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Südkoreas Staatsanwaltschaft hat Medienberichten zufolge eine Vertraute von Präsidentin Park Geun Hye wegen des Verdachts der Korruption und unbefugten Einmischung in die Regierungsgeschäfte festnehmen lassen.
Es bestehe die Gefahr, dass Choi Soon Sil Beweismittel vernichten oder das Land verlassen könnte, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag einen Ermittler. Die 60-Jährige habe bei einer Vernehmung die Vorwürfe bestritten.
Durch die Affäre um ihre Freundin gerät die konservative Staatschefin zunehmend in Bedrängnis. Park wird vorgeworfen, Choi Einsicht in vertrauliche Regierungsdokumente und Mitsprache bei Personalentscheidungen ermöglicht zu haben, ohne dass die Freundin ein öffentliches Amt ausübte. Choi steht ausserdem im Verdacht, ihre Beziehung zu Park genutzt zu haben, um Spendengelder für die Gründung zweier privater Stiftungen einzutreiben.
Rücktritt gefordert
Die Beziehungen der beiden Frauen reichen Jahrzehnte zurück. Choi ist die Tochter eines früheren Förderers der Präsidentin. Park hatte eingeräumt, während des Wahlkampfs und noch nach ihrem Amtsantritt 2013 die Hilfe Chois in Anspruch genommen zu haben. Am vergangenen Samstag forderten Tausende von Südkoreanern bei Protesten gegen die Regierung in Seoul den Rücktritt Parks. (sda/dpa)