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Mi, 20. Mai 2020, Lioh Möller
Europa setzt sich mehr denn je für den Einsatz von Freier Software ein. Dies betrifft ebenfalls den Open-Science-Bereich wie die Einführung von Freier Software im universitären Bereich.
Den Änderungsanträgen der europäischen Piratenpartei ist zu verdanken, das das EU-Parlament nicht nur zur Verwendung von Freier Software ermutigt, sondern auch eine Empfehlung ausgesprochen hat, der Entwicklung von Freier Software durch die EU-Institutionen Vorrang einzuräumen.
In der Praxis müssen von nun an alle IT-Lösungen, die von und für die EU-Institutionen entwickelt werden, zunächst auf die Möglichkeit des Einsatzes von Freier Software geprüft werden. Die Bewertungen müssen dann jährlich im Rahmen des Entlastungsverfahrens an den Haushaltskontrollausschuss des Parlaments zurückgemeldet werden.
Ein Auszug der Pressemitteilung besagt weiterhin, dass die europäischen Institutionen unbedingt die Kontrolle über ihre eigenen technischen Systeme behalten müsse, insbesondere in einem Kontext der Desinformation und der Beeinflussung von aussen. Freier Software fördere den technischen Support vor Ort, führe zu einer raschen Entwicklung von Software und würde helfen, Abhängigkeiten von bestimmten Lieferanten oder "vendor lock-in"-Effekte zu vermeiden.
Quelle (Englisch): Pressemitteilung der europäischen Piratenpartei