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Landschaftlich uni geologisch höchst interessanter
Pass. Geologisch gehört er dem grossenBruch an, der sich vom
Hinterwald ob
Sax über Saxerlücke-Stiefel-Bogarten-Hüttentobel
bis
Schwendi in nördl. Richtung hinzieht und fünf von den sechs Säntishauptfalten oder deren sie fortsetzenden oder ablösenden
Nebenfalten durchschneidet. S. den Art.
Sæntis.
(Kt. St. Gallen,
Bez. Werdenberg).
444 m. 4 km langer und 3,4 km breiter Landstreifen, der von
Sax ö. bis an den
Rhein reicht. Vom Farbbach und Gasenzerbach durchflossen. War früher stark sumpfig, ist aber seit der Rheinkorrektion
und dem Bau des
WerdenbergerBinnenkanales ziemlich trocken gelegt worden.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Interlaken),
1880-593 m. Linksseitiges Nebenthal zum Thal der
Lütschine; wird im S. durch die mächtigen
Felswände des
Schwalmeren abgeschlossen, an deren N.-Fuss der oberste Boden des
Thales, die Nesslerenalp, liegt. 300 m tiefer
unten beginnt das eigentliche Saxetenthal, das links von dem vom
Morgenberghorn nach NO. ziehenden Leissigengrat
begrenzt wird, dessen gegen
Saxeten gerichtete Flanke weniger steil abfällt als der zum
Thunersee gewendete Hang. Rechts begleitet
das Thal der
Kamm der
Lobhörner (2523 m) und der
Sulegg (2412 m), der mit dem
Bellenhöchst (2091 m) über dem Thal der
Lütschine
endigt.
Dem rechten Ufer der Mündungsschlucht des Saxetenthales folgen die Strasse und die Wasserleitung,
die das
Wasser der einen Quelle des
Saxetenbaches nach Interlaken
führt.
Das Thal ist waldreich und hat schöne Alpweiden, so diejenigen
von
Ausserberg,
Bellen und
Nessleren, welch' letztere schon
1359 genannt wird.
oder SaxonlesBains, früher
Sasson geschrieben (Kt. Wallis,
Bez.
Martinach). Neue Kirche in 539 m.
Station und
Bad in 468 m. Gem. und Pfarrdorf im
Rhonethal; 9,5 km nö. der Station
Martinach der Simplonbahn. Das Gebiet der
Gemeinde reicht vom linken Rhoneufer bis zum Gipfel der
Pierre à Voir (2476 m) hinauf. Station der Simplonbahn. Postbureau,
Telegraph, Telephon. Gemeinde: 244
Häuser, 1636 Ew. (wovon 1525 Katholiken);
Dorf: 131
Häuser, 939 Ew.
Das Pfarrdorf liegt auf einer fruchtbaren Terrasse, während die Häusergruppe Gottefrey oder Saxon les Bains mit der Station
sich in der Rhoneebene selbst befindet und seit der Eröffnung der neuen
Thalstrasse (1806) und dem Bau der Eisenbahn bedeutend
entwickelt hat.
Daneben geboren noch einige mehr oder weniger abseits gelegene kleine
Weiler zur Gemeinde,
von denen einzig
Sapin Haut,
La Taure und
Tovassière nennenswert sind. 1850 zählte die Gemeinde 952 Ew. und 1870 deren 1610,
worauf nach der Aufhebung der Spielbank im Kasino die Zahl der Bewohner zurückging und 1888 blos noch 1400 betrug.
Seither hat sich der
Ort von neuem gehoben und zwar hauptsächlich dank der Einführung von neuen Erwerbszweigen. Obstbaumschulen,
Anbau und Ausfuhr von Obst und Gemüse.
Grosse Obst-, Gemüse- und Fleischkonservenfahrik. Nahe Saxon befindet sich auch die landwirtschaftliche Schule von
Écône.
In Saxon hat man im Juli 1905 die erste kantonale Obst-, Gemüse- und Blumenausstellung veranstaltet.
Turn-, Gesang- und Musikverein. Schönes, 1904 erbautes Schulhaus. Seit 1890 besteht hier auch eine freie Schule, die
hauptsächlich von den Kindern der reformierten Ortseinwohner besucht wird. Zweimal im Monat wird reform. Gottesdienst gehalten.
Neben seinen Feldern und seinem kleinen
Weinberg hat Saxon ferner noch die in vollem Betrieb stehenden
Schiefer- und Steinplattenbrüche von L'Arbarey bei
Sapin Haut, deren Produkte durch eine Bahnanlage nach Decauville'schem
System und ein Luftkabel zur Station hinunter geschafft werden. Die hier gebrochenen grossen Steinplatten werden bis in den
Berner und den
NeuenburgerJura versandt. Anthrazitgruben bei der
Alpe d'Établon, um 1880 abgebaut und seither
wieder verlassen. Saxon bildete bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine bescheidene Ortschaft mit ausgedehntem Gemeindegrundbesitz,
der aber vor 1840 kaum angebaut war. Zu jener Zeit zog man in Menge
Esel auf, die dann an den Jahrmärkten verkauft
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