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Auch wenn die Rahmenbedingungen gut seien, "müssen wir sie weiter verbessern", sagte die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps".
Sektoren, die nicht der internationalen Konkurrenz ausgesetzt seien, litten bei ihrer Produktivität. Diese müssten Reformen umsetzen. Weiter müsse das gute Funktionieren der Beziehungen zur Europäischen Union sichergestellt werden, einem der wichtigsten Exportmärkte für die Schweiz. Zudem sollen neue Freihandelsabkommen abgeschlossen werden, um die Exportmärkte zu diversifizieren.
Ineichen-Fleisch stellt die Beziehungen zur EU über diejenigen zu Grossbritannien. Die Gespräche zu den Beziehungen nach dem Brexit seien rein exploratorisch. Es werde schwierig, gleich gute Beziehungen wie heute zu behalten. "Die Schweiz kann nicht zur gleichen Zeit ihre Vorschriften mit der EU harmonisieren und mit einem Land, das andere Regeln hat", sagte die Staatssekretärin. "Die Wahl scheint mir schnell getroffen, die EU geht vor."
Ineichen-Fleisch äusserte sich auch zu den Restrukturierungen, die mehrere Unternehmen wie der Zughersteller Bombardier jüngst angekündigt haben. Sie sieht dies als "Teil der wirtschaftlichen Landschaft". Auch Verlagerungen seien Realität. Oft seien diese nötig, um Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung in der Schweiz zu halten.
Die Industrie repräsentiere allerdings immer noch ein Fünftel der Schweizer Wirtschaftsleistung, was das Land zu einem der am stärksten industrialisierten in Europa mache, rief Ineichen-Fleisch in Erinnerung.
(AWP)