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Die Mitglieder der zuständigen Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der nationalen Dachverbände der Pflanzenölindustrie (Abiove), der Getreideexporteure (Anec), des brasilianischen Umweltministeriums und von Nichtregierungsorganisationen, unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung am Montag der vergangenen Woche in Brasília. Mit dem Beschluss werden der Handel, der Erwerb und die Finanzierung von Soja verboten, der auf Regenwaldflächen angebaut wurde, die nach Juli 2008 gerodet wurden. Das Moratorium war 2006 von Brasiliens führenden Sojahändlern beschlossen und danach immer wieder für einige Jahre verlängert worden.
Sicher war die langfristige Fortführung der Vereinbarung aber keineswegs. So war Anfang 2014 zunächst beschlossen worden, das Moratorium zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Die brasilianischen Umweltschutzgesetze seien mittlerweile ausreichend für einen effektiven Regenwaldschutz, hieß es zur Begründung. Wenige Monate später einigte man sich dann aber doch auf eine weitere Verlängerung des Moratoriums bis Mai 2016. Den Erfolg des Moratoriums belegen laut Angaben des Umweltministeriums Zahlen des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE). Demnach gingen von der Regenwaldabholzung, die im Wirtschaftsjahr 2014/15 in Brasilien stattgefunden hat, nur 0,8 % auf den Sojaanbau zurück.