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Mit einem zehn Milliarden Dollar schweren Raffinerie-Projekt baut das rohstoffhungrige China seine Wirtschaftsbeziehungen zu dem weltgrössten Ölexporteur Saudi-Arabien aus.
Die beiden staatlich kontrollierten Ölkonzerne Sinopec und Saudi Aramco vereinbarten am Mittwochabend den Aufbau einer Raffinerie in Janbu am Roten Meer. Aramco erhält 62,5 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, der chinesische Partner den Rest. Die Anlage soll 2014 den Betrieb aufnehmen und eine Kapazität von 400'000 Fass (das Fass zu 159 Liter) haben.
China ist der zweitgrösste Ölverbraucher der Welt. Die Volksrepublik ist auf dem Weg, Spitzenreiter USA als grössten Ölkunden Saudi-Arabiens abzulösen. Im Schnitt dürfte China in diesem Jahr täglich rund eine Million Fass Öl aus Saudi-Arabien kaufen. Das wären etwa ein Fünftel der chinesischen Ölimporte.
Riesiger Energie- und Rohstoffbedarf
Ursprünglich wollte Aramco die Raffinerie gemeinsam mit dem US-Ölmulti ConocoPhillips bauen. Conoco zog sich im April vergangenen Jahres aber von den Plänen zurück, weil sich das Unternehmen stärker auf das Erschliessen von Öl- und Gasvorkommen konzentrieren will.
Damit kam der chinesische Ölkonzern zum Zug, der bereits mit Aramco eine Anlage in Südostchina betreibt. China versucht seit längerem, seinen riesigen Energie- und Rohstoffbedarf mit Hilfe ausländischer Partnerschaften zu decken. Erst kürzlich vereinbarte Sinopec mit dem Staatskonzern Kuwait Petroleum Corp den Aufbau einer Raffinerie und einer Petrochemieanlage in Südchina im Volumen von neun Milliarden Dollar.
SDA-ATS