Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/1354

Gua Sha / Schröpfen
Gua Sha (Schabetechnik) und Schröpfen (Vakuumisierte Glas- oder Plastikglocken) zählen zu den manuellen Therapiemethoden. Die Wirkprinzipien dieser beiden Methoden sind sehr ähnlich. Es wird die Durchblutung angeregt, wodurch Schad- und Entzündungsstoffe besser abtransportiert werden können und auch die Ausleitung von Schadstoffen über die Haut verbessert wird.
Dadurch lassen sich Funktionsstörungen beheben, Schmerzen (von z.B. Verspannungen) lindern und Krankheiten (z.B. Erkältung) positiv beeinflussen. Weiter wird auch das Immunsystem gestärkt, da die Abwehr angeregt und so auch Krankheitsrückfälle minimiert werden.
Beim Gua Sha wird mit einem Gegenstand - z.B. einem chinesischen Suppenlöffel oder einem speziellen Schaber aus Horn - das betroffene Areal geschabt, wodurch die lokale Durchblutung und somit auch der lokale Stoffwechsel belebt wird.
Das Schröpfen funktioniert vom Wirkprinzip her sehr ähnlich, wobei die Wirkungsweise in die tieferen Körper-, Muskelschichten vordringt. Man unterscheidet verschiedene Schröpfmethoden die entweder mit Glas- oder Bambusschröpfköpfen (Vakuum durch Feuer) oder Plastikschröpfköpfen (Vakuum durch Pumpe) durchgeführt werden können.
Beim trockenen Schröpfen setzt der Behandelnde die Schröpfköpfe direkt auf bestimmte Akupunktur- oder Ashipunkte und belässt sie da für ca. zehn Minuten. Diese Methode wird vor allem angewendet, um gleichzeitig einen spezifischen Punkt zu stimulieren.
Beim intermittierenden Schröpfen wird der Schröpfkopf gesetzt und gleich wieder entfernt, wodurch eine zusätzliche Lockerung des Gewebes entsteht. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt.
Die Schröpfkopfmassage erweist sich wohl als die intensivste Methode und ist somit bei Verspannungen besonders geeignet. Bei ihr wird die betroffene Körperstelle mit einem Öl oder einer Creme eingerieben und anschliessend das vakuumisierte Schröpfglas über das betroffene Areal gestrichen.
Das blutige Schröpfen ist sehr geeignet, um Hitzezeichen einer Region oder eines Organs abzuleiten, aber auch um eine lokale Blutstagnation zu beseitigen. Dabei punktiert der Therapeut die betroffene Stelle mehrmals mit Nadeln und setzt dann das Schröpfglas auf die vorbereitete Körperstelle, so dass etwas Blut in das Glas abfliessen kann. Das Schröpfen ist somit auch eine Methode für den Mikroaderlass.
Sowohl beim Schröpfen, wie auch beim Gua Sha können Hautrötungen und Hämatome entstehen, die für einige Tage sichtbar und evt. auch als solche spürbar sind.