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Die Achillessehne verbindet den Wadenmuskel (M. triceps surae) mit dem Fersenbein (Calcaneus) und ermöglicht uns kraftvolle Bewegungen des Fusses, so wie Laufen und Springen.
Achillessehnenschmerzen führen also häufig zu Problemen beim Gehen und sind meistens nicht mehr so schnell loszuwerden. Häufig ist eine Über- oder Fehlbelastung die Ursache.
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie ist durchschnittlich 20-25 cm lang und 5 cm dick.
Wenn es um Erkrankungen der Achillessehne geht, stösst man auf verschiedene Begriffe. Achillodynie und Achillestendinopathie sind da die häufigen Suchbegriffe. Aber was genau ist der Unterschied?
Achillodynie ist ein Sammelbegriff, welcher alle Beschwerden an der Achillessehne zusammenfasst.
Bei der Tendinopathie (oder auch Tendinose) handelt es sich um eine nichtentzündliche Erkrankung, die meistens durch Überlastung oder Verschleiss (Degeneration) entsteht. Typische Tendinopathien sind: Achillestendinopathie, Plantarfasziitis, Golfer- oder Tennisellbogen. Eine Tendinopathie kann sich durch andauernde Reizung zu einer Tendinitis entwickeln.
Tendinitis bezeichnet eine entzündliche Sehnenerkrankung. Sie entwickelt sich meistens nach einer Tendinopathie.
Beim Sehnenriss (oder der Sehnenruptur) kommt es teilweise oder vollständig zum Einreissen der betroffenen Sehne. Meistens geschieht dies bei plötzlicher Überbelastung während des Sports, allerdings mit vorhergehender degenerativer Vorschädigung. Der Achillessehnenriss ist einer der häufigsten Sehnenrissen.
Die Symptome einer Achillessehnenverletzung unterscheiden sich je nach Art der Verletzung. Allerdings führen die Symptome bei allen Beschwerden der Achillessehne zu Gangproblemen und Belastungsschmerzen. Die Beschwerden können akut (z.B. direkt bei oder nach der Belastung auftreten) oder es entwickelt sich ein chronischer Verlauf.
Die Achillestendinopathie gilt häufig als Sportler- oder Läufererkrankung. Durch Degeneration und Überlastung der Achillessehne kommt es zu einer Reizung der Strukturen. Meistens ist der Ansatz der Sehne über dem Fersenbein am stärksten betroffen. Betroffene klagen von Schmerzen, die während der Belastung oder am Morgen nach dem Aufstehen (“Anlaufschmerz”) bestehen.
Hält die Reizung an, können sich die Beschwerden zu einem chronischen Verlauf entwickeln, wo das Gewebe vernarbt und die Sehne steif wird. Schmerzen der chronischen Tendinopathie betreffen meist das mittlere Sehnendrittel anstatt den Ansatz. Hält dieser Zustand länger an, riskierst du einen Achillessehnenriss.
Reisst die Achillessehne, spürst du schlagartige, stechende Schmerzen im Wadenbereich. Belastung und vor allem Zehenstand lösen starke Schmerzen aus.
Meistens entsteht der Riss an der schmalsten Stelle der Sehne oberhalb des Ansatzes am Fersenbein (ca. 2-6 cm oberhalb).
Welche Symptome bei einem Sehnen- bzw. Muskelriss auftreten können und wie du diese am besten behandelst (wichtig: PECH-Regel), kannst du auch in unserem Artikel über Hamstringverletzungen lesen.
Da es sich bei der Achillestendinitis um eine entzündliche Erkrankung handelt, äussern sich hier die typischen Symptome einer Entzündung. Schmerzen sind nicht nur belastungsabhängig, sondern auch während Ruhe zu spüren. Die betroffene Stelle ist meistens druckempfindlich und geschwollen.
Die häufigste Ursache für Allodynie ist die Über- und Fehlbelastung, vor allem durch den Sport. Davon betroffen sind besonders Laufen und Ballsportarten. Ein zu schnelles Erhöhen des Trainingsumfang oder eine starke Steigerung der Trainingsintensität führen bei Freizeitsportlern zu Beschwerden. Ungeeignete Schuhe oder Dysbalancen in den eigenen körperlichen Strukturen gehören ebenfalls zu häufigen Ursachen für Achillessehnenverletzungen.
Hast du Schmerzen im Wadenbereich oder direkt über dem Fersenbein? Dann bist du vielleicht ebenfalls von einer Achillodynie betroffen. Um die Beschwerden wieder loszuwerden, solltest du dich an einige Punkte halten. Ansonsten kann der Heilungsprozess mehrere Monate dauern oder du entwickelst eine chronische Achillessehnenverletzung.
Du solltest den Beschwerden an deiner Achillessehne auf den Grund gehen. Könnte es sein, dass du das Trainingspensum stark erhöht hast? Hast du die richtigen Schuhe an den Füssen? Könnten intrinsische Faktoren (also Fehlstellungen der Füsse, Beine oder Körperhaltung) der Grund für Schmerzen sein?
Ist dein Trainingsumfang zu hoch oder du bist es dir nicht gewohnt so viel Sport zu treiben, könnte deine Achillessehne auf das intensive Training reagieren. Oft sind ungeübte Sportler von Beschwerden betroffen. Falls du neu das Laufen für dich entdeckt hast, empfehlen wir dir eine Trainingssteigerung von maximal 10% pro Woche (je nach deinem Fitness-Level). Zudem raten wir dir zum Crosstraining – da trainierst du Kraft und Ausdauer in verschiedenen Sportarten. Gut geeignet zum Lauftraining ist Schwimmen, Rudern, Radfahren oder konventionelles Krafttraining (dazu weiter unten mehr).
