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Die EU betont immer wieder die gemeinsamen europäischen Werte der Aufklärung, wie Menschenwürde, Menschenrechte und Demokratie. Nirgends kann sie deren tatsächliche Bedeutung besser unter Beweis stellen als mit ihrer Einwanderungspolitik, speziell mit der Art, wie sie umgeht mit den Flüchtlingen aus den Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens und Afrikas, aber auch wie sie die Personenfreizügigkeit innerhalb der EU handhabt.
Unter den EU-Mitgliedsländern war man sich über die Flüchtlingspolitik noch nie richtig einig, insbesondere auch wegen der unterschiedlichen Ausgangslage, den verschiedenen Interessen und historischen Erfahrungen in jedem Land. Zahlreiche politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen stellen sich z.B. bezüglich Integrierbarkeit, Arbeitslosigkeit, Belastung der Sozialsysteme und der Infrastruktur in den Einwanderungsländern, aber auch bezüglich Verlust der fähigsten Leute in den Auswanderungsländern (in und ausserhalb Europas).
Was für eine Flüchtlingspolitik soll die EU Ihrer Meinung nach verfolgen? Gemäss dem Fragebogen (Frage 6) sind alle Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa eingeladen zu wählen zwischen den folgenden vier wichtigsten vertretenen Meinungen:
1. EU: Mein Land soll sich einer einheitlichen EU-Flüchtlingspolitik anschliessen, welche insbesondere auch zwingende Quoten zur Verteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedsländer der Union sowie den Schutz der Aussengrenzen durch die EU umfasst. Die Zahl der in Europa eintreffenden Flüchtlinge soll durch Massnahmen in den Herkunfts- und Transitländern, z.B. Türkei und Libyen, und durch kontrollierte Aufnahmezentren in der EU beschränkt werden.
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2. Nationale Hoheit: Mein Land soll seine Grenzen selbst kontrollieren und selber über seine Immigration bestimmen können (z.B. gemäss dem australischen Punkte-System durch die jährliche Festlegung der Anzahl und Art der erwünschten Immigration und Rückweisung unerwünschter Flüchtlinge an ihren Herkunftsort).
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3. Referendum: Mein Land soll sich an einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik per Referendum z.B. über eine bilaterale Vereinbarung beteiligen, in welcher seine Beiträge betr. Flüchtlingsaufnahme, Grenzschutz, Massnahmen in den Herkunfts- und Transitländern etc. geregelt werden.
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4. Flüchtlinge willkommen: Ich wünsche ein für alle Flüchtlinge offenes Europa.
Wie soll Ihrer Meinung nach der freie Personenverkehr in der EU gehandhabt werden (Fragebogen, Frage 7)? Sie können wählen zwischen den folgenden Positionen:
1. „Brüssel“: Der freie Personenverkehr innerhalb der EU darf nicht angetastet werden. Er ist eine wichtige Voraussetzung für den Europäischen Binnenmarkt. Möglich ist höchstens eine Verschärfung der Missbrauchsbekämpfung beim Bezug von Sozialleistungen durch Immigranten.
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2. EU-Gegner: Jedes Land soll seine Einwanderungspolitik und damit auch die Einwanderung von Bürgerinnen und Bürgern aus der EU selbst bestimmen können.