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Marlene war 10 Jahre alt, als sie erfuhr, dass sie HIV-positiv ist.
„Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte in ein paar Tagen würde ich sterben," sagt Marlene. „Ich zog mich zurück und hörte auf, mit anderen Kindern zu spielen."
Das war bevor sie an den Right To Play Aktivitäten teilnahm, die wichtiges Wissen zum Thema Gesundheit vermitteln und aufzeigen, wie man sich gegen Krankheiten schützten kann. So lernen Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise wichtige Fakten über Hygiene, Malaria sowie HIV und AIDS.
Und so nahm alles seinen Anfang: Eines Tages sah Marlene ihre Freunde in der Schule spielen. Sie hatten so viel Spass dabei, dass Marlene auch mitspielen wollte. Am Ende des Spieles sprach der Coach mit den Kindern über die Erfahrungen, welche sie bei diesem Spiel gemacht hatten. Die Diskussion drehte sich um Krankheitsprävention und beinhaltete auch die Themen HIV und AIDS. Zum ersten Mal traute sich Marlene über ihre Krankheit zu sprechen und selber ein paar Fragen zu stellen.
„Ich fragte den Coache wie lange eine HIV-infizierte Person leben kann. Er antwortete mir, dass ich studieren, arbeiten und ein langes Leben führen kann, wenn ich regelmässig Medikamente einnehme," erzählt Marlene. „Als ich nach Hause kam, sagte ich meinem Onkel, dass er mir Medikamente besorgen soll. Jetzt mach ich eine antiretrovirale Therapie."
Die Sport- und Spielaktivitäten und die anschliessenden Diskussionen mit den Coaches schaffen ein sicheres und unterstützendes Umfeld, in dem Kinder wie Marlene ermutigt werden, ihre Ängste zu überwinden und offen über ihre Krankheit zu sprechen, um diese besser zu verstehen. In den Gesprächen werden Stigmata gegenüber Malaria, HIV, AIDS, und andere sexuell übertragbaren Krankheiten thematisiert und überwunden.
Zudem fördern sie den gegenseitigen Respekt, indem sie Inklusion ermutigen und Akzeptanz schaffen. Marlene hat dank dem Projekt von Right To Play ein erhöhtes Bewusstsein und mehr Wissen über ihre Krankheit. Sie hat wieder Freude gewonnen am Lernen, am Spielen und am Leben.