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Zusammen lernen
Die Lerngemeinschaft: Vielleicht hast du bisher immer alleine über den Aufgaben gebrütet. Wenn du während des Unterrichts nicht alles mitbekommen und verstanden hast, klappt es beim Lernen nicht, weil du immer wieder Fragen hast, die dir niemand beantworten kann. Du kannst Nachhilfestunden nehmen, die meist nicht billig sind. Wie wäre es mit einer Lerngemeinschaft, um dieses Problem anzugehen?
Beispiele:
- Eine Kollegin oder ein Kollege ist in Mathematik begabter als du und kann dir die Aufgabenstellungen auf seine Art erklären.
- Du selber hast ein Flair für Sprachen und kannst deinen Kolleginnen und Kollegen die grammatikalischen Klippen umschiffen helfen.
- Und ein Dritter ist Computerfreak und löst Probleme, die sich auf diesem Gebiet stellen.
Peer-to-Peer-Teaching: Oftmals ist es von Vorteil, wenn kein ausgebildeter Lehrer die Aufgaben erklärt. Ein Freund oder eine Kollegin kann dir das in deiner Sprache, anhand praktischer Beispiele und mit anderen Methoden, auf andere Art beibringen. Zudem entfällt, wenn du diesen Weg beschreitest, die Hemmschwelle, du wagst zu fragen, bis du alles verstanden hast. Lerngemeinschaften sind aber keine garantierten Problemlöserinnen.
Was sein muss: Lerngruppen bewähren sich nur, wenn
- alle Mitglieder etwas dazu beitragen und alle vom Nutzen dieser Arbeitsform überzeugt sind.
- auf die Bedürfnisse aller eingegangen wird und das Lerntempo, die Themenwahl und die Lernzeiten genau abgesprochen sind. Jeder und jede darf jederzeit STOPP sagen, wenn es zu schnell geht, wenn er/sie etwas nicht begriffen hat oder wenn er/sie nicht mehr aufnahmefähig ist.
- die Lerngemeinschaften regelmässig stattfinden und für alle verbindlich sind.
- die Gruppengrösse stimmt: Optimal sind drei bis vier Lernende.
- die Gruppe leistungsmässig in etwa gleich zusammengesetzt ist, damit sie nicht von einem «Star» dominiert wird, sondern alle die Chance haben, einen Beitrag zu leisten.
- jegliche Ablenkungen vermieden werden. «Wenn ihr lernt, dann lernt ihr.» Musik hören, die Zwischenverpflegungen einnehmen oder Natelanrufe entgegennehmen sind nicht Bestandteile der Lernsequenz und werden auf vorher oder nachher verschoben.