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Es wird uns Menschen immer und immer wieder gesagt, dass Anwärter, die am großen Plan mitarbeiten möchten, bedingungslos an sich arbeiten müssen, um sich den Platz im Dienst zu erschaffen... Überdenken wir doch immer wieder Neu die nachfolgenden Energien…:
Es ist ganz besonders wichtig, die Bedeutung der Worte, "zersplittere nicht deine Kraft" richtig einzuschätzen. Es gibt so viele Tätigkeitsrichtungen, denen sich der von der Seele inspirierte Mensch widmen kann. Eine Sicherheit darüber, für welche der verschiedenen Richtungen er sich zu entscheiden hat, ist nicht leicht zu gewinnen. Wir wollen darum das Problem in die Form einer Frage kleiden und es auf die Ebene alltäglichen Bemühens verweisen, da wir noch nicht in der Lage sind, zu begreifen, auf welche Weise eine Seele auf den höheren Ebenen "ihre Kräfte zersplittern" kann.
An welchem Prüfstein kann der Mensch erkennen, welcher von verschiedenen Tätigkeitszweigen der richtige für ihn ist? Gibt es mit anderen Worten, ein offenbarendes Etwas, das den Menschen unfehlbar die rechte Tätigkeit wählen und den rechten Weg gehen lässt? Die Frage bezieht sich nicht auf eine Wahl zwischen dem Pfad geistigen Strebens und dem Weg des Weltmenschen. Hier geht es um das richtige Handeln, wenn man sich vor eine Wahl gestellt sieht.
Es steht außer Frage, dass sich ein Mensch im Laufe seines Fortschrittes immer feineren Unterschieden gegen übersieht. Die rohe Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht wird von den feineren Unterschieden zwischen richtig und richtiger, hoch oder höher, abgelöst, und die moralischen und geistigen Werte müssen mit gewissenhaftester geistiger Wahrnehmung erwogen werden. Durch die Anspannung und Mühsal und unter dem ständigen Druck, dem jeder Angehörige der Gruppe ausgesetzt ist, wird das ganze Problem außerordentlich verwickelt.
Um solche Probleme zu lösen, können gewisse grobe Unterschiede den feineren vorausgehen, und wenn jene entschieden sind, können die feineren an ihre Stelle treten. Am meisten leuchtet ein, dass der Wahl zwischen Recht und Unrecht, die zwischen egoistischem und selbstlosem Handeln folgen muss, erste Aufmerksamkeit gilt; diese wird jedoch von der ehrenhaften Seele leicht getroffen. Eine Wahl, bei der es sich um die Unterscheidung zwischen persönlichem Vorteil und Gruppenverantwortung handelt, schaltet andere Faktoren schnell aus und ist leicht für den Menschen, der die ihm rechtmäßig zukommenden Verantwortung auf sich nimmt. Beachtet die Verwendung der Worte "Rechtmäßige Verantwortung"!
Wir sprechen von dem normalen, vernünftigen Menschen und nicht von dem übergewissen-haften, krankhaften Fanatiker. Dann folgt als nächstes die Unterscheidung zwischen dem zweck-dienlichen, zu den Geschäfts- und Finanzbeziehungen der physischen Ebene gehörenden Faktoren, die zu einer Erwägung des Bestmöglichen für alle beteiligten Parteien überleiten. Ist man aber durch diesen dreifachen Ausschaltungsprozess bis zu einem bestimmten Standpunkt gekommen, so treten Fälle auf, wo man sich vor eine Entscheidung gestellt sieht, bei der weder gesunder Menschenversand, noch logisches, kritisches Überlegen eine Hilfe zu bieten scheinen. Es besteht nur der Wunsch, dass Rechte zu tun; man hat die Absicht, in der bestmöglichen Weise zu handeln und in seinem Tun jene Richtung einzuschlagen, aus der - ganz ohne Rücksicht auf persönliche Erwägungen - nur das Allerbeste für die Gruppe entsteht. Doch es zeigt sich kein Licht auf dem Pfad, der begangen werden muss; das Tor, durch das man gehen soll, ist nicht erkennbar, und der Mensch verbleibt in einem Zustand ständiger Unentschlossenheit. Was ist dann zu tun? Eines von zwei Dingen:
Erstens kann der Aspirant seiner Neigung folgen und sich aus den übrigbleibenden Möglichkeiten jene Handlungsweise heraussuchen, die ihm als die klügste und beste erscheint. Dies schließt in sich den Glauben an die Auswirkung des Karmagesetzes sowie eine Bekundung jener festen Entschlossenheit, die für seine Persönlichkeit die beste Methode ist, um zu lernen, sich an die Entscheidung der eigenen Seele zu halten. Es gehört dazu außerdem die Fähigkeit, auf Grund der getroffenen Entscheidung vorwärts zu gehen und sich ohne Vorahnungen oder Bedauern mit den Ergebnissen abzufinden.
