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Kleine Produktionsstätten und ein teures Kostenumfeld setzen die Schweizer Milchviehbetriebe unter Druck. Das Ziel der Studie war es, Produktionskosten und Arbeitsverdienst von 562 Betrieben der Talzone (TZ), des Hügelgebietes (HG) und des Berggebietes (BG) für die Jahre 2011 bis 2015 zu berechnen. Für die Talbetriebe wurde der Einfluss der verkauften Milchmenge auf die Produktionskosten und auf den Gewinn respektive Verlust mittels Glättungskurven modelliert. Zudem wurde anhand einer multiplen Regression der Einfluss verschiedener Faktoren auf den Arbeitsverdienst untersucht. Die Netto-Produktionskosten betrugen im Schnitt in der TZ 97,8 Rp., im HG 119,2 Rp. und im BG 165,8 Rp. pro kg verkaufte Milch. Die Betriebe in der TZ realisierten einen Arbeitsverdienst von Fr. 16.80, diejenigen im HG von Fr. 15.30 und jene im BG von Fr. 12.00 je Arbeitskraftstunde. Das Einkommen über die Milchviehhaltung war im Vergleich zur TZ im HG 9 % und im BG 22 % tiefer. Die Vollweidebetriebe mit saisonaler Abkalbung in der TZ wiesen Produktionskosten von 89,3 Rp. pro kg Milch und einen Arbeitsverdienst von Fr. 30.20 je Arbeitskraftstunde auf. Das Einkommen der Vollweidebetriebe mit saisonaler Abkalbung war 63 % höher als der Durchschnitt in der TZ. Ein Anstieg der verkauften Milchmenge bis auf 250 t pro Jahr reduzierte die Produktionskosten und den Verlust deutlich beziehungsweise erhöhte entsprechend den Gewinn. Der Milchpreis, die Milchmenge und der Weideanteil hatten einen signifikanten Einfluss auf den Arbeitsverdienst. Mit der Weidehaltung können überdurchschnittliche Arbeitsverdienste erzielt werden. Für diese Strategie braucht es aber genügend hofnahe Nutzflächen.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.