Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/3196

Die Wahl um den zweiten Sitz in der Landesregierung ist für Eveline Widmer-Schlumpf von der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) glimpflich ausgegangen. Trotz der Attacke der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist die Finanzministerin mit 131 Stimmen wiedergewählt worden.
Eveline Widmer-Schlumpf wurde 1956 in Chur, Kanton Graubünden geboren. Bereits ihr Vater, Leon Schlumpf, war Bundesrat gewesen. Sie studierte Rechtswissenschaften und arbeitete bis 1998 als Anwältin.
Seit 1989 war sie Vizepräsidentin der Schweizerischen Volkspartei (SVP) des Kantons Graubünden, 1994 bis 1998 Grossrätin. 1999 wurde sie zur ersten Bündner Regierungsrätin gewählt.
Als Sprengkandidatin wurde sie am 12. Dezember 2007 statt des amtierenden Christoph Blocher im 2. Wahlgang gewählt. Da sie die Wahl gegen den Willen der Partei annahm, wurde sie, zusammen mit ihrem Berner Parteikollegen, aus der SVP ausgeschlossen.
Daher ist sie heute als Vertreterin der Kleinpartei BDP trotzdem in der Landesregierung, was die SVP zu bekämpfen versuchte – ohne Erfolg: Sprengkandidat Hansjörg Walter hat 63 und Jean-François Rime 41 Stimmen erhalten.
In der 3. Wahl geht es nun um den Sitz von SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer.