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Die Frage nach der Zirkulation von Waren und Wissen in einer sich globalisierenden Welt hat in den letzten Jahren in der Geschichtswissenschaft zunehmend an Gewicht gewonnen. Entsprechend nimmt das Forschungsmodul „Crossroads – Trading Zones – Schnittpunkte“ neuere Ansätze aus der Wissensgeschichte, der Objektgeschichte, einer Wirtschaftsgeschichte als (globaler) Beziehungsgeschichte, der Medialitätsforschung, der bildwissenschaftlich informierten Kunstgeschichte und der Mikrogeschichte auf, um am Beispiel von Basel Aspekte einer Verflechtungsgeschichte des Lokalen zu schreiben.
Die Universitäts- und Druckerstadt Basel war im 16. Jahrhundert ein Zentrum der späten Renaissance von überregionaler, europäischer Bedeutung und damit Teil eines dichten und zugleich weitläufigen Netzes internationaler Beziehungen. Mit dem Konzept der „trading zone“, das von Peter Galison für die moderne Wissenschaftsforschung weiterentwickelt wurde, und mit den wissensgeschichtlich gewendeten Überlegungen von Deborah Harkness zum Konzept der „multisited ethnography“ sollen zwei ursprünglich ethnologische Ansätze für die Erforschung der Geschichte Basels im 16. Jahrhundert genutzt werden, die in vielerlei Hinsicht als „Site of Mediation“ funktioniert hat. Am Modellfall Basel soll geklärt werden, ob eine mikrohistorische Skalierung des Konzeptes der „world city“ (Romano/Van Damme), das in neuer Weise Wissensgeschichte und Stadtgeschichte zueinander in Beziehung setzt, für eine städtische Gesellschaft mittlerer Grösse wie Basel im 16. und frühen 17. Jahrhundert tragfähig ist.