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A Tribute to My Friend Michael Jackson
von Jutta Müller / Übersetzung: ?
Deepak Chopra würdigt Michael Jackson
Informiert habe ich mich auch über Michael Jacksons spirituellen Lehrer, Deepak Chopra. Als Arzt verbindet er östliche Heilmethoden mit der traditionellen westlichen Medizin. Er gründete die „Chopra-Center for Well Being“ in Amerika und Europa. Und bietet auch spirituelle Angebote an. Er ist Bestsellerautor und einer der prominentesten Lehrer östlicher Weisheiten unserer Zeit.
Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt aus „A Tribute to My Friend Michael Jackson“.
„Der Michael, den ich kannte, war eine Mischung aus Geheimnis, Isoliertsein und einer besonderen Milde. Überdimensionales Berühmtsein und persönliche Einsamkeit fanden sich in dieser einen Person. Zwanzig Jahre kannte ich ihn. So leicht es war, Michael zu lieben und so stark der Wunsch war, ihn beschützen zu wollen, jetzt erscheint mir sein plötzlicher Tod fast wie vom Schicksal bestimmt.
Als wir uns 1988 das erste Mal trafen, war ich von der Mischung aus Charisma und Verletzlichkeit, die Michael umgab, berührt. Er liess sich von Fans auf dem Flughafen umringen, konnte unglaubliche dreistündige Shows hinlegen, dann wieder traf ich ihn hinter der Bühne nach dem Bukarest-Konzert an und er trank Wasser, entspannt beschäftigte er sich mit einem Sufi-Text und war in Begriff zu meditieren.
Die Person, die ich als klar und einfach (bis an die Grenze des Lächerlichen) wahrnahm, befasste sich mit Gedichten von Rabindranath Tagore, über die wir noch in den letzten zwei Wochen gesprochen hatten (Anmerkung: R.T. war ein bengalischer Schriftsteller und Gelehrter, der als der Kultur- und Sozialreformer seiner Zeit galt. 1913 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Er war ein Poet, Maler und komponierte über zweitausend Songs.).
An Michael beobachtete man beispielhaft das Paradox vieler berühmter Stars – sie sind auf der anderen Seite der Bühne sehr schüchtern und introvertiert. So war es häufig so, dass er, als er mich besuchte, sich eigentlich die meiste Zeit des Abends gedankenversunken in einer Ecke des Raumes aufhielt, neben ihm seine noch kleinen Kinder. Ich sah niemals etwas anderes als einen liebenden Vater, wenn ich sie zusammen erlebte und ich bin wie jeder andere der ihm nahe stand, besorgt darüber, was nun mit den Kindern passieren wird…

In Anbetracht der unglaublich übertriebenen Aufmerksamkeit und übergrossen Wertschätzung, die unsere Gesellschaft den Prominenten zuteil werden lässt, und die auch über Michael ausgeschüttet wurde, schien die Öffentlichkeit seinem echten persönlichen Leiden gegenüber gefühllos. Seine Probleme wurden zu einem kitschigen Stück des öffentlichen Jacko, dargestellt als besondere Eigenart eines unberechenbaren Sonderlings. Es gab dabei auch sehr viel schlimmere Bewertungen seines Auftretens. Es ist nicht meine Sache, mich über Schwierigkeiten zu äussern, in die Michael in der Vergangenheit geraten war und die er mit falschen Entscheidungen vergrösserte.
Er war umringt von Personen, die ihn bremsten und von einem beschämenden Plethora (Wasserkopf) von Ärzten in Los Angeles und an anderen Orten der Welt, die ihn mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versorgten… Immer wenn er vorsichtig mitteilte, dass er ein Problem hatte, endete die Unterhaltung mit einem Ausweichmanöver und er verneinte ernste Probleme. Um den Wellen des Stress zu entgehen, die ein solches Megaberühmtsein mit sich bringt, schuf er sich eine private Rückzugsmöglichkeit in eine Fantasiewelt, wo pinkfarbene Wolken seine tiefen Ängste verschleierten und Peter Pan ein Held war und nicht der Peter Pan mit dem krankhaften Aspekt des Nicht-Erwachsenwerden- wollens… Seine nahesten Freunde müssen zusammenrücken und versuchen alles in ihrer Kraft stehende zu tun, um dafür zu sorgen, dass nach seinem Tod das Gute von Michael sichtbar bleibt.“
Deepak Chopra, 2009
Michael Jackson:
„What one wishes is to be touched by truth and to be able to interpret that truth so that one may use what one is feeling and experiencing, be it despair or joy, in a way that will add meaning to one’s life and will hopefully touch others as well.
This is art in its highest form. Those moments of enlightenment are what I continue to live for.“ (Moonwalk)
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