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Ursprünglich sollte dieser Blogeintrag nur der angekündigte zweite Teil zu Pascal Voggenhuber sein, in welchem ich die Ergebnisse meiner bescheidenen Recherche kurz zusammenfasse. Das mache ich im Nachfolgenden auch, in der Zwischenzeit war auf TalkTäglich aber ein weiteres «Medium» zu Gast: Am 10. November sass Kim-Anne Jannes, Teilzeitangestellte des deutschen Fernsehsenders RTL, dem Moderator Markus Gilli gegenüber.
Gegenüber den Ausführungen Jannes' war der Auftritt Pascal Voggenhubers, trotz Geschichten um angebliche Mitarbeit mit der Polizei, geradezu zahm. Die Sendung ist online in voller Länge abrufbar.
Dieser Blogeintrag besteht aus zwei Teilen:
- Pascal Voggenhuber, Medium (Teil 2)
- Kim-Anne Jannes, Medium
Pascal Voggenhuber, Medium (Teil 2)
Im ersten Blogeintrag zu Pascal Voggenhuber habe ich seinen Anspruch, mit Toten Kontakt aufnehmen zu können, kritisiert und seinen Sinn fürs Geschäft dargestellt. Als heikel habe ich die Ausführungen Voggenhubers zu seiner angeblichen Mitarbeit mit «der Polizei» dargestellt: Mein ursprünglicher Reflex bei war Empörung darüber, dass es in dem Rechtsstaat Schweiz Polizeibehörden gibt, welche den Rat von «Medien» wie Voggenhuber suchen. Damit werden wesentliche Prinzipien aufgeklärter Strafverfahren ad absurdum geführt: Strafverfahren sollen empirische Sachverhalte klären; es ist unzulässig, sich dabei auf unwiederlegbare Aussagen zu stützen. Voggenhuber kann behaupten, die Geister hätten A gesagt, jemand anderes kann behaupten, die Geister hätten B gesagt, und beide Behauptungen sind irrelevant.
Wie im ersten Blogeintrag beschrieben, habe ich den skeptischen Weg gewählt: Was lässt sich über diese angebliche Zusammenarbeit Voggenhubers mit «der Polizei» wirklich sagen? Fand selbige überhaupt statt?
An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass ich diese Frage nicht abschliessend habe klären können. Es deutet aber, wie ich aufzeigen möchte, Einiges darauf, dass diese Kooperation Voggenhubers mit der Polizei zumindest in der Schweiz nicht stattfand und gegenwärtig nicht stattfindet.
Zunächst habe ich mich an Voggenhuber selber gewendet. Konkret nahm ich schriftlich mit Voggenhubers «SoHam Center» Kontakt auf. Mit wem ich Emails austauschte, weiss ich bis heute nicht: Die Person gab sich stets als «SoHam Team» zu kennen, nicht mit richtigem Namen. Ich habe zu verstehen gegeben, wer ich bin und warum ich meine Anfrage an das «SoHam Team» richte.
Das «SoHam Team» war nicht bereit, Informationen über die betroffene(n) Kantonspolizei(en), mit welcher bzw. welchen diese Zusammenarbeit zustande gekommen sein soll, preiszugeben. Der Grund:
Bitte haben Sie Verständnis das wir nicht einfach so Informationen rausgeben dürfen. Da es sich bei den meisten Fällen um laufende Verfahren handelt. [sic]
Nach meiner Antwort, in welcher in zu erklären versuchte, dass ich nicht Informationen über in die angeblichen Verfahren involvierte Personen suche, sondern bloss die Angabe einer Kantonspolizei, mit welcher diese angebliche Zusammenarbeit stattfand, wünsche, kam u.a. folgende Replik:
Für uns ist die Zusammenarbeit viel zu wichtig als das wir sie zerstören lassen durch negativ Blogs. Sicher verstehen Sie das wir so keine Adressen rausgeben. [sic]
Auf meine dritte Email, in welcher ich ein weiteres Mal klären wollte, um was genau ich bitte, wurde nicht geantwortet.
