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About Bahn
Beschreibung der Disziplin Bahn
Zeitfahren
Das Zeitfahren kann mit stehendem oder fliegendem Start begonnen werden. Bei stehendem Start wird eine Strecke von einem Kilometer gefahren und es gelten die Startmodalitäten der Einzelverfolgung. Zeitfahren mit fliegendem Start kann über 200, 500 oder 1000 Meter gefahren werden. Die elektronische Zeitmessung wird bei der Durchfahrt automatisch ausgelöst.
Sprint
Zwei bis drei Fahrer bewältigen eine Strecke von höchstens einem Kilometer, bei Frauen und Junioren gilt die 500 Meter Marke. Die Fahrer sprinten gegeneinander, der jeweilige Sieger darf in den nächsten Lauf. Ab dem Viertel-Finale mit acht verbliebenen Fahrern müssen jeweils zwei Sprints gefahren werden, um weiter zu kommen.
Mannschaftszeitfahren
Die Männer fahren in einer Gruppe von drei Fahrern drei Runden. Jeweils zwei Mannschaften starten gegeneinander. Jeder der Teamfahrer führt eine Runde. Im Ziel wird die Zeit des dritten Fahrers gemessen. Dieser ist am Schluss alleine auf der Bahn. Bei den Frauen geht das Zeitfahren über zwei Runden und das Team besteht aus zwei Frauen. Es werden verschiedene Läufe ausgetragen, in denen jeweils eine gewisse Anzahl Teams in die nächste Runde kommt.
Keirin
Keirin ist eine Variante des Sprints auf einer Strecke von 2 Kilometern. Auf den ersten 1400 Metern wird das Tempo von einem Motorrad vorgegeben. Dieses beginnt mit Tempo 30 und beschleunigt kontinuierlich auf 50 km/h. Bis zum Ausscheiden des Motorrads 600 Meter vor dem Ziel darf dieses nicht überholt werden. Danach ist das Rennen ist offen und die Fahrer sprinten um den Sieg.
Einzelverfolgung
Die Strecke ist für Männer 4 Kilometer, für Frauen und Junioren 3 Kilometer lang. Zwei Fahrer starten gleichzeitig auf gegenüberliegenden Startlinien. Die besten acht kommen weiter, dann die besten vier, im Finale stehen die besten zwei. Das Ziel des Rennens ist es, den anderen Fahrer einzuholen. Der eingeholte Fahrer muss von der Bahn, der Überholende hat das Rennen gewonnen. Wenn niemand eingeholt wird, zählt die Zeit.
Mannschaftsverfolgung
Die Mannschaftsverfolgung ist gleich wie die Einzelverfolgung, nur fahren die Fahrer in einem Team von vier Athleten über eine Distanz von 4 Kilometern. Frauenteams bestehen aus drei Fahrerinnen und die Renndistanz beträgt 3 Kilometer. Die Fahrer lösen sich jede halbe oder ganze Runde ab. Bei der Zieleinfahrt wird die Zeit beim dritten Fahrer eines Teams gemessen.
Punktefahren
20-30 Fahrer fahren eine Strecke höchstens 40 Kilometern. In regelmässigen Intervallen gibt es einen Wertungssprint, bei welchen zwischen 1 bis 5 Punkte verteilt werden. Punkte erhält stets die Spitze des Fahrerfeldes. Ein Rundegewinn bringt 20 zusätzliche Punkte, ein Rundenverlust bedeutet einen Abzug von 20 Punkten. Das Rennen gewinnt, wer am meisten Punkte sammelt oder die anderen Fahrer überrundet.
Madison
Diese Rennen werden in mehreren Zweier-Teams bestritten. Ein Rennen erstreckt sich zwischen 30 und 100 Kilometern. Ein Fahrer des Zweier-Teams ist immer im Rennen, der andere erholt sich im oberen Teil der Bahn. Wenn die Fahrer wieder auf gleicher Höhe sind, erfolgt die Ablösung durch gegenseitiges Abstossen oder Schleuderablösungen (Abziehen). Sieger wird jene Mannschaft, die die vorgeschriebene Distanz in der kürzesten Zeit oder in der vorgeschriebenen Zeit die grösste Distanz zurückgelegt hat.
