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Die Interviews von Karl-Heinz Steinle entstanden in den Jahren 1996 bis 1999 im Zuge der Recherchen zu den Ausstellungen „Goodbye to Berlin? 100 Jahre Schwulenbewegung 1897-1997“ (Akademie der Künste Berlin, Mai bis August 1997), „remember me - Die Geschichte der Kameradschaft die runde“ (Schwules Museum, März bis Mai 1998) und „Der Kreis: Mitglieder, Künstler, Autoren“ (Schwules Museum, April bis Juli 1999).
Zum Zeitpunkt ihres Entstehens waren die Interviews nicht als originale Audioquelle zur Veröffentlichung gedacht. Das Hauptaugenmerk lag deshalb in erster Linie auf Informationsbeschaffung und nicht auf eine gute Aufnahmequalität. Aufgenommen wurden die Interviews mit einem gängigen Aufnahmegerät mit externem Mikrofon. Als Speichermedium dienten handelsübliche Musikkassetten. Durch die Lagerdauer der Musikkassetten ist inzwischen die Qualität der Magnetbänder beeinträchtigt. Sie wurden 2015 von Karl-Heinz Steinle digitalisiert.
Bis auf ein Interview entstanden alle Aufnahmen in den Wohnungen der Interviewten. Hauptanliegen war es – manchmal unter großem Zeitdruck – Informationen zu erhalten und zu sichern. Störgeräusche (Hundebellen, Telefon- und Türklingeln, Geräusche aufgrund von Aktivitäten anderer im Hintergrund, Straßenbahnlärm durch offene Balkontüren, etc.) und Unterbrechungen sind aufgezeichnet.
Es handelt sich daher nicht um genormte lebensgeschichtliche Interviews, vielmehr um Mitschnitte von Gesprächen, die durch Fragen des Interviewers angeregt wurden oder um kurz gefasste Aussagen zu einzelnen Personen und Themen. Die Interviews haben eine unterschiedliche Länge und thematische Bandbreite. Den Interviewten war bewusst, dass alles Gesprochene aufgezeichnet wird und für geplante Ausstellungen, Publikationen, Radiofeatures, etc. verwendet werden kann.
In den meisten Fällen gaben die interviewten Personen erstmals Auskunft über ihr Leben. So entstanden authentische primäre Quellen mit multiperspektivischen Aussagen von Personen über sich selbst und ihre Beziehung zum „Kreis“, die jetzt gesichert wurden und der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Die Interviews sind für die Sichtung allgemein freigegeben. Vor einer, auch auszugsweisen, Veröffentlichung muss eine Freigabe bei Karl-Heinz Steinle eingeholt werden. Bei Nutzung der Interviews müssen die Persönlichkeitsrechte der Interviewten und des Interviewers Karl-Heinz Steinle gewahrt werden. Kontakt: <email-pii>.