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Vollständiger Name des Indikators: Anteil Personen, die regelmässig 3, 2, 1 oder keine Landessprache verwenden/benutzen
Dieser Indikator gibt an, wie hoch der Anteil Personen verschiedener Bevölkerungsgruppen ist, die eine oder mehrere Landessprachen sprechen. Das Beherrschen einer oder mehrerer Landessprachen ist sowohl eine wesentliche Voraussetzung für eine gelungene Integration als auch ein Ergebnis einer gelungenen Integration.
Hinweis: Die aktuell verwendete Quelle erfasst den üblichen Gebrauch und nicht das Beherrschen der Landessprachen.
Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund erwähnten im Zeitraum von 2017 bis 2019 86% der Personen ab 15 Jahren, über eine einzige Landessprache, 12% über zwei und 2% über drei Landessprachen in ihrem sprachlichen Repertoire zu verfügen. Beinahe eine von 10 Personen mit Migrationshintergrund der ersten Generation gab an, keine der Landessprachen in ihrem sprachlichen Repertoire zu haben. In derselben Bevölkerungsgruppe hatten 75% nach eigenen Angaben eine Landessprache, 13% zwei Landessprachen und 1% drei Landessprachen in ihrem sprachlichen Repertoire. Bei Personen der zweiten oder höheren Generation ist der übliche Gebrauch von zwei oder drei Landessprachen zwei- bis fünfmal häufiger als bei den anderen Bevölkerungsgruppen: 25% erwähnten, über zwei und 5% über drei Landessprachen in ihrem sprachlichen Repertoire zu verfügen. Dagegen haben sie weniger häufig eine einzige Landessprache in ihrem sprachlichen Repertoire (weniger als 1%).
Tabellen
Definitionen
Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Dieser Indikator zeigt den Anteil Personen, die die Verwendung von einer, zwei, drei oder keiner Landessprache erwähnen, an der befragten ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren.
Die drei Fragen der Strukturerhebung zu den Sprachen werden benutzt, um das «sprachliche Repertoire» einer Person zu bestimmen. Dieses umfasst die Hauptsprache, die üblicherweise zu Hause/mit den Angehörigen und die üblicherweise bei der Arbeit/an der Ausbildungsstätte gesprochene(n) Sprache(n). Die Dialekte sind für die Hauptsprache nicht individuell erfasst worden: Schweizerdeutsch wurde mit Deutsch, Patois Romand mit Französisch, Tessiner/Bündner-italienischer Dialekt mit Italienisch gruppiert. Für die üblicherweise zu Hause und bei der Arbeit gesprochenen Sprachen wurden die Dialekte hingegen individuell erfasst.
Die befragten Personen konnten bei jeder Frage mehrere Sprachen angeben. Bis zu drei Sprachen wurden bei der Hauptsprache berücksichtigt, bei den anderen beiden Fragen gab es keine diesbezügliche Obergrenze.