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Die Chondrozyten sind die einzige lebendige Zellenart des Knorpelgewebes. Chondrozyten befinden sich in einer extrazellulären Matrix welche hauptsächlich aus Wasser, Proteoglykanen und Kollagen Typ II besteht. Chondrozyten haben die Eigenschaft Knorpel sowohl auf- als auch abzubauen.
Nach einem Trauma oder Überbeanspruchung der Gelenke (z.B. bei repetitiven Bewegungen oder bei Übergewicht) bildet sich eine Entzündung, welche die Chondrozyten anregen um vermehrt Knorpel abzubauen. Die Entzündungsmoleküle sind der Grund für einen wahren Teufelskreis, denn sie stimulieren die Chondrozyten vermehrt davon zu produzieren. Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Bildung und Zerstörung von Knorpelgewebe.
Die orale Toleranz ist ein immunologischer Vorgang, den der Organismus einsetzt, um die unschädlichen Substanzen (z.B. Nahrungseiweiss, Darmbakterien) von potentiell schädlichen Eindringlingen zu unterscheiden. Der Prozess spielt sich im Immunsystem des Verdauungstrakts ab (GALT = gut-associated lymphoid tissue)
Oral eingenommen wird Kollagen Typ II durch die Peyer-Plaques phagozytiert, welche dann die Immunzellen aktivieren (z.B. Treg). Diese sind verantwortlich für die Entzündungsverminderung. Nach der Aktivierung verteilen sich diese Immunzellen im ganzen Organismus und zielen auf entzündete Zonen zu, wo sie entzündungshemmende Substanzen ausschütten wie Interleukin 10 (IL-10) und den Wachstumsfaktor TGF-ß. Diese Moleküle stimulieren die Aufbauaktivität der Chondrozyten.
Erwachsene ab 35 Jahre, welche die Gesundheit ihres Knorpelgewebes und die Beweglichkeit ihrer Gelenke bewahren wollen.
Menschen, die unter Arthrose leiden.
Sportler, welche die Erholungsphasen und die Leistungen verbessern wollen.
Menschen, welche ein Gelenktrauma erlitten haben (Unfall, Operation, Schlag, …) und welche die Risiken einer nachfolgend entstehenden Arthrose vermindern wollen.
Patienten mit Knorpelschädigungen.