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| Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni

Vom Trost der Armen.
7.
Welcher Mund aber ist erst imstande, den Reichtum, die Wonne, die Freude der ewigen Güter im Jenseits zu schildern, welche denen bereitet ist, die die Armut hienieden geduldig ertragen. Erstrebenswerter und wonniger ist sie, als alle Freude der Könige der Welt. Wenn er nur seine Armut ohne Murren geduldig erträgt, so geht er leicht und sorglos durch das irdische Leben.
Er sucht nur nach Speise für einen Tag und verspeist dieselbe behaglich mit großem Appetit wie eine wohlschmeckende, wenn sie auch unansehnlich ist, und schläft dann sorglos. Den verwöhnten Reichen aber geben auch die Leckerbissen keinen Genuß; sie tragen kein Verlangen danach und sie sind ihnen lästig. Sie trinken kostbare Weine, werden schläfrig dabei und sinnlos. Der Arme dagegen stillt das gleiche Bedürfnis des Durstes viel einfacher (billiger) mit Wasser und [S. 118] befindet sich frischer und gesünder dabei als der Trinker.