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Tabea Steiner, geboren 1981. Studierte Germanistik und Geschichte. Sie ist Initiatorin des Thuner Literaturfests, Mitorganisatorin des Berner Lesefestes Aprillen und Mitglied der Autorinnengruppe RAUF. Mit ihrem ersten Roman «Balg» war sie 2019 für den Schweizer Buchpreis nominiert. Sie lebt in Zürich.
Nach ihrem viel beachteten Debütroman «Balg» erzählt Tabea Steiner in ihrem zweiten Roman die Geschichte einer Frau, die sich unter grossen Anstrengungen aus einem freikirchlichen Umfeld befreit, sich von ihrem kontrollierenden Ehemann emanzipiert und mithilfe ihrer beiden Kinder und anderen Gefährt*innen den Versuch wagt, ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen. «Immer zwei und zwei» besticht durch die klare Sprache und eine zuweilen fast szenische Schreibweise, die auch Ungesagtes sagbar machen kann.
Lehrerin sind Sie also. Der Verwalter studierte das Blatt jetzt genauer, aber Sie arbeiten Teilzeit? Natali nickte, ich will auch Zeit mit meinen Kindern verbringen. Sie haben Kinder? Dann wird das aber eng hier drin, er nahm seine Brille ab. Sie sind nicht immer bei mir, sagte Natali eilig, sie leben bei ihrem Vater. Beim Vater. Der Mann schaute nochmals auf das Formular, heutzutage quartiert man die Kinder also bei den Vätern ein.
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