Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/2567

Seit längerer Zeit ist mein Thema eigentlich - oder seien wir genauer, mein Ziel, die Stimmen anderer (nicht meine) in die Gedichte hineinzuholen. Vor kurzem fasste ich den Entschluss, - was ich bereits einmal in einem Altar versucht habe, den Sie hier lesen können (4. Teil), - Texte im Gedicht zu paraphrasieren. Damit meine ich, dass ich so getreu wie möglich, aber zwischen den Zeilen lesend, wiedergebe, was ich verstehe.
Eben lese ich eine Seite aus Prousts "A l'ombre des jeunes filles en fleur", die ich gerne in eine Proust-Zehrung verarbeiten möchte, und dabei fällt mir auf, dass ich mit den Proust-Zehrungen eigentlich die komplexeste Form dieses Projektes vor mir habe: als hätte mein erst vor kurzem formulierter Wille nach dem obigen Ziel bereits vor seiner Bewusstwerdung sich Bahn gebrochen.
Da bin ich dann nicht weit entfernt, an die quasi-metaphysischen Wege der "inneren Stimme" oder des "inneren Weges", den Breton vermutlich (wenn ich ihn richtig verstehe) vertrat, zu glauben.