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Die Vergabe der Studienplätze
Der EMS Test findet in der Schweiz seit dem Jahr 1998 für Humanmedizin, seit 1999 für Veterinärmedizin und seit 2004 zusätzlich auch für den Studiengang Zahnmedizin statt. Grund dafür sind die stetig steigenden Bewerberzahlen, die durch von den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich nicht mehr bewältigt werden können. Der EMS Test wird eingesetzt wenn die Bewerberzahlen die Kapazitäten um mehr als 20% übersteigen. Da eine Verringerung der Bewerberzahlen ebenso wie eine erhebliche Vergrößerung der Kapazitäten an den Universitäten nicht in Sicht ist, wird der EMS Test weiter als Numerus Clausus eingesetzt.
Der Numerus clausus
Numerus clausus (NC) bedeutet nichts anderes als „beschränkte Zulassung“. Ein NC wird immer dann notwendig, wenn mehr Bewerber als Studienplätze im entsprechenden Studienjahr vorhanden sind.
In der Schweiz wird die Zulassung zum Medizinstudium durch den EMS bestimmt. Gewissermaßen ist der EMS Test also der Numerus clausus. Die Kandidaten, die beim Eignungstest am Besten abschließen erhalten einen Studienplatz.
Warum ein Numerus clausus in der Schweiz notwendig ist lässt sich im folgenden Diagramm (bezogen auf den Studiengang Humanmedizin) ablesen.
Die Bewerberzahl steigt stetig, die Anzahl der Studienplätze hingegen nur langsam. Das Missverhältnis zwischen Studienplätzen und Bewerbern gipfelte im Jahr 2012 bei einer Kapazitätsüberschreitung der Universitäten um 478%, wenn man die ursprünglichen Anmeldezahlen zum Vergleich heranzieht. Zwar wurden in der Zwischenzeit neue Studienplätze geschaffen, das Missverhältnis lag allerdings auch im Jahr 2014 noch bei 417%.
Die letztendliche Zahl der Teilnehmer beim EMS Test und auch die Zahl der Anmeldungen im Juli jeden Jahres liegen zwar etwa 20-25% unter den ursprünglichen Bewerberzahlen im Februar (im Diagramm dargestellt), allerdings weiterhin deutlich außerhalb der Kapazitäten der Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich.
Der EMS als Auswahlkriterium
Der Eignungstest ist beim beschriebenen Missverhältnis auch weiterhin das einzige Kriterium für die Auswahl der Bewerber und die letztendliche Zulassung zum Studium.
Sollte sich das Missverhältnis in den nächsten Jahren auf unter 20% verringern, wird kein EMS Test mehr durchgeführt. Bei nahezu linear ansteigenden Bewerberzahlen ist dies allerdings in höchstem Maße unwahrscheinlich.