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Man unterscheidet allgemein zwischen Korrekturen der inneren bzw. kleinen Schamlippen (Labia minora) und der äusseren bzw. grossen Schamlippen (Labia majora).
Unter einer inneren Labioplastik versteht man die Korrektur der kleinen Schamlippen, in der Regel in Form einer Verkleinerung derselben (Schamlippenverkleinerung), wenn diese zu gross oder asymmetrisch ausgebildet sind. Neben der ästhetischen Beeinträchtigung können vergrösserte innere Schamlippen auch zu funktionellen Beschwerden führen, wie mechanischer Reizung und Schmerzen beim Sport, Fahrradfahren, in enger Kleidung oder beim Geschlechtsverkehr. Weiterhin sind mögliche psychische Belastungen mit Unwohlsein, Hemmungen und Komplexen gegenüber dem Partner als auch in anderen gesellschaftlichen Situationen (Schwimmbad, Sport) nicht zu vernachlässigen.
Unter einer äusseren Labioplastik versteht man die Korrektur der grossen Schamlippen, meist in Form einer Vergrösserung derselben (Labienaugmentation), die zu klein ausgebildet oder durch Alterung und krankhafte Prozesse zurückgebildet sein können. Das Schamlippenvolumen kann hierbei durch körpereigenes Fettgewebe (Lipofilling), oder wenn dieses nicht vorhanden ist durch Hyaluronsäure-Filler augmentiert werden. Störende Hautüberschüsse können zudem durch eine Straffungsoperation beseitigt werden. Eine Verkleinerung der äusseren Schamlippen ist hingegen selten indiziert.