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Wolf Biermann, geboren 1936 in Hamburg, ist der Sohn eines kommunistischen Werftarbeiters, der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde. 1953 übersiedelte Biermann nach Ostberlin, wo er Ökonomie studierte und im Berliner Ensemble tätig wurde. In den sechziger Jahren avancierte Biermann zum Sänger, der in seinen Liedern die Realität der DRR kritisch reflektierte, weshalb er aus der SED ausgeschlossen wurde. Nach einer erfolgreichen Tournee durch die Bundesrepublik Deutschland (1965) erhielt er Auftrittsverbot. 1976 wurde er nach einem Tournee-Konzert in Köln wegen «Staatsfeindlichkeit» ausgebürgert – ein Schritt, der in der DDR zu scharfen kulturpolitischen Auseinandersetzungen führte. Biermann wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis.