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Die virale Krankheit Epizootische hämorrhagische Krankheit (EHD) wurde bei einem fünf Monate alten Kalb in der Region Bern in der Schweiz diagnostiziert. Die Krankheit trat erstmals im letzten Jahr in Italien, Spanien und Portugal auf. Am 21. September wurde die Krankheit erstmals in Frankreich bestätigt.
Dort hat sich die Krankheit in einem großen Gebiet nördlich der Pyrenäen ausgebreitet. Mehr als 50 Betriebe wurden bereits infiziert. Die Infektion auf einem Rinderbetrieb in der Nähe von Bern liegt weit im Norden Europas. EHD ist mit Blauzungenkrankheit verwandt, wird ebenfalls durch Mücken übertragen, und viele Symptome sind ähnlich. Tiere können sich nicht gegenseitig infizieren.
Weltweit existiert die Krankheit schon seit einiger Zeit. Zum Beispiel trat die Krankheit 2012 in der Türkei und 2015 in Israel auf. Die Krankheit wurde auch in Asien, Australien und Afrika gefunden. In den Vereinigten Staaten wurde die Krankheit erstmals 1995 entdeckt.
Pufferzone
In Frankreich und Spanien ergreift die Regierung keine zögerlichen Maßnahmen. Um jede infizierte Farm wird eine Pufferzone von 150 Kilometern festgelegt. In diesen Gebieten ist der Transport von Rindern, Schafen, Ziegen und Hirschen verboten. Es gibt Ausnahmen für Schlachtungen, unter anderem. Algerien hat ein Importverbot für Rinder aus Frankreich verhängt.
Gegen den in Europa gefundenen Serotyp von EHD steht kein Impfstoff zur Verfügung. Hersteller erwägen die Herstellung eines Impfstoffs. Die Ursache von EHD ist ein Orbivirus (RNA-Virus, zehn Serotypen) aus der Familie Reoviridae. Die verschiedenen Serotypen verursachen alle etwa die gleiche Krankheit. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt zwei bis zehn Tage.