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Regie: Reema Kagti
Produzent: Aamir Khan, Farhan Akthar
Cast: Aamir Khan (Surjan Singh Shekhawat), Rani Mukherjee (Roni), Kareena Kapoor (Rosie), Nawazuddin Siddiqui, Shernaz Patel, Aditi Vasudev, Sheeba Chaddha, Ray Kumar Yadav
Dauer: 140 Minuten
Musik: Ram Sampath
Handlung
Der Bollywood-Star Arman Kapoor kommt mit seinem Auto auf einer völlig geraden Strecke von der Strasse ab und landet im Meer, wo er ertrinkt. Der Unfall passiert in der Nähe des Rotlichtbezirks von Mumbai, so dass die Ermittler mit Fingerspitzengefühl vorgehen müssen. Denn Bollywood-Star und Rotlicht darf eigentlich nicht sein! Die Leitung der Ermittlungen übernimmt Inspektor Surjan Singh Shekhawat (Aamir Khan), der in einer persönlichen Krise steckt. Seit dem Unfalltod des Sohnes ist die Beziehung mit seiner Frau Roni (Rani Mukherjee) gestört. Durch die geheimnisvolle Prostituierte Rosie (Kareena Kapoor), die sich dem Inspektor bei seinen Ermittlungen als Zeugin anbietet, gerät er in Versuchung.
Kritik
Eigentlich läuft Talaash unter dem Genre „Thriller“. Doch die Haupthandlung – die Aufklärung des mysteriösen Verkehrsunfalls – wird durch die Schilderung der Beziehungskrise des Ehepaars Shekhawat (Aamir Khan und Rani Mukherjee) fast erdrückt. Zudem scheint man in Bollywood in letzter Zeit einen starken Hang zum Uebersinnlichen zu haben (bspw. auch Jab Tak Hai Jaan), was dem Film nun definitiv nicht gut tut.
Die Szenen, in denen Roni (Rani Mukherjee) mittels eines Mediums versucht, mit ihrem toten Sohn Kontakt aufzunehmen, sind zu viel des Guten. Spätestens hier muss man ein Abgleiten des Films in sentimentalen Kitsch befürchten, was aber glücklicherweise nicht passiert.
Das Bindeglied zwischen den beiden Geschichten ist die Prostituierte Rosie (Kareena Kapoor). Sie bietet dem Inspektor ihre Hilfe an. Durch sie erhält er Zugang zum Rotlichtmilieu, in dem er den Schlüssel zur Aufklärung des Verkehrsunfalls vermutet. Denn einiges deutet darauf hin, dass Aamir Kapoor erpresst wurde. Rosie geizt nicht mit ihren Reizen, was Surjan Singh (Aamir Khan)durchaus in Versuchung bringt.
Aamir Khan agiert recht zurückhaltend und mit grimmiger Miene – einzig in den Rückblenden, die an das intakte Familienleben erinnern, erlebt er einige Glücksmomente. Trotzdem verleiht Khan der Figur über weite Strecken mehr Leben, als auf dem Papier eigentlich da wäre.
Dies liegt aber auch an seinen staken – weiblichen – Co-Stars. Rani Mukherjee agiert als sein weibliches Spiegelbild – seelisch wohl noch kaputter und verzweifelter als er. Durch ihr Spiel lässt sie Khan zwischen weiterhin bestehender Zuneigung und sich breit machender Verzweifelung pendeln. Kareena Kapoor bringt durch ihr Spiel Leben in die düstere Geschichte.
Unter den restlichen Darstellern sticht kaum jemand heraus – beispielsweise geht Ray Yadav Kumar als Assistent von Aamir Khan völlig unter. Aber mindestens sieht er hammermässig gut aus und das ist in Bollywood doch schon die halbe Miete! Zu erwähnen ist einzig Nawazuddin Siddiqui als humpelnder und mysteriöser Gauner, zuerst Handlanger, dann Nachfolger seines ermordeten Chefs.
Die Musik wird nur im Hintergrund eingesetzt – Tanzszenen sucht man vergebens.
Der Film ist hervorragend gemacht – Aamir Khan lernte extra für diesen Film das Schwimmen – und auch die Darsteller – vor allem die Darstellerinnen – überzeugen. Trotzdem lässt der Film ein schales Gefühl zurück. Er ist weder Fisch noch Vogel – weder wirklich Thriller noch Ehedrama.
Trailer
Musik
Muskaanein Jhooti Haih (Suman Sridhar)
Jee Le Zaraa (Vishal Dadlani)
Jiya Laage Na (Sona Mohapatra, Ravindra Upadhyay)
Hona Hai Kya (Ram Sampath, Rupesh Ubhare)
Laak Duniya Kahe (Ram Sampath)
DVD
www.induna.com
Copyright Corinne Mathieu