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Tierwelt – Der Thurgauische Tierschutzverband TTSV hat den Schwarzspecht zum Wildtier des Jahres 2019 gewählt.
Der Schwarzspecht hat ein schwarzes Gefieder, die Männchen mit einem roten Scheitel, die Weibchen mit einem roten Fleck am Hinterkopf und einen elfenbeinfarbenen Schnabel. Er ist circa 40 bis 46 cm gross und ein Einzelgänger. Nur während der Brutzeit von Mitte April bis Ende Mai nutzen Männchen und Weibchen eine gemeinsame Höhle für die Aufzucht der drei bis fünf Jungen. Tagsüber werden sie von beiden Altvögeln, in der Nacht nur vom Vater bebrütet. Nach 12 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungen und fliegen nach vier Wochen aus.
Wichtige Rolle als Höhlenlieferant
Der grösste in der Schweiz heimische Specht nimmt im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle als Höhlenlieferant ein. Er erstellt seine Schlaf- und Bruthöhlen in alten Bäumen. Dafür bevorzugt er Buchen oder Tannen. Alle drei bis sieben Jahre baut er eine neue Höhle. Die alten Höhlen werden als Bruthöhle, Futterversteck oder als Schlafplatz unter anderem von Baummardern, Siebenschläfern, Fledermäusen, Hornissen oder Käfern genutzt. Viele Tiere sind auf die Höhlen angewiesen, darunter seltene Arten wie der Raufusskauz und die Hohltaube.
Erhaltung von Totholz
Obwohl die Anzahl der Schwarzspechte im Kanton Thurgau eher zugenommen hat, bedeutet dies nicht, dass er häufig vorkommt. Eine Möglichkeit den Bestand stabil zu halten oder sogar zu vergrössern ist die Erhaltung von Totholz in den Wäldern. Spechte sind auf genügend Totholz im Wald angewiesen.
Der Hauptgrund liegt darin, dass totes Holz Lebensräume für zahlreiche Organismen bietet. Totholz wird vor allem von Insekten als Nahrung und um darin ihre Eier abzulegen genutzt. Davon wiederum profitieren die Spechte. Für sie ist Totholz ein wichtiger Futterplatz. Der Schwarzspecht ernährt sich von Ameisen, Käfern sowie deren Larven, welche er mit seiner langen, mit Widerhäkchen versehenen Zunge aus den Gängen im Totholz stochert. Zudem benötigt der Specht Totholz um darin seine Höhlen zu bauen.