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Da die Krusten teilweise ringförmig verlaufen, könnte es sich beim Problem um einen Hautpilzbefall handeln - allerdings verlief die entsprechende Untersuchung zuvor negativ. Als weitere Möglichkeiten kommen allergiebedingte Erkrankungen, Autoimmunkrankheiten und Medikamentennebenwirkungen in Frage.
Um die Veränderungen genauer abzuklären, werden unter Narkose mehrere Hautproben genommen und in einem dermatologischen Labor untersucht. Das beobachtete Entzündungsmuster der Haut und die an den Haaren aufgefundenen Pilzgeflechte entlarven das Problem von "Barbas" als ausgedehnter Pilzbefall. Eine Pilzkultur verläuft dann auch positiv - das Nährmedium verfärbt sich schon nach 2 Tagen (und bevor eine Pilzkultur ersichtlich ist) rot. Beim Kontrollbesuch bringt die Besitzerin ausserdem ihre zweite Katze mit, welche am Ohr eine ähnliche Veränderung aufweist. Ausserdem entwickelt sich am Arm einer unserer Tiermedizinischen Praxisassistentinnen eine Hautveränderung, welche extrem verdächtig für einen Pilzbefall ist. Die Diagnose ist somit mehrfach gesichert - die Katzen werden mit einem systemischen Pilzmittel, welches oral als Sirup verabreicht wird, behandelt; die TPA versorgt den Hautpilz mit einer Pilzcrème.
Währenddem sich der Pilzbefall bei den Katzen rasch bessert und der Juckreiz nachlässt und die Haut abheilt, muss die TPA den Hautpilz über lange Zeit und über das optische Verschwinden der Veränderung hinaus behandeln.