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Entstehung der Bibliotheken von evangelischen Jünglings- und katholischen Piusvereinen. Das Emporkommen neuer gesellschaftlicher Schichten findet seinen Ausdruck in den Bibliotheken der Konsumvereine, Grütlivereine und speziellen Arbeitervereine.
2. Die neueste Zeit (seit 1868) lässt in der Entwicklung unsres Bibliothekwesens namentlich vier Richtungen erkennen:
a) Bemerkenswerter Aufschwung des wissenschaftlichen Bibliothekwesens. Es entstehen drei neue kantonale Bibliotheken, nämlich die (heute mit der Stadtbibliothek verschmolzene) Hochschulbibliothek in Bern und die Kantonsbibliotheken von Obwalden und Solothurn. Die bereits vorhandenen wissenschaftlichen Anstalten dehnen sich stark aus. Als eine neue Kategorie wissenschaftlicher Bibliotheken treten uns die Handbibliotheken von Hochschulinstituten und Seminarien entgegen.
b) Den den Fortschritten in der Technik und dem Aufschwung der Gewerbe ihre Entstehung verdankenden speziellen Berufsschulen gliedern sich Gewerbebibliotheken an, die in den Industriezentren ein nicht unbeträchtliches Bücher- und Vorlagenmaterial vereinigen. So die Bibliotheken der allgemeinen Gewerbeschule in Basel, der École des Arts et Métiers in Genf, der Gewerbemuseen in Aarau, Bern, St. Gallen, Winterthur, Zürich.
c) Die Bewegung auf dem Gebiete der freien, öffentlichen Bildungsbibliotheken rief auch in der Schweiz, zunächst in den grossem Städten, neuen Gründungen speziell für die allgemeinen Bildungsinteressen. Hierher gehören u. a. die Volksbibliotheken in Basel (eine Zentrale mit einer Reihe von Quartierbibliotheken) und die aus 10 Bibliotheken zusammengewachsene Oeffentliche Bibliothek der Pestalozzi-Gesellschaft in Zürich (mit einer Zentrale und Filialen).
d) Die Pflege der einheimischen Literatur wurde einem eigens geschaffenen Bundesinstitut, der schweizerischen Landesbibliothek in Bern anvertraut. Die Vorgeschichte dieses Institutes beginnt schon mit dem Ende des 18. Jahrhunderts, indem der helvetische Minister Stapfer neben der Gründung einer schweizer. Hochschule, einer Kunstakademie, eines naturhistorischen Museums, in Verbindung mit dem Archiv auch eine Nationalbibliothek plante. Schon waren die Anfänge vorhanden, als der helvetische Einheitsstaat im Jahr 1803 zusammenbrach.
Damit war auch das Schicksal der Bibliothek besiegelt, deren Bestände bei der Liquidation im Jahr 1803 zu Spottpreisen verschleudert wurden. Doch war der Gedanke Stapfers nicht begraben, und besonders in den 40er und 50er Jahren wurden wiederholt Anstrengungen gemacht zur Gründung einer schweizerischen «Nationalbibliothek». Es bestand in Verbindung mit dem eidg. Departement des Innern schon seit 1848 eine «eidgenössische Bibliothek» später und noch heute «Zentralbibliothek» genannt. Ursprünglich nur für die Beamten der Verwaltung bestimmt, war diese Bibliothek über diesen engen Rahmen bald hinausgewachsen, und so musste der Gedanke nahe liegen, dieses Institut zu einer Nationalbibliothek auszubauen. Am richtete Dr. F. Staub, Redaktor des Idiotikons, eine Eingabe an den Bundesrat, in welcher er eine Erweiterung der «eidgenössischen Zentralbibliothek» befürwortete.
Die Denkschrift wurde unterstützt durch die Zentralkommission für Bibliographie der schweizerischen Landeskunde und durch die Literarische Gesellschaft in Bern, welche im Frühjahr 1892 mit ausführlichen Eingaben an die Bundesbehörden gelangten; später schlossen sich noch andre schweizerische Vereine und Gesellschaften an.
