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Das Wichtigste in Kürze
- Ein dänischer Künstler haut mit 78'000 Franken von Museum ab und nennt es Konzeptkunst.
- Das Werk besitzt den Titel: «Take the Money and Run».
- Bis zum Ablauf des Vertrages mit dem Künstler lässt das Museum die Polizei aus dem Spiel.
Das Knusten Museum of Modern Art in Aalborg hat den dänischen Künstler Jens Haaning beauftragt, zwei Werke neu zu gestalten. Ein Werk aus dem Jahr 2011 mit dem Titel «An Average Danish Annual Income», welches Kronen-Banknoten in einem Rahmen zeigt. Das andere Werk ist eine frühere Version mit dem ähnlichen Titel «An Average Austrian Annual Income» und der gleichen Konzeption.
Bei seinen früheren Arbeiten hatte Haaning das Geld von einer Bank geliehen. Dieses Mal hat sich das Museum bereit erklärt, das Geld zur Verfügung zu stellen.
Jens Haaning nennt die Entwendung «Konzeptkunst»
Jetzt kommt der Clou. Lasse Andersson, Direktor des Knusten Museums hatte gegenüber «The Art Newspaper» erklärt, die Werke hätten bereits am 24. September im Museum ausgestellt werden sollen. Als die «neuen» Werke für die Ausstellung angeliefert wurden, waren die Rahmen leer.
Andersson schildert: «Haaning schickte uns eine E-Mail, in der er erklärt, dass er es für interessanter hielt, ein neues Werk zu schaffen. Das ominöse Werk heisst «Take the Money and Run». Dabei handle es sich laut Haaning um Konzeptkunst.
Der Vertrag des Museums verpflichtet den dänischen Künstler, das Geld bis zum 14. Januar zurückzuzahlen, bis dahin beabsichtigt man, nicht die Polizei einzuschalten. Haaning hatte bereits in einem Statement bekannt gegeben, das Geld nicht zurückzugeben. «Das Werk ist, dass ich das Geld genommen habe und es nicht zurückgeben werde.»