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Die Keimzelle der „Sept poemes Romands“ bilden ein „jeudi de poésie“ des Lausanner Konservatoriums, freundschaftliche Bindungen zu den Autoren der „Editions Empreintes“ in Lausanne und das gemeinsame Opernprojekt „C'est un peu d'eau qui nous sépare“. Der subtile und persönliche Stil der vier Lausanner Dichter, sehr poetisch und musikalisch in seiner Anlage, suggeriert eine delikate und schwebende vokale und instrumentale Umsetzung. Beim ersten Lesen schon dachte ich an eine Klanghülle, die Stimme stützend, mit zwei Klarinetten und Bassetthorn realisiert. Es sind dies Instrumente, die Mozart besonders liebte, wegen ihres sensiblen und warmen Klanges. Der Rhythmus der Poesie trägt den Keim der Melodiebildung in sich, die Instrumente übernehmen und verlängern die Töne des Gesangs, als Resonanzen: kurz die sehr suggestiven Gedichte von P. A. Pingoud, länger das meridional strahlende „Sud“ von Alain Rochat, einsam klagend die wegen Militärdienstverweigerung im Gefängnis geschriebene „Offrande“ von Bruno Ackermann. Den entscheidenden Anstoss zur weiteren Entwicklung meiner bis dahin expressionistischen und direkteren musikalischen Sprache aber gab „Le voile“ von Francais Rossel.