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Die Differenz von Exporten und Importen lag im Januar bei 48,5 (Dezember: 44,3) Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Experten hatten genau mit diesem Wert gerechnet. Grund für die Entwicklung war, dass die Importe mit 2,3 Prozent stärker zulegten als die Exporte mit 0,6 Prozent. Dies hängt auch mit dem höheren Ölpreis zusammen, der die Importe verteuert. Die Ein- und Ausfuhren kletterten jeweils auf den höchsten Stand seit Dezember 2014.
Trump hat Importzölle auf Waren bestimmter Handelspartner angedroht und angekündigt aus verschiedenen Freihandelsabkommen auszusteigen. Das grösste Handelsdefizit von 31 Milliarden Dollar haben die USA im Geschäft mit China. Dieses Minus vergrösserte sich im Januar um etwa 13 Prozent. Das Defizit mit Deutschland fiel um acht Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Die USA waren 2016 der grösste Absatzmarkt für Produkte "Made in Germany".
USA kritisiert Deutschland
Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, hatte den deutschen Handelsüberschuss am Montag als "ernste Sache" bezeichnet. Er sei eines der schwierigsten Probleme im Handel, mit denen sein Land konfrontiert sei. "Ich denke, es wäre nützlich, mit Deutschland offen über Wege zu sprechen, wie wir diese Überschüsse reduzieren können, und zwar ausserhalb der Grenzen und Beschränkungen, die die Deutschen für sich geltend machen." Die Bundesregierung lehnt Vorschläge nach einer bilateralen Lösung allerdings ab. "Die Handelspolitik liegt in der Zuständigkeit der Europäischen Union", sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums zu Reuters.
(Reuters)