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Das globale Ernährungssystem ist eine der Hauptquellen von Treibhausgasemissionen und emittiert rund 30 Prozent der weltweiten Gesamtmenge. Daneben ist das globale Ernährungssystem auch ein relevanter Treiber für Waldrodung und Biodiversitätsverlust. Die Corona-Pandemie oder auch der Krieg in der Ukraine haben zudem veranschaulicht, dass das globale Ernährungssystem nicht resilient ist. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, ein nachhaltiges Ernährungssystem zu implementieren. Ein nachhaltiges Ernährungssystem gewährleistet Nahrung und Ernährungssicherheit unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Grundlagen, und zwar heute wie auch für zukünftige Generationen.
Ein nachhaltiges Ernährungssystem erfordert unter anderem eine nachhaltige Ernährungsweise. Die EAT-Lancet-Kommission hat im Jahr 2019 in ihrem Bericht eine zukunftsfähige Referenzernährung veröffentlicht. Die Planetary Health Diet ist eine pflanzenbetonte Ernährung, welche die planetaren Grenzen respektiert und mit der sich die Weltbevölkerung bedarfsgerecht und gesund ernähren kann. Die EAT-Lancet-Kommission (besetzt mit 37 Wissenschaftler aus 16 Ländern aus verschiedenen Disziplinen wie Gesundheit, Landwirtschaft, Politikwissenschaften und ökologische Nachhaltigkeit), hat globale wissenschaftliche Ziele für gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion entwickelt. Die Kommission fokussiert sich auf zwei Faktoren des globalen Lebensmittelsystems: den Endverbrauch (gesunde Ernährung) und die Produktion (nachhaltige Lebensmittelproduktion). Beide Faktoren haben einen unverhältnismässig grossen Einfluss auf die menschliche Gesundheit und die ökologische Nachhaltigkeit.
Die Planetary Health Diet stimmt bereits mit vielen traditionellen Ernährungsmustern überein. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Weltbevölkerung genau die gleichen Lebensmittel essen sollte, noch schreibt sie eine exakte Diät vor. Die Planetary Health Diet skizziert stattdessen Lebensmittelgruppen und Bereiche der Lebensmittelzufuhr, die die menschliche Gesundheit optimieren würde. Eine lokale Interpretation und Anpassung der Planetary Health Diet ist notwendig und sollte die Kultur, Geografie und Demografie der Bevölkerung widerspiegeln.
Der planetarische Gesundheitsteller sollte etwa zu einer Hälfte aus Gemüse und Früchte und zur anderen Hälfte aus Vollkorn, pflanzlichen Proteinquellen, ungesättigten Pflanzenölen und (optional) bescheidenen Mengen an tierischen Proteinquellen bestehen.