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Abdera ist überall: Die Geschichte der Stadtgesellschaft, die sich in Borniertheit und kleinkarierter Interessenpolitik mit juristischer und politischer Perfidie selbst zerlegt, ist natürlich nicht nur eine belanglose, wenngleich äusserst witzige Narretei, sondern »eine der wahrsten und zuverlässigsten«, ein getreuer Spiegel, den Nachkommen der alten Deutschen vorgehalten von einem Autor in satirischer Hochform.
Portrait
Christoph Martin Wieland (1733-1813) stammte aus einer Pfarrersfamilie in Oberholzheim bei Biberach. Er studierte Philosophie in Erfurt, wo er 1769 auf den Lehrstuhl berufen wurde. 1772 wurde er Prinzenerzieher am Weimarer Hof. Er begründete den modernen deutschen Roman und übersetzte Shakespeare und Autoren der Antike. Der elegante, phantasievolle Aufklärer und pointierte Satiriker steht zu Unrecht im Schatten seiner Zeitgenossen Schiller und Goethe. Volker Meid, geboren 1940, lehrte von 1970 bis 1982 als Professor für deutsche Literatur an der University of Massachusetts in Amherst/USA. Seither arbeitet er als freier wissenschaftlicher Schriftsteller; er ist Autor zahlreicher Studien und Monografien zur Literatur der frühen Neuzeit.