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Im Jahr 1225 schenkte Freiherr Lütold von Sumiswald dem Deutschritterorden die Kirchen von Sumiswald und Dürrenroth dazu Alpen am Nordhang des Napfs mit der Verpflichtung, in Sumiswald allzeit zwei Priester zu halten und in einem neu zu errichtenden Spital die Armen (das heisst die Hilflosen, die Kranken) und die Pilger aufzunehmen. Der Orden baute auf einem Nagelfluhfelsen über dem Flüsschen Grünen ein eindrucksvolles Schloss mit Kapelle und landwirtschaftlichem Gutsbetrieb. Es wird heute noch Spittel genannt, eine Bezeichnung, die von Spital kommt.
1530 wurden die Güter des Deutschritterordens vom Staat Bern konfisziert. 1698 erwarb Bern vom Deutschritter-Orden die Herrschaft Sumiswald und beschickte sie bis zur Aufhebung der Landvogtei (1798) mit 19 Vögten. Das Schloss Sumiswald war während diesen 100 Jahren Zentrum der gleichnamigen Landvogtei. 1812 erwarb Sumiswald das alte Deutschritter-Schloss, um ein Gemeindespital, die sogenannte Armen- und Arbeitsanstalt einzurichten. Im Schloss wurde später auch eine der ersten vier Notfallstationen des Kantons Bern betrieben. Heute sind im Pflegeheim Schloss, welches zur Alterszentrum Sumiswald AG gehört, alte und behinderte Menschen zu Hause.
Quelle: Buch Geschichte der Medizin im Emmental, Marta Meyer-Salzmann
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