Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/69714

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob durch eine entsprechende Ergänzung der Vorschriften und Weisungen dazu beigetragen werden kann, dass bei der Ausbildung der Fahrschülerinnen und Fahrschüler wie auch bei den theoretischen und praktischen Prüfungen dem Thema Massnahmen für "treibstoffsparendes Fahren und treibstoffsparenden Fahrzeugunterhalt" vermehrt Beachtung geschenkt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet es als wichtig, dass Fahrschülerinnen und -schüler bereits in der Ausbildung die Kenntnisse für "treibstoffsparendes Fahren und treibstoffsparenden Unterhalt" erwerben. Er hat daher entsprechende Vorschriften bereits 1991 erlassen. Seit 1994 wird im Rahmen der ersten Ausbildungsphase bis zum Erwerb des Führerausweises im Verkehrskundeunterricht verantwortungsvolles Verhalten geschult und an der Theorieprüfung geprüft. Daneben wurde und wird im Rahmen von Energie 2000 und Energie Schweiz sowie deren Partner die treibstoffsparende Fahrweise Ecodrive gefördert.</p><p>2003 hat der Bundesrat das umweltschonende und sparsame Fahren zusätzlich in die praktische Führerprüfung integriert: Der Führerausweis wird nur noch dann unbefristet erteilt, wenn der Inhaber an den vom Bundesrat vorgeschriebenen, in erster Linie praktischen Weiterbildungskursen zur Erkennung und Vermeidung von Gefahren sowie zu umweltschonendem Fahren teilgenommen hat. Diese sogenannte Zweiphasenausbildung trat am 1. Dezember 2005 in Kraft.</p><p>Neben den Neulenkern liegt heute der Fokus bei den Berufschauffeuren. Die EU strebt mit ihrer Richtlinie 2003/59/EG europaweite Minimalstandards für die Berufsfahreraus- und weiterbildung, insbesondere bezüglich energieeffizientem und defensivem Fahrstil, an. Die Verankerung entsprechender Regelungen in die schweizerische Gesetzgebung ist in Vorbereitung.</p><p>In Zukunft wird es vor allem darum gehen, Wege zu finden, um energieeffizientes und umweltschonendes Fahren auch bei den sogenannten "Altlenkern" vermehrt zu verbreiten.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Schweizer Energiestrategie eine Vier-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik und Grosskraftwerke beruht. Eine Massnahme zur Sicherstellung der künftigen Energieversorgung soll demzufolge der sparsamere Umgang mit der Ressource Energie sein. Der Bundesrat erteilte dem UVEK u. a. den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen zu erarbeiten. Massnahmen zu treibstoffsparendem Fahren werden in diesem Aktionsplan integriert werden.</p><p>Dem Anliegen des Postulates ist damit bereits Rechnung getragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.