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In der Schweiz werden rund 5'000 Esel gehalten, vorwiegend in den Kantonen Bern und Tessin. Der Esel ist eines der ältesten Haustiere. Es wird vermutet, dass bereits 4'000 Jahre v.Chr. die im Gebiet des alten Ägypten beheimateten Wildeseln domestiziert worden sind. In Europa wurden die ersten Hausesel wahrscheinlich ab 800 v.Chr. gehalten. Seit jeher wurden die Tiere hauptsächlich zum Tragen und Ziehen von Lasten gehalten. Das Fleisch der Esel wird bis heute in den meisten Kulturen nicht gegessen.
Heute unterscheidet man in Europa drei Eseltypen, entsprechend ihrer Herkunft: Afrikanischer Esel, Somali-Esel (Wildesel-Form) und Europäischer Esel. Der Wildesel lebte und lebt noch heute in trockenen, hügeligen Gebieten. Gewöhnt an die kärgliche Vegetation in den Halbwüsten und Wüsten, ist der Esel ein sehr guter Futterverwerter. Damit die Tiere bei uns nicht verfetten, ist es wichtig, dass die Fütterung nicht zu protein- und energiereich ist. So sind saftige Grünwiesen für Esel ungeeignet, da die Gefahr einer Überfütterung sehr hoch ist. Stroh und Heu sind optimale Futterkomponenten. Für eine geregelte Verdauung sollte den Eseln zudem Holz in Form von Borke, Ästen, Zweigen und Büschen verfüttert werden.
Da das Fell des Esels nur geringen Schutz gegen Regen und Kälte bietet, muss den Tieren neben ganzjährigem Auslauf auch ein trockener und winddichter Unterstand angeboten werden. In der freien Wildbahn leben die Esel in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Tieren. Im Gegensatz zu den Pferden, scheint es aber keine eigentliche Rangordnung zu geben.