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Der portugiesische Flag-Carrier TAP Air Portugal bekommt voraussichtich einen neuen Eigentümer. Der Staat will die Airline verkaufen, nachdem er sie mit einigen Milliarden Euro durch die Pandemie gerettet hat. Noch offen ist, wer den Zuschlag erhalten wird.
Offenbar haben die EUR 3,2 Mrd. Staatshilfe von Portugal ihren Zweck erfüllt und die Fluggesellschaft zu einer attraktiven Übernahmekandidatin gemacht. Sie gilt mit operativen Ergebnissen, die besser sind als erwartet, als kompetitiv auf dem Markt. Alle drei grossen Airline-Gruppe Europas sollen an TAP interessiert sein.
So bekräftigte der Vorstandsvorsitzende von Air France-KLM, Ben Smith, am vergangenen Freitag sein Interesse an der portugiesischen Fluggesellschaft und verwies auf die starke Position der Gesellschaft in Brasilien. «Wir finden, dass das Netz der TAP in Brasilien extrem wichtig für uns ist», sagte er an einer Medienkonferenz.
Analysten zufolge gehören nebst Air France-KLM auch die Lufthansa Gruppe und die British Airways-Eigentümerin IAG zu den potenziellen Käufern. Die Deutschen hatten sich schon vor der Pandemie für die TAP interessiert. Die portugiesische Regierung, die Eigentümerin der TAP ist, hat erklärt, sie erwäge eine vollständige oder zumindest teilweise Privatisierung der nationalen Airline.
TAP Air Portugal gehört der Star Alliance an, zu deren Gründern und Leadern die Lufthansa gehört. In der Schweiz fliegt TAP Zürich und Genf an. Stark ist die Airline vor allem auf den Strecken nach Lateinamerika und Afrika. (TI)