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Asteroid City
Wes Anderson, USA, 2023o
Asteroid City, irgendwo im Nirgendwo der USA in den Fünfzigerjahren. Als unverhofft ein Alien in der abgelegenen Stadt landet, wird das Gebiet vorsichtshalber von der Militär- zur Sperrzone erklärt und so stecken Witwer Mitch Campbell und seine vier Kinder in dem abgeschotteten Nest fest. Während sich sein Schwiegervater um die Enkelkinder kümmert, Amerikas Wissen über den Weltraum ins Wanken gerät und im Hintergrund Atombomben getestet werden, freundet sich Mitch mit einer Schauspielerin an. So weit, so gut. Wenn da nur nicht dieses Gefühl wäre, dass das Alien kein Überbringer guter Nachrichten ist.
In einer US-Wüste, die sich in Nevada, Kalifornien oder in einem Road-Runner-Cartoon befinden könnte, ist rund um einen Meteoritenkrater eine kleine Siedlung mit Motel, Diner und Tankstelle entstanden. Wir schreiben das Jahr 1955 und es treffen sich dort Familien, deren hyperintelligente Brut an einem jährlichen Jugend-forscht-Wettbewerb teilnimmt, aber auch eine berühmte Schauspielerin, ein General, ein Cowboy, ein Überraschungsgast und weiss Gott wer strandet dort. Wes Anderson lädt zum skurrilen Stelldichein, in üblichen Süsswarenladen-Farben sowie symmetrisch-geometrischen Tableaus und Kamerafahrten – und einmal mehr mit All-Stars-Ensemble. Nicht nur für die Fans des Regisseurs, der einmal mehr seine Einzigartigkeit unter Beweis stellt, ist das Vergnügen garantiert. Allerdings beschränkt sich dieses für viele wohl eher auf einzelne Szenen und Einfälle, denn auf das episodische und über mehrere Erzählebenen verschachtelte Ganze.Till Brockmann
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