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Section Chaux-de-Fonds du C. A. S
Der Rapport der Sektion Chaux-de-Fonds enthält nach den offiziellen Rubriken: Rapport de l' année 1909, rapport de caisse exercice 1909, le banquet annuel, toast aux Alpes, courses de section en 1909, auf die ich nicht weiter eintrete, weil sie für Außenstehende weniger Interesse haben und ihr Inhalt zum Teil aus den Berichten in der „ Alpina " und im Jahrbuch ersehen werden kann, einige hübsch illustrierte Fahrtberichte, die nähere Erwähnung verdienen. Der erste ist die „ Course au Piz Rotondo, ausgeführt 6.10. August 1909 von drei Clubisten von La Chaux-de-Fonds, zwei von St-Imier, drei von Mülhausen und einem Berner, und beschrieben von Ernest Juillard. Der Gipfel wurde von All' Acqua zum Leckipaß und zur Furka überschritten und die Heimkehr von da über den Rhonegletscher, das Nägelisgrätli und die Grimsel gemacht. Auf pag. 54 findet man einen in einem Detail unrichtigen, aber sonst instruktiven Beitrag zur Geschichte des Unglücksfalles an der Jungfrau vom 1./2. August 1909. Recht hübsch geschrieben ist „ Ascension du Pedrotallagalla ( 2700 m ) et quinze jours à Ceylan ( 1er au 14 février 1909 ) ", par Emile Courvoisier. Die Besteigung nahm von Kandy aus, wo Herr C. bei einem biederen Schweizer Gastwirt, einem Herrn Scheebergvon Erlach am Bielersee, abgestiegen war, nur l'/s Stunden bei einer Elevation von 540 m. in Anspruch, und der Weg führt auf einem Fußweg durch den Urwald, in welchem man sich immerhin ohne einheimische Führung hoffnungslos verirren kann. „ Courses d' été " nennt sich eine Serie von Expeditionen, welche Ph. Cassan mit Henry Kuhn und Paul Kornaker während 10 Tagen in der Gegend von Chamonix gemacht haben und welche sie vom Couvercle über Parke du Moine auf die Aiguille Verte, vom Couvercle auf den Col du Géant, von diesem auf die Aiguille du Géant, zur Cabane de l' Aiguille du Midi, auf diese Aiguille selbst, und schließlich über den Mont Blanc du Tacul, den Mont Maudit, den Mont Blanc zur Cabane Vallot und über die Grands Mulets nach Chamonix brachte. Es wird gut sein, wenn man sich aus pag. 83 dieses Berichtes merkt, daß die Cabane de l' Aiguille du Midi sich nicht da befindet, wo die Karte Barbey sie angibt, sondern 600 m. weiter westlich, fast am Anfang des großen Couloirs, welches vom Col du Midi gegen die Grands Mulets hinabläuft. Der Artikel ist mit zwei Illustrationen versehen, welche beide die Aiguille Verte und die Arête du Moine darstellen. „ Ballade en prose " oder „ Du Kiental au Kiental " nennt sich die hübsche Beschreibung der Touren, welche ein Ungenannter mit seinem Freunde Benoit, pardon Ephraim, und dem Führer Rudi Mani, von Kiental auf die Kleine Scheidegg, von dieser, nach einem durch Unwetter verunglückten Versuch auf den Eiger, zur Berglihütte, auf den Mönch, zur Konkordiahütte, über die Lötschenlücke ins Lötschental und auf das Bietschhorn, über den Petersgrat und die Gamchilücke, mit Abstecher auf das Gspaltenhorn, nach Kiental zurück machten. Der Stil der Erzählung ist sehr munter, und abgesehen von den traditionellen Spässen über Deutsche und Engländerinnen, auch originell; aus den Bemerkungen über die Passagiere der Jungfraubahn ( pag. 95 ) möchte man schließen, daß der Verfasser kein Freund dieses Unternehmens ist. Die beigegebenen Illustrationen: Le Bietschhorn, vue prise du Bietschjoch, und Tellialp et Bietschhorn, sind hübsch, namentlich die erstere, die auch sehr instruktiv ist. Den Schluß der Broschüre machen wieder offizielle Eubriken, wie Courses individuelles, Programme des courses de section pour 1910 etc. Das Mitgliederverzeichnis weist 347 Namen auf.
Redaktion.