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Anlässlich des gestrigen Welternährungstages wurde in den USA der Welternährungspreis verliehen. Der mit 250’000 Dollar dotierte Preis der World Food Prize-Stiftung wird an Menschen vergeben, die „einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität, Quantität oder Verfügbarkeit von Lebensmitteln“ geleistet haben. Dieses Jahr ging der Preis an drei Mitarbeiter von Monsanto und Syngenta, was auf einige Kritik gestossen ist.
Monsanto und Syngenta sind bekannt für ihre Gentechpflanzen, welche sie sich auch gerne patentieren lassen. Durch die Patente wird Bauern verboten, ihr eigenes Saatgut zu produzieren, sie müssen dieses immer wieder neu kaufen. Die Begründung für den Verleih des Preises lautet, dass die Wissenschaftler massgeblich zu der Entdeckung beigetragen hätten, wie artfremde Gene mittels Bakterien in Pflanzenzellen eingeschleust werden können. Dadurch wurde das Entwickeln von gentechnisch veränderten Pflanzen erst möglich.
Die World Food Prize-Stiftung ist bekannt dafür, sich an der Ertragssteigerung zu orientieren, also an der industriellen Landwirtschaft mit Dünger und Pestiziden. Auch die Gentechnik wird befürwortet. Allerdings sagte deren Vorsitzender der Auswahlkommission vor einigen Jahren auch, dass „die Landwirtschaft nicht der Kontrolle einiger multinationaler Unternehmen überlassen werden darf“.
Das Center for Food Safety aus den USA findet es daher besonders unverständlich, dass der Preis an Monsanto und Syngenta ging. Diese Firmen täten gar nichts, um eine nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten, sondern brächten diese eher in Gefahr. Denn gentechnisch verändertes Saatgut wird nur von einigen wenigen Unternehmen wie diesen beiden entwickelt und kontrolliert und dies verstärkt dadurch die Machtkonzentration und Ungleichheit.
Auch Hans Herren, welcher vor kurzem mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, steht gentechnisch veränderten Pflanzen skeptisch gegenüber: „Gentech ernährt heutzutage keinen mehr. (…) In Afrika haben wir gezeigt, dass wir die Erträge um das Zwei- bis Dreifache steigern können – mit nachhaltiger Landwirtschaft, mit biologischen, ökologischen Methoden.“ Damit könne auch eine Weltbevölkerung von 10 Milliarden ernährt werden. Daneben hapert es besonders noch an der Verteilung der Lebensmittel, denn auch heute leidet immer noch etwa eine Milliarde Menschen an Unterernährung.
Bild: Unbekannt [Public domain], via Wikimedia Commons