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Howard Winchester Hawks kam am 30. Mai 1896 in Goshen, Indiana zur Welt und verstarb am 26. Dezember 1977 in Palm Springs, Kalifornien.
Howard Hawks entstammte einer wohlhabenden Industriellen-Familie, die vorwiegend in der Papierherstellung tätig war.
Da Howards Mutter Helen krank war, zog die Familie des milden Klima wegen nach Pasadena, Kalifornien.
1914 begann Hawks an der Cornell Universität Maschinenbau zu studieren. 1917 trat er der US-Fliegertruppe bei.
Nach seiner Militärzeit kehrte Hawks nach Kalifornien zurück und fasste den Plan, ins Filmgeschäft einzusteigen. Er schlug sich mithilfe vieler Gelegenheits-Jobs durch, schrieb seine ersten Drehbücher und arbeitete zwischenzeitlich sogar als Stuntman.
Der Zufall wollte es, dass Mary Pickford ihren Film „The Little Princess“ drehte, als der Regisseur Marshall Neilan ausfiel. Howard Hawks war vor Ort und drehte als Regisseur seine ersten Szenen. Mary Pickford war sehr zufrieden mit Hawks Arbeit – es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Howard Hawks für den grossen Stummfilm-Star die Regie führte. Der Rest ist Legende… Howard Hawks avancierte zu einem der wichtigsten Regisseure Hollywoods.
Ich mag an diesem Regisseur vor allem seine schnörkellose, direkte Art und sein durchdachtes Konzept, welches sich durch alle seine Werke zieht. Wobei Hawks Stärken vor allem im Spannungsaufbau und der psychologischen Darstellung seiner Figuren liegen. Dabei blieb er sehr vielseitig, drehte nicht nur Western und Krimis, sondern auch sehr beachtliche Gangsterfilme, Science Fiction, Film Noir und Gesellschaftskomödien. Zu letzterem Genre gehört dann auch mein erster Film, den ich von ihm in Erinnerung habe: „Sein Mädchen für besondere Fälle“ (His Girl Friday) von 1940 – eine wunderbare Screwball-Komödie mit genialem Timing und exzellenten Dialogen.
Ein weiteres Markenzeichen Hawks’ Filme sind starke Frauenfiguren. Diese für damalige Zeit sehr unabhängigen und selbstbewussten Frauen waren derart markant, dass sie als „Hawksian Woman“ in die Filmgeschichte eingingen.
Howard Hawks Filmstil hatte grossen Einfluss auf nachfolgende Regisseure wie Robert Altman, Martin Scorsese oder François Truffaut.
Interessanterweise fand Howard Hawks Werk in Hollywood zu keiner Zeit die angemessene Anerkennung. So gewann er nie einen Oscar und wurde lediglich ein einziges Mal für einen solchen nominiert. Wenn man bedenkt, welche Klassiker er geschaffen hat, absolut unverständlich…!
Meine liebsten Filme von Howard Hawks sind:
Foto: Public Domain
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Geboren wurde Samuel Wilder am 22. Juni 1906 in Sucha, Galizien (Österreich-Ungarn). Er starb am 27. März 2002 in Los Angeles, Kalifornien.
Samuel Wilder, Sohn jüdischer Eltern wuchs in Krakau auf. Die Familie musste 1916 vor der heranrückenden russischen Armee fliehen und zog nach Wien, wo Wilder das Gymnasium besuchte. Später arbeitete Wilder als Journalist.
Sein Weg führte ihn nach Berlin, wo er mit dem Filmgeschäft in Berührung kam, und sich als Drehbuchautor etwas dazuverdiente.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zog es ihn nach Paris, wo er weiter als Drehbuchautor arbeitete.
1936 emigrierte Wilder in die USA, wo er von Paramount Pictures unter Vertrag genommen wurde. Anfänglich immer noch als Drehbuchautor tätig, gelang es im nach und nach, Fuss zu fassen als Regisseur und auch Produzent.
Für seine insgesamt über sechzig Filme wurde er einundzwanzig Mal für den Oscar nominiert und gewann sechs der begehrten Auszeichnungen.
Billy Wilder zeichnet sich in seinen Filmen durch einen feinen, aber immer sehr menschlichen, Humor aus. Seine Dialoge sind sehr pointiert und weisen nicht nur einen schalkhaften Witz aus, sondern haben durchaus auch eine intelligente Tiefe.
