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Das 1870 erbaute Hotel profitierte zur Zeit Segantinis vom Passverkehr. Täglich fuhren Reisende mit der Postkutsche von Chur ins Engadin. Das Hotel Piz Mitgel besitzt ein bis heute gültiges Grundbuchrecht auf freie Aussicht auf den Piz d'Err. Deshalb wurde das Haus Peterelli etwas zurückversetzt gebaut.
Das «Kurhaus Piz Michel» wird 1870 von den Gebrüdern Wasescha gebaut. Neben dem Passverkehr setzen sie auf Kurtourismus. Im Sommer 1874 bewarb sich das Hotel in einem Zeitungsinserat mit der Überschrift «Climatischer Curort Schweiningen» als idealen Ort für einen längeren Aufenthalt sowohl für Familien und Luftkuranten, als auch für Touristen. Die Zahl der über den Julier beförderten Touristen nahm stetig zu. 1888 waren es 14’471; 1900 bereits 22’706.
Mit der Eröffnung der Albulaline der rhätischen Bahn reduzierte sich ab 1903 die Reisezeit von Chur ins Oberengadin von 12 auf 4 Stunden. Der Verkehr durch das Oberhalbstein bricht ein, 1908 werden nur noch 1527 Postreisende befördert.
Nach diversen Besitzerwechseln ging das Hotel 1961 in den Besitz der Familie Waldegg und im Anschluss an Sepp und Regina Waldegg-Noseda über.
Im April 2021 kauft die Stiftung Piz Mitgel Val Surses die Hotelanlage, renoviert diese bis Anfang Dezember 2021. Im Dezember soll im Rahmen einer glanzvollen Wiedereröffnung die Glanzzeiten der 20er Jahre zurückkehren.