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Mittwoch, 8. Dezember 2021 (Maria Empfängnis / Schnäggä-n-ässä)
Bischof Joseph Maria Bonnemain im Kloster Näfels
Freude herrscht! Der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain beehrte das Franziskaner-Kloster mit seinem Besuch zum Hochfest Maria Unbefleckte Empfängnis. Nach feierlichem Einzug in die Klosterkirche zelebrierte er, assistiert vom Guardian Br. Paul, Br Fidelis, Br. Michael, Vizedekan Br. Ljubo Lekop, den Pfarrherren Stanislav Weglarzy, Näfels, Theo Füglistaller, Oberurnen, Gebhard Jörger, Niederurnen, das feierliche Hochamt. In seinem Kanzelwort unter dem Motto: "Glauben macht glücklich." drückte er dem Hohen Fest den Stempel auf. Im Anschluss findet das "abgespeckte" Behördenessen im Refektorium statt. Leider wegen Corona auf ein Minimum beschränkt.
Auszug mit Inful und Bischofsstab.
Links Pfarrer Stanislav Weglarzy und Br. Michael-Maria Josuran OSB
Ein Bild für die Geschichtsbücher des Klosters.
Bischof Joseph Maria Bonnemain in Mitten der Konzelerbanten und Ministrantenbrüder; v.l.n.r. erste Reihe: Br. Fidelis Schorer, ehemaliger Guardian, Pfarrer Gebhard Jörger, Niederurnen, Pfarrer Stanislav Weglarzy, Näfels, Pfarrer Theo Füglistaller, Oberurnen, Vizedekan und Pfarrer Br. Ljubo Leko, OFM, Netstal,
Zweite Reihe: Br. Louis Stocker, Terziarbruder OFM, Guardian Br. Paul Zahner, Bischof Joseph Maria Bonnemain, Chur, Br. Michael-Maria Josuran, Br. Josef Fankhauser. Nicht auf dem Bild: Br. Benedikt Borer, Senior, Orgel, Br. Johannes, Br. Johannes Maria Pfister, Vorsänger, Br. Martin Barmettler, Fotograf, Br. René Fuchs, Eingangskontrolle.
Die beiden letzten Fotos machte Br. Martin Barmettler (hier ab facebook)
Sonntag, 5. Dezember 2021 (Zweiter Advent)
Ä Wiänachtsgschicht,
wo anderscht usä chuu isch, as-si hett söllä
Nacherä Gschicht vum Eckard Leyser
übrsetzt und ächläi abg'ändäret uff Glaarnertüütsch
vum
Fridli Oschterhäsi
Ämaal ämänä Jahr isch wider gägä d Wiänacht g’gangä.
Für ä Fridli, ä Sächstklässler vu Schwandä, isch d Wiänacht äifach des Alleri-schünscht und Hööchscht im ganzä Jahr. Är hätt-si eeländ gfreut uff ds Chrisch-bäumli idr Schtubä mit dä grossä rootä Chuglä und uff de viilä Cheerzli und na-tüürli uf gGschänggli.
Abr hüür hätt’r si bsunders gfreut, as’r hätt chännä äm Chrippäschpiil mitmachä. Pfrä Lüüziger, sini Lehreri, hätt nämmli mit irer ganzä Klass äs Chriipäschpiil ii-g‘üäbt, wo-si dä chämed im Adlersaal vor dä-n-Elterä, dä Gschwüschteri und nuch andernä Lüüt vu Schwandä uuffüärä.
Dr Fridli hätt nüggad ä Hauptrollä übrchuu, abr gliich ä wichtigi Persuu müäsä schpilä: dr Wirt i dr Härbärgä. Dur die ganz Apfäntsziit händ-si dä-n-ebä g‘üäbt, und Pfrä Lüüziger, ebä d Lehreri, hätt Wärt druuf gläit, as-si guät, luut und tüütli reded und de Rollä schpiled we wänn’s wahr wäär.
Im Religuusunderricht hätt mä-n-ä-denä Goofä iipläut we’s äm Josef und ä dr Mariia ds Bethleheem ä-näeeländi ergangä-n-isch, und as-si’s dä ganz guät schpiled.
