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Der heute Mittag in Luhmühlen in der Geländeprüfung des Vier-Sterne-Events in Luhmühlen gestürzte Vielseitigkeitsreiter Benjamin Winter lebt nicht mehr. Am Nachmittag wurde die Nachricht über den Tod des Kaderreiters verbreitet.
Winter war mit seinem zweiten Pferd Ispo heute im letzten Drittel der Strecke an einem Hochweitsprung schwer gestürzt. Er war anschließend mit dem Hubschrauber in die Notfallklinik Boberg im Süden Hamburgs geflogen worden. Winter wurde 25 Jahre alt.
„Benni“ stammte aus einer Reiterfamilie. 2005 wurde er Westfälischer Meister der Junioren, bereits im folgenden Jahr errang er seine erste Medaille auf Deutschen Meisterschaften, Bronze. Im selben Jahr gehörte er zu der Equipe, die bei den Europameisterschaften in Irland Mannschaftsgold gewann. Mit dem Wallach Wild Thing, der heute in Luhmühlen sein Vier-Sterne-Debüt gab und den Kurs fehlerfrei absolvierte, wurde er 2007 in seinem ersten Jahr als Junger Reiter Sechster der Deutschen Meisterschaft. Außerdem holte er EM-Bronze mit dem Team in Blair Castle, Schottland. Weitere Highlights seiner Karriere waren 2008 der Sieg im Preis der Besten, Silber mit dem Team bei der Europameisterschaft in Kreuth, Einzel Platz vier sowie der deutsche Meistertitel mit Wild Thing 2009 bei den Jungen Reitern und die Mannschafts-Silbermedaille bei der Europameisterschaft.
2009 wechselte Winter nach Warendorf, wo er seine Ausbildung zum Pferdewirt absolvierte, Ende 2011 wurde er in den Olympiakader berufen. 2011 ging er bei den Europameisterschaften in Luhmühlen als Einzelreiter mit Wild Thing an den Start und wurde 13.
In Malmö ritt er als Einzelreiter für Deutschland bei der EM 2013 auf den 18. Platz, diesmal im Sattel von Ispo, dem Rappen, mit dem es heute zu dem schrecklichen Sturz kam.
In einer ersten Stellungnahme des Organisationskomitees Luhmühlen heißt es: „Bestürzt und in tiefer Traurigkeit haben wir von Benjamin Winters Tod erfahren. Benjamin Winter ist an Hindernis 20 des CCI**** Geländes gestürzt, hat dabei schwere Kopfverletzungen erlitten und ist seinen Verletzungen erlegen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.“