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Die Trägerschaft des UNESCO-Biosphärenreservats, der Bund und Kanton Graubünden würden den Entscheid der UNESCO in Paris noch analysieren. Der Kanton werde hierzu eine Koordinationssitzung einberufen, in der organisatorische Fragen zu klären seien, teilte die Leitung des Biosphärenreservats im Münstertal am Mittwoch mit.
Der Schweizerische Nationalpark ist seit 1979 Biosphärenreservat der UNESCO, hat aber die im Jahre 1995 geänderten Kriterien nicht mehr erfüllt, da er ausschliesslich eine Kernzone ausweist. Um das Label behalten zu können, musste eine Pflege- und Entwicklungszone ausgeschieden werden.
Das Münstertal half und definierte die beiden Zonen, um alsdann 2010 zusammen mit dem Nationalpark ein erstes Gesuch an die UNESCO in Paris zu richten. Die UNESCO erteilte das Label unter der Auflage, dass die Kernzone mittelfristig von einer Pflegezone umgeben sein müsse und ein integraler Managementplan über alle drei Zonen notwendig sei.
2015 stimmte die Gemeinde Scuol der Erweiterung des Biosphärenreservats auf der Nordseite zu. Scuol wurde dadurch zum Kooperationspartner. Die Gemeinden Zernez und S-chanf hingegen lehnten Erweiterung auf ihrem Perimeter ab.
Der Nationalpark, die Gemeinde Münstertal und die Gemeinde Scuol hatten einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und gemeinsam mit dem Kanton Graubünden das Gesuch an die UNESCO in Paris vorbereitet. Um dem neuen Perimeter gerecht zu werden, wurde ein neuer Name festgelegt: Biosphärenreservat Engiadina.