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Veränderungen im Wohlbefinden und der erlebten Diskriminierung
Mit ökonometrischen Methoden wie dem Difference-in-Differences-Ansatz versuchen wir zu beurteilen, wie sich das Wohlbefinden und die wahrgenommene Diskriminierung unter LGBTIQ+ Menschen zwischen 2020 und 2021 verändert haben. Ausgangspunkt für Alexandres Arbeit ist, dass das Coming-Out kein einmaliges Ereignis ist, sondern immer wieder eine Rolle spielt. Alexandre untersucht, wie sich das Coming-Out gegenüber mehr und mehr Personen im Verlaufe der Zeit auf das Wohlbefinden von LGBTIQ+ Personen auswirkt. Abigaël wiederum konzentriert sich auf die jüngsten Gesetzesänderungen. 2020 stimmte das Schweizer Volk dafür, das Antidiskriminierungsgesetz auf die sexuelle Orientierung auszuweiten. Abigaël untersucht, wie sich diese Abstimmung auf die erlebte Diskriminierung von LGBTIQ+ Menschen auswirkt.
Alexandre Dey und Abigaël Lecomte betreut von Martin Huber (Universität Fribourg), Léïla Eisner (Universität Zürich/Universität Lausanne) und Tabea Hässler (Universität Zürich)
Nicht-binär in der Schweiz
Wir wollen untersuchen, welche Schwierigkeiten und Unterstützung in der Schweiz wohnhafte nicht-binäre Personen in ihrem täglichen Leben erfahren. In Fokusgruppen können Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Bedürfnisse miteinander teilen. Alle Gruppen werden von einer nicht-binären Person moderiert. Aus den Erkenntnissen der Gruppen wollen wir Vorschläge herausarbeiten, wie die Inklusion von nicht-binären Menschen in der Gesellschaft, der Politik und dem Gesundheitssystem der Schweiz verbessert werden kann.
Loren Schaad in Zusammenarbeit mit Nicu Tschurr betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) und Léïla Eisner (Universität Lausanne)
Identitätsabstreitung und Wohlbefinden bei bi- und pansexuellen Personen
In der 2019 Umfrage des Schweizer LGBTIQ+ Panels gaben plurisexuelle (z. B. bi- und pansexuelle) Teilnehmende signifikant schlechteres Wohlbefinden an als homosexuelle Teilnehmende. Zusätzlich berichteten sie über besondere Herausforderungen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Bisher wurde wenig erforscht, warum genau diese Minderheitengruppe ein so grosses Risiko für Probleme mit der psychischen Gesundheit aufweist und inwiefern sich Diskriminierungserfahrungen von homo- und plurisexuellen Personen unterscheiden.
Auf vorheriger Forschung aufbauend vermuten wir, dass die Identitätsabstreitung und Marginalisierung von sexueller Orientierung hohe Stressfaktoren im täglichen Leben sein können (Maimon et al., 2019). Diese Studie erforscht, inwiefern die Identitätsabstreitung von plurisexuellen Identitäten durch LGBTIQ+ und cis-heterosexuelle Personen mit dem Wohlergehen von Schweizer bi-, pan- und anderen plurisexuellen Personen assoziiert ist.
Cynthia Thöni betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) und Léïla Eisner (Universität Lausanne)
Wie Diskriminierung das Wohlbefinden von Angehörigen sexueller Minderheiten beeinflusst
Ziel dieser Arbeit war es, besser zu verstehen, wie Diskriminierung das Wohlbefinden von Angehörigen sexueller Minderheiten beeinflusst. Es werden Unterschiede in Diskriminierungserfahrungen und im Wohlbefinden zwischen verschiedenen Untergruppen der LGBTIQ+ Community beleuchtet. Des Weiteren wird ein umfassendes Gesamtmodell untersucht, welches die Rolle von verinnerlichter LGBTIQ+ Negativität, Verbundenheit zur LGBTIQ+ Community, sozialer Unterstützung und Stolz untersucht.
Patrizia Eicher betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) und Léïla Eisner (Universität Lausanne)