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«Cantus Arcticus», das zu den meistgespielten Werken des Komponisten Einojuhani Rautavaara zählt, ist einem neoromantisch-impressionistischen Idiom verpflichtet und enthält Aufnahmen des Gesangs der Strandlerche und des Rufs des Singschwans, die am Polarkreis und im Sumpfgebiet von Liminka aufgenommen wurden.
Die Komposition hat drei Sätze: «Das Moor», «Melancholie» und «Wandernde Schwäne» und wurde von der Arktischen Universität in Oulu in Auftrag gegeben. Mindestens so spektakulär und beliebt ist auch das Klavierkonzert des französischen Komponisten Maurice Ravel. Erst 1929 nahm Ravel die Gattung des Klavierkonzertes in Angriff, unüberhörbar sind die Referenzen zu Mozart und Saint-Saëns, aber auch zum Jazz und baskischer Volksmusik.
Die Harmonie zwischen Natur und Kultur thematisiert auch Ludwig van Beethoven in seiner sechsten Sinfonie, die er parallel zur fünften Sinfonie komponierte und die am 22. März 1808 im Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Für Beethoven war die Harmonie zwischen Mensch und Natur kein fernes, abstraktes Ziel, sondern ein auf zahlreichen Ausflügen in die Umgebung von Wien gelebtes Bedürfnis. Landschaften, Tiere und Pflanzen werden in der ungewöhnlicherweise auf fünf Sätze erweiterten «Pastoralen» zu musikalischem Ausdruck und innerer Empfindung transformiert.