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Hörbehindertenschulen in Asmara und Keren
Hintergrund:
Die Hörbehindertenschule in Kern wurde 1955 von der schwedischen Deaf`s Africa Mission gegründet und war die erste Schule für gehörlose Kinder in Ostafrika. Heute ist die Evangelisch Lutherische Kirche Eritreas (ELCE) der Träger der Gehörlosenschule an zwei Standorten: Keren und Asmara.
Die Schule in Asmara ist eine Tagesschule und hat einen Kindergarten. Bereits im Alter von 4 Jahren können hier hörbehinderte Kinder gefördert werden. Die fünf Schulstufen der Schule werden altersgemischt geführt, so dass ein individueller Eintritt der Kinder möglich ist. Begabte Jugendliche besuchen danach die regulären Schulen. Die Lehrer der Hörbehindertenschule unterstützen und begleiten dabei die hörbehinderten Schüler und die Lehrer der Regelschulen.
Die Schule in Keren wird als Internat geführt, die Kinder treten mit 12 Jahren in die Schule ein. Im letzten Schuljahr, der siebten Klasse, steht ein einjähriger Kurs in Berufstraining auf dem Programm: nähen, weben, stricken. Ziel ist, dass die jungen Schulabgänger Arbeit in einer Textilfabrik um Asmara finden oder selbständig z.B. als Schneider oder Weberin Geld verdienen können.
Damit die Förderung Kindern aus allen Regionen offen steht, ist der Schulleiter im ganzen Land unterwegs und macht die Hörbehindertenschulen bekannt.
Aktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler lernen beim Eintritt in die Schulen die Gebärdensprache für Hörbehinderte, eine Verbindung von Gestik, Gesichtsmimik und Körperhaltung. Danach werden sie nach dem nationalen Lehrplan unterrichtet.
Beitrag von SUKE:
Die Betriebskosten der Schule werden von der deutschen und finnischen Gehörlosenseelsorge getragen. Das SUKE leistet dazu einen namhaften Beitrag: Es stockt die Löhne der LehrerInnen der beiden Schulen auf und die Gehälter der Angestellten des Internates in Keren.
Im Rahmen des Deaf-Sponsoring-Programmes zahlt SUKE Beiträge an die Unterbringung von Kinder bei Pflegefamilien in Asmara, damit auch begabte SchülerInnen vom Land die Tagesschule in der Hauptstadt besuchen können.
Die Patenschaftsschulen des SUKE können jedes Jahr mit einer Unterstützung von SUKE rechnen.
Beitrag des SUKE im Jahr 2016: SFR 87.000.-