Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/1870

Beim Typ-2-Diabetes kann die erhöhte Insulinresistenz u. a. durch Gewichtsabnahme und vermehrte Bewegung verringert werden. Etwa die Hälfte aller neu diagnostizierten Diabetiker erreichen durch eine Gewichtsabnahme von 10 kg einen normalen Nüchternblutzucker. Diese Erkenntnisse legen übergewichtigen Diabetikern eine umfassende Lebensstiländerung nahe, was allerdings eine hohe Motivation erfordert und für viele Patienten schwer zu realisieren ist.
Nach aktuellen Studien ist mindestens dreimal in der Woche für mindestens 30 Minuten leicht anstrengende Bewegung notwendig, um Stoffwechselstörungen wie z. B. der Zuckerkrankheit vorzubeugen bzw. nachhaltig zu beeinflussen.
Kybun hilft Ihnen, die Freude am Bewegen zurückzugewinnen und ganz nebenbei, ohne zeitlichen Zusatzaufwand, überflüssige Pfunde abzubauen. Das angenehme Stehen auf dem kyBounder oder das weich-elastische Gehen im kyBoot ermöglicht ein schmerzreduziertes oder sogar schmerzfreies Bewegen über längere Strecken und hat viele weitere positive Wirkungen auf Ihren Körper;
unter anderem wird die Durchblutung der Füsse angeregt und die Sensibilität verbessert.
Der Diabetes mellitus („honigsüsser Durchfluss), kurz: Diabetes oder Zuckerkrankheit ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten. Das Wort beschreibt deren Hauptsymptom, die Ausscheidung von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt.
Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, deren Leitbefund eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist. Mechanismen, welche zur Hyperglykämie führen, setzen überwiegend am Insulin, dem Hauptregelungshormon des Zuckerstoffwechsels im menschlichen Körper, an: absoluter Insulinmangel, relativer Insulinmangel durch eine abgeschwächte Wirksamkeit des Insulins (Insulinresistenz) oder beides zusammen.
Diabetes Typ 1
Bei diesem Krankheitstyp handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Dabei zerstört das körpereigene Immunsystem im Rahmen einer als Insulitis bezeichneten Entzündungsreaktion die insulinproduzierenden β-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dieser Verlust der β-Zellen führt zu einem zunehmenden Insulinmangel. Erst wenn ca. 80–90 % der β-Zellen zerstört sind, manifestiert sich der Typ-1-Diabetes. In der Anfangsphase der Erkrankung ist möglicherweise noch eine kleine Insulinrestproduktion – messbar über das C-Peptid – vorhanden.
Diabetes Typ 2
Hierbei handelt es sich um eine Störung, bei der Insulin zwar vorhanden ist, an seinem Zielort, den Zellmembranen, aber nicht richtig wirken kann (Insulinresistenz). In den ersten Krankheitsjahren kann die Bauchspeicheldrüse dies durch die Produktion hoher Insulinmengen kompensieren. Irgendwann kann die Bauchspeicheldrüse die überhöhte Insulinproduktion aber nicht mehr aufrechterhalten. Die produzierte Insulinmenge reicht dann nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, und der Diabetes mellitus Typ 2 wird manifest. Ein Typ-2-Diabetiker produziert viel mehr körpereigenes Insulin als der Stoffwechselgesunde, aufgrund einer hohen Insulinresistenz steigt der Blutzucker dennoch an, später kommt es über einen relativen Mangel in einigen Fällen zu einem absoluten Insulinmangel.
Noch in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte der Diabetes-Typ-2 verharmlosend den Beinamen Altersdiabetes, weil er in der Regel erst im höheren Lebensalter auftrat. Allerdings wird der Diabetes Typ 2 auch bei immer mehr jüngeren Menschen diagnostiziert. Bei Kindern und Jugendlichen findet sich zunehmend häufiger die Form des MODY-Diabetes. Aufgrund des Auftretens in jüngeren Jahren und der Gefahr der Entwicklung von massiven Gesundheitsschäden im Laufe des Lebens ist der Begriff „Altersdiabetes“ nicht mehr angebracht.
Schwangerschaftsdiabetes
Man unterscheidet zwischen einem Diabetes mellitus der Mutter, der schon vor Beginn der Schwangerschaft bestand, und dem Diabetes, der im Laufe der Schwangerschaft erstmals festgestellt wird (Schwangerschaftsdiabetes).
Beim Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist die frühzeitige Diagnose wichtig, da es durch zu hohe Blutzuckerwerte zu ernsthaften Erkrankungen des Embryos bzs. Fetus kommen kann.
Gesunde Ernährung sowie regelmässige, moderate Bewegung hilft, den Blutzucker zu normalisieren.
Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom wird heute, neben dem Rauchen, als der entscheidende Risikofaktor für Erkrankungen der arteriellen Gefässe, insbesondere der koronare Herzkrankheit angesehen. Es ist charakterisiert durch folgende vier Faktoren:
- Abdominelle Fettleibigkeit
- Bluthochdruck
- Durch Hypertriglyzeridämie und erniedrigtes HDL-Cholesterin gekennzeichnete Fettstoffwechselstörung und
- Erhöhte Glukosekonzentration im Blut oder Insulinresistenz, die eine Hauptursache für manifesten Typ-2 Diabetes mellitus (sogenannter Altersdiabetes).
Die Erkrankung entwickelt sich aus einem Lebensstil, der durch permanente Überernährung und Bewegungsmangel gekennzeichnet ist, und betrifft die in Industriestaaten lebende Bevölkerung.
Die Behandlung zielt primär auf die Behandlung des Übergewichts ab. Unabhängig davon ist eine medikamentöse Behandlung von Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörung meist notwendig.
Diabetes mellitus Typ 1
Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 1 wird heute als multifaktorielles Geschehen verstanden, an dem sowohl genetische als auch Umweltfaktoren beteiligt sind.
