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Untertitel: Domherr Claude Ducarroz gewählt
Wie der Informationsbeauftragte des Bistums, Nicolas Betticher, am Montag mitteilte, wird Bischof Bernard Genoud gemäss Kirchenrecht die Wahl an der nächsten Sitzung des Domkapitels, am 24. September, offiziell bestätigen. Das Domkapitel war seit einigen Jahren ohne Domprobst. In dieser Zeit hat Domherr Josef Grossrieder die Leitungsfunktionen und repräsentativen Aufgaben wahrgenommen.
Residierender Domherr seit 2001
Der in Montbrelloz (Broyebezirk) geborene Claude Ducarroz wird im November 65-jährig. Er wurde 1965 zum Priester geweiht und hat nach zwei Vikariatsstellen in Rom und München weitere Theologiestudien absolviert, bevor er Jugendseelsorger und geistlicher Leiter des Priesterseminars wurde. Anschliessend war er während 15 Jahren Pfarrer in Lausanne.
Nach einer Hilfspriesterstelle und gleichzeitiger redaktioneller Betreuung der Wochenzeitschrift «L’Echo Romand» wurde er im Jahr 2001 Direktor der Glaubensschule und der Schule für geistliche Berufe in Freiburg (Ecole de la Foi et des Ministères). Seit dieser Zeit ist er ebenfalls residierender Domherr an der Kathedrale.
Kapitel bald 500-jährig
Das Domherrenkapitel in Freiburg wurde 1512 von Papst Julius II. errichtet. Gleichzeitig erhielt der damalige «Rat der 200» das Privileg, den Domprobst zu wählen, der neben dem Bischof, der zu dieser Zeit in Lausanne residierte, eine hochgestellte Persönlichkeit war. Äusseres Zeichen war, dass er Mitra und Bischofskreuz hatte. Das Wahlrecht ging in späteren Jahrhunderten auf den Grossen Rat über. Nach dem Tod des letzten Domprobsts hat das Kantonsparlament das Wahlrecht dem Papst zurückgegeben. Somit erfolgt die Wahl wieder nach Kirchenrecht (Domkapitel und Bestätigung durch den Bischof).