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Familienmodelle
Nur in einem kleinen Teil aller Zürcher Familien teilen sich Vater und Mutter die Familien- und Erwerbsarbeit egalitär auf.
Die Familienformen haben sich gewandelt. In Paarhaushalten mit Kindern arbeitet heute im Kanton Zürich der Vater meist Vollzeit, die Mutter ist Teilzeit erwerbstätig. Dieses sogenannte modernisierte bürgerliche Familienmodell ist heute im Kanton Zürich mit einem Anteil von 41.5 Prozent am häufigsten.
Das traditionelle Familienmodell mit einem voll berufstätigen Vater als alleinigem Familienernährer und einer Mutter, die sich ganz um die Kinder und den Haushalt kümmert, hat noch einen Anteil von 19.2 Prozent.
Die partnerschaftliche Rollenteilung, bei der beide Elternteile Teilzeit arbeiten, das sogenannte egalitär-familienbezogene Modell, wird häufiger. Es hatte aber im Kanton Zürich im Jahr 2010 mit 4.5 Prozent immer noch einen sehr geringen Anteil unter den Paarhaushalten mit Kindern.
Traditionelles Modell bleibt dominant bei Familien mit Kleinkindern
Trotz veränderter Familienmodelle bleibt in den meisten Paarhaushalten mit Kindern hauptsächlich der Vater für das Familieneinkommen zuständig. Die Doppelbelastung von Berufs- und Familienaufgaben tragen dabei vorwiegend die Mütter. Die Studie «Egalitäre Rollenteilung» zeigt: Paare mit egalitärer Rollenteilung haben zwar einen hohen Organisationsaufwand, der belastend sein kann, gleichzeitig wirkt jedoch der notwendige Austausch stabilisierend auf die Beziehung. Es gibt seltener Arbeitsplatz- oder Berufswechsel und auffallend wenig Trennungen und Scheidungen.