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Das schlichte, nur mit einem Dachreiter
versehene Gotteshaus von Thalheim liegt leicht erhöht über dem Dorf und bildet
zusammen mit dem Friedhof den Kirchhof. Das nordseitig an den Kirchhof
anschliessende Gebäude wird als umgenutztes Beinhaus der vorreformatorischen
Zeit gesehen. An seiner Südwand sind Inschriftentafeln der beiden Schwestern
Ursula und Maria Magdalena von Sprecher-Bernegg (letztere war die Ehefrau des
Pfarrers Jakob Immanuel Hunziker, der 1839–1874 Seelsorger in Thalheim war)
sowie des eben erwähnten Pfarrers Jakob Hunziker (†1874). Das Pfarrhaus von
1731 stösst knapp 200 Meter unterhalb der Kirche beim achteckigen Dorfbrunnen
an den Dorfplatz.
An das längsrechteckige Schiff ist ostseitig
ein ebenfalls rechteckiger, eingezogener Langchor angegliedert. Seine
Achse weicht nach Süden ab. Von aussen sind die beiden Gebäudeteile als
ähnliche, hintereinander gestaffelt Giebelbauten mit Satteldächern zu erkennen.
Die auf jeder Längsseite vorhandenen Fenster mit korbbogigen Steinrahmen
in verputzten Segmentbogenleibungen ersetzten im 19. Jahrhundert ältere
Lichter. Der westseitige Eingang ist als Rundbogen, der nordseitige als
Rechtecköffnung ausgebildet. Der alte Dachreiter mit seiner spätklassizistischen
Gestalt aus der Zeit um 1840/1850 und 1895 erhielt 1959 seine heutige Gestalt.
Der alte Dachreiter der Kirche Thalheim auf einer historischen Foto um das Jahr 1900.
Im Zifferblatt der Uhr ist
die Jahreszahl 1895 zu sehen.