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Interland-Cup 201912.10.2019
10. - 12. Oktober 2019: Basel
Für den Interland-Cup wurden vom Schweizerischen Rollsport-Verband vom RSB zehn Läuferinnen selektioniert. Sie erreichten folgende Platzierungen in der Kür:
- Minis Mädchen:
- Sophie Arni: 17. Rang
- Espoir Mädchen:
- Ladina Nett: 21. Rang
- Cadet Damen:
- Jamina Carigiet: 18. Rang
- Jeunesse Damen:
- Mireille Bouverat: 5. Rang
- Shannyn Oser: 14. Rang
- Rokhaya Ndong: 15. Rang
- Junioren Damen:
- Lara Jäger: 14. Rang
- Lea Jeger: 15. Rang
- Senioren Damen:
- Rahel Arnold: 10. Rang
- Mirjam Arnold: 17. Rang
Die vollständige Rangliste kann hier heruntergeladen werden.
Weiter Informationen sind auf der offiziellen Webseite zu finden.
Berichte
Bericht von Sophie Arni - Mein 1. Interland-Cup
Donnerstag
Als mein Papi von der Arbeit nach Hause kam, ging ich mit ihm in die Halle. Dort trafen wir Liv mit ihrer Mutter. Liv und ich setzten uns auf ein RSB-Kissen und schauten den Spaniern und Kolumbianern zu. Es sah sehr toll aus. Die Kolumbianer mussten zuerst ihre Räder wechseln, das ging sehr lang. Irgendwann sagte Papi, dass wir jetzt gehen müssen, denn ich hatte morgen ja den Wettkampf!
Freitag
Als wir am Freitag in die Halle kamen war schon viel mehr los als am Donnerstag. Wir sahen zuerst der Kurzkür von Mireille, Rokhaya und Shannyn zu. Dann waren die Tots dran und nachher ich. Von Minute zu Minute stieg meine Nervosität, doch es gab auch schon Wettkämpfe an denen ich nervöser war. Vor mir war Nicole dran. Sie machte es sehr schön. Dann war endlich ich dran. Als ich rein fuhr war ich sehr nervös. Doch als die Musik begann beruhigte ich mich ein wenig. Als ich fertig war, war ich sehr stolz auf mich. Ich wurde siebzehnte von achtzehn Läuferinnen. Nach Angelina war die Eröffnungsfeier und die Rangverkündigung von den Tots und den Minis (mir). Muriel (meine Schwester) durfte das Land Frankreich auf die Bahn fahren. Nach der Rangverkündigung waren Lea und Lara dran. Sie fuhren sehr schön. Dann gingen wir nach Hause und ins Bett.
Samstag
Am Morgen gingen wir wieder in die Halle. Dort fuhren gerade die letzten von den Cadets ihre Kür, Jamina war leider schon dran. Nun kamen wieder die Küren von Rokhaya, Mireille und Shannyn. Sie machten es sehr gut, Mireille wurde sogar 5.! Danach kamen Lea und Lara mit ihrer Kür dran. Auch sie fuhren sehr schön. Zum Schluss schauten wir noch den Küren von Mirjam und Rahel zu. Auch sie fuhren sehr schön.
Vielen Dank an alle die mich unterstützt haben.
Bericht von Jamina Carigiet
Dieser Interlandcup lief nicht wie ich es eigentlich geplant hatte, weil ich dummerweise 2 Wochen vor dem Interlandcup krank wurde. Also konnte ich natürlich auch nicht ins Training. Als ich wieder ins Training konnte ging gar nichts. Ich sass nur auf dem Boden. Es ging nichts bis etwa 2 Trainings vor dem Interlandcup. Aber diese gingen nicht so wie ich es gern gehabt hätte, aber es war besser wie nur zu fallen.
Das Schwierigste für mich in dieser Situation war für mich, dass ich eigentlich bevor ich krank war, so gut wie noch nie gefahren bin. Es ist schon schwierig für mich, weil ich schnell wütend werde, wenn es im Training nicht geht. Wenn alle einem sagen: “Reg dich nicht so auf, dass kommt schon“, ist das nicht so toll, weil man es gar nicht verhindern kann das man wütend wird. Der allerschwierigste Teil ist es, nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren, dass kann schnell passieren.
Es ist auch mir passiert, plötzlich hatte ich gedacht warum trifft es mich. Ich weiss das ich die Sprünge und alles eigentlich kann, es regte mich einfach auf das es nicht ging und das ich nicht das zeigen konnte am Wettkampf was ich eigentlich kann. Ich habe in dieser Zeit auch viele Muskeln verloren, dass war auch ein Schwerpunkt. Zum Glück waren meine Trainerinnen und meine Familie für mich da und haben meinen Glauben an mich selbst wieder zurück gebracht.
