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Das Spiel vom Samstag stellte sich als eine Lektion über mentale Einstellung und mentale Stärke heraus. Unser Team, welches mit dem 9. Zwischenseed den Zweitletzten des Turniers (Lettland) als Gegner zugeteilt bekam, unterschätzte den Gegner stark. Wir alle rechneten damit, dass dieses Game eine eindeutige Angelegenheit wird. Dem war aber nicht so: Die Letten starteten motiviert ins Spiel; sie hatten nichts zu verlieren. Ihre Rechnung ging auf, während wir etwas überrollt wurden und uns erst beim Spielstand von 10:13 so richtig fangen konnten. Das Spiel musste im Universepoint entschieden werden, wobei wir als Verlierer ausgingen. Konsterniert mussten wir realisieren, dass wir durch diese Niederlage automatisch und direkt ins allerunterste Rangierungsspiel fielen (worst case scenario bei einem Spielplan mit 17 Teams), anstatt weiterhin um die Ränge 9-12 kämpfen zu können. Sprachlosigkeit.
Somit spielten wir am Sonntagmorgen noch gegen Polen, um die Ränge 16 und 17 auszumachen. Die Motivation für dieses Spiel zu finden, war nach dem unglücklichen Turnierverlauf schwierig. Am Ende konnten wir es mit 17:11 für uns entscheiden und schliessen diese Europameisterschaft somit auf dem enttäuschenden 16. Schlussrang ab.
Photo: © Copyright by Martin Jenny
RZ