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Dann sagte die allerseligste Jungfrau zu Juan Diego: „Steige hinauf auf den Hügel, wo du mich zuvor gesehen hast und pflücke die Blumen, die du dort finden wirst. Lege sie in deinen Mantel und komm dann zu mir, damit ich dir sage was du zu tun hast. An jener Stelle angekommen, fand er, mitten im Winter, verschiedenste, köstlich duftende, mit leichtem Tau bedeckte Blumen. Er pflückte soviel sein Mantel fassen konnte und kehrte zur Jungfrau Maria zurück. Sie ordnete die Blumen mit ihrer Hand und sagte zu ihm:
„Mein Söhnchen, diese verschiedenartigen Blumen sind das Zeichen, das du dem Bischof bringen sollst. Sage ihm, in meinem Namen, dass er daraus meinen Willen erkennen soll und ihn erfüllen muss. Du bist mein Botschafter, dem ich mein Vertrauen schenke. Ich befehle dir, die Tilma nicht zu öffnen, ihren Inhalt nicht zu enthüllen, erst in der Gegenwart des Bischofs. Dann sage ihm alles, wie ich dich nach oben auf den Hügel geschickt habe, wo du diese Blumen in verschwenderischer Fülle fandest. Erzähle ihm alles, was du gesehen und gehört hast, um ihn anzutreiben, meinen Wünschen nachzukommen und das Gotteshaus zu bauen, wie ich gebeten habe.“ Als Juan Diego vor dem Bischof stand, liess er den Mantel fallen, die Blumen fielen auf den Boden und auf der Tilma bildete sich ein Bild, die Heilige Jungfrau Maria darstellend, wie sie Juan Diego erschienen ist, in kräftig leuchtenden Farben und von überirdischer Schönheit, die alle Anwesenden sehr stark berührte, sodass sie vor dem Bild niederknieten.
Der Bischof liess sofort veranlassen, dass an jenem Ort eine Kapelle gebaut werde, in die das Bild übertragen wurde. Es fanden zahlreiche Wunder statt und innerhalb von zehn Jahren verlangten neun Millionen Indios die Taufe.