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Das Wichtigste in Kürze
- Das Drama «Good Will Hunting» basiert auf einer Kurzgeschichte von Matt Damon.
- Das oscarprämierte Drehbuch schrieb Matt Damon mit seinem Kumpel Ben Affleck.
- Der Film gewann zwei Oscars: Für das beste Drehbuch und für Robin Williams als besten Nebendarsteller.
Der mittellose junge Hausmeister Will Hunting (Matt Damon) löst eines Nachts ganz nebenbei das schier unlösbare Mathe-Rätsel, das ein Uni-Professor für seine Studenten auf eine Wandtafel geschrieben hatte. Dabei wird er zufällig entdeckt.
Aller Förderversuche zum Trotz pfeift das Genie auf sein Potential, bis ein Psycho-Analytiker (Robin Williams) Zugang zu ihm findet und ihm den Weg aus der Sackgasse weist. Der beste Freund (Ben Affleck) des Mathe-Talents – ebenfalls ein Underdog aus Bostons heruntergekommenem Arbeiterquartier – erkennt die einmalige Chance für seinen Buddy und gibt ihm den entscheidenden Impuls, ein neues Leben anzufangen.
Der Anfang von etwas Grossem
Die ursprüngliche Idee zum Drehbuch hatte Matt Damon bereits als Harvard-Student. In einer Autoren-Klasse erteilte der Lehrer seinen Schülern die Aufgabe, ein Ein-Mann-Stück zu schreiben. Damon reichte seine Kurzgeschichte mit den Worten ein: «Möglicherweise werfen Sie mich jetzt aus der Klasse, aber das hier ist der Anfang von etwas Grossem.»
Es war die Geschichte eines potentiellen Mathe-Genies aus der Unterschicht von Boston. Jahre später entstand daraus das Drehbuch zu «Good Will Hunting».
Matt Damon schrieb das Script zusammen mit seinem besten Freund Ben Affleck. Die beiden wuchsen in Cambridge, Massachusetts auf und sind seit dem Primarschulalter unzertrennlich, da ihre Mütter beste Freundinnen waren.
Stolperfalle für die Studio-Bosse
Als die beiden das Drehbuch bei verschiedenen Hollywood-Studios einreichten, bauten sie eine Art Stolperfalle ein. Irgendwo und völlig zusammenhanglos bauten sie eine Liebesszene zwischen Will Hunting und seinem Freund Chuck ein.
Diverse Studios zeigten Interesse an der Geschichte. Aber nur einer fragte nach der eher unpassenden Knutsch-Szene, die so gar nicht in die Story passte. Es war der inzwischen in Ungnade gefallene Harvey Weinstein von Miramax. Ben und Matt gaben ihm den Zuschlag. Die Szene hatten sie eingebaut, um zu erkennen, wer das Script tatsächlich gelesen hatte.
Viel Improvisation am Set
Die Regie übernahm Gus van Sant («My Private Idaho», «To Die For»), der bis dahin vorwiegend in der Indie-Szene für Aufsehen gesorgt hatte. Die Produzenten konnten – als etablierten «Big Shot» – Hollywoodstar Robin Williams für die Rolle des Psychoanalytikers Sean Maguire verpflichten. Minnie Driver als Skylar sollte auf Wunsch der Produzenten ursprünglich durch ein «hübscheres Gesicht» ersetzt werden. Dagegen jedoch verwehrte sich Matt Damon.
Das Schauspiel-Ensemble harmonierte von Anfang an am Set und bald schon entwickelte sich eine kreative Eigendynamik. Robin Williams, der seine Karriere als Stand-up-Comedian begonnen hatte, konnte es sich nicht verkneifen, hier und da vom Drehbuch abzuweichen und Text-Improvisationen einzubauen. Etwa, als seine Figur Will von den nächtlichen Furz-Attacken seiner verstorbenen Frau erzählt. Im Drehbuch stand nichts davon.
Zweifel an Fähigkeiten
Der Erfolg von «Good Will Hunting» überraschte alle. Bei den Oscars ging der Film mit sieben Nominationen ins Rennen. Matt Damon und Ben Affleck gewannen für das beste Drehbuch und Robin Williams wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
Das rief Neider auf den Plan und lange hielten sich Gerüchte, dass das Drehbuch nicht von den beiden Jungstars, sondern von etablierten Autoren verfasst worden sei. Alle genannten «Ghostwriter» dementierten jedoch vehement und postwendend.
Beste Freunde
20 Jahre später sind Matt Damon und Ben Affleck immer noch beste Freunde. Sie haben inzwischen an zehn Kinofilmen zusammengearbeitet. Sei es als Schauspieler, Autoren oder Produzenten.
Ausserdem haben sie das «Project Greenlight » ins Leben gerufen, ein Wettbewerb für Erstautoren im Dokumentarfilm, der zwischen 2001 und 2016 als Serie im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ohne «Good Will Hunting» wären ihre Karrieren nicht denkbar gewesen.