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«Unsere Ergebnisse sind wichtig, um gezielte Massnahmen zur Eindämmung von Invasionen zu ergreifen», sagte die Studienhauptautorin Camille Delavaux am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Sie hat zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) untersucht, in welchen Regionen der Erde die Wahrscheinlichkeit einer Invasion nicht-einheimischer Bäume erhöht ist. Diese Daten haben sie mit menschlichen und ökologischen Faktoren kombiniert. Die Resultate wurden am Mittwoch in der Fachzeitschrift «Nature» veröffentlicht.
Biodiversität als Puffer
Sie stellten dabei insbesondere in der Nähe von Häfen eine grosse Wahrscheinlichkeit einer Invasion fest. In den Häfen werden tonnenweise Waren umgeschlagen, darunter auch Pflanzen und Samen aus allen Teilen der Welt.
Eine hohe Biodiversität wirkt hingegen als Puffer. Die Vielfalt einheimischer Arten ist laut Studie der wichtigste Faktor bei der Vorhersage des Ausmasses einer Invasion. «Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die Förderung der einheimischen Vielfalt den Schweregrad der Invasion oder das Ausmass der Invasion nicht einheimischer Bäume abschwächen kann, sobald diese begonnen hat», erklärte Delavaux.
Insgesamt haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Studie 250 nicht-einheimische Baumarten identifiziert. Dazu gehören etwa Robinien, die vor 400 Jahren aus Nordamerika nach Europa gelangten. In der Schweiz wurden Robinien zur Stabilisierung des Geländes entlang der Gotthardbahn eingesetzt. Heute haben sie die einheimische Vegetation vielerorts verdrängt.