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Der Bären-/Waisenhausplatz markiert eine Etappengrenze der mittelalterlichen Stadterweiterungen mit westlichem Stadtabschluss und dem Eingangstor am Käfigturm. Mit der letzten Erweiterung in Richtung Christoffelturm und der damit verbundenen Schleifung und Umstrukturierung der westlichen Stadtbefestigung am Bären-/ Waisenhausplatz, entstand eine Platzfolge, die stadtmorphologisch und typologisch nicht als Platz, sondern als Fuge gelesen werden kann. Diese setzt die Logik des Städtebaus und dem damit verbundenen Verhältnis zum Leerraum in selbstverständlicher Weise fort und sucht Analogien zur Fuge am Kornhaus- und Bahnhofplatz und entlang des Bahnhofes samt Bollwerk. Seitliche Abschlüsse sind hier mit monumentalen Bauten wie Bundeshaus und Waisenhaus besetzt. Somit eröffnet sich eine differenziertere Lesart und Programmierung, die Chance ist, einen lebendigen, durchmischten Stadtraum aufzuspannen, mit positiven Auswirkungen auf den gesamten Raum der Altstadt. Urbanität verstehen wir nicht bloss als Resultat baulicher Dichte und Höhe, sondern insbesondere als Ausdruck einer Vielfalt von Nutzungen und Lebensformen sowie der Dichte sozialer Interaktionen.
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Zuschlag für die Umgestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes in Bern
Datum05. Februar 2020
OrtBern