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Schweizer Strahler, Vol. 8, Nr. 5, Februar 1989, 216-230
DIE MINERALIEN VON DURANUS, F
Text:
Pierre Perroud
4, rue des Battoirs, 1205 Genf
Fotos:
Eric Wenger, Genf
und
Eric Magnan, Toulon
Übersetzung: Redaktion Schweizer Strahler
[Texte original en français]
Lage des Vorkommens
Das in den Alpes Maritimes gelegene Dorf Duranus, von welchem sich der Name der alten Arsenlagerstätte herleitet, liegt rund 30 km nördlich von Nizza in den eindrücklichen Vésubie-Schluchten. Auf der rechten Seite des Flusses dominiert die Montagne de la Madone (1198 m), auf der um 850 herum die Kirche der Madone d'Utelle, ein bekannter Wallfahrtsort, gebaut wurde. Die linke Seite des Flusses wird überragt vom Mont Férion (1413 m) und vom Cime de Rocca Seira (1504 m), zwischen denen die uns interessierende Fundstelle liegt.
Man kann vom Dorf Duranus direkt in die Mine gelangen auf einem Weg, welcher der Flanke des Berges entlang führt; man kann ihn von der Fundstelle her gut einsehen. Ich selbst habe ihn allerdings nie benützt.
Ich zog jeweils die Zufahrt vor, die dem östlichen Abhang der Crête du Férion entlangführt, an dessen Fuss der Paillon de Contes fliesst. Nach dem malerischen Ort Coaraze folgt man rund 4 km der Departementsstrasse D 15. Dann biegt nach links ein Weg zum friedlichen Weiler I'Engarvin ab. Von dort steigt ein Fussweg zum Col Saint-Michel (953 m), der überragt wird von den Ruinen eines alten befestigten Dorfes. Bei der Abzweigung darf nicht der Weg, der nach Duranus hinunterführt, gewählt werden, sondern der in südlicher Richtung zum Col de Miamande (999 m) ansteigende Fussweg, der später zur ehemaligen Rösterei abfällt, nachdem ein verlassener Weiler traversiert worden ist (Abb. 1).
Abb. 1. Geographische Lage der Lagerstätte Duranus.
Die Fundstelle Duranus erstreckt sich auf beide Seiten der Eguise-Schlucht. Auf der rechten Talseite sehen wir die Verarbeitungsgebäude, ein Kamin und einen angenehm schattigen Platz (Abb. 2), auf der linken Talseite befinden sich ein Sondierstollen und auf der Eguise-Ebene Gräben, unterirdische Anlagen und Halden (Abb. 3).
Abb. 2. Die ehemaligen Gebäude der Rösterei (E. M.).
Abb. 3. Ausblick auf die Halden (E. M.).
Geologische Übersicht
Die Lagerstätte ist grosso modo umschlossen von groben weissen Mergel-Kalkbänken, die vom mittleren Jura bis zur mittleren Kreide sedimentiert wurden. Die Mineralisation ist im Wesentlichen an Realgar führende Calcitadern gebunden, die in allen Richtungen die Mergel, Mergelkalke, Glaukonit- und Silikatkalke der Basis des Cenoman durchschlagen (Typ «Stockwerke»). Das Ganze liegt im Prinzip in einer durch zwei nord-nord-ost streichende Verwerfungen begrenzten Sackung.
Während der Realgar über die gesamte Fundstelle verteilt ist, wird der Duranusit nur in einer begrenzten Zone gefunden. Dasselbe trifft auch für die Calciumarsenate zu.
Die Mineralien
Elemente
Arsen
As, trigonal
Dieses Mineral ist eher selten in Duranus. Ich fand es zufällig bei der Suche nach Duranusit ausserhalb dessen eigentlicher Fundzone. Beim Studium eines metallischen Kornes unter dem Binokular, das ich für ein Eisensulfat hielt, fiel mir auf, dass es weich war. Unter einer bronzefarbigen Umwandlungsschicht machte sich beim Kratzen mit einer Nadel ein grauer metallischer Glanz bemerkbar. Beim Zerdrücken zeigte sich ein parallelfaseriger Aufbau des Aggregates.
