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Im Nidwaldner Museum befindet sich das Gipsmodell einer Nidwaldner Familie mitten im Kampfgeschehen des 9. September. Inspiriert vom Winkelried-Denkmal in Stans (1865 eingeweiht) und vom berühmten Gemälde des Nidwaldner Malers Theodor von Deschwanden (1856) zum Tod von Schütz Christen auf dem Bürgenberg, wählte auch der junge, aufstrebende Nidwaldner Bildhauer Eduard Zimmermann für das geplante Denkmal auf dem Allweg die Form eines gleichseitigen Dreiecks. Der Landrat beauftragte den jungen Künstler Ende 1897, bis zum Sommer 1898 ein plastisches Modell zu schaffen, das Ende September 1898 am Kantonalschützenfest gezeigt werden sollte. Das Modell traf zwar rechtzeitig ein, doch wurde der künstlerisch ansprechende Entwurf, der bei Laien und Fachleuten auf grosses Interesse und Wohlwollen stiess, aus zwei Gründen nicht realisiert:
Zum einen fiel das Gutachten von Dr. P. Albert Kuhn vom 16. Juni 1898 negativ aus. Der Kunsthistoriker aus dem Kloster Einsiedeln bildete zusammen mit Landammann Ferdinand Businger und dem Nidwaldner Historiker Dr. Robert Durrer die vom Landrat eingesetzte Kommission zur Überprüfung der künstlerischen Qualität. Der Pater wartete das Eintreffen des bestellten plastischen Modells nicht ab und begnügte sich damit, eine Anfang Juni 1898 eingereichte Skizze zu beurteilen. P. Albert empfahl dem Landrat und der Regierung, das Denkmal nicht auszuführen, obwohl ihm der künstlerische Ausdruck durchaus gefiel. Dem Projekt von Zimmermann wurde zum Verhängnis, dass es für den Experten aus Einsiedeln – er verglich den sterbenden Vater mit einem im Strassenkampf gefallenen Sozialisten – zu allgemein, zu wenig individualisiert war. So entschied der Landrat, den Entwurf nicht zu realisieren.
Zum anderen vertraten die Liberalen und die Konservativen, die schon 1798 beim Franzoseneinfall entgegengesetzte Positionen eingenommen hatten, verschiedene Meinungen. Während die Konservativen ein Monument mit einem religiösen Bezug wollten, plädierten die Freisinnigen mit historischen, weltanschaulichen und finanziellen Argumenten für einen einfachen Obelisken auf dem Allweg. Als sie ausgerechnet aus dem Kloster Einsiedeln Unterstützung bekamen, wurde ihr Vorschlag vom Landrat bewilligt und finanziell unterstützt.