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Sehbehinderung
In der Schweiz leben ungefähr 325'000 sehbehinderte Personen. 10'000 von ihnen sind blind. Die Sehbehindertenorganisationen betreuen zwischen 10‘000 und 20‘000 Personen. 10 Prozent von ihnen sind blind.
Es gibt viele Arten einer Sehbehinderung. Eine Person hat eine Sehbehinderung, wenn sie Gesichtsfeldausfälle oder einen Tunnelblick hat, wenn sie Doppelbilder oder Flimmerlinien sieht, wenn ihr Sehvermögen von flimmernden Bereichen, Blitzen oder Blendungen beeinträchtigt ist und nicht zuletzt, wenn sie helle Punkte, verschleierte, verschwommene oder verzerrte Bilder sieht.
Am häufigsten führt der natürliche Alterungsprozess zu einer Sehbehinderung. Bei der altersbedingten Makuladegeneration nimmt die Sehkraft im Zentrum des Blickfeldes ab, ohne dass es zu einer Erblindung kommt. Weitere Ursachen für Sehbehinderungen sind Erkrankungen wie Grauer und Grüner Star, Netzhauterkrankungen, Augenverletzungen und vorgeburtliche Schädigungen.
Eine neu auftretende Sehbehinderung oder Blindheit verändert die Lebensumstände der betroffenen Person und ihres Umfeldes. Eine blinde oder stark sehbehinderte Person kann einige Tätigkeiten nur noch unter erschwerten Bedingungen oder mithilfe Dritter ausführen. Dies kann Folgen haben in beruflicher, sozialer und gesundheitlicher Hinsicht. Um weiterhin soweit wie möglich ein selbständiges Leben zu führen, muss sich die betroffene Person in Kursen und im Austausch mit anderen sehbehinderten Menschen blindenspezifische Fertigkeiten aneignen.
Wichtige Voraussetzung dafür, dass sehbehinderte und blinde Personen ihr Leben soweit wie möglich selbständig bewältigen können, sind blindenspezifische Hilfsmittel. Diese erleichtern die Orientierung und gewährleisten die Mobilität, dienen der Sicherheit der Betroffenen und unterstützen sie bei der Kommunikation und der Verarbeitung schriftlicher Informationen.