Am Wettkampf selber war die Kurzkür den Umständen entsprechend gelaufen. Es war ok und beim Rittberger bin ich dann hingefallen und die Pirouetten haben
auch nichts gezählt. Aber in der Kür, ich weiss bis jetzt noch nicht, was ich da gemacht habe. Es war die beste Kür von meinem Leben bis jetzt. Ich habe keine Ahnung wie ich das geschafft habe.
Diese Zeit hat mir gezeigt, dass man nicht den Glauben an sich selbst verlieren soll und niemals an sich zweifeln soll. Wenn man das macht wird es nur noch schlimmer. Man kann alles schaffen man muss nur an sich glauben.
Auch wenn es nicht geht jeder und jede weiss was er oder sie kann.
Jeder und Jede hat das Potenzial in sich, aber es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Man kann immer alles schaffen, man braucht nur Übung und den Glauben an sich selbst.
Bericht von Christian Stohrer - ein Blick aus dem OK
Der RS Basel organisierte vom 10. bis 12. Oktober 2019 den Interland-Cup in der Rollsporthalle Morgarten. Das Organisations-Komitee bestand aus RSB-Vorstand (Prisca Bernauer, Conny Oser, Michaela Christen, Daniel Arni und mir) und der Verstärkung durch Ursi Baumgartner (Programmheft) sowie Nicole Jäger (Buffet und Catering).
Die Organisation und Durchführung dieses internationalen Wettkampfes mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 11 Nationen bedeutet ein grosses Stück Arbeit. Jedoch hätte auch unser noch so grosser Einsatz allein nicht zu einem erfolgreichen Anlass geführt. Dies konnte nur durch die Mithilfe vieler Helferinnen und Helfer aus den Reihen des RSBs gelingen. Dafür möchte ich allen ein grosses Dankeschön aussprechen: Angefangen von Evelyn Stempfel für die Choreographie der Eröffnungsfeier. Dominique und Fabio Cersosimo für die Bestellung und Erstellung der dazu benötigten Fahnen und Schilder. Bei allen Läuferinnen und Läufer, welche bei der Eröffnungsfeier und bei den Siegerehrungen mitwirkten.
Weiter bei Marc Arnold und Daniel Stempfel, welche uns als Speaker durch die drei Tage führten. Bei Kaja Mustavar und Ramona Bittel für ihren unermüdlichen Einsatz als Kamera- und Schnittteam für die Reviews beim neuen Wertungssystem. Oft ausserhalb der Halle im Einsatz waren Olivier Bouverat und Dieter Stohrer für vielerlei Fahrdienste (Offizielle, Preisrichter, Podest und weiteres Material).
Zu Guter Letzt und äusserst wichtig auch bei zahlreichen Eltern, welche beim Buffet im Einsatz standen oder Kuchen- und Salatbeiträge dafür in die Halle brachten oder in der Halle immer wieder zum Rechten schauten und die Toiletten, Garderoben, Tische und Bänke in Ordnung hielten. Auch den Helfern bei der Einlass- und Ticketkontrolle, sowie für den Auf- und Abbau gebührt mein grosser Dank. Ich hoffe niemanden vergessen zu haben, was bei einer so grossen Helferanzahl leider viel zu leicht passiert. Durch den grossen Einsatz den wir gemeinsam leisteten konnten wir einen gelungenen Interland-Cup organisieren. Von vielerlei Seite wurden wir dafür gelobt und bedankt. Diese Anerkennung möchte ich an dieser Stelle mit allen Helferinnen und Helfern teilen.
Neben den tatkräftigen Unterstützung möchte ich mich auch für die finanzielle Bedanken. Dies bei all unseren Sponsoren. Insbesondere beim Swisslos-Sportfonds Basel Stadt von welchem wir immer wieder grosszügige Unterstützung für die Organisation von Wettkämpfen erhalten, sowie bei der Rennbahnklinik, welche die medizinische Betreuung während den Wettkämpfen sicher stellte.
