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Bei den Beteiligungen des Kantons Luzern wird eine Frauenquote von 30 Prozent eingeführt. Dies hat das Kantonsparlament entschieden. In den obersten Leitungsgremien soll künftig nach Möglichkeit ein Drittel Frauen sitzen. Wenn diese Quote nicht erreicht wird, müssen Abweichungen begründet werden.
Der Kanton Luzern ist an fast 50 verschiedenen Organisationen beteiligt, beispielsweise an der Kantonalbank, der Universität oder am Kantonsspital. Alle vier Jahre muss die Regierung einen Planungsbericht dazu vorlegen.
"Leider ist eine angemessen Frauenbeteiligung noch immer nicht selbstverständlich."
Das Kantonsparlament hiess die Beteiligungsstrategie 2018 gut. Dabei forderte SP-Kantonsparlamentarierin Ylfete Fanaj, dass künftig eine Frauenquote von 30 Prozent in den obersten Leitungsgremien eingeführt wird. Abweichungen müssen begründet werden: "Leider ist es im Jahr 2017 noch nicht selbstverständlich, dass in den obersten Leitungsgremien Frauen angemessen vertreten sind", so Fanaj. Unterstützt wurde das Anliegen auch von bürgerlicher Seite, da die Quote nicht absolut verpflichtend ist und Abweichungen begründet werden können. "Für mich war immer klar, dass Frauen das Gleiche erreichen können, dürfen und sollen wie ihre männlichen Kollegen", sagte beispielsweise Irene Keller von der FDP.