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Das sechste Weltwasserforum – es findet alle drei Jahr statt – steht unter dem Motto «Zeit für Lösungen». Zu Beginn wurde eine sehr unverbindliche Erklärung der teilnehmenden Staaten, darunter auch die Schweiz, veröffentlicht. Darin wird zwar die Bedeutung von Wasser für Gesundheit, Ernährung und Entwicklung anerkannt. Die unterzeichnenden Länder unterliessen es aber, das Recht auf Wasser zu bekräftigen, das die Uno-Generalversammlung im Juli 2010 deklariert hatte. Die USA, Kanada und Japan hatten sich dagegen gestemmt.
Wie schon bei früheren Weltwasserforen haben Organisationen der Zivilgesellschaft auch in Marseille ein Alternatives Weltwasserforum (Fame) durchgeführt. Sie kritisieren, der Weltwasserrat vertrete primär die Interessen der grossen Wasserkonzerne, «die Wasser als Ware ansehen, Wasser privatisieren wollen, ihre Technologien anpreisen und kein Interesse an der Schonung der weltweiten Wasserressource haben».