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In diesem Brief wird die Sünde nicht erwähnt, auch nicht das Fleisch, ausser um zu sagen, dass wir kein Vertrauen darauf haben. Alles was wir als Menschen in Adam waren, ist schon geregelt worden, das ist eine Sache von der der Apostel hier nicht mehr spricht. Er betrachtet nur den neuen Menschen inmitten der gefahrvollen Umstände, durch die er geht.
- Im 1. Kapitel ist nur ein einziger Gegenstand vor den Augen: Christus.
- Im 2. Kapitel ein einziges Beispiel: Christus.
- Im 3. Kapitel ein einziges Ziel: Christus in der Herrlichkeit.
- Im 4. Kapitel ein einziger Gegenstand der Freude, und eine einzige Quelle der Kraft: Christus.
So mit Ihm beschäftigt, wird der Gläubige in diesem Brief als erhoben über alles gesehen, was er in sich selbst ist und was in der Welt ist; erhoben über alle gegenwärtigen Umstände, selbst über den Tod.
In diesem Brief setzt der Apostel sich selbst über die schmerzlichen Umstände, in denen er sich befand. Sie waren über ihn gekommen, weil er nicht auf die Warnungen des Geistes gehört hatte (Apg 21,4), auch nicht auf die Warnungen des Propheten Agabus (Apg 21,11), noch auf das Flehen der Heiligen (Apg 21,12-14). Nach all diesem war Gott über allem, und Er hat sich dieser Umstände bedient, um uns diesen Brief und andere zu geben, die ohne die Gefangennahme des Apostels nicht geschrieben worden wären.
Phlipper 1,24-26. Wie erscheint der grosse Kaiser so klein gegenüber seinem Gefangenen! Es ist Paulus, er selbst, der den Ausgang seines Prozesses entscheidet, und dies in der Tiefe seines Kerkers. Der Kaiser an sich ist nur ein Werkzeug in der Hand Gottes, sei es um ihn zu seinem Herrn zu senden, sei es um ihn aus der Hand der Juden zu befreien, die ihn ins Gefängnis bringen liessen.