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Kuriose Szene an der Copa America: Uruguay-Stürmer Luis Suarez fordert tatsächlich einen Penalty, weil der Chile-Goalie den Ball mit der Hand ins Aus befördert. Suarez erntet dafür Spott und Häme.
Hat da einer die Regeln noch nicht begriffen? Luis Suarez, erst letzte Woche von «ESPN» als grösster Bösewicht des Sports gewählt, sorgt an der Copa America einmal mehr für Kopfschütteln. Diesmal ist es aber nicht eine billige Schwalbe oder eine versteckte Tätlichkeit, die für Stirnrunzeln sorgt, sondern der ziemlich kuriose Versuch, einen Penalty herauszuholen.
Es läuft die 22. Minute im Gruppenspiel zwischen Uruguay und Chile, als Suarez den gegnerischen Goalie Gabriel Arias umkurvt und den Ball zum einschussbereiten Mitspieler passen will. Doch Arias kann die Situation mit seiner Rettungsaktion klären, der Keeper blockt die Hereingabe mit seiner Hand ab. Grund genug für Suarez, wild mit den Händen zu klatschen, wie dies die Spieler oft machen, wenn sie einen Handspenalty fordern.
Der Barcelona-Stürmer merkt wohl schnell, dass er mit seiner Forderung wenig Chancen auf Erfolg hat und stoppt die Reklamation abrupt. Weil sich auch der VAR nicht einschaltet, geht's richtigerweise mit einem Eckball weiter. Suarez erntet für seine Reklamation im Netz Hohn und Spott.
Am Ende kann aber auch Suarez lachen. Denn Uruguay gewinnt das Spiel dank eines Treffers von Edinson Cavani 1:0 und zieht als Gruppensieger in die Viertelfinals ein, wo die Urus auf Peru treffen. Auch Chile ist weiter und bekommt es nun mit Kolumbien zu tun. Die weiteren Viertelfinal-Paarungen lauten Brasilien – Paraguay und Venezuela – Argentinien.