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- Das etwa halbstündige Gespräch zwischen Macron und Tichanowskaja fand am Dienstag in einem Hotel der litauischen Hauptstadt Vilnius statt.
- Anschliessend sagte Tichanowskaja laut Nachrichtenagentur BNS, Macron habe versprochen, «alles zu tun, um bei den Verhandlungen für die politische Krise in unserem Land zu helfen».
Tichanowskaja war nach den offensichtlich manipulierten Wahlen im August auf Druck des Machtapparats von Staatschef Alexander Lukaschenko aus Belarus ins Nachbarland Litauen geflüchtet.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war der erste Staats- oder Regierungschef aus einem grossen westeuropäischen Land, der sie persönlich empfing. Zuvor hatte sie bereits die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg getroffen.
Putin soll helfen
Der russische Präsident Wladmir Putin habe signalisiert, die Initiative von Macron zu einem friedlichem Übergang in Belarus zu unterstützen. Der Kremlchef solle nun helfen, Lukaschenko in diese Richtung zu bewegen, so Macron.
Er verteidigte explizit seinen Kurs eines anspruchsvollen Dialogs mit Moskau: Mit Russland müsse «gearbeitet werden». Lukaschenko kann sich bisher auf Russland als Verbündeten verlassen. Putin hatte ihm nicht nur zum Sieg gratuliert, sondern ihm auch Truppen sowie einen neuen Milliardenkredit in Aussicht gestellt.