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Nicht nur kosmetisch sind X-/O-Beine beim Erwachsenen problematisch, vor allem eine vermehrte Belastung des Kniegelenks ist die Folge.
Langfristig führen alle hohergradigen Beinfehlstellungen, ob X-Bein oder auch O-Bein zu einem verfrühten Verschleiss des Gelenkknorpels, sodass mit zunemendem Alter mit einer Arthrose des Kniegelenkes (Kniearthrose/Gonarthrose) gerechnet werden muss.
Im kyBoot/ auf dem kyBounder können Sie Ihre stabilisierende Fuss- und Kniemuskulatur stärken und ohne zeitlichen Zusatzaufwand das Beinachsentraining in Ihren Alltag integrieren.
Abwinklung bezeichnet in der Medizin eine Abweichung einer Gliedmasse von der Normalstellung (Neutral-0-Stellung).
- Von Varus-Stellung spricht man, wenn an Knochen bzw. Gelenken der zur Körpermitte gelegene (=mediale) Winkel kleiner als die Norm ist (am Kniegelenk beim O-Bein (Genu varum) z. B. kleiner ca. 186° (von den Achsen durch den Ober- und Unterschenkel eingeschlossen).
- Von Valgus-Stellung spricht man, wenn an Knochen bzw. Gelenken der zur Körpermitte gelegene Winkel größer als die Norm ist (am Kniegelenk beim X-Bein (Genu valgum) z. B. größer ca. 186°.
Betrachtet wird die Abwinkelung des vom Körper weiter entferntem (= distalem) Glied, bei der Beschreibung einer Varus-/Valgusstellung im Knie also die Abwinkelung des Unterschenkels.
X-Beine sind selten angeboren. Bei angeborenen X-Beinen kommen vor allem Bindegewebsschwächen in Frage. Auch durch eine Fehlform der Knochen selbst kann angeboren sein.
Beim Kleinkind können X-Beine durch Nachtschienen oder Gips korrigiert werden.
In der Regel sind X-Beine eine Folgeerscheinung von Knicksenkfüssen. Die Fehlstellung der Füsse führt dazu, dass die Beine in eine schiefe Stellung zum Knie gelangen. Der Unterschenkel wird quasi wie ein Hebel schräg zum Knie geführt und beeinträchtigt das normale Wachstum.
Bei Rachitis wird durch einen Mangel an Vitamin D der Knochenaufbau gestört. Der Knochen härtet nicht richtig aus und kann das Körpergewicht nicht tragen. Die Folgen können sowohl X-Beine als auch O-Beine sein.
Auch die Kinderlähmung kann X-Beine hervorrufen.
Bei Neugeborenen und Säuglingen sind O- Beine völlig normal und bilden sich spontan zurück.
Erworben können unter anderem Traumata sein. Auch Grunderkrankungen wie Übergewicht (Überlastung), Rachitis, Hormonstörungen, Tumor oder Entzündungen können die Ursache für O-Beine sein.
Durch einige Sportarten wird die Entstehung von O-Beinen begünstigt. Dies sind vor allem Sportarten, bei denen die Muskelgruppe der sogenannten Abduktoren an der Oberschenkelaussenseite beim Training stärker gefordert wird und damit mehr trainiert werden als die innen liegenden Adduktoren. Hierfür ist das bekannteste Beispiel Fussball.
Beschwerden bei O-Beinen sind unter anderem Schmerzen. Diese werden meist durch eine Arthrose und eine ungleichmässige Abnutzung des Kniegelenks hervorgerufen. Tritt das O-Bein nur einseitig auf, so kann sich als Ausgleich, den der Körper vollziehen will, auch eine Verkrümmung der Wirbelsäule ausbilden.
Bei einem O-Bein wird der innere Oberschenkelknochenrollhügel (Condylus medialis femoris) stärker belastet. Dadurch wird der Innenmeniskus stärker beansprucht und es kommt zu einer zur Mitte gerichteten Gonarthrose.
Im schlimmsten Fall können X-Beine später zu Knie- und zu Hüftproblemen führen.
