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Ein Expatriate (in abgekürzter Form, expat) ist eine Person, die vorübergehend oder dauerhaft ihren Wohnsitz in einem anderen Land (und in einer anderen Kultur) hat als in dem sie gelebt hat und aufgewachsen ist. Das Wort kommt aus dem Lateinischen ex (“aus”) und Patria (“Land, Vaterland”).
Expats haben üblicherweise eine Universitätsausbildung und/oder spezielle Fähigkeiten, wonach es in anderen Ländern eine grosse Nachfrage gibt. Expats in der Region Basel sind MusikerInnen, TänzerInnen, DentalhygienikerInnen und ÄrztInnen sowie WissenschaftlerInnen und ManagerInnen. Im Allgemeinen kommen Expats hierher, um sich sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Gemeinschaft einzubringen.
Laut Bundesgesetz erfolgt die Zulassung von erwerbstätigen Ausländerinnen und Ausländer „im Interesse der Gesamtwirtschaft“. Auch unterstreicht es die Notwendigkeit einer längerfristigen Integration im Schweizer Arbeitsmarkt und im sozialen Umfeld. Gleichzeitig legt man Wert darauf, dass die Ausländer die kulturellen und wissenschaftlichen Bedürfnisse der Schweiz verstehen und respektieren.
Expats sind nicht nur Einzelpersonen, die wegen einer Stelle hierher gezogen sind, sondern auch ihre Partner, Ehepartner und Familien. Kinder, die einen bedeutenden Teil ihrer Entwicklung ausserhalb der Kultur ihrer Eltern verbringen, werden oft als „Drittkulturkinder“ bezeichnet (sogar wenn beide Elternteile aus derselben Ursprungskultur stammen). Ausländische Ehepartner von Schweizern bezeichnen sich oft als „Expats“, obwohl sie die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben haben.
Oft glaubt man fälschlicherweise, der Begriff Expat beziehe sich nur auf Personen mit englischer Muttersprache. Englisch ist die internationale Geschäftssprache und ist daher die lingua franca der Expats. Aber Expats können aus jeder Nation kommen. Die grösste Gruppe der Expats in der Schweiz sind Deutsche. Obwohl diese Gruppe weniger Mühe mit der Sprache hat, gibt es Schwierigkeiten mit der Eingliederung, wie aus zahlreichen Medienberichten der letzten Jahre hervorgeht.
Leider gibt es in der Schweiz Unklarheiten bezüglich des Begriffs „Expat“. Viele Personalverantwortliche benutzen den Begriff für jemanden, der einen zeitlich begrenzten Arbeitsvertrag hat (im Vergleich zu einem festen Vertrag), statt den korrekteren Begriff „internationaler Mitarbeiter“ (International Assignee) zu verwenden. Diese unzutreffende Bezeichnung erweckt den Eindruck, dass Expats nur für eine befristete Zeit hier sind und deshalb wenig Interesse daran haben, sich zu integrieren. Untersuchungen zeigen, dass Expats im Durchschnitt meist länger als zwei Jahre (typischer Zeitraum eines International Assignments) bleiben. Viele Expats, die auf einem International Assignment in diese Gegend kamen, haben ihren Aufenthalt auf unbestimmte Zeit verlängert, weil sie entweder einen lokalen Arbeitsvertrag bekommen oder die Schweizer Staatsbürgerschaft beantragt haben.