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Kathol. Pfarrei. Altishofen war früher im Besitz eines Rittergeschlechts, dann der
Herren
von
Balm, hierauf des Deutschen Ordens und endlich des Schultheissen Pfyffer in Luzern.
Im Jahre 1180: Alteloshofon.
Die Hauptbeschäftigung der Bewohner sind Landwirtschaft und Viehzucht, Alp- und Forstwirtschaft, Wein-
und Obstbau, wie auch die Ausbeutung der Rietwiesen und Torffelder. Die grossen Wochen- und Jahrmärkte sind für die Bevölkerung
der ganzen Ostschweiz und des Vorarlbergs von Bedeutung, besonders wegen des Vieh- und Viktualienverkehrs. Die Gemeinde
Altstätten
mit ihren Roden verfügt über ansehnliche Besitzungen an
Wäldern,
Alpen und Feldern.
Lienz und
Büchel
gehören kirchlich zu
Rüti,
Kobelwies zu
Kobelwald und das n.
Lüchingen zu
Marbach.
Kathol. und reform. Kirche. Nicht weit von der katholischen Pfarrkirche ist ein Kloster der Franziskanerinnen mit höherer
Töchterschule und Pensionat, gegenüber die Mädchenprimarschule, die katholische Knabenprimar- und
-sekundarschule, sowie die reformierte Primar- und Sekundarschule sind ausserhalb der Stadt. Grossartiges katholisches Waisenhaus,
das
Altstätten seinem Mitbürger U.
Geisser, ehemaligem schweizerischem Konsul in
Turin, verdankt.
Ein anderer reformierter Bürger, Marolani, hat das nach ihm benannte Krankenhaus gegründet. Zahlreiche gemeinnützige und
religiöse Institutionen und Vereine; zwei
Banken, zwei Buchdruckereien, zwei Zeitungen, Elektrizitätswerk,
Gasanstalt, Wasserversorgung mit Hydranten. Beim Bahnhof befindet sich die klösterliche Anstalt «zum
guten Hirten» mit Rettungsanstalt für Frauen. Interessanter Tempelbau. Die neue Bahnhofstrasse mit hübschen Privathäusern.
Im Innern der Stadt die malerische
Herrengasse mit Arkaden.
Auf der Anhöhe
Forst steht eine sehr hübsche, jüngst restaurierte
Kapelle mit herrlicher Aussicht über
das mittlere
Rheinthal. Im N. sind zwei Ruinen einstiger Burgen:
Alt und Hohen
Altstätten. Im Jahre 853: Altsteti. Schon um 926 wurde
der
Ort eine Stadt, deren
Herrschaft um 970 an das Kloster St. Gallen
kam.
Altstätten trat in den schwäbischen Städtebund und wurde 1405 von
den Appenzellern, 1410 vom Herzog Friedrich von Oesterreich belagert und nach dem heimlichen Abzug seiner
Bewohner durch dessen Heer verbrannt. Den ging die Stadt abermals in Flammen auf.
Altstätten suchte umsonst, mit
der Landschaft die Unabhängigkeit zu erlangen. Bis 1861 wurde auf dem grossen Viehmarktplatz die Bezirksgemeinde von Ober
Rheinthal abgehalten. Unter den hervorragenden Männern, die
Altstätten hervorgebracht hat, sind zu nennen:
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Landammann Jakob Baumgartner (geb. 1797), Bundesrat Näff (Bundespräsident 1853), Bischof Studach in Stockholm, Architekt
Haltiner, die Philanthropen U. Geisser, Marolani und J. B. Rist, der Schriftsteller P. A. Baumgartner, der Reformator Karlstadt.
Der rührige Verkehrsverein hat ein prächtiges Panorama von Altstätten und seiner nähern und weitern Entfernung herausgegeben.
Zur Zeit wird eine Strassenbahn von Altstätten nach Gais gebaut.