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- Der 49-jährige Olivier Faure wird Chef der französischen Sozialisten (PS). Er ist ein Vertrauter des früheren französischen Präsidenten François Hollande.
- Er war im zweiten Wahlgang der einzige Kandidat.
Die offizielle Kür zum Vorsitzenden erfolgt auf dem PS-Parteitag am 7. April in Aubervilliers bei Paris. Faure tritt dann die Nachfolge von Jean-Christophe Cambadélis an.
Faure war vor zwei Wochen mit rund 50 Prozent der Stimmen als Sieger aus der ersten Wahlrunde der Parteibasis hervorgegangen. Der zweitplatzierte frühere Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll zog daraufhin seine Kandidatur zurück.
Ziehsohn von François Hollande
Olivier Faure war von 2000 bis 2007 stellvertretender Büroleiter des damaligen Sozialisten-Chefs François Hollande. Nachdem Hollande 2012 Präsident wurde, gehörte Faure der Parteiführung an und war einer ihrer Sprecher.
Faure steht der Fraktion «Neue Linke» in der Nationalversammlung vor, in der vor allem PS-Abgeordnete vertreten sind. Er will den regierungskritischen linken Flügel der Sozialisten mit dem rechten aussöhnen, der Präsident Emmanuel Macron unterstützt.
Historisches Debakel aufbügeln
Der 49-Jährige will der früheren Regierungspartei wieder zu alter Grösse verhelfen. Seit der Präsidentschaftswahl 2017 haben zahlreiche prominente Politiker ihren Austritt aus der Schwesterpartei der SPD verkündet und arbeiten nun mit Macron zusammen. Zuletzt ging Aussenminister Jean-Yves Le Drian.
Bei der Präsidentschaftswahl hatten die Sozialisten ein historisches Debakel erlitten: Ihr Kandidat Benoît Hamon schied vergangenen April schon in der ersten Runde mit nur rund sechs Prozent aus.