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Essbare Insekten sind ein nachhaltiges, proteinreiches neuartiges Nahrungsmittel, das eine Alternative zu tierischen Produkten darstellen könnte. Dies zeigt eine Studie, die eine Forschungsgruppe der FFHS um Doktorandin Laila Hammer und Prof. Dr. Diego Moretti, Forschungsfeldleiter Ernährung im Departement Gesundheit verfasst hat.
Um die Proteinqualität von Mehlwurmlarven und Grillen zu bewerten, hat die Forschungsgruppe den Index verdaulicher unentbehrlicher Aminosäuren (DIAAS) bestimmt. Diese Art der Bewertung der Proteinqualität gilt laut der Welternährungsorganisation (WHO) als Standard. Dies wurde unter Berücksichtigung der einzelnen Aminosäuren und deren Verdaulichkeit mit Hilfe eines In-vitro-Modells, das international standardisiert ist (INFOGEST), erreicht. Entscheidend für diese Analyse war die Zusammenarbeit mit Dr. Lotti Egger und Dr. Reto Portmann bei Agroscope in Liebefeld (Bern), sowie die Förderung des Schweizer Nationalfond für die Wissenschaftliche Forschung (SNF).
Proteinqualität und -verdaulichkeit muss stimmen
Mehlwurmlarven und Grillen zeigen in vitro eine hohe Verdaulichkeit des Gesamtproteins und können eine gute bis sehr gute Proteinqualität liefern. Darüber hinaus wurde untersucht, ob verschiedene Verarbeitungs- und Zubereitungsschritte die In-vitro-Verdaulichkeit einzelner Aminosäuren und die In-vitro-DIAAS-Werte von Mehlwürmern und Grillen beeinflussten. Zudem wurde ein Referenzvergleich mit Hühnerbrust durchgeführt, die bekannterweise eine hervorragende Proteinqualität hat. Die In-vitro-Verdaulichkeit des Gesamtproteins lag bei Mehlwürmern zwischen 91 und 99 Prozent und bei Grillen zwischen 79 und 93 Prozent. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Hühnerbrust hinsichtlich der Proteinzusammensetzung, der In-vitro-Verdaulichkeit des Gesamtproteins und der In-vitro-DIAAS-Werte könnten Mehlwürmer und Grillen eine Alternative zu Hühnerbrust sein.