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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Benin sind gut und freundschaftlich. Im Zentrum steht die langjährige Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz in Benin.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Benin
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Benin unterhält in Genf eine ständige Vertretung, welche auch als Botschaft in der Schweiz akkreditiert ist. Die Schweiz ist in Cotonou, mit einem Kooperationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit vertreten.
Die amtierende Bundespräsidentin Doris Leuthard hat im Jahr 2017 einen offiziellen Arbeitsbesuch im Benin durchgeführt. Zu diesem Anlass hat sie den Präsident Patrice Talon getroffen. Im Jahr 2007 hat die damalige schweizerische Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey Benin einen offiziellen Besuch abgestattet und wurde dabei von Präsident Thomas BoniYayi empfangen. Die Schweiz und Benin haben eine Reihe von bilateralen Abkommen getroffen: 2010 über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen, 1981 über die technische Zusammenarbeit, 1975 über den Luftverkehr und 1966 über Handelsverkehr, Investitionsschutz, Investitionen und technische Zusammenarbeit.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Benin können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit
Die Schweiz ist seit 1981, seit dem Abschluss eines Abkommens mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), in Benin tätig. Die Schweizer Kooperationsstrategie für Benin 2017–2020 konzentriert sich auf die Bereiche Wirtschaftsentwicklung im ländlichen Raum, Dezentralisierung und lokale Gouvernanz, Grundschulbildung und Berufsbildung. Die Schweiz unterstützt die verschiedenen privaten und öffentlichen Akteure in ihren Bemühungen, die Armut zu reduzieren, namentlich in den Departementen Borgou und Alibori im Nordosten des Landes. Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bis 2009 gewährte Budgethilfe hat den beninischen Staat ermutigt, Reformen im Bereich der öffentlichen Ausgaben durchzuführen.
2017 beläuft sich das finanzielle Engagement der Schweiz auf 20 Millionen Franken.
Entwicklung und Zusammenarbeit
Schweizerinnen und Schweizer in Benin
Ende 2016 lebten 86 Schweizerinnen und Schweizer in Benin.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Seit dem 1. August 1960 ist Benin ein unabhängiger Staat und wird seit diesem Zeitpunkt von der Schweiz als solcher anerkannt. Im gleichen Jahr haben die beiden Staaten diplomatische Beziehungen miteinander aufgenommen. Für die Schweiz wurden diese Beziehungen zunächst von der Botschaft in Abidjan (Elfenbeinküste), später von der Botschaft in Abuja (Nigeria), und heute von der Botschaft in Akkra (Ghana) gepflegt. Benin hat im Juni 1964 ein Konsulat in der Schweiz errichtet.
Seit der Unabhängigkeit Benins arbeiten die Staaten im Bereich der Entwicklung zusammen. Seit 1981 hat sich die Zusammenarbeit intensiviert und formalisiert: Die beiden Staaten schlossen 1981 ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit ab, 1983 eröffnete die Schweiz ein Kooperationsbüro in Cotonou.
2011 feierten die Schweiz und Benin 30 Jahre Zusammenarbeit mit einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen in Parakou und Cotonou.
Benin war ab 1894 eine französische Kolonie und bis 1975 unter Republik Dahomey bekannt.
Benin, historisches Lexikon der Schweiz