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Findet eine Übernahme einer AG durch eine andere zu mindestens 95% statt (Eingliederung), so ist die kaufende Gesellschaft zu der Zahlung einer angemessenen Abfindung an die freien Aktionäre verpflichtet. Dies kann in Form eines Aktientauschs geschehen, d.h. die Aktionäre des gekauften Unternehmens erhalten Aktien der kaufenden Gesellschaft, oder sie erhalten eine Barabfindung.
Auch: Disagio. Das Abgeld gibt den Unterschied zwischen Rückzahlungs- und niedrigerem Ausgabekurs, bzw. zwischen Börsenkurs und Nennwert an. Eine Emission von Aktien mit Disagio ist in Deutschland nicht zulässig, bei festverzinslichen Wertpapieren dagegen üblich. Vergleiche auch das Gegenteil: Aufgeld
Bei Börsenkursen ergibt sich ein Abschlag durch die Subtraktion einer ausgeschütteten Dividende oder durch einen Wegfall eines Bezugsrechts vom aktuellen Kurswert der Aktie. Im ersten Fall entspricht ein Dividendenabschlag genau der Dividendenhöhe (die Kursnotiz erhält den Zusatz "ex Div"); im zweiten Fall entspricht der Bezugsrechtsabschlag dem Wert des Bezugsrechts vom Vortag (die Kursnotiz erhält den Zusatz "ex Br").
Siehe: Trend
Maßnahme zur Stabilisierung eines Währungskurses durch die Notenbank. Eine Abwertung bewirkt einen geringeren Außenwert der Währung (Kaufkraftparität), wodurch Exporte günstiger und Importe teurer werden.
Kursbeeinflußende Unternehmensmeldungen werden von Aktiengesellschaften im Rahmen von Ad-hoc Meldungen gemäß § 15 des Wertpapierhandels-Gesetzes (WpHG) publiziert. Ad-hoc Meldungen sollen eine gleichmäßige Informationsversorgung aller Marktteilnehmer gewährleisten. Der Emittent von Wertpapieren, die zum Handel an einer inländischen Börse zugelassen sind, muß unverzüglich eine Neuigkeit veröffentlichen, wenn sie sich auf die Vermögens- und Finanzlage auswirkt und geeignet ist, die Börsenpreise der Wertpapiere erheblich zu beeinflussen. Für den Inhalt der Meldungen ist das jeweilige Unternehmen verantwortlich.
(engl.: Nachzahlungsforderung) Fällt der Nettowert eines Kontos für Terminmarkt-Engagements unter die Erhaltungsmarge (maintenance margin / -level), so muß im Rahmen einer Nachzahlungsforderung Geld "nachgeschossen" (d.h. überwiesen) werden.
ADRs (American Depository Receipt) sind von US-amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine nichtamerikanischer Aktien und werden an einer US-Börse stellvertretend für eine Aktie gehandelt.
Dies ist der Graph aller im Markt befindlichen Wertpapiere längs der Zeitachse anhand von Advance Decline Zahlen. Diese errechnen sich täglich aus der Differenz zwischen der Zahl der Aktien mit Kursgewinnen sowie der Zahl der Aktien mit Kursverlusten gegenüber dem Vortag.
Siehe: Aktiengesellschaft
Siehe: Aufgeld
Das Aktiengsetz (vom 06.09.1965) ist die juristische Grundlage für Aktiengesellschaften. Es enthält im wesentlichen Regelungen zu folgenden Punkten: - Gründung der Gesellschaft - Rechtsverhältnisse der der Gesellschaft und der Gesellschafter - Verfassung der AG - Satzungsänderungen - Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung - Auflösung der Gesellschaft - KGaA - Verbundene Unternehmen - Vermögensübertragung
Bei einer Aktiengesellschaft gehört das Unternehmen den Aktionären, die Aktien besitzen. Eine Aktie hat i.d.R. einen Nennwert. Dieser gibt an, mit welchem Anteil eine Aktie am Grundkapital einer AG beteiligt ist. Mit dem Gesetz über die Zulassung von Stückaktien wurden 1998 nennwertlose Aktien in das deutsche Aktienrecht eingeführt. Bei diesen wird das Aktienkapitaldurch eine bestimmte Anzahl von Aktien dargestellt und nicht durch einen bestimmten Nennbetrag. Durch die Einführung des Euro werden die nennwertlosen Aktien in Zukunft eine höhere Bedeutung gewinnen. Ein Aktionär haftet in Höhe des Nennwerts seiner Aktien und wird durch die Dividende am unternehmerischen Erfolg (Gewinn) der AG beteiligt. Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung hat ein Aktionär die Möglichkeit, z.B. über die Gewinnverwendung zu entscheiden. Während Stammaktien ("Stämme") dem Besitzer ein Stimmrecht pro Aktie zusichern, haben Vorzugsaktien ("Vorzüge") kein Stimmrecht, erhalten jedoch eine etwas höhere Dividende als Stammaktien. Vergleiche: Namens- und Inhaberaktien.
