Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/2040

Die aktuelle Sonderschau im Pantheon Basel an der Hofackerstrasse in Muttenz befasst sich mit dem ehemaligen Karosseriebauer Graber. Hermann Graber war im bernischen Wichtrach tätig, wo er bereits im Alter von 21 Jahren den Wagnereibetrieb seines 1925 verstorbenen Vaters übernahm. Wagnerarbeiten spielten früher im Automobilbau eine wichtige Rolle. Die Autos hatten noch Chassis, die Karosserien wurden auf einem auf das Chassis aufgesetzten Holzrahmen aufgebaut. Hermann Graber erkannte schon bald das Potential und begann in den frühen Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts mit dem Bau von eigenen Karosserien auf Chassis von Herstellern wie Delage, Delahaye, Bugatti, Alfa Romeo, Packard usw. Vor dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte man sich bei Graber vor allem auf französische Chassis. Danach entstanden noch einige Delahaye und Talbot-Aufbauten. Bekannt wurden die verschiedenen Alvis, die mit einer Karosserie von Graber versehen wurden. Hermann Graber verstarb 1970 im Alter von nur 64 Jahren. Zu Ehren von Hermann Graber zeigt das Pantheon diese Sonderausstellung mit dem Titel ‘Die Meisterwerke des Hermann Graber’. Das Firmenarchiv konnte vom Swiss Car Register schon vor vielen Jahren übernommen werden, sogar das ‘Gartentürli’ seines damaligen Wohnsitzes konnte übernommen werden.
Da wegen des Corona-Virus zur Zeit viele Events abgesagt sind, bietet sich ein Besuch in einem Museum geradezu an. Die Sonderausstellung zum Thema Graber ist noch bis zum 19. April geöffnet und sie ist wirklich empfehlenswert. Sie zeigt eindrücklich, was damals in der Schweiz im Automobilbau noch möglich war. Weitere Informationen zur Sonderschau gibt es auf der Website des Pantheons.