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Innerhalb der League of European Research Universities (LERU) nimmt sie den neunten Rang ein und ist damit die bestplatzierte Universität aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Nach den Ranglisten für einzelne Fächergruppen ist die Universität Zürich erneut die am höchsten rangierte Schweizer Universität in den Lebenswissenschaften (29. Rang weltweit) und in der Medizin (36. Rang weltweit).
Rankingkriterien
Das Shanghai-Ranking wurde von Hochschulforschern der Jiao-Tong-Universität entwickelt, um die Qualität chinesischer Universitäten im internationalen Vergleich einzuschätzen. Die Rangplätze der Universitäten werden nach folgenden fünf Kriterien bestimmt: Die Qualität der Ausbildung wird anhand der Anzahl der Alumni gemessen, die seit 1901 einen Nobelpreis oder eine Fields-Medaille erhalten haben. Dieser Wert geht mit 10 Prozent in die Gesamtbewertung ein.
Die Qualität der Lehrenden wird mittels der Anzahl der Dozierenden, die seit 1911 einen Nobelpreis oder eine Fields- Medaille erhalten haben, und der Anzahl der Highly Cited Researchers in 21 Fächergruppen ermittelt, die in der Literaturdatenbank Web of Knowledge von Thomson Reuters verzeichnet sind, und geht mit jeweils 20 Prozent in die Bewertung ein.
Der Forschungs-Output wird mittels der Anzahl der Artikel, die in den Zeitschriften Nature und Science zwischen 2004 und 2008 publiziert wurden, sowie der Gesamtzahl der Artikel, die im Science Citation Index-expanded bzw. im Social Sciences Citation Index im Jahr 2008 gelistet sind (jeweils 20 Prozent der Gesamtbewertung). Um kleinere Universitäten nicht zu benachteiligen, werden die Werte für die fünf Kriterien jeweils mit der Anzahl der vollzeitäquivalenten akademischen Mitarbeiter gewichtet und fliessen mit 10 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
Die Jiao-Tong-Universität publiziert das Hochschulranking seit 2003 und die Rankings nach Fächergruppen seit 2007. Da die Rangierung der Universitäten auf mehr oder weniger objektiven Daten beruht, wird sie von den Hochschulen stärker beachtet als andere Rankings. Nichtsdestotrotz weist auch das Shanghai-Ranking eine Reihe von Schwächen auf.
Mangelnde Aussagekraft für die Geistes- und Sozialwissenschaften
Eine Schwäche des Shanghai-Rankings ist, dass es die Publikationsleistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften nicht adäquat widerspiegelt, weil diese häufiger Bücher und Buchbeiträge und seltener Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften oder in Wissenschaftsmagazinen wie Science und Nature publizieren. Das Ranking begünstigt insgesamt die Natur- und Lebenswissenschaften, weil Fields-Medaillen in Mathematik und Nobelpreise lediglich in den Fächern Physik, Chemie, Medizin und Ökonomie verliehen werden.
Ungeeignete Indikatoren für die Leistungen in der Lehre
Für das Ranking werden die Anzahl der hoch zitierten Forscher und die Anzahl der Dozierenden und Absolventen, die einen Nobelpreis oder eine Fields-Medaille erhalten haben, als Indikatoren für die Qualität der Lehre und des Lehrkörpers verwendet. Diese Indikatoren sind jedoch wenig geeignet, um die Qualität der Lehre zu beurteilen, da nach den Befunden der Hochschulforschung gute Forscher nicht zwangsläufig auch gute Lehrende sind. Die Anzahl der ehemaligen Studierenden, die Jahre später einen Nobelpreis erhalten haben, sagt wenig über die aktuelle Qualität der Lehre an einer Hochschule aus.
Die nächste Generation von Universitätsrankings
Angesichts der Schwächen der bisher publizierten internationalen Rankings hat die Europäische Kommission eine Reihe von Initiativen lanciert, die in Zukunft aussagekräftigere Hochschulvergleiche ermöglichen sollen. So wird beispielsweise das Consortium for Higher Education and Research Performance Assessment (CHERPA) in den nächsten zwei Jahren ein alternatives Verfahren für einen weltweiten Hochschulvergleich entwickeln.
Im Unterschied zu den bestehenden globalen Rankings soll dabei nicht nur die Forschungsleistung von Universitäten bewertet werden. Neben Studium und Lehre sollen darüber hinaus Aspekte der Internationalität sowie der regionalen Einbindung und der gesellschaftlichen Rolle der Hochschulen berücksichtigt werden. Ferner soll die Vielfalt der Hochschulprofile heraus gestellt werden.
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