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Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2020 und Januar 2021. Wegen eines Stomunterbruchs bei Wartungsarbeiten ist bei Amcor die Brandschutzanlage automatisch ausgelöst worden. Dabei traten 2,7 Tonnen Löschschaum aus, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt. 1,8 Tonnen konnten zuerst zurückgehalten werden, 850 Kilogramm gerieten in die Goldach und dann in den Bodensee. Weil jedoch auch das zurückgehaltene Löschwasser nicht eingesammelt wurde, gelang auch dieses über das Abwasser in den Bodensee. Beim Löschwasser handelte es sich um eine giftige und eigentlich längst verbotene Chemikalie, nämlich Perfluoroctansulfonsäure (PFOS).
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat das Unternehmen nun wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer und wegen Vergehens gegen das Gesetz über den Umweltschutz schuldig gesprochen. Wie aus dem Strafbefehl hervorgeht, hat Amcor weder die aufgebotene Kanalreinigungsfirma, noch die Abwasserreinigungsanlage über die problematischen Substanzen informiert. Die Strafe: Eine Busse von 5000 Franken sowie eine Ersatzforderung in der Höhe von 28’260 Franken, für die eingesparte Entsorgung. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.
(red.)