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1. Februar 1979
Khomeini kehrt zurück. Die kaiserliche Dynastie brach wie ein Kartenhaus in sich zusammen, der Schah wurde vom Pfauenthron gestürzt. Die revolutionäre Geistlichkeit übernahm die Macht, eine als Gottesstaat verstandene Islamische Republik wurde errichtet. Nach Jahren im Exil kehrte der da schon greise Religions- und Revolutionsführer Ayatollah Khomeini unter dem hoffnungsvollen Jubel von Millionen von Iranern nach Teheran zurück.
2. Februar 1990
Das Ende der Apartheid in Südafrika. Apartheid, das war die staatlich durchorganisierte Politik der getrennten Entwicklung. Ein ganzes Bollwerk von Gesetzen, das es schwarzen Südafrikanern verbot, als gleichberechtigte Bürger in ihrer Heimat zu leben. Die Minderheit schloss die Mehrheit der Bevölkerung einfach weg - in Townships, die immer mehr verslumten, und in entlegene Reservate, die das weiße Regime zu schwarzen Homelands deklarierte.
3. Februar 1966
Mondlandung von Luna 9. Mit der Landung der Raumsonde Luna 9 auf dem Mond errang die sowjetische Weltraumforschung einen Vorsprung vor den USA im Wettlauf zum Mond. Die unbemannte Kapsel benötigte etwa 73 Stunden für den Flug. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang Luna 9 die erste weiche Landung auf einem fremden Himmelskörper. Kurz nach Erreichen der Mondoberfläche übermittelte die Raumsonde die ersten Fernsehbilder von der Oberfläche des Erdtrabanten.
4. Februar 1194
Richard Löwenherz freigekauft. König Richard Löwenherz durfte nach Zahlung von Lösegeld die Festung von Tribur verlassen. Außerdem wurde Löwenherz gezwungen, einen Lehenseid zu leisten. Der römisch-deutsche Kaiser Heinrich VI. hatte seinen Kontrahenten zwei Jahre in der Festung von Tribur gefangen gehalten. Richard war auf der Rückkehr vom Kreuzzug 1192 durch Leopold von Österreich in der Nähe Wiens gefangen genommen worden, mit dem er seit der Eroberung Akkons verfeindet war.
5. Februar 1933
Baubeginn der Golden Gate Bridge. Lange Zeit galt die Überbrückung der San Francisco Bay mit ihren gefährlichen Strömungen und Orkanen als unkalkulierbares Risiko. Schließlich musste eine 97 Meter tiefe und fast zwei Kilometer breite Meerenge überbrückt werden. Als die Bank of America die Finanzierung des Projekts sicherte, konnten die Arbeiten am 5. Februar 1933 beginnen. Es entstand die damals längste Hängebrücke der Welt. Die beiden Pfeiler im Art-Deco-Stil waren zu ihrer Zeit zudem die höchsten Bauwerke außerhalb von New York. Eröffnet wurde die Brücke im Mai 1937.
6. Februar 1952
"God save the Queen". Die britische Thronfolgerin Elizabeth wurde zur Königin von Großbritannien ausgerufen. Sie wurde die Nachfolgerin ihres Vaters George VI. Die 25-jährige Prinzessin befand sich auf einer Reise nach Australien und Neuseeland, als sie in Kenia, auf der ersten Etappe ihrer Reise, die Nachricht vom Tod ihres Vaters erreichte.
7. Februar 1967
Die US-amerikanische Luftwaffe setzte im Krieg gegen die "Nationale Befreiungsfront Vietnams" (NLF) und den kommunistischen Norden Vietnams zum ersten Mal einen neuen chemischen Kampfstoff ein. Das Herbizid "Agent Orange" sollte zur Entlaubung des Dschungels führen. Die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südvietnam um den 17. Breitengrad sollte entlaubt werden, um Lager der Rebellen zu entdecken und zu zerstören.
8. Februar 1928
John Logie Baird gelang die ersten transatlantischen Fernsehübertragung. Erstmals erfolgte die Übermittlung von TV-Bildern per Funk von London nach New York. Er setzte erst eine Stoffpuppe, dann sich selbst vor die Kamera. Der Empfang der Bilder war aus New York per Funktelegraph bestätigt worden. Baird war einer der wohl produktivsten Erfinder auf dem Gebiet der Television.
