Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2182

Hand Fuss Syndrom
Das Hand-Fuss-Syndrom ist eine Hautveränderung an den Handflächen und den Fusssohlen, die die mit einer schmerzhaften Schwellung einhergeht.
Die Symptome des Hand-Fuss-Syndroms sind folgende:
- Kribbeln
- Schwellungen
- starke, schmerzhafte Rötungen
- Taubheitsgefühl
- Hautschuppung
- offene Wunden
Lange Zeit waren die Zusammenhänge unbekannt, die zu diesem Syndrom führen. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Teile des Chemotherapeutikums an der Entstehung beteiligt sind:
- Nach der Verabreichung des Chemotherapeutikums treten mit dem Schweiss Teile der Substanz an der Hautoberfläche wieder aus.
- Durch den Kontakt mit Sauerstoff aus der Luft entstehen nach dem Austreten des Chemotherapeutikums die so genannten freien Radikale, welche die Zellen schädigen können.
- Da an Handinnenflächen und Fusssohlen die Hornhaut besonders dick ist, dringt die Substanz des Chemotherapeutikums hier sofort in die Hornschicht ein und sammelt sich wie in einem Schwamm. Deshalb ist in diesen Bereichen die Hautschädigung am stärksten.
- Das natürliche Schutzsystem der Haut reicht nicht aus, um die freien Radikale abzufangen, die nun in der Haut aktiv werden. Daher kommt es zu einer Schädigung der Gewebezellen.
Das Hand-Fuss-Syndrom tritt meist an den Handinnenflächen und Fusssohlen auf, kann aber auch überall dort auftreten, wo es zu einer vermehrten Schweissproduktion kommt. Häufig sind Kribbeln und gerötete Handkanten ein erstes Zeichen für ein entstehendes Hand-Fuss-Syndrom.
Je nach Ausürägung teilt man das Hand-Fuss-Syndrom in drei Stufen ein:
I. Grad: Schmerzlose Rötungen, leichtes Taubheitsgefühl und Kribbeln; keine Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten
II. Grad: Starke, schmerzhafte Rötungen und Schwellungen; Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten
III. Grad:Feuchte Schuppung der Haut, Entzündungen, Blasen, offene Wunden; starke Schmerzen, erhebliche Beeinträchtigung
Treten bei Ihnen während der Chemotherapie Beschwerden an Händen und Füssen auf, sollten Sie dies Ihrem Onkologen in der Sprechstunde mitteilen.
Was man gegen das Hand-Fuss-Syndrom tun kann
Auch wenn das Hand-Fuss-Syndrom durch Veränderungen im Hautgewebe entsteht: Äussere Faktoren können das Auftreten dieses Syndroms ebenfalls begünstigen. In einem gewissen Masse können Sie einem Hand-Fuss-Syndrom vorbeugen, indem Sie während und zwischen den Chemotherapie-Zyklen die Haut schonen und den Kontakt mit bestimmten Materialien vermeiden.
Die richtige Kleidung:
- Auf eng anliegende Kleidung, einschnürende Socken und lose oder zu eng sitzende Schuhe verzichten
- Kleidung aus rauen Stoffen vermeiden
- Nach Möglichkeit keine Ringe oder Gürtel tragen
- Bequeme Schuhe und Kleidung tragen
Im Haushalt:
- Kontakt mit Haushaltsreinigern, Spülmitteln und Waschmitteln vermeiden. Wenn sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, möglichst Gummihandschuhe tragen
- Kontakt mit heissem Wasser oder heissem Dampf vermeiden
- Drehverschlüsse auf Gläsern und Flaschen nicht mit blossen Händen öffnen
In der Freizeit:
Betätigungen, bei welchen eine hohe mechanische Belastung für die Hände entsteht vermeiden, z.B. Geige oder Klavier spielen, Bogenschiessen, Bowlen etc.
- Sportarten, bei denen es zu starker Schweissbildung kommt, sollten während und zwischen den Chemotherapie-Zyklen nicht ausgeübt werden.
- Sauna oder Dampfbad sowie Sonnenbäder verzichten.
Die richtige Hautpflege:
- Auf lange, heisse Vollbäder verzichten.
- Stark parfümierte oder ätherische Öle enthaltende Pflegepräparate vermeiden
Durch eine gute Pflege von Händen und Füssen mit einer Hanfsalbe oder DMSO Salbe können Sie sich vor dem Hand –Fuss- Syndrom schützen. Diese Salbe wirkt dem Hand-Fuss-Syndrom durch die Kombination aus einem Schutzfilm und hoch aktiven Antioxidantien entgegen. Am besten und effektivsten wirkt die Salbe durch vorbeugende Anwendung, aber auch dann, wenn das Hand-Fuss-Syndrom in leichter Form bereits aufgetreten ist. Damit die Salbe optimal wirken kann, ist eine intensive und regelmässige Anwendung besonders wichtig.
Unsere Pflegefachfrauen wissen Bescheid: Sprechen Sie sie auf das Hand-Fuss-Syndrom an und erfahren Sie noch mehr zu Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten.