Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03333.jsonl.gz/1724

Gegner der Privatisierung von Wasserkraftwerken behaupten, dass die Privatisierung zu einem Anstieg der Wasserpreise führe. Sie trage grundsätzlich nicht zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität bei, da vor allem die kurzfristige Profitmaximierung im Vordergrund stehe. Die Befürworter argumentieren hingegen, dass die öffentlichen Wasserwerke wenig effizient seien und es an Anreizen und finanziellen Mitteln für den Ausbau der Wasserinfrastruktur fehle.
Nicht wer, sondern wie – darauf kommt es an
Global betrachtet ist es schwierig, generelle Aussagen zu treffen, ob private oder öffentliche Wasserversorger mehr zum Wohl der Gesellschaft beitragen. Während weltweit einige hoch effiziente öffentliche Wasserwerke in Betrieb sind, gehen z.B. in Mexiko mit öffentlichen Versorgern mehr als 50% des Trinkwassers verloren und auch Kläranlagen lassen zu wünschen übrig.
Nachhaltige Anlagen – die Kombination ökonomischer und ökologischer Anliegen
Der nachhaltige Aktienfonds Swisscanto (LU) EF Global Water investiert in private Wasserversorger. Um ihren langfristigen Erfolg garantieren zu können, müssen diese in die Wasserinfrastruktur investieren, damit langfristig eine hohe Qualität des Trink- und des gereinigten Abwassers gewährleistet werden kann. Ausserdem müssen die Wasserversorger einen Beitrag zur Senkung des Wasserverbrauchs leisten und eine humane Preispolitik führen, damit auch einkommensschwachen Teilen der Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser ermöglicht wird. So profitiert man gleich doppelt: wenn der zusätzliche Gewinn auf neuen Investitionen in die Wasserinfrastruktur die Kapitalkosten übersteigt, wird sowohl eine nachhaltige Entwicklung gefördert als auch Mehrwert für den Aktionär geschaffen.