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Sommersaison heisst in der Schweiz immer auch Gewittersaison. Aus starken sommerlichen Gewittern können in kurzer Zeit grosse Niederschlagsmengen fallen. So weiss man aus Erfahrung, dass einige starke Gewitter genügen, um die normale Niederschlagssumme eines Sommermonats zu produzieren.
Gewitterregen
In vielen Regionen der Schweiz liefern die Sommermonate im langjährigen Durchschnitt die höchsten Niederschlagssummen. Die sommerliche Gewitteraktivität mit den damit verbundenen intensiven Niederschlägen spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Der Sommer 2007 als typisches Beispiel
Ein anschauliches Beispiel dazu liefert der Sommer 2007 (Juni, Juli, August) mit einer ausgeprägten Gewitteraktivität und einer grossen Übereinstimmung der Niederschlags- und Gewitterverteilung. Der Streifen mit den höchsten Niederschlagssummen vom Berner Jura über das Napfgebiet bis in die Innerschweiz deckt sich gut mit den Regionen der aktivsten Gewittertätigkeit nördlich der Alpen. Dasselbe lässt sich im mittleren und südlichen Tessin beobachten, einer Region mit bekanntermassen hoher sommerlicher Gewitteraktivität.
Wie viele Blitze schlagen in der Schweiz ein?
MeteoSchweiz verfügt seit dem Jahr 2000 über Blitzeinschlagsdaten. Daraus ergibt sich für das Mittelland eine Häufigkeit von rund 1 bis 2.5 Blitzeinschlägen pro Jahr und km2. In Grat- und Gipfellagen liegt die Häufigkeit der Blitzeinschläge bei über 3 pro Jahr und km2. Im südlichen Tessin ist die Häufigkeit der Blitzeinschläge in tiefen Lagen mit über 3 pro Jahr und km2 am höchsten.
Wenn man die verschiedenen Regionen grosszügig mittelt, erhält man über die ganze Schweiz etwa 1.5 Blitzeinschläge pro Jahr und km2. Für die ganze Fläche der Schweiz entspricht das im langjährigen Durchschnitt rund 60'000 bis 80'000 Blitzeinschlägen pro Jahr, wobei nur die Hauptblitze ohne Nebenblitze berücksichtigt sind. Da bei einem Blitzeinschlag oft 1-2 Nebenblitze zu beobachten sind, dürfte die Zahl aller Blitzeinschläge bei rund 150'000 pro Jahr liegen.