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Schweiz im WM-Viertelfinal – Schweden ausgeschieden
Ohne zu spielen, steht die Schweiz an der Eishockey-WM in Riga vor der letzten Partie gegen Grossbritannien im Viertelfinal. Das Team von Trainer Patrick Fischer profitiert davon, dass Schweden gegen Russland 2:3 nach Penaltyschiessen verliert.
Für die Skandinavier ist das Turnier nach dieser Niederlage zu Ende, sie hätten gewinnen müssen, um noch eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Das Ausscheiden ist für die Schweden ein Desaster; abgesehen vom 10. Platz im Jahr 1937 waren sie an einer WM nie schlechter als im 7. Rang klassiert gewesen. HCD-Verteidiger Magnus Nygren sagte, dass es eine Schande für sie sei. „Wir waren nicht gut genug.“ Die Schweden waren mit Niederlagen gegen Dänemark (3:4) und Belarus (0:1) ins Turnier gestartet – gegen diese Teams hatten sie zuvor noch nie an einer WM verloren. Diese Hypothek wog letztendlich zu schwer.
Aufgrund der Niederlage der Schweden stehen in der Gruppe A sämtliche Viertelfinalisten fest: neben der Schweiz sind dies Russland, die Slowakei und Tschechien. Die Schweizer sind mit einem Sieg in der regulären Spielzeit am Dienstag gegen Grossbritannien mindestens Gruppenzweiter.
Für die Schweden sah es gegen Russland zunächst gut aus. Sie gingen in der 9. Minute im Powerplay durch ein Tor von Jesper Fröden in Führung und hielten diese bis zur 53. Minute. Dann kassierten sie innert zwölf Sekunden zwei Gegentore, dafür verantwortlich zeichneten Anton Slepischew und Alexander Barabanow. Zwar rettete Victor Olofsson die Schweden mit dem 2:2 (56.) in die Verlängerung, es hätte jedoch mehr gebraucht.
Die Tschechen verhinderte mit einem 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Dänemark das Ausscheiden – bei einer Niederlage in der regulären Spielzeit hätten sie den Viertelfinal nicht mehr erreichen können. Nachdem der Favorit in der 4. Minute durch den sechsten Treffer von Nicklas Jensen an diesem Turnier in Rückstand geraten war, gelang ihm trotz klarer Überlegenheit (total 38:13 Torschüsse) nur noch der Ausgleich. Dafür verantwortlich zeichnete der ehemalige Ambri-Stürmer Dominik Kubalik (46.). Im Penaltyschiessen trafen dann sämtliche vier Schützen der Tschechen.
In der Gruppe B erreichten nach Titelverteidiger Finnland auch die USA die K.o.-Runde. Die Amerikaner bezwangen Deutschland 2:0 und feierten den fünften Sieg in Serie. Das Schussverhältnis lautete 33:15 zu Gunsten der Deutschen. Dennoch kam der bei den Los Angeles Kings tätige Goalie Cal Petersen zu seinem zweiten Shutout an diesem Turnier nach dem 3:0 gegen Kasachstan. Den entscheidenden Treffer erzielte Jason Robertson im Powerplay (39.). 27 Sekunden vor dem Ende machte Colin Blackwell mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar.
Trotz der dritten Niederlage in Folge haben es die Deutschen weiterhin in der eigenen Hand, sich für den Viertelfinal zu qualifizieren. Gewinnen sie am Dienstagabend gegen Gastgeber Lettland, stehen sie sicher in der K.o.-Runde. Das Gleiche gilt für die Balten.
Kasachstan verlor gegen Norwegen nach einer 1:0-Führung mit 1:3 – mit einem Sieg nach 60 Minuten hätten die Kasachen im Viertelfinal gestanden. Nun müssen sie zittern und hat Kanada grössere Chancen auf das Weiterkommen.
(text:sda/bild:unsplash)