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Weide Gwidemhöchi Hägendorf
Grosse, stellenweise verbuschte Magerweide. Die Anzahlen aller von mir inventarisierten Arten und auch der seltenen in den drei Beobachtungsperioden sind proportional den Beobachtungszeiten, insgesamt für diesen von weitem vielversprechend aussehenden Lebensraum aber eher etwas enttäuschend. Es könnte daran liegen, dass die Weide an den oberen, steilen Stellen oft zu schwach beweidet wird. Hohes, verfilztes Gras behindert das Aufkommen von Blumen, was sich auf blütenbesuchende Insekten ungünstig auswirkt. Durch das Weidevieh verursachte kleine Erdstellen sind zwar wenig ästhetisch, jedoch als Brutplätze für Bienen, Wespen, Ameisenlöwen und andere Insekten sehr willkommen. Mit etwas zusätzlichem Arbeitsaufwand für das Umzäunen liesse sich das Weideregime somit massgeblich verbessern und würde mutmasslich sogar für die Landwirtschaft mehr Ertrag liefern. Eine allzu schwache und scheinbar pflanzenschonende Beweidung kann sich in gewissen Fällen für die Artenvielfalt kontraproduktiv auswirken.
Fazit: Für das menschliche Auge durch das Vieh "verhudelte" Weiden, wie zum Beispiel das Gwidemgrüebli, sind nach meinen Beobachtungen für viele Insektenarten attraktiver als zu sehr geschonte und allzu gut gepflegte. Vermutlich sind Orchideenliebhaber anderer Meinung.