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Der biologische Anbau von Zwiebeln ist eine grosse Herausforderung und verlangt viel Spezialwissen. Fortschritte können vor allem bei der Anbautechnik und in der Sortenwahl erzielt werden.
Säen und stecken kombinieren
Die Unkrautbekämpfung ist ein zentraler Punkt im Biozwiebelanbau. Da dies in der gesteckten Kultur einfacher ist als bei der Direktsaat, wurde diese Kulturweise bisher meistens bevorzugt. Für die Kultur über Steckzwiebeln sind aber nur wenige Spezialsorten geeignet. Der Zwiebelanbau über Jungpflanzen, als Alternative zur Verwendung von Steckzwiebeln, hat den Vorteil, dass die Sorteneigenschaften der Direktsaatzwiebeln (Toleranz gegen den Falschen Mehltau, bessere Schalenfestigkeit) mit der einfacheren Unkrautbekämpfung der Steckzwiebelkultur kombiniert werden können. Zudem ist die Gefahr von durch Pflanzgut übertragbaren Krankheiten bei den Pflanzzwiebeln geringer als bei den Steckzwiebeln.
Welche Sorte wählen?
Die Sortenwahl ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Für den Biozwiebelanbau besonders interessant ist die Gruppe der sogenannten «Frühen Rijnsburger». Diese Sorten sind, im Vergleich zu den herkömmlichen Amerikanertypen, die normalerweise in der Schweiz angebaut werden, toleranter gegen den Falschen Mehltau, aber auch später reif. In den Sortenversuchen bewährt haben sich aus dieser Gruppe die Sorten Barito F1 (Seminis), Hyfort F1 und Summit F1 (beide Bejo). Diese Sorten entsprechen auch in der Lagerfähigkeit und Schalenfestigkeit den Qualitätsansprüchen. Von den Amerikanertypen kann die Sorte Yankee F1 empfohlen werden. Sie ist gegen den Falschen Mehltau unempfindlich und für die mittellange Lagerungen geeignet.
Weiterführende Informationen
Martin Lichtenhahn
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.11.2007