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Schnellender Finger, Springfinger
(Tendovaginitis stenosans)
Ursache
Beugeseitig auf Höhe des Grundgelenkes können die Beugesehnen nicht frei durch das sogenannte A1-Ringband gleiten. Bei Stoffwechselstörungen (Zuckerkrankheit, Schilddrüsenfunktionsstörungen usw.) ist die Erkrankung deutlich häufiger. Bei chronischem Verlauf verändert sich lokal auch das Gewebe der Sehne und des A1-Ringbandes.
Es gibt bei Kleinkindern eine angeborene Variante, die am häufigsten den Daumen betrifft (Pollex flexus congenitus).
Symptome
Die Beugesehnen bleiben am A1 Ringband hängen und schaffen den Durchtritt nur mit forcierter Kraftanwendung mit einem „Schnellen“ oder „Spicken“ des mittleren Langfingergelenkes oder des Endgelenks am Daumen. Dies ist häufig mit Schmerzen verbunden. Im Spätstadium sind die Sehnen völlig blockiert und die entsprechenden Finger lassen sich nicht mehr voll strecken oder beugen.
Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll
Der Arztbesuch ist schon beim Beginn der Symptome sinnvoll, da im Frühstadium häufig die konservative Behandlung noch erfolgreich sein kann.
Konservative Therapiemöglichkeiten
Bei den ersten Symptomen mit Druckschmerzhaftigkeit auf Höhe des A1 Ringbandes und Anlaufschwierigkeiten und leichtem Spicken am Morgen genügt in der Regel eine Steroidinfiltration in den Beugesehnenkanal zur Reduktion der lokalen Entzündung als Therapie.
Operative Behandlungsmöglichkeit
Bei Versagen der konservativen Therapie oder im fortgeschrittenen Stadium mit schmerzhaften Blockaden und Bewegungseinschränkungen muss das enge Ringband operativ durchtrennt werden, damit die Beugesehnen wieder mühelos gleiten können.