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Trägt körperliche Aktivität zur Senkung des Cholesterinspiegels bei?
Die richtige Antwort ist ja! Körperliche Aktivität und Cholesterin stehen in engem Zusammenhang, und aus verschiedenen Gründen können Menschen, die an cholesterinbedingten Krankheiten leiden, durch Sport, insbesondere durch aerobe Aktivitäten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren, unterstützt werden.
Aber kann Sport allein ausreichen, um die Werte zu normalisieren?
Aerobe körperliche Betätigung kann dazu beitragen, den Gehalt an schlechtem Cholesterin im Blut zu senken, aber die LDL-Lipoproteine – oder Proteine niedriger Dichte – werden nicht allein durch diesen Faktor reguliert; was wirklich hilft, ist – in Synergie mit dem Sport – eine gesunde Lebensweise.
Gehen wir jedoch davon aus, dass körperliche Aktivität tatsächlich den Gehalt an schlechtem Cholesterin im Blut senken und das gute Cholesterin regulieren kann. Cholesterin gehört zur Familie der Steroidlipide und muss nicht von vornherein bekämpft werden: Das Gleichgewicht zwischen HDL und LDL, d. h. zwischen gutem und schlechtem Cholesterin (ein Thema, das wir bereits in einem früheren Artikel behandelt haben), muss geregelt werden.
Bewegung, kombiniert mit einer guten Ernährung und einer korrekten Lebensweise, ist ein wahres Allheilmittel für dieses Gleichgewicht: Bewegung stärkt das Herz, senkt die LDL-Werte und erhöht die Werte des guten Cholesterins (d. h. des HDL).
Bewegung hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Pathogenese, die Symptome und die Fitness von Menschen mit Dyslipidämie und senkt den Cholesterinspiegel im Blut. Regelmässige körperliche Betätigung erhöht das HDL-Cholesterin und hält sowohl den LDL-Cholesterin- als auch den Triglyceridspiegel im Gleichgewicht.
Sport ermöglicht es ausserdem, an den Präventionsfaktoren zu arbeiten: Eine gute sportliche Betätigung reduziert nämlich Übergewicht, die Last des Rauchens und des Alkohols in der Ernährung und bekämpft die Sesshaftigkeit, wenn man aus beruflichen Gründen gezwungen ist, viele Stunden am Schreibtisch zu verbringen: Alles Faktoren, die mit dem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut und dem daraus folgenden Risiko des Auftretens von Krankheiten wie Schlaganfall, Thrombose und Herzinfarkt verbunden sind.
Welche körperliche Betätigung sollten wir ausüben, um den schlechten Cholesterinspiegel im Blut zu senken?
Nicht alle Sportarten sind für diesen Zweck geeignet, aber es gibt einige Aktivitäten, die sehr gut sein können: Um bessere Ergebnisse bei der Senkung des schlechten Cholesterins und der Triglyceride zu erzielen, muss man eine aerobe Aktivität in Erwägung ziehen, d. h. eine Aktivität, die verschiedene Muskelgruppen über einen längeren Zeitraum beansprucht, den Sauerstoffverbrauch erhöht und die Zucker- und Fettsäurereserven des Blutes zur Energieversorgung heranzieht.
Zu den aeroben Übungen zur Bekämpfung des Cholesterinspiegels gehören kardiorespiratorische Ausdaueraktivitäten wie Joggen, Laufen und Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Skilanglauf und Wandern.
Und für diejenigen, die sich diesen Tätigkeiten nicht widmen können?
In diesem Fall kann das Krafttraining eine sinnvolle Alternative zum aeroben Training sein.
Wie viel Sport muss man treiben, um diese Ergebnisse zu erzielen?
Es stimmt zwar, dass körperliche Aktivität zur Stabilisierung des Cholesterinspiegels und zur Vorbeugung von Krankheiten beitragen kann und dass die ideale Bewegung aerob ist, aber man muss wissen, welches Tempo ideal ist, um Ergebnisse zu erzielen: Das optimale Ziel wären etwa drei Stunden Bewegung pro Woche. Dies kann erreicht werden, indem Sie jeden Tag 25 Minuten Sport treiben, oder indem Sie es in drei Trainingseinheiten von je einer Stunde aufteilen.
Die Unterstützung der Ernährung im Kampf gegen den Cholesterinspiegel
Angemessene, mässige, aber kontinuierliche und konstante körperliche Betätigung kann eine wirksame Hilfe bei der Senkung des Cholesterinspiegels im Blut sein, aber es muss betont werden, dass Sport allein nicht ausreicht: Bewegung muss mit einer gesunden und korrekten Ernährung einhergehen, die wenig Zucker, viele Ballaststoffe und möglichst keine Lebensmittel enthält, die auf der schwarzen Liste für Menschen mit hohem Cholesterinspiegel stehen: Tierische Fette wie Butter, Schmalz und Speck, Wurstwaren, Käse mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten und alkoholische Getränke.
Grünes Licht stattdessen für den regelmässigen Verzehr von Obst und Gemüse der Saison, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Ölsaaten. Auch beim Kochen wird sorgfältig vorgegangen: Kein Braten oder Kochen mit Butter, stattdessen leichte Garmethoden wie Dämpfen oder Kochen.
Wie bei jedem Problem ist es auch bei hohen Cholesterinwerten ratsam, nicht selbst Hand anzulegen, sondern einen Ernährungsexperten zu konsultieren, der die Situation einschätzen und einen spezifischen Diätplan für unseren Fall erstellen kann.
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