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Opa und Oma hatten kein Fahrrad
"Wie hat dein Fahrrad ausgesehen, als du ein Kind warst?" lautet Davids Frage an seine Oma, doch die Antwort darauf ist nicht so einfach.
Denn wenn man auf den Gedankenteppich steigt und in die Kindheit von Gertrud Seehaus und Peter Finkelgruen zurückfliegt, landet man mitten im 2. Weltkrieg, in den Stollen von Rimlingen und im Getto von Shanghai.
Kann, darf man Kindern solche schrecklichen Geschichten erzählen? Man muss, denn neben all den schönen und lustigen Familiengeschichten, die Grosseltern ihren Enkeln erzählen, gehören auch die traurigen und schrecklichen dazu:
Alle Geschichten sollen erzählt werden, weil nur so verstanden werden kann, was geschehen ist.
Peter Finkelgruen
Peter Finkelgruen, 1942 als Kind deutscher Emigranten in Shanghai geboren, wuchs nach dem Krieg und dem Tod beider Eltern, in Prag und Haifa auf. Peter Finkelgruen studierte in Freiburg, Bonn und Köln. 1981 wurde er Korrespondent der Deutschen Welle in Israel und leitete dort bis 1988 das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Nach seiner Rückkehr aus Israel veröffentlichte er die autobiographischen Bücher "Haus Deutschland oder Die Geschichte eines ungesühnten Mordes", 1992, Rowohlt Verlag, Berlin und "Erlkönigs Reich. Die Geschichte einer Täuschung", 1997, Rowohlt Verlag, Berlin. Peter Finkelgruen lebt und arbeitet in Köln.
Gertrud Seehaus
Gertrud Seehaus wurde 1934 in Merzig im Saarland geboren, wandte sich zunächst der Schauspielerei zu und studierte Theaterwissenschaft, ehe sie Lehrerin wurde. In den Achtzigern verbrachte sie sechs Jahre in Jerusalen. Heute lebt sie in Köln.