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Schweizer Forscher haben eine Art neuen genetischen Code entdeckt. An ihm lässt sich ablesen, mit welcher Geschwindigkeit Körperzellen ein bestimmtes Eiweiss herstellen.
Jede Körperzelle enthält eine Kopie des Erbguts, das aus der so genannten DNA besteht. Die Zelle kann aus dieser Information so genannte Proteine oder Eiweisse machen, die für ihr Wachstum und ihren Energiehaushalt lebensnotwendig sind.
Im genetischen Code ist festgelegt, welches Eiweiss aus welchem Abschnitt des Erbguts entsteht. Dieser genetische Code ist seit den 1960-er-Jahren bekannt. Forscher der ETH Zürich und des Instituts für Bioinformatik haben nun aber eine Art Untercode entdeckt, der festlegt, mit welcher Geschwindigkeit ein Eiweiss hergestellt wird.
Wie die Forscher im Fachmagazin "Cell" berichten, könnte die Entdeckung helfen, bestimmte Arzneimittel effizienter herzustellen. Das für Diabetiker benötigte Insulin zum Beispiel wird zum Teil in - gentechnisch veränderten - Bakterien oder Hefen produziert. Der neue Untercode könnte nun benutzt werden, um die Produktionsmengen zu steigern.
Zudem können Forscher mit dem Code neue Informationen über Zellen und ihre Strategien im Katastrophenfall gewinnnen. Zellen müssten zum Beispiel rasch auf Schäden am Erbstrang oder auf Gifte wie Arsen reagieren, wird Gina Cannarozzi, die Erstautorin der Studie sagt.
Nun könne man durch die Analyse des Untercodes auf einfache Art herausfinden, welche Eiweisse eine Zelle bei solchen Vorfällen rasch herstelle.
swissinfo.ch und Agenturen