Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/1708

In der Studie von MSc-Dozentin Dr. Jasmin Joecks werden die Bereitstellung von Work-Life-Balance-Massnahmen in Unternehmen verschiedener Wohlfahrtsstaaten und Branchen und ihre Auswirkungen auf die Abweichungen von einer branchen-und länderüblichen Fluktuation untersucht.
Der Fachartikel «The provision of work-life balance practices across welfare states and industries and their impact on extraordinary turnover» von Dr. Jasmin Joeks wurde am 03. Mai 2021 in der Wiley Online Liberary in Englisch veröffentlicht. Hier die Zusammenfassung in Deutsch.
Abstract
Diese Studie beschäftigt sich mit der Bereitstellung von Work-Life-Balance-Massnahmen in Unternehmen verschiedener Wohlfahrtsstaaten und Branchen. Dabei werden insbesondere deren Auswirkung auf die aussergewöhnliche Fluktuation untersucht.
Warum aussergewöhnliche Fluktuation? Ein gewisser Grad an Fluktuation ist normal, jedoch abhängig von der Branche und dem Wohlfahrtstaat sehr unterschiedlich. Daher ist es interessant, positive oder negative Abweichung vom jeweiligen Durchschnittswert pro Wohlfahrtsstaat, Branche und Jahr zu definieren. Mit Hilfe eines Datensatzes von 199 börsennotierten Unternehmen in vier europäischen Wohlfahrtsstaaten von 2002 bis 2011 zeigt sich, dass die Bereitstellung von Kinderbetreuungsmassnahmen in sozial orientierten Wohlfahrtsstaaten (z.B. Schweden, Deutschland) oder in eher klassischen Branchen (z.B. Konsumgüterdienstleistungen) höher ist als in liberal orientierten Wohlfahrtsstaaten (z.B. Italien, Grossbritannien) oder in Hochtechnologiebranchen (z.B. IT). Wenn es um die Auswirkungen geht, zeigt die Studie, dass insbesondere die Bereitstellung von Kinderbetreuungsmassnahmen in einem abnehmenden Zusammenhang zur aussergewöhnlichen Mitarbeiterfluktuation stehen, d.h. sie reduzieren überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterfluktuation, während andere Massnahmen wie flexibles Arbeiten, grosszügige Ferien und zusätzlicher Mutterschaftsurlaub keinen Effekt haben.