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Sofia's glückliches DIY Leben
Geboren in den 90er Jahren, auf einer Avocado Farm im Süden von Spanien, mit drei Hunden und viel frischem Obst. So beschreibt sich Sofia Clara auf ihrem Blog. Nach dieser Zeit, zieht sie im Alter von 10 Jahren mit ihren Eltern in die Schweiz, wo sie 2016 beschließt, als Freelancerin zu arbeiten und sich auf ihren Blog zu konzentrieren. Upcycling, Recycling und Zero Waste sind Konzepte, die Sofia viel bedeuten und da es uns auch viel bedeutet, haben wir uns dazu entschlossen, nach Lausanne zu fahren um diese kreative Bloggerin zu treffen.✨
Du bist ursprünglich britisch, bist aber auf einem Bauernhof im Süden von Spanien aufgewachsen und bist dann schließlich in die Schweiz, wo du zurzeit lebst. Wie hat dieser Mix an Kulturen dein Leben und deine Denkweise beeinflusst?
Ich denke, die Kombination von verschiedenen Umgebungen und Kulturen, die ich erlebt habe, während ich aufgewachsen bin bedeutet, dass ich mich sehr gut an die meisten Umstände anpassen kann. Ich genieße es, in einem Fünf-Sterne-Hotel zu sein wie auch zu campen oder ein Omelett in einer rostigen Pfanne am Lagerfeuer zuzubereiten, wie auch ein fantastisches Essen im Restaurant zu geniessen. Das hat definitiv einen Einfluss auf die Art und Weise, wie ich als Freiberufler lebe. In Monaten, wo ich weniger Geld verdiene, gebe ich weniger aus, reise weniger und muss nur ein bisschen kreativer sein, wenn es um Ausflüge, Mahlzeiten und neue Outfits geht. Aber das bedeutet nicht, dass ich weniger glücklich bin. Ich denke, es geht darum, aus dem was du hast, das Beste daraus zu machen und die Schönheit in den kleinen Dingen zu erkennen.
Haben diese unterschiedlichen Kulturen und Umgebungen einen Einfluss auf deinen Stil und deinen Sinn für Mode? Wenn ja, wie?
Ich habe noch nie daran gedacht, aber ich denke, diese Mentalität erstreckt sich auch auf meinen Stil. Wie sehr ich auch qualitative Stücke mag, bin ich ziemlich gleichgültig zu Marken oder Preisschilder. Zum Beispiel bin ich vor einigen Monaten zu einer Burberry Party gegangen komplett in Burberry gekleidet und ich trug dazu eine 5 CHF Clutch, die ich bei einem Flohmarkt gekauft habe. Ich habe sehr viele Komplimente erhalten an diesem Abend. Ich mag schöne Stücke und sie gefallen mir umso mehr, wenn eine tolle Geschichte dahinter steckt.
An welchem Ort, fühlst du dich wirklich wie zu Hause?
Jeder Ort, der voll von tollen Erinnerungen ist, die ich mit den Menschen erleben durfte, die ich liebe.
Was bedeutet es, heute eine junge Unternehmerin zu sein?
Das ist eine gute Frage, und ich habe erst jetzt wirklich begonnen, wahrscheinlich kann ich diese Frage erst in ein paar Jahren beantworten. Aber ich kann mich sehr glücklich schätzen, in der Lage zu sein, in der ich mich heute befinde. Die digitale Welt, in der wir leben, eröffnet so viele Chancen und ermöglicht es uns, ein Business aus Projekten zu machen, die man leidenschaftlich gerne unterstützt. Ich denke, es ist verrückt, dass ich in der Lage bin mein Leben zu finanzieren, nur mit Dingen die ich gerne mache. Es gibt immer Aufgaben, die man tun muss, die weniger Spass machen, aber insgesamt verbringe ich meinen Tag damit, was ich während meiner Freizeit machen würde und das ist ziemlich erstaunlich!
Auf deinem Blog können wir lesen, dass du danach strebst, ein glückliches und selbstgemachtes Leben zu schaffen. Kannst du uns einige Beispiele nennen, wie du es schaffst, dieses Ziel jeden Tag zu erreichen?
