Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/677

Für die mehrheitlich arme Bevölkerung des Tösstals bedeutete die Evangeliumsverkündigung Zuspruch und neue Hoffnung. Bald entstand eine junge Methodistengemeinde, die ihre Gottesdienste im ausgedienten Schulhäuschen von Hutzikon hielt.
Ab 1879 gab es auch in Oberhofen Versammlungen, und im Laufe der Jahre kamen im Tösstal weitere Predigtplätze dazu. 1880 werden bereits vier Sonntagschulen gemeldet, nämlich in Rikon, Hutzikon, Oberhofen und Fischenthal. 1881 wurde das Tösstal ein eigener Gemeindebezirk mit einem ansässigen Prediger. Zu diesem Zeitpunkt wechselte die Gemeinde ganz in die Nähe der heutigen Kapelle, in ein Lokal, das auf dem Areal der heutigen Drogerie Kasser stand.
Durch einen Besitzerwechsel wurden der Gemeinde im Jahre 1901 Predigtsaal und Wohnung gekündigt. Es wurde als Gottes Führung angesehen, dass noch im gleichen Jahr der Bauplatz, auf dem die heutige Kapelle steht, gekauft werden konnte. 1902 wurde die Kapelle erbaut, die Einweihungsfeier fand am 26. Oktober statt. Gross war die Freude der Mitglieder über das eigene Gotteshaus.
1856 kamen zwei deutschsprachige Prediger der Bischöflichen Methodistenkirche in die Schweiz. In Lausanne, wo seit 1840 eine französischsprachige methodistische Gemeinde bestand, und in Zürich verkündigten sie das Evangelium. Prediger der Evangelischen Gemeinschaft, einem anderen methodistischen Kirchenzweig, fanden zehn Jahre später den Weg nach Bern, wo sie eine erste Gemeinde gründeten. Die Anstrengungen der Missionare trugen Früchte. In den ersten 25 Jahren breiteten sich die beiden deutschsprachigen methodistischen Zweige schnell aus. Die entstandenen Gemeinden gewannen Mitglieder und Freunde und führten oft grosse Sonntagschulen und Chöre. Ein wichtiges Ereignis war 1968 die weltweite Kirchenvereinigung der beiden Zweige zur Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church).
Die EMK ist Teil der United Methodist Church (UMC) mit weltweit über 10 Millionen Mitgliedern.
Eine besondere Verbindung unterhält die EMK Schweiz zu den methodistischen Gemeinden in Nordafrika, Frankreich, Mitteleuropa und im Balkan, die ebenfalls zum Bischofsgebiet von Bischof Patrick Streiff gehören. Ausserdem pflegt sie freund- und partnerschaftliche Beziehungen zu Methodisten in Afrika und Südamerika sowie in Kambodscha. Connexio, das EMK-Netzwerk für Mission und Diakonie, finanziert verschiedenste Projekte in diesen Ländern.