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Der in London geborene Dirigent Kevin Griffiths wurde vor kurzem zum künstlerischen Leiter und Chefdirigenten des Collegium Musicum Basel ernannt. Es ist das älteste Berufssymphonieorchester der Stadt. Er hat sein Amt zur Saison 2011/2012 bereits angetreten. Durch sein Engagement für Neue Musik gewann er internationales Ansehen. Er ist Gründer des London Steve Reich Ensembles, das international gastiert und dessen erste CD für CPO mit einem Diapason d‘Or ausgezeichnet wurde. Seine zweite Aufnahme mit dem Ensemble wurde im September 2011 unter dem Label EMI Classics veröffentlicht und hat schon ein sehr positives Echo erhalten. Kevin Griffiths gewann 2010 den 2. Preis beim Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti und war für die Saison 2010/11 Stipendiat des «Melgaard Young Conductors Scheme» beim Orchestra of the Age of Enlightenment London, ein weltweit führendes Orchester auf historischen Instrumenten. Er hat das Orchester im Konzert dirigiert sowie mit Vladimir Jurowski, Trevor Pinnock und Sir Simon Rattle gearbeitet. Bisher stand er am Pult zahlreicher Orchester, darunter das Tonhalle Orchester Zürich, das Luzerner Symphonieorchester, das Basler Symphonieorchester, das Zürcher Kammerorchester, das Musikkollegium Winterthur, das Symphonieorchester Biel/Bienne, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, die Badische Staatskapelle, das Brandenburgische Staatsorchester, die Anhaltische Philharmonie Dessau, das Orquesta Sinfonica de Navarra, das Istanbul State Symphony Orchestra und die Südwestdeutsche Philharmonie. Künstler wie Sir James Galway, Isabelle van Keulen, Alexander Rudin, Ricardo Castro, Dimitri Aschkenazy, Ingulf Turban, Peter Bruns, Gavriel Lipkind und Solisten der Berliner Philharmoniker (Stefan Dohr, Wenzel Fuchs, Jonathan Kelly, Markus Weidmann) schätzen die Zusammenarbeit mit Kevin Griffiths. Kevin Griffiths studierte zunächst Violine bei Adelina Oprean, Igor Ozim und Giuliano Carmignola. Er absolvierte mehrere Dirigentenmeisterkurse und studierte mit Sir Colin Davis, Jorma Panula, Lothar Zagrosek, George Hurst und Yan Pascal Tortelier. Einen grossen Einfluss auf seine Entwicklung hatte David Zinman, der 2004/2005 ein Stipendium an der Akademie in Aspen (USA) an ihn vergab, sowie Colin Metters, bei dem er an der Royal Academy of Music in London Orchesterleitung studierte und erfolgreich abschloss. Von 2007 bis 2009 war Kevin Griffiths Jungstipendiat am Royal Northern College of Music. Während dieser Zeit studierte er mit Sir Mark Elder, Mark Shanahan und Clark Rundell und dirigierte Opernproduktionen von Ravel wie «L’heure espagnole», «L’enfant et les sortilèges» und «Die Fledermaus» von Johann Strauss. Er dirigierte am Musiques Cordiales Festival Purcell’s Oper «Dido & Aeneas». Mit der Pocket Opera Company Zürich führte er u.a. Offenbachs «Barbe-Bleue» und Gilbert & Sullivens «The Pirates of Penzance» auf. Auch hat Griffiths mit Komponisten wie Elena Firsova, Steven Mackey und Rodolphe Schacher gearbeitet und deren Werke in mehreren Weltpremieren dirigiert. Darüber hinaus engagiert sich Kevin Griffiths verstärkt in der Vermittlung klassischer Musik an Kinder und Jugendliche. Regelmässig moderiert und dirigiert er Familienkonzerte, die ein durchweg positives Publikumsecho erhalten. In den Spielzeiten 2011/2012 war Kevin Griffiths u.a. mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Luzerner Symphonieorchester und dem Slovakischen Radio Symphonieorchester zu sehen. Die Badische Staatskapelle hat ihn wieder eingeladen, um bei den «Händel Festspielen» zu dirigieren.