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Die Bemühungen der Staatsführung, den Immobilienmarkt abzukühlen und finanzielle Risiken einzudämmen, haben zu einem starken Rückgang der Nachfrage geführt.
Dadurch sind verschiedene hoch verschuldete Bauträger wie China Evergrande in Bedrängnis geraten. Die Krise um den Wohnungsriesen könnte sich noch über Monate hinziehen, sagte Hao Hong, Chefstratege bei BoCom International. Evergrande habe nicht genug Liquidität, um alle Verbindlichkeiten zu begleichen, also müsse jemand die Konsequenzen tragen, so Hong gegenüber Bloomberg.
Gerüchte, wonach Evergrande sich aus einem Projekt in der Stadt Guangzhou zurückgezogen habe, wies das Unternehmen am Freitag zurück.
Evergrande ist umsatzmässig der zweitgrösste Immobilienentwickler Chinas und beschäftigt über 200'000 Mitarbeiter. Millionen weitere sind von den Aufträgen der Firma abhängig. Evergrande kauft hauptsächlich Grundstücke in grösseren Ballungsräumen Chinas. Auf den Grundstücken werden Immobilien hochgezogen und dann mit Gewinn verkauft. Evergrande hatte sein Wachstum in den vergangenen Jahren mit Krediten finanziert und Schulden von mehr als 300 Milliarden Dollar angehäuft.
Investoren haben die Sorge, dass ein Kollaps von Evergrande weitreichende Folgen für das Finanzsystem und andere Branchen haben wird. Viele hoffen deshalb auf staatliche Unterstützung. Die Regierung in Peking hatte Staatsfirmen vergangene Woche dazu aufgefordert, Teile von Evergrande zu übernehmen.
Die Aktien von Evergrande verloren seit Jahresbeginn mehr als 80 Prozent. Der Konzern kommt noch auf einen Börsenwert von fünf Milliarden. Analysten warnen im Falle einer Pleite auch vor sozialen Folgen.
(Bloomberg/cash/Reuters).