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Katsumata erklärte an einer Medienkonferenz: "Wir haben so viel verloren, dass wir nochmals bei Null anfangen müssen." Die Datenfälschungen bezeichnete er als "gravierendste Krise seit der Gründung der Firma".
Durch die Fälschungen, die gemäss den bisher vorliegenden Erkenntnissen keine direkten Auswirkungen auf die Reaktorsicherheit haben, verlor die japanische Nuklearindustrie in der Bevölkerung viel an Vertrauen. So haben bereits zwei Präfekturen ihr "provisorisches Einverständnis" für den Einsatz von Uran-Plutonium-Mischoxid-(Mox-)Brennstoff in Kernkraftwerken auf ihrem Gebiet zurückgezogen. Zudem wurde die vorübergehende Abschaltung verschiedener Kernkraftwerke angeordnet. Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass die Angestellten im Instandhaltungsservice mit allen Mitteln darauf hinarbeiteten, die Revisionsarbeiten im vorgegebenen Zeitplan zu beenden. Sie befürchteten, die Inspektionen könnten länger dauern, falls der Regierung Probleme in den Anlagen gemeldet würden. Dies ist nach Meinung des alten Tepco-Präsidenten Nobuya Minami die Ursache für die Datenfälschungen. Ein Tepco-Bericht stellt zudem fest, dass die Überwachung der Inspektionen und des Unterhalts in den Werken über eine lange Zeitdauer ungeeignet war, was die Fälschungen erleichterte.
Akira Omoto, Chef der Abteilung Kerntechnik von Tepco, erklärte unterdessen an der European Nuclear Conference ENC in Lille, die Kriterien für den Neustart der vorübergehend abgeschalteten Kernkraftwerke seien noch nicht bekannt. Er warnte aber davor, die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit Japans mit elektrischer Energie könne sehr kritisch werden, falls die Abschaltungen längere Zeit andauerten.
Quelle
H.R. nach Tepco, Pressemitteilung vom 17. September 2002, und NucNet vom 27. September und 21. Oktober 2002