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Bolgheri - Weine von internationalem Format
Rund ums kleine Dorf Bolgheri, das unweit der Mittelmeerküste auf halber Strecke zwischen Livorno und Grosseto liegt, etablierte sich in den 1970ern eine Weinszene, die weg wollte von den italienischen DOC-Regeln und hin zum großen Idol Frankreich. Also begann man, französische Edelrebsorten zu pflanzen: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Petit Verdot und Syrah. Die Weine erregten schnell internationales Aufsehen und entwickelten mit der Zeit ein beachtliches Preisgefüge.
Sassicaia - der erste Supertuscan
Der erste und bis heute große Rosso Toscano aus französischen Rebsorten war der Sassicaia, andere Icon-Weine wie der Ornellaia folgten. Was früher als italienischer Landwein etikettiert werden musste und wegen seiner herausragenden Qualität zu teils exorbitanten Preisen gehandelt wurde (und daher den Namen Supertuscan bekam), darf seit 1994 unter der DOC Bolgheri laufen und bietet heute eine große Bandbreite an Weinen, auch für den kleine(re)n Geldbeutel. Nach wie vor gibt es aber auch viele Winzer in der Maremma, die High End-Weine mit hohem Anteil oder komplett aus französischen Rebsorten keltern und als IGT Toscana verkaufen, so etwa Orma, Oreno oder Monteverro.