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Auf sich selbst hören.
Die Schreiberin beklagte sich über die zunehmende Kriminalität und Respektlosigkeit in der Gesellschaft. Sie war überzeugt, dass, wenn den Kindern wieder vermehrt Disziplin und Anstand beigebracht würden, sich die Verhältnisse positiv veränderten.
Ihre Schrift weist einerseits auf Selbstbeschränkung und andererseits auf ein normgebundenes Denken hin.
Da die Schreiberin Prinzipien und Dogmen von ihren Erziehern übernommen hat, lässt sie ihre eigenen Impulse kaum zu und gestattet sich nicht so zu leben, dass daraus Lust und Freude resultieren.
Sie ordnet sich den übernommenen Anweisungen unter und verfolgt Lebensziele, die "man" eben anstrebt wie, gute Leistung, Anstand, Pflicht, Beständigkeit, Zuverlässigkeit, etc.
Die Schreiberin ist überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein und spürt doch eine innere Leere, weil sie den Impulsen ihres Seins nicht zu folgen wagt.
Daraus entstehen Unzufriedenheit und Neid auf alle die, die es sich leisten können, "unanständig" zu leben.
Will sie mehr Freude und Freiheit erleben, so sollte sie sich gestatten, grosszügiger, verzeihlicher und humorvoller, mit sich und ihren Mitmenschen umzugehen.
Das kann sie aber nur, wenn sie sich an ihren Herzensgefühlen und nicht an gesellschaftlichen und religiösen Vorschriften orientiert.
Folglich darf sie sich sagen:
- "Ich muss es niemandem recht machen".
- "Ich darf so leben, wie es für mich stimmt".
- "Was andere über mich denken, ist deren Angelegenheit und nicht meine".
- "Ich darf mich immer wieder neu entscheiden".
- "Ich darf heute so sein und morgen anders".
- "Ich darf Fehler machen".
- "Ich darf nach Lust und Laune leben und brauche mich nicht zu rechtfertigen". etc.
Wir sind oft bestrebt, uns nicht an unseren Gefühlen zu orientieren, sondern an dem, was wir vom Verstand her für richtig halten. Damit verdrängen wir unser wahres Sein und können die schöpferischen Impulse unseres Selbstes nicht verwirklichen.