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Anleitung
Diese Aktivität hat zwei Teile. Teil 1 (35 Minuten) ist eine Diskussion darüber, wie Bildung aussehen soll. In Teil 2 (60 Minuten) wird diskutiert, wie demokratische Systeme beschaffen sein müssen, damit die Lernenden über Bildung mitbestimmen können.
Teil 1. Welche Bildung wollen wir? (35 Minuten)
- Beginnen Sie mit einer kurzen allgemeinen Diskussion über den Begriff „Bildung“. Die Teilnehmenden sollten wissen, dass der Anspruch auf Bildung ein Menschenrecht ist.
- Denken Sie dann in einem Brainstorming über die positiven und negativen Seiten von Bildung nach und schreiben Sie die wichtigsten Stichworte auf Flipchart-Papier.
- Dann werden Zweiergruppen gebildet. Geben Sie ihnen 15 Minuten Zeit, um zu überlegen, was das Recht auf Bildung wert ist und wer über das Was und Wie des Lernens entscheiden sollte.
- Treffen Sie sich wieder im Plenum und bitten Sie um Rückmeldungen.
Teil 2. Wie müssen demokratische Systeme beschaffen sein, damit die Lernenden über ihre Bildung mitbestimmen können? (60 Minuten)
- Die Teilnehmenden überlegen in ihren Zweiergruppen, wie an ihrer Schule, Hochschule oder im Verein Entscheidungen getroffen werden. Zum Beispiel: Wer entscheidet über Lerninhalte und Aktivitäten? Wie wird die Schule, Hochschule oder der Verein verwaltet? Wie werden Entscheidungen über Etats und Ausgaben getroffen? Wie werden Politiken entwickelt und entschieden? Welche Möglichkeiten der Mitbestimmung haben junge Menschen?
- Dann schließen sich die Paare zu Vierergruppen zusammen. Sie sollen im Hinterkopf behalten, dass sie ein Menschenrecht auf Bildung haben und dass sie ein Recht darauf haben, in Entscheidungsprozesse über sie betreffende Angelegenheiten einbezogen zu werden.
- Bitten Sie die Gruppen, sich über die positiven und negativen Aspekte eines demokratisch gewählten Entscheidungsgremiums hinsichtlich ihrer Bildung auf lokaler Ebene Gedanken zu machen. Ein solches Gremium kann die Schüler/innenvertretung an einer Schule oder ein Fachschaftsrat an einer Hochschule sein, aber auch der Vorstand eines Jugendclubs oder einer Jugendorganisation.
- Die Gruppen überlegen, wie der bestmögliche Rat oder Vorstand aussehen müsste, damit sie bei ihrer Bildung mitbestimmen können.
- Die nächste Phase hängt von den konkreten Umständen ab. Gibt es an ihrer Schule keine Schüler/innenvertretung, dann sollen die Gruppen überlegen, wie ein Rat nach ihren Vorstellungen aussehen sollte und wie sie ihn etablieren können. Gibt es bereits eine Schüler/innenvertretung, sollen sie deren Arbeit beurteilen und Verbesserungsvorschläge machen. Erklären Sie, wie eine SWOT-Analyse gemacht wird (Infos zur SWOT-Analyse), und geben Sie den Gruppen 30 Minuten, um einen Aktionsplan zu entwickeln. Diesen sollen sie auf Flipchartpapier schreiben.
- Treffen Sie sich wieder im Plenum und bitten Sie die Gruppen, ihre Ergebnisse vorzustellen.