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30. April 2021
Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.
Mandeln
Kalifornien lieferte im März ein Plus von 28 % im Vergleich zum März vor einem Jahr. Phänomenal! Interessant ist der starke Anstieg der westeuropäischen Lieferungen um 12 %. Für einen "gesättigten" Markt ist dies ein beeindruckendes Wachstum. Der Punkt ist, dass es Kalifornien mit einer Rekordernte zu tun hat, diese verkauft und verschifft. Falls es irgendwelche Zweifel gab, bestätigt der heutige Bericht nachdrücklich, dass Mandeln eine beneidenswerte Nachfrageelastizität aufweisen. Der Markt hat auf die niedrige Preisgestaltung mit Verkäufen und Lieferungen reagiert, um der Herausforderung des Überangebots zu begegnen. Bei noch 4 verbleibenden Monaten in der Saison versichern starke Verpflichtungen, dass die nächsten 3 - 4 Monate gute Verschiffungsmonate sein werden. Experten werden ihre Prognosen in den nächsten 1 bis 2 Wochen veröffentlichen, wobei die subjektiven Prognosen Anfang Mai eintreffen werden. Da die starke Nachfrage auf dem aktuellen Marktniveau gesichert ist, besteht unserer Meinung nach in den nächsten Monaten eher ein Aufwärts- als ein Abwärtsrisiko für die Preise, da die Größe der Ernte 2021 diskutiert wird.
Haselnusskerne
Die erste Blütenzählung wurde Ende März/Anfang April abgeschlossen. Die Schätzung liegt bei rund 810.000 Tonnen. Ohne wissenschaftliche Beweise wurden aufgrund des warmen Wetters und des darauffolgenden Wetterwechsels grosse Ernteschäden ausgesprochen. Erwartet werden aber Schäden in einer Höhe von ca. 5 % Prozent. Eine mögliche Motivation solcher Unwahrheiten könnte sein, dass man Agrarversicherungen an Landwirte in der Region bringen wollte. Auch wenn die guten Einschätzungen eher auf eine Preissenkung hindeuten, passiert nichts in diese Richtung. Die TMO wird Haselnüsse bis Ende April 2021 annehmen und gleichzeitig verhindern, dass der Preis fällt. Landwirte halten Ware zurück, damit sie diese in der nächsten Saison zum Preis der neuen Ernte verkaufen können. Ebenfalls berücksichtigt werden muss die Pandemie und die Entwicklung der türkischen Wirtschaft, wie z. B. dass der Chef der türkischen Zentralbank nach nur 4 Monaten ersetzt wurde und dass die türkische Lira starken Schwankungen ausgesetzt ist.
In Italien können die Mengen im Moment nicht mit Sicherheit quantifiziert werden. Eine Schätzung zeigt eine um ca. 20 % schwächere Ernte gegenüber dem Vorjahr. Wir erwarten nicht, dass die Preise mittelfristig sinken werden.
Walnusskerne
Die Gesamtlieferungen sind um 14 % gestiegen. Die monatlichen Verladungen im März 2021 haben um fast 24 % gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen. Sowohl die Verschiffungen von Walnüssen ohne Schale als auch von Walnüssen mit Schale sind im März 2021 auf Monatsbasis gestiegen. Angesichts der Ungewissheit über die Wasserversorgung wäre ein gutes "Carry-Out" nicht das schlechteste Ergebnis. Der Markt selbst bleibt stabil. Die Preise haben in den letzten Wochen nicht viel geschwankt und die Trendlinie bleibt ziemlich flach. Die Informationen deuten weiterhin auf eine begrenzte Verfügbarkeit von hellem Material hin. Die Marktnachfrage ist im Moment recht ruhig, da Chile jetzt mit der Ernte 2021 auf den Markt kommt und historisch gesehen zu dieser Zeit viele Lieferungen im Rahmen von Jahreskontrakten verschickt werden, die vor mehreren Monaten gebucht wurden. Da die Verschiffungen aufgrund von Platzmangel auf den Schiffen verschoben wurden, könnte dies in den kommenden Monaten zu soliden Verschiffungszahlen führen, da die Verschiffungen generell verzögert wurden. Die Ernte 2021 schreitet gut voran. Die Wetterbedingungen sind gut. Es gab einige sehr kühle bis kalte Nächte, aber insgesamt sind keine negativen Meldungen bezüglich der Entwicklung der Walnussernte 2021 bekannt geworden. Gleichzeitig dauert es noch etwa sechs Monate, um die kommende Ernte zu kultivieren, was ein weiter Weg ist. Für Vorhersagen ist es also noch viel zu früh. Die Bedingungen sind weiterhin trocken und es ist kein Regen in Sicht. Die Wasserspeicher in Kalifornien liegen weit unter dem historischen Durchschnitt und auch die Schneedecke in den Bergen ist dünner als die Hälfte des landesweiten Durchschnitts zu dieser Jahreszeit. Die Wasserversorgung in Kalifornien wird 2021 stark eingeschränkt sein, was zweifellos Herausforderungen für die kalifornische Landwirtschaft mit sich bringen wird.
Zucker
In der EU begann die Aussaat für die neue Ernte vor Ostern. Genaue Flächenschätzungen scheinen dieses Jahr besonders schwierig zu sein, kursieren doch sehr unterschiedliche Prognosen, vor allem aus Frankreich, einem der grössten Zuckerproduzenten der EU. Das verkaufte und gelieferte Zuckerrübensaatgut, das als Indikator für die Fläche dient, wurde dieses Jahr aufgrund der kurzfristigen Zulassung der Neonicotinoid-Beizung später produziert und teils mit mehreren Wochen Verzögerung geliefert. So erstaunt es nicht, dass auch die Zuckerproduzenten aus Frankreich noch sehr unsicher sind und zum Teil gar keine Angebote für das neue Zuckerjahr abgeben. Die Preise in der EU sind nach wie vor fest. Neue Impulse könnten genauere Flächenschätzungen bringen. Insgesamt wird für die EU erneut ein Rückgang der Anbaufläche zum Vorjahr erwartet. Auch in der Schweiz hat die Aussaat mit dem schönen Wetter vor Ostern begonnen. Die Bedingungen waren bislang erfreulich. Durch den Wegfall der Neonicotinoid-Beizung «Gaucho» sind gute Auflaufbedingungen noch wichtiger geworden, um Verluste im frühen Stadium durch Schädlinge zu reduzieren. Die Anbaufläche ist auch in der Schweiz erneut rückläufig.