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Elaine Thompson-Herah (100 m): Im ersten grossen Höhepunkt der Leichtathletik-Wettkämpfe setzte Jamaika seine Dominanz im Frauensprint fort. Wie 2016 in Rio gewann Elaine Thompson-Herah, die mit der olympischen Rekordzeit von 10,61 ihre Vorgängerin Shelly-Ann Fraser-Price klar distanzierte. Shericka Jackson machte als Dritte den jamaikanischen Dreifach-Triumph perfekt.
Ajla Del Ponte und Mujinga Kambundji (100 m): Im aus Schweizer Sicht historischen 100-m-Final belegte Ajla del Ponte den 5. und Mujinga Kambundji den 6. Platz. Beide bleiben trotz leichtem Gegenwind unter 11 Sekunden. Die Tessinerin Del Ponte blieb in 10,97 zum zweiten Mal - nach ihrem Schweizer Rekord von 10,91 im Vorlauf am Freitag - unter 11 Sekunden. Die Bernerin Kambundji folgte auf der Bahn daneben gleich dahinter in 10,99. Bemerkenswert: Die beste Amerikanerin, Teahna Daniels (7.), blieb hinter den beiden Schweizerinnen zurück.
Polen (4x400 m): Polen gewann überraschend die Olympia-Premiere der Mixed-Staffel über 4 x 400 Meter. Das Lauf-Quartett Karol Zalewski, Natalia Kaczmarek, Justyna Swiety-Ersetic und Kajetan Duszynski düpierte in 3:09,87 Minuten die Dominikanische Republik und die favorisierten USA. Es war die erste polnische Goldmedaille bei den Spielen von Tokio.
Daniel Stahl (Diskus): Ein schwedisches Duo löste die deutsche Harting-Dynastie - Robert gewann 2012 in London, Christoph 2016 in Rio - im Diskuswerfen ab. Der Weltmeister Daniel Stahl setzte sich mit einem Wurf auf 68,90 vor seinem Landsmann Simon Pettersson durch. Bronze holte der Österreicher Lukas Weisshaidinger.
Lore Hoffmann (800 m): Nur ein Zehntel fehlte der 25-jährigen Olympia-Debütantin aus dem Wallis zum Einzug in den Final. Hoffmann lief im zweiten von drei Halbfinals in 1:59,38 Minuten als Vierte ein und durfte hoffen, sich über die Zeit für den Final zu qualifizieren. Am Ende reichte es aber nur zu Rang 9. «Ich dachte: Schade, aber ein 9. Platz an Olympischen Spielen ist ein sehr gutes Resultat, darum bin ich nicht enttäuscht.»
Silvan Wicki (100 m): Dem Sprinter Silvan Wicki gelang im Vorlauf kein Exploit. Der Basler blieb in 10,28 sechs Hundertstel über seiner Saison-Bestzeit und schaffte es als Sechster seines Vorlaufs nicht in die Halbfinals. «Das Rennen kann ich in die Tonne treten», zeigte er sich nicht zufrieden. «Ich war nicht explosiv am Start, kam zu hoch raus und verlor da bereits einen Zehntel.»
Ditaji Kambundji (100 m Hürden): Für die Schweizer Meisterin über 100 m Hürden endete die erste Olympia-Teilnahme im Vorlauf. Ditaji Kambundji blieb 23 Hundertstel über ihrer persönlichen Bestleistung, dem im Juni aufgestellten U20-Schweizer-Rekord (12,94). «Es ist schade, aber es ist eine hammer-coole Erfahrung gewesen. Es waren meine ersten Olympischen Spiele, ich kann damit leben», sagte die mit 19 Jahren jüngste Schweizer Leichtathletin in Tokio.
Lea Sprunger (400 m Hürden): Lea Sprunger ist der Auftakt über 400 m Hürden geglückt. Die 31-Jährige senkte im Vorlauf ihre Saisonbestzeit um 42 Hundertstel auf 54,74 Sekunden. Die Europameisterin von 2018 sicherte sich den Platz im Halbfinal mit der sechstbesten Zeit aller Athletinnen. «Der Wettkampf ist lanciert, das Rennen hat gezeigt, dass ich in Form bin», sagte Sprunger. «Ich kann noch schneller laufen, aber das muss ich auch, um in den Final zu kommen.»
Yasmin Giger (400 m Hürden): Für die erst 21-jährige Yasmin Giger, die U20-Europameisterin von 2017, lag die Qualifikation für die Halbfinals bei ihrem Olympia-Debüt ausser Reichweite. Mit einer Laufzeit von 57,03 Sekunden blieb Giger in ihrem Vorlauf fast zwei Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit (55,25) und als Sechste am Schluss des Feldes.