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Die Swissair-Affäre hat nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) Mängel bei der Unternehmens- Kontrolle aufgezeigt. So kritisiert die OECD in ihrem Länderbericht zur Schweiz die häufigen gegenseitigen Mitgliedschaften in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten. Zudem gebe es in den Verwaltungsräten einen Mangel an unabhängigen Experten. Auf Kritik stossen auch Stimmrechtsbeschränkungen im Aktionariat. Dies führe zu Interessenkollisionen und sei der Effizienz in keiner Weise förderlich.
Staatliche Intervention musste sein
Die staatliche Intervention zur Bewältigung der Swissair-Krise ist nach Ansicht der OECD "schwer zu vermeiden gewesen". Angesichts der Notwendigkeit, den Fortbestand adäquater Luftverkehrsdienste zu gewährleisten, habe es keinen anderen Weg gegeben.
Das Ausmass der staatlichen Hilfe zur Aufstockung des Kapitals der neuen Gesellschaft bezeichnet die OECD jedoch als "unerwünscht hoch". Dem Staat empfiehlt sie, die Beteiligung an der neuen Fluggesellschaft swiss so rasch als möglich wieder abzustossen.
Mit Blick auf die allgemein unsicheren Zukunftsperspektiven der Luftfahrt sei die Überlebensfähigkeit der neuen Gesellschaft nicht gesichert, hält die OECD fest. Nun müssten die Angebotsstruktur von Fluggesellschaften und Flug-Nebenbetrieben so zu entflechten, dass der Zusammenbruch einer einzelnen Gesellschaft künftig nicht mehr die gesamte Luftfahrt des Landes zum Erliegen bringe.
swissinfo und Agenturen