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SDG 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
Im Bereich der Geschlechtergleichheit wurden durch die Umsetzung der Millenium-Entwicklungsziele (insbesondere beim gleichberechtigten Zugang von Mädchen und Jungen zur Grundschulbildung) Fortschritte erzielt. Dennoch sind Frauen und Mädchen überall auf der Welt noch immer Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Die Geschlechtergleichheit ist nicht nur ein grundlegendes Menschenrecht, sondern auch Voraussetzung für eine Welt des Friedens, des Wohlstands und der Nachhaltigkeit. Frauen und Mädchen einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, menschenwürdiger Arbeit und Entscheidungsprozessen in Politik und Wirtschaft zu garantieren, trägt zur Nachhaltigkeit des Wirtschaftssystems bei und dient der Gesellschaft und der Menschheit als Ganzes.
Schweizer Unterziel 5.4: Die Belastung durch Erwerbsarbeit und Familienarbeit ist ausgeglichener auf die Geschlechter verteilt.
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Aufwand für Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit nach Geschlecht. Die Belastung wird in Stunden pro Woche angegeben. Um in die Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung zu gehen, sollte die Verteilung des Zeitaufwands für Erwerbs- und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern ausgeglichener sein.
Lesehilfe
Dieser Indikator macht keine Aussagen darüber, wie zufrieden die Personen mit der Aufteilung ihrer Zeit zwischen bezahlter Arbeit und Hausarbeit sind. Die Unterschiede bei der Aufteilung zwischen bezahlter Arbeit und Hausarbeit gehen auch auf persönliche Entscheide zurück.
Internationaler Vergleich
Bei diesem Indikator sind keine internationalen Vergleiche möglich.
Bemerkung: Berechnung der prozentualen Veränderung des Unterschieds zwischen Frauen und Männern in Bezug auf den Anteil der geleisteten Haus- und Familienarbeit in Stunden am Total der geleisteten Arbeitsstunden. Aufgrund des Bruches in der Zeitreihe werden für die Berechnung nur die Daten ab 2010 verwendet.
Tabellen
Methodologie
Dieser Indikator zeigt den durchschnittlichen Aufwand pro Woche für Haus- und Familienarbeit (ohne Freiwilligenarbeit) und Erwerbsarbeit von Männern und Frauen im erwerbsfähigen Alter (1997-2007: Zwischen 15 und 63 Jahren bei den Frauen und zwischen 15 und 64 Jahren bei den Männern; ab 2010: Zwischen 15 und 64 Jahren bei Frauen und Männern).
Die Daten werden alle drei bis vier Jahre im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE), Modul «Unbezahlte Arbeit», erhoben und veröffentlicht. Eine Revision der Erhebung 2010 hat zu einem Bruch in der Zeitreihe geführt.
Definitionen
Haus- und Familienarbeit
Unbezahlte Arbeiten innerhalb des eigenen Haushalts wie Zubereiten von Mahlzeiten, Abwaschen, Putzen, Einkaufen, Waschen, handwerkliche Tätigkeiten, Tier- und Pflanzenpflege, administrative Arbeiten für den Haushalt, Kinderbetreuung und Betreuung pflegebedürftiger Erwachsener im Haushalt.
Quellen
Unterziele
Schweizer Unterziel 5.4: Die Belastung durch Erwerbsarbeit und Familienarbeit ist ausgeglichener auf die Geschlechter verteilt.
Internationales Unterziel 5.4: Unbezahlte Pflege- und Hausarbeit durch die Bereitstellung öffentlicher
Dienstleistungen und Infrastrukturen, Sozialschutzmassnahmen und die
Förderung geteilter Verantwortung innerhalb des Haushalts und der
Familie entsprechend den nationalen Gegebenheiten anerkennen und
wertschätzen
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
- Tel.
- +41 58 485 64 96
Von Montag bis Freitag
09.00–12.00 Uhr und 14.00–16.00 Uhr