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Die Vergrösserung der Brust mit körpereigenem Fettgewebe (Lipoaugmentationsplastik) ist eine relativ neue Methode, die von einzelnen Plastischen Chirurgen aber bereits seit über 10 Jahren praktiziert und weiter entwickelt wurde. Erst seit Kurzem wird die Methode jedoch auch von einigen nationalen (ASPS, SOFCPRE, Swiss Plastic Surgery) Fachgesellschaften für Plastische Chirurgie bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung als sicher und zuverlässig angesehen.
Die Eigenfettinjektion wird, hier an der AARE KLINIK, neben der Vergrösserung auch zur Wiederherstellung und Konturierung der weiblichen Brust eingesetzt (Lipomodeling). In beiden Fällen dient die Verwendung von körpereigenem Fettgewebe dem Ziel auf Fremdmaterial (Brustimplantate) zu verzichten und sichtbare Narben möglichst zu vermeiden. Das Lipofilling der Brust befindet sich derzeit noch in der Weiterentwicklung, Verfeinerung und Testung, weshalb sie bislang nicht als Standardverfahren anzusehen ist. Es gibt jedoch bislang einige ermutigende Erfahrungen und intensive wissenschaftliche Bemühungen, die Technik der Eigenfettinjektion auch für die Brustchirurgie als Standard zu etablieren.
Die Brustvergrösserung und Formung mit Fettgewebe (Lipoaugmentation/Lipomodeling) beinhaltet die Entnahme von Fettgewebe aus Körperregionen mit überschüssigen Fettdepots, die Aufbereitung bzw. Reinigung des Fettgewebes durch verschiedene Verfahren (z.B. Sedimentation, Zentrifugation) und das Einspritzen des aufbereiteten Fettgewebes mit feinen Kanülen in das Brustgewebe. Wiederholte Behandlungen können sinnvoll sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Eine Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe kann bei Ihnen sinnvoll sein, wenn die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
- Sie empfinden Ihre Brust als zu klein.
- Sie fühlen sich aufgrund Ihrer Brustgrösse unwohl in Badebekleidung oder eng sitzenden Oberteilen.
- Ihre Brust hat nach der Schwangerschaft an Volumen und Straffheit verloren.
- Ihre Brust ist im Laufe der Zeit kleiner geworden oder hat ihre Festigkeit verloren.
- Ihre Brust ist nach einem Gewichtsverlust zu klein oder erschlafft.
- Eine Brust ist auffallend kleiner als die andere.
- Eine oder beide Brüste sind nicht normal geformt und klein.
Von einem Lipomodeling der Brust können auch Frauen mit folgenden Problemen profitieren:
- Aufgrund einer Brustkrebs Erkrankung wurde die Brust entfernt.
- Nach einer Brustvergrösserung mit Silikonimplantaten ist zu Problemen gekommen, wie:
- wiederholter Verkapselung der Brustimplantate
- tastbaren oder sichtbaren Implantaträndern oder -falte
- Nach einer Bestrahlung der Brust ist es zu Problemen gekommen, wie:
- Wundheilungsstörungen
- Vernarbung (Fibrose)
- Konturdeformität
- Nach einem Brustwiederaufbau mit Silikonimplantaten oder Eigengewebe (Lappenplastik) besteht eine Asymmetrie oder Konturdeformität der Brust.
- Sie leiden unter einer angeborenen Brustfehlbildung, wie:
- Tubuläre Brust (angeborene Fehlbildung mit „schlauchartiger“ Brustform)
- Poland-Syndrom (angeborenes Fehlen einer Brustanlage)
- Trichterbrust (angeborene Fehlbildung des Brustkorbes mit trichterförmiger Einsenkung des Brustbeins)
Patienten, die eine Brustvergrösserung mit Eigenfett erwägen, sollten sich möglichst in einem guten Gesundheitszustand befinden. Eine auffällige Blutungs- oder Schwellneigung sollte dem Chirurgen unbedingt vor einer Behandlung mitgeteilt werden, um die Risiken einer Eigenfettinjektion gegenüber dem möglichen Benefit abzuwägen. Die Entscheidung für eine Eigenfettaugmentation hängt von der individuellen Anatomie und den Körperproportionen sowie den jeweiligen Wünschen und Zielen des Patienten ab.
