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Frühjahrskonzert
Der Online-Vorverkauf ist geschlossen. Es gibt weitere Tickets bei der Vorverkaufsstelle oder an der Abendkasse.
Vorverkaufsstelle
Goldschmiede Thoma
Vordere Hauptgasse 82
4800 Zofingen
Sonntag, 15.05.2022, 17 Uhr
Stadtkirche Zofingen
Ludwig van Beethoven: Coriolan-Ouvertüre
Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert in Es-Dur
Pietro Mascagni: Intermezzo aus "Cavalleria Rusticana"
Gaetano Donizetti: Sinfonia "Per la Morte di Capuzzi"
Solist: Ruedi Häberli
Leitung: Matthias Sager
Ruedi Häberli, Klarinette
Ruedi Häberli ist ein Vollblutmusiker sondergleichen, jedoch äusserst spezieller
Natur: Als Kind träumte der Tausendsassa aufgrund seiner Vorliebe zu Holz stets von einer Karriere als Schreiner. Da Ruedis höchst kritische Eltern wiederholt betonten, dass dem Linkshänder zwei linke Daumen gewachsen seien, entschied sich der junge Sprössling gegen den Hammer und die handwerklich anspruchsvolle Tätigkeit und für eine Laufbahn als Berufsmusiker auf einem hölzernen Blasinstrument, ganz nach dem Motto "Hauptsache Holz".
Warum der Kunstschaffende sich ausgerechnet für die Klarinette entschied, beantwortet dieser folgendermassen: Das Radiogerät der Familie Häberli empfing zu Beginn der nationalen Radiokultur nur einen Sender, der sich voll und ganz der schweizerischen Volksmusik widmete. Die Zuhörer hatten bei jedem Wunschkonzert am Montag immerzu die abwechslungsreiche Wahl zwischen "Volksmusik mit Jodel" oder "Volksmusik ohne Jodel", meist begleitet von einer Klarinette. Sobald die Wahl eines Zuhörers auf die "Version mit Jodel" fiel, reagierte der Allerweltskerl (aufgrund seines persönlichen Geschmacks) mit dem Entfernen der Radio- Stromzufuhr.
Der ersten und letzten Kündigung im Leben des Draufgängers, also dem unfreiwilligen Ausschluss der Bezirksschule im zarten Alter von 17, folgte die Aufnahme am Konservatorium und der Beginn des Klarinettenstudiums im Bereich Klassische Musik.
Die Passion und die Tatsache, nicht zum Musterschüler geboren zu sein, trieb den Allrounder fortlaufend voran und begleitete und prägte ihn für den Rest seines Lebens. Bereits früh folgte der Gedanke: Wenn schon nicht zum Schüler geboren, dann vielleicht auf der Seite der Lehrer, aus finanzieller Motivation und zum Vorteil der Kultur. Als Musiklehrer in mindestens 10 verschiedenen Gemeinden legte der Schulabbrecher R.H. unbewusst den Grundstein für die musikalische Weiterentwicklung hunderter Schüler. Ohne sein Wissen fanden unzählige, teils sogar sehr bekannte und erfolgreiche Bands den Ursprung in seinem Unterricht (mit grösster Wahrscheinlichkeit gehört auch der Verfasser dieses Textes dazu).
50 Jahre Erfahrung im Klarinettenspiel später, plante der geübte Klangfanatiker sein "Grande Finale", welches leider dem Covid19 zum Opfer fiel. (Dieses Konzert war eigentlich bereits auf den 20.12.20 geplant gewesen.)
Nach gefühlt unendlichem Warten und dem Reissen jeglicher Geduldsfäden freuen wir uns, diesen aussergewöhnlichen Klarinettisten am 15.5.2022 in der Stadtkirche empfangen zu dürfen.
Ludwig van Beethoven: Coriolan-Ouvertüre
Wie klingt das Scheitern? - Beethoven führt es uns in seiner "Coriolan"-Ouvertüre vor. Er zieht dabei alle Register des musikalisch Geheimnisvollen, Aufgewühlten, Zerbrechlichen und schreibt eine radikal ausdrucksstarke Musik.
"Ich hasse jedes Menschenantlitz, bin mir selbst ein Rätsel", gesteht der Feldherr Coriolan in Heinrich von Collins Trauerspiel. Der erfolgsverwöhnte römische Krieger fühlt sich von seinem Volk gekränkt und verbündet sich mit den Feinden Roms. An ihrer Spitze will er nun gegen seine Landsleute kämpfen. Doch beim Marsch auf die Heimatstadt befallen ihn Zweifel. Seine Mutter, die als Bittstellerin für Rom auftritt, nötigt ihm schließlich den Frieden ab. Coriolan zerbricht an sich selbst: an seiner Unüberlegtheit und Untreue. Verzweifelt stürzt er sich ins Schwert.