Ausschlaggebend für eine gesunde Belastung auf deine Gelenke und Sehnen sind beim Sport die Schuhe. Sind deine Füsse nicht richtig gebettet, kann es zu wiederkehrenden Fehlbelastungen und Reizungungen kommen. Für die passende Schuhwahl lässt du dich am besten beraten – dies kannst du bei uns im KINEO Runners Lab tun. Zudem kann dir eine Schuheinlage mehr Halt im Schuh geben und deine Füsse optimal unterstützen. Bandagen kannst du ebenfalls zur Stützung der Sehnen tragen. Allerdings sollte die Bandage nicht jeden Tag getragen werden. Wende dich für professionelles Kinesio-Taping lieber an unsere erfahrenen Physiotherapeuten.
Mit Hilfe einer Laufanalyse lassen sich Fehlbewegungen oder Fehlstellungen gut erkennen. Im KINEO Runners Lab führen wir kamerabasierte 3D Laufanalysen durch. Dort wird schnell klar, wo muskuläre Dysbalancen oder Fehlstellungen der Beinachse bestehen. Nach der durchgeführten Laufanalyse besprechen wir die Erkenntnisse und leiten Korrekturmassnahmen ein. Diese können eine individuelle Trainingsempfehlung oder Schuhberatung sein.
In den meisten Fällen raten wir, die Entzündung mit Kälte zu behandeln. Dies kannst am einfachsten mit einem Coolpad oder mit einer gekühlten Erbsenpackung machen. Kälte wirkt abschwellend und hemmt die Schmerzweiterleitung. Die Entzündungsreaktion kannst du auch verlangsamen, indem du dir eine Pause gönnst – schone die betroffenen Strukturen für einige Tage. Eine Entzündung kannst du auch mit Pflanzenstoffen lindern. Im Bereich der Sportverletzung sind vor allem Arnika, Pfefferminzöl und Menthol beliebt.
Bei einer chronischen Achillesverletzung kannst du versuchen, ob Wärme dir gut tut. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und Heilungsprozesse in Gang gesetzt.
Um Überlastungserscheinungen und Beschwerden der Achillessehne vorzubeugen, raten wir dir präventiv zu Kräftigungs- und Dehnungsübungen der Wadenmuskulatur und des Fussgelenks.
Exzentrisches Training der Wadenmuskulatur (M. triceps surae):
Dehnung des Wadenmuskels – “Wall Lean”:
Verzichte bei einer Achillessehnenentzündung auf das exzentrische Training der Wadenmuskulatur. Dies kann sehr schmerzhaft sein und du reizt deine Achillessehne noch zusätzlich.
Bist du bereits von einer Achillessehnenverletzung betroffen, solltest du vor allem passive Dehnübungen für die Wadenmuskulatur (z.B. Wall Lean) durchführen. Damit du dich im Übungs-Dschungel besser zurecht findest, haben wir dir ein Übungsprogramm bei Achillessehnenbeschwerden zusammengestellt.
Normalerweise heilen Verletzungen der Achillessehne von selbst, dennoch ist eine Sportpause und Physiotherapie für den Heilungsprozess wichtig. Bei einer Achillodynie kann es auch zu langwierigen Beschwerden oder zu einem chronischen Verlauf kommen. In diesem Fall solltest du eine Fachperson hinzuziehen.
Die Physiotherapeuten von KINEO stehen dir dabei zur Seite.
Bei einem Achillessehnenriss solltest du unbedingt die Akutbehandlung direkt nach dem Verletzungshergang selbst durchführen. Siehe dazu die PECH-Regel (unter Hamstringverletzungen).
Dann ist es wichtig frühzeitig mit der Physiotherapie zu starten.
In der ersten Phase der Rehabilitation ist eine Ruhigstellung des Fussgelenks nötig, damit die Sehne bestenfalls wieder zusammenwachsen kann. Wir erzielen während der Therapie eine Schmerzlinderung und für die Reduktion der Schwellung wenden wir manuelle Techniken und Lymphdrainage an.
Im Verlauf, sobald der Achillessehne wieder ausreichend belastbar ist, begleiten wir dich im Rehabilitationsprozess durch gezielte und funktionelle Kräftigungsübungen, Mobilisationstechniken und Dehnungen.
Das Ziel der Therapie ist die Wiedererstellung der vollständigen Beweglichkeit des Sprunggelenkes, der Belastbarkeit der Achillessehne und der Kraft und Sensomotorik der betroffenen Extremität.
Um die Symptome der Entzündung und die Schmerzen zu lindern, wenden unsere Physiotherapeuten Therapiemassnahmen wie Stosswellentherapie, Ultraschall, Triggerpunkt Therapie, Dry Needling, Kinesio-Taping oder Faszientherapie an.
Nebst der Behandlung der Symptome unterstützen wir dabei die Selbstheilungsprozesse des Körpers und erzielen eine möglichst schnelle Erholung des betroffenen Gewebes.
Im Verlauf der Rehabilitation erarbeiten wir ein spezifisches Trainingsprogramm zur gezielten Kräftigung der betroffenen Extremität, um die Elastizität und Belastbarkeit der Achillessehne wiederherzustellen. Da Sehnen länger zur Heilung benötigen, als zum Beispiel Muskeln, ist es wichtig, die Therapie aufbauend und progressiv zu gestalten. Ein optimales Rehabilitationsprogramm spielt auch eine entscheidende Rolle in der Prävention von erneuten Verletzungen.
Wir erarbeiten mit dir ein individuell angepasstes Heimprogramm und bieten dir an unserem Standort in Thalwil die Medizinische Trainingstherapie (MTT) an. Zudem kannst du dich in allen unseren Standorten mit dem SensoPro Gerät trainieren, um deine Sensomotorik und Koordination zu verbessern.
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