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GlossarStichwortsuche:
Akrosom: Haubenähnliche Struktur, die die vordere Hälfte des Kopfteils des Spermiums umgibt.
Amenorrhoe: Ausbleiben der Menstruation über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten, ohne daß eine Schwangerschaft vorliegt.
Androgen: Primär männliches Geschlechtshormon, welches jedoch auch bei Frauen in geringen Mengen von den Eierstöcken und der Nebennierenrinde gebildet wird.
Andrologie: Wissenschaft der für das männliche Fortpflanzungssystem spezifischen Störungen, wie Unfruchtbarkeit und sexuelle Fehlfunktionen.
Anovulation: Ausbleiben des Eisprungs. Menstruationszyklen, in denen kein Eisprung erfolgt, nennt man anovulatorisch. Es kann auch dann zur Monatsblutung kommen, wenn kein Eisprung stattgefunden hat.
Antikörper: Spezielles Protein, welches vom Körper produziert wird und auf fremde Substanzen (Antigene) reagiert. Eine Frau kann Antikörper gegen die Spermien ihres Partners entwickeln. In manchen Fällen bildet auch der Mann Antikörper gegen seine eigenen Spermien.
ART: Assisted Reproduction Techniques (s. Assistierte Befruchtung)
Assistierte Befruchtung: Unter diesem Begriff werden alle medizinischen Verfahren der künstlichen Befruchtung zusammengefasst.
Asthenozoospermie: Verminderung der Spermienbeweglichkeit. Die Spermien sind entweder unbeweglich oder langsamer als normale Spermien.
Azoospermie: Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit.
Befruchtung: Verschmelzung einer Eizelle und eines Spermiums
Blastozyste: Frühes Stadium der embryonalen Entwicklung, in dem die Einnistung erfolgt - etwa acht Tage nach der Befruchtung.
Chimärenbildung: Die Vereinigung totipotenter Zellen aus zwei oder mehreren genetisch unterschiedlichen Embryonen zu einem Zellverband. Totipotent sind embryonale Zellen, welche die Fähigkeit haben, sich zu jeder spezialisierten Zelle zu entwickeln.
Choriongonadotropin (hCG): Hormon, das während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird. HCG bewirkt die Abgabe von Östrogen und Progesteron durch den Gelbkörper, um das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen. Außerdem verhindert es die Menstruation während der ersten Tage der Schwangerschaft.
Corpus luteum: Auch Gelbkörper genannt; das Corpus luteum ist eine gelbliche Substanz im Eierstock, die sich aus dem reifen Eibläschen kurz nach dem Eisprung bildet. Der Gelbkörper sondert Progesteron und etwas Östrogen ab. Wenn die Eizelle befruchtet wird, vergrößert er sich und schüttet zur Unterstützung der Schwangerschaft Hormone aus. Findet keine Befruchtung statt, degeneriert er und schrumpft bis zum Beginn des nächsten Menstruationszyklus wieder zusammen.
Eierstöcke: Zwei knotenförmige, mandelgrosse Drüsen, angeordnet an beiden Seiten der Gebärmutter, in denen sich die Eizellen befinden. Die Eierstöcke produzieren die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron.
Eileiter: Röhrenförmige Kanäle, die von der Gebärmutter wegführen und in fingerähnlichen Auswüchsen, genannt "Fimbriae", an den Eierstöcken enden. Die Befruchtung findet in den Eileitern statt.
Ektope Schwangerschaft: Abnormale Schwangerschaft, bei welcher sich eine befruchtete Eizelle ausserhalb der Gebärmutter einnistet, üblicherweise in einem der Eileiter, der Eierstöcke oder in der Bauchhöhle.
Embryo: Bezeichnung für die frühen Stadien des fötalen Wachstums, von der Empfängnis bis zur achten Woche der Schwangerschaft.
Endogen: Körpereigen oder im Körperinneren entstehend.
Endokrine Drüsen: Organe, die Hormone ausschütten, welche in den Blutkreislauf gelangen und die verschiedensten Abläufe im Körper steuern: zu den endokrinen Drüsen gehören die Hirnanhangdrüse und die Gonaden (Eierstöcke und Hoden).
