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Captain Andres Ambühl (32) kann aufatmen: er wird für den «Monstercheck» gegen Dänemarks Jesper Jensen nicht gesperrt und kann heute gegen Lettland spielen.
Die Szene ist der Anfang vom Ende für Dänemark – und die Wende zum Guten für die Schweizer. Andres Ambühl erwischt in der 4. Minute des Schlussdrittels Jesper Jensen mit einem «Monstercheck». Der kräftige HCD-Fräser (176 cm/85 kg) erwischt den grösseren dänischen Verteidiger (183 cm/82 kg) unmittelbar nach dessen Scheibenabgabe an der Bande.
Jesper Jensen muss mit der Bahre vom Eis transportiert werden. Er wird zur Kontrolle ins Spital überführt. Dort wird eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Für ihn ist das Turnier vorzeitig zu Ende.
Die Dänen führten zu diesem Zeitpunkt 2:0 – und der Schock nach dem Ausfall ihres Assistenz-Captains sitzt tief. Sie werden nach diesem Zwischenfall von den Schweizern immer stärker dominiert und taumeln schliesslich einer Niederlage in der Verlängerung entgegen (2:3 n.V.). Jesper Jensen (24) ist einer der besten Verteidiger seiner Mannschaft und hatte bei dieser WM bis zu seinem Ausfall in drei Partien bereits drei Skorerpunkte produziert. Er steht bei Jokerit Helsinki (KHL) unter Vertrag.
Die Frage ist: Foul oder gesunde internationale Härte? Die TV-Bilder zeigen kein regelwidriges Vergehen (Check gegen den Kopf, Ellenbogen-Check, Aufspringen des Angreifers) und Andres Ambühl wird für diese Aktion von den Schiedsrichtern auch nicht bestraft.
Die Frage ist lediglich, ob dieser Check (die Scheibe war weg) noch notwendig war. Aber das ist eine hockeyphilosophische und keine regeltechnische Frage. Solche Checks liegen in der Natur des rauen Spiels.
Bei der WM gibt es, ähnlich wie in der Meisterschaft, auch TV-Richter. Sperren aufgrund der TV/Video-Bilder sind möglich. René Fasel, der Präsident des Internationalen Hockey Verbandes (IIHF) bestätigt auf Anfrage, dass die Aktion überprüft worden sei und Andres Ambühl nicht gesperrt werde. Der Vorkämpfer und «Chef-Forechecker» darf also gegen die Letten heute spielen (15.15 Uhr).
Letztlich ist es ein tragischer Zwischenfall. Andres Ambühl trifft keine Schuld. Weder die Schiedsrichter noch die IIHF-Disziplinarwächter haben ein regelwidriges Vergehen gesehen. Es ist ein Freispruch erster Klasse. (kza/zap)