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Kirche half ihm, Alkoholsucht zu überwinden
Wenn man Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Kylian Mbappé zusammenzählt, kommt man – auf den Schwimmsport übertragen – auf einen einzigen Athleten: Adam Peaty aus England. Adam Peaty gewann drei mal Olympia-Gold, acht mal WM-Gold, 17 mal EM-Gold und vier mal Gold bei den Commonwealth Games.
Die Zeitung «NZZ» würdigte seine Athletik bereits vor mehreren Jahren mit den Worten: «Der Schwimmer Adam Peaty nimmt pro Tag 8'000 Kalorien zu sich, mehr als das Dreifache eines durchschnittlichen Mannes seines Alters. Er sieht aus wie Popeye und kämpft wie ein Gladiator. Mit Erfolg.»
Und auch «der Bund» zündete ein alles überstrahlendes Huldigungs-Feuerwerk an den Olympischen Spielen in Tokio: «Er ist eine der reflektiertesten Persönlichkeiten, die diese Spiele zu bieten hatten. Wenn Peaty spricht, geht es zwar oft auch um ihn – was angemessen ist bei einem, der von den 20 besten je geschwommenen Zeiten über 100 Meter Brust alle 20 selbst beigesteuert hat, der den Weltrekord hält und der zum zweiten Mal nach 2016 Olympiasieger wurde.»
Jeden Sonntag in die Kirche
Spulen wir nun in der Chronik nach vorne, in die Gegenwart. Der Brustschwimmer gab kürzlich einen tiefen und überraschenden Einblick in sein Leben. Er sagte zur «Mail Sport», dass er begonnen habe, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, um ein besserer Sportler und Vater zu werden: «Es geht darum, ein besserer Mensch zu werden. Es geht nicht nur darum, ein besserer Sportler zu sein, sondern auch darum, ein besserer Vater für George zu sein. Es gibt so viele andere Gründe. Das geht ziemlich tief.»
Nach einer Fussverletzung, die eine Operation nach sich zog, war Peaty von seinen ersten Leistungen bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zunächst enttäuscht. Nachdem er sich jedoch im weiteren Verlauf des Wettkampfs zurückgekämpft hatte, gewann er zwei Goldmedaillen, zusätzlich zu der einen, die er bereits zu Hause hatte.
Alkohol und Depressionen überwunden
Nachdem er mit seiner psychischen Gesundheit zu kämpfen hatte, wandte er sich an Olympia-Seelsorger Ashley Null. Dadurch begann er, seine psychischen Probleme besser zu verstehen.
Nach der Trennung von seiner Freundin und der Mutter seines kleinen Sohnes geriet er in Alkohol-Probleme und seine Depressionen verschlimmerten sich. Ausserdem wurde bei ihm eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert. «Ich habe eine Pause eingelegt, weil ich ständig auf der Suche nach einer Goldmedaille oder einem Weltrekord war. Ich habe in die Zukunft geblickt und gesagt: 'OK, wenn ich das schaffe, ist mein Leben dann in Ordnung oder besser?'», reflektierte Adam Peaty gegenüber «BBC Sport». Seine ehrliche Antwort lautete: «Nein!»
Was er letztlich gesucht hat, hat er nun im christlichen Glauben gefunden.