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Berücksichtigung der Gemischtoxizität bei der Beurteilung der Gewässerqualität
In diesem Projekt wird nach Lösungen gesucht, wie man die Gemischtoxizität in die Beurteilung der Gewässerqualität einbeziehen kann. In der EU wird der chemische Zustand von Gewässern anhand sogenannter Umweltqualitätsnormen (environmental quality standards = EQS abgekürzt) bestimmt. Dabei werden gemessene Konzentrationen von Einzelstoffen mit dem jeweiligen EQS für diese Substanz verglichen. Diese EQS stellen eine Konzentration dar, bei der davon ausgegangen werden kann, dass keine nachteiligen Effekte durch die Substanz in der Umwelt auftreten. Auch in der Schweiz werden in den Berichten der Kantone zur Gewässergüte zunehmend solche effektbasierten Werte verwendet.
Sowohl in der EU als auch bei den Schweizer Kantonen wächst das Bedürfnis, diese Einzelstoffbeurteilung auf eine Beurteilung von Substanzgemischen auszuweiten, um ein ganzheitlicheres Bild der Belastung zu bekommen. So werden bereits in einigen Kantonen Substanzen mit gleichem Wirkmechanismus als Gruppe beurteilt. Dies ist ein sinnvolles und wissenschaftlich korrektes Vorgehen, lässt aber eine Gesamtbeurteilung aller in einer Gewässerprobe bestimmten Substanzen nicht zu, da meist auch Substanzen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen anwesend sind. Das Ziel des Projektes ist es, eine pragmatische Lösung zu finden, um bei der Beurteilung der Gemischtoxizität alle Substanzen zu berücksichtigen.