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Rollender Verkehr — Wäre Antonio Meuccis Ehefrau nicht an Rheuma erkrankt, die Welt wäre heute eine andere. Denn Meucci entwickelte den Fernsprechapparat nur, um sich mit seiner Frau unterhalten zu können, die ihr Schlafzimmer krankheitsbedingt nicht verlassen durfte.
Der gerissene Schotte Alexander Graham Bell hätte Meuccis Erfindung nicht zur Marktreife bringen und erfolgreich verkaufen können. Die fernmündliche Kommunikation wäre möglicherweise nie erfunden worden. Ohne Telefon kein Funkgerät, ohne Funkgerät keine kabellosen Kommunikationsgeräte. Also auch kein Radio.
Über die Bedeutung des frühen Radios als Massenmedium wissen wir Bescheid, es wurde bald nach seiner Einführung auch zu politischen Zwecken genutzt. Goebbels’ Sportpalastrede wäre vermutlich ungehört vorbeigegangen und für den totalen Krieg hätte sich keine Sau interessiert. Die Vierziger wären friedlich geblieben.
Richtig schön hätte es werden können auf diesem Planeten, wäre da nicht die unglückselige Frau Meucci gewesen. Verliebte und Ausgewanderte müssten sich heute noch Briefe schreiben, und zwar auf klapprigen Schreibmaschinen. Der Computer wäre uns natürlich auch erspart geblieben.
Bis zum heutigen Tag prägt Meuccis Geistesblitz unsere Welt. Jüngst zeigte sich das bei den Pannenzügen namens FV-Dosto, die gewiss funktionieren würden, sähen sie nicht aus wie die Nokia-Telefone des Typs 8210.