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Bei Googel-Alert steht der Titel: Vom Regierungssprecher zum Utopisten. Den kann man umformulieren: Vom Sprecher zum Macher. Auf alle Fälle hat Iwan Städler vom Tages Anzeiger ein sehr lesenswertes Portrait über Oswald Sigg geschrieben:
«20 Jahre lang diente Oswald Sigg Bundesräten. Nun setzt er sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein – und ist von der Landesregierung enttäuscht.»
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«Als Mitinitiant des Volksbegehrens für ein bedingungsloses Grundeinkommen kämpft er für eine «konkrete Utopie», wie er es selbst nennt. Jeder Erwachsene, der in der Schweiz lebt, soll künftig monatlich 2500 Franken vom Staat erhalten. Und jedes Kind 625 Franken. Am 5. Juni stimmt das Volk darüber ab. Sigg weibelt an vorderster Front dafür, während der Bundesrat ein Nein empfiehlt. Ist das opportun? Darf ein ehemaliger Bundesratssprecher seine Bekanntheit gegen die Landesregierung einsetzen? Auf jeden Fall, findet Sigg. «Als Bürger kann jeder machen, was er will.» Derweil sehen Alt-Bundesräte sein Engagement kritischer. Einige hätten mehr Zurückhaltung erwartet.
Sigg wiederum ärgert sich über die gegenwärtige Landesregierung. Weniger über deren Nein zum bedingungslosen Grundeinkommen, das hat er erwartet. Aber die Art und Weise, wie der Bundesrat das Volksbegehren in der Botschaft abgeputzt habe, sei «unglaublich». Da schimmere null Verständnis durch.»