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"Zu wenig Computer im Klassenzimmer" wird oft als unüberwindbares Hindernis bei der Integration von Medien und ICT in den Unterricht angeführt. Und dennoch...
- Computer im Klassenzimmer erlauben es jedem Schüler, in seinem eigenen Rhythmus zu arbeiten, während es in einem Informatikraum mehr zeitliche Einschränkungen gibt.
- Der Computer kann als Nachschlagewerk benutzt werden.
- Man kann Unterrichtsinhalte veranschaulichen.
- Bei Projekten ist der wiederholte, jedoch nicht permanente, Zugang zum Computer einfacher möglich.
- Im Rahmen von Workshops bietet der Computer zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten.
- Er erlaubt es, ein Arbeitssystem einzuführen, bei dem die Schüler zusammenarbeiten.
- Er fördert selbstständiges Arbeiten.
Die Arbeitsorganisation neu überdenken
Bei der Integration von ICT und Medien im Unterricht können folgende Überlegungen helfen: Legen Sie Aktivitäten und Ziele fest, überlegen Sie wie man die Klasse in Arbeitsgruppen aufteilen kann, erstellen Sie Arbeitspläne, planen Sie den Einsatz von Hilfsmitteln (Vorlagen, Computer, CD-Player, etc). Sie können Anleitungen verfassen oder Schüler als Experten/Tutoren einsetzen. Fördern Sie das selbstständige Arbeiten.
- Die Organisation der Klasse: ICT lässt sich schlecht mit Frontalunterricht vereinbaren. Es erfordert das Aufbrechen von traditionellen Unterrichtsmodellen und fixen Stundenplänen. ICT erfordert die Bildung kleinerer Gruppen mit klar festgelegten pädagogischen Zielen (Arbeit in Workshops).
- Es ist auch möglich, Arbeitspläne zu erstellen, welche die Arbeiten festlegen, die die Schüler während der selbständigen Arbeitszeit erledigen müssen (jeder arbeitet in seinem eigenen Tempo und wählt die Reihenfolge der Aufgaben). Die Übungen können differenziert werden und Planarbeit ermöglicht die regelmässige Nutzung des Computers.
- Ausserdem unterstützen interaktive Wandtafeln und Beamer die Verwendung von ICT im Klassenverband.
- Die Planung des ICT-Einsatzes während des Schuljahres:
Wenn man sich einmal von der Idee verabschiedet hat, dass jeder Schüler das Gleiche zur gleichen Zeit machen muss, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Man kann sich vorstellen, dass jeder Schüler die spezifischen Kompetenzen erreicht, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Die Evaluation der Kompetenzen wird dann logischerweise auch zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt.
- So können Sie einzelnen Schülern im Laufe des Jahres unterschiedliche Aktivitäten vorschlagen, die am Ende zum Erwerb der gleichen Kompetenz führen. Beispiel: Texte werden immer wieder von einer anderen Schülergruppe digital erfasst.
- Pro Woche sind jeweils zwei Schüler für eine bestimmte Aktivität verantwortlich.
Beispiel:
- E-Mails abrufen
- Motto des Tages oder Spruch des Tages suchen
- Hausaufgaben in den Schülerblog schreiben
- einen Wochenbericht für die Schülerzeitung redigieren
- kranken Schülern das Unterrichtsmaterial digital zustellen
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