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Aufgeweckt durch Prognosen zur demografischen Entwicklung der Stadt Freiburg verlangte ein SP-Vorstoss im Oktober 2012 vom Gemeinderat eine Studie, welche unter anderem den Bedarf an schulischen Infrastrukturen, der durch den Bevölkerungszuwachs bis 2030 ausgelöst wird, aufzeigt und beziffert. Die Antwort des Gemeinderats war dazumal ein simpler Verweis auf die reaktualisierte Planung von Schulbauten für die Jahre 2014–2015. Eine längerfristige demografische Studie befand die zuständige Gemeinderätin damals für nicht notwendig. Nun, kurz vor den Gemeindewahlen, ist aus den FN vom 1. Februar 2016 zu entnehmen, dass eine Arbeitsgruppe eingesetzt wurde, um eben eine solche Studie zu erstellen.
Es ist selbstverständlich erfreulich, dass die zuständige Gemeinderätin doch noch den Nutzen einer solchen Studie erkannt hat. Es ist jedoch höchst unerfreulich, dass dazwischen vier wertvolle Jahre ins Land gezogen sind, in denen in der Stadt Schulbauten errichtet, aufgestockt oder geplant wurden, ohne über ein koordiniertes, langfristiges Gesamtkonzept zu verfügen, das der mittel- bis langfristigen demografischen Entwicklung der Stadt Rechnung trägt. Es bleibt somit nur zu hoffen, dass aufgrund dieser verlorenen Zeit die eingesetzte Arbeitsgruppe nicht nur einen weiteren Papiertiger produziert.