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Genf - In Asien und Afrika sterben jährlich rund 1,1 Millionen Menschen im Alter von über fünf Jahren an Durchfall. Das sind mindestens drei Mal soviele wie angenommen. Das ergab eine WHO-Studie, deren erste Ergebnisse veröffentlicht wurden.
Zuvor war die Zahl der jährlichen Durchfallopfer gemäss einer früheren Studie noch auf rund 300'000 weltweit geschätzt worden. Die derzeitige Untersuchung ist auf sechs Jahre angesetzt und läuft noch bis 2012.
Er hoffe, dass die neuen Zahlen die Aufmerksamkeit für die Krankheit erhöhen würden, sagte der Experte der der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Jorgen Schlundt, in Genf. Die Krankheit, die meist durch verunreinigtes Wasser und Nahrung verursacht werde, sei sowohl vermeidbar als auch gut zu behandeln.
"Es gibt noch immer Länder, die glauben, dass Nahrungssicherheit nicht wichtig ist und dass nicht viele an Krankheiten sterben, die mit der Ernährung zusammenhängen", sagte Schlundt. Die aktuellen Zahlen zeigten jedoch, dass es sich wohl um ein "bedeutendes Problem" handele und dass es möglich sei, dies zu bekämpfen.
Gemäss der aktuellen Untersuchung sterben zudem jährlich rund 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. Sie sind durch ihr schwächeres Immunsystem besonders anfällig für die Folgen verunreinigter Nahrung.
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