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Ziel: Olympische Spiele 2006.
Die neu geschaffene ISMC (International Ski Mountaineering Competitions), in der der SAC eine bedeutende Rolle inne hat, ist äusserst aktiv. Bereits sind zehn Verbände Mitglied der Organisation, und ein grosses Ziel ist gesetzt: die Olympischen Spiele 2006 in Turin. Das Swiss Team vertritt die Schweiz am Europacup, und der Nachwuchs ist in der Challenge International engagiert. Auf nationaler Ebene feiert der Schweizer Cup sein Debüt, und die Ausbildungsarbeit mit dem Nachwuchs wurde aufgenommen.
Pierre Veya, Verantwortlicher für Finanzen und Controlling beim SAC, und Antoine Cina, Mitglied der Kommission Skialpinismus, vertreten den SAC in den leitenden Organen der ISMC, die vom Spanier Jordi Colomer präsidiert wird. Ihre erste Aufgabe war die Festlegung des europäischen Kalenders für das Jahr 2000, der vier Prüfungen umfasst. Der Final findet am 16. April in Bivio statt. Die Organisatoren in Graubünden, die bereits das vierte Mal dabei sind, ernten damit eine erste Anerkennung für ihre Arbeit. Die Elite der Skialpinisten gibt sich auf dem Julierpass ein Stelldichein. Die Schweizer Mannschaft möchte sich bei dieser Gelegenheit natürlich ins rechte Licht rücken.
Die ISMC hat zudem ein technisches Reglement erarbeitet, das vor allem die Telemarkski und die Hexenbesentechnik verbietet, die besonders bei schweizerischen und italienischen Mannschaften beliebt waren. Diese neuen Bestimmungen gelten auch für die Prüfungen im Rahmen des Schweizer Cups, allerdings nur für die unter 23-Jährigen.
Im Moment beansprucht allerdings der Kalender das grösste Interesse. Er sieht vor, ab 2001 die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft neben dem Europacup alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Im Übrigen ist ein Projekt für ein Rennen in Marokko in Prüfung. Der Höhepunkt wird sicher das Jahr 2006 sein, wenn im Rahmen der Olympischen Winterspiele von Turin ein Wettkampf stattfinden soll. Nach ersten Kontakten ist Jordi Colomer «optimistisch». Der Skialpinismus kehrt damit in den Schoss der Olympischen Spiele zurück, zu denen er bis 1948 schon einmal gehört hatte, nämlich in Form der Patrouillenläufe.
Zum zweiten Mal lässt der SAC in den europäischen Wettbewerben eine Schweizer Mannschaft - das Swiss Team - antreten. 15 Athleten wurden ausgewählt, um die Schweizer Farben zu vertreten. Da sie nicht Profis sind, werden sie nach ihren Möglichkeiten und ihrer Form an den Start gehen. Auf dem Programm stehen die vier Läufe des Europacups und - für einige von ihnen Mitte März - die berühmte Pierra Menta. Neben dem Schweizer Cup bestreitet das Swiss Team auch die Patrouille des Glaciers. Übrigens treten die Wettkämpfer in Anzügen in den Nationalfarben Rot und Weiss an.
Das einzige grössere Problem, mit dem sich das Swiss Team herumschlagen muss, ist das Budget. Die Unterstützung durch den SAC wurde beträchtlich erhöht, aber es bleibt ein Teil, der durch Sponsoren gedeckt werden muss. In diesem Bereich gilt es, noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die Partner - vor allem Materialhersteller - die Mannschaft und ihre Läufer unterstützen.
Die Unterstützung durch den SAC ermöglichte die Einführung eines Ausbildungsprogramms für alle JOIer, die sich für den Wettkampf interessieren. Kurse und Trainings werden in den Regionen oder zentral organisiert. So haben mehr als 20 Jugendliche ein Wochenende Anfang Januar 2000 in Ovronnaz verbracht. Ein Drittel der Teilnehmer stammte aus der Deutschschweiz. Neben den SAC-In-struktoren - Führer und Wettkämp-fer- gab auch Europameister Pierre Gignoud aus Frankreich seine Erfahrungen weiter.
Da die Besten an der ersten Challenge International des Jeunes - mit drei Rennen in der Schweiz, in Frankreich und Italien -teilnehmen, kommt der SAC so zu einem Swiss Team Junior. Das erste Rennen fand im Rahmen der Trophée de Valerette im Chablais statt.
Die Aufmerksamkeit des SAC in Sachen Skialpinismus richtete sich in letzter Zeit auf das Ausland, vor allem wegen der Gründung der ISMC. Das bedeutet aber nicht, dass die Anstrengungen in der Schweiz nachgelassen hätten, was die Arbeit mit dem Nachwuchs beweist. Auch die Organisation des Schweizer Cups ist eine wichtige Aufgabe. Bleiben nur noch das Bekanntmachen dieser Sportart bei den Frauen und die Suche nach Sponsoren, die dem SAC und den Wettkämpfern bedeutendere Mittel zur Verfügung stellen.