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Nachdem ich vor einem Jahr über den ersten Teil der ersten Frage des Heidelberger Katechismus gepredigt habe, fahre ich nächsten Sonntag weiter mit der zweiten Frage fort. Es geht um den „Herzschlag“ des christlichen Glaubens, ich nenne ihn „Dreitakt“. Er bildet nicht nur die Struktur des gesamten Katechismus ab, sondern gibt uns überdies eine verlässliche Struktur unseres Glaubens:
Was musst du wissen, damit du in diesem Trost selig leben und sterben kannst?
Erstens: Wie groß meine Sünde und Elend ist.
Zweitens: Wie ich von allen meinen Sünden und Elend erlöst werde.
Drittens: Wie ich Gott für solche Erlösung soll dankbar sein.
Im Kommentar des Mitverfassers Zacharias Ursinus heisst es u. a.:
- Die Erkenntnis unseres Elends ist nötig für unseren Trost, weil sie uns alarmiert, indem sie eine Sehnsucht nach Erlösung weckt.
- Die Erkenntnis der Erlösung ist nötig für unseren Trost, damit wir nicht verzweifeln und keine andere Methode der Erlösung wählen.
- Die Erkenntnis der Dankbarkeit ist nötig für unseren Trost, dass er zusammen mit unserem Glauben wächst.
Thomas K. Johnson hat in seinem Aufsatz „The Triple Knowledge and the Reformation Faith“ auf die Bedeutung dieser wenigen Worte hingewiesen:
In roughly thirty words, the authors claim to outline the connections among our understanding of human nature, including existential self-knowledge, the role of authentic religion or faith in human life, and the meaning of daily life, including all of ethics.