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Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die Ende vergangenen Jahres erhoben wurde. "Entsprechend plädiert die Mehrheit dafür, sich mit konkreten Ausstiegsplänen Zeit zu lassen; 24% wünschen einen möglichst raschen Ausstieg", erläuterte die Geschäftsführerin des Allensbacher Instituts, Renate Köcher, das Umfrageergebnis an der Wintertagung des Deutschen Atomforums vom 27. Januar. Für einen Ausstieg aus der Kernenergie sind nur 30% der Bevölkerung. Hingegen sprachen sich 38% für einen Weiterbetrieb der bestehenden Reaktoren und weitere 25% für den Ersatz älterer Reaktoren durch moderne Kernkraftwerke aus. Den Ausbau der Kernenergie wünschen 3%.
Als Säulen der Energieversorgung der kommenden Jahrzehnte sieht die Bevölkerung vor allem Sonne, Wind und Wasser, Erdgas, Erdöl und die Kernenergie. "Den grössten Beitrag zur Energieversorgung erwartet die Bevölkerung", so Köcher, "von den regenerativen Energien sowie von Erdgas und Kernenergie." 50% gingen davon aus, dass die Sonnenenergie mit den grössten Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung in den nächsten Dekaden leisten werde, 40% trauten dies Wasserkraftwerken zu und 38% der Kernenergie.
"Selbst bei einem Ausstieg aus der Kernenergie spricht sich eine relative Mehrheit der Bevölkerung dafür aus, die kerntechnische Forschung in Deutschland weiterzubetreiben", betonte Renate Köcher. So sind 43% der Meinung, dass deutsches Wissen dazu beitragen kann, die Sicherheit von Atomkraftwerken in anderen Ländern zu erhöhen. 37% vertreten dagegen die Ansicht, dass sich nur Staaten, die die Kernenergie auf Dauer nutzen wollen, mit diesem Forschungssektor beschäftigen sollten.
Auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit gilt Deutschland indes als weltweit führend. 72% rechnen Deutschland zu den Ländern mit den sichersten Kernkraftwerken. "Mit grossem Abstand folgen in der Einschätzung der Bevölkerung die USA, Frankreich, Schweden und Grossbritannien", erklärte die Allensbach-Geschäftsführerin. Die grössten Sorgen bereiteten den Deutschen die Reaktoren in Russland und der Ukraine.
Quelle
M.S. nach Pressemitteilung des Deutschen Atomforums, 27. Januar 2000