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Die Abteilung koordiniert die Beziehungen der Schweiz zu den Ländern und regionalen Organisationen in Subsahara-Afrika, darunter die Afrikanische Union, sowie zur Internationalen Organisation der Frankophonie. Die Beziehungen sind vielseitig: Sie reichen von Wirtschaft, Entwicklung, Frieden, Sicherheit, Menschenrechte und Gouvernanz über Migration bis hin zu Kultur, Wissenschaft und Technologie.
Abteilung Subsahara-Afrika und Frankophonie
Die Schweiz und Subsahara-Afrika
Die Schweiz unterhält gute Beziehungen zu den 49 Staaten in Subsahara-Afrika und zu den regionalen afrikanischen Organisationen. Sie setzt sich dort für die Wahrung ihrer aussenpolitischen Interessen ein. Ihre Aktivitäten in dieser aus unterschiedlichen Ländern zusammengesetzten Region sind vielfältig:
- Wirtschaft und Finanzen: Zahlreiche Staaten in Subsahara-Afrika weisen gegenwärtig ein beträchtliches wirtschaftliches Wachstumspotenzial auf. Die Schweiz fördert über ihre Botschaften und Generalkonsulate sowie über den Swiss Business Hub in Pretoria Handel und Investitionstätigkeit in der Region.
Entwicklung und humanitäre Hilfe: Die Schweiz fördert den Aufbau von Regierungssystemen, die die Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen, und leistet humanitäre Hilfe in Krisenregionen.
- Frieden und Sicherheit: Das langjährige Engagement der Schweiz erlaubt unseren Vertretungen, zu einer friedlichen und dauerhaften Konfliktbeilegung beizutragen. Die Schweiz leistet insbesondere im Rahmen ihrer guten Dienste Unterstützung (Fazilitation, Mediation).
- Menschenrechte und Gouvernanz: Die Schweiz führt mit den Regierungen der Region einen Dialog über Fragen zu Menschenrechten und Gouvernanz sowie über Themen wie Demokratie, Abschaffung der Todesstrafe und Wirtschaft und Menschenrechte.
- Migration und Asyl: Die Schweiz engagiert sich im Migrations- und Asylbereich in den Herkunfts- und Nachbarländern in der Region, die die wichtigsten Aufnahmeländer sind, für Menschen die vor einer Krise flüchten.
- Wissenschaft, Technologie und Kultur: Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten (Universitäten, Hochschulen) aus Subsahara-Afrika und der Schweiz nehmen zu und bilden zusammen mit der Kultur eine Plattform des Austauschs und des Aufbaus innovativer Beziehungen, an denen sich auch die Zivilgesellschaft beteiligt.
Die regionalen afrikanischen Organisationen spielen eine immer grössere Rolle bei der Gestaltung der Innen- und Aussenpolitik ihrer Mitgliedstaaten. Die Schweiz verstärkt ihre Beziehungen mit der Afrikanischen Union (AU), der wichtigsten regionalen Organisation auf dem Kontinent, und setzt mit ihr Projekte zur Förderung von Frieden und Sicherheit um.
Die Schweiz unterstützt zudem den Kapazitätsaufbau von subregionalen Organisationen: Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS), Zwischenstaatliche Behörde für Entwicklung Development (IGAD), Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC).
Rolle der Abteilung Subsahara-Afrika und Frankophonie
Die Abteilung stellt den Überblick über alle Aktivitäten sicher und koordiniert sie innerhalb der Bundesverwaltung. Sie steht dabei in Kontakt mit den Schweizer Vertretungen in Subsahara-Afrika und den Vertretungen dieser Staaten in der Schweiz. Sie ist zudem zuständig für die Organisation der offiziellen Besuche des Bundesrats und die politischen Konsultationen mit den Staaten der Region.
Die Abteilung wirkt bei der Ausarbeitung der Schweizer Aussenpolitik für Subsahara-Afrika mit und stellt eine kohärente und wirksame Umsetzung sicher. Dabei orientiert sie sich an den Zielsetzungen der Bundesverfassung und den Interessen der Schweiz.
Frankophoniedienst
Der Frankophoniedienst ist mit der Koordination der Schweizer Politik in der Internationalen Organisation für Frankophonie (OIF) betraut. Die OIF umfasst 84 Staaten und Regierungen mit Mitglieder-, Beobachter oder Teilhaberstatus. Rund ein Drittel davon liegt in Subsahara-Afrika.
Die Schweiz setzt sich in der Frankophonie prioritär für Demokratie, Frieden und Menschenrechte, für die Weiterentwicklung der Berufsausbildung in den Mitgliedsländern sowie für die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt ein. Der Frankophoniedienst erarbeitet in enger Abstimmung mit den betroffenen Bundesstellen und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) die Position, welche die Schweiz in drei Hauptgremien – der Konferenz der Staats- und Regierungschefs, der Ministerkonferenz und dem Ständigen Rat der Frankophonie – vertritt. Der Frankophoniedienst wirkt zudem bei Vorbereitungen von Anlässen (Frankophoniegipfel, Woche der französischen Sprache und der Frankophonie, Workshops) mit und pflegt dadurch regelmässig Kontakt mit den ausländischen Vertretungen.