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Bei dem Haarausfall unterscheidet man zwischen dem Effluvium, lateinisch für Ausfall und der Alopezie, dem lichterwerdenden Kopfhaar. Täglich verliert der Mensch bis zu hundert Haare, das ist natürlich und nicht Besorgnis erregend. Haare wachsen ein Leben lang nach und somit werden die ausfallenden Haare immer wieder umgehend ersetzt. Natürlich kann man auch hier schon einige Einschränkungen machen. Die hundert Haare fallen meist über den ganzen Kopf verteilt aus und wenn dieses nicht an dem ist, spricht man von einem Alopecia areata. Das bedeutet, der Haarausfall findet nur in einzelnen Haarbereichen statt und verursacht somit einzelne freie Stellen in dem Haupthaar. Bei Männern sind diese meist am Oberkopf.
Die Veranlagung zu einem Oberkopf-Haarausfall ist in vielen Fällen erblich bedingt. Das bedeutet nicht, dass bei diesen Männern nicht ausreichend Haarwurzel vorhanden sind, nur die Geschwindigkeit des Wachsens ist minimal. Das trifft bei vielen Männern aber nur auf den Oberkopf zu, hier arbeitet das sogenannte DHT gegen den Haarwuchs. Jedoch auf dem Hinterkopf und im Nackenbereich ist das Dihydrotestosteron nicht vorhanden und somit lassen sich sehr viele Herren die Haare von diesen Stellen auf die Kopfoberfläche verpflanzen. Das DHT beeinflusst die Umwandlung des Testosterons und ist wichtig für die Entwicklung zum Mann. Leider sind die Wissenschaftler sich noch nicht einig welche genaue ausschlaggebende Funktion das DHT nach der Pubertät für den Mann hat. Meist fängt der erbliche Haarausfall in den sogenannten Geheimratsecken an und arbeitet sich dann bis zum Oberkopf vor. Medikamente sollen dieses DHT vermindern oder auch ganz einschränken. Frauen sind von Natur aus nicht mit dem DHT belastet, können diesen aber durch zum Beispiel Chemotherapie zugefügt bekommen.
Der Alopecia areata fallen die Haar eher kreisförmig aus. Dieser Haarausfall kann in jedem Alter auftreten. Besonders vermehrt hingegen zwischen zwanzig und vierzig Jahren. Der Haarausfall, der sonst über den ganzen Kopf verteilt war, konzentriert sich nur noch auf bestimmte Stellen. Diese Stellen können über den gesamten Oberkopf verteilt auftreten. Man geht davon aus, dass dieser Haarausfall nicht durch Stress oder andere psychische Erscheinungen hervorgerufen wird. Diesen Haarausfall, in Deutschland sind über 1,5 Millionen Menschen von ihm betroffen, bekommt man durch eine Entzündung. Leider ist man bis jetzt noch nicht auf eine wirkliche Ursache gestoßen, man geht davon aus, dass das Immun System sich gegen die eigenen Haarwurzeln richtet und somit als Fremdkörper angesehen werden. Der Auslöser ist meist eine Entzündung im Körper die die Immunzellen aktivieren und diese sich dann fehlleiten.
Bei Frauen hingegen tritt ein Haarausfall meist nach dem 45 Lebensjahr auf. Hier spielt die Hormonumstellung eine sehr große Rolle. Wissenschaftler haben aber auch herausgefunden, dass bei den Frauen die Ernährung eine sehr große Rolle spielen kann. Bei vielen Frauen kann der Haarausfall auch durch das Absetzten der Pille hervorgerufen werden. Wichtig ist das man dieses früh genug erkennt und einen Arzt aufsucht. Dieser kann in vielen Fällen dem Haarausfall entgegenwirken.