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Borisov, Sergei
Mit zwölf Jahren trat Borisov dem Fotozirkel im Haus der Pioniere in Moskau bei. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei 1968 wurde Borisov von der Hochschule verwiesen und in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert. Er fand eine Beschäftigung als Ladearbeiter bei der Eisenbahn und bereiste in dieser Funktion die ganze Sowjetunion. Eine spätere Arbeitsstelle als Beleuchtungsassistent im Theater führte ihn zur professionellen Fotografie. 1975 war er kurzzeitig Fotograf im Aussendienst und fotografierte Kindergarten- und Schulklassen. Dann begann Borisov für Pop- und Rockgruppen zu arbeiten und war in der Werbung tätig. Im Auftrag des Moskauer Archivs für Neue Kunst dokumentierte er die alternative Kunstszene, sein Studio 50A in Moskau wurde zu einem Treffpunkt für Nonkonformisten. Borisovs Durchbruch stellte sich ein, als er zu einem Chronisten der Perestroika wurde, dessen Fotos weltweit publiziert wurden.
EINZELPUBLIKATIONEN
«Photographies», Avant Garde, Moskau 1993; «Glasnost und Perestroika in Moskau. Der Fotograf Sergei Borisov und sein Studio 50A» (Kat.), Stiftung Arina Kowner, Zürich 2015.
SAMMELPUBLIKATIONEN
«Photographie aus der Sowjetunion» (Kat.), Schweizerische Stiftung für die Photographie, Zürich 1989.
EINZELAUSSTELLUNGEN
Zahlreiche Einzelausstellungen seit 1981. Stiftung Arina Kowner, Zürich 2015 («Glasnost und Perestroika in Moskau. Der Fotograf Sergei Borisov und sein Studio 50A»).
GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Schweizerische Stiftung für die Photographie im Kunsthaus, Zürich 1989 («Photographie aus der Sowjetunion»).