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Die Kapelle St.Margrethen wird im Jahre 1470 erstmals urkundlich erwähnt. Leider liegen die Stiftung, Gründung und Errichtung der Kapelle im Dunkeln. Man kennt weder den Bauherrn noch den Baumeister. Auch das Baujahr ist unbekannt.
Es wird aber folgende Sage erzählt:
Zwei Edle von Andwil, von denen der eine auf dem Schloss Oberberg, der andere im Dorf Andwil hauste, seien an der Stelle, wo die Kapelle heute steht miteinander in einen Streit geraten. Dabei sei einer gefallen; der Überlebende habe als Sühnetat für den Brudermord die Kapelle erbaut.
Früher wurde die kleine Kapelle häufig benutzt. 1878 konnte der damalige Pfarrer schreiben: Die Kapelle wird als liebe Wallfahrtsstätte, besonders am Sonntagnachmittag, viel besucht. Am Bittmontag rüsteten sich die Einwohner von Gossau um morgens halb vier Uhr zu ihrem Bittgang nach der Kapelle St. Margrethen. Zum Teil wurden auch Predigten gehalten.
Erhalten hat sich bis heute die Bittprozession vor Christi Himmelfahrt und am 17. Juli die Gelöbnisprozession - ein Gelöbnis nach einem Hagelgewitter.
Darüber hinaus dient die Kapelle nicht zuletzt ihres intimen Charakters und ihrer reizvollen Lage für Tauffeiern, Hochzeitsgottesdienste, Rosenkranzgebete und selbstverständlich auch der persönlichen Andacht.
Öffnungszeiten
anfangs Mai bis Ende Oktober, jeweils sonntags