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Mit den Märzwahlen ging in Spanien die Parlamentsmehrheit an die Sozialistische Partei über. Unter ihrer Führung nahm Mitte April eine neue Regierung die Arbeit auf. In der Regierungserklärung kündigte sie den allmählichen Ausstieg aus der Kernenergie sowie die Förderung erneuerbarer Energien an.
Als Antwort verlangt das spanische Nuklearforum Fine (Foro de la Industria Nuclear Espahola) eine "rationale und objektive" Analyse des Beitrags aller Energien zur Versorgungssicherheit des Landes. Eine Debatte soll die Energiequellen, die den künftigen Energiebedarf des Landes decken könnten, aus der Sicht der Versorgungssicherheit, der Zuverlässigkeit und der Umweltbelastung zur Diskussion stellen sowie die Kosten der Stromerzeugung aus diesen Energiequellen vergleichen. Das Fine erinnert in seiner Stellungnahme an den sicheren und stabilen Beitrag der neun Kernkraftwerkseinheiten Spaniens. Mit einer Jahresproduktion von 61 Mrd. kWh erbringen sie rund einen Viertel der Stromerzeugung Spaniens. Die Kernkraftwerke vermeiden laut Fine die Freisetzung von rund 60 Mio. t CO2 jährlich, was 75% der Menge entspreche, die der spanische Strassenverkehr erzeugt. Die Kernenergie leiste somit einen Schlüsselbeitrag, um die Kyoto-Verpflichtungen Spaniens einzuhalten.
Quelle
P.B. nach NucNet, 22. April 2004