Gemäss einem Pulver-Diagramm mit der Guinier-Hägg-Kamera erwies sich die Probe als Arsen mit Arsenolith. Das Mineral findet sich in weissen Calcitadern und ist von Realgar begleitet.
Sulfide
Pyrit
FeS2, kubisch
Ich sammelte einige Stufen «Markasit», wie er hier genannt wird. Bei den untersuchten Proben handelt es sich jedoch um Pyrit in mehr oder weniger elliptischen Aggregaten, die an der Oberfläche kubische Kristalle aufweisen, im Innern jedoch z.T. strahlige Struktur besitzen.
Markasit
FeS2, orthorhombisch
Markasit soll in Duranus vorkommen; ich selbst fand es nicht, suchte es allerdings auch nicht. Kürzlich zeigte mir E. Wenger eine schöne Probe von Hahnenkamm-Markasit.
Realgar
AsS, monoklin
Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts wurde hier hauptsächlich Realgar gewonnen, wahrscheinlich zur Herstellung von Pestiziden oder Pigmenten.
Realgar ist das bekannteste Mineral von Duranus. Man findet es in feinsten Rissen, aber auch in zentimeterdicken Spalten im weissen Calcit und in seltenen Fällen - besonders in der Literatur - in schönen Kristallen. Letztere erscheinen in längsgestreiften kurzen Prismen. Einzelne Stufen sind besonders ästhetisch, z. B. die sehr zerbrechlichen, zinnoberroten Kristalle auf schneeweissem Calcit (Abb. 4). Einzelne Realgare, die auch mittels Röntgenstrahlen überprüft wurden, zeigen einen ins Violette übergehenden Farbton und halbmetallischen Glanz.
Man findet den Realgar in Paragenese mit Pararealgar, Auripigment und Duranusit. In einer anderen Paragenese kommt der in Umwandlung begriffene Realgar zusammen mit den nachfolgend beschriebenen Arsenaten vor.
Abb. 4. Realgar (5 mm) in Catch (E. W.).
Pararealgar
AsS, monoklin
Der Pararealgar ist eine der vier bekannten natürlichen polymorphen Formen des AsS. Er wurde kürzlich identifiziert, doch kannte man ihn schon früher von anderen Fundstellen, u. a. dem Lengenbach.
Ich entdeckte kleine Aggregate von parallel verwachsenen, hellgelben bis orangegelben Stäbchen in gleichfarbigen pulverigen Massen in der Nachbarschaft von Realgar sowie in Klüftchen des Mergelkalkes (Abb. 5). Das Mineral ist sehr weich und weist Glas- bis Diamantglanz auf. Es handelt sich um ein Umwandlungsprodukt des Realgars, ist aber nicht zu verwechseln mit dem gelborangen Pulver oder mit den biegsamen satt-gelben Auripigment-Lamellen. Die Materialmenge genügte für ein Guinier-Hägg-Diagramm.
Abb. 5. Gelboranger Pararealgar mit Realgar (5 mm) (E. W.).
Duranusit
As4S, orthorhombisch
Es handelt sich zweifellos um eines der interessantesten Mineralien, ist doch Duranus dessen Typolokalität. Jedoch, es ist mikroskopisch klein und deshalb schwer zu entdecken.
Bezüglich der Farbe dieses Minerals sind sich die Sammler uneinig: weiss sagen die einen, rot oder grau die andern; alle haben Recht, die Farbe verändert sich mit der Betrachtungsweise.
