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Mit dem Flugzeug in die Antarktis ist heutzutage durchaus möglich, die nötigen finanziellen Mittel vorausgesetzt. Für die Versorgung der antarktischen Stationen ist diese Transportform sogar unerlässlich, da diese Stationen teilweise zu weit von der Küste entfernt sind oder das Packeis ein Anlaufen der Schiffe verunmöglichen könnte. Nun plant Australien eine befestigte Landebahn für seine grossen Versorgungsflugzeuge, um die ganzjährig bemannten Stationen besser versorgen zu können.
In der Antarktis existieren mehr als 40 Flugplätze. Etwas haben sie und alle anderen Landebahnen in der Antarktis gemeinsam. Sie sind nicht befestigt. Manchmal ist ihre Unterlage festgedrückter Schnee, manchmal blankes Eis, manchmal lose Erde, manchmal Schotter. Trotzdem landen auf ihnen mitunter riesige Flugzeuge wie Boeing 757, C-17 oder Ilyushin Il-76. Australien will diesen Zustand ändern. Das Land hat beschlossen, den ersten Flugplatz mit der ersten asphaltierten Landebahn der Antarktis zu bauen. Drei Standorte wurden im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Die Wahl fiel auf die Vestfoldberge. Dort soll eine Piste entstehen, die 2700 Meter lang ist. Sie sei damit auf große Flugzeuge ausgerichtet, erklärt das australische Umweltministerium. Das neue Flugfeld wird in erster Linie der Versorgung der sechs Kilometer entfernten Davis-Station dienen. Zudem soll es die Anbindung an Australien das ganze Jahr über gesichert werden. Die Schnee-Landebahn des bisherig genutzten australischen Wilkins Aerodrome ist nur von November bis März nutzbar. Die neue Piste wird in rund sechs Stunden von Hobart aus angeflogen – eine Strecke von rund 5000 Kilometer. Etwas können die Australier mit ihrer neuen Piste aber definitiv nicht. Sie können die USA nicht übertrumpfen. Die Amerikaner besitzen den Rekord des südlichsten Flugplatzes der Welt. Der Jack F. Paulus Skiway – eine Schneepiste – liegt bei der Amundsen–Scott South Pole Station am Südpol.
Quelle: Stefan Eiselin / Aerotelegraph.com
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