Diese Gesuche fanden günstige Aufnahme. Das eidg. Departement des Innern beauftragte zunächst die Zentralkommission für schweizer. Landeskunde mit einer Erhebung, welche Aufschluss geben sollte, wie sich die schweizer. Bibliothekare, Archivare, Buchdrucker, Verleger, Buchhändler, Antiquare und Redaktoren zu dem Projekt der Gründung einer derartigen Bibliothek verhalten. Die Fragebogen wurden im Dezember 1892 verschickt, und die Antworten liefen prompt ein. Am wurde das Resultat der Enquête der Oeffentlichkeit übergeben. Im ganzen war das Ergebnis derart, dass der Bundesrat der Bundesversammlung in einer Botschaft vom die Gründung einer Nationalbibliothek empfahl, und zwar sollte dieselbe als selbständiges Institut geschaffen werden.
Vorderhand bedurfte aber die ganze Frage, die einer lebhaften Besprechung in der Presse gerufen hatte, noch der Abklärung. Dies war umsomehr der Fall, als von verschiedenen Seiten der Vorschlag gemacht worden war, keine neue Bibliothek zu gründen, sondern eine der schon bestehenden schweizerischen Anstalten zur Nationalbibliothek auszubauen. Die Zentralkommission für Landeskunde besprach die Angelegenheit in ihrer Sitzung vom und stellte eine Reihe von Thesen auf.
Diese dienten mit dem Entwurf eines Bundesbeschlusses zwei Tage später einer Expertenkommission, die aus den Vorstehern der bedeutendsten schweizerischen Bibliotheken zusammengesetzt war, als Diskussionsgrundlage. Hier wurde die beanstandete Bezeichnung «Nationalbibliothek» in die bescheidenere «Landesbibliothek» umgewandelt und hauptsächlich die Aufgabe und Organisation der Anstalt eingehend beraten. Bei diesem Anlass tauchte der Vorschlag auf, dass die Landesbibliothek bei ihrer Sammeltätigkeit nur bis auf das Jahr 1848 zurückgehen und die Sammlung der ältern Drucksachen der Bürgerbibliothek Luzern, die seit 90 Jahren beinahe ausschliesslich auf diesem Gebiete arbeite, überlassen solle.
Dieser Antrag erscheint wieder im Bericht der ständerätlichen Kommission vom Dort wird der Satz aufgestellt, dass eine neu gegründete Landesbibliothek die ältere schweizerische Literatur nicht mehr mit Aussicht auf einige Vollständigkeit würde sammeln können. Man müsse daher eine Grenze ziehen, und diese sei gegeben mit dem Jahr 1848, das einen Wendepunkt in der gesamten politischen Entwicklung der Eidgenossenschaft bilde. Die Sammlung der ältern Literatur solle der Bürgerbibliothek in Luzern, einer ausschliesslichen Helvetica-Bibliothek, überlassen bleiben, die mit einer relativ bescheidenen Bundesunterstützung zu einer wirkungsvollen Ergänzung gelangen werde.
Von einem Verhältnis zu der Zentralbibliothek ist nur noch insofern die Rede, als diese ihre Helveticabestände an die Landesbibliothek abgeben und sich in Zukunft damit begnügen solle, eine reine Verwaltungsbibliothek zu sein. Trotz verschiedener Anregungen, die Landesbibliothek zu einer universellen kosmopolitischen Bibliothek auszubauen, war an dem Gedanken festgehalten worden, dass nur Helvetica gesammelt werden sollen, dass man aber diesen Begriff nicht zu eng fassen dürfe.
