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Schule
Dass die Frauenfachschule auch ihren 75. Geburtstag als private Institution zelebrieren konnte, war nicht selbstverständlich. Im Zusammenhang mit der finanziell angespannten Situation nach dem II. Weltkrieg war nämlich eine Motion betreffend Übernahme der Schulträgerschaft durch den Kanton eingereicht worden. Erklärtes Ziel war die „vermehrte Einflussnahme des Kantons“. Die Aufsichtskommission verstand es, sich erfolgreich gegen dieses Begehren zu wehren.
Sie forderte „ein Weiterbestehen der Schule in der bisherigen Form, unter der Voraussetzung, dass die nötigen Mittel gewährt werden, um ihre Aufgabe zweckmässig erfüllen zu können“. Diese Voraussetzung wurde durch eine Erhöhung der städtischen Subventionen erfüllt. 1953 erstellte die Frauenfachschule auf dem oberen Teil ihres Areals am Kreuzplatz ein Schulhaus, das u.a. dem Arbeitslehrerinnen-Seminar vermietet wurde. Die Baukosten wurden ohne Beiträge der öffentlichen Hand, sondern durch Legate finanziert. Die Mieteinnahmen ermöglichten der Frauenfachschule, beziehungsweise der modeco, auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten zu überleben und den Aufschwung der 1960er Jahre gut gerüstet anzugehen.
Historische Einbettung
- Bau Berliner Mauer, 1963
- Ermordung Kennedy, Ende Kanzlerschaft Adenauer, 1963
- Antibaby-Pille in Europa eingeführt, 1962
- ZH mit max. Einwohnerzahl: 440‘000 (1962)
- U-Bahn (Tiefbahn) vom Zürcher Stimmvolk abgelehnt.
- Expo Lausanne
- Konjunkturdämpfungsmassnahmen in der Schweiz
- Musik: A hard day’s night (Beatles)