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Die staatliche Zeitung «Western China City Daily» berichtete am Mittwoch von durchschnittlich 500 Schweinen pro Monat, die aus der Anlage in Qionglai gezogen würden.
Kein neues Phänomen
Im Blatt kam einer der beiden Männer zu Wort, die von örtlichen Behörden mit der Reinigung des Wasserreservoirs beauftragt worden sind. «Ich habe keine Zeit mehr für andere Tätigkeiten zu Hause, seitdem mein Hauptjob darin besteht, jeden Tag tote Schweine zu bergen», wurde der Bauer Xu Bangchun zitiert, der eine nahegelegene Farm betreibt.
Schon vor fünf Jahren trieben dem Zeitungsbericht zufolge tote Schweine in mehreren Flüssen, die das Qionglai-Reservoir füllen. Vor einem Jahr sorgte dann der Fund von mehr als 16'000 Kadavern im Huangpu-Fluss für Aufsehen, der auch durch die Millionenmetropole Shanghai fliesst. Und in der vergangenen Woche entdeckten die Behörden Überreste von 157 Schweinen in einem Fluss der Provinz Jiangxi.
Folge von neuem Gesetz
Allein entlang der drei Zuflüsse des Qionglai-Reservoirs gibt es laut «Western China City Daily» mehr als 300'000 Schweinezüchter. Einige von ihnen entsorgten die toten Tiere anscheinend nachts im Wasser. Laut einem Landwirt seien derartige Methoden bis 2005 unüblich gewesen. Doch dann habe die Regierung ihre Kontrollen verschärft, um zu verhindern, dass das Fleisch toter Tiere als Lebensmittel, Fischmehl oder für andere Zwecke verkauft wird.
Der Zeitung zufolge sollte eine staatlich bezuschusste Versicherung die Landwirte eigentlich dazu bewegen, tote Schweine ordnungsgemäss zu entsorgen. Das Programm umfasse allerdings nicht Ferkel, die besonders anfällig für Krankheiten seien und einen Grossteil des unappetitlichen Treibguts ausmachten.