Mit blossem Auge oder mit der Taschenlupe gibt es keine Probleme, weil man überhaupt nichts erkennen kann! Unter dem Binokular erscheint das Mineral metallisch grau, etwa wie die Sulfosalze des Lengenbachs. Unter dem Polarisationsmikroskop ist Duranusit praktisch undurchsichtig mit Ausnahme einzelner sehr feiner dunkelroter Splitter. Unter dem Auflicht-Mikroskop erscheint eine polierte Fläche weiss bei natürlichem Licht und gelblich bis grünlich bei gekreuzten Nicols.
Auf den mittels Gandolfi-Kamera überprüften Proben findet sich der Duranusit in der Form zerstreuter Körner im umgebenden veränderten Calcit auf den Randflächen mürber Realgarkörner. Das Nebengestein besteht aus feinkörnigem Mergelkalk und Kalksilikat.
Der rote «Duranusit», den man an Börsen trifft, ist öfters nichts anderes als Realgar (wie ich soeben am Stande eines grossen Systematikers der Turiner Börse bemerkte). Das Problem ist dasselbe für die Raritäten des Jas Roux. Tragisch ist das nicht, geht es doch bei der Systematik-Sammlerei eher um Etiketten als um Mineralien: es besteht so etwas wie eine stille Vereinbarung zwischen dem Verkäufer, der nicht sicher ist, was er verkauft, und dem Käufer, dem es nur darum geht, in seinem «Fleischer» eiligst ein neues Mineral ankreuzen zu können.
Auripigment
As2S3, monoklin
Die Untersuchung der Pararealgar-Proben hatte Zweifel in mir aufkommen lassen und ich wollte gute Auripigment-Kristalle von Duranus sehen. Da ich selbst keine ausmachen konnte unter den gesammelten Stufen, vermittelte mir Frau M.-T. Magnan von Toulon eine Probe.
Die Kristalle sind blättrig, aufgebaut aus einer Anhäufung von nach der c-Achse verlängerten Lamellen (Abb. 6). Die Spaltbarkeit nach {010} ist sehr gut, woraus durchsichtige, biegsame und elastische Lamellen resultieren. Die Farbe ist schwefelgelb bis goldgelb (daher der Name des Minerals), gelegentlich mit einer Nuance braun. Der Glanz ist fettig bis perlmutterartig. Das Mineral sitzt mit Realgar zusammen auf weissem Calcit.
Abb. 6. Auripigment-Lamellen (8 mm) in Calcit (E. W.).
Oxide
Arsenolith
As2O3, kubisch
Das als giftig bekannte («intensely poisonous» gemäss Merk Index!) Mineral zeigt sich auf der untersuchten Probe als mikroskopische Kruste auf Arsen, dessen Oxidationsprodukt es öfters ist. Es ist farblos bis hellbraun und sehr weich. Ein Pulverdiagramm wurde zum Nachweis seiner Anwesenheit aufgenommen.
Quarz
SiO2, trigonal
In der Form von Körnern in den Mergelkalken.
Limonit, Eisenhydroxide
Braune Farbe, oxidierte Pyritkristalle.
Karbonate
Calcit
CaCO3, trigonal
Der Calcit bildet Spaltfüllungen, in denen sich Arsensulfide absetzen können. Sehr oft sind Risse mit gut ausgebildeten skalenoedrischen Calcitkristallen zu sehen.
Sulfate
Baryt
BaSO4, orthorhombisch
Einzelne Körner in der Duranusit-Zone.
Gips
CaSO4.2H2O, monoklin
Man beobachtet ihn als Aufreihung weisser Kügelchen zusammen mit Realgar und Calcium-Arsenaten. In derselben Paragenese kommt er auch in der Form kleiner weissgrauer «Gipsrosen» vor, die Kristalle sind dann flach mit gebogenen Endflächen.
Arsenate
Sainfeldit
Ca5H2(AsO4)4.4H2O, monoklin
Sainfeldit zeigt sich als sowohl sternförmige, als auch subparallele oder unregelmässige Aggregate; einzelne sind gedrungene, idiomorphe, prismatische Kristalle weisser bis gräulicher Farbe, durchsichtig bis durchscheinend, mit Glas- bis Perlmutterglanz (Abb. 7).
