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Studienauftrag: 2005
Bauauftraggeberschaft: SAS Stiftung für Ausbildung Sursee
Mitarbeit: Ulrike Traut, Eberhard Tröger, Hannes Schärer
Das Areal der Stiftung für Ausbildung wurde Anfang der Siebzigerjahre von den Architekten Gubelmann und Strohmeier auf einer Hangkante bei Sursee erbaut. Es besteht aus einem stadtähnlichen Konglomerat verschiedener Bauten, deren Anlage und architektonischer Ausdruck der damaligen Zeit entspricht. Die Gebäude, insbesondere die beiden sich über die Kante schiebenden hohen Hotelbauten, haben aus der Ferne eine starke Präsenz in der Landschaft. Das Zentralgebäude 17, das administrative und logistische Zentrum der Anlage, ist architektonisch weniger prägnant ausformuliert. Die Erweiterung soll dies ändern. Ein markant auskragendes Volumen orientiert das Gebäude nun neu zum Parkplatz hin und markiert den neuen Haupteingang bereits bei der Anfahrt. Die architektonische Sprache des bestehenden Gebäudes wird im neuen Bauteil übernommen. Nur zwei kleine Versatzstücke – die geschwungene Stütze unter der Auskragung und ein spezifisches Fenster auf der Stirnseite - verweisen auf die Zeit der Entstehung und auf das Innere.
Die Umkehrung der bisherigen Haupterschliessung wird durch eine neue räumliche Organisation im Innern thematisiert. Die zwei bestehenden rechteckigen Höfe für die Lichtführung und die Vertikalerschliessung werden durch ein System von drei geschossweise unterschiedlich miteinander verbundenen elliptischen Lufträumen ersetzt. Ein räumlich sehr vielschichtiger und spannungsreicher Innenraum kann auf den verschiedenen Geschossen gleichzeitig als Foyer, Lobby und Lounge genutzt werden. Geschwungene Treppen bilden eine prominente vertikale Verbindung. Durch die grossen Oblichter wird Zenitallicht bis auf die unterste Ebene geführt. Die neue Raumfigur bindet das Gebäude im Kern zusammen und verleiht ihm ein über alle drei Ebenen führendes, identitätstiftendes Zentrum.