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Nackenschmerzen kommen ebenso wie Kreuzschmerzen bei fast jedem Menschen in unterschiedlichem Ausmass vor, da im Bereich der Vorkrümmungen der Hals- und Lendenwirbelsäule (Lordosen) sozusagen eingebaute Schwachstellen bei der mechanischen Belastung der Wirbelsäule im aufrechten Gehen und Stehen des Menschen existieren und sich hier auch Abnutzungserscheinungen sehr früh manifestieren.
Nicht selten treten hier auch Bandscheibenschädigungen oder Abnutzungen der kleinen Wirbelgelenke auf, die wiederum zu Veränderungen der Weichteile und Muskulatur in den betroffenen Zonen führen. Kopfschmerzen auch an anderen Stellen rings um den Schädel sind oft damit vergesellschaftet. Meist bessern sich akute Beschwerden in kurzer Zeit von selbst.
Warnzeichen sind sehr plötzlich aufgetretene schwerste Nackenschmerzen, die Ausdruck einer akuten Hirnblutung (Subarachnoidalblutung) sein können oder Nackenschmerzen bzw. Nackensteife mit Fieber und starken Krankheitsgefühl bzw. Verschlechterung des Allgemeinzustandes, die Symptome einer Hirnhautentzündung sein können.
Weitere Warnzeichen sind Schmerzen mit streifenförmiger Ausstrahlung in den Arm, insbesondere wenn sie von Sensibilitätsstörungen oder gar Lähmungen am Arm begleitet sind. Auch Nackenschmerzen mit einer Gang- oder Blasenstörung sind akute Warnzeichen. In diesem Fall ist ebenso wie bei chronischen Beschwerden über mehrere Wochen eine weitergehende ärztliche Untersuchung erforderlich.
Verglichen mit der Zahl der von Schmerzen betroffenen Patienten müssen sehr selten Operationen an der Halswirbelsäule vorgenommen werden. Oft kann durch den kurzzeitigen Einsatz von schmerz- und entzündungshemmenden oder muskelentspannenden Medikamenten, sowie Physiotherapie, physikalischen Massnahmen (Wärme, Kälte, Strom) Linderung erfolgen. Regelmässig richtig betriebener Sport und Vermeidung von Übergewicht können vorbeugend wirksam sein.