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Seit 1939 führt die jetzige, gedeckte Holzbrücke über die Laui. Vorher war nur eine Lädenbrücke, die man bei Hochwasser entfernen musste. Die alten Leute haben mir noch erzählt, dass man die Brücke sonst im See unten wieder hätte hohlen können. Weil die Holzbrücke wesentlich höher über dem Wasser gebaut wurde als es die alte Brücke war, musste man zwischen Altibach (heute Bluwelbach) und dem Schibenriedchäppeli die Strasse neu machen und wie eine Rampe langsam ansteigen lassen. Als die Brücke damals fertig war hat man sie mit einer Dampfwalze und mit Exers Lastwagen beschwert und so getestet; sie hat gehalten. Etwa ein Jahr später, wahrscheinlich im Herbst 1940 hat man die Allee gepflanzt. Leider wurde die Allee in den letzten Jahres etwas vernachlässigt, einzelne Bäume fehlen. Es ist zu hoffen, dass die fehlenden Bäume ersetzt werden und vielleicht wird die Alle irgendwann bis zum Schulhaus verlängert.
So sah es aus, bevor die jetzige Brücke gebaut wurde. Der Gemeinderat von Giswil beschloss den Bau einer gedeckten Holzbrücke über den Lauibach zwischen der Kirche und dem Grossteil. Eine moderne Betonbrücke käme wohl etwas billiger zu stehen, aber die Giswiler fanden mit vollem Recht – so schreibt die „Gotthardpost“ – eine Holzbrücke passe besser ins Dorfbild, Holz sei mehr als genug vorhanden, und tüchtige Brückenbauer, die ein schönes und starkes Bauwerk errichten könnten, fehlen ebenfalls nicht im Lande.
Giswil hatte übrigens bis vor wenigen Jahren bereits zwei Holzbrücken, von denen die eine volle 300 Jahre ihren Dienst getan hat. (Damit ist wohl die Brücke über den Bluwelbach gemeint, diese wurde kurz nach dem Bau der Kirche auf dem Zwingel gebaut und im Jahre 1933 abgerissen. Welches war die zweite Brücke? Es muss die Brücke über den Dreiwässerkanal gewesen sein, die von 1874 bis ca. 1922 bestand). Mit der neuen Brücke wird der Kanton Obwalden wiederum drei stattliche Holzbrücken besitzen, nämlich je eine über die Schliere, die Melchaa und die Laui.
Aus der schweizerischen Bauzeitung vom 30. Juli 1938