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Wenn ein Material ableitfähig oder besser gesagt elektrostatisch ableitfähig ist, dann ist es in der Lage, elektrische Ladungen abzuleiten; allerdings langsamer als leitfähige Materialien, da bei Letzteren der Durchgangswiderstand geringer ist. Auf ableitfähigen Verpackungen findet man als Angabe zur Leitfähigkeit die Abkürzung ESD-D, wobei D für den englischen Begriff «dissipative» steht, was auf Deutsch übersetzt ableitfähig heisst.
Wenn im ESD-Bereich etwas als abschirmend beschrieben wird, meint man üblicherweise die Abschirmung gegen elektrostatische Entladungen oder gegen elektrostatische Felder.
Ein Anschlusspunkt wird zum Beispiel an einer Wand angebracht und ist über ein Erdungskabel geerdet. An diesen Anschlusspunkt, der beispielsweise über einen Druckknopf verfügt, kann man dann etwa ein Handgelenkerdungsband oder eine Tischmatte anschliessen und auf diese Weise erden.
Der Titel der Norm ANSI/ESD S20.20-2014 lautet: «Schutz von elektrischen und elektronischen Teilen, Baugruppen und Geräten (mit Ausnahme von elektrisch gezündeten Sprengkörpern)». Der englische Titel lautet: «Protection of Electrical and Electronic Parts, Assemblies and Equipment (Excluding Electrically Initiated Explosive Devices)».
Inhaltlich beschreibt diese Norm die Anforderungen an ein ESD-Kontrollprogramm zum Schutz von elektrischen und elektronischen Teilen, Baugruppen und Geräten.
Ein antistatischer Stoff zeichnet sich dadurch aus, dass er elektrostatische Aufladungen verhindert, abschwächt oder aufhebt. Man nennt solche Stoffe auch Antistatika.
Der AQL-Wert (Acceptance Quality Level), ist ein Qualitätsstandard. Anhand der Losgrösse (Gesamtauflage) und des Prüfniveaus wird der Stichprobenumfang – die Menge der zu prüfenden Exemplare bezogen auf das Los – bestimmt. Die Stichprobe wird nach einer definierten Vorgehensweise aus dem Los entnommen und nach einer festgelegten Norm geprüft.
Bei Handschuhen gibt der der AQL-Wert (Qualitätslevel) an, wie hoch der Anteil fehlerhafter Handschuhe innerhalb einer definierten Charge ist. Medizinische Einweghandschuhe müssen laut Norm mindestens einen AQL von 1,5 aufweisen. Standardmässig findet man bei Handschuhen einen AQL von 0.65 oder 1.5. Der AQL-Wert wird jeweils im Datenblatt und auf der Verpackung angegeben.
BFE steht für Bacterial Filtration Efficiency, was auf Deutsch bakterielle Filtrationseffizienz oder bakterielle Filterleistung heisst. Für die Messung dieser Filterleistung von Gesichtsmasken gelten die Normen DIN EN 14683 beziehungsweise ASTM F2101. Der sogenannte BFE-Wert ergibt sich als prozentualer Anteil von Keimen, die zurückgehalten wurden, wobei als Vergleichsmassstab Messungen dienen, bei denen kein Schutzmaterial verwendet wurde.
CE steht für Conformité Européenne, was auf Deutsch Europäische Konformität heisst. Hersteller erklären durch das Anbringen der CE-Kennzeichnung auf ihrem Produkt, dass es den rechtlichen Vorgaben in der Europäischen Union entspricht, also zum Beispiel keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Ohne CE-Kennzeichnung dürfen Hersteller ihre Produkte in der Europäischen Union nicht in den Handel bringen. In der Schweiz ist die CE-Kennzeichnung nicht erforderlich, kann aber in bestimmten Bereichen alternativ zum Schweizer Konformitätszeichen verwendet werden.
Konkret heisst es in der entsprechenden EU-Verordnung 765/2008 zur Definition von «CE-Kennzeichnung»: «Kennzeichnung, durch die der Hersteller erklärt, dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind;»
Das Charged Device Model (CDM) beschreibt die schlagartige Entladung eines aufgeladenen Bauteils.
DIN-EN bedeutet, dass eine europäische Norm (EN) ursprünglich eine deutsche Norm war.
