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«Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt», wird oft gesagt. Das rechtfertigt Prostitution aber nicht, sagen Länder wie Schweden und Frankreich. Sie verbieten den Kauf sexueller Dienstleistungen und definieren Prostitution als Gewalt gegen Frauen. Was sagt die Philosophie dazu?
Mit ihrer Kampagne für ein Prostitutionsverbot nach schwedischem Vorbild sorgte die Zürcher Frauenzentrale diesen Sommer für hitzige Debatten. Das Bezahlen für Sex nähre ein rückständiges Frauenbild, und Prostitution degradiere die Frau zur Ware, argumentiert die Kampagne. Falsch, sagen verschiedene Organisationen, die sich ebenfalls für die Rechte der Prostituierten einsetzen: Gleichberechtigung bedeute, dass auch Sexarbeitende ein Recht auf Selbstbestimmung hätten. Ein Verbot dränge sie ausserdem in die Illegalität. Ist es verwerflich, für Sex zu bezahlen? Oder Sex gegen Geld anzubieten? Ist ein Verbot Ausdruck von Doppelmoral - oder von echtem Feminismus? Am Philosophischen Stammtisch diskutiert Barbara Bleisch mit Salomé Balthus, Philosophin und Prostituierte, Sandra Konrad, Psychologin und Autorin von «Das beherrschte Geschlecht», Peter Schaber, Professor für Philosophie am Ethikzentrum der Universität Zürich und Dominique Kuenzle, Privatdozent für Philosophie an der Universität Zürich und Feminist. Literatur: * Sandra Konrad: Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will, was er will. Piper 2018. * Peter Schaber und Andreas Müller (Hg.): The Routledge Handbook of the Ethics of Consent. Taylor & Francis 2018. DVD-Bestellung direkt: <email-pii>