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Jod ist ein wichtiges Spurenelement, das besonders für grundlegende Körperfunktionen sowie die Entwicklung und das Wachstum des Gehirns eine wichtige Rolle spielt. Der Körper kann Jod aber nicht selber herstellen. Darum ist eine ausreichende Versorgung an jodhaltigen Nahrungsmitteln lebensnotwendig. Der Mensch benötigt allerdings während des Lebens unterschiedliche Mengen davon, die von Alter, Wachstum und Entwicklung sowie dem Energieverbrauch abhängen. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich 180 bis 200 Mikrogramm Jod aufzunehmen.
Wo ist Jod enthalten?
Die beste Quelle für Jod sind Seefische, Algen oder Meeresfrüchte. Da aber die wenigsten Schweizerinnen und Schweizer zwei Mal pro Woche Fisch essen, wird seit den 20er Jahren jodiertes Speisesalz verkauft. Aber auch Milch und Milchprodukte sowie Eier enthalten Jod. Dagegen weisen Fleisch und Geflügel nur einen geringen Jodgehalt auf. In der Schweiz leisten die beliebten Lebensmittel Brot, Milch und Käse neben jodiertem Salz den grössten Beitrag zu einer ausreichenden Versorgung.
Ernsthafte gesundheitliche Probleme bei einem Mangel
Wer dauerhaft zu wenig Jod zu sich nimmt, läuft Gefahr, an einem Jodmangel zu erkranken. Gerade bei kleinen Kindern kann die Unterversorgung zu körperlicher und geistiger Unterentwicklung führen. Aber auch im Erwachsenenalter kann ein Manko gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Mögliche Folgen sind die Entwicklung eines Kropfs, eine Vergrösserung der Schilddrüse, stark eingeschränkte geistige Fähigkeiten, Taubstummheit und eine geringe Körpergrösse.
Tipps für eine ausreichende Versorgung:
- Konsumieren Sie täglich drei Portionen Milch und Milchprodukten sowie Brot mit jodiertem Speisesalz.
- Würzen Sie Ihr Essen mit jodiertem Salz.
- Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Meeresfische, wie Lachs, Kabeljau oder Meeresfrüchte. Schon mit 100g Seelachs decken Sie Ihren Tagesbedarf von 180-200μg.
- Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist es nach Rücksprache mit Ihrem Arzt empfehlenswert, den erhöhten Bedarf durch ein Nahrungsergänzungsmittel zu decken.
04.03.2015