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Die Servettiennes holen einen überzeugenden Sieg und stärken ihre Leaderposition.
Die Mannschaft von Eric Sévérac spielte am Samstag eine sowohl gefürchtete als auch lang ersehnte Partie, die wohl die wichtigste der ersten Saisonhälfte war. Im Auswärtsspiel gegen den Schweizer Meister wollte Servette herausfinden, ob er das Kaliber hat, grosse Träume zu verfolgen.
Die Frage wurde unmissverständlich und vor allem schnell beantwortet. Schon in der siebten Minute flankte Maendly nach einer sehenswerten Kombination auf Sarrasin, deren Direktabnahme im Lattenkreuz endete. Keine zehn Sekunden später erwiderte Sarrasin den Gefallen: sie brachte eine flache Flanke hinein, Serrano lief absichtlich über den Ball und liess ihn für Maendly durch, die in dieselbe Ecke traf (8.). Die Effizienz der Grenat war beeindruckend und zeigte sich auch wenige Minuten später, als Serrano einen Weitschuss versenkte (15.).
Die Zürcherinnen liessen sich aber von diesem Rückstand nicht entmutigen und blieben während des ganzen Spiels hartnäckige Gegnerinnen. Die Servettiennes waren aber an beiden Platzenden überlegen. Der FCZ liess die Genfer Abwehr in den letzten zehn Minuten vor der Pause zittern. Das ging mit der Verletzung von Maeva Sarrasin los, die ihre Mitspielerinnen bis zu ihrem Wechsel in Unterzahl weiterspielen liess. Zürich nutzte diese Gelegenheit aus und Kim Dubs konnte nach einer Hereingabe von der rechten Seite das 1-3 erzielen (42.).
Die Genferinnen konnten sich in der Pause davon erholen und kamen wieder mutig aus der Kabine. Das Spiel ging angespannt und ausgeglichen weiter. Trotz der Abwesenheit von Caroline Abbé zeigte Servette eine solide Abwehrleistung. Gaëlle Thalmann agierte auf hohen Bällen kompromisslos und half ihrer Mannschaft, das Tor dicht zu halten. Servette lauerte auf Kontermöglichkeiten und Léonie Fleury, die gerade erst eingewechselt wurde, nutzte eine davon aus. Die französische Stürmerin eroberte einen Ball im Mittelfeld und lief ihren Gegnerinnen davon. 25 Meter vor dem Tor zog sie ab und traf ins Lattenkreuz (68.).
Dieses vierte Tor verletzte den Stolz der Schweizer Meisterinnen noch mehr. Sie nahmen das Tor von Thalmann sowie den Schiedsrichter unter Beschuss, was ihnen nur schadete, denn sie verloren den mentalen Kampf. Das Endergebnis spiegelte nicht nur die Effizienz des Servette FCCF wider, sondern auch wie die Genferinnen mit den Schwächemomenten umgingen. Trotz des verjüngten Durchschnittsalters behielt die Mannschaft starke Nerven. In der letzten halben Stunde zeigten die Mitspielerinnen von Marianne di Pasquale eine meisterliche Abgeklärtheit. Als die Zuschauer nur noch auf den dreifachen Schlusspfiff warteten, traf Léonie Fleury zum zweiten Mal an diesem Abend. Sie machte ein glückliches Pressing und konnte in aller Ruhe einschieben (90.).
Demzufolge schlug Servette den zweifachen Schweizer Meister mit vier Toren Unterschied. Servette siegte also zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Zürich. Dies gelang zum letzten Mal YB im Jahre 2011. Fünf Tore oder mehr kassierte Zürich zuletzt im Jahre 2009. Damals siegte Yverdon dank Toren von Valérie Gillioz, Maeva Sarrasin und Caroline Abbé 2-6.
Nun beträgt der Vorsprung auf Basel und Zürich vier bzw. sechs Punkte. Am Mittwoch stehen sich beide Kontrahenten im Nachholspiel gegenüber. Servette spielt am nächsten Samstag im Viertelfinale des Schweizer Cups. Die Genferinnen reisen ins Tessin, um gegen Balerna anzutreten.