Die Folge von X-Beinen kann ebenfalls eine Arthrose des Kniegelenkes (Gonarthrose) sein. Bei einem X-Bein wird der äussere Oberschenkelknochenrollhügel stärker belastet. Dadurch wird der Aussenmeniskus stärker beansprucht und es kommt zu einer seitlichen Gonarthrose.
Die Therapie orientiert sich an den Ursachen und kann von der Behandlung der zugrunde liegenden Grunderkrankung bis hin zur Operation reichen.
Mit speziellen fersenkorrigierenden Einlagen und Gymnastik (Physiotherapie) begegnet man der Fussfehlstellung.
Je nach Schweregrad der Erkrankung muss letztendlich zur Methode der operativen Therapie gegriffen werden.
Der kyBoot sowie der kyBounder trainieren die tiefen, gelenkstabilisierenden Muskeln, beginnend an den Füssen. Da Sie direkt auf weich-elastischem Material stehen, hat der Fuss die Möglichkeit sich frei zu bewegen. Dadurch wird die tiefe Fussmuskulatur trainiert und die Beweglichkeit des Fusses verbessert.
Diese tiefe Fussmuskulatur ist bei Fussproblemen oft stark abgeschwächt. Deshalb wird der Fuss nicht mehr richtig stabilisiert. Mit der Zeit kann das zu Schmerzen und noch grösseren Fehlstellungen führen. Der kräftige Fuss knickt weniger im Alltag ein und kann sich auf unebenem Boden ausbalancieren.
Durch eine bessere Fussstabilität wird das gesamte Bein axialer belastet und die Belastung/ Überlastung auf die darüber liegenden Gelenke (z.B. Kniegelenke) nimmt ab. Dadurch können bestehende Gelenkschmerzen abklingen oder sogar verschwinden. X-Beine und O-Beine können durch das Beinachsentraining im kyBoot oder auf den kyBounder stabilisiert oder sogar vermindert werden.
Je häufiger die Fussmuskulatur trainiert wird, desto schneller verbessert sich die Fuss-und Kniestellung und Schmerzen nehmen ab.
Spezifische Erstreaktionen bei Beinachsenfehlstellung (X-Beine/ O-Beine)
Bei bestehenden Fussschwächen wie z.B. Knicksenkfüssen, ist es anfangs eine Herausforderung für die Füsse, auf dem weich-elastischen kybun-Material aufrecht zu stehen. Es kann passieren, dass Sie nach kurzer Tragzeit ermüden und seitlich abkippen. Versuchen Sie dies aktiv zu korrigieren, so können Sie Ihre stabilisierende Fussmuskulatur kräftigen und somit den Fuss- und Kniefehlstellungen entgegenwirken.
Weitere Tipps dazu lesen Sie unter "Anwendungstipps".
Für allgemeine Informationen über Erstreaktionen klicken Sie hier: Erstreaktionen
Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen
Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind bei einer Beinachsenfehlstellung wichtig:
- Fokus auf langsame Übungen, da Ausführung kontrollierter verläuft
- Variante für langsame Übung: rückwärts gehen (Stabilität durch das Quergewölbe im Vorfuss gegeben)
Wir raten Ihnen, den kyBoot ohne orthopädische Schuheinlagen zu tragen, als aktives Stabilisationstraining des Fusses. Die Fussmuskulatur braucht mehrere Monate, bei regelmässigem Training, bis sie genügend kräftig ist, mehrere Stunden im kyBoot zu gehen. Sie können die normalen Schuhe mit Einlagen als Entlastung zwischendurch tragen. Ein dauerndes Tragen vom kyBoot kann am Anfang (in den ersten Wochen/Monaten), nach jahrelangem Einlagentragen, die Füsse überfordern.
Einlagen sind eine passive Stütze für den Fuss, und verbessern längerfristig die Fusssituation keineswegs. Wir empfehlen, die orthopädischen Einlagen nicht konstant zu tragen. Hören Sie am besten auf Ihren Körper, der sagt Ihnen was ihm gut tut, und wann er eine Pause braucht.
Achten Sie sich darauf, dass Sie im kyBoot die Sohle gleichmässig belasten und der Fuss aufrecht auf der Sohle steht. So haben Sie eine günstige Beinachse und auch weniger ein "nach innen Knicken" der Füsse und Knie.
