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(ergänzt um weitere Angaben zum Vergütungsansatz, Entschädigung 2009 von Urs Rohner präzisiert)
Zürich (awp) - Das tiefere Konzernergebnis der Credit Suisse im vergangenen Geschäftsjahr 2010 bleibt nicht ohne Wirkung auf die Entschädigung von Konzernchef Brady Dougan. Er erhält für 2010 eine um 34% tiefere Gesamtvergütung von 12,8 Mio CHF, im Vorjahr war seine Lohntüte noch mit 19,2 Mio CHF gefüllt. Höchstbezahltes Mitglied der Geschäftsleitung war 2010 indes nicht der Konzernchef, sondern der CEO der Region Americas Antonio C. Quintella. Ihm wurden für das abgelaufene Jahr insgesamt 15,6 Mio CHF ausbezahlt, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.
Die 16-köpfige Geschäftsleitung erhielt eine Totalvergütung von 160,3 Mio CHF zugesprochen; auf vergleichbarer Basis entspreche dies einem Minus von 32%, so die CS. Damit verdiente ein Geschäftsleitungsmitglied der Grossbank im Durchschnitt rund 10 Mio CHF.
Dougans Vergütung ist aufgeteilt in ein Grundsalär von 2,5 Mio, eine variable Vergütung (Aktienansprüche und Adjustable-Performance- Plan-Ansprüche) von 9,7 Mio sowie andere Vergütungselemente von 0,5 Mio CHF. Quintella erhielt ein Basissalär von 0,8 Mio, eine variable Vergütung von 13,9 Mio sowie andere Vergütungselemente von 0,9 Mio CHF.
Höchtstbezahltes Mitglied des Verwaltungsrat war 2010 erneut Präsident Hans-Ulrich Doerig mit einer Gesamtentschädigung von 6,3 Mio CHF, davon 4,3 Mio in bar. Auch er verdiente damit weniger als die 6,5 Mio im Vorjahr. Der designierte neue Präsident Urs Rohner erhielt 6,0 Mio CHF. Im Vorjahr wurden ihm in seiner Rolle als Mitglied des Verwaltungsrates 3,3 Mio ausbezahlt. Dazu kam ein nicht offengelegter Betrag für seine damalige operative Funktion in der Geschäftsleitung der Gruppe.
Um den aktuellen Veränderungen der regulatorischen Bestimmungen wie auch den geltenden Marktpraktiken gerecht zu werden, seien die Vergütungsregeln im vergangenen Jahr weiter angepasst worden. Dies mit dem Ziel, die Vergütungspläne einfacher und transparenter zu gestalten und noch stärker an den langfristigen, nachhaltigen Erfolg zu koppeln, schreibt die CS.
Erhöht wurden dabei die Basissaläre, entsprechend verringert die leistungsabhängige, dem Ermessen überlassene Vergütung. Damit soll eine ausgewogenere Mischung zwischen fixer und variabler Vergütung erreicht werden. Erhöht wurde zudem der Anteil der aufgeschobenen variablen Vergütungen. Der Zeitraum, in dem diese aufgeschobenen Ansprüche in Abhängigkeit von der zukünftigen Leistungskriterien erworben werden können, wurde darüber hinaus auf vier Jahre verlängert.
Im Gesamtkonzern seien für 2010 insgesamt 60% aller variablen Vergütungen aufgeschoben gesprochen worden; für die Mitglieder der Geschäftsleitung wurden gar die gesamten variablen Vergütungen aufgeschoben.
Bezüglich des im Mai 2011 zur Abrechnung gelangenden PIP II Programms geht die CS davon aus, dass die entsprechenden Ansprüche keinen Wert haben werden. Der Kurs der CS-Aktie werde dann wahrscheinlich unter dem Ziel von 47 CHF pro PIP-II-Einheit liegen, so die CS. Am heutigen Donnerstag notieren CS auf 39,16 CHF.
Aus dem im vergangenen Jahr ausgelaufenen PIP I Programm erhielt Konzernchef Dougan Aktien im damaligen Gesamtwert gut 70 Mio CHF.
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