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Tripolitanien und die Kyrenaika sind zwei historische Landschaften im heutigen Libyen. Tripolitanien ist die Küstenlandschaft im Norden Libyens, die Landschaft Kyrenaika ist die östliche Küstenregion, historisch an das Nachbarland Ägypten angebunden und teilweise eng mit dessen Geschichte verknüpft. Der Name Tripolitanien geht auf die Namen der drei antiken Städte Oea (heute Tripolis), Leptis Magna und Sabratha zurück : drei Städte – tri polis. Lange bevor Phönizier und Römer um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum gekämpft hatten, hatten unter den Stämmen dieser Region, Halbnomaden, Wanderungsbewegungen nach Osten eingesetzt. Erste Kontakte mit den Ägyptern sind seit dem Beginn der Bronzezeit belegt. Die Ägypter nannten diese fremden Eindringlinge Libu, Tschechenu und vor allem Meschwesch. Die libyschen Stammeshäuptlinge brachten ihre Kultur nach Ägypten, gewannen zusehends an Einfluss und machten als tüchtige Söldnerführer der ägyptischen Heere Karriere. 945 v. Chr. bestieg mit Scheschonk I. erstmals ein Libyer als Pharao den ägyptischen Thron. Seither spielt die Kyrenaika in der ägyptischen Geschichte immer wieder eine Rolle. Die Region hatte ein wechselvolles Schicksal. In hellenistischer Zeit war ihr Geschick stark von den machtpolitischen Auseinandersetzungen der Ptolemäer mit umliegenden Staaten geprägt, zeitweise war die Kyrenaika ein selbständiger Staat, zeitweise ein Teil Ägyptens. Als der kinderlose König von Kyrene, Ptolemaios Apion, die Kyrenaika 96 v. Chr. testamentarisch dem Römischen Reich vermachte, wurde diese eine römische Provinz.
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