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Gallensteine sind, wie der Name bereits vermuten lässt, steinartige Gebilde, die sich in der Gallenblase oder in den Gallengängen unter bestimmten Voraussetzungen bilden können.
Die Gallenflüssigkeit, in der Leber gebildet, wird in der Gallenblase gesammelt und eingedickt. Die Gallengänge führen von der Leber über die Gallenblase zum Dünndarm. Bei Nahrungsaufnahme zieht sich die Gallenblase zusammen und der Gallensaft gelangt in den Dünndarm, wo er die Verdauungsarbeit aufnimmt.
Die Gallenflüssigkeit besteht zu 80% aus Wasser, ausserdem enthält sie Gallensäuren, Cholesterin, Salze und Gallenfarbstoffe. Wenn sich die Zusammensetzung der Galle ändert (z.B zu viel Cholesterin oder zu wenig Gallensäuren) können steinähnliche Gebilde entstehen, so genannte Gallensteine.
Am häufigsten sind Cholesteringallensteine. Diese können in der Gallenblase oder in den Gallengängen liegen. Die Bildung von Gallensteinen wird begünstigt durch Entzündungen, Abflussbehinderungen und Störungen beim Zusammenziehen der Gallenblase.
Nicht alle Gallensteine machen Beschwerden, so sind etwa 75% aller Gallensteinträger beschwerdefrei. Ob Beschwerden auftreten hängt u.a. davon ab, wo sich der oder die Steine befinden und wie gross die Steine sind. Steine in der Gallenblase machen seltener Beschwerden als Steine im Gallengang.
Solche schmerzhaften Koliken gibt es in etwa 10% aller Fälle. Sie können Stunden bis Tage anhalten.
Zur Diagnose von Gallensteinen werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Wenn Gallensteine Beschwerden machen, müssen sie in der Regel operativ entfernt werden. Steine, die nur zufällig entdeckt wurden und keine Beschwerden machen, müssen nicht behandelt werden. Bei nichtchirurgischen Methoden ist das Auftreten von neuen Gallensteinen nach wenigen Jahren häufig.
Jede Gallenkolik gehört in ärztliche Behandlung. Eine Gallenkolik wird zunächst symptomatisch mit Schmerzmitteln und muskelentspannenden Medikamenten behandelt. Ist die Gallenkolik überstanden, dann erfolgt in der Regel eine operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) und damit der Gallensteine.
Bei Verdacht auf Gallenblasenentzündung muss der Arzt entscheiden, ob zusätzlich ein Antibiotikum notwendig ist. Empfohlen wird eine strikte Nahrungskarenz. Wenn die Kolik vorbei ist, soll auf eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden. Übergewicht sollte reduziert und bestehende chronische Erkrankungen optimal behandelt werden.
Bei wiederholten Koliken ist meist eine Operation unumgänglich.
Im Anschluss an die Gallenblasenentfernung ist die Lebensqualität kaum eingeschränkt. Durch das Fehlen der Gallenblase erfolgt kontinuierlich ein leichter Gallefluss in den Darm. Nur stark fettige Mahlzeiten sollten bei Fehlen der Gallenblase vermieden werden.
Bei diesen Methoden kommt es aber häufig (etwa bei 50% der Fälle) innerhalb von wenigen Jahren zum erneuten Auftreten von Gallensteinen.
Unbehandelt können Gallensteine folgende Erkrankungen auslösen:
Eingriffe an der Gallenblase und den Gallengängen sind sehr häufig und werden im Allgemeinen gut vertragen. In praktisch allen Fällen sind nach der Operation die vorher bestehenden Beschwerden vollständig verschwunden.
Da Übergewicht die häufigste Ursache von Gallensteinen ist, sollte Übergewicht reduziert werden. Bei der Ernährung auf ballaststoffreiche, abwechslungsreiche Kost achten (Gallendiät), viel Trinken und sich regelmässig bewegen. Nulldiäten vermeiden.
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