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Die Schranken an neuralgischen Fussgängerquerungen sind DER inoffizielle Veloabstellplatz in Paris. Ein Velo wird dabei parallel zur Trottoirkante angekettet, ohne dabei wirklich jemanden zu stören. Umso ärgerlicher, dass die Stadt mit ihrem aktuellen Konzept geordneter Abstellflächen dazu übergegangen ist, die Geländer zu entfernen. Das Ausrüsten mit einer Sitzgelegenheit etwa, um damit müden Passanten oder solchen mit eingeschränkter Mobilität eine Verschnaufpause zu bieten? Fehlanzeige! Zugegeben, es wäre für die Planer zu wenig kontrollierbar, ein neues Veloabstellplatzangebot zu installieren ohne die Demontage des alten Bestands.
Während mit dem Verschwinden der Schranken auch der Komfort für Fussgänger beschnitten wird, schiesst ein anderes Strassenmobiliar wie Pilze aus dem Boden. In Bordeaux sind es 50'000, in Marseille 100'000 und in Paris sogar über 350.000, wie die Le Monde im Noveber 2019 ermittelt hat, die sogenannten 'Potelets' (siehe Bild). Man findet diese nicht nur in den grossen Städten, sondern überall im Land auch in den Dörfern aufgestellt.