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Am 26. Mai 2007 jährt sich zum hundertsten Mal der Geburtstag von Marion Michael Morrison, berühmt geworden unter seinem Pseudonym John Wayne. Wie kein anderer verkörpert er den Western und hat die Rolle des raubeinigen, aber rechtschaffenen Cowboys, des pflichttreuen Soldaten und gerechten Sheriffs entscheidend mitgeprägt, aber ebenso dazu beigetragen, dass die Geschichte der Eroberung des Wilden Westens rücksichtslos glorifiziert und der Genozid an den Ureinwohnern schlicht ignoriert wurde.
Brave Lonesome Cowboy
Der Mythos des Westerns in der Gegenwartskunst oder: John Wayne zum 100. Geburtstag
25. August 2007 – 27. Januar 2008, Kunstmuseum
John Waynes Regisseure wie John Ford oder Howard Hawks haben die Vorstellung der weiten Landschaft von Freiheit und Unabhängigkeit bestimmt, und ihre Filme haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüsst. Grund genug, der legendären Filmfigur bzw. dem Genre des Westerns eine Ausstellung zu widmen und den durch Hollywood geprägten Mythos aus der Perspektive der Gegenwartskunst zu befragen.
Vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Politik der letzten Jahre zeigt sich die radikale Dekonstruktion durch die Künstler unserer Zeit, so u. a. durch Andy Warhol, Richard Prince, Andrea Geyer, Alex Hanimann, David Reed, Christian Vetter... Parallel zur Ausstellung, die in veränderter Form in der Villa Merkel in Esslingen gezeigt wird, organisiert das KinoK ein umfangreiches Filmprogramm.