Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03638.jsonl.gz/1168

Jordanien: kein Verzicht auf Kernkraftwerke
In einer Erklärung gegenüber dem Jordanian Media Credibility Monitor (Akeed), einem Online-Portal zur Überwachung der Glaubwürdigkeit jordanischer Medien, sagte Toukan, Jordanien habe lediglich das Bauabkommen mit Russland wegen der hohen finanziellen Kosten aufgelöst. Toukan betonte, dass seine an der Medienkonferenz vom 26. Juni 2018 gemachten Bemerkungen «aus dem Zusammenhang gerissen worden waren».
«Wir arbeiten derzeit zweigleisig», erklärte Toukan. Langfristig wolle Jordanien ein Kernkraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW in der Region Amra bauen, das wahrscheinlich im Jahr 2029 ans Netz gehen könnte. Im Hinblick auf die nahe Zukunft seien Gespräche mit internationalen Parteien zum Bau eines kleinen, modularen Reaktors mit einer Leistung von 200 MW geführt worden, fügte er an, voraussichtlich in der Industriestadt Aqaba. Es seien Fortschritte erzielt worden, um mit China den kleinen Reaktor zu bauen, da dieses Land grosse Sachkenntnisse auf diesem Gebiet aufweise, vor allem bezüglich der vierten Generation.
Zeitungen hatten Ende Juni berichtet, Jordanien wolle auf den Bau eines Kernkraftwerks verzichten.