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Der Begriff «Agreed Value» wird in der Schweiz regelmässig bei der Versicherung und Finanzierung von grösseren Luftfahrzeugen verwendet. Allerdings besteht weder eine Legaldefinition, noch wird der Begriff in Verträgen definiert. Zudem besteht in der Branche kein einheitliches Verständnis über die Bedeutung des Begriffs. Die vorliegende Publikation bestimmt die rechtliche Funktion des Agreed Value und fügt diesen in den schweizerischen Rechtsrahmen ein.
Es wird der Frage nachgegangen, wie Investitionen in Luftfahrzeuge vertraglich geschützt werden können und wo die Grenzen dieses Schutzes liegen. Schwierigkeiten könnten sich insbesondere dann ergeben, wenn der Marktwert zum Zeitpunkt des Schadenfalls tiefer als der Agreed Value liegt. Weiter werden Versicherungsverträge ohne Agreed Value untersucht und Unterschiede aufgezeigt. Ebenfalls wird geklärt, wie Ansprüche des Finanziers geschützt werden können.
Die Publikation befasst sich auch mit den sich in diesem Zusammenhang stellenden grundsätzlichen versicherungsrechtlichen Fragestellungen wie z.B. der Zulässigkeit schadensunabhängiger Versicherungsleistungen oder ob ein «versicherungsrechtliches Bereicherungsverbot» im Bereich von Sachversicherungen existiert.
Die Thematik wird sowohl theoretisch, als auch mittels empirischer Studien untersucht. Für den praktischen Alltag wird eine Reihe von konkreten Empfehlungen abgegeben und eine präzise Agreed Value-Vertragsklausel vorgeschlagen, die Transparenz und Rechtssicherheit für alle Beteiligten erhöht. Ausserdem werden die Resultate der rechtlichen Untersuchung anhand von Musterfällen zugänglich dargestellt.