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Vor 13 Mio. Jahren schütteten die entstehenden Alpen mit grossen Schuttfächern Sedimente (Alpenschutt) ins heutige Mittelland. Wir haben in einer Baugrube zufällig ein natürliches Modell dieser Situation gefunden und fotografiert. Ein kleiner Schuttfächer (ca. 3 m Radius, dunkel-beige im Bild) aus feinem Sand und Silt wächst langsam aber stetig auf der Baugrubensohle. Durch die Sedimentablagerung wechselt der Lauf des Wassers immer wieder und ergibt ein feines Netz von sich verzweigenden und überkreuzenden Kanälen. Am Rande des Schuttfächers fliesst ein kleiner Bach, der die feinsten Partikel seitlich weitertransportiert. Im Faziesmodell (d.h dem Modell der Ablagerungsbereiche) der Oberen Süsswassermolasse handelt es sich hierbei um das axiale Rinnensystem (Bild).
Warum interessiert uns das Faziesmodell der Oberen Süsswassermolasse?
Aus Liebe zur Geologie? Auch, aber nicht nur!
Weil es hilft bei verschiedenen geologischen Fragestellungen:
– Wo sind die Wasserfliesswege im Fels?
– Wie schützen wir das Trinkwasser von Felsquellen?
– Wo erfüllt der Felsuntergrund die Anforderungen für bestimmte Nutzungen (z.B. Deponiestandorte)?