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Bundesrat Cassis plädiert für ein neues Freihandelsabkommen mit Südafrika
An der Freihandelsfront ist emsiges Treiben angesagt: Nun fordert Bundesrat Cassis, dass für die Schweiz im Handel mit Südafrika die gleichen Bedingungen herrschen wie für EU-Staaten. Der Aussenminister plädiert für ein neues Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), zu der auch die Schweiz gehört, und Südafrika.
So wichtig sind die Wirtschafsbeziehungen allerdings nicht: Auf der Rangliste der Schweizer Handelspartner nimmt Südafrika nur gerade den Rang 36 ein. Gemäss Informationen zu den bilateralen Beziehungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA importierte die Schweiz insbesondere Edelmetalle, während Südafrika pharmazeutische Erzeugnisse, Maschinen, Präzisionsinstrumente und Uhren einführte. Aufgrund der Korruption wächst die südafrikanische Wirtschaft zurzeit praktisch nicht. Allerdings ist das Land der wichtigste Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Umgekehrt steht die Schweiz bei Südafrika etwa an 25. Stelle.
Zudem ist das Land ein wichtiger Stützpunkt für Schweizer Unternehmen, um mit umliegenden afrikanischen Ländern Beziehungen zu knüpfen. Insgesamt ist es ein Versuch der Schweiz, gleich lange Spiesse in Südafrika zu erhalten wie die EU-Länder.