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Das Wichtigste in Kürze
- Brasiliens neuer Verteidigungsminister hat die Rolle der Streitkräfte gelobt.
- Dies im Zusammenhang mit dem Militärputsch 1964.
Brasiliens neuer Verteidigungsminister Walter Souza Braga Netto hat die Rolle der Streitkräfte beim Militärputsch 1964 gelobt. Die brasilianischen Streitkräfte hätten damals die Verantwortung übernommen, das Land zu befrieden, erklärte Braga Nettos zum Jahrestag des Putsches am 31. März.
Die «Bewegung» von 1964, wie der neue Minister den Staatsstreich nannte, sei für sein Land Teil des historischen Werdegangs. «So sollten die Ereignisse dieses 31. März verstanden und gefeiert werden.»
Die Erklärung kam in einem Moment, in dem in Brasilien nach einem Kabinettsumbau durch den rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro und dem Abschied der Spitzen von Armee, Luftwaffe und Marine Ungewissheit über die Richtung des Militärs herrscht.
Die Militärdiktatur dauerte 21 Jahre, von 1964 bis 1985. Nach dem Bericht der nationalen Wahrheitskommission wurden während der Diktatur mehr als 400 Menschen ermordet und Tausende gefoltert. Viele gingen ins Exil oder in den Untergrund. Eine wirkliche Aufarbeitung fand bis heute nicht statt.