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Das Innere der Kirche nach der Gesamtrenovation mit der Flachschnitzdecke von Ulrich Schmid(1522)
Die Mönchaltorfer Kirche im Wandel der Zeit
Baugeschichte Kirche
Am 3. Mai 902
stiftete der reiche Alemanne Landfried seinen Grundbesitz in der March Uster dem Kloster St. Gallen. Dies ist die früheste schriftliche Erwähnung der ersten Mönchaltorfer Kirche, die wahrscheinlich um diese Zeit im spätkarolingischen Stil erbaut worden ist. Es handelte sich um einen Saalbau mit den Aussenmassen 7,50 m x 12.50 m, aus Stein gemauert, jedoch ohne Turm.
Ungefähr 1100
wurde sie durch einen geräumigeren Neubau im romanischen Stil ersetzt. Ostseitig wurde die Kirche mit einem Chor erweitert, an der südlichen Wand entstand ein Glockenturm.
1487/88 wurde mit der Erstellung des Chors begonnen,
1517 erfolgte die Erneuerung des Turms und
1519 – 1522 wurde das Langschiff in Angriff genommen. Die spätgotischen Schnitzereien an der Decke stammen aus dem Jahre 1522 – ein Werk von Ulrich Schmid, seines Zeichens Tischmacher.
Der Taufstein trägt die Jahrzahl 1609: Loslösung von der Kirchgemeinde Egg.
1760 – 1763: Barockisierung, u.a. Ausbruch von Ochsenaugen in Stirn- und Längsfassaden, sowie Vergrösserung bestehender Fenster.
1851 wird der Turm bis auf Firsthöhe des Kirchenschiffes abgetragen und in neugotischer Manier bedeutend erhöht wieder aufgebaut.
1888 wurde Decke dank finanzieller Unterstützung des Bundes fachkundig renoviert. Seither steht die Kirche unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.
1931 wurde vermutlich die erste Orgel im Chor eingebaut.
1957 – 1958: Neugotische Veränderungen wurden rückgängig gemacht. Das Langhaus erhielt ein neues Knickdach. Im Inneren Erneuerung von Bänken, Täfer, Bodenbelag, Wandputz und Beleuchtung, neue Orgel auf der Empore.
Renovation 1997: Im Chor wurden Bänke entfernt, der Boden wurde mit Sandsteinplatten erneuert, Orgel wurde renoviert, Beleuchtung erneuert, Elektroinstallationen erweitert usw.
Die drei Grundrisse
Unter Beachtung aller archäologisch-bauanalytischen Feststellungen ergeben sich am Ort des heutigen Gotteshauses, dieses eingechlossen, drei Kirchen:
- eine langrechteckige Saalkirche mit einem nur im Innern ausgeschiedenen Altarhaus, urkundlich erwähnt in den Jahren 902 und 903. (Spätkarolingischer Bau, Kirche I)
- Eine vierteilige Kirche, bestehend aus dem Langhaus über dem Fundament des karolingischen Baues, aus dem quadratischen, nur im Innern leicht eingezogenen Chor, aus dem in die südliche Schiffsmauer eingefügten Sakristei- und Glockenturm und dem an Chor und Turm gestellten Beinhaus (Ossarium). Direkte und indirekte urkundliche Hinweise. (Romanischer Bau, Kirche II)
- Eine dreiteilige Kirche, bestehend aus dem nach Süden und Norden verbreiterten und nach Westen verlängerten Schiff, aus dem über dem quadratischen Fundament des romanischen Chores neuerrichteten Chor mit spätgotischem Netzgewölbe und einem über dem romanischen Turmfundament neuerbauten Sakristei- und Glockenturm. Archivarische und dokumentarische Hinweise. (Spätgotischer, heutiger Bau, Kirche III)
Flachschnitzdecke 1522
Das Innere der Kirche nach der Gesamtrenovation mit der Flachschnitzdecke von Ulrich Schmid(1522)
Neugotische Kirche aus dem Jahre 1851 - 1958
1958/59 Renovation
Die "sachlich-modernisierte", d.h. durch die Gesamtrenovation von 1958/59 in einen ländlich-schlichten Baustil zurückversetzte Mönchaltorfer Kirche.