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Im Jahr 2020 werden in der Schweiz rund 56 000 Todesfälle den NCD zugeschrieben, was 74% aller Todesfälle entspricht. Seit 1995 bewegt sich diese Anzahl relativ stabil zwischen 51 500 und 58 000 Fällen pro Jahr. Ihr Anteil an allen Todesfällen lag bis 2019 jeweils zwischen 84% und 88%. Im Jahr 2020 ist dieser Anteil aber um 10 Prozentpunkte auf 74% gesunken, was durch eine erhöhte Anzahl an Todesfällen bedingt ist, welche übertragbaren Krankheiten (Covid-19) zugeschrieben werden.
Die Rate der Todesfälle durch NCD pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner ist über den ganzen Zeitraum von 1031 auf 642 Fälle zurückgegangen. Dies ist auf eine zunehmende Lebenserwartung und gleichzeitig auf eine abnehmende Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Im Gegensatz dazu hat die Mortalität durch Demenz-Erkrankungen über den Zeitverlauf zugenommen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
NCD verursachen viel Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Zudem sind sie verantwortlich für 80% der gesamten Gesundheitskosten und für die meisten Fälle von vorzeitiger Sterblichkeit, oder anders ausgedrückt für verlorene potenzielle Lebensjahre (vgl. Indikator «Verlorene Lebensjahre durch NCD»). Mit der demografischen Alterung der Bevölkerung wird davon ausgegangen, dass die Krankheitslast durch NCD weiter ansteigt.
Die fünf häufigsten NCD sind Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Sie stehen im Fokus der nationalen NCD-Strategie mit den Zielen, die Krankheitslast zu dämpfen, vorzeitige Todesfälle zu verringern und den Kostenanstieg zu bremsen.
Dieser Indikator zeigt die Anzahl und Rate der Todesfälle durch NCD, ihren Anteil an allen Todesfällen sowie den Anteil nach Haupttodesursache (NCD und nicht NCD). Der Indikator basiert auf der Todesursachenstatistik (TU) und der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Die Zahlen werden jährlich aktualisiert.
Die folgenden Krankheiten wurden nach den zugehörigen ICD-10 Definitionen bestimmt (WHO, 2020):
Andere NCD beinhalten andere (z.B. gutartige) Neubildungen, Störungen des endokrinen, Blut- oder Immunsystems, psychische und Verhaltensstörungen, neurologische Erkrankungen (wie z.B. Parkinson, Multiple Sklerose), muskuloskeletale Erkrankungen, angeborene Anomalien sowie weitere Erkrankungen. Andere Todesursachen (nicht NCD) beinhalten übertragbare Krankheiten, Unfälle und alle übrigen Todesursachen.
Für die Definition der Demenz wurden die ICD-Codes der WHO (2020) übernommen. Zwischen der WHO und dem BFS gibt es leichte Abweichungen in den verwendeten ICD-Codes, weshalb sich die Anzahl an Todesfällen in diesem Indikator von den publizierten Zahlen des BFS unterscheiden.
Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode mit der europäischen Standardbevölkerung 2010 berechnet und ist hier beschrieben: Standardisierung - Erklärung und Berechnung.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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