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Enova, Norwegens öffentliche Agentur zur Unterstützung von Projekten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, kündigte am Donnerstag eine Vereinbarung mit lokalen Energieunternehmen an, ein Netzwerk von Schnell-Ladegeräten einzurichten. Ausgewählt werden 25 Standorte von Birtavarre im Westen bis Hesseng im Osten, von Mehamn im Norden bis Kautokeino im Süden.
Jeder Standort wird über ein Ladegerät mit mindestens 150 kW, eines mit 50 kW und zwei 22-kW-Ladegeräte verfügen. Die Stromkabel werden für eine mögliche zukünftige Aufrüstung für 300-kW-Ultra-Schnellladegeräte dimensioniert sein, informiert Enova.
„Einschließlich der sieben Ladestationen, die wir mit Alta Kraftlag vor Ostern in Betrieb nahmen, bildet dies ein grundlegendes Netz von Ladegeräten für einen Teil des Landes, in dem dies bisher fehlte. Wir freuen uns sehr, dass sich die Energieunternehmen in der Region nun zusammengeschlossen haben, um diese Ambitionen zu verwirklichen“, sagt Astrid Lilliestråle, Marketingleiterin bei Enova.
Sie kommt zu dem Schluss, dass es nun viel attraktiver sein wird, in Nordnorwegen Elektrofahrzeuge zu fahren. Jedes zweite in Norwegen verkaufte Auto ist elektrisch. Kein anderes Land der Welt hat auch nur annähernd so viele Elektroautos pro Kopf auf den Straßen wie Norwegen. Bis Ende Mai werden in dem Land insgesamt 300.000 batteriebetriebene Elektroautos verkauft sein.
Zusätzlich zu dem jetzt angekündigten Netzwerk von Ladegeräten ist Tesla im Begriff, ein Netzwerk von acht neuen Ladegeräten innerhalb des Polarkreises von Norwegen, Finnland und Schweden zu eröffnen.
Der in Alta ansässige Stromversorger Ishavskraft wird den Strom für die Ladegeräte liefern und verspricht vollständig erneuerbare Energie. „Ishavskraft wird sicherstellen, dass die Ladestationen erneuerbare Energie aus Wasserkraftwerken in Nordnorwegen anbieten“, sagt CEO Stig A. Hanssen.
Er sieht das Geschäft als Teil der Bemühungen um ein stärker erneuerbares und vollständig elektrisches Norwegen.
Der Minister für Klima und Umwelt, Sveinung Rotevatn, sagt in einer Erklärung, dass das Endziel Norwegens darin besteht, bis 2025 nur noch emissionsfreie Autos zu verkaufen.
„Leider sind wir in den Bezirken Troms und Finnmark aufgrund fehlender Auflademöglichkeiten ins Hintertreffen geraten“, sagt er.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Unterstützung, die Enova heute leistet. Jetzt wird es einfacher sein, auch in Troms und Finnmark elektrisch zu fahren, und es wird attraktiver sein, ein Elektroauto zu kaufen“, fügt Minister Rotevatn hinzu.
Heiner Kubny, PolarJournal