Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/1933

Ich bin von Natur aus sehr neugierig und wollte deshalb schon immer wissen, woher das Geld stammt und welche Münzen und Noten wir verwenden.
In der Schweiz gibt es insgesamt sieben verschiedene Münzen und sechs unterschiedliche Noten. Willst du wissen, wie diese aussehen und welche Werte sie haben?
Hast du die Münzen schon mal genauer betrachtet und angefasst? Ich mag die speziellen Rillen am Rand und die Münzen sind zudem unterschiedlich schwer. Untersuch das doch selber mal, du wirst erstaunt sein. Schreib mir eine E-Mail, was für Erfahrungen du gemacht hast, ich würde mich freuen.
Der Rand ist bei 5, 10 und 20 Rappen glatt, beim 50 Rappenstück, 1 und 2 Franken gerippt und bei 5 Franken mit Sternen versehen. Die Landesbezeichnung ist auf allen Münzen mit «Confoederatio Helvetica», dem lateinischen Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, oder «Helvetia» angegeben.
Die 2-Franken-Münzen werden – als älteste – seit 1874 bis heute im gleichen Motiv geprägt. Früher gab es sogar noch Ein- und Zweirappenstücke. Das Zweirappenstück gibt es seit 1978 nicht mehr und das Einrappenstück seit dem 1. Januar 2007 nicht mehr. Grund dafür ist, dass die Kosten für die Herstellung zu teuer waren. Die Kosten vom Material für das Einrappenstück betrugen damals 11 Rappen.
Die Münzen werden von der offiziellen Münzstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft (swissmint) hergestellt. Heute sind rund 4,8 Milliarden Münzen im Umlauf und haben einen Gesamtwert von 2,7 Milliarden Franken und ein Gesamtgewicht von 17'000 Tonnen.
Das Prinzip ist ähnlich wie wenn man "Weihnachtsguetzli" macht. Zuerst wählt man die passenden "Förmli" aus. Anschliessend macht man mit den richtigen Zutaten den Teig, wallt diesen bis zur richtigen Dicke aus und sticht am Ende die Guetzli mit den Förmli aus.
Die Produktion von Münzen ist eine Aufgabe, die viel Zeit und Geduld braucht. Alles beginnt mit einem Bildentwurf eines Künstlers. Sobald das Bildmotiv fertig ist, wird eine Form aus verschiedenen Materialien wie Gips, Silikon, Kunstharz und Stahl hergestellt. Die Konturen und Details der Form werden nun sehr genau herausgearbeitet, bis die Form zu einem fertigen Stempel verarbeitet ist.
Die heutigen Münzen bestehen mit Ausnahme der 5-Rappen-Münze (seit 1981 aus Aluminiumbronze) aus Kupfernickel. In Walzwerken wird die Dicke des Blechs hergestellt. Aus diesen Blechbändern werden mit dem Stempel die Münzplättchen ausgestanzt.
Die Swissmint hat sechs leistungsfähige Prägemaschinen, die pro Minute bis zu 750 Münzen herstellen können. Die Münzen werden danach von Maschinen automatisch verpackt und in regelmässigen Abständen von der Nationalbank abgeholt.
Wenn du noch mehr zur Münzproduktion erfahren möchtest, empfehle ich dir die Internetseite der Swissmint.
Ich mag aber auch die Banknoten, weil sie so schön farbig sind. Die 50-Franken-Note gefällt mir besonders gut, da sie so schön grün ist. Welche Note magst du am liebsten? Schreib mir doch eine E-Mail, ich würde mich freuen.
Im Gegensatz zu den Geldmünzen, spielt bei der Produktion von farbigen Banknoten die moderne Technik eine wichtige Rolle. Der Künstler verschickt seine Entwurfsdaten via E-Mail. Mit Hilfe von Computern werden danach verschiedene Sicherheitsmerkmale für die Banknoten in Auftrag gegeben und programmiert. Präzisionsmaschinen drucken anschliessend die Papierbogen in mehreren Etappen, bei welchen zusätzliche Sicherheitselemente hinzugefügt werden.
Die aktuellen Banknoten werden heute von der Firma Orell Füssli Sicherheitsdruck AG gedruckt. Die Banknoten der achten Serie gehören zu den fälschungssichersten der Welt. Sie haben bis zu 18 verschiedene Sicherheitsmerkmale, um Fälschungen nahezu unmöglich zu machen. Das Papier wird aus Nebenprodukten der Baumwollherstellung gewonnen, die den Banknoten Festigkeit und Langlebigkeit verleihen.
Früher gab es sogar noch 500-Franken-Noten, Mitte der 90er Jahre wurden diese aber durch die 200-Franken-Note abgelöst.
Wenn du noch mehr zur Banknotenherstellung erfahren möchtest, empfehle ich dir die Internetseite der Schweizerischen Nationalbank.
Jetzt weisst du bereits sehr viel über Geld. Was hat aber das Geld mit der Bank zu tun?
Die Hauptaufgaben einer Bank sind, Geld entgegenzunehmen und wieder auszuleihen. Es gibt Menschen wie ich, die das Geld sparen, auf die Bank bringen und von der Bank Zins (zusätzliches Geld) dafür erhalten. Der Zins ist die Entschädigung, dass die Menschen ihr Geld der Bank geben. Es vermehrt sich also. Es gibt aber auch Menschen, die von der Bank Geld ausleihen müssen. Dieses Geld erhält die Bank zu einem späteren Zeitpunkt mit einem zusätzlichen Betrag (Zins für die Bank) zurück.
Eine weitere Aufgabe der Bank ist es, Schweizer Franken in andere Währungen zu wechseln. Da ich in meinen Ferien im Ausland nicht mit Schweizer Franken zahlen kann.