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Die Lehrerin oder der Lehrer ist weiterhin die erste Ansprechperson der Eltern. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zum Schulbesuch Ihres Kindes, so können Sie sich also zuerst an sie oder ihn wenden.
Die Orientierungsschulen sind einer Schuldirektorin oder einem Schuldirektor unterstellt, die oder der für die Organisation, den Betrieb sowie die administrative, pädagogische und personelle Leitung der Schule verantwortlich ist. Die Schuldirektorinnen und Schuldirektoren sind die direkten Vorgesetzten der Lehrpersonen.
Die Schulinspektorinnen und Schulinspektoren sind die direkten Vorgesetzten der Schulleiterinnen und Schulleiter. Die Inspektoratskreise werden neu auf die gesamte obligatorische Schulzeit ausgerichtet, also die Schuljahre 1H bis 11H (1. bis 3. Zyklus): Somit werden die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten obligatorischen Schulzeit von ein und derselben Struktur betreut.

Klassentypen

Sekundarklassen
|Progymnasialklassen||

Realklassen
|Diese bieten die Möglichkeit, die Grundansprüche des Lehrplans gut zu erreichen und in einigen Fächern höheren Anforderungen gerecht zu werden. Dieser Klassentypus ist für Schülerinnen und Schüler bestimmt, die interessiert, selbständig und einem ihrem Alter entsprechenden Tempo lernen und in der Lage sind, Verantwortung für ihr schulisches Fortkommen übernehmen.||

Diese bieten die Möglichkeit, die Grundansprüche des Lehrplans zu übertreffen. Die Anforderungen hinsichtlich Arbeitstempo, Lernstrategien und Komplexität der Aufgaben sind höher als in den Allgemeinen Sekundarklassen.Dieser Klassentypus ist für Schülerinnen und Schüler bestimmt, die interessiert, selbständig und mit Leichtigkeit lernen und gerne Verantwortung für ihr schulisches Fortkommen übernehmen
|Diese bieten die Möglichkeit, die Grundansprüche des Lehrplans zu erreichen. Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern die Grundkompetenzen zu vermitteln, welche sie bis am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit erreicht haben müssen. Dieser Klassentypus ist für Schülerinnen und Schüler bestimmt, die auf regelmässige Unterstützung und Begleitung der Lehrpersonen angewiesen sind. Die Anforderungen hinsichtlich Arbeitstempo, Lernstrategien und Komplexität der Aufgaben sind den Fähigkeiten und Voraussetzungen der Schülerin, des Schülers angepasst.|
Unterrichtsformen und Lerntempo
Die Lehrperson orientiert sich am Lehrplan und an den Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler; sie konzentriert sich in erster Linie auf die konkreten und funktionalen Aspekte des Lernens und begleitet die Schülerinnen und Schüler differenziert hinsichtlich Lerntempo und Aufgabenstellung.
Wer die Ziele leicht erreicht und in den verschiedenen Fächern gute Ergebnisse erzielt, kann auf Empfehlung der Lehrperson und unter bestimmten Voraussetzungen in die leistungsstärkere Sekundarklasse wechseln. Der Entscheid liegt bei der Schuldirektion.
Unterrichtsformen und Lerntempo
Der Unterricht orientiert sich an den Grund- und teilweise erweiterten Kompetenzen der Lehrpläne und ermöglicht somit den Schülerinnen und Schülern vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten in sämtlichen Fachbereichen.
Wer die Ziele leicht erreicht und in den verschiedenen Fächern gute Ergebnisse erzielt, kann auf Empfehlung der Lehrperson und unter bestimmten Voraussetzungen in die Progymnasialklasse wechseln. Der Entscheid liegt bei der Schuldirektion. Schülerinnen und Schüler, die hingegen allzu grosse Schwierigkeiten und ungenügende Leistungen in der Sekundarklasse haben, wechseln in die Realklasse.
Unterrichtsformen und Lerntempo
Der Unterricht in den Progymnasialklassen erfordert eine hohe Aufnahmefähigkeit und Selbständigkeit, ein intensives Arbeitstempo mit raschen Lernfortschritten. Dieser Unterricht eignet sich für Schülerinnen und Schüler mit gutem abstrakten und analytischen Denkvermögen, welche wissbegierig sind und Spass am Lernen haben.
