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Der Zürcher Gartenarchitekt Gustav Ammann gilt als Schlüsselfigur der Garten- und Landschaftsarchitektur der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst schweizweit über 1700 Projekte sowie rund 230 Publikationen. Es portraitiert ihn als begabten Gestalter und kritischen Diskussionsführer seines Berufsstandes.
Ammanns Schaffen reicht vom Architekturgarten der Kunstgewerbereform bis hin zu den fliessenden Grünflächen des „organischen“ Städtebaus der 1950er Jahre. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde ihm die gärtnerische Leitung der Schweizerischen Landesausstellung 1939 übertragen.
Fortschritt und Konservativismus sind in Ammanns Werk untrennbar miteinander verbunden. Seine Offenheit für Neues machte ihn zum bevorzugten Projektpartner zahlreicher bedeutender Architekten der Moderne in der Schweiz. In Zürich entwarf er die Gärten der Werkbundsiedlung Neubühl, konzipierte mit Max Ernst Haefeli und Werner Max Moser das Freibad Allenmoos und mit Max Frisch das Freibad Letzigraben. Für Albert Heinrich Steiner gestaltete Ammann die Aussenanlagen der Wohnsiedlung Heiligfeld, wo sich bis heute die ersten Hochhäuser Zürichs befinden. Die Forschungsarbeit würdigt das Lebenswerk Ammanns vor dem Hintergrund seiner Zeit und liefert Ansätze für eine Neubewertung der Gartengestaltung der zwischen 1930 und 1955 angelegten Gärten.
Status
Abgeschlossenes Projekt