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Sport ist gesund. Sport stärkt das Selbstvertrauen.
Es ist schön, zusammen Sport zu treiben.
Darum bietet Special Olympics Menschen mit Beeinträchtigung viele Möglichkeiten, Sport zu treiben.
Bei Special Olympics Wettkämpfen gibt es Regeln. Wie bei anderen Wettkämpfen auch. Wir halten uns an die Regeln der Sportverbände.
Grundsätze
Sport wirkt sich positiv auf die physische, psychische und soziale Handlungsfähigkeit aus. Zudem verbessern sich durch aktives Sporttreiben die körperliche Fitness und die Gesundheit. Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden gestärkt und Freundschaften entstehen. Sportlerinnen und Sportler profitieren im Alltag von diesen positiven Auswirkungen, die einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Verbesserung der Lebensqualität leisten.
Special Olympics Switzerland arbeitet mit Sportveranstaltungen, -vereinen und Behindertensportgruppen zusammen, um Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung ideale Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zu bieten.
Der Sport bei Special Olympics basiert auf folgende Elementen:
Einteilung in homogene Leistungsgruppen, um faire und spannende Wettkämpfe zu garantieren.
Das Divisioning von Special Olympics ist der fundamentale Unterschied zu allen anderen Sportorganisationen. Das Konzept von Special Olympics ermöglicht Athletinnen und Athleten aller Leistungsstufen faire und spannende Wettbewerbe. Es gibt keine Ausscheidungswettbewerbe, sondern Wettbewerbe in verschiedenen Leistungsgruppen.
Die Wettkämpfe sind so strukturiert, dass die Athletinnen und Athleten in einer homogenen Leistungsgruppe nur gegen Athletinnen und Athleten mit einem vergleichbaren Leistungsniveau antreten. Die Zusammenstellung der Leistungsgruppe (Divisioning) erfolgt anhand der gemeldeten Bestleistungen (Skill Tests) und der vor Ort erbrachten Vorleistungen, die jeweils am ersten Wettbewerbstag der Sportarten überprüft werden. Die jeweiligen Rang-Platzierungen werden für jede einzelne Leistungsgruppe ermittelt. Der Leistungsunterschied innerhalb der Gruppe soll nicht mehr als 15% (Richtwert) betragen. Die homogenen Leistungsgruppen sollten mindestens drei, maximal acht Teilnehmende umfassen.
Einteilungskriterien
- Leistungsvermögen (entscheidendes Kriterium, hat Vorrang vor den beiden anderen Kriterien):
- 10-15% Richtlinie (Differenz innerhalb einer Leistungskategorie)
- Vormeldungen
- Vorortüberprüfung (Klassifizierung wird überprüft durch das Games and Sport Rules Committee)
- Geschlecht
- Alter
- Individualsportarten
8-11 / 12-15 / 16-21 / 22-29 / 30 und älter
Teamsportarten
15 und jünger / 16-21 / 22 und älter
- Individualsportarten
Je nach Anzahl Teilnehmender, je nach Organisation eines Wettkampfs und im Sinne von homogenen Gruppen kann auf einzelne Kriterien verzichtet werden. Eine diesbezügliche Entscheidung liegt beim Sport Official (nach Rücksprache mit dem Organisationskomitee).
Special Olympics Wettkämpfe finden auf verschiedenen Stufen statt, und zwar lokal, regional, national und international. Innerhalb eines Wettkampfs werden je nach Möglichkeit verschiedene Wettkampflevels angeboten (low, intermediate und advanced), in welche die Teilnehmenden aufgrund ihres Leistungsvermögens eingeteilt werden. Aufgabe von Special Olympics Switzerland ist es, Kriterien festzulegen, gemäss derer Athlet*innen innerhalb einer Sportart von einer Wettkampfstufe in die nächst höhere aufsteigen können und Voraussetzungen für die Teilnahme in einem nächsten Wettkampflevel zu bestimmen.
Grundprinzipien
- Athlet*innen aller Leistungsstufen haben die gleichen Chancen in ein nächst höheres Wettkampflevel aufzusteigen.
- Jede Veranstaltungsebene spiegelt alle Aspekte der vorhergehenden Veranstaltungsebene wider, einschliesslich Alter, Geschlecht und Leistungsniveau der Teilnehmenden sowie die im vorherigen Wettbewerb ausgeübte(n) Sportart(en).
Die Einhaltung der Grundprinzipien des Advancements ist für die konsequente Einführung und Entwicklung von Special Olympics weltweit entscheidend.
