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In einem Interview in der "Sonntagszeitung" vom 11. April 2004 führte er auf die Frage, ob er in absehbarer Zeit effektiv mit einem Strommangel in der Schweiz rechne, wörtlich aus: "Falls es nicht gelingt, die Kernkraftwerke Mühleberg und Beznau zu ersetzen, ja. Deshalb bin ich persönlich der Meinung, dass wir bis 2025 ein neues Kernkraftwerk brauchen. Damit dieses rechtzeitig ans Netz gehen kann, sollte jetzt mit der Planung begonnen werden. Sonst werden wir vom Ausland abhängig. Denn fossil-thermische Kraftwerke sind wegen der CO2-Belastung in der Schweiz nicht realisierbar. Und die Wasserkraft lässt sich bestenfalls optimieren, neue Kraftwerke in dieser Grössenordnung sind jedoch undenkbar." Auf die Anschlussfrage, ob dazu politisch überhaupt Chancen bestünden, meinte Sala: "Derzeit sicher nicht. Aber jetzt müsste damit begonnen werden, das Terrain vorzubereiten." Sala fuhr weiter: "Dazu müsste wie bei Gösgen eine Partnerschaft gebildet werden. Nur so ist die Wirtschaftlichkeit mit Gestehungskosten von etwa 4 Rappen je Kilowattstunde gegeben. Die Schweiz ist in der Lage, ein solches Projekt selber zu realisieren. Eine ausländische Partnerschaft ist aus politischen Gründen nicht opportun."
Alessandro Sala ist seit fünf Jahren CEO der Aare-Tessin für Elektrizität (Atel). Ertritt per 29. April 2004 altershalber von seinem Amt zurück und übergibt die Führung der Atel-Gruppe an Giovanni Leonardi.
Quelle
H.R. nach Sonntagszeitung, 11. April 2004