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Der diesjährige mit zwei Mio. Franken dotierte Friedenspreis der Balzan-Stiftung geht an Abdul Sattar Edhi aus Pakistan. Mit 500'000 Franken ausgezeichnet wird neben drei weiteren Preisträgern der Genfer Astronomie-Professor Michel G.E. Mayor.Dieser Inhalt wurde am 12. September 2000 - 16:58 publiziert
Abdul Sattar Edhi ist der Gründer der Stiftung-Edhi in Karachi. Mit der Verleihung des Friedenspreises anerkenne die Jury Edhis lebenslangen Einsatz für die Ärmsten der Armen und sein Engagement für den Frieden, sowie seine Bemühungen, den Hilfsbedürftigen selbstlos beizustehen, gab die Balzan-Stiftung am Dienstag (12.09.) an einer Medienorientierung in Mailand bekannt.
Schweizer Preisträger
Der Preisträger aus der Schweiz, Michel G.E. Mayor, ist Professor der Astronomie an der Universität Genf und Direktor des Observatoriums Genf. Er ist der Gewinner des Fachbereichs "Instrumente und Techniken in Astronomie und Astrophysik". Prämiert werde er für seine Forschungsergebnisse, die es ermöglicht haben, den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems zu entdecken, teilte die Stiftung weiter mit.
Je 500'000 Franken
Wie Mayor werden drei weitere Persönlichkeiten mit je 500'000 Franken ausgezeichnet. Michael Stolleis aus Deutschland und Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte ist der Gewinner des Fachbereichs "Rechtsgeschichte der Neuzeit". Wie die Stiftung mitteilte, ist Stolleis einer der bedeutendsten Historiker für deutsches Recht, besonders für öffentliches Recht.
Im Fachbereichs "Klassische Altertumskunde" wird Martin Litchfield West aus Grossbritannien ausgezeichnet. Er ist Senior Research Fellow am All Souls College an der Universität Oxford. Ilkka Hanski aus Finnland sei Gewinner des Fachbereichs "Umweltwissenschaften" gab die Stiftung weiter bekannt. Er ist Professor für Zoologie an der Universität Helsinki.
Die diesjährigen Preisträger werden am 15. November in Rom an der offiziellen Preisverleihung gewürdigt. Schweizer Mitglied des Preisverleihungskomitees ist Vize-Kanzler und Regierungssprecher Achille Casanova.
Die in Zürich und Mailand domizilierte Stiftung verleiht jährlich zwei Mio. Franken für wissenschaftliche und kulturelle Leistungen von überragender Qualität. Dazu kommt in unregelmässigen Abständen der mit 2 Millionen Franken weltweit höchst dotierte Friedenspreis. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Mutter Teresa (1978), Abbé Pierre (1991) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (1996).
Erhöhung der Preissumme
Wie die Stiftung weiter mitteilte, wird im Jahr 2001 jeder Balzanpreis mit einer Million Schweizer Franken dotiert sein. Dabei lassen die Preisträger die Hälfte des Preisgeldes einem Forschungsprojekt des wissenschaftlichen Nachwuchses zukommen.
Nächstes Jahr werden in den folgenden Fachbereichen Preise verliehen: Geschichte der Architektur (einschliesslich Urbanistik und Landschaftsdesign), Literaturgeschichte und -kritik ab dem 16. Jahrhundert, kognitive Neurowissenschaften und Klimatologie.
swissinfo und Agenturen
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