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Die Römer übernahmen viel von den Griechen - auch das Interesse an der Rosenzucht. Ca. 100 v. Chr. entstand der wohl erste Rosenkatalog der Welt: der Römer Plinius der ältere veröffentlichte eine Liste mit 13 Rosen. Sein Neffe Plinius der Jüngere legte einen Rosengarten an. Die Römer entwickelten sogar modern anmutende Techniken, um die Blühdauer der Rosen zu verlängern - wohl ein Zentralheizungssystem, ähnlich dem, das zur Beheizung der Häuser benutzt wurde.
Bei den Römern erreichte die Verwendung von Rosen für Dekorationen bei Festen und kosmetische Zwecke kaum vorstellbare Ausmaße. Die Rosengärtnerei entwickelte sich in riesigen Plantagen in Ägypten und Süditalien. Rosen wurden sogar mit Gold aufgewogen. Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) berichtet von Rosen mit 100 Blütenblättern. Winterrosen hat man später in Unteritalien kultiviert, um sich den teuren Import aus Afrika zu ersparen.
Wahrscheinlich waren es die Römer, die die Rose im übrigen Europa populär machten, denn in ihrem orgiastischen Fest etwa Anfang Mai, den sogenannten ROSALIA, spielte sie eine zentrale Rolle. Rosenwasser soll damals aus den Brunnen geflossen sein und Rosenblüten bedeckten die Prozessionsstrassen. Das ganze Jahr über durfte man in Rom jedoch "sub rosea", unter einem Zweig weisser Rosen, offen sprechen, ohne verraten zu werden. Es wurde streng geahndet, wenn jemand das "unter der Rose Gesagte" weitergab.