Seine Komödien haben durchaus auch ernste, zuweilen melancholische Elemente zu bieten, die er mit seinem typischen Humor etwas neutralisierte.
Zu meinen Lieblingsfilmen von ihm gehören:
Foto: Public Domain
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Sydney Irwin Pollack kam am 01. Juli 1934 in Lafayette, Indiana zur Welt und verstarb am 26. Mai 2008 in Los Angeles, Kalifornien.
Sydney Pollack stammte aus einer russisch-jüdischen Einwanderer-Familie. Seine Mutter Rebecca verstarb bereits 37-jährig, als Sydney gerade sechzehn war.
Sein Vater David hoffte, dass sein Sohn den Beruf als Zahnarzt ergreifen würde. Sydney hatte jedoch ganz andere Pläne. Früh schon interessierte er sich für Film und Schauspielerei. Er zog, erst 17-jährig, nach New York City und besuchte von 1952-54 die Neighborhood Playhouse School of the Theater.
John Frankenheimer holte den jungen Pollack schliesslich nach Los Angeles, wo er anfänglich als Dialog-Trainer für Kinder-Schauspieler tätig war. In Los Angeles begann Pollack sich auch als Regisseur zu betätigen und fand schliesslich verschiedene Jobs im Fernsehen, sowohl als Schauspieler wie auch als Regisseur. Sein Regie-Debüt „The Slender Thread“ 1965 fand allseits grosse Beachtung.
Über die Jahre wurde Sydney Pollack einer der ganz Grossen in Hollywood. Wobei er sowohl als Schauspieler, Regisseur wie auch als Produzent mit unzähligen Preisen bedacht wurde.
Den ersten Pollack-Film, den ich gesehen habe, war „Mit eisernen Fäusten“, eine Western-Komödie mit Burt Lancaster und Ossie Davis in den Hauptrollen. Ein Streifen, der auch heute noch ganz weit oben auf meiner Beliebtheitsskala rangiert.
Sydney Pollack ist ein unglaublich vielseitiger Regisseur, der sich in Western genauso zuhause fühlt wie in Politthrillern oder Liebesmelodramen. Dabei bleibt er seinem Stil allzeit treu. Wer sich Pollack-Filme ansieht, muss sich bewusst sein, dass nicht zwingend mit einem Happy End gerechnet werden darf.
Sydney Pollack lernte 1962 Robert Redford kennen. Beide debütierten im Streifen „Hinter feindlichen Linien“ als Schauspieler. Sie wurden Freunde, und Redford sollte später zur festen Grösse in Pollack-Filmen werden sowie unzählige Hauptrollen übernehmen.
Sydney Pollack mag keiner der innovativsten oder kreativsten Regisseure Hollywoods gewesen sein – seine Filme waren allesamt sehr klassisch und herkömmlich umgesetzt - aber er hat nicht einen Film gemacht, in dem er sein Publikum gelangweilt hat - und das ist weit mehr, als so mancher Regisseur von sich sagen kann…
Zu meinen liebsten Filmen von Sydney Pollack gehören folgende Werke:
Foto: CC 2006 Public Domain (Wikipedia)
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Woody Allen, geboren als Allan Stewart Konigsberg wurde am 1. Dezember 1935 in New York City geboren.
Als Sohn jüdischer Eltern wuchs er im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf. Früh schon begann er sich fürs Kino zu interessieren, war ein grosser Sportfan und spielte Klarinette.
Um sein Taschengeld aufzubessern, begann er Gags zu schreiben, die er an verschiedene Tageszeitungen verkaufen konnte. Bald schon benutzte er dafür den Künstlernamen Woody Allen.
Später arbeitete er als Stand-up-Comedian.
Sein erster Film erschien 1965 (Was gibt’s Neues, Pussy?) mit dem er schon einen beachtlichen Erfolg erzielte.
Seither ist Woody Allen produktiv, wobei er meistens Drehbuchverfasser, Regisseur und Darsteller in einer Person ist. Es ist unglaublich, wie kreativ und originell er über die Jahre geblieben ist. Immer wenn man denkt, dass ihm irgendwann dann mal die Ideen ausgehen müssten, überrascht er wieder mit einem neuen Streifen, der zwar unbestreitbar seine Handschrift trägt, zugleich aber auch wieder erfrischend neu und anders ist.
