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Stärker zusammen | Das Personal des Bundes und seiner Betriebe.
Der Bundesrat hat beschlossen, das aktuelle
Lohnsystem der Bundesverwaltung betreffend vier Aspekt anzupassen. Die
Ortszulage wird nicht angetastet. Für den PVB, der sich gegen deren Aufhebung
gewehrt hat, ist dies ein grosser Erfolg.
Das Lohnsystem des Bundes funktioniert gut und bedarf keiner grundlegender Überarbeitung. Der Bundesrat hat am 28. Juni 2017 beschlossen, nur einige kleinere Anpassungen vorzunehmen und das System nicht von Grund auf zu ändern. Der PVB ist erfreut über den Entscheid des Bundesrats, die Ortszulage nicht anzutasten. Dieses Instrument dient dazu, die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den verschiedenen Regionen bei gleichem Lohn zu kompensieren. Es ist vollumfänglich gerechtfertigt. Die verschiedenen, dem Bundesrat vorgelegten Varianten waren nach Ansicht des PVB keine glaubwürdigen Varianten. Entweder waren diese zu teuer – wie bei der grosszügigsten Variante – oder sie führten zwei Kategorien von Angestellten ein – die bisherigen Angestellten sollten weiterhin Ortszulagen erhalten, während die neuen Mitarbeitenden keine oder tiefere Zulagen beziehen sollten. In sämtlichen Fällen wäre der Druck auf die Löhne beträchtlich und es bestünde die Gefahr, dass der Lohn der Angestellten, oder wenigstens eines Teils von ihnen, mittelfristig direkt gekürzt würde. Dies ist für den PVB, der sich für eine Lohnpolitik zugunsten sämtlicher Angestellten einsetzt, nicht annehmbar. Zudem wäre die Aufhebung der Ortszulage für das Personal ein äusserst negatives Signal gewesen.
Ab dem 1. Januar 2018 werden gleichwohl vier Aspekte des Systems geändert:
Der PVB bedauert die Einführung dieser Massnahmen zulasten der Angestellten. Er findet es nicht normal, dass eine Sekretärin des Bundes 30 Jahre arbeiten muss, um eventuell die höchste Lohnklasse zu erreichen. Dies ist zu lang und nicht motivierend.
Anhebung des Pensionsalters für Mitarbeitende der besonderen Personalkategorien: Der PVB spricht sich kategorisch dagegen aus
An der gleichen Sitzung vom 28. Juni 2017 hat der Bundesrat im Grundsatz beschlossen, das Pensionsalter für die Angestellten der besonderen Personalkategorien auf 65 Jahre anzuheben (Berufsmilitär, Grenzwachtkorps, versetzungspflichtige Mitarbeitende des EDA). Das eidgenössische Finanzdepartement muss bis Mitte 2018 abklären, bis wann und unter welchen Bedingungen die neue Regelung für künftige Mitarbeitenden eingeführt werden kann.
Dieser Beschluss ist nach Meinung des PVB inakzeptabel. Er würde eine kostenintensive strukturelle Anpassung für den Bund nach sich ziehen. Bis heute ist der Bundesrat nicht in der Lage, eine Analyse der finanziellen Auswirkungen dieser Reform vorzulegen. Zudem riskiert der Arbeitgeber, das Vertrauen und die Loyalität der betroffenen Berufsgruppen zu verlieren. Dies hätte eine Einbusse der Vertrauenswürdigkeit der Bundesverwaltung zur Folge.