Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03167.jsonl.gz/302

Glossar | SCF-Lab [A] [B] [C] [D] [E] [F] [J] [K] [L] [P] [Q] [R] [V] ABC-/ XYZ-Analyse Die ABC/XYZ-Analyse ist ein Verfahren, welches hauptsächlich in der Materialwirtschaft zur besseren Klassifizierung von Lagerbeständen in einem Unternehmen genutzt wird. Die ABC-Analyse beschreibt den Wertanteil an den gesamten Materialkosten, während die XYZ-Analyse die Variabilität im Verbrauch erfasst. Akkreditiv Anweisung eines Kunden an seine Bank, auf seine Rechnung einem benannten Dritten einen bestimmten Betrag zur Verfügung zu stellen. Benchmarking Benchmarking ist ein systematischer und kooperativer Prozess, bei dem bestimmte Untersuchungsgegenstände einer Organisation mit anderen Organisationsbereichen oder fremden Organisationen verglichen werden. Durch diesen Vergleich werden die Unterschiede zwischen den Vergleichspartnern auf Basis quantitativer sowie qualitativer Messgrößen (Benchmarks) offen gelegt, die Ursachen für die identifizierten Unterschiede analysiert und die gewonnenen Erkenntnisse in Leistungsverbesserungen umgesetzt. Bestandsmanagement Das Bestandsmanagement befasst sich mit der Reduzierung der Lagerbestände bei gleichzeitiger Erhaltung oder Erhöhung des Lieferservice und der damit einhergehenden Kundenzufriedenheit im Unternehmen. Zum Bestandsmanagement zählt z.B. auch die Lagerhaltungspolitik. Cash Netting Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, i.d.R. zwischen Konzerngesellschaften, werden zu einem bestimmten Stichtag nicht durch effektive Bezahlung sondern durch eine Verrechnung ausgeglichen. Cash Pooling Konzerninterner Liquiditätsausgleich mittels zentralen Finanzmanagements, das den Konzernunternehmen überschüssige Liquidität entzieht bzw. Liquiditätsunterdeckungen durch Kredite ausgleicht. Cash-to-Cash Cycle Time (Kapitalbindungsdauer) Die Cash-to-Cash Cycle Time beschreibt, wie viel Zeit von der Bezahlung eines Unternehmens für Einsatzfaktoren vergeht, bis das daraus hergestellte Produkt bezahlt wird. Die Berechnung ergibt sich aus der Summe von „Alter Bestände“ und „Alter kurzfristiger Forderungen“ abzüglich des „Alters der Verbindlichkeiten aus LuL“. Cost Breakdown Analyse Eine Cost Breakdown Analyse ist ein systematischer Prozess welcher die Gesamtkosten eines Produkts oder eines Services in seine Bestandteile aufteilt und diese bestimmten Gruppen wie Material-, Arbeits-, Versandkosten, Steuern etc. zuweist. Cross Docking Der Begriff Cross Docking bezeichnet eine Warenumschlagsart, bei der Waren vom Lieferanten (Absender) vorkommissioniert geliefert werden. Das bedeutet, dass der Einlagerungsprozess und die dazugehörige Aktivität des Bestandslagers entfallen. Customer Relationship Management (CRM) Kundenbeziehungsmanagement (CRM) oder Kundenpflege bezeichnet die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen und ist ein wichtiger Baustein für Beziehungsmarketing. Ziel des CRM ist es, durch die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse den Unternehmenserfolg zu steigern. Days Inventory Held (DIH) Der Begriff Days Inventory Held meint die durchschnittliche Reichweite der Lagerbestände in Tagen. Die DIH geben an, wie lange ein Unternehmen Kapital in Lagerbeständen bindet. Die Berechnung erfolgt durch Division von „Höhe der Bestände“ durch „Herstellkosten pro Tag". Da die Herstellkosten nicht immer bekannt sind, werden in der Praxis meist die Umsatzerlöse verwendet. Days Payables Outstanding (DPO) Das durchschnittliche Zahlungsziel