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Der 21-jährige Erzähler erinnert sich an seinen ein Jahr älteren Bruder.
Wir wuchsen in Adi Kulu auf, einem kleinen Dorf in Eritrea. 150 Menschen lebten vielleicht dort und wohl ebenso viele Tiere. Wir hatten ein grosses Haus. Fünf Brüder waren wir, zwei von uns teilten sich jeweils ein Bett. Ich schlief meistens im selben Bett wie: Abiel. Oft erzählten wir uns nächtelang Geschichten, um einander zum Lachen zu bringen. Unter der Bettdecke erträumten wir uns unsere Zukunft. Eines Nachts, ich erinnere mich noch genau, sagte mir Abiel, dass ich mal ein reicher Prinz werde würde. Später lachten wir dann im Bett über unsere Lehrer. Oder wir kitzelten uns gegenseitig aus. Wir hatten eine wunderschöne Kindheit. Seit fünf Jahren bin ich jetzt in der Schweiz. Seit fünf Jahren habe ich ihn nicht mehr gesehen, meinen Abiel.