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Indigenous group defends uncontacted relatives from cattle onslaught in the Gran Chaco
The Amazon gets a lot of attention, but there’s another massive forest in South America: the Gran Chaco. This hot, dry forest stretches across Paraguay, Bolivia, and Argentina, covering 87 million hectares (215 million acres) of land, an area roughly twice the size of California.
Many Indigenous people call this arid landscape home, including the Totobiegosode Indigenous community of the Ayoreo ethnic group, one of the only known uncontacted (or more aptly described as voluntarily isolated) groups in South America outside of the Amazon.
A faction of this group emerged from the forest in 2004, saying that bulldozers and land clearing had pushed them into ever-dwindling fragments of forest where they could no longer survive, according to U.K.-based NGO Earthsight.
“They left the forest because their capacity to survive was diminishing every day,” Taguide Picanerai, head of a Totobiegosode rights organization, told Earthsight. “The forest, the Eami as the Ayoreo say, was shrinking, and when it’s shrinking it’s harder to find water or food, to find the fruit and animals which Ayoreo eat.”
From: Indigenous group defends uncontacted relatives from cattle onslaught in the Gran Chaco
by Liz Kimbrough for Mongabay.com
Ausstellung «Im Wald. Eine Kulturgeschichte» im Landesmuseum Zürich 18.03. - 17.07.2022
Im Rahmen der Ausstellung wird neben vielen anderen Kunstwerken eine Serie von 25 Zeichnungen von indigenen Künstlern aus dem Chaco gezeigt: Marcos Ortiz, Osvaldo Pitoe, Jorge Carema, Eurides Asque Gómez, Efacio Álvarez, Esteban Klassen und Clemente Juliuz.
Der Wald ist in den Zeichnungen aus dem Chaco zentral. Tiere und Bäume sowie die menschlichen Subsistenztätigkeiten des Jagens und Sammelns zählen zu den beliebtesten Motiven der Darstellung. Sie zeigen, dass die Verbindung zum Wald und den Wesen die ihn bewohnen, für indigene Gemeinschaften wichtig geblieben ist, obwohl sich ihr Leben durch die Kolonisierung und Sesshaftmachung seit ein oder zwei Generationen umfassend verändert hat.
Die Zeichnungen visualisieren nicht nur die grundlegende und vielfältige Bedeutung des Waldes für die indigenen Formen des In-der-Welt-Seins im Chaco, sondern erzählen auch von den Beziehungen, die sie mit Tieren, Vögeln, Insekten, Bäumen und Pflanzen sowie weiteren nichtmenschlichen Wesen unterhalten. Diese Koexistenz ist gegenwärtig von der massiven Abholzung bedroht, die sowohl das Leben der Menschen, ihre Beziehungen und die Landschaft des Chaco irreversibel transformiert.
Podcast-Beitrag zu Werken aus dem Amazonasgebiet und dem Chaco, Folge 2:
Beitrag im Katalog von Ursula Regehr und Verena Regehr Gerber: «Den Wald zeichnen und erinnern. Perspektiven aus dem Gran Chaco», S. 86-95.
«Bosques Vivos»: Ausstellung indigener Kunst aus dem Chaco im Centro Cultural La Moneda, Santiago de Chile, Ende Dezember 2021 bis Mitte Mai 2022
In der Ausstellung «Bosques Vivos» sind rund 100 Werke von indigenen Künstler*innen aus dem paraguayischen Chaco zu sehen. Das Projekt wird im Rahmen der Bienal Internacional de Arte Contemporáneo del Sur (BIENALSUR) präsentiert (www.bienalsur.org/es/single_agenda/398).
Die Ausstellung lädt ein, anhand von Zeichnungen mit schwarzem Kugelschreiber auf Papier und Gemälden sowie Holzskulpturen und Textilien über die Koexistenz von Menschen und Nichtmenschen und die Beziehungen zur Umwelt nachzudenken.
Die Zeichnungen von Osvaldo Pitoe, Jorge Carema, Eurides Asque Gómez, Clemente Juliuz, Esteban Klassen, Marcos Ortiz, Efacio Álvarez und Richart Peralta bringen ihre Sicht des Waldes und der Koexistenz von Menschen, Bäumen, Pflanzen, Tieren und anderen Wesen zum Ausdruck. Sie visualisieren eine animierte Welt, in der Menschen und Nichtmenschen kommunizieren, interagieren und enge Beziehungen miteinander unterhalten. In dieser Welt ist die Konzeption der Person nicht auf ihre menschliche Form beschränkt. Es gibt auch keine klare Trennung zwischen „Natur“ und „Kultur“, wie im „westlichen“ Denken.
Vom Jaguar zu träumen bedeutet im indigenen Denken Gefahr, Kampf und Tod. Derzeit beeinträchtigen und verändern Prozesse gewaltsamer Kolonisierung und massiver Abholzung das Zusammenleben im Chaco. Im Namen des Extraktivismus werden täglich mehr als 1.000 Hektar Wald für die Viehzucht und industrielle Landwirtschaft gerodet.
Kuratiert wurde die Ausstellung von den Anthropologinnen Ursula Regehr und Verena Regehr Gerber, die sich seit Jahrzehnten gemeinsam mit indigenen Künstler*innen und Gemeinschaften für die Landrestitution und den Waldschutz einsetzen.
Protect Indigenous people’s rights or Paris climate goals will fail, says report
Rainforests looked after by communities absorb twice as much carbon as other lands, analysis shows
Rocky road: Paraguay’s new Chaco highway threatens rare forest and last of the Ayoreo people
Forced from their homes by missionaries, the Ayoreo cling on in the Chaco. Now the Bioceanic Corridor cuts through the fastest-vanishing forest on Earth, refuge of some of the Americas’ last hunter-gatherers
by Laurence Blair. Photographs by Santi Carneri
Grand Theft Chaco II: The Vice Continues
Quelle: www.earthsight.org.uk
Gran Theft Chaco - Luxusauto mit Leder vom geraubten Land eines isoliert lebenden Stammes
Quelle: www.earthsight.org.uk
Paraguay und COVID-19: Indigene Völker zwischen Hunger, Risiko und Gleichgültigkeit
Quelle: Amnesty International, Paraguay 19.04.2020
What if everyone in the world planted a tree?
Made by Maia Films, 26 February 2020
Vom Landkauf zum Biosphärenreservat
Seit mehr als 20 Jahren unter-stützt die Stiftung für indianische Gemeinschaften in Paraguay indigene Völker im Waldgebiet Chaco. Urs Scheibler, Mit initiant und Stiftungsratspräsident, tritt ins zweite Glied zurück.
Quellenangabe: E. Gächter, Volksstimme vom 11.10.2019