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In der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts hat der Architekt Nikolaus Hartmann für den Randulin Lüzza (Luzio) Crastan den parkin erbaut. Crastan war nach Italien migriert, um dort zu arbeiten und sodann, wie für die Randulins üblich, in seine Heimat zurückgekehrt.
Als der zweite Weltkrieg ausbrach, musste dieser seinen Traum einer Villa im Engadin begraben. Bis dahin wurde der Parkin mit all seinen Wegen, einem Schwimmbad, und einer Terrasse für das Haus erbaut – jedoch ohne Haus.
Nachdem der Krieg ausbrach, wuchs der parkin zu. Von dem, was einmal war, war fast nichts mehr ersichtlich und alle Wege wurden undurchdringbar.
Im Mai des Jahres 1998 hat Not Vital den Park von Otto Augustin gekauft und ihn sodann in eine Stiftung mit dem Namen Not dal mot umgewandelt. Mit seinem Bruder Duri hat er begonnen den parkin wieder in Stand zu setzten.
Sie haben Bäume gefällt, die zugewachsenen Wege befreit, Blumen gepflanzt und das Schwimmbad mit Stahl ausgekleidet und wieder in Betrieb genommen. Mit den Jahren wurden auch Skulpturen installiert und architektonische Installationen erbaut.
Nun durchquert man das Tal auf Eselsköpfen oder mittels einer unsichtbaren Brücke. Auch ein Haus aus Murano-Glas wurde erbaut – samt Treppe. Ein anderes Haus wiederum verschwindet auf Knopfdruck im Boden.
Mit dem parkin wurde SCARCH geboren – eine Werkgruppe in welcher Not Vital Skulptur und Architektur vereint, und die er mittlerweile auf jedem Kontinent realisiert hat.
Jeden Freitag, von Mitte Juni bis Anfang Oktober, ist der parkin der Öffentlichkeit zugänglich. Um ihn zu besuchen, muss man sich im Tourismus-Büro der Gemeinde Sent (Scuol) anmelden.