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Sardinien
Sardinien (sardisch Sardigna, Sardinna, Sardíngia oder Sardinna, italienisch Sardegna, katalanisch Sardenya) ist eine politisch zu Italien gehörende Insel im Mittelmeer. Sie liegt 180 km vom italienischen Festland entfernt, dazwischen liegt das Tyrrhenische Meer. Von Tunesien im Süden ist Sardinien 210 km entfernt. Im Norden liegt in 11 km Entfernung Korsika, getrennt nur durch die Straße von Bonifacio. Im Westen liegen die zu Spanien gehörenden Balearen am nächsten.
Viele bezeichnen Sardinien als einzigartiges Strandidyll. Un sogno di blu, ein Traum in Blau, so sagt man. Verlockende Namen wie Costa Smeralda und La Maddalena unterstützen den Ruf der Insel mit ihrem azurblauen bis smaragdfarbenen Wasser und sagenhaften Strandbuchten.
Einschließlich der kleinen, vorgelagerten Inseln erreicht Sardinien eine Küstenlänge von 1848,6 Kilometern. Einige Küstenabschnitte haben bekannte Namen: Costa Smeralda – Costa Rei – Costa Verde – Costa Paradiso – Costa del Sud
Die höchsten Berge sind mit 1834 Metern die Punta La Marmora und mit 1829 Metern der Bruncu Spina im zentral gelegenen Gebirge Gennargentu. Im Norden dominiert der 1359 Meter hohe Monte Limbara. Geologische Besonderheiten sind die Gold- und Silbervorkommen.
Die meisten Marinas in Sardinien – hier hauptsächlich im vielbesuchten Nordteil der Insel – sind im Jili und August brechend voll. Zu dieser Zeit sind auch die Preise am höchsten. Davor und danach sind die Preise dramatisch günstiger, so dass ein Überwintern sich rechnen kann. Üblich ist, dass man Plätze telefonisch oder über Funk (Kanal 09) reserviert. Vierzehn Marinas haben sich zur „Rete dei Porti Sardegna“ zusammengeschlossen.
Das Klima ist im Wesentlichen mediterran, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Die Insel leidet im Sommer unter Wasserarmut (500–600 mm/Jahr) und es ist vor allem im Winter oft stürmisch.
Die Westküste Sardiniens ist dem Mistral ausgesetzt, hier aus Nordwesten kommt und eine gefährliche See aufbaut. Besonders in der Straße von Bonifacio wird der Wind dann durch die Düseneffekt um zwei bis drei Beaufort verstärkt.
Beim Maddalena Archipel sind dann eher schwächere Winde aus südlichen Richtungen möglich. Im Herbst kann der Wind schnell auf Sturmstärke auffrischen, die meistens entweder aus NW oder SE kommen.
Windstatistik Sardinien: Tramontana, trockene Kaltluft (Nord 19%), Greco (Nordostwind 16%), Levante (Ostwind 7%), Scirocco (aus Richtung Nordafrika Südosten, 3% bzw. Süden (13%), Libeccio (Südwestwind 11%), Ponente (Westwind 20%), Mistral (Nordwest 11%).An durchschnittlich 30 Tagen im Jahr herrscht absolute Flaute.
Im Frühjahr und in den Herbstmonaten muss man mit Gewittern und frischen Winden rechnen. Vielfach wird die allgemeine Windrichtung im Sommer in Landnähe von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert. Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November. Der tagsüber in Landnähe wehende thermische Seewind ist im Norden tendenziell etwas stärker als im Süden.
In den Sommermonaten sind aber auch durch die Großwetterlage südliche Winde möglich. Dieser Wind – der Shirokko kann ggf. große Mengen an Staub aus den Wüsten Afrikas transportieren.
Sizilien
Sizilien (italienisch Sicilia) ist die größte Insel im Mittelmeer und ist durch die Straße von Messina von Italien getrennt. Sie liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ Italiens und ihr Westende ist nur 160 km von der Küste Tunesiens entfernt.
Die Insel hat eine annähernd dreieckige Form, woraus sich ihr antiker Name „Trinakria“ ableitet. Als Fortsetzung der Gebirgskette des Apennin ist sie insgesamt sehr bergig. Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna. Er ist der größte und aktivste Vulkan Europas. Die Hauptstadt ist Palermo.
Liebhaber antiker Stätten kommen in Sizilien voll auf ihre Kosten: Es gibt Unmengen von Griechischen Tempeln, Theatern, Ausgrabungen und Museen.
Durch die zentrale Lage im Mittelmeer zwischen Europa und Afrika hatte Sizilien stets eine besondere strategische Bedeutung, aber auch für die Schifffahrt und Segler auf dem Weg nach Tunesien.
