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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Johannes Dörflinger:
Beiträge österreichischer Jesuitenmissionare zur kartographischen Erschliessung Amerikas
Cartographica Helvetica 28 (2003) 3–11
Zusammenfassung:
Von ca. 1680 bis 1767 wirkten in Lateinamerika zahlreiche Jesuitenmissionare aus Österreich (den habsburgischen Territorien in Mitteleuropa), von denen einige bedeutende kartographische Leistungen erbrachten.
Der aus dem Trentino stammende Eusebio Francisco Kino entwarf aufgrund mehrerer Reisen eine Karte des nordwestlichen Mexiko (erstmals 1705 in Frankreich veröffentlicht), die – nach mehreren Jahrzehnten – Niederkalifornien wieder als Halbinsel (anstatt einer riesigen Insel) darstellte. Die Fahrt des Kroaten Ferdinand Konsag (1746) bewies endgültig den Halbinselcharakter Niederkaliforniens, und seine 1757 publizierte Karte zerstreute die letzten diesbezüglichen Zweifel.
Die erste einigermassen der Realität entsprechende Karte des Amazonas wurde ab 1691 von dem Deutsch-Böhmen Samuel Fritz erstellt, der nahezu den gesamten Strom aus eigener Reiseerfahrung kannte. Sie wurde erstmals 1707 in Quito veröffentlicht. Durch einen Nachdruck in Frankreich (1717) wurde sie allgemein bekannt und diente bis zur Amazonas-Karte von Charles-Marie de La Condamine (1745) als Grundlage für die kartographische Darstellung dieses grossen Teiles von Südamerika.