Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03213.jsonl.gz/274

Laut Geschichtesbüchern beginnt der Karo-Trend mit einer grossen Lüge. Nicht die Schotten sollen das Tuch mit den verschiedenfarbenen, ineinander verwobenen Fäden erfunden haben. Angeblich schwörten die Chinesen schon rund 3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung auf das Muster.
Archäologen behaupten gar, der Stoff sei erst in Österreich gelandet, bevor die schottischen Highlander das Tuch im 18. Jahrhundert zum Symbol ihrer Rebellion gegen die britischen Unterdrücker machten. Der britische «Dress Act» verbot das Muster unter Androhung schrecklicher Strafen gar ab dem Jahr 1746.
Karos sind revolutionär
Erst im 19. Jahrhundert entdeckte die britische und schottische Oberschicht das allzeit kompatible Muster für sich – und als König George IV. 1822 erstmals in Tartan gewandet schottischen Boden betrat, war klar: Jetzt ists ok, auf Karos zu setzen.
Ob Herzogin Catherine weiss, dass sie mit ihren Mänteln auf ehemalige Revoluzzer-Kleidung setzt? Wer weiss. So oder so: Wie ihr Karos richtig kombiniert und ein paar royale Outfit-Inputs zum Nachstylen gibt es in der Bildstrecke. Eins ist klar: Karos gehen immer.