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Hauptstadt der Republik Irland ist Dublin. Das bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „Stadt an der Hürdenfurt“. Doch die englische Bezeichnung bedeutet eigentlich „Schwarzer Teich“. Die Hauptstadt Irlands liegt an der Ostküste, direkt an der Mündung des Flusses Liffey in die Dublin Bay. Der Fluss teilt die Stadt in einen Nordteile und einen Südteil. Diese beiden Stadteile sind mit zahlreichen Brücken verbunden. Umschlossen von Brücken ist auch die Innenstadt von Dublin, wo sich die meisten Kaufhäuser befinden und das Nachtleben rockt. Außerhalb der Innenstadt liegen die Wohnquartiere, wie das klassische Arbeiterviertel Cabra mit seinen in den in langen Reihen stehenden winzigen Häusern aus Backsteinen. Eine Mittelschichtsiedlung ist indes Marino, die am Reißbrett entstand. In Beaumont überwiegen indes die semi-detached, die Doppelhaushälften. 1988 feierte Dublin im Übrigen offiziell sein 1000jähriges Bestehen. Der Flughafen der Stadt ist Drehscheibe des internationalen Tourismus. Von hier aus ist es möglich in alle Ecken Irlands zu gelangen – mit dem Zug, mit dem Bus oder mit dem Mietauto. Allerdings herrscht in Irland Linksverkehr. Das sollten die europäischen Touristen vom Festland berücksichtigen. Die Orientierung ist jedoch leicht – sowohl in Dublin selbst, wie auch wenn man andere Städte besuchen möchte. Denn Dublin ist der Mittelpunkt des Straßennetzes Irlands. Um in Dublin von A nach B zu kommen, sollte man den Dublin Bus nutzen. Das Busnetz umfasst ca. 200 Buslinien und beinhaltet auch einen Nachtbusbetrieb. Der Fahrpreis ist recht günstig – im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten – und richtet sich nach der zu fahrenden Strecke.
Kultur pur
Irland bzw. Dublin gehören nun nicht zu den Top-Reisedestinationen der Europäer. Dies ist sicherlich auch noch eine Nachwirkung der zahlreichen und vor allem blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, wofür aber irrtümlicherweise nicht Irland bzw. Dublin steht, sondern nur Nordirland. Doch in den Köpfen der Festlandeuropäer hat sich gegenüber den Iren ein solches Bild manifestiert. Auch aus diesem Grund gibt man sich vor allem in Dublin sehr viel Mühe den Touristen etwas zu bieten. Ein Paradebeispiel dafür ist der Stadtteil Temple Bar, sozusagen Dublins Kulturviertel mit seinem Nachtleben. Dieser Stadtteil liegt am Südufer des Liffey und direkt im Zentrum der Stadt. Temple Bar ist vor allem für Touristen ein wahrer „Leckerbissen“, weil hier statt neu zu bauen die mittelalterlichen Straßenzüge mit den vielen engen und kopfsteingepflasterten Gassen erhalten wurden. Es gibt hier viele Pubs und Livemusik, wie es eben typisch ist für Irland. Wer aber über Osten nach Dublin reist, der wird enttäuscht sein. Denn zumindest an Karfreitag liegt das Nachtleben in Irlands Hauptstadt auf Eis. Denn dann sind alle Pubs geschlossen, da man auch hier den „Good Friday“ begeht. An diesem Tag herrscht zudem strenges Alkoholverbot. Auch in den Restaurants gibt es an diesem Tag keinen Alkohol. Wer indes das moderne Dublin kennenlernen möchte, der sollte sich zur Spire begeben. Dieses Wahrzeichen der Stadt wurde 2003 durch den britischen Architekten Ian Ritchie entworfen. Es befindet sich in der O’Connell Street. Das Spire ist eine 123 m hohe Säule aus Edelstahl, welche sich von einem Durchmesser von 3 m an der Basis auf 15 cm in der Spitze verjüngt. Diese ist in der Nacht beleuchtet. Von den Einheimischen wird die Spire gerne auch schon mal „Der größte Zahnstocher der Welt“ genannt. Weitere Denkmäler gibt es an verschiedenen Orten in Dublin. Diese huldigen vor allem den politischen Führern von einst. Modern sind auch die in Dublin ansässige Guinness-Brauerei und die Samuel Beckett Bridge sowie das Familien-Denkmal und das von Molly Malone.