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Die Lokremise
Die Lokremise ist der zentrale Teil des historischen Eisenbahn-Ensemble Romanshorn
Von den einst sehr grossen Bahnanlagen des Bahnhofs Romanshorn ist vieles verschwunden, auch wenn die Bahnanlagen immer noch bedeutend sind. Die heute noch markantesten Anlagen sind die Lokremise, zusammen mit den beiden Stellwerkgebäuden I und II.
Wie ausgedehnt die Bahnanlagen in Romanshorn einst waren, kann aus dem nebenstehenden Ausschnitt der Siegfriedkarte von 1930 entnommen werden. Klar ersichtlich ist, wie dominant die Bahnanlagen rund um den Hafen Romanshorn sind.
Die meisten Gleisanlagen rund um den Hafen und die Gleisanschlüsse für die Lagerhäuser sind zu einem grossen Teil verschwunden. Auch die Fussgängerüberführung über die Gleisanlagen ist nicht mehr vorhanden. Die Lokremise aber hat (glücklicherweise) überlebt. Die Geleise rund um die Lokremise und die grosse Drehscheibe sind ebenfalls weitgehend unverändert vorhanden.
Die Lokremise verfügt über insgesamt sechs Geleise. Neben diesen befindet sich der Betriebstrakt. Im Erdgeschoss waren Werkstätten und Aufenthaltsräume für das Personal untergebracht. Im ersten Stock sind die Schlafräume für Lokführer, in deren Dienstplänen eine Übernachtung in Romanshorn vorgesehen war, sowie eine Wohnung für einen SBB-Mitarbeiter eingerichtet.
Das untenstehende Bild zeigt einen Plan des Locorama aus der Bauzeit. Übrigens ist in den Entwürfen am südlichen Ende noch eine Schiebebühne eingezeichnet, an deren Stelle die Drehscheibe steht, die heute noch vorhanden ist.
Beachtenswert ist diegrosse Zahl von Kaminen, die in der Dampflokzeit notwendig waren, da die Kessel der Dampfloks über Nacht mit einem Ruhefeuer betriebsbereit gehalten wurden.
Eines dieser Kamine ist heute wieder erstellt worden und wird verwendet, wenn eine der Dampfloks im Locorama angeheizt (angefeuert) werden muss. Ein Ventilator sorgt dabei für den notwendigen Zug.
Vor dem Locorama, gut sichtbar von den ein- und ausfahrenden Zügen, ist die Gotthard-Dampflok C5/6 Nr. 2958 abgestellt. Das Bild unten zeigt die eindrückliche Lok bei Nacht.
Foto: R. Soppelsa