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Blow-Up
Regie: Michelangelo Antonioni
Darst.: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, John Castle, Jane Birkin, Gillian Hills, Peter Bowles, Veruschka von Lehndorff, Jeff Beck, Julian Chagrin u.a.
London 1966. Der exzentrische Modefotograf Thomas dringt mit seiner Kamera gerne in die Intimsphäre seiner «Opfer» ein. So auch, als er eines Tages in einem Park heimlich ein Liebespaar ablichtet. Als die Frau ihn bemerkt, versucht sie verzweifelt, den Film an sich zu bringen. Warum sie so aufgeregt war, glaubt Thomas beim Entwickeln der Bilder zu entdecken. Anscheinend ist er Zeuge eines Mordes geworden. Oder doch nicht? Denn nichts ist so, wie es scheint, und was zunächst anmutet wie ein konventioneller Krimi im hippen Kontext der Swinging Sixties, entwickelt sich bald zu einer Studie über die fundamentalen Brüche in der Wahrnehmung von Wirklichkeit, die angesichts der Vielfalt moderner Medien immer offensichtlicher hervortreten. Michelangelo Antonionis Klassiker, der 1967 in Cannes die Goldene Palme gewann, begründete seinen Weltruhm und gehört zweifellos zu den einflussreichsten Filmen des späten 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig bedeutete er für Jane Birkin den grossen Durchbruch in der Filmwelt. Die damals erst Zwanzigjährige hatte zwar nur eine kleine Nebenrolle als namenloses Modell, das gerne gross rauskommen möchte, wusste damit aber in einer der ikonischsten Szenen des Kultfilms auf sich aufmerksam zu machen. Fünfzig Jahre später erinnerte sie sich in einem Interview: «Antonioni kam auf mich zu, und er war so distinguiert und charmant. Er sagte: ‹Hören Sie, ich gebe Schauspielern keine Drehbücher. Also werde ich Ihnen nur eine Seite oder so geben, damit Sie wissen, was Ihre Rolle von Ihnen verlangt.› Er gab mir diese beiden Blätter und sagte, ich solle darüber nachdenken. Denn er war sich nicht sicher, ob ich bereit war, in der Rolle völlig nackt zu sein. Was für ein netter Mann! Als ich nach Hause kam, sagte ich zu meinem Mann John Barry: ‹Oh mein Gott, sie wollen, dass ich in dieser Szene nackt bin!› Er sagte: ‹Nun, wenn du dich schon für jemanden ausziehst, dann für Antonioni, denn er ist einer der grössten Filmregisseure der Welt. Aber du traust dich ohnehin nicht. Du machst ja schon immer das Licht aus, wenn du dich nur umziehst.› Da dachte ich: ‹Ja, ich werde es wagen.›» Der Rest ist Geschichte …