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Sierres Topskorer Guillaume Asselin soll nächste Saison neben Jonathan Hazen und Philip-Michäel Devos für Ajoie stürmen.
Nach dem Aufstieg in die höchste Liga kann Sportchef Vincent Léchenne sein Ausländerkontingent von zwei auf vier verdoppeln. Neben Jonathan Hazen (30) und Philip-Michaël Devos (31) werden wohl zwei weitere Frankokanadier aus der Provinz Quebec verpflichtet.
Mit Wunschkandidat Guillaume Asselin (28) aus Quebec City sind die Gespräche schon recht weit gediehen. «Ja, es stimmt, wir sind im Gespräch und zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden», bestätigt Sportchef Vincent Léchenne auf Anfrage.
Der Frankokanadier stürmte in den beiden letzten Jahren für Sierre und war diese Saison hinter Jonathan Hazen und Philip-Michaël Devos mit 66 Punkten drittbester Skorer der Swiss Leauge. Darüber hinaus hatte er hinter den beiden Ajoie-Titanen auch die beste Plus/Minus-Bilanz. Bei fünf Einsätzen auf Leihbasis mit Servette erzielte er in der abgelaufenen Spielzeit zudem 6 Tore. Die Tauglichkeit für höhere Aufgaben ist offensichtlich.
Guillaume Asselin hat in Sierre eigentlich noch einen Vertrag bis Ende der nächsten Saison. Vincent Léchenne hofft, Sierre werde seinen Topskorer für einen Transfer in die höchste Liga freigeben.
Der Flügelstürmer ist seit Jahren mit Ajoies Trainer Gary Sheehan bekannt und kann das Duo Hazen/Devos auf der Aussenbahn zu einem frankokanadischen Traumsturm («the flying Frenchmen») komplettieren.
Ob die vierte Ausländerlizenz für einen Verteidiger oder einen weiteren Stürmer – aus der Provinz Quebec, wenn immer möglich – eingelöst wird, ist noch offen und hängt auch davon ab, welche Schweizer verpflichtet werden können.
Ajoie braucht natürlich auch zusätzliches helvetisches Personal. Willkommen sind auch Spieler, die noch nicht französisch parlieren. In erster Linie werden ein rechtsschiessender Verteidiger und ein Mittelstürmer für die zweite oder dritte Linie gesucht.
Ajoies Sportchef hat auch da schon die ersten vielversprechenden Kontakte geknüpft. Unter anderem mit Marc Aeschlimann (25), dem Sohn der Legende Jean-Jacques Aeschlimann. Lange bevor der Aufstieg erkämpft war, hatte Vincent Léchenne sein Interesse an Aeschlimann junior signalisiert. Erfolglos.
Aber seit der Promotion gibt es nun doch ein reges Interesse. Kein Wunder: Soeben hat Marc Aeschlimann erfahren, dass Davos den Vertrag nach insgesamt elf Jahren (Junioren und 1. Mannschaft) nicht verlängern wird. In seiner besten Zeit hatte er in 49 Partien 16 Punkte erreicht (2015/16). Doch diese Saison waren es in 48 Spielen nur noch 7 Punkte und bloss knapp 8 Minuten Eiszeit. Die Zeit für eine neue Herausforderung ist also gekommen.
Vincent Léchenne kann zwar nicht mit den grossen «Salärhunden» der Liga bellen. Aber er hat etwas zu bieten, das für einen jungen Spieler so verlockend sein kann wie Geld: die Chance, in der höchsten Liga im «Ambri des Welschlandes» zu spielen. In einer hockeyverrückten Stadt und in einem neuen Stadion.