Wenn Sie stark ermüden, Schmerzen haben oder ein seitliches Abkippen des Fusses nicht mehr korrigieren können, ist es Zeit eine kurze kybun-Pause einzulegen.
Machen Sie nicht zu lange Schritte, das erleichtert eine gute Fussstellung in kyBoot. Dadurch kippen Sie weniger stark nach innen.
Manche Leute fühlen sich im kyBoot zu instabil. In diesem Fall raten wir verschiede kyBoot-Modelle zu probieren, einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität. Ausserdem empfehlen wir diesen Kunden die Sohle der 2. Generation, die ist etwas breiter im Mittelfussbereich und verleiht daher mehr Sicherheit beim Gehen (lassen Sie sich im kybun Fachgeschäft beraten).
Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, raten wir Ihnen zum kyBounder. Die kyBounder sind in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, wo es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an einen kybun-Händler, der Sie gerne vor Ort persönlich beraten wird.
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- Kniescheibe(Patella) zu locker, kann kyBoot helfen?
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Sie sollten im kyBoot eigentlich fast sofort eine stabilere Kniescheibe haben, da die Muskulatur, die das Knie umgibt durch die weich-elastische Sohle des kyBoot mehr angespannt und aktiviert werden muss, um das Knie zu stabilisieren. Wie bei den meisten Problemen ist es auch in diesem Fall so, dass jeder Mensch individuell auf das weich-elastische Material reagiert. Daher ist es unverzichtbar, dass Sie den kyBoot im Geschäft probieren und am eigenen Körper spüren was der kyBoot bewirkt.
- Übungen für kyBounder/kyBoot bei Knieschmerzen
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Bei Knieverletzungen ist es besonders wichtig die stabilisierende Muskulatur der Knie zu kräftigen. Durch eine gute Gelenkstabilität, kann eine erneute Reizung der Gelenksstrukturen verhindert werden. kyBoot und kyBounder eignen sich besonders zum Training der gelenkstabilisierenden Muskulatur, da man nur schon beim Stehen auf dem weich-elastischen Material immer leicht in Bewegung ist und so die Muskulatur automatisch aktiviert wird. Unten finden Sie einen Link zu der Website, wo Sie Informationen zu den für Sie geeigneten Übungen finden. Am besten bauen Sie diese Übungen wo oft wie möglich in Ihren Alltag ein. Allein schon durch das Stehen und Gehen auf dem weich-elastischen Material wird ein Trainingseffekt erzielt. So absolvieren Sie gewissermassen ein Dauertraining. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und legen Sie eine Pause ein, falls Schmerzen auftreten sollten.
Auf dem kyBounder eignet sich am besten das Marschieren an Ort im Wechsel mit Vibrieren. Bei Übungen für Ihre Knie ist die Präzision der Bewegung sehr wichtig. Durch die bewusst ganz langsam ausgeführten Bewegungen muss Ihr Kniegelenk automatisch gut stabilisiert werden, was wiederum die tiefen Muskelschichten kräftigt. Vibrieren oder lockeres Floaten (beim Intervall Walking) lockert die Muskulatur. Wechseln Sie immer wieder zwischen den beiden Übungen. (Jeweils etwa 15-30 Sekunden pro Übung.)
Vielleicht kann Ihnen Ihr Physiotherapeut auch noch zusätzliche Übungen für zu Hause geben, wenn Sie Ihren kyBounder zur Behandlung mitbringen.
- Woher können Knieschmerzen kommen?
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Das Kniegelenk ist eines der komplexesten Gelenke des Körpers. Verschiedene Strukturen (Menisken, Kapsel-Band-Apparat, Gelenkknorpel, ) können bei unphysiologischer Belastung verletzt werden oder degenerieren. Instabilität und Schmerzen im Knie sind die Folge. Dies führt zu Schonhaltung und Entlastung der beschädigten Strukturen, weiterer Abnützung und langfristig zu Gehbehinderung und Verschlechterung der Lebensqualität.
