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Die Westtangente wird mit flankierenden Massnahmen zurückgebaut
Das Bundesgericht verpflichtet den Regierungsrat - auf Antrag des VCS Zürich - zum Strassenrückbau
„Der Regierungsrat des Kantons Zürich wird bei der Zusicherung behaftet, dass er die nötigen flankierenden Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich festlege und für deren Verwirklichung bis zur Inbetriebnahme der projektierten Nationalstrassenabschnitte sorge.“
So lautet einer der wesentlichen Punkte im Dispositiv des Bundesgerichtsurteils vom 9. April 1996. Der VCS Zürich und die Stadt Zürich hatten vom Kanton Zürich beim Bundesgericht verlangt, wenn schon die rund 2 Milliarden Franken teure Westumfahrung von Zürich mit Uetlibergtunnel gebaut werde, dass dann wenigstens die Stadtzürcher Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr entlastet werden sollen. Während der Verkehr also an der Hohlstrasse, der Seebahnstrasse und der Schimmelstrasse weiter rollt, wurde mit diesem Entscheid das grösste Strassenrückbauprojekt in der Stadt Zürich in die Wege geleitet. Profitieren konnte davon die Stadt Zürich, insbesonder die Anwohnerinnen und Anwohner an der Bullingerstrasse, der Sihlfeldstrasse und der Weststrasse.
Das Konzept der flankierenden Massnahmen sieht vor, dass von zwei Strassenachsen, die jeweils im Einbahnverkehr betrieben werden, die Strasse mitten durchs Wohnquartier verkehrsberuhigt wird.
Weststrasse und Sihlfeldstrasse mit rund 25'000 Fahrzeugen jeden Tag. Das Wohnquartier ist durch den Autoverkehr extrem belastet. Stehende Autokolonnen prägen das Leben an der Westtangente. Nur gerade nachts von Mitternacht bis sechs Uhr in der früh sorgt ein Fahrverbot an der Wesstrasse, dem engsten Strassenstück, wenigsten teilweise für etwas Ruhe.
Situation im Mai 2012.
Der Strassenrückbau hat die ehemaligen Quartierstrassen wieder zu Begegnungsorten gemacht. Vorrang hat die Begegnung der Menschen, nicht der internationale Durchgangsverkehr. Beinahe unvorstellbar, wie früher die gewaltige Autoverkehrsmenge - davon viele Lastwagen - auf diesen zum Teil sehr engen Strassen überhaupt hat bewältigt werden können. Die Fehlplanung hat endlich ein Ende.