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Denn wenn es auch unbestreitbar ist, daß die Größe der Verdunstung sich wie die verdunstende Oberfläche verhält, so findet
dies doch auf kleinere Gefäße keine Anwendung, indem bei diesen die Größe der der Luft ausgesetzten
Seitenflächen und die Wassertiefe von beträchtlichem Einfluß sind. Die sehr zahlreichen Atmometer zerfallen in
zwei Klassen, je nachdem die Verdunstung durch die Verminderung des Volumens oder durch den Gewichtsverlust des der Verdunstung
ausgesetzten Wassers bestimmt wird.
Die der ersten Klasse haben den Übelstand, daß sie während Frostwetters zur Beobachtung ungeeignet und durch den Frost auch
oft zersprengt werden. Die bekanntesten Apparate dieser Art sind von Mühry, Prestel, Lament, Piche und Morgenstern
[* 4] konstruiert.
Auch gehört hierher DufoursSiccimeter, welches die Differenz zwischen Regenmenge und Verdunstung angeben
soll. Ebenso zahlreich sind die Atmometer, bei welchen die Verdunstung mittels Wägung bestimmt wird. Die bekanntesten sind von Saussure
und Wild angegeben, von denen das letztere in umstehender
[* 3]
Figur dargestellt ist. Der Hauptsache nach
besteht das von Wild aus einem schalenartigen Gefäß
[* 5] C, welches auf eine der Briefwage ähnliche Vorrichtung
A aufgesetzt werden kann.
¶
Als Resultat der bisher angestellten Verdunstungsbeobachtungen ergibt sich, daß dieselben wegen des
Einflusses, den die Temperatur und die Luftbewegung ausüben, nur in ungenügender Weise die Verhältnisse der Verdunstung wiedergeben,
wie sie in der Natur stattfindet. Dazu sind nur größere Verdunstungsbassins oder allenfalls Verdunstungsmesser geeignet,
bei welchen das eigentliche Verdunstungsgefäß in ein größeres, mit Wasser gefülltes eingesenkt ist.