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Operation
Hat ein Tumor mehr als nur die innerste Schicht des Magens befallen, nur wenige umliegende Lymphknoten erreicht und keine Metastasen an anderen Orten gebildet (Stadium I bis III), wird der Operateur versuchen, ihn möglichst vollständig zu entfernen. Dabei spricht der Spezialist in erster Linie von einer R0 Resektion. Das heisst: er entfernt den ganzen Tumor mitsamt einem Rand aus gesundem Gewebe. Wie bei den kleinen Tumoren bestehen auch hier hohe Heilungschancen.
Konnte der Arzt aus Rücksicht auf vitale Strukturen nicht alles Tumorgewebe entfernen, handelt es sich um eine R1- oder eine R2-Resektion, was bedeutet, dass der im Körper zurück gelassene Tumorrest nur mikroskopisch oder aber gerade noch von Auge erkennbar ist. Oftmals kombinieren Spezialisten die Operation mit einer vorangehenden Chemotherapie (neoadjuvante Behandlung), da auf diese Weise die Ablösung des Tumors oft leichter ist und in der Folge die Heilungschancen bedeutend steigen.
Wenn der Magen teilweise oder ganz weg muss
Es gibt Situationen bei einer Magenkrebserkrankung, wo die Spezialisten eine teilweise oder ganze Entfernung des Magens in Betracht ziehen müssen. Auch in diesen Fällen bestimmen die Lage, die Grösse und das Wachstumstempo des Tumors das Vorgehen. Gesetzt der Fall, dass der Operateur nur einen Teil des Magens entfernt, wird er das so lösen, dass er den verbleibenden Teil des Magens mit dem Dünndarm verbindet.
Entfernt der Fachmann den ganzen Magen, fertigt er aus einem Abschnitt des Dünndarms eine Art „Ersatzmagen“, den er dann mit der Speiseröhre verbindet. Dieser neue Magen übernimmt ab der Operation bis zu einem gewissen Grad die Speicherfunktion des alten Magens, was für den Patienten eine enorm wertvolle Hilfe ist. Der neue Magen kann aber logischerweise nicht alle Aufgaben genauso bewältigen wie der Originalmagen. So fehlen ihm beispielsweise die Magensäure und andere, für die Verdauung wichtige Stoffe, sodass er zum Beispiel Vitamin B12 nicht mehr richtig aufnehmen kann und man dies mit regelmässigen Spritzen ersetzen muss. Zudem fehlt auch der Schliessmuskel des alten Magens, der für die portionierte Weitergabe des Nahrungsbreis an den Darm verantwortlich ist und der auch verhindert, dass Verdauungssäfte aus dem Dünndarm (Galle, Sekret der Bauchspeicheldrüse) zurück in die Speiseröhre gelangen. Mit einer ausgeklügelten Ernährung kann man diesem Manko aber gut entgegenwirken.
Es gibt Fälle von Magenkrebs, da sind bereits weitere, umliegende Organe (z.B. Lymphknoten, Speiseröhre, Teil der Bauchspeicheldrüse, Milz) vom Magenkrebs betroffen. Wenn dies bekannt ist, entfernt der Chirurg bei der Operation des Magens diese Metastasen falls möglich gleich mit. Immer entfernt er in der Regel die Lymphknoten in der Umgebung des Magens. Dies um sie anschliessend genauer zu untersuchen. Denn sind sie vom Tumor befallen, wird die Nachbehandlung entsprechend intensiviert.