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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Projektierung des Schweizer Pavillons an der Expo 2015 wurde einem Aargauer Architekturbüro zugesprochen, das für die Ausführung dieses Mandats von einem kompetenten Team unterstützt wird. </p><p>Am 27. Januar 2014 fand im EDA in Bern eine Sitzung statt, um das Generalunternehmen zu bestimmen, das das Projekt - unter Führung des Projektleiters für internationale Veranstaltungen bei Präsenz Schweiz - realisieren soll. Das ursprüngliche Projekt sah vor, dass sowohl der Pavillon als auch die Infrastrukturen ganz aus Schweizer Holz erstellt werden sollten.</p><p>Ich bitte den Bundesrat:</p><p>1. Über den Fortschritt des Projektes zu informieren sowie über die Bedingungen des Zuteilungsverfahrens und über die Bewertungen, welche die Anwärterinnen und Anwärter im Rahmen der Ausschreibung der Generalunternehmung erhalten haben.</p><p>2. Wie der Presse zu entnehmen war, sieht der Schweizer Pavillon nun ganz anders aus als ursprünglich von den mit dem Mandat betrauten Architekten vorgesehen. Warum werden solch erhebliche architektonische Abweichungen erst jetzt bekannt? Anscheinend haben auch andere Generalunternehmen - die schliesslich nicht ausgewählt wurden - ein Angebot eingereicht, mit dem das ursprüngliche Projekt unter Einhaltung des bewilligten Budgets hätte realisiert werden können.</p><p>3. Zur technischen Basisvariante, die nach den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung konzipiert war, gehörte die ausschliessliche Verwendung von Schweizer Holz, auch die Fundamente wären auschliesslich aus Schweizer Produktion gewesen. Am Ende der Ausstellung hätte das Material zurückgewonnen und für den Wohnungsbau in der Region Genf wiederverwendet werden sollen. Diese Lösung würde neben der geringeren ökologischen Belastung auch Einsparungen von Hunderttausenden von Franken ermöglichen. Allerdings scheint es so zu sein, dass die Verwendung von Schweizer Holz aufgegeben wurde. Ist dies tatsächlich so?</p><p>4. Kann der Bundesrat genau angeben, wie viel Prozent des für den Schweizer Pavillon der Expo 2015 und seine Infrastrukturen verwendeten Materials nach der Ausstellung wiederverwendet werden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat gemäss Vorgaben des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) den Auftrag für den Bau des Schweizer Pavillons an das Generalunternehmen Nüssli Schweiz AG vergeben. Das EDA hat den Zuschlag diesem Generalunternehmen unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien der Ausschreibung erteilt: Preis (60 Prozent) und nachgewiesene Erfahrung bei der Umsetzung ähnlicher Projekte (40 Prozent). Das EDA hat die Ausschreibung (29. Mai 2013), die für die Endphase ausgewählten Anbieter (22. August 2013) und den Zuschlag (4. März 2014) gemäss BöB auf <a href="http://www.simap.ch">www.simap.ch</a> publiziert. Aufgrund der Vertraulichkeit des Verfahrens haben Dritte auf Simap lediglich Zugriff auf amtliche Publikationen und dürfen keine weiteren Informationen wie Reihenfolge oder Bewertungen einsehen. Solche Angaben können nur die nichtberücksichtigten Anbieter anfordern. Sie sind berechtigt, gegen die Vergabe Beschwerde einzureichen. Im vorliegenden Fall wurde der Entscheid am 4. März 2014 rechtskräftig, weil keiner der nichtberücksichtigten Anbieter Beschwerde eingereicht hat. Ende Juni 2014 erteilte das Unternehmen Expo 2015 die Baubewilligung. Das EDA und die Nüssli Schweiz AG werden den Generalunternehmervertrag bis Ende August 2014 unterzeichnen. Die Bauarbeiten am Schweizer Pavillon auf dem Gelände in Rho Pero werden im September 2014 beginnen.</p><p>2. Das EDA hat den Zuschlag der Nüssli Schweiz AG erteilt, die mit 13,6 Millionen Franken das kostengünstigste Angebot eingereicht hat. Anschliessend hat das EDA das Angebot mit dem Generalunternehmen unter Berücksichtigung des verfügbaren Budgets von 11,6 Millionen Franken sowie der technischen Auflagen des Unternehmens Expo 2015 nachverhandelt. Das überarbeitete Projekt umfasst vier mit Lebensmitteln gefüllte Türme, ein kompaktes Gebäude mit Ausstellungsräumen der privaten und öffentlichen Partner, einem Restaurant, einem Auditorium und einem VIP-Bereich sowie eine Zugangsrampe. Das revidierte Projekt vermittelt weiterhin die Hauptbotschaft der Schweizer Präsenz an der Expo 2015: Die Schweiz präsentiert sich als attraktives und solidarisches Land, das sich seiner Verantwortung im Ernährungsbereich bewusst ist.</p><p>3. Das Generalunternehmen wird für den Bau der Zugangsrampe und des kompakten Gebäudes neben den Türmen des Schweizer Pavillons Schweizer Holz verwenden. Aus Gründen des Brandschutzes müssen die Türme aus Stahl und Beton errichtet werden. Holz, wie ursprünglich geplant, ist nicht zulässig. Das Unternehmen Expo 2015 hat diese Auflagen im Verlauf des Bewilligungsverfahrens für die Baupläne, d. h. zwischen März und Juni 2014, mitgeteilt. Nach der Expo 2015 können die Türme des Pavillons als urbane Treibhäuser weiterverwendet werden. Verschiedene Schweizer Städte haben bereits reges Interesse für eine Übernahme der Türme bekundet. Auch das Holz könnte für Bauzwecke wiederverwendet werden. Das Unternehmen, das sich ursprünglich für die Wiederverwendung des Holzes nach der Demontage des Pavillons interessiert hatte, hat sich in der Zwischenzeit zurückgezogen.</p><p>4. 75 Prozent des für den Schweizer Pavillon der Expo 2015 und seine Infrastrukturen verwendeten Materials können nach der Ausstellung wiederverwendet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.