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Schenck,
Leopold von, deutsch-amerikan. Dichter und Journalist, geb. 1846 zu Heidelberg, [* 2] studierte hier die Rechtswissenschaft, schlug jedoch die militärische Laufbahn ein und trat als Kavallerieoffizier in württembergische und österreichische Dienste, [* 3] war eine Zeitlang in österreichischem Staatsdienst an der Nordbahn angestellt und ging dann nach Amerika, [* 4] wo er sich anfangs durch schwere Arbeit sein Brot [* 5] verdienen mußte. Endlich erhielt er eine Hauslehrerstelle in einem Städtchen am Hudson, welche ihm Muße ließ, Beiträge für verschiedene Zeitungen zu liefern.
Rasch dadurch bekannt geworden, wurde er als Redakteur eines deutschen Blattes nach Chicago berufen, ging von dort in gleicher Eigenschaft nach Newark im Staat New Jersey und übernahm bei Gründung der deutschen Wochenschrift »Puck« die Redaktion derselben, die er bis zu seinem erfolgten Tode führte. Seine formvollendeten, auch inhaltlich ausgezeichneten Leitgedichte hatten neben den Zeichnungen Kepplers (s. d.) namhaften Anteil an dem Aufblühen dieses humoristisch-satirischen Blattes.