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Die Guiden
Uniformierung
Die Guiden trugen seit 1852 die gleiche Uniform und Ausrüstung wie die Dragoner, einzig die Fellraupe auf dem Helm war von chromgelber Farbe, im Gegensatz zum schwarzen Fell der Dragoner. Als Oberbekleidung diente ein frackartig geschnittener grüner Rock mit karmesinrotem Besatz und Vorstössen sowie vernickelte Epauletten. Die Hosen aus grünem Wolltuch waren bis zum Knie mit einem Lederbesatz versehen, darunter trug man Halbstiefel. Zur Stallarbeit trug man eine kurze Ärmelweste oder eine Bluse aus Zwilch und bei nasskalter Witterung einen weit geschnittenen blaugrauen Reitermantel.
Bewaffnung
1852 trugen alle Berittenen den Säbel eidgenössischer Ordonnanz 1852, mit Messingkorb, nach französischem Muster, dazu Reiterpistolen mit Perkussionszündung. Ab 1867 wurde ein neues Säbelmodell nach österreichischem Vorbild eingeführt. Der ab 1871 eingeführte Karabiner (System Vetterli) wurde vorerst nur den Dragonern abgegeben. Dieser wurde 1893 durch den Repetierkarabiner System Mannlicher ersetzt, welcher nun auch den Guiden abgegeben wurde.
Organisation
Aufgrund gemachter Erfahrungen während des Sonderbundkrieges und durch befürwortende Worte General Dufours wurde mit der Militärorganisation vom 8. Mai 1850 in der Kavallerie nebst den Dragonern auch Guiden nach französischem Vorbild aufgestellt. So wurden nebst den 22 Dragonerkompanien im Auszug und 13 in der Reserve neu siebeneinhalb Guiden-(Halb)kompanien im Auszug (Nr. 1-8) und acht in der Reserve (Nr. 9-16) aufgestellt. Ihre Aufgabe bestand hauptsächlich aus Melde- und Stafettendienst, Bewachung der Hauptquartiere der Divisionen sowie aus heerespolizeilichen Aufgaben.
Unser Bild zeigt einen Guidenoffizier (Lithographie von Ch. Perron)