Schülerinnen und Schüler, die hingegen allzu grosse Schwierigkeiten und ungenügende Leistungen in der Progymnasialklasse haben, wechseln in die Sekundarklasse.
Die Lehrpläne beschreiben die Grundkenntnisse und Grundkompetenzen, die in den 11 obligatorischen Schuljahren vermittelt werden. Sie dienen der Lehrperson als Grundlage, um die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu evaluieren.
Die beiden Sprachregionen des Kantons verfügen jeweils über einen eigenen Lehrplan.
- Der Westschweizer Lehrplan ‒ Plan d'études romand (PER) ‒ gilt im französischsprachigen Kantonsteil
- Die Lehrpläne in Deutschfreiburg (ein neuer Lehrplan, der Lehrplan 21 (LP 21), tritt mit Beginn des Schuljahres 2019/20 in Kraft.
Alle Schülerinnen und Schüler des Kantons müssen die gleichen Grundansprüche erreichen.
Stundentafel französischsprachiger Kantonsteil
Ihr Kind besucht, unabhängig vom Klassentypus
- 32 Lektionen in der 9H
- 33 Lektionen in der 10H
- 34 Lektionen in der 11H
Unten können Sie sehen, wie diese Lektionen nach Klassentypus und nach Schuljahr verteilt sind.
- Stundentafel französischsprachiger Kantonsteil
Stundentafel deutschsprachiger Kantonsteil
Ihr Kind besucht, unabhängig vom Klassentypus:
- 32.5 Lektionen in der 9H
- 32 Lektionen in der 10H
- 33 Lektionen in der 11H
Unten können Sie sehen, wie diese Lektionen nach Klassentypus und nach Schuljahr verteilt sind.
- Stundentafel deutschsprachiger Kantonsteil
Die Beurteilung beschreibt die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler und erfasst den erreichten Stand ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie bezieht sich auf die in den Lehrplänen festgelegten Lernziele. Sie erlaubt es, die Eltern und die Schülerin oder den Schüler über die Lernfortschritte zu informieren und ihre oder seine Stärken und Schwierigkeiten aufzuzeigen sowie eine Standortbestimmung im Hinblick auf Promotions- und Laufbahnentscheide durchzuführen. An der Orientierungsschule werden die Kenntnisse und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler mit Noten von 6 bis 1 beurteilt. Die Note 4 steht für genügende Leistungen.
Geht Ihr Kind im deutschsprachigen Kantonsteil zur Schule, so finden Sie in der Broschüre: "Die deutschsprachigen Orientierungsschulen des Kantons Freiburg" ausführliche Informationen (S.17).
Schulzeugnis
Das Schulzeugnis ist das offizielle Dokument zur Mitteilung der schulischen Ergebnisse der Schülerin oder des Schülers. Das Schulzeugnis gibt Auskunft darüber, inwieweit die Lernziele erreicht sind und enthält Angaben über Schullaufbahnentscheide. Es wird den Eltern zweimal jährlich, jeweils am Ende eines Semesters zugestellt. Die Eltern bezeugen mit ihrer Unterschrift, dass sie die darin eingetragenen Ergebnisse zur Kenntnis genommen haben.
In den nachfolgenden Dokumenten finden Sie weitere Informationen über die Beurteilung im deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg:
- Richtlinien zum Zeugnis
In der Regel absolviert die Schülerin oder der Schüler die drei Schuljahre der Orientierungsschule im gleichen Klassentypus. Um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler besser entsprechen zu können, ist jedoch ein Wechsel des Klassentypus möglich, sofern die schulische Arbeit sowie die Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerin oder des Schülers einen solchen rechtfertigen. Mit dem im Frühjahr 2017 eingeführten Übertrittsverfahren von der Primar- in die Orientierungsschule haben sich die Aufnahmebedingungen in einen leistungsstärkeren- oder leistungsschwächeren Klassentypus für Schülerinnen und Schüler, welche die 9H im Schuljahr 2017/18 begonnen haben, geändert. Informationen zum Übertrittsverfahren und den diesbezüglichen Richtlinien befinden sich auf der entsprechenden Seite.
