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Japan und China stünden vor "vielen Herausforderungen und Sorgen", sagte Kishida zum Auftakt, bevor das Gespräch hinter verschlossenen Türen weiterging. "Unsere beiden Länder sind Grossmächte mit einer wichtigen Verantwortung für Frieden und Wohlstand der internationalen Gemeinschaft." China und Japan hätten Potenzial für Zusammenarbeit. Xi wurde mit den Worten zitiert, China und Japan hätten viele gemeinsame Interessen. Er hoffe, dass beide Staaten Beziehungen aufbauen könnten, die "den Anforderungen der neuen Ära entsprechen".
Verbesserte Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften Asiens gelten als entscheidend für die Stabilität und den Wohlstand der Region. Sie sind jedoch wegen eines Territorialstreits und Japans Umgang mit seiner kriegerischen Vergangenheit belastet. Trotz der Differenzen verbinden beide Staaten aber enge Wirtschaftsbeziehungen.
Tokio ist besorgt über das wiederholte Eindringen chinesischer Schiffe in Gewässer um die Senkaku-Inseln, eine von Japan kontrollierte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer, das auch von China beansprucht wird. Auch Taiwan erhebt darauf Anspruch.
Der Konflikt um Taiwan sorgt ebenfalls für Unruhe in Tokio und der gesamten Asien-Pazifik-Region. Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Die Insel versteht sich längst als unabhängig. Kürzliche Militärmanöver Pekings nahe Taiwan hatten die Spannungen erneut angeheizt. Tokio beschliesst nächsten Monat eine neue Nationale Sicherheitsstrategie, die eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben beinhalten wird./ln/DP/jha
(AWP)