Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/245305

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, umgehend dafür zu sorgen, dass immunsupprimierte Hochrisikopatienten schnellen und unbürokratischen Zugang zur Covid-Prophylaxe erhalten, betroffene Patienten und deren betreuende Ärzte über die bestehenden Therapieoptionen informiert werden und EKIF und SSI beauftragt werden, die Zielgruppe der zu versorgenden Risikopatienten neu zu evaluieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund setzte und setzt alles daran, dass immunsupprimierte Hochrisikopatientinnen und Hochrisikopatienten seit Anfang Mai 2022 einen schnellen und unbürokratischen Zugang zur Covid-Prophylaxe erhalten. Der Bund hat dies ermöglicht, indem er ein prophylaktisches Arzneimittel ausnahmsweise bereits vor der Zulassung beschafft und für die Risikogruppe verfügbar gemacht hat. Zudem wird die Kostenübernahme bis zur Vergütung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung gewährleistet.</p><p>Um das Prophylaxe-Präparat zu erhalten, kann jede Patientin und jeder Patient der Risikogruppe durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt beraten und für die Verabreichung des Präparates an ein vom Kanton bestimmtes Zentrum überwiesen werden.</p><p>Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) und der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SSI) Informationsmaterial zur Covid-19-Prophylaxe erarbeitet. Dieses wurde vom BAG den Kantonsärztinnen und -ärzten sowie den Fachverbänden und Schweizerischen Fachgesellschaften zur Verfügung gestellt mit dem Auftrag, ihre Ärzte und Ärztinnen entsprechend zu informieren. Die Information und Aufklärung der Patienten und Patientinnen erfolgten über die betreuenden Ärztinnen und Ärzte. Seit erfolgter Zulassung des Arzneimittels durch die Swissmedic Anfang September 2022 kann die Zulassungsinhaberin medizinische Fachpersonen direkt informieren.</p><p>Die Richtlinien für den Einsatz der Covid-19-Prophylaxe werden durch die medizinischen Fachgremien (EKIF und SSI) erarbeitet. Aufgrund ihrer fachlichen Einschätzung kann auch eine mögliche Ausweitung auf zusätzliche Risikogruppen oder weitere Verabreichungsorte erfolgen. Das für die Beschaffung dieser Prophylaxe zuständige BAG steht regelmässig mit diesen Fachgremien im Austausch.</p><p>Vor diesem Hintergrund erkennt der Bundesrat keinen zusätzlichen Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.