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Die Photobastei in Zürich (siehe Info-Box) zeigt eine Ausstellung des Schweizer Fotografen René Groebli. Er wurde am 9. Oktober 1927 in Zürich geboren und liess sich zum Dokumentarfilm-Kameramann ausbilden, war Fotograf und Bildredaktor bei einer Zeitung und Reportagefotograf in Afrika und im Nahen Osten.
Doch er gab den Fotojournalismus nach kurzer Zeit auf, die Hektik passte nicht zu seiner Vorstellung eines guten Fotos.
Nach 1953 konzentrierte sich der heute 87-Jährige zunehmend auf die damals junge Farbfotografie und leistete dort künstlerische Pionierarbeit. Im Kontext von Industrie und Werbung verlässt er als einer der ersten die sachliche Darstellung und rückt konsequent Unschärfe, Bewegung, Energie und Farbatmosphäre ins Zentrum.
Lange vor der digitalen Ära und Photoshop experimentiert er mit Farbverfremdung, Überblendung und Montage. Er perfektioniert das «Dye Transfer-Verfahren». Groebli hat in seinen frühen Farbexperimenten die Pop Art und die Ästhetik von Andy Warhol bereits vorweggenommen.
Grossen Widerspruch hervorgerufen haben die Akte aus Groeblis Fotoessay «Das Auge der Liebe» (1954).