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Dozierende der Hochschule Luzern
Externe Dozierende
Tora Augestad, Mezzo-Sopran
Die 1979 in Bergen geborene Sängerin und Schauspielerin studierte sowohl klassische Musik als auch Jazzgesang und widmet sich seitdem dem Repertoire von Kurt Weill, Hanns Eisler, Luciano Berio, Arnold Schönberg und zeitgenössischen Komponisten. Sie konzertierte mit dem Gürzenich-Orchester Köln, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Bamberger Symphonikern, dem Ensemble Modern, dem Bergen Philharmonic Orchestra und dem Klangforum Wien sowie mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, das ihr auch eine ganze Porträt-CD-Aufnahme widmete.
Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler, die 2010 mit der Uraufführung von Beat Furrers Wüstenbuch in Basel begann, ist zu einer festen Grösse in ihrem künstlerischen Leben geworden. Mit seinen Produktionen war sie weltweit zu Gast und debütierte 2018 bei der Ruhrtriennale mit dem gewaltigen Werk Universe, Incomplete – eine Hommage an Charles Ives. Zu Beginn der Spielzeit 2019/20 gab Tora Augestad ihr Debüt als Mary Lou in Abrahams Operette Märchen im Grandhotel am Luzerner Theater. Mit der Marthaler-Produktion King Size war sie auf Tournee in mehr als 35 Städten weltweit. Mit Marthalers Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter war sie am Festival d'Automne in Paris und gastierte in Moskau, Oslo und Montpellier. Von 2014 bis 2019 war sie regelmässiger Gast an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
www.toraaugestad.no
Alexandre Babel ist ein Perkussionist, Komponist und Kurator, der in verschiedenen zeitgenössischen Kontexten tätig ist, wie etwa in der modernen klassischen und in der experimentellen Musik sowie in der Performance. Babel schafft Werke, die die Erwartungen des Publikoms an konventionelle musikalische Formen hinterfragen. Er ist Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs Radial mit der Künstlerin Mio Chareteau und war von 2009 bis 2019 Perkussionist im zeitgenössischen Musikensemble KNM Berlin. Im Jahr 2020 widmete sich das monografische Festival Les Amplitudes in La Chaux-de-Fonds Babels kompositorischer und kuratorischer Arbeit. Babel war bis 2022 künstlerischer Leiter des zeitgenössischen Schlagzeugkollektivs Eklekto. Er ist Träger des Schweizer Musikpreises 2021.
Sol Bilbao Lucuix studierte Tanz und Choreografie in Spanien. Seit 2003 ist sie professionelle Tänzerin und kreiert seit 2007 ihre eigenen Choreografien. Darüber hinaus entwickelt Sol ihre eigenen Stücke in der freien Szene und arbeitet mit anderen Kreativen an verschiedenen interdisziplinären Projekten in der Schweiz und im Ausland. Im Jahr 2016 gründete Sol zusammen mit zwei weiteren Choreografen ein Kollektiv namens «Loop Tanz» mit einem jährlichen Aufenthalt im Neuen Theater in Dornach. Sol war Teil des Festivals «Interdans», einem Festival für zeitgenössischen Tanz in Belgien, in den Jahren 2014 und 2015. Derzeit absolviert Sol einen Master-Abschluss an der Berner Hochschule der Künste in Bern und unterrichtet klassisches Ballett, zeitgenössischen Tanz und leitet Improvisationssitzungen.
Sol liebt interdisziplinäre Arbeit, weil sie ihr ermöglicht, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Sie nutzt den Tanz, um kritische Aspekte sozialer und kultureller Themen anzusprechen.
Marco Blaauw, Trompete
Warum Trompete? «Ich hatte immer das Bild eines Troubadours vor Augen, der Nachrichten verbreitet. Das wollte ich auch tun – mit meiner Trompete. Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit ist, das Instrument und seine Spieltechnik weiterzuentwickeln und neues Repertoire zu initiieren.»
Marco Blaauw ist international als Solist tätig und ausserdem Mitglied des Ensembles Musikfabrik in Köln. Blaauw arbeitet eng mit etablierten und jüngeren Komponist*innen unserer Zeit zusammen. Zahlreiche Werke wurden eigens für ihn geschrieben, u. a. von Peter Eötvös, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders und John Zorn. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband Marco Blaauw mit Karlheinz Stockhausen: Er interpretierte Michaels Reise um die Erde, gestaltete 2008 bei den BBC Proms die Uraufführung von Harmonies for trumpet aus dem Zyklus Klang und übernahm mehrere Solorollen in Stockhausens Opernzyklus Licht. Mit La Monte Young erarbeitete er The Second Dream of the High Tension Line Stepdown Transformer und präsentierte das Werk in ganz Europa. Marco Blaauws Schaffen ist auf zahlreichen CDs dokumentiert; für das Album Angels wurde er 2014 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Als Dozent unterrichtet er an der Hochschule Luzern — Musik sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag; ausserdem leitet er regelmässig Meisterklassen, etwa bei den Darmstädter Ferienkursen.
