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LA SCALA DI SETA di Gioachino RossinI
Farsa comica in einem Akt von Gioachino Rossini (1792-1868)
Libretto von Giuseppe Maria Foppa
Der Titel deutet es bereits an: Ein wichtiges Element dieser aberwitzigen, frühen Rossini-Oper ist eine seidene Leiter. Sie ermöglicht es Giulia, sich Nacht für Nacht den Mann in ihr Zimmer zu holen, mit dem sie heimlich verheiratet ist. Ihr Vormund merkt nichts davon und plant, Giulia mit einem anderen zu verheiraten. Dass im Finale dann gleich drei Männer den seidenen Aufstieg benutzen, gehört zu den unangenehmen Verwicklungen dieser rasanten Komödie.
Der Regisseur Damiano Michieletto zeigt das Sechs-Personen-Stück als moderne Sitcom und verschreibt sich ganz Rossinis Motto, dass das Alltägliche übertrieben werden muss, damit daraus eine Oper werden kann. Mit dem Dirigenten Ottavio Dantone am Pult, der in Zürich bereits mit Mozarts La clemenza di Tito und Vivaldis La verità in cimento überzeugte, darf man sich auf eine garantiert spritzige Interpretation freuen. Zudem vereint diese Wiederaufnahme mit Sen Guo, Edgardo Rocha, Elliot Madore und Carlo Lepore ein auserlesenes Rossini-Ensemble, bei dem die Koloratur- und Schnellsprech-Rädchen wie geschmiert laufen.
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