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Die ersten Einwanderer sind von Visp über Visperterminen, Gspon, Siwibodu ins Saastal eingewandert, weil von Stalden her kein Weg und Steg vorhanden waren. So ist auch zu verstehen, dass der engverbaute Weiler Unter dem Berg als erste menschliche Siedlung im Saastal genannt wird.
939 haben die Sarazenen über den Monte-Moro- und Antronapass Einzug gehalten. Sie sind ein wildes und raubsüchtiges Kriegsvolk gewesen und haben im Saastal den christlichen Glauben angenommen und Töchter der Urbewohner geheiratet.
Auf der Hübschburg in Visp wohnten die Grafen von Blandrate. Ihnen gehörte im Saastal die Alpe Mundmar, umfassend die heutigen drei Alpen: Distel, Mattmark & Eye, sowie die Murmeltiere. Die Saaser zahlten ihnen dafür Zins. 1300 hat die Gemeinde Saas diese Gebiete von den Grafen von Blandrate für 52 Pfund gekauft, samt den Murmeltieren, auf ewige Zeiten.
Alpe Mattmarkgebiet im Jahre 1822
Im Jahre 1392 Trennten sich die Siedlungen Almagell, Balen und Fee von der Talgemeinde Saas und wurden selbständige Burgergemeinden. Sechs Häuser genügten, um eine eigene Gemeinde zu bilden.
Das Mattmarkgebiet mit seinen Alpen blieb gemeinschaftliches Eigentum der vier Gemeinden. Anstelle der Grossgemeinde Saas trat nunmehr die Talgemeinschaft Mattmark, die sich vornehmlich mit der Verwaltung der gemeinsamen Alpen im Mattmarkgebiet sowie mit allen Angelegenheiten zu befassen hatte, die das ganze Tal betrafen. Die vier Gemeinden Waren mit je einer Person im Talrat vertreten.
Mit der Auflösung der Grossgemeinde hatte der Name Saas politisch endgültig ausgeklungen. Das Wort aber blieb bestehen. Man findet es in den Ortsbezeichnungen Saas-Almagell, Saas-Balen, Saas-Fee und Saas-Grund. Es steht in der Wortzusammensetzung Saastal und in der Bezeichnung Pfarrei Saas bis zur Auflösung im Jahre 1907. Man findet es in der Tourismusgemeinschaft Saastal sowie bei den Institutionen wie Orientierungsschule, Forstrevier, Diana und ARA, die Regional aufgebaut sind.
Ein wichtiges Datum für die alte Kirche bleibt der 21. November 1937. An diesem Tage beschloss die Urversammlung der Pfarrgemeinde, eine neue Pfarrkirche zu erstellen. Am Ostermontag 1938 wurd der erste Spatenstich durch den H.H. Ortspfarrer Konrad Imseng ausgeführt. Die Kirche erhielt jenen Standort den 1893 schon H.H. Pfarrer Josef Anton Ruppen ins Auge gefasst hatte. Der diesbezügliche Kirchenbauplan kam nicht zur Ausführung, weil sich um diese Zeit die Pfarreien Saas-Almagell & Saas-Fee von der Mutterkirche für immer losgetrennt hatten. Am 28. August 1939 war der grosse Kirchweihtag. Der hochwürdigste Bischof Bieler nahm die Kirchweihe in Anwesenheit von 20 Priestern und einer andächtigen Volksmenge vor. Am Morgen herste nur eitle Freude im Tal und abends brach das grosse Leid herein: Ausbruch des 2.Weltkrieges, abends um 10.00 Uhr war Mobilmachung.
Der Kirchenpatron ist der Apostel Bartholomäus.
1948 wurde die Autostrasse nach Saas-Almagell in Angriff genommen. Man riss bei der Gelegenheit die alte Kirche nieder und brauchte Schutt beim Strassenbau als Auffüllmaterial. Der freigewordene Platz diente der notwendig gewordenen Friedhofserweiterung.
Als bleibendes Denkmal wurde der Kirchturm der früheren Kirche nur im obersten baufälligen Teil abgetragen und der Rest schön restauriert und stehen gelassen. Über dem zinnenartigen Abschluss wurde ein prächtige Josefsstatue, Patron der Arbeit, aufgestellt.
An den Kirchturm wurde sinnvoll die schmucke Auferstehungskapelle angebaut, die heute als Aufbahrungsort geschätzt wird.
Im Jahre 1976 hatte man in der Kirche von Saas-Grund das Chor renoviert. Ein Steinaltar und ein Ambo wurden hingestellt, die der Kunstbildhauer Hans Loretan aus Brig entworfen hatte. Am 28. Juli 1991 erklang zum ersten Mal die neue Orgel.
Die Talschaft Saas gehörte zur Mutterkirche Visp. im Jahre 1298 gestattete Niklaus Pfarrer von Visp, den Bewohnern des Saastales einen ständigen Vikar, welcher befugt war, alle Sakramente zu spenden. Als Gotteshaus diente die Kapelle des Hl. Bartholomäus. Die Talleute waren auch weiterhin gehalten, an hohen Festtagen in Visp den Gottesdienst zu besuchen.
Die Mutterpfarrei Saas
Mit dem Loskauf des Saastales von der Pfarrei Visp um 1400 wurde das Gebiet vom Martiswald aufwärts zur eigenen Pfarrei. Es entstand die Pfarrei Saas, zu der die vier Gemeinden Saas-Almagell, Saas-Balen, Saas-Fee und Saas-Grund angehörten. Die bisherige Kapelle zum Heiliegen Bartholomäus wurde zur Pfarrkirche erhoben. Die Bewohner der drei Gemeinden Saas-Almgell, Saas-Balen und Saas-Fee waren gehalten, an allen Sonn- und Feiertagen ihre Christenpflicht in Saas-Grund zu erfüllen. Dort empfingen sie auch die Taufe, die Firmung, dort wurden die Ehen geschlossen und dort fanden sie ihre letzte Ruhestätte.
