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1998: Die Tenniswelt wird erstmals so richtig auf Roger Federer aufmerksam. Als 16-Jähriger gewinnt er die Wimbledon-Konkurrenz bei den Junioren.
1998: Nur zwei Tage nach seinem Wimbledon-Erfolg debütiert Federer auf der ATP-Tour. In Gstaad erhält die damalige Nummer 702 der Weltrangliste eine Wildcard. Federer verliert gegen den argentinischen Lucky Loser Lucas Arnold 4:6, 4:6.
2000: In Marseille erreichte Federer erstmals auf ATP-Stufe einen Final. Ausgerechnet seinem Landsmann Marc Rosset unterlag der aufstrebende Youngster in 3 Sätzen und weinte danach bittere Tränen der Enttäuschung.
2001: Der langersehnte erste ATP-Titel ist Tatsache. Nach zwei verlorenen Finals in Marseille und Basel darf Federer in Mailand endlich die erste Trophäe in die Höhe stemmen. Der 19-Jährige besiegt im Endspiel den Franzosen Julien Boutter.
2001: Für viele DER Durchbruch in Federers Karriere. In Wimbledon kommt es im Achtelfinal zum Aufeinandertreffen mit Pete Sampras. Der Aussenseiter ringt den US-Amerikaner, der Wimbledon bereits 7 Mal gewinnen konnte – davon 4 Mal in Serie – in einem dramatischen Fünfsatzmatch nieder. Noch wenige Tage zuvor hatte Federer über Adduktorenprobleme geklagt.
2003: Es vergehen rund zweieinhalb Jahre, bis der Schweizer erstmals an einem Grand-Slam-Turnier triumphiert. 24 Monate nach seinem Sensationssieg gegen Pete Sampras gewinnt Federer das prestigeträchtigste Tennisturnier in Wimbledon zum ersten Mal. Im Final schlägt der an Nummer 4 gesetzte Baselbieter den Australier Mark Philippoussis in 3 Sätzen.
2003: Zum Ende der Saison gewinnt Federer erstmals die ATP Finals, damals noch Masters Cup genannt. Er sollte insgesamt 6 ATP-Finals-Pokale gewinnen und dies auf 3 verschiedenen Kontinenten.
2005: Zwei Jahre später hat der Seriensieger bereits ATP-Titel Nummer 25 im Sack. In Dubai, wo Federer insgesamt 8 Mal triumphieren sollte, bezwingt er seinen heutigen Coach Ivan Ljubicic. Im Halbfinal gegen Andre Agassi gelingt Federer einer der spektakulärsten Punkte in seiner gesamten Karriere.
2009: Der Rekord ist gebrochen! Federer holt in Wimbledon seinen insgesamt 15. Major-Titel und überflügelt damit den bisherigen Rekordhalter Pete Sampras (14). Doch der Schweizer braucht Nerven wie Drahtseile: Im Endspiel liefert er sich mit Andy Roddick einen Kampf auf Biegen und Brechen, den er erst nach über 5 Stunden und mit 16:14 im 5. Satz für sich entscheiden kann.
2012: Titel Nummer 75 ist äusserst speziell. Federer gewinnt sein Lieblingsturnier in Wimbledon zum 7. Mal, schlägt nacheinander Novak Djokovic und Andy Murray. Im Publikum sitzen erstmals auch seine Zwillingstöchter Myla und Charlene. «Es ist eines der Grand Slams, auf das ich am liebsten zurückblicke», sagt Federer heute.
2016: Zwar bekundete Federer in seiner Karriere immer wieder Rückenprobleme, von gröberen Verletzungen blieb er aber lange verschont. 2016 muss er sich dann aber am linken Knie operieren lassen, später kommen zwei weitere Eingriffe dazu.
2017: Nach einem halben Jahr Pause kehrt Federer in Australien auf die Tour zurück – und wie. Völlig überraschend sichert sich der «Maestro» in Melbourne seinen 18. Grand-Slam-Titel, im Final ringt Federer seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal in fünf nervenaufreibenden Sätzen nieder. Im selben Jahr triumphiert Federer zum 8. Mal in Wimbledon und holt insgesamt 7 Turniersiege.
2018: Ein Jahr nach seinem sensationellen Comeback wiederholt Federer mit einem Finalsieg gegen Marin Cilic seinen Triumph an den Australian Open. Für den Baselbieter ist es der 20. Grand-Slam-Triumph – bei dieser unglaublichen Marke sollte es bleiben.
2019: Federers Turniersiege werden dreistellig. In Dubai holt sich der Routinier Titel Nummer 100 auf höchster Stufe. Im Final bezwingt er Stefanos Tsitsipas, der ihm wenige Wochen zuvor bei den Australian Open eine schmerzhafte Achtelfinal-Niederlage zufügte.
2022: Nach mehreren Knie-Operationen schuftet Federer an einem weiteren Comeback. Die Eingriffe hinterlassen aber zu grosse Spuren, sodass eine Rückkehr in das kompetitive Tennis nicht mehr möglich ist. Am 15. September verkündet der 41-jährige Federer deshalb, dass er nach dem Laver Cup in London zurücktritt.