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Konzert vor dem Film "Parasite"
Der unbestrittene Oscar-Gewinner des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho ist ein Werk, welches verschiedene Interpretationen zulässt. Nimmt man die linear erzählte Story ist es eine Tragikomödie, in welcher es auch viel zu lachen gibt. Anderseits ist der Film auch eine Parabel über arm und reich. Die Familie Kim haust in höchst prekären Verhältnissen, sozusagen in einem Rattenloch in der unteren Stadt. Die Familie Park ist wohlhabend und wohnt oben auf einem Hügel mit Blick über die Stadt. Durch Zufall kann der Sohn der Familie Kim dem Töchterchen der Familie Park Nachhilfeunterricht geben. Damit hat die Familie Kim bereits einen der Ihren bei den Reichen eingeschleust. Andere werden folgen und schliesslich wird die Familie Kim zu Parasiten der Familie Park, ohne das Letzterer dies überhaupt bewusst wird. Da gibt es aber noch die Kinderfrau für den Buben der Parks. Kims drängen sie aus diesem Haushalt, was schliesslich zu einer Eskalation im zweiten Teil des Filmes führt. Wenn die Kims sich an die Stelle der Parks setzen, werden sie noch abgehobener als jene. Ein heftiges Gewitter mit Ueberschwemmungen zerstört die Wohnung der Kims und ist der Beginn des schockierenden Finales.