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Jovian Hediger löst in Kuusamo das Olympia-Ticket. Der Waadtländer stösst im Sprint in klassischer Technik in die Halbfinals vor. Mit dem 9. Rang erfüllt er die Vorgabe von Swiss Olympic (Top 15).
Der beste Schweizer Sprinter der vergangenen Jahre packte seine erste Chance gleich beim Schopf. Jovian Hediger, der Elfte der Qualifikation, traf in den Viertelfinals hinter dem Sprint-Weltmeister Federico Pellegrino als Zweiter im Stadion ein. Somit war das wichtigste Ziel erreicht, das Ticket für Pyeongchang hat er in der Tasche.
In den Halbfinals war der Tank des Schweizers leer. Gleichwohl verbesserte er seinen 10. Rang aus dem Vorjahr, sein bis anhin bestes Weltcup-Resultat in klassischer Technik. Hediger erreichte bislang dreimal den Finaldurchgang der besten 6 in einem Sprint. Das persönliche Bestresultat erzielte der Romand im Dezember 2015 in Toblach mit einem 4. Rang.
"Ich bin sehr zufrieden", sagte Hediger. "Im Halbfinal fehlte mir aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme noch etwas der Speed. Vor einer Woche wusste ich nicht, ob ich starten kann. Nun sind die Selektionskriterien erfüllt", fügte er an. Den Westschweizer plagten Beschwerden am Hüftbeuger.
Cologna trotz Out zufrieden
Auch der Schweizer Teamleader Dario Cologna ist nicht zu 100 Prozent fit. Seine Reizung an der Achillessehne hatte aber keinen grossen Einfluss auf sein Leistungsvermögen. Der Bündner büsste auf den 1,4 km in klassischer Technik 10 Sekunden auf den Qualifikationssieger und späteren Triumphator Johannes Hösflot Klaebo, den WM-Dritten im Sprint aus Norwegen, ein. Colognas Leistung lag im Bereich der vergangenen Jahre, er gab in dieser Disziplin schon mässigere Vorstellungen.
Den Cut der Top 30 verpasste Cologna nur um rund eine Sekunde. Mit Blick auf das Gesamtklassement der Minitour ist der Schaden nicht allzu gross. Martin Johnsrud Sundby beispielsweise war nur 1,2 Sekunden schneller und schied danach in den Viertelfinals aus.
Der Sprint in Kuusamo bildete den Auftakt zur dreiteiligen Minitour. Am Samstag folgt ein 15-km-Lauf in klassischer Technik mit Einzelstart, am Sonntag werden die Sieger der Tour in einem Verfolgungsrennen auf den Skatingski ermittelt. Die Favoritenrolle nimmt nun Klaebo ein. Der 21-Jährige dürfte in die Fussstapfen eines Petter Northug treten. Klaebos Fähigkeiten beschränken sich noch bloss auf den Sprint, er zeigt schon gute Allrounder-Qualitäten.
SDA-ATS