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Minusio
(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
246 m. Gem. und Pfarrdorf; 1,3 km ö. der Station
Locarno-Muralto der Linie
Bellinzona-Locarno der Gotthardbahn.
Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen
Locarno-Sonogno. Gemeinde, mit
Mondacce und
Rivapiana: 299
Häuser, 1162 kathol.
Ew.; Dorf: 247
Häuser, 925 Ew. Wein-, Acker- und Gemüsebau. Starke periodische Auswanderung der Männer als
Maurer. Grosse
Konservenfabrik. Das vor den N.-Winden geschützte
Minusio erfreut sich sehr milder Winter und ist überhaupt inmitten einer
üppigen Vegetation und schöner Weinpflanzungen vorzüglich gelegen. Prachtvolle Aussicht auf den
Langensee.
Von den
Bergen kommen hier mehrere ungestüme
Wildbäche herab, die schöne Fälle bilden, unterhalb welcher die seltensten
Farnarten der
Schweiz gefunden werden (Osmunda regalis, Adiantum capillus Veneris, Pteris cretica etc.).
Es gedeihen hier auch mächtige Lorbeerbäume, Zedern und sogar die Araucaria imbricata. S. vom Dorf steht am Seeufer die Cà di Ferro (das eiserne Haus), ein merkwürdiges mittelalterliches Schloss, das vom Urner Landammann und Kapitän in Diensten Karl Emmanuels von Savoyen Peter da Prato erbaut wurde und als Sammelplatz für die von ihm angeworbenen jungen Söldner zu dienen hatte.