Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03337.jsonl.gz/1182

Etwas Geschichte
Während Europa durch den Eisernen Vorhang zweigeteilt war, trotzte eine Gruppe tschechoslowakischer, polnischer und ungarischer Lehrer der Grossmacht UdSSR, indem sie einen Wettkampf für ihre Mittelschüler ins Leben riefen. Sie nannten diesen die „Internationale Chemie Olympiade“. Nach ersten Wettkämpfen in Prag (1968), Katowice (Polen, 1969) und Budapest (1970) wurde die IChO immer erfolgreicher und Rumänien, die DDR und Bulgarien kamen dazu. Jedoch verhinderte die UdSSR 1971 die Veranstaltung, da sie diesem Akt der Unabhängigkeit misstrauisch gegenüber stand. Im nächsten Jahr wurde die IChO unter dem wachenden Auge der UdSSR in Moskau (1972) durchgeführt.
Zwei Jahre später entschied Ceausescu in Bukarest (1974) die neutralen Länder Jugoslawien, Österreich, Schweden und die Schweiz einzuladen. Schweden und Jugoslawien nahmen teil, jedoch ohne grossen Erfolg. In den darauf folgenden Jahren öffnete sich die IChO nach und nach für weitere Länder aus dem Westen.
Und was ist mit der Schweiz?
Die erste Einladung von 1974 war an das Bildungsministerium adressiert und ging in der Komplexität unseres föderalen Systems verloren. Schlussendlich gelangte die Einladung der 18. IChO in Leiden (Niederlande/ 1986) über Ernst Flammer vom Bundesamt für Bildung und Wissenschaften (BBW) an den Verein Schweizerischer Naturwissenschaftslehrerinnen und –lehrer (VSN). Unter der Aufsicht von Maurice Cosandey nahm in diesem Jahr die erste schweizerische Delegation teil. Es wurde vorgeschlagen in den kommenden Jahren erneut eine Delegation zusammenzustellen, jedoch wurde diese Idee verworfen, da dies als zu schwierig empfunden wurde. Maurice Cosandey gelangte es trotzdem, mit vier seiner eigenen Schüler, im darauf folgenden Jahr an der Olympiade in Budapest teilzunehmen. Doch die Resultate waren abermals nicht sehr erfreulich. In den kommenden Jahren, beteiligten sich mehr und mehr Schulen und die Leistung der schweizerischen Delegation verbesserte sich stetig. Bis schliesslich Marco Ziegler in Paris (1990) die erste Bronze Medaille für die Schweiz gewann. Dies war der Beginn des Erfolges der Schweizer Chemie Olympiade.
2003 trat Maurice Cosandey in den „Ruhestand“ und Dustin Hofstetter übernahm die Leitung des schweizerischen Teams. Im selben Jahr wurde der Verein Schweizer Chemieolympiade (SwissChO) gegründet. Er sollte es ermöglichen die Selektion der schweizerischen Delegation besser zu organisieren. Der Erfolg des schweizerischen Teams hat seither angehalten.
Aktueller Vorstand
- Präsident - Sebastian Keller
- Finanzen - Jan Tschopp
- Aktuarin – Michelle Frei
- Beisitzer – Alain Vaucher (VSWO)
- Beisitzer – Matthieu Mottet (Website)