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Longin de Courten "Arzt"
- Geboren: Okt. 1824, Siders oder Geschinen
- Getauft: 15. Okt. 1824, Münster
- Ehe: Katharina Imoberdorf
- Gestorben: 22. Okt. 1883, Reckingen im Alter von 59 Jahren
Notiz:
Stammvater der Linie "Basel-Geschinen" (heute noch lebende Nachkommen). Diese
Linie ist vollständig dargestellt (lebende Personen anonymisiert).
Die Vorfahren seines Grossvaters werden nur auf der direkten Linie dargestellt, d. h ohne Geschwister. Ausnahme: Verbindungen mit anderen Obergommer-Familien und die Darstellung von Geschwistern, die als Stammväter andere de Courten-Linien erwähnt werden.
Quelle: Von Herrn Christian de Courten, Embrach ZH, zur Verfügung gestellt Unterlagen. Eine umfassende Darstellung der Genealogie de Courten wutrd von ihm aud der websote www.decourten.ch veröffentlicht.
Longinus de Courten vermutlich in Geschinen als Sohn von Edouard de Courten, von Siders, und Clara Jost, von Geschinen, geboren. Longinus de Courten wurde nach seiner Geburt von seinem Vater als legitimer Nachkomme anerkannt, was den in Reckingen wohnhaften Longinus berechtigte, den Familiennamen zu tragen, wegen seiner unehelichen Geburt jedoch nicht das Burgerrecht von Siders. Seine dadurch ebenfalls bürgerrechtslosen Kinder erhielten als sog. Ewige Einwohner 1870 durch das kantonale Heimatlosengesetz das Burgerrecht von Geschinen.
Quellen:
• Patrick Willisch, Die Einbürgerung der Heimatlosen im Kanton Wallis, Visp, 2004
• Forschungsarbeiten von Christophe de Courten
• Archiv der Pfarrei Münster.
Dr. med. Longinus de Courten, der zwischen 1867 und 1879 in Reckingen als Arzt praktizierte, war dort auch der erste Posthalter. 1879 übernahm sein Schwiegersohn Franz Blatter die Post, ab 1925 Longinus Enkel Oswald Blatter, dann ab 1953 Urenkel Willy Blatter, ab 1975 Willys Witwe Mathilde Blatter, geborene Zinner, und seit 1993 Ururenkel Rolf Blatter.
Quelle: Beitrag von Urban Carlen im Buch "Reckingen, Dorf und Pfarrei".
Mitteilung des bekannten Walliser Geneaologenvo Norbert Pfaffen: Sein Vater Edouard de Courten war wirklich ein Ehrenmann und hat sein Kind annerkannt. Es hätte auch anders ausgehen können. Sein Zeitgenosse Johann Christian N. (1777-1866) hatte sein unheliches Kind nach Italien in ein Waisenhaus bringen lassen.
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Longinus de Courtens männliche Nachkommen* wanderten in den 1880er Jahren vom Obergoms zuerst an die Ostküste in die USA aus, eine Familie kehrte im Jahr 1893 wieder in die Schweiz zurück und liess sich am Heimatort der Ehefrau in Basel nieder. Erst gegen Ende der 1990er Jahre verzweigte sich der Obergommer-Linie der de Courten Familie von der Region Basel aus weiter, vor allem nach Deutschland (Hamburg und Leverkusen) und in den Kanton Zürich. Die Mehrheit von ihnen behielt bis in die heutige Zeit das Bürgerrecht von Geschinen, heute Münster-Geschinen. In Münster, wo 1824 Longinus de Courten getauft wurde, liessen sich bis in die jüngste Zeit auch einige seiner Nachkommen trauen.
* Unter ihnen mehreren Juristen, ein Journalist, ein Hoffmann-La Roche Direktor, ein Instruktionsoffizier der Schweizer Armee und ein bekannter Politiker.
Longin heiratete Katharina Imoberdorf, Tochter von Joseph Imoberdorf und Anna Maria Borter. (Katharina Imoberdorf wurde geboren im Jahr 1834 in Reckingen und starb im Jahr 1908.)