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Es ist die am schwersten bewachte Grenze der Welt. Jetzt ist ein junger Soldat aus Nordkorea durch die demilitarisierte Zone in den Süden geflüchtet – ohne dass ein Schuss abgegeben wurde.
Ein nordkoreanischer Soldat hat die demilitarisierte Zone durchquert und ist nach Südkorea übergelaufen. Das berichtet das Verteidigungsministerium in Seoul.
Zwar desertieren Jahr für Jahr nordkoreanische Soldaten und flüchten, meist geschieht dies jedoch über die durchlässigere Grenze nach China. Es ist sehr selten, dass ein Nordkoreaner die Demilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze zum Süden durchquert. Die letzte Flucht durch die DMZ ereignete sich im Jahr 2012.
Der Soldat näherte sich laut den Angaben aus Seoul am Montagmorgen einem Wachposten im Bezirk Hwacheon. Er ergab sich dort den Südkoreanern. Es habe keinen Feuerwechsel gegeben, da der Soldat seine Absicht zu desertieren deutlich gemacht habe. Zur Zeit befinde er sich in Gewahrsam. Die Behörden leiteten zunächst Ermittlungen ein und erklärten, zu gegebener Zeit würden weitere Informationen veröffentlicht.
Die DMZ, die sich über die gesamte koreanische Halbinsel erstreckt, ist vier Kilometer breit und mit Stacheldraht und Landminen gesichert. Auf der Seite des Süden sind Telefone installiert, mit denen nordkoreanische Überläufer Hilfe rufen können.
Nach Berichten der Agentur Yonhap hat der Norden in diesem Jahr zusätzliche Landminen verlegt, um Überläufe zu verhindern.
fab/reuters