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Johann Baptist Isenring, einer der allerersten Schweizer Fotografen
Der von den Entdeckungen von Niépce und Daguerre faszinierte Sankt Galler Kunstmaler Johann Baptist Isenring rüstete sich im Oktober 1839 für die Daguerreotypie aus. Vom 13. bis 27. August 1840 zeigte er in seinem Atelier am Multertor eine von einem vierseitigen Katalog begleitete Ausstellung, wahrscheinlich die erste Fotoausstellung der Welt. In diesem Katalog beteuert Isenring, vor der Bekanntgabe von Daguerres Erfindung die ersten Versuche gemacht und nach den Methoden von William Henry Fox Talbot gearbeitet zu haben.
Isenring gibt die Malerei vorübergehend auf, arbeitet während zwei Jahren als Wanderfotograf und lässt sich sogar einige Zeit lang in München nieder. Er macht Porträts, Architekturfotografie, Bildreproduktionen und entwickelt eine Methode für die Kolorierung von Abzügen, die er in Amerika patentieren lässt.
Illustration:
Portrait von Johann Baptist Isenring