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Die Klimaänderung wirkt sich deutlich auf die Kryosphäre aus. Mit Kryosphäre werden alle Gebiete der Erde bezeichnet, in denen Wasser in Form von Eis oder Schnee vorkommt. Dies umfasst Meereis, Schnee, Gletschereis und Permafrost. Weltweit betrachtet manifestieren sich die Folgen deutlich in den zwei Eisschilden (Grönland/Antarktis), im Meer-, See- und Flusseis sowie in den auch in der Schweiz weit verbreiteten Komponenten Schnee, Gletscher und Permafrost. Allen gemeinsam ist ihre Reaktion auf Änderungen von Temperatur und/ oder Niederschlag.
Die Schweizer Gletscher verschwinden zusehends. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürfte der grösste Teil wegschmelzen. Im Hochgebirge entsteht eine neue Landschaft von Fels, Schutt, spärlicher Vegetation und vielen meist kleineren Seen. Letztere erhöhen das Naturgefahrenpotenzial, bieten aber auch Nutzungsmöglichkeiten.
Die Schneesaison wird sich in Zukunft um mehrere Wochen verkürzen und die Schneegrenze um mehrere hundert Meter ansteigen. Permafrost im Hochgebirge taut langfristig bis in tiefere Schichten auf, was vermehrte Steinschläge und Felsstürze zur Folge haben kann. Der Wandel der Kryosphäre wirkt sich in der Schweiz auf verschiedene Bereiche von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus.
Die Broschüre «Klimawandel und Jahreszeiten» erläutert, wie sich der Klimawandel auf die Veränderungen der Jahreszeiten auswirkt. Pflanzen, Tiere, Landwirtschaft, Gewässer und Schnee geben den oft abstrakten Beschreibungen des Klimawandels eine erfahrbare Dimension. Ausgangspunkt für die Broschüre war das Berner Klimaprogramm am Geographischen Institut und das damit 1970 initiierte BernClim Beobachtungsnetz.Bild: GIUB
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Permafrost in der Schweiz erwärmt. Es wurden zahlreiche Anzeichen von Degradation beobachtet, und die meisten Blockgletscher bewegen sich deutlich schneller. Das zeigen Langzeitmessungen des Schweizer Permafrostmessnetzes PERMOS. PERMOS wurde im Jahr 2000 als weltweit erstes nationales Permafrostmessnetz ins Leben gerufen und ist heute ein anerkannter Bestandteil der internationalen Gemeinschaft. Es liefert die grösste Datensammlung zu Permafrost in Gebirgsregionen, wobei die längste Zeitreihe mehr als 30 Jahre abdeckt.Bild: Jeannette Nötzli, PERMOS
Bis der Zürichsee zufriert, braucht es viel. Das letzte Mal geschah dies 1963. Trotz geringem Datenbestand zu dieser Zeit können nun solche Ereignisse aus der Vergangenheit mithilfe neuer Temperaturkarten besser beschrieben werden.Bild: Comet Photo AG, Zürich / ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv.
Während das Novemberwetter auf der Alpennordseite unspektakulär verlief, fielen auf der Alpensüdseite regional Rekordschneesummen. Die anhaltend wolkenverhangene Witterung mündete zudem in eine extreme Sonnenarmut. Die Alpensüdseite registrierte einen der sonnenärmsten Monate seit Messbeginn. Mit dem leicht zu milden November endet der sechstwärmste Herbst seit Messbeginn 1864.
Die Gletscher, Permafrostböden und Ozeane weltweit verändern sich mit dem Klimawandel im Laufe des 21. Jahrhunderts markant. Dies zeigt der am Mittwoch in Monaco veröffentlichte neue Bericht des Weltklimarates (IPCC). Der Meeresspiegel wird bis 2100 um 43 bis 84 Zentimeter steigen und Gebiete unter Wasser setzen, in denen heute Hunderte von Millionen Menschen leben. Gletscher weltweit verlieren zwischen 2015 und 2100 18 bis 36 Prozent ihrer Masse, jene in Europa gar über 80 Prozent. Bei weiterhin hohen Treibhausgas-Emissionen könnten bis 2100 49 bis 89 Prozent der wenig tiefen Permafrostböden auftauen und damit an Stabilität einbüssen.
