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Zeit die Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern, Tanten und Onkel wieder einmal auszuführen!
Die aussergewöhnliche Geschichte einer Frau, die anderen jenes Zuhause gab, das sie selbst immer suchte und von einem kaum bekannten Kapitel schweizerischer Emigration.
Erich Eicher und Simone Müller erzählen die Geschichte der Claire Parkes-Bärfuss mit Musik und Text.
Claire Parkes-Bärfuss kam am 12. November 1913 in einer Laufentaler Arbeiterfamilie zur Welt. Nach dem frühen Tod des Vaters und der Tuberkulose-Erkrankung der Mutter wuchs sie in einem Luzerner Kinderheim auf. Als Hausangestellte zog sie quer durch die Schweiz. In Genf wurde Klara zu Claire, kurz bevor sie 1947 nach Paris ging und 1949 dann nach England auswanderte. 1952 heiratete sie Stanley Parkes, einen ehemaligen Soldaten der britischen Armee. Zusammen zogen sie in London von einer Arbeitsstelle zur nächsten und lebten von 1956-1964 in Neuseeland.
2013 kehrte Claire Parkes-Bärfuss mit 99 Jahren in die Schweiz zurück, in ihren Heimatort Eggiwil, den sie nur flüchtig kannte. In Eggiwil hat Claire Parkes-Bärfuss der Journalistin Simone Müller ihre Lebensgeschichte erzählt. Ein zeitgeschichtliches Dokument, das von der Suche nach einem Zuhause an den verschiedensten Orten dieser Welt berichtet.
Das Buch: Simone Müller: «Über London und Neuseeland nach Eggiwil Die Geschichte der Claire Parkes-Bärfuss», Verlag Hier + Jetzt, Baden 2015
Simone Müller lebt als Autorin und freie Journalistin in Bern. Im Herbst 2017 veröffentlichte sie ihr zweites Buch: «Alljährlich im Frühjahr schwärmen unsere jungen Mädchen nach England. 11 Porträts». Limmat Verlag, Zürich 2017.
Erich Eicher ist Musiker und Anwalt in Bern und Protagonist im Film «Unerhört Jenisch».
Sprache Musiklesung: Deutsch
Foto: Portrait von Claire Parkes-Bärfuss
Ausgezeichnet mit dem Swiss Press Photo Award 2016
Fotografin: Mara Truog