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|Pfarrkirche Saas-Fee|
Am 5. Oktober 1959 zelebrierte man in der 1894 erbauten Pfarrkirche von Saas-Fee die letzte heilige Messe. Durch den ständigen Bevölkerungs- und Fremdenverkehrzuwachs hatte diese Kirche ein zu kleines Fassungsvermögen, und es sollte ein neues Gotteshaus entstehen. Während der Bauzeit der neuen Kirche diente der grosse Gemeindesaal, der für diese Zeit entsprechend ausgestattet wurde, als Notkirche.
Einen Monat später, anfangs November, wurde die alte Kirche in drei Etappen von militärischen Einheiten gesprengt: zuerst das Schiff, dann die beiden Seitenwände und am 5. November um 15 Uhr der 38 Meter hohe Kirchturm. Bei der letzteren Sprengung hatten sich zahlreiche Zuschauer (auch Presse und Fernsehen) in gefahrloser Nähe eingefunden, um dieses Schauspiel mitzuerleben.
Heute präsentiert sich hier nun die neue Pfarrkirche als gutgelungener Bau, der 1960 nach den Plänen von Architekt David Casetti in Angriff genommen wurde und 1963 seine Einweihung fand.
Im Innern der neuen Pfarrkirche fällt der Blick auf die Rückwand hinter den Altar, an welcher auf einem grossen griechischen Kreuz Christus mit der Krönungskrone als Sieger am Kreuz dargestellt wird, eine Darstellung, die schon im frühen Christentum gebräuchlich war.
Um den Tabernakel sind stilisierte ineinandergreifende Kreuze und rotfarbige Würfel ausgebreitet, welche den Lebensbaum Christi darstellen.
Dieses zusammengehörende Kunstwerk des Tabernakels mit dem darüberhängenden Kreuz entstand in der Werkstätte Wilhelm Polders in Kevelaer (Deutschland), von dem auch die künstlerische Idee stammt.
Der Steinplattenboden der Kirche besteht aus Gotthard-Granit und die Kirchenbänke wurden aus kanadischer Föhre geschreinert.
Der Entwurf der farbenfrohen Fenster im Chor stammt aus der Hand des Lausanner Künstlers Paul Monnier und die Ausführungsarbeiten derselben entstanden im Atelier Wwe. Chiara, Lausanne.
Der eigenwillige Kreuzweg, welcher aus verschiedenfarbigem Mosaikgestein zusammengefügt wurde, ist vom Saaser Werner Zurbriggen entworfen und ausgeführt worden. Vom gleichen Künstler stammt auch der Entwurf des Glasgemäldes in der Taufkapelle.
Die Idee und der Entwurf der bunten Glasfenster zu beiden Seiten des Schiffes stammen von der Walliserin Anne-Maie Ebener und wurden im Atelier H. Fleckner, Freiburg (Schweiz) verglast. Diese 24 Glasgemälde enthalten in stilisierter Darstellung diverse Auszüge aus der Bergpredigt.
Die Kosten der gutgelungenen, neuen Pfarrkirche im Gletscherdorf betrugen laut Architektenabrechnung ca. chf 2 Mio.
(Quelle: 100 Jahre Pfarrei Saas-Fee)
Weitere Informationen über unsere Pfarrei können sie ebenfalls der Homepage der Pfarrei Saas-Fee
entnehmen.