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Wohlen & Unteres Bünztal
Wohlen liegt im nördlichen Teil des Freiamts und bildet das wirtschaftliche Regionalzentrum der Region. Mit gegen 16’000 Einwohnern ist Wohlen eine der „grossen“ Gemeinden des Kantons. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden von der Bünz durchflossen. Etwa zwei Drittel des überbauten Gebiets befinden sich in der flachen Ebene des Bünztals, ein Drittel am Südwesthang des Wagenrains, einem bewaldeten Hügelzug zwischen Bünz- und Reusstal. Im Wald zwischen Wohlen und Bremgarten befinden sich einige markante Findlinge, so auch der berühmte Erdmannlistein.
Geschichte
Erstmals wurde das Dorf 1178 in einer Urkunde als „Wolon“ erwähnt, wohl ein alamannischer Siedlungsname. Im 12.Jahrhundert gehörte Wohlen zum habsburgischen Hausbesitz, ab 1415 als Teil der Gemeinen Herrschaft Freiamt den Eidgenossen, die damals den Aargau eroberten.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine Industrie; es wurden Strohgeflechte und modische Strohhüte hergestellt. Wohlen erhielt dadurch den Spitznamen „Chly Paris“. Die bis zur Einrichtung der Maschinen-Flechterei zumeist von einer ärmeren Unterschicht von Hand hergestellten kunstvollen Geflechte ermöglichten einen „Zustupf“ für unzählige Bauernfamilien. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts verschwand die Strohindustrie mangels Nachfrage. Wohlen und Villmergen bilden heute ein regional wichtiges wirtschaftliches Zentrum.