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Abstimmung über Versuch mit Gentech-Mücken in Florida
Die Einwohner von Key Haven an der Südspitze von Florida können in drei Monaten abstimmen, ob genetisch veränderte Zika-Mücken ausgesetzt werden sollen. Seit vier Jahren versucht die Herstellerfirma Oxitec auf der Insel, einen Versuch durchzuführen, um damit den Markt in den USA zu öffnen. (Bericht im Guardian)
Der Widerstand ist allerdings gross. 170’000 Unterschriften wurden in einer online-Petition gegen das Experiment gesammelt. Der Nutzen ist auch wissenschaftlich umstritten. Die genetisch veränderten männlichen Mücken sollen zu nicht lebensfähigen Nachkommen führen. Die weiblichen Mücken stechen aber vor allem während der Schwangerschaft, um die wachsenden Eier zu ernähren. Mehr männliche Moskitos dürften auch zu mehr befruchteten Weibchen führen.
Dazu kommt, dass der Zusammenhang zwischen Zika-Viren und der Mikrozephalie noch nicht geklärt ist. In Kolumbien wurden 12’000 Schwangere mit einer Zika-Virus-Infektion untersucht. In keinem einzigen Fall gab es Hinweise auf Mikrozephalie. (Mehr dazu)
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