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Bern - Die Befreiung eines Schweizer Ehepaars aus den Händen eines Al-Kaida-Kommandos kostet die Schweiz in diesem Jahr insgesamt 5,5 Millionen Franken. Die beiden Geiseln müssen sich mit je 20'000 Franken an den direkten Repatriierungskosten beteiligen.
Das Ehepaar war im Januar 2009 zusammen mit zwei weiteren Touristen von Al-Kaida-Terroristen im Grenzgebiet von Mali und Niger entführt worden. Die Frau und eine deutsche Geisel kamen am 22. April frei, der Mann erst am 12. Juli. Eine britische Geisel wurde Ende Mai geköpft.
Wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten, entfallen gemäss einem Bericht des Bundesrats 2 Millionen Franken des Gesamtaufwands auf Personalkosten der drei an der Freilassung beteiligten Departemente.
Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte, die diesen Bericht am Freitag diskutierte, hatte zur Deckung der Kosten bereits letzten Juli einen Kredit im Umfang von 3 Mio. Fr. gutgeheissen. Die restlichen 500'000 Franken waren im Budget 2009 in der Rubrik diplomatischer und konsularischer Schutz enthalten.
Die Kostenbeteiligung der Schweizer Betroffenen entspricht laut Communiqué der schweizerischen Praxis. Geld vom deutschen Reisebüro zu fordern, das die Reise des Schweizer Ehepaars organisiert hatte, beurteilten die Behörden als wenig aussichtsreich.
Die Finanzdelegation will an der nächsten Aussprache mit Aussenministerin Micheline Calmy-Rey darüber diskutieren, ob das Risiko von künftigen Geiselnahmen nicht durch präventive Massnahmen verringert werden könnte.
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