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Die Gitarrenproduktion in Riehen erreicht zwischen 1955 und 1970 ihren Höhepunkt. In dieser Zeit sind zeitweise bis zu 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Firma beschäftigt. Die produzierten Instrumente werden vor allem an Musikhäuser in der Schweiz, zu einem kleinen Teil auch ins Ausland geliefert. Im Ladenlokal an der Bahnhofstrasse wird ein kleiner Teil der Produktion im lokalen Direktverkauf abgesetzt.
Hauptabnehmer und wichtigster Kunde in der Schweiz ist die Firma Hug & Co., eine Traditionsfirma, gegründet 1807, mit dem Hauptsitz in Zürich und Filialen in Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Neuchâtel, Solothurn und Lugano. Für das Musikhaus Hug werden schliesslich auch spezielle und exklusive "HUG-Modelle" produziert. Lange Zeit besteht auch eine enge Zusammenarbeit und ein gutes Geschäfts-Verhältnis zwischen dem Hersteller und der Musik-Handelsfirma.
Nachdem die schweizer Musikhäuser in den 1960er-Jahren immer mehr Gitarren aus dem Ausland einführen, kommt die Gitarrenproduktion immer mehr unter Kostendruck. Mit dem Einsatz von Maschinen und Spezialgeräten wird die gewerbliche Produktion der Instrumente in Kleinserien weiter entwickelt. Dank dem kreativen Geist und der Erfindungsgabe von Karl Schneider, gelingt es die Herstellung zu rationalisieren, ohne auf den wichtigsten Vorteil der RIO-Instrumente ￚ ihre hervorragende Qualität ￚ zu verzichten.