Document ID: /roh_data/filtered/Billingualer_Corpus_interleaved-de-rm.jsonl.gz/678

This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Massstäbe für die Sozialhilfe werden in Graubünden vereinheitlicht

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) hat 1963 Richtlinien für die Ausgestaltung und die Bemessung der Sozialhilfe erlassen und laufend angepasst. Die Bündner Regierung hat nun die Richtlinien der SKOS für alle Gemeinden als verbindlich erklärt. Dieser Beschluss tritt per 1. Juli 2002 in Kraft.

Die SKOS-Richtlinien dienen als Berechnungsgrundlage für den Lebensunterhalt eines Empfängers von Sozialhilfe und umfassen alle notwendigen Lebenshaltungskosten, nämlich:

- Der Lebensunterhalt - ein Teil wird davon als generelle Pauschale, ein Teil als regional differenzierbare Pauschale entrichtet,

- Die Wohnkosten - effektive Wohnkosten, die im ortsüblichen Rahmen liegen,

- Die Kosten für medizinische Grundversorgung und

- Die situationsbedingten Leistungen - damit sind die Kostenregelungen für speziell begründete Fälle vorgesehen.

Uneinheitliche Handhabung durch die Gemeinden

Die SKOS-Richtlinien werden heute durch die Gemeinden uneinheitlich angewendet. Auf Antrag der regionalen Sozialdienste entscheiden letztlich sie über die Höhe der auszurichtenden Sozialhilfen. Dabei wird insbesondere der Bereich des Lebensunterhaltes (die regional differenzierbare Pauschale) durch die Gemeinden uneinheitlich beurteilt.

Die Bündner Regierung erachtet die SKOS-Richtlinien insbesondere als Koordinationsinstrument für die inner- und interkantonale Festlegung der Höhe der materiellen Sozialhilfe. Gleichzeitig wird die Gefahr uneinheitliche Entscheide durch die Sozialbehörde eingeschränkt. Die einheitliche Praxis zwischen den Gemeinden soll schliesslich keine Wohnortswechsel fördern, um allenfalls höhere Sozialhilfen zu erhalten.

Kosten bleiben stabil

Seit Beginn der 90er Jahre sind die Aufwendungen für die öffentliche Unterstützung, genauso wie die Zahl der Unterstützungsfälle, stetig angestiegen. 1999 wurden 1785 Personen bzw. Familien unterstützt. Der Gesamtaufwand belief sich auf rund 16,8 Millionen Franken. Im Jahr 2000 zeigte sich mit 14,5 Millionen Franken ein deutlicher Rückgang der Kosten, obwohl die Fallzahl mit 1801 in etwa stabil blieb.

Im Jahr 2001 ist die Zahl der Unterstützungsfälle leicht zurückgegangen. Die Gesamtkosten sind demgegenüber wieder etwas angestiegen. Tendenziell geht die Bündner Regierung davon aus, dass die Gesamtaufwendungen tendenziell eher abnehmen werden.

Gemäss dem kantonalen Unterstützungsgesetz hat die Regierung die Möglichkeit, den Gemeinden die Anwendung der SKOS-Richtlinien bei der Bemessung der materiellen Unterstützung verbindlich vorzuschreiben. Diese Praxis hat das Eidgenössische Bundesgericht bereits 1996 in einem Urteil geschützt.

Neues Prämienverbilligungssystem per 1.1.2003

Das Bündner Volk hat am 3. März 2002 dem Gegenvorschlag zur Volksinitiative für eine Teilrevision des Gesetzes über die Krankenversicherung und die Prämienverbilligung sowie der Teilrevision des Gesetzes über die Krankenversicherung und die Prämienverbilligung zugestimmt. Die Änderung des Prämienverbilligungssystems wird von der Bündner Regierung nun auf den 1. Januar 2003 in Kraft gesetzt.

