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Wie sind die Katzenrassen entstanden?
Im Vergleich zur Hundezucht ist die Katzenzucht noch verhältnismässig jung: Erst Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Katzenfreunde, sich professionell zu organisieren und Rassestandards zu entwickeln.
In den 1930er Jahren setzte sich die Französin Marguerite Ravel für einen europäischen Dachverband ein, in dem sich die nationalen Katzenzüchter zusammenschliessen konnten. 1950 wurde daraus in die Fédération Internationale Féline d‘Europe (FIFE), die heute Fédération Internationale Féline (FiFé) heisst. Seitdem erfreut sich das Züchten von Katzenrassen immer grösserer Beliebtheit.
Wurden Katzen schon vorher gezüchtet?
Katzen begeistern uns Menschen nicht erst seit knapp 100 Jahren. Tatsächlich gehen die Ursprünge der Katzenzucht noch etwas weiter zurück: Die plüschige Perserkatze wurde beispielsweise von Liebhabern schon vor über 200 Jahren gezüchtet.
Auch für die Siamkatze gab es bereits im 19. Jahrhundert einen ersten Rassestandard. Die schöne Thailänderin kam von Asien nach Europa, wo ihre erste Nachzucht 1885 auf einer Londoner Katzenausstellung präsentiert wurde.
Wie viele Katzenrassen gibt es?
Heute hat sich aus diesen Wurzeln und dank der organisierten Zucht eine bunte Vielfalt bei den Rassekatzen entwickelt. Von der FiFé sind mittlerweile insgesamt 48 Katzenrassen anerkannt.
Was zeichnet eine Rassekatze aus?
Jede einzelne Rasse hat einen individuellen Steckbrief. Doch was macht eine Katze zur Rassekatze? Bei den Zuchtzielen, die Züchter sich setzen, spielen verschiedene Eigenschaften von Katzen eine Rolle. Neben der Optik gehören dazu beispielsweise auch ihr Charakter und ihre Gesundheit.
Für europäische Katzenzüchter schreibt meist die FiFé die Standards vor. Belegen lassen sich diese Standards mit einem Stammbaum, den jede Katze aus seriöser Zucht mitbringen muss. Anhand des Stammbaums lassen sich die Vorfahren einer Katze über mehrere Generationen hinweg nachverfolgen. Nur so ist eine Reinzucht gewährleistet.
Wie werden Katzenrassen unterteilt?
Die Einteilung der Katzenrassen richtet sich häufig nach dem Fell und der Haarlänge der Vierbeiner:
- Langhaar: Typische Vertreter der Langhaarkatzen sind Perser, Selkirk Rex, Türkisch Angora, Ragdoll und Maine Coon.
- Halbhaar: Zu den Halblanghaarkatzen zählt zum Beispiel die Norwegische Waldkatze.
- Kurzhaar: Die Gruppe der Kurzhaarkatzen bilden unter anderem Vertreterinnen wie Britisch Kurzhaar, Siam oder Russisch Blau.
Apropos Kurzhaar: Viele Katzenbesitzer, die ihr Leben mit einer „Shorthair“ teilen, antworten auf die Frage nach deren Rasse häufig: „Das ist eine EKH, also eine Europäisch Kurzhaar!“ Streng genommen ist das nicht ganz korrekt. Denn auch die Europäisch Kurzhaar ist eine eigene Katzenrasse mit strengen Standards und kontrollierter Zucht.
Entwicklungen und Trends in der Katzenzucht
Wenn Sie auf der Suche nach einer Katze sind und sich von der Vielfalt der Katzenrassen überfordert fühlen, seien Sie froh, dass Sie nicht auf den Hund gekommen sind – sowohl die Zahl als auch die Vielfalt ist bei Hunderassen wesentlich grösser als bei Katzen.
Früher war die kontrollierte Zucht bei Katzen auf wenige Rassen beschränkt, die sich vor allem durch Fell und Farbe unterschieden. Die Hundezucht hat dagegen zahlreiche Rassen mit extremen Unterschieden hervorgebracht. Zwischen einer 70 Kilogramm schweren Dogge und einem zwei Kilogramm leichten Chihuahua liegen Welten.
Denn Hunde wurden ursprünglich für verschiedene Zwecke wie Jagd oder Rennen gezüchtet. Das Leben einer Katze war hingegen schon immer etwas entspannter. Ihre Hauptaufgabe war es früher, das Haus und den Bauernhof von Mäusen freizuhalten. Allerdings geht der Trend zu immer mehr Extremen in der Katzenzucht.
Heute gibt es beispielsweise Katzenrassen mit kurzen Beinen wie die Munchkin oder Wildkatzenhybriden wie die Savannah. Dass der Wunsch nach aussergewöhnlicher Abstammung oder Körperform nicht immer von Vorteil für die Katze ist, sollten Sie auf der Suche nach einem schnurrenden Haustier immer im Hinterkopf behalten.
Wie finde ich eine Katzenrasse, die zu mir passt?
Katzenfans haben heute die unterschiedlichsten Wünsche bei der Wahl ihrer Mieze. Die einen suchen süsse Katzen mit flauschigem Fell und runden Ohren, die anderen legen den Fokus eher auf exotische oder besonders anhängliche Katzenrassen.
Auch wenn viele Katzenrassen durch ihre Schönheit bezaubern, sollten sich Katzenfans vor allem über den Charakter und die Anforderungen an die Haltung der Tiere informieren. Wer zum Beispiel sein Herz an eine schlanke Orientalin verliert, bekommt nicht nur eine bildschöne Siamkatze, sondern auch eine gesprächige und lebhafte Gefährtin.
Ruhiger geht es bei den Ragdolls zu. Überhaupt sind Langhaarkatzen genau richtig, wenn Sie gerne viel Zeit mit Ihrer Katze verbringen möchten: Sie fordern mehrmals pro Woche Zeit für die ausgiebige Fellpflege.
Gleich und gleich gesellt sich gern: Vertreter ähnlicher Katzenrassen verstehen sich tendenziell besser als Samtpfoten mit unterschiedlichem Temperament. Besonders wichtig ist in jedem Fall eine ausgiebige Sozialisierung.
So kommen Sie zu Ihrer Samtpfote
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