Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03397.jsonl.gz/1902

Kantons- und Spitalapotheke
Ansicht NordwestDownload
Kantons- und Spitalapotheke
Ansicht SüdostDownload
Kantons- und Spitalapotheke
Ansicht NordostDownload
Kantons- und Spitalapotheke
Adresse
4056 Basel
BS
Architektur
Viele Projekte von Herzog de Meuron bestechen durch eine neue Idee, durch ein Experiment: An der Spitalstrasse sind dies die Inszenierung der Schauseite und die Entwicklung der eingesetzten Spezialgläser. Trotz der zahlreichen Fenster vermittelt der Bau eine enorme Introvertiertheit. Die Kantons- und Spitalapotheke ist ein Wegbereiter der Schweizer Architektur der 2000er-Jahre.
Chronologie
Die Kantons- und Spitalapotheke, der sogenannte «Rossetti-Bau», gehört zum Institut für Spitalpharmazie des Basler Universitätsspitals. Die Labore, die Pharma-Produktion, die Büros sowie Lagerräume wurden aus Platzgründen ausgelagert. Der Neubau entstand in den Jahren 1995 bis 1998 unter der Leitung des Architekturbüros Herzog de Meuron.
Lage
Der Bau befindet sich im Basler Rossetti-Areal, das im Südosten von der Mittleren Brücke und im Nordosten von der Johanniterbrücke begrenzt wird. Das Quartier ist von Stadthäusern aus dem 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Der Neubau an der Spitalstrasse liegt gegenüber des Universitätsspitals.
Beschreibung
Die Kantons- und Spitalapotheke umfasst einen viergeschossigen Baukomplex. Er gründet auf vier bestehenden Untergeschossen, die auf einem konstruktiven Raster von vier mal sechs Metern basieren, die auch der Neubau aufnimmt. Das Geviert fasst einen Innenhof. Das Volumen wird von einem Rücksprung der Ostecke und einem gegen die Spitalstrasse vorgelagerten, keilförmigen Baukörper akzentuiert. Das ob der starren Vorgaben des Bestands aussergewöhnlich fein durchgeformte Gebäude erhält durch eine homogene Fassadengestalt einen äusserst kubischen Charakter. Die Fassaden bestehen aus flaschengrün bedruckten, rahmenlosen Gläsern, die wechselnde Reflektionen erzeugen. In die Glashülle sind der Nutzung entsprechend Fenster und Bandfenster eingeschnitten. Tiefe Laibungen geben der Gebäudehülle eine eindrucksvolle Plastizität.
Literatur