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«Liberalismus ist eine der grossen Denkrichtungen insbesondere des so genannten Abendlandes und orientiert sich am Individuum. Der Liberalismus war erforderlich, um mit dem Hintergrund der Aufklärung Feudalismus und Absolutismus («Sonnenkönigtum» als eine Ausprägung) ablösen zu können, um heutige Gesellschaftsmodelle zu ermöglichen. Voraussetzung dazu ist Eigenverantwortung, letztlich aufbauend auf den goldenen Regeln der Ethik, etwa als Imperativ von Immanuel Kant formuliert. «Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.» – Die Rechte, die der Liberalimus einfordert, sind also zwingend mit eigenverantwortlich wahrgenommenen Pflichten verbunden. Diese Pflichten kommen allerdings immer häufiger zu kurz – dadurch wird «liberal» zur sinnentleerten Worthülse.
Der Postillion – nach Eigendeklaration Deutschlands grösste Satire-Zeitung der Welt – bringt ausschliesslich satirische Beiträge, durchaus jeweils mit starkem Bezug zur Realität, Realsatire eben. „Präventionskampagnen machen krank“ könnte ein typischer Titel von „Der Postillion“ sein. Dieser Titel steht allerdings über einem Beitrag im Politblog von Tamedia, verfasst von Claudia Blumer, Redaktorin Inlandressort Tages-Anzeiger. Da wird vorsätzlich Ursache und Wirkung vermischt.