Endometrialer Zyklus: Zyklus monatlicher Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut zur Vorbereitung auf die Einnistung und Entwicklung einer befruchteten Eizelle.
Endometriose: Krankhafter gynäkologischer Zustand, bei dem endometriales Gewebe (Gebärmutterschleimhaut) an Orten ausserhalb der Gebärmutter wächst, z.B. in den Eileitern, den Eierstöcken oder der Bauchhöhle. Endometriose führt oft zu einer schmerzhaften Menstruation und zu Unfruchtbarkeit.
Endometrium: Schleimhaut der Gebärmutterinnenwand. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich während des Menstruationszyklus bis zum Zeitpunkt des Eisprungs auf. Wenn eine Befruchtung stattfindet, kann sich die Eizelle in der Gebärmutter einnisten, wenn nicht, kommt es zur Monatsblutung. Die Schleimhaut, die sich zur Vorbereitung auf die Einnistung des befruchteten Eis verdickt hatte, degeneriert und wird in Form einer Blutung aus der Gebärmutter gespült.
Exogen: Ausserhalb des Körpers entstehend.
Follikel: Mit Flüssigkeit gefülltes Eibläschen im Eierstock, das die Eizelle während des Reifungsprozesses umgibt und ernährt. Beim Eisprung reißt der Follikel auf und entlässt eine Eizelle.
Follikelstimulierendes Hormon (FSH): Von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttetes Hormon, welches bei der Frau das Wachstum der Eibläschen im Eierstock und beim Mann die Entwicklung der Samenzellen stimuliert.
Fötus: Die Frucht vom Abschluss der Organentwicklung bis zur Geburt.
Gameten: Männliche und weibliche Fortpflanzungszellen: Spermien und Eizellen.
Gametentransfer: Das instrumentelle Eindringen von Samen- und Eizellen in die Gebärmutter oder in einen Eileiter der Frau.
Geschlechtskrankheit: Infektionen, die das Geschlecht betreffen oder durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Allgemein bekannte Geschlechtskrankheiten sind Gonorrhoe, Syphilis und Chlamydieninfektionen. Krankheiten wie diese sind heilbar, wenn frühzeitig ein Arzt aufgesucht wird. Wenn sie unbehandelt bleiben oder erst in einem fortgeschrittenen Stadium behandelt werden, sind Geschlechtskrankheiten eine Hauptursache für Unfruchtbarkeit sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
GIFT: Siehe intratubarer Gametentransfer.
Gonaden: Drüsen, die die Fortpflanzungszellen produzieren (bei der Frau die Eierstöcke und beim Mann die Hoden).
Gonadotropin-freisetzendes Hormon (GnRH/LHRH): Vom Hypothalamus ausgeschüttetes Hormon, das die Bildung und Freisetzung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) durch die Hirnanhangdrüse überwacht.
Heterologe Insemination oder Samenspende: Das Sperma stammt nicht vom Ehemann.
Hirnanhangsdrüse: Am Schädelboden befindliche endokrine Drüse, die FSH, LH und andere wichtige Hormone freisetzt, die für Wachstum und Entwicklung sowie die Fruchtbarkeit verantwortlich sind.
Hoden: Männliche Geschlechtsorgane, die sich im Hodensack befinden. Sie sondern das männliche Hormon Testosteron ab und produzieren die männlichen Keimzellen, die Spermien.
Hodenbiopsie: Gewebsentnahme aus dem Hoden.
Hormone: Substanzen, die von speziellen Zellen einiger Organe, wie z. B. den endokrinen Drüsen, abgesondert werden. Hormone fungieren als chemische Botenstoffe bei der Regulierung von Stoffwechselprozessen im gesamten Organismus.
Humanes Menopausen-Gonadotropin (HMG): Hormon, das aus dem Urin von Frauen nach der Menopause gewonnen, gereinigt und für die Kinderwunschbehandlung aufbereitet wird. HMG enthält das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH).
Hybridbildung: Das Bewirken des Eindringens einer nicht-menschlichen Samenzelle in eine menschliche Eizelle oder einer menschlichen Samenzelle in einer nichtmenschlichen Eizelle.
