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Im September 2012 unterzeichneten die PGE, die KGHM Polska Miedz, die Tauron Polska Energia und die Enea eine Absichtserklärung zum Erwerb von Anteilen an der PGE EJ 1, einer von der PGE geschaffenen Finanzierungsgesellschaft zum Bau und Betrieb des ersten polnischen Kernkraftwerks.
Die vier Unternehmen haben einen Aktionärsvereinbarungsentwurf unterzeichnet, der die zukünftige Eigentümerstruktur und Betriebsrichtlinien der PGE EJ 1 festschreibt. Die PGE – derzeit alleinige Eigentümerin der PGE EJ 1 – verkauft demnach 438’000 ihrer Anteile an die KGHM Polska Miedz, Tauron Polska Energia und die Enea, was 30% des Grundkapitals entsprechen. Laut der erreichten Einigung zur Eigentümerstruktur übernehmen die drei Unternehmen je 10% (146’000 Anteile). Die Vereinbarung enthält ebenfalls Grundlinien zur Zusammenarbeit beim Bau und Betrieb des ersten polnischen Kernkraftwerks. Sie muss noch von allen Parteien abschliessend genehmigt werden.
Polnische Baupläne
Am 4. Januar 2005 hatte der polnische Ministerrat entschieden, auf die Nutzung der Kernenergie zu setzen und bis 2022 mindestens einen Kernkraftwerksblock in Betrieb zu nehmen. Die PGE kündigte im Januar 2009 an, zwei Einheiten bauen zu wollen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens genehmigte im Februar 2012 den Bau dieser zwei Einheiten bis 2020 als Teil eines Strategieplans für den Zeitraum 2012–2035. Daraufhin erteilte die PGE einem Konsortium der WorleyParsons Nuclear Services, der WorleyParsons International Inc. und der WorleyParsons Group Inc. den Auftrag, Umwelt- und Standortstudien auszuarbeiten. Drei Standorte stehen zur Diskussion: Choczewo, Zarnowiec und Gaski. Ministerpräsident Donald Tusk liess jedoch im Juni 2013 verlauten, dass sich der Bau auf unbestimmte Zeit verzögern könnte.
Quelle
M.A. nach PGE, KGHM Polska Miedz, Tauron Polska Energia und Enea, Medienmitteilungen, 23. September 2013