjahr.
Die Vorsorgeleistungen beinhalten die Arbeitgeberbeiträge an die Pensionskasse. Die Pensionskasse BKW führte bis Ende des Jahres 2018 einen Vorsorgeplan nach dem Leistungsprimat nach den Vorschriften des Gesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG). Die Vorsorgeleistungen beinhalten für das Jahr 2018 daher zusätzlich zu den ordentlichen Arbeitgeberbeiträgen ebenfalls den Arbeitgeberanteil für Nachzahlungen aufgrund von Erhöhungen des versicherten Salärs. Mit der Einführung des Beitragsprimates per 2019 werden diese zusätzlichen Zahlungen bei Erhöhung des versicherten Salärs ab 2019 wegfallen. Die angeführten Vorsorgeleistungen beinhalten zusätzlich die Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/ALV/EO, welche auf die Gesamtvergütungen fällig werden.