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Politische Parteien
Einzelne politische Parteien sind nur regional aktiv, während andere in der ganzen Schweiz gut verwurzelt und in der Bundesversammlung (Parlament) vertreten sind. Die grossen Parteien stellen auch die Mitglieder des Bundesrates (Regierung).
Vier Parteien sind in praktisch allen Kantonen vertreten und verfügen über mindestens einen Vertreter im Bundesrat. Dieser setzt sich entsprechend dem System der Konkordanzdemokratie aus Mitgliedern rechter, linker und Parteien der Mitte zusammen: der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der Sozialdemokratischen Partei (SP), der Christlichdemokratischen Partei (CVP) und der Liberalen (FDP).
Weitere Parteien sind zwar nicht im Bundesrat vertreten, verfügen aber über Abgeordnete im Bundesparlament. Es sind dies die Grüne Partei der Schweiz (die Grünen), die Grünliberale Partei (Grünliberale), die Bürgerlich-Demokratische Partei BDP, die Lega dei Ticinesi, die Evangelische Volkspartei (EVP), die Christlichsoziale Partei (CSP) und das Mouvement citoyens genevois (MCG). Die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) hat sich von der SVP abgespalten.
Die Entwicklung der politischen Landschaft
Die politische Landschaft der letzten zwei Jahrzehnte ist geprägt vom starken Vormarsch der SVP, einer konservativen Partei mit bäuerlichem Hintergrund, auf Kosten der anderen traditionell rechts ausgerichteten Parteien. Im Vergleich zu den eidgenössischen Wahlen im Jahr 1995 und den letzten im Jahr 2015 hat die SVP in der Bundesversammlung 36 Sitze dazugewonnen, während die FDP 12 und die CVP 10 Sitze verloren haben.
Gleichzeitig haben die Grünen (1995: 8 Sitze, 2015: 12 Sitze) und die Grünliberalen (1995: 0 Sitze, 2015: 7 Sitze) deutlich an Terrain gewonnen. Die 2008 gegründete BDP verfügt inzwischen über 8 Sitze in der Bundesversammlung und hat in den letzten Jahren auch in zahlreichen Kantons- und Gemeindeparlamenten Sitzgewinne erzielt.
Parteienfinanzierung
Die politischen Parteien finanzieren sich zur Hauptsache mit Mitgliederbeiträgen und Spenden. Auf Bundesebene sind die Parteien nicht verpflichtet, ihre Buchhaltung und ihre Spenderliste offenzulegen. Die Kantone Genf, Neuenburg und Tessin hingegen haben entsprechende Vorschriften erlassen.