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Nach 2009, 2015 und 2017 endet der GP Rüebliland bereits zum vierten Mal in Wohlen. Die Schlussetappe führt über 119.4 Kilometer. Der Sieger des 43. GP Rüebliland wird gegen 11.50 Uhr bekannt sein.
Wohlen liegt im Bünztal im Südosten des Kantons und gehört zum Bezirk Bremgarten. Mit rund 16’000 Einwohnern ist Wohlen die viertgrösste Gemeinde des Kantons und die grösste in der Region Freiamt. Sie bildet das Zentrum einer Subagglomeration am westlichen Rand der Metropolregion Zürich. Nach statistischen Kriterien ist Wohlen zwar eine Stadt, ihre Einwohner – die Wohler genannt werden – betrachten die Gemeinde aber überwiegend weiterhin als Dorf.
1178 erstmals urkundlich erwähnt, lag Wohlen bis 1415 im Untertanengebiet der Habsburger, danach bis 1798 in den Freien Ämtern, einer Gemeinen Herrschaft der Eidgenossen. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Dorf fast ausschliesslich landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich dann aber zu einem bedeutenden Industriestandort. Dazu trug insbesondere die Strohgeflechtindustrie bei, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert das wirtschaftliche Leben dominierte. Wohlen gelangte dadurch zu Wohlstand und war in der internationalen Modewelt für seine Strohhüte und -garnituren bekannt. Die Strohgeflechtindustrie ist seither vollständig verschwunden und anderen Wirtschaftszweigen gewichen. Zu Wohlen gehört auch das 1914 eingemeindete Dorf Anglikon.
Wohlen liegt 18 Kilometer östlich der Kantonshauptstadt Aarau und 20 Kilometer westlich von Zürich. Es ist die bevölkerungsmässig grösste Gemeinde in der Region Freiamt, dem südöstlichen Teil des Kantons Aargau. Von Südosten nach Nordwesten wird Wohlen von der Bünz durchflossen, einem Zufluss der Aare im zentralen Schweizer Mittelland. An der Ostseite des Bünztals liegt der Wagenrain, ein langgestreckter Hügelzug, der die Begrenzung zum Reusstal bildet.
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 1248 Hektaren. Gemäss der kantonalen Arealstatistik 2006/07 werden davon 474 Hektaren landwirtschaftlich genutzt, 344 Hektaren sind mit Wald bedeckt und 419 Hektaren sind überbaute Flächen; der Rest entfällt auf Gewässer und Feuchtgebiete. Der höchste Punkt liegt auf 549 m im Gebiet «Dreihägen» nahe der nordwestlichen Gemeindegrenze, der tiefste auf 408 m am Ufer der Bünz.
Nachbargemeinden sind Hägglingen und Niederwil im Norden, Fischbach-Göslikon im Nordosten, Bremgarten im Osten, Waltenschwil im Süden, Büttikon im Südwesten, Villmergen im Westen und Dottikon im Nordwesten. Mit Ausnahme von Waltenschwil, das im Bezirk Muri liegt, gehören alle Nachbargemeinden ebenfalls zum Bezirk Bremgarten.
Wohlen ist ein ausgedehntes Haufendorf mit städtischem Gepräge. Rund um das beidseits der Bünz gelegene Zentrum schliessen sich Wohnquartiere an. Etwas versetzt im Nordwesten, durch eine ausgedehnte Industrie- und Gewerbezone getrennt, liegt das 1914 eingemeindete Dorf Anglikon. Das Siedlungsgebiet Wohlens ist über eine weitere Industriezone mit jenem von Villmergen zusammengewachsen.
Der Reussgletscher, der sich gegen Ende der Würm-Kaltzeit in die Alpen zurückzog, prägte die Landschaft in entscheidendem Masse. Er hinterliess dabei Molasse-Ablagerungen, die aus Schotter, Sand und Lehm sowie vereinzelt aus Konglomeraten bestehen. Eine Endmoräne querte das Bünztal von Norden nach Süden. Ein vorübergehender Gletschervorstoss drückte die Endmoräne platt, so dass sie als Oberflächenform nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Das Gemeindegebiet weist zwei unterschiedliche Landschaftsformen auf. Der westliche und südliche Teil liegt in der Ebene des Bünztals, die bis zu zwei Kilometer breit ist und landwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Bis zur Melioration in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war sie von zahlreichen Wasserläufen durchzogen und zu einem grossen Teil versumpft. Die einst frei fliessende Bünz wurde damals kanalisiert und das Gelände besitzt seither keine besonderen Merkmale mehr. Zuflüsse in der Ebene sind der Büelisacherkanal, der Büttikerbach, der Nutzenbach und der Holzbach, die alle ebenfalls begradigt sind. Ganz im Süden steigt das Gelände zum Bärholz hin an, einem bewaldeten Ausläufer des Lindenbergs.