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Russische Ausbaupläne konkretisiert
Der Ausbauplan der russischen Regierung umfasst den Bau von fünf neuen Kernkraftwerken mit je zwei Einheiten, zehn Ersatzkernkraftwerkseinheiten an den drei bestehenden Standorten Kola, Kursk und Smolensk sowie eines zusätzlichen Schneller Brüters am Standort Belojarsk.
Vier der fünf neuen Kernkraftwerke werden aus je zwei WWER-1200-Reaktoreinheiten bestehen. Sie heissen:
- «Kostroma» in der gleichnamigen Region etwa 350 km nordöstlich von Moskau
- «Nischni Nowgorod» in der gleichnamigen Region etwa 330 km östlich von Moskau
- «Tatar» in der Region Kamski der Republik Tatarstan 130 km östlich von Kasan
- «Sewerski» in der geschlossenen Stadt Sewersk in der Oblast Tomsk etwa 20 km nördlich von Tomsk. Das Kernkraftwerk soll in der Nähe des Kernkraftwerks Sibirskaja errichtet werden, das 1954 das erste industrielle Kernkraftwerk in der damaligen UdSSR war und 2008 stillgelegt wurde.
Beim geplanten Kernkraftwerk «South Ural» im Bezirk Kaslinsky in der Oblast Tscheljabinsk etwa 200 km südöstlich von Jekaterinburg sind zwei natriumgekühlte Schnelle Reaktoren des Typs BN-1200 vorgesehen.
Die Regierung will zudem an den Standorten Kola, Kursk und Smolensk zehn Einheiten, die bald das Ende ihrer auslegungstechnischen Betriebsdauer erreichen, ersetzen. Zwei neue WWER-1200-Einheiten soll der Standort Kursk II und je vier WWER-1200-Einheiten sollen die Standorten Kola II und Smolensk II erhalten.
Schliesslich ist ein weiterer Schneller Brüter des Typs BN-1200 am Standort Belojarsk geplant. Dort befindet sich bereits eine Einheit des Typs BN-600 in Betrieb und der Bau einer Einheit des Typs BN-800 soll 2014 zum Abschluss kommen.
Laut Plan soll die erste neue Einheit 2020 am Standort Kursk II den Betrieb aufnehmen. Bis 2025 sollen acht weitere folgen und die restlichen zwölf bis 2030. Derzeit sind zehn Einheiten an sechs Standorten in Russland in Bau einschliesslich der zwei schwimmenden Kernkraftwerkseinheiten der Akademik Lemonosow.