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Stefan Reichmuth muss seinen Traum von einer Olympiamedaille in Tokio begraben. Der 26-jährige Ringer aus Luzern unterliegt in der Repechage dem für Usbekistan antretenden Russen Jawrail Schapjew 2:5.
Nach frühem Rückstand wegen Passivität gelang Reichmuth die einzige Wertung des Tages. Bei Halbzeit lag er allerdings bereits wieder zurück, was ihn unter Zugzwang brachte. Für ein letztes Aufbäumen fehlte ihm die Kraft. «Die Beine waren müde, der Körper war am Limit», erklärte Reichmuth, der mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Als Sieger hätte Reichmuth am Donnerstagnachmittag zum Duell um Bronze gegen den dreifachen russischen Europameister Artur Naifonow antreten können. Nun will er den Blick schnellstmöglich auf die Olympischen Spiele 2024 richten: «Der Traum geht weiter. In Paris werde ich es besser machen. Dort werde ich um Gold kämpfen, versprochen.»
Reichmuth wäre der erste Schweizer Medaillengewinner an Olympischen Spielen im Ringen seit Hugo Dietsche 1984 gewesen. Nun gewann der Luzerner immerhin ein olympisches Diplom. Trotz der grossen Enttäuschung nimmt Reichmuth auch viel Positives aus seiner Olympia-Premiere mit. «Es ist ein saugeiler Anlass und absolut meins.» (abu/sda)