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Unsaubere Geschäftspraktiken
Trump und Kinder müssen vor Gericht aussagen
dpa
9.6.2022 - 05:09
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump und seine ältesten Kinder Ivanka und Donald junior sollen bald in New York in einem gegen die Trump Organization laufenden Betrugsverfahren vor Gericht aussagen.
Der frühere US-Präsident Donald Trump muss sich auf eine Aussage unter Eid bei zivilrechtlichen Ermittlungen zu seinen Geschäftspraktiken einstellen. Vor einem Gericht in Manhattan wurde am Mittwoch eine Vereinbarung gebilligt, mit der Trump, sein Sohn Donald junior und seine Tochter Ivanka im Juli aussagen müssen. Um die Aussagen zu verhindern, müsste das höchste Gericht des US-Staats New York einem entsprechenden Wunsch der Trump-Anwälte nachkommen.
Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat gesagt, dass es Beweise dafür gebe, dass das Unternehmen von Trump in Finanzunterlagen den Wert von Anlagen wie Hochhäusern und Golfplätzen falsch angegeben habe. Trump hat versucht, die Ermittlungen zu stoppen. Er betrachtet die Untersuchung als Teil einer politisch motivierten «Hexenjagd». Die Ermittlungen hatten 2019 begonnen, nachdem Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen vor dem US-Kongress angegeben hatte, dass der Ex-Präsident den Wert von Vermögen falsch angegeben habe, um günstige Bedingungen für Kredite und Steuervorteile zu bekommen.
Ein Berufungsgericht hatte am 26. Mai beschlossen, dass Trump die Aussage machen muss. Damit bestätigte es die Meinung einer niedrigeren Instanz, wonach James das Recht habe, Trump und andere Vertreter seines Unternehmens zu befragen.
Aussagen sollen im Juli beginnen
Geplant sind Aussagen ausserhalb eines Gerichts, die vor einem Prozess erfolgen. Sie sollen am 15. Juli beginnen.
dpa