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Bearer shares have to be abolished in Switzerland within five years. But the basic problem remains: the globalisation of politics.
The bearer shares of 55,000 Swiss companies must be converted into registered shares within the next five years. Only bearer securities of listed companies and other few exceptions are permitted. This was decided by the National Council (Hause of Representatives) on Wednesday. It gave in to the Council of States (Senate) and international pressure. A piece of economic history is thus disappearing. Originally, the public limited company was an association of donors that one did not need to know, a “Société Anonyme”, as it is still called in french today.
For some years now, however, the international economic organisation OECD has seen bearer shares as a means of money laundering and in their owners malicious criminals. It ordered their abolition by the end of October. Shares that are not converted within five years will be destroyed. This represents an unprecedented encroachment on the property security of the owners and is questionable under the rule of law. It was foreseeable that the National Council would give in despite initial opposition. Many politicians like themselves in the role of the “Winkelrieds” (a well known battle hero here in Switzerland) against international interference, only to finally give in when the threatening consequences become concrete.
Without the participation of the governed
This does not change the basic problem: the globalisation of politics, which leads to diplomats working out the law in hidden circles instead of elected representatives of the people. They cannot be held accountable to the public for what they decide. And they certainly cannot be voted out of office.
In may, an OECD delegation – with the compliant support of the Finance Department – took direct influence on the parliamentary deliberations. This undermines the core of democracy: the rule of the people, the promise of the rule of law not to overrule those governed, but to enact the law with their cooperation by which everyone must abide.
Published at Tamedia on june 13th, 2019: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/aushoehlung-der-demokratie/story/24816591
Picture: (fi.)
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Der Bundesrat hält trotz weitgehender Ablehnung in der Vernehmlassung an Frauenquoten in Verwaltungsräten von grossen und an der Börse gehandelten Unternehmen fest. Das Anliegen hat im Parlament (zum Glück) keine Chance, es geht den Staat nichts an, wie sich Private organisieren. Der Bundesrat hält an seiner bereits geäusserten Meinung fest und schreitet sehenden Auges in die Niederlage. Das Gesicht der mit dem Dossier betrauten SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga zu wahren, scheint wichtiger, als auf die Stimmen aus betroffenen Kreisen zu hören.
Der Entscheid lässt tief in das Innere des Bundesrates blicken. Das Parlament ist vor mehr als einem Jahr nach rechts gerutscht. Der Bundesrat bleibt – obwohl auf dem Papier mehrheitlich bürgerlich – stramm auf Mitte-links-Kurs. Daran hat auch der zweite Bundesratssitz für die SVP nichts geändert. Statt fünf gegen zwei Stimmen lautet es jetzt einfach vier gegen drei. Didier Burkhalter und Doris Leuthard (mindestens wenn es irgendwie um Frauen geht) bleiben offenbar fest von den sozialdemokratischen Bundesräten abhängig. Man spuckt den Kollegen, die man für seine eigenen Vorlagen braucht, nicht in die Suppe. Statt um die beste Lösung gestritten, wird noch immer lieber durchgewunken. Das zeigt sich insbesondere in Burkhalters Europapolitik oder in Leuthards Energiepolitik. So war das Kollegialitätsprinzip eigentlich nicht gedacht.
Der Entscheid ist aber auch ein unverhohlenes Signal an das Parlament. Statt sich den neuen, demokratisch erst gerade legitimierten Mehrheitsverhältnissen anzupassen, ist es dem Bundesrat quasi egal, wer unter ihm Parlament spielt. Man rasselt lieber in die Niederlage, als dass man die Meinung gut-eidgenössisch an die neuen Mehrheitsverhältnisse (und die Parteien, denen man angehört) anpasst. Eigentlich ist es aber gerade umgekehrt: Das Parlament hat die Oberaufsicht über den Bundesrat und die Bundesverwaltung. Und Vernehmlassungen werden durchgeführt, um mehrheitsfähige Vorlagen zu verabschieden. Mit ihrem Verzicht auf einen Kurswechsel im Bundesrat ermöglichen es die auf dem Papier bürgerlichen Bundesräte von CVP und FDP der SP einmal mehr, sich für ein Anliegen ihrer Klientel in Szene zu setzen und nach der absehbaren Ablehnung in beiden Räten mit gespielter Empörung auf die «Rechten» zu zeigen, die angeblich nichts von Gleichstellung und insbesondere von Frauen in Verwaltungsräten wissen wollen. Der Bundesrat bleibt ein Steigbügelhalter der Linken, der Bevormunder und Überregulierer. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 24.11.16, Bild: miriampastor / flickr.com, CC-Lizenz, unverändert)
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