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Ursprünglich war die Maispflanze in Mexiko heimisch. Mit Kolumbus ist sie nach Europa gelangt, wurde hier aber lange Zeit nur als Zierpflanze verwendet. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie auch in Europa als Getreide angebaut.
In der Schweiz wird inzwischen rund ein Viertel der Ackerfläche für den Maisanbau verwendet. Der Grossteil davon ist nicht Süssmais, sondern Futtermais. Die Pflanze braucht viel Licht und Wärme. Deshalb lohnt sich der Anbau in unserem Land nur unterhalb von 750 Metern über Meer und die Erntesaison ist kurz.
Welternährer Nummer eins
Der Mais ist das weltweit wichtigste Getreide. Die jährliche Erntemenge ist grösser als jene von Reis und Weizen. Dabei wird Mais in Entwicklungsländern meist für die menschliche Ernährung eingesetzt. In Industrieländern wie der Schweiz wird Mais vorwiegend zu Futterzwecken für Vieh angebaut.
Die Maispflanze gehört zur Familie der Süssgräser. Es existieren rund 50'000 verschiedene Maissorten. Weltwirtschaftlich bedeutend ist die kultivierte Unterart "Zea mays" der Unterart "mays". Die USA sind der weltweit grösste Maisproduzent, gefolgt von China und Braslien.
Tipp der Woche
Maizena ist aus Mais gewonnenes, von Eiweiss, Fett und Fasern befreites Stärkemehl. Es wird zum Binden und Andicken von Suppen, Saucen und Desserts oder Fondues verwendet. Gegenüber anderen Stärkemehlen wie Kartoffelstärke hat Maizena den Vorteil, dass man es länger kochen kann, ohne dass die Flüssigkeit wieder dünn wird. Wichtig ist, dass das Maizena vor dem Kochen in kaltem Wasser gelöst wird.
Viele Kohlenhydrate - wenig Eiweiss
Mais enthält gleichviele Kohlenhydrate wie beispielsweise Reis. Im Vergleich zu anderen Getreidearten enthält Mais wenig Eiweiss. In Ländern mit hohem Maiskonsum werden zu den Maismahlzeiten deshalb oft Hülsenfrüchte (beispielsweise Kokosnüsse) gegessen. Die Körner können auch gekocht, enthülst und nass vermahlen werden. Dank dieser Verarbeitung kann die menschliche Verdauung einige lebenswichtige Eiweissstoffe des Maises aufnehmen.
Von Tortillas bis zum Biogas
Aus Mais entstehen viele Nahrungsmittel wie Branntwein, Sirup, Zucker, Öl, Maismehl oder Trockennahrungsmittel. In der Industrie kann Mais Bestandteil von Kunststoff, Öl, Schleifmittel, Farben oder Seifen sein. Ein stark wachsender Anteil an Mais wird zur Energiegewinnung in Biogasanlagen eingesetzt.
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Maisbrötchen
Für 12 Stück
Butter für das Blech
350 g Dinkelmehl
150 g Maismehl
2 TL Salz
2 1/2 TL Backpulver
250 g Halbfettquark
ca. 2 dl Milch
Maismehl zum Bestäuben
Mehl, Salz und Backpulver mischen, eine Mulde formen. Quark und Milch hineingeben. Zu einem glatten Teig kneten. Teig halbieren und 2 Rollen (ca. 40 cm lang) formen. Schräg je in ca. 6 gleich grosse Stücke schneiden. Auf ein bebuttertes Blech geben, mit einer Schere mehrmals einschneiden. Mit Mehl bestäuben. In der Mitte des auf 180 °C vorgeheizten Ofens 20 Minuten backen. Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen, 5-10 Minuten fertig backen.
Maismehl ist in Drogerien und Reformhäusern erhältlich.
Quelle: www.swissmilk.ch/rezepte