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Evergreen Air & Space Museum
Das Evergreen Air & Space Museum, in McMinnville gelegen, etwa eine Stunde Autofahrt in westliche Richtung von Portland, der Hauptstadt des US Bundesstaates Oregon, ist das Zuhause der Howard Hughes H-4 Hercules, unter dem Namen Spruce Goose bekannt. Etwas unpassend, die ländliche Gegend dort, für dieses gigantische Flugboot.
Die praktisch komplett aus Holz gefertigte Spruce Goose stammt ursprünglich aus Long Beach, Kalifornien, rund 1700km südlich vom heutigen Standort.
Die Fertigungstechnik der Holzteile war damals in den 1940er Jahren ein Novum und ist identisch mit dem heute gebräuchlichen Herstellungsverfahren für Teile aus Verbundfaserwerkstoffen. Angetrieben wird die Maschine von acht Pratt & Whitney R-4360 Wasp Major Motoren mit einer Leistung von je 3000PS, also insgesamt 24'000PS. Der Treibstoffverbrauch pro Motor liegt bei 100 US Galonen pro Stunde, das entspricht rund 380 Liter pro Stunde pro Motor. Die Maschine flog nur einmal am 2. November 1947. Danach blieb sie für immer am Boden, wurde aber lange Zeit in Long Beach in einer Halle flugtüchtig gehalten.
Neben der H-4 präsentiert das Museum noch viele andere attraktive Ausstellungstücke aus der gesamten Entwicklungsgeschichte der Aviatik, seit den Gebrüder Wright. Aussen, um das Museum findet man diverse bekannte Jets und in einer weiteren Halle ist eine SR-71 Blackbird in einer interessanten Konfiguration, teils mit demontierter Verschalung, ausgestellt. Auch die Raumfahrt ist mit einer Gemini Raumkapsel und anderen technischen Exponaten vertreten.
Zugegeben, das Museum liegt jetzt nicht gerade am Weg, wo sich Nicht-US Touristen üblicherweise hin verirren. Für Freunde der Aviatik ist ein Besuch ein Muss, woher sie auch immer kommen, alleine schon wegen der Spruce Goose, aber auch wegen der so umfangreichen Sammlung, nicht nur amerikanischen Ursprungs.