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Brasilien hat als erstes Land die UN-Ziele zur gesunden Ernährung unterzeichnet. Sie sind Bestandteil der “Dekade für Ernährung“ (2016-2025) der Vereinten Nationen. Erreichen will das südamerikanische Land bis 2019 unter anderem, dass die Brasilianer mehr Gemüse und Früchte essen.
Während Unternährung und Hunger in Brasilien nur noch wenige Prozent der Bevölkerung betreffen, bringt über die Hälfte der Erwachsenen zu viel auf die Waage. Programme für eine gesunde Ernährung und Sport gibt es schon jetzt einige in Brasilien. Die sollen nun aber noch verstärkt werden.
Wie Gesundheitsminister Ricardo Barros bei der Unterzeichnung der SMART-Ziele der “Decade of Action on Nutrition“ ausgeführt hat, soll an verschiedenen Stellen angesetzt werden. Geplant ist die Reduzierung von Steuern und die Vergabe von Zuschüssen, um die Preise von frischen Nahrungsmitteln erschwinglicher zu machen.
Mit speziellen Kleinkrediten will das Land Kleinlandwirte fördern. Sie sind für etwa 70 Prozent der Nahrungsmittel verantwortlich, die in Brasilien aufgetischt werden. Auch eine Unterstützung ärmerer Familien hat Barros angesprochen, um diesen den Kauf frischer Produkte zu erleichtern.
Reduzieren will das südamerikanische Land den Anteil von Salz und Zucker in industrialisierten Nahrungsmitteln. Der Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken soll beispielsweise um mindestens 30 Prozent gesenkt und gleichzeitig das Essen von Gemüse und Früchten um 17,8 Prozent erhöht werden. Fördern will das Gesundheitsministerium sportliche Aktivitäten.