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Am 27. Juni 2016 hat ein Helikopter der Schweizer Luftwaffe unter Leitung der NAZ während dreieinhalb Stunden Messflüge über den Kernkraftwerken Leibstadt und Beznau, dem Zentralen Zwischenlager Zwilag und dem Paul Scherrer Institut PSI durchgeführt. Die Flughöhe war rund 90 Meter über Grund.
Erwartungsgemäss stellten die Messflüge erhöhte Ortdosisleistungen über dem Maschinenhaus einer Siedewasserreaktor-Anlage fest. Dieses Jahr wurde auch eine erhöhte Ortdosisleistung über dem Areal des Kernkraftwerks Leibstadt gemessen.Erwartungsgemäss stellten die Messflüge erhöhte Ortdosisleistungen über dem Maschinenhaus eines Siedewasserreaktors fest. Grund dafür ist das Radionuklid Stickstoff 16 (N-16), das mit dem Dampf aus dem Reaktor zum Maschinenhaus gelangt. Da die Abschirmung des Maschinenhauses nach oben geringer ist als beim Reaktorgebäude, wurde auch dieses Jahr eine erhöhte Ortdosisleistung über dem Areal des Kernkraftwerks Leibstadt gemessen. Laut NAZ wurden ausserhalb des umzäunten Areals keine erhöhten Werte festgestellt.
In einer Druckwasserreaktor-Anlage ist der primäre Reaktorkühlkreislauf mit dem Stickstoff 16 vollständig im Reaktorgebäude angesiedelt, so dass kein Stickstoff 16 über dem Maschinenhaus messbar ist. Deshalb zeigt die Karte der Ortsdosisleistung keine Erhöhung am Standort des Kernkraftwerks Beznau.
Auf der Karte zum Cäsium 137 wurden keine Auffälligkeiten festgestellt, die auf künstliche Ablagerungen von Cäsium hinweisen. Die Karte der Ortsdosisleistung zeigt keine Auffälligkeiten ausserhalb des Betriebsareals der Kernkraftwerks Leibstadt. Das Kernkraftwerk Beznau, das Bundeszwischenlager und das zentrale Zwischenlager ZWILAG sowie das Paul Scherrer Institut sind auf der Karte der Ortsdosisleistung nicht zu erkennen.
Alle Schweizer Kernanlagen werden im Auftrag des ENSI im Zweijahresrhythmus ausgemessen. Die NAZ hat zu den Ergebnissen der Messflüge einen Kurzbericht publiziert.