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Die Zahlungsverzüge bei Subprime-Krediten nähern sich bei den Finanzierungsunternehmen dem Krisenniveaus an, während sich die Kredit-Entwicklung bei Banken und Kreditgenossenschaften weiter verbessert. Das zeigen Daten der Federal Reserve Bank of New York, die in dieser Woche veröffentlicht wurden.
Fast 9,7 Prozent der Subprime-Autokredite von Nicht-Banken-Finanzierern - einschließlich Private-Equity-unterstützter Unternehmen, die mit Autohändlern arbeiten - waren im dritten Quartal mehr als 90 Tage überfällig. Das ist die höchste Quote seit mehr als sieben Jahren laut dem vierteljährlichen Bericht der New York Fed zu Verschuldung und Krediten der Haushalte.
Zum Vergleich: Die Rate liegt bei mehr als dem Doppelten der 4,4-Prozent-Zahlungsverzugs-Quote bei traditionellen Banken. Hierbei handelt es sich um eine Rate, die seit dem Ende der Finanzkrise fast stetig gesunken ist.
Risikoreiche Kreditnehmer
"Die Zahlungsverzugs-Rate - selbst unter Kreditnehmern mit gleicher Bonität - ist deutlich höher und steigt auf der Seite der Auto-Finanzierer", schrieben Analysten und Führungskräfte der Fed in einem Blog-Eintrag, begleitend zum Bericht.
Die Divergenz deutet auf mögliche Unterschiede im Underwriting hin, die über das Bonitäts-Niveau hinausgehen, erklärten die Autoren. Die Bonität wird in den USA typischerweise über ein standardisiertes Punkte-System gemessen. Je höhere die Punktzahl, desto besser die Kreditwürdigkeit. Autofinanz-Unternehmen dominieren nach Angaben der Fed seit langer Zeit den Subprime-Kreditbereich. Sie generieren und halten demnach mehr als 70 Prozent der Autokredite für die risikoreichsten Kreditnehmer.
Angst vor Ausfällen
Ihr Anteil hat sich seit 2011 fast verdoppelt und umfasst nun nach Jahren des boomenden Autoabsatzes und des harten Wettbewerbs mehr als 200 Milliarden Dollar. Gleichzeitig fuhren viele traditionelle Banken ihre Bestände zurück, um das Engagement bei risikoreicheren Autokrediten einzudämmen.
In den USA sind derzeit Autokredite in Höhe von rund 1,2 Billionen Dollar ausstehend, 23 Milliarden Dollar mehr als im Vorquartal. Ungefähr 20 Prozent der neuen Autokredit-Vergaben stammen aus dem Bereich Subprime, was bedeutet, dass die Kreditnehmer eine Kredit-Punktezahl von unter 620 haben, zeigt der Fed-Bericht weiter.
"Obwohl die Auswirkungen auf den Finanzsektor insgesamt gedämpft sein dürften, gibt es mehr als 23 Millionen Verbraucher mit Subprime-Autokrediten", schrieben die Analysten. "Diese Verbraucher könnten ihre Bontität nach einem Zahlungsausfall weiter beschädigen oder weitere finanzielle Schwierigkeiten erleiden, nachdem es zu einer Auto-Pfändung gekommen ist."
(Bloomberg)