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Meidest du wegen einer Laktoseintoleranz Milchprodukte? Auch, weil du die Auszeichnung "laktosefrei" auf der Verpackung nicht findest? Lass dich nicht irritieren. Ich verrate dir, welche Milchprodukte von Natur aus laktosefrei sind - auch wenn es nicht draufsteht.
Wer eine Laktoseintoleranz hat, ist oft verunsichert, welche Milchprodukte denn eigentlich Milchzucker enthalten und welche garantiert laktosefrei sind. Aus Angst vor dem nächsten Bauchweh werden Joghurt, Quark und Käse minutiös nach der Auszeichnung "laktosefrei" abgesucht. Produkte ohne einen solchen Vermerk werden aus dem Kühlschrank verbannt.
Eigentlich eine gute Sache
Produkte, die mit dem Vermerk "laktosefrei" ausgezeichnet sind, erleichtern dir das Einkaufen. Zweifellos. Gleichzeitig führen sie auch zur Frage, ob alle Produkte, die keinen solchen Vermerk tragen, automatisch Milchzucker enthalten. Musst du also auf alle Milchprodukte verzichten, bloss weil nichts über den Milchzuckergehalt auf der Packung steht? Definitiv nicht!
Das Lebensmittelrecht gibt vor, was richtig ist
Die schweizerische Lebensmittelverordnung schreibt vor, dass Produkte, die von Natur aus laktosefrei sind, nicht mit "laktosefrei" ausgezeichnet werden dürfen. Beim Apfel erscheint das logisch: Er enthält Fruchtzucker, und der Hinweis "laktosefrei" ist nicht nötig. Anders beim Käse: Gereifter Käse ist von Natur aus laktosefrei, hier wäre ein Hinweis durchaus sinnvoll. Manche Käsesorten tragen den Vermerk "von Natur aus laktosefrei" oder "natürlicherweise laktosefrei". Durchgesetzt hat sich diese Sprachregelung bisher nicht.
Entscheide selbst und probiere aus!
Wie kannst du also abschätzen, ob ein Milchprodukt viel, wenig oder gar keinen Milchzucker mehr enthält? Entscheidend ist der Wassergehalt. Milchzucker ist in der Milch an den wässrigen Anteil gebunden. Milchprodukte, die noch flüssig (Milch, Buttermilch), cremig (Joghurt, Quark) oder ungereift (Frischkäse, Quark) sind, enthalten noch Milchzucker. Hier lohnt es sich meistens, zu den laktosefreien Alternativen zu greifen.
Milchprodukte, die mehrheitlich aus Milchfett bestehen und nur noch wenig Wasser enthalten (z.B. Butter und Rahm), enthalten noch etwas Milchzucker. Von beiden isst du im Alltag meistens nur kleine Mengen, was in der Regel keine Beschwerden verursacht. Liebst du hingegen Buttersaucen oder Desserts mit viel Schlagrahm, musst du ausprobieren, ob du für diese Gerichte nicht besser auf die laktosefreien Alternativen ausweichst.
Verzicht: Nur so viel wie nötig
Hast du dich auch schon gefragt, ob du deine noch vorhandene Laktoseverträglichkeit schützen kannst? Oder ob sich mit der Zeit die Toleranz gegenüber Milchzucker sogar wieder verbessert? Beides ist individuell durchaus möglich, wenn auch keineswegs garantiert. Voraussetzung ist, dass du milchzuckerhaltigen Nahrungsmitteln immer wieder eine Chance gibst und sie nicht konsequent aus deinem Leben verbannst. Probiere langsam und schrittweise immer wieder aus, welche Milchprodukte du in welchen Mengen noch oder wieder verträgst.