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Wie gross die Kürzung sein wird, gab Thiam jedoch nicht bekannt. Innerhalb des Führungsteams sei der Einschnitt bei seinem Bonus jedoch am grössten, sagt er. “Ich kann nicht von anderen Opfer verlangen und selber keine bringen.”
Insgesamt hat die Credit Suisse den Bonustopf um 11 Prozent reduziert. Im Handelsgeschäft, das 2015 einen Verlust geschrieben hat, sind die Boni laut Thiam um 36 Prozent gekürzt worden. “Das hat es bei der CS noch nie gegeben.”
Die Credit Suisse hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 2,9 Milliarden Franken abgeschlossen. Grund dafür ist vor allem eine Wertberichtigung auf einer Akquisition aus dem Jahr 2000. Warum die Credit Suisse diesen Abschreiber erst jetzt vornahm, begründet Thiam mit der Änderung der Unternehmensstrategie. “Vorher gab es andere Businesspläne, die zeigten, dass der Goodwill werthaltig war.”
Eine andere Altlast aus der Zeit seines Vorgängers Brady Dougan ist offenbar, dass die Investmentbank der CS immer noch hochriskante Geschäfte tätigt. So hat diese gemäss Thiam für insgesamt 1,8 Milliarden Franken Anleihen und Kredite von zusammengebrochenen Unternehmen gekauft. “Wir sind jetzt dabei, diese Positionen zu beseitigen, und wir sind auch vor Entlassungen nicht zurückgeschreckt”, sagte er.
Der neue CS-Chef kann dem schlechten Jahresabschluss und dem schlechten Start ins neue Jahr auch Gutes abgewinnen. Es erleichtere auch die Durchsetzung der Restrukturierung, sagte er. Denn: “Lange Diskussionen um die Notwendigkeit fallen weg.”
Die Credit Suisse hat angekündigt, bis in drei Jahren insgesamt 5000 Stellen abzubauen und die jährlichen Kosten um 3,5 Milliarden Franken zu reduzieren. In der Schweiz sollen 1600 Stellen wegfallen.
(SDA)