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Gesuch
Wer eine Waffe erwerben will, benötigt dafür einen Waffenerwerbsschein. Für das Gesuch ist das dafür vorgesehene Formular vom Antragsteller auszufüllen. Jede Waffe oder jeder wesentliche Waffenbestandteil ist mit Angabe der Waffenart zu bezeichnen. Im Gesuch hat der Antragsteller zu bestätigen, dass er
- nicht entmündigt ist;
- unter keiner Krankheit leidet, welche für den Umgang mit Waffen ein erhöhtes Risiko darstellen könnte.
Das Formular ist bei der zuständigen kantonalen Behörde mit folgenden Beilagen einzureichen:
- Auszug aus dem schweizerischen Strafregister, der höchstens drei Monate vor der Einreichung des Gesuchs ausgestellt wurde;
- Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen Identitätskarte;
- Personen mit Wohnsitz im Ausland müssen der zuständigen kantonalen Behörde eine amtliche Bestätigung ihres Wohnsitzstaates vorlegen, wonach sie zum Erwerb der Waffe oder des wesentlichen Waffenbestandteils berechtigt sind.
Überprüfung
Die zuständige kantonale Behörde prüft, ob die Voraussetzungen für den Waffenerwerb erfüllt sind. Keinen Waffenerwerbsschein erhalten Personen, die
- das 18. Altersjahr noch nicht vollendet haben;
- unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden;
- zur Annahme Anlass geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährden;
- wegen einer Handlung, die eine gewalttätige oder gemeingefährliche Gesinnung bekundet, oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen sind, solange der Eintrag nicht gelöscht ist.
Die im Gesuch gemachten Angaben können überprüfen werden insbesondere bei der Polizei sowie bei den Straf-, Vormundschafts-, Fürsorge- und Verwaltungsbehörden.
Der Polizei stehen zur Überprüfung des Gesuchstellers mehrere spezifische Datenbanken zur Verfügung:
- Datenbank über den Erwerb von Waffen durch ausländische Staatsangehörige ohne Niederlassungsbewilligung (DEWA);
- Datenbank über den Erwerb von Waffen durch Personen mit Wohnsitz in einem anderen Schengen-Staat (DEWS);
- Datenbank über den Entzug und die Verweigerung von Bewilligungen und die Beschlagnahme von Waffen (DEBBWA);
- Datenbank über die Überlassung von Waffen der Armee zu Eigentum und über Stellungspflichtige und Angehörige der Armee, bei denen ein Hinderungsgrund für den Besitz einer persönlichen Waffe besteht (DAWA);
- Datenbank über Markierungen zur Rückverfolgbarkeit von Feuerwaffen und deren Munition (DARUE).
- Jeder Kanton führt ein elektronisches Informationssystem über den Erwerb und den Besitz von Feuerwaffen.
Waffenerwerbsschein
Der Waffenerwerbschein berechtigt zum Erwerb einer Waffe oder eines wesentlichen Waffenbestandteils. Die zuständige kantonale Behörde kann ausnahmsweise einen einzigen Waffenerwerbsschein ausstellen für den Erwerb von bis zu drei Waffen oder drei wesentlichen Waffenbestandteilen, sofern diese gleichzeitig und beim gleichen Veräusserer erworben werden.
Erwerb
Der Waffenerwerbsschein hat eine Gültigkeit von 6 Monaten für den Erwerb der darin bezeichneten Waffe oder des Waffenbestandteils.
Die erwerbende Person muss den Empfang jeder Waffe oder jedes wesentlichen Waffenbestandteils auf dem Waffenerwerbsschein mit ihrer Unterschrift bestätigen.
Wer eine Feuerwaffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil überträgt, muss der für die Erteilung von Waffenerwerbsscheinen zuständigen Behörde innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsabschluss eine Kopie des Waffenerwerbsscheines des Erwerbers zustellen.
Schwarzmarkt
Wie dargelegt ist der Waffenerwerb schon heute umfassend abgesichert und aufwändig und dadurch nicht für jedermann möglich.
Viel einfacher ist daher der Erwerb auf dem Schwarzmarkt. Dieser ist naturgemäss nicht reguliert und die der Schweiz von der EU diktierte einschneidende Verschärfung des Waffenrechts wird daran auch nichts ändern. Allerdings kann ein derartiger Erwerb schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen und es wird ausdrücklich davon abgeraten!
Wer aber mit einer Waffe eine Straftat plant, wird sich auch vom Waffenerwerb auf dem Schwarzmarkt nicht abhalten lassen!