Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03287.jsonl.gz/2100

Papierfischchen haben einen langestreckten, spindelförmigen Körper, welcher mit grauen Schuppen besetzt ist. Durch Häutungen kann sich die Farbe der Insekten jedoch verändern. Am Ende des Hinterleibs befinden sich drei fadenförmige Anhänge, die gleichlang oder länger als der Körper des Fischchens sind. Am Kopf sind zwei geisselartige Antennen, die bei ausgewachsenen Tieren länger als deren Körper sind. Die adulten Insekten werden zwischen 8 und 15 Millimeter lang (ohne Antennen und Anhänge) und können bis zu 6 Jahre alt werden.
Durch ihre Ähnlichkeit werden Papierfischchen häufig mit Silberfischchen verwechselt. Ein markantes Merkmal bei Papierfischchen sind die auffälligen, zahlreichen gelblichen und strahlenförmig auseinandergehenden Borsten am Kopf sowie am Rumpf. Das Silberfischchen hat nur wenige Borsten am Hinterleib und keine am Kopf. Diese stellen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal dar.
Die Tiere kommen in Museen, Depots, Archiven, Büroräumen, wie auch Privatwohnungen vor. Papierfischchen mögen dabei Gebäude mit normaler Raumfeuchtigkeit (50 - 55 % relative Luftfeuchtigkeit sind ideal) und bevorzugen eine Raumtemperatur von 20 - 25 °C. Bei Temperaturen unter 16 °C oder über 35 °C wird die Entwicklung der Insekten eingestellt. Im Gegensatz zum Silberfischchen sind sie weniger lichtscheu und können durchaus auch am Tag beobachtet werden. Papierfischchen brauchen eine geringere Luftfeuchtigkeit als Silberfischchen, so dass sie durch trockenere Luft nicht getilgt werden können.
Papierfischchen ernähren sich von Cellulose und stärkehaltigem Material wie Papier, Karton oder Leim, von toten Insekten, Staub und Haaren, aber auch von gewissen Farbpigmenten, Textilien pflanzlichen Ursprungs (Leinen, Baumwolle), verschiedene getreidehaltige Produkte wie Mehl oder Teigwaren, wie auch Hautschuppen und proteinhaltiger Trockennahrung (zum Beispiel in Tierfutter). Bei ausbleibender Nahrung können Papierfischchen mehrere Monate überleben. Die natürlichen Fressfeinde dieser Insekten sind unter anderem Ohrwürmer und Spinnen, die nicht in grossen Mengen innerhalb von Gebäuden leben. Das führt dazu, dass Papierfischchen sich nahezu ungestört in einem Gebäude oder Raum invasiv verbreiten können.
Papierfischchen sind in der Lage, Dokumente, Bücher, Lithografien, Kunstdrucke, Fotografien, Kartenmaterial, Tapeten, und vieles mehr durch Schabfrass und Lochfrass zu beschädigen. Papierfischchen leben versteckt in der Gebäudestruktur und wandern auf der Suche nach Nahrung, wenn es in Fluren und Räumen ruhig ist. So bleiben Papierfischchen häufig lange Zeit unbemerkt und man wird erst durch die Materialschäden auf ihre Anwesenheit aufmerksam. Häufig werden Papierfischchen mit Silberfischchen verwechselt. Das Schadbild beider Fischchenarten ist ähnlich.
Besonders in Museen ist der Schädling gefürchtet, da eine Population an Papierfischchen massive Schäden an wertvollen Einzelstücken, wie Bücher, Bilder oder Urkunden anrichten kann. Da auch tote Insekten und Artgenossen gefressen werden, sind auch Schäden an Insektensammlungen nicht auszuschliessen.
Durch eine Befallsanalyse im Gebäude können Papierfischchen frühzeitig aufgespürt werden, bevor sie ungestört und unentdeckt, grosse Schäden verursachen. Gerne beraten wir Sie umfassend und helfen Ihnen Papierfischchen zu vermeiden und einen Befall frühzeitig zu erkennen. Dank unserer Erfahrung und spezifischem Knowhow können wir Sie in den folgenden Schritten gezielt unterstützen:
Gerne beraten wir Sie unverbindlich zum Thema Papierfischchen und offerieren bei Bedarf eine initiale Befallsanalyse.
An der Fachmesse Cultura Suisse 2022, der Schweizer Fachmesse für Museen, hielt Frau Dr. Bettina Landau der Desinfecta AG ein Referat über Papierfischchen in Museen. Sehen Sie sich das Video hier an!