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Caritas Schweiz ist seit mehr als 40 Jahren im Südsudan aktiv tätig. Seit 1999 konzentrieren sich die Aktivitäten im Bereich Entwicklung und Nothilfe auf den Bundesstaat Ost-Äquatoria. Der Fokus liegt unter anderem darauf, den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen für die Bevölkerung zu erweitern. Eine grössere Verfügbarkeit von Trinkwasser und eine minimale sanitäre Infrastruktur bilden die Grundlage, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dafür genauso bedeutsam ist die Bewusstseinsbildung bezüglich Hygiene und die Förderung entsprechender Verhaltensänderungen, die mit der Nutzung von Wasser und sanitären Einrichtungen einhergehen. Die Bevölkerung muss zudem in der Lage sein, ihre Infrastruktur auch selbst aufrecht zu halten und den Betrieb zu organisieren.
Das vorliegende Projekt sieht Vorkehrungen zur nachhaltigen Verbesserung der Hygiene- und Gesundheitssituation und den Zugang zu sicherem Trinkwasser von etwa 3‘720 Personen (620 Haushalte) in der Gemeinde Ido im Bundesstaat Ost-Äquatoria. Dies soll durch den Bau einer Wasserinfrastruktur und kapazitätsbildenden Massnahmen, wie beispielsweise Schulungen in Hygiene- und Gesundheitsfragen sowie Inbetriebnahme und Wartung der Anlage, erreicht werden.
Bereits heute nutzt die Bevölkerung natürliche Felsbecken zur Wasserspeicherung. Im Rahmen des Projekts wird ein sogenanntes rock catchment (Regenwasserauffangbecken) gebaut. Dies soll der Bevölkerung vor Ort den Zugang zu sauberem Wasser erleichtern.
Die lokale Gemeinschaft und die Behörden werden von Anfang an in die Planung und Umsetzung der Wasserinfrastrukturen einbezogen. Der Bau des rock catchments ist verbunden mit einer praktischen Ausbildung für lokale Techniker, die sie anschliessend dazu befähigt, die Anlage eigenständig instand zu halten. Ein Wasser-Management-Komitee wird gegründet, welches insbesondere die Teilnahme von Frauen befürwortet. Dieses Komitee wird in der Wartung und dem Betrieb des rock catchments geschult.
Um die Siedlungshygiene in der Gemeinde und der Dorfschule zu verbessern, können Familien zudem unter Anleitung einfache Handwaschvorrichtungen und Möglichkeiten zur Abwasserentsorgung errichten. Hierbei wird ihnen gezeigt, wie sie dies eigenständig und unter Verwendung lokal verfügbarer Materialien bewerkstelligen können.
Das Projekt wird vor Ort eng von Mitarbeitern der Caritas Schweiz begleitet. Ein Wasserspezialist wird als Projektkoordinator direkt mit dem Caritas Team vor Ort arbeiten, Ingenieure mit einer Ausbildung im Wasserwesen, werden die Überwachung der technischen Komponenten absichern. Die Projektaktivitäten werden zudem in Zusammenarbeit und unter Einbezug lokaler Regierungsbehörden sowie der Gemeinden umgesetzt, um eine breite Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Arbeit zu garantieren.