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Der Datenverkehr umfasst auch den Verkehr, der durch drahtlose Festnetzzugangsdienste (FWA) erzeugt wird.
In den letzten zwei Jahren hat sich der weltweite Datenverkehr über Mobilfunknetze nahezu verdoppelt, wie im Ende November 2022 veröffentlichten Mobilitätsbericht von Ericsson nachzulesen ist.
Ohne den Verkehr, der vom drahtlosen Festnetzzugang (Fixed Wireless Access, FWA) generiert wird, lag dieses Volumen Ende 2022 bei 90 Exabytes (EB) pro Monat (90 Milliarden Milliarden Bytes). Bis im Jahr 2028 dürfte sich der weltweite Datenverkehr über Mobilfunknetze beinahe vervierfachen und 325 EB pro Monat erreichen. Schliesst man den vom drahtlosen Festnetzzugang generierten Verkehr mit ein, erreichte das monatliche Datenvolumen Ende 2022 nicht weniger als 115 EB; bis 2028 dürften es 453 EB pro Monat sein.
Der Bericht unterstreicht im Übrigen die immer wichtigere Rolle des drahtlosen Festnetzzugangs in der Bereitstellung von Breitbanddiensten. Ericsson korrigierte seine FWA-Prognose nach oben und rechnete für 2022 mit mehr als 100 Millionen FWA-Verbindungen und bis 2028 sogar mit einer Verdreifachung auf 300 Millionen.
Der Grund für das starke Wachstum des mobilen Datenverkehrs ist einerseits die steigende Zahl der Mobilfunkabonnemente in Verbindung mit Smartphones und andererseits die Zunahme der darin enthaltenen Datenvolumen, die hauptsächlich durch den wachsenden Konsum von Video-Inhalten bedingt ist. Laut Ericsson machte der Video-Anteil 2022 weltweit bereits 70 % des mobilen Datenverkehrs aus. Dies ist der weltweit am schnellsten wachsende Anteil des mobilen Datenverkehrs, der voraussichtlich um weitere 30 % pro Jahr steigen und 2028 für fast 80 % des mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein wird. Der Bericht präzisiert, dass der grösste Teil dieses Datenverkehrs auf das Streaming von Videos entfällt, die über beliebte Social-Media-Plattformen (YouTube, TikTok, Facebook, Instagram) geteilt werden, gefolgt von On-Demand-Streamingdiensten wie Netflix.
Während der Löwenanteil des mobilen Datenverkehrs noch von den Netzen der vorherigen Generationen (3G und 4G) absorbiert wird, nimmt der Anteil von 5G im mobilen Datenverkehr stetig zu. Er belief sich 2022 auf 17 % (gegenüber nur 10 % Ende 2021) und wird bis 2028 voraussichtlich fast 70 % des weltweiten Datenverkehrs über Mobilfunknetze ausmachen.
Die Anzahl 4G-Abonnemente steigt zwar weiterhin und nahm im dritten Quartal 2022 um 41 Millionen auf insgesamt 5 Milliarden zu. Diese Technologie dürfte aber Ende 2022 mit 5,2 Milliarden Abonnementen einen Rekordwert erreicht haben und bis 2028, wenn die Migration von Nutzerinnen und Nutzer auf 5G abgeschlossen sein wird, auf 3,5 Milliarden zurückgehen.
Die Anzahl 5G-Abonnemente erhöhte sich im dritten Quartal 2022 um 110 Millionen auf 870 Millionen. Bis Ende 2022 wurde ein Anstieg auf über eine Milliarde erwartet. Gegenwärtig hat übrigens fast ein Drittel (30 %) der Weltbevölkerung Zugang zu einer 5G-Abdeckung. Bis 2028 dürften laut dem Bericht etwa 85 % der Weltbevölkerung 5G nutzen können.
Der Ericsson-Bericht bestätigt auch, dass sich 5G schneller entwickelt als alle vorherigen Generationen von Mobilfunktechnologien und die Marke von einer Milliarde Abonnemente zwei Jahre früher erreicht wird, als dies beim 2009 eingeführten 4G-Standard der Fall war.
Letzte Änderung 31.05.2023