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SDG 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
SDG 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
«[…] [Es] bestehen weiterhin Ungleichheiten und grosse Unterschiede beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und bei anderen Produktionsfaktoren. Ausserdem konnten die Einkommensunterschiede zwischen den Ländern zwar reduziert werden, die internen Ungleichheiten haben aber zugenommen. […]»
Bedeutung des Indikators
Der Indikator gibt Auskunft über das Ausmass der finanziellen Ungleichheiten zwischen den Kantonen. Er stellt die Streuung (Standardabweichung) der Ressourcenindexe der Kantone vor dem Finanzausgleich dar. Diese Indexe spiegeln das Ressourcenpotenzial der Kantone wider, d.h. ihre wirtschaftliche Basis, um Güter und öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Aus Sicht der nachhaltigen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts ist es wichtig, dass die Ressourcen gerecht verteilt werden und die Integration benachteiligter Regionen wirtschaftlich, sozial, kulturell und politisch gefördert wird. Demnach sollten die dünn besiedelten Randregionen oder jene Regionen, die aufgrund von topografischen oder soziodemografischen Faktoren übermässige Lasten zu tragen haben, in ihrer Entwicklung nicht hinter den wohlhabenderen Regionen zurückbleiben. Im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung wird daher eine Abnahme der kantonalen Unterschiede hinsichtlich der finanziellen Mittel angestrebt.
Lesehilfe
Der Finanzausgleich verringert die Unterschiede zwischen ressourcenschwachen und ressourcenstarken Kantonen. Die kantonalen Disparitäten konnten in jedem Beobachtungszeitraum durchschnittlich um 11 Punkte verringert werden. Trotzdem nehmen die Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone stetig zu.
Internationaler Vergleich
Der Indikator ist international nicht vergleichbar.
Tabellen
Methodologie
Der Indikator stellt die Standardabweichung der Ressourcenindexe der 26 Kantone vor dem Ausgleich dar.
Die Berechnung des Ressourcenindex basiert auf einem gleitenden Dreijahresmittelwert der aggregierten Steuerbemessungsgrundlage ASG. Der Ressourcenindex eines Kantons entspricht dem Ressourcenpotenzial des Kantons pro Einwohnerin und Einwohner dividiert durch das Ressourcenpotenzial der Schweiz pro Einwohnerin und Einwohner. Der daraus resultierende Quotient wird anschliessend mit 100 multipliziert.
Die Kantone, deren Ressourcenindex den Wert von 100 übersteigt, gelten als ressourcenstark. Die anderen Kantone gelten als ressourcenschwach.
Definitionen
Prinzipien
4b Chancengleichheit und Verteilungsgerechtigkeit
Jedes Mitglied der Gesellschaft soll dieselben Rechte und Chancen haben. Ein gerechter Zugang zu Ressourcen und deren gerechte Verteilung ist anzustreben.
4c Integration Benachteiligter
Die Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen und Regionen ins wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben soll gefördert werden.