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Wirtschaftsworkshop
Am Freitag den 10.4.2015 war für die Schüler und Schülerinnen der 2./3. Oberstufe ein ganz besonderer Tag. Dies nicht nur wegen der Tatsache, dass sie für einmal erst um 9.00 Uhr in der Schule sein mussten , sondern auch weil an diesem Tag ein Wirtschaftworkshop stattfand. Thierry berichtet:
Wie eben erwähnt, mussten wir um neun Uhr dort sein. Nebst den Lehrern begrüsste uns auch Mathias Frei. Er arbeitet beruflich an der Academia und veranstaltet solche Workshops als Hobby.
Nach einer kleinen Vorstellung seinerseits, ging es dann auch los. Zuerst ging es um die Frage, was überhaupt Wirtschaft ist, und wie sie überhaupt funktioniert. Herr Frei erklärte uns, dass jeder Mensch ein Teil der Wirtschaft ist, und dies weil jeder Mensch Bedürfnisse hat, die er stillen möchte. Dies tut der Mensch (sofern er nicht Selbstversorger ist, abgeschottet von Läden und Geschäften lebt, oder es sich nicht leisten kann) indem er sich etwas kauft. Denn die gekauften Dinge müssen ja auch bezahlt und irgendwo produziert werden. Diese Bedürfnisse sind unterteilt in zwei Gruppen: Grundbedürfnisse und die Bedürfnisse nach Luxus. Zu den Luxusbedürfnissen schauten wir uns einen kurzen Film an, über ein Essen das mehr als 20 000 CHF kostet. Wir mussten dann aufschreiben, wie viel Geld wir im Jahr verdienen müssten, um uns so etwas zu leisten. Die Ergebnisse werteten wir danach gemeinsam aus, die Resultate waren recht interessant, denn die Einkommen waren von 60000 CHF im Jahr bis zu 3 000 000 CHF im Jahr verteilt.
Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon weiter.
Mit einer geschickt formulierten Rede macht Herr Frei uns glauben, dass er ein IPhone 6s (dieses IPhone ist noch nicht auf dem Markt erhältlich) von einem Freund der bei Apple arbeitet bekommen hätte, und er dies gerne an einen von uns verkaufen würde. Wiederum mussten wir den Preis den wir zahlen würden, auf ein Blatt aufschreiben. Diese Preise machten wir dann auf einer Tabelle sichtbar, die den Preis und die Anzahl Schüler welche das IPhone zu dem dazugehörigen Preis kaufen würden. Eine Schülerin hätte für das IPhone rund 2000 CHF hingeblättert, andere wiederum nur 200 CHF.
Nach einer Mittagspause, in der wir Sandwiches und Getränke bekamen, die wie die Gipfeli in den Pausen am Morgen und am Nachmittag von der Raiffeisen -Bank finanziert wurden, spielten wir Fussball und hatten Spass.
Am Nachmittag ging es um die Frage, wieso gewisse Produkte, in unserem Fall Energydrinks, massiv teurer sind als andere, die gleich schmecken. Den Unterschied sollten wir mit einer Blinddegustaion herausfinden. Dies gelang überraschenderweise recht gut!
Der Grund für den Preisunterschied ist die Werbung, denn durch die ganzen TV-Kampagnen, in denen Stuntmänner und Sportler Werbung für RedBull machen, meinen wir, dass das cool ist und wir kaufen es, obwohl es viel zu teuer ist. Als Vergleich tat Herr Frei so, als würde er einmal ein RedBull trinken und einmal einen Denner Energydrink und wir sollten sagen, was wir denken würden wenn wir solche Menschen auf der Strasse sehen würden. Bei RedBull waren es sehr positive Aussagen, bei Denner waren es Beleidigungen und sogar rassistische Aussagen.
Gegen Ende des Tages ging es um Lohn und Lohnverteilung. Anhand eines Beispiels, sollten wir den Lohn unter Besitzer, Chef und Angestellten aufteilen. Bei der gemeinsamen Auswertung war es wieder sehr überraschend, denn keine Gruppe hatte das Resultat genau richtig. Viele Gruppen unterschätzten, dass der Besitzer und der Chef mit Abstand am meisten bekamen. Und so ging dann der Tag zu Ende. Thierry, 2. Sek.