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Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt sei dieser Prozess nun auf einem anderen Planeten vollzogen worden. Nasa-Manager Jim Reuter sprach von einem «entscheidenden ersten Schritt». Fernziel ist es, für spätere Mars-Siedler und ihre Geräte Sauerstoff zu erzeugen.
Bei dem Experiment, das am 20. April stattfand, kam MOXIE zum Einsatz, ein goldener Kasten von der Grösse einer Autobatterie. Das Mars Oxygen In-Situ Resource Utilization Experiment – so der volle Titel – spaltet über elektrische und chemische Prozesse das CO2 auf und gewinnt auf diese Weise Sauerstoff. Die Menge, die am Dienstag erzeugt wurde, betrug fünf Gramm, genug, um einen Astronauten zehn Minuten atmen zu lassen. Angestrebt wird doppelt so viel pro Stunde.
Das Verfahren könnte nicht nur Astronauten, die eines Tages den Roten Planeten betreten sollen, das Atmen ermöglichen. Es könnte auch den benötigten Sauerstoff liefern, der in grossen Mengen für den Antrieb der Rakete bei der Rückreise zur Erde erforderlich ist.
Am Montag war es der Nasa bereits gelungen, mehr als eine halbe Minute lang den Mini-Helikopter «Ingenuity» auf dem Mars fliegen zu lassen. «Perseverance» war Mitte Februar mit dem Fluggerät auf dem Roten Planeten gelandet (PilatusToday berichtete).