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Der Schutz aller Quellen hat für uns oberste Priorität. Daher engagieren wir uns seit über 25 Jahren für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in der Region rund um Vittel: Mit unserem Agrivair-Programm schützen wir in über 20 Projekten gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Kommunen, Landwirtschaft und NGOs Umwelt und Quellen. Ausserdem überwachen wir kontinuierlich die Pegel der von uns genutzten Quellen.
Vor zwei Jahren haben wir erste Hinweise auf das mögliche Sinken der Grundwasserspiegel der „Bonne Source“ entdeckt und umgehend die Behörden informiert. In einem ersten Schritt zu einer Lösung haben wir die Wassermenge, die wir entnehmen, freiwillig reduziert: von 1.000.000 Kubikmeter, die uns die Regulierungsbehörde zugesprochen hat, auf 750.000 Kubikmeter jährlich.
Zurzeit erarbeitet die Lokale Wasser Kommission CLE, deren Mitglied wir mit 44 anderen Akteuren sind, mehrere Vorschläge, um die Zukunft der „Bonne Source“ zu sichern. Am 3. Juli 2018 wird unter den Mitgliedern aus Politik, Verwaltung, NGOs und Industrie über diese Vorschläge abgestimmt. Wir werden die Massnahmen unterstützen, die die Vittel-Quellen und die Umwelt bestmöglich schützen.
Wie ist die heutige Situation in Vittel?
Während Dreiviertel der Produktion von Nestlé Waters aus anderen Grundwasserleitern entnommen werden, die problemlos durch nachfliessendes Wasser aufgefüllt werden, beziehen wir für unsere Marke Vittel Bonne Source Wasser aus diesem Bereich des Grundwasserleiters (28 % der Entnahme stammt aus diesem Grundwasserleiter).
Derzeit ist die aus diesem Bereich entnommene Wassermenge höher als die Menge, die durch Regenwasser kompensiert wird. Die Behörden schätzen diese Fehlmenge auf jährlich rund eine Million Kubikmeter. Eine solche Fehlmenge kann bis zum Jahr 2050 ein Austrocknen an einigen Bohrungen im Bereich Südwest zur Folge haben. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf.
Weitere Lösungsmöglichkeiten werden momentan im Rahmen einer Kommission besprochen, der Nestlé Waters angehört, um den nachhaltigsten Lösungsansatz für dieses Problem zu erarbeiten.
Welche Massnahmen hat Nestlé Waters getroffen, um die Situation zu lösen?
Als Nutzer betrifft es uns natürlich unmittelbar, wie sich die natürliche Ressource entwickelt. So haben wir im Laufe der vergangenen zehn Jahre unsere Entnahmen um 20 % reduziert, indem wir am Standort in neue Anlagen sowie die Optimierung unserer Prozesse zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung investiert haben.
Dank dieser Optimierungen haben wir 2017 angeboten, unseren Anteil an der Wasserentnahme um 25 % der uns bewilligten Kontingente zurückzufahren.
Diese Anstrengungen reichen jedoch nicht aus, um die Fehlmenge auf Ebene des Beckens zu kompensieren. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts lässt sich auf Dauer nur durch Lösungsansätze bewerkstelligen, die alle Akteure einbeziehen. Aus diesem Grund beteiligen wir uns unter der Führung der Commission Locale de l’Eau (CLE) an der Suche nach Lösungen. Uns und alle Interessensgruppen eint das Ziel einer nachhaltigen Lösung zum Schutz des Wasserkörpers.
Wurden bereits Lösungen gefunden oder werden solche geprüft?
Nestlé Waters beteiligt sich unter der Führung der Commission Locale de l’Eau (CLE) vollumfänglich an der Suche nach Lösungen. Wir sind eines der 45 Mitglieder der CLE, in der sich Gebietskörperschaften, Wasseragenturen, Vertreter des Staates und der Umweltschutzverbände sowie Vertreter aus Industrie und Gewerbe und sonstige Wasserverbraucher zusammengeschlossen haben.
Vom Staat engagierte Ingenieure schlugen mehrere Szenarien vor, die derzeit unter der Führung des Präfekten innerhalb der lokalen Wasserkommission erörtert und bewertet werden. In den kommenden Monaten werden diese den Mitgliedern der Kommission zur Abstimmung vorgelegt. Was uns betrifft, werden wir uns für die Lösung einsetzen, die unserer Meinung nach den Erhalt der natürlichen Ressource Wasser und deren Schutz langfristig sichert.
Müsste die Lösung nicht darin bestehen, die Wasserentnahme einzustellen?
Nestlé Waters ist seit Langem in der Region ansässig und dort einer der wichtigsten Wirtschaftsakteure. Insbesondere durch unser Programm Agrivair sind wir im Alltag unserer Gemeinde präsent. Agrivair hat vor allem Landwirte vor Ort unterstützend bei der Umstellung auf eine pestizidfreie Landwirtschaft begleitet und es ermöglicht, Grossinitiativen zur lokalen Biodiversität ins Leben zu rufen.
Die gesamte Region, insbesondere der Thermalbetrieb und der grüne Tourismus, profitiert von diesem Ansatz, durch den die Qualität unseres Wassers vor Ort zusätzlich aufgewertet wird. Die Marke Vittel Bonne Source, für die die Wasserentnahme aus dem betreffenden Grundwasserleiter erfolgt, wird hauptsächlich in unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz vermarktet, wo sie die Anziehungskraft und das Ansehen unserer Region ausserhalb der Landesgrenzen stärkt.
Nachhaltige Lösungen zur Beilegung des Problems stehen zur Umsetzung bereit. Sämtliche Akteure des Gebiets werden sich für die Lösung entscheiden, die nachhaltig wünschenswert erscheint.