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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)
Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH
Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht
er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und
beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens
informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke
und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.
Aktuelles
Weitere Informationen

Erneut spürbares Beben bei Diemtigen
Am 15. Oktober 2014 um 21.36 Uhr hat sich bei Diemtigen (BE) erneut ein spürbares Beben mit einer Magnitude von 3.2 in einer Tiefe von ca. 9 km ereignet. Es handelt sich dabei um das dritte spürbare Beben im Jahr 2014 in dieser Region. Zuvor ereignete sich am 25. Juni 2014 ein spürbares Beben mit einer Magnitude von 2.6 und am 13. April 2014 eines mit einer Magnitude von 2.7.
Das Beben vom 15. Oktober wurde weiträumig verspürt, Schäden sind bei dieser Magnitude aber in der Regel nicht zu erwarten. Neben den Erschütterungen haben viele Personen einen Knall wahrgenommen. Solche Geräusche entstehen, wenn Erdbebenwellen an die Oberfläche treffen und sind eine häufige Begleiterscheinung von Erdbeben.
Das Beben ist Teil einer Serie von Erdbeben in dieser Region, die ihren Anfang am 13. April 2014 nahm. In der Zwischenzeit registrierte der Schweizerische Erdbebendienst über 150 Beben mit Magnituden zwischen 0.5 und 3.2. Die Erdbebenaktivität hatte in den vergangenen zwei Monaten kontinuierlich abgenommen, bis die Messgeräte letzte Woche einen erneuten Anstieg verzeichneten. Um die Sequenz genauer zu studieren, hat der Erdbebendienst bereits im Juli drei temporäre Messstationen in diesem Gebiet aufgebaut.
Bei sogenannten Erdbebenschwärmen treten über einen längeren Zeitraum zahlreiche Beben auf, ohne dass eine klare Abfolge von Vor-, Haupt- und Nachbeben besteht. Erdbebenschwärme sind weltweit und auch in der Schweiz nichts Ungewöhnliches. Meistens endet diese Schwarmaktivität nach einigen Wochen oder Monaten, in seltenen Fällen nehmen die Beben mit der Zeit in Stärke und Anzahl zu. Die Entwicklung eines Erdbebenschwarms lässt sich genauso wenig verlässlich vorhersagen wie Erdbeben im Allgemeinen.
15.10.2014

Kommunizieren im und ausserhalb des Ereignisfalls
Es ist mitten in der Nacht, plötzlich zittert Ihr Bett, die Gläser im Schrank klirren und Sie fragen sich, ob Träume wirklich so real erscheinen können? Wir bemühen uns beim Erdbebendienst, auch auf solche Fragen eine Antwort zu finden und informieren Sie umgehend, falls ein spürbares Beben Ihre Träume gestört hat.
Was, wie und über welche Kanäle der
SED im und ausserhalb des Ereignisfalls kommuniziert, bringt Ihnen Snapshot 10
näher.
15.10.2014

Erdbeben auf dem Mars
Wenn der Boden unter unseren Füssen erzittert, sprechen wir von Erdbeben. Indem wir diese damit einhergehenden Bewegungen aufzeichnen und wissenschaftlich auswerten, erfahren wir einiges über die Prozesse in und die Struktur der Erde. Jedes weitere Erdbeben liefert uns zusätzliche Informationen, die es uns erlauben, ein immer besseres Bild des inneren Aufbaus der Erde zu gewinnen.
Ähnliche Prozesse erwarten wir auch auf anderen
Planeten unseres Sonnensystems. Snapshot 09 stellt Ihnen die Mission
„InSight“ vor, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Innere des Planeten Mars zu
erforschen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Vorhabens ist ein Seismometer, das
erstmals Marsbeben aufzeichnen soll.
17.09.2014

Die Jubiläumsausstellung lädt zum Besuch ein
Seit dem 6. September 2014 lädt die Jubiläumsausstellung „unvorherSehbar – Erdbeben in der Schweiz“ zu einem Besuch im Erdbebenland Schweiz. Bereits über 2‘000 Besuchende nahmen die Reise im Rahmen der langen Nacht der Zürcher Museen auf sich und erkundeten die neusten Erkenntnisse der Erdbebenforschung oder übten sich im Bau von mehr oder weniger erdbebengerechten Häuschen.
Klicken Sie sich durch die Bildergalerie und erhalten Sie einen Eindruck des Entstehungsprozesses und der Eröffnung der Ausstellung. Sie läuft bis am 30. November 2014.

In den letzten Monaten arbeiteten Seismologinnen, Historiker, Grafikerinnen, Architekten, Informatikerinnen, Kartographen und viele mehr mit grossem Engagement an der Ausstellung „unvorherSehbar – Erdbeben in der Schweiz“. Dafür wurden Inhalte gesammelt, ausgewählt, ausformuliert und wieder gekürzt. Parallel dazu sind Konzeption und Gestaltung entstanden, die alles ins beste Licht rücken. Zudem erschuf eine übergrosse Fräse ein millimetergenaues Relief der Schweiz, auf dem nun bunte Erdbebenkarten in allen Variationen zu sehen sind. Am Ende lagen drei Tage zwischen dem Anziehen der ersten Schraube und der Ausstellungseröffnung.
Am Sonntag, 21. September 2014 haben Sie zudem die Möglichkeit, den Schweizerischen Erdbebendienst an seinem Tag der offenen Tür hautnah kennenzulernen.
10.09.2014
|Frühere Beiträge aus der Rubrik „Aktuelles“ finden Sie hier.|