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Doppelblind bedeutet, dass weder der Patient noch der Arzt wissen, ob die Studienmedikation (das eigentliche Medikament) oder ein Placebo verabreicht wurde. Durch die Verblindung sollen systematische Verzerrungen (Bias) verhindert werden, die durch die Erwartungen der Patienten aber auch der Studienärzte entstehen können. Wenn eine Studie nicht verblindet ist, kann folgende Situation entstehen.
Beispiel:
In einer Studie, in der ein Medikament gegen die arterielle Hypertonie mit einem Placebo verglichen wird, weiss der Arzt, dass einer seiner Patienten der Gruppe mit dem Antihypertonikum zugewiesen wurde. Die Blutdruckmessung fällt bei diesem Patienten wider Erwarten so hoch aus, dass er der Messung nicht glaubt. Er misst möglicherweise mehrmals, bis er eine Messung erhält, die ihm glaubwürdig erscheint. Dieses Vorgehen wird vermieden, wenn weder der Arzt noch der Patient wissen, welcher Gruppe der Patient zugeteilt wurde.