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Freiburg - Zwei Verantwortliche von Freiburger Cabarets müssen sich unter anderem wegen Förderung der Prostitution vor Gericht verantworten. Die Tänzerinnen, die sie engagierten, hätten keine anderen Wahl gehabt als sich zu prostituieren, teilten die Untersuchungsbehörden mit.
Diese sichteten umfangreiches Aktenmaterial, das mittlerweile rund hundert Ordner füllt. Insbesondere prüften die Behörden gegen 800 Arbeitsverträge für die 520 "Tänzerinnen", die zwischen 2003 und 2006 in den beiden Etablissements gearbeitet haben.
Die jungen Frauen stammten grösstenteils aus Osteuropa. In den beiden Cabarets mussten sie vor allem eines: teuren Champagner an den Mann bringen. Die Frauen wurden nämlich anhand ihrer Champagner-Umsätze bezahlt.
Verschwand eine von ihnen mit einem Kunden in ihrem Zimmer, ohne ihm vorher teuren Champagner verkauft zu haben, setzte es eine Busse von über 300 Franken ab. Oft wurden den Frauen die Pässe abgenommen.
Nun ist klar: aus dem Kreis der Verantwortlichen muss sich eine Person wegen Förderung der Prostitution in 305 Fällen, Betrugs, Urkundenfälschung und weiteren Delikten verantworten. Eine weitere Person wird der Förderung der Prostitution in 46 Fällen beschuldigt.
Der Verwaltungsratspräsident der Dachgesellschaft der beiden Etablissements wurde bereits mittels Strafbefehl verurteilt. Dieser ist aber noch nicht rechtskräftig.
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