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Laut psychiatrischem Gutachten leidet der Mann an einer «dependenten Persönlichkeitsstörung», welche dazu führt, sich seinen Liebsten extrem unterzuordnen und alles für sie zu tun. Im Fall des brandstiftenden Feuerwehrmannes ging das so weit, dass er zum Kriminellen wurde.
Laut «zentralplus.ch» hat er von 1988 bis 1992 elf Brände gelegt, um mehr Zeit mit seinen Feuerwehrkollegen zu verbringen und zu erreichen, dass sie ihn mögen. Von 2002 bis 2006 fackelte er gleich 17 Häuser ab, um der Familie seiner Frau zu imponieren.
Langsame Rückkehr auf eigenen Beine
Mittlerweile hat der Mann eine mehrjährige Gefängnisstrafe abgesessen. Seit März 2018 lebt er in einem Wohn- und Arbeitsexternat, wo er tagsüber ausserhalb der Gefängnismauern arbeitet und am Abend in die Wohngruppe zurückkehrt.
Obwohl er in der Therapie gute Fortschritte gemacht hat, besteht noch immer eine Rückfallgefahr. Ein neues psychiatrisches Gutachten, das der VBD angeordnet hatte, überzeugte das Kantonsgericht jedoch. Die Zeit sei reif, dass der Mann auf eigenen Beinen stehe und sich seine eigene Wohnung suche. Er habe gelernt, «seine Freunde sorgfältiger auszusuchen» und seine Beziehungen kritisch zu hinterfragen. Er wird aber weitere fünf Jahre lang durch eine Wohnbegleitung betreut und muss eine sinnvolle Tagesstruktur aufrechterhalten. Hält er sich nicht an die Auflagen, muss er zurück in den stationären Vollzug.
(imü)