Unphysiologisches Gehen geschieht überwiegend auf flachen, harten Böden oder unbeweglichen Schuhen. Dadurch ist der Körper ganzheitlich mehr nach vorne gebeugt und die Knie weden beim Abstossen nicht mehr richtig gestreckt. Dies führt zu einem erhöhtem Gelenksdruck und passiven Gang mit Schlägen und Überlastung der Gelenke, welche langfristig geschädigt werden.
- Die Wirkung vom kyBoot bei Knieschmerzen
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Im kyBoot wird das Kniegelenk schonend und funktionell richtig belastet. Während der Belastungsphase und Abstossphase wird das Knie gestreckt und aktiv über den Muskelapparat stabilisiert. So werden Dreh- und Scherkräfte im Gelenk vermieden. Der kyBoot wirkt aufrichtend und stabilisierend.
- Knie knicken nach innen/ instabile Kniegelenke
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Was mache ich, dass ich mit den Knien nicht so stark nach innen kommen?
Der kyBoot eignet sich bestens bei instabilen Kniegelenken. Durch das direkte Stehen auf weich-elastischem Untergrund, wird die tiefe Fussmuskulatur sowie die stabilisierende Kniemuskulatur trainiert. Diese tiefe Fussmuskulatur sowie Kniemuskulatur ist bei instabilen Kniegelenken oft stark abgeschwächt. Deshalb wird das Knie nicht mehr richtig stabilisiert und knickt nach innen. Mit der Zeit kann das zu Schmerzen und Abnützung des Gelenkes führen.
Die Fuss- und Beinmuskulatur braucht drei bis vier Monate, bei regelmässigem Training, bis sie genügend kräftig ist. Steigern Sie die Tragdauer langsam, anfangs genügen 20 Minuten am Stück im kyBoot, mehrmals am Tag.
Es ist wichtig im kyBoot möglichst die Sohle gleichmässig zu belasten. So haben Sie eine günstige Beinachse, und auch weniger ein nach innen Knicken der Knie.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: S.Kientsch
- Langjährige Knieprobleme
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Seit einigen Jahren macht mir das rechte Knie Probleme. Ich habe das Knie ärztlich nicht untersuchen lassen, denn wenn ich mich genug bewege, dann schmerzt es nicht. Können der kyBoot und der kyBounder mir helfen?
Bei Knieproblemen ist es wichtig, die kleinen, stabilisierenden Muskeln des Kniegelenks zu stärken. Dies erreicht man durch feine Bewegungen über eine längere Zeitspanne. Durch die weich-elastische Sohle des kyBoot trainieren Sie diese stabilisierenden Muskeln über mehrere Stunden am Tag. Eine bessere Kniestabilität schützt das Gelenk vor vermehrter Abnützung: Somit können Sie mit dem kyBoot langfristig etwas für Ihre Gesundheit tun.
Der kyBounder wirkt gleich auf das Knie wie der kyBoot. Der einzige Unterschied ist die Intensität des Trainings. Auf dem kyBounder kann sich der Fuss im Gegensatz zum kyBoot völlig frei bewegen und es ist deshalb anstrengender für den Körper, das Gleichgewicht zu halten. Wenn Sie den kyBounder zusätzlich zum kyBoot einsetzen möchten, empfehle ich Ihnen folgende drei Grundübungen, die Sie immer wieder zwischendurch machen können:
Vielen Dank für Ihre Tipps. Seit mehr als einer Woche trage ich nun den kyBoot als Hausschuh. Ich merke, dass meine Knie weniger schmerzen. Auch nach einer anstrengenden Wanderung haben sich die Knie dank dem kyBoot sehr schnell erholt. Ausserdem habe ich nun auch den kyBounder zu Hause, wo ich auch schon während dem Bügeln darauf gestanden bin. Ich spürte zwar die Muskeln im ganzen Körper, doch es war eine gute Sache. Ich werde die Übungen auf den Videos einbeziehen.
Wie Sie richtig sagen, kann es bei manchen medizinischen Beschwerden länger dauern, bis der kyBoot und der kyBounder ihre Wirkung zeigen. Es ist auch von Körper zu Körper wieder verschieden. Beschwerden, die wir bereits länger haben, brauchen auch länger Zeit, um Sie aufzuheben.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Claudia H.
