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München (ots) - Mit Andi Schweiger, Frank Oehler und Hochzeitsplanerin Nadja Dotzauer - Sendetermin: ...
Ihr Bauchumfang kann auf Ihr Risiko für eine Kardiovaskuläre Erkrankung und Diabetes Hinweisen
Paris (ots/PRNewswire) -
- Die Ergebnisse der IDEA-Studie stellen einen deutlichen Zusammenhang zwischen abdominaler Fettleibigkeit und kardiovaskulärer Erkrankung sowie Diabetes her
Ihr Bauchumfang ist ein Mass für Ihr Risiko, eine Herzerkrankung und insbesondere Diabetes zu entwickeln, so die Ergebnisse einer internationalen Studie(1).
Die IDEA-Studie, die heute in Circulation, der Zeitschrift der American Heart Association erschien, bestätigt, dass ein grosser Bauchumfang in hohem Masse mit einer kardiovaskulären Erkrankung (Cardiovascular Disease - CVD) und Diabetes einhergeht. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass überall auf der Welt, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, der Bauchumfang und der Body-Mass-Index (BMI), jeweils unabhängig voneinander, mit CVD und Diabetes zusammenhängen. Der Zusammenhang zwischen CVD und Diabetes und Bauchumfang war allerdings sowohl bei Männern wie auch bei Frauen stärker ausgeprägt als beim BMI (1).
CVD ist die Haupttodesursache und ist überall auf der Welt zu einem herausragenden Problem des öffentlichen Gesundheitswesens geworden.(2) In den Ländern Europas stirbt jeder 8. Mann von 8 und jede 17. Frau an CVD bevor sie das Alter von 65 Jahren erreicht haben.(3) Diabetes rangiert mittlerweile wegen seines weltweit zunehmenden Auftretens als bedeutender Risikofaktor für CVD auf gleicher Ebene wie Rauchen, hoher Blutdruck und Störungen des Cholesterinhaushalts.(4) Weltweit sind ca. 58 Prozent der Typ-2-Diabetesfälle auf zu viel Körperfett zurückzuführen und diese Zahl wird sich bis zum Jahre 2030 voraussichtlich noch verdoppeln. Diabetiker laufen ein mehr als doppelt so hohes Risiko kardiovaskulärer Mortalität als Patienten ohne Diabetes.(5)
"Die IDEA-Studie bestätigt, wie wichtig es ist, den Bauchumfang der Patienten bei der medizinischen Grundversorgung parallel zu den üblichen Messungen wie BMI, Blutdruck, Blutzucker und den Lipidwerten im Blut zu messen, um Patienten identifizieren zu können, die ein höheres kardiovaskuläres und Diabetes-Risiko haben", sagte Dr. med. Beverley Balkau, Epidemiologin am INSERM U780 in Frankreich und Mitglied des Lenkungsausschusses der IDEA-Studie.
Fettleibigkeit wird üblicherweise mithilfe des BMI gemessen, der sich aus Ihrem Gewicht in kg, geteilt durch das Quadrat Ihrer Grösse in m berechnet. Der BMI berücksichtigt allerdings nicht die grossen Unterschiede in der Verteilung des Körperfetts.(6) Weitere jüngste Ergebnisse haben gezeigt, dass die abdominale Fettleibigkeit das Risiko von CVD sehr viel besser widerspiegelt als das Gewicht oder der BMI.(7)
Der Bauchumfang ist ein einfaches und praktisches Mass für die abdominale Fettleibigkeit und ist ein Indikator für das tief im Bauch sitzende, versteckte Fett. Zu viel dieses "hochriskanten" Fetts kann die normalen Stoffwechselfunktionen stören und zu zu hohen Blutzucker- und ungesunden Cholesterinwerten führen, die ihrerseits wiederum das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes erhöhen.(8)
Die IDEA-Studie umfasste nahezu 170.000 Menschen in 63 Ländern.
