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Der Muttermundskrebs (Zervixkarzinom)
Der Muttermundskrebs ist der Krebs der jüngeren Frau. Dank der
regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen werden bösartige Veränderungen bei uns meistens
rechtzeitig erkannt und können bereits im Anfangsstadium behandelt und geheilt werden.
Veränderungen am Muttermund entstehen meist stufenweise über mehrere Monate und Jahre.
Durch den sog. Krebsabstrich können solche Veränderungen frühzeitig entdeckt werden.
Normale Zellen --> leichte Veränderungen --> mässige
Veränderungen
--> schwere Veränderungen --> Karzinom
Wenn der Krebsabstrich leichte oder mässige
Veränderungen aufzeigt, werden die Kontrollen engmaschiger (alle 3-6
Monate) durchgeführt.
Bei Bedarf kann auch eine kleine Gewebsentnahme (Knipsbiopsie) am Muttermund entommen
werden, damit die Veränderungen durch den Spezialisten (Pathologe) unter dem Mikroskop
genauer untersucht werden können.
Erst bei anhaltenden mässigen bis schweren Veränderungen wird
zur Behandlung eine sog. Ringbiospie (Konisation) vorgenommen. Dabei wird im Spital (meist
in Narkose oder Spinalanästhesie) ein kleiner Teil des Muttermundes herausgeschnitten und
zur Untersuchung eingeschickt. Im Allgemeinen ist die Patientin durch diesen Eingriff
geheilt und es müssen lediglich weiterhin engmaschige Krebsabstrichkontrollen erfolgen.
In seltenen Fällen ist es jedoch zur definitiven Heilung nötig, die Gebärmutter zu
entfernen. Falls die Krebszellen eine gewisse Tiefe und Ausdehnung erreichen, muss die
Gebärmutter mitsamt den Bändern und Lymphknoten des kleinen Beckens entfernt werden. Zum
Glück ist dieser Eingriff nur noch selten nötig.
Ursachen für die Enstehung des Muttermundkrebses
Wir wissen heute, dass in den überwiegenden Fällen ein Virusbefall für die Enstehung von
Veränderungen am Muttermund verantwortlich ist. Es handelt sich dabei um den
Human-Papilloma-Virus (HPV). Wir kennen ca. 50 verschiedene HP-Viren, wobei etwa ein
halbes Dutzend Viren als sog. "high-risk" Viren gelten, welche für die
Enstehung von Krebsveränderungen verantwortlich gemacht werden. Dank Gentechnologie ist
es uns heute möglich, den Virustyp mittels eines einfachen Abstriches zu bestimmen.
Die Verhaltensweise (früher ungeschützter Geschlechtsverkehr mit
häufig wechselnden Partnern / Zigarettenrauchen) und soziale Herkunft (tiefes soziales
Milieu) spielen ebenfalls eine Rolle.