Die Aktienanalyse kann prinzipiell auf zwei Arten erfolgen: Bei der Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die Finanzkraft (Cash-Flow / Zinsaufwendungen etc.), Kurs-Gewinn-Verhältnis (siehe KGV), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Informationen wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität zu prognostizieren und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten. Bei der technischen Analyse treten Unternehmenskennzahlen in den Hintergrund. Die sogenannten Chartisten orientieren sich an der graphischen Darstellung von historischen Kursverläufen und leiten aufgrund von Indikatoren und charttypischen Formationen Aussagen über mögliche Kursentwicklungen für die Zukunft ab.
Investment-Fonds, die sich ausschließlich (oder zumindest überwiegend) aus Aktien zusammensetzen. Der Anteilinhaber ist an der Substanz und dem Ertrag von in- und/oder ausländischen Unternehmen beteiligt. Aktienfonds haben ein höheres Risiko, aber auch größere Chancen auf Wertsteigerungen als Rentenfonds.
Eine Aktiengesellschaft besitzt als juristische Person eine eigene Rechtspersönlichkeit. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind i. d. R. bei ihr nicht selbst aktiv tätig, sondern stellen mit ihren Einlagen nur das benötigte Kapital zur Verfügung. Eine Haftung der Aktionäre ist auf die Höhe der Einlage beschränkt, d. h. es besteht keine persönliche Haftung der Aktionäre. Bei der Gründung der AG muß das Grundkapital mind. 50.000 EUR betragen. Die Aktiengesellschaft ist die typische Rechtsform für Großunternehmen, da zur Deckung des großen Kapitalbedarfs sehr viele kleine Kapitalanteile emittiert werden und sich dadurch auch kleine Kapitalanleger an ihr beteiligen können. Die Aktionäre bestimmen die Besetzung des Aufsichtsrats, der wiederum den Vorstand bestellt. Die Aktionäre entscheiden bei Hauptversammlungen über wichtige unternehmensrelevante Fragen wie Gewinnverwendung, Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über etwaige Kapitalerhöhungen, Fusionen etc.
Siehe: AktG
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Kursentwicklung des Aktienmarktes insgesamt und/oder einzelner Aktiengruppen (z.B. DAX30). Aktienindizes sollen den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt bieten. Ein Index errechnet sich aus einer gewogenen Meßzahl für die durchschnittliche Entwicklung der Aktiengesellschaften, die im jeweiligen Index enthalten sind. Aktienindizes gibt es als Kursindex und als Performance-Index.
Das Aktienkapital ist das Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Der Nennwert einer Aktie gibt an, mit welchem Anteil sich ein Aktionär mit dem Kauf einer Aktie am Grundkapital beteiligt hat.
In Deutschland zählen dazu drei Marktkategorien: - Amtlicher Handel, - Geregelter Markt, - Freiverkehr. Sie unterscheiden sich durch unterschiedlich strenge gesetzliche Vorschriften für dort notierte Aktiengesellschaften. Im weiteren Sinne kann auch der außerbörsliche Handel mit Aktien (Telefonverkehr) dazugezählt werden.
Bei Optionen auf Aktien erwirbt der Käufer das Wahlrecht, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem fest definierten Preis innerhalb einer bestimmten Frist (Laufzeit) zu erwerben. Die Kontraktspezifikationen gestalten sich wie folgt: - Basiswerte (1) sind die umsatzstärksten deutschen Aktien und eine Vielzahl an Indizes. - Die Kontraktgröße (2) umfaßt i. d. R. 10 Aktien des zugrundeliegenden Basiswertes. Bei Basiswerten, die einen Nennwert von 2,56 EUR besitzen, beträgt die Kontraktgröße 100 Aktien. - Der Basispreis (3) wird innerhalb von Optionsserien festgelegt. Aktienoptionen werden an der Eurex (ehemals Deutsche Terminbörse, DTB) gehandelt. Siehe: Option
Möglichkeit der Aktiengesellschaften, unternehmenseigene Anteile zu erwerben.
