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Seit der Reformation 1528 gehörten die Gemeinden Suhr, Muhen, Ober- und Unterentfelden, Rohr, Buchs, Rupperswil und Hunzenschwil zur Muttergemeinde Suhr. Heute umfasst die Kirchgemeinde noch die beiden politischen Gemeinden Suhr und Hunzenschwil und insgesamt etwa 3800 Mitglieder.
Die Zahl der Einwohner von Hunzenschwil stieg nach dem Zweiten Weltkrieg stark an, und der Weg zur Kirche Suhr wurde wegen des zunehmenden Strassenverkehrs für Fussgänger und Velofahrer immer gefährlicher. Dies führte dazu, dass einige Kirchgemeindemitglieder den Bau einer eigenen Kirche in Hunzenschwil vorantrieben. 1953 wurde der Kirchliche Gemeindeverein gegründet, dessen Aufgabe es war, Geld für den Kirchenbau zu sammeln. Am 28. November 1955 genehmigte die Kirchgemeindeversammlung das Vorprojekt der Architekten Zschokke und Riklin, Aarau, zur Weiterverfolgung.
Wie ernst es den Hunzenschwiler Protestanten mit einer eigenen Kirche war, beweist die Tatsache, dass sie fleissig Geld sammelten. Der Landfrauenverein und der Gemeinnnützige Frauenverein führten Basare durch, deren Erlöse für den Kirchenbau verwendet wurden. Auch das Kirchenkässeli war in Betrieb: Mit dieser Sparkasse in Form einer Holzkirche wurde jedes Jahr in den Haushalten Geld für den Kirchenbau gesammelt. Die Bemühungen waren erfolgreich: Die Bausumme von rund 420'000 Franken kam zu etwa einem Drittel aus Spenden zustande. Unter anderem wurden alle fünf Glocken gespendet, und der Glockenturm ist ein Geschenk der ausführenden Baufirma Zubler. Den Bauplatz hatte die Ortsbürgergemeinde Hunzenschwil gratis zur Verfügung gestellt.
Am 25. Januar 1959 beschloss die Kirchgemeindeversammlung den Bau der Hunzenschwiler Kirche nach den Plänen des Aarauer Architekturbüro Zschokke & Riklin und bewilligte einen Baukredit von 250'000 Franken, was den noch ungedeckten Kosten entsprach. Im Antrag der damaligen Versammlung heisst es: «Die Kirchgenossen von Hunzenschwil haben durch freiwillige Gaben und Sammlungen einen Betrag von rund 100’000 Franken aufgebracht; zudem hat die Ortsbürgergemeinde durch die unentgeltliche Abtretung des Bauplatzes (im Baurecht) und durch einen Barbeitrag von 20’000 Franken und die Einwohnergemeinde durch freiwilligen Zuschuss in derselben Höhe bewiesen, dass auch sie den Bau einer Kirche nicht nur wünschen, sondern auch tatkräftig fördern wollen.»
Die Grundsteinlegung fand im Sommer 1959 statt. Der Grundstein, der sich an der Rückseite der Kirche befindet, trägt die Aufschrift: V ·VII ·MCMLIX / JESAJA LIV ·X (5. Juli 1959, Jesaja 54,10; «Denn die Berge werden weichen und die Hügel wanken, meine Gnade aber wird nicht von dir weichen, und mein Friedensbund wird nicht wanken, spricht, der sich deiner erbarmt, der HERR.»)
Eingeweiht wurde die reformierte Kirche Hunzenschwil am Bettag 1960, am 11. September.
Die Orgel wurde
einige Jahre später installiert.