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Schweizer Kurzbahnmeisterschaften 3. Tag
27.11.2005 - Lorenz Liechti:
[fett]Das Schweizer Team für die anstehenden Europameisterschaften in Triest erfuhr auch am dritten Tag der Kurzbahn-SM in Lausanne keinen Zuwachs. Einzig Patrizia Humplik unterbot die geforderte Limite über 100m Brust ? sie hatte sich aber zuvor bereits über 50m für Triest qualifiziert.[/fett]
Die Titel in der Königsdisziplin 100m Freistil gingen zum Auftakt an Flori Lang (SC Uster) und Marjorie Sagne (Genève Natation). Lang gewann in 50.10 vor den zeitgleichen Alessandro Gaffuri (Red Fish Neuchâtel) und Gerry Strasser (SC Uster). Rekordhalter Novy war in diesem Rennen nicht am Start. Sagne schlug in 57.27 knapp eine halbe Sekunde vor der erst 15-jährigen Ramona Knüsel (SV Kriens) und Seraine Prünte an.
Über 200m Rücken der Männer ging der Titel an Schweizerrekordhalter Luka Gabrilo (TAL), der sich in 1:59.91 überraschend deutlich gegen Joe Gschwind (SV Basel) und Jonathan Massacand (SV Limmat) durchsetzte. Insbesondere von Massacand wurde mehr Gegenwehr erwartet.
100m Brust der Damen ging wie erwähnt an Patrizia Humplik, die kein Problem hatte, ihre wesentlich älteren Rivalinnen (Carmela Schlegel und Céline Baillod) unter Kontrolle zu halten. Im Rennen der Männer gab es dann einmal mehr einen Überraschungssieger: Dimitri Waeber (Genève Natation) gewann in 1:02.83 seinen ersten Titel auf der kurzen Bahn über 100m Brust. Dabei verwies er Christian Schneiter (ST Biel) und Dominic Spychiger (SV Kriens) auf die Ehrenplätze, Remo Lütolf musste sich zu seiner Verwunderung gar mit dem vierten Platz begnügen. Bei ihm muss allerdings erwähnt werden, dass er sich noch in der Vorbereitung für Triest befindet.
Die Titel über 50m Delfin gewannen wie im Vorjahr Karel Novy (SC Uster) und Luana Calore (SC Winterthur). Novy verpasste seinen eigenen Schweizerrekord dabei nur gerade um sieben Hundertstel.
Auch über 200m Lagen der Männer gab es eine erfolgreiche Titelverteidigung: Jonathan Massacand gewann überlegen in 2:02.85. Der Schweizer Rekordhalter auf der langen Bahn war damit allerdings nicht zufrieden, verpasste er doch die Limite für Triest ein weiteres Mal und wird definitiv nicht dabei sein. Bei den Frauen gewann Marina Ribi mit über drei Sekunden Vorsprung, ohne allerdings in die Nähe der Limitezeit zu kommen.
Im letzten Einzelrennen über 800m der Damen siegte Swann Oberson (Natation Sportive Genève) hoch überlegen in 8:51.48. Sie verpasste damit die Limite für Triest alledings erstaunlich deutlich. Ihr wurden im Vorfeld die grössten Chance eingeräumt, sich noch für die Kurzbahn-EM zu qualifizieren. Zweite wurde die erst 14-jährige Rahel Küng vom SC Frauenfeld, die in 9:18.08 ins Ziel kam. Sie ist damit schneller als die amtierende Europameisterin Flavia Rigamonti in diesem Alter...
Die abschliessenden Staffeln über 4x50m Lagen gingen sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen an den SC Uster-Wallisellen. Auf die Ehrenplätze kamen bei den Männern die Teams von Red Fish Neuchâtel und SV Limmat, bei den Damen eroberten Genève Natation die Silbermedaille vor Winterthur.
Die Schweizer Mannschaft für Triest wurde also nicht mehr grösser. Sechs Männer und vier Frauen werden Swiss Swimming an der Kurzbahn Europameisterschaften repräsentieren.
Die vollständigen Resultate sind im Internet unter diesem [url=http://results.fsn.ch/main.php?lang=SG&compid=2332]Link[/url] zu finden.
Der Medaillenspiegel ist [url=http://www.fsn.ch/dokumente/sw/meisterschaften/Medaillenspiegel.pdf]hier[/url] zu finden.