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Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat gegen das weltweit grösste Online-Poker-Unternehmen „Full Tilt“ eine Betrugsklage angestrengt. Bei ihren Ermittlungen will die Strafuntersuchungsbehörde festgestellt haben, dass von den Kundeneinlagen ein grosser Teil verschwunden sei; das Unternehmen sei daher geschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Firmenbesitzer seit April 2007 rund USD 440 Mio. in die eigenen Taschen umgeleitet hätten.
Das von Amerikanern geführte und im Ausland angesiedelte Unternehmen soll dadurch angeblich Gelder seiner Spieler veruntreut haben. Die teilnehmenden Pokerspieler bangen um ihre Einsatzgelder und Spielgewinne.
Der federführende Staatsanwalt soll Full Tilt als
„globales Ponzi-Schema“
bezeichnet haben.
Da auch die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) am 29.06.2011 die Lizenz von Full Tilt aussetzte, konnte nicht mehr gespielt werden und es wurden auch die Auszahlungen gestoppt. Angeblich soll Full Tilt der AGCC in der Höhe von £ 250’000 Lizenzgebühren schulden. Die Lizenzaussetzung sei aus rechtlichen Interessen und zum Wohle der Full Tilt-Pokerspieler erfolgt.
Der Fall Full Tilt rückt die menschliche Leidenschaft des Spielens und Zockens in den medialen Mittelpunkt. An den webbasierten illegalen Glückspielen sollen je Session oft mehr als 50’000 Pokerspieler teilgenommen haben.