Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/1553

Der heute dreissigjährige Gotthard-Strassentunnel wurde damals zeitgemäss gebaut, ist es aber heute nicht mehr. Vor allem Lastwagen und Reisecars sind in dieser Zeit grösser, länger und breiter geworden. Beim Kreuzen bleibt kaum mehr ein Meter Abstand; verständlich, dass viele Autolenker während der Gottharddurchfahrt oftmals ein mulmiges Gefühl haben. Der Tunnel ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung ist unausweichlich.
Bauen wir also bei dieser Gelegenheit eine zweite Röhre, die nach der Sanierung des heutigen Tunnels durch die Möglichkeit eines richtungsgetrennten Verkehrs die Sicherheit massiv verbessert.
Die Fahrspur kann gegenüber heute gegen die Mitte des Tunnels verbreitert werden. Die etwas schmälere zweite Spur wird zum Pannenstreifen, der bei Unfällen eine schnelle Intervention der Rettungskräfte garantiert. Anstelle von Milliarden Franken in provisorische Verladeterminals zu stecken, im Wissen, dass deren Rückbau nochmals Millionen kosten wird, ist es sinnvoller, das Geld nachhaltig in die definitive Strasseninfrastruktur zu investieren.
Um den Gütertransport des Schwerverkehrs auf der Schiene zu fördern und damit den Alpenschutz-Artikel zu stärken, sollte man für den Transit des Schwerverkehrs eine Tunnelmaut ins Auge fassen. In andern Ländern haben wir auch Zahlstellen, wo eine Maut einkassiert wird oder wo über eine solche nachgedacht wird. Mit den Einkünften dieser Maut könnte der Bahnverlad quersubventioniert und verbilligt werden. Ich werde am kommenden 28. Februar 2016 deshalb Ja sagen zum Sanierungstunnel am Gotthard.