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LCD & Plasma-Fernseher
TV-Einkaufsführer
Ein Ausflug in Ihr ortsansässiges Unterhaltungs-Geschäft, um einen neue...
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TV-Einkaufsführer
Ein Ausflug in Ihr ortsansässiges Unterhaltungs-Geschäft, um einen neuen Fernseher zu kaufen, kann einfach zu einer so verwirrenden Angelegenheit werden, dass viele Leute aus dem Geschäft wieder herausgehen, ohne etwas gekauft zu haben. Wir sind nicht mehr in einer Zeit, in der wir einfach einen CRT-Fernseher gekauft haben, der uns von Größe und Preis her am ehesten zusagte. Inzwischen gibt es soviele unterschiedliche Technologien, dass man wirklich wissen muss, was man will, bevor man sich auch nur in die Nähe eines Ladens wagt.
Eine kurze Geschichte der Technologien...
LCD – LCD ist die Abkürzung für 'Liquid Crystal Display', also eine Art von Display, bei der eine Reihe von Kristallen aus dem Hintergrund beleuchtet wird. Wenn diese Kristalle unter Strom stehen, drehen sie sich so, dass sie durch Farbfilter verschieden viel Licht aufnehmen. Dieser Prozess passiert mit jedem einzelnen Pixel, um schließlich das gesamte Bild anzuzeigen.
Plasma – Ein Plasma-Fernseher besteht aus Millionen von Zellen, die Gase enthalten, die unter elektrischer Ladung das Display erleuchten. Jedes Pixel eines Plasma-Fernsehers ist in drei „Sub-Pixel“ aufgeteilt, einer für Rot, einer für Grün und einer für Blau. Wenn das Gas in diesen Sub-Pixeln aufgeladen wird, verwandelt es sich in ein leuchtendes Plasma. Weil das mit jedem einzelnen Pixel geschieht, wird so ein vollständiges Bild erschaffen.
DLP – DLP ist sicherlich die komplexeste dieser drei Technologien. Ein DLP Chip enthält über eine Million kleiner Spiegel (jeder davon für ein Pixel) und ist klein genug, um ihn zwischen zwei Fingern zu halten. Je nachdem, in welchem Winkel ein Spiegel zur Lichtquelle gehalten wird, wird das jeweilige Pixel ein- oder ausgeschaltet. Weil das mehrere tausend Mal in jeder Sekunde geschieht, können auch aktion-intensive Szenen problemlos wiedergegeben werden. Die austauschbare Glühbirne, die diese Spiegel beleuchtet, durchläuft vor den Spiegeln des DLP Chips ein Farbrad. Dieses Farbrad sorgt für rote, grüne und blaue Farben im Gesamtbild.
Zeilensprung- vs. Progressiver Scan – Um es einfach auszudrücken, sorgt der Zeilensprung-Scan für eine verbesserte Bildqualität, ohne mehr Bandbreite zu beanspruchen. Dabei zeichnet der Fernseher zuerst alle ungeraden, dann die geraden Zeilen des Bildes. Diese gängige Methode wird auch von Fernsehsendern verwendet (sowohl in Standardauflösung als auch bei zahlreichen hochaufgelösten Sendungen). Ein progressiver Scan schafft eine weitaus höhere Qualität, benötigt aber auch mehr Bandbreite, weshalb die meisten Fernsehsender noch keinen Content dieser Art senden. Der progressive Scan zeichnet eine Zeile nach der anderen in ihrer ursprünglichen Reihenfolge.
LCD
Da LCD mittlerweile eine so weit verbreitete Technologie ist, werden Sie keine Probleme damit haben, viele verschiedene Marken und Modelle zu finden. War es früher nicht möglich, LCD-Geräte in größeren Größen zu erhalten, so stimmt auch das heute nicht mehr. Die Bandbreite reicht von 7 Inch bis zu über 65 Inch. Die kleineren und gängigeren Größen kommen auch sehr günstig, weil sie massenhaft für alle möglichen Verwendungszwecke von Fernsehern bis zu Computer-Displays hergestellt werden. Wenn es um größere LCD-Geräte geht, jenseits der 50 Inch, kommen diese meistens etwas teurer als ihre Plasma- und DLP-Gegenstücke. Da die Hauptquelle eines LCD-Bildes von dem flachen Bildschirm und dem Hintergrundlicht produziert wird, sind diese Fernseher nicht sehr tief und sehr beliebt, um sie an der Wand anzubringen. Auch bei der Anzeige statischer Bilder sind LCD-Geräte unschlagbar. Die gute Nachricht: Weil mittlerweile soviele LCD-Geräte produziert werden, fallen die Preise kontinierlich. Daher sind LCD-Geräte besonders bei solchen Nutzern beliebt, die kein Vermögen in ihr Heimkino-System investieren wollen. Dank des Designs von LCD braucht es auch keine Sorgen über irgendeine „Burn-In“-Zeit, in der man mit den Display-Einstellungen vorsichtig sein muss. Darüber später mehr. Auch die Tage, in denen Schablonen-Effekte ein Problem waren, sind glücklicherweise vorbei.