Hyper- stimulations- syndrom (OHSS): Krankheitsbild, das bei der Ovulationsinduktion in seltenen Fällen auftreten kann. Symptome eines Hyperstimulationssyndroms können sein: Vergrösserung des Eierstocks, Flüssigkeitsansammlung im Unterleib, Magen-Darm-Störungen, Unterleibsblähung und Gewichtszunahme. In ernsten Fällen können schwerere Komplikationen mit Störungen der Lungen und des Herz-Kreislauf-Systems auftreten, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.
Hyperprolaktinämie: Erhöhter Gehalt des Hormons Prolaktin im Blut als mögliche Folge eines gutartigen Tumors der Hirnanhangdrüse oder der Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. gegen Bluthochdruck oder Depressionen). Hyperprolaktinämie ist eine Ursache für Unfruchtbarkeit.
Hypothalamus: Drüse, die sich am Schädelboden befindet und Hormone in den Blutkreislauf absondert. Sie kontrolliert Funktionen wie Körpertemperatur und Appetit und steuert die Hormonausschüttung der Hirnanhangdrüse.
Idiopathische Unfruchtbarkeit: Begriff, der verwendet wird, wenn die Ursache für die Unfruchtbarkeit eines Paares auch nach eingehenden medizinischen Untersuchungen ungeklärt bleibt.
Implantation: Vorgang, bei dem die befruchtete Eizelle während der frühen Phase der vorgeburtlichen Entwicklung in die Gebärmutterschleimhaut eindringt und sich dort einnistet.
Imprägnation: Das Bewirken des Eindringens einer Samenzelle in das Plasma der Eizelle, namentlich durch Insemination, Gametentransfer oder In-vitro-Fertilisation.
imprägnierte Eizelle: Die befruchtete Eizelle vor der Kernverschmelzung.
In vitro: Ausdruck lateinischen Ursprungs mit der Bedeutung „in einem Glas", z.B. in einem Reagenzglas und nicht im Körper.
In vivo: „Im Körper" statt im Labor.
In-vitro-Fertilisation (IVF): Befruchtung außerhalb des Körpers, bei der mit Hilfe von Gonadotropin-Präparaten die Entwicklung mehrerer Eibläschen herbeigeführt wird. Die so gereiften Eizellen werden aus dem Eierstock entnommen und sofort mit dem Sperma des Partners vermischt. Um die Zellteilung zu ermöglichen, werden die befruchteten Eizellen für 24 bis 48 Stunden in einem schützenden Umfeld aufgehoben. Die Embryonen werden daraufhin in die Gebärmutter der Patientin verpflanzt, wo sie sich einnisten können. In Deutschland dürfen gemäß Embryonen-Schutzgesetz nicht mehr als drei Embryonen zurückverpflanzt werden. Weitere Eizellen können im sogenannten Vorkernstadium, also kurz vor der Verschmelzung mit dem Spermium, für eine spätere Implantation eingefroren werden.
Infertilität: Unfruchtbarkeit
Insemination: Verfahren zur Erleichterung des Aufeinandertreffens von Spermium und Eizelle. Mit Hilfe eines Katheters wird aufbereitetes Sperma an den Eingang des Gebärmutterhalses oder direkt in die Gebärmutter gebracht. Die Insemination wird mit dem Sperma des Partners oder mit Spendersamen durchgeführt.
Intracytoplasmatische Sperma- injektion (ICSI): Methode der mikrochirurgischen Befruchtung, bei der ein einziges Spermium direkt in die Eizelle injiziert wird, wodurch die natürlichen Barrieren (zelluläre Masse und Membran), die die Eizelle schützen, umgangen werden. ICSI ist angezeigt in Fällen schwerer männlicher Unfruchtbarkeit, also wenn nur sehr wenige normale Spermien in der Samenflüssigkeit gefunden werden oder wenn die Befruchtungsfähigkeit der Spermien stark herabgesetzt ist.
Intratubarer Gametentransfer: Methode der Reproduktionsmedizin, bei der mit Hilfe von Medikamenten wie Gonadotropinen die Entwicklung mehrerer Eibläschen herbeigeführt wird und die so gewonnenen reifen Eizellen aus dem Eierstock entfernt werden. Danach erfolgt eine sofortige getrennte Einbringung von Samen und Eizellen direkt in den Eileiter, wo die Befruchtung stattfinden kann.
