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Der Begriff „Reiser“ leitet sich von „Reisig“ (kleine Zweige ab) und beschreibt treffend das Problem: Besenreiser sind sehr kleine Venen, die netz- oder fächerartig in der oberflächlichen Hautschicht vor allem der Beine auftreten und blau oder rot durch die Haut schimmern. Besenreiser stellen kein eigentliches Krankheitsbild dar, wirken kosmetisch aber oft störend. Treten sie in Kombination mit stärkeren Krampfadern auf (Varikose), können sie Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung des Venensystems sein. In diesem Fall sollte eine phlebologische Ultraschalluntersuchung oder eine Doppler-Sonographie durchgeführt werden.
Was wird gemacht?
Falls keine Insuffizienz oder Störung der größeren, tiefen Venen diagnostiziert wurde oder diese durch eine Operation bereits entfernt wurden, können kleine, einfache Krampfadern mit der Sklerotherapie (Verödung) behandelt werden. Mittels Injektion eines Verödungsmittels wird eine künstliche Entzündung in der Vene erzeugt, woraufhin ihre Wände verkleben, mit der Zeit vernarben und auf natürlichem Weg vom Körper abgebaut werden.
Die einfachen Besenreiser können durch eine Mikro-Sklerotherapie behandelt werden. Auch hier ist keine aufwendige Operation nötig. Statt einer flüssigen Lösung wird mit einer sehr feinen Nadel ein Luft-Flüssigkeit-Gemisch auf Alkoholbasis (Polidocanol) direkt in die kleinen störenden Venen gespritzt. Der Effekt ist identisch: die Veneninnenwände verkleben miteinander und werden vom Körper abgebaut.
Was gilt es zu beachten?
Damit eine optimale Verklebung der Veneninnenwände erreicht wird, sollte nach der Injektion für eine Woche ein Verband und anschließend ein Kompressionsstrumpf für vier bis sechs Wochen getragen werden.
Direkt nach der Injektion sollte der Patient mindestens eine halbe Stunde lang gehen, besser eine Stunde lang.
Sauna- oder Solariumbesuche sollten in den ersten sechs Wochen nach dem Eingriff vermieden werden. Bis zur Entfernung des Verbandes sollte auch kein Vollbad genommen werden. Normale körperliche Bewegung ist jedoch bedenkenlos möglich.
Welche Risiken bestehen?
Venenentzündungen, Thrombosen oder Lungenembolien können nahezu ausgeschlossen werden. Das Tragen des Kompressionsstrumpfes und das sofortige Gehen nach dem Eingriff helfen zudem, diese Risiken zu minimieren.
Nur bei einem ausgeprägten Befund und schon lange existierenden Besenreisern kommt es selten zu Pigmentierungen (Hautverfärbungen) durch das Austreten von Blut aus der Vene in das umliegende Gewebe. Solchen Blutgerinnseln kann mithilfe von kleinen Nadelstichen entgegengewirkt werden, die den Blutdruck in der Vene entlasten. Die seltenen Pigmentierungen verschwinden nach ca. einem halben Jahr, spätestens aber nach einem Jahr.
Hautverletzungen sind sehr selten und heilen meistens sehr gut ab. Lokale Schmerzen sind ebenfalls sehr selten, besonders bei der Verwendung von niedrig dosierten Lösungen.
Auch allergische Reaktionen sind sehr selten.
Eine leichte Schwellung ist in den ersten Tagen nach der Behandlung möglich. Bei stärkeren Beschwerden kann eine Lymphdrainage hilfreich sein, eventuell sollten zusätzliche Bandagen angelegt werden.
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