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Die Möglichkeiten, Abwärme sinnvoll zu nutzen und damit gleichzeitig Energiekosten zu sparen, sind vielfältig. Abwärme fällt praktisch bei jedem technischen Vorgang, beim Maschinenbetrieb und in Biogas- und Verbrennungsanlagen an. Sie kann aber auch aus Kühlwasser und aus sich in Ställen konzentrierender Körperwärme gewonnen werden.
Diese tagtäglich produzierte Energie kann beispielsweise für die Erwärmung von Brauchwarmwasser, zum Heizen von Wohn- und Gewächshäusern sowie in Ställen, Aquakulturen und bei der Heutrocknung genutzt werden.
Beispielsweise werden Kühlaggregate für die Milchkühlung mit Strom betrieben und sind mit einem konventionellen Kompressorkühlschrank vergleichbar. Die gelagerte Milch wird von rund 30°C auf 4°C heruntergekühlt. Zur Reinigung der Melkanlage wird heisses Wasser (50°C) benötigt, das meistens mittels Elektroboiler erhitzt wird. Der Energieaufwand für die Erhitzung des Waschwassers ist erheblich. Pro Liter und Grad sind mindestens 0.0012 kWhel notwendig. Durch die Wärmerückgewinnung (WRG) mittels Wärmepumpe kann die der Milch entzogene Wärme für die Erhitzung des Waschwassers genutzt werden.
Durch die Installation einer Wärmerückgewinnung in 8‘000 Milchbetrieben könnten bis zu 40 GWh/a Strom eingespart werden, d.h. 5‘000 kWh pro Jahr und Betrieb. Diese 5‘000 kWh pro Betrieb entsprechen etwa dem jährlichen Stromverbrauch eines typischen Einfamilienhauses (ohne Elektroboiler).
Ein wichtiges Argument für die verstärkte Nutzung von Abwärme ist die Reduktion von Energiekosten und die Einsparung von Strom. Dies schont nicht nur das Portemonnaie, sondern schlägt sich auch in einem geringeren Ausstoss des klimaschädlichen CO2 nieder - ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele der Schweiz.