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Oksana durchlebte eine schwere Kindheit: Im Alter von acht Jahren verlor sie ihre Eltern und wurde fortan von ihrem älteren Bruder erzogen. Als sie erst siebzehn war, heiratete Oksana einen jungen Mann mit Namen Sergej und zog in seine Wohnung. Nach einem Jahr wurde sie schwanger. Ihre kleine Tochter Elena kam unglücklicherweise mit einer körperlichen Behinderung, dem sogenannten Wolfsrachen zur Welt. Sergej war davon so schockiert, dass er seine Ehefrau mit dem neugeborenen Kind schon im Entbindungsheim verliess. Ab diesem Zeitpunkt war Oksana auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf und wechselte dreizehn Mal den Wohnort. Von anderen Leuten empfing sie nur Gleichgültigkeit. Doch einmal lachte der jungen Frau doch noch das Glück, nämlich dann, als sie ihren zweiten Mann Gennadij kennenlernte, mit dem sie im Jahre 2005 ihren jüngeren Sohn Nikolaj zur Welt gebracht hat. Kurz danach ist Gennadij völlig unerwartet gestorben und wieder war Oksana alleine, diesmal mit zwei Kindern, ohne Arbeit, ohne Zuhause. Ausserdem musste Elena dringend operiert werden, damit sie später ein normales Leben führen konnte. Weil ihr der harte und der weiche Gaumen fehlten, konnte sie nicht normal essen und sprechen, geschweige denn die Schule besuchen. Oksana bat gutherzige Menschen in der Schweiz via SOS GERASJUTA um finanzielle Hilfe.
Heute wohnen sie zu dritt in einem alten Häuschen im Dorf Nowaja Odessa. Das Haus sah früher heruntergekommen aus, innen wie aussen. Dank der Spende aus der Schweiz konnte Oksana sich die Renovation des Hauses und den Umbau in eine Zweizimmerwohnung leisten. Tochter Elena konnte endlich operiert werden und hat jetzt anstelle des harten Gaumens eine spezielle Lamelle. Die Hoffnung auf ein besseres Leben für Mutter und Kinder ist wahr geworden.