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Sofort nach Bekannt werden der Informationen, die auch im Internet auf der Seite des Amerikanischen Neufundländer-Klubs (NCA) anzusehen sind, haben sich der Schweizerische Neufundländer Klub und der Deutsche Neufundländer-Klub (DNK) zusammengetan und entsprechende Gelder bewilligt, um dies zu überprüfen.
Wir haben dazu 12 Blutproben von Hunden mit einwandfreien Phänotypen, die uns von der Blutdatenbank der Universität Bern zur Verfügung gestellt wurden, zur NC State University, USA, übersandt. 5 Hunde davon waren eindeutig als hochgradig SAS ausgewertet worden, 5 davon waren ohne Befund und 2 waren ohne Befund aber Eltern von mehreren SAS-Nachkommen.
Die Proben wurden lediglich mit den letzten 6 Ziffern der Chipnummern und nur mit Rufnamen gekennzeichnet. Für den Zeitraum, bis die Ergebnisse vorlagen, wurden die Auswertungen aus der Database entfernt, um keinerlei Nachforschungsmöglichkeit zu bieten. Die auf dem entsprechenden Formular unter "optional information" abgefragten Angaben wurden nicht mitgeteilt.
Nach gut zwei Wochen wurden uns die Ergebnisse von 10 Hunden am 13.6.2013 übermittelt. 2 Auswertungen fehlten. Diese beiden Proben wurden aber bis heute in keinster Weise vom USA-Labor bemängelt!
Erst auf Nachfragen, wann denn die beiden restlichen Ergebnisse kommen würden, wurde uns mitgeteilt, dass diese keine eindeutige Sequenz aufweisen würden und man sie ein zweites Mal testen wolle, mit dem Versprechen, dass sie innerhalb einer Woche nachgereicht würden. Diese Woche verging. Wieder keine Reaktion des Labors. Erneut wurde durch Frau Butenhoff, Hauptzuchtwartin des DNK, am 21.6.2013 nachgefragt, wann wir mit den Ergebnissen rechnen können. Falls dies nicht möglich sei, soll das Labor uns bitte das Geld für die fehlenden Tests zurückerstatten. Die Antwort des Labors erfolgte unverzüglich, dass man die beiden Proben in der nächsten Woche (nunmehr 26. KW) ein 3. Mal "durchlaufen" lassen wolle, aber keinesfalls eine Rückzahlung möglich sei, da Zeit und Material bereits verwandt wurden"
Aufgrund der uns vorliegenden 10 Auswertungen konnten wir Folgendes feststellen:
Bei 5 von 10 Hunden stimmt das Gentestergebnis nicht mit dem Phänotyp überein!
Von 4 eingesandten SAS-betroffenen Hunden ergaben sich nur bei 2 Hunden ein positives Testergebnis.
Von den 6 eingesandten SAS-freien Hunden war laut Gentest nur 1 Hund frei, während 5 als SAS-positiv diagnostiziert wurden. Ausgerechnet dieser angeblich freie Hund hatte 2-SAS-betroffene Nachkommen!
Auch bei dieser relativ geringen Zahl von Hunden ist schon jetzt deutlich abzusehen, dass der Gentest nicht zuverlässig ist! Er hat keinerlei Aussagekraft für das SAS-Risiko und sollte auf gar keinen Fall für Zuchtentscheidungen herangezogen werden.
Wie wichtig es ist, dass der SNK ein Blutprobenarchiv in Bern hat und dies auch im Zuchtreglement 2010 entsprechend verankerte, hat sich nun bereits nach dieser kurzen Zeit gezeigt. Ein ganz grosses Lob und Dankeschön gebührt auch all jenen Hundebesitzern, welche schon vor der Reglementierung auf freiwilliger Basis Blut von ihren sowohl gesunden als auch erkrankten Hunden eingesandt haben. So konnten wir schnell auf die entsprechenden Proben zurückgreifen, um innerhalb kürzester Zeit dieses, leider enttäuschende Ergebnis, zu bekommen.