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Geschichte
Der Italiener Francesco Petrarca, welcher 1336 mit seinem Bruder den Mont Ventoux (1’900m.ü.M.) besteigt, wird als erster „zweckfreier“ Wanderer in den Geschichtsbüchern festgehalten. In den darauf folgenden Jahrhunderten werden nur wenige weitere Wanderungen festgehalten. Mit der Aufklärung, resp. den Gedichten von Albrecht von Haller („Die Alpen“, 1729) und Jean Jacques Rousseaus („Julie ou la Nouvelle Héloïse“, 1761) wird beim Bildungsbürgertum neue Begeisterung für die Natur geweckt.
Später wird es zum Symbol der aufklärerischen Emanzipation des Bürgertums vom Adel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erkunden viele aufklärerische Wanderer Europa und halten ihre Erkenntnisse möglichst objektiv fest. Die wichtigsten Details sind dabei die sozialen und politischen Verhältnisse der erkundeten Gebiete.
Später geht die Leidenschaft des Wanderns auf die Romantiker über und diese prägen das Bild des Wanderns bis heute. Bei ihnen ist der Blick vor allem auf die Landschaft (als Spiegelbild des eigenen Innern) und nicht wie bei den Aufklärern auf die sozialen und politischen Gegebenheiten gerichtet. Um sich besser zu erholen suchen sie die Einsamkeit der Natur.
Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wird vermehrt das Eisenbahnnetz sowie Kutschen benützt, um zu den verschiedenen Ausgangsorten zu kommen, von wo aus man immer öfter auf den vorgegebenen Strecken läuft. Durch die Romantiker wird das Wandern salonfähig, während die Aufklärer noch schief angestarrt und angefeindet werden.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird das Wandern durch Gebirgsvereine und Wanderwege institutionalisiert. Diese Vereine haben grossen Einfluss in der Erschliessung der Natur mithilfe von Wanderwegen, Schutzhütten, Wegweiser, Aussichtstürme und Karten.