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Was für Spitzensportler die Olympiade ist, ist für Studenten aus aller Welt die Universiade. Der alle zwei Jahre stattfindende Anlass steht auch bei sportlichen Schweizer Studenten hoch im Kurs, denn so müssen junge Athleten, die sich anstelle einer Profikarriere für eine Matur und ein Studium entscheiden, nicht auf ihre Passion und die dazugehörenden Wettkämpfe verzichten.
Wikipedia beschreibt die Universiade – auch Weltsportspiele der Studenten – wie folgt: Die Universiade ist eine internationale Multisportveranstaltung, die seit 1959 in zweijährlichem Rhythmus stattfindet und von der Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU) organisiert wird. Das Wort Universiade ist eine Zusammensetzung aus Teilen der Wörter Universität und Olympiade. Die Universiade wird, ähnlich wie die Olympischen Spiele, im Winter und im Sommer ausgetragen. Im Winter gehen bei der Universiade rund 3500 studentische Athleten an den Start. An den Sommer-Universiaden nehmen knapp 8000 Sportler sowie Offizielle teil. Die Sommer-Universiade ist somit, gemessen an der Zahl der Teilnehmenden, neben den Olympischen Sommerspielen die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt.
Auch Tennis gehört zu den rund 15 Sportarten in denen an den zweiwöchigen Spielen um Gold, Silber und Bronze gekämpft wird. Die jeweils bis zu acht Tennisspielenden (max. vier Männer und vier Frauen) pro Land treten – wie an der Olympiade – im Einzel, Doppel oder Mixed an.
Hohe Anforderungen
Für die nächste Universiade, die vom 19. bis 30. August 2017 in Taipei stattfinden wird, haben der Disziplinenchef Tennis des Schweizerischen Hochschulsportverbandes, Patrick Udvardi, und Swiss Tennis den Selektionsprozess für die Nationalmannschaft gestartet. Die Selektionskriterien sind anspruchsvoll: Jeder Teilnehmende muss selbstverständlich an einer Universität eingeschrieben sein (Schweiz oder Ausland sind möglich), daneben gelten folgende Richtlinien: Frauen sollten über eine Schweizer Klassierung in den Top 20 und einem WTA-Ranking von ca. 700 verfügen. Bei den Herren gilt eine Top-25 Klassierung in der Schweiz und einem ATP-Ranking von ca. 800 oder besser. Daneben gibt es aber noch weitere Kriterien, die als Entscheidungshilfe dienen. „Die Universiade ist ein wichtiger internationaler Wettkampf und wer dafür selektioniert wird, geht nicht als Tourist hin, sondern soll aufgrund seines oder ihres Könnens effektiv Medaillenchancen haben“, klärt Udvardi auf. „Auch während eines Studiums kann und soll Leistungssport betrieben werden. Wir haben dafür an den meisten Unis einen Sportkoordinator, der die Athleten dabei unterstützt. So kann parallel auch die berufliche Laufbahn weiter verfolgt werden.“
Für Alessandro Greco, Leiter Spitzensport bei Swiss Tennis, bietet der Hochschulsport Athleten grosse Vorteile: „Nicht jeder kann oder will sich seinen Traum vom Spitzensportler erfüllen. Wir bei Swiss Tennis unterstützen deshalb auch den Bereich Leistungssport, damit Tennis auch während einer Ausbildung oder eines Studiums weiter auf hohem Niveau gespielt werden kann. Gute Athleten, die zwar nicht Profi werden, können durch Tennis als Leistungssport Vorteile geniessen und beispielsweise dank des Sports an einem US-College studieren oder eben an solch wichtigen Anlässen wie der Universiade teilnehmen.“
Grosses Interesse bei den Studenten
Für das erste Teammeeting der Studentennationalteams im Tennis kamen heute in Biel der Coach Mathieu Amgwerd (zweifacher ehemaliger Bronzemedaillengewinner an früheren Universiaden) sowie drei mögliche Teammitglieder zu einem ersten Training zusammen: Die Geschwister Sarah (Universität Genf) und Adam Moundir (Old Dominion University) aus Luzern sowie der Genfer Antoine-Michel Alexeev (Universtität Genf) würden gerne im nächsten Jahr in Taipei die Schweiz vertreten. Insgesamt hat rund ein Dutzend tennisspielender Studenten ihr Interesse angemeldet. „Wir werden die Leistungen der Athleten im Auge behalten und sie an zwei weiteren gemeinsamen Trainingstagen besser kennenlernen. Im kommenden März werden dann die definitiven Selektionen erstellt“, schaut Udvardi voraus. „Ich wäre sehr gerne in Taipei dabei und werde in den kommenden Monaten intensiver trainieren, damit ich wieder auf internationalem Wettkampf-Niveau sein werde“, erklärt die ehemalige Fed-Cup-Spielerin Sarah Moundir, die soeben den Bachelor in Internationalen Beziehungen an der Universität Genf abgeschlossen hat und bereits an der Universiade Gwangju 2015 teilgenommen hat.
Auf www.swisstennis.ch/hochschulsport halten wir sie über den Selektionsprozess unserer Studenten-Nati für die Universiade 2017 auf dem Laufenden. Interessierte Studenten finden dort auch sämtliche Informationen und Anmeldeformulare.