Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03368.jsonl.gz/583

Ex-Stadtschreiber für schuldig erklärt
Urteil steht noch nicht fest
Am Dienstag, 6. Juni 2021, kam das Bezirksgericht Frauenfeld zum Schluss, dass der angeklagte der qualifizierten Wahlfälschung schuldig sei. Er wird zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr und einer Busse von 3000 Franken verurteilt.
Frauenfeld Im Frühling 2020 fanden die Thurgauer Kantonsratswahlen statt, bei denen der Ex-Stadtschreiber von Frauenfeld, Wahlzettel vernichtet und durch andere ersetzt haben soll. Der Wahlbetrug an sich wurde bewiesen – im aktuellen Verfahren ging es um etwaige Vertuschungsvorwürfe des ehemaligen Stadtschreibers. Da der Beschuldigte Berufung gegen das Urteil angekündigt hat, ist dieses noch nicht rechtskräftig. So wies der Angeklagte die Vorwürfe zurück, dass er etwa hundert unveränderte Wahlzettel der GLP-Liste vernichtete und durch solche der SVP ersetzte. Er betitelte diese Vorwürfe als «Quatsch». Er ist überzeugt, dass die GLP-Liste 6 sowie die SVP-Liste 9 verwechselt wurden, weil die Zahlen teils auf dem Kopf gelesen wurden. red
Desirée Müller