Käufer von LCD-Geräten genießen sichtlich die Auswahl zwischen Modellen mit dem typischen nicht-reflektierenden Bildschirmen und solchen mit dünnen Glasscheiben auf der Front. Dies ist anders als bei Plasma-Fernsehern, wo die zur Erzeugung des Plasmas verwendeten Gase zwischen zwei reflektierende Glasscheiben gepresst werden. Abhängig von der Gestaltung des Raumes ist diese reflektierende Front nicht allen Käufern recht.
Obwohl es einige Kontras gegen LCD-Fernseher gibt, könnten diese persönlich mich nicht davon abhalten, einen zu kaufen. Zuerst entfällt das Problem des Blickwinkels, der kontinierlich verbessert wird mit dem Fortschritt der LCD-Technologie. Der Blickwinkel bei einem LCD-Gerät ist etwas geringer als bei den Gegenstücken von Plasma und DLP. Ein Plasma-Gerät hat einen Blickwinkel von bis zu 180 Grad, während LCDs ungefähr bei 175 Grad aufhören (plus-minus ein paar Grad jeweils). Weil LCD-Display ursprünglich für einzelne Nutzer wie am Computer-Bildschirm gedacht waren, gibt es einen idealen Blickwinkel, aus dem alle Farben und ihre Intensität optimal ausgeglichen sind. Bei Plasma-Geräten dagegen sieht man aus jedem Winkel gleich gut. Ein weiteres Problem der LCD-Fernseher ist die Hintergrundbeleuchtung. Weil nur die Hintergrundbeleuchtung dafür sorgt, dass das Bild hell genug ist, um sichtbar zu werden, muss sie immer eingeschaltet werden. Wenn nun aber der LCD-Bildschirm Schwarz anzeigt, schaltet er einfach alle betreffenden Pixel aus, die Hintergrundbeleuchtung jedoch ist immer noch an. Das führt häufig zu zu hellen Schwarz-Tönen statt eines satten Tief-Schwarzes. Abhängig von der Qualität des Gerätes und dem Blickwinkel kann sich das stark bemerkbar machen, manchmal sogar mit einer kleinen weißen Spur im Hintergrund. Beachten Sie aber bitte, dass dieses Problem meist nur bei Billig-Produkten auftritt. Wenn Sie sich das Gerät vor dem Kauf gründlich anschauen, können Sie dieses Problem vermeiden.
Plasma
Eine weitere Möglichkeit beim Kauf eines neuen Fernsehers ist ein Plasma-Gerät. Plasma-Fernseher sind von den Abmessungen her nie so klein wie LCD-Geräte, aber häufig eben so dünn, so dass man sie gut an der Wand befestigen kann. In größeren Formaten kommt ein Plasma-Gerät häufig billiger; über die Möglichkeit eines DLP-Gerätes werde ich noch sprechen. Obwohl Plasma-Geräte nicht immer so gute Auflösungen wie preislich und von der Größe her ähnlich gelagerte LCD-Geräte bieten, sind meisten doch immerhin 1080p-fähig.
Da die Beleuchtung durch eine chemische Reaktion ausgelöst wird und nicht auf einer Hintergrundbeleuchtung beruht, sind die Schwarz-Töne eindeutig besser als bei der LCD-Technologie. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn man nicht direkt draufschaut, denn in dem Fall geht bei LCD-Geräten dem Schwarz besonders die Intensivität verloren. Wenn es außerdem um Kontraste und die Tiefe der Wahrnehmung geht, liegen Plasma-Geräte unter normalen Lichtbedingungen klar im Vorteil. Wenn Sie allerdings einen sehr hellen Raum haben oder das Gerät in der Nähe eines Fensters aufbauen wollen, sollten Sie unbedingt auf eine nicht-reflektierende Glas-Oberfläche achten!
Weil Plasma-Geräte meist erst ab einer Größe von 42 Inch aufwärts angeboten werden, können Sie nicht erwarten, einen kleinen oder billigen Plasma-Fernseher zu finden. Außerdem sollten Sie beim Kauf Ihres neuen Plasma-Fernsehers darauf achten, dass es eine sogenannte „Burn-In“-Zeit gibt. Während der ersten 100 Betriebsstunden sollten Sie das Gerät mit reduzierten Kontrasten nutzen, weil sich sonst möglicherweise ein dauerhaftes Bild in den Schirm einbrennt. Während dieser Zeit sollten Sie alle Inhalte in Vollbildschirmanzeige betrachten, da gerade die zum Beispiel beim 4:3-Format üblichen schwarzen Balken zum „Burn-In“-Effekt beitragen können. Nach den ersten 100 Stunden ist das Gerät dann wesentlich unempfindlicher. Bei kleineren „Burn-In“-Effekten schaffen PC-Anwendungen einfache und schnelle Abhilfe.
