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Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE) 2014-2018 Multinationale Unternehmensgruppen beschäftigen in der Schweiz mehr als eine Million Personen
29.11.2019 - Ende 2018 waren in der Schweiz 28 622 Unternehmen Teil einer multinationalen Unternehmensgruppe. Sie beschäftigten ungefähr 1,4 Millionen Personen, was etwas mehr als einem Viertel der Gesamtbeschäftigung entspricht. Bezüglich der Branchen, in welchen Multinationale tätig sind, gibt es innerhalb der Schweiz regionale Unterschiede. Über den Zeitraum 2014 bis 2018 kam es überdies zu bedeutenden Verschiebungen zwischen den Sitzländern der ausländisch kontrollierten Multinationalen. Dies geht aus den neuesten Ergebnissen der Statistik der Unternehmensgruppen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Einheiten, die Teil einer Unternehmensgruppe sind, haben einen wichtigen Platz in der Schweizer Unternehmenslandschaft. Die Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE) erlaubt es, deren Bedeutung umfassend aufzuzeigen und zu analysieren. Mit den soeben publizierten Resultaten ist erstmals eine Unterscheidung zwischen rein inländischen Unternehmensgruppen einerseits und inländisch kontrollierten multinationalen Unternehmensgruppen andererseits verfügbar. Somit ermöglicht diese Statistik insbesondere, die Tätigkeit aller multinationalen Unternehmensgruppen – ob unter inländischer oder ausländischer Kontrolle – in der Schweiz zu beziffern.
Im Gegensatz zur letztjährigen Medienmitteilung zur STAGRE bezieht sich die Kommentierung der Resultate dieses Mal ausschliesslich auf die multinationalen Unternehmensgruppen. Rein inländische Unternehmensgruppen, welche ebenfalls zum Universum der STAGRE gehören, werden somit nicht thematisiert.
Weitgehend stabile Bedeutung
Per Ende 2018 waren in der Schweiz 28 622 Einheiten Teil einer multinationalen Unternehmensgruppe. Diese Akteure verfügten über 1 408 277 Beschäftigte, was etwas mehr als einem Viertel der Gesamtbeschäftigung der Schweiz entsprach. Über die vier Referenzjahre, für welche vergleichbare Daten aus der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) vorliegen, ist die relative Bedeutung der Multinationalen weitgehend stabil geblieben. Mit jährlich 0,8% von 2014 bis 2017 war die mittlere Wachstumsrate der Beschäftigten von multinationalen Unternehmensgruppen nahezu gleich hoch in der Gesamtwirtschaft (0,9%). Im jüngsten Erhebungsjahr 2018 (für welches noch keine Resultate aus der STATENT verfügbar sind) war allerdings eine Beschleunigung des Beschäftigungswachstums bei Multinationalen zu verzeichnen (2,7%).
Inländisch kontrollierte Multinationale waren für den Arbeitsmarkt von wesentlich grösserer Bedeutung als ausländisch kontrollierte Gruppen. Letztere umfassten zuletzt 12 398 Unternehmen mit 489 593 Beschäftigten. Somit sind fast doppelt so viele Beschäftigte bei Multinationalen unter Schweizer Kontrolle zu finden als in ausländisch kontrollierten Gruppen. Bezogen auf die Anzahl der Unternehmen ist das Kräfteverhältnis ausgeglichener: 16 224 Unternehmen sind Teil einer inländischen Multinationalen. Die Beschäftigung von inländisch und ausländisch kontrollierten Multinationalen wuchs zwischen 2014 und 2018 jeweils gleich stark – mit 1,3% im jährlichen Mittel.
Regionale Besonderheiten bei den Aktivitäten
Multinationale Unternehmensgruppen in der Schweiz verteilen ihre Produktionstätigkeit nicht gleichmässig über das gesamte Territorium; vielmehr gibt es regionale Eigenheiten bezüglich der Branchen, in welchen diese aktiv sind. Wird die Beschäftigung der Multinationalen für die sieben Grossregionen der Schweiz ausgewertet, so zeigen sich drei Regionen mit einem eher industriellen Profil: In der Ostschweiz, in der Nordwestschweiz und im Espace Mittelland sind jeweils über 40% aller Jobs von Multinationalen dem primären oder sekundären Sektor zuzurechnen; mehr als im Schweizer Mittel (32%). Im Gegensatz dazu sind in der Genferseeregion mehr als drei Viertel und in Zürich gar mehr als fünf Sechstel der in Multinationalen beschäftigten Personen im Tertiärsektor tätig.
Die Resultate auf Ebene der Grossregionen zeigen zudem, dass ausländisch kontrollierte Multinationale in der Genferseeregion und in Zürich stärker präsent sind als anderswo. In diesen zwei Grossregionen entfallen 40% oder mehr der Beschäftigten von Multinationalen auf ausländisch kontrollierte Gruppen, während es im Schweizer Mittel 35% sind.
Top drei der Sitzländer konstant, China auf der Überholspur
Die Zusammensetzung und Rangfolge der drei wichtigsten Sitzländer für in der Schweiz aktive Filialen ausländischer multinationaler Unternehmensgruppen blieb zwischen 2014 und 2018 unverändert. 2018 war mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in ausländischen Unternehmensgruppen einem der Top-3-Länder Deutschland (24,7%), Vereinigte Staaten (18,4%) und Frankreich (14,5%) zuzurechnen. Dieselbe Rangordnung liess sich auch bezogen auf die Anzahl Unternehmen finden.
Diese Konstanz an der Spitze sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zwischen 2014 und 2018 zu bedeutenden Verschiebungen bezüglich der Sitzländer von ausländisch kontrollierten Unternehmen gekommen ist. So hat sich die Anzahl Arbeitsplätze bei Chinesisch kontrollierten Unternehmen mehr als versiebenfacht, nämlich von 1815 auf 13 470. Ein Anstieg der Beschäftigten war ebenfalls für Unternehmen unter britischer bzw. japanischer Kontrolle zu verzeichnen (+9,7% bzw. +3,2%; mittlere jährliche Wachstumsraten 2014–2018), während die Beschäftigung der Einheiten von italienischen Multinationalen zurückging (–2,5%).
Zusätzliche Informationen finden Sie im nachfolgenden PDF.
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