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Überhaupt nicht! Das Ganze liest sich wie ein Unterhaltungsroman. In der Absicht, mit diesem Buch einen leicht lesbaren Unterhaltungsroman vorzulegen, wuchern Widersprüche: ist das Thema Migration Unterhaltung? Sind ein Reisebericht und eine Dokumentencollage ein Roman? Dennoch, der "Roman" sollte leicht lesbar sein - und unterhaltend.
Das Buch mag (für Fachleute) als Provokation erscheinen, da es bei Books on Demand (BoD) rauskommt, Buchkategorien (Sachbuch / Fiktion) vermischt und zwei äusserlich nicht zusammenhängende Texte zusammenfasst, 400 Seiten hat und Privates beinhaltet.
BoD veröffentlicht von Autoren eingereichte Manuskripte tel quel, ohne inhaltlich oder formal darauf Einfluss zu nehmen. Insbesondere haben die Texte kein professionelles Lektorat durchlaufen, sind also unvermittelt und in diesem Sinne authentisch, mit der Gefahr der sprachlichen Holprigkeit und Weitschweifigkeit.
Ungewohnt oder gar verpönt ist es, einen Sachtext (Dokumentencollage) mit Fiktion (fiktivem Reisebericht) zusammenzusetzen. Mir scheint es jedoch nur so möglich, auf natürliche Art das hier behandelte Thema der Migration historisch in seinen konkreten Auswirkungen auf einen gewöhnlichen Alltag vertieft zu behandeln und gleichzeitig mit der Gegenwart zu verknüpfen. Dokumentierte private Erfahrungen stellen die irritierende und revoltierende Wirklichkeit besser dar als Fiktion, der immer ein Hauch von Märchenhaftigkeit anhaftet.