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(s. unten Niedersalm).
Sonach ist das alte Zaus der Grafen zu S. erloschen und die beiden Familien, welche jetzt diesen Namen führen, sind andern Blutes.
1) Obersalm. Die Nachkommen des Rhein- grasen Johanns V. stifteten 1499 die Linien Dhaun und Kyrburg.
Letztere starb 1688 aus, und ihre Be- sitzungen sielen an die erstere zurück.
Die Dh aun er Linie, welche die halbe Grafschaft Obersalm bei der Teilung erhalten hatte, teilte sich 1561 in die Liste zu S. (wohin die heutigen Linien Salm-Salm und Salm-Kvrburg gehören), zu Grumbach (der die heutigen Salm-Horstmar entstammen) und zu Dhaun (1750 erloschen).
a. Der älteste Sohn des Stifters des Salm er Astes, Rheingraf Philipp Otto, trat zum kath. Glauben über und wurde 1623 für sich und seine Nachkommen (auch die der nunmehr gesürsteten Graffchaft S.) in den Rcichsfürstenstand erhoben. 1651 wurde Sitz und Stimme im Rcichsfürstcnrat in der Weise an die Grafschaft geknüpft, daß der- jenige, der das Land erbte, die Stimme auch fort- führen durfte.
Der zweite Fürst zu S., Leopold Philipp Karl, erwarb durch Heirat mit einer Erb- tochter Vronähorst 1618 die zum westfäl.
Kreis [* 3] ge- hörige reichsunmittelbare.Herrlichkeit Anholt. Nheingraf Friedrich Magnus, Philipp Ottos jüngster Bruder, stiftete den Salmschen Nebenast, der sich unter seinen Enkeln wieder in die Zweige von Hoogstraeten (in Flandern) und Leuze (im Henne- gau) teilte.
Als 1738 der Salmsche Hauptast im Mannsstamm ausstarb, folgte ihm mit Nikolaus Leopold der Hoogstraetcnsche Zweig in der gcfürste- ten Graffchaft S. mit Titel und Würden und nannte sich von nun anSalm- S a l m. 1751 schloß Nikolaus Leopold mit Stanislaus Leczinsky als Herzog von Lothringen eine definitive Teilung der Grassä^aft S. ab.
Die bisherige Hauptstadt Pfalzweiler kam an Lothringen und vom Salmschen Teil wurde jetzt Senoncs die Hauptstadt.
Der Leuzer Zweig erhielt die Kyrburger Besitzun- gen des Salmschen Hauptastes und wurde 1712 mit dem Titel Fürst zuSalm - Kyrburg in den Reichs- fürstenstand erhoben.
Beide fürstl. Häuser verloren 1801 durch den Luue'viller Frieden sowobl die Salm- schen als wie die wild- und rheingräfl.
Länder und wurden 1803 mit den Ämtern AHaus und Bockolt in der Weise entschädigt, daß Salm-Salm zu zwei und Salm-Kyrburg zu einem Drittel daran partici- pierten.
Beide Fürsten traten 1806 als Souveräne dem Rheinbund bei, verloren aber 1810 ihre Sou- veränität und kamen uuter franz. Hoheit.
Der Wiener Kongreß stellte dann ihre Entschädigungs- länder als Standesherrschastcn unter preuß. Ober- hoheit. 1825 trat Salm-Kyrburg seinen Anteil an den Standesherrlichen Besitzungen gegen eine ewige Rente an Salm-Salm ab.
Der jetzige Fürst zu Salm-Salm, Nikolaus Leopold, geb. ist preuß. Standesherrund erbliches Mitglied des Herrenhauses.
Der jetzige Vertreter der Linie Salm-Kyrburg ist Friedrich VI. Ernst Ludwig, geb. d.DieRheingrafenzuGrumbach,diebeiderlutb.
Religion verblieben, erhielten 1803 als Entschädi- gung für ihre ebenfalls durch den Luneviller Frieden verlorenen Landesteile das Münstcrische Amt Horst- mar, das 1806 unter die Souveränität des Groß- herzogs von Berg und 1815 unter preuh.
Landes- hoheit kam. Der König von Preußen [* 4] erhob 1816 den Rheingrafen Friedrich von Grumbach in den fürstl.
Stand mit dem Titel Fürst zu Salm- Horstmar.
