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Saint-Saëns: L’Ancêtre
Von Rache getrieben: Studierende der Theaterakademie entdecken Saint-Saëns’ Oper L’Ancêtre
© Felix Löchner
Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München
In der vorletzten seiner zwölf Opern ließ Komponist Camille Saint-Saëns zwei verfeindete Familien aufeinander losgehen. Das Libretto dazu schrieb Lucien Augé de Lassus. Die im Titel benannte „Ancêtre“, die Ahnin, dominiert dabei das unheilvolle Beziehungsgeflecht.
Ihre Familie, die Fabianis, und der Clan der Pietra Neras, sind einander seit Generationen verhasst. In dem Konflikt der beiden korsischen Clans sind bereits zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Dagegen geht es in der Enkelgeneration auf einmal romantisch zu: Zwischen Tébaldo Pietra Nera und Margarita Fabiani entsteht eine unerwartete Liebesgeschichte. Zu allem Überfluss verliebt sich Vanina Fabiani ebenfalls in Tébaldo. Die jungen Turteleien sind neuer Zündstoff für die Ahnin, die vor allem auf Rache sinnt.
„L’Ancêtre“ war ein Auftragswerk für die Opéra de Monte Carlo und wurde dort im Jahr 1906 uraufgeführt. Nach mehr als hundert Jahren heben die Studierenden der Theaterakademie nun das Werk aus der Versenkung. (Christina Bauer)
Interpreten
Matthias Foremny (Leitung)
Eva-Maria Höckmayr (Regie)