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Morgen Samstag startet die Weltcup-Saison 2018 im südafrikanischen Stellenbosch. Auch wenn die Karten neu gemischt sind, bleibt die Frage; wie gut sind sie gemischt? Nino Schurter wird sicherlich der gejagte sein – von wem, da gibt es einige Namen. Ähnlich bei den Frauen: Neff, Last, Langvad, Indergand, oder tritt gar eine junge Athletin aus dem Schatten der Stars?
Morgen Samstag startet die Weltcup-Saison 2018 im südafrikanischen Stellenbosch. Auch wenn die Karten neu gemischt sind, bleibt die Frage; wie gut sind sie gemischt? Nino Schurter wird sicherlich der gejagte sein – von wem, da gibt es einige Namen. Ähnlich bei den Frauen: Neff, Last, Langvad, Indergand, oder tritt gar eine junge Athletin aus dem Schatten der Stars?
Sechs Weltcup-Rennen sowie die Gesamtwertung plus die Weltmeisterschaften und das Cape Epic hat Nino Schurter im Jahr 2017 gewonnen – die perfekte Saison. Das zu wiederholen erwartet er nicht, wie er in einem Statement verrät. Da er während der Wintermonate fürs Training doch viel Zeit in Stellenbosch verbringt, sind die Hofnungen auf einen erfolgreichen Saisonstart doch gross. «Ich freue mich darauf, auf meiner «Heimstrecke» in Stellenbosch einen Weltcup zu fahren. Die Dinge sehen gut aus, denn ich bin gut vorbereitet und optimistisch für das kommende Rennen. Aber mir sind auch all die Jungs bekannt, die mich jagen werden. Es gibt viele starke Fahrer die versuchen, mich zu schlagen. Mir ist klar, dass meine Siegesserie vom letzten Jahr nicht ewig dauern wird. Aber ich hoffe zumindest, dass sie beim ersten Weltcup hier in Stellenbosch weitergeht.»
Wer dem Weltmeister einen Strich durch die Rechnung machen könnte, diese Liste ist lang. Zum Beispiel ist da Mathieu Van der Poel, der seine bestechende Form aus der Radquer-Saison mitnimmt. Oder die jungen Neuseeländer Sam Gaze und Anton Cooper, die Franzosen um Victor Koretzky, Maxime Marotte und Jordan Sarrou. Julien Absalon ist wohl noch nicht in bester Verfassung, aus Acht lassen, darf man ihn trotzdem nie. Auch Jaroslav Kulhavy ist immer ein heisser Kandidat und sein Team-Kollege Howard Grotts sorgte auf Zypern für Aufsehen.
Und die Schweizer? Lars Forster signalisierte mit seinem Gesamtsieg am Afxentia-Etappenrennen auf Zypern, dass seine Form für den Weltcup stimmt. Ebenso Mathias Flückiger, der beim international stark besetzten Rennen in Banyoles auf Rang fünf fuhr, ist im Weltcup immer ein heisser Kandidat fürs Podest. Rohrbach, Litscher und Lukas Flückiger sind Wundertüten, die das Potential für die Top-10 haben, und da dürfte auch Matthias Stirnemann wieder zu finden sein. Europameister Florian Vogel befindet sich in einer ausgezeichneten Form, ist aktuell aber ein offenes Buch, da er bisher kaum Referenzen ablieferte.
Auftakt ohne Weltcup-Siegerin
Yana Belomoina gewann vorzeitig die Weltcup-Gesamtwertung 2017. Beim Weltcup-Auftakt in Stellenbosch ist die Ukrainerin allerdings nicht am Start. Eine Beinverletzung zwang sie später in die Saisonvorbereitungen zu starten. Deswegen fühlt sich Belomoina aktuell nicht in der Verfassung, ein Weltcup-Rennen zu bestreiten. Anders bei Jolanda Neff. Die Weltmeisterin sah sich wegen ihrer Verletzungen später in die Saison starten, fuhr aber bereits am vergangenen Wochenende ihren ersten Saisonsieg ein, weshalb sie nun doch nach Südafrika gereist ist und dort sicher um einen Podestplatz kämpfen wird.
Doch wer wird mit ihr um die vorderen Plätze fahren? Zehn Fahrerinnen haben das Potential ganz vorne mitzufahren. Doch um den Kreis der Favoritinnen etwas einzugrenzen, verdienen Annika Langvad, Maja Wloszczowska, Pauline Ferrand Prevot, Linda Indergand, Annie Last und die junge Kate Courtney ein besonderes Augenmerk. Überraschungen sind dabei aber keinesfalls ausgeschlossen.
Eine «alte Bekannte» wieder mit dabei
Zurück im Weltcup ist Nathalie Schneitter – nicht aber als Rennfahrerin. Was im Jahr 2017 noch ein partieller Versuchsballon war, wird in diesem Jahr zur Regel: Das Red Bull Media House wird diese Saison seinen Livestream von den Rennen des Mercedes-Benz Mountainbike-Weltcups durchgängig mit einem deutschen Kommentar versehen. Beim Auftaktrennen wird neben Christopher D. Ryan die Schweizerin als Co-Kommentatorin am Mikrofon sitzen.
In Albstadt gab es vor zehn Monaten zum ersten Mal einen eigenen deutschen Kommentar im Red-Bull-Livestream. Christopher D. Ryan kommentierte mit Mike Kluge das Cross-Country-Rennen. Danach gab es noch weitere Testläufe, doch dieses Jahr wird erstmals durchgängig in deutscher Sprache kommentiert.
Für den Auftakt in Stellenbosch übernimmt Nathalie Schneitter aus dem Studio in Salzburg die Rolle der szenekundigen Co-Kommentatorin. Die sympathische Schweizerin, die im Jahr 2010 ein Weltcup-Rennen gewann und im Jahr 2007 U23-Vizeweltmeisterin war, hat ihre Rennsport-Karriere im Herbst 2016 beendet. Zuletzt hatte die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin bei Rose-Vaujany unter Vertrag gestanden.
Damit der deutsche Kommentar auch gefunden wird, gibt es jetzt auf der Red-Bull-Seite auch eine eigene deutsche Landing-Page.
Weltcup-Programm Stellenbosch
|Samstag, 10. März|
|08.30 (07.30 MEZ)||Start u23-Frauen|
|10.15 (09.15 MEZ)||Start u23-Männer|
|12.20 (11.20 MEZ)||Start Frauen Elite|
|14.50 (13.50 MEZ)||Start Männer Elite|