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Im Zuge der Globalisierung eroberte Englisch als internationale Business-Sprache die Welt. Gewisse Experten gingen in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sogar davon aus, dass auf dem internationalen Parkett bald nur noch Englisch gesprochen und geschrieben würde.
Sie hatten nicht ganz unrecht: Tatsächlich wird heute in vielen Unternehmen und Organisationen vorwiegend auf Englisch kommuniziert, und zahlreiche Texte werden nur noch auf Englisch verfasst – von wissenschaftlichen Publikationen über Geschäftskorrespondenz bis zu Werbe-Slogans.
Lange verlief die Entwicklung zur Verwendung des Englischen nur in eine Richtung. In den letzten Jahren beobachten wir jedoch einen Gegentrend, der immer mehr Fahrt aufnimmt: Zahlreiche Unternehmen, auch internationale Grosskonzerne, adressieren ihre Stakeholder zunehmend wieder in deren Muttersprache – in Geschäftsberichten, internen Dokumenten und Marketingtexten gleichermassen.
Woher kommt das? Viele Unternehmen mussten feststellen, dass die Beschränkung auf Englisch als einzige Korrespondenzsprache dazu führt, dass es im Kontakt mit Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern zu zahlreichen und teuren Missverständnissen kommt und ausserdem gewisse Kundensegmente gar nicht mehr erreicht werden können, weil sie kein oder nur sehr wenig Englisch verstehen.
Dies hat dazu geführt, dass auch Unternehmen, die ihre Kommunikation bereits ganz aufs Englische ausgerichtet hatten, heute wieder mehrsprachig unterwegs sind. Ein grosser deutscher Autobauer spricht firmenintern wieder Deutsch statt Englisch, weil man dadurch Kosten in der Produktion einspart. Ein internationaler Lebensmittelkonzern druckt Plakate mit Werbebotschaften in Schweizerdeutsch, um nicht nur eine junge, gebildete Zielgruppe anzusprechen, sondern die breite Bevölkerung.
Haben auch Sie Stakeholder, die Englisch nicht als Muttersprache haben? Überlegen Sie sich, Ihre Kommunikation mit diesen Personen in deren Muttersprache zu gestalten – es lohnt sich.
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