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Ordnerverwaltung für Hals- Nasen- Ohrenerkrankungen MGL 450
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Larynxkarzinom
Häufigkeit
Ursache
Häufigkeit
Bösartige Tumoren des Kehlkopfes sind mit ca. 40% die häufigsten Kopf-Hals-Malignome, dies entspricht 1 bis 2 % aller bösartigen Tumoren.
Ursache
Eine klare Ursache gibt es bis heute nicht. Mitverantwortlich für die Krebsbildung sind erwiesenermassen folgende Stoffe: Zigarettenrauch, Asbest, Chromate, Benzol, Nickel, aromatische Kohlenwasserstoffe.
Speichelsteine finden sich zu 70 – 80 % in der Glandula submandibularis und zu etwa 20 % in der Glandula parotis. Zu einem geringen Prozentsatz finden sich Steine in den kleinen Speicheldrüsen oder der Glandula sublingualis.
Ursache
Speichelsteine sind sekundäre Verkalkungen von „Speichelpfropfen“ aus angereicherten organischen Speichelinhalten (Speichelmuzine).
Symptome
Die Nahrungsaufnahme führt zu einer oft sehr schmerzhaften Schwellung der betroffenen Drüse („Speichelsteinkolik“).
Therapie
Stoffe, die die Speichelproduktion anregen: saure, zuckerfreie Bonbons, Kaugummi und Getränke (Zitrone): Der vermehrt gebildete Speichel reinigt die Drüse und kann einen Stein eventuell nach aussen befördern. Bei Schmerzen oder fehlendem Erfolg werden weitere Manöver versucht.
Dilatation des Ausführganges durch Sondierung
Entfernung der Steine
Eventuell kann der Stein durch Ausmassieren des Gangs entfernt werden. o operativ: aufschlitzen des Ganges (Steine im vorderen Teil des Ganges)
Lithotripsie: zertrümmern der Steine
bei chron. Entzündung: Entfernung der Drüse
Entzündung der Kopfspeicheldrüsen
Ursache
Symptome
Komplikationen
Therapie
Ursache
Bakterien (Streptokokken, Staphylokokken) und Viren (im Kindesalter: Mumps),
Speichelsteine sind häufige Ursachen der Speicheldrüsenentzündung, dabei kommt es zu einem Speichelrückstau. Im gestauten Sekret vermehren sich Bakterien und führen zur Entzündung. Den gleichen Effekt haben Einengungen, Narben oder Tumoren der Speicheldrüsen.
Medikamente, die den Speichelfluss reduzieren.
Eine Bestrahlung im Rahmen einer Tumor-Therapie, kann zu einer vorübergehenden Entzündung und späteren Vernarbung der Speicheldrüsen führen.
Symptome
meist plötzlich und meist einseitig (beim Mumps allerdings öfters beidseitig)
Die Drüse schwillt dann an, wird hart, schmerzt und ist überwärmt. Fieber kann auftreten.
Schwellung und die Schmerzen nehmen beim Essen zu, da vermehrt Speichel gebildet wird, der einen Druck auf das entzündete Gewebe bewirkt.
Selten entleert sich Eiter in die Mundhöhle.
Das Kauen kann bei einer Ohrspeicheldrüsenentzündung schmerzhaft sein, da Kiefergelenk und Kaumuskulatur in unmittelbarer Nähe liegen.
Komplikationen
Abszessausbildung, Durchbruch möglich mit Allgemeininfektion oder Sepsis
Chronische Speicheldrüsenentzündungen führen zu einer Vernarbung der Drüse. In der Folge wird kaum noch Speichel produziert und die Drüse ist dann als derber Knoten tastbar.
Therapie
kühlende alkoholische Umschläge, weiche Kost, reichlich Flüssigkeit und eine
intensive Mundhygiene
schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente
bei einer bakteriellen Entzündung: Antibiotika
Stoffe, die die Speichelproduktion anregen: saure, zuckerfreie Bonbons, Kaugummi und Getränke (Zitrone): Der vermehrt gebildete Speichel reinigt die Drüse.
stechender Schmerz und Klopfen im Ohr, Hörverminderung, Ohrgeräusch
Säuglinge sind unruhig, weinerlich, trinken schlecht und greifen sich oft ans Ohr
Schallleitungsschwerhörigkeit
Diagnostik
Anamnese: typische Beschwerden
Otoskopie: Die Inspektion des Trommelfells zeigt die typischen lokalen Entzündungszeichen, zudem kann hinter dem Trommelfell ein Erguss ersichtlich sein.
