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Locarno 2013: Die Gewinner
"Historia de la meva mort" von Albert Serra gewinnt den goldenen Leoparden. Das Schweizer Filmschaffen geht dabei leer aus, genau wie auch die Verfilmung von "Feuchtgebiete".
Es musste ja fast als Überraschung gelten, dass die Erstaufführung von Feuchtgebiete am diesjährigen Filmfestival Locarno nicht höhere Wellen geschlagen hat. Klar, vor dem Festival ging ein Raunen durch den Blätterwald, dass es ausgerechnet ein solch "gruusiges" Werk in den Hauptwettbewerb geschafft hat. Als der Film dann gezeigt wurde, taten ihn die meisten Kritiker als "ok" ab und gingen wenig geschockt weiter. Feuchtgebiete war dann aber nicht gut genug, um bei den Preisen eine Rolle zu spielen. Die Verfilmung von Charlotte Roches Buch ging dabei genauso leer aus wie der Schweizer Beitrag Mary, Queen of Scots von Thomas Imbach.
Den Hauptpreis holte sich Albert Serra mit Historia de la meva mort. Es war einer der, sagen wir mal, radikaleren Filme im Wettbewerb, bei dem längst nicht alle Zuschauer bis zum Ende ausharrten. Den Publikumspreis holte sich derweil Gabrielle, der auch bald in den Deutschschweizer Kinos zu sehen sein wird. Eine spezielle Erwähnung erhielt immerhin noch der Schweizer Film Tableau Noir.
Hier die Übersicht der Gewinner:
- Goldener Leopard: Historia de la meva mort, Albert Serra.
- Spezialpreis der Jury: E Agora? Lembra-me, Joaquim Pinto.
- Preis für die beste Regie: Hong Sangsoo, U ri Sunhi
- Leopard für die beste Darstellerin: Brie Larson, Short Term 12
- Leopard für den besten Darsteller: Fernando Bacilio, El mudo
- Besondere Erwähnung: Tableau noir, Yves Yersin
- Publikumspreis: Gabrielle, Louise Archambault