Maud Blandel ist eine Tänzerin, die in Inszenierungspraktiken an der La Manufacture und in Bildender Kunst an der HEAD ausgebildet wurde. Sie gründete 2015 ihre eigene Company in Lausanne. Ihre choreografische Sprache ist von verschiedenen Kunstformen, Anthropologie, Kulturwissenschaften und Musik inspiriert. Fasziniert von Transformation und Musikalität kreiert sie Stücke mit einer starken Komposition, bei denen das Publikum den langsamen Zerfall der auf der Bühne dargebotenen Phänomene beobachten kann.
Strotter Inst. ist Christoph Hess aus der Schweiz. Seit 1999 kreiert er Musik mit alten, modifizierten Lenco-Plattenspielern, die er auf unzählige Arten verändert und manipuliert. Die Musik von Strotter Inst. hat mehr Gemeinsamkeiten mit der Anti-Elektronik von Pan Sonic oder dem frühen Minimalismus von Steve Reich als mit anderen experimentellen Turntablisten wie eRikm, Philip Jeck oder Christian Marclay. Hess' Wurzeln liegen weniger in improvisierter Musik und mehr in der industriellen Kultur, der elektronischen Avantgarde und elektroakustischer Komposition.
Christoph Hess ist auch Mitglied der post-industriellen Band Herpes Ö DeLuxe (seit 1995). Er hat live mit Sudden Infant, Maja Ratkje und anderen zusammengearbeitet.
Talvi Hunt, Klavier
Die estnische Pianistin Talvi Hunt absolvierte ihr Bachelorstudium an der Estnischen Akademie für Musik und Theater in Tallinn bei Age Juurikas and Taavi Kerikmäe. 2017 erlangte Talvi einen Masterabschluss «Interpretation in Contemporary Music» bei Prof. Florian Hoelscher an der Hochschule Luzern – Musik.
Einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit bildet die zeitgenössische Musik. Talvi ist als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin tätig und arbeitete mit Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich, dem Ensemble Ö, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Lucerne Festival Academy Orchestra und dem Estonian National Symphony Orchestra zusammen. Sie war Gast bei vielen Festivals, wie dem Lucerne Festival, Festival ECLAT (Stuttgart), Klang Basel, Festival ZeitRäume (Basel), Taktlos Festival (Zürich), reMusik (St.Petersburg), Festival AFEKT (Tallinn), ISCM World New Music Days (Tallinn) u.a. Seit 2015 arbeitet sie mit dem schweizer Ensemble of Nomads, welches auf Multimedia-Konzerte spezialisiert ist. Derzeit ist sie Mitglied des Estnischen Nationalen Opernorchesters und des Ensembles für Neue Musik Tallinn.
Talvi sammelte wichtige Erfahrungen in den Bereichen Improvisation und interdisziplinäre Projekte durch ihre Zusammenarbeit mit Tänzern an der Danish National School of Performing Arts. Talvi nahm an zahlreichen Meisterkursen und Kursen für zeitgenössische Musik teil u. a. an den Donaueschinger Musiktagen (DE), Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt (DE) und der IMPULS Academy (AT).
Garth Knox, Viola
Garth Knox wurde in Irland geboren und wuchs in Schottland auf. Als Jüngster von vier Geschwistern, die alle Streichinstrumente spielen, lernte er Viola und entschied sich schon früh, Musiker zu werden. Er studierte am Royal College of Music in London bei Frederick Riddle und gewann schon bald mehrere Preise für Viola und für Kammermusik. Nach dem Studium spielte er mit fast allen führenden Gruppen in London verschiedene Repertoires vom Barock bis zu Neuer Musik.1983 lud ihn Pierre Boulez ein, Mitglied des Ensemble Intercontemporain in Paris zu werden. Dort erhielt er die Chance als Solist aufzutreten – auch bei Konzerten, die von Pierre Boulez dirigiert wurden – und Kammermusik zu spielen. Zusammen mit dem Ensemble Intercontemporain war er weltweit auf Tournee und spielte auf internationalen Festivals.1990 wurde er Mitglied des Arditti String Quartetts und trat in allen wichtigen Konzertsälen der Welt auf. Er arbeitete eng mit den führenden Komponisten der Gegenwart zusammen und spielte Uraufführungen von Ligeti, Kurtag, Berio, Xenakis, Lachenmann, Cage, Feldmann und Stockhausen (das bekannte «Helicopter Quartett»).
