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Öffentliche Verwaltung in der Schweiz wächst und wächst
- Introduction L’essenziale in breve | Posizione di economiesuisse
- Chapter 1 Einleitung
- Chapter 2 Indikator 1: Entwicklung der Vollzeitäquivalente
- Chapter 3 Indikator 2: Vergleich mit der Privatwirtschaft
- Chapter 4 Indikator 3: Vergleich mit dem Ausland
- Chapter 5 Indikator 4: Lohnentwicklung
- Chapter 6 Indikator 5: Lohnvergleich mit Privatwirtschaft (zwischen den Branchen)
- Chapter 7 Indikator 6: Lohnvergleich mit Privatwirtschaft (innerhalb der Branchen)
- Chapter 8 Indikator 7: Effizienz der öffentlichen Verwaltung
- Chapter 9 Indikator 8: Effizienzvergleich mit dem Ausland
- Chapter 10 Zusammenfassung und Forderungen
Indikator 8: Effizienzvergleich mit dem Ausland
Ein weiterer Anhaltspunkt für die Effizienz der öffentlichen Verwaltung bietet ein Ländervergleich. Die Weltbank versucht die staatliche Leistungsfähigkeit zu messen, indem sie diverse quantitative und qualitative Ranglisten und Umfragen vereint. In diesem Vergleich schneidet die Schweiz sehr gut ab. Unser Land erbringt die öffentlichen Dienstleistungen in einer hohen Qualität.
Doch in der Frage nach der Effizienz zählt nicht nur der Output (die staatlichen Leistungen), sondern auch der Input (die Steuergelder). Im Vergleich der Staatsausgaben in Prozent des BIP platziert sich die Schweiz im Mittelfeld. Weil allerdings die Krankenversicherungen und die Pensionskassen in vielen anderen entwickelten Ländern mit Steuergeldern finanziert werden, erhöht sich die effektive Staatsquote der Schweiz auf etwa 44 Prozent, wodurch die Schweiz nach hinten durchgereicht wird.
Indem wir die staatliche Leistungsfähigkeit mit den relativen Staatsausgaben kombinieren, können wir die Effizienz der öffentlichen Verwaltung zwischen den Ländern vergleichen. Hierbei schneidet die Schweiz nur mässig gut ab (roter Punkt) – insbesondere dann, wenn wir die effektive Staatsquote betrachten (gelber Punkt). Andere Länder erreichen ähnlich hohe Werte wie die Schweiz bezüglich Qualität. Doch sie wenden hierfür deutlich weniger Mittel auf. So beispielsweise Singapur, Neuseeland oder Hongkong.
Abbildung 8
Achtung: Ungenügende Datenqualität seitens des Bundes
Sowohl bei der Beschäftigtenanzahl als auch beim Lohn ist die Datenqualität aus diversen Gründen ungenügend. So wurde erstens die Datenerhebung regelmässig geändert. Die grösste Änderung fand zwischen 2008 und 2011 statt, als der Wechsel von der Betriebszählung auf die heutige Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) erfolgte. Aber auch unter STATENT sind die Daten nicht konsistent. So wurde die Erhebungsmethode der Vollzeitäquivalente auf das Jahr 2015 hin angepasst, was einen Vergleich mit den Zahlen von 2014 erschwert. Zudem ist zweitens nicht ersichtlich, weshalb das Wachstum überhaupt stattfand. Eine Zunahme der Beschäftigung in der öffentlichen Verwaltung kann auf die Verstaatlichung eines Bereichs zurückzuführen sein oder auf die Verbürokratisierung einer bestehenden staatlichen Tätigkeit. Nur vereinzelt veröffentlichen die
Behörden eine detaillierte Begründung der Zu- und Abnahme der Beschäftigung in den öffentlichen Verwaltungen. Ein positives Beispiel ist hier der Kanton Bern. Insgesamt ist dies aber die Ausnahme, deswegen lassen sich die Daten nicht um Strukturbrüche bereinigen.
Verbunden mit der vorherigen Kritik lässt sich drittens nur selten erkennen, in welchen Bereichen wie viele Personen arbeiten. Meist wird die Anzahl der Angestellten nur nach Departementen aufgeführt, eine feinere Unterteilung ist normalerweise nicht verfügbar.
Viertens sind für die Bundesverwaltung lediglich Durchschnitts- und Medianlöhne verfügbar. Über die Zusammensetzung der Verwaltung und die Löhne der einzelnen Funktionen gibt es keine Angaben. Entsprechend kann auch nicht überprüft werden, ob sich die hohen Löhne mit einem höheren Anteil an Fachkräften begründen lassen.