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Einige europäische Länder sahen nach dem Zweiten Weltkrieg ein, dass nur eine Zusammenarbeit der Völker in eine friedliche Zukunft führen kann. Daraufhin wurden in langwierigen Verhandlungen Schritt für Schritt die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit ausgedehnt und die Grenzen abgebaut.
In der Zwischenzeit hat sich die Europäische Union so weitentwickelt, dass sie wie ein eigener Staat funktioniert. Allerdings verfügen die einzelnen Mitgliedstaaten immer noch über eine sehr starke Stellung innerhalb der EU. Dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass nicht alle EU-Staaten den Euro als Währung übernommen haben und auch nicht alle dem Schengener Abkommen beigetreten sind.
Heftig umstritten war und ist die sogenannte Osterweiterung.Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war die wirtschaftliche Situation in ganz Osteuropa katastrophal. Nun strebten die meisten der osteuropäischen Länder den Beitritt zur EU an, weil sie als Mitglied mit Subventionen (z. B. für Infrastruktureinrichtungen) rechneten, die sie im Falle eines Beitritts von den reicheren EU-Ländern erhalten. In der Zwischenzeit sind die meisten ehemaligen Ostblockstaaten Mitglieder der EU.
Länder, die der EU beitreten wollen, müssen beweisen, dass wichtige Kriterien, die einen demokratischen Staat auszeichnen, erfüllt sind. Umgekehrt profitieren die reichen Staaten vom ungehinderten Zugang zu den Märkten der neuer Mitgliedstaaten, wo sie ihre Waren ohne Zollaufschläge verkaufen können.