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Der hintere Talboden der Gemeinde Lenk ist seit 2011 fast jeden Sommer von Überflutungen betroffen, die auf Ausbrüche von Gletscherseen auf der Hochebene der Plaine Morte zurückgehen. Hauptsächlich geht es dabei um den Faverges-See im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis.
Der Gletschersee hat sich aufgrund des Eisrückgangs am Südostrand des Plaine-Morte-Gletschers gebildet. In einer länglichen Mulde zwischen Fels und Eis sammelt sich im Frühsommer jeweils Schmelzwasser. Sobald das System eine kritische Schwelle erreicht (diese wird durch verschiedene Faktoren wie Pegelstand, Wassertemperatur etc. beeinflusst), kommt es zu einer spontanen Entleerung des Sees. Das Wasser strömt dann durch Eiskanäle im Gletscher in Richtung Norden ab und fliesst zunächst ins Gerinne des Trüebbachs, nachfolgend dann der Simme. Die Entleerungen haben sich jeweils zwischen Mitte Juni und Ende August ereignet.