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Die kurze Antwort, nein, doch wie so oft hat es hier ein, aber dahinter…
Desinformationskampagnen gibt es nicht erst seit der Neuzeit, nicht erst seit dem Internet. Solche gibt es schon seit Menschengedenken. So auch passiert beim Absinth. Wütende und eifersüchtige Winzer, deren Ernten ausgefallen sind und die den Hype auf den Absinth nicht dulden wollten, war der Ursprung. Dazu kam eine Kirche, in der Alkohol ein Dorn im Auge war und geboren wurde sie, die Desinformationskampagne gegen das böse, verrückt machende Absinth. Doch gehen wir der Frage nach, Macht Absinth verrückt?
Was genau steckt dahinter?
Absinth, auch bekannt als die „Grüne Fee“, ist ein hochprozentiger Alkohol, der aus Wermut, Anis und Fenchel hergestellt wird und manchmal auch andere Kräuter enthält. Der Drink hat eine lange und berüchtigte Geschichte, die eng mit dem Mythos verknüpft ist, er würde zu Wahnsinn und Halluzinationen führen. Diese Annahme ist vor allem auf den psychoaktiven Bestandteil Thujon zurückzuführen, der in geringen Mengen in Wermut enthalten ist.
Geisteskrankeheiten?
Die Vorstellung, Absinth führe zu Geisteskrankheiten, stammt aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, einer Zeit, in der der Konsum von Absinth in Europa und den USA stark an Popularität gewann. Prominente Künstler und Schriftsteller dieser Ära, wie Vincent van Gogh und Oscar Wilde, tranken häufig Absinth, und einige ihrer exzentrischen Verhaltensweisen wurden fälschlicherweise dem Getränk zugeschrieben.
Dämonisierung
Diese Verbindung zu Kreativität und Exzentrik, gepaart mit einer generellen Unwissenheit über die Wirkungen von Thujon, führte zu einer Dämonisierung des Absinths. Im frühen 20. Jahrhundert kam es dann aufgrund einer Kombination aus schlechtem wissenschaftlichem Verständnis, moralischer Panik und der aufkommenden Temperenzbewegung zu einem Verbot von Absinth in vielen Ländern.
Zurück zur Frage: Macht Absinth Verrückt?
Heutige wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Absinth – in Massen genossen – nicht gefährlicher ist als andere Spirituosen. Die Mengen an Thujon in Absinth sind zu gering, um die behaupteten psychotropen Wirkungen hervorzurufen.
Das Bild von Absinth als verrückt machendem Getränk beruht also mehr auf Mythos und historischen Fehlinterpretationen als auf wissenschaftlichen Fakten. Das Verbot wurde in den meisten Ländern mittlerweile aufgehoben, und Absinth hat ein Revival als kultige Spirituose erlebt, die von der mystischen und manchmal düsteren Aura, die sie umgibt, profitiert.
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