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Die Schweizer Bevölkerung ist sich in Sachen Impfen alles andere als einig. Hierzulande ist das Thema Impfen sehr umstritten. Wir klären auf. Sie entscheiden selbst, ob und welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Keuchhusten ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit und wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Die Erkrankung unterscheidet sich von anderen Infektionskrankheiten insbesondere durch die wiederholten und lang andauernden Hustenanfälle. Lebensbedrohlich ist die Erkrankung für Säuglinge. Gegen Keuchhusten kann man sich impfen lassen. Der Schutz der Keuchhustenimpfung ist jedoch zeitlich begrenzt. Studien zeigen, dass der Impfschutz für rund fünf Jahre gewährleistet ist.
Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat potenzielle Nutzen und Schäden der Keuchhusten-Impfung anhand wissenschaftlicher Studien zusammengefasst und Modellrechnungen angestellt:
Kämen 100 Jugendliche und Erwachsene ohne kombinierte Auffrischimpfung in Kontakt mit dem Keuchhustenbakterium, würden voraussichtlich 45 bis 79 von ihnen erkranken. Hingegen würden lediglich etwa 3 bis 12 von 100 Geimpften nach Bakterienkontakt an Keuchhusten erkranken. Ohne Impfschutz würden von je 100 Personen 36 bis 77 an langanhaltendem Husten leiden. Demgegenüber wären von je 100 geimpften Menschen lediglich 2 bis 12 Personen von diesem Husten betroffen.