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US-Demokraten - Wahl im Wüstenstaat Nevada
Die dritte Präsidentschaftsvorwahl der US-Demokraten findet am Samstag im Wüstenstaat Nevada statt, der vor allem für das Spielerparadies Las Vegas bekannt ist. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Abstimmung mit den Füssen
Die Demokraten halten in Nevada - wie bereits im Bundesstaat Iowa - einen sogenannten Caucus ab. Das bedeutet, dass die Parteimitglieder keine Stimmzettel in einem Wahlbüro abgeben. Sie kommen vielmehr bei zahlreichen Versammlungen zusammen, verteilen sich je nach Kandidatenpräferenz im Raum und werden dann durchgezählt.
Nach dem von technischen Pannen geprägten Wahlchaos von Iowa wollen die Demokraten in Nevada eine neue Blamage unbedingt vermeiden. Bei der Vorwahl am Samstag geht es um 36 der insgesamt 3979 nationalen Delegierten, die letztlich den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten wählen werden.
Blick auf Hispanos
Nevada gilt als wichtiger Test, wie die Präsidentschaftsbewerber in der wichtigen Wählergruppe der Hispanos abschneiden. Knapp jeder dritte der drei Millionen Einwohner in dem Bundesstaat hat lateinamerikanische Wurzeln.
Favorit und dicht gedrängtes Verfolgerfeld
Klarer Favorit in Nevada ist der linksgerichtete Senator Bernie Sanders, der Umfragen mit grossem Vorsprung anführt. Es folgen dicht beieinander der frühere Vizepräsident Joe Biden, die Senatorin Elizabeth Warren, der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg, der Milliardär Tom Steyer und die Senatorin Amy Klobuchar.
Bloomberg und der Super-Dienstag
Der Medienmilliardär Michael Bloomberg, der erst im November in das Präsidentschaftsrennen eingestiegen war, lässt Nevada sowie die anderen Vorwahlen im Februar aus. Der frühere Bürgermeister von New York setzt auf den sogenannten Super-Dienstag am 3. März, bei dem in 14 Bundesstaaten wie Kalifornien und Texas gewählt wird - und bei dem es um besonders viel geht: Rund 1350 Delegierte werden am "Super Tuesday" vergeben, das entspricht rund einem Drittel aller Delegierten.
Wahltermin in South Carolina
Zwischen Nevada und dem Super-Dienstag findet am 29. Februar noch die Vorwahl im Südstaat South Carolina statt. Dort wird erstmals bei den Vorwahlen eine bedeutende Zahl von Afroamerikanern abstimmen können. South Carolina gilt deswegen als wichtiger Test, wie gut die Präsidentschaftsbewerber in dieser wichtigen Wählergruppe ankommen. sda
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