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dän.
Krone», dagegen
Holstein als ein «selbständiger
Teil der dän. Monarchie» bezeichnet. Bei der verfassungsmäßigen Einrichtung
des Gesamtstaates wurden die schlesw. und
Holstein.
Stände gar nicht gehört. Nach den ersten Jahren der
Abspannung und Erschöpfung
begann allmählich eine Opposition fast gleichzeitig im Reichsrat und in den beiden Provinzialständeversammlungen. Da
die dän. Regierung auf die Abmahnungen
Österreichs und
Preußens
[* 3] nicht hören wollte, so brachten diese Okt. 1857 die
holstein-lauenburg.
Sache wieder vor den
Deutschen
Bund. Dieser veranlaßte zunächst
Friedrich VII. zum
Patent vom das die nicht mit
den
Ständen beratenen
Abschnitte der
holstein.
Verfassung sowie die Gesamtstaatsverfassung für
Holstein
und Lauenburg
[* 4] aufhob. Im Anschluß an den
Deutschen Nationalverein bildete sich indes unter dem
Abgeordneten für Kiel,
[* 5]
Theodor
Lehmann, eine nationale Partei in S., deren Programm außer dem alten Landesrechte den «Anschluß
der Herzogtümer an das unter
Preußens
Führung centralisierte
Deutschland»
[* 6] verlangte.
Aber gleichzeitig hatte auch in Dänemark [* 7] die nationalliberale (eiderdän.) Partei sich zu größerer Energie aufgeschwungen, und die Regierung ließ sich willig vorwärts drängen. Große Befestigungen bei Düppel [* 8] und am Danewerk wurden in Angriff genommen. Als die Holstein. Stünde in einer Adresse vom die Wiedervereinigung S.s als die einzig befriedigende Lösung betonten und der königl. Kommissar die Annahme dieses Aktenstücks verweigerte, wandten sie sich (19. März) mit einer Beschwerde an den Deutschen Bund. In Schleswig [* 9] legte die Mehrheit der Stände ihr Mandat nieder, was zur Auslösung der Versammlung führte (Juli 1863). Die dän. Regierung war jetzt entschlossen, den äußersten Schritt zu thun.
Bereits hatte man für das Herzogtum Holstein eine sogenannte Holstein. Regierung angeordnet, dann folgte die königl. Bekanntmachung vom welche die beschlossene «Aussonderung» Holsteins thatsächlich vollzog. Das Herzogtum erhielt dadurch ein abgesondertes Bundeskontingent und Militärbudget. Im übrigen sollte es die Beiträge zu den Gesamtstaatsfinanzen unverändert fortbezahlen, ohne irgend welchen Einfluß auf die Gesamtstaatsverwaltung zu haben.
Endlich ward ein neues «Grundgesetz für die gemeinschaftlichen Angelegenheiten Dänemarks und Schleswigs» 29. Sept. dem dän.-schlesw. Reichstag vorgelegt und genehmigt mit der Bestimmung, daß es in Kraft [* 10] trete. Somit hatte Dänemark vollends die Vereinbarungen von 1851 und 1852 zerrissen, ohne sich an den Bundesbeschluß vom zu kehren, der endlich das Exekutionsverfahren gegen den König-Herzog einleitete. So war die Sachlage, als Friedrich VII. starb, ohne die neue Verfassung unterschrieben zu haben.
Mit ihm erlosch die königl. Linie des Oldenburger Hauses (Holstein-Glückstadt). Zunächst trat der durch den Londoner Traktat designierte Thronerbe, König Christian IX., auch in S. die Herrschaft an und bestätigte sofort, 18. Nov., das neue «Grundgesetz» für Dänemark und Schleswig. Dem gegenüber erklärte durch Patent vom 16. Nov. der Erdprinz Friedrich von Augustenburg, gestützt auf die agnatische Erbfolgeordnung des Oldenburger Hauses und auf das schlesw.-Holstein.
