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So funktioniert der Stoffwechsel Ihres Hundes
Hat Ihnen Ihr Tierarzt schon mal gesagt, dass Ihr Hund ein paar überschüssige Pfunde loswerden sollte? Einige Hundebesitzer zählen Kalorien, füttern keine Snacks mehr und verschaffen ihrem Hund mehr Bewegung, und müssen letztendlich feststellen, dass sich der Zeiger der Waage trotzdem in die falsche Richtung bewegt. Wie Menschen können auch Hunde einen langsamen Stoffwechsel haben, der Ihre Bemühungen, das Gewicht Ihres Vierbeiners zu reduzieren, sabotiert.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie der Stoffwechsel Ihres Hundes eigentlich abläuft? Im Folgenden finden Sie einige grundlegende Informationen zum Gewichtsmanagement bei Hunden.
Der Stoffwechsel
Der Begriff Stoffwechsel steht für einen komplexen Vorgang im Körper, in dem die Nahrung in verwertbare Energie verwandelt wird. Dieser Prozess umfasst Interaktionen des Verdauungssystems, des endokrinen Systems, der Muskeln und des Nervensystems. Selbst wenn man nur schläft oder auf dem Sofa sitzt und fernsieht, benötigt der Körper Energie zum Atmen, zur Verdauung und um Blut durch den Körper zu pumpen. Wussten Sie, dass, so das Discover Magazine, 5 bis 15 Prozent des täglichen Energieverbrauchs des Körpers zur Verdauung der Nahrung aufgewendet wird, die Sie gerade gegessen haben?
Die Kalorienmenge, die man als Energiequelle für all diese Hintergrundfunktionen benötigt, nennt man die basale Stoffwechselrate oder Grundumsatz. Kommen körperliche Aktivitäten hinzu, erhöht sich der Kalorienbedarf des Körpers. Der Stoffwechsel Ihres Hundes funktioniert auf die gleiche Weise.
Veränderungen des Stoffwechsels mit zunehmendem Alter
Es gibt viele Faktoren, die Einfluss auf den Stoffwechsel eines Hundes haben können. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Muskelmasse für gewöhnlich langsam ab. Wenn ein älterer Hund an Osteoarthrose leidet und Schmerzen bei Gehen oder Rennen hat, bewegt er sich wahrscheinlich weniger, was auch wiederum zum Abbau von Muskelmasse führen kann. Muskeln sind der Haupttreiber des Stoffwechsels - gesunde, starke Muskeln sind wichtig für einen dauerhaft gesunden Stoffwechsel. Wenn ein Hund nicht mehr so viele Kalorien verbrennt, landen gerade bei älteren Hunden schnell ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen.
Fettleibigkeit verlangsamt zwar nicht explizit den Stoffwechsel eines Hundes, ist aber unter Hunden ein grosses Problem in den USA. Laut der Association for Pet Obesity Prevention sind 56 Prozent aller Hunde in den USA übergewichtig. Fettleibigkeit und Muskelabbau kann zu einer niedrigeren Stoffwechselrate führen. Hier ist der Tierarzt gefragt, um Abhilfe zu schaffen.
Weitere Faktoren
Der Stoffwechsel von Hunden kann auch durch hormonelle Störungen beeinträchtigt werden. Beim Cushing-Syndrom sind die Hypophyse und die Nebennieren betroffen und es verursacht einen erhöhten Spiegel des Hormons Cortisol, so PetCareRx. Hunde mit dem Cushing-Syndrom haben häufig einen erhöhten Appetit und eine niedrigere Stoffwechselrate. Ohne Behandlung ist es dann schwierig ihnen zu helfen, ihr Gewicht zu reduzieren.
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist eine weitere hormonelle Störung, die den Stoffwechsel verlangsamt. Wie Hunde mit dem Cushing-Syndrom neigen Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion zu Übergewicht und nehmen häufig selbst bei normalem oder verringertem Appetit an Gewicht zu.
