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Bari ist eine italienische Gemeinde und die Hauptstadt der Region Apulien. Sie ist mit ihrem Hafen eine bedeutende Hafen- und Universitätsstadt an der Adria. Bari hat 322.316 Einwohner, mit den Vororten sind es etwa 1,3 Millionen Einwohner. Die Universität Bari ist mit rund 70.000 Studenten eine der grössten Italiens.
Im Wesentlichen gibt es in Bari drei bedeutende Industriezweige: Chemische Industrie, Metallindustrie und Autoindustrie (Zulieferer). Dies erklärt auch die Niederlassungen bedeutender deutscher Firmen in Bari, wie zum Beispiel Bosch, Osram oder GETRAG (Getriebe). Darüber hinaus spielt der Hafen als Dienstleister eine wichtige Rolle.
Der Hafen von Bari ist einer der großen italienischen Fährhäfen an der Adria mit regelmässigen Verbindungen für Fahrzeuge und Passagiere nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu, Igoumenitsa, Kefalonia und Zakynthos. Im Jahr 2012 wurden zwei Mio. Passagiere gezählt, davon 650.000 Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Der Hafen, hat fünf Hafenbecken. Im Süden befindet sich der alte malerische Fischerhafen. 60 Seemeilen südlich liegt der Hafen Brindisi, 210 Seemeilen nördlich der Hafen Ancona.
Interessantes:
Am 2. Dezember 1943 wurden beim deutschen Luftangriff auf den Hafen von Bari mit 105 Bombern vom Typ Junkers Ju 28 alliierte Schiffe zerstört, 12 weitere beschädigt und etwa tausend Menschen getötet. Der mit 2000 AN-M47-Senfgasbomben beladene US-Liberty-Frachter SS John Harvey explodierte, wodurch 628 Soldaten verletzt wurden, von denen 83 starben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von der amerikanischen Militärverwaltung in der Nähe des Hafens ein DP-Lager für jüdische Displaced Persons eingerichtet. Das DP-Lager, in dem zeitweise bis zu 1700 Flüchtlinge untergebracht waren, diente hauptsächlich als Durchgangslager für die Emigration nach Israel.
1991 gelangten in mehreren Wellen auf überladenen Schiffen Tausende von Flüchtlingen aus Albanien nach Apulien. Allein mit der Vlora erreichten am 8. August über 10.000 Albaner Bari. Sie wurden ins alte Fußballstadion Stadio della Vittoria gebracht, wo sie bis zu ihrer Rückführung in prekären Verhältnissen lebten.