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Gemäss der regionalen Biodiversitäts-Kampagne „Schatzkammer-Natur“ breitet sich der Seefrosch im St. Galler Rheintal invasiv aus. Mit Importen von Froschschenkeln aus Osteuropa gelangte der Seefrosch in den 1970er Jahren in die Ostschweiz. Bis jetzt hat sich der Seefrosch in warmen Standorten in Regionen unterhalb von 500 Metern Höhe verbreitet. Die invasive Ausbreitung des Seefrosches führt zum Verschwinden seltener Amphibienarten wie dem Laubfrosch, der Gelbbauchunke und auch des Wasserfrosches.
Laut Jonas Barandun, Projektleiter von Schatzkammer-Natur, stelle die Invasion des Seefrosches die jahrelangen Bemühungen, seltene Amphibien und artenreiche Gewässer zu erhalten, in Frage. Da sich der Seefrosch kaum vom Kleinen Wasserfrosch unterscheidet, sei eine gezielte Bekämpfung unmöglich. Barandun fordert eine Neuausrichtung im Naturschutz, wenn es um die Erhaltung artenreicher Gewässer und Feuchtgebiete geht. Weil der Seefrosch seichte und kleine Gewässer mit geringem Pflanzenwuchs meidet, sollten periodisch Wasser führende, seichte Flächen gefördert werden. Deshalb wird empholen, lokale Entwässerungen aufzuheben und naturnahe Bäche zu strukturieren. Dies würde gleichzeitig die Artenvielfalt fördern und den Wasserhaushalt der Landschaft verbessern.