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Morbus Menière
Es handelt sich beim M. Menière und eine idiopathische Erkrankung des Innenohres und Gleichgewichtsorganes. Dabei kommt es zu wiederkehrenden Episoden von Drehschwindel mit Erbrechen, einer Störung des Innenohres und einem tieffrequenten Tinnitus einher. Diese Symptome können unregelmässig und manchmal in der Anfangsphase auch noch nicht alle zusammen auftreten. In der Folge kommt es häufig zu einer bleibenden Verschlechterung der Innenohrfunktion und einem Tinnitus.
Zur Diagnosenstellung werden folgende Kriterien angewendet: das Auftreten von zwei oder mehr Schwindelanfällen von mindestens 20 Minuten Dauer Eine nachgewiesene Verminderung des Gehörs bei mindestens einer Untersuchung Ein Tinnitus auf der Seite des betroffenen Ohres Kein Vorliegen von anderen Ohrerkrankungen.
Es wird postuliert, dass es durch eine Vermehrung der Flüssigkeit der Endolymphe zu einem sogenannten Hydrops kommt, welcher als Auslöser für eine Menièrsche Erkrankung angesehen wird.
In der Anfangsphase können sich die Symptome rasch zurückbilden und die Erkrankung ist nicht mehr als solche nachweisbar und in der Funktionsdiagnostik können keine pathologischen Befunde erhoben werden. In der Differentialdiagnose müssen dann auch andere Erkrankungen abgegrenzt werden, wie beispielsweise eine akute peripher- vestibuläre Funktionsstörung oder ein benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel oder eine vestibuläre Migräne. Auch eine Vestibularisparoxysmie kann von einem Tinnitus und einer Hörverminderung begleitet sein. Auch ist an eine Vertebrobasiläre Insuffizienz oder eine multiple Sklerose zu denken.