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Bei der Handschrift handelt es sich um ein Arznei- und Rezeptbuch. Darin finden sich viele Rezepte gegen die „pistilienz“ u. a. Krankheiten. Sätze und Teile ganzer Arzneimittelanleitungen sind durchgestrichen. Das Buch ist nicht paginiert und besitzt am Ende keinen Index.
Online seit: 26.09.2017
Die beiden Fragmente stammen aus dem Einband von Cod. 611, aus dem sie bei der Restaurierung entfernt wurden; es handelt sich um zwei Hälften einer französischen Notariatsurkunde, mit Bezug zu Pierre Daniel.
Online seit: 17.03.2016
Die Statuten des Wallis oder Landrecht vom 23. Mai 1571 (Statuta et decreta inclitae patriae Vallesii noviter sedulo recognita, multis in loci aucta et in subsequentem ordinem redacta), die unter dem Episkopat von Hildebrand I. von Riedmatten verfasst wurden, repräsentieren die Kodifizierung alter Sitten sowie auch eines neuen Rechts für das Wallis, mit römischem Einfluss und fortan gültig für das gesamte Gebiet der Diözese Sitten. Gemäss Jean Graven, einem führenden Experten für altes Recht, sind diese Statuten „par leur valeur intrinsèque et par leur aspect, la pièce royale, l'honneur et le couronnement de notre législation valaisanne“. Das Dokument erhielt nach seiner Niederschrift zahlreiche Nachträge, Ergänzungen und Kommentare, die vom Walliser Landrat amtlich verabschiedet wurden. Eine umfassende Revision wurde erst 1780 durchgeführt. Dieses „kantonale“ Recht blieb während 200 Jahren gültig, bis zur schwierigen Phase beim Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert, ein Zeichen für seine ungewöhnliche Beständigkeit. Die Statuten des Wallis enthalten sowohl rein rechtliche (Verfahren, Organisation der Justiz, Stellung der Notare) wie auch strafrechtliche (Vergehen gegen den Staat, gegen den Glauben, gegen Individuen; Strafen und Bestrafungen) und zivilrechtliche Aspekte (Beziehungen zwischen Einzelpersonen, Familienrecht, Verpflichtungen, Vermögen, Erbschaft). Die neun Wachssiegel, die in Metallschachteln aufbewahrt werden, sind die Autoritätssymbole der sieben Zenden (Teilgebiete der Grafschaft Wallis), des Bischofs und des Domkapitels von Sitten.
Online seit: 10.12.2020