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«Ich habe noch nicht mein ganzes Potenzial ausgeschöpft»
Mujinga Kambundji ist die «Schweizer Sportlerin des Jahres». Doch die Bernerin denkt nicht daran, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.
Mujinga Kambundji ist nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille in Doha in eine neue sportliche Sphäre vorgestossen. Aber «alles ist fast wieder normal geworden», versichert die Bernerin im Interview mit der Nachrichtenagentur «Keystone-SDA».
Nach der WM habe sie bis zu zehn Interview-Anfragen pro Tage erhalten. «Nach meinen Ferien hatte ich während zwei Wochen fast jeden Tag einen Termin. Das war ziemlich hart. Ich bin das nicht gewohnt. Es ist nicht mein Job, aber es gehört zum Sport dazu.»
Von ihrer Motivation hat Kambundji nichts eingebüsst. Schon kurz nach dem Erfolg in Doha habe sie schon wieder Lust verspürt zu trainieren. «Jedes Mal, wenn ich etwas Unerwartetes erreicht hatte, habe ich mich sehr rasch gefragt, was mein nächstes Ziel sein sollte. Bisher habe ich es immer geschafft, mich zu steigern, besser zu werden. Und ich glaube, ich kann noch etwas Grösseres erreichen. Ich habe noch nicht mein ganzes Potenzial ausgeschöpft.»
Im kommenden Jahr sind die Olympischen Spiele in Tokio das grosse Ziel. Kambundji wird wie in Doha über 100 m, 200 m und mit der 4x100-m-Staffel an den Start gehen.