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Das unentbehrliche Instrument für das Herdenmanagement
Der Züchter kann auf der Basis der Produktion, der Persistenz und der Fett-, Protein- und Harnstoffgehalte einen ausgeglichenen Fütterungsplan erstellen, welcher der individuellen Produktion seiner Kühe angepasst ist. Die Zellzahl gibt gute Anhaltspunkte zur Eutergesundheit und Milchqualität.
Melkmethoden
Die Milchkontrolle erfolgt gemäss den ICAR-Richtlinien und mit der A4-Methode (zwei nacheinander folgende Wägungen) oder der AT4-Methode (eine einzige Wägung). Er findet 11 Mal pro Jahr statt. Auf Betrieben, die einen Roboter oder einen Melkstand mit elektronischem Durchflussmesser haben, kann auch die ATM4 7d-Methode angewendet werden (durchschnittliche Produktion der letzten sieben Tage).
A4-Methode
Der Milchkontrolleur erfasst persönlich die Milchmenge der Tiere, die der Kontrolle unterstellt sind, indem er alle Gemelke innerhalb von 24 Stunden wägt Die Milchkontrolle wird am gleichen Tag durchgeführt (Morgen und Abend) oder am Abend und am nächsten Morgen. Die Zeit, zu welcher die Melkung stattfand, muss notiert werden. Als Kontrolldatum zählt der Tag der ersten Kontrolle.
AT4-Methode
Der Milchkontrolleur erfasst persönlich die Milchmenge der Tiere, die der Kontrolle unterstellt sind, indem er ein Gemelke wägt. Die Milchkontrolle wird nur einmal am gleichen Tag durchgeführt. Die Zeit, zu welcher die Melkung begann, muss auf dem Begleitschein notiert werden, damit das Intervall zwischen den Melkungen berechnet werden kann. Mit dieser Methode erfolgt die Kontrolle abwechselnd am Morgen während eines Monats und am Abend im nächsten Monat.
ATM4-Methode
Diese Methode wird nur auf Betrieben verwendet, die einen Melkstand besitzen. Der Milchkontrolleur nimmt einmal im Monat persönlich eine Milchprobe, abwechselnd am Morgen und am Abend. Die Milchmenge (Gemelk von Morgen und Abend) auf dem Ausdruck wird vom Milchkontrolleur in die entsprechende Spalte auf dem Begleitschein übertragen. Die Gehalte werden auf der Basis eines Gemelks bestimmt.
ATM4 Rx-Methode/Roboter
Es wird jede Melkung des Roboters erfasst. Die durchschnittliche tägliche Milchmenge der letzten sieben Tage (Durchschnitt von sieben Tagen) auf dem Ausdruck wird auf dem Begleitschein festgehalten Auf Betrieben mit einem Roboter wird das Probeentnahmegerät (Shuttle) einmal am Morgen installiert und im nächsten Monat Ende Nachmittag.
AZ4-Methode
Der Melkroboter erfasst jedes individuelle Gemelk. Die Milchmengen werden im Rahmen des automatischen Tierdatenaustausches automatisch an die Datenbanken der Zuchtverbände weitergeleitet. Sie dürfen nicht von Zur Berechnung des Tagesdurchschnitts werden gemäss den ICAR-Richtlinien alle Milchmengen, die das Tier in den letzten 96 Stunden (4 Tage) produziert hat, berücksichtigt. Auf Betrieben mit Robotern wird das Probeentnahmegerät (Shuttle) einmal am Morgen installiert und im nächsten Monat Ende Nachmittag.
ATM4/7d-Methode
Wie mit Robotern kann diese Methode in Melkständen verwendet werden. Der Milchkontrolleur entnimmt monatlich eine Milchprobe, abwechselnd am Morgen und am Abend. Die tägliche Milchmenge (Durschnitt von sieben Tagen) auf dem Ausdruck wird auf dem Begleitschein notiert. Die Gehalte werden anhand eines Gemelks bestimmt.
BZ4-Methode
Diese Methode ist gleich wie die AZ4-Methode ausser, dass der Züchter selber die Proben entnimmt und sie für die Analysen dem Labor schickt.
ATDA: AUTOMATISCHER TIERDATENAUSTAUSCH
Das Hauptziel ist, die manuelle Übermittlung der Milchmengen durch den Milchkontrolleur im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) zu ersetzen. Die Milchmengen werden automatisch an die Datenbanken der Zuchtverbände übermittelt.
Bedingungen
Für den automatischen Tierdatenaustausch können sich Betriebe anmelden, die
- einen Melkroboter und
- Zugriff auf Internet sowie eine Internet-Verbindung haben.