Zweitens kann er warten und sich auf ein Gefühl der inneren Führung verlassen, wobei er genau weiß, dass sich zur gegebenen Zeit all Tore bis auf ein einziges schließen werden, wodurch er erfahren wird, welchen Weg er gehen soll. Denn es gibt nur ein einziges offenes Tor, durch das ein solcher Mensch gehen kann. Um es zu erkennen, ist Intuition notwendig. Im ersten Falle können Fehler unterlaufen, und der Mensch lernt daran und wird bereichert; im zweiten Falle sind Fehler unmöglich; hier kann nur das Rechte geschehen.
Es ist darum klar, dass alles davon abhängt, inwieweit ein Mensch seine Position auf der Evolutionsleiter erkennt. Nur der sehr weit fortgeschrittene Mensch kann die Zeiten und rechten Augenblicke kennen und die feinen Unterschiede zwischen einer psychischen Neigung und der Intuition gehörig auseinanderhalten.
In Erwägung dieser beiden Möglichkeiten endgültiger Entscheidung sollte der Mensch, der seinen gesunden Menschenverstand benutzen und sein Handeln auf den Gebrauch des konkreten Denkens stützen kann, nicht die höhere Methode anwenden und darauf warten, dass sich eine Tür öffnet. Er erwartet zu viel angesichts des Platzes, auf dem er steht. Er muss lernen, seine Probleme durch richtige Entscheidung und den rechten Gebrauch des Denkvermögens zu lösen. Durch diese Methode wird er wachsen, denn die Wurzeln intuitiver Erkenntnis stecken tief in der Seele, und darum muss er den Kontakt mit der Seele hergestellt haben, ehe die Intuition wirken kann. Nur ein Hinweis kann hier gegeben werden: die Intuition hat immer nur mit Gruppentätigkeit und nicht mit nichtigen persönlichen Angelegenheiten zu tun. Bist du ein Mensch, dessen Persönlichkeit noch im Mittelpunkt steht, so erkenne dies und bestimme deine Maßnahmen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Bist Du ein Mensch, der weiß, dass er als Seele wirkt, der ungehindert durch egoistisches Verlangen in den Interessen anderer aufgeht, dann wirst du deine dir zukommende Verpflichtung erfüllen, deine Verantwortlichkeiten auf dich nehmen, deine Gruppenarbeit weiter bringen, und es wird sich der Weg vor dir auftun, während du das Nächstliegende tust und die nächste Pflicht erfüllst. Aus der vollkommen ausgeführten Aufgabe werden jene größeren Pflichten hervorgehen, die wir Weltarbeit nennen; wenn wir unsere Familienverantwortlichkeiten tragen, werden unsere Schultern so gestärkt, dass wir dann auch die Verantwortlichkeiten der größeren Gruppe auf uns nehmen können.
Was ist dann der Prüfstein?
