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Wirkungsmessung erfasst insbesondere jene Effekte (Outcome), die eine Non-Profit-Organisation (NPO) bzw. gemeinnützige Organisation durch ihre Leistungen (Output) bei den Zielgruppen auslösen, aber auch längerfristige Effekte (Impact), welche sich auf Personen, Gruppen, Organisationen, die Gesamtgesellschaft oder den Zustand der Umwelt beziehen, welche nicht zu den direkten Adressaten der Leistungen oder der Projekte gehören.
Input
Als Input bezeichnet man einerseits finanzielle, personelle oder andere Ressourcen, die in Dienstleistungen oder Projekte investiert werden. Teil des Inputs sind aber auch Konzepte, welche die Ziele und die Ausrichtung von Dienstleistungen oder Projekten definieren.
Aktivitäten
Aktivitäten sind Handlungen oder Interventionen der Non-Profit-Organisation (NPO), welche der Erreichung der Ziele dienen und auf der Basis der Inputs umgesetzt werden.
Output (Leistungen)
Als Output werden in unmittelbarem Zusammenhang mit den Interventionen von Dienstleistungen oder Projekten stehende Leistungen bezeichnet. Es handelt sich dabei um quantifizierbare Einheiten wie Produkte oder Teilnahmen, Nutzungen, Beratungen, finanzielle Zuwendungen, zur Verfügung gestellte Hilfsmittel, durchgeführte Kurse, etc.
Outcome (Auswirkungen)
Unter dem Outcome versteht man die Wirkungen einer Dienstleistung oder eines Projektes, welche bei den Zielgruppen ausgelöst werden und sich vom Output ableiten lassen.
Impact (Einwirkung)
Impacts sind dagegen die Wirkungen von Dienstleistungen oder Projekten, welche über die Wirkungen bei den Zielgruppen hinausgehen. Dies können Wirkungen im Umfeld der Zielgruppen, auf der Ebene der Gesellschaft oder betreffend den Zustand der Umwelt sein.
|Wichtig|
Bei einer Zielgruppe muss es sich nicht zwingend um eine Gruppe von Menschen handeln. In bestimmten Zusammenhängen können damit auch Tiere oder Pflanzen gemeint sein. Der Einfachheit halber wird in diesem Leitfaden nur der Begriff «Zielgruppe» verwendet.
|Achtung|
Je nach Dienstleistungen oder Projekt können andere oder mehrere Zielgruppen im Fokus der Intervention stehen. Die Unterscheidung zwischen Outcome und Impact dient der Trennung zwischen den Auswirkungen auf die Zielgruppen und den Einwirkungen auf höherer Aggregationsebene wie der Gesellschaft oder der Umwelt. Für die Überprüfung der Wirkungen ist diese Trennung auch vor dem Hintergrund der zeitlichen Entfaltung von Wirkungen wichtig (vgl. unten Die Entfaltung von Wirkungen braucht Zeit)
|Wichtig|
Unterschiedliche Verwendung der Begriffe Outcome und Impact
Die Begriffe Outcome (Auswirkung) und Impact (Einwirkung) werden in der Literatur verschieden verwendet: Oft werden Outcome und Impact inumgekehrter Reihenfolge genannt. Wichtig ist, dass beim ersten Schritt der Wirkungsentfaltung die unmittelbare Wirkung bei den Zielgruppen imZentrum steht. Mit dem nächsten Schritt werden Wirkungen im Umfeld der Zielgruppen, der gesamtgesellschaftlichen Ebene oder beispielsweise der Umwelt gemeint. Mit der Reihenfolge Outcome vor Impact lehnen wir uns an die im Leitfaden «Wirkungsmessung in der Entwicklungszusammenarbeit» gehaltene Reihenfolge an, welche sich an der englischsprachigen Fachliteratur der Entwicklungszusammenarbeit orientiert.
Detailliertere Definitionen zu den verwendeten Begriffen finden sich bei:
– Beywl und Niestroj 2009, S. 143 ff
– Bundesamt für Gesundheit (2005)
– Bussmann et. al. (1997)
– Knoepfel et al. 2011, S 245 ff.
– Widmer/ De Rocchi 2012, S.30 ff.
|Achtung|
Die Entfaltung von Wirkungen braucht Zeit
Die Umsetzung von Dienstleistungen und Projekten braucht Zeit. Die geplanten Outputs müssen erst einmal umgesetzt und bereitgestellt werden bevor sie auf die Zielgruppen Einfluss nehmen können. Dementsprechend sind Wirkungen bei den Zielgruppen (Outcome) erst nach einiger Zeit messbar. In der Regel geht man bei den Outcomes von einem Zeithorizont von drei bis vier Jahren und bei den Impacts von fünf und mehr Jahren aus.