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Altern - Schicksal oder Krankheit?
Die meisten Krankheiten bei Menschen hängen mit der Verengung jener Blutgefässe zusammen, welche die verschiedenen Organe versorgen. Wenn sich dieser Vorgang, genannt Arteriosklerose, im Gehirn ereignet, führt er zu Schlaganfall und Demenz; in der Niere bewirkt er Bluthochdruck und Nierenversagen; und im Herzen entsteht Angina pectoris oder Infarkt. Obwohl viele der Faktoren, die zu dieser sehr häufig vorkommenden Krankheit führen (beispielsweise hoher Blutdruck, Cholesterin oder Diabetes), bereits bekannt sind, wurde langsam klar, dass der wichtigste Einflussfaktor das Altern der Blutgefässe ist.
Kürzlich haben wir entdeckt, dass bestimmte Gene den Alterungsprozess der inneren Schicht von Blutgefässen - genannt Endothel – herbeiführen. Zwei Gene, welche die wissenschaftlichen Bezeichnungen „p66shc, JNK “und „jun-D “ tragen, wurden identifiziert; sie regulieren die Funktion der Organellen von Zellen (wie Mitochondrien) und auch die Signaltransduktion in den Zellen. Als solche vermitteln sie auch den oxidativen Stress in den Zellen - ein Prozess, der als zentraler Vermittler des Alterns identifiziert wurde. Tatsächlich kann die Beseitigung dieser Gene die Lebensdauer von Tieren um bis zu 30% verlängern und sie in grossem Masse vor dem Altern schützen.
Die weitere Charakterisierung dieser Mechanismen und ihrer Regulierung wird neue Strategien bei der Behandlung dieser Erkrankungen ergeben.
Projekt-Beauftragter: Dr. Giovanni Camici (Mitte) mit seiner Forschungsgruppe.
Projektleiter:
Giovanni Camici, PhD