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Fünf Mythen über Diabetes
Lesen Sie die Wahrheit über fünf häufige Falschannahmen.
25.06.2021
Weltweit leben mehr als 463 Millionen Erwachsene mit Diabetes. Und obwohl Diabetes ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem ist, wird es manchmal missverstanden. Dies gilt insbesondere für Typ-2-Diabetes.
Was ist Typ-2-Diabetes?
Typ-2-Diabetes, die häufigste Form von Diabetes, ist durch eine Insulinresistenz gekennzeichnet. Insulin, ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, hilft der Glukose (Zucker), in die Körperzellen zu gelangen und dort als Energiequelle zu dienen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist der Körper nicht in der Lage, das Insulin richtig zu nutzen, so dass sich zu viel Glukose im Blut ansammelt und einen hohen Blutzuckerwert verursacht.
Hier sind fünf häufige Mythen über Typ-2-Diabetes
01.
Mythos: Diabetes Typ 2 ist keine ernsthafte Krankheit.
Die Wahrheit: Wenn Typ-2-Diabetes nicht gut behandelt wird, kann er zu ernsten Komplikationen führen. Die Behandlung von Diabetes, einschliesslich der Aufklärung über die Krankheit, einer gesunden Lebensweise und der Zusammenarbeit mit einem Arzt, um einen Behandlungsplan zu erstellen, kann dazu beitragen, das Risiko von Komplikationen zu verringern. Das bedeutet jedoch nicht, dass Typ-2-Diabetes nicht ernst genommen werden sollte.
02.
Mythos: Wenn man Typ-2-Diabetes hat, kann man die Anzeichen nicht übersehen.
Die Wahrheit: In vielen Fällen entwickeln sich die Symptome von Typ-2-Diabetes langsam, oft über mehrere Jahre hinweg und können so schwach sein, dass sie leicht unbemerkt bleiben. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes haben überhaupt keine Symptome, was dazu beiträgt, dass weltweit 1 von 2 Erwachsenen mit Diabetes nicht diagnostiziert wird.
Zu den Symptomen von Typ-2-Diabetes können folgende gehören:
- Übermässiger Durst und trockener Mund
- Häufiges Wasserlassen
- Verschwommenes Sehen
- Taubheit oder Kribbeln in den Händen und/oder Füssen
- Langsam heilende Wunden
03.
Mythos: Alle Menschen mit Typ-2-Diabetes sind übergewichtig.
Die Wahrheit: Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Es gibt aber noch eine Reihe anderer persönlicher und lebensstilbezogener Faktoren, die zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes beitragen.
Zu diesen Risikofaktoren können folgende gehören:
- Diabetes in der Familie
- Übergewicht
- Ungesunde Ernährung
- Körperliche Inaktivität
- Zunehmendes Alter
- Hoher Blutdruck
- Ethnische Zugehörigkeit
- Ungesunde Ernährung während der Schwangerschaft
04.
Mythos: Typ-2-Diabetes betrifft nur die Bauchspeicheldrüse.
Die Wahrheit: Mit der Zeit kann Typ-2-Diabetes auch andere Bereiche des Körpers beeinträchtigen. So haben Menschen mit Typ-2-Diabetes zum Beispiel ein doppelt so hohes Risiko, eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfall zu erleiden wie Menschen ohne Diabetes. Es gibt jedoch Massnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko der schwerwiegenderen Komplikationen von Typ-2-Diabetes zu verringern. Dazu gehört, dass der Blutzuckerspiegel möglichst nahe am individuellen Zielwert gehalten wird, dass man sich gesund ernährt, regelmässig Sport treibt und die Blutdruck- und Cholesterinwerte auf dem von einem Arzt festgelegten Niveau hält.
05.
Mythos: Sport kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes gefährlich sein.*
Die Wahrheit: Körperliche Aktivität ist für Menschen mit Typ-2-Diabetes sehr wichtig, da sie dazu beitragen kann, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und das Risiko für diabetesbedingte Komplikationen wie Herzerkrankungen und Nervenschäden zu senken. Um sich ausreichend zu bewegen, muss man jedoch nicht stundenlang im Fitnessstudio sein. Erwachsene mit Typ-2-Diabetes können mit täglichen Spaziergängen beginnen. Einfache alltägliche Aktivitäten wie der Gang zum Briefkasten oder das Parken in grösserer Entfernung vom Eingang sind weitere Möglichkeiten.
*Bevor Sie mit einer körperlichen Aktivität beginnen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, welche Aktivitäten für Sie am besten geeignet sind.
CH-NON-01260, 06/2021