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Albit
Albit ist eines der häufigsten Mineralien. Er ist klar, durchscheinend oder weiss und in kleinen Spalten oder Klüftchen
anzutreffen. Sein Habitus reicht von normal bis zu stängelig mit stark gestreckter Form. Oft sind
auch Zwillinge anzutreffen. Grösse der Kristalle 0.2 bis 5 mm.
Anatas
Stark glänzende, honiggelbe Bipyramiden von 0.1 bis 0.3 mm in Begleitung von Quarz und Albit.
Aragonit
Aragonit ist wie Calcit eine Spätbildung, die ziemlich häufig in Rissen auftritt. Die spiessigen, weissen bis durchscheinenden Kristalle
sind bis 10 mm lang. Gelegentlich bildet er auch grössere Aggregate oder überdeckt als Kruste andere Mineralien.
Arseniosiderit
Schuppige, dünntafelige Kristalle von dunkel-braunroter Farbe. Krustige Aggregate bis mehrere mm,
ist begleitet von Quarz, Albit, Tripuhyit und Kemmlitzit.
Arsenogoyazit
Arsenogoyazit ist ein häufiges Mineral, wird aber oft übersehen. Er
erscheint als xenomorphe Körner im Cabalzarit, als weisse Bändchen
bis mehrere mm Länge oder selten als pseudo-rhombische Kristalle in
Klüftchen.

Aragonit-Igel, Durchmesser 1.5 mm.

Aragonit-Aggregat, 10 x 16 mm.

Bergslagit
Bergslagit ist sehr selten, seine Kristalle sind tafelig, pseudo-rhombisch
und farblos durchsichtig. Grösse bis 0.6 mm.
Birnessit
Birnessit ist ein sekundäres Manganoxid und erscheint in Form
winziger schwarzer Kriställchen und Körner.
Brandtit
Brandtit kommt vor als weisse bis farblose massive Schichten, als
Kristalle, die bis 2 cm lang und 1 - 3 mm dick sein können, vereinigt zu
subparallelen bis radialstrahligen Aggregaten. Er ist eingebettet in Klüften des Brauniterzes zusammen mit Grischunit, Sarkinit, Geigerit, Tilasit und
Mangan-Berzeliit oder als Rasen von weissen Einzellkristallen von einigen
mm Grösse.
Braunit
Braunit ist das eigentliche Manganerz das abgebaut wurde. Er kommt vor
als winzige, pseudo-oktaedrische Bipyramiden bis 0.1 mm Grösse.
Cabalzarit
Cabalzarit ist von bräunlichgelber über lachsrosa bis orangebrauner
Farbe und kommt in ganz unterschied-lichem Habitus vor, als:
-
durchsichtige, keilförmige Einzelkristalle bis 1
mm, ähnlich Axinit, sie sind tafelig nach (001) und zeigen oft gekrümmte
Flächen;
-
komplexe bündelförmige Kristallaggregate bis 2 mm
in Drusen;
-
langtafelige bis faserige Kristalle bis 3 mm
Länge und flache radialstrahlige Aggregate bis 5 mm auf schmalen
Bruchspalten;
-
parallelfaserige Aggregate als Spaltenfüllungen bis 2 mm Dicke, verwachsen mit derbem Quarz, Carbonat und faserigem Sursassit (ähnelt Cabalzarit).
Begleiter des Cabalzarit in Drusen sind Kristalle von Quarz, Albit, Grischunit, Arseniosiderit, Tilasit, fein-nadeliger
Tripuhyit, schwarze Krusten von Rancieit-Takanelith sowie Arsenogoyazit.
Der Name ehrt den begeisterten Hobbystrahler und intimen Kenner der beiden Manganerz-Lagerstätten Falotta und Parsettens, Walter Cabalzar aus Chur. Typlokalität ist Falotta.
Calcit
Calcit ist von geringer Bedeutung. Er kristallisiert als Skalenoeder
oder rhombisch auf Calcit-Krusten. Die Kristalle ereichen 1 - 3 mm.
Chalcedon feinkristalline Varietät von Quarz
Weisse Kugeln von 1 - 2 mm Durchmesser oder als traubige Krusten.
Coralloit
Winzige rote Kriställchen von bis 0.2 mm Grösse immer in der
unmittelbaren Umgebung von Brandtit, Grischunit, Sarkinit und Tilasit
anzutreffen.
Fuchsit
Chromhaltiger, grüner Hellglimmer als Überzug oder Einschluss in
Radiolarit.
Falottait
Ein Mangan-Oxalat. Orthorhombische, durchsichtige Kristalle von ca. 1 x 0.5 mm Grösse auf
kleinen Quarz-kristallen zusammen mit Braunit und anderen Mn-Mineralien.
Falottait verwandelt sich durch Wasserverlust ins
milchig weisse Dihydrat Lindbergit Mn(C2O4) • 2H2O.

