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Die Berghänge zwischen Schlanders und Staben gehören zu den trockensten Gebieten des Vinschgaus. Deshalb reichte das Wasser, das sich in den Bächen der Nordhänge ins Tal ergoss, nicht aus, um den Wasserbedarf der Talgemeinden zu decken. Zu diesem Zweck wurden die Wasserreservoire, die sich normalerweise über das Penaudtal ins Schnalsertal abflossen, über ein ausgeklügeltes Waalsystem gefasst und auf die Seite des Haupttales geleitet. Von dort floss das Wasser über die bestehenden Bäche talwärts.
Der Goldrainer Jochwaal
wurde auf 2700 Metern im obersten Penaudtal im Bereich der Augengläserseen gefasst. Von hier verlief er bis zu einer Kammsenke, quert die Felsen der Hühnerwand und erreicht schliesslich das Niederjöchl auf 2662 Metern. Er hatte eine Länge von 2 Kilometern. Er war teilweise gepflastert und mit Steinplatten bedeckt, teilweise offen, ein Teil bestand aus Holzkandln, die direkt in den Felsen verankert waren oder über mannshohe Steinmauern liefen. Der Waal wird um 1740 urkundlich erwähnt. Zwei Drittel des Wasser wurden über den Tissbach in den Raum Goldrain geleitet, ein Drittel nach St. Martin im Kofel als Entschädigung für den Unterhalt des Waales. 1951 wurden die Holzkandln durch Eternitrohre ersetzt. Nachdem diese undicht geworden waren, wurde der Waal eine Zeit lang aufgelassen. 1983 wurde dann eine teils im Waal, teilweise ausserhalb gelegene Druckröhre verlegt, die wie der alte Waal am Niederjöchl endet. Vom alten Jochwaal sind noch die Stützmauern und teilweise die Eternitrohre vorhanden.
Der Obere Goldrainer Jochwaal
wurde an einem kleinen See auf 2772 Metern nordöstlich des Rosskopfes gefasst und führte nach Süden zu einer Kammsenke nordwestlich des Niederjöchls. Das Wasser wurtde von dort durch den Forragraben in den Tissbach abgeleitet. Der Waal ist schon lange aufgelassen, Reste des in Stein gefassten Kanals sind noch sichtbar.
Der Waal am Zuckbichljöchl
wurde auf 2900 Metern gefasst und führte das Wasser über das Zuckbichljöchl dem Fallerbach zu. Dieser Waal wurde schon vor längerer Zeit ausser Betrieb gesetzt. Reste sind aber immer noch sichtbar.
Unsere Wanderungen um Latsch:
Vermoispitze:
08.10.2007
Aufstieg von St. Martin auf die Vermoispitze und Abstieg über die Schäferhütte und den Vinschger Höhenweg
ca 12 Km, Höhendifferenz ca. 1350 Hm Auf- und Abstieg
Empfohlene Wanderungen um Latsch:
Die Wanderung bei sentres.com
, Begehung des Latschanderwaalweges (westlicher Teil), (pdf
).
Man kann natürlich auch den ganzen Latschanderwaal und danach auch noch den Tscharscher Schnalswaal bis zum Schloss Juval erwandern und von dort ins Tal absteigen
Empfohlene Wanderungen um Tarsch:
Die Wanderung bei sentres.com
, Begehung des Tarscher Jochwaales (pdf
).
Die Wanderung bei sentres.com
, Begehung des Ramini-Waales (pdf
).
Die Wanderung bei sentres.com
, Von Morter über die Morteralm nach Goldrain (pdf
).
Die Wanderung bei sentres.com
, Begehung des Neuwaales und des Mareinwaales (pdf
).
Die Wanderung bei trackspotting.com
, Begehung des Raut-, Neu- und Mareinwaales auf einer kleinen Rundwanderung
Empfohlene Wanderungen zum Niederjöchl und zum Goldrainer Jochwaal:
Die Wanderung bei sentres.com
, Wanderung zum Niederjöchl und zum Goldrainer Jochwaal, (pdf
)
Bei entsprechender Kondition kann man auch noch weiter nach Westen bis zum Zuckbichljöchl und allenfalls zur Zerminiger Spitze wandern und die Reste des Jochwaalsystems entdecken.
Quelle: Südtiroler Waalwege 40 schöne Wanderungen von Hanspaul Menara ISBN 978-88-8266-829-7