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In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2017 verlor der Obdachlose Georges unter der Dreirosenbrücke gewaltsam sein Leben. Erstochen vom damals 21-jährigen Brasilianer R.O. Für dieses Verbrechen und kleinere Delikte musste dieser sich heute vor dem Basler Strafgericht verantworten.
Dabei erfuhr der Angeklagte, dass es sein guter Freund war, der bei der Polizei anrief und ihn verriet. Der Freund war der einzige, dem der Brasilianer seine Tat anvertraute.
Der heute 22-Jährige machte vor Gericht einen gefassten Eindruck. Als Zurechnungsfähig attestierten ihn aber weder Staatsanwaltschaft noch Verteidigung. Vor allem, was die Tötung von Georges angehe. R.O. leide an schwerer Schizophrenie und habe zur Zeit der Tat unter Wahnvorstellungen gelitten. Heute gehe es ihm besser, sagte er dem Gericht.
Ausschaffung droht
Seit seiner Verhaftung am 21. Dezember 2017 sitzt R.O. im Waaghof in Untersuchungshaft. Eigentlich hatte der Staatsanwalt bereits einen vorzeitigen Massnahmevollzug bewilligt. Es stehe zurzeit aber kein adäquater Platz zur Verfügung, deshalb sei R.O. noch in Untersuchungshaft.
Betreffend das Hauptdelikt, die Tötung von Georges, ist für die Staatsanwaltschaft klar: R.O. war zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig. Dies hatte auch ein Gutachten ergeben. Trotzdem stellt sich die Frage, ob der Brasilianer nach der stationären Massnahme die Schweiz verlassen muss. Die Staatsanwaltschaft fordert einen fünfjährigen Landesverweis. Ob das Gericht diesem Antrag folgt, wird am Mittwoch klar. Dann wird um 11 Uhr das Urteil verkündet.