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Die indische Börsenaufsicht Securities and Exchange Board of India (SEBI) beschuldigt die Honk-Kong-Banker von Factorial Capital Management, Insider-Trading begangen zu haben, weil die Manager Vorabinformationen über die Firma L&T Finance von Credit-Suisse-Mitarbeitern erhalten hätten.
In einer siebenseitigen Verfügung des SEBI steht, dass Factorial von der CS angegangen wurde, das Interesse am Markt an einem möglichen Kauf von L&T-Aktien abzuschätzen (siehe Downloads). Die CS nahm mit gegen 70 Akteuren Kontakt auf und meinte, dass die Investoren die Papiere mit einem heftigen Abschlag kaufen würden.
Danach baute Factorial eine beträchtlich Short-Position auf diese Aktien auf – damit hätte die Firma bei einem durch Massenverkäufe eingesetzten Preiszerfall der L&T-Aktien profitiert.
Aufsicht behält sich weitere Schritte vor
Die indische Börsenaufsicht schreibt, dass CS-Mitarbeiter in Bloomberg-Chaträumen über den bevorstehenen Aktiendeal ausgetauscht hätten, und dass diese Information wohl nach aussen drangen. SEBI beschuldigt Credit Suisse bisher keines Fehlverhaltens, behält sich aber vor, die Betiligten vertieft ins Visier zu nehmen. Die Deals von Factorial seien «höchst verdächtig», die Firma habe sich gegenüber Mitbewerbern dank den Insider-Informationen der Credit Suisse einen Vorteil beschaft - was die Firma bestreitet.
Credit Suisse gab zum Fall keinen Kommentar ab.