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Der Chirurg Carl-Felix Geigy wirkte von 1932 bis 1935 als Assistenzarzt und von 1943 bis 1966 als chirurgischer Chefarzt am Diakonissenspital in Riehen, wo er sich vor allem als Spezialist für Kropfoperationen einen Namen machte.
Sohn des Carl Geigy (1860–1943; Maschineningenieur) und der Julie, geborene Burckhardt (1872–1949). Heirat 1934 mit Alice Marguerite (Dily) Engi. Zwei Söhne.
Carl Felix Geigy wurde am 15. September 1904 als jüngstes Kind von Carl und Julie Geigy-Burckhardt in Basel geboren. Nach Abschluss der Schulausbildung am Humanistischen Gymnasium begann er ein Medizinstudium in Genf, kehrte aber nach dem ersten Propädeutikum nach Basel zurück. Er absolvierte noch je ein Semester in Paris und Wien.
Nach dem Studium wurde Geigy Kompaniearzt und absolvierte 1931 ein mehrwöchiges Praktikum beim Pariser Chirurgen Antonin Gosset. 1932 trat er als einziger Assistenzarzt bei Emmanuel Veillon ins Diakonissenspital in Riehen ein, wo er eine Dienstwohnung bezog.
1935 wechselte Geigy als Assistenzarzt unter Professor Carl Henschen an die chirurgische Abteilung des Basler Bürgerspitals und zog wieder nach Basel. Im gleichen Jahr heiratete er Dyli Engi. Das Jahr 1937 verbrachte er als Austausch-Assistenzarzt an der Universitätsklinik in Breslau bei Professor Karl Heinrich Bauer. 1939 ging er noch für einige Monate ans Unfallkrankenhaus in Wien zu Professor Lorenz Böhler, bis er aufgrund des drohenden Kriegsausbruchs in die Schweiz zurückkehrte. 1941 wurde Geigy zum Oberarzt am Basler Bürgerspital ernannt.
Im Frühjahr 1943 trat er die Nachfolge von Emmanuel Veillon als chirurgischer Chefarzt des Diakonissenspitals Riehen an und zog gleichzeitig mit seiner Familie an die Bettingerstrasse 118 in Riehen. Hier erwarb er sich als Chirurg vor allem mit der Spezialisierung auf Kropfoperationen grosses Ansehen, pflegte daneben aber auch mit gleicher Sorgfalt die Allgemein- und die Unfallchirurgie. Zudem unterrichtete er die Schülerinnen an der Krankenpflegeschule des Diakonissenspitals.
Die Absicht des Comités des Diakonissenhauses, angesichts des fehlenden Nachwuchses bei den Diakonissen die chirurgische Abteilung des Spitals zu verkleinern, bewog ihn 1966, seine Stelle als Chefarzt aufzugeben, doch wirkte er nach seinem Rücktritt weiterhin als Lehrer in der Krankenpflegeschule mit.
Geigy war Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie und der Societé internationale de Chirurgie, deren Vorstand er angehörte. Lange Jahre war er Experte bei den Eidgenössischen Medizinal-Prüfungen. Zudem war er Mitglied der Kommission der Stiftung Kinderspital, der Kommission der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft und bis zu seinem Tod Hausvorstand des Alters- und Pflegeheims Hofmatt in Münchenstein. In den letzten Lebensjahren war er überdies Präsident des Ehrenrats der Basler Medizinischen Gesellschaft.
Geigy verstarb am 4. September 1977 in Riehen zehn Tage vor seinem 73. Geburtstag an einem schweren Leiden.
Autorin / Autor: Peter Nussberger | Zuletzt aktualisiert am 26.10.2023
Die Anatomie des Exolphthalmus pulsans. Basel 1931 (Diss. med. Basel).
Unser Diakonissenspital heute. In: Hoch, Fritz: Hundert Jahre Diakonissenanstalt 1852–1952. Riehen o.J. [1952]. S. 59–62.
Nussberger, Peter: Der Kropf und seine Bedeutung für Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1998. S. 26–35, hier S. 34f.