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|Enzyklopädie|
|Wissensdatenbank|
|Echter Mehltau|
Häufig werden der hier beschriebene Echte Mehltau und der Falsche Mehltau miteinander verwechselt. Dieses wohl nicht aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes, sondern vielmehr wegen der Ähnlichkeit der Namen. Die Sporen der Echten Mehltaupilze (Erysiphales), werden mit dem Wind
verbreitet und bilden, falls sie auf einem Blatt zu liegen kommen, ein weißes Pilzgeflecht (Oberflächenmyzel) auf der Blattoberseite aus. Der Pilz bildet sogenannte Haustorien (Saugfortsätze) aus, welche in die äußeren Zellen (Epidermiszellen) des Wirtes eindringen und hiermit der Pflanze Nährstoffe entnimmt.
Das befallene Blatt welkt hierdurch und fällt später ab. Die reichlich ausgebildeten Sporenbehälter (Conidien) lassen die befallene Blattoberfläche anfänglich weiß, später grau bestäubt erscheinen. Der Echte Mehltau ist gattungsspezifisch, so dass zum Beispiel der Mehltaupilz der Rose nicht auf eine Begonie übergehen kann.
Bevorzugte Pflanzen: Begonia (Begonie, Rosa (Zimmerrosen).
Bekämpfung: Befallene Pflanzenteile abtrennen und vernichten. Da die Mehltaupilze nur auf lebenden Pflanzen leben können, können die Pflanzenteile auf den Kompost gebracht werden. Im Handel gibt es wirksame spezielle Fungizide gegen den Echten Mehltau.
|Eisenmangel|
|Zum Aufbau der Pflanzenmasse und zum reibungslosen Funktionieren des Stoffwechsels benötigt jede Pflanze eine gewisse Menge an Nährelementen. Als lebensnotwendig und in größeren Mengen erforderlich haben sich einschließlich des aus der Luft in Form von CO2 aufgenommenen Kohlenstoffs zehn Elemente erwiesen:

Metalle
K (Kalium)
Ca (Calcium)
Mg (Magnesium)
Fe (Eisen)
Nichtmetalle
C (Kohlenstoff)
O (Sauerstoff)
H (Wasserstoff)
N (Stickstoff)
S (Schwefel)
P (Phosphor)
Dabei brauchen die einzelnen Pflanzenarten diese Grundstoffe in verschiedenen Mengen und in einem unterschiedlichen Mengenverhältnis. Fehlt einer der Grundstoffe der Pflanze, so zeigt sie Magelsymptome.
Fe (Eisen)
Eisen ist wichtiger Bestandteil von Enzymen des Atmungsstoffwechsels der Pflanzen. Es ist überdies über Enzymreaktionen notwendig für die Bildung (Synthese) von Chlorophyll und Eiweißen. Ein Eisenmangel zeigt sich durch Chlorosen jüngerer Blätter. Dies ist besonders an kalkreichen Böden zu beobachten, da hier das Eisen durch Calciumcarbonat ausgefällt und dadurch für die Pflanze nicht verfügbar gemacht wird.
|Enchytraeiden|
Enchytraeiden sind eigentlich keine Schädlinge. Diese nahen Verwandten der Regenwürmer sind in freier Natur nützliche Bodenverbesserer. In den Blumentopf gelangen sie, wenn man seine Zimmerpflanzen in Gartenerde pflanzt oder das Pflanzsubstrat mit Boden aus der freien Natur zu verbessern versucht. Im Gefängnis Blumentopf fressen sie dann nicht nur tote organische Substanzen, sondern auch die Faserwurzeln der Pflanze. Hierdurch wird natürlich die Pflanze geschädigt.
Bekämpfung: Falls man Enchytraiden im Boden feststellt, kann man den Blumentopf über Nacht unter Wasser setzen, was die Tiere aus dem Substrat heraus treibt.