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Bericht über die 7. Europakonferenz in Agia Napa / Zypern 4.11.2010 bis 6.11.2010
Postkonferenzreise vom 7.10.2010 bis 11.11.2010
Die 7. Europakonferenz wurde unter dem Motto Freundschaft und Friede (Amitié et Paix) von der Cyprus scout and guide fellowship organisiert. Anwesend waren 23 Länder und 350 Mitglieder.
Der Konferenzort Agia Napa liegt an der südlichen Mittelmeerküste im östlichen Teil der Insel. Konferenzstätte war ein Hotelkomplex am Meer mit einem fantastischen Park und unmittelbarem Meeranstoss.
Von den drei Konferenztagen wurden zwei für die eigentlichen Konferenztraktanden benötigt, während der dritte Tag dem Kennenlernen der Insel diente.
Die Konferenz als solche umfasste folgende Punkte:
- Region Europa und Subregionen wie weiter?
- 3-Jahresbericht der Präsidentin
- Kassenbericht
- Statutenänderungen
- Wahlen
- Ortsbestimmung für die 8. Europakonferenz
- Präsentationen von Ländern
EPS war an der Konferenz mit drei Delegierten vertreten, nämlich Marc Barblan v/o Marsouin, Delegationsleiter, Hansjörg Hirt v/o Omag und Marianne Walter v/o Plisch. Zusätzlich wurden wir von drei Mitgliedern, Rodica Barblan, Verena Hirt und Marianne Müller als Observer begleitet. (Bild 1218)
Der Jahresbericht der Präsidentin Jane Wardropper war eher formell und umfasste Tätigkeiten und dem Motto Friede und Freundschaft, sowie Hinweise auf das Sponsoring der Euroländer.
Der Kassenbericht war sehr einfach. Es wurde festgestellt, dass 2008 keine Mitgliederbeiträge eingingen aber über € 3000 für einen Workshop ausgegeben wurden. Das Fehlen der Beiträge wurde mit der schlechten Gesundheit des Kassiers, Werner Weilguny begründet. Warum war das Komitee nicht in der Lage einen Stellvertreter zu finden??? Der Revisionsbericht wurde von Ricardo della Rocca verlesen, worauf einstimmig Décharge erteilt wurde.
Diskussionen ergaben sich anschliessend betreffend Budget und Mitgliederbeiträge. Dieser Punkt war nicht traktandiert. Man beschloss, nach langen Diskussionen den Beitrag wie bisher zu belassen. (Theoretisch kann durch diesen Formfehler die gesamte GV als ungültig erklärt werden.)
Die Statuten wurden in der vorgeschlagenen Form beschlossen. Das Europakomitee besteht nach wie vor aus vier Mitglieder, das heisst einem Delegierten aus jeder Subregion. Es setzt sich neu zusammen aus: Olav Balle, Norwegen, Chairman, Kathrin Divers, Hans Slanec und Fortis Mannide.
Ein weiterer Punkt war die Verwendung der deutschen Sprache. Es wurde beschlossen, dass Deutsch während der nächsten 6 Jahre in schriftlichen Dokumenten in der Region angewendet werden kann. Es wurde darauf hingewiesen, dass die junge Generation durchaus in Englisch kommunizieren kann. (Anmerkung des Verfassers: Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt zwischen 75 und 80, Nachwuchs ist nur spärlich in Sicht. Wenn Englisch die Sprache der Jugend ist und deshalb Deutsch nur noch beschränkt angewendet werden soll, so kann auch Französisch als offizielle Sprache abgeschafft werden.)
Die nächste Europakonferenz wird durch die Subregion Nord, nach momentanem Stand, in Norwegen organisiert.
Die Berichte der Subregionen und Länder über ihre Projekte und Aktionen waren interessant und instruktiv. Es fällt auf, dass die Schweiz im Moment keine Projekte oder Aktion vorzeigen kann.
Ein Thema der Subregion Zentraleuropa ist, wie meistern wir das Leben (Alter). Es besteht leider kein Konzept wie die Länder dieses Thema angehen sollen und was die Ziele sind.
Der Kulturtag hatte drei Schwerpunkte:
- Archäologie
- Byzantinische Kirchen
- Zypriotischer Wein
Der Verfasser hat an der archäologischen Exkursion teilgenommen.
Primär wurden jedoch alle Teilnehmer nach Nikosia gefahren, wo man von der dortigen Bürgermeisterin empfangen wurde. Wichtiger Punkt ihres Referats war die Teilung der Stadt in das unabhängige Südzypern und das unter türkischer Besatzung stehende Nordzypern.
Anschliessend haben die Teilnehmer der Archäologietour die griechisch/römische Ausgrabung in Korion (Bild 1200), die Johanniterfestung in Kolossi (Bild 1208) und die prähistorische Siedlung Choirokoitia (Bild cak80qyg) besucht.
Nach einem orthodoxen Gottesdienst in der Kirche von Agia Napa war die Konferenz zu Ende.
Etwa die Hälfte der Teilnehmer, 163 Personen, begaben sich auf die Postkonferenztour. Diese führte quer über die Insel nach Pafos, einer Hafenstadt an der westlichen Küste. Bei dieser Reise passierte man die Stelle an der Aphrodite dem Meer entstiegen (Bild1246) sei.
Eine Reise zur höchsten Erhebung der Insel ungefähr 2000 m über Meer vermittelte einen andern Eindruck der Landschaft. Während der Küste entlang eine karges Steppenland vorherrscht beginnen ab ca. 800 m Nadelwälder unter anderem mit den berühmten Libanonzedern. Durch das lockere Gestein sind tiefe Täler entstanden, wodurch eine sehr wilde Landschaft entstand. Deshalb wurden einige Klöster in dieser Landschaft gegründet und erbaut. Das reichhaltigste haben wir besucht (Bild 1266). In der Kirche wird man vor lauter Schmuck fast erdrückt und der Altar ist voll von Ikonen, dass einem alles vor den Augen verschwimmt. Obligatorisch war auch der Besuch am Denkmal des Erzbischofs Makarios (Bild 1270).
In Pafos gibt es viele Kulturdenkmäler. Berühmt ist die griechisch-römische Ruinenstadt (Bild 1305). Diese wurde im 4.Jh n.Ch. durch ein Erdbeben zerstört und nicht wieder aufgebaut. Bei
Planierungsarbeiten 1962 hat man römische Mosaiken (Bild 1307) entdeckt. Inzwischen wurden diese freigelegt, überdacht und dem Publikum zugänglich gemacht und von uns besucht.
Abschluss der Reise war eine Schiffahrt (Bild 1334) entlang der Westküste von Zypern.
Bei 28°C und 23°C Meerwassertemperatur haben wir Zypern verlassen um in Kloten bei 5°C Regen und Sturm die Schweizer Realität zu spüren.