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Mangel an Vitaminen, Magnesium und Eisen - mögliche Folgen
Eine gesunde Ernährung, die sich durch viel Gemüse, Obst, Vitamine und Vollkornprodukte auszeichnet, ist für alle Menschen empfehlenswert. Spätestens aber, wenn Sie ein Kind unter dem Herzen tragen, sollten Sie Ihre Essgewohnheiten hinterfragen und gegebenenfalls anpassen.
Wichtigkeit von Folsäure
Folsäure ist ein wichtiges Vitamin, das für die Entwicklung des Embryos, insbesondere innerhalb der ersten drei Monate, unersetzlich ist. Sind Sie schwanger und nehmen das Vitamin nur in unzureichender täglicher Dosis zu sich, ist die Gefahr von Fehlbildungen bei Ihrem Kind erhöht. Dabei sind vor allem Schädigungen des Zentralnervensystems und Rückenmarkdefekte des Heranwachsenden zu beobachten. Es ist daher umso wichtiger, dass Sie bereits in der Planungsphase ausreichend Folsäure zu sich nehmen. Das wertvolle Vitamin ist in grünem Blattgemüse und Salat, in verschiedenen Kohlarten, in Vollkornprodukten, Zitrusfrüchten, Spargel, Leber, Eiern und Tomaten enthalten. Da die täglich über die Nahrung aufgenommene Menge an Folsäure in der Regel zu niedrig ist, verschreiben Ärzte häufig unterstützende Präparate, die das Vitamin ebenfalls enthalten. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollten Sie täglich 0,8 mg des Vitamins, je zur Hälfte in Tablettenform und über die Ernährung, zu sich nehmen. Zwischen dem vierten Schwangerschaftsmonat und dem Stillzeitende sind 0,4 mg ausreichend.
Eisenmangelanämie
Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft führt zur Anämie. Bei einer Anämie herrscht ein Mangel an roten Blutkörperchen oder Hämoglobin im Blut. Ist zu wenig Hämoglobin im Blut, bedeutet dies, dass zu wenige für den Transport des Sauerstoffs im Blutkreislauf zuständige Transporteinheiten (Hämoglobin) vorhanden sind und es in der Folge zum Sauerstoffmangel in Muskeln, Gefässen oder Organen kommt. Als Schwangere haben Sie einen erhöhten Sauerstoffbedarf, weil das heranwachsende Kind in Ihrem Bauch neues Gewebe bilden muss. Die Blutneubildung ist in der Schwangerschaft gesteigert; der Eisenmangel verhindert jedoch, dass Ihr Körper rote Blutkörperchen bildet. Das dringend benötigte Eisen wird in erster Linie durch den Verzehr von Lebensmitteln aufgenommen. Hilfreich für eine ausreichende Eisenversorgung sind Fleisch, Fisch und Geflügel, ausserdem viele Gemüsearten, Obst und Fruchtsäfte, die viel Vitamin C enthalten. Hinderlich sind hingegen pflanzliche Proteine, Fette, Getreideprodukte, Tee, Kaffee, Calcium und Milchprodukte. Schwangere aus Risikogruppen, zu denen auch Vegetarier zählen, bekommen von Ärzten häufig prophylaktisch Eisenmangelpräparate verschrieben.
Magnesiummangel in der Schwangerschaft
Ein Magnesiummangel kann in der Schwangerschaft ebenfalls nicht zu unterschätzende Folgen haben. Da Sie während der Schwangerschaft wahrscheinlich vergleichsweise wenig Bewegung haben und sich häufig schonen, kann es vorkommen, dass Sie von lästigen Beinkrämpfen geplagt werden. Ausserdem sind Ihre Gelenke, Knochen, Muskeln und Sehnen infolge des erhöhten Gewichts durch die Schwangerschaft grösseren Belastungen ausgesetzt. Magnesium unterstützt die Reparierungsfunktion und die Neubildung von Gewebe und sorgt dafür, dass sich Ihre Muskeln entspannen. Als Schwangere benötigen Sie einen täglichen Bedarf von etwa 350 mg Magnesium, das Sie vollständig über eine ausgewogene und gesunde Ernährung aufnehmen können. Nahrungsmittel, die besonders viel Magnesium enthalten, sind grünes Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Fleisch und Milchprodukte.
In der Schwangerschaft sollten Sie in besonderem Masse auf sich achtgeben. Dann ist eine Unterversorgung mit Folsäure, Eisen oder Magnesium vermeidbar.