Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03240.jsonl.gz/2644

An der Wetterstation Mörschwil-Bitzi lag die Temperatur in diesem April im Mittel bei 11.6°C. Im Vergleich zum (eher wenig aussagekräftigen) Mittel 2012-2014 fiel er um 0.9°C zu mild aus. Das Mittel der 30-jährigen Normperioden von Meteoschweiz (1981-2010) liegt in der Siedlung bei etwa 9.9°C. Im Bezug auf diese Periode war der April 2014 um 1.7°C zu mild und dies ist schon eine deutliche Abweichung. Dabei muss bemerkt werden, dass es seit Messbeginn Ende 2011 verglichen mit diesem Mittelwert keinen April gab, der kalt war.
Der April 2014 ist nun schon der vierte zu warme Monat in Folge! Das Jahr war bisher mit durchschnittlich 7.3°C um 2.4°C milder, als normal (im Vergl. 1981-2010). Verglichen mit meinen Daten von 2012 bis 2014 war es immer noch 2.0°C zu mild!
Wie auch schon die Vormonate war nun auch der April zu trocken. Mit seinen gerade mal 59 mm war er für die Natur nich gerade ein Segen, denn in einem durchschnittlichen April fallen laut Meteoschweiz etwa 75 mm. Im Vergleich zu meinen Daten von 2012 bis 2014 ist das Defizit noch deutlicher ausgeprägt: Das Mittel lag bei 88 mm, was bedeutet, dass dieser April rund 33% weniger Niederschlag lieferte.
Zum massiven Temperaturüberschuss in diesem Jahr bisher kommt ein deutliches Niederschlagsdefizit dazu: bisher sind 213 mm gefallen, normalerweise wären es etwa 280 mm. Im Vergleich zum Mittelwert 2012-2014 war es um 27% zu trocken.
Wie schon die Vormonate war auch der April für mich recht langweilig. Zum Monatsbeginn war es sonnig und warm, dann folgte ein kurzer wechselhafter Abschnitt mit Regen, wobei es weiterhin eher warm blieb. Vom 9. bis am 17. herrschte trockenes Hochdruckwetter mit Sonnenschein. Allerdings bleib am Anfang morgens noch eine kompakte Wolkendecke übrig. Am 12. fielen aus Quellwolken kurz einige Regentropfen, die keine messbare Menge lieferten. Dabei war es warm, doch um die Monatsmitte drehten die Winde auf Nord und es wurde kälter, obwohl sich oft die Sonne zeigte. Am 17., dem letzten Schönwettertag, sank die Temperatur sogar knapp in den frostigen Bereich mit minimal -0.4°C.
Am 18. kam dann der Winter noch einmal zurück, der seit Anfangs Dezember kaum mehr Schnee gebracht hat. Mittags erreichten uns plötzlich kräftige Schauer, die einen Temperatursturz von 8 auf 2°C in kurzer Zeit und folglich Schnee mit sich brachten. Am Abend waren aus den Frühlingswiesen Winterlandschaften geworden, denn es fielen 6 cm Neuschnee.
Danach wurde es aber rasch milder und sonniger – schon bald war es für den April schon wieder wärmer als normal. Zum Monatsende wurde es wechselhaft und kühler, die Trockenheit wurde etwas gelindert.
Und nun stellt sich die Frage, was uns im Mai erwartet. Derzeit erwarte ich zu 58% einen warmen Mai. Für den Juni hat sich mit 48% ebenfalls eine milde Variante abgezeichnet (Zufallstrefferquote hier bei 33%). Die Vorhersage wird aber nochmals überprüft.