Ich halte also fest: Pascal Voggenhuber gibt keinerlei Auskunft zu seiner angebliche Mitarbeit mit Polizeibehörden in der Schweiz.
Mein nächster Schritt war, alle Korps der schweizer Kantonspolizeien schriftlich anzufragen, ob eine derartige Mitarbeit, wie Voggenhuber sie behauptet, in Vergangenheit stattfand oder gegenwärtig stattfindet. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogeintrags erhielt ich 17 Antworten (16 Mal schriftlich, 1 Mal telefonisch), 15 davon aus deutsch-, 2 aus französischsprachigen Kantonen.
Das Ergebnis: In keinem dieser Kantone geht die Polizei aktiv auf «Medien» zu, eine derartige Zusammenarbeit mit Voggenhuber fand nicht und findet nicht statt. Auf zwei indirekte Arten kann es aber sein, dass Voggenhuber der Polizei «hilft»:
- Betroffene Zivilpersonen wenden sich an Voggenhuber.
- Voggenhuber reicht selbstständig und unaufgefordert Hinweise ein - diesen würde, wie allen Hinweisen aus der Bevölkerung, kritisch nachgegangen.
Mit dieser kleinen Recherche ist nicht ausgeschlossen, dass es einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Kantonspolizeien geben kann, welche der Meinung sind, Voggenhuber besitze tatsächlich übersinnliche Fähigkeiten. Für die Darstellung Voggenhubers, er werde aktiv von der Polizei aufgeboten, um mitzuhelfen, spricht allerdings nichts.
Ebenso gibt es keinerlei Gründe, die Aussage Johannes B. Kerners in der Sendung «Kerner» aus dem Jahr 2009, welche dieses Thema aufgreift, als wahr anzusehen: Kerner erwähnt, die Sendungsmacher hätten bei der «schweizer Polizei» nachgefragt und in Erfahrung gebracht, dass es «punktuell Zusammenarbeiten» gibt (Minute 16).
Kim-Anne Jannes, Medium
Die Einleitung zu Beginn der Sendung gibt, wie gewohnt bei TeleZüri, die unkritische Richtung vor: «Sie redet mit Verstorbenen, sie hat enge Beziehungen zum Jenseits».
Uwe Barschel, das Medium, die Medien
Uwe Barschel, das Medium, die Medien
Das erste Thema, welches Gilli anspricht, sind negative Kommentare zu der Ende Oktober (pünktlich zu Halloween) ausgestrahlten Sendung «Das Medium», in welcher Jannes behauptet, mit dem 1987 in Genf durch Freitod verstorbenen Politiker Uwe Barschel Kontakt aufgenommen zu haben. Das wenig überraschende Ergebnis dieser Sendung: Barschel wurde ermordet, eine Verschwörung ist in Gange.
Ob sie solche Kritik treffe, möchte der Moderator Gilli von Jannes wissen - «Nö». Sie habe das «absolut erwartet», weil sie weiss, wie «die Leute funktionieren», wie «zumindest die Medien funktionieren». Man müsse den Unterschied machen; da seien «ein Mal der Zusachauer, die Menschen» und «ein Mal der Journalismus», das seien «wirklich zwei Welten».
Was bedeutet diese Blitzanalyse der Medien durch Jannes? Zunächst wenig: Sie behauptet nur, dass zwischen (professionellem) Journalismus und Publikum ein Unterschied besteht, was auch kaum jemand bestreiten dürfte: Journalistinnen und Journalisten stellen publizistische Inhalte her, das Publikum rezipiert diese (die gegenwärtigen Möglichkeiten der Online-Kommunikation relativieren diese strikte Einweg-Kommunikation zwar ein wenig, wofür vielleicht auch der «skeptiker-blog» als Laien-Schreiberei ein Beispiel ist, die Teilung in professionelle HerstellerInnen und Publikum dürfte vorläufig aber noch bestehen bleiben).
