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Reformierte Kirche
Innenraum (Schiff)
Reformierte Kirche
Innenraum (Türe)
Die Ibacher Kirche folgt der fein proportionierten Nachkriegsmoderne und bereichert die reformierte Sakrallandschaft der Innerschweiz: Die wenigen reformierten Kirchen im Kanton Schwyz datieren zumeist aus der Gründungsphase der Gemeinden im ausgehenden 19. Jahrhundert. Nach Anbauten und Instandsetzungen strahlt der Kirchenraum nach wie vor viel von der Atmosphäre der 1950er-Jahre aus, die durch Sichtbackstein und Holz bestimmt wird.
Chronologie
Hans Hubacher und Annemarie Hubacher-Constam errichteten in den Jahren 1956 bis 1958 eine reformierte Kirche in Ibach. Den Wettbewerb hatten sie 1954 gewonnen. Die Kirche gehört zur reformierten Kirchgemeinde Schwyz-Brunnen. Das erste reformierte Gotteshaus des Kantons wurde 1890 in Brunnen errichtet. Die reformierten Schwyzer mussten ihre Gottesdienste bis 1958 in einem Schulzimmer und anschliessend in einer Holzbaracke feiern. Der Ibacher Kirchenraum bietet knapp zweihundert Personen Platz. Er beherbergt ausserdem Räume für die Gemeinde und eine Sigristenwohnung. Im Jahr 2006 wurde die Kirche renoviert und um einen Saal und einen Mehrzweckraum erweitert.
Lage
Das 2’677 Quadratmeter grosse Grundstück am nordwestlichen Ende von Ibach wird von der Schmiedgasse und der Seilerstrasse gefasst. Die Erschliessung erfolgt über einen asphaltierten Fussweg, der flankiert von einer Reihe Laubbäumen von Osten zum Kircheneingang führt.
Beschreibung
Die Kirche besteht aus einem schmalen Riegel mit asymmetrischem Satteldach und einem quer dazu positionierten Schiff, das annähernd die doppelte Breite aufweist. Das Satteldach steigt weiter sanft an und knickt an der Nordseite des Schiffs steil nach unten. Ursprünglich waren die Dächer mit Naturschiefer gedeckt, heute sind es Eternitplatten. Die Nordseite des Schiffs ist aus Sichtbeton gefertigt, der restliche Bau weiss verputzt (ursprünglich nur geschlämmt). Die Gemeinderäume und das Schiff sind an den Längsseiten über Fensterbänder aus kleinteiligen, versetzt angeordneten Glaselementen belichtet. Die Südseite der Gemeinderäume belichtet ein funktionales Fensterband. Der nachträglich ergänzte Saalbau bindet den ehemals freistehenden Glockenturm an den Kirchenkomplex an. Der Erweiterungsbau besitzt die gleiche Dachform wie der Riegel und orientiert sich auch an dessen Gestalt, ebenso das im Westen situierte Sigristenhaus. Der Glockenturm besteht lediglich aus zwei Wandscheiben, die mit einem Pultdach verbunden sind. In der konturierten Turmskulptur hängen vier Glocken. Zum Vorplatz hin ist die Betonscheibe des Turms um ein monumentales Alpha-Omega-Relief des Grafikers Ernst Keller ergänzt.
Das Kirchenschiff bot rund hundertdreissig Sitzplätze auf festen Kirchenbänken, die später entfernt und durch eine freie Bestuhlung ersetzt wurden. Bei grösseren Veranstaltungen kann der Unterrichtsraum, der sich hinter dem Kirchenschiff befindet, geöffnet und somit weitere sechzig Plätze gewonnen werden. Die Stirnwand des Schiffs ist blau gefärbt, die Längsseiten sind in Sichtbacksteinmauerwerk ausgeführt und die Dachschrägen mit sägerohen Tannenholzlatten verschalt. Die klar eingefassten und strukturierten Fensterbänder bringen bei Sonnenschein eine gleissende Helligkeit in den Kirchenraum. Die Ablösung des Dachs mit einer von aussen kaum wahrnehmbaren, schmalen Glasfuge über den Seitenwänden setzt einen eindrucksvollen (Licht-)Akzent.
Literatur