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Quelle Bild: Lignum
Im Infrastrukturbau – also zum Beispiel bei Gebäuden der öffentlichen Hand, bei Strassen, Bahnhöfen, Hallen, Werkhöfen, Brücken – liegt ein enormes Potenzial, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Denn der Infrastrukturbau zählt zu den grössten Verursachern von CO2 in der Schweiz. Hauptursache ist der Einsatz von Stahlbeton. Die Herstellung von Beton verursacht grosse Mengen CO2. Holz dagegen produziert bei der Herstellung kein CO2, sondern speichert dieses.
Bereits heute sind für den Bau von Infrastrukturen, bei Gebäuden oder auch im Strassensektor, verschiedene Alternativen zum herkömmlichen Stahlbeton vorhanden. Darunter ist auch eine vielversprechende neue Methode der Betonproduktion, die CO2 künstlich einschliesst und speichert (Carbon Capture and Storage Methode). Der Vorteil von Holz bleibt jedoch, dass bei ihm das CO2 natürlich, also ohne zusätzliche Kosten, eingelagert wird. Zudem benötigt die Produktion von häufig verleimten Holzbauteilen weniger Energie als Stahlbeton.
Obwohl erste vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten von Holz im Infrastrukturbau vorliegen, ist eine verstärkte Förderung von Forschung und Innovation nötig, damit rechtzeitig ein wesentlicher Beitrag zur Speicherung von CO2 und zur Reduktion der CO2-Produktion geleistet werden kann. Es soll zusammen mit Hochschulen und Normenverbänden eine Forschungs- und Umsetzungsstrategie ausgearbeitet werden, die allgemeine Grundlagen schafft und auch konkret auf die verschiedenen Bereiche und Bauwerkstypen ausgerichtet ist.