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Wer im 19. Jahrhundert als uneheliches Kind zur Welt kam, hatte schlechte Karten. Hermann Hungerbühler stellt in «Hoffnung auf ein besseres Leben» das Leben von ledigen Müttern und ihren Neugeborenen in Rapperswil und Umgebung um 1830 dar – eine jener traurigen Geschichten, die noch weit ins 20. Jahrhundert hinein nachklangen.
Das generelle Thema des Buchs ist die Verstrickung der Schweiz in den Kolonialismus im 19. Jahrhundert. Konkret geht es um die Biografien von vier Ostschweizer (Appenzeller) Handelsreisenden, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Südostasien ihr Glück versuchten (hauptsächlich auf Java und Sumatra, niederländisches Kolonialgebiet). Ihre unterschiedlichen Lebenswege stehen als prototypische Beispiele für globales Unternehmertum von Schweizern in den damaligen kolonialen Strukturen.