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Die indische Airline Jet Airways steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ende September 2018 meldete die Fluggesellschaft einen Nettoverlust von 178 Millionen US-Dollar. In weniger als einem halben Jahr ist die Flotte kläglich geschrumpft: Von einst 124 Maschinen fliegen heute nur rund ein Dutzend. Der Airline fehlt das Geld, die Flieger zu betreiben.
Die erhoffte Geldspritze durch Gläubiger blieb aus – das Management der Fluggesellschaft hat laut der «Times of India» nun ein temporäres Grounding vorgeschlagen. Die indischen Gesetze schreiben vor, dass eine Fluggesellschaft eine Flotte von mindestens 20 Flugzeugen haben muss, um international operieren zu dürfen. Momentan verkehrt Jet Airways nur innerhalb von Indien. Die internationalen Flüge wurden bereits eingestellt.
Die Airline hat derzeit Schulden in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar. Die Situation hat sich laufend verschlechtert, da die Fluggesellschaft ihre Flugzeuge grösstenteils gepachtet hat und die Leasingzahlungen nicht mehr begleichen kann. Und eine Besserung ist nicht in Sicht: Die gestiegenen Treibstoffpreise, die Abwertung der Indischen Rupie und der zunehmende Wettbewerb auf dem indischen Inland-Flug-Markt spielen der Jet Airways nicht in die Karten.
Indische Regierungsvertreter gehen davon aus, dass die Fluggesellschaft nur noch über genügend Mittel verfügt, um sechs oder sieben Flugzeuge über das Wochenende zu betreiben – danach dürfte Schluss sein. Zuvor hatte die Regierung öffentliche Banken aufgefordert, in die Fluggesellschaft zu investieren. Es wird nach neuen Investoren gesucht – dieser Prozess kann aber Monate dauern – für eine Airline, die möglicherweise keine weitere Woche überleben wird.