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Reglement Interpretation
Art. 1Künstlerisches Profil
2 Alle musikalischen Ausdrucksmittel (Instrumente, Stimme, Elektronik) sind gestattet, mit Ausnahme der Orgel.
Art. 2Teilnahmebedingungen
- Musiker·innen mit Schweizer Staatsbürgerschaft;
- Musiker·innen, die seit mindestens 12 Monaten vor Ablauf der Anmeldefrist des Wettbewerbs einen festen Wohnsitz in der Schweiz haben.
2 Es ist möglich, als Solist oder als Ensemble (Art. 3 Abs. 5) bis maximal 5 Personen teilzunehmen.
3 Im Fall einer Teilnahme als Ensemble muss mindestens die Hälfte der Mitglieder die unter Art. 2 Abs. 1 genannten Kriterien erfüllen.
4 Das Mindestalter beträgt 18 Jahre zum Zeitpunkt des Anmeldeschlusses (Geburt vor dem 1. Mai 2001). Die maximale Altersgrenze beträgt 35 Jahre (Geburt nach dem 31. August 1983).
5 Mehrfachanmeldungen einer Kandidatin / eines Kandidaten zur gleichen Wettbewerbsausgabe sind nicht zulässig, weder für eine noch für beide Kategorien.
6 Preisträger·innen, die in einer früheren Ausgabe des Wettbewerbs einen ersten Preis gewonnen haben, ob solistisch oder im Ensemble, sind von der Teilnahme an der Kategorie «Interpretation» ausgeschlossen.
7 Für Preisträger·innen, die in einer früheren Ausgabe des Wettbewerbs entweder als Solist·in oder im Ensemble einen zweiten oder dritten Preis gewonnen haben, ist eine erneute Teilnahme in der Kategorie «Interpretation» auf ein einziges Mal beschränkt.
Art. 3Programme
- Alle Werke müssen nach 1945 (einschliesslich) entstanden sein;
- zwei Werke von zwei verschiedenen Komponist·inn·en schweizerischer Herkunft oder mit Wohnsitz in der Schweiz müssen in die Programme aufgenommen werden; eines dieser beiden Werke ist exlusiv auf das Programm des Finales zu setzen, wohingegen die Kandidat·inn·en die Wettbewerbsrunde, in der sie das andere Schweizer Werk präsentieren möchten, selbst wählen;
- die Programme der ersten Runde und des Halbfinales müssen vollkommen unterschiedlich sein;
- während des Finales ist eine anteilige oder vollständige Wiederholung der während der ersten Runde und / oder des Halbfinales interpretierten Werke zulässig;
- die Werke sind unter Berücksichtigung der Maximaldauer jeder Wettbewerbsrunde auszuwählen (Art. 9 bis 11).
2 Die Kandidat·inn·en gestalten ihre Darbietungen als Konzerte und sind verpflichtet, die Programme entsprechend zu konzipieren.
3 Es ist gestattet, einzelne Sätze von mehrsätzigen Werken darzubieten.
4 Uraufführungen sind willkommen. Der Concours Nicati übernimmt keine Verantwortung für die Finanzierung von Kompositionsaufträgen.
5 Im Falle einer Teilnahme als Ensemble müssen sämtliche Werke von allen Ensemblemitgliedern interpretiert werden, mit Ausnahme von Art. 4 Abs. 1 Buchst. b und c.
6 Bei Anmeldung einer Teilnehmerin / eines Teilnehmers einer früheren Wettbewerbsausgabe muss sich mindestens die Hälfte der für die drei Runden ausgewählten Werke von jenen der früheren Teilnahme am Wettbewerb unterscheiden.
7 Nach Bestätigung der Zulassung (Art. 7) zum Wettbewerb dürfen von den Kandidat·inn·en keine Programmänderungen vorgenommen werden, es sei denn, es liegen triftige Gründe vor. Ist dies der Fall, müssen sie der Wettbewerbsleitung schriftlich dargelegt werden.
Art. 4Verwendung von Elektronik
- sie selbständig zu bedienen;
- Hilfe des technischen Personals des Wettbewerbs zu beanspruchen;
- eine·n externe·n Klangregisseur·in einzubeziehen.
2 Wenn Buchstabe b zutrifft, kann lediglich eine einfache und einmalige Lancierung eines Tonbandes durch das technische Personal des Wettbewerbs sowie ein kurzer Soundcheck vor der Darbietung gewährleistet werden. Das technische Personal des Wettbewerbs wird von der Jury nicht bewertet.
3 Wenn Buchstabe c zutrifft, obliegt es den Kandidat·inn·en, bei der Anmeldung zum Wettbewerb anzugeben, ob sie wünschen, dass die Leistung des Klangregisseurs / der Klangregisseurin der Jurybewertung unterliegt oder ob seine / ihre Leistung als technische Hilfestellung anzusehen ist. Im Zweifelsfall entscheidet die Jury bei der Vorauswahl (Art. 7 Abs. 5 und 6), ob die Leistung des Klangregisseurs / der Klangregisseurin bewertet werden wird oder nicht. Alle Kosten, die durch das Engagement eines externen Klangregisseurs / einer externen Klangregisseurs entstehen, gehen zu Lasten der entsprechenden Kandidat·inn·en.
