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Für Aborigines ist das Territorium ein integraler und untrennbarer Teil des Seins. Wenn Walala Tjapaltjarri (ca 1967) das Ahnenland des Pintupi-Volkes malt, zu dem er gehört, hebt er die starke spirituelle Verbindung hervor, die ihn dort bindet und schafft so ein Porträt von sich selbst.
Walala Tjapaltjarri ist einer der letzten Aborigines, die ein traditionelles Leben führten. Er und seine Familie schlossen sich 1984 der modernen Gesellschaft an. Sie verliessen die Wüste Gibson, 800 km von Alice Springs, wo sie als Nomaden, die die Komplexität ihrer kargen Umwelt perfekt beherrschten, in Isolation lebten. Zwei Jahre später fing Walala an zu malen. Er reproduzierte Bilder des Tingari-Zyklus, Lieder der heiligen Wege, die sich auf die Vorfahren des Traums beziehen, die die Landschaft der Region prägten und auf die Gesetze der Anfänge und der Motive, die während der Zeremonien auf den Körper gemalt wurden. In den späten 1990er Jahren entwickelte der Künstler sein eigenes künstlerisches Vokabular, eine rhythmische und kraftvoll grafische Abstraktion traditioneller Pintupi-Motive.
Die ausgewählten Gemälde für diese erste monografische Ausstellung in Europa von Walala Tjapaltjarri, die in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden sind, sind charakteristisch für sein Werk. Rechteckige Strukturen oder geschwungene Linien auf einem monochromen Hintergrund stellen sowohl eine physische als auch eine spirituelle Kartographie seines Territoriums dar. Die Sandhügel, heiligen Berge oder Wasserstellen sind untrennbar mit seiner eigenen Existenz verbunden.