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Kobalt ist ein eher seltenes Metall und kommt in der Natur nicht rein vor. Kobalthaltige Mineralien enthalten immer auch Nickel und Eisen, seine beiden „Nachbarn“ im Periodensystem. Die grössten Abbaustätten für Kobalt befinden sich in Kanada, Neukaledonien und vor allem im Kongo.
Wie verhext!
Das Metall Kobalt wurde 1735 vom schwedischen Chemiker Georg Brand entdeckt. Der Name Kobalt lehnt sich an das Wort „Kobold“ an, da kobalthaltige Erze von den Bergleuten im Mittelalter als verhext angesehen wurden: Sie glänzten zwar silbrig, enthielten aber kein wertvolles Silber; sie setzten bei der Aufarbeitung stark unangenehme Gerüche frei; und das daraus gewonnene Eisen war spröde, wenn es zu viel von dem „Kobold-Metall“ enthielt.
Kobalt wird gewonnen, indem man aus dem Erz zuerst Kobaltoxid reinigt und dieses anschliessend mithilfe von Aluminiumpulver reduziert. Das Metall ist hart, aber formbar, und hat eine graue Farbe mit charakteristischem rötlichem Glanz.
Kobalt ist Bestandteil wichtiger Legierungen
In Reinform ist Kobalt nicht von grosser Bedeutung, jedoch unentbehrlich in Form von Legierungen. Legierungen von Kobalt, Chrom und Wolfram werden für Schneidwerkzeuge verwendet, die auch bei sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden können. Die Turbinen von Düsentriebwerken werden aus Kobaltstahl hergestellt, und aus anderen Kobaltlegierungen werden Magnete gefertigt, die stärker sind als solche aus Stahl oder Eisen allein.
Blaues Glas und Geheimtinte
Während Jahrhunderten wurde Kobalt zur Blaufärbung von Email, Keramik und Glas verwendet. Das Pigment „Thénards Blau“ ist ein Aluminium-Kobalt-Oxid mit extrem hoher Färbekraft: Nur 0,1% Kobalt müssen einer Schmelze beigegeben werden, um eine tiefblaue Farbe zu erhalten!
Die Verbindung Kobaltchlorid hingegen hat die Eigenschaft, dass sie bei Raumtemperatur als rosafarbenes Hydrat vorliegt, an der Wärme jedoch das gebundene Wasser freigibt und tiefblau wird. Aus Kobaltchlorid kann deshalb eine Geheimtinte hergestellt werden, die eine fast unsichtbare Schrift hinterlässt, welche nur beim Erhitzen erscheint.
In wässriger Lösung bilden Kobalt(III)-Ionen farbenprächtige Komplexe mit Liganden wie Ammoniak (NH3), Wasser (H2O) oder Nitrit (NO2-).