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Seit Anfang Dezember 2021 haben kam es zu schweren Regenfällen in verschiedenen Regionen von Brasilien, insbesondere im Nordosten des Landes. Dort hat sich der Regen seit dem 28. Mai 2022 noch einmal deutlich intensiviert und zu Überschwemmungen sowie Erdrutschen geführt hat, von denen über 346 000 Menschen in drei Bundesstaaten betroffen waren. 134 Personen kamen ums Leben, Häuser und Infrastruktur wurden zerstört in den wenigen Tagen, in denen die schwersten Regenfälle seit über 55 Jahren fielen. 128 657 Personen waren im am meisten betroffenen Bundesstaat Pernambuco gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. 9 134 Personen benötigten eine Notunterkunft, während 119 523 vorübergehend zu Verwandten ziehen konnten.
Die Regierungen kümmern sich vorrangig um die Wiederinstandsetzung der beschädigten Infrastruktur und führten Rettungseinsätze durch. Die humanitären Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung bleiben weitgehend ungedeckt. Benötigt werden angemessene Notunterkünfte, Unterstützung, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, Wiederaufbau, medizinische Versorgung, Zugang zu Hygiene- und Reinigungsmaterial sowie Schutz. Viele Gemeinden haben noch keine finanzielle Unterstützung von den Regierungen der Bundesstaaten oder der Landesregierung erhalten, sodass ihnen die nötigen Mittel fehlen, um angemessen Hilfe leisten zu können.