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Das Warten geht weiter, denn die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, kurz SEC), verschiebt die Entscheidung über drei mögliche Bitcoin-ETFs. Dies verkündete die Behörde vor wenigen Tagen.
Was ist ein ETF?
ETF steht für Exchange Traded Fonds und steht im Deutschen für einen börsengehandelten Fonds. Bei einem ETF müssen Anleger Bitcoin nicht direkt kaufen. Dies bietet ihnen einige Vorteile, so müssen sie zum Beispiel kein Wallet anlegen.
Experten vermuten, dass dieses Anlagemodell für Bitcoin hohe Wellen schlagen wird. Institutionelle Anleger könnten so Risiken, die es beim normalen Bitcoin-Handel gibt, vermeiden und wären deshalb mehr an einer Investition an der Kryptowährung interessiert. Außerdem würde eine positive Entscheidung der SEC die Legitimität von Kryptowährungen wie Bitcoin bestätigen.
Ein ETF kann aus verschiedenen Anlagen wie Wertpapieren, Aktien, Anleihen, Waren und Währungen bestehen. Wenn ein Anleger zum Beispiel in Gold investieren möchte, sich aber nicht die Mühe machen möchte, Gold zu kaufen, zu transportieren und sicher aufzubewahren, kann er auch in einen Gold-ETF investieren. Dieser Fonds folgt dem Wert von Gold.
Frist läuft im Oktober aus
Zwei der drei ETF-Anträge wurden Anfang dieses Jahres von Bitwise Asset Management mit der NYSE Arca eingereicht. Der dritte wurde von den Investmentgesellschaften VanEck und SolidX mithilfe der CBOE eingereicht. Es handelt sich also um zwei ETFs aus New York und einem aus Chicago. Bisher wurde keiner dieser Anträge für einen börsengehandelten Fonds angenommen.
Die Anträge von Bitwise wurden im Februar eingereicht, während VanEck und SolidX ihre Dokumente bereits im vergangenen Juni einreichten (und diese später wieder zurückzogen). Nach dem Erhalt der Anträge hat die SEC 240 Tage Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Eigentlich gibt es kürzere Fristen. Die Behörde entscheidet sich jedoch immer dafür, diese zu verschieben und wird so auf die vollen 240 Tagen kommen.
Die nächsten Entscheidungen muss die SEC dann am 13. und 18. Oktober treffen. In der Zwischenzeit wurde im Juni ein neuer Antrag von Wilshire Phoenix Funds auf die Warteliste gesetzt. Eine erste Entscheidung über den Vorschlag von Wilshire Phoenix ist für den 29. September geplant.
Image via Unsplash
Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.
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