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Wie sieht nachhaltiger Städtebau aus, der sowohl auf die Klimaveränderung als auch das Bevölkerungswachstum reagiert? Ulrike Hannemann stellt mit dem Pinnacle@Duxton, einem öffentlichen Großbauprojekt in Singapur, ein Beispiel vor. Dabei geht sie nicht klassisch dokumentarisch vor, sondern nähert sich dem Komplex als Künstlerin und Fotografin: Sie macht Detailaufnahmen (der Fassaden, der Grünanlagen und einzelner Gestaltungselemente), die sie weiterbearbeitet, indem sie die Motive entweder isoliert oder vervielfältigt und in Collagen überführt. Eines dieser aus Einzelbildern zusammengestellten Patterns zieht sich als wiederkehrendes Moment durch das Buch. Die Gestaltung des Buches greift auf diesem Weg die Arbeitsweise Hannemanns auf und verstärkt sie noch, wenn die Motive zerteilt und auf mehrere Seiten verteilt werden. Ein kontextualisierender Essay von Anna-Lena Wenzel stellt das architektonische Modellprojekt vor und schlägt Brücken zu Hannemanns Kindheit in einem ostdeutschen Plattenbau. „Pinnacle“ gelingt es, sowohl eine intelligente Lösung für das drängende Wohnproblem vorzustellen, als auch eine abstrakte wie konkrete Bildsprache zu entwickeln.