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Auswahlverfahren und Einreise in die Schweiz
Im Aufnahmeverfahren prüft die Schweiz bereits vor Einreise, ob eine Person die Voraussetzungen für eine dauerhafte Neuansiedlung in der Schweiz erfüllt. Dieses Verfahren ermöglicht eine kontrollierte Einreise und erlaubt es der Schweiz, die notwendigen Massnahmen für die ankommenden Flüchtlinge einzuleiten. In der Schweiz angekommen, erhalten sie direkt den Flüchtlingsstatus und Asyl gemäss Art. 56 AsylG.
Das Aufnahmeverfahren und die Auswahl der Flüchtlinge geschehen in enger Zusammenarbeit mit dem UNHCR. Das UNHCR bestimmt, ob eine Person die Voraussetzungen für ein Resettlement erfüllt. Eine Person erfüllt die Kriterien, wenn sie vom UNHCR als Flüchtling anerkannt wurde, weder in ihr Herkunftsland zurückkehren noch dauerhaft im Erstaufnahmeland verbleiben kann und ein besonderes Schutzbedürfnis aufweist. Diese besonders vulnerablen Personen (Überlebende von Gewalt und/oder Folter, Kranke und Behinderte, gefährdete Frauen und Kinder, etc.) werden anschliessend der Schweiz zur Aufnahme vorgeschlagen. Die Schweiz entscheidet endgültig darüber, wer aufgenommen wird.
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) prüft jeden Fall einzeln und befragt alle Personen vor Ort oder per Video. Alle Dossiers werden auch auf Ausschlussgründe und durch den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) auf allfällige Sicherheitsbedenken überprüft. Personen, welche schwere Verbrechen begangen haben oder eine Gefahr für andere darstellen, sind vom Resettlement ausgeschlossen.
Beschliesst die Schweiz, Flüchtlinge dauerhaft aufzunehmen, wird in enger Zusammenarbeit mit UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die Reise vorbereitet. Gleichzeitig stellt das SEM sicher, dass die Aufnahmekantone möglichst frühzeitig über den Gesundheitszustand und weitere Details der Personen informiert werden. Die Resettlement-Flüchtlinge reisen mit Visum in die Schweiz ein. Nach dem Transfer in den Kanton beginnt die Integrationsarbeit.
nach oben Letzte Änderung 09.12.2016