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Die Frauen der Loren/Bachtiaren erzeugten ihre Muster mit viel ursprünglicheren Motiven als andere Stämme, deren Muster auf dieselben alten Quellen zurückgehen. In weniger abgelegenen Gebieten wie Anatolien, dem Kaukasus und in Zentralasien veränderten sich die Muster im Lauf der Jahre durch Stilisierung, Vereinfachung, Musterverschleppung und neue Ideen. Die Arbeiten der Bachtiaren sind zum Teil sehr gut erkennbar. Ihre Flachgewebe sind oft in einer doppelt verhängten Wirkerei gewoben, bei der die Schlitze fehlen. Das Gewebe ist sehr fest und hat eine harte, steife, fast lederartige Struktur. Die Proportionen sind gewöhnlich lang und schmal.
Daneben wird aber auch eine Anzahl verschiedener anderer Formate hergestellt, wie Teigtücher (Sofreh Ardi), Transporttaschen (Mafrasch, Tschowal, Bur und Buraspu) in verschiedenen Formen und Grössen, Sattel- (Kordjin), Salz- (Namak-du), Pfeifen-, Löffel- (Qashoqdan) und Stangentaschen sowie Kornsäcke und Packbänder (Navar).
Die Webarbeiten der Gebrauchsartikel der Bachtiari sind sehr gut erkennbar an ihren Techniken und Mustern: Viele Taschenformate werden in einer Umwicklungstechnik gewoben, wobei alle Taschen einen geknüpften unteren Teil aufweisen. Dieser weichere Teil schont das Lasttier beim Tragen der Tasche. Interessant ist bei grösseren Taschen die Rückseite. Diese besteht aus einem gestreiften mehrfarbigem Gewebe in Schussrepsbindung und einem in Umwicklungstechnik gemusterten grösseren Quadrat in einer Ecke. Seit Jahrhunderten haben sich die Motive auf ihren Taschen nicht geändert.