Typische Bruchfläche von massivem
Brandtit. Bildausschnitt 10 mm

Geigerit
Geigerit bildet faserige bis tafelige, keilförmige, farblos-weisse,
rosa bis lila gefärbte Kristalle oder auch nadelige Büschel bis 0.5 mm.
Das Mineral wurde benannt zu Ehren des Mineralogen Dr. Thomas Geiger, der
sich während und nach dem zweiten Weltkrieg eingehend mit der
Manganvererzung von Falotta befasste. Typlokalität ist Falotta.
Grischunit
Grischunit kristallisiert in flachen, langprismatischen Kristallen von 0.1 bis 1 mm Grösse zusammen mit Brandtit, Sarkinit, Geigerit, Kutnahorit,
Mangan-Berzeliit, Manganocalcit, Tripuhyit und Tilasit aber auch flächendeckend als Rasen aus wirr angeordneten, schlecht ausgebildeten
Kristallen bis 7 mm Länge begleitet von Quarz, Tilasit, Tripuhyit, Kemmlitzit, Brandtit und Cabalzarit.
Die Farbe variiert von hellbraun über braunrot bis dunkelrot, durchscheinend.
Der
Name ist nach dem Kanton Graubünden (romanisch Grischun) benannt. Typlokalität ist Falotta.
Hämatit
Hämatit ist von untergeordneter Bedeutung, er erscheint in schlecht
aus-gebildeten Plättchen von 0.2 bis 2 mm, eingebettet in massivem Tinzenit.
Illit
Er bildet weisse bis rosa Füllungen von Rissen und Hohlräumen,
zusammen mit Calcit, Manganocalcit und Brandtit.
Kemmlitzit
Kemmlitzit wurde ursprünglich für Hidalgoit gehalten. Er erscheint als
trigonale, pseudo-kubische, farblos bis weisse Kristalle bis 3 mm Grösse.
Begleiter sind Quarz, Albit, Arseniosiderit, Tilasit, Tripuhyit sowie
Cabalzarit.
Klinochlor
Der Klinochlor von Falotta ist manganhaltig und deswegen von
braun-roter Farbe. Die zu Aggregaten geschichteten Plättchen erreichen
bis 0.5 mm Grösse.
Konichalcit
Grüne, derbe
Einlagerungen, selten Kristalle und Kristallaggregate von mm Grösse.
Kryptomelan - Hollandit
Kryptomelan - Hollandit ist eine Mischkristallreihe die bei der Oxidation anderer Manganmineralien entsteht.
Sie bilden traubige-nierige Aggregate oder harte Krusten bis erdige Massen. Ihre Farbe ist schwarz mit bläulichen Schimmer.
Kutnahorit
Lindbergit
Weisse,
sattelartig gekrümmte Kristalle von 0.5 bis 1 mm Grösse zusammen mit
Brandtit, Tilasit, Sarkinit, Calcit, Manganocalcit und Grischunit.
Ein Mangan-Oxalat. Es kommt vor
als durchsichtig bis weisse Kristalle von 1 x 0.5 mm Grösse auf
kleinen Quarzkristallen zusammen mit Braunit und anderen Mn-Mineralien.
Lindbergit entstand durch Wasserverlust aus Falottait.
Manganberzeliit
Vorwiegend als schlecht kristallisierte Einlagerungen, aber auch als
granatähnliche, schwefelgelbe bis orangerote Kristalle bis 0.5 mm Grösse.
Malachit
Selten, kommt vor als grüne Verfärbung, Krusten oder auch
Pusteln.
Manganit
Kleine pseudo-kubische Kristalle bis 1 mm Grösse.
Muskovit
Kleine feinblättrige, weisse Aggregate von mm Grösse.
Opal (Hyalit)
Farblos, traubige Aggregate auf Tinzenit von etwa 0.3 mm Grösse.
