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Petra Vlhova gewinnt den Nachtslalom in Courchevel vor Mikaela Shiffrin und Katharina Truppe. Michelle Gisin klassiert sich als beste Schweizerin im 6. Rang.
Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang fing Petra Vlhova die bei Halbzeit führende Mikaela Shiffrin noch ab. Am Ende legte sie 24 Hundertstel zwischen sich und die Amerikanerin.
Der vierte Slalom der Saison war eine Zweiklassengesellschaft. Bereits bei Halbzeit waren Vlhova und Shiffrin der Konkurrenz um eine Sekunde und mehr enteilt, am Ende sollte der Vorsprung der Siegerin auf die drittplatzierte Katharina Truppe mehr als zwei Sekunden betragen.
Für die 27-jährige Österreicherin war es der vierte Podestplatz in ihrer Karriere, der erste seit gut einem Jahr, als sie in Killington ebenfalls auf Platz 3 fuhr. Truppes Landsfrau Katharina Liensberger vergab einen möglichen Podestplatz im Mittelteil. Als Dritte in den zweiten Lauf gestartet, klassierte sie sich im 18. Rang.
Die grosse Abwesende in Courchevel war Wendy Holdener. Erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere stand sie nicht am Start eines Weltcup-Slaloms. Die 30-Jährige zog sich vergangene Woche im Training eine Sprunggelenkverletzung zu und wurde bereits operiert. Ob sie diesen Winter noch auf die Piste zurückkehrt, ist unklar.
Wie wichtig sie für das Schweizer Team ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Holdener zeichnete für 35 der letzten 42 Schweizer Podestplätze im Slalom verantwortlich. Die restlichen sieben Top-3-Rangierungen gehen auf das Konto von Michelle Gisin.
In Abwesenheit von Team-Leaderin Holdener war es in Courchevel denn auch Michelle Gisin, die als Sechste die Schweizer Kohlen aus dem Feuer holte. In Levi zum Auftakt mit den Plätzen 21 und 15, zeigte sie bereits in Killington mit Platz 6 aufsteigende Form. Dieses gute Ergebnis hatte sie darin bekräftigt, in Courchevel an den Start zu gehen - ursprünglich wollte sie auf das Rennen verzichten. Nach halbem Pensum noch auf Platz 11 klassiert, machte sie im zweiten Umgang noch fünf Plätze gut.
Einen noch etwas grösseren Sprung nach vorne gelang Elena Stoffel. Sie schaffte es als 30. gerade noch in den zweiten Lauf, in welchem sie sich mit der drittschnellsten Laufzeit noch auf Rang 16 verbesserte.