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Restaurant Löwengarten, Wildbachstrasse 18
Wildbachstrasse 18
8400 Winterthur
Der „Löwengarten“ war ein beliebtes und gut gehendes Quartierrestaurant. Sitzungszimmer und Saal mit kleiner Bühne dienten verschiedensten Nutzern für ihre Veranstaltungen. Der ehemaligen Kaserne diente die Gaststätte als Kantine. Daneben kehrten auch Gäste unterschiedlichster Herkünfte ein.
Die Liegenschaft Löwengarten mit 1523 m2 Grundfläche und Umschwung an der Wildbachstrasse 18 wurde mit dem dazugehörenden Nebengebäude im Jahre 1940 durch die Stadtgemeinde zur Arrondierung des Kasernenareals erworben. Das Haus Assek.Nr. 164 wurde 1840 durch Jakob Friedrich, Kernmacher, erbaut. Im Jahre 1860 erwarb Heinrich Peter, Gärtner, die Liegenschaft. Sein Nachfolger war Johann Gruhler, Wirt. Er erwarb die Liegenschaft 1896. In den Jahren 1897-1898 liess Gruhler nach Plänen von Baumeister C. Forrer Neubauten erstellen. Es entstanden das Haus mit Garagen und Eiskeller, das Waschhaus mit Magazin (später als Militärküche genutzt) und endlich das eigentliche Wohn- und Wirtshaus zum „Löwengarten“. 1908 gab der Wirt Gruhler das Restaurant an einen Pächter weiter.
Auch nach 1940, nun in städtischem Besitz, wurde die Wirtschaft immer unter der Leitung von tüchtigen Pächtern erfolgreich weitergeführt. Sie war als Quartier- und Vereinsbeiz sehr beliebt. Vereine, Jasser, Kegler, Tambouren und Musikanten waren ständige Gäste in Saal, Kegelbahn und Restaurant. 1977 wurde die Liegenschaft total für knapp eine halbe Million Franken renoviert und in neuen Schuss gebracht.
Als die Wirtsleute Ernst und Brigitte Maag per Ende 2011 nach 10 Jahren aus Altersgründen die Pächterschaft kündigten, suchte die Immobilienabteilung der Stadt keine Nachfolger mehr. Eine Renovation sei zu teuer und Quartierbeizen seien nicht mehr gefragt! Mit einer Pinselrenovation wurden der Saal und die Kegelbahn aufgefrischt und anstelle des Restaurants wurden ein Kaffee- und ein Snackautomat aufgestellt. So soll der minimierte Betrieb von Saal und Kegelbahn weiterbetrieben werden. Bier muss selber mitgebracht werden.
Jugendherberge
Nachdem die im Schloss Hegi untergebrachte Jugendherberge im November 2000 voreilig und ohne Ersatz geschlossen worden war, wurde ab 2001 eine provisorische Jugendunterkunft in den oberen Geschossen des Löwengartens eingerichtet. Die geringe Kapazität von 30 Betten stand nur im Sommerhalbjahr zu Verfügung. Mit der Eröffnung des «Hostel Winterthur Depot 195» am 1. Mai 2013 entstand ein professionell geführtes Angebot an günstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Um das neu geschaffene Angebot nicht zu konkurrieren (Originaltext Stadt Winterthur), wurde die provisorische Jugendunterkunft «Löwengarten» Ende Saison per 30. September 2013 geschlossen. Die Jugendunterkunft «Löwengarten» wies seit ihrer Betriebsaufnahme eine durchschnittliche Auslastung von 40 Prozent sowie einen durchschnittlichen Betriebsverlust von 50'000 Franken pro Jahr aus. Die Räumlichkeiten der Jugendunterkunft mit insgesamt 30 Betten stehen ab 1. Oktober 2013 dem Betrieb der Mehrzweckanlage Teuchelweiher zur weiteren Nutzung zur Verfügung. Die Räume sollen an interessierte Gruppen vermietet werden können.
Neuer Verwendungszweck: Studenten Gross-WG
Im Dezember 2019 teilt die Stadtverwaltung mit, dass das Gebäude des ehemaligen Restaurants Löwengarten erneut umgenutzt wird. Mit dem Betrag von 1,17 Millionen Franken wird es umgebaut und für studentisches Wohnen eingerichtet. Im Erdgeschoss wird eine neue Küche eingerichtet. Dort befindet sich auch ein grosser Aufenthaltsraum. Die Zimmer sind auf drei Stockwerke verteilt. Für drei Studierende sollen eine gemeinsame Dusche und eine gemeinsame Toilette zur Verfügung stehen. Ein Lavabo erhält jedes Zimmer. 22 Zimmer werden für 400 bis 600 Franken Monatsmiete zur Verfügung stehen. Bewirtschaftet wird das Haus durch die Woko, der studentischen Wohngenossenschaft. Der Bezug soll im Herbst 2020 stattfinden. Dem Quartierverein Wildbach-Langgasse werden die Räume des ehemaligen Restaurants weiterhin zur Verfügung stehen.
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