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Treibstoff
Ein Treibstoff ist ein Brennstoff, dessen chemische Energie durch Verbrennung in Verbrennungskraftmaschinen (Verbrennungsmotor, Gasturbine etc) und Raketentriebwerken in Antriebskraft umgewandelt wird.
Treibstoffe werden überwiegend zum Antrieb von Fortbewegungsmitteln (Kraftfahrzeug, Flugzeug, Schiff, Rakete) verwendet. Da sie jeweils mittransportiert werden müssen, werden häufig Stoffe mit einer hohen Energiedichte eingesetzt. Aber auch stationäre Verbrennungsmotoren werden mit ihnen betrieben. Bei der Verbrennung wird als Oxidator meist der Luft-Sauerstoff verwendet, teils, vor allem bei Raketen, aber auch ein eigener Oxidator wie verflüssigter Sauerstoff, Lachgas oder Salpetersäure.
Unverbleites Motorenbenzin ist in erster Linie für Fahrzeuge bestimmt, die zur Abgasreinigung mit Katalysatoren ausgerüstet sind. Die meisten Motoren können heute mit bleifreiem Benzin mit einer Oktanzahl von 95 betrieben werden. Winterdiesel ist ein hochwertiger Treibstoff und erlaubt jederzeit einen störungsfreien umweltverträglichen Betrieb von Dieselfahrzeugen: Trübungspunkt -10° C, Filtrierbarkeitsgrenze -20° C. Nicht als Treibstoff bezeichnet werden üblicherweise Stoffe, die zwar als Energieträger für einen Antrieb dienen, bei denen aber keine chemische Energie freigesetzt wird, z.B. Wasser für eine Wasserturbine oder Uran für den Kernreaktor eines Nuklearantriebs.
Treibstoffangebot und -verbrauch
Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich das Treibstoffangebot auf Benzin und Diesel. Mit den neuen auf dem Markt erhältlichen Alternativen stellen sich zwangsläufig Fragen bezüglich Ökonomie, Ökologie, Verfügbarkeit und Marktsituation – sowohl für die Treibstoffe wie auch für die dazugehörenden Fahrzeuge.
Treibstoffverbrauch: Werksangaben gegenüber Praxis
Um die von der EU vorgeschriebenen CO2-Zielwerte zu erreichen, setzen die Autohersteller alles daran, verbrauchsarme Motoren zu entwickeln. Vergleicht man den vom TCS seit 1996 an 350 Fahrzeugen aufgrund des NEFZ («Neuer Europäische Fahrzyklus») gemessenen Treibstoffverbrauch «Gesamt», entspricht dieser in der Regel den Werksangaben, weicht aber vom «Praxisverbrauch» ab. Bei den 2012 und 2013 an den TCS Testfahrzeugen durchgeführten Messungen beträgt der Mehrverbrauch im Vergleich zu dem unter Laborbedingungen auf dem Prüfstand ermittelten Werten 1.1 l/100 km. Im Jahr 2014 beträgt er im Durchschnitt 1.5 Liter/100 km. Da der aus den 90er-Jahren stammende NEFZ-Zyklus in Fachkreisen als veraltet gilt, wurde auf UN/ECE Ebene ein sogenannter WLTC-Zyklus (Worldwide Light Duty Test Cycle) verabschiedet. Über die Messbedingungen und Laboreinstellungen für das Messprozedere WLTP (Worldwide Light Duty Test Procedure) wird noch diskutiert.
Flottenverbrauch: Neuwagen mit guter Bilanz
Der Durchschnittsverbrauch aller verkauften Neuwagen pro Automarke – der so genannte «Flottenverbrauch» – wird von Auto Schweiz, der Vereinigung der Schweizer Automobilimporteure seit 1989 ermittelt. Diese Daten zeigen, dass der Durchschnittsverbrauch von 1989 bis 2012 um fast 3 Liter von rund 9.0l/100km auf 6.21l gesenkt werden konnte. Dieser Rückgang ist vor allem auf die technische Weiterentwicklung der Antriebstechnologie und einen geeigneten Modellmix bei den verkauften Neuwagen zurückzuführen. Von den 24 meistverkauften Automarken der Schweiz hatte 2012 keine einzige mehr einen Flottenverbrauch von über 7 Litern. Bei neun Marken lag der Wert sogar unter 6 Liter. Seit der Berichterstattung im Jahr 2013 wird der Flottenverbrauch nicht mehr pro Automarke ermittelt. Die Weiterführung der Zahlenreihe ist daher derzeit nicht möglich.
