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VORSPIEL
1959 und 1960
Erste Sondierungen von Hans Rudolph Rohrer (von Beruf Grafiker) auf dem Westhang vom Plan Châtel. Nachweis einer Befestigungsanlage.
PLANMÄSSIGE AUSGRABUNGEN
1978
Dauer: ca. 2 Monate.
Schnitte an der Westflanke, im Bereich der sichtbaren Geländebrüche im Hang.
Nachweis einer durch Brand untergegangenen Schutzmauer und einer Mauer mit frontalen Pfosten.
1979
Dauer: ca. 1,5 Monate.
Vier kleine Sondierungen (4 m2 et 2 m2) auf dem Plan Châtel (S1 bis S4) und langer Schnitt (T1) zwischen erster und zweiter Schutzmauer.
Bestätigung der ersten Beobachtungen. Fundgut: Keramik und Silices.
1980
Dauer: ca. 2 Monate.
Verlängerung des Schnitts T1; südlich davon Sondierung von 100 m2. Verschiedene Mini-Sondierungen.
Freilegung eines Grabens mit flacher Sohle und eines Grabens mit dreieckigem Querschnitt. Aufschlüsse zur Struktur der Wehrmauer (Pfostenlöcher). Nachweis einer zweiten Bauphase. Feststellung, dass zu Füssen der Wehrmauer praktisch keine archäologischen Strukturen vorhanden sind.
Eine Sondierung an der Spitze des Plan Châtel (S6) brachte keinerlei Ergebnisse.
Schnitt im Süden des Plateaus vom Plan Châtel (T2) zeigt keine Verlängerung der ersten Wehrmauer.
1981
Dauer: ca. 2 Monate.
Zwei neue Schnitte an den Enden der Wehrmauer (T3 und T4) und eine Sondierung südlich davon (S32).
Die erkenntnisreichste Kampagne. Präzisierungen zur Bauweise der Wehrmauer und ihrer Baugeschichte (Errichtung und Brand). Ausgrabung mit Nachweis eines Turmes im Bereich der so genannten «Kasematte», i.e. die Konstruktionselemente hinter der Wehrmauer. Es handelt sich um das Areal beim so genannten Nordtor (hier wurde 2002 ein Teil der Wehrmauer rekonstruiert). Reichhaltiges Fundmaterial. Vorsichtige Deutung der Brandspuren als Niederschlag der Ereignisse im Jahr 58 v.Chr.
1982
Punktuelle Interventionen im Rahmen von Parzellen-Neuaufteilungen.
Zwei im Süden parallel zu einem Weinbergweg angelegte Schnitte im Bereich der vermuteten Verlängerung der Wehrmauer (T8 und T9).
Entdeckung des so genannten Südtors und einer weiteren «Kasematte» (Turm).
1983
Dauer: 6 Wochen im Sommer und 1 Woche im November.
Zwei Schnitte neben der ersten «Kasematte» (T10 und T11), eine Sondierung im Bereich des Südtores. Ca. zehn Sondierungen im Sektor des unteren Plateaus Sur les Planches und eine Serie kleiner Schnitte in drei anderen Sektoren (T22 bis T38).
Keine bedeutenden Neufunde.
1984
Dauer: 4 Wochen.
Abtrag neben dem Nordtor (S34). Neue Sondierungen im Sektor Sur les Planches (T39 bis T43).
Nachweis des Südflügels vom Nordtor und teilweise Freilegung einer zweigleisigen, mit Steinen ausgelegten Strasse mit Mittelberme. Ein für das Verständnis der Konstruktion der Befestigungsanlage grundlegendes Element wird entdeckt: eine in die Rampe eingezogene Pfostenreihe. Die Sondierungen im Sektor Sur les Planches liefern keine Ergebnisse.
1987
Dauer: 4 Tage.
Zwei Mini-Sondierungen im Bereich des Nordtors.
Nachweis einer inneren Pfostenreihe in der Befestigung.
2001
Dauer: 1 Monat.
Ergänzende Ausgrabung des Nordtors (S34) im Hinblick auf eine Teilrekonstruktion der Wehmauer.
GRUNDPROBLEMATIK
Starke Erosionsvorgänge, die zur Verlagerung von Fundmaterial oder sogar zur Zerstörung von Schichtenabfolgen führte.
AUTORISIERTE PROSPEKTIONEN
Parallel zu den Plangrabungen, die unter der Leitung des Freiburger Amtes für Archäologie erfolgten, fand ein mit einer Prospektions-Genehmigung ausgestatteter Laie ca. sechzig keltische Münzen und einen Münzpräge-Stempel.