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Unter Heraldik versteht man die Wappenkunde.
Der Herold hatte auf dem Schlachtfeld die Aufgabe den Herrschern die verschiedenen Wappen
zu erklären und so Feind von Freund zu unterscheiden.
Das Motiv eines Wappens stellt den eigentlichen Bezug zur Familie des Wappenträgers dar und ist das persönlichste und auch wichtigste Element eines Wappens.
Damit man sie aus grosser Distanz gut erkennen konnte, sind es meist einfache symbolhafte Motive auf einem kontrastreichen Hintergrund. Sie können einen Bezug zum Berufsstand oder Herkunft des Wappenträgers darstellen.
Wenn das Motiv aus mehreren Elementen besteht, werden diese immer deutlich getrennt voneinander dargestellt. Auch dies verstärkt die bessere Erkennbarkeit.
Das Schild bot die größte Fläche auf der man seine Zugehörigkeit darstellen (kundtun) konnte. Was auf dem Schlachtfeld überlebenswichtig war. Deshalb ist das Schild das zentrale Element des Wappens. Je nach Verwendung des Schildes, und den modischen Einflüssen der verschieden Epochen, änderte sich die Form und Grösse. So kann man heute aufgrund der Schildform erkennen aus welchem Jahrhundert, bei manchen sogar aus welchem Jahrzehnt, es stammen muss.
Man unterscheidet grundsätzlich drei Helm-Typen.
Der Topf- oder Kübelhelm, der Spitz- oder Schnabelhelm (Bild) und der Turnierhelm. Die ersten beiden Arten von Helmen wurden zu kriegerischen Zwecken gebraucht, der dritte hingegen nur an Ritter-Turnieren. Daraus kann man schliessen aus welcher Epoche der Ritter stammt und ob er einen militärischen oder höfischen Bezug hatte.
Der Helmschmuck wurde hauptsächlich zu Feierlichkeiten oder Turnieren getragen. Oft wurde das Wappen-Motiv als Figur auf den Helm gesetzt. So dass man auch über eine grosse Menschenmenge gesehen und erkannt wurde.
Federn oder Hörner waren beliebte Motive und wurden in der Farbe des Wappen-Motivs gehalten.
Bei adeliger Abstammung wurde der Helmschmuck entsprechend dem Stand mit einer Krone ergänzt.
Die Helmdecke ist nicht nur eine hübsche Verzierung sondern hatte auch praktischen Wert.
Einst war es tatsächlich ein einfaches Tuch das man hinten an den Helm montierte. So schützte es den Ritter vor der Hitze der Sonne.
Im Verlauf der Zeit und durch die modischen Einflüsse der verschiedenen Epochen wurde es zu diesem imposanten Gestaltungselement.
Unter der Bezeichnung Vollwappen versteht der Heraldiker/in ein Wappen das aus allen hier aufgezählten Elementen besteht.
Die Proportionen eines Volllwappens sind in der Heraldik sehr genau vorgegeben und lassen nicht viel Spielraum.
Doch aus ästhetischen Gründen ist es durchaus möglich bei einem Wappenring oder Siegelring nur einzelne Elementen aus dem Vollwappen darzustellen.
Um den wesentlichen Elementen im Schild genügend Raum geben zu können haben wir eine eigene Wappen-Ästhetik entwickelt und die Proportionen zu Gunsten der Grösse des Schildes angepasst.
So kannst du ganz nach deinem persönlichen Geschmack entscheiden wie du dein Wappen gestalten möchtest.