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Marie-Louise ist ein französisches Mädchen, das während des Zweiten Weltkriegs Bombenangriffe miterleben muss. Dank einer Aktion des Roten Kreuzes kann sie für drei Monate in Schweiz kommen, um sich von den Schrecken des Krieges zu erholen.
Weil sie nicht wie geplant von ihrer Gastfamilie abgeholt wird, nimmt die Rotkreuzhelferin Heidi Rüegg das Kind kurzentschlossen mit nach Hause. Deren Vater, der etwas mürrische Fabrikdirektor Rüegg, missbilligt zuerst den Entscheid der Tochter, schliesst Marie-Louise aber schnell ins Herz.
Als sich die Aufenthaltszeit langsam dem Ende zuneigt, sieht sich die Familie Rüegg mit der schwierigen Tatsache konfrontiert, dass Marie-Louise wieder nach Frankreich zurückkehren muss.
Die Geschichte basiert auf historischen Begebenheiten: Von 1940 bis 1944 konnten etwa 60’000 Kinder aus Kriegsgebieten in der Schweiz für einige Wochen Zuflucht finden.
Mit einer Million Kinoeintritten schweizweit zählt der Film «Marie-Louise» zu den erfolgreichsten Schweizer Filmen und wurde als erster nicht-englischsprachiger Film 1946 mit einem Oscar für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.