Was Jannes aber implizit sagt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer wissen schon, dass ihre angebliche Kontaktaufnahme mit Uwe Barschel und sonstigen Toten wirklich stattfindet, die elitären Medien aber rümpfen die Nase und wollen das nicht akzeptieren. Dieses «straw man»-Argument sagt zwar nichts darüber aus, ob die Kritik an Jannes gerechtfertigt ist oder nicht, ein anderer Aspekt ist aber interessanter: Es sind gerade etablierte Medienorganisationen (RTL oder eben TeleZüri), welche Jannes unkritisch Zugang zur Öffentlichkeit gewähren.
Dieses kurze Argument Jannes’ ähnelt einer gängigen Strategie populistischer Politik: Ein Antagonismus zwischen «dem Volk», welches versteht, wie die Dinge wirklich stehen, und der Elite, welche sich gegen «das Volk» verschwört, wird inszeniert. Dabei sind jene Akteure, welche den Anspruch haben, «das Volk» zu vertreten, in der Regel selber Mitglieder jener Elite, welche sie als Wurzel allen Übels darstellen.
Zusammengefasst: Jannes kritisiert das Mediensystem, auf dessen Klaviatur sie selber bestens spielt.
Eine Einführung in Übersinnliches
Der Grossteil der Sendung besteht aus leidlich logischen Versuchen Jannes’, zu erklären, warum und wie ihre angeblichen übersinnlichen Fähigkeiten wirken.
In Minute 6 spricht Jannes an, was ähnlich schon Pascal Voggenhuber erklärt: Jeder Mensch verfüge grundsätzlich über übersinnliche Fähigkeiten, es ist nur ein bestimmtes Mass an Training nötig. Wie erwartet verkauft auch Jannes Produkte, mit welchen diese angeblichen Fähigkeiten geübt werden können (Quelle):
In Minuten 7 und 8 erklärt Jannes, dass ihre Hunde auch über übersinnliche Fähigkeiten verfügen. Leider führt Jannes nur die Fähigkeiten eines der Hunde aus: Er sehe «verstorbene Kinder». Genauer erklärt:
«Es kommen Leute zu mir, die kenne ich nicht, ich weiss auch nicht warum die kommen, welchen Kontakt die wollen. Dann steht der Hund auf, läuft zu denen, und begrüsst sie auf eine ganz spezielle Art und Weise. Dann weiss ich, die haben ein Kind in der geistigen Welt. Und irgendwann hab ich das Mal entdeckt, weil ich dachte, Mensch, wo ist da der Unterschied? Dann hab ich ihn Mal in so einem grossen Vortrag durch den Raum geschickt und habe gefragt, ob ich ein Experiment machen dürfte, das hab ich wiederholt, und er ist zielstrebig nur zu den Leuten gegangen, die wirklich Kinder verloren haben. Und nachher ist er bei einer Frau gar nicht mehr weggegangen und die hat vier Kinder verloren.»
Es gibt zahlreiche diesseitige mögliche Erklärungen für das angebliche Verhalten des Hundes Jannes’ (beispielsweise zeichnen sich die Eltern verstorbener Kinder vielleicht stressbedingt geruchlich aus), wichtiger sind aber grundsätzlichere Überlegungen. Zum einen gilt, dass anekdotische Evidenz aus eigener Erfahrung kaum aussagekräftig ist. Zum anderen: Angenommen, Jannes könne tatsächlich mit Toten kommunizieren. Dann müsste doch offensichtlich sein, dass Jannes selber möglicherweise das angebliche spezifische Verhalten des Hundes auslöst; egal ob, bewusst oder unbewusst (z.B. durch «ideomotorische» Vorgänge).
