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- Veröffentlicht: 22. August 2012
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Täglich musste früher Wasser am Brunnen geholt werden, denn es gab bis 1895 noch kein fliessendes Wasser in den Häusern. Beim Wasserholen traf man sich am Brunnen und tauschte die Neuigkeiten aus. Ein kleines „Sudeltrögli“, welches an den grossen Trog angebaut war, diente dazu, die schmutzigen Sachen zu reinigen.
Um das Quellwasser zu den Brunnen zu führen, benutzte man Teuchel, das heisst ausgehölte Baumstämme, die man ineinander schob. Die ersten Brunnen bestanden aus einem Trog, der aus einem dicken Eichenstamm geformt war. Mit der Zeit wurde der Trog durch Jurakalkstein ersetzt, auch der Brunnstock.
"Holzdünchel" oder Teuchel, welche bei Eindolungsarbeiten des Dorfbaches zum Vorschein gekommen sind, 17.08.1909 (Ausschnitt)
Staatsarchiv Basellland, STABL_VR_3317_B07_023b
Der Abschluss des Brunnstocks bei den Brunnen ist jeweils eine Eichel. Sie ist ein altes Symbol für Fruchtbarkeit. Wasser hatte früher einen viel grösseren Stellenwert als heute.
Brunnen im Oberdorf mit Eichel als Abschluss
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0