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- Die japanische Staatsanwaltschaft hat eine neue Anklage gegen den früheren Nissan- und Renault-Chef Carlos Ghosn erhoben.
- Es gehe um den Vorwurf der Veruntreuung von Nissan-Geldern, berichteten japanische Medien.
- Es ist mittlerweile die vierte Anklage gegen den früheren Top-Manager der französisch-japanischen Auto-Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi.
Laut Medienberichten soll Ghosn zwischen 2015 und 2018 insgesamt 15 Millionen Dollar an Nissan-Geldern an ein Unternehmen im Nahen Osten überwiesen haben. Fünf Millionen davon soll er für private Zwecke abgezweigt haben.
Untersuchungshaft verlängert
Die Staatsanwaltschaft hatte Ghosn bereits zuvor in drei Anklagepunkten finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen. Unter anderem soll er jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert haben.
Der einst mächtige Auto-Manager war wegen der neuen Vorwürfe am 4. April erneut festgenommen worden – nur einen Monat, nachdem er nach rund 100 Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden war. Derzeit sitzt Ghosn in Japan in Untersuchungshaft.