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Theodul (im Walliserdialekt auch Jodern) ist der erste historisch nachweisbare Bischof von Sitten. Laut den wenigen sicher verbürgten Informationen ist Theodul ein typischer frühchristlicher Bischof, der in seiner Heimat das christliche Leben festigt und fördert, aber auch ausserhalb der Grenzen seines engen Wirkungskreises an den Geisteskämpfen seiner Zeit Anteil nimmt und dabei mitspricht. Er nahm 381 am Konzil von Aquileia teil und 393 am Konzil von Mailand. Theodul starb um das Jahr 400 in Martigny, wo sich bis im 6. Jahrhundert der Bischofssitz der Diözese befand.
Die Legenden erzählen, dass Theodul ein ertrunkenes Kind wieder zum Leben erweckte. Und bei einer Missernten füllte er die Fässer der Winzer mit einer einzigen Traube pro Fass.
Theodul wird auch heute noch als Patron des Bistums Sitten verehrt. Als Joder gehört er zu den beliebtesten Kirchenpatronen im Alpenraum. Gedenktag ist der 16. August.