Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2139

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Mit 23 Jahren erringt der US-Golfprofi Jordan Spieth seinen dritten grossen Sieg. Der Texaner gewinnt das 148. British Open in Southport bei Liverpool drei Schläge vor seinem Landsmann Matt Kuchar.
Jordan Spieth war auf dem Par-70-Küstenplatz von Royal Birkdale mit drei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde gestartet. Dann büsste er einen Schlag nach dem andern ein. Er liess sich von Kuchar einholen, obwohl dieser seinerseits alles andere als überzeugend spielte. Nach seinem fünften und letzten Schlagverlust am 13. Loch zündete Spieth aber ein Feuerwerk. Innerhalb von vier Löchern machte er mit drei Birdies und einem Eagle fünf Schläge gut. Der an Majorturnieren noch sieglose Kuchar steigerte sich in dieser Phase ebenfalls, er konnte den entfesselten Spieth aber nicht zurückhalten. Da Kuchar am letzten Loch, als die Entscheidung praktisch schon gefallen war, noch ein Bogey hinnehmen musste, wuchs die Differenz zwischen den beiden auf die ursprünglichen drei Schläge an.
Im Frühling 2015 hatte Jordan Spieth als damals 21-Jähriger bei den Triumphen am US Masters und am US Open derart grandios aufgespielt, dass man ihm jederzeit weitere Grosstaten zutrauen konnte. Er war eine Weile auch der Leader in der Weltrangliste. In der laufenden Saison spielte er sich nach und nach aus dem Rampenlicht. Siege an normalen Turnieren des amerikanischen Circuits blieben aus, zwei 4. Plätze waren die besten Ergebnisse. Es spricht jedoch gerade für die Klasse des Amerikaners, dass er am dritten Major des Jahres, am ältesten Turnier, scheinbar aus dem Nichts zum besten Spiel zurückgefunden hat. Spieth blieb als einziger Golfer viermal unter der 70er-Marke (65, 69, 65 und nochmals 69 Schläge).
Es gibt nicht viele noch auf den grossen Tours aktive Spieler mit mehr als drei Siegen an Majorturnieren im Palmarès. Der Ausnahmegolfer Tiger Woods gewann 14 Turniere auf Grand-Slam-Stufe. Es folgen Phil Mickelson mit fünf sowie Rory McIlroy und Ernie Els mit je vier Siegen. Hinter ihnen hat sich nun Jordan Spieth eingereiht. Mit seinem jugendlichen Alter bleibt ihm viel Zeit, um in der ewigen Bestenliste weit nach vorne zu kommen.
Nordirlands Star McIlroy zeigte auf den Löchern 7 bis 72 des Turniers eine ausgezeichnete Leistung. Er kam hinter dem überraschenden Youngster Li Haotong aus China in den 4. Schlussrang. Das Desaster des Starts mit fünf Schlagverlusten auf den ersten sechs Löchern konnte McIlroy erwartungsgemäss nicht wettmachen.
SDA-ATS