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Entstanden anfangs Februar nördlich von Australien, mittlerweile vor den Türen Madagaskars: Der Zyklon «Freddy» hat Ausdauer und wird morgen Dienstag mit Winden um 200 km/h auf die Küste Madagaskars treffen.
Wetter
Entstanden anfangs Februar nördlich von Australien, mittlerweile vor den Türen Madagaskars: Der Zyklon «Freddy» hat Ausdauer und wird morgen Dienstag mit Winden um 200 km/h auf die Küste Madagaskars treffen.
Bevor wir uns dem Zyklon «Freddy» widmen, räumen wir erst mit den verschiedenen Namensgebungen von tropischen Wirbelstürmen auf.
Tropische Wirbelstürme oder auch Zyklone sind Tiefdruckgebiete, welche über eine geschlossene Zirkulation verfügen. Sie treten in tropischen Gebieten auf, welche aber mindestens 500 km nördlich oder südlich des Äquators liegen. Je nach Windstärke werden die Tiefdruckgebiete unterschieden in...
Je nach Region sind weitere Begriffe für diese Wettersysteme geläufig. Aufgrund der Nähe zum Atlantik ist bei uns der Begriff Hurrikan (engl. Hurricane) wohl am geläufigsten. Dieser wird sowohl für den Atlantik als auch für den Ostpazifik verwendet. Im Westpazifik nennt man tropische Wirbelstürme Taifune, im Südpazifik und im Indischen Ozean sind die Stürme als «Zyklone» bekannt.
Beinahe zwei Wochen ist es her, als sich das tropische Tiefdruckgebiet «Freddy» in den warmen Gewässern zwischen der Nordküste Australiens und den südlichen Inseln Indonesiens zu einem Tropischen Zyklon der Stufe 2 verstärkte. Nach einer vorübergehenden schwächeren Phase am 9. Februar verstärkte sich der Sturm nachhaltig zu einer starken Zyklone mit mittleren Windgeschwindigkeiten von teils über 200 km/h.
Geführt durch die östliche Strömung des subtropischen Hochdruckgürtels verlagerte sich «Freddy» schnurgerade westwärtsund liegt aktuell knapp nördlich von Mauritius. Damit hat der Sturm bereits deutlich über 6000 km zurückgelegt. Dies ist aussergewöhnlich, denn für die Bildung und Erhaltung einer tropischen Zyklone sind ganz spezifische atmosphärische Bedingungen nötig (warme Wasseroberfläche und konstantes Feuchteangebot, keine grösseren Landflächen, wenig Windscherung).
Die bisher längste Zugbahn erreichte übrigens der Zyklon «Leon-Eline», welcher im Februar 2000 praktisch die gleiche Strecke wie «Freddy» zurücklegte. Nachdem dieser Madagaskar überquert hatte, zog er über den Süden Afrikas bis fast nach Namibia. Im Gegensatz zu Freddy hatte der Sturm aber über grosse Strecken nur die Intensität eines tropischen Sturms und nicht eines tropischen Zyklons (siehe Infobox oben).
Morgen Dienstag, 21. Februar, trifft «Freddy» auf die südliche Landeshälfte Madagaskars und sorgt nebst orkanartigen Winden für heftigen Niederschlag in kurzer Zeit. In der Folge ist die Prognose noch unsicher. Wahrscheinlich trifft der Zyklon deutlich abgeschwächt, jedoch viel Niederschlag bringend auf die Südküste Mosambiks. Bemerkenswert ist, dass in dieser Region bereits in den vergangenen Wochen deutlich zu viel Regen gefallen.