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Kriegszeit 1939-1945
Mit der Mobilmachung wird der SRG die Konzession entzogen und das Radio direkt dem Post- und Eisenbahndepartement unterstellt.
Die Landesregierung und der General setzen das Radio gezielt als Informationsträger zwischen Volk und Staat ein. Der Landessender Beromünster schafft sich mit seinen regelmässigen Sendungen zur politischen und militärischen Lage eine grosse Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus. Das Radio beginnt seine Entwicklung zum Massenmedium. Es werden erste Sendungen mit reinem Unterhaltungscharakter produziert.
1939
An der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich (Landi) wird ein kleines Demonstrations- und Sendestudio des Radios eingerichtet. Erstmals in der Schweiz wird die Fernseh- Technik durch Mitarbeiter der ETH öffentlich vorgeführt.
Auf Druck der Öffentlichkeit kann das Radio die politische Information ausbauen. Die bisherigen beiden Nachrichtenbulletins werden mit je einem Bulletin am Morgen und am Abend ergänzt- Eröffnung des Kurzwellensenders Schwarzenburg. Sechs Tage danach Grossbrand. Die Wiederaufnahme der Sendungen ist erst 1940 möglich.
Bundesrat Etter gibt über das Radio die Generalmobilmachung bekannt
Einführung der Pressezensur.
Der Bundesrat suspendiert die Konzession der SRG und überträgt diese der Abteilung Presse und Funkspruch (APF) unter direkter Kontrolle des Post- und Eisenbahn-Departements.
Beginn der Spezialsendungen für Wehrmänner „Von der Truppe zur Heimat“ mit dem Reporter Friedrich Brawand.
Radio Bern setzt als erstes Studio das neu entwickelte Philips-Miller-Licht- Tonband ein.
Mittagsnachrichten während der Kriegszeit
Das Radio hat sich zum wichtigsten Informationsträger entwickelt. Bundesrat und Armee setzen während der Aktivdienstzeit das Radio gezielt als rasches und glaubwürdiges Medium ein.
1940
Die „Weltchronik“-Sendungen werden auf Wunsch von Bundesrat Pilet-Golaz neu von Jean Rodolphe von Salis an Stelle des bisherigen Autors Herbert von Moos weitergeführt.
Das neue Radio-Studio auf dem Bruderholz in Basel wird eröffnet. Der Bundesrat erlässt Richtlinien für die Programmgestaltung. Radio-Ansprachen der Bundesräte Pilet-Golaz, Etter und Celio nach dem militärischen Zusammenbruch Frankreichs. Viele Historiker sehen in diesen Reden ein „Dokument der Anpassung“. Beginn der rätoromanischen Chronik, einer Sendung für Deutschsprechende über das Leben der Rätoromanen.
1941
Gemeinsame Radio-Grossreportage alle drei Landessender zum 650-jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft vom Rütli.
1943
Beginn von regelmässigen rätoromanischen Sendungen, die jeweils am ersten Freitag des Monats ausgestrahlt werden.
1944
Das Radio-Orchester Beromünster (48 Musikerinnen und Musiker) fusioniert nach einer turbulenten Vorgeschichte mit dem Zürcher Tonhalle-Orchester.
1945
Kapitulation von Deutschland (7.5.45). Der Bundesrat wendet sich über die Landessender an die Bevölkerung.