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Rotkreuz. Mehr als 100 Fahrer kämpften vom 19. bis 21. Oktober in der Porsche GT3 Cup Challenge und dem Sports Cup Suisse auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli um die Meisterschaft. Beim Saisonfinale fuhren die Teilnehmer auf der 4,226 Kilometer langen Strecke bei durchweg sonnigen und trockenen Bedingungen. In Misano fand zudem das erste Mal ein Nachtrennen statt, das ausserhalb der Meisterschaft gewertet wurde. Jean-Paul von Burg wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die Meisterschaft in der GT3 Cup Challenge. Damit holte er sich zum achten Mal den Meistertitel. Total neu im grössten Feld des Porsche Sports Cup Suisse war Rookie Dominik Fischli, der in seiner ersten Saison die Meisterschaft unter den Cayman GT4 Clubsport Fahrern für sich entschied.
Das Rennwochenende in Misano lief für Jean-Paul von Burg nicht perfekt. Im Qualifying musste er sich gegen Andreas Corradina geschlagen geben, holte jedoch dann den Sieg im ersten Sprintrennen. Im zweiten Sprint schieden aufgrund eines Unfalls einige Fahrer, darunter auch Jean-Paul von Burg, aus und Josef Stengel ging als Sieger hervor. Im Feld der Cayman GT4 Clubsport Fahrer holte sich Dominik Fischli einen Doppelsieg und damit die letzten wichtigen Punkte in der Saisonwertung. Massimo Salamanca entschied auf 991 GT3 das Gleichmässigkeitsrennen Porsche Driver’s Challenge für sich.
Am Samstagabend starteten mehr als 30 Fahrer der unterschiedlichen Gruppen ausserhalb der Meisterschaft in das zweistündige Nachtrennen. Das Fahrerduo Marco de Tomasi und Jürg Aeberhard auf 997 GT3 R holte sich im Qualifying die Pole und siegte im Rennen vor Marcel Wagner auf modifiziertem 991 GT3 Cup. Dritter wurde das Duo Franco Piergiovanni und Vincent Capillaire, die in der Gruppe der GT3 Cup Challenge den Sieg einfuhren. In der Gruppe Cayman GT4 Clubsport gewann Thomas Herbst, der im Gesamtfeld den neunten Rang belegte.
Das Qualifying des ersten Sprintrennens entschied Andreas Corradina mit einer Bestzeit von 1:38.899 Minuten für sich. Die Führung konnte er allerdings gegenüber Jean-Paul von Burg, der vom zweiten Rang ins Rennen gestartet war, nicht halten. Von Burg fuhr als Erster über die Ziellinie, Corradina wurde Zweiter. Patrick Schmalz war von dritter Position gestartet, verbremste sich stark und schied aus dem Rennen aus. Marc Schelling machte infolgedessen einen Platz gut und wurde Dritter.
Im zweiten Sprintrennen starteten die Fahrer nach den Ergebnissen des ersten Sprints. Von Burg ging von der Pole ins Rennen. Hinter ihm starteten Andreas Corradina und Marc Schelling. Bereits nach der ersten Schikane waren viele Starter in einen Unfall von Marc Schelling verwickelt. Von Burg, Schelling und Sacchet schieden dadurch aus. Andreas Corradina brach in Folge des Unfalls ebenfalls nach der ersten Runde ab und wurde Letzter. Josef Stengel, der vom neunten Rang startete, holte durch den Ausfall der anderen Starter auf und fuhr als Erster über die Ziellinie. Andreas Sczepansky, als Sechster gestartet, sicherte sich den zweiten Podestplatz. Von letzter Position ins Rennen gegangen, holte Patrick Schmalz auf und fuhr eine schnellste Rennrunde mit 1:40.198 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 151.835 Kilometern pro Stunde. Er beendete auch aufgrund der vielen Ausfälle das Rennen auf Rang Drei.
„Mich ärgert der Unfall im zweiten Sprintrennen, in den wir unglücklicher Weise verwickelt wurden und wodurch ich das Rennen nicht beenden konnte,“ sagte Jean-Paul von Burg. „Natürlich freue ich mich aber über den Titelgewinn! Das war eine hervorragende Saison 2017 in der ich mich durch die Tipps von guten Profifahrern wie Michael Christensen, Norbert Siedler und Marco Seefried weiterentwickeln konnte.“
Den Porsche Sports Cup Suisse dominieren die Cayman GT4 Clubsport. Wie in Imola gingen 20 Fahrer in dieser Gruppe an den Start. Dominik Fischli sicherte sich im Qualifying mit einer Bestzeit von 1:43.850 Minuten die Pole des ersten Sprintrennens und fuhr einen deutlichen Start-Ziel-Sieg ein. Seine schnellste Rennrunde lag bei 1:44.211 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 145.988 Kilometern pro Stunde. Thomas Herbst wurde im Qualifying Zweiter, ging im Rennen jedoch nicht an den Start. Infolgedessen startete Alexandre Mottet hinter Fischli und Leonard Rendulic von dritter Position. Mottet hielt seinen Platz nicht und wurde Fünfter. Rendulic sicherte sich somit den zweiten Rang. Patrick Schetty, von fünfter Stelle in Rennen gestartet, wurde Dritter.
Dominik Fischli überzeugte im zweiten Sprint erneut mit einem eindeutigen Start-Ziel-Sieg und einer schnellsten Rennrunde von 1:45.336 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 144.429 Kilometern pro Stunde. Seine Bestzeit aus dem ersten Rennen konnte er jedoch nicht unterbieten. Die Ränge der Startaufstellung unter den Führenden blieben im Rennen ebenfalls unverändert: Leonard Rendulic fuhr als Zweiter über die Zielinie und Patrick Schetty wurde Dritter.
Dominik Fischli: „Das Wochenende in Misano lief perfekt. Qualifying, Pole und dann zwei Siege mit Abstand gewonnen, besser kann es nicht laufen. Insgesamt habe ich in dieser Saison sechs von neun Sprintrennen für mich entschieden. Für mich als Neuling im GT4 Clubsport war das ein mehr als hervorragender Start.“
Den ersten Platz in der Porsche Driver’s Challenge sicherte sich Massimo Salamanca auf 991 GT3 mit 2954 Strafpunkten. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Mit 3118 Strafpunkten wurde Peter Gafner auf Cayman GT4 Zweiter. Den dritten Platz sicherte sich Peter Meister auf 911 GT3 mit 3960 Strafpunkten.
Richard Feller, verantwortlich für den Motorsport des Verbands Schweizer Porsche Clubs fasste zusammen: „Wir haben das erste Mal ein Nachtrennen ausgetragen. Das kam sehr gut an und war sicherlich der Höhepunkt des gesamten Jahres. Zudem war es der Abschluss einer Saison voller Rekorde und wird sicher alle Teilnehmer über den Winter begleiten und für die kommende Rennsaison 2018 motivieren.
Der Kalender für die Saison 2018 wird Ende des Jahres bekannt gegeben.