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Vor Sebastian Vettel hatten nur der legendäre Juan Manuel Fangio (1954-57) und Michael Schumacher (2000-04) mindestens 3 Mal in Folge den WM-Titel geholt. Auf dem Weg zum Hattrick musste der Deutsche in einem der dramatischsten Rennen aller Zeiten - inklusive 2 Safety-Car-Phasen - jedoch alles in die Waagschale werfen, um den Vorsprung auf Fernando Alonso verteidigen zu können.
Turbulente 1. Runde
Angefangen hatte das Rennen für Vettel mit einem Schock: In der 4. Kurve drehte sich der WM-Leader nach einer Berührung mit Bruno Senna und fiel zwischenzeitlich auf den letzten Platz zurück. Da Alonso gleichzeitig von Startposition 7 auf den 3. Platz vorstiess, war der Spanier gleich zu Beginn für kurze Zeit virtueller Weltmeister.
Aufholjagd von Vettel
Das Glück von Vettel war, dass sein Wagen beim Zwischenfall in der 1. Runde keine gravierenden Schäden davontrug. Mit einer imposanten Aufholjagd machte der 25-Jährige Position um Position gut. Bereits in der 9. Runde hatte er sich wieder bis auf Platz 6 vorgekämpft und lag damit in der Gesamtwertung wieder vorne.
Dramatische Schlussphase
Richtig dramatisch wurde es dann noch einmal ab der 54. Runde. Kurz nach einem Boxenstopp zwang der immer wieder einsetzende Regen Vettel dazu, ein weiteres Mal zum Reifenwechsel abzubiegen. Plötzlich lag Alonso virtuell wieder vor dem Deutschen. Allerdings kam auch der Spanier nicht darum herum, infolge der nassen Verhältnisse noch an die Boxen zu fahren.
Alonso nur von Button geschlagen
In der Schlussphase mobilisierten beide Piloten alles, um als Sieger aus dem beeindruckenden Duell hervorzugehen. Alonso überholte dank Teamorder Ferrari-Kollege Felipe Massa und verbesserte sich auf Platz 2. Vettel kämpfte sich von Position 8 an Sauber-Pilot Kamui Kobayashi und später an Michael Schumacher vorbei auf Rang 6 vor. Da Alonso Sieger Jenson Button aber nicht mehr überholen konnte, war der WM-Titel für Vettel dann doch Tatsache.
Versöhnlicher Abschied für Kobayashi
Den 3. Platz hinter Button und Alonso sicherte sich Massa. Für Kobayashi gab es in seinem letzten Rennen für Sauber als 9. noch 2 WM-Punkte. Da Sergio Perez bereits früh ausgeschieden war, war der Kampf mit Mercedes um den 5. Rang in der Konstrukteurswertung schnell zu Ungunsten der Schweizer entschieden. Ebenfalls einen versöhnlichen Abschied feierte Schumacher, der bei seinem allerletzten GP 7. wurde.