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(Diomedea L.), Vogelgattung aus der Ordnung der Schwimmvögel und der Familie der Sturmvögel (Procellariidae),
große, kräftige Vögel mit kurzem Hals, großem Kopf, langem, starkem, seitlich zusammengedrücktem, auf der Firste etwas eingebogenem,
scharfschneidigem, vorn gekrümmtem Schnabel mit in kurzen, seitlich liegenden Röhren endigenden Nasenlöchern, von denen
aus ziemlich tiefe Furchen nach der Spitze zu verlaufen, außerordentlich langen, aber schmalen Flügeln,
starken, kurzen, dreizehigen Schwimmfüßen und kurzem Schwanz.
Die größte und bekannteste Art, Kapschaf (D. exulans L., s. Tafel »Schwimmvögel II«),
1,1 m lang und 3-4,25 m breit, ist,
mit Ausnahme der schwarzen Schwingen, ganz weiß, in der Jugend dunkelbraun gesprenkelt und bogig gebändert;
das Auge ist dunkelbraun, der Schnabel rotweiß, an der Spitze gelb, der Fuß rötlich gelbweiß. Er bewohnt die Weltmeere der
südlichen Halbkugel, ist am häufigsten zwischen dem 30. und 40.° südl. Br., streift aber von dort bis zum Beringsmeer. Er
wird an Ausdauer im Flug von keinem Vogel übertroffen, umkreist mit kaum bemerkbarem Flügelschlag, aber
in reißender Schnelligkeit die Schiffe und folgt ihnen Hunderte von Meilen weit.
Unfähig, lebende Fische zu fangen, frißt er alles, was auf den Wellen ruhig dahintreibt, Kopffüßler und Weichtiere und namentlich
auch Aas. Bis jetzt bekannte Brutplätze des Albatros sind die einsamsten Inseln des Großen und Atlantischen
Ozeans, Tristan d'Acunha, Auckland, Campbell u. a. Das Nest enthält gewöhnlich nur ein einziges weißes, 12 cm langes Ei, von
welchem sich der brütende Vogel nicht leicht verscheuchen läßt. Man fängt den Albatros sehr leicht mit einer geköderten Angel.
Er ist auf dem Schiffe vollkommen wehrlos. Sein Fleisch ist kaum genießbar.