Intratubarer Zygotentransfer(ZIFT): Methode der assistierten Fortpflanzungsmedizin, bei der die Entwicklung mehrerer Eibläschen mit Hilfe von Medikamenten wie Gonadotropinen stimuliert wird. Reife Eizellen, die auf diese Weise gewonnen wurden, werden aus dem Eierstock entnommen und mit dem Sperma des Partners vermischt. Nach der Verschmelzung der beiden Geschlechtskerne wird die befruchtete Eizelle (Zygote) in den Eileiter eingesetzt.
Kapazitation: Physiologische und biochemische Prozesse, die eine Samenzelle durchläuft, wenn sie mit verschiedenen Flüssigkeiten in der Gebärmutter und in den Eileitern in Kontakt kommt. Diese Prozesse befähigen die Samenzelle, in eine Eizelle einzudringen und sie zu befruchten.
Keimzellen: Eizellen und Spermien.
Klonen: Die künstliche Erzeugung genetisch identischer Wesen.
Kryokonservation: Verfahren zur Haltbarmachung von Eizellen und Spermien durch Einfrieren.
Laparoskopie: Vorgang, bei dem ein sogenanntes Laparoskop durch einen kleinen Schnitt in der Bauchhöhle eingeführt wird, um dem Arzt zu ermöglichen, die Fortpflanzungsorgane zu sehen. Angewandt wird diese Technik vor allem bei Verdacht auf eine Eileiterschädigung oder Endometriose. Auch kleine operative Eingriffe können auf diese Art durchgeführt werden.
Leihmutter: Eine Frau, die bereit ist, durch ein Fortpflanzungsverfahren ein Kind zu empfangen, es auszutragen und nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen.
Luteinisierendes Hormon (LH): Hormon, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird und zum einen das Entlassen der Eizelle aus dem reifen Eibläschen auslöst, zum anderen den Gelbkörper anregt, Progesteron auszuschütten.
Membran: Zellhaut, Grenzfläche.
Menopause: Letzte Menstruation normalerweise im Alter zwischen 45 und 50 oder in seltenen Fällen früher, falls die Eierstöcke nicht mehr in der Lage sind, Eizellen freizusetzen.
Menstruation: Ablösung der Gebärmutterschleimhaut in zyklischen Blutungen, die bei einer erwachsenen Frau bis zur Menopause normalerweise einmal im Monat auftreten, sofern keine Schwangerschaft vorliegt.
Methoden der assistierten Fortpflanzungsmedizin: Siehe IVF / GIFT / ZIFT / ICSI / TESA / MESE.
Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (: Mikrochirurgische Methode, mit der Spermien direkt aus den Nebenhoden (lange, gewundene röhrenartige Gebilde, wo die Spermien reifen und gelagert werden) gewonnen und dann mit der intracytoplasmatischen Spermainjektion (ICSI) zur Befruchtung eingesetzt werden. MESA wird angewandt bei Azoospermie (wenn keine Spermien im Ejakulat vorhanden sind).
Mikroinjektion: Dieser Begriff bezieht sich auf verschiedene Methoden (SUZI/ICSI/TESA/MESE) der assistierten Fortpflanzungsmedizin, die eingesetzt werden, um in Fällen schwerer Spermadefekte eine Befruchtung zu erzielen.
Nidation: Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
Oligomenorrhoe: Unregelmäßiges und seltenes Auftreten der Menstruation.
Oligozoospermie: Anormal niedrige Anzahl von Spermien in der Samenflüssigkeit.
Oozyte: Weibliche Keimzelle. Bei der Geburt enthalten die Eierstöcke 1-2 Millionen Oozyten
Oozytenentnahme: Entnahme von Eizellen aus Eibläschen zum Zweck der Befruchtung, durch z.B. IVF oder GIFT. Heutzutage ist die ultraschallgesteuerte Entnahme von Eizellen die gebräuchlichste Methode. Im Gegensatz zu früher üblichen Entnahmemethoden (laparoskopische Entnahme von Eizellen) kann die Ultraschallsteuerung ohne Vollnarkose angewandt werden.
Ovarien: Siehe Eierstöcke.
