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Der saudische Prinz al-Walid bin Talal hat angekündigt, sein gesamtes Privatvermögen – 32 Milliarden Dollar – für wohltätige Zwecke herzugeben. Der 60-jährige Neffe von König Salman will sich vor allem in den Bereichen interkultureller Verständigung, Frauenrechte und Katastrophenhilfe engagieren.
Das Geld wird in die Alwaleed Philanthropies fliessen, die wohltätige Organisation des Prinzen. Zu dem Schritt bewogen hat ihn das Beispiel von Bill Gates, der sein beträchtliches Vermögen in die Bill & Melinda Gates Foundation einbrachte. Der Microsoft-Gründer lobte al-Walid denn auch als Inspiration für alle Philanthropen auf der Welt.
Al-Walid, den Forbes auf Platz 34 seiner Liste der weltweit reichsten Menschen führt, bekleidet keine Position in der saudischen Regierung, sondern ist Verwaltungsratspräsident der Investmentfirma Kingdom Holding Company. Diese hält Anteile an den Hotelgruppen The Four Seasons und Fairmont and Reaffles (zu der auch Swissôtel gehört) sowie News Corp, Twitter und Apple. Aktuell plant die Firma, in dem Königreich das höchste Gebäude der Welt zu bauen.
Der Prinz betont, er spende sein Privatvermögen – nicht seine Anteile an Kingdom Holding Company. Die Milliarden werden über mehrere Jahre verteilt eingebracht und von einem Stiftungsrat unter seinem Vorsitz verwendet.
«Philanthropie ist eine persönliche Verantwortung, die ich vor über drei Jahrzehnten auf mich nahm und die ein fester Bestandteil meines islamischen Glaubens ist», sagt al-Walid in einer im Ramadan veröffentlichten Erklärung. Während des islamischen Fastenmonats sind Muslime zu Spenden angehalten. (kri)