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STOCKHOLM (awp international) - Der milliardenschwere Gründer des Möbelkonzerns Ikea, Ingvar Kamprad, steuert seine weltweiten Geschäfte nach schwedischen TV-Angaben über eine bisher nicht bekannte Gesellschaft in Liechtenstein. Wie die Dokumentarreihe "uppdrag granskning" am Mittwochabend berichtete, betreibt Kamprad (84) in Vaduz eine Stiftung unter dem Namen Interogo Foundation. Damit wolle er die Kontrolle des Gesamtkonzerns durch seine Familie sichern sowie Steuern "optimieren", hiess es weiter. Die nach Liechtenstein überführten Mittel sollen dem TV-Bericht zufolge 100 Milliarden Kronen (11,3 Mrd Euro) betragen.
Kamprad bestätigte in einer persönlichen Stellungnahme noch kurz vor Ausstrahlung der Sendung die Existenz der Stiftung. Er bestritt aber steuerliche Motive. Die Interogo Foundation habe ausschliesslich den Zweck, "in die Expansion des Unternehmens zu investieren und Langlebigkeit zu sichern".
Das in den 50er Jahren in Schweden von Kamprad aufgebaute Weltunternehmen beschäftigt 127.000 Mitarbeiter. Es wird über eine stark verschachtelte Firmenkonstruktion mit der Ikea Group und der Inter Ikea Group mit Sitz in den Niederlanden gelenkt. Kamprad selbst lebt seit den 70er Jahren aus steuerlichen Gründen im Kanton Waadt. Er gilt als eine der reichsten Männer der Welt.
tbo/DP/stw
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