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Wenn du jetzt abends draussen bist, kann es sein, dass du deinen Atem vor dem Gesicht siehst. Das liegt an der Feuchtigkeit in deiner Atemluft.
Meistens nimmt die Luft um dich herum diese Feuchtigkeit einfach auf: etwa im Sommer, oder wenn du dich in einem geheizten Raum befindest. Denn dann ist die Luft warm und kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, etwa 20 Gramm pro Kubikmeter. Kalte Luft dagegen kann nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen, bei null Grad zum Beispiel nur etwa fünf Gramm. Wenn an einem kühlen, feuchten Herbsttag die Luft schon viel Feuchtigkeit enthält, hat die Feuchtigkeit deines Atems sozusagen keinen Platz mehr: Dann verwandelt sie sich von einem gasförmigen, unsichtbaren Zustand in einen sichtbaren, flüssigen Zustand – also in Wassertröpfchen. Dieser Vorgang nennt sich Kondensation. An kühlen, aber trockenen Tagen passiert das nicht.
Wenn die Luft um dich herum eine Temperatur von weniger als zehn Grad unter null hat, bildet dein Atem immer Wölkchen. Dann kondensiert die Feuchtigkeit aus deiner warmen Atemluft sofort, denn dann kann die Luft kaum mehr Feuchtigkeit aufnehmen.