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SAE 4 der Sowjetunion
1959 : A.G.Dralkin Ablösung der Stationen. Im Dezember 1958 Traverse zum Pol der Unzugänglichkeit (E.Tolstikov), insgesamt 4300 km. Schliessung der Stationen Sowjetskaya und Pionierskaya. Übergabe der Station Oasis an Polen (W.Krzeminski) am 23.1.1959. Der Leiter der Meeresexpedition auf der Ob war W. Buinitzki.
Die Station Lazarew wurde eingerichtet- sie erhielt den Namen nach dem russischen Antarktisentdecker M.P.Lazarew, welcher 1819-20 zusammen mit von Bellingshausen erstes antarktisches Festland entdeckte. Der Eisbrecher „Ob“ brachte im Febr. 1959 erstes Material.
Weitere Höhepunkte dieser Expedition war ein 3000 km Flug von der Station Mirny zur Rettung belgischer Polarforscher, welche bei einem Aufklärungsflug notlanden mussten.
Als Leiter der 4. SAE fungierte Prof. Alexander G. Dralkin, der zweimal auf der Driftstation „Nordpol-4“ eingesetzt war und über grosse Erfahrungen als Polarforscher verfügte. Wieder wurde der Eisbrecher „OB“ als Expeditionsschiff eingesetzt. Leiter der Meeresexpedition auf der‘ „OB“ war W. Buinitzki. Zwei grosse Unternehmen kennzeichneten die vierte sowjetische Antarktisexpedition. An der Küste des Dronning-Maud-Landes, im Bereich des Schelfeises der Königin-Astrid-Küste, entstand die achte sowjetische Antarktisstation. Sie erhielt den Namen „Lasarew“, nach dem bekannten russischen Antarktisentdecker M.P. Lasarew, der 1819-1820 zusammen mit von Bellingshausen erstes antarktisches Festland entdeckte. DerEisbrecher „OB“ landete im Februar 1959 erste Materialien an. Doch ein zweitägiger Sturm vernichtete Teile der Stationsausrüstung. Trotzdem entstanden im Laufe eines Monats die Wohnhütten, Antennenmasten, aerologische und meteorologische Station und das Kraftwerk . Auf dem Schelfeis der Königin-Astrid-Küste bei 69° 58′ Süd und 12° 55′ Ost wurde am 10.3.1959 diese Station als IGY-Ease eröffnet. Sie hatte anfangs eine achtköpfige Besatzung. Erster Stations leiter war A. Krutschinin. Der Eisbrecher „OB“ verliess am 11.3.1959 diese neue Forschungsbase.Die Station „Lasarew“ wurde im Februar 1961 vom abbruchgefährdeten Schelfgletscher ins Innere des Königin-Maud-Landes verlegt.
In der Saison 1958-59 fand ein Rekordflug sowjetischer Flieger entlang der Ostküste von „Mirny“ bis zur „Lasarew“-Station statt. Eine andere Tat sowjetischer Polarflieger geht im Dezember 1958 um die Erde. Am 6.12. 1958 war ein Aufklärungsflugzeug der 2. Belgischen Antarktisexpedition 200 km von der Küstenstation entfernt im Königin-Maud-Land notgelandet. An Bord befanden sich vier Polarforscher. Vier Tage später ersuchte die belgische Expeditionsleitung um Hilfeleistung. Sofort startet in „Mirny“ der sowjetische Flieger Viktor Perow. Vor ihm liegen 3000 km Luftlinie bis zur Unglücksstelle. Beim vierten Suchflug wird die notgelandete belgische Maschine entdeckt. Von der Besatzung keine Spur. Sie versuchte mit eigener Kraft zur Küste zu kommen. Am 15.12.1958 ein neuer Suchflug. Endlich: im Gebiet der Kristallberge entdeckt Perow, die vier belgischen Forscher.
Ein anderes Grossereignis der 4. SAE war die Raupenschlepper-Expedition zum geographischen Südpol. Am 26.12.1959 erreichte eine sechszehnköpfige sowjetische Forschergruppe unter Expeditionsleiter Prof. Dralkin über Mirny – Pionierskaja – Komsomolzkaja -Wostok die amerikanische „Scott-Arnundsen-Station“ am Südpol. In drei Monaten hatten die sowjetischen Forscher 2690 Kilometer zum Teil in unbekanntem Gelände zurückgelegt. Am Südpol wurden die sowjetischen Forscher vorn amerikanischen Stationsleiter David M. Tyree begrüsst. Auf der gleichen Strecke erfolgte die beschwerliche Rückfahrt. Der Leiter der „Wostok-Station“, Genosse Ignatow, registrierte in dieser Saison eine Tiefsttemperatur von -85,70 °C