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Zyklon Idai: erneute Überschwemmungen ein Jahr nach dem Sturm
In der Nacht zum 15. März 2019 verursachte Zyklon Idai – und einen Monat später Zyklon Kenneth – in Mosambik, Malawi und Simbabwe massive Schäden. Ein Jahr danach drohen in der Region erneut schwere Überschwemmungen. Das SRK engagiert sich in Malawi für den Wiederaufbau.
Ein Jahr nach dem verheerenden Tropensturm Idai sind in Mosambik verschiedene Regionen, die bereits im März 2019 betroffen waren, wieder überschwemmt. Rotkreuz-Teams sind vor Ort im Einsatz, um Erste Hilfe zu leisten und Menschen in Sicherheit zu bringen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) verfolgt die Ereignisse aufmerksam und hält sich bereit, um Hilfe leisten zu können.
Zurzeit setzt sich das SRK für den Wiederaufbau in Malawi ein. Geplant ist die Errichtung von 70 Häusern, die der Tropensturm Idai vor einem Jahr zerstört hat. Die neuen Häuser werden stabiler gebaut, damit die Bewohnerinnen und Bewohner bei Stürmen und Überschwemmungen künftig besser geschützt sind. Der erhöhte Zementboden hält starken Regenfluten besser stand und das solide Blechdach ist sturmsicher. In einer Region, in der ständig Extremwetterlagen drohen, sind solche Massnahmen entscheidend.
Im Juni 2019 hat das SRK seine Nothilfe in Mosambik abgeschlossen. Seither engagiert es sich im Süden von Malawi in Zusammenarbeit mit dem lokalen Roten Kreuz für den Wiederaufbau. Als Partner beteiligt sind auch das Niederländische, das Britische und das Dänische Rote Kreuz. Zwei SRK-Experten für Wiederaufbau und Logistik unterstützen die Arbeiten vor Ort.
Mehrere Millionen Menschen betroffen
Fast 1000 Menschen verloren ihr Leben, 230 000 Häuser und über 750 000 Hektaren Ackerland wurden teilweise oder ganz zerstört: Die Zyklone Idai und Kenneth hinterliessen immense Schäden und vernichteten die Lebensgrundlage unzähliger Menschen in Südostafrika. Insgesamt waren in Mosambik fast zwei Millionen Menschen und in Malawi eine Million in irgendeiner Weise von den Tropenstürmen betroffen.
Das SRK entsandte umgehend ein siebenköpfiges Team nach Mosambik, das logistische Unterstützung bei der Verteilung der Nothilfe leistete. Airbus stellte ein Frachtflugzeug zur Verfügung, mit dem über 40 Tonnen Material und Hilfsgüter des SRK und der Humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit ins Land gebracht werden konnten. In den ersten drei Monaten nach der Katastrophe waren rund 20 Personen, Logistikfachleute und medizinisches Personal, abwechselnd vor Ort im Einsatz. Das SRK entsandte auch einen Arzt ins Katastrophengebiet, der die lokalen Freiwilligen in der Bekämpfung von Cholera schulte.