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Die Entspannung auf dem internationalen Zuckermarkt wirke sich auch positiv auf den Schweizer Markt aus: Der Richtpreis von 44 Franken pro Tonne Zuckerrüben könne vollumfänglich ausbezahlt werden, schreiben der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Schweizer Zucker AG in einer gemeinsamen Mitteilung. Mit einer durchschnittlichen Qualitätsbezahlung von sieben Franken pro Tonne Zuckerrüben kommen die Schweizer Zuckerrübenproduzenten so laut Mitteilung auf ein Rübengeld von 51 Franken.
Aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen und den offenen politischen Entscheiden zum Grenzschutz und Einzelkulturbeitrag werde die definitive Branchenvereinbarung für 2022 allerdings erst nach dem zu erwartenden parlamentarischen Entscheid Anfang Oktober festgesetzt. Für den Anbau 2022 sichere die Interprofession den Zuckerrübenpflanzern jedoch mindestens die Konditionen der Branchenvereinbarung 2021 zu. Sollte der parlamentarische Entscheid in Bezug auf den Grenzschutz für Zucker und den Einzelkulturbeitrag sogar positiv ausfallen, könnten die Übernahmebedingungen im Sinne der Anbaubereitschaft verbessert werden. Die Landwirte seien aufgerufen, die Zuckerrüben in der Anbauplanung entsprechend zu berücksichtigen. Derweil könne die Nachfrage nach Schweizer Zucker weiterhin nicht gedeckt werden. Die Branche suche daher weiter Zuckerrübenflächen in allen drei Produktionsrichtungen Bio, IP-Suisse und konventionell.
Quelle: LID