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Um fast 60 Prozent senkt Acer die Jahresprognose für den Verkauf von Tablet-PCs, und auch bei Notebooks will Taiwans Aushängeschild nun inmitten überfüllter Lager kleinere Brötchen backen. Das teilte Chairman JT (Jentang) Wang heute bei Vorlage der Zahlen fürs zweite Quartal 2011 auf einer Aktionärsversammlung mit. Nach drei verfehlten Quartalszielen in Folge und dem Rücktritt von CEO Gianfranco Lanci in Folge von Streitigkeiten über die Tablet-Strategie im März 2011 soll sich die Absatzsituation im dritten Quartal stabilisieren oder sogar verbessern, wie Wang den Aktionären versprach. Reportern gegenüber sagte er aber, dass das Unternehmen die Absatzziele für Tablets im Gesamtjahr 2011 von ursprünglich fünf bis sieben Millionen auf 2,5 bis drei Millionen Stück deutlich gesenkt habe.
Fürs zweite und dritte Quartal gehe man jeweils nur noch von rund 800'000 Tablet-Verkäufen aus. Insgesamt rechne man fürs zweite im Vergleich zum ersten Quartal 2011 aber nur noch mit einem Absatzrückgang von unter zehn Prozent, weniger als in der üblichen "Saure-Gurken-Zeit" ursprünglich erwartet wurde. Das erste Quartal entwickelt sich in der Branche immer mehr zur Nach-Weihnachtszeit, im PC- und Notebook-Bereich auch geschürt durch vorher angekündigte neue Produkte der Prozessorhersteller, allen voran Intel. Im Mai hat Acer einen Umsatzrückgang von 29,2 Prozent erlitten. Das hatte mit zur Folge, dass der Kurs der Acer-Aktie seit dem 25. März um 30 Prozent eingebrochen ist. Damals hatte das Unternehmen schon das Ziel für den PC-Umsatz im ersten Quartal herunterschrauben müssen. Hinzu kam der abrupte Wechsel im Top-Managment nach dem Rücktritt des Italieners Lanci als erster nichtchinesischer Acer-Präsident. (kh)