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Bei den US-Vorwahlen in fünf Bundesstaaten haben Hillary Clinton mindestens vier und Donald Trump mindestens drei Staaten für sich entschieden.
Clinton fuhr sehr wichtige Siege in Florida und Ohio ein, ausserdem gewann sie in North Carolina und Illinois. Das sichert ihr eine grosse Zahl weiterer Delegierter auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur.
In Missouri wurde ihr vom Sender NBC ebenfalls der Sieg zugerechnet, doch lag sie dort kurz vor Schluss der Auszählung fast gleichauf mit ihrem Rivalen Bernie Sanders.
Clinton liegt damit nicht nur bei den an die Vorwahlergebnisse gebundenen Delegierten klar vor Sanders. Sie hat auch die überwältigende Unterstützung der sogenannten Superdelegierten – von ranghohen Parteivertretern, die automatisch ein Wahlrecht auf dem Parteitag haben.
Niederlage für Trump in Ohio
Bei den Republikanern gewann der umstrittene Quereinsteiger Trump Florida, Illinois und North Carolina. Er verlor aber den zweiten Alles-oder-Nichts-Staat Ohio an dessen Gouverneur John Kasich. «Wir werden den ganzen Weg bis nach Cleveland gehen und uns die republikanische Nominierung sichern», sagte Kasich. In der Stadt in Ohio findet im Juli der Nominierungsparteitag der Republikaner statt.
Kasich verspricht sich von seinem Triumph im Heimatstaat zwar neuen Schwung für seine Kampagne: «Viele Menschen schliessen sich uns an», verkündete er. Doch de facto hat der Gouverneur keine Chance mehr, Trump im Vorwahlrennen einzuholen.
Einziges Ziel: Trump verhindern
Was er und Ted Cruz hingegen womöglich schaffen könnten: den umstrittenen Immobilienmagnaten daran zu hindern, die nötige Delegiertenzahl für seine Nominierung zusammenzubringen. Dann müsste der Parteitag darüber befinden, wer ins Präsidentschaftsrennen steigt.
Trump hat nun rund die Hälfte Delegiertenstimmen zusammen, die er beim Parteitag für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten braucht. «Dies war ein unglaublicher Abend», rief Trump in seiner Siegesrede in Palm Beach in Florida aus. «Wir werden gewinnen, gewinnen, gewinnen, und wir bleiben nicht stehen.»
Auch bei den Republikanern sind alle Staaten ausser Missouri entschieden. Als einziges Medienhaus verkündete der Sender NBS Trump als Sieger. Für alle anderen ist auch hier das Rennen zu knapp für eine Prognose.
Rubio wirft das Handtuch
Floridas Senator Marco Rubio zog noch am Abend die Konsequenz aus der Niederlage in seinem Heimatstaat. Er beendet seinen Wahlkampf. «Es ist nicht Gottes Wille, dass ich 2016 Präsident werde – vielleicht niemals», sagte Rubio bei seinem Abschied von der Wahlkampfbühne.
Das Feld der Republikaner hat sich damit von einst 17 auf nur noch drei Bewerber reduziert. Neben den Führenden Trump und Cruz ist nur noch der Gouverneur von Ohio, John Kasich, im Rennen.
Die Gewinner der Vorwahlen vom 15. März
|Republikaner|
|Staat||Gewinner|
|Florida||Donald Trump|
|Ohio||John Kasich|
|North Carolina||Donald Trump|
|Illinois||Donald Trump|
|Missouri||?|
|Demokraten|
|Staat||Gewinner|
|Florida||Hillary Clinton|
|Ohio||Hillary Clinton|
|North Carolina||Hillary Clinton|
|Illinois||Hillary Clinton|
|Missouri||?|