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Die ältesten Spiele sind immer noch die lustigsten! Das Wurfspiel «Kubb» geht bis auf die Wikingerzeit zurück – schon damals haben sich die Nordmänner mit diesem Geschicklichkeitsspiel die Zeit vertrieben.
Hierzulande ist «Kubb» oder Schwedenschach, wie es auch genannt wird, besser bekannt als Bauernkegeln oder Wikingerspiel. Obwohl das Spiel schnell erlernt werden kann, wird es umso kniffliger, je besser die Spielerinnen und Spieler sind.
Die besten Kubb-Player treffen sich zu nationalen oder internationalen Meisterschaften. Obwohl die Schweden zwei Jahrzehnte lang unangefochtene Kubb-Weltmeister waren, konnte sich 2018 das Badener Team «KP Wild Dogs» den Weltmeistertitel ergattern – sie waren das beste der 165 internationalen Teams.
Aber das Kubb-Spiel macht auch Spass für Anfänger, jung oder alt, sportlich oder unsportlich. Egal, was zählt ist die Geschicklichkeit und Strategie.
Das braucht es für das Kubb-Spiel:
10 Spielfiguren (Kubbs), 1 König, 6 Wurfhölzer und 6 Pflöcke, um das Spielfeld zu markieren. 2 Teams à 1–6 Spielerinnen oder Spieler.
Das Spielfeld
Am besten wird das Spielfeld auf sandigem Untergrund oder einer Wiese abgesteckt. Es sollte 8 Meter lang und 5 Meter breit sein – so bekommt man zwei Seitenlinien und zwei Grundlinien. Die vier Ecken werden mit Pflöcken im Boden markiert. Wer will, kann eine Schnur um die Eckpflöcke ziehen, um das Spielfeld sichtbar zu machen.
Die Spielfiguren
Beide Teams stellen ihre 5 Spielfiguren (Kubbs) mit einem Abstand von einem Meter auf den Grundlinien auf. Der König wird genau in der Mitte zwischen den beiden Team-Grundlinien platziert.
Auslosung
Weil das Team, das anfängt, einen leichten Vorteil hat, wird ausgelost, wer beginnt. Oder man wirft ein Wurfholz möglichst nahe zum König, ohne ihn umzuwerfen. Wer am nächsten ist, darf beginnen.
Es geht los:
Der erste Spieler von Team A wirft sein Wurfholz von seiner Grundlinie aus auf eine der fünf gegnerischen Spielfiguren (Kubbs) auf der gegenüberliegenden Grundlinie. Das Wurfholz wird dabei mit einer Armbewegung von unten nach oben geworfen – nicht quer oder rotierend.
Unabhängig davon, ob der erste Spieler eine der gegnerischen Kubbs «gefällt» hat oder nicht, kommt der zweite Spieler von Team A an die Reihe, bis alle Spielerinnen und Spieler von Team A ihre Wurfhölzer geworfen haben.
So geht es weiter:
Bevor Team B seine Wurfhölzer werfen kann, muss es die vom Team A gefällten Spielfiguren ins gegnerische Feld werfen. Team A stellt daraufhin die Kubbs dort im Feld auf, wo sie gelandet sind.
Bevor die Spieler von Team B die Figuren auf der Grundlinie von Team A umwerfen dürfen, muss Team B erst die im Feld aufgestellten Figuren fällen. Schafft es Team B nicht, alle Feldfiguren umzuwerfen, darf Team A die Abwurflinie nach vorne verlegen – auf Höhe der vordersten Feldfigur.
Trifft der Werfer mit einem Kubb zweimal das Feld nicht, dann darf die Gegenpartei den Kubb platzieren. Dabei muss ein Mindestabstand von einer Wurfholzlänge zum König und den Eckpfosten eingehalten werden.
Das Spiel endet
Wird der König umgeworfen, bevor alle Kubbs gefällt wurden, hat man verloren.
Erst, wenn ein Team alle Figuren des Gegners umgeworfen hat, darf es versuchen, den König zu Fall zu bringen. Auf den König darf nur von der Grundlinie aus geworfen werden. Und in der Schweiz ausschliesslich zwischen den Beinen hindurch, was ausländische Teams oft verwirrt. Wer den König fällt, hat gewonnen.
Titelbild: © iStock.com / mwennerwald