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Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die wegen ihrer Symptome zur Gruppe der endogenen Psychosen zählt. Laut Definition unterscheidet man sieben verschiedene Subtypen dieser Erkrankung, die in ihrer Entwicklung und Intensität unterschiedlich ausgeprägt sein können.
Diesen Begriff hast du sicher schon einmal gehört, aber was ist eine Psychose eigentlich? Die Bezeichnung stammt aus der Psychiatrie und umfasst heute verschiedene Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Wahrnehmungsstörungen gegenüber der Umwelt, Ich-Störungen sowie ein Realitätsverlust. Psychosen können ein Anzeichen für Schizophrenie sein, sind aber nicht allein ausschlaggebend, da auch andere Krankheiten oder Ursachen dafür verantwortlich sein könnten.
Die Symptome der Schizophrenie können sehr unterschiedlich sein. In der Psychiatrie unterscheidet man grob zwei Bereiche. Zum einen gibt es die sogenannten Positivsymptome und die Negativsymptome. Positivsymptome treten häufig akut auf, während Negativsymptome oftmals chronisch sind. Jüngere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es noch einen dritten Symptombereich gibt, der kognitive Störungen betrifft. Zu den Positivsymptomen gehören:
Die Negativsymptome umfassen unter anderem:
Wie Schizophrenie entsteht und welche Auslöser ihr zugrunde liegen, ist nicht genau geklärt. Vermutlich spielen verschiedene Faktoren bei der Entstehung dieser Krankheit eine Rolle. Die Genetik scheint ein möglicher Faktor zu sein. Leidet ein Elternteil an Schizophrenie, besteht eine Wahrscheinlichkeit von fünf bis 10 Prozent, ebenfalls daran zu erkranken. Darüber hinaus können Hirnschädigungen, Störungen der Gehirnchemie, ein Ungleichgewicht der Botenstoffe und andere Stoffwechselstörungen im Gehirn ebenfalls mögliche Ursachen sein. Bis in die 1960er Jahre nahm man an, dass psychosoziale Faktoren ebenfalls zu Schizophrenie führen können. Die Lebensumstände und Erziehung gelten heute jedoch nicht mehr als ein Auslöser dieser Erkrankung. Erwiesen ist jedoch, dass sie den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können, wenn eine Veranlagung durch Genetik oder Biochemie bereits vorhanden ist.
Aufgrund der Wahnvorstellungen und Halluzinationen, während denen Betroffene Stimmen hören, verwechseln viele die Schizophrenie mit einer multiplen Identitätsstörung und anderen Persönlichkeitsstörungen. Da die Schizophrenie in ihren Symptomen Überschneidungen mit anderen psychischen Krankheiten zeigt, könnten Autismus, Manie, bipolare Erkrankungen aber auch verschiedene Zwangsstörungen mit dieser Krankheit verwechselt werden.
Steht die Diagnose Schizophrenie im Raum, muss diese vorab sehr gründlich untersucht werden. Zeigen Patienten einige der oben genannten Symptome oder tritt erstmals eine akute Phase auf, in der sich eine Psychose oder Wahnvorstellung manifestiert, ist das ein erstes Warnzeichen. Wenn die Symptome über einen Monat anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bevor die Diagnose Schizophrenie gestellt werden kann, müssen folgende Faktoren als Ursache ausgeschlossen werden:
Die Schizophrenie gilt zwar nach aktuellem Wissensstand der Psychosomatik und Psychiatrie noch nicht als vollständig heilbar, doch ein weitgehend normales Leben mit dieser Krankheit ist zum Glück möglich. Die Behandlung erfolgt individuell und auf das jeweilige Krankheitsbild des Patienten abgestimmt. In der Regel wird eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und begleitender Psychotherapie angestrebt.
Befindet sich der Patient in einer akuten Phase, dann verschreibt der Arzt Medikamente wie zum Beispiel Antipsychotika. Früher wurden häufig sogenannte klassische Antipsychotika verschrieben. Da diese jedoch mit vielen Nebenwirkungen verbunden sind, ist man heute zu den atypischen Antipsychotika übergegangen. Sie zeigen die gleiche Wirksamkeit, sind aber mit weniger gesundheitlichen Risiken verbunden. Eine Behandlung mit Medikamenten allein reicht jedoch nicht aus, daher werden zusätzlich Psychotherapie, Soziotherapie aber auch Ergotherapie, besonders nach einer akuten Phase, empfohlen. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Therapie ist jedoch in erster Linie, dass der Betroffene aus freien Stücken an der Therapie teilnimmt und sich bereit dafür fühlt.
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