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Das Schweizer Biathlon-Team nahm die Weltmeisterschaften in Nové Město na Moravě mit so viel Zuversicht wie wohl noch nie vor Titelkämpfen in Angriff. Zweimal war die Schweiz nah an der ersehnten Medaille, letztlich konnten die hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllt werden – trotz meist starker Schiess- und guter Laufleistungen.
Spätestens ab dem zweiten WM-Rennen, dem Sprint der Frauen, wurde offensichtlich, dass das Schweizer Biathlon-Team an den Weltmeisterschaften in Tschechien gegen Probleme mit dem Material ankämpfen musste. Das Material an den Füssen vermochte auf dem nassen, dreckigen Schnee nicht mit den Schiessleistungen und der körperlichen Verfassung der Athletinnen und Athleten Schritt zu halten.
Schon vor elf Jahren, als die WM letztmals in Nové Město na Moravě stattgefunden hat, wurde gegen ähnliche Probleme angekämpft. Die Ursache des «dreckigen» Schnees liegt darin, dass sich wegen der Kohleheizungen in der Gegend um die Vysočina Arena Russpartikel auf der Loipe niederlassen. Zudem herrschten ständig wechselnde Verhältnisse.
Die WM-Strecke durch den Wald in Mähren wurde im Dezember mit Schnee aus dem vorangegangenen Winter ausgelegt; die Anlage in Nové Město na Moravě verfügt über eine Lagerkapazität, die ungefähr 25 Turnhallen entspricht. Danach wurde das schmutzige Schneeband mit Bindemitteln wie Salz oder Kunstdünger am Leben erhalten, plus vor den meisten Rennen wieder mit neu produziertem Schnee aus diesem Winter erhöht. Dieses Gemisch stellte die Service-Crew bei Plusgraden und Regen vor sehr schwierige Aufgaben: kein Naturschnee, Schmutz und zwischendurch Regenwasser, das wegen einer Eisschicht im Schneeband nicht ablaufen konnte.
Ränge 4 und 5 in den Mixed-Wettkämpfen
«Jetzt hadern wir, weil wir keine Medaille gewonnen haben. Das ist richtig, wir sind im Leistungssport», so Lukas Keel, Chef Biathlon von Swiss-Ski. Aber das Hadern sei auch nur möglich, weil man nicht meilenweit hinterherhinke, sondern wisse, dass unter anderen Voraussetzungen Podestplätze möglich gewesen wären.
Zum Auftakt der überaus stimmungsvollen und von insgesamt mehr als 200'000 Fans besuchten Titelkämpfe verpasste das Schweizer Mixed-Staffel-Quartett mit Sebastian Stalder, Niklas Hartweg, Lena Häcki-Gross und Amy Baserga Bronze lediglich um 1,2 Sekunden. In der Single-Mixed-Staffel klassierte sich das Duo Hartweg/Häcki-Gross trotz Sturz und Stockverlust im 5. Rang.
Dass die Weltmeisterschaften mit einem Erfolgserlebnis für das Schweizer Team endeten, dafür zeichnete Sebastian Stalder am vergangenen späten Sonntagnachmittag verantwortlich. Der Zürcher Oberländer bewies in einem Massenstartrennen einmal mehr seine Klasse und beendete den abschliessenden Wettkampf wie bereits vor Jahresfrist im starken 7. Rang. Diesmal durfte er sich gleich doppelt freuen, schliesslich traf er alle 20 Scheiben.
Tickets für die Heim-WM bereits verfügbar
Der Traum von der ersten Schweizer WM-Medaille lebt weiter – und erfüllt sich hoffentlich an den Heim-Titelkämpfen im nächsten Jahr, die vom 11. bis 23. Februar 2025 in Lenzerheide stattfinden. An den Weltmeisterschaften in der Roland Arena in Lantsch/Lenz stehen wiederum zwölf Wettkämpfe auf dem Programm, verteilt auf neun Wettkampftage. Am Sonntag, 16. Februar 2025 (Verfolgung Frauen und Männer), am Samstag, 22. Februar (Staffel Frauen und Männer), sowie am Sonntag, 23. Februar (Massenstart Frauen und Männer), finden je zwei Entscheidungen statt. Die ersten Medaillen werden am Mittwoch, 12. Februar, in der Mixed-Staffel vergeben.
Bereits sind im Swiss-Ski-Ticketshop Tickets in sämtlichen Kategorien verfügbar, vom VIP-Bereich über die weiteren Tribünen-Kategorien im Bereich Start/Ziel/Schiessstand bis zu den Publikumssektoren entlang der Strecke. Neben Tagestickets sind Dauerkarten für die kompletten Weltmeisterschaften sowie Wochenkarten für die erste beziehungsweise zweite WM-Woche erhältlich.
Mehr Informationen: lenzerheide2025.ch