Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/2752

Nur wenige Menschen im ländlichen Moçambique haben Zugang zu Trinkwasser, was zu Krankheiten und Todesfällen führt. Ein Wasserkonsortium von acht Schweizer NGOs geht diesen Missstand mit vereinten Kräften an.
Nur drei von zehn Menschen im ländlichen Moçambique haben einen Brunnen in der Nähe. Zwei Stunden und mehr laufen die Frauen, die neben vielem anderen fürs Wasserholen zuständig sind, zur nächsten Wasserquelle. Wegen mangelnder Wartung sind die Brunnen mancherorts kaputt und können nicht mehr betrieben werden. Viele Menschen schöpfen ihr Trinkwasser deshalb aus verschmutzten Tümpeln und Flüssen. Die Folge sind Krankheiten und Todesfälle, z.B. durch Durchfall oder Krokodilangriffe.
Sauberes Trinkwasser und bessere Hygiene sind Schlüsselfaktoren für Gesundheit und ein besseres Leben. In den Distrikten Macate (Provinz Manica) und Bárùe (Provinz Sofala) unterstützt Solidar die lokale Bevölkerung und die Distriktregierungen beim Bau neuer und der Reparatur havarierter Brunnen. Ausserdem bilden wir dörfliche Wasserkomitees aus, damit sie die Wasserquellen unterhalten und warten können. Inez Kenadi freut sich: Die junge Frau aus Catandica hat es nicht mehr weit zum neuen Brunnen im Dorf und muss nun nicht mehr zum verschmutzten Tümpel, wo sie vor zwei Jahren beim Wasserholen von einem Krokodil angegriffen wurde.
Ausserdem werden Latrinen an Primarschulen gebaut und die Kinder dafür sensibilisiert, dass es wichtig ist, die Hände zu waschen, nachdem sie die Latrinen benutzt haben. In Zusammenarbeit mit den Behörden und weiteren Geldgebern im Wasserbereich werden erfolgreiche Projekte identifiziert und zur Nachahmung empfohlen.
Das Projekt wird im Rahmen des Swiss Water & Sanitation Consortium durchgeführt, einem Zusammenschluss von acht Schweizer NGOs, die Wasserprojekte in zehn Ländern Afrikas und Asiens umsetzen.