Unter einer DIN-Norm versteht man einen freiwilligen Standard, an dessen Ausgestaltung sich interessierte Kreise beteiligen können. Das Deutsche Institut für Normung organisiert die Erarbeitung der DIN-Normen.
Dissipativ steht für ableitfähig (siehe dort).
Duroplaste sind Kunststoffe, die nach dem Aushärten nicht mehr formbar sind, auch nicht durch Erwärmung.
Edelstahl ist der am häufigsten verwendete metallische Werkstoff in Reinräumen. Es gibt viele verschiedene Arten von Edelstahl. Sie zeichnen sich durch ihren besonderen Reinheitsgrad aus. Es gibt rostende und nichtrostende Edelstähle. In Reinräumen kommt unter anderem der sogenannte austenitische nichtrostende Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4301 zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen Cr-Ni-Stahl, der hauptsächlich aus Eisen besteht, das mit Chrom und Nickel legiert ist. Er zeichnet sich durch seine gute Korrosionsbeständigkeit aus. Ausserdem ist er bedingt säurebeständig.
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist ein sogenanntes Temperglas, das eine erhöhte Schlag- und Stossfestigkeit aufweist. Im Falle eines Glasbruches zerfällt das ESG in kleine Würfelstücke. Dadurch soll insbesondere die Gefahr von Schnittverletzungen reduziert werden. Da Glas mit sehr glatten Oberflächen hergestellt werden kann, sind Verunreinigungen in der Regel leicht zu beseitigen.
Elastomere sind Kunststoffe, die zwar elastisch sind, aber formfest, also nach der elastischen Verformung wieder in ihre ursprüngliche Form zurückfinden.
Als elektronische Baugruppen werden unter anderem Leiterplatten bezeichnet, auf denen mehrere Bauteile verbaut wurden. Diese bestückten Leiterplatten werden auch Flachbaugruppen genannt.
Mit dem Begriff elektrostatisch werden Sachverhalte im Bereich der Elektrostatik beschrieben, bei denen es um ruhende elektrische Ladungen geht.
siehe «elektrostatisch gefährdetes Bauteil»
Elektrostatisch gefährdete Bauteile (EGB) – auch ESD-sensitive Bauteile, ESD-empfindliche Bauelemente oder elektrostatisch empfindliche Bauelemente genannt – sind solche, die durch elektrostatische Entladungen geschädigt oder sogar zerstört werden können. Die Abkürzung für «elektrostatisch gefährdetes Bauteil» lautet ESDS, was vom englischen Begriff «electrostatic discharge sensitive devices» herrührt.
Eine elektrostatische Aufladung kommt zum Beispiel dadurch zu Stande, dass bestimmte Materialien aneinander reiben. Elektrostatische Aufladungen können aber auch durch Influenz entstehen, also das Verschieben elektrischer Ladungen.
Bei einer elektrostatischen Entladung geht eine elektrostatische Ladung von einem Gegenstand auf einen anderen über oder von einem Material auf das andere, und zwar auf Grund einer Differenz des elektrischen Potentials.
EN steht für europäische Norm.
Die Abkürzung EPA steht für den englischen Begriff «ESD protected area», was auf Deutsch übersetzt ESD-geschützter Bereich, ESD-Schutzbereich (siehe dort) oder ESD-Schutzzone heisst.
Bei der Erdung werden elektrische Ströme in den Erdboden abgeleitet. Man kann die Erdung nach dem Schutzzweck in folgende Untergruppen unterteilen: die Blitzschutzerdung, die Funktionserdung und die Schutzerdung, zu der auch die Personenerdung zählt.
ESD steht für «electrostatic discharge», also elektrostatische Entladung.
Als ESD geeignet bezeichnet man Materialien, die entweder kein elektrisches Potential aufbauen können oder in der Lage sind, elektrostatische Aufladungen abzubauen.
Der ESD-Assistent sorgt dafür, dass die Regeln des ESD-Schutzes eingehalten werden und das unternehmensspezifische ESD-Kontrollprogramm umgesetzt wird. Der ESD-Assistent führt unter anderem auch Verifikationsmessungen durch.
Die Bezeichnung ESD-Beauftragter wird synonym für die Bezeichnung ESD-Koordinator (siehe dort) verwendet.
