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Lavendel - lavande
Lavandula angustifolia
Mill.

Lavendelfeld
Lavendel wird in
Frankreich auch liebevoll "Das blaue Gold" (L'or bleu) genannt. Im
Volksmund ist der Lavendel auch als Schwindelkraut, Zitterblume oder
Nervenkräutlein bekannt.
Sehr herber, sofort an Parfum
erinnernder Geruch. Die lanzettenförmigen, silbergrauen Blätter schmecken bitter.
Der Lavendel gedeiht im ganzen
Mittelmeergebiet. Die blauen Lavendelfelder im Sommer in Südfrankreich
in der Provence sind ein wunderschöner Anblick und weisen darauf hin,
dass der Lavendel in der französischen Küche einen festen Platz hat.
Zur Gewinnung von Essenzen für die
Parfumindustrie aber auch als Gewürz, werden vor allem die Blüten
verwendet, Die Blätter haben dabei eine geringere Bedeutung.
Lavendel riecht nicht nur gut, er hat auch
heilende Wirkung. Er wirkt beruhigend, lindert Magen- und Darmbeschwerden.
Schon die römischen Legionäre kannten die Heilkraft von Lavendel und
trugen das Kraut bei sich. Die medizinischen Wirkstoffe sind ätherische
Öle, Gerbstoffe und Flavonoide. Sie werden zur Entspannung und Beruhigung
auch in Form von Tee oder Bädern verwendet. Lavendel im Schlafkissen sorgt
für einen ruhigen Schlaf. Im Kleiderschrank vertreibt Lavendel die Motten
auf der Terrasse die Insekten.
Seit 1994 sind grosse Bemühungen im Gange,
Lavendel auf dem Markt wieder stärker zu verankern. So wurde z.B. die
Produktion von Lavendelöl in Südfrankreich von ursprünglich 25t jährlich
auf bis zu 50t erhöht.
Lavandin ist eine Kreuzung von echtem und von
Speiklavendel. Der Anbau von Lavandin begann in den 50-er Jahren, und
seitdem wird Lavandin oft mit echtem Lavendel verwechselt. Lavandin duftet
intensiver als der echte Lavendel und ist zur Erzeugung von Heilmitteln
nicht geeignet. Die Anwendung beschränkt sich auf industrielle
Verarbeitung als Duftstoff für Reinigungs- und Pflegemittel. Die
Blütenrispe wird für die Herstellung von "Lavendelsäckchen" verwendet.
Speiklavendel wird in Frankreich aufgrund
seines starken Dufts (Kampfergeruch) nur wenig verwendet. Die Spanier und
Portugiesen setzen ihn als Verdünnungsmittel für Ölfarben und
Porzellanfarben ein.
Lavendel in der
Küche
Lavendel ist kein weitverbreitetes Gewürz,
sondern ist für die südfranzösische Küche typisch. Die berühmten
"Herbes de Provençe" bestehen aus Lavendel, Kerbel,
Estragon, Majoran, Bohnenkraut,
Rosmarin
und Thymian . Diese Mischung eignet sich für
viele Gerichte, wie Gemüse und Fleisch insbesondere zu
geschmacksintensivem Fleisch wie Lamm. Lavendel wird aber auch gerne bei
Fischgerichten eingesetzt.
Lavendel passt gut zu
Schimmelkäse - beispielsweise zu Gorgonzola, Roquefort etc.- und
eignet sich auch als extravagantes Gewürz für Süsses.
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