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Ernest Jutzet wurde am 27. September 1938 als eines von zehn Kindern von Joseph und Adeline Jutzet-Buntschu in St. Silvester geboren.
Eine Reihe von verschiedenen Ereignissen und Veränderungen prägte seinen Lebenslauf. Nach seiner neunjährigen Schulpﬂicht in seinem Heimatdorf arbeitete er, wie sein Vater, als Landarbeiter. Im Jahr 1958 absolvierte er die Rekrutenschule in Bière. Nach einer Tanznacht im Jahr 1961 verliebte er sich unsterblich in Anne-Marie Lauper und trat mit ihr in den Ehebund ein. Aus dieser Vereinigung sind zwei Kinder geboren.
Ernest Jutzet-Lauper wurde dann als Lastwagenfahrer von der Brauerei Cardinal in Freiburg angestellt. Nach einigen Jahren wechselte er den Arbeitgeber. Immer noch als Fahrer fuhr er von Genf aus für ein international tätiges Transportunternehmen, welches in den 1970er-Jahren, in der grossen Krise, in den Konkurs ging. 1974 blieb er zwei Tage lang ohne Arbeit und wurde in der Schlachthof-Anlage von Micarna in Courtepin eingestellt. Bereits 1986 musste er diesen Posten wegen gesundheitlicher Komplikationen wieder aufgeben, die aufgrund der feuchten und kühlen Atmosphäre des Arbeitsplatzes entstanden waren. Während drei Jahren arbeitete er als Lastwagenfahrer bei Brechbühl-Transport und danach bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 bei GFM (Gruyère-Fribourg-Morat), heute TPF (Transports publics fribourgeois).
Schon früh interessierte er sich für Musik und erstand im Alter von 18 Jahren mit seinen kleinen Ersparnissen eine diatonische Ziehharmonika. Bald trat er damit auf Hochzeiten und anderen Festen auf. Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit einem Musikerkollegen entdeckte er auf der Vorderseite eines Bauernhofs eine Poya (regionale, traditionelle Bauernmalerei mit Alpaufzug oder Alpabzug). Er war fasziniert von diesem Bild, und ihm kam die Idee, ein solches Bild als Hochzeitsgeschenk für einen Freund zu malen. So entschied er sich, das nötige Material zu kaufen. Diese Leidenschaft hat nie nachgelassen. Er malte insbesondere Poyas auf verschiedenen, auch sehr originellen Untergründen. Er arbeitete mit Acrylfarben.
Am 16. Januar 2019 ist Ernest Jutzet nach einer langen Krankheit eingeschlafen.