Weil das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der Europäischen Union am 1. Juni 2002 in Kraft tritt, müssen einzelne Bestimmungen des Gesetzes über die Krankenversicherung und die Prämienverbilligung bereits früher in Kraft treten. So unterstehen per 1. Juni 2002 zusätzlich folgende Personenkategorien dem Krankenversicherungsobligatorium:

- Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie deren nicht erwerbstätige Familienangehörige mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der EG;

- Nicht erwerbstätige Familienangehörige mit Wohnsitz in einem EG-Staat von in der Schweiz erwerbstätigen und wohnenden Personen;

- Personen, die in einem EG-Staat Wohnsitz haben und eine Leistung der schweizerischen Arbeitslosenversicherung beziehen sowie deren nicht erwerbstätige Familienangehörige;

- Personen, die in einem EG-Staat Wohnsitz haben und eine Schweizer Rente beziehen sowie deren nicht erwerbstätige Familienangehörige.

Vom Krankenversicherungsobligatorium ausgenommen sind nichterwerbstätige Familienangehörige mit Wohnsitz in Dänemark, Grossbritannien, Schweden, Spanien und Portugal. Ein Wahlrecht zwischen einer Versicherung im Wohnland und der Schweiz besitzen neben Rentnerinnen und Rentnern in Spanien auch Familienangehörige aus Österreich, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien sowie Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus diesen Ländern und aus Portugal.

Schulaufsicht wird reorganisiert

Das Amt für Volksschule und Kindergarten will das heutige Schulinspektorat und das Inspektorat für Handarbeit und Hauswirtschaft zusammenführen. Ziel dieser Reorganisation ist, in sieben Regionen des Kantons je ein geleitetes Schulaufsichts-Team aufzubauen. Später soll auch das heutige Kindergarteninspektorat in die neue regionale Aufsichtsorganisation integriert werden. Unterschiedliche gesetzliche Grundlagen verhindern momentan diesen konkreten Schritt.

Die Bündner Regierung hat den geplanten Aufbau der regionalen Schulaufsichts-teams im Grundsatz gutgeheissen. Die entsprechenden Räumlichkeiten sollen bereits per Sommer 2002 bezogen werden können.

Aus Gemeinden und Regionen

Für 950'000 Franken wird das Haus 11 der Psychiatrischen Klinik Beverin in Cazis zum "Kompetenzzentrum für forensische Psychiatrie Graubünden" um- und ausgebaut. Die Bündner Regierung hat das Bauprojekt und die dafür notwendigen Kreditmittel freigegeben.

Das Dach der Mehrfachturnhalle Sand in Chur weist seit Jahren undichte Stellen auf. Jetzt, da die Ursache lokalisiert worden ist, hat die Bündner Regierung das entsprechende Sanierungskonzept genehmigt und dafür rund 270'000 Franken bewilligt.

Die Bündner Regierung hat die Revision der Ortsplanung "Midada plan da zonas e plan da formaziun general Naus" der Gemeinde Morissen genehmigt.

Für zwei Strassenbauprojekte auf der A13 zwischen Lostallo und Soazza (Spurtrennung und Stauräume für LKW) sowie auf der Italienischen Strasse zwischen Zillis und Fardün (Belagsarbeiten) hat die Bündner Regierung rund 2,3 Millionen Franken freigegeben.

Personelles

Ende Mai treten folgende kantonalen Angestellten in den Ruhestand:

- Ruedi Schäfli, Vorsteher des Amtes für Wirtschaft und Tourismus,

- Willi Benz, Vorsteher der kantonalen Finanzverwaltung,

- Anton Galliard, Abteilungsleiter/Vorsteher-Stellvertreter beim Strassenverkehrsamt,

- Werner Hofmänner, Gutsbetriebsleiter Psychiatrische Klinik Waldhaus,

- Augustin Jacomet, Strasenwart/Vorarbeiter beim Tiefbauamt/Bezirk 7, Thusis

Die Regierung dankt ihnen für die Dienste, die sie dem Kanton geleistet haben.

