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Der bekannte Hedgefondsmanager und Ölhändler Andy Hall rechnet mit künftig steigenden Ölpreisen. Die Produktion in den USA werde im Verlauf Jahres deutlich zurückgehen.
Andy Hall, einer der bekanntesten Ölhändler, ist «bullish» in Bezug auf die zukünftige Preisentwicklung. Für ihn ist der Preisrutsch am Ölmarkt sei keine Wiederholung von 1998 oder 2008. Dass es kein «extremes Contango» gebe, zeige, dass «es zwar ein mässiges Überangebot gibt, die Welt aber nicht im Öl schwimmt», erklärte Hall in einem Brief an Investoren.
«Contango» bezeichnet eine Situation, in der die Preise für Rohstoffe mit kurzfristigem Liefertermin niedriger sind als zu späteren Terminen.
IEA dürfte Ausblick senken
Die Ölpreise sind in den letzten zwölf Monaten um gut 50 Prozent gefallen. 1998 hatten sie 32 Prozent und 2008 54 Prozent verloren. Hall, Chef der Astenbeck Capital Management in Southport, Connecticut, sagte, die Rohölproduktion in den USA werde im Rest des Jahres sechs Prozent niedriger liegen als im Durchschnitt der ersten Jahreshälfte.
Er erwarte, dass der Produktionsausblick der International Energy Agency einen Rückgang anzeigen werde. Es seien wahrscheinlich noch mehr als 200 Millionen Barrel Öllagerkapazität verfügbar, schrieb Hall. Vertreter von Astenbeck reagierten zunächst nicht auf Anfragen.
(bloomberg/dbe/hon)