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Schnappt sich der Genfer Bankensoftware-Spezialist seinen grösseren Rivalen?
Gestern tauchten Gerüchte auf, wonach der Genfer Entwickler von Bankensoftware Temenos seinen langjährigen britischen Rivalen Misys übernehmen könnte. Misys gilt schon seit längerem als Übernahmekandidat: Erst im August 2011 platzte ein Deal mit dem US-Softwareunternehmen Fidelity National Information Services (FIS) kurz vor dem Abschluss
, weil man sich nicht über den Preis einigen konnte.
Nun gibt es offensichtlich konkrete Gespräche zwischen Temenos und dem um einiges grösseren Mitbewerber Misys. Temenos bestätigte heute Morgen in einer knappen Mitteilung, dass man mit Misys Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss führe. Die Verhandlungen befänden sich noch in der Anfangsphase und eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden, so Temenos.
Bei einem Zusammenschluss von Temenos und Misys würde laut einem von 'Bloomberg' zitierten Analysten der weltweit grösste Hersteller von Bankensoftware entstehen. Der kombinierte Börsenwert beträgt aktuell
3,1 Milliarden Dollar, wobei Misys mit einem Wert von 1,7 Milliarden Dollar um einiges "wertvoller" als Temenos ist. Trotzdem glauben Beobachter, dass bei einer Fusion die Produkte von Temenos, die einen grösseren weltweiten Marktanteil haben, überleben werden, während die überlappenden Software-Angebote von Misys wohl nicht weiterentwickelt werden würden.
Der mögliche Deal könnte via Aktientausch über die Bühne gehen. An der Börse gewann die Temenos-Aktie heute Morgen zeitweise über 11 Prozent. (mim)