Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/136600

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Kantonsregierungen einen Bericht auszuarbeiten über die Entwicklung der Fächer im obligatorischen Schulunterricht beziehungsweise über den zeitlichen Umfang, in dem diese Fächer vermittelt werden. Den Mint-Fächern ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Wichtigkeit des Nachwuchses an Fachkräften im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bewusst. Auch stimmt er dem Postulanten zu, dass wichtige Weichen für den später anfallenden Laufbahnentscheid pro oder contra Mint bereits in der Vorschul- und Schulphase gestellt werden. Der Gewichtung und Ausgestaltung der Mint-Fächer im obligatorischen Schulunterricht kommt daher eine bedeutende Rolle zu.</p><p>Der Bereich der obligatorischen Schule liegt in der Hoheit der Kantone. Diese messen den Mint-Fächern einen hohen Stellenwert zu. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat 2011 Bildungsziele in vier Fachbereichen, unter anderem in den Fachbereichen Mathematik und Naturwissenschaften, festgelegt. Damit haben sich die Bildungsbehörden erstmals auf gesamtschweizerischer Ebene darauf verständigt, welche Grundkompetenzen unsere Schülerinnen und Schüler erwerben sollen. Die Bildungsziele werden ihre Wirkung mit der Integration in Lehrpläne, Lehrmittel und Evaluationsinstrumente entfalten. Ihre Erreichung wird ab 2016 auf Systemebene mit repräsentativen Stichproben überprüft werden, und aus der Messung werden Massnahmen für die Qualitätsentwicklung abgeleitet werden. Dieses Vorgehen ist zielführender und aussagekräftiger als der Vergleich von Lektionenzahlen. Die Mint-Fächer wurden sowohl im bereits in Kraft getretenen Plan d'études romand (PER), dem sprachregionalen Lehrplan für die Romandie, als auch in dem in Vernehmlassung befindlichen sprachregionalen Lehrplan für die Deutschschweiz, dem Lehrplan 21, gestärkt. Ein wichtiges Ziel ist dabei, Zugänge zu Naturwissenschaften und Technik zu ermöglichen, und zwar auf allen Altersstufen.</p><p>Dem Bundesrat ist es im Rahmen seiner Kompetenzen und entsprechend der Erklärung 2011 von EDI, EVD und EDK zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz ein Anliegen, in Zusammenarbeit mit den Kantonen das Interesse für den Bereich Mint weiterhin zu wecken und zu fördern. Wie in der BFI-Botschaft 2013-2016 dargelegt, unterstützt der Bund im Rahmen seiner Möglichkeiten bereits heute eine Vielzahl von Massnahmen, die der Förderung des Mint-Interesses und -Verständnisses dienen. Insbesondere die bereits heute in diesem Bereich tätigen Akademien der Wissenschaften Schweiz sollen künftig bei den ausserschulischen oder den Schulunterricht stützenden Mint-Förderinitiativen verstärkt eine Koordinationsrolle einnehmen und auch bei der Beurteilung und Mitfinanzierung bewährter und nachgefragter Mint-Projekte und -Initiativen mitwirken. Die Aufgaben der Akademien wurden im Rahmen der Leistungsvereinbarung zwischen den Akademien und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation festgehalten.</p><p>Ein zusätzlich zu den bereits ergriffenen Massnahmen erstellter Bericht, wie ihn der Postulant fordert, ergäbe keinen Mehrwert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.