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Ein Drachenboot (龙舟 chin. lóng zhōu oder 龙船 lóng chuán) ist ein besonders langes, offenes Paddelboot, das ursprünglich aus China stammt. Zumeist stellt es durch Bemalung und/oder Schnitzarbeiten sowie einen dekorativen Drachenkopf und -schwanz einen stilisierten chinesischen Drachen dar.
Um die Ursprünge des Drachenbootsportes ranken sich viele Legenden. Die wohl verbreiteteste Version berichtet, dass die Rennen Bestandteil eines seit etwa 300 vor unserer Zeitrechnung abgehaltenen Drachenbootfestivals sind. Dieses Fest soll an den Freitod des beliebten Staatsmannes und Beraters des Kaisers Qu Yuan erinnern. Dieser hatte sich, nachdem er am Hof zu unrecht in Ungnade gefallen war, aus Protest und Verzweiflung im Fluss Mi Lo ertränkt. Seine Anhänger suchten ihn darauf mit Paddelbooten und schlugen dabei die Trommel.
Wir pflegen zwar beispielsweise bei Bootstaufen oder zu Beginn eines grossen Rennens noch die Tradition, aber aus der Legende ist mittlerweile eine moderne Sportart geworden.
Die neuen Boote bestehen aus Kunststoff und sind rund 14 m lang. Am Bug schmückt ein Drachenkopf das Boot am Heck schliesst ein Drachenschwanz das geschuppte Ungeheuer ab. Das Boot bietet 20 Paddlern in 10 Zweierreihen Platz. Von der charakteristischen Trommel aus wird der Paddeltakt verstärkt. Gesteuert wird das Drachenboot mit einem langen Ruder im Heck. Rennen werden vorwiegend über Sprintdistanzen gefahren (200/500/1000m). Es gibt aber auch Langstreckenrennen 2000m, 9000m und mehr (oft mit Wenden). Schnelle Teams brauchen weniger als 2 Minuten für die Königsdisziplin 500m. Im Rennbereich werden die Kategorien Open, Frauen und Mixed (mind. 8 Frauen) unterschieden.
Hintern ganz auf Bank, unmittelbar am Bootsrand. Der Fuss auf der äusseren Seite ist, falls nicht hinter einer geschlossenen Bank, ist so weit nach vorne gestreckt, dass die Ferse gegen die Fussraste gepresst werden kann, das innere Bein ist leicht nach hinten versetzt Der Druck wird vor allem mit dem äusseren Fuss auf das Boot übertragen. Stolze Haltung. Brust raus, breite Schultern, Bauchnabel einziehen, Kopf aufrecht und hoch. Blick immer nach vorne (nicht auf das Paddel des Vordermannes schauen). Paddel mit der Druckhand locker in der Faust halten, die Zughand greift das Paddel etwa eine Handbreite oberhalb des Blattes ebenfalls mit der Faust.
Ziel: Mit einer flüssigen und entschlossenen Bewegung das Blatt vollständig versenken. Sobald das Blatt ganz versenkt ist, kann Druck ausgeübt werden.
Ausgangspunkt: Der Einsatz beginnt idealtypisch, sobald das Paddelblatt die Wasseroberfläche berührt. Dies ist der vorderste Punkt von einem ganzen Schlagzyklus. Die äussere Hüfte ist nach vorne geschoben, das äussere Bein angewinkelt, die innere Hüfte ist nach hinten gezogen (das Becken ist nach vorne-aussen verdreht). Der Zugarm ist gestreckt (nicht im Ellbogen blockiert), der Oberkörper in der Hüfte ausgedreht und der Rumpf in leichter Vorlage. Gerader Rücken und breite Schultern. Kopf bleibt oben! Der Druckarm ist leicht angewinkelt (ca. 135 Grad. Zur Kontrolle beide Arme nach vorne ausstrecken, die Druckhand greift auf eine virtuelle Uhr auf dem Handgelenk des Zugarms, dies ergibt in etwa den gewünschten Winkel).
Beim eigentlichen Einsatz wird das Blatt versenkt, indem beide Arme locker nach unten fallen gelassen werden. Die Zughand will dabei möglichst schnell ans Wasser. Der Rumpf geht bei dieser Bewegung kaum mit. Die Verwringung in der Hüfte bleibt konstant. Der Zugarm bleibt gestreckt.
Die Bewegung im Einsatz kann als Versuchtes „sich auf dem Paddel abstützen“ gesehen werden. Da dieses aber sozusagen mit der „Schneide“ und nicht mit der Fläche erfolgt, führt es automatisch dazu, dass das Paddel im Wasser einsinkt. Trotzdem sollte angestrebt werden, sich wie ein Stabhochspringer ins Paddel stürzen zu wollen.
Der Einsatz ist abgeschlossen, sobald das Blatt ganz im Wasser verankert ist und mit maximalem Druck belastet werden kann. Dabei entstehen keine Spritzer und auch keine Luftblasen-Geräusche (kleine Spritzer nach vorne sind tolerierbar). Die Körperspannung und die Konzentration sind beim Einsatz maximal. Es geht nicht darum mit wilder Aggression Wasser nach hinten zu schaufeln, sondern mit einer flüssigen und kontrollierten Bewegung das Paddel so zu setzen, dass nachher der Körper (und damit das Boot) ans Paddel herangezogen werden kann.
