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Cellulite ist unästhetisch und weiblich: Sie verschont Männer und macht dafür 90 % der Frauen das Leben schwer, selbst besonders schlanken.
Von Cellulite spricht man, wenn wasser- und schlackehaltige Fettzellen in den Kammern des Unterhautgewebes anschwellen und auf der Haut Dellen bilden (Orangenhaut). Diese besondere Art von Fettgewebe ist teilweise genetisch bedingt, tritt an bestimmten Stellen auf (vorwiegend am Gesäss und an den Oberschenkeln, manchmal aber auch an Waden, Bauch und Armen), ist diätresistent und verschwindet nicht von selber wieder. Nachfolgend eine Analyse der Gründe.
Hormonelle Gründe
Der Hauptgrund für Cellulite ist hormonell bedingt und steht in Zusammenhang mit dem weiblichen Hormon Östrogen, das Wasser- und Fetteinlagerungen begünstigt.
Der weibliche Körper neigt deshalb vor allem in Perioden mit intensiver Tätigkeit der Eierstöcke zu Cellulite (Pubertät, Schwangerschaft), ebenso wie in Zeiträumen, in denen Frauen viel Östrogen und wenig Progesteron haben (zweite Zyklushälfte, Perimenopause). In den beiden letztgenannten Fällen kann die Homöopathie weiterhelfen :
- Im Hinblick auf die Auswirkungen des Monatszyklus nehmen Frauen am 7. und 14. Tag des Zyklus eine Dosis Folliculinum in hemmender Dosierung (C15) ein, dann vom 15. bis zum 25. Zyklustag täglich 3 Globuli Progesteron in stimulierender Dosierung (C5).
- In der Perimenopause ist es sinnvoll, die Produktion des Hormons zu hemmen, das die Ausschüttung von Östrogen stimuliert (FSH C30, 3 x wöchentlich), und die Progesteronproduktion anzukurbeln (Progesteron C5).
Blutkreislauf
Auch die Blutzirkulation spielt eine wichtige Rolle. Die Cellulite entwickelt sich im Bindegewebe, wo das Blut in den Kapillargefässen zirkuliert und sich Kollagenfasern und die elastischen Fasern befinden.
Wenn die Wände der Blutgefässe durchlässiger werden, dringt mehr Wasser ein und die darüberliegenden Fasern verändern sich. In einer frühen Phase ist die Cellulite noch von weicher, gelartiger Konsistenz, in einem späteren Stadium verhärtet sie sich und wird schmerzhaft. In diesem Fall bestehen folgende Möglichkeiten:
- Verminderung von Wassereinlagerung durch Mikronährstoffe, welche die Kapillarwände stärken, wie Vitamin C und Bioflavonoide (Hesperidin, Rutin, Zitrin usw.); diese werden auch als Vitamin P bezeichnet (P für Permeabilität bzw. Durchlässigkeit),
- Stärkung des Bindegewebes durch Nährstoffe, die an der Synthese von Kollagen beteiligt sind, wie Vitamin C, Kupfer, Silicium und Zink.
Ernährung
Ungenügende Flüssigkeitszufuhr sowie zu viel Salz und Zucker fördern die Wasserretention. Die umgekehrte Wirkung erzeugen Früchte und Gemüse (die viel Kalium enthalten, den Gegenspieler von Natrium) sowie magere proteinhaltige Nahrungsmittel.