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Offener Brief Viererfeld: Stadtpräsident antwortet
Berner Architekten hatten sich für einen offenen Wettbewerb im Vierfeld engagiert. Nun antwortet Stadtpräsident Alec von Graffenried. Das Wettbewerbsprogramm sei im November von der Jury verabschiedet worden und diese Woche werde der Wettbewerb publiziert.
Zu spät, antwortet der Stadtpräsident Alec von Graffenried. Eine Gruppe von Architekten hatte im Dezember in einem Brief an ihn gefordert, den Wettbewerb für das Viererfeld in Bern offen auszuschreiben und nicht als selektives international ausgeschriebenes Verfahren. Von Graffenried schreibt, seit einem Jahr würden sie das Verfahren breit diskutieren, das Wettbewerbsprogramm sei im November von der Jury verabschiedet worden und diese Woche werde der Wettbewerb publiziert. Er schreibt: «Sie schlagen ein einfaches Verfahren vor, um lediglich den Städtebau und die öffentlichen Räume zu definieren. Wir wollen hingegen, dass sich die Teams breit aufstellen und intensiv diskutieren, welche Massnahmen zum Beispiel zu einer Aktivierung der Erdgeschosse führen, wie und wo wir die erwartete Flut von Velos am besten unterbringen, wo und wie die Segmentierung des Wohnungsangebots erfolgen soll usw. Ja, wir haben diese «aufgeladenen» Erwartungen, und wir erhoffen uns von interdisziplinär zusammengesetzten Teams vielversprechende Antworten.»
Der Stadtpräsident fürchtet sich auch vor «sehr vielen Eingaben» bei einem offenen Wettbewerb: «Dies wollen wir nicht 100 oder mehr Teams zumuten». Er tröstet die Architekten, dass nach dem Wettbewerb immer noch zwei Drittel des Areals unbebaut seien. Die Projektierung für die etwa 840 Wohnungen werde in einem zweiten Schritt ausgeschrieben. Und zum Schluss noch die Einladung zur konstruktiven Mitarbeit: «Ich freue mich jedoch, wenn sich viele Berner Büros bei der Entwicklung und Realisierung des Viererfelds/Mittelfelds beteiligen.»