1998 verliess Garth Knox das Quartett, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Als Solist wurden von ihm Stücke verschiedener Komponisten uraufgeführt, so Kompositionen von Henze (der die Viola Sonata ihm gewidmet hat), von Ligeti, Schnittke, Ferneyhough, James Dillon, George Benjamin und vielen anderen. In letzter Zeit gab Garth Knox Konzerte in Köln, er trat als Solist in Brüssel, Wien und Paris und an anderen Orten auf, spielte Aufnahmen für den WDR in Deutschland ein, brachte die Komposition für zwei Violas von Peter Eotvos zusammen mit Tabea Zimmermann zur Uraufführung und spielte zusammen mit Kim Kashkashian eine Serie von Duo Konzerten.
In letzter Zeit wurde er zu einem Pionier auf der Viola d’Amore, deren Möglichkeiten für Neue Musik er entdeckt hat – mit und ohne Elektronik. Gegenwärtig erarbeitet er ein neues Repertoire für dieses Instrument. Garth Knox lebt in Paris, wo er sich ganz seiner Solokarriere widmet. Er gibt Solokonzerte, tritt als Solist mit Orchester und bei Kammermusik Konzerten in ganz Europa, den USA und Japan auf. Kürzlich hat er eine Solo CD herausgebracht (MO 782082), hat den begehrten Deutschen Schallplattenpreis gewonnen.
Melise Mellinger, Violine
Melise Mellinger studierte von 1978 bis 1983 Violine an der Hochschule für Musik Freiburg bei Professor Wolfgang Marschner sowie von 1984 bis 1986 am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Professor Herman Krebbers. Von 1987 bis 1991 war sie Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Seit 1991 ist sie ausschliesslich als Geigerin im ensemble recherche tätig, das sie 1984 mitbegründete. Mit rund 600 Uraufführungen seit der Gründung 1985 hat das Ensemble die Entwicklung der zeitgenössischen Kammer- und Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet. Sie ist an der Einspielung von über 50 CDs mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts beteiligt, die mehrfach mit internationalen Preisen, u.a. dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d`Or, ausgezeichnet wurden.
Von 2000 bis 2010 gab sie Kurse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Seit 2004 unterrichtet sie an der Ensemble-Akademie Freiburg. Ausserdem erteilte sie Instrumentalunterricht und hielt Seminare zur Praxis der Neuen Musik, wie etwa an der Harvard University, Cambridge, Northwestern University Chicago und an den Konservatorien in Lemberg, Kiew, Moskau, Peking, Shanghai, Shenzhen sowie in Mexiko und Südamerika. Melise Mellinger ist seit dem Sommersemester 2018 Lehrbeauftragte für Neue Musik Hohe Streicher (Violine/Viola) an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Ulrich Mosch, Musikwissenschaftler
Ulrich Mosch (*1955 in Stuttgart) ist seit Mitte 2021 Professor emeritus der Université de Genève, wo er seit 2013 als Ordianarius tätig war. Studium der Schulmusik und Germanistik in Hannover und der Musikwissenschaft mit Promotion an der Technischen Universität Berlin. Assistenzen beim «Funkkolleg Musik-Geschichte» und am Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin. Von 1990 bis 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Paul Sacher Stiftung Basel, zuletzt verantwortlich für 25 Sammlungen, darunter jene von Igor Stawinsky, Györgyx Kurtág, Lucian Berio, Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann und Salvatore Sciarrino. Seit 2017 gehört er dem Kuratorium der Ernst von Siemens Musikstiftung an. Nach der Habilitation von 2005 bis 2013 Privatdozent an der Paris-Lodron Universität Salzburg. Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Universitäten und Musikhochschulen, am IRCAM in Paris sowie regelmässig bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Zahlreiche Publikationen zur Musik des 19. bis 21. Jahrhunderts. Letzte Publikation in Buchform: Helmut Lachenmann, Kunst als vom Geist beherrschte Magie. Texte zur Musik von 1996–2020 (Wiesbaden, Breitkopf 2021).
Lucas Niggli, Schlagzeug, Improvisation
Lucas Niggli (1968) musiziert als Schlagzeuger und Perkussionist im Grenzbereich von improvisierter und komponierter Musik.
Zu seinen Formationen gehören STEAMBOAT SWITZERLAND, Biondini – Godard – Niggli, KALO YELE (mit Aly Keïta), Beat Bag Bohemia, das Duo mit dem Sänger Andreas Schaerer sowie A Novel Of Anomaly.
