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| Hilarius von Poitiers († 367) - Abhandlungen über die Psalmen.

Vorrede zu dem Buche der Psalmen
16.
Nun ist es aber dem Zusammenhange gemäß, nach dieser jedesmaligen Zahl Acht der zweiundzwanzig Achtheiten die beigefügte Zahl der Psalmen in den fünfzehn Stufengesängen zu betrachten. Denn nach jener vollkommenen Lehre der vorhergehenden Achtheiten mußte dieser Stufengesang aus zwei vollkommenen Zahlen fünfzehn Psalme bilden, nämlich aus der Siebenheit und Achtheit, das heißt, aus der Zahl Sieben und Acht. Denn durch die Beobachtung des Gesetzes, welche auf der Siebenheit beruht, und durch die evangelische Vervollkommnung, welche theils durch die gegenwärtige Gottesverehrung, theils durch die gehoffte Erwartung der Achtheit bewirkt wird, steigt man durch diesen Stufengesang zu dem Himmlischen und Ewigen hinauf. Denn auch in dem Tempel gelangten durch diese Anzahl der Stufen die Hohenpriester in das Allerheiligste, so daß, weil weder die Siebenheit des Gesetzes ohne die Achtheit der Evangelien, noch die Achtheit der Evangelien ohne die Siebenheit des Gesetzes einen Mann vollkommen machen könnte, ein jeder, welcher dieses vollkommen geglaubt hätte, als ein Vollkommener unter diese Vollkommenen und seligen Allerheiligsten durch diese beiden Zahlen, welche in dem Gesange der fünfzehn Stufen liegen, nämlich durch die Siebenheit und die Achtheit versetzt werden sollte.