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Formen der Mitgliederrekrutierung und ihre Folgen für die individuelle Bereitschaft zum Engagement im Verband.
Interessenverbände sind mit auseinanderlaufenden Herausforderungen konfrontiert, die eine zentrale strategische Hürde darstellen: Sie müssen immer wieder neue Mitglieder anziehen, um gross und gewichtig zu erscheinen, sind aber auch darauf angewiesen, dass ihre Mitglieder aktiv und engagiert sind. Ersteres erfordert eine quantitative, letzteres eher eine qualitative Optimierung der Mitgliederwerbung. Am Beispiel einer Schweizer Arbeitnehmerorganisation wurde untersucht, welcher Zusammenhang zwischen dem Rekrutierungsweg neuer Mitglieder und deren späterer Bereitschaft zum Engagement für den Verband besteht. Es zeigt sich, dass Mitglieder, die über enge persönliche Kontakte oder durch Angestellte der Organisation geworben wurden oder eigeninitiativ eingetreten sind, sich häufiger engagieren als Mitglieder, die von anderen Mitgliedern oder über Standaktionen zum Beitritt bewegt wurden.
Weiterführende Publikation:
Udo Michel und Markus Gmür (2015): Masse mit Klasse in der Mitgliedergewinnung. Verbands-Management 41/3, S. 28-36.
Kontakt:
Udo Michel
Executive MBA in NPO-Management, Geschäftsführer Entlastungsdienst Schweiz - Kanton Bern