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Im Alter von sechs Jahren, an einem winterlich-verschneiten Tag, zog Wayne mit seiner Mutter von Jamaika direkt ins Muotatal. Was für ein Klimaschock! Wayne erinnert sich noch genau:
«Dr erscht Schnee – i ha gluägt und gfroorä.» Hier im Tal begann seine Schulzeit. Wayne war der erste Bewohner im Muotatal mit dunkler Hautfarbe – er bekam den Rufnamen «dr Einzig». Im Muotatal wird am 6. Januar das Dreikönigsfest gefeiert. Es ist Brauch, dass die Kinder, als die Heiligen Drei Könige verkleidet, von Haus zu Haus ziehen, Gedichte aufsagen und Lieder singen. Auch Wayne wollte dabei sein – aber nicht in der Rolle des schwarzen Königs!
Schon mit acht Jahren entdeckte Wayne das Handballspiel und träumte davon, einmal Mitglied der Schweizer Handballnationalmannschaft zu werden. Später spielte er mit beachtlichem Erfolg in verschiedenen Muotathaler Mannschaften. Durch hartes und intensives Training wurde Wayne mit seinen Kollegen Schweizer Meister in der Juniorenklasse C.
Nach der Schulzeit zog es Wayne geografisch und auch beruflich in verschiedene Richtungen. In Zürich fand er eine Stelle im Pflegebereich, später wechselte er in den Gartenbau. Nach drei Jahren Stadtleben wollte Wayne wieder zurück ins Muotathal zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Wayne entschloss sich zu einer zweijährigen Schreinerpraktikerlehre. Im Gewerbeschulunterricht fragte ihn der Lehrer: «Soll ich mit dir Hochdeutsch sprechen?» Darauf antwortete Wayne cool: «i cha sauft1 Schwyzertüütsch.»
Zeitungsartikel
©Erwin Gubler, Muotathal, www.gubler-foto.ch