ESD-Bekleidung – auch ESD-Kleidung genannt – ist eine Kleidung aus einem Material, das für den Einsatz in ESD-Schutzbereichen geeignet ist.
Bei der Verpackungskategorie ESD-C steht das C für «conductive», also leitfähig (siehe dort).
Bei der Verpackungskategorie ESD-D steht das D für «dissipative», was auf Deutsch ableitfähig (siehe dort) heisst.
Mit Hilfe von ESD-Entladungsmodellen beschreibt man die Art, wie elektrostatische Entladungen ablaufen. Man unterscheidet das Human Body Model (HBM), das Machine Model (MM), das Charged Device Model (CDM) und das Field Induced Model (FIM).
Die Abkürzung der Verpackungskategorie ESD-F steht für «electrostatic field shielding», was auf Deutsch so viel heisst wie Abschirmung gegen elektrostatische Felder.
Der Begriff ESD-Handbuch wird teilweise mit dem erstellten ESD-Kontrollprogramm gleichgesetzt, also dem ESD-Kontrollprogrammplan.
Mit dem Begriff ESD-Kontrollelement sind Materialien oder Stoffe gemeint, die elektrostatische Aufladungen zum Schutz von ESDS verhindern oder ableiten können.
Die DIN EN 61340-5-1 regelt unter anderem die Erstellung eines ESD-Kontrollprogrammes, das ESD-Massnahmen zum Schutz von ESDS in der jeweiligen Organisation oder in dem jeweiligen Unternehmen zum Gegenstand hat.
Die ESD-Schutzmassnahmen des ESD-Kontrollprogrammes werden in einem ESD-Kontrollprogrammplan dokumentiert.
Ein ESD-Koordinator gemäss DIN EN 61340-5-1 ist für den ESD-Schutz zuständig, also unter anderem für die Einführung von ESD-Schutzmassnahmen, die Prüfung von ESD-Materialien und die Einhaltung der ESD-Regeln.
Die Verpackungskategorie ESD-S steht für «shielding», womit die Abschirmung gegen elektrostatische Entladungen gemeint ist.
ESD-Schuhe leiten elektrostatische Aufladungen des Schuhträgers kontrolliert über die Schuhsohle ab. Man erkennt ESD-Schuhe daran, dass auf ihnen das gelbe ESD-Zeichen angebracht ist. Jeder ESD-Schuh hat zugleich auch antistatische Eigenschaften, aber nicht jeder Schuh mit antistatischen Eigenschaften ist zugleich auch ein ESD-Schuh.
Der ESD-Schutzbereich – auch ESD-Schutzzone genannt – ist ein Bereich, für welchen Massnahmen zum ESD-Schutz ergriffen werden, um Schäden durch elektrostatische Entladungen zu vermeiden.
Eine ESD-Schutzverpackung ist ein elektrostatisch schützendes Material, das ESD-empfindliche Produkte umhüllt und damit schützt. Ausserhalb von EPA-Bereichen, also ausserhalb von ESD-geschützten Bereichen, sollte ein Material verwendet werden, das eine Abschirmung vor Entladungen bietet. Innerhalb von EPA-Bereichen kann es unter Umständen ausreichen, dass das Verpackungsmaterial in Bezug auf die statische Elektrizität ableitfähig ist.
ESD-Sicherheitsschuhe sind Sicherheitsschuhe – etwa mit Stahlkappe für den Zehenschutz und Nageldurchtrittsschutz –, die zugleich auch einen ESD-Schutz bieten, also elektrische Aufladungen kontrolliert über die Schuhsohle aus dem Körper des Schuhträgers ableiten. Auch diese Schuhe erkennt man wie ESD-Schuhe allgemein am gelben ESD-Zeichen.
Ein ESD-Transportwagen ist ein Transportwagen, der leitfähig ist. Eine andere Bezeichnung für diese Wagen ist ESD-Rollwagen.
Die ESD-Verantwortlichen fungieren als Schnittstelle zwischen dem ESD-Assistenten und dem ESD-Koordinator. Unter anderem obliegt den ESD-Verantwortlichen die Durchführung der Jahresunterweisungen.
