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Demnach ging das Realeinkommen der Landwirte um 19,8% zurück, nachdem es zuvor drei Jahre in Folge gestiegen war. Insee zufolge entsprach das Agrareinkommen der Landwirte im vergangenen Jahr dem Niveau von 2008.
Deutliche Verschlechterung im Ackerbau
Bereits im Dezember hatte der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) einen erheblichen Rückgang der Agrareinkommen berechnet. Ins Gewicht fiel laut Insee insbesondere die sehr starke Verschlechterung im Ackerbau aufgrund niedrigerer Produzentenpreise und geringerer Ernteerträge.
Im Dezember war von Agreste für den Ackerbau ein Einkommensminus von 49,3 % auf 31'800 Euro (38'800 Fr.) veranschlagt worden. In der Tierhaltung sind die Ergebnisse laut Insee „sehr unterschiedlich“. Zwar hätten die Nutztierhalter bessere Produzentenpreise erzielt als 2012, wodurch der Produktionsrückgang ausgeglichen worden sei, allerdings seien die Produktionskosten gestiegen.
„Schraubstock lockern“
Der Vizepräsident des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Henri Brichart, betonte, die vorgelegten Zahlen seien noch mehr ein Grund dafür, dass die Regierung ihre auf dem Spitzentreffen der Agrarbranche im Vorfeld der internationalen Landwirtschaftsausstellung SIA geäusserten Zusagen hinsichtlich Beschäftigung, Modernisierung und Vereinfachung auch einhalte.
Brichart wies darauf hin, dass es um den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft gehe, der sich aufgrund des immer stärkeren Drucks durch den Handel verstärke. Nach Darstellung des Präsidenten des Dachverbandes der Landwirtschaftskammern (APCA), Guy Vasseur, erklärt sich das Einkommensminus aus den niedrigeren Weltmarktpreisen für Getreide, die 2012 aufgrund der Trockenheit in den USA sehr stark gestiegen seien, sowie aus höheren Düngemittelkosten.
Der französische Getreide- (AGPB) und der Maiserzeugerverband (AGPM) sehen in den neuen Einkommenszahlen einen „Weckruf“, die Realitäten zu sehen. Im richtigen Augenblick würden die wirtschaftlichen Realitäten aufgezeigt, mit denen die Getreideanbauer konfrontiert seien, erklärten AGPB-Präsident Philippe Pinta und AGPM-Präsident Christophe Terrain. Sie forderten die Politik auf, nicht noch mehr „unbegründete, regulatorische Zwänge“ aufzulegen, insbesondere im Umweltbereich, sondern „den Schraubstock zu lockern“.