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Wie wir bereits an anderer Stelle erläutert haben, sind Futureskontrakte Kauf- oder Verkaufverträge eines bestimmten Basiswertes, wobei der Preis und der zukünftige Termin schon festgelegt sind.
- Kaufen ("Long" gehen) von Futures verpflichtet zum Kauf des Basiswertes an einem zukünftigen Termin.
- Verkaufen ("Short" gehen) von Futures verpflichtet zum Verkauf des Basiswerts an einem zukünftigen Termin.
Alle Futureskontrakte werden an der Börse gehandelt und Vertragsbedingungen, Liefertermin und Betrag des Basiswertes, auf den sie sich beziehen, sind standardisiert. Die Kontrakte haben auch nur eine begrenzte Laufzeit, d. h. sie verfallen nach einem bestimmten Termin.
Obwohl bei Futureskontrakten, wenn sie bis zur "Lieferung" gehalten werden, die Verpflichtungen erfüllt werden müssen, wollen dies nur die wenigsten Investoren. Normalerweise werden die Futurespositionen durch die Eigentümer glattgestellt, indem der Kontrakt vor dem Liefertermin verkauft wird. Dadurch wird die Lieferung respektive Annahme des Basiswerts vermieden.
Marge und Leverage
Wenn Anleger einen Futureskontrakt kaufen oder verkaufen möchten, geben sie den Auftrag an einen Broker weiter, der Mitglied an der Börse ist, an der der Futureskontrakt gehandelt wird. Der Broker instruiert dann einen Market Maker, den Auftrag für ihn auszuführen.
Im Gegensatz zu den Transaktionen im Basiswertmarkt, müssen Sie beim Kauf eines Futureskontrakts nicht den Preis für den gesamten, gekauften Kontrakt bezahlen. Die Position wird dagegen zum vollen Marktwert berechnet. Gewinne oder Verluste, die aufgrund von Preisänderungen entstehen, werden täglich ausgeglichen.
Ein geringer Prozentsatz des gesamten Kontraktengagements wird beim Eröffnen einer Position als "Marge" deponiert, die sogenannte "Initial Margin", die beim Glattstellen der Position zurückerstattet wird. Die Höhe der Marge ergibt sich aus der wahrscheinlichen Preisvolatilität und dem Umfang der eingegangenen Position.
So lange die Position offen ist, wird eine tägliche Neubewertung vorgenommen. Dies bedeutet, dass die Höhe der Marge dem Tagesschlusswert der offenen Position angepasst wird. Wenn die Position einen Gewinn verzeichnet, wird dieser dem Konto des Kontrakteigentümers gutgeschrieben, sodass er wieder über freie Mittel verfügt, welche nicht zur Margendeckung benötigt werden.