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Eine Geschichte aus Russland berichtet, wie ein kleines Mädchen in ein Geschäft ging, um eine Halskette für ihre grosse Schwester zu kaufen. Der Ladenbesitzer war sehr skeptisch. Das Kind holte ein paar wenige Rubel aus der Tasche, die aber nicht reichten, und sagte: «Das ist alles, was ich habe. Packen Sie die Kette schön ein. Sie ist für meine grosse Schwester, die uns versorgt. Denn unsere Eltern leben nicht mehr und ich möchte doch so gerne, dass sie wieder lächeln kann. Sie gibt sich so viel Mühe mit uns.» Ein paar Tage später kam die Schwester in das Geschäft und erkundigte sich beim Verkäufer wegen des Geschenks. Sie wolle es zurückgeben, weil das Geld der kleinen Schwester niemals habe reichen können. Darauf antwortete der Geschäftsmann: «Ihre Schwester hat das Geschenk für Sie gekauft und hat dafür alles gegeben. Und ausserdem wollte sie, dass Sie wieder lächeln.»
Jesus hat auch alles gegeben, was er hatte, damit wir fröhlich werden konnten. Was geben wir, damit andere fröhlich werden können?
Wir leben im Wohlstand und im Vergnügen. Wir werden durch tausend Dinge abgelenkt. Vieles raubt uns unbemerkt die Zeit, um für den Herrn da zu sein, für sein Wort, das Gebet, den Dienst, die Gemeinde und den Nächsten. Vielleicht merken wir gar nicht, dass wir nicht mehr lachen, nicht mehr zufrieden und fröhlich sind.
«Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht mit Freude und mit fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem.» Überfluss, den man zurückhält, kann die Freude rauben. Wir stehen in Gefahr, das Prinzip zu vergessen: «Diese … hat mehr eingelegt als alle … diese hat von ihrem Mangel eingelegt: den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte.»
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (2Kor 9,7). – Wer viel für das Reich Gottes einsetzt, macht andere und sich selbst fröhlich.