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Nach einem verlorenen Tischtennis-Duell mit Trainer Fritz Sdunek und einer herben Schachpleite gegen Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik hat Box-Weltmeister Vitali Klitschko erneut keine Zweifel an seiner erfolgreichen Titelverteidigung am 8. September aufkommen lassen.
"Ich werde mit ihm spielen, seine Fehler bestrafen", sagte der WBC-Champion am Mittwoch beim Medientag im österreichischen Going in Richtung seines Herausforderers Manuel Charr: "Mein Ziel ist es, ihn auf dem Boden zu schicken."
Zweieinhalb Wochen vor dem Fight in Moskau gegen den in 21 Kämpfen noch ungeschlagenen "Koloss von Köln" hat der 41 Jahre alte Klitschko lediglich Respekt vor der körperlichen Verfassung seines 13 Jahre jüngeren Kontrahenten. "Physisch ist er vielleicht etwas stärker als ich, aber er liebt sich zu sehr selbst, das sehe ich an seiner Körpersprache", sagte der Ukrainer im Luxushotel Stanglwirt über den Deutsch-Syrer: "Aber ich bin schneller, erfahrener und setze ganz auf meine Technik."
Die Frage, ob Klitschkos 47. Kampf gleichzeitig sein letzter sein werde, wollte der Vorsitzende der Oppositionspartei Ukrainische Demokratische Allianz (UDAR) nicht beantworten. "Ich möchte keine Prognose abgeben", sagte Klitschko, der mit der UDAR am 8. Oktober bei den Parlamentswahlen antritt.
Bei derzeitigen Umfragen komme seine Partei auf 12 bis 15 Prozent, das würde für den Einzug ins Parlament reichen, erklärte er. Für den Fall der Wahl in ein politisches Amt hatte Klitschko eigentlich das Ende seiner sportlichen Karriere angekündigt. Doch festlegen wollte er sich am Mittwoch trotzdem nicht: "Ich möchte nicht ausschliessen, dass es dann noch einen Kampf gibt."
Trainer Sdunek ist dagegen bemüht, die Konzentration seines Schützlings auf den anstehenden Kampf zu lenken. "Die Eisenfaust hat noch nicht genug Pulver", stichelte der Erfolgscoach - und räumte Charr trotzdem keine Chancen ein: "Manuel ist ein Träumer. Boxerisch hat er nicht die Klasse, den Kampf zu überstehen."