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Die Jahrestagungen des Schweizer und des internationalen Ethos Engagement Pools fanden diesen Donnerstag in Bern statt. Diese Gelegenheit wurde genutzt um die Dialogaktivitäten des Jahres 2021 zu besprechen und die Prioritäten für das nächste Jahr zu definieren.
Ethos hat internationale Best Practices im Kampf gegen die Abholzung ermittelt und in einem heute veröffentlichten Engagement Paper zusammengefasst. Im Namen der 71 Mitglieder ihres internationalen Dialogprogramms wird Ethos zunächst den Dialog mit 7 multinationalen Unternehmen aufnehmen, die diesem Risiko besonders ausgesetzt sind, und wird sie ermutigen, konkrete und messbare Massnahmen zu ergreifen, um die Zerstörung von Wäldern zu verhindern.
LafargeHolcim gab am Donnerstag bekannt, dass das Unternehmen dem Anliegen von Ethos nachkommt, eine Klimastrategie zu erarbeiten und diese den Aktionärinnen und Aktionären an der Generalversammlung 2022 zur Abstimmung vorzulegen. Ethos begrüsst den Entscheid des Verwaltungsrates, das Aktionariat in die Validierung der Klimastrategie miteinzubeziehen.
Während der letzten Monate führte Ethos zahlreiche Gespräche mit den Verwaltungsräten von Nestlé und LafargeHolcim, mit dem Ziel, sie dazu zu bewegen, ihren Bericht zur Klimastrategie freiwillig den Aktionären zur Abstimmung vorzulegen. Nachdem die Ethos Stiftung und sieben Pensionskassen einen Aktionärsantrag für die Generalversammlung von Nestlé eingereicht hatten, kündigte der Verwaltungsrat von Nestlé am Dienstag, 16. März, an, seine Klimastrategie am 15. April 2021 der Generalversammlung zur konsultativen Abstimmung vorzulegen. Nach dieser begrüssenswerten Entscheidung zog die Ethos Stiftung den Aktionärsantrag zurück. Mit LafargeHolcim laufen die Gespräche noch und das Unternehmen wird seinen Entscheid in den kommenden Wochen bekanntgeben.
Ethos veröffentlichte am Mittwoch, 10. März, die Kurzberichte 2020 über seine Engagement-Programme. Diese Berichte stellen den Dialog vor, den Ethos mit kotierten Unternehmen zu Umwelt-, Sozial- oder Corporate Governance-Themen führt. Die vollständigen Berichte sind nur für die Mitglieder der beiden Pools verfügbar.
Die Eindämmung der Abholzung wird zu einem neuen Engagement-Thema für den Ethos Engagement Pool International
Die Mitglieder des internationalen Dialogprogramms von Ethos genehmigten ebenfalls die Engagement-Themen für 2021. Sie stimmten auch der Lancierung einer neuen internationalen Engagement–Kampagne von Ethos zur Eindämmung der Abholzung zu.
Die Mitglieder des Dialogprogramms von Ethos hielten ihre Jahresversammlung heute Donnerstag ab. Sie genehmigten die Themen für den Dialog mit den wichtigsten börsenkotierten Schweizer Unternehmen für das nächste Jahr. Als neues Thema zählt jetzt auch die digitale Verantwortung der Unternehmen dazu.
Anlässlich der Swiss Digital Days 2020 veröffentlicht die Ethos Stiftung ein «Engagement Paper», das ihre Erwartungen bezüglich digitaler Verantwortung der Unternehmen zusammenfasst. In Zeiten einer rasanten Digitalisierung der Wirtschaft, welche durch die COVID-19-Pandemie noch beschleunigt wird, ist Ethos der Ansicht, dass die Unternehmen transparenter und verantwortungsbewusster mit den zahlreichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung umgehen müssen. Heute Nachmittag wird auch eine Reihe von Referaten mit anschliessender Podiumsdiskussion zu diesem Thema abgehalten und ab 16 Uhr live auf unserer Website übertragen.
Der Ethos Engagement Pool Schweiz, das von Ethos und zwei Pensionskassen vor 15 Jahren lancierte ESG-Dialogprogramm mit den kotierten Schweizer Unternehmen, zählt heute mehr als 150 Mitglieder mit Gesamtvermögen von rund 265 Milliarden Franken.
Ethos unterstützt die Forderung der Workforce Disclosure Initiative nach mehr Transparenz bezüglich des Umgangs mit Arbeitskräften
Am 30. April 2020 veröffentlichte die Workforce Disclosure Initiative (WDI) ihren Jahresbericht 2019. Diese von ShareAction koordinierte und von mehr als 130 Investoren, darunter Ethos und die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International, unterstützte Initiative fordert von kotierten Unternehmen mehr Transparenz in Bezug auf das Management von Arbeitnehmern, sowohl innerhalb der Unternehmen als auch in deren Lieferketten. 2019 haben sich 28 weitere Unternehmen entschieden, den WDI-Fragebogen auszufüllen, womit sich Anzahl der antwortenden Unternehmen auf insgesamt 118 erhöht.