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Der Brauch, während der Weihnachtszeit und des Jahreswechsels im Freien zu singen, hat sich bis heute erhalten. Das Weihnachtssingen in Celerina/Schlarigna lebt von den Liedern von Gian Battista Fritschun.
Gian Battista Fritschun lebte von 1745 bis 1831. Er war Pfarrer in Celerina/Schlarigna und als Pietist setzte er sich für eine christliche Lebensweise der Gläubigen ein. Auch in privaten Kreisen bot er Meditationen und Gebetsstunden an. Laut Gion Gaudenz, der sich intensiv mit der Biografie Fritschuns auseinandersetzte, hatte dieser Pfarrer sogar das Chalandamarzfest verboten, weil dieser Brauch ihm zu heidnisch erschien. An dessen Stelle führte er das «Chanter suot las fnestras» ein. Damals wurde vor jedem Haus gesungen.
Liedgut wird von der «Giuventüna» erhalten
Noch heute singen am 24. Dezember um 17.00 Uhr die Schulkinder beim Bügl da Crasta und um 17.30 Uhr beim Cuort Tschat etwa 10 Lieder. Ab 20.00 Uhr treffen sich die Giuventüna und auch erwachsene Personen und ziehen, romanische und deutsche Lieder singend, durch das Dorf.