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|Mondmeere|
|(lat.: Meer=Mare, Meere=Maria)

Schon mit bloßem Auge kann man auf dem Mond großflächige dunkle Gebiete erkennen. Sie verleihen dem Mond sein charakteristisches Aussehen und haben wohl schon immer die Phantasie der Menschen angeregt, die unterschiedlichsten Figuren zu erkennen (z.B. das Mondgesicht oder einen Hasen, der aus dem Gebüsch springt). Die Astronomen der Antike glaubten, daß es sich um Meere handeln würde. Diese Vermutung hat den dunklen Gebieten, den Mondmeeren (lat.: Meer=Mare, Meere=Maria), ihren Namen gegeben. Kleinere Gebiete und Randmeere werden auch als sinus=Bucht, lacus=See oder palus=Sumpf bezeichnet.
Heute weiß man, daß die Mondmeere riesige Einschlagskrater und Tiefebenen sind, die vor etwa 3,9 bis 3,1 Milliarden Jahren durch aufsteigende Lava aus dem Mondinneren schubweise überflutet wurden. Man schätzt, daß einige unter ihnen bis zu 5 km dick sind. Nur ca. 15% der gesamten Mondoberfläche werden von den Mondmeeren bedeckt - fast alle befinden sich nämlich auf der erdzugewandten Seite. Der Grund ist wahrscheinlich die Gravitationswirkung der Erde, zudem ist die Wahrscheinlichkeit eines Meteoriden-Einschlages kleiner, da die Erde dafür im Weg ist. Anders hingegen sieht die Mondhinterseite aus: völlig verkratert. Diese Hinterseite kann nur mit einer Raumsonde erforscht werden, da der Mond durch die gebundene Rotation immer die gleiche Seite von sich zeigt.