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Der beste Bierkenner der Welt ist ein Italiener. Er hat die Bier-Sommelier-Weltmeisterschaft gewonnen, die am Samstag (18.) im brasilianischen São Paulo ausgetragen worden ist. Unter den ersten sechs sind neben dem Italiener ebenso zwei Deutsche, ein Schweizer und zwei Brasilianer.
Zum ersten Mal ist die Bier-Sommelierweltmeisterschaft in Brasilien ausgetragen worden. Das Land ist weltweit noch wenig bekannt, was die Kunst des Brauens betrifft. Dabei kann es auf eine, wenn auch junge, Tradition, Qualität und ebenso etliche Innovationen im Bierbereich verweisen. Bei der Weltmeisterschaft haben die Brasilianer Rodrigo Sawamura und André Soares mit ihrem Wissen und Können den vierten und fünften Platz erobert. Den fünften Platz teilt sich der Brasilianer allerdings mit dem aus dem schweizerischen Langenthal stammenden Rogger Brügger.
Über 50 Spitzen-Sommeliers aus neun Ländern haben an der vierten Weltmeisterschaft teilgenommen, die im Expo-Pavillon in São Paulo stattgefunden hat. Sie haben sich mehreren Proben unterzogen, Aromen des Hopfensaftes beschrieben, Geschmacksfehler gesucht, im Blindtest verschiedene Biersorten erkannt und an einer theoretischen Probe teilgenommen.
Die Finalisten mussten zudem die Etiketten verschiedener Biere beschreiben und beweisen, dass sie ihr Wissen verständlich und unterhaltsam präsentieren können, so als würden sie in einem Restaurant den Kunden die verschiedenen Spezien erklären.
Als Meister unter den Meistern hat sich der Italiener Riva Simonmattia erwiesen. Vize ist der Deutsche Frank Lucas geworden, der von Brasilien und seinen Bieren so begeistert war, dass er angekündigt hat, das Land bald wieder zu besuchen. Den dritten Platz belegte die Deutsche Irina Zimmermann, die einzige Frau unter den Teilnehmern. Eine Frau ist es auch, die das brasilianische Bierinstitut (ICB) anführt, ICB-Präsidentin Kathia Zanatta.