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© Yaplakal
Tesla-Gründer und -CEO Elon Musk
Elon Musk: «Die Zeit militärischer Kampfflugzeuge ist vorbei»
Der Gründer und CEO von Tesla empfiehlt, statt in Kampfflugzeuge, in Drohnen zu investieren.
Musk war der Zeit bisher stets voraus. Zuerst beteiligte er sich an der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal und am privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. In den letzten Jahren wurde Musk als Gründer und CEO des Tesla-Konzerns bekannt, der weltweit Elektrofahrzeuge herstellt.
Am 28. Februar sorgte Elon Musk für Aufsehen, als er bei einem Treffen mit US-Kampfpiloten anlässlich des «Air Warfare Symposium» in Orlando erklärte, dass Kriege zukünftig mit ferngesteuerten, autonomen Drohnen und nicht mehr mit Kampfflugzeugen geführt würden. Das berichtete CNBC. «Das Zeitalter der Kampfflugzeuge ist vorbei», meinte Musk.
Seine Aussagen fallen in eine Zeit, wo Deutschland, Frankreich und Spanien das bemannte Kampfflugzeug «Future Combat Air System» entwickeln. Es soll 2040 einsatzbereit sein. Für die Entwicklung sind acht Milliarden Euro eingeplant, für Beschaffung und Betrieb 100 Milliarden Euro. In der Schweiz soll das Volk darüber abstimmen, ob die Armee für 6 Milliarden Franken neue Kampfjets erhält.
Sollte Musk recht behalten, entstehe «die teuerste Militärruine der europäischen Nachkriegsgeschichte», kommentierte Gabor Steingart in seinem «Morning Briefing». Allerdings haben US-Luftwaffengeneräle Musk unterdessen widersprochen. «Wir werden Kampfflugzeuge noch lange brauchen», meinte Air Combat Command Chief General Mike Holmes auf der Webseite Military.com.
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4 Meinungen
Schweizer militärs sind wie alle militärs. Obwohl es bei ihnen nur um landesverteidigung geht, will das militär alles -oder das meiste an ausrüstung- was auch die anderen staaten haben.
Raketen würden in ihrem fall vieles abdecken. Doch dann hätten die luftkutscher der swissair, die während der woche nur langweilig autobahn fliegen, kein sportgerät am wochenende?
lothar höfler, am 09. März 2020 um 12:54 Uhr
Für die Schweiz möchte ich dringend empfehlen auch einen für die FA-18 tauglichen Flugzeugträger zu kaufen. Der könnte sich im Urnersee zwischen den Felsen verstecken und das Reduit (inkl. Mitholz) entlasten. Natürlich bräuchte unsere Kriegsministerin auch noch ein paar Atom-U-Bote. Z.B. im Lago Maggiore oder im Murtensee. Damit wäre unser Herd gedeckt.
Spass oder Sarkasmus beiseite. Ende 1968 fragten wir uns, wozu unsere Armee dienen könnte. Kriegsspiele nach überholten Spielregeln gehörten nicht dazu. Das aufgezeigt zu haben, dafür gehört auch Elon Musk unser Dank.
Josef Hunkeler, am 09. März 2020 um 14:22 Uhr
Musk hat recht. Drohnen können - weil sie keinen Piloten mit Schleudersitz transportieren - weit mehr Waffen mitführen. Werden sie abgeschossen, stirbt kein Pilot, die Ausbildungskosten für Drohenpiloten sind weit günstiger und können sehr viel stärker simulatorbasiert und damit umweltfreundlicher erfolgen. Die sehr (ver-) störenden Überschallknalle entfallen und in Meiringen kann endlich Lebensqualität wiederhergestellt werden. Weiter gehe ich davon aus, dass die Hersteller Hintertüren einbauen, mittels welcher sie die Elektronik sowohl eines Kampfflugzeugs, als auch einer Drohne beeinflussen resp. schachmattsetzen können. Die Kampfmaschinen sind also alles andere, als zuverlässig, weil auf Sabotierbarkeit ausgelegt. Die Israelis reissen aus jedem Rüstungsprodukt, das sie nicht selber hergestellt haben, die gesamte Elektronik heraus und ersetzen sie durch Eigenentwicklungen, sie wissen, warum. Die Schweiz brauchte 30 Jahre, um ein neues Infanteriefunkgerät zu entwickeln. Die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge ist daher weitgehend sinnleer, wir haben nicht die Möglichkeit, die Elektronik / Avionik selber zu entwickeln und damit für die Milliardeninvestition auch eine angemessen verlässliche Gegenleistung einzukaufen. Wenn man dann noch bedenkt, wie erpressbar die Landesregierung gegenüber der EU im Handelskrieg einknickt, bedenkt, dass in der Coronakrise schon nach 3 Wochen kein Pandemiematerial mehr ausreichend vorhanden ist, offenbart sich die Sinnlosigkeit neuer Kamfpjets.
Urs Lauper, am 09. März 2020 um 14:44 Uhr
Das war vor 5 Jahren schon zu sehen, dass Drohnen mehr können als konventionelle Kampfflugzeuge. Kleine schnelle Hochleistungsdrohnen vom Billig-Fliessband könnten ganz einfach in die Triebwerksschächte angreifender Gegner fliegen. Bei Kosten von Fr.- 14'000 pro Stück hat man schon eine Drohne welche mehr als 12 km Höhe erreichen kann mit Verpuffungsstrahltriebwerken. Ein Radar kann Elektrodrohnen nicht unterscheiden zwischen einem Vogel wenn es sich um eine Drohne handelt mit kalten Elektromotoren, was aber auf Kosten der Flughöhe geht. Nun, warum erwähne ich dies als alter Hobby-Modellbauer und Flieger? Weil es beim Kauf der Flugzeuge nicht in erster Linie um den Schutz der Schweiz geht, sondern darum, das Geld fliesst vom einen zum anderen Ort, und dass auf Kosten des Steuerzahlers einige wenige viel Kapital erwirtschaften können. Die Arbeitsplätze für diese Flieger würden ohnehin die meisten nicht in der Schweiz sein. Wenn ein Modellbauer eine Drohne bauen kann welche 12 km Höhe erreicht, mit Onbord-Kamera, welche jedem Radar entgehen würde da diese so gross ist wie ein Storch, mit GPS vorprogrammiert auf ihr Ziel hin, und dies war schon vor 5 Jahren möglich, dann scheint jeder Kampfjetkauf nur noch ein Deal unter Freunden zu sein. Wer es nicht glauben kann, der beobachte den High-End Modellbaumarkt via Google. Für Fr.- 3'700 bekommt man ein 370 gr. leichtes Jettriebwerk mit 1760 km Strahlleistung bei 54 Kw/Sfc welches in einer Minidrohne auf der Stelle wenden könnte.
Beatus Gubler, am 09. März 2020 um 19:30 Uhr
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