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In den Jahren 1940 gegen GC und 1948 gegen La-Chaux-de-Fonds, stand der FC Grenchen im Endspiel um den Schweizer Cup. Leider ging man beide Male als Verlierer vom Platz. Gegen die Welschschweizer mussten jedoch ganze drei Spiele ausgetragen werden, ehe ein Sieger feststand.
Im Jahr 1959 konnten die Uhrenstädter ein drittes Mal im altehrwürdigen Wankdorf zu Bern auflaufen. Die Vorzeichen für das Spiel gegen Servette Genf standen jedoch schlecht. Denn der Stammtorhüter Campoleoni hatte sich verletzt und dem FCG stand kein adäquater Ersatz zur Verfügung. Da sah man sich gezwungen, den 41-jährigen Erwin Ballabio, der schon drei Jahre lang nicht mehr gespielt hatte, ins Tor zu stellen. Der «schwarze Panther» hielt hinten dicht und Hamel erzielte den 1:0 Siegtreffer zum Cupsieg des FC Grenchen!
Der Cupsiegermannschaft von 1959 gehörten folgende Spieler an: Roth, Gutknecht, Fankhauser, Morf, Glisovic, Raboud I, Karrer, Moser, Dubois, Campoleoni, Raboud II, Sidler, Löffel, Hamel sowie Trainer Franz.
Der «schwarze Panther» ist die prägende Figur der FCG-Geschichte. Bereits als Junior war er Teil des FC Grenchen, spielte sich in die 1. Mannschaft und blieb seinem Club bis ans Lebensende treu. Die grossen Erfolge Ballabios mit dem FCG bleiben auch dem Schweizer Nationaltrainer nicht verborgen und so kam Ballabio am 12. Februar 1939 in Lissabon zu seinem Nati-Debut gegen Portugal. Da während der Wirren des 2. Weltkrieges nur wenig internationaler Fussball gespielt wurde, kam er zwischen 1939 und 1947 «lediglich» zu 27 Nationalmannschafts-Einsätzen.
Ballabio wurden seine Einsatzfreude, Gewandtheit, Reflexe und ein scharfes Auge für Penalty- und Freistosschützen nachgesagt. So erstaunte es nicht, dass gar ausländische Zeitungen Ballabio als «Torhüter Europas» bezeichneten. 1956 beendete er seine Spielerkarriere und übernahm sogleich das Traineramt beim FCG. 1959 kehrte er für den Cupfinal gegen Servette zurück ins Tor und gewann seinen einzigen Titel – den wertvollsten in der Geschichte des Vereins. Nach zehn Jahren als erfolgreicher Trainer, wechselte er zum Schweizerischen Fussballverband und übernahm 1967 für zwei Jahre das Amt des Schweizer Nationaltrainers.
Der FC Grenchen wurde am 2. Juli 1906 gegründet und war lange Jahre das Fussballflaggschiff am Jurasüdfuss. Die grössten Erfolge der Uhrenstädter liegen zeitlich gesehen etwas länger zurück. Sie werden aber in Grenchen stets in Ehren gehalten. Im Jahr 1937 gelang dem FCG der erstmalige Aufstieg in die Nationalliga A.
In den Nachkriegsjahren feierten die Blau-Weissen ihre grössten sportlichen Erfolge, wobei der Cupsieg 1959 und der Vize-Schweizermeistertitel 1964 die Höhepunkte der Vereinsgeschichte darstellen. In dieser Zeit sorgte der berühmteste FCG der Torhüter Erwin «der schwarze Panther» Ballabio dafür, dass der FC Grenchen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Gar Real Madrid soll an einer Verpflichtung Ballabios interessiert gewesen sein, in einer Zeit als internationale Transfers noch eine Seltenheit waren.
In den 70er und 80er Jahren galt Grenchen als Fussball-Talentschmiede der Region. Noch heute profitieren zahlreiche Clubs der Region von der Grenchner Juniorenförderung.
Bis 1995 gehörte der FCG stets den beiden höchsten Spielligen der Schweiz an. Nach der Zwangsrelegation aus der Nationalliga B im Jahre 1995 konnte sich der FCG lange Jahre in der 1. Liga halten, bis in den 2010er-Jahren vor allem aus finanziellen Gründen ein steter Abstieg bis in die 2. Liga Regional einsetzte.