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Top Bild. By Sven Scheuermeier.
Mir ist aufgefallen, dass einige der besten Bilder (Fokus: Schweiz), die mir im letzten Jahr begegnet sind, von Fotografen der Agentur Photo 13 stammen.
Beispiele gefällig?
Bundesratsbild 2015 – Christian Grund und Maurice Haas
Portrait Balthasar Glättli – Raffael Waldner
Ich habe mir von den Kollegen Reufer und Herzig versichern lassen, dass die Bilder handwerklich tatsächlich gut gemacht sind.
Ich kann nicht genau erklären, was mir daran gefällt, aber ich glaube, dass es die Schatten sind, welche die Stärke der Bilder begründen. Mut zur Dunkelheit.
Laures Neffe Raphael, 5 Jahre alt, bald 6, wie er immer wieder betont, hat in einem Restaurant, das den schönen Namen rocca trägt, auf eine Visitenkarte ein Bild von mir gemalt.
So sieht er mich:
Gut getroffen wie ich finde.
Die Nummer 10 muss eine Fussball-Assoziation sein (Messi usw.).
Ich bin quasi sein Onkel (tonton), und da er es noch nicht ganz raus hat mit dem Namen, nennt er mich Tonton Giri.
Ich habe eine Ausstellung in der Londoner Tate Modern besucht. Das Thema lautete Conflict, Time, Photography. Unter anderem war die Bildserie Shot at Dawn der Fotografin Chloe Dewe Mathews zu sehen.
Die Idee: während des ersten Weltkriegs wurden Dutzende britische, französische und belgische Deserteure erschossen. Mathews machte die Orte der Hinrichtungen ausfindig, reiste dorthin und fotografierte die Stellen zur Tageszeit, als die Leute erschossen wurden.
Es hat einige schöne Orte darunter, draussen auf dem Land, auf offenem Feld, in der Nähe von Wäldern. Ich wünschte mir, dass sich diejenigen, die über den Hinrichtungsort entscheiden mussten, gedacht haben: wenn schon einer von uns gehen muss, dann lass es wenigstens an einem schönen Ort geschehen.
Ich glaube nicht, dass sie diese Überlegungen anstellt haben.