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Herrn Geheimrath Hansemann
Hochwohlgeboren
Berlin1
Zürich, den 27 October 1871.
Hochverehrter Herr Geheimrath!
Unter Bestätigung meiner ergebenen Zuschrift von gestern beehre ich mich Ihnen zur Kenntniß zu bringen, daß Herr A v Sybel gemäß einem mir zugekommenen Schreiben desselben nicht sehr erfreulichen Inhaltes darauf Anspruch zu machen scheint, in den zukünftigen Verwaltungsrath der Gotthardbahn gewählt zu werden.
Was die 12 von dem Schweiz. Bundesrathe & der Gotthardvereinigung zu wählenden Mitglieder des Verwaltungsrathes anbelangt, so ist nicht daran zu denken, daß eine dieser Wahlen auf Herrn von Sybel gelenkt werden könne, da der Bundesrath ein Staatskörper ist, der seine Wahl unter den gegebenen Verhältnissen nicht auf einen Ausländer fallen lassen kann, & da von der Gotthardvereinigung, die in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit ebenfalls aus Staatskörpern, nämlich Kantonen besteht, das Gleiche gesagt werden muß. Bezüglich der Schweizerischen Gruppe des internationalen Consortiums ist vereinbart worden, daß dieselbe eine der von ihr zu besetzenden Stellen im Verwalttungsrathe Ihnen, hochverehrter Herr Geheimrath, übertragen | solle. Daß die andern von dieser Gruppe zu treffenden Wahlen unter so bewandten Umständen auf Schweizer fallen müssen, dürfte als selbstverständlich zu betrachten sein. Es könnte somit die Wahl des Herrn von Sybel in den Verwaltungsrath der Gotthardbahn nur durch die Deutsche Gruppe des internationalen Consortium's erfolgen, & ich komme nun, Sie zu meiner Richtschnur bei meinen weitern Verhandlungen mit Herrn von Sybel anzufragen, ob Sie glauben, daß Aussicht hiezu vorhanden sei.
Mit freundschaftlicher Hochachtung
der Ihrige 2