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2020 hat der Parc Ela Anlauf genommen für die nächsten 10 Jahre: Die Bevölkerung hat darüber abgestimmt, ob der Parc Ela weiterbestehen soll und erneut beim Bund als Regionaler Naturpark für die Jahre 2022 bis 2031 bewerben soll.
Bis Ende 2020 haben 4 der bisherigen Parkgemeinden dem neuen Parkvertrag zugestimmt. Damit war gesichert, dass der Parc Ela für weitere 10 Jahre bestehen wird. Am 18. Januar 2021 hat die Gemeinde Lantsch/Lenz dem Parkvertrag an der Gemeindeversammlung ohne Gegenstimmen zugestimmt und am 21. Februar 2021 hat auch die Gemeinde Surses an einer Urnenabstimmung entschieden, weiterhin beim Parc Ela mitzumachen.
Als letzten formellen Schritt wird nun die Mitgliederversammlung des Vereins Parc Ela am 24. März 2021 als letzter Vertragspartner ebenfalls noch über den Parkvertrag befinden und das Gesuch mit dem Managementplan 2022-2031 verabschieden. Der Kanton Graubünden wird das Gesuch zur Verlängerung des Parkbetriebes Ende März beim Bund einreichen. Ein Entscheid des Bundes wird nach eingehender Prüfung im Laufe des Sommers erwartet.
Was würde ein Nein zum Parkvertrag an der Abstimmung vom 21. Februar 2021 im Surses bedeuten?
Ein Nein zum Parkvertrag bedeutet ein Nein zum Parc Ela. Die Gemeinde Surses würde nur noch bis 31.12.2021 Teil des Parc Ela sein.
Sind Nachverhandlungen zum Perimeter möglich?
Nein, die 6 Parkgemeinden haben den Perimeter gemeinsam ausgehandelt und im Parkvertrag 2022-2031 festgeschrieben. 5 Gemeinden haben dem Parkvertrag mit diesem Perimeter inzwischen zugestimmt und der Parkvertrag ist in Kraft getreten. Ein Nein zum Parkvertrag der Gemeinde Surses bedeutet, dass das Surses ab 1.1.2022 nicht mehr Teil des Parc Ela wäre. Der Perimeter würde nur noch die Gemeinden umfassen, die dem Vertrag zugestimmt haben.
Wieviel Zeit bleibt noch bis zur Einreichung des Gesuchs beim Bund?
Der Kanton Graubünden muss spätestens am 1. April 2021 alle Gesuchsunterlagen, u.a. den Parkvertrag, beim Bund einreichen, damit der Parc Ela auch von 2022 bis 2031 Regionaler Naturpark bleiben darf. Darum hatten die Parkgemeinden ursprünglich vereinbart, die Abstimmungen zum Parkvertrag bis Ende 2020 durchzuführen.
Die Abstimmungen in den Parkgemeinden sind nötig, weil sich jede Parkregion nach 10 Jahren erneut beim Bund als Naturpark bewerben muss. Es wird bereits die vierte Abstimmung sein: Schon 2005, 2008 und 2010 hat die Bevölkerung ein klares Ja zum Parc Ela gefällt.
Formell stimmt die Bevölkerung über den Parkvertrag ab. Die 6 Parkgemeinden haben sich auf einen neuen Parkvertrag geeinigt und in den Vorständen der Gemeinden Albula/Alvra, Begün Filisur, Lantsch/Lenz, Schmitten und Surses einstimmig verabschiedet. Der kleine Landrat von Davos hat dem Parkvertrag bereits zugestimmt. In den anderen 5 Gemeinden wird die Bevölkerung an den Gemeindeversammlungen im Herbst 2020 über neuen Parkvertrag befinden.
Der Parkvertrag regelt die Aufgaben und Rollen zwischen den Parkgemeinden und der Parkträgerschaft (Verein Parc Ela) für die Jahre 2022-2031.
Der Parkvertrag 2022-2031 ist das Ergebnis von mehreren Gesprächs- und Vernehmlassungsrunden zwischen dem Verein Parc Ela und den 6 Parkgemeinden
Denn ein regionaler Naturpark ist ein Förderinstrument für den ländlichen Raum, mit dem vorhandene Natur- und Kulturwerte erhalten und in Wert gesetzt werden sollen, um Einkommen und Lebensqualität zu schaffen.
Natur und Landschaft, Kultur und Tradition sind unsere Lebensgrundlage. Der Naturpark erhält und fördert sie.
Der Naturpark bringt uns die Gäste von heute und morgen und verknüpft unsere Roh-
stoffproduktion mit Gewerbe, Handel und Tourismus. Das schafft Einkommen.
Bildung und Events rücken unsere Natur- und Kulturschätze ins Rampenlicht und zeigen, wie wir sorgfältig damit umgehen können.
Unser Naturpark bildet die Klammer zwischen dem Albulatal und dem Surses und bringt Menschen zusammen - Einheimische und Gäste.
Unser Naturpark bietet Hoffnung und Perspektiven für eine Region, der oft eine düstere Zukunft vorausgesagt wird.
Der Gemeindevorstand Surses hat am 4. März beantragt, das Skigebiet Savognin aus dem Perimeter des Parc Ela auszuklammern. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat dieses Gesuch abgelehnt, da keine Rechtsgrundlage dafür besteht.
Das folgende Dokument geht auf grundlegende Fragen ein, um eine faktenbasierte Meinungsbildung zu ermöglichen und eine konstruktive Diskussion anzuregen. Es beantwortet Fragen zum Perimeter, zu möglichen Ängsten, zur Entstehungsgeschichte, zu regionalen Naturpärken allgemein, zur Finanzierung, zum Verein Parc Ela und zum Nutzen des Parc Ela.
Im Rahmen der Informationskampagne #noss_futur äussert sich die Bevölkerung des Parc Ela in kurzen Videos zu den gemeinsamen Projekten und ihren Visionen für die Zukunft des Parc Ela: www.parc-ela.ch/nossfutur