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entstandenen Zeichnungen für die Cottasche Ausgabe von Goethes
«Faust». Einstimmiges Lob dagegen spendete man seinen Fresken
im Maximilianeum, die in verständlicher Komposition die Stiftung des Maximiliansordens und Bildnisse großer Staatsmänner
darstellen. Erwähnenswert sind auch seine Fresken in den
Arkaden des dortigen nördlichen Friedhofs und seine Kartons zu
Glasmalereien für die
Kathedrale in Glasgow. Für seine Erfindung, die Stereochromie mit trocknen Farben
auszuführen, erhielt er den Maximiliansorden.
1)
Franz und August, Brüder, Landschaftsmaler, ersterer 1818, letzterer 1820 zu München geboren, widmeten
sich anfangs den gelehrten Studien, gingen aber zur Malerei über, worin sie bedeutende Leistungen in der Stimmungslandschaft
aufzuweisen haben. Der ältere,
Franz, bildete sich unter
Rottmann, an dessen Arbeiten die seinigen bisweilen
erinnern, z. B.: Partie am Kochelsee, der Hintersee (1856, Hauptbild), Waldlandschaft, Morgen
am Chiemsee. Von dem jüngern, August, nennen wir: Sommernachmittag in der Gegend von Salzburg, Herbstlandschaft aus der
Umgegend von München, flache Sommerlandschaft mit Bauernhütte, Ziegen auf einer Gebirgsweide, ein Postillon
läßt bei einer Dorfschmiede seine Pferde beschlagen und Feste Salzburg. Manche ihrer Bilder sind durch Lithographie und
Galvanographie vervielfältigt worden.
2) Gustav, Kupferstecher, geb. zu Berlin, besuchte die dortige Akademie, war
sechs Jahre Schüler von Buchhorn und
Mandel und studierte mit Eifer das dortige Kupferstichkabinett.
Seine Stiche, meistens in Linienmanier nach neuern Meistern, zeigen eine sehr korrekte Zeichnung und eine meisterhafte Wiedergabe
der Gewandstoffe. Hauptblätter von ihm sind: Venus Urania, nach
Kaulbach (Kartonstich);
Amor bei der schlafenden Psyche,
nach Klöber (Schwarzkunst);
KarlFriedrich, Kupferstecher, geb. 1829 zu Neustadt bei Stolpen
(Sachsen), war Schüler der Akademie in Dresden
unter Julius
Hübner und bildete sich im Kupferstich auf der Düsseldorfer Akademie unter
Keller, ging 1865 nach
Rom, wo er mehrere Jahre blieb und die drei Blätter nach Raffael: die Messe von Bolsena, die Jurisprudenz und die Steinigung
des Stephanus (zu «Raffaels Fresken im Vatikan», 38 Blätter, gehörig)
stach. Er ist Lehrer an der Akademie in Leipzig.
KarlFriedrich, Landschaftsmaler, geb. zu Grüneberg (Regierungsbezirk
Liegnitz), konnte nur mit Mühe die Mittel zur künstlerischen Ausbildung erlangen, besuchte die Akademie in Berlin und das
Atelier von Karl Ed.
Biermann. Er machte wiederholt Studienreisen in die Schweiz und Tirol, auch einmal nach Kärnten und
Krain sowie 1846 und 1847 nach Italien und Sicilien. 1853 beteiligte er sich bei Ed.
Papes Malereien im Neuen Museum zu Berlin. Seine meistens südlichen Landschaften sind von idealistischer Auffassung,
aber treu im Charakter der jedesmaligen Gegend, kräftig und gesättigt im Kolorit. Bedeutend sind z. B.:
die Jungfrau in der Schweiz, Theater von Taormina (im Besitz des Prinzen Karl von Preußen), die
Blaue
Grotte auf Capri (1860, Nationalgallerie), Dent du Midi, Meerenge von Messina (1863), Öschinensee in der Schweiz (1864),
der Brienzer See und der obere Murchseefall im Kanton St. Gallen (1866). Er lebt in Berlin.