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Interessenten sind eingeladen, zu diesem Bericht wie auch zu den neuen Wenra-Berichten über die Sicherheit bei der Stilllegung sowie die Lagerung bestrahlter Brennstoffe und radioaktiver Abfälle bis am 1. Juni 2006 Kommentare einzureichen. Die Studien sind online zu finden.
Unter harmonisierter Sicherheit versteht die Arbeitsgruppe, dass zwischen den verschiedenen Ländern keine wesentlichen Differenzen bei den grundsätzlichen, formell erlassenen nationalen Sicherheitsanforderungen und der Umsetzung in den Kernkraftwerken bestehen. Um den Stand der Harmonisierung festzustellen, wählte die RHWG ein Vorgehen in fünf Schritten. Zuerst legte sie für 18 Sicherheitsfragen Referenzanforderungen fest, wobei sie sich an die Empfehlungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) hielt. Sie reichen vom Sicherheitsmanagement über die Auslegung, den Betrieb und Sicherheitsüberprüfungen bis zur Notfallbereitschaft. Im zweiten Schritt verglich jedes Land seine Regelwerke und die praktische Umsetzung mit den Referenzanforderungen. Diese Standortbestimmungen unterlagen im nächsten Schritt der Beurteilung durch ein internationales Peerverfahren. Im vierten Schritt erfuhren die nationalen Standortbestimmungen eine Überarbeitung, und in einigen Fällen erforderten die Referenzanforderungen Anpassungen. Im abschliessenden fünften Schritt legte die RHWG für jedes Land den zur Harmonisierung nötigen Änderungsbedarf bei den Regelwerken und der Umsetzung fest.
Als Ergebnis zeigt die Studie, dass in den Kernkraftwerken die meisten Referenzanforderungen bereits heute eingehalten werden. Hingegen besteht in allen Ländern noch ein beträchtlicher Nachholbedarf bei der Regelwerkharmonisierung. Einige Länder haben diese umfangreiche Arbeit bereits in Angriff genommen.
Quelle
P.B. nach Wenra RHWG, Harmonization of Reactor Safety in WENRA Countries, Januar 2006, und Wenra, News, 16. Januar 2006