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«Raucherinnen und Raucher stehlen den Unternehmen Unmengen an Arbeitszeit», verkündete kürzlich die Presse in einer gnadenlosen Diffamierungskampagne gegen Raucher. Als ob Nichtraucher am Arbeitsplatz keine Minute verlören. Die Art, wie die Arbeitszeit thematisiert wird, erinnert mich an Sklaverei.
Ich war früher starker Raucher. Meine Arbeitgeber interessierten sich nur für die Resultate meiner Leistungen. Wie ich die Resultate erzielte, war nicht ihre Sorge. Die profitabelsten Ideen fielen mir beim Beobachten des Rauchs meiner Zigarette ein. Vor Jahrzehnten habe ich mir aus Respekt für meinen Körper das Rauchen abgewöhnt. Es war ein langer und schwieriger Prozess. Ich habe den Tabak durch Tee ersetzt, und seither kommt mir die Intuition beim Genuss einer Tasse Oolong. Meine Teezeremonien kosten mehr Arbeitszeit als mein früheres Rauchen, was meine Arbeitgeber auch nicht störte, weil das Resultat stimmte.
Als ich heute Morgen dem aufsteigenden Dampf aus meiner Teetasse nachblickte, stellte ich mir die Frage, wem wohl diese Diffamierungskampagne am meisten nützte? Meine Arbeitgeber interessierten sich nur für Leistungen und Resultate. Sie wussten genau, dass sie mich durch Kritik an meinem Verhalten nur demotiviert hätten. Könnte es ausgerechnet die Tabakindustrie sein, die hinter diesen Attacken gegen Raucherinnen und Raucher steckt? Sie hat die elektronische, rauchlose Zigarette entwickelt und will die traditionellen Raucher zum Umsteigen bewegen. Für Marketingleute gewisser Unternehmen ist jedes Mittel recht, wenn es zum Ziele führt. Ich frage mich, wie viel Überzeugungsaufwand sie leisten müssten, um mich von meinen Teeblättern zum Konsum von parfümierten Kapseln zu gewinnen?