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Maurizio Pollini, geboren 1942 in Mailand, erhielt seine pianistische Ausbildung bei Carlo Lonati und Carlo Vidusso. Schon 1952 gab er sein erstes öffentliches Konzert und krönte seine frühe Karriere 1960 mit einem Sieg beim Chopin-Wettbewerb in Warschau. Danach setzte er sein Studium indes noch fort und nahm weiteren Unterricht bei Arturo Benedetti Michelangeli und Arthur Rubinstein. Aus dieser Zeit datiert auch seine Freundschaft mit Claudio Abbado und Luigi Nono, die zu einer intensiven Beschäftigung mit der zeitgenössischen Musik führte. Seit Mitte der sechziger Jahre ist Pollini als Solist in allen bedeutenden Musikzentren der Welt aufgetreten, mit einem Repertoire, das von Bach bis Boulez reicht, und hat mit den prominentesten Dirigenten unserer Zeit zusammengearbeitet. 1995 stellte er das «Progetto Pollini» vor, eine Serie von Konzerten mit Musik vom Mittelalter bis zur Moderne unter seiner künstlerischen Leitung, die er zunächst bei den Salzburger Festspielen und in den folgenden Jahren weltweit präsentierte. LUCERNE FESTIVAL berief ihn 2004 zum «artiste étoile» und betraute ihn 2011/12 mit dem Zyklus der «Pollini Perspectives», der Beethoven mit zeitgenössischen Werken koppelte. Für seine Einspielungen erhielt Pollini zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen «Grammy» für seine Aufnahme der Chopinschen Nocturnes. Seine jüngste CD u. a. mit Mazurken und der Dritten Klaviersonate von Chopin erschien im Januar 2019. Der Filmemacher Bruno Monsaingeon würdigte ihn mit der Dokumentation Maurizio Pollini – von Meisterhand, die 2014 veröffentlicht wurde. Maurizio Pollini ist Träger des Siemens-Musikpreises, des Rubinstein-Preises, des «Premio Arturo Benedetti Michelangeli» und des japanischen «Praemium Imperiale». 2012 wurde ihm der «Royal Philharmonic Society Award» verliehen, 2013 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Madrid.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1976 mit drei Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven (opp. 28, 57 und 106).
August 2019