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Über 1500 Franken werden für ein Kilogramm Kopi Luwak, der teuersten Kaffeebohne der Welt bezahlt. Der Geschmack des Spitzenkaffees wird als erdig, schokoladig und mild beschrieben. Was den Kopi Luwak Kaffee, auch Kaffee Alamid genannt, einzigartig und kostbar macht, ist nicht die Kaffeesorte, das Terrain oder eine spezielle Röstung. Wichtigste Helferin in der Produktion von Kopi Luwak ist die Zibetkatze, eine nachtaktive Katzenart mit einer Vorliebe für überreife Kaffeekirschen.
(Bildquelle: Ravensbrew.com)
Das Geheimnis des Kopi Luwak Kaffees hat im Jahr 2003 der kanadische Wissenschftler Massimo Marcone gelüftet. In der Fachzeitschrift Food Research International beschreibt er, wie Kopi Luwak Kaffee entsteht. Im Magen der Zibetkatze wird das süsse Fruchtfleisch der Kaffeekirschen verdaut. Den Kern der Kirschen – die Kaffeebohnen – scheidet die Katze wieder aus. Der entscheidende Veredelungsprozess findet im Magen-Darm-Trakt der Zibetkatzen statt. Verdauungsenzyme und Magensäure lassen die Bohnen fermentieren. Durch diese Fermentation erhalten die Bohnen ihren besonderen Geschmack.
Die Kaffeespezialität mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Produktionsverfahren kann in geringen Mengen in Indonesien und Afrika gewonnen werden. Indonesischer Kopi Luwak wird von Kennern jedoch bevorzugt. Im Gegensatz zu ihren afrikanischen Pendants ernähren sich die indonesischen Zibetkatzen ausschliesslich vegetarisch, was dem Geschmack der Kaffeebohnen zugute kommen soll.