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Die gute Nachricht gleich vorweg: Fast alle Finanzhäuser in den Vereinigten Staaten würden eine tiefe Rezession und einen Börsencrash überstehen.
«Signifikante Erhöungen des Kapitals und Bilanzverbesserungen in den letzten vier Jahren stellen sicher, dass die Banken weiter Geld an Firmen und Private ausleihen können - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten», kommentierte Daniel Tarullo die Resultate. Er ist bei der Zentralbank Federal Reserve für die Bankenaufsicht zuständig.
Investmentbanken auf dünnem Eis
Im Stresstest wurde simuliert, was mit den Banken passieren würde, wenn es zu einer neuen Wirtschaftskrise in den USA käme. Bei einer Arbeitslosigkeit von 12 Prozent und einer neuen Börsenkrise kämen vor allem die Investmentbanken gehörig unter Druck, wie sich in der Simulation zeigte.
Goldman Sachs würde demnach im Handel 25 Milliarden Dollar verlieren und unter dem Strich käme ein negatives Ergebnis von 21 Milliarden heraus, so die Quintessenz des Stresstests.
Beschränkung von Dividenden
Das hat Folgen für das Eigenkapital. Es würde nach den Verlusten bei Goldman auf 5,8 Prozent (so genanntes Tier-1-Ratio) fallen. Das ist nur leicht über dem vorgeschriebenen Minimum von 5 Prozent. In einer eigenen Berechnung war die Investmentbank auf 8,6 Prozent gekommen.
Das überraschend schlechte Resultat von Goldman könnte bedeuten, dass die Zentralbank zu hohe Dividendenzahlungen verbietet.
Die Konkurrenten J.P. Morgan und Morgan Stanley kamen auf 6,3 und 5,7 Prozent. Die Bank of America erreichte 6,8 Prozent, Wells Fargo 7 Prozent.
(se/vst)