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Locus typicus
GR, Mt. Taygetos, 1,2 km NW Hütte Rg. Katafigio
Erstbeschreib
Heterogynidae auf dem Balkan, mit Beschreibung von Heterogynis sondereggeri - Nachr. entomol. Ver. Apollo, N. F. 33 (2/3): 129138 (2012)
Typenverbleib
ad Zoologische Staatssammlungen, München
Taxonomie
Der Name ehrt den Schweizer Lepidopterologen Peter Sonderegger aus Brügg BE, der sich unter anderem durch die Erforschung der Gattung Erebia verdient gemacht hat.
Zum oben abgebildeten Paratypus: GP-Nr. 2696 fec. Peter Hättenschwiler 2008 (in Sammlung de Freina, München, archiviert mit GP-Nummer 2010/60)
Artmerkmal
(gemäss Erstbeschreibung)
Männchen Vfl.-Länge 6,07,2 mm (HT 6,0 mm), Spannweite 13,015,5 mm (HT 13,0 mm), Körperlänge 4,05,0 mm (HT 4,0 mm).
Männchen: Deutlich, jedoch mindestens um ein Viertel kleiner als H. penella oder andere bekannte Populationen der Artengruppe von H. penella. Beide Flügelpaare russig schwarz, bis auf die tiefer schwarze Äderung zeichnungslos, vergleichsweise dicht mit Borstenhaaren besetzt, daher dunkler und weniger transparent als H. penella. Flügelform geringfügig schlanker und gestreckter als bei H. penella, Saumfransen geringfügig länger. Fühler knapp über den Diskalbereich hinaus bis auf Höhe von
zwei Drittel des Vorderrands reichend, bipectinat, die Rami im Mittelbereich am längsten, Antenne insgesamt deswegen, so auch noch im postdistalen Abschnitt, breiter
als bei H. penella, daher gleichmässig lanzettförmig.
Körper tiefschwarz, Abdomen und Frons zottig behaart, Epiphysis der Vorderbeine unverhältnismässig lang und schlank; Sklerotisierung der Tergite und Sternite
IIIVII breit, Tergite wegen der median ungewöhnlich extremen Taillierung sehr auffällig von H. penella verschieden, die Sternite breit stumpf coniform.
Männchen Genital: Dorsal betrachtet noch weniger longitudinal als das vergleichsweise ohnehin schon gedrungene Genital von H. penella; Uncus kräftig sklerotisiert und breiter als bei dieser, das fast rectangular geformte apikale Drittel
deutlich gewinkelt, distal mit zwei nur kurzen Zahnstrukturen; Tegumen fast flach, kantig rectangular, die Valven schlanker als bei H. penella, auf die gesamte Länge fast gleichmässig breit ohne konkav geschwungenen Ventralrand, Subscaphium vergleichsweise lang, apikal spiniform. Phallus im Präparat fehlend, deshalb ohne
Diagnose.
Variabilität. Bis auf geringe Grössenunterschiede ist keine Variabilität erkennbar.
Raupe: Die verfügbaren Bilder der Taygetos-Raupen ermöglichen nur eine vage Beschreibung der letzten beiden Raupenstadien. Im Vergleich mit H. penella
lassen sich unter Berücksichtigung der bei dieser Art bekannten interpopulären Variabilität folgende auffällige Verschiedenheiten erkennen:
Gesamterscheinung deutlich dunkler, Färbung der L5 speckig schwarz, das gelbe Zeichnungsmuster deutlich reduziert, Gelbfärbung der Längsbänder und Beine
eher matt grüngelb und auffälliger von schwarzer Rieselfleckung durchsetzt. Die Gelbfärbung der Thorakalbeine beschränkt sich auf den distalen Bereich.
Mediodorsalband, Dorsolateralstreifen und Lateralband sind schlanker und in den Segmenteinschnitten deutlicher unterbrochen. Die Dorsolateralzeichnung ist nicht longitudinal, sondern nach caudal verbreitert fischgrätmusterartig.
Setae tiefschwarz, sehr kräftig und offensichtlich länger als bei H. penella.