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Adherence und Krankheitsverarbeitung junger Mukoviszidose-Patienten
Mangelnde Adherence im Jugendalter ist ein wesentlicher Grund für die Verschlechterung des körperlichen Zustandes von Mukoviszidose-Patienten. Die Studie hilft die Ursachen schlechter Adherence besser zu verstehen. Hierzu wurden halbstrukturierte Interviews mit Mukoviszidose-Patienten im Alter von 17-23 Jahren durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es wird über klinisch relevante Einstellungen und Erfahrungen von Mukoviszidose-Patienten hinsichtlich ihrer Erkrankung und Behandlung, sowie deren Einfluss auf die Adherence berichtet. So wird aufgezeigt, dass Behandlungsmaßnahmen insbesondere auch mit emotionalen Belastungen verbunden sind. Strategien zur Bewältigung dieser Belastungen wiederum haben häufig negative Auswirkungen auf die Adherence. Eigentlich erforderliche Behandlungsmaßnahmen werden - teilweise ganz bewusst - unterlassen um belastende Emotionen zu vermeiden. Als wichtiger Einflussfaktor zeigt sich die Arzt-Patient-Beziehung. Im ungünstigen Fall führt sie zu zusätzlichen Belastungen, im günstigen Fall zu einer Stärkung der Patienten und Verbesserung der Adherence.