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Eine ausreichende Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung zu gewährleisten, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch wie kann dies erreicht werden, ohne die Biodiversität zu gefährden?
Der Widerspruch zwischen Ernährungssicherheit und Biodiversität
Die Ernährungssicherheit ist ein zentrales Ziel der Agrarpolitik. Um eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung für die wachsende Weltbevölkerung zu gewährleisten, müssen die Produktionsmengen gesteigert werden. Doch dieser Ansatz führt oft zu einem Widerspruch zwischen dem Ziel der Ernährungssicherheit und dem Ziel der Förderung von Biodiversität.
Denn eine intensive Landwirtschaft, die auf den höchstmöglichen Ertrag ausgerichtet ist, geht oft zulasten der Biodiversität. Das Weglassen der Hilfsmitteln jedoch, führt zu weniger Ertrag, wodurch die Abhängigkeit vom Ausland gesteigert wird.
Wie kann man Ernährungssicherheit und Biodiversität miteinander vereinbaren?
Eine Lösung für den Widerspruch zwischen Ernährungssicherheit und Biodiversität ist die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Eine nachhaltige Landwirtschaft berücksichtigt nicht nur ökonomische Aspekte, sondern auch ökologische und soziale. Sie zielt darauf ab, die Nahrungsmittelproduktion zu steigern und gleichzeitig die Biodiversität zu erhalten oder zu fördern. Eine nachhaltige Landwirtschaft kann durch den Einsatz von agroökologischen Methoden, wie zum Beispiel Fruchtwechsel, Agroforstwirtschaft oder Bodenverbesserung, erreicht werden. Diese Methoden erhöhen die Biodiversität und verbessern gleichzeitig die Bodenqualität, was langfristig zu höheren Erträgen führt. Eine weitere Maßnahme ist die Schaffung von Schutzgebieten oder Biotopen, die den Lebensraum für bedrohte Arten sichern. Auch die Integration von Naturschutzaspekten in die landwirtschaftliche Praxis kann dazu beitragen, die Biodiversität zu erhalten.
Insgesamt ist es möglich, Ernährungssicherheit und Biodiversität miteinander zu vereinbaren. Eine nachhaltige Landwirtschaft, die ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt, ist ein Schlüssel dazu. Die Thurgauer Landwirtschaft arbeitet aktiv an diesen Lösungsansätzen.