Bei einem Aktiensplit wird der aktuelle Aktienbestand eines Unternehmens in eine höhere Anzahl Aktien aufgeteilt. Dadurch werden Aktien mit hohem Kursniveau optisch günstiger. Für den Aktionär ändert sich an seinem Anteil an der AG nichts, da er lediglich eine höhere Anzahl von Aktien als vor dem Split erhält.
Eine besondere Möglichkeit für Unternehmen, Beteiligungen an anderen Firmen zu erwerben. Beim Aktientausch werden die eigenen Aktien als Zahlungsmittel eingesetzt. Die Aktiengesellschaft, die beabsichtigt, sich an einem fremden Unternehmen zu beteiligen, bietet den Aktionären des aufzunehmenden Unternehmens eigene Aktien zum Tausch gegen Anteile an dem fremden Unternehmen an. Darüber hinaus können zwei oder mehrere Unternehmen Anteile an Unternehmen untereinander austauschen, um ihre Beteiligungsreichweite auszudehnen.
Aktien werden als "Alte Aktien" bezeichnet, wenn eine AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien herausgegeben hat, die den Altaktien noch nicht gleichgestellt sind und z. B. nicht die volle Dividendenberechtigung haben. Daher werden alte Aktien höher gehandelt. Gegenteil: junge Aktien.
Siehe: ADRs
Bei dieser Optionsschein-Form kann innerhalb des Zeitraumes (heute bis Fälligkeit) das Optionsrecht ausgeübt werden. Dies unterscheidet sich von der Europäischen Option, die lediglich zum Fälligkeitsdatum wahrgenommen werden kann.
Dies ist die Festsetzung eines amtlichen Börsenkurses. An Wertpapierbörsen wird der amtliche Kurs durch den jeweiligen skontoführenden Kursmakler ermittelt.
Der amtliche Devisenkurs wurde bis zum 31.12.1998 an der Frankfurter Devisenbörse täglich fixiert. Dieser offizielle Umrechnungskurs wurde börsentäglich für alle amtlich notierten Währungen etwa um 13:00 Uhr MEZ bekanntgegeben. Seit der Einführung des Euro am 01.01.1999 und der damit unwiderruflich fixierten Wechselkurse entfällt das amtliche Devisenfixing.
Auch: amtlicher Markt. Er findet während der Präsenzbörse an den deutschen Wertpapierbörsen statt und wird von amtlichen Maklern abgewickelt, die ebenfalls die Kurse ermitteln. Um zum amtlichen Handel zugelassen zu werden, muß eine Aktiengesellschaft hohe Eintrittsbarrieren überwinden. So ist z.B. eine Mindestgröße des Aktienkapitals erforderlich. Ferner unterliegen die Aktiengesellschaften des amtlichen Handels strengen Publikationspflichten.
Vergleiche: Kursmakler
(engl.: delivery price) Ist bei einem Future die Andienung (Lieferung) fällig, so hat der Futuresbesitzer entweder das Basisgut in natura zu liefern (die Kontraktspezifikationen definieren die Qualität und die Lieferstätten) oder gegen Barausgleich den Future abzudecken. Der zu zahlende Preis, der Andienungspreis, wird je nach Basisgut aufgrund fester Formeln ermittelt.
Der Anfangskurs ist der erste Kurs nach Eröffnung der Börsensitzung. Bereits zu diesem Kurs können Order abgewickelt werden, sie unterliegen jedoch den gesetzlichen Bestimmungen für den variablen Handel. siehe auch: Eröffnungskurs
Besteht aus Fachleuten des Wertpapiergeschäfts und der Wertpapieranalyse. Die Aufgabe des Ausschusses besteht in der Beratung von KAGs bezüglich Kauf und Verkauf von Wertpapieren, hauptsächlich bei Aktienfonds.