Umweltfaktoren
Zu einer Autoimmunreaktion kommt es, wenn das Immunsystem einem körperfremden Antigen ausgesetzt wird, welches einem körpereigenen Oberflächenprotein ähnelt oder gleicht. Die entstehende Immunantwort richtet sich sowohl gegen das Fremdantigen als auch gegen die vorhandenen körpereigenen Eiweiße auf den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Außerdem wird angenommen, dass eine Exposition mit Fremdantigenen besonders in den ersten Lebensmonaten eine immunmodulierende Wirkung hat, die die Entstehung von Typ-1-Diabetes begünstigen kann (z.B. Vitamin-D-Mangel: Vitamin-D-Ergänzung bei Kleinkindern beugt nicht nur Rachitis vor, sondern kann das spätere Diabetesrisiko verringern).
Als weitere Umweltfaktoren diskutiert werden:
- Der Konsum von Kuhmilch in den ersten drei Lebensmonaten bei Kindern mit nur kurzer Stillzeit.
- Die sehr frühe Exposition gegenüber dem Protein Gluten, das in verschiedenen Getreidesorten vorkommt. Eine durch Glutenkonsum entstehende, spezielle Darmflora wird als Ursache für die Entwicklung von Hyperglykämie und Typ-1-Diabetes in Mäusen vermutet.
Diabetes mellitus Typ 2
Auch Diabetes Typ-2 ist eine multifaktoriell ausgelöste Erkrankung, wobei an erster Stelle der Ursachen das Übergewicht steht. Dessen Einfluss wird durch die Gene und mögliche weitere Faktoren verändert.
Übergewicht gilt als eine der Hauptursachen für diesen Erkrankungstyp. Neben der angeborenen Insulinunempfindlichkeit resultiert aus dem Übergewicht eine zusätzliche Insulinresistenz der insulinabhängigen Körperzellen. Der genaue Mechanismus der Insulinresistenz ist bisher unklar.
Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle für das Risiko, an Diabetes mellitus II zu erkranken.
Ein entscheidender Faktor ist die genetische Veranlagung, wobei wahrscheinlich viele Gene beteiligt sind (polygene Erkrankung). Die unterschiedliche Genetik ist wahrscheinlich der Grund für die unterschiedlichen Verlaufsformen.
Faktoren in der Lebensweise
Ein weiterer Faktor im Krankheitsgeschehen ist eine erhöhte körpereigene Glukoneogenese (Zuckerbildung) in der Leber.
Ein hoher Vitamin-D-Spiegel geht mit einem halbierten Diabetesrisiko einher.
Ein Mangel an Melatonin, das vor allem nachts ausgeschüttet wird, scheint das Risiko für den Typ-2-Diabetes zu erhöhen.
Hinsichtlich des Risikos an Typ-2-Diabetes zu erkranken, zeigte sich in einer Kohortenstudie, dass sich mit jedem Jahr einer Stillzeit das Risiko dieser Frauen, an dieser Diabetesform zu erkranken, um etwa 15 Prozent verringert. Nach dem Abstillen hält der schützende Effekt noch einige Jahre an.
Akutkomplikation "Diabetisches Koma":
Das diabetische Koma ist die schwerste hyperglykämische Entgleisung des Diabetes und lebensgefährlich.
Mögliche Begleit- und Folgekrankheiten (nach 11 oder mehr Jahren) bei Typ-2-Diabetikern:
- Bluthochdruck
- Diabetische Retinopathie
- Neuropathie
- periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Herzinfarkt
- Diabetische Nephropathie (Niereninsuffizienz)
- Schlaganfall
- Diabetisches Fusssyndrom (DFS)
- Amputation(siehe auch "Amputation / Fuss-/ Beinprothese")
- Erblindung
Diabetes Typ 1
Beim Typ-1-Diabetes muss das fehlende Hormon Insulin künstlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt werden. Das Ziel dieser Insulintherapie ist nicht die Heilung von Typ-1-Diabetes, sondern Ersatz des fehlenden körpereigenen Insulins. Deshalb muss die Therapie kontinuierlich bis ans Lebensende durchgeführt werden. Eine Therapie zur Heilung ist bisher nicht verfügbar.
Diabetes Typ 2
- Umfassende Lebensstiländerung (mehr Bewegung, Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung)
- Medikamente zur Normalisierung des Blutzuckers
- Medikamente gegen Bluthochdruck
- Magen-/ Darm-Operation
Mit kybun können viele Risikofaktoren oder Folgeerkrankungen von Diabetes positiv beeinfluss werden:
- Das weich-elastische Material des Federbodens oder der kyBoot-Sohle ist sehr angenehm und motivierend, sich öfters und länger zu bewegen. Die Bewegungsfreude kommt zurück und Sie verlieren, ganz nebenbei, überschüssiges Körpergewicht.
- Durch die vermehrte körperliche Aktivität wird neben der Normalisierung des Blutzuckers auch der Bluthochdruck gesenkt und das Risiko für Nerven- und Blutgefässerkrankungen (Herzinfarkt, Erblindung, Amputation) nimmt ab.
- Auf dem weich-elastischen kybun-Untergrund sind Ihre Füsse weich eingebettet und dadurch vor Verletzungen geschützt. Gleichzeitig können Sie den Boden (Steine, Pflastersteine, Naturboden) durch das Material hindurch sanft spüren und dadurch die Fusssensibilität verbessern.
- Ausserdem wird durch das Abrollen des Fusses die Durchblutung (des Fusses und des Unterschenkels) deutlich verbessert. Eine gute Durchblutung ist wichtig, um Verletzungen vorzubeugen oder diese zu heilen.