Redaktionelle Hinweise
Ziel und Aufbau der IDEA-Studie
Bei der IDEA-Studie handelte es sich um eine internationale, in 63 Ländern und auf fünf Kontinenten durchgeführte, eingriffsfreie, epidemiologische Querschnittsuntersuchung. Die Studie zielte darauf ab, eine Einschätzung des Vorkommens der über den Bauchumfang gemessenen abdominalen Fettleibigkeit in einer nicht selektieren Auswahl aufeinanderfolgender Patienten, die eine zufällig ausgewählte Stichprobe von Hausärzten an zwei vorher festgelegten Halbtagen aufsuchten, zu gewinnen. In der Studie wurde ebenfalls eine Einschätzung über den Zusammenhang zwischen abdominaler Fettleibigkeit, CVD und Diabetes gegeben.
In der Studie kam eine komplexe Methodologie zum Einsatz, bei der eine zufällige Stichprobe von Hausärzten genommen wurde, die für alle geografischen Gebiete jeweils jedes teilnehmenden Landes repräsentativ war. Dadurch war sichergestellt, dass eine gute Repräsentativität der Patientendaten erreicht wurde. Alle Patienten waren im Alter zwischen 18 und 80 Jahren und konsultierten ihren Hausarzt an den zwei vorher festgelegten Halbtagen. Sie wurden um eine Einverständniserklärung und unabhängig vom Grund ihrer Konsultation um einen Teilnahme gebeten. Alle Patienten, die nicht bekanntermassen schwanger waren, konnten in die Studie aufgenommen werden.
Die untersuchten und aufgezeichneten Variablen waren der Bauchumfang (in cm oder Zoll gemessen), die Grösse (cm/in) und das Körpergewicht (kg/lbs). Darüber hinaus wurden bevölkerungsstatistische Daten zu Geschlecht, Alter und höchstem Ausbildungsabschluss erhoben. Das Vorhandensein oder die Abwesenheit bekannter kardiovaskulärer Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes (Typ 1 oder Typ 2 Diabetes) bzw. eine bereits vorhandene kardiovaskuläre Erkrankung (koronare Herzerkrankung, Schlaganfall oder vorangegangene Revaskularisierung) wurden ebenfalls festgehalten.
Von den 182.970 erhobenen Patienten waren 177.345 zur Teilnahme bereit, was einer Antwortquote von 97 Prozent entspricht. Die Daten von 168.159 Patienten (69.409 Männer und 98.750 Frauen), die den Aufnahmekriterien entsprachen und für die vollständige Datensätze erhoben werden konnten, wurden ausgewertet.
Hinweis: Die IDEA-Studie wurde über einen nicht zweckgebundenen Zuschuss von sanofi-aventis finanziert.
Quellenhinweise:
(1) Haffner S. für den IDEA-Lenkungsausschuss. Waist circumference and Body Mass Index are both independently associated with cardiovascular disease. The International Day for the Evaluation of Abdominal Obesity (IDEA) survey. Circulation 2007; 116;1942-1951
(2) Myths and facts. (Datenblatt im Internet). World Heart Federation. Geneva c2004 (zitiert am 7. Februar 2006). Erhältlich unter: http://www.worldheart.org/call-to-action-myths-facts.php.
(3) Rayner M & Petersen S. European Cardiovascular Disease Statistics. British Heart Foundation Health Promotion Research Group. Volume 4 2004.
(4) International Diabetes Federation. (Datenblatt im Internet). Diabetes e-Atlas C2001. Brussels c 2003. (Zuletzt aufgerufen am 23. November 2006). Erhältlich unter: http://www.eatlas.idf.org/webdata/docs/Atlas%202003-Summary.pdf.
(5) Haffner SM, Lehto S, Rönnemaa T, Pyörälä K, Laakso M. Mortality from coronary heart disease in subjects with type 2 diabetes and in nondiabetic subjects with and without prior myocardial infarction. N Engl J Med. 1998; 339:229-234.
(6) Zhu S, Wang Z, Heshka S, Heo M, Faith MS, Heymsfield SB. Waist circumference and obesity-associated risk factors among whites in the third National Health and Nutrition Examination Survey: clinical action thresholds. Am J Clin Nutr. 2002; 76:743-9.
(7) Yusuf S, Hawken S, Ôunpuu S, Dans T, Avezum A, Lanas F et al., Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): Case control study. The Lancet. 2004; 364: 937-952.
(8) Kershaw EE, Flier JS. Adipose Tissue as an Endocrine Organ. J Clin Endocrinol Metab. 2004. 89:2548-2556.
ots Originaltext: IDEA
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