Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03192.jsonl.gz/127

Die Untersuchung von 239 geimpften Probanden ergab, dass die Antikörper nach dem Booster mit mRNA-Impfstoffen kaum schwächer gegen Omikron wirkten als gegen das ursprüngliche Virus, den sogenannten Wildtyp. Andere Impfschemata zeigten hingegen kaum oder keine Wirkung gegenüber der neuen Virusvariante.
Getestet wurde das Blut von mit mRNA-1273/Moderna, BNT162b/BioNTech/Pfizer und Ad26.COV2.S/Janssen Geimpften. Berücksichtigt wurde auch, wie lange die Impfung zurücklag und ob die Geimpften zusätzlich eine Ansteckung mit Covid-19 durchgemacht hatten. Die Blutproben wurden hinsichtlich ihrer neutralisierenden Wirkung gegen den Wildtyp, Delta und Omikron getestet.
Neutralisierende Wirkung auf die Omikron-Variante konnte bei den meisten Proben nicht festgestellt werden. Lediglich mit mRNA-Impfstoffen geboosterte Personen wiesen neutralisierende Antikörper und Wirksamkeit gegen Omikron auf - und zwar nahezu in derselben Stärke wie gegen die ursprüngliche Variante. Geimpft (mRNA) plus genesene Personen entwickelten nur zum Teil neutralisierende Antikörper gegen Omikron.
Die detaillierte Analyse des Wirkungsmusters gegenüber den drei Virustypen legte zudem nahe, dass der Booster nicht nur zu höheren Antikörperzahlen mit neutralisierender Wirkung führt, sondern auch die Breite der Immunität vergrösserte und dadurch gegen alle drei Virustypen gute Wirkung zeigte.
Die Studie von Wissenschaftlern vom Massachusetts General Hospital in Boston und dem Ragon Institute of MGH in Harvard, Cambridge, wurde erst als Preprint veröffentlicht, das heisst, sie wurde noch nicht im Peer-Review-Verfahren überprüft.
*Fachpublikationsnummer DOI: 10.1016/j.cell.2021.12.033