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Die nördlichste Kirche des Kantons Zürich steht in Feuerthalen und wurde 2006-2007 von Architekt Pierre Ilg als Rundkirche errichtet. Als einziges Gotteshaus im Kanton Zürich ist sie dem Hl. Leonhard geweiht.
|Patrozinium||Hl. Leonhard|
|Baujahr||2003|
|Architekt||Pierre Ilg|
|Grösse des Seelsorgeraums||4'098|
|Politische Gemeinden

Adlikon, Andelfingen, Benken, Dachsen,
Geschichte
Im 19. Jahrhundert besuchten die wenigen Katholiken, die sich im nördlichsten Teil des Kantons niedergelassen hatten, die Gottesdienste in den Klosterkirchen Rheinau und Paradies. Weil das Geld fehlte, war es den Katholiken von Feuerthalen erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts möglich, ein eigenes Gotteshaus zu errichten. Am 24. Januar 1966 fand der erste Spatenstich statt. Gebaut wurde lediglich eine bescheidene Notkirche, die aber klug konzipiert war und sich an derjenigen von Elgg orientierte. 1968 wurde ein niederer Glockenträger aufgestellt, dessen Geläute unverändert vom Turm der heutigen Kirche übernommen wurde. Die engen Verhältnisse der Notkirche, aber auch auftretende bauliche Mängel veranlassten die Pfarrei, einen Neubau in Angriff zu nehmen. Im August 2006 erfolgte der erste Spatenstich, und 2008 weihte Bischof Vitus Huonder die fertig gestellte Kirche St. Leonhard feierlich ein.
Architektur & Kunst
Inmitten eines Wohnquartiers erhebt sich das Gotteshaus, das als Rundbau aus dem kubischen Pfarreizentrum herausragt. Mit ihrem kreisrunden Grundriss verweist die Kirche auf das Unendliche und auf Gott, während die rechteckigen Formen des Pfarreizentrums die Welt symbolisieren, in der sich der Alltag der Gläubigen abspielt.
Das Tageslicht fällt durch ein Oberlicht in die Kirche ein. Die liturgischen Möbel bestehen aus hellem Holz, wobei der Altar mit seiner geschwungenen Gestalt die Form des Raumes aufnimmt. Der frei stehende Tabernakel verweist auf Gott und seine Realpräsenz in den geweihten Hostien hin. Zwei stilisierte Engel auf der Frontpartie des Gehäuses bewachen und beten die darin aufbewahrten geweihten Hostien an. Links vom Altar ist eine zeitgenössische Holzfigur des Kirchenpatrons aufgestellt, der von zwei reliefartigen Pyramiden flankiert wird. Rechts ist eine Madonnenfigur angebracht, deren Gestaltung den Übergang von der Romanik zur Gotik markiert.
Nicht nur klanglich, sondern auch aufgrund ihrer äusseren Gestalt ist die Orgel von St. Leonhard eine Besonderheit: Geschaffen wurde sie im Jahr 2009 von Claudius Winterhalter. Das Gehäuse besteht aus Kreisbogensegmenten, welche sich harmonisch in den Rundbau der Kirche einfügen.