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Indianerinnen und Indianer Nordamerikas
Russell Means mit Dennis Banks während der Besetzung von Wounded Knee 1973. 🌍 mettahu.wordpress.com
Russell Means
Russell Means, ein Oglala-Lakota-Sioux (1939 - 2012), gehört zu jener militanten Generation von "Native Americans", die in den 60er Jahren bekannt wurde. Er versuchte aufzuzeigen, dass die Indianer ein wichtiger Teil der nordamerikanischen Gesellschaft sind. Seine Kindheitserfahrungen in Kalifornien, wo er als Indianer verhöhnt wurde, prägten seinen Lebenslauf. Er schlitterte ins Drogenmilieu und in die Kriminalität, bevor er 1968 Dennis Banks, dem Mitbegründer des "American Indian Movement" (AIM) begegnete.
Means wurde zu einer internationalen Persönlichkeit, führte viele AIM-Proteste an, vor allem die Besetzung von Wounded Knee 1973. Er war Anwalt für Rechtsfragen und wurde als US-Vizepräsident nominiert. Means trat in Filmen wie "Der letzte Mohikaner" (1992) auf und lieh Powhatan in Disneys Pocahontas (1995) seine Stimme. Means ist nach wie vor einer der ersten Wortführer der Indianer, obwohl er längst kein AIM-Mitglied mehr ist.
Bei vielen Aktionen von AIM war er als charismatischer Redner und Aktivist beteiligt. Means zählte auch zu den Unterstützern der spektakulären Besetzung von Wounded Knee in der Pine-Ridge-Reservation im Jahr 1973. Damals proklamierte das AIM die unabhängige Oglala-Nation und provozierte eine bewaffnete Auseinandersetzung von mehr als 300 Lakota- und AIM-Aktivisten mit dem Federal Bureau of Investigation (FBI) und den staatlichen Strafverfolgungsbehörden.
Wounded Knee war Schauplatz des letzten grossen Massakers der US-Armee an rund 300 wehrlosen Lakota am 29. Dezember 1890.
Eine spannende Würdigung des Aktivisten (auf Englisch) ist hier:
🌍 Russell Means - American Indian Activist