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Das Wichtigste in Kürze
- Der Bruder einer bekannten Luzerner Rapperin wurde verurteilt.
- Er hat einen Millionen-Erben, der als Künstler arbeitete, betrogen und erpresst.
- Dafür soll er nun ins Gefängnis.
Für den Bruder einer bekannten Luzerner Rapperin ist fertig lustig. Das Kriminalgericht hat ihn wegen Urkundenfälschung, versuchter Erpressung und mehrfachen Abhörens und Aufnehmens von fremden Gesprächen verurteilt.
Gemäss Urteilsdispositiv hält der Einzelrichter eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren für angemessen. Davon soll der Verurteilte neun Monate absitzen. Die restlichen 15 Monate darf er im bedingten Vollzug verbringen.
Der Mann schloss sich demnach dem Sohn einer millionenschweren, Luzerner Gräfin zusammen. Der kosovarische Manager promotete die Bilder des Millionen-Erbe, laut Staatsanwaltschaft pflegten sie eine «langjährige Geschäftsbeziehung». Auch ein Interview im kosovarischen Fernsehen organisierte er für den Erben.
Bruder von Rapperin machte heimlich Tonaufnahmen
Laut «zentralplus» kam es aber zum Bruch zwischen den Männern. Der Bruder der Luzerner Rapperin wandte sich an die Schlichtungsstelle, wollte angebliche Zahlungen einfordern. Dabei reichte er eine «Schuldanerkennung» über 480’000 Euro und 40’000 Franken ein, die der Künstler angeblich unterzeichnet hatte.
Der Millionen-Erbe bestritt, das Dokument unterschrieben zu haben. Schliesslich wurde das Original bei einer Hausdurchsuchung des Managers gefunden, laut Gutachten ist es eine Fälschung.
Der Bruder der Rapperin soll laut Staatsanwaltschaft zudem heimliche Tonaufnahmen des Erben, der mittlerweile verstorben ist, gemacht haben und ihn damit erpresst haben. Darauf war dieser im Gespräch mit Dritten zu hören.
Verurteilter stand schon einmal unter Betrugsverdacht
Das Urteil gegen den Manager ist noch nicht rechtskräftig und kann bei Einsprache ans Kantonsgericht weitergezogen werden.
Der Verurteilte stand bereits 2019 unter Betrugsverdacht in der Höhe von mehreren Hunderttausend Franken. Seine Schwester – die bekannte Rapperin – hatte diesen aber begangen. Das Verfahren wurde schliesslich eingestellt – nach Zahlung einer hohen Geldsumme.