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|Felix Mendelssohn Bartholdy - Antje Maria Traub

Die Orgelsonaten op. 65 gehören zu Mendelssohns Hauptwerken.
Sein Leben lang interessierte er sich für die Orgel, ihre Rolle in der Kirchenmusik und die herkömmliche Formen der Orgelmusik (Choral, Fuge, Choralvariation etc.). Die Orgelsonaten, zwei Jahre vor seinem Tod erschienen, fassen alle diese zentralen Interessen und wichtigen Erfahrungen zusammen.
In den Orgelsonaten verknüpfte er sie mit dem klassischen Sonatenprinzip und vor allem seiner ureigenen Schreibweise und Ästhetik, die im Typus des Liedes ohne Worte kondensiert erscheint.
Aus purem Understatement entschuldigte sich Mendelssohn für den Titel "Sonaten". Damit täuschte er darüber hinweg, wie viel Mühe und Sorgfalt er auf diese Zusammenstellung verwendet hat.
Auch in dieser Hinsicht gehören die Orgelsonaten neben Sinfonien, Oratorien, Streichquartetten usw. zu Mendelssohns zentralen Werken.
Darum kommt diese Aufnahme am Ende des Mendelssohn-Gedenkjahres zur richtigen Zeit.
Antje Maria Traub studierte Klavier und Orgel an der Musikhochschule Winterthur-Zürich. Nach Erhalt der Lehrdiplome studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien, an der Baylor University, Texas und Eastman School of Music, University of Rochester, New York. 1995 erhielt sie den Doctor of Musical Art in Klavier, Begleitung und Kammermusik.
Seit 1985 beschäftigt sich Antje Traub mit historischer Aufführungspraxis. Sie ist Dozentin für Orgel an der Kirchenmusikschule Aargau und Organistin an der Stadtkirche Baden. Sie konzertiert regelmässig als Solistin und Kammermusikerin in verschiedenen Ländern Europas und den USA.
Mehr Informationen unter : www.antjemariatraub.ch