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Die beiden Freunde rannten gemeinsam den Marathon.
Jonny Benjamin (links) wollte 2008 sein Leben beenden. Beim damals 21-jährigen Student war ein Jahr zuvor eine schizoaffektive Störung diagnostiziert worden. Die psychische Krankheit sowie Benjamins Probleme, mit seiner Homosexualität klarzukommen, liessen ihn an seinem Lebenswillen zweifeln.
Als er auf der Waterloo Bridge in London stand und seinem Leben ein Ende setzen wollte, kam Neil Laybourn (rechts) zufällig vorbei. Der damals 25-jährige Fitnesstrainer sprach Benjamin an und konnte ihn in einem 25-minütigen Gespräch davon überzeugen, nicht zu springen.
Über Social Media gefunden
Sechs Jahre später startete Jonny Benjamin auf Social Media eine Kampagne, um seinen Lebensretter zu finden. Die Suche verlief erfolgreich. Seither sind die beiden gute Freunde.
Letzten Sonntag liefen sie zusammen den London Marathon – den grössten Teil der Strecke Hand in Hand. Nach 5 Stunden und 26 Minuten erreichten die heute 30- beziehungsweise 34-jährigen Freunde gemeinsam das Ziel.
Geld für psychisch kranke Menschen
Mit dieser Leistung sammelten sie rund 30'000 Pfund für «Heads Together», eine gemeinnützige Organisation, welche sich für psychisch kranke Menschen einsetzt. Die Prinzen Harry und William und Prinzessin Kate engagieren sich ebenfalls für «Heads Together». Sie trafen Benjamin und Laybourn im März und unterstützen die Marathon-Pläne der beiden.
Jonny Benjamin engagiert sich seit seinem Suizidversuch aktiv für eine grössere gesellschaftliche Akzeptanz von psychisch Kranken. Für sein Engagement wurde er Ende letzten Jahres mit der Auszeichnung «Member of the British Empire» (MBE) geehrt.