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Das Abhusten von Sekret ist sehr wichtig, damit ein freies Atmen möglich bleibt. Husten ist ein Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege, da so der Schleim gelockert und aus den Atemwegen herausgefördert werden kann.
Zum Husten werden die Bauch- und die Rippenmuskulatur benötigt. Bei Menschen mit einer Querschnittlähmung können diese Muskeln abhängig von der Diagnose, der Lähmungsart und -höhe eingeschränkt sein. Daher ist es möglich, dass sie Unterstützung beim Abhusten von Sekret benötigen.
Zäher Schleim lässt sich schlechter abhusten. Deshalb sollte man genügend trinken, insbesondere Tee (Anis, Fenchel, Thymian, Spitzwegerich, Eibisch und Süßholzwurzel).
Inhalationen können helfen, den Schleim flüssig zu machen. Am besten eignen sich Inhalationen mit Kochsalzlösung. Kochsalz wird mittels Ultraschall- oder Düsenvernebler zu kleinsten Tröpfchen zerstäubt. Diese gelangen beim Inhalieren tief in die Atemwege, wohingegen bei einfachen Dampfinhalationen die Bronchien gar nicht erst erreicht werden. Kochsalzlösung und Vernebler sind in Apotheken erhältlich.
Bei geschwächter oder teilweise gelähmter Atemmuskulatur ist die Fähigkeit, wirksam zu husten und allfälliges Sekret auszuwerfen, gemindert. Das Gerät Cough Assist bietet eine gute Unterstützung, um das Sekret zu lösen (zu mobilisieren). Durch die schnelle Umschaltung von positivem Druck in der Einatmungs-(Inspirations-)phase auf negativen Druck in der Ausatmungs-(Exspirations-)phase wird das natürliche Abhusten simuliert.
Um eine wirksame und komplikationsfreie Therapie mit dem Cough Assist durchführen zu können, müssen Patienten und Hilfspersonen von Fachpersonal eingeführt werden.
Der Wechsel der Schlauchsysteme erfolgt einmal pro Woche. Dazwischen sollte man sie bei Verunreinigung unter fliessendem Wasser säubern und anschliessend trocknen lassen.
aktualisiert: März 2016