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Positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes sehen die Initiantinnen und Initianten sowie einen weiteren Schritt hin zur Gleichberechtigung von Müttern und Vätern, damit mehr Zufriedenheit, auch gegenüber der eigenen Arbeitgeberin.
Mich überzeugt das. Weil ich in den Familien im Freundeskreis sehe, dass sich die Argumente bewahrheiten. Die Kinder erleben ihren Vater und ihre Mutter als Gegenüber, der eine macht es anders als die andere, das familiäre Beziehungsnetz wird vielfältiger. Sowieso ist das ein Balanceakt, der immer wieder neu auszuhandeln ist zwischen den Eltern und mit ihren Kindern – warum also nicht zumindest politisch den Spielraum erweitern?
Manche mögen wirtschaftliche Interessen dagegen ins Spiel führen. Manche werden ein traditionelles Familienbild gefährdet sehen. Andere fühlen sich in ihrer Identität hinterfragt: Wer bin ich als Frau, wenn ich die Mutterrolle mit einem anderen teile? Wer bin ich als Mann, wenn ich die Erwerbsrolle mit einer anderen teile?
Mir scheint, hier wird niemandem etwas weggenommen. Alle aber erhielten eine grössere Freiheit, selbst und miteinander zu entscheiden, wer wann welche Aufgaben übernimmt. Das hat etwas mit Würde zu tun. Würde besteht darin, sich als Mensch in verschiedenen Möglichkeiten denken zu dürfen, heisst es beim Philosophen Pico della Mirandola. Das war schon im Jahr 1486.