ESDS ist die Abkürzung von «electrostatic discharge sensitive devices» (siehe «elektrostatisch gefährdetes Bauteil»).
Ein Fersenband – auch Dauerfersenband oder ESD-Schuhableitband genannt – wird über den hinteren Teil eines Schuhes, also die Ferse, gezogen, um elektrostatische Ladungen des Trägers des Fersenbandes durch dessen Kontakt zum Bodenbelag abzuleiten.
FFP steht für den englischen Begriff «filtering face piece», was auf Deutsch «filtrierendes Gesichtsteil» heisst. FFP-Masken, auch Atemschutzmasken genannt, gibt es mit drei verschiedenen Filterleistungen: FFP1, FFP2 und FFP3. Bei FFP1-Masken darf die Gesamtleckage maximal 25 % betragen, bei FFP2-Masken darf die Gesamtleckage höchstens 11 % ausmachen und FFP3-Masken dürfen eine maximale Gesamtleckage von nur 5 % haben.
Das Field Induced Model (FIM) beschreibt die elektrostatische Aufladung eines Bauteils durch die äussere Einwirkung eines elektrischen Feldes. Kommt das Bauteil mit einem geerdeten Gegenstand in Kontakt, führt dies zu einer sehr schnellen Entladung.
Fingerlinge sind Überzieher zum Beispiel aus Latex oder Nitril, die nur die Finger bedecken
Die Funktionserdung (FE) – auch Funktionserde genannt – dient der elektromagnetischen Verträglichkeit von Geräten und deren störungsfreiem Betrieb, während die Schutzerdung (PE) – auch Schutzerde genannt – Menschen vor einem elektrischen Schlag schützen soll. PE steht für «protective earthing».
Etwas ist geerdet, wenn eine Verbindung zum Erdboden hergestellt ist, die in der Lage ist, Strom zu leiten.
Das Human Body Model (HBM) beschreibt die Entladung eines elektrostatisch aufgeladenen Menschen bei Berührung eines Bauelementes.
IEC ist die Abkürzung für die internationale Normungsorganisation «International Electrotechnical Commission» (Internationale Elektrotechnische Kommission). Die Abkürzung IEC ist auch in Normenbezeichnungen dieser Organisation enthalten.
Die Norm IEC 61340-4-1:2003 + A1:2015 (DIN EN 61340-4-1) ist der Teil 4-1 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340. Die deutsche Fassung hat die Bezeichnung «EN 61340-4-1:2004 + A1:2015».
Der Titel des Teiles 4-1 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen - Elektrischer Widerstand von Bodenbelägen und verlegten Fussböden».
Der Teil 4-1 der Normenreihe IEC 61340 enthält die Festlegung von Prüfverfahren in Bezug auf den elektrischen Widerstand von Bodenbelägen und verlegten Fussböden.
Die Norm IEC 61340-4-3:2017 (DIN EN IEC 61340-4-3) ist der Teil 4-3 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340. Die deutsche Fassung hat die Bezeichnung «EN IEC 61340-4-3:2018».
Der Titel des Teiles 4-3 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen – Schuhwerk».
Der Teil 4-3 der Normenreihe IEC 61340 enthält die Festlegung eines Prüfverfahrens, mit dem der elektrische Widerstand von Schuhen ermittelt werden kann, die zum ESD-Schutz eingesetzt werden sollen.
Die Norm IEC 61340-4-5:2018 (DIN EN IEC 61340-4-5) ist der Teil 4-5 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340. Die deutsche Fassung hat die Bezeichnung «EN IEC 61340-4-5:2018».
Der Titel des Teiles 4-5 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen - Verfahren zur Charakterisierung der elektrostatischen Schutzwirkung von Schuhwerk und Boden in Kombination mit einer Person».
Der Teil 4-5 der Normenreihe IEC 61340 enthält Festlegungen in Bezug auf Prüfverfahren, mit denen die Wirkung des elektrostatischen Schutzes eines Systems aus Schuhwerk und Boden – kombiniert mit einer Person – bewertet wird.
Die Norm IEC 61340-5-1:2016 (DIN EN 61340-5-1) ist der Teil 5-1 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340. Die deutsche Fassung hat die Bezeichnung «EN 61340-5-1:2016».
Der Titel des Teiles 5-1 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene - Allgemeine Anforderungen».
