Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03359.jsonl.gz/109

Mit dem Eurovision Song Contest (ESC) hat die Schweiz erfahrungsgemäss so ihre Probleme. Seit Lys Assia 1956 den allerersten Grand Prix Eurovision de la Chanson (wie der Anlass damals noch hiess, offiziell umbenannt wurde er erst 2004) gewonnen hat, geht es mehr oder weniger bergab.
Einen ESC zu veranstalten kostet heutzutage etwa 25 Millionen Euro. Die Schweiz, Deutschland und Spanien weisen bei den Gewinnern einen Frauenanteil von 100 % auf; überhaupt sind weibliche Gewinner in der Überzahl. Seit 2008 erhält der Komponist des Siegerlieds eine Trophäe, ein Mikrofon aus Kristallglas. Zu den Schweizer ESC-Veteranen gehört Peter Reber, der zwischen 1971 und 1981 sechsmal mitwirkte, davon viermal als Teil von Peter, Sue und Marc. Unbestrittener Rekordhalter ist der Deutsche Ralph Siegel, der 19 Stücke für den ESC komponiert hat (unter seinen Werken befindet sich der Sieger von 1982, „Ein bisschen Frieden„). Den Rekord für die meisten Null-Punkt-Beiträge hält nicht die Schweiz, sondern Norwegen. Leider hat sich in letzter Zeit mehr und mehr Englisch anstelle der jeweiligen Landessprache durchgesetzt. Die Fragen, wie Teilnehmer ausgewählt und wie die Sieger ermittelt werden, sind eine Wissenschaft für sich.
Diese und noch weitere mehr oder weniger interessante Fakten kann man in Clemens Dreyers und Claas Triebels Ein bisschen Wahnsinn. Wirklich alles zum Eurovision Song Contest nachlesen.