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15 Stunden nach Stan Wawrinka gelingt Belinda Bencic ein ähnlicher Coup. Auch die 22-jährige Ostschweizerin schaltet in den Achtelfinals des US Open mit Naomi Osaka die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste aus. Bencic gewinnt gegen die Japanerin nach einer brillanten Vorstellung unter geschlossenem Dach im Arthur Ashe Stadium 7:5, 6:4.
Die Schweizer trumpften am amerikanischen Labor-Day-Wochenende ganz gross auf. Am späten Sonntagabend hatte Stan Wawrinka den Titelverteidiger Novak Djokovic ausgeschaltet, nun doppelte Bencic nach. Auch die ein Jahre jüngere Naomi Osaka war zuletzt bei Grand-Slam-Turnieren auf Hartplatz praktisch unschlagbar. Sie hatte sowohl das US Open vor einem Jahr als auch das Australian Open im Januar für sich entschieden.
Im Viertelfinal trifft die Weltnummer 12 am Mittwoch auf die Kroatin Donna Vekic (WTA 23), die gegen die Deutsche Julia Görges (WTA 30) im zweiten Satz einen Matchball abwehrte. Mit Vekic, der ehemaligen Freundin von Stan Wawrinka, hat Bencic noch eine Rechnung offen. Nach zwei Siegen 2014 verlor sie im Frühling am French Open erstmals gegen die ein Jahr ältere Kroatin.
Bencic ging das horrende Tempo der Tochter eines Haitianers und einer Japanerin jedoch von Beginn an mit. Die Schweizerin, die nun zum zweiten Mal nach dem US Open 2014 im Viertelfinal eines Major-Turniers steht, vergab zu Beginn zwar drei Chancen auf eine 3:0-Führung, nach dem zweiten Break zum 6:5 im ersten Satz behielt sie aber die Nerven.
Im zweiten Satz gelang Bencic das einzige Break zum 3:2. Danach rief Osaka, die vor dem Turnier unter Kniebeschwerden litt, den Arzt auf den Platz. Am Spiel änderte sich aber nicht viel. Nach 1:27 nutzte Bencic gleich ihren ersten Matchball zum überraschenden Sieg.
Völlig aus heiterem Himmel kam dieser aber nicht. Bencic gewann in diesem Jahr bereits zum dritten Mal, nach Indian Wells und Madrid, gegen die Nummer 1 der Welt. Überhaupt hat in diesem Jahr keine andere mehr Siege gegen Spielerinnen aus den Top 5 (6) und Top 10 (9) als die 22-jährige Schweizerin.
Osaka hingegen muss nun die Nummer 1 wieder an die Australierin Ashleigh Barty abtreten, die ebenfalls bereits ausgeschieden ist. (zap/sda)