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Südafrika nennt einige der ältesten Weinberge der sogenannten Neuen Welt sein Eigen. Sie wurden im 17. Jahrhundert von den Hugenotten angelegt, die nach dem Edikt von Nantes von den Franzosen aus ihrem Heimatland vertrieben wurden und schließlich diese holländische Kolonie mit französischen Weinstöcken bepflanzten. Im 18. Jahrhundert erfreute der Constantia - von den Constantia-Weingütern in der Kapregion Südafrikas - die europäischen Tafeln, und besonders diejenigen gekrönter Häupter.
Der Weinbau in Südafrika erstreckt sich über 100.200 Hektar und besticht durch seine atemberaubende Vielfalt. Jede Region ist einzigartig. Der südafrikanische Weinbau konzentriert sich hauptsächlich auf die Umgebung von Kapstadt, insbesondere auf das Western Cape, wo Stellenbosch und Swartland als führende Qualitätsdistrikte gelten. Weitere bedeutende Gebiete sind Paarl, Franschhoek und Constantia.
Die Rebsorten Südafrikas
Zwar sind traditionell Bordeaux-Blends, Sauvignon Blanc, exzellenter Chenin Blanc und der einheimische Pinotage bekannt für den Export, doch aktuell stehen auch Reben der Rhône, insbesondere Syrah, Grenache und Cinsault, im Rampenlicht. Ebenfalls wird das Potenzial alter Chenin-Reben sowie der Sorte Sémillon zunehmend ausgeschöpft.
Pinotage: Eine südafrikanische Rotweinsorte
Die Rotweinsorte Pinotage entstand aus der Verbindung von Cinsaut und Pinot Noir. Die Rotweinsorte zeichnet sich durch ihre Vielfalt an Aromen und Stilen aus. Die robusten, charakterstarken, tiefroten Weine weisen Noten von Beeren, Pflaumen und Gewürzen und mitunter einen rauchigen Unterton auf. Ihr Anbau erstreckt sich zwar global von Neuseeland bis Kalifornien, doch nirgendwo ist sie so verwurzelt und geschätzt wie in ihrem Ursprungsland.