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Über Jahrmillionen werden Salze durch Regen und Schmelzwasser aus der Erdkruste gelöst und durch die Flüsse in die Meere hineingeschwemmt. In den Flüssen ist die Salzkonzentration gering. Im Meer sammelt sich das Salz dann an. Zudem verdunstet durch Sonneneinstrahlung stetig Wasser und die Salzlösung konzentriert sich.
Weniger Salz in der Ostsee
Niederschlag, Hitze und Zuflüsse sind die drei Komponenten, die den Salzgehalt eines Meeres am stärksten bestimmen. Wo viel Süsswasser in die Meere fliesst, ist der Salzgehalt weniger hoch – zum Beispiel in der Ostsee. Hunderte Flüsse schwemmen Regenwasser in dieses Nebenmeer des Atlantiks, so dass es mit nur 0,2 bis 2 Prozent einen sehr geringen Salzgehalt hat.
Mehr Salz im Mittelmeer
Das Mittelmeer hingegen liegt in einer Region, in der wenig Regen fällt, es aber oft heiss ist. Die Hitze lässt viel Meerwasser verdunsten. Das führt dazu, dass das Mittelmeer zu den salzigsten Grossgewässern der Erde gehört. Sein Salzgehalt liegt bei etwa 3,8 Prozent. Die höchste Salzkonzentration hat das Tote Meer: 28 Prozent. Dieser Binnensee hat keinen Abfluss und ist von heissen Wüsten umgeben.
Diesen Artikel haben wir schon einmal publiziert und jetzt aus aktuellem Anlass in überarbeiteter Form noch einmal veröffentlicht.
Salz-, Süss- und Brackwasser
Wasser, das mehr als ein Prozent Salz enthält, nennt man Salzwasser. Bei unter 0,1 Prozent handelt es sich um Süsswasser. Dazwischen befindet sich der Brackwasser-Bereich. Brackwasser-Zonen entstehen dort, wo Flüsse auf Meerwasser treffen. Das ist zum Beispiel an der Mündung des Rheins oder im Finnischen Meerbusen der Fall.