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Anagrelid und Azithromycin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Anagrelid hat ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QT-Zeit im EKG. In Kombination mit anderen QTc-verlängernden Arzneistoffen wie Makrolidantibiotika sind additive Effekte möglich, wodurch das Risiko für kardiale Arrhythmien ansteigt [Howard PA, 2013].
Effekt
Unter der Kombination kann es zu einer Verlängerung der QTc-Zeit im EKG kommen. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Gemäss Schweizer Fachinformation von Erythrom ist die Kombination mit Arzneimitteln, die ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen können, formal kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, ist eine sorgfältige Kontrolle der QT-Zeit im EKG vor Beginn der Therapie sowie im Verlauf durchzuführen. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sollten überwacht und hochnormal eingestellt werden. Verlängert sich die QTc-Zeit unter der Therapie auf über 500ms oder um mehr als 60ms im Vergleich zur Baseline, ist die Therapie abzusetzen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018