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Extremereignisse im Ozean, wie zum Beispiel marine Hitzewellen, traten in den letzten Jahrzehnten in allen Regionen unserer Weltmeere auf und das mit verheerenden Auswirkungen auf ganze Ökosysteme. Da die Erwärmung des Ozeans sowie die Versauerung, Sauerstoffverlust und verminderte Nährstoffverfügbarkeit voraussichtlich noch Jahrzehnte andauern werden, sind mit solchen Extremereignissen mit grosser Wahrscheinlichkeit in Zukunft noch häufiger zu rechnen. Besonders besorgniserregend sind kombinierte Extremereignisse (sogenannte ‚Compound Events‘), d. h. wenn die Bedingungen für mehrere Stressoren extrem sind. Kombinierte Extremereignisse können zu besonders schweren Schäden an marinen Ökosystemen führen. Derzeit wissen wir jedoch nicht, wie sich diese seltenen und multivariaten Extremereignisse zeitlich und räumlich entwickeln werden. Diese Wissenslücke ist von grosser Bedeutung, da der Ozean ein wichtiger Modulator des Erdklimas ist, uns mit Nahrung versorgt, und unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unterstützt.
In diesem Projekt werden wir diese Wissenslücke schliessen, indem wir (i) die räumlichen und zeitlichen Eigenschaften multivariater Extremereignisse im Ozean bestimmen, (ii) die physikalischen und biogeochemischen Prozesse identifizieren, die diese kombinierten Ereignisse antreiben, und (iii) vergangene und zukünftige Änderungen quantifizieren. Dabei werden wir hochauflösende Satellitendaten und Ozeanmessungen mit neu entwickelten physikalisch-biogeochemischen Simulationen von Erdsystemmodellen kombinieren.
Unsere Arbeit wird neue und wichtige Informationen über kombinierte Extremereignisse im Ozean generieren. Die Ergebnisse werden unser Verständnis erweitern wie der Ozean auf die globale Erwärmung reagieren wird.