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Dieselben Mainstream-Medien, die die Abstinenz und Stimmenthaltung der Bundesrepublik bei der historischen UNO-Abstimmung von 122 Staaten über das Atomwaffenverbot nichts einzuwenden hatten, überschlagen sich jetzt wegen der Nominierung von ICAN – International Campaign to abolish nuclear weapons – für den Friedensnobelpreis. Könnte es sein, dass mit dieser Friedensehrung auch Hintergedanken verbunden sind? Die internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen ICAN und die Weltfriedensbewegung betrachten den Preis als Anerkennung für ihre jahrzehntelange Arbeit. Ist das nicht völlig verständlich? Könnte es sein, dass der Preis an ICAN eine Reaktion des Nobel-Komitees auf das weltweit positive Echo auf den UNO-Beschluss ist? Das sind widersprüchliche Gedanken. Der Autor versucht mit diesem Artikel, eine Antwort zu finden.
Collage: Dietrich Schulze
Friedensnobelpreise
Der Friedensnobelpreis [1] wird seit 2001 am Todestag von Alfred Nobel am 10. Dezember verliehen, bisher insgesamt 131-mal. Darunter befinden hochproblematische Preisträger wie 2012 die Europäische Union und 2009….