Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03503.jsonl.gz/1793

Die Herstellung des PBMR-Brennstoffs erfolgt in Zusammenarbeit mit der staatlichen Nuclear Energy Corporation of South Africa (Necsa) am Standort Pelindaba. Die Necsa stellt die Lizenz zur Verfügung, die ihrerseits auf deutschen Entwicklungen für den gasgekühlten Hochtemperatur-Versuchsreaktor AVR beruht. Dieser stand von 1967-88 auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich in Betrieb.
Erstmals Herstellung beschichteter Brennstoffteilchen
Im Dezember 2008 stellten die PBMR und Necsa eine erste Charge beschichteter Triso-Teilchen her. Diese bestehen aus Urandioxid-Kügelchen mit einem Anreicherungsgrad von 9,6% und einem Durchmesser von nur 0,5 mm. Bei der Beschichtung der Kügelchen wird zuerst poröser Grafit aufgebracht. Es folgt eine Schicht pyrolytischer Grafit, auf der eine Siliziumkarbidschicht aufgebaut wird. Sie bildet die erste Einschlussbarriere für radioaktive Stoffe. Auf diese wird eine weitere pyrolytische Grafitschicht bis zu einem Durchmesser von 0,92 mm aufgebracht. Das amerikanische Oak Ridge National Laboratory wird die Triso-Teilchen jetzt im Idaho National Laboratory probeweise bestrahlen, um die Übereinstimmung mit den technischen Spezifikationen zu prüfen.
Verläuft die Prüfung erfolgreich, werden je 15'000 Triso-Teilchen mit Grafitpulver vermischt, zu Kugeln mit einem Durchmesser von 50 mm verpresst und mit einer 5 mm dicken Reingrafitschicht umgeben. Durch Sintern entstehen daraus die rund 210 g schweren Kugeln oder Pebbles, mit denen der PBMR beschickt werden soll. Für eine Brennstoffladung werden rund 450?000 Kugeln benötigt. Der Spezialgrafit stammt von der SGL-Group.
Quelle
P.B. nach PBMR, Medienmitteilung, 13. Januar 2009