Frauen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für eine Brustvergrösserung. Viele Frauen leiden nach Schwangerschaft und Stillzeit unter einer Abnahme des Brustvolumens (Involutionsatrophie) oder einer Erschlaffung der Brust und möchten Ihre ehemalige Brustgrösse und Form wiedererlangen. Der natürliche Alterungsprozess oder Gewichtsverluste können zu ähnlichen Veränderungen der Brust führen. Einige Frauen empfinden ihre Brüste als zu gering entwickelt (Mammahypoplasie) und wüschen sich einfach vollere Brüste. Manchmal sind die Brüste sehr ungleich entwickelt (Mammaasymmetrie) und können durch eine Eigenfettinjektion (Lipofilling) einander angeglichen werden. Auch bestimmte Brustfehlbildungen lassen sich mit Hilfe der Eigenfettinjektion korrigieren (Lipomodeling). Zwar führt eine zu kleine oder erschlaffte Brust in der Regel nicht zu körperlichen Beschwerden, hingegen kann sie erhebliche psychische Probleme und ein vermindertes Selbstwertgefühl auslösen und somit das Privat- und Berufsleben sowie die Sexualität negativ beeinflussen. In diesen Fällen kann durch eine Brustvergrösserung das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl gesteigert werden.
Während in der Vergangenheit die Korrektur von Konturunregelmässigkeiten oder Dellenbildungen nach Fettabsaugungen (Liposuction) im Vordergrund der Behandlung mit Eigenfettgewebe standen, hat sich das Anwendungsspektrum inzwischen auf eine Vielzahl von Problemen im Brustbereich erweitert.
Komplikationen, die nach einer Brustvergrösserung (Augmentation) oder einem Brustwiederaufbau (Rekonstruktion) mit Silikonimplantaten auftreten können, lassen sich teilweise durch die Injektion von Eigenfettgewebe behandeln. Sicht- oder tastbare Implantatränder oder -falten (sog. „Rippling“) können durch die Injektion von Eigenfettgewebe um das Implantatlager herum kaschiert bzw. gemildert werden. In Fällen von schweren Kapselfibrosen (einer starken Fremdkörperreaktion um das Implantat mit schmerzhafter Narbenbildung und Verformung der Brust) kann in ausgewählten Fällen sogar das Implantat entfernt und das fehlende Volumen durch körpereigenes Fettgewebe ersetzt werden. Bei kleinen Brüsten kann eine moderate Brustvergrösserung auch primär durch Eigenfettinjektion erfolgen und auf ein Brustimplantat gänzlich verzichtet werden. Selbst Brustrekonstruktionen nach Teil- oder Totalentfernung der Brust bei Brustkrebs wurden in ausgewählten Fällen mit der Methode der Eigenfettinjektion erfolgreich durchgeführt. Bei grossen Brüsten sind allerdings meist mehrere Behandlungen in mehrmonatigen Abständen nötig, um das gewünschte bzw. symmetrische Brustvolumen zu erzielen. Aufgrund des individuell unterschiedlichen Abbaus von Fettzellen nach der Injektion (30-70%) ist zudem das pro Behandlung erzielbare Brustvolumen und somit die Zahl der erforderlichen Behandlungen im Einzelfall nicht genau vorhersehbar. Für eine moderate Brustvergrösserung sind meist 1-2 Sitzungen erforderlich, während bei Brustrekonstruktionen teilweise 4 und mehr Sitzungen benötigt werden. Auch zur Korrektur von angeborenen Brustfehlbildungen, bei denen eine fehlgebildete oder asymmetrische Brust vorliegt, kann durch die Eigenfettinjektion alleine oder in Kombination mit Brustimplantaten oder Straffungsoperationen eine normale und symmetrische Brustform hergestellt werden. Die positiven Eigenschaften von injiziertem Eigenfett auf die Hautdurchblutung und Wundheilung wird auch dazu genutzt, um Hautschäden oder Narben nach Unfällen oder einer Bestrahlung der Brust zu behandeln.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Eigenfettinjektion im Bereich der Brust befinden sich aktuell in rascher Entwicklung. Aufgrund der stark variierender Ergebnisse in Abhängigkeit von der jeweiligen Behandlungstechnik und individuellen Patientenfaktoren gilt das Lipofilling der Brust derzeit noch nicht als Standardverfahren und wird daher in ausgewählten Fälle empfohlen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist eine sorgfältige Planung. Diese beginnt mit Ihrem persönlichen Beratungsgespräch in der AARE KLINIK. Für Ihren Operateur ist es hilfreich, Ihre Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen an die Operation zu erfahren, um Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffes vermitteln zu können.
