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«Ich habe diese Postion nicht mit aller Kraft gesucht», stellte der gebürtige Jurassier klar. Am ersten Tag kann er ein Championat nicht gewinnen, aber verlieren. «Bianca hat mit ihrer Grundschnelligkeit einen grossen Anteil am Erfolg», sagte der gebürtige Jurassier, der für den Tagessieg nebenbei ein Preisgeld von rund 30'000 Franken einstrich.
Zuvor hatten auch Martin Fuchs mit Clooney und Janika Sprunger im Sattel von Bacardi brilliert. Sie nehmen mit 0,68 und 1,96 Zählern Rückstand die Zwischenplatzierungen 5 und 16 ein. Der fehlerhafte Ritt von Werner Muff (70.) fällt dank des Streichresultats aus der Wertung.
Die Schweizer Equipe peilt an den Weltreiterspielen in North Carolina eine Team-Medaille an. Wie vor Jahresfrist an den EM in Göteborg, als in der Endabrechnung Bronze resultierte, liegt die Equipe von Andy Kistler nach dem Jagdspringen in Führung. Dies mit dem Total von 2,64 Punkten. Die Niederländer folgen mit 4,35 Zählern, im 3. Rang ist Brasilien (6,42) klassiert. Diese drei Mannschaften liegen innerhalb eines Abwurfs. Als Minimum soll für die Schweiz ein 6. Platz her. Dieser würde die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 in trockene Tücher legen.
Janika Sprunger hatte für die Schweiz im Sattel von Bacardi stark eröffnet. Als Nummer 28 von 124 Paaren kam sie im 2. Zwischenrang zurück. Die gebürtige Baselbieterin nahm trotz eines forschen Ritts die 14 Hindernisse ohne Zeitstrafe. «Ich bin sehr zufrieden», betonte sie, zumal die Schnelligkeit nicht zwingend die Stärke von ihr und ihrem Hengst sei. Eigentlich wäre sie gerne als Nummer 2 der Equipe angetreten, doch letztlich wurde die 31-Jährige zur Startreiterin verknurrt. «Ich betrachtete dies als Kompliment und als Vertrauensbeweis», meinte sie.
Auch Martin Fuchs, der als Nummer 94 ins Stadion einritt, kam mit dem zweitbesten Zwischenrang ins Ziel und ballte die Faust. «Clooney zeigte, dass er wieder in Topform ist», lobte er seinen Schimmel. Clooney, in seinen frühen Jahren nicht der Schnellste, hat in den letzten Jahren an Tempo zugelegt. «Wir haben das auch bewusst geübt», sagte Fuchs.
Werner Muff hingegen lief es nicht nach Wunsch. Die zwei Abwürfe kosteten ihn acht Sekunden. «Ein Kameramann hat Daimler aus dem Konzept gebracht, den hatte ich nicht auf der Rechnung», sagte der Zürcher. Das zweite Versehen hingegen nahm er auf seine Kappe. Obwohl der erste Fehler früh kam, blieb Muff bei seinem Konzept: «Kopflos einer besseren Zeit nachjagen bringt nichts.»
Das Jagdspringen bildete die erste von maximal fünf Prüfungen im Springreiten. Ein Abwurf wird nicht mit vier Strafpunkten, sondern mit vier addierten Sekunden auf die Schlusszeit abgegolten. Das Zwischenklassement wird aus den Rückständen auf den Tagessieger errechnet, und zwar mit dem Divisor 2. Hat ein Reiter 1,8 Sekunden eingebüsst, liegt er mit 0,9 Strafpunkte im Hintertreffen.
Am Donnerstag und Freitag folgen je ein Umgang analog zum Nationenpreis. Mit dem Zwischenstand nach drei Prüfungen werden die Team-Weltmeister erkoren. Die besten 25 stossen am Sonntag in Runde 4, das beste Dutzend anschliessend in den Final vor.