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Norsk Hydro schätzt die finanziellen Gesamtauswirkungen des Cyberangriffs auf das Unternehmen für das zweite Quartal 2019 nun auf 250 bis 300 Millionen Kronen (28 bis 34 Millionen Franken) geschätzt.
Dies nachdem eine letzte Schätzung noch von Kosten von 23 bis 28 Millionen Franken im Q2 ausgegangen war. Der Grossteil des Schadens sei auf Margen- und Volumenverluste im Geschäftsbereich Extruded Solutions zurückzuführen, so das Unternehmen aktuell. "Zum Ende des zweiten Quartals hat sich das operative Geschäft weitgehend normalisiert", heisst es.
Norsk Hydro, einer der grössten Aluminium-Hersteller der Welt, wurde im März mit der Ransomware LockerGoga infiziert. Die global tätige Gruppe stellte am 19. März einen Teil ihrer Produktion ein und stellte bei anderen Einheiten auf manuellen Betrieb um, nachdem Hacker ihre Systeme blockiert hatten. Es waren die meisten IT-Systeme des Konzerns betroffen. Zeitweise konnte das Unternehmen nur noch via Telefon, SMS und Facebook mit den 35'000 Angestellten, Investoren und der Öffentlichkeit kommunizieren.
In Norwegen selbst hat die Attacke nicht alle CEOs zum Umdenken bewogen. Die norwegische Zeitung 'digi.no' rapportiert aus einer entsprechenden Umfrage bei Firmenlenkern: "Die Hälfte der norwegischen Unternehmen hat einen Reaktionsplan für Datenangriffe und würde lieber Lösegeld zahlen, als in Sicherheitssysteme zu investieren. 40 Prozent der norwegischen Führungskräfte sind mit der Aussage einverstanden oder teilweise einverstanden, dass es wahrscheinlich günstiger wäre, im Falle eines Datenangriffs Lösegeld zu zahlen, als in das Sicherheitssystem zu investieren, um dies abzuwenden." In derselben Umfrage gebe nur ein Viertel der CEOs an, die Investitionen in die IT-Sicherheit als Versicherung gegen zukünftige Kosten zu betrachten. (mag)