Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/2399

Im Jahr 2017 waren Emma und Liam die häufigsten Vornamen bei Neugeborenen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich. Im Trend liegen kurze Vornamen, die oft durch zweite Vornamen ergänzt werden. Nach Nationalität gibt es deutliche Unterschiede in der Vornamenvielfalt.
Emma bei den Mädchen und Liam bei den Knaben waren die populärsten Vornamen der Neugeborenen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich. Ebenfalls hoch im Kurs standen bei den Mädchen Emilia, Sofia, Anna und Lara; bei den Knaben Leo, Vincent, Felix und Leon. Emma war bereits in den 1930er-Jahren in der Stadt Zürich sehr beliebt und erlebt seit dem Jahr 2000 einen neuen Höhenflug. Liam hingegen wurde in Zürich erst gegen Ende der 1990er-Jahre populär; in den letzten Jahren hat seine Beliebtheit jedoch stets zugenommen.
Im Trend: kurze und zweite Vornamen
Kurze Vornamen liegen im Trend: Aktuell sind im Mittel sowohl die Mädchen- wie die Knabennamen kurz (5,4 Buchstaben pro Name). Das war nicht immer so: Vor allem in den Jahren zwischen 1960 und 1990 waren Vornamen von Neugeborenen deutlich länger als heute. Zudem unterschied sich in dieser Zeit die Vornamenlänge nach Geschlecht: Die Namen der Mädchen waren damals im Mittel klar länger als die der Knaben. Zudem werden zweite Vornamen immer beliebter: In den 1970er-Jahren hatten etwa 40 Prozent der Neugeborenen einen zweiten Vornamen, heute sind es 55 Prozent. Die aktuellen Trends zu kurzen und zweiten Vornamen gelten – im Gegensatz zu früheren Perioden – sowohl für Mädchen- wie für Knabennamen.
Vornamenvielfalt variiert nach Nationalität
In der Stadt Zürich gibt es im Mittel auf tausend Personen 710 unterschiedliche Vornamen. Je nach Nationalität sind jedoch beträchtliche Unterschiede in der Vornamenvielfalt festzustellen: Bei Einwohnerinnen und Einwohnern aus Sri Lanka kommen 920 verschiedene Vornamen auf tausend Personen. Auch bei Menschen aus Indien oder Mazedonien ist die Vornamenvielfalt hoch (811 respektive 803 Vornamen auf tausend Personen). Es gibt jedoch auch Nationen, bei denen viele Menschen gleiche Vornamen haben. Bei Polinnen und Polen gibt es im Mittel bloss 235 unterschiedliche Vornamen, bei Russinnen und Russen 264 Vornamen auf tausend Personen. Die Vornamen-Spitzenreiter dieser Nationen sind Anna und Piotr (Polen) sowie Elena und Alexander (Russland). Bei Menschen aus Italien, Portugal und Spanien steht übrigens das heilige Paar an der Ranglistenspitze – die häufigsten Namen sind dort Maria und Giuseppe respektive Maria und José.