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Erzählt wird die Geschichte eines Wolfskinds, das man nach Beendigung eines Flohmarkts auf der Place du Jeu de Balle in Brüssel fand. Seine Schreie waren weitum zu hören; und man sah, wie es um sich schnappte und geiferte wie ein Tier. Inmitten der gleichgültigen Menge gab es einen Menschen, der sich bemühte, es der Vergessenheit zu entreissen: «einen Menschen», es hätte auch ein anderer sein können. Was er uns erzählt, ist die Realität, die er hinter Wörtern wie Notaufnahme, Richter, Familie, Vater, Kind, Verwaltung, Adoption oder Heim entdeckt. Dieser packende Text, für den die junge belgische Autorin Céline Delbecq zahlreiche Preise erhielt, stellt die Funktion des Theaters ins Zentrum der Gesellschaftsprobleme – und umgekehrt.