Art. 5Anmeldung
2 Die Anmeldung erfolgt direkt auf der Website des Wettbewerbs. Es sind keine anderen Arten der Zustellung zulässig. Ausgenommen hiervon ist der Versand der Partituren (Art. 5 Abs. 5 Bst. h, i und j).
3 Bei Fragen oder Problemen mit der Online-Registrierung wenden Sie sich bitte an die Wettbewerbsleitung.
4 Die Anmeldung ist erst nach Erhalt der folgenden Unterlagen und Informationen endgültig:
- ausgefülltes Online-Formular;
- ein Motivationsschreiben, das die Erfahrungen jedes Kandidaten / jeder Kandidatin / aller Kandidat·inn·en im Bereich der zeitgenössischen Musik hervorhebt;
- mindestens ein Link zu einer audio(visuellen) Aufnahme mit einem oder mehreren Werken, die nach 1945 entstanden sind und von der Kandidatin / dem Kandidaten / den Kandidat·inn·en aufgeführt wird / werden;
- Scan des Personalausweises oder Reisepasses;
- offizielle Bescheinigung des Schweizer Wohnsitzes (wenn es sich bei dem / der betreffenden Teilnehmer·in nicht um eine·n Schweizer Bürger·in handelt);
- Porträtfoto in Farbe oder Schwarzweiss, zur freien Verwendung des Wettbewerbs; bei Teilnahme als Ensemble ein Gruppenfoto;
- Scans aller während des Wettbewerbs ausgeführten Partituren, mit Ausnahme von neuen Werken, die zum Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht vollendet sind;
- drei vollständige Kopien der Partituren jener Werke, die während der ersten Runde interpretiert werden;
- eine vollständige Kopie jeder Partitur jedes Werkes, welches im Halbfinale interpretiert wird;
- eine vollständige Kopie jeder Partitur jedes Werkes, das im Finale interpretiert wird;
- für den Fall, dass grösseres Equipment (Schlagzeug, Elektronik usw.) benötigt wird, sind der Anmeldung ein Technical Rider sowie ein Bühnenplan anzufügen.
5 Im Falle einer Teilnahme als Ensemble benennen seine Mitglieder eine verantwortliche Person, die während der gesamten Dauer des Wettbewerbs die Rolle einer Kontaktperson gegenüber der Wettbewerbsleitung übernimmt.
6 Alle Unterlagen müssen in deutscher, französischer oder englischer Sprache eingereicht werden. Dokumente in anderen Sprachen müssen von einer beglaubigten Übersetzung begleitet werden.
Art. 6Anmeldegebühr
2 Die Anmeldegebühren werden nach der Zulassung (Art. 7 Abs. 6) zum Wettbewerb fällig.
3 Die Anmeldegebühr wird den Kandidat·inn·en nach ihrer Teilnahme am Wettbewerb zurückerstattet. Sie werden auch jenen Kandidat·inn·en, die nicht zum Wettbewerb zugelassen sind, zurückerstattet, unabhängig von den Gründen für die Ablehnung.
4 Kandidat·inn·en, die nicht zum Wettbewerb erscheinen oder ihre Anmeldung ohne triftigen Grund nach Ablauf der Anmeldefrist zurückziehen, wird die Anmeldegebühr nicht zurückerstattet.
5 Wenn ein·e Kandidat·in krankheitsbedingt nicht teilnehmen kann, kann die Rückerstattung der Anmeldegebühr nur gegen Vorlage eines ärztlichen Attests erfolgen.
Art. 7Zulassung
2 Die Wettbewerbsleitung behält sich das Recht vor, die Kandidat·inn·en um zusätzliche Informationen zu bitten.
3 Im Falle fehlender Unterlagen oder unvollständiger Informationen haben die Kandidat·inn·en sieben Tage Zeit, sie nach Aufforderung durch die Wettbewerbsleitung vorzulegen. Für den Fall, dass der Bitte nicht rechtzeitig nachgekommen wird, behält sich die Wettbewerbsleitung das Recht vor, den / die Kandidat·inn·en von der Teilnahme auszuschliessen.
4 Nach Prüfung durch die Wettbewerbsleitung werden alle vollständigen und formell gültigen Anmeldungen von der Jury studiert.
5 Die Jury trifft ihre Vorauswahl auf der Grundlage der eingereichten Anmeldungen unter Berücksichtigung insbesondere von Motivationsschreiben, Programmen und audio(visuellen) Aufnahmen. Die Wettbewerbsleitung nimmt an der Vorauswahl ohne Stimmrecht teil.
