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Rehabilitation in Schweizer Spitälern im Jahr 2017 Die Zahl der stationären Aufenthalte in der Rehabilitation ist 2017 weiter angestiegen
2017 wurden in Schweizer Spitälern und Kliniken über 89 000 Rehabilitationsfälle registriert. Das sind 31% mehr als 2012. Die akutstationären Fälle sind im gleichen Zeitraum deutlich weniger stark gestiegen (+7%). Ein Grossteil dieser Zunahme ist auf Personen ab 65 Jahren zurückzuführen, deren Anteil konstant wächst. 2017 verursachte die Rehabilitation Kosten in Höhe von 1,84 Milliarden Franken, was 9,8% der Kosten für die gesamte stationäre Spitaltätigkeit entspricht. Soweit die jüngsten Ergebnisse einer Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Rehabilitation.
Die Rehabilitation dient dazu, nach einer Krankheit oder einem Unfall die funktionalen Fähigkeiten der Patientin oder des Patienten wiederherzustellen. Die Hälfte der Rehabilitationspatientinnen und
-patienten wurde aufgrund einer Beeinträchtigung des Muskel-Skelett-Systems oder des Herzkreislaufsystems behandelt. Drei Viertel wurden direkt nach einem akutstationären Spitalaufenthalt in die Rehabilitation überwiesen. In sechs von zehn Fällen war die Hospitalisierung in der Akutsomatik mit einem chirurgischen Eingriff verbunden.
Unterschiede nach Sprachregion
In der Deutschschweiz erfolgte die Rehabilitation zu 90% in Spezialkliniken und zu 10% in allgemeinen Spitälern. In der französischsprachigen Schweiz und im Tessin war es umgekehrt. Dort wurde die Rehabilitationspflege zu zwei Dritteln in allgemeinen Spitälern und zu einem Drittel in Spezialkliniken erbracht.
Zahlreiche ausserkantonale Hospitalisierungen
Auf gesamtschweizerischer Ebene wurden 38% der Patientinnen und Patienten ausserhalb ihres Wohnkantons rehabilitativ behandelt (Akutsomatik: 20%). In einigen Kantonen (UR, SZ, SO, AI, ZH) waren es mehr als 70%, in den Kantonen Tessin, Waadt, Jura, Genf und Aargau hingegen weniger als 14%. Dieser geringe Anteil ist darauf zurückzuführen, dass die Rehabilitation in diesen Kantonen hauptsächlich in den zahlreichen allgemeinen Spitälern und nicht in den weniger verbreiteten Spezialkliniken durchgeführt wird.
Krankheiten des Herzkreislaufsystems und des Muskel-Skelett-Systems am häufigsten
Mehr als die Hälfte der stationären Rehabilitationsaufenthalte betraf die 65- bis 84-Jährigen. In dieser Altersklasse ist die Anzahl Fälle zwischen 2012 und 2017 um 31,3% (+11 300 Fälle) gestiegen. Noch stärker war die Zunahme bei den Personen ab 85 Jahren (+48,8%, +4700 Fälle). Personen ab 65 Jahren wurden in der stationären Rehabilitation hauptsächlich aufgrund von Arthrose, sonstigen Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens, Oberschenkelfraktur oder Hirninfarkt behandelt.
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer mehr als drei Wochen
In der Rehabilitation wurden insgesamt fast 2 Millionen Tage verbracht, was 17% aller Hospitalisierungstage entspricht. Die durchschnittliche Dauer eines stationären Aufenthalts in der Rehabilitation lag bei 23 Tagen. 0- bis 24-Jährige waren länger hospitalisiert (36 Tage) als Personen ab 85 Jahren (22 Tage). 82,1% der Patientinnen und Patienten wurden nach ihrem rehabilitativen Spitalaufenthalt nach Hause entlassen. Bei den Personen ab 85 Jahren konnten nur 68,2% nach Hause zurückkehren, 15,5% traten nach der Rehabilitation in ein Alters- und Pflegeheim ein.
1,84 Milliarden Franken für die Rehabilitation
2017 versursachte die stationäre Rehabilitation Kosten in Höhe von 1,84 Milliarden Franken, was 9,8% der Kosten für die gesamte stationäre Spitaltätigkeit entspricht. Die Kosten für die stationäre Rehabilitation wachsen seit 2012 etwas stärker (+15,2%) als jene für die Akutsomatik (+13,5%). 2017 kostete ein Rehabilitationsfall in einer Spezialklinik durchschnittlich 781 Franken, in einem allgemeinen Spital 867 Franken pro Tag.
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