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OAHU - 3. - 10. August 2011
Oahu trägt den Namen „The gathering place“ nicht umsonst. Honolulu – eine Grossstadt mitten im Pazifik. Auf der Insel gibt es 8 spurige Autobahnen, Stau und Polizeisirenen – fast wie in anderen Grossstädten auf dem Festland. Vom Aloha-Gefühl ist in Honolulu selber nicht wirklich viel zu spüren. Aber etwas ausserhalb ist das Meer so blau wie nirgendwo sonst...
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In Honolulu kann man erahnen, wie es hier gewesen sein könnte, als die Könige hier noch das Sagen hatten. Der Iolani-Palace ist das Haus des letzten Königs hier. Der Palast wurde von König Kalakaua im Jahr 1879 errichtet. Es ist übrigens der einzige Königspalast in den USA. Der Palast ist für europäische Verhältnisse recht klein geraten. König Kalakaua regierte dannzumal nur noch über rund 39‘000 Menschen. 100 Jahre zuvor lebten hier noch bis zu einer halben Million Menschen. Die Engländer und Amerikaner schleppten Grippe, Masern und andere Krankheiten ein. Die Insulaner hatten keine Abwehrkräfte gegen diese Krankheiten und starben zu Tausenden…
Kalakaua aber muss ein sehr aufgeschlossener, unternehmungslustiger König gewesen sein. Er segelte einmal um die Erde (übrigens als erster Herrscher seiner Zeit) und hat auf seinen Reisen viele Menschen kennengelernt. In New York besuchte er Thomas Alva Edison und liess anschliessend als einer der ersten seinen Palast mit Telefon und Glühbirnen ausstatten. (Lichtschalter gab es erst später - aber wofür hat man ja seine Bediensteten. Er war volksnah und entsprechend beliebt.
Regelmässig fanden Volksfeste, Hulatänze, etc. auf dem Grundstück beim Palast statt. Im Übrigen hat er sehr gerne musiziert und die hawaiianische Landeshymne hat er selber komponiert.
Seine Schwester Lili’uokalani hat sich als letzte Regentin nach dem Tode des Königs im Jahr 1891 stark für die Rechte der Einheimischen eingesetzt. Sie wollte auch eine neue Verfassung durchbringen. Allerdings waren die "Ananas"- und Zuckerrohr-Barone - insbesondere Herr Dole nicht ganz ihrer Meinung und haben es geschafft, dass die Königin 1893 im Palast inhaftiert und die Monarchie abgeschafft wurde.
Im Palast gibt es fast keine originale Möbel mehr. Viele der Sachen, die da stehen, sind Imitate – Nachbildungen der Möbel, die auf Fotos zu sehen sind. Nach dem Sturz der Monarchie wurde alles auf verschiedenen Auktionen versteigert. Heute wird nach den Sachen gefahndet und möglichst alles wieder zurückgekauft.
Der Iolani Palace ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch der Rest des alten Honolulu’s ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert. Hier steht übrigens auch die Statue des Königs Kamehamea I – diejenige die nicht im Meer gelandet ist.. aber mehr dazu im Reisebericht von Big Island.
Iolani Palace in Honolulu
In Waikiki reihen sich die japanischen Touristen an Strand, Restaurants und Shoppingcentern. An der Strandpromenade brennen statt herkömmlichen Lampen Fackeln, es finden täglich Free Hula Shows statt und jeden Freitagabend wird der Sonnenuntergang mit einem Feuerwerk gefeiert. Das „Aloha“-Gefühl wird einem hier fast aufgezwungen.
Der Diamond Head ist das Markenzeichen von Waikiki. Er soll mit einer einzigen, heftigen Eruption entstanden sein. Der zeitweise sehr steile Weg oder Treppen führen in seinem Innern ganz nach oben. Ganz oben geniesst man eine sehr schöne Ausssicht über Waikiki und Honolulu.
Aber Oahu ist trotz all den vielen Menschen und Autos eine wunderschöne Insel. Wir finden, dass sie von den meisten Reiseführern „unterbewertet“ wird – gibt es doch aussergewöhnliche Orte hier.
Zum Beispiel der trockene Westen mit seinen wirklich sehr schönen, unberührten bzw. „wilden“ Stränden (als Höhepunkt wohl der Keana Point Beach) wurde in unserem Reiseführer aus der Schweiz noch nicht mal erwähnt.
