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Projekte
Die Stiftung stellt finanzielle Unterstützung, vollständig oder durch Kofinanzierung, für mehrere Projekte zur Verfügung. Ein Überblick über die Projekte finden Sie hier. Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
A) Krebsforschung und klinische Studien bei Krebs
Projekt am Institut für Molekulare Krebsforschung (IMCR, Universität Zürich)
Identification of germline mutations in families with predisposition to prostate cancer
(2013 - teilweise abgeschlossen, laufend)
Das Projektziel ist die vererbbare Mutation, die für die Veranlagung zu Krebs zuständig ist, in zwei Familien mit Zwillingen durch DNA-Sequenzierung des Exoms und des Genoms zu untersuchen. Die Identifizierung der Mutation wäre von großer Bedeutung bei der Planung von Präventionsstrategien bei den Nachkommen und hoffentlich in der Zukunft auch in vielen anderen Familien.
Die Sequenzierung hat hohe Qualitätsdaten erzeugt, die von erfahrenen Bio-Informatikern analysiert wurden. Die Ergebnisse waren sehr interessant und wurden in den Referenz Datenbanken für Mutationen integriert.
Ein spezifisches mutierendes Protein, bisher sehr wenig bekannt, wurde identifiziert. Dieses Protein könnte die Ursache, oder eine der Ursachen, der Veranlagung zu Krebs sein. Um diese Untersuchung fortzusetzen, wurde das mutierte Protein in Zellen exprimiert. Die Toxicität dieses Protein wurde bestätigt. Das ist ein spannendes Ergebnis. Das Projekt hat nun die letzte Phase erreicht.
Protonentherapie Projekt am Paul Scherrer Institut (PSI), Villigen (Schweiz)
Development of a treatment verification system for continuous scanning in proton therapy
(2014 - 2018 abgeschlossen)
Das PSI ist führend bei der technologischen Entwicklung der Protonentherapie für die Bestrahlung von tief liegenden Tumoren. Die Spot-Scanning-Technik ist seit 1996 für die Therapie von Krebspatienten im Einsatz. Mit der laufenden Weiterentwicklung der Bestrahlungstechnik sollen in Zukunft auch Tumoren, die sich während der Bestrahlung bewegen (z.B. Lungenkarzinome), mit der neuartigen Technik hoch präzise behandelt werden können. "Continuous scanning" ist ein wesentliches Fortschritt und kann die Lieferzeit der Strahlung drastisch reduzieren.
Das Ziel dieses Projektes, geführt von einem PhD Physiker (von der Stiftung unterstützt), ist ein Verifikationssystem zu entwickeln, um kontinuierlich gescannt Protonenstrahlen zu überwachen. Präzision, Schnelligkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit sind zentrale Themen.
Das neue System wurde im Frühjahr 2018 fertiggestellt und getestet. Es ist nun im Gantry 2 einsatzbereit.
Die Doktorarbeit ist hier verfügbar.
Projekt RIPK3 - Institut für experimentelle Immunologie, Universität Zürich
The role of RIPK3 in tumor formation and metastasis
(2015 - abgeschlossen)
Spezielle Botenstoffe, so genannte Zytokine, können das lmmunsystem sowie umgebende Zellen so verändern, dass sie die Tumorentwicklung und die Entstehung von Metastasen unterstützen. Das Forschungsteam der Universität Zürich untersucht die Rolle eines bestimmten Proteins namens RlPK3, das die Ausschüttung mehrerer Zytokine beeinflusst.
Das Projekt hat insbesondere die Rolle von RIPK3 bei der Bildung von Tumorknoten in der Lunge untergesucht.
Die Ergebnisse wurden in Fachzeitschrift "Nature / Cell Death and Disease" veröffentlicht.
Dieses Projekt war von Krebsforschung Schweiz unterstützt (KFS-3386-02-2014).
Projekt PEINCA - Uni Basel (Institut für Pflegewissenschaft), Inselspital Bern und Unispital Zürich
Studie zum Testen der Wirksamkeit des deutschsprachigen PRO-SELF© Plus Pain Control Program, einer Intervention für Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und ihre Angehörigen zur Reduktion von Schmerzen und damit zusammenhängenden Beschwerden.
