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Carsten Nicolai und Albert Oehlen sind beides bildende Künstler mit einer grossen Affinität zu experimenteller Musik. Oehlen (*1954) gehört zu den wichtigsten Vertretern der experimentellen Malerei. Seit seinen Anfängen in den 80er-Jahren lotet er in seinem bildnerischen Schaffen als «bad painter», ungeachtet jeglicher ästhetischen Kriterien und akademischer Regeln, die Grenzen der Malerei aus. Seine Werke werden international gezeigt; oft präsentiert er sie im Rahmen von musikalisch-räumlichen Installationen, 2019/20 etwa in der renommierten Londoner Galerie Serpentine mit einem Soundtrack des Avantgarde-Ensembles Steamboat Switzerland. Oehlen lebt seit 2002 im appenzellischen Gais und war bereits 2017 mit einer Installation zusammen mit dem Klangkünstler Wolfgang Voigt bei KLANG MOOR SCHOPFE präsent.
Carsten Nicolai (*1965) arbeitet im Übergangsbereich von Musik, Kunst und Wissenschaft. In seinen Werken versucht er, die Trennung der menschlichen Sinneswahrnehmungen zu überwinden, indem er naturwissenschaftliche Phänomene wie Klang- und Lichtfrequenzen für Auge und Ohr wahrnehmbar macht. Beeinflusst von wissenschaftlichen Referenzsystemen beschäftigt sich Nicolai oft mit mathematischen Mustern und selbstorganisierenden Strukturen. Nicolais Arbeiten wurden u.a. an der documenta X und der 49. und 50. Biennale in Venedig gezeigt. Für sein musikalisches Schaffen verwendet er das Pseudonym Alva Noto. Mit einem starken Hang zum Reduktionismus kreiert er Klangexperimente im Bereich der elektronischen Musik und schafft einen eigenen Code aus Zeichen, Akustik und visuellen Symbolen. Als Alva Noto hat er zusammen mit Ryūichi Sakamoto die Filmmusik von «The Revenant» komponiert, die 2016 mit dem Golden Globe als beste Filmmusik ausgezeichnet wurde. Nicolai lebt und arbeitet in Berlin und Chemnitz.