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- Bei den Regierungsratswahlen im Kanton Jura sind alle Bisherigen im zweiten Wahlgang bestätigt worden. Das beste Resultat erzielte FDP-Minister Jacques Gerber.
- Der Wirtschafts- und Gesundheitsminister erzielte bei einer Wahlbeteiligung von 45.66 Prozent 12'815 Stimmen und lag damit nur gerade 10 Stimmen vor Bildungsminister Martial Courtet (CVP).
- Auf dem dritten und vierten Rang folgen die beiden SP-Staatsrätinnen: Die für das Innere zuständige Nathalie Barthoulot brachte es auf 11'851 Stimmen, Finanzministerin Rosalie Beuret Siess auf 11'647.
Beuret Siess war erst im März in die Regierung gewählt worden als Nachfolgerin des heutigen CVP-Ständerats Charles Juillard. Ebenfalls wiedergewählt wurde Umweltminister David Eray mit 10'413 Stimmen. Der Staatsrat der unabhängigen christlich-sozialen PCSI musste um den Verbleib in seinem Amt bangen, weil er im ersten Wahlgang vom 18. Oktober auf dem sechsten Platz gelandet war. Damals waren 13 Kandidierende angetreten, alle verfehlten jedoch das absolute Mehr.
Eray hatte schon 2015 im zweiten Wahlgang kräftig zugelegt und sich vom siebten auf den dritten Rang vorgekämpft. Mit Ausnahme von Rosalie Beuret Siess gehören alle Minister der jurassischen Regierung seit 2015 an.
Stéphane Babey, der für die CVP den im März an die SP verlorenen zweiten Sitz hätte zurückerobern sollen, erhielt 9584 Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er noch Minister Eray um über 700 Stimmen distanziert. Zu ihren besten Zeiten hatte die CVP im Kanton Jura drei von insgesamt fünf Sitzen in der Regierung belegt
2 SP – 1 CVP – 1 FDP – 1 PCSI
Ihr Ziel verfehlt haben auch die SP und die Grünen, die nach Sitzgewinnen im Parlament in der Regierung eine rot-grüne und weibliche Mehrheit anstrebten. Céline Robert-Charrue Linder von den Grünen musste sich jedoch mit 6076 Stimmen zufriedengeben.
Damit setzt sich die Regierung des jüngsten Schweizer Kantons in der nächsten Legislatur aus zwei Sozialdemokratinnen und je einer Vertretung von CVP, FDP und PCSI zusammen.