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Der Weihnachtsstern ist ein Wolfsmilchgewächs und stammt aus Zentral- und Südamerika.
Der Weihnachtsstern (Poinsettia pulcherrrima) ist ein Wolfsmilchgewächs und stammt aus Zentral- und Südamerika, wo er als mehrjähriger, verholzender, vier bis fünf Meter hoher Strauch verbreitet ist. Durch den amerikanischen Diplomaten Poinsett kamen im 18. Jahrhundert Pflanzen von Mexiko in die USA und gelangten dann anfangs des 19. Jahrhunderts von dort nach Europa. Auf den Kanarischen Inseln haben sie sich verwildert. Wie bei allen Wolfsmilchgewächsen ist der Saft leicht, aber nicht gefährlich giftig und ruft bei Berührung mit den Augen Brennen hervor.
Bei den ursprünglichen Pflanzen waren die farbigen Hochblätter – es sind also nicht die Blüten, welche so gefallen – im Winter rot, während die unteren Blätter stets grün bleiben. Die wenig scheinbaren Blüten sind immer gelb und erscheinen ebenfalls im Winter. Heute gibt es auch Sorten mit rosa, pink, weissen und gesprenkelten Hochblättern. Die Färbung von grün auf farbig erfolgt, wenn die Tage im Herbst kürzer werden. Da die Pflanzen in unserem Klima im geheizten Zimmer gehalten werden müssen, wo abends oft künstliches Licht vorhanden ist, sind sie ab Oktober täglich für einige Stunden ganz dunkel zu stellen, bis Ende November. An Weihnachten leuchten sie dann in ihren gewünschten Farben.
Die Temperatur sollte stets um 16° bis 20° betragen, mit möglichst wenigen Schwankungen. Der Standort muss im Winter sehr hell sein, auch sonnig. Im Sommer ist halbschattige Lage im Freien ideal. Im März/April werden die Pflanzen auf etwa die Hälfte zurückgeschnitten und bis August gedüngt. Danach sind sie beinahe trocken zu halten bis im Oktober.
Das Giessen ist überhaupt eine heikle Angelegenheit. Die Pflanzen sind auch sonst nur feucht zu halten, es darf nie Staunässe geben. Also darf nie in den Untersetzer gegossen werden und sich dort ansammelndes überschüssiges Wasser ist stets wegzuschütten. Gut ist es, vor jedem neuen Giessen die obersten Zentimeter der Erde austrocknen zu lassen. Das Wasser soll temperiert und kalkfrei sein.
Vergilben oder fallen gar die zuvor grünen Blätter ab, ist Lichtmangel die Hauptursache. Die Pflanzen stehen zu eng oder zu weit vom Fenster entfernt. Fallende Blätter sind auch oft auf einen Standort zu nahe an einem Heizkörper zurückzuführen, weiter selten auch auf extremen Wassermangel oder häufig auf zuviel Nässe, was die empfindlichen Wurzeln verfaulen lässt und somit eine Wasseraufnahme gar nicht mehr möglich ist. Ungünstig ist ein Aufenthaltsort mit Zugluft; Frost wird gar nicht ertragen. Beim Transport im Winterhalbjahr ist also grösste Vorsicht geboten.
Weil die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstpflege doch etwas aufwendig und anspruchsvoll ist, werden heute die Weihnachtssterne meistens nur über den Winter, solange sie frisch, kompakt und schön aussehen, gehalten. Durch die Massenanzucht in den Gärtnereien sind sie ja auch schnell ersetzbar und sehr billig geworden.
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