Als Nachfolger von Ingrid Metzger wird Jürg Simonett, geb. 1952, wohnhaft in Trin, als Direktor des Rätischen Museums gewählt. Jürg Simonett tritt sein Amt per 1. Januar 2003 an.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 29.05.2002

Las mesiras per l'agid social vegnan simplifitgadas en il Grischun

La conferenza svizra da l'agid social (COSAS) ha relaschà il 1963 las directivas per concepir e fixar l'agid social e las ha adattadas cuntinuadamain. La regenza grischuna ha declerà ussa las directivas da la COSAS obliagatorias per tut las vischnancas. Quest conclus entra en vigur l'emprim da fanandur 2002.

Las directivas da la COSAS valan sco basa da calculaziun per il da viver dals retschaviders d'agid social e cumpiglian tut ils custs d'existenza necessaris, numnadamain:

- Ils custs d'existenza - ina part da quels vegnan pajads sco pauschala generala, ina part sco pauschala differenziada tenor las regiuns,

- Ils custs d'abitar - custs d'abitar effectivs che correspundan a las normas da lieu,

- Ils custs per il provediment da basa medicinal e

- Las prestaziuns tenor la situaziun - en quellas èn previsas las regulaziuns dals custs per cas spezials.

Diever na unitar en las vischnancas

Las directivas da la COSAS na vegnan oz betg applitgadas en las vischnancas a moda unitara. Sin proposta dals servetschs socials regiunals decidan la finala ellas davart ils meds che vegnan accordads per l'agid social. Cunzunt ils custs d'existenza (la pauschala differenziada tenor las regiuns) na vegnan betg applitgads a moda unitara en las vischnancas.

La regenza grischuna resguarda las directivas da la COSAS spezialmain sco instrument da coordinaziun per fixar l'agid social material en e tranter ils chantuns. Uschia vegni fatg frunt al privel che l'uffizi social tiria decisiuns che n'èn betg unitaras. La pratica unitara tranter las vischnancas na duai la finala betg promover midadas da domicil per survegnir eventualmain dapli agid social.

Ils custs restan stabils

Dapi il cumenzament dals onns 90 èn las expensas per il sustegn public sco er il dumber dals cas socials creschids cuntinuadamain. Il 1999 èn vegnidas sustegnidas 1785 persunas resp. famiglias. Las expensas totalas han importà 16,8 milliuns francs. L'onn 2000 è sa mussada cun 14,5 milliuns francs ina clera diminuziun dals custs, schebain ch'ils cas socials èn restads pli u main stabils cun 1801.

L'onn 2001 è il dumber da cas socials sa reducì levamain. Ils custs totals èn perencunter puspè creschids in pau. La regenza grischuna quinta che las expensas totalas hajan plitost la tendenza da sminuir.

Tenor la lescha chantunala da sustegn ha la regenza la pussaivladad da prescriver a las vischnancas il diever da las directivas da la COSAS per la calculaziun da sustegn material. Questa pratica sustegna il tribunal federal gia il 1996 en ina sentenzia.

Nov sistem per reducir las premias per il 1.1.2003

Il pievel grischun ha consentì ils 3 da mars 2002 a la cuntraproposta a l'iniziativa dal pievel per premias supportablas da las cassas da malsauns sco er a la revisiun parziala da la lescha davart l'assicuranza da malsauns e la reducziun da las premias. La midada dal sistem per reducir las premias metta la regenza grischuna en vigur per il 1. da schaner 2003.

