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Im vierten Semester wurden Hans Saner vom Germanisten Walter Muschg und vom Philosophen Karl Jaspers Assistentenstellen angetragen. Saner entschied sich für Jaspers und wurde nicht nur zu dessen nächstem akademischen Mitarbeiter, sondern zum Gesprächspartner und Vertrauten und nach Jaspers’ Tod bis 2000 zum Herausgeber seines Nachlasses. Ab 2003 begann Hans Saner einen Plan zu einer Gesamtausgabe zu entwerfen, die sich in drei Editionsmodule Werke, Nachlass und Korrespondenzen aufteilen sollte. Ab 2012 wird nun in Kooperation mit der Karl Jaspers-Stiftung an zwei verschiedenen Standorten die Editionsarbeit vorangetrieben (die Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen besteht seit 2015). Ausführlichere Informationen dazu: https://jaspers-stiftung.ch/de/gesamtwerk
Jaspers hatte Hans Saner seine 12.673 Bände umfassende Bibliothek vermacht. Diese wird seit 2013 im Karl-Jaspers-Haus in Jaspers' Geburtsstadt Oldenburg aufbewahrt. Sie ist komplett erhalten geblieben und steht heute als Arbeitsbibliothek den Editoren der Gesamtausgabe sowie Jaspers-Forschenden aus der ganzen Welt zur Verfügung.
Die Erhaltung von Jaspers' Vermächtnis hatte sich Hans Saner in den letzten Lebensjahren zu seiner Hauptaufgabe gemacht. Dafür mussten eigene Projekte, wie etwa Texte zur Kunst, warten und konnten schlussendlich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr realisiert werden.