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Pi-hsien Chen, die aus Taiwan stammt, kam als 9-Jährige nach Deutschland, wo sie bei Hans-Otto Schmidt-Neuhaus und Hans Leygraf studierte; ergänzend besuchte sie Meisterkurse von Tatjana Nikolajewa, Géza Anda, Wilhelm Kempff und Claudio Arrau. Mit dem Gewinn des ARD-Musikwettbewerbs 1971 begann ihre internationale Karriere, die sie zu den bedeutenden Musikfestivals und zu Klangkörpern wie dem BBC Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich und nahezu allen deutschen Rundfunkorchestern führte. Sie musizierte dabei u. a. mit Bernard Haitink, Colin Davis, Charles Dutoit und Peter Eötvös. Ein Schwerpunkt gilt zeitgenössischen Werken, die sie in Zusammenarbeit mit den Komponisten einstudierte, etwa mit Pierre Boulez, John Cage, Elliott Carter oder Karlheinz Stockhausen. Pi-hsien Chen unterrichtete in Köln und bei den Darmstädter Ferienkursen; seit 2004 lehrt sie an der Musikhochschule Freiburg.
Juli 2013