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Gestagene sind Hormone, die dem vom Gelbkörper gebildeten natürlichen Hormon Progesteron ähneln. Ihr Name leitet sich vom lateinischen Wort „Gestation“ für Schwangerschaft ab, bei der Progesteron eine wichtige Rolle spielt.
Gestagene verhindern, dass die Gebärmutterschleimhaut im Rahmen der Monatsblutung abgebaut und abgestossen wird. Die Menstruation bleibt meistens aus. Dieser Mechanismus soll eigentlich eine bestehende Schwangerschaft schützen. Da die Monatsblutung jedoch auch der wichtigste Auslöser von Endometriosebeschwerden ist, können die Symptome durch die Gabe von Gestagenen effektiv bekämpft werden.
In ausreichend hoher Konzentration behindern Gestagene darüber hinaus den Reifungsprozess von Eizellen in den Eierstöcken. Dadurch wird weniger Östrogen gebildet, das eine wichtige Rolle bei der Endometriose spielt.
Wie alle Hormonpräparate müssen Gestagene zur Behandlung der Endometriose über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um ihre Wirkung voll zu entfalten. Gestagene können nicht nur die endometriosebedingten Schmerzen lindern, sondern auch eine Rückbildung der Krankheitsherde bewirken.
Gestagene werden im allgemeinen gut vertragen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Brustbeschwerden, depressive Verstimmungen, Blutungsunregelmässigkeiten, Übelkeit, Gewichtszunahme und Akne.