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«Etwas, das besonders in Erscheinung tritt», übersetzt Steffi Musfeld vom Pantheon Basel im Vorwort zum Ausstellungska- talog den Begriff «Special» gemäss Duden. Für die verschiedenen Arten von Umbauten im «Leben» eines Automobils eignet sich die Bezeichnung «Zu speziellen Zwe- cken umgebaut». Dies trifft auch bei den ausgestellten Objekten exemplarisch zu. Bemerkens- und lobenswert, dass diesem kontrovers diskutierten Thema mit den ausgewählten Objekten eine Plattform gegeben wird.
In den USA fanden und finden diese «Specials» vor allem als Hot Rod’s, Kit Cars oder Custom Cars Verbreitung. Fun, Show and Racing sind dabei hauptsächlich die speziellen Zwecke zum Umbau. Neben kulturellen Unterschieden bestehen gegenüber Europa und anderen Ländern auch unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Auch südamerikanische Länder, wie zum Beispiel Argentinien, waren Hochburgen solcher Specials. Juan Manuel Fangio’s erstes Rennfahrzeug war ein umgebauter und abgespeckter Chevrolet von 1939.
Die Schweiz hatte immer findige Tüftler und begabte Techniker, die vor allem für den Einsatz auf der Rennstrecke, aber auch für den alltäglichen Gebrauch Fahrzeuge zu speziellen Zwecken umbauten. In der Landwirtschaft wurden seinerzeit Autos zu Autotraktoren umgebaut. Alois Barmettler aus Buochs verwendete bereits in den sechziger Jahren für seine Buggy’s den VW Käfer als Basis für seine Aufbauten. Unter dem Markennamen Albar wurden später auch noch Coupés ebenfalls mit einer Kunststoffkarosserie hergestellt. Barmettler bot aber auch nur Bausätze (Kit) zum Kauf an.
Für den Einsatz im historischen Rennsport wurden in den letzten Jahren hauptsächlich Vorkriegsautos mit starken Motoren als Ausgangsobjekte für «Specials» verwendet. Dabei wurde vielfach ein geschlossenes Fahrzeug (Limousine, Saloon, Coupé) als Basis verwendet, das bestehende Chassis in vielen Fällen gekürzt und mit einer neuen Rennfahrzeug-Karosserie versehen. Somit behielt das Fahrzeug die Identität durch das wieder verwendete Chassis. Verständlich, dass die Zulassungsbehörden, ihre Verantwortung wahrnehmend, zwischenzeitlich die Vorschriften für solche Fahrzeuge angepasst haben und genauer hinschauen. Seit einigen Jahren werden dabei von den Strassenverkehrsämtern FI-VA Identity Cards verlangt. Ein Dokument, das beim Schweizer Bevollmächtigten der Fédération Internationale des Véhicules Anciens beantragt werden kann (www.shfv.ch). Die FIVA Identity Cards dokumentiert und beschreibt das Fahrzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt und hält (wenn möglich) Abänderungen vom Auslieferungszustand fest. Die Historie des Fahrzeuges, sofern bekannt, wird dabei auch dokumentiert.
Je nach Interessenslage bestehen unterschiedliche Vorstellungen über den Umgang mit historischem Kulturgut. Grundsätzlich ist man sich einig, dass alle mit ihrem Eigen- tum machen können, was sie wollen. Wenn es jedoch um die Betriebserlaubnis und um die Zulassung auf öffentlichen Strassen geht, scheiden sich die Geister.