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Kolumbien hat bei den Präsidentschaftswahlen einen historischen Wandel erlebt. Gustavo Petro, ehemaliger Bürgermeister von Bogotá und ehemaliges Mitglied der linken Guerrilla-Gruppe M-19, hat die Wahlen mit einer klaren Mehrheit gewonnen und wurde damit der neue Präsident Kolumbiens.
Petro hat in seinem Wahlkampf für eine breite Palette von sozialen Reformen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Ungleichheit geworben. Seine Botschaft hat besonders bei den jungen und ärmeren Wählern Anklang gefunden, welche von den bisherigen Regierungen enttäuscht waren.
Sein Sieg hat jedoch auch eine starke Opposition hervorgerufen. Viele Konservative und Geschäftsleute fürchten, dass seine Regierung zu stark regulierend und sozialistisch sein könnte und sich negativ auf die Wirtschaft auswirkt. Denn Petro will den Erdölexport, eine der grössten Einnahmequellen Kolumbiens, einstellen. Viele sorgen sich unter anderem deswegen um ihre finanzielle Zukunft, da bereits in der Woche nach den Wahlen der Wert des Kolumbianischen Pesos deutlich gefallen ist. Während vor den Wahlen ein US Dollar um die 3700 Pesos wert war, liegt der Kurs mittlerweile bei 4400 Pesos.
Er betont jedoch, dass er sich für eine ausgewogene und gerechte Wirtschaftspolitik einsetzen wird, die sowohl die Bedürfnisse der Unternehmen als auch die der Bevölkerung berücksichtigt. Er hat auch versprochen, die Friedensabkommen mit den linken Rebellen-Gruppen zu stärken und die Gewalt in den ländlichen Gebieten des Landes zu reduzieren.
Seine Wahl hat auch internationale Aufmerksamkeit erregt, da Kolumbien ein wichtiger Verbündeter der USA und ein wichtiger Akteur in Lateinamerika ist. Einige Beobachter sehen seinen Sieg als Teil eines breiteren Trends von Linksruck in der Region, während andere besorgt sind, dass dies zu Spannungen mit den USA führen könnte.
Petro hat letzten August, also vor gut sechs Monaten, sein Amt angetreten. Bis jetzt hat er noch keine grossen Änderungen vorgenommen. Man muss weiter abwarten und sehen, ob Petro seine politischen Versprechen umsetzen wird und wie sich die internationalen Beziehungen dadurch verändern werden. Doch für viele Kolumbianerinnen und Kolumbianer ist sein Sieg ein Hoffnungsschimmer für eine bessere Zukunft und eine gerechtere Gesellschaft.
Eine Diversifizierung in der kolumbianischen Wirtschaft ist wichtig, ansonsten gerät das Land in eine ähnliche Situation, wie Venezuela. Ein Land kann reich sein an Erdöl aber die Bevölkerung bleibt arm, weil unmöglich alle Kolumbianer vom Erdöl leben können. Ähnlich sieht es in Qatar und Saudi Arabien aus.
In Venezuela ist aber gerade Maduro, ein Diktator der Partei „Partido Comunista de Venezuela“. Vielmehr lässt Petro Kolumbien langsam Venezuela ändern, oder?