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Der Herbst 2016 war gegenüber der Norm der Jahre 1961 bis 1990 rund 1 Grad zu warm. Im Süden betrug der Wärmeüberschuss sogar rund 1,5 Grad, und in den Föhngebieten, wie beispielsweise in Chur, waren es 2 Grad. Damit bewegt sich der Herbst 2016 etwa im Rahmen der Vorjahre. Gegenüber den extremwarmen Herbstmonaten in den Jahren 2006 und 2014 war es aber 2 bzw. 1,5 Grad kühler. Gegenüber dem Vorjahr war der Hersbt 2016 dagegen eine Spur wärmer. Obwohl die meisten Werte im Herbst 2016 durchschnittlich sind, kam der der Herbst 2016 alles andere als langweilig daher.
Auf Rekord-September folgte lange Kaltphase
Der Herbstbeginn zeichnet sich durch grosse Hitze aus. In der Romandie und im Tessin war der September stellenweise der wärmste seit Messbeginn. Schweizweit gesehen war es der drittwärmste September seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Vor allem die Periode vom 1. bis 14. September war extrem warm. Im Tessin gingen alle 14 Tage als Sommertage in die Statistik ein, also mit einem Tageshöchstwert von mehr als 25 Grad. Im Wallis gab es sogar 4 Hitzetage mit Höchstwerten von mehr als 30 Grad. Danach folgte aber eine lange Phase mit kühlem Wetter. Der Oktober war selbst gegenüber der klimatisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990 zu kalt, und auch in der ersten Novemberhälfte war es noch lange kühl. Erst in der zweiten Novemberhälfte stiegen die Temperaturen wieder deutlich an. Aus Süden wurde warme Luft zu den Alpen geführt, der Norden erlebte eine 108-stündige Föhnphase, und die Temperaturen stiegen teilweise auf mehr als 20 Grad. So wurden beispielsweise am 21. November in Giswil 21,6 Grad gemessen.
Schon unter -20 Grad
In der ersten Novemberhälfte war es dagegen zum Teil kalt wie schon lange nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Die tiefste Temperatur wurde am 7. November mit einem Wert von -20,6 Grad auf dem Jungfraujoch gemessen. Aber auch an anderen Orten war es sehr kalt. An der Messstation Buffalora auf den Ofenpass wurden am 8. November auch -20,2 Grad registriert, in Samedan waren es gleichzeitig -19,9 Grad. Kalt war es auch im Mittelland: In Tänikon, im Kanton Thurgau, sank die Temperatur am 8. November auf -3,3 Grad.
Sonne hatte das Pulver schon Ende September verschossen
Im September lag die Sonnenscheindauer weit über dem Durchschnitt. Danach war es oft grau. Im Oktober gab es in der Ostschweiz nur 75 Prozent des üblichen Sonnenscheins, im November zeigte sich die Sonne an vielen Orten sogar nur während 50 bis 70 Prozent der üblichen Dauer. Am Nordrand der Schweiz gab es stellenweise noch keine 30 Stunden Sonnenschein im November.
Leicht zu trocken
In weiten Teilen der Schweiz lagen die Niederschlagsmengen knapp unter dem Durchschnitt, dies vor allem auch in der Ostschweiz. Doch selbst im Tessin konnte der intensive Novemberniederschlag die Trockenheit aus den Monaten September und Oktober nicht kompensieren. Im Nordtessin und teilweise auch im südwestlichen Wallis konnte der November das Defizit dagegen wettmachen. Auf dem Grossen Sankt Bernard wurden im November 420 Millimeter Niederschlag registriert, im Val Bavona gab es gut 380 Millimeter Niederschlag. In den kommenden Tagen scheint das Wetter aber hochdruckbestimmt und meist trocken weiterzugehen.