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Zwei Wochen nach seinem sechsten Cupsieg lässt sich Pius Schwizer in Humlikon auch zum Schweizer Meister krönen. Er schafft als zweiter Schweizer nach Markus Fuchs das Double.
Mit seinem zehnjährigen Oldenburger Wallach Balou Rubin verwies der 55-jährige Springreiter aus Oensingen mit insgesamt 4 Punkten aus zwei Wertungsprüfungen seinen langjährigen Equipenkollegen Niklaus Schurtenberger aus Lyss mit Quasimodo (5,32 Punkte) und die überraschende 24-jährige Freiburgerin Rachel Bächler mit Rubis Tame (6,40) auf die weiteren Podestplätze.
Edwin Smits, der Meister von 2015, verpasste mit Dandiego eine erneute Medaille als Vierter nach dem spannenden Finale über zwei unterschiedliche Runden nur um 0,16 Punkte. Titelverteidiger Martin Fuchs musste sich mit der unerfahrenen, erst achtjährigen Westfalen-Stute Victoria nach einem ärgerlichen Fehler am ersten Hindernis des zweiten Durchgangs mit dem 8. Platz begnügen. Der Weltcup-Zweite Romain Duguet schob sich mit dem achtjährigen und ebenfalls viel versprechenden Vancouver nach einer imposanten Aufholjagd vom 22. Rang nach dem Zeitspringen noch auf den 10. Platz vor. Nach dem ersten Umgang am Finaltag, der bei vereinzeltem Sonnenschein und vor vollbesetzten Rängen ausgetragen wurde, belegte der EM-Bronzereiter aus Muri noch den 5. Zwischenrang.
Estermann und Bussmann nicht im Finale
Gar nicht ins Finale der 15 besten Reiter schafften es Paul Estermann mit Curis Sitte und Evelyne Bussmann, die überraschende Zweite nach dem Jagdkurs am Freitag. Sie patzten mehrmals und wurden nach hinten durchgereicht. Beat Mändli trat nicht zum Finaltag an. Der ehemalige Weltcupsieger hatte mit Dibatsja nach der ersten Wertungsprüfung lediglich den 19. Platz belegt.
"Der zweite Meistertitel nach 2009 bedeutet mir viel", sagte Pius Schwizer. "Ich bin stolz auf meine Leistung und vor allem auf mein Pferd. Balou Rubin ist immer etwas kribbelig. Daher war ich froh, dass mir 'Schurti' (Niklaus Schurtenberger) mit seinem Abwurf am letzten Hindernis etwas Druck wegnahm."
Schwizer durfte sich vor seinem Schlussritt einen Abwurf leisten, um neuer Titelhalter zu werden. Er ritt daher äusserst konzentriert, gelassen und gekonnt, setzte aber dennoch eine Stange am Schlussoxer in den tiefen Sand. Allerdings realisierte er dieses Missgeschick nicht. Nach der Zielpassage jubelte der Routinier, ballte die Faust, schwenkte den Helm und schaute eine halbe Minute später verdutzt die am Boden liegende Stange an. Es hat dennoch gereicht.
SDA-ATS