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Der nachfolgende Text basiert auf einem Auszug aus der GDI-Studie «Entsolidarisiert die Smartwatch? Szenarien für ein datafiziertes Gesundheitssystem», die über unsere Website bezogen werden kann.
Das «Big Community»-Szenario skizziert eine Welt, in der Bedingungen für Solidarität sehr tolerant ausgestaltet sind: Egal, ob jemand raucht oder sich sonst riskant verhält, er hat vollumfänglich Anspruch auf Dienstleistungen des Gesundheitswesen. KeineR fällt aus dem Raster.
Diese Solidarität manifestiert sich auch im Teilen von Daten, das gleichsam eine gesellschaftliche Norm darstellt. Von den Informationen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen profitieren letztlich alle. Solidarität entsteht hier bottom-up, aus Eigeninitiative von Einzelnen, Menschen verhalten sich ohne obrigkeitliche Vorgaben oder Druck solidarisch zu einander. Der Staat spielt in diesem Szenario eine untergeordnete Rolle.
Diese Daten-Solidarität kennt nur wenige Bedingungen. Gesundheitsdaten werden, zumindest in aggregierter Form, fast so etwas wie Wikipedia-Artikel. Daten werden als nicht exklusives, öffentliches Gut verstanden. Sie sind durch die Nutzung einer Person nicht aufgebraucht und werden darum auch nicht als Rohstoff gesehen, sondern vielmehr als Infrastruktur, die alle nutzen können.
Mehr zum «Big Community»-Szenario und zu den drei weiteren Szenarien finden Sie in der kostenfreien GDI-Studie «Entsolidarisiert die Smartwatch? Szenarien für ein datafiziertes Gesundheitssystem».
Studie, 2021 (kostenloser Download)
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Format: PDF, 60 Seiten
Im Auftrag von: Stiftung Sanitas Krankenversicherung