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Überblick
Der Tora treue Jude lebt in einem Spannungsfeld zwischen Halacha (dem jüdischen Gesetz) und religiösem Empfinden. Dieser beiden Sachverhalte stehen zueinander wie Gesetz und Freiheit, Körper und Geist oder Verstand und Gefühl. Gegensätze, die sich hemmen als auch fördern können. Die notwendige vitalität erhält die Halacha dadurch, dass sie den statischen Körper der Religion, nämlich die schriftliche Überlieferung, mit dem dynamischen Geist des Judentums, der mündlichen Lehre (Talmud) in sich vereint.
Das Sefer Hachinuch wurde zu einem Klassiker des rabbinischen Schrifttums, weil es zu den ersten Versuchen gehört, die Beziehung zwischen Religionsgesetz und religiösem Empfinden systematisch darzustellen. Die Halacha schafft einen Rahmen, der zur schöpferischen Besinnung anregt. Diese wirkt wiederum auf die religiöse Praxis ein. Dem Verfasser des Sefer Hachinuch kommt es darauf an, dass sich der jüdische Mensch bei der Ausübung aller Mizwot nach dem Sinn des Tuns fragt. die Vielfalt möglicher Antworten in der jüdischen Literatur bietet hierzu Denkanstösse.
BUCH EINZELHEITEN
- Gebunden: 5 Bände
- Herausgeber: Edouard Selig
- Sprache: Deutsch, Hebräisch
- ISBN-10: 978-3-906954-24-0