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Seoul
Eigentlech heimer gar nid uf Seoul wöue. Es isch e riesegi Stadt u vo dene heimer in China gwüss gnue gseh. Drum hei mir, chuum simer aacho, ou scho nach Ungerkünft in Pyeongchang gsuecht, wo äbe dennzumau grad die Olympische Winterspiu hei stattgfunge. Blitzartig heimer festgsteut, dass die überhoupt nid i üser Priiskategorie si und heinis derzue entschide, gliich no chli in Seoul z’blibe.
Was üs in Korea aus ersts ufgfaue isch: d’Lüt si aui stinkfründlech und aaständig. Me wird nid aagrämplet, hinger aastah isch e Begriff und wenn me verwirrt ir U-Bahn umesteit, wird eim ghulfe — ob me wott oder nid. Hach, Zivilisation.
Goldenpond Guesthouse
Nach der erste Nacht in Seoul heimer scho wider müesse umzieh, wiu nid nur dr Zug uf Pyeongchang und aui günstige Ungerkünft dert, sondern ou üsi ersti Ungerkunft isch usbuechet gsi. Es isch aber e guete Zuefau gsi, wo üs is Goldenpond verschlah het. Am Aabe simer nämlech unverhofft zum ne traditionell koreanische Festmau cho, wome hie wägem Chinesische Nöijahr no nacheghout het.
So heimer statt die Olympische Spiu bsuecht, nis mitem Victor us Guatemala, ar Bona us Korea, wo aus Receptionistin schaffet, ihrem Fründ am Sebastian us Finnland, ar Cynthia us Frankrich, am Gabor us dr Ukraine, ar Kertu us Estland, ar Songhae us Korea, am Justin wo am Flughafe schaffet ou us Korea und am Clayton us Oustralie mit Bonas und Sebastians Makgeolli (막걸리, “Maggoli”)- und Soju-Vorrät wie zivilisierti Mönsche benoh. Es isch e guete Aabe gsi wo üs zur Entscheidig bracht het, uf die Olympische Spiu z’pfiffe und lieber no chli mit dene Lüt Seoul und Umgäbig z’entdecke.
Gyeongbokgung Palast
Gye… was? 경복궁, Gyeong-bok-gung. A dere Steu vilech e churze lignusitische Exkurs zum koreanische Alphabet, Hangul (한글). Me chönnts nid meine, aber d’Südkoreaner verwände nur 24 Zeiche im Alphabet. Wie bi üs, beschribe die Zeiche Lute, nur wärdesi in Korea zu Silbe-Blöck zämegfüegt. Me schribt auso nid jedes Zeiche links nach rächts hingerenang, sondern pro Silbe ei Block. Wius nur 24 Lute git, ischs rächt eifach lehre z’läse — teil Lüt bhoupte me chönns i 15 Minute lehre. Das Comic hie, zeigt wie. Im Gägesatz zu chinesische Zeiche, wo insgesamt mit aune Variatione uf über 100’000 Charaktere chunnt (3’500 dervo bruchtme, für 99% vo aune Texte chönne z’läse), e geniali Erfindig.
감사합니다
Dr Palast säuber isch e relativ witlöiffige Komplex mit läärstehende Tämple, Süülegäng und chlinere Gebäude mit farbig bemauter Fassade und wunderschön gchrümmte Decher. Mir hei chli Müeh gha, nis vorzsteue wie ds Läbe am Hof anno dazumau so usgseh het. I keim Gebäude hets Möbu oder sogar e nachegsteuti Szenerie gha, wo eim chli ne töifere Iiblick hätti gä. Usserdäm si praktisch aui Gebäude offe oder nur mit dünne Wäng bestückt gsi, so dass mir üs hei müesse frage ob dä Herrscher im Winter uf sim Thron äch nid a Arsch gfrore het.
Ufgfaue si jungi Koreaner wo i de traditionelle Gwänder, Hanbok (한복), si umegloffe und wie wiud Selfies gmacht hei. Später heimer usegfunge, dassme die Chleider rund ume Palast cha miete und gratis inechunnt, weme so eis anne het.
Z’Nacht ir Stadt
Seoul erwacht ersch so richtig zum Läbe, wes Fiischter wird. Zig millione Neon-Schiuder belüchte jede Winku vor Strass, d’Mönsche ströme in Masse dür d’Gasse und in Hongdae gäbe d’K-Pop Stars vo Morn ihrer Moves zum Beste.
Z’Beste zum Schluss
Je lenger mir üs tagtäglech dür die asiatischi Chuchi hangle, chömemer zur Überzügig: Korea het z’beste Ässe vo ganz Asie. E chliini Vorspiis:
Tteokkbokki und Gimbab
Zwe Klassiker zum Aafang. Die beide Gricht überchunntme a jedem Egge bi de Strasseverchöiffer, aber ou im Restaurant. Tteokbokki (떡볶이, “Tobboggi”) si länglechi, chätschegi Rugeli us Riis, ire scharfe Chili-Sosse — hie mit Fisch-Cakes und chli Seegras. Gimbab (김밥) gseh us wie Sushi-Röueli, si aber mit jenste Variatione a Zuetate gfüut. Zu de beste ghöre Omelettestreife mit Gmües oder frittierts Hüendli are Chilli-Sosse.
Kimchi
Die Biilag us fermentiertem Chabis iigleit i Chilli-Pulver und witere Gwürz isch absolut omnipresänt in Korea. Bi keire Mahlzit im Restaurant heimer nid Kimchi (김치, “Kimtschi”) aus Biilag serviert becho. Am Aafang ischs viu z’scharf, aber me wird sehr schnäu süchtig derna. In Seoul gits Hostels wo rund um d’Uhr gratis Kimchi aabiete.
Bibimbap
Üses Lieblingsgricht vo aune guete Sache in Korea. E Schüssle vou Riis, chliin gschnittnigi Rüebli, Gurke, Sprosse, Sesamöl und -same irgend es koreanischs Chrut und wär weiss was aues no, derzue e scharfi roti Chilli Paste und es Spieguei. Das ganze wird traditionell chräftig grüehrt, aber ungrüert ischs grad so guet.
Korean BBQ
Es Ässe wo me am beste mit Fründe gniesst. Für das Gricht gits äxtra Restaurants wo mit Tische usgstattet si, wo ir Mitti e Grillplatte hei. Zumne Buffet mit Biilage bsteutme e Platte Fleisch, Späck ghört zur klassische Wau. Ufem eigete Tischgrill wird brutzlet was das Zeug hält. Ds Fleisch mit Biilage und Sosse wird i Salat- oder Sesambletter iigwicklet gässe. Hie gits Kimchi à discrétion.
Fried Chicken
D’Kronjuwele unger de koreanische Gricht. We Korea eis cha, de isches Hüendli frittiere. Botz donner! Kentucky Fried Chicken isch wie e Huufe im Dräck trööleti Rossgagle dergäge. Dr Strasseverchöiffer ar Hyehwa U-Bahn Station Linie 4 Usgang 3 het die Kunst perfektioniert.
Chuncheon Chicken
E witeri Perle us dr koreanische Chuchi, wo mer ir Gschicht über Chuncheon no im Detail wärde erlütere.
Bis denn