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In Holland ist das Wasser oft höher als die Landschaft. Viele Kanäle liegen erhöht auf Hügeln und schlängeln sich durch das flache Land. Fliesst ein solcher Wasserstrom doch tief im Flussbett, denken die Niederländer nicht im Traum daran, eine traditionelle Brücke darüber zu bauen. Sie gehen dann noch tiefer, teilen das Wasser und bauen einen Durchgang mitten durch das Wasser. Diese versunkene Brücke dient als Übergang über einen Burggraben und bietet Zugang zum Fort de Roovere.
Architektur: Ro Ad Architects
Das Fort de Roovere wurde zu einer Zeit gebaut, als die Niederlande von vielen Feinden bedroht wurden. Um das Fort herum ist ein grosser Burggraben mit Wasser angelegt. Als man sich entschloss, das Fort Touristen zugänglich zu machen, musste eine Brücke her.
Da der Burggraben ja eigentlich gebaut wurde, um Feinde davon abzuhalten, das Fort einzunehmen, fanden es die Architekten seltsam, eine Brücke dort zu errichten, wo der Feind herkommen würde. So bauten sie kurzerhand eine versteckte Brücke – mitten durchs Wasser!
Mit der versunkenen Brücke ist ein architektonischer Schnitt durch die Landschaft entstanden. Menschen, die über die Brücke gehen, sehen daher so aus, als ob sie durch geteiltes Wasser gingen.
Die Einzigen, die heute mit viel Kraft den Burggraben bezwingen und das Fort erstürmen, sind sportliche Jogger.