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Ein erster, reiner Blick auf das Palmarès dürfte Stan Wawrinka (ATP 4) schmeicheln. Der Vergleich der Anzahl Grand-Slam-Titel stellt den 31-Jährigen auf eine Stufe mit der aktuellen Nummer eins, Andy Murray. Beide haben bisher drei Majors gewonnen. Wawrinka ist dennoch weit davon entfernt, den Thron zu übernehmen.
Der Rückstand auf Murray beträgt mehr als 7000 Punkte oder mehr als doppelt so viel wie Stan selber auf dem Konto hat (5315). Nach seinem US-Open-Sieg im September meinte er, er werde nie die Nummer eins erobern können.
Dieser Meinung ist er auch vor der Saison 2017. Am Rande des ATP-Turniers in Brisbane (Australien) sagt er in einem ATP-Video: «Das ist einfach der Fakt. Ich habe zwar drei Grand Slams gewonnen in den letzten drei Jahren, aber ich bin weit weg, die Nummer 1 oder 2 der Welt zu sein. Die anderen gewinnen oder kommen in den Final bei fast jedem Turnier, das sie spielen. Ich gewinne zwar ein paar Turniere jährlich, aber während des Rest des Jahres bin ich nicht gut genug.»
Nicht nur Murray, sondern auch Novak Djokovic (ATP 2), der 2016 das erste Halbjahr dominierte, ist in der Weltrangliste weit vor dem Schweizer. Auch die Konkurrenz mit Raonic, Nishikori ist hart. «Es wird hart, dort zu bleiben, wo ich jetzt bin. Ich versuche mich weiter zu verbessern und das Jahr so gut wie möglich zu beenden», sagt Stan.
Acht Jahre lang startete er seine Saison jeweils beim Turnier in Chennai (Indien), wo er zuletzt dreimal in Folge den Titel gewinnen konnte. Nun legt er in Brisbane los, einem Turnier der gleichen Kategorie (250). Weshalb ändert Stan sein gewohntes erfolgreiches Auftaktprogramm?
«Ich wollte ein bisschen meine Routine ändern und früher nach Australien kommen. Ich habe viele gute Dinge über dieses Turnier gehört, wollte es mal ausprobieren. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden hier», sagt der Schweizer. (rib)Publiziert am 04.01.2017 | Aktualisiert am 04.01.2017