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Selbstverletzungen
Unter selbstverletzendem Verhalten versteht man Verhaltensweisen, bei denen betroffene Menschen sich absichtlich Verletzungen oder Wunden zufügen, dabei aber keine Suizidabsichten verfolgen.
Selbstverletzendes Verhalten ist meist Ausdruck einer starken seelischen Belastung. Es wird als Bewältigungsstrategie eingesetzt, um innere Spannung abzubauen oder als Versuch, um mit schmerzlichen Erlebnissen umzugehen. Auch Selbstbestrafung kann Hintergrund von selbstverletzendem Verhalten sein.
Die häufigste Form der Selbstverletzung ist das Zufügen von Schnittverletzungen mit scharfen oder spitzen Gegenständen. Dieses so genannte „Ritzen“ oder „Schneiden“ findet vorwiegend an Armen und Beinen sowie im Bereich von Brust und Bauch statt. Aber auch Verbrennung oder Verätzungen kommen vor.
Selbstverletzung ist kein eigenständiges Krankheitsbild, tritt aber häufig in Verbindung mit psychischen Erkrankungen wie klassischerweise einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, aber auch bei Essstörungen, Depressionen, Traumaerkrankungen oder Zwangsstörungenauf.
Die Therapie richtet sich v.a. nach der psychischen Erkrankung, die dem selbstverletzenden Verhalten zugrunde liegt. Dabei kommen sowohl psychotherapeutische Verfahren wie allenfalls auch eine unterstützende medikamentöse Behandlung in Frage.