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Tagesbericht vom 22.08.2002
Mmhh, duftet das fein: Schinken und Spiegeleier. Endlich stimmt das Wetter wieder, so dass wir zum Morgenessen etwas in der Bratpfanne machen können. Der Himmel ist leicht bewölkt. Der Thermometer misst 19° Celsius. Genügend warm, um im freien, trocken das Essen zu geniessen.
In Fort St. John beginnt auch die Zivilisation wieder. Die Ortschaft ist industrialisiert, so dass die vielen Landwirtschaftsmaschinen und Trucks gepflegt werden können. In ‚Dawson Creek' endet für uns der ‚Alaska Highway'. Wir haben die Meile Null erreicht. 1523 Meilen oder 2450 Kilometer lang ist die Reise von Fairbanks nach ‚Dawson Creek' auf dem ‚Alaska Highway'. Ein langer Weg im oberen, linken Zipfel von Nordamerika.
‚Dawson Creek' ist eine Glücksstadt für uns: was finden wir bei der Toyota Garage dieser Stadt? Einen Ölfilter für unseren Sir James. Die nächsten 5000 Kilometer sind gesichert. Nach dem Einkauf für das Nachtessen fahren wir weiter nach ‚Grande Prairie'. Eine riesige Stadt - flächenmässig - mit nur 37'000 Einwohnern. Ein riesiges ‚Visitors Center', wo wir uns mit Material über Alberta und aus der Umgebung eindecken. Eine riesige Toyota Garage – die zwar gerade schliesst, uns aber trotzdem bedient – und keine Ölfilter hat.
Wir ziehen unverrichteter Dinge weiter und landen an Position Nord 55° 45' 46.7“ und West 118° 43' 33.8“ an einem idyllischen See in ‚Spirit River', der uns fast alleine gehört und uns mit der notwendigen, geistigen Energie versorgt. Liseli meint zwar sie sei müde nach der langen Fahrt und dem Fisch an Dill-Rahmsosse mit Reis. Was soll's: müde bin ich geh zur Ruh und schliesse meine Äuglein zu! Liseli meint zwar: nach dem Essen sollst Du ruhen und nichts mehr tun!
Aber was kommt denn da? Ein Biber gesellt sich zu uns. Nicht so nah, aber im nahen See. Mit viel List und Tücke gelingt es Liseli - die plötzlich wieder munter ist - ein paar Aufnahmen vom Nager zu machen. Ich muss unseren Campingplatz Host, der ebenfalls eingetroffen ist, unterdessen unterhalten. Die Verantwortliche für Kommunikation findet es interessanter dem Nagetier nachzusetzen! Wieso verstehe ich nicht.