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Im Laufe eines Projektes soll in einer strukturierten Arbeitsweise innerhalb eines definierten Zeitrahmens ein Ergebnis erzielt werden. Oder wie die ISO 9000-Norm etwas ausführlicher sagt, ist ein Projekt "ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit und Ressourcen ein Ziel zu erreichen“.
Definitionen eines Projekts
Ein konkretes Projekt visiert also mit einem Ziel einen Zustand in der Zukunft an. Es wird - meistens - nicht wiederholt oder mehrfach durchgeführt. Des Weiteren beinhaltet ein Projekt eine Zahl an Tätigkeiten, etwa Arbeitsvorgänge oder Prozesse, die in einem vorgegebenen Zeitrahmen und in einer vorgegebenen Reihenfolge ausgeführt werden. Dieser Zeitrahmen sowie die vorhandenen oder zugesagten Mittel variieren.
Die Definition dessen, was ein Projekt ausmacht, variiert von Methode zu Methode ein wenig, jedoch nicht grundsätzlich. Der PMBoK Guide des PMI definiert ein Projekt als „a temporary endeavor untertaken to create a unique product, service, or result”. Beim Ziel handelt es sich also um ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein bestimmtes Resultat. Zusätzlich sollte gemäss dieser Definition das, was am Ende eines Projekts herauskommt, einzigartig oder besonders sein. Abermals ist auch der Zeitrahmen als Charakteristik hervorgehoben.
IPMA definiert in ihrer Kompetenzrichtlinie ICB 3.0 ein Projekt als eine „Aufgabe mit einem beschränkten Zeit- und Kostenrahmen zur Erbringung einer Reihe klar definierter Ergebnisse, die dazu dienen, die Projektziele unter Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards und -anforderungen zu erreichen“. Die Ergenisse werden als Lieferobjekte bezeichnet. Sie sollen anhand bestimmter Qualitätsstandards und spezifischen Anforderungen erarbeitet oder produziert werden. Das Wie spielt hier also eine Rolle. Wiederum werden auch die Faktoren Zeit und Kosten angesprochen.
Projekte in der Praxis
Finden sich in der gelebten Praxis diese Definitionen wieder? Durchaus, aber nicht alle Aufgaben und Arbeiten, die unter Zwängen bezüglich Zeit und Ressourcen der Entwicklung eines Ziels dienen, sind zwingend ein Projekt. Ein wichtiges Charakteristikum eines Projekts ist der innovative Charakter einer Aufgabe oder eines Vorhabens. Es gibt keine Anleitung, wie das Ziel erreicht werden kann, denn die Aufgabe oder das Vorhaben sind (meist) etwas noch nie da Gewesenes; es ist kein Weg vorgezeichnet. Stattdessen muss dieser erarbeitet werden. Dies erklärt auch die bestehenden Risiken eines Projekts und die Besonderheit und Einmaligkeit.
Arten von Projekten
Handelt es sich bei einer zu bewältigendem Vorhaben um ein Projekt, können verschiedene Projektarten unterschieden werden. ICB 3.0 etwa klassifiziert Projekte in Investitions-, Forschungs- und Entwicklungs-, Organisationsentwicklungs- oder IKT- (Informations- und Kommunikationstechnologie) Projekte. Weiter werden Projektarten nach Eigenschaften wie intern / extern oder regional / national / international unterschieden. Die erste Unterscheidung betrifft die Auftragsart, während die zweite Unterscheidung die räumliche Ausdehnung betrifft. Projekte können auch nach folgenden Kriterien voneinander differenziert werden:
- Inhalt, Wirtschaftszweig, Branche: Bauprojekte, IT-Projekte, Industrieprojekte, soziale Projekte, Projekte der Öffentlichen Verwaltung, Organisations(entwicklungs)projekte etc.
- Anlass: zum Beispiel Neuentwicklung oder Migrationsprojekte (Ablösen alter Systeme).
- Beteiligung bzw. Initiierung: interne und externe Projekte, wobei erstere abteilungsintern oder -übergreifend sein können. Bei letzteren handelt es sich um Kunden- oder unternehmensübergreifende Projekte.
- Komplexität, Budget; kleine Projekte versus Grossprojekte.
- Wiederholungsgrad; beispielsweise Pionier- oder Routineprojekte.