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"Die Forderung der politischen Gleichberechtigung der Frau ist keine Parteisache. Sie ist ein Postulat der Demokratie, ein Ausfluss der Erklärung der Menschenrechte."
Herman Greulich, der aus Deutschland in die Schweiz eingewandert war, engagierte sich bald in der Schweizer Arbeiterbewegung. So gründete er verschiedene Gewerkschaften und die erste sozialdemokratische Partei der Schweiz, die jedoch keinen Bestand hatte. In einer ebenfalls von ihm gegründeten Arbeiterzeitschrift setzte er sich als Redaktor für soziale und politische Verbesserungen ein, so auch für die Emanzipation der Frauen. In seinen Funktionen als Zürcher Kantonsrat, Zürcher Stadtrat und schliesslich Nationalrat brachte er das Thema Frauenstimmrecht immer wieder in die politische Debatte ein.
Bereits in der Dezembersession des Nationalrates 1918 hatte Herman Greulich die vollen politischen Rechte der Schweizerinnen gefordert. Aber erst 1971, also mehr als ein halbes Jahrhundert später, wurden seine Forderungen verwirklicht, als den Schweizerinnen in einer Volksabstimmung das Stimm- und Wahlrecht gewährt wurde.