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Der Chaga Pilz – Birkenpilz gegen 100 Krankheiten
Der Birkenpilz Chaga (schiefer Schillerporling, lateinisch Inonotus obliquus) und seine medizinischen Eigenschaften sind bereits seit langer Zeit bekannt. Die Möglichkeiten diesen Pilz als Arznei einzusetzen, wurden schon in den Werken des berühmten mittelalterlichen Arztes Abu Ali Ibn Sina (Avicenna) beschrieben.
In Russland wurden seit jeher Präparate ausschliesslich pflanzlichen Ursprungs als Mittel zur Heilung von Krankheiten aller Art verwendet, dazu zählt auch der Birkenpilz.
In den Russischen Chroniken des 11. Jahrhunderts wird darüber berichtet, wie mittels eines Aufgusses mit dem Birkenpilz der Grossfürst Wladimir Monomach von seinem Lippenkrebs geheilt wurde.
Im 16. Jahrhundert wurde der Chaga von den Einwohnern Sibiriens als Allheilmittel für zahlreiche schwere Erkrankungen eingesetzt. Mit dem Birkenpilz wurden Erkrankungen von Magen und Darm, Leber und männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen und Furunkel behandelt. Schmerzende Gelenke wurden mit Kräuteraufgüssen aus Chaga abgerieben.
In Nachschlagewerken und russischen Pflanzenheilkundebüchern des 18. Jahrhunderts findet man Empfehlungen zur Heilung von Magen-Darm-Erkrankungen und bösartige Tumoren.
Im Fernen Osten und in einigen anderen Regionen Russlands werden Aufgüsse und Brühen des Birkenpilzes anstelle des üblichen Schwarzen oder Grünen Tees getrunken.
In Regionen, wo man Chaga-Aufgüsse und Chaga-Brühen trinkt liegt die Zahl an Krebs Erkrankter tiefer, als in Gebieten, wo man keinen Chaga-Tee trinkt.
Chaga wird vor allem für solche Fälle empfohlen, in welchen operative Eingriffe, Chemo und Strahlentherapie kontraindiziert sind.
So beschrieb der Arzt E. Froben im Jahre 1858 den Fall einer Heilung von Ohrspeicheldrüsenkrebs mit Hilfe des Chaga-Aufgusses.
1863 beschrieb A. Frucht einen Heilungsfall von Lippenkrebs, welcher sich schon auf die Unterkieferspeicheldrüse ausgebreitet hatte. Der Arzt verschrieb dem Patienten einen dickflüssigen Chaga-Aufguss zur Einnahme, sowie Kompressen aus eben diesem Mittel. Das Ergebnise der merhreren Monate andauernden Behandlung war eine vollständige Genesung und das Verschwinden des Tumors.
Bei vielen Patienten wurde in Folge der Chaga-Einnahme das Tumorenwachstum verlangsamt.
Penicillin und intravenöse Zufuhr von Glukose – evidente Pilzantagonisten – sind kontraproduktiv bei Einnahme des Birkenporlings.
Im Zusammenhang mit grossen Erfolgen im Bereich der organischen Synthese seit Anfang des 19. Jahrhunderts, begannen Ärzte der traditionellen Volksmedizin verschiedene chemische Präparate in ihrer medizinischen Praxis zu verwenden.
Erst in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts sorgte die tausendjährige Erfahrung der Volksmedizin in der Krebsheilung für einen Anstoß zur Erforschung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen aus Pilzen.
Am ersten Leningrader medizinischen Institut „I.P.Pawlow“ in den 1970-er durchgeführte Studien haben bewiesen, dass Chaga Redox-Prozesse im Gewebe fördert, eine anregende und stärkende Wirkung auf das zentrale Nervensystem hat, verschiedene Exazerbationen reduziert, die Säure und Enzymbildungsfunktion des Magens, sowie des Zwölffingerdarms normalisiert und die Funktion der cholinergen Nerven heilt.
Studien über die Eigenschaften des Birkenpilzes wurden von den Professoren P.A.Akimow und I.K. Bulatow fortgeführt. Als Ergebnis dieser Studien wurden ein Extrakt aus dem Birkenpilz in die medizinische Praxis eingeführt.
Im Westen war der Birkenpilz nur wenig bekannt. Dies änderte sich, als der russische Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn ihn in seinem Roman „Krebsstation“ beschrieb, in welchem der Held mit Hilfe des Chaga gegen seinen Krebs kämpfte.
Neben der Krebsbehandlung wird der Pilz in der Volksmedizin auch zur Heilung verschiedener Magenerkrankungen, Tuberkulose, arterieller Hypertonie, Virusinfektionen, Herzgefässerkrankungen und Diabetes eingesetzt. Vor Kurzem erregte er Aufmerksamkeit als Therapiemittel bei der HIV-Infektion
In Sibirien, im Altai, wird der Birkenpilz traditionell als Tee verwendet. Der Geschmack dieses Getränkt ist überaus köstlich. Für Heilzwecke wird trotzdem ein Wasseraufguss mit dem Chaga zubereitet. Der wesentliche Unterschied bei der Zubereitung eines Tees oder eines Aufgusses für medizinische Zwecke, besteht darin, dass bei der Zubereitung des Chaga-Aufgusses der Pilz nicht über 50° erhitzt wird, denn eine zu hohe Temperatur zerstört die gesunden Wirkstoffe, somit auch die Heilwirkung.