Dr Fridli hätt guät zuägloset und tänggt, deer Wiirt schpil‘r dä schu und er fari dä mit dener Häiligä Famili schu ap we deer ds Bethleheem. Und är hätt fascht nüd mögä gwaartä, bis-es dä Wiänacht sig.
Äntl, äntli isch-es äsowiit gsii. D Hauptproob isch wunderbaar gloffä und der Fridli hät mit dr Häiligä Familie tuä und tüüflet, as-es nu äso g‘chnozgeret hätt!
Wo's dä-n-äärnischt gultä hätt, isch dr Adlersaal poorzet vollä gsii. p Müäterä,
p Vätterä, g Grosmüäterä und -vätterä, Gschwüschterti und de Verwandte und nuch ander Gescht sind chuu. D Lüüt sind ganz uffgregt gsii, und äis Gschnatter und äi Läubletä isch loosg’gangä.
Dr Fridli hätt dur-nes Schpältli durä Vorhang durägüggslet und gluäget, öb’r ächt sini Muäter, dr Vatter und g Gschwüschterti zant dr Grosmuäter gsäch. Ja, dett, sind-s' ghögglet und händ mit glänzigä Gsichter gschtrahlet und fascht nüd mögä gwaartä, bis's aafaat.
Äntli isch dä d Lehreri, Pfra Lüüziger, vorä Vorhang gschtandä und hätt id Händ gklatschet: „Bitte Ruäh!, Bitte Ruäh! Ihr dett hindä-n-au!“ und langsam isch es müüslischtill woordä. „Liäbi Elterä, liäbi Chind, liäbi Zuäschauer! Ich begrüäzä-n-Üüch häärzli zu üüsärem Wiänachtsschpiil, wo-n-i mit miinä Sächsklässler iigüäbt ha. Mer händ zwaar nuch bibäret, öb-mer überhaupt chämed uufträttä, wäge dem mäinedä Coronaa. Abr mer händ dä glich nuch d Erlaubnis überchuu, wä-mä ds Zertfikaat verlangi oder für diä, wo nüüt händ, im Näbärumm tüäged nasäbörälä und teschtä, as-si au inä törfed. Ich danggä-n-Inä, as-Sii daas alls mitgmacht händ, und ä paar händ sicherhäitshalber sogar noch ä Masgä-n-aa!
Mir sind also sowiit. Vorhang uuf! Äs gaht loos! Viil Vergnüägä!“
Zeerscht hätt’s glöggälet, äs wiirt tunggel und drnaa isch der Voorhang ganz langsam uufg'gangä, äs isch müüslischtill woordä, asoo as-mä sogaar d Redli vum Vorgang hätt gkörä giibsä, all händ d Häls ufägschtreggt und gluäget, was etz da chämm!
p Büni isch wunderbar gschmüggt mit Chrischbäum mit grossä rootä Chuglä und Cheerzli draa, Wiänachtsschtäärnä, und ä Hüüserräiä, ebä we ds Bethleheem. Uufgfallä isch ä Gadä, mit dä Goofä verchläidet, äs Ochsli und äs Elsäli und etli-chi Schääfli. I dr Mitti schtaht äs Chrippli.
Ds Theresli, wo äm schünschtä vu allnä i dr Klass hätt chännä läsä, hätt ussem Lukas-Evangeelium de eeland Laag vu der Mariia und vum Josef gschildäret. Ganz Bethlehem isch graglet voll Lüüt gsi, Lüüt hätt’s gkaa we-a-nerä Fahrt odr Landsgmäind.
