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Hanno Müller-Brachmann
Hanno Müller-Brachmann © Monika Rittershaus
Der Bassbariton Hanno Müller-Brachmann, der aus dem Südbadischen stammt, sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen in der Knabenkantorei Basel. Später studierte er Gesang bei Ingeborg Most an der Freiburger Musikhochschule, in der Berliner Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau und bei Rudolf Piernay in Mannheim. 1996 gab Müller-Brachmann sein Operndebut an der Berliner Staatsoper in Telemanns Orpheus mit René Jacobs am Pult, von 1998 bis 2011 gehörte er zum festen Ensemble des renommierten Hauses, wo er vom Mozart-Repertoire bis hin zu dramatischen Partien wie Orest (Strauss’ Elektra), Kaspar (Webers Freischütz), Golaud (Debussys Pelléas et Mélisande) sowie dem Wotan in Wagners Ring ein breites Rollenspektrum erarbeiten konnte. Gastauftritte führten Hanno Müller-Brachmann an die Staatsopern von München, Hamburg und Wien, nach San Francisco, Paris und Madrid. Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta und Sir Simon Rattle zusammen. Unter Claudio Abbados Leitung gestaltete er den Papageno bei einer CD-Einspielung von Mozarts Zauberflöte, die mit dem «Gramophone Award» ausgezeichnet wurde. Als Liedinterpret trat Müller-Brachmann beim Edinburgh Festival, bei der Schubertiade in Schwarzenberg, in der Londoner Wigmore Hall und in vielen europäischen Metropolen auf. Anfang 2017 sang er Bachs h-Moll-Messe mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons und Brittens War Requiem mit dem Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Im Mai wird er für Aufführungen von Debussys Pelléas mit Franz Welser-Möst beim Cleveland Orchestra zu Gast sein, im Juni folgt Beethovens Missa solemnis mit Bernard Haitink an der Mailänder Scala. Seit Herbst 2011 lehrt Hanno Müller-Brachmann als Professor für Gesang an der Musikhochschule in Karlsruhe.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 6. September 2005 mit Beethovens Neunter Sinfonie, gespielt vom London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Kurt Masur.
Februar 2017