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1788
JANUAR
0108D: Axur, Re d'Ormus (Salieri)
- "Axur, Re d'Ormus" (dt. Axur, König von Hormus) ist eine tragisch-komische Oper (ital. Dramma tragicomico) in fünf Akten von Antonio Salieri, dem damaligen Wiener Hofkapellmeister. Die Uraufführung fand am 8. Januar 1788 im Burgtheater zu Wien statt.
0118D: Erste Sträflinge erreichen Australien
- "Diese Räuberkolonie könnte einst zu einem großen Reich werden, dessen Adelige sich wahrscheinlich ihrer Abstammung rühmen." - So prognostizierte es eine Londoner Zeitung, als die ersten Sträflinge ans andere Ende der Welt verbannt wurden. (WDR ZeitZeichen 2018)
0126D: Sydney
- Sydney ist eine Stadt in Australien und die Hauptstadt des Bundesstaats New South Wales. Sie liegt an der Ostküste Australiens am Pazifischen Ozean und wurde am 26. Januar 1788 gegründet und ist mit 4,63 Millionen Einwohnern (2011) im städtischen Gebiet die größte Stadt des australischen Kontinents. Die aus der Kernstadt Sydney City mit 177.000 Einwohnern (2009) und 37 weiteren Gemeinden bestehende Agglomeration ist das Industrie-, Handels- und Finanzzentrum Australiens und ein wichtiger Tourismusort. Auch zahlreiche Universitäten, Museen und Galerien befinden sich hier. Sydney ist römisch-katholischer und anglikanischer Erzbischofssitz. (Artikel des Tages)
- Ende des 18. Jahrhunderts verfrachtete das britische Königreich seine Straftäter ans andere Ende der Welt. Am 26. Januar 1788 ankerten die ersten Schiffe vor der australischen Ostküste. Die neue Siedlung entstand an einer tiefen Bucht, die auf den Namen des britischen Innenministers getauft wurde: Sydney. (dradio.de)
FEBRUAR
0219D: Société des Amis des Noirs
- Die Société des Amis des Noirs (Gesellschaft der Freunde der Schwarzen) war eine Gruppe französischer Bürger, die sich für die Rechte der Schwarzen und insbesondere gegen die Sklaverei einsetzte. Sie wurde am 19. Februar 1788 von Jacques Pierre Brissot zusammen mit dem Genfer Bankier Étienne Clavière und Graf Mirabeau gegründet. An der Gründung nahm auch Thomas Clarkson beratend teil, der Führer des Abolitionismus im Königreich Großbritannien. Anfang 1789 hatte die Gesellschaft 141 Mitglieder.
LEXIKON
- Als Anjalabund (schwedisch Anjalaförbundet, finnisch Anjalan liitto) bezeichnet man eine Gruppe schwedischer Offiziere, die 1788 in Finnland gegen die Kriegspolitik des schwedischen Königs Gustav III. opponierte.
- Das Konzert Nr. 26 in D-Dur, KV 537, für Klavier und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart ist allgemein als „Krönungskonzert“ bekannt. Obwohl das Werk bereits 1788 in Wien entstand, wurde es erstmals 1789 in Dresden und schließlich 1790 in Frankfurt anlässlich der Kaiserkrönung Leopolds II. aufgeführt.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Karl IV. (1748-1819) war spanischer König vom 14. Dezember 1788 bis zu seiner Abdankung am 19. März 1808.
- Kritik der praktischen Vernunft (KpV) ist der Titel des zweiten Hauptwerks Immanuel Kants; es wird auch als „zweite Kritik“ (nach der Kritik der reinen Vernunft und vor der Kritik der Urteilskraft) bezeichnet und erschien erstmals 1788 in Riga. Die KpV enthält Kants Moralphilosophie/Ethik und gilt bis heute als eines der wichtigsten Werke der praktischen Philosophie überhaupt.
- Was sind die ethischen Grundlagen für unser Handeln? Was sollen wir tun und lassen? Welche Prinzipien müssen wir Menschen – als Vernunftwesen – als moralischen Maßstab wählen? Das waren im Zeitalter der Aufklärung (17. und 18. Jahrhundert) Fragen, welche die fortschrittlichen Denker nicht mehr allein der Religion überlassen wollten. Immanuel Kant, der wichtigste Philosoph der deutschen Aufklärung, geht gemäß seinem Motto „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ in seiner Kritik der praktischen Vernunft daran, systematisch die Frage nach den ethischen Grundlagen unseres Handelns zu klären. Er kommt zu dem Schluss, dass wir uns in unserem moralischen Urteilen und Handeln aus dem Einflussbereich der subjektiven Sinnenwelt befreien können – indem wir uns der Vernunft bedienen. Unsere Vernunft zeigt uns das Prinzip, das ungeachtet aller speziellen Umstände die allgemeingültige Voraussetzung für unser moralisches Wollen und Handeln bietet: den berühmten kategorischen Imperativ. Kritiker kreideten Kant an, dass er positive emotionale Beweggründe wie Liebe oder Mitleid nicht als moralische Handlungsgrundlage gelten lasse. Außerdem bleibe in Kants formelhafter Umsetzung des Moralgesetzes kein Raum für Individualität. Dennoch ist Kants Werk bis heute eines der wichtigsten Bücher zur Ethik. (getAbstract)
- Egmont ist ein Trauerspiel des deutschen Dichters und Dramatikers Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832). Es wurde 1775 begonnen und war 1788 im Druck. Erstmals aufgeführt wurde das Stück im Jahre 1789 von der Kochschen Truppe. Die erste Uraufführung fand am 9. Januar 1789 in Mainz statt, am 15. Mai folgte die Uraufführung in Frankfurt am Main. Die Figur des Egmont entstand nach dem Vorbild des tatsächlichen Lamoral von Egmond, auf den Goethe bei seinen Studien über die Geschichte der Niederlande stieß. Der literarische Egmont hat mit seinem historischen Vorbild allerdings nur wenig gemeinsam.
