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Definition
Die Homöopathie ist eine Heillehre, die Ende des 18. Jahrhunderts durch den deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde. Das Wirkprinzip lautet „Gleiches heilt Gleiches“. Samuel Hahnemann – Arzt des 18. Jahrhunderts Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meißen geboren.
Später studierte er Medizin in Leipzig und Wien. Der bedeutendste Mentor Hahnemanns war Joseph Freiherr von Quarin, der unter anderem als Leibarzt der Kaiserin Maria Theresia wirkte. Im 18. Jahrhundert wurde noch nach der Vier-Säfte-Lehre des griechischen Arztes Hippokrates geheilt. Gängige Therapieformen waren Aderlässe, Schröpfen, Brechkuren oder Einläufe. Vom Blutkreislauf wusste man bereits. Stoffwechsel, Hormone, Bakterien oder Viren waren gänzlich unbekannt
Anwendung
Hahnemann bekam zufällig heraus, dass pflanzliche Heilmittel bei gesunden Menschen exakt die Krankheitssymptome auslösten, die sie eigentlich kurieren sollten. So kam er auf das Ähnlichkeitsprinzip „Similia similibus curentur“ (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden).
Das Wort „Homöopathie“ bedeutet so viel wie „ähnliches Leiden“. Die homöopathische Therapie erfolgt bis heute über eine reine Feststellung und Behandlung der offensichtlichen Symptome. Nach dem Ähnlichkeitsprinzip werden die passenden Mittel ausgesucht. Eine exakte Diagnose ist nicht erforderlich. Hahnemann unterschied Patienten weiter anhand deren Wärme- und Kälteempfinden sowie der Lichtempfindlichkeit.
Daneben werden in dieser Heilkunde Aspekte wie die Tageszeit der Symptomverschlimmerung und das Gemüt des Patienten berücksichtigt. Den Ursprung von Krankheit sah Hahnemann in einer Störung des feinstofflichen Körpers des Menschen.
Grundlagen
Eine weitere Entdeckung Hahnemanns war, dass sich die Heilwirkung einer Substanz intensivierte, sobald sie verdünnt wurde. Hahnemann nutze dazu Tinkturen (Urtinktur). Heute werden die insgesamt 2.500 bekannten homöopathischen Heilsubstanzen üblicherweise als Globuli oder Tablette hergestellt. In homöopathischen Arzneien sind nur noch einige wenige Partikel der Heilsubstanz in Mikrometergröße enthalten.
Je höher die Potenz (D12, D30, D300 usw.) umso weniger festes Material ist im Globuli enthalten. Gemäß der anerkannten Schulmedizin und wissenschaftlich-chemischer Forschung haben diese Reste der Substanz keine nachweisbare Wirkung auf den menschlichen Organismus. Der von Hahnemann angenommene feinstofflichen oder ätherische Körper des Menschen soll dafür umso besser auf hochpotenzierte Wirkstoffe ansprechen.
Seit 1983 ist die Homöopathie im Arzneimittelgesetz als Teil der Medizin anerkannt. Sie gilt als alternative Heilmethode ohne bestimmten therapeutischen Zweck.