Die Benutzung solle nicht nur an Ort und Stelle erfolgen können, sondern der Grundsatz aufgestellt werden, dass die Bücher an jeden Interessenten, wo er auch sei, ausgeliehen und wenn nötig mit der Post verschickt werden. Nur auf diese Weise könne die Landesbibliothek ihren Zweck richtig erfüllen. Als Aufgabe der Landesbibliothek wird auch die Erstellung eines Nachweiskataloges der im Ausland und Inland zerstreuten Helveticaliteratur bezeichnet. Später hätten sich daran noch weitere bibliographische Arbeiten zu reihen.
Der Ständerat hielt sich in seinem Beschluss vom in allen Hauptpunkten an die Vorschläge seiner Kommission, und auch die Beratung im Nationalrat im Juni 1894 ergab wenig Aenderungen von Belang. Die noch schwebenden Differenzen zwischen den Räten wurden am ausgeglichen, und damit war der «Bundesbeschluss betr. Errichtung einer schweizerischen Landesbibliothek» ganz unerwartet rasch zustande gekommen. Am wurde vom Bundesrat eine Verordnung betr. «Leitung und Verwaltung der schweizerischen Landesbibliothek» erlassen, und am gleichen Tag erfolgte die Wahl einer Bibliothekkommission von fünf Mitgliedern. Am erfolgte die Installierung der Landesbibliothek in provisorischen Räumlichkeiten.
Der Umzug in einen Flügel des Neubaues für das Bundesarchiv auf dem Kirchenfeld kam im Oktober und November 1899 und am konnte die Bibliothek offiziell der öffentlichen Benutzung zugänglich gemacht werden. Seither hat sie sich viel rascher entwickelt, als vorauszusehen war. Schon die Anzahl der aus allen Teilen der Schweiz und auch aus dem Ausland einlaufenden Geschenke betrug von Anfang an das Mehrfache des ganzen Jahreszuwachses, auf den man ¶
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gerechnet hatte; ferner zeigte es sich, dass auch die laufende literarische Produktion der Schweiz viel reicher ist, als bisher angenommen wurde. Die Bestände der Bibliothek betrugen auf Ende 1899, etwa 108000 Nummern mit rund 164000 Stücken;
auf Ende 1905 etwa 155000 Nummern mit rund 330000 Stücken;
auf Ende 1908 etwa 185000 Nummern mit rund 378000 Stücken. Um eine Vorstellung von der äussern Wirksamkeit der Bibliothek zu vermitteln, geben wir folgende Benutzungsziffern für das Jahr 1908: es wurden ausgegeben 11225 Werke mit 16369 Bänden;
in den Lesesaal gingen 2891, in die Stadt Bern 8584 und nach auswärts 4894 Bände, wovon 4832 in die Schweiz und 62 nach dem Ausland.
Die Bibliothek gibt ein monatliches Bibliographisches Bulletin der Schweiz heraus und ist gegenwärtig damit beschäftigt, ihre Kataloge zu drucken. Davon sind die beiden Bände der «Abt. A: Landeskunde, Geschichte und Geographie» 1910 im Druck erschienen. Die Bibliothek wirkt als schweizerisches «Regionalbureau» am internationalen Katalog der Londoner Royal Society mit, dem sie alljährlich die Titelzettel schweizerischer naturwissenschaftlicher Neuerscheinungen abliefert. Der Entwurf eines neuen Reglementes für die Reorganisation der Landesbibliothek liegt 1910 bei den eidg. Räten, denen in dieser Sache auch die schweizerischen Bibliothekare eine Eingabe zugestellt haben.
3. Bibliothekstatistik.
a) Verhältnisse im Jahr 1868. Ueber den Stand der schweizerischen Bibliotheken im Jahr 1868 gibt uns die grosse Heitz’sche Statistik, die sich auf 2006 (von den damals vorhandenen 2090) Anstalten bezieht, erschöpfende Auskunft. Da die betr. Ergebnisse in vielen und wesentlichen Punkten auch heute noch zutreffen dürften, müssen wir hier kurz darauf eingehen.
