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Im Jahre 2010 installierten wir in einem Hotel in Zürich eine neue Kopfstation und 56 Fernsehgeräte von Samsung. Der Hoteldirektor wünschte für seine Gäste, Geräte mit einer dauernd sichtbaren Uhr. Samsung hatte solche
Geräte, mit einen höheren Preis natürlich. Die Freude dauerte nicht lange, da bemerkten die Gäste und das Hotelpersonal, dass in einigen Zimmern die Uhren eine falsche Zeit anzeigten. Wir überprüften zuerst unsere Arbeiten und
Einstellungen, alles war korrekt. Wir suchten Hilfe bei Samsung. Als erstes wurden wir nicht mit geschulten Technikern verbunden, sondern mit Leuten, welche für Auskünfte für Endverbraucher ausgebildet waren. Diese Leute stellten uns sehr dähmliche
Fragen und wussten, nach 15 Jahren digitalem Fernsehen, nicht einmal, was DVB-C bedeutet.
Geduld bringt Rosen, aber manchmal nur zerrissene Hosen, sagt der Volksmund treffend. So wurden wir endlich mit Fachpersonen verbunden, welche viel zu wenig Bescheid
über dieses Produkt hatten. Man sagte uns, wir müssten auf Programmplatz 1 einen Sender aufschalten, bei dem die Uhr stimmt. Das war bereits von Anfang an der Fall. Im nächsten Telefonmaraton meinte eine angebliche Fachperson, auf Programmplatz
1 müsse ein analoger Sender geschaltet sein, das im Jahre 2010! Wir investierten wieder Zeit und Geld und erweiterten die Aufbereitung mit einem analogen Sender auf Programmplatz
1, bei dem die Uhrzeit stimmte. Kein Erfolg!
Dann kam ein angeblicher Spezialist. Er war bewaffnet mit einem Handy und einem Laptop. Nach etlichen Stunden behauptete er, ein bestimmtes Modul der neuen Aufbereitungsanlage sei fehlerhaft. Wir ersetzten
das Modul eines nahmhaften deutschen Herstellers. Doch die Uhren im Hotel zeigten manchmal eine oder mehrere Stunden zu früh und dann wieder gut oder zu spät.
Man stellte die Umstände für die falsche Zeitangabe fest: Wenn ein
Gast einen Sender aus einer anderen Zeitzone schaute, z.B. Al Jazeera, dann stellte sich das Gerät auf dessen Uhrangabe ein und nicht so, wie die ersten Samsung Auskünfte hindeuteten, aus Senderplatz 1, so war es Standard auf der ganzen Welt, aber
nicht mehr bei Samsung.
Das Samsung Personal darf aber keines Falls einen Fehler an den Samsung Produkten zugeben! So verglich der Samsung-Spezialist die Aufbereitungsanlage mit einer grossen für ganze Städt und Regionen. Solche sind für
ein durchschnittliches Hotel viel zu teuer. Er behauptete, der Fehler sei einzig an der Aufbereitungsanlage. Also entschädigte uns Samsung mit einem bescheidenen Betrag für die vielen irreführenden und falschen Auskünfte sowie Behauptungen
und Forderungen. Dem Hotelier blieb nichts anderes übrig, als, an den teureren Geräten, die Uhren mit einem schwarzen Klebeband abzudecken.