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Ein indonesisches Passagierflugzeug mit 54 Menschen an Bord ist am Sonntag offenbar in der entlegenen östlichen Provinz Papua abgestürzt. Die Propellermaschine der Gesellschaft Trigana Air Service sei gefunden worden, berichtete ein Vertreter des Verkehrsministeriums, Suprasetyo, nun.
Bewohner der indonesischen Provinz Papua haben das Wrack nach Angaben der Behörde entdeckt. Die Maschine sei laut den Einwohnern gegen einen Berg geflogen, erklärte Suprasetyo. Die Angaben würden derzeit überprüft. Allerdings werden die Arbeiten durch äussere Umstände erschwert.
Papua gilt als Unruheprovinz, weil dort seit mehr als 40 Jahren Unabhängigkeitskämpfer aktiv sind. Indonesien hatte das von den Niederlanden verwaltete Gebiet nach einem umstrittenen Referendum 1969 eingemeindet. Ausländer dürfen nur mit Sondergenehmigung in die Region reisen.
Der Grossteil der riesigen Provinz besteht aus dichtem Dschungel. Es gibt nur wenige Strassen. In Ostwestrichtung erstreckt sich eine Bergkette durch die Provinz, mit dem höchsten Gipfel, dem Puncak Jaya, auf gut 4880 Metern.
Das Flugzeug befand sich auf einem Inlandsflug von der Küstenstadt Jayapura in den Ort Oksibil in den Bergen, als es gegen 7.05 Uhr vom Radar verschwand. Eine halbe Stunde nach dem Start und zehn Minuten vor der geplanten Landung sei der Kontakt abgebrochen, teilte die Such- und Rettungsbehörde mit. Grund für den Absturz könnte schlechtes Wetter gewesen sein.
An Bord der zweimotorigen Propellermaschine befanden sich nach Angaben der staatlichen Rettungsbehörde 49 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Das Flugzeug ist nach Angaben des Aviation Safety Network 27 Jahre alt und stammt vom europäischen Hersteller ATR, einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Finmeccanica.
Trigana steht in der Europäischen Union auf der Schwarzen Liste und darf europäische Flughäfen nicht anfliegen. Seit Gründung des Unternehmens 1991 kam es laut Daten des Aviation Safety Network zu 14 grösseren Zwischenfällen.
Im Dezember war ein Flugzeug der malaysischen AirAsia auf dem Weg vom indonesischen Surabaya nach Singapur abgestürzt. Alle 162 Insassen kamen ums Leben. Nach dem Unglück erliess die indonesische Regierung neue Vorschriften, um die Sicherheit im Flugverkehr zu verbessern. (aeg/jme/Reuters/AP/dpa)