Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/237711

<h2>SubmittedText<h2><p>Der UN-Kinderrechtsausschuss mahnt die Schweiz prioritär für die gravierende Lücke bei der Datenerhebung. Zu vielen Lebenssituationen fehlen aussagekräftige Daten. Insbesondere Informationen über den Gesundheitszustand von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind lückenhaft, bestätigt der Gesundheitsbericht. Auch der Bericht des Bundesrats "Politik der frühen Kindheit" ortet Datenlücken.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, dem BFS einen entsprechenden Auftrag zur Datenerhebung zu erteilen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich dieser Situation bewusst. Die nachfolgenden Aktivitäten sind bereits gestartet, um diese Datenlücken zu schliessen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verfasst derzeit einen Bericht als Antwort auf die Postulate Roduit 21.3220, "Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen", vom 17. März 2021 und WBK-N 21.3457, "Psychische Gesundheit unserer Jugend stärken", vom 15. April 2021. Dieser Bericht wird die Auswirkungen und Folgen der Pandemie sowie die Schutzmassnahmen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen analysieren. Ausserdem erarbeitet das BAG gemeinsam mit den Kantonen ein minimales Indikatorenset zur Konkretisierung und Priorisierung von Datenlücken. Schliesslich wird es auch Informationen zur Gesundheit von Kindern in der Kohortenstudie "Schweizerische Gesundheitsstudie" integrieren, sofern der Bundesrat diesem Vorhaben im 2022 zustimmt. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt in der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen seit 2021 ein Modul zum Gesundheitszustand und zur Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen durch. In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 wurde das Modul zur Gesundheit von Kindern angepasst. Zudem prüft das BFS die Verknüpfung von Versorgungsdaten aus der medizinischen Statistik mit Haushaltsstrukturdaten. Schliesslich wird das BFS die Thematik der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im statistischen Mehrjahresprogramm des Bundes 2024-2027 einfliessen lassen.</p>