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Ob auf der Kinoleinwand oder der Theaterbühne: Viele große literarische Werke dienten in der Vergangenheit als Vorlage für Filme und Theaterinszenierungen. Es sind die großen Klassiker, aber auch die Werke eher unbekannter Schriftsteller, die ihren Weg auf die Bildschirme und Bühnen finden. Oftmals wissen die Kinobesucher kaum, dass es sich um die Verfilmung eines literarischen Werkes handelt. Auf der anderen Seite gibt es literarischen Stoff, der aufgrund seines außerordentlichen Gehaltes bereits mehrmals verfilmt beziehungsweise inszeniert worden ist. Dazu gehört auch die historische Figur des Johann Georg Faust, der durch das Werk eines der größten deutschen Schriftsteller, Johann Wolfgang von Goethe Berühmtheit erlangte.
Der Fauststoff
Über den Doktor namens Faust ist nur wenig bekannt. Er lebte wohl etwa zwischen 1480 und 1540 und die Legende um sein spektakuläres Ableben – auf der Suche nach der Formel, mit der sich Gold herstellen lässt, kam er durch eine Explosion ums Leben – bildete die literarische Grundlage für viele Werke. Mit Johann Wolfgang Goethes und seinen zwei Arbeiten „Faust. Eine Tragödie“ und „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ erlangte der Stoff Weltruhm und ging für immer in das literarische Gedächtnis der Menschheit ein.
Verfilmungen
Goethes Faust wurde erstmals 1960 von Gustaf Gründgens verfilmt. Es ist die Aufzeichnung der Faust-Inszenierung am Hambuger Schauspielhaus. Gründgens selbst verkörpert dabei den Mephisto. Sieben Jahre später erscheint die Verfilmung „Doktor Faustus“ des Regisseurs Richard Burton. Es handelt sich um die Adaption des Marlowe-Schauspiels aus dem Jahr 1589. Der jüngste Faust-Film stammt aus der Hand des russischen Regisseurs Alexander Sokurov, erschien im Jahr 2011 und wurde unter anderem mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Operninszenierungen
Im Jahre 1797 brachte Johann Ignaz Walter erstmals den Fauststoff auf eine Opernbühne. Es folgten Adaptionen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen von Beethoven, Berlioz, Wagner, Schumann und Liszt. Die wohl berühmteste Inszenierung für die Opernbühne stammt von Charles Gounod. Seine Oper Faust et Marguerite, die erstmals 1859 uraufgeführt wurde, wird noch heute weltweit auf den Bühnen der großen Opernhäuser aufgeführt. Auch in der Schweiz, genauer in Zürich findet dieses Werk demnächst wieder ein Zuhause: im Opernhaus Zürich gesehen gewinnt die Inszenierung ab 3. November neue und alte Fans dieser besonderen Geschichte.
Fakt ist, dass die Geschichte um den Doktor, der einen Pakt mit dem Teufel schliesst, nie wirklich an Aktualität verloren hat und Verfilmungen und theatralische oder musikalische Inszenierungen zum Repertoire vieler großer Regisseure gehört.