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Astrologie beinhaltet ein uraltes Wissen um die energetischen Zusammenhänge zwischen Erde und Kosmos. Sie geht davon aus, dass die Erde und all ihre Geschöpfe als Teil der Natur und des Kosmos gemäss dem Gesetz der Synchronizität denselben Gesetzmässigkeiten unterliegen wie der Kosmos selbst. Während Jahrtausenden waren Astronomie und Astrologie eine Einheit. Die Astronomie befasst sich mit den physikalisch mess- und berechenbaren Aspekten der Himmelskörper, während die Astrologie die energetischen Zusammenhänge zwischen den Gestirns-Symbolen und dem irdischen Geschehen zu erfassen sucht.
Die Astrologie hat ihren Ursprung im Zweistromland in den ägyptisch-babylonisch-chaldäischen Kulturen, ca. 2500-3000 v. Chr. und beruht auf den Beobachtungen der am Himmel sichtbaren Gestirne. Aus der ursprünglich universellen Natur der Astrologie wurden so ca. ab 500 v. Chr. vorausberechenbare Gesetzmässigkeiten himmlischer Konstellationen erforscht, womit der Beginn der individuellen Geburtsastrologie eingeleitet und von griechischen Gelehrten weiterentwickelt wurde. Unter den Römern fand die Astrologie zu unserer westlichen Form, wo sie während ca. 100 Jahren nach Christus Geburt aufblühte, bevor sie von der Kirche praktisch vernichtet wurde. In der Zeit zwischen ca. 1450 und 1650 blühte sie erneut voll auf und war sowohl von Kirchenfürsten wie Herrschern hoch angesehen. Erst mit dem neuen Weltbild von Nikolaus Kopernikus wurde das Ansehen der Astrologie als Einheit mit der Astronomie zu Beginn des 16. Jh. n. Ch. gespalten. Mit seiner revolutionären Erkenntnis, dass sich die Erde und die Planeten um die Sonne drehen und nicht, wie bis dahin angenommen, die Sonne und die Planeten um die Erde, wurde die Astronomie zur alleingültigen Wissenschaft erklärt und die Astrologie in den Bereich des Glaubens und der Mythologie verbannt.
Trotz der Verdammung der Astrologie im naturwissenschaftlichen Zeitalter ging sie in all den Jahren nie ganz unter. Mitte des letzten Jahrhunderts erlebte sie einen neuen Aufschwung, unter anderem durch das Aufkommen der humanistisch orientierten Psychologie, an die sie sich stark anlehnt. Die klassische Astrologie wurde nun durch die psychologische Astrologie ergänzt.
Das Werkzeug der Astrologie ist das Horoskop (griech. „hora“ = Stunde, „skopein“ = betrachten/prüfen). Die Astrologie geht davon aus,, dass jedem Moment eine bestimmte Zeitqualität innewohnt. So auch dem Zeitpunkt der Geburt, des Beginns des menschlichen Lebens auf der Erde. Das Horoskop ist das symbolische Abbild der Gestirnskonstellationen im Moment einer Geburt, bezogen auf den Geburtsort. Die symbolische, energetische Sprache der Astrologie muss übersetzt und interpretiert werden, damit sie verständlich wird. Dies ist die Aufgabe des Astrologen/der Astrologin.