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Der Engländer Simon Huntington emigrierte im 17. Jahrhundert nach Nordamerika. Viele seiner Nachkommen gehörten elitären Kreisen an.
Samuel Huntington (1731–1796) war ein Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und gehörte somit zu den Gründervätern der USA. Als Präsident des Kontinentalkongresses war er ein führender Kopf der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Der Kontinentalkongress bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter Samuel Huntington, gründeten daraufhin die USA.
Nach der Gründung der USA wurde Samuel Huntington einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates Connecticut. Sein gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn war einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Ohio. Der Neffe wurde 1809 zudem der zweite Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Ohio. Sein Nachfolger als Freimaurer-Grossmeister von Ohio war Lewis Cass. Dieser war einer der ersten Gouverneure von Michigan und der erste Grossmeister der dortigen Grossloge. Der erste Grossmeister von Ohio war Rufus Putnam, ein General des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. (Quelle: 1, 2, 3)
Ebenezer Huntington (1754–1834) und sein Halbbruder Jedediah Huntington (1743–1818) besetzten führende Positionen in der Kontinentalarmee, die den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte und vom Kontinentalkongress gesteuert wurde. Die Halbbrüder waren Gründungsmitglieder der Society of the Cincinnati, eine bis heute bestehende Gesellschaft. Die Nachfahren der Gründungsmitglieder haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für die Nachfahren der Huntington Brüder gelten sollte. Ebenezer Huntington war Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle: 1 und 2). Jedediah Huntingtons Schwiegervater war Jonathan Trumbull, der erste Gouverneur des Bundesstaates Connecticut.
Jabez W. Huntington (1788–1847) vertrat den Bundesstaat Connecticut im Senat und im Repräsentantenhaus. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).
Der Geschäftsmann und Politiker William Huntington Russell (1809–1885) kam mütterlicherseits aus der Huntington Familie. Er war der Gründer von Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die Elite der USA. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3). Bei Skull and Bones waren bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Bush, Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Whitney und Taft (Quelle). William Huntington Russells Vorfahren gehörten zu den Gründern der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt. William war auch ein Nachkomme von Thomas Hooker (1586–1647), der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gegründet hatte. Hookers Nachfahren gehörten seither zur nordamerikanischen Elite. Zu seinen Nachfahren zählten unter anderem der US-Präsident William Howard Taft sowie die Familien Morgan und Burr.
William Huntington Russell war ein Cousin von Samuel Russell (1789–1862). Samuel zog nach China und gründete dort 1824 das Handelshaus „Russell & Company“. 1834 beendete das britische Parlament das Monopol der „British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten. Diese privaten Handelshäuser wurden zum Grossteil von Familien geführt. Die wichtigsten Familien wären Keswick, Sassoon, Kadoorie, Swire und Jebsen, die bis heute in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv sind und inzwischen alle Milliardenvermögen besitzen (bis auf Sassoon). Russell & Company war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelshaus in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen bestand bis 1891. Zur Führung des Unternehmens gehörten Mitglieder der Familien Forbes und Delano, zwei bedeutende Familien der US-amerikanischen Elite.
Collis Huntington (1821–1900) war einer der führenden Eisenbahnunternehmer der USA. Das Magazin American Heritage erstellte 1998 eine Liste der reichsten US-Amerikaner aller Zeiten. Auf der Liste belegt Collis Huntington Platz 28 (Quelle). Er gründete „Newport News Shipbuilding“, ein Schiffbauunternehmen. Es besteht bis heute und gehört zum Rüstungskonzern „Huntington Ingalls Industries“, der zu Ehren von Collis Huntington benannt wurde. Huntington Ingalls Industries ist zurzeit einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Collis Huntington war ein Freund und Geschäftspartner von Isaias Hellman (Freimaurer), der einer der reichsten Bankiers des Landes war.
Zina Huntington (1821–1901) heiratete Joseph Smith. Dieser war der Gründer der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“. Joseph Smith verfasste das Buch Mormon und ist somit der Begründer des Mormonentums. Die Mormonen sehen Smith als Propheten an. Er war der erste Präsident der Mormonenkirche und sein Bruder Hyrum sowie sein Vater Joseph Smith Senior gehörten auch zur Kirchenführung. Die Smith Familie stellte später zwei weitere Präsidenten sowie mehrere Patriarchen der Kirche. Joseph Smith und sein Bruder Hyrum sowie ihr Vater waren Freimaurer. Die ersten fünf Präsidenten der Mormonenkirche waren Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Das Mormonentum wurde also von Freimaurern gegründet, aber nach Angaben der heutigen Kirchenführung gibt es inzwischen keine Verbindungen mehr zwischen ihrer Kirche und der Freimaurerei. Der zweite Präsident der Kirche war der Freimaurer Brigham Young. Er heiratete ebenfalls Zina Huntington und teilte sich die Frau mit dem Religionsgründer Joseph Smith. Zina Huntington und ihr Vater William Huntington (1784–1846) gehörten zur Kirchenführung.
Clara Prentice-Huntington (1860–1928) wurde von der Huntington Familie adoptiert. Sie heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Hatzfeld.
Archer Milton Huntington (1870–1955) gründete die Hispanic Society of America.
Helen Huntington (1893–1976) war ein prominentes Mitglied der New Yorker High Society. Sie heiratete Vincent Astor, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Männern der USA gehörte.
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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.