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Air France-KLM will trotz des Widerstands der Gewerkschaften die umstrittenen Expansionspläne für die Billigflugtochter Transavia auf dem Heimatmarkt vorantreiben. Sollte es mit den Piloten keine Einigung geben, werde die französisch-niederländische Fluggesellschaft auf einen Plan B zurückgreifen, sagte Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac der Zeitung «Le Journal du Dimanche» laut Vorabbericht.
Die Airline könnte eine Tochter von Transavia in Frankreich gründen, um das Billigflieger-Geschäft mit neuen Flugzeugen zu starten. Das Unternehmen wollte Transavia eigentlich europaweit ausbauen, zog diesen Plan wegen eines Ausstands der Piloten aber wieder zurück.
Tiefes Loch in der Bilanz
Ein zweiwöchiger Pilotenstreik hatte bei Air France-Klm ein überraschend tiefes Loch in die Bilanz gerissen. Auf eine halbe Milliarde Euro bezifferte der Konzern die Kosten. Das wäre mehr als ein Fünftel des voraussichtlichen Jahresgewinns, der wegen des hohen Konkurrenzdrucks in der Branche und der Wirtschaftsschwäche ohnehin schon geringer ausfällt als ursprünglich erwartet.
Nach Zugeständnissen des Managements setzten sich die Piloten Ende September wieder in die Cockpits. Der Konflikt dreht sich um die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen bei der Billigtochter Transavia, die im Wettstreit mit Konkurrenten wie easyJet und Ryanair ausgebaut werden soll. Die Gewerkschaften verlangen für die Piloten der Transavia dieselben Verträge wie bei Air France.
(reuters/dbe)