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Die Strengelbacher Kirche wurde am 24. März 1968 mit einem grossen Fest eingeweiht. Ein halbes Jahr später wurden in einem Gottesdienst drei Kunstwerke gewürdigt, die seither in der Kirche ausgeführt wurden: Das Sgraffito «Tobias» im Foyer des Aarauer Künstlers Felix Hoffmann (1911–1975), die Farbgläser in den beiden Giebelwänden von Roland Guignard und das Steinfries im Chorraum mit den vier Evangelistensymbolen und dem Christusmonogramm in der Mitte. Die Gestaltung dieser Symbole habe in der Kirchgemeinde im Vorfeld am meisten zu reden gegeben. Ein erster Entwurf des Bildhauers Peter Hächler sei näher an natürlichen Formen eines Engels, eines Adlers, eines Stiers und eines Löwen gewesen. Es habe ein langer Entwicklungsprozess zu den dann realisierten, abstrakteren Formen gebraucht. Und dann konnte bei dieser Einweihung gesagt werden: «Erst seit die drei ganz verschiedenen Arbeiten ausgeführt und gesetzt sind, kann man sagen, dass die Kirche fertig dasteht.»
Allerdings: Einige Jahre später konnte der Nachfolger im Pfarramt die Gemeinde überzeugen, dass ausser dem Christusmonogramm doch auch das Kreuz als christliches Symbol nötig ist. So bekam die Strengelbacher Kirche nachträglich ein Eisenkreuz vom Metallbauer Alfred Gugelmann aus Zofingen.
Der Schreibende findet die Geschichte darum besonders spannend, weil er als Pfarrer auch in der Gemeinde Bischofszell war, wo exakt 1968 ebenfalls eine reformierte Kirche gebaut wurde. Dort war von den Planern das christliche Symbol noch diskreter als Betonrelief vorgesehen. Aber auch dort wollte die Gemeinde nachträglich ein Kreuz, welches dann im selben Holz wie die Kirchenbänke angefertigt wurde.22. August 2016, Samuel Dietiker, Pfarrer