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Georgisches Kammerorchester
Khatia Buniatishvili, Klavier
Gvantsa Buniatishvili, Klavier
Ruben Gazarian, Leitung
PROGRAMM
Johann Sebastian Bach
Konzert für 2 Klaviere c-Moll, BWV 1062
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für 2 Klaviere Es-Dur, KV 365
Vazha Azarashvili
Bilder des alten Tiflis
Sulchan Nassidse
Kammersinfonie Nr. 3
Den fulminanten Auftakt der Konzertsaison 19/20 liefert niemand minder als die beiden Schwestern Buniatishvili. Global stürmen sie seit mehreren Jahren die Konzerthäuser der Welt – und sind nun in Schaffhausen zu Gast. Bereits mit sechs Jahren debütierte die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili als Solistin mit Orchestern. Vier Jahre später wurde sie zu Gastspielen nach Europa, Russland, Israel und in die USA eingeladen. Ihre musikalische Ausdruckskraft und Reife, ihre atemberaubende Virtuosität sowie ihre lebendige Ausstrahlung und Bühnenpräsenz stehen seitdem im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Auch Gvantsa Buniatishvili stand schon früh auf der Bühne, studierte am Konservatorium von Tiflis in der Klasse von Tengiz Amirejibi und tritt als Solistin und im Duo mit ihrer Schwester Khatia weltweit auf.
Insgesamt drei Konzerte schrieb Johann Sebastian Bach für zwei Tasteninstrumente. Für das c-Moll-Konzert BWV 1062 griff Bach auf sein bekanntes Doppelkonzert für zwei Violinen BWV 1043 zurück. In seiner Satzfolge schnell-langsam-schnell folgt das Konzert dem damals gängigen Formmodell des italienischen Konzerts. Interpreten wie Robert und Clara Schumann machten die Bach´schen Cembalo-Konzerte einem grossen Publikum bekannt.
In Wolfgang Amadeus Mozarts 1779 entstandenem Konzert für zwei Klaviere KV 365 führt die Verdoppelung des Klaviers zu einem dialogisierenden Wetteifern, bei dem sich die Soli in der Führung ständig abwechseln, um sich motivisch zu ergänzen, zu queren oder zu kreuzen. Besonders deutlich tritt dieses Prinzip im hochpoetischen Mittelsatz hervor. Dagegen belegen der Kopfsatz und das Finalrondo, dass dieses Konzert für zwei Virtuosen im besten Sinn geschrieben wurde: Vermutlich für die Mozart-Geschwister. Oder eben für die beiden georgischen Pianistinnen-Schwestern Buniatishvili.
In der Suite «Bilder des alten Tiflis» für Kammerorchester von 1990 von Vazha Azarashvili lauscht der Komponist den klingenden Erinnerungen seiner Heimat nach. In Tiflis studierte und lehrte der 1936 geborene Azarashvili. Seine Musik vereint georgischen Volkston mit spätromantischem Gestus. Azarashvili zählt zu den führenden Komponisten Georgiens und wurde für seine Werke vielfach ausgezeichnet.
Auch Sulchan Nassidse zählt zu den bekanntesten georgischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Drei Sinfonien, zwei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert und zwei Streichquartette gehören zu seinem Œuvre. Die dem Georgischen Kammerorchester gewidmete Kammersinfonie Nr. 3 entstand 1969. Das einsätzige Werk fasziniert durch seine orientalisch anmutende Tonwelt und seine ausdrucksintensive und farbenreiche Klangsprache.
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