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Bei Schwindelabklärungen wird die Funktion der Gleichgewichtsorgane mittels Video- bzw. Elektronystagmographie (VNG/ENG), Video- Kopfimpulstest (v-KIT), Messung der cervical and ocular vestibular evoked myogenic potentials (c-VEMP and o-VEMP), Messung der dynamischen Sehschärfe (DSS) und Messung der subjektiven Vertikale (SV) ermittelt.
Die subjektive Audiometrie misst die Hörschwelle sowie die Sprachdiskrimination einer Patientin.
Auditorisch evozierte Hirnstammpotenziale. Es handelt sich um die Registrierung der elektrischen Potenziale des Hörnervs und der Hörbahnen des Hirnstamms. Sie erlauben eine cochleäre und retrocochleäre Ursache einer Hörstörung zu differenzieren.
Die Videonystagmographie registriert die physiologische und pathologische Nystagmen sowie den vestibulo-okulären Reflex der lateralen Bogengänge.
Video-Okulographie und graphische Darstellung der Augenbewegungen und Nystagmen.
Die bithermische kalorische Prüfung misst jeweils die Funktion der lateralen Bogengänge im tieferen Frequenzbereich.
Der Kopfimpulstest misst die Funktion der sechs horizontalen und vertikalen Bogengänge im Hochfrequenzbereich mittels Video-Okulographie.
Die Wahrnehmung der subjektiven Vertikale spiegelt die Funktion der Otolithorgane sowie ihre zentralen Bahnen. Die binokuläre Messung mittels eines Zifferblattes. Die Patientin sitzt vor dem Zifferblatt. Sie trägt eine Brille, welche die peripheren Visusinterferenzen unterdrückt. Sie wird nun aufgefordert, eine bewegliche Nadel senkrecht zu stellen. Im oberen Teil des Zifferblattes ist eine für die Patientin unsichtbare Skala angebracht, an der der Untersucher die Werte der Abweichung ablesen kann.
Die monokuläre Messung mittels der Maddox-Glasbrille ist im Wesentlichen ein Lichtstrahl, welcher von vorne präsentiert wird und sich der Patientin als Linie darstellt. Die Patientin wird gebeten, die Lichtlinie senkrecht zu stellen. Hierfür dreht sie das Maddox-Glas mit dem Rädchen bis die Lichtlinie subjektiv senkrecht erscheint.
Die zervikalen vestibulär evozierten myogenen Potenziale messen meistens die Funktion des Sakkulus durch die Registrierung der elektrophysiologischen Antwort des sterno-cleido-mastoideus Muskels.
Die okulären vestibulär evozierten myogenen Potenziale messen meistens die Funktion des Utrikulus durch die Registrierung der elektrophysiologischen Antwort des obliquus inferior Muskels kontralateral der Stimulation.
Die dynamische Sehschärfe stellt eine indirekte Messung der sechs Bogengänge bei Kopfbewegungen dar.