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Die Präsidentenkonferenz Prättigau / Davos will die Region mit einer zukunftsfähigen Netzwerk-Infrastruktur erschliessen und hat die Grundlage für die Umsetzung am Montag in Klosters genehmigt. Zudem wurde die neue Tourismuskommission gewählt, die unter dem Vorsitz von Nina Gansner-Hemmi steht.
Die Erschliessung der Region Prättigau / Davos mit sogenannten Ultrahochbreitband-Infrastrukturen wird von der Präsidentenkonferenz Prättigau / Davos mit hoher Priorität vorangetrieben. Wer in der Region arbeitet, soll sich auf eine schnelle Netzwerkverbindung verlassen können; Ultrahochbreitband (UHB) bedeutet eine Geschwindigkeit von mindestens 100 MBit/s Upload und mindestens gleichviel, in der Regel aber mehr Download-Tempo über eine terrestrische Verbindung (nicht Mobilbereich). Das ist im Vergleich mit vielen Netzwerken in den Agglomerationen und Städten im Mitteland zwar immer noch bescheiden, reicht aber für die meisten aktuellen Anwendungen sehr gut aus. Das regionale Erschliessungskonzept Prättigau / Davos zeigt detailliert auf, wie die Gesamtsituation in den elf Gemeinden heute ist: bei einem Drittel bzw. 541 von 1632 sogenannten Bedarfsobjekten (Gebäude mit Arbeitsplätzen) ist die symmetrische Tempovorgabe 100 MBit/s erfüllt, bei allen anderen nicht. 363 dieser Objekte liegen in den Zentren von Davos und Klosters, weitere 55 in Schiers. In verschiedenen Orten in der Region – zum Beispiel in Saas, Wiesen oder Pragg-Jenaz – ist das Netzwerk noch weit entfernt von UHB.
Eine zukunftsfähige Verbesserung des Standards kann gemäss dem Grundlagenpapier nur erreicht werden, wenn die lokalen Netze konsequent mit Glasfaser-Kabeln aufgerüstet oder gebaut werden. Nur so können Geschwindigkeiten von 1000 Mbit/s an Arbeitsplätzen und auch in privaten Haushalten erreicht werden, wie sie im Schweizer Mittelland bereits weit verbreitet sind. Liegt aber zum Beispiel in einer Quartierstrasse ein Glasfaser-Kabel, erhöhen sich die Tempi in den anliegenden Liegenschaften auch ohne speziellen Glasfaser-Anschluss bereits markant. In der Region Prättigau / Davos ist die Swisscom daran, diese Glasfaser-Netzwerke in den Siedlungsgebieten zu erstellen. Dank des regionalen Erschliessungskonzepts UHB wissen die Gemeinden, welche Gebiete sie darüber hinaus allenfalls selbst zu erschliessen hätten, und sie können dafür im Rahmen des kantonalen UHB-Projekts auch die finanzielle Hilfe des Kantons in Anspruch nehmen. Verhandlungen jeder Gemeinde mit Swisscom müssen zeigen, in welchem Zeitrahmen Erschliessungen möglich sind.
Nina Gansner Präsidentin der Tourismuskommission
Die Seewiser Gemeindepräsidentin Nina Gansner-Hemmi übernimmt den Vorsitz der Tourismuskommission der Region, die für die Führung der neuen Abteilung Prättigau Marketing zuständig ist. Zusammen mit ihr hat die Präsidentenkonferenz Monika Baumgartner (Mitglied Gemeindevorstand Fideris), Michèle Benz (Vorstandsmitglied Kurverein Seewis), Dominik Heeb (Destination Davos Klosters, Leiter Tourismus Klosters) und Andy Vetsch (Mitglied Gemeindevorstand Grüsch) in die Kommission gewählt. Prättigau Marketing wird den Betrieb am 1. April 2023 aufnehmen und die bisherige regionale Marketingorganisation Prättigau Tourismus GmbH (PT) mit einem reduzierten Aufgabenumfang ablösen. Als Tourismuskoordinatorin ist die aktuelle PT-Mitarbeiterin Gisela Thomann mit einem Pensum von 40 % für den operativen Betrieb zuständig, dazu kommen weitere 80 % im Backoffice. Der Bürostandort befindet sich in Jenaz (Gemeindeverwaltung).
(Bild: Pixabay)