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Der Bahnhof Genf-Cornavin wird unterirdisch ausgebaut. Der Bund, der Kanton und die Stadt Genf haben dazu mit den SBB eine Rahmenvereinbarung getroffen. Die Besteller – Bund, Kanton Genf und Stadt Genf, die den Ausbau finanzieren – beauftragen darin die SBB mit der Realisierung eines unterirdischen Bahnhofs mit zwei Gleisen und einem Perron für geschätzte 1,6 Milliarden Franken. Der Ausbau ist nötig, um die Verdichtung des Bahnangebots nach Inbetriebnahme der S-Bahn Léman Express zu ermöglichen.
Mit Léman Express sollen 45 Bahnhöfe auf einer Strecke von 230 Kilometern beidseits der schweizerisch-französischen Grenze miteinander verbunden werden. Auf dem Netz des Léman Express werden ab der Inbetriebnahme der neuen CEVA-Linie (Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse) im Dezember 2019 sechs Züge pro Stunde verkehren (vgl. SBB-Projektinformation).
Die unterirdische Erweiterung des Bahnhofs Genf-Cornavin ermöglicht die Kapazitätserhöhung im Knoten Genf und ist eine Voraussetzung für das Grossprojekt Léman 2030, wie das Bundesamt für Verkehr mitteilt. Schon heute verkehren im Bahnhof Genf-Cornavin jeden Tag rund 600 Züge. Mit Léman 2030 sollen die Anzahl Sitzplätze im Genferseebogen verdoppelt werden und der Léman Express weiterentwickelt werden.
Von den 1,6 Milliarden Franken für den Bahnhofsausbau übernimmt der Bund etwas mehr als 1 Milliarde Franken. Die Projektpartner haben im Juli 2013 den Grundsatzentscheid zu Gunsten einer unterirdischen Erweiterung des Bahnhofs Genf-Cornavin getroffen, weil mit dieser Variante keine Wohnungen im Quartier Grottes nördlich des Bahnhofs abgerissen werden müssen. Diese Lösung sieht den Bau von zwei Gleisen und einem Perron 17 Meter tief unter der Erde vor.