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In der Schweiz überwintern dieses Jahr etwas weniger Wasservögel. Ursache ist nicht der hohe Frankenkurs, sondern die milden Temperaturen.
In der Schweiz überwintern normalerweise rund eine halbe Million Wasservögel. Diese Zahl dürfte wegen des milden Winters dieses Jahr leicht niedriger ausfallen, wie die Vogelwarte Sempach am Donnerstag anlässlich des «World Wetlands Day», dem Tag der Feuchtgebiete (2. Februar), bekanntgab.
Viele Reiherenten und Schellenten sind im Norden geblieben, da auch im Ostseeraum nur wenige Gewässer zugefroren sind. Laut der Vogelwarte Sempach besteht diese Tendenz bereits seit den 90-er Jahren.
Die Zahl der Silberreiher und Bekassinen ist dagegen auffallend hoch. Und auch den Eisvögeln und den 20'000 farbenprächtigen Kolbenenten aus Südwesteuropa behagen die milden Bedingungen: Letztere können von einem reichen Angebot an Armleuchteralgen profitieren.
Die Zählungen werden jeden Winter von rund 600 Freiwilligen zusammen mit Angestellten der Vogelwarte durchgeführt. Die Bestände der überwinternden Wasservögel werden auch europaweit und in Afrika gezählt. Koordiniert wird die Aktion von den Niederlanden aus.
swissinfo und Agenturen