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Das Mili Weber Haus
Das kleine Haus am Waldrand mit weitem Blick auf See und Berge erbaute Mili Webers Bruder Emil 1917 als Blockbau über steinernem Sockel. Im Obergeschoss verzahnen sich die für das Engadin typischen massiven Mauern mit Trichterfenstern und Erker mit dem Typus Walser Strickbau. Emil Weber war ausgebildeter Möbelschreiner und Architekt und war im renommierten und für das Engadin prägenden Büro von Nicolaus Hartmann junior tätig. Mili Weber verwandelte das Haus in ein märchenhaftes Gesamtkunstwerk: Die Künstlerin bemalte Möbel, Wände und Decken mit Blumen und Zweigen, Vögeln und Hagebuttenkindern. Das ehemalige Esszimmer der Familie verwandelte sie in ihr «Museum». Hier steht das raumfüllende Puppenschloss, an dem Mili Weber jahrezehntelang arbeitete und über das sie eine mehrbändige Chronik schrieb, die Wesentliches ihrer Lebensphilosophie beinhaltet. Hier spielte, sang und komponierte sie. Eine spezielle Beziehung hatte sie zu den Tieren des nahen Waldes, besonders zu Reh und Hirsch, zu den Eichhörnchen und all den Vögeln, die in ihren Bildern folgerichtig auch eine spezielle Rolle spielen. In Mili Webers Welt ist alles belebt und so stehen ihre Blumen- und Pilzkinder, die Hagebuttenköpfchen und Huflattichzwerge für ein Miteinander von Natur und Mensch.