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Auf Kickstarter findet man wirklich die skurrilsten Projekte. Der jüngste Erfolg auf der Crowdfunding-Plattform heisst «Secret Hitler». Das Kartenspiel hat in wenigen Tagen sein Finanzierungsziel von 55'500 Dollar um knapp das dreifache übertroffen und noch ist fast ein Monat Zeit.
Das politische nicht ganz korrekte «Secret Hitler» spielt sich ähnlich wie «Werwölfle». Wer nie in der Pfadi oder einem Schullager war, für den hier kurz die Regeln:
5 bis 10 Spieler werden heimlich in zwei Teams aufgeteilt – Liberale und Faschisten. Jemand übernimmt ausserdem die Rolle des Führers.
Alle Spieler schliessen anfangs die Augen. Danach geben sich die Faschisten gegenseitig zu erkennen. Hitler lässt die Augen zu, aber outet sich mit einem Daumen hoch.
Jede Runde bestimmen die Spieler einen Präsidenten und einen Kanzler, die ein zufälliges Gesetz vom Kartenstapel beschliessen müssen. Das Ziel der Liberalen ist es, fünf liberale Gesetze durchzusetzen oder Hitler zu ermorden.
Die Faschisten versuchen dagegen, entweder sechs Gesetze durchzubringen oder mindestens drei und anschliessend Hitler an die Macht zu hieven.
Jede Runde wählt der Präsident einen Kanzler. Wenn sich für ihn eine Mehrheit findet, müssen die beiden die folgenden drei Schritte durchführen:
Ist es ein faschistisches Gesetz, hat der Präsident die folgenden Möglichkeiten.
Wird Hitler ermordet, ist das Spiel zu Ende.
Da niemand Lust hat, ständig Hitlers-Fratze anschauen zu müssen, haben die Designer von «Secret Hitler» aus den Faschisten verschiedene Reptilien gemacht. Überhaupt ist das Spiel extrem schön gestaltet. Und wenn man den Kritiken der ersten Probespieler glauben darf, muss das Spiel um Lügen und Intrigen dramatisch und spassig zugleich sein.
Das Spiel wird voraussichtlich im April 2016 an die Kickstarter-Unterstützer ausgeliefert. Das Startgebot liegt bei 25 Dollar.