Während der körperlichen Untersuchung werden Messungen durchgeführt und digitale Fotografien erstellt, die anschliessend der objektiven Analyse Ihrer Brust am Bildschirm und der Operationsplanung dienen. Wichtig für die Planung sind neben der Brustgrösse und Form auch die Position und Grösse der Brustwarzen, vorbestehende Asymmetrien der Brust oder Brustwand sowie die Hautqualität und evtl. vorhandene Narben. Wesentlich für die Lipoaugmentation ist das Vorhandensein ausreichender Fettgewebedepots an anderen Körperstellen (Spenderarealen), von denen das Fettgewebe zur Vergrösserung der Brust gewonnen werden kann. Im Idealfall sollte das Volumen auch für eine Wiederholung des Eingriffs ausreichen. Diese individuellen Faktoren und Ihre persönlichen Wünsche helfen bei der gemeinsamen Entscheidung über die zu Ihnen passende Brustgrösse und bei der Wahl des geeigneten Operationsverfahrens. Gemeinsam mit Ihnen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Sämtliche Risiken und Komplikationsmöglichkeiten des Eingriffs werden mit Ihnen besprochen und die vereinbarte Operation auf einem Planungsbogen dokumentiert.
Für die Planung der Operation benötigen wir von Ihnen Angaben über Ihre medizinische Vorgeschichte (Vorerkrankungen und Voroperationen), aktuelle Krankheiten (hoher Blutdruck, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen), Allergien oder Unverträglichkeiten sowie mögliche Medikamenteneinnahmen. Diese dienen der Einschätzung des Operations- und Narkoserisikos. Bitte bringen Sie alle aktuellen und wichtigen medizinischen Befunde zur Besprechung mit, insbesondere solche, die die Brust betreffen (z.B. Mammografie). Weiterhin werden Sie speziell nach Erkrankungen und Voroperationen im Bereich der Brust (z.B. Brustbiopsien) sowie einer familiären Belastung durch Brustkrebs gefragt.
Wenn Sie in absehbarer Zeit eine wesentliche Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft planen, sollte dies bei der Planung einer Brustvergrösserung berücksichtigt werden, da sich die Brust sowohl durch Gewichtsschwankungen als auch eine Schwangerschaft und das Stillen in unvorhersehbarer Weise verändern kann. Es gibt keinen wissenschaftlich begründeten Hinweis darauf, dass eine Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe die Schwangerschaft oder Stillfähigkeit beeinträchtigen könnte. Allerdings kann das langfristige Ergebnis einer Brustvergrösserung durch eine Schwangerschaft leiden.
