Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/73286

<h2>SubmittedText<h2><p>Vor neun Monaten habe ich eine Anfrage (05.1061) zur Umsetzung der Gleichstellung von Frau und Mann in der Bundesverwaltung eingereicht.</p><p>Weshalb liegt bis heute keine Antwort zu den geplanten Massnahmen vor, um die Weisungen des Bundesrates zur Verwirklichung der Chancengleichheit wirksam umzusetzen, zu den konkreten Gleichstellungszielen der Ämter der Bundesverwaltung für die kommenden vier Jahre, zur Schulung von verantwortlichen Führungskräften und zu Handlungsmöglichkeiten gegen die verbreitete diskriminierende Personalbeurteilung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat die Anfrage Goll 05.1061 anlässlich seiner Sitzung vom vergangenen Freitag beantwortet. Er ist nach wie vor von der Notwendigkeit überzeugt, die Anstrengungen zur Umsetzung der Chancengleichheit fortzusetzen. Er hat dies kürzlich wiederum bekräftigt, indem er am 21. Dezember 2005 Sollwerte zum Frauenanteil in der Bundesverwaltung verabschiedet hat. Der Frauenanteil soll bis Ende 2011 in den obersten Lohnklassen um 30 Prozent und in den übrigen Lohnklassen auf einen Drittel des Gesamtpersonalbestandes erhöht werden. Die Sollwerte gelten bis zum Ende der nächsten Legislatur (2011). Ein erster Soll/Ist-Vergleich im Sinne einer ersten Standortbestimmung wird den parlamentarischen Aufsichtskommissionen im Frühjahr 2006 unterbreitet.</p><p>Für die Konkretisierung der Weisungen zur Verwirklichung der Chancengleichheit haben die Departemente entweder bereits Massnahmenkataloge ausgearbeitet oder sind dabei, dies zu tun. Die Umsetzung der Massnahmen liegt in der Verantwortung der Linie und stellt eine wichtige Führungsaufgabe dar. Die Führungskräfte wurden bisher und werden auch künftig mit Schulungen und Sensibilisierungsaktivitäten unterstützt.</p>