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Als am Weihnachtstag des Jahres 800 Karl in Rom von Papst LeoIII. zum Kaiser gekrönt wurde, konnte der Frankenherrscher bereits auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken. Hinter ihm lag der Aufstieg vom Sohn eines fränkischen Hausmeiers zum Eroberer Italiens, die erfolgreich betriebene Expansion des Reiches nach Osten und die Überwindung nachhaltiger Widerstände in der eigenen Familie und im Reich. Dem Papst war bewußt, daß er auf diesen mächtigen König aus dem Norden setzen mußte und nicht auf den Kaiser im fernen Byzanz, wenn er einen starken Verbündeten für seine Kirche gewinnen wollte, der dauerhaft Schutz und Sicherheit zu garantieren vermochte. Die vorliegende kleine Biographie Karls des Großen beschreibt die Persönlichkeit und das politische und militärische Wirken des ersten fränkischen Kaisers, bietet aber zudem einen Überblick über die Entwicklung des fränkischen Reiches seit den Tagen der Merowinger und skizziert das Nachleben des Mythos von Kaiser Karl als Held und Heiliger.
Autorentext
Matthias Becher, Jahrgang 1959, lehrt als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn. Er ist ausgewiesen durch einschlägige Publikationen zur Geschichte des Frühmittelalters und insbesondere zu Karl dem Großen.
Klappentext
Matthias Becher bietet in dieser Biographie Karls des Großen einen Überblick über den Aufstieg der Karolinger als Herrschergeschlecht, schildert die familieninternen Auseinandersetzungen um die Krone, zeigt die Rolle des Adels und der Kirche im fränkischen Reich, die Organisation der Gesellschaft, die staatliche Ordnung, die kulturelle Entwicklung, die Außenpolitik Karls und schließlich die Rezeption seines Kaisermythos. Der Band erscheint rechtzeitig zum Jubiläum der Krönung Karls zum Kaiser im Jahr 800, das von einer Ausstellung in Paderborn zu Kunst und Kultur der Karolinger begleitet wird.