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(Glaucidium passerinum)
Was für ein riesengrosses Glück hatten wir über die Ostertage! Dank einem Tipp fanden wir das Gebiet von diesem kleinen Kobold und durften ihn im letzten Abendlicht fotografieren. Dass wir einen solchen Ort nicht verraten, ist doch selbstverständlich 😉. Vielen Dank für das Verständnis.
Der Sperlingskauz ist die kleinste Eule Europas. Trotz seiner geringen Grösse (15-19 cm, 60-80 gr.) ist er sehr kräftig und kann grosse Drosseln erlegen. Das kleine «Teufelchen» wird nur selten entdeckt, obschon es tag- und dämmerungsaktiv ist. Im Frühjahr und Herbst macht es oft durch den Gesang auf sich aufmerksam. Der Sperlingskauz sitzt gerne auf einer Fichtenspitze, wobei er den Kopf schnell dreht und ruckartige Schwanzbewegungen ausführt. Auf dem Hinterkopf befindet sich ein «Scheingesicht», das ihn vor Angriffen von hinten schützen soll.
Lebensraum
Meist Fichtenwälder (in tieferen Lagen auch mit Beimischung von Tanne und Buche), daneben auch Bergföhren- sowie Lärchen-Arvenwälder. Die Waldstruktur scheint wichtiger zu sein als die Baumartenzusammensetzung. Bevorzugt vielfältig gegliederte, lockere Altholzbestände. Liebt strukturierte, von offenen Stellen wie Weiden und Mooren durchsetzte Wälder. Die Bestände müssen im Winter genügend Kleinvögel beherbergen, insbesondere wenn eine Schneedecke die Jagd auf Kleinsäuger erschwert oder verunmöglicht. Einförmige Wälder werden gemieden. Als Tageseinstand werden gerne deckungsreiche dichte Bestände in der Nachbarschaft von lichtem Altholz (Höhlenbäume und Singwarten) und kleinen freien Flächen (Jagd) aufgesucht. Im schweizerischen Verbreitungsgebiet kommen geeignete Lebensräume nur selten grossflächig vor. Auf einer Fläche von 3.8 Km2 leben maximal 4 Paare.
Verhalten
Dämmerungs- und tagaktiv. Sitzt oft exponiert auf dem Wipfel eines einzelnstehenden Bäumchens. Legt vor allem im Winter und zur Brutzeit Nahrungsvorräte an, die er im Sommer in Astgabeln und buschigen Zweigen, im Winter in Baumhöhlen deponiert.
Durch das Einwachsen offener Flächen verschwindet sein Jagdgebiet und somit auch seine Anwesenheit. Mit dem gezielten erhalt von Waldlichtungen und Mooren, dem Schutz von Altholzbeständen und Inseln, sowie das Erhalten von Höhlenbäumen können die Bestände gefördert werden.
Verbreitung in der Schweiz
Subalpine Nadelwälder der Voralpen, Alpen und des südwestlichen Juras. Vorkommen oberhalb 1000 m bis zur Waldgrenze mit Verbreitungsschwerpunkt zwischen 1200–1800 m. Fehlt im Nordjura und im Mittelland.