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Der Buddhismus ist die viert größte Weltreligion. Im Gegensatz zum Christentum und zum Islam steht hier keine zentrale Person und auch kein zentrales Schriftstück im Zentrum des Glaubens. Gemeinsam ist den Buddhisten dennoch der Glaube an Siddhartha, der auch als historischer Buddha bezeichnet wird. Buddha ist ein Titel, der einen Zustand beschreibt, in dem Einsicht in die Tatsachen des Lebens gewonnen wurde und in welchem kein Leid mehr herrscht.
Ziel ist, diesen Zustand zu erreichen, wie es der historische Buddha Siddartha getan hat, der die Erleuchtung durch Meditation fand. Von extremen und radikalen Wegen wird dabei abgeraten. Ein gravierender Unterschied zu den anderen Weltreligionen ist, dass es im Buddhismus keinen Gott oder Götter gibt. Das Ziel ist die Erleuchtung durch den mittleren Weg, durch Meditation.
Gemeinsam mit dem Hinduismus hat der Buddhismus den Glauben an den Kreislauf des Lebens mit Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt sowie das Konzept des Karmas. Auch besteht die Vorstellung des Nirwana, also das, was nach der Erleuchtung erreicht wird. Der Buddhismus hat weltweit etwa 230 bis 500 Millionen Anhänger, er hat seinen Ursprünge in Indien und ist heute vor allem im süd-, südost- und ostasiatischen Raum verbreitet, wobei etwa die Hälfte aller Buddhisten in China lebt.