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Der Archäologische Dienst des Kantons Bern führt laufend Untersuchungen durch. Meist handelt es sich um Rettungsgrabungen im Zusammenhang mit geplanten Bauvorhaben oder bei natürlicher Erosionsgefahr. Ein Teil davon wird ausgewertet und veröffentlicht.
Kiesabbau und Archäologie im Challnechwald
Seit dem Mai 2019 läuft im Challnechwald südlich von Kallnach eine Grossgrabung des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern. Anlass für die seit Längerem geplante archäologische Untersuchung ist der Abbau eines Teils des Hügelzuges zur Kiesgewinnung. Auf dem Hügelplateau befindet sich eine Grabhügelnekropole aus der älteren Eisenzeit (sog. Hallstattzeit, 800–450 v. Chr.).
Ein Grabhügel besteht aus einer Grabkammer aus Holz und manchmal aus Steinen, die in der Mitte des Hügels liegt. Der Hügel selbst besteht aus aufgeschütteter Erde und/oder Steinen. Die Grabhügel vom Challnechwald sind schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Vier davon wurden bereits 1874/1877 teilweise ausgegraben.