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Archaebakterien (Archae)
Archaebakterien bilden innerhalb der Bakterien eine eigene
Gruppe: Sie unterscheiden sich in vielen Merkmalen von den
Echten Bakterien (Bacteria). So ist die Zellwand anders
aufgebaut und auch die Struktur der Ribosomen (Protein-
fabriken) ist unterschiedlich.
Mit etwas über 200 Arten sind sie meist in extremen Lebens-
räumen anzutreffen.
Viele Arten der Archaeen sind an extreme Bedingungen
angepasst. So gibt es Arten, die bevorzugt bei Temperaturen
von über 80 Grad Celsius wachsen, andere leben in gesät-
tigten Salzlösungen oder in stark saurem Milieu (pH-Wert bis
0). Man findet Archaeen allerdings auch in Habitaten mit
„normalen“ Bedingungen, etwa im Boden oder im Meer.
Archaeen sind in der Forschung von Interesse, da sie viel-
leicht Merkmale des frühen Lebens auf der Erde erhalten
haben.
Bislang sind keine Krankheitserreger aus der Gruppe der
Archaeen bekannt.
Die Farben dieser Teiche, aus
denen Meerwasser verdunstet,
werden durch das dichte
Wachstum von Archaebakterien
hervorgerufen. Das Wachstum
dieser Organismen setzt ein,
wenn der Salzgehalt des Wassers
15 bis 20 % erreicht hat.