Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/162290

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 20. November 2013 schrieb der Bundesrat (Anfrage 13.1065): "Da in den letzten zehn Jahren zu Glyphosat über 1000 Studien veröffentlicht wurden, können nicht alle Publikationen vollumfänglich geprüft werden." Laut "Guardian" vom 13. Mai 2015 sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) das Gleiche. Folge laut "Guardian": Die agrochemische Industrie schrieb toxikologische Bewertungen von Glyphosat für das BFR.</p><p>Beurteilt die Schweiz das Gesundheitsrisiko von Glyphosat auch auf Grundlagen des BFR?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die erste Beurteilung von Glyphosat in der Schweiz beruhte auf Studien, die mit dem Bewilligungsgesuch eingereicht wurden. Diese Datengrundlagen wurden, wie es das Zulassungsverfahren vorschreibt, durch die Industrie erarbeitet und anschliessend durch die in der Schweiz zuständigen Bundesstellen beurteilt.</p><p>Seither sind zahlreiche weitere Studien zu Glyphosat publiziert worden. Diese wurden im Rahmen des Erneuerungsverfahrens für Glyphosat in der EU durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) bewertet und bei der Erstellung eines aktualisierten Gutachtens berücksichtigt. Dieses Gutachten ist die Grundlage für die Diskussionen in der zuständigen Expertengruppe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), in welcher auch die Schweiz mitwirkt. Auf der Basis des Expertenberichtes der Efsa und eines Gutachtens des zuständigen WHO-Gremiums wird die EU über die Erneuerung der Bewilligung von Glyphosat entscheiden. Die Schweiz wird sich bei der Reevaluation des Wirkstoffes ebenfalls auf diese Grundlagen sowie auf den Entscheid der EU stützen.</p>