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Im Sommer 2010 lag secretBasel noch in der Zukunft und Platto, heute bei uns zuständig für Fabelwesen und Globalisierung, hatte noch reichlich Freizeit. Mit anspruchsvollen Übungen am Grill hielt er sich fit.
Im Sommer 2010 lag secretBasel noch in der Zukunft und Platto, heute bei uns zuständig für Fabelwesen und Globalisierung, hatte noch reichlich Freizeit. Mit anspruchsvollen Übungen am Grill hielt er sich fit.
Der Fasnachts-Brunnen/Tinguely-Brunnen war vor genau einem Jahr unter einem dicken Eispanzer verborgen.
Im ersten Hof, über dem Durchgang zum inneren Hof, sitzt ein Basilisk mit Wappenschild.
Am Sockel des Elisabethenbrunnens gegenüber dem Haus zum Kirschgarten sitzt ein Basilisk friedlich zusammen mit zwei Schwänen unter der Heiligen Elisabeth. Die Figuren sind aus Bronze, der Brunnen wurde 1862 in Betrieb genommen.
Über dem Eingang am Blumenrain 2 sitzt in goldener Pracht einer der schönsten Basilisken Basels und bewacht das Hotel Drei Könige.
Obwohl er an der Spalenvorstadt 2 wohnt, blickt dieser Basilisk mit seinen zwei Löwen zum Petersgraben hin.
Ein Relief wie dieses ist auf Merians Ansicht vom Petersplatz 1642 über einer Tür des Zeughauses zu sehen, auf Büchels Ansicht des Platzes von 1764 hat der Basilisk den Standort gewechselt.
Zwei Details aus alten Ansichten vom Petersplatz zeigen das Relief an je einer anderen Position am Zeughaus (heute Kollegiengebäude der Universität).
Maiers Titelblatt ist zugleich eine Inhaltsangabe des Buches in Wort und Bild.
Für die deutsche Übersetzung hat man sich leider nicht mehr so viel Mühe gegeben.
Das schönste Emblembuch der Alchemie, und eines der schönsten überhaupt, ist die Atalanta fugiens von 1617/1618. Wie durch ein Wunder haben die Kupferplatten der 50 herrlichen Abbildungen den Dreissigjährigen Krieg überdauert und konnten 1708 für die deutsche Übersetzung des berühmten Werkes wieder eingesetzt werden.
Schöpfer dieser Kupferstiche, der grössten Bilderreihe der Alchemie, war Matthäus Merian der Ältere. Mit ihnen und einigen anderen seiner Meisterwerke hat Merian eine neue Bildersprache der Alchemie entworfen, die für Jahrhunderte nachwirkte.
Dazu: Thomas Hofmeier, Michael Maiers Chymisches Cabinet. Atalanta fugiens deutsch nach der Ausgabe von 1708, Kleine Alchemische Bibliothek 1 (KAB 1), Leonhard-Thurneysser-Verlag, Berlin & Basel 2007.
Der Petersplatz fällt schon auf alten Stadtansichten auf, weil er Bäume aufweist. Für Gärten ist es auch in der Vergangenheit völlig normal, dass sie Bäume aufweisen, aber öffentliche Plätze mit Bäumen sind eher selten. So wird der Petersplatz denn auch schon auf Rudolf Manuel Deutschs Stadtbild 1550 als ‹angenehmer Ort› benannt. Bei Merian sehen wir, wie die Bewohner den Ort vor knapp 400 Jahren nutzen. Sie flanieren und diskutieren im Schatten der mächtigen Bäume. Eine grössere Gruppe junger Männer scheint ein Geschicklichkeitsspiel mit und um Mäntel zu veranstalten; die eine Gruppe hat einen ganzen Haufen Mängel neben sich auf dem Boden liegen, die andere keine – dazwischen liegen vier Mängel wie ein Fussgängerstreifen angeordnet und ein Jüngling nimmt Anlauf.
Das Relief ganz links, über der Tür zum Zeughaus (heute Kollegiengebäude der Universität) ist heute stirnseitig an der alten Gewerbeschule angebracht.
Die Überschrift des Bildes lautet: «Campus Divi Petri, qui est Basileae. S. Peters Platz in Basel.»
Merians Signatur ist rechts unten in der Schraffur der Mauer kaum zu erkennen: «M. Merian fecit»
Exemplar des Historischen Museums Basel, HMB Inv. 1985.415.
In Sebastian Münsters Cosmographia erschien 1550 eine sehr anschlauliche Ansicht von Basel, geschaffen von Rudolf Manuel Deutsch.
Der Holzschnitt zeigt auch einiges aus der Umgebung der Stadt, wie etwa den Galgen mit seinen drei Pfosten und drei Balken.
Von den Gewässern sind bezeichnet: Rhenus fl. / Der Rhin und Byrsa fl. (Rhein und Birs Fluss).
S. Jacob, S. Alban, Barfuss, Forum und Predicatores (St. Jakob, St. Alban, Barfüsser, Marktplatz und Prediger) sind im Bild angeschrieben.
In der Legende werden für Grossbasel von A–Y und für Kleinbasel von A–G Bauwerke bezeichnet.
In maiori civitate = In der grösseren Stadt
A Summum templum = Münster
B S. Leonh. paroch. eccl. = St. Leonhard Pfarrkirche
C S. Pet. collegiata eccl. = Peterskirche
D Domus Senatoria = Rathaus
E S. Martinus = Martinskirche
F Collegium, academ. locus = Universität
G Augustinenses = Augustinerkloster
H Forum piscatorium = Fischmarkt
I Francis. = Franziskaner
K Hospitale = Spital
L Domous Teutonica = Deutschritterhaus
M S. Albanus monaster = St. Alban-Kloster
N Officinae bapyri = Papiermühle
O Monast. S. M. Magd. = Maria Magdalena-Kloster
P S. Elisabeth = Elisabethenkapelle
Q Horreum hopsitalis = Spitalscheune
R Clarissarum cœnobium = Gnadentalkloster
S Armamentarium = Zeughaus
T Planicies amœna = Petersplatz
V Prædicatores = Predigerkloster
X S. Ioan. = St. Johanns
Y Lepros. = Siechenhaus (St. Jakob)
Minor Basilea = Kleinbasel
A S. Theodorus paroch. ecclesia = St. Theodor Gemeindekirche
B Carthusia = Kartause
C Clarissarum aliud monasterium = Clarakloster
D St. Niklaus = Niklauskapelle
E Klingenthal monasterium monialium = Klingentalkloster
F Molæserratoriæ = Sägemühle
G Officina fabrilis = Drahtzug