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Die Siebenschläferkapelle steht im Vorhuben-Quartier in Eschenbach. Früher stand sie dort frei auf einem Hügel. Die kleine Barockkapelle besitzt einen Dachreiter, den eine Zwiebelhaube abschliesst. Zur Ausstattung gehörte ein Barockaltar aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, hinter dem ein altes Fresco zum Vorschein kam.
Die Kapelle ist mit spätgotischen und barocken Statuen ausgestattet: Evangelist Johannes, Hl. Barbara, Hl. Jakobus d.Ä., Hl. Christophorus. Die Pietà in der Mitte stammt aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Das spätgotische Kruzifix wurde um 1500 geschaffen. Die Figuren wurden bereits vor ein paar Jahren restauriert und sind geschützt eingelagert.
Die Legende der Siebenschläfer: Die sieben Märtyrer Maximianus, Malchus, Martinianus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus, nach der Legende Trabanten des Kaisers Decius, die sich bei der Christenverfolgung unter diesem Kaiser 251 in einer Höhle verbargen. Der Kaiser fand sie und liess sie einmauern, worauf sie in Schlaf verfielen, aus dem sie erst unter Kaiser Theodosius II. (446) wieder erwachten. Bischof Martin von Ephesos und der Kaiser kamen, um das Wunder der sieben Männer selber zu bezeugen. Dann entschliefen sie, vom Glorienschein der Heiligkeit umgeben, für immer.
Die katholische Kirche gedenkt dieser sieben Heiligen jährlich am 27. Juni. Eine Bauernregel sagt: «Wenn es am Siebenschläfertag regnet, regnet es weitere 7 Wochen.» Gläubige besuchten die Kapellen vorwiegend bei Schlaflosigkeit.
Die Siebenschläferkapelle wurde anfangs 2021 von der «Stiftung zur Erhaltung der Siebenschläferkapelle Eschenbach» mit einer Schenkungsurkunde der Kirchgemeinde Eschenbach übertragen. Nun wird der Kirchenrat die Kapelle wieder in einen sehenswerten Zustand bringen. Wir freuen uns auf das Projekt und hoffen, dass wir auch die Figuren in Zukunft wieder in der Kapelle zeigen können.