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Aktuelles
Hohe Dunkelziffer: Viele Zöliakie-Betroffene nicht diagnostiziert
Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen: Verdauungsprobleme sind die klassischen Beschwerden einer Zöliakie. Aber auch Symptome wie etwa Eisenmangel, Hautprobleme oder Erschöpfung können Anzeichen sein. Und weil die Beschwerden nicht immer eindeutig sind, wird die Erkrankung häufig übersehen, wie eine Studie aus Norwegen zeigt.
Fast 13000 Erwachsene nahmen an der allgemeinen Gesundheitsstudie aus Norwegen teil – mit einem überraschenden Ergebnis: Rund 1,5 Prozent der Bevölkerung leiden an Zöliakie; drei Viertel der Betroffenen wussten dies vor der Studie nicht.
Was bedeutet dies nun? «Wer den Verdacht auf eine Zöliakie hat, auch wenn keine Magen-Darm-Symptome vorliegen, sollte dies trotzdem abklären lassen», empfiehlt Roxane Guillod, Expertin bei aha! Allergiezentrum Schweiz. Auch Symptome wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, Blutarmut, depressive Verstimmungen, Knochenschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit sowie bei Kindern Entwicklungsverzögerung, Weinerlichkeit und Gereiztheit sind möglich.
Eine frühe Diagnose ist wichtig, denn bei Betroffenen führt der Konsum von Gluten zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut und zum Abbau der Dünndarmzotten. Dies kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, wie etwa Osteoporose oder Unfruchtbarkeit.
Studie: Kvamme, JM., Sørbye, S., Florholmen, J. et al. Population-based screening for celiac disease reveals that the majority of patients are undiagnosed and improve on a gluten-free diet. Sci Rep 12, 12647 (2022). https://doi.org/10.1038/s41598-022-16705-2