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zum gedenken
= Cécile Spicher-Lehmann, Rechthalten
Cécile Spicher-Lehmann kam am 29. August 1929 als zweites von drei Kindern des Josef und der Ida Lehmann-Nussbaumer in Schmitten zur Welt. Sie wuchs in Schmitten und bei den Grosseltern in Givisiez auf. Mit 16 besuchte sie zwei Jahre die Bäuerinnenschule in Marly. Nach einiger Zeit als Haushälterin zuhause und in Bern weilte sie von August 1948 bis Januar 1950 als Aupair in England. Im Oktober 1950 ging sie zum FHD als Sanitätsfahrerin. Dort machte sie den Führerschein, für eine Frau damals aussergewöhnlich. Einen längeren Aufenthalt im Tessin nutzte sie, um Italienisch zu lernen. Am 20. April 1953 heiratete sie Albin Spicher aus Schmitten. Sie übernahmen den Hof in Lanthen zur Pacht. Zehn Kindern schenkte Cécile das Leben. 1956 verstarb das dritte Kind Willi-Paul neun Monate alt; ein schwerer Schlag für sie. Am 1. Januar 1973 wurde Florian als zehntes und jüngstes Kind geboren. Obwohl er am Downsyndrom litt, bereitete er der Familie viel Freude.
1974 zog die Familie ins neu erworbene Haus in der Goma. Cécile Spicher-Lehmann engagierte sich im Samariterverein in Schmitten und später im Trachtenchörli Senseflüeh St. Antoni. Wo sie gebraucht wurde, war sie zur Stelle. Sie liebte es, zu singen und zu musizieren. Sie erfreute sich am Jassen, ging gerne an Lottos und machte Ausflüge. Bekannt war sie für ihre Geselligkeit. Gäste von nah und fern, Verwandte und Freunde: In ihrem Haus waren alle willkommen. Cécile Spicher-Lehmann war eine Weltenbummlerin: Sie besuchte Südkorea, die Philippinen und Toronto, bereiste viele Länder in Europa und besuchte 1999 in Neuseeland eine Freundin. Am liebsten war sie aber mit ihrem Auto in der Schweiz oder in Norwegen bei Tochter Rita und Familie unterwegs.1982 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Im Februar erblickten die ersten zwei Enkelkinder das Licht der Welt, im Juli starb zuerst ihre Mutter und zwei Wochen später Albin, ihr Ehemann, nach schwerer Krankheit. Dies verlangte von Cécile viel Kraft, die sie nahe bei Gott suchte sowie auf Reisen nach Lourdes. Ein schwerer Schlag war der frühe Unfalltod von Enkel Samuel 1998. Sie fand Trost bei der Familie. Ab 2001 meldeten sich gesundheitliche Veränderungen an, die sie mit viel Zuversicht und Mut annahm. Am 10. Mai 2006 rief der Herrgott Florian, ihren Sohn, zu sich. Nach einer Hüftoperation 2007 ging es ihr körperlich wieder besser, aber es machte sich eine schleichende Demenz bemerkbar, die sie mit viel Tapferkeit annahm. Cécile Spicher-Lehmann wurde von der Familie betreut und gepflegt, was sie sehr schätzte. Ab 2010 weilte sie zwei bis drei Tage pro Woche im Tagesheim «Familie im Garten» in Römerswil.
Im Dezember 2011 musste sie ihr geliebtes Daheim verlassen. Sie fand eine neue Familie im Alters- und Pflegeheim Ärgera in Giffers, wo sie mit viel Fürsorge gepflegt wurde. Am Karfreitag, 6. April 2012, rief der Herrgott sie zu sich. Ihre Familie ist ihr dankbar für ihre Liebe, Fürsorge und Offenheit. Eing.