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Wohl Basel, 1689
Kupfer getrieben
H. 34, L. 67, B. 34 cm
Inv. 1904.2331.
Zünfte erfassten die Mitglieder weit über die berufsspezifische Tätigkeit hinaus. In Basel waren die Zünfte verpflichtet, den Wach- und Löschdienst zu organisieren und zu versehen; jede Zunft hatte eine für den Krieg ausgerüstete Mannschaft zu stellen. Während Jahrhunderten war das Regierungssystem auf den Zünften aufgebaut. Zentrum jeder Zunft war das Zunfthaus. Hier fanden die Zunftversammlungen, die Wahlen, aber auch zahlreiche Feste statt. In mancherlei Hinsicht erfüllten die Zunfthäuser Funktionen heutiger Gasthäuser. Im repräsentations- und festfreudigen Zeitalter des Barocks legten selbst einfache Handwerkerzünfte grossen Wert auf das Mobiliar wie Möbel, Gemälde, Bestecke, Ess- und Trinkgeschirr etc. Die Zunft zu Webern, im Mittelalter eine arme Handwerkerzunft, erreichte durch das Zunftregiment des 16. und 17. Jahrhunderts innerhalb der Handwerkerzünfte eine führende Stellung. Äussere Zeichen dieser glanzvollen Zeit waren die Renovation und die Erweiterung des Zunftgebäudes, die Bereicherung des Zunfthauses mit Glasgemälden und einer grossen Sammlung von Bechern, Pokalen und Bestecken. Vom einst umfangreichen Mobiliar haben sich nur Einzelstücke wie der kupferne Kühleimer erhalten. Die Längsseite zeigt das seit 1378 bezeugte Zunftemblem: ein Greif hält in seinen Vorderpranken einen Ellstab.