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Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es ist sehr flüchtig und für Mensch und Tier hochgiftig. Ein tragisches Beispiel für die verheerenden Folgen des Schwermetalls auf die menschliche Gesundheit sind die Vergiftungen zahlreicher Einwohnerinnen und Einwohner der japanischen Stadt Minamata ab den 1930er-Jahren (siehe Faktenblatt). Heute gelangen durch menschliche Tätigkeiten jährlich knapp 2000 Tonnen Quecksilber in die Atmosphäre. Die Hauptquellen des Quecksilberausstosses sind der Goldkleinbergbau sowie Stein- und Braunkohlekraftwerke (siehe Faktenblatt). Das Schwermetall Quecksilber ist persistent (d. h. nicht abbaubar) und verbreitet sich via Luft und Wasser über weite Strecken. Quecksilberbelastungen werden heute nicht nur an kontaminierten Standorten, sondern oft weit entfernt von der ursprünglichen Freisetzungsquelle nachgewiesen.
Als Antwort auf eine Initiative der Schweiz (siehe Faktenblatt) beschloss die Staatengemeinschaft 2009, im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ein internationales Übereinkommen zur Verringerung der Freisetzung von Quecksilber auszuarbeiten. Die fünfte und letzte Verhandlungsrunde zu dieser Übereinkunft findet vom 13. bis zum 18. Januar 2013 in Genf statt. Zum Abschluss dieser Runde soll die neue Konvention von den teilnehmenden 147 Staaten verabschiedet werden.
Quecksilberausstoss weltweit reduzieren
Der Konventionsentwurf deckt insbesondere folgende Aspekte ab:
Die Arbeiten in Bezug auf den Goldkleinbergbau (siehe Faktenblatt) und das Abfallmanagement stehen kurz vor dem Abschluss. In den anderen Bereichen gilt es, auf der Grundlage der vorliegenden Optionen eine Lösung auszuarbeiten.
Positionen der Schweizer Delegation
Entsprechend dem am 9. Januar 2013 vom Bundesrat erteilten Mandat wird sich die Schweizer Delegation unter der Leitung von Franz Perrez, Leiter der Abteilung Internationales des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), dafür einsetzen, dass die neue Konvention zu einer effektiven Verringerung der Quecksilberemissionen über die gesamte Lebensdauer des Schwermetalls hinweg führt. Die Delegation wird sich namentlich für ein Verbot neuer Minen sowie für die Schliessung bestehender Minen einsetzen. Sie wird ferner darauf hinarbeiten, dass die künftige Regelung die Verwendung von Quecksilber in Produkten und industriellen Verfahren verbietet. Ausnahmen sollen nur dort möglich sein, wo keine Alternativen zur Verfügung stehen. Und schliesslich wird sich die Schweizer Delegation für einen wirksamen und effizienten Finanzierungsmechanismus zur Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Umsetzung der Konvention engagieren.
Orientierung der Medien am 13. Januar 2013Um den Medien Gelegenheit zu geben, sich über die künftige Konvention und die verschiedenen Verhandlungsthemen zu informieren, organisieren das Umweltprogramm der Vereinigten Nationen und das Bundesamt für Umwelt am Sonntag den 13. Januar 2013 um 14 Uhr einen Point de Presse mit Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinen Nationen und Franz Perrez, Leiter der Schweizer Delegation. Der Anlass wird im Centre International de Conférences Genève (CICG) durchgeführt. Interessierte Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, sich bei Elisabeth Maret, Infobeauftragte des BAFU, anzumelden (Tel. 077 483 51 74, E-Mail: <email-pii>)