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Lernen für die Schule: Auswendiglernen ist am effektivsten
Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass klassisches Büffeln am effektivsten ist. Schüler, die Inhalte auswendig lernen und oft wiederholen, merken sich am meisten.
Die Studie um den Psychologen Jeffrey Karpicke von der Purdue Universität in Indiana wurde nach Angaben der «NZZ am Sonntag» vorige Woche im «Science» Magazin veröffentlicht. An 100 Studierenden haben die Wissenschaftler einfache und schwierige Lernmethoden getestet.
Die Teilnehmenden mussten einen wissenschaftlichen Text lesen. Eine Gruppe sollte das Gelesene mit einer Kartentechnik, der mind-map verarbeiten. Das heisst, sie sollte das Wissen mit Kästchen und Pfeilen grafisch darstellen. Eine andere Gruppe musste klassisch durch Auswendiglernen und Wiederholen pauken. Ausserdem testeten diese Studenten ihr Wissen mit Übungsfragen. Die dritte Gruppe las den Text mehrfach, die vierte las ihn nur einmal. Anschliessend wurde in Tests überprüft, ob die Studierenden Fakten wiedergeben konnten und ob sie die Inhalte verstanden hatten.
Am besten schnitten die Studierenden ab, die klassisch lernten durch Repetieren. Es folgte die Kartentechnik, dann das mehrmalige Lesen. Am schlechtesten schnitt das einmalige Lesen ab.
Nicht immer sei Auswendiglernen die richtige Methode, warnt Elsbeth Stern, Professorin für Lern- und Lehrforschung an der Universität in Zürich in einem Bericht der Internetplattform «welt.de». «Wenn Schüler im Geografie-Unterricht die Hauptstädte aller europäischen Länder auswendig lernen sollen, dann ist das eine sinnvolle Aufgabe. Allerdings nur dann, wenn die Schüler überhaupt einen Begriff davon haben, was Europa ist», sagte sie gegenüber «welt.de».