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Die Realprobe lässt aber eher der Ansicht Raum, dass der Name sich von dem
hier in Masse stehenden Dorngebüsch (épines) herleiten werde, gleichwie die der
Weiler L'Épignat (Gem.
Evionnaz) und
Les Épenis (Gem.
Choëx).
auf einer gesunden, dem Ackerbau günstigen
und zur Errichtung einer klimatischen Kuranstalt sehr geeigneten Hochfläche, 5 km n.
Soubey und 9,7 km sw. der Station
Saint Ursanne der Linie
Delsberg-Delle.
785 m. Gruppe von 5
Häusern, auf bewaldetem
Höhenzug, 4 km s. der Station
Uzwil der Linie
Winterthur-St.
Gallen und 2,5 km ö. Oberuzwil. 32 kathol. und reform. Ew. Kirchgemeinden
Bichwil und Oberuzwil.
Viehzucht. Stickerei und Weberei als Hausindustrien.
Ruine einer
alten Burg, bis ins 15. Jahrhundert Sitz der thurgauischen Ritter von Eppenstein (die mit den gleichnamigen Geschlechtern
im Elsass und anderswo im Deutschen Reich nicht zu verwechseln sind).
Sie kamen erst am Ende der Feudalzeit
zu Ansehen und Reichtum.
Ritter Eppo oder Eberhart von Eppenstein war 1324 österreichischer Vogt von
Kiburg und
Winterthur.
Nachdem die Burg zu Beginn des 15. Jahrhunderts von den Appenzellern zerstört worden war, liessen sich die
Herren von
Eppenberg
in
Winterthur nieder, wo sie noch eine Zeit lang eine gewisse
Rolle spielten.
Die Ueberreste der Burg nur
unbedeutend, aber noch vom Burggraben umgeben;
Nachgrabungen würden ohne Zweifel noch
Manches zu Tage fördern.
Jahrhundert erbaute Veste mit Burggraben, Ringmauer und Türmen, von der kaum noch einige wenige Reste sich erhalten haben.
Die Herrschaft Eppishausen war ein Lehen des Bistums Konstanz, u. die Burg diente dem Bischof während seiner langen Fehde mit
dem Kloster St. Gallen
als fester Stützpunkt. Die Burg 1370-1600 Eigentum des Edelgeschlechtes von Helmsdorf, von
dem mehrere Glieder (besonders Konrad von Helmsdorf) sich als Dichter auszeichneten. Das Familienwappen, ein weisses halbes
Einhorn im roten Felde, noch heute als Glasgemälde erhalten.
Die Herrschaft im 17. Jahrhundert vom Kloster Muri angekauft und das Schloss zur Verwalterswohnung umgestaltet: der Wohnraum
auf dem grossen Burgturm wurde abgetragen und vor diesem das Gebäude in seiner heutigen Gestalt aufgeführt.
^[Note:] Eine gewisse Berühmtheit erlangte das Schloss Eppishausen unter seinem nächstfolgenden Besitzer, dem aus Donaueschingen
stammenden Freiherrn Joseph von Lassberg, der es 1813 dem Kloster Muri abkaufte. Neben der Pflege seiner grossen Waldungen
widmete sich der Freiherr von Lassberg mit grossem Eifer dem Studium der altdeutschen Sprache und Litteratur;
gerne zeigte er Liebhabern seine reiche Sammlung von Handschriften, seltenen Drucken und Glasgemälden, so dass Eppishausen
lange Jahre hindurch zum häufig besuchten Wallfahrtsort von Sprach- u. Geschichtsforschern wurde. Gustav Schwab, Ludwig
Uhland, der Germanist Jakob Grimm, J. A. Pupikofer und viele andere Gelehrte waren zeitweilige Gäste
des sogen. Einsiedlers von Eppishausen. Allgemein bekannt geworden ist Freiherr von Lassberg auch durch die Herausgabe des
Liedersaales, einer Sammlung von Dichtungen aus dem Mittelalter.