- Kann der kyBoot Wasser/Oedeme in den Knien auslösen?
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Ich habe vom kyBoot Wasser in den Knien bekommen. Kann die Ursache sein, dass ich von Beginn an den kyBoot mehrere Stunden getragen habe?
Eine Erstverschlechterung (z.B. mehr Wasser im Kniegelenk) kann folgende Ursachen haben:
Am Anfang des kyBoot-Gehens lauert eine Gefahr: Die weich-elastische Luftkissensohlen trainiert den Fuss und die ganze Muskelkette. Um den gewünschten Trainingseffekt zu erzielen, ist die kyBoot-Sohle instabil. Diese Instabilität kann am Anfang mehr Bewegung als gewohnt ins Knie bringen, was es zusätzlich reizen und entzünden kann.
Um das zu verhindern, sollte der kyBoot am Anfang nur kurze Zeit am Stück (20-30 Minuten) und sehr bewusst getragen werden. Bewusst tragen heisst nicht zu schnell gehen, sich auf eine aufrechte Fusshaltung achten, keine langen Schritte machen, möglichst nur geradeaus gehen. Wenn Sie keine unangenehmen Reaktionen spüren, können Sie die Tragdauer steigern und auf ansprchsvollerem Untergrund gehen.
Kniepatienten sind oft total begeistert vom kyBoot, weil die bekannten Schmerzen sofort gelindert werden. In diesem Fall ist die grösste Gefahr, dass man wegen der plötzlichen Schmerzfreiheit viel länger geht als bisher. Das kann dann zu Überlastungen führen, die das Knie reizen, entzünden und zu Wasserbildung führen.
Auch wenn die Schmerzen plötzlich nachlassen, ist es bei Knieproblemen dennoch wichtig, am Anfang den kyBoot nicht zu lange am Stück, aber sehr häufig und regelmässig zu tragen und so zu steigern, dass der Körper gnügend Zeit hat sich an das neue Abrollen des Fusses im kyBoot zu gewöhnen und man den Schuh in vier bis zwölf Wochen mehrere Stunden am Stück ohne Schmerzen tragen kann.
Langfristig können Sie im kyBoot das Knie schonend und natürlich belasten. Durch das abrollen des Fusses wird der Fuss gestärkt, dies entlastet und stabilisiert die Kniegelenke. Dadurch nehmen Symptome wie Schmerzen oder Schwellung ab und das Knie kann vor weiterer, schneller Abnützung geschützt werden.
Das natürliche Training des Fusses und seiner ganzen Muskelkette durch das Tragen des kyBoot im Alltag hat den Vorteil, dass es regelmässig und quantitativ häufig passiert. Dadurch erzielen Sie einen guten und schnellen Trainingserfolg ohne Zusatzaufwand.
Ansprechpartner: Karl Müller
- Schleimbeutel-Entzündung durch den kyBoot
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Eine Kundin hat seit dem Tragen des kyBoot eine Schleimbeutelentzündung im Knie. Ihr Arzt meinte, dass das von der Instabilität des kyBoot kommt.
Ich kann nicht 100% sagen, ob die Schleimbeutel-Entzündung vom kyBoot kommt, da kann die Kundin besser Auskunft geben. Wenn es so wäre, hätte Sie ganz sicher, den kyBoot entweder zu lange oder falsch getragen.
Ich würde mal die Kundin fragen ob Sie eventuell bemerkt hat, dass sie im kyBoot seitlich abkippt sei. Es ist wichtig, dass Sie gerade auf der kyBoot Sohle steht und geht und eine Schieflage des Fusses aktiv korrigiert. Ansonsten kann es bis ins Knie ziehen; Bänder werden gereizt und das Kniegelenk einseitig belastet, was auch zu einer Schleimbeutelentzündung führen kann.
Wenn sie unsicher ist, ob sie nun richtig auf der kyBoot-Sohle steht, rate ich ihr nochmals in der Drogerie, wo sie den Schuh gekauft hat, vorbeizuschauen. Dort kann man ihr Gehen im kyBoot anschauen und ihr auch ein paar Tipps geben.