Inhaltlich geht es in Teil 5-1 der Normenreihe IEC 61340 unter anderem um die Anforderungen, die ein ESD-Kontrollprogramm erfüllen muss, mit dem der Schutz von elektrostatisch empfindlichen Gegenständen erreicht werden soll.
Die Norm IEC 61340-5-3:2015 (DIN EN 61340-5-3) ist der Teil 5-3 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340.
Der Titel des Teiles 5-3 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene - Eigenschaften und Anforderungen für die Klassifizierung von Verpackungen, welche für Bauelemente verwendet werden, die gegen elektrostatische Entladungen empfindlich sind».
Inhaltlich regelt der Teil 5-3 der Normenreihe IEC 61340, welche Eigenschaften Verpackungen haben müssen, die ESD-empfindliche Bauelemente (ESDS) schützen sollen. Es finden sich in der Norm auch Verweise auf Methoden, mit denen die ESD-Fähigkeit von Verpackungen sowie von Verpackungsmaterialien geprüft werden kann.
Die Norm IEC/TR 61340-5-2:2018 (DIN IEC/TR 61340-5-2) ist der Teil 5-2 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340.
Der Titel des Teiles 5-2 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene - Benutzerhandbuch».
Inhaltlich stellt Teil 5-2 der Normenreihe IEC 61340 ein Handbuch dar, das Personen und Organisationen dienen soll, die für die Kontrolle von elektrostatischen Entladungen verantwortlich sind. Das Handbuch unterstützt diese Personen und Organisationen bei der Entwicklung, Einführung sowie Überwachung von ESD-Kontrollprogrammen, die gemäss IEC 61340-5-1 konzeptioniert werden.
Die Norm IEC/TR 61340-5-4:2019 ist der Teil 5-4 der internationalen Normenreihe «Elektrostatik» mit der Bezeichnung IEC 61340.
Der Titel des Teiles 5-4 der Normenreihe IEC 61340 lautet: «Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene – Überprüfung der Übereinstimmung».
Dieser Teil der Normenreihe IEC 61340 beschreibt Konformitätsprüfungstests (Übereinstimmungstests). Dabei geht es um Tests, die Teil von ESD-Kontrollplänen sind.
Mit einem Ionisator kann man Luft partiell ionisieren. Durch die ionisierte Luft kann man Materialien entladen, was insbesondere eine Alternative zur Entladung von nicht geerdeten oder nicht leitenden Gegenständen ist.
ISO ist die Abkürzung für «International Organization for Standardization» (Internationale Organisation für Normung), die ihren Sitz in Genf hat. Im Zusammenhang mit Normen deutet die Abkürzung ISO darauf hin, dass es sich um eine internationale Norm handelt.
Ein Isolator ist ein Stoff beziehungsweise ein Material, das elektrischen Strom schlecht oder nicht leitet.
Von isolierend spricht man, wenn ein Stoff oder Material einen hohen Durchgangswiderstand hat und weder leitfähig noch ableitfähig ist.
Mit einer Kontamination im Reinraum meint man unter anderem Verunreinigungen mit biologischen, chemischen, ionischen, physikalischen oder radiologischen Stoffen.
Mit Kontaminationsgrad meint man die Intensität der Verunreinigung.
Latex ist ein Milchsaft, der unter anderem im Pflanzenkörper von Kautschukpflanzen gebildet wird. Naturkautschuk ist ein Bestandteil von Latex und ist gummiartig, wodurch er unter anderem elastisch, flüssigkeitsabweisend, reissfest und abriebfest ist.
Leitfähige Materialien sind sehr gut geeignet, um Strom zu leiten. Der Widerstand ist gering. Bei Verpackungen, die leitfähig sind, findet man in der Regel die Kennzeichnung ESD-C.
Das Machine Model (MM) beschreibt die schnelle Entladung einer aufgeladenen Maschine, die mit einem Bauelement in Kontakt kommt.
Mikrofaser (auch Microfaser genannt) ist eine Chemiefaser, deren Feinheit niedriger als 1 dtex ist. Das Mass Dezitex (dtex) ist so definiert, dass ein dtex einem 10000 Meter langen Faden entspricht, der ein Gramm wiegt. In der Regel wird Mikrofaser aus Polyester, Polyamid, Acryl oder Zellulose hergestellt.
