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Donald Trump scheint nichts mehr zu stoppen. Auch bei den Vorwahlen von gestern Nacht, dem zweiten «Super Tuesday», entschied er das Rennen in der Mehrheit der Staaten für sich. Damit baut er seinen Vorsprung im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur klar aus.
Die Trump-Gegner in der eigenen Partei sind verzweifelt. Ihr Hoffnungsträger Marco Rubio vermochte nicht einmal in seinem Heimatstaat Florida zu siegen - und ist nun ganz aus dem Rennen.
Nur einer vermochte Trump einen Strich durch die Rechnung zu machen: John Kasich. Der Gouverneur siegte in seinem Heimatstaat Ohio - und nahm so dem US-Milliardär wichtige Delegierten-Stimmen weg.
Chaos als Chance
Kasich hält weiter durch. Sein Programm: Der Republikaner hofft auf das totale Chaos. Denn ohne eine klare Stimmenmehrheit bleibt Kasich für Trumps Gegner ein Trumpf im Ärmel. Sie könnten ihn theoretisch beim Parteitag im Juli in Cleveland als Gegenkandidaten in einer Kampfabstimmung durchsetzen.
«Contested Convention» nennt man dieses Szenario. Sollte Trump im Vorwahlprozess weniger als 1237 Delegierte erhalten, kann es zu dieser Kampfabstimmung kommen. Siegt Trump dann im ersten Wahlgang nicht, folgen weitere Wahlgänge.
Bisher erfolgte eine solche Abstimmung nur einmal in der Geschichte der republikanischen Vorwahlen - und zwar 1948.
Dieses Szenario halten Experten für eher unwahrscheinlich. Kasich jedoch gibt sich zuversichtlich. Er betonte gestern Nacht vor seinen Anhängern, dass er bis zum Parteitag weiterkämpfen werde. (nbb)Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016