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Der Schweizer Aussenhandel wuchs im Mai 2010 kräftig. Gemäss der Eidgenössischen Zollverwaltung stiegen die Exporte trotz einem schwachen Euro, und auch die Importe legten zu.
Seit Jahresbeginn erholt sich der Schweizer Aussenhandel zunehmend. In den ersten fünf Monaten wuchsen die Exporte nominal um 6,3% auf 78,6 Mrd. Fr. Die Importe stiegen um 5,7% auf 70,3 Mrd. Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.
Exporte stiegen im Mai um 10%
Im Mai 2010 wuchsen die Exporte trotz der Schwäche des Euros um fast 10% auf 15,7 Mrd. Fr. Fast alle Branchen erzielten im Berichtsmonat ein Absatzplus. Acht von zehn Branchen steigerten ihren Auslandabsatz. Am deutlichsten die Metallindustrie, die ihre Exporte innert Jahresfrist um 27% ausweiten konnte.
Die Schweizer Uhrenexporte etwa legten erneut im zweistelligen Prozentbereich zu. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Ausfuhren um 13% auf 1,227 Mrd. Fr. Real betrug das Wachstum 15%. Dieses liege damit etwa in der Höhe des Durchschnittswertes der ersten vier Monate des Jahres, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) mit. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die Uhrenexporte Wachstumsraten von nominal 15,8% und teuerungsbereinigt 18,8%.
Niedrigerer Überschuss in Handelsbilanz
Die Importe stiegen im Mai 2010 um über 21% auf 14,8 Mrd. Fr., schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung weiter. Da die Importe im Mai deutlich stärker zulegten als die Exporte, resultierte in der Handelsbilanz ein Überschuss von 0,8 Mrd. Fr. und damit ein niedrigerer Wert als in den Vormonaten. Im April hatte der Überschuss zum Beispiel noch über 2 Mrd. Fr. betragen. Der Überschuss fiel damit im Mai 2010 um fast 60% tiefer aus als noch vor Jahresfrist.