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Luta Livre (port. Luta = Kampf und livre = frei) ist eine brasilianische Kampfsportart, die mit Ringen oder Judo verglichen werden kann. Luta Livre wurde Mitte des 20. Jahrhunderts in Rio de Janeiro entwickelt. Einige kräftige, junge Männer trafen sich in einem Ruderklub und massen sich im freien Kampf. Zu den Pionieren gehörten Fausto, Brunocilla und Tatu. Dem Bodenkampf kam schnell eine große Bedeutung zu, da die ringerischen Techniken wie Gelenkhebel und Würgegriffe im Vale Tudo wichtiger und bedeutsamer waren, als reine Tritt- und Schlagtechniken. Um 1970 wurde das Luta Livre durch das Engagement von Roberto Leitao Senior noch technischer. Leitao ist Universitätsprofessor für Bauingenieurwesen und brachte jahrelange Erfahrung aus dem Judo ohne Gi in das Luta Livre ein. Luta Livre entwickelte sich von Generation zu Generation weiter und fand immer mehr Verbreitung in Rio de Janeiro.
Es beinhaltet auch Formen von Atemi (Schlagtechniken mit Hand, Fuss, Knie und Ellbogen). Hervorgegangen aus dem brasilianischen VALE TUDO (port. vale = es geht und tudo = alles, d.h. regelloses Kämpfen), unterscheidet man zwischen Luta Livre Esportiva und Luta Livre Vale Tudo.
Luta Livre Esportiva ist ein sportlicher Zweikampf mit dem Ziel, seinen Gegner (durch Hebel, Würger, usw.) zur Aufgabe zu zwingen (Submission) oder durch Punkte zu gewinnen (Takedown, Mount, Backmount und alle anderen Positionen). Schläge, Tritte und andere "harte" Techniken sind nicht erlaubt. Luta Livre Vale Tudo beinhaltet Techniken in der Clinch- und Grapplingdistanz sowie des Bodenkampfes für Freefights; hier sind auch Schläge und Tritte erlaubt.
Luta Livre wird wie Judo, Ringen, Sambo und BJJ zu den Grappling-Disziplinen gezählt, die sich in letzter Zeit einer gesteigerten Beliebtheit erfreuen, besonders nachdem in vielen Freefights die Bedeutung des Bodenkampfes erkannt wurde.