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Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir 20 neue Wünsche wünschen! Richtig so: Und vor allem wünsche ich mir die Dickmaulrüssler zum T …!
Sorry, dass ich mit einem kleinen Tierchen, das ausserdem noch einheimisch (siehe Biodiversität) ist, so rigoros umgehe. Aber wer an ihnen im Garten leidet, wird mir recht geben.
Der gefürchtete Dickmaulrüssler (Otiorhinchus suculatus) ist ein Schädling, der seit einigen Jahren immer stärker auftritt. In Parkanlagen, Gärten und auf Balkonen richtet er zweifach grosse Schäden an.
Der Käfer frisst Buchten in die Blätter, am liebsten von Immergrünen wie Rhododendron, Lorbeer und Efeu. Die im Boden lebende, etwa 1,5 Zentimeter lang werdende Larve frisst Wurzeln und deren Rinde ab.
Die Käfer haben pro Jahr ein bis zwei Generationen. In unserer Gegend neigen sie zur Jungfernzeugung (Parthenogenese), und die Populationen bestehen vorwiegend aus Weibchen. Nach dem Schlüpfen im April/Mai, das aber bis in den September hinein erfolgen kann, beginnen sie mit einem typischen Blattfrass, bei dem sie an den Blatträndern massenhaft Einbuchtungen fressen. Nach diesem Reifefrass, der vier bis fünf Wochen dauert, beginnen die Käfer sofort, Eier abzulegen.
Die Eier deponieren sie am Fusse einer Wirtspflanze. Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die Larven und beginnen ihr zerstörerisches Werk. Anfänglich fressen sie die feinen Haarwurzeln, schliesslich schälen sie die Rinde von der Pflanzenbasis: Diese kann kein Wasser mehr aufnehmen und stirbt ab. Die Larvenentwicklung dauert den ganzen Winter bis zum nächsten Frühsommer, dann schlüpfen neue Käfer.
Je wärmer das Klima, desto eher überwintern sie
Käfer, die wir im Frühling feststellen, haben überwintert, die meisten sterben aber in unserem kalten Klima ab. Je mehr wir in den Süden kommen, also ins Tessin, umso eher überwintern sie aber, was über zwei bis drei Jahre gehen kann.
Die Bekämpfung des Käfers ist relativ einfach: Man legt ein weisses Tuch unter die Pflanze und schüttelt den Busch kräftig durch. Dann müssen nur die Käfer zusammengelesen und vernichtet werden. Man muss das aber sehr oft wiederholen, denn täglich schlüpfen neue Käfer.
Man kann es wohl eine Sisyphosarbeit nennen. Natürlich gibt es auch chemische Mittel, was aber vor allem im Hausgarten verpönt ist.
Ein Verfahren, das bis zu 90 Prozent der Larven absterben lässt, ist das Giessen mit winzigen Fadenwürmern, auch Älchen genannt, den Nematoden der Gattung Heterorhabitis. Sie dringen in die Larven ein, infizieren sie mit einem Bakterium, das sie absterben lässt. Die Methode ist nicht billig, dafür aber effizient.