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Laktose (Milchzucker) wird normalerweise im Verdauungstrakt durch ein Enzym (die Laktase) in Glukose (Traubenzucker) und Galaktose aufgespaltet. Wer nicht genügend von diesem Enzym produziert, leidet an einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunvertraglichkeit).
Eine schmerzhafte Intoleranz
Ein solcher Mangel wird erworben oder – wesentlich seltener – auch vererbt. Die schwarze Bevölkerung in Amerika und Afrika und die asiatische Bevölkerung ist deutlich starker betroffen als die weisse. In Europa ist der Enzymmangel im Mittelmeerraum verbreiteter als im Norden und im Zentrum des Kontinents. In der Schweiz leidet ungefähr jede fünfte Person an einer Laktoseintoleranz.
Anstatt ins Blut gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren. Die im Dickdarm gebildeten Gase und die Wasseransammlung führen zu den typischen Symptomen wie zum Beispiel Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Wind, Verstopfung, und Erbrechen.
Behandlung / Therapie
Die Therapie der Laktoseintoleranz wird in Form einer laktosearmen Ernährung durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit, das fehlende Enzym Laktase in Form von Kapseln oder Tabletten einzunehmen. Tipps:
- Laktose wird in der Regel besser vertragen, wenn gleichzeitig fett- oder eiweissreiche Nahrungsmittel gegessen werden.
- Reifer Käse wird oft gut vertragen, denn während des Reifungsprozesses wird der grösste Teil der Laktose durch Bakterien abgebaut.
- Butter enthält nur Spuren von Laktose und ist daher gut verträglich.