Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/3547

Die Schweiz soll Malaysias Anti-Korruptions-Behörde bei der Untersuchung eines Schweizer Bankkontos der stark verschuldeten malaysischen Stahlgruppe Perjawa unterstützen. Die Schweiz hat Hilfe zugesagt, berichtet die malaysische Nachrichtenagentur Bernama.
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat die Meldung noch nicht bestätigt. Millionen von Dollars seien in den vergangenen Jahren von der Stahlgruppe auf ein Schweizer Bankkonto transferiert worden, wie der Chef der Anti-Korruptions-Behörde, Ahmad Zaki Husin, laut der Meldung sagte.
Unkooperative Bank
Die Untersuchungen gegen die Stahlgruppe seien schon seit 1996 im Gang, würden aber durch unkooperative Zeugen, darunter die Schweizer Bank, behindert. Um welche Bank es sich handelt, wurde nicht gesagt.
Konkret werde eine Zahlung von 33 Mio. Franken untersucht, die von der Stahlgruppe als "Beratungshonorar" deklariert auf einem Schweizer Bankkonto hinterlegt worden sei.
Die Stahlgruppe Perjawa sollte das Kernstück der von Premierminister Mahathir Mohammad in den 80-er Jahren gestarteten Industrialisierungs-Offensive werden. Bis 1996 häufte Perjawa Schulden in der Höhe von 4,3 Mrd. Franken (2,6 Mrd. Dollar) an. Mahathir wurde von der Opposition beschuldigt, wegen falscher Entscheide die Schulden mitverursacht zu haben. Im vergangenen Dezember kündigte die malaysische Regierung den Verkauf der Stahlgruppe an.
swissinfo und Agenturen