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Eine peinliche Panne: Der französische Radiosender RFI hat versehentlich hunderte Nachrufe von noch lebenden Persönlichkeiten veröffentlicht.
Zu den am Montag auf der Website des Senders gewürdigten Berühmtheiten zählten unter anderem die britische Königin Elizabeth II., der brasilianische Fussball-König Pele, die französische Schauspielerin Brigitte Bardot oder der iranische «Oberste Führer» Ayatollah Ali Chamenei.
Zur Queen hiess es etwa: «Queen Elizabeth, 93 Jahre alt [Anm. d. Red.: die Königin ist 94 Jahre alt], hat die durch die Krankheit hervorgerufenen pulmonalen Komplikationen nicht überlebt», stand in einem Bericht, der kurz auf der RFI-Website zu lesen war. Ein schneller User postete einen Screenshot davon auf Twitter. Die Nachrufe wurden schnell von der Website gelöscht, erschienen aber einige Stunden später immer noch in den Google-Suchergebnissen.
Der Sender entschuldigte sich für den Fehler und verwies auf ein «technisches Problem».
«Wir arbeiten hart daran, diesen grossen Fehler zu beheben und entschuldigen uns bei den Betroffenen und bei Ihnen, die uns folgen und uns vertrauen», teilte der internationale Radiosender im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.
Die Nachrufe seien von Journalisten vorgeschrieben worden, um schnell auf einen tatsächlichen Todesfall reagieren zu können, erklärte der Sender weiter. Dies ist bei vielen Medien gängige Praxis – sollten aber natürlich nur gesehen werden, wenn der Tod einer berühmten Person auch tatsächlich bestätigt wurde.
Die Veröffentlichung der Nachrufe hatte im Netz zu zahlreichen Reaktionen geführt – von Verwirrung über Unverständnis bis hin zu Spott.
Zu den von RFI versehentlich für tot erklärten Persönlichkeiten zählten auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, der US-Schauspieler Clint Eastwood, die italienische Schauspielerin Sophia Loren und das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei.
(jaw/sda/afp)