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Die Lebensweise des Feuersalamanders bildet innerhalb der Schweizer Amphibien einen Sonderfall. Die Eientwicklung und die ersten Phasen des Larvenlebens finden in der Gebärmutter der Weibchen statt, und die Muttertiere gebären kiementragende, ca. 2,5 –3 cm lange Larven.
Die Paarung erfolgt an Land. Während der Paarung umschlingen sich die beiden Geschlechtspartner, und das Weibchen nimmt ein kurz vorher vom Männchen abgesetztes Samenpaket (Spermatophor) auf. Pro weibliches Tier wurden zwischen 10 und 70 abgesetzte Larven gezählt, wobei das Weibchen im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Larven entwickelt. Die Phasen der Fortpflanzungsaktivitäten sind beim Feuersalamander äusserst variabel. Larven können praktisch zu jeder Jahreszeit abgesetzt werden. Die meisten Feuersalamander gebären ihre Larven jedoch zwischen Februar und Mai. Die Paarung findet bei der gebänderten Unterart mehrheitlich zwischen Juli und September statt, während sie bei der gefleckten Unterart etwas später erfolgt.
Die Larven sind durch markante gelbe Flecken auf den Oberbeinen gekennzeichnet, sonst ähneln sie andern Schwanzlurchlarven. Sie entwickeln sich temperaturabhängig rund 3–5 Monate in ihren Absetzgewässern und verlassen diese als rund 5–7 cm lange Jungtiere. In Höhlengewässern kann die Entwicklung sogar bis zu einem Jahr dauern. Ihre inneren Organe haben sich auf das Leben an Land vorbereitet, und die äusseren Kiemen sind zurückgebildet worden.
Der Volksmund nennt die Salamander auch “Rägemööl” oder "Rägemoli". Diese Bezeichnung leitet sich davon ab, dass die Tiere nur bei hoher Luftfeuchtigkeit aktiv werden, was oft nachts bei bedecktem Himmel der Fall ist. Der weitaus grösste Teil einer Feuersalamanderpopulation ist nachts bei Regenwetter unterwegs.
Im Tessin zeigen sich bei Regen nach längeren vorausgehenden Trockenwetterperioden die Salamander auch tagsüber, speziell in den Monaten Oktober und November, während zwischen Juni und August kaum Tiere zu beobachten sind.
Bei verhältnismässig hohen Temperaturen findet man Feuersalamander gelegentlich auch mitten im Winter. In Nächten mit Temperaturen über 2°C sind, bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit, regelmässig Salamander zu beobachten.
Feuersalamander können sehr alt werden. Im Freiland konnte ein Maximallter von über 20 Jahren belegt werden, während gar über 50-jährige Tiere aus Haltungen bekannt sind.
Die Nahrung der Salamander besteht während der Larvenphase aus den Kleintieren der Wohngewässer wie Eintagsfliegen- oder Steinfliegenlarven, Bachflohkrebse, Wasserasseln und Würmer. Adulttiere ernähren sich sie hauptsächlich von den Tieren der Laubschicht unserer Wälder wie Schnecken, Tausendfüssler, Asseln, Ohrwürmer und Laufkäfer.
Über Wanderungen der Feuersalamander ist nur wenig bekannt. So scheint der grösste Teil der Frühlingswanderer aus weiblichen Tieren zu bestehen. Konkrete Angaben zu Wanderdistanzen fehlen weitgehend, doch ist anzunehmen, dass diese recht unterschiedlich sein können. Strecken von 500 m bis zum Fortpflanzungsgewässer oder auch grössere Distanzen sind möglich