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Lärmbelästigungen: Falken sollen Krähen das Krähen austreiben
Saatkrähen brüten in Kolonien und sind dabei so kommunikativ, dass der Lärm für die Anwohner manchmal kaum zu ertragen ist. An Vergrämungsmethoden mangelt es nicht – von der Uhu-Attrappe bis zum echten Falken. Längst nicht alle halten, was sich die Gemeinden davon erhoffen.
Quelle: Alexandra von Ascheraden
Falkner Benjamin Gregor-Smith: «Wir müssen die Krähen überzeugen, dass hier das Jagdrevier unserer Greifvögel ist.»
Würgfalke Scirocco schnellt wie ein Pfeil über den Rasen und jagt dem Rabenflügel am Federspiel nach, das Falkner Benjamin Gregor-Smith in weiten Bögen schwenkt. Wieder und wieder wiederholt sich das Schauspiel. Einige wenige Saat- und Rabenkrähen beäugen das Schauspiel aus respektvoller Entfernung von den hohen Bäumen aus, die den Sportplatz in Allschwil BL säumen. Das Ziel: Die Krähen zu vergrämen, damit sie hier keine Nester bauen. Im vergangenen Jahr brüteten in dieser Baumreihe allein über hundert Krähenpaare. Der Lärm in den frühen Morgenstunden war für die Anwohner kaum zu ertragen. Jahr für Jahr wurden es mehr Krähen, entsprechend stieg der Lärmpegel während der Brutphase.