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Die Schilddrüse
Aus Symptome, Ursachen von Krankheiten
Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ist eine schmetterlingsförmige, hormonbildende Drüse . Sie ist sozusagen an Kehlkopf und Luftröhre angeheftet. Dadurch kann sie allen Bewegungen des Kehlkopfes folgen. Gewicht und Volumen der Schilddrüse können sehr unterschiedlich sein; sie wiegt ca. 18-20 gr. Beim Schilddrüsen-Gesunden sieht man die Drüse nicht. Wird sie sichtbar, kann das bedeuten, daß ein Kropf/STruma vorliegt. Manchmal vergrößert sich die Schilddrüse auch nach innen und kann so auf Luftröhre und Kelhkopf drücken.
Funktion
In der Schilddrüse werden zwei lebenswichtige Hormone produziert:
(die 3 bedeutet, daß 3 Moleküle Jod gebunden sind; die 4, daß 4 Moleküle Jod gebunden sind). Beide Hormone sind vor allem zuständig auf den Stoffwechsel und Grundumsatz des Körpers. Sie haben Einfluß auf Wachstum, Reifung, Kreislauf, Wärmeregulation, Wasserhaushalt, Sauerstoffverbrauch und Gehirnfunktionen. Auch auf den Eiweiß-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsel hat die Schilddrüse Einfluß. Treten Störungen dieser Hormone im Kindesalter auf, kann das schwerwiegende Folgen nach sich ziehen: es können starke körperliche und geistige Schäden auftreten.
Beim Erwachsenen bewirkt ein Mangel an diesen Hormonen, daß die Nahrung nicht mehr in genügend Energie umgewandelt werden kann. Die Folge davon können sein: Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Wärmeregulierung, des Gewichts und der Leistungsfähigkeit und vieles mehr.
Ein Zuviel an diesen Hormonen kann zu Herzklopfen, Schwitzen, Durchfällen, Gewichsabnahme führen.
Ist die Schilddrüse im Gleichgewicht , so ist auch der Regelkreis zwischen Gehirn, Hirnanhangsdrüse und Schilddrüse im Gleichgewicht. Für diesen Regelkreis unbedingt notwendig ist Jod. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Jod ist der Baustoff, um diese Hormone herzustellen. Ein äußeres Zeichen für Jodmangel ist der Kropf. Es besteht eine Diskussion darüber, ob Deutschland insgesamt und vor allem im Süden Jodmangelgebiet ist. Laut Empfehlung der Dt. Gesellschaft für Ernährung wird täglich eine Menge von 200 Mikrogramm an Jod empfohlen, bei Schwangeren noch mehr. (Bei der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto" ist Jod jedoch zu vermeiden). Quelle: http://www.fwiegleb.de/thyreoid.htm#Ana
Arten von Schilddrüsenerkrankungen
Schilddrüsenerkrankungen entwickeln sich meistens schleichend und werden dadurch öfters nicht gleich erkannt. Die Mehrzahl der Schilddrüsenerkrankungen entwickelt sich ab etwa der zweiten Lebenshälfte; Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Jodmangel kann eine entscheidende Rolle spielen.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Wie das Wort "unter = hypo" schon sagt, werden bei der Unterfunktion zu wenig Hormone gebildet und es entsteht eine Mangelversorgung. Körperfunktionen werden verlangsamt, der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Ursachen einer Unterfunktion können Schilddrüsenentzündungen, Operationen oder Radiojodbehandlungen sein. Die Unterfunktion kann aber auch angeboren oder erworben sein. Als mögliche Ursache sind auch Schwermetalle und Umweltgifte überhaupt im Gespräch.
Symptome der Schilddrüsenunterfunktion: - Extreme Kälteempfindlichkeit und entsprechendes Frieren - ständige Müdigkeit und Antriebsschwäche - Konzentrationsprobleme - nachlassende Leistungsfähigkeit - verlangsamter Herzschlag - Wassereinlagerungen an verschiedenen Körperstellen (u.a. Lidschwellungen) - Gewichtszunahme trotz normalen Essens - gestörte Sexualhormonbildung - Libidostörungen - Zyklusstörungen - Potenzstörungen - Unfruchtbarkeit
Nicht immer wird eine Unterfunktion der Schilddrüse erkannt. Dennoch wirkt sie als "latente Hypothyreose" und kann so Langzeitfolgen haben: der Stoffwechsel ist verlangsamt, das Fett wird langsamer verbrannt, die Blutfettwert steigen, das Risiko für Gefäßablagerungen (Atherosklerose) mit den bekannten Folgen steigt.
Schilddrüsenüberfunktion - Hyperthyreose
Wie das Wort "über = hyper" schon sagt: es werden zu viele Schilddrüsenhormone gebildet; es entsteht ein Überschuß. Das bewirkt, daß der Körper auf Hochtouren läuft. Meistens ist eine Überfunktion mit heißen Knoten (autonomen Adenomen) und der Basedowschen Krankheit verbunden.