Im Folgenden möchte ich noch einen Blick zurück auf den Interland-Cup aus der Perspektive des OKs werfen. Donnerstag, 10. Oktober 2019 zwischen um 8:40 Uhr beginnt der Interland-Cup mit dem Training der Teilnehmerinnen aus Frankreich. Los gehts! Doch halt, ein grosser Teil unserer Arbeit fand schon viel früher statt. Es musste vieles organisiert werden. So zum Beispiel die Verpflegung unsere Gäste, Übernachtungsmöglichkeiten für die Offiziellen (Preisrichter, Mitglieder des Technical Panels), ergänzende mobile Toiletten, Pokale, Diplome, Teilnahme-Präsent, sowie das Podest. Die Kiss`n`Cry-Ecke musste eingerichtet werden und das ganze Technische Material für das neue Wertungssystem musste aufgebaut werden. Es waren dafür unter anderem gleichzeitig bis zu zehn Laptops, zusätzlichen vier Monitore und ein Beamer zum Anzeigen der Wertungen und eine Kamera im Einsatz. Auch musste die Halle entsprechend hergerichtet werden (Aufhängen der Fahnen und Werbeblachen, Bereitstellen der Tische, Stühle und Sitzkissen, Aufhängern von Wegweisern und Hinweisschildern, ...) und Parkplätze reserviert werden.
Dies war jedoch durch fleissige Hände alles schon erledigt und es konnte also am Donnerstag Morgen losgehen. Eigentlich war Frankreich gar nicht die erste Nation, welche Training hatte, sondern die Schweiz. Aufgrund der grossen Teilnehmerzahl wurde das Training für die Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits am Mittwoch vorgezogen, sodass am Donnerstag-Abend bereits dieSenioren ihre Kurzkür fahren konnten. Ansonsten wären die Samstag und Sonntag noch länger geworden. Mit Wettkampftagen von 15.5 und 18 Stunden war der Zeitplan auch so schon grenzwertig. Glücklicherweise dieser ambitiöse Zeitplan eingehalten werden und es kam zu keinen nennenswerten Verzögerungen.
Also los gehts. Während den Trainings wurde im Hintergrund emsig weitergearbeitet. So mussten die eintreffenden Delegationen Willkommen geheissen werden. Startgelder wurden eingezogen und Tickets verkauft. Wir erlebten Überraschungen, dass Nationen mit einer viel grösseren Traineranzahl als der gemeldeten erschienen und so noch die entsprechenden Eintrittsbadges nachgemacht werden mussten. Eine grosse Aufgabe war auch das Einsammeln und Bereitstellen aller Kürmusiken und der Programmblättern.
Während dem Freitag und Samstag standen weitere Aufgaben an. Neben dem Aufrechterhalten der Infrastruktur und des Verpflegungsangebots, kämpften wir im Hintergrund teilweise mit der Rollart Software, mussten Diplome ausgefüllt und unterschrieben werden, wurden die Resultate so rasch als möglich in Papierform und elektronisch auf unserer Webseite publiziert und es mussten die Rangverkündigen vorbereitet werden. Diese wurden nicht «en bloc» gemacht, sondern aufgeteilt, damit die jüngeren Läuferinnen und Läufer nicht bis um nach Mitternacht auf ihre Pokale und Diplome warten mussten.
Zwei besondere Momente möchte ich noch hervorheben. Einerseits die Eröffnungsfeier und andererseits die letzte Siegerehrung in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Bei der ersteren ist mir noch die emotionale Schweigeminute an die kürzlich jung verstorbene ehemalige Slowenische Läuferin Lucija Milnaric, sowie die Eröffnungsrede von World Skate Europe Mitglied Gonda Neefs-Verbruggen in Erinnerung. In dieser zeigte sie auf, dass dieser Interland-Cup viele erste Male beinhaltet. Zum ersten Mal nahmen so viele Läufer (ca. 150) und Nationen (11) teil, zum ersten Mal nahmen auch Teilnehmer von ausserhalb Europa am Interland-Cup teil (Kolumbien), zum ersten Mal wurde das neue Wertungssystem Rollart bei einem Interland-Cup eingesetzt, zum ersten Mal schoss der offizielle Fotograph bei einem Interland-Cup Bilder und zum ersten Mal gab es eine zusätzliche Kategorie für die jüngsten Läuferinnen und Läufer (Tots). Bei der letzten Siegerehrung wurde offiziell was die meisten schon erwartet hatten, nämlich, dass Spanien die Nationenwertung klar vor Deutschland und Italien gewann. Nach dieser durften wir viele müde aber zufriedene Gesichter verabschieden.
Die letzten Arbeiten für den Interland-Cup waren der Abbau in der Halle am Sonntag, sowie die übliche Nachbereitung. Wir dürfen uns über einen erfolgreichen Anlass freuen. Der RSB hat bewiesen auch einen solch grossen Anlass über die Bühne bringen zu können. Dennoch freuen wir uns schon auf den Interland-Cup im nächsten Jahr, bei welchem wir in Darmstadt nun wieder Gast sein dürfen.
Zu Guter Letzt möchte ich nicht unterlassen all unseren Rollkunstläuferinnen zu ihren Leistungen zu gratulieren, auch wenn der Fokus dieses Bericht für einmal woanders lag.