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So sieht Joe Thornton seine sportliche Zukunft
Anlässlich der NHL-Award-Vergabe hat sich Joe Thornton zu seiner sportlichen Zukunft geäussert. Big Joe lässt die Fans des HC Davos warten …
In der Nacht auf Donnerstag sind in Las Vegas die begehrten NHL Awards vergeben worden. Unter den zahlreichen Nominierten war auch der in Davos bestens bekannte Joe Thornton. Jumbo war für die Bill Masterton Memorial Trophy nominiert, ein Titel für die besondere Hingabe zum Eishockeysport. Kleiner Wermutstropfen: Der Award ging an den schwedischen Torhüter Robin Lehner von den New York Islanders.
Am Rande der Awardvergabe äusserte sich der mit einer Schweizerin verheiratete Thornton über seine sportliche Zukunft. In der Saison 2005/06 wurde er in seinem achten Jahr, drei davon als Teamcaptain, von den Boston Bruins zu den San Jose Sharks getradet. Dort stürmte er die vergangenen gut 13 Saisons. Nun aber ist sein Vertrag bei der kalifornischen Franchise ausgelaufen.
Im amerikanischen Fachmagazin «The Athletic» äusserte sich Thornton, der kommenden Monat 40 Jahre alt wird, wie folgt: «Ich kann mir vorstellen, noch zehn Jahre zu spielen. Ich habe nichts anderes vor.»
Konkret möchte Thornton eine weitere Saison für die Sharks spielen. Innerhalb der NHL schloss er einen Wechsel aus. Ob Thornton bei den Sharks erneut einen Vertrag erhält, kommt auf Verhandlungen mit weiteren Spielern an. Momentan hat die Franchise sieben Stürmer unter Vertrag. Zuletzt verlängerten sie mit Verteidiger Erik Karlsson über acht Jahre für sage und schreibe 92 Millionen Dollar. Und mit dem Schweizer Timo Meier (23) und den Amerikanern Kevin Labanc (24) und Joe Pavelski (35, Captain) haben möglicherweise jüngere Spieler die besseren Karten für eine Vertragsverlängerung als Thornton. Er verdiente zuletzt sechs Millionen Dollar pro Jahr. Und die Sharks haben noch Budget für rund 15 Millionen Dollar. Die erwähnten drei Spieler dürften einen Grossteil dieser Summe unter sich aufteilen. Aber die Sharks benötigen noch mindestens sieben Spieler, um den Kader zu füllen. Thornton müsste bei den Sharks entsprechend eine happige Lohneinbusse in Kauf nehmen.
Immer wieder wird Thornton auch mit einer Rückkehr oder einem Karrierenausklang beim HC Davos in Verbindung gebracht.
Thornton spielte während den beiden NHL-Lockouts 2004/05 und 2012/13 für Davos. Bei seinem ersten Gastspiel wurde Thornton mit Davos Spengler-Cup-Sieger und Schweizer Meister. Und seither ist Thornton regelmässig (Trainings-)Gast in Davos.
Mit Verteidger Magnus Nygren (Schweden) sowie den Stürmern Perttu Lindgren (Finnland), Aaron Palushaj (USA) und Mattias Tedenby (Schweden) hat Davos für die neue Saison vier Ausländer unter Vertrag. Eingesetzt werden dürfen vier Ausländer pro Spiel.