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Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Je zwei sich gegenübersitzende Spieler bilden eine Mannschaft, die zusammen spielt und
gewertet wird. Es werden französische Karten (52 Blatt, ohne Joker) verwendet.
Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Stiche zu machen. In einer ersten Phase (dem Reizen) wird in einer Art Versteigerung ermittelt,
welches Paar wie viele Stiche machen muss und ob es eine Trumpffarbe gibt. Nachdem sich ein Paar mit einer Ansage von Stichzahl und
Trumpffarbe durchgesetzt hat, erfolgt in der zweiten Phase das Abspiel der Karten. Hauptziel ist es für die eine Seite, mindestens ihre
angesagte Stichzahl zu erreichen; die andere Seite muss dies nach Möglichkeit verhindern. Dabei werden von geübten Spielern ausgeklügelte
Spieltechniken verwendet und die Chancen einer Spielweise mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten berechnet. Eine Besonderheit des Bridge ist es,
dass von der Partei, die die Reizung gewonnen hat, nur ein Spieler (der Alleinspieler) im Abspiel spielt, während sein Partner nach dem ersten
Ausspiel des linken Gegners seine Karten offen auf den Tisch legt und seine Karten auf Anweisung des Alleinspielers zugibt.
Heute versteht man unter Bridge die moderne Variante Kontrakt-Bridge, die sich seit den 1930er Jahren weltweit durchgesetzt und ihre
Vorgänger wie Whist oder Auktionsbridge weitgehend verdrängt hat. Bridge wird nicht nur als Rubberbridge im privaten Kreis, sondern häufig
in Form von Turnieren gespielt. Der Einfluss des Kartenglücks ist bei einem Turnier stark reduziert, weil in diesem die gleiche Verteilung
nacheinander an mehreren Tischen von verschiedenen Spielern gespielt wird und derjenige Turniersieger wird, der dabei im Vergleich aller
Verteilungen zusammengenommen am erfolgreichsten gespielt hat. Bridge wird deshalb, ähnlich wie Schach und Go, als Sport ausgeübt.