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Alfred Keller (1849-1925) war ein Sohn des Kantonsschullehrers Karl Keller, der als Mitbegründer der Tonhalle-Gesellschaft noch heute bekannt ist. Nach einem Maschinenbau-Studium am Polytechnikum trat Alfred Keller in den Dienst der Schweizerischen Nordostbahn und wirkte mehrere Jahre als Depotchef im Bahnhof Romanshorn, wo er den Handelsverkehr über den Bodensee organisierte. Hier begann er 1891 auch mit dem Sammeln von Pflanzen, wozu ihn der Zürcher Graveur Jakob Hanhart animiert hatte. 1896 bis 1901 lebte Alfred Keller mit seiner Familie wieder in Zürich. Er wurde ein eifriges Mitglied der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft und untersuchte u.a. die Flora der Seeaufschüttungen beim Belvoir. Nach der Gründung der SBB zog Keller an deren Hauptsitz nach Bern und erreichte hier den Rang eines Obermaschineningenieurs. Ab 1907 verbrachte Alfred Keller seine Sommerferien zehnmal in Saas-Almagell und setzte sich zum Ziel, sämtliche Pflanzenarten, die in diesem Tal wachsen, zu finden und in das Herbarium aufzunehmen. 1918 zog er als Pensionär zurück nach Zürich, wo er die Gründung eines schweizerischen Eisenbahnmuseums durchsetzte und das Herbarium Naegeli-Keller weiter bearbeitete. Wenige Monate vor seinem Tod übernahm Alfred Keller noch das Präsidium der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft.