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Agenda 21
Zusammen leben (7. Teilbereich)
Mit diesem 7. und letzten Teilbereich in der dem Programm der nachhaltigen Entwicklung (Agenda 21) gewidmeten Ankündigung beschäftigt sich die Stadt Lausanne mit dem Leben in der Gemeinschaft und begründet ihre Politik der Nähe in den Stadtvierteln. Sie reagiert auf diese Weise auf die letzten aus der partizipativen Vorgehensweise Stadtviertel 21 hervor gegangenen Vorschläge.
Der Bereich der soziokulturellen Belebung wird insbesondere durch die Einrichtung von speziellen Maisons für die einzelnen Stadtviertel unterstützt. Außerdem sind verschiedene Aktionen für die gegenseitige Annäherung der Bevölkerung und der Behörden vorgesehen.
Seit 1995 verwaltet die Fondation pour l'animation socioculturelle lausannoise (FASL; Stiftung für die soziokulturelle Belebung in Lausanne) mit der finanziellen Unterstützung der Stadt fünfzehn soziokulturelle Zentren. Diese Zentren werden durch die gemeinsame Aktivität von Fachmännern und Freiwilligen belebt, wobei die FASL über das Gleichgewicht dieser Kräfte wacht.
Um die durch diese Strukturen geschaffenen sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten und zu verstärken schlägt der Stadtrat vor, in den Stadtvierteln Maisons zu eröffnen, welche die verschiedenen Vereinsaktivitäten zusammenfassen. Diese Maisons «für alle und von allen» werden die Rolle der Vereinswelt und der Bewohner stärken. Sie werden auf struktureller Ebene von einem Maison-Rat verwaltet, der sich aus Repräsentanten der Nutzer, der Stadt und der FASL zusammensetzt, während die FASL die Verwaltung auf administrativer und technischer Ebene übernimmt.
Der Maison-Rat wird von der kommunalen Verwaltung als Ansprechpartner des Viertels anerkannt. Er wird die Möglichkeit haben, neue Projekte für das Stadtviertel zu initiieren und diese auf der Grundlage eines Vereinsbudgets zu finanzieren. Für den Zeitraum 2009-2011 wird dem Fonds für nachhaltige Entwicklung für diesen Zweck eine Summe von 500.000 Franken entnommen. Mehrere Projekte sind bereits in Chailly, im Stadtviertel Boisy-Bossons-Bergières und in Pontaise in Gang.
Parallel zu der Neuentwicklung der soziokulturellen Belebung schlägt der Stadtrat verschiedene Initiativen vor, die eine Annäherung der Lausanner an ihre Behörden zum Ziel haben. Bei zukünftigen Gestaltungs- und Bauprojekten werden dem Beispiel des Stadtviertels Praz-Gilliard in Vers-chez-les-Blanc folgend die Bewohner im Rahmen einer partizipativen Vorgehensweise enger mit einbezogen.
Anlässlich der Eröffnung des Verwaltungsgebäudes von Flon im kommenden August werden neue Anlaufstellen auf der Seite von Chauderon entstehen. Dazu gehören das Bureau d'Information aux Parents (BIP; Informationsbüro für Eltern), eine Kindertagesstätte, die während den administrativen Maßnahmen deren Kinder betreut und ein Informationsbüro für die Öffentlichkeit, das demjenigen auf dem Place de la Palud ähnelt.
Das 1998 initiierte Lausanner Projekt Agenda 21 hat es der Stadt Lausanne ermöglicht, ihr Funktionieren unter dem Blickwinkel der Zukunftsbeständigkeit und kohärenterer Interaktionen zwischen den verschiedenen Bereichen zu analysieren. Sie wurde damit in Bezug auf die Politik der nachhaltigen Entwicklung mit einem sehr vollständigen Instrument ausgestattet.
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