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Rund zweihundert Lichtjahre entfernt, in etwa 2 000 Billionen Kilometern, wurden durch das Keplerteleskop der NASA zwei etwa erdgrosse Planeten entdeckt.
Künstlerische Darstellung von erdgroßen Planeten um einen Roten Zwergstern (Illu.). Copyright: NASA/JPL - See more at: http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/keplerentdeckt-2-erdgrosse-planeten-um-sonnennahen-stern20151026/#sthash.zB3OfLe1.dpuf
Diese Planeten kreisen wie unsere Erde um einen Stern herum. Dieser Stern liegt in unserer Milchstrasse, die eine Ausdehnung von rund 90 000 Lichtjahre hat. Somit sind die entdeckten Planeten eigentlich in Beziehung zu unserer gesamten Galaxis ein kleiner Ballwurf von uns entfernt (1/450 der gesamten Ausdehnung).
Unsere technischen Geräte erlauben es „noch nicht“, mit Bestimmtheit bei praktisch allen Sternen Planeten zu entdecken. Doch wird vermutet, dass etwa ein Viertel aller sonnenähnlichen Sterne und wahrscheinlich nahezu alle Zwergsterne von Planeten umkreist werden.
Exoplaneten
Auf der Suche nach Planeten um andere Sterne
Das Licht des Sterns wurde mechanisch und durch Bildbearbeitung unterdrückt; die buntgescheckten Bildareale zeigen Reste dieses Lichts (Bild NAO)
Exoplaneten sind Planeten, die andere Sterne als unsere Sonne. umkreisen Nachweisen lassen sie sich meistens nur indirekt, im Unterschied zu den zwei vorhin genannten Planeten durch das Weltraumteleskop Kepler, welches im März 2009 gestartet wurde. Die Ueberstrahlung durch ihre Sterne verhindert die Beobachtung.
Mit Stand vom 5. Oktober 2015 sind 1249 extrasolare Planetensysteme bekannt. Vereinzelt konnten pro System auch mehrere Planeten beobachtet werden.
Der erste Exoplanet wurde im Jahre 1980 entdeckt. Damals wurde er als Brauner Zwerg klassiert,respektive aufgrund der damals noch ungenügenden Messgenauigkeit zeitweilig wieder verworfen.
„Die erste definitive Entdeckung eines Exoplaneten in einem Orbit um einen Stern ähnlich der Sonne wurde 1995 von Michel Mayor vom Departement für Astronomie der Universität Genf und seinem Mitarbeiter Didier Queloz mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode gemacht. Der Planet 51 Pegasi b kreist im 4,2-Tage-Takt um den ca. 40 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern 51 Pegasi (Sternbild: Pegasus) und hat 0,46 Jupitermassen.“ (entnommen aus Wikipedia).
Erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs
Bild: ESO / I. Crossfield (MPIA)
|Anzahl entdeckter Exoplaneten pro Jahr

(Stand 3. September 2015)[16]
|1989||1990||1991||1992||1993||1994||1995||1996||1997||1998|
|1||0||0||3||0||0||1||6||0||7|
|1999||2000||2001||2002||2003||2004||2005||2006||2007||2008|
|11||19||13||30||27||31||33||29||60||61|
|2009||2010||2011||2012||2013||2014||2015|
|81||114||191||152||181||810||84|
Exoplaneten werden von Teams auf der ganzen Welt gesucht und entdeckt. Einige Teams versuchen mit erdgebundenen Teleskopen den Himmel zu durchmustern, während bei anderen Missionen direkt Teleskope (z. B. Kepler-Weltraumteleskop/ siehe am Anfang dieses Berichtes) ins All geschickt werden.
Jede Entdeckung eines weiteren Planeten gibt Anlass zur Spekulation von Leben auf weiteren Planeten. Wichtig ist dabei vor allem der richtige Abstand zum Zentralgestirn.
Meine Meinung
Obwohl sehr interessiert an den Ergebnissen und hypothetischen Annahmen in der Astronomie erlaube ich mir, doch so Manches in dieser Wissenschaft zu hinterfragen, jeweils aus dem Blickpunkt, dass wir Erdenmenschen eigentlich genügend Probleme auf unserem Planeten zu lösen hätten (Armut, Klimawandel, Mobilität, Religion,usw.) und wohl besser einen Teil unserer finanziellen Ressourcen für diese Belange einsetzen sollten.
Paul Furrer-Bischofberger, 7000 Chur
27. Oktober 2015