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Autor: arthur zurkinden
Dies entspricht einer Steigerung von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Groupe E am Donnerstag mitteilte.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) liegt bei 82,4 Millionen. Der Cashflow beläuft sich auf 129,5 Millionen (+44 Prozent). «Dies erlaubt die Finanzierung eines Grossteils der Investitionen (149 Millionen), insbesondere eine Vergrösserung des Produktionsparks», hält die Groupe E weiter fest
Sie weist auch darauf hin, dass die Energiepreise auf dem europäischen Markt während des Geschäftsjahres eine sehr starke Erhöhung erfahren haben. «Diese hat die Energiezukaufskosten der Groupe E wesentlich beeinflusst», bemerkt sie weiter und verweist auf die Überlastung der grenzüberschreitenden Netze. Dies habe zu einer Versteigerung der Transportrechte geführt, was den durchschnittlichen Kaufpreis noch zusätzlich erhöhte.
Sehr gutes Wasserjahr
Möglich hat das positive Ergebnis die Eigenproduktion gemacht, die im Jahre 2007 auf 687 Gigawattstunden (GWh) gestiegen ist gegenüber 654 GWh im Vorjahr. Die Produktion in Beteiligungen belief sich auf 399 GWh. «Die Wasserkraftproduktion liegt mit 657 GWh deutlich über dem Mehrjahresdurchschnitt. 2007 war ein sehr gutes Wasserjahr: Seit 2001 war die Produktion von Groupe E niemals so hoch gewesen», schreibt die Groupe E weiter.
Strompreiserhöhungen?
Weil das gute Wasserjahr eine Kompensation der Energiezukaufskosten erlaubte, blieben die Strompreise wie bereits seit 18 Jahren gleich. Bedeutet dies aber, dass die Groupe E in naher Zukunft dennoch Erhöhungen vornehmen muss? «Wir haben nichts entschieden», betont Philippe Virdis, Generaldirektor der Groupe E, gegenüber den FN. Er gibt aber zu verstehen, dass die Strompreise in der Schweiz tiefer seien als in Europa allgemein und dass die Schweiz ein Stromimport-Land geworden sei. Und weil der Energieverbrauch stets zunimmt, schliesst er Verkaufspreiserhöhungen in Zukunft nicht aus.
Im Jahre 2007 hat allerdings der Stromverbrauch der Endkunden und Partner in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt nicht zugenommen. Die verkaufte und verteilte Energiemenge (2 818 GWh) lag auf dem gleichen Stand wie 2006. Dies führt die Groupe E hauptsächlich auf den milden Winter zurück.
Mehr produzieren
Die Groupe E legt grossen Wert auf Versorgungssicherheit. So hat sie im Jahre 2007 mehrere Massnahmen ergriffen: Groupe E übernahm eine Beteiligung von 50 Prozent an Bau und Betrieb eines Gas-Kombikraftwerks (Gas und Dampf) im österreichischen Timelkam. Dies erlaubt eine Steigerung der Eigenproduktion von 36 auf 61 Prozent (+750 GWh/Jahr). «Das Kraftwerk wird im Dezember 2008 in Betrieb genommen. Groupe E verbessert so ihre Position und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem schweizerischen und europäischen Energiemarkt». führt die Groupe E aus.
Am Projekt Cornaux wird festgehalten
Ein Gas-Kombikraftwerk will die Groupe E auch in Cornaux NE bauen. Die Bevölkerung wehrt sich aber dagegen. «Wir lassen nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellen und werden dann über den tatsächlichen CO2-Ausstoss informieren können», erklärt Philippe Virdis. Er ist überzeugt, dass dieses Kraftwerk eines Tages realisiert werden kann, zumal das Bundesamt für Energie das Projekt als ausgezeichnet beurteile. Dies auch, weil die produzierte Wärme der Öl-Raffinerie in Cressier geliefert und ein Fernheiznetz bis Neuenburg bedient werden kann. Er weist auch auf die Vorteile hin, welche die einheimische Bevölkerung aus diesem Projekt ziehen kann, und denkt dabei vor allem an die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Zudem hofft er, dass der Bund bezüglich CO2-Kompensation von seiner Strenge abrückt.