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Benzol, Russ & PAK
Das von Luftschadstoffen ausgehende Krebsrisiko wird in der Stadt Zürich vor allem durch Benzol, Russ und polyaromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) bestimmt. In der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) sind für krebserregende Stoffe keine Grenzwerte definiert, da es keine Grenze gibt, unter der keine gesundheitliche Gefahr mehr besteht. Gemäss LRV gilt es deshalb, die Gefährdung durch diese Stoffe zu minimieren.
Belastungssituation
Bereits vor dreissig Jahren wurden in der Stadt Zürich Luftschadstoffe mit kanzerogenem Potenzial gemessen. Der Bericht aus dem Jahr 2003 fasst die Ergebnisse älterer und aktuellerer Messungen von kanzerogenen Luftschadstoffen zusammen. Das Risiko, durch kanzerogene Luftschadstoffe an Krebs zu erkranken, wird als gering eingeschätzt.
Benzol (flüchtige organische Verbindung, VOC)
Benzol ist hoch toxisch und eindeutig krebserregend. Durch die seit Mitte der 1990er Jahre getroffenen Emissionsreduktionsmassnahmen konnten in der Schweiz die Benzol-Immissionen um mehr als 50 Prozent reduziert werden.
Russ (elementarer Kohlenstoff)
Krebserregende Russpartikel entstehen vor allem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen (Dieselruss). Da sie sehr klein sind, können sie tief in die Lunge eindringen. Um dem verfassungsmässigen Schutzanspruch der Bevölkerung gerecht zu werden, sollten die Russkonzentrationen (EC) in der Aussenluft im Jahresmittel 0.1 μg/m³ nicht übersteigen.
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Die im Russ enthaltenen krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) stellen aus lufthygienischer Sicht ein ernstzunehmendes Problem dar. Die EU hat für Benzo(a)pyren (BaP) einen Zielwert (Jahresmittelwert) von 1 ng/m³ definiert (EU-Commission, 2004).
Hohe PAK-Belastungen treten vor allem im Winter und in Regionen mit erhöhtem Anteil an Holzheizungen auf. Der Einfluss von Verkehrsemissionen scheint dagegen eher eine untergeordnete Rolle zu spielen, wie die vergleichsweise mässige Belastung strassennaher Standorte in Städten zeigt.