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Im Schnitt verbrauchen Schweizer Landwirte etwa 144 Millionen Kubikmeter Wasser. Mit dieser Wassermenge wird im Schnitt eine Fläche von 55 000 Hektaren versorgt. Auf diese Zahlen kam das Bundesamt für Landwirtschaft. Es hat diese aufgrund von kantonalen Datenerhebungen berechnet.
Viele der bewässerten Flächen gehören Kunstwiesen und Dauergrünland (34,6%) sowie Gemüse und Erdbeeren (20,2%). Unter den Kantonen bewässert das Wallis am meisten. Davon profitieren neben Wiesen hauptsächlich Obstplantagen und Reben.
Wasserknappheit vorbeugen
Dass Wasser keine endloses Ressource ist, wird in der Studie von Agroscope deutlcih. Diese kommt zum Schluss, dass wegen der Klimaerwärmung Schweizer Flüsse weniger Wasser führen werden. Die Landwirtschaft wird ihre Kulturen als Folge daraus vermehrt bewässern müssen. Es kommt zur Wasserknappheit.
Entnehmen die Bauern den Flüssen trotz der Verknappung weiterhin im selben Masse Wasser, kann dies der Wasserqualität und dem Ökosystem schaden. Dies teilte der Schweizerische Nationalfonds mit, welche die Studie in Auftrag gab. Neue Wasserleitungen und Verteilnetze kosteten viel Geld.
Die Forscher der Anstalt haben Alternativen geprüft, um es die Not an Wasser vorzubeugen. Sie testete mit Modellberechnungen bis ins Jahr 2050 Möglichkeiten für eine trockene (Broyeebene) und eine feuchtere Region (Greifensee).
Die Lösung ist scheint simpel: Reduzieren die Bauern ihren Wasserbedarf, können sie weiterhin gleichviel produzieren. Dies ist das Resultat einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope.
Wasser effizienter einsetzen
Weiter könne landwirtschaftliche Produktion auch in trockenen Regionen weitergeführt werden. Dazu müssten die Bauern allerdings die Bewässerung effizienter nutzen. Zum Beispiel mehr Winterkulturen wie Winterraps oder -gerste anbauen sowie die Bodenbearbeitung und die Standorte von Kulturen anpassen.
Falls die Bauern trotz Wasserknappheit den Flüssen Wasser entnehmen, kann dies der Wasserqualität und dem Ökosystem schaden.
Anreize zum Sparen könnten etwa der tiefere Wasserpreis sein oder die Einführung von Wasserkontingenten. An der Ökobilanz sei jedoch ersichtlich, dass die Landwirtschaft trotz Reduktionen weiterhin die Umwelt belastet. Schuld dafür ist unter anderem der Ausstoss von Treibhausgasen, schreiben die Verfasser weiter.
Gesellschaft muss mithelfen
Laut Studie müssen auch Gesellschaft, Verwaltung und Politik Verantwortung übernehmen: Sie könnten sich für Anreize für eine wasserschonende Landwirtschaft einsetzen. Die Studie liefere die wissenschaftlichen
Grundlagen für eine Diskussion darüber, erklärten die Verfasser in der Mitteilung.