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Feuilleton im Nationalismus
Gesammelte Werke, Band 3
Politische Publizistik
1934–1943
Herausgegeben von Fritz Boll, Ulrich Bröckling und Karl Prümm
1990. 410 Seiten. Gebunden
ISBN 9783250100928
Am 1. Februar 1934 hatten die Nazis die »Rhein-Mainische Volkszeitung« verboten, die ihrem jugendlichen Feuilletonchef so universelle Möglichkeiten des Schreibens geboten hatte. Dirks war dort zugleich Chronist, politischer Kommentator, Kulturkritiker und Sprecher der Zeitung in allen Grundsatzdebatten.
Bei der »Frankfurter Zeitung« wurde er nun zurückgeworfen auf die Rolles eines Stadtreporters und Musikkritikers, seine Identität als religiöser Sozialist, als Repräsentant eines katholischen Pazifismus, als radikaler Antifaschist musste er verleugnen.
Die hier vorliegende Auswahl seiner Arbeiten für die »FZ« bezeugen die tief greifende Transformation seines Schreibens, beleuchten das schillernde Spektrum eines »oppositionellen« Journalismus im »Dritten Reich«. Affirmationsgesten stehen unmittelbar neben Formen der indirekten Kritik, Strategien des Bewahrens neben denen des Ausweichens. Der Sonderstatus einer geduldeten Liberalität hatte seinen Preis.