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Entgegen der positiven Entwicklung der Nachfrage sinkt die Zahl der Biobetriebe seit 2004 kontinuierlich. Zwischen 2005 und 2007 gingen 263 Betriebe für den Bio-Landbau verloren, 4,1 Prozent. Die Analyse der Daten des Agrarinformationssystems des Bundesamtes für Landwirtschaft (AGIS) zeigt, dass 2,0 Prozent der Betriebe von Bio auf ÖLN umgestellt haben und 2,1 Prozent aus der Landwirtschaft ausgestiegen sind. Überproportional hoch sind diese Anteile bei Bergbetrieben und Verkehrsmilchbetrieben. Über ein Achtel jener Betriebe, die während der betrachteten drei Jahre bei der biologischen Bewirtschaftung blieben, wechselten ihren Betriebstyp (13,9 Prozent). Erste Resultate zeigen, dass ein Grossteil der Landwirtinnen und Landwirte die Bioproduktion aus wirtschaftlichen Gründen aufgibt. Der sinkende Milchpreis hat auch den biologischen Bereich erfasst und zudem ist der Zukauf von konventionellem Futter ab April 2009 nicht mehr gestattet. In einer gezielten Befragung und einer schriftlichen Umfrage werden die Ausstiegsgründe spezifisch untersucht.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.