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Kartoffelerntemaschine,
mechanische Vorrichtung zum Aufheben der
Kartoffeln aus dem
Boden und Freilegen
derselben auf dem
Acker, so daß ein bequemes Einsammeln ermöglicht ist. Die Aufgabe, eine brauchbare
Kartoffelerntemaschine zu
konstruieren, ist noch nicht gelöst, da das zähe und lange
Kraut zu häufig
Verstopfungen der arbeitenden Teile veranlaßt.
Relativ am besten haben sich Geräte nach Art der Häufelpflüge (s.
Pflug)
[* 2] bewährt, mit gitterartigen
Streichbrettern, durch deren Zwischenräume die
Erde hindurchfallen kann.
Sobald jedoch das Kraut einigermaßen lang oder die Erde feucht ist, treten auch bei diesen Verstopfungen ein. In früherer Zeit (1858 u. f.) bediente man sich vielfach des Hansomschen Kartoffelgrabers, bei welchem die Furche mit den Kartoffeln durch eine Schar angehoben wurde, während sich über derselben eine sternförmige Scheibe drehte, welche das gehobene Material erfaßte und zur Seite schleuderte. Dasselbe fiel gegen ein an der Seite der Maschine [* 3] angebrachtes Drahtsieb, welches die Kartoffeln festhielt und herabfallen ließ, während die Erde durch die Maschen hindurchtreten sollte.
Die Leistung dieser
Maschine war selbst unter den günstigsten Umständen, d. h. wenn keine
Verstopfungen eintraten, sehr gering, die Zugkraft beträchtlich (4
Pferde).
[* 4] Dieselbe
Konstruktion kam später (1875) wiederum
in etwas veränderter Form in
Aufnahme; die
Resultate sind ungenügende. In gleicher
Weise scheiterten auch die
Versuche, eine
Kartoffelerntemaschine zu konstruieren, bei welcher die durch eine
Schar angehobene
Masse
(Erde,
Kraut und
Kartoffeln) in eine
rotierende Gittertrommel geführt und hier abgesiebt wird.
Vgl. »Die Kartoffeln und ihre Kultur« (Berl. 1876);
Wüst, Die Leistungen
der
Kartoffelerntemaschine
(das. 1878).