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Die Landwirtschaft hat das Potential, Kohlenstoffsenke zu sein. So würde die Landwirtschaft die Klimaproblematik nicht noch verschärfen, sondern Teil der Lösung sein. Grundsätzlich geht es darum, den Kohlenstoffkreislauf zu schliessen. Klimabuur strebt neben Agroforstsystemen eine Kombination von
- aufbereiteten organischen Abfällen,
- humusaufbauender Bodenbewirtschaftung und
- einer Zugabe von sehr stabilem Kohlenstoff aus Pflanzenkohle an.
Intensive Bodenbearbeitung führt zu einem raschen Abbau von Humus. Dutzende von Tonnen CO2 werden so pro Hektare frei. Durch humusaufbauende Bodenbewirtschaftung (regenerative Landwirtschaft) kann der Humusgehalt bedeutend erhöht werden und somit wiederum etliche Tonnen von Kohlenstoff im Boden gespeichert werden. Dazu gehört eine reduzierte Bodenbearbeitung und ständige Bodenbedeckung durch Untersaat oder Mulch.
Aus der Pyrolisierung (Verkohlung) von Ernte – und Holzresten entsteht hochwertige und stabile Pflanzenkohle. Diese hat eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, wie Zugabe zu Mist und Gülle als Geruchsreduktion und Reduktion von Methanemissionen oder Einarbeitung in Kompost (Terra Preta) als langfristige Kohlenstoffsenke. Zugabe von Pflanzenkohle in Kompost und anschliessende Ausbringung bewirkt, dass der Boden bedeutend mehr Wasser aufnehmen kann, weniger Nährstoffe ausgewaschen werden und sich in den hochporösen Kohlenstoffpartikeln Bodenmikroben ansiedeln können.