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Niki & Jean, l'Art et l'Amour
29. August 2006 – 4. März 2007
Die Künstler
Präsentiert die individuellen Wege beider Künstler seit ihren Anfängen in Paris in den frühen 1950er Jahren und durch ihre ganze Karriere. Beide gehören auch neben anderen Künstlern wie Yves Klein, César, Christo and Daniel Spoerri der Gruppe der «Nouveaux Réalistes» an, die vom Kunstkritiker Pierre Restany 1960 in Paris gegründet wird. In Paris treffen die beiden ausserdem junge amerikanische Künstler wie Jasper Johns und Robert Rauschenberg.
Die Collaboration
Höhepunkt im Leben von Niki und Jean ist ihre intensive künstlerische Collaboration, die auf verschiedene Art, auf verschiedene Ebenen und Tiefen erfolgt. Jeder ist mal Mitarbeiter, mal Berater des anderen, Anstifter und Mitschöpfer: Oft steht Tinguely mit technischer Unterstützung Niki zur Seite, während Niki Jean mit kreativen Ideen anspornt: «Du könntest ein paar Federn hinzufügen…» und so entsteht Jeans wichtige Werkgruppe der «Balubas».
Andere Skulpturen werden in direkter Zusammenarbeit geschaffen, wie z.B. Assemblage with Fire-Engine, 1960, oder Portrait sur patins à roulettes, 1961, das monumentale Werk HON, 1966, im Moderna Museet (heute zerstört, aber durch Fotos, Filme, Zeichnungen, Plakate, dokumentiert), die noch imposantere Skulptur Le Cyclop oder Nikis Tarot-Garten. Spätere Collaborationen: Le Dragon (1988) oder L’Illumination (1988) und die Brunnen in Paris (Fontaine Stravinsky, 1984) und in Château Chinon (1988) entstanden in direkter Zusammenarbeit beider Künstler.
Bei Nikis Filmen spielt Jean eine wichtige Rolle und Niki beteiligt sich aktiv an Tinguelys Happenings der frühen 1960er Jahre; nicht zuletzt sind die Happenings, an denen beide zusammen mit anderen Künstlern wie Robert Rauschenberg, John Cage, David Tudor oder Nicolas Petit teilnehmen.
Die Liebe
Beide Künstler haben ihr ganzes Leben lang einen regen Briefwechsel – Briefe an einander aber auch an Drittpersonen wie Pontus Hulten, den lebenslangen Freund von Niki und Jean, Direktor des Moderna Museet, Stockholm, des Centre Pompidou, Paris, und ersten Direktor des LA MOCA.
Ihre Briefe an einander decken die Intensität ihrer Beziehung auf, aber auch die vielfältigen Freund-schaften, die sie mit anderen verknüpfen; sie erzählen von ihren künstlerischen Projekten, vom Leben, von der Liebe und vom Verlust des Partners. Ihre Briefe und die zum Teil veröffentlichten Schriften Niki de Saint Phalles berichten von der abenteuerlichen Liebesbeziehung zweier äusserst selbstständiger Persönlichkeiten.