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Die politischen und wirtschaftlichen Kontakte zwischen den beiden Ländern sind bescheiden. Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz finanziert einzelne Projekte. Ausserdem entsandte die Schweiz Wahlbeobachter für die Parlamentswahlen 2007 und 2012.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Timor-Leste
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die beiden Länder arbeiten vor allem bei Entwicklungsprojekten zusammen. Nach den blutigen Auseinandersetzungen von 1999 unterstützte der Bund das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) und das Flüchtlingsradio der Stiftung Hirondelle. Jährlich stehen zudem 50’000 CHF für punktuelle Kleinaktionen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit bereit.
Die Schweiz beteiligte sich mit je zwei Wahlbeobachtern an den Wahlbeobachtungsmissionen der Europäischen Union (EU) für die Präsidentschafts- und die Parlamentswahlen 2007 und stellte einen Beobachter für die Wahlen im 2012.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kulturschaffende aus Timor-Leste können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Schweizerinnen und Schweizer in Timor-Leste
Ende 2012 lebten drei Schweizer Staatsangehörige in Timor-Leste.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Nach der 450-jährigen Kolonialherrschaft durch Portugal und einem kurzen Bürgerkrieg wurde Timor-Leste 1975 nach der Unabhängigkeitserklärung von Indonesien annektiert. 1999 kam das Land nach blutigen Auseinandersetzungen unter eine Übergangsverwaltung der UNO. Die Schweiz leistete umfangreiche Unterstützung für die Opfer und beteiligte sich finanziell an der Friedenstruppe der UNO.
Die diplomatischen Beziehungen wurden 2002 anlässlich der 57. UNO-Generalversammlung in New York formalisiert, als Bundesrat Joseph Deiss und der damalige Aussenminister José Ramos Horta ein Joint Communiqué unterzeichneten.