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Hallo Peter! Könntest du als Erstes bitte in wenigen Worten beschreiben, wer du bist, was du machst und warum man dich kennen sollte?
Peter Silberman, The Antlers: Also, ich bin Peter und ein ziemlich netter Typ. Die meiste Zeit zumindest. Und ich schreibe Songs und mache Musik. Abgesehen von dieser oberflächlichen Beschreibung müsste man mich halt besser kennen, um zu wissen, warum man mich kennen sollte.
Welchen deiner Songs würdest du denn jemandem zeigen, der wissen will, was du für Musik machst?
Ich glaube «Hounds». Das ist «typisch Antlers».
Gibt es ein Lied von einem anderen Künstler, das du gerne selbst geschrieben hättest?
Ja, das gibt es: «Crime Scene» von Mr Twin Sister.
Nach diesen drei Standard-Fragen folgen nun zufällige Fragen aus unserem Hut. Die Fragen stammen grösstenteils von Lesern. Einige sind noch von bereits interviewten Bands drin. Und das ist er, der Interview-Hut:
Fangen wir also an mit den gezogenen Fragen: Was hast du nur des Geldes wegen getan?
Ich hab 2006 in der Poststelle der Uni gearbeitet. Bei diesem Job war die Hauptmotivation schon eher das Geld.
Welche Songzeile wird dir für immer im Gedächtnis bleiben? Muss nicht zwingend eine deiner eigenen Songs sein. Kann aber natürlich.
«They're spoon-feeding Casanova to get him to feel more assured, then they'll kill him with self-confidence after poisoning him with words.» Das ist von Bob Dylan.
Wer wird deiner Meinung nach total unterschätzt?
The Luyas.
Gibt es eine Band, vor der du nie auftreten würdest?
Ja. Vor Josef Stalins Band.
Erzähl uns von deinem grössten Versäumnis.
Ich bin aus einem ziemlich schweren Linguistik-Kurs am College ausgetreten – und ein paar Wochen später wurde bekannt, dass Noam Chomsky eine Gast-Lektion geben wird. Noam Chomsky!
Du darfst dir etwas, was du mal verloren hast, wieder zurückholen. Egal was. Muss nicht mal zwingend materiell sein. Was wählst du?
Alle meine toten Kindheits-Hunde.
Mach einen Screenshot von der letzten Nachricht, die du erhalten hast!
Wir schenken dir 100 Franken und eine Stunde ohne Verpflichtungen. Was machst du?
Ich würde vermutlich zehn Sandwiches kaufen und diese an meine Freunde ausliefern.
Und die letzte Frage aus dem Hut: Schaust du dein Publikum an, wenn du auf der Bühne stehst? Sprich: Schaust du einzelne Besucher direkt an?
Ja, ich versuche eigentlich schon direkten Augenkontakt mit einzelnen Zuschauern in der Menge herzustellen. Aber ich fixiere einzelne Personen nicht zu lange. Das kommt dann auch ein bisschen komisch rüber. Der Punkt ist, dass du im Publikum einzelne Menschen sehen solltest und nicht einfach eine Masse.
Die Schwedin Ninja Thyberg ist 37 Jahre alt und dreht seit 12 Jahren Filme. 2021 lief ihr erster Spielfilm «Pleasure», ein böses Märchen aus der Pornobranche von Los Angeles, nicht nur am Zurich Film Festival, sondern auch in Sundance, wo sie vom Fleck weg von einem grossen Hollywood-Studio für das Remake von «The Witches of Eastwick» (1981 mit Cher, Jack Nicholson, Susan Sarandon und Michelle Pfeiffer verfilmt) engagiert wurde. Ich habe Thyberg am ZFF in einem Zürcher Hotel getroffen.