Ovulation: Eisprung. Ein herangereiftes Eibläschen platzt auf, woraufhin die darin enthaltene Eizelle in den Eileiter entlassen wird. Dieser Vorgang findet normalerweise ungefähr in der Mitte des Menstruationszyklus statt.
Ovulationsinduktion: Medizinische Behandlung, um Wachstum und Entwicklung des Eibläschens anzuregen und den Eisprung auszulösen. Medikamente zur Herbeiführung des Eisprungs sind zum Beispiel Clomifenzitrate, die den Hypothalamus zur Ausschüttung von GnRH anregen, um die Produktion der Hormone FSH und LH durch die Hirnanhangdrüse zu steigern. Die Verabreichung von exogenem FSH (Behandlung mit Präparaten, die follikelstimulierendes Hormon enthalten) werden zur direkten Stimulation der Eierstöcke eingesetzt.
Plazenta: Mutterkuchen. Schwammartiges Organ an der Gebärmutterwand, durch welches Nährstoffe und Sauerstoff aus dem Blutkreislauf der Mutter durch die Nabelschnur zum Fötus gelangen.
Polyzystische Ovarien (PCO): Entwicklung von Zysten an verschiedenen Stellen der Eierstöcke aufgrund gehemmten Wachstums der Eibläschen. Dieser Zustand ist gekennzeichnet durch ein hormonelles Ungleichgewicht mit erhöhtem LH-Spiegel. Eine Infertilität aufgrund von PCO kann häufig gut mit Medikamenten behandelt werden.
Progesteron: Weibliches Geschlechtshormon, das nach dem Eisprung vom Gelbkörper abgegeben wird. Es hat die Aufgabe, die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Kommt es zu einer Schwangerschaft, übernimmt die Plazenta die Progesteronproduktion.
Prolaktin: Hormon, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird und die Milchbildung in der Brust anregt.
Präimplantationsdiagnostik E: Preimplantation Genetic Diagnosis (PGD) Genetische Untersuchung eines Embryos vor der Einpflanzung in die Gebärmutter.
Pränataldiagnostik E: Prenatal Diagnosis Vorgeburtliche genetische Untersuchung an fötalen Zellen. Entnahme der Zellen erfolgt durch Chorionbiopsie oder Amniozentese (Fruchtwasserpunktion).
Punktion: Eizellentnahme.
Samen/Sperma: Samenfäden und Sekrete, die während des männlichen Orgasmus ausgestoßen werden.
Samenanalyse: Untersuchung von Samenflüssigkeit unter dem Mikroskop, um die Anzahl von Spermien in Millionen pro Milliliter oder Kubikzentimeter zu zählen und um ihre Form, Größe und Beweglichkeit zu überprüfen.
Schilddrüse: Endokrine Drüse, die sich unterhalb des Kehlkopfs befindet und Hormone ausschüttet, die eine wichtige Rolle bei der Steuerung des frühen Wachstums, der Entwicklung und der Stoffwechselregulierung des Körpers spielen. Eine Funktionsstörung der Schilddrüse kann bei Frauen erhöhte Östrogenspiegel zur Folge haben und den Fortpflanzungszyklus unterbrechen.
Spermatogenese: Produktion und Reifung von Samenzellen innerhalb der Hoden.
Spermatozoon: Auch Spermium oder Sperma. Reife, männliche Keimzelle.
Spermiogramm: Auch Samenanalyse. Laboruntersuchung der Samenflüssigkeit (Ejakulat) u.a. zur Ermittlung der Spermaqualität.
Spermium: Von den männlichen Geschlechtsorganen produzierte Keimzelle.
Sterilität: Zustand, der jegliche Möglichkeit, ein Kind zu zeugen, ausschließt.
Steroidhormone: Gruppe von Hormonen, die von den Hoden, den Eierstöcken, der Nebennierenrinde und dem Mutterkuchen abgegeben werden, wie z.B. Androgene und Östrogene.
