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Alte Häuser, wirklich alte Häuser haben oft ihren verborgenen Besonderheiten. Ein kleines, das ich kannte (erbaut um 1840) und das meiner Großtante und meinem Großonkel gehörte, hatte unter der Kellertreppe zum Beispiel den beheizbaren Waschkessel. In einem größeren in einer anderen Gegend des Landes (um 1910 erbaut), fand sich in einem Kellerraum unter einer großen Steinplatte ein – leider leerer – weiterer Kellerraum von etwa 2 m x 4 m; hätte dieser Stein in meinen Ohren nicht hohl geklungen, wäre der Raum unentdeckt geblieben. In einem Fachwerkhaus von 1700 sah ich einmal ein komplett innenliegendes Zimmer, das neben der Tür noch zwei Fenster zu den danebenliegenden Räumen hatte, und niemand konnte so recht erklären, warum und wozu dieses Zimmer von den anderen abgezwackt wurde. Irgendwann war das Haus so verfallen, daß es einfach in sich zusammenfiel. Und dreimal erfuhr ich aus eigener Anschauung, daß Häuser, also Stadthäuser, zum Nachbarhaus zwei Wände hatten, zwischen denen sogar ein Mensch umhergehen konnte. So fanden sich zwischen zwei Nachbarhäusern insgesamt vier gemauerte Wände, zwei, die direkt aneinanderlagen, und auf jeder Seite dann noch eine zweite. Alle drei Häuser existieren nicht mehr, waren aber sicher vor 1900 gebaut worden. Auch vermauerte Kellerteile hab ich gesehen bzw. deren Reste. Vielleicht hätte ich viel mehr solcher Geheimnisse entdecken können, wenn nicht eines Tages diese Angst vor alten Häusern mich ergriffen hätte, zumindest vor unbewohnten, ungenutzten alten Gebäuden. Ich kann nicht hineingehen, nicht mehr, kann nur noch von außen sie betrachten und mir meine Phantasien von ihrem Inneren ausmalen.
(Ein Ausschnitt aus einem größeren Text.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 05.10.2019 waren positiv der Buchbeginn, Zwieback und Schwarzer Tee, einkehrende Beruhigung.
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Schwerter.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).