Entsprechend wenige Touristen verirren sich also in den Westen. Bevor Captain Cooks Mannschaft die Krankheiten einführte, gegen die die Einheimischen keine Abwehrkräfte besassen und zu tausenden starben, war der Westen beglückt mit tropischer Vegetation. Mit Abholzung der Sandelholzbeständen, Viehzucht und Zuckerrohranbau wurde der Westen richtiggehend ausgelaugt. Honolulu wurde immer mehr zum wirtschaftlichen Zentrum und der Westen geriet immer mehr in Vergessenheit. Heute gilt die Westküste als „too far out“ und in Reiseführern steht, dass Touristen im Westen nicht willkommen seien. Diese Aussage können wir aber nicht bestätigen – im Gegenteil.
Aber die USA und Honolulu im Besonderen wurde von der Wirtschaftskrise hart getroffen. Viele haben alles verloren – sogar ihr „Dach über dem Kopf“. In Waikiki und Honolulu finden die Obdachlosen keine Ruhe – also haben sie sich in den touristisch wenig erschlossenen Westen zurückgezogen und wohnen dort in grossen Zeltlagern. Mieten und Häuser sind auch um viel günstiger – also wohnt hier die Unterschicht und das gesamte Strassenbild wirkt etwas heruntergekommen. Aber die Menschen hier sind freundlich und wir haben uns wohl gefühlt.
An der Ostseite der Insel befindet sich Kailua. Abgetrennt durch eine Gebirgskette. Die Einheimischen sagen, dass es sich anfühlt wie „nach Hause kommen“ wenn sie nach dem letzten Tunnel freie Sicht auf die Ostküsten haben. Kailua ist ein ziemlich verschlafenes, überschaubares aber hübsches Dorf mit ziemlich vielen Touristen. Hierher kommen wohl diejenigen, denen Waikiki zu lebhaft ist. Sogar Präsident Obama – selbst in Hawai’i aufgewachsen - hat hier schon seinen Urlaub verbracht. Der Strand von Kailua finden wir einen der schönsten überhaupt.
Einen weiteren Tag verbrachten wir an der North Shore. Hier ist im Winter das Mekka der Surfer. Es hat dann bis 12 Meter hohe Wellen und es finden (offenbar ;-) berühmt-berüchtigte Competitions statt. In dieser Zeit ist an im Meer schwimmen gar nicht zu denken - sogar am Strand spazieren gehen kann schon sehr gefährlich werden (wurden doch schon einige unwissende Touristen von einer Überraschungswelle ins Meer "geholt")
Jetzt im Sommer ist es etwas ruhiger - auch wenn die Wellen für Kinder eigentlich schon etwas zu wuchtig sind. Und hier gibt es wunderbare Sonnenuntergänge.
Auf dem Weg in den Norden sieht man überall Ananasplantagen. Das ganze Landesinnere scheint Anbaugebiet zu sein. Ananas oder Kaffee… Hawaii hat eine bewegte Geschichte rund um die Ananas. Die Frucht ist einer der Gründe, warum die USA Hawaii gerne als Staat dazuhaben wollte. (was einfach tönt – es aber natürlich nicht ist ) Bei einer Zugfahrt auf der Plantage des Unternehmens „Dole“ erfährt man noch allerlei Details zum Ananasanbau und dessen Geschichte (wenn auch etwas „schöner“ als es in der Realität gewesen war)
Oahu – sehr gegensätzliche Lebensstandarts und irgendwie „unterbewertet“.. Wir finden die Insel schöner als man in den Reiseführern liest. Und das Meer ist ungeschlagen türkisfarben!
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Sämtliche Hawaii-Blogeinträge findet man hier
VORBEREITUNG
Interisland Flüge mit Hawaiian Airline
Vor Anreise haben wir in Makaha ein Appartement gemietet und ein Mietwagen gebucht.
http://www.homeaway.com/vacation-rental/p151127
http://www.billiger-mietwagen.de/
Empfehlenswertester Reiseführer (gibt es für alle Hawaii-Inseln) und teilweise auch als App für's Iphone erhältlich:
OAHU REVEALED von Andrew Doughty
Hier steht alles was man wissen muss und noch viel mehr... Teilweise witzige, kuriose Hintergrundinformationen.
http://www.wizardpub.com/main/home.html
Und zum Schluss noch zwei hilfreiche Links für die Planung einer Hawaii Reise:
http://www.to-hawaii.com/
http://www.usa-reise.net/forum/smf/index.php?board=33.0