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Mit der Bedag besitzt der Kanton Bern eine IT-Unternehmung, die auf dem freien Markt agiert. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Einerseits ist es nicht die Aufgabe des Kantons, auf funktionierenden Märkten private Unternehmen zu konkurrenzieren. Andererseits entstehen fast zwangsläufig Interessenskonflikte und Corporate Governance-Probleme, wenn der Kanton sowohl als Eigentümer der Bedag agiert, wie auch unabhängig IT-Projekte ausschreiben und vergeben soll.
Bedag als Klumpenrisiko für den Kanton Bern
Das ist nicht nur wettbewerbspolitisch problematisch, es führt auch zu einem enormen finanziellen Risiko für den Kanton Bern. Eine freihändige Vergabe über rund 80 Millionen Schweizer Franken an die Bedag wurde wie folgt begründet: «Selbst wenn eine öffentliche Ausschreibung der Rechenzentrumsbetriebsaufträge des Kantons unter Inkaufnahme der oben genannten Risiken möglich wäre, läge es daher im überwiegenden öffentlichen Interesse des Kantons, diesen politischen Entscheid nicht durch eine Ausschreibung zu präjudizieren. Sollte Bedag nämlich wesentliche Teile der Aufträge verlieren, könnte dies das wirtschaftliche Überleben des kantonseigenen Unternehmens gefährden.» Mit anderen Worten: Ohne die freihändigen Aufträge des Kantons droht die Bedag offenbar Konkurs zu gehen.(3) Auch unter diesen Vorzeichen scheint der vom Regierungsrat angestrebte „optimierte Status Quo“ keine nachhaltige Strategie.
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