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L’Orfeo – Eine favola in musica (1607) von Claudio Monteverdi
(*1567 in Cremona, † 1643 in Venedig)
Die Oper „L’Orfeo“ markiert den Beginn der abendländischen Oper.
Man hat sich diese erste Aufführung vom 24. Februar 1607 am Hof von Mantua als einfache szenisch-musikalische Umsetzung der Orpheus-Geschichte vorzustellen.
Es ist die Geschichte des griechischen Sängers Orpheus, der zu Beginn inmitten von Hirten und Nymphen sein Glück, und das heisst: die Zweisamkeit mit „seiner“ Eurydike, besingt. In diese heitere Stimmung platzt unvermittelt eine Botin, die die Nachricht vom Tode von Orpheus’ Gattin überbringt. Grosse Trauer, Verzweiflung bei allen – eine Hoffnung bleibt: Orpheus wagt das Unmögliche und will ins Totenreich hinabsteigen, um seine Frau zurück zu holen. Zuerst gilt es, am Eingang zum Totenreich den Fährmann Charon zu bezwingen, Orpheus gelingt dies mit seiner Musik. Dann muss auch das Herrscher-Paar in der Unterwelt, Pluto und Proserpina vom Vorhaben überzeugt werden. Tatsächlich macht Pluto eine einmalige Ausnahme: Orpheus kann Eurydike zurück ins Leben führen, aber: er darf sich auf dem Weg ans Licht nie nach ihr umdrehen … !
Monteverdi erzählt diese Geschichte mit einer bunten Abfolge von kurzen Chören, Orchester-Zwischenspielen, Rezitativen und solistischen Gesangspartien. Die meisten Stimmungen, Situationen und Emotionen werden vom Ensemble rein instrumental ausgeführt. Dies ganz im Sinne von Monteverdi mit einer farbigen Palette von verschiedenen Instrumenten! Eine Erzählerin führt durch die Handlung der Oper und mit einigen szenischen Elementen wird ein lebendiger Bezug zum Libretto geschaffen.
Instrumentarium:
15 verschiedene Blockflöten, 2 Violinen, 2 Violen, Violoncello, Cembalo, E-Piano, Perkussion