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Die ordentliche Generalversammlung der Walliser Bergbahnen hat am Freitag in Grimentz stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit wurde über die verschiedenen Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder während des vergangenen Jahres informiert.
An erster Stelle stand die Einführung adäquater Rahmenbedingungen, die einer wirtschaftlichen Entwicklung der Branche zuträglich sein sollen.
Die Walliser Bergbahnen haben insbesondere den Normalarbeitsvertrag neuverhandelt. Der Vorstand hat sich ebenfalls für die Erarbeitung eines Bergbahngesetzes, sowie für die Unterstützung beim neuen Tourismusgesetz eingesetzt.
Die Motion Rieder-Bregy «Förderung der Walliser Bergbahnen» wird als Chance betrachtet: Der Staatsrat hat an seiner Sitzung vom 5. März entschieden, eine ausserparlamentarische Kommission einzusetzen, die den Auftrag hat, ein Gesetz zur Förderung der Bergbahnen im Wallis vorzuschlagen. Damit haben die Walliser Bergbahnen eine grosse Chance, direkt Einfluss auf die Umsetzung der Motion Rieder-Bregy zu nehmen. Von den Walliser Bergbahnen arbeiten Arthur Clivaz, Berno Stoffel und Valentin König in dieser Kommission aktiv mit.
Die Annahme der nationalen Motion zur teilweisen Befreiung der Treibstoffe für Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer kann als grosser Erfolg gewertet werden.
Masterplan
An der Generalversammlung wurden gleichzeitig die ersten Resultate des Projekts «Masterplan» präsentiert. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Tourismus Observatorium umgesetzt. Das Ziel besteht darin, eine genaue Bestandsaufnahme der bestehenden Anlagen zu erhalten und den notwendigen mittelfristigen Bedarf für die Erneuerung der Anlagen zu definieren.
Der Masterplan stellt auch die Grundlage für die Entwicklung neuer Instrumente dar, um künftige Investitionen zu finanzieren. Schliesslich soll der Masterplan das tatsächliche Ausmass der finanziellen Herausforderungen der Branche aufzuzeigen.
Die Bestandsaufnahme in den letzten Monaten zeigt, dass die Anlagen der Walliser Bergbahnen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren aufweisen. Will man das Durchschnittsalter auf 12 Jahre senken, und damit eine moderne Infrastruktur auf dem heutigen Stand der Technik anbieten, würde dies den Ersatz von 130 Anlagen von insgesamt 457 Anlagen innert kürzerer Zeit bedeuten. Dies würde Investitionen von rund einer Milliarde Franken bedeuten (inklusiv Erneuerung Pistenfahrzeuge und Beschneiungsanlagen).
Heute generieren die Bergbahnen zusammen einen jährlichen EBITDA von rund 95 Millionen Franken, was weniger als 10 Prozent der erforderlichen Investitionen entspricht. Die Zermatt Bergbahnen AG und Téléverbier SA steuern hier einen Grossteil zu. Zugleich besitzen diese zwei Unternehmen die modernsten Anlagen des Kantons. Es wird festgehalten, dass es eindeutig an der notwendigen Homogenität zwischen den einzelnen Unternehmen mangelt. Mit anderen Worten ausgedrückt: in der Regel weisen die Unternehmen mit dem geringsten EBITDA den grössten Investitionsbedarf auf.
Diese Ergebnisse bestätigen deutlich die dringende Notwendigkeit neuer Finanzierungsinstrumente. Zudem müssen die Prioritäten gesetzt und eine klare mittelfristige Strategie für die Bergbahnbranche im Wallis entwickelt werden. Die Walliser Bergbahnen werden ihre Arbeit basierend auf der Analyse des Projekts «Masterplan» weiteführen.