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Die Hoffnungen der EU-kritischen UKIP-Partei bei einer Nachwahl in Grossbritannien auf einen Sitz im Unterhaus haben sich nicht erfüllt. In der mittelenglischen Stadt Stoke-on-Trent, die seit Jahrzehnten von der linksgerichteten Labour im Unterhaus vertreten wird, verlor UKIP-Chef Paul Nuttall gegen den Labour-Kandidaten Gareth Snell. Die zerstrittene Labour konnte mit dem Nachwahlerfolg einen weiteren Rückschlag verhindern.
Die Nachwahl hatte Signalcharakter, stimmten doch in Mittelengland fast 70 Prozent für den Brexit. Damit dürfte sich die politische Krise für die wegen Führungsquerelen geschwächte UKIP verschärfen. Sie hält bisher nur einen Sitz im britischen Parlament.
Labour verliert Copeland
Gleichzeitig erlitt Labour in Copeland im Nordwesten an der Grenze zu Schottland eine herbe Niederlage: Die Kandidatin der Tories, Trudy Harrison obsiegte gegen ihre Labour-Rivalin Gillian Troughton. Die Arbeiterpartei verlor damit ihren seit 1935 gehaltenen Sitz an die Regierungspartei von Premierministerin Theresa May.