Beethoven konnte nicht damit rechnen, dass seine Ouvertüre jemals als Einleitung für das Drama gespielt würde. Als er nämlich 1807 die Arbeit an der Ouvertüre begann, war Collins Theaterstück (fünf Jahre zuvor uraufgeführt) längst von den Spielplänen Wiens verschwunden.
Quelle: Wikipedia
Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert in Es-Dur
Carl Maria von Weber schrieb 1811 ein kurzes Concertino für den Klarinettisten Heinrich Baermann, der damals als grösster Virtuose auf seinem Instrument galt. Der bayerische König war nach der Uraufführung in München in einem Hofkonzert denn auch so beeindruckt, dass er gleich zwei weitere Klarinettenkonzerte in Auftrag gab. Weber schrieb diese in schneller Folge hintereinander, und beide Werke wurden noch im gleichen Jahr uraufgeführt - «mit rasendem Beifall, da es Baermann göttlich blies», wie der Komponist im Tagebuch notiert. Damit entstanden nach Mozarts Klarinettenkonzert die ersten romantischen Werke für diese Besetzung - bis heute sind sie sehr populär und oft eingespielt.
Quelle: Wikipedia
Pietro Mascagni: Intermezzo aus "Cavalleria Rusticana"
Nach Wunsch seines Vaters, eines Bäckers, hätte Mascagni gegen seinen Willen Jurist werden sollen, sein Onkel bewahrte ihn aber durch Adoption davor, und Mascagni konnte Musik studieren. Schon seine ersten Werke waren ziemlich erfolgreich, was den Vater mit der Berufswahl des Sohnes versöhnte. Obwohl er von einem adligen Gönner gefördert wurde, hervorragende Lehrer (Amilcare Ponchielli) und mit Giacomo Puccini einen kompetenten Freund hatte, brach er das Studium ab, da es ihm zu trocken schien, und schloss sich einer fahrenden Operntruppe an. 1889 nahm er mit „Cavalleria rusticana“ an einem Einakter-Opernwettbewerb teil. Die Oper erhielt den ersten Preis und wurde bei ihrer Uraufführung im Jahr darauf einer der größten Erfolge der Musikgeschichte.
Das Werk „Cavalleria Rusticana“ ist das einzige Werk Pietro Mascagnis, das einem breiteren Publikum bekannt ist. Insbesondere das wunderschöne Intermezzo beflügelt die Fantasie und bildet ein melodisches Kunstwerk für ein ausgewogenes Konzertprogramm.
Quelle: Wikipedia
Gaetano Donizetti: Sinfonia "Per la Morte di Capuzzi"
Bis zum Aufstieg Verdis, den er nachhaltig beeinflusste, nahm Donizetti eine dominierende Stellung in der italienischen Oper der Romantik ein. Zwischen der Uraufführung seiner ersten Oper in Venedig 1818 und der 1843 erfolgten Pariser Premiere seines letzten Bühnenwerks komponierte er mehr als 60 Werke für viele der bedeutendsten Sänger seiner Zeit. 1838 ging er nach Paris und schuf dort zwei herausragende komische Opern („La Fille du régiment“ und „Don Pasquale“). Die nachfolgenden vier Jahre bis zu seinem Tod waren durch eine schwere Erkrankung überschattet: Gelähmt und geistig verwirrt, konnte Donizetti seine Produktion nicht aufrechterhalten.
Die „Sinfonia d-moll – Per la Morte di Capuzzi“ schrieb Donizetti für das Begräbnis des Geigers und Leiters der Kapelle von Santa Maria Maggiore in Bergamo, Antonio Capuzzi (1753 – 1818). Capuzzi war Lehrer der hoch renommierten Schule Lezioni Caritatevoli di Musica, wo er auch Donizetti unterrichtete. Er galt als äußerst angesehener Geigenvirtuose, bedeutender Lehrer und innovativer Komponist und starb 1818, wenige Tage nachdem er mitten in einem Konzert einen Herzinfarkt erlitten hatte.
Das Autograph der Partitur befindet sich in der Nationalbibliothek in Paris, ein Partiturmanuskript von fremder Hand sowie die vollständigen Orchesterstimmen (zum Teil autograph, zum Teil von fremder Hand) im Museo Donizettiano in Bergamo.
Quelle: www.deutschegrammophon.com