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Der dt. Begriff U. (althochdt. uodal) bezeichnete ursprünglich den Hausbesitz als Bedingung für das städt. Bürgerrecht (Burgrecht), doch erhielt er sich nur in der Rechtssprache der dt. Schweiz. Angesichts der vielen Neubürger und Ausbürger im SpätMA trat vermehrt eine Sicherheitsleistung (Kaution) in Form einer Geldhinterlegung an dessen Stelle, die ebenfalls U. genannt wurde. Das U. konnte als Pfand auf einem Stadthaus liegen, dessen Eigentümer für den Neubürger bürgte, oder es ging an die Stadt und lag als Pfand auf den Stadtgebäuden. Mit der Eintragung in das städt. Udelbuch wurde das Bürgerrecht begründet, durch Streichen gelöscht; die jährl. Zinsleistung (Udelzins) diente seiner Anerkennung. Udelpflichtige Häuser durften ursprünglich nicht verkauft und später das U. nicht verpfändet werden, da es der Stadt als Sicherheit gehörte.
Quellen
– SSRQ
Literatur
– Idiotikon 1, 98
Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler