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Liebe Mina,
Du erlebst, dass es deinem Vater immer wieder nicht gut geht. Du beobachtest, dass er viel Alkohol trinkt und dass er ab und zu «auf 180» ist. Dein Vater hat mal versucht, vom Alkohol wegzukommen, aber es hat nicht funktioniert.
Du beschreibst diese Situation recht neutral, finde ich, aber ich kann mir vorstellen, dass das alles für dich nicht leicht ist. Hast du jemanden, mit dem du darüber sprechen kannst, was du beobachtest, und über die Gefühle, die du hast? Kannst du mit deiner Mutter oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson darüber sprechen? Auch Fachstellen bieten Unterstützung!
Vielleicht kennst du Gefühle, die schwierig sind. Hier findest du Informationen, die dir weiterhelfen können. Vielleicht stehen hier Antworten auf Fragen, die auch dich beschäftigen?
Du bist in einem Alter, in dem du viel erlebst und wichtige Schritte machst! Fühlt sich dein Kopf frei genug an dafür? Oder drehen sich deine Gedanken zu oft um die Sorgen um deinen Vater? Erlaube dir, Zeit mit FreundInnen zu verbringen, Hobbys nachzugehen etc. Es ist wichtig, dass du für dich Raum hast! Mehr Informationen hier !
Wenn du fragst, «was kann ich tun?» meinst du vielleicht auch, ob du etwas für deinen Vater tun kannst? Du kannst ihm sagen, dass du dir Sorgen machst. Du kannst ihn fragen, ob er sich an Fachpersonen wenden möchte, damit es ihm besser geht. So tust du schon sehr viel. Aber dein Vater wird dann entscheiden, was er tun will. Du kannst ihn nicht zwingen, etwas zu tun. Es ist nicht deine Schuld, wenn er nichts verändert!
Noch eine Frage dazu, dass dein Vater manchmal «auf 180» ist: Empfindest du diese Situationen als bedrohlich? Wenn ja ist es auch wichtig, dass du Möglichkeiten hast, dich zu schützen. Könnte deine Mutter helfen? Oder wen sonst könnest du dann kontaktieren?
Ich hoffe, diese Hinweise helfen weiter! Wir sind da! Schreibe uns unbedingt wieder, wenn du möchtest!
Herzliche Grüsse!