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Picturetelling in Kürze
PT besteht aus doppelseitig bedruckten Karten
PT ist eine kreative Methode
PT kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting angewendet werden
PT ist ressourcen- und lösungsorientiert
PT hilft den Horizont zu erweitern
PT ist theoretisch fundiert und evaluiert
Was ist Picturetelling?
Picturetelling ist eine kreative Methode der Arbeit mit Gruppen. Der Name ist eine Verschmelzung der Worte Picture und Storytelling. Dies verdeutlicht die Absicht die hinter Picturetelling steckt, nämlich an Hand eines Bildes etwas zu ergründen, zu erklären und mitzuteilen, also eine Geschichte zum Bild zu erzählen.
Picturetelling geht auf die Methode der Langage zurück. Die Langage ist ein etabliertes Verfahren in der Arbeit mit Gruppen und wurde ursprünglich entwickelt, um Menschen zu helfen, sich in einer Gruppe mitzuteilen. Der grosse Vorteil dieser Methode ist, dass das Bild als Mediator fungiert. Das Bild ist Gegenstand der Beschreibung und nicht die Person selbst. Dies erlaubt dem Erzähler oder der Erzählerin persönliche Dinge zu erzählen, ohne direkt angreifbar zu werden.
Picturetelling geht einen Schritt weiter. Der erste Schritt ist der selbe wie bei einer Langage. Man wählt sich ein Bild aus, anhand dessen man eine Fragestellung beantwortet. Der zweite Schritt den Picturetelling leistet, erweitert die Sichtweise noch einmal. Auf der Rückseite des gewählten Bildes befindet sich ein weiteres Bild, das man aber nicht mehr selber wählen kann. Trotzdem muss man anhand dieses Bildes auf eine zweite, erweiterte Fragestellung antworten. Was vielen Menschen im Vorfeld als unmöglich erscheint, nämlich aus einem Bild, das einem zufällig zugeteilt wird etwas persönliches herauszulesen, stellt sich in Wahrheit als absolut bereichernd und einfacher heraus, als man das angenommen hat. Man ist im zweiten Schritt gezwungen, sich intensiver mit sich auseinander zu setzen. Das funktioniert dann am Besten, wenn man den Horizont nochmals ein Stück erweitert. Picturetelling wird so zu einem wertvollen Tool in all den Fällen, in denen eine Öffnung der Sichtweise benötigt wird.
Wie funktioniert Picturetelling konkret?
Als Beispiel soll uns die Fragestellung „Was möchte ich während dieses Seminars erreichen“ dienen. Im ersten Schritt wählt man sein Bild und teilt die Assoziationen, die man zum Bild hat mit. Im zweiten Schritt folgt eine erweiterte Fragestellung, z.B. „Was könnte mir zur Erreichung dieses Ziels helfen?“. Die Karte wird gedreht und man versucht auf Grund des zweiten Bildes diese erweiterte Fragestellung zu beantworten. Man legt den Fokus also bewusst auf die Lösung oder die Ressourcen. Picturetelling wird so zu einem ressourcen- und lösungsorientierten Tool für vielerlei Settings. Mehr mögliche Kombinationen an Fragestellungen finden Sie hier.