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Bei der Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen setzt der Kanton bevorzugt auf Gastfamilien oder alternativ auf Wohnungen.
Die beiden Grossrätinnen Alizée Rey (SP, Villars-sur-Glâne) und Julia Senti (SP, Murten) wollten in einem parlamentarischen Vorstoss wissen, welche konkreten Massnahmen der Kanton in Bezug auf die Flüchtlinge aus der Ukraine unternimmt. Insbesondere erkundigten sie sich, ob die erhöhte Platzzahl immer noch eine menschenwürdige Aufnahme zulassen würde.
In einer ersten Phase werden die Flüchtlinge für drei Monate in einem Wohnheim beherbergt, hält der Staatsrat in seiner Antwort auf den Vorstoss fest. Familien erhalten eigene Zimmer. In einer zweiten Phase werden die Flüchtlinge dann in Wohnungen untergebracht. Unterirdische Zivilschutzräume werden nur in akuten Krisensituationen genutzt, wenn die Plätze in anderen Einrichtungen nicht ausreichen. Sie sind in der Regel jedoch nicht für Familien und Kinder vorgesehen.
Besondere Asylverfahren
Dem Kanton Freiburg werden 3,8 Prozent der in der Schweiz ankommenden Asylsuchenden zugewiesen. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine gelten besondere Asylverfahren. Dem Kanton wurden Anfang März keine ukrainischen Flüchtlinge über Bundeszentren zugewiesen. Ausserdem wurde der Kanton teilweise auch nicht um Hilfe gebeten von ankommenden ukrainischen Flüchtlingen.
Im Rahmen der Aufnahme von Asylsuchenden arbeitet die dafür vom Kanton mit der Betreuung beauftragte Organisation ORS auch mit dem Verein «Wagen wir Gastfreundschaft» zusammen. Die Anzahl der Plätze für ukrainische Flüchtlinge ändert sich täglich. Am 1. April verfügte der Kanton Freiburg über 1164 Plätze in Gastfamilien, Wohnungen und Wohnheimen.
150 Franken pro Person
Privatpersonen, die Ukrainer bei sich aufnehmen, erhalten eine monatliche Pauschale von 150 Franken pro erwachsene Person und 75 Franken pro Kind. Flüchtlinge mit dem Schutzstatus S erhalten eine Pauschale für den Lebensunterhalt von 395 Franken pro Monat.