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Was ist Prostatakrebs?
Prostatakrebs ist eine Erkrankung, die ihren Ursprung in der Prostata hat. Sie entsteht, wenn ursprünglich gesunde Zellen unkontrolliert wachsen. Diese können zu Krebszellen werden und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören.
Die Krebszellen können von der Prostata über die Lymph- und Blutbahnen auch an andere Körperstellen gelangen und dort Gewebe befallen. Man spricht dann von metastasiertem Prostatakrebs.
In der Medizin wird Prostatakrebs auch Prostatakarzinom genannt.
Bei den meisten Männern wächst die Prostata mit zunehmendem Alter. Dies wird als benigne benigne Prostatahyperplasie bezeichnet und ist kein Prostatakrebs.
Die Prostata zählt zu den Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt unterhalb der Harnblase und ist so gross wie eine Kastanie. Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, welche die Beweglichkeit der Spermien ermöglicht und sie beim Samenerguss in die Harnröhre transportiert.
Die männlichen Geschlechtsorgane
Häufigkeit von Prostatakrebs
In der Schweiz erkranken jährlich rund 7'100 Männer an Prostatakrebs. Damit ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart (bei Männern) in der Schweiz. Die Erkrankungsrate steigt mit zunehmendem Alter. Die Hälfte der Betroffenen ist über 69 Jahre alt.
Symptome
Prostatakrebs verursacht häufig über einen langen Zeitraum keinerlei Beschwerden. Das liegt daran, dass der Krebs in der Regel langsam wächst. Ist der Krebs fortgeschritten, können verschiedene Symptome auftreten.
Dazu zählen unter anderem:
- Veränderungen beim Wasserlassen: z. B. ein schwacher Urinstrahl
- Das Bedürfnis, häufig Wasser zu lassen, besonders in der Nacht.
- Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
- Erektile Dysfunktion
- Schmerzen in den Hüften, den Rippen oder an der Wirbelsäule, wenn sich der Krebs auf die Knochen ausgebreitet hat
- Schwäche oder Taubheit in Beinen und Füssen.
Diese Beschwerden können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, z. B. bei einer gutartigen Vergrösserung der Prostata oder bei einer Prostataentzündung. Bitte lassen Sie sich ärztlich untersuchen, wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome bei sich beobachten.
Diagnose
Die meisten Prostatakarzinome werden im Rahmen von Früherkennungs-Untersuchungen entdeckt. Dazu zählen:
- Tastuntersuchung der Prostata
- Bluttest.
Um eine sichere Diagnose stellen zu können, sind jedoch weiterführende Untersuchungen nötig. Dazu zählen u.a.:
Die Tastuntersuchung und die Prostatabiopsie werden von einem Urologen/einer Urologin durchgeführt.
Behandlung von Prostatakrebs
Welche Behandlung geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sorgfältig abgewogen werden. Dazu zählen u.a. der allgemeine Gesundheitszustand, die Grösse und die Ausbreitung des Tumors.
Zu den Therapieoptionen zählen:
- Aktive Überwachung
- Abwartendes Beobachten
- Operation zur Entfernung der Prostata
- Strahlentherapie
- Antihormon-Therapie
- Chemotherapie
- zielgerichtete Therapie
- Immuntherapie.
Es kann sein, dass Therapien kombiniert oder nacheinander angewandt werden, um den Tumor vor der Operation zu verkleinern oder nach der Operation auch kleinste Krebszellen zu zerstören.
Risikofaktoren
Als Hauptrisikofaktoren für Prostatakrebs gelten:
- das Alter
- erbliche Vorbelastung.
Bei Männern unter 40 ist Prostatakrebs selten. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko.
Früherkennung
Es gibt verschiedene Untersuchungen zur Früherkennung, bei denen glücklicherweise die meisten Fälle von Prostatakrebs entdeckt werden. Allerdings gibt es in der Schweiz, anders als bei z. B. Darmkrebs, keine klare Empfehlung, wann diese durchgeführt werden sollten. Die Entscheidung obliegt jedem Mann selbst.