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Tochter und Enkelin von Tierärzten, die letzte von mehreren Generationen, die seit Jahren mit Land und Tieren verbunden ist, ist María Sánchez (Córdoba, 1989) die erste Frau in ihrer Familie, die sich einer Tätigkeit widmet, die traditionell von Männern ausgeübt wird. Ihr Alltag als Feldtierärztin besteht darin, in einem Van durch Spanien zu reisen und einem Blick in eine überwiegend männliche Umgebung wie den ländlichen Raum auszuweichen. In diesem sehr persönlichen Essay schlägt der Schriftsteller vor, als Lautsprecher zu dienen und allen zum Schweigen gebrachten Frauen auf dem spanischen Land Raum zu geben, all denen, die eine Ausbildung und Unabhängigkeit aufgeben mussten, um das Land mit den Händen zu bearbeiten und sich um ihre Familien zu kümmern.
Basierend auf Familiengeschichten, Überlegungen zu Wissenschaft und Literatur, die sich aus ihren Lesungen und einigen der Konflikte ergeben, die das ländliche Milieu in Spanien plagen (Entvölkerung und das Vergessen von Dörfern, Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Nichteinhaltung der Umweltpolitik oder der Arbeitsbedingungen auf dem Land), schließt Tierra de mujeres eine Lücke in der Debatte über Feminismus und ländliche Literatur. Außerdem soll ein realistischer Einblick in das Leben auf dem Land geboten werden, weg von den bukolischen Postkarten der Grossstädte, und die Gefahr unterstrichen werden, dass ein Wissen, das von Generation zu Generation bis heute weitergegeben wird, für immer verloren geht.