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Sharpe-Ratio
Die Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl zur Messung des Rendite-Risiko-Verhältnisses einer Kapitalanlage. Sie ist benannt nach dem Wirtschaftswissenschaftler William F. Sharpe, der sie 1966 erstmals vorstellte.
Die Sharpe-Ratio wird wie folgt berechnet:
Sharpe-Ratio = (Rendite der Anlage − Risikofreie Rendite) / Volatilität der Anlage
Wobei eine „Risikofreie Rendite“ der Rendite einer sehr risikoarmen Anlage entspricht, beispielsweise einer Staatsanleihe.
Die Sharpe-Ratio kann sowohl für einzelne Anlagen als auch für Portfolios von Anlagen berechnet werden. Sie wird häufig verwendet, um die Performance von Fonds oder Anlageklassen zu vergleichen.
Sie ist ausserdem eine wichtige Kennzahl für Anleger, da sie ihnen hilft, risikobewusste Anlageentscheidungen zu treffen. Eine hohe Sharpe-Ratio ist ein Hinweis darauf, dass eine Anlage in der Vergangenheit eine gute Rendite bei einem vertretbaren Risiko geboten hat. Eine niedrige Sharpe-Ratio bedeutet, dass die Rendite der Anlage mit einem hohen Risiko einher ging.
Ein Beispiel:
Eine Anlage erzielt eine Rendite von 10 % pro Jahr, während der risikofreie Zinssatz 2 % pro Jahr beträgt. Die Volatilität der Anlage beträgt 15 %. Die Sharpe-Ratio dieser Anlage beträgt dann 0,67.
Das bedeutet, dass die Anlage eine Überrendite von 8 % pro Jahr erzielt (10 % - 2 %), die mit einer Volatilität von 15 % einhergeht. Es handelt sich um eine risikoreiche Anlage, da die Wertschwankung grösser ist als die Überrendite.
Je höher die Sharpe-Ratio, desto besser ist die historische Performance der Anlage unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos.