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Projekte
Die nachfolgenden Projektbeschreibungen geben Einblick in die Aktivitäten der Schweiz in Entwicklungsländern, namentlich im Zusammenhang mit den beiden Themen Finanzierung und Stabilität. Diese Projekte werden an der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit vom 21. Juni 2019 vorgestellt und diskutiert.
FINANZIERUNG
«Social Impact Bonds» (SECO, Kolumbien)
Gemäss Schätzungen der UNO sind jährlich zusätzlich 2,5 Milliarden US-Dollar erforderlich, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu erreichen. Es braucht neue Finanzierungsmechanismen wie die «Social Impact Bonds» (SIB). Die Programme werden durch private Investoren, vorfinanziert, die das Risiko tragen. Staaten, Entwicklungsagenturen, internationale Organisationen und/oder philanthropische Stiftungen bezahlen die Investoren, sobald die vereinbarten Resultate vorliegen. Im Rahmen dieses Projekts unterstützt das SECO soziale Wirkungskredite in Kolumbien mit dem Ziel, arme Bevölkerungsschichten in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
«The Swiss Capacity Building Facility», eine öffentliche-private Partnerschaft (DEZA, transnational)
Rund 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen und sind gezwungen, sich durch risikoreiche Geschäfte Geld zu beschaffen. Die DEZA will im Rahmen dieses Projekts den armen und verletzlichen Bevölkerungsgruppen in ihren Partnerländern helfen, diese Hürden zu überwinden. Ziele sind die Unterstützung und der Ausbau von einkommensgenerierenden Aktivitäten, ein besseres Konsumverhalten der privaten Haushalte und die Schaffung von Arbeitsplätzen in grossem Umfang.
STABILITÄT
«Private Infrastructure Development Group», eine Geberorganisation, (SECO, Ruanda)
Die «Private Infrastructure Development Group», eine vom SECO unterstützte Geberorganisation, mobilisiert Kapital des Privatsektors zur Finanzierung von Infrastrukturvorhaben in Entwicklungsländern. Ziele sind die Förderung des Wirtschaftswachstums in den Partnerländern und die Verringerung der Armut. In Ruanda betreibt die Organisation im Rahmen des KivuWatt-Projekts eine Biogasanlage. Dank einer innovativen Technologie wird das toxische Methan aus dem Grund des Sees in erneuerbare Energie umgewandelt und dadurch die Stromversorgung von 2,5 Millionen Menschen verbessert.
Schweizerisch-indisches Programm im Bereich Energieeffizienz von Gebäuden – BEEP (DEZA, Indien)
Weltweit macht der Energiebedarf von Gebäuden 35 Prozent aus und ihr Anteil an den Treibhausgasemissionen rund 20 Prozent. In Indien liegen diese Werte bei je 40 Prozent. Mit dem von der DEZA lancierten BEEP-Projekt soll in Indien der Energieverbrauch von Gebäuden gesenkt werden, insbesondere durch eine innovative energie- und wärmeeffiziente Gestaltung der Gebäude sowie durch erneuerbare Energietechnologien.
Wassereffizienz im Reis- und Baumwollanbau – WAPRO (DEZA, Asien)
Die DEZA will mit ihrer öffentlich-privaten Partnerschaft in Asien die Einkommen der Kleinbauern und die Wasserproduktivität im Reisanbau erhöhen, namentlich durch Verbesserung der Technologien, Steigerung der Nachfrage des Privatsektors nach nachhaltigen Produkten und durch Wasserwirtschaftspläne. Die DEZA arbeitet mit Helvetas zusammen, um diesen Ansatz in Indien, Pakistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Myanmar und Madagaskar umzusetzen. Ziel ist es, die Ernährungssicherheit, die Einkommen der Bauern und die Wasserproduktivität zu steigern.