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In den 60er und 70er Jahren feierten Simon & Garfunkel Welterfolge. "Es gab damals viele Momente, in denen ich mich kneifen musste wegen meines Glücks", sagte Garfunkel jüngst dem "Guardian".
Doch dann zerstritt sich das Duo. Trotz Kurzzeit-Versöhnungen näherten sich die beiden Schulfreunde aus dem New Yorker Stadtteil Queens nie wieder so richtig an. "Wir haben unsere Leben gegenseitig bereichert", sagt Garfunkel heute. "Pauls poetischer Stil war so fortgeschritten, so nuanciert. Er hatte eine aussergewöhnliche, hoch entwickelte poetische Gabe."
Aber Garfunkel teilt auch ordentlich gegen seinen früheren Bandkollegen aus. Er habe ihm damals in der Schule seine Freundschaft angeboten. "Und diese Geste hat ein Monster erschaffen."
Er könne alle Fans verstehen, die sich eine Versöhnung wünschten. "Aber ich sage euch auch, was das Problem ist: Paul Simon schattenboxt gegen Simon & Garfunkel."
Der Schatten von Paul Simon lässt Garfunkel einfach nicht los. Dafür sind Songs wie "The Sound Of Silence", "The Boxer", "Bridge Over Troubled Water" oder "Homeward Bound" einfach immer noch zu präsent.
Dabei wollte der 1941 in New York als Sohn eines Kleidungsverkäufers geborene Arthur Ira Garfunkel nie Musiker werden. "Ich war immer nur ein schüchterner Intellektueller, der den Rock'n'Roll liebt." Von der Elite-Universität Columbia hat er ein Mathematikdiplom und bis heute berichtet er auf seiner Webseite regelmässig über die Bücher, die er gelesen hat.
Als Simon & Garfunkel 1970 das erste Mal auseinanderbrachen, zog er nach Connecticut und wurde Mathelehrer. "Das war eine komische Zeit", sagt er rückblickend. "Ich habe mit den Schülern über eine Matheaufgabe gesprochen und gefragt, ob jemand eine Frage hat, und sie haben gesagt: 'Wie sind die Beatles denn so?'"
(SDA)