Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03467.jsonl.gz/1605

Die Charakterisierung von Lebensräumen ist wichtig, da Organismen an spezifische Standortsbedingungen gebunden sind. Lebensräume werden zunehmend genutzt, um den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität zu beurteilen. Ein Datensatz über die räumlich explizite Verbreitung von Lebenräumen in der Schweiz existiert nicht. Die OECD empfielt in den Bericht über den Umweltzustand Schweiz im Bereich Biodiversität die Erstellung einer Habitatskarte als nächsten wichtigen Schritt. In der Schweiz sind die Lebensräume nach Delarze & Gonseth die gebräuchlichsten.
In einem Pilotprojekt 2018 wurden die Grundlagen für eine Lebensraumkarte untersucht. Diesem Projekt entwickelt den Protyp weiter mit dem Ziel Herbst 2021 einen Datensatz veröffentlichen zu können.
Wir verwenden eine umfangreiche Sammlung von Erdbeobachtungs- und Kartierungsdaten als Input für einen Ansatz, der die Modellierung der Habitatverteilung, Bildsegmentierung und Klassifizierung beinhaltet. Basierend auf bestehenden in-situ Daten zu Lebenräumen und Artvorkommen soll versucht werden mittels räumlicher Modellierung flächendeckende Datensätze zu dem Potentialvorkommen einzelner Lebensräume zu erstellen. Die Spanne zwischen «Potential» und «effektivem Auftreten» wird untersucht.
Die Vegetationsdynamik wird aus der saisonalen Variation von Vegetationsindizes (z.B. NDVI) bestimmt, die aus zeitlich hochauflösenden Sentinel-2-Satellitenbildern abgeleitet werden. Daten zur Beschreibung von Klima, Topographie, Boden und Landnutzung (aus dem topographischen Landschaftsmodell TLM) liefern zusätzliche Kovariaten. Mit der objektbasierten Software eCogniton wurden von Ortholuftbilder (1m Auflösung) Bildprimitive (Bildsegmente) generiert. In eine regelbasierte Klassifizierung können Lebensraumtypen basierend auf den Eingabedaten und Verteilungsmodellen den Segmenten zugeordnet werden, was zu einer hoch räumlich aufgelösten, schweizweiten Karte der Lebensraumtypen führt.
Details zum Projekt
Projektdauer
2019 - 2021