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Bei der Messe waren auch Familienangehörige von Häftlingen sowie Gefängnisaufseher anwesend. Die Messe mit den Häftlingen gilt als einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit, das am 20. November zu Ende geht.
In seiner Predigt vor den Häftlingen betonte der Papst, man vergesse zu oft, dass alle Menschen Sünder seien. "Mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, der etwas falsch gemacht hat, kann kein Alibi dafür werden, um die eigenen Widersprüche zu verbergen", sagte der Papst.
Niemand dürfe sich in die Vergangenheit einschliessen. "Die Geschichte, die heute beginnt und auf die Zukunft blickt, ist noch ganz zu schreiben - und zwar mit Gottes Hilfe und in eurer persönlichen Verantwortung. Wenn man von den Fehlern der Vergangenheit lernt, dann kann man ein neues Kapitel des Lebens aufschlagen", betonte Franziskus in seinem Appell an die Sträflinge.
Dem Papst liegt die Lage der Häftlinge besonders am Herzen. Bei seinen apostolischen Reisen hat er öfters Strafanstalten besucht.
Der Organisator des Heiligen Jahres, Bischof Rino Fisichella, erklärte, dass der Papst in telefonischer Verbindung mit einem zu Tode verurteilten Häftling gewesen sei. Dieser sei dann hingerichtet worden. "Leider war es nicht möglich, sein Leben zu retten", sagte Fisichella. Medienberichten zufolge wurde der Mann in den USA hingerichtet.
(SDA)