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Gempen und seine Geschichte und Natur
20 July 2022
Auf dem Hochplateau von Gempen und Hochwald (Kanton Solothurn) ist die Natur vielfältig, und der Jura zeigt sich von seiner besten Seite. Es fehlen nur die Bäche und Teiche, die es anderswo im Jura so zahlreich gibt.
Die Region ist besonders bekannt für ihre Obstbäume, Laub- und Nadelwälder und die vielen Wiesen, Felsen und Alpenblicke.
Die Geschichte von Gempen ist so vielfältig wie seine Natur. Der keltische Stamm der Rauraken bewohnte das Gebiet und begab sich ebenfalls nach Bibracte, um 58 v. Chr. von Cäsar vernichtend geschlagen zu werden. In der Römerzeit gab es eine Strasse ins nahe gelegene Augusta Raurica am Rhein. Gempen leitet sich von dem lateinischen Namen campanus (Feld oder Ebene) ab.
Die Alemannen drangen um 270 v. Chr. in das Gebiet ein und nach dem Abzug der Römer (410 n. Chr.) war es alemannisches Gebiet. Es folgten die Franken (Merowinger und Karolinger), das Heilige Römische Reich, der Bischof von Basel und die Stadt Basel.
Nach dem Schwabenkrieg von 1499 erwarb Solothurn das Dorf und die Region. Gempen wechselte 1526 die Religion, um dann nach dem Kappelerkrieg 1531 zum Katholizismus des Kantons Solothurn zurückzukehren.
Dornach verwaltete das Dorf mit einem Vogt. Er residierte auf Schloss Dorneck. Der Einmarsch der Franzosen 1798 bedeutete das Ende des Schlosses und der Verwaltung von Dornach. Die Ruinen der einst mächtigen Burg sind heute noch zu sehen.
Gempens letzte Kriegstat war der Sonderbundskrieg von 1847. Fünf Männer kämpften an der Seite Solothurns gegen die protestantischen Eidgenossen. Alle haben diesen kurzen Krieg überlebt. Während des Zweiten Weltkriegs war die Ebene von grosser strategischer Bedeutung. Die Gempen-Division war dort stationiert.
Heute ist das Dorf eine wohlhabende Gemeinde mit der Sonnhalde als wichtigstem Wahrzeichen. Die Sonnhalde ist eine Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung.
Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Gempen Solothurn CH.
Korrektorin: Petra Ehrismann
Der Gempenturm