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Das Zikavirus gehört zur Gattung der Flaviviren, zu denen auch das Denguefieber und die FSME gehören.
Anfang 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgrund der Zika-Virus Ausbrüche in Mittel-, Südamerika und der Karibik zu einer „Gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen.
Tritt eine Zika Virus Infektion während einer Schwangerschaft auf, kann dies zum Auftreten von Mikrokephalie und anderen Anomalien beim Fetus und Neugeborenen führen. Schwangeren Frauen und solchen, die eine Schwangerschaft planen, wird deshalb von einer Reise in entsprechende Gebiete dringend abgeraten.
In der Schweiz ist die Zikavirusinfektion meldepflichtig.
Darunter versteht man eine Schädelfehlbildung, wobei der Schädel im Vergleich zum Normalzustand zu klein ist.
Die Krankheit wird hauptsächlich durch Mücken (Aedes Stegomyia, aedes aegypti/albopticus)übertragen. Aber die Ansteckung kann auch via Muttermilch, Blutkontakt und während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind erfolgen.
Zudem gibt es immer mehr Hinweise, dass die Ansteckung auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit infizierten Partnern erfolgt.
Die Hauptaktivität der besagten Mücken ist am Vormittag, am Spätnachmittag und in der Dämmerung.
Bei 70% aller Fälle verläuft die Infektion asymptomatisch. Das heisst die betroffenen Personen bemerken nichts von ihrer Infektion.
Seltener kommt es nach einer Inkubationszeit von 3-14 Tagen zu grippeähnlichen Symptomen mit Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Konjunktivitis, Ausschlägen auf der Haut sowie Juckreiz und Fieber.
Es kann auch zu neurologischen Komplikationen wie Hirn-und Hirnhautentzündungen oder zeitlich limitierten, aufsteigenden Lähmungen, dem sogenannten Guillan-Barré-Syndrom kommen.
Bei schwangeren Frauen kann die Zika-Virusinfektion zu Fehlgeburt, Frühgeburt oder Wachstumsstörungen führen. Die Infektion kann aber auch schwere Missbildungen wie die Mikrozephalie verursachen. Betroffene Kinder kommen mit einem zu kleinen Schädel und Gehirn zur Welt und sind deshalb schwer behindert. Auch Augenfehlbildungen sowie Hörminderungen können verursacht werden.
Die Diagnose wird anhand einer Blutuntersuchung gestellt. Das Virus ist auch im Urin und im Sperma nachweisbar.
Da es scheint, dass eine Zika-Virusinfektion während der Schwangerschaft zu Mikrokephalie beim Ungeborenen führt, wird schwangeren Frauen und solchen, die eine Schwangerschaft planen, dringend von einer Reise in betroffene Gebiete abgeraten.
Frauen wird zudem empfohlen, nach einer Reise in entsprechende Gebiete, mindestens 3 Menstruationszyklen vor einer Schwangerschaft abzuwarten.
Männer sollten nach einer Reise in betroffene Gebiete für mindestens 3 Monate Kondome verwenden, da das Virus solange auch im Sperma überleben kann.
Kehrt ein Mann aus einem Risikogebiet zu seiner bereits schwangeren Frau zurück, sollen unbedingt bis zum Ende der Schwangerschaft Kondome verwendet werden.
Ist eine Reise in Risikogebiete unumgänglich, sollte man sich möglichst vor den Mücken schützen, Hauptübertragungszeit ist vormittags, spätnachmittags und in der Dämmerung:
Besteht bei einer Schwangeren der Verdacht auf eine Zika-Virus Infektion, sollte dringend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Wird eine Zika-Infektion bei einer Schwangeren festgestellt, muss man die Schwangerschaft alle 2-4 Wochen mittels Ultraschall überwachen und die kindliche Entwicklung genau beobachten. Situativ muss dann über das weitere Vorgehen entschieden werden.