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Ich habe unter anderem 11 Jahre in Dornach am Goetheanum studiert und gearbeitet. Dabei habe ich verschiedene Tätigkeiten ausgeübt. Ich bin seither dem Goetheanum sowohl innerlich als auch praktisch in mancher Hinsicht aktiv verbunden. Macht mich das zu einem Anthroposophen? Ich denke nein.
Aber in meinen Studien zum und im Werk von Rudolf Steiner (1861-1925) habe ich etwas entdeckt, dem ich zustimme und in dem ich mich wiedererkenne. Und das macht mich – aus meiner Sicht – zu einem Anthroposophen.
Besonders in den ersten vier Anthroposophischen Leitsätzen hat er beschrieben, was einen Anthroposophen ausmacht. Bereits ganz am Anfang stehen die erforderlichen Grundbedingungen:
„Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gefühlsbedürfnis auf. Sie muss ihre Rechtfertigung dadurch finden, dass sie diesem Bedürfnisse Befriedigung gewähren kann. Anerkennen kann Anthroposophie nur derjenige, der in ihr findet, was er aus seinem Gemüte heraus suchen muss. Anthroposophen können daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen über das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeit empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet.“
Rudolf Steiner, Leitsatz 1, GA 26