Ich kann mich nicht erinnern, von ihm je einen Streifen gesehen zu haben, den ich langweilig oder gar schlecht gefunden hätte.
Insgesamt war Woody Allen 24 Mal für einen Oscar nominiert, davon gewann er viermal. Da er eine Aversion gegen Hollywood & Co. hat, wurde die Auszeichnung aber nie von ihm persönlich entgegengenommen.
Woody Allen ist auch ein begeisterter Jazz-Musiker und spielt Klarinette in der Eddy Davis New Orleans Jazz Band, mit der er auch immer wieder mal auf Tournee geht.
Wer seine Filme kennt, wird bemerkt haben, dass Jazz-Musik auch in diesen oft eine ganz zentrale Rolle spielt.
Meine Lieblingsfilme von ihm sind:
Foto: CC 3.0 - Zur Verfügung gestellt durch Georges Biard (Wikipedia)
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John Landis kam am 3. August 1950 in Chicago, Illinois zur Welt.
Landis stammt aus einer jüdischen Familie. Sein Vater arbeitete als Innendesigner und Dekorateur. Kurz nach Johns Geburt zog die Familie nach Los Angeles.
Bereits mit acht Jahren verspürte John Landis den Wunsch Regisseur zu werden, nachdem er im Kino den Film „Sindbads siebente Reise“ gesehen hatte. Er war begeistert von diesem Fantasy-Abenteuer-Film und begann sich von da an mit Filmen und deren Entstehung auseinander zu setzen.
Folgerichtig brach Landis später seine High School ab und arbeitete als Botenjunge bei 20th Century Fox – gewissermassen sein Einstieg in die Filmbranche. Mit 18 Jahren ging Landis nach Europa, wo er als Regieassistent für MGM arbeitete. Zusätzlich war er in einigen Filmen als Stuntman zu sehen, unter anderem in „Spiel mir das Lied vom Tod“…
John Landis’ erster eigener Film als Regisseur und Drehbuchautor entstand 1973: „Schlock“, eine Horror-Komödie, die eine Hommage an die klassischen Horrorfilme darstellte und bereits mit dem typischen überschäumenden Landis-Humor versehen war.
In den 80er-Jahren gab es von John Landis unzählige Highlights, die ihm einen festen Platz im Regisseuren-Olymp sicherten. So schuf er zum Beispiel 1980 das Meisterwerk „Blues Brothers“ oder 1983 das Musikvideo zu Michael Jacksons Thriller-Song.
Obwohl ich normalerweise mit dem eher brachialen amerikanischen Humor nicht so viel anfangen kann, bildet John Landis hier für mich eine Ausnahme. Er arbeitet zwar auch mit viel Action und Opulenz, versteht es aber genial, mit viel Selbstironie und Zweideutigkeit dem ganzen Treiben mehr Tiefe zu geben…
Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen von John Landis gehören:
Foto: 2005 Public Domain (Wikipedia)
GEWONNEN
Bis jetzt keine
NOMINIERUNG
Bis jetzt keine
Jim Jarmusch wurde am 22. Januar 1953 in Cuyahoga Falls, Ohio, USA geboren.
Der aus einer typischen, amerikanischen Mittelschicht-Familie stammende Jarmusch, entdeckte schon sehr früh das Kino für sich.
Daneben beschäftigte er sich mit Literatur, wobei ihn besonders die Beatniks, sowie grundsätzlich Gegenkulturen und Untergrundbewegungen faszinierten.
Er studierte nach der High School englische und amerikanische Literatur, schrieb während dieser Zeit schon fleissig für Zeitschriften und reiste nach Paris, wo er sich mit der europäischen Kultur und Kunst vertraut machte.
Anschliessend studierte er Filmwissenschaften in New York, wo er auch das Handwerk des Regisseurs erlernte.
Wim Wenders, bei dem er als Produktionsassistent arbeitete, schenkte ihm übriggebliebene Filmrollen, mit denen er den 30-minütigen Kurzfilm „The New World“ drehte. Dieser Kurzfilm wurde am Filmfestival von Salsomaggiore in Italien gezeigt und erweckte die Aufmerksamkeit des deutschen Produzenten Otto Grokenberger. Dieser stellte Jarmusch 110‘000 Dollar zur Verfügung und ermöglichte es Jarmusch aus seinem Kurzfilm eine Langfassung, die dann unter dem Titel Stranger than Paradies“ bekannt wurde, zu drehen.
