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USA: eigene Isotopenproduktion einen Schritt weiter
Nach einer Bauzeit von rund sechs Monaten konnte die Shine Medical Technologies das «Building One» auf dem neuen Isotopenproduktions-Campus beziehen. Dort werden vorerst die Fachleute ausgebildet und der Ausrüstung vertraut gemacht. Danach soll «Building One» zu einem hochmodernen Technolgieentwicklungszentrum werden. Laut Unternehmen ist die Grundsteinlegung für das wichtigste Hauptgebäude des Campus in Kürze vorgesehen.
Die Shine setzt im Gegensatz zu den grossen Produktionsanlagen nicht auf spezialisierte Kernreaktoren, sondern nutzt eine Beschleuniger basierte Neutronenquelle. In dieser werden Deuteriumionen auf Tritiumgas geschossen, wobei die Kerne zu Helium fusionieren und hochenergetische Neutronen freigesetzt werden. Dieser Prozess findet innerhalb eines Gefässes statt, das mit einem flüssigen Target gefüllt ist. Als Target verwendet die Shine schwach angereichertes Uran. Die Neutronen treffen im Target auf Urankerne und lösen eine Kernspaltung aus, wobei unter anderem das medizinisch verwendete Molybdän-99 (Mo-99) entsteht.
In den USA wird Mo-99 seit 1989 nicht mehr kommerziell hergestellt. Die Anlage wird helfen, die Radioisotopenproduktion in den USA wieder aufzubauen.