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Ein eigens von der OECD für die Schweiz erstellt Studie zeigt auf, welche Auswirkungen gefälschte und unerlaubt kopierte Produkte auf die Schweizer Wirtschaft haben. Er untersucht das Ausmass und die Auswirkungen des globalen Handels mit gefälschten Schweizer Produkten. Er untersucht auch die Auswirkungen auf vier Schweizer Industriebranchen: Uhrenindustrie, Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, Konsumgüterindustrie (nachfolgend auch FMCG) und Pharmaindustrie.
Die in diesem Bericht enthaltene Analyse basiert hauptsächlich auf einer quantitativen Einschätzung unter Anwendung der von der OECD entwickelten statistischen Methoden und greift auf Daten zurück, die aus einer gross angelegten Erhebung zu Zollbeschlagnahmungen von Waren stammen, welche die Rechte des geistigen Eigentums verletzen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Ausmass und Grössenordnung des Problems
- Der Gesamtwert der international gehandelten gefälschten Produkte, die Schweizer IP-Rechte verletzen, belief sich 2018 auf 7 Milliarden CHF (7,02 Milliarden USD) und entsprach damit 2,3 % des Exports mit Schweizer Originalprodukten.
- Unter den gefälschten Schweizer Produkten sind Uhren am meisten gefragt. Andere häufig gefälschte Schweizer Produkte sind Bekleidung, Lederwaren und Schuhe.
- Im Zeitraum von 2017 bis 2019 wurden 54 % der Produktfälschungen, die Schweizer IP-Rechte verletzen, von Kunden erworben, die wussten, dass es sich dabei um Fälschungen handelt. Die Zahl der Verbraucher, die bewusst gefälschte Schweizer Produkte kaufen, nimmt stetig zu; im vorherigen Untersuchungszeitraum 2011- 2016 lag sie bei 52,3 %.
Die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft
- Für 2018 beliefen sich die Umsatzverluste von Schweizer Rechteinhabern durch Produktfälschungen, die gegen ihr geistiges Eigentumsrecht verstiessen, auf mehr als 4,45 Milliarden CHF (4,48 Milliarden USD).
- Der Handel mit Produktfälschungen, die Schweizer IPRechte verletzen, führte in der Schweiz zu einem Verlust von mehr als 10’000 Arbeitsplätzen.
Die Broschüre und vollständige Studie zu Produktfälschungen, Markenpiraterie und die Schweizer Wirtschaft finden Sie auf der Seite des Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum.
Zahlen und Studien zur Europäischen Union
Studie: Der globale Handel mit gefälschten Waren – eine besorgniserregende Gefahr
Gegenstand dieser Studie ist eine aktualisierte quantitative Analyse des Wertes, Umfangs und Ausmaßes des Welthandels mit gefälschten und unerlaubt hergestellten Waren. Basierend auf Daten des Jahres 2019 wird darin das Volumen des internationalen Handels mit gefälschten und unerlaubt hergestellten Waren im genannten Jahr auf 464Mrd.USD bzw. 2,5% des Welthandels geschätzt.
Auf Grundlage detaillierter Daten der EU bietet die vorliegende Studie zudem eine eingehende Bewertung der Lage in der Europäischen Union. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Einfuhren gefälschter und unerlaubt hergestellter Waren in die EU im Jahr 2019 auf 119Mrd.EUR (134Mrd.USD) beliefen, was bis zu 5,8% der Einfuhren in die EU entspricht.
Statistik des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit über Fälschung und Piraterie:
Zu Medikamentenfälschungen
Zu Fälschungen und Piraterie