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Just am letzten Arbeitstag stiessen die Archäologinnen und Archäologen auf die grosse Überraschung: Bei den Untersuchungen des rund 40 Quadratmeter grossen Areals an der Chrüzlistrasse, wo zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden, fanden sie eine runde Brandrötung. Diese habe sich beim Freilegen als Töpferofen entpuppt, teilte die Luzerner Kantonsarchäologie am Dienstag mit.
«Fund ist sehr bedeutend»
Sie bezeichnet den Fund als sehr bedeutend und einen Glücksfall. Das Wissen um die römische Besiedlung im Kanton sei damit um ein grosses Puzzlestück reicher. Man versuche nun herauszufinden, wie lange der Ofen in Betrieb war, was darin hergestellt und wieso die Keramikproduktion aufgegeben wurde.
Das Gebiet im Stadtzentrum hatte sich bereits bei Grabungen zwischen 1992 und 2002 als «archäologischer Hotspot» herausgestellt. Zum Vorschein kamen Überreste einer römischen Kleinstadt des 1. bis 4. Jahrhunderts nach Christus.
Römer hatten künstlichen Kanal geschaffen
Vor dem Abbruch dreier bestehender Gebäude, die durch zwei Mehrfamilienhäuser ersetzt werden, untersuchte die Kantonsarchäologie einen grossen Teil des Areals, das den Hinterhofbereich der römischen Kleinstadt bildete. Dabei stellte sich heraus, dass die Römer einen künstlichen Kanal geschaffen hatten, der die Siedlung mit Frischwasser von der Sure versorgte.