Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03097.jsonl.gz/1880

Pyotraumatische Dermatitis beim HundPatient:
Lucy, 2-jährige Golden Retriever Hündin, nicht kastriert
Anamnese:
Im Alter von 1 Jahr (Mai 2004) bekam die Hündin Krusten und eitrige Hautstellen beidseitig am Hals und im Wangen- und Hinterkopfbereich. Der TA diagnostizierte Milben, spritzte ein Antiparasitikum und die Besitzerin bekam zur lokalen Anwendung ein Milbenmittel. Nach 1 Woche waren die Entzündungen und Eiterungen so schlimm dass ein anderer TA zu Rate gezogen wurde. Es wurde eine Pyotraumatische Dermatits (Hotspot) diagnostiziert. Die Hautstellen wurden großflächig geschoren und die Hündin wurde, nachdem ein Antibiogramm erstellt wurde, 3 Wochen lang 3mal täglich mit einem Antibiotikum behandelt. Jedoch kam es immer wieder zu kleineren Rezidiven bis zum Herbst. Den ganzen Winter über gab es keinerlei Probleme. Mitte April 2005 bekam die Hündin praktisch über Nacht wieder eine ca. 1 Euro große eitrige Entzündung auf der linken Wange. Die Besitzerin sprach sofort bei mir vor, um der Hündin eine weitere Antibiotikatherapie zu ersparen.
Diagnose:
Pyotraumatische Dermatitis (Hotspots)
Therapie:
Die Wunde wurde großflächig geschoren. 2 mal täglich wurde die Wunde mit 3%iger Wasserstoffperoxidlösung desinfiziert und dick mit Heilerde eingepudert. Parallel hierzu wurde jeden 2. Tag 1ml Cutis Compositum von Heel s.c. injiziert insgesamt 1 Woche lang. Bereits 2 Tage später war die Eiterung ausgetrocknet und es bildete sich eine feste Kruste. Jetzt wurde 2 mal täglich mit Calendula Extern von DHU gespült und mit Calendulasalbe von Cosmochema gecremt. 3 Tage später fiel die Kruste ab und die neue Haut war bereits vorhanden. Jetzt bekam die Hündin 5 Tage Echinacea Compositum von Heel 1ml injiziert. Nach einer Woche Pause wiederholte sich diese Behandlung um die unspezifische Abwehr zu stärken. Als Nahrungsergänzungsmittel wurde täglich 1TL Nachtkerzenöl sowie die Kräutermischung von Dr. Schaette gegeben.
Verlauf:
Die Wunde heilte innerhalb einer Woche narbenfrei ab. Eine weitere Antibiotikabehandlung war bisher nicht nötig. Auch weitere Rezidive blieben aus. Eine generelle Futterumstellung verbesserte das Allgemeinbefinden sowie die Haut- und Fellbeschaffenheit der Hündin. Bis heute geht es ihr sehr gut.
Mobile Tierheilpraxis im Würmtal
THP Christina Rötzer
Bergstr. 4
82131 Gauting
Zurück zu den Fallstudien