Seine Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt und an viele renommierte Festivals. Er arbeitet Musikpersönlichkeiten wie Marino Pliakas und Dominik Blum, Nils Wogram, Barry Guy, Maya Homburger, Fred Frith, John Cale, Pierre Favre, Elliott Sharp, Michael Wertmüller, Erika Stucky, Wu Wei, Flea, Xu Fengxia, Tim Berne, Felix Profos, Paul Plimley, Melvin Gibbs, Fritz Hauser, Peter Conradin Zumthor, Aly Keïta u.v.a. zusammen.
Nigglis Diskographie umfasst 60 Titel, davon 20 CDs als Leader und Komponist. Ebenso ist er als Veranstalter von Konzerten und Festivals und als Dozent an der Musikhochschule Zürich (ZHdK) tätig.
Susanne Peters, Flöte
Susanne Peters (geb. 1988, Saarbrücken, Deutschland) ist eine Flötistin, die sich vor allem auf das Spielen von zeitgenössischer Musik spezialisiert hat. Schon während ihres Studiums in den Niederlanden am Royal Conservatoire in Den Haag bei Kersten McCall war sie aktiv in diesem Bereich. Sie absolvierte die Ligeti Academy während der Saison 2011/12, einem Ensemble für Neue Musik in Kooperation mit dem ASKO/Schönberg Ensemble unter Leitung von Reinbert de Leeuw und spielte u.a. als Aushilfe im Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam in deren AAA Serie für zeitgenössische Musik und im ASKO/Schönberg Ensemble im Rahmen des Holland Festivals. Mit dem von ihr mitgegründeten Ensemble oerknal spielt sie regelmässig in den Niederlanden und organisiert die von oerknal gegründeten DAMcademy und Balkan Composers Competition in Prishtina mit. Im Juli 2014 beendete sie ihr Masterstudium in Interpretation in Contemporary Music an der Hochschule Luzern – Musik bei Pirmin Grehl. Seit ihrem Umzug in die Schweiz spielte sie in zahlreichen Ensembles und auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland, sie hat mit namhaften internationalen Komponisten und Komponistinnen gearbeitet, ist auf verschiedenen CD-Einspielungen zu hören und spielt regelmässig als Gast bei den führenden Ensembles der zeitgenössischen Musik, unter anderem dem Ensemble Musikfabrik. Susanne ist Mitglied im Ensemble Contrechamps, Genf, im Collegium Novum Zürich und im le NEC in la Chaux-de-Fonds. Sie gab Meisterkurse in Flöte und Kammermusik an verschiedenen Akademien und Festivals, darunter Voix Nouvelles in Royaumont und in Boswil. Susanne spielt in verschiedenen Kammermusik-Formationen und ist ausserdem aktiv im Bereich der Musikvermittlung. Neben Workshops, die sie häufig für den Musikwagen des Luzerner Sinfonieorchesters gibt, interessiert sie sich sehr für interdisziplinäre Formate und initiiert vor allem partizipative Vermittlungsansätze (unter anderem für das Collegium Novum Zürich) und konnte sich darin während eines CAS als «teaching artist» an der Hochschule der Künste Bern weiterbilden.
Martina Schucan, Violoncello
Das Neue, das Lebendige steht im Zentrum von Martina Schucans Musikverständnis. Im Alter von 14 Jahren wird Martina Schucan in die Meisterklasse von André Navarra in Detmold (D) aufgenommen. Nach dem Konzertexamen setzt sie ihre Studien bei Heinrich Schiff, Daniel Shafran und Janos Starker fort. Ein erster Preis am «Gaspar Cassadò» Wettbewerb in Florenz und zahlreiche weitere Auszeichnungen eröffnen ihr eine internationale Konzerttätigkeit.
Als Solistin konzertiert sie mit den Bamberger Sinfonikern, dem Metropolitan Orchestra Tokyo, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Tonhalle-Orchester Zürich und spielt an den internationalen Festivals von Salzburg, Luzern, Witten, Schwetzingen, Montpellier, Bratislava und Peking. Als Kammermusikerin nimmt sie an den Kammermusikfestivals von Kuhmo, Prussia Cove und Davos teil und zählt Musiker wie Yuri Bashmet, Heinz Holliger, György Kurtág, Raphael Oleg, Veronika Hagen, Shlomo Mintz und das Carmina Quartett zu ihren Partnern. Das Erarbeiten der zeitgenössischen Musik ist ein zentraler Bestandteil ihres künstlerischen Engagements. Ihre Interpretationen des Konzertes von Henri Dutilleux, der «Assonance V» von Michael Jarrell und der Solosonate von Bernd Alois Zimmermann werden von der Fachwelt und dem Publikum gefeiert.
Martina Schucan ist Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste und Mitglied des Collegium Novum Zürich.