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Seit über drei Jahrzehnten gehört das Concerto Köln zu den führenden Ensembles, die sich um eine historische Aufführungspraxis bemühen. Das Ensemble wird zu den berühmtesten Festivals und in die grossen internationalen Konzertsäle eingeladen, wobei es eine besondere Beziehung zu Köln pflegt, wo es 1985 gegründet wurde. So tritt das Ensemble auch regelmässig mit Chören aus der Rheinregion auf. Zu den Dirigenten, die in letzter Zeit regelmässig mit dem Ensemble arbeiteten, gehören Ivor Bolton, Peter Dijkstra, Andrea Marcon und Gianluca Capuano. Das Concerto Köln hat lange auch mit René Jacobs zusammengearbeitet, was eine lange Liste von Platteneinspielungen namentlich mit Musik von Mozart und Händel belegt. In der Saison 2017/18 startet das Concerto Köln, angeregt durch Kent Nagano, ein längerfristiges Projekt mit Wagners Ring-Tetralogie, die unter einer historischen Perspektive neu interpretiert wird. Neben der Arbeit mit alter Musik und historischen Recherchen kommt auch die zeitgenössische Musik nicht zu kurz. So kam kürzlich eine neue Komposition des Spaniers Hèctor Parra zur Uraufführung in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Musikfabrik. Unter den letzten Aufnahmen des Concerto Köln findet sich auch eine Neuinterpretation von Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ mit der Konzertmeisterin des Ensembles Shunske Sato als Solistin sowie Opernarien von Carl Heinrich Graun mit der russischen Sopranistin Julia Lezhneva.