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Der Börsenwert der BNFL wird auf £ 3-4 Mrd. geschätzt. Zu den Voraussetzungen für den Teilverkauf des Unternehmens mit rund 20'000 Mitarbeiten gehören eine Kostenverminderung um 25% durch höhere Produktivität sowie ein verbessertes Finanzergebnis. Die BNFL hat seit den 70er Jahren eine privatrechtliche Struktur und führt einen Teil des Gewinns an ihren einzigen Aktionär, den Staat, als Dividende ab. Der Entscheid zur Teilprivatisierung des Gesamtunternehmens ist gefallen, nachdem ein Gutachten des Beratungsunternehmens KPMG zum Schluss gekommen ist, eine Aufspaltung in verschiedene Teilunternehmen mache wirtschaftlich keinen Sinn.
Die BNFL versteht sich als international führendes integriertes Dienstleistungsunternehmen für den nuklearen Brennstoffkreislauf. Zur Stärkung ihrer Markstellung ist sie Ende Juli 1999 mit der AEA Technology, einem ebenfalls ehemals staatlichen britischen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, ein Joint Venture eingegangen, um gemeinsam den Supportmarkt für Kernkraftwerksbetreiber zu betreuen. Die beiden Partner der neuen Joint Services Company erzielen auf diesem Markt einen Jahresumsatz von zusammengezählt £ 150 Mio. AEA Technology wird 65% der Anteile am gemeinsamen Unternehmen innehaben, BNFL 35%. In das Unternehmen eingebracht werden Beratungs- und Energiegeschäftsbereiche der AEA Technology in Risley sowie Harwell und die Magnox Generation Technology and Central Engineering Division der BNFL. Das Marktpotential der angebotenen Dienstleistungen wird allein für Grossbritannien auf £ 400 Mio. geschätzt. Auf der internationalen Ebene ist das Netzwerk der Westinghouse Electric Co. von Bedeutung, welche die BNFL kürzlich erworben hat.
Quelle
P.B. nach NucNet und Nucleonics Week vom 13., 15., 27. und 29. Juli 1999