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MONET – Unterschiedliche finanzielle Mittel der Kantone
Bedeutung des Indikators
Aus Sicht der Nachhaltigen Entwicklung ist es wichtig, dass die Ressourcen gerecht verteilt werden (Prinzip 4b) und die Integration benachteiligter Regionen wirtschaftlich, sozial, kulturell und politisch gefördert wird (Prinzip 4c). Demnach sollten die dünn besiedelten Randregionen oder jene Regionen, die aufgrund von topografischen oder soziodemografischen Faktoren übermässige Lasten zu tragen haben, in ihrer Entwicklung nicht hinter den wohlhabenderen Regionen zurückbleiben. Im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung wird daher eine Abnahme der kantonalen Unterschiede hinsichtlich der finanziellen Mittel angestrebt.
Der Indikator gibt Auskunft über das Ausmass der finanziellen Ungleichheiten zwischen den Kantonen. Er stellt die Streuung (Standardabweichung) der Ressourcenindexe der Kantone vor dem Finanzausgleich dar. Diese Indexe spiegeln das Ressourcenpotenzial der Kantone wider, d.h. ihre wirtschaftliche Basis, um Güter und öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 4b Chancengleichheit und Verteilungsgerechtigkeit, 4c Integration Benachteiligter.
Kommentar
Zwischen 2003/04 und 2013/15 erhöhte sich die Standardabweichung der Ressourcenindizes der Kantone von 33,6 auf 40,9. Dies bedeutet, dass die kantonalen Unterschiede in Bezug auf die finanziellen Mittel grösser wurden. Die Vergrösserung der Unterschiede zwischen 2003/04 und 2005/07 ist auf eine Hochkonjunkturphase zurückzuführen, während derer die Kantone mit tiefer Steuerbelastung und hohem Ressourcenpotenzial ein stärkeres Wirtschaftswachstum verzeichnen konnten als ressourcenschwache Kantone.
Von 2005/07 bis 2008/10 stabilisierten sich die kantonalen Unterschiede. Diese Tendenz ist teilweise auf die Wirtschafts- und Finanzkrise zurückzuführen, deren Auswirkungen im Jahr 2008 spürbar waren. In diesem Zeitraum ging der Index in zwei ressourcenstarken Kantonen (Waadt und Zürich) zurück. Die ressourcenschwachen Kantone verzeichneten hingegen einen leichten Anstieg ihres Indexes.
Von 2008/10 bis 2013/15 haben die Unterschiede beim Ressourcenpotential wieder zugenommen. Dies lässt sich teilweise auf einen deutlichen Anstieg des Ressourcenindexes des ressourcenstarken Kantons Nidwalden (+19%) zurückführen. Schließlich, verzeichnen diese Unterschiede einen leichten Rückgang ab dem Zeitraum 2012/2014.
Im Rahmen des Ressourcenausgleichs konnten die kantonalen Unterschiede in jedem Zeitraum mittels Finanztransfer zugunsten der ressourcenschwachen Kantone durchschnittlich um 27% verringert werden.