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Eine neue Erhebung des MIT zeigt, dass Elektroautos auch mit Benzinern verglichen werden können, wenn die Autos deutlich grösser und schwerer sind. Das MIT prüfte für das deutsche Manager-Magazin, wie sauber ein Tesla Model S gegenüber einem verbrauchsarmen Ford Fiesta gefahren werden kann. Die Studie zeigt auf, dass der Tesla nach einer Strecke von 175‘000 Kilometer deutlich sauberer unterwegs ist als der Fiesta.
Während eine schwedische Studie vor einigen Monaten noch behauptet hatte, dass für die Herstellung der 100-Kilowattstunden-Akkus im Tesla Model S satte 17,5 Tonnen CO2 entstehen, kommt die neue Studie nun zu einem besseren Ergebnis. Natürlich ist der Tesla aufgrund der Produktion und der Inhaltsstoffe in der Batterie nicht sauberer als der Fiesta. Ein zwei Tonnen schweres Tesla Model X P100D kostet in der Herstellung rund 13 Tonnen CO2, ein verbrauchsarmer Ford Fiesta Ecoboost kostet rund 5 Tonnen CO2. Nach einer Laufzeit von 175‘000 Kilometern hat der Tesla den Rückstand mehr als wettgemacht, der Kohlendioxid-Ausstoss liegt dann in der Gesamtrechnung bei 35 Tonnen, während der Fiesta 39 Tonnen produziert hat. Bei Kilometer 270‘000 hat der Tesla 14 Tonnen weniger CO2 produziert als der Fiesta. Um das Ergebnis durchzurechnen ist wichtig zu wissen, dass der deutsche Strommix genommen wurde und beim Benziner auch die Produktion des Kraftstoffes veranschlagt wird.
Würde man nun den Strom selbst über eigene Solaranlagen erzeugen oder nachhaltig erzeugten Strom tanken, wäre das Gesamtergebnis noch einmal besser als zuvor berechnet. Unberücksichtigt ist, dass ein Tesla sehr wohl über eine Laufleistung von 175‘000 Km gefahren wird, ein Ford Fiesta dann wohl schon auf dem Schrottplatz steht. Genau diesem Punkt sollte man ebenfalls eine Erhebung widmen, denn wenn ein Kleinwagen nach 85’000 Kilometern auf dem Schrottplatz steht, braucht es doppelt so viele Ford Fiesta um 170’000 Kilometer Laufleistung zu erzielen.