Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/410

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Ski alpin - Marcel Hirscher gewinnt mit dem Sieg im Slalom beim Weltcup-Finale in Lenzerheide auch den Slalom-Weltcup. Er distanziert Konkurrent Felix Neureuther um 0,76 Sekunden.
Risiko total wurde belohnt. Marcel Hirscher, der nach dem ersten Lauf im Duell mit dem Deutschen Felix Neureuther um sechs Hundertstel vorne gelegen hatte, entschied das Rennen letztlich mit 0,76 Sekunden Vorsprung relativ deutlich. Hirscher setzte alles auf eine Karte und kam im Gegensatz zu seinem Gegner ohne groben Fehler durch. Neureuther hatte seine Chance mit einem Fehler kurz vor dem Ziel vergeben.
Der 25-jährige Hirscher sicherte sich wie im Vorjahr die kleine Kristallkugel für den Slalom-Weltcup. Insgesamt gewann er bereits seine sechste Trophäe. Neben der Gesamtwertung, die er schon vor diesem letzten Rennen zum dritten Mal in Serie für sich entschieden hatte, besitzt Hirscher auch noch eine kleine Kugel für den Riesenslalom, die er 2012 errang. Selbstverständlich war sein neuester Coup aber nicht. Hirscher holte sich zwar seinen fünften Saisonsieg, aber seit dem Slalom von Adelboden zu Januar-Beginn hatte er nicht mehr gewonnen.
Für Neureuther, im Slalom-Weltcup mit fünf Punkten Reserve auf Hirscher in der Lenzerheide angetreten, war das Verdikt bitter. Er war der erste Deutsche seit 24 Jahren, der wieder eine Kristallkugel hätte erringen können. Geärgert hatte sich der knapp 30-jährige Deutsche vor allem über die Kurssetzung des ersten Laufs, den Hirschers Trainer Michael Pircher etwas eigenwillig gesetzt hatte. Es gab da eine Vertikale, bei der die Fahrer fast zum Stillstand kamen. Der Deutsche bezeichnete dies als "bodenlose Frechheit", akzeptierte aber letztlich die Niederlage gegen Hirscher, mit dem er ja eigentlich gut befreundet ist.
Zur schwierigen Kurssetzung kamen die vielen Löcher hinzu, welche die Aufgabe für die Atheten mit höheren Nummern fast unlösbar machten. Der Berner Luca Aerni verlor mit Nummer 21 rund fünfeinhalb Sekunden und landete so im ersten Lauf nur auf dem 22. Zwischenrang. Im zweiten Durchgang schied er aus.
Lenzerheide. Weltcup-Slalom der Männer: 1. Marcel Hirscher (Ö) 2:07,74. 2. Felix Neureuther (De) 0,76 zurück. 3. Mario Matt (Ö) 1,08. 4. Stefano Gross (It) 1,90. 5. Markus Larsson (Sd) 2,22. 6. Axel Bäck (Sd) 2,28. - Luca Aerni schied im zweiten Lauf aus.
SDA-ATS