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Schweiz verbessert sich im ICT Development IndexUhr
Die Internationale Fernmeldeunion hat ihren Information Society Report vorgestellt. Im dabei erhobenen "ICT Development Index" verbesserte sich die Schweiz um einen Platz. Zwei europäische Länder sind besser.
Die in Genf ansässige Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, kurz ITU), hat zum zweiten Mal eine umfassende Studie zur weltweiten ICT-Entwicklung vorgelegt. Im sogenannten "Measuring the Information Society Report", untersuchte die ITU den Stand der ICT-Entwicklung weltweit.
Kernstück der Erhebung ist der "ICT Development Index" (IDI), der einen Anhaltspunkt zur Entwicklung und Verbreitung der ICT in einem Land gibt. Die Schweiz erreichte im IDI 8,68 von 10 möglichen Punkten. Damit verbesserte sich das Land im Vergleich zur Vorjahreserhebung von Rang 5 auf 4. Auf den ersten Platz kam wie schon im Vorjahr Südkorea, mit einem Wert von 8,84. Dahinter folgten die europäischen Länder Island und Dänemark mit knappem Abstand. Die grossen Schweizer Nachbarländer kamen auf folgende Plätze:
Deutschland Rang 12
Frankreich Rang 16
Österreich Rang 23
Italien Rang 37
Afrika abgehängt
Auf den vordersten Plätzen befanden sich ausnahmslos Länder aus Europa, Ostasien, Nordamerika und Ozeanien (Australien und Neuseeland). Die ersten arabischen und afrikanischen Länder fanden sich erst ab Rang 30. Die letzten zehn Plätze bei der ICT-Entwicklung belegten Nationen aus Afrika. Schlusslichter waren Guinea-Bissau, Tschad und Niger, die nur auf IDI-Werte von rund 1,4 bis 1,1 kamen.
Die ITU unterteilt den IDI in drei Unterindizes. Dies sind ICT-Zugang, ICT-Nutzung und ICT-Skills. Dabei fliessen die ersten beiden Indizes mit 40 Prozent und der letzte mit 20 Prozent Gewichtung in die Wertung ein. Beim ICT-Zugang platzierte sich die Schweiz auf Rang 9 und bei der ICT-Nutzung auf Rang 2. Bei den ICT-Fähigkeiten fiel die Schweiz jedoch zurück und erreichte nur Platz 31.
Mobilfunkpreise in der Schweiz vergleichsweise hoch
Im internationalen Vergleich sind die Preise für den normalen Mobilfunk ohne Internet in Europa sehr niedrig. Der Mittelwert liegt bei rund 1 Prozent des Durchschnittseinkommens. In US-Dollar ausgedrückt kostet Mobilfunk in Europa rund 18 Dollar. Ausreisser nach oben und unten gibt es keine. Die Regulierung der EU mag hier einen Beitrag dazu geleistet haben.
Der Durchschnittspreis für Breitbandmobilfunk liegt in der Schweiz bei rund 40 Dollar, die entspricht gemäss der Studie rund 0,55 Prozent des Durchschnittseinkommens. Damit belegt die Schweiz im Ländervergleich Rang 28. Am günstigsten ist der Breitbandmobilfunk in Dänemark, Österreich und Luxemburg, mit deutlich unter 0,2 Prozent am Durchschnittseinkommen.
In den anderen Weltregionen schwanken die Durchschnittspreise für den Mobilfunk teilweise sehr stark. Bewohner in Afrika müssen etwa bis zu 50 Prozent des Durchschnittseinkommens für mobiles Telefonieren bezahlen. Der Mittelwert auf dem Kontinent beträgt über 14 Prozent.
Viele Silver Surfer in der Schweiz
In der Erhebung finden sich auch Angaben zu der durchschnittlichen Mobilfunknutzung in der Schweiz für das Jahr 2014. Im Schnitt 81 Minuten telefonieren Schweizer im Inland, dies sind 7 Minuten weniger als noch 2013. Im Monat verschickten Schweizer durchschnittlich 26 SMS, 6 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Einen Spitzenplatz nimmt die Schweiz bei den sogenannten Silver Surfern, also Personen älter als 74 Jahre, ein. Rund 30 Prozent der Personen in dieser Altersgruppe nutzen das Internet. Dies ist Platz 4 im internationalen Vergleich. Etwas besser sind Schweden und Japan. In Norwegen ist der Anteil mit rund 60 Prozent am höchsten.