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Das Migazin vom 23.07.2019 berichtet: Während Politiker reden, wird anderswo gehandelt. Am Montag sprach die Deutsche Bundesregierung über einen Notfallmechanismus zur Aufnahme von geflohenen Menschen nach Seenotrettungen. Der Notfallmechanismus soll die Situation im Mittelmeer ändern, bei der immer wieder Rettungsschiffen mit Migranten an Bord die Anlandung verboten wird. Künftig soll im Vorhinein feststehen, welche Länder die Menschen nach der Landung aufnehmen.
Zeitgleich waren Schiffe privater Organisationen zu Rettungseinsätze auf dem Weg. Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ des Regensburger Vereins Sea-Eye wollte noch am Montag den Hafen von Palma de Mallorca verlassen und Kurs auf Libyen nehmen. Dort will die „Alan Kurdi“ mögliche Flüchtlinge aufnehmen, die von Libyen aus versuchen, in Booten Europa zu erreichen.
„Ärzte ohne Grenzen“ hatte bereits am Sonntag bekanntgegeben, dass die gemeinsam mit „SOS Mediterranee“ betriebene „Ocean Viking“ Ende des Monats ihren Einsatz beginnen solle. Derzeit ist sie auf dem Weg ins Mittelmeer. Die unter norwegischer Flagge fahrende „Ocean Viking“ ist den Angaben zufolge ein 1986 gebautes, 69 Meter langes Hochsee-Versorgungsschiff, das ursprünglich als Rettungsschiff konzipiert wurde und bis zu 200 gerettete Menschen an Bord nehmen kann. Es ersetzt die früher von den beiden Organisationen betriebene „Aquarius“.