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Die Asiatische Tigermücke
Hans Bossler
Die Asiatische Tigermücke ist auch in Basel-Stadt angekommen. Eine Bekämpfungspflicht besteht in den vom Kanton ausgewiesenen Bekämpfungszonen. Diese Zonen sind neu auf dem Geoportal https://www.geo.bs.ch/tigermuecken aufgeschaltet.
Die Asiatische Tigermücke ist im Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Schweiz erstmals im Herbst 2015 nachgewiesen worden. Die Tigermücken-Monitorings in den Folgejahren zeigen, dass das Dreiländereck zunehmend von der Tigermücke betroffen ist. Der Tigermücke ist es bereits gelungen, sich in den Basler Quartieren St. Johann an der Grenze zu Frankreich und in Kleinhüningen an der Grenze zu Deutschland fest anzusiedeln. Auch im Neubad-Quartier wurde die Tigermücke erneut nachgewiesen. In den betroffenen Standorten steigt die Dichte der Tigermücken ausgehend von einem tiefen Niveau.
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde durch den globalen Personen- und Warenverkehr nach Europa verschleppt. Ihr Stich kann heftige Reaktionen verursachen. Als aggressive, am Tag stechende Art schränkt sie die Lebensqualität der Bevölkerung stark ein. Eine Befragung von Betroffenen in Italien hat ergeben, dass die aggressive, andauernde Stichfolge einen direkten Einfluss auf das Sozialverhalten, auf die Aufenthaltszeit im Freien und somit auf den Lebensstil hat.
Die Tigermücke ist ein potentieller Überträger von mindestens 26 verschiedenen Virenarten (v.a. des Dengue- und Chikungunya-Virus). Wird eine kranke Person, z.B. ein erkrankter Reiserückkehrer, bei uns von einer Tigermücke gestochen, so kann diese die Viren aufnehmen und die Krankheit an weitere Personen übertragen. In der Schweiz wurden bisher noch keine solchen Krankheitsübertragungen dokumentiert.
Sie nutzt für die Eiablage typischerweise kleine Gefässe mit stehendem Wasser (Regentonnen, Dolen, Blumenvasen und Topfuntersetzer, Astlöcher in Bäumen, etc.).
Die wichtigste und einfachste Massnahme gegen die Bildung von Brutstätten besteht darin, unnötige Wasserbehälter zu vermeiden.
Unter der Federführung des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt und des Amts für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft werden von verschiedenen Dienststellen Bekämpfungsmassnahmen im öffentlichen Raum durchgeführt. Dazu gehört auch eine Sensibilisierung der Bevölkerung, damit jede und jeder auch im privaten Bereich Massnahmen ergreift. Eine Bekämpfungspflicht besteht in den vom Kanton ausgewiesenen Bekämpfungszonen. Diese Zonen sind neu auf dem Geoportal aufgeschaltet (https://www.geo.bs.ch/tigermuecken). In diesen Zonen stellt der Kanton der Bevölkerung ein selektives, biologisches Bekämpfungsmittel zur Verfügung.
Die wichtigsten Tipps:
Stehendes Wasser vermeiden! Auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und Terrassen verzichten oder sie mindestens einmal wöchentlich leeren. Regentonnen abdecken und unbenutzte Behälter wie Giesskannen, Eimer oder Spielsachen unter einem Dach lagern oder umdrehen, damit sich darin kein Regenwasser ansammeln kann. In Teichen und Fliessgewässern können sich die Tigermücken-Eier und Larven nicht entwickeln.
Verdächtige Mücken melden! Die Tigermückenfunde im Neubad-Quartier wurden durch Meldungen verdächtiger Mücken entdeckt. Dieses Beispiel zeigt, wie zentral die Mithilfe der Bevölkerung ist, deren Informationen eine wichtige ergänzende Quelle für die Überwachung darstellen. Mücken mit verdächtiger schwarz-weisser Musterung können der Meldestelle unter www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden.
Weitere Information und Merkblätter unter: