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Für flüssigere und sicherere Autobahnen
Die Autobahnen haben ihre Kapazitätsgrenze klar erreicht und die notwendigen Projekte müssen dringend realisiert werden, um eine massive Verlagerung des Strassenverkehrs auf das Sekundärnetz der Städte und Dörfer zu verhindern. Die Referendumsfrist zum Ausbauschritt 2023 der Nationalstrassen ist abgelaufen, die Abstimmung findet noch in diesem Jahr statt. Strasseschweiz und seine Mitgliederverbände werden sich in der Allianz für ein Ja engagieren.
Quelle: AdobeStock
Die vom Parlament verabschiedete Vorlage ist ausgewogen und entspricht den dringendsten Bedürfnissen in allen Landesteilen. Einerseits umfasst der Ausbauschritt 2023 der Nationalstrassen drei Autobahntunnels (Basel, Schaffhausen, St. Gallen) und zwei Erweiterungen (Bern-
Das Nationalstrassennetz wurde für 6 Millionen Menschen konzipiert, und die Schweiz zählt bald 9 Millionen Einwohner. Jedes Jahr verursachen Staus auf den Nationalstrassen Zeitverluste in Höhe von schätzungsweise CHF 3 bis 4 Milliarden. Tatsächlich haben sich die Staus auf den Nationalstrassen seit etwa 20 Jahren vervierfacht. Dies zeigt deutlich, dass die Autobahnen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.
Punktuelle Kapazitätserhöhungen sind unerlässlich, um die Funktionalität unseres Autobahnnetzes zu erhalten und eine massive Verlagerung des Verkehrs auf das sekundäre Netz zu verhindern. Denn das Bevölkerungswachstum sowie die Zunahme unserer Berufs- und Freizeitmobilität verlangen nach einer Anpassung unserer Infrastrukturen. Ohne gezielte Kapazitätserweiterung auf der Autobahn wird der Verkehr auf dem Sekundärnetz stark zunehmen (z.B. bis zu +70% zwischen Genf und Nyon).
Dieses Netz wurde jedoch nicht als Umleitungsinfrastruktur für den Transitverkehr konzipiert. Eine Erhöhung der Kapazitäten auf der Autobahn ist unerlässlich, um eine massive Zunahme des Verkehrs in Wohngebieten, Wohnvierteln oder in unmittelbarer Nähe von Schulen usw. zu vermeiden. Eine Studie des Bundesamtes für Strassen belegt, dass nach der Inbetriebnahme der 3. Röhre des Gubristtunnels der Verkehr auf dem sekundären Strassennetz um 13% bis 20% abgenommen hat und das Unfallrisiko um 75% gesunken ist. Neben der Entlastung des Sekundärnetzes führt die Kapazitätserhöhung also auch zu einer deutlichen Verringerung des Unfallrisikos.
Die Nationalstrassen ermöglichen es derzeit, 41% der Autofahrten und 74% des Strassengüterverkehrs auf einer einzigen Achse ausserhalb von Städten und Ortschaften zu konzentrieren. Pro Quadratmeter Bodenfläche nehmen die Autobahnen 2,5-mal mehr Personen-km und 1,5-mal mehr Tonnen-km auf als die Eisenbahn. Darüber hinaus bietet die Realisierung der Ausbauprojekte auch wichtige Möglichkeiten zur Verringerung der Verkehrsbelastungen, z. B. durch einen verstärkten Lärmschutz oder die unterirdische Verlegung eines Teils von Autobahnabschnitten. Schliesslich wird der Strassenverkehr immer sauberer und sicherer. In den letzten 20 Jahren sind die Nettoemissionen pro Fahrzeugkilometer um ca. 35% gesunken und die CO2-Emissionen von Neuwagen um 50% zurückgegangen. (pd/mb)
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