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Stan Wawrinka steht beim US Open erstmals seit vier Jahren in der 2. Runde. Zum Auftakt siegte die Weltnummer 49 gegen den fünf Positionen besser klassierten Japaner Yoshihito Nishioka 7:6 (7:5), 6:2, 6:4.
Wawrinka zeigte auf dem Grandstand, dem drittgrössten Platz der riesigen Anlage im New Yorker Stadtteil Queens, einen starken Auftritt. Nach einem ausgeglichenen Startsatz ohne eine Breakchance auf beiden Seiten hatte er den nur 1,70 m grossen Linkshänder aus Japan jederzeit im Griff. Nur einmal, zum 1:1 im zweiten Satz, musste Wawrinka den Aufschlag abgeben. Insgesamt spielte der 38-jährige Waadtländer aber zu druckvoll für seinen Gegner, der in diesem Jahr immerhin am Australian Open und in Paris die Achtelfinals erreicht hatte.
Bei seiner 16. Teilnahme in New York trifft Wawrinka nun wie in der 2. Runde von Wimbledon auf den als Nummer 30 gesetzten Argentinier Tomas Martin Etcheverry, den er vor knapp zwei Monaten in vier Sätzen bezwang.
Letztmals hatte der Champion von 2016 vor vier Jahren eine Partie am US Open gewonnen, als er erst im Viertelfinal an Daniil Medwedew scheiterte. Nun ist «Stan the Man» der älteste Spieler in der 2. Runde des US Open seit Jimmy Connors 1992.
Marc-Andrea Hüsler (ATP 97) verpasste hingegen seinen ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier denkbar knapp. Der Zürcher verlor in fünf Sätzen gegen den als Nummer 17 gesetzten Hubert Hurkacz und scheiterte damit auch im sechsten Anlauf auf Grand-Slam-Stufe in der 1. Runde.
Der Linkshänder spielte gegen den favorisierten Polen lange Zeit lange Zeit stark auf und war auf Kurs zu einem Exploit. Hüsler dominierte mit seinem Service – bis er beim Stand von 5:4 im dritten Satz zum Matchgewinn aufschlug und das Spiel zu null abgab. Damit war der Zauber dahin, am Ende verlor er noch 6:4, 7:5, 6:7 (0:7), 3:6, 1:6.
Die Weltnummer 7 Caroline Garcia scheiterte als zweite Top-Ten-Spielerin nach Maria Sakkari bereits in der 1. Runde. Die Französin wurde von der chinesischen Qualifikantin Wang Yafang mit 4:6, 1:6 deklassiert.
Garcia, die im letzten Jahr mit dem Triumph am Masters sowie der Halbfinal-Qualifikation am US Open brilliert hatte, blickt auf eine enttäuschende Saison zurück. Ein Achtelfinal am Australian Open war ihr bestes Resultat, danach gewann sie auf der grössten Bühne nur noch insgesamt drei Partien.
Die Inhaber von Tickets im riesigen Arthur Ashe Stadium, notabene die teuersten beim US Open, erhielten bisher nicht viel für ihr Geld. An den ersten beiden Tagen sahen sie nicht viel Tennis, weil die Matches sehr schnell zu Ende gingen.
Besonders übel traf es die Besucher der Night Session am Dienstagabend. Erst wurde die zweifache Siegerin Venus Williams, die mit 43 Jahren noch einmal eine Wildcard erhielt, von der belgischen Qualifikantin Greet Minnen (WTA 97) in eineinviertel Stunden vom Platz gefegt. Anschliessend knickte Dominik Koepfer (ATP 75) gegen den Titelverteidiger Carlos Alcaraz gleich im ersten Game mit dem Knöchel um. Der bedauernswerte Deutsche biss zwar auf die Zähne, nach 58 Minuten musste er aber dennoch das Handtuch werfen. (ram/sda)
Spielerisch war das kein Leckerbissen, was Porto und Arsenal im Hinspiel ihres Achtelfinals in der Champions League geboten haben. Wenig Tore, wenig Torchancen, wenig Highlights, wenig Spiel überhaupt. 36 Mal unterbrach Schiedsrichter Serdar Gözübüyük aus den Niederlanden die Partie alleine aufgrund von Foulspielen, wobei er in den Augen von Mikel Arteta sehr kleinlich pfiff. Der Trainer der Gäste sagte nach der Partie: «Wir konnten niemanden berühren, alles war gleich Freistoss.» Im Endeffekt war der Ball nur während rund 50 Minuten wirklich im Spiel.