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Ein typisches Merkmal des Baumbestandes auf dem Sonnenberg sind die Alleen. «Alleen» sind entlang von Strassen und Wegen künstlich angelegte Baumreihen. Während Napoleon die Alleen einst pflanzen liess, damit seine Soldaten im Schatten marschieren konnten («Allee» kommt vom französischen Wort «aller» = gehen), gehen die Alleen auf dem Sonnenberg zurück auf den Belle Epoque-Tourismus*. Sie sollten nicht nur den Landschaftsraum strukturieren, sondern den Spaziergängern auch Schatten spenden. Typische Alleebäume sind Linde, Ahorn, Eiche, Platane und Rosskastanie, aber auch Walnuss, Hainbuche, Blutbuche, Rotbuche und Obstbaumarten. Früher waren auch Ulmen verbreitet.
In der Baumreihe auf dem Sonnenberg wachsen vor allem zwei Baumarten. Im vorderen Teil ist dies die Krimlinde, weiter hinten steht mit der Lärche ein eher ungewöhnlicher Alleebaum.
Krimlinde: Im vorderen Teil der Allee bilden Krimlinden (Tilia x euchlora, eine Mischung aus Winterlinde und Schwarzmeerlinde) die Allee. Im oberen Teil wachsen die Äste innen steil nach oben und hängen aussen herunter. Das gibt der Krimlinde eine schmale, typische hohe Form. Der Baum wird 15 – 18 Meter hoch. Ende Juli öffnet die Krimlinde ihre duftenden Blüten. Dies ist für eine Linde eher spät. Linden haben eine grosse Bedeutung in der Geschichte. Auch in Kriens stand früher eine Linde auf dem Dorfplatz. Unter Linden wurde früher Gericht gehalten, aber auch Feste gefeiert und getanzt.
Lärche: Die Lärche (Larix decidua) ist der einzige einheimische Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert. Vor dem Fall im Herbst verfärben sich die Nadeln leuchtend goldgelb. Im Frühling spriessen die weichen hellgrünen Nadeln in Büscheln von 10 – 60 cm auf einem Kurztrieb. Die weiblichen Zapfen sind während der Blütezeit (Ende April) dunkelrot und werden später grün und in der Reife braun. Sie bleiben mehrere Jahre an den Zweigen hängen, auch nachdem die Samen herausgefallen sind. Sie fallen erst nach 5 – 10 Jahren zusammen mit den dürren Ästen ab. Natürlicherweise kommt die Lärche nur in den Zentralalpen vor. Der Baum wird bis zu 50 Meter hoch.