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- Eine bisher unveröffentlichte Rede offenbart, dass Chinas Präsident Xi frühzeitig Anweisungen erteilt habe, um das neue Corona-Virus zu bekämpfen.
- Kritiker monieren aber, dass es sich bei der Publikation der Rede durch die Staatsmedien um gezielte Propaganda handle, die den Vorwurf der Untätigkeit der Behörden entkräften solle.
- Die Rede wirft auch Fragen auf - insofern als dem früh informierten Präsidenten auch Versäumnisse vorgeworfen werden können.
Die von Staatsmedien veröffentlichte Rede des Präsidenten zeigt, dass Chinas Präsident Xi Jinping frühzeitig um die Gefahr des neuen Corona-Virus wusste.
Xi habe schon Anfang Januar Befehle erlassen, um die Ansteckung einzudämmen, berichten Staatsmedien heute. Zum Beispiel habe er die strengen Reisekontrollen in der Provinz Hubei angestossen.
SRF-Korrespondentin: «Publikation macht Parteispitze angreifbar»
Laut SRF-Korrespondentin Claudia Stahel dürfte «die Parteispitze mit der Veröffentlichung der Rede von Xi Jinping zeigen wollen, dass man von Anfang entschlossen gegen das Corona-Virus vorgehen wollte. Allerdings wirft die Rede auch Fragen auf. Zum Beispiel, warum die Zenteralregierung nicht früher eingegriffen hat. So wurde die Stadt Wuhan, wo das Corona-Virus zuerst aufgetreten ist, erst am 23. Januar abgeriegelt. Deshalb überrascht die Veröffentlichung, da sich die Parteispitze damit angreifbar macht. Über die Beweggründe lässt sich nur spekulieren. Denn die Partei ist für Aussenstehende undurchschaubar. In diesem Fall scheint es ihr wichtiger zu sein, Entschlossenheit zu demonstrieren. Unangenehme Fragen lassen sich schliesslich in einem System wie China leicht mit einer Mischung aus Zensur und Propaganda wegwischen.»
Die Kritik lautet allerdings, dass es sich bei der Veröffentlichung der Rede und deren Auslegung durch die Staatsmedien um Propaganda handle, mit der die Zentralregierung demonstrieren wolle, dass sie von Anfang an engagiert gewesen sei.
Zuletzt war Kritik wegen der Untätigkeit oder der langsamen Reaktionen der Behörden laut geworden. Die Zahl der mit dem neuen Corona-Virus Infizierten ist unterdessen auf über 69'200 gestiegen. 1669 Personen sind am neuartigen Coronavirus gestorben.