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Frage: 12-Zentimeter-Minenwerfer und Strix-Munition
- Können die zahlreichen vor Engnissen eingebunkerten 12-Zentimeter-Zwillingsminenwerfer aus den Neunzigerjahren nötigenfalls rasch wieder in Betrieb genommen werden?
- Ist die ums Jahr 2000 beschaffte intelligente Strix-Munition, die feindliche Panzer mit Hohlladungen zielsicher zerstören kann, noch vollständig vorhanden?
- Falls nein: Welcher Anteil wurde bereits zu welchen Kosten “entsorgt”?
- Ist der Bundesrat bereit, jegliche weitere Entsorgung zu stoppen?
Antwort des Bundesrates vom 15.09.2014
Die Ausserdienststellung bzw. Liquidation der 12-Zentimeter-Festungsminenwerfer wurde durch das VBS gestoppt. Mittels Unterhaltsverträgen werden das Waffensystem und die Infrastruktur nur noch minimal unterhalten. Ebenso wird der Wissenserhalt durch Armasuisse und die Industrie auf das Nötigste beschränkt. Grundsätzlich bestünde die Möglichkeit, diese Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Es steht aber keine Truppe zu diesem Zweck mehr zur Verfügung. Die letzte Formation, welche in der Lage war, die Festungsminenwerfer zu bedienen, wurde 2011 aufgelöst.
Die Bestände der Munition für die 12-Zentimeter-Festungsminenwerfer unterliegen der Geheimhaltung. Ein Teil der Munition musste aus Altersgründen entsorgt werden. Die Bestände der Munition des Typs Strix sind nach wie vor vorhanden; einige wenige Geschosse wurden zur Munitionsüberwachung verschossen. Die noch vorhandene Munition soll nach Möglichkeit für das neu zu beschaffende 12-Zentimeter-Mörsersystem verwendet werden.
Frage von Hans Fehr und Antwort des Bundesrats
Kommentar:
Entsorgung aus “Altersgründen” für Munition, welche im Jahr 2000 beschafft wurde? Entweder man hat Schrott gekauft oder das Argument ist nicht stichhaltig. Einmal mehr: Ausflüchte und Vertuschungen.