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und
Ressudens: 125
Häuser, 725 reform. Ew.; Dorf: 94
Häuser, 537 Ew. Kirchgemeinde
Ressudens. Acker- und Tabakbau.
Mühlen.
Das aus dem 18. Jahrhundert stammende
Schloss Grandcour steht an der Stelle einer älteren Burg. In der Gemeinde Grandcour
besteht die älteste Militärgesellschaft der
Schweiz, die nach einer vom Freiherrn von
Grandson belohnten
glücklichen Waffentat 1384 gestiftet worden ist. Der Gründungstag wird heute noch alljährlich am ersten Samstag im Mai
gefeiert.
Die Frage des
Ursprunges der Siedelung hat verschiedenen geschichtlichen Hypothesen gerufen, von denen aber keine genügend
begründet erscheint. 1212: Grancort; war der Mittelpunkt einer
Herrschaft, die ausserdem noch
Chevroux, Chésard
und
Ressudens umfasste. Die ersten bekannten Inhaber waren die
Herren von
Cossonay-Prangins, denen nach ihrem Sturz (1293) Ludwig
von Savoyen,
Herr von
Vaud, folgte. 1311 übergab Berlio Amoyri als Bevollmächtigter von Ludwig von Savoyen die
Herrschaften
Grandcour und Le
Vuilly an Peter von
Grandson, dessen Familie sie bis 1397 verblieben, um dann 1403 als
Leibgedinge an Humbert von Savoyen zu kommen.
Später (1456) wurde
Graf Franz 1. von
Greierz im Tausch gegen eine dem Herzog von Savoyen geliehene Geldsumme
Herr von Grandcour.
Von 1473 an ging dann die
Herrschaft der Reihe nach in verschiedene Hände über, so u. a. in die des
Geschlechtes von
Diessbach, das von der Mitte des 16. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts deren Eigentümer war. 1736 verkaufte
sie Marie von
Diessbach an Abraham Sinner, der sie seinerseits wieder 1755 an
Jean Louis Labat aus Genf
veräusserte. Dessen Sohn
behielt die Besitzung bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts und war der letzte
Baron von Grandcour. Grandcour
war einst ein
Flecken oder sogar eine kleine befestigte Stadt. Die Reformation fand hier von
Seiten von Rochus von
Diessbach
einen starken Widerstand. Heimat des Geschichtschreibers Abraham Ruchat, des Verfassers einer Histoire de la Réformationde la Suisse (6 tomes.Genève 1727-28) und eines Abrégé de l'histoire ecclésiastique duPaysdeVaud
(Berne 1707), die beide im 19. Jahrhundert neu aufgelegt worden sind.
(Kt. Freiburg,
Bez. Saane,
Gem.
Granges-Paccot und Freiburg).
607 m. Gruppe von 4
Häusern, am Ende der Promenade du
Palatinat in Freiburg
und 1,5 km
n. Freiburg.
Telephon. 42 kathol. Ew. französischer Zunge. Kirchgemeinden Freiburg
und
Givisiez.
Wiesen-, Getreide- und Kartoffelbau,
Viehzucht. Vor der
Brücke eine Gastwirtschaft. Angenehm gelegen und mit schöner Aussicht auf die
Alpen und Freiburg
mit Umgebung.
Seiner Nähe bei der Stadt, des Viaduktes, der mit schattigen
Bäumen bepflanzten und nur schwach ansteigenden
Allee wegen
von Spaziergängern häufig besucht. Der grosse Viadukt von Grandfey ist vom Eisenwerk in Le Creusot
in Frankreich erbaut und im August 1862 vollendet worden. Diese der Eisenbahnlinie
Bern-Freiburg-Lausanne dienende
Brücke
ist für Doppelspur eingerichtet und unter dem Bahnkörper mit einem
¶
mehr
geschlossenen Fussgängersteg versehen. Sie ruht auf je einem Widerlager und auf fünf Zwischenpfeilern, die zum Teil aus
Mauer-, zum Teil aus Gitterwerk bestehen. Die gesamte Länge beträgt 382,64 m, die von Geländer zu Geländer gemessene
Breite 7,79 m, die Höhe über dem Spiegel der Saane 78,42 m; sie hat 2425120 Franken gekostet. Das Mauerwerk
repräsentiert einen Würfel von 20000 m3 Inhalt, und das Eisengewicht beträgt 3150000 kg. Der Viadukt von Grandfey ist
eine der schönsten Metallbrücken der Schweiz und eine wirkliche Sehenswürdigkeit. Früher bestand in Grandfey ein Rebberg,
wie sich dies aus den Rechnungen der ersten Schatzmeister der Republik Freiburg
(15. Jahrhundert) ergibt, in denen
für 50 Flaschen Wein aus Grandfey ein Ausgabeposten von 10 Lausanner sols figuriert. Heute hat hier jeder Weinbau aufgehört.
Grandfey hatte einst ein befestigtes Artillerielager, sowie eine kleine Einsiedelei.