Wenn dies auf die Kundin zutrifft, dann ist das ein Zeichen, dass ihre Fuss- und Kniemuskulatur geschwächt ist, vielleicht hatte sie schon früher Knieprobleme?! Durch das bewusst aufrechte Gehen im kyBoot kann sie die abgeschwächte Muskulatur stärken, daher rate ich ihr sehr zum kyBoot. Wichtig ist, dass sie nicht zu lange am Stück im kyBoot geht, anfangs genügen oft 20-30 Minuten, mehrmals pro Tag.
- Knieschmerzen, seitlich und in der Kniekehle durch den kyBoot?
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Seit einiger Zeit besitze ich den kyBoot. Auf meine Meniskus-Probleme hat er sich sehr positiv ausgewirkt. Seit einiger Zeit habe ich jedoch starke Schmerzen seitlich am Knie und in den Kniekehlen. Ich habe das Gefühl, dass die Sehnen dort entzündet sind oder zumindest überreizt. Seit fünf Tagen trage ich den Schuh nicht mehr, und die Schmerzen sind zurückgegangen. Ich möchte hinzufügen, dass ich die Schuhe in den ersten Wochen nur stundenweise getragen habe.
Ihre Schmerzen seitlich des Kniegelenkes und in der Kniekehle könnte folgenden Grund haben:
Im kyBoot stehen die Füsse direkt auf einem weich-elastischen Schaumstoff. Dadurch können sich die Füsse wieder in alle Richtungen bewegen und die tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur wird gekräftigt. Auf dem weich-elastischen Untergrund ist es möglich den Fuss beim Gehen über die ganze Länge abzurollen. Das Gehen erfolgt wieder vermehrt aus der Fusskraft und die Hüfte/der Rücken werden entlastet. Dies können Sie am besten mit einem Barfussgehen im Sand vergleichen. Durch das vermehrte Abstossen über den Fuss, kommt das Knie automatisch wieder vermehrt in eine Streckung in der Abstossphase. Die Ischiocrurale Muskulatur sowie der Trizeps surae werden vermehrt gedehnt und in einer neuen Stellung gekräftigt. Das Becken richtet sich auf und die gesamte Körperachse kommt zurück in eine Vertikale. Dadurch ist die Belastung auf den Rücken axial und schonender.
Die Ansätze der Waden- und hinteren Oberschenkelmuskeln liegen seitlich am Knie sowie in der Kniekehle-Gegend. Ich vermute, dass Ihre Ansätze dieser Muskeln durch das "neue Gehen" etwas überlastet wurden, obwohl Sie "nur" stundenweise im kyBoot gingen. Da es sich jedoch um ein "neues" Gangmuster im kyBoot handelt, kann bereits eine Stunde zu viel sein, besonders wenn ein Gelenk bereits vorbelastet ist (bei Ihnen der Meniskus). Es handelt sich aber um eine gesunde Reaktion Ihres Körpers, an der Stelle wo die persönliche Schwäche liegt.
Ich rate Ihnen nun, den kyBoot für 20 bis 30 min am Stück, mehrmals täglich zu tragen. Ihr Körper wird Ihnen die Grenzen aufzeigen: Wenn Sie stark ermüden oder Beschwerden bekommen, ist es Zeit für eine kyBoot Pause.
Es ist jedoch wichtig, dass der kyBoot gut am Fuss sitzt. Falls Sie einen schmalen Fuss haben, empfehle ich die kybun Füllsohle, diese füllt den Überschuss am seitlichen Raum im kyBoot aus.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Dr. med. dent. Dorle Troendle
- Ungewohnte, plötzliche Knieschmerzen im kyBoot
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Nach 4 Jahren regelmässigem kyBoot-Tragen habe ich plötzlich Knieschmerzen bekommen. Kann der kyBoot die Ursache der Schmerzen sein oder haben Sie eine andere Erklärung?
