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Beim Paarsex erleben Frauen viel seltener einen Orgasmus als Männer.
Mangelnde oder unterdrückte Informationen über ihre Sexualorgane sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch ganz konkrete Auswirkungen auf das sexuelle Empfinden vieler Frauen haben. Das zeigt sich unter anderem an der sogenannten Orgasmuslücke zwischen den Geschlechtern. Diese besagt, dass Männer häufiger Orgasmen haben als Frauen, vor allem beim heterosexuellen Paarsex.
Die Basler Medizinstudentin Lenya Koechlin konnte mit ihrer Studie an 2'300 Testpersonen belegen, dass 94 Prozent der Männer, aber nur 56 Prozent der Frauen beim Paarsex einen Orgasmus erleben. Fast jede siebte Frau gab an, nie oder fast nie einen Orgasmus beim Paarsex zu haben. Für viele Menschen, Frauen und Männer, bedeutet Sex in erster Linie Penetration. Dazu passt der Begriff „Vorspiel“ als Bezeichnung für alles, was vor der Penetration geschieht. Wer aber mehr über Vulva und Vagina weiss, erwartet nicht mehr, dass eine Frau ganz ohne manuelle oder orale Stimulation ihrer Klitoris automatisch zum Höhepunkt kommt. Die Klitoris ist in der Regel um ein Vielfaches empfindlicher als die Vagina. Wäre die Vagina genauso empfindlich wie die Klitoris, wären Geburten unerträglich. Das muss durch keine Studie belegt werden – jede Frau, die vaginal geboren hat, weiss das.
Autsch!
NF