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Ständig ihr Zuhören, ihren Ausdruck, ihre Forschung, ihre Wünsche in Frage stellend, zeichnen Kamilya Jubran und Werner Hasler ein Universum, in dem alles möglich ist: die Vereinigung der Klangfarben, die Komplementarität der Kulturen, [...] die Konfrontation von Formen und Sprachen: Ein Weg, um ihre jeweiligen Wurzeln und Gaben zu kommunizieren.
Inspiriert von den Reminiszenzen an die arabische klassische Musik als auch an westliche Systeme improvisierter Musik, angereichert durch die subtilen Beiträge der elektronischen Kultur, bietet die Alchemie ihres Austausches einen einzigartigen, zeitlosen Klang: eine Reise in das „Unerhörte“.
"Derzeit befindet sich die Menschheit an einem Punkt, an dem das Gespräch über Unterdrückung und Ungerechtigkeit die Sprache, das Verhalten, die Politik, die Kunst und vieles mehr beeinflusst. Unterdrückte Völker verlieren ihre Angst vor dem Aussprechen, verlieren die Scham der Zuschreibungen (Labels) und formulieren schließlich ihre Geschichten mit der Absicht, eine andere Generation zu befähigen, sich gegen ihre Unterdrücker zur Wehr zu setzen, in der Hoffnung, einen solchen Missbrauch zu beseitigen. Diejenigen, die keine Unterdrücker sind und nicht unterdrückt wurden, zeigen mehr Interesse daran, den Unterdrückten zu helfen, Unterdrücker zu eliminieren und die allgemeine Gleichheit und Menschlichkeit der Welt zu vergrössern. Einige tun dies durch politische Aktivitäten, Gesetzgebung, Aktivismus ...
Ich kämpfe für Gleichheit und Gerechtigkeit durch Kunst und benutze meinen Körper als Medium, um emotionale Tiefen durch musikbasierte Performancekunst zu vermitteln."
(Anthony R. Green)
Kamilya Jubran
Geboren in Acre, Israel, studierte sie klassische Musik bei ihrem Vater, dem Geigenbauer und Lehrer Elias Jubran.
1982 bis 2002: Lead-Sängerin und Qanun-Spielerin der Gruppe Sabreen in Jerusalem, Aufnahme von Alben sowie Tourneen in vielen Ländern (USA, Frankreich, Schweiz, Schweden, Italien, Japan, Ägypten, Tunesien, Jordanien); Gründung und Leitung eines Produktionsstudios und eines Kulturvereins, der künstlerische musikalische und pädagogische Projekte in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und Gruppen, sowie lokalen und ausländischen Verbänden und Institutionen entwickelt.
Sie arbeitet mit lokalen MusikerInnen und begleitet einige in der Produktion und im Vertrieb ihrer musikalischen Kreationen.
2002: Pro-Helvetia-Stipendium: Aufenthalt am Schlachthaus-Theater in Bern, erstes musikalisches Werk" Mahattaat" und Europatournee. Ansiedlung in Frankreich. Fortführung ihrer musikalischen Forschung, sowohl solo als auch mit europäischen MusikerInnen, darunter Trompeter und Elektronik-Musiker Werner Hasler und Bassistin Sarah Murcia.
Werner Hasler
wurde 1969 in Basel geboren. Von 1997-2008 war er mit seiner Band manufactur unterwegs.
2000 war Hasler Solist auf dem Schweizer Pavillon der Welt Expo in Hannover und spielte in der Folge verschiedene Kompositionen mit Daniel Otts Ensemble Zampugn.
Seit 2002 Zusammenarbeit im Duo mit der palästinensischen Sängerin und Oudspielerin Kamilya Jubran (Wameedd, Wanabni) Seit 2013 auch im Trio WASL mit der französischen Bassistin Sarah Murcia.
Er gewinnt 2009 ein Werkjahrstipendium, das ihn nach Kairo und Paris führt. In dieser Zeit komponiert er für die verschiedenen Formationen des Ensembles 'the outer string' (Vincent Courtois, Carlo Niederhauser, Katryn Hasler, Marie Schmit, Gyda Valtisdottir, Christoph Steiner, Franck Vaillant, Julian Sartorius) In den seither enstandenen Werken, die multimedial zwischen Installation, Ausstellung und Konzert pendeln (OUT, OUT TOO und OUT THERE) arbeitet er oft mit dem Visual Artist Hugo Ryser.
Anthony R. Green
Die kreative Tätigkeit von Anthony R. Green (Komponist, Interpret, Aktivist für Soziale Gerechtigkeit) umfasst musikalische und visuelle Kreationen, Interpretationen von Originalwerken oder Werken im Repertoire, Kooperationen, Bildungsarbeit und mehr. Hinter all seinen künstlerischen Bestrebungen stehen die Ideale der Gleichheit und Freiheit, die sich in vielfältiger Weise in einer Komposition, einer Performance, einer Zusammenarbeit oder einer sozialen Gerechtigkeitsarbeit manifestieren. Als Komponist wurde sein Werk in über 20 Ländern von namhaften Solisten und Ensembles wie Gabriela Díaz, Wendy Richman, Dame Evelyn Glennie, ALEA III, Sound Energy, Transient Canvas, The Fidelio Trio, Ossia New Music Ensemble und Alarm Will Sound präsentiert, um nur einige zu nennen. Seine Werke wurden unter anderem bei Festivals wie dem Grachten Fesitval (Amsterdam, Niederlande), der Gaudeamus Music Week (Utrecht, Niederlande) und dem American Composers Alliance Summer Festival (New York City) gezeigt.
Internationale Gesellschaft für neue Musik - Bern