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Nach den kürzlich von Statistics Canada veröffentlichten Viehzählungsergebnissen wurden zum Stichtag 1. Juli 2020 in dem Land knapp 12,24 Millionen Rinder gehalten.
Das waren 65'000 Tiere oder 0,5% weniger als zwölf Monate zuvor. Dabei kam es beim Jungvieh unter einem Jahr sowie bei Bullen und Ochsen im Vorjahresvergleich zu moderaten Bestandseinbussen zwischen 0,4% und 0,8%. An älteren Färsen hatten die kanadischen Rinderhalter 1,0% mehr Tiere als im Juli 2019 auf der Farm. Am stärksten abgebaut wurde mit 1,4% auf 3,62 Millionen Tiere der Bestand an Fleischkühen. Die Milchviehherde blieb dagegen mit 967'000 Tieren nahezu konstant.
Bei den Schweinen war im Gegensatz zum südlichen Nachbarn USA keine Tendenz zur Aufstockung der Herden auszumachen. Der Bestand am 1. Juli belief sich Statistics Canada zufolge auf 14,0 Millionen Tiere. Das entsprach einem Plus von 25'000 Stück oder 0,2 % im Vergleich zum Sommer 2019. Seit fünf Jahren hat sich der Umfang der Schweinehaltung in Kanada kaum verändert. Bei der jüngsten Erhebung blieb die Zahl der Ferkel und Mastschweine stabil.
Bei den Zuchtsauen war hingegen im Vergleich zu Juli 2019 eine Zunahme von 18 000 Stück oder 1,5 % auf 1,24 Millionen Muttertiere festzustellen. Ob dies eine Trendwende zu wieder wachsenden Beständen einleitet, ist jedoch fraglich. Die kanadischen Schweinehalter leiden in diesem Jahr unter erheblichen Verlusten aufgrund der Corona-Krise, die im Nachbarland USA zu stark gesunkenen Schweinepreisen geführt hat.
Da Millionen Ferkel und hunderttausende Schlachtschweine in die USA ausgeführt werden, sind die Folgen auch in Kanada zu spüren. Der Produzentenverband Canadian Pork Council (CPC) hat die Regierung in Ottawa bereits mehrfach um finanzielle Unterstützung gebeten, um Betriebsaufgaben zu vermeiden.