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Die Bronzefiguren berühmter “Carioca“ an der Strandpromenade Rio de Janeiros haben Zuwachs bekommen. Neben Tom Jobim, Carlos Drummond de Andrade und Dorival Caymmi ist dort nun auch die brasilianische Autorin Clarice Lispector vertreten, deren Bücher und Erzählungen in etliche Sprachen übersetzt worden sind.
Obwohl die Bronzestatue Clarice Lispectors erst am Samstag (14.) eingeweiht wurde, ist sie so wie ihre Kollegen, bereits zur Sehenswürdigkeit geworden. Touristen und Bewohner der Stadt am Zuckerhut setzen und stellen sich neben sie, um sich mit der malerischen Meeresbucht im Hintergrund und der Autorin abzubilden.
Aufgestellt wurde die Statue in Lebensgröße an der Strandpromenade des Stadtteils Leme, wo sie über zehn Jahre gelebt hat. Die berühmte brasilianische Schriftstellerin ist 1920 eigentlich als Tochter russisch-jüdischer Eltern in der heutigen Ukraine geboren.
Mit nur wenigen Monaten kam sie mit ihren Eltern allerdings nach Recife, im Nordosten Brasiliens. Nach dem Tod ihrer Mutter zog die Familie nach Rio de Janeiro.
Mit ihrem Mann, einen Diplomaten, und ihren Kindern hat Clarice Lispector in mehreren Ländern gelebt, unter anderem in der Schweiz. Nach der Scheidung ließ sie sich jedoch (1959) wieder in Rio de Janeiro nieder.
Als Journalistin und Schriftstellerin hat sich die 1977 Verstorbene schon zu Lebzeiten einen Namen gemacht. Ihre Bücher gelten als poetisch und mit einer expressiven Sprache, mit der sie versucht, Innenleben und Gefühle der Menschen in Worte zu fassen.
Einen Boom außerhalb Brasiliens erleben ihre Werke seit den 2000er Jahren. In amerikanischen Kritiken wurde sie als Äquivalent Franz Kafkas in der Literatur Lateinamerikas beschrieben.