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Bei der Erstellung von Erdwärmesonden fallen erhebliche Mengen an Bohrschlamm und Abwasser an, die bei unsachgemässer Entsorgung zu Umweltbelastungen oder Schäden bei den Entsorgungsanlagen führen können. Das Material ist in der Regel frei von wassergefährdenden Stoffen. Das unbehandelte Abwasser enthält jedoch grosse Mengen an Feststoffen.
Bohrwasser darf nicht direkt in ein Gewässer eingeleitet werden, auch wenn dieses keine Zusatzstoffe enthält und pH-neutral ist. Die Einleitbedingungen nach eidg. Gewässerschutzverordnung (GSchV, Anhang 3.2) sind diesbezüglich sehr strikt: Die Grenzwerte für die Trübung (Snellen > 30 cm) und auch die Feststoffkonzentration (20 mg/l GUS) können auch nach Behandlung über Absetzbecken in der Regel nicht eingehalten werden.
Bei der natürlichen Trübung von Bachläufen bei Regenereignissen führen diese mehr Wasser und die Partikel (Humus, grobkörniger Sand etc.) weisen auch eine andere Qualität auf als bei Bohrungen (kleine, mineralische und scharfkantige Partikel). Bohrpartikel können den Lebensraum Gewässersohle und die Organe von Wassertieren dauerhaft schädigen.
Die Norm der SIA 431 (Baustellenentwässerung) von 1997 sieht für Bohrwasser eine Rezirkulation/Wiederverwendung (1. Priorität), Versickerung (2. Priorität, falls Versickerungskörper genügend leistungsfähig ist und nicht kolmatiert), oder dann die Ableitung in die Schmutzwasserkanalisation (3. Priorität) resp. Ableitung in ein Gewässer vor (4. Priorität, nur in Ausnahmefällen und mit zusätzlichen Massnahmen wie Absetzbecken, Flockungsstufe etc. zulässig).
Das Merkblatt Entsorgung von Borschlamm fasst die wichtigsten Punkte im Umgang mit Bohrschlamm und Bohrwasser übersichtlich zusammen.