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Rechtsgrundlage für die Einfuhr von biologischen Erzeugnissen bildet die Bio-Verordnung (SR 910.18), insbesondere die Artikel 22 bis 24a und 26.
Die Verordnung des WBF über die biologische Landwirtschaft (SR 910.181) konkretisiert die in der Bio-Verordnung festgelegten Anforderungen. Im Anhang 4 sind die Länder aufgeführt, deren Produtionsnormen und Kontrollsysteme als gleichwertig anerkannt sind (Länderliste).
Zertifizierungsstellen und Kontrollbehörden von Ländern, die nicht in der Länderliste aufgeführt sind, können vom BLW anerkannt werden, wenn sie nachweisen, dass die betroffenen Erzeugnisse die Produktionsnormen und Kontrollsysteme nach Artikel 22 der Bio-Verordnung erfüllen. Anhang 4a der WBF-Bio-Verordnung enthält die entsprechende Liste.
Ausfuhr von Bio-Produkten
Die Anforderungen an die Ausfuhr von biologischen Erzeugnissen werden von der zuständigen Behörde im Empfängerland festgelegt. Für den Export von biologischen Produkten in die EU werden keine zusätzlichen Dokumente benötigt. In seltenen Fällen wird von Drittstaaten eine Kontrollbescheinigung verlangt. Diese wird von einer Zertifizierungsstelle, die vom Empfängerland anerkannt ist, ausgestellt.
Äquivalenz-Vereinbarungen
Die Behörden der Europäischen Union (EU), Kanadas, Japans und der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) haben dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) offiziell bestätigt, dass sie die Schweizer Bio-Vorschriften als gleichwertig (äquivalent) mit ihren jeweiligen nationalen Vorschriften anerkennen.
Im Gegenzug erkennt die Schweiz die Regelungen für den Biolandbau, die Verarbeitung und Etikettierung von Bioprodukten sowie die Kontrollsysteme der genannten Staaten als gleichwertig mit den Schweizer Bio-Vorschriften an.
Die gegenseitigen Anerkennungen sind das Resultat intensiver bilateraler Verhandlungen. Sie erleichtern und fördern den Handel mit biologischen Produkten.