Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/223143

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Umweltorganisation monieren, dass die Schweiz es nicht geschafft hat genügend Flächen für das europäische Schutzgebietsnetz "Smaragd" anzumelden. Dies im Gegensatz zu unseren Nachbarländer. Deutschland meldete zum Beispiel tausende von Quadratkilometer Meeresflächen an der Wattenmeerküste und um Sylt und erfüllt die Vorgaben locker.</p><p>Aus welchen Gründen meldet die Schweiz (BAFU) ökologische Ausgleichsflächen ohne ÖQV-Qualität, Biosphärenreservate, Nationalpärke sowie Alpungsgebiete nicht als Smaragd-Lebensräume?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die in der Frage genannten Gebiete erfüllen die Kriterien der Berner Konvention für ein Smaragdgebiet nicht in jedem Fall. Der Bund bestimmt die Gebiete in Absprache mit den Kantonen und hat bereits 37 Smaragdgebiete gemeldet. Die Kantone prüfen nun im Rahmen ihrer Planungen der ökologischen Infrastruktur, wie weitere bestehende oder neue Schutzgebiete oder auch andere für die Biodiversität wertvolle Gebiete zum Smaragdnetzwerk beitragen können. Die Planung und Umsetzung der Kantone sowie die Vorgaben des Bundes orientieren sich an der Zielvorgabe von 17 Prozent, welche der Bundesrat bereits 2012 seiner Strategie Biodiversität Schweiz zu Grunde gelegt hat. Deren Umsetzung hat in den vergangenen Jahren in der Schweiz zwar zu einer Zunahme der Flächen für die Biodiversität geführt, allerdings wird das Flächenziel im 2020 verfehlt. Der Bundesrat möchte deshalb die Zielvorgabe nun im Rahmen des indirekten Gegenvorschlags zur Biodiversitäts-Initiative gesetzlich verankern.</p>