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Abu Simbel
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Eine der eindrücklichsten Tempelanlagen in ganz Ägypten steht in Abu Simbel. Schier unvorstellbar, wie die vier 22 Meter hohen Sitzkolosse und das Tempelinnere direkt aus dem Felsen gemeisselt wurden. Die Anlage besteht aus zwei Felsentempeln: Der grosse wurde zum Ruhm des Pharao Ramses II errichtet und der kleine ist der Himmelsgöttin Hathor und der Gemahlin von Ramses II, Nefertari, gewidmet. Im Jahr 1274 v. Chr. fand bei Kadesch die zweite grosse Schlacht der ägyptischen antiken Geschichte statt, bei der die Hethiter bekriegt wurden. Das Ziel Kadesch einzunehmen hat Ramses II nicht erreicht. Trotzdem liess er das ganze als Sieg seiner Truppen darstellen und setzte sich deshalb ein Denkmal mit den Tempelanlagen von Abu Simbel, die ca. 1260 v. Chr. gebaut wurden. Damit demonstrierte er den hier lebenden Nubiern seine Macht, was gleichzeitig als Warnung zu verstehen war. Zweimal im Jahr findet das „Sonnenwunder" statt: In einem bestimmten Zeitraum dringen die Sonnenstrahlen tief ins Tempelinnere vor und beleuchten das Allerheiligste, welches aus 4 Statuen besteht. Jedoch werden nur 3 Stauten beleuchtet, nämlich die des Amun Re, des Re Haarachte und des vergöttlichten Ramses II. Die Statue des Ptha, dem Erdgott, der mit dem Totenreich verbunden ist, bleibt im Dunkeln. Die Tempelanlagen drohten durch den Bau des Assuan-Staudammes in den Fluten des Nasser-Sees zu versinken. In den Jahren 1963-1968 wurden die Tempel in einer von der UNESCO durchgeführten Aktion in 1'036 bis zu 30 Tonnen schwere Blöcke zersägt und 64 Meter höher und 180 Meter landeinwärts wieder aufgebaut.
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