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Zuerst hielten die Schweizerinnen eine Antwort auf die vermeidbare Niederlage gegen Deutschland parat. Sie bezwangen die WM-Zweiten aus Russland 10:6. Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz hatten im April den WM-Final in Calgary gegen die Russinnen um Alina Kowalewa gewonnen.
Das Resultat im Round-Robin Match in Lillehammer fiel deutlicher aus. Es täuscht allerdings darüber hinweg, dass die Partie bis zuletzt offen war und dass erst mit einem gestohlenen Zweierhaus im 10. End alles klar wurde. Nach vier Ends hatten die Russinnen 4:2 geführt.
Das Duell mit den Olympiasiegerinnen und Erzrivalinnen aus Schweden um Skip Anna Hasselborg wurde im 4. End vorentschieden, als die Schweizerinnen ein gestohlenes Dreierhaus zum 1:5 einfingen.
Mit der Zwischenbilanz von 3:2 Siegen halten die zweifachen Weltmeisterinnen vom CC Aarau den Kurs Richtung Halbfinals. In drei der vier verbleibenden Round-Robin-Partien werden sie gegen Aussenseiter spielen können.
Niederlage und Sieg auch für die Schweizer
Für die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz gab es in der Round Robin gegen das weltbeste Team nichts zu holen. Die Genfer verloren gegen Schweden 2:7. In den beiden Ends vor und nach der Pause zogen die vom siebenfachen Europameister und fünffachen Weltmeister Niklas Edin angeführten Schweden von 1:1 auf 5:1 davon. Die WM-Dritten Valentin Tanner, Peter De Cruz, Sven Michel und Benoît Schwarz vom CC Genf hatten nichts entgegenzusetzen.
Im Abendspiel zeigten sich die Schweizer gut erholt. Gegen die vom Wahlgenfer Joël Retornaz angeführten Italiener siegten sie mit viel Geduld 5:4.
Wollen sie die Medaillenspiele erreichen, müssen die Schweizer voraussichtlich drei der restlichen vier Partien der Round Robin gewinnen. Ausstehend ist unter anderem der Match gegen den in Lillehammer unbesiegten WM-Zweiten Schottland.