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Intragna-Loco (Wandern)
Allgemein:
Diese Wanderung führt von Intragna (Centovalli) hinüber nach Loco (Val Onsernone). Der Maultierpfad, wie dieser Weg genannt wird, war früher die einzige Verbindung zwischen Centovalli, Onsernonetal und dem Locarnese. Der Weg führt durch die Siedlungen Pila, Vosa, Niva und überquert den Fluss Isorno, welcher durch die Schluchten fliesst. Der Rückweg führt dann mit dem Postauto ab Loco wieder zurück nach Intragna.
Zeit:
Ca. 2h
Distanz:
6.06 km
Höhenmeter / Höchster Punkt
490 m / 660 m ü. M.
Video:
Der Start dieser Wanderung erfolgt in Intragna. Gleich bei der Brücke über den Fluss Isorno befindet sich ein Parkplatz sowie die Haltestelle des Postautos. Weitere Parkplätze findet man beim Bahnhof oder Ausgangs Intragna. Intragna lässt sich von Locarno aus gut auch mit der Centovallina-Bahn erreichen. (Man kann die Wanderung auch problemlos umgekehrt von Loco nach Intragna machen).
Der Maultierpfad, der von Intragna nach Loco führt, war früher die einzige Verbindung zwischen Centovalli, Onsernonetal und dem Locarnese. Wer vom Tal aus den Markt in Locarno besuchen oder sein Vieh auf die Alp treiben wollte, musste über diesen Pfad laufen.
Die Wanderung startet in Intragna, wo sich gut erhaltene, historische Dorfkerne, kunstvoll ausgestattete Kirchen und Museen besichtigen lasssen. Der Weg führt durch die Siedlungen Pila, Vosa, Niva und überquert den Fluss Isorno, welcher durch die Schluchten fliesst.
Der alte Maultierpfad beginnt in Intragna, wo er dann erst einmal ansteigt und nach rund 30 Gehminuten auf die Siedlung Pila trifft. Pila ist ein Ortsteil von Intragna, der sich aus Rustici mit typischen Steindächern, kleinen Gemüsegärten und Wiesen zusammensetzt. Die Aussicht ist fantastisch, der Blick fällt auf Intragna, das Centovalli und Onsernone, auf das Pedemonte Gelände und reicht hin bis zum Lago Maggiore. Der Weg führt dann weiter nach Vosa, ebenfalls ein Ortsteil von Intragna, von wo aus man das Dörfchen Auressio sehen kann.
Von Vosa aus geht es bergab bis zum idyllischen Uferrand des Isorno. Eine Eisenbrücke überquert den Fluss. Bis zum Jahr 1978 hatte an dieser Stelle noch eine Steinbrücke aus dem 16. Jahrhundert gestanden. Doch ein Unwetter riss die historische Konstruktion weg, so dass sie durch einen modernen Bau ersetzt werden musste. Vom Fluss führt der Weg wieder bergauf in Richtung Loco. Gesäumt ist der Pfad von mehreren Kapellen, die dem Reisenden früher Schutz bieten sollten. Es folgt der Ort Niva mit dem Oratorio di San Nepomuceno, gewidmet dem Heiligen Nepomuk, Beschützer derjenigen, die Flüsse überqueren oder die in der Nähe von Flüssen arbeiten.
Der Maultierpfad durchquert anschliessend das Dörfchen Rossa, bevor er Loco, die Endstation der Wanderung, erreicht.
Der Weinanbau in der Gegend hat in den vergangenen Jahren einen Wiederaufschwung erlebt, viele Reben konnten vor dem Verfall gerettet werden. Der Ort Loco im Onsernonetal ist bekannt für die kunsthandwerkliche Verarbeitung von Stroh. Im Ort gibt es zudem eine historische Mühle, die zu didaktischen Vorführzwecken wieder in Betrieb gesetzt worden ist.
Von Loco aus kann man mit dem Postauto wieder nach Intragnao, resp. Locarno zurückfahren. Eine einfache, wunderschöne und empfehlenswerte Wanderung.