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Lead
Weltweit wurden in den letzten Jahrhunderten zahlreiche Flüsse begradigt und weisen heute einen schlechten ökomorphologischen Zustand auf. Gemäss der revidierten Schweizer Gewässerschutzgesetzgebung sollen rund 4'000 Flusskilometer bis 2090 ökologisch aufgewertet werden. In den nächsten Jahren wird somit die Nachfrage an Revitalisierungsprojekten stark zunehmen.Holz ist neben Sediment ein wichtiger Bestandteil eines Flusses und dient vor allem für Fische als bedeutsamer Lebensraum. Um einen Fluss zu revitalisieren, wird dem Fluss immer häufiger Holz zugegeben, da es eine sehr kostengünstige Massnahme ist. Für Revitalisierungsprojekte mit Holz ist es massgebend, die Wechselwirkungen zwischen Strömung, Holz und Sediment zu kennen. Es gibt bereits Feldstudien zur ökologischen Beurteilung von Holzverklausungen (Ansammlung von 10-20 Hölzern), jedoch fehlen vor allem in der Schweiz Richtlinien für eine erfolgreiche Verwendung dieser Massnahme.
Lay summary
Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist, die optimale Platzierung von Hölzern abzuleiten, um nachhaltige Revitalisierungsprojekte zu ermöglichen. Mit Hilfe von physikalischen Modellversuchen sollen (1) die Eigenschaften von Holzverklausungen beschrieben und (2) die Strömungs- und (3) morphologischen Prozesse aufgrund von Holzverklausungen untersucht werden. Basierend auf den Modellversuchen sollen Konfigurationen von Holzverklausungen identifiziert werden, welche die Strömung optimal beeinflussen. Die Ergebnisse sollen mit Daten zu Lebensraumpräferenzen von z.B. Fischen verknüpft werden. Darauf aufbauend können Praxis-Empfehlungen für die Schweiz abgeleitet werden, um zur Revitalisierung der 4'000 Flusskilometer bis 2090 beizutragen. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sind für Ingenieurbüros und Schweizer Behörden von Interesse.