- Das weich-elastische Material lässt Ihrem Fuss die volle Bewegungsfreiheit. Durch das natürliche Abrollen wird die Gesundheit des Fusses verbessert: Die Beweglichkeit, Koordination und Kraft nimmt zu und der Fuss kann, durch die verbesserte Funktion, die Kräfte der Umwelt, die u.a. beim Gehen auf den Körper wirken, abfangen und dadurch die darüberliegenden Gelenke vor Fehlbelastung und Überastung schützen.
Spezifische Erstreaktionen bei Diabetes mellitus:
Anfangs kann es passieren, dass Sie sich etwas wackelig auf dem weich-elastischen kyBounder fühlen oder schnell konditionell an Ihre Genzen stossen. Muskelkater kann auftreten oder Sie könnten irgendwo an Ihrem Körper eine Erstreaktion spüren (z.B. ein "Zwicken" oder "Ziehen"), welche Sie vorher noch nie wahrgenommen haben. Wir raten Ihnen in diesem Fall die Tipps unter "Anwendungstipps" anzuwenden und sich bei weiteren Fragen an einen kybun-Händer vor Ort zu wenden.
Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen
Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen
Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind beim diabetischen Fusssyndrom (DFS) wichtig:
- Fokus auf Wechsel zwischen den beiden Übungen, damit oft die schnellen Übungen durchgeführt werden
- Durchblutungssteigerung im Fuss
- angesammelte Flüssigkeit kann besser abtransportiert werden
- Bei Fussschmerzen
- geringerer Bewegungsumfang bei langsamen Übungen (schmerzhafte Stellen werden weniger irritiert)
- Machen Sie im kyBoot gehend keine zu langen Schritte.
- Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung ohne dabei zu verkrampfen!
- Richten Sie den Blick nach vorne und lassen Sie die Schultern und Arme locker.
- Alltag/Freizeit: Möglichst viel im kyBoot laufen oder kyBounder benutzen. Ermüdung beachten > kybun Übungen regelmässig machen und wenn nötig eine kurze Pause einlegen.
- Job: Möglichst wenig Sitzen. Anfangs zwischen Sitzen und Stehen abwechseln und Ersatzschuhe zum Wechseln mitnehmen.
- Wenn Sie sich im kyBoot auch nach einer Testrunde unsicher/zu wackelig fühlen, empfehlen wir Ihnen ein kyBoot-Modell der 2. Generation. Diese Modelle haben im Mittelfussbereich eine etwas breitere Sohle, was mehr Stabilität verleiht. Lassen Sie sich von den kyBoot-Fachleuten vor Ort beraten.
- Wenn auch das 2. Genetations-kyBoot-Modell Ihnen zu instabil ist, raten wir zum kyBounder. Hier können Sie die Dicke wählen wo Sie sich wohl fühlen (je dicker, desto instabiler, desto Trainings-intensiver). Zusätzlich kann man sich an einem festen Gegenstand festhalten.
- Besonders wenn Sie unter Gelenksschmerzen leiden oder Arthorse haben sind präzise Bewegungen essenziell. Achten Sie sich auf genaue Bewegungen und machen Sie bei Ermüdung oder Schwäche unbedingt eine Pause. Ein seitliches Abkippen auf dem weich-elastischen Material muss korrigiert werden, damit der Fuss, das Knie sowie die Hüfte achsengerecht belastet werden. Lesen Sie mehr dazu unter "seitliches Abkippen".
- Lassen Sie sich Zeit! kyBoot/ kyBounder sind intensive "Trainingsgeräte" und fordern den Körper stark heraus. Es kann einige Monate gehen, bis Sie mehrere Stunden am Stück im kyBoot gehen oder auf dem kyBounder stehen können. Die Tragdauer ist sehr individuell und hängt von vielen Faktoren ab, ausserdem ist sie nicht jeden Tag gleich lang. Hören Sie auf Ihren Körper und akzeptieren Sie die Grenzen.
- Wenden Sie sich an einen kybun-Händler ihres Vertrauens, wenn Sie weitere Fragen haben, sich unsicher fühlen oder sich die Schmerzen im kyBoot, trotz befolgen der Tipps, nicht verbessern.
Das kybun Intervall Walking eignet sich besonders zur Gewichtsreduktion und Training des Herz-Kreislaufes (http://www.kybun.ch/ratgeber/kybun-uebungen/kyboot.html):
Achten Sie darauf, dass Sie anfangs die Geh-Geschwindigkkeit etwas zurücknehmen und nur so schnell gehen, dass Sie sich noch mit dem Nachbar unterhalten können.
Wenn Sie unter ärztlicher Kontrolle stehen, raten wir Ihnen, ein Puls-Messgerät zu tragen, wo Sie Ihren persönlichen, vom Arzt vorgeschriebenen Puls, kontrollieren können.
Sie müssen Sich während dem kybun Training immer wohl fühlen! Unwohlsein ist ein Zeichen einer Überforderung des Körpers bzw. des Herzens. Passen Sie auch hier die Geschwindigkeit beider Intervalle so an, dass es Ihnen während dem Training gut geht und Sie den Körper nicht überfordern.
Kontrollieren Sie regelmässig Ihre Körperhaltung: Sie sollten aufrecht gehen und die Arme, Schultern und Füsse locker lassen.
Wenn man konditionell an seine Grenzen stösst, neigt man immer dazu, sich zu verkrampfen. Das blockiert die Blutzirkulation und die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, wodurch Sie nach kurzer Zeit das Training abbrechen müssten.
Keine Artikel in dieser Ansicht.
/
- Studien behaupten: ständiges Gehen auf dämpfenden Sohlen verringert die Knochendichte und verursacht Osteoporose!?
-
Wir sind uns durchaus bewusst, dass es Studien gibt, die zeigen, dass die Knochendichte mit dem Ausmass an Belastung korreliert.
