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«Dem Menschen sind in seiner Vorstellung keine Grenzen
gesetzt ausser denen, die er sich selbst setzt!»
Richard F. Estermann
Freuen Sie sich über urchige, «lüpfige» Volksmusik im Fernsehen und können Sie dabei nicht mehr ruhig auf Ihrem Stuhl sitzen? Tanzen Sie bei einer Tanzturnier-Übertragung im Fernsehen mit oder boxen Sie auf Ihrem Stuhl als Zuschauer bei einem Boxkampf mit? Nach dem ideomotorischen Gesetz, dem «Carpenter- Effekt», werden die beobachteten Bilder - einfach gesagt - optisch auf unsere körperliche Ebene transformiert. Oder anders: Unser Körper führt die beobachteten Bewegungen ebenfalls im Mikrobereich aus, indem die dafür zuständigen Muskelfibrillen (Muskelfasern) aktiviert werden.
Bereits im Jahre 1874 formulierte der englische Arzt und Naturwissenschaftler, William Carpender, das sogenannte ideomotorische Gesetz - auch ideomotorischer Effekt genannt - welches besagt, dass bereits das Betrachten einer Bewegung diese bei uns in einem verkleinerten Massstab auslöst. Nimmt man also eine Bewegung optisch wahr, will man sie auch ausführen!
Gibt es ein Leben nach dem Tod oder ist einfach alles aus?
Haben Sie die Absicht, in ein fernes Land auszuwandern?
Wenn ja, werden Sie sich ausführlich erkundigen, wie es dort aussieht und welche Lebensbedingungen dort herrschen: Sprache, Klima, Umwelt, Natur, wirtschaftliche Aussichten, usw. Mit dem entsprechenden Wissen ausgerüstet, werden Sie dann die Reise antreten. Es ist bei uns «Seelenzeit» und in religiösen Familien gedenkt man wieder den verstorbenen Angehörigen. Unser Aufenthalt auf dieser Erde ist zeitlich begrenzt und auch wir werden einmal die Reise in ein «fernes, unbekanntes Land» antreten. Tag und Stunde sind uns unbekannt aber nichts ist sicherer auf dieser Erde, als diese Tatsache! Doch wie sieht es aus, im «unbekannten Land»? Was wissen wir eigentlich darüber? Ehrlich gesagt: Sehr wenig bis nichts!
Ich bin auf dem Heimweg von der Stadt. Vor mir läuft eine jüngere Frau mit einem Kinderwagen auf dem Trottoir. Mit der rechten Hand stösst sie den Wagen, mit der Linken überprüft sie ihr Handy oder Smartphone. Das Schreien ihres kleinen Kindes im Wagen ignoriert sie.
Psychologen, Ärzte und andere Fachleute sagen, dass sie schon heute bei Kindern Störungen beobachten, die auf mangelnde Aufmerksamkeit ihrer Mutter zurückzuführen sind. Denn statt sich dem Kind zuzuwenden, um mit ihm in einen verbalen oder nonverbalen Dialog zu treten, ist ihr das Handy wichtiger. Diese Situation wird von einem kleinen Kind unbewusst wahrgenommen nach dem Motto: Ich bin meiner Mutter nicht wichtig, ich bedeute ihr nicht viel. Zuwendung, Geborgenheit, Sicherheit und Liebe sind aber in dieser Lebensphase für ein Kleinkind das Wichtigste und für seine weitere Entwicklung entscheidend. Es ist wichtig, dass sich eine Mutter ihrem Kind widmet, ihm Zuwendung gibt und damit signalisiert: Ich bin immer für dich da!
Vorsehung setzt den Glauben an eine höhere Macht voraus
Wir können plötzlich in ein schicksalhaftes Ereignis verwickelt werden und stehen immer vor den gleichen Fragen: Warum gerade ich? Und: Ist ein solches Geschehen ganz einfach Zufall oder Vorsehung?
Im Rahmen meiner Seminartätigkeit lernte ich vor Jahren einen deutschen Geschäftsmann kennen, der sich zufällig in der nigerianischen Hauptstadt Lagos aufhielt und unfreiwillig in eine Schiesserei geriet. Gangster überfielen dort eine Bank und flüchteten, die Polizei nahm ihre Verfolgung auf. Im anschliessenden Kugelhagel geriet der Mann zwischen die Fronten und wurde von fünf Projektilen getroffen. Zwei konnten ihm notfallmässig herausoperiert werden, drei stecken noch heute in seinem Körper. Dass er überlebte, grenzt an ein Wunder. Viele Menschen leben heute in einem dauernden Spannungs- und Angstzustand: Was wird wohl Morgen sein? Wie wird dieses oder jenes ausgehen? Was wäre, wenn ich meinen Job verlieren würde oder das Geld nicht mehr ausreicht? Man fürchtet Krankheit, leidet unter Kriegsangst, fürchtet Inflation, hat Weltuntergangsängste. Wissenschaft und Technik wollen uns immer sagen: Alles ist machbar. Alles ist erklärbar.
Ein anstrengender Tag liegt hinter uns und wir kommen abends todmüde nach Hause. Man ist ausgelaugt - der Kopf ist leer. Doch fragen wir uns am Ende des Tages trotzdem: «Was war heute besonders schön? Worüber habe ich mich gefreut? Was habe ich gut gemacht und was würde ich im Nachhinein vielleicht besser machen?»
Mit diesen Gedanken, können wir den Tag in Ruhe und Frieden positiv abschliessen und uns dem erholsamen Schlaf übergeben. Vielleicht haben wir am anderen Tag eine wichtige Besprechung und wir können uns bereits mental darauf vorbereiten. Was will ich morgen dabei erreichen? Was für Argumente werde ich einbringen und wie werde ich auf eventuelle Fragen reagieren? Die letzte Stunde vor dem Einschlafen ist für uns besonders wichtig. Grundsatz: Keine negativen Gedanken und Emotionen zulassen, denn Gehirn und Unterbewusstsein beschäftigen sich die ganze Nacht mit deren Inhalt! Die Verarbeitung der Bilder und Informationen des vergangenen Tages ist Schwerstarbeit. Der Körper soll sich aber in der Nacht entspannen und regenerieren.