Ds Tiidäli mit sinä rootä Bäggli hätt Mariia gschpilt mitemä waggärä Buuch, will si ja glii hett söllä gebärä, und dr Heiräli isch dr-näbet dr Josef gsii, wo d Schtiirnä grunzlet und ganz besoorgt driigluäget hätt. «We gaht’s dr au, liäbi Mariia?» fraaget’r, und d Mariia säit: «Ich chaa nummä lang, ooo, aaa! Ich glaubä ds Chindli chunnt glii! Mer sötted uubedingt amänä-n_Ort undertach!“
Dr Josef hätt zeerscht binerä Schmittä gchlopfet. Poch, poch, poch! D Tüür gaht uuf und dr Schmiid, gschpilt vum Hans, mit wagger Chruslä und Müüs, schtaat dr bräitäwääg hanä. Mit-e-mä gschwerztä Gsicht und hätt grimmig driigluäget. I dr Hand hätt’r nuch ä Schmiidhamer. „Was sind dän ihr fürnig! Zmitzt i dr Nacht!?“ hätt er gchnuuret, und zwar nüggad früntli, mä hett chännä mäinä deer sig ver-ruggt. Duä mäint dr Josef: “O, guätä Maa, mini Frau isch hööch schwanger und si sött chännä i dr Nacht ä chlä abliggä, hetted'r nüd äs Plätzli für üüs?“ – „Wass! Was mäinded Ihr äigetli, nüüt isch! Fared ap, abr hantli!" Und er hätt dr Hamer uufzogä und drna d Tüür zuätäscht as-es nu gklippäret hätt!. Äsoo as vu dr Teggoraziuu gad äi Baum nach-em anderä umgkiit isch. Äs paar Goofä im Pub-likum händ afu gigälä und chicherä, abr dr Fridli, wo uff sinä Iisatz gwaartet hätt, isch eeländ erschroggä und äs hätt em läid tuä. We chaamä-nu äsoo sii! Zwaar hätt’r i dä Proobä de Szenä schu ä paar mal gseh, abr etz hätt’s nä eeländ mögä.
p Mariia und dr Josef sind zum neechschtä Huus, zunerä Beggeri,.Poch, poch, poch! Duä chunt der tigg Begg, wo dr Fränz schpilt, wiiss aagläit ä wiisi Züttel-chappä und ä vrschmuselti Schooss und Mähl im Gsicht: «Was isch? Was wänd-dän-ihr, zmitzt i dr Nacht?! Ha kä Ziit, bi i dr Bachschtubä und sött bis Moorä-morgä gnuäg Broot haa!» Und dr Josef bättlet: «Händ Erbaarmä, mer wüssed würggli nüd, wo-mer sötted hii!» «Nüüt isch, haued ap, sust luuni d Hünd usä! Mit miir hätt au niämer Verbäärmischt!» Peng, flügt au diä Tüür wider zuä.
p Mariia und dr Josef sind zämägfarä und dr Josef hätt si ghebet und trööschtet.
Si gönd aber glich nuch zum neechschtä Huus, zunerä ä Bäiz, wo ebä dr Fridli dr Wiirt schpilt. Poch, poch, poch! Und deer chunt use miterä schpäggigä Schooss, äs Abtröchnitüächli übr dr Achslä und ä Täiggchellä i dr Hand. Dr Josef isch schiär abä-gchnüündlet: «Hee, mir sind äm Vrzwiiflä! Bitte, bitte, gänd üüs äs Obdach, mer händ ämä chliinä-n-Ort Platz, nur für-äi Nacht!» dr Josef hätt fascht bööget drzuä. p Mariia hätt dr Buuch ghebet und hätt-si äm Josef aagläähnet, will si ganz erschhöpfti gsii isch.
Dr Fridli hätt ganz genau gwüsst, was’r etz mös sägä: «Verreised, ihr Lumpä-pagg, ihr hämmer gad nuch gfählt. Kä Gält, p Frau hööchschwanger, und dä wänder nuch uuverschandt wäärdä! Sötted ech ja schämä!»
Abr plötzli hätt’s dem Fridli dr Hals zuägschnüäret, und är hätt im Momänt käs Wort meh usäpracht. Äs wiirt ruäig und im Saal isch mucksmüüslischtilli.
Pfrä Lüüziger hätt-em tüütet und afu liserä, was dr Fridli sött sägä, will si gmäint hätt, er sig druusgkiit und wüssi nümmä wiiter. g Chind uf dr Büni händ-em wellä hälfä und zuäzischlet. Abr dr Fridli isch daagsschtandä und hätt si nümmä verrodt.
