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Schlaganfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen und mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Wird ein Schlaganfall überlebt, so bleiben oft Behinderungen zurück. Häufig ist die Mobilität betroffen. Diese umfasst sowohl die Fähigkeit sich zu bewegen, als auch die Fähigkeit, den Lebensraum optimal zu nutzen.
Hauptziel des Projektes ist es, Veränderungen der Mobilität von Patienten im ersten Jahr nach Schlaganfall zu charakterisieren. Hierbei stellt sich insbesondere die Frage, welche Erholungsverläufe von welchen Patientenmerkmalen begünstigt werden. Zudem sollen motivationale Aspekte sowie Umgebungsfaktoren untersucht werden, welche die Mobilität erleichtern oder erschweren können. Hierzu werden etwa 60 Patienten, die erstmalig einen Schlaganfall erlitten haben, in die Studie eingeschlossen. Ein Jahr lang werden sich diese Patienten regelmässig Analysen der funktionellen und der räumlichen Mobilität unterziehen. Hierzu kommen laborbasierte Testverfahren (z. B. Kraft-, Balance- und Ganganalysen) und Messungen im täglichen Leben der Patienten (z. B. mittels GPS) zum Einsatz. Zudem werden die Patienten mittels digitaler Karten zu motivationalen Aspekten und Umgebungsfaktoren befragt.
Die detaillierte Kenntnis unterschiedlicher Erholungsverläufe wird es ermöglichen, Rehabilitationsmassnahmen gezielt und zum idealen Zeitpunkt einzusetzen. Zudem wird das gewonnene Wissen die Festlegung individualisierter und motivierender Rehabilitationsziele ermöglichen.