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Die Verwendung des Anreizsystems der Sozialhilfe im Kontext der Theorie nach C. R. Rogers
Eine Kompatibilitätsprüfung
In der gesetzlichen Sozialarbeit werden an die Bezügerinnen und Bezüger nebst der Abdeckung des finanziellen Grundbedarfs Anreize in Form von monetären Zulagen ausgerichtet. Dadurch soll erwünschtes Verhalten honoriert und mittels Streichung von Beiträgen unerwünschtes Verhalten sanktioniert werden. Zu den Aufgaben von Sozialarbeitenden im Rahmen der gesetzlichen Sozialarbeit gehört jedoch nicht nur das Ausrichten von materiellen Unterstützungsleistungen, sondern auch von immateriellen Hilfeleistungen beispielsweise in Form von Beratung.
Einen grossen Einfluss auf die Beratung haben die humanistischen Annahmen von C. R. Rogers. Das Anreizsystem der Sozialhilfe und die Theorie von C. R. Rogers sind unterschiedliche Auffassungen, welche in der Praxis der Sozialberatung aufeinanderprallen. Das daraus resultierende Spannungsfeld führt zu folgender Forschungsfrage: „Lässt sich das derzeitig in der Sozialhilfe des Kantons Bern verwendete Anreizsystem mit der Theorie nach C. R. Rogers vereinbaren?“