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Gemeindeversammlung - 09.12.2021
Aufgrund der am 6. Dezember 2021 vom Bundesrat angeordneten verstärkten Massnahmen konnten nur Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eingelassen werden, welche ein gültiges Zertifikat "3G" vorweisen konnten. Obwohl bei sämtlichen Anschlagbrettern, bei der Gemeindekanzlei und auf der gemeindeeigenen Internetseite darauf hingewiesen wurde, mussten drei Interessierte abgewiesen werden, da sie entweder das Zertifikat nicht dabeihatten oder über keines verfügten. Letztendlich haben 45 Personen an der Versammlung teilgenommen.
Beim ersten Traktandum "Sanierung Fabrikstrasse" hat es sowohl zu den Ausführungen als auch zur Sinnhaftigkeit der Sanierung Wortmeldungen gegeben. Der Gemeinderat hat darauf hingewiesen, dass im Gebiet der ehemaligen Zaunfabrik ein neues Wohnquartier entsteht und mit dem Trottoir die Schüler eine alternative und sicherere Möglichkeit haben zur Schule zu gelangen als entlang der Hauptstrasse. Die Stimmbürger haben schliesslich dem Bruttokredit mit 5 Gegenstimmen zugestimmt.
Das Budget 2022 der Erfolgsrechnung, welches einen Aufwandüberschuss von CHF 12'600 aufweist, wurde einstimmig angenommen, ebenso die geplanten Investitionen in der Höhe von rund CHF 970'000. Darin enthalten sind die Sanierung Fabrikstrasse, die Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen in der Hauptstrasse (Mitte) sowie eine neue Steuerung für die Wasserversorgung.
Die Anwesenden interessierten sich beim Finanzplan 2021 - 2025 insbesondere für die aufgeführten und vorgesehenen hohen Investitionen im Jahre 2024 von nahezu 2 Mio. Franken. Der Finanzreferent führte aus, dass darin die Bodensanierung rund um den Kugelfang, die Erneuerungen der Wasser- und Abwasserleitungen im Chlosterquartier sowie die Quellsanierung abgebildet sind.
Unter dem Traktandum "Verschiedenes" informierte der Tiefbaureferent, Marcel Müller, über die im April 2022 beginnenden Werkleitungerneuerungsarbeiten entlang der Hauptstrasse (Rössligasse bis Töpferweg). Die Arbeiten werden rund 5 Monate dauern, eine komplette Schliessung der Strasse wird nicht erfolgen.
Um die Sicherheit der Wasserversorgung gewährleisten zu können, wird im Jahr 2022 das Prozessleitsystem erneuert. Hinzu kommt im Reservoir eine neue UV-Anlage, welche das Quellwasser mit ultraviolettem Licht bestrahlt und so mögliche gesundheitsschädliche Bakterien abtötet.
Der Gemeindepräsident übergibt danach das Wort den Anwesenden, welche die Möglichkeit nutzten. Einmal mehr ist die Verkehrssituation im Dorf ein Thema. So erschweren oft entlang Gemeindestrassen abgestellte Fahrzeuge das Durchkommen. Für die Anwohner sind diese Auto immer wieder lästig und insbesondere für die Blaulichtorganisationen eine gefährliche Erschwernis. Ebenfalls angesprochen wurde die Situation der Kinder in Bezug auf die Querung der Hauptstrasse, da bei den Fussgängerstreifen immer wieder heikle Situationen beobachtet werden können.
Der Gemeinderat erwidert, dass immer wieder Fahrzeuglenker aufgefordert werden müssen, ihre Autos auf privatem Grund abzustellen. Schlussendlich kann nur an die Vernunft appelliert werden. In Bezug auf die Hauptstrasse hat sich Löhningen für das Agglomerationsprogramm 4 des Bundes beworben und ein Projekt eingereicht, welches derzeit in Bern begutachtet und geprüft wird.
Ebenfalls ein Thema war die Sicherheit der Wasserversorgung bei allfälligen "Cyber-attacken". Doch mit dem Pumpwerk "Sand" und der Möglichkeit Wasser von Beringen einzuspeisen, hat Löhningen zwei Standbeine. Mit der vorgesehenen Quellsanierung soll die dritte und beste Gelegenheit für die Wassergewinnung verstärkt werden.
Nach 45 Minuten konnte der Gemeindepräsident die Sitzung als beendet erklären und sich für das Kommen bedanken.
Unmittelbar anschliessend wurde die Bürgerversammlung mit 16 Bürgerinnen und Bürgern abgehalten. Die Einbürgerung der Familie Zipponi wurde diskussionslos beschlossen, sodass die adhoc gewählte Bürgerversammlungspräsidentin Sibylle Müller die Sitzung bereits nach wenigen Minuten wieder schliessen konnte.
Im Dezember 2021, der Gemeindepräsident - Fredy Kaufmann