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Während Volero auf nationaler Ebene seit 185 Partien (Meisterschaft und Cup) ungeschlagen ist, hat Amriswil seine Konkurrenz erst in den letzten beiden Jahren und dem Rückzug von Lugano dominiert. Die Thurgauer sind mittlerweile - nicht so deutlich wie Volero bei den Frauen - das Mass aller Dinge.
Am letzten Samstag sicherte sich Amriswil im Supercup gegen Näfels den ersten von drei zu verteidigenden Titeln. Das Team von Trainer Ratko Pavlicevic hinterliess dabei bereits einen guten Eindruck und liess dem langjährigen Erzrivalen letztlich keine Chance.
Mit dem kanadischen Passeur Joshua Howatson und dem Schweizer Diagonalangreifer Sébastien Steigmeier zählen die Amriswiler auf dieselben Teamstützen wie in der Vorsaison. Mit den Zuzügen von Jovan Djokic (von Lausanne) und dem Deutschen Hugo Hamacher (Rio de Janeiro) weisen sie im Angriff nach dem Abgang des Franzosen Adrien Prével (zu Lausanne) zumindest gleich viel Potenzial auf.
Die ersten Herausforderer bleiben ebenfalls dieselben. Angeführt von Näfels versucht eine Gruppe von vier Mannschaften, zu denen auch Lausanne UC, Chênois und Schönenwerd gehören, Amriswil die Pokale streitig zu machen. Während Näfels, der Meisterschaftszweite der Vorsaison, fast "nur" den zurückgetretenen Passeur Marco Gygli ersetzen musste, verloren die Konkurrenten zahlreiche Leistungsträger.
Lausanne blieben nur gerade drei Spieler erhalten, nachdem die Trainerlegende Georges-André Carrel ihren Rücktritt erklärt hatte und dem Italiener Massimiliano Giaccardi Platz machte. Gleich fünf Akteure wechselten von LUC zu Chênois, das deshalb als Transfersieger bezeichnet werden darf und entsprechend stärker einzustufen ist als letzte Saison (6.). Schönenwerd wiederum musste die Rücktritte der beiden Routiniers Sébastien Chevallier und Carlos Guerra hinnehmen.
Dahinter dürften sich mit Luzern, Jona, Einsiedeln und dem ambitionierten Aufsteiger Uni Bern vier Teams um die verbleibenden drei Playoff-Plätze streiten.
Auch bei den Frauen zeichnet sich hinter dem übermächtigen Volero, das sein 13. Double in 14 Jahren anstrebt, ein Gerangel um die nachfolgenden Plätze ab. Zu den Anwärtern auf Platz 2 zählen in erster Linie Aesch-Pfeffingen, Düdingen, Neuchâtel UC, Franches-Montagnes und wohl auch Kanti Schaffhausen. Offen ist die Ausgangslage dabei primär, weil fast alle Verfolger grössere Veränderungen in ihren Kadern vorzunehmen hatten.
Zahlreiche Rochaden gab es auch auf den Trainerstühlen: Dario Bettello, der ehemalige Nationaltrainer der Männer, wechselte von Luzern (Rückzug aus der NLA) nach Düdingen, wo er Nicki Neubauer (neu in Schaffhausen) ersetzt. Frauen-Nationaltrainer Timo Lippuner zog es von Aesch in die deutsche Bundesliga, aus der die Baselbieterinnen als Ersatz Andreas Vollmer (ehemals Schaffhausen und Franches-Montagnes) in die Schweiz zurück holten.
Auch mit dem neuen Trainer ist Aesch-Pfeffingen stark einzuschätzen. Im Supercup gelang dem Team bei der 2:3-Niederlage gegen Volero beinahe ein Exploit. Aesch, in der letzten Saison die klare Nummer 2, produzierte zudem mit einem Transfer abseits des Feldes Schlagzeilen. Bernhard Heusler, der langjährige Präsident des FC Basel, stieg als Aktionär und Verwaltungsrat in den Verein ein.
Um die restlichen beiden Playoff-Plätze hinter den nominellen Top 6 streiten sich Köniz, Lugano, Cheseaux und Aufsteiger Galina Schaan, dank dem sich erstmals eine Equipe aus Liechtenstein in der NLA versucht.
Die kompletten Kader der NLA-Teams und weiterführende Infos sind im NLA Volley Guide 2017/2018 auf www.volleyball.ch zu finden.
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