Benzin oder Diesel?
In den letzten Jahren ist der Anteil der neu in Verkehr gesetzten Dieselmodelle in der Schweiz von 5% (1997) auf 37% (2012) gestiegen. Moderne Dieselmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad als Ottomotoren. Sie bieten Fahrleistungen (Beschleunigungswert, Elastizität und Spitzengeschwindigkeit), die mit der Benzinversion vergleichbar sind. Im Gegensatz zum Benziner sind diese Fahrleistungen dank des sehr hohen Drehmomentes schon bei Drehzahlen ab 1600 U/min abrufbar. Diese Eigenschaft kommt insbesondere der sparsamen Fahrweise Eco-Drive entgegen.
Je nach Fahrzeugmodell und Vergleichsfahrzeug verbraucht ein Modell mit Dieselmotor im Vergleich zum Benziner 20–30% weniger Treibstoff (in Liter). Die CO2-Verminderung beträgt 10–15%, da Diesel eine höhere Dichte hat und pro Liter mehr Kohlenstoff enthält als Benzin.
Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen (biogene Treibstoffe)
Auf den 1. Juli 2008 ist in der Schweiz die Revision des Mineralölsteuergesetzes in Kraft getreten. Die damit eingeleitete Ökologisierung der Mineralölsteuer fördert fiskalisch die umweltschonenden Treibstoffe.
Biogene Treibstoffe (wie Biogas, Bioethanol, Biodiesel, pflanzliche und tierische Öle) sind ganz oder teilweise von der Mineralölsteuer befreit sofern, sie die ökologischen und sozialen Mindestanforderungen erfüllen. Bei importierten biogenen Treibstoffen kann dies einer Steuerreduktion von bis zu 72 Rappen je Liter entsprechen.
Die Massnahmen sollen für den Bundeshaushalt ertragsneutral sein. Deshalb werden die Mindereinnahmen durch eine höhere Besteuerung des Benzins kompensiert.
Umwelt
Die bei der Verbrennung von Treibstoffen freigesetzten Abgase bewirken Gesundheits- und Umweltschäden wie Sauren Regen und den Treibhauseffekt und somit die globale Erwärmung. Insbesondere CO2, CO und Stickoxide spielen dabei wichtige Rollen. Weiterhin ist das im Benzin befindliche Benzol erwiesenermaßen karzinogen. Art und Umfang der freigesetzten Schadstoffe sind im Wesentlichen von der Zusammensetzung des Kraftstoffes, der Bauart des Motors und (wenn genutzt) der Abgasnachbehandlung abhängig.
Brennstoffpreise
Sogenannte „biogene“ Energieträger, insbesondere Holz, hatten in Zeiten von gestiegenen Heizölpreisen einen erheblichen Preisvorteil. Zudem war deren Preisentwicklung auch innerhalb der letzten Jahre stetig stabil. Der durchschnittliche Preis für biogene Energieträger ist aufgrund der großen Nachfrage in den letzten Jahren in der Regel stetig, aber nur geringfügig, angestiegen. Insbesondere Scheitholz und Hackschnitzel zeichnen sich durch eine sehr stabile Preisentwicklung aus.
Der Heizölpreis schwankte stärker und er ist gegenwärtig auf einem sehr tiefen Niveau. Für 100 Liter Heizöl bewegte sich der Preis in den letzten Jahren in einem Korridor von 60 bis annähernd 100 Franken mit zeitweise grossen Schwankungen. Solche Preissprünge beeinträchtigen die Kalkulierbarkeit der Kosten und damit natürlich auch die Belastung für die Verbraucher.
Heizöl-Preis
Wer Heizöl einkaufen muss, sollte sich schon eine gewisse Zeit im voraus mit täglichen News über alle wichtigen Börsen- und Ölmarktdaten informieren. Das Verfolgen der Veränderungen der Ölpreise und des Wechselkurses zum US-Dollar lässt Rückschlüsse auf mögliche Preisänderungen ziehen. Für gewöhnlich wirken sich veränderte Börsenkurse mit wenigen Stunden Verzögerung auf die Heizölpreise in der Schweiz aus.
