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Die Forschung aber stehe noch am Anfang: «Das liegt auch daran, dass es sehr schwer ist, an Daten zu kommen, die Hochfrequenzhändler ausreichend identifizieren. Die Börsen sind damit sehr zurückhaltend», so Hautsch. Deren Betreiber wollten nicht, dass einzelne Marktteilnehmer und ihre Strategien identifiziert werden könnten.
Zudem forderte Hautsch die Einrichtung eines weltweiten elektronischen Überwachungssystems für diese Form des Handels, das in kritischen Marktphasen Alarm schlägt: «Es ist eine technologische Schlacht. Hochfrequenzhändler sind hoch bezahlte, clevere Leute, die ihre technische Power perfekt ausnutzen. Den Behörden müssten ähnliche technische Mittel zur Verfügung stehen wie diesen Händlern, damit eine effektive Kontrolle möglich wird.»
Hochfrequenzhändler könnten binnen kürzester Zeit Zehntausende Transaktionen abwickeln. Mittlerweile machten sie mehr als 50 Prozent des globalen Aktienhandels aus, sagte Hautsch. Dennoch möchte der Fachmann diese Form des Handels nicht generell an den Pranger stellen. «In normalen Phasen hilft der Hochfrequenzhandel sogar, die Preisfindung zu beschleunigen und Liquidität der Märkte zu verbessern.»
In extremen Marktphasen wie jetzt aber trage er nicht gerade dazu bei, dass sich die Märkte beruhigen.
(tno/sda)