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«Wir baggern an Gold»
06. September 2017
Skicross: Ralph Pfäffli, Cheftrainer
Ralph Pfäffli, du und Enrico Vetsch bauen für das Swiss-Ski Skicrossteam in Saas-Fee den perfekten Trainingsparcours. Welche Vorteile erhofft ihr euch dadurch?
Da wir die Stärken und vor allem die Schwächen unserer Fahrerinnen und Fahrer kennen, können wir den Parcours individuell nach unseren Bedürfnissen bauen. Wir wissen, was wir trainieren wollen und konzipieren die Strecke entsprechend. Sie hat Ähnlichkeit mit dem Olympiagelände in PyeongChang und enthält gewisse gleiche Elemente, es war aber nicht das Ziel, eine Kopie zu bauen.
Wie viele Stunden fliessen in dieses Projekt?
(überlegt) Das ist schwierig zu sagen, da man die Stunden fast nicht zählen kann. Der Bau ist ja die eine Sache, der Unterhalt dann die andere. Bei 30 bis 40 Trainingstagen muss der Parcours abends zwischen einer und vier Stunden präpariert werden. Generell haben die Maschinen am Ende bis zu 400 Stunden auf dem Zähler. Nicht mitgerechnet sind da die ganze Planung und Organisation im Vorfeld.
Die Arbeit auf 3500 Meter über Meer ist schweisstreibend und nicht ungefährlich. Worauf muss geachtet werden?
Man muss sich bewusst sein, dass man auf dem Gletscher ist. Das Gebiet ist hochalpin, es gibt Gletscherspalten und es besteht Lawinengefahr. Der Gletscher ist in Bewegung und reisst immer neue Spalten auf, die zugeschüttet werden müssen.
Was ist das Ziel des Streckenbaus?
Dass die Schweiz Olympiasieger wird!
Autor: rli