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Auf der Forschungsreise mit der Universität in Svalbard habe ich nicht nur die faszinierende Natur Svalbards gesehen, sondern auch viele spannende Einblicke in die Forschung erhalten. Mit unterschiedlichen Messinstrumenten haben wir während einer Woche Daten aus dem Ozean erhoben, um mehr über die Strömungen und das Meer zu erfahren. Mit dem CTD Messgerät, das wie ein Regenabflussrohr aussieht und komplexe Messinstrumente enthält, konnten wir beispielsweise die Leitfähigkeit, die Temperatur und die Dichte des Wassers ermitteln. Diese Daten wiederum brauchen wir, um zu wissen, welche Wassermassen in der Arktis vorhanden sind. In Grönland wird beispielsweise vermutet, dass wärmeres Wasser zum verstärkten Rückgang der Gletscher führen könnte, weil dieses die Gletscherfront erwärmt.
Das CTD Messgerät haben wir bis 5 Meter über den Ozeanboden vom Schiff aus heruntergelassen. Im Instrumentenraum auf dem Schiff hatte ich alles im Überblick und durfte der Schiffs-Crew per Funk Anweisungen geben, wenn diese das Messgerät in Wasser liessen. Bei den vielen Monitoren und Angaben war es wichtig, nicht den Überblick zu verlieren.
Unsere Dozentin hat alle Studenten in zwei Schichten eingeteilt, sodass wir alle 6 Stunden gearbeitet haben und dann 6 Stunden Pause hatten. Wenn wir mit dem Schiff an einen anderen Samplingort gefahren sind, mussten wir keine Schicht übernehmen und ich hatte Zeit mit meinen Mitstudenten bis spät in die Nacht hinein Gesellschaftsspiele zu spielen, das Schiff zu erkunden oder das leckere Essen der «Helmer Hansen» zu geniessen. Manchmal machte das Schaukeln des Schiffes meine Mitstudenten und mich aber so müde, dass wir fast den ganzen Tag geschlafen haben 😉
In meinem nächsten Post erzähle ich euch von einem anderen interessanten Messgerät, das während einem Jahr in den Tiefen des Fjordes Daten aufgezeichnet hat 😉