Dient Investmentgesellschaften zur Verwirklichung der Anlageziele. Beispielsweise werden bei Fonds Entscheidungen über die Auswahl der Wertpapiere nach verschiedenen Kriterien getroffen: Art, Länder, Branchen, Unternehmen, Timing, Anlagetechniken, Anlagezeitraum und evtl. Absicherung gegen Kursverluste. Geschäftsführende Gremien der Banken bestimmen meist die Anlagepolitik.
Diese Fonds der standardisierten Vermögensverwaltung sind mit unterschiedlichem Risikograd ausgestattet im Hinblick auf eine bestimmte Zielsetzung. Mögliche Zielsetzungen, auf die Anlagezielfonds ausgerichtet sind: -Vermögensaufbau -Vermögensanlage -Vermögensmanagement
Bezeichnung für alle Schuldverschreibungen mit bestimmter (fester oder variabler) Verzinsung und fester (meist längerer) Laufzeit sowie vertraglich fixierter Tilgung. Sie dienen der Beschaffung langfristiger Finanzierungsmittel. Der Gesamtbetrag einer Anleihe ist gestückelt in Teilbeträge von mindestens 100 EUR oder einem Vielfachen davon.
Unterschiedliche Anleihen werden von folgenden Emittenten herausgegeben: - Öffentliche Anleihen sind Anleihen der öffentlichen Hand (z. B. Bund, Bundesländer, Städte). - Schuldverschreibungen stammen meist von Kreditinstituten mit Sonderaufgaben (z.B. KfW). - Kommunalobligationen bzw. Pfandbriefe stammen von Kommunal- und Realkreditinstituten des öffentlich-rechtlichen Sektors (z.B. Landesbanken). - Industrieanleihen werden von Unternehmen emittiert. - Auslandsanleihen stammen von ausländischen Emittenten (Staaten, Großstädte, Unternehmen) und können entweder auf EUR (EUR-Auslandsanleihen) oder andere Währungen (Fremdwährungsanleihen) lauten.
Am Anleihemarkt findet der gesamte Handel mit Anleihen statt. In Deutschland werden Anleihen und Aktien im amtlichen Markt, im geregelten Markt und im Freiverkehr gehandelt.
Siehe: floating rate notes (FRN)
Siehe: Annuitätsbonds
Ein Anteilsschein (auch: Investmentzertifikat) ist der verbriefte Anteil an einem Fonds einer Investmentgesellschaft. Die Bewertung des Anteilscheins ergibt sich aus dem Wert der Akt0ien und aus sonstigen Werten (z. B. festverzinslicher Wertpapiere, Optionen), die dieser Fonds in seinem Portfolio besitzt.
Gesamtzahl aller ausgegebenen Anteile eines Fonds, die sich aktuell im Umlauf befinden. Bei jedem Kauf von Fondsanteilen werden von der Depotbank neue Stücke ausgegeben bzw. bei jedem Verkauf zurückgenommen. Dabei ist es unerheblich, ob sich die Anteile als effektive Stücke im Besitz des Anlegers oder in Girosammelverwahrung befinden.
Aktionäre eines Unternehmens können sich an den durch das Unternehmen herausgegebenen Neuemisionen beteiligen (bevorzugte Zuteilung).
Arbitrage beschreibt das Ausnutzen von Preisdifferenzen eines Wirtschaftsgutes. Bei Wertpapieren profitiert der Arbitrageur von Preisunterschieden an verschiedenen Börsen. Durch die hohe Markttransparenz und Realtimekurssysteme wird es bei Aktien jedoch zunehmend schwerer, massive Kursdifferenzen auszunutzen. Arbitragegewinne lassen sich vor allem erzielen, wenn hektische Kursveränderungen eines Marktes von anderen Marktteilnehmern noch nicht sofort nachvollzogen wurden.
Grundlage der Asset Allocation ist die Anlage des Investmentbetrags gemäß der Anlagepräferenzen des Investors. Dabei wird in unterschiedliche Wertpapiere und Länder investiert. Es wird zwischen Anlageobjekten wie Aktien, Renten etc. unterschieden. Wesentlich ist dabei der Anlagefokus nach kurz-, mittel- und langfristiger sowie nationaler und internationaler Allokation. Durch die Mischung soll neben einer Reduktion des Anlagerisikos eine höhere Rendite erwirtschaftet werden.
