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Von Peter Haisenko
Seit acht Jahren versucht der Westen mit immer neuen Sanktionen die Regierung in Moskau zu stürzen. Russland hat diese Zeit genutzt, die Abhängigkeit vom Westen weitgehend zu reduzieren. So sind wir jetzt in einer Situation angekommen, wo die Sanktionen gegen Russland den Westen selbst zerstören.
Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, sagt ein altes Sprichwort. Genau da sind wir jetzt angekommen und der Westen muss jetzt Wege finden, sein eigenes Sanktionsregime zu umgehen. Wegen der Sanktionen fehlt es jetzt an elementaren Ersatzteilen für den Transport von russischem Gas durch Nord Stream 1 nach Deutschland. Die Kompressorturbinen, die Siemens an Gasprom geliefert hat und die für den Gastransport nach Deutschland nicht ersetzt werden können, brauchen zyklische Wartung. Die wird von Siemens-Kanada durchgeführt und da liegt jetzt das Problem. Die von Kanada gegen Russland verhängten Sanktionen verbieten die Auslieferung der überholten Turbinen nach Russland.
Obwohl diese Umstände reiflich bekannt sind, entblödet sich der Westen nicht und spricht davon, Putin würde die Gaslieferungen als Waffe einsetzen. Als Kiew vor einigen Wochen den Durchfluss von Gas durch die Ukraine reduziert hatte, gab es keine ähnlichen Vorwürfe an Selenskij. Dabei hat sich jetzt herausgestellt, dass die Drosselung des Gastransits durch Kiew willkürlich erfolgt ist, also