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Apixaban versus Enoxaparin zur Thromboseprophylaxe nach Knie-TP
Apixaban ist nach dem in der Schweiz bereis zugelassenen Rivaroxaban der zweite in der klinischen Evaluation weit fortgeschrittene orale direkte Faktor Xa Inhibitor. Apixaban wurde in einer grossen randomisierten Studie nun mit dem Goldstandard Enoxaparin verglichen.
Über 3'000 Patienten, welche sich einer ein- oder beidseitigen Knie-TP-Implantation unterzogen, wurden in die randomisierte, multizentrische ADVANCE-2 Studie eingeschlossen. Entweder erfolgte die 10-14 tägige Thromboseprophylaxe mit Apixaban (2.5 mg zweimal täglich, Beginn innerhalb von 12-24 Stunden nach Operation) oder mit Enoxaparin (täglich 40 mg sc., Beginn 12 Stunden vor Operation). Studienendpunkte waren asymptomatische (Ultraschall) und symptomatische tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien, Gesamtmortalität (zusammen den primären Effektivitätsendpunkt bildend) und Blutungen.
1'973 von 3'057 Patienten konnten ausgewertet werden. Ein primäres Endpunktereignis erlitten 15% der Patienten in der Apixabangruppe und 24% der Patienten in der Enoxaparingruppe (Relatives Risiko 0.62, p<0.0001). Schwere oder klinisch relevante nicht schwere Blutungen traten unter Apixaban bei 4% und unter Enoxaparin bei 5% der Patienten auf (p=0.09).
Konklusion der Autoren: Der orale Faktor Xa Hemmer Apixaban hat sich in einer Dosierung von 2 x 2.5 mg täglich bei Patienten nach Knie-TP als effektivere Thromboseprophylaxe erwiesen als der Goldstandard Enoxaparin, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.