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Die Form der Bestattung können die Angehörigen frei wählen. Es ist daher wichtig, die persönlichen Wünsche in Bezug auf die eigene Bestattung frühzeitig mit den Angehörigen zu besprechen. Es ist wenig sinnvoll, allfällige Wünsche bzgl. der eigenen Bestattung in einem Testament festzuhalten. Denn das Testament wird in der Regel erst nach der Bestattung eröffnet.
Folgende Bestattungsarten werden in der Schweiz hauptsächlich gewünscht:
Bei der Erdbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in die Erde gelegt - und dies gemäss der Gesetzgebung nur auf Friedhöfen. Jeder Einwohner hat ungeachtet seiner religiösen Bekenntnisse den Rechtsanspruch, auf einem öffentlichen Friedhof beerdigt zu werden. Die Kosten für das Grab sind je nach Art des Grabes und je nach Gemeinde unterschiedlich hoch. Die Grabruhe ist kantonal geregelt und beträgt im Schnitt 25 Jahre.
In ein bestehendes Erdbestattungsgrab können Urnen in der Regel nachträglich beigesetzt werden. Die ordentliche Ruhezeit des Erdbestattungsgrabes wird aber dadurch nicht verlängert.
Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Kremationsofen im Sarg verbrannt und die Asche später in einer Urne beigesetzt. Der früheste Zeitpunkt der Kremation nach Eintritt des Todes ist kantonal geregelt. In den meisten Kantonen beträgt die Totenruhe 48 Stunden, im Kanton Tessin 24 Stunden. Herzschrittmacher sind vor der Kremation zu entfernen. Die Trauerfamilie kann dafür den Arzt oder den Bestatter beauftragen. Nach der Kremation wird die Asche in einer Urne gesammelt. Der Urneninhalt besteht zum grössten Teil aus verbrannten Knochenteilchen. Einige Krematorien verarbeiten diese vor dem Abfüllen in die Urne zu einem feinen Granulat. Bei vielen Krematorien ist eine einfache Urne aus Holz, Ton oder Kupfer im Kremationspreis inbegriffen. Der Bestatter kann auf Wunsch Schmuckurnen aus verschiedensten Materialien anbieten.
Die Urnenbeisetzung erfolgt meist in einem Friedhof. Die Grabruhe beträgt in der Regel 20-25 Jahre.
Die Angehörigen haben auch das Recht, die Urne privat aufzubewahren oder anderweitig darüber zu verfügen. Wer die Asche eines/einer Verstorbenen ausserhalb eines Friedhofes begraben möchte, kann sie zum Beispiel in einem Wald ausstreuen. Zulässig ist es auch, eine Urne, respektive die Asche, auf einem Privatgrundstück zu bestatten. Sie können die Urne auch im Haus aufbewahren.
Die Bestattung im Gemeinschaftsgrab (anonyme Bestattung) ist in der Regel nur nach einer Kremation möglich. Sie ist dann sinnvoll, wenn die verstorbene Person keine nahen Angehörigen mehr hatte oder wenn sie diese Bestattungsform ausdrücklich gewünscht hat.
Diese Bestattungsart kommt im Tessin, in der französischen Schweiz und in Klöstern vor. Der Verstorbene wird in einem Sarg mit Zinkeinlage und Druckluftfilter eingesargt und findet seine Ruhe in einer Gruft.