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Dorf: 33
Häuser, 170 Ew.
Wiesen-, Acker-
und Obstbau, Viehzucht.
Getreidemühlen und eine Oelmühle.
Pfarrkirche zu
St. Niklaus. Torny le Grand ist eine alte
Herrschaft,
die das Recht der hohen Gerichtsbarkeit besass. 766: Ager Taurniacus, vom Personennamen Taurinius herzuleiten.
Nachdem die
Herrschaft um die Mitte des 15. Jahrhunderts an die Challand gekommen, wurde sie 1558 an Antoine Alex aus Freiburg
verkauft.
Dann kam sie um 1600 durch Erbschaft an Georges de
Diesbach, in dessen Familie sie bis 1798 verblieb. In der Pfarrkirche befindet
sich das schöne Grabmal des 1751 verstorbenen österreichischen Generales Friedrich von
Diesbach.
Mühle und
Säge. Kiesgrube. 1823 geweihte Pfarrkirche zu
St. Martin,
die 1897 restauriert und reich verziert worden ist.
Fund einer römischen Inschrift.
Pierre de Vilar trat
gegen Ende des 13. Jahrhunderts seinen gesamten Besitz in
Torny-Pittet an Peter von Savoyen ab.
Die sehr alte Pfarrei stand
zuerst unter dem Stift zu
Lausanne und kam dann bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts an den hohen Senat zu Freiburg.
Sie umfasste
ursprünglich auch noch die heute selbständigen Pfarreien
Trey(Waadt),
Villarimboud-Macconnens,
Torny le Grand und
Chatonnaye. Der Pfarrer
Chollet, Bürger der Stadt
Freiburg, vermachte seiner Pfarrei eine Stiftung zur Erleichterung der Erlernung eines Handwerkes
für arme Jünglinge.
(Kt. Tessin,
Bez. Blenio).
786 m. Gem. und Pfarrdorf im Bleniothal, 16 km n. der Station
Biasca der Gotthardbahn. Postablage, Telephon;
Postwagen
Biasca-Olivone-Lukmanier-Disentis. 27
Häuser, 121 kathol. Ew. Gemeinsame Pfarrei mit
Grumo. Viehzucht.
Auswanderung der jungen Männer als Kellner nach
London. Gneisbruch. Schönes und ziemlich gewerbreiches Dorf am Fuss eines
Lärchenwaldes. Bierbrauerei (eine der ältesten im Kanton Tessin),
Schokoladefabrik,
Säge, mechanische Werkstätte, Elektrizitätswerk.
An den Felsgehängen finden sich sog.
Case dei pagani (Heidenhäuser).
Acker- und Weinbau.
Alte Kirche, dem
San Sisinio geweiht und auf den Ruinen der von den Mailändern 1242 zerstörten
Stammburg der Torriani erbaut, mit bemerkenswerten, 1825 vollendeten Freskomalereien
von Bagutti aus
Rovio.
Wurde 1169 von Sebastiano della
Torre gegründet und zuerst von
Mönchen des Humiliatenordens bezogen.
Seitdem der später selig gesprochene Guglielmo della
Torre aus
Mendrisio,
Bischof von Como, das Kloster 1218 restauriert und vergrössert und ihm eine der
Jungfrau geweihte Kirche angefügt hatte,
nannten sich dessen Insassen reguläre Chorherren von
Santa Maria di Torello. 1349 hob der Papst das Kloster auf, worauf es 1578 an
die Chorherren von
San Lorenzo in
Lugano und 1621 an die in
Lugano als Schulbrüder wirkenden Somaskermönche überging.
Zur
Zeit der Aufhebung der
Klöster im Tessin
kam das Gebäude 1848 an die Familie Martinelli aus
Barbengo.
Jeden 15. August feiert man hier
oben das
Fest der Himmelfahrt Mariä bei grossem Zuzug von Volk aus der ganzen Umgebung bis nach
Lugano,
wobei sich unter den alten
Kastanienbäumen ein lebhaftes und fröhliches Festleben entwickelt.
Auf diesem
Pass
ist am der hannövrische Tourist Quensell, ein vorteilhaft bekannter Jurist, aus unaufgeklärt gebliebenen Ursachen
von einem Einheimischen feige ermordet worden.
Für einen Uebergang von Evolena nach
Zinal kombiniert
man den Col de Torrent gewöhnlich mit dem
Col de Sorebois, dessen Fussweg von der
Alpe de Zâtelet-Praz (2 Stunden unter der
Passhöhe des Col de Torrent) ausgeht.
Entspringt auf einer Alpweide am NW.-Hang der Becca de Cray, erhält den Bach von
Les Chaudalles, durchfliesst nördl. vom Mont Culand eine tiefeingeschnittene Waldschlucht und erreicht gegenüber dem trigonometrischen
Signal von ClosLiamont die Thalebene der Saane, um sich hier in zwei Arme zu teilen, von denen der nördl.
das Dorf Lessoc durchfliesst und 500 m n. davon von rechts in die Saane mündet, während der südwestl. sich 2,5 km oberhalb
des erstern mit der Saane vereinigt.
Mittleres Gefälle 21,5%;
kann an den Steilgehängen bis auf 50% anwachsen, was den Wildbach
zur Zeit der Schneeschmelze und nach Gewitterregen sehr gefährlich werden lässt.
(Le) (Kt. Neuenburg,
Bez. Val de Ruz).
Nicht ständig fliessende Quelle, die zwischen Chézard und Dombresson der hier aus Portlandkalk
bestehenden Flanke des Val de Ruz entspringt. Diese Frühjahrsquelle bildet den Ueberlauf eines der Zuflüsse der Quelle der
Serrière und beginnt dann zu fliessen, wenn der unterirdische Kanal dieser Nebenader die zuströmende
Wassermenge nicht mehr zu fassen vermag. Vergl. den Art. Serrière.
oder TORRENT d'Isenau(Le) (Kt. Waadt,
Bez. Aigle).
1870-1155 m. 4,5 km langer Wildbach; entspringt am W.-Hang der Palette du Mont,
durchfliesst die Alpweiden von Isenau, La Cruaz und Ayerne, bildet dann in einer wilden Schlucht eine Reihe
von interessanten Kaskaden und mündet von rechts in die Grande Eau. Die Laufrichtung ist NO.-SW. Der untere Abschnitt der
«Gorges du Torrent d'Isenau» ist seit dem Jahr 1900 durch einen von der
Société d'intérêt public von Ormont Dessus angelegten Fussweg zugänglich gemacht und bildet ein beliebtes
Spaziergangsziel (20 Minuten ob Les Plans) der Kurgäste der Ormonts.