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Die frühere Luzerner Stadträtin erlag am Samstag im Alter von 61 Jahren einem Krebsleiden. Ursula Stämmer war von 2000 bis 2016 Mitglied der Regierung der Stadt Luzern, sie war die erste SP-Frau in diesem Amt.
Sie leitete in dieser Funktion zwölf Jahre lang die Sicherheitsdirektion und dann die Bildungsdirektion. In ihre Amtszeit fielen etwa die Zusammenlegung von Stadt- und Kantonspolizei oder das Projekt Salle Modulable, das nicht zustande kam. Kritik gab es 2007 von links, als sie die Verhaftung von über 200 Personen, die an einer illegalen Demonstration teilnahmen, verteidigte.
Zuletzt bei der Kirche engagiert
Nach ihrer politischen Arbeit amtete Ursula Stämmer als Synodalratspräsidentin der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Luzern. Diese verliere nicht nur eine engagierte Präsidentin, sondern auch eine Persönlichkeit: «Wir müssen eine humorvolle, liebenswürdige, grosszügige Kollegin verabschieden», sagt Florian Fischer, Vizepräsident des Synodalrats.
Die Synode, das Evangelische Kirchenparlament, wird voraussichtlich im Herbst 2020 die Nachfolge von Stämmer-Horst bestimmen. Bis dahin übernimmt Synodalrätin Lilian Bachmann das Amt als Interimspräsidentin.