Gegenwärtiger Standesherr ist seit Fürst Otto, geb. erbliches Mitglied des preusi.
Herrenhauses.
2) Das Haus Niedersalm, aus dem Stamme der Herren von Reifferscheidt (s. oben), teilte sich 1639 in zwei der tath.
Konfession angehörende Li- nien, deren Mitglieder den Titel Altgraf und Alt- grüsin fübren, auch wenn sie dem fürstl.
Stande an- gehören. Die ältere, Salm-Reifferscheidt, teilte sich 1731indrciZweige:a. Salm-Reifferscheid t- Vedbur, verlor im Lune'viller Frieden ihre reichs- ftändifchcn Besitzungen Reifferscheidt undVedburund erhielt dafür 1803 Ländercien, die bei ihrer Erhebung in den Fürstcnstand nach dem Erst- geburtsrecht zu einem Fürstentum Krautheim er- doben wurden, das durch den Rheinbund unter die Souveränität von Württemberg [* 5] und Baden [* 6] kam. Seitdem führte die Linie den Namen Salm-Reif- ferfcheidt - Krautheim, veräußerte aber ihren 1803 erlangten Entschädigungsbcsitz an Württem- berg und Baden. 1888 beerbte sie die erloschene Linie zu Dnck.
Ibr Haupt, seit ist Fürst und Altgraf Alfred, geb. erb- liches Mitglied des preuß. Herrenhauses, d. Salm- Reifscrscheidt-Heinspach, gräflich, besitzt das Fidc'ikommiß Hainspach in Böhmen, [* 7] c. Salm- Rcifferfcheidt-Raitz erbte die Majoratsherr- schaften der 1781 ausgestorbenen Salm-Neuburger Linie und wurde in den Fürstenstand nach dem Rechte der Erstgeburt erhoben.
Der jedes- malige Fürst ist erbliches Mitglied des Herrenhauses des östcrr.
Reichsrates. - Die jüngere Linie nannte sich nach ibrer bei der Teilung erlangten Herrschaft Dyck Salm-Reifferfcheidt-Dyck, wurde für die infolge der franz. Occupation verlorenen Feudal- rechte 1803 mit Grundeigentum entschädigt und in Person des Grafen Joseph (geb. gest. und seines Bruders 1816 vom König von Preußen in den Fürstenstand erhoben. Seine Gattin war die als Dichterin bekannte Für- stin Konstanze Marie von Salm - (Reifferfcheidt-) Dyck.
Diefe Linie erlofch mit des Fürsten Iofeph Bruderssohn, dem Fürsten und Altgrafen Alfred (gest. preuh.
Oberst-Marschall und erblichem Mitglied des Herrenhauses, worauf Dyck an Salm-Reifscrschcidt-Krautheim (s. oben) fiel. -
Vgl. Fahne, Geschichte der Grafen, jetzigen Fürsten von Salm-Rcifferfcheidt (1. Bd., Köln [* 8] 1867; 2. Bd., Urkundcnbuck, 1858).
Salmakis, Quellnymphe, s. Hermaphroditos.
Salmanassar, hebr. Salmaneser, assyr. Schulmanascharid,
Name mehrerer assyr. Kö-
nige. Der berühmteste unter ihnen ist S. II., 860 - 824, Sohn des
Assurnasirbal (s. d.), der wäh- rend
seiner langjährigen Regierungszeit fast unab- lässig
Kriege führte: gegen
Armenien, die uordsyr. Staaten vom Euphrat bis
ans
Meer, gegen
Hamath und Damaskus, gegen
Tyrus und Sidon sowie auch gegen Iehu, den König von Israel.
Ein Erb- solgetrieg in Babel zwang S., auch in die dortigen Verhältnisse mit den Waffen [* 9] einzugreifen. Im Osten dehnte er seine Eroberungen bis Medien aus.
Eine Gesamtausgabe der Inschriften S.s II. (s. Balawat) ist veranstaltet von Amiaud und Scheit, 1^68 In- Lci-iptiong 66 8a1mana8ai' II (Par. 1890).
Der aus der Bibel [* 10] (2 Kön. 17). bekannte S. ist der S. IV. der Keilinschriften, der Sohn Teglattphalasars III., 727-722, von dem aber, mit Ausnahme von ¶