Diese Studien untersuchen jedoch immer nur diesen einen Zusammenhang und lassen ausser Acht welche andern Variablen einen Einfluss haben können.
Wir sind überzeugt das die Durchblutung und die Blutzirkulation eine grosse Rolle spielen bei Aufbau und Erhalt der Knochendichte. Da der kyBoot die Durchblutung der unteren Extremitäten messbar steigert, gehen wir sogar davon aus, dass das Tragen von kyBoot, die Knochendichte verbessert.
Des Weiteren gilt es den Begriff „Belastung für die Knochen“ differenziert zu betrachten. Eine Belastung muss nicht unbedingt ein Schlag oder eine Erschütterung sein. Belastungen können genauso gut Zugkräfte zwischen Muskulatur und Knochen sein. In dem Zusammenhang gibt es Untersuchungen und Studien die zeigen, das Muskelschwund(Sarkopenie) ein Hauptauslöser von Osteoporose ist und durch Muskelaufbautraining die Knochendichte sogar gesteigert werden kann.
So wird z.B. im Paraplegikerzentrum in Nottwil bei querschnittgelähmten Patienten durch Funktionelle Elektrostimulation der Atrophie der Muskulatur entgegengewirkt. Ein erwiesener Nebeneffekt dieser Behandlung ist der Erhalt und Aufbau der Knochenmasse. Da der kyBoot durch seine weich-elastische Sohle die Rücken-, Hüft- und Beinmuskulatur beansprucht und gleichzeitig die Sensomotorik, Propriozeption sowie die intra-/intermuskuläre Koordination fördert, liefert der kyBoot sogar einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Knochendichte.
Unter dem Link Meinungen auf der kybun Homegape kann sich jeder überzeugen wie viele Menschen es gibt, die sich dank kybun überhaupt wieder (schmerzfrei) bewegen können, da ihre Beschwerden in Rücken-, Hüft- und Beinen gelindert wurden. Kybun steigert also das Ausmass an Bewegung und wirkt allein dadurch unzähligen (Alters-)Krankheiten entgegen. Dies sollte in die Gesamtbeurteilung einbezogen werden.
Abschliessend möchte ich noch betonen, dass wir die Menschen nirgends auffordern nur noch kyBoot zu tragen oder vom Tragen herkömmlicher Schuhe abraten. Für den Einzelnen kann es sicherlich angenehm oder hilfreich sein, von Zeit zu Zeit eine kyBoot Pause einzulegen und den Füssen in Erinnerung zu rufen was sie früher „ertragen“ mussten.
- kyBoot und Diabetes
-
Viele Diabetiker leiden nebst den direkten Folgen Ihrer Krankheit unter Durchblutungsproblemen & Hypersensibilität der Füsse, sowie Übergewicht.
Durch die Bewegungsfreiheit der Füsse auf der weich-elastischen Sohle des kyBoot, wird die Fuss- und Unterschenkelmuskulatur beim Gehen aktiviert und trainiert. Dies hat eine stark verbesserte Durchblutung der Füsse und Beine zur Folge. Oft berichten Kunden über angenehm warme Füsse im kyBoot, was auf aktive Muskeln schliessen lässt. (Denn aktive Muskeln verstoffwechseln Energie und produzieren dabei Wärme.)
Durch die weich-elastische kyBoot Sohle kann der Träger den Boden spüren und sich dadurch sicherer fortbewegen. Barfuss Gehen ist bei Diabetes Patienten oft zu riskant, da eine Fussverletzung eine Infektion und sogar eine spätere Amputation zur Folge haben könnte. Zudem wird das Körpergewicht durch das Einsinken im Sohlenmaterial auf die gesamte Fusssohlenfläche verteilt. So werden schmerzhafte Druckpunkte entlastet und weniger gereizt.
Die meisten Diabetiker werden in Ihrer Behandlung dazu aufgefordert ihren Lebensstil zu ändern und sich mehr zu bewegen. Ziel ist es dadurch die Blutwerte (z.B. Ruheglukosewert) auf einen gesunden Wert zu reduzieren. Durch kyBoot und kyBounder kommt ohne zusätzlichen Zeitaufwand mehr Bewegung in den Alltag. Die weich-elastische Sohle macht langes Stehen und Gehen mühelos möglich. Zudem ist man auf dem weich-elastischen Material dauernd ganz leicht in Bewegung, wodurch kleine Muskelimpulse durch den gesamten Körper geschickt werden, welche die Muskulatur lockern.
Noch bessere Ergebnisse liessen sich mit unseren speziellen kybun Übungen erzielen. Die gibt es sowohl für den kyBounder wie auch für kyBoot.
- Morbus Bechterew
-
Dürfen kyBoot bei Morbus Bechterew getragen werden? Wenn ja, welche Wirkung wird damit erzielt?
Ich empfehle den kyBoot bei Morbus Bechterew, weil damit die Wirbelsäule ständig ganz fein und schonend in Bewegung halten wird. Die Bewegungen sind beim Gehen viel schonender als in einem konventionellen Schuh und sie aktivieren die tiefe, feine Muskulatur, wodurch ein "Erstarren" der Beweglichkeit verzögert werden kann . Ebenfalls wird die Venen- und Lymphtätigkeit aktiviert.
Am besten probieren die Betroffenen den kyBoot bei einem Händler aus und tragen ihn vor Ort 10-20 Minuten gehend. So kann der Kunde sofort spüren, wie er sich im kyBoot fühlt. Der kyBoot gibt dem Fuss eine grosse Bewegungsfreiheit zurück. Dies ist anfangs gewöhnungsbedürftig, besonders für Morbus Bechterew-Betroffene, da das Gleichgewicht intensiver gefordert wird.
Wenn der kyBoot für den Kunden zu instabil ist, empfehle ich zuerst ein paar Monate auf dem kyBounder zu trainieren. Hier kann er sich an einem festen Gegenstand halten und ohne Angst zu Stürzen die Kraft und Beweglichkeit der Füsse und anderen Gelenke verbessern.
