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Das Wichtigste in Kürze
- Millionen von Eltern können ihre Kinder in Notsituationen nicht ausreichend ernähren.
- Ärmere Haushalte haben meist weder ein Sparkonto noch andere finanzielle Rücklagen.
- In Spargruppen ermöglichen sich die Mitglieder gegenseitig Kredite und Darlehen.
«Eltern zu sein bedeutet, hart zu arbeiten, um das Wohlergehen der Familie zu sichern, sie zu ernähren und zu kleiden», sagt Coulibaly Maïmouna Diarra. Sie lebt mit ihrem Ehemann und sechs Kindern in einem kleinen Dorf im Südwesten von Mali.
Ackerland gibt es nur wenig, und das Land ist durch den spärlichen Regenfall sehr trocken. Ernteausfälle werden häufiger. «All dies schränkte unser Einkommen so sehr ein, dass es sehr schwierig war, unsere Kinder zu ernähren und für ihre Schulbildung zu sorgen», sagt die Kleinbäuerin. «Als Mutter war ich sehr besorgt über die Zukunft meiner sechs Kinder.»
Kein Geld für Grundbedürfnisse
Coulibaly Maïmouna Diarra ist mit ihren Sorgen bei Weitem nicht allein. Etwa 1,2 Milliarden Kindern weltweit fehlt es an Nahrung, Gesundheitsversorgung und Bildung.
Massgebend zum Problem trägt bei, dass 1,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben. Eltern können kein Geld für die Grundbedürfnisse ihrer Kinder auf die Seite legen.
Mithilfe von Spargruppen, initiiert durch World Vision, tun sich Männer und Frauen in ärmeren Gemeinden zusammen. Gemeinsam legen sie regelmässig kleine Beträge auf die Seite.
Wenn Bedarf besteht, können sich Mitglieder aus dieser Sparkasse Geld leihen. So kommen sie finanziell über die Runden, wenn zum Beispiel ein Familienmitglied erkrankt, bei Ernteausfällen oder wenn sie ein Geschäft starten möchten und dazu grössere Anschaffungen wie Arbeitsgeräte tätigen müssen.
Mit Kredit aus Spargruppe finanzielle Gewinne erzielen
«Ich habe bereits einen Kredit aufgenommen, um Saatgut für meinen Garten zu kaufen. Durch den Verkauf von Gemüse habe ich viel Gewinn gemacht. So konnte ich meinem Mann bei den Einnahmen für den Haushalt helfen», erzählt Coulibaly Maïmouna Diarra.
Zudem habe sie mit Geld aus der Spargruppe die Fahrräder ihrer Kinder repariert. Damit können sie nun weiterhin den langen Schulweg bestreiten.
Ihr Sohn ergänzt: «Dank der von World Vision gegründeten Spargruppe können unsere Eltern jetzt besser für uns sorgen. Wir essen gut. Wenn wir krank werden, können sie uns behandeln lassen, und sie können unsere Schulgebühren bezahlen.»
Wer eine Mutter stärkt, stärkt einen ganzen Haushalt
World Vision hat die Gründung von über 79’000 Spargruppen unterstützt und mehr als 1,6 Millionen Mitglieder mobilisiert. 79 Prozent der Mitglieder – über 1.3 Millionen – sind Frauen.
Die Sparkassen tragen dementsprechend zur sozialen und wirtschaftlichen Stärkung der Frauen, zur Widerstandsfähigkeit der Haushalte und zum sozialen Zusammenhalt bei. Die Vision dabei: Wer eine Mutter stärkt, stärkt einen ganzen Haushalt.
3800 Spargruppen haben auch Zugang zum Fast-Kredit (Finance Accelerating Savings Group Transformation) von VisionFund, welcher Kreditlinien und Sparkonten zur Verfügung stellt. Mit dem Programm können die Ersparnisse erhöht werden, damit die Gruppe ihre Geschäfte ausbauen und ihren Lebensunterhalt sichern kann.
«Sorbeh» ist eine solche Spargruppe in Sierra Leone. Mohamed Jabbie ist einer der Geldzähler der Gruppe.
«Wir wissen, dass World Vision uns eines Tages verlassen wird. Aber das ist in Ordnung; sie können gehen. Wir werden die Spargruppe in dieser Gemeinde nie auflösen. In dieser Gruppe haben wir eine Menge über Unternehmensführung gelernt und können Konflikte mit Leichtigkeit schlichten.»
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