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Die AG für schweizerisches Erdöl (SEAG) wurde 1956 gegründet. Zu den Gründungspionieren gehörten unter anderen der Rheintaler Industrielle Max Schmidheiny und der spätere St. Galler Regierungsrat Simon Frick. Schon bald war die SEAG im Besitz einer Explorationsbewilligung für die Kantone Aargau, die beiden Appenzell, Glarus, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich.
Da der tiefe Untergrund Hoheit der Kantone ist, gründeten auch viele andere Kantone eigene Explorationsfirmen. Im Fokus stand das Erdöl. Um der Zersplitterung entgegenzutreten und die Kräfte zu bündeln, entstand 1959 die Swisspetrol AG als Holdinggesellschaft. Die neue Gruppe, zu welcher auch die SEAG gehörte, bestimmte in den nächsten 30 Jahren die Erdölsuche in der Schweiz.
Mit ausländischen Partnern bohrte Swisspetrol und ihre Tochtergesellschaften in dieser Periode an insgesamt 26 Standorten nach Erdöl. Doch statt auf Öl stiessen die Pioniere verschiedentlich auf Anzeichen von Gas. Da aber Öl im Zentrum stand, wurde die Gassuche nicht weiter forciert.
Mit dem Zerfall der Ölpreise verzichteten Swisspetrol und ihre ausländischen Partner auf weitere Explorationen. 1996 wurde die Swisspetrol-Gruppe liquidiert. Von den 13 Tochtergesellschaften überlebten allein die SEAG in der Deutschschweiz und die Petrosvibri SA in Vevey. Zu Forschungszwecken übernahm und sicherte die SEAG alle bisher erhobenen geologischen Daten.
Aufgrund neuster Entwicklungen in der Fördertechnik konzentrierte sich die SEAG nunmehr auf die Erdgassuche. Um die Exploration in der Schweiz voranzutreiben, kooperiert das Unternehmen heute mit der amerikanischen eCorp International LLc (Huston) und deren Schweizer Tochtergesellschaft eCorp Switzerland AG (Zürich).