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Nach den Zahlen einer deutschen Krankenkasse sind die durch Burnout verursachten Krankschreibungen seit dem Jahr 2013 zurückgegangen. Dafür stieg die Zahl der festgestellten Depressionen.
Die Krankenkasse führt dies auf einen differenzierteren und offeneren Umgang von Ärzten und Patienten mit dem Thema Depression und Burnout zurück. Obgleich Burnout nicht als Erkrankung anerkannt wird, wird das Erschöpfungs-Syndrom als Zeichen oder Leiden unserer Zeit verstanden, während Menschen mit Depressionen noch immer lieber ihre Krankheit verschweigen.
Sind Burnout-Syndrom und Depressionen ein und dasselbe?
Vielfach werden Burnout und Depressionen für dasselbe Leiden gehalten. Andere glauben, dass die Depression ein Symptom des Erschöpfungssyndroms ist und auch die Version, dass hinter jedem Burnout eine Depression steckt, ist gängig. Tatsächlich gibt es Unterschiede zwischen dem Burnout und einer Depression.
Wo liegt der Unterschied zwischen Burnout und Depressionen?
Beim Burnout werden die Auslöser vielfach berufsbedingt gesehen, während sie bei der Depression alle Bereiche des täglichen Lebens betreffen und dort wirken.
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Leiden ist, dass eine Depression als Dauerzustand beschrieben wird. Meist beginnt er mit einer Antriebs- und Lustlosigkeit und steigert sich im Verlauf zunehmend bis alles trüb und sinnlos erscheint, bis hin zur Suizidgefahr.
Burnout – Kampf gegen Windmühlenflügel?
Betroffene des Burnout-Syndroms haben dagegen durchaus Phasen, in denen sie glücklich sind. Sie fühlen sich zwar erschöpft und müde. Doch anders wie bei der Depression sind sie angespannt, nervös, reizbar, wenn nicht sogar aggressiv.
Ein wesentlicher Unterschied ist zudem, dass Burnout-Patienten kämpfen, während Depressionen teilnahmslos alles hinnehmen. Wer am Burnout leidet, der kämpft oftmals in bestimmten Phasen. Es ist vergleichbar mit Don Quichotte, der gegen die Flügel der Windmühle kämpft, denn die Betroffenen kämpfen gegen sich und wer kann hier gewinnen? Die hohen Anforderungen, die sie sich selbst stellen, nie zufrieden zu sein, lassen die Betroffenen ausbrennen.
Burnout im Endstadium
Im Endstadium, wenn Betroffene des Ausgebranntheitssyndroms nicht mehr kämpfen, sind sich beide Krankheiten wieder ähnlicher und schwierig auseinander zu halten. Beide Erkrankungen bringen den Betroffenen viel Leid. Aus diesem Grund ist es wichtig erste, wenn auch scheinbare Anzeichen, fachärztlich abzuklären und so früh wie möglich eine Behandlung zu beginnen.