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Die Schaffung eines Biosphärenreservats bringt Veränderungen für die Lokalbevölkerung mit sich: Einerseits kann es zu Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten der Lokalbevölkerung kommen, wenn bisher bewirtschaftete Gebiete in die Kernzone eines Biosphärenreservats zu liegen kommen. Andererseits kann die Schaffung eines Biosphärenreservats auch eine Chance für die Lokalbevölkerung bedeuten, wenn sich daraus neue wirtschaftliche Aktivitäten ergeben. Wie sich die Situation entwickelt - und damit auch der Erfolg eines Biosphärenreservats - hängt stark von der lokalen Bevölkerung, ihrer Beteiligung und ihrer Identifikation mit solchen Projekten ab. Da Biosphärenreservate in verschiedenen kulturellen Kontexten geschaffen werden, müssen bei der Planung fallspezifische Faktoren beachtet werden. Das Wissen, welche Faktoren kulturspezifisch bzw. kulturunspezifisch sind, fehlt aber weitgehend.
Mittels eines Vergleichs zweier Fallbeispiele aus Ost- und Westeuropa sollen kulturspezifische und kulturunspezifische Faktoren ermittelt werden, die für den Erfolg bei der Ausweisung von Biosphärenreservaten eine wichtige Rolle spielen und die bei der Ausscheidung zukünftiger Biosphärenreservate berücksichtigt werden sollten. Dazu werden
- die grundsätzlichen Einstellungen gegenüber Biosphärenreservaten und die Hintergründe dieser Einstellungen ermittelt,
- die Beurteilungen der Auswirkungen der untersuchten Biosphärenreservate auf die Lokalbevölkerung analysiert,
- der Umgang der Bevölkerung mit der neuen Situation untersucht,
- Strategien für einen grösstmöglichen Erfolg von Biosphärenreservaten formuliert.
Beteiligte
- Astrid Wallner (Projektbearbeitung)
- Prof. Dr. Jürg Helbling (Doktorvater)