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Café-Besitzerinnen Jeong Yu-jin und Jeong Hye-jin
Redaktion: Helene Aecherli, Annette Keller; Foto: Jun Michael Park
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Jeong Yu-jin: Barista und Besitzerin Café Dagagu Yeonnam, Seoul, Südkorea
Was machen Sie gerade?
Ich bereite Kaffee zu. Auf der Theke döst eine unserer fünf Katzen.
Was würden Sie lieber tun, als arbeiten?
Mit meinem Sohn Zeit verbringen.
Was nervt Sie an Ihrer Arbeit?
Die unbeständige Miete. Das koreanische Mietwesen stammt aus der japanischen Kolonialzeit – die Mieter sind hier kaum geschützt.
Was haben Sie sich von Ihrem ersten Lohn gekauft?
Ein Geschenk für meine Mutter.
Ihr Kosename im Café?
Man nennt mich Chef.
Jeong Yu-jin (39) arbeitet in ihrem Café «Dagagu Yeonnam» mindestens von 72 Stunden pro Woche. Sie ist geschieden und Mutter eines 16-jährigen Sohnes. Pro Monat verdient sie ca. 2900 Franken. Die unbeständige und ständig steigende Miete erfordert viel Verhandlungsgeschickt mit den Vermietern.
Jeong Hye-jin: Ärztin, Schwester von Yu-jin und Mitbesitzerin des «Dagagu Yeonnam»
Sie sind Ärztin und Mitinhaberin des Cafes. Wie bringen Sie das unter einen Hut?
Indem ich rund um die Uhr arbeite.
Seit zehn Jahren helfen Sie Ihrer Schwester im Café, was täten Sie lieber?
Bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen tätig sein.
Was gönnen Sie sich zum 10-Jahr-Jubiläum?
Ferien.
Jeong Hye-jin (38) hat nebst ihrer Tätigkeit als Ärztin eine medizinische Kooperative gegründet, die sich für die Verbesserung der Grundversorgung einsetzt. In Ihrer Freizeit hilft Sie Ihrer Schwester im Café aus. Sie ist verheiratet, kinderlos und verdient pro Monat rund 4400 Franken. Ein Coiffeurbesuch kostet ca. 174 Franken.
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