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Primitivo ist eine dunkel rote autochthone Traube aus Apulien, bekannt für ebensolche dunkle tannin- und alkoholreiche Weine mit starkem Körper und charakteristisch würzigem Aroma nach Waldfrüchten. Auf Grund seines hohen Tanningehaltes bedarf auch der Primitivo einer guten Reifung, entweder in der Flasche oder dem Fass. Der Anbau erfolgt vorwiegend in Süditalien. In anderen Ländern, (wie z.B. Kalifornien) heißt der Primitivo Zinfandel und ist verwandt mit dem kroatischen Crljenak Kasteljanski. Der Name Primitivo leitet sich nicht von primitiv, sondern von prime uve, die erste Traube, weil sie die erste Traube ist, die schon Ende August reif am Rebstock hängen.
Die Negroamaro Traube ist neben der Primitivo Traube die beliebteste rote autochthone Traubensorte aus Apulien. Sie wird dort schon seit über tausend Jahren angebaut und ergibt sehr gute kräftige Rotweine, die in neuerer Zeit auch wieder sortenrein angebaut werden bzw. zum Teil mit Malvasia Nera verschnitten wird. Die Negroamaro enthält vor allem Fruchtaromen nach schwarzer Johannisbeere und Kirsche. Der Salento ist das bekannteste Anbaugebiet für Negroamaro.
Malvasia ist eine uralte Traubensorte. Mittels dieser Trauben lassen sich aromatische Weine jeder Farbe in trockener, perlender oder süßer Form herstellen. Es existieren dutzende Synonyme für die Malvasia (Malmsey, Malvasia, Malvasier, Monemvasia) und dessen Subvarianten (Malvasia bianca, Malvasia nera, Malvasia rossa, Malvasia di candia). Heutzutage wird die Malvasia-Traube in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Slovenien und in den Vereinigten Staaten angebaut. Man geht davon aus, dass der Malvasia aus Griechenland stammt. Der Name Malvasia leitet sich von der griechischen Küstenstadt Monemvasia ab, die zu Zeiten des byzantinischen Reiches ein bedeutender Handelsplatz war. Im Laufe des Mittelalters wurde der Malvasia unter den venezianischen Kaufleuten so zahlreich gehandelt, dass daraus wohl eines der ersten internationalen Marketingkonzepte mit einem Markenprodukt hervorging. Selbst in den Werken von Shakespere und Thomas Mann hat dieser Wein Erwähnung gefunden. Er wurde sogar von Martin Luther geachtet. Kennzeichnend für Malvasia-Trauben sind fruchtig aromatische Weine mit geringer Säure und vollem Körper.
Fiano ist eine sehr alte weiße Rebsorte Süditaliens, die überwiegend in Apulien und Kampanien angebaut wird. Aus Fianotrauben werden würzige Weißweine mit guter Struktur, lebendiger Säure und einem facettenreichen Geschmack mit Honignoten und tropischen Früchten. Fiano Weißweine sind ganz anders als die klassischen italienischen Pinot Grigio und Pinot Bianco oder Soave. Über den Fiano sagt man, es sei der beste Weißwein Süditaliens. Der Fiano soll schon von den Römern angebaut worden sein, damals mit dem Namen Vitis apiana (der Wein der von Bienen geliebt wird).
Uva di Troia (auch Nero di Troia genannt) ist eine Rotweinsorte im Süden Italiens. Die Traube von Troia (also Troja) genannte Sorte soll von den Griechen aus Troja importiert worden sein. Andererseits gibt es in Apulien nur unweit von Foggia den Ort Troia. Die sehr spätreifende Sorte ist mäßig wuchsstark. Die Erträge sind nicht sehr hoch. Die Uva di Troia ergibt tiefdunkle Rotweine mit einem violetten Schimmer. Der Alkoholgehalt ist meist sehr hoch und kann 14 Volumenprozent übersteigen. Der Wein findet Eingang in die DOC – Weine. Uva di Troia ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera).
Falanghina ist eine sehr alte, je geradezu antike Rebsorte, deren Ursprung im alten Griechenland zu suchen ist. Aus Falanghina werden heute im Süden Italiens Weine mit schöner Frucht und wunderbar mineralischen Noten gezaubert.
Bereits der Name Falanghina lässt den griechisch antiken Ursprung erkennen, denn „phalange“ bedeutet im Griechischen „an den Pfahl gebunden“, was die übliche Reberziehung für die Sorte Falanghina war. Auch wenn sich der Ursprung nicht mehr wirklich nachvollziehen lässt und auch die Verwandtschaft mit dem legendären Falerner des antiken Roms eher zweifelhaft ist, so ist zumindest sicher, dass Falanghina zu den ältesten Rebsorten gehört.
Der Chardonnay ist die weltbekannteste und am meisten angebaute Weisswein-Traube. Es gibt unzählige Beschreibungen zu den Aromen und Geschmacksausprägungen des Chardonnay. Im Allgemeinen reichen die Aromen von Butter und Toast bis hin zu exotischeren Richtungen wie Banane und Guave. Auch wird dem Chardonnay des Öfteren eine mineralische Note nachgesagt. Seine Geschmacksprofile sind ebenso unterschiedlich. Die Chardonnays sind sowohl bei den Herstellern als auch den Konsumenten beliebt. Die Trauben führen zu einem hohen Ertrag, wachsen in einem breiten klimatischen Spektrum, und die Weine können mit relativ geringem Aufwand in akzeptabler Qualität hergestellt werden. Beachtet werden muss, dass der Wein unter übermäßig warmen Bedingungen seine natürliche Zucker-Säure-Balance verlieren kann, was zu flachen Weinen führt.