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Name: Psittacine proventricular dilatation symdrome (PPD)
Symptome : Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit, oft sind unverdaute Körner im Kot, der Drüsenmagen ist erweitert (Röntgenbild), begleitet durch neurologische Ausfälle wie Koordinationsstörungen, Lähmungen und Zittern.
Übertragung: Wissenschaftlich ist die Übertragung bislang noch nicht endgültig geklärt. Wahrscheinlich erfolgt sie über Hautwunden sowie über das Ei.
Test: Es kann ein Kropf- und Kloakenabstrich (PCR*) gemacht werden. Um einen erweiterten Drüsenmagen festzustellen, muss ein Röntgenbild gemacht werden. Einen Antikörpernachweis erhält man über eine Blutprobe.
Circoviren
Name: Feder- und Schnabelkrankheit bei Papageien, Psittacine Beak and Feather Disease (kurz: PBFD).
Symptome:
Nestlinge und Jungvögel bekommen Durchfall und werden apathisch. Meist mit schneller Todesfolge.
Bei älteren Vögeln ist der Verlauf langsamer. Es zeigen sich Befiederungsstörungen sowie Schnabel- und Krallenveränderungen.
Übertragung: Besteht Kontakt mit infizierten Vögeln, wird das Virus durch orale Aufnahme oder durch Inhalation übertragen. (Gegenseitiges Füttern, über Futternäpfe oder andere Gegenstände, welche in der Voliere sind). Aber auch durch den Halter, wenn er mit einem infizierten Vogel Kontakt hatte und dessen Federstaub an den Kleidern trägt. Die Inkubationszeit kann sehr lange dauern!
Test: Durch frisch gezogene, wachsende Federn, welche der Tierarzt entfernt oder es wird eine Blutentnahme (PCR*) gemacht.
Name: Pacheco's Didease bzw. Pachecosche Krankheit
Symptome: Die Vögel werden apathisch, leiden an Appetitlosigkeit, oft auch an Erbrechen und Durchfall. Vermehre Wasseraufnahme ist zu beobachten und zuweilen ein schlechtes Gefieder und zentralnervöse Symptome.
Übertragung: Durch orale Aufnahme des Kotes von infizierten Vögeln oder von Körpersekreten selbiger, durch Einatmen von Gefiederstaub.
Test: Durch einen Kloakenabstrich, Entnahme von Organmaterial, Antikörpernachweis im Blut.
Name: Französische Mauser, Rennerkrankheit
Symptome: Beim akuten Verlauf: Todesfälle bei Nestlingen. Beim chronischen Verlauf: es treten Befiederungsstörungen auf.
Übertragung: Kontaktübertragung von infizierten Vögeln durch Kot, Hautschuppen oder Federstaub, aber auch über Gegenstände in der Voliere. Auch hier kann der Mensch bei anhaftendem Gefiederstaub von infizierten Vögeln der Übertrager sein.
Test: Durch frisch gezogene, wachsende Federn, Blutproben oder Kloakentupfer. Antikörpernachweis im Blut.
*PCR ist eine Kombination aus einer Blut- und Federprobe.
In den USA gab es einen Impfstoff gegen Herpesviren und ein Impfstoff gegen Circoviren ist in Entwicklung. Studien über die Wirkung der Impfungen gibt es leider keine und da die Anzahl Papageienhalter eher klein ist, lohnt es sich für grosse Firmen nicht, Impfstoffe kommerziell herzustellen und zu verkaufen. Bei einigen Viren ist bekannt, dass geimpfte Vögel zwar nicht mehr erkranken, sich aber dennoch infizieren können. Somit scheiden sie das Virus aus und verbreiten es weiter. Bei Bornaviren Impfstoffen hat sich gezeigt, dass der Vogel einen Schutz gegen die Erkrankung erreichen kann, nicht aber gegen die Infektion. Ist ein Vogel geimpft, kann man ihn unter Umständen nicht mehr von infizierten Vögeln unterscheiden. Ist der Vogel nicht geimpft, kann der Virus gefunden werden und auch Antikörperreaktionen. Bei Untersuchungen kann ein geimpfter Vogel nicht mehr als Trägertier identifiziert werden.