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Literatur:
Regie: Ding Ying Zhou
Episoden: 34 à 45 Minuten
Cast:
Jeremy Tsui (Liang Yi)
Qiao Xin (Qiu Yan)
Liu Rui Lin (Qin Xuan)
Kabby Hui (Qiu Min)
Ma Ya Shu (Royal Consort Gao)
Zhang Yi Cong (Yuan Lang)
Zhan Yu (Song Jin)
MiaoYu (Bei Xue)
Han Rui (General He Yong Zhong)
Li Jin Rong (Qui Yi)
Zheng Wei Li (Old Madam Qiu)
Richard Dong (Qiu Rong)
Jing Ru Yang (Si Xiao Xiao)
Sun Lei (Emperor Cheng Zhao)
(Quelle: mydramalist.com)
Handlung:
Qiu Yan wird mit dem Sohn der Familie He verheiratet. Dieser stirbt allerdings während der Hochzeitszeremonie und die Familie He verlangt, dass Qiu Yan mit ihm zusammen beerdigt wird. Die Eltern He bescbuldigen Qiu Yan, mit ihrem ungünstigen Horoskop den Tod ihres Sohnes mitverursacht zu haben. Qiu Yan begegnet auf ihrer Flucht Marquis Liang Yi, dem Kommandant des Firewood Offices. Dieser kann und will sie zuerst nicht retten, doch dann erkennt er, dass er mit der Vermittlung zwischen beiden Seiten Verbündete am Hof finden kann.
Die Begegnung zwischen Qiu Yan und Marquis Liang Yi erweist sich als schicksalshaft. Liang Yi verliebt sich sehr schnell in Qiu Yan und er rettet ihr mehr als einmal das Leben. Er kann aber nicht verhindern, dass sein alter Rivale, Yuan Lang, ihren Vater mithilfe eines Komplizen beim Kaiser anschwärzt. Liang Yi kann verhindern, dass die gesamte Familie hingerichtet wird und erreicht, dass die Männer der Familie ins Exil geschickt werden. Die Frauen werden zur Zwangsarbeit in einem Bordell verurteilt.
Qiu Yan und Liang Yi sind in einer Art Hassliebe aneinander gefesselt. Sie lieben sich und sie hassen sich, doch sie können nicht ohne einander.
Kritik:
Die Storyline ist nicht neu – langsam wiederholen sich die Plots. Eventuell könnten sich die Produzent:innen wieder mal etwas Neues einfallen lassen, wenn sie auf der Suche nach Geschichten für ihre Dramen sind, langsam wirds langweilig.
Die Chemie zwischen Jeremy Tsui und Bridgette Qiao ist ein absoluter Traum – die zwei ergänzen sich perfekt. Der Rest des Ensembles ist eher mäh. Kabby Hui verkörpert die eifersüchtige Qiu Min zwar perfekt, aber die Rolle der mühsamen Trulla, die partout nicht einsehen will, dass der von ihr geliebte Ling Yi nichts von ihr wissen will, nervt irgendwann nur noch. Zhang Yi Cong ist als Luang Ya einfach zu wenig überzeugend fies, eigentlich ist er nur langweilig und penetrant. Der Rest ist Schweigen. Die einzige Person. die neben den beiden Hauptdarstellern wirklich übezeugt und sich in die Herzen der Zuschauer:innen spielt, ist Zhan Yu als Song Ling.
„The Autumn Ballad“ krankt am gleichen Problem, wie sehr viele andere chinesische Dramen auch – nämlich am Zuviel an Geschichten bezw. Handlungssträngen, die nicht wirklich ineinander passen. Man hätte sich auf einen oder zwei Handlungsstränge beschränken können, aber man hat wieder einmal zuviel gewollt. Das Ergebnis ist dementsprechend: Es passt nichts zusammen. Die Drehbuchschreiber:innen haben es nicht geschafft, die Geschichten so ineinander zu verweben, dass es eine Einheit ergibt. Hätte man sich auf den Hauptstrang – die Liebesgechichte zwischen Ling Yi und Qiu Yan sowie die Rivalität zwischen den beiden Kommandanten beschränkt, wäre vielleicht etwas Gescheites herausgekommen. Der Komplott um die Ermordung um die Ermordung des Kaisers , der Plot wegen der Herkunft der Noble Consort und das Ausbrechen Qiu Yans, um sich als Autorin zu verwirklichen, hätte man sich besser sparen sollen.
Jeremy Tsui als Ling Yi ist zwar einigermassen glaubhaft, aber die Tatsache, dass er in fast jeden Hinterhalt von Yuan Lang reintrampt, ist schlicht nicht realistisch. So doof kann man einfach nicht sein. Aus welchem Grund ausgerechnet Song Jin, der liebenswerteste Charakter des ganzen Dramas sterben liess, ist nicht nachvollziehbar. Nach seinem Tod war für mich das Drama einfach nicht mehr sehenswert.
Die ersten 15 – 20 Episoden war das Drama noch einigermassen sehenswert, aber nachher ging es steil bergab. Da war nichts mehr zu machen, auch Jeremy Tsui und Bridgette Qiao konnten das Drama nicht mehr retten. Vom Schluss reden wir lieber gar nicht, der ist dermassen unglaubhaft und unrealistisch, dass es schon fast an eine Zumutung grenzt.
Warum ich das Drama trotzdem zu Ende schaute? Nun, einerseits hoffte ich, dass es sich nur um einen kleinen Durchhänger handeln würde und natürlich habe ich auf ein Happy-End für Jeremy Tsui und Bridgette Chao gehofft.
Zwar handelt es sich bei „The Autumn Ballad“ um ein sogenanntes „Low-cost-drama“, aber dies ist definitiv nicht das Hauptproblem dieses Dramas. Ausser, man hätte ausgerechnet bei den Drehbuchschreiber:innen gespart. Schade, wieder mal ein Drama mit Potenzial, das mit zuviel Nebensächlichkeiten zu Tode ausgewalzt wurde.
Trailer
Copyright Corinne Mathieu 2022
Veröffentlicht am 22. Juni 2022