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Christiane Hörbiger ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. V.a. durch ihre Hauptrollen in Fernsehserien hat sie ein Millionenpublikum erobert. "Das Erbe der Guldenburgs" und "Julia – eine ungewöhnliche Frau" sind Meilensteine ihres Erfolgs.
Christiane Hörbiger wird am 13.10.1938 in Wien geboren. Als Tochter des berühmten Schauspieler-Ehepaares Paula Wessely und Attila Hörbiger wird ihr das Talent in die Wiege gelegt. Schon als Kind – beeinflusst durch den Beruf der Eltern und ihren Faible für amerikanische Filme – träumt sie davon, selbst Schauspielerin zu werden. Wäre es nach ihren Eltern gegangen, hätte sie Zuckerbäckerin werden sollen. Es gelingt ihr jedoch, ihren Traum zu verwirklichen. Mit 16 steht sie an der Seite ihres Vaters in dem Film "Der Major und die Stiere" zum ersten Mal vor der Kamera. Sie besucht anschließend das Reinhardt-Seminar, das sie jedoch nach einigen Wochen aufgrund der Dreharbeiten zum Film "Kronprinz Rudolfs letzte Liebe" abbrechen muss. Fortan nimmt sie privaten Schauspielunterricht bei der Burgschauspielerin Alma Seidler.
Trotz der schnellen Filmerfolge lernt sie den Beruf von der Pieke auf und geht zum Theater. Über 25 Jahre lang spielt sie an renommierten Bühnen, wie dem Wiener Burgtheater, der Münchner Komödie im Bayrischen Hof, dem Schauspielhaus Zürich, sowie bei den Salzburger Festspielen die größten Rollen der Theaterliteratur. Darunter die Kathy in Nestroys "Der Zerrissene", das Gretchen in Goethes "Faust", das Klärchen in Goethes "Egmont", die Luise in Schillers "Kabale und Liebe", die Elisabeth in Schillers "Maria Stuart", die Buhlschaft in Hofmannsthals "Jedermann", die Genia Hofreiter in Schnitzlers "Das weite Land" sowie die Candida in George Bernard Shaws gleichnamigen Stück.
1957 debütiert sie am Wiener Burgtheater als Recha in Lessings "Nathan der Weise" und gehört bis 1966 dem Ensemble des Burgtheaters an. Dazwischen liegen Engagements an der Städtischen Bühne in Heidelberg, sowie bei den Salzburger Festspielen. Um dem unentwegten Vergleich mit den Eltern zu entgehen, verlässt Christiane Hörbiger 1966 ihre Heimatstadt und geht nach Zürich. Ab 1967 gehört sie dem Ensemble des Zürcher Schauspielhauses an. Und es gelingt ihr, aus dem Schatten der berühmten Eltern zu treten und sich aus eigener Kraft einen Namen zu machen.
Mitte der Achtziger verlässt sie das Ensemble des Zürcher Schauspielhauses und wagt mit der Hauptrolle in der Fernsehserie "Das Erbe der Guldenburgs" den Sprung in die Fernseh-Unterhaltung. Die Adelssaga wird zu einem der größten Erfolge der deutschsprachigen TV-Geschichte und bringt Christiane Hörbiger eine enorme Fernsehpopularität. Seither wirkte sie in zahlreichen österreichischen und deutschen Spielfilmen mit. Helmut Dietls Kino-Satire "Schtonk", in der sie auf unnachahmliche Weise die Freya von Hepp darstellt, wird sogar für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert. Weitere Filmerfolge sind "Tafelspitz", "Alles auf Anfang", "Lamorte", "Die Gottesanbeterin", "Alpenglühen", "Mathilde liebt", "Alma ermittelt – Tango und Tod" – um nur einige Beispiele für die Bandbreite ihrer Schauspielkunst zu nennen. Mit der Serie "Julia – eine ungewöhnliche Frau" erreicht sie zwischen 1999 und 2003 abermals ein Millionenpublikum.
Für ihre grandiose Schauspielkunst wird sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. Bayrischer Filmpreis, Adolf-Grimme-Preis, Bambi, Romy, Goldene Kamera, Filmband in Gold, und wird 2004 in der Wiener Hofburg zur Kammerschauspielerin ernannt. Anlässlich ihres 50 jährigen Berufsjubiläums widmet ihr die ARD 2005 die "Christiane Hörbiger Gala" – eine Hommage an die großartige Schauspielerin.
Seit einigen Jahren setzt sie sich als Unicef-Botschafterin für die Verbesserung der Situation der Kinder in armen Ländern ein.
Christiane Hörbiger war in erster Ehe mit dem Regisseur Wolfgang Glück verheiratet. Ihr zweiter Mann und Vater ihres Sohnes Sascha, der Schweizer Journalist Rolf R. Bigler, starb 1978. Einen neuen Lebensgefährten fand sie im Wiener Regisseur und Autor Gerhard Tötschinger. Seit Dezember 2004 ist ihr Enkel Luca ihr ganzer Stolz. Sie besitzt die österreichische und schweizer Staatsbürgerschaft und lebt in Wien und Baden bei Wien.