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Die Schädlingsbekämpfungsindustrie gilt als eine der lebenswichtigen Sektoren in der gewerblichen Landschaft. Allgemein ausgedrückt, schützt die Schädlingsbekämpfungsindustrie die Grundbedürfnisse unseres Wohlergehens wie Wohnung, Nahrung, Gesundheit und Wohlbefinden. Der Schädlingsbekämpfer ist die wichtigste Person in der Schädlingsbekämpfungsbranche. Schädlingsbekämpfung beinhaltet nicht nur den Verkauf von Produkten, der Begriff umschreibt die gesamte Dienstleistung. Diese Dienstleistung deckt nicht nur die Bekämpfung von Schädlingen ab, sondern befasst sich auch mit der Gesundheit und Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt.
Der Verband der Europäischen Schädlingsbekämpfer (CEPA) ist seit seiner Gründung 1974 bestrebt, das Qualitätsniveau der Anbieter von Schädlingsbekämpfungsdienstleistungen in ganz Europa zu fördern. Dies kann nur erreicht werden, wenn das Fachwissen der Schädlingsbekämpfer garantiert ist. Anfangs wurden von den nationalen Verbänden Schulungszenter aufgebaut. Aber einige Länder haben bis heute kein Schulungssystem. Wo vorhanden, ist das Niveau von Land zu Land unterschiedlich. 1992 gründete die CEPA eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Harmonisierung der Schädlingsbekämpferausbildung”.
Eine erste Studie untersuchte Inhalt und Qualität der Schulung in den verschiedenen Mitgliederländern der CEPA. Ein erster Fragenkatalog wurde entworfen, der die Minimalanforderungen an theoretischem und praktischem Wissen enthält, über die ein Schädlingsbekämpfer verfügen muss, um seine Aufgaben effektiv und sicher ausführen zu können. Die Resultate daraus wurden zusammengefasst.
1996 beschloss der CEPA-Vorstand eine Projekteingabe für die Umsetzung eines Schulungsprogramms für Schädlingsbekämpfung im Rahmen des europäischen Ausbildungsprogramms LEONARDO DA VINCI zu machen. Ende 1997 wurde das Projekt von der europäischen Kommission genehmigt. Die Ziele dieses Schulungsprogramms sind die folgenden:
- Vermittlung von Fachwissen an potentielle Schädlingsbekämpfer damit sie ihre Arbeit Verantwortungsbewusst ausführen können
- Schaffung einer Möglichkeit, Basiswissen an Schulungszentren und Firmen weiterzugeben, falls notwendig
- Förderung einer harmonisierten Ausbildung in Europa