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geb. --.--.----
Amiodaron und Voriconazol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Voriconazol ist ein starker Inhibitor der CYP-Isoenzyme CYP3A4, CYP2C9 und CYP2C19. Amiodaron wird über CYP3A4 und CYP2C8 metabolisiert, sodass es zu einer erhöhten Amiodaron-Exposition kommen kann. Gleichzeitig hemmt Amiodaron u.a. CYP3A4 und CYP2C9, welche an der Verstoffwechselung von Voriconazol beteiligt sind.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Es kann zu einer erhöhten Exposition von sowohl Amiodaron als auch Voriconazol kommen. Unter erhöhten Amiodaronkonzentrationen ist das Risiko für QT-Verlängerung und Torsades de pointes aufgrund der proarrhythmogenen Wirkung von Amiodaron erhöht.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation für Voriconazol ist die gleichzeitige Gabe von CYP3A4-Substraten, welche eine QT-verlängernde Wirkung haben (wie Amiodaron), kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit sowie sorgfältige Blutdruckkontrollen notwendig. Die Elektrolytkonzentrationen, insbesondere Kalium, sollten sorgfältig überwacht werden. Auch eine Monitorisierung der Nierenfunktion sollte durchgeführt werden. Zu beachten ist auch, dass eine Interaktion aufgrund der langen Halbwertszeit (Amiodaron: 20-100 Tage) auch nach Absetzen von Amiodaron noch möglich ist.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018