(2015 - laufend)
Schmerz ist leider eine kontinuierliche und oft unerträgliche Präsenz für Patienten mit Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium. PEINCA ist eine gemischte Methodenstudie, um die Wirksamkeit des angepassten PRO-SELF © Plus Schmerzkontrollprogramms zu testen, das sich an (deutschsprachige) ambulante Krebspatienten und ihre Familienangehörigen richtet, um Schmerzen und damit verbundene Symptome zu reduzieren.
Die bisherigen Erfahrungen mit den Patienten in der Interventionsgruppe sind sehr gut, aber die Durchführung der Studie erweist sich als herausfordernd, weil die Rekrutierung von Studienteilnehmenden ist schwierig. Doch das Projekt wird fortgesetzt.
Projekt Prostatakrebs - Departement Klinische Forschung (DKF), Uni Bern
Auf dem Weg zu einer Präzisions-Therapie für SPOP Mutanten Prostatakrebs
(2017 - laufend)
Bestimmte Arten von Prostatakrebs sind durch eine frühe Mutation in einem Gen namens SPOP definiert. Diese Mutationen ermöglichen es den Tumorzellen über zwei unterschiedliche kritische Wege zu wachsen. Ziel des Projekts ist es, diese Mechanismen aufzuklären.
Ein Mausmodellsystem wird verwendet und die "Genschere" CRISPR-Cas9 wird eingesetzt.
Die Forscher hoffen, ein erweitertes Verständnis von SPO-Mutanten-Prostatakrebs to erreichen und eine Präzision-Behandlung vorschlagen zu können.
Dieses Projekt ist von Krebsforschung Schweiz unterstützt (KLS-4102-02-17).
B) Bildende Kunst
Projekt "Maria Netter" - Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA, Zürich)
Übernahme des fotografischen Nachlasses der Basler Kunstkritikerin Maria Netter (1917-1982)
(2013 - 2017 abgeschlossen)
Maria Netters Aufnahmen sind von herausragender Bedeutung für die Kenntnis des Kunstbetriebs und seiner Akteure in der Schweiz in den 1940er bis 1980er Jahren. Der fotografische Nachlass umfasst rund 1’500 Schwarz-Weiss-Negativ-Filme mit über 50’000 Aufnahmen sowie Zeitungsausschnitte. Mit dieser Übernahme kann das Fotomaterial am SIK-ISEA nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst (Sicherung, Inventarisation, Teil-Digitalisierung) und konserviert werden.
Ein Inventar wurde angefertigt. Einzelne Filme wurden in der Datenbank von SIK-ISEA mit Metadatierung (Datum, Personen, Orte usw) erfasst. Eine Auswahl von 600 Aufnahmen wurde analysiert und die entsprechende Negativaufnahmen wurden hochauflösend digitalisiert. Eine eigene URL wurde reserviert und eine eigene Website mit vielen Funktionen wurde erstellt.
Am 1.3.2017 führte SIK-ISEA ein Podium durch, um den Forschern und der Öffentlichkeit das Projekt vorzustellen, und schaltete die Website ein. Der Link zur Website lautet:
C) Klassische Musik
Klavierwettbewerb für Studierenden der "Confédération des écoles genevoises de musique (CEGM)"
(2013 bis 2015)
Die CEGM umfasst zwei Konservatorien und ein anderes Institut. Die Stiftung hat in drei aufeinander folgenden Jahren diesen Wettbewerb in Genf organisiert und unterstützt. Der Wettbewerb wurde von den drei Musikschulen abwechselnd veranstaltet. Alle Angaben (auf Französisch) finden Sie hier.
Beiträge/Stipendien für Studierenden der Musikhochschulen
(2014 - laufend)
Die Stiftung gewährt talentierten Studierenden (bisher Cello, Flöte, Geige, Klavier, Orgel sowie Gesang) der Musikhochschulen Beiträge, um sie bei ihren Masterstudien zu unterstützen. Die Beiträge decken die jährlichen Studiengebühren.
Nur einige solche Beiträge werden jährlich gewährt.