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Balduccio mit seinem Olivenöl aus der Toskana
Andreas März gehört zu den Urvätern des perfekten Olivenöls - jetzt ist sein Sohn Adriano am Drücker.
Andreas März ist ein Überzeugungstäter. Als er Ende der siebziger Jahre nach Italien übersiedelte, um Weinbauer zu werden, da lachte sich sein Vater krumm. "Der kommt bald wieder zurück," verkündete er. Er sollte sich täuschen. Andreas März ist immer noch dort.
Das Weinmachen hat er unterdessen aufgegeben. Die Legende sagt, sein allererster Wein sei ein Cabernet Sauvignon gewesen, wofür er viele Meriten erhielt. Doch März wäre nicht März, hätte er den Cabernet Sauvignon nicht ausgerissen. "Was hat Cabernet Sauvignon in der Toskana zu suchen," brummt er jeweils, angesprochen auf seine ersten Weinschritte. Stattdessen produzierte er fortan einen ziemlich gächen Sangiovese - ohne Holzausbau, nur im Stahltank.
Daneben rief er noch die Fachzeitschrift "Merum" ins Leben und kam schon bald in Kontakt mit dem Olivenöl. Das wurde - neben "Merum" - seine zweite Passion. Ein frisches, perfektes Olivenöl herstellen! Der Erfolg, den Andreas März unterdessen damit hat, zeigt, dass er am Ziel ist.
März sei ein Olivenöl-Taliban, kritisieren hingegen die Chefeinkäufer der grossen Supermarktketten. Kein Wunder. In "Merum" klärt er die geneigte Leserinnen-und Leserschaft kundig auf, wie die Supermarkt-Öle produziert werden und wie die perfekten, frischen Olivenöle von meist eher kleineren Olmühlen. Das passt nicht allen. Ein grosser italienischer Olivenöl-Abfüller verklagte vor ein paar Jahren Andreas März und sein Blatt wegen Verleumdung - und verlor den Prozess prompt. David hatte Goliath vor Gericht besiegt.