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Ein besonderes Markenzeichen Luzerns sind seine Holzbrücken.
Die Kapellbrücke führt heute vom Luzerner Theater am Südufer der Reuss zur Peterskapelle am Rathausquai im Norden und lehnt sich an den älteren Wasserturm an. Die Kapellbrücke entstand um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Kapellbrücke wurde im 19. Jahhundert an beiden Enden gekürzt. Ein Grossbrand in der Nacht zum 18. August 1993 zerstörte einen grossen Teil der mittelalterlichen Brücke und ihres Bilderzyklus. Sie wurde innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut.
Ursprünglich war die Kapellbrücke ein Teil der Luzerner Stadtbefestigung. Die dem See zugewandte Brüstung der Brücke ist deshalb höher als die westliche. Sie diente den Schützen ihre Schusswaffen auf dem Brüstungsbalken aufzulegen. Ähnliche Aufgaben erfüllten im ausgehenden Mittelalter auch zwei weitere Holzbrücken in Luzern: die in Mitte des 19. Jahrhunderts abgebrochene Hofbrücke zwischen Schwanenplatz und Stiftskirche St. Leodegar und die Spreuerbrücke.
Die Luzerner Holzbrücken sind bekannt für ihre dreieckigen Brückenbilder in den Giebelfeldern unter dem Dach. Der Bilderzyklus der Kapellbrücke entstand im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts. Der Staatsschreiber Renward Cysat entwarf dazu das Konzept, Ratsherr Hans Rudolf von Sonnenberg die Texte und Hans Heinrich Wägmann schuf die Bilder. Die Bilder zeigen Szenen aus der Stadtgeschichte, der Schweizergeschichte und Legenden aus dem Leben der Stadtpatrone Mauritius und Leodegar.