Jim Jarmusch ist einer dieser begnadeten Independentregisseure, die ein untrügliches Gespür fürs richtige Timing, die richtigen Stories und die dazu passenden Schauspieler besitzen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Film von ihm gesehen zu haben, der nicht originell, unterhaltsam und hoch intelligent gewesen wäre.
Meine Lieblingsfilme von ihm sind:
Foto: CC zur Verfügung gestellt durch Michael Schilling (Wikipedia)
GEWONNEN
KEINE
NOMINIERUNG
KEINE
Joel David Coen wurde am 29. November 1954 in Minneapolis, USA geboren. Sein Bruder Ethan Jesse Coen wurde 3 Jahre später am 21. September ebenfalls in Minneapolis geboren.
Die Coen-Brüder wuchsen in einem Vorort von Minneapolis auf, in einem jüdisch geprägten Umfeld.
Während für Joel eigentlich schon immer klar war, dass er irgendwann beim Film landen würde (er drehte schon als Kind mit einer Super-8-Kamera Kurzfilme), studierte Ethan an der Princeton-Universität Philosophie und war danach als Schriftsteller tätig.
1984 spannten sie erstmals zusammen und schafften mit „Blood Simple“, einer Hommage an den Film noir, ihren Durchbruch.
Seither schufen sie zusammen unzählige Filmerfolge, die insgesamt mit 4 Oscars und unzähligen anderen Filmpreisen bedacht wurden.
Ich selber bin erstmals beim Streifen „Arizona Junior“ von 1987 auf die Brüder aufmerksam geworden und verfolge ihr Treiben seither mit wachsender Begeisterung.
Es ist schon beinahe unglaublich wie kreativ, einfallsreich und originell die Coen-Brüder sind.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sie nicht nur Regie führen, sondern bei all ihren Filmen auch die Drehbücher verfassen und teilweise als Produzenten auftreten.
Meine absoluten Lieblingsfilme der zwei sind:
Foto: CC 2.5 Erstellt durch Rita Molnár 2001 (Wikipedia)
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Ang Lee kam am 23. Oktober 1954 in Pingtung, Taiwan zur Welt.
Seine Eltern, chinesische Emigranten, hätten es gerne gesehen, wenn ihr ältester Sohn eine klassische akademische Laufbahn eingeschlagen hätte. Ang Lee fühlte sich hingegen schon früh zu Theater und Film hingezogen. Folgerichtig begann er ein Filmstudium in Taipeh und führte dieses schliesslich in den USA, zuerst in Urbana-Champaign und später in New York, zu einem erfolgreichen Abschluss.
Nebst einigen Kurzfilmen, die während seiner Studienzeit in den USA erschienen, kam 1992 mit „Schiebende Hände“ sein erster Kino-Film heraus. Ein einfühlsames Familiendrama im Umfeld chinesischer Emigranten in den USA. Viele Anlagen, die Ang Lees Filmschaffen ausmachen, sind in diesem Frühwerk bereits ansatzweise zu erkennen.
Obwohl „Schiebende Hände“ in Taiwan sehr erfolgreich war und auch mit Preisen bedacht wurde, kam der Durchbruch bei uns erst mit dem 1995 erschienenen Film „Sinn und Sinnlichkeit“, einer Jane-Austen-Adaption.
Ich kenne keinen anderen Regisseur, der derart viele Genres und Stilarten in seinen Filmen ausprobiert hat. Egal ob mitreissendes Familiendrama, klassische Literaturverfilmung, Martial Art, Comic-Verfilmung oder Historienfilm, Ang Lee versteht es immer bemerkenswert diesen Filmen seine Handschrift zu verpassen.
Mein erster filmischer Kontakt mit Ang Lee war der 1994 entstandene Film „Eat Drink Man Woman“, wobei mich schon der originelle Titel magisch angezogen hatte. Ich war und bin begeistert von diesem Streifen. Seine sensible, nuancierte Regiearbeit ist einzigartig und fasziniert mich immer wieder von neuem…
Zu meinen Lieblingsfilmen von Ang Lee gehören:
Foto: CC 2.0 Erstellt durch Nicolas Genin (Wikipedia)
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