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In seinem von ihm verfassten Lebenslauf weist Willi Rieser auf seine jugendlichen Eindrücke in der elterlichen Drogerie hin. Zu diesen starken Eindrücken gehörte auch ein farbiges Händlermagazin über Farben, das er als sein eigentliches Studium der Malerei bezeichnet und ihn in seinem Wunsch, Künstler zu werden, bestärkt. In seiner Bubenzeit verhängen seine Eltern ein Malverbot, weil Willi zu Hause auch Bücher, Wände und Fensterscheiben mit Nagellack und Lippenstift bemalt.
Nach der Primarschulzeit weilt er bis 1952 in der Klosterschule Disentis. Anschliessend beginnt Rieser eine Drogistenlehre in St. Gallen, die er nach zwei Jahren abbricht und als Grafikerlehrling ins Atelier von Alwin Kneubühler in Zürich eintritt. Den Lehrabschluss macht er im Studio von Paul Leber und Charlotte Schmid.
Von 1958 bis 1961 lebt Rieser in den wärmeren Monaten auf Ibiza, wo er vor allem malt, aber auch für den Arche-Verlag von Peter Schifferli illustriert. Im Winter arbeitet er in Zürich für Werbeagenturen. Bekannt geworden ist er auch für seine über zehn Jahre kreierten Dekorationen des Zürcher Künstlermaskenballs. 1962 verheiratet sich Rieser mit Elvira Mozzi und zieht mit ihr 1965 aufs Land nach Augwil-Lufingen, wo sie bis heute leben.
1974 gehört er zu den Gründern des Art Directors Club Schweiz und gehört bald zu den gefragtesten llustratoren des Landes. Das von ihm 1987 konzipierte und illustrierte Kochbuch «Tafelbilder» in Zusammenarbeit mit Chef Horst Petermann wird ein Erfolg. Ab 1996 widmet sich Rieser nur noch der freien künstlerischen Arbeit, zu der auch das Büchermachen gehört.