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Buffalos Headcoach Ralph Krueger (60) weilt während des NHL-Unterbruchs in der Schweiz. In einem Skype-Interview mit dem TV-Sender MySports spricht er über die Corona-Krise.
«Ich bin dankbar, auf Schweizer Boden zu sein.» Der langjährige Schweizer Nationaltrainer Ralph Krueger ist froh, dass er nach dem vorläufigen Unterbruch der NHL-Saison am 12. März in die Heimat zurückgekehrt ist. «Man hat gespürt, dass man in den USA ein wenig länger gebraucht hat, um die Gefahr richtig einzuschätzen.»
Buffalo im Nordwesten des Bundesstaats New Yorks liegt rund 600 Kilometer von New York City entfernt. «Ich mache mir aber schon Sorgen», so Krueger, der seit einem Jahr Schweizer Staatsbürger ist. Seine Schwester lebt in der Nähe des Big Apple, dem Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. «Ich hoffe, dass die Verantwortlichen nun die richtigen Entscheide fällen.»
Auch in der Krise versprüht der langjährige Schweizer Nationaltrainer aber Optimismus. «Wir müssen das Beste aus der Situation machen.» Aktuell verbringt er viel Zeit mit Analysen der bisherigen NHL-Saison, die vor knapp einem Monat unterbrochen wurde. Gegenwarts-, Rück- und Ausblick-Gespräche mit den Spielern sind an der Tagesordnung – statt vor Ort in Buffalo nun halt übers Internet.
Ob und wann die Saison fortgesetzt werden kann, ist offen. «Die Möglichkeit, dass es noch ein paar Spiele gibt, wird immer kleiner und kleiner», so Krueger gegenüber MySports. Buffalo liegt in der Qualifikation bei 13 noch nicht gespielten Partien auf Platz 13 der Eastern Conference und ist damit – trotz eines verheissungsvollen Saisonstarts – ohne Aussicht auf die Playoff-Qualifikation.
Für Krueger ist die Aufgabe bei den Sabres das zweite Engagement in der besten Eishockey-Liga der Welt. 2012/2013 war er Headcoach der Edmonton Oilers, ehe er von 2014 bis 2019 als Präsident beziehungsweise Chairman des englischen Premier-League-Klubs Southampton tätig war. (pre/sda)