Wichtiger Hinweis: Für die drei Schuljahre 2017/18 bis 2019/20 sind die bisherige und die neue Regelung gültig. Für alle Schülerinnen und Schüler, die gemäss dem neuen Übertrittsverfahren der Orientierungsschule zugewiesen wurden, gilt die neue Regelung. Für jene, die nach dem alten Übertrittsverfahren zugewiesen wurden, gelten die bisherigen Durchlässigkeitsbestimmungen.
Durchlässigkeit nach der neuen Regelung
Die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2018/19 die 9H und 10H besuchen, können den Klassentypus nach den in den neuen Richtlinien festgelegten Voraussetzungen wechseln. Ein Wechsel des Klassentypus ist in der 9H während des ganzen Schuljahres jederzeit möglich, erfolgt aber in der Regel jeweils am Ende eines Semesters. Der Entscheid über einen Wechsel des Klassentypus wird von der Schuldirektion getroffen. Der Entscheid stützt sich zunächst auf die Beurteilung der Lehrpersonen sowie auf die Meinung der Eltern.
Bevor eine Schülerin oder ein Schüler in einen leistungsstärkeren Klassentypus wechseln kann, prüfen die Lehrpersonen insbesondere, ob alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Ein Wechsel in den leistungsschwächeren Klassentypus wird besonders dann in Betracht gezogen, wenn die schulischen Leistungen der Schülerin oder des Schülers ungenügend sind. In einem solchen Fall klären die Lehrpersonen die Situation der Schülerin oder des Schülers ab und teilen der Schuldirektion ihre Empfehlung mit. Nach Anhörung der Eltern sowie der Schülerin oder des Schülers trifft die Schuldirektion den Entscheid.
- Richtlinien der EKSD betreffend Klassentypuswechsel und Durchlässigkeit an der Orientierungsschule vom 13. Oktober 2016
- Handhabung der Richtlinien betreffen Klassentypuswechsel 2016
- OS-Broschüre Kapitel 6.2
Durchlässigkeit nach der alten Regelung (bis 2019/20)
Für die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2018/19 die 11H besuchen, gelten weiterhin die in den Richtlinien aus dem Jahr 2012 zur Beurteilung festgelegten Bestimmungen für einen Klassentypuswechsel. Für den Übertritt ins nächste Schuljahr muss die Schülerin oder der Schüler am Ende des Schuljahres in den Hauptfächern einen Mindestdurchschnitt von 4, davon höchstens eine Note unter 4, erreichen. Bevor eine Schülerin oder ein Schüler in einen leistungsstärkeren Klassentypus wechseln kann, prüfen die Lehrpersonen insbesondere, ob alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
In allen anderen Fällen hat die Schülerin oder der Schüler die Promotionsbedingungen nicht erreicht und kann das darauffolgende Schuljahr nicht im gleichen Klassentypus besuchen. Die Schülerin oder der Schüler wechselt in einem solchen Fall entweder den Klassentypus oder wiederholt ausnahmsweise das Schuljahr. Ein Wechsel des Klassentypus während der 9H und 10H erfolgt auf Semesterende, in der 11H nur in Ausnahmesituationen. Der Entscheid wird anhand einer umfassenden Analyse des Schülerdossiers getroffen.
- Richtlinien zum Zeugnis und zur Organisation der deutschsprachigen obligatorischen Schulen 2012
Durchlässigkeit bei der Aufnahme in die nachobligatorischen Bildungsgänge
Auf Schuljahresbeginn 2020/21 werden die Aufnahmebedingungen für die postobligatorischen Bildungsgänge an das im Jahr 2017 eingeführte Übertrittsverfahren Primarschule–Orientierungsschule sowie an die neuen Durchlässigkeitsbestimmungen angepasst. Ausführliche Informationen zur Anmeldung und Zulassung zu den verschiedenen nachobligatorischen Bildungsgängen sind auf den Websites des Amts für Unterricht der Sekundarstufe 2 und des Amts für Berufsbildung zu finden.