Es gibt bislang keinen wissenschaftlich begründeten Hinweis darauf, dass eine Brustvergrösserung mit Eigenfett das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöht. Es kann aber nach Eigenfettinjektionen zu Kalkeinlagerungen im Brustgewebe kommen, die die Beurteilung einer Mammographie erschweren können. Auch sind die Auswirkungen der verschiedenen Bestandteile des injezierten Fettgewebes (Fettzellen (Adipozyten), Fettvorläuferzellen (Präadipozyten), Bindegewebs- und Blutzellen, Stammzellen, Wachstumsfaktoren, u.a.) auf das Brustgewebe im Einzelnen noch nicht genau bekannt, weshalb eine Lipoaugmentation der Brust bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko derzeit nicht empfohlen wird. Zusätzliche Untersuchungen der Brust mit dem Ultraschall oder der Kernspintomographie können nach einer Eigenfettinjektion erforderlich sein, um den Verdacht einer Brustkrebserkrankung weiter abzuklären
Für die Lipoaugmentationsplastik wird zunächst Fettgewebe von anderen Körperregionen, an denen ein Fettgewebsüberschuss besteht (z.B. Bauch, Hüften, Oberschenkel) gewonnen. Die geschieht unter sterilen Bedingungen mit der Technik der Fettabsaugung (Liposuction), die allerdings mit speziellen Kanülen und einem geringen Unterdruck durchgeführt wird, um die Fettzellen nicht zu schädigen. Der nächste Arbeitsschritt beinhaltet die Vorbereitung des gewonnenen Fettgewebes für die Injektion. Hierzu wird das Fettgewebe mit unterschiedlichen Verfahren gereinigt, um Blut- und Gewebebestandteile zu entfernen, die die Injektion erschweren und das Ergebnis beeinträchtigen können. Dies kann durch Waschen, Sedimentieren und Zentrifugieren des Fettgewebes erreicht werden. Es resultiert ein weitgehend homogenes, aus feinen Fetttröpfchen bestehendes Gel, das nun mit feinen Kanülen in die Brust injiziert werden kann. An der Brust erfolgt die Eigenfettinjektion ausschliesslich in das Unterhautfettgewebe und die Muskulatur, nicht jedoch in den Drüsenkörper. Hierdurch soll die Verwechslung von gutartigen Kalkeinlagerungen im Gewebe nach einer Eigenfettinjektion von bösartigen Kalkeinlagerungen (Mikroverkalkungen) bei einer Brustkrebserkrankung leichter unterschieden werden können. Die Kanülen werden in vielen Passagen durch das Gewebe geführt und die Fetttröpfchen gleichmässig verteilt, um ein optimales Einheilen zu gewährleisten. Nach der Injektion kann die Brust durch leichte Massage konturiert werden. Die Nachbehandlung erfolgt mit speziellen Verbänden bzw. einem Spezial-BH.
Eine Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe (Lipoaugmentationsplastik) erfolgt in der Regel in Vollnarkose ambulant in der AARE KLINIK oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Die Operation dauert meist 4-5 Stunden.
Brustvergrösserungen gehören zu den häufigsten Operationen die von plastischen Chirurgen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Lipoaugmentation sind im Vergleich zu Brustimplantaten jedoch variabler, da das Ergebnis von der Einheilungsrate des Fettgewebes abhängt und diese Faktoren unterliegt, die der Operateur nicht vollständig beeinflussen kann. Bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung sind schwere Komplikationen jedoch selten. Im Einzelfall können Sie jedoch zusätzliche Eingriffe erfordern. Deshalb sollte jede Frau vor einer Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe über sämtliche Risiken und möglichen Komplikationen informiert werden, am besten im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.
Zu den leichteren Komplikationen, die meist folgenlos ausheilen, zählen Blutergüsse (Hämatome), Wundflüssigkeitsansammlungen (Serome) und Schwellungen. Ausgeprägte Blutergüsse können die operative Entfernung erforderlich machen. Gefühlsstörungen der Brusthaut und Brustwarzen treten gelegentlich auf, sind aber meist nur vorübergehend.
