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Die Schweizer Schwimmerin hat an der Weltmeisterschaft im australischen Melbourne Silber über 1500 Meter Crawl geholt. Gold gewann die Amerikanerin Kate Ziegler.
Mit 15:55,38 Minuten schwamm Rigamonti nicht nur erstmals unter die 16 Minuten-Marke, sie unterbot auch ihre bisherige Bestleistung um fast 9 Sekunden und brach den vierjährigen Europarekord.
Rigamonti musste sich wie an den letzten Weltmeisterschaften in Montreal nur der Amerikanerin Kate Ziegler geschlagen geben, die ihrerseits den Weltrekord ihrer Landsfrau Janet Evans von 15:52,10 aus dem Jahr 1988 um nur 0,95 Sekunden verpasste.
Auch die drittklassierte Japanerin Ai Shibata blieb in 15:58,55 noch unter der 16-Minuten-Grenze. Die grosse Favoritin, die Französin Laure Manaudou, belegte lediglich den achten und letzten Platz.
Überrascht und glücklich
"Ich bin so glücklich, einfach nur glücklich. Weil ich ganz aussen auf Bahn 1 schwamm, hatte ich keine Ahnung, was im Rennen abgeht. Ich wusste auch nicht, dass ich an zweiter Stelle schwimme", sagte Rigamonti.
Sie könne so kurz nach dem Rennen gar nicht richtig denken, so die Schweizerin weiter, die immer wieder betonte, wie "überrascht" sie über die Zeit sei. "Ich bin einfach mein Rennen und mein Tempo geschwommen."
Rigamonti war die einzige der acht Finalistinnen, die ihr Tempo konstant hoch hielt. Nach der Hälfte der Distanz hatte sie sich in die Medaillenränge verbessert, sogar auf Kate Ziegler holte Rigamonti mächtig auf. "150 Meter vor Ende habe ich sie gesehen, doch es reichte mir nicht mehr", so Rigamonti.
Erfolgreichste Schweizer Schwimmerin
Nach 2001 und 2005 ist es die dritte Silbermedaille für Flavia Rigamonti, die erst fünfte Medaille für die Schweiz an Weltmeisterschaften überhaupt.
Rigamonti ist über die 1500m Crawl nun die drittschnellste Frau aller Zeiten. Die Zeit im Final bedeutete die fünftbeste Zeit, die jemals über diese Distanz geschwommen wurde, da die Weltrekordlerin Evans und Ziegler je zweimal schneller waren.
swissinfo und Agenturen
Flavia Rigamonti
Die erfolgreichste Schwimmerin der Schweiz wurde 1981 in Breganzona im Tessin geboren.
Mit zehn Jahren begann sie mit dem Schwimmsport. 1997 wurde sie Junioren-Europameisterin, ihr erster grosser Titel.
Über ihre Paradestrecken 800m und 1500m Crawl hat sie bisher an Welt- und Europameisterschaften zahlreiche Medaillen gewonnen. Die wertvollsten sind die drei Silbernen an den Weltmeisterschaften in Fukukoa (2001), Montréal (2005) und Melbourne (2007).
Es ist die erst fünfte Schweizer Medaille an Schwimm-Weltmeisterschaften insgesamt.