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Mit Kryosphäre werden alle Gebiete der Erde bezeichnet, in denen Wasser in Form von Eis oder Schnee vorkommt. Dies umfasst Meereis, Schnee, Gletschereis und Permafrost.
Die Erforschung und Observation der Kryosphäre durch die EKK erstreckt sich auf die Bereiche Schnee, Eis und Permafrost in den Schweizer Alpen. Sie umfasst dabei auch ihre geophysikalischen, klimatologischen und ökologischen Funktionen, die Rolle im Wasserhaushalt und die Reaktionen auf Klimaänderungen in allen Skalen, von saisonal bis langfristig. Denn alle Variablen der alpinen Kryosphäre sind sensible Indikatoren der Klimaentwicklung. Dabei stellen die Veränderungen der Gletscher, den auch für Laien am besten zu erkennenden Faktor in der Natur dar. Ebenfalls sehr empfindlich reagiert der Permafrost auf Temperaturänderungen. Ein Auftauen des gefrorenen Untergrunds im Hochgebirge führt zu Instabilitäten, die ihrerseits Folgen für Bergbahnen, Wanderwege, Strassen und Bergdörfer haben können. Die Schneebedeckung spielt nicht nur als Klima- und Umwelfaktor, der auch Gletscher und Permafrost entscheidend beeinflusst, eine wichtige Rolle. Sie ist zugleich eine entscheidende Grösse für verschiedene Wirtschaftssektoren. In der Schweiz werden seit Ende des 19. Jh kontinuierlich Schnee- und Gletschermessungen durchgeführt. Die daraus resultierenden langen Messreihen erlauben Aussagen zu den Auswirkungen der Klimaänderung auf den Alpenraum.