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Die topografischen und landschaftlichen Leitlinien (z.B. Kuppen, Täler, Gewässer und Wälder) haben die Siedlungsentwicklung der Region Liestal-Frenkentäler geprägt. Enge Täler, grosszügige und offene "Hochebenen" im Tafeljura sowie die attraktive Aussichtslage im Faltenjura sind identitätsstiftende Elemente.
Die attraktive Lage in der Agglomeration Basel kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gemeinden und Region vor grossen Herausforderungen stehen:
- das Steuersubstrat ist im Vergleich zu anderen Teilen des Kantons Basel-Landschaft tief;
- die Region ist vor allem Wohngebiet für Pendler in die Metropolitanregionen Basel und Zürich sowie ins Mittelland;
- die vorhandenen Arbeitsplätze werden oft durch Zupendler von ausserhalb der Region ausgefüllt;
- das Lohnniveau ist tiefer als in Basel und Umgebung;
- die Gemeinden der Region haben bisher keine gemeinsame Strategie für eine regionale Gesamtentwicklung;
- es gibt keine regionale Raumplanung;
- vor allem kleinere Gemeinden haben Schwierigkeiten, ihre Behörden- und Verwaltungsstellen zu besetzen und angemessen zu entschädigen.
Die Zusammenarbeit unter den Gemeinden erfolgt je nach Thema in unterschiedlichen Perimetern, Zusammensetzungen und Rechtsformen (z.B. Zivilschutz, Feuerwehr, Schulen, KESB, Spitex, Wasserversorgung etc.). Diese Form der Zusammenarbeit ist unübersichtlich und aufwändig. Die überkommunalen Zweckverbände und Zusammenarbeitsverträge sind von einem Demokratiedefizit geprägt.
Hinzu kommen weitere Sachverhalte, die für Gemeinden und Region bedeutsam sind:
- Die Gemeinden wollen mehr Autonomie und Variabilität bei der Umsetzung von Gesetzen. Sie haben dies u.a. mit der "Charta von Muttenz" mit Nachdruck gefordert;
- Das revidierte Raumplanungsgesetz setzt (Wachstums-)Grenzen und erfordert eine Planung über die Gemeindegrenzen hinweg;
- die knappen finanziellen Ressourcen führen zu Diskussionen über den Finanz- und Lastenausgleich. Es zeichnen sich weitere Kürzungen bei den Finanzausgleichszahlungen ab;
- die Anforderungen an Behörden und Verwaltungen steigen stetig;
- der Standortwettbewerb unter den Gemeinden, Regionen und Kantonen wird intensiver;
- mit dem demografischen Wandel kommen Herausforderungen auf die Gemeinden zu, die nicht mehr auf kommunaler Ebene gelöst werden können;
- die Versorgung mit Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs kann nicht mehr überall im eigenen Dorf erfolgen.
Es gibt - wie man sehen kann - viele Gründe, sich jetzt um die Zukunft der Region Liestal/Frenkentäler zu kümmern.