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Am 3. September 2020 beschloss Swissmint mit der 20-Franken-Silbermünze «Sustenpass» - nach dem «Klausenpass» und dem «Furkapass» - die Sondermünzenserie zum Thema «Schweizer Alpenpässe».
Spätestens seit dem Mittelalter führte eine Handelsverbindung über den Susten. Sie blieb aber, ausser bei zeitweisen Sperrungen benachbarter Pässe, immer unbedeutender als die Nord-Süd-Handelsroute Brünig-Grimsel-Gries/Albrun im Westen und dem Gotthard im Osten. Während der Glaubenskämpfe zwischen den reformierten und den katholischen Landesteilen erlangte der Sustenpass allerdings bereits eine gewisse militärische Bedeutung.
1811 wurde der alte Saumpfad zu einer ersten fahrbaren Strasse ausgebaut. Vor dem zweiten Weltkrieg forderte die Armee aus strategischen Gründen den Bau einer zeitgemäss ausgebauten Verbindung zwischen den Kantonen Bern und Uri. Gründe waren aber auch die Förderung des Fremdenverkehrs und die Wirtschaftsförderung im Berggebiet. Die aktuelle Passstrasse mit einer Länge von 45 km verbindet Wassen im urnerischen Meiental mit Meiringen im bernischen Haslital. Der Bau erfolgte 1938–46 und sollte möglichst viel Handarbeit erfordern und mit der Landschaft eine Einheit formen, weshalb alle Stützmauern mit Natursteinen verkleidet wurden. Die Passhöhe (2259 m ü. M.) wird heute anders als bei der alten Sustenstrasse auf 2224 m ü. M. in einem Scheiteltunnel unterquert. Wer den jeweils von ca. Mitte Juni bis Mitte Oktober geöffneten Sustenpass mit seinen zahlreichen Brücken und Tunnels befährt, kommt zusätzlich in den Genuss einer grandiosen Gebirgswelt.
Quellen: Historisches Lexikon der Schweiz und Wikipedia
Die 20-Franken-Silbermünze ist in limitierter Auflage in den Qualitäten «unzirkuliert» und «Polierte Platte» in unserem Online-Shop sowie bei gewissen Münzenhändlern und Banken erhältlich. Für die Gestaltung zeichnet der Designer Vito Noto aus Cadro (TI) verantwortlich.
Zuletzt aktualisiert: 03.09.2020