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TaylorMade in neuen Händen
Adidas hatte TaylorMade 1998 zusammen mit der französischen Skimarke Salomon gekauft, kurz bevor der weltweite Golf-Markt mit Superstar Tiger Woods einen Höhepunkt erreichte. Als Salomon später wieder verkauft wurde blieb das Golf-Geschäft im Konzern, Adidas kaufte sogar noch zwei Marken dazu. Vor gut einem Jahr verkündete der Sportartikelhersteller, dass er plante aus dem Golf-Business auszusteigen. Im Mai kam der Deal nun endlich zustande. Das amerikanische Private-Equity-Unternehmen KPS Capital Partners übernimmt die drei Marken TaylorMade, Adams und Ashworth für eine Gesamtsumme von 425 Millionen US-Dollar. Für Adidas wird der Verkauf jedoch zu einem Verlustgeschäft, denn die Deutschen führen die Golfsparte mit mehr als 500 Millionen Dollar in ihren Büchern auf.
Einst hatte Adidas mit Golfbekleidung und -zubehör 1,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, 2016 lag dieser nur noch bei 892 Millionen Euro. Operativ schrieb die Sparte leicht rote Zahlen, es kamen dazu aber auch Restrukturierungskosten zu Buche. Adidas trennt sich nur von rund 60 Prozent des Golfgeschäfts: Schuhe und Bekleidung unter der Marke "Adidas Golf" bleiben als Teil der Sparte Heartbeat Sports im Konzern.
KPS Capital Partners, der neue Besitzer von TaylorMade, verwaltet ein Vermögen von gut 5,7 Milliarden Dollar und investiert in ganz unterschiedliche Branchen wie Keramik, Metallverarbeitung und Maschinenbau. Zusammen kommen diese Firmen auf einen Umsatz von knapp 4 Milliarden Dollar und beschäftigen 40 000 Leute.
Die finanzielle Sicherheit dürfte gerade in Zeiten von solch hochkarätigen Akquisitionen wie Rory McIlroy und Tiger Woods helfen. Zumal TaylorMade mit Dustin Johnson, Jason Day und Sergio García nun vier der besten Spieler der Welt unter Vertrag hat, die sich mit Sicherheit nicht mit Peanuts abspeisen lassen.