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Peking - Nach dem verheerenden Erdbeben mit rund 600 Toten im tibetischen Hochland in Nordwestchina sind die Bergungsarbeiten angelaufen. Etwa 10'000 Menschen wurden verletzt. Zehntausende Obdachlose mussten bei kalten Temperaturen die Nacht im Freien verbringen.
Die Erdstösse der Stärke 7,1 hatten die Stadt Jiegu, den Verwaltungssitz der tibetischen Präfektur Yushu, im Süden der Provinz Qinghai fast dem Erdboden gleichgemacht. Präsident Hu Jintao rief zu vermehrten Anstrengungen zur Bergung der Opfer auf.
Einige tausend Rettungskräfte und medizinisches Personal aus den Nachbarprovinzen sind mobilisiert worden. Die Hilfe für das entlegene Erdbebengebiet konnte jedoch nur langsam anlaufen.
Vizeministerpräsident Hui Liangyu traf im Erdbebengebiet ein, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bergungstrupps mit Suchhunden versuchten, in den Trümmern Verschüttete zu finden.
Es fehlte dringend an medizinischer Hilfe und Medikamenten für die Verletzten. Das Militär organisierte Transportmaschinen, um Hilfsgüter nach Yushu zu bringen. Tausende Zelte sowie zehntausende wattierte Decken und Mäntel wurden für die Erdbebenopfer bereitgestellt. Die regionalen Behörden bezifferten die Zahl der Todesopfer mit 589.
Die Vereinten Nationen, Japan und die EU-Kommission boten China ihre Hilfe an. Das Beben rief weltweit Bestürzung hervor. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon drückte der Regierung und dem Volk in China sein Beileid aus.
Auch der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, bezeugte den Opfern sein Beileid. Er kündigte Gebete im Haupttempel seines nordindischen Exilorts Dharamshala an und erklärte, er werde prüfen, auf welche Weise er selbst helfen könne. Peking wirft dem Dalai Lama vor, die Abspaltung Tibets von China zu betreiben.
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