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Die A1 im Abschnitt zwischen Bern-Brünnen und Kerzers.
In der Regel muss der Deckbelag auf einer Autobahn aufgrund des Verschleisses etwa alle 15 Jahre ersetzt werden. Die Autobahn A1 zwischen Bern-Brünnen und Kerzers wurde in den Jahren 2003 bis 2005 letztmals instand gesetzt. Somit käme der Deckbelag nun ans Ende seiner Lebensdauer. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass mit dem Einbau eines so genannten Kaltmikro-Dünnschichtbelags die Lebensdauer der A1-Fahrbahn um rund 10 Jahre verlängert werden kann. Der Dünnschichtbelag wird auf den heutigen Deckbelag aufgetragen und verlangsamt so den weiteren Verschleiss.
Die Massnahme wird nun in diesem Sommer ausgeführt. Sie wurde so geplant, dass möglichst keine Staus entstehen. Der Belagseinbau erfolgt nachts, wenn das Verkehrsaufkommen gering ist. Tagsüber stehen immer zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. Das funktioniert, indem auf einer Autobahnhälfte drei Fahrspuren untergebracht werden und auf der anderen Autobahnhälfte nur noch eine verbleibt. Diese eine Spur wird jeweils nachts gesperrt, damit auf der betreffenden Seite der Belag eingebaut werden kann. Der Verkehr fliesst dann in dieser Richtung einspurig auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite. Die Fahrtrichtungen werden mittels einer mobilen Leitschranke voneinander abgetrennt.
Die Arbeiten beginnen heute Dienstag und dauern bis ca. Ende September 2018. Sie werden jeweils pro Fahrtrichtung in vier Etappen aufgeteilt, so dass die Bauabschnitte nie länger als fünf Kilometer sind. Die Geschwindigkeit wird im Bauabschnitt auf 80 km/h reduziert (wegen der verengten Fahrspuren auch tagsüber). Jeweils direkt nach dem Einbau des Belags wird das Tempo in der betroffenen Fahrspur kurzzeitig auf 60 km/h begrenzt, um allfälligen Splittwurf zu vermindern. Gearbeitet wird nachts unter der Woche jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr. Bei schlechtem Wetter wird jeweils eine Nacht ausgesetzt.