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Es gibt wohl kaum einen Flugunfall, der sich so sehr ins kollektive Bewusstsein eingebrannt hat wie die Notwasserung eines A320 im Hudson River in New York am 15. Januar 2009. Zum einen, weil es dabei keine Toten zu beklagen gab, aber auch wegen der eindrücklichen Bilder des Airbus im Hudson River, mit Passagieren auf den Tragflügeln, welche auf die Rettung durch herbeieilende Fähren warten.
Flug 1549 von US Airways hob damals um 15.26 Uhr Ortszeit vom Flughafen La Guardia ab; das Flugziel war Charlotte. Während dem Steigflug erlitt der Airbus A320, an dessen Bord sich 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder befanden, über dem Stadtteil Bronx einen Vogelschlag – Wildgänse wurden in die Triebwerke gesaugt – wonach beide Triebwerke ausfielen. Für eine Landung an einem nahe gelegenen Airport reichte es nicht mehr, weshalb das Flugzeug auf dem Hudson River zwischen Manhattan und Weehawken (New Jersey) notwasserte. Das Flugzeug blieb intakt; die gelungene Notwasserung auf dem Hudson River gilt als fliegerische Meisterleistung, für welche Captain Chesley «Sully» Sullenberger viel Lob erhielt.
Die Evakuierung wurde dann umgehend eingeleitet und herbeieilende Fährschiffe konnten die Passagiere aufnehmen – ein zusätzliches Problem war, dass die Aussentemperatur -7 Grad Celsius betrug und der Hudson River extrem kalt war. Letztlich waren nur fünf Leichtverletzte zu beklagen. Es war die erst vierte Notwasserung eines Düsenflugzeugs ohne Verlust von Menschenleben.
Das Flugzeug konnte geborgen werden und wurde abgeschrieben; es befindet sich heute im Carolinas Aviation Museum in Charlotte. Die Geschichte des Flugs sowie des «Helden-Piloten» wurden 2016 mit Tom Hanks in der Hauptrolle im Film «Sully» auf der Leinwand verewigt. Die Überlebenden wollen sich heute in Charlotte treffen, um dieses bewegenden Ereignisses zu gedenken.
Eindrückliches Videomaterial zum Crash von damals gibt es in folgendem Video: