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Kapitel 3.2.2 - Sympathische Somatoefferenz
Die Somatoefferenz des ANS betrifft die motorischen Qualitäten der quergestreiften und der glatten Muskulatur. Über die so genannte Gamma-Schleife wird der Basis- oder Ruhetonus der Muskulatur moduliert. Wird ein Muskel aus einem Rückenmarksegment angesteuert, spricht man von einem Myotom. Dies ist nur der Fall bei den intrinsischen Rückenmuskeln und den Mm. intercostaliae. Die Modulation der enterogastrischen intrinsischen Muskeln sowie die Innervation der glattgestreiften Organmuskulatur oder der Tunica muscularis der Gefässwand der kleinen und mittleren arteriellen Blutgefässe werden in Kapitel 5 besprochen.
Myotom
Vom Ende der dritten embryonalen Woche an werden die paraaxialen mesodermalen Säulen ab der Mitte der Chorda dorsalis kaudalwärts in segmentale Abschnitte, die Somiten unterteilt. Von der vierten Woche an differenzieren sich diese Somiten in zwei Abschnitten. Ventromedial bildet sich das Sklerotom, woraus sich die Wirbel und die Rippen formen, und dorsolateral das Dermomyotom, woraus sich einerseits die Myoblasten und andererseits viele Anteile der Dermis bilden werden (vgl. Moore et al. 2007: 421ff). Die Dermatomyotome unterteilen sich in zwei Teile. So entstehen die Dermatome und die Myotome (vgl. Bogduk 1997: 231). In gleicher Weise teilt sich der Spinalnerv in zwei Teile, wobei eine Differenzierung in den Ramus dorsalis für die epaxiale paraspinale intrinsische Muskulatur und in den Ramus ventralis für die hypaxiale Muskulatur der Extremitäten und des Körperstammes stattfindet (vgl. Drake et al. 2007: 75). Nur die Interkostalmuskulatur sowie einige Teile der monosegmentalen, tiefen Rückenmuskeln bleiben segmental angeordnet. Die restlichen Muskeln verbinden sich zu segmentübergreifenden Muskeleinheiten.
Figur 3.4 siehe Download