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(ergänzt mit weiteren Details)
Genf (awp) - Die SGS SA hat aufgrund der schwierigen Bedingungen im vergangenen Geschäftsjahr 2009 zwar ein leichtes Umsatzminus in Franken hinnehmen müssen. In Lokalwährungen wuchs der Konzern aber auch letztes Jahr und das operative Gewinnniveau konnte gehalten werden. Die Dividende soll gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöht werden, zudem zeigt sich das Unternehmen auch für 2010 optimistisch und will sowohl Umsatz und Gewinn steigern.
Der Umsatz in der Berichtsperiode sank um 2,2% auf 4'712 (VJ 4'818) Mio CHF, zu konstanten Wechselkursen waren es allerdings +2,5%, wie der Warenprüfkonzern am Freitag mitteilte. Das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld habe sich auf das Geschäft in vielen der Regionen und Marktsegmente ausgewirkt, wenn auch nicht bei allen gleich stark. Dennoch sei der Umsatz in acht der zehn Segmente, in denen der Konzern tätig ist, gesteigert worden.
Die Bereiche Consumer Testing, Regierungen und Institutionen, Systems und Services Certification und Agricultural haben laut den Angaben alle ein solides Wachstum zu konstanten Kursen gezeigt. Sie profitierten u.a. von der vermehrten Regulierungen im Bereich Konsumentensicherheit. Der Mining- und der Automobilsektor kämpften dagegen mit den schwierigen Bedingungen und mussten deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen.
Bezüglich Regionen hätten China, Afrika, Osteuropa und der Nahe Osten ein starkes Wachstum gezeigt und damit den negativen Effekt, den die Wirtschaftskrise vor allem in der Region Americas und Westeuropa bewirkt habe, kompensiert.
Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereffekten stieg um 0,5% auf 814 (810) Mio CHF, zu konstanten Währungen waren es gar +6,3%. Daraus resultiert eine EBIT-Marge (vor Sondereffekten) von 17,3 (16,8)%. SGS begründet die verbesserte Marge mit dem Mix der angebotenen Dienstleistungen, der geographischen Verteilung des Geschäftes, Produktivitätsverbesserungen und verstärkten Bemühungen, Kosten zu sparen.
Unter dem Strich verblieb ein 18,2% geringerer Reingewinn von 566 (692) Mio CHF, wobei im Vorjahr 113 Mio CHF aus ausserordentlichen Einnahmen aus einem Rechtsstreit mit den Philippinen stammten. Ohne die ausserordentlichen Posten - neben den genannten Einnahmen wurden auch Restrukturierungskosten von 13 Mio CHF (nach Steuern) verbucht - lag der Reingewinn unverändert bei 579 Mio CHF.
Die Aktionäre sollen eine Dividende von 60 CHF erhalten nach 50 CHF im Vorjahr. SGS begründet dies damit dass, Profitabilität und die Generierung von Cash im Laufe des Jahres zugenommen hätten. Die Hälfte der Dividende wird auf die "aussergewöhnliche Cash-Generierung" zurückgeführt. Der operative Cash Flow (vor Sondereffekten) lag 2009 unverändert bei 780 Mio CHF, Ende Jahr hielt SGS ausserdem Netto-Cash in Höhe von 476 Mio CHF (Ende 2008: 248 Mio).
Mit den publizierten Zahlen hat SGS die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) beim Umsatz knapp verfehlt, auf Gewinnstufe mehr oder weniger getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 4'828 Mio, für das operative Ergebnis vor Sondereffekten bei 810 Mio und für den Reingewinn bei 570 Mio CHF. SGS selbst hatte sich für 2009 ein prozentual einstelliges Umsatzwachstum und eine Marge auf Vorjahresniveau zum Ziel gesetzt.
Zum Ausblick heisst es, man erwarte 2010 eine weitere gute Performance mit höheren Werten sowohl auf Topline- wie auch auf Gewinnstufe. Zum Langfristziel (EPS von mindestens 105 CHF bis zum Jahr 2011) hat sich SGS in der Mitteilung nicht geäussert.
In einer separaten Mitteilung gab SGS ausserdem eine weitere kleinere Übernahme bekannt. So wurde die niederländische Intron Group, die im Bereich Prüfung und Zertifizierung von Baumaterialien tätig ist und mit 121 Mitarbeitern 2009 einen Umsatz von rund 13 Mio EUR erwirtschaftete, übernommen.
uh/rt
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