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Mit Daten des World Health Survey aus dem Jahr 2009, einer Gesundheitsbefragung in 192 Nationen im Auftrag der WHO, haben Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Schwarzteekonsum und fünf Gesundheitsindikatoren unter die Lupe genommen.
Erfasst wurden dabei Erkrankungen der Atemwege, Infektionskrankheiten, Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes. Die Studie wurde publiziert im BMJopen (BMJ Open 2012; 2: e000648). einzig für Diabetes zeigte sich dabei eine klare inverse Korrelation, alle anderen ausgewerteten Gesundheitsrisiken schienen vom Schwarzteekonsum nicht beeinflusst zu sein.
Eine Schutzwirkung von Schwarztee gegen Typ-2-Diabetes lässt sich mit dieser epidemiologischen allerdings nicht belegen. Dazu müsste eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt werden.
Ähnliche Biostatistiken haben allerdings in der Vergangenheit beispielsweise den Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum und Lungenkrebs aufgezeigt.
Von einer allfälligen Schutzwirkung des Schwarztees gegen Diabetes würden wohl insbesondere die Briten profitieren.
Die Jahresmenge an konsumiertem Schwarztee pro Einwohner lag in Grossbritannien mit 1,81 kg hinter den Iren (2,16 kg). Deutschland befand sich mit knapp 0,2 kg pro Jahr im hinteren Mittelfeld.
Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/834206/who-survey-teetrinker-erkranken-seltener-diabetes.html?sh=14&h=-3725617
http://bmjopen.bmj.com/content/2/6/e000648.full.pdf+html?sid=f67155ed-0a37-445b-856f-9fd3c4014d25
Kommentar & Ergänzung:
Der Hinweis, durch ähnliche Biostatistiken sei der Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum und Lungenkrebs aufgezeigt worden, scheint mir etwas fragwürdig. Lungenkrebs wird meines Wissens durch Teersubstanzen im Tabak gefördert, nicht durch Nikotin,
Sehr wichtig ist in dieser Meldung aber der Hinweis, dass durch Studien dieser Art nicht belegt werden kann, dass Schwarztee das Diabetes-Risiko senkt.
Festgestellt wird nur eine Korrelation: Das Zusammenfallen von hohem Schwarzteekonsum und tiefem Diabetes-Risiko. Das sagt aber noch nichts aus über eine ursächliche Beziehung der Gestalt, dass Schwarztee auch verantwortlich ist für das tiefere Diabetes-Risiko.
Es könnten nämlich weiter unbekannte Faktoren ursächlich mitspielen.
So wäre zum Beispiel denkbar, dass Schwarztee-Trinker markant weniger hochgezuckerte Getränke à la Cola, Fanta, Sprite…..konsumieren, und dadurch das Diabetes-Risiko sinkt.
Klar scheint allerdings, dass Schwarztee wie auch Grüntee eine breite Palette an Inhaltsstoffen enthält, die sich günstig auf die Gesundheit auswirken können.
Siehe auch:
Wenig bekannt ist die äusserliche Anwendung von Schwarztee wegen seinem Gerbstoff-Gehalt bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut:
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch