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Kreuzlingen – Im Sommer 2011 ging die Geschichte durch die Medien: Über mehrere Jahre hinweg versuchten Diana und Bryant Dorsch, einem hiesigen Bauern zwei Kühe abzukaufen. Diese waren dem tierlieben Ehepaar ans Herz gewachsen, sie sammelten Geld und wollten den Tieren einen schönen Lebensabend auf dem Gnadenhof ermöglichen. Der Bauer weigerte sich jedoch stets, die Kühe zu verkaufen (wir berichteten).
Umso grösser war die Trauer der Dorschs, als sie Anfang Oktober erfuhren, dass die Tiere geschlachtet wurden. Jetzt ist ihnen wichtig, der Öffentlichkeit mitzuteilen, was mit den Spendengeldern geschehen ist. Schliesslich war ein gehöriger Betrag zusammengekommen: 5430 Franken von sechs Spendern durfte das Ehepaar entegegennehmen. Die Dorschs fanden sogar eine Spenderin, die sich bereit erklärte, auf Lebenszeit 200 Franken monatlich für den Unterhalt der Kühe zu bezahlen. «Eigentlich wollten wir das Geld zurückgeben, doch die Spender wollten es gar nicht mehr haben», sagt Diana Dorsch. «Sie haben uns gesagt, wir sollten es stattdessen für einen guten Zweck verwenden.» Das Ehepaar teilte das Geld also auf und spendete es verschiedenen Organisationen wie dem Verein gegen Tierfabriken (VgT), der Tierpartei Schweiz (TPS) oder dem Projekt «Viva la Vacca». Auch der Tierschutzverein Kreuzlingen wurde berücksichtigt: Die Kreuzlinger Institution durfte im November 300 Franken in Empfang nehmen.