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Nein zur Biosphärenreservats-Erweiterung
Während die Gemeinde Scuol die Schaffung einer Pflegezone für das Biosphärenreservat deutlich angenommen hat, verwerfen S-chanf und Zernez die Vorlage. Damit können die Anforderungen der UNESCO nicht erfüllt werden und das Ausstiegszenario muss eingeleitet werden.
Die UNESCO hat 2010 dem Biosphärenreservat Val Müstair Parc Naziunal das entsprechende Label unter der Bedingung erteilt, dass die ganze Kernzone mittelfristig von einer Pflegezone umgeben sein müsse. Unter der Federführung der Pro Engiadina Bassa haben die Vorstände der drei Nationalparkgemeinden Scuol, Zernez und S-chanf zusammen mit dem Biosphärenreservat einen Perimeter für eine Pflegezone und einen Kooperationsvertrag ausgearbeitet. Nachdem die Val Müstair und die Eidgenössische Nationalparkkommission in diesem Frühjahr dem Kooperationsvertrag zugestimmt hatten, wurde dieses Wochenende in den drei Gemeinden darüber abgestimmt.
Die Gemeinde Scuol hat dem Vertrag mit 788 Ja und 211 Gegenstimmen zugestimmt. Die Gemeinde S-chanf hat am Freitag in der Gemeindeversammlung den Kooperationsvertrag mit 22 zu 18 Stimmen und die Gemeinde Zernez heute mit 280 Nein zu 243 Ja abgelehnt. Unter diesen Umständen kann das Biosphärenreservat die Anforderungen der UNESCO nicht erfüllen und das Ausstiegsszenario muss eingeleitet werden. Die Verantwortlichen des Biosphärenreservats bedauern den Entscheid, der voraussichtlich zum Verlust des weltweit bekannten UNESCO-Labels führen werde. Aus ihrer Sicht sei damit eine grosse Chance für die ganze Region vergeben worden.
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