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Projekt
Treatment of non-alcoholic steatohepatitis (NASH) patients with vitamin D
Automatisch geschlossen · 2012 bis 2015
Semela David, Sawatzki Mikael, Sulz Michael, Borovicka Jan, Weinmann Sabine, Künzler-Heule Patrizia
Kurzbeschreibung/Zielsetzung
Die Fettlebererkrankung ist eine global stark zunehmende Erkrankung, die insbesondere bei begleitender Entzündung der Leber (Fettleberhepatitis; NASH) zumeist zu einem fortschreitenden Leberschaden führt. Das Endstadium dieser Erkrankung bilden die Leberzirrhose mit ihrer gefürchteststen Komplikation, dem hepatozellulären Karzinom (HCC). Die lnzidenz des HCC hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und erreicht den Prognosen nach seinen Höhepunkt um 2015 bis 2020, nicht zuletzt wegen der Zunahme an Adipositas und Fettlebererkrankungen. Eine Therapie mit langfristig etabliertem therapeutischem Effekt exis-tiert bis heute nicht. Glitazone als ein Therapieansatz haben neben einem erhöhten Risiko von kardievasku-lären Ereignissen auch eine Gewichtszunahme zur Folge, die insbesondere in diesem Patientenkollektiv sehr unerwünscht ist. ln der Zwischenzeit mehren sich die Hinweise, dass Vitamin D günstige Effekte auf den Fett- und Glucose-Stoffwechsel allgemein und die Fettleber im Besonderen haben könnte. Eine Studie in Ratten hat den günstigen Effekt einer Phototherapie bzw. von Vitamin D bereits im Tiermodell zeigen kön-nen. Bei einer Therapie mit Vitamin D im geplanten Dosisbereich handelt es sich um eine sichere Intervention ohne zu erwartende Nebenwirkungen (soweit keine Überdosierung vorliegt). Die Sicherheit einer Dosierung von 2.000 lU Vitamin D pro Tag wird durch Nutzen-Risiko-Analysen bestätigt, in denen basierend auf früheren Studien zu Vitamin D eine sichere obere Grenzdosis von 10.000 lU Vitamin D pro Tag festgelegt werden konnte. Folglich hat das amerikanische Institute of Medicine den sicheren oberen Grenzwert der Vi-tamin D Substitution von 2.000 lU sogar auf 4.000 lU Vitamin D pro Tag in seinen im November 2010 he-rausgegeben Empfehlungen erhöht. ln Anbetracht der Tatsache, dass eine Therapie mit Vitamin D 2.100 I.E. pro Tag einen sicheren und kostengünstigen Therapieansatz darstellen könnte, der diese weitverbreitete Erkrankung mit globaler Tragweite und teils gravierenden Spätschäden auf einfache Weise effektiv beein-flussen könnte, erscheint die Durchführung einer randomisierten, doppel-blind kontrollierten Studie dringlich geboten und ethisch gerechtfertigt.