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- Einige Karibikinseln sowie der Süden der USA erhalten aufgrund der immensen Zerstörung internationale Hilfe. Auch ein Krisen-Team der Schweiz soll helfen.
- Mehrere Karibikinseln gelten als unbewohnbar. Auf den Florida Keys wurde laut Schätzungen der Katastrophenschutzbehörde ein Viertel aller Häuser zerstört.
- Derweil vermeldeten die Behörden in Georgia drei weitere Todesopfer. Insgesamt kamen durch den Sturm bisher mindestens 48 Menschen ums Leben.
- Prognosen zufolge sollte sich der Sturm «Irma» am Dienstagabend (Ortszeit) auflösen.
Während «Irma» als Tropensturm nördlich von Florida mit Starkwind und Starkregen immer noch Probleme macht, wird in Florida und auf den karibischen Inseln erst allmählich erkennbar, was «Irma» zuvor als Hurrikan angerichtet hat. So sind etwa in der Karibik die Zerstörungen enorm.
«Grösste Luftbrücke seit dem Zweiten Weltkrieg»
Der niederländische König Willem-Alexander erklärte bei einem Besuch auf der Karibikinsel Sint-Maarten, die Verwüstung übersteige «alle Vorstellungskraft». Einige Karibikinseln wurden so schwer zerstört, dass sie als unbewohnbar gelten.
Frankreichs Präsident Macron erklärte, rund 1900 bewaffnete Sicherheitskräfte und Hilfsgüter hätten auf die von «Irma» heimgesuchten Inseln Saint-Martin und Saint Barthélémy gebracht werden können. Er sprach von der «grössten Luftbrücke seit dem Zweiten Weltkrieg», die zur Versorgung der Sturmopfer eingerichtet worden sei.
Schweizer Team soll helfen
Das Schweizerische Rote Kreuz schickt am Mittwoch ein Nothelfer-Team von erfahrenen Logistikern nach Sint-Maarten. Zusammen mit dem Niederländischen Roten Kreuz, das um Unterstützung gebeten hatte, koordiniert es die Nothilfe-Operation, wie es in einer Mitteilung heisst.
«Irma» war am vergangenen Mittwoch als Hurrikan der höchsten Stufe 5 auf der Karibikinsel Barbuda in den Kleinen Antillen an Land getroffen. Seither hielt er die Gegend in Atem. Es ist einer der schwersten jemals in der Region registrierten Tropenstürme. Insgesamt kamen mindestens 48 Menschen ums Leben.
Ein Viertel der Häuser zerstört
Im Süden der USA wird das Ausmass der Schäden erst nach und nach sichtbar. Die Katastrophenschutzbehörde Fema schätzt, dass auf den Florida Keys ein Viertel aller Häuser zerstört sind. Die übrigen 65 Prozent hätten grosse Schäden erlitten, sagte der Fema-Direktor. «Im Grunde ist jedes Haus auf den Keys auf irgendeine Art betroffen.»
Die Inselgruppe war am Sonntagmorgen (Ortszeit) direkt vom Auge des Sturms getroffen worden. Das Weisse Haus in Washington rechnete damit, dass geflohene Bewohner möglicherweise über Wochen nicht zurückkehren können.
Elf Tote in den USA
Im gesamten Bundesstaat Florida sind 15 Millionen Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten, wie das Ministerium für Innere Sicherheit mitteilte.
Im nördlichen Nachbarstaat Georgia haben demnach eine Million Menschen keinen Strom. Dort starben am Dienstag in Folge des Sturms drei Menschen. In South Carolina gab es ein Todesopfer. Damit stieg die Zahl der Toten inoffiziellen Schätzungen von US-Medien zufolge auf elf.
Die Westküste Floridas wurde von dem befürchteten Horrorszenario verschont. Bei ihrem Zug über die Halbinsel sorgte «Irma» aber in der nordöstlich gelegenen Stadt Jacksonville für heftige Überflutungen. Prognosen zufolge sollte es sich der Sturm «Irma» am Dienstagabend (Ortszeit) auflösen.
Schwerstkriminelle geflohen
Die Britischen Jungferninseln hatten neben «Irma» mit einer weiteren Gefahr zu kämpfen: Über hundert Schwerverbrecher waren aus einem Gefängnis ausgebrochen und stellten eine «ernsthafte Bedrohung» für Recht und Ordnung dar. Es wurden britische Soldaten eingesetzt, um unter anderem den Gouverneur zu beschützen.