Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/3038

Kauf des Druckzentrums Ronquoz in Sitten für die zweite Phase der EPFL-Ansiedlung im Wallis
Campus Energypolis
Der Staat Wallis will von der Editions Le Nouvelliste SA das Druckzentrum Ronquoz erwerben, um auf dem Gelände das für die zweite Phase der EPFL-Ansiedlung im Wallis nötige Gebäude zu errichten. Mit dem künftigen Kauf erschliesst sich eine zusätzliche Fläche von 10'000 m2, die für das Forschungszentrum für alpine und extreme Umgebungen genutzt werden kann. Das Parlament wird das Geschäft in der Novembersession behandeln. Der Architekturwettbewerb wird Anfang 2018 lanciert, womit die Bauarbeiten 2019 beginnen können und das neue Gebäude Ende 2020 zur Verfügung steht.
Ende August 2017 haben der Staat Wallis und die ETH Lausanne den zweiten Nachtrag zur Vereinbarung über die Ansiedlung der EPFL im Wallis unterzeichnet. Dieser sieht vor, dass bis Ende 2020 ein neues Gebäude zur Verfügung gestellt wird, in dem das Forschungszentrum für alpine und extreme Umgebungen untergebracht werden kann. In diesem Sinne schlägt der Staatsrat dem Grossen Rat vor, das Druckzentrum Ronquoz in Sitten und die dazugehörigen Parzellen zu erwerben, die sich aktuell im Besitz der Editions Le Nouvelliste SA befinden.
Das Grundstück und das darauf stehende Gebäude sowie die südlich angrenzende Parzelle befinden sich in nächster Nähe zum EPFL-Gebäude an der Rue de l'Industrie 17 und dem Campus Energypolis. Das grosszügige Industriegebäude eignet sich ideal dafür, das Forschungsprogramm der EPFL mit seinen rund 150 Forschenden unterzubringen. Mit dem Kauf des gesamten Anwesens von 10'000 m2 bieten sich zudem interessante Möglichkeiten für zukünftige Projekte.
Der Kaufpreis für das Gebäude und die angrenzende Parzelle beläuft sich auf 20 Millionen Franken, wovon 16,5 Millionen vom Kanton Wallis und der Restbetrag von der Stadt Sitten zu übernehmen sind. Der kantonale Anteil wird aus dem Fonds für die Finanzierung der Infrastrukturgrossprojekte des 21. Jahrhunderts finanziert, wie dies der Grosse Rat am 12. September 2013 in seinem Rahmenkredit so vorgesehen hat. Damit ist der Kauf für den Kanton nicht mit Mehrausgaben verbunden, sondern entspricht den in der Vereinbarung vom 19. Dezember 2012 eingegangenen Verpflichtungen. Mit welchen Ausgaben für den Umbau des Gebäudes und die Installation der technischen und wissenschaftlichen Infrastrukturen zu rechnen ist, wird allerdings erst nach Ende des Architekturwettbewerbs bekannt sein.
Der Staatsrat hat die Botschaft zum Beschluss-entwurf betreffend die Gewährung eines Objekt-kredits angenommen und dem Grossen Rat unterbreitet. Das Parlament wird seinen Entscheid in der Novembersession fällen. Geplant ist, den Architekturwettbewerb Anfang 2018 zu lancieren, damit die Arbeiten 2019 beginnen können und das neue Gebäude Ende 2020 bereit steht.