Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03457.jsonl.gz/1844

Terrainveränderungen sind vollständige oder teilweise Veränderungen des Aufbaus von Böden durch Auf- oder Abtrag von unverschmutztem Bodenmaterial. Der Begriff "Terrainveränderungen" umfasst im Merkblatt Geländeveränderungen, Aufschüttungen, Auffüllungen, Ab- und Aufhumusierungen, Niveauausgleiche und Bodenaufwertungen.
Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone können nur bewilligt werden
- unmittelbar bei einem Bauobjekt
- oder wenn dadurch die Bodenfruchtbarkeit deutlich verbessert wird.
Topografisch bedingte Bewirtschaftungserschwernisse ortsüblicher Art oder Bewirtschaftungseinschränkungen bei natürlich gewachsenen Böden mit standorttypischer Bodenfruchtbarkeit berechtigen nicht zu einer Terrainveränderung.
Die Regeln für Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone sind im Merkblatt "Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone" und dem zugehörigen Verfahrensschema zusammengefasst. Mit einer Ausnahme sind alle Terrainveränderungen baubewilligungspflichtig. Bei Terrainveränderungen grösser als 5'000 m2 ist der Beizug einer bodenkundlichen Baubegleitung notwendig. Bei kritischen Verhältnissen (z.B. hohe Tongehalte, Vernässung) wird eine bodenkundliche Baubegleitung auch bei kleineren Flächen empfohlen.
Das Resultat einer Terrainveränderung ist ein hochwertiger, fruchtbarer Boden mit korrektem Bodenaufbau und ausreichenden Mächtigkeiten der verschiedenen Horizonte. Es darf nur unverschmutztes, geeignetes Material eingesetzt werden.