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ICT
Das Kürzel ICT (Information and Communication Technologies; Informations- und Kommunikationstechnologien) bezeichnet alle jene Technologien, die seit Anfang der 1990er Jahre den Gebrauch von Medien und den Alltag des Informationsaustausch nachhaltig verändert haben.
Aus technischer Sicht ist die digitale Speicherung und Übertragung das Wesentliche an den ICT. Diese Digitalisierung hat weitreichende Konsequenzen:
- Konvergenz bisher getrennter Geräte, Medien, Inhalte
- Verlustlose Speicherung und Übertragung von Daten
- Zunehmende Formalisierung von Inhalten ermöglichen und vereinfachen (automatisierte) Weiterverarbeitung
Weitere wichtige Eigenschaften von ICT:
- raum- und zeitunabhängige Zugänglichkeit von Informationen
- Verknüpfungen von Inhalten verschiedener Herkunft und Situierung (z.B. Hypertext-Links)
- einfache Aktualisierungsmöglichkeit dank "Hol-Prinzip" der Informationen (Publikation an einem Ort, keine Verteilung von Duplikaten)
- Interaktionsmöglichkeiten auf individueller Ebene, was flexible und differenzierte Informations- und Kommunikationsangebote ermöglicht
Umgangssprachlich werden die ICT auch als "Neuen Medien" bezeichnet, obwohl diese so neu auch wieder nicht. Gerade im Zusammenhang mit der Forderung nach der Förderung von Medienkompetenz wird die unklare Abgrenzung zwischen den "alten" und "neuen" Medien deutlich: sind die elektronischen Medien oder Fotografien hier ebenso gemeint? Wenn die digitale Speicherung und Übertragung massgebend für die "Neuheit" der Medien ist, dann sind Fernsehen, Radio und Telefonie mittlerweile auch "Neue Medien".
Auch der Begriff "Internet", der seit dem Aufkommen des WorldWideWebs als populärer Dienst vage und ungenau verwendet wurde, ist durch die Entwicklungen im Bereich der mobilen Kommunikation und der Konvergenzen mit Internet-Diensten (Internet-Telefonie, Internetzugang von Mobiltelephongeräten) noch unschärfer geworden.