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Laurent Gajo, UNIGE
Gabriela Steffen, Ivana Vuksanović, Audrey Freytag (UNIGE)
Das Projekt soll die Bedingungen zur Einführung des zweisprachigen Unterrichts auf Primarschulstufe dokumentieren und in Bezug auf die zwei folgenden Fragen kritisch betrachten:
- Welche didaktischen Elemente sind spezifisch für den zweisprachigen Unterricht auf Primarschulstufe, unter Berücksichtigung der fliessenden Grenzen zwischen den Fächern und der Tatsache, dass der Unterricht in der ersten Fremd- oder Zweitsprache in der Regel im 5. Schuljahr gemäss HarmoS beginnt?
- Welches sind die Mindestanforderungen an zweisprachigen Unterricht? Handelt es sich um eine Frage der Quantität (eine bestimmte, in der L2 verbrachten, Zeitspanne) oder der Qualität (eine bestimmte Form des Unterrichts)?
Zwei Arten von Daten sind als Resultat des Projekts vorgesehen:
- Erhebung von Phänomenen und Sequenzen, welche die unterschiedlichen Arten des Zusammenspiels zwischen Sprache und Fach/Inhalt in unterschiedlichen institutionellen und curricularen Zusammenhängen illustrieren. Diese Daten sollen Aussagen und Publikationen ermöglichen und so den nationalen und internationalen wissenschaftlichen Diskurs anregen.
- Daten zur didaktischen Dokumentation und zur Ausbildung von Lehrpersonen:
- Typologie der vorgestellten didaktischen Sequenzen als Videoaufnahmen mit Transkription (Untertitel) und Angabe der genutzten didaktischen Hilfsmittel (Lehrmittel, Zeitungsartikel, Darstellungen usw.) sowie allfälligen schriftlichen Produktionen der Schülerinnen und Schüler
- Typologie der curricularen Integration des zweisprachigen Unterrichts (Modul, Sequenz, Block, Halbtagesprogramm, Integration in den Sprachen- oder Sachfachunterricht, Verteilung der Sprachen zwischen den Lehrpersonen usw.)
Durch diese Daten soll die Betrachtung der gezeigten effektiven Praktiken in ihrer ganzen Bandbreite angeregt werden. Als digitales Verzeichnis werden sie für Lehrpersonen und deren Ausbildung sowie für Institutionen zur Verfügung stehen. Die Sequenzen sind über folgende Website zugänglich: Link und ein Interview mit Gabriela Steffen ist hier zu finden.