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Tiere die sich auf das Töten und Fressen von Menschen spezialisiert haben, werden umgangssprachlich als Menschenfresser bezeichnet. Zwar ist dieses Verhalten eher selten, doch gibt es einige Tiere die von ihren üblichen Ernährungsgewohnheiten abweichen und sich auf das Fressen von Menschen spezialisiert haben.
10. Riesenschlangen
Riesenschlangen wie die Anakonda können eine Gesamtlänge von etwa 9 Metern und ein Gewicht von knapp 200 Kilogramm erreichen. Doch nicht die Anakonda wurde als Menschenfresser bekannt, sondern der Python. Diese Würgeschlange ist ungiftig und tötet ihre Beute durch Umschlingen. Es sind Einzelfälle dokumentiert, in denen ein sehr grosser Python in Indonesien einen erwachsenen Menschen verschlungen hat.
9. Braunbär
Der Braunbär wird nur selten zum Killer. Er kann aber nur schon aufgrund seiner grossen Kraft für den Menschen sehr gefährlich werden, ein einziger Biss oder Prankenhieb eines Bären kann beim Menschen zum Tod führen. Gewöhnlich fliehen sie, wenn sie Menschen nahen hören. In wenigen Situationen kann die Begegnung mit wildlebenden Braunbären allerdings sehr gefährlich werden. Dazu zählen die Begegnung mit Müttern, die Jungtiere bei sich haben, mit Tieren, die an Kadavern fressen, mit verletzten Tieren, oder wenn der Mensch einen Hund bei sich hat.
8. Komodowaran
Der Komodowaran erreicht eine Körperlänge von maximal drei Metern und ein Gewicht von über 70 kg. Er besitzt spezialisierte Giftdrüsen, mit welchen er Jagd auf grosse Säugetiere macht. Es existieren einige Berichte, wonach Komodowarane angeblich Menschen attackiert oder in Einzelfällen sogar getötet und gefressen haben sollen. Diese Attacken sind gemäss Wissenschaft auf wenige abnormale Individuen zurückzuführen, welche die Scheu vor Menschen verloren haben und sich ungewöhnlich aggressiv verhalten.
7. Eisbär
Eisbären erreichen eine Länge von bis zu 3.40 Meter und eine Schulterhöhe von bis zu 1.60 Metern. Das Gewicht variiert gewöhnlich zwischen 420 und 500 Kilogramm. Eisbären sehen den Menschen grundsätzlich als Beutetier. Nur wegen der dünnen Besiedlung der Arktis kommt es wenig zur Konfrontation mit Menschen. Die letzte tödliche Attacke eines Eisbären auf einen Menschen geschah 2011.
6. Bullenhai
Der Bullenhai ist einer der gefährlichsten Meeresbewohner. Er erreicht eine Länge von bis zu 3.30 Metern und ein Gewicht von bis zu 230 Kilogramm. Er wird neben dem Tigerhai und dem Weissen Hai für die meisten Haiangriffe auf Menschen verantwortlich gemacht. Bisher sind 75 unprovozierte Angriffe und 23 Todesfälle durch den Bullenhai bekannt. Viele Experten gehen davon aus, dass viele dem Weissen Hai zugeschriebene Angriffe auf Menschen tatsächlich vom Bullenhai ausgehen.
5. Leopard
Der Leopard ist die viertgrösste Raubkatze der Welt. Als Menschenfresser wurde er bekannt, weil ein Exemplar im Jahr 1924 im Osten Sri Lankas mindestens 12 Menschen gefressen hat, bevor er erschossen werden konnte. Allerdings werden Leoparden nur in Ausnahmefällen zu Menschenfressern, wenn beispielsweise das Ergreifen der üblichen Beute eingeschränkt ist.
4. Weisser Hai
Spätestens seit dem von Steven Spielberg inszenierten Horrorfilm „Der weisse Hai“ gilt der Weisse Hai als Killer schlechthin. Der Film ist inspiriert von einer wahren Geschichte, die sich in den Tagen vom 1. bis zum 12. Juli 1916 an der Atlantikküste von New Jersey zugetragen hat. In diesen Tagen gab es vier tödliche Haiangriffe, eine weitere Person wurde bei einem Haiangriff verletzt. Warum es in diesen Tagen zu dieser Häufung gekommen ist, konnte nie restlos geklärt werden. Pro Jahr kommt es zu durchschnittlich zu 75 Haiangriffen, wobei 5 Attacken für die betroffenen Menschen tödlich enden.
3. Löwe
Der Löwe ist das grösste Landraubtier Afrikas. Zwei Löwen töteten im Jahr 1898 zwischen 14 und 135 Menschen, die mit dem Bau einer Eisenbahnbrücke über den Tsavo-Fluss beschäftigt waren. Das menschenfressende Verhalten galt als sehr ungewöhnlich für Löwen, die Forscher tun sich bei der Suche nach den Ursachen für die Menschenfresserei bis heute schwer. Beide Menschenfressenden Löwen waren über 2.70 Meter lang. Die beiden ausgestopften Tiere sind im Field Museum of Natural History in Chicago ausgestellt.
2. Wolfsmischling
Dieses bis heute nicht identifizierte Raubtier hat in den Jahren 1764 bis 1767 in Südfrankreich etwa 100 Kinder, Jugendliche und Frauen getötet. Viele Quellen überliefern eine Grösse der Bestie, die vergleichbar sei mit der eines einjährigen Rindes. Das Raubtier muss eine enorme Kraft besessen haben, nur dadurch ist zu erklären, warum es auch erwachsene Menschen verschleppen konnte. Anhand eines Trittsiegels konnte ein Sprung von neun Meter weite rekonstruiert werden. Man geht davon aus, dass die Bestie ein tollwütiger Wolf oder Wolfsmischling war.
1. Tiger
Der grösste Menschenfresser in der Geschichte ist die Tigerin von Champawat in Nordindien mit 436 bestätigten Todesfällen. Die Tigerin wurde 1907 von Jim Corbett getötet. Seine Erfahrungen vom Aufspüren und Erschiessen von dieser Tigerin und weiteren 9 Menschenfressern hat er im Buch «Man-Eaters of Kumaon» veröffentlicht.