Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03398.jsonl.gz/2576

Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit
Blasenentzündungen sind schmerzhaft. Lassen die Beschwerden nach kurzer Zeit nicht nach, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diese Hausmittel können oft verhindern, dass es so weit kommt.
Eine Blasenentzündung kann jeden treffen. Besonders häufig leiden Frauen darunter, da sie eine kürzere Harnröhre als Männer haben. So kann es zu einer schmerzhaften Blasenentzündung kommen, weil die Bakterien leichter in die Blase gelangen. In selteneren Fällen können Blasenentzündungen auch durch Nierensteine entstehen.
Treten eines oder mehrere der folgenden Symptome auf, kann es sein, dass man an einer Blasenentzündung leidet:
Da ein Harnwegsinfekt, wie eine Blasenentzündung auch bezeichnet wird, sich leicht verschlimmern kann, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden.
Meist verläuft der Infekt harmlos. Doch wenn sich ausser den unteren Harnwegen, die aus der Harnröhre und der Blase bestehen, auch die oberen Harnwege entzünden – also die Harnleiter sowie das Nierenbecken –, erhöht sich das Komplikationsrisiko, und es kann schlimmstenfalls sogar zu einer Blutvergiftung kommen.
Es gibt viele Hausmittel, die bis zur ärztlichen Behandlung Linderung bei einer Blasenentzündung verschaffen oder eine medikamentöse Therapie wirksam unterstützen können. Sobald man erste Anzeichen des Harnwegsinfekts bemerkt, sollte man die Hausmittel anwenden. Je früher damit begonnen wird, desto besser wirken die folgenden Tipps.
Der Körper versucht durch vermehrtes Wasserlassen die Bakterien aus der Blase zu spülen. Daher ist es wichtig, besonders viel zu trinken, auch wenn der Toilettengang schmerzhaft ist. Je weniger Flüssigkeit dem Körper zugeführt wird, desto leichter Vermehren sich die Bakterien, und der Infekt verschlimmert sich. Auf Getränke wie Kaffee, Alkohol oder Zitrussäfte sollte man jedoch verzichten.
Es ist wichtig, die Blase häufig zu entleeren, um die darin befindlichen Bakterien loszuwerden und ihnen keine Chance zu geben, sich weiter zu vermehren. Meist verspürt man bei einem akuten Harnwegsinfekt ohnehin vermehrt das Bedürfnis, zur Toilette zu gehen, doch auch wenn dies nicht der Fall ist, sollte man so oft wie möglich versuchen Wasser zu lassen.
Sowohl der Saft von Cranberrys als auch der von Heidelbeeren oder Sanddorn sollen Blasenentzündungen vorbeugen und bei einem Infekt hilfreich sein. Das in den Beeren enthaltene Proanthocyanidin und die Gerbstoffe erschweren es den Bakterien, sich an den Harnwegen festzusetzen und stärken die Schleimhäute der Blase. Trinkt man regelmässig diese Säfte, kann dies Harnwegsinfekte verhindern oder lindern.
Harntreibende und entzündungshemmende Tees helfen bei einer Harnwegsinfektion und sind in Apotheken und in manchen Supermärkten erhältlich. Häufig wirken diese Tees auch entkrampfend. Sorten wie zum Beispiel Bärentraubenblätter-, Brennnessel-, Wacholder- oder Sencha-Tee helfen bei der Behandlung von Blasenentzündungen. Täglich sollten etwa vier Tassen davon getrunken werden, falls nicht anders auf der Verpackung empfohlen. Bei Nieren- oder Herzerkrankungen muss vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.
Da Ingwer antibakteriell wirkt, unterstützt er den Genesungsprozess bei einer Blasenentzündung. Man schneidet die Wurzel in drei bis vier feine Scheiben und giesst sie in einer Tasse mit heissem Wasser auf. Nach circa zehn Minuten ist der Ingwer-Tee fertig.
In der Apotheke sind verschiedene Mittel mit D-Mannose erhältlich, einem Einfachzucker, der zur Vorbeugung und Bekämpfung einer Blasenentzündung verwendet wird. Man scheidet den Zucker mit dem Urin aus und schwemmt dadurch schädliche Bakterien aus der Blase. Zudem wird die Wechselwirkung zwischen der Schleimhaut der Blase und den Bakterien durch die D-Mannose gehemmt. Das Medizinprodukt gibt es als Pulver oder Tablette und ist nicht verschreibungspflichtig.
Löst man eine kleine Menge Natron, etwa eine Messerspitze, in einem Tee oder einem Glas Wasser auf und trinkt die Mischung auf möglichst nüchternen Magen, kann dies den pH-Wert des Urins anheben. Dadurch macht man es den Bakterien in der Blase schwerer und kann für eine leichte Linderung des Harnweginfekts sorgen.
Um Abhilfe bei Schmerzen einer Blasenentzündung zu verschaffen, ist Wärme hilfreich. Eine Wärmflasche, die man mit einem Handtuch umwickelt auf den Unterleib legt, wirkt entkrampfend und wohltuend. Auch ein warmes Fussbad kann helfen.
Kälte wiederum sollte vermieden werden, insbesondere in der unteren Körperhälfte. Ist man unterkühlt, wird es für die körpereigene Immunabwehr schwerer, gegen die Bakterien in der Blase vorzugehen.