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Das Messer im Kompott ist ein experimentelles Video über Hausarbeit und Innenräume. Da wird ein Küchenboden feucht aufgenommen. Der Rhythmus und die Bewegung der Arbeit wird anhand des sich zu skurrilen Formen verwandelnden Lappens sichtbar gemacht. Die Monotonie der Arbeit wird im Bild ironisiert. Der Ton bleibt ernst: „Jedes Wort als müsste sie es von der Zunge bis zu den Zähnen schieben.“ Ein Satz, der immer wieder ertönt und an weibliche Sprachlosigkeit erinnert. Die formale Konsequenz dieser ersten Szene wird jedoch durch sketchartige Szenen unterbrochen: es wird weiter geputzt, aber diesmal ist die Akteurin (Muda Mathis) im Bild, die gutgelaunt die Wände fegt. Während sie ein Lied „Je l’aime l’électricité“ singt, dreht sich der Raum um sie herum. Die Bewegung geht über auf die zweite Akteurin (Käthe Walser), die in der durch die Kamera in Fahrt gebrachten Badewanne rudert. Rhabarberstengel werden gerüstet und geschnitten, mit einem synthetischen Ton unterlegt, der an den Klang einer elektrischen Schreibmaschine erinnert. Die einzelnen Arbeitsschritte zur Zubereitung des Kompotts sind minutiös registriert. Blick von oben in die Pfanne. Der Kochherd brennt, dazu das Geräusch eines tropfenden Wasserhahns. Strassenszenen im Regen — noch immer brennt der Kochherd.
Doch plötzlich wird alles entdramatisiert: blühende Büsche, strahlend blauer Himmel. Die Harmonie endet unter Wasser, wo sich die beiden Autorinnen vergnügen und dem Publikum — wie aus einem Aquarium - zu den Klängen eines elektronisch verfremdeten Marien-Liedes zuwinken. Die ironische Selbstdarstellung bestimmt den Ton dieses rhythmisch und akustisch gelungenen Videos.