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Mit dieser Verbrennungskampagne soll gleichzeitig der Nachweis erbracht werden, dass die Anlage auch im aktiven Betrieb über einen längeren Zeitraum zuverlässig funktioniert. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) hat der Zwilag für diese Kampagne die dafür notwendige Freigabe erteilt.
Nachdem diverse Tests mit nicht radioaktiven Materialien und eine erste aktive Testphase mit 25 leicht radioaktiven Fässern im März des vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen werden konnten, musste die aktive Testkampagne im Dezember 2004 abgebrochen werden, da sich im Abgussbereich des Ofens Verschleisserscheinungen bemerkbar machten. Der betroffene Abgussbereich wurde inzwischen durch den Einbau eines keramischen Einsatzes verstärkt.
Der im Zwilag erstellte Plasmaofen ist weltweit die erste Anlage, in der leicht radioaktive Abfälle mit einem Hochleistungs-Plasmabrenner bei einigen tausend Grad Celsius thermisch zersetzt oder aufgeschmolzen werden. Beim Zwilag-Plasmaofen handelt es sich um eine Pilotanlage, die nach Auflösung des Werkvertrags mit dem Total unternehmen in eigener Regie gezielt weiter verbessert und den Betriebsanforderungen entsprechend laufend angepasst wurde. Optimierungen im Rahmen der ersten Betriebsphasen sind bei Pilotanlagen dieser Art üblich. Die radiologische Sicherheit wird dabei nicht tangiert. Die bevorstehende Verbrennungskampagne wird von der Sicherheitsbehörde begleitet. Da die zu verbrennenden Abfallmengen klein sind, wird der Zwilag-Verbrennungsofen pro Jahr jeweils lediglich zweimal 4-6 Wochen in Betrieb stehen.
Dem Abfall wird beim Schmelzvorgang Altglas zugeführt. Mit diesem neuen Verfahren wird ein chemisch äusserst resistenter, schwer auslaugbarer Abfallkörper hergestellt, der für die spätere Lagerung in geologischen Formationen über gute Eigenschaften verfügt.
Quelle
D.S. nach Zwilag, Medienmitteilung, 11. Februar 2005