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Das Out nach Penaltyschiessen gegen Marokko wurde Luis Enrique nicht überraschend zum Verhängnis. Zuvor hatten die Spanier an der WM sehr unterschiedliche Leistungen gezeigt. Auf das 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica folgten schwächere Auftritte gegen Deutschland (1:1) sowie vor allem gegen Japan (1:2) und eben Marokko, als viel Ballbesitz zu nichts Zählbarem führte.
Luis Enrique hatte die Mannschaft im Sommer 2018 nach einer missglückten WM (Achtelfinal-Out gegen Russland) von Fernando Hierro übernommen. 2019 legte er ein Amt aus familiären Gründen einige Monate nieder. Seine Tochter erlag im Alter von neun Jahren einem Krebsleiden.
Bis zum WM-Ausscheiden gegen Marokko war die Bilanz des ehemaligen Mittelfeldspielers gut. Zweimal führte er das durch ihn stark verjüngte Team in das Finalturnier der Nations League. Bei der EM 2021 scheiterte Spanien nach dem Viertelfinal-Erfolg gegen die Schweiz im Halbfinal nach Penaltyschiessen am späteren Sieger Italien.
Als Nachfolger von Luis Enrique stellte der Verband Luis de la Fuente vor. Der 61-Jährige war als Spieler zweimal Meister mit Athletic Bilbao. Als Coach der spanischen Nachwuchsauswahlen gewann er zwei Europameisterschaften (U19 und U21) sowie im Sommer 2021 Olympia-Silber.
(sda)