Laßt mich wiederholen: Beim Aspiranten hohen Grades hängt die Wahl seines Handelns ab von einer vernünftigen Anwendung des niederen Denkvermögens, von der Anwendung des gesunden Menschenverstandes und einem Vergessen egoistischen Wohlseins und persönlichen Ehrgeizes. So wird die Pflicht erfüllt! Für den Jünger besteht die Aufgabe darin, alles oben Genannte automatisch und aus der Notwendigkeit heraus durchzuführen und dazu noch die Intuition anzuwenden, die den Augenblick offenbaren wird, in dem umfassender Gruppenver-antwortlichkeiten zu Recht übernommen und gleichzeitig mit denen der kleineren Gruppe getragen werden können. Denkt darüber nach! Die Intuition zeigt nicht den Weg, wie man Ehrgeiz nähren, noch die Art und Weise, wie man ein Verlangen nach eigennützigem Fortschritt befriedigen kann.
Quellnachweis und zu Studiumszwecken empfohlen:
Eine Abhandlung über Weiße Magie - Der Weg des Jüngers - Seite 84 bis 87: von Alice A. Bailey (die Lehre von M-DK) - ISBN 3-87683-152-0
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Ja, ich glaube, dass Wahrheit, die sich jedem Suchenden auf seine Weise offenbart, nur erklärt werden kann, wenn das Herzzentrum in Tätigkeit versetzt ist...; wenn Leben und Weben eine Strahl Kraft der tätigen Nächstenliebe besitzt; ohne große Worte und die Wahrnehmung von kollektiver und individueller karmischer Struktur im Herzzentrum intuitiv erkannt wird...
Das individuelle Herz erkennt sich als ein kleines Licht in einem größeren Licht; als kleines Herz in einem größeren Herz... und in diesem strahlenden Licht erkennen wir die Rückstrahlung des größeren Herzens…!
Wo der Mensch auch immer stehen, leben und weben mag...; sein Ausdruck...; seine Strahl Kraft... offenbart, ob das Herz stumm; ob das Herz schwerer als Blei...; ob das Herz geistig gestorben ist... Die welt-weite Zunahme von Herz Kreislauferkrankungen...; von Herzschlag und Infarkten, ist ein lebendiges Beispiel, wie das Herz weltweit entwickelt ist...; sei es als individuelles Herz; oder als Herz der Menschheit als solches...!
Die vereinende Substanz lässt das internationale Organ Herz tätig sein; wenn wir es zulassen! Die vereinende Substanz öffnet das Tor zum Neuen Denken, dass die Seelen der Menschen - die Seelen sämtlicher Naturreiche - Eins sind und dass es unsere Aufgabe ist, in der Kraft und Anwendung dieser fundamentalen Wahrheit zu leben... Wenn die vereinende Substanz des Herzens greift, können wir gar nicht mehr anders, als in dieser fundamentalen Wahrheit leben; wir werden gedrängt...!
Doch die Hilfe ist uns im erwachen des Herzzentrums nur gewiss, wenn wir erkennen, dass wir stündlich, ja kontinuierlich auf der Hut sein müssen und, dass wir bemüht sein sollen, dass das tägliche Leben und Weben zum täglichen Gebet oder zur täglichen Meditation wird...!
In dieser Erkenntnis stehen wir da als Bote des Lichtes und können sagen: ich bin ein Bote des Lichtes. Ich bin ein Pilger auf dem Wege der Liebe. Ich wandle nicht allein, sondern bin mir dessen bewusst, dass ich eins mit allen großen Seelen und eins mit Ihnen im Dienst bin. Ihre Stärke ist die meinige. Diese Stärke beanspruche ich... Meine Stärke ist die Ihrige und ich stelle sie uneingeschränkt zur Verfügung... Als Seele wandle ich auf Erden; ich verkörpere den Einen...!
OM OM OM
Dir, o Herr, diene ich in allem, steht's und überall. Laß meinen Pfad durch die Errungenschaft von Selbstlosigkeit gekennzeichnet sein... Herr, ich komme allein, ich komme in der offenbarten Errungenschaft, ich werde das Ziel erreichen, ich werde es erreichen (Feurige Welt III).
Herzlichst, Ihr
Albrecht Lauener