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Das genaue Alter der Motor-Draisine ist bis dato unbekannt, sie wurde vermutlich ca. 1930 erbaut. Sicher ist, dass 1955 die Draisine einer Totalrevision unterzogen wurde, wobei der Motor ausgetauscht und das Chassis abgeändert wurde. Bei dieser Revision erhielt das gesamte Fahrzeug einen neuen Anstrich. Seit 1964 und Beginn der LSE-Ära wurde die Draisine nicht mehr im Bahndienst eingesetzt. Nur durch viel Glück hat das historische Gefährt bis heute „überlebt“. Während vier Jahrzehnten stand in Obermatt die Motordraisine Dm ½ der StEB in einem kleinen Schuppen neben dem Gebäude des Bahndienstes, dem ehemaligen Depot der StEB Berglokomotiven.
Durch die private Initiative von Christoph Berger aus Stans wurde das historische Fahrzeug revidiert und wieder fahrfähig gemacht. Bei der Revision wurde das ganze Fahrzeug restlos zerlegt. Die Rahmenpartie wurde sandgestrahlt und pulverbeschichtet. Der MAG-Motor wurde ebenfalls bis auf das letzte Einzelteil zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Sämtliche Holzteile wurden neu erstellt und im Bootslack-Verfahren (fünf Schichten) lackiert. Das Fahrzeug erlebte einen Rückbau in den Ablieferungszustand und die durch die StEB nachträglich angebrachten Aufbauten wurden wieder demontiert.
Im Bereich der Beleuchtung wurde ein Kompromiss gefunden. Draisinen hatten früher nur eine Lampe vorne links. Eine 6Volt Batterie versorgt nun zwei Stirnlampen, welche von einem SBB Tm I stammen. Zur Zeit ist die Draisine noch in Obermatt stationiert und in Privatbesitz von Christoph Berger.
Weitgehend dem Ablieferungszustand ent-sprechend ist die Motordraisine Dm ½ ge-legentlich auf den Geleisen der LSE unterwegs. Ob die StEB-Draisine ist auch gelegentlich auf den Geleisen der neuen Zentralbahn will-kommen.