Jannes’ Anekdote mit den «Experimenten» während Vorträgen ist eine gute Erklärung für die Notwendigkeit von Doppelblindverfahren: Jannes hat diese «Experimente» selber durchgeführt; die Gefahr der Beeinflussung ist gegeben. Zudem ist fraglich, ob die Erfolgsquote des angelich übersinnlich begabten Hundes, wie Jannes beschreibt, bei 100% liegt. Ich vermute, dass Jannes eher unter einer Alltagsform des «confirmation bias» leidet (aussergewöhnliche Alltagserfahrungen werden als kausal bedingtes Muster interpretiert; dem widersprechende Information wird ignoriert).
In Minute 10 führt Jannes das «one of us»-Argument fort: Gewisse Leute, so Gilli, sagten, Jannes sei eine Hexe. «Ich empfind mich nicht so. Ich bin ein ganz normaler Mensch, ich liebe Formel 1 [...]». Ob jemand, der Formel 1 liebt, ein «normaler» Mensch ist, sei dahingestellt (Update 24.11.: Ja, das soll ein Scherz sein).
Jannes jedenfalls erklärt sich weiter, um sich von scheinbar unseriöseren Verteterinnen und Vertretern ihrer Zunft zu distanzieren: «Ich kann mit diesem ganzen Esoterik-Kram und diesen Hui Buh und so Zeugs nichts anfangen». «Rein theoretisch gehör ich da sicherlich irgendwie rein, aber ich selber empfind mich da als absolut falsch. Aber eben, ich empfind mich selbst auch nicht als was Besonderes, Aussergewöhnliches».
Jannes behauptet, mit Toten sprechen zu können und meint, ihre Hunde könnten Ähnliches vollbringen. Mit Esoterik-Kram und Hui Buh-Zeugs hat das aber, verständlicherweise, nichts zu tun - sie ist schliesslich ganz normal.
In Minute 12 ist Jannes’ tote Mutter, welche als Geist noch da sein soll, Thema. Wie ihre Mutter denn da sei, möchte Gilli wissen. «Das ist ein bisschen, wie wenn Sie an der Kasse stehen und hinten rückt Ihnen einer relativ nah auf die Pelle und Sie drehen sich gar nicht um, aber Sie spüren, da steht einer.»
Das «An der Kasse stehen und die Person hinter sich spüren»-Argument - scheinbar unter medial gesegneten nicht unbeliebt.
Weiter in Minute 12 fragt Gilli, wie wir uns das «Jenseits» vorstellen müssten. «Also eigentlich ein neutraler Zustand, also es ist angenehm; es gibt eigentlich nicht mehr wirklich so ein Ego, ja, keinen Körper mehr, aber ansonsten habe wir alles noch, was wir jetzt hier auch haben. Gefüle, Erinnerungen, all so was.».
Gilli: «Also es ist nicht fertig mit dem Tod, das sagen Sie ganz klar.».
Jannes: «Ja gut, sonst würd ich mir das ja alles ausdenken». Und lacht, weil dieser Gedanke so abwegig ist.
Jannes führt uns tiefer die die Geheimnisse des Jenseitigen: «Der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Verstorbenen ist eigentlich nur, dass der Mensch noch einen materiellen Kern hat und das Ego in der Verbindung, das Ich-Bewusstsein, und das hat einfach die Seele nicht mehr.».
«Die geistige Welt ist so ein bisschen, ja ich sag mal durchsitiger, vielleicht kann man sich das so vorstellen, aber es ist einfach ein neutraler Zustand. Aber auch ne Form von Materie, aber ist für uns natürlich nicht messbar». Eine Form von Materie, welche «natürlich» nicht messbar ist - wäre ja auch zu einfach.
