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Weltgeschichte
Die verheerendsten Tsunamis
1628 v.Chr. Santorin
1628 v.Chr. explodierte ein Vulkan auf Santorin. Ein Tsunami mit bis zu 60 Meter hohen Wellen zerstörte Küstensiedlungen im gesamten östlichen Mittelmeer. Heute nimmt man an, dieses Ereignis hätte zur Auslöschung der Minoischen Kultur geführt.
1692 Port Royal
Am 7. Juni 1692 brach über die karibische See- und Piratenstadt Port Royal zuerst ein Erdbeben und danach ein Tsunami herein. Tausende von Menschen werden in den Tod gerissen.
1755 Lissabon
Eine der folgenreichsten Naturkatastrophen der Neuzeit zerstörte am 1. November 1755 die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Rund 60’000 der etwa 250’000 Einwohner verloren dabei ihr Leben.
1833 Krakatau
Mit der Gewalt von 10’000 Hiroshima Bomben explodierte am 27. August 1883 die Insel Krakatau. Die Erschütterungen lösten eine 30 Meter hohe Flutwelle aus, die die Küstenregionen der Nachbarinseln Sumatra und Java überflutete. Dabei kamen 36’000 Menschen ums Leben. Mit einer Geschwindigkeit von über 500 Stundenkilometern raste die Flutwelle weiter über die offene See, überschwemmte neun Stunden später den Hafen von Kalkutta in Indien und zerstörte in Australien den Hafen der Stadt Perth. Insgesamt versanken fast 300 Küstenorte in den Fluten.
1835 Chile
Am 20. Februar 1835 ereignet sich in Chile ein Erdbeben, dessen Zeuge auch Charles Darwin wurde. In den Städten Concepcion und Santiago kamen mehr als 5’000 Menschen um. Unmittelbar danach zerstörte der durch den Erdstoss ausgelöste Tsunami das Dorf Talcahuano.
1896 und 1933 Japan
Der beim Sanriku-Beben vom 15. Juni 1896 ausgelöste Tsunami vor der Ostküste der grössten japanischen Insel Honshu kostete nach offiziellen Angaben 27’166 Menschen das Leben. Die Flutwellen erreichten eine Höhe von 24 Meter.
Am 3. März 1933 wurde die japanische Stadt Sanriku erneut von einem Tsunami mit verheerender Wirkung heimgesucht und stark zerstört. Die Flutwelle überrollte den Nordosten von Japans grösster Insel Honshu. 2’990 Menschen wurden getötet, 8’000 Schiffe sanken und 9’000 Gebäude wurden zerstört. Ausgelöst wurde der Tsunami von einem Erdbeben der Stärke 8,4.
Die Sanriku-Küste in Japan erlebte während der letzten 1000 Jahren vier Tsunamikatastrophen (1293, 1703, 1896 und 1933), die zusammen ungefähr 160’000 Menschenleben kosteten.
1906 Kolumbien
Die Küsten Kolumbiens und Ecuadors werden von einer verheerenden Flutwelle überschwemmt, 500 bis 1’500 Menschen kommen ums Leben.
1946 Hawaii
Am 1. April 1946 löste ein 3’700 km entferntes Seebeben der Stärke 7,3 eine gewaltige Flutwelle aus, die 45 Minuten später in Hilo, dem Hauptort der Insel Hawaii einschlug. Insgesamt 159 Menschen wurden durch die stellenweise 16 Meter hohen Wellen getötet, 96 allein in Hilo. Die Gewalt des Wassers zerstörte rund 500 Gebäude und grosse Küstenregionen wurden verwüstet. Aber nicht nur Hawaii war betroffen. Auch andere Inselgruppen in Ozeanien und Teile der südamerikanischen Küste wurden zerstört.
1960 Chile
Vom 21. bis 30. Mai 1960 traten eine Reihe schwerer Erdbeben in Süd- und Mittelchile auf. Es wurden 5’000 Chilenen getötet. Der heftigste bis dahin gemessene Erdstoss von 9,5 auf der Richter-Skala, am 22. Mai, löste einen Tsunami aus, der durch den Pazifik raste und weitere 450 Menschen das Leben kostet.
1992 + 1993
Weltweit Schlagzeilen machten drei Tsunamis, die von September 1992 bis Juli 1993 die Pazifikküste Nicaraguas, die indonesischen Inseln Flores und Babi sowie die japanische Insel Okushiri heimsuchten und durch die insgesamt rund 2’500 Menschen ums Leben kamen.
1998 Papua Neuguinea
Am 17.Juli 1998 erschütterte ein starkes Erdbeben die Nordküste Papua Neuguineas. Doch die Menschen in den Ortschaften an der Sissano-Lagune kamen zunächst mit dem Schrecken davon. Doch die eigentliche Katastrophe folgte kurz danach. Das Beben hatte einen Tsunami ausgelöst. Gewaltige Flutwellen, die erste rund vier, die folgenden bis zu 15 Meter hoch, trafen den flachen Küstenlandstrich und drangen weit ins Landesinnere vor. Dabei kamen 2’500 Menschen ums leben, 12’000 wurden obdachlos. Der Tsunami zerstörte Strassen, Brücken, Regierungsgebäude, eine katholische Missionsstation und eine Kirche. Die meist am Strand errichteten Behausungen aus Stroh und Buschwerk versanken in den Wassermassen.
2004 Sumatra
Am 26. Dezember 2004, um 7:58 Uhr Ortszeit, ereignete sich vor der Nordwestküste Sumatras ein Seebeben, welches ein Tsunami auslöste, der weite Küstengebiete des Indischen Ozeans verwüstete. Etwa 300’000 Menschen kamen in den Fluten ums Leben, Millionen wurden obdachlos und verloren ihren gesamten Besitz.