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1899 gründete Johann Puch die Puch-Werke in Graz. Das Unternehmen stellte zunächst Velos, später auch Motoren, Töffs und Autos her. 1928 fusionierten die Puch-Werke mit der österreichischen Daimler-Motoren AG und konnte sich bis 1934 unter dem Namen Austro-Daimler-Puchwerke AG am Markt halten. Eine neuerliche Fusion, diesmal mit der Steyr-Werke AG, wurde notwendig. Es entstand so die Steyer-Daimler-Puch-AG. Neben Velos stellte das Unternehmen Fahrzeuge aller Art sowie Waffen und Werkzeuge her. In den 1990er-Jahren wurden verschiedene Bereiche der Produktion, zum Beispiel die für Töffs, Wälzlager oder Busse, verkauft.
1972 vereinbarten der österreichische Hersteller Steyer-Daimler-Puch und Daimler-Benz die Kooperation bei der Entwicklung eines Geländewagens. Drei Jahre später wurde die Serienfertigung beschlossen, 1979 verliessen die ersten Fahrzeuge der G-Klasse die Werkshallen. Während der Geländewagen unter anderem in der Schweiz, Österreich, Slowenien oder in Grossbritannien unter der Bezeichnung Puch G verkauft wurde, kam er in vielen anderen Ländern, zum Beispiel in Deutschland, als Mercedes G auf den Markt. Mercedes steuerte für die G-Klasse die Achsen bei, der Allrad-Antrieb stammte allerdings aus den österreichischen Werkstätten von Steyer-Daimler-Puch. Seit dieser Zeit hat sich das kastenartige Geländefahrzeug äusserlich nur unwesentlich verändert, aus technischer Sicht wurden aber im Laufe der Zeit immer wieder Überarbeitungen und Verbesserungen vorgenommen. Ältere Fahrzeuge, die der G-Klasse (G steht für Geländewagen) angehören und sich in einem guten Pflegezustand befinden, werden heute zu attraktiven Liebhaberpreisen gehandelt.
Schnell entwickelt sich der Puch 300 GD zur beliebtesten Variante dieser kantigen Offroader. Angetrieben wird das Modell von einem Motor mit fünf Zylindern und drei Litern Hubraum. Der kräftige und langlebige Motor bringt bei 4400 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von 88 PS (65 kW) auf den Antriebsstrang. Ab 1981 war der 300 GD ausserdem wahlweise mit einem Automatikgetriebe erhältlich. Bei guter Pflege erweisen sich die Motoren als sehr langlebig, Laufleistungen, die weit jenseits der 100.000 Kilometer-Grenze liegen, sind bei gut erhaltenen Fahrzeugen keine Seltenheit. Die Geländefahrzeuge von Puch sind vielseitige Allrounder, die auf und abseits der Asphaltpisten eine gute Figur machen und durch ihre Robustheit sowie ihre Langlebigkeit überzeugen können.
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