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Malta hält bis Jahresende an den vor kurzem wieder aufgenommenen Grenzkontrollen fest. Das teilte das Innenministerium des EU-Mitglieds am Donnerstag mit. Das Land hatte sich bei der Einführung der Massnahme auf eine Klausel des Schengener Grenzkodexes berufen.
Diese erlaubt es einem Staat, seine Grenzen - also EU-Binnengrenzen - wieder zu kontrollieren, wenn er seine öffentliche Ordnung oder innere Sicherheit schwerwiegend bedroht sieht.
Vergangenes Wochenende hatte die Regierung mitgeteilt, dass während der vorübergehenden Aussetzung des Schengen-Abkommens wegen zweier Gipfeltreffen eine organisierte Bande von Ausländern gestoppt worden sei, die mit falschen Pässen nach Malta reisen wollte, um dort Asyl und Arbeit zu finden.
Die Ausländer wurden an italienischen Flughäfen festgenommen. Ein möglicher terroristischer Hintergrund wurde bislang nicht festgestellt.
In Malta hatte am 11. und 12. November ein EU-Afrika-Gipfeltreffen zu Migrationsfragen stattgefunden. Von Freitag bis Sonntag ist die Mittelmeerinsel Gastgeber des Treffens der Commonwealth-Staaten. Malta war bis 1964 eine britische Kolonie. (trs/sda/dpa)