Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/238

Personen, die Viehhandel betreiben, haben besondere Verantwortungen und Pflichten. Es gilt die Tiere schonend zu behandeln und eine mögliche Ausbreitung von Seuchen zu verhindern.
Als Viehhandel gilt der gewerbsmässige An- und Verkauf, der Tausch und die Vermittlung von Tieren der Pferde-, Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Schweinegattung. Der Ankauf solcher Tiere durch Metzger zum Schlachten im eigenen Betrieb gilt ebenfalls als Viehhandel (TSG Art. 20) .
Gesetzliche Grundlagen
Die Kantone überwachen den Handel, führen Einführungs- und Fortbildungskurse durch und erteilen die Patente.
Voraussetzungen für den Viehhandel
Personen, die Viehhandel betreiben, haben besondere Verantwortungen und Pflichten. Diese dienen dazu, eine mögliche Ausbreitung einer Seuche zu verhindern und die Tiere schonend zu behandeln.
Viehhandelspatent
Personen, die Viehhandel betreiben, brauchen ein Viehhandelspatent. Das Viehhandelspatent wird vom Kanton ausgestellt, in dem der Viehhändler seinen Geschäftssitz hat (TSV Art. 34).
Einführungs- und Fortbildungskurse
In Viehhandels- und Transportunternehmen muss das Fahr- und Betreuungspersonal von Tieren über eine fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung verfügen. Weiter muss bei den Tiertransportdienstleistern zusätzlich eine Person in leitender Funktion (wie eine Disponentin oder ein Disponent oder ein Mitglied der Geschäftsleitung) über eine fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung verfügen.
Wer Tiere gewerbsmässig transportiert, muss für die Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden sorgen.
Die ausbildende Organisation muss vom BLV anerkannt sein (siehe Liste unter „Weitere Informationen“). Das Ziel der Ausbildung ist es, dass das Tiertransportpersonal schonend mit Tieren
umgeht und für ihre fachgerechte Betreuung sorgt (TSchAV Art. 6 und TSV Art. 36).
Weitere Informationen
Letzte Änderung 11.12.2017