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Nach seiner Auffassung ist bei einem guten Witterungsverlauf im asiatischen Teil des Landes eine Rekorderzeugung von insgesamt 110 Mio. t Getreide möglich. Das wären rund 5 Mio. t mehr als 2015. Bisher wurde nach seinen Angaben die grösste Druschmenge im Jahr 2008 mit 108,2 Mio. t erreicht.
Als Grund für die gestiegene Ernteerwartung - einen Monat zuvor wurden von ProZerno noch 105,5 Mio. t vorausgesagt - nannte Petritschenko den sehr guten Zustand der Winterkulturen und eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit in wichtigen Anbauregionen. Das habe die Auswinterungsverluste in dieser Saison begrenzt, erläuterte der Experte.
Nach seiner Einschätzung könnte die russische Weizenernte im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 % auf 63,6 Mio. t steigen und damit nur knapp unter dem Höchstwert von 63,8 Mio. t aus dem Jahr 2008 liegen. Die voraussichtliche Gerstenerzeugung bezifferte Petritschenko auf 18,0 Mio. t, was einem Plus von 500'000 t entsprechen würde. Zudem soll die Produktion von Roggen um 550'000 t auf 2,65 Mio. t und die von Hafer um 300'000 t auf 4,8 Mio. t steigen. Ausserdem sollen die russischen Anbauer auch mehr Reis, Mais und Leguminosen dreschen.
Kürzlich hatte auch das russische Landwirtschaftsministerium seine Schätzung für die Getreideproduktion angehoben, und zwar von 104,8 Mio. t im April auf 106,4 Mio. t. Die Experten des Instituts für Agrarmarktstudien (IKAR) gingen zuletzt von einer russischen Getreideerzeugung von 107 Mio. t aus. Aufgrund der absehbaren reichlichen Ernte rechnen Experten in Russland mit weiterhin hohen Weizenexporten, die bereits 2015/16 mit 24,5 Mio. t ein neues Rekordniveau erreichen dürften.