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Karl Barth Gesamtausgabe / Vorträge und kleinere Arbeiten 1935–1937
Beschreibung
Neuanfang in Basel: Der Band enthält Texte aus Barths ersten Jahren nach seiner Ausweisung 1935 aus Deutschland. Auch von seiner neuen Wirkungsstätte als Professor in Basel aus beobachtete Barth die Entwicklungen im deutschen Kirchenkampf und blieb ein scharfsinniger Kritiker. Er betonte dabei immer mehr die internationale Dimension des Kirchenkampfs, weshalb seine Artikel weltweit in Zeitungen veröffentlicht wurden. In Barths Vorträgen aus dieser Zeit finden sich neben wichtigen theologischen Grundsatzklärungen auch Vorarbeiten für die nächsten Bände der Kirchlichen Dogmatik. Seine Texte «Evangelium und Gesetz» oder «Gottes Gnadenwahl» gehören heute noch zu Grundlagentexten der Theologie.
Karl Barth (1886–1968) studierte Theologie in Bern, Berlin, Tübingen, Marburg und war von 1909 bis 1921 Pfarrer in Genf und Safenwil. Mit seiner Auslegung des Römerbriefes (1919, 1922) begann eine neue Epoche der evangelischen Theologie. Dieses radikale Buch trug ihm einen Ruf als Honorarprofessor nach Göttingen ein, später wurde er Ordinarius in Münster und Bonn. Er war Mitherausgeber von «Zwischen den Zeiten» (1923–1933), der Zeitschrift der Dialektischen Theologie. Karl Barth war der Mitautor der «Barmer Theologischen Erklärung» und ein führender Kopf des Widerstands gegen die «Gleichschaltung» der Kirchen durch den Nationalsozialismus. 1935 wurde Barth von der Bonner Universität wegen Verweigerung des bedingungslosen Führereids entlassen. Er bekam sofort eine Professur in Basel, blieb aber mit der Bekennenden Kirche in enger Verbindung. Sein Hauptwerk, «Die Kirchliche Dogmatik», ist die bedeutendste systematisch-theologische Leistung des 20. Jahrhunderts..
Lucius Kratzert, Dr. theol., Jahrgang 1980, ist Pfarrer in Karlsruhe und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent am Karl-Barth-Archiv in Basel.