DLP
Die letzte der drei Möglichkeiten ist ein DLP-Fernseher. Die Projektionsmethode, die diese Geräte nutzen, macht die Geräte etwas tiefer als einen Plasma- oder LCD-Fernseher derselben Größe. Daher entfällt die Option, ein solches Gerät an der Wand zu befestigen; zumal das Gerät auch leicht erhöht stehen muss, um die optimale Betrachterperspektive zu gewährleisten. Mit ihrem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis sind diese Geräte besonders bei Fans großer Geräte beliebt. Ein DLP-Fernseher kommt häufig günstiger als ein Plasma-Fernseher in derselben Größe. Wie bei Plasma-Geräten auch werden Sie nur DLP-Geräte größeren Formats (üblicherweise ab 42 Inch) finden. Ähnlich ist auch, dass es keine Hintergrundbeleuchtung gibt. Daher sind auch die Schwarz-Töne sehr viel besser als bei LCD-Geräten. Weil die Preise bei DLP-Geräten so günstig sind, gibt es mittlerweile eine attraktive Auswahl, auch dies sollte als Pluspunkt zählen. Weil das Format sich kontinuierlich weiterentwickelt, verbessern die DLP-Hersteller auch so einige Dinge, die zu Anfang an dieser Technologie problematisch waren. Dazu gehört beispielsweise der „Regenbogen“-Effekt, den man bei einem DLP-Fernseher mit einer Glühbirne erlebt hat. Weil nur eine Farbe gleichzeitig am Farbrad angezeigt werden konnte, konnte man bei schnellem Hin- und Wegsehen den Eindruck gewinnen, dass man die Trennung der Farben erkennen kann. Neurere DLP-Designs haben deswegen die Glühbirne durch eine LED-Leuchte ersetzt, die RGB-LEDs einsetzt, um die Glühbirne und das Farbrad gänzlich zu ersetzen. Das spart nicht nur die Kosten für neue Glühbirnen, sondern auch den eventuellen Austausch des Farbrades (da die meisten mechanischen Elemente nicht ewig halten). Im Unterschied zu älteren DLPs, die 1080p mittels einer Methode erzielten, die man Wobulation nannte, können neuere DLP-Chips das ganz einfach, indem sie dem Fernseher die originalgetreue Wiedergabe von 1080p-Inhalten ohne Doppelungen auf den Spiegeln erlauben.
Kompatibilität
Zuletzt werden Sie sich auch für die Verbindungsmöglichkeiten Ihres Fernsehers interessieren. Die meisten neuen Fernsehgeräte nutzen HDMI, um ihre Oberfläche mit anderen Komponenten zu verbinden. HDMI ist ein vollständig digitales Audio- und Video-Signal, das einfach über ein einzelnes Kabel übertragen wird. Weil es ein digitales Signal ist, kann es hohe Auflösungen bis hin zu 1080p übertragen, um für beste Aussichten in Ihrem Heimkino zu sorgen. Oder geht es Ihnen um die Kompatibilität zum PC? Manche Nutzer möchten ja ihren PC zu einem festen Bestandteil ihres Heimkinos machen. Wenn das der Fall ist, sollten Sie darauf achten, welche Verbindung das Fernsehgerät für Computer nutzt, und darauf, dass Ihr Computer über den gleichen Anschluss verfügt (gewöhnlich ein analoger VGA- oder ein digitaler DVI-Anschluss). Auch bei älteren Komponenten sollten Sie sichergehen, dass Ihr Fernsehgerät RCA-Video- und Audio-Inputs unterstützt, da manche alten Digitalkameras immer noch diese Verbindung nutzen. S-Video? Komponenten-Input? Flashkarten-Eingang? Ihre Bedürfnisse hängen ganz davon ab, wie Sie Ihr Heimkino jetzt und in Zukunft gestalten wollen.
Zum Abschluss
Der Kauf eines neuen Fernsehers kann eine herausfordernde Aufgabe sein. Weil ich die Dinge in diesem Einkaufsführer hier so einfach wie möglich darstellen wollte, habe ich mir Mühe gegeben, mich in jedem Gebiet auf das Wesentliche zu beschränken. Dadurch jedoch konnte ich nur an der Oberfläche kratzen, um Ihnen Romane zu ersparen. Hoffentlich finden Sie das Gerät, das für Sie und Ihre Zwecke optimal geeignet ist! Wenn Sie Ihren persönlichen Favoriten entdeckt haben, testen Sie das Gerät vor dem endgültigen Kauf bitte gründlich.
Autor: Steve Blackweel
Site: dreamwarecomputers.com
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