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Danke, Wikipedia. Ja, Leute, was hier folgt, ist eine Ode auf eine der obskureren Autoklassen der Mobilitätsgeschichte. Dinger, die etwa wie folgt aussehen:
Oder so:
Grossartig, nicht? Abgekürzt darf man sagen, ein Shooting Brake ist ein Sportwagen oder GT, den man zum Kombi gemacht hat.
Shooting Brakes erlebten eine kurze Popularität in den Sechziger- und Siebzigerjahren, besonders in Grossbritannien. Allerdings ist «Popularität» hier eher relativ zu verstehen: Zu teuer und deshalb zu exklusiv waren die angebotenen Modelle.
Denn: Die wenigsten Shooting Brakes gab es einfach so ab Werk (obwohl die folgenden Beispiele einige der wenigen Ausnahmen sind, welche die Regel bestätigen).
Nein, die gängige Art, eine derartige Sportkutsche zu erstehen, war, das Auto bei einem dafür spezialisierten Karosserienbauer zu bestellen, der einem dann den Aston, Ferrari o.Ä. mit akribischer Handarbeit in der Manufaktur fertig baute.
Will heissen: Sauteure, exklusive Dinger waren das, und deshalb stets ein Nischenprodukt. Aber was für eines!
Vielleicht liegt der Grund für die inhärente Eleganz dieser Vehikel in der Etymologie des Begriffs: «Break» nannte man auf Englisch früher Fuhrwerke, die man benutzte, um den Widerstand noch nicht gezähmter Pferde zu brechen («to break») und ihren Bewegungsdrang zu bremsen («to brake»), damit sie als Arbeitspferde einsetzbar wurden. Weil jene Fuhrwerke dabei leicht beschädigt werden konnten, verwendete man solche, die man nicht für andere Zwecke dringend benötigte. Man versah diese Brakes allenfalls mit leichten Aufbauten, die etwa nur dazu dienten, das zur Jagd nötige Schiesszeugs mitzuführen. Ein solches Fahrzeug nannte man «Shooting Brake».
Wer einen motorisierten Shooting Brake fährt, gehört gewissermassen in die Genealogie kauziger in Tweed-Anzügen gekleideter Country-Gentlemen. Zum Fahren etwas Sportliches, bitte, aber im Heck genügend Platz für Schrotflinten und so.
Gewiss, der Shooting Brake überlebte bis jüngst – Autos wie der Ferrari FF, Alfa Romeo Brera oder BMW Z3 Coupé kommen einem spontan in den Sinn. Doch eigentlich – *eigentlich* – hat ein geiler Shooting Brake aus den Sechziger- bis Achtzigerjahren zu sei und muss zwingend offenkundige Merkmale aufweisen, die aufzeigen, weshalb der Wagen niemals der Fliessbandproduktion entstammen kann.