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Im Kampf gegen Fettleibigkeit von Kindern hat die World Health Organization (WHO) für das Stillen von Säuglingen geworben. In Teilen Europas sei eine vergleichsweise hohe Rate der kindlichen Fettleibigkeit weiter ein Problem, teilte das Europabüro der WHO Ende April mit. Babys, die niemals oder nur unregelmässig gestillt worden seien, wiesen dabei ein erhöhtes Risiko auf, im Kindesalter übergewichtig zu werden. Die Organisation berief sich dabei auf die zwei Studien «Prevalence of severe obesity among primary school children in 21 European countries» (Verbreitung von schwerer Adipositas bei Primarschulkindern in 21 Europäischen Ländern) und «Association between characteristics at birth, breastfeeding and obesity, in 22 countries» (Verbindung zwischen Besonderheiten bei der Geburt, Stillen und Adipositas in 22 Ländern), die in diesem Jahr auf dem Europäischen Kongress zur Fettleibigkeit in Glasgow (UK) vorgestellt wurden.
«Je länger ein Kind gestillt wird, desto grösser ist der Schutz vor Fettleibigkeit», erklärte die für nicht übertragbare Krankheiten zuständige WHO-Europa-Direktorin Bente Mikkelsen. Dieses Wissen könne für die Bemühungen im Kampf gegen die Fettleibigkeit von Nutzen sein. Die WHO empfiehlt, dass Säuglinge in den ersten sechs Monaten ihres Lebens ausschliesslich gestillt werden. Danach sollten sie neben der Muttermilch auch ergänzende Nahrungsmittel erhalten.