9. Februar 1846
Geburt von Wilhelm Maybach (†29.12.1929), Deutscher Ingenieur und Automobil-Pionier. Wilhelm Maybach arbeitete zusammen mit Gottlieb Daimler an der Verwirklichung der ersten Automobile. 1873 brachte er den Otto-Motor zur Serienreife. Daimler gründete nach Streitigkeiten mit Otto 1882 einen eigenen Betrieb. Maybach folgte ihm und baute die ersten motorisierten Fahrzeuge mit einer Spitzengeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern. Nach diversen Erfindungen gründete Wilhlem Maybach mit seinem Sohn Karl und dem Grafen Ferdinand Zeppelin eine Fabrik für Luftschiffsmotoren, aus der später ein eigener Betrieb hervorging.
10. Februar 1990
Moskau ließ deutsche Einheit zu. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), Michail Gorbatschow, gewährte den Deutschen die Selbstbestimmung ihrer nationalstaatlichen Zukunft. Gegenüber dem damaligen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Helmut Kohl, gestand der sowjetische Politiker dem deutschen Volk zu, eigenverantwortlich über Form, Frist, Tempo und Bedingungen der deutschen Einheit entscheiden zu dürfen.
11. Februar 1847
Geburt von Thomas Alva Edison (†18.10.1931), amerikanischer Erfinder. 1868 machte Edison als Telegrafist bei der Eisenbahn seine erste Erfindung, ein telegrafisches Übertragungsgerät. Im selben Jahr meldete er sein erstes Patent für einen elektrischen Stimmenzähler für das Parlament an. Er entwickelte 1876 das erste Kohlenkörnermikrofon zur Verbesserung des Telefons, erfand 1877 den Phonographen und verbesserte 1879 die erste elektrische Glühbirne.
12. Februar 1912
Der letzte chinesische Kaiser der Quing-Dynastie, der sechsjährige Pu Yi (1906-1967) dankte nach drei Jahren "Amtszeit" ab. 1644 hatte der Nomadenstamm der Mandschu die chinesische Hauptstadt Peking erobert und als Nachfolger der Ming-Dynastie bis zur Abdankung von Pu Yi 267 Jahre lang im ganzen Land geherrscht. Dem Thronverzicht des letzten Kaisers war im Okotber 1911 eine Revolution vorausgegangen, die den Sturz der Monarchie und die Gründung einer Republik zum Ziel hatte. Mit dem Rücktritt des Kaisers wurde das Reich der Mitte nach über 2000 Jahren Feudalzeit zur Republik.
13. Februar 1804
Die erste Lokomotive fährt auf der Schiene. Es war die Idee des walisischen Konstrukteurs Richard Trevithick: Er entwickelte eine Dampfmaschine mit dem Aussehen einer liegenden Regentonne mit Schornstein und Rädern. Am 13. Februar 1804 absolvierte dieses "mechanisches Pferd", die erste Lokomotive, seine Jungfernfahrt. Obwohl sie funktionierte, war der Lokomotive kein Erfolg beschieden, da sie zu schwer für die für Pferdewagen konzipierten gusseisernen Schienen war. Nach fünf Monaten wurde ihr mobiler Betrieb eingestellt und die Maschine als ortsfester Dampfspender eingesetzt.
14. Februar 469
Der Valentinstag gilt in verschiedenen Ländern als Tag der Liebenden. Das Brauchtum dieses Tages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentianus zurück, die der Überlieferung nach das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben. Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten. Von dort kam er durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg wieder nach Europa zurück
15. Februar 1944
Das italienischen Kloster Monte Cassino wurde durch Luftangriffe und Artilleriebombardements der Alliierten völlig zerstört. Um das Bergmassiv, auf dem das Kloster thront, hatten seit Wochen erbitterte Kämpfe zwischen deutschen und alliierten Einheiten getobt. Die Berge stellten das letzte große Geländehindernis vor Rom dar. Nach zwei vergeblichen Versuchen gelang es den Alliierten Mitte Mai schließlich, den Berg zu erobern. Von 1950 bis 1954 wurde es in alter Form wieder aufgebaut.
