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Der aus Norditalien nach Graubünden gewanderte Braunbär M25 hat sich der Kontrolle der Jagdbehörden entzogen. Der Sender, der dem zweijährigen Männchen im Südtirol umgehängt wurde, verschickte am Wochenende keine Signale.
Der Einwanderer hielt sich am Wochenende im Engadin, im Raum Zernez, auf, wo er am Freitag erstmals gesehen wurde. Dort riss der Bär in der Nacht auf Samstag zwei Schafe. Am Samstagabend wurde das Raubtier mehrfach auf der Südseite des Flüelapasses gesehen, wie der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi am Montag auf Anfrage erklärte.
Die Jagdbehörden erhalten im Turnus von acht Stunden Signale vom Bären auf das Handy. Dass am Wochenende keine Daten versandt wurden, könnte nach Vermutung von Brosi daran liegen, dass sich das Tier an Standorten ohne Funkverbindung aufhält. An einen Schaden am Sender glaubt der Jagdinspektor eher nicht.
Erstmals entdeckt und fotografiert worden war Bär M25 am Freitagmorgen von einem Autofahrer bei Zernez im Engadin. Das Tier, das auf einer Strassenmauer stand, war via Münstertal eingewandert. Besendert worden war der Bär vorher im Südtirol, weil er wiederholt Schafe angegriffen hatte.
Bereits seit einigen Jahren wandern immer wieder Bären aus dem oberitalienischen Trentino nach Graubünden. Braunbär M25 ist seit 2005 das neunte Grossraubtier, das auf der Wanderung Richtung Norden den Kanton durchstreift.
Zwei Braunbären wurden in Graubünden von der Wildhut aus Sicherheitsgründen getötet, weil sie zum Risiko für den Menschen geworden waren. Bär JJ3 wurde im April 2008 in der Region Thusis erlegt, M13 letztes Jahr im Südtal Puschlav. (aeg/sda)