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Die Petromax-Lampe ist eine Starklichtlampe, bei der Petroleum unter Druck durch einen Vergaser geleitet wird und der dadurch verdampfte Brennstoff in einem Glühstrumpf verbrannt wird, wodurch ein helles Licht entsteht. Damit gehört diese Lampe zu den Petroleumlampen. Die Lampe wurde 1910 von dem Berliner Kommerzienrat Max Graetz bei Ehrich & Graetz entwickelt. Da Max Graetz von seinen Berliner Freunden „Petroleum-Maxe“ genannt wurde, lag der Name Petromax für die Lampe recht nahe. Die erste Petromax war eine hängende Lampe, die heute bekannteste Ausführung in Laternenform gibt es seit 1922.
Funktionsweise
Mit Hilfe der eingebauten Handluftpumpe wird im Behälter ein Druck von etwa 2 bar erzeugt. Dieser Druck ist notwendig, um beim Betrieb der Laterne genügend Petroleum nach oben in den Vergaser und durch die auf dem Vergaser sitzende Düse zu treiben. Im Betriebszustand wird der Vergaser durch die Flamme im Glühkörper dauernd stark erhitzt. Durch diese Hitze verdampft etwa in halber Höhe des Vergasers das bis dahin flüssige Petroleum bei einer Temperatur von etwa 250 °C. Das dampfförmige Petroleum strömt dann weiter durch die Vergaserschlange und wird weiter erhitzt – technisch gesprochen überhitzt – bis es dann fast mit Schallgeschwindigkeit (300 m/s) aus der kleinen Bohrung der Düse tritt. Nach Austritt aus der Düse dehnt sich das bis dahin stark zusammengepresste Petroleumgas aus und reißt die zur Verbrennung notwendige Luft aus dem Ringraum im Oberteil der Laterne mit. Die dabei entstehenden Wirbel und Schwingungsstöße und die hohe Geschwindigkeit verursachen das fauchende Geräusch der Petromax-Laternen. Luft- und Petroleumdampf gelangen oberhalb der Düse mit hoher Geschwindigkeit ins Mischrohr, wo sie durch Wirbelung so durchmischt werden, dass das Petroleumgas unterhalb des Mundstücks im Glühkörper völlig verbrennen kann.
Der Glühkörper besteht aus einem Kunstseidengewebe, das bei der Herstellung mit mehreren Salzen imprägniert wurde. Der Glühkörper wird bei der ersten Inbetriebnahme der Laterne abgebrannt, d. h. in Asche verwandelt. Die Salze geben dem Aschegerüst eine gewisse Haltbarkeit. Die im Inneren des Glühkörpers brennende, nicht leuchtende Blauflamme erhitzt den Glühkörper zur Weißglut und erzeugt dadurch die hohe Lichtstärke der Petromaxlampe.
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Rapidstarter in Funktion
Bei Inbetriebnahme muss zunächst der Vergaser so vorgewärmt werden, dass der Vergasungsprozess eingeleitet wird. Dies geschieht entweder durch Abbrennen von Spiritus in der Anheizschale oder durch den Rapid-Schnellvorwärmer, der mit Petroleum und Luft aus dem Behälter arbeitet.
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Petromax 834, Petroleum-Starklicht Hängelampe aus den 1930er Jahren
Petromaxlampen wurden in verschiedenen Baugrößen und Ausstattungsvarianten gefertigt. Das kleinste Modell der Petromaxlaterne war das Modell 900 mit 100 HK (ca. 90 cd), die hellste Laterne lieferte 500 HK. Die baulich größte Petromaxlaterne war das Modell 830 mit 300 HK und 2-Liter-Tank. Unter dem Namen Petromax gab es auch weitere Geräte: Kocher und Öfen sowie Hängelampen für innen und außen in verschiedenen Baugrößen und mit Lichtstärken bis zu mehreren tausend Hefnerkerzen.
In der Regel wird eine Petromaxlampe mit Petroleum betrieben, doch es gab gerade für das Militär auch Benzinversionen. Notfalls war auch der Betrieb mit Diesel oder Heizöl möglich, was aber wegen der Ablagerung von Crackrückständen die mögliche Betriebsdauer stark verkürzte. Die Bundeswehr hatte z. B. den Typ 829B im Einsatz, eine 500-HK-Laterne mit matter Verchromung, Manometer und Rapidvorwärmer. Für die Schweizer Armee wurde ein Sondermodell gefertigt, die 523/821 250 HK: Eine Lampe mit dem großen Tank, aber dem kleinen Aufsatz der 250-HK-Laternen, mit Spiritusvorwärmung und Benzinbetrieb.
Weil für uns die Petromax Kiste (Armee Version) zu gross und umständlich war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, eine kleine "Team-PAK" Kistenversion zu bauen - die Anleitung dazu finden Sie unterNews & Projekte.