Eine Option wird als "am Geld" bezeichnet, wenn ihr Basispreis mit dem Kursniveau des Basiswertes identisch ist. Bei einer Kaufoption auf den US-Dollar mit einer Basis von 1,16 Euro ist die Option am Geld, wenn der US-Dollar mit 1,16 Euro notiert wird. Vergleiche: Im Geld, aus dem Geld
Attentismus beschreibt eine Marktsituation, bei der die Anleger in der Hoffnung auf günstigere Kurse mit ihren Investitionen abwarten.
Der ATX repräsentiert die Kursentwicklung des elektronischen Fließhandels der Wiener Börse und bildet die Basis für die an der Wiener Börse gehandelten Options- und Future-Kontrakte. Einmal jährlich im Dezember findet eine Überprüfung der Zusammensetzung dieses Index statt. Es können jeweis nur zwei Werte gestrichen bzw. hinzugefügt werden. Aufnahmekriterien sind Notierung im Fließhandel und Börsenumsatz. Der Startwert des ATX lag am 2.1.1991 bei 1000 Punkten.
Siehe: Immobilien-ATX
Siehe auch: ATX - Austrian Traded Index. Dieser Index umfaßt die 50 wichtigsten Aktien in Österreich. Die Kriterien für die Aufnahme in diesen Index sind eine Marktkapitalisierung von mind. 14,5 Mio EURO; die Umsätze müssen mind. 0,025% des gesamten Aktienhandels an der Börse betragen und das Papier muß pro Jahr an mehr als 90 Tagen an der Börse gehandelt werden. Es wird ferner unterschieden zwischen dem ATX50, der den Preisindex bezeichnet, und dem ATX50P als sogenannter Performance-Index. Der Startwert betrug am 31.10.1995 462,49 Punkte.
Der ATXMidCap beinhaltet die Werte des ATX50 abzüglich der, die im ATX verzeichnet sind. Dieses Marktsegment schließt solche Aktien ein, deren Börsenkapitalisierung maximal 545 Mio EURO beträgt. Am 31.10.1995 betrug der Startwert dieses Index 308,33 Punkte.
Das Aufgeld bei Wertpapieren bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs. Meist wird das Aufgeld als %-Wert ausgedrückt. Im Zusammenhang mit der Optionsschein-Bewertung wird der Begriff "Agio" verwendet. Dabei stellt das Agio die Kennzahl der Differenz dar, um wieviel teurer der Erwerb des Basiswertes durch Kauf des Optionsrechts mit sofortiger Ausübung desselben gegenüber dem direkten Erwerb des Basisobjektes ist. Vergleiche auch das Gegenteil: Abgeld
Der Aufsichtsrat nimmt eine wesentliche Kontrollfunktion in einer Aktiengesellschaft wahr. Er überwacht die Geschäftsführung und nimmt weitere Einzelaufgaben war.
Der Aufsichtsrat nimmt eine wesentliche Kontrollfunktion in einer Aktiengesellschaft wahr. Er überwacht die Geschäftsführung und nimmt weitere Einzelaufgaben war.
Eine Aufwertung bewirkt einen größeren Außenwert der Währung (zur Anpassung der Kaufkraftparität), was Exporte verteuert und Importe vergünstigt. Vergleiche: Abwertung
Diese Anleihe wird zum Nennwert emittiert, bietet aber keine laufende Verzinsung. Stattdessen besteht der Rückzahlungsbetrag aus dem Nennwert zuzüglich Zinsen und Zinseszinsen. Die Auszahlung erfolgt aber üblicherweise erst nach einer fixierten Laufzeit. Ebenso wird der Zinssatz zum Emissionszeitpunkt festgelegt.
Zuteilungsverfahren bei Neuemissionen, das nach dem Prinzip einer Versteigerung funktioniert.
Dieser Handel findet außerhalb der offiziellen Handelszeiten einer Börse statt, i. d. R. als Telefonverkehr. Er darf nicht in den Räumlichkeiten der Börse stattfinden. Außerbörslich werden vor allem Geschäfte zwischen den Banken untereinander und zwischen Banken und Kapitalsammelstellen (z. B. Versicherungsgesellschaften) getätigt. Auch der außerbörsliche Handel unterliegt dem Wertpapierhandelsgesetz.
