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Jemappes
(spr. schömapp), Fabrikort in der belg. Provinz Hennegau, Arrondissement Mons, [* 2] an der Haine und der Eisenbahn Brüssel-Valenciennes, mit Industrieschule, Kohlengruben, Steingutfabriken, Glashütten, chemischen Fabriken u. (1885) 11,322 Einw. Hier Sieg der Franzosen unter Dumouriez und dem damaligen General Egalité (nachmals König Ludwig Philipp) über die Österreicher unter dem Herzog Albrecht von Sachsen-Teschen und General Clerfait.
Der Herzog von Sachsen-Teschen hatte mehrere Detachements entsenden müssen, nahm daher mit den ihm verbliebenen, noch aus 26,000 Mann bestehenden Truppen eine feste Höhenstellung bei J., um die versprochenen Verstärkungen zu erwarten, und wurde hier am Morgen des 6. Nov. von den Franzosen, welche gegen 50,000 Mann stark waren, heftig angegriffen. Der Kampf hatte mehrere Stunden ohne Entscheidung nur in einer fortwährenden Kanonade bestanden, als Dumouriez gegen Mittag den Befehl zum Angriff gab. Während er selbst die Redouten des linken, Thouvenot die des rechten Flügels erstürmte, nahm Ludwig Philipp im Zentrum das Dorf J. Die Österreicher zogen sich mit einem Verlust von 7000 Mann und 8 Kanonen über Mons zurück. Die Sieger hatten 4000 Mann eingebüßt. Infolge dieser Schlacht fiel das ganze österreichisch-belgische Land mit Brüssel [* 3] und Lüttich [* 4] in die Gewalt der Franzosen.