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Das zu bebauende Grundstück spannt sich entlang der Sennhofstrasse, vom ehemaligen Hof Oberhueb bis zu den, von Hans Marti und Hans Kast in den 60er-Jahren gebauten Terrassenhäusern. Der heutige Weiler entstand aus dem Zusammenwachsen zweier Höfe entlang deren Verbindungsstrasse. Die kompakte Bebauung zwischen zwei Wäldern weist keinerlei öffentliche oder zentrumsbildende Gebäude auf; als identitätsstiftende Zentren dienen die beiden ehemaligen Hofstätten sowie die vor gelagerte Scheune auf dem Bauplatz.
Das Grundstück ist Teil der Kernzone und unterliegt den entsprechenden Vorschriften. Während dies an seinem südöstlichen Ende offensichtlich und klar ist, stellt sich die Frage nach dem Übergang zur nördlich angrenzenden
Bebauung. Die Sennhofstrasse kann als Perlenschnur interpretiert werden, entlang derer sich verschiedene, klar ablesbare Bebauungstypologien aufreihen. Mit einer präzisen Setzung, die sowohl atmosphärisch raumbildende Elemente der «Kerne» aufnimmt, aber auch eine starke innere Logik aufweist, soll diese Vermittlerrolle gemeistert werden. Folgerichtig schiebt sich auch das ortsprägende Volumen der heutigen Scheune leicht in Richtung Süd-
osten. Sie schliesst dadurch näher an den Kern an und rückt das «Gravitationszentrum» des Kerns an den richtigen Flecken.
Der Weiler ist umgeben von öffentlich zugänglichem Grünraum, Wald sowie diversen Sport- und Freizeitaktivitäten. Innerhalb des Siedlungsraumes hingegen, gibt es keinen öffentlichen Aussenraum. Dank des sehr geringen
Verkehrsaufkommens, werden die Strassen und Vorgärten als Ort des Austausches genutzt. Gerade die
Kreuzung der Kernzone Oberhueb bietet mit dem Brunnen und den allseitigen Ausweitungen des Hartbelages, Platz für informelle Treffen und Gespräche. Auch entlang der Sennhofstrasse sind die Parkplätze, Vorgärten, Wendebuchten und Befestigungen die einzigen Möglichkeiten den vereinzelten Fahrzeugen auszuweichen und den nachbarschaftlichen Austausch zu leben.
Wir schätzen dieses gewachsene Prinzip als präzise Antwort auf die örtliche Absenz von öffentlichem Aussenraum und wollen es zum Teil des gestalterischen Prinzips erheben. In den beiden Zugangshöfen unserer Bebauungsstruktur, weitet sich der Hartbelag bis tief ins Grundstück auf und schafft einen neuen, grosszügigen, der Dichte der Bebauung angemessenen Massstab von Vorplätzen.
Mitarbeit: Daria Ryffel, Mona Fögler, Agnieszka Latak, Ileana Crim
Landschaftsarchitektur: Goldrand