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Br. Leopold wurde am 14. Juni 1933 als siebtes Kind von Regina und Dominik Perler-Roux in Wünnewil in eine bäuerliche Grossfamilie hineingeboren. Er wurde in der alten Kirche Wünnewil auf den Namen Eugen getauft – bis heute hat sich dieser Taufname im privaten Kreis gehalten. Er wuchs als jüngster der fünf Perler-Buben sowie drei Schwestern sorglos und voller Tatendrang unter der Obhut einer gütigen Mutter und eines gerechten, aber auch fordernden Vaters auf.
Die Primarschule besuchte er in Wünnewil und die Sekundarschule im Institut Guglera, um Französisch zu lernen. Dort entdeckte er seine Liebe zur Musik, die ihn ein Leben lang begleitete. Jahre später war er ein tüchtiger Militärtrompeter und gründete danach in Pontianak/Indonesien gar eine Blasmusik.
Eugen erlernte den Möbelschreinerberuf. Für ein erfülltes Leben fehlte ihm das Spirituelle. Der Gedanke an ein Leben im Kloster liess ihn nicht mehr los. So trat er 1955 in den Orden der Kapuziner ein. Sein Ziel war, Missionar zu sein, dort wo Gott und Arme ihn brauchen. Auch der Orden erkannte seine Fähigkeiten. Am Technikum in Freiburg machte er ein Zweitausbildung in Bauplanung und -führung.
Am 12. September 1957 legte er die einfache Profess ab und am 12. September 1960 – unter dem Klosternamen Leopold – die feierliche Profess. Wenig später erhielt er die feierliche Aussendung als Missionar. Im Frühjahr 1961 verliess er die Schweiz. Sein Arbeitsfeld wurde die Insel Borneo (heute Kalimantan), Indonesien. In Pontianak wirkte er während fast 50 Jahren.
Br. Leopold bildete Handwerker aus, damit diese in den Dörfern für ihre Familien sorgen konnten. Er holte die Kraft im täglichen Gebet und bei der Gemeinschaft der Mitbrüder des Hl. Franziskus. Den grossen Freundeskreis hielt er in seinen Rundbriefen über sein Wirken auf dem Laufenden. Höhepunkt war das Entstehen einer eigenen Kapuziner-Provinz mit einem einheimischen Bischof und Provinzial. Leopold leitete die Handwerkerschule von Pontianak und später auch jene von Sanggau. Daneben baute er als Bauunternehmer Mehrzweckgebäude, eine Lepra-Station, Spitäler und viele Kirchen, u. a. die Kathedrale in Pontianak.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Br. Leopold in der alten Heimat bleiben. Am 11. November um sechs Uhr abends ist sein Herz ganz leise und für die Anwesenden kaum spürbar, stillgestanden. Die, die ihn gekannt, geliebt und geschätzt haben, sagen ihm Danke für alles. Eing.