Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/190798

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, </p><p>1. wie eine nationale Strategie der Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung (BSLB) entwickelt werden kann;</p><p>2. wie die Eigeninitiative der für die BSLB zuständigen Kantone gefördert werden kann;</p><p>3. wie der Bund selbst aktiv werden könnte und welche gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen werden müssten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass eine gut funktionierende Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) von zentraler Bedeutung ist. Sie begleitet Individuen durch die Herausforderungen des lebenslangen Lernens und hilft, den Arbeitsmarkt mit den nachgefragten qualifizierten Fachkräften zu versorgen. Im Strategieprozess Berufsbildung 2030 wurden Megatrends wie Digitalisierung, Upskilling und Globalisierung identifiziert. Die Auswirkungen dieser Trends stellen eine grosse Herausforderung auch für die BSLB dar.</p><p>Mit der Inkraftsetzung des Berufsbildungsgesetzes (BBG; SR 412.10) im Jahr 2004 hat sich der Bund aus der Finanzierung und Regulierung im Bereich der BSLB zurückgezogen; die Zuständigkeit liegt nach Artikel 51 BBG bei den Kantonen. Der Bund hat jedoch ein systemisches Interesse, dass die BSLB auch künftig ihre Rolle als Bindeglied zwischen Individuen, Arbeitswelt und Bildungsangeboten wahrnehmen kann. Darum ist der Bundesrat bereit zu prüfen, mit welchen Massnahmen die BSLB gestärkt werden kann. Die Strategie für die BSLB wird im bewährten Zusammenspiel von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt erarbeitet und umgesetzt; eine Umverteilung von Aufgaben ist dazu nicht notwendig. Auch eine Änderung der Finanzierung der BSLB steht nicht zur Diskussion. Der Bund plant, die Eigeninitiative der Verbundpartner im Rahmen geltenden Rechts, über die Projektförderung gemäss den Artikeln 54 und 55 BBG, zu fördern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.