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Die Akzeptanz für eine Stimmabgabe über das Internet ist in der Schweiz schon heute recht hoch. Falls es heute schon möglich wäre, über das Internet abzustimen, würden 54% der Schweizer Stimmberechtigten diese Möglichkeit wahrscheinlich wahrnehmen. (30 "sehr wahrscheinlich" und 24% "eher wahrscheinlich"). Dem gegenüber stehen 12%, die es "eher unwahrscheinlich" und 23%, die es "ganz unwahrscheinlich" finden, dass sie übers Internet abstimmen würden.
Diese Resultate stammen aus einer Umfrage, die das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der Bundeskanzlei in den Jahren 2003 und 2004 durchgeführt hat. 4018 Personen nahmen daran teil.
Die Umfrage enthüllte aber auch, dass sich in dieser Frage nicht nur der berüchtigte Röschtigraben, sondern auch noch einige andere "Gräben" durch die Bevölkerung ziehen. Wer in der Romandie oder in einer Stadt lebt, ist positiver zum e-Voting eingestellt, als Deutschschweizer und die auf dem Land lebenden Stimmberechtigten. Unterschiede gibt es auch je nach Alter und Bildungsniveau. Und auch das Geschlecht spielt eine überraschend deutliche Rolle: Während 59% der befragten Männer ihre Stimme wahrscheinlich übers Internet abgeben würden, sind es nur 48% der Frauen. Diese und weitere Resultate der Studie
findet man auf der Internet-Seite der Bundeskanzlei.
Mögen täten viele also schon wollen, nur dürfen können sie noch eine ganze Weile nicht. In Auftrag gegeben hat die Bundeskanzlei führt gemeinsam mit den Kantonen Genf, Neuenburg und Zürich ein Projekt über die Machbarkeit der elektronischen Stimmabgabe durch. Zurzeit ist das Projekt in den drei Kantonen in der Pilotphase. Die Erfahrungen sollen im Hinblick auf eine gesamtschweizerische Einführung bis Ende 2007 ausgewertet werden. (Hans Jörg Maron)