Die Alpen sind Schmelzpunkt des Geschehens: Nirgends sonst in Mitteleuropa wirkt sich der Klimawandel drastischer aus – die Bedingungen für Schneesport verschlechtern sich zunehmend. Besonders stark betroffen sind Wintersportgebiete unterhalb von 2000 Metern über Meer. Dazu gehört auch Sörenberg in Luzern.
Die Erdoberfläche erwärmt sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts aussergewöhnlich stark – und wir wissen warum: Hauptsächlich wir Menschen verändern durch den Ausstoss von Treibhausgasen den Energiehaushalt der Erde. Die Schweiz reagiert überdurchschnittlich empfindlich auf den Klimawandel. Deshalb hat sie ein besonderes Interesse daran, dass die Weltgemeinschaft rasch und umfassend auf eine CO2-neutrale Wirtschafts- und Lebensweise umstellt.
The Arctic region is warming at a rate of almost twice the global average, resulting in profound and rapid changes in its living conditions and the environment. This European Environment Agency (EEA) report looks at how the rest of Europe affects the Arctic environment and how changes in the region impact Europe in return.
Die in diesem Projekt mit viel Aufwand angepasste Modellkette, die die Verfolgung und Analyse der Dynamik der drei Abflusskomponenten durch das hydrologische System erlaubt, bietet nun ein verlässliches Werkzeug zur Analyse verschiedener Klimaprojektionen und weiterer Wasserwirtschafts-Szenarien.
Der Sommer 2015 ist in der Schweiz nach 2003 der zweitwärmste Sommer, der je gemessen wurde. Er ist geprägt durch niedrige Pegelstände und geringe Abflussmengen in den Gewässern, starken Gletscherschmelze und eine rekordhohe Erwärmung von Permafrostböden. Hitze und Trockenheit haben Auswirkungen auf Gesundheit, Landwirtschaft, Wald, Biodiversität, Luftqualität und Stromproduktion. Wegen der Sommerhitze sind 2015 rund 800 Todesfälle mehr zu beklagen, als in einem normalen Jahr. Bei der Wasserversorgung ist die Lage 2015 weniger angespannt als 2003. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts dürften Verhältnisse wie im Sommer 2015 zum Normalfall werden.
Die Klimaänderung wirkt sich deutlich auf die Kryosphäre aus. Weltweit betrachtet manifestieren sich die Folgen deutlich in den zwei Eisschilden (Grönland/Antarktis), im Meer-, See- und Flusseis sowie in den auch in der Schweiz weit verbreiteten Komponenten Schnee, Gletscher und Permafrost. Allen gemeinsam ist ihre Reaktion auf Änderungen von Temperatur und / oder Niederschlag.
Die Veränderungen im Klimasystem manifestieren sich auch im Ozean und in der Kryosphäre. Letztere umfasst Schnee und Eis an der Erdoberfläche (Land und Wasser) sowie die Regionen mit Permafrost im Untergrund. Typische Auswirkungen sind die Erwärmung und Versauerung der Weltmeere – mit Konsequenzen für die marinen Ökosysteme –, der Anstieg des Meeresspiegels, der Rückgang von Gletschern, polaren Eisschilden, arktischem Meereis und der Schneebedeckung in der Nordhemisphäre sowie die Erwärmung und das Auftauen von Permafrost.
Die Publikation "Wetter, Schneedecke und Lawinengefahr in den Schweizer Alpen" fasst die wichtigsten Zahlen und Fakten aus dem hydrologischen Jahr 2014/15 zu Schnee und Lawinen zusammen.
Der Klimareport 2014 zeigt bezüglich der langfristigen Klimaentwicklung, dass in der Schweiz während der analysierten Periode 1959–2014 die Anzahl der Sommertage deutlich angestiegen, die Anzahl der Frosttage hingegen deutlich zurückgegangen ist. Die Nullgradgrenze ist in derselben Periode rund 390 m angestiegen. Die allgemeine Erwärmung drückt sich auch in einer früheren Vegetationsentwicklung aus.
