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In unseren Breitengraden zeichnet sich die Zeit nach der Sonnenwende vor allem auch durch die abnehmende Sonneneinstrahlung aus. Dadurch fehlt uns Menschen ein wichtiger Faktor für die eigene Vitamin-D3 Produktion. Bei maximaler Exposition an der Sonne – einen Tag an der direkten Sonne in der Badehose – ist ein erwachsener und gesunder Körper in der Lage ca. 20‘000 internationale Einheiten (IE) Vitamin D3 zu produzieren – sofern keine Sonnenschutzmittel angewandt werden.
Im nördlichen Europa ist die Sonneneinstrahlung in den Übergangs- und Wintermonaten so gering, dass wir nicht in der Lage sind, genügend eigenes Vitamin D3 zu produzieren. Erschwerend kommen in Westeuropa häufig berufliche Tätigkeiten in geschlossenen Räumen dazu. Der in den Sommermonaten genügende Vitamin-D3 Stand wird innerhalb von ein bis zwei Wochen aufgebraucht. Der Mangel zeigt sich rasch mit zunehmender Müdigkeit, Abgeschlagenheit und beginnenden Depressionen. Der Körper geht durch das Fehlen der Sonne in einen Modus, der dem des Winterschlafs bei Tieren sehr nahe kommt.
Die Supplementierung von Vitamin D3 alleine reicht nicht aus um einen ausgeglichenen Haushalt zu erhalten. Der Körper benötigt 2x täglich Magnesium und gleichzeitig mit der Gabe von Vitamin D3 muss auch Vitamin K2 zugeführt werden, um verlustfreie Umwandlungsprozesse sicherzustellen.
Empfehlenswert ist zusätzlich die Einnahme von Omega 3 und allenfalls einem Aminosäuren - Komplex.
Im DACH-Gebiet empfehlen die verschiedenen Gesundheitsbehörden je nach Land eine tägliche Gabe von 600 bis 1000 IE Vitamin D3 für gesunde Erwachsene. Angesichts der maximalen körpereigenen Produktion bei Sonnenexposition offensichtlich ein Witz, insbesondere weil die Speicherfähigkeit von Vitamin D3 im Körper eingeschränkt ist. Die Amerikanische FDA hat festgehalten, dass tägliche Dosen von 10‘500 IE als sicher gelten, andere Quellen proklamieren bis zu 50‘000 IE und mehr täglich, welche ohne unerwünschte Nebenwirkungen eingenommen werden können.
Grundsätzlich wird in Bezug auf eine Überdosierung – welche zu einer Hyperkalzämie führen kann - ausgeführt, dass eine monatelange tägliche Dosierung von 40‘000 IE über mehrere Monate hinweg nötig wäre. Stosstherapien von 100‘000 IE über mehrere Tage hinweg führen auch nicht zu einer Überdosierung. Hyperkalzämie wird durch Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Nierensteine und eine hohen Calcium und Phosphatspiegel im Blut begleitet.
Aus medizinischer Sicht kann die korrekte Dosierung von Vitamin D3 ausschliesslich über einen Bluttest bestimmt werden.
In Alternativen Kreisen wird für einen gesunden Erwachsenen bis 70 kg Körpergewicht und schwangere Frauen folgende tägliche Anwendung empfohlen:
Ab 70 kg ist folgende tägliche Anwendung möglich:
Für Raucher gilt eine 50 Prozent höhere Dosis.
Bei jahreszeitbedingten Krankheiten sind tägliche Dosen von 40 bis 50‘000 IE Vitamin D3 über fünf bis sieben Tage empfehlenswert.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die Angaben in diesem Artikel sind weder für eine Anamnese noch als Dosierungsanleitung zu verstehen und ersetzen kein Fachgespräch mit Ihrem Arzt oder Apotheker.