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Bariumsulfat ist im Gegensatz zum Bariumkarbonat ungiftig. 1,18 Teile Bariumsulfat entsprechen 1 Teil Bariumkarbonat.
In Glasuren: Wird in Steinzeugglasuren verwendet, um mit dem Barium die Basenseite der Glasur zu variieren. In geringen Konzentrationen wirkt es glanzerhöhend und als Flussmittel. Kann Blei oberhalb 1100°C teilweise oder ganz ersetzen. Vermindert die Haarrissgefahr und die Bleilöslichkeit auch bei niedrig schmelzenden Glasuren.
Im allgemeinen besitzen Bariumglasuren eine hohe Lichtbrechung und Transparenz, also Leuchtkraft und Durchsichtigkeit, was für Unterglasurfarben sehr wichtig ist. Bei Zusätzen über 25% wirkt Barium als Mattierungsmittel und ergibt mit Zinkoxid und Strontiumkarbonat schöne Kristallglasuren. Brenntemperatur 1100-1300°C. Bariumsulfat hat den Nachteil, dass es Schwefel mit sich führt, hohe Zusätze neigen im Holz- oder Gasofen zu narbigen Oberflächen. Zusätze von Kobaltblau werden violettstichig, von Chromoxid zunehmend gelb.