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Nachdem die Eidgenössische Kommunikationskommission im Februar 2015 die Genehmigung erteilt hatte, wurde Orange Schweiz durch Apax Partners an NJJ Capital (Holdingunternehmen von Xavier Niel) verkauft. Im April wurde das Unternehmen in Salt umbenannt.
Der grösste Mobilfunkbetreiber in der Schweiz ist Swisscom (an der Börse gehandelt und zu 51,0% im Besitz der Eidgenossenschaft, Stand Dezember 2015), gefolgt von den Herausforderern Sunrise und Salt. Jeder der drei Mobilfunkbetreiber verfügt über eine eigene, landesweite Netzinfrastruktur mit Frequenzlizenzen, die bis 2028 gelten. Zusätzlich zu den Mobilfunkbetreibern sind auf allen drei Mobilfunknetzen Wiederverkäufer mit eigenen Marken tätig. Auf der Infrastruktur der Mobilfunkbetreiber gibt es andere Marktteilnehmer, die ihre Dienstleistungen als Mobile Virtual Network Operators anbieten.
Die Mobilfunknetze in der Schweiz sind von hoher Qualität, und die Netze aller drei Mobilfunkbetreiber werden vom unabhängigen Netztester connect als «sehr gut» bewertet. 2015 erzielte Sunrise die stärkste Verbesserung in der Netzqualität. Das Sunrise Netz erreichte den ersten Platz in der Unterkategorie Mobile Telefonie.
Der Bereich Festnetztelefonie stützt sich in erster Linie auf die analogen und digitalen Anschlussleitungen des Telefonnetzes sowie die Anschlussleitungen der Kabelnetzbetreiber. Swisscom ist die grösste Anbieterin der Schweiz in diesem Bereich, gefolgt von upc cablecom. Die Entbündelung hat anderen Anbietern, einschliesslich Sunrise, Zugang zu den Anschlussleitungen verschafft.
Die Schweizer Zeitschrift Bilanz bewertete Sunrise im September 2015 als die Nummer eins unter den oben erwähnten Unternehmen im Bereich Festnetztelefonie.
In der Schweiz können Festnetz-Breitband-Internetverbindungen über verschiedene Zugangstechnologien angeboten werden, einschliesslich DSL (Digital Subscriber Line), Kabelmodem und Glasfaser. Swisscom ist im Schweizer Breitband-Internet-Markt führend, gefolgt von upc cablecom und Sunrise.
Sunrise ist die grösste LLU-Anbieterin (Local Loop Unbundling) der Schweiz mit einer Abdeckung von rund 85% der Haushalte durch das eigene Netz mit über 600 Points of Presence. Um die zunehmende Nachfrage nach höheren Bandbreiten und IPTV (Internet Protocol Television) zu bedienen, hat Sunrise zudem eine Vereinbarung mit Swisscom erneuert, die Sunrise kosteneffizienten Zugang auf alle glasfaser- und kupferbasierten Zugangstechnologien, d. h. VDSL-Dienstleistungen (Very High Speed Digital Subscriber Line), ermöglicht. Sunrise verfügt zudem über Partnerschaften mit Swiss Fibre Net AG, dem Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger in der Schweiz, und örtlichen Versorgungsbetrieben, die dem Unternehmen Zugang zu ihren Glasfasernetzen gewähren. Die schweizerische Zeitschrift Bilanz stufte Sunrise im September 2015 vor Swisscom und upc cablecom in der Kategorie Internet Service Provider ein.
Kabel bleibt die am weitesten verbreitete Mehrkanal-
TV-Verbreitungsplattform der Schweiz, wobei der Marktanteil der Kabelanschlüsse in den vergangenen Jahren abgenommen hat. upc cablecom und Swisscom sind die beiden Marktführer. Zusammen halten sie etwas mehr als die Hälfte des Markts. Der Rest des Markts bleibt unter lokalen Kabelunternehmen, Satelliten- und DTT-Betreibern (Digital Terrestrial Television) aufgeteilt. Sunrise ist erst 2012 in den TV-Markt eingestiegen und lancierte im November 2015 erfolgreich ein verbessertes IPTV-Angebot. Die schweizerische Zeitschrift Bilanz bewertete Sunrise TV im September 2015 als das beste TV-Produkt der Schweiz.