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Das Auktionshaus Christie's erwartet bei der Versteigerung einer Figur des Schweizer Künstlers einen neuen Rekord für Plastiken. Dieser wird schon heute von einer anderen Giacometti-Figur gehalten.
Mit einer Statue des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti will Christie's einen neuen Rekord für Plastiken aufstellen. 130 Millionen Dollar soll der «zeigende Mann» bringen, wie das Auktionshaus am Mittwoch in New York mitteilte. Der bisherige Rekord liegt bei 104,3 Millionen Dollar - auch ein Giacometti.
Vor fünf Jahren war der «Schreitende Mann» («L'Homme qui marche I») in London für diese Summe verkauft worden. Damals war es das teuerste Kunstwerk überhaupt, das je versteigert wurde. Im November vergangenen Jahres war noch sein «Chariot» für 101 Millionen Dollar verkauft worden. Die Figuren des 1966 gestorbenen Bündners zeichnen sich durch dünne Linien aus, die Menschen haben immer insektenartige Beine, haben aber immer eine besondere Grazie und Würde.
Lebensgrosse Skulptur
So auch «L'homme au doigt». Sieben Mal hatte Giacometti den zeigenden Mann, 1,78 Meter gross, im Jahre 1947 gefertigt. Vier Exemplare stehen in grossen Museen, etwa in der Londoner Tate und im New Yorker Museum of Modern Art. Die jetzt angebotene soll aber die einzige sein, die der Künstler selbst von Hand bemalte.
«Der zeigende Mann ist ohne Frage Giacomettis grösste Skulptur», sagte Christie's-Chef Jussi Pylkkanen. «In einer furiosen Nacht nach dem Krieg gefertigt, zeigt diese edle Figur den Weg der Menschheit in eine hellere Zukunft jenseits unseres begrenzten Horizonts.»
(sda/gku)