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Die von Europäern geleitete Forschung zielt auf die Entwicklung eines universellen viralen Antikörpers ab, der trotz der ständigen Mutation der verschiedenen Stämme des Erregers weiterhin gegen SARS-CoV-2, das Virus, das z. B. hinter COVID-19 steckt, eingesetzt werden kann. Gegenwärtige monoklonale Antikörper werden durch diese Mutation unwirksam, ebenso wie die COVID-19-Impfstoffe. Kürzlich haben Wissenschaftler des Schweizer Institute for Research in Biomedicine eine Technologie zur Entdeckung und zum Screening von Medikamenten eingesetzt, die als Cold Spot Guided Antibody Discovery bekannt ist, um Targets mit hochkonservierten viralen Epitopen zu finden, die nicht nur alle SARS-CoV-2-Varianten, sondern auch andere potenzielle Coronaviren erkennen können. Das liegt daran, dass diese Methode auf Segmente des Spike-Glykoproteins abzielt, die sowohl funktionell relevant als auch schwer zu verändern sind. Das europäische Team nutzte Proben von rekonvaleszenten COVID-19-Patienten, die auf kälteempfindliche Antikörper untersucht wurden. Diese neuartige Methode ist zwar selten, ermöglichte aber, diese vielversprechenden Ziele zu finden. In einer Reihe von Laborexperimenten, die in Science Immunology dokumentiert und veröffentlicht wurden, berichtet das Team, dass die Antikörper die Virusinfektion blockierten, auch in Tests gegen die neuesten Omikron-Subvarianten. Ein spezifisches Ziel von Interesse, der Antikörper fp.006, bindet „das Fusionspeptid“ und reagiert „gegen Coronaviren der vier Gattungen, einschließlich der neun humanen Coronaviren, durch Erkennung eines konservierten Motivs, das die S2′-Stelle der proteolytischen Spaltung einschließt“, berichten die Autoren. Das Studienteam berichtet aber auch über den Antikörper hr2.016, der auf die Stammhelix abzielt und die COVID-19-Varianten neutralisiert. Ebenso der Antikörper sd1.040, der an die Subdomäne 1 bindet und mit dem Antikörper rbd.042 synergetisch neutralisiert. Bei spezialisierten Mäusen, die humanisiertes ACE2 exprimieren, schützten sowohl fp.006 als auch hr2.016, wenn sie als Antikörper präsentiert wurden, die Labortiere vor Infektionen.
In einem umfassenden und gründlichen Screening untersuchte das Wissenschaftlerteam über 10 Millionen Coronavirus-Sequenzen und fand dabei signifikant konservierte Segmente des Spike-Proteins in verschiedenen Coronaviren.
Kommerzialisierung oder widersprüchliche Absichten?
Die Autoren gaben bekannt, dass das Institut für Forschung in der Biomedizin in der Schweiz im Zusammenhang mit der Arbeit eine vorläufige Patentanmeldung eingereicht hat. Die Erfinder sind namentlich genannt, darunter auch die korrespondierenden Autoren.
Den vollständigen Bericht finden Sie in Science Immunology, „Human neutralizing antibodies to cold linear epitopes and subdomain 1 of the SARS-CoV-2 spike glycoprotein„.