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"Die Sonnits: zwei Zahre meines Lebens, die Geschichte machten. 154 insgesamt. Zeitgenössische Leser empfanden sie als eine Art sexuelles Voodoo."
SHAKESPEARE reloaded.
Mr W.H., von pociao kongenial ins Deutsche übertragen.
Wer ist Mr W. H.? Kenn jemand seinen richtigen Namen? Eine Reinkarnation, ein Zeitreisender oder ein Wesen aus einer von einem USB-Stick gehackten DNA?
Mit Mr W. H. entführt uns der britische Kultautor Jeremy Reed in ein Elisabethanisches Drama, das sich liest wie ein Cut-up von William Burroughs. Im dystopischen Ambiente des heutigen London zieht der Ich-Erzähler als Zentralstern einer durch die Zeit reisenden Clique queerer drug addicts seine Kreise.
Er ist ein Wiedergänger von Mr W. H., dem rätselhaften, unbekannten Lover, dem William Shakespeare seine berühmten Sonette gewidmet hat. Im Nacken sitzt ihm Christopher "Kit" Marlowe, verfolgt fühlt er sich aber auch von Mr W. S. himself - Avatare, die in einer Parallelwelt leben, sich innerhalb verschiedener Zeitebenen bewegen oder möglicherweise durch eine Genmanipulation zur Unsterblichkeit verurteilt sind. Und ringsum steht die Londoner Skyline mit ihrer imposanten Wolkenkratzergrammatik in Flammen.
"Ich sah, wie Shakespeare, dessen Augen auf mich gerichtet waren, seine Kapuze abnahm. Er war immer noch derselbe wie 1593, mit schwarzen Augen und schütterem schulterlangem Haar."