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Eisenbahnen, Getreidesilos, Terminbörsen: Diese drei Schlagworte stehen in der Zwischenkriegszeit für den amerikanischen Kapitalismus, wie er sich im 19. Jahrhundert herausgebildet hatte. Die Eisenbahnen stehen am Anfang und zugleich im Zentrum dieses Dreiecks. Die Telegraphen- und Eisenbahngesellschaften waren die ersten Unternehmen, welche den Beruf des Managers erfunden hatten, um die geographisch weit verstreuten Operationseinheiten zu koordinieren. Doch es waren die Getreidespeicher, welche die Basis des expandierenden Geschäftsfeldes der Eisenbahngesellschaften darstellten. Am Ende dieser Verwertungskette standen die Getreidebörsen. Der Vortrag skizziert anhand einer Analyse von Ingenieursfachzeitschriften, Handbüchern, Regierungsdokumenten, Filmen und Literatur die Politik und Poetik des Getreidespeichers. Es geht dabei auch um den Versuch einer Geschichte des Kapitalismus mittels eines Blicks auf die logistischen Infrastrukturen der Moderne und der Spätmoderne. Welcher Blick entsteht, wenn wir die Weltwirtschaft als materielle Kultur zu erfassen versuchen? Welche Narrative und Bildprogramme haben die Ingenieurswissenschaften, welche diese Infrastrukturen entwickelt haben, hervorgebracht? Was wird dabei sichtbar? Und was bleibt verborgen?
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