Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03269.jsonl.gz/744

Die von den drei staatlichen Energieunternehmen «Lietuvos Energija», «Latvenergo» und «Eesti Energia» in Auftrag gegebene Studie wurde in einem halben Jahr erstellt und von internationalen Beratungsunternehmen - darunter der schweizerischen Colenco Power Engineering AG - begleitet. Unter anderem hält die Studie fest, dass ein künftiges Kernkraftwerk für die Versorgungssicherheit der Region notwendig ist und die erwarteten Gestehungskosten für Nuklearstrom tiefer liegen als jene der übrigen in Frage kommenden Energieträger (insbesondere Gas, Wind und Kohle).
Ersatz für Ignalina
Litauen hat als Voraussetzung für den EU-Beitritt im Jahr 2004 den Reaktorblock lgnalina-1 abgeschaltet und sich verpflichtet, bis 2009 auch lgnalina-2 (beide 1185 MW, RBMK) stillzulegen. Der Atomstromanteil in Litauen betrug 2005 rund 70%. Im Herbst 2005 verabschiedete das nationale Parlament Litauens eine Resolution, worin es sich für die gesetzgeberische und politische Unterstützung für Investitionen in ein neues Kernkraftwerk aussprach, damit nach der endgültigen Stilllegung des Kernkraftwerks Ignalina die Kontinuität der Kernenergie in Litauen gewahrt bleibe. Die Ministerpräsidenten der drei baltischen Staaten vereinbarten im Februar 2006, eine gemeinsame Energiestrategie zu erarbeiten und den Bau eines Kernkraftwerks in Litauen zu unterstützen. Sie luden bei dieser Gelegenheit die drei staatlichen Energieunternehmen ein, in die Planung und Konstruktion einer neuen Anlage zu investieren.
Quelle
R.B. nach Lietuvos Eergija, Medienmitteilung, 25. Oktober 2006