Subzonale Insemination (SUZI): Methode der mikrochirurgischen Befruchtung, bei der zwei oder drei Spermien unter die Zellmembran, die die Oozyte umgibt, gespritzt werden und den Spermien so hilft, diese natürliche Barriere zu überwinden. Eines der Spermien wird dann eventuell in die Oozyte eindringen und sie befruchten. SUZI ist angezeigt in Fällen schwerer männlicher Unfruchtbarkeit, also wenn nur wenige normale Spermien in der Samenflüssigkeit des Mannes gefunden wurden oder wenn die Befruchtungsfähigkeit der Spermien stark herabgesetzt ist.
Testikuläre Fehlfunktion: Störungen der Hodenfunktion. Liegt vor, wenn die Hoden keine normale Anzahl reifer Spermien produzieren und wenn der Hormonspiegel (LH, FSH) für eine normale Spermienproduktion zu hoch ist.
Testikuläre Spermienextraktion (TESE): Mikrochirurgische Technik zur Gewinnung von Spermien direkt aus den Hoden nach einer Hodenbiopsie. Die aus dem Hodengewebe gewonnenen Spermien werden für die Befruchtung mit Hilfe der intracytoplasmatischen Spermainjektion (ICSI) genutzt. TESE wird in Fällen verwendet, wo keine Spermien in den Nebenhoden gelagert werden oder wenn die Nebenhoden fehlen (siehe auch ICSI und MESA).
Testosteron: Männliches Geschlechtshormon, das von den Hoden und der Nebennierenrinde hergestellt wird. Testosteron ist verantwortlich für die männlichen sekundären Geschlechtsmerkmale. Außerdem beeinflußt es die Sekretion der Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon), die eine wichtige Rolle bei der Heranreifung der Samenzellen spielen.
Turner-Syndrom: Seltene genetische Anormalität, die bei Frauen vorkommt. Sie führt zu einer gestörten Entwicklung der Eierstöcke und zu Zwergwuchs. Frauen, mit Turner-Syndrom sind unfruchtbar.
Ultraschall: Nicht-operative Anschauungsmethode, bei der mit Hilfe von Schallwellen Größe und Gestalt der Fortpflanzungsorgane abgeschätzt werden. Diese Methode ist besonders nützlich bei der Diagnose von Störungen beim Eisprung und zur Überwachung der Entwicklung des Eibläschens während der Kinderwunschbehandlung. Ultraschall kann über den Bauch oder die Vagina durchgeführt werden.
Unfruchtbarkeit (primäre):: Unfähigkeit, nach einem Jahr regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs eine Schwangerschaft herbeizuführen oder diese aufrechtzuerhalten.
Unfruchtbarkeit (sekundäre):: Unfähigkeit, eine Empfängnis herbeizuführen oder eine Schwangerschaft aufrechtzuerhalten, nachdem bereits eine oder mehrere Schwangerschaften ausgetragen wurden.
Uterus: Gebärmutter. Birnenförmiges Organ, das während der Schwangerschaft den Fötus hält und ernährt und sich während der Wehen stark und rhythmisch zusammenzieht, um den Fötus bei der Geburt abzustossen.
Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanz: Methode zur Herbeiführung einer Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr, insbesondere Insemination, In-vitro-Fertilisation mit Embryotransfer sowie Gametentransfer.
Zervikalschleim: Vom Gebärmutterhals produzierter Schleim, der die Fortbewegung der Spermien zur Gebärmutter und zu den Eileitern ermöglicht. Menge und Konsistenz des Zervikalschleims verändern sich zum Zeitpunkt des Eisprungs, damit die Spermien die Eileiter erreichen können, wo die Befruchtung der Eizelle stattfindet.
Zervix: Unterer, an die Vagina anschliessender Teil der Gebärmutter, der einen alkalischen Schleim absondert, welcher die Spermien vor dem säurehaltigen Umfeld der Vagina schützt.
ZIFT: Siehe intratubarer Zygotentransfer.
Zygote: Befruchtete Eizelle (erstes Stadium embryonaler Entwicklung).
Östrogen: Bezeichnung einer Gruppe weiblicher Hormone, die in erster Linie von den Eierstöcken produziert werden. Östrogene sind verantwortlich für die Entwicklung der weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmale. Östrogene bewirken, daß sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet, sie regulieren die FSH- und LH-Ausschüttung und verstärken die Wirkungen des anderen wichtigen weiblichen Geschlechtshormons, des Progesterons.