Uf zmal tuät’r ä tüüffä Schnuuf - huch! - und rüäft i d Lüüt inä: «Näi!» und «Nuchämal Näi!...Ich jagä de aarmä Lüüt nüd fort! Äs törff äifach nüd sii, as üüserä Retter imä Gadä muäs uf d Wält chuu». - «Chänd, ihr törfed miini Chamer und mis Bett hat. Mini Frau und ich chänd ja uusnahmswiis ämal im Gadä übrnachtä! Ich soorgä drfüür, as ech nüüd fählt!» Dr Fridli macht d Tüür uuf «Sine, chänd inä!» und er hätt das Paar umaarmet. P Maria und d Josef sind perplex gsii und nümmä druus g’chuu. Äsoo händ-si'sdoch nüd iigüäbt! Si schtönd da we nüd abgholt und luäged hilfloos zu dr Frä Lüüziger durä, wo polzä-grad uufgschtanä-n-isch und z Muul offä schtuh luu hät. Die anderä Goofä uff dr Büni sind sprachloos und ds Öchsli und ds Esäli und alli Schääfli sind ussem Gadä usä chuu gu gluägä, was au i der Fridli inä gfarä sig. Dernaa sind nuch d Ängälil und d Hiirtä fürä chuu gu gwünderä, was etz da sig. D Zuäschauer im Saal sind uufgschtandä. Alles isch vrwirrt, betroffä und müüsälischtill gsii.
Ufzmal faat öpper afu chlatschä und allmääli hät dr ganz Saal g’chlatscht, ases nu äso gruuschet hätt
Dä schtaht Pfrä Lüüziger, wo si si wider ächlä erholt gkaa hätt zvorderscht uff
p Büni fürä und säit, immer nuch ächlä bläich: «Hütt isch öppis ganz Bsunderigs passiärt! Dr Fridli isch mäini äso ergriffä gsii, as er’s nüd übr ds Häärz pbracht hätt, ä denä Lütt iri Bitt abzschluu... Schtimmt’s Fridli?» Dr Fridli hätt aagfangä bööggä und schluchzä und schtottäret: «I..I..Jaa, ich ha (schluckt) äifach (schluckt) nümmä chännä näi sägä, ja-ä. Äs tuä-p-mer eeländ läid! Entschuldi-gung!» - «Nänäi, nänäi, Fridli» säit d Lehreri, «äs mues dr nüd läid tuä. Diis Biischpill söll üüs z tänggä gii, ases ä dernigs Mitläid überhaupt nuch gitt.»
Und zu dä Lüüt: «Das Schpiil isch usä chuu, we’s hett duä schu söllä sii! Fridli, tanggä. tanggä! Und uss dem Gschichtli chamä leernä, wämä meh uf ds Härz loseti, giäng nuch mängs Tüürli meh uff as zuä! Ich wündschä-n-Ihnä und irnä Familänä ä schüüni Wiänacht und ä guäts Nüüs!»
Und d Lüüt händ nuch meh applaudiärt as voränä und denänand alles Guäti gwünscht! Und plötzli gaht d Tüür uuf… und wer chunnt inä?...
Der Impulschor und dr Marcel Frischchnächt hätt dr Tirigäntäschtogg uufgehebet und gsäit: Und etz singe-mer gad mitänand «O du fröhliche!»
Sonntag, 28. November 2021 (Erster Adventssonntag)
Das Klosterglöcklein auf dem Burgstock
Es passt zum ersten Adventssonntag, über ein akustisches Näfelser Wahrzeichen zu reden. Und wenn der Zufall noch dazu spielt erst recht. Heute wurde ich von Guardian Br. Paul Zahner OFM angesprochen, ich hätte doch einmal über das Glöcklein im Kloster etwas veröffentlicht. Sicher, aber wann? Im PC-Speicher kam es an den Tag. Justament am 8. Dezember 2012 (Maria Empfängnis, wenn das traditionelle "Schnäggä-n-ässä" im Kloster stattfindet, gab ich ein "Ruutli-wasser" heraus mit dem folgenden Text. (Das "Schnäggä-n-ässä" ist ein seit Jahrhunderten gepflegter Brauch, wonach die Kapuziner jeweils auf diesen Tag die Behörden zum Gottesdienst und anschliessenden Bankett einladen. Die Franziskaner haben diesen Brauch ab 1986 übernommen. Hier der besagte Text: erschienen am 8. Dezember 2014 im "Ruutliwasser"
Der Stifter des Klosterglöckleins
Das vertraute Glöcklein im kleinen Turm auf dem Franziskanerkloster ertönt mit seinem hellen Klang (immer noch mit dem langen Seil im Brüderchor von Hand geläutet) mehrmals am Tag...
