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Von Auckland fahren wir nördlicher Richtung mit einigen Unterbrüchen bis Kerikeri, ein Städtchen bekannt für seine unzähligen Obstplantagen. Die Strasse ist dicht befahren und relativ eng und kurvig, also anstrengend zu fahren. Deshalb sind wir froh, als wir nachmittags in unserem B&B The Windmill landen, ein sehr hübsches Anwesen mit grossem Garten und Swimming Pool. Wir bewohnen ein eigenes kleines Haus mit Gartensitzplatz, wo wir uns gemütlich niederlassen.
Erst am Abend fahren wir in den Ort und essen endlich wieder einmal mit Appetit eine feine Mahlzeit.
Am nächsten Morgen besuchen wir die alte Mission Station aus dem Jahre 1819, ein zauberhaftes Örtchen, wo übrigens die beiden ältesten Gebäude Neuseelands stehen.
Danach fahren wir weiter nach Paihia, ein netter Ort in einer Bucht, wo wir im Bounty Motel untergebracht sind. Tagsüber ist es sehr heiss und abends kühlt sich die Holzkonstruktion mit dem Blechdach langsam ab, was sich in lautem Knallen nachtsüber äussert, zuerst erschrecken wir gewaltig, dann gewöhnen wir uns daran!
Am Nachmittag fahren wir mit der kleinen Fussgängerfähre zum historischen Örtchen Russell hinüber, wo wir uns an der romantischen Promenade eine Portion Fish and Chips teilen, welche wir gerade eben so schaffen!
Die Pompallier Mission and Printery, die wir anschliessend besichtigen, ist das älteste Industriebauwerk Neuseelands. Hier wurden Kirchentexte von Latein auf Te Reo Maori übersetzt, gedruckt und gebunden, eines der ersten Bücher in Maori.
Am folgenden Tag schauen wir uns den Treaty of Waitangi an, hier wurde am 6. Februar 1840 ein Unabhängigkeitsabkommen zwischen der englischen Krone und den wichtigsten Maori Chiefs unterzeichnet. Ein Maori führt uns durch die Anlage, wir bestaunen das weltweit grösste Kanu (waka) und nehmen an einer Veranstaltung mit Hangi und Konzert teil.
Wir haben bereits jetzt das Gefühl, dass sich hier das Verhältnis Weisse-Maoris im Vergleich zu den Australiern und deren Ureinwohnern, den Aborigines, grundsätzlich unterscheidet.
Dummerweise habe ich im Hotel in Auckland meine Reisevorbereitungen und Ruedi den Adapterstecker vergessen. So übernachten wir auf der Fahrt südwärts nördlich von Auckland in einem Haus, das direkt an einer vielbefahrenen Strasse liegt und zudem eine Unpersönlichkeit ausstrahlt, die wir als sehr unangenehm empfinden. Um der Atmosphäre etwas zu entfliehen, begeben wir uns ins nahegelegene Einkaufszentrum, was ja sonst nicht gerade unsere premium choice ist :-), wo wir auch etwas essen.