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Über das luziferisch-dämonische Prinzip als Ausgangsbasis zur höheren magischen Gnosis ist leider bisher wenig veröffentlicht worden.|
Luzifer (lat.: Lichtbringer) : Der Name geht zurück auf Jes. 14,12, wo die Höllenfahrt des Königs von Babel mit dem Sturz des Morgensterns Luzifer vom Himmel verglichen wird.
Weil nach Luk. 10,18 auch der Satan wie ein Blitz vom Himmel fällt, wurde der Name "Luzifer" von den Kirchenvätern auf ihn übertragen.
Dämonen: Im griechischen Altertum ursprünglich, wie bei Homer, die Götter (unter Betonung ihrer übermenschlichen Wirksamkeit), später, seit Hesiod, Zwischenwesen zwischen Göttern und Menschen, die auf die menschlichen Geschicke im guten oder bösen Sinne einzuwirken vermögen. In der griechischen Philosophie wurde der Dämon oder das Dämonische (Daimonion) mehrfach zur Bezeichnung des göttlichen Teils im Menschen.
In vielen primitiven Religionen spielt der Glaube an die Dämonen eine außerordentliche Rolle. In vielen Kulturreligionen, aber ebenso im Aberglauben der europäischen Kulturvölker haben sich Stücke des Glaubens an gute und böse Dämonen erhalten.
In der neuzeitlichen Lehre vom Menschen bezeichnet das Dämonische eine innere Struktur, in der unbewußte, übermächtige Kräfte, deren er selbst nicht Herr ist, den Menschen antreiben, ihn zu außerordentlichen Leistungen befähigen, insbesondere ihm Gewalt über andere Menschen verleihen.
Heute überwiegt in dem Begriff "Dämonie" das Moment des Bösen ("Dämonie der Macht, des Verbrechens").
Eingeweihte in luziferisch-dämonische Magie sind selten. Um voll aus dem Reservoir des Luziferisch-Dämonischen zu schöpfen, bedarf es unbedingt der Kontakte zur linken Macht auf diesem Planeten und im Universum. Um über eine derartige Thematik zu schreiben, sind Kenntnisse und Erkenntnisse aus erster Hand notwendig.
Um ein richtiges Verständnis für das luziferisch-dämonische Prinzip zu bekommen, muß man sich vergegenwärtigen, daß zwei Universal-Grundkräfte im Universum herrschen.
Jeder Magier sollte sich mit diesen universellen luziferischen Kräften verbinden, indem er sich einen magischen Katalysator schafft, aus dem er permanent diabolische Kräfte schöpfen kann.
Die Dämonen sind die Diener Luzifers. Sie sind die Vollstrecker der Befehle und Gesetze aus dem luziferischen Prinzip.
Der Kult der Dämonen besteht in der Aufführung magischer Rituale, die auf den Charakter und die Wirkungsform des betreffenden Dämons.Bezug haben, sowie in der Darbringung von Opfern, durch welche der Magier sich mit der diabolischen Gottheit verbindet und immer neue Kraftfülle erlangt.
Das Opfer ist die geheimnisvollste Tatsache im ganzen Dämonenkult. Sein Sinn besteht nicht lediglich darin, dem Dämon irgendwelche Dinge zu "schenken", um ihn günstig zu 'stimmen, sondern seine eigentliche Bedeutung liegt in dem magischen Einswerden mit dem Dämon selbst. Durch das Opfer gewinnt der Dämon immer neue Blutfülle und Realität, während der Magier sich immer neu mit dämonischen Kräften sättigt.
Schon aus diesem Grund ist klar, daß Magie ohne ausgesprochenen Dämonenkult eigentlich nicht möglich ist, denn nur durch den Kult, und speziell durch das Opfer, wächst die dämonische Kraft und steigern sich die magischen Fähigkeiten. Im Opfer liegt das Geheimnis des Daseins. Es heißt: "Die Seele aller Wesen, die Seele aller Götter, das Opfer." Darum ist die Macht des Opferpriesters unbegrenzt.
Das Opfer bezweckt die Vereinigung und Verschmelzung mit dem Dämon und hatte ursprünglich äußerst blutige und orgiastische Formen.
Der "linke Pfad" besitzt ebenfalls eine Evolutionsleiter, auf der der Aspirant aufsteigen kann bis zum höchsten Grad der satanistisch-diabolischen Vollkommenheit.
Das Luziferische befaßt sich immer mit den tiefarchaischen und subkosmischen Tiefenkräften des Antikosmos.
Durch Invokation und Evokation kann sich der Satanist mit den dämonischen und luziferischen Kräften in Verbindung setzen.
Diese Kräfte und dämonischen Wesen aus einer Sub-Ebene sind immer plutonisch und transplutonisch gefärbt.
Das Luziferisch-Dämonische ist durch interplanetarische Knotenpunkte mit dem plutonisch-algolischen Prinzip der Weltdynamik verbunden und wird hierdurch von dämonisch-luziferischen Kräften gespeist. Im Kern der höheren Oktave sind diese Kräfte rein saturnisch-dämonisch gefärbt mit einer dynamischen Vibration.
Das Luziferisch-Dämonischeha hat sein Zentrum außerhalb unseres Sonnensystems. Sein Hauptretreat befindet sich in der Nähe des Sterns Algol. Dort existiert auch die "Große Schwarze Bruderschaft". Sie strahlt permanent luziferisch-dämonische Schwingungen ins Universum und an bestimmte Knoten-und Kardinalpunkte im Kosmos.
Jede dämonisch-magische Welt ist zentriert auf die großen Einzelnen, von denen die zeugenden Grundvorstellungen ausgehen. Jeder Magier ist umgeben von einem Kraftfeld para-kosmischer Energien, er wirkt im höchsten Sinn "ektropisch" auf die kosmische Dynamik.
Der Kosmos hat ein direktes Interesse nur an den starken und ektropischen Individuen. Daraus folgt zugleich, daß der Kosmos kein wesentliches Interesse hat an der Anzahl, an einer möglichst hohen Zahl von Individuen. Denn der bestimmende ektropisierende Einfluß geht nie von der Menge aus, sondern immer nur von wenigen, die dadurch ihrer Zeit voraneilen. Die Ladung mit kosmischer Dynamik, welche durch die dämonische Communio erzeugt wird, gestaltet den Magier zu einem immer umfasserenden Werkzeug der parakosmischen Kräfte um, so daß ihm schließlich nichts mehr unmöglich ist.
Er wird in den Stand gesetzt, seine" Körpersphäre zu verändern, zu erweitern, zu verengen oder völlig umzulagern und sie so in andersartige energetische Aggregatzustände überzuführen. Er vermag aber auch über seine Körpersphäre hinaus magische, d.h. hochkompliziert-energetische Wirkungen auszuüben.
Der Dämon oder Gott ist, wie wir sahen, die punktu-ale Projektion der gesamten kosmischen und parakosmischen Dynamik in uns. Er ist der Kosmos in seiner ganzen Unendlichkeit, er ist aber auch Zentrum unseres "Ichs".
Das Erste und allein Wesentliche ist die Communio mit dem Dämon, d.h. ein Akt sakraler Triebhaftigkeit.
Diesem Kardinal-Akt gegenüber ist alles andere lediglich Ausfluß, nie und nimmer aber Ausgangspunkt.
circa 1990
Sammlung von Texten von Walter Jantschik
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