Das religiöse Geschehen hat über Jahrhunderte hinweg das Leben von Land und Leuten geprägt. Die Präsenz der Kirche fand ihren sichtbaren Audruck im Bau von Gotteshäusern. So enstanden im Tale zahlreiche Kapellen, die an den Verbindungswegen zwischen den Gemeinden stehen, an den Pfaden zu den verschiedenen Weilern, Kapellen, die mir ihren hellen Farben von weither ersichtlich sind, Bauten, die an den tiefen Glauben der Bewohner erinnern und noch heute über die kulturelle Eigenart des Tales Aufschluss geben. Dazu kommen die zahlreichen Wegkreuze, reich an Symbolen und Figuren der Kreuzungsszenerie.
Im Jahre 1893 trennten sich die beiden Gemeinden Saas-Almagell und Saas-Fee von der Mutterpfarrei und im Jahre 1907 folgte die Gemeinde Saas-Balen. Das Gotteshaus in Saas-Grund erhielt den Charakter einer Ortskirche.
In den 60er Jahren des 19. Jahrhundert wurden in Saas-Grund die ersten Hotels gebaut. Das kam nicht von ungefähr. Saas-Grund war jahr-hundertelang der wichtigste Treffpunkt im ganzen Tal: Nach der Auf-lösung der Grossgemeinde Saas wurde das Dorf zum Tagungsort des Tal-rates. Nach der Loslösung von der Pfarrei Visp um 1400 hatten die Geimeinden Almagell, Balen und Fee ihre Mutterkirche in Saas-Grund; als die ersten Naturforscher in das Tal kamen, erhielten sie in der kleinen Herberge Zur Sonne Unterkunft und Verpflegung; ihnen folgten die Touristen, vornehmlich Engländer, die auch bei Pfarrer Imseng Aufnahme fanden, die mit ihm und seinem Bergfreund Franz Andenmatten zunächst die Saaser Pässe nach Italien und ins Nikolaital überschritten und in einer weiteren Phase Erstbeisteigungen von Viertausendern ausführten. Für Pfarrer Imseng ging es darum, für Bergführer-nachwuchs zu sorgen und vor allem die Bewohnen anzuhalten, Hotels zu bauen: 1850 das Hotel Monte-Rosa, 1856 Hotel Monte Moro. Er selbst liess im gleichen Jahre ein Hotel im Mattmarkgebiet erstellen, am Ausgangspunkt zu den Pässen Monte Moro, Mondelli und Ofental nach Italien und über Schwarzenber-Weisstor nach Zermatt. Damit waren die Anfänge für den weiteren Hotelbau im Tale gemacht.
Es dauerte noch 25 Jahre, bis der Funke auch nach Saas-Fee über-sprang. Es brauchte eine Initiative und den Optimismus eines Mannes, der Bewegung ins Gletscherdorf brachte. Grossrat und Gemeinde-präsident Clemens Imseng vermochte die Bewohner für den Bau eines Hotels zu gewinnen. In den Jahren 1880/81 wurde im Zentrum des Dorfes in der Nähe der Theodulskapelle das erste Hotel "Dom" gebaut. Das Werk wurde zum zündenden Funken für weitere Bauten im Dorfe. Inner zwölf Jahren folgten drei neue Gasthäuser.
In Saas-Almagell wurde im Jahre 1896 das Hotel Portjengrat eröffnet. 1910 entstand das Hotel Monte Moro. Die erste Runde im Hotelbau war abgeschlossen. Damit ging eine 60jährige Pionierperiode zu Ende. Ohne die Bettenzahl der Berghotels Weissmies, Plattjen, Almagelleralp zu berücksichtigen, standen in neun Hotels im Tale rund 1000 Gästebetten zur Verfügung.
Mitte 1924 reichten die Talgemeinden ein Gesuch an den hohen Staatsrat des Kantons Wallis ein. Im November des selben Jahres erfolgte die erste Eingabe für eine 3.30 m breite Fahrstrasse ins Saastal.
1926
wurde die Verwirklichung der Strasse vorerst bis nach Saas-Grund in Aussicht gestellt.
1927
sprach der Kanton Wallis die endgültige Subvention für die Fahrstrasse Stalden - Saas-Grund, Saas-Grund - Saas-Fee und Saas-Grund - Saas-Almagell aus.
1928
Subventionszusage Bund
1929
Beginn des Strassenbaus bei Stalden
1936
Die Strasse ist bis Saas-Balen erstellt.
1938
Die Strecke Stalden - Saas-Grund ist fertiggestellt.
1948
Die Strasse Saas-Grund - Saas-Almagell wurde erstellt.
1949
Das letzte Teilstück Saas-Grund - Saas-Fee wurde in Angriff genommen.
1951
Die Strasse wird mit einem grossen Dorffest eingeweiht.
Die Kirche im Wappen zeigt, dass diese Kirche Pfarreikirche der Talschaft war. Die 4 goldenen Rechtecke symbolisieren die 4 Gemeinden, von denen Saas-Fee links der Saaservispe und die 3 andern rechts liegen. Dieses Wappen ist eine Neuschöpfung, was auch für alle andern Wappen der Saaser Gemeinden zutrifft.
Die ersten Einwanderer
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