Aufstiegskriterien
Ein Athlet oder eine Athletin ist berechtigt in die nächste Wettbewerbsebene aufzusteigen, wenn er oder sie:
- an einem organisierten Training teilgenommen hat, das von einem qualifizierten Coach nach den Special Olympics Trainings- und Wettkampfregeln (z.B. Sportregeln, Sports Skills Guide etc.) durchgeführt wurde. Das Training hat regelmässig stattgefunden, sodass sich der Athlet, die Athletin die notwendigen Fähigkeiten aneignen und sich seriös auf den Wettbewerb in der entsprechenden Sportart vorbereiten konnte. Die empfohlene Mindesttrainingszeit liegt bei zehn Stunden innerhalb von zwei Monaten vor der Veranstaltung.
- an einer vorhergehenden Veranstaltung teilgenommen hat (z. B. muss ein Athlet oder eine Athletin zunächst an National Games teilnehmen, bevor er oder sie an World Games teilnehmen darf).
Das Training und die vorhergehende Wettkämpfe müssen in derselben Sportart stattgefunden haben, in welcher der Athlet, die Athletin in der nächst höheren Veranstaltungsebene teilnehmen möchte.
Das Advancement liegt im Verantwortungsbereich des Technical Coordinators der entsprechenden Sportart.
Die offiziellen Special Olympics Regeln gelten für alle Wettbewerbsebenen. Als internationale Sportorganisation hat Special Olympics das Regelwerk auf Basis der Reglemente internationaler Sportverbände und nationaler Fachverbände formuliert. Es kommen die Regeln der Sportverbände zur Anwendung, sofern sie nicht im Widerspruch zu den Special Olympics Regeln stehen. In solchen Fällen gelten die offiziellen Special Olympics Regeln.
Das Special Olympics Regelwerk integriert die Empfehlungen und praktischen Erfahrungen tausender Coaches, freiwilliger Helferinnen und Helfer, Athletinnen und Athleten und derer Familien weltweit. Die Regeln wurden dahingehend entwickelt, allen Athlet*innen – unabhängig vom Leistungsniveau – eine Teilnahme zu ermöglichen.
Das Regelwerk besteht aus:
- Sportartübergreifenden Aspekten der SOI General Rules
- Sportspezifischen Regelwerken: Die Reglemente der einzelnen Sportarten finden Sie unter der jeweiligen Sportart
Special Olympics Switzerland behält sich Änderung am Regelwerk in einzelnen Sportarten vor.
Falls eine Wettbewerbsleitung befindet, dass ein(e) Athlet/in oder ein Team das Divisioning nicht mit vollem Einsatz absolviert hat, so hat er das Recht, den Athleten/die Athletin oder das Team zu sanktionieren. Sanktionen beinhalten: Warnung eines/r Athleten/in bzw. Coaches, Anpassung der Platzierung oder Disqualifikation aufgrund unsportlichen Verhaltens.
Der Verhaltenskodex für Special Olympics Athleten*innen und Coaches steht als PDF-File zur Verfügung.
Unified Sports® ist ein Programm von Special Olympics International (SOI) mit dem Ziel, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigungn gemeinsam Sport treiben und an sportlichen Anlässen teilnehmen. Unified Sports® fördert die soziale inklusion und SOI hat drei verschiedene Modelle definiert.
Competitive Model:
Teams vom Competitive Model bestehen aus Athleten und Unified Partner, die regelmässig zusammen trainieren und einen ähnlichen Alter und ähnlichen Leistungsniveau haben. Dieses Modell wird an den World Games angeboten.
Player Development Model:
Teams aus diesem Modell trainieren regelmässig zusammen und bestehen aus Athleten und Partner im ähnlichen Alter. Diese können aber ein unterschiedlichen Leistungsniveau haben. Somit können leistungsschwächeren Sportler von den stärkeren Athleten profitieren und lernen. Dieses Modell wird nicht an den World Games angeboten, ausser in einigen Sportarten, die dieses Model im Reglement definiert haben.
Recreational Model:
Beim freizeitorientierten Modell steht das gemeinsame Sporttreiben im Vordergrund. Athleten und Partner in ähnlicher Anzahl bilden eine Mannschaft. Alter, Leistung oder gemeinsames Training spielen keine Rolle. Mindestens 25% der Teilnehmer sind Athleten und mindestens 25% sind Unified Partner. Dieses Modell wird an World Games nicht angeboten.
In der Schweiz ist Unified Sports® in den folgenden Sportarten präsent: