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- Legen Sie das Szenario fest. Erläutern Sie, dass das Recht,
nicht aufgrund der sexuellen Orientierung diskriminiert zu werden, ein
fundamentales Menschenrecht ist, auch wenn die meisten Menschen
Sexualität als Privatangelegenheit betrachten, und dies von der
Gesetzgebung in den meisten europäischen Ländern geschützt wird. Diese
Übung bietet Gelegenheit, Einstellungen gegenüber unterschiedlichen
sexuellen Orientierungen zu hinterfragen. Führen Sie zum Aufwärmen
ein Brainstorming durch: Tragen Sie berühmte Menschen zusammen, die
sich öffentlich zu ihrer Sexualität geäußert haben.
- Verteilen
Sie Zettel und Stifte und bitten Sie die Teilnehmenden, alle Fragen
aufzuschreiben, die sie zu Sexualität und sexueller Orientierung
ganz allgemein haben. Die Zettel werden dann in den Hut geworfen.
Die Fragen sollten anonym gestellt werden.
- Erläutern Sie, dass
in dieser Übung Einstellungen zur Sexualität und insbesondere zur
Homosexualität untersucht werden sollen. Alle Anwesenden dürfen
ungehindert ihre Meinung äußern, egal ob sie konventionell oder
unkonventionell, umstritten oder eine
Herausforderung gesellschaftlicher Normen ist. Alle können
Ansichten darlegen, denen sie zustimmen oder die sie ablehnen,
ohne Angst, sich lächerlich oder verächtlich zu machen.
- Stellen
Sie drei Stühle im Halbkreis vor der Gruppe auf. Diese sind für die
drei Gesprächspartner/innen in der „Fishbowl“, dem Innenkreis. Der Rest
der Gruppe sitzt als Beobachtende im Außenkreis.
- Erläutern
Sie, dass sich zunächst zwei Freiwillige mit Ihnen in der „Fishbowl“
unterhalten werden. Wenn später jemand anderes dazustoßen möchte, dann
kann er/sie das tun, doch da in der Fishbowl nur Platz für drei
Fische ist, muss eine andere Person dafür ausscheiden. Wer sich an
der Unterhaltung beteiligen will, soll nach vorne kommen und einem der
drei Diskutierenden auf die Schulter tippen. Die beiden tauschen die
Plätze und der/die ursprüngliche Gesprächsteilnehmer/in wechselt
nun zu den Beobachtenden.
- Ermuntern Sie die
Teilnehmenden, ihre eigene Meinung vorzubringen, oder auch andere
Meinungen, die nicht unbedingt ihre eigenen sein müssen. Auf diese
Weise können Ansichten, die umstritten, nicht „p.c.“ oder
undenkbar sind, zum Ausdruck gebracht und aus vielen verschiedenen
Perspektiven gründlich diskutiert werden.
- Auf einzelne Gruppenmitglieder gemünzte beleidigende oder verletzende Kommentare sind verboten.
- Eine
freiwillige Person zieht eine Frage aus dem Hut und beginnt mit der
Diskussion darüber. Lassen Sie die Diskussion laufen, bis das
Thema erschöpft ist und Argumente wiederholt werden.
- Bitten Sie dann drei Freiwillige, eine andere Frage zu diskutieren, und beginnen Sie eine weitere Runde nach denselben Regeln.
- Diskutieren
Sie so viele Fragen, wie in Anbetracht der zur Verfügung stehenden Zeit
und der Interessen der Gruppe angemessen sind. Legen Sie eine
kurze Pause ein, bevor Sie zur Auswertung übergehen, damit alle Zeit
haben, innerlich aus der „Fishbowl“ auszusteigen. Dies
ist besonders wichtig, wenn die Diskussion hitzig und kontrovers
war.