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Der Kanton Basel-Stadt hat schweizweit die höchsten Ausgaben pro Kopf für Kultur. Dies macht Basel zu einer eigentlichen Kulturstadt, die für neu Zuziehende und den Fremdenverkehr, aber auch für Besuchende aus den umliegenden Kantonen attraktiv ist. Damit erbringt unser Kanton Zentrumsleistungen, die praktisch nur durch ihn alleine finanziert werden.
Der grösste Teil der Gelder, rund 70 %, fliesst in die fünf staatlichen Museen und das Stadttheater, während sich die «Restkultur» die verbleibenden 30 % teilen muss. Diese Situation – die nicht ausreichend vergüteten Zentrumsleistungen und der hohe Anteil der Ausgaben für wenige grosse Kulturträger – macht auf die zwei Hauptprobleme der Basler Kulturpolitik aufmerksam: das zu geringe finanzielle Engagement der umliegenden Gemeinden und Kantone für die von der Stadt erbrachten Zentrumsleis- tungen und das krasse Ungleichgewicht zwischen den Ausgaben für die traditionellen Träger der E-Kultur und den anderen Kulturträgern unseres Kantons.
Unzählige Kulturinstitutionen sind auf Staatsbeiträge des Kantons angewiesen, die sie auch regelmässig zugesprochen bekommen. Dabei beruht in vielen Kulturbereichen die Zuwendungspraxis auf historisch gewachsenen Strukturen, die wenig Flexibilität bei der Berücksichtigung anderer oder neuer Anbieter zulässt.
Zudem fordern diese Institutionen mit jeder Staatsbeitragsperiode wie selbstverständlich mehr Mittel, dies oft mit der Begründung eines Ausbaus des Angebots, das nicht Teil des Leistungsauftrags ist. Durch die enge Verbindung von Mitgliedern des Grossen Rates zu den Vorständen vieler Kulturinstitutionen werden diese Gelder dann auch oft ungeprüft zugesprochen.