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Abrollgeräusche verursachen bereits ab 30 km/h mehr Lärm als die Motoren der Autos. Leise Strassenbeläge können den Lärm markant reduzieren. Die Entwicklung lärmarmer Technologien wird gefördert, weil solche Massnahmen an der Quelle flächendeckend wirken – im Gegensatz zu Schallschutzwänden oder -fenstern.
Je nach Zusammensetzung des Strassenbelags unterscheidet sich die Schallintensität der Abrollgeräusche von Motorfahrzeugen. Ein Belag gilt als «lärmarm», wenn über seine gesamte Nutzungsdauer mindestens 1 Dezibel weniger Lärm entsteht als bei einer konventionellen Asphaltmischung.
Bestimmend für das akustische Verhalten von Strassenbelägen sind die Korngrösse sowie die Gestaltung, Porosität und Elastizität einer Strassenoberfläche. Je kleiner das grösste Korn eines Mischgutes, desto leiser ist ein Belag.
Vorzüge
Lärmarme Strassenbeläge haben folgende Vorzüge:
- Innerorts ist der Einbau von lärmarmen Belägen oft die einzige strassenseitig realisierbare Massnahme zur Lärmreduktion.
- Durch die unmittelbare Wirkung an der Lärmquelle sind oft keine Ersatzmassnahmen bei Gebäuden - wie etwa Schallschutzfenster - erforderlich.
- Es wird nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern der angrenzende Siedlungsraum als Ganzes entlastet.