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Come Together – The Beatles
von 1969 ist das erste Lied des elften Studioalbums «Abbey Road» der Beatles. Einen Monat nach dem Release der Platte, wurde die Single als Teil einer Doppel-A-Seite ausgekoppelt. Der Track erreichte in alter Beatles-Manier Platz 1 der Charts in den USA und in Deutschland.
John Lennon hatte das Lied geschrieben und wenig später einen Gerichtsprozess am Hals. «Come Together» bediente sich äusserst stark an «You Can’t Catch Me» von Chuck Berry. Der Rechteinhaber Morris Levy, fand einen durchaus aussergewöhnlichen Weg, um die Sache aus dem Weg zu räumen: Anstatt der üblichen Zahlung einer gewissen Entschädigungssumme, willigte Lennon ein, drei weitere Lieder aufzunehmen, an denen Morry Levy die Rechte bekommen sollte. Es geht also auch anders!
Steal my girl – One Direction
Die britisch-irische Boygroup One Direction spaltet die Gemüter. Während die einen (meist minderjährigen, weiblichen) Menschen, alleine beim Hören des Bandnamens einer euphorischen Ohnmachtsanfall nahe sind, schütteln andere verständnislos mit dem Kopf.
Die 2014 aus dem Album «Four» ausgekoppelte Single «Steal My Girl» stahl nicht nur die Herzen der Fans, sondern in der öffentlichen Wahrnehmung auch Teile aus dem Lied «It’s Not Your Fault» von New Found Glory. Zudem soll sich der One Direction’s Track «Live While We’re Young» von «Should I Stay Or Should I Go» von The Clash inspiriert haben lassen. Die Gemeinsamkeiten waren aber anscheinend nicht deutlich genug und so kam es nie zu einer Anklage.
Happy – Pharell Williams
Ein Lied, dass schon im Titel zum Glücklichsein auffordert, passt wie die Faust aufs Auge zu einem locker, leichten Animationsfilm. Deshalb war «Happy» im Jahre 2013 auch Teil des Soundtracks zum Film «Ich – Einfach Unverbesserlich 2». Später erschien der Muntermacher dann auch noch als Single und erreichte Platz 1 der Charts in unzähligen Ländern.
Pharrell Williams, der früher auch als Skateboard P. bekannt war, musste sich allerdings vorwerfen lassen, sich an Marvin Gaye’s Song «Ain’t That Peculiar» bedient zu haben. Gayes Tochter Nona betonte, dass beide Songs sich durchaus ähnlich anhören. Trotzdem verzichtete die Familie der verstorbenen Soul-Legende auf eine Anklage.
Whole Lotta Love – Led Zeppelin
«Led Zeppelin II» ist, wie der Name schon sagt, das zweite Studioalbum der britischen Rockband Led Zeppelin. Auf dieser 1969 erschienenen Platte, befindet sich unter anderem auch der Song «Whole Lotta Love». Der geballte Batzen Liebe erfreute allerdings nicht alle Gemüter in der Musikwelt. Es sollte jedoch 16 Jahre dauern, bis das auch allen Beteiligten klar wurde.
Im Jahre 1985 trat Blueslegende Willie Dixon auf die Bildfläche und warf Led Zeppelin vor, sich an seinem Klassiker «You Need Love», welchen er 1962 für Muddy Waters geschrieben hatte, bedient zu haben. Der folgende Prozess kam dann aber nicht über den ersten Verhandlungstag hinaus. Wie so oft einigten sich Kläger und Beschuldigte auf einen aussergerichtlichen Vergleich und vermieden somit eine rechtskräftige Verurteilung.
Roar – Katy Perry
Im August 2013 brüllte uns die Amerikanerin Katy Perry mit ihrem Song «Roar» durch die Lautsprecher der Radios ins Ohr. Der motivierende Song war Teil des Albums «Prism», welches im Oktober des selben Jahres erschien. Kurz nach der Veröffentlichung von «Roar» wurde Katy Perry der Urheberrechtsverletzung bezichtigt.
Diverse Kritiker gaben an, eine auffallende Ähnlichkeit zwischen dem Stück und «Brave» von Sara Bareilles erkannt zu haben. Doch es war Bareilles selbst, die für Katy in die Bresche sprang. Sie betonte, dass sie ihr Urheberrecht in keiner Weise verletzt sah. Sie verwies auf ihre private Freundschaft mit der Sängerin und hob viel mehr die positiven Gemeinsamkeiten beider Lieder hervor: Die Ermutigung des Zuhörers, für sich selbst einzustehen und allen Widrigkeiten des Lebens die Stirn zu bieten.