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Bangen um "Happy Feet": Der an der Küste von Neuseeland gestrandete Kaiserpinguin hängt nach zwei medizinischen Eingriffen am Tropf. Tierärzte spülten ihm am Samstag Magen und Kehle aus, am morgigen Montag sollte die Prozedur wiederholt werden.
Der Pinguin, nach einem Zeichentrickfilm "Happy Feet" genannt, hat Unmengen von Sand gefressen in der Annahme, es sei Schnee, den Pinguine in der Antarktis gegen Flüssigkeitsmangel trinken. Doch immer noch ist nicht aller Sand aus dem Körper des schätzungsweise zehn Monate alten Vogels gespült worden. Dennoch sollte er sich am Sonntag erst einmal erholen.
Der Kaiserpinguin machte einen gesunden Eindruck, als er am vergangenen Montag das erste Mal am malerischen Peka Peka Beach auf der Nordinsel Neuseelands gesichtet wurde. Die Aufruhr war gross, schliesslich ist es 44 Jahre her, seit sich zuletzt ein wilder Kaiserpinguin nach Neuseeland verirrt hatte.
Doch im Laufe der Woche wurde der 81 Zentimeter grosse Vogel, ob Männchen oder Weibchen ist noch unklar, immer lethargischer. Oft fiel er im nassen Sand um und die Behörden fürchteten, dass er ohne ihr Eingreifen nicht überleben würde.
Die Mitarbeiter vom Wellington Zoo erklärten, der Pinguin sei dehydriert und leide an Hitzeerschöpfung. Am Freitag, als die Behörden sich zum Eingreifen entschlossen, habe er sich schon nicht mehr sehr viel bewegt, sagte ein Pinguinexperte.
Rückkehr zurzeit nicht möglich
Zurzeit ist eine Rückkehr in die Antarktis für den Pinguin unmöglich. Es gibt keinen Transport zu dem Kontinent während des harschen Winters. Zudem befürchten Experten, dass sich der Pinguin beim Schwimmen in wärmeren Gewässern eine Infektion geholt haben könnte.
Christine Wilton, die Spaziergängerin, die den Pinguin am Montag entdeckt hatte, als sie ihren Hund Gassi führte, kam am Freitag, um sich von ihm zu verabschieden: "Ich freue mich so, dass für ihn gesorgt wird", sagte sie. "Er musste von dem Strand weg. Er ist heute Morgen zwar aufgestanden, aber man konnte sehen, dass er nicht glücklich war."
SDA-ATS