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Armenien: Regierung bekräftigt Neubauabsichten
Armeniens Minister für Energie und Bodenschätze, Aschot Manukjan, fasste am 20. Oktober 2017 die Aktivitäten des Ministeriums im vergangenen Jahr zusammen. Vor dem Hintergrund der absehbaren Stilllegung von Armenia-2 bekräftigte Manukjan die Absicht des Landes, eine neue Kernkraftwerkseinheit bauen zu wollen. Die Entwicklung der friedlichen Nutzung der Kernenergie sei eine der Schwerpunkte der Regierung, so die Begründung Manukjans. Noch offen sei, welche Technologie verwendet werden soll und welche Leistungsklasse sich eignen würde. Anstelle des Baus einer einzelnen Einheit seien auch mehrere Reaktoren einer kleinen oder mittleren Leistungsklasse möglich, erklärte Manukjan weiter. Diese Fragen sollen in den nächsten zwei, drei Jahren beantwortet werden. Die armenische Regierung hatte bereits 2010 mit Russland Gespräche über den Bau einer neuen Kernkraftwerkseinheit im Land geführt. Diese Pläne wurden nicht erwähnt.
Arbeiten für Armenia-2 am Laufen
Manukjan führte des Weiteren aus, dass Massnahmen zur Verlängerung der Laufzeit von Armenia-2 (früher Mezamor-2 genannt) fortgesetzt würden. Die Arbeiten sollen noch bis 2020 andauern. Dann werde klar sein, für wie lange die einzige Strom produzierende Kernkraftwerkseinheit des Landes noch weiterbetrieben werden kann.
Armenien hatte Ende 2014 mit Russland ein zwischenstaatliches Abkommen zur Zusammenarbeit bei der Laufzeitverlängerung von Armenia-2 abgeschlossen. Die beiden Länder sprachen zu diesem Zeitpunkt davon, die WWER-400-Einheit bis 2026 weiterbetreiben zu wollen.