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Episode 6: A Test of the Mind
Nate – 10. März 2006
Das alte, schwarze Auto, dass ich so gut kannte, hielt vor dem Kindergarten an. In dem Moment, als Dad ausstieg, rannte ich in seine Arme. Wie immer machte er sich nichts aus Verkleidungen in der Öffentlichkeit. Seine zerzausten, blauen Haare hätte man sowieso nicht verstecken können. Er drückte mich fest an sich: «Na, Champ? Alles klar? Wie war dein Tag?» Ich löste mich aus seiner Umarmung: «Geht so…» Er erschrak, als er mein blaues Auge sah: «Wer war das?»
«Du darfst dich von diesem Mason nicht rumschubsen lassen. Sonst hört er nie auf», riet mir Dad. Wir machten mal wider einen Nachmittagsspaziergang durch den Carl Schurz Park, den ich von Dads Schultern aus überblickte wie ein Pirat in seinem Krähennest. Bis jetzt hatte ihn noch niemand angesprochen, was ich gut fand. Ich hatte ihn gerne ganz für mich allein. Auch wenn es echt cool war, dass er der grösste Held der ganzen Welt war. Ich antwortete ihm nicht.
Er hielt an und setzte mich ab. Er bückte sich zu mir runter und griff meine Schultern. Seine braunen Augen sahen mich besorgt an: «Nate, ich weiss es ist nicht einfach, sich jemanden zu behaupten, der stärker ist als man selbst. Aber wenn du ihn nicht mit purer Kraft besiegen kannst, dann musst du eben deinen stärksten Muskel verwenden!» Er tippte sich an die Stirn. «Und vergiss nicht: Lach dem Bösen immer ins Gesicht. Denn die, die in dieser Welt am meisten lachen, sind immer die stärksten. Ok?» Ich nickte.