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Heinrich Scheier studierte Medizin an den Universitäten Fribourg, Genf, Paris und Zürich. 1951 legte er an der Universität Zürich sein Staatsexamen ab. Die Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie führte ihn in den folgenden Jahren an verschiedene Spitäler und Sanatorien im In- und Ausland. 1953 promovierte er an der Universität Amsterdam. Nach dem Eintritt in die orthopädische Universitätsklinik Balgrist in Zürich spezialisierte sich Heinrich Scheier zunehmend auf die Wirbelsäulenchirurgie. 1967 habilitierte er sich an der Universität Zürich und erhielt die Venia legendi für den Fachbereich Orthopädie. Im Spätherbst desselben Jahres hielt er an der UZH seine Antrittsvorlesung zum Thema «Verkrümmungen der Wirbelsäule». 1973 wurde Heinrich Scheier zum Titularprofessor ernannt. 1999 trat er zurück.
Heinrich Scheier war einer der grossen Pioniere der Schweizer Wirbelsäulenchirurgie. Seit 1969 wirkte er neben seinem Engagement an der UZH als Co-Chefarzt der Zürcher Schulthess-Klinik. Diese wurde 1883 als Heim für körperlich behinderte Kinder gegründet, die mit schweren Deformitäten der Wirbelsäule Monate bis Jahre in der Klinik verbringen mussten. Der grosse Fortschritt fand statt, als Heinrich Scheier mit Operationen die Deformitäten korrigieren und den Spitalaufenthalt drastisch verkürzen konnte. Den betroffenen Kindern konnte er auf diese Weise ein normales Leben ermöglichen.
Heinrich Scheier war 32 Jahre lang Dozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Von seinem hervorragenden orthopädischen Wissen und seiner breiten Erfahrung konnten in dieser Zeit zahlreiche angehende und praktizierende Ärztinnen und Ärzte profitieren. (Quelle: Schulthess-Klinik)