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Heute vor 75 Jahren machte der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit der Droge LSD. swissinfo stellte in Winterthur die #Wochenfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren?
Als der Chemiker Albert Hofmann im April vor 75 Jahren für seinen Arbeitgeber Sandoz das LSD aus dem hochgiftigen Mutterkorn synthetisiert, nimmt er etwas von dem Wirkstoff durch die Haut auf und erlebt seinen ersten Trip. Neugierig geworden, unternimmt Hofmann drei Tage später, exakt heute vor 75 Jahren, einen ersten "kontrollierten" Selbstversuch.
Kurz nach der Einnahme befällt ihn Schwindel und ein Angstgefühl. Hofmann leidet unter Sehstörungen, Lähmungen und Lachreiz. Er bittet seine Laborantin, ihn mit dem Velo nach Hause zu begleiten. "Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen", hält der Chemiker in einem Protokoll fest. Die Laborantin erinnert sich dagegen an eine temporeiche Velofahrt durch Basel.
Zuhause angekommen, setzt bei Hofmann die eigentliche, unangenehme Erfahrung ein: "Die vertrauten Gegenstände nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Die Nachbarsfrau war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze."
Als bewusstseinsverändernde Substanz bleibt LSD auch 75 Jahre nach der Entdeckung illegal.
swissinfo.ch wollte von Passanten in Winterthur wissen, welche Drogen die Schweiz legalisieren könnte. Fast alle sprachen sich für Cannabis aus. Und alle waren der Meinung, dass härtere Drogen illegal bleiben sollten.