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Die Shahtoosh-Wolle der Tibetantilope gilt als die feinste der Welt. Für die Herstellung eines Schals aus dieser Wolle müssen drei bis fünf Antilopen getötet werden. Aus diesem Grund ist die Tibetantilope vom Aussterben bedroht und der Handel mit Schals aus ihrer Wolle strengstens verboten.
Aktuell
Illegaler Handel mit Schals aus Shahtoosh-Wolle reisst nicht ab
Die Beschlagnahmung von 69 Schals aus Shahtoosh-Wolle zwischen Dezember und Januar zeigt, dass der illegale Handel mit den «Schals der Schande» nach wie vor floriert. Für diese 69 Schals sind ca 300 Tiere gestorben, denn für die Herstellung eines Schals aus dieser Wolle müssen drei bis fünf Antilopen getötet werden. Aus diesem Grund ist die Tibetantilope vom Aussterben bedroht. Der Handel mit Schals aus Tibetwolle ist strengstens verboten.
(28.01.2020)
Die Wolle der Tibetantilope gilt als die feinste, wärmste und weichste Wolle der Welt. Sie wird von frei lebenden Tibetantilopen gewonnen. Diese Tiere leben in einer Höhe von bis zu 5000 Metern und haben ein Fell entwickelt, das sie vor der eisigen Kälte schützt. Da die Tiere für die Schur nicht domestiziert werden können und der Handel mit ihrer Wolle strengstens verboten ist, werden sie illegal getötet.
Vom Aussterben bedrohte Antilopen
Für die Herstellung eines einzigen Schals müssen drei bis fünf Antilopen getötet werden. Der Bestand dieser geschützten Tierart ist daher innerhalb eines Jahrhunderts um 90 Prozent zurückgegangen.
Die Tibetantilope ist seit 1979 im Anhang I von CITES gelistet. Sie steht somit unter dem gleichen Schutz wie der Elefant, der Tiger und das Nashorn. Das bedeutet, dass jeglicher Handel mit Produkten dieser Art streng verboten ist.
Beschlagnahmung von Schals
Shahtoosh-Schals sind Luxusprodukte. Ein Schal kann bis zu 25 000 Franken kosten. Die Schweiz ist ein Einfuhrland, da es hier eine Kundschaft gibt, die sich solche Schals leisten kann.
2018 beschlagnahmten das BLV und die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) 41 Schals aus Shahtoosh-Wolle.
Jedes Jahr werden solche Schals beschlagnahmt. Dies zeigt, dass der illegale Handel nach wie vor floriert. Dieser Handel wird international organisiert, und die Zahl der in der Schweiz beschlagnahmten Schals ist nur die Spitze des Eisbergs.
Engagement der Schweiz
Um diesen international organisierten illegalen Handel wirksam zu bekämpfen, arbeitet das BLV eng mit Interpol und Europol sowie mit den Produktionsländern dieser Wolle zusammen. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese Länder für die Problematik des Artenschutzes zu sensibilisieren und die Ausfuhr von Schals zu verhindern.
Das BLV leistet auch Aufklärungsarbeit bei den Abnehmerinnen und Abnehmern, die häufig erklären, nicht gewusst zu haben, dass sie Wolle von einer vom Aussterben bedrohten Tierart tragen würden.
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Letzte Änderung 28.01.2020