Der Höhepunkt der Ausführungen Jannes’ zur Geisterwelt ist in Minute 17: Gilli möchte wissen, wie es mit Zeichen von Verstorbenen aussieht, z.B. der Manipulation elektrischer Geräte. Solche Dinge könnten vorkommen, und zwar weil: «Das hat einfach damit zu tun, dass die Schwingung von der Seele ist ja ähnlich wie die elektrische Frequenz und die legt sich dann quasi wie oben drüber und kann das wie irritieren».
Und: «Das ist also ein ganz normales physikalisches Phänomen, das ist gar nicht so was Besonderes».
Ich gebe zu, hier fing ich an zu lachen. Die Frage, ob dieses «normale physikalische Phänomen» in irgendeiner Art messbar ist, erübrigt sich, da Jannes vorher erklärte, die «geistige Welt» sei eine Form von Materie, aber «natürlich» nicht messbar.
Die Schlusserklärung ist köstlich:
«Wenn jemand das Gefühl hat, es ist ein Verstorbener im Raum, das merkt man am Körper und der Körper kann nicht lügen, das ist ganz wichtig, dann sollte man auch sagen, ja, das ist so, anstatt, das hab ich mir eingebildet. Kann man sich nicht einbilden, weil der Körper nicht lügen kann.».
Jannes bringt das unaufgeklärte Weltverständnis auf den Punkt: Der eigene Körper kann nicht lügen. Eigene Erfahrungen sind immer «wahr» - darum muss es Götter, Geister und verborgene Energien geben. Darum haben andere immer Unrecht, darum weiss ich es besser - es ist einfach so.
Ein Hauch von Kritik: Die Frage nach dem Geld
Zu keinem Zeitpunkt hinterfragt Gilli den Anspruch Jannes’, tatsächlich einen Draht zur «geistigen Welt» zu haben, nie spricht er Jannes auf ihre ungültigen Argumente an. Gilli greift aber das Portemonnaie an: In Minute 15 sagt er, das Ganze sei für Jannes auch ein «riesen Business». Sie nennt keine Zahlen, aber Jannes sagt, sie würde verhältnismässig wenig verdienen. Hier wiederhole ich mein Argument, dass der Preis bei Scharlatenen wie Jannes kein Problem ist, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Eine problematische Aussage Jannes’ ist folgende: «Ich bin wesentlich günstiger als so mancher Psychologe und ähm..., oder Anwalt oder sonst was».
Allen Ernstes vergleicht Jannes ihre «Qualifikationen» mit in der wissenschaftlichen Disziplin der Psychologie Geschulten. Welche Funktionen einer Anwältin oder eines Anwaltes Jannes ersetzen können soll, ist mir völlig schleierhaft.
Fazit: Das Problem sind nicht Medien, sondern Medien
Pascal Voggenhuber und Kim-Anne Jannes sind nicht bloss Scharlatane, verkaufen nicht einfach «snake oil», glauben nicht einfach an Pseudowissenschaft. Ein scheinbar grosser Teil ihrer Klientel sind Menschen, welche, emotional aufgewühlt, Hilfe suchen. Es ist möglich, dass mein Vorwurf der Scharlatanerie, welcher wissentlich unlauteres Verhalten meint, unangebracht ist. Vielleicht sind beide überzeugt, übersinnliche Fähigkeiten zu verfügen und vielleicht wollen sie in der Tat anderen Menschen helfen - für solche Dienstleistungen Geld zu erhalten, ist an sich nicht anrüchig oder gar illegal.
Das eigentliche Problem ist, dass absolut nichts die Annahme, Voggenhuber und Jannes würden in Tat und Wahrheit über ihre angepriesenen Fähigkeiten verfügen, stützt. TeleZüri versagt, weil der Sender der eigenen Verantwortung als verhältnismässig gewichtige mediale Stimme nicht gerecht wird.
Medienphänomene wie Pascal Voggenhuber und Kim-Anne Jannes sind Symptome boulevardisierter Mediensysteme: Emotion und Spektakel haben vorrang vor kritischem Hinterfragen, und Journalismus verkommt so zu blosser Inszenierung.