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Die Impfung gegen Diphtherie
Eigentlich ist die Diphtherie eine Krankheit des Kindesalters, die vom Rachen und Kehlkopf ihren Ausgang nimmt. Vor allem zwei Gefahren drohen: Durch Verschwellung des Halses mit dichten Membranen kann es zum Ersticken kommen. Außerdem kann das Gift der Bakterien zum Herz-Kreislauf-Versagen führen. Diese Reaktionen entstehen, bevor sich der Mensch durch Antikörperbildung schützen kann.
In der Nachkriegszeit hat diese Krankheit als "Würgeengel der Kinder" viele Todesopfer gefordert. Berichte aus der ehemaligen Sowjetunion haben die Angst vor dieser Krankheit neu belebt. Diese Gefahr ist aber sehr gering, es gibt nur sehr wenige Fälle von Diphtherie. Meistens sind es Erwachsene, die in Indien oder Ostafrika erkrankten und zur weiteren Behandlung nach Deutschland kommen. Da die Diphtherie so selten ist, kennt sie kaum ein Arzt aus eigener Anschauung. Die schweren Verläufe beruhen meistens darauf, daß man zu spät wirksame Behandlungen ergreift.
Der Impfstoff enthält abgeschwächte Giftstoffe aus den Diphtheriebakterien. Er ist nicht ganz so wirksam wie der gegen Wundstarrkrampf, auch hält der Impfschutz kürzer an. Die Impfung ist jedoch insgesamt sicher, nur selten gibt es Nebenwirkungen auf das Nervensystem. Da die Krankheit beinahe ausgestorben ist, leiden wir heute weniger unter den Krankheitsfolgen als vielmehr unter den Folgen der Schutzimpfung. Bewährt hat es sich, das Kind mit 10 bis 12 Monaten kombiniert gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf zu impfen.
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