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Gegenüber dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts (1864–1900) bis ins Jahr 2017 hat sich in der Schweiz die Durchschnittstemperatur um etwa 2,1 Grad Celsius erhöht – unter der Annahme, dass sich der Trend der letzten 30 Jahre fortsetzt. Das zukünftige Schweizer Klima wird zum einen von regionalen und globalen Trends beeinflusst, zum anderen spielen aufgrund der komplexen Topographie vermehrt lokale Faktoren eine gewichtige Rolle.
Klimamodelle zeigen, dass die gesamtschweizerischen Temperaturen im Lauf des 21. Jahrhunderts signifikant ansteigen dürften. Zusammen mit diesen Änderungen ist auch mit häufigeren, intensiveren und länger anhaltenden Wärmeperioden und sommerlichen Hitzewellen zu rechnen, während die Zahl der kalten Wintertage und -nächte abnehmen dürfte.
Zudem projizieren sie für die gesamte Schweiz eine Abnahme der mittleren Niederschläge im Sommer und für Teile der Schweiz eine Zunahme in den anderen Jahreszeiten, wobei diese Trends von kurz- und mittelfristigen natürlichen Schwankungen überlagert und für einige Jahrzehnte dominiert werden.
Das erste Aprildrittel zeigte sich im Norden wechselhaft, im Süden mehrheitlich sonnig. Im Norden fiel zum Monatsbeginn Schnee bis in tiefe Lagen. Das zweite Monatsdrittel brachte in der ganzen Schweiz viel Sonnenschein. Auf der Alpensüdseite gab es sommerliche Temperaturen von über 25 °C. Im letzten Monatsdrittel verzeichnete die Alpensüdseite die ersten kräftigen Niederschläge seit längerer Zeit.Bild: M. Bolliger
Der März 2022 brachte in der Schweiz sehr viel Sonnenschein und extrem wenig Niederschlag. Die Alpennordseite zählte 24, die Alpensüdseite 19 Sonnentage. Bis kurz vor Monatsende fiel nur an einem Tag verbreitet etwas Niederschlag. Regional war es einer der sonnigsten und einer der niederschlagsärmsten Märzmonate seit Messbeginn.Bild: M. Bolliger
Die Schweizer Sommer sind in den letzten 40 Jahren deutlich trockener geworden. Neben leichten Abnahmen der Niederschläge hat die zunehmende Verdunstung etwa im gleichen Mass zur Austrocknung beigetragen. Allerdings gibt es grosse Unsicherheiten, vor allem was die Verdunstung und das Bodenwasser in sehr trockenen Jahren betrifft. Dies zeigt eine neue Studie von MeteoSchweiz und der ETH Zürich.Bild: M. Bolliger
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