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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Montag nach dem Tod des Terroristen Osama Bin Laden deutlich nachgegeben. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni 123,67 US-Dollar. Das waren 2,22 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,84 Dollar auf 112,09 Dollar.
Händler führten die Kursverluste auf jüngste Ereignisse in Pakistan und Libyen zurück. So wurde in der Nacht zum Montag bekannt, dass Top-Terrorist und Al Kaida-Chef Bin Laden in einer US-Spezialoperation in Pakistan getötet wurde. Beobachter hoffen, dass die Terrorgefahr zurückgehen wird und die Risikoprämien für Rohöl sinken werden. Darüber hinaus verwiesen Marktbeobachter auf die Lage in Libyen. Am Wochenende kaum bei einem Luftangriff ein Sohn des libyschen Machthabers Gaddafi ums Leben, was laut Commerzbank Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Bürgerkrieges und eine baldige Normalisierung der Ölproduktion aufkommen liess. Diese Hoffnungen seien aber wahrscheinlich nicht realistisch, so dass der Preisrückgang nur von kurzer Dauer sein sollte.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 120,35 US-Dollar. Das waren 56 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/bgf
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