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Ein Grund für die Verbreitung des Tagpfauenauges ist seine Futterpflanze. Die ersten Falter dieser Art fliegen nach Winterpause vom April bis Mai aus. Die Weibchen legen die Eier in Gelegen von 50 bis 100 Eier an die Blattunterseite der neuen Triebe der Brennessel. Die Raupen leben gesellig in einem weissen Gespinnst. Bei Spaziergängen an Waldrändern sieht man diese Gespinste schon weitem in grösseren Brennesselfelder. Sobald die schwarzen mit Dornen behaftete Raupen eine Brennessel kahlgefressen haben, wandern sie weiter und verteilen sich somit auf das ganze Brennesselfeld. Bei Gefahr rollen sie sich zusammen und lassen sich auf den Boden fallen.
Nach dem etwa vier wöchigen Raupenstadium verpuppen sie sich als grünliche oder bräunliche Stürzpuppe. Das Puppenstadium dauert etwa zwei Wochen. Die geschlüpften Falter fliegen dann noch bis in den Spätherbst. Die überwinternden Falter findet man ab und zu in Treppenhäuser oder geschützten Nischen in Gebäuden.
Neben dem Schwalbenschwanz wohl einer der bekanntesten Schmetterlinge. Obwohl er nördlich der Alpen nur eine Generation ist er überall häufig anzutreffen. In den alpinen Gebieten findet man ihn bis in eine Höhe von 2500m.