Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/2019

Ein Bericht von französischen Luftfahrtexperten deckt nach sechs langen Jahren auf, weshalb im Mai 2016 ein Airbus A320 der EgyptAir im Mittelmeer abstürzte und alle 66 Menschen an Bord in den Tod riss. In der Maschine war ein Brand ausgebrochen, weil einer der Piloten wohl eine Zigarette angezündet hat. Dadurch entflammte sich Sauerstoff, der fälschlicherweise aus einer der Sauerstoffmasken der Piloten ausgetreten war.
Wartungstechniker trifft verhängnisvolle Entscheidung – wieso, bleibt unklar
Pikant: Für ägyptische Piloten war zum Zeitpunkt des Absturzes nicht verboten im Cockpit zu rauchen. Das geht aus einem 134-seitigen Bericht des französischen Büros für die Untersuchung und Analyse der Sicherheit in der Zivilluftfahrt (BEA) hervor.
Dass aus der Sauerstoffmaske überhaupt Sauerstoff entweichen konnte, der den Brand förderte, sei durch einen Wartungstechniker verursacht worden, so der Bericht. Der Techniker hatte zuvor die Maske von der Normal- in die Notfallstellung gebracht – weshalb, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Blackbox wies auf Feuer an Bord hin
Flug MS804 war auf dem Weg vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle nach Kairo, als er am 19. Mai 2016 zwischen der griechischen Insel Kreta und der Nordküste Ägyptens ins Meer stürzte. Das BEA hatte zunächst ein mechanisches Versagen vermutet.
Im Jahre 2018 kam das BEA dann in einem Bericht zum Schluss, dass der Absturz durch ein Feuer an Bord des Flugzeugs verursacht wurde. Den Ermittlern war es in einer grossangelegten Suchaktion gelungen, die Blackbox im Meer zu erörtern und auszuwerten. Einen konkreten Grund für die Entzündung des Feuers nannte der Bericht aber immer noch nicht. Nun herrscht Klarheit.
Das Pariser Berufungsgericht untersucht den Vorfall wegen Totschlags, da sich 12 französische Staatsangehörige unter den Toten befanden.
(mhe)