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Wer hilft mit und spendet Baumaterial für ein neues Kindergartengebäude in Gallella?
"Nachdem wir letzten Oktober den neuen Kindergarten (Preschool) oberhalb Hanguranketha einweihen konnten, luden mich die Behörden im Januar ein, mir noch andere Preschools in der Gegend anzuschauen.
Also machten sich Kenneth de Silva, unser neuer Manager, Anula, die Präsidentin des lokalen Frauenforums, die Kindergarten-Inspektorin und ich frühmorgens auf den Weg, um auf zum Teil unwegsamen Strassen, vier Kindergärten im Hochland von Nuwara Eliya zu besuchen.
Beim ersten Kindergarten war das Dach undicht, beim nächsten war der abschüssige Vorplatz gefährlich wegen der Nähe zur Hauptstrasse, der dritte war noch im Rohbau voll mit Armierungseisen, die an verschiedenen Stellen herausragten. Bei jedem dachten wir, da wäre hier und da etwas zu flicken.
Als wir aber nach einer abenteuerlichen Bergfahrt auf schlammiger Strasse zum Kindergarten in Gallella kamen, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Der Kindergarten bestand aus einem Rest einer Tempelmauer und daran klebte wie ein Wespennest aus Lehm, Plastikplachen und Wellblech ein Konstrukt, in dem täglich zweiundzwanzig Kinder unterrichtet werden! Es ist eindrücklich, wie diese einfachen, bildungsfernen Menschen in Gallella entschlossen sind, ihren Kindern eine Vorschulbildung zu ermöglichen, damit sie den Anschluss an die öffentliche Primarschule nicht verpassen. Die Familien sparen sich die 1'000 Rs. (ca. 5.70 CHF) pro Monat vom Mund ab, um die Lehrerin zu bezahlen.
Da gab es nicht viel zu argumentieren und zu überlegen, diese Preschool ist ein Gesundheitsrisiko für die Kinder und die Lehrerin, vor allem sobald der Monsun mit seinen gewaltigen Regenmassen starten wird.
Beim Gespräch mit den Dorfbewohnern stellte sich heraus, dass dieselbe Person, die den Bau eines neuen Tempels finanziert, auch ein Stück Land für einen neuen Kindergarten geschenkt hat. Die Väter haben jetzt schon mit der Rodung dieses Waldstücks begonnen, alle Dorfbewohner sind bereit in Fronarbeit (Shramadana - the gift of labour) ein Gebäude zu erstellen, das Einzige, was sie nicht haben, ist Geld fürs Baumaterial."
Franziska Reid-Bovisi, Präsidentin Stiftung Silvia