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Über die Rücktrittserklärung berichteten die Online-Ausgaben des «Blick» und der Tamedia-Publikationen. In einem Interview mit den Tamedia-Onlineausgaben erklärte die 29-Jährige, sie werde auch nicht jünger.
In den drei Jahren ihrer Präsidentschaft habe sie viel umsetzen können. Die 99-Prozent-Initiative sei eingereicht. Die Juso hätten Sitze in kantonalen Parlamenten erobert, ihre Exponenten seien hochmotiviert.
Die Empörung als Triebfeder ihrer Politik werde sie auch nach dem Rücktritt nicht ablegen. Frauen in der Öffentlichkeit seien nach wie vor Reizfiguren, gerade wenn sie jung, politisch und erst noch mit Migrationshintergrund anträten. Anfeindungen spielten für ihren Rücktritt keine Rolle; sie sei bereits länger im Amt als ihre männlichen Vorgänger.
Die Politik als Aufmerksamkeitsspektakel habe sich für sie gelohnt. Viele junge Frauen seien in die Juso eingetreten. Die Frage nach dem Populismus der Juso bejahte sie. Das sei aber nicht schlecht, denn es gehe um Inhalte. Im Populismus ihrer Jungpartei schwinge im Gegensatz zum rechten Populismus keine Abwertung anderer mit.
Funiciello kandidiert im Kanton Bern bei den eidgenössischen Wahlen vom Herbst für einen Sitz im Nationalrat. Mit Samantha Dunning besetzt die Kantonsparlamentarierin auf der SP-Frauenliste die besten Plätze gleich hinter den Bisherigen.
(SDA)