16. Februar 1959
Der Revolutionär Fidel Castro wird neuer Regierungschef von Kuba. Als Mitglied der sozialdemokratischen Partei der Orthodoxen kämpfte er gegen die diktatorische Regierung Batista. Er gründete die "Bewegung 26. Juli" und verbündete sich mit Che Guevara. Gemeinsam führten sie ab 1956 einen Guerillakrieg gegen den Diktator, der drei Jahre später zum Erfolg führte. Castro gab seiner national-sozialen Revolution, die Kuba zur Demokratie zurückführen sollte, einen neuen, kommunistischen Inhalt.
17. Februar 1867
Das erste Schiff passiert den Suezkanal. Der von der französischen Suezkanal-Gesellschaft unter Leitung von Ferdinand de Lesseps in einer zehnjährigen Bauzeit errichtet worden war, stellte die bedeutendste künstliche Wasserstraße im Weltwirtschaftsverkehr vor dem Ersten Weltkrieg dar. Die Passage verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und verkürzte den Seeweg von Europa nach Indien gegenüber der traditionellen Route um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung etwa um ein Viertel. Für die Schifffahrt wird der Suezkanal am 16. November 1869 offiziell freigegeben.
18. Februar 1911
Die erste Luftpost mit einem Flugzeug. Die neue Ära in der Geschichte der Post begann in Indien, als der Franzose Henri Pecquet mit seinem Humber Doppeldecker von Allahabad über den Yamuna-Fluss ins acht Kilometer entfernte Naini flog. Seine Fracht: 6000 Briefe und Postkarten. Alle Briefe erhielten einen Sonderstempel, mit der Abbildung eines Flugzeugs, Bergen und der Inschrift "First Aerial Post, 1911, UP-Ausstellung Allahabad
19. Februar 1473
Nikolaus Kopernikus wird geboren. "Die Erde ist nicht der Mittelpunkt der Welt". Der Kernsatz stammt aus der Lehre des Astronomen Nikolaus Kopernikus, der am 19. Februar 1473 geboren wurde. Eine gefährliche, ketzerische Aussage in einer Zeit, in der das geozentrische Weltbild ein Dogma der Kirche war. Erst unter Papst Gregor XVI. wurde im 19. Jahrhundert die kopernikanische Lehre, nach der die Sonne den Mittelpunkt unseres Sonnensystems darstellt, akzeptiert.
20. Februar 1962
An Bord der Mercury 6 Raumkapsel startete John Glenn als erster US-amerikanischer Astronaut auf eine Reise um die Erde. Der Luftwaffen Testpilot umkreiste in rund fünf Stunden drei Mal die Erde. Nachdem die Automatik der Mercury-Raumkapsel versagt hatte, steuerte Glenn die Kapsel von Hand. Der US-Amerikaner war der dritte Mensch der die Erde im Weltall umkreiste. Bereits ein Jahr zuvor umrundeten die Kosmonauten Jurij Gagarin und German Titow bei zwei Flügen die Erde.
21. Februar 1916
21. Februar 1916, acht Uhr morgens, die Schlacht um Verdun begann. Aus 1.500 Rohren feuerte die deutsche Artillerie gegen die befestigte Region von Verdun auf dem rechten Maasufer. Die Hölle von Verdun - 60 Millionen Granaten brachten Tod und Verderben. Im Kampf um wenige Quadratkilometer Land fielen Hunderttausende auf beiden Seiten. Waren es 500'000, 700'000? Niemand weiss es genau.
22. Februar 1857
Am 22. Februar 1857 wurde in Hamburg Heinrich Hertz geboren. Als Physiker erzeugte und mass Hertz zum ersten Mal elektromagnetische Schwingungen. Sein Hauptverdienst lag in der experimentellen Bestätigung von James Maxwells elektromagnetischer Theorie des Lichts. Hertz entdeckte die Existenz der elektromagnetischen Wellen. Er wies nach, dass sie sich auf die gleiche Art und mit der gleichen Geschwindigkeit ausbreiten wie die Lichtwellen. Am 11. November 1886 gelang ihm im Experiment die Übertragung elektromagnetischer Wellen von einem Sender zu einem Empfänger. Die Frequenz der Schwingungen wird seit 1894 - dem Todesjahr des Forschers - nach ihm benannt.
