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JP Morgan muss sich wegen seiner damaligen Geschäfte mit der Investmentbank Lehman Brothers verantworten: JP Morgan Chase wurde eine Busse von 20 Millionen Dollar aufgebrummt.
Nach Ansicht der US-Finanzaufsicht CFTC hat JP Morgan dem Wettbewerber mehr seiner gefährlichen Deals ermöglicht, als sie gedurft hätte.
Die CFTC bemängelte am Mittwoch im Kern, dass JP Morgan Chase dem damaligen Geschäftspartner in den beiden Jahren vor der Pleite zu grossen Kredit gewährt habe. JP Morgan Chase habe entgegen den Regeln auch Kundeneinlagen als Sicherheit akzeptiert.
Mit dem geliehenen Geld konnte Lehmann dann spekulieren - am Ende verzockte sich der Koloss massiv auf dem US-Häusermarkt. Der Zusammenbruch im September 2008 schickte Schockwellen durch die Finanzwelt.
Die Kundengelder, die JP Morgan zu Lehmans Vermögen zählte, lagerten auf Konten innerhalb des eigenen Hauses. JP Morgan räumte in einer Stellungnahme Fehler bei der Kreditberechnung ein, allerdings seien die Summen klein gewesen im Vergleich zum Gesamtgeschäft mit Lehman. Die Finanzaufsicht rügte JP Morgan zudem dafür, die Kundengelder nach dem Zusammenbruch von Lehman zu spät freigegeben zu haben.
Die CFTC einigten sich in einem Vergleich auf die Strafzahlung. Am Morgen hatte die «New York Times» bereits über die drohende 20-Millionen-Busse berichtet. Für die CFTC sei das eine hohe Summe, merkte die Zeitung an. «Für eine Bank von der Grösse von JP Morgan ist das aber kaum mehr als ein Rundungsfehler.»
(chb/sda)