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Die Parkinson’sche Krankheit (PD) ist gekennzeichnet durch die drei Komponenten Ruhetremor, Rigidität (Versteifung der Muskulatur) und Akinesia (Verlangsamung und Bewegungseinschränkungen sämtlicher Körperteile, hin bis zur Bewegungsunfähigkeit). Schmerzen, Dystonien und motorische Überaktivitäten, genannt Chorea (oder Dyskinesien) können das Krankheitsbild ebenfalls kennzeichnen.
Der Verlust der dopaminproduzierenden Zellen in der Substanzia nigra verursacht eine Kettenreaktion in den Basalganglien, Quelle der Überaktivitäten im Thalamus und Kortex, wodurch die erwähnten Symptome entstehen.
Unsere Behandlung ist darauf ausgerichtet, die abnormal funktionierende pallido-thalamische Bahn zu unterbrechen, ohne den Thalamus zu beeinträchtigen. Diese Methode schont die normalen Hirnfunktionen. Falls nötig kann eine Symptomentlastung beidseits erhalten werden.
Unsere Behandlungen zur effizienten Behandlung dieser Symptome basieren auf jahrelanger Arbeit, in unserem Fall bedeutet das mehr als 20 Jahre wissenschaftlicher Arbeit zum Verständnis der Mechanismen dieser Krankheit und ihrer bestmöglichen Kontrolle dank selektiver Auswahl der Zielgebiete im Gehirn. Die gute Neuigkeit: wir können eine Schmerzentlastung ohne Einschränkung der motorischen, sensorischen und kognitiven Funktionen erzielen. Unsere Behandlungsmethode kann – falls notwendig – bilateral, d.h. auf beiden Seiten des Gehirns angewendet werden. Die Langzeitresultate der Behandlung liegen bei einer durchschnittlichen Symptomentlastung von 60 – 70%., belegt über einen Zeitraum von 5 Jahren (in unzähligen postoperativen Konsultationen über eine weitaus längere Zeit). Es bestehen nur sehr geringe Risiken, hauptsächlich Blutungen im Zielgebiet, welche auf weniger als 1 % geschätzt werden können. Das Risiko von kollateralen Schäden um das Zielgebiet ist massiv reduziert durch die Echtzeitkontrolle der durchgeführten Arbeit, das Fehlen mechanischer Veränderungen sowie die Zielgenauigkeit im Halbmillimeterbereich. Langzeitliche negative Effekte aufgrund der Ultraschallbehandlung können dank der Tatsache, dass es sich um eine Thermokoagulation handelt, ausgeschlossen werden, die langzeitig sehr schonende Methode ist bewiesen durch mehr als 60 Jahre Arbeit in der funktionellen Neurochirurgie mit Anwendung von Radiofrequenz-Thermokoagulation. Da bei der funktionellen Ultraschall-Neurochirurgie die ausgewählten Zielpunkte denen entsprechen, welche während mehr als 20 Jahren mittels Elektrodenpenetration behandelt wurden, können die gleichen Langzeitresultate erwartet werden. Dies ist durch unsere Resultate über ein Jahr bereits bestätigt.
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Dopamineproduktion in der substantia nigra (blau) ist reduziert und verursacht Veränderungen der Funktionen im istriatum (dunkelgrün) und eine globale Überaktivität im pallidum (hellgrün). Der pallido-thalamische Trakt, Zielpunkt bei unseren Interventionen, bezeichnet als pallido-thalamische Tractotomy (PTT) , wird auf den Thalamus übertragen. Dieser steht in engem Zusammenhang mit dem Cortex(thalamo-cortico-thalamische Schlaufe). Der Austoss des Cortex in den corticispinalen Trakt wird auf den Spinalcord übertragen. Der überaktive pallido-thalamische Trakt verursacht die Steigerung von thalamokortikalen Aktivitäten in tiefen und hohen Frequenzen, Quelle der vielfältigen Parkinsonsymptome. Die PTT befreit die thalamo-kortikalen Bereiche von unnützen und störenden Hemmungen des Pallidums. Für weitere Informationen lesen Sie den « Some Unclassical Considerations On PD ».