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Neue Anbieter von Buchhaltungs-Dienstleistungen drängen auf den Schweizer Markt und lösen einen Preisdruck aus, auf den die Branche in Zukunft reagieren muss. Während Schweizer KMUs aufgrund des hohen Frankenkurses und Regulierungsflut unter massivem Druck stehen und Kosten einzusparen versuchen, scheinen die Treuhänder noch wenig in dieser Hinsicht zu unternehmen und Ihre Kunden nicht zu unterstützen. Fehlt der Druck zur Kostensenkung? Oder welche Gründe führen Treuhänder an, weshalb die Branche Ihren Kunden eine Auslagerung von Dienstleistungen empfiehlt, selbst von dieser Möglichkeit kaum Gebrauch macht? Die von Rasminka verfasste, breit angelegte Online-Studie kommt zu interessanten Erkenntnissen:
- Eine Mehrheit der Treuhänder gibt an, dass der Kostendruck in letzter Zeit gestiegen ist. Trotzdem lagern nur rund 10.6% Prozent der Treuhänder kaufmännische Arbeiten aus, 8.5% können es sich für die Zukunft vorstellen. Der grosse Rest (80.9%) lagert weder aus, noch hat er Absichten, dies in Zukunft zu tun.
- Treuhänder ohne Outsourcing-Erfahrung sehen vor allem Schwierigkeiten hinsichtlich Koordination (73.7%), Qualitätsproblemen (65.8%), fehlender Kundenakzeptanz (46.1%) und Kontrollverlust (43.4%). Insbesondere der Nutzen einer Auslagerung ins Ausland wird mehrheitlich als negativ eingestuft.
- Treuhänder, die einen Teil ihrer Aufgaben auslagern, haben a) sehr positive Erfahrungen mit Outsourcing gemacht und b) stufen die Schwierigkeiten durchwegs tiefer ein, als dies die Outsourcing-Unerfahrenen erwarten. Interessant ist die Tatsache, dass die Outsourcing-erfahrenen Treuhänder die grössten Chancen in einer Auslagerung ins Ausland sehen, wohingegen die andere Gruppe genau dort die grössten Risiken vermutet und daher auch den Nutzen des Outsourcings viel tiefer einschätzt.
- Mit zunehmender Outsourcing-Erfahrung werden die Bedenken (bzw. Vorurteile) gegenüber einer Auslagerung geringer.
- Es ist daher wahrscheinlich, dass die Mehrheit der Treuhänder aufgrund hoher Risikoaversion ihr Potenzial nicht ausschöpft und einen wichtigen Trend verpasst.