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Joachim Löw, der sein Kader noch um drei Spieler reduzieren wird, musste beim zweitletzten Test vor der WM auf Goalie Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm verzichten. Ansonsten liess er seine bestmögliche Formation auflaufen. Nach einem guten Start taten sich die Deutschen schwerer, sich vor das Tor der Kameruner zu spielen und gerieten immer wieder unter Druck. Roman Weidenfeller, der Ersatz von Neuer, verhinderte in der 38. Minute das 0:1 mit einer starken Parade gegen Benjamin Moukandjo. Beim 0:1 durch Samuel Eto'o, der sein 56. Länderspieltor erzielte, war Weidenfeller chancenlos (62.).
Die Deutschen, die in der ersten Stunde ihre besten Chancen durch Mesut Özil und Marco Reus vergeben hatten, reagierten nach dem Gegentreffer sofort. Nur vier Minuten nach Eto'o schlug Thomas Müller, der Torschützenkönig der letzten WM, nach einer Flanke von Jerome Boateng zu. Und weitere vier Minuten später legte der eingewechselte Lukas Podolski, der aus einer Abseitsposition gestartet war, perfekt für den ebenfalls eingewechselten André Schürrle auf. Doch die Schwächen in der Defensive brachten Deutschland um den Sieg: Der Mainzer Eric Choupo-Moting traf in der 78. Minute für die überzeugenden Afrikaner zum verdienten 2:2.
Die Franzosen, am 20. Juni Gegner der Schweiz, spielten in ihrem zweiten Test in Nizza gegen Paraguay 1:1. Die Mannschaft von Didier Deschamps, die in spielerischer Hinsicht überzeugte, ging nach 82 Minuten durch Antoine Griezmann in Führung. Der Spieler von Real Sociedad war in seinem dritten Länderspiel erstmals erfolgreich. Der Ausgleich gelang Victor Caceres in der 90. Minute. Die Franzosen hatten es zuvor verpasst, mehr als bloss einen Treffer zu erzielen. Den letzten Test absolviert die «Equipe tricolore» am kommenden Sonntag gegen Jamaika.
Sorgen bereitet den Franzosen Franck Ribéry. Seit Monaten wird der Flügelspieler von Rückenschmerzen geplagt. Am Mannschaftstraining hat er seit dem Beginn des Trainingscamps vor zwölf Tagen kaum teilgenommen. Am Samstag liess er sich im Spital untersuchen; der Verband meinte, seine WM-Teilnahme sei nicht in Gefahr. Vor dem gestrigen Match in Nizza meldete aber ein französischer TV-Sender, Ribérys Teilnahme stehe auf der Kippe, und berief sich dabei auf eine Quelle innerhalb des Teams. Am Montag müssen die Nationalcoaches ihre 23-Mann-Kaders der FIFA bekannt geben. (si)
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