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Der Monte San Salvatore ist ein ganz besonderer Berg, ja legendär könnte man sagen. Er entstand aus einem prähistorischen Meer in einer Umgebung, die dem heutigen Archipel der Bahamas sehr ähnlich war. Seine Vergangenheit verliert sich im Dunkel der Geschichte.
Zu Beginn des Erdzeitalters des Trias vor 245 Millionen Jahren begann sich das Wasser eines vorgeschichtlichen Ozeans auszubreiten und in die Küstengebiete des alten und damals einzigen Kontinents vorzudringen: Pangäa. In diesem Überschwemmungsgebiet herrschte ein heisses, tropisches Klima mit einem flachen Meer, wo das Sonnenlicht den Meeresboden erreichte. Das Klima war also sehr günstig für Meeresorganismen, wie z.B. Korallen, die zur Bildung von Korallenriffen beitragen. Die Schalen und Skelette der Algen, Schwämme, Seeigel und Mollusken, die auf diesen Riffen lebten, sanken nach dem Absterben auf den Boden. Die enormen Ablagerungen erreichten eine Dicke von mehreren Hundert Metern. Dies scheint paradox, wenn man bedenkt, dass das Meer nur wenige Meter tief war. Die Entstehung solch mächtiger Ablagerungen war aufgrund des enormen Gewichts der Sedimente möglich, das sich kontinuierlich erhöhte und ein Absinken der Erdkruste bewirkte, so dass der Meeresboden stets auf gleicher Höhe blieb. Auf diese Weise konnte das Sonnenlicht den Meeresboden erreichen, ihn mit Licht versorgen und den Organismen das Überleben sichern.
Der kolossale Druck der Sedimentschichten, die sich übereinander ablagerten, führte zur Bildung des Dolomitgesteins des San Salvatore.
In der Folge verschob sich die afrikanische Kontinentalplatte Richtung Norden, und vor rund 40 Millionen Jahren trafen die Ränder der beiden Kontinentalplatten mit grosser Heftigkeit aufeinander und bewirkten eine Anhebung des Gesteins am Meeresboden und die Bildung der Alpenkette. Während dieser Gebirgsbildung erhob sich der Monte San Salvatore aus jenem Meer. Die Beweise für seinen maritimen Ursprung können im Museum, im Raum der Gesteine,
Mineralien und Fossilien, besichtigt werden..
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Bereits im Jahr 1200 bestiegen Pilger den Berggipfel zu Fuss, um dem Sohn Gottes die Ehre zu erweisen,
der nach einer alten Legende bei seiner Auffahrt in den Himmel hier kurz Rast gemacht haben soll.