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Die Campylobacteriose ist die am häufigsten gemeldete Lebensmittelinfektion in der Schweiz. Im Winter kommt es gerade über die Feiertage oft zu Erkrankungen. Eine Studie weist nun die Hauptursache nach: Pouletfleisch, rund um Weihnachten besonders bei Fondue Chinoise beliebt.
Die Campylobacteriose ist als bakterielle Infektionskrankheit häufig die Ursache zahlreicher Fälle von Brechdurchfall. Sie wird durch Bakterien der Gattung Campylobacter verursacht. Der Krankheitserreger ist weit verbreitet. Natürliches Reservoir sind Wildtiere (Vögel, Nagetiere), Nutztiere (Geflügel, Vieh) sowie Haustiere (Hunde, Katzen).
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel über die Konsumation von kontaminierten Lebensmitteln beispielsweise von ungenügend erhitztem Fleisch, verunreinigtem Wasser oder roher Milch, oder über den Kontakt mit Tieren, die Träger des Bakteriums sind. Häufig kommt es zu einer Kreuzkontamination zwischen genussfertigen Speisen und rohen kontaminierten Lebensmitteln z. B. beim Zubereiten von Speisen oder Lagern von Nahrungsmitteln. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, jedoch selten.
Zwei bis fünf Tage nach der Infektion treten generell erste Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Fieber und manchmal Erbrechen auf. In einigen Fällen kann im flüssigen Stuhl Blut oder Schleim festgestellt werden. Betroffene erholen sich in der Regel innert ein bis zwei Wochen; ohne Behandlung sind jedoch Rückfälle möglich.
Eine Campylobacteriose kann in seltenen Fällen Komplikationen wie das Reiter-Syndrom (reaktive, entzündliche Gelenkserkrankung), Meningitis (Hirnhautentzündung) bzw. das Guillain-Barré-Syndrom (Krankheit durch progressive Lähmungserscheinungen) verursachen.
Campylobacter-Infektionen sind weltweit eine der häufigsten Ursachen von Brechdurchfall. Sowohl in Industrieländern wie auch in Entwicklungsländern führen Campylobacter häufiger zu Durchfallerkrankungen als Salmonellen. Jährlich werden in der Schweiz zwischen 7000 und 8000 Fälle laborbestätigter Campylobacter-Erkrankungen gemeldet.
Zur Vorbeugung ist eine konsequente Einhaltung der Küchenhygiene unerlässlich, insbesondere bei der Zubereitung von frischem oder tiefgefrorenem Geflügelfleisch. Es wird empfohlen, das Fleisch vollständig durchzuerhitzen, sich die Hände regelmässig mit Seife zu waschen und möglicherweise kontaminierte Küchenutensilien und Oberflächen zu desinfizieren, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Des Weiteren sollte Rohmilch vor der Konsumation abgekocht werden, und beim „Fondue Chinoise" sind getrennte Teller für rohes Fleisch und Beilagen zu verwenden. Nach dem Kontakt mit Haustieren wird das Händewaschen ebenfalls empfohlen, um eine Übertragung vom Tier auf den Menschen zu vermeiden.
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