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Die Resozialisierung von Straffälligen im Kanton Zürich: Eine Analyse mit Fokus auf Vermögensdelinquente
Inwieweit das Versorgungssystem im Lichte relevanter Theorie und Empirie den Anforderungen zu entsprechen vermag und welche Möglichkeiten zur Leistungsoptimierung bestehen
Seit Jahrzehnten verfolgt der Justizvollzug nebst der eigentlichen Bestrafung das Ziel der Resozialisierung. Eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität scheint dabei unter Branchenkennern schon länger offenkundig, weshalb mit der vorliegenden Masterthesis versucht wird (1) den Auftrag der Bewährungshilfe genauer zu klären, (2) relevante Erkenntnisse aus der Theorie und Empirie zu gewinnen, (3) bezüglich des Zürcher Versorgungssystems eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, (4) die Passung von Interventionsbedarf und bestehenden Massnahmen darzulegen, (5) Problematiken an Hand von Fallbeispielen zu veranschaulichen sowie schliesslich (6) die Grenzen des Resozialisierungsziels und mögliche Optimierungen des Versorgungssystems aufzuzeigen. Nicht zuletzt sollen für die Professionellen der Sozialen Arbeit auch Erkenntnisse hinsichtlich einer «Best Practice» im Bereich der Bewährungshilfe erschlossen werden. Ein Hauptergebnis ist in der Herausarbeitung folgender drei Dimensionen der Resozialisierung zu sehen: (1) Eine individuelle Dimension mit den Ebenen «persönliche Handlungen» resp. «Einstellungen», (2) eine individuell-strukturelle Dimension mit der «sozialen Einbindung» als zentralen Faktor von Delinquenz, (3) eine strukturelle Dimension mit den Ebenen «gesellschaftliche Integrationsangebote» sowie «Versorgungssystem». Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass sämtliche Massnahmen prioritär die sozialen Einbindungen verbessern müssten, was mit den bestehenden Interventionen und Systemstrukturen nur unzureichend erfolgt.