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Haben Pferde Stress, zeigen sie das dem aufmerksamen Beobachter auf vielfältige Weise: im Verhalten, in der Körperhaltung, im Ausdruck – und auch über die Frequenz der Lidschläge, wie Forscher nun herausgefunden haben
Laut den ersten Ergebnissen einer Studie aus Kanada blinzeln Pferde in Stresssituationen weniger, als im entspannten Zustand. Im Versuch wurden 23 Pferde unterschiedlichen Stresssituationen ausgesetzt, von der der plötzlichen Konfrontation mit einem furchteinflößenden Objekt über Futtervorenthaltung (ausgewählte Pferde wurden bei der täglichen Fütterungsroutine einfach ausgelassen), bis hin zu Separation, bei der das Testpferd von seinen Herdenkollegen an einen Ort geführt wurde, wo es sie nicht mehr sehen konnte.
Der Vergleich der Augenbewegungen zwischen Stress und Ruhe und zeigte: Halbe und ganze Lidschläge (dazu zählt jede Bewegung des Augenlids, die das Auge nicht vollkommen schließt) verringerten sich in belastenden Situationen deutlich. Gleichzeitig trat Augenlidflattern – eine schnelle Form der Muskelbewegung im „Augenbrauenbereich“ – weitaus häufiger auf. Letzteres vor allem, wenn die Pferde in Erwartung von Futter leer ausgingen.
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