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Alfred Baur (1865 - 1951)
Alfred Baur wurde 1865 in Andelfingen (ZH) geboren. Nach einer Lehre in Winterthur wurde er von einem internationalen Handelshaus nach Colombo (Ceylon) geschickt, wo er kurz darauf seine eigene Firma für organische Düngemittel gründete. Die Firma A. Baur & Co. Ltd. feierte 1997 ihr 100-jähriges Bestehen.
1906 kehrte Herr Baur in die Schweiz zurück und entschied sich für Genf, die Heimatstadt seiner Frau Eugénie Baur-Duret. Er behielt die Leitung seines Unternehmens, das er weiter ausbaute und diversifizierte, insbesondere durch den Erwerb mehrerer Teeplantagen.
Mit seiner Rückkehr in die Schweiz begann auch seine Tätigkeit als Sammler von Kunstgegenständen aus Japan (Keramik, Lacke, Netsuke und Schwertschmuck) und China (Jaden). Unabhängig vom Material strebte er nach Exzellenz mit technisch und ästhetisch perfekten Werken. Als er 1924 Tomita Kumasaku, einen japanischen Händler und Experten, kennenlernte, gab er seiner Sammelleidenschaft eine neue Richtung. In Tomita traf Herr Baur einen Experten mit sicherem und raffiniertem Geschmack, der seine Ansprüche verstand. Der Grossteil seiner Sammlungen, einschliesslich aussergewöhnlicher Werke, wurde durch die Vermittlung dieses Experten erworben.
Das Jahr 1928 ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Sammlungen von A. Baur. Er begann, sich für chinesische Keramik zu interessieren und stellte eine neue Sammlung zusammen, die zu seinem Hauptanliegen werden sollte. Die 756 Stücke bilden ein zusammenhängendes Ensemble, das die Aspekte dieser Kunst von der Tang-Dynastie (618–907) bis zur Qing-Dynastie (1644–1911) aufzeigt.
Kurz vor seinem Tod im Jahr 1951 erwarb Alfred Baur ein Herrenhaus in Genf, um dort seine Sammlungen unterzubringen; das Museum öffnete 1964 seine Türen für die Öffentlichkeit.