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Im Weltwasserbericht 2022, den die Uno-Kulturorganisation Unesco im Auftrag der Uno erstellt und vor dem Weltwassertag am Dienstag vorgelegt hat, fordert die Uno höhere Investitionen und eine bessere Regulierung zum Schutz des Grundwassers.
Mehr als die Hälfte des Wassers, das weltweit von Privathaushalten genutzt wird, stammt dem Bericht zufolge aus dem Grundwasser. Die Bewässerung in der Landwirtschaft hängt zu etwa einem Viertel vom Grundwasser ab.
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Schlechte Verwaltung
Trotzdem werde Grundwasser vielerorts kaum verstanden und schlecht verwaltet, moniert die Unesco. In manchen Erdteilen führe dies zu einer dramatischen Übernutzung und Verschmutzung. In anderen Weltregionen werde das Grundwasser dagegen viel zu wenig genutzt.
Asien ist dem Bericht zufolge der Kontinent mit der intensivsten Grundwassernutzung. Die vor allem durch die Landwirtschaft entnommene Menge sei doppelt so hoch wie auf allen anderen Kontinenten zusammen. Dadurch erschöpften sich die grossen Vorräte in Teilen Chinas und Südasiens sehr schnell. Zugleich werde das Grundwasser teils stark verschmutzt.
Nitratbelastung in Europa
Europa entnehme mit 6 Prozent der weltweiten Menge deutlich weniger Grundwasser und nutze diese vor allem zur Trinkwassergewinnung. Übernutzung drohe in Europa nur selten, aber in 38 Prozent aller Grundwasserleiter trete Verschmutzung durch die Landwirtschaft auf, vor allem durch zu hohe Nitratbelastung.
In vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara werden die riesigen Grundwasserreserven dem Bericht zufolge dagegen kaum genutzt. Nur 3 Prozent der Ackerflächen seien mit Bewässerungssystemen ausgestattet, davon nutzen wiederum nur fünf Prozent Grundwasser.
Eine Erschliessung des Grundwassers könnte dem Bericht zufolge daher gerade in Afrika die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigen, indem die bewässerten Flächen vergrössert und damit die landwirtschaftlichen Erträge und die Vielfalt der Anbaukulturen erhöht werden.
Der Bericht mit dem Titel "Grundwasser - Unsichtbares sichtbar machen" wird offiziell am Montag auf dem Weltwasserforum in Senegals Hauptstadt Dakar vorgestellt.