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«Mein Körper verträgt es ziemlich gut, relativ spät noch zu essen»
In der Serie «Die letzten Stunden vor dem Start» erklären uns Spitzensportler, die Sponser-Produkte mögen, wie sie die letzten Stunden vor einem Wettkampf-Start verbringen. Heute: Hielke Elferink (29), Mountainbike-Profi aus den Niederlanden, die aus privaten Gründen in der Schweiz lebt und für das deutsche Team Craft-Rocky Mountain Factory fährt.
Hielke, kurz ein paar Worte zu Dir vorneweg. Welches sind Deine grössten sportlichen Erfolge?
Ich bin dreifache Niederländische Meisterin im Bike-Marathon, habe den Sieg bei der Trans Schwarzwald geholt und wurde 3. beim Grand Raid und 3. beim Prolog sowie einigen Etappen im Cape Epic.
Kannst Du uns in groben Zügen erklären, wie bei Dir die letzten vier Stunden vor dem Wettkampf-Start typischerweise aussehen?
Ich checke mein Bike und putze es am Vortag. Vor dem Start gilt es dann nur noch, den Reifendruck zu kontrollieren. Rund 2,5-3 Stunden vor dem Wettkampf wird gefrühstückt. Beim XCO oder bei einem Marathon, wo es gleich am Start mega schnell losgeht, ist mir ein seriöses Warm-up wichtig, wobei ich 2-3 mal 2 min im Schwellenbereich fahre. Wenn ein langer, neutralisierter Start ansteht, dann nehme ich es etwas entspannter. Es ist also abhängig von der Situation.
Wie ernährst Du Dich in den letzten Stunden vor dem Start? Gibt es Dinge oder Produkte, die für Dich vor keinem Wettkampf fehlen dürfen?
Meine letzte grosse Mahlzeit oder das Frühstück erfolgt wie gesagt 2-3 Stunden vor dem Start. Da tische ich Magerquark mit Müesli oder Haferbrei und Obst auf. Dazu Brot, am liebsten Mehrkorn oder Dinkel. Dazu gerne Kaffee oder Cappuccino sowie Wasser oder Fruchtsaft. Mein Körper verträgt es ziemlich gut, relativ spät noch zu essen. Wenn ich zu früh esse, habe ich vor dem Start Hunger. Eine Stunde vorher, ungefähr, esse ich noch eine Banane und fange auch schon mit einer Flasche Competition an. Eine gute halbe Stunde vor dem Start esse ich einen Salty Nuts Riegel. Je nach Rennen nur den halben oder sonst den ganzen.
Was würdest Du nie vor einem Wettkampf zu Dir nehmen?
Sachen, die halt sehr schwer zu verdauen sind. Oder sehr sauer. Man will den Magen nicht noch mehr reizen.
Macht Dir die Nervosität vor wichtigen Rennen zu schaffen? Wie schaffst Du es, cool und locker am Start zu stehen?
Das ist schon ein wichtiger Punkt. Beim XCO kann ich da noch viel lernen und verbessern. Beim Marathon habe ich das Vertrauen und kann die Nervosität in ein gutes Rennen umsetzen. Ich versuche, mich selber nicht verrückt zu machen und positiv zu denken!
Hast Du ein bestimmtes Ritual, das vor einem wichtigen Wettkampf zum Einsatz kommt?
Nein.
Hast Du in der unmittelbaren Vorbereitung auf einen Wettkampf-Start auch schon mal richtig «Mist gebaut», über den Du Dich hinterher geärgert hast?
Ich habe mal nicht gut aufgepasst, habe einen Fahrfehler gemacht und bin dann voll blöd gestürzt kurz vor dem Start. Ich kam dann super spät an den Start, mit Schmerzen und war völlig ausser Fokus. Das war nicht so schlau.