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Widerristhöhe: beide zwischen 15 – 30 cm
Gewicht: beide zwischen 1,5 – 3 kg
Lebenserwartung: 12 – 16 Jahre
Herkunft: Mexiko
Art: Begleithund / Familienhund
Charakter: menschenbezogen, verspielt, freundlich, offen, aktiv
Farben: unterschiedliche Fellfarben, lang- oder kurzhaarig
Verhalten und Wesen
Der Chihuahua ist ein sehr treuer und anhänglicher Hund, welcher sich gut als Familienhund eignet. Er ist trotz seiner nur sehr geringen Größe wahrlich aktiv und möchte die Welt erkunden. Gegenüber seinen Artgenossen zeigt sich der kleine Vierbeiner erstaunlich selbstbewusst.
Ursprung und Geschichte
Der genaue Ursprung des Chihuahuas ist nicht geklärt. Jedoch ist klar, dass er seinen Namen der grössten Provinz von Mexiko, „Chihuahua“ verdankt.
Man vermutet, dass die kleinen Hunde in der Freiheit gelebt haben und die Menschen sie zur Zeit der Tolteken und Azteken als Haushunde hielten. In der Provinz ist auf einigen Stadtarchitekturen die Verzierung eines kleinen Hundes zu sehen, welcher dem heutigen Chihuahua sehr ähnlich sieht.
Die genaue Geschichte der Hunderasse ist erst ab dem 19. Jahrhundert nachzuvollziehen. Zu diesem Zeitpunkt wurden die kleinen Hunde an Reisende aus den USA verkauft, wobei sie in diesem Land große Begeisterung auslösten.
Im Jahr 1904 erstellte Rosina V. Casseli eine erste Rassenbeschreibung in der Zeitschrift „Our Dogs“, wobei sie die Chihuahuas für ihre Auftritte dressierte. Schon bald fand der Zwerghund mit den großen Augen und den stehenden Ohren überall auf der Welt große Anerkennung.
Mit der Zeit hat sich der Charakter und das Aussehen der Vierbeiner gefestigt, wobei im Jahr 1956 die Rasse offiziell anerkannt worden ist.
Haltungsempfehlung für den Chihuahua
Chihuahuas suchen sich eine Bezugsperson aus, der sie ihr vollstes Vertrauen schenken. Aufgrund ihrer kleinen Größe kann man sie sehr gut in einer kleinen Stadtwohnung halten, solange sie genügend Auslauf und Möglichkeiten zur Beschäftigung haben.
Die Erziehung der Chihuahuas ist wegen der geringen Größe nicht anders als bei Hunderassen, die deutlich grösser und schwerer sind. Auch hier gilt es, mit Konsequenz, aber trotzdem Feinfühligkeit, zu arbeiten. Da die kleinen Vierbeiner sehr lernwillig sind, gestaltet sich die Erziehung in der Regel einfach.
Der Chihuahua weiß zwar, dass er klein ist, zeigt sich gegenüber anderen Hunden aber oftmals als starker und selbstbewusster Hund. Weiterhin stellt er sich gerne in den Vordergrund, um genügend Aufmerksamkeit zu erhaschen. Bekommt er diese nicht, kann es vorkommen, dass er eifersüchtig auf andere Menschen und Artgenossen reagiert.
Im Alltag sind Chihuahuas überhaupt nicht gerne allein. Die geringe Größe verschafft ihnen dabei einen Vorteil, da man sie deshalb fast überall mit hinnehmen kann. Dabei möchten die Hunde nicht ständig getragen werden, sondern mit den eigenen vier Pfoten die Welt erschnüffeln und erkunden.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Chihuahuas sind sehr aktive Hunde, welche im Alltag die stetige Beschäftigung suchen. Sie laufen durchaus auch gerne längere Strecken. Trotz ihrer Größe eignen sie sich für verschiedene Sportarten und werden vermehrt als Begleithunde eingesetzt.
Krankheiten
Rückwärtsniesen / Rückwärtsatmen
Beim Rückwärtsniesen röchelt oder schnaubt der Hund und zieht dabei die Luft ein. Dabei muss man wissen, dass der Hund in dem Augenblick Atemnot hat, als würde er ersticken. Das ist aber nicht der Fall. Vielmehr löst beispielsweise Aufregung dieses Phänomen aus. Es ist in etwa so, als würde er sich verschlucken, wobei ihm kein Schaden entsteht.
Ein verlängertes Gaumensegel beim Chihuahua begünstigt das Auftreten von Rückwärtsniesen. Dabei entsteht eine Art Krampf im Rachen des Hundes, den ein Reiz auslöst. Nach wenigen Minuten ist das Phänomen wieder vorbei. Beruhigt man den Hund oder löst einen Schluckreflex aus, ist die Sache sofort wieder behoben.
Diabetes mellitus
Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, wobei der Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht kommt. Mehr Infos über die Zuckerkrankheit und die beiden Typen findest Du hier.
Hydrocephalus internus (HI) / Wasserkopf
Beim Hydrocephalus internus, was so viel wie Wasserkopf bedeutet, handelt es sich um eine schwerwiegende Missbildung im Gehirn. Diese kommt bei Hunden wie auch bei Katzen vor und ist in der Regel angeboren. Mehr Infos über den Wasserkopf findest Du hier.
Hyperurikosurie (HUU) / Harnsteine
Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Krankheit. Sie führt zu einer verstärkten Ausscheidung von Harnsäure im Urin. Der Körper kann den Überschuss nicht verarbeiten. Es kommt dann zu Kristallbildungen, welche wiederum zu Blasensteinen führen. Diese müssen in den meisten Fällen operativ entfernt werden. Mehr Infos über die Hyperurikosurie findest Du hier.
Kryptorchismus
Beim Kryptorchismus handelt es sich um das Fehlen eines oder beider Hodensäcke. Dies kann passieren, wenn der Hodenabstieg auf dem Weg zwischen Nieren und Hodensack gestört ist. Mehr über die Erbkrankheit Kryptorchismus findest Du hier.
Patellaluxation
Von Patellaluxation sind vor allem kleinere Hunderassen wie der
betroffen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung im Kniegelenk, die bis zur Lähmung führen kann. Auslöser ist die Kniescheibe, welche nicht korrekt im Kniegelenk liegt und so zu Schmerzen führt.