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Auch die ELN-Guerilla in Kolumbien beteiligt sich jetzt am Friedensprozess. Nach dem Friedensvertrag zwischen Regierung und der der FARC schreiten auch die Verhandlungen mit der ELN voran.
Am Montag, 04.09.2017 wurde in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito einen viermonatigen Waffenstillstand bekannt gegeben. Anlass ist der Besuch von Papst Franziskus in dem südamerikanischen Land, der am 6. September beginnt.
Zum Ende der dritten Sitzungsrunde der Gespräche unterschrieben beide Verhandlungsparteien ein Abkommen, in dem es unter anderem heißt: "Mit dem Ziel, humanitäre Aktionen konkret werden zu lassen, haben sich die Kolumbianische Regierung und die Nationale Befreiungsarmee (ELN) auf einen befristeten bilateralen Waffenstillstand geeinigt, der die Intensität des bewaffneten Konfliktes reduzieren wird". Dieser soll zunächst vier Monate andauern, am 1. Oktober beginnen und am 12. Januar 2018 auslaufen. Die Guerilla verpflichte sich, Entführungen, Anschläge auf Pipelines und Angriffe gegen Zivilisten einzustellen.
Die Waffenruhe soll von einem Gremium, bestehend aus Vertretern der Regierung, der ELN, der Vereinten Nationen und der katholischen Kirche, beobachtet und überwacht werden, mögliche Verstöße sollen sofort gemeldet werden. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos gab bekannt, dass sie verlängert werden könne, wenn die Verhandlungen über die übrigen Punkte fortschreiten und die ELN sich an die Abmachung halte.
Quellen:
- Amerika21.de (05.09.2017)
- NZZ (05.09.2017)
- Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JOSE JACOME