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Sein Gehörn Der Bock besitzt gebogene Hörner, welche je nach Alter bis zu einem Meter Länge haben können. Die Geiss hingegen besitzt kurze, nur wenig gebogene Hörner. Beide Geschlechter haben einen Ziegenbart.
Lebensraum Im Sommer und Herbst lebt er in alpinem Gelände, am liebsten in grasdurchsetzten Felsen und steinigen Rasen bis auf ca. 3600m.
Im Winter begibt er sich auch in tiefere Lagen, wenn dort das Nahrungsangebot besser ist.
Im Frühjahr, wenn in höheren Lagen noch Schnee liegt, steigt er gern zum Äsen auf Wiesen, Lichtungen und Weiden in tiefere Lagen ab, wo frisches Gras lockt.
Ausserhalb der Paarungszeit leben Böcke und Geissen getrennt:
Alte Böcke sondern sich gerne ab und leben als Einzelgänger weiter.
Er ist perfekt an das Leben im Hochgebirge mit den extremen Bedingungen angepasst. Seine ausgezeichneten Kletterfähigkeiten verdankt er seinen speziell angepassten Hufen. Verhornte Ränder sorgen für Trittfestigkeit und die weichen Innenballen verhindern das Abrutschen. Mit den beiden einzeln beweglichen Hufzehen kann sich der Fuss an jede Unebenheit anpassen.
Nach der massiven Ausrottung in der Schweiz um 1809 und Wiederansiedlung anfangs des 19. Jahrhunderts gibt es heute wieder mehrere Steinbockkolonien im Alpenraum. Die grösste lebt im Albris-Gebiet ob Pontresina im Oberengadin.
Fortpflanzung Brunftzeit: November - Januar Setztermin: nach 23 Wochen Tragzeit, ca. Ende Mai/anfangs Juni.
Mit 3 Jahren sind die Böcke geschlechtsreif, Geissen bereits mit ca. 2.5 Jahren. Zur Paarungszeit suchen die Böcke wieder die Geissrudel auf. Ähnlich wie bei den Hirschen verfolgen die Böcke das Ziel, die Kontrolle über das Rudel zu erlangen. Dabei kommt es zwischen den Böcken zu Kämpfen. Damit ein Bock eine Chance hat erfolgreich zu sein, muss er mindestens 6 Jahre alt sein.
Schon kurz nach der Geburt folgt das Kitz der Mutter. Ab der 2. Lebenswoche beginnt es zu äsen, wird aber noch bis zum nächsten Winter gesäugt. Nach wenigen Wochen erkunden die Kitze bereits allein ihren felsigen Lebensraum.
Winter Damit sich der Steinbock im harten Gebirgswinter gut über die Runden bringt, muss er sich einerseits «warm anziehen». Daher wird das Sommerfell im Herbst in ein dunkel grau-braunes Winterfell mit Unterwolle gewechselt, welches optimalen Feuchte- und Kälteschutz gibt. Andererseits muss Energie gespart werden, da die Nahrung knapp und nährstoffarm ist. Dies gelingt so: • Herzschlag wird um 60% gesenkt gegenüber dem im Sommer • morgens minime Aktivitäten bis zur Aufwärmung durch Sonne • generell weniger Aktivität und langsameres Bewegen