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St-Sulpice, Endstation. Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Fleurier liegt an der Nebenstrecke Travers - Buttes.
Das Val de Travers wurde bereits 1860 durch die internationale Linie Neuchâtel - Les Verrières - Pontarlier erschlossen. Allerdings lag diese Strecke im hintern Teil des Tales hoch oben am Hang und hatte für die Dörfer im Talboden mit ihrer bekannten Uhrenindustrie keinen grossen Nutzen. Man wünschte sich eine Zweigstrecke ab Travers in den hintern Teil des Tales. 1883 konnte die Régional du Val-de-Travers RVT, die Strecke Travers - St-Sulpice in Betrieb nehmen. 1886 kam dann die kurze Zweigstrecke Fleurier - Buttes in Betrieb. Da St-Sulpice durch eine neue Buslinie besser erschlossen wurde brachen die Personenfrequenzen ein. 1973 wurde der Personenverkehr auf der kurzen Strecke von Fleurier nach St-Sulpice eingestellt.
Nach verlassen der Station Fleurier wendet sich die Strecke nordwärts, entlang der Schulanlagen um dann in einer weiten S-Kurve durch Waldgebiet die kleine Endstation St-Sulpice zu erreichen. Abgesehen von einer Metallbrücke bei der Ausfahrt aus Fleurier sind keine nennenswerten Kunstbauten vorhanden.
Die Fahrzeit betrug 3 Minuten.
Streckenskizze map.search.ch
Da die kurze Zweigstrecke weiterhin von der Dampfmuseumsbahn benutzt wird, gab es bei der Infrastruktur keine grossen Veränderungen. Einzig das Stationsgebäude in St-Sulpice wurde abgebrochen und die Fahrleitung demontiert. In einer neu erstellten Halle bei der Endstation hat sich der Dampfbahnverein niedergelassen.
Betriebsaufnahme Strecke:
Fleurier - St-Sulpice
24.09.1883
Einstellung Personenverkehr
2.06.1973
Betriebseinstellung Strecke:
Fleurier - St-Sulpice
2001
Streckenabbruch
noch Museumszüge
Ersatzbetrieb
Bus
Streckenlänge
1,6 km
Spurweite
1435 mm
Grösste Neigung
5 0/00
Stationen und Haltestellen aufgehoben
1
Tiefste Station (Fleurier)
742 m.ü.M.
Höchste Station (St-Sulpice)
749 m.ü.M.
Anzahl Tunnel
----
Anzahl Brücken (über 2 m Länge)
1
Betriebsart
Elektrisch
Elektrischer Betrieb ab
1944
Stromsystem
Wechselstrom, 16,7 Hz
Spannung
15 000 V
Anzahl Zugspaare
11
Name
Bahn km
Höhe m.ü.M.
HG
NG
R
Fleurier
0,0
742
noch in Betrieb!
St-Sulpice
1,6
749
3
3
1
HG
=
Hauptgleis
NG
=
Nebengleis
R
=
Remise
St-Sulpice mit ausfahrendem Zug Richtung Fleurier.
St-Sulpice, Blick Richtung Gleisende. Foto R. Werder
St-Sulpice mit dem heute abgebrochenen Stationsgebäude. Archiv RVT
Von St-Sulpice kommender Zug fährt in Fleurier ein.
Das alte Depot in Fleurier 1969
Alle Bilder ohne Autorenname: P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Ausschnitt aus dem Kursbuch Sommer 1971
Die Strecke wird noch durch die Museumsbahn benutzt.
Ehemalige Abzweigestation Fleurier. Links vom Berg gehts zur Endstatin Buttes, rechts nach St-Sulpice.
Das alte RVT Depot beherbergt heute die Fahrzeuge des RVT Historique. Links die noch in Betrieb stehende Strecke nach Buttes, rechts die eingestellte nach St-Sulpice.
Extrazug. Der Zweikraft-Traktor schleppt den ABDe 2/4 302, beide vom RVT Historique, nach St-Sulpice.
Am Zugschluss läuft noch ein Wagen der Dampfbahn mit.
Blick zurück Richtung Station Fleurier.
An den letzten Industriebetrieben von Fleurier vorbei.
Beim Einfahrsignal von Fleurier endet heute auch die Fahrleitung.
Der Bahnübergang der alten Haupstrasse ist mit Blinklichtern gesichert.
Nun folgt das vor St-Sulpice liegende Waldstück.
Im Wald zwischen den beiden Stationen (Rückblick).
Im Vordergrund das RVT Gleis, im Hintergrund der Viadukt der internationalen Strecke Neuchâtel - Les Verrières - Pontarlier (mit TGV Verbindung).
Die Einfahrweiche von St-Sulpice. Die Fahrzeughalle, die Gleisanlagen links im Bild und der schmale Perron gehören der Museumsbahn und wurden erst nach der Einstellung des Regelbetriebes erstellt.
Die Station St-Sulpice, Blick gegen das Gleisende. Die Fahrzeuge gehören alle der Museumsbahn.
Links hinter dem ehemaligen RVT Triebwagen war einmal das Stationsgebäude.
Hinter dem heutigen Gleisende steht das nun zu einem Wohnhaus umgebaute ehemalige Depotgebäude. Es bot Platz für vier Dampflok.
Blick vom Gleisende Richtung Ausfahrt. Das Stationsgebäude von St-Sulpice lag auf der rechten Seite.
Das ehemalige Lokdepot nach dem Umbau. Auf dieser Seite waren die beiden Depottore angebracht.
Das vorzüglich renovierte Gebäude von der Rückseite.