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Für den in Südafrika aufgewachsenen Künstler Robin Rhode (geb. 1976 in Kapstadt, lebt in Berlin) ist das Medium Zeichnung nicht auf einen Bildträger begrenzt, sondern eine Technik, die er nutzt, um im öffentlichen Raum ebenso wie an Museums- und Galeriewänden einen performativen Prozess zu entfachen. Ob choreografiert oder improvisiert, Rhode versteht die Zeichnung als etwas mit Raum und Kontext Verwobenes, das schlussendlich in Form von Fotosequenzen, Videos oder Objekten festgehalten wird. Ausgehend von Wandzeichnungen – etwa eines Fahrrades, wie es sich Kinder im südafrikanischen Township vergeblich wünschten – entwickelte Robin Rhode eine künstlerische Praxis, die alltägliche Beobachtungen, politische Statements, Sehnsüchte – und im aktuellen Werk auch kunsthistorische Referenzen – klug und humorvoll in teils slapstickartigen Gesten erfahrbar werden lässt. Chalk Bike (2015) beispielsweise basiert auf einer Erfahrung aus der Schulzeit des Künstlers: Jüngere Schüler wurden von den älteren dazu angehalten, ein gezeichnetes Fahrrad an der Wand so zu fahren, als ob es real wäre.