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Schule und Zukunftsperspektive
„Wer eine Schultür öffnet, schliesst ein Gefängnis“, schrieb Victor Hugo im 19. Jahrhundert. In einem Land, in welchem Schulpflicht gilt, scheint dieses Zitat wenig Aussagekraft zu haben. In Bunia hat es Hand und Fuss. Wenn ein Kind nicht zur Schule geht, weil die Familie das Schulgeld nicht bezahlen kann, entstehen grosse Herausforderungen. Dem Kind wird die Möglichkeit genommen, Lesen und Schreiben zu lernen und eine solide berufliche Ausbildung zu absolvieren. Oft muss es irgendwelche Arbeiten verrichten, die sonst niemand tun würde. Da geht es ziemlich rasch und ein Kind beginnt zu stehlen und landet in einer Spirale der Kriminalität. Wenn es jedoch in die Schule gehen kann, eröffnet das nicht nur eine sinnstiftende Betätigung, sondern ebenfalls berufliche Perspektiven.
Vor einigen Tagen hat das neue Schuljahr begonnen. 26 Kinder wurden aus dem HOG in die Schule eingetragen. Für manche Kinder, die frisch im HOG sind, ist es eine besondere Freude, das erste Mal eine Schuluniform und einen Schulranzen zu besitzen. Ein Jugendlicher begann eine neunmonatige Ausbildung zum Automechaniker. Knapp 40 Kinder, die wieder bei ihren Herkunftsfamilien in absoluter Armut leben, können dank der Unterstützung von Baraza von zuhause aus eine Schule besuchen.