Die Tiere müssen mit der korrekten TVD-Nummer in den Systemen aller Melkanlagen erfasst werden:
- Ländercode plus vollständige Nummer mit 12 Zahlen
- Einheitliches Datenformat ohne Leerzeichen und Punkte
- Ausländische Nummern mit Ländercode ohne Leerzeichen und Punkte (Lely: Nachricht bei der Speicherung mit “OK” bestätigen).
|Falsches Format:
|Korrektes Format:
|CH 120.0774.6000.1
|CH120077460001
|AT 142325122.0
|AT1423251220
Es können nur Daten übermittelt werden, die wie oben beschrieben im Roboter erfasst werden.
Teilnahme
Um am automatischen Tierdatenaustausch teilzunehmen, melden sich die Betriebe schriftlich mittels der Teilnahmeerklärung an. Nach Absprache mit den Melkmaschinenherstellern installiert danach die holländische Informatikfirma VSM eine Software auf das Informatiksystem der Melkanlage (ISMA) mit Fernzugriff wie z. Bsp. TeamViewer. Ein Ordner, der nicht geöffnet werden kann, erscheint auf dem Computer nach der Installation. Die Daten werden automatisch täglich übermittelt und von den Zuchtverbänden übernommen.
Ces données brutes sont utilisées pour l’épreuve de productivité, l’évaluation génétique et les évaluations zootechniques. Diese Bruttodaten werden für die Leistungsprüfung, Zuchtwertschätzung und tierzüchterische Auswertungen verwendet. Die Installation muss bei einer Aktualisierung des Betriebssystems wiederholt werden.
Melkanlagen
Betriebe mit Robotern der untenstehenden Marken wurden 2018 in Zusammenarbeit mit den Fabrikanten während einer langen Pilotphase getestet:
- Lely/T4C
- DeLaval/DelPro
- Fullwood/Crystal
- GEA/DairyPlan C 21
- Happel/Saturnus avec Tim (uniquement export de données sans frais)
- BouMatic/ HerdMetrix (nur mit BouMatic Open Interface)
Für Melkstände sind folgende Marken und Softwares kompatibel:
- DeLaval/DelPro
- GEA/DairyPlan C 21 oder DairyNetBox
- Bei anderen Fabrikanten muss man sich individuell informieren.
Kontaktieren Sie den Fabrikanten Ihrer Melkanlage, falls Sie Fragen haben.
Kosten und zusätzliche Kosten ja nach Marke
Die einmaligen Installationskosten und die jährlichen Monitoringkosten, die für die Betriebe anfallen, werden von den Zuchtverbänden übernommen.
Je nach Fabrikant können zusätzliche Kosten für den Betrieb anfallen. Kontaktieren Sie den Fabrikanten Ihrer Melkmaschine, falls Sie Fragen haben. Kontaktieren Sie den Fabrikanten Ihrer Melkanlage, falls Sie Fragen haben.
Trächtigkeistest Fertalys in der Milch
Für ein effizientes Reproduktionsmanagement ist es sehr wichtig, die Kühe zu erkennen, die trächtig sind. Der frühzeitige Trächtigkeitstest ermöglicht es, Kühe, die nicht trächtig sind, rasch zu identifizieren und sofort neu zu besamen. Es gibt verschiedene Methoden, um eine Trächtigkeit zu erkennen. Der Ultraschall und die rektale Untersuchung, die beide vom Tierarzt durchgeführt werden, sind von allen Züchtern bekannt. Die Trächtigkeit kann aber auch mit einer Milchprobenanalyse identifiziert werden. Die Vertriebspartner empfehlen Ihnen FERTALYS von Suisselab.
TCI
Der TCI® oder Transitionsindex zeigt für jede mehrlaktierende Kuh, ob sie die Galtphase und den Laktationsstart – auch Transitphase genannt – gut überstanden hat. Ein positiver Index zeigt, dass die Kuh gut durch die Transitphase gekommen ist, während ein negativer Index ein Zeichen dafür ist, dass diese nicht optimal verlief.
Der TCI® bringt aber vor allem auf Stufe der Herde einen grossen Vorteil. Der durchschnittliche Transitionsindex der Herde ermöglicht, rasch ein Problem während der Transitphase zu entdecken, sodass der Züchter Verbesserungen und Optimierungen vornehmen kann (Fütterung, Haltung usw.), damit seine Kühe besser durch die Transitphase kommen.
Die Milchkontrolleure
Der Milchkontrolleur spielt eine Schlüsselrolle bei der Leistungsprüfung. Er erfasst monatlich die Tagesproduktion jeder Kuh und entnimmt Milchproben für die Laboranalyse. Personen, die sich für diese Nebenbeschäftigung interessieren, können sich beim Herdebuchdienst melden, um mehr Informationen zu erhalten.