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Man könnte sich fragen, ob man bei den Kriterien für das öffentlichen Beschaffungswesen die Berücksichtigung allfälliger Stellenverluste einführen wolle. Dies schreibt der Staatsrat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Die SP-Grossräte Thierry Steiert (Freiburg) und Julia Senti (Murten) hatten sich im Zusammenhang mit dem Verlust von etwa 230 Billag-Arbeitsplätzen (die FN berichteten) danach erkundigt, ob das Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen geändert werden müsse, damit so etwas nicht mehr vorkommt.
Die Frage von allfälligen Stellenverlusten beim Beschaffungswesen zu berücksichtigen, wäre laut dem Staatsrat allerdings ebenso wenig mit der übergeordneten Gesetzgebung vereinbar wie ein systematisches Beschwerderecht auf Bundesebene. Aus diesem Grund sehe der Staatsrat auch nicht vor, eine entsprechende Standesinitiative in Bundesbern einzureichen. Stattdessen konzentriere man sich lieber auf die sonstige Stärkung der Attraktivität Freiburgs, die sich etwa bei der neuen Agroscope-Filiale in Posieux, dem Zivildienst-Ausbildungszentrum am Schwarzsee oder der Aufnahme der Blue Factory in den nationalen Innovationspark zeige. Laut dem Staatsrat beteilige sich der Kanton auch an den zurzeit laufenden Gesprächen, die das Ziel hätten, den von der Billag beschäftigten Personen einen Arbeitsplatz in der Nachfolgefirma Serafe AG anzubieten. Die Kantonsregierung setze alles daran, die Kontakte zwischen der Billag und der Serafe zu fördern.