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Wie ein Schiff durch das Packeis fährt, ist die Aufgabe, Geld für einen neuen US-Eisbrecher zu beschaffen, eine mühsame, einsame und manchmal verrücktmachende Sache. Hin und wieder kann nur durch den Blick zurück ein Fortschritt erkannt werden, die Hürden gesehen werden. Nun hat der Abgeordnetenteil Alaskas im US-Kongress ein riesiges Stück Eis zerbrechen und zur Seite fegen gesehen, als Senatorin Lisa Murkowski einen Zusatz im Sicherheits- und Verteidigungsbudget durchgebracht hat, welches US$ 1 Milliarde für den Bau eines neuen schweren Eisbrechers vorsieht. Dadurch soll die magere US-amerikanische Eisbrecherflotte verstärkt werden.
Erhebliche Umweltveränderungen und ausgeprägte natürliche Gradienten in physikalischen Merkmalen kennzeichnen das Seegebiet an der Antarktischen Halbinsel. Die Fachzeitschrift "Polar Biology" widmet der Region jetzt einen Sonderband, der eine große Vielfalt an Ergebnissen zur Ökologie des Südlichen Ozeans umfasst. Die Resultate dazu stammen von der „Polarstern“-Expedition im Jahr 2013.
Der Westantarktisteil des Südlichen Ozeans ist das Nahrungsgebiet zahlreicher Finn- und Buckelwale. Rund 5‘000 Finnwale und etwa 3‘000 Buckelwale wandern im Sommer in die eisfreien Gewässer. Diese Schätzungen stammen von neuesten Zählungen, die mit Hilfe von Hubschraubern in den antarktischen Gewässern durchgeführt worden sind. Gleichzeitig wurde auch eine Übersicht über Krill mit Hilfe von Schleppnetzen erstellt, um herauszufinden, ob die Verteilung der Wale und bestimmter Krebsarten miteinander zusammenhängen. Die Studie wurde von Helena Herr von der Universität Hannover geleitet und die Resultate in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift Polar Biology veröffentlicht.
Knuttstrandläufer sind eine bemerkenswerte Vogelart, die jedes Jahr mehr als 5‘000 Kilometer weit fliegen. Von ihren Brutgebieten auf der Taimyr-Halbinsel im russischen Sibirien fliegen die Watvögel bis nach Mauretanien oder sogar bis Australien oder Neuseeland, je nach Unterart. Aufgrund der sich erwärmenden Arktis werden die Tiere immer kleiner und einer neuen Studie zufolge bezahlen die Vögel den Preis für diese Verkleinerung erst, wenn sie in ihrem Winterquartier im Süden ankommen.
Die Antarktis enthält viele Geheimnisse, aber ein weiteres wurde kürzlich gelüftet. Unter dem Kilometer dicken Eis verbirgt sich ein riesiger See. Grösser ist nur der berühmte Wostoksee. Mehr als 370 subglaziale Seen sind heute bekannt. Sie sind von grossem Interesse, da angenommen wird, dass sie einzigartige Lebensformen enthalten, die möglicherweise seit Millionen von Jahren durch das Eis isoliert existierten.
Vier Wochen zu Forschungszwecken in der ewigen Dunkelheit des antarktischen Winters mit Temperaturen von bis zu -50°C zu zubringen hört sich für die meisten Menschen nicht besonders verlockend an. Für den Antarktisforscher Professor Ian Hawes, der die Antarktis fast jedes Jahr seit 1978 besucht, stellt dies jedoch den Höhepunkt seiner langen Karriere im Eis dar. Fünf neuseeländische Wissenschaftler planen den See zum ersten Mal mitten im Winter zu Forschungszwecken zu besuchen. Das ungewöhnliche Projekt hat das Interesse der NASA geweckt, die daraus Einsichten für eine bemannte Reise zum Mars zu gewinnen hofft.
Am 21. April 1976 feierten sechs Forscher und Techniker gemeinsam mit internationalen Kollegen die Einweihung der ersten ganzjährig betriebenen deutschen Antarktisstation, die in der Nähe der sowjetischen Nowolasarewskaja-Station im Königin-Maud-Land lag. Die Station war eine Einrichtung der Akademie der Wissenschaften der DDR, die Logistik wurde gemeinsam mit der Sowjetischen Antarktis-Expedition abgestimmt und organisiert. Benannt wurde die Station 1987 nach Georg Forster, dem deutschen Reisebegleiter James Cooks, der am 17. Januar 1775 als erster Deutscher auf Südgeorgien Boden betrat.
Die Unzugänglichkeit der beiden Pole der Erde hat ehrgeizige Menschen im frühen 20. Jahrhundert immer wieder zu riskanten Wettbewerben herausgefordert. Somit war es nur eine Frage der Zeit, wann erstmals Fluggeräte zu ihrer Erforschung zu Einsatz kommen sollten.
Vor mehr als einem Jahrhundert gingen Forscher für ihren König und ihr Vaterland in die Antarktis. Als jedoch der Antarktis Vertrag den Kontinent zum wissenschaftlichen Schutzgebiet erklärte, wurden nationale Interessen auf Eis gelegt. Heute hingegen versuchen Staaten wieder vermehrt Einfluss zu gewinnen für den Tag, wenn der Vertrag ausläuft aber auch für die strategischen und kommerziellen Möglichkeiten, die es bereits heute gibt. Die Australian Antarctic Division, die Dienstaufsichtsbehörde, die Australiens strategische, wissenschaftliche, ökologische und ökonomische Interessen in der Antarktis wahrt, hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Haushaltskürzungen hinnehmen müssen. Allerdings wurde Anfang Mai bekannt gegeben, dass die australische Regierung $2.167 Milliarden Dollar zur Verbesserung der Logistik und wissenschaftlichen Möglichkeiten in der Antarktis und zum Bau eines neuen Eisbrechers bereitstellen wird.
Tourismus in der Antarktis ist seit seiner Geburtsstunde in den 1960er Jahren mehr oder weniger am Steigen. Sogar kleinere und grössere Rückgänge der Besucherzahlen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten waren nur temporär. Um einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus zu propagieren, wurde die IAATO gegründet. In diesem Jahr feiert die Organisation sein 25. Geburtstag an seinem Jahrestreffen. Gleichzeitig werden auch die neuesten Touristenzahlen veröffentlicht.
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