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"Erfolgreiches Servergeschäft in China." Wann tritt Lenovo gegen IBM an?
Als Lenovo diese Woche die Inbetriebnahme eines 8-Teraflop-Supercomputers beim Formel-1-Team Williams verkündete, dachten wir an einen PR-Gag. Wir nahmen an, Lenovo habe IBM einen Grosscomputer abgekauft und einfach ein anderes Namensschildli aufgeklebt.
Weit gefehlt. Der Supercomputer, der bei Williams für die Verarbeitung von Aerodynamik-Daten aus dem Windkanal benützt wird, wurde von Lenovo selbst gebaut und ist überhaupt nicht der erste seiner Art. Er besteht aus 166 Knoten à je zwei Xeon Dual-Core-CPUs von Intel. In China stehen bereits etwa 20 Supercomputer aus der Küche des chinesisch-amerikanischen Herstellers. "Lenovo hat ein erfolgreiches Servergeschäft in China," so Sprecherin Chantal Brander.
Da taucht natürlich die Frage auf, ob Lenovo gedenke, IBM, dessen PC-Geschäft der chinesische Hersteller bekanntlich übernommen hat,
direkt im profitablen Geschäft mit Hochleistungscomputern anzugreifen. "Nein," lautet die Antwort. Lenovo werde weiterhin mit IBM an "komplementären Lösungen" arbeiten. Der Supercomputer für Williams sei eine Ausnahme, da Lenovo das F1-Team sponsort.
Dass Lenovo zu einem späteren Zeitpunkt aber ins Servergeschäft auch ausserhalb von China einsteigt, wird trotzdem nicht ausgeschlossen. Brander: "Wir haben aktuell keine Pläne, in den Server-Markt ausserhalb von China einzusteigen. Wir behalten uns die Option aber offen." (Christoph Hugenschmidt)