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Das Forscher-Team um John Durban von der amerikanischen Ozean- und Klimabehörde NOAA vermutet, dass es bei der Hautpflege von Walen nicht nur um Schönheit, sondern auch um Gesundheit geht. Für ihre Untersuchung markierten die Wissenschaftler zwölf Orcas mit Sendern und beobachteten ihre Wanderungen zwei Jahre lang. Zwischen Februar und April schwammen die Orcas aus der Antarktis in wärmere Gewässer nach Uruguay und Brasilien wo die Wassertemperaturen über 20° Celsius liegen. Sie legten dabei zielstrebig tausende Kilometer zurück. Die Geschwindigkeiten waren beachtlich. Ein mit Sender markierter Wal kehrte nach nur 42 Tagen in die Antarktis zurück und war in dieser Zeit 9.392 Kilometer geschwommen. Das sind täglich 224 Kilometer. Der Orca, dessen Sender am längsten hielt, kehrte am Ende an eine Stelle zurück, die nur 40 Kilometer von der entfernt lag, wo die Biologen ihn markiert hatten. Grund für die lange Reise sei vermutlich eine besondere Art der Hautpflege, schreiben die Wissenschaftler.
In den kalten Gewässern der Antarktis bilden sich dicke Schichten von Kieselalgen auf der Haut der Tiere. Antarktische Orcas sehen deshalb oft gelblich aus. Im warmen Wasser könne ein Wal eher diese Algen abschrubben und sein Hautgewebe erneuern, während in kaltem Wasser Wärmeverluste drohten. Sollte sich diese These bestätigen, könne das nach Meinung der Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse über die Wanderbewegungen verschiedener Walarten liefern. Bisher werden die grossen Wanderungen entweder mit Futtersuche oder Fortpflanzung in Verbindung gebracht.
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