Symptome - Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität - Konzentrationsschwäche - eingeschränkte Leistungsfähigkeit - Schlafstörungen - Gewichtsabnahme - vermehrtes Schwitzen, Wärme wird schlecht vertragen - Haarausfall - Herzbeschwerden: das Herz wird ständig zu Höchstleistungen angetrieben > Vorhofflimmern, Herzschwäche sind möglich. - dauerhaft erhöhter Pulsschlag - manchmal: Kropf - Augensymptome
Kropf (Struma) ; Knoten der Schilddrüse
Der Kropf ist eine vergrößerte Schilddrüse. Die häufigste Ursache dafür ist eine unzureichende Jodaufnahme mit der Nahrung. Die Schilddrüse vergrößert sich beim Versuch, den Mangel an Jod auszugleichen und entwickelt sich zum Kropf. Wird dieser Mangel nicht behoben, kann dies zur Entstehung von heißen oder kalten Knoten und Funktionsstörungen der Schilddrüse führen.
Schilddrüsenentzündungen
Es gibt akute oder chronische Schilddrüsenentzündungen. Ist die Entzündung akut, so ist sie mit heftigen Schmerzen verbunden und durch Bakterien verursacht oder auch als Folge einer Virusinfektion entstanden.
Die chronische Schilddrüsenentzündung wird dagegen zu den Autoimmunerkrankungen gezählt, sie wird also vom körpereigenen Immunsystem ausgelöst (Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmunthyreoiditis). So eine Entzündung kann plötzlich auftreten, begleitet von Gliederschmerzen, Fieber, Mattigkeit und Schmerzen und/oder Druckempfindlichkeit in der Schilddrüsen-Region. Die Entzündungen können aber auch chronisch und in Schüben auftreten und letztlich zur Zerstörung des Schilddrüsengewebes führen. Die Hasthimoto-Thyreoiditis entwickelt sich langsam und zunächst nicht bemerkbar, aber stetig. Sie führt letztlich zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Quelle: http://www.gesund.co.at/gesund/schilddruesenerkrankungen.htm
Es gibt zwei unterschiedliche Verlaufsformen: - die hypertrophe Variante, die durch unkontrolliertes Wachstum von Schilddrüsenzellen zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führt - die atrophe Variante, bei der die Schilddrüse kleiner wird. Diese Form ist in Deutschland wesentlich häufiger.
Ursachen: Die genauen Ursachen sind bisher nicht bekannt. Wahrscheinlich führen mehrere Ursachen zu Hashimoto. Als mögliche Auslöser werden diskutiert: - genetische Veranlagung - chronische Infektionen - Stress - Veränderung der Sexualhormone (Schwangerschaft, Wechseljahre, Hormonbehandlungen) - zu viel Jod - Rauchen - Amalgam, Umweltgifte (z.B. Tschernobyl)
- Müdigkeit - Frieren - Gewichtszunahme - Konzentrationsstörungen - Depressionen - Trockene Haut - Muskel- und Gelenkschmerzen - Zyklusstörungen bei Frauen (evtl. männlicher Bartwuchs, Brustspannen) - Evtl. Augenbeteiligung (häufiger ist die jedoch bei Morbus Basedow) - Manchmal: Gestörter Zuckerstoffwechsel (=Insulinresistenz) - Hormonstörungen bei Männern - evtl. Knotenbildung in der Schilddrüse (>Ultraschall bzw. Scintigamm zur Überprüfung)
Sie gehört auch zu den Autoimmunkrankheiten, wobei sich hier bestimmte Stoffe des Abwehrsystems gegen körpereigene Bestandteile richten und diese verändern oder zerstören. Beim Morbus Basedow entstehen sogenannte Auto-Antikörper gegen TSH-Rezeptoren der Schilddrüse, was zu einer erhöhten Produktion von Hormonen führt. Das wiederum führt häufig zu einer Schilddrüsenvergrößerung und -überfunktion. Diese Antikörper können sich aber auch gegen andere Körperstrukturen richten. Meistens sind die kleinen Augenmuskeln und deren Bindegewebe betroffen, manchmal auch die vordere Schienbeinmuskulatur. An den Augen kann das zum Hervortreten des Augapfels führen (endokrine Orbitopathie); an den Unterschenkeln zu einer Verdickung der Vorderseite. Sind die Augen beteiligt, kann das zum stärkeren Hervortreten der Augäpfel führen, zu verstärktem Tränenfluß, zu Rötung und Brennen, zu starrem Blick und zum Sehen von Doppelbildern.
Weiterhin können sich diese Antikörper auch gegen andere Körperstrukturen richten, wobei hier meist die kleinen Augenmuskeln und deren Bindegewebe betroffen sind und seltener die vordere Schienbeinmuskulatur. Aufgrund einer nachträglichen Einwanderung bestimmter Abwehrzellen (Lymphozyten) kommt es zu einer Schwellung der betroffenen Gebiete. An den Augenmuskeln kann dies u.a. zum sichtbaren Hervortreten des Augapfels führen (endokrine Orbitopathie) und am Unterschenkel zu einer Verdickung der Vorderseite (prätibiales Myxödem). Während des Krankheitsprozesses kann es zu einem fortschreitenden Hervortreten der Augäpfel aus ihren Höhlen, zu verstärktem Tränenfluss, zu Rötung und Brennen, zu starrem Blick und zum Sehen von Doppelbildern kommen.
Die Symptome entsprechen denen der Überfunktion. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.