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Die Welthandelsorganisation WTO hat dieses Jahr seines "World Trade Reports 2005" dem Phänomen Offshoring, der Auslagerung von IT-Services in Billiglohnländer, gewidmet. Darin schildern die Authoren einige aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet und geben eine Prognose zu zukünftigen Trends ab.
Offshoring-Services, so die Grundthese des Reports, sind kein neues Phänomen und unterscheiden sich im Prinzip nicht von anderen Formen des Handels, die auf lokalen Preisunterschieden beruhen. Ausserdem seien die Auswirkungen weniger gravierend, als das die vielen Presseberichte und manche Studien nahe legen würden: "Gegenwärtig sind die Auswirkungen von Offshoring in der Wahrnehmung der Menschen weit stärker, als die realen Auswirkungen auf die Produktionsstrukturen, die Beschäftigungslage und den Handel."
Dies, so die WTO, werde sich auch in der Zukunft nur graduell ändern. Obwohl Offshoring "signifikant" zunehmen werde, werde dies andererseits die Beschäftigungssituation sowohl in den Ländern, die auslagern, als auch in den Ländern, wo die Services geleistet werden, nicht "dramatisch" verändern. Das dürfte wohl stimmen, da die Authoren des Reports sich hier jeweils auf die generelle Beschäftigungssituation beziehen – auf die Situation im IT-Sektor für sich gesehen, wo die Auswirkungen direkt gespürt werden, gehen sie allerdings leider nicht ein.
Den Offshoring-Report, der neben den erwähnten Thesen eine Menge von interessanten Statistiken und Analysen bietet - zum Beispiel zum Thema, wann sich traditionelles Outsourcing lohnt und unter welchen Umständen Offshoring besser ist -, findet man hier
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