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«Emanzipation wird zur Farce, wenn sie dem Zweck dient, ein anderes Individuum zu erniedrigen!» – Michael M. Maurantonio
Sie kennen bestimmt diesen Werbespot der Migros Bank von der Agentur JvM. Gemäss deren Aussage ist diese «Eine Kampagne, die die Migros Bank als selbstbewusste Bank für clevere Kunden positioniert». Eigentlich sehe ich darin nur Frauen als Bankkunden. Sind also Frauen die einzigen clevereren Bankkunden?
Aufgefallen ist auch dieser Spot von Reckitt für Finish Quantum. Lieber Auftraggeber, Sie sind also weiterhin der Meinung, Männer könnten nicht den Haushalt führen und Frauen wären besser zuhause aufgehoben?
Last but not at all least: die Firma Ferrero, bekannt für viel Zucker und wenig Schokolade in ihren Produkten, kennt sich anscheinend mit emanzipierten Frauen aus. Die Kinder Pinguì Werbung suggeriert tatsächlich, nur die Frau hätte alles im Griff und der Mann würde im Haushalt den Clown spielen und im Grunde genommen für Chaos sorgen.
Vielleicht wünscht sich die Werbewirtschaft genau jene emanzipierte Frau,
- die clever genug ist, ihr Geld, das sie ganz alleine ohne Mithilfe ihres Partners, der weder einen Geschirrspüler bedienen , noch den Haushalt führen und die Kinder erziehen kann, bei einer Ja-sagenden Bank anlegt,
- um sich sich alleine, wie sie dann als Karriere-Opfer wohl leben muss, auf der Samenbank genügend Genmaterial zu kaufen,
- um eine Nachkommin (!) heran zu züchten, die zur Ja-Sager Bank geht und die nach etlichen Kinder Pinguì Riegeln … Das Ende überlasse ich Ihnen.
Aber halt: wer soll diese Nachkommin dann erziehen? Den Mann gibt es ja in der pseudo-emanzipierten Werbewelt nicht mehr. Vielleicht übernimmt diese Aufgabe in Zukunft eben doch der Pinguì oder das Quantum-Tab? Jetzt verstehe ich den Sinn dieser Werbespots. Und dafür braucht’s Werbeagenturen? Im Ernst? Na dann prost!