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Francis Schaeffer schrieb vor 40 Jahren über die moderne Theologie (in: Gott ist keine Illusion, S. 67):
Moderne Theologie hat nichts zu bieten ausser einem Glauben wider alle Vernunft, ohne jeden Inhalt. Man kann ihn bezeugen, aber nicht darüber diskutieren.
Das hängt eng mit der Frage der Offenbarung Gottes und mit der von ihm geschaffenen Wirklichkeit zusammen. So schrieb Herman Bavinck, niederländischer Theologe und Philosoph (in: Philosophie der Offenbarung, S. 62):
Wir schaffen die Wahrheit nicht, wir erzeugen sie nicht in unserem Gehirn, sondern wir müssen, um sie zu finden, zu den Tatsachen, zu der Wirklichkeit, zu den Quellen zurückkehren.
Ob und inwiefern wir diese objektive Wirklichkeit subjektiv erfassen, ist ein anderer, davon zu unterscheidender Aspekt. Nochmals Bavinck (in: Ebd. S. 63):
Der Gedanke, daß die Wahrheit nicht ist, sondern wird, ist kein ganz unrichtiger. Sie liegt in der Wirklichkeit nicht irgendwo „fix und fertig” vor uns, so dass wir sie einfach in unser Bewusstsein aufzunehmen hätten, sondern — und das ist der Unterschied zwischen „revelation” und „discovery” — sie muss im Schweisse des Angesichts, mit Einsetzung aller Kraft, Schritt vor Schritt und mit viel Geduld errungen werden.