Das Mineral ist zweiachsig negativ, β = 1.608(2). Die Pulverdiagramme entsprechen dem Sainfeldit von Sainte-Marie-aux-Mines.
Die Paragenese enthält im wesentlichen Realgar, Gips und die Calciumarsenate.
Abb. 7. Prismatische Sainfeldit-Kristalle (0,3 mm) (E. W.).
Guerinit
Ca5H2(AsO4)4.9H2O, monoklin
Dieses Calciumarsenat zeigt sich in seiner charakteristischen Form: schneeweisse Kristallrosetten, nadelig oder als perlmutterglänzende Federn, hübsch auf Gestein oder den anderen Mineralien der Paragenese aufgewachsen (Abb. 8). Man findet es auch als samtartigen Teppich, aus abgeflachten blättrigen Kristallen aufgebaut und ebenso perlmutterglänzend wie in den übrigen Formen.
Das Mineral wurde mittels Gandolfi-Kamera überprüft.
Die Paragenese ist dieselbe wie bei den übrigen Arsenaten der Lagerstätte.
Abb. 8. Perlmutterglänzende Guerinit-Federchen (2mm) (E. W.).
Ferrarisit
Ca5H2(AsO4)4.9H2O, triklin
Ferrarisit ist dimorph mit dem Guerinit. Er gleicht dem hier nicht angetroffenen Pharmakolit. Man könnte ihn auch mit Gips verwechseln, der aber schneidbar ist; Ferrarisit ist zerbrechlich.
In Duranus tritt Ferrarisit als farblose, durchsichtige, gut spaltbare, flache Kristalle mit Glasglanz auf. Man stellt gelegentlich eine pseudohexagonale Abart fest (das Mineral ist nicht hexagonal, wie die optische Analyse zeigt, es ist zweiachsig); einzelne Flächen sind schiefwinklig zu den Kanten gestreift. Die Kristalle sind als unregelmässige Teppiche, langfaserige Fächer und als Rosetten angeordnet und erinnern an Gips (Abb. 9). Sie scheinen sich nicht zu entwässern wie die von Sainte-Marie-aux-Mines beschriebenen.
Dieses Mineral ist zweiachsig positiv, β = 1.570(2). Mehrere Pulverdiagramme wurden auf der Guinier-Hägg- und der Gandolfi-Kamera untersucht.
Die Paragenese ist dieselbe wie beim Guerinit. Es ist interessant, die beiden dimorphen Mineralien gemeinsam vorzufinden.
Abb. 9. Fächerförmige Ferrarisitkristalle (0,5 mm) (E. W).
Pikropharmakolith
Ca4MgH2(AsO4)4.11H2O, triklin
Es ist das häufigste Arsenat der Fundstelle. Dessen Kristalle sind von Auge gut sichtbar und ästhetisch, demzufolge ist es das von den Sammlern am meisten gesuchte Mineral. Zentimeterlange, weisse, nadelige Kristalle sind zu strahligen Büscheln aggregiert (Abb. 10). Nicht weit von Duranus, in Lucéram, findet man ein anderes Calcium-Magnesiumarsenat, den Talmessit. Die Paragenese ist identisch mit den drei vorher genannten.
Abb. 10. Picropharmakolit-Kristallbüschel (8 mm) (E. W.).
Silikate
Glaukonit
(K,Na)(Fe+3,Al,Mg)2(Si,Al)4O10(OH)12 monoklin
Es handelt sich um ein an Mergel gebundenes Mineral, das in glaukonitischen Kalken vorkommt und ganz kleine, blättrige Äderchen bildet, die mit ihren gerundeten Formen an umgewandelte Chloritkörner erinnern. Die Farbe reicht von grünlich-grau bis grauschwarz. Dieses wasserhaltige Phyllosilikat lagert sich hauptsächlich in marinen Sedimenten in 200 bis 1800 m Tiefe ab.
