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Credit Suisse
GIS im Economic Research der Credit Suisse
Die Credit Suisse ist eine global tätige Bank mit einem vielfältigen Finanzdienstleistungsangebot. Die Credit Suisse beschäftigt in gut 50 Ländern mehr als 47'000 Mitarbeitende aus über 100 verschiedenen Nationen. Das Economic Research der Credit Suisse besteht aus einem Team von rund 30 Ökonomen, Informationswissenschaftler sowie Datenbank- und GIS-Spezialisten, welches die Schweizer Wirtschaft in den Bereichen Konjunktur, Wirtschaftspolitik, Branchen, Regionen und Immobilien analysiert. Ausgewählte Resultate werden der Öffentlichkeit in Form von Publikationen zugänglich gemacht.
Die Herausforderung
Die verkehrstechnische Erreichbarkeit ist ein entscheidender wirtschaftlicher Standortfaktor. Deshalb verwendet das Economic Research der Credit Suisse in verschiedenen Analysen und internen Gutachten Informationen zur Erreichbarkeit von Standorten und Gebietseinheiten.
Die Herausforderung besteht darin, die grosse Anzahl an Informationen und Faktoren so zu verarbeiten, dass klare und qualitativ hochwertige Zahlen und Aussagen zur verkehrstechnischen Erreichbarkeit vorliegen. Relative und absolute Erreichbarkeiten des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und des öffentlichen Verkehrs (öV) sollen auf verschiedenen räumlichen Ebenen berechnet werden.
Mittels Angaben zum Pendelverhalten von Personen sollen zudem die durch Pendler verursachten Belastungen von Strassenabschnitten berechnet und visualisiert werden.
Die Lösung
Zur Berechnung der verkehrstechnischen Erreichbarkeiten (MIV und öV) wurde die Kombination eines aktivitätsbasierten und eines widerstandsbegrenzten Ansatzes gewählt:
- Die Aktivität eines Raumpunktes wird durch seine Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen beschrieben. Die Variablen stehen für das Potenzial eines Raumpunktes.
- Der Widerstand eines Raumpunktes wird durch die aufgewendete Reisezeit zum Raumpunkt hin abgebildet. Die Reisezeit ist direkt abhängig von der Vernetzung und Funktionsfähigkeit des Verkehrssystems.
Mit zunehmendem Widerstand bzw. mit zunehmender Reisezeit zu anderen Orten verliert ein Raumpunkt an Attraktivität. Der Beitrag von weit entfernten Punkten zur Erreichbarkeit wird geringer gewertet als der in nächster Nähe. Die Funktion für den abnehmenden Einfluss wurde aufgrund von Pendlerdaten aus der Volkszählung 2000 jeweils für den motorisierten Individualverkehr (MIV) und den öffentlichen Verkehr (öV) bestimmt. Mittels Network Analyst wurden die Raumwiderstände (d. h. die Fahrtzeiten), die im MIV aufgewendet werden müssen, berechnet. Der Network Analyst lieferte die Zeitangaben zu den über 75 Mio. Reisewegen. In einem Statistik-Programm wurden anschliessend die Fahrtzeiten bearbeitet und gewichtet, um die relativen MIV-Erreichbarkeitswerte zu erhalten.
Die durch Arbeitspendler (MIV) verursachte Strassenbelastung konnte vollständig in ArcGIS und Network Analyst berechnet werden. Es wurden dabei die Annahmen getroffen, dass Arbeitspendler immer den schnellsten Weg wählen und keine Beeinträchtigung der Fahrtgeschwindigkeit vorliegt. Zudem wurden Gebietseinheiten auf ausgewählte Punkte reduziert. Als Ergebnis resultiert die Anzahl der Arbeitspendler (MIV) für jeden Strassenabschnitt.
Die Resultate
Durch die Verarbeitung statistischer Bevölkerungsdaten und Strassendaten mittels Network Analyst ist das Economic Research in der Lage, ausgewählte Aspekte der Erreichbarkeit seinen Vorstellungen entsprechend zu modellieren. Die Ergebnisse daraus bilden wichtige Bestandteile in der vielfältigen Analysetätigkeit des Economic Research. Des Weiteren können die Resultate in ArcGIS ansprechend visualisiert und publikumsgerecht aufbereitet werden. Beispiele dazu können auf der Credit Suisse Internetseite heruntergeladen werden: www.credit-suisse.com/research.
Relative Erreichbarkeit (MIV). Blau eingefärbte Gebiete weisen eine hohe, rot eingefärbte eine tiefe relative Erreichbarkeit aus.
Screenshot während den Arbeiten zu den Pendlerbelastungen. Eine Partitionierung des Raumes und der Daten war arbeitstechnisch vorteilhaft. Die selektierten Strassenlinien (in türkis) queren alle ein gemeinsames Rechteck (schwarz nummeriert).
Des Weiteren können die Resultate in ArcGIS ansprechend visualisiert und publikumsgerecht
aufbereitet werden. Beispiele dazu können auf der Credit Suisse Internetseite
heruntergeladen werden: www.credit-suisse.com/research.