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LONDON (awp international) - Die teilverstaatlichte Lloyds Banking Group will ihre Private-Equity-Sparte an den Finanzdienstleister Coller Capital verkaufen. Die bestehenden 40 Beteiligungen der Tochter "Bank of Scotland Integrated Finance" (BOSIF) sollen in ein Gemeinschaftsunternehmen überführt werden, an dem Coller die Mehrheit und Lloyds einen Minderheitsanteil von 30 Prozent hält. Für die Abgabe des Mehrheitsanteils erhält Lloyds 332 Millionen Pfund (401 Mio Euro) in bar, wie aus einer Mitteilung der Bank vom Montag hervorgeht. Die Bank erwartet den Abschluss des Geschäfts noch im dritten Quartal. Die Behörden müssen allerdings noch zustimmen.
Lloyds war in der Finanzkrise von der britischen Regierung vor dem Untergang bewahrt worden, nachdem die Bank kurz zuvor den angeschlagenen Finanzkonzern HBOS übernommen hatte. Nun trennt sich Lloyds von Geschäftsteilen, um die eigene Bilanz zu verkleinern. Einschliesslich des Private-Equity-Geschäfts hat Lloyds in den vergangenen zwölf Monaten sechs Sparten verkauft und dadurch eigenen Angaben zufolge mehr als 750 Millionen Pfund eingenommen./stw/she
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