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Übersichtskarte
Tegna (255m. ü. M.), das erste Dorf im Pedemonte, liegt sechs Kilometer westlich von Locarno, von dem es auf der Kantonsstrasse oder mit der Centovallibahn zu erreichen ist. Die einflussreiche Patrizierfamilie Orelli aus Locarno hatte hier im 13. bis zum 16. Jahrhundert das Sagen. Der Dorfplatz, mit Kastanien und Platanen bestanden, ist ein stimmungsvoller Treffpunkt. Im Orte sind einige schöne Bürgerhäuser erhalten geblieben, so das ehemalige Ristorante alla Cantina, Ende des 17. Jahrhunderts erbaut, mit Säulenarkaden, einem schönen Hof und einem Fresko von Giuseppe Antonio Felice Orelli (1706 - 1776), der auch die Kirche Sant’Antonino in Locarno ausmalte.
Die Barockkirche Santa Maria Assunta am südlichen Ortsrand, geht auf eine Kapelle des 14. Jahrhunderts zurück. Der klassizistische Altar und die farbigen Marmorintarsien sind von guter Machart, ebenso die Stukkaturen aus dem späten 17. Jahrhundert in der Kapelle San Rocco. Der achteckige Aufsatz des Glockenturms wurde erst im 19. Jahrhundert angebracht.
Tegna besitzt immer noch grosse Teile ursprünglicher Wohn- und Stallquartiere, deren Bau bis ins Mittelalter zurückgehen. Steindächer, zum Teil unverputztes Mauerwerk und romantisch verwinkelte Gässchen versetzen einen in vergangene Zeiten. Diese alten Dorfteile liegen alle oberhalb der Haupstrasse . Die Casa la Torre befindet sich im westlichsten Ortsteil Predasco, als Bestandteil einer Häusergruppe, die ebenfalls aus dem 16. bis 17. Jahrhundert stammt. Besondere Beachtung verdient das ihr gleich gegenüberliegende schöne bemalte Portal der Casa Zerbola.
Über dem Dorf erhebt sich ein grauer Felskopf mit den Rovine del Castelliere. Hier wurden 1941 1945 Fundamente einer keltischen Burganlage ausgegraben. Erkennbar sind ein quadratisches Hauptgebäude, eine grosse Zisterne, der Sodbrunnen sowie Reste der Umfassungsmauern. Nordwestlich des Hauptgebäudes befinden sich spärliche Ruinen einer kleinen mittelalterlichen Burg.
Die politisch noch zu Tegna gehörende Häusergruppe Ponte Brolla mit ihren verschiedenen Ristoranti und Grotti (Bild1, Bild2, Bild3, Bild4)ist einerseits der Eingang zur Valle Maggia, andererseits aber auch Ausgangspunkt für zahlreiche sportliche Aktivitäten. So erklimmen Waghalsige die nahegelegenen glatten Felswände in freier Kletterei, während Sonnenhungrige den Sandstrand der tiefblauen Maggia geniessen, die hier aus der tiefen Schlucht mit ihren bizarren Felsformationen hinaustritt, für kurze Zeit in grossen Steinbecken ruht, um sich wenig später wieder in wilden Wogen mit der Melezza zu vereinigen.
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