Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03546.jsonl.gz/2073

Seit der Rückkehr
Fünfzehn Wölfe durch Abschüsse, Wilderei und Unfälle getötet
Der erste Wolf, der in die Schweiz zurückkehrte, ist 1998 in Reckingen VS illegal abgeschossen worden. Seither wurden vierzehn weitere Wölfe legal abgeschossen, gewildert oder überfahren.
Weiteres Wolfsrudel gesichtet Schweizer Antrag angenommen
Besserer Schutz für Meereszierfische Nummer gestrichen
Vorerst keine Löwen mehr im Zirkus Royal
Laut KORA, dem Raubtiermonitoring des Bundes, wurden bis heute in der Schweiz 15 tote Wölfe gefunden. Acht von ihnen wurden mit einer Bewilligung (VS 7, GR 1) abgeschossen, zwei wurden gewildert (VS 1, GR 1) und ein Wolf irrtümlich geschossen (GR 1). Drei weitere Wölfe wurden von einem Zug überfahren (je einer in BE, ZH und TI), und ein Wolf kam 1999 im Simplon-Gebiet angeblich unter einen Schneepflug.
Der bewilligte Abschuss basiert auf der rechtlichen Grundlage des Wolf-Konzeptes Schweiz. Dieses sieht vor, dass für Tiere, die innert eines Zeitraums eine gewisse Anzahl Nutztierschäden verursachten, eine Abschussbewilligung erteilt werden kann.
Zahl der Risse hat sich stabilisiert
Die Zahl der Risse durch Wölfe beläuft sich auf 100 bis 300 Nutztiere pro Jahr. Opfer sind neben Wildtieren wie Hirschen und Rehen hauptsächlich Schafe und Ziegen, selten auch Rindvieh.
Die Geschäftsführerin des WWF Oberwallis, Laura Schmid, findet es bemerkenswert, dass die Wolfspopulation zwar stetig zunimmt, die Zahl der Risse jedoch nicht. Mit Ausnahme eines Spitzenwertes im Jahr 2009 könne man sagen, dass sich die Anzahl Risse bei etwa 200 pro Jahr stabilisiert habe.