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Nach der neuesten Ausgabe der Roten Liste, welche die Weltnaturschutzunion IUCN im Auftrag der Europäischen Union veröffentlicht hat, hat der Verlust an Lebensräumen gravierende Auswirkungen auf Europas Schmetterlinge. Demnach sind neun Prozent der Schmetterlingsarten Europas vom Aussterben bedroht und bei 31 Prozent gehen die Populationen zurück. Zusätzlich ist die Hälfte der Arten stabil, lediglich vier Prozent haben steigende Populationen und für zehn Prozent liegen keine aussagekräftigen Daten von.
Gründe für den Rückgang sind der Verlust oder die mangelnde Vernetzung von Lebensräumen, welche oft durch Änderungen in der Landnutzung und eine Intensivierung der Landwirtschaft hervorgerufen werden. Aber auch Klimawandel, häufigere und stärkere Brände sowie Tourismus sind als Ursachen genannt. Gemäss Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) existieren Beobachtungsprogramme nur in wenigen Europäischen Ländern. Um aber die Entwicklungen der Populationen objektiv zu beurteilen und die zukünftigen Roten Listen zu verbessern, müssen sie in allen Ländern etabliert werden. Solche Monitoringprogramme würden auch helfen, den Erfolg von Schutzmassnahmen für wichtige Indikatorengruppen zu kontrollieren und zu verbessern.