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Manuel Carbonell zählt zu den bekanntesten Bildhauern Kubas. Der 1918 dort geborene und 2011 im Alter von 93 Jahren in Florida verstorbene Carbonell gehört einer Künstlergeneration an, welche die Akademie der Schönen Künste „San Alejandro“ in Havanna besuchte. Dort begegnet er unter anderem Mario Carreno, Amelia Pelaez, Victor Manuel und Fidelio Ponce. Am meisten beeinflusst sein Schaffen jedoch sein Lehrer und Mentor José Sincre, der in Frankreich, Italien und Spanien gelebt, studiert und seinen Stil — klassisch und religiös — vervollkommnet hat. Nach seiner Flucht von Kuba nach New York werden seine Arbeiten moderner, zeitgemäßer. Die berühmte New Yorker Galerie Schoneman erkennt das Talent des Kubaners und lädt ihn neben anderen 1963 zu einer ersten Ausstellung ein. Sieben weitere folgen. 1976 präsentiert Carbonell „The Bicentennial Eagle“ in den Gärten des Weißen Hauses. Im darauffolgenden Jahr entsteht „Madonna of Fatima“, seine erste Bronzeskulptur. Mit einer Höhe von acht Metern ist sie eines der imposantesten aus Bronze gegossenen Werke im Amerika des 20. Jahrhunderts.
Charakteristisch für die Skulpturen Carbonells sind sein einzigartiger, unverwechselbarer Stil und die außergewöhnliche technische Präzision seiner Arbeiten, die gleichermaßen schlicht, modern, poetisch und sinnlich sind. Heute befinden sie sich in privaten Sammlungen und Museen sowie an öffentlichen Plätzen.
Erstmals ist Carbonell nun auch in den Gärten von Vullierens vertreten mit der Skulptur „Mother and Child“. Eine großartige Premiere — auch für die Schweiz.