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Wie wird eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert?
Bluttests können auf eine vorhandene Entzündung hinweisen und somit eine Autoimmunerkrankung nahelegen. Solche Untersuchungen umfassen Folgendes:
- Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG):
Diese Untersuchung misst, wie schnell sich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) auf dem Boden eines Reagenzglases voll Blut absetzen. Die BSG ist bei einer Entzündung häufig erhöht, da die in Reaktion auf die Entzündung produzierten Proteine die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, im Blut zu schweben, beeinträchtigen.
- Grosses Blutbild (CBC):
Diese Untersuchung bestimmt die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut. Diese Anzahl ist oft verringert (Anämie), da aufgrund der Entzündung weniger rote Blutkörperchen produziert werden.
Da eine Entzündung viele Ursachen hat (viele, die nicht autoimmun sind), führen die Ärzte häufig Bluttests durch, um verschiedene Antikörper, die bei einer Autoimmunerkrankung vorhanden sein können, nachzuweisen. Beispiele dieser Antikörper sind:
- Antinukleäre Antikörper:
Sind gewöhnlich bei systemischem Lupus erythematodes vorhanden.
- Rheumafaktor oder sich gegen das zyklische citrullinierte Peptid richtende Antikörper (Anti-CCP):
Sind gewöhnlich bei rheumatoider Arthritis vorhanden.
Die oben genannten Antikörper kommen gelegentlich auch bei Personen ohne Autoimmunerkrankung vor. Somit verwenden die Ärzte für die Diagnose einer Autoimmunerkrankung in der Regel eine Reihe von Tests und bewerten darüber hinaus die aufgetretenen Symptome.
Einige Autoimmunerkrankungen beginnen und verschwinden wieder auf unerklärliche Weise. Die meisten Autoimmunerkrankungen sind jedoch chronischer Natur. Häufig werden die Arzneimittel ein Leben lang zur Kontrolle der Symptome benötigt. Die Prognose hängt von der jeweiligen Erkrankung ab.