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Das Ölkartell Opec erwägt, noch weniger Öl aus dem Boden zu pumpen. Das treibt den Preis nach oben – ein Fass ist so teuer wie seit April nicht mehr.
Spekulationen über eine Verlängerung der Förderbremse haben den Preis für Rohöl am Freitag auf ein Fünfeinhalb-Monats-Hoch getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 56,63 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 50,78 Dollar je Fass ebenfalls ein halbes Prozent mehr. In Wien trafen sich Opec-Länder sowie Russland und Oman, um über eine mögliche Ausweitung der Förderbeschränkung zu beratschlagen. «Die grosse Frage ist, ob bei dem Treffen weitere Förderbeschränkungen auf den Tisch kommen», erklärten Analysten der Bank ANZ. Mit Interesse werde beobachtet, ob sich Venezuela und Nigeria, die von früheren Kürzungen ausgeschlossen blieben, nun einer Produktionsobergrenze anschlössen.
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sowie Russland und andere Nicht-Mitglieder verständigten sich im November darauf, die weltweite Ölproduktion pro Tag um rund 1,8 Millionen Barrel zu senken. Die Vereinbarung läuft noch bis Ende März. Ziel des Abkommens war es, das weltweite Überangebot an Öl einzudämmen und die Preise zu stabilisieren, die deswegen massiv unter Druck geraten waren. Mitte 2014 hatte Brent noch mehr als 100 Dollar je Fass gekostet, im Januar 2016 war der Preis auf rund 27 Dollar eingebrochen.
(reuters/mbü)