Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/959

Ethnische Hauptgruppe sind die Khmer. Die grössen
Minderheiten bilden mit jeweils etwa 500.000 Menschen
die meist in den Städten lebenden Chinesen, deren
Anwesenheit in Kambodscha seit dem 13. Jahrhundert
belegt ist, und die Vietnamesen im Südosten des Landes.
Eine weitere Bevölkerungsgruppe sind die rund 200.000,
meist muslimischen, Cham.
In den Bergregionen der nordöstlichen Provinzen Ratanakiri und Mondulkiri leben
eine Reihe kleinerer ethnischer Gruppen, meist
zusammenfassend Khmer Loeu ("Hochland-Khmer") genannt.
Insgesamt gehören ihnen etwa 100.000 Menschen an.
Die Überwiegende Mehrheit der Kambodschaner, rund 95 %,
sind Anhänger des seit dem späten 13. Jahrhundert, aus
Sri Lanka kommend, in weiten Teilen Südostasiens
Verbreitung findenden Theravada-Buddhismus.
Hauptsiedlungsgebiete sind die fruchtbaren
Schwemmlandflächen an den Ufern des Mekong, des Tonle
Sap Sees und des Binnengewässersystems zwischen dem
Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap (Fluss) und dem,
heute in Vietnam gelegenen, Mekong-Deltas.
Mit über 2% Jährlich (Stand 2003) ist das
Bevölkerungswachstum heute eines der höchsten in der
Region.
Angkor Wat
Die Tempel von Angkor Wat sind ganz zweifellos ein
Weltwunder, spektakulär, grandios, einmalig, wie die
Pyramiden. Hunderte verschiedener hinduistischer, auch
buddhistischer Tempel, grossartige Anlagen, insgesamt
mehrere Kilometer an Flachreliefs, Tausende von
Skulpturen und eine grossartige Architektur.
Angkor Wat ist das grösste und beeindruckendste Bauwerk
von Angkor. Ein 190 Meter breiter Wassergraben
umschliesst Angkor Wat, ein gigantisches Rechteck mit
einer Kantenlänge von 1500 mal 1300 Meter Länge. Die
Galerien der Aussenseite des
Tempels zeigen ein 800 Meter langes Flachrelief, das
verschiedene Schlachten und Episoden aus dem Ramayana
Epos schildert. Buchstäblich überall, auf jeder Ebene,
in jeder Galerie sind Flachreliefs, Ornamente,
Blumensteinschnitzereien zu bewundern.
Abends ist dann der Berg Phnom Bakheng angesagt auf den
jeder Besucher hetzt, denn ein Sonnenuntergang mit Blick
einerseits auf Angkor Wat umgeben von Wald und auf der
anderen Seite mit dem See Tonle Sap im Hintergrund ist
ein Motiv von Postkartenqualität. Den Berg hinauf ist es
ein sehr steiler Anstieg, kann aber aufs angenehmste auf
dem Rücken eines Elefanten bewältigt werden. Angesichts
der phantastischen Umgebung, der ganzen Atmosphäre und
Stimmung ist das ein unvergessliches Erlebnis.
Klima
Der grösste Teil Kambodschas ist sehr flach und liegt
nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Im Zentrum
liegt der Tonle Sap See der durch den Tonle Sap Fluss
mit dem Mekong verbunden ist. Wenn der Mekong in der
Monsun-Zeit Hochwasser und bis zum 25-fachen der
normalen Wassermenge mit sich führt, ändert der Tonle
Sap Fluss seine Richtung und füllt den Tonle Sap See
auf, so dass dieser bis zu seiner 3-fachen Grösse
wachsen kann.
Im Norden, Osten und Westen sowie zur Küste am Golf von
Thailand steigt die Landschaft stark an und bildet
Gebirge.
Das Klima ist tropisch-monsunal mit einer Regenzeit
zwischen Juni und November.
Essen in Kambodscha
Die kambodschanische Küche ist eng mit der seiner
Nachbarländer verbunden, im Besonderen der
thailändischen (es werden nur weniger Gewürze
verwendet). Das Grundnahrungsmittel ist Reis, welcher
im Wok vornehmlich mit Fisch aus dem Mekong oder dem Sap-See zubereitet wird. Zu jeder Mahlzeit gehört auch
eine Fischsuppe und ein Salat (der allerdings aufgrund
von Zutaten wie Heuschrecken oder
ähnliches nicht unbedingt
westlichen Vorstellungen von Salat zu tun hat).