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Alpine Forschungs- und Ausbildungsstation Furka (ALPFOR)

Forschung: alpine Ökologie
Pflanzenleben in dünner Luft
Hier in 2500 m Höhe fand der bisher einzige Versuch statt die Wirkung von erhöhter Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre auf die alpine Flora zu testen. Vier Jahre lang wurde auf dem Bidmerplateau mit finanzieller Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds ein natürlicher Alpenrasen in die CO2-Zukunft versetzt.
Obwohl die Luft im Gebirge dünn ist und das CO2 Angebot, genauso wie das Sauerstoffangebot, in 2500 m um fast ein Viertel reduziert ist, hatte 'CO2-Düngung' keinen Einfluss auf das Wachstum des Rasens. Allerdings reagierten nicht alle Pflanzenarten gleich, einige gewannen etwas, andere gingen etwas zurück. 4 Jahre sind zu kurz um dazu eine abschliessende Antwort zu geben, aber es ist wahrscheinlich, dass sich durch solche Reaktionen die Zusammensetzung des Rasens langfristig ändern wird.
Eine sehr geringe Zugabe von mineralischem Dünger mit Stickstoffmengen, wie sie heute vielerorts schon mit dem Regen eingetragen werden, reichte aber aus, das Wachstum innerhalb von 2 Jahren zu verdoppeln ohne dass dies einen positiven CO2 Effekt auslöste.
In einem neuen Experiment (2005-2008) wurde mit der "free air CO2 enrichment" (FACE) Technologie Vegetation aus dem Gletschervorfeld studiert. Auch diese Pflanzen reagierten im Laufe der drei Jahren nicht auf erhöhte CO2-Konzentration.
Die Wirkung der Vegetation auf Verdunstung und Sickerwasser wird mit in den Boden eingelassenen Stahlzylindern studiert. Dieses Experiment wurde 2006 gestartet und dauert an.