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Weniger Uhren exportiert
Die Schweizer Uhrenindustrie konnte im ersten Semester 2002 4% weniger exportieren als im Vergleichszeitraum 2001.
Die Uhrenexporte beliefen sich wertmässig auf insgesamt rund 4,9 Mrd. Franken, wie der Verband der Schweizer Uhrenindustrie (FH) am Montag mitteilte. Zwar verlangsame sich die Schrumpfung, der Rückstand auf das 1. Halbjahr 2001 betrage aber schon über 200 Mio. Franken.
Durchschnittspreis gesunken
Der Rückgang bei den Fertiguhren, der mit 4,4 Mrd. Franken wichtigsten Sparte, betrug 3%. Am stärksten litten die Pendulen mit einem Minus von fast 32% und die Sparte Einzelteile, in der 14,5% weniger exportiert wurde. Uhrwerke wurden 2,7% mehr ausgeführt. Bei den Gehäusen betrug das Plus sogar fast 10%.
Während der Wert der Exporte sank, nahm die Zahl der ausgeführten Uhren zu. Mit einer Gesamtstückzahl von 12,7 Mio. beträgt die Differenz gegenüber dem Vergleichszeitraum 70'000 Stück oder rund 0,5%.
Dadurch ist auch der durchschnittliche Preis einer Uhr von 357 Franken auf 345 Franken gesunken. Der Rückgang liege aber weit unter dem drastischen Anstieg des Preises in den vergangenen zwei Jahren, hiess es weiter.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Materialien. Der Wert der ausgeführten Golduhren ging um 10,4% auf 1,2 Mrd. Franken zurück. Trotzdem werden in diesem Bereich noch immer über ein Viertel der Umsätze generiert.
Bei Stahluhren, dem sowohl wert- wie auch stückzahlmässig wichtigsten Material, stiegen dagegen die Umsätze leicht um 0,8% auf 1,85 Mrd. Franken.
Keine Überraschung
Der Verband der Schweizer Uhrenindustrie zeigt sich von den Resultaten wenig überrascht. "Wir haben ein Minus im ersten Semester erwartet", sagte FH-Präsident Jean-Daniel Pasche.
Der deutliche Rückgang in den ersten Monaten habe sich nun aber relativiert. Gemessen an der allgemeinen Konjunktur-Entwicklung könne das Resultat sogar als gut bezeichnet werden.
Für das zweite Semester zeigt sich Pasche optimistisch. "Bis Ende Jahr werden wir ein Resultat erreichen, das mit jenem von 2001 vergleichbar ist."
swissinfo und Agenturen
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