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Wenn zwei Arten aufeinander treffen und sich kreuzen, entstehen Mischlinge, sogenannte Hybride. Das Problem bei Hybriden ist, dass sie häufig schwach sind und geringere Überlebenschancen haben. Oder sie können unfruchtbar sein und vermehren sich nicht mehr weiter. Dies ist zum Beispiel beim Maulesel der Fall, die Mischung aus Pferd und Esel kann sich selber nicht mehr fortpflanzen.
In der Arktis können nun, neben anderen Arten auch, Eis- und Grizzlybären vermehrt aufeinander treffen. Dass sie sich untereinander paaren und Nachwuchs haben können, wurde bereits bestätigt. 2006 haben Jäger in der Arktis einen weiss-braun gescheckten Bären erschossen. Ein DNA-Test bestätigte dann, dass es sich um einen Mischling handelt. Und 2010 wurde ein Bär erlegt, dessen Mutter ein Hybride und der Vater ein Grizzly war. Noch tauchen Hybriden extrem selten auf, in Zukunft wird man sie aber wahrscheinlich öfters beobachten können. Aus dem Polarbären und dem Grizzlybär würde der Prizzly entstehen.
Auch im Meer der Arktis sind bereits Hybride dokumentiert worden. Gewisse Wale wie zum Beispiel der Narwal und der Belugawal haben sich wahrscheinlich gekreuzt, sowie auch Robbenarten.
Forscher befürchten, dass sich durch Kreuzungen die genetische Vielfalt in der Arktis verringert, da sich das einzigartige Erbgut zweier Arten vermischt. Allerdings lassen sich solche Entwicklungen kaum aufhalten. Und vielleicht verschwinden die beiden Arten auch nicht und werden zu einem Mischling, sondern es entsteht einfach eine zusätzliche neue Art.
Bild: Ansgar Walk [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons