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Das Schloss Wildenstein ist im burgenreichen Baselbiet die einzige heute noch erhaltene Höhenburg. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Eptingern auf Grund und Boden des Dinghofes Bubendorf errichtet, der im Besitz der Basler Bischofskirche war. Im Jahr 1334 belagerten und beschädigten die Berner die Burg, was wohl der Grund für den 1338 erfolgten Neubau des Wohnturms war. 1378 oder 1380 verkauften die „Eptinger von Wildenstein“, wie sie sich nannten, die Burg an die Herren von Baden, welche sie 1384 dem Ordenshaus von Beuggen überliessen. Nur vier Jahre später wechselte Wildenstein erneut den Besitzer und gelangte an Petermann Sevogel von Basel, der den Arxhof dazu erwarb. Die Stadt Basel kaufte die Burg im Jahr 1500 (ein Jahr vor ihrem Eintritt in die Eidgenossenschaft) und erstand damit auch die dazu gehörenden Rechte und Freiheiten. Dadurch wurde Wildenstein zu einem Adelssitz mit beschränkten Rechten.
Erst im Jahr 1693 gab die damalige Besitzerin Sophie von Planta den alten Wohnturm auf und liess die Ökonomie- und Dienstgebäude in der Nordostecke der Anlage zum Wohnsitz umbauen: dem nach ihr benannten Plantahaus. 1792 erbte die Familie Vischer die Burg. Sie liess sie umbauen und erweitern und nutzte sie als ländlichen Sommersitz. Der Wohnturm wurde im Stil der Burgenromantik als Ritterburg mit Gefängnis, Gemälden und entsprechendem Mobiliar ausgestattet. 1947 wurde das Schloss Wildenstein als ganzjähriger Wohnsitz eingerichtet, was es für fast ein halbes Jahrhundert blieb.
Im Jahr 1994 kaufte der Kanton Basel-Landschaft das Schloss Wildenstein und stellte es in den folgenden Jahren instand. Die Umgebung steht wegen seiner kulturhistorischen und ökologischen Bedeutung seit 1997 unter Naturschutz. Eichenhain, Wiesen und Wald laden Spaziergänger zum Verweilen ein. Der unterhalb des Schlosses liegende Sormattfall gilt heute als Kraftort.