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Kenia
Handicap International (HI) unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen in Kenias Flüchtlingslagern. Weitere wichtige Bereiche unserer Arbeit sind der Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern mit Behinderung und der Einsatz für Chancen auf Arbeit sowie die Stärkung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Kinder im Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia | © B. Blondel / HI
Laufende Aktivitäten
Handicap International (HI) arbeitet in zwei Flüchtlingslagern und unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen an, vor allem für Menschen mit Behinderung mit Reha-Massnahmen. Ausserdem verteilt HI Mobilitätshilfen wie Krücken und Rollstühle und sorgt dafür, dass auch besonders schutzbedürftige Menschen Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen. Zudem bildet HI Personal aus, um die Bedürfnisse der Geflüchteten zu erfassen.
Handicap International kämpft gegen sexuelle Gewalt an Kindern – vor allem an Kindern mit Behinderung. Unsere Fachkräfte klären Kinder, Familien, andere Hilfsorganisationen sowie lokale Autoritäten über ihre Rechte nach der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention auf und helfen den Betroffenen und ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten, sofortige und langfristige Hilfe zu bekommen.
Hintergrund
Kenia ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1963 die Unabhängigkeit erlangte.
Im Jahr 2020 lag Kenia auf dem Human Development Index des UNDP auf Platz 143 von 189 Ländern. Die zunehmende geschlechtsspezifische Ungleichheit hat sich negativ auf die Entwicklung des Landes, insbesondere auf den Arbeitsmärkten und den Zugang zu Bildung und einer angemessenen Gesundheitsversorgung ausgewirkt. Die Rechte von Menschen mit Behinderung werden oft vernachlässigt.
Seit 2017 haben sich die Lebensbedingungen der Menschen in den trockenen Regionen Kenias infolge von Dürren erheblich verschlechtert. Auch Überschwemmungen, Erdrutsche und Heuschrecken hatten negative Auswirkungen auf die Ernten, die Versorgung der Haushalte und die Einkommensquellen im ganzen Land. Viele Menschen mussten hungern und hatten kaum Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung. Besonders Menschen mit Behinderung und andere schutzbedürftige Personen wurden vernachlässigt und hatten nur eingeschränkten Zugang zu Hilfeleistungen und Bildung.
Durch eine verstärkte Dürre mussten Menschen in zahlreichen Bezirken infolge von Ernteausfällen an Hunger leiden. Im September 2021 erklärte der Präsident die Dürre zu einer nationalen Katastrophe.
Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 67
Eröffnungsdatum des Programms: 1992