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In Brasilien wird am heutigen Montag (21.) der Tag des Baumes mit etlichen Veranstaltungen und Pflanzaktionen begangen. Allein im Bundesstaat São Paulo beteiligen sich über 70 Städte und Gemeinden mit Aktionen, bei denen gemeinsam Bäume gepflanzt oder kostenlos verteilt werden.
Auf den ersten Blick gleicht São Paulo einem gigantischen Betonmeer. Abgesehen von den über das Stadtgebiet verteilten Parkanlagen, sind in der Megametropole allerdings bereits über 650.000 Bäume im Baumbestandsplan der Stadt verzeichnet.
Sie verbessern die Luftqualität, verringern die Umgebungstemperatur, produzieren Sauerstoff, spenden Schatten, sorgen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und sind Lebensraum für viele Tier und auch andere Pflanzenarten. Hingewiesen wird mit dem Tag des Baumes ebenso auf die Bedeutung der Bäume im Zusammenhang mit dem Schutz vor Erosionen, der Versandung der Flüsse und anderer wichtiger Funktionen.
Neben vielen Munizipen, öffentlichen Einrichtungen und Umweltschutzorganisationen beteiligen sich auch Unternehmen aus der Industrie an Aktionen zum Schutz des Baumbestandes. Einige große Autohersteller und Energieversorgungsunternehmen haben eigene Baumschulen, bei denen Jungpflanzen nicht nur zur Begrünung der Firmengelände und für Ausgleichsmaßnahmenn gezogen werden, sondern ebenso zur Bepflanzung von Uferrandstreifen.
Pflanzaktionen gibt es am Tag des Baumes nicht nur in den Städten. Auch in Schutzgebieten, Quellgebieten, entlang von Flüssen und auf degradierten Flächen sind Kinder und Erwachsene unterwegs, um gemeinsam Bäume zu pflanzen. Ausgewählt wurde der 21. September, weil er mit dem Frühlingsanfang auf der Südhemisphäre der Erde einhergeht.
Nach Daten des Sistema Nacional de Informações Florestais sind in Brasilien bisher etwa 7.880 dort heimische Baumarten wissenschaftlich erfasst worden. Geschätzt wird jedoch, dass es allein in der Amazonasregion 11.120 verschiedene Baumarten gibt. Hinzu kommen weitere, die ausschließlich in anderen Biomen des südamerikanischen Landes wachsen, wie dem Cerrado oder dem Atlantischen Regenwald. Allerdings stehen 472 Baumarten auf der Roten Liste Brasiliens und gelten als gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.