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Mehrere Passagiere eines Delta Air Lines-Fluges sind heute Morgen mit einem Schrecken davon gekommen. Kurz nach dem Start meldete der Pilot Probleme mit den Triebwerken und musste zum Flughafen Los Angeles zurückkehren. Dazu musste er das Gewicht mittels Treibstoffschnellablass (Fuel Dumping) reduzieren. Die Folge: mehrere verletzte Menschen am Boden. Was es genau damit auf sich hat erfahrt Ihr in diesem Artikel.
Boeing 777 befand sich auf dem Weg nach Shanghai
Ein Sprecher der US-Fluggesellschaft Delta Airlines sagte der “Los Angeles Times”, dass sich die Boeing 777-200 auf dem Weg von Los Angeles nach Shanghai befand, aber kurz nach dem Start wegen eines Triebwerkproblems hätte umdrehen müssen. Die Boeing 777-200 war demnach für einen 14 Stunden-Flug vollgetankt. Nach nur vier Minuten in der Luft und in einer Flughöhe von 7’770 Fuss (rund 2’350 Meter) musste der Delta Flug DL 89 den Steigflug jedoch abrupt beenden. Die Triebwerksprobleme zwangen die Crew zu einer sofortigen Rückkehr zum Flughafen in Los Angeles.
Ein ehemaliger Boeing-Pilot erklärte CBS News, er schätze, dass die Piloten zwischen 15’000 und 20’000 Gallonen Kerosin (etwa 57’000 bis 76’000 Liter), abgelassen hätten. Das Ablassen von Kerosin ist notwendig, um das Gewicht des Flugzeuges bei der Landung zu reduzieren. Die Vorgehensweise gehöre dabei zu einer ganz normalen Prozedur. Im Normalfall lassen Flugzeuge Kerosin über wenig bewohnte Gegenden oder über dem Meer ab. Dies sei aufgrund der Flugroute jedoch nicht möglich gewesen. Daher sah sich der Pilot gezwungen, dass Kerosin über bewohnten Gebieten abzulassen. Zum Zeitpunkt des Ablassens befand sich das Flugzeug über der Park Ave Elementary School in Cudahy, rund 25 Kilometer vom Flughafen Los Angeles entfernt. Zusätzlich befanden sich mehrere Kinder zweier Schulklassen nicht im Schulgebäude. Über der Schule lies die Boeing 777-200 dann in einer Höhe von nur 2’375 Fuss (etwa 722 Meter) den Treibstoff ab.
Daraufhin löste das abgelassene Kerosin bei knapp 40 Personen, darunter etliche Kinder, leichtere Atemwegs- und Hautreizungen aus. In das örtliche Krankenhaus musste zum Glück niemand. Die Feuerwehr riet Anwohnern dazu, wegen des stechenden Kerosin-Geruchs Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mehr als 70 Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz.
Fazit zu den Folgen der Triebwerksprobleme an einer Boeing 777-200
Die Flugaufsichtsbehörde FAA leitete unmittelbare Untersuchungen ein. Wenngleich alle Betroffenen mit einem Schrecken und glücklicherweise mit nur kleineren Verletzungen davon gekommen sind, wurde ein möglicher Flugzeugabsturz verhindert. Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie schwer das Triebwerk beschädigt war. Das schnelle Handeln der Piloten machte eine sichere Landung am Flughafen möglich.