Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/137

Zürich (ots) - Seit Monaten ärgern sich kleinere Banken darüber, dass UBS und CS auf ihren Hypotheken weniger Risiken ausweisen als sie - und darum unter dem Strich weniger Eigenkapital aufbauen müssen. Während Kantonalbanken und Raiffeisen Standardsätze von rund 40 Prozent aus den «Basel-III»-Regeln anwenden, rechnen die Grossbanken mit eigenen Modellen. Die UBS bewertet 9,4 Prozent ihrer Hypothekensumme als Risiko, die CS 10,8 Prozent.
Jetzt reagiert die Finanzmarktaufsicht. Sie hat ein Schreiben an die Grossbanken geschickt und fordert sie auf, die «Diskrepanz» zu erklären. Die Banken werden aufzeigen müssen, aufgrund welcher Daten und Annahmen sie auf die tiefen Sätze kommen. Die Finma will insbesondere wissen, ob «nicht nur gegenwärtige, sondern auch vorhersehbare Entwicklungen angebracht» berücksichtigt werden und ob «die Parameter ausreichend konservativ geschätzt wurden», wie die Aufsichtsbehörde gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. Falls nötig erwägt die Finma, von den Grossbanken zusätzliche Eigenmittel zu fordern.
Beide Banken betonen, die Modelle würden regelmässig in Zusammenarbeit mit der Finma analysiert. Die Modellrechnungen basierten «auf den Kreditausfällen, die in der Vergangenheit eingetreten sind», schreibt die UBS. Die CS schreibt, sie verfolge bei der Kapitalunterlegung bei Hypotheken einen «konservativen Ansatz». Ausserdem führe sie Simulationen und Stresstests durch. International sind interne Modelle zunehmend umstritten.
Kontakt:
Mehr Informationen erhalten Sie unter der Nummer 043 444 59 00.