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Bramboden in der Gemeinde Romoos
Der Weiler Bramboden (1053 m ü. M.) gehört politisch zur Gemeinde Romoos und liegt im Süden der Gemeinde.
Der Name Bramboden wird vom Althochdeutschen «brama» (= Gebüsch) oder «brame» (= Brombeere) abgeleitet.
Die Zufahrt erfolgt hauptsächlich über Hasle. Es besteht eine Postautoverbindung zwischen Bramboden und Hasle. Eine direkte Verkehrsverbindung mit dem Dorf Romoos besteht nicht.
Kirche Bramboden
Die Antoniuskirche wurde in den Jahren 1918/19 nach Plänen des Einsiedler Paters Victor Stürmle, der auch die Ausstattung entwarf, geplant. Initiant des Kirchenbaus war der Romooser Pfarrer Robert Kneubühler. Im Jahr 1922 zog der spätere Dekan und Ehrendomherr als erster Pfarrer nach Bramboden. Die Pfarrei Bramboden entstand im Jahr 1926.
In den Jahren 1994/95 erfolgte eine umfassende Aussen- und Innenrenovation der Kirche von Bramboden.
Pater Victor Stürmle plante auch das 1920 erbaute Pfarrhaus.
Ehemaliges Schulhaus Bramboden
Das Schulhaus, erbaut ebenfalls nach den Plänen von Pater Victor Stürmle, war 1922 bezugsbereit. In das Schulhaus eingebaut waren eine Bäckerei, ein Ladengeschäft und ein bis 1956 alkoholfreies Restaurant. Die Schule Bramboden wurde 1976 aufgehoben. Die Schulkinder werden seither mit dem Postauto zum Unterricht nach Hasle transportiert.
Das Schulhaus wurde in den Jahren 2013 und 2014 total saniert. Es beherbergt nun sechs Wohnungen, ein Sitzungszimmer, ein Vereinslokal, öffentliche rollstuhlgängige WC-Anlagen sowie das schmucke Pilgerstübli Bramboden-Beizli. (www.bramboden-beizli.ch)
Glaserei
Im 17. und 18. Jahrhundert zogen immer wieder Glasmacherfamilien aus dem Schwarzwald in die Schweiz. Im Entlebuch fanden sie grosse Holzvorräte und Sand in den Bächen.
Während 40 Jahren, von 1741 bis 1781, wurde in der Glashütte am Seeblibach, unterhalb der Pilgereggweid, Glas hergestellt. Es war ein kleines Dörfchen mit zehn Wohnhäusern, einer Kapelle und einer Schenke. Es wurden Gläser und Flaschen hergestellt. Über 100 Leute beschäftigten sich mit der Glasproduktion, dem Glas- und dem Holztransport. Man findet heute noch Glasscherben. 1781 ging die Glaserromantik zu Ende. Die Holzvorräte reichten nicht mehr aus. Die Zusammensetzung des Quarzsandes genügte den Anforderungen ebenfalls nicht mehr. Die Glasermeister zündeten die Hütten an und zogen nach Flühli.