Der Mundschutz - auch Mund-Nasen-Schutz (MNS), OP-Maske, chirurgische Maske oder etwa medizinische Gesichtsmaske genannt - ist eine Maske, die vor allem andere Personen vor den Keimen des Trägers der Maske schützen soll.
Neopren wird auch als Chloropren-Kautschuk, Polychloropren oder Chlorbutadien-Kautschuk bezeichnet und ist ein Synthetikkautschuk. Er ist bekannt für seine sehr gute Wärmeisolierung, weshalb Neopren zum Beispiel bei Taucheranzügen zum Einsatz kommt. Ausserdem ist das Material wasserabweisend, sehr stabil und elastisch.
Nitrile sind eine Gruppe verschiedener chemischer Verbindungen. Nitril-Polymere sind gummiartig. Aus Nitrilkautschuk werden zum Beispiel Nitrilhandschuhe hergestellt, die sich durch ihre hohe Beständigkeit gegenüber Fetten und Ölen auszeichnen, aber auch abriebfest, durchstichfest und flüssigkeitsabweisend sind, wobei das Tastempfinden trotzdem noch gut ist. Ausserdem können Nitrilhandschuhe als Alternative für Personen dienen, die gegen Latex allergisch sind und daher keine Latexhandschuhe nutzen können.
Nylon ist der Handelsname für eine synthetisch hergestellte Faser, die aus Polyamid besteht.
Oberflächenkontaminationen sind punktuelle Verunreinigungen auf Oberflächen durch Partikel oder flächige Verunreinigungen zum Beispiel durch Flüssigkeiten.
Bei einem oberflächenleitfähigen Material kann Elektrizität an der Oberfläche abgeleitet werden. Teilweise wird die Oberflächenleitfähigkeit durch eine Oberflächenbeschichtung erreicht. Anstatt von oberflächenleitfähig spricht man auch von oberflächenableitfähig.
Die Partikelgrösse ist laut Richtlinie VDI 2083 des Vereins Deutscher Ingenieure die maximale geometrische Ausdehnung des Partikels. Es gibt aber noch andere Richtlinien, die bestimmen, welche Grösse ein Partikel hat, etwa anhand des Äquivalentdurchmessers.
PFE ist die Abkürzung von Particle Filtration Efficiency, was auf Deutsch Effizienz der Partikelfiltration heisst.
Polyamide sind synthetisch hergestellte thermoplastische Kunststoffe, die sich durch ihre hohe Festigkeit, Zähigkeit und Steifigkeit auszeichnen. Ausserdem weisen sie eine gute Chemikalienbeständigkeit auf.
Polycarbonate sind synthetisch hergestellte thermoplastische Kunststoffe, die sich durch eine hohe Festigkeit, Steifigkeit, Schlagzähigkeit sowie Härte auszeichnen. Ausserdem weisen sie eine Beständigkeit unter anderem gegenüber vielen Fetten, Ölen, Wasser und Mineralsäuren auf.
Polychloropren ist eine andere Bezeichnung für den Synthetikkautschuk Neopren.
Polyester kommt zwar in der Natur vor. Man meint mit diesem Begriff aber in der Regel synthetisch hergestellte Kunststoffe. Polyester zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit auch bei Nässe aus (Nassfestigkeit) sowie durch seine Strapazierfähigkeit.
Polyethylen ist ein synthetisch hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Weltweit ist es der am meisten verwendete Kunststoff, der in der Form PE-HD (High-density polyethylene, HDPE) - Polyethylen mit hoher Dichte - eine gute Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen aufweist. Auch gegenüber Wasser, Fetten sowie Ölen hat PE-HD eine gute Beständigkeit und weist eine hohe Zug- und Reissfestigkeit auf. Daneben gibt es unter anderem noch PE-MD (Medium-density polyethylene), PE-LD (Low Density Polyethylen), PE-LLD (Linear-low-density polyethylene), PE-UHMW (Ultra-high-molecular-weight polyethylene) und PE-X (Cross-linked polyethylene).
