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In Norditalien regnet es derzeit heftig. Kurz vor Mittag passierte in Genua das Unglück: Die vierspurige Autobahnbrücke Morandi stürzte ein. Die Brücke befindet sich über dem Fluss Polcevera und verbindet zwei Stadtteile. Das Bauwerk stammt aus den 1960er-Jahren. Bilder belegen, dass ein grosser Teil der Brücke eingestürzt ist. Die Trümmerteile stürzten auf eine darunterliegende Strasse. Gemäss italienischen Medien soll es eine grössere Anzahl von Verletzten gegeben haben, das Innenministerium hat im Moment elf Tote bestätigt. Augenzeugen sprechen davon, im Momente des Einsturzes hätten sich neun Fahrzeuge auf der Brücke befunden. In Genuas Spitäler kommt ein Notfallplan zum Einsatz. Die Brücke soll teilweise auf Gebäudeteile einer Industrieanlage gefallen sein, auch hier soll es Verletzte gegeben haben.
Gemäss italienischen Medien waren an der Brücke im Jahre 2016 Instandhaltungsmassnahmen ausgeführt worden. Die Brücke sei dabei auf ihre Sicherheit überprüft worden. Offenbar wurde aber die Ursache, die zum Einsturz geführt hatte, übersehen.
Vor zwei Jahren erschien ein Fachbeitrag von Antonio Brencich, Professor an der Universität Genua, in dem die Rede davon war, das Bauwerk habe seit je her problematische Aspekte aufgewiesen. Gemäss dem Corriere della Sera sei das Bauwerk von einigen Bauingenieuren kritisiert worden. Brencich bemängelte im Beitrag, die Brücke brauche kontinuierlich Sanierungsmassnahmen, der Unterhalt koste so auf die Dauer mehr als ein Abbruch der Brücke und ein Neubau. Derzeit sollen auch Instandhaltungsarbeiten ausgeführt worden sein.
So sah die Brücke vor dem Einsturz aus: