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Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes
Im Zentrum dieses Antrages stehen zwei komplementäre Ansätze, um die Rolle der Wirtszellen während einer Infektion mit apicomplexen Parasiten zu untersuchen. Zum einen sollen funktionelle, genetische Screens durchgeführt werden, um ein möglichst komplettes Bild der essentiellen Wirtszellgene zu bekommen. Auf der anderen Seite werden mathematische Modelle erstellt, die essentielle metabolische Prozesse in infizierten Wirtszellen vorhersagen. Soweit es möglich ist, werden wir auf in vitro Zellsysteme zurückgreifen, aber wenn es notwendig ist, werden auch entsprechende Tierexperimente durchgeführt. Dies gilt insbesondere für das Maus Malaria-Modell. Vielversprechende Ergebnisse werden auch im humanen in vitro Malaria-Modell untersucht. Ergeben sich bei diesen Ansätzen der Infektion verschiedener Wirtszellen und Parasitenspezies Muster essentieller Signalwege oder metabolischer Abläufe, werde diese prioritär untersucht. Hierzu werden wir mathematische Modellierungen anwenden, um eine optimale Anpassung von Inhibitoren an die essentiellen Zielmoleküle zu erreichen. Ziel ist es diese essentiellen Wirtszellkomponenten spezifisch zu hemmen, um so die Parasitenentwicklung zu verhindern und damit eine Etablierung der Parasiten im Wirt zu unterbinden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Dieses Projekt ist in der Grundlagenforschung angesiedelt. Ausserdem gibt es starke angewandte Aspekte. Es ist ein grosser Vorteil nach essentiellen Wirtszell-Komponenten zu suchen, weil eine Hemmung dieser Komponenten keine Resistenzbildung des Parasiten nach sich zieht. Dies ist vor allem in Hinblick auf die sich schnell ausbreitenden Resistenzen gegen die heute verwendeten Parasitenmedikamente von grosser Bedeutung.