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Prof. Dr. Manfred Reinacher
Der Preis der Walter Frei Stiftung wird verliehen an Prof. Dr. Manfred Reinacher aus Giessen in Anerkennung seiner grossen Verdienste auf dem Gebiet der Veterinärpathologie, insbesondere der Erforschung von viralen Erkrankungen bei Katzen.
Herr Prof. Dr. Manfred Reinacher wurde 1949 als drittes von vier Geschwistern in Gelnhausen, BRD, geboren. Dem Studium der Veterinärmedizin in Gießen schloss sich am gleichen Ort die Ausbildung zum Veterinär-Pathologen und die Promotion (1974), letztere mit Auszeichnung durch die Universität, sowie die Habilitation (1983) in diesem Wissenschaftsgebiet an. Im Jahr 1984 folgte die Berufung auf eine Professur für Veterinär-Pathologie, immer noch am gleichen Ort, und 1986 die Verleihung des Preises des Bundesministeriums für Gesundheit, Frauen, Familie und Kinder zur Einschränkung und zum Ersatz von Tierversuchen. Gleichzeitig ergab sich ein fruchtbarer Aufenthalt als Humboldt-Stipendiat (Feodor-Lynen-Programm) am Comparative Cancer Center der University of California, Davis, USA. Die Rückkehr nach Gießen war diesmal eine Zwischenphase, die durch die Berufung zum Direktor des Instituts für Veterinär-Pathologie der Universität Leipzig im Jahr 1993 beendet wurde. Zu dem Aufbau des dortigen Instituts kam sehr bald eine Tätigkeit als Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs für die gesamte Universität Leipzig hinzu. Nach fünf Jahren in Leipzig folgte die Berufung als Direktor des Instituts für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, eine Position die Reinacher bis heute bekleidet. Auf Fakultätsebene stehen zwei Dekanate zu Buche, die in jeweils relativ bewegte Zeiten fielen bzw. fallen. Für die European Society for Veterinary Pathology war Prof. Reinacher sechs Jahre als Sekretär und drei Jahre als Präsident tätig. Im Bereich der Wissenschaftsförderung ist Prof. Reinacher bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Mitglied und Vorsitzender im Fachausschuss bzw. Fachkolleg „Veterinärmedizin“ aktiv. Der eigene wissenschaftliche „Output“ umfasst derzeit ca. 100 Publikationen und ca. 250 Vorträge sowie die Betreuung von etwa 100 Doktoranden. Die Medizinische Akademie Kroatien zeichnete ihn mit dem Ljudevit Jurak Award for Advances in Comparative Pathology aus. Prof. Reinacher ist Mitglied im Editorial Board verschiedener Internationaler Fachzeitschriften. Seine aktuellen wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Pathogenese von Viruserkrankungen, insbesondere der FeLV-Infektion und der FIP, sowie onkologische Themen, wobei das feline Fibrosarkom und feline hämatopoetische Tumoren im Vordergrund stehen.