Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/2649

In den 90er-Jahren war Jordan Belfort einer der berüchtigsten Männer der amerikanischen Finanzwelt. Ein Aktienhai, der seine wilde Bande von Brokern auf die Wall Street los liess. In seiner schonungslos offenen Autobiografie, die fast eins zu eins auf die Leinwandgebracht wurde, erzählt Jordan Belfort eine Geschichte von Gier, Macht und Exzessen, die der tollkühnste Drehbuchautor nicht erfinden könnte.
Der Wolf in Aktion
Am Tag verdiente Belfort tausende Dollars pro Minute. Bei Nacht verpulverte er sie ebenso schnell für Drogen, Sex und Reisen rund um die Welt. Versenkte Jachten, abstürzende Helikopter gehören ebenso dazu wie Abendessen im Wert von 26’000 Dollar und viel nackte Haut. Seine Ausschweifungen, illegale Methoden sowie eine schicksalhafte Partnerschaft wurden Belfort jedoch zum Verhängnis und liessen ihn ganz tief abstürzen. Oder wie er es beschreibt: “in sein eigenes Knie schiessen.” Eine aussergewöhnliche Geschichte von einem normalen Jungen, der mit 16 Eis verkaufte und mit 26 Jahren Millionen verdiente. Bis alles krachend zusammenstürzte.
Der Film löste in Amerika einen grossen Hype aus. Aber viele versuchen auch, den Film zu boykottieren. Der Film sollte auf PG-18 gestuft werden, denn er zeigt manche perverse oder unzensierte Szene. Drogen werden als normal, sogar als gesund behandelt. Dieser Film könnte Zuschauer unter Umständen zu Drogenmissbrauch verhelfen.
The Wolf of Wall Street ist seit dem 16. Januar in den Schweizer Kinos. Martin Scorseses Skandalfilm hatte eine Budget von 100 Mio. Dollar, bisher wurden weltweit 129,177,000 Dollar eingespielt.
Der Film trifft einen Nerv
Terence Winter, der Drehbuchautor, hat die Autobiografie in ein authentisches Drehbuch übertragen. Deswegen wurde Terence Winter in der Rubrik Bestes adaptiertes Drehbuch für die Academy Awards nominiert. Scorsese kam mit Winters Vorlage gut zurecht: Er wurde für die Beste Regie nominiert.
Auch Jonah Hill war überzeugend und wurde für als Bester Nebendarsteller nominiert. Vor zwei Jahren wurde er bereits in der selben Rubrik nominiert, da stand er mit Brad Pitt für Moneyball vor der Kamera. Einen sehr überzeugenden Auftritt legte Leonardo DiCaprio hin, er meisterte eine sehr anspruchsvolle Rolle. Überzeugend waren auch Kyle Chandler als hartnäckigen FBI Agenten und Jean Dujardin als Korrupter Schweizer Banker.
The Wolf of Wall Street wurde auch als Besten Film nominiert. Im Ganzen ist es ein Film mit viel Drogen, Geld, nackter Haut, Selbstlob und Prahlerei. Und ganz zum Schluss erhält man einen Blick auf den echten Wolf, Jordan Belfort.