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Der fliegende Holländer
Oper
Stückinfo
Mit 28 Jahren vertonte der Komponist mit der Sage vom Fliegenden Holländer erstmalig ein Libretto, das er selbst verfasst hatte und in dem Autobiographisches wie Literaturkenntnis Eingang fanden: Heinrich Heines «Memoiren des Herren von Schnabelewopski» entlehnte er den Stoff, eine stürmische Seereise mit Seenot und Unwetter von Riga über Norwegen nach England wurde zur Urinspiration.
Alle sieben Jahre darf der fl uchbeladene Seemann das Land betreten, um eine Frau zu fi nden, die ihn durch ihre Liebe erlöst. Unendliche Male vergebens, bis er auf Daland, Sentas Vater trifft, der ihm, durch die Schätze des Holländers geblendet, sofort die Hand seiner Tochter in Aussicht stellt. Ohne zu zögern schwört Senta dem Fliegenden Holländer Treue bis in den Tod. Der grosse Lebens- und Liebesentwurf wird durch die Eifersucht Eriks, Sentas Verlobten, gestört, die visionär phantastische Welt zerbricht an der kleinbürgerlichen: Der Holländer fühlt sich abermals betrogen und segelt davon. Senta stürzt sich in den Tod. Der Holländer ist erlöst.
Der 1843 in Dresden uraufgeführte «Holländer» ist eine Oper des grossen Pinsels, getaucht in berauschende orchestrale Farben. Mit grosszügigem Strich werden Seelengemälde gestaltet, nahe rückende Naturbeschreibungen wie die Dämonie des Elements Wasser eingefangen.
Der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl, der 2007/2008 Gounods Vertonung von Goethes Meisterwerk inszenierte, wird sich in dieser Spielzeit dem «Faust des Meeres» widmen, am Pult steht Friedemann Layer, Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim, der hier zuletzt in dem Doppelprojekt «Zaide • Adama» zu erleben war.
- Musikalische Leitung - Friedemann Layer, Gabriel Feltz
- Inszenierung - Philipp Stölzl
- Co-Regie - Mara Kurotschka
- Kostüme - Ursula Kudrna
- Bühnenbild - Philipp Stölzl, Conrad Reinhardt
- Chor - Henryk Polus
- Studienleitung - David Cowan
- Dramaturgie - Brigitte Heusinger
- Korrepetition - Bartholomew Berzonsky, Rolando Garza, Iryna Krasnovska, Leonid Maximov
- Musikalische Assistenz - Patrick Furrer
- Regieassistenz - Ulrike Jühe
- Kostümassistenz - Lene Schwind, Anna von Zerboni
- Inspizienz - Thomas Kolbe
- Beleuchtungsinspizienz - Claudia Christ