Hauptversammlung im Sinne des §§ 92 Abs.1, 122 Abs.1 AktG. Sie wird vom Vorstand einberufen, wenn ein Verlust in Höhe von mindestens der Hälfte des Grundkapitals im Rahmen einer Bilanzaufstellung festgestellt wurde. Nach § 122 Abs.1 AktG haben auch die Aktionäre das Recht, eine aoHV einzuberufen, wenn das mind. 20% der Aktionäre verlangen.
Einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Sie ist nicht einheitlich, sondern unterscheiden sich von Fonds zu Fonds je nach Anlagesumme und errechnet sich aus der Differenz zwischen Ausgabepreis und Anteilwert.
Der Ausgabepreis gibt den Preis an, den ein Anleger für einen Fondsanteil zahlen muß. Er setzt sich aus dem tatsächlichen Wert der Wertpapiere je Fondsanteil und einem Ausgabeaufschlag zusammen, den die Investmentgesellschaft für die Verwaltung des Fonds ansetzt, und wird börsentäglich neu ermittelt und veröffentlicht.
Auslandsanleihen sind in Deutschland in EUR emittierte Anleihen ausländischer Schuldner oder Anleihen inländischer Emittenten, die außerhalb Deutschlands in ausländischer Währung ausgegeben werden.
Bei einer Auslosung von Anleihen wird aufgrund der Anleihebedingungen nach einer Anzahl tilgungsfreier Jahre eine Tilgung durch Auslosung vorgenommen. Der Aussteller der Wertpapiere muß sich verpflichten, - die Börse spätestens 14 Tage vor vor einer Auslosung zu benachrichtigen und Auslosungsbetrag, Rückzahlungstermin und Rückzahlungskurs bekanntzugeben; -unverzüglich nach der Ziehung in einem Pflichtblatt der Börse die ausgelosten Nummern zu veröffentlichen.
In Sondersituationen(wichtige Unternehmensmeldungen/ Übernahmeangebote etc.) kann die Notierung eines Wertpapiers durch die Börsengeschäftsführung vor allem zum Schutz des Publikums vom Handel ausgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt können für das ausgesetzte Papier keine Umsätze getätigt werden.
Bei einer Ausübungsanzeige signalisiert der Optionsbesitzer, daß er das mit der Option verbundene Wahlrecht in Anspruch nimmt und seine Option ausübt. In diesem Fall hat er die Möglichkeit, das Basisgut zu kaufen oder zu verkaufen.
Siehe: Basispreis
Siehe: Entnahmeplan
Kurszusatz: b ( bezahlt) oder kein Kurszusatz bedeutet, daß Angebot und Nachfrage ausgegeglichen waren. Außer den unlimitierten Aufträgen sind auch alle zum festgestellten Kurs und darüber limitierten Kaufaufträge und alle zum festgestellten Kurs oder darunter limitierten Verkaufsaufträge ausgeführt worden.
Siehe: Briefkurs
Begriff aus dem Warenterminhandel. Der Kassakurs liegt über dem Preis der Terminware.
Eine Baisse bezeichnet einen länger anhaltenden Kursrückgang an der Börse. Gegenteil: Hausse
Ein Baisse-Spread beschreibt eine Optionenstrategie in Erwartung fallender Kurse, wenn zum selben Zeitpunkt Calls oder Puts ge- bzw. verkauft und Gewinne bei einem Nachgeben des Basiswertes erzielt werden. Gegenteil: Bull Spread
Bassiers sind Anleger, die aufgrund ihrer negativen Erwartung für die weitere Kursentwicklung der Börse entweder ihre Wertpapiere verkaufen oder Short-Positionen aufbauen, indem sie entweder Optionen auf fallende Notierungen kaufen oder Leerverkäufe tätigen.
Die Überwachung der Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute wird durch dasBundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank ausgeübt.
Ein Bankenkonsortium wird bei Aktienemissionen gebildet, um bei der Emission von neuen Aktien deren "Vertrieb" auf mehrere Banken zu verteilen. Bei kleineren Emissionsvolumina ist dies die Ausnahme. Das Bankenkonsortium erhält für die Plazierung eine Bonifikation. Eine Bank bildet meist den Konsortialführer, der die Aktienemission leitet und auch einen überproportionalen Anteil der Emission plaziert.
