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Offenheit: 4
Das Format ist seit 2005 ein OASIS-Standard respektive seit 2006 als ISO/IEC 26300 öffentlich publiziert.
Ebenfalls offengelegt und frei zugänglich ist der ZIP-Komprimierungsalgorithmus. (http://www.info-zip.org/)
Lizenzfreiheit: 3
Das Format enthält Patente. Diese sind für alle zukünftigen Versionen freigegeben, solange Sun (bzw. Oracle) mitarbeitet.
Die verwendeten Schriften sind nicht lizenzfrei, was bei der späteren Verwendung zu Problemen mit den Rechten führen könnte.
Verbreitung: 2
Das Format ist noch wenig verbreitet, wird im staatlichen Bereich jedoch gefördert, indem ODF empfohlen oder generell als Standard vorgeschrieben wird. (Deutschland, Belgien, Argentinien u. a.).
Funktionalitaet: 4
ODF kann alle vorstellbaren signifikanten Eigenschaften von Textdokumenten repräsentieren. OpenOffice erzeugt ODF-Dokumente und kann verschiedene gängige und obsolete Textverarbeitungsformate in ODF konvertieren. Problematisch ist die Darstellungserhaltung von ODF-Dokumenten. Ebenso werden genuine ODF-Dokumente von verschiedenen Viewern verschieden dargestellt. Dies hängt damit zusammen, dass in ODF-Dateien die Schriften und wohl auch die Farbräume nicht eingebettet sind. ODF-Dateien können Makros enthalten, was eine zuverlässige Anzeige der Dokumente ebenfalls stören kann. Ebenso problematisch ist aus archivischer Sicht die Option Schreibschutz.
Implementierung: 4
ODF ist das native Format der Open-Source-Anwendung OpenOffice und ihrer Derivate. Auch Microsoft Office sowie weitere Produkte können Dokumente in ODF nativ erzeugen.
Speicherdichte: 3
Durch den Einsatz von ZIP-Komprimierung wird eine relativ hohe Speicherdichte erreicht.
Verifizierbarkeit: 3
Die Erkennung ist nicht nur durch die Extension, sondern auch über die entsprechende Bytesequenz möglich. Es existiert ein ODF-Validator.
Best Practice: 1
Das Format wird in verschiedenen Ländern staatlich gefördert für die Verwendung bei Behörden und in der Verwaltung. In den Archiven ist das Format noch nicht angekommen.
Perspektive: 2
Die Perspektiven für die Verbreitung von ODF sind durchzogen. Einige Autoren bezweifeln, dass sich das Format trotz staatlicher Unterstützung durchsetzen kann angesichts der Konkurrenz von OOXML und der Marktmacht von Microsoft. Andererseits arbeitet eine grosse und breit abgestützte Community an diesem Format. Es ist deshalb momentan nicht möglich, die Zukunftschancen des Formats mit der notwendigen Sicherheit zu beurteilen.
Formatklasse: C
Es handelt sich um ein Format, das aus archivischer Sicht interessant ist. Obwohl es seit 2005 existiert, ist es nach wie vor nicht verbreitet.