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Flug MH370 der Malaysia Airlines ist mit 239 Menschen an Bord über dem Südchinesischen Meer verschollen. Den Absturz der seit Stunden vermissten Boeing 777-200 bestätigten die Behörden bisher allerdings nicht. Es wurden auch noch keine Trümmer gefunden. Der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein sagte in Kuala Lumpur, er könne Berichte über einen Absturz des Flugzeugs nicht bestätigen.
Ölspur im Meer entdeckt
Am Abend teilten die vietnamesischen Behörden mit, im Meer vor der Küste sei eine kilometerlange Ölspur entdeckt worden. Kurz darauf musste aber laut dem stellvertretenden Verkehrsminister die Suche mit Flugzeugen wegen der Dunkelheit abgebrochen werden.
Die vermutete Unglücksstelle befindet sich zwischen der Ostküste Malaysias und der Südspitze Vietnams, zwischen dem Golf von Thailand und dem Südchinesischen Meer.
Die Suche nach der vermutlich abgestürzten Boeing war am Morgen grossflächig angelaufen. Flugzeuge und Schiffe aus China, Vietnam, Malaysia, Singapur und den Philippinen beteiligen sich an der Hilfsaktion.
Gutes Wetter und kein Notsignal
Boeing hatte 2012 einen Unfall
Die Unglücksmaschine der Malaysia Airlines kollidierte 2012 mit einem Airbus A340 der China Eastern Airline auf dem Pudong International Airport in Schanghai. Der Unfall ereignete sich am Boden. Dabei wurde die Spitze der rechten Tragfläche der Boeing 777-200 abgerissen.
Der Funkkontakt zur Boeing 777-200 war zwei Stunden nach dem Start in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur abgebrochen, wie die Fluggesellschaft Malaysia Airlines mitteilte. Die Maschine befand sich nach Angaben der vietnamesischen Behörden zu dem Zeitpunkt über dem Meer, kurz vor dem Luftraum über Vietnam. Sie war um 0.41 Uhr Ortszeit (17.41 MEZ) gestartet mit Ziel Peking.
Es herrschte kein schlechtes Wetter, und die Piloten setzten auch keinen Notruf ab. Die Ursache für das Verschwinden der Maschine vom Radar ist noch immer unklar. An Bord befinden sich 227 Fluggäste und 12 Besatzungsmitglieder. Laut dem Chef der Malaysia Airlines war der Pilot mit mehr als 30 Dienstjahren sehr erfahren.
Keine Schweizer an Bord
An Bord der Maschine befanden sich nach bisherigen Angaben keine Schweizer Staatsbürger. Laut der Fluggesellschaft stammen die Passagiere aus 14 Ländern, allein 153 aus China. Aus Europa sollen drei Franzosen, ein Österreicher, ein Niederländer und ein Italiener mitgeflogen sein.
Am Flughafen Peking spielten sich dramatische Szenen ab. Verzweifelte Angehörigen wurden in ein Hotel gebracht und psychologisch betreut. «Ich hatte mehrere Freunde in dem Flugzeug», sagte ein Mann der Nachrichtenagentur DPA.
Malaysia gilt als sicher
Malaysia Airlines ist die nationale Fluggesellschaft. Sie gilt als zuverlässige Airline. Seit 1970 gab es nur zwei Abstürze mit Toten. Die Gesellschaft fliegt mit Boeing- und Airbus-Maschinen nach eigenen Angaben täglich 37'000 Passagiere zu 80 Zielen im In- und Ausland.