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Der übliche Konsum von 3-5 Tassen Kaffee pro Tag ist mit einer 15%igen Reduzierung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Wichtig ist, dass ein höherer Kaffeeverbrauch nicht mit einem erhöhten Krankheits-Risiko verbunden ist. Bei Menschen, die bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erlitten haben, ist ein typischer Konsum von 1-5 Tassen/Tag mit einem geringeren Sterberisiko verbunden als bei Menschen, die keinen Kaffee konsumieren, was darauf hindeutet, dass ein gewohnter Konsum das Risiko einer wiederholten Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eines Todes nicht erhöht. Daten aus der Health Survey von São Paulo deuten darauf hin, dass eine Kaffeekonsummenge von 1-3 Tassen/Tag mit einem reduzierten Risiko für erhöhten Blutdruck und Hyper-Homocysteinämie, einem Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verbunden ist.
Kaffee und Polyphenole
Kaffee ist eine wertvolle Quelle für Polyphenole in der Ernährung, und die Forschung deutet darauf hin, dass er ein wichtiger Lieferant von Antioxidantien in der Ernährung der Bevölkerung einiger europäischer Länder, darunter Italien, Finnland, Frankreich und Spanien, ist.
Chlorogensäure, Mitglied der Gruppe der Hydroxycinnamsäuren, ist eines der wichtigsten Polyphenole, die in Kaffee enthalten sind, das 7-9% des Gewichts von Kaffee ausmacht. Chlorogensäure wird durch Hitze abgebaut, so dass der Gehalt in gerösteten Kaffeebohnen niedriger ist als bei Rohkaffee. Der Gehalt an Chlorogensäure im Kaffee variiert je nach Art der Kaffeebohne sowie der Intensität und Länge des Röstprozesses. Polyphenole aus Kaffee sind hochgradig bioverfügbar; etwa 30% werden im Kreislauf aufgenommen.
Mögliche Auswirkungen von Polyphenolen und Kaffee auf Männer und Frauen
Gesundheitsbewertungen zeigen oft Unterschiede zwischen Männern und Frauen, und es gibt einige Hinweise darauf, dass dies auch bei Polyphenolen der Fall ist.
Wie bereits erwähnt, hatten polnische Erwachsene mit einer höheren Polyphenolzufuhr ein geringeres Risiko für einen großen Taillenumfang, hohen Blutdruck, hohen Lipoprotein-Cholesterinspiegel und Triglyceride Plasmaglukose bei Männern und Frauen.
Frauen in den Jahren um und nach den Wechseljahren stellten insbesondere fest, dass eine höhere Zufuhr von Polyphenol aus der Nahrung mit einem reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden war.
Dies deutet darauf hin, dass eine erhöhte Zufuhr von Polyphenolen für diese Gruppe von Frauen wertvoll sein kann.
Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um den Zusammenhang genauer zu verstehen und mit Männern zu vergleichen.
Einige Vorteile wurden in einer Gruppe japanischer Frauen in Bezug auf Polyphenolspiegel und Diabetesinzidenz gesehen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass eine kürzlich durchgeführte Meta-Analyse keinen signifikanten Unterschied zwischen Kaffeekonsum und Typ-2-Diabetesrisiko zwischen Frauen und Männern ergab.
Während Chlorogensäuren eine der Hauptkomponenten des Kaffees sind, die möglicherweise mit dem reduzierten Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung verbunden sind, gibt es nur sehr wenige spezifische Interventionsstudien, die sich mit reinen Chlorogensäuren beim Menschen befassen. Eine kleine Studie, in der chlorogensäurereiches Rohkaffeeextrakt für 12 Wochen verabreicht wurde, verringerte sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck, hatte aber keinen Einfluss auf den Body-Mass-Index oder die Pulsfrequenz bei Patienten mit leichter Hypertonie.
Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Schlussfolgerung über die Wirkung von Kaffeepolyphenolen auf das Erkrankungs-Risiko besteht darin, die Auswirkungen der verschiedenen Komponenten des Kaffees, einschließlich Koffein, zu trennen. Weitere Erkenntnisse sind notwendig, um die potenzielle Rolle von Polyphenolen im Kaffee endgültig zu klären.
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