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Verstopfung, auch als Obstipation bezeichnet, ist ein häufiges Problem, das etwa 15% der Bevölkerung betrifft.
Sie wird definiert als eine Veränderung der Stuhlfrequenz (weniger als dreimal die Woche), Stuhlkonsistenz oder Stuhlabgabe, die zu Beschwerden führt (man muss stark pressen, oder/und der Stuhl durch die längere Verweildauer im Darm hart und klumpig ist).
Verstopfung kann in jedem Alter auftreten, aber es ist bei älteren Erwachsenen, Frauen und Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Morbus Parkinson häufiger.
Ursachen:
Es gibt viele Ursachen von Verstopfung, einschliesslich Ernährung, Medikamente, Mangel an körperlicher Aktivität und bestimmten Erkrankungen.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Ernährung: Eine ballaststoffarme Ernährung kann die Verdauung verlangsamen und Verstopfung verursachen.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Opiate und Blutdruckmedikamente können Verstopfung verursachen.
- Mangel an körperlicher Aktivität: Bewegung hilft bei der Anregung der Darmtätigkeit, daher kann ein Mangel an körperlicher Aktivität zu Verstopfung führen.
- Erkrankungen: Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom (IBS), Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und Morbus Parkinson können Verstopfung verursachen.
- Andere Ursachen können Laktoseintoleranz (Milchzuckerintoleranz) oder in selteneren Fällen Zöliakie (auch Sprue genannt, Art von Glutenallergie) einschliessen.
Diagnose:
Die Diagnose von Verstopfung basiert auf einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung durch einen Arzt. Der Arzt wird Fragen zu den Symptomen stellen, einschließlich der Häufigkeit und Konsistenz des Stuhls, sowie zu möglichen Auslösern wie Ernährung und Medikamente.
Eine Stuhlanalyse kann ebenfalls durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass es keine Anzeichen von Blut oder Infektionen im Stuhl gibt. In einigen Fällen kann eine Magenspiegelung (Gastroskopie), oder Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen. Konkreter, wenn Verstopfung nach einem bestimmten Alter auftritt oder zu Stuhlunregelmässigkeiten führt, muss auch endoskopisch mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) abgeklärt werden, damit ein Dickdarmtumor (Kolonkarzinom) ausgeschlossen wird. Gastroskopisch kann man Zöliakie und Laktoseintoleranz ausschliessen.
Therapie:
Die Behandlung von Verstopfungen hängt von der Ursache ab. In vielen Fällen kann die Verstopfung durch Änderungen der Ernährung und des Lebensstils gelindert werden.
Hier sind einige Tipps:
- Erhöhung der Ballaststoffaufnahme: Eine ballaststoffreiche Ernährung kann helfen, den Stuhl weicher zu machen und die Darmbewegung zu verbessern.
- Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme: Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme hilft dabei, den Stuhl weicher zu machen und den Darm zu regelmäßigen Bewegungen zu stimulieren.
- Regelmäßige körperliche Aktivität: Bewegung hilft dabei, den Darm zu stimulieren und die Verdauung zu verbessern.
- In einigen Fällen kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein. Es gibt verschiedene Medikamente, die verwendet werden können, um Verstopfung zu behandeln, wie Abführmittel und osmotische Laxantien.
Fazit:
Verstopfung ist ein häufiges Problem, das durch Änderungen der Ernährung häufig therapiert werden kann. Jedoch müssen eventuell andere wichtige Erkrankungen ausgeschlossen werden.
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