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Sie haben ein Kind im Ausland adoptiert und möchten sich mit den Verwaltungsverfahren für die Beurkundung einer im Ausland erfolgten Adoption im schweizerischen Personenstandsregister (Register Infostar) vertraut machen.
Adoption
Internationale Adoption
Grundsätzlich werden ausländische Adoptionen in der Schweiz anerkannt, wenn sie im Wohnsitzstaat oder im Heimatstaat der adoptierenden Person oder der adoptierenden Ehegatten ausgesprochen worden sind (Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG, SR 291 ).
Weltweit haben zahlreiche Länder das Haager Übereinkommen vom 29. Mai 1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption (HAÜ-93; SR <ip-pii>1) unterzeichnet. Es handelt sich um ein multilaterales Übereinkommen im Bereich zwischenstaatlicher Adoptionen, welches die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden im Herkunftsland des Kindes und im Aufnahmestaat regelt.
Sehr nützliche Informationen über die Adoption sowie über die Herkunftsländer der Adoptivkinder finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Justiz über die internationale Adoption.
Erforderliche Dokumente zur Eintragung ins schweizerische Personenstandsregister
Im Ausland gemäss oder ausserhalb des HAÜ-93 ausgesprochene Adoptionen werden aufgrund einer Verfügung der zuständigen kantonalen Aufsichtsbehörde im Zivilstandswesen ins schweizerische Personenstandsregister eingetragen (Art. 32 IPRG und Art. 23 ZStV).
In der Regel sind der Schweizer Vertretung folgende Adoptionsunterlagen im Original, versehen mit den gegebenenfalls erforderlichen Beglaubigungen, zwecks Übermittlung in die Schweiz vorzulegen:
- Geburtsurkunde des Kindes vor der Adoption
- Adoptionsentscheid mit Angabe des Ortes, an dem dieser erlassen wurde (wenn möglich inkl. Rechtskraftbescheinigung)
- Geburtsurkunde des Kindes nach der Adoption
- Falls zutreffend, eine Bescheinigung, dass die Adoption gemäss dem Haager Übereinkommen (HAÜ-93) im Sinne von Artikel 23 zustande gekommen ist («Certificate of Conformity of Intercountry Adoption»)
Diese Dokumente sind für die zuständige Zivilstandsbehörde bestimmt und werden nicht zurückgegeben.
Bewilligung der Einreise in die Schweiz
Die Einreise eines adoptierten Kindes in die Schweiz kann bewilligungspflichtig sein, zum Beispiel weil noch kein Schweizer Pass ausgestellt werden konnte, da die Adoption noch nicht ins schweizerische Personenstandsregister eingetragen wurde, weil das Kind staatenlos wurde (da der Herkunftsstaat den Verlust der Staatsbürgerschaft durch einfache Adoption vorsieht) oder weil sein Heimatstaat der Visumspflicht unterstellt ist (das Kind hat noch einen gültigen ausländischen Pass).
Wird das Kind in einem HAÜ-93-Vertragsstaat nach den Verfahren des HAÜ voll adoptiert und besitzt mindestens ein Elternteil das Schweizer Bürgerrecht, so stellt die Zentrale Behörde des Bundes, d. h. das Bundesamt für Justiz (BJ), in alleiniger Zuständigkeit ein Dokument aus, das dem Kind die Einreise in die Schweiz erlaubt (Art. 10 BG-HAÜ).
Die kantonale Migrationsbehörde entscheidet in der Regel in weiteren Fällen über die Ermächtigung zur Visumserteilung oder die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung für das Kind (Art. 8 AdoV).