Allgemeine Risiken des operativen Eingriffs sind:
- Hämatom (Bluterguss), Blutung und Schwellung
- Serom (Ansammlung von Wundsekret)
- Fettnekrose (Ölzysten oder Verkalkungen)
- Wundheilungsstörung oder -infektion
- Taubheitsgefühl (vorübergehend oder permanent)l im Operationsgebiet
- Durchblutungsstörung der Brusthaut oder Brustwarze
- Narben
- Leichte Asymmetrie
- Korrekturoperationen
- Thrombose, ggf. Embolie
Nach der Injektion von Fettgewebe in die Brust besteht das Risiko eines teilweisen Absterbens der Fettzellen. Dies kann zu öligen Einlagerungen (Ölzysten) im Gewebe führen, die teilweise vom Körper abgebaut werden, aber gelegentlich auch abpunktiert werden müssen. Weiterhin können abgestorbene Fettzellen zu feinen Kalkeinlagerungen im Gewebe. Diese gutartigen Verkalkungen können von erfahrenen Radiologen in der Mammographie meist von den bösartigen Verkalkungen bei einer Brustkrebserkrankung unterschieden werden. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass durch ausgeprägte Kalkeinlagerungen im Brustgewebe das Erkennen einer Brustkrebserkrankung in der Mammographie erschwert sein kann. In diesem Fall können zusätzliche Untersuchungen, wie die Sonographie (Ultraschall) und Kernspintomographie (MRI) der Brust hilfreich sein.
Schwellungen und Blutergüsse sind die häufigsten Nebenwirkungenen einer Eigenfettinjektion der Brust und bilden sich meist innerhalb von 2-3 Wochen zurück. Ein Taubheitsgefühl der Haut im Behandlungsgebiet kann gelegentlich auftreten und ist ebenfalls meist vorübergehend. Leichte Asymmetrien oder Konturunregelmässigkeiten bessern sich meist spontan mit dem Rückgang der Schwellung. Durch den teilweisen Abbau des injizierten Fettgewebes (ca. 30-70%) kann eine Unterkorrektur resultieren, die weitere Behandlungen erforderlich machen kann. Die Einheilungsrate des Fettgewebes hängt wesentlich von der Durchblutung der Empfängerregion ab. Eine Infektion ist eine seltene aber schwere Komplikation, die dann meist einen Verlust des injizierten Fettgewebes zur Folge hat und Vernarbungen nach sich ziehen kann. Konturunregelmässigkeiten oder Einsenkungen (sog. „Dellen“) können ggf. eine operative Korrektur erfordern.
Sie können bestimmte Risiken durch die Beachtung der Anweisungen und Empfehlungen des Operateurs vor und nach der Eigenfettinjektion minimieren.
Insgesamt ist die Brustvergrösserung mit körpereigem Fettgewebe in der Hand des erfahrenen Chirurgen ein sicherer, komplikationsarmer Eingriff mit hoher Patientenzufriedenheit.
Wie verhalte ich mich vor der BRUST-OP?
Unser Ziel ist es Ihnen die Operation selbst als auch die Zeit davor und danach so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch einige Verhaltensregeln können Sie uns und sich hierbei unterstützen.
So ist es für Raucher/innen ratsam das Rauchen 2 Wochen vor und nach der Operation einzustellen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Bestimmte Medikamente, die das Risiko von Blutungen erhöhen, wie Aspirin, nicht-steroidale Entzündungshemmer sowie einige Vitaminpräparate und homöopathische Mittel sollten ebenfalls 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden. Sie erhalten hierzu von uns vor der Operation genaue Instruktionen.
Aufgrund des relativ neuen Behandlungsverfahrens empfiehlt sich vor jeder Brustvergrösserung oder auch Brustformung mit Eigenfettgewebe (Lipoaugmentation/Lipomodeling) eine vollständige bildgebende Untersuchung der Brust mit der Mammographie, Sonographie und ggf. auch Kernspintomographie vor und nach dem Eingriff, um vorbestehende Veränderungen der Brust auszuschliessen, operationsbedingte Veränderungen zu erkennen und zukünftige Veränderungen des Brustgewebes besser beurteilen zu können. Die Selbst-Untersuchung der Brust als auch die Mammographie, Sonographie und Kernspintomographie ist nach einer Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe weiterhin möglich.