23. Februar 1945
Während des Zweiten Weltkriegs hissten US-Truppen auf der Pazifikinsel Iwo Jima das Sternenbanner. Die Vulkaninsel war zuvor in heftigen Kämpfen mit der japanischen Armee von den US-Amerikanern erobert worden. Das symbolträchtige Foto der US-amerikanischen Soldaten mit dem Sternenbanner des Fotografen Joe Rosenthal ging um die Welt und erhielt 1945 den Pulitzer Prize. 1968 gaben die USA die Vulkaninsel Iwo Jima an Japan zurück.
24. Februar 1786
Geburt von Wilhelm Grimm (†16.12.1859), deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler. Zusammen mit seinem kaum älteren Bruder Jakob gab Wilhelm Grimm 1812 bis 1815 die Sammlung "Kinder- und Hausmärchen" heraus. 1854 begannen beide mit den Arbeiten an einem Wörterbuch der deutschen Sprache, das erst 1961 abgeschlossen wurde. Mit ihrer Erforschung der deutschen Sprache und Literatur wurden sie zu den Begründern der germanischen Altertumswissenschaft und deutschen Philologie.
25. Februar 1841
Auguste Renoir (†3.12.1919), französischer Maler, wird geboren. Renoir begann mit 14 Jahren als Porzellanmaler in Paris, wo er erste Erfahrungen mit Licht und hellen Farben machte, die unerlässlich für seine impressionistischen Arbeiten werden sollten. 1862 begann er ein Studium der Malerei an der École des Beaux Arts, wo er Claude Monet und Albert Sisley kennen lernte. Mit seinen Mitstreitern verließ er die akademische Welt der Ateliers und zog in die Wälder von Fontainebleau. Dort entwickelte Renoir seine helle Farbigkeit. 1874 war er an Ausstellungen der Künstlergruppe um Monet, Degas und Cézanne beteiligt, die der Gruppe den Schimpfnamen "Impressionisten" eintrugen.
26. Februar 1858
Die Berliner Afrikakonferenz bestätigt den Kongo-Freistaat als Privatbesitz der Kongogesellschaft und damit als Privatbesitz von König Leopolds II. von Belgien und regelt die Kolonialisierung Afrikas. Die Flüsse Niger und Kongo werden für die Schifffahrt freigegeben und das Verbot des Sklavenhandels wird international festgelegt.
27. Februar 1932
Chadwick entdeckte Neutron. Der britische Physiker James Chadwick entdeckte das elektrisch neutrale Neutron, neben dem negativen Elektron und dem positiven Proton das dritte Elementarteilchen. Die Entdeckung legte den Grundstein für die Kernspaltung und damit u.a. für die Auslösung der Kettenreaktion einer Atombomben-Explosion. Im Jahr 1935 erhielt Chadwick für die Neutronen-Entdeckung den Nobelpreis für Physik.
28. Februar 1940
Die "Queen Elizabeth", das größte Passagierschiff der Welt, begab sich vom englischen Hafen Liverpool auf Jungfernfahrt. Ihr Ziel war New York. Die Fahrt wurde von der Reederei aus Sicherheitsgründen geheim gehalten: Der Zweite Weltkrieg war im Jahr zuvor ausgebrochen, und die deutschen Luftwaffenpiloten erwartete eine Sonderprämie für die Versenkung des Luxusdampfers. Am 7. März traf die "Queen Elizabeth" in New York ein. Bis zum Ende des Krieges wurde sie rund um die Welt als Truppentransporter eingesetzt und beförderte in dieser Zeit fast eine Million Passagiere. Im Oktober 1946 nahm das Schiff seinen 20 Jahre währenden transatlantischen Passagierverkehr auf. 1972 brannte die "Queen Elizabeth" im Hafen von Hong Kong aus.
29. Februar 1880
Nach mehr als siebenjähriger Bauzeit trafen die von beiden Seiten durch das Gestein des schweizerischen Gotthardmassiv vorgetriebenen Stollen aufeinander. Der Durchstich des Eisenbahntunnels war ein Beweis für die Präzision der Ingenieure, der Versatz war mit seitlich 33 Zentimetern und vertikal 5 Zentimetern minimal. 177 Bauarbeiter, darunter der leitende Ingenieur und Unternehmer Louis Favre, und über 2000 Pferde und Maultiere ließen bei diesem ehrgeizigen Tunnelbau-Projekt ihr Leben.