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Khaled Drareni, Journalist und Korrespndent von RSF in Algerien wurde am 19. Februar nach elf Monaten im Gefängnis freigelassen. Reporter ohne Grenzen (RSF) ist erfreut und erleichtert und dankt allen, die sich für seine Freilassung eingesetzt haben.
Wie Dutzende andere Gefangene aus Gewissensgründen wurde Khaled Drareni im Rahmen einer Begnadigung freigelassen, die Präsident Abdelmadjid Tebboune am Abend des 18. Februar verkündete, drei Tage vor dem zweiten Jahrestag des Beginns der sogenannten «Hirak»-Welle der Anti-Regierungsproteste.
Khaled Drareni, Korrespondent von RSF International in Algerien, wurde Anfang März verhaftet, als er über die Demonstrationen der Hirak-Bewegung berichtete und damit seinen Pflichten als Journalist nachkam. Er wurde der «Aufwiegelung einer unbewaffneten Versammlung» und der «Untergrabung der Integrität des nationalen Territoriums» für schuldig befunden und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, die in der Berufung auf zwei Jahre reduziert wurden.
Drareni ist in Algerien ein bekannter und renommierter Journalist; er arbeitet als Korrespondent für TV5 Monde, ist Direktor der Nachrichten-Website Casbah Tribune und war auch Moderator von 20H und der Nachrichtenmagazine der privaten Fernsehsender Chourouk TV und Dzaïr TV.
Gegen seine Verhaftung hatte RSF International protestiert und die Kampagne #FreeKhaled gestartet. RSF Schweiz hatte im August 2020 die Schweizer Bundesbehörden gebeten, sich für die Freilassung von Drareni einzusetzen. Im Februar dieses Jahres wandte sich RSF Schweiz nochmals an die Schweizer Behörden: Da Ingazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, einen offiziellen Besuch in Algerien plante, forderte RSF Schweiz ihn auf, während der offiziellen Gespräche zugunsten von Drareni zu intervenieren. Tatsächlich, so wurde danach bekannt, hat Cassis den Fall gegenüber seinen algerischen Gesprächspartnern angesprochen.