Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/343

Es sei unsicher, ob Italien politisch in der Lage sei, die notwendigen politischen Reformen durchzuführen, begründete DBRS seine Entscheidung. Zudem halte die Schwäche im italienischen Bankensektor an. DBRS verwies das schwache Wachstumsumfeld. Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum dürfte es laut DBRS schwieriger sein, zusätzliche Reformmassnahmen zu beschliessen.
Die Entscheidung könnte die Lage für die italienischen Banken verschärfen. Schliesslich war DBRS die einzige Ratingagentur, die dem Land eine Note im A-Bereich gegeben hatte. Wenn Banken jetzt italienische Staatsanleihen zur Refinanzierung bei der Europäischen Zentralbank (EZB) nutzen, müssen sie merklich höhere Abschläge (Haircuts) hinnehmen. Dies dürfte insbesondere italienische Banken treffen. Die Entscheidung könnte aber auch die Finanzierung des italienischen Staates erschweren. Schliesslich werden jetzt italienische Staatsanleihen für Anleger weniger attraktiv.
Die drei anderen Ratingagenturen hatten Italien bereits zuvor keine Noten mehr im als sehr sicher geltenden "A"-Bereich gegeben. So bewertet Fitch Italien wie DBRS mit "BBB+". Moddy gibt mit "Baa2" eine Note schlechter. Bei Standard & Poor's liegt Italien mit "BBB-" nur noch eine Note über dem sogenannten Ramschbereich./jsl/he
(AWP)