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Jahrzehntelang war im politischen Diskurs der Region Bern der Begriff «Eingemeindung» ein Reizwort oder gar ein Tabu, jedenfalls ein «Verliererthema für hoffnungslose Fantasten»[1]. Seit ein paar Jahren hat die Idee eines Grossbern wieder an Boden gewonnen, und nachdem Ostermundigen die Fusion mit Bern ernsthaft prüft, ist die Diskussion neu lanciert.
Die Studie «Kooperation Bern» des Büros Ecoplan ergab unlängst, dass eine Fusion der sechs Gemeinden Bern, Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen, Kehrsatz und Ostermundigen machbar wäre. Die Gesamtfusion führte zu einer Stadt mit 168'000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie fast 200'000 Arbeitsplätzen und wäre langfristig «voraussichtlich vorteilhaft».
Journal B blickt in einer Artikelreihe zurück, zeichnet die Geschichte geglückter und nicht zustande gekommener Zusammenschlüsse nach und beleuchtet die Rahmenbedingungen und die Interessenlagen der ehemaligen Akteure.
[1] Jürg Steiner, BZ 10.12.2019, S. 2.