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Es gibt verschiedene Definitionen über diese Erkrankung, die sich im Detail unterscheiden.
Generell wird unter einem Lipödem eine Fettverteilungsstörung unter der Haut verstanden. Ein Lipödem findet sich besonders häufig an den Unterschenkeln, aber auch an den Armen, Oberschenkeln und dem Gesäss. Es tritt unabhängig vom Körpergewicht auf, wobei die Ausprägung bei Übergewicht oftmals wesentlich deutlicher ist. Anstatt einer Fettschicht von 1-2mm findet sich beim Lipödem eine Schicht von mehr als 3mm unter der Haut, an den Beinen kann dies im Einzelfall 1-2cm oder noch mehr betragen. Zum Krankheitsbild gehören weiter Wassereinlagerungen (Ödeme), die sich vor allem im Verlauf des Tages bei überwiegend stehender oder sitzender Tätigkeit bilden. Diese Wassereinlagerungen führen zu Schwellungszuständen, die mit Spannungs-, Druck- und Berührungsschmerzen einhergehen können. Diese Symptomatik ist nachts im Liegen meist reversibel und bis zum Morgen verschwunden. Trotzdem ist das Lipödem progredient, das heisst, es nimmt im Laufe der Zeit langsam, aber stetig zu. Die Ursache des Lipödems ist nach wie vor nicht geklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine genetische Disposition nebst einer Störung der feinsten Blutkapillaren (Mikroangiopathie) des betroffenen Fettgewebes mit erhöhter Durchlässigkeit und Zerreisslichkeit. Da die Erkrankung fast ausschliesslich bei Frauen auftritt, werden hormonelle Ursachen vermutet.
Bei ganz exakter Definition muss von einer Lipohypertrophie oder –dystrophie (einer Fettverteilungsstörung) gesprochen werden. Erst wenn die Schwellungskomponente – das Ödem – hinzukommt, handelt es sich um ein Lipödem. Das Lipödem ist abzugrenzen von der adipositas dolorosa oder lipomatosis dolorosa (auch als morbus dercum, Fettgewebs-Rheumatismus, Neurolipomatosis oder Lipalgie bekannt), bei der es zu lokalen Fettansammlungen kommt, die sehr stark schmerzhaft sind. Hierbei handelt es sich um ein neurologisches Krankheitsbild, welches anhand einer histologischen Untersuchung des Fettgewebes gestellt wird.