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Das umgekrempelte Schweizer Männerdegen-Team verblüfft bei seiner Premiere am Weltcup in Bern mit dem 2. Rang. Einzig das topgesetzte Frankreich ist stärker.
Die Schweizer verloren den Final gegen den Olympiasieger mit 37:45.
Die Schweizer lagen nach vier von neun Gefechten des Finals gar mit 18:15 in Führung. Team-Neuling Georg Kuhn hatte unter anderem eine Minus-3-Bilanz aus dem ersten Gefecht mit einer Plus-3-Ausbeute in seinem zweiten Gefecht ausbügeln können. Der Weltranglisten-Zweite Yannick Borel gelang dann aber mit einem 10:5 gegen den Olympia-erfahrenen Zürcher Peer Borsky zum 25:23 die Wende für die Franzosen.
Auch ein Wechsel (Michele Niggeler für Borksy) für die letzte Dreier-Runde konnte die Schweizer danach nicht mehr auf Siegkurs zurückbringen. Frankreich zog gar noch deutlicher davon. Ein auf zehn Punkte angewachsener Rückstand (30:40) erwies sich für Schlussfechter Max Heinzer als zu grosse Hypothek.
Die Schweizer traten zehn Wochen nach Olympia in Rio mit einer umgebauten, stark verjüngten Equipe an. Anstelle der vierfachen Team-Europameister Fabian Kauter (31) und Benjamin Steffen (34) bildeten neu der Tessiner Michele Niggeler (24) sowie der Zürcher Georg Kuhn (23) zusammen mit Teamleader Max Heinzer (29) und Peer Borsky (25), der bisherigen Nummer 4, das Schweizer Team. Und dieses Quartett imponierte auf Anhieb und machte das schwache Einzel-Abschneiden vom Samstag (kein Schweizer Achtelfinalist) vergessen.
Die als Nummer 6 gesetzten Schweizer setzten sich zunächst gegen den letztjährigen EM-Finalisten Estland mit 45:37 durch. Danach besiegten sie in den Viertelfinals auch das unangenehme Israel (45:36) klar und verliessen die Planche dann auch in den Halbfinals gegen das als Nummer 2 gesetzte Japan als Sieger (26:24). Dabei spielte Teamleader und Schlussfechter Heinzer gegen den nächsten Olympia-Gastgeber eine Hauptrolle auf dem Weg zum Erfolg.
Den siebten Triumph im Team-Weltcup seit 2012 und den ersten seit gut eineinhalb Jahren (Vancouver 2015) verpassten die Schweizer nur um einen Sieg. Genau wie vor zwei Jahren in Bern scheiterten die Schweizer gleichenorts im Final wiederum an Frankreich.
SDA-ATS