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Walter Ciscato
> es hat sich bewarhrt und ist somit mal nicht einfach falsch.
Bruno,
Die Diskussion über richtig oder falsch ist sinnfrei, da Gasblasen einer der Hauptfaktoren für die Dekompressionskrankheit sind. Bei gleicher Gasblasenbelastung ist das Auftreten jedoch je nach Taucher und Tagesform individuell verschieden, weshalb eine exakte Vorhersage schwierig ist.
Man weiss jedoch, dass die Mehrheit der Testpersonen während den Studien bezgl. pO2 bei höheren Sauerstoffpartialdrücken 1,4 – 1,6bar während der Deko mehr Inertgasblasen abgeatmet haben als mit kleineren Sauerstoffpartialdrücken, ergo ist die Frage hier ob du deinen Plan so auslegst, dass es für dich „gesünder“ (weniger Gasblasen) ist, und NICHT ob du mehr Minuten Deko einsparen kannst.
Wie Urs bemerkt hat, wirst du mit der Zeit (ca. 1-2 Jahren und nach 100 Trimix-TG) vermutlich anders Tauchen als heute. 😉
Viele Dekompressionsmodelle haben sich seit Jahren empirisch und statistisch bewährt. Dabei wurde die Dekompressionskrankheit bzw. deren Auftreten bei den Testpersonen als „Gradmesser„ genommen. D.h., die meisten der heutigen Dekompressionsmodelle und Tabellen wurden in den 60’er bis 90’er Jahren durch „try and error“ bzw. „try until DCS“ entsprechend angepasst (auch Bühlmann, mit dem du aktuell planst). 😮
Die heutigen Forscher versuchen jedoch das Blasenaufkommen in den Modellen (RGBM, VPM, Copernicus, usw.) zu beschreiben, anstatt wie früher die Dekompressionskrankheit als oberer Grenzwert festzulegen und das Modell entsprechend anzupassen/korrigieren. 🙂
Grüsse
Walter Ciscato