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Ein streng aufrecht stehender, 30 m hoher Baum in üppiger, stattlicher Form. Die Blütenstände entwickeln sich Juni – Juli als bis zu 20 cm langen Ständen aus tausenden von kleinen Blühten. Die Blume ist eher unscheinbar, für die Bienen jedoch ein Baum der Bäume. Die Fruchtstände reifen im Oktober, lassen sich fallen und platzen schliesslich auf, nachdem sich die Feuchtigkeit in der Hülle verflüchtigt hat. Dadurch wird die wunderbare Frucht freigesetzt welche im Süden noch heute wie Brot gehalten wird, die getrockneten Kastanien werden zu Mehl gemahlen, also eine sehr wichtige Frucht, nicht nur ein Genussmittel.
Als Heilwirkung wird dem Kastanienblatt tonische und adstringierende Eigenschaften zugeschrieben. Hilft bei Atmungsbeschwerden, beruhigt Dauerhusten und wirkt sehr gut gegen Keuchhusten.
Ihr Vorkommen in der Natur findet sich am häufigsten von Südfrankreich über die Südschweiz und Oesterreich bis in den Balkan und Kaukasus. Es wird vermutet, dass die nördlichen Populationen der Castanea von den Römern angesiedelt wurden. Einzelne Exemplare in den südlichen Breitengraden werden bis auf ein Alter von 1000 Jahren geschätzt. In der Regel werden sie jedoch „nur“ 500 Jahre alt, im Norden etwas weniger. Der Stammwuchs ist häufig drehwüchsig gegen den Uhrzeigersinn, was den älteren Bäumen ein interessantes Aussehen vermittelt. Das Holz selbst ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, darum wurde Kastanienholz beim Schiffsbau sehr geschätzt.
Die Edelkastanie war für die Kelten das Beispiel eines Baumes, den die Umwelt meist nicht nach seinen natürlichen Anlagen wachsen lässt. Beschneidet man nämlich den Baum, schlägt er zwar an neuen Stellen aus, verliert aber seine ursprüngliche Charakterform. Dieser Baum ist so sehr um seine Nützlichkeit bemüht, dass er fast zum Symbol für Gehorsam wurde.
Kastanien-Menschen benötigen zur Ausrichtung ihres Lebens ein klares, überschaubares Verhaltensmuster. Unermüdlich sind sie bestrebt für ihre Umgebung nützlich zu sein und sind damit ein Gewinn für jede Gemeinschaft. Entstehenden Anfeindungen begegnen sie mit gekonnter Anpassung, erreichen es aber trotzdem, das eigene Wohl im Auge zu behalten.
Es geht ihnen um ein Leben das Sinn macht, nicht nur um das Dasein. Darum suchen sie ihr gültiges Ideal. Haben sie es gefunden so handeln sie verantwortungsbewusst und konsequent. Dabei entwickeln sie eine ungewöhnliche Tatkraft. Überholtes und Altes wird dann rasch den eigenen Verbesserungen weichen.
Der Kastanien-Mensch ist nicht ein Überlebenskünstler aus Selbstzweck. Er/Sie muss wissen, wozu das alles gemacht werden muss was notwendig erscheint, dann ist dieses Baumzeichen kaum noch unterzukriegen. Es überlebt somit auch massive Notsituationen und überdauert auch längere „Durststrecken“.Sehr wohl fühlt sich der Kastanien-Mensch, wenn den Mitmenschen gutes und nützliches getan werden kann, allerdings sollte auch darauf geachtet werden, sich nicht ausnutzen zu lassen.