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Terraviva
Vom 1. April bis 15. Juli wird die Rheinschlucht von Flussuferläufern zum Brüten aufgesucht. In der ganzen Schweiz brüten nur noch ca. 100 Brutpaare, etwa ein Viertel davon in der Rheinschlucht. Bei Gefahr verlässt der Bodenbrüter sein Nest und mimt einen verletzten Vogel, um den Feind vom Gelege oder den Küken abzulenken. Schon Ende Juli ziehen die Flussuferläufer weiter, in Richtung Winterquartier in Afrika.
Noch seltener als der Flussuferläufer ist der Flussregenpfeifer zu Gast in der Rheinschlucht. Der kleine Bodenbrüter legt seine sandfarbenen, gepunkteten Eier einfach in eine Mulde zwischen Kieselsteine. Die Küken sind Nestflüchter und können schon nach 3-4 Wochen fliegen. Zum Überwintern ziehen die Flussregenpfeifer nach Afrika in die Nähe des Äquators.
Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann. Sie brütet in natürlichen Höhlen entlang von schnell fliessenden Gewässern. Solange das Gewässer nicht zufriert, bleiben die Wasseramseln am selben Ort und ernähren sich vor allem von im Wasser lebenden Kleintieren. Ihr Körper ist so gut ans Leben am Wasser angepasst, dass sie sogar ein paar Meter unter Wasser laufen und singen kann.
Die Gebirgsstelze gilt als Indikator für saubere, naturnahe Fliessgewässer. Mit ihrem gelben Bauch unterscheidet sie sich deutlich von der schwarz-weissen Bachstelze. Schon früh im Frühling nistet sie in Höhlen und Nischen entlang von strukturreichen Bächen und Flüssen. Sie ernähren sich von Insekten, deren Larven und Spinnen.
Der Wanderfalke ist mit seinen 1m Spannweite der kräftigste unter den Falken. Er jagt ausschliesslich andere Vögel. Im Sturzflug stürzt er sich mit bis zu 250 km/h von seiner Sitzwarte auf die erblickte Beute und ergreift sie im Flug. Wanderfalken brüten in Felsnischen und nutzen oft alte Nester der Kolkraben. Die Jungvögel bleiben 35-42 Tage im Nest, bevor sie die ersten Flugversuche unternehmen.
Felsenschwalben bauen ihre nach oben geöffneten Nester aus Lehm an geschützten Stellen in Fels. Obwohl sie schon früh im Jahr an den Brutplätzen ankommen, beginnen sie erst im Mai mit dem Brüten. Mit spektakulären Flugmanövern jagen sie fliegende Insekten und halten sich dabei immer in der Nähe der Felsen auf. In den letzten Jahren wurden in Siedlungsgebieten immer häufiger auch Gebäudebruten beobachtet.
Das sehr scheue, anspruchsvolle Auerhuhn bevorzugt strukturreiche Nadelholzwälder. Es reagiert sehr empfindlich auf Störungen, insbesondere durch den Menschen. In und um die Rheinschlucht sind drei Waldflächen ausgeschieden, in denen das Auerhuhn durch forstliche und andere Massnahmen gefördert wird.
Kontakt
Verein RheinschluchtVia Nova 437017 Flims
+41 81 928 29 08+41 78 664 67 <email-pii>
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