Polypropylen (PP) ist ein synthetisch hergestellter Kunststoff mit ähnlichen Eigenschaften wie Polyethylen. Allerdings ist Polypropylen wärmebeständiger und härter. Der Kunststoff wird standardmässig als Material zur Herstellung von Basisschutzkleidung verwendet. Polypropylen ist hautverträglich und wasserabweisend. Der Stoff ist beständig gegenüber fast allen organischen Lösungsmitteln sowie teilweise gegenüber nicht-oxidierenden Säuren, Laugen, Fetten und Ölen. Nicht beständig ist PP gegenüber Oxidationsmitteln.
Polyurethan (kurz: PUR oder PU) ist ein synthetisch hergestellter Kunststoff, der sich in bestimmten Herstellungsformen durch seine Elastizität auszeichnet. PU wird nicht nur als Faser, sondern unter anderem auch als Harz, Lack oder Klebstoff eingesetzt.
Anders als im Falle der Erdung, bei der es zur Ableitung von elektrischen Strömen in den Erdboden kommt, werden beim Potentialausgleich Spannungen, also Potentialunterschiede, zwischen zwei Teilen beseitigt. Dies geschieht, indem man eine gut leitende Verbindung zwischen zwei Teilen mit unterschiedlichem Potential herstellt. Das Ziel ist die Erreichung einer Potentialgleichheit. Wie bei der Erdung kann man auch den Potentialausgleich nach dem jeweiligen Schutzzweck in Untergruppen aufteilen: Schutzpotentialausgleich, Funktionspotentialausgleich und Blitzschutzpotentialausgleich.
Ein Reinraum – auch Reinstraum genannt – ist ein Raum, bei dem besondere Massnahmen ergriffen werden, um die Anzahl der von der Luft getragenen Partikel gering zu halten.
Reinräume beziehungsweise bestimmte Bereiche darin werden in unterschiedliche Reinraumklassen eingeteilt, wobei sich die Reinraumklassen nach der zulässigen Teilchenkonzentration teilweise in Abhängigkeit von der Teilchengrösse unterscheiden. Es gibt unter anderem die Reinraumklassen GMP A-D und die Reinraumklassen ISO 1-9. Bei Reinraumprodukten ist in der Regel angegeben, für welche Reinraumklasse sie geeignet sind.
Mit Reinraumtupfern, die auch Reinraum-Reinigungsstäbchen, Reinraum-Swabs oder Reinraum-Stäbchen genannt werden, ist die punktuelle Reinigung in Spalten, Ecken oder Löchern dank des schmalen Tupferkopfes möglich, der sich am Ende eines Stieles befindet.
Bei der Schutzerdung geht es anders als bei der Funktionserdung um den Schutz von Lebewesen, also den Schutz von Menschen und Tieren vor einem elektrischen Schlag. Die Abkürzung für Schutzerdung ist PE, was für «protective earthing» steht oder im Falle von Schutzerde für «protective earth».
Staubbindematten werden in der Regel vor einen Reinraum oder einen Reinraumbereich gelegt, damit Partikel, die sich an Schuhsohlen und Rollen von Reinraumwagen befinden, an dem klebrigen Belag der Matte haften bleiben.
Steril kommt von dem lateinischen Wort sterilis, was auf Deutsch unfruchtbar heisst. Im Reinraumbereich meint man mit steril, dass etwas keimfrei ist.
Es gibt verschiedene Sterilisationsverfahren, darunter die Ethylenoxid-Sterilisation, das Autoklavieren und die Gammasterilisation.
Ethylenoxid-Sterilisation
Ethylenoxid ist ein farbloses und hochentzündliches Gas. Die Behandlung von medizinischen Gegenständen mit Ethylenoxid gehört zu den häufigsten Sterilisationen im medizinischen Bereich.
Autoklavieren
Autoklav nennt man einen Druckbehälter, der gasdicht verschlossen werden kann, um Stoffe thermisch im Überdruckbereich zu behandeln.
Laut der Verordnung über die Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit bei chirurgischen und medizinischen Eingriffen (CJKV) müssen chirurgische Instrumente in der Schweiz bei 134 °C während 18 Minuten autoklaviert werden.
Gammasterilisation
Die Gammasterilisation funktioniert mit Hilfe von Gammastrahlen. Dabei handelt es sich um eine elektromagnetische Strahlung, die besonders durchdringend ist.