Da Sie die kyBoot schon 4 Jahre regelmässig tragen, kann ich mir kaum vorstellen, dass die kyBoot die Schmerzen hervorgerufen haben. Der kyBoot dämpft mit seiner weichen Sohle ideal die Schläge von den harten Böden und lässt den Fuss natürlich abrollen. Dadurch wird die stabilisierende, tiefe Fussmuskulatur gestärkt was dem Fuss Stabilität und Kraft verleiht und das Knie sowie die anderen darüber liegenden Gelenke entlastet. Für mich muss eine andere Ursache vorliegen, welche ich nur vermuten kann:
-Es kann sein, dass Sie etwas im Knie eingeklemmt, entzündet oder eine Struktur verletzt haben. Dies kann einfach so passieren oder nach einer intensiven Belastung (lange Wanderung, ungewohnte Bewegung z.B. lange Zeit im Garten in unbequemer Haltung…)
Wenn die obere Vermutung zutrifft, ist das Knie in diesem Moment gereizt. Bei Ihnen war das kyBoot-Tragen folglich nicht mehr möglich, ich denke, dass das Knie in dieser Situation im kyBoot zu stark gefordert wurde. Es war richtig von Ihnen eine kyBoot-Pause zu machen und auf stabile Schuhe zu wechseln. Im kyBoot sollen Sie keine Schmerzen haben!
Sobald die akuten Schmerzen vorüber sind, hilft das Mikrointervall-Training im kyBoot. Dies lockert die Muskulatur und kann eingeklemmte oder blockierte Strukturen im Knie lösen. In folgendem Video mit Timo Konietzka können Sie sehen, wie das Mikrointervall Training im kyBoot (oder auf der kyBounder Matte) funktioniert:
Ich empfehle Ihnen, das Knie einer Fachperson zu zeigen, einem Arzt, Physiotherapeuten, Osteopathen u.s.w. Mir fehlen die Mittel um die Ursache Ihrer Knieschmerzen herauszufinden, dafür müsste ich ihr Knie sehen oder sogar in das Knie sehen können.
Wenn die Knieschmerzen wieder verschwunden sind, können Sie wieder langsam in den kyBoot gehen, jedoch unbedingt langsam die Tragzeit nach Gutdünken steigern! Ein zusätzlicher Tipp bei Knie- oder Hüftschmerzen: Machen Sie im kyBoot gehend keine grossen Schritte, gehen Sie langsamer, rollen Sie weniger ab und machen Sie den nächsten Schritt möglichst erst dann, wenn die Sohle ganz zusammen gedrückt ist.
Im Internet bin ich noch auf zwei interessante Artikel zu Knieschmerzen gestossen. Es werden mögliche Ursachen diskutiert, vielleicht hilft Ihnen dies weiter:
- Wie hilft der kyBoot nach einer Knieoperation/Knieinfektion?
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Vor einem Jahr wurde mein Knie operiert. Eine Infektion machte mir danach zu schaffen. Leider schmerzt das Knie beim Gehen.
Kann da der kyBoot spürbare Besserung bringen, oder raten Sie eher ab?
Eine Infektion ist eine mühsame Geschichte und braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Einerseits darf das operierte Knie nicht zu stark belastet werden, damit sich das Knie regenerieren kann. Anderseits braucht das Knie auch eine gewisse Belastung, damit es wieder stabil, kräftig und schmerzfrei wird.
In Ihrem Fall rate ich Ihnen sehr zu kyBoots oder einem kyBounder. Auf dem weich-elastischen Material trainieren Sie sanft Ihre tiefe, stabilisierende Beinmuskulatur. Durch das weiche Stehen und Gehen werden die Schläge abgefedert und das Knie nicht zusätzlich gereizt. Durch das angenehme Stehen und Gehen trauen Sie sich wieder vermehrt das schmerzhafte Bein zu belasten, dadurch wird die Beinmuskulatur gekräftigt, die Durchblutung verbessert und folglich die Schmerzen reduziert.
Beginnen Sie mit einem 20-30-minütigem kyBoot/kyBounder "Training". Wenn Ihr Körper gut reagiert, das heisst, wenn Sie nicht vermehrte Schmerzen haben, können Sie die Tragedauer/Anwendungsdauer langsam steigern. Lassen Sie sich 3-4 Monate Zeit mit der Gewöhnungsphase, denn der kyBoot/kyBounder sind ein Trainingsgerät und fordern die Muskulatur spürbar. Gehen Sie anfangs einfache Strecken.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Maria K.