Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/534

|Beschreibung|
Die Abteilung AN ist die eigentliche Zimeliensammlung der Bibliothek. "Wertvolle Handschriften, typographische Prachtswerke und Curiositäten etc.", so wird ihr Inhalt in der Übersicht zum Standortskatalog von Wilhelm Vischer umschrieben. Jahrzehntelang wurde hier aufgestellt, was an Neuzugängen ungewöhnlich wertvoll oder besonders sorgfältiger Betreuung bedürftig schien, dazu Dinge, welche sich der normalen bibliothekarischen Behandlung entzogen. Zeitweise wurden Einzelstücke aus anderen Abteilungen, Handschriften und Drucke, hieher umsigniert, es bildeten sich Gruppen und ganze Sondersammlungen. Vom Codex des 8. Jahrhunderts bis zum Photoalbum des 20., vom Blockbuch zum modernen Pressendruck und vom alten Kartenspiel bis zum ausgedienten Bibliotheksstempel ist alles mögliche vertreten. Der ganze Komplex ist recht gross geworden und unübersichtlich. Es ist hier nicht möglich, eine genaue Uebersicht über das Ganze zu geben, doch seien einige mehr oder weniger geschlossene Gruppen hervorgehoben. Unter AN II 3-23 stehen die Matrikeln der Basler Universität. Sie bilden rechtlich einen Teil des im Staatsarchiv liegenden Universitätsarchivs, doch hat die Universität seit jeher Wert darauf gelegt, dass diese hervorragenden Zeugnisse ihrer Geschichte in einem ihr angehörenden Institut, eben der Bibliothek, aufbewahrt werden. Die meisten Nummern sind genannt im vierten Band der Edition der Rektoratsmatrikel.
Als AN II 25-33 schliessen sich Geschenkverzeichnisse, Besucherbücher und einige verwandte Dokumente der Bibliothek an. Unter AN VI 26a-z steht die grösste geschlossene Reihe von Stammbüchern, wenn auch längst nicht der ganze Bestand der Bibliothek. Mit AN VII beginnt dann eine Reihe von Sondersammlungen: AN VII 1-23 sind besonders kostbare Drucke aus dem Frey-Grynaeum, ein erstes Depositum dieses Institutes aus dem Jahre 1896. Einige Stücke anderer Provenienz schliessen sich an. Unter AN VIII wurden die alten Liturgica vereinigt, sowohl Handschriften als auch Inkunabeln und Frühdrucke. AN IX sind einige hebräische und jiddische Papierhandschriften, AN X bildet einen Ableger des ehemaligen "Giftschrankes", eine kleine nach heutigen Begriffen eher harmlose Sammlung. AN XI enthält vier grossformatige Kalender
AN XII ist eine von Paul Scherrer 1937 begonnene und später wieder eingeschlafene Einbandsammlung. Da Scherrer keine Erlaubnis hatte, Bände aus anderen Abteilungen umzusignieren, musste er den Bestand aus Doubletten und Schenkungen aufbauen, so dass er durchaus nicht für die Bibliothek repräsentativ werden konnte. AN XIII enthält Glückwunschadressen und Geschenke zu den Universitätsjubiläen von 1860, 1885 und 1910. Auch diese Reihe ist später nicht mehr fortgeführt worden. AN XIV sind Widmungs- und Handexemplare verschiedener Autoren, viele davon aus dem Besitz von Andreas III Heusler. AN XV schliesslich vereinigt literarische Manuskripte. Diese Gruppe wird jetzt ausschliesslich durch die Überweisungen der Staatlichen Literaturkreditkommission Basel-Stadt gespeist und wächst rasch. Es existiert dazu ein Verzeichnis mit Register
|Übergeordnete Struktur||Druckschriften-Signaturen / Abteilung AN: Zimeliensammlung und Matrikeln der Basler Universität|