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Vitamin B6
Vitamin B6, auch Pyridoxin genannt, wird durch die Nahrung aufgenommen. Für die Aktivierung von Vitamin B6 im Körper wird ein angemessener Zink- und Vitamin B2-Status vorausgesetzt. Vitamin B6 ist an mehr als 100 Prozessen im Körper beteiligt. Die Vitamin-B6-Speicher im Körper sind nicht sehr gross, sodass eine regelmässige Zufuhr von Vitamin B6 wichtig ist, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Gut zu wissen über Vitamin B6
- Der Tagesbedarf an Vitamin B6 liegt bei Männer zwischen 1.4 und 1.6 mg, bei Frauen bei 1.2 mg
- Vitamin B6 ist unerlässlich für die Umwandlung von Tryptophan in Niacin
- Vitamin B6 ist anfällig für Hitze und Licht; während des Kochvorganges im Wasser geht daher das Vitamin verloren
- Vitamin B6 hat eine krampflösende Wirkung und wird am besten zusammen mit Magnesium eingesetzt
Die Funktionen des Vitamins im Körper
- Bildung von Niacin
Mithilfe von Vitamin B6 kann der Körper einen Teil des erforderlichen Niacins (Vitamin B3) aus der Aminosäure Tryptophan selber herstellen.
- Erhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels
Vitamin B6 braucht es für die Umwandlung von Protein- und Kohlenhydratspeichern in Glucose, welche für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels zwischen den Mahlzeiten sorgt.
- Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Vitamin B6 ist wichtig für die Bildung von Hämoglobin (Protein) und für den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen.
- Fettstoffwechsel
Vitamin B6 spielt eine wesentliche Rolle bei der Synthese von Fetten, die die Markscheide (Myelinscheide) für den Schutz des Nervenmarks bilden. Ausreichend Vitamin B6 wird ebenfalls für die Aktivierung eines Enzyms benötigt, ohne das keine EPA und DHA aus alpha-Linolensäure sowie keine Gamma-Linolensäure aus der cis-Linosäure gebildet werden können.
- Synthese von Proteinen und Neurotransmittern
Vitamin B6 spielt eine zentrale Rolle bei den Umwandlungsschritten von Aminosäuren und der Synthese von neuen Proteinen; beispielsweise hängt eine Synthese von Kollagen auch von der Aktivierung des Vitamin B6 ab. Das Vitamin ist zudem an der Bildung verschiedener Neurotransmitter beteiligt, unter anderem von Serotonin (wird im Körper aus Tryptophan gebildet).
Anwendungsgebiete von Vitamin B6
- Anämie (Blutarmut)
Vitamin B6 kann bestimmte Formen der Blutarmut mildern, indem es je nach Anämieform entweder allein oder in Kombination mit Eisen und Vitamin A eingenommen wird.
- Arteriosklerose
Vitamin B6 hat einen mehrfach positiven Einfluss bei der Prävention und Behandlung von Koronarsklerose und Zerebralsklerose: Es vermindert die Tendenz der Blutplättchen zu klumpen, senkt das LDL- und erhöht das HDL-Cholesterin. Zudem kann es in Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure den Homocysteinspiegel senken.
- Arthritis
Es gibt bestimmte Formen der Arthritis, die sich gut mit Vitamin B6 behandeln lassen.
- Asthma
Eine Behandlung mit Vitamin B6 kann die Häufigkeit sowie die Schwere von Asthmaanfällen bei Kindern und Erwachsenen reduzieren.
- Diabetes mellitus
Vitamin B6 kann Symptome eines hohen Blutzuckers während der Schwangerschaft reduzieren.
- Osteoporose
Eine Einnahme von Vitamin B6 – zusammen mit Folsäure und Vitamin B12 – unterstützt infolge der Regulierung des Homocystein-Stoffwechsels die gesunde Knochenstruktur und kann das Risiko für Osteoporose reduzieren.
- Prämenstruelles Syndrom
Vitamin B6 kann einige der Beschwerden des prämenstruellen Syndroms, wie Stimmungsschwankungen, Ödeme, Akne oder auch die Empfindlichkeit der Brüste mildern. Da Vitamin B6 eine Rolle bei der Synthese von Neurotransmittern, besonders von Serotonin, spielt, vermag es zudem bei Depressionen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Angstzuständen zu helfen.
- Schwangerschaftsbeschwerden
Vitamin B6 ist wirksam gegen Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft.
Vitamin-B6-Mangel – die Symptome
Vitamin-B6-Mangel tritt häufig in Verbindung mit einem Mangel an anderen B-Vitaminen auf, vor allem mit einem Mangel an Niacin und Vitamin B2.
- Fehlende Traumerinnerung
Dies ist oft ein Anzeichen für das Vorliegen eines Vitamin-B6-Mangels.
Kann Vitamin B6 überdosiert werden?
Die Einnahme von therapeutischen Dosen (ab 50 mg/Tag) kann eine Taubheit in Fingern und Zehen hervorrufen.
Dies ist vermutlich dadurch bedingt, dass Vitamin B6 im Vergleich zu anderen B-Vitaminen länger im Körper verweilt und die Fähigkeit der Leber zur Umwandlung in Pyridoxal-5-Phosphat überstrapaziert wird. Deshalb sollten Entscheidungen für hohe therapeutische Dosierungen dem Arzt überlassen werden.
Vitamin B6 in Lebensmitteln pro 100 g
|Kalbsleber||0.9 mg|
|Kartoffeln||0.7 mg|
|Banane (mittelgross)||0.6 mg|
|Linsen||0.6 mg|
|Forelle||0.35 mg|
|Spinat||0.2 mg|