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Mit viel Glück verhindert Roger Federer am Mittwoch das frühe Aus beim ATP-1000-Turnier in Schanghai in Runde zwei. Gleich fünf Matchbälle muss er gegen Leonardo Mayer abwehren, bevor Federer die Achtelfinal-Quali doch noch schafft.
Dank seines Sieges und dem gleichzeitigen Scheitern von Rafael Nadal gegen Lopez wird Roger nächsten Montag den Spanier als Zweiter der Weltrangliste ablösen. Holt sich Federer in Schanghai erstmals den Titel, würde er den Vorsprung auf Nadal auf 975 Punkte ausbauen.
Doch wie sieht es mit der Rückeroberung des Tennis-Throns aus? Dort sitzt momentan noch Novak Djokovic fest im Sattel.
Der Serbe wird am Montag auf jeden Fall noch über 2000 Zähler Reserve auf Federer haben. Aber der Schweizer hat dennoch reelle Aussichten, bis Ende der Saison von Djokovic die Nummer eins zu übernehmen.
Obwohl der 17-fache Grand-Slam-Champion immer wieder mal betont: «Die Nummer eins interessiert mich wenig», hätte die Übernahme auf dem Bankkonto angenehme Folgen.
Denn steht er am Saisonende top, würde Federer (33) laut seiner Werbeverträge einen Bonus in der Höhe von fünf Millionen Dollar einstreichen.
Rogers Vorteil im Vergleich zu Djokovic: Bei den kommenden Turnieren in Basel, Paris und den ATP Finals in London kann er fleissig punkten. Der «Djoker» hingegen muss als Sieger von Schanghai, Paris und den ATP Finals viele Punkte verteidigen.
Hinzu kommt: Djokovic wird in den nächsten Wochen zum ersten Mal Vater und will bei der Geburt des Nachwuchs dabei sein. Denkbar, dass er so freiwillig auf Turniere verzichtet. (rib)Publiziert am 09.10.2014 | Aktualisiert am 09.10.2014