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B. Weshalb keine Listenverbindung?
Für die Anmeldung von Nationalratslisten lief eine rigorose gesetzliche Frist (auch dieses Jahr auf einen Montag gesetzt; per 12:00 Uhr). Danach hatte man genau eine zusätzliche Woche Zeit (also bis zum folgenden Montag, wiederum 12:00), um Listenverbindungen einzugehen und eintragen zu lassen. Hatte man einen diesbezüglichen Entscheid getroffen, konnten diese Listenverbindungen nicht mehr verändert werden.
Nachdem ich mich entschieden hatte, mit meinen "Hilfe-vor-Ort-Kollegen" auf einer eigenen Liste zu kandidieren, informierte ich sofort die eigene Partei (also die SVP) und bot dieser an, eine Listenverbindung einzugehen, womit bei meiner Nichtwahl jede Stimme der SVP gutgeschrieben worden wäre. Zu meiner grossen Überraschung lehnte die SVP dieses Anliegen ab mit der Begründung, die FDP lege ihr Veto ein (im dannzumaligen Zeitpunkt war bereits klar, dass im Kanton Aargau die SVP - im Gegensatz zu anderen Kantonen - eine Listenverbindung mit der FDP eingehen würde). Nach dieser negativen Antwort telefonierte ich mit dem Präsidenten der FDP des Kantons Aargau. Dieser erklärte, er könne sich im Moment nicht festlegen, da er seine Vorstands-Kollegen / -Kolleginnen noch nicht habe erreichen können. Ich erklärte ihm, dass aus mathematischen Gründen sowohl die FDP wie auch die SVP an einer Listenverbindung mit der Liste Luzi Stamm ein offensichtliches Interesse haben müssten; denn wenn ich nicht gewählt würde (was in hohem Masse wahrscheinlich war), würden meine Stimmen der FDP oder der SVP zukommen; anderenfalls würden sie einfach verfallen.
Wer, wann und weshalb mir eine Listenverbindung verweigert wurde, muss hier dahin gestellt werden. Für einen Aussenstehenden ist der Entscheid unverständlich, hätten doch die Bürgerlichen jede einzelne Stimme gebraucht. Diese zeigte sich leider am Ergebnis vom 20. Oktober in aller Klarheit.