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Im historischen Kern
Das Wohnviertel «Altstadt Grossbasel» entspricht dem Gebiet, das ehemals von der ersten Stadtmauer umschlossen wurde. Heute erinnern die Strassen, die auf der Grenze verlaufen und mit «-graben» enden, an die alten Wehrgräben.
Kopfsteingässchen und intakte Häuserzeilen
In diesem inneren, historischen Kern der Stadt befindet sich ein Grossteil der alten und gut erhaltenen Bausubstanz der linken Rheinseite. Diese zeichnet sich nicht nur durch zahlreiche markante Bauten wie etwa das Münster mit der Pfalz oder das «Blaue Haus» aus, sondern insbesondere durch zahlreiche kopfsteingepflasterte Gässchen und intakte, alte Häuserzeilen.
Raum für Dienstleistungsgewerbe und gehobenes Wohnen
Die unterschiedlich stark sanierten Bauten bieten heute Raum sowohl für das Dienstleistungsgewerbe als auch für privilegiertes Wohnen in einem urbanen Umfeld (z.B. Andreasplatz, Münsterplatz u.a.). Der Lohnhof, das ehemalige Gefängnis, wurde umgestaltet und beherbergt heute Wohnungen des gehobenen Standards sowie das Musikmuseum, ein Hotel mit Restaurant und Kulturräume. Im Freienhof wurden Büros und Läden zu Appartements umgebaut. Die Verwaltung versucht auch die von ihr als Büroräumlichkeiten genutzten, teilweise historischen Gebäude an erstklassiger und zentrumsnaher Lage ihrem ursprünglichen Zweck, dem Wohnen, zurückzugeben und auf andere Liegenschaften auszuweichen. Die Ausgleichskasse Basel-Stadt zog beispielsweise von der Martinsgasse an den Wettsteinplatz und das Erziehungsdepartement wurde vom Münsterplatz ins Quartier Am Ring verlegt.
Grosse Strassenprojekte konnten verhindert werden
Dank einem zunehmend etablierten und griffigen Stadtbild- und Denkmalschutz konnten weite Teile der Altstadt auch über die Bau-Boomjahre ab ca. 1960 bis gegen 1985 gerettet werden. Bis in die frühen 1960er-Jahre war dies nur bedingt gelungen und es wurden ganze Gevierte massiv verändert, indem die mittelalterliche Bebauung durch neue Grossbauten ersetzt wurde. Die erfolgte Umgestaltung der Spiegel- und der Petersgasse mit den Gebäuden Storchen und Spiegelhof ist teilweise auch in Zusammenhang mit einem Strassenprojekt zu sehen. Mitten durch die Altstadt wollte der Staat die mehrspurige «Talentlastungsstrasse» bauen, welche durch die Spiegel-, Schneider- und Münzgasse sowie das Gerbergässlein zum Barfüsserplatz und weiter durch die Steinenvorstadt hätte führen sollen.
Weiterführende Informationen
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