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Die Hautoberfläche kann zwei Typen von Relief aufweisen: die Leistenhaut und die Felderhaut. Beide Formen unterscheiden sich wesentlich voneinander.
Die Leistenhaut ist die Haut an den Handflächen, den Fingerinnenseiten sowie den Fusssohlen. Dieser Hauttyp stellt lediglich etwa 4 % der gesamten Haut dar. Das Profil der Leistenhaut ergibt sich durch die Papillen, die die Epidermis (Oberhaut) mit der Dermis (Lederhaut) verzahnen. Die Anordnung der Hautleisten (Rillen), die dadurch gebildet werden, ist genetisch festgelegt und unveränderbar. Dies wird bei der Fingerabdruckerkennung genutzt. Die Leistenhaut weist keine Haarfollikel auf, jedoch sind auf ihr verstärkt Schweissdrüsen angesiedelt, und zwar an den erhabenen Stellen. Weil Hände und Füsse oft strapaziert werden, besitzt diese Haut eine besondere Fähigkeit zur Verhornung, also zur Ausbildung der schützenden Hornhaut.
Der restliche Teil des Körpers ist von der Felderhaut bedeckt. Sie ist nur etwa 0,1 mm dick. Zum Unterschied von der Leistenhaut gibt es auf ihr auch Haarfollikel. Die Felderhaut wird von einem Netz sehr feiner Furchen durchzogen. Diese dünnen Furchen, die sich linienförmig an den papillenfreien Stellen der Epidermis herausbilden, überschneiden sich. Dadurch werden kleine, rhombische Felder voneinander abgegrenzt. Von diesen Abgrenzungen hat die Felderhaut ihren Namen. Je nach Hautbereich können diese Hautfelder grösser oder kleiner sein. An den Schnittpunkten der feinen Furchen befinden sich die Poren. Die Beschaffenheit der Felderhaut ergibt sich aus dem Umstand, dass die Lederhaut dehnbarer ist als die oberflächliche Haut, die Oberhaut. Die Hautfurchen stellen einen Ausgleich dafür dar, um die Dehnfähigkeit der Hautoberfläche an die der Dermis anzugleichen.
Was bedingt den Zustand der oberflächlichen Haut?
Das Hautprofil der Hautoberfläche ist abhängig von dem Zustand aller darunterliegenden Hautschichten, von der Subkutis über die Dermis bis zur Epidermis. Das Aussehen des sichtbaren Teils der Haut, hängt also davon ab, wie die Beschaffenheit der darunterliegenden Schichten ist. Dabei spielt die Dicke dieser Hautschichten ebenso eine Rolle, wie ihre Fähigkeit Wasser zu speichern, ihr Gehalt an Fett sowie der Zustand des Bindegewebes (des Netzes aus kollagenen Fasern). Das Oberflächenprofil ist ausserdem abhängig von äusseren Einflüssen. Das können mechanische, physikalische oder chemische Einwirkungen sein. Je mehr die Haut strapaziert wird, umso mehr wirkt sich das auch optisch auf ihr Erscheinungsbild aus. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Einwirkung des UV-Lichtes infolge von Sonnenbestrahlung.
Wie bilden sich Falten in der Haut?
Falten entstehen z.B. durch ständige Bewegung, wie es bei den grossen Furchen an den Handgelenken der Fall ist. Im Gesicht bilden sich mimische Falten oder Furchen an Stellen, wo durch die Gesichtsmuskulatur infolge des Minenspiels bestimmte Hautpartien an immer dem gleichen Ort zusammendrückt. Diese Falten bilden sich entlang der kleinen Furchen der Felderhaut und prägen sich im Laufe der Zeit mehr und mehr ein. Falten entstehen aber auch bei starker Gewichtsabnahme, wenn das Fettvolumen der Unterhaut schrumpft. Ebenso ist die Faltenbildung bedingt durch den stetigen Alterungsvorgang in der Haut: Die Haut wird nach und nach dünner, sie verliert an Substanz und an Elastizität. Dieser fortschreitende Prozess lässt sich nicht aufhalten, doch er lässt sich hinauszögern. Die einfachsten Massnahmen sind äussere Pflegemittel wie Hautcremes. Zusätzliche Möglichkeiten, der Haut ihre Frische zu erhalten, sind vielfältig. Sie reichen von der Gesichtsmodellage über Peeling und Hautverjüngung bis hin zur gezielten Faltenbehandlung.