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Ein Forschungsteam schlägt selbstfahrende Kraftwerke im Gebirge vor, die Strom umweltfreundlicher und günstiger erzeugen können als Staukraftwerke. Das Team des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) schlägt selbstfahrende elektrische Lastkraftwagen vor, die auf steilen Bergstraßen Wasserkraft in Strom umwandeln könnten.
Am Berg würden sie in Containern gesammeltes Wasser einladen, bei der Abfahrt mit dessen potenzieller Energie Akkus aufladen und den gewonnenen Strom im Tal ins Netz speisen. Das wäre umweltfreundlicher als Speicherkraftwerke mit riesigen Staumauern, Pipelines und Turbinen. Um das Wasser aus Bächen und Flüssen in Container zu füllen, bräuchte es in der Höhe bloß eine relativ kleine Anlage.
Das Konzept schlägt vor die Lkws die wassergefüllten Container am Berg auf und fahren damit ins Tal wo Bremsenergie wird dabei in elektrischen Strom umgewandelt und in Akkus gespeichert. Im Tal leitet man das Wasser wieder in die Gewässer. Unten werden vollen Wassertanks gegen leere eingetauscht, ebenso ersetzt man die vollen Akkus durch Leere. Die Lkw könnten bereits bestehende Straßen nutzen und sollten im Optimalfall einmal autonom fahren
Das System wäre in den Alpen, Himalaya und den Anden anwendbar. Weltweit könnte man damit jährlich sogar 1,2 Billiarden Wattstunden (also Petawattstunden, PWh) Strom erzeugen. Das entspricht etwa fünf Prozent des globalen Stromverbrauchs, wie er für das Jahr 2019 berechnet wurde.