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INHALT: Als die 16-jährige Amy Lennox und ihre Mutter Alexis überstürzt Deutschland verlassen, um ihre bisher unbekannten Verwandten auf der schottischen Insel Stormsay zu besuchen, ahnt Amy noch nicht, dass hiermit ihr größtes Abenteuer beginnt. Denn Amy entstammt aus einer Linie von Buchspringern, die in der Familie Lennox den weiblichen... INHALT: Als die 16-jährige Amy Lennox und ihre Mutter Alexis überstürzt Deutschland verlassen, um ihre bisher unbekannten Verwandten auf der schottischen Insel Stormsay zu besuchen, ahnt Amy noch nicht, dass hiermit ihr größtes Abenteuer beginnt. Denn Amy entstammt aus einer Linie von Buchspringern, die in der Familie Lennox den weiblichen Nachfahrinnen und in der Familie Macalister nur an die männlichen Nachkommen vererbt wird. Diese Gabe schweißt die entzweiten Clans zusammen, denn gemeinsam beschützen sie Bücher. Indem die jungen Buchspringer in ihr zugewiesenes Buch springen und dort nach dem Rechten sehen, ohne Einfluss auf die Geschichte zu nehmen. Doch schon bei ihrem Sprung hält sich Amy nicht an die Regeln und verlässt aus Neugier "Das Dschungelbuch", denn in den anderen Geschichten geht es nicht mit rechten Dingen zu. Gemeinsam mit dem jungen Werther versucht sie, den Grund herauszufinden und begibt sich in große Gefahr... MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG: Kauf-/Lesegrund: Da ich gern Buch im Buch-Geschichten lese, konnte ich an diesem hochgelobten Werk nicht vorübergehen. Reihe: Nein, Einzelbuch Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde auf die fiktive Insel Stormsay in Schottland verlegt und wartet mit bildhaften Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf. Außerdem machen wir in den Büchern mit dem jungen Werther, Shir Khan, Sherlock Holmes, Elizabeth Bennet oder Heidi Bekanntschaft. Hauptperson: Die 16-jährige Amy Lennox wohnt mit ihrer jungen Mutter Alexis in Bochum und ist ein normaler Teenager, bis sie erfährt, dass ihre Vorfahren aus Schottland stammen und in ihrer Familie innerhalb der weiblichen Linie das Buchspringer-Gen weitervererbt wird. Also lernt Amy ihre Verwandten, die auf der kleinen Insel Stormsay leben und deren Aufgabe es ist, Bücher und deren Inhalt zu beschützen, bis sich Vorfälle ereignen, die den Lauf der Geschichten verändern - und das muss Amy mit allen Mitteln verhindern. Dabei bekommt sie Hilfe in Form des gutaussehenden Buchspringers Will Macalister, der ebenfalls ein Buchspringer ist und dem verfeindeten Macalister-Clan angehört... Amy ist eine sympathische, neugierige und mutige Protagonistin, die ihre Aufgabe als Buchspringerin ernst nimmt. Leider wurde ich mit Amy nicht ganz warm und konnte ihre Handlungen und Taten zeitweise nicht ganz nachvollziehen. Nebenfiguren: Neben den recht eigenwilligen Inselbewohnern treffen wir auf literarische Figuren wie Mogli und den Toger Shir Kan, den ständig betrunkenen Werter, Oliver Twist sowie auf diverse Charaktere aus "Alice im Wunderland", wobei man teilweise nur so durch die Geschichten prescht. Romanidee: Reizvolle Grundidee (Menschen in Bücher springen zu lassen), die uns hier in die Welt von verschiedenen berühmten und bekannten Büchern entführt, was mir sehr gefallen hat. Leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugt, aber dazu später mehr... Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden vorwiegend aus dem Blickwinkel von Ich-Erzählerin Amy geschildert, hin und wieder berichtet will über die aktuellen Ereignisse (in der 3. Person). Zwischen den Kapiteln erfahren wir mehr über ein Märchen, das im Buch auch eine Rolle spielt. Handlung: Die abwechslungsreiche Buch im Buch-Geschichte wartet mit allerlei Wirrungen und Turbulenzen, aber auch einigen Wendungen auf, die ich mir anders gewünscht hätte. Die Story zieht sich streckenweise sehr in die Länge und verliert nach den ersten 150 Seiten deutlich an Spannung. Außerdem hätte ich gern mehr über die Gabe der Buchspringer erfahren, denn erklärt werden manche Sachen überhaupt nicht und kratzen nur an der Oberfläche. Schreibstil & Co: Vervollständigt wird "Die Buchspringer" durch den locker-leichten Schreibstil von Mechthild Gläser, den Charme der mitwirkenden Geschichten und durch die jugendliche Sprache. FAZIT: "Die Buchspringer" ist der typischer Fall eines Buches, bei dem ich meine Erwartungen aufgrund der unzähligen positiven Meinungen viel zu hoch geschraubt habe. Leider reicht "Die Buchspringer" nicht an Mechthild Gläsers Schattenwelt-Dilogie heran und konnte mich trotz der interessanten Romanidee nicht ganz überzeugen. Wegen diverser Mankos kann ich mit viel Augenzudrücken nur 3 1/2 STERNE vergeben.
