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Von Bunium ferulaefoliumDesf. (Bunium creticum
Mill.), mit gabeligen
Stengeln, dreizähligen, eingeschnittenen Blättern und weißen
Blüten, vornehmlich auf
den griechischen
Inseln einheimisch, wird die haselnußähnlich schmeckende
Wurzel von den
Türken unter dem
NamenTopana gegessen.
Bunium bulbocastanum, s. v. w.
Carum bulbocastanum.
Die Bunker, möglichst nahe den Kesselräumen placiert, haben besonders große
Abmessungen am
Bord von Ozeandampfern, die zuweilen 1000 und mehr
TonnenSteinkohlen zum Betrieb ihrer
Maschinen
verstauen müssen. Vgl.
Schiff.
[* 11]
Für Bunsens weitere Laufbahn wurde der Besuch König
FriedrichWilhelms III. in
Rom entscheidend, indem jener dadurch Gelegenheit
erhielt, dem König seine
Ansichten über
Agende und
Liturgie darzulegen, die, so verschieden sie auch von
denen des
Königs waren, ihm doch dessen
Gunst verschafften. 1823 zum
Legationsrat ernannt, übernahm er nach
NiebuhrsAbgang
im Frühjahr 1824 die
Geschäfte der Gesandtschaft und ward 1827 zum preußischen
Ministerresidenten beim päpstlichen
Stuhl
ernannt. Er erhielt den Auftrag, die Unterhandlungen über die gemischten
Ehen zu führen, und erwirkte
von
Pius VIII. das
Breve vom welches
Preußen
[* 23] ein allerdings unklar gefaßtes Zugeständnis machte, von diesem aber
nicht sofort authentisch interpretiert und acceptiert wurde, so daß
Gregor XVI. es nachher anders auslegen konnte.
In den damals obschwebenden Verfassungsfragen 1844 vom König von Preußen, dessen Vertrauen auch in dieser Angelegenheit trotz
seiner Hinneigung zu liberalen Prinzipien in hohem Maß besaß, zu Rate gezogen, arbeitete er denEntwurf
zu einer der englischen möglichst treu nachgebildeten preußischen Verfassung aus. 1848 von den Schleswigern in das deutsche
Parlament gewählt, ohne daß er sie vertreten konnte, beteiligte er sich an dem von ihm mit großen Hoffnungen begrüßten
Werk mit zwei Sendschreiben über die künftige deutsche Verfassung.
Besonders thätig bewies er sich in der schleswig-holsteinischen Sache, und bereits überreichte er LordPalmerston
sein »Memoir on the constitutional rights of the duchies of Schleswig
[* 35] and Holstein«. Doch stieß er bei den englischen Staatsmännern
auf unüberwindliches Übelwollen und Unverständnis für deutsche Dinge. Er begab sich zwar 1848 und 1849 auf
längere Zeit nach Deutschland, vermochte aber seinen königlichen Freund nicht zu mutigem Entschluß in der deutschen Frage
zu bewegen.
Von seinen archäologischen Werken ist vornehmlich zu nennen: »ÄgyptensStelle in der Weltgeschichte« (Hamb. u. Gotha
[* 39] 1845-57, 5 Bde.).
Den eigentlichen Mittelpunkt seiner Bestrebungen aber bildeten die biblischen, kirchengeschichtlichen und liturgischen Studien,
in denen er durch die vielseitigsten Kenntnisse und geistvolle Auffassung glänzte, jedoch mitunter seiner kühnen Phantasie
die Zügel schießen ließ. Seine wichtigsten Werke in diesem Fach, welche auch englisch erschienen, sind: »Hippolytus und seine
Zeit« (Leipz. 1853, 2 Bde.;
in der zweiten engl. Ausgabe u. d. T.: »Christianity and mankind.
Their beginnings and prospects« auf 7 Bände erweitert);
»Ignatius von Antiochien und seine Zeit« (Hamb.
1847);