Wichtig ist, dass sich der Kunde nach dem Kauf langsam an die neue Belastung im kyBoot oder auf dem kyBounder gewöhnt und sich im kyBoot auf eine aufrechte Fussstellung achten.
Bei allen neurologischen Erkrankungen ist es besonders wichtig, dass der Kunde nach einem kyBoot/kyBounder-Test selbst entscheidet, ob er sich sicher und wohl fühlt. Denn bei jedem Betroffenen ist die Erkrankung verschieden stark ausgeprägt und wir können keine allgemein gültige Aussage machen!
Oft können auch die Angehörigen gut beurteilen, ob der Bechterew Kunde im kyBoot nach einer Angewöhnungszeit (5-10 Minuten am Stück) besser geht oder eher unsicherer ist. Im Zweifelsfall rate ich zum kyBounder, hier ist man auf der sicheren Seite und kann intensiv die Beweglichkeit, das Gleichgewicht und die Kraft verbessern.
Ansprechpartner: Karl Müller
- Polyneuropathie
-
Der kyBoot bei Polyneuropathie
Ich leide an einer starken Polyneuropathie, habe aber gottlob keine Diabetes. Die Ursache wurde von den Ärzten bis heute nicht gefunden. Da diese Krankheit ja schon sehr starkes Brennen der Füsse verursacht, wird dieses durch das Tragen dieser Schuhe nicht noch verstärkt? Eignet sich dieser Schuh überhaupt für Füsse mit Polyneuropathie?
Wie ist es mit dem kyBounder? Ich bin durch diese Krankheit auch sehr unsicher an den Beinen. Könnte dies eventuell auch etwas bei dieser Krankheit bringen?
Polyneuropathie kann verschieden stark ausgeprägt sein. Deshalb ist es unmöglich Ihnen eine allgemeine Antwort zu geben. Im kyBoot trainieren Sie die tiefe, stabilisierende Fuss- und Beinmuskulatur, was grundsätzlich sehr gut ist bei Polyneuropathie. Zusätzlich werden im kyBoot die Fussrezeptoren, die für die Sensibiliät verantwortlich sind, stimuliert. Das würde Ihnen ebenfalls sehr dienen. Am besten testen Sie einen kyBoot in einer Drogerie. Hier können Sie eine Drogerie in Ihrer Nähe finden. Wenn Sie sich sicher und wohl fühlen, kann der kyBoot ein ideales Trainingsgerät für Sie werden. Bei Unsicherheiten empfehle ich Ihnen auf alle Fälle den kyBounder. Auf dem kyBounder können Sie gezielt mit unseren Grundübungen die Fussmuskulatur stärken und sich gut auf die Übungen konzentrieren. Es gibt verschiedene kyBounder-Dicken (2,4 und 6 cm), je dicker desto anspruchsvoller. Auch den kyBounder können Sie in der Drogerie testen.
In folgendem Video sehen Sie die drei Grundübungen, die Sie immer wieder zwischendurch auf dem kyBounder machen können. Klicken Sie hier um den Video anzusehen.
Durch das kybun Training werden die Fussmuskeln aktiviert und gekräftigt. Die Füsse werden dadurch schön warm. Das Brennen bei Polyneuropathie kommt von den Nerven. Ich rate Ihnen, anfangs den kyBoot oder kyBounder gezielt als Trainingsgerät einzusetzten, damit sich Ihr Körper langsam daran gewöhnen kann. Wenn das Brennen kommen würde, machen Sie eine Pause. Das solange bis sich die Füsse erholt haben. Mehrmals täglich ca. eine halbe Stunde am Stück anwenden, langsam die Tragdauer steigern. Lassen Sie sich drei bis vier Monate mit dem Aufbau Zeit. Hören Sie ausserdem auf Ihren Körper, der sagt Ihnen, wann Sie eine Pause brauchen.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: E. Arni
- Multiple Sklerose
-
MS/Multiple Sklerose und kyBoot - Passt das zusammen?
Eine Bekannte von mir leidet seit einigen Jahren an Muskelschwund. Sie besucht einmal wöchentlich die Hippo- und Physiotherapie. Sie hat bereits einen kyBounder auf dem sie täglich zuhause ihre Physioübungen macht. Nun interessiert sie der kyBoot. Ich habe sie vor kurzem im Shop gehabt. Sie geht im kyBoot kaum schlechter oder anders als in normalen Schuhen. Daraufhin habe ich ihr einen Testschuh für zuhause mitgegeben und ihr geraten, ihn nur zuhause zu tragen.
Meine Frage nun ist, wie verhält sich ihre Muskulatur im kyBoot? Ich kann mir vorstellen, dass der sehr hohe Tonus in ihren Beinen, durch den kyBoot eher noch erhöht wird, als dass sie sich entspannen kann. Was meinen Sie? Nützt ihr der kyBoot etwas? Können Sie mir beschreiben was in diesem Falle körperlich passiert, und wie es sich verhält?
Ich finde es eine gute Idee, dass Sie ihr einen Test kyBoot mitgegeben haben. So kann sie selbst spüren, wie der kyBoot bei ihr wirkt. Ich kann mir vorstellen, dass sich ihre Muskelverspannungen eher lösen: Im kyBoot werden die tiefen, stabilisierenden Muskeln gestärkt und so können sich die oberflächlichen Muskeln (diese neigen zu Verspannungen) entspannen.
