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Hütte für Bergsteiger: Ausgesetzt im Himalaya
Drei Architekten haben einen kunterbunten Modulbau für unwirtliches Hochgebirgsgelände entworfen und damit die Jury eines Wettbewerbs für Berghütten im Himalaya überzeugt.
Seit Nepal in den 1950er-Jahren die Grenzen für Touristen öffnete, ist das Himalayagebiet ein Mekka für Bergsteiger. Samarth, ein Marktentwicklungsprogramm, das die Armut im Gebirgsstaat eindämmen und die Wirtschaft ankurbeln soll, lancierte deshalb mit der internationalen Architekturwettbewerbsplattform Homemade Dessert (HMMD) einen Ideenwettbewerb für leicht installierbare Berghütten.
$Siegerprojekt wurde der Vorschlag der italienischen Architekten Davide Prioli, Andrea Mancini und Dennj Avanzi: Sie schlagen einen mit buntem PVC überzogenen Holzmodulbau aus vorgefertigten Einheiten vor, die zusammengefügt einen durchgehenden Raum bilden. Die Bestandteile reichen von einem Fenster- über ein Schlaf- bis hin zu einem Toilettenmodul. Für Strom sorgen Solarpanels, der Wasservorrat wird mit Hilfe von Regenwasser gesichert. Die Jury bezeichnete das Projekt als eine «kostengünstige und elegante Lösung» und lobte die «extreme Anpassungsfähigkeit» des Projekts, was Höhe, Lage sowie Anzahl und Bedürfnisse der Gäste betreffe.
Dass das Siegerprojekt kurz nach der Erdbebentragödie und dem damit verbundenen Lawinendrama am Mount Everest bekannt gegeben wurde, verleiht ihm eine traurige Aktualität. Die Organisatoren des Wettbewerbs hoffen, dass das Siegerprojekt eine Inspiration für den Wiederaufbau sein kann. (ma)