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Während das Gesetz bis Ende 1991 u.a. betreffend Erwerb des Schweizer Bürgerrechts durch Heirat zwischen Männern und Frauen unterschied und nur die ausländische Ehefrau das Schweizer Bürgerrecht automatisch durch Eheschliessung erwarb (der ausländische Ehemann dagegen nur über das ordentliche Einbürgerungsverfahren Schweizer werden konnte), ist das neue, revidierte Bürgerrechtsgesetz (in Kraft seit dem 1. Januar 1992) bewusst geschlechtsneutral formuliert. So wird die ausländische Gattin eines Schweizers nicht mehr automatisch Schweizerin.
Lebt das Ehepaar in der Schweiz, so kann der ausländische Ehegatte (Mann oder Frau) ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn das Ehepaar gesamthaft seit fünf Jahren in der Schweiz wohnt und wenn es seit mindestens drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft gelebt hat. Mit Auslandschweizern verheiratete ausländische Staatsbürger können ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn sie mindestens 6 Jahre in der ehelichen Gemeinschaft gelebt haben und mit der Schweiz eng verbunden sind.
Im Gegensatz zu früheren Bestimmungen verliert eine Auslandschweizerin, die einen Ausländer heiratet, ihr Schweizer Bürgerrecht nicht mehr. Nach wie vor können sich Frauen, die ihre Schweizer Nationalität vor dem 1 Januar 2006 durch Heirat oder Einbezug in die Entlassung des Ehemannes verloren haben, wenn sie mit der Schweiz eng verbunden sind, ein Gesuch um Wiedereinbürgerung stellen.