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Systematik / Systématique
|Ordnung Ordre||Lepidoptera|
|Familie Famille||Papilionidae|
|Unterfamilie Sous-famille||Papilionidae|
|Gattung Genre||Papilio|
|Art Expèce||Papilio dardanus (Schein-Schwalbenschwanz)|
Beschreibung
Die Flügelspannweite des Scheinschwalbenschwanzes beträgt 10 bis 12cm. Die Männchen sind weiss bis leicht grünlich, etwas durchschimmernd und haben dunkelbraune oder schwarze Flecken auf den Hinterflügeln. Die oberen und äusseren Ränder der Vorderflügel sind dunkelbraun bis schwarz gesäumt. An der Flügelspitze ist ein kleiner Fleck zu sehen, der wie der Rest der Flügel weisslich gefärbt ist. Die Flügeladern sind dunkler und gut erkennbar, besonders auf den Hinterflügeln. Die Flügelunterseiten zeigen dieselben Muster wie die Oberseiten, jedoch in braunen Tarnfarben beim Hinterflügel. Die Weibchen haben unterschiedliche Erscheinungsformen (Polymorphismus). Es kommen etwa 14 Erscheinungsformen vor, davon 5 Hauptformen. Die restlichen sind Variationen oder Übergansformen. Diejenigen Weibchen, die nicht wie die Männchen aussehen, imitieren andere Schmetterlingsarten, die ungeniessbar sind (Bates’sche Mimikry). Die vier hauptsächlich imitierten Arten sind Danaus chrysippus (Kleiner Monarch), Amauris niavius, Amauris albimaculatus und Bematistes poggei. Somit können die Weibchen schwarz-weiss, schwarz, schwarz-rot oder schwarz-weiss- gelb sein. Bei den Männchen sind deutlich ausgeprägte Hinterflügelfortsätze („Schwänzchen“) sichtbar, die bei den Weibchen meistens fehlen. Der Körper ist schwarz, der Bauch weiss. Die Raupen sind blattgrün, mit weiss-grauen Flecken und einem weissen Bauch. Die Flecken erinnern an Vogelkot auf einem Blatt. Die Puppen sind wie eine Banane gekrümmt. Sie sind grün, mit einer gelben Brustplatte. Je nach dem wo sie hängen, können sie auch braun gefärbt sein, wenn das Substrat ebenfalls braun ist. Der Kopf ist zweigliedrig und die Seiten sind abgeflacht.
Biologie
P. dardanus ernährt sich von Nektar. Als Futterpflanzen für die Raupen dienen hauptsächlich Arten aus der Familie der Rautengewächse, wie Calodendrum, Citrus, Zenthoxylum, Vepris, Clausena, Teclea etToddalia. Im geringeren Mass werden ebefalls Arten aus den Monimiengewächsen gefressen (z.B. Xymalos monospora). Der Schein-Schwalbenschwanzist ein Tagfalter. Die Männchen besuchen häufig Pfützen und feuchten Sand an Flussufern. Es scheint als würden sie Natriumsalze aufnehmen, welche sie zum Anlocken der Weibchen benötigen. Die Raupen können als Schädling von Zitruspflanzen auftreten. Die Männchen zeigen ein spezielles Paarungsverhalten, welches man im Englischen «hilltopping» nennt. Sie gruppieren sich auf kleinen Hügeln und präsentieren sich den Weibchen. Das Männchen mit der höchsten Stellung in der Hierarchie sitzt zuoberst. Die Weibchen besuchen die Hügel und wählen ein Männchen, mit dem sie sich paaren. Die Männchen sind sehr territorial. Treffen sich zwei Männchen, „kämpfen“ sie um das Territorium. Dabei fliegen sie in Spiralen immer höher, bis eines der Männchen aufgibt. Je dominanter ein Männchen ist, umso höher fliegt es. Die Raupen der Familie Papilionidae besitzen ein spezielles Organ, welches hinter dem Kopf sitzt. Die fleischige Nackengabel, Osmaterium genannt, ist auffällig gefärbt (oft orange) und wird als Abwehrmechanismus ausgestülpt. Dabei verströmt sie einen starken Geruch. Dieses Abwehrsystem wird besonders gegen Fliegen und paristäre Wespen eingesetzt.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Afrika südlich der Sahara. Man findet P. dardanus in tropischen Wäldern.
Bedrohung
Keine gefährdete Art.