Es sieht so aus als ob Ihre Bekannte gut mit dem kyBoot zurecht kommt. Ansonsten würde man beim Gehen einen Unterschied sehen oder sie könnte eine Unsicherheit spüren. Ihre Überlegung ist jedoch gerechtfertigt: Wenn Ihre Bekannte im kyBoot "überfordert" wäre, kann sich auch die oberflächliche Muskulatur verspannen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, kann sie Ihnen sicher nach dem kyBoot Test sagen. MS hat so viele unterschiedliche Stadien, da kann man nie ohne es zu testen eine inhaltsreiche Aussage machen. Wichtig ist, dass sich die Betroffenen sicher nicht überfordern! Dies können die Allermeisten gut für sich selbst beurteilen.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: kyBoot Verkäuferin
- Osteoporose
-
Diagnose Osteoporose/ Knochenschwund - Eignet sich der kyBoot?
Mein Spezialarzt für Osteoporose und Rheumatologie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass mein kyBoot für Osteoporose nachteilig seien, weil die Knochen Wiederstand brauchen zum Wachsen. Die kyBoots seien zu weich. Was sagen sie dazu? Ich liebe diese Schuhe.
Es stimmt, dass die Knochen für das Wachstum Belastung brauchen, die Frage ist wie hoch die Belastung sein muss. Früher, als wir noch keine Teerstrassen hatten, und das ist gar noch nicht so lange her, gingen wir auf Naturboden. Zu dieser Zeit gab es viel weniger grosse "Schläge" beim Gehen, da der Naturboden diese dämpft. Der kyBoot kommt einem Naturboden sehr nahe.
Im kyBoot haben Sie sicherlich weniger grosse "Schläge" beim Gehen, jedoch haben Sie immer noch die Belastung des Körpergewichts; dies fördert das Knochenwachstum. Je höher die Belastung auf die Knochen, desto höher die Knochendichte. Ein Sportler der Dreisprung / Weitsprung macht hat eine höhere Dichte in den Beinknochen als ich, als Hobby-Joggerin, habe.
Der Bewegungsablauf im kyBoot ist viel natürlicher als in "harten, unbeweglichen" Schuhen oder Böden. Die Füsse werden kräftiger und beweglicher, dadurch werden die anderen Gelenke wie Knie, Hüfte, Rücken geschont.
Ich rate Ihnen den kyBoot weiterhin zu tragen. Zwischendurch gehen Sie im Sommer sicherlich auch mal barfuss oder in "härteren, normalen" Sommerschuhen, dann bekommt ihr Körper/ihre Knochen zusätzlich mehr "Schläge". Somit bekommen Ihre Knochen zusätzlich stärkere Reize zum Wachsen.
Meine pauschale Antwort gilt für Osteoporose allgemein. Wie viel Belastung bei Osteoporose gut ist, ist immer auch von Stadium der Osteoporose abhängig.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Judith K.
- Übergewicht, Fersensporn und Achillesentzündung
-
Vor einigen Monaten begann ich, jeden Tag zirka fünf bis sieben Kilometer zu laufen. Nicht Laufen im Sinne von Joggen, sondern einfach nur zügiges Spazieren. Dummerweise habe ich mir zu diesem Zweck kein besonders geeignetes Schuhwerk angeschafft, sondern habe ein Paar einfache, günstige Turnschuhe getragen. Schliesslich machten sich rechts Achillessehnenreizungen und links ein schmerzhafter Fersensporn bemerkbar.
Nun bin ich auf meiner Suche nach guten Schuhen auf den kyBoot gestossen. Ich bin übergewichtig und möchte darum fragen, ob der kyBoot von seinem Konstruktionsprinzip her auch bei Übergewicht geeignet ist. Ausserdem würde mich noch interessieren, worin sich die Damen- von den Herrenmodellen unterscheiden.
Durch die weich-elastische Sohle bietet der kyBoot eine ideale Dämpfung, so können Sie schonend Trainieren. Der kyBoot kann ohne Probleme auch bei Übergewicht getragen werden. Bei Übergewicht ist die Dämpfung noch wichtiger, um die Gelenke zu schonen. Jedoch ist es schon so, dass der kyBoot schneller abnützt, wenn er intensiv und oft gebraucht wird. Dies ist jedoch kein Grund bei Übergewicht auf den kyBoot zu verzichten, da die positiven Eigenschaften einfach ideal für Sie sind:
Fersensporn wie auch Achillessehnenentzündungen entstehen bei einer Überlastung. Im kyBoot kann sich Ihr Fuss dreidimensional frei bewegen. So wird die Durchblutung verbessert und die Entzündungen können während dem Training abheilen.
Im folgenden Video wird die positive Wirkung des kyBoots bei Fersensporn beschrieben:
kybun bei medizinischen Problemen (Videothek)
Wichtig ist, dass Sie die Tragdauer des kyBoot langsam steigern. Beginnen Sie mit 20 bis 30 Minuten, dafür mehrmals täglich. Das Abrollen ist nämlich anstrengender als in normalen, härteren Schuhen. Die Füsse brauchen immer eine gewisse Zeit, um sich an den kyBoot zu gewöhnen. Die Umstellung lohnt sich aber sehr, da trainierte Füsse die Schläge beim Gehen abfangen können. Dadurch werden der Rücken und die anderen Gelenke geschont.
Die Herrenschuhe sind beim Rist höher geschnitten und der Vorfuss fällt breiter aus. Eine Frau mit breiten oder geschwollenen Füssen kann ohne Probleme auch ein Männermodell tragen, wenn die Schuhgrösse vorhanden ist.
Frage gestellt von: Sandra K.
- Übergewicht und geschwollene Beine/Oedem
-
Ich bin 60 Jahre alt und 136 kg schwer. Mich würde interessieren, ob der kyBoot auch bei diesem Gewicht gut geeignet ist. Ausserdem habe ich oft angeschwollene Beine.
