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Für einmal auf der Verliererseite stand Marcel Bürge. Der Titelverteidiger vergab mit 93 Punkten die Chance auf eine Finalteilnahme bereits in der ersten von sechs Serien des Qualifikationsprogrammes. Er fing sich mit zweimal 99 und dreimal 98 Punkten zwar wieder auf. Am Schluss fehlten dennoch vier Zähler für die Teilnahme am Endkampf.
Das Finale verlief mit acht Schützen, die zu Beginn nur drei Punkte auseinander lagen, äusserst spannend. Schliesslich setzte sich Erfahrung und Routine gegen die Unbekümmertheit der Neulinge sicher durch; am Schluss waren die drei Internationalen unter sich.
Von Känel, mit zahlreichen Medaillen im Luft- und Kleinkaliberschiessen ausgezeichnet, nutzte die Chance und holte sich mit der besten Finalleistung seinen ersten nationalen Meistertitel auf die 50-m-Distanz. Besonders bemerkenswert war auch der Auftritt des 26-jährigen Marco Koller aus Oberried. Er qualifizierte sich als Achter für das Endschiessen und verbesserte sich mit der drittbesten Finalleistung in den 5. Schlussrang.
Am Grosskampftag in der Guntelsey-Schiessanlage, an dem mit den Entscheidungen in den Armeewaffenkonkurrenzen gleichzeitig die 300-m-Grosskalibergewehr-Wettbewerbe abgeschlossen wurden, gewannen Roland Grossen aus Fahrni (Sturmgewehr 57), Anton Hufschmid aus Obergösgen (Sturmgewehr 90) und Urs Eigenheer aus Obergerlafingen (Karabiner) die Titel.
Nach dem Wechsel der Scheiben von Fünfer- auf Zehnereinteilung auch für die Sturmgewehr-57-Schützen sind nun alle Armeewaffen-Programme einheitlich in Zweistellungen (je 30 Schüsse liegend und kniend) und auf Zehnerscheiben ausgerichtet. Dies hatte zur Folge, dass das Siegresultat mit dem Sturmgewehr 57 als Schweizer Rekord gewertet wird.
Mit dem Sturmgewehr 90 siegte der 57-jährige Anton Hufschmid dank glänzenden Resultaten sowohl liegend als auch kniend. Am Schluss gewann er mit sechs Punkten Vorsprung überlegen vor Ruedi Feldmann, dem Viertplatzierten vor zwei Jahren. Weitere zwei Punkte zurück gewann Pascal Chambettaz, der letztjährige Zweite und eidgenössische Sturmgewehr-Schützenkönig von 2005 in Frauenfeld, die Bronzemedaille.
Eine Woche nachdem er mit dem Team von Fahrni bei Bern den Final der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft in der Kategorie B (Sturmgewehre 57) gewonnen hatte, wurde der 33-jährige Roland Grossen nationaler Meister. In einem spannenden Schlussspurt kam der zweitplatzierte Kurt Eggimann (Wyssachen), der vor sechs Jahren schon einmal Zweiter war, bis auf einen Punkte an Grossen heran, während Werner Salzmann (Mülchi) trotz der überlegenen Bestleistung in der Kniendstellung (266) wie schon im letzten Jahr Dritter wurde. Schliesslich gewann der 41-jährige Urs Eigenheer (Obergerlafingen) nach drei 2. Plätzen in den Jahren 1997, 2003 und 2005 mit dem Karabiner zum ersten Mal die Goldmedaille, und holte der 21-jährige Philippe Odermatt aus Schänis mit der Sportpistole (25 m) ebenfalls erstmals einen Titel. Zuvor war er als Junior einmal Dritter geworden. Vor zwei Jahren gewann er an der Junioren-EM in Belgrad Bronze mit der Mannschaft.