Duranus: nicht nur Mineralien!
Viermal reiste ich zum Sammeln von Proben nach Duranus, der Rest der Arbeit vollzog sich im Naturhistorischen Museum Genf. Die Analysen der Calciumarsenate sind interessant, aber heikel, gleichen sich doch die Minerale in ihren Aspekten, ihrer Zerbrechlichkeit, ihrer weissen Farbe: man fragt sich öfters, ob der ähnliche nebenstehende Büschel nicht dasselbe Mineral sei. Die Arbeiten können endlos verbessert werden - wie es Paul Valery in seiner «Variété» beschrieb - nur sprach er dort von einem literarischen Werk!
Es gibt aber noch mehr als nur Mineralien in dieser herrlichen Gegend! Am 25. Mai 1985 hatten die Mitglieder der Genfer Sektion Gelegenheit, die Gesellschafter der «Association des amis de la mine de Cap Garonne» kennenzulernen; schliesslich verdanke ich dadurch meinen Zugang zu den Arsenaten Eric Magnan. Am 15. und 17. August 1986 stieg ich allein bei grösster Hitze zur Fundstelle und hatte Gelegenheit, mit den friedlichen Einwohnern des ruhigen Ortes Bekanntschaft zu machen: Vipern, lange grüne Nattern, Eidechsen, Skorpione, sowie einen einsamen, stillen, ängstlichen Menschen, den ich bei einbrechender Nacht traf. Am 23. Februar 1988, in Begleitung von Andrea Dalia und Santi, traf ich - völlig verblüfft - auf ein Picknick meiner Kollegen aus Nizza: Vorspeise, Hase in Senf, Käse, Dessert, heisser Kaffee - was für ein Kontrast zu meinen Überlebens-Portionen!
All das in einer herrlichen Umgebung: ob es nun unsere Berge oder diejenigen der andern sind, es ist immer dieselbe Schönheit, die uns verführt, derselbe Zauber, der uns ergreift, dasselbe Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der Natur, die uns lernt, die Ewigkeit mit ihr zu teilen.
Literatur
Barri, H., Permingeat, E, Pierrot, R., Walenta, K., 1980: La Ferrarisite Ca5H2(AsO4)4.9H2O, une nouvelle espèce minérale dimorphe de la guérinite, Bull. Minéral., 103, 533-540
Bari, H., 1982: Minéralogie des filons du Neuenberg à Sainte-Marie-aux-Mines (Haut-Rhin), Pierres et Terre
Dunning, G., 1988: Calcium arsenate minerals new to the Getchell mine, Nevada, Min. Rec., 19-4, 253-257
Johan, Z., Laforêt C., Picot P., Féraud J., 1973: La Duranusite, As4S, un nouveau minéral, Bull. Soc. Fr. Minéral. Cristallogr., 96, 131-134
Mari, D., Mari, G., 1982: Mines et minéraux des Alpes-Maritimes, Ed. Serre
Orcel, J., 1918: Les gisements d'orpiment et de réalgar de Lucéram et de Duranus (Alpes-Maritimes), Bull. Soc. Fr. Minér., 41, 176-180
Picot, P, Johan, Z., 1977: Atlas des minéraux métalliques, BRGM
Pierrot, R., 1964: Contribution à la minéralogie des arséniates calciques et calcomagnésiens naturels, Bull. Soc fr. Min. Crist., 87, 169-211
Pierrot, R., Picot, P., Féraud, J., Vernet, J., 1974: Inventaire minéralogique de la France n° 4: 06 Alpes-Maritimes, BRGM
Roberts A. G., Ansell, H. G., Bonardi, M., 1980: Pararealgar, a new polymorph of AsS, from British Columbia, Can. Mineral., 18, 525-527
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