Zunächst ergab sich, dass die Bibliotheken recht ungleich über das Land verteilt sind. Mittelland und Jura erscheinen mit einem dichten Netz überzogen, während das Hochgebirge natürlich schwach vertreten ist. Die meisten Bibliotheken zählen die Kantone Zürich, Aargau, Waadt und Bern. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl erscheinen besonders Solothurn, Schaffhausen, Aargau und Waadt bevorzugt. Auf die einzelne Bibliothek entfallen in Solothurn 474, in Schaffhausen 516, im Tessin 5981 und in der ganzen Schweiz 1209 Einwohner. - Die Gesamtbestände betragen rund 2,5 Millionen Bände, d. h. 93,3 Bände auf je 100 Einwohner.
Eine Häufung der Bestände ergibt sich in den Städtekantonen Basel und Genf. In der französischen Schweiz sind die Bestände dichter als in der deutschen. Der durchschnittliche Bestand betrug für die einzelne Bibliothek 1250 Bände. Die grössten Bibliotheken waren die Stadtbibliothek Zürich mit 100000, die Universitätsbibliothek Basel mit 94000, die Kantonsbibliothek Luzern mit 80000, die Bibliothèque publique in Genf mit 75000, die Société de lecture in Genf mit 62000, die Kantonsbibliotheken in Aarau und Lausanne, sowie die Bibliothèque publique in Neuenburg mit je 60000 Bänden. Eigentümer der 2006 Sammlungen sind bei 50,7% Bund, Kantone oder Gemeinden, bei 26,7% Vereine und bei 22,6% Korporationen oder Anstalten. - Die Gesamteinnahmen betrugen rund Fr. 295000, die Gesamtausgaben dagegen Fr. 285000.
Hinsichtlich der Bestimmung der Bibliotheken werden populäre und wissenschaftliche Bibliotheken unterschieden. Bei jenen ergab sich zunächst die interessante Tatsache, dass in der deutschen Schweiz die Schul-, in der französischen (Waadt) dagegen die Volksbibliotheken stärker vertreten sind. Die Ausgaben für die 1734 populären Bibliotheken betrugen rund Fr. 130000; ihre Bestände beliefen sich auf 980000 Bände. Die Zahl der gelesenen Bände war 1225000, sodass also jedes Buch 1¼ Mal benutzt worden war. Die wissenschaftlichen Bibliotheken umfassten 1510000 Bände, wovon 200000 auf die 31 Klosterbibliotheken kamen. Der jährliche Gesamtaufwand betrug Fr. 150000.
Bibliotheken ganz grossen Stiles gab es nicht und gibt es auch heute nicht. Die wissenschaftlichen Mittelpunkte besitzen Anstalten mit bemerkenswerten Bücherschätzen und umfassen ausserdem noch eine grössere Anzahl kleinerer Sammlungen. Das Charakteristische liegt aber in der intensiven Verteilung der Bibliotheken über das ganze Land.
b) Neuzeitliche Verhältnisse. Seit der Heitz’schen Statistik von 1868 hat sich, wie bereits bemerkt, das wissenschaftliche Bibliothekwesen intensiv weiter entwickelt. Da und dort lässt sich eine Vermehrung der Bestände auf das Doppelte und mehr nachweisen: so zählten z. B. die im zürcherischen alphabetischen Zentralkatalog vereinigten 14 Bibliotheken im Jahr 1868 etwa 185000, im Jahr 1901 dagegen an die 480000 Bände. Die Reihenfolge der bedeutendsten Bibliotheken hinsichtlich ihrer Bestände an Druckbänden stellt sich heute etwa folgendermassen:
Universitätsbibliothek Basel 300000, Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne 250000, Stadt- und Hochschulbibliothek Bern 210000, Stadtbibliothek Zürich und Bibliothèque publique et universitaire Genf je 175000, Bibliothèque cantonale et universitaire Freiburg und Bibliothèque de la Ville Neuenburg je 150000, Société de Lecture in Genf 125000, Kantonsbibliothek in Chur 100000, Kantons- (Universitäts-) Bibliothek Zürich 95000, Kantonsbibliothek Luzern 90000, Stadtbibliothek (Vadiana) St. Gallen, Kantonsbibliothek Aarau und Museumsgesellschaft Zürich je 80000, schweizerische Landesbibliothek in Bern 75000, Bibliothek des eidg. Polytechnikums in Zürich 68000, Stadtbibliothek Winterthur 65000, Stiftsbibliotheken St. Gallen und Einsiedeln je 60000, allgemeine Lesegesellschaft Basel 53000, Kantonsbibliothek Solothurn und Bürgerbibliothek Luzern je 50000 Bände.
