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Werbung
Werbung als Druckmittel
Durch die vielen Millionen Franken, welche vom Staat in die Fleisch- und Milchindustrie fliessen, ist es auch nahe liegend, dass diese Industriezweige über grosse Werbebudgets verfügen.
Als Grosskunden der elektronischen (Radio/TV) und Printmedien (Zeitungen, Magazine) wird es sehr schwer für diese Medien, eine kritische Berichterstattung gegenüber ihren Haupteinnahmequellen aufrechtzuerhalten. Die Haupteinnahmequellen der Medien sind fast ausnahmslos Inserate und Anzeigen.
Sehen Sie sich eine x-beliebige Zeitung an und zählen Sie, für wie viele pflanzliche und für wie viele tierische Nahrungsmittel geworben wird, Schnell wird so bemerkbar, auf welcher Seite das Medium aus finanziellen Gründen stehen muss: Einen Werbeboykott der Tierindustrie könnten nur die wenigsten Medien heute noch verkraften.
Werbezensur
Der Verein gegen Tierfabriken wollte einen kurzen TV-Spot ausstrahlen lassen, in dem die realen Zustände in Schweizer Schweinemastbetrieben aufgezeigt werden und zum Schluss dazu aufgerufen wird, den Fleischkonsum zu reduzieren. Dieser bezahlte TV-Spot wurde vom Schweizer Fernsehen abgelehnt.
Es ist für den Sender viel einfacher, auf diese einmalige Einnahme zu verzichten, als seine Hauptwerbekunden der Fleischindustrie zu verärgern. Ähnliches geschah auch bei einer Werbeaktion des Vereins gegen Tierfabriken in den SBB-Zügen.
Nachtrag 2009: Nach über 10 Jahren Gerichtsverhandlungen und mehrmaliger Verurteilung der Schweiz durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof hat das Bundesgericht am 4. November 2009 endlich nachgegeben. Die SRG wurde verpflichtet den TV-Spot nicht länger zu zensurieren. Das vollständige Urteil finden Sie Online: Bundesgerichtsurteil.