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Sie summierten sich Anfang April auf 31,9 Milliarden Dollar, wie die Zentralbank am Donnerstag in Kiew mitteilte. "Das letzte Mal, dass die Reserven diese Marke überschritten, war im November 2011", hiess es in einer Erklärung auf der Website der Notenbank. Auch eine geringere Nachfrage nach Devisen und die moderateren Zahlungen für Staatsschulden trugen zu dem Anstieg bei.
Die Ukraine sieht sich in diesem Jahr aufgrund der hohen Militärausgaben zur Abwehr der russischen Invasion mit einem noch nie dagewesenen Haushaltsdefizit konfrontiert. Dabei ist sie in hohem Masse auf ausländische Finanzhilfe angewiesen, um das Land am Laufen zu halten. Die Zentralbank hat eigenen Angaben zufolge insgesamt 5,1 Milliarden Dollar von den internationalen Partnern der Ukraine erhalten, darunter Gelder aus den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Kanada.
Die Regierung zahlte im März 486,8 Millionen Dollar für die Bedienung ihrer Auslandsschulden. Diese Zahlungen sind notwendig, um eine Staatspleite zu vermeiden. Der Betrag enthielt 409,3 Millionen Dollar an Zinszahlungen in harter Währung, so die Zentralbank. Ausserdem zahlte die Ukraine 638,6 Millionen Dollar an den Internationalen Währungsfonds (IWF).
Die ukrainische Landeswährung Griwna ist seit Sommer 2022 offiziell mit einem Kurs von 36,57 an den Dollar gekoppelt. Die Zentralbank interveniert regelmässig, um die Währung zu stützen und die Differenz zwischen dem offiziellen Kurs und dem Marktkurs zu verringern. Ihren Angaben nach ist das Volumen ihrer Interventionen den dritten Monat in Folge zurückgegangen.
Der aktuelle Betrag der Devisenreserven reicht der Zentralbank zufolge aus, um 4,2 Monate lang zukünftige Importe zu decken. Zu Beginn des vergangenen Monats hatten die Devisenvorräte noch bei 28,9 Milliarden Dollar gelegen.
(Reuters)