In Bezug auf den Heizölpreis sind ausserdem die verschiedenen Sorten zu berücksichtigen: Standard-Heizöl ist die billigste Variante; die Fachbezeichnung dafür lautet „extra leicht“. Gegen einen Aufpreis erhalten Kunden dann auch schwefelarmes Oel, je nach Anbieter „Oeko-„ oder auch Premium-Heizöl genannt. Dem Heizöl zugesetzte Additive sorgen bei diesen für mehr Lagerstabilität im Tank und optimierte Verbrennungseigenschaften.
Weil nicht jeder Anbieter zur gleichen Zeit und zum gleichen Preis einkauft, unterscheiden sich die Heizöl-Angebote manchmal frappant. Auf keinen Fall sollte man einfach den nächstbesten Lieferanten mit der nächsten Tankfüllung beauftragen. Damit man nicht umständlich mehrere telefonische Offerten einholen muss, empfiehlt es sich, die Dienste des diesbezüglich einzigen Online-Portals www.oelmarkt.ch in Anspruch zu nehmen. Man braucht bloss Produkt, Menge und Postleitzahl einzugeben und kann dann in Ruhe aus den entsprechenden Angeboten das Günstigste auswählen und direkt bestellen.
Preisvergleich
Internet-Preisvergleiche gibt es seit mittlerweile schon seit mehr als zehn Jahren. Zudem gibt es seit einiger Zeit auch schon sogenannte Metasuchmaschinen, welche zur Preissuche bzw. zum Preisvergleich eingesetzt werden können. Eher wieder vom Markt verschwunden ist die speziell programmierte Preisvergleichssoftware.
Ausserdem bieten einige Preisvergleichswebsites inzwischen neben dem reinen Preisvergleich ein dem jeweiligen Nutzerprofil entsprechendes Ranking von diversen Online-Shops an, welche nebst dem Preis vor allem die Lieferfähigkeit sowie Testberichte zur Qualität etc. aufzeigen.
Neben den allgemeinen Preisvergleichen, welche gängige Produkte einer Vielzahl von unterschiedlichen Produktkategorien vergleichen, gibt es aber auch immer mehr spezialisierte Preisvergleichs-Portale, die jeweils nur Anbieter eines einzelnen, bestimmten Marktsegments wie zum Beispiel Computer, Elektronik oder Autos vergleichen und dafür dann oft zusätzliche spezielle Parameter zum Vergleich verwenden.
Für Brenn- und Treibstoffe – und speziell auch für Heizöl – gibt es neu in der Schweiz ein Preisvergleichsportal, wo sich der Kunde ganz einfach verschiedene Angebote zeigen lassen und dann das für ihn beste direkt online bestellen kann: www.oelmarkt.ch.
Brennstoffe
Was der Mensch zum Heizen benötigt, wird allgemein als Brennstoff bezeichnet. Brennstoffe können organischer Natur sein, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle, oder anorganischer Natur wie Wasserstoff oder Kohlenstoffmonoxid. Sie kommen in allen drei klassischen Aggregatzuständen (also fest, flüssig und gasförmig) zum Einsatz und werden dabei verschiedensten Verwendungszwecken zugeführt.
Je nach der Energiefreisetzung werden Brennstoffe in verschiedene Gruppen unterteilt, und zwar in chemische, welche durch Oxidation thermische Energie freisetzen und elektrochemische, welche z.B. in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung gebraucht werden. Brennstoffe können zudem in fossiler Form oder als Brennstoffe aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Holz, Biokraftstoffe, Biogas) vorliegen. Sämtliche Kernbrennstoffe wie etwa angereichertes Uran und Plutonium, welche in Atomkraftwerken durch Kernfusion Energie freisetzen, gehören nicht zu den fossilen Brennstoffen.
Sowohl Erdgas wie auch Heizöl werden in kleineren und mittleren Dampfkesselanlagen zur Erzeugung von Wasserdampf verfeuert. Der Energiegehalt wird in kWh/kg angegeben.
Die Qualität des Brennstoffes wird gemessen und durch den Heizwert (oder Brennwert) charakterisiert. Bei der Berechnung wird auch die Nutzung der Kondensationswärme des im Rauchgas als Dampf enthaltenen Wassers berücksichtigt (Fachbegriff: Brennwertnutzung). Absolut trockene Brennstoffe, welche auch keinen chemisch gebundenen Wasserstoff enthalten, haben einen identischen Brenn- und Heizwert.