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Gesellschaftlich betrachtet könnte man meinen, der Begriff “Frontalunterricht” sei zu einem Schimpfwort geworden, denn nicht selten wird er in einem abwertenden Kontext verwendet.
Beim Frontalunterricht spricht man vor allem vom lehrerzentrierten Klassenunterricht, bei dem sich die Lehrkraft mit allen Mitteln der Didaktik daran versucht, seinen Schülern Wissen zu vermitteln.
Im Laufe der letzten Jahre geriet diese Methode immer mehr in Verruf und die Unterrichtsmethoden wurden mannigfaltiger. Es stand nicht mehr nur ein Lehrer vorne an der Tafel, der etwas erzählte und ab und an Wissen abfragte, sondern es wurden häufiger auch kleinere Gruppen zur gemeinsamen Arbeit gebildet oder ein Thema wurde in einer Diskussionsrunde besprochen. Es gab mehr Projektarbeiten, bei denen Schülern selbstständig ein Thema soweit erarbeiten sollten, dass sich ihre Ergebnisse gut der restlichen Klasse präsentieren ließen.
Die Kritik an einer Unterrichtsweise, bei der ein Lehrer den Unterricht strukturiert für seine Schüler durchführt, lag oft darin, dass durch eine rein audiovisuelle Lernstoffvermittlung nicht alle Formen des Lernens angesprochen wurden und man somit nicht alle Lerntypen berücksichtigen würde, da jeder Schüler unterschiedlich angesprochen werden müsse.
In verschiedenen Ländern durchgeführte Langzeitstudien scheinen dies nun aber zu widerlegen.