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Die Geschichte des berühmten Davoser Parsenn Derbys beginnt 1924 mit einem Rennen für Damen und Herren von der Parsennfurka nach Küblis. Veranstalter waren auf Anregung des englischen Kurgastes Fred W. Edlin die beiden Davoser Skiclubs: der Ski Club Davos und der Davos English Ski Club. Edlin selbst gehörte dem Ski Club of Great Britain an, kam Jahre zuvor als Kurgast nach Davos und entdeckte die Eignung des Parsenn-Gebietes für den alpinen Skilauf.
Der Sieger des ersten Derbys bewältigte die Strecke in 22 Minuten und 27 Sekunden, während die schnellste Dame 35 Minuten und 37 Sekunden benötigte. Das Rennen war ein Erfolg und sollte von nun an jährlich stattfinden. Wegen ungünstiger Witterungsbedingungen konnte das zweite Derby allerdings erst drei Jahre später ausgetragen werden. Seither findet es, mit wenigen Unterbrechungen, jedes Jahr statt.
Bis zur Fertigstellung der Parsennbahn mussten alle Teilnehmer zunächst über den Wolfgangpass zur Parsennfurka aufsteigen. Der Startpunkt wurde im Laufe der Geschichte mehrmals verlegt - bis er schliesslich 1933 für Damen und Herren auf dem Weissfluhgipfel und für die allgemeine Kategorie auf der Wasserscheide unterhalb des Weissfluhjochs durchgeführt wurde. Beim Ziel kam man den Damen entgegen: Für sie war die Ski-Safari bei der Conterser Schwendi zu Ende, während die Herren noch bis nach Küblis durchhalten mussten.
Bis 1942 konnten sich die Teilnehmer ihre eigene Streckenwahl aussuchen. Als jedoch Edy Rominger mit einer Gipfelabkürzung erstmals eine Zeit unter 14 Minuten erreichte, wurden zwei Pflichttore auf der Wasserscheide und in der Schwendi verlangt. Im Vergleich dazu sind heute bereits auf halber Strecke 35 Tore gesetzt. Eine eigentliche Piste war damals nicht vorhanden. Jeder wählte seine eigene, ca. 13 km lange Route. Das blieb bis zur Erfindung der Pistenmaschinen so.
Ab Einführung des Skiweltcups 1967 hat das Parsenn Derby an internationaler Bedeutung verloren – heute ist es insbesondere ein Volksrennen, an dem Hobbyskirennfahrer und prominente Ex-Skirennfahrer teilnehmen. So finden sich auf der Siegertafel Namen wie etwa Nando Pajarola, Josef Minsch, Walter Vesti, Urs Lehmann, Martina Accola oder Kristian Ghedina, der 2002 als erster Italiener das Derby gewann. Aus organisatorischen und witterungsbedingten Gründen ist die Strecke in jüngerer Vergangenheit verkürzt worden. Seit 1998 liegt das Ziel beim Erezsäss. Und seit 2000 wird auch ein Mannschaftsrennen veranstaltet, wobei jede Mannschaft aus vier Läufern bzw. Läuferinnen besteht. Mehr Informationen zum Parsenn Derby gibt's auf der Webseite des Skiclubs Davos: www.scdavos.ch.