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Das Arbeitszeugnis angemessen formulieren
Das Arbeitszeugnis muss möglichst genau Auskunft geben über die Dauer der Anstellung, die Art der Tätigkeit, die Leistungen sowie das Verhalten der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers.
Diese Angaben müssen der Wahrheit entsprechen, klar formuliert sein und vollständig sein. Da das Arbeitszeugnis grundsätzlich die Karriere der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers fördern soll, soll dieses wohlwollend sein.
Die meisten von uns kennen die verschlüsselten oder codierten Formulierungen eines Arbeitszeugnisses. Die Beurteilung der Arbeitsleistung reicht bei diesen Codes von «zu unserer Zufriedenheit» (knapp genügend) bis zu «stets zu unserer vollsten Zufriedenheit» (gut). Haben solche Qualifikationen eine versteckte Bedeutung, ist das unzulässig, da dies gegen das Gebot der Klarheit und gegen Treu und Glauben verstösst. Denn durch eine vermeintlich positive Formulierung soll etwas Negatives verschlüsselt mitgeteilt werden.
Wenn solche Codes im Zeugnis vorkommen und/oder das Zeugnis fehlerhaft oder unvollständig ist, kann die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer eine Korrektur und in extremen Fällen Schadenersatz verlangen. Dies z. B., wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer nachweislich wegen des zu schlechten Zeugnisses eine andere Stelle nicht kriegte.
Der Nachweis, dass es sich um codierte Formulierungen handelt, ist jedoch schwierig. Im Anhang unten findest du eine Gegenüberstellung von gängigen Formulierungen und deren Bedeutung.
Hier kannst du online ein Arbeitszeugnis erstellen lassen. Du wirst mittels Fragen und Erklärungen durch den Dschungel der verschiedenen Bausteine eines Zeugnisses geführt. Am Schluss kannst du dir das Resultat als Word-Dokument gratis herunterladen.