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Der neue Messi spielt jetzt bei Stoke.
Noch vor wenigen Jahren galt Bojan Krkić als das Wunderkind des FC Barcelona, er stellte Lionel Messis Tor-Rekorde in den Juniorenteams ein und debütierte als 17-Jähriger noch jünger als der Argentinier in der 1. Mannschaft. Trainer Frank Rijkard beschied ihm eine grosse Zukunft, obgleich der 170 cm kleine Stürmer etwas verletzungsanfällig war. Krkić wurde regelmässig eingewechselt - und verzückte ebenso regelmässig das Publikum im Camp Nou.
Als jüngster Spieler aller Zeiten stand der schnelle und wendige Krkić für Barça in der Champions League im Einsatz. Auf Schalke schoss er das Siegestor in einem Viertelfinal.
2007 wurde er mit Spanien U17-Europameister, das Siegestor im Final ging auf sein Konto. Ein Jahr später war er für die EURO 2008 in der Schweiz und Österreich vorgesehen, verzichtete aber freiwillig. Es ging ihm alles zu schnell. Er wollte sich auf Barca konzentrieren.
Doch dort war nun Pep Guardiola am Ruder, der mit Krkić nicht viel anfangen konnte. Der Spieler begann an sich zu zweifeln, in Teileinsätzen überzeugte er wenig.
2011 lieh ihn Barça an die AS Roma aus. Dort kam er zu vielen Einsätzen, doch als sein Mentor Luis Enrique den Klub verliess, zeigte die Leistungskurve wieder nach unten. Die Roma wollte ihn nicht mehr, Barca wollte ihn nicht zurück und verlieh ihn weiter an Milan. Dort stand er immerhin 19-mal im Einsatz, ohne gross zu überzeugen. Dann stellten die Rossoneri mit Schrecken fest, dass sie beim 20. Einsatz vertraglich zum Kauf des Spielers gezwungen wären, und setzten Krkić nicht mehr ein.
2013 wurde Krkić an Ajax ausgeliehen. Dort erwischte er einen guten Start, begann Trainer, Mitspieler und Fans aber bald mit sinnlosen Dribblings und Einzelaktionen zu nerven. Eine Übernahme kam auch für die Holländer nicht in Frage.
Nun hat Barça endlich einen Abnehmer gefunden. Der englische Erstligist Stoke City stattete das einstige Wunderkind mit einem festen Vertrag bis 2018 aus. "Er brennt darauf, sich in der Premier League zu beweisen und wir sind stolz darauf, ihm diese Plattform zu bieten", sagte Stokes Teamchef Mark Hughes.