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Die Erde steht in dritter Position zur Sonne und in vielerlei Hinsicht ist sie absolut einzigartig im Sonnensystem. Der Abstand zum Heimatstern ist ideal, damit die Temperaturen auf der Erde zwischen Gefrier- und Siedepunkt von Wasser liegen. Das Wasservorkommen auf der Erde und die dicke Atmosphäre ermöglichen Leben auf unserem Planeten. Bis heute ist die Erde der einzige Planet, von dem wir wissen, dass darauf Leben existiert.
Die Erde ist grob aus drei Schichten aufgebaut: Einem Eisen-Nickel Kern, der innen fest und aussen flüssig ist, einem viskosen Mantel und einer dünnen Kruste. Im metallischen Kern existieren starke Ströme, die für das Erdmagnetfeld verantwortlich sind. Das Material des Mantels besteht vorwiegend aus Silicium, Magnesium und Sauerstoff, sowie einer Schicht basaltischen Magmas mit viel Calcium und Aluminium. Auf dem Mantel treibt die äusserste Erdschicht, die nicht als Ganzes zusammenhängt, sondern in über 20 Kontinentalplatten unterteilt ist. Materie des Mantels fliesst nach oben in die mittelozeanischen Rücken und verschiebt dadurch die schwimmenden Kontinentalplatten; so treiben heute Amerika und Europa mehrere Zentimeter pro Jahr auseinander, während sich die Platten über dem Pazifik übereinander schieben. Vor über 45 Millionen Jahren wurden die Alpen durch eine Kollision der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte geformt. Wenn eine ozeanische Platte sich unter eine kontinentale schiebt, entsteht dort eine Zone mit vulkanischer Aktivität. Diese grossräumigen tektonischen Aktivitäten der Erde sind bei keinem anderen Planeten des Sonnensystems vorhanden.
Die gasförmige Hülle der Erde, die Atmosphäre, ist ebenfalls aus verschiedenen Schichten aufgebaut. Bis in zehn Kilometer Höhe erstreckt sich die Troposphäre, in welcher sich die meisten Wetterphänomene abspielen. An ihr schliesst die Stratosphäre an. Diese enthält die Ozonschicht, welche einen Grossteil der UV-Strahlung der Sonne absorbiert, was für uns überlebenswichtig ist. In den äusseren Bereichen der Atmosphäre ist das Gas durch die harte Strahlung der Sonne mehrheitlich ionisiert - die einzelnen Teilchen sind also elektrisch geladen - man spricht auch von der Ionosphäre, in welcher fabelhafte Polarlichter entstehen können. In den Schichten unterhalb 150 Kilometer Höhe ist die Luftdichte hoch genug, um die meisten Meteoriden verglühen zu lassen, wenn diese auf Kollisionskurs mit der Erde sind.