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Über eine erneute Kandidatur Condés für die Wahlen am 18. Oktober war bereits seit langem spekuliert worden. Diese Spekulationen hatten Proteste gegen den Staatschef entfacht, bei denen dutzende Menschen getötet wurden.
Die Sammlungsbewegung des Volkes von Guinea (RPG) hatte Condé bereits Anfang August formell gebeten, bei der Wahl erneut anzutreten. Bis zu der jetzigen Erklärung hatte aber eine offizielle Bestätigung seiner Kandidatur noch ausgestanden.
Condé hatte bereits die Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2010 und 2015 gewonnen. Bisher waren in dem westafrikanischen Land den Präsidenten nur zwei Amtszeiten erlaubt.
Bei einem Referendum im März hatte jedoch eine überwältigende Mehrheit für Änderungen der Verfassung gestimmt. Laut Auslegung der RPG wird durch das Inkraftsetzen der neuen Verfassung Condé eine weitere Amtszeit ermöglicht.
Auch das Referendum über die Verfassung war von Protesten mit dutzenden Todesopfern begleitet gewesen.