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Die Folgen der Temperaturerhöhung der letzten 50 Jahre lassen sich an der Verschiebung der Nullgradgrenze und bei der Entwicklung der Pflanzen bestätigen.
In den letzten 50 Jahren ist die Temperatur um 0,38 °C pro 10 Jahre gestiegen. Seit 1987 häufen sich die warmen Jahre. Die Nullgradgrenze ist für den Sommer in derselben Periode um 75 Meter pro 10 Jahre angestiegen. Diese Feststellungen lassen sich auch bei der Pflanzenentwicklung im Frühjahr bestätigen.
Langjährige mittlere Jahrestemperatur:
Quelle: BAFU: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01709/index.html?lang=de
Die Abbildung zeigt die Abweichung der mittleren Jahrestemperaturen in der Schweiz von 1864 – 2011 relativ zur Referenzperiode 1961 – 1990. Die jährlichen Abweichungen zur Referenzperiode sind als Balken, die Trendentwicklungen als Linien dargestellt. Die farbigen Linien zeigen den Temperaturtrend für zwei Zeitspannen, 1864 – 2011 (0.12 °C pro Dekade) und 1961 – 2011 (0.38 °C pro Dekade). Im Vergleich dazu ist mit der gestrichelten Linie der Temperaturtrend auf den Landoberflächen der Nordhalbkugel 1864 – 2011 (0.07 °C pro Dekade) dargestellt.
Seit Mitte der 1980er-Jahre lagen alle Jahre über dem Referenzwert 1961 – 1990.
Anstieg der Nullgradgrenze:
Quelle: BAFU: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01709/index.html?lang=de
Der Anstieg der Nullgradgrenze ist ein leicht verständliches Mass für die Klimaerwärmung und den Anstieg der Schneefallgrenze. Die Abbildung zeigt den Verlauf der Nullgradgrenze für a) die Winter- und b) für die Sommermonate. Die Werte wurden bestimmt mit homogenen Temperaturdaten von 28 MeteoSchweiz-Bodenstationen während der Periode 1961/1962 – 2011/2012. Für jedes Jahr sind die Fehlerbalken der Nullgradgrenzenbestimmung angegeben (vertikale Linien).
Für beide Jahreszeiten steigt die Nullgradgrenze signifikant an mit rund 60 m pro Dekade im Winter und sogar mit rund 75 m pro Dekade im Sommer.
Beobachtungen an der Pflanzenentwicklung im Frühling:
Quelle: BAFU: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01709/index.html?lang=de
MeteoSchweiz befasst sich im Rahmen des phänologischen Beobachtungsnetzes seit 1951 mit den im Jahresverlauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von Pflanzen. Das phänologische Beobachtungsnetz umfasst rund 150 Stationen, verteilt über alle Regionen und Höhenlagen der Schweiz. Der Frühlingsindex ist ein integrales Mass für die Abweichung von phänologischen Frühlingsphasen vom mittleren Eintrittstermin in der Periode 1950 – 2011. Generell zeigt sich bei verschiedenen Pflanzenarten in der gesamten Schweiz eine Tendenz zur Verfrühung der phänologischen Frühlingsphasen: Die Abbildung zeigt, dass sich die Vegetation zwischen 1989 und 2003 meist sehr früh entwickelt hat.