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Bevor wir zu den Highlights kommen, hier zunächst die Resultate von Week 16:
Nach den Green Bay Packers haben sich fünf weitere Teams für die Playoffs qualifiziert: Die Kansas City Chiefs, die Dallas Cowboys, die Tampa Bay Buccaneers, die Los Angeles Rams und die Arizona Cardinals stehen zwei Spieltage vor Schluss ebenfalls definitiv in der Postseason.
Historischer Abend für die Dallas Cowboys: Im Sunday Night Game demontiert «America's Team» das Washington Football Team gleich mit 56:14 und sichert sich damit die Playoff-Qualifikation sowie zum ersten Mal seit 2018 den Titel in der NFC-East-Division.
Schon zur Pause führten die Cowboys mit 42:7. Quarterback Dak Prescott lieferte mit 330 Passing Yards und vier Touchdowns eine bärenstarke Partie ab. Aber auch der Rest des Teams überzeugte: Trevon Diggs beispielsweise fing seine 11. Interception der laufenden Saison, das ist seit 1981 keinem NFL-Spieler mehr gelungen.
Es funktionierte aber auch alles bei den Cowboys: Kurz vor der Pause fand Prescott bei einem Trickspielzug O-Liner Terence Steele in der Endzone. Damit wurde Prescott zum ersten Quarterback der NFL-Geschichte, der in einem Spiel Touchdown-Pässe auf einen Running Back, Tight End, Wide Receiver und Offensive Lineman geworfen hat. Die Cowboys erzielten zudem Touchdowns mit ihrer Offense, Defense und dank eines geblockten Punts auch mit dem Special Team.
Kein Wunder, lagen beim Washington Football Team die Nerven blank: Die Defense-Spieler Daron Payne und Jonathan Allen gerieten auf der Bank aneinander. Payne piekste seinem Mitspieler mit dem Finger ins Gesicht, da schlug Allen zu. Beide mussten von Teamkollegen getrennt werden.
Die Buffalo Bills revanchierten sich bei den New England Patriots für die Niederlage vor drei Wochen im «Wind-Spiel» und gewannen das zweite Aufeinandertreffen in dieser Saison mit 33:21. Quarterback Josh Allen lief dabei zu Höchstform auf: Am Ende kam der 25-Jährige auf drei Touchdown-Pässe, 314 Passing Yards und beeindruckende 64 Rushing Yards.
Patriots-Quarterback Mac Jones zog dagegen erneut einen schwachen Tag ein: Der Rookie erreichte mit nur 14 von 32 angebrachten Pässen magere 145 Yards sowie keinen Touchdown und erlaubte sich zudem zwei Interceptions. Immer wieder wurde er allerdings auch von seinen Receivern im Stich gelassen.
Bei den Bills überzeugten neben Allen vor allem die beiden Wide Receiver Isaiah McKenzie mit 125 Yards und Stefon Diggs mit 85 Yards. Aber auch Headcoach Sean McDermott zeigte ein gutes Händchen: Immer wieder ging er volles Risiko und liess fast alle vierten Versuche ausspielen. Sogar im vierten Viertel beim Stand von 26:21 entschieden sich die Bills in der entscheidenden Phase dafür und wurden belohnt.
Die Cincinnati Bengals haben dank eines 41:21-Siegs gegen die Baltimore Ravens einen grossen Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Mann des Spiels war zweifelsohne Quarterback Joe Burrow. Der Nummer-1-Draft von 2020 warf vier Touchdowns und insgesamt 525 Yards. Das ist der drittbeste Wert der NFL-Geschichte, zum Rekord aus dem Jahr 1951 fehlten dem 25-Jährigen nur 29 Yards. Höhepunkt der Burrow-Show war eine 52-Yard-Bombe auf Wide Receiver Tee Higgins, der den Ball trotz Doppel-Coverage noch aus der Luft fischte.
Die Ravens mussten einmal mehr auf Quarterback Lamar Jackson verzichten, der noch immer an einer Bänderdehnung im Sprunggelenk laboriert. Da auch sein Backup Tyler Huntley wegen Corona ausfiel, musste der dritte Quarterback Josh Johnson ran. Der 35-Jährige schlug sich beachtlich und warf in einem seiner ersten Spielzüge gleich einen Touchdown. Damit ist er der erste Spieler seit 2015, der in einer Saison für zwei Teams einen Touchdown wirft. Zu Saisonbeginn war er schon für die New York Jets aufgelaufen.
Die beiden Top-Drafts Trevor Lawrence und Zach Wilson haben bislang eine unglückliche Rookie-Saison erlebt und werden die Playoffs definitiv verpassen. Gestern kam es nun zum ersten Direktduell in der NFL, das Wilson mit seinen New York Jets gegen die Jacksonville Jaguars mit 26:21 für sich entschied.
