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Alpine Journal
( Edit. W. A. B. Coolidge. ) Die vier Nummern des A.J., welche Fortsetzung und Schluß des Vol. XIV bilden, enthalten nur zwei größere Fahrtberichte aus dem Gebiete der Schweizeralpen: Mrs. E. P. Jackson schildert unter dem Titel „ ein Winterquartett " ihre Besteigungen im Januar 1888, Lauteraarhorn, Groß-Fiescherhorn, Jungfrau u. s. w., und M. E. S. Kennedy, einer der Veteranen des Alpine Club, beschreibt in launiger Weise eine Nebelfahrt vom Gießbach zum Faulhorn und die darauf folgende Schlittenfahrt nach Grindelwald.
Von den übrigen touristischen Arbeiten aus den Alpen sind u.a. zu erwähnen M. F. Gardiner's Wanderungen in den französischen Dolomiten ( Gruppe des Grand Veymont, 2346 m, südwestlich von Grenoble ), M. Yeld's Fahrten in den östlichen Grajischen Alpen ( Punta nera, Grand Paradis, Cresta Gastaldi u. s. w. ), M. Scriven's Skizzen aus den Dolomiten von San Martino di Castrozza ( Pala di San Martino, Sass Maor etc. ) und M. A.J. Butler's Berichte aus den Oetzthaler Alpen. Die alpine Wissenschaft ist würdig vertreten durch den Schluß von Prof. Bonney's sehr bemerkenswerther Abhandlung über die Entstehung und den Bau der Alpen. Dem Kaukasus sind drei größere Arbeiten gewidmet: M. H. W. Holder schildert seine im Sommer 1888 in Gesellschaft der HH. Woolley und Cockin mit Ulrich Almer und Christian Roth ausgeführten Touren im Central-Kaukasus, der Präsident des A. C, M. Clinton Dent, erstattet Bericht über die Expedition, die im Juli 1889 zur Aufsuchung der Ende August 1888 am Dych-Tau verunglückten Partie Donkin und Fox veranstaltet wurde und zwar nicht die Leichen der Verunglückten, wohl aber die letzte Schlafstelle derselben am Ullu-auz Paß auffand, und MM. D. W. Freshfield und H. Woollev schließen Alpine Journal.G09 daran eine sowohl touristisch interessante, wie topographisch werthvolle, von einer Kartenskizze erläuterte Uebersicht über die neuen Forschungsreisen und Besteigungen im Kaukasus 1889.
Vier Arbeiten sind den Gebirgen Norwegens, Bosniens, Nordwestamerikas und Südafrikas entnommen. MM. Ch. Hopkinson und C. W C. Slingsbly fuhren uns auf den Mjölnir ( Romsdal ) und in das Gletschergebiet von Gjegnalund; Moriz von Dechy schildert die Besteigung des Maglitsch 2390 m, an der Grenze von Bosnien und Montenegro, M. H. W. Topham eine Expedition auf den Mont Elias in Alasea, die allerdings nicht die Spitze des ca. 5900 m hohen Berges erreichte, sondern am Südabhang in ca. 3500 m Höhe umkehren mußte, und A. H. Stocker entwirft ein namentlich in geographischer Hinsicht interessantes Bild des Kahlambagebirges oder der Natal-Drakens-berge, deren höchste Spitzen bis gegen 3500 m aufsteigen.
Aus dem übrigen Inhalt, der wie gewohnt aus kleineren Mittheilungen aller Art, literarischen Notizen, Nekrologen, Zusammenstellungen von neuen Touren u. s. w. besteht, heben wir hervor die beiden Notizen über Gletscher aus den Philosophical Transactions Nr. 49 ( 1669 ) und Nr. 100 ( 1673 ). Unter den Illustrationen und Karten sind besonders erwähnenswerth die werthvollen Kartenbeilagen zu den Arbeiten der HH. Topham und Dechy, die Lichtdruckbilder der östlichen Bucht des Noaschettagletschers ( Grajische Alpen ), des Sass Maor, des Imponjvana ( Drakensberge ) und des Maglitsch und die in Holzschnitt ausgeführte Ansicht des Mont St. Elias.Red.