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claro fair trade
Faire Handelsbeziehungen
- Im Fairen Handel werden langfristige, stabile und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zwischen Importeuren und Produzentinnen und Produzenten gepflegt.
- Die Importeure stehen im direkten Kontakt mit den Produzentinnen und Produzenten bzw. ihren Vereinigungen und beziehen die Produkte möglichst direkt bei ihnen bzw. ihren Exportorganisationen.
- Die Produktion für den Fairen Handel soll die Subsistenzproduktion (Selbstversorgung) nicht gefährden.
Faire Preise
- Den Produzent/innen wird durch kostendeckende Preise eine wirtschaftliche Existenz gesichert.
- Der Entscheid über die Verwendung eines Mehrerlöses durch faire Preise, Prämien oder Aufzahlungen ist Sache der Arbeiterinnen und Arbeiter bzw. Produzentinnen und Produzenten.
- Auf Anfrage werden den Produzent/innen anteilige Vorfinanzierung der Produktion oder günstige Kredite gewährt.
- Die Preispolitik gegenüber Produzent/innen ist transparent.
Faire Arbeitsbedingungen
- An Unternehmen mit Lohnabhängigen (Fabriken, Plantagen, verarbeitende Betriebe usw.) werden soziale und gesundheitliche Mindestanforderungen gestellt in Übereinstimmung mit den nationalen Gesetzen und ILO-Konventionen: Organisationsfreiheit, Recht auf Kollektivverhandlungen, Lohngleichheit, Verbot der Zwangsarbeit und der missbräuchlichen Kinderarbeit.
- Die Unternehmen müssen den Lohnabhängigen existenzsichernde Löhne bezahlen; es dürfen keine überlangen Arbeitszeiten geleistet werden, und die Arbeitsplätze sollen angemessen und sicher eingerichtet sein (z.B. Schutzkleidung, Schutz vor gesundheitsschädigenden Einflüssen, Lichtverhältnisse, Lüftung usw.)
Produkte
- Die Produkte des Fairen Handels sind möglichst sozial und umweltverträglich hergestellt.
- Die Qualität der Produkte entspricht den Bedürfnissen der Märkte in den Abnehmerländern; die Ausrichtung auf diese Standards vermittelt den Produzent/innen das für ihre Entwicklung notwendige Markt- und Handelswissen.
- Bei den Landwirtschaftsprodukten werden solche aus biologischem Landbau bevorzugt, da der Biolandbau der nachhaltigen Landwirtschaft am nächsten kommt. Gentechnisch veränderte Produkte werden nicht gehandelt.
Kontrolle und Information
- Im Fairen Handel wird die Einhaltung der Kriterien entlang der Handelskette regelmässig überprüft. Dazu werden interne und/oder externe unabhängige Kontrollen durchgeführt, möglichst in Zusammenarbeit mit Vertreter/innen der Beschäftigten, mit NGO und/oder
Gewerkschaften.
- Im Fairen Handel wird eine offene Informationspolitik gepflegt, die über Produzent/innen, Vorlieferanten, Herkunft der Produkte, Produktion, Management, Finanzen und die Ergebnisse aus den Kontrollen gegenüber Produzent/innen und Konsument/innen Auskunft gibt.
- Kontinuierliche Informations- und Bildungsarbeit ist wichtiger Bestandteil zur Unterstützung des Fairen Handels und zur Vertiefung der Konsumverantwortung.