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Tee, Camellia sinensis
Die Camellia sinensis-Varietäten wachsen als immergrüne Sträucher oder kleine Bäume mit Wuchshöhen von 1 bis 5, selten auch bis zu 9 Meter. Die Rinde junger Zweige ist anfangs rötlich gefärbt und mit weißen Haaren besetzt, schnell wird sie jedoch kahl und färbt sich gelblich-grau. Auch die Endknospen sind silbrig behaart.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Camellia sinensis-Varietäten reicht vom südlichen Japan und Korea über die Südhälfte Chinas bis ins nordöstliche Indien. Nach Süden ist Camellia sinensis noch weiter nach Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam verbreitet. Sie wächst im Unterholz immergrüner Lorbeerwälder Wegen der langen Zeit der Verwendung durch Menschen ist das natürliche Areal nicht mehr genau zu bestimmen.
Die Camellia sinensis-Varietäten gedeihen wild in subtropischem Monsunklima mit feuchten, heißen Sommern und relativ trockenen, kühlen Wintern. Dabei werden an nördlichen Standorten auch Gebiete mit stärkeren Frösten besiedelt
Verwendung
Verwendung
Aus Pflanzenteilen der Teepflanze (Blättern, Knospen, Blüten, Stängel u. ä.) wird ein heißes Aufgussgetränk, der Tee zubereitet. Der Tee hat eine viele Tausend Jahre alte Geschichte, die bis in die Antike zurückgeht (vgl. Teeroute).
Es kann aus den Samen auch Kamelienöl gewonnen werden.
Verwendung als Heilmittel
Als Heildroge dienen:
Schwarzer Tee, verwendet werden die angewelkten, gerollten Blätter, in denen das Enzym Phenoloxidase austreten und die Fermentation einleiten kann. Diese erfolgt bei den in dünner Schicht ausgebreiteten Blättern über einige Stunden bei hoher Luftfeuchtigkeit. Danach wird der Prozess mit Heißluft gestoppt und die Blätter werden getrocknet.
Grüner Tee, die Blätter werden sofort nach der Ernte einer Hitzebehandlung unterzogen und anschließend getrocknet. Dabei wird das Enzym Phenoloxidase inaktiviert, so dass die Blätter weitgehend grün bleiben.[5]
Wirkstoffe:
Im Schwarzen Tee Methylxanthine wie Coffein (bis 4 %), zum Teil an Gerbstoffe gebunden, in geringer Menge Theophyllin und Theobromin; Catechine, darunter Flavanole die bei der Fermentation zu Theaflavinen und Thearubigenen oxidiert werden, und die verantwortlich für die Farbe und den Geschmack des Teeaufgusses sind, Flavonole und ihre Glykoside wie Kämpferol und Myricetin, oligomere Proanthocyanidine, Theanin; über 300 flüchtige Aromastoffe wie die Theaspirane, die für das erdige Aroma verantwortlich sind; Aluminium- und Magnesiumverbindungen sowie Fluoride in bemerkenswerter Konzentration.
Anwendungen:
Schwarzer Tee ist wegen seiner anregenden Wirkung und seines hohen Gehalts an Coffein eher ein Genussmittel als ein Arzneimittel. Die Anwendung auf Grund des Gerbstoffgehalts bei leichtem Durchfall und verdorbenem Magen ist in der Volksheilkunde allgemein bekannt. Nachgewiesen wurde auch eine Bakterien hemmende Wirkung auf verschiedene Durchfallerreger. Der hohe Fluoridgehalt wirkt vorbeugend gegen Karies und Osteoporose.
Dem Grünen Tee werden weitere Wirkungen zugesprochen: Durch die unterschiedliche Behandlung des Ausgangsmaterials ist der Coffeingehalt niedriger (durchschnittlich bei 2,2 %). Der Polyphenolgehalt ist aber deutlich höher, speziell das Epigallocatechingallat als vermutlich wichtigste Substanz hat im unfermentierten Tee sogar einen fünffachen Wert.
Untersuchungen weisen auf eine krebsvorbeugende und eine vor Herz- Kreislauf–Erkrankungen, wie Arteriosklerose schützende Wirkung hin, die vor allem auf das Potential dieser phenolischen Inhaltsstoffe des Grünen Tees als Radikalfänger zu wirken, zurückgeführt wird. Die Teemenge, die diese gesundheitlichen Wirkungen hervorrufen soll, wird unterschiedlich angegeben und liegt zwischen 4 und 10 Tassen pro Tag. Vor übertriebenen Erwartungen, mit Grünem Tee Krebsprophylaxe betreiben zu können, wird gewarnt. Endgültige Wirkungsnachweise stehen nämlich noch aus