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Hinter The Black Crowes stehen im Wesentlichen die Gebrüder Chris und Rich Robinson. Ersterer ist der Leadsänger und zusammen schrieben sie die meisten Songs. Somit war der kompositorische Beitrag der inzwischen zahlreichen Ex-Members insgesamt ziemlich bescheiden wie der stilistische Einfluss beschränkt. Trotzdem gelang dem alten Kern der Band mit dem Live-Album «Jimmy Page & The Black Crowes - Live At The Greek» von 2000 ein Klassiker aus heutiger Sicht. Natürlich wurde Led Zeppelins Gitarren-Barde Jimmy Page da zugkräftig vor den Karren gespannt, aber letztlich waren es die Crowes, die ablieferten. Überhaupt waren die zahlreichen Live-Auftritte stets die grosse Stärke dieser Truppe. Wie bei uns mit der längst verschwundenen Firma "Simfy", die den Fans 2010 Konzertmitschnitte von unter anderem KISS, Scorpions oder Alice Cooper unmittelbar wie offiziell nach dem Konzert auf USB-Sticks feil bot, tat dies mitunter auch das Label "Instant Live" in den Staaten schon ein paar Jahre vorher. Dies überwiegend mit gebrannten CDs und vereinzelten "Factory Pressings". Nach dem Split und Krach von 2015 dauerte es ganze vier Jahre, bis die Gebrüder Robinson ihre persönlichen Differenzen begruben, mit neuer Mannschaft einen Neuanfang wagten und im November in New York mit diesem Line-up erstmals live auftraten.
Im Zuge des 30-jährigen Jubiläums vom Debüt-Album «Shake Your Money Maker» von 1990 wird die Februar-Ausgabe mit dem Brand "2021 Reissue, 2020 Remaster, Limited Super Deluxe Edition" mit einer fetten 3CD/4LP-Edition erweitert. Nebst dem soundmässig aufgepeppten "Original Album Remastered" wurden für die zweite CD "Outtakes and Demos" ausgegraben und der dritte Silberling glänzt derweil mit einem Konzertmitschnitt von 1990 ("Live at Center Stage, Atlanta"). Alt- und Neufans erhalten somit eine Retrospektive aus der kreativ hochstehenden Anfangszeit von The Black Crowes, die dann zwei Jahre später mit «The Southern Harmony And Musical Companion» die US-Billboard 200 knackten und den Chart-Thron bestiegen. Ende 1994 erschien das töfte dritte Werk «Amorica» mit dem legendären Cover, das ja noch zensuriert wurde! Danach brachen die grossen Tonträger-Erfolge zunehmend weg, aber live blieb man stets am Drücker. Dies hat von wegen "Instant Live" unübersehbare Auswirkungen bei Discogs verursacht, wo unter anderem 2006 einige solcher Live-Dinger entstanden. Fünfzehn Jahre später schicken sich nun Greta Van Fleet an, das nächste konkurrierende grosse Ding zu werden. Wer in unseren Breitengraden The Quireboys geil findet, sollte hier die Zeitreise zurück unbedingt auch oder wieder antreten.
Rockslave