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In den letzten zehn Jahren sind rund zehn Prozent des weltweiten Fischfangs wieder im Meer gelandet. Dies hat eine gemeinsame Untersuchung der University of British Columbia und der University of Western Australia herausgefunden. «In der heutigen Zeit der Nahrungsmittelknappheit ist das eine wichtige Erkenntnis», sagt Dirk Zeller, Hauptautor der Studie in einer Medienmitteilung.
Die 10 Millionen Tonnen Fisch, die jährlich von grossen Fischerei-Konzernen weggekippt werden, setzen sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: Beschädigte Fische, zu Kleine, solche die aus der Saison sind oder einfach Beifang, der in den grossen Schleppnetzen landet. Am meisten Fisch wird im Pazifik weggekippt.
«Manchmal fischen grosse Schiffe auch einfach weiter, obwohl sie gar nicht mehr in ihren Kühlerräumen unterbringen können», so Zeller. Die Fischer hofften dabei, dass sie grössere Fische fangen würden und diese teurer verkaufen könnten. Die kleinen Fische landen dann wieder im Meer.
In den 50er-Jahren habe der Anteil der von Bord geworfenen Fische noch fünf Millionen Tonnen betragen. In den 80er-Jahren sei dieser bis zu 18 Millionen Tonnen angewachsen. Erst in den letzten zehn Jahren habe sich der Anteil auf etwa 10 Millionen Tonnen stabilisiert.
Diese Reduktion sei aber nicht nur auf bessere Fangmethoden zurückzuführen. «Die Anteile des ausgemusterten Fisches geht deshalb zurück, weil viele Spezies bereits überfischt wurden. Wenn die Fischfänge allgemein zurückgehen, wird auch weniger weggeworfen», sagt Zeller. (leo)