Eine Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe (Lipoaugmentationsplastik) kann meist ambulant in Narkose durchgeführt werden. Wenn dies der Fall ist sollten Sie sicherstellen, dass Sie nach der Operation abgeholt und zuhause über die nächsten 24 Stunden betreut werden können. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann im Einzelfall die stationäre Behandlung im Spital mit Übernachtung sinnvoll sein.
Die Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe (Lipoaugmentation) wird meist ambulant oder kurzstationär in der AARE KLINIK durchgeführt. Im Einzellfall, z.B. bei bestimmten Vorerkrankungen oder aus persönlichen Gründen kann eine stationäre Behandlung im Privatspital sinnvoll sein.
Während der Operation erhalten Sie zu Ihrem Wohlbefinden verschiedene Medikamente. In der Regel wird eine Brustvergrösserung in Narkose durchgeführt. Zu Ihrer Sicherheit werden während der Operation u.a. Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut auf Monitoren überwacht.
Am Ende der Operation wird ein spezieller Brustverband oder BH und ein Kompressionsmieder im Bereich der Fettabsaugung angelegt und Sie werden in den Aufwachraum gebracht und dort weiterhin überwacht, bis Sie vollständig wach sind und aufstehen können. Bereits nach wenigen Stunden dürfen Sie wieder nachhause. Sollten Sie stationär im Spital operiert werden, so bringt man Sie vom Aufwachraum auf die Bettenstation, wo Sie bis zum nächsten Tag bleiben. Bereits am Operationstag sollten Sie in der Lage sein regelmässig aufzustehen und einige Minuten zu gehen, um das Risiko einer Thrombose zu minimieren. Die Schmerzen nach einer Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe sind vergleichbar einer Fettabsaugung (Liposuction) und meist gering und mit einem starken Muskelkater zu vergleichen. Sie sind mit leichten abschwellend wirkenden Schmerzmitteln gut zu behandeln, die Sie in den ersten Tagen zuhause weiter einnehmen können.
Nach ambulanten Narkosen sollten Sie von einer Person nachhause gebracht und dort in den ersten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden. Diese Person erhält von uns alle notwendigen Instruktionen für Ihre Nachbetreuung sowie Verhaltensregeln im Falle von Komplikationen oder unerwarteten Ereignissen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen in der AARE KLINIK eine kurzstationäre Nachbetreuung durch eine examinierte Pflegekraft im Einzelzimmer an.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Erholungszeit nach jeder Operation individuell variiert. In den ersten Tagen nach der Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe sollten Sie sich körperlich schonen und die Arme nicht übermässig bewegen sowie nicht schwer heben. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollten Sie nur auf dem Rücken schlafen. Nehmen Sie nur die Ihnen verordneten Schmerzmittel ein und keine Medikamente, die Aspirin oder andere gerinnungshemmende Substanzen enthalten. Tragen Sie den Ihnen angepassten Spezial-BH und das Kompressionsmieder kontinuierlich über insgesamt 4-6 Wochen und halten Sie sich an unsere Empfehlungen. Körperlich anstrengende und sportliche Aktivitäten sollten Sie über einige Wochen vermeiden.
In den ersten 2-5 Tagen nach dem Eingriff kann ein Spannungsgefühl und leichter Wundschmerz in der Brustregion und abgesaugten Region auftreten. Brusthaut und Brustwarzen können vorübergehend ein Taubheitsgefühl als auch eine Überempfindlichkeit aufweisen. Leichte Schwellungen und Blutergüsse im Bereich der Brust und Spenderregion bilden sich innerhalb von 4 – 6 Wochen zurück. In der Regel sind Sie ein bis zwei Tage nach der Operation auf den Beinen und können die meisten Ihrer täglichen Aktivitäten wieder ausüben. Die Verbände werden in den ersten Tagen nach der Operation entfernt, wonach Sie wieder normal Duschen können. Auf Vollbäder wie auch übermässige Wärme (z.B. Sauna) sollten Sie hingegen mehrere Wochen verzichten, bis sich alle Schwellungen zurückgebildet haben. Alle Hautnähte werden nach einer Woche entfernt. Häufig können Sie bereits eine Woche nach der Operation abhängig von den in Ihrem Beruf erforderlichen Tätigkeiten wieder arbeiten.
