Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03406.jsonl.gz/1883

25.06.2019
Aqua Viva und die Schweizerische Greinastiftung haben mit Unterstützung des Grimselvereins Beschwerde beim Bundesgericht gegen die Erhöhung der Grimsel-Staumauer eingelegt. Der Konflikt um die Wasserkraftnutzung unterhalb des Unteraargletscher geht damit in die nächste Runde.
Das Gebiet um den Grimsel-Stausee gehört zum Vorfeld des Unteraargletscher und ist Teil des BLN-Gebiets „Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet“. In unmittelbarer Nähe des Stausees befindet sich eine geschützte Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und einer der ältesten Arvenwälder der Schweiz.
Die von den Kraftwerken Oberhasli (KWO) geplante Erhöhung der Grimselstaumauer um 23 Meter hebt den Seespiegel und flutet wertvolle Moorbiotope sowie teilweise jahrhundertealte Arven. Das bis zu 80 Jahre alte Gletschervorfeld würde komplett zerstört.
Solch schwerwiegende Beeinträchtigungen in BLN-Gebieten sind nur zulässig, wenn ein gewichtigeres Interesse von nationaler Bedeutung vorliegt. Ein solches stellte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern in seinem Urteil vom 25. Mai 2019 fest. Durch die Erhöhung der Grimsel-Staumauer kann über das Jahr hinweg allerdings nicht mehr Energie produziert werden.
Mit der Beschwerde beim Bundesgericht wollen Aqua Viva und die Schweizerische Greinastiftung mit Unterstützung des Grimselvereins das Projekt stoppen.