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Pflegende sind aufgefordert, am Schicksal ihrer Patienten und deren Angehörigen teilzunehmen und nicht lediglich ihre körperlichen Probleme zu beachten. Eine natürliche Folge dieser Haltung ist, dass sie auch das Sterben und den Tod ihrer Patienten nicht nur als biologisches Ereignis wahrnehmen, sondern persönlich davon betroffen sind. Aus ihrem Erleben heraus haben sie ein Bedürfnis, die Pflege Sterbender, Verstorbener und deren Angehörigen bewusst zu gestalten. Ob und wie sie dies tun können, hängt einerseits ab vom Wertsystem, das ein Spital prägt bzw. davon, in welchem Mass es eine differenzierte Betreuung Sterbender und Verstorbener zulässt, anderseits aber auch davon, wie die Leitung eines Spitals mit den diesbezüglichen Anliegen der Pflegenden umgeht.
Die Ergebnisse dieser Studie gewähren Einblick in die Art der Betroffenheit der Pflegenden durch den Tod ihrer Patienten. Sie zeigen, dass nicht Sterben und Tod an sich, sondern die Umstände, unter welchen Patienten sterben, die Pflegenden beschäftigen. Die meisten Pflegenden betreuen gern Sterbende und Verstorbene und es ist ihnen bewusst, dass die Qualität des Sterbens weitgehend von ihnen abhängt. Sie haben konkrete Vorstellungen vom "guten Sterben" und sind grösstenteils bereit, sich relativ kompromisslos für dessen Gelingen einzusetzen.