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Apples Produkte bei Geschäftskunden immer beliebter
In einem Bericht hat das Wall Street Journal Apples Wachstum auf dem Markt für Geschäftskunden und Behörden genauer unter die Lupe genommen. Während sich Geschäftskunden in den Vorjahren immer stark auf Produkte von Microsoft und BlackBerry konzentriert haben, gibt es in jüngster Vergangenheit immer öfters Bestrebungen, Apple-Produkte in die Unternehmens-IT einzubinden.
Gemäss den Marktforschern von Forrester Research wurden im Jahr 2012 rund 8 Prozent der Ausgaben, die Unternehmen und Behörden für Computer und Tablets getätigt haben, in Apple-Produkte investiert. Im Vergleich zum Jahr 2009 entspricht das gemäss dem Unternehmen einem Zuwachs von einem Prozent. In den Jahren 2013 bis 2015 soll Apples Marktanteil bei den Behörden- und Geschäftskunden noch einmal stark wachsen. Apple könnte bis im Jahr 2015 auf einen Marktanteil von 11 Prozent kommen.
Bei diesen Marktanteilen sind die Ausgaben, die Unternehmen für das iPhone tätigen, noch nicht inkludiert. Dabei ist das iPhone dasjenige Gerät, welches meistens Apples Türöffner in die Geschäftswelt darstellt.
Der Schritt weg von BlackBerrys und anderen Smartphones hin zu Apple-Produkten geschah meist auf Antrieb der Angestellten. Als einige grosse Unternehmen damit begonnen haben, den Angestellten die Entscheidung zu überlassen, welches Smartphone sie nutzen wollen, stieg der Anteil der iPhones in den Unternehmen stark an, so die Analyse. Cisco soll beispielsweise im Jahr 2009 damit begonnen haben, die Geräte, welche die Angestellten selbst beschaffen mussten, in das Unternehmens-Netzwerk zu integrieren. Heute sind dreiviertel der Smartphones bei Cisco iPhones.
Zuvor sperrten sich einige IT-Abteilungen und Behörden, das iPhone und andere Apple-Geräte im Firmen-Netzwerk zuzulassen. Die Eidgenossenschaft verfügte beispielsweise im Frühjahr 2010 ein iPhone-Verbot für alle Angestellten. Begründet wurde der Entscheid mit der Angst vor Hacker-Attacken. Erst im Herbst desselben Jahres wurde die Sperre wieder aufgehoben.
Das Wall Street Journal zeigt im Bericht anhand mehrerer Beispiele, wie Apple-Produkte die Unternehmens-IT beeinflusst haben. Beim US-Energieversorger «PPL Corp.» wurde das iPhone im Jahr 2010 eingeführt. Später wurde auch das iPad in das IT-System eingebunden. Spezialisten des Unternehmens begutachten die Hochspannungsleitungen des Versorgers aus dem Helikopter und können bei einer allfälligen Beschädigung die Informationen direkt über das iPad und eine spezielle Software an die Zentrale weitergeben. Dank dem im iPad eingebauten GPS-Sensor weiss die Zentrale zudem, wo sich das Problem befindet.
Für das Unternehmen bedeutet der Einsatz der iOS-Geräte eine grosse Erleichterung, wie es Manager Robby Trimble gegenüber dem Journal bestätigte. Über Jahre hinweg habe das Unternehmen einen Weg gesucht, um diese Arbeiten automatisieren zu können. Während andere Dienstleister nur «Märchen erzählt hätten», biete das iPad eine einfache und komfortable Lösung für die Aufgabe.
Auch für das Unternehmen SAP spielen iOS-Geräte eine immer wichtigere Rolle. Im Unternehmens-Netzwerk sind mittlerweile rund 25’000 iPads und 27’000 iPhones integriert. Gemäss Michael Golz, dem CIO von SAP USA, werden immer öfters Produkte des Unternehmens zuerst für mobile Plattformen entwickelt. Dabei fokussieren sich die Entwickler zuerst auf die Entwicklung von iOS-Apps.
Gemäss einer Statistik von «Good Technology» sind 90 Prozent aller Geschäfts-Apps für Apples iOS-Plattform entwickelt worden.
Das Wall Street Journal stellt im Bericht fest, dass unter Tim Cook Apples Engagement im Geschäftskunden-Segment stark gestiegen ist. Beispielsweise bietet OS X Mavericks einige Funktionen, die sich explizit an Geschäftskunden richten. Zudem wurde iOS so weiter entwickelt, dass sich beispielsweise die Mail-App besser ins Firmen-Netzwerk integrieren lässt.
Trotz dieser Anstrengungen darf sich Apple kaum auf dem gewonnenen Terrain ausruhen. Insbesondere die Produzenten von Android-Geräten entwickeln eine breite Palette an verschiedenen Geräten. Die Kunden haben dabei eine grössere Wahlfreiheit als bei Apple.
Zudem muss Apple den schwierigen Spagat zwischen Unternehmens-Anwendern und Privatkunden meistern. Das Wall Street Journal mahnt dabei, dass es den wenigsten Unternehmen bislang gelungen sei, diesen Spagat erfolgreich zu meistern.
Bislang gibt es allerdings keine Anzeichen, dass Apple dieser Spagat nicht gelingen würde. Insbesondere bei den Smartphones ist darauf hinzuweisen, dass die private und die geschäftliche Nutzung immer stärker verschmelzen. Für den weiteren Erfolg für Apple ist es somit eine Grundvoraussetzung, dass die Produkte auf beiden Markt-Segmenten erfolgreich abgesetzt werden können.
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