Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/1098

Der Name Borretsch, auch Boretsch geschrieben, wird vom lateinischen Wort «borra» abgeleitet, was «Gewebe aus rauer Wolle» bedeutet und aufgrund der behaarten Stängel und Blätter zustande kommt.
Der Borretsch findet als Heilpflanze, aber auch als Gewürzpflanze Verwendung.
Der Borretsch ist eine einjährige Pflanze. Sie ist sehr krautig im Wachstum und kann eine Höhe von 50 bis 90 cm erreichen. Der Stängel und auch die Blätter sind borstig behaart. Die Laubblätter haben einen charakteristischen Gurkengeschmack, weshalb der Borretsch auch als Gurken- oder Kukumberkraut bezeichnet wird. Sie sind lanzettlich bis eiförmig und können eine Länge von 10 bis 15 cm erreichen.
Von Mai bis September bildet der Borretsch strahlend blaue bis violette Blüten, welche sternförmig aussehen. Nachdem die Blüten bestäubt sind, entstehen die typischen Früchte, welche die schwarzen, bis zu 6 mm grossen Samen enthalten.
Als Arzneidroge finden die Borretschblüten, das Borretschkraut sowie auch die Borretschsamen Verwendung. Die Blüten und auch das Kraut sind in der Volksmedizin zum Teil negativ im Gespräch, da gewisse unerwünschte Wirkungen noch nicht genau erforscht sind.
Anders sieht es aber beim hochwertigen Öl der Borretschsamen aus. Das Öl des Borretschs, wird sehr schonend durch Kaltpressung aus den Samen der Pflanze gewonnen.
Als Nahrungsergänzung findet man das Borretschöl meistens abgefüllt in Kapseln.
Ursprünglich kommt der Borretsch aus dem Mittelmeergebiet. Mittlerweile ist die Pflanze in fast ganz Europa und auch in Nordamerika kultiviert.
Am besten wächst der Borretsch an sonnigen und windgeschützten Standorten. Der Boden sollte feucht, locker und nicht zu kalkhaltig sein.