Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/2904

Bundesrat Joseph Deiss hat an der 15. Sitzung der Ministerkonferenz der Frankophonie zur Unterstützung der Demokratisierung aufgerufen. An der Konferenz wurden auch Resolutionen zur Eindämmung von Krisen in Afrika verabschiedet.
Die rund 40 Minister, die an der Konferenz der Organisation Frankophoner Staaten (OIF) in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena teilnahmen, sprachen sich namentlich für eine Rückkehr zum Frieden in der Demokratischen Republik Kongo und in Côte d'Ivoire aus. Sie riefen zudem zur Versöhnung auf den Komoren auf.
Aussenminister Deiss sprach sich in seiner Rede vom Donnerstag (08.02.) für die Unterstützung der Demokratisierung aus und forderte dafür die nötigen Mittel. Er verlangte eine finanzielle Stärkung der Organisation, damit der OIF-Generalsekretär und ehemalige UNO- Generalsekretär, Boutros Boutros-Ghali, die demokratischen Bemühungen fördern könne.
In Tschad, einem Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), besichtigt Deiss am Freitag Projekte der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. In den nächsten Tagen will er mit seinen Amtskollegen in Tschad und in Ghana zusammenkommen. Er trifft auch die Präsidenten der beiden Länder, Idriss Deby und John Kufuor.
Gründung vor 15 Jahren
Die bisher letzte OIF-Gipfelkonferenz hatte 1999 in Moncton in Kanada stattgefunden. Die Frankophonen-Gemeinschaft, die von Haiti über Libanon und Rumänien bis Vietnam reicht, war vor 15 Jahren auf Initiative des damaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterrand gegründet worden. Höchstes Organ ist der «Ständige Rat der Frankophonie» (CPF).
Die erste Konferenz französischsprachiger Länder hatte bereits 1969 unter dem damaligen Staatschef General Charles de Gaulle stattgefunden. Französisch wird von rund fünf Prozent der Weltbevölkerung verstanden.
swissinfo und Agenturen