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Untertitel: Fotos über den Alltag von Frauen im Krieg
Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY
In Srebrenica sucht eine Frau nach ihrem Ehemann und ihren Kindern, die seit dem Krieg verschollen sind. In einem kolumbianischen Gefängnis wartet eine Frau auf Besucher des Roten Kreuzes. In Georgien sucht eine Frau im Abfall nach Wertgegenständen. In Gaza steht eine Frau in den Trümmern ihres zerstörten Hauses. In Tel Aviv schaut eine Frau Fotos ihres verschollenen Bruders an.
Das Leid in den Augen der Frauen
Persönlich angesprochen fühlte sich BFM-Stabschef Beat Gujer: «Die Bilder führen uns die Situation von Flüchtlingen vor Augen, wie wir sie hier jeden Tag erleben.» Julia Menold vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sprach von dem Leid, das in den Augen dieser Frauen zu lesen sei, die jeden Tag den Tribut zahlten für Kriege, die grösstenteils von Männern geführt würden.
Von Amman nach Givisiez
Die Ausstellung ist 2003 in Amman entstanden, anlässlich der Veröffentlichung der arabischen Version der IKRK-Studie «Frauen im Krieg». Sie wurde bisher in Amman, Beirut, Genf, Paris, Monaco und Washington gezeigt. Laut Julia Menold besteht eines ihrer Ziele darin, die 192 Staaten, die die Genfer Konvention unterzeichnet haben, an ihre Pflicht zu erinnern, das internationale Völkerrecht zu respektieren und durchzusetzen.
Mehrere Fotografen haben Bilder zu der Ausstellung beigesteuert. Einzelne der Frauenschicksale sind zusätzlich auch auf Video festgehalten. Einige der Dokumente sind auf der Internetseite des IKRK zugänglich (www.cicr.org).