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Der Bundesrat hat an seiner Sitzung am 2. November 2022 beschlossen, zwei alternative Varianten für die Weiterentwicklung des Güterverkehrs in die Vernehmlassung zu schicken, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Die erste Variante sieht eine Modernisierung des Schienengüterverkehrs vor, bei der unter anderem der defizitäre Einzelwagenladungsverkehr finanziell unterstützt wird.
Kosten von 120 bis 600 Millionen Franken
In der zweiten Variante sollen Schienengütertransporte im freien Wettbewerb mit dem Strassentransport konkurrieren. Dies hat nach Einschätzung des Bundesrats zur Folge, dass der Einzelwagenladungsverkehr mittelfristig von Transporten auf der Strasse abgelöst wird. Beide Varianten sehen finanzielle Unterstützungen bei der Modernisierung des Schienengüterverkehrs vor. Die Kosten für die erste Variante werden auf rund 600 Millionen, die für die zweite Variante auf rund 120 Millionen Franken geschätzt.
In der im Transport und in der Logistik tätige Branchenverbände sprechen sich für die erste Variante aus. «Litra, Astag, IG Kombinierter Verkehr, VAP und VöV sind überzeugt, dass Gütertransporte auf der Schiene sowohl im Inland wie für Importe und Exporte erst recht in Zukunft von grosser Bedeutung sind“, erläutern die Verbände in einer gemeinsamen Mitteilung.
«Unsere fünf Organisationen unterstützen deshalb ausdrücklich die vorgeschlagene Variante des Bundesrats, mit der der Schienengüterverkehr in der Fläche, und dabei insbesondere der Einzelwagenladungsverkehr, nachhaltig gestärkt wird.“ Gleichzeitig machen sich die Verbände für eine Weiterentwicklung der rechtlichen Vorgaben für den gesamten Schweizer Gütertransport stark.