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Italiener und Franzosen machen es schon seit Jahren vor. Auf Plantagen mit Laubbäumen in Reih und Glied gedeihen Trüffel im Erdreich. Die Nachfrage nach dem «schwarzen Gold» - nur der kostbare Alba-Trüffel ist weiss - ist gross. Ihr ist nur mit gezieltem Anbau nachzukommen.
«Das sollten wir auch tun», sagten sich vor einigen Jahren die beiden Berner Trüffel-Sucher Andreas Simon und Arthur Lauper. Gesagt, getan. «Jetzt wollen wir Geld verdienen», sagt Lauper.
Auf vier Plantagen, verstreut im Bernbiet, pflanzten sie die mit Trüffelsporen versehenen Setzlinge. Buchen, Eschen oder Eichen. Es sind vor allem Laubbäume, in deren Böden Trüffel wachsen.
Sechs Jahre nach der Anpflanzung der Haselsträucher melden die beiden Trüffel-Unternehmer gemäss einer Zeitungsmeldung nun den Erfolg. «Unser Hund witterte die drei ersten Trüffel.»
Wurzeln mit Trüffelsporen «impfen»
Lauper und Simon legen nicht nur Plantagen an, sie verkaufen auch zertifizierte Trüffelbäumchen. Ein Zertifikat bescheinigt, dass deren Wurzelwerk mit Trüffelsporen «geimpft» ist. Mit «impfen» ist die Verbindung der Pflanze mit den Sporen des Trüffels gemeint - im Falle der Zucht werden die Setzlinge mit der gut genährten Erde vermengt, in Töpfe gesetzt, bis sie gedeihen.
(Regional-Diagonal, 12.9.2015, 12:00 Uhr)