Parsettensit
Parsettensit kommt hauptsächlich gesteinsbildend vor in Begleitung von
Manganocalcit, Quarz und Baryt, selten als hell- bis dunkelbraune
schuppige Aggregate. Grösse der Schüppchen 1 mm.
Die Namensgebung erfolgte nach der Fundstelle Alp Parsettens im Val d'Err.
Typlokalität ist Parsettens
Piemontit-(Sr)
Piemontit erscheint vorwiegend als nadelige Massen eingeschlossen in
Quarz, selten als freistehende Nadeln in Begleitung von Sursassit, Albit,
Quarz, Muskovit und Calcit. Die kirschroten Nadeln erreichen eine Länge
bis 5 mm.
Quarz
Quarz ist Gangmineral und häufig anzutreffen, er ist milchig bis klar
und erreicht eine Länge bis 3 cm. Interessant sind die Einschlüsse von
Braunit, Hämatit, Sursassit, Piemontit, Tripuhyit, Radiolarit und andere.
Rancieit - Takanelith
Die beiden sekundären Manganoide bilden eine Mischkristallreihe. Sie
kommen vor als goldbronzene Kruste oder als nadelige, radialstrahlige
Aggregate von einigen mm Grösse.
Rhodochrosit
Rhodochrosit ist ein eher seltenes Mineral. Er ist anzutreffen mit Manganocalcit, wo er körnige,
weisse bis lila Aggregate, selten winzige Kristalle bis 0.2 mm bildet.
Rhodonit
Rhodonit tritt in bis zu 80 cm grossen Linsen auf, vermengt mit
Manganocalcit, Parsettensit, derbem Tinzenit, Quarz sowie Braunit. Die Ausbildung ist spätig,
manchmal körnig. Rhodonit kann in schlecht ausgebildeten, tafeligen oder säuligen Kristallen
auftreten. Er ist fleischrot, rosa- bis braunrot, glasglänzend, durchsichtig bis durchscheinend.
Sarkinit
Gelbe bis braunrote, spiessige Kristallbündel in und auf Brandtit
zusammen mit Grischunit, Geigerit, Tilasit, Kutnahorit und Manganocalcit.
Länge der Kristallbündel 0.2 bis 2 mm.
Spessartin
Spessartin wird in Begleitung von
Rhodonit, Parsettensit, Braunit und Manganocalcit gefunden. Er kommt
massiv, in Körnern und ganz selten in Kristallen bis 0.5 mm vor.
Sursassit
Der kupferrote Sursassit ist ein häufiges Mineral und kommt vorwiegend
in Adern aus parallel verwachsenen Nadeln vor oder als nadelige Aggregate
von 2 bis 3 mm Länge zusammen mit Calcit.
Talmessit
Weisse, oft in Rosetten angeordnete, Kristalle die Flächen im cm-Bereich
decken können.
Tilasit
Tilasit ist farblos, weiss bis grünlich, pinkfarbig oder durch Fremdeinschlüsse
gelblich oder rötlich getönt. Er bildet stengelige Kristalle, die oft
fächerförmig angeordnet sind. Die Kristallspitzen weissen nicht selten
ausgefranste Kopfflächen auf. Länge der Kristalle 1 bis 4 mm.
Tinzenit
Tinzenit ist ein Mineral der Axinitgruppe. Er ist durchsichtig bis
durch-scheinend, stark glänzend, von gelber Farbe und wird bis 3 mm gross.
Todorokit
Todorokit kommt vor in Bruchspalten, wo er schwarze, radialstrahlige Fächer von mehreren Millimetern bildet.

Coralloit, winzige rote Kriställchen. Bildbreite 0.8 mm.

Coralloit, Vergr. 2000x, REM Aufnahme F.Zweili, UNI Bern