Es trägt die Jahrzahl 1614, als Bild „Christus am Kreuze“ und die Inschrift: „Dum resono, Christi exaudi vota tuorum“ „Wenn ich erklinge, Christus, erhöre das Bitten der deinen.“ Gemäss Urkunde im Klosterarchiv wurde es von „Pannerherr Joseph Wilhelm von Schänis“ gestiftet.
Dum resono, Christi exaudi vota tuorum“ „Wenn ich erklinge, Christus, erhöre das Flehen der deinen.“ [1], [2]
Er wurde geboren 1635 oder 1636 als Sohn des Daniel Wilhelm und der Anna Maria Steiner. Taufpaten: Josef Wilhelm und Anna von Belheim, Abbatissa (Äbtissin). Sie wirkte von 1611-1638 im Frauenstift Schänis. - Josef Wilhelm hatte drei Brüder und zwei Schwestern, die innert 1637 und 1645 geboren wurden. Er heiratete anno 1662 oder 1663 Anna Katharina Erlerin von Schwatz im Tirol. Dieser Familie entsprossen zwischen 1664 und 1677 neun Kinder, fünf Knaben und vier Mädchen. Pate des ersten Kindes Franz am 30. August 1664 war Landvogt Georg Müller[3]. Als Paten des jüngsten Kindes Udalrik (1677) standen am Taufstein Bischof Udalrik von Chur und Äbtissin Anna Schenk von Kastell. Die Mehrzahl der Kinder hatten als Patin die Äbtissin des Kreuzstiftes von Schänis. Josef Wilhelm-Steiner starb als Signifer (=Feldzeichenträger) und Landesfähnrich am 3. Januar 1688 als Pannerherr Ferr Taj Gaster.[4]
Gemäss den Ordnungssatzungen von 1575 gab es Bauvorschriften: „Unsere Kir-chen sollen klein und arm aber andächtig und sehr reinlich sein. Die Kirche habe nur eine Glocke von ungefährt 150 Pfund... ... die Glocke des Dachreiters schenkte „He: Lantsfender Joseph Willhaber (Wildhaber) von Schenniss“.“ [5]
Läutordnung
Das Glöcklein wird von Hand geläutet mit einem wohl über 20 Meter langen Seil, das vom Türmchen bis in den Brüderchor reicht. [7]
Gemäss Auskunft von Br. Marianno Capaul wird geläutet [6]
· Jeweils 6 Minuten vor halb sieben am Morgen zum Gottesdienst,
jeweils 6 Uhr 30 am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und
Samstag
· Jeweils 12 Uhr täglich zum Chorgebet „Engel des Herrn“
· Jeweils 18 Uhr 30 täglich zu Chorgebet und Adoramus te (ausser
Sonntag, wo erst um 19 Uhr geläutet wird).
· Mittwochs ruft das Glöcklein um 6 Minuten vor halb acht abends zur
Abendmesse.
· Am Sonntag sechs Minuten vor acht Uhr morgens zum Sonntags-
gottesdienst.
Das Glöcklein wird von Hand geläutet mit einem wohl über 20 Meter langen Seil, das vom Türmchen bis in den Brüderchor reicht.
Gebetstermine der Franziskaner in Näfels: die Laudes während der Morgenmesse, die Sext beim Mittagschorgebet, die Vesper beim Abendchorgebet und die Complet individuell jeder einzelne Bruder vor dem Zubettgehen.