Mit dem Anwachsen der Bestände hat sich auch die Benutzung gehoben, die an einzelnen Orten bis auf das fünffache gestiegen ist.
Im Jahr 1897 bildete sich die «Vereinigung schweizerischer Bibliothekare» (Association des bibliothécaires suisses), die im Jahr 1904 ein Verzeichnis der in den schweizerischen Bibliotheken gehaltenen laufenden Zeitschriften herausgab (2. Auflage 1911) und seit 1905 die Notwendigkeit der Erstellung eines schweizerischen Gesamtkataloges betont und dessen Durchführung anstrebt.
[H. B.]
B. Museen.
1. Allgemeiner Ueberblick. Nicht weniger zahlreich als die Bibliotheken sind in der Schweiz auch die Museen jeder Art: historische, naturhistorische, Kunst-, Gewerbemuseen etc. Von Kunstmuseen sind besonders zu erwähnen: das Musée Rath, die permanente Ausstellung der Kunstgesellschaft im Athenaeum und das Musée Ariana in Genf, das Musée Arlaud im Palais de Rumine zu Lausanne (mit reicher Sammlung von Werken westschweizerischer, speziell waadtländischer Maler), das Musée des Beaux Arts in Neuenburg (mit den grossen Wandgemälden von Paul Robert und zahlreichen Werken Neuenburger Künstler), das Basler Museum (mit Gemälden von Holbein, Böcklin, Stückelberg, Sandreuter), das Museum Marcello in Freiburg und die Museen und Kunstsammlungen von Zürich (Künstlerhaus seit Frühjahr 1910), Bern, St. Gallen, Winterthur und Solothurn. Gewerbe- und Kunstgewerbemuseen in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Winterthur und Aarau, Freiburg, Lausanne und Genf.
Ethnographische Museen und Sammlungen in Bern, Neuenburg, Basel, Zürich, St. Gallen, Winterthur und Aarau. Archäologische Sammlungen in Genf (Musée archéologique, Musée épigraphique und Musée Fol mit wertvoller Sammlung römischer, griechischer und etruskischer Altertümer), Zürich, Lausanne, Freiburg, Chur, Aarau, Schaffhausen. Von grosser Bedeutung sind die historischen Museen, wie solche in Zürich, Bern, Basel, Luzern, Frauenfeld, Chur, Solothurn, Altdorf, Freiburg, Neuenburg, Lausanne, Genf, Sitten, Locarno u. a. O. bestehen. Dass auch die naturhistorischen Museen (Zürich, Bern und Basel, Genf, Lausanne und Neuenburg, Winterthur, Freiburg, Aarau, St. Gallen, Glarus, Chur, Schaffhausen, Solothurn etc.) in einem so mannigfaltig gestalteten Land wie die Schweiz ein besondres allgemeines und lokales Interesse beanspruchen dürfen, braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden.
2. Schweizerisches Landesmuseum in Zürich. Im Jahr 1880 machte Prof. Sal. Vögelin († aus Zürich im Nationalrat die erste, erfolglose, Anregung zur Gründung eines schweizerischen Nationalmuseums. Dagegen entstand noch in demselben Jahr auf Veranlassung von Oberst Theodore de Saussure in Genf die «Schweizerische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkmäler». 1883 bot die erste schweizer. Landesausstellung in Zürich Gelegenheit zu einer grossem ¶