Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03280.jsonl.gz/68

Projektreise nach Ruanda
Unser Geschäftsleiter Daniel Suda-Lang und ein Mitglied unseres Vorstands, Jean-Marc Dougoud, sind nach Ruanda gereist, um unsere Projekte gegen Gewalt aufgrund von Geschlecht, Alter oder Behinderung zu besuchen. Während der einwöchigen Reise hatten sie die Gelegenheit, unsere Teams vor Ort zu treffen und sich mit den von uns unterstützten Menschen auszutauschen.
Entdeckung des Projekts zur beruflichen Wiedereingliederung in Gasabo, nördlich von Kigali. | © HI
Geschichte unserer Projekte in Ruanda
Unser Einsatz in Ruanda begann nach dem Völkermord an den Tutsi im Juli 1994. Von 1994 bis 1996 leisteten wir gemeinsam mit zahlreichen anderen Hilfsorganisationen Nothilfe für die Bevölkerung, die in extreme Not, Elend und Armut geraten war. Von 1996 bis 2000, als das Land eine Phase relativer sozialer, politischer und administrativer Stabilität erlebte, engagierten wir uns in langfristigen Aktivitäten, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.
Seit 2001 tragen wir zur Entwicklung des Landes bei und weiten unsere Aktivitäten laufend aus. Wir entwickeln Projekte zur Gewaltprävention durch einen gemeindebasierten Ansatz zur psychischen Gesundheit und fördern Bildung für alle, gemeindebasierte Rehabilitation, Ergotherapie, die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt, den Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt, die psychische Gesundheit in Flüchtlingslagern.
Projekte gegen Gewalt aufgrund von Geschlecht, Alter oder Behinderung
In diesem Zusammenhang hatten unser Geschäftsleiter Daniel Suda-Lang und Jean-Marc Dougoud, Mitglied unseres Vorstands, die Gelegenheit, nach Ruanda zu reisen. Sie besuchten Projekte für die Prävention und Behandlung von Gewalt aufgrund von Geschlecht, Alter oder Behinderung durch einen gemeindebasierten Ansatz zur psychischen Gesundheit. Mit diesen seit rund 12 Jahren laufenden Projekten konnten wir bereits 11'000 Menschen direkt und 38'000 Menschen indirekt helfen.
Unser Team vor Ort, das derzeit aus 118 Mitarbeitenden besteht, arbeitet stetig daran, die Ziele jedes einzelnen Projekts zu erreichen. Es ist wichtig, dass die psychosozialen Massnahmen leicht von Fachkräften, Freiwilligen und Mitgliedern der Gemeinschaft umgesetzt werden können. Unsere Ziele:
- Stärkung der traditionellen Bindungen innerhalb der Gemeinschaft, die durch den Völkermord zerstört wurden.
- Verbesserung der psychischen Gesundheit der ruandischen Bevölkerung, insbesondere von Frauen, die psychologisch und sozial gefährdet und Gewalt ausgesetzt sind.
Dazu organisieren unsere Teams gemeinsam mit den lokalen Gemeinschaften zahlreiche Aktivitäten wie diejenige, die Daniel und Jean-Marc nördlich von Kigali in Gasabo besuchen durften. So werden beispielsweise Workshops zur Herstellung von handwerklichen Produkten (Seife, Kleidung etc.) mit schutzbedürftigen Personen wie Witwen, alleinstehenden Frauen und ehemaligen Sexarbeiterinnen veranstaltet, um sie in die Gesellschaft zu integrieren. Wir geben auch Alphabetisierungskurse für Jugendliche und Erwachsene. So nahmen unsere beiden Schweizer Kollegen auch an einer Diplomübergabe teil, wo unter anderem ein 60-jähriger Mann sein Diplom erhielt.
In der Region Rutsiro im Nordwesten des Landes hatten Daniel und Jean-Marc die Gelegenheit, an Aktivitäten zum Thema häusliche Gewalt teilzunehmen. Mit Mediationsworkshops, der Präsentation von systemischen Problemen sowie Kochworkshops für Männer und Frauen wird versucht, das System zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Ein wertvoller Austausch
Neben der Schönheit der Landschaften, die sie auf ihren Fahrten durch das Land sahen, waren Daniel und Jean-Marc insbesondere von den Gesprächen mit den Menschen, die von unseren Projekten profitieren, sehr berührt. Sie schätzten es auch, sich mit unseren ruandischen Kolleg:innen auszutauschen. Dieser Austausch ist für unser Verständnis der Projekte, die von der Schweiz aus von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und mit der Unterstützung unserer privaten Spenderinnen und Spender finanziert werden, äusserst wichtig und bereichernd.