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"Verbindungsprobleme": Der Handel an der Londoner Börse musste heute während sieben Stunden eingestellt werden.
Heute morgen wurde die 'London Stock Exchange' (LSE) von einer wahren Flut von Auträgen überschüttet. Dies weil die Verstaatlichung der beiden grossen US-Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae die Finanzindustrie hoffen liess, die Krise auf dem US-Immobilienmarkt sei überwunden, weil die Spekulationsverluste auf den Steuerzahler überwälzt werden können.
Der Handel musste aber um ungefähr 9.15 wegen "Verbindungsproblemen" eingestellt werden. Er konnte erst heute Nachmittag für eine halbe Stunde bis Börsenschluss um 4.30 (britische Zeit) wieder aufgenommen werden. Börsenhändler hätten "wütend" reagiert, berichtet die renommierte 'Times'. Die Börse brauchte nicht nur sehr lange, bis sie wieder stabile Verbindungen zu allen Kunden hergestellt hatte, sie war offenbar auch nicht in der Lage über Ursache und zu erwartende Dauer des Handels-Unterbruchs zu informieren. Börsenmakler verloren dadurch zwar nicht direkt Geld, wohl aber entgingen ihnen Umsätze und Provisionen.
Ebenfalls heute musste auch die Rohstoff-Derivatbörse ICE (Intercontinental Exchange) den Betrieb wegen "technischen Problemen" für über eine Stunde einstellen.
Für die LSE kommt die heutige Betriebsstörung gemäss der einhelligen Einschätzung der britischen Wirtschaftspresse im dümmsten Moment. Sie befindet sich nämlich in scharfer Konkurrenz zu alternativen Handelsplattformen. (hc)