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Als Künstler von internationalem Ruf und als erfahrener Dozent hat sich der britische Tenor und Dirigent Paul Agnew als Spezialist für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und als renommierter Interpret für die hohen Tenorpartien des französischen Barock auf allen großen internationalen Bühnen einen Namen gemacht. Nach seinem Studium am Magdalen College in Oxford lernte er 1992 William Christie kennen und wurde daraufhin ein enger Mitarbeiter des Dirigenten und seines Ensembles Les Arts Florissants, während er weiterhin mit anderen Dirigenten wie Marc Minkowski, Ton Koopman, Paul McCreesh, Jean-Claude Malgoire, Sir John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe und Emmanuelle Haïm auftrat. Im Jahr 2007 nahm seine Karriere eine neue Wendung, als er begann ausgewählte Projekte für Les Arts Florissants zu leiten. Von 2011 bis 2015 leitete er einen kompletten Zyklus von Monteverdis Madrigalen, ein Projekt, für das er fast 100 Konzerte in ganz Europa dirigierte und drei Aufnahmen für harmonia mundi France machte, von denen die erste 2016 den Gramophone Award erhielt. Er dirigierte Les Arts Florissants in Produktionen wie dem Ballett Doux Mensonges (Opéra de Paris), einer Neuproduktion von Rameaus Platée (Theater an der Wien, Pariser Opéra Comique und New Yorker Lincoln Center) und schuf eine Neuproduktion von L'Orfeo als Teil der Feierlichkeiten zum 450-jährigen Jubiläum von Claudio Monteverdi – nicht zu reden von zahlreichen weiteren Konzertprogrammen. Seit seiner Gründung im Jahr 2017 ist er künstlerischer Leiter des Festival de Printemps - Les Arts Florissants, das in Kirchen in der gesamten Region Vendée stattfindet, und Co-Direktor von Le Jardin des Voix, der Akademie von Les Arts Florissants für junge Sängerinnen und Sänger. Sein Interesse an der Ausbildung neuer Musikergenerationen hat ihn dazu gebracht, das Orchestre Français des Jeunes Baroque, das Barockorchester der Europäischen Union und 2017 die Europäische Barockakademie in Ambronay zu leiten. Er widmet sich der musikalischen Bildung für alle und hat pädagogische Konzerte wie Le Voyage de Monsieur Monteverdi und La Lyre d'Orphée entwickelt. Als Gastdirigent leitet Paul Agnew regelmäßig Orchester wie die Staatsphilharmonie Nürnberg, die Staatskapelle Dresden, das Liverpool Philharmonic Orchestra, das Royal Scottish National Orchestra, das Norwegian Chamber Orchestra, das Finnish Radio Symphony Orchestra, das Seattle Symphony Orchestra, das Houston Symphony Orchestra, den Maggio Musicale Fiorentino und die Akademie für Alte Musik Berlin. Zu den jüngsten Höhepunkten gehören auch eine Neuproduktion von Platée in der Inszenierung von Rolando Villazon an der Semperoper Dresden und eine neue Lesart von Gesualdos sechs Madrigalbüchern mit Les Arts Florissants, die ebenfalls von Harmonia Mundi France aufgenommen wurde und deren erste CD 2020 mit den Gramophone Award erhielt. Seit 2019 ist Paul Agnew musikalischer Co-Direktor von Les Arts Florissants.
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