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Das Wasser hat die unteren Geschosse geflutet: Familienhaus im SOS-Kinderdorf Chittagong in Bangladesch.
„Das ganze Dorf steht unter Wasser“, berichtet Ghulam Ahmed Ishaque, Leiter von SOS-Kinderdorf in Bangladesch. Immerhin hätten die Behörden rechtzeitig vor schweren Regenfällen und gigantischen Flutwellen gewarnt, das sei die gute Nachricht: „So waren wir vorbereitet und haben blitzschnell reagiert, als die Wassermassen die unteren Geschosse geflutet haben“, so Ishaque. „Alle Kinder und das Personal konnten sich in die obersten Etagen und auf die Dächer retten, dort hatten wir bereits Nahrungsmittel und Wasser deponiert.“ Auch Wertgegenstände wie zum Beispiel Computer und Kühlschränke hätten SOS-Mitarbeitenden rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Inzwischen sei der Sturm abgeflaut: „Wenn das Wasser wieder weg ist, werden wir uns an die Reparaturen machen“, sagt Ishaque. Es gelte nicht nur, die Schäden am Kinderdorf zu beseitigen, sondern auch den Nachbarn zur Hand zu gehen, die teils ihr Hab und Gut verloren haben.
Der Zyklon ist nahe der Hafenstadt Chittagong im Südosten Bangladeschs mit Windgeschwindigkeiten von 117 Stundenkilometern auf Land getroffen. Mindestens sieben Menschen starben. Viele von ihnen sind durch umstürzende Bäume oder einstürzende Häuser zu Tode gekommen. Mehr als 20‘000 Häuser wurden beschädigt. Etwa 600‘000 Menschen in den Küstengebieten wurden in Sicherheit gebracht.
„Zum Glück sind wir inzwischen Katastrophenschutzexperten“, sagt Ishaque. Fast jedes Jahr ziehen verheerende Tropenstürme über Bangladesch hinweg.
Überflutet: das SOS-Kinderdorf Chittagong nach dem Zyklon "Mora".