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1. Wie aus Melvin Kaminsky Mel Brooks wurde
Mel Brooks erblickte am 28. Juni 1926 in Brooklyn New York als Melvin James Kaminsky das Licht der Welt. Unter diesem Namen diente er auch als Minen-Entschärfer im Zweiten Weltkrieg. Brooks nennt sich der jüdische Komiker seit den späten 1940er-Jahren; ursprünglich um Verwechslungen mit dem Jazztrompeter Max Kaminsky zu vermeiden.
2. Wie aus dem Gag-Schreiber ein gefeierter Filmer wurde
Nach ersten Erfahrungen als Komiker und Gag-Schreiber wurde Mel Brooks 1949 von seinem Kumpel Sid Ceasar als Comedy-Autor fürs Fernsehen verpflichtet. Ende der 60er Jahre dann der höchst erfolgreiche Sprung ins Kinobusiness: Gleich mit seinem ersten Film, der wilden Nazi-Musical-Satire «The Producers», gewann Brooks den Oscar.
3. Brooks' schönste Trophäe: eine frischgebackene Oscarpreisträgerin
Einen noch grösseren Triumph hatte Brooks bereits einige Jahre zuvor gefeiert: die Hochzeit mit Schauspiel-Ikone Anne Bancroft. Für beide war es die zweite Ehe. Und diesmal hielten sie sich an die Weisung: Bis dass der Tod euch scheidet. Bancroft starb im Juni 2006, über 40 Jahre nachdem sie Brooks im Rahmen einer TV-Talkshow kennengelernt hatte.
4. Hits und Flops von «Mister Spoof»
In den 1970er-Jahren begann Mel Brooks damit, sich als Filmemacher zu spezialisieren. Seither steht sein Name wie kein anderer für federleichte Genre-Parodien, sogenannte «Spoofs». Mit «Blazing Saddles» verulkte Brooks den Western, mit «Young Frankenstein» den Horrorfilm, mit «Spaceballs» den Science-Fiction. Erst in den 1990er-Jahren hatte sich das Massenpublikum an diesem Humor-Muster sattgesehen. Der Misserfolg von «Dracula: Dead and Loving It» beendete Brooks Regie-Karriere.
5. Verewigt auf Hollywoods Walk of Fame
Wer es in der Traumfabrik zu was gebracht hat, kriegt einen Stern auf dem Walk of Fame. Mel Brooks‘ Name ist seit sechs Jahren dort eingraviert. Und ein Ende des Preisregens scheint eher unwahrscheinlich. 2013 wurde Brooks für sein Lebenswerk vom American Film Institute geehrt, 2014 durfte er seine Hände in den frischen Zement vor dem Chinese Theatre drücken.
6. Ein bisschen Polydaktylie schadet nie
Mel Brooks wäre nicht Mel Brooks, hätte er sich für seinen Handabdruck keinen Scherz einfallen lassen. Wer die Finger auf dem Foto oben zählt, merkt: Da stimmt was nicht! Brooks hatte sich neben seinem kleinen linken Finger kurzerhand einen weiteren montiert, um Presse und Zuschauer zu unterhalten. Frei nach dem Motto: Six sells!
7. Als Mel Brooks mit David Lynch kooperierte
Fast jeder weiss, wie ein Mel-Brooks-Film aussieht. Und jeder weiss, was einen David-Lynch-Film auszeichnet. Doch kaum jemand weiss, dass die beiden zusammen ein Projekt gestemmt haben: «The Elephant Man». Das von Lynch inszenierte und Brooks produzierte Schwarzweiss-Drama erhielt 1981 acht Oscar-Nominierungen. Der stimmungsvolle Film ist absolut sehenswert, gerade weil er weder zu David Lynch noch zu Mel Brooks zu passen scheint.
8. Als Barack Obama Mel Brooks die Ehre erwies
Was die Einnahmen betrifft, ist «Blazing Saddles» Mel Brooks erfolgreichste Spoof-Komödie. Als die Western-Parodie rund um einen afroamerikanischen Sheriff in den Kinos anlief, war Barack Obama noch nicht 13 und damit offiziell ein paar Monate zu jung, um den Film zu sehen. Weil sich der künftige US-Präsident somit kein Ticket kaufen konnte, schlich er sich in den Kinosaal und sah den Publikumshit schwarz. Wieso wir das wissen? Obama verriet die hübsche Anekdote im Dezember 2009, als er Mel Brooks im Weissen Haus den Kennedy-Preis überreichte.
9. M. Brooks – ein Name mit maximaler Zugkraft
Mel Brooks kann mit 90 stolz auf sein Lebenswerk blicken, ohne ihm noch einen weiteren Film hinzufügen zu müssen. Zumal sich Sohn Max anschickt, in die riesigen Fussstapfen des 1,65 Meter kleinen Vaters zu treten: Als Gag-Schreiber für die traditionsreiche TV-Show «Saturday Night Live» gewann er 2002 einen Emmy. Ein Jahr später veröffentlichte er den «Zombie Survival Guide»; 2006 den Bestseller «World War Z», der 2013 von Marc Forster als Blockbuster-Movie verfilmt wurde. Der nächste Film, der auf einem Buch von Max Brooks basiert, steht bereits in den Startlöchern: «The Great Wall», ein phantastisches Drama über den Bau der Chinesischen Mauer mit Matt Damon und Willem Dafoe. Der Name M. Brooks wird in Hollywood also auch in Zukunft maximal gefragt sein!