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Addition und Subtraktion
Bienen können Mathe-Aufgaben lösen
Bienen sind kleine, fliegende Genies: Sie haben ein Verständnis für Zahlen und können einfache arithmetische Aufgaben lösen. Das zeigt eine neue Studie.
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Bienen sind erstaunliche kleine Tiere. Im Sommer letzten Jahres fanden australische und französische Forscher heraus, dass Honigbienen ein Verständnis für das Konzept von null als «nichts» haben und auch wissen, dass null weniger als eins, zwei, drei und so weiter ist («Tierwelt Online» berichtete). Dieselben Forscher gingen nun einen Schritt weiter. In einer im Februar im Fachmagazin «Science Advances» erschienen Studie zeigen sie, dass Honigbienen auch einfache Additionen und Subtraktionen durchführen können.
In dem Experiment mussten Bienen in einen Y-förmigen Apparat fliegen. In einem Arm winkte eine Belohnung in Form von Zuckerwasser, im andern eine bittere Chinin-Lösung. Am Eingang des Apparats sahen die Bienen jeweils eins bis fünf blaue oder gelbe Symbole. In vier bis sieben Stunden nach ungefähr hundert Trainingsversuchen lernten 14 Bienen so, dass blau +1 und gelb -1 bedeutet.

Der Versuchsaufbau: Bei blau mussten die Bienen 1 addieren,
bei gelb 1 subtrahieren.
Bild: Howard et al.
Auf der einen Seite des Apparats wartete dann die bittere Lösung und eine nicht korrekte Anzahl Symbole; die Zuckerlösung gabs, wenn die Bienen in den Arm mit der gleichen Zahl Symbole wie am Anfang plus oder minus eins flogen. Damit die Bienen nicht einfach lernten, eine Seite anzufliegen, wurde der Arm mit der richtigen Lösung nach Zufallsprinzip hin und her gewechselt.
Dass Bienen dies mit ihrem winzigen Gehirn zustande bringen, ist schon eine beachtliche Leistung. Ein Gehirn müsse dazu die Regeln für Addition und Subtraktion im Langzeitgedächtnis speichern und diese auf eine im Kurzzeitgedächtnis gespeicherte Zahl anwenden, erklärt Letztautor und Forschungsgruppenleiter Adrian Dyer von der RMIT University of Melbourne in einer Medienmitteilung. «Unsere Ergebnisse legen nahe, dass fortgeschrittenes numerisches Verständnis bei nichtmenschlichen Tieren sehr viel weiter verbreitet ist, als wir bisher angenommen haben.»