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(26.05.2021) Die Coronavirus-Pandemie hat einen grossen Einfluss auf die Innovationsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Laut einer Studie der Berner Fachhochschule (BFH) brach die Innovationstätigkeit bei den kleinen und mittleren Unternehmen um 90% ein.
Von den 254 KMU, die von der BFH befragt wurden, erklären 92%, dass sie in irgendeiner Form von der Gesundheitskrise betroffen waren. 5% sehen sich aufgrund der Pandemie und deren Folgen sogar in ihrer Existenz bedroht. Rund die Hälfte der Firmen gibt an, 2020 einen Umsatzrückgang erlitten zu haben. Bei 9% von ihnen gingen die Einnahmen im Laufe des letzten Jahres um mehr als 50% zurück.
Bei 20% der befragten KMU hat die Covid-19-Pandemie zu einer Veränderung des Geschäftsmodells geführt. So wurde die Innovationstätigkeit sehr stark vom Infektionsgeschehen beeinflusst und besteht hauptsächlich darin, auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden zu reagieren. Zum Beispiel wurden digitale Vertriebswege massiv ausgebaut: 18% der Investitionen flossen in Technologien.
Durch die Epidemie hat sich der Wettbewerb zwischen den Unternehmen verschärft und die verschiedenen Akteure gezwungen, ihre Betriebsabläufe zu überdenken. Das führte dazu, dass 13% des investierten Kapitals darauf gerichtet waren, die internen Prozesse zu optimieren.
Angesichts der herrschenden Unsicherheit haben die KMU ihre Investitionen in nachhaltige Innovationsvorhaben eingeschränkt. Nur 5% der investierten Ressourcen hatten soziale oder ökologische Nachhaltigkeit zum Ziel. Da sie zu sehr damit beschäftigt waren, ihr Geschäft am Laufen zu halten, haben die Unternehmen Projekte, die sich nicht direkt auf ihr Wirtschaftsmodell auswirken, auf später verschoben. Aufgrund der Krise mussten die verschiedenen Akteure kurzfristig reagieren, um ihr Überleben sicherzustellen.
Letzte Änderung 26.05.2021