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Wichtige Voraussetzungen für die Sprachentwicklung sind:
Das Hörvermögen:
Hört das Kind schlecht, so kann es Sprache nicht nachahmen.
Kinder erwerben ihre ersten Wörter, indem sie die Äusserungen des Umfelds wiederholen.
Organische Voraussetzungen:
Wir sprechen mit dem Hals-Nasen-Rachenraum und mit dem Kehlkopf.
Hat das Kind an diesen Stellen eine Schädigung, so kann es Schwierigkeiten haben, das Sprechen zu erlernen.
Die Motorik (Muskelbewegung):
Zum Sprechen benötigen wir eine gut entwickelte Mundmotorik. Diese Fähigkeit entwickelt sich bereits in der Zeit der Lallperioden, in der der Säugling das Zusammenspiel der Muskeln übt, die zum Sprechen notwendig sind.
Die Wahrnehmung:
Das Kind muss seine Umwelt erfahren und wahrnehmen können.
Eindrücke müssen im Gehirn verarbeitet und miteinander in Verbindung gebracht werden können. Dies ist für die Entwicklung des Kindes von grosser Bedeutung.
Die Wahrnehmung wird in vier Bereiche aufgeteilt:
Visuelle Wahrnehmung:
Das Kind kann Gegenstände sehen und verarbeiten. Es erkennt Formen, Farben und verschiedene Grössen und kann diese einordnen (z.B. kann es einen Apfel auf einem Teller als etwas Essbares erkennen).
Bezug zur Sprachentwicklung: Das Kind kann u.a. Mimik oder eine Sprechbewegungen sehen und nachahmen.
Auditive Wahrnehmung:
Das Kind kann ein Geräusch, einen Laut oder ein Wort hören und verarbeiten.
Bezug zur Sprachentwicklung: Das Kind kann Laute und Wörter hören, zusammenfügen und wiedererkennen.
Taktil- kinästhetische Wahrnehmung:
Das Kind kann etwas mit dem Körper fühlen und diese Reize verarbeiten.
(Es geht mit Gegenständen angemessen um.)
Propriozeptive Wahrnehmung:
Das Kind nimmt die Stellung und Bewegung seiner Muskeln wahr.
(Sicherer Gang, Gleichgewicht halten, etc.)
Kognition (Denken, Gedächtnis):
Das Kind kann Erfahrungen im Gedächtnis speichern und Bekanntes wiedererkennen.
Es baut ein Vorstellungsvermögen auf.
Es lernt, ähnliche Sachverhalte miteinander zu verbinden und zu kategorisieren (Hund und Pferd = Tier).
Das Kind lernt zunehmend, seine Handlungen zu planen und das Ergebnis einer Handlung abzuschätzen.
Hat das Kind ein Wort gelernt, so kann es von einem Gegenstand sprechen, auch wenn dieser nicht da ist (z.B. braucht es nicht mehr einen Ball zu sehen, sondern kann sich einen Ball vorstellen und das entsprechende Wort dazu nennen, „Ball“).
Dieses innere Bild, das Vorstellungvermögen, ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere sprachliche Entwicklung des Kindes.
Das Spiel:
Im Spiel lernt das Kind seine Umwelt kennen und setzt sich mit dieser auseinander. Es macht neue Erfahrungen, die es auf andere Situationen übertragen kann (z.B. lernt das Kind im Spiel mit Klötzen auf verschiedene Arten Grössen, Gewichte und physikalische Gesetze kennen).
Das Spiel ist für das Kind eine sehr wichtige Tätigkeit, auf die es sich voll und ganz konzentriert.
Umweltbedingungen:
Die Entwicklung des Kindes wird von der Umwelt massgebend beeinflusst.
Das Kind braucht das Gefühl der Geborgenheit und Liebe, damit es sich frei entwickeln kann.
Das kleine Kind versteht vielleicht noch nicht den Sinn der Wörter, nimmt aber Tonfall, Stimmklang und Berührungen wahr. Es empfindet die Zuwendung, wenn liebevoll mit ihm gesprochen wird.
Das Sozialverhalten des Kindes entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt.
Durch Sprachvorbilder lernt das Kind mit seiner Umwelt zu kommunizieren.
Es übernimmt die Umgangsformen seiner Mitmenschen.