Verbindlichkeiten ist der Zeitraum, über welchen das Unternehmen die eigene Leistungserstellung nicht selbst finanzieren muss. Die Berechnung erfolgt durch Division von „Höhe der Verbindlichkeiten" durch „Herstellkosten pro Tag". Da die Herstellkosten nicht immer bekannt sind, werden in der Praxis meist die Umsatzerlöse verwendet. Days of Sales Outstanding (DSO) Das durchschnittliche Zahlungsziel Forderungen ist der Zeitraum, über welchen das Unternehmen die Leistungserstellung/den Konsum des Kunden mitfinanziert. Die Berechnung erfolgt durch Division von „Höhe der Forderungen" durch „Umsatzerlöse pro Tag". Debitorenmanagement Debitoren- oder auch Forderungsmanagement umfasst das Steuern des Prozesses der Entstehung einer Forderung bis zu ihrem Eingang in Bargeld. Ziel des Debitorenmanagements ist die Überwachung der Zahlungsmoral der Debitoren und auch – bei einer geringen Eigenkapitalquote – die Liquidität des Unternehmens zu wahren. Efficient Customer Response Strategisches Konzept in der Konsumgüterindustrie, in dem alle Partner (im Wesentlichen Hersteller und Handel) zur Optimierung der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Einkaufskooperation Bei der vertikalen Einkaufskooperation handelt es sich um eine Kooperation mit Unternehmen vorgelagerter Bereiche, bei der horizontalen Einkaufkooperation um Kooperation mit parallelgelagerten Sektoren. Externe Bestandsfinanzierung Die externe Bestandsfinanzierung ist ein Begriff aus dem Finanz- und Rechnungswesen, mit dem eine bilanzneutrale Finanzierung der Bestände gemeint ist. Dabei werden Bestände an einen externen Servicedienstleister, wie z.B. Logistikdienstleister, ausgelagert. Factoring Methode der Absatzfinanzierung, bei der der Lieferbetrieb seine Forderungen aus Warenlieferungen einem Finanzierungsinstitut verkauft, das meist auch das volle Kreditrisiko übernimmt. Durch das Factoring verkürzen Unternehmen ihre Bilanz um Forderungen und verbessern ihre Liquiditätssituation. Financial Hedging Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Zins- und Wechselkursrisiken. Ansatzpunkt ist die Schaffung einer Gegenposition (plus oder minus) zu einem existierenden Währungsrisiko, z.B. mit Hilfe von Futures oder Optionen. Forfaiting Eine finanzielle Transaktion, welche hauptsächlich in der Exportfinanzierung genutzt wird. Der Exporteur (Forfaitist) verkauft die Forderung abzüglich Zinsen an den Forfaiteur (Bank des Exporteurs) und überträgt die Rechte aus dem Sicherungsinstrument an diesen. Bei Fälligkeit zieht der Forfaiteur den Betrag ein und hat den Zins, welcher im durch den Kunden zu zahlenden Betrag enthaltenen ist, als Gewinn. Forecast Accuracy (Prognosegenauigkeit) Die Forecast Accuracy gibt an, wie exakt die tatsächlichen Bestellmengen in diskreten Zeiträumen vorhergesagt wurden. Just-in-Sequence Die Just-in-Sequence-Anlieferung dient dazu, die Produktion des Lieferanten mit der des Kunden zu synchronisieren, d.h. eine variantengerechte Anlieferung („In Sequence“) der Teile zu gewährleisten. Just-in-Time Just-in-Time bedeutet die bedarfssynchrone Anlieferung von Rohstoffen, Materialien und Fertigerzeugnissen in die Produktion (z.B. direkt an das Fließband) mit dem Ziel, Lagerhaltung zu vermeiden und somit Kosten zu sparen. KANBAN-Systeme Materialflussgetriebenes Fertigungssteuerungssystem, bei dem mittels Anforderungskarten (jap.: Kanbans), die von einer höheren Fertigungsstufe jeweils an die nächst niedrigere Fertigungsstufe übergeben werden, die Nachfertigung von Halbfertigerzeugnissen