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Die Milchleistung unserer Kühe hat bis anhin kontinuierlich zugenommen. Der damit einhergehende gestiegene Nährstoffbedarf zieht einen zunehmenden Kraftfutteranteil in der Ration nach sich. Diese Entwicklung führt zu einem intensiven Produktionssystem, dessen Bedarf an Energie und Stickstoff kaum mehr im Einklang mit dem Konzept der Nachhaltigkeit steht. Auch wenn die Hochleistungskuh vorwiegend in intensiven Produktionssystemen gezüchtet wird, kann sie sich ebenso gut an nachhaltige, Raufutter betonte Systeme anpassen. Ihr grosses Pansenvolumen ermöglicht eine hohe Raufutteraufnahme und dank ihrer ausgeprägten Fähigkeit, zu Beginn der Laktation Körperreserven zu mobilisieren, wird der über das Futter nicht vollständig gedeckte Nährstoffbedarf ausgeglichen. Die Mobilisierung von Körperreserven stösst an Grenzen, die das mögliche Milchleistungspotenzial festlegen. Unter besten schweizerischen Bedingungen liegt die obere Limite des Potenzials zwischen 8’000 und 10’000 kg Milch pro Laktation bei einer maximalen Tagesmilchmenge von 40 bis 50 kg. Ist dieses Leistungspotenzial erreicht, sollte nicht mehr nur die Milchleistung, sondern vielmehr die effiziente Umsetzung von Raufutter in Milch als Selektionskriterium angewandt werden.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.