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Die Brennweite
Die Brennweite ist ein wichtiger Begriff in der Fotografie und bezieht sich auf die Entfernung zwischen der optischen Mitte des Objektivs und dem Bildsensor oder Film. Es ist ein Maß dafür, wie stark ein Objektiv ein Bild vergrößert oder verkleinert und bestimmt, wie viel von einem Bild in das Objektiv passt.
Kurze Brennweite / Lange Brennweite
Eine kurze Brennweite erzeugt einen Weitwinkelblick, der eine breitere Szene aufnimmt, während eine längere Brennweite einen Teleobjektivblick erzeugt, der näher an das Motiv heranzoomt. Ein Objektiv mit einer mittleren Brennweite wird als Normalobjektiv bezeichnet und bietet ein Blickfeld, das dem menschlichen Auge ähnelt.
Die Brennweite wird in Millimetern gemessen und kann von Objektiv zu Objektiv variieren. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm wird beispielsweise als Standardobjektiv bezeichnet und ist in der Regel das am häufigsten verwendete Objektiv. Eine Brennweite von weniger als 50 mm wird als Weitwinkelobjektiv bezeichnet, während eine Brennweite von mehr als 50 mm als Teleobjektiv bezeichnet wird.
Wahl der Brennweite
Bei der Auswahl der Brennweite für eine Aufnahme müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Der Abstand zum Motiv, die gewünschte Perspektive und die gewünschte Tiefenschärfe können alle dazu beitragen, die richtige Brennweite auszuwählen.
Weitwinkelobjektive haben eine kurze Brennweite und sind ideal, um große Landschaften oder Innenräume aufzunehmen. Sie erzeugen jedoch eine Verzerrung an den Rändern des Bildes und können dazu führen, dass das Motiv in der Mitte des Bildes kleiner aussieht.
Teleobjektive haben eine längere Brennweite und sind ideal für Aufnahmen von weit entfernten Motiven. Sie können jedoch auch dazu führen, dass das Bild aufgrund des eingeschränkten Blickfeldes flacher aussieht und das Bildrauschen durch Verwacklungen leichter sichtbar wird.
Normalobjektive haben eine mittlere Brennweite und bieten ein natürlicheres Blickfeld. Sie eignen sich gut für Porträts und Aufnahmen von Gegenständen in der Nähe.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Brennweite beeinflusst, ist die Sensorgröße. Kleinere Kamerasensoren erfordern eine kürzere Brennweite, um das gleiche Blickfeld wie ein größerer Sensor zu erreichen. Dies wird als Crop-Faktor bezeichnet und bedeutet, dass ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm an einer Kamera mit einem Crop-Faktor von 1,5 einem Objektiv mit einer Brennweite von 75 mm an einer Kamera mit einem Vollformatsensor entspricht.
Die Brennweite beeinflusst auch die Tiefenschärfe des Bildes. Objektive mit kürzerer Brennweite haben eine größere Tiefenschärfe, was bedeutet, dass das gesamte Bild, von Vordergrund bis Hintergrund, scharf ist. Teleobjektive
Bei Portraits ist es wichtig, keine zu kurze Brennweite zu verwenden (weniger als 50mm) da bei kurzen Brennweiten sich das Gesicht verzieht. Obiges Bild wurde mit einer Brennweite von 85mm gemacht. Diese Brenneite gilt als „ideal“ für die Portait Fotografie
In der Landschaftsfotografie wird oft mit weitwinkligen Objektiven gearbeitet (also kleine Brennweiten unter 24mm) um ganze Landschaftsabschnitte aufzunehmen