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Ein Kuriosum entsteht oft, wenn ein Grundstück auf verschiedenen Gemeinden liegt. Ich kenne ein Restaurant, das auf deutschem Boden steht, die Gartenwirtschaft liegt jedoch auf schweizerischem Territorium. Das Wohnhaus ist massgebend, so dass der Wirt die Steuern an Baden/D abzuliefern hat.
Wenn Herr Berger auf Murtner Gemarkung wohnhaft ist, ist er dort auch steuerpflichtig. Als sehr engagiertes Gemeindeglied von Greng hat er das auch gewusst, insbesondere deshalb, weil die BKW und die Liegenschaftssteuer von Murten eingefordert wurden. Noch besser informiert war er über die grossen Differenzen zwischen den Steuersätzen der beiden Gemeinden. Er hat also in vollem Bewusstsein die Gemeinde Murten viele Jahre lang zu seinem Vorteil finanziell geschädigt.
Frage an Leserbriefautor Hans Thomas (FN-Ausgabe vom 18. Januar): «Ist ein Zurechtrücken von Fakten so falsch? Und weshalb sollte die neutrale Presse darüber nicht informieren dürfen?» – Frage an Leserbriefautorin Rita Messmer (FN-Ausgabe vom 23. Januar): «Ist die Veröffentlichung der Wahrheit wirklich nicht Aufgabe der Zeitung? Ist es gerechter, sich von falschen Bauchgefühlen einer Leserbriefschreiberin instrumentalisieren und missbrauchen zu lassen?»
Ich kenne weder Herrn Berger noch Herrn Wyler. Wenn ich aber in Greng wohnen würde, was glauben Sie, zu wem ich mehr Vertrauen hätte?