6 Nach erfolgreicher Vorauswahl durch die Jury erhalten die Kandidat·inn·en bis spätestens 31. Mai 2019 einen Zulassungsbescheid.
7 Kandidat·inn·en, die von der Jury nicht ausgewählt wurden, werden von der Wettbewerbsleitung ohne Angabe von Gründen bis spätestens 31. Mai 2019 über die Entscheidung der Jury informiert.
Art. 8Durchführung des Wettbewerbs
2 Alle drei Wettbewerbsrunden sind öffentlich zugänglich.
3 Zu jeder Runde erscheinen die Kandidat·inn·en in einer per Losverfahren festgelegten Reihenfolge, wobei auch Parameter hinsichtlich Auf- und Umbau berücksichtigt werden.
4 Die Zeit zwischen den einzelnen Konzerten beträgt in allen drei Runden jeweils maximal 10 Minuten.
5 Die Entscheidungen der Jury sind nicht anfechtbar.
Art. 9Erste Runde
2 Die erste Runde findet statt am 24. und 25. August 2019 im Grossen Konzertsaal der Hochschule der Künste Bern, Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern.
3 Infolge der Jurysitzung im Anschluss an die erste Runde werden die Teilnehmer·innen von der Wettbewerbsleitung über die Entscheidungen der Jury informiert.
4 Die Anzahl der für das Halbfinale zugelassenen Konzerte ist auf acht begrenzt.
Art. 10Halbfinale
2 Das Halbfinale findet am 28. August im selben Saal wie die erste Runde statt.
3 Infolge der Jurysitzung im Anschluss an das Halbfinale werden die Teilnehmer·innen von der Wettbewerbsleitung über die Entscheidungen der Jury informiert.
4 Die Anzahl der für das Finale zugelassenen Konzerte ist auf vier begrenzt.
Art. 11Finale
2 Das Finale findet statt am 31. August 2019 ab 16.00 Uhr im Turbinensaal der Dampfzentrale, Marzilistrasse 47, 3005 Bern.
3 Die Verleihung der Preise (Art. 12) findet am Abend des Finales in der Dampfzentrale statt.
Art. 12Preise
- Erster Preis CHF 15’000.–
- Zweiter Preis CHF 10’000.–
- Publikumspreis CHF 5’000.–
2 Die Wahl der Preisträger·in·nen des Publikumspreises erfolgt durch Stimmzettel, die an alle Personen, die während der vier Darbietungen des Finales im Saal anwesend sind, verteilt und am Ende des Finales wieder eingesammelt werden.
Art. 13Preisträgerkonzerte
2 Die Teilnahme seitens der Preisträger·innen an dieser Promotionsmassnahme ist freiwillig und wird durch den Wettbewerb vergütet.
3 Die Programmvorschläge werden von den Preisträger·inne·n und der Wettbewerbsleitung gemeinsam konzipiert und entsprechen der künstlerischen Linie der in den drei Wettbewerbsrunden vorgestellten Programme.
Art. 14Rechteübertragung
2 Von der Rechteübertragung ausgenommen bleiben die durch gesetzlich konzessionierte Verwertungsgesellschaften wahrgenommenen Rechte.
3 Werden die Aufnahmen kommerziell ausgewertet, sind die Teilnehmer·innen an den Verwertungserlösen zu beteiligen. Dafür ist eine schriftliche Vereinbarung zu treffen.
4 Die Teilnehmer·innen haben das Recht auf geeignete Namensnennung bei der Auswertung der Aufnahmen.
5 Die Teilnehmer·innen erhalten eine Kopie der Aufnahmen und dürfen diese zu ihrer eigenen Promotion (eigene Website, Social Media) verwenden.
Art. 15Allgemeine Bedingungen
2 Mit der Anmeldung erklären sich die Teilnehmer·innen damit einverstanden, dass ihre Namen, Biografien, Programme und Fotos auf Webseite, sozialen Netzwerken und allen anderen Kommunikationsmedien des Wettbewerbs und der Partnerorganisationen verwendet werden dürfen.
3 Die Teilnehmer·innen müssen die Originalpartituren der aufgeführten Werke verwenden. Der Wettbewerb kann nicht für die öffentliche Nutzung illegaler Kopien verantwortlich gemacht werden.
4 Gegen Vorlage von Belegen erstattet der Wettbewerb den Finalist·inn·en die am Finaltag in der Schweiz angefallenen Reisekosten bis maximal CHF 200.– pro Person.
5 Der Wettbewerb kommt nicht für Kosten auf, die im Zusammenhang mit Krankheit und Unfall der Teilnehmer·innen während ihres Aufenthalts in Bern entstehen.
6 Im Falle von Unstimmigkeiten zwischen der französischen, deutschen und englischen Version des Reglements ist die französische Version gültig.
7 Mit der Anmeldung zum Wettbewerb erklären sich die Kandidat·inn·en mit diesem Reglement einverstanden.