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Nach seiner Habilitation an der Universität Bonn erhielt der 1924 in Frankfurt am Main geborene Literatur- und Sprachwissenschaftler 1960 den Ruf als Extraordinarius nach Zürich, wo er das Slavische Seminar und dessen renommierte Bibliothek aufbaute. 1964 wurde er zum Ordinarius befördert. 1978-1980 stand er der Philosophischen Fakultät I als Dekan vor.
Peter Brang machte sich international einen Namen als Kenner der russischen Schriftsteller Alexander Puschkin und Iwan Turgenew. Weitere Schwerpunkte seines wissenschaftlichen Wirkens waren Soziolinguistik und sozialgeschichtliche Aspekte der Literatur, Kulturvermittlung und literarische Übersetzung sowie die gesprochene Sprache der Dichter. Unter seinen über 200 Publikationen ragen seine Turgenew-Biographie und eine in enger Zusammenarbeit mit Monika Bankowski-Züllig verfasste dreibändige «Kommentierte Bibliographie zur Slavischen Soziolinguistik» heraus. Nach seiner Emeritierung erforschte er die vegetarischen Lebensweisen in Russland. Seine letzte Monographie war der Theorie und Praxis der Deklamationskunst in Russland gewidmet. Peter Brang veröffentliche sie im Alter von 85 Jahren unter dem Titel «Zvučaščee slovo» (Klingendes Wort).
Peter Brang war ein engagierter Vertreter seines Fachs nach aussen. In Forschung und Lehre setzte er sich mit Erfolg für die allseitige Entfaltung seiner Disziplin ein. Unter anderem war er Mitherausgeber der«Zeitschrift für Slavische Philologie» und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Mit seiner Begeisterungsfähigkeit und künstlerischen Sensibilität, die sich mit einem ausgeprägten Sinn für Genauigkeit verband, formte Peter Brang Generationen von Schweizer Slavistinnen und Slavisten.