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Die drei Tickets für die Mannschaften auf den Plätzen 3 bis 5 der Super League haben bei weitem nicht alle den gleichen Wert. Nach dem für die nächste Saison gültigen Ranking der Uefa gelangt der Schweizer Cupsieger direkt in die Gruppenphase. Er hat sechs Gruppenspiele und Prämien in Millionenhöhe auf sicher. In der ablaufenden Saison kam Cupsieger FC Zürich sogar noch über die Gruppenphase hinaus.
Thun hätte letzten Sonntag diesen Platz einnehmen können, aber die Berner Oberländer verloren den Cupfinal. Cupsieger Basel beansprucht den Platz nicht, weil er als Zweiter der Meisterschaft in die Qualifikation zur Champions League gelangt. Also geht der begehrte Platz zurück in die Verlosung. Thun muss sich neu bewerben.
Europa-League-Teilnahme?
Der 3. Platz in der Super League ist also gleichsam ein Europa-League-Ticket erster Klasse. Es ist der mit Abstand begehrteste Platz, um den es in den letzten zwei Meisterschaftsrunden noch geht. Die Mannschaften in den Rängen 4 und 5 hingegen werden in der Holzklasse Platz nehmen müssen. Der Vierte der Super League muss in der dritten von vier Qualifikationsrunden in den Wettbewerb eingreifen, der Fünfte sogar schon in der zweiten Qualifikationsrunde. Das bedeutet, dass sie zwei respektive drei Gegner in Hin- und Rückspielen ausschalten müssen, um ebenfalls in die Gruppenphase zu kommen.
Blickt man auf die Ergebnisse der letzten vier Saisons zurück, schwant einem Böses. Zehn Schweizer Mannschaften nahmen in der Qualifikation Anlauf, und keine kam weiter. Zwei Drittel aller Runden – zehn von fünfzehn – gingen verloren.
In den letzten zwei Saisons war die Bilanz noch übler. Vergangenen Herbst wurde Basel von der Champions-League-Qualifikation in die Europa-League-Qualifikation verwiesen. Dort setzte es sich gegen Vitesse Arnhem durch, bevor es an Apollon Limassol scheiterte. St. Gallen und Luzern schieden sofort aus, ebenso wie Luzern und Sion in der Saison davor.
Ab 2020/21 wird es schwieriger
Vor fünf und sechs Jahren war der Erfolg der Schweizer Vertreter noch recht beachtlich. Im Herbst 2013 kamen Thun (immerhin gegen Partizan Belgrad) und St. Gallen (immerhin gegen Spartak Moskau) über die Playoffs in die Gruppenphase. 2014 schafften es die Young Boys (gegen Debrecen) und Zürich (gegen Spartak Trnava). In der Fünfjahreswertung der Uefa sind die damals geholten Punkte erloschen. Auch deshalb wird die Zuteilung der Plätze für die Schweiz in der Saison 2020/21 bedeutend ungünstiger ausfallen. Also gilt es, den Moment, in dem der Cupsieger respektive der Dritte der Super League direkt in die Gruppenphase kommt, zu geniessen.sda
Super League. 35. Runde. Heute (20.00 Uhr): Xamax – Lugano. Thun – Basel. St. Gallen – YB. Grasshoppers – Sion. Luzern – Zürich.