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Neel Jani setzt seine Karriere in der Formel E fort. Der 33-jährige Seeländer verpflichtet sich beim Privatteam Faraday Future Dragon mit einem Einjahresvertrag.
Jani hatte die Formel E stets als Option betrachtet. Entsprechende Pläne nahmen konkrete Formen an, als Porsche, sein bisheriger Arbeitgeber, Ende Juli den Ausstieg aus der Langstrecken-WM und den Wechsel in die Formel E verkündete. Die Premiere in der aufstrebenden Serie ist in zwei Jahren, in der Saison 2019/2020, vorgesehen.
Jani betrachtet es als Option, dannzumal wieder für Porsche im Einsatz zu stehen. Seine sportliche Gegenwart heisst nun aber Faraday Future Dragon. Der amerikanische Rennstall mit Basis in Los Angeles wurde 2006 gegründet. Dessen Betätigungsgebiet war vorerst die IndyCar-Serie. Vor drei Jahren erfolgte der Einstieg in die Formel E. Die Ende Juli zu Ende gegangene dritte Saison beendete Dragon auf Platz 8 in der Team-Wertung. Bestergebnis war der 5. Rang von Loïc Duval im ersten von zwei Rennen in New York. Jani wird Nachfolger des Franzosen und zusammen mit dem Belgier Jérôme D'Ambrosio das Fahrer-Duo bilden.
Jani hat bereits die ersten Übungsfahrten in einem Dragon-Elektroauto hinter sich. Nach den Testfahrten von vorletzter Woche in der Umgebung von Barcelona wurde er sich mit den Verantwortlichen des Teams einig. Der für ein Jahr gültige Vertrag beinhaltet die Möglichkeit zur Verlängerung um eine weitere Saison. Jani betrachtet das Engagement als "neues Abenteuer".
Eine Selbstverständlichkeit war der Wechsel trotz bester Referenzen nicht. "Der Markt ist sehr umkämpft, die Startplätze sind sehr begehrt, denn immer mehr Fahrer wollen in die Formel E", so Jani. Seine erste Saison betrachtet er als "Lehrjahr", als "Sprung ins kalte Wasser"; er weiss, dass einiges Ungewohntes auf ihn zukommen wird. "Ich muss mich in die Serie einleben. Es ist eine andere Arbeitsweise als bisher."
Erstmals ernst gilt es für Jani in gut drei Monaten. Anfang Dezember beginnt die neue Formel-E-Saison mit einer Doppelveranstaltung in Hongkong.
SDA-ATS