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Auf dem Plateau über dem Wangental, unberührt von Verkehrsachsen, blieb scheinbar die Zeit stehen. Der Weiler Herzwil bewahrte den traditionellen bäuerlichen Charakter. Die sieben Bauernhöfe an einer Wegkreuzung entstanden aus der Erbteilung von ursprünglich drei Höfen. Der nördlichste davon besitzt ein Bauernhaus von 1722 (Schwendistrasse 86). Es ist eines der best erhaltenen Bauernhäuser aus dieser Zeit. Unter dem frontalen Dachschild sieht man eine «Bühnislaube». Im Gegensatz dazu weisen die zwei Bauernhäuser am südlichen Weilerrand verschalte Garbenbühnen auf (Schwendistrasse 98 u. 99 von 1734 und 1722). Der grosse Baum an der Strasse gehört ebenso zum Weiler wie das Sodbrunnenhaus. Der Speicher von 1682 schräg gegenüber, erhielt 1820 ein Mansartdach und wurde zur Schmiede umgenutzt. Im tiefsten Punkt der sanften Geländemulde legten die Bauern den grossen Feuerweiher an. Im Zentrum steht ein barocker Prachtbau: Das Bauernhaus Herzwilstrasse 175 von 1772 weist schon eine Ründi mit schlanker Ründisäule auf. Der Ründihimmel ist zudem mit Stern- und Pflanzenmotiven bemalt. Auch die Tenntore sind bemalt. An der Kreuzung stehen sich zwei Speicher gegenüber. Beim genauen Hinsehen entdeckt man die Inschriften in alter Antiqua-Schrift. Da ist zu lesen, dass beide Speicher von BÄNTZ VND CHRISTEN SPICHER anno 1688 und 1697 errichtet wurden.
Baujahr: 17. und 18. Jh.