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Das Thema der Atmosphäre und deren Erzeugung beschäftigte mich bis heute, wo ich sehr oft in einem begrifflichen geprägten Kontext (Theaterstudium) damit konfrontiert werde. Ich habe mich zunächst damit gefragt, was eine Atmosphäre sowohl begrifflich bzw. definitorisch als auch in einem künstlerischen Sinne ausmacht, wie die Erzeugung von Atmosphären sowohl im Alltag als auch im Theaterraum geschieht und wie sie rezipiert werden.
Dies führte mich unmittelbar zu der Frage nach dem Zusammenhang von Atmosphärenrezeption und Subjektivität. Inwiefern ist Atmosphäre ein rein subjektives Phänomen, wenn sie ihren Ursprung weder in einem klar greifbaren Gegenstand hat noch begrifflich erfassbar ist? Woran, an welchen Zeichen oder Momenten, lässt sich eine Atmosphäre festmachen? Wie relevant ist meine Rolle als Rezipientin für die Atmosphäre im Raum?
Warum Schreiben, wenn doch Schreiben zum Scheitern verurteilt ist? Die Idee eines Textes ist perfekt, aber unerreichbar. Ich kann mich dieser Idee nur annähern, schreibend, zeichnend, spielend.
Sandro Zanetti beschreibt Schreibprozesse als Probenprozesse auf Papier. Er versteht den Begriff «Probe» als «erproben», was möglich ist.
Teil eines Findungsprozesses ist das Suchen. Und in der Tat gehört somit das Scheitern dazu. Beim Schreibprozess stellt sich die Frage, wann dieser abgeschlossen ist.
Kae Tempest schreibt: «Words on a page are incomplete. The poem, the novel, the non-fiction pamphlet are finished when they are taken up and engaged with.»
Worte auf dem Papier sind unvollständig, bis ich mich ihnen annehme, also mich mit ihnen auseinandersetze in Form eines Gedicht, eines Romans, einer Geschichte, einem nicht- fiktionalen Text.
Wie fängt diese meine Auseinandersetzung mit dem Text an und wann ist sie abgeschlossen?