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Auftauende Klängevon Vittoria Burgunder Es sei schon ein wenig zynisch, den Gletschern eine Art Beerdigung zu widmen, meint Sonia Loenne. Die Sängerin und Komponistin dirigiert in der Pauluskirche das Konzert «Goodbye Glacier», welches im Rahmen der Berner Nachhaltigkeitstage stattfindet.
Das Konzert «Goodbye Glacier» verschreibt sich dem Gletscherschmelzen: Die Glaziologin Lea Geibel hält vor dem Konzert einen Vortrag über das Wegtauen der Eismassen. Bilder von noch unversehrten Gletschern werden auf die Kirchenorgel projiziert. Sogar die zeitgenössische Musik, die anschliessend erklingt, imitiert das Auftauen, Geröll und das Dahingehen der Gletscher.
Komponiert hat sie das Experimentalduo Bureau Bureau, dem neben Loenne der Perkussionist Michael Cina angehört. «Wir haben sehr langsame und atmosphärische Musik geschrieben, die diesen schleichenden Prozess beschreibt», so Loenne.
Interpretiert wird diese von einem hierfür zusammengestellten Ensemble mit ungewöhnlicher Besetzung. Musiker*innen aus dem Jazz und aus der Klassik spannen als «Convoi Exceptionnel» zusammen und sind in Bezug auf Instrumentierung weder Big Band noch Orchester. Ein Drittel des Ensembles bilden die Sänger*innen, die Silben singen und so mit den Instrumenten verschmelzen.