Sie können ohne Probleme auch bei 136 kg den kyBoot (Schuh mit Luftsohle) tragen. Die Weichheit der Sohle spüren Sie immer noch deutlich, vor allem auch im Vergleich zu einem "normalen, harten Schuh". Durch das Abrollen des Fusses wird die Venenpumpe aktiviert. Dies fördert die Abschwellung der Beine. Nach dem Tragen des kyBoot sind die Beine nicht mehr so geschwollen und auch viel leichter.
Der kyBoot hat eine weich-elastische Sohle, welche den Fuss in alle Richtungen bewegen lässt, ähnlich dem Barfussgehen auf Sand oder Moos. Ich rate Ihnen, den kyBoot bei einem unserer kybun Partner in Ihrer Nähe anzuprobieren, um sofort die wohltuende Wirkun zu spüren. So können Sie auch optimal die richtige Grösse und das passende Modell ausfindig machen.
Auf unserer Homepage können Sie bequem einen kybun Partner in Ihrer Nähe finden:
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Heidy F.
- Übergewicht und seitliches Abkippen
-
Mein Mann wiegt 150 Kg und kippt im kyBoot schräg auf die Aussenkante. Ist der kyBoot bei Übergeweicht wirklich geeignet?
Der kyBoot hat im Unterschied zum MBT eine weiche Sohle. Dies hat einen grossen Vorteil: Die Sohle gibt bei ungleichmässiger Gewichtsverteilung auf dem Fuss sofort nach, somit wird für den Träger die einseitige Belastung ersichtlich und er kann dem entgegenwirken. Je mehr Gewicht ein Träger auf die kyBoot-Sohle bringt, desto deutlicher wird die seitliche Belastung ersichtlich. In den herkömmlichen Schuhen mit harter Sohle war die Fussbelastung auch einseitig, dies konnte man an einer einseitigen Abnützung der Sohle sehen.
Ihr Mann steht seitlich mehr auf dem Fuss, daher wird der kyBoot dort nach schräg unten gedrückt. Es ist wichtig, dass er diese einseitige Fussbelastung korrigiert, denn sie haben es richtig gesagt, dies sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch ungesund.
Anfangs wird es ihm sicherlich schwer fallen, da er sich die einseitige Haltung über längere Zeit angewohnt hat. Ich empfehle ihm anfangs eher kürzere Distanzen mit dem kyBoot zu gehen, sich dafür auf die Fussposition zu konzentrieren. Mit der Zeit muss er sich immer wie weniger konzentrieren, da der Körper dies automatisiert. Eine Hilfe ist, sich vorzustellen, über die Grosszehe abzurollen. Somit stärkt er die tiefe stabilisierende Fussmuskulatur, welche immer wie mehr die Stabilisation und Aufrichtung des Fusses übernimmt.
Es ist nicht schlimm oder schädlich wenn ihr Mann trotzdem immer wieder leicht seitlich auftritt, wichtig ist, dass er bewusst dieser Fehlbelastung entgegenwirkt, so kann er langfristig den Fuss gesund belasten. Dies hat nicht nur für den Fuss gesundheitliche Vorteile, auch die Knie, Hüften sowie der Rücken werden dadurch schonender und gleichmässiger belastet.
- Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
-
Ist der kyBoot bei Gleichgewichtsstörungen, Schwindel/Vertigo und leichter Ataxie/Muskelkoordinationsstörungen sinnvoll?
Einer meiner Patienten in der Physiotherapie leidet an Gleichgewichtsstörungen und an einer leichten Ataxie. Er wollte von mir wissen, ob ein kyBoot für ihn sinnvoll wäre. Ich kann es mir schlecht vorstellen, da er auf Rumpfstabilisation positiv reagiert. Trotzdem möchte ich Sie fragen, ob es für ihn von Nutzen sein könnte, einen kyBoot zu tragen.
Bei neurologischen Symptomen empfehle ich den Patienten, den kyBoot in einer Verkaufsstelle anzuziehen und zu testen. Wenn es dem Patienten im kyBoot wohl ist und er gleich gut oder besser gehen kann als in normalen, „harten“ Schuhe, ist der kyBoot das Richtige für ihn. Da jeder Patient auf verschiedene therapeutische Stimuli anders reagiert, muss der Schuh von jedem selbst getestet werden, bevor ein Urteil gefällt werden kann. Dazu ein Beispiel:
Ältere Leute mit Gleichgewichtsproblemen gehen im kyBoot oft viel sicherer als in normalen Schuhen. Dies ist im ersten Moment erstaunlich, da Orthopäden oder Schuhspezialisten solchen Menschen meist stabile Schuhe empfehlen. Durch diese harten, stabilen Schuhe wird der Fuss jedoch immer schwächer und unbeweglicher und die Sensibilität der Füsse wird auch nicht gefördert. Dadurch erreichen wir mit harten Schuhen das Gegenteil: Der Patient wird immer unsicherer und instabiler.
Der positive Effekt von labilem Untergrund auf das Gleichgewicht sieht man schön in folgendem Video:
kybun Seniorentraining (Videothek)
Oft leiden auch neurologische Patienten an Gleichgewichtsstörungen. Diese Störungen können behandelt werden, indem von den Füssen her mehr Stabilität aufgebaut wird. Wenn die Füsse stabiler sind, wird auch der Rumpf viel stabiler werden. Es kann gut sein, dass bei Ihrem Patienten der kyBoot dabei helfen kann.
Ich kann dies aber nicht beurteilen, ohne den Patienten zu sehen. Wenn Sie die Möglichkeit haben mit Ihrem Patienten den kyBoot zu testen, wäre das ideal.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Veronika V. - eidg. dipl. Physiotherapeutin
- Vergiftung Amalgan
-
Hilft der kyBoot bei "Vergiftungs-Schmerzen" im Fuss durch Amalgan und andere Kunststoffe?
