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Grosse Kinder werden später leichter dick
Grosse Kleinkinder oder Kinder, die in den ersten beiden Jahren ihres Lebens rasch wachsen, sind im späteren Leben einem erhöhten Risiko der Fettleibigkeit ausgesetzt. Eine Studie des Medical Research Council Epidemiology Resource Centre fand jetzt heraus, dass die Kleinkinder mit der höchsten Körpermassenzahl und jene, die im ersten und zweiten Lebensjahr rasch an Gewicht zunahmen, später eher ihr Leben lang übergewichtig waren.
Ein Team um Janis Baird wertete 24 Studien aus, an denen über 400.000 Kleinkinder teilgenommen hatten. Faktoren wie das Stillen und die Entwöhnung des Säuglings spielen eine wichtige Rolle. Experten meinen aber auch, dass genetische Voraussetzungen und der Lebensstil für das Auftreten von Fettleibigkeit in Familien von entscheidender Bedeutung sind.
In Grossbritannien ist jetzt schon eines von fünf Kindern übergewichtig oder fettleibig. Entspricht die Entwicklung dem bisherigen Trend, könnten bis zum Jahr 2020 alle englischen Kinder fettleibig sein. Die Autoren der aktuellen Studie betonen, dass es dringend erforderlich ist, diesem Trend möglichst früh in der Kindheit entgegenzuwirken.
Interessant wäre nun zu untersuchen, welche Auswirkungen die Empfehlungen der WHO auf das Gewicht der Kinder haben. Die WHO empfiehlt seit 2003, dass Kinder in den ersten sechs Monaten ihres Lebens ausschließlich gestillt werden sollten. Dieses Vorgehen soll auch gegen Fettleibigkeit schützen.
Stand: 11/05, BH