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Gelangt das Gericht zum Entscheid, dass die Voraussetzungen für eine Scheidung auf gemeinsames Begehren nicht erfüllt sind, so setzt es jedem Ehegatten eine Frist, um das Scheidungsbegehren durch eine Klage zu ersetzen (Art. 113 des Zivilgesetzbuches).
Der Richter kann dies namentlich in folgenden Fällen veranlassen:
- Der Richter stellt fest, dass eine der Parteien ihren Entschluss zur Scheidung nicht aus freiem Willen gefasst hat. Zum Beispiel, wenn einer der Gatten den anderen zum gemeinsamen Begehren gezwungen oder ihn getäuscht hat, damit dieser die Konvention unterzeichnet.
- Einer der Gatten hat seinen Scheidungswillen und seine Zustimmung zur Scheidungskonvention über die Scheidungsfolgen nicht schriftlich bestätigt. In diesem Fall informiert der Richter die Ehegatten, dass ihnen 30 Tage zur Verfügung stehen, um eine einseitige Scheidungsklage einzureichen.
- Einer der Gatten gibt seine Zustimmung zur Scheidung nicht mehr, zieht diese während der Anhörung zurück, bevor der Richter die Scheidungskonvention genehmigt hat.