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Das Wichtigste in Kürze
- Cédric Herrou half rund 200 Migranten illegal über die Grenze .
Der Olivenbauer aus Südfrankreich hatte rund 200 Migranten illegal über die italienische Grenze nach Frankreich geholfen und war deshalb 2017 von einem Gericht in Aix-en-Provence zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Herrou, der als Galionsfigur der Flüchtlingshelfer gilt, hatte die Migranten unter anderem auf seinem Grundstück beherbergt. Zudem brachte er rund 50 Flüchtlinge aus Eritrea in einer aufgegebenen Ferienanlage der Staatsbahn SNCF unter.
Nach seiner Verurteilung 2017 wandte er sich an den Verfassungsrat. Frankreichs oberste Verfassungshüter erklärten in einem Grundsatzurteil 2018, dass Aktivisten nicht länger wegen humanitärer Hilfe für illegal Eingewanderte verurteilt werden dürften. Dies widerspreche dem französischen Prinzip der «Brüderlichkeit».
Im Dezember 2018 hob Frankreichs höchstes Berufungsgericht das Urteil gegen Herrou deshalb auf und verwies den Fall zurück an das Berufungsgericht in Lyon, das Herrou nun von allen Anklagepunkten freisprach.
Herrous Anwälte bezeichneten die Gerichtsentscheidung als «echte Erleichterung». «Die Vernunft und das Recht haben gesiegt», sagte Anwältin Sabrina Goldman. «Warum stürzt man sich auf jemanden, der nur geholfen hat? Wie kann man das, was er getan hat, als etwas anderes sehen als eine humanitäre Tat?»