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Der Supertaifun Haiynan (lokal als Yolanda bekannt) traf am 8. November 2013 um 04:40 Lokalzeit auf die Ostküste der Philippinen. Der tropische Wirbelsturm der Kategorie 5 bewegte sich mit rund 30 km/h in westnordwestliche Richtung. Die Winde hatten Böenspitzen von bis zu 314 km/h. Der Taifun wird als der stärkste Sturm in der Geschichte der Philippinen bezeichnet.
1990 stiess der Taifun Mike (Ruping) mit ähnlicher Kraft auf das Festland der Philippinen. Er hinterliess über 200 Todesopfer.
Vor seinem Eintreffen in den Philippinen ist der Taifun über die Föderation Mikronesien hinweggezogen. Aus dieser Region wurden Schäden und Überschwemmungen gemeldet.
Der Taifun zog in Richtung Vietnam weiter. Berechnungen zeigten, dass der Taifun am Montag, 14. November 2013 zwischen 03:00 und 09:00 UTC südlich von Hanoi auf die Küste von Vietnam treffen würde.Die Behörden hatten vorsorglich bereits 220'000 Menschen evakuiert und ins Hinterland verbracht.
Im Verlauf des Sontags (13. November 2013) konten einige tausend Evakuierten wieder in ihre Häuser zurückkehren. Der Taifun Haiyan verlor über dem Südchinesischen Meer an Kraft. Meteorologen sagten zuvor voraus, der er sich vor dem Eintreffen an der Küste von Vietnam auf einen Taifun der Kategorie 1 oder gar einen tropischen Sturm abschwächen würde.
Am 15. Oktober 2015 wurde die Insel Bohol (Philippinen) von einem Erdbeben der Stärke M 7,2 heimgesucht. Das Beben hat weite Landstriche verwüstet. 93 Menschen wurden tot geborgen. Einige Regionen auf den Inseln Cebu und Bohol wurden bereits im Oktober zu Notstandsgebieten erklärt. Die Stadt Cebu Citywurde schwer beschädigt. Der Taifun hat viele der Notunterkünfte weggefegt.
Am 12. November 2013 befürchteten die Behörden, dass die Opferzahlen auf über 10'00 Tote ansteigen könnten. Später wurden die Opferzahlen auf 2'000 bis 2'500 Tote reduziert. Auf der Insel Samar wurden bisher 300 tote Menschen und über 2'000 Vermisste gezählt.
In der Region um die zerstörte Stadt Tacloban wurden die höchsten Opferzahlen vermutet. Allein in der Umgebung von Tacloban könnten sich bis zu 10'000 Tote in den Trümmern befinden.
Schätzungen werden wie immer bei Naturkatastrophen zu Beginn der Bergungsaktionen wenig verlässliche Angaben liefern.
70 - 80% der Fläche, welche das Sturmzentrum des Taifuns überquert hatte, gelten als zerstört. Behördenvertreter in den Philippinen sprechen von den grössten Schäden, welche die Rettungskräfte bisher in diesem Staat beobachten konnten.
Nach Messungen des GDACS (Global Disaster Alert and Coordination System) und desJTWC (Joint Typhoon Warning Center) erreichte der Taifun Haiyan am 8. November 2013 um 18:00 UTC die höchste Windgeschwindigkeit mit 314 km/h.
Obwohl im Jahr 2013 schon von 13 tropischen Stürme über den Inselstaat gezogen sind und die Behörden, Hilfskräfte und die Einwohner bei aussergewöhnlichen Naturereignissen viele Erfahrungen sammeln konnten, übersteigen die Auswirkungen des Supertaifuns Haiyan das bisher Erlebte.
Für die Rettungskräfte ist die Situation nach dem Durchgang des Taifuns Haiyan wesentlich komplexer als nach einer Tsunami-Katastrophe. Nach Tsunamiereignissen können sich die Rettungskräfte in der Regel die weitgehend unversehrte Infrastruktur im Hinterland für ihre Hilfskation benutzen. Der Taifun Haiyan hat aber grossflächig alles zerstört, was den Helfern ihre Arbeit erleichtern könnte.
Die Weltgemeinschaft koordiniert ihre Hilfsmassnahmen für die Phillippinen. Der Helfer erwarten in den kommenden Tagen weitere Stürme und heftige Regenfälle. Neue Sturmgebiete nähern sich vom Pazifik her den östlich gelegenen Inseln.