Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03501.jsonl.gz/2216

Dabei begann das Turnier für Belinda Bencic vorzüglich. Sie wehrte gegen die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty Breakbälle ab und gewann nach Rückstand den ersten Satz mit 7:5. Danach machte sich aber Bencics linker Fuss bemerkbar. Die Ferse schmerzte, so wie bereits vor dem US Open am Turnier in Cincinnati. Bencic brach ein und verlor die Sätze 2 und 3 mit 1:6 und 2:6. Nach 117 Minuten nützte die Australierin Barty ihren zweiten Matchball.
Die grosse Frage lautet nun: Kann sich Belinda Bencic bis Dienstag und bis zum zweiten Vorrundenspiel gegen die Tschechin Petra Kvitova erholen. Kvitova verlor ihr Startspiel gegen die Japanerin Naomi Osaka mit 6:7, 6:4, 4:6. Zwei Spielerinnen aus der Vierergruppe qualifizieren sich für die Halbfinals. Belinda Bencic kann diese Qualifikation immer noch aus eigener Kraft schaffen – wenn sie ihre Verletzung in den Griff bekommt.
Aber das Startspiel in Shenzhen gegen Barty bot für Bencic vorerst Mal eine Enttäuschung. Mit der Leistung des ersten Satzes stellte sie unter Beweis, dass sie die Nummer 1 der Welt hätte schlagen können – so wie sie schon vier ihrer ersten fünf Duelle gegen Weltnummern 1 gewonnen hat. Bencic startete als Mitfavoritin ins Masters – weil sie nach dem Turniersieg in Moskau in Form schien, weil sie mehr Top-10-Spielerinnen als alle anderen in dieser Saison geschlagen hat (9) und weil niemand in der zu Ende gehenden Saison eine bessere Bilanz gegen Top-5-Spielerinnen auszuweisen hat als Bencic (5:1 Siege).
Aber zumindest im ersten Spiel in Shenzhen vermochte Belinda Bencic ihren China-Komplex noch nicht abzulegen. Von 17 Einzeln in China gewann sie erst sieben. Im Land des Lächelns oder im Reich der Mitte besiegte Bencic noch nie eine Top-30-Spielerin.
Die Australierin Ashleigh Barty sicherte sich mit dem Sieg im allerersten Spiel gegen Bencic bereits die Nummer 1 bis zum Jahresende. Dies entspricht lediglich einer Randnotiz, denn um die Nummer 1 zu bleiben, benötigte Barty in Shenzhen im Prinzip nicht einmal einen Sieg, sie hätte einzig alle drei Vorrundenspiele bestreiten müssen.