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Jeder Tropfen zählt!
Am 12. April 1866 wurde in Basel der erste Wasserhahn aufgedreht. Seither hat sich die Trinkwasserversorgung in Basel stark gewandelt. Bereits in den 1870-er Jahren wurde das Wasser in Basel knapp - die natürliche Grundwasserbildung konnte den Trinkwasserbedarf von Basel nicht mehr decken. Seit 1882 wird das Grundwasser deshalb mit Wasser angereichert. Heute entnimmt IWB dem Rhein Wasser, um die Trinkwasserproduktion in den Langen Erlen und im Hardwald sicherzustellen. Das Rheinwasser wird zum Versickern gebracht und mischt sich im Untergrund mit dem Grundwasser. Das in Grundwasserbrunnen gefasste Trinkwasser erreicht über das Leitungsnetz die Menschen.
Schema der Trinkwasserproduktion in den Langen Erlen
Im Wandel der Zeit: Wasserverbrauch in Basel
Nach einem starken Rückgang seit dem Jahre 1971 – die Wasserabgabe lag in diesem Jahr bei 48,9 Mio. m3 – hat sich der Verbrauch in den letzten Jahren bei rund 26 Mio. m3/a stabilisiert 1.
Der mittlere Tagesbedarf an Trinkwasser, der 1971 133‘900 m3 betrug, sank bis 2014 auf rund 70‘000 m3. Dementsprechend ist auch der Wasserverbrauch bei den Haushalten im IWB Versorgungsgebiet rückläufig. Er reduzierte sich in den Jahren von 2000 bis 2015 von 230 auf rund 145 Liter pro Person und Tag. Der durchschnittliche Schweizer Wasserverbrauch pro Tag setzt sich wie folgt zusammen:
- Trinkwasser: 2-3 Liter
- Toilettenspülung: 42 Liter
- Baden, Duschen: 37 Liter
- Waschmaschine: 18 Liter
- Kochen, Abwaschen: 21 Liter
- kleine Körperpflege, Händewaschen: 15 Liter
- Geschirrspüler: 3 Liter
- Aussenbereich: 6 Liter
Wie aus dieser Zusammensetzung hervorgeht, ist die Eigenförderung von Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft in diesem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch nicht enthalten 4. Ebenfalls nicht mit eingerechnet ist das Wasser, welches im Ausland für die Herstellung von importierten Produkten verbraucht wurde.
Laut dem Umweltbericht beider Basel 2016 sind die Sensibilisierung der Konsumenten, der Einbau wassersparender Armaturen sowie die flächendeckende Einführung von kostendeckenden Wassergebühren die Hauptgründe für die kontinuierliche Reduktion des Wasserverbrauchs 2. Der Indikator ist und bleibt jedoch abhängig von der Bevölkerungsentwicklung und den klimatischen Bedingungen. In trockenen, warmen Jahren wird mehr Wasser verbraucht als in nassen, kühleren Jahren.
Auch die jährliche Brauchwassermenge von Industrie und Gewerbe sank nach 1990 merklich 3. Seit 2006 liegt sie relativ stabil um 15 Mio. m3. Diese Zahl umfasst sowohl den Verbrauch aus dem öffentlichen Netz als auch die privaten Grundwasserförderungen.
Die Industrie und das Gewerbe brauchen Wasser einerseits zur Produktion und andererseits zur Kühlung von Produktionsprozessen. Weiter zunehmen wird in Zukunft die Grundwassernutzung zum Heizen und Kühlen von Gebäuden, was aber insgesamt mengenmässig noch kaum ins Gewicht fällt. Der Verbrauch ist abhängig vom Vorkommen von wasserintensiven Betrieben, welches je nach Gemeinde/Region sowie von Jahr zu Jahr variieren kann.
Einfache Sparmassnahmen für den Alltag
Um diesen Abwärtstrend beim Wasserverbrauch weiter zu fördern, unterstützt IWB ihre Kundinnen und Kunden mit wertvollen Tipps, wie sie ihren Wasserverbrauch im Alltag mit wenig Aufwand und Komfortverlust senken können. Mit folgenden Massnahmen lassen sich die Umwelt und das Haushaltsbudget auf einfache Weise schonen:
- Duschen statt Vollbad nehmen (37 l statt 120 l)
- Wassersparset anbringen (3 l statt 12 l pro Minute Verbrauch)
- Geschirr nicht unter laufendem Wasser waschen und spülen
- WC-Spülung beim kleinen Geschäft bewusst unterbrechen
- Waschmaschine möglichst ganz füllen und Spargang verwenden (neue Geräte brauchen ca. 50% weniger Wasser)
- Sammeln des Regenwassers für die Gartenbewässerung und bei grosser Hitze nicht sprenkeln
Auch wenn Wasser in der Schweiz weder knapp noch besonders teuer ist, sollten wir sorgsam und verantwortungsbewusst damit umgehen. Denn es ist für uns Menschen lebenswichtig. Jeder Tropfen zählt!