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Teynkirche Prag, Druck aus dem 19. Jh.
Josef Ferdinand Norbert Seger (1716–1782) war ein böhmischer Organist und Komponist. Er besuchte das Jesuitengymnasium und sang in dieser Zeit als Altist in der Prager St.-Jacobi-Kirche. Seger war vermutlich Schüler von Bohuslav Černohorský. Vor seinem Amtsantritt in der Teynkirche wirkte er als Sänger und Violinist in der St.-Martin-Kirche. 1741 wurde er Organist an der Teynkirche und 1745 an der Kreuzherrenkirche. In dieser Zeit unterrichtete er u. a. den jungen Studenten Jan Křtitel Kuchař. 1782 wollte ihm Kaiser Joseph II. die Stelle als Hoforganist in Wien anbieten, Seger starb aber vor dem Erhalt des Angebots.
Josef Seger war einer der fruchtbarsten Orgelkomponisten seiner Zeit. Seine Werke gerieten aber in Vergessenheit und wurden erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Weiterlesen
Predigerkirche Erfurt (Orgel von Schuke 1977)
Johann Heinrich Buttstedt (1666–1727) wurde in Bindersleben bei Erfurt geboren, sein gleichnamiger Vater war Pfarrer in Bindersleben. Der Familienname wird auch Buttstett oder Buttstädt geschrieben.
Der junge Buttstedt besuchte von 1681 bis 1684 das Ratsgymnasium in Erfurt und wurde danach Organist und Lehrer an der an der Reglerkirche. Er hatte in dieser Zeit auch Orgelunterricht bei Johann Pachelbel, der von 1678 bis 1690 Organist an der Erfurter Predigerkirche war. Im Jahre 1687 übernahm Buttstedt das Organisten- und Predigeramt an der Kaufmannskirche und heiratete im selben Jahr Martha Lämmerhirt, welche mit Bachs Mutter verwandt war. Weiterlesen
Die St. Saviour Church um 1900, wo Keene 18 Jahre lang Organist war [Quelle: landmark.lambeth.gov.uk]
Frederick Andrew Keene (1871–1916) war ein englischer Organist und Komponist. 1889 wurde er der junge Keene Organist in der Kirche St. Saviour’s in Clapham, einem Stadtteil im Südwesten von London. Dieses Amt hatte er bis 1907 inne, danach war er Organist in der Sandingham Parish Church, ebenfalls im Stadtteil Clapham, London. Keene starb bereits im Alter von 45 Jahren.
Frederick Andrew Keene war zuerst Schüler von Dr. Charles William Pearce (1856–1928), der Musiklehrer und später Direktor am Trinity College in London war. Danach studierte Keen bei Sir Walter Galpin Alcock, der damals Professor für Orgel am Royal College of Music und Organist in der Westminster Abbey und in der Chapels Royal war.
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Die Kathedrale in Langres, wo Louis Feltz 1843–1857 Organist war
Louis Feltz (1816–1891) wurde in Huttenheim im Elsass (Niederrhein) geboren, über seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. Er unterrichtete als junger Lehrer das Fach Musik an der Ecole normale d’instituteurs in Strassburg, bevor er 1843 Organist an der Kathedrale St. Mammès in Langres (Haute-Marne) wurde. Diese Stelle behielt er bis 1857 und kehrte später ins Elsass zurück, wo er in Hattstatt (Oberrhein) starb.
Louis Feltz komponierte und veröffentlichte zahlreiche Orgelstücke, die besonders für die vielen nebenamtlichen Organisten im Elsass und den benachbarten Regionen bestimmt waren. Er veröffentlichte auch Schriften über den Choralgesang in den Diözesen Langres und Strasbourg. Weiterlesen
Samuel Wesley (1766–1837) wurde in Bristol geboren, die Familie übersiedelte 1778 nach London. Seine musikalische Ausbildung verdankte Samuel seinem Vater Charles, dem bedeutenden Liederdichter und -komponisten der methodistischen Kirche. John Wesley, Mitbegründer der methodistischen Kirche, war ein Bruder von Charles Wesley. Samuels Begabung zeigte sich bereits im frühen Alter, er wird auch the English Mozart genannt.
Samuel Wesley leistete als Konzertorganist und Herausgeber einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Musik Johann Sebastian Bachs in England. Wesley gilt als zentrale Persönlichkeit in der englischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Weiterlesen
Max Reger (1873–1916) erhielt schon früh musikalische Unterweisung. Nach Studien bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann an den Konservatorien in Sondershausen und Wiesbaden erlitt Reger infolge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge einen nervlichen und physischen Zusammenbruch und kehrte 1898 ins Elternhaus zurück. Dort steigerte sich Regers musikalische Tätigkeit enorm. 1901 siedelte er nach München um, wo er sich mehr musikalische Anregungen erhoffte als in der Oberpfalz. 1902 heiratete Reger die geschiedene Protestantin Elsa von Bercken, was seine Exkommunikation zur Folge hatte. 1905 wurde er als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen, legte sein Amt aber bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper nieder.
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