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Nutzniesser des Projektes sind 70 Chimanes-Familien (ca. 350 Personen) aus 3 Chimanes-Siedlungen im Distrikt von Xiamas. Das Dorf Xiamas liegt im Amazonastiefland weit abgelegen von der Zivilisation (ca. 50 km zur peruanischen Grenze). Ein Dorf mit etwa 1000 Einwohnern, die von der Holz- und Agrarwirtschaft leben. Der Hauptteil der arbeitenden Männer sind ungelernte Taglöhner, die für einen Hungerlohn in Sägereien arbeiten und als Waldarbeiter Bäume fällen. Ihre kargen Löhne reichen nicht aus ihre Familien zu ernähren und ihre Frauen verdienen in der Landwirtschaft oder in den Sägereien dazu. Die Chimanes-Waldindianer leben an Flussläufen des Hundumo-Flusses im Umfeld von Xiamas im tropischen Urwald an Orten, wo sie natürliche Nahrung (Jagd, Fischfang, Pflanzen) bzw. Arbeit als Tagelöhner für ihren Lebensunterhalt finden. Die 70 Familien leben hauptsächlich in 3 Siedlungen in Gruppen von 18, 25 und 27 Familien. Die Chimanes sind mit ihren Bedürfnissen stark auf Xiamas ausgerichtet. D.h. alles was der Wald/der Fluss nicht liefert, müssen sie in Xiamas erwerben. Ebenso müssen sie dort ihre Behördengänge erledigen. Eines der grössten Probleme bildet die vorübergehende Unterkunft der Kranken und Verunfallten, die auf den Flug nach Rurrenabaque / La Paz warten müssen. Zweimal pro Woche kommt das Kleinflugzeug von La Paz über Rurrenabaque und bedient Xiamas. Die Landverbindung nach Rurrenabaque (nächstes Kleinspital) ist über ca. 20 km nur ein breiter Flurweg, welcher Flüsse durchquert, die bei Regen unpassierbar sind. Somit bleibt nur der Weg durch die Luft. Die Unfallopfer sind i.d.R. Waldarbeiter, welche beim Fällen von Bäumen oft schlimme Unfälle erleiden und bis zu 2 Tagesmärschen durch den Urwald auf notdürftig gezimmerten Bahren transportiert werden müssen. In Xiamas angekommen müssen sie und ihre Angehörigen auf den Flug warten – oft auf der Strasse, unter Bäumen oder im Park des Dorfplatzes, da Xiamas über keine Hotels oder sonstige Unterkünfte verfügt.
Diesen menschenunwürdigen Zustand haben wir durch unser Projekt mit dem Bau einer Notunterkunft beseitigt.
Fakten
- Bau und Einrichtung einer Notunterkunft für Kranke und Unfallopfer in Xiamas
- Baujahr: 2018
- Bau- und Einrichtungskosten: USD 29 305
- Grundstück: von der Gemeinde Xiamas zur Verfügung gestellt
- Räumlichkeiten: Küche, 3 Schlafräume mit Betten ausgestattet, gedeckte Loggia als Warteraum, Sanitär
- Betreiber: Gemeinde Xiamas
- Nutzung: vorübergehender Aufenthaltsraum und Übernachtungsort für wartende Patienten und ihre Begleitpersonen
- Nutzniesser: 70 Chimanes-Familien (ca. 350 Personen) aus 3 Chimanes-Siedlungen im Distrikt von Xiamas