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Gutedel/Chasselas
Der Chasselas ist eine autochthone Waadtländer Rebsorte, die ihren Ursprung in der Genfer See Region hat. Das beweisen neueste genetische Studien, die unter der Leitung des Genforschers José Vouillamoz in Neuchâtel durchgeführt und 2009 abgeschlossen wurden. Erste Hinweise auf die Sorte tauchten bereits im 16. und 17. Jahrhundert in den Regionen Württemberg, Burgund um dem Kanton Waadt auf. Die Rebsorte wird im Wallis und in Frankreich Fendant genannt. Ausserhalb der Schweiz findet man den Gutedel im grossen Stil sowohl im Markgräflerland, in Südbaden als auch im Elsass.
Der Gutedel wird häufig jung getrunken. Er besticht durch eine süffige, eher neutrale Art und erinnert im Duft oft an Heu und Mandeln. Die Vertreter aus der Schweiz werden nicht selten mit biologischem Säureabbau hergestellt und sind eher cremig und vollmundig, die Weine aus Deutschland bestechen mit einer fruchtig-frischen Art und sind säurebetonter. Im Allgemeinen sind die Weine wenig lagerfähig, es gibt jedoch Trouvaillen im Besonderen aus der Grand Cru Lage Dézaley am Genfer See, die ein hervorragendes Alterungspotenzial aufweisen und mehrere Jahrzehnte reifen können.