Der kyBoot hilft vor allem bei muskuloskelatalen Problemen. Bei Schmerzen aufgrund einer Vergiftung kann der kyBoot nicht die Ursache, die Vergiftung, beseitigen. Durch die weiche kyBoot-Sohle ist der Schuh trotzdem sicherlich angenehm bei den Schmerzen im Fussbogen und die Kundin stärkt ihre tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur, was ihr mehr Kraft und Stabilität im Fuss verleiht. Es kann sein, dass dadurch ihre Schmerzen mit der Zeit zurückgehen.
Da die Vergiftung schon mehrere Jahre besteht, braucht eine Regeneration sehr viel Zeit. Daher sind 3 Wochen noch keine Zeit, so lange braucht oft auch ein Kunde ohne bestehende Schmerzen, um sich an den kyBoot zu gewöhnen.
Ich rate der Kundin, weiterhin im kyBoot dosiert zu gehen und nach ihrem Gutdünken die Tragzeit zu steigern. Solange der kyBoot bei ihr keine grösseren Schmerzen als bekannt hervorruft und es ihr angenehm ist, kann der kyBoot nur positiv auf ihren Fuss wirken (Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Durchblutung.). Ob ihre "Vergiftungs-Schmerzen" je weggehen, kann ich aber nicht beurteilen.
- Diabetes mit geschwollene, instabile Fussgelenke
-
Bedingt durch Diabetes hat er eine Gelenkverschiebung in beiden Sprunggelenken. Sie sind beide dick geschwollen. Im kyBoot fühlte sich mein Kunde wohl, darf er auf die kyBoot Schuhe umsteigen?
Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass sich Ihr Kunde nach dem Testen des kyBoot wohl gefühlt hat, besonders, dass er ihn bereits am Anfang 3 Stunden tragen konnte!
Bei Diabetes und in seinem Fall bei geschwollenen Sprunggelenken hat der kyBoot folgende positive Wirkung auf den Körper:
-Die weich-elastische Sohle dämpft die Schläge beim Auftritt auf den harten Boden. Diese Dämpfung bewirkt, dass das Sprunggelenk weniger gereizt wird und somit weniger stark aufschwillt, die Schwellung kann sogar im kyBoot abnehmen. Dadurch hat der Kunde weniger Schmerzen und eine bessere Funktion der Füsse, er kann sich wieder sicherer bewegen. Einen Reduktion der Schwellung ist das Therapieziel Nummer 1, denn in einem geschwollenes Gelenk werden die Nähr-und Abfallstoffe vermindert abtransportiert, Infekte können die Folge sein.
-Die instabile kyBoot-Sohle trainiert die tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur. Zudem wird durch das Abrollen des Fusses im kyBoot der Fuss natürlich bewegt. Dieses Kraft-und Beweglichkeitstraining hilft das Sprunggelenk zu stabilisieren und die Abschwellung zu fördern.
-Durch die weiche kyBoot Sohle kann der Träger den Boden spüren und sich dadurch sicherer fortbewegen. Die Sensibilität der Füsse wird angeregt ohne dass sich der Diabetes-Betroffenen an den Füssen verletzten kann. Barfuss Gehen ist bei Diabetes Patienten oft zu riskant, da eine Fussverletzung eine Infektion und sogar eine spätere Amputation zur Folge haben könnte.
- Schlaganfall/Hirnschlag/"Schlägli"
-
Haben Sie schon Erfahrungen bei Schlaganfallpatienten sammeln können?
Nach einem Schlaganfall sind die Symptome der Betroffenen sehr unterschiedlich ausgeprägt, daher kann ich keine Allgemeine Aussage machen.
Der kyBoot hat eine instabile Sohle, diese fördert die Koordination und Kraft der Füsse. Ausserdem kann der Träger durch die Sohle den Untergrund gut spüren, dies verleiht ihm beim Gehen Sicherheit und fördert die Sensibilität der Füsse.
Symptome wie Schwindel, Gehstörungen, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen können somit mit dem kyBoot sehr gut angegangen werden, der Betroffene kann selbständig mit dem kyBoot ein tägliches, angepasstes Training absolvieren.
Bei Lähmungen von Körperteilen muss der Betroffene oder behandelnde Therapeut abschätzen, ob der kyBoot seine Schwächen trainiert und mehr Sicherheit beim Gehen verschafft, oder ob der Betroffenen im Moment noch durch die Instabilität im kyBoot überfordert ist. Solange sich der Betroffene gut und sicher im kyBoot fühlt, empfehle ich den kyBoot. Wenn eine erhöhte Sturzgefahr besteht, würde ich im Moment noch vom kyBoot abraten und die stabilisierende Fussmuskulatur auf dem kyBounder im Stehen mittels den 3 Grundübungen trainieren:
Der Betroffene kann sich dabei an einem festen Gegenstand festhalten, wenn er sich freihändig zu unsicher fühlt. Zudem kann er sich im Stehen gut auf die Fussstellung und Körperhaltung (aufrecht) konzentrieren.
Zu einem späteren Zeitpunkt wenn die Fuss- und Beinmuskulatur bereits etwas kräftiger sind, kann er eventuell auch im kyBoot sicher gehen.
- Kontraindikationen/kyBoot nicht geeignet
-
Kontraindikationen für den kyBoot sind:
- Postoperativ, wenn Vollbelastung noch nicht vom Arzt erlaubt ist.
- Gewisse neurologische Erkrankungen/Symptome:
Wenn es dem Kunden nicht mehr möglich ist, die Fussstellung bewusst zu steuern (vorhandene Lähmungen, Sensibilitätsausfälle) und der kyBoot folglich zu instabil ist. Dies ist von Fall zu Fall neu zu beurteilen, sprich der Betroffene macht im kyBoot eine Gehrunde und gibt ein Feedback. Der Verkäufer beobachtet den Kunden, gib Tipps und schaut, ob der Kunden dies umsetzen kann.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Esther B.