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Trauer um eine große Filmlegende: Die italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida (1927-2023) ist der Nachrichtenagentur Ansa zufolge im Alter von 95 Jahren gestorben.
Lollobrigida, die einst als schönste Frau der Welt bezeichnet wurde, wurde Anfang der 1950er Jahre mit «Fanfan, der Husar» und «Die Schönen der Nacht» zum internationalen Star. Es folgten Filme wie unter anderem «Der Glöckner von Notre Dame» (1956), in dem sie an der Seite von Anthony Quinn (1915-2001) die Rolle der Esmeralda spielte, oder «Fremde Bettgesellen» (1965), den sie mit Rock Hudson (1925-1985) drehte. Ab den 1970er Jahren konzentrierte sie sich dann auf ihre Arbeit als Fotografin und Bildhauerin und war nur noch wenig in Film und Fernsehen zu sehen.
Tränen im TV
Zuletzt hatte unter anderem ein TV-Auftritt der Schauspielerin für Aufsehen gesorgt. Gina Lollobrigida hatte vor etwa einem Jahr in einem Interview mit der Moderatorin Mara Venier (72) mit den Tränen gekämpft. Die beiden Frauen sprachen in der italienischen Sendung «Domenica In» über den Streit um das Vermögen von Gina Lollobrigida. «Ich habe das Recht, in Frieden zu leben, aber auch in Frieden zu sterben», erklärte Lollobrigida der Zeitung «La Stampa» zufolge damals in der TV-Show.
Der berühmte Filmstar kämpfte angeblich mit Angehörigen über die Kontrolle ihres Geldes. Der Grund war offenbar Lollobrigidas Assistent. Diesem wurde italienischen Medienberichten zufolge angeblich vorgeworfen, die Schauspielerin zu manipulieren, was diese bestritt.
Durch ein Gericht war Lollobrigida nach einem Antrag ihres Sohnes ein Vormund zugewiesen worden, der ihre finanziellen Entscheidungen überwachen sollte. In dem TV-Interview beklagte die Schauspielerin eine «unwürdige Behandlung», sie fühle sich «gedemütigt» und sei müde. «Ich verdiene das alles nicht», so der Star in der TV-Show im November 2021.