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Seit den 50er-Jahren steigt der Energieverbrauch in der Schweiz jährlich an. Im Jahr 2001 wurde in unserem Land für über 20 Milliarden Franken Energie verbraucht, davon 22 % in Form von Elektrizität.
Bei der Stromgewinnung in der Schweiz spielt Wasser eine entscheidende Rolle; über 60 % des gesamten Bedarfs wird in Wasserkraftwerken produziert. Mehr als ein Drittel des Schweizer Stroms kommt aus den Speicherkraftwerken in den Alpen. Die Tagesschwankungen beim Stromkonsum werden fast vollumfänglich durch die Speicherkraftwerke abgedeckt.
Bau des Kraftwerkes in Göschenen (Foto: Buch «Im Wandel der Zeit»)
Die Zentrale in Göschenen umfasst Schiebekaverne, Maschinenkaverne, Dienstgebäude und Freiluftschaltanlage. Die über 100 Meter lange und 30 Meter hohe Maschinenkaverne im Berg ist mit sechs vertikalachsigen Maschinengruppen mit einer Leistung von total 228 Megawatt ausgerüstet. Die Energie wird auf 132`000 Volt (CKW) und 220`000 Volt (CKW)
hinauf transformiert und gelangt über Hochspannungsleitungen an die beiden Abnehmer CKW und SBB. Das Wasser fliesst vom Kraftwerk Göschenen ins Staubecken Göschenen und von dort in einem Stollen weiter auf die Turbinen der Kraftwerke Wassen und Amsteg.
Die Kraftwerk Göschenen AG wurde 1955 gegründet, produziert durchschnittlich rund 420 Millionen Kilowattstunden jährlich und bietet rund 17 Personen einen Arbeitsplatz. Aktionäre sind die CKW (50 Prozent), die SBB (40 Prozent) und der Kanton Uri (10 Prozent). CKW und SBB übernehmen den gesamten Strom
und die Geschäftsleitung ist in Luzern/Ratshausen.
Kraftwerk Wassen (Foto: Mattli Jonas)
Kraftwerk Amsteg (Foto: Mattli Jonas)