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Der britische Luxusautobauer Aston Martin muss wegen Software-Problemen in China weltweit knapp 1.700 Wagen in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen seien Modelle des Typs Vantage, die zwischen Juni 2005 und September 2016 gefertigt worden seien, sagte Aston-Martin-Chef Andy Palmer der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Autobauer, dessen Sportwagen auch vom fiktiven britischen Geheimagenten James Bond sehr geschätzt werden, hat im vergangenen Jahr knapp 3.300 Autos verkauft, davon acht Prozent in China. Das China-Geschäft sei inzwischen von großer Bedeutung für Aston Martin, erklärte Palmer. Der Rückruf sei gestartet worden, nachdem einzelne Händler fehlerhafte Software-Updates ausgeführt hätten.
Bei einigen Fahrzeugen drohten Probleme, durch die das Fahrzeug unbeabsichtigt wegrollen könne, hiess es. Bei anderen könne ein Batteriekabel in einer bestimmten Position des Fahrersitzes beschädigt werden und ein Brandrisiko erhöhen. Bei der durch James-Bond-Filme bekanntgewordenen Automarke war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Diese weltweite Rückruf Aktion platzt mitten in die Vorbereitungen für einen Börsengang oder einem Verkauf. Die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial und eine Gruppe kuwaitischer Investoren, die derzeit zusammen mehr als 90 Prozent an Aston Martin halten, erwägen Insidern zufolge einen Börsengang oder einen Verkauf der in England ansässigen Traditionsfirma. Sie hatte in den vergangenen sechs Geschäftsjahren durchweg Verlust geschrieben. Für 2017 strebt das Unternehmen aber einen Gewinn an.
Aston Martin wurde 1913 gegründet und war in seiner Geschichte sieben Mal insolvent. Das Unternehmen gehörte bis 2007 zum US-Autobauer Ford und ist derzeit in der Hand von Investoren aus Kuwait und Italien.