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HENRY VAN DE VELDE
Henry van de Velde war ein Ausnahmetalent – ein „Alles-Künstler“.
Der belgisch-flämische Architekt und Designer gilt als Wegbereiter des deutschen Jugendstils und als Vorreiter des ‚Bauhaus‘.
Henry Clement van de Velde wurde am 3. April 1863 in Antwerpen (Belgien) geboren. Ab 1882 studierte er Malerei und widmete sich auch dieser Kunst, bis er sich 1893 dem Kunstgewerbe zuwandte. 1984 heiratete er Maria Sèthe, mit der er fünf Kinder hatte; Nele, Helen, Anne Sophie Alma und die Zwillinge Thyl und Thylla. 1897 gelang ihm an der internationalen Kunstausstellung in Dresden der Durchbruch als Designer. Dies brachte ihm viele Aufträge in Deutschland, was einen Umzug nach Berlin erforderte. 1901 wurde er nach Weimar berufen, wo er von 1907 bis 1915 als Direktor der Kunstgewerbeschule wirkte. Wegen Repressalien gegen Ausländer in den Wirren des Ersten Weltkriegs sah er sich gezwungen 1917 ohne seine Familie ins Schweizer Exil zu ziehen.
Henry van de Velde legte mit dem Zuzug im November 1918 in das ‚Haus am See‘ den „Grundstein“ zu Uttwil’s aussergewöhnlicher Geschichte als Künstlerkolonie am Bodensee.
In Erinnerung an die Zeit vor 100 Jahren wird der Kunsthistoriker und Autor Dr. Thomas Föhl von der ‚Klassik Stiftung Weimar‘ am 23./24. November 2018 in Uttwil zu Gast sein und Vorträge über die Person und das Werk Henry van de Veldes halten.