Auch die Gene spielen ebenso wie bei Menschen eine Rolle beim Stoffwechsel Ihres Hundes. Für Hunde, die von Natur aus einen langsameren Stoffwechsel haben, ist es schwieriger, die aufgenommenen Kalorien zu verbrennen. Das bedeutet, dass Snacks und Stückchen vom eigenen Teller schnell zu viel zu vielen überflüssigen Pfunden führen können, die wiederum eine Reihe von anderen gesundheitlichen Beschwerden bei Ihrem Vierbeiner verursachen können. Die Stoffwechselrate Ihres Hundes kann ähnlich wie genetische Erkrankungen von den Eltern an den Nachkömmling weitervererbt worden sein. Die Gene spielen auch in Verbindung mit der Rasse eine Rolle. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Tierarzt darüber sprechen, um zu verstehen, welches Gewichtsniveau für Ihren Hund ideal ist, um ein gesundes Gewicht und einen gesunden Stoffwechsel zu erhalten.
Die Rolle der Ernährung
Für ältere Hunde, übergewichtige Hunde und Hunde mit hormonellen Störungen, die den Stoffwechsel beeinträchtigen, ist eine auf sie zugeschnittene Ernährung von grossem Vorteil. Hierzu gehört auch ein Hundefutter, das auf den Stoffwechsel abgestimmt ist. Eine Ernährung, die weniger Kalorien und dafür mehr Fasern enthält, kann helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln. Die Kalorienmenge zu beschränken ist wichtig, aber es ist auch wichtig, gemeinsam mit Ihrem Tierarzt eine sichere, moderate Ernährungsumstellung zu finden. Denn wenn der Körper eines Hundes denkt, dass er hungert, schaltet er in den „Hunger-Modus“ um. Das hat zur Folge, dass der Körper sparsam mit Energie umgeht, indem er den Stoffwechsel verlangsamt und Muskelgewebe abbaut, um daraus Energie zu gewinnen. Das ist genau das Gegenteil eines effektiven Gewichtsmanagements für Hunde!
Es ist also wichtig, gemeinsam mit dem Tierarzt die tägliche Kalorienmenge festzulegen, die gefüttert werden muss, um den Stoffwechsel in Gang zu bringen und dem Hund zu helfen, sein Gewicht zu reduzieren. Neben den Problemen, die der „Hunger-Modus“ hervorruft, wissen wir alle, wie sehr hungrige vierbeinige Freunde möglicherweise betteln, die Küche auf der Suche nach Snacks durchstreifen und einen ganz einfach in den Wahnsinn treiben können. Darum ist die richtige Ernährung (ohne zu viele Snacks oder Häppchen der eigenen Mahlzeiten) in Verbindung mit regelmässiger Bewegung so wichtig für einen gesunden Stoffwechsel.
Wenn Sie alles versucht haben, also ausreichend Bewegung und kontrollierte Futterportionen, Ihr Hund aber immer noch Schwierigkeiten hat, ein gesundes Gewicht zu erreichen, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt über ein therapeutisches Hundefutter sprechen, das speziell entwickelt wurde, um auf den individuellen Energieverbrauch Ihres Hundes zu wirken und ein gesundes Gewicht zu erhalten.
Ein gesundes Gewicht, was stark durch den Stoffwechsel beeinflusst werden kann, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Lebenserwartung und Lebensqualität Ihres Hundes. Mit dem richtigen Futter, Bewegung und regelmässigen Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt können Sie Ihrem Vierbeiner zu einem dauerhaft gesunden Stoffwechsel verhelfen. Wenn Sie denken, dass Ihr Hund einen trägen Stoffwechsel hat, machen Sie einen Termin beim Tierarzt und fragen Sie, was man tun kann, um das zu verbessern. Ihr Tierarzt kann feststellen, ob Beschwerden vorliegen, die eine Gewichtsabnahme behindern und Ihnen Empfehlungen für ein optimales Gewichtsprogramm an die Hand geben.
Über die Autorin
Dr. Sarah Wooten
Dr. Sarah Wooten hat 2002 ihren Abschluss an der UC Davis School of Veterinary Medicine gemacht. Dr. Wooten ist zum einen als Tierärztin in einer Kleintierpraxis in Greeley, Colorado tätig, hält Vorträge zu Mitarbeiterfragen, Führung und Kundenkommunikation und ist zum anderen als Mitglied der American Society of Veterinary Journalists auch als Autorin tätig. Sie geht gerne mit ihrer Familie campen, zum Skifahren und Tauchen und nimmt an Triathlons teil.