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Der Staat hat dem Bürger religiös neutral gegenüberzutreten, und es ist das Recht eines jeden einzelnen Bürgers, sich selbst für eine beliebige Religion zu entscheiden, oder auch für gar keine.
Darum haben religiöse Symbole in sämtlichen staatlichen Einrichtungen nichts verloren. Sie sind in jedem Fall zu entfernen, auch dann, wenn sich niemand beschwert.
Es ist dabei völlig unerheblich, ob es sich um ein Kruzifix handelt, um ein schlichtes Kreuz, um einen islamischen Halbmond, um eine Bibel, einen Koran, einen Talmud, eine Buddhastatue, oder was auch immer.
Religion ist die persönliche Entscheidung eines jeden einzelnen, sie ist reine Privatsache und hat daher ausserhalb von Kirchen im öffentlichen Raum nichts zu suchen.
Unter gar keinen Umständen darf jemandem ein Nachteil dadurch entstehen, dass er nicht bereit ist, im öffentlichen Raum religiöse Symbole zu dulden und diese entfernt oder deren Entfernung verlangt.
Die Entlassung des Walliser Lehrers ist in jedem Fall ein Unrecht, ebenso wie die Weigerung der Luzerner Gemeinde, trotz klarer Forderung der Eltern religiöse Symbole aus den Schulzimmern zu entfernen. Das Kruzifix durch ein einfaches Kreuz zu ersetzen, ist ein Lausbubenstreich, der einer Schulgemeinde nicht würdig ist.