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Die gutartige Prostatavergrösserung (auch benigne Prostatahyperplasie oder abgekürzt BPH genannt) wird deshalb als gutartig bezeichnet, weil es sich nicht um eine Krebserkrankung handelt.
Die Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) sitzt unterhalb der Blase und hat die Grösse einer Walnuss oder Kastanie. Ihre Aufgabe ist die Bildung der Samenflüssigkeit, also nicht des Samens selbst (der in den Hoden gebildet wird), sondern der Flüssigkeit, die sich mit den Spermien vermischt und gemeinsam mit diesen das Ejakulat bildet.
Mitten durch die Prostata verläuft die Harnröhre. Vergrössert sich die Prostata, wird die Harnröhre eingeengt, was sodann auch die typischen Symptome der gutartigen Prostatavergrösserung erzeugt. Offiziell geht man von sieben Leitsymptomen aus (siehe unten), deren Intensität mit Hilfe des sog. IPSS (Internationalen Prostata-Symptome-Scores) folgendermassen eingestuft werden kann:
Der Betroffene gibt jedem der sieben Symptome zwischen null und fünf Punkte. Erreicht ein Patient weniger als 8 Punkte, leidet er an einer BPH mit milder Symptomatik. Bei 8 bis 19 Punkten liegt eine mittlere und bei 20 bis 35 Punkten eine schwere Symptomatik vor. Eine Therapie wird meist erst ab ca. 7 Punkten empfohlen. Die Leitsymptome der gutartigen Prostatavergrösserung: