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Nach 41 Veröffentlichungen auf seinem früheren Label Pandemonium hat der Franzose Philippe Petit neue Aktivitäten angegangen, und 2000 mit Bip-Hop ein Webzine, eine Radiosendung, monatliche Veranstaltungen und ein neues Label gestartet, mit welchen er das Schwergewicht auf experimentelle elektronische Musik legt.
Solche ist auch zu hören, wenn er mit seinen Pioneer MK II CD-Playern zu Werke geht, dem Laptop, mit welchem er gelegentlich verfremdete Gitarrenakkorde, Umgebungsgeräusche, Clicks & Cuts in den Mix streut, untermalt auch mit zufälligen Frequenzen und Wellen, durch die er mit seinem portablen Radio-Empfänger surft.
Als Live-Act steht ihm SI-Cut.DB, sonst unter dem Namen Douglas Benford bekannt, an Experimentierfreude in nichts nach. Begründer der Labels Sprawl und Suburbs Of Hell, auch als Radial Blend, Media Form, Phoenix Jig, Pantunes Music und Tennis in verschiedenen Gefilden elektronischer Musik unterwegs, hat er dancefloor-orientierte, aber auch abstrakte Electronica, Drum’n’Bass, Jazz und Ambient geschaffen, mit Leuten wie Andrew Weatherall, Scanner, Momus, Add N to X und vielen anderen gemeinsam, als Produzent oder Remixer gearbeitet.
Mit seinem vierten Album «Enthusiast» (2001) als SI-Cut.DB hat er eine Brücke zwischen Mikro-Rhythmen und dem Schreiner-Handwerk geschaffen: Die Tonquellen sind fast ausschliesslich Geräusche der Verarbeitung von Holz, von Kontaktmikrophonen auf rauhen Oberflächen, zusammengeführt mit akustischen Instrumenten, z.B. einem Piano, und mikrotonalen Sounds, eine Fusion digitaler Musik mit organischen Quellen.