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Reusser verwies in ihrer Spezialdisziplin die Einheimische Ellen van Dijk bei der 17 km langen Prüfung gegen die Uhr um 18 Sekunden auf Platz 2. «Ich bin super zufrieden», freute sich die 29-Jährige. «Es war alles andere als klar, dass ich Van Dijk schlagen kann. Denn es war auch ihr Terrain.» Nicht am Start an der Simac Tour ist die Olympiasiegerin im Zeitfahren, die Niederländerin Annemiek van Vleuten.
Mit ihrem Sieg übernahm Reusser auch die Führung in der Gesamtwertung des Rennens. Sie liegt nach zwei von fünf Etappen zwölf Sekunden vor Van Dijk und 39 Sekunden vor Chantal van den Broek-Blaak, einer weiteren Niederländerin, die auch im Zeitfahren Platz 3 belegte.
Zum ersten Mal überhaupt auf diesem Niveau hat Reusser ein Leadertrikot zu verteidigen. «Ich hoffe, das klappt. Die Etappen sind schwierig», so die Zeitfahr-Spezialistin. Ob sie bei dieser Mission auf die Hilfe ihrer Teamkolleginnen zählen kann, ist offen. Ihre Equipe Alé BTC Ljubljana startete nur mit fünf statt sechs Fahrerinnen. Zwei Fahrerinnen sind zudem gemäss Reusser gesundheitlich angeschlagen.
Reusser gelang es, ihre gute Form von Tokio zu konservieren. Vorletzte Woche hatte sie in Norwegen eine vier Etappen umfassende Rundfahrt im 4. Gesamtrang beendet. Letzte Woche erhielt sie als Lohn für ihre guten Leistungen einen Vertrag für die kommenden zwei Jahre beim niederländischen Topteam SD Worx.