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Hongkong setzt weiter auf Kernenergie
Gegenwärtig deckt die Sonderverwaltungszone Hongkong rund 77% ihres Strombedarfs mit eigenen Kraftwerken – 54% Kohle sowie 23% Gas. Die restlichen 23% liefert das chinesische Kernkraftwerk Daya-Bay. Die China Light and Power Holdings Ltd. (CLP) mit Sitz in Hongkong hat bereits im Februar 2014 ihren Anteil an der Stromproduktion von Daya-Bay-1 und -2 über eine Dauer von fünf Jahren von 70% auf 80% erhöht, um die voraussichtlichen Tariferhöhungen auf fossilen Brennstoffen aufzufangen. Langfristig dürfte sich der Beitrag von Daya-Bay am Stromversorgungsmix Hongkongs bei 20% einpendeln, da der Stromverbrauch stetig zunehmen wird.
Die Regierung Hongkongs ist gemäss der internationalen Kernenergie-Nachrichtenagentur NucNet gezwungen, den Anteil der Kohle an der Primärenergieversorgung zu senken, um die Reduktionsziele in Bezug auf die Treibhausgasemissionen erreichen zu können. In einem Vernehmlassungsdokument stellt die Regierung dazu zwei Optionen vor. Hongkong könnte als erste Option rund die Hälfte des benötigten Stroms importieren. Darin enthalten wären die bereits jetzt importierten 20% von Daya-Bay sowie ein Anteil von 30% an neuen Zukäufen aus dem chinesischen Stromnetz. Mittels Gaskraftwerken würden rund 40% des Stroms produziert und die restlichen 10% würden aus Kohlekraftwerken sowie erneuerbaren Energiequellen stammen. Die zweite Option sieht vor, dass der Beitrag aus Day-Bay bei 20% verbleibt, die Gaskraftwerke rund 60% der Stromversorgung stemmen und die Kohlekraftwerk sowie die Erneuerbaren rund 20% beitragen. Die Regierung bevorzugt die erste Option, denn sie würde der Sonderverwaltungszone Zugang zu einem diversifizierteren Brennstoffmix verschaffen und die Treibhausgasemissionen könnten im Vergleich zu 2005 um rund 60% gesenkt werden.