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Im Vergleich zu den fünf bevölkerungsreichsten Ländern Europas sind die Sozialausgaben pro Einwohnerin und Einwohner in der Schweiz relativ hoch. Während die Ausgaben in Deutschland und Frankreich nur leicht tiefer liegen, sind sie im Vereinigten Königreich, in Italien und in Spanien deutlich geringer. Die Funktionen Alter und Krankheit/Gesundheitsversorgung machen sowohl in der Schweiz als auch in den fünf untersuchten europäischen Ländern den grössten Teil der Sozialausgaben aus. Die Ausgaben nach Funktion widerspiegeln die demografischen, wirtschaftlichen und soziopolitischen Eigenheiten der untersuchten Länder.
Werden die Sozialausgaben hingegen in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen, sind die Sozialausgaben in der Schweiz tiefer als in vier der fünf untersuchten Ländern. Ein Grund dafür ist auch das hohe BIP pro Einwohner in der Schweiz.
Im Beobachtungszeitraum sind die Ausgaben für Sozialleistungen in Prozent des BIP in der Schweiz und in Deutschland relativ stabil geblieben. In Frankreich, Italien und Spanien sind sie hingegen langfristig angestiegen. Besonders stark war die Zunahme während der Wirtschaftskrise von 2009.