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Machbarkeitsstudie 2002 / Auswahlverfahren 2004
Die Liegenschaft in der Berner Innenstadt ist Teil des zähringischen Stadtmusters und heutigen UNESCO-Weltkulturerbes. Eine kritische Orts- und Gebäudeanalyse führt zu einer differenzierten Erneuerungsstrategie. Das Vorderhaus gegen die Spitalgasse wird in seiner Struktur und im Ausdruck erhalten und in der Bedeutung als Haupthaus volumetrisch gestärkt. Rückwärtig werden auf der fünf Meter breiten und fünfzig Meter tiefen Parzelle anstelle der Gebäude aus den 1920/30-er Jahren ein schlichter, moderner und zukunftsgerichteter Ersatzneubau erstellt. Zwischen Vorder- und Hinterhaus bildet ein für die städtische Situation typischer Innenhof den Übergang, schafft räumliche Bezüge und gute Belichtung. Eine begrünte Vegetationswand prägt in diesem Innenhof die von allen Räumen einsehbare innere Schnittstelle und verleiht dem Ort eine unverkennbare Identität. Ladenräume im Erd- und 1. Obergeschoss, Dienstleistungsräume im 2. und 3. sowie drei Wohnungen im 4. bis 6. Obergeschoss mit gegen den Hof terrassierten Aussenräumen bilden die urbane Nutzungsvielfalt. Aufgrund der ausgeprägten städtische Lage und trotz abgestufter Volumetrie ist die Gebäudeoberfläche relativ klein. Kern der Gebäudetechnik bildet eine effiziente Wärmerückgewinnung über Lüftungsgeräte. Raumtemperatur und Warmwasser werden primär mit einer Wärmepumpe/Kälteanlage erzeugt, sekundär mit Gas.