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Um uns bei den tiefen Wintertemperaturen etwas aufzuwärmen, haben wir uns vor kurzem ein paar leckere japanische Eintöpfe gegönnt: besser bekannt als "Nabe". Eine besonders füllende Nabe-Art ist "Chankonabe", das traditionell von Sumo Ringern gegessen wird.
Es gibt kein fixes Rezept für Chankonabe, jedoch eine Faustregel: man sollte jede Menge Proteine hinein packen. Typische Zutaten sind Huhn, rotes Fleisch, Meeresfrüchte, Tofu und viel Gemüse. Dann wird alles in einem grossen Topf gekocht. Üblicherweise wird Huhn anderem Fleisch vorgezogen, da das Huhn auf zwei Beinen steht - wie der Sumoringer! Nur die Sole des Kämpfers darf den Boden berühren, andernfalls verliert er die Runde.
Viele der “Quartiere” (in denen die Kämpfer trainieren) haben ihr eigenes Spezial-Rezept entwickelt. Nach Trainingsende versammeln sich die Sumoringer und essen dieses dann gemeinsam.
Eigentlich ist Chanko Nabe ein recht gesundes Essen. Sumoringer essen jedoch soviel davon, dass sie dadurch zunehmen.
Laut einer Theorie enstand der Name "Chankonabe" als ein Ringer im Ruhestand anfing in einem Sumo-Quartier zu kochen. "Chan" heisst im Slang der Arbeiterklasse "Vater" und so könnte daraus "Chankonabe" entstanden sein.
Das erste Chankonabe Restaurant wurde 1937 in Tokyos Bezirk Ryogoku eröffnet. Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Lokale, die Chankonabe rund um die bekannte Sumo-Halle im Bezirk servieren. Viele dieser Beizen wurden von früheren Sumo-Champions eröffnet.
Mutige oder besonders hungrige Besucher können sich dort an einem Chankonabe Grösse "Sumo" versuchen.
Sumo Ring in Tokyo's Ryogoku Bezirk. Die Sumokämpfer präsentieren sich vor dem Kampf.