Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/2044

Wie meinem hochgeschätzten Blog-Lese-Publikum inzwischen nicht mehr unbekannt sein dürfte, schwärme ich (unter Anderem) für angelsächsische Kinderliteratur. Ich habe schon verschiedene Exemplare dieses Genres besprochen, jetzt folgt ein weiteres: Der Geheimgang (Originaltitel The Secret Passage) von Nina Bawden.
Die Geschwister John, Mary und Ben Mallory kommen aus Kenia, wo sie aufgewachsen sind, nach England, in die Obhut ihrer Tante Mabel. Ihre Mutter ist kürzlich gestorben und ihr Vater kann sie nicht bei sich behalten, weil ihr Haus einer Überschwemmung zum Opfer gefallen ist. Tante Mabel betreibt eine kleine Pension am Meer und ist ganz und gar nicht begeistert davon, dass ihr drei Kinder aufgehalst werden. Den Kindern gefällt es zunächst überhaupt nicht in dem kalten und nassen England, so weit entfernt von Allem, was sie bisher gekannt haben; aber bald entdecken sie Interessantes. Zum Beispiel das leerstehende Haus gleich nebenan, in dem es allerlei zu sehen gibt, wenn man erstmal weiss, wie man ungesehen hineinkommt. Wer ist dieser Mr. Reynolds, der das Haus gekauft hat und es mit Kostbarkeiten vollstopft, ohne dort zu wohnen? Wer ist das seltsame Mädchen, das Klavier spielt? Und hat John wirklich ein Gesicht am Fenster gesehen? Der kleine Ben macht die Bekanntschaft der vornehmen Miss Pin, die, von Arthritis geplagt, den ganzen Tag in ihrem Zimmer sitzt und die sonderbarsten Geschichten zu erzählen weiss. Ist die geheimnisvolle alte Dame wirklich so reich, wie sie behauptet? Oder so arm und verwirrt, wie Tante Mabel sagt?
Das Buch ist übrigens 1963 erschienen, erinnert aber deutlich an ältere Vorbilder.