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«Sils am See»
Stücheli Architekten &Haag Landschaftsarchitektur
Architektur/Städtebau
Die Verfasser des Beitrags kombinieren auf geschickte Weise zwei der wesentlichen Rahmenbedingungen mit dem Ziel, dabei möglichst wenig Zielkonflikte zu produzieren. Der eine Kontextfaktor ist der Strassenlärm, der andere die Seesicht. Die Antwort darauf: Gegen den Lärm die «Wand», gegen den See die «Blumen». Soweit der Konzeptansatz.
Konkret heisst das für die Stadtfigur: zwei (drei) schier maximal unterschiedliche Morph- und Typologien. Zum einen drei leicht schräg gestellte, zum See hin sanft gewellte prismatische Riegel, zum anderen ein dreigliedriger blumenartiger Windradtypus und als Ergänzung im Westen ein schlichtes pragmatisches Prisma.
Werden die drei linearen Strukturen mit Gewerbenutzungen im Erdgeschoss von der Strasse erschlossen, befinden sich die Wohnadressen seeseitig-rückwertig. Diese Entflechtung etabliert eine zick-zack-förmige Wegachse, von der auch alle Punkthäuser erschlossen werden.
Fazit der Jury
Der Grossteil der Ideen ist gelungen, einzelne Fragen sind aber offengeblieben, unter anderem: Wieso sind die drei Riegelbauten abgedreht? Und wieso nach Osten?
Fazit der Jury
Der Grossteil der Ideen ist gelungen, einzelne Fragen sind aber offengeblieben, unter anderem: Wieso sind die drei Riegelbauten abgedreht? Und wieso nach Osten?
Freiraum
Der Beitrag präsentiert drei Freiraumzonen: Adresse und Auftakt Seestrasse, verbindende Erschliessungs- und Aufenthaltsachse im Park und die offene Riedfläche zum See. Sorgfältig und in sich logisch werden die Zonen umschrieben und ausformuliert. Die abgedrehte Disposition der strassenbegleitenden Häuser ermöglicht grössere Baumvolumen in den versiegelten Flächen. Die damit einhergehende Verminderung von Hitzeinseln wird begrüsst.
Der Strassenraum erhält jedoch freiräumliche Ausweitungen, welche sich je nach Ankunftsrichtung zu den Gewerbeflächen im Erdgeschoss öffnen oder schliessen. Die Adressbildungen von der Strasse in die Überbauung sind übersichtlich und klar. Subtil wird im Riedgebiet zum See mit Holzstegen und feinem Wegenetz auf das Ried reagiert.