Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/1595

Projekt BVG 2015
Warum
technische Grundlagen?
Die Berechnungen der Verpflichtungen der Pensionskassen basieren
auf biometrischen Grundlagen, also beispielsweise der Wahrscheinlichkeit
zu sterben, invalid zu werden oder verheiratet zu sein. Diese Wahrscheinlichkeiten
werden aus Statistiken gewonnen, die aufgrund von Beobachtungen
grosser Versichertenbestände über mehrere Jahre
erstellt werden. Das Zusammenstellen aller Wahrscheinlichkeiten
inklusive den sich daraus ergebenden Barwerten zur Berechnung
von Pensionsverpflichtungen wird mit "technische Grundlagen"
bezeichnet.
Die technischen Grundlagen müssen regelmässig erneuert
werden, da beispielsweise die Sterbe- und die Invalidierungswahrscheinlichkeiten
nicht konstant sind, sondern sich verändern. Die fortlaufende
Erhöhung der Lebenserwartung der letzten Jahrzehnte ist
ein bekanntes Beispiel dafür, aber auch die mitunter
nach konjunktureller Entwicklung oder aufgrund gesetzlicher Veränderung tieferen oder höheren
Invalidierungswahrscheinlichkeiten.
Die technischen Grundlagen BVG 2015
Mit den technischen Grundlagen BVG 2000 sind im Jahre 2002 erstmals technische Grundlagen
veröffentlicht worden, die auf statistischen Auswertungen in grossen autonomen Pensionskassen von
privatrechtlichen Unternehmen basieren. Ihnen folgten die technischen Grundlagen BVG 2005,
welche die Versichertenbestände der BVG 2000 um drei zusätzliche Jahre erweiterten. Daran
knüpften fünf Jahre später die BVG 2010, welche die Versichertenbestände der Jahre 2005 bis 2009
umfassten, nahtlos an.
Die neuen BVG 2015 setzen die Tradition der BVG Grundlagen fort und schliessen an die BVG 2010
Auswertungen an. Die technischen Grundlagen BVG 2015 beruhen auf der statistischen Erfassung
der Versichertenbestände der teilnehmenden Kassen der Jahre 2010 bis 2014.
Mit den beteiligten Pensionskassen wurde vereinbart das Projekt mit der Erstellung der technischen
Grundlagen BVG 2020 fortzusetzen. Die Leitung des Projektes sowie die statistische und
versicherungsmathematische Ausarbeitung der privatrechtlichen technischen Grundlagen werden
wiederum Pensionskassen-Experten der Aon Schweiz AG und der Libera AG sicherstelllen.