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Achtsamkeit kommt ursprünglich aus dem Buddhismus und hat eine sehr lange Tradition. Auf Pali - der damaligen Schriftsprache der Gelehrten - heisst sie "SATI". Der Buddha lehrte sie bereits vor 2.600 Jahren und bezieht sich in unzähligen Stellen der Schriften (Sutren) auf Achtsamkeit (SATI).
Eine besondere Bedeutung kommt hier dem Satipatthana Sutra zu, den Unterweisungen zum vierfachen Kultivieren von Achtsamkeit.
Die "vier Grundlagen der Achtsamkeit" sind nach dem Satipatthana Sutra:
die Achtsamkeit auf den Körper
die Achtsamkeit auf die Gefühle/Empfindungen (Bewertung als positiv, negativ oder neutral)
die Achtsamkeit auf den Geist (dessen aktueller Zustand . Veränderungen des Zustands, z. B. abgelenkt, konzentriert, verwirrt)
die Achtsamkeit auf die Geistesobjekte (d.h. alle äußeren und inneren Objekte/Dinge/ Gedanken, die im Moment wahrgenommen werden)
Achtsamkeit ist:
Sich bewusst werden, was ich im gegenwärtigen Moment erlebe
Sich der dabei ablaufenden Bewusstseinsprozesse gewahr werden
Sich selbst mit Akzeptanz, Neugierde und Offenheit begegnen
Die Kunst vollkommen im Hier und Jetzt zu sein
Inzwischen wird das Prinzip der Achtsamkeit im Rahmen der Therapie oder Prävention einer Vielzahl verschiedener psychischer und körperlicher Störungen bzw. Probleme eingesetzt, nicht zuletzt auch um dem immer weiter verbreiteten Stress in Berufs- und Arbeitswelt (Stichwort "Burn-Out") entgegen zu wirken (Stichwort "Resilienz").