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Der Kampf wurde abgebrochen, da aus der Ecke des bedrängten Wilder mittels Handtuchwurf die Aufgabe erfolgte. Ein dominanter Tyson Fury hatte Deontay Wilder in der 3. und 5. Runde je einmal niedergeschlagen. Zudem war Wilder wiederholt «weggerutscht». Das erste Duell der beiden bis anhin ungeschlagenen Boxer hatte vor 14 Monaten in Los Angeles unentschieden geendet.
Deontay Wilder war mit dem Handtuchwurf nicht einverstanden. «Warum habt ihr das getan?», sagte er in Richtung seiner Ringecke. Doch aufgrund des einseitigen Kampfverlaufs war der Entscheid zum Gesundheitsschutz von Wilder nachvollziehbar.
Tyson Fury dominierte vom ersten Gong an
Fury deckte den Champion mit zahlreichen Schlagserien ein und kassierte selbst nur wenig Gegentreffer. Deontay Wilder vermochte seine gefürchtete rechte Schlaghand nie richtig zu platzieren.
Tyson Fury hatte für den Rückkampf gegen Wilder einen Trainerwechsel vollzogen, der sich auszahlte. Anstelle von Ben Davidson zeichnete neu Javan ‹Sugarhill› Steward, der Neffe der vor einigen Jahren verstorbenen Trainer-Legende Emanuel Steward (ex-Coach von Wladimir Klitschko), für die Ring-Performance verantwortlich. «Wir wollen uns nicht auf die Punktrichter verlassen», hatte Steward angekündigt. Und Recht behalten.
Für Tyson Fury ist der Triumph eine Rückkehr auf den Schwergewichs-Thron. Im November 2015 hatte er mit dem Ukrainer Wladimir Klitschko bereits einen anderen langjährigen Schwergewichts-Weltmeister entthront und sich damals die Gürtel nach WBA-, WBO- und IBF-Version umschnallen dürfen.
Depression, Drogen und eine Dopingsperre hielten Tyson Fury gut zweieinhalb Jahre vom Ring fern. Er verlor seine Gürtel, die aktuell Furys Landsmann Anthony Joshua hält. Ein Duell Joshua gegen Fury für die Titelvereinigung müsste nun die logische Folge sein.