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Vor 14 Jahren hat das Olympische Komitee den Status der Amateure abgeschafft, schade eigentlich, weil gerade bei den Golfern spielen die besten Amateure der Welt durchaus auf dem Level ihrer Kollegen aus dem Berufslager.
Einer der weltbesten Golfer war der Amateur Bobby Jones. Als einziger Golfspieler überhaupt gewann er die vier Majors in einem Jahr (1930). Und er siegte fast nach Belieben.
Dennoch wollte er nicht Berufsgolfer werden. Mit ein Grund: Damals war der soziale Status der Berufsgolfer noch nicht über jeden Zweifel erhaben, sie durften in noblen Clubs nicht einmal ins Clubhaus. Der erfolgreiche Golfer war Rechtsanwalt, Buchautor und Golfarchitekt (Augusta National). Heute würde Jones als Profi Millionen verdienen. Es scheint, dass er zu früh auf die Welt gekommen ist (1902 bis 1971).
Im Hinblick auf die Olympischen Spiele kann man sich die Frage durchaus stellen: Warum werden nicht auch die besten Amateure der Welt eingeladen? Im Gegensatz zum Tennis, wo die Amateure seit 1973 kein separates internationales Ranking mehr haben, werden die weltbesten Amateure in einer Weltrangliste geführt. Nach dem olympischen Gedanken wäre es doch eigentlich sinnvoll, auch die besten Amateure einzuladen. Zumal es da einige wirklich gute Spieler gibt, wie etwa den 21-jährigen Spanier Jon Rahm-Rodriguez. Er ist die Weltnummer 1 der Amateure und hat eindrückliche Ergebnisse geliefert, wie etwa den Sieg in der Singlewertung der Weltmeisterschaft 2014 mit satten -23.
Am selben Event war übrigens auch der Schweizer Benjamin Rusch dabei. Er war 12. und das mit einem Total von -15. Inzwischen hat er zu den Profis gewechselt. Am gleichen Turnier kam der aktuell beste Schweizer Amateur, Matthias Eggenberger, mit – 8 auf den 39. Rang.
Über das Qualifikationsverfahren der Olympischen Spiele ist schon viel diskutiert worden, die Frage nach den Amateuren fügt der Diskussion ein weiteres Kapitel an.
Piero Schäfer