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Der Kapokbaum (Ceiba pentandra) gehört zu den Wollbaumgewächsen und ist in den gesamten Tropen heimisch. Die Früchte des Kapokbaumes sind die Kapokschoten. Sie enthalten rund 100 ölhaltige Samen welche in einem Bett aus Pflanzendaunen liegen.
Die Kapokwolle zieht im Gegenteil zur Hamsterwatte keine Fäden und ist zu 100% verdaulich, da es ein Naturprodukt ist. Auch die Samen können bedenkenlos gefressen werden.
Die meisten Kapokbäume sind wildwachsend, werden also nicht in Plantagen oder Monokulturen angebaut. Darum benötigt man auch keinen Dünger- oder Spritzmitteleinsatz und für die Verarbeitung sind keinerlei chemische Bearbeitungsprozesse notwendig. Ein Kapokbaum liefert pro Jahr etwa 20 kg Fasern. Darum werden Kapokbäume häufig nicht gefällt, weil sie zu wertvoll sind. Das schont den Wald und das fragile Ökosystem.
In der Mythologie der Maya von Yucatán stellt ein Kapokbaum den Weltenbaum dar, ähnlich der Weltenesche Yggdrasil in der nordischen Mythologie. In Erzählungen, die im peruanischen Amazonastiefland verbreitet sind, spielt der Kapokbaum, der dort Lupuna genannt wird, eine wichtige Rolle. Er steht in der amazonischen Mythologie in Verbindung mit Wichten, die nach verschiedenen Überlieferungen im riesigen, oft bauchförmigen Stamm des Baumes leben oder um diesen herumtanzen.
Quellen: http://www.kapok.info/ und http://de.wikipedia.org/