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Eine hohe Konzentration von Harnsäure im Urin zeigt eine verkürzte Lebenszeit an. Das fanden Forscher um den Nierenspezialisten Prof. Dr. Austin Stack der Universität Limerick heraus. Ein hoher Harnsäurespiegel geht oft mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Herzkrankheiten einher. Ob allerdings die Harnsäure selbst zu dieser Gefährdung führt oder nur ein Alarmzeichen für eine andere Störung ist, die das Krankheitsrisiko erhöht, konnte von den Forschern noch nicht geklärt werden.
Konkreter konnten sie die dramatischen Folgen eines hohen Harnstoffspiegels beziffern: Männer mit einem Wert von mehr als 535 µmol pro Liter sterben 11,7 Jahre früher, Frauen verlieren rund 5,9 Lebensjahre. Bei Männern ist ausserdem ein zu niedriger Harnsäurespiegel gesundheitsgefährdend. Liegt er unter 238 µmol pro Liter, sterben sie im Schnitt 9,5 Jahre früher.
Warum der Einfluss eines zu hohen Harnsäurespiegels bei Männern und Frauen unterschiedlich gross ist und bei Männern auch ein zu niedriger Harnsäuregehalt gefährlich ist, muss noch untersucht werden. Die Studie wurde mit Senioren durchgeführt, die sich im Rahmen eines staatlichen Programms zur Früherkennung von Nierenleiden vorsorglich untersuchen liessen.