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Schon in jungen Jahren galt Ronnie O'Sullivan in der Snooker-Szene als Super-Talent. 1992 gab er im Alter von 16 Jahren sein Debüt auf der Profi-Tour, bereits in seinem 2. Jahr gewann er mit der UK Championship das zweitwichtigste Turnier überhaupt. Bedeutender ist nur noch der Triumph an der WM. Dieser liess bei O'Sullivan aber lange auf sich warten.
Exzessiver Lebensstil
Ein Grund dafür war der Lebenswandel des heute 44-Jährigen. Alkohol und Drogen sorgten dafür, dass O'Sullivan sein immenses Talent lange nicht voll ausschöpfen konnte. Im Eurosport-Podcast «The Break» sagte er, dass er aufgrund seines exzessiven Lebensstils vielleicht 9 Jahre seiner Profikarriere verschwendet habe. «Ich habe ziemlich viel gefeiert», gab er zu.
Und so dauerte es bis zum 7. Mai 2001, bis O'Sullivan dank einem 18:14-Sieg im Final gegen den Schotten John Higgins endlich den WM-Titel holte. Es war der erste von bisher 5 Triumphen. Zudem ist der Engländer Rekordsieger der UK Championship und des Masters (je 7), die zusammen mit der WM zu den Triple Crown Events zählen.
Wenn ich stoppen würde, um zu überlegen, hätte ich nicht mehr getroffen.
O'Sullivan, der sowohl mit rechts als auch mit links spielen kann, hält noch weitere Rekorde. Unter anderem schaffte er 15 Mal ein Maximum Break, die maximale Ausbeute von 147 Punkten bei einer Aufnahme. Einmal brauchte er für die 36 Stösse in Folge unglaubliche 5:08 Minuten. O'Sullivan wird nicht umsonst als «The Rocket» (die Rakete) bezeichnet. Dazu meinte er einst: «Wenn ich stoppen würde, um zu überlegen, hätte ich nicht mehr getroffen.»
Zur Freude der Fans spielt er aktuell immer noch. Ruhig ist er jedoch nie geworden. An den Welsh Open 2016 kassierte er nicht zum ersten Mal in seiner Karriere eine Busse für unrühmliches Verhalten. Er liess absichtlich die Chance auf ein Maximum Break ungenutzt und begnügte sich mit 146 Punkten. Grund: Die Sonderprämie von 10'000 Pfund war ihm zu tief.