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Inhaber: José Ribeiro Vieira
Önologe: Pedro Ribeiro
Standort: Cuba / Alentejo
Geschichte: das Weingut wurde im Jahr 2000 gekauft
Produktion: Weiss-, Rosé- und Rotweine unter den Appellationen und Vinho Regional Alentejano und DOC Alentejo. Olivenöl.
Kulturfläche: 70 ha Reben, 10 ha Olivenbäume
Rebsorten weiss: Antão Vaz, Rabo de Ovelha, Perrum, Roupeiro, Manteúdo, Arinto, Verdelho, Alvarinho, Viosinho
Rebsorten rot: Aragonês, Trincadeira, Moreto, Tinta Grossa, Alicante Bouschet, Touriga Nacional, Syrah, Tannat, Petit Verdot
Olivensorten: Cobrançosa
Bodenbeschaffenheit: Sand und Lehm
Klima: gemässigt
Das Weingut Herdade do Rocim liegt zwischen Vidigueira und Cuba im südlichen Alentejo. Nachdem die Herdade im Jahre 2000 von der Movicortes SA übernommen worden war, wurden die folgenden Jahre für die Restrukturierung verwendet, darunter die Pflanzung der Reblagen, die heute die Grundlage für die Produktion bilden. Ziel dieser Neuerungen war die Herstellung hochwertiger Trauben. Von den 120 ha sind 70 mit Reben bedeckt, auf 10 ha werden Olivenbäume kultiviert.
Von den 70 ha Rebland werden 53 ha den roten Sorten gewidmet und 17 ha den weissen. Ursprünglich besass die Herdade 20 ha mit alten Rebstöcken, eine Hälfte mit roten Sorten – vorherrschend Aragonês und Trincadeira – und die andere Hälfte mit weissen Sorten, vor allem Antão Vaz. 2001 wurden etwa 13 ha mit roten Sorten wie Syrah, Aragonês und Cabernet Sauvignon bepflanzt. Syrah und Cabernet Sauvignon findet sich vor allem in sandigem Boden, Aragonês hingegen bevorzugt Lehmuntergrund. Diese Rebberge unterliegen konstanter Kontrolle zur Optimierung der Qualität.
2004 folgten zusätzliche 17 ha mit roten Sorten wie Touriga Nacional, Aragonês, Trincadeira und Alicante Bouschet. Für die Touriga Nacional wurde Sandboden gewählt, während die andern Sorten in Lehmgrund gesetzt wurden. 2006 investierte die Herdade do Rocim in die Pflanzung von 7 ha weisser Sorten, vor allem Antão Vaz, Arinto und Alvarinho. Die Rebberge sind mit einem Bewässerungssystem versehen.
Auf der Herdade do Rocim wird die Ernte auf traditionelle Weise durchgeführt, und der Mensch steht im Mittelpunkt. Männer und Frauen ernten mit Rebscheren in den Rebbergen bis Tagesende, die geschnittenen Trauben werden in Kisten à 12 kg gelegt. Die vollen Behälter werden zur Kellerei gebracht und die Trauben nach 24 Stunden in einer Kühlkammer nochmals selektioniert. Das Gebäude, in dem die Trauben zu Wein verarbeitet werden, zeigt die Sorgfalt, die in diesen Prozess einfliesst, und den Willen, die Herdade in einen noch attraktiveren Ort und die Kellerei zu einem Schnittpunkt zwischen Technologie und Herzenswärme werden zu lassen.
Die Herdade do Rocim stimmt die Weinproduktion, ihre Haupttätigkeit, mit anderen kulturellen und erholsamen Aktivitäten ab. Damit soll nicht nur die Kellerei aufgewertet werden, sondern auch ein Beitrag zur Entwicklung der Region geleistet werden.
Die Herstellung und der Vertrieb der Weine ist ein langsamer Prozess, hauptsächlich aus dem Bestreben, klug und vorausschauend vorzugehen. Die investierten Mittel und die geschenkte Zeit haben ein aussergewöhnliches Portfolio an Weinen aus besten, eigenen Trauben möglich gemacht.