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Das Wichtigste in Kürze
- Ziegler hat etwa bei Börsengeschäften sein Insiderwissen zu seinem Vorteil genutzt.
- Als VR von OC Oerlikon hat er interne Dokumente an Mitangeklagte weitergeleitet.
Am (heutigen) Dienstag beginnt vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona die Berufungsverhandlung im Fall Hans Ziegler. Die Strafkammer verurteilte den früheren «Top-Sanierer» im Juni 2021 wegen mehrfachen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, der Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und des mehrfachen Insiderhandels zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Ziegler legte gegen das Urteil Berufung ein.
Ziegler hat unter anderem als Verwaltungsrat des Unternehmens OC Oerlikon interne Dokumente an den Mitangeklagten weitergeleitet. Ausserdem hat er bei Börsengeschäften sein Insiderwissen aus Verwaltungsratsmandaten zu seinem Vorteil ausgenutzt.
Der Mitangeklagte, ein früherer Geschäftsführer eines international tätigen Beratungsunternehmens, nutzte die von Ziegler gelieferten Informationen für die Anbahnung von Geschäften. Er gab sie aber auch innerhalb seiner international tätigen Firma weiter.
Richter ging von einem «leichten bis mittelschweren Verschulden» aus
Die Strafkammer verurteilte den 57-jährigen Mitangeklagten im Juni 2021 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten und einer Busse von 8000 Franken. In beiden Fällen ging das Bundesstrafgericht gemäss Aussage des zuständigen Richters von einem «leichten bis mittelschweren Verschulden» aus.
Vom Vorwurf, sich bestechen zu lassen, wurde der bald 69-Jährige freigesprochen, ebenso in einigen Fällen des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes. Das Gericht stellte das Verfahren ausserdem in wenigen Punkten ein.