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Glossar Privatkredit
Was ist wichtig im Zusammenhang mit einem Privatkredit? In unserem Glossar erklären wir wichtige Begriffe rund um das Thema Privatkredit.
Fachbegriffe
Die Bonität ist die Fähigkeit eines Kreditnehmers, die aufgenommenen Schulden (z.B. einen Privatkredit) zurückbezahlen zu können. Die Bonität wird in der Kreditprüfung bestimmt und setzt sich aus der Kreditfähigkeit (kann der Kunde zurückzahlen) und der Kreditwürdigkeit (will der Kunden zurückzahlen) eines Schuldners zusammen.
Mit der Kreditfähigkeitsprüfung stellt der Kreditgeber fest, ob der Kreditnehmer kreditfähig ist. Ein Kreditnehmer ist dann kreditfähig, wenn der Privatkredit innerhalb von 3 Jahren (36 Monaten) mittels dem durch die Budgetprüfung ausgerechneten monatlichen Freibetrag zurückbezahlt werden kann. Zusätzlich kann der Kreditgeber die Kreditfähigkeit des Kreditnehmers nach eigenem Ermessen beschränken.
Mit der Kreditwürdigkeit wird die zu erwartende Zahlungsmoral eines Kreditnehmers ermittelt. Sie umfasst nicht nur die eigentliche Zahlungswilligkeit, sondern auch allfällige Risikofaktoren (z.B. Alter, Wohnsitz, ausstehende Zahlungen), welche die Wahrscheinlichkeit der fristgerechten Bezahlung der Kreditsumme sowie andere anfallende Kosten (z.B. Zinsen) definieren.
Das Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG) bildet seit der Inkraftsetzung am 1. Januar 2003 die Grundlage für alle Privatkreditverträge. Unter dieses Gesetz fallen auch Leasingverträge für den Privatgebrauch. Kreditkarten, Kundenkarten oder Überziehungskredite fallen auch unter das KKG, wenn diese mit einer Kreditoption ausgestattet sind.
Diese Kriterien müssen Sie erfüllen um einen Kredit zu bekommen
- Mindestens 18 Jahre alt
- Schweizer, Liechtensteiner, C oder B Aufenthaltsbewilligung (mind. 6 Monate in der Schweiz) oder I-Ausweis
- Mindestens CHF 2'500.- netto Einkommen im Monat
- Sie haben eine feste oder temporäre Anstellung
- Bei Selbstständigkeit: Ihre Firma existiert mindestens seit 24 Monaten
- Keine Betreibungen, Verlustscheinen und Pfändungen
Wird zwischen einem Kreditgeber (der die Vergabe von Krediten gewerbsmässig macht) und einen Kreditnehmer zum Zwecke eines Zahlungsaufschubs, eines Darlehens oder einer ähnlichen Finanzierungshilfe abgeschlossen.
Nicht als Konsumkredite gelten:
- Kreditverträge, welche direkt oder indirekt grundpfandgesichert, durch bankübliche Sicherheiten oder ausreichende Vermögenswerte gedeckt sind;
- Kreditbeträge von weniger als CHF 500.- oder mehr als CHF 80'000.-;
- Kreditverträge bei welchen der Kreditnehmer den Kredit in weniger als 3 Monaten, oder in nicht mehr als vier Raten in höchsten 12 Monaten zurückzahlen muss.
Die ZEK ist die Zentralstelle für Kreditinformationen. Das schweizerische Konsumkreditgesetz schreibt den Kreditbanken vor, sämtliche Informationen im Zusammenhang mit Konsumkrediten, Leasinggeschäften und Kreditkartenverpflichtungen bei der ZEK zu melden. Somit gibt es keine Kreditvergabe ohne ZEK-Anfrage. Es werden sowohl positive, neutrale und negative Meldungen gespeichert.
Zinsen sind das Entgelt, das der Kreditnehmer dem Kreditgeber für vorübergehend überlassenes Kapital zahlt. In der Schweiz ist die Höchstgrenze für den Zins bei den Privatkreditverträgen durch das Konsumkreditgesetz (KKG) reglementiert. Derzeit gilt in der Schweiz ein Höchstzins von 10%. Zins wird immer jährlich angegeben und so verstanden. Ausnahmen zu dieser Regel müssen deutlich gekennzeichnet sein.