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Anamnese
In einem Milchviehbetrieb mit 68 Kühen und ca. 9‘500 kg durchschnittlicher Milchleistung traten im März und April 2014 vermehrt Euterentzündungen auf. Der Zellgehalt in der Tankmilch stieg von durchschnittlich 100‘000 /ml auf über 350‘000 Zellen/ml an.
Überwiegend fielen akute Mastitiden auf, die mit Fieber und deutlicher Schwellung der Euterviertel einhergingen. Insgesamt waren 6 Tiere betroffen. Die sofortige intrazisternale antibiotische Behandlung war nur bei 3 der 6 Tiere erfolgreich (wieder grobsinnlich unveränderte Milch). Bei der zuletzt erkrankten Kuh wurden vor der Behandlung Milchproben zur bakteriologischen Untersuchung entnommen. Diese Kuh ist zwischenzeitlich abgegangen. Der Landwirt hat nach eigenem Bekunden seit Umbau des Stalls vor 5 Jahren wegen Aufstockung des Bestandes um 20 Tiere keine gravierenden Änderungen hinsichtlich Stallbau, Melktechnik und Melkroutinen vorgenommen. Für die Galt-Kühe wurde am Anfang des Jahres ein Stall umgebaut, um mehr Platz zu schaffen. Die Fütterungs- und Haltungsbedingungen der laktierenden Kühe blieben überwiegend unverändert. Bei der MLP im Mai lag die Tankzellzahl noch immer bei 280‘000 Zellen/ml, obwohl inzwischen keine neuen klinischen Euterentzündungen mehr auftraten.
Frage:
- Welche Fragen können schon im Vorfeld des Bestandesbesuchs abgeklärt werden?
Autorin:
M. Feldmann
Rindergesundheitsdienst
Vetsuisse Fakultät Zürich