Thermoplaste sind Kunststoffe, die ab bestimmten Temperaturen formbar sind.
TR steht für den englischen Begriff «technical report», was auf Deutsch übersetzt «technischer Bericht» heisst.
Tyvek® ist ein Vliesstoff, der als Marke von der Firma DuPont registriert wurde. Der Stoff besteht aus PE-HD, also aus Polyethylen mit einer hohen Dichte. Tyvek® ist strapazierfähig und eignet sich als Material für Schutzkleidung, weil der Stoff zum einen wenige Fasern verliert und zum anderen fast keine Partikel oder etwa Körperzellen durch das Vlies nach aussen dringen.
Etwas ist ungeerdet, wenn keine Verbindung zum Erdboden besteht. In diesem Fall kann kein elektrischer Strom in die Erde abgeleitet werden.
UPA steht für den englischen Begriff «unprotected area», was auf Deutsch im Zusammenhang mit ESD so viel bedeutet wie ESD-ungeschützter Bereich. In einem solchen Bereich wurden keine Massnahmen für den ESD-Schutz getroffen.
Werden Reinräumen validiert, heisst das, dass die Funktionalität des Reinraumes bewertet wird.
Beim Verbund-Sicherheitsglas (VSG) werden mehrere Schichten von Einscheiben-Sicherheitsglasscheiben miteinander verbunden. Zwischen den Schichten befindet sich eine reissfeste Folie. Zerbricht die Scheibe, werden die dabei entstehenden Glaswürfel durch die Folie zusammengehalten.
Vinyl oder besser gesagt die Vinylgruppe ist ein Ethen-Rest. Vinyl wird häufig auch synonym zur Bezeichnung von PVC (Polyvinylchlorid) genutzt. Die Herstellung von PVC erfolgt durch Polymerisierung von Vinylchlorid. Es handelt sich bei PVC um einen synthetischen Kunststoff, der latexfrei ist, womit dieser Kunststoff für Personen mit einer Latexallergie als Alternativmaterial hilfreich sein kann.
Bei einem volumenleitfähigen Material kann Elektrizität im gesamten Körper des Materials abgeleitet werden. Anstatt von volumenleitfähig spricht man auch von volumenableitfähig.
Bei den Wasserqualitäten für den Reinraum unterscheidet man unter anderem deionisiertes Wasser, Purified Water, Highly Purified Water, Wasser für Injektionszwecke und Reinstwasser.
Deionisiertes Wasser (DI-Wasser)
Im DI-Wasser befinden sich keine Salze, Mineralien oder Ionen, wie man sie zum Beispiel von Quellwasser her kennt. Es können aber noch nicht-ionische Verunreinigungen vorhanden sein.
Purified Water
Beim Purified Water handelt es sich um eine höhere Qualität von DI-Wasser. Der TOC-Wert (Total Organic Carbon) vom Purified Water ist niedriger als derjenige des DI-Wassers.
Highly Purified Water
Das Highly Purified Water hat ein noch höheres Reinheitsniveau als das Purified Water.
Wasser für Injektionszwecke (Water for Injection, WFI)
Water for Injection (WFI) heisst auf Deutsch Wasser für Injektionszwecke und ist ein sogenanntes Reinwasser.
Reinstwasser und Ultra-Reinstwasser
Beim Reinstwasser ist der TOC-Wert ≤ 10 ppb. Das Ultra-Reinstwasser ist die höchste Wasser-Reinheitsstufe und hat einen TOC-Wert von ≤ 5 ppb.
Ein Zehenband – auch ESD-Dauerzehenband genannt – wird so über den Schuh gezogen, dass der Kontakt zum Boden an der Stelle hergestellt wird, die sich unterhalb der Zehen befindet. ESD-Zehenbänder kommen insbesondere bei Damenabsatzschuhen (Pumps) zum Einsatz, um durch den Kontakt des Zehenbandes zum Bodenbelag und die Verbindung des Bandes zum Träger die bei diesem bestehende elektrostatische Aufladung abzuleiten.
Zellstoff ist eine faserige Masse, die beim sogenannten Aufschluss von Pflanzenfasern entsteht. Hauptbestandteil von Zellstoff ist Cellulose, auch Zellulose geschrieben.
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