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Einführung zu den Leistungen im Todesfall
Bei einem Todesfall einer verheirateten Person wird eine Ehegattenrente in Höhe von 60 % der versicherten Invalidenrente resp. der laufenden Altersrente, sofern die Person zum Zeitpunkt des Todes bereits Altersrenten bezogen hatte, ausbezahlt. Hinterlässt eine versicherte Person anspruchsberechtigte Kinder, erhalten diese eine Waisenrente in Höhe von 20 % der versicherten Invalidenrente resp. der laufenden Altersrente.
Eingetragene Partner gleichgeschlechtlicher Paare sind Ehegatten gleichgestellt.
Praktisches Beispiel zu Leistungen im Todesfall
Frau Huber stirbt und hinterlässt einen Ehemann und ein minderjähriges Kind. Ihr Mann erhält eine Witwerrente und für das minderjährige Kind wird eine Waisenrente ausbezahlt. Da im Reglement ihrer Vorsorgeeinrichtung ein zusätzliches Todesfallkapital vorgesehen ist, wird dieses ebenfalls ausbezahlt.
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Vertiefung
Die Minimalanforderungen des Gesetzes sehen keine Leistungen bei Todesfall eines Konkubinatspartners resp. einer ledigen Person vor.
Trotzdem sehen die meisten Vorsorgereglemente jedoch Todesfallleistungen vor, sei es die Auszahlung der vorhandenen Altersguthaben und/oder eines zusätzlichen Todesfallkapitals.
Damit eine Ehegattenrente ausgerichtet werden kann, müssen weitere Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein:
- Der überlebende Ehegatte muss für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen, oder
- Ist älter als 45 Jahre. Zudem muss die Ehe mindestens fünf Jahre gedauert haben.
Falls diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine einmalige Abfindung von drei Jahresrenten.
Unter Umständen hat auch ein geschiedener Ehegatte Anspruch auf Leistungen.
Die Anspruchsberechtigung für Waisenrenten ist dieselbe wie für Pensioniertenkinderrenten.
Testen Sie Ihr Wissen
Haben Sie alles verstanden? Testen Sie Ihr Wissen mit dem folgenden kurzen Quiz:
Leistungen im Todesfall
Welche Person hat keinen Anspruch auf eine Rente im Todesfall des Partners?
Ledige Person
Eingetragener Partner
Ehegatte
Richtig! Anspruch gemäss Gesetz haben einzig Ehegatten und eingetragene Partner.
Falsch! Anspruch gemäss Gesetz haben einzig Ehegatten und eingetragene Partner.
Kapitel 4
Leistungen bei Invalidität
Alle Kapitel zum Thema 2. Säule
- Kapitel 1 Grundlagen der beruflichen Vorsorge
- Kapitel 2 Leistungen im Alter
- Kapitel 3 Leistungen im Todesfall
- Kapitel 4 Leistungen bei Invalidität
- Kapitel 5 Eintritt in die berufliche Vorsorge
- Kapitel 6 Austritt aus der beruflichen Vorsorge
- Kapitel 7 Scheidung
- Kapitel 8 Wohneigentumsförderung
- Kapitel 9 Einkauf / Auskauf in die Vorsorgeeinrichtung
- Kapitel 10 Die Koordination
- Kapitel 11 Der Kassenvorstand und seine Aufgaben
- Kapitel 12 Glossar