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Manuelle Medizin – Handgriffe statt Eingriffe
Die Manuelle Medizin ist eine naturwissenschaftlich anerkannte Therapie, die als einziges Untersuchungs- und Behandlungsinstrument die ärztlichen Hände einsetzt. Durch die Wiederherstellung der normalen Beweglichkeit und der Funktion der Gelenke sowie der Muskeln werden chronische Schmerzzustände des Bewegungsapparates behoben.
Lange Tradition
Die Manuelle Medizin ist keine Erfindung der modernen Zeit. Im 19. Jahrhundert begannen verschiedene medizinische Gruppierungen in den USA und Europa diese Methoden systematisch zu entwickeln. In der Schweiz ist der Begriff «Manuelle Medizin» weniger als der Begriff «Chiropraktik» bekannt. Die Methoden sind auch sehr ähnlich mit dem Unterschied, dass die Manuelle Medizin nicht von einem Chiropraktor, sondern von einem medizinisch ausgebildeten Facharzt ausgeübt wird.
Manus heisst Hand
In der Manuellen Medizin sind die Hände des Arztes (lateinisch manuell = mit der Hand) das wichtigste Untersuchungs- und das einzige Behandlungsinstrument. Mit seinen Händen ertastet der Arzt sorgfältig die Muskeln, Sehnen und Gelenke und erspürt Verspannungen, Blockaden und andere Funktionsstörungen, die den Patienten Schmerzen verursachen. Diese Befunde liefern Ansätze für die gezielte Therapie. Sanft und gezielt beseitigt der Behandler mit speziellen Handgriffen und abgestimmten Bewegungen die festgestellten Ursachen der Beschwerden. Die manuelle Behandlung ist sehr wirksam, schmerzlos und schonend. Diese Methode wird häufig bei akuten und chronischen Rückenbeschwerden oder Bewegungseinschränkungen der Gelenke eingesetzt.