ausgelöst wird. KANBAN ermöglicht ein Reduzieren der lokalen Bestände von Vorprodukten in und nahe der Produktion, die dort in Produkten der nächsten Integrationsstufe verbaut werden. Kreditorenmanagement Das Kreditorenmangement dient der Buchführung und Verwaltung der Kontokorrentbeziehungen zwischen dem eigenen Unternehmen und den Kreditoren, also den externen Lieferanten oder Anbietern von Dienstleistungen. Zur Hauptaufgabe gehört die Bearbeitung der kreditorischen Eingangsrechnungen. Dazu zählen Tätigkeiten wie die Stammsatzpflege, als Verwaltung der Risiken und Limits, Rechnungsprüfung, Kontierung und das Verbuchen der eingehenden Rechnungen und Gutschriften, die Verwaltung der offenen Posten, das Veranlassen von Zahlungen, die Archivierung und das Berichtwesen im Kreditorenbereich. Liquiditätsmanagement Das Liquiditätsmanagement umfasst sämtliche Aufgaben und Massnahmen, die zur Sicherung der Liquidität und zur Erreichung höchster Effizienz im Zahlungsverkehr durchgeführt werden. Das Cash Management geht dabei über eine reine Finanzverwaltung hinaus, da hier eine aktive, zielorientierte Steuerung der Liquidität mit dem Ziel der Sicherstellung und Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens vorgenommen wird. Perfect Order Fulfilment Die Kennzahl Perfect Order Fulfilment (Vollständige und zeitgerechte Auftragserfüllung) bezeichnet den Anteil der Aufträge, die in der richtigen Zeit, Ort, Qualität und Menge ankommen, an der Gesamtzahl der durchgeführten Aufträge. Physical Hedging Instrument zur Minimierung von finanziellen Schwankungen bei Rohstoffpreisen. Dabei wird mit einem Rohstofflieferant (z.B. Metallhütte) gemäß einem Liefervertrag die Bereitstellung von Rohmaterial zu einem bestimmten Liefertermin und Menge an direkten Lieferanten (z.B. Halbzeughersteller) vereinbart. Postponement Postponement bezeichnet das Hinauszögern einer Entscheidung, um aufgrund eines kürzeren Prognosezeitraums eine bessere Informationslage nutzen zu können, z.B. die möglichst späte Kundenindividualisierung eines Standardproduktes. Quick Response Quick Response ist eine Strategie mit dem Ziel, schneller auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Sie baut auf einer Kooperation zwischen Einzelhandel, Distributoren und Produzenten auf und soll sowohl den Informations-, als auch den Warenfluss beschleunigen. Re-Invoicing Bei Produkten, welche in Ländern mit unterschiedlicher Währung fabriziert werden, wird die Rechnung vorerst in Landeswährung gestellt und anschließend erneut in Währung des Empfangszweigs. Ziel ist es, die beteiligten Unternehmen von Wechselkursschwankungen zu schützen. Reverse Factoring Beim Reverse Factoring - auch Lieferanten- oder Einkaufsfactoring genannt - geht es im Wesentlichen um eine Vorfinanzierung der Verbindlichkeiten eines Abnehmers gegenüber seinem Lieferanten durch einen Serviceanbieter. Für den Abnehmer bietet das Reverse Factoring den Vorteil, dass dieser die Finanzierung seiner Einkäufe optimieren und gleichzeitig längerfristige Zahlungsziele ausschöpfen kann. Für den Lieferanten hat das Reverse Factoring zur Folge, dass dieser frühzeitig vergütet wird. Vendor Managed Inventory (VMI) Lieferantengesteuerter Bestand (LGB) bzw. Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein logistisches Mittel zur Verbesserung der Performance in der Lieferkette, bei dem der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden hat. Der Lieferant übernimmt die Verantwortung für die Bestände seiner Produkte beim Händler.