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Was für ein Rückschlag für die Schweizer Sportseele: Roger Federer muss wegen anhaltender Knie-Probleme auf Olympia verzichten und seine Saison vorzeitig beenden. Damit endet erstmals seit 2000 wieder ein Jahr ohne Federer-Titel.
Roger Federer gibt auf Facebook bekannt, dass er sowohl Olympia, wie auch den Rest des Jahres verletzt verpassen wird. Der Schweizer habe mit seinen Ärzten alles genau besprochen, sehe aber keine andere Möglichkeit, als die Saison 2016 abzuschreiben. Probleme macht dem 34-Jährigen, der in 13 Tagen Geburtstag feiert, insbesondere sein Anfangs Jahr operiertes Knie.
«Die Ärzte haben mir geraten – falls ich noch einige Jahre auf der ATP-Tour spielen möchte, was ich im Sinn habe –, meine Knie und den ganzen Körper richtig erholen zu lassen», so Federer.
«Es ist hart, dass ich den ganzen Rest vom Jahr verpasse. Aber auf der anderen Seite hat mir diese Verletzung gezeigt, wie glücklich ich mich zuvor in meiner fast verletzungsfreien Karriere schätzen konnte.» Und dann macht der Grandslam-Rekordsieger seinen Fans Mut: «Ich bin motivierter denn je, und will all meine Energy in eine baldige Rückkehr investieren. So dass ich 2017 wieder angriffiges Tennis spielen kann.»
Federer wollte bei Olympia Gold im Einzel und hätte im Mixed-Doppel an der Seite von Martina Hingis gespielt. Ein Doppel-Einsatz (mit Stan Wawrinka) stand auch an. 2016 wird damit zum ersten Jahr seit 2000, das Federer keinen Titel beschert. Im Jahr 2001 holte er sich seinen ersten ATP-Pokal in Mailand.
2016 war geprägt von vielen Rückschlägen. Nachdem er sich am Tag nach seinem Halbfinal-Aus gegen Novak Djokovic das Knie bei einer unglücklichen Bewegung im Badezimmer verletzt hatte, musste Federer Ende März ein erstes Comeback in Miami wegen einer Virusinfektion verschieben.
Danach erreichte er in Monte Carlo den Viertelfinal (Niederlage gegen Tsonga), ehe er sich vor dem Turnier in Madrid am Rücken verletzte. Deswegen sagte er seine Teilnahme am French Open ab. Es war das erste Mal seit dem US Open 1999 und 65 Austragungen, dass ein Grand-Slam-Turnier ohne Federer über die Bühne ging.
Auf Rasen stiess er in Stuttgart, Halle und Wimbledon jeweils in die Halbfinals vor. In Wimbledon unterlag er im fünften Satz Milos Raonic mit 3:6, nachdem er bei einem Sturz sein Anfang Jahr operiertes Knie lädiert hatte.