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Holdener und Gisin direkt neben dem Podest - Vlhova doppelt nach
Wendy Holdener und Michelle Gisin nähern sich im zweiten Weltcup-Slalom in Levi dem Podest. Holdener wird Vierte, Gisin Fünfte. Petra Vlhova feiert wie im Vorjahr einen Doppelsieg.
Zweimal standen beim Slalom-Auftakt der Frauen die selben drei Fahrerinnen in der gleichen Reihenfolge auf dem Podest. Wie am Samstag setzte sich Vlhova, die slowakische Gesamtweltcupsiegerin der letzten Saison, dank Bestzeiten in beiden Läufen vor Mikaela Shiffrin und der 30-jährigen Deutschen Lena Dürr durch, die ihre ersten Podestplätze in einer der klassischen Disziplinen realisierte.
Holdener machte im zweiten Durchgang dank der drittbesten Laufzeit fünf Positionen gut, zum Podest fehlten ihr 19 Hundertstel. Die Schwyzerin gab in Levi ihren verspäteten Saison-Einstand, nachdem sie sich in der Vorbereitung an den Händen verletzt hatte. Sie fuhr mit fixierenden Spezialschienen an den Handgelenken und zeigte sich durchaus zufrieden mit den Rängen 4 und 7. «Es geht in die richtige Richtung», befand sie im SRF-Interview.
Gisin, die im Sommer durch das Pfeiffersche Drüsenfieber aus der Bahn geworfen wurde, lag nach dem ersten Lauf als Dritte auf Podestkurs. Wiederum liess sich die Engelbergerin aber am Nachmittag mitunter von Holdener überholen. Camille Rast klassierte sich im 26. Rang, Mélanie Meillard, Elena Stoffel, Nicole Good und Carole Bissig schafften den Cut am Vormittag nicht.
Shiffrins Fehler entscheidet
Auf dem Weg zum fünften Sieg in der finnischen Idylle nördlich des Polarkreises und damit zum fünften Rentier in ihrem (symbolischen) Besitz profitierte Vlhova erneut davon, dass Shiffrin keine zwei fehlerfreien Läufe ins Ziel brachte. Trotz eines zeitraubenden Fehlers im zweiten Durchgang verteidigte Shiffrin dennoch Rang 2. Weiterhin trennt die Amerikanerin aber ein Erfolg von Ingemar Stenmarks Bestmarke der meisten Weltcup-Siege in einer einzelnen Disziplin. Der Schwede triumphierte im Riesenslalom zwischen 1975 und 1989 46-mal, Shiffrin hält bei 45 Siegen im Slalom.
Erneut nicht ganz vorne mischte Katharina Liensberger mit. Die in Vorarlberg nahe der Schweizer Grenze lebende Weltmeisterin und Disziplinensiegerin der Vorsaison musste sich mit Platz 8 begnügen und schnitt damit noch zwei Ränge weiter hinten ab als am Samstag. Derweil schied die im ersten Lauf mit Startnummer 46 auf den 5. Platz vorgepreschte Norwegerin Maria Therese Tviberg wie tags zuvor aus.
Im Weltcup der Frauen geht es in einer Woche mit einem Riesenslalom und einem Slalom in Killington (USA) weiter. Danach stehen Anfang Dezember die ersten Speedrennen in Lake Louise auf dem Programm.