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Zug (awp) - Die in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung tätige Gesellschaft Precious Woods hat im Geschäftsjahr 2010 einen massiven Verlust von 65,6 Mio USD eingefahren. Im Vorjahr hatte der Fehlbetrag noch 28,1 Mio USD betragen. Als Grund nennt die Gruppe am Freitag Belastungen von 54,6 Mio USD durch Sonderfaktoren und neu entdeckten Altlasten.
Dabei handle es sich weitgehend um Wertbereinigungen, die vorwiegend auf zu teure Akquisitionen in der Vergangenheit aufgrund des damals überschätzten Ertragspotentials und auf Unsicherheiten mit Landtiteln in Brasilien zurückzuführen seien.
Der EBITDA erreichte -5,7 Mio USD und lag damit deutlich über der vom Unternehmen im Februar genannten Bandbreite von -20 Mio bis -25 Mio USD. Der Betriebsverlust auf Stufe EBIT summierte sich auf 55,4 Mio USD, nach einem Fehlbetrag von 20,6 Mio im Jahr zuvor. Der Umsatz sank um rund 8% auf 80,5 Mio USD. Ende Februar war noch von einem Rückgang um 12% auf 73 Mio die Rede.
Ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren habe die Gruppe einen operativen Verlust (EBIT) von 0,8 Mio USD erwirtschaftet - eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Mio. Dies ist nach Ansicht der Gesellschaft ein Indikator dafür, dass die bereits 2009 und 2010 umgesetzten Massnahmen zur Reduktion der Strukturkosten greifen.
An der kommenden Generalversammlung vom 19. Mai 2011 werde nun die Erhöhung des bedingten Kapitals um 250'000 Aktien von 60 Mio auf 72,5 Mio CHF beantragt. Gleichzeitig soll durch eine Reduktion des Nennwerts von 50 auf 1 CHF pro Aktie die Kapitalmarktfähigkeit der Gesellschaft wieder hergestellt werden.
Zudem hätten unlängst die beiden kreditgebenden Banken die auf Ende März 2011 ablaufende Stillhaltevereinbarung verlängert. Zusätzlich habe die Gesellschaft weitere Mittel in der Höhe von mindestens 5 Mio USD in Form von Wandeldarlehen zur Überbrückung des saisonal bedingten Liquiditätsengpasses im ersten Semester 2011 beschaffen können.
Mit Blick auf 2011 nimmt Precious Woods an, dass sich die Märkte weiter erholen und dank eines weiteren Preisanstieges gute Chancen bieten werden. So habe im ersten Quartal der Nettoumsatz bereits um 6% gesteigert werden können. Umsatz und operatives Ergebnis würden in der zweiten Jahreshälfte deutlich besser ausfallen als 2010.
Weiteren Angaben zufolge prognostiziert der neue 5-Jahres-Plan eine EBITDA-Marge von rund 15% bis zum Ende der Planungsperiode.
ra/uh
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