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Als Teil der Rauchgasreinigungsanlage, mit der die Rauchgase aus der Kehrichtverbrennung entgiftet und entfrachtet werden, betrieb die Müve seit 1991 eine Kammerfilterpresse. Mit der Presse wurden die schwermetallhaltigen Rückstände entwässert, bevor sie auf die Deponie zur dauerhaften Lagerung gebracht wurden.
Die Presse war seit der Inbetriebnahme der Rauchgaswäscher anfangs der 1990’er Jahre ständig im Betrieb und hat zuverlässig funktioniert. Gestiegene Anforderungen an die Steuerungs- und Sicherheitstechnik hätten eine umfangreiche Sanierung der Presse erfordert, so dass entschieden wurde, die Kammerfilterpresse durch eine neue Membranfilterpresse zu ersetzen. Gleichzeitig wurde ebenfalls entschieden, das Stapelvolumen für den noch nicht entwässerten Schlamm zu vergrössern und so die Verfügbarkeit der KVA weiter zu erhöhen. Damit wurde auch der letzte, verbliebene Kunststoffbehälter aus den 90’er Jahren ersetzt.
Die neue Presse der Firma Aquachem wurde verfahrenstechnisch und auch steuerungstechnisch in die 2021 neu errichtete Abwasserbehandlungsanlage integriert, so dass sie nun vollautomatisch, ohne zusätzliches Bedienpersonal, die Schlämme der Rauchgasreinigung entwässert. Nur für den Muldenwechsel, also den Abtransport der entwässerten Schlämme, werden wieder Personen benötigt.
Im Verlauf der Planung mit dem Lieferanten AIK Technik zeigte sich schnell, dass ein Austausch der Presse während einer Revision der Verbrennungslinie zeitlich nicht möglich sein würde. Der Umbau wurde also in den Zeitraum im Sommer 2023, zwischen die Revisionen verlegt. Um einen unterbruchfreien Betrieb der KVA sicherzustellen, musste eine provisorische Presse installiert und betrieben werden. Diese Massnahme ermöglichte neben dem Tausch der Presse auch die Sanierung der Räumlichkeiten sowie eine Inbetriebnahme ohne unnötigen Zeitdruck.
Die neue Filterpresse läuft seitdem störungsfrei im vollautomatischen Betrieb.