Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03255.jsonl.gz/1054

Der japanische Heimelektronikkonzern wurde 1946 in Tokyo gegründet und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Hersteller von Radio- und Fernsehgeräten, Digital- und Videokameras und war ein Vorreiter in der technologischen Miniaturisierung.
Am 7. Mai 1946 wurde die Firma im kriegszerstörten Tokio als Tokyo Tsushin Kogyo Kabushiki Kaisha (Tokyo Telecommunications Engineering Corporation) gegründet, immer wieder wird berichtet, dass eines der ersten entwickelten Produkte ein elektrischer Reiskocher gewesen sei, später kam ein elektrisches Heizkissen dazu. Ende 1946 entwickelte die Firma aus militärischen Geräten drahtlose Übertragungsgeräte für den japanischen Rundfunk NHK. Bis 1949 gelang die Entwicklung von Tonbandmaterial und einer entsprechenden Tonbandmaschine, der G-Type.
Die Totsuko genannte Firma benannte zunächst ihr Tonbandmaterial als Soni-Tape, diese Produktebezeichnung wurde so erfolgreich, dass die Firma im Jahre 1958 in Sony umbenannt wurde. Mit der Verkleinerung des ersten Tonbandgeräts zum H-Type machte Sony bereits einen ersten Schritt in die Richtung, in der der Konzern später Furore machte, die Miniaturisierung. Mit dem Transistiorradio TR-55 entwickelte Sony im Jahre 1955 ein erstes kleines Transistorradio.
Mit dem aufkommenden Farbfernsehen arbeiteten die Ingenieure von Sony an Farbbildröhren, die Entwicklung der Sony-Trinitronröhre benötigte bis 1967 einige Zeit, sie resultierte in einer hervorragenden Abbildungsqualität.
Ab 1969 wurden Videorekorder im U-Matic-System eingeführt, die im professionellen Bereich verbreitet eingesetzt wurden, im Heimbereich behielt VHS von JVC die Nase vorn.
Im Jahre 1979 machte Sony mit dem tragbaren Miniatur-Kassettenspieler Walkman Furore, gleichzeitig wurde gemeinsam mit Philips bis 1983 die Compact Disc zur Marktreife gebracht. Die wiederbespielbare magneto-optische Minidisc fand in Europa nur einen mässigen Erfolg und wurde von mp3-Playern abgelöst.
Sony hatte sich nie auf den Markt kommerzieller Kommunikations-Empfänger noch auf den Amateurfunkmarkt ausgerichtet. Der Reiseempfänger ICF-5900W mit der Kombination von Eichmarkengeber & einer linearen Feinskala war ein erster Schritt, bis dann 1978 der mit einer Digitalanzeige ausgestattete legendäre ICF-6800W der Wunschempfänger vieler Kurzwellenhörer wurde. Ein Meilenstein war der ICF-2001, der erste mikroprozessorgesteuerte Kurzwellenempfänger, der Durchbruch kam bezüglich der Empfangs- Eigenschaften mit dem ICF-2001D.
Sony machte sich dann mit Meisterleistungen in Sachen Miniaturisierung einen Namen, der ICF-7600D war das erste echt SSB-fähige Reiseradio mit Digitalanzeige & Speicherfunktionen es folgten extrem miniaturisierte Reiseradios, kaum grösser als eine Tonband-Kassette, mit ausgeklügelt verwalteten alphanumerisch bezeichneten Speichern & Weltzeituhrfunktionen, die das Kurzwellenhören weiter vereinfachen sollen.