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Projektinformationen: Kurzrückblick der «Arca Maranatha»
Ein kurzer Blick zurück auf die letzten 10 Jahre der Schule
Erste Abklärungen zur Einsetzung von Andreas Kolb als Missionar wurden schon vor 1994 gemacht. Er wurde daraufhin im Oktober 1994 nach Bolivien ausgesandt. Er arbeitete in Cochabamba. Dort fand die Hochzeit von Andreas mit Sara statt.
Im August 1997 zogen die Kolbs nach Riberalta um, um dort eine Schule zu eröffnen. In Riberalta gab es von 1980 bis 1993 bereits eine Gehörlosenschule, es hiess «Logos». Die Schule bestand aus einem einstöckigen, langgezogenen Haus. Es wurde 1993 geschlossen. Jetzt wurde das Gebäude, welches der Kirche «Maranatha» gehörte, übernommen.
Neben der Übernahme des bestehenden Gebäude wurde ein Neubau erstellt. Es ist ein einstöckiges Betonhaus mit einer Garage, einem klimatisierten Trockenraum, zwei Nasszellen und einer Dusche. Es ist das Gebäude, welches 1999 auf einen 2. Stock erweitert worden ist, in welchem sich heute die 4-Zimmer-Wohnung der Kolbs befindet.
Am 1. Juni 1998 wurde die Schule «Arca Maranatha» offiziell eröffnet. Jetzt hatten die Gehörlosen in Riberalta eine Möglichkeit, eine Sprache zu lernen und eine Ausbildung zu erhalten. So kann man ihnen auch Gottes Wort übermitteln. Parallel zur Schule wurden Gehörlosengottesdienste eingeführt. Im Dezember dieses Jahres wurde noch ein Nachbargrundstück übernommen. Am Anfang hatte es 5 Kinder. Während des Jahres kamen 4 weitere Kinder dazu. Schon 1998 wurden Gebärdensprachkurse für Hörende angeboten.
1999 wurde beschlossen, eine Schuluniform einzuführen. Dies hat den Vorteil, dass man nicht an den Kleidern sofort erkennt, ob jemand arm ist oder nicht. Es wurde eine Elternvereinigung und ein Treffpunkt für Gehörlose gegründet. Aus dem Treffpunkt entstand 2000 der «Club Arca». Jeden Donnerstagabend treffen sich dort Gehörlose.
Für den Transport der Schüler wurden seit 2000 Töff-Taxifahrer angestellt. Das Jahr 2000 war auch aus einem anderen Grund ein wichtiges: die Christoffel-Blindenmission unterstützt die Schule seither finanziell. Die Schule zählte bereits 17 Kinder.
Von August 2000 bis Januar 2001 war der 1. Heimaturlaub von Andreas Kolb. Es wurden viele Vorträge in der Schweiz durchgeführt.
2001 wurde tüchtig gebaut. Beim Eingang wurden zwei Zimmer gebaut, ein Büro und ein Schulzimmer. Daneben wurde ein offenes Pavillon mit einer Wandtafel errichtet. Die Abwartswohnung wurde vergrössert. Für die Kinder wurde ein Spielplatz errichtet, für den Wachhund ein Hundestall.
2002 wurde für obere Klassen mit einer Teilintegration in eine hörende Schule begonnen. Auch wurde für Erwachsene eine integrierte Abendschule angeboten. Der Club de Intérpretes de Riberalta, die Dolmetschervereinigung wurde im September 2002 gegründet.
Im Dezember 2002 wurde Land gekauft: Ein Nachbargrundstück für die «Arca»; heute befindet sich dort die Turnhalle. Dazu wurde ein weiteres Grundstück gekauft, das Casa Sol. Es befindet sich ca. 10 Minuten entfernt von der Schule. Es diente als Internat. 10 Gehörlose konnten sich in ein bestehendes Unternehmen eingliedern.
2003 wurde erstmals Gehörlosenkultur und Gehörlosengeschichte («Pro G») unterrichtet. Auch vor der Stadt konnte die Arca einen Erfolg verbuchen: die Stadt anerkennt die Schule als subventionsberechtigt. Sie übernehmen 7 Löhne. Das Casa Sol wurde 2004 umgebaut und vergrössert.
2005 wurde ein Spielplatz für die Kinder errichtet. Auch sonst wurde gebaut: Es entstanden 4 neue Schulzimmer und eine Küche. Der Pausenplatz wurde überdacht. Der Gehörlosengottesdienst findet neu im Hauptraum der Kirche statt, vorher war er in einem kleinen Nebenraum. Es nehmen heute rund 30 bis 40 Gehörlose daran teil.
2006 zählte die Schule erstmals über 50 Schüler. Es wurde eine beleuchtete Sporthalle mit Dusche/WC errichtet und beim Eingang ein neues Büro gebaut. Das alte Büro wurde in eine Bibliothek umgewandelt. Beim 2. Heimaturlaub im Sommer 2006 erhielt Andreas Kolb den KUBI-Preis.
Das Casa Sol diente bis 2007 als Internat. Es wird geplant, dieses Haus für Mitarbeiter oder für Schuler zu verwenden, bei denen das Wohnen zu Hause erschwert ist. Die «Arca» zählt knapp 20 Mitarbeiter.
2008 wurde das 10-Jahre-Jubiläum gefeiert. Da die Töff-Taxifahrer unzuverlässig waren, wurde im Juni ein Schulbus angeschafft.
Auch im geistlichen Bereich gibt es Fortschritte: Die Gehörlosengemeinde besteht aus mehreren jugendlichen, gehörlosen Mitgliedern, welche sich um die Erweckung der Gehörlosen kümmern. Dazu kommen rund 7 Jugendliche alle zwei Wochen am Sonntag zu Andreas, um geistlichen Unterricht zu bekommen. Zudem organisiert Carole jeden zweiten Sonntag für den ganzen Tag ein Treff für Gehörlose, wo 10 bis 15 Gehörlose teilnehmen. Andreas predigt neu 1x im Monat auch in Guayaramerin. Im August wurden 11 Gehörlose getauft.
Weitere Seiten
- Kurz-Info
- Geschichte der Gehörlosenschule 'Logos' in Riberalta
- Ausblick auf 2005-2006
- Daniel, ein gehörloser Bub
- Maria, eine gehörlose Mädchen
- Ricky
- Yasmani
- Portraits Lehrkräfte und Personal 1. Teil
- Portraits Lehrkräfte und Personal 2. Teil
- Portraits Lehrkräfte und Personal 3. Teil
- Portraits Schulkinder 1. Teil
- Portraits Schulkinder 2. Teil
- Portraits Schulkinder 3. Teil
- Portraits Schulkinder 4. Teil
- Portraits Gehörlose
- Geschichte der Bolivianische Gebärdensprache
- Vorbereitungsjahr 1997
- Schuljahr 1998
- Schuljahr 1999
- Schuljahr 2000
- Schuljahr 2001
- Schuljahr 2002
- Schuljahr 2003
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- Schuljahr 2005
- Wie lebt Andreas Kolb in der Urwaldstadt Riberalta?