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Das Übergewinnverfahren ist ein Verfahren, welches verwendet wird, um den angemessenen Gewinn eines Unternehmens zu ermitteln. Dabei wird der durchschnittliche Gewinn von vergleichbaren Gesellschaften herangezogen. Es dient dazu, die übermässigen Gewinne, im Vergleich zu den Vergleichsunternehmen, zu identifizieren.
Der exakte Ablauf des Übergewinnverfahrens kann je nach Umstand und Zweck der Anwendung unterschiedlich sein. Grundsätzlich lässt sich das Verfahren jedoch folgendermassen anwenden:
- Auswahl vergleichbarer Unternehmen
- Datensammlung
- Bereinigung der Daten
- Berechnung des Durchschnittsgewinns
- Vergleich mit dem zu untersuchenden Unternehmen
- Ermittlung des angemessenen Gewinns
Das Übergewinnverfahren bietet verschiedene Vorteile. Einerseits kann die Vergleichbarkeit genannt werden, da das Verfahren eine branchenspezifische Analyse mit ähnlichen Unternehmen ermöglicht. Zudem werden die aktuellen Marktbedingungen und deren Auswirkungen auf den Gewinn berücksichtigt.
Nichtsdestotrotz bringt die Nutzung des Übergewinnverfahrens auch verschiedene Implikationen mit sich. Es kann insbesondere die Datenverfügbarkeit und -qualität genannt werden. Denn bei nicht-börsenkotierten Gesellschaften kann die Verfügbarkeit von vergleichbaren Daten unbefriedigend sein. Darüber hinaus kann es schwierig sein, alle relevanten Einflussfaktoren, welche den Gewinn beeinflussen, vollständig zu erfassen und zu berücksichtigen.
Im Allgemeinen lässt sich dennoch feststellen, dass so lange die benötigte Datenverfügbarkeit gegeben ist, das Übergewinnverfahren in der Praxis angewendet wird. Denn es stellt eine Methode dar, um übermässige Gewinne zu identifizieren und eine objektive Grundlage für weitere Analysen oder Bewertungen zu schaffen.