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Wie sieht die Jahresbilanz 2022 von Alkohol- und Tabakverkauf an Jugendliche aus? Insgesamt sind es deutlich bessere Resultate als im Vorjahr, aber es besteht immer noch Handlungsbedarf, insbesondere beim Verkauf von Spirituosen an Minderjährige, wie die Stadt Zürich mitteilt.
Im vergangenen Jahr wurden auf Stadtgebiet insgesamt 170 Testkäufe zur Einhaltung der Jugendschutzgesetze durchgeführt. In 52 Fällen wurden alkoholische Getränke oder Tabakprodukte verkauft, obwohl die jugendlichen Testkäufer*innen das erforderliche Alter noch nicht erreicht hatten.
Dies entspreche einer Verkaufsquote von knapp 31 %, was eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr (knapp 50 %) darstellt. Erfreulich seien die besseren Resultate bei Bier und Tabak.
Bei den 77 Bier-Testkäufen wurde in 23 % der Fälle illegal verkauft, bei den 55 Tabak-Testkäufen waren es 16 %. Besorgniserregend sei nach wie vor, wie oft «harter» Alkohol an 16- oder 17-Jährige verkauft wurde (66 %).Testkäufe werden seit 2005 als Kooperation der Suchtpräventionsstelle, dem Blauen Kreuz und der Stadtpolizei Zürich durchgeführt.
Dabei versuchen die Jugendlichen unter 16 Jahren Bier oder Tabak, beziehungsweise solche unter 18 Jahren Spirituosen zu erwerben. Die Jugendlichen seien verpflichtet, Fragen nach ihrem Alter wahrheitsgemäss zu beantworten und auf Verlangen ihren Ausweis vorzuweisen.
Verkäufer*innen, welche den Jugendlichen Alkohol oder Tabak verkaufen, werden unmittelbar nach dem Testkauf durch die Polizei auf die Verfehlung aufmerksam gemacht, befragt und die Rapporterstattung an das Stadtrichteramt eröffnet. Gegen die verantwortlichen Patent-Inhabenden werden verwaltungsrechtliche Massnahmen eingeleitet, welche von einer Verwarnung bis zu einem befristeten Verkaufsverbot oder gar zum Patententzug reichen können.
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