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Wenn am Samstag die sechs Gruppen für die EM 2016 ausgelost werden, dann spielt es eine Rolle, in welcher man landet. Die UEFA bevorzugt Gastgeber Frankreich und benachteiligt die Teams der Gruppe E.
Wenn am Samstag um 18 Uhr im Palais des Congrès de Paris die Auslosung der EM-Endrunde 2016 beginnt, dann hoffen 23 Nationen, nicht in die Gruppe E zu kommen. Nur Frankreich ist bereits als Kopf der Gruppe A gesetzt. Ein klarer Vorteil, wie der schwedische Fussballfan Sebastian Wolsing herausgefunden hat.
Denn die Chancen, im Turnier weit zu kommen, sind nicht in allen sechs Gruppen gleich gross. Aufgrund des Reglements werden die vier Teams in der Gruppe E benachteiligt.
Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass von 24 Teams 16 in die K.o.-Phase vorstossen. Nebst den sechs Gruppenersten und den sechs Zweiten kommen auch die vier besten Dritten weiter. Im 58 Seiten starken Regulatorium für die EM 2016 listet die UEFA unter Punkt 17.03 auf, wie die Paarungen der Achtelfinals bestimmt werden.
Wolsing stellt nach Ansicht dieser möglichen Paarungen fest:
Sowohl der Sieger wie auch der Zweite der Gruppe E haben in jedem Fall einen Nachteil gegenüber Siegern und Zweiten anderer Gruppen.
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Der Analytiker hat auch angeschaut, wie hart der Weg in den Final für die Teams jeder Gruppe ist. In seiner Übersicht gilt: Je tiefer der Wert, umso härter sind die Gegner:
Um seine Theorie wissenschaftlich zu stützen, liess Wolsing die EM insgesamt 100'000 Mal simulieren. Das Ergebnis der Simulation bestätigte seine Annahme: Von der Gruppe E aus ist es deutlich schwieriger, in den Viertelfinal zu kommen:
Auch die Gruppen D und F sind gegenüber den Gruppen A, B und C benachteiligt. Doch die Teams dieser Gruppen sind immer noch besser dran als diejenigen der Gruppe E.
Schon vor der Auslosung und ohne die Besetzung der Gruppen zu kennen, kommt Wolsing zum Schluss, dass es zu 28 Prozent weniger wahrscheinlich ist, dass ein Team der Gruppe E Europameister wird, als eines der Gruppe A. Dieser Wert kann nicht als statistischer Ausreisser angesehen werden. Und trotzdem dürfte dieser Fakt bei allen Trainern und Spielern, die in die Gruppe E gelost werden, bloss achselzuckend zur Kenntnis genommen und mit dem Satz quittiert werden: «Wer Europameister werden will, muss sowieso jeden Gegner schlagen.»