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Klimagerechtigkeit beleuchtet die sozialen, politischen und ethischen Folgen des Klimawandels. Laut Mary Robinson bedeutet Klimagerechtigkeit „anzuerkennen, dass wir, wenn wir Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels unternehmen, dies nicht auf Kosten der Schwächsten tun dürfen. Es muss doch möglich sein, unsere Umwelt zu schützen und unseren Mitmenschen dabei trotzdem einen Ausweg aus Armut und Existenzangst zu sichern.“1 Zum Themenfeld Klimagerechtigkeit gehören die Generationengerechtigkeit und die artenübergreifende Umweltgerechtigkeit, die den Fokus auf unsere Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und anderen Spezies richten.
Interspezies-Beziehungen beschreiben eine Situation, in der mehr als eine Spezies existiert, interagiert und auf ein Ökosystem zurückwirkt, in dem Räume, Zeitebenen, Ressourcen und Interessen sich überlappen und ineinandergreifen. „Interspezies“ ist ein Begriff, der eine explizite Verflechtung von Lebewesen und Prozessen nahelegt. Unter ökologischen Gesichtspunkten zielt das Konzept der Interspezies-Beziehungen darauf ab, Spezies nicht einzeln zu betrachten, sondern als Teil eines unauflösbaren Zusammenhangs – was auch auf menschlicher Ebene politische, ethische und moralische Konsequenzen hat.
Natur-Kultur ist ein von Donna J. Haraway geprägter Begriff, der das Miteinander-Verschmelzende und Wechselseitige all jener Dinge beschreibt, die man bisher durch Kategorien wie Natur und Kultur voneinander zu trennen versuchte.
Das sozialökologische System wird vom Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) definiert als „ein integriertes System, das menschliche Gesellschaften und Ökosysteme umfasst und in dem der Mensch Teil der Natur ist. Die Funktionen eines solchen Systems ergeben sich aus den Interaktionen und der Interdependenz der sozialen und ökologischen Teilsysteme. Die Struktur des Systems ist durch wechselseitige Feedbacks gekennzeichnet, wodurch betont wird, dass der Mensch als Teil der Natur und nicht getrennt von ihr betrachtet werden muss.“2