Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03535.jsonl.gz/199

Golfspielen in San Diego & California
Reisebericht Philipp Dobler 1997
Zwischen dem 12. und dem 21. Januar 1997 haben Mitglieder des Golfclubs Lachen ihre Ferien in Südkalifornien verbracht, mit dem vernehmlichen Ziel, dort Golf zu spielen. Der Reisebericht soll interessierten Golfspielern eine Hilfe sein.
Fly and Drive: Es bestehen zwei Möglichkeiten, in Kalifornien Golf zu spielen. Entweder bleibt man stationär und hält sich während der ganzen Zeit in einem der herrlichen Golfresorts auf. Oder man hüpft von Golfplatz zu Golfplatz und spielt auf verschiedenen Courses mit verschiedenen Anforderungsprofilen. Zieht man die zweite Variante vor, ist ein Mietauto vonnöten. Es empfiehlt sich, einen grösseren Wagen mit vier Türen und geräumigem Kofferraum zu nehmen. Die Kosten dafür sind nur unwesentlich höher. Bei Gruppen von vier und mehr Personen stellt sich die Frage, ob man besser mit zwei Wagen reist.
Standort: Die USA sind klassische Reiseländer. Saubere Hotels und freundliche Bedienung sind die Regel. Es existieren verschiedene Hotel- und Motelketten unterschiedlicher Preisklasse für verschiedene Ansprüche. Zu erwähnen sind Comfort Inn und Quality Inn in der unteren, Holliday Inn und Best Western in der mittleren und Marriott, Ramada und Hiatt in der oberen Preisklasse. Vorheriges Buchen ist nicht nötig. Die Hotels sind nicht voll belegt.
Kommt man mit dem Flugzeug am Abend in San Diego an, drängt es sich auf, ein Hotel in der Stadt, am besten Nähe Down Town zu suchen.
Die beeindruckende Hotelhalle des Hiatt Wolkenkratzers sollte man auf jeden Fall nicht verpassen, auch wenn man dort nicht absteigen will (Kostenpunkt 1997:165 $ pro Zimmer).
Golf - Resorts: Auf unserem Trip sahen wir vier Resorts, Pala Mesa Resort, Lake San Marcos Country Club, Aviara Golf Club und Real del Mar. Wir übernachteten und spielten in Pala Mesa und Real del Mar. In Aviara und Lake San Marcos fragten wir lediglich um Spiel- und Uebernachtungsmöglichkeiten.
Der Aviara -Club ist an einer Lagune gelegen. Er ist sehr teuer (Greenfee 120 $) und snobistisch, weshalb wir dort nicht spielten. Wie uns jemand sagte, soll er aber wunderschön sein.
Am Lake San Marcos sieht es ein wenig aus wie in Lachen. Es gibt zwei Golfplätze, einen PGA Championship und einen kleineren, die rund um einen See angelegt sind. Uns schien, dass sich in diesem Ressort sehr viele alte Leute aufhalten, die am Abend früh ins Bett gehen. Spuren von Nachtleben konnten wir jedenfalls nicht feststellen.
Das Pala Mesa Resort ist sehr preisgünstig, die Zimmer geräumig, das Clubhaus gemütlich und die Clubmitglieder grosszügig. Für Uebernachtung und Greenfee bezahlten wir 75 $ pro Person.
Real del Mar ist ein Golfresort in Mexiko, 25 km nach der Grenze bei San Diego, unmittelbar vor Rosarita. Die Anlage - ein Marriott-Hotel, diverse Restaurants und Snackbars - ist traumhaft. Die Zimmer entsprechen kleinen Wohnungen mit zwei Zimmern sowie Küche und Blick sowohl auf das Meer als auch auf den Golfplatz. Einzig der Service lässt hier zu wünschen übrig.
Golfplätze: San Diego kennt rund 60 Plätze, auf denen man spielen kann. In der Folge werden diejenigen kurz vorgestellt, auf denen wir gespielt haben. Wie man sie findet, kann man den beiliegenden, sehr guten Karten entnehmen.
Mission Bay ist ein schöner Par 3 Course mitten in der Stadt. Es lohnt sich, diesen Platz zu spielen, wenn man nicht allzu viel Zeit hat und noch auf die Driving-Range möchte. Es existiert eine Flutlichtanlage, so dass man auch abends spielen und erfolgreich Bälle suchen kann. Der Preis beläuft sich auf ca. 20 $.
Im Osten von San Diego ist die Carmel Mountain Ranche gelegen. Es handelt sich um einen teuren (ca. 60 $), aber ungemein schönen Golfplatz. Er ist, in die Hügel eingepasst, an gewissen Stellen eng, dann wieder sehr breit. Man muss auf diesem Platz jeden Schläger zur Hand nehmen. Eindrucksvoll ist Loch 2, ein Par-3, das Green über einem See, hinter einem Blumenbeet. Die breite und exquisite Warenpalette im Pro-Shop regt zum Kaufen an.
Der Pala Mesa Golf Course kostet 45 $. Der Platz hat Greens, die sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Er ist breit angelegt. Orangenbäume zieren die Umgebung. Der Platz ist weder schwierig noch einfach. Manche Par-4 Löcher sind sehr lang, so dass Short-Hitter das Green erst mit dem dritten Schlag erreichen kann.
Im Norden von San Diego County findet man den Oceanside Golf Course. Auf diesem Platz ist es nicht verboten, kein Cart zu benutzen. Der amerikanische Mittelstand trifft sich hier. Der Club, sehr kostengünstig (20 $), ist in gutem Zustand; die Greens lassen allerdings zu wünschen übrig. Die Atmosphäre ist aber so angenehm, dass sich ein Besuch lohnt.
Real del Mar ist der schönste Golfplatz, den ich kenne. Er führt durch ein Tal mit ständiger Sicht aufs Meer. Die Greens sind wie Teppiche, ebenso die Fairways. Loch Nummer 17, ein Paar 5, ragt heraus. Es ist so etwas wie das 17-Loch von Valderama. Das Green befindet sich auf einer Insel und von der Terrasse des Clubhauses aus kann man die Spieler gut beobachten, wie sie die Bälle reihenweise ins Wasser setzen - Greenfee 45 $.
Der Bonita Golf Club war derjenige Platz mit der besten Ausstrahlung. Die Fairways sind breit, Erfolgserlebnisse gut möglich. Im Clubhaus sollte man das Frühstück zu sich nehmen, ein richtiges amerikanisches Breakfest à Discretion. Nach dem Golf empfiehlt sich Après-Golf im Club. Preis: 25 $, ohne Cart.
Weiter wurden uns folgende Plätze empfohlen, auf denen wir aber nicht spielten: Torrey Pines (teuer; schwierig, eine Greenfee zu bekommen), Singing Hills (hügelig), Bajamar (soll traumhaft sein, 50 Meilen von der Grenze entfernt in Mexiko), Aviara (sehr teuer, ca. 120 $; schwierig, sofort spielen zu können).