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Weitere Luftaufnahmen von La Tour de Gourze
Der Turm von Gourze ist heute ein Würfel von ungefähr 900 m3 ohne jeglicher Öffnung, ausser der, die künstlich in 1879 entstand. Zu oberst befindet sich die Plattform von 2m Breite mit Brückengeländer, die in 1879 gebaut wurde, und die gegen Innen führt - verrückt. Man kommt dahin über Treppen, die im Jahre 1939 errichtet wurden.
In 1279 findet man die erste Erwähnung des Turmes in einem Dokument, aber seine Konstruktion geht noch weiter zurück. Das Territorium, in welchem er errichtet wurde, gehört dem Bischof von Lausanne.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde der Turm von Gourze niedergebrannt und niedergerissen. Der Turm war in mitleiderregendem Stand und blieb so über die Jahre hinweg. Am 17. Oktober 1397 belehnte ihn der Bischof Wilhelm de Menthonnay, mit dem Wunsch seiner Restaurierung und Instandhaltung, an Jean de Canturio von Mailand, aber behielt den See von Bret, die Souveränität und die Rechtsprechung. Jean de Canturio ging die Verpflichtung ein, den Turm in gutem Zustand wieder aufzubauen, zu bedecken und instand zu erhalten, ihn stetig zur Verfügung des Bischofs zu stellen, dort unter keine Umstände ausländische Krieger zu empfangen und sich in keiner Feindseligkeit ohne Erlaubnis zu begeben. Es war ihm verboten, einen Teil des Territoriums zu veräussern, ansonsten wäre die Abmachung ungültig.
Von 1397 bis 1530 blieb das Gebiet von Gourze das Eigentum der Canturio-Hinterlassenschaft. Bis zum Zeitpunkt, als Etienne Gaudin und Joffredaz Rosset, seine Schwester, beschlossen, die Territorien und den Turm an die Kirchengemeinde von Villette zu verkaufen. Der Verkauf an einfache Bürger war die Ursache gewisser Schwierigkeiten: es lag am edlem Rudolph von Chalon und an Etienne de Lavaux, dass der Verkauf gemacht wurde, dennoch war es die Kirchengemeinde von Villette, die bezahlte.
In 1536 während der Berner Besetzung wechselte der Turm den Meister, aber nicht den Inhaber.
Zum Zeitpunkt der Teilung der grossen Gemeinde in 1824 blieb der Wald, der dem Turm von Gourze angrenzte, das ungeteilte Eigentum der 6 Gemeinden (Forel, Grandvaux, Villette, Epesses, Riex, Cully) der alten Kirchengemeinde. Der Untergang des Turmes begann erst recht. Man kennt das beste Mittel, um eine Konstruktion zu ruinieren: mehreren Eigentümern die Wartung zu übergeben...
Dank der Initiative des Pasteurs Francois Naef und des Rechtsberaters Charles Fonjallaz wurden Restaurierungsarbeiten in 1878 unternommen. Die Bezahlung dieser Arbeiten zwischen den 6 Gemeinden zu teilen war keine kleine Angelegenheit.
In 1884 wurde ein Übereinkommen unterzeichnet, um ein Signal zur trigonometrischen Vermessung über den Turm zu bauen. (Koordinaten 546 433.3 und 151 314.9)
Im Jahre 1910 infolge einer Transaktion wurden die Territorien von Gourze und das Signal von Grandvaux zum Eigentum vom Waadtland. Das Signal von Grandvaux und 669 m2 Wald wurden durch den Staat in 1936 an eine Privatperson weiterverkauft.
Bibliographie