Schwellung entsprechender Lymphknotenstationen
Bei der klinischen Untersuchung ist das Mastoid gelegentlich mässig druckempfindlich, es weist aber keine Schwellung auf.
Komplikationen
Perforation des Trommelfells
Mastoiditis
chronische Otitis media
Labyrinthitis, Meningitis oder eines Hirnabszesses
Therapie (Ohrentropfen sind nicht wirksam)
Schmerzmittel und Wärmebehandlung des Ohres
operative Eröffnung des Trommelfells
orale Antibiose
abschwellende Therapie
Prognose
Eine bereits durchgemachte Otitis media oder das Vorliegen einer chronisch serösen Otitis media erhöhen das Risiko erneut an einer akuten Otitis media zu erkranken.
Das Rauchen der Eltern ist ein bewiesener Risikofaktor. Andererseits ist das Stillen von Säuglingen über längere Zeit ein erwiesener Schutzfaktor.
Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage ab und die akute Mittelohrentzündung heilt in den meisten Fällen vollständig aus. Nach zwei Wochen sollte eine akute Mittelohrentzündung vollständig abgeheilt sein. Ist dies nicht der Fall, so besteht der hochgradige Verdacht, dass sich die Entzündung auf den Knochen hinter dem Ohr, den so genannten Warzenfortsatz (Mastoid), ausgebreitet hat.
Sekretorische Otitis media / Tubenmittelohrkatarrh / Serotympanum / Tubenverschluss /Paukenerguss
Definition
Häufigkeit
Ursachen
Häufigkeit
Symptome
Komplikationen
Therapeutisches Konzept
Definition
Die sekretorische Otitis media bezeichnet einen entzündlichen Erguss hinter intaktem Trommelfell ohne akute Ohrsymptome und ohne Allgemeinsymptome.
Ursachen
Beim Kind stehen die Adenoidhyperplasie und die chronische Adenoiditis im Vordergrund. Beim Erwachsenen sind jedoch Ursachen einer gestörten Tubenfunktion zu berücksichtigen, die beim Kind keine Rolle spielen, wie z.B. das Schlaf-Apnoe-Syndrom und Tumoren des Nasopharynx.
Häufigkeit
Die sekretorische Otitis media ist bei Kindern im Vorschulalter die häufigste Ohrerkrankung und eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.
Symptome
Beim Kind fehlen meist Symptome der akuten Entzündung.
Das Hauptsymptom ist der Hörverlust, der aber vom Kind selbst selten erwähnt wird. Bei Beidseitigkeit kann der Spracherwerb verzögert und die Wahrnehmung behindert sein.
Zudem können die Patienten über ein Druck- und Taubheitsgefühl im betroffenen Ohr klagen. Schmerzen sind selten vorhanden. Es kann ein Knacken oder Plätschern auftreten.
Im Gegensatz zum Kleinkind sind Erwachsene durch die Hörstörung und das Druckgefühl meist stark irritiert.
Komplikationen
Die häufigste Komplikation ist die Otitis media acuta, aus der sich wieder weitere Komplikationen ergeben können.
Über das runde oder ovale Fenster kann eine Labyrinthitis entstehen.
Hörverminderung mit verzögerter Sprachentwicklung beim Kind
Therapeutisches Konzept
konservativ mit Inhalation, abschwellenden Nasentropfen, Wärme
Kommt es unter der konservativen Therapie zu keiner Besserung ist eine Paukendrainage indiziert. Hierbei wird ein Röhrchen in das Trommelfell eingesetzt. Dieses wird im weiteren Verlauf in den Gehörgang abgestossen, danach verschliesst sich das Trommelfell eigenständig.
Ist die Ursache eine zu grosse Rachenmandel, sollte eine Adenotomie (Entfernung der Rachenmandeln) gemacht werden.