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Der Russe, der in Wimbledon nicht antreten darf, spätestens danach aber dennoch Novak Djokovic als Nummer 1 ablösen wird, war im Achtelfinal gegen den als Nummer 20 gesetzten Marin Cilic völlig chancenlos. Der Kroate setzte sich in nur 1:47 Stunden 6:2, 6:3, 6:2 durch und musste dabei keine Breakchance abwehren. Völlig aus heiterem Himmel kommt Medwedews Niederlage nicht, Sand war noch nie seine bevorzugte Unterlage. Allerdings hatte der 26-jährige Moskauer letztes Jahr in Paris immerhin erstmals die Viertelfinals erreicht und nun in den ersten drei Runden keinen Satz abgegeben. Zudem hat Cilic, der US-Open-Champion von 2014 und Finalist bei zwei weiteren Grand-Slam-Turnieren, seine besten Zeiten (vermeintlich) hinter sich. Im Viertelfinal trifft er mit der Weltnummer 7 Andrej Rublew auf einen weiteren Russen.
Rune erster dänischer Viertelfinalist
Im Schatten von Carlos Alcaraz spielt in Paris mit Holger Rune ein zweiter Teenager gross auf. Der 19-jährige Bezwinger von Henri Laaksonen liess sich auch vom Vorjahresfinalisten Stefanos Tsitsipas nicht stoppen. Er bezwang den als Nummer 4 gesetzten Griechen 7:5, 3:6, 6:3, 6:4 und machte damit den dänisch-norwegischen Viertelfinal gegen Casper Ruud klar.
Rune ist der erste dänische Viertelfinalist am French Open überhaupt und der erste an einem Grand-Slam-Turnier seit 1967. Als 40. in der Weltrangliste ist der überaus selbstbewusst auftretende Rune hinter Alcaraz der mit beträchtlichem Abstand am zweitbesten klassierte Teenager. Seine grosse Waffe ist die Vorhand, von der auf Youtube auch Videos aus seiner Kindheit kursieren.
Alcaraz überzeugt
Carlos Alcaraz hatte den Vorstoss in die Viertelfinals noch am späten Sonntagabend bewerkstelligt. Der 19-jährige Spanier lieferte beim 6:1, 6:4, 6:4 gegen den Russen Karen Chatschanow eine überzeugende Leistung ab und bekommt es am Dienstag mit Alexander Zverev zu tun. Der Sieger des Duells wird im Halbfinal auf Novak Djokovic oder Rafael Nadal treffen.
Swiateks Schreckmoment
Die absolute Topfavoritin Iga Swiatek wurde im Achtelfinal erstmals richtig gefordert - zumindest einen Satz lang. Die Polin kam einen Tag vor ihrem 21. Geburtstag mit einem 6:7 (5:7), 6:0, 6:2 gegen die Chinesin Zheng Qinwen (WTA 74) zu ihrem 32. Sieg in Folge. Sie verlor aber den ersten Satz nach fünf vergebenen Satzbällen, profitierte aber in der Folge davon, dass die noch zwei Jahre jüngere Asiatin durch eine Verletzung am Oberschenkel oder den Adduktoren sichtlich eingeschränkt war. Im Viertelfinal gegen die Weltnummer 11 Jessica Pegula wird sich Swiatek steigern müssen, wenn sie ihren zweiten Grand-Slam-Titel nach dem French Open 2020 holen