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Neuanstellungen und Preise
Neuanstellungen
Ordentlicher Professor für Urologie
Als Nachfolger von Urs Studer hat der Regierungsrat George Thalmann auf den 1. März 2010 zum ordentlichen Professor für Urologie gewählt. Vom Verwaltungsrat des Inselspitals wurde er ausserdem zum Direktor und Chefarzt für Urologie der Klinik für Urologie ernannt. George Thalmann (50) ist in New York und Bern aufgewachsen und hat an der Universität Bern Medizin studiert. Nach der Promotion im Jahr 1984 arbeitete er zunächst als Assistenzarzt an der Kinderpsychiatrischen Poliklinik der Universität Bern sowie in der Chirurgischen Abteilung des Kantonsspitals Obwalden und des Regionalspitals in Thun. Seine Fachausbildung in Urologie erfolgte an der Urologischen Universitätsklinik in Bern, welche von einem zweijährigen Forschungsaufenthalt am M.D. Anderson Cancer Center in Houston (USA) unterbrochen wurde. 1996 erwarb Thalmann den Facharzt für Urologie und 1997 wurde er «Fellow of the European Board of Urology». Zwischen 1996 und 2000 wirkte er als Oberarzt an der Urologischen Universitätsklinik in Bern und habilitierte sich im Jahr 2000. In der Folge war er als leitender Arzt, stellvertretender Chefarzt und ab 2005 als Chefarzt ad personam am Inselspital tätig. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Mechanismen der Metastasierung und der Progression des Prostatakarzinoms.
Ordentliche Professorin für Medieval English Studies
Als Nachfolgerin von Margaret Bridges hat der Regierungsrat Annette Kern-Stähler auf den 1. März 2010 zur ordentlichen Professorin für Medieval English Studies gewählt. Annette Kern-Stähler (38) ist bei Bonn aufgewachsen und hat an den Universitäten Bonn, York und Oxford Anglistik, Biologie, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaften studiert. Nach Abschluss des Master-Studiengangs «Medieval Studies» am Centre for Medieval Studies der University of York im Jahr 1996 war sie Stipendiatin im Graduiertenkolleg «Schriftlichkeit und Gesellschaft im Mittelalter» (Universität Münster) und legte 1997 das erste Staatsexamen ab. Es folgte ein Promotionsstipendium des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) am University College Oxford. Nach ihrer Promotion im Jahr 2000 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin, zunächst an der Universität Düsseldorf, dann an der Universität Münster, wo sie sich 2007 habilitierte. Im selben Jahr erhielt Kern-Stähler einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen auf einen Lehrstuhl für englische Literaturwissenschaft, den sie bis zu ihrem Wechsel nach Bern innehatte. Zahlreiche Forschungs- und Lehraufenthalte führten sie nach England, Frankreich, Kanada und in die USA, unter anderem als Andrew Mellon Fellow an die University of Texas in Austin; für den Herbst 2010 ist sie als Gastprofessorin an die École Normale Supérieure von Lyon eingeladen. Im Zentrum ihrer Forschungstätigkeit steht die englische Literatur und Kultur des Spätmittelalters, insbesondere Raumkonzepte, Autorschaft und Text-Bild-Beziehungen.
Ausserordentlicher Professor für Quantitative Methoden der Betriebswirtschaftslehre
Für die an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät neu geschaffene ausserordentliche Professur für Quantitative Methoden der Betriebswirtschaftslehre hat die Universitätsleitung Norbert Trautmann gewählt. Er hat seine Stelle am 1. Februar 2010 angetreten. Norbert Trautmann (36) ist in Süddeutschland aufgewachsen und hat an der Universität Karlsruhe, der Université de Lausanne und der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Dissertati-on erstellte er zum Thema «Supply Chain Management». Trautmann promovierte im Jahr 2000 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Karlsruhe und erhielt für seine Arbeit den Dissertationspreis der Gesellschaft für Operations Research. Die Habilitation erfolgte 2004 an der Universität Karlsruhe. 2005 wurde er an der Universität Bern zum Assistenzprofessor für Quantitative Methoden ernannt. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen Methoden der Kombinatorischen Optimierung sowie deren Anwendung in der Planung und Steuerung von Projekten und im Produktions- und Operations-Management.
Ausserordentlicher Professor für Forensische Chemie und Toxikologie
Für die an der Medizinischen Fakultät neu geschaffene ausserordentliche Professur für Forensische Chemie und Toxikologie hat die Universitätsleitung Wolfgang Weinmann gewählt. Er wird zudem Stellvertreter des Direktors des Instituts für Rechtsmedizin und Leiter der Abteilung Forensische Chemie und Toxikologie. Seine Stelle tritt Wolfgang Weinmann am 1. April 2010 an. Wolfgang Weinmann (45) ist in Weingarten (Kreis Ravensburg, Deutschland) aufgewachsen und hat an der Universität Konstanz Chemie studiert. Er arbeitete anschliessend als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Konstanz im Bereich der Analytischen Chemie und promovierte 1994. Zwischenzeitlich absolvierte er einen Forschungsaufenthalt an den National Institutes of Environmental and Health Sciences in North Carolina (USA). Ab 1993 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtsmedizin in Freiburg im Breisgau tätig und leitete dort das forensisch-toxikologische Labor. Es folgten die Weiterbildung zum Forensischen Toxikologen, 2002 die Habilitation sowie 2006 die Ernennung zum ausserplanmässigen Professor an der Universität Freiburg. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen neue Biomarker für Alkoholismus und für Drogenkonsum und deren Anwendung in der klinischen Diagnostik sowie in der forensischen Toxikologie. Weiterhin ist er bekannt für die Entwicklung von Medikamenten- und Drogen-Screening-Verfahren und Massenspektren-Datenbanken sowie für den Nachweis von selteneren Medikamentenwirkstoffen in biologischen Materialien.
Preis
Klaus von Bismarck-Preis 2010
Der Preisträger des erstmals ausgeschriebenen und mit 10'000 Euro dotierten Klaus von Bismarck-Preises der Stiftung «Sozialer Protestantismus» ist Prof. Dr. Torsten Meireis vom Institut für Systematische Theologie. Er erhält diese Auszeichnung für seine 2008 erschienene Habilitationsschrift «Tätigkeit und Erfüllung. Protestantische Ethik im Umbruch der Arbeitsgesellschaft». Mit diesem Preis würdigt die Stiftung herausragende wissenschaftliche Arbeiten, welche «die sozialen Prägekräfte des Protestantismus im deutschsprachigen Raum» thematisieren. Meireis' Studie wird dafür ausgezeichnet, dass es ihr gelingt, «angesichts der aktuellen Herausforderung in Wirtschaft und Arbeitswelt protestantische Richtungsimpulse zu geben und die Grundwerte protestantischer Sozialethik, Freiheit und Gerechtigkeit sach- und menschengerecht in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen», so die Jury.
03.03.2010