Der Bär (engl.: bear) ist an der Börse das Symbol für eine negative Kursentwicklung. Als Bären bezeichnet man Anleger, die auf eine negative zukünftige Kursentwickung eingestellt sind. Die Börse, zu deren Entwicklung diese Anleger negativ gestimmt sind, nennt man Bären-Markt (bear-market). Gegenteil: Bulle
Siehe: Abfindung
Läuft eine Option aus, hat der Käufer der Option die Wahl, entweder das Basisgut zu erhalten bzw. zu liefern oder einen Barausgleich zu verlangen. Z. B. erhält der Optionskäufer bei einem Dollar-Call nicht den US-Dollar zu dem festgeschriebenen Preis, sondern den Differenzbetrag.
Die Bardividende, die tatsächlich an den Aktionär ausgezahlt wird, errechnet sich aus der Differenz von Bruttodividende und Körperschaftssteuergutschrift.
Als Bärenfalle bezeichnet man das Steigen eines Marktes, obwohl sich ein oder mehrere Investoren aufgrund negativer Erwartungen mit Investments zurückhalten.
(= Liquidität =Kasse): Um das Fondsmanagement in die Lage zu versetzen, flexibel auf Anlagechancen zu reagieren, sowie um Anteilrückgaben jederzeit bedienen zu können, kann ein Teil des Fondsvermögens aus Bankguthaben bzw. Geldmarktpapieren bestehen. Die Höhe der Liquidität wird durch die Vertragsbedingungen begrenzt und vom Ausschüttungstermin, den Anteilrückgaben und der Börsensituation beeinflußt. Laut KAGG darf ein Fonds jedoch - außer kurz nach der Auflegung - höchstens 49 Prozent Liquidität halten.
Veränderungen in der Basis ergeben während der Laufzeit eines Derivats das Basis-Risiko.
Anhand des Basispreises werden Optionsgeschäfte abgerechnet. Der Basispreis wird neben dem Optionspreis bei Abschluss des Optionsgeschäftes vereinbart. Wird auch als Strikepreis bezeichnet.
Kurszusatz : bezahlt Brief. Limitierte Verkaufsaufträge konnten nicht vollständig ausgeführt werden.
Siehe: Baisse-Spread
Dieser Abschlußbericht ist eine Zusammenstellung der aktuellen Wirtschaftslage und wird acht Mal im Jahr von der Notenbank der USA herausgegeben. Die jeweilige Notenbank der einzelnen Staaten sammelt in ihrem Verwaltungsbereich Informationen über die momentane Wirtschaftslage. Diese setzen sich aus Berichten von Bankdirektoren, Wirtschaftswissenschaftlern und -Experten über die Einschätzung des Geschäftsklimas und anderen Quellen zusammen. Das Beige Book erstellt diese Kommentare für einzelne Districts und Sektoren.
Belegschaftsaktien werden an Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft meist zu Sonderkonditionen verkauft und liegen meist deutlich unter dem Börsenkurs. Oft sind die Mitarbeiter verpflichtet, die Aktien über mehrere Jahre zu halten. Unternehmen, die Belegschaftsaktien herausgeben, versuchen, ihre Mitarbeiter nicht nur am Unternehmenserfolg, sondern auch am unternehmerischen Risiko, zu beteiligen.
Ein Anleger kann Wertpapiere als Sicherheit bei seiner Bank hinterlegen. Der Beleihungswert ergibt sich aus der Wertpapierart und einem Beleihungsprozentsatz für dieses Wertpapier. Die Beleihungsgrenze für Sparguthaben liegt bei 100%. Aktien werden i. d. R. nicht höher als 50-60%, Anleihen bis zu 75-80% des Kurswertes beliehen.
Um Aktienkurse im Zeitablauf vergleichbar zu machen, müssen wertverändernde Ereignisse wie z.B. Aktiensplit oder Dividendenabschlag berücksichtigt werden.
Ohne Kursangabe (Limit) erteilter Auftrag (Order) zum Verkauf von Wertpapieren. Der Verkauf soll zum höchstmöglichen Kurs erfolgen. Damit akzeptiert der Verkäufer aber auch jeden am Ausführungstag für ihn zustandekommenden, relevanten Kurs. Ein Anspruch auf den Tageshöchstkurs besteht nicht. Das Risiko liegt bei umsatzschwachen Papieren und volatilen Märkten, da der Investor u.U