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Wissenschaftler erforschten im 19. Jahrhundert die Welt mit neuen Methoden und versuchten sie systematisch zu erfassen und darzustellen. Für Graubünden und für die Schweiz spielte der Bündner Ingenieur und Naturforscher Johann Wilhelm Fortunat Coaz (1822–1918) eine bedeutende Rolle. Er erlebte die Entwicklungen seiner Zeit in der Wissenschaft, Technik und Politik aus nächster Nähe. Als Alpinist und Gebirgstopograf bestieg er die höchsten Berge Graubündens und war als Sekretär von General Dufour bei der Entstehung des Schweizer Bundesstaates an vorderster Front dabei.
In der Funktion des Forstinspektors für den Kanton Graubünden und später für die Eidgenossenschaft organisierte Coaz das Forstwesen neu und schuf gesetzliche Regelungen für eine nachhaltige Waldwirtschaft. Auch plante er die ersten Lawinenverbauungen, legte Herbarien an und pflanzte exotische Bäume. Bis ins hohe Alter engagierte sich Coaz für die Umweltpolitik und er gehörte zu den Förderern des Schweizerischen Nationalparks.
Durch seine beruflichen Tätigkeiten war Johann Coaz oft unterwegs und pflegte seine Netzwerke mit den Behörden und mit den führenden Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. In der Ausstellung begleiten wir Coaz auf einer Reise durch verschiedene Forschungsfelder des 19. Jahrhunderts, in denen sein vielseitiges Wirken erfahrbar wird.