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Im Münster zu Allerheiligen ist ein neuer Windfang eingebaut worden, wie die Stadt Schaffhausen schildert.
Um dem romanischen Münster gerecht zu werden, wurde er als schlichter Baukörper in Eiche erstellt. Seine Architektur sei einfach, aber entsprechend dem herausragenden Münster sorgfältig und mit zeitloser Erscheinung gestaltet.
Das Schaffhauser Münster wurde nach 1087 erbaut und 1103/06 durch Bischof Gebhard III von Konstanz (1084-1110) geweiht. Die Kirche wurde im Geist der Klosterreform des Abtes Willhelm von Hirsau und nach dessen Ideen erbaut.
Das Münster zu Allerheiligen sei einer der ursprünglichsten romanischen Kirchenbauten der Schweiz. Diese Bedeutung wurde bereits anlässlich der letzten grossen Gesamtsanierung in den 1950 Jahren erkannt und die Anlage wurde 1955 als nationales Schutzobjekt eingestuft.
Damals wurden die baulichen Massnahmen so gestaltet, dass sie mit einer möglichst puristischen Sprache die romanische Architektur hervorheben konnten. Hauptsächlich wirkt der Innenraum der Kirche in seiner eindrücklichen Grösse als romanischer Kirchenraum mit den drei Kirchenschiffen und den Säulenarkaden, die zwischen rotem und grauem Sandstein wechseln.
Betrat man bis anhin das Münster über das Hauptportal stand man unmittelbar im romanischen Kirchenraum. Im Winter ergaben sich durch den fehlenden Windfang starke Zugerscheinungen, was das Feiern von Gottesdiensten und andere Anlässen beeinträchtigte.
Das winterliche Provisorium mit Stellwänden blieb unbefriedigend, weshalb die Stadt zusammen mit dem Verband der evang.-ref. Kirchgemeinden entschieden hat, einen neuen fest installierten Windfang zu erstellen.
Entworfen und in der Ausführung detailliert wurde der Windfang durch den Architekten Bruno Bossart aus Sankt Gallen, die Konstruktion erfolgte durch die Schreinerei Wipf in Lohn. Die Planung und Ausführung wurde durch die Kantonale Denkmalpflege begleitet und das Projekt durch einen finanziellen Beitrag des Bundes und des Kantons unterstützt.
Der Architekt habe nach sorgfältiger Evaluation bewusst einen hölzernen Windfang entworfen und Eiche als Bauholz gewählt. Als moderner Einbau ergänzt er die in den 1950er Jahren erstellte Orgelempore.
Der Windfang habe in der sonst kaum möblierten Kirche einen grossen Stellenwert, gleichwohl ordnet er sich der romanischen Architektur unter und behauptet sich als eigenständiger Einbau. Nebst der primären Funktion als Wind- und Witterungsbarriere bildet der Windfang auch den Übergang von aussen nach innen.
Um den Besucher auf dem Weg ins Kircheninnere auf die «räumliche Offenbarung» vorzubereiten, wählte der Architekt einen eher geschlossenen Windfang. Die Herausforderung bei der Herstellung des Windfangs lag in der Grösse der Konstruktion.
So bedurfte es der Beschaffung von speziellem Eichenholz in der geforderten Qualität und Dimension. Das Werk wurde vorab versuchsweise im Schreinerbetrieb als Ganzes zusammengesetzt, bevor es im Münster eingebaut werden konnte.
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