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Computerchips werden immer kleiner und leistungsstärker - doch inzwischen stossen die Entwickler an physikalische Grenzen der Halbleiter. Ein Erfolg in der Forschung verspricht nun 20 Milliarden Transistoren auf der Fläche eines Fingernagels.
Erstmals sei ein funktionierender Prototyp mit einer Strukturbreite von 7 Nanometern hergestellt worden, teilte IBM am Donnerstag mit. Je niedriger dieser Wert ist, desto mehr Transistoren passen auf die gleiche Fläche, aktuell in Serie produzierte Chips haben eine Strukturbreite von mindestens 14 Nanometern.
In den Startlöchern stehen momentan Chips mit einer Strukturbreite von 10 Nanometern. Die Entwicklung stösst inzwischen in physikalische Grenzen der Halbleiter, jede neue Verkleinerung erfordert mehr Anstrengungen.
Der neue Bestwert sei dank einer neuen Silizium-Germanium-Mischung erzielt worden, erläuterte IBM. Diese Innovation habe das Potenzial, das Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Rechenleistung der Computersysteme um mindestens 50 Prozent zu verbessern, hiess es.
Zu der öffentlich-privaten Forschungsallianz gehören unter anderem auch der Auftragsfertiger Globalfoundries, Samsung und der US-Bundestaat New York.
IBM gab auf Anfrage der «New York Times» keine Schätzung dazu ab, wann die Technologie in die Produktion gehen könnte. Die kleineren Strukturbreiten machen auch die Herstellungsprozesse immer komplexer. Wegen der erforderlichen Präzision sind unter anderem schon kleinste Vibrationen ein Problem. (sda/dpa)