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US-Präsident Barack Obama hat in Berlin ein weitreichendes Abrüstungsangebot gemacht. Ziel sei es, die Zahl der strategischen Atomwaffen Russlands und der USA um bis zu einem Drittel zu verringern, sagte er vor dem Brandenburger Tor.
Auch zu Verhandlungen über einen Abbau des Arsenals an taktischen Atomwaffen sei er bereit. "Wir leben nicht mehr in Furcht vor einer globalen Vernichtung" sagte Obama. "Aber solange es Atomwaffen gibt, sind wir nicht wirklich sicher." Das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen müsse verfolgt werden - "ungeachtet, wie weit sich dieser Traum in der Zukunft befinden mag".
Der US-Präsident hatte schon zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2009 das langfristige Ziel einer "atomwaffenfreien Welt" ausgegeben. Mit seiner neuen Initiative will Obama den im April 2010 unterzeichneten START-Vertrag erweitern, der die Zahl einsatzfähiger strategischer Sprengköpfe auf je 1550 Stück begrenzt.
Russland gibt sich zurückhaltend
Russland erklärte in einer ersten Reaktion auf Obamas Vorstoss, bei der atomaren Abrüstung müssten auch andere Länder einbezogen werden. "Der Prozess der Verringerung der nuklearen Arsenale sollte die anderen Staaten mit Atomwaffen einschliessen", sagte der aussenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow, in Moskau.
Kurz vor der Rede von US-Präsident Barack Obama zur atomaren Abrüstung hatte der russische Präsident Wladimir Putin betont, Russland könne kein strategisches Ungleichgewicht zulassen. "Wir können nicht erlauben, dass das Gleichgewicht des Systems der strategischen Abschreckung gestört oder die Effektivität unserer Atomstreitmacht geschwächt wird", sagte Putin laut russischen Nachrichtenagenturen.