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Am Sternenhimmel im Oktober 2017
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin senkt sich im Spiel der Jahreszeiten weiter deutlich ab, so dass die Tageslänge von 11h 41m auf 10h 04m, das heisst, um 1h 37m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 31.10. das Sternbild der Jungfrau um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Waage fortzusetzen.
Die Sommerzeit endet am Sonntag, 29. Oktober um 03:00 Uhr. Die Uhr muss ab diesem Moment um eine Stunde zurückgestellt, das heisst, von 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt werden. Der Nachtbeginn verschiebt sich dadurch ebenfalls um eine Stunde, wodurch die Sternwarte SIRIUS ab November bereits um 20:00 Uhr geöffnet werden kann.
Merkur bleibt den ganzen Monat wieder zu nahe bei der Sonne um gesehen werden zu können. Am 8.10. steht Merkur in oberer Konjunktion zur Sonne.
Venus bleibt den ganzen Monat über als Morgenstern über dem Osthorizont sehr schön zu sehen.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 12.10. das Sternbild des Löwen um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Jungfrau fortzusetzen und kann den ganzen Monat über in der Morgendämmerung über dem Osthorizont sehr schön gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild der Jungfrau und bleibt den ganzen Monat zu nahe bei der Sonne um gesehen werden zu können. Am 26.10. steht Jupiter in Konjunktion zur Sonne
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schlangenträgers und ist in den frühen Abendstunden tief über dem südwestlichen Horizont inmitten des faszinierenden Bandes der Sommer-Milchstrasse zu finden.
Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 5.10. um 20:39 Uhr
Letztes Viertel am 12.10. um 14:25 Uhr
Neumond am 19.10. um 21:12 Uhr
Erstes Viertel am 28.10. um 00:21 Uhr
Eine eindrückliche Konstellation zeigt sich in der Morgendämmerung vom 5. und vom 6.10. wenn die helle Venus den roten Mars überholt und hierbei die beiden Lichtpunkte so nahe zu stehen kommen, dass sie von blossem Auge praktisch nicht mehr unterschieden werden können.
Den ganzen Monat über ist mit dem Auftreten von Sternschnuppen aus dem jährlich auftretenden Meteorstrom der Orioniden zu rechnen. Das Maximum an Erscheinungen wird dieses Jahr in der perfekten, da mondlosen Nacht vom 21.10. auf den 22.10. erwartet, wobei mit etwa 25 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen ist. Jede einzelne Erscheinung stammt dabei von einem vermutlich etwa staubkorngrossen Partikel, welches vom Kometen Halley stammt und bei seinem, mit etwa 66 km/s schnellen Eindringen in die Erdatmosphäre die Luft entlang der Flugbahn des Partikels zum Leuchten bringt. Dabei verglüht das Material vollständig, so dass kein Meteorit gefunden werden kann.
In den frühen Nachtstunden im Oktober zeigt sich hoch im Südwesten noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans) während im Südosten die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda nachrücken und so den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen lassen. Hoch am Himmel thront nun die von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie in der Andromeda, während weit im Nordosten tief über dem Horizont bereits das Siebengestirn den kommenden Winter ankündigt. In den mondlosen Nächten gibt es zwischen unserem Hier und dem Rand des Universums noch unsagbar viel zu entdecken!
Faszinierenden Welten laden ein um bei einem Besuch in der Sternwarte entdeckt zu werden! Nur mit dessen mächtigem Teleskop ist es überhaupt möglich, Distanzen bis zu Millionen von Lichtjahren zu überwinden und in die unsagbaren Tiefen des Universums vorzustossen.