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An der Universität studieren, Fachwissen erwerben und sich mit anderen austauschen: Für viele Frauen in Nicaragua ist dies ein unerreichbarer Traum. Vielen fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch am nötigen Selbstbewusstsein. Als Frauen haben sie gelernt, zurückzustehen und anderen den Vortritt zu lassen.
Die 12-14 MIRIAM-Stipendiatinnen erhalten nicht nur finanzielle Unterstützung. Sie lernen auch, ihren Fähigkeiten zu vertrauen und ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Während des Studiums werden sie eng begleitet und gecoacht. Daneben sind sie auch verpflichtet, sich freiwillig in einem anderen MIRIAM-Projekt zu engagieren. So unterrichten sie etwa erwachsene Analphabetinnen, leiten berufsbildende Kurse oder beraten gewaltbetroffene Mädchen und Frauen. Davon profitiert die ganze Gesellschaft.
Damaris Gutiérrez Tenorio zum Beispiel hat Betriebswirtschaft studiert. Ohne das Stipendium von MIRIAM Schweiz wäre dies nicht möglich gewesen. Sie sagt:
«Seit ich ins Stipendienprogramm aufgenommen wurde, hat sich mein Leben radikal geändert. Ich hatte eigenes Geld und konnte für mich und meine beiden Kinder das Nötigste kaufen. Ich begann auch, mich mit anderen Leuten auszutauschen. Dabei lernte ich, meine Gefühle auszudrücken und meine Ängste zu überwinden.»