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Am Amsterdamer Flughafen ist die ‘Red Schiphol Campaign’ zum Schutz der niederländischen Wirtschaft, der Arbeitsplätze und der Ferien gestartet. Sie ist eine Reaktion auf die Entscheidung der Regierung, die Zahl der Starts und Landungen auf dem Schiphol Airport auf 440’000 pro Jahr zu begrenzen. Die Kampagne vereint Unternehmen, Bürgerinitiativen und Berufsverbände und verlangt, die Deckelung der Flugbewegungen rückgängig zu machen.
«Schiphol Airport ist ein nationaler Trumpf, der dazu beiträgt, dass die Niederlande im Hinblick auf die globale Geschäftsanbindung eine überragende Rolle spielen. Der Flughafen beschäftigt direkt über 2000 Menschen und unterstützt viele weitere Arbeitsplätze in der gesamten Wirtschaft. Im Jahr 2019 prognostizierte die IATA, dass bei einer Schwächung des niederländischen Luftverkehrs in Zukunft 84’000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten», so George Chichester, Red Schiphol Campaign Manager.
Er anerkennt zwar, dass der Klimawandel die wichtigste Herausforderung dieses Jahrzehnts sei, mit potenziell schwerwiegenden Folgen für heutige und künftige Generationen. «Eine Begrenzung der Zahl der Flüge in Schiphol führt jedoch lediglich dazu, dass dieselben Flugzeuge auf anderen Drehkreuzflughäfen wie Heathrow und Charles De Gaulle umgeleitet werden, was nichts zur Verringerung der globalen Emissionen des Luftverkehrs beiträgt», so der Kampagnenleiter.
Die Verringerung der Zahl der Flüge in Schiphol werde auch den Wettbewerb um die verbleibenden Slots verschärfen und zu einem Anstieg der Ticketpreise führen. Diese Kosten würden gewöhnliche niederländische Familien unverhältnismäßig stark treffen, die ohnehin schon mit den hohen Energiepreisen und Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Reiche Reisende werden diese Kosten schultern können, aber gewöhnliche Familien werden ihre Reisen einschränken müssen.
Die Rolle Schiphols als globaler Verkehrsknotenpunkt trage dazu bei, Tausende von Arbeitsplätzen und Unternehmen in den Niederlanden zu unterstützen. Vor der Pandemie trug die Luftfahrtindustrie EUR 22 Mrd. zum BIP des Landes bei, und 2019 war Amsterdam die Stadt mit der drittbesten internationalen Anbindung in Europa. (TI)