Nach der Operation werden Sie in regelmässigen Abständen in der AARE KLINIK nachuntersucht und der Heilungsfortschritt beurteilt bis das endgültige Operationsergebnis erreicht ist.
Der Heilungsprozess verläuft allmählich und es braucht mehrere Monate bevor das Operationsergebnis abschliessend beurteilt werden kann. Die Narben an den Stichinzision an der Brust und den Spenderarealen für die Fettabsaugung bzw. Injektion sind punktförmig, können aber über einige Monate gerötet sein oder dunkler pigmentiert erscheinen. Sie verblassen aber mit der Zeit und sind dann kaum sichtbar.
Eine Brustvergrösserung lässt die Brust voller und straffer erscheinen und verbessert ihre Form. Häufig erfahren Frauen nach einer Brustvergrösserung ein gesteigertes Selbstvertrauen und empfinden es einfacher bestimmte Kleidung zu tragen. Eine mögliche Verbesserung der Körperform durch die Absaugung überschüssiger Fettdepots ist ein positiver Nebeneffekt der Brustvergrösserung mit Eigenfettgewebe.
Das Ergebnis einer Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe ist lang anhaltend. Jedoch bildet sich durch die Abschwellung und den teilweisen Abbau der Fettzellen in den ersten 2-3 Monaten ein Teil des Brustvolumens zurück, so dass erst dann das endgültige Ergebnis der Brustvergrösserung beurteilt werden kann. Im Einzelfall kann bei zu geringem Volumen eine weitere Operation sinnvoll sein. Die Schwerkraft und der Alterungsprozess wirken kontinuierlich auf die Brust jeder Frau ein und verändern mit den Jahren allmählich deren Form und Grösse. Auch Gewichtsschwankungen, Schwangerschaft und Lebensstil können das Ergebnis beeinflussen. Sollten Sie nach einigen Jahren mit der veränderten Brustform unzufrieden sein, kann durch eine Bruststraffung eine jugendlichere Brustform wieder hergestellt werden.
Eine Brustvergrösserung dient der Verbesserung des Aussehens und ist somit eine ästhetisch indizierte Operation. Die Kosten müssen daher von der Patientin selber getragen werden. Brustrekonstruktionen oder Formungen nach Brustkrebs oder bei schwerwiegenden Fehlbildungen der Brust, wie z.B. das angeborene Fehlen einer oder beider Brüste (Amastie) oder auch schwere Brustasymmetrien, können eine medizinische Indikation für eine Operation sein. In diesen Fällen können die Kosten für eine Eigenfettinjektion (Lipomodeling) der Brust im Einzelfall von den Krankenkassen übernommen werden. Die Entscheidung hierüber obliegt aber der Krankenkasse, weshalb vor einer Operation immer ein Kostengutsprachegesuch gestellt werden muss.
Die Kosten für eine Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe (Lipoaugmentationsplastik) sind variabel und vor allem abhängig vom Ausmass der Operation, der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird (AARE KLINIK oder Spital) sowie der Art der Brustimplantate. Ein genauer Kostenvoranschlag kann daher erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellt werden.
Die Kosten setzen sich zusammen aus:
- Operationshonorar (inkl. Vorbesprechung und Nachsorge)
- Anästhesiehonorar
- Technische Leistung (AARE KLINIK/Spital)
- Ggf. Spitalaufenthalt
- Spezial-BH
- Kompressionsmieder
- Medikamente
- Ggf. Diagnostik (Labor, EKG, etc.)