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MFSK - Multiple Frequency Shift Keying - ist eine sehr robuste Modulation für schwierige Ausbreitungsbedingungen wie selektives Fading, Mehrweg-Ausbreitung (NVIS), Impuls-Rauschen, ionosphärische Modulation, Aurora, etc.
MFSK16 wurde 1999 von Murray Greenman (ZL1BPU) entworfen und von Nino Porcino (IZ8BLY) kodiert. Es arbeitet mit 16 Tönen im Abstand von 15.625 Hz und einer Symbolrate von 15.625 Bd. Da mit einem Symbol 4 bit übertragen werden, ergibt sich ein Datendurchsatz von 62.5 bps bei einer Bandbreite von 320 Hz. Allerdings wird zwecks Fehlerkorrektur mit einer 2:1 Redundanz gearbeitet, so dass die nutzbare Bitrate bei 31.25 bps liegt.
MFSK16 hat den Nachteil, dass Frequenz-Drift und ungenaue Abstimmung schnell zu Problemen führen können. Um dieses Problem zu lösen, hat Murray das Konzept von IFK+ (Offset Incremental Frequency Keying) 2004 in den Mode DominoEX einfliessen lassen.
DominoEX ist einfach und unkritisch in der Bedienung, bietet einen Durchsatz bis 140 wpm, und zeigt vorallem auf den tieferen Bändern seine Stärken. Es arbeitet mit 18 Tönen. Es gibt verschiedene Ausprägungen (DominoEX4 bis DominoEX22), wobei die angehängte Zahl die Baudrate angibt. DominoEX11 ist Standard. Es benötigt eine Bandbreite von 262 Hz und bietet einen Durchsatz von 70 wpm. Optional kann eine Fehlerkorrektur zugeschaltet werden. Sie arbeitet mit 2-facher Redundanz und halbiert damit den Datendurchsatz.
Eine etwas neuere Applikation für DominoEX entstand 2014. Es handelt sich dabei um eine Satz-orientierte Datenübermittlung (im Gegensatz zum "Keyboarding") namens EXChat.
Als weiteres Derivat von DominoEX hat Dave Freese (W1HKJ) THOR kreiert. Es ist im Wesentlichen DominoEX mit verbesserter Fehlerkorrektur. Wie bei DominoEX gibt es Varianten mit unterschiedlichen Symbolraten von 4, 5, 8, 11, 16 und 22 Bd, wobei auch hier 11 der Standard ist.
MFSK16, DominoEX und die weiteren Derivate zeichnen sich im Vergleich zu anderen MFSK-Verfahren wie z. Bsp. Olivia durch ihren sehr geringen Bandbreitenbedarf aus.
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