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Das 1609 für Ital Reding erbaute Haus beherbergt eine grosse Sammlung schweizerischer Wappenscheiben. Rund 40 Scheiben der Sammlung sind Werke, die Rudolf von Reding (1859–1926) 1906/07 aus dem 1892 von ihm übernommenen Schloss Eichbühl in Hilterfingen bei Thun nach Schwyz in seinen Stammsitz mitnahm. Darunter sind 14 von Bonstetten-Wappenscheiben, die über Rudolf von Redings Ehefrau Bertha von Bonstetten (1864–1930) in die Kollektion gelangten. Einige der heute in Schwyz befindlichen Glasgemälde gelangten aus der Sammlung Niklaus Friedrich von Mülinens in der Chartreuse bei Hilterfingen am Thunersee (erbaut 1819–1821, abgebrochen 1901) ins Eichbühl (darunter sicherlich die Berner Standesscheibe aus Baden SZ_3). Rund 30 Glasgemälde gehen auf die Sammlertätigkeit Rudolfs von Reding zurück. Dieser setzte einen neuen Sammlungsschwerpunkt, indem er – seiner geografischen und familiären Herkunft Rechnung tragend – fortan Schwyzer Scheiben und solche mit einem Bezug zur Familie Reding der Sammlung einverleibte. Er erweiterte damit den bislang bescheidenen Bestand an Schwyzer Scheiben (SZ_10, SZ_38) im Laufe der Jahre zu einem beachtlichen Konvolut. Das beträchtliche Vermögen seiner Ehefrau ermöglichte es Rudolf von Reding, das Haus an der Schmiedgasse teils unter der Leitung des Basler Architekten Fritz Stehlin (1861–1923) zu renovieren. Im Zuge dieser umfangreichen Baumassnahmen wurden ab 1892 in den beiden Schattenhäuschen einfache Ornamentscheiben (SZ_66), im Festsaal sechs qualitätsvolle Architekturscheiben und in der sogenannten Schnitzkammer heraldisch interessante Rundscheiben mit den Wappen Reding, von Bonstetten und von Sonnenberg (SZ_59, SZ_60_SZ_61) eingelassen. Letztere drei Wappenscheiben erinnern an den Bauherrn der “Schnitzkammer” Rudolf von Reding und dessen Gemahlin Bertha von Bonstetten sowie an Rudolfs Mutter Eufemia von Sonnenberg (1819–1894).