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Die Frau des Nobelpreisträgers
Drama
Großbritannien / Schweden / USA
Der renommierte Schriftsteller Joe Castleman bekommt früh morgens in seinem Haus in Connecticut den lang ersehnten Anruf: Er erhält den Nobelpreis für Literatur und soll für die Feierlichkeiten nach Stockholm reisen. Seine Frau Joan freut sich mit ihm. Sie ist ihrem Mann die vierzig Jahre loyal zur Seite gestanden, seine Unzulänglichkeiten und seine Seitensprünge hat sie stets mit Fassung und Humor getragen. In der kleinen Feier, die die beiden zuhause für ihre engsten Freunde geben, betont Joe, dass er ohne Joan, die Liebe seines Lebens, nichts wäre.
Während Joe nach der Ankunft in Schweden voll ins Rampenlicht rückt, findet sich Joan bald wenig beachtet im Schatten ihres gefeierten Gatten. Zur Vorbereitung auf die Zeremonie werden die Castlemans von der jungen, attraktiven Fotografin Linnea begleitet. Es kommt bald zu kleineren und grösseren Konflikten zwischen den Eheleuten, aber auch zwischen Vater und Sohn, denn David, der ebenfalls schriftstellerische Ambitionen hegt, aber sich von seinem Vater nicht für voll genommen fühlt.
Mit den Castlemans mit nach Schweden gereist ist auch der Autor Nathaniel Bone . Nathaniel hegt seit geraumer Zeit den Wunsch, eine Biografie über Joe zu schreiben, wird von diesem jedoch stets zurückgewiesen. Doch diesmal will sich Nathaniel nicht so einfach abschütteln lassen, er wendet sich an Joan und auch an David. Seine Hartnäckigkeit droht schliesslich ein Geheimnis zu offenbaren, das ein völlig neues Licht auf die Ehe von Joe und Joan, aber vor allem auch auf Joes Verdienste als Schriftsteller wirft. In einer Hotellobby in Stockholm - kurz vor der Preisverleihung - fasst Joan deshalb einen radikalen Entschluss.
«Die Frau des Nobelpreisträgers» ist ein aufwühlendes und pointiertes Drama, das den Weg zur Selbstbestimmung seiner Protagonistin thematisiert. Mit ihrem nuancierten Spiel gelingt Glenn Close in der Verfilmung von Meg Wollitzers Bestseller eine grossartige Leistung, die ihr eine Oscarnomination einbrachte. Mit der Oscarnomination für «Hillbilly Elegy» bei den Academy Awards 2021 wurde Close in ihrer ausserordentlichen Karriere bis jetzt insgesamt achtmal nominiert, doch die Goldstatue nach Hause nehmen konnte sie noch nie.
SRF zwei zeigt «Die Frau des Nobelpreisträgers» in Zweikanalton deutsch/englisch.