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Für was bin ich? Das ist eine sehr wichtige Frage für einen angehenden Politiker. Man muss eine Meinung haben, für die man dann gewählt wird, und die man dann für seine Wähler versucht umzusetzen. Das ist nicht immer ganz einfach, sicher hast auch du schon davon gehört, dass gerade in Bern viele Lobbyorganisationen am Werk sind, welche versuchen die Politiker für ihre Sache zu beeinflussen.
Auch als Kandidat ist man solchen Beeinflussungen ausgesetzt. Zum Beispiel bekam ich vor einiger Zeit eine Bestellkarte, mit der ich ein politisch motiviertes Buch Gratis hätte bestellen können. Noch häufiger allerdings ist der Fall, dass per Post oder per Mail die Anfrage eines Interessensverbandes kommt. Das sieht dann in etwa so aus:
Wir von XY setzen uns für Z ein. Dies ist wichtig weil [langatmige Begründung]. Wenn Sie unsere Sache unterstützen, schlagen wir sie gerne unseren Mitgliedern als Wahlempfehlung vor
Meist sind darunter ein paar Fragen oder Statements, die man ankreuzen und unterschreiben soll. Zum Teil wird einem auch gleich die Option „Ich werde Mitglied von XY“ angeboten.
Es gibt durchaus sinnvolle Dinge darunter, die ich als Kandidat und als Person unterstützen kann. Um hierfür ein Beispiel zu nennen: Der Schweizerische Zivildienstverband CIVIVA. EVP-Schweiz Präsident Heiner Studer ist übrigens Präsident des Verbandes.