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Die Klimakonferenz in Cancún geht heute zu Ende. Lediglich das Ziel, die Klimaerwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit auf 2 Grad zu begrenzen, findet allgemeine Unterstützung. Mit ihrer Zurückhaltung hat die Schweiz an der Klimakonferenz ein schlechtes Zeichen gesetzt.
Die Forderungen, welche die Grünen zu Beginn der Konferenz gestellt hatten, haben jetzt umso mehr Gültigkeit. Die Schweiz muss sich dafür engagieren, das 2-Grad-Ziel in eine rechtlich verpflichtende Vereinbarung zu überführen. Zeigt sich, dass technisch ein 1,5 Grad-Ziel doch noch möglich ist, muss sich die Schweiz gemeinsam mit anderen Ländern für dieses Ziel verpflichten.
Der Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hat gezeigt: Die bisherigen Massnahmen reichen nicht, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Die Schweiz muss eine Vorreiterrolle einnehmen und die inländischen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 30% gegenüber 1990 senken. Durch zusätzliche Projekte zur Verringerung der Treibhausgase im Ausland von mindestens 10% übernimmt die Schweiz die Verantwortung für den CO2-Ausstoss, den sie im Ausland durch ihre Importe erzeugt.
Bei internationalen Handelsvereinbarungen muss sich die Schweiz dafür einsetzen, dass der Klimaschutz Bestandteil der Abkommen wird, fordern die Grünen. Und bei dem Programm REDD+ zum Schutz und zur Wiederaufforstung von Wäldern muss genügend Geld zur Verfügung gestellt werden.
Doris Leuthard hat in ihrer Plenarrede an der Konferenz zurecht gesagt, dass die Kosten für den Klimaschutz und für die Anpassung an den Klimawandel immer mehr zunehmen, je länger zugewartet wird. Nichts anderes macht aber die Schweiz, indem sie erst handeln will, wenn die anderen Länder mitziehen.
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