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Carl Binder (1881–1964) gehörte zur Familie Binder, die Eigentümer der grössten Holzbildhauerei-Firma in Brienz waren. Gegründet 1835 wird sie noch heute in der fünften Generation als Firma Ed. Jobin AG. geführt.
Zum grössten Teil stammen die ausgestellten Werke aus dem Nachlass der Tochter des Künstlers, Maria Binder (1920 – 2008). Sie führte in Zürich einen weitherum bekannten Blumenladen, in dem sie viele dieser Stücke präsentierte.
Carl Binder studierte an der Kunstgewerbeschule in Winterthur, der Ecole des Beaux Arts in Genf und ab 1902 an der Académie Julian in Paris. Dort lernte er die grossen französischen Meister der damaligen Zeit Rodin, Bartholomé und Débois kennen, mit welchen ihn bald ein schönes Freundschaftsverhältnis verband. Es war Rodin, der sich des damals kaum Dreiundzwanzigjährigen annahm und ihn veranlasste, im «Salon National des Beaux Arts» sein Werk «Yvress» auszustellen, das bei der kunstverständigen Pariserwelt grosse Anerkennung fand.
Die Ausstellung im Holzbildhauerei Museum Brienz zeigt zahlreiche kleinere, aber auch lebensgrosse Figuren in Gips und Holz, die einen spannenden Einblick in Binders Werk geben.