LESEEINDRUCK / ZUR GESCHICHTE Amy Lennox ist ein gewöhnliches Mädchen, abgesehen davon, dass sie sehr gerne und viel liest. Eine Buchverrückte. Bis ihre Mutter Alexis von heute auf morgen mit Amy aufbrach und von Bochum nach Stormsay reiste; auf eine Insel im Atlantik. Amy konnte nur das Nötigste mitnehmen... LESEEINDRUCK / ZUR GESCHICHTE Amy Lennox ist ein gewöhnliches Mädchen, abgesehen davon, dass sie sehr gerne und viel liest. Eine Buchverrückte. Bis ihre Mutter Alexis von heute auf morgen mit Amy aufbrach und von Bochum nach Stormsay reiste; auf eine Insel im Atlantik. Amy konnte nur das Nötigste mitnehmen und an erster Stelle standen hier ihre geliebten Bücher, statt irgendwelcher Kleidungsstücke. Auf Stormsay trifft Amy seit Ewigkeiten auf ihre Großmutter, Lady Mairead. Auf dieser Reise wird ihr zudem offenbart, wer sie wirklich ist: eine Buchspringerin. Und als Buchspringerin muss Amy dafür sorgen, dass die literarische Welt in bester Ordnung ist und bleibt. Das Wohl der Geschichten steht an oberster Stelle. Ihre ersten Reisen in die Buchwelt waren einfach total faszinierend! Wie oft hat man schon die Chance, auf seine Lieblingsbuchfiguren zu treffen?! Amy findet ihre neue Gabe verblüffend und kann gar nicht oft genug in die Buchwelt reisen. Doch schnell wird klar, ihre Fähigkeiten sind anders, als die der beiden anderen Buchspringer, Betsy und Will. Amy schaffte es nicht nur bei ihrem ersten Sprung bereits außerhalb der Geschichte zu wandeln, sondern auch außerhalb des Porta Litterae zu springen, was sonst niemanden möglich ist! Zusammen mit Werther (aus “Die Leiden des jungen Werther” von Goethe) sitzt sie oft zwischen den Zeilen und schnappt Fetzen auf, wie es gerade in anderen Geschichten zu geht. In der “Zeile” und dem “Tintenfass” treffen sich die verschiedenen Figuren der literarischen Welt, wenn sie in ihrer eigenen Geschichte gerade keinen Auftritt haben. Wie nun bereits im zweiten Absatz des Klappentext deutlich wird: die Literatur-Welt wird gestört. Irgendwer vergreift sich an den Geschichten und an den Ideen, die sie zu etwas besonderem werden lässt. Ideen, wie das Kaninchen mit Uhr und Weste, das Alice den Weg ins Wunderland zeigt. Einfach verschwunden. Und plötzlich stirbt auch noch der beste Freund von Will ausgerechnet in der Außenwelt: Sherlock Holmes. Wer steckt nur hinter diesen ganzen scheußlichen Taten? Wer sorgt dafür, dass die gesamte literarische Welt zusammenbricht? Amy macht sich mit ihrem neuen Freund Werther auf die Suche nach dem Dieb. MEIN FAZIT Nach der Lesung in Leipzig auf der Buchmesse 2015, musste ich dieses Buch einfach haben. Die Idee, durch Bücher springen zu können und mit den vielen Charakteren Abenteuer immer und immer wieder “real” erleben zu dürfen, war einfach faszinierend. Umso schöner, dass mich das Buch bis auf ein paar wenige, kleine Kritikpunkte rundum zufrieden stimmen konnte. Einige Dinge wurden leider nicht geklärt, was ich sehr schade fand. Zumal, wenn man bedenkt, dass für diese Handlungen oft sehr viel Worte genutzt wurden, sie “erleben zu lassen”. Am Ende wirkten diese kleinen Geschichten als nichtig und überflüssig, weil sie letztlich doch keine Relevanz hatte. Wer das Buch bereits gelesen hat, weiß, was ich meine. Was mich auch bis zum Ende nicht genau erschließen lässt, ist, warum Amy ihre Mutter so selten Mutter nennt, sondern ständig bei dem Vornamen Alexis. Vielleicht habe ich auch einfach die Stellen mit den Hinweisen vergessen oder überlesen. Obwohl ich der Meinung bin, dass Amy meinte, dass Alexis eine wichtige Person in ihrem Leben ist, wenn nicht sogar ihre beste Freundin. Da Amy aber ständig von Alexis redet, wirkt diese Bezeihung auf mich etwas distanziert. Aber, neben dieser kleinen Sachen, hat mir vor allem gefallen, wie die Geschichte endete. Zwar wäre hier noch etwas Potenzial gewesen, einen Blick weiter in die Zukunft zu bieten, dennoch war das Ende für die Geschichte vollkommen ausreichend. Vor allem faszinierend und inspirierend fand ich die Tatsache, wie authentisch und detailreich Gläser die literarischen Welten zum Leben erwecken konnte. Während Amy oft mit Werther (aus “Die Leiden des jungen Werther” von Goehte) herum streifte, trafen sie auch auf andere Buchcharaktere, die glaubwürdig, auch außerhalb ihrer Geschichten, auftraten. Sehr beeindruckend, wie Gläser diese Charaktere immer wieder so gut reflektieren konnte! Was mir auch gefallen hat, war diese stürmische Insel “Stormsay” und die beiden verfeindeten Clans, die sich wegen einer Fehde derzeit nur gerade so tolerieren. Das Buch ist etwas kindlicher und daher kann ich das empfohlene Alter von ab 12 Jahren vollkommen unterstützen. Auch das Buchcover ist, gemessen an den Inhalt des Buches, gut getroffen. Der Schreibstil ist gut verständlich und flüssig. Alles in Allem ein beeindruckendes Buch, das mich, trotz einiger kleiner Kritikpunkte, überzeugen konnte. Ich würde es jedem empfehlen, der gerne durch Klassiker wie “Der Zauberer von Oz”, “Das Dschungelbuch” oder “Alice im Wunderland” springen möchte. Selbst für angehende Autoren/Schriftsteller finde ich, dass das Buch inspirieren kann, wenn man sich nicht auf die Handlung konzentriert, sondern auf die Welt drum herum.