In der Druckphase wird das Boot vorwärts bewegt. Ziel: Das Boot möglichst weit nach vorne ziehen und maximal schnell beschleunigen. Das Paddel bewegt sich nicht nach hinten, sondern Körper und Boot nach vorne an den Punkt an dem das Paddel „verankert“ ist.
Sowie das Blatt ganz versenkt, „verankert“ ist, kann es mit maximalem Druck belastet werden. Daher folgt auf den Einsatz die Druckphase. In der Druckphase ist es bei hoher Bootsgeschwindigkeit kaum mehr möglich das Wasser zu „verreissen“.
Ausgangsposition: Blatt ganz versenkt, Zugarm Arm gestreckt, konstanter 135 Grad Winkel am Druckarm, Paddel immer noch leicht nach vorne geneigt (das Paddel ist keinesfalls bereits nach hinten geneigt; Zughand nicht hinter Druckhand). Eine komplexe Bewegung bestehend aus: Schulterachse aufdrehen und Zugarm anziehen, bringt den Körper und das Boot nach vorne. Die Druckhand dient als Widerlager (Schultergürtel stabil) und bleibt passiv. Bei maximalem Druck wird bewusst und schnell ausgeatmet (auch bei einem Atemrhythmus auf jeden zweiten Schlag wird bei höchstem Druck ausgeatmet, das Ausatmen beginnt mit dem Einsatz).
Das Blatt bleibt über die ganze Druckphase vollständig versenkt, seitlich kontrolliert (die Zugrichtung ist parallel zur Fahrtrichtung des Bootes; d.h. bei den Paddlern im Bug bewegt sich die Paddelkante während der Druckphase leicht zum Bootsrand hin, bei denen im Heck ist der Einsatzpunkt näher am Bootsrand als der Aushebepunkt). Nicht holzen! Das Boot wird während der Druckphase schneller, entsprechend muss die Bewegungsgeschwindigkeit zunehmen.
Der Oberkörper richtet sich in der zweiten Hälfte der Druckphase am Paddel auf, bis fast er fast ganz aufrecht ist (wachsen über dem Paddel), die Körperspannung bleibt dabei vor allem im Bauch konstant hoch, es wird in keiner Phase ein runder Rücken gemacht (breite Schultern). Die obere Hand bewegt sich während der ganzen Druckphase kaum und bleibt über dem Bootsrand (kein Druck nach vorne aus der oberen Hand). Der Druck wird mit vor allem dem äusseren Fuss auf das Boot übertragen (keinesfalls mit dem äusseren Knie auf die Bordwand). Letzter Druck kommt aus dem entschlossenen Finish (die Druckphase nicht „auswaschen“). Der Finish kommt aus dem letzten Stück Rumpf aufrichten (wachsen!), die Schulterachse bleibt dabei fixiert, der Druckarm gestreckt. Die Druckphase ist abgeschlossen, sobald die Zughand an der Hüfte, der Schultergürtel aufgedreht (parallel zur Sitzbank; rechter Winkel zur Fahrtrichtung) und der Rumpf aufgerichtet ist. Das Blatt bleibt vollständig versenkt, solange Druck ausgeübt wird.
Ziel: Mit einer flüssigen und entschlossenen Bewegung das Paddel aus dem Wasser heben. Das Boot dabei nicht abbremsen! Einatmen setzt ein.
Die Aushebebewegung beginnt, sobald der Rumpf fast aufgerichtet ist und der Druck nicht mehr gehalten werden kann. Die obere Hand ist an diesem Punkt immer noch über dem Bootsrand, etwas tiefer als die eigene Schulter. Die Aushebebewegung wird hauptsächlich mit dem äusseren Arm ausgeführt. Nach abgeschlossener Druckphase
Ziel: In einer runden Bewegung vom Aushebepunkt aus das Paddel wieder zum Einsatzpunkt bringen. Die Luftphase, dient aber auch zur Erholung (Einatmen).
Das Paddel wird auf dem Weg zum Einsatzpunkt mit der Druckhand hoch gehalten und mit der Zughand nach vorne geschoben und der Zugarm gestreckt (das Blatt bleibt so nah wie möglich am Wasser, je nach Wellengang oder Sitzposition muss es höher geführt werden). Die Druckhand ist dabei weiterhin über dem Bootsrand, das Paddel entsprechend senkrecht. Die Hände bleiben während der Luftphase locker (Finger öffnen). Aus der Aushebebewegung heraus wird die Schulterachse während der Luftphase wieder aufgedreht und der Oberkörper zum Einsatzpunkt geneigt.
Auch bei unterschiedlichen Belastungsstufen bleibt die Schlaglänge gleich. Der Rhythmus ist immer wichtig. Die Körperspannung ist auf allen Stufen hoch. Im Einsatz wird auf allen Stufen Druck aufgebaut. Die einzelnen Stufen können sowohl durch den Druck, als auch durch die Schlagzahl unterschieden werden.