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Für Prinzessin Amalia stehen aufregende Zeiten bevor: Mitte August startet die 16-Jährige in ihr letztes Jahr am Gymnasium Christelijk Sorghvliet in Den Haag.
Vielleicht hilft dem Teenager ein Blick darauf, was ihre royalen Gspändli nach der Matura so getrieben haben. Während die Männer fast alle direkt im Anschluss ans Gymnasium ihren Wehrdienst abgelegt haben, haben sich die Blaublüterinnen zu einem Grossteil für ein Zwischenjahr entschieden. Wir zeigen auf, was sie währenddessen getrieben haben.
Un po' d'Italianità per Kate
Herzogin Kate, 38, hatte, damals noch als Bürgerliche Kate Middleton, nach ihrem Schulabschluss Lust auf eine Pause. Im Jahr 2000 reiste sie dafür nach Florenz, um am British Institute einen Italienisch-Sprachkurs zu absolvieren. Zusätzlich besuchte sie in den drei Monaten auch einen Kurs in Kunstgeschichte.
Bevor sie schliesslich das Studium desselben Fachs auf Bachelorstufe an der University of St Andrews in Schottland antrat, wo sie später Prinz William, 38, kennenlernte, nutzte sie die Zeit für soziales Engagement. Anfang 2001 reiste sie nach Chile, um während zehn Wochen in einem Entwicklungsprojekt mitzuarbeiten. Die restliche Zeit ihres Zwischenjahrs verbrachte sie auf dem Wasser: Sie stockte mit ihrem Job als Deckhelferin auf Schiffen ihr Studi-Budget auf. Rund 70 Franken soll sie gemäss «Marie Claire» für einen Tag an Bord erhalten haben – und das bei Arbeitsbeginn um 7 Uhr morgens und Schichtende um frühestens 6 Uhr abends. Und da sage einer mal, Royals könnten nicht arbeiten!
Eugenie und Beatrice auf Reisen
Im Gegensatz zu ihrer heutigen Schwägerin entschieden sich Prinzessin Beatrice, 32, und ihre Schwester Prinzessin Eugenie, 30, für ein grösseres Reiseabenteuer. Eugenie reiste nach ihrem Schulabschluss 2008 durch Asien, Südafrika und Kenia. Im darauffolgenden Herbst schliesslich begann sie in Newcastle, Englische Literatur, Kunstgeschichte und Politik zu studieren.
Auch ihre Schwester Beatrice entschied sich nach dem aufgrund ihrer Legasthenie um ein Jahr verschobenen Schulabschluss, ein Zwischenjahr einzulegen. Auch sie entdeckte die Welt und reiste nach Südamerika, ergänzte die Zeit vor Studienbeginn allerdings noch mit einem Praktikum als Einkaufsberaterin in einem Kaufhaus. Schliesslich nahm sie 2008 ihr Studium der Geschichtswissenschaft in London auf.
Madeleine legte gleich los
Im Gegensatz zu einigen ihrer royalen Gspändli hat Prinzessin Madeleine von Schweden, 38, nach der Matura kein Zwischenjahr eingelegt und keine Zeit verstreichen lassen, um mit dem Studium loszulegen. Ob sie sich diese lieber genommen hätte? Die Wahl ihres Studienfachs nämlich fiel ihr nicht leicht, wie ein Blick in ihre Schulakte zeigt.
2001 ging Madeleine zunächst nach London, wo sie ein Englisch-Studium aufnahm. Ab 2002 belegte sie Kurse in Rechtswissenschaften und Architektur. Doch auch damit schien sie nicht vollends zufrieden zu sein, absolvierte stattdessen ein Praktikum im Bereich Architektur und Möbeldesign. Schliesslich kehrte sie aus Grossbritannien nach Schweden zurück, wo wie sich an der Uni für Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie einschrieb. Mit diesem Studium hat der Abschluss doch noch geklappt: Ihr Diplom erhielt Madeleine im Januar 2006.
Elisabeth geht ins Militär
Für einen eher ungewöhnlichen Weg als Königstochter hat sich Elisabeth von Belgien entschieden. Die 18-Jährige wird nach ihrem Schulabschluss ab dem 31. August mit rund 100 Kameradinnen und Kameraden für ein Jahr die royale Militärschule besuchen. Das hat der Palast kürzlich bekanntgegeben.
Damit tritt die Kronprinzessin in die Fussstapfen ihrer Vorfahren – allerdings ist sie die erste belgische Prinzessin, die die Ausbildung absolviert. Sie wird allerdings auch die erste Frau auf dem belgischen Thron sein. Und um dafür gewappnet zu sein, eignet sich die Schule, die ihr Urgrossvater 1834 gegründet hat, zweifelsohne.
Denn Zähheit lernt sie dort wie nirgendwo sonst. Bereits zu Beginn der Ausbildung erlernt Elisabeth Verteidigungstechniken, den Umgang mit Waffen sowie militärische Disziplin, hat Generalmajor Claes, Rektor der Schule, gegenüber «RTBF» verraten. Zudem stehen pro Tag rund fünf (!) Stunden Sport auf dem Programm. Damit auch der Kopf nicht zu kurz kommt, werden die Schülerinnen und Schüler auch akademisch gefördert – und gefordert. Mit Kursen wie Mathematik und Naturwissenschaften wird neben der physischen auch die mentale Fitness trainiert.