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Die Einführung der 38-Stunden-Woche in Affoltern sowie die grosszügigen Fringe-Benefits in Zürich geben Anlass zur Sorge. Während die Stadträte ihre Massnahmen als Antwort auf den Personalmangel präsentieren, übersehen sie dabei wichtige Aspekte.
Es ist zwar nachvollziehbar, dass Gemeinden in Zeiten niedriger Arbeitslosigkeit gute Mitarbeiter anziehen und binden wollen. Aber der Staat ist keine Privatfirma. Seine Finanzierung beruht auf Steuern und Abgaben der Bürger. Besonders problematisch ist, wenn öffentliche Einrichtungen den Personalmarkt mit übermässigen Anreizen beeinflussen, was zu einer direkten Konkurrenz zur Privatwirtschaft führt.
Die rot-grünen Parteien im Stadtzürcher scheinen nach dem Prinzip "Weniger Einsatz, höheres Gehalt" zu handeln. Eine solche Herangehensweise ist weder zukunftsorientiert noch finanzpolitisch verantwortungsbewusst. Es ist beunruhigend, dass solche Ansichten auch in ländlicheren, oft besser verwalteten Gebieten wie Affoltern Anklang finden.
Zudem sind die finanziellen Belastungen, insbesondere für kleinere Städte wie Affoltern, erheblich. Und während Zürich weitere Vorteile für seine Angestellten in Erwägung zieht, fragt man sich, wer diese letztlich finanziert.
Das überproportionale Wachstum von Verwaltungen ist bedenklich. Es wäre ratsam, die Effizienz und Notwendigkeit dieser oft aufgeblähten Behörden zu überprüfen, anstatt einfach die Arbeitsstunden zu reduzieren.
Marc Bochsler, Wettswil