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Emil Jannings, der für Murnau zwei Jahre später auch den Mephisto in Faust. Eine deutsche Volkssage gab, brilliert hier als alternder Hotelportier eines Grandhotels, dessen ganzer Stolz seine prächtige Uniform ist. Als er zum Toilettenmann degradiert wird, versucht er um jeden Preis für seine Familie und die Nachbarschaft den Schein zu wahren. Schließlich stiehlt er sogar die Uniform, an der seine ganze Selbstachtung hängt und die ihn in seinem Viertel zu einem … mehrangesehenen Mann macht. Als der Schwindel auffliegt, bricht seine ganze Welt zusammen.
Murnaus bittere Parabel über die übertriebene Bedeutung von Uniformen und den sozialen Abstieg eines gebrochenen Mannes ist ein filmisches Meisterwerk. Er verzichtete fast völlig auf den Einsatz von Zwischentiteln, die in Stummfilmen gewöhnlich die Dialoge ersetzten. Seine Bilder, grandios inszeniert, sind ein perfektes Beispiel für die visuelle Sprache des Kinos, die ohne Worte auskommt. Auch der Einsatz der ''entfesselten Kamera'' schrieb Filmgeschichte: Murnau und sein Kameramann Karl Freund (Metropolis) realisierten erste Kamerafahrten und bewegten sie frei im Raum. weniger