Scratch
Alle Fahrer starten zusammen in diesem Rennen. Die maximale Distanz beträgt 4 bis 15 Kilometer bei den Männern und bis zu 10 Kilometer bei den Frauen. Es gewinnt der Fahrer, der als erstes im Ziel ist.
Omnium
Omnium besteht aus mehreren Rennen, welche hier aufgelistet sind. Für die Rennen gibt es Punkte und diese werden dann zusammengezählt und der Sieger ermittelt. Disziplinen: Fliegende Runde, Punktefahren, Ausscheidungsfahren, Einzelverfolgung, Scratch, 1km-Zeitfahren
Steherrennen
Ein Steherrennen führt über 50 Kilometer mit zwei Läufen. Die Radrennfahrer (Steher) fahren hinter einem grossen Motorrad, dessen Fahrer Schrittmacher genannt wird. Die Schrittmacher beginnen vor den Stehern um die Motoren aufzuwärmen und vorher festgelegte Startreihenfolge einzunehmen. Die Steher stellen sich auf der Zielgeraden auf und werden von Helfern angeschoben. Danach haben sie eine Runde Zeit, um Anschluss an ihre Schrittmacher zu finden. Laufsieger ist das Team, das die festgelegte Distanz zuerst zurück gelegt hat.
Ausscheidungsfahren
Bei Ausscheidungsfahren scheidet in vorbestimmten Intervallen der jeweils letzte Fahrer, der das Zielband passiert, aus dem Rennen aus. In der Regel ist die erste eine so genannt Tote Runde.
Australienne
Bei der Australienne geht es um die australische Verfolgung. Mehrere Fahrer starten rund um die Bahn in gleichen Abständen. Jeder vom Hintermann eingeholte Fahrer scheidet aus. Sieger wird, wer die festgelegte Distanz in der kürzesten Zeit zurückgelegt oder alle Gegner eingeholt hat. Die Zahl der Teilnehmenden wird von Fall zu Fall festgelegt.
Derny
Bei Derny-Rennen wird jeder Teilnehmer von einem kleinen Schrittmachermotorrad (Derny) geführt. Der Derny-Lenker versucht, seinem Fahrer möglichst optimalen Windschatten zu bieten. Derny-Läufe führen mit einer bestimmten Zahl von Spurtwertungen über eine zuvor festgelegte Distanz. In den Spurtwertungen werden, 5, 3, 2 sowie ein Punkte vergeben. Die letzte Wertung zählt doppelt. Für die Wertung ist in erster Linie die gefahrene Distanz massgebend, die Punktezahl in zweiter Linie.
Italienne
Verfolgungsrennen à l’Italienne oder Italienische Jagdrennen sind Mannschaftsprüfungen. Distanz, Anzahl der Mannschaften und deren zahlenmässige Grösse können beliebig variieren. Der Start kann stehend oder fliegend erfolgen. Die Modalitäten werden von der Jury festgelegt. In der Regel führt ein Fahrer seine Mannschaft über eine oder zwei Runden und scheidet dann aus, indem er nach oben ausweicht. Ablösungen und Ausscheidungen folgen sich so lange, bis der letzte Fahrer sein vorgeschriebenes Führungspensum erfüllt hat. Die Mannschaft mit der kürzesten Fahrzeit oder dem grössten Vorsprung gewinnt die Prüfung.
Tempofahren
Tempofahren sind Rennen mit Massenstart über eine vorher bestimmte Distanz. Nach einer toten Runde werden in jeder Runde ein beziehungsweise zwei Rennpunkte vergeben. Die letzte Wertung kann doppelt gezählt werden. Für die Klassierung ist in erster Linie die gefahrene Distanz massgebend, in zweiter Linie die Zahl der Spurtpunkte.