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Ganglion
Ganglien sind rundliche, prall-elastische Knoten und kommen in der Nähe von Gelenken (oft am Handgelenk) und Sehnenscheiden vor. Wegen ihrer prallen Konsistenz werden Ganglien im Volksmund auch als “Überbeine” bezeichnet. Manchmal entstehen Ganglien als Folge von Unfällen, meistens sind sie aber echte, immer gutartige Neubildungen im Sinne einer Ausstülpung der Gelenkkapsel. Die Beschwerden sind abhängig von der Grösse des Ganglions und der Nähe von Sehnen, Nerven und Gelenken. So wird über eine Schwäche im Bereich des Handgelenkes, dumpfen Schmerz oder sogar Lähmungen berichtet. Kleine Ganglien können sich gelegentlich spontan zurückbilden. Die Operation ist angezeigt, wenn das Ganglion kosmetisch stört oder der Patient durch die Beschwerden empfindlich belästigt wird. Früher wurden Ganglien zerdrückt oder gestichelt, gelegentlich wird Cortison eingespritzt. All diese Behandlungen haben aber den Nachteil, dass sich das Ganglion früher oder später wieder neu bildet, weil mit diesen Methoden die Hülle nicht mitentfernt wird. Die radikale operative Ausräumung stellt somit die Methode der Wahl bei der Behandlung des Ganglions dar. Der Eingriff erfolgt in Regionalanästhesie, durch einen kleinen Hautschnitt direkt über dem Knoten wird das Ganglion unter Schonung der Blutgefässe und der Nerven freipräpariert und vollständig entfernt. Die Hand sollte danach einige Tage geschont werden, leichtere Tätigkeiten sind nach zirka 2-3 Tagen möglich, intensivere Belastungen nach zirka 2-3 Wochen. In zirka 10 - 15 % der Fälle muss auch bei radikaler Operation damit gerechnet werden, dass sich das Ganglion innert einigen Monaten oder auch nach einigen Jahren wiederum bildet, so dass erneut operiert werden muss.
Hammermethode
Überbeine wurden früher gelegentlich mit dem Hammer "behandelt": dabei platzt die Hülle des Ganglions und der gallertige Inhalt verteilt sich unter der Haut. Der Rückfall ist mit dieser "Operation" aber programmiert, das Überbein bildet sich in Kürze wieder.