Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/2115

Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) hat die Ergebnisse der Patientenbefragung präsentiert, die im Juni 2021 in Akut- und Kinderspitälern durchgeführt wurde. Im Vorfeld präsentierte der ANQ auch die Ergebnisse der vierten nationalen Zufriedenheitsbefragung, die von April bis Juni 2021 in Psychiatriekliniken durchgeführt wurde.
Die befragten Erwachsenen und Eltern hospitalisierter Kinder stellen den Akut- und Kinderspitälern ein gutes Zeugnis aus. Jeweils mehr als 63 Prozent der Erwachsenen gaben an, dass sie jederzeit Fragen stellen konnten, dass sie immer verständliche Antworten erhielten und dass ihnen der Zweck der Medikamente, die sie zu Hause einnehmen sollten, vollumfänglich erklärt wurde. Bei der Organisation des Spitalaustritts und der Behandlungsqualität kreuzten etwas mehr als 32 Prozent bzw. 38 Prozent der Patient:innen die beste Bewertung an. Eine Mehrheit (knapp über 90 Prozent) bezeichnete die Dauer des Spitalaufenthalts als genau richtig (siehe Grafik).
Auch der Zufriedenheitsgrad der Eltern von hospitalisierten Kindern bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Wie schon 2019 erhielt die Frage zur respekt- und würdevollen Behandlung des Kindes die höchste Bewertung. Auch die Verständlichkeit des Pflegepersonals und der Ärzteschaft wurden sehr gut beurteilt. Eine nur leicht tiefere Bewertung erhielten die Fragen zur Qualität der Betreuung und zur Weiterempfehlung des Spitals.
Die Zufriedenheit der stationären Psychiatriepatienti:nnen bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Der durchschnittliche Zufriedenheitsgrad mit den abgefragten Aspekten liegt zwischen 4,0 und 4,5 von fünf möglichen Punkten (siehe Grafik). Die höchsten Zufriedenheitswerte erreichten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Verständlichkeit der erhaltenen Antworten. Der Einbezug in den Behandlungsplan und die Vorbereitung des Klinikaustritts erzielten 4,2 bzw. 4,3 Punkte. Leicht niedrigere, aber immer noch sehr gute Bewertungen erhielten die Erläuterungen zu den Medikamenten und die Behandlungsqualität (jeweils 4,0 Punkte).
Werden die tiefsten Zufriedenheitswerte angekreuzt, handelt es sich um sogenannt problematische Antworten. Fragen mit einem vergleichsweise hohen Anteil an problematischen Antworten deuten auf Verbesserungspotenzial hin. Dieser Anteil war bei der Frage nach der Verständlichkeit der Medikamenteninformationen mit 12,1 Prozent am höchsten. Bei der Frage zum Einbezug in den Behandlungsplan gab es 7,6 Prozent und bei der Frage zur Austrittsvorbereitung 6,5 Prozent problematische Antworten.
Beitragsbild: Hélène Tobler