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Filip Steiner
ist Winterthurer Sportler des Jahres
Zofe Lisette. Bild: Tanja Dorendorf / T+T Fotografie
Können Liebe und Geld miteinander vereinbart werden? Der Autor Pierre Carlet de Marivaux (1688–1763) geht dieser Frage in seiner Komödie nach und lässt drei unterschiedliche Paare aufeinandertreffen.
Theater «Alles bereit?», fragt Regisseur Marcelo Díaz. Als das Ensemble grünes Licht gibt, bittet er um Musik, und die Probe am 18. Januar zum Stück «Die Erbschaft» beginnt.
Der argentinisch-deutsche Theaterregisseur Díaz hat in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Argentinien, Bolivien und Uruguay inszeniert und ist kurzfristig für Felix Prader eingesprungen. Dieser musste aus persönlichen Gründen die Regie abgeben. «Ich habe hier ein tolles Ensemble angetroffen», sagt Díaz.
Zum Stück: Ein Marquis wird sechs Millionen erben, vorausgesetzt, er heiratet Hortense. Lehnt Hortense seinen Antrag ab, erhält er ebenfalls das vollständige Erbe. Entscheidet er sich jedoch für eine andere, muss er ein Drittel an Hortense abtreten. Obwohl beide anderweitig lieben, wollen sie das Geld nicht verlieren und begeben sich in ein aberwitziges Spiel voller Kompliziertheit und Intrigen.
«Die Erbschaft» wurde von Pierre Carlet de Marivaux für die Comédie-Française in Paris geschrieben und 1736 uraufgeführt. Wo sieht Regisseur Díaz die Parallelen zu heute? «Es ist ein sozialkritisches Stück, da es um die Austauschbarkeit von Geld und Liebe geht.» Das Stück sei trotz seines Alters zeitlos. Díaz ist nach eigenen Angaben eher auf Molière spezialisiert, aber sehr angetan von diesem Stoff. «Tatsächlich hat die Komödie auch tragische Elemente, die ich bei der Regiearbeit einfliessen lasse.»
Laut Anastasia Ioannidis, Dramaturgin des Theaters, hat man sich an die Übersetzung von Gerda Scheffel gehalten, es wurden lediglich kleinere Anpassungen vorgenommen. «Die besondere Sprachgestaltung der Figuren im Stück ist das zentrale Element bei Marivaux und deshalb wurde sie bewusst beibehalten.»
Claudia Naef Binz
«Die Erbschaft»
Von Pierre Carlet de Marivaux
Regie Marcelo Díaz
Premiere am Donnerstag,
25. Januar, 20 Uhr
Theater Kanton Zürich
Scheideggstrasse 37, Winterthur
Weitere Spieldaten im Kanton:
www.theaterkantonzuerich.ch
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