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|Studiendaten||
03.06.2019 11:39:37

Novartis und Roche mit vielen bestätigenden Daten am ASCO-Kongress
So sticht Novartis vor allem mit der Überlebensrate von gut 70 Prozent bei Frauen hervor, die an einer bestimmten Form von Brustkrebs leiden und deswegen mit einer Kisqali-Kombinationstherapie behandelt wurden. In der Studie wurde Kisqali als Erstbehandlung mit einer Antihormontherapie (endokrine Therapie) kombiniert. Die Wirksamkeit wurde mit einer reinen Antihormontherapie verglichen. Behandelt wurden prä- und perimenopausale Frauen, die an fortgeschrittenem oder metastasierendem HR+/HER2- Brustkrebs leiden.
Angaben von Samstag zufolge ist Kisqali der einzige CDK4/6-Inhibitor, der ein überlegenes Gesamtüberleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs zeigt. CDK-Hemmer gehören zu einer recht neuen Gruppe von Arzneistoffen, die speziell in der Krebstherapie eingesetzt werden. Im Fall von Kisqali blockiert der Wirkstoff die Cyclin-dependenten Kinasen 4 und 6 (CDK 4/6). Sie regulieren normalerweise Zellteilung und Zellwachstum.
Bei HR-positiven Brustkrebspatientinnen ist eine erhöhte CDK-4/6 Aktivität im Tumorgewebe nachweisbar, die für das unkontrollierte Wachsen des Tumors verantwortlich ist. Durch die CDK-4/6-Blockade verlangsamt sich das Wachstum der Krebszellen.
Roche wiederum hat für sein Medikament Tecentriq in einer Kombinationstherapie bei bestimmten Lungenkrebspatienten positive Ergebnisse erzielt. Die Kombination von Tecentriq und Avastin sowie Chemotherapie zur Behandlung eines spezifischen Lungenkrebs bei Patienten mit Leber-Metastasen habe mehr Wirksamkeit gezeigt als eine Therapie aus Avastin und Chemotherapie, wie Roche bereits am Sonntag mitteilte.
Analysten sehen ASCO als Bestätigung früherer Ergebnisse
Für den Analysten Eric Le Berrigaud von Bryan Garnier hat der diesjährige Fachkongress eher eine bestätigende Note, als dass neue bahnbrechende Therapieansätze vorgestellt werden. Zu den positiven Bestätigungen zählt der Experte auch die Roche-Daten zu Lungenkrebs. In den Fällen, wenn bei den Patienten zusätzlich noch Leber-Metastasen entstanden seien, erscheine die Kombinations-Therapie von Roche eine sehr effiziente Option.
Auch die von Novartis vorgestellten Daten zu Kisqali wertet der Bryan-Garnier-Experte als Beweis für das Potenzial dieses Therapieansatzes. ZKB-Analyst Michael Nawrath wirkt in der Beurteilung dieser Therapie deutlich euphorischer. Kisqali stelle ein "First-in-Class" in der Therapie von jungen prämenopausalen Frauen dar und habe nun das Zeug, ein Blockbuster zu werden.
An der Börse schneiden Novartis (-0,2%) besser ab als der Gesamtmarkt, der gemessen am SPI um 0,54 Prozent fällt. Die Genussscheine von Roche (-0,7%) bewegen sich in etwa mit dem Markt.
hr/ra
Basel (awp)
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