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Do, 17.09.2015
Unser Spectrum Z510 verwendet Pulver als Grundlage für den 3D-Druck. Der Printer verfügt über vier Druckköpfe, welche ähnlich funktionieren wie bei einem herkömmlichen Tintenstrahl Drucker . Anstelle von Tinte wird über diese Druckköpfe jedoch ein flüssiger Klebstoff (Bindemittel) auf eine Pulverschicht aufgetragen. Als Datengrundlage dienen hier die einzelnen 2D-Layer eines zerlegten 3D-Modells. Beim 3D-Druck mit Pulver wird der erste (unterste) Layer über einen beweglichen Druckkopf mit einem flüssigen Klebstoff auf eine Pulverschicht aufgetragen. Der 3D-Drucker zeichnet somit ein 2D-Bild der ersten Schicht auf das Pulverbett und verklebt die einzelnen Materialpartikel miteinander. Danach wird automatisch (mithilfe einer Rakel) eine frische, hauchdünne Pulverschicht über das erste “Bild” gezogen und der Vorgang wiederholt sich mit dem 2D-Bild des zweiten Layers.
Schicht für Schicht werden so die einzelnen Layer in das Pulverbett gezeichnet und ein 3D-Modell entsteht aus der Summe der zusammengeklebten Pulverteilchen. Damit das 3D-Objekt von unten nach oben wachsen kann, wandert das Pulverbett zwischen jedem Layer um die Höhe einer Pulverschicht nach unten (z-Achse). Die Materialmenge ist dabei so berechnet, dass sich die Schichten auch untereinander verkleben.
Einer der grossen Vorteile dieses Verfahrens ist die Möglichkeit, einfach überhängende Strukturen zu erstellen. Das Pulver, welches nicht verklebt wird, dient gleichzeitig als Stützstruktur für geplante Überhänge und Hohlräume. Zusätzlich ist dieses Verfahren sehr ressourcenschonend, da nicht verklebtes Pulver mithilfe einer Luftpistole entfernt und nach dem Sieben für den nächsten Druck wiederverwendet werden kann. Dank farbigen Bindemitteln und mehreren Druckköpfen können so auch farbige Objekte erzeugt werden. In den meisten Fällen ist eine Nachbearbeitung der Modelle notwendig. So werden die Objekte meist erst über das Eintauchen in eine flüssige Lösung (Infiltration) verfestigt und gegen Feuchtigkeit geschützt.