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Zweisprachiges und interkulturelles Bildungsprogramm
Projektbeschrieb
Das Programm wurde auf Wunsch des Bildungsministeriums (MINEDUC) entwickelt, um zur Verbesserung der zweisprachigen und interkulturellen Bildung beizutragen, nachdem es mit der Maya-Organisation X'chool Ixim von 2000 bis 2009 in der Region Alta Verapaz erfolgreich zusammengearbeitet hatte. Es begann in 5 Maya-Q'eachi'-Schulen und wurde 2009 schrittweise auf 50 staatliche Schulen ausgeweitet, dann auf Wunsch des MINEDUC auf 300 staatliche Schulen. Ab 2016 weitete das Programm auf Wunsch des Ministeriums seine Aktivitäten auf die Gemeinde Tecpän im Departement Chimaltenango aus (8 Schulen und 86 Lehrer). Diese Erweiterung hat gezeigt, dass der vom Programm vorgeschlagene Bildungsansatz auch für andere Sprachregionen des Landes, in diesem Fall für die Kaqchiquel-Sprachgemeinschaft, sinnvoll ist.
Die wichtigsten Ergebnisse, die in der Phase 2018-2020 erzielt wurden, sind unter anderem:
- Durch Fortbildungsmassnahmen hat das Programm die Fähigkeiten von ca. 500 Grund- und Vorschullehrer.innen im Departement Alta Verapaz und 90 Lehrer.innen im Departement Chimaltenango verbessert. 9 von 10 Lehrerkräfte waren laut den durchgeführten Umfragen in den beiden Interventionsregionen zufrieden oder sehr zufrieden mit der vom Programm angebotenen Fortbildung.
- Beobachtungen in den Schulen in Alta Verapaz haben gezeigt, dass die Verwendung der vom Programm vorgeschlagenen Lehrmaterialien vielfältigere und aktivere Unterrichtsmethoden begünstigt, die Analyse und Reflexion seitens der Schüler.innen und mehr Interaktion zwischen Lehrer.innen und Schüler.innen fördern. In Chimaltenango besteht dagegen in der Praxis der Zweisprachigkeit noch Verbesserungsbedarf, da das Spanische gegenüber dem Kagchikel-Maya noch immer dominiert. Das Erlernen von Lesen und Schreiben ist in diesen Schulen noch sehr traditionell (Wiederholung von Buchstaben und Silben) und die Interaktion zwischen Lehrer.innen und Schüler.innen ist begrenzt. In Chimaltenango ist das Programm erst seit kürzerer Zeit präsent, was teilweise die noch schwächere Aneignung des Ansatzes erklärt.
- Auch die quantitativen Indikatoren zeigen gute Fortschritte. So ist beispielsweise die Versetzungsquote in den Schulen von Alta Verapaz von 78 % (2017) auf 86 % (2019) gestiegen, während sie in Chimaltenango (87 %) konstant geblieben ist.
Die Strategie
Die Strategie der vorherigen Programmphase wird weitgehend fortgesetzt. Neu ist die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Nationalen System zur Unterstützung des Bildungswesens (SINAE) in San Juan Chamelco im Departement Alta Verapaz. Damit wird einerseits das vom Programm abgedeckte Gebiet geografisch ausgeweitet, sodass mehr Lehrkräfte und Schüler.innen erreicht werden; darüber hinaus trägt die Integration der Lehrerfortbildung in eine staatliche Struktur zur Nachhaltigkeit des Programms bei. Ausserdem wird die pädagogische Unterstützung und Beratung des Vizeministeriums für zweisprachige und interkulturelle Bildung verstärkt, u.a. mit Blick auf die Anpassung der Unterrichtsstrategie des Ministeriums mit Blick auf die COVID-19-Pandemie.
Schulungsmassnahmen für Lehrkräfte
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Mitdem Team des Nationalen Systems zur Unterstützung des Bildungswesens (SINAE) der Gemeinde San Juan Chamelco wird ein Jahresplan für die Ausbildung und pädagogische Betreuung in den Klassenräumen erstellt und vom pädagogischen Team des Programms begleitet und technisch unterstützt. In diesem Plan werden auf der Grundlage der von den SINAE-Bildungsspezialisten ermittelten Bedürfnisse die von den Lehrern zu behandelnden Themen festgelegt.
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Aufbauend auf den Erfahrungen des Jahres 2020 mit Blick auf die COVID-19-Pandemie wird das Programm auch im Jahr 2021 virtuelle Schulungen für Lehrkräfte aus zwei Departements anbieten, die darauf abzielen, ihre Fähigkeit zu verbessern, um Bildungsprozesse mit Schülern zu begleiten, die auf hybriden Modalitäten basieren (virtuelle Schulung und Präsenz) und einen zweisprachigen interkulturellen Ansatz verfolgen. Darüber hinaus wird das pädagogische Team des Programms als Teil der laufenden Fortbildung, die normalerweise von den DIDEDUCs angeboten wird, einen Zyklus virtueller Konferenzen für Lehrer in den beiden Interventionsregionen einrichten. Zu Beginn der Phase wird gemeinsam mit den DIDEDUCSs jeder Region ein mehrjähriger Schulungsplan entwickelt und vereinbart, um die Themen festzulegen, die während der Phase behandelt werden sollen.