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Erwärmt sich das Klima, steigt der Meeresspiegel. Doch wie sehr wird dieser steigen? Dies wurde nun in einer Expertenbefragung unter 90 Spezialisten ermittelt. Und das Szenario mit ungebremstem Klimawandel, sprich unverminderten Emissionen, sieht düster für tiefliegende Inseln und Küstengebiete aus: Denn dann könnte der Meeresspiegel bis 2300 um 2 bis 3 Meter steigen. Bis 2100 wird ein Anstieg von 70 bis 120 Zentimetern erwartet.
Zwar gibt es bei solchen Aussagen immer grosse Unsicherheiten. Unterschiedliche Modelle führen auch immer zu unterschiedlichen Ergebnissen. Durch die gross angelegte Befragung zeigt sich allerdings, dass die im Bericht des IPCC angegebenen Zahlen wahrscheinlich nach oben korrigiert werden müssen. Dieser erwartet bis 2100 einen Meeresspiegelanstieg von 28 bis 98 Zentimetern. Zwei Drittel der Experten gaben für das obere Ende dieser Spanne aber einen höheren Wert an.
Zudem gaben die Experten an, welche Grenze der Meeresspiegel bis 2100 mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit nicht überschreiten wird. Dabei wurden verschiedene Grenzen genannt, mit ungebremsten Emissionen kamen sie auf 1,5 oder 2 Meter bis 2100. Bis 2300 wurden Grenzen von 2 oder sogar 4 Metern genannt.
Sollte der Klimaschutz konsequent betrieben werden, kann eine Erhöhung des Meeresspiegels zwar nicht mehr verhindert werden, allerdings würde diese geringer ausfallen. Bis 2100 rechnen die Experten in diesem Fall mit einem Anstieg von 40 bis 60 Zentimetern und bis 2300 um 60 bis 100 Zentimeter. Dieser Unterschied könnte für einige Küstenstädte und Inseln eine gewaltige Bedeutung haben. Es könnte über Fortbestehen oder Untergehen entscheiden.
Bild: Dirk Erdweg [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons