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Unsinnige Vorschriften
Zum Artikel «Weniger Gemsen – wer ist schuld?», «Die Alpen» 04/2016
Bekanntlich bespringt ein Gemsbock mehrere Gemsgeissen, und es ist daher unverständlich, wenn die Jagdorgane die Abschüsse im Verhältnis 1 : 1 festlegen, mit dem Ziel ein Geschlechterverhältnis von 1 : 1 zu erreichen. Wenn durch einen Eingriff oder ein Ereignis eine Dezimierung einer Tierart erfolgt, erzeugen die verbliebenen Tiere in der darauffolgenden Zeit meistens umso mehr Nachwuchs. Hauptproblem in der Sache ist der Mensch, der Vorschriften aufstellt, die nicht durchsetzbar oder nicht sinnvoll sind. Wenn zudem noch die Veränderung des Baumartenbestandes in den Gebirgswäldern angestrebt wird und dadurch mehr Futterwuchs auf dem Waldboden zu finden ist, so folgt das Wild dem üppigen Angebot, das im Waldgebiet dargeboten wird.
Zu den Schafen: Diese haben Jahrhunderte auf den Glarner Alpen gesömmert, ohne dass deswegen der Gemswildbestand beeinträchtigt worden wäre. Aber seit der Mensch entsprechende Vorschriften erliess, mussten Einzäunungen erfolgen – mit einer entsprechenden Massierung der Tiere, was dann auch im Intervall zu Erkrankungen bei den Gemsen führte.
Ich bin der Überzeugung, dass die unsäglichen Vorschriften, die von Bundesbern vorgegeben werden, zum Rückgang des Gemswildbestandes geführt haben.