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Der Crop-Faktor ist auch unter den Begriffen Formatfaktor oder Kleinbildäquivalent (englisch: 35 mm Equivalent) geläufig und beschreibt als dimensionslose Grösse das diagonale Längenverhältnis zwischen zwei Aufnahmeformaten. Als Ausgangsformat wird dabei meist auf das Kleinbildformat (Cropfaktor = 1) zurückgegriffen, da sich die Angaben für die Brennweiten bei Wechselobjektiven auf dieses Format beziehen.
In der Digitalfotografie haben sich unter anderem aus Gründen der Handlichkeit verschiedene Grössen der Fotosensoren durchgesetzt. Das klassische Kleinbildformat wird heute durch Vollformatsensoren abgebildet und weist die Masse von 36 x 24 mm auf. Digitalkameras mit einem Crop-Faktor > 1 haben teilweise einen deutlich kleineren Sensor.
Dadurch verkleinert sich die lichtempfindliche Fläche und bewirkt eine Verringerung des Bildwinkels bzw. den Beschnitt des Bildfeldes. Deshalb ist auch vom Crop-Faktor (von englisch to crop = beschneiden) die Rede.
Sehr gut verdeutlicht wird die Wirkung des Formatfaktors an folgendem Beispiel. Ein Motiv wird mit zwei Kameras aufgenommen – zum einen mit einer analogen Kamera, zum anderen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Die Analogkamera nimmt Bilder im klassischen Kleinbildformat auf. Der APS-C Fotosensor der Digitalkamera ist kleiner als das Format des Films der analogen Kamera. Genauer gesagt um den Crop-Faktor 1,6. Werden die entwickelten Bilder beider Kameras verglichen, stellt man fest, dass das Digitalbild eine Ausschnittsvergrösserung des analogen Bildes darstellt. Das Objektiv an der Digitalkamera wirkt wie ein Teleobjektiv und bringt das Motiv näher heran. Aus einem 50 mm Festbrennweiten-Objektiv wird durch den Crop-Faktor 1,6 ein 80 mm Brennweiten-Objektiv (50 * 1,6 = 80).
Hieraus ergeben sich die Vorteile von Digitalkameras mit Crop-Faktor. Durch den kleineren Sensor erreichen die Geräte eine geringere Baugrösse als Vollformatkameras. Sie sind handlicher und leichter zu transportieren. Ambitionierte Fotografen verwenden Digitalkameras mit APS-C Sensor gerne für Sport- und Tierfotografie, weil sich durch den Crop-Faktor die Brennweite verlängert. Das ist besonders dann nützlich, wenn Teleobjektive gebraucht werden. Crop-Kameras sind bei den Spiegelreflexmodellen mit Abstand am weitesten verbreitet. Sie bieten ein annehmbares Preis-/Leistungsverhältnis bis in den professionellen Bereich hinein.