Staatsgrundgesetz von 1848, seinen Regierungsantritt als Herzog Friedrich VIII. von S. In Holstein, wo ein großer Teil der Beamten Christian IX. den Huldigungseid verweigerte, siel ihm alles zu, und zugleich begann in Deutschland eine Volksbewegung, die auf einen deutschen Nationalkrieg zur Befreiung S.s hinarbeitete. Vorläufig blieb die Aktion dem Deutschen Bunde überlassen, der 28. Nov. die holstein. Stimme am Bundestag suspendierte und 7. Dez. die sofortige Exekution in Holstein und Lauenburg beschloß, unter Vorbehalt seiner Entscheidung über die Erbfolgefrage. Am 23. Dez. überschritten sächs. und hannov.
Bundestruppen die Grenze Holsteins und besetzten das ganze Herzogtum. Die Bundeskommissare erklärten die Holstein. Regierung in Plön für aufgehoben und bestellten eine sog. «Herzogliche Landesregierung» in Kiel. Gleichzeitig wurde Erbprinz Friedrich an vielen Orten und namentlich auf einer «allgemeinen Landesversammlung» zu Elmshorn [* 11] 27. Dez. als Herzog ausgerufen. Am 30. Dez. traf der Prinz in Kiel ein, ließ jedoch den Bundeskommissaren erklären, daß er als «Privatmann» dem Deutschen Bunde in keiner Weise vorgreifen wolle.
Unterdessen hatte die dän. Armee an der Eider und dem Danewerk Stellung genommen, und Dänemark verweigerte hartnäckig die Wiederaufhebung des dän.-schlesw. Grundgesetzes vom 18. Nov. So verbündeten sich Österreich [* 12] und Preußen [* 13] durch die Konvention vom zur Inpfandnahme Schleswigs und eroberte bis zum Juli ganz Jütland (s. Deutsch-Dänischer Krieg von 1861), worauf 18. Juli zu Christiansfeld eine vorläufige Waffenruhe abgeschlossen wurde. Am 1. Aug. wurden die Friedenspräliminarien zu Wien [* 14] unterzeichnet, wodurch Christian IX. alle seine Rechte auf S. und Lauenburg an Österreich und Preußen abtrat.
Dagegen bewilligten die deutschen Großmächte einen Waffenstillstand auf drei Monate, während Jütland von den alliierten Truppen besetzt bleiben sollte. Die internationale Seite der schlesw.-holstein. Frage war damit in der Hauptsache gelöst; aber desto größer wurden die anderweitigen Verwicklungen. Neben dem Erbprinzen von Augustenburg war als zweiter Prätendent der Großherzog Peter von Oldenburg [* 15] aufgetreten, und der Deutsche [* 16] Bund hatte unter dem Druck der beiden deutschen Großmächte auf eine selbständige Politik verzichten müssen.
Tumultuarische Vorgänge zwischen preuß. und hannov. Soldaten in Rendsburg [* 17] gaben die Veranlassung, daß die Preußen 21. Juli die Bundestruppen nötigten, diese Festung [* 18] zu räumen. Inzwischen hatten die Verhandlungen 30. Okt. auf Grundlage der Präliminarien zum Frieden zu Wien geführt. (S. Wiener Friedensschlüsse.) Derselbe enthielt eine durchgreifende Grenzregulierung; es wurden die dän. Enklave Mögeltondern (acht Kirchspiele) nebst der dän. Insel Amrum und den dän. Teilen der Inseln Föhr, Sylt und Röm mit S. vereinigt, wogegen die schlesw.
Insel Arröe und zwölf Kirchspiele im äußersten Nordosten und Nordwesten des Landes (bei Kolding und Ripen) an Dänemark sielen. S. und Lauenburg sollten ferner von der dän. Gesamtschuld 29 Mill. dän. Thaler und die Rückerstattung der Kriegskosten an die deutschen Großmächte übernehmen. Am I.Dez, stellten Österreich und Preußen beim Bundestage den Antrag auf Zurückziehung der Exekutionstruppen, der 5. Dez. angenommen ward. Am legten die Bundeskommissare ihr Amt nieder und übergaben die Verwaltung Holsteins und Lauenburgs an die ¶