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Im Mercedes-Benz-Werk in Rastatt soll es aufgrund des Mangels an elektronischen Bauteilen kommenden Woche zu Kurzarbeit kommen. Das Werk hat mehr als 6500 Beschäftigte und eine führende Rolle im Daimler-Produktionsverbund für Kompaktfahrzeuge. 1997 lief dort die erste A-Klasse von Mercedes-Benz vom Band.
Laut einer Sprecherin von Mercedes-Benz Cars & Vans soll die "Fahrweise" der Fabrik angepasst werden. Das werde "für die Beschäftigten grösstenteils über Kurzarbeit ausgeglichen." Wie viele Mitarbeitende betroffen sind, liess die Sprecherin offen. Die weltweiten Werke von Mercedes-Benz werden in der kommenden Woche hingegen "grösstenteils uneingeschränkt" laufen.
Bereits im vergangenen Sommer hatte es wegen der Chipkrise an mehren Standorten Produktionseinschränkungen gegeben, unter anderem auch in Rastatt. Wegen des Halbleitermangels gab es einen deutlichen Einbruch bei den Verkäufen. Die Marke Mercedes-Benz lieferte von Juli bis September weltweit 428'361 Autos aus - das waren über 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Von den Autoproduzenten ächzen viele unter dem Engpass bei elektronischen Halbleitern. Die Produktion der Chips in Asien war in mehreren Ländern infolge von coronabedingten Lockdowns unterbrochen worden. Zudem richteten Hersteller die Produktion für andere Branchen aus, die im Zuge der Pandemie überdurchschnittlich gewachsen sind. Experten zufolge könnte die Chipkrise noch weit bis ins nächst Jahr hinein andauern.
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