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Auch bekannt als Schwachsichtigkeit oder Lazy Eye, auf Deutsch: stumpfes Auge. Damit ist die Sehschwäche eines oder -in seltenen Fällen- beider Augen gemeint. Begünstigt wird die Beeinträchtigung meist durch eine ungenügende Entwicklung des Sehsystems in den ersten 3-4 Lebensmonaten. Manche Formen der Amblyopie können auch erst später in der Kindheit auftreten, das Risiko einer Schwachsichtigkeit verringert sich jedoch mit zunehmendem Alter, so dass man als Erwachsener keine Schädigung mehr zu befürchten hat. Das Lazy Eye reicht in besonders schweren Fällen fast an eine Blindheit heran. Mögliche Begleiterscheinungen der Sehschwäche sind Kontureninteraktionen, die vor allem beim Lesen von Texten zu erheblichen Problemen führen können. Zeichen, die eng beieinander stehen, können vom beeinträchtigen Auge nicht mehr gut erkannt und voneinander getrennt werden. Selbst unter Einbezug des gesunden Auges ist vor allem auch das räumliche Sehen zunehmend eingeschränkt. Das stumpfe Auge kann in drei verschiedenen Formen auftreten: Stimulus-Deprivations-Amblyopie, Suppressions-Amblyopie und Refraktions-Amblyopie. An der ersten Amblyopie leiden Menschen, denen ein foveolarer Reiz (Einsenkung im Zentrum des Gelben Flecks) fehlt, welcher durch angeborene, organische Störungen verursacht wurde. Dazu zählt unter anderem auch, dass das Auge nicht mehr genügend geöffnet werden kann. Das Herabhängen eines Augenlids oder ein Hämangiom direkt am Auge, kann einen solchen Verschluss herbeiführen. Die Suppressions-Amblyopie macht sich vor allem bei einseitigen Schielerkrankungen bemerkbar, während die Refraktions-Amblyopie entweder die Folge unterschiedlicher Brechungsverhältnisse oder einer schweren Fehlsichtigkeit beider Augen ist. In der Praxis überwiegen die Mischformen der drei Sehbeeinträchtigungen, wobei in allen Fällen die eingeschränkte Sicht auch bei späterer optischer Korrektur durch eine Brille oder Linsen bestehen bleibt. Die beste Vorsorge gegen ein Lazy Eye ist deshalb die frühzeitige Untersuchung durch einen Augenarzt. Diese ist bereits im Säuglingsalter möglich und sollte, insbesondere bei bekannten Krankheitsfällen innerhalb der Familie, auch entsprechend genutzt werden.
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Astigmatismus wird umgangssprachlich Hornhautverkrümmung genannt, weniger geläufig ist die Bezeichung Stabsichtigkeit. In seltenen Fällen kann auch eine Verkrümmung der Linse sein. Es ist ein Brechungsfehler bei dem die Lichtstrahlen nicht auf einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt werden, sondern zwei Brennlinien entstehen. Meistens ist diese Sehstörung vererbt, sie kann aber auch nach einer Verletzung entstehen. Korrigieren kann man sie prolemlos mit einer darauf eingestellten Kontaktlinse oder Brille.
Akkommodieren bedeutet, dass das Auge die Lichtbrechung ändert damit der Mensch scharf sehen kann.Dies geschieht durch ein Zusammenspiel von Zonulafasern und Ziliarmuskel. Durch den Zug der Zonulafasern (wenn der Ziliarmuskel entspannt ist) wird die Linse flacher und der Mensch kann in die Weite sehen und umgekehrt durch Spannen des Ziliarmuskels wird die Linse kugeliger und man sieht näheres scharf. Im Alter nimmt diese Fähigkeit jedoch ab, weshalb es zu Altersweitsichtigkeit kommt. Dann sind Sehhilfen nötig um dies auszugleichen.