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Auf Englisch stellte sich das als ziemlich schwierig heraus. Weder Rémy noch ich wussten genau, wer dieser Bartli eigentlich sein soll. Und dann holt er auch noch Most? Bestimmt Süssmost, das Weichei!
Nein, Bartli klingt wirklich nicht nach einem harten Typen, mit dessen Mostlieferanten man jemanden beeindrucken könnte. Warum man mit genau dieser Redewendung glaubhaft demonstrieren möchte, wo es lang geht, war uns allen unklar. Der Ursprung muss also woanders als in der Schweiz liegen. Vielleicht in den USA, wo Bartli eigentlich Bart heisst und mit einer Harley der Westküste entlang düst. Ein lässiger Lonesome-Cowboy eben, der weiss, was zu tun ist, wenn der Tank leer ist. Das wäre doch eine gute Geschichte!
Bartli mag es kriminell
Nun gut, diese Version stimmt natürlich nicht. Ich habe wohl zu oft Easy Rider gesehen. Die weitverbreiteste Ursprungstheorie ist aber nicht weniger abenteuerlich. Sie besagt, dass die Redewendung aus dem Jiddischen stammt. Bartli steht hier weder für die Verniedlichung von einem Jungennamen noch für eine Abkürzung von Bartholomäus.
Bartli steht für Bartel – und Bartel bedeutet Brecheisen. Damit holt man sich dann natürlich keinen Süssmost. Nein, Most ist ein altes jiddisches Wort für Geld. So bekommt die Drohung plötzlich viel mehr Aussagekraft.
Wie so oft gibt es natürlich noch weitere Theorien zur Herkunft der Redewendung. Mir persönlich gefällt die jiddische Version mit der Gaunersprache aber am besten. Ich bin mir sicher: Sollten Sie die Bedeutung demnächst auch mal Ihren Kollegen erklären müssen, fühlen Sie sich mit dieser Geschichte bestimmt ein bisschen wie Peter Fonda auf seinem Chopper.