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25.09.2023, 11:04 Uhr
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Die Sanktionskommission der SIX Group hat gegen die im Sportartikelgeschäft investierte Beteiligungsgesellschaft Airesis eine Busse von 50’000 Franken verhängt. Als Grund nennt die SIX eine "grobfahrlässige Verletzung der Vorschriften zur Ad hoc-Publizität."
Auslöser der Strafmassnahme gegen Airesis ist eine Ad hoc-Mitteilung des Unternehmens vom 12. April 2022. Die für die Überwachung und Durchsetzung der börsenrechtlichen Pflichten kotierter Gesellschaften zuständige SIX Exchange Regulation (SER) hatte eine Untersuchung wegen angeblicher Verletzung der Ad-hoc-Publizität gestartet. Als sich die Sachlage bestätigt, erging an die Sanktionskommission der SIX Group ein Sanktionsantrag.
Die SER stellte fest, dass die Veröffentlichung von kursrelevanten Tatsachen am 7. April 2022 durch eine Tochtergesellschaft von Airesis via LinkedIN sowie die anschliessende Publikation der kursrelevanten Tatsachen durch Airesis selbst am 12. April 2022 verspätet erfolgt war und damit gegen die Börsenregeln verstossen wurde.
Mit Entscheid vom 11. Mai 2023 hat die SIX Airesis mit 50’000 Franken gebüsst. Nachdem diese auf die Ergreifung eines Rechtsmittels verzichtet hat, ist der Entscheid jetzt rechtsgültig geworden.
Das Verschulden von Airesis wurde als "grobfahrlässig" und die Verletzung insgesamt als "schwer" beurteilt, wie die SIX mitteilt. Wie es weiter heisst, wurde bei der Festsetzung der Bussenhöhe auch die Sanktionsempfindlichkeit des betroffenen Unternehmens berücksichtigt.
Airesis hält Anteile an Sportartikelherstellern. Zentral ist eine 78%ige Beteiligung an Le Coq Sportif. Zweites Investment ist die Skimarke Movement. Beide Beteiligungen schrieben 2022 rote Zahlen. Das Defizit betrug 3,9 Mio. Franken nach einem Minus von 10,6 Mio. im Vorjahr. "Die Aktien sind für Privatanleger ungeeignet", schreibt "Finanz und Wirtschaft" in ihrem Aktienführer.