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Starke Blutungen, Entzündungen, Schmerzen beim Sexualverkehr und Probleme bei Geburten gehören zu den traumatisierenden und manchmal tödlichen Folgen.
Klare Verurteilung durch die Uno
Zum ersten Mal hat am 20. Dezember 2012 die Uno-Generalversammlung eine Resolution zum Thema weibliche Genitalverstümmelung verabschiedet. Sie fordert die Staaten auf, mit klaren Gesetzen gegen diese Menschenrechtsverletuzung vorzugehen und deren Einhaltung streng zu überwachen. Sie fordert dabei aber auch eine ganzheitliche Herangehensweise gegen eine Praxis, die oft mit Tradition oder Religion begründet wird. Dazu gehören die Stärkung von Mädchen und Frauen in der Wahrnehmung ihrer Rechte, die Förderung und der Schutz der Gesundheit im Zusammenhang mit Sexualität, Schwangerschaft und Geburt, sowie der Kampf gegen den Teufelskreis von Diskriminierung und Gewalt.
In der Schweiz ist die Verstümmelung der weiblichen Genitalien seit dem 1. Juli 2012 strafbar. «Wer die Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, in ihrer natürlichen Funktion erheblich und dauerhaft beeinträchtigt oder in anderer Weise schädigt», kann gemäss dem neuen Artikel 124 des Strafgesetzbuchs mit einer bis zu 10-jährigen Freiheitsstrafe bestraft werden. Auch Amnesty International hat sich in einer Stellungnahme für ein Gesetz gegen Genitalverstümmlung ausgesprochen. Dabei hat Amnesty den Einbezug von Vertreterinnen der betroffenen Migrationsgemeinschaften in die Präventionsarbeit gefordert und im weiteren auf das ungelöste Problem der Genitalverstümmlung an Intersexuellen hingewiesen.
Auf europäischer Ebene führt Amnesty International zurzeit eine Kampagne gegen die weibliche Genitalverstümmlung. Näheres zur Kampagne «Stop FGM Europe».