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Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass aufgrund der Corona-Krise 47 Millionen Frauen keinen Zugang zu modernen Verhütungsmethoden haben. Die Folge: Krisenbedingt könnte es zu sieben Millionen ungeplanten Schwangerschaften kommen. Betroffen wären vor allem Familien, die ohnehin schon in armen oder von Armut gefährdeten Verhältnissen leben.
Im Zuge der Corona-Pandemie haben viele asiatische Hersteller von Kondomen ihre Produktion vorübergehend eingestellt oder verringert. Die malaysische Firma Karex, die etwa 20 Prozent der weltweit vertriebenen Präservative herstellt, arbeitet derzeit mit reduzierter Belegschaft. So wurden innert eines Monats 200 Millionen Kondome weniger produziert als sonst. Während im globalen Süden ein Mangel befürchtet wird, könnten Kondome im Norden teurer werden.