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Wie alles begann
«Kürzlich fand ich in einer Archivschachtel ein maschinengeschriebenes Manuskript wieder. Ich hatte es vor dreissig Jahren in die Schreibmaschine meines Vaters getippt, eine Hermes Media mit glänzenden schwarzen Tasten. Die losen Blätter stapelten sich unter dem Titelblatt, auf das ich eine schlechte Fotokopie einer Zeichnung von Paul Klee geklebt hatte: Akrobaten und Jongleur, von 1916.
„Mrozeks Schaubude“ nannte ich das, was noch kein Buch war. Zehn Geschichten auf der Suche nach einem Roman; eine Rahmenhandlung in drei Episoden mit einem Ich-Erzähler sollte die Stories verknüpfen. Für den Namen des Titelhelden stand der polnische Dramatiker Sławomir Mrożek Pate.
Es ging um den Direktor und die Artisten eines etwas seltsamen Zirkusses, eines Varietés eher. Von heute aus betrachtet schienen die Figuren wie aus verschiedenen Epochen gefallen.
Nun erinnere ich mich.»
Worum geht es?
Ein junger Mann trifft in der Stadt auf das Zelt einer seltsamen Schaubude. Die Artisten – der zittrige Herr Traugott, Rocco, der italienische Clown, Madame Lulu, Clemens und die geheimnisvolle Queen Tay – finden sich unter der Fuchtel des Direktors Jacob Hergott, von dem man nie recht weiss, ob sein Gehabe ironisch oder echt ist. Da geschieht ein Unglück mit dem tanzenden Hund Andalou, der die Show hätte retten sollen.Erst als jede der Figuren mit der Geschichte ihrer Herkunft auftritt, wird klar, weshalb es manchmal drunter und drüber geht, und was die wahren Gründe für Andalous Ertrinkungstod sind. Aber was ist denn eigentlich die Wahrheit um Hergotts Schaubude? Bei allen ulkigen Verwicklungen, die zur Auflösung des Varietés führen: Das schlimme Ende einer Artistin erschüttert den Erzähler mehr als erwartet.