Perquai che la cunvegna cun l'Uniun europeica per la libra circulaziun da persunas entra en vigur il 1. da zercladur 2002, ston singulas disposiziuns da la lescha davart l'assicuranza da malsauns e la reducziun da las premias entrar en vigur gia pli baud. Uschia èn ussa suttamessas las suandantas categorias da persunas a l'obligatori da l'assicuranza da malsauns:

- Cunfinarias e cunfinaris sco er lur confamigliars che na gudognan betg ed han il domicil en in stadi commember da la Communitad europeica;

- Confamigliars da persunas che lavuran ed abitan en Svizra che na gudognan betg ed han il domicil en in stadi da la CE;

- Persunas che han il domicil en in stadi da la CE e che retiran ina contribuziun da l'assicuranza svizra cunter la dischoccupaziun sco er lur confamigliars che na gudognan betg;

- Persunas che han il domicil en in stadi da la CE e che retiran ina renta svizra sco er lur confamigliars che na gudognan betg.

Exceptà da l'obligatori da l'assicuranza da malsauns èn confamigliars che na gudognan betg ed han il domicil en il Danemarc, la Gronda Britannia, la Svezia, la Spagna ed il Portugal. Il dretg d'eleger tranter in'assicuranza en il pajais da domicil e la Svizra han ultra da rentieras e rentiers en la Spagna er confamigliars da l'Austria, la Germania, la Finnlanda, la Frantscha e l'Italia sco er cunfinarias e cunfinaris da quests pajais e dal Portugal.

L'inspecziun da scola vegn reorganisada

L'uffizi per las scolas popularas e las scolinas vul reunir l'actual inspecturat da scola cun l'inspecturat per lavurs da maun ed economia da chasa. La finamira da questa reorganisaziun è da stgaffir en set regiuns dal chantun mintgamai in team d'inspecziun da scola dirigì. Pli tard duai vegnir integrà en la nova organisaziun regiunala er l'actual inspecturat da scolina. Las differentas basas legalas impedeschan per il mument da far quest pass concret.

La regenza grischuna ha approvà da princip la reorganisaziun planisada dals teams d'inspecziun da scola regiunals. Gia la stad 2002 pon ins duvrar las localitads correspundentas.

Da las vischnancas e da las regiuns

Per 950'000 francs vegn reconstruida ed engrondida la chasa 11 da la Clinica psichiatrica Beverin a Cazas ad in "Center da cumpetenzas per psichiatria forensica dal Grischun". La regenza grischuna ha consentì il project da construcziun e mess a disposiziun ils credits necessaris.

Il tetg da la halla da gimnastica Sand a Cuira curra dapi onns en differents lieus. Ussa ch'ins ha localisà il defect ha la regenza approvà il concept da sanaziun correspundent e mess a disposiziun per quel ca. 270'000 francs.

La regenza grischuna ha approvà la revisiun da la planisaziun locala "Midada plan da zonas e plan da formaziun general Naus" da la vischnanca da Murissen.

Per dus projects da construcziun da vias sin l'A13 tranter Lostallo e Soazza (separaziun dals vials e locals da spetga per camiuns) sco er sin la via taliana tranter Ziràn e Farden (lavurs da cuvrida) ha la regenza consentì ca. 2,3 milliuns francs.

Persunal

La fin da matg van ils suandats emploiads chantunals en pensiun:

- Ruedi Schäfli, schef da l'uffizi per economia e turissem

- Willi Benz, schef da l'administraziun chantunala da finanzas

- Anton Galliard, manader da partiziun/viceschef tar l'uffizi per il traffic sin via,

- Werner Hofmänner, manader dal bain puril da la clinica psichiatrica Waldhaus ,

- Augustin Jacomet, vier/capolavurer tar l'uffizi da construcziun bassa/district 7, Tusaun

La regenza als engrazia per lur servetschs ch'els han prestà a favur dal chantun.

Sco successur dad Ingrid Metzger vegn elegì Jürg Simonett, naschì l'onn 1952, domicilià a Trin, sco directur dal Museum retic. Jürg Simonett entra en uffizi il 1. da schaner 2003.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: Regenza

Funtauna: rg Chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 29.05.2002