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Organisation:
Unter dem Namen "Feuerwehr Plaiv" haben sich am 1. Januar 2003 die politischen Gemeinden S-chanf, Zuoz, Madulain und La Punt Chamues-ch zu einem öffentlichrechtlichen Zweck-Verband zusammengeschlossen.
Zusätzlich betreibt die Feuerwehr Plaiv den Strassenstützpunkt, welcher die Strassenabschnitte von Bever bis zur Punt Ota vor Brail und bis zum Hospiz des Albulapasses beinhaltet.
Abdeckung:
Einwohner
Fläche
La Punt Chamues-ch
698
63.3 km2
Madulain
205
16.3 km2
Zuoz
1312
65.8 km2
S-chanf
413
Chapella
85
Susauna
7
Cinuos-chel
85
138.0 km2
Total
ca. 3'000
283.4 km2
In der Hochsaison können sich etwa 14‘000 Personen im der Region Plaiv aufhalten.
(Hochrechnung: Oberengadin bei 16‘000 Einwohner etwa 100‘000 Leute).
Personelles:
Der Feuerwehrvorstand Plaiv setzt sich aus je einem Mitglied des Gemeinderates der vier Plaiv-Gemeinden zusammen.
Die Feuerwehr Plaiv selbst besteht aus 80 AdF, aufgeteilt in 3 Züge (Zwei Einsatzzüge, ein Maschinistenzug). Dazu kommt eine Gruppe Strassenrettung, welche sich aus Mitgliedern der anderen Züge zusammensetzt.
Materielles:
Neben einem geländegängigem Tanklöschfahrzeug, einer Autodrehleiter, einem Mannschaftstransporter (mit Materialmodulen), einem Strassenrettungsfahrzeug, ein Atemschutzfahrzeug und einem Einsatzleiterfahrzeug besitzt die Feuerwehr Plaiv zwei Anhängeleitern, verschiedene Pumpen und Ersteinsatzmaterial (Ölwehr, Waldbrand etc.).
Zudem ist sie für den Transport einer MS Typ 4 und einem "Rettungs- und Sanitätsdienstmaterialanhänger" zuständig.
Einsätze:
Jährlich bestreitet die Feuerwehr Plaiv durchschnittlich etwa fünf bis sieben kleine Einsätze (Kleinbrand, Wasserschäden, etc.) und etwa ein Strassenrettungseinsatz. Dazu kommen zwei bis drei Fehlalarme. Die letzten grossen Brände gehen auf 1995 (Volg S-chanf) oder sogar 1987 (Stall Plagnoula, Zuoz) und 1981 (Chesa Naira, Zuoz) zurück.
Geschichte der Region La Plaiv:
La Plaiv bezeichnet die Bündner Region des nordöstlichen Oberengadins zwischen La Punt-Chamues-ch und S-chanf. Der rätoromanische Name im Dialekt heisst wörtlich übersetzt "die Pfarrei" und erklärt sich daraus, dass die Landschaft ungefähr deckungsgleich ist mit der ehemaligen Pfarrei Zuoz mit der San Luzi-Kirche als Zentrum.
Das Gebiet La Plaiv ist Resultat der spätmittelalterlichen Rivalität zwischen Samedan und Zuoz und der deshalb 1438 erfolgten Aufteilung des Oberengadins in zwei Gerichtsgemeinden mit gemeinsamer Grenze an der Funtauna Merla.