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1000 Patente für die Gesundheits- und Erziehungsbranche. Sind sie brauchbar?
Der US-amerikanische Computerkonzern IBM hat angekündigt, weitere sich in seinem Besitz befindende Softwarepatente der Open-Source-Community zur Verfügung zu stellen. Bereits im Januar dieses Jahres
hatte IBM 500 Patente freigegeben und angekündigt, es sollen noch zusätzliche dazukommen. In der offiziellen Mitteilung von IBM wird nicht erwähnt, um wie viele Patente es sich handelt. Eine Sprecherin vom IBM Österreich sagte jedoch gegenüber 'pressetext', dass es 1000 Patente sind.
Der lizenzfreie Zugang zu den Patenten von IBM soll Organisationen im Gesundheits- und Erziehungswesen gewährt werden. In diesen Bereichen bestehe viel Innovationspotential, schreibt IBM. Insbesondere soll die Interoperabilität in den beiden Branchen verbessert werden. Die Entwicklung und Implementierung ausgewählter offener Software-Standards für Web-Services, elektronische Formulare und offene Dokumentenformate im Gesundheits- und Erziehungswesen soll beschleunigt werden.
Inkompatible Dokumentenformate und proprietäre Technologien seien für Dienstleistungen in den beiden Branchen eine Wachstumsbremse. Das Ziel sei, zu gewährleisten, dass Informationen sicher und effizient verbreitet werden können. Dies senke die Kosten für Patienten, Ärzte, Studenten und Lehrer in der ganzen Welt, ist sich IBM sicher.
IBM fordert Unternehmen dazu auf, bei der Entwicklung und Adaption von "wirklich offenen Softwarestandards" mit IBM zu kooperieren. Die Frage ist bloss, ob die 1000 Patente auch tatsächlich so nützlich sind, wie IBM glaubt. Der "Open-Source-Papst" Bruce Perens sagte diesen Sommer
, IBM habe ausschliesslich Patente von Software freigegeben, die niemand gebrauchen könne. Dies fördert die Innovation wohl in keiner Branche. (mim)