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Der jährliche Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gerät in die Kritik. Der Grund: Das Reden über Armut könnte „rechte Kräfte“ beflügeln.
Jedes Jahr veröffentlicht der Paritätische Wohlfahrsverband seinen Armutsbericht. Dieser Bericht soll darüber Aufschluss geben, wie viele Personen in Deutschland von Armut bedroht werden oder bereits als arm gelten. Wie Peter Nowak konstatiert, wird schnell nach der Veröffentlichung zur Tagesordnung übergegangen. Aus verschiedensten Gründen.
Die einen sehen Armut als zwangsläufige Folge von Reichtum an und üben sich in Fatalismus, die nächsten betreiben das „alle selbst schuld“-Spiel oder üben sich in „Schaut euch die Armen in Indien an, dann wisst ihr was Armut ist, hier ist niemand arm“-Rhetorik. Diese wird oftmals noch mit der Glorifizierung der selbst erlebten Armut verknüpft, die mit den bekannten schöngefärbten Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ noch zusätzlich romantisiert wird. Die schönen Zeiten als man noch mit Löwenzahnblumen spielte weil es kein Spielzeug gab, die Suppe dreimal aufgewärmt und die….