Lawrence kam auf 280 Passing Yards, blieb aber ohne Touchdown. Wilson verbuchte zwar lediglich 102 Passing Yards, warf aber einen Touchdown-Pass und sorgte zuvor schon für den Spielzug des Tages: Im Stil eines Running Back lief er im ersten Viertel über 52 Yards bis in die gegnerische Endzone. Es war der längste Quarterback-Rush in der Jets-Geschichte.
Die Kansas City Chiefs haben sich mit einem deutlichen 36:10-Sieg gegen die Pittsburgh Steelers vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. Quarterback Patrick Mahomes präsentierte sich dabei in allerbester Spiellaune und sorgte bereits früh für klare Verhältnisse: Die ersten vier Angriffszüge führten allesamt zu Punkten – dreimal per Touchdown, einmal per Field Goal. Am Ende kam Mahomes auf 258 Passing Yards und drei Touchdown-Pässe. Und einmal mehr zeigte sich eindrücklich, dass man dem MVP von 2018 einfach keine Zeit geben darf.
Tom Brady hat die Tampa Bay Buccaneers mit einem 32:6-Sieg gegen die Carolina Panthers endgültig in die Playoffs geführt. Damit steht der «GOAT» in seiner 22. NFL-Saison zum 19. Mal in der Postseason. Brady befand sich zwar noch nicht in Super-Bowl-Form und warf wohl auch wegen der vielen prominenten Absenzen (Fournette, Evans, Godwin) extrem viele kurze Pässe. Das aber mit Präzision: Am Ende kam der 44-jährige Routinier auf 232 Passing Yards und einen Touchdown bei keiner Interception.
Auch das Laufspiel funktionierte: Sehenswert war vor allem der 55-Yard-Touchdown von Running Back Ke'Shawn Vaughn. Bei den Panthers passte wenig bis nichts zusammen. Quarterback Cam Newton, der auf nur 61 Passing und 42 Rushing Yards kam, wurde zwischendurch auf die Bank verfrachtet und musste von dort mitansehen, wie die Playoff-Träume seines Teams endgültig platzten.
Bei den Seattle Seahawks läuft in der aktuellen Saison wenig zusammen – mit einer 5:10-Bilanz sind die Playoffs längst ausser Reichweite. Gegen die Chicago Bears setzte es gestern im Schneechaos von Seattle die nächste bittere Pleite ab. Im letzten Viertel gab das Team von Head Coach Pete Carroll im heimischen Lumen Field einen Zehn-Punkte-Vorsprung noch aus der Hand und verlor mit 24:25.
Dank zwei Touchdown-Pässen von Russell Wilson führten die Seahawks vor dem Schlussviertel mit 24:14, doch Nick Foles führte die Gäste kurz vor Schluss zum Comeback-Sieg. Nach einem Field Goal warf der dritte Bears-Quarterback zunächst einen Touchdown auf Jimmy Graham und wenig später war auch seine Two-Point-Conversion auf Damiere Byrd erfolgreich.
Für die Philadelphia Eagles ging es gegen die New York Giants um alles oder nichts – und die Eagles lieferten ab: Dank des 34:10-Siegs darf der Super-Bowl-Champion von 2017 weiter von den Playoffs träumen. Lange war es eine harzige Angelegenheit – zur Pause stand es erst 3:3 –, doch dann lieferte Eagles-Quarterback Jalen Hurts doch noch ab.
Besonders sehenswert war der zweite seiner beiden Touchdown-Pässe: Gefangen wurde er von «Big Man» Lane Johnson. Der Offensive Tackle misst 1,98 Meter und bringt fast 150 Kilogramm auf die Waage. Nach seinem seltenen Erfolgserlebnis versuchte Johnson zu den Fans hochzuspringen, scheiterte bei diesem Unterfangen zur Freude der Kommentatoren aber kläglich.
Das Star-Ensemble der Los Angeles Rams hat sich mit einem 30:23-Sieg gegen die Minnesota Vikings das Playoff-Ticket definitiv gesichert. Quarterback Matthew Stafford zog zwischendurch aber wieder einmal eine bedenkliche Schwächephase ein – innerhalb von vier Drives warf er gleich drei Interceptions.
Zum Glück konnten sich die Gäste auf Wide Receiver Cooper Kupp und Running Back Sony Michel verlassen. Für den schönsten Touchdown sorgte aber Punt Returner Brandon Powell, der den Ball im dritten Viertel über 61 Yards vorentscheidend in die Endzone trug.