Surfer schreiben: Sizilien hat im Osten eine Thermik, die einen vom Hocker weht.An der Nordküste Siziliens herrschen regional unterschiedliche und auch thermische Winde, die im Osten der Nordküste im Bereich der Liparischen Inseln noch etwas zulegen können. Windstärken erreichen meist etwa 2 bis 5 Bft., oft aus westlichen Richtungen.
Von Anfang November bis Mitte Mai kann man an der Nordküste Siziliens mit über 60 Prozent Wahrscheinlichkeit mit gutem Wind rechnen. Am häufigsten sind Mistral (NW) und Scirocco (SO). Die Thermischen Winde aus Nord bis Nordwest (genannt Thermico) wehen schon ab Mai häufiger, werden aber erst im in den Sommermonaten stärker und zuverlässiger. Dieser Thermico weht tatsächlich 5 Tage die Woche im Sommer.
Elba
Elba ist eine Insel im Tyrrhenischen Meer und gehört zum Toskanischen Archipel. Sie liegt etwa zehn Kilometer westlich vor dem italienischen Festland. Die Insel hat ungefähr 32.000 ständige Einwohner, im Sommer kommen ein Vielfaches davon als Urlaubsgäste.Elba hat eine Küstenlänge von 147 Kilometer 224 km², damit ist sie die drittgrößte Insel Italiens. Ihr höchster Punkt ist mit 1019 m der Monte Capanne. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 15,7 °C.
Elba ist mit der Autofähre von Piombino aus zu erreichen. Es bestehen von dort aus Fährverbindungen zu den Häfen Portoferraio, Cavo (Gemeinde Rio Marina) und Rio Marina. In der Gemeinde Campo nell’Elba befindet sich der Flugplatz Marina di Campo.
Das Seegebiet um den toskanischen Archipel und entlang der Küste von Elba bietet abwechslungsreiche Segeletappen. Zahlreiche gut ausgestattete Häfen und lohnende Ziele machen Elba zu einem nahezu perfekten Spot für Segler.
Im Seegebiet voe Elba weht der Wind überwiegend aus westlichen Richtungen: Der Mistral aus Nordwest kann besonders im Spätsommer beachtliche Stärken erreichen. Ansonsten zeigt sich im Sommer häufig der Libeccio aus Westsüdwest. Auch die thermischen Winde entlang der Küsten sind ein guter Motor für Segler. Regionale Tagesbrisen können 3-5 Bft. erreichen.
Kanarischen Inseln
Die Kanarischen Inseln (span.: Islas Canarias) sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik – etwa 100 bis 500 Kilometer westlich des südlichen Marokko gelegen.
Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik in einer geographischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird. Dazu zählen auch die Kapverden, die Azoren, das Madeira-Archipel und die Ilhas Selvagens. Zwischen rund 27° 38′ und 29° 30′ nördlicher Breite und 13° 22′ und 18° 11′ westlicher Länge befinden sich die Kanaren zwischen 1.028 und 1.483 Kilometer vom Mutterland Spanien (Kap Trafalgar) entfernt, auf gleicher Höhe mit beispielsweise der Sahara, Kuwait und Florida. Es gilt, im Gegensatz zum spanischen Festland, die Westeuropäische Zeit.
Die sechs Nebeninseln sind: Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste
Einige kleinere unbewohnte Felsinseln sind Anaga, Salmor und Garachico. Der höchste Berg der Kanarischen Inseln ist der 3.718 Meter hohe Pico del Teide. Er liegt auf der Insel Teneriffa und ist gleichzeitig Spaniens höchste Erhebung.
Die Kanaren sind ein Gezeitenrevier, auch wenn die Gezeiten vergleichsweise wenig Einfluss auf die Navigation haben. Der Tidenhub beträgt etwa 2 m, jedoch gibt es keine ausgeprägten Gezeitenströme. Die maximale Stromstärke liegt bei 1 kn. Vielleicht ist das der Grund, warum auf Charterschiffen teilweise keine Gezeitentafeln und Stromatlanten zu finden sind. Wer lieber auf Nummer sicher geht, sollte vor Törnbeginn die Hoch- und Tiefwasser
Die Kanaren liegen in der Passatzone, die vom Azorenhoch verursacht wird.
Um Nordost spielende Winde wehen einen Großteil des Jahres mit erträglichen Stärken zwischen 3 und 6 Bft. im freien Seeraum. Ihre größte Konstanz und Stärke erreichen sie im späten Sommer (August) und im Winter (Januar/Februar). Die stärksten Störungen und Unregelmäßigkeiten erfahren sie im Herbst (Oktober/November) und Frühjahr (März bis Mai). Zu diesen Zeiten sind heiße Ost- bis Südostwindlagen (Schirokko, Harmattan) sowie lange Flautenperioden und westliche Schlechtwetterlagen am ehesten möglich. Auch in den Wintermonaten, wenn das Azorenhoch von einem Tief verdrängt wird, kann es Südstürme bis 35 Knoten geben.