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In den Schweizer Läden des deutschen Grossverteilers Aldi kostete vor Weihnachten ein Kilo Bananen gerade mal 89 Rappen. Was bedeuten solch tiefe Bananenpreise für die Löhne der BananenarbeiterInnen, etwa in Ecuador? Eine eben veröffentlichte Studie der nichtstaatlichen Organisation Oxfam gibt darüber Aufschluss. So verdienen die von Oxfam befragten ecuadorianischen BananenarbeiterInnen von grossen internationalen Früchtekonzernen durchschnittlich lediglich 237 US-Dollar im Monat. Die staatlich definierte Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie beträgt dagegen 544 US-Dollar.
Laut Oxfam sind nicht nur Hungerlöhne, sondern auch Gesundheitsrisiken und die Verletzung von Gewerkschaftsrechten häufig. Trotz gesetzlichen Verbots wird immer noch viel Pestizid aus Flugzeugen versprüht. Dies gefährde nicht nur die oft schlecht geschützten ArbeiterInnen, sondern auch die AnwohnerInnen der Plantagen, schreibt Oxfam. Die Organisation macht nicht nur grosse Bananenproduzenten wie etwa Dole für die Misere in Ecuador mitverantwortlich, sondern auch Grossverteiler wie Aldi. Sie würden ihre Marktmacht gegenüber den LieferantInnen ausnutzen, um die Preise zu drücken. Laut der Stiftung Max Havelaar sind in der Schweiz allerdings bereits mehr als die Hälfte aller Bananen mit dem Gütesiegel des fairen Handels gekennzeichnet. Wer diese Bananen anbaut, pflegt und erntet, bekommt einen höheren Lohn und ist besser geschützt. Dafür kosten sie auch etwas mehr. DS