The World Glacier Monitoring Service and the US National Snow and Ice Data Center jointly launched a new web interface to data on glacier distribution and changes compiled within the framework of the Global Terrestrial Network for Glaciers (GTN-G).
Am 19. September erreichte die Ausdehnung des arktischen Meereises seinen Tiefststand für das Jahr 2010. Es handelt sich dabei um den drittniedrigsten Stand. Das Eis zog sich nicht ganz so stark zurück wie in den Rekordjahren 2007 und 2008; der Wert lag aber deutlich unter jenem des Vorjahres.
The first comprehensive review of the state of Antarctica’s climate and its relationship to the global climate system published by the Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR). It presents the latest research, identifies areas for future scientific research and addresses the urgent questions that policy makers have about Antarctic melting, sea-level rise and biodiversity.
Im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2007 und 2008 war die Ausdehnung des arktischen Meereises am Ende des arktischen Sommers etwas grösser. Allerdings blieb sie noch immer deutlich geringer als in den Jahren davor und erreichte den dritt niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen 1979. In den vergangenen fünf Jahren wurden die fünf geringsten Eisausdehnungen seit Messbeginn registriert.
Das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes ist ein entscheidender Faktor für das Ausmass des zukünftigen Meeresspiegelanstiegs. Zur Zeit ist der Beitrag von Grönland zum Meeresspiegelanstieg noch relativ gering; er könnte jedoch in Zukunft noch deutlich ansteigen. Weil die dynamischen Prozesse, welche den Schmelzprozess bestimmen, noch zu wenig verstanden werden, fehlen verlässliche Prognosen.
Das sichtbarste Zeichen der Klimaänderung ist das Abschmelzen der Gletscher: Wir sind Zeitzeugen des schnellsten Gletscherschwundes seit Jahrtausenden. Das Gletscherarchiv ist eine alpenweite Fotodokumentation mit Gletschervergleichen. Als Grundlage dient ein Archiv von mehreren tausend historischen Gletscheraufnahmen. Jeweils vom gleichen Standort wie bei dem historischen Bild werden im Sommer die aktuellen Vergleichsfotos gemacht. Auf eindringliche Weise zeigen die Bildvergleiche den Schwund des Gletschereises.
Die meisten Menschen denken an eine allmähliche Erwärmung des Klimas, wenn sie den Begriff «anthropogene Klimaänderung» hören (anthropogen = durch den Menschen verursacht). Es ist jedoch auch möglich, dass besonders starke oder sogar abrupte Klimaänderungen einsetzen. Derartige Prozesse sind mit kritischen Schwellen im Klimasystem, sogenannten Kipp-Punkten verbunden. Bereits geringe Änderungen im Klimasystem können bewirken, dass Kipp-Punkte erreicht werden.
Dieser Bericht fasst die wichtigsten Aussagen des IPCC 2001 für die Schweiz zusammen. Fachpersonen wurden damit beauftragt, die Inhalte der einzelnen Kapitel im Hinblick auf die Schweiz zu gewichten. Der Bericht wird ergänzt durch Texte von Experten zu ausgewählten Themen. Dieser Bericht ist auf deutsch und französisch verfügbar.
Lawinenkatastrophen mit vielen Schadenlawinen verursachen grosse Schäden. In der Schweiz werden sie in der Regel durch rasch aufeinander folgende Nordwest- oder Südstaulagen ausgelöst, die heftige Niederschläge mit Neuschneehöhen von weit über 1 m bringen. Im 20. Jahrhundert hat die winterliche Schneedecke bei ausgewählten alpinen Stationen weder eindeutig zu- noch abgenommen. Auch die Schadenlawinenaktivität zeigt keine Veränderung.
Die Studie „Klimawandel und Wintertourismus: Ökonomische und ökologische Auswirkungen von technischer Beschneiung“ setzte sich zum Ziel, die Bedeutung der Beschneiung für die Bergbahnbetreiber, die Tourismusdestination und die Gäste zu analysieren sowie deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, die Ressourcen (Energie und Wasser) und die Umwelt aufzuzeigen.