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Les Islettes, nach 1785
ohne Marke
Fayence, Aufglasurmalerei
31,5, 21,8 cm
Inv. 1983.980.
Aufgrund des aufkommenden Geschmacks an Chinoiserien führten die meisten grossen Keramikmanufakturen im 18. Jahrhundert entsprechend dekorierte Ware neben dem Angebot europäischer Motive. Spätestens nach der Publikation eines rikschaähnlichen, von einem Diener gestossenen und mit einer japanischen Dame besetzten Zweirads in der Schrift Arnoldus Montanus über die "Gesandtschaften des Kaisers von Japan...",Amsterdam 1669, nahmen die Darstellungen bizarrer exotischer Gefährte zu - so findet sich derselbe Stosswagen auf einem Stich von Joh. Christoph Weigel um 1720. Der "Décor au Chinois" der ostfranzösischen Manufakturen, dem die satte Farbgebung eine besonders fröhliche Note verleiht, stützt sich eher auf Abwandlungen von Stichen Jean Pillements. Der gezogene und gestossene Wagen findet sich aus gleicher Schablone auf einer Fischplatte derselben Manufaktur im Historischen Museum Basel wie auch auf zahlreichen Fayencen des Raums Lunéville, aber auch Trouche/Raon L'Etape und auf einer Lyoner Fayenceplatte.