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In Genf traten die Glarner Volleyballerinnen erneut mit einem knappen Kader an, mussten dann auch noch den Ausfall von Passeuse Rroco hinnehmen und erkämpften sich schliesslich einen Punkt.
Gegen die Genferinnen konnte sich Glaronia durchaus Chancen ausrechnen, obwohl Trainer Küng erneut nur auf eine Juniorin mit Doppellizenz zählen konnte. Der Entscheid, Aussenangreiferin Ablondi mitzunehmen, sollte sich als richtig erweisen, denn die Mittelblockerinnen Marxer und Marjanovic hatten einen guten Tag.
Glaronia begann ruhig und selbstbewusst, machte wenig Fehler und konnte sich gleich von den Einheimischen absetzen. Beim Stand von 16:14 wechselte Genf die Amerikanerin de Witt aus, und nun hätten die Glarnerinnen eigentlich leichtes Spiel haben können. Doch in der Annahme schlichen sich unnötige Fehler ein, ausser de Azevedo Camargo sorgte kaum jemand für Zählbares, und schliesslich wurde Glaronia auch noch durch eine falsche Punkteanzeige um einen Punkt betrogen. Captain de Azevedo Camargo versuchte vergeblich, dies der nur französisch sprechenden Schiedsrichterin zu erklären und handelte sich dabei noch eine gelbe Karte ein. Die Trotzreaktion der Glarnerinnen war aber überzeugend, und mit einem Zwischenspurt gewannen sie den ersten Satz.
Eigentlich hätte man die Partie nun im Griff gehabt, doch im ungünstigsten Moment versagte die Annahme, und die eine oder andere Spielerin erreichte nicht mehr das gewohnte Niveau. Eine positive Ausnahme war Marxer, die gut verteidigte und stark servierte. Es war überhaupt nicht zwingend, dass der zweite Satz an die Genferinnen ging, doch Glaronia hatte sich dies selbst zuzuschreiben.
Genf führte mit 3:1 im dritten Satz, als sich Glaronia-Passeuse Rroco an der Wade verletzte und ausschied. Jetzt musste Aebli wieder das Spiel machen, was für die frühere Stammpasseuse kein Problem war, doch sie fehlte in der Annahme. Libera Schnyder, Kamer und gelegentlich auch de Azevedo Camargo patzen zu oft; praktisch nach jedem Ball wurde der Annahmeriegel neu geschoben, sogar Ablondi wurde dabei eingesetzt. Die Juniorin machte ihre Sache am Netz übrigens gut, doch eine Annahmespielerin ist sie noch nicht. Dies zeigte nur auf, welche Not bei Glaronia herrscht, wenn die Gegnerinnen einigermassen gut servieren. Mit 23:16 lagen die Einheimischen nun in Führung, ehe Glaronia nochmals zulegen konnte dank Punkten von Marjanovic und zwei Serviceassen von Marxer. Auf 23:22 kamen sie an Genf heran, verschenkten dann aber den Satzgewinn mit einem verpatzen Angriff über die Aussenposition und einem Servicefehler.
Immerhin gelang es, den Schwung in den vierten Satz mitzunehmen und sich einen Entscheidungssatz zu erkämpfen. Dieser begann dann katastrophal mit schwacher Annahme und Angriffen ins Aus. Bei 8:2 für Genf wurden die Seiten gewechselt, und eigentlich hätte Glaronia gleich in die Kabine marschieren können. Immerhin hatte man sich in Genf einen Punkt erkämpft, trotz der Verletzung von Rroco. Mit Lenzinger als weiterer Aussenangreiferin wäre es vielleicht anders gekommen, aber so waren Trainer Küng die Hände gebunden.
Volleyball NLB Frauen Playoffs:
Genève Volley – VBC Glaronia 3:2 (21:25, 25:23, 25:23, 21:25, 15:4) Halle: Henry Dunant Genf – Zuschauer: 80 Spieldauer: 108 Min. – Schiedsrichter: M. Milos, F. Troyon
Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Aebli, Marjanovic, Ablondi, Kamer, Schnyder, Marxer. Trainer P. Küng
Genève Volley: de Witt, Perroud, S. Berger, Wick, Bartu, Ndebele, K. Berger, Thiry, Emini, Gutschmidt, Guscetti, Mecke. Coach: L. Gruel
Bemerkungen: Glaronia ohne Lenzinger und Rusterholz (Spiel mit Jona 2. Liga), ohne Kubli (verletzt) und ohne Hauri. Rroco scheidet anfangs des dritten Satzes verletzt aus.