Ich bemühe mich, verarbeitete Lebensmittelprodukte so weit wie möglich einzuschränken und mein Einrichtung zu Hause zu personalisieren. Das Personalisieren von Gegenständen oder eigenes Essen zu produzieren bedeutet, dass du die Dinge genau so machen kannst, wie du willst oder wie du sie dir vorstellst. Ich habe eine etwas verrückte Fantasie und habe oft ein sehr genaues Bild von dem, wie etwas aussehen sollte oder wie ein Rezept zu schmecken hat, bevor man es überhaupt vorbereitet. Manchmal klappt es, und manchmal eben nicht, aber ich liebe es zu experimentieren und ich bin komplett zufrieden, wenn ich Dinge mit meinen eigenen Händen machen kann.
Upcycling, Recycling und Zero Waste sind Konzepte, die dir viel bedeuten. Wie integrierst du sie konkret in dein Leben?
Zero Waste ist ein sehr ehrgeiziges Ziel und ist leider sehr weit von dem Lebensstil den ich lebe, trotz das ich darauf achte meine Abfälle so weit wie möglich einzuschränken. Aber ja, diese Konzepte bedeuten mir viel. Ich mag die Herausforderung, Wege zu finden, um verbleibende Nahrung oder Schrott, die keiner haben will, in neue Rezepte oder Möbeln und dekorativen Stücke zu verwandeln. Mein Ziel ist es, die Menschen zu ermutigen, sich von dieser "Wegwerfgesellschaft" zu entfernen, wo wir über konsumieren und wo so viele Dinge in unserem Leben kurzlebig und wegwerfbar sind. Zum Beispiel, wenn man selbstgemachte Mandelmilch herstellt, gibt es noch genügend Mandelpulver, das ich immer verwende, um Scones mit halbem Mehl und halb Mandelpulver zu machen. Das bedeutet weniger Abfall, weniger Kosten und es ist einfach zu genial, solche Sachen ausprobieren zu können! Neben dem offensichtlichen Ziel, Abfälle zu reduzieren, denke ich auch, dass ein Raum mit recycelten Materialien oder sogar ein Rezept aus verschiedenen Resten, mehr Charme hat.
Wir haben auch gelesen, dass eine deiner größten Leidenschaften das Kochen ist! Kannst du mit uns einige leckere (und hoffentlich nicht zu schwierige 😊) Rezepte teilen?
Dieser Frühstück Smoothie ist ein einfaches Rezept und ich habe so viele Leser die mir geschrieben haben, dass sie es ausprobiert haben und es jetzt lieben. Außerdem kannst du deine überreiften Bananen zerkleinern und sie einfrieren, anstatt sie wegzuwerfen! 🍌
Du magst auch Inneneinrichtungs Projekte und Sachen, die von Grund auf neu gemacht werden. Was ist dein verrücktestes DIY-Projekt?
Das verrückteste DIY ist diese aufrecht stehende Leuchte, die von der Decke am Pointu www.le-pointu.ch hängt (das Restaurant, das ich mit ein paar Freunden letztes Jahr eröffnet habe). Es wurde aus einem Holzstück in einer der Garagen meiner Freunde gemacht. Mein Lieblings-DIY ist wahrscheinlich diese DIY Leiter http://www.sofiaclara.com/diy-blanket-ladder/, die den berühmten Stuhl ersetzt, bei dem wir immer unsere Kleider überhängen. Ich liebe es, dass es zu 100% aus einem Gartenzaun hergestellt wurde, den man eigentlich hätte weggeworfen.
Wo findest du Inspiration für deine Outfits?
Überall... Pinterest, Modezeitschriften, Mode Blogs oder einfach nur alte Bücher lesen. Ich male mir auch gern ein Bild aus, von der Art und Weise wie jemand sein Outfit beschreibt und natürlich auch von den tollen Bloggern die mich umgeben... Ich liebe Sarah Quan's (http://fashionboho.com) “Alles-Ist-Möglich” Haltung und Elvira Abasovas (http://www.therussiancode.com) oft überraschend lässiger und sehr raffinierter Stil, der fast immer mit einem Hauch von Extravaganz verbunden ist.
Wie hat sich dein Stil während der Jahre entwickelt?
Obwohl ich immer Mode liebte und mit meinem persönlichen Stil herumspielte, hielt ich mich lange zurück. Beim aufwachsen, wuchs auch mein Vertrauen mit. Somit spiele etwas mehr mit Kleidung herum und mit den Dingen, mit denen ich mich am wohlsten fühle.