[1] Chronik des Klosters von 1774 Mappe 3b zit. bei Jakob Fäh „Kirchliche Chro-
nik…“ Seite 35
[2] Fäh Jakob: Kirchliche Chronik, Näfels…,Näfels 1989: „Das Turmglöcklein
bezahlte mit 150 Gulden Landesfähnrich Jos. Wildhaber aus Schänis.“ zitiert
aus: Schwitter Polykarp: Das Kapuzinerkloster Näfels,“ Seite 273.
[3] Genealogie des Landes Glarus, Näfels, Müller Nr. 39: „Johann Jörg Müller
+14. September 1720… Leutenant, Hauptmann, Kriegsrat, Zeugherr 1681,
Gesandter, vide EA 1674 Dez.8.-11. fol.950; 1676 Okt.12.-3.Nov. 1024. Vide
Lex.Leu Bd.8 fol.581, Suppl Bd.13 fol.335. Landvogt im Gaster 1662 und
1682, als Landvogt zahlte er 1663 jedem kathol. Landmann 1 Krone Auflage
und 1681 24 Batzen und fl. 50.- in den kathol. Landsseckel. 1683 musste er
als Gaster Landvogt 4 Kriegs-Füsi in das Zeughaus machen lassen.“
[4] Glarner Volksblatt, Näfels 26. Mai 1930, Textautor: J. Sch. (Josef Schwitter)
[5] Schwitter Polykarp P. : Das Kapuzinerkloster Näfels 1675-1975, Näfels 1975,
Seite 55
[6] Br. Mariano Capaul ist Sakristan im Franziskanerkloster Näfels
[7] Bild: Br. Jean Langertz im Brüderchor beim Läuten des Klosterglöckleins, aus:
„Franiskanerkloster Mariaburg auf dem Näfelser Burgstock, Kunstführer,
Näfels 2004, Seite 15
Samstag, 13. November 2021
Neu: Eine Schweizer Botschaft beim Vatikan
Der Bundesrat hat beschlossen, eine eigene Botschaft beim Heiligen Stuhl zu errichten.
Die Röm.-kath. Zentralkonferenz begrüsste die beschlossene Einrichtung, for-derte aber auch eine intensive Beziehungspflege des Bundes zu den anerkannten Kirchen in der Schweiz. Der Entscheid wird begrüsst, eine diplomatische Vertretung, die die Eigenheiten des schweizerischen Religionsverfassungsrechts und dessen Auswirkungen auf die katholische Kirche erklären und dessen Vorzüge aufzeigen könne.
Kritik an dieser Entscheidung äusserte die Präsidentin der Evangelisch-reformier-ten Kirche Schweiz. Sie fordert eine Gleichbehandlung der Kirchen durch den Bundesrat. Wenn es zur Gründung einer Botschaft im Vatikan komme, sollten auch die Beziehungen des Bundesrates zur Evangelisch-reformierten Kirche amtlich gemacht werden.
Die Schweiz verfügt bisher über keine Vatikanbotschaft, wird seit 1991 aber über Schweizer Botschafter, die ihren Sitz als Diplomaten in anderen europäischen Staaten haben, beim Vatikan vertreten. So ist seit 2014 der in Slowenien akkreditierte Schweizer Botschafter auch für die diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl zuständig. Der Vatikan hingegen hat seit 1586 in Form einer Nuntiatur eine diplomatische Vertretung in der Schweiz, mit einer Unterbrechung zwischen 1873 und 1920. Die Hintergründe der asymmetrischen diplomatischen Beziehungen fussen in der Geschichte. Nach wie vor gibt es aber konfessionelle Vorbehalte einiger protestantisch dominierter Kantone gegen eine Änderung.
Gemäss Homepage der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist die Schweiz im Ausland mit rund 170 Botschaften, Generalkonsulaten und Kooperationsbüros sowie Missionen bei internationalen Organisationen präsent.
Liste der diplomatischen Vertretungen der Schweiz im Ausland und bei internationalen Organisationen
Quelle: Wikipedia

· Südafrika: Kapstadt, Generalkonsulat

· China: Guangzhou, Generalkonsulat
· China: Hongkong, Generalkonsulat
· China: Shanghai, Generalkonsulat
· Indien: Mumbai, Generalkonsulat
· Indien: Bangalore, Generalkonsulat
· Japan: Osaka, Konsulat