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Für die Frauen in Nicaragua sind Schmetterlinge ein Symbol der Freiheit, der Gemeinschaft und der Solidarität. Am 28. September 2011 wurden sie überall an den landesweiten Demonstrationen für die Entkriminalisierung der Abtreibung und gegen sexuelle Gewalt mitgetragen.
Rund 650 Schmetterlinge sind auch aus der Schweiz nach Nicaragua geflogen. Amnesty International dankt allen, die zu diesem grossen Erfolg beigetragen haben! Bildergalerie der Schmetterlinge aus der Schweiz und der weltweiten Aktionen dazu.
Im Juli 2011 hat eine Delegation von Amnesty International Nicaragua besucht, um mit Frauenorganisationen und mit gewaltbetroffenen Frauen zu sprechen und ihnen einige der ersten Schmetterlinge zu überbringen. Die Delegation hat auch alle Präsidentschafts-Kandidatinnen und -Kandidaten getroffen, mit Ausnahme des amtierenden Präsidenten Daniel Ortega, der kein Treffen wünschte. Amnesty International hat von dieser Reise Aussagen von Partnerinnen vor Ort mitgebracht, etwa diejenige von Ana Maria Pizarro, der Gründerin des Frauenzentrums SI Mujer, das für armutsbetroffene Frauen und Mädchen Weiterbildungen zu sexuellen und reproduktiven Rechte sowie Gesundheitsversorgung anbietet:
«Jede Solidaritätsaktion ist nicht nur bewegend, sondern auch enorm wichtig. Nicaragua ist in einer sehr schwierigen Situation, was Gewalt an Frauen angeht. Straflosigkeit ist die Norm, und der Gerechtigkeit stehen viele Hindernisse im Weg. Jedes Amnesty-Mitglied, das uns eine Postkarte, einen Schmetterling, einen Brief schickt, zeigt Betroffenheit und gibt uns in Nicaragua Kraft, um weiter für die Rechte von Mädchen und Frauen zu kämpfen.»
Die Kampagne von Amnesty International ist noch nicht zu Ende: Gemeinsam mit den Frauen in Nicaragua setzen wir uns im Vorfeld der Wahlen und darüber hinaus weiterhin für eine Politik der Null-Toleranz für sexuelle Gewalt und für die Abschaffung des totalen Abtreibungsverbotes ein.