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Das Russische Nationalorchester ist nicht denkbar ohne den Namen des Dirigenten (und Pianisten) Mikhail Pletnev, der das Orchester von Anfang prägte und auch leitete. Wie auch in dieser Konzertaufnahme aus Montreux vom letzten Herbst.
Die Werke der berühmten russischen Klassiker hat das Orchester in seinem Repertoire, seine Einspielungen der Sinfonien von Tschaikowsky oder Rachmaninow etwa genügen höchsten Ansprüchen. In diesem Konzert aber ist neben Tschaikowskys Violinkonzert auch eine Rarität zu hören: Die ersten Sinfonie von Alexander Skrjabin. Skrjabin ist ja in erster Linie als Klavierkomponist bekannt oder dann als der Experimentator seiner späten Phase. Hier steht er noch in traditionelleren Fussstapfen, allerdings ist Skrjabins stets grosses Denken bereits hier erfahrbar: Hat die Sinfonie doch sechs Sätze statt der sonst üblichen vier, und der letzte, der Vokalsolisten und einen Chor hinzuzieht, basiert auf einem Text, der typisch für Skrjabin ist und den er auch selbst geschrieben hat: Eine ins Überirdische zielende «Hymne an die Kunst».
Peter Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
Alexander Skrjabin: Sinfonie Nr. 1 E-Dur op. 26
Russisches Nationalorchester
Mikhail Pletnev, Leitung
Alexandra Conunova, Violine
Glinka Chorus
Polina Shamaeva, Mezzosopran
Yury Rostotsky, Tenor
Konzert vom 6. September 2019, Auditorium Stravinsky, Montreux (Festival Séptembre Musical)
Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.