- Leicht vorstellbar, wie sehr die historische Figur des Grafen Egmont den jungen Goethe in ihren Bann gezogen haben muss. Schließlich waren nur leichte Korrekturen an der historischen Wahrheit nötig, um aus dem Stoff ein erstklassiges Sturm-und-Drang-Drama zu formen – mit einem Helden, der als Opfer einer ihm feindlich gesinnten, ränkevollen Umwelt strahlend seinem Untergang entgegengeht. In den Niederlanden Mitte des 16. Jahrhunderts bedrohen Volksaufstände den Herrschaftsanspruch der spanischen Besatzungsmacht und ihrer Regentin Margarete von Parma. Deren Bruder, der spanische König, schickt daraufhin den für seine Strenge berüchtigten Herzog von Alba in die Provinzen, der für Ordnung sorgen soll. Goethe hat diesen historischen Wendepunkt der niederländischen Geschichte zum Anlass genommen, gänzlich unterschiedliche Charaktere miteinander zu konfrontieren. Graf Egmont, Herr der Provinzen Artois und Flandern, wird als Vorbild eines tapferen, freiheitlich denkenden und dem Volk gegenüber verantwortungsvollen Potentaten skizziert und als solcher der zögerlichen Margarete, dem vernunftbeherrschten Wilhelm von Oranien und dem brutalen, absolutistische Staatsgewalt repräsentierenden Alba gegenüber gestellt. (getAbstract)
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Öffentliche Diskothek mit sechs Studierenden der Hochschule der Künste Bern. Mozarts Drittletzte: ein Halbstünder mit gewichtiger Einleitung, mit dramatischen Kontrasten auch im langsamen Satz und mit einem für Mozart unüblichen Schluss-Spurt à la Perpetuum Moblie. Das sind die Eckdaten dieser Es-Dur Sinfonie. Was steckt sonst darin? Zu welcher sinfonischen Kunst hat sich Mozart hier aufgeschwungen? Und vor allem wer holt sie am besten aus der Partitur heraus? Gäste von Benjamin Herzog sind: Aline Estelle Arn, Sophia Anna Binggeli, Katharina Marianne Bratschi-Lüthi, Elie Jolliet, Verena Spies, Christian Spitzenstätter (SRF Diskothek im Zwei)
- Die Sinfonie g-Moll KV 550 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Juli 1788 in Wien. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 40.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Interpretation von Cyprien Katsaris (Empfehlung von Clavio Video der Woche)
- Interpretation von Hans-Peter und Volker Stenzl (Empfehlung Clavio Video der Woche)
- Die Sinfonie C-Dur KV 551 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Sommer 1788 in Wien. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie, seine letzte, die Nummer 41.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com/work)
- Um Mozarts letzte Sinfonie war es für lange Zeit eher ruhig in den Aufnahmestudios. Nun aber gibt es einen kleinen Boom um die «Jupiter-Sinfonie»: Die Sichtweisen sind sehr verschieden - Zeit also für eine vergleichende Diskussion. Über fünf neue und gestandene Aufnahmen des so unterhaltenden wie tiefgründigen Werks diskutieren Meret Lüthi und Hans Feigenwinter, Gastgeberin ist Lislot Frei. (DRS2 Diskothek im Zwei 2011)
- Über den Umgang mit Menschen ist das bekannteste Werk des deutschen Schriftstellers Adolph Freiherr Knigge (1752–1796). Es erschien erstmals im Jahre 1788. Das Buch beschäftigt sich mit „guten Umgangsformen“ und nicht mit Etikette. Es ist von allgemeinem geschichtlichen, literaturgeschichtlichen, soziologischen, sozialpsychologischen, gesellschaftsphilosophischen, pädagogischen und journalistischen Interesse.
- Ein Anstandsbuch von 1788, von einem Autor namens Knigge? Richtig, Über den Umgang mit Menschen ist "der Knigge", der Urahn aller Benimmbücher, die sich heute ganz selbstverständlich mit diesem Namen schmücken. Dabei haben sie meistens recht wenig mit ihrem Vorbild gemein: Anders als den späteren Knigge-Autoren ging es Adolph Freiherr von Knigge überhaupt nicht um Benimmregeln, korrekte Kleidung oder schön gedeckte Tische. Der aufmüpfige Adlige, der sich schon früh für die freiheitlichen Ideale der Aufklärung begeisterte und mit seiner geradlinigen Haltung mehr als einmal aneckte, suchte vielmehr eine Antwort auf die Frage, wie jeder Mensch sein Leben glücklich und sinnerfüllt gestalten kann. Selbstbewusstsein und ein Gefühl für die eigene Würde gehörten für ihn ebenso dazu wie Toleranz und Rücksichtnahme. Knigges Gedanken sind psychologisch fundiert, und viele Ratschläge finden sich auch in der modernen Ratgeberliteratur wieder. Von diesem Knigge kann man lernen, auch über 200 Jahre nach Erscheinen des Buches. Eine Empfehlung für alle, die bei der Frage nach ihrer Lebensgestaltung in die Tiefe gehen möchten. (getAbstract)
- Nein, er führte niemals ein "von" im Titel - vor allem aber hat er niemals einen Benimmratgeber geschrieben. Dass sein Name bis heute als Synonym für Etikette und Manieren gilt, darüber hätte der Aufklärungs-Schriftsteller Adolph Freiherr Knigge nicht schlecht gestaunt. (dradio.de)
QUELLEN
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05.02.2009 Artikel eröffnet
04.11.2010 Grundstock erstellt