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Pfarrkirche St. Jakob und Theresia
Schon im Jahr 1307 wird eine dem heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kapelle erwähnt. Vermutlich nach einer Erweiterung wurde sie bereits 1454 als Kirche bezeichnet. Das Erdbeben von 1601 beschädigte die Kirche. Erst 1616 konnte die restaurierte Kirche wieder neu eingeweiht werden. Beim Brand des Pfarrhauses 1741 wurde die mit Schindeln gedeckte Kirche –
dank eines günstigen Windes – von den Flammen verschont. Bei diesem Brand wurden jedoch die Pfarreibücher der Jahre 1622 bis 1741 vernichtet. 1925 beschloss die Kirchgemeinde mit dem damaligen Pfarrer Franz Xaver Gabriel den Abriss der alten und den Neubau einer neuen Kirche. Sie wurde 1933 durch den Churer Bischof Laurentius zu Ehren der Heilgen Jakobus und Theresia (von Lisieux) eingeweiht. In der Folge malte Oskar Cattani die Kirche aus. Zwischen 1993 und 1996 wurde die Kirche innen und aussen renoviert. Die von Jakob Schmid geschnitzte, hölzerne Theresienaltar mit der Reliquie der heiligen Theresia vom Kinde Jesu und die Goll-Orgel gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Pfarrkirche.
Heilig-Kreuz-Kapelle, Emmetten
An der Brennwaldstrasse im Emmetter Sagendorf Richtung Seelisberg steht die Heilig-Kreuz-Kapelle. Sie wurde im Jahr 1791 an Stelle einer kleinen Wegkapelle gebaut und am 15. Oktober 1795 eingeweiht. Berühmt ist die Kapelle wegen der Totentanztafel von ca. 1700. Sie hängt im Innern der Kapelle über dem Eingang. Mit 4,7 Metern Breite hat sie ungewöhnliche Ausmasse. Zudem zeigt sie kostümhistorisch gesehen einmalige und interessante Bilder. 1935 kam sie vom neben der Pfarrkirche gelegenen und inzwischen abgerissenen Beinhaus in die Heilig-Kreuz-Kapelle. Zum Inventar gehören auch sehr bedeutende Votivbilder, die teilweise älter als die Kapelle selber sind. Zwischen 1998 und 2000 wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle renoviert und 1998 unter Denkmalschutz gestellt.
St. Wendelin-Kapelle auf Rinderbühl
Die unscheinbare Kapelle auf der Alp Rinderbühl ob Emmetten wurde 1635 erstmals in einem Pfrundstatut erwähnt. Dabei handelte es sich mehr um einen Ort für Alpmessen, als um eine gebaute Kapelle. 1737 wurde erstmals eine Kapelle erbaut, vermutlich aus Holz. 1822 bis 1865 fanden kleinere und grössere Renovationen statt, das Dach wurde neu erstellt und eine neue Tür eingesetzt. 1925 erfolgten weitere Reparaturen. Aus dieser Zeit stammt wohl die Substanz der heutigen gemauerten Kapelle. 2016 und 2017 wurde die Kapelle aufwendig renoviert. Sie bekam ein neues Dach und ein Glockentürmchen mit einer eigens vor Ort gegossenen Glocke. Die Kapelle wurde neu auf den heiligen Wendelin geweiht.
Erlenkapelle, Emmetten
Oberhalb der Ischenstrasse Richtung Rinderbühl steht die kleine Wegkapelle zur Erlen. Von dort gibt es eine wunderschöne Aussicht auf das Dorf Emmetten und das Vierwaldstättersee-Becken. Über die Entstehung der Erlenkapelle ist wenig bekannt. In Protokollen des Archivs der Emmetter Genossen wird sie erstmals 1791 und später 1819 ein zweites Mal erwähnt. Diese Eintragungen lassen darauf schliessen, dass die Erlenkapelle vor mehr als 200 Jahren ein Ort war, an dem die Leute um Hilfe in ihren Anliegen beteten. Und vieles deutet darauf hin, dass sich in der Erlenkapelle zahlreiche Votivtafeln befanden. Wann die Votivtafeln entfernt oder irgendwo eingelagert wurden, ist nicht bekannt. Seit 1937 wurden verschiedene Renovations- und Unterhaltsarbeiten ausgeführt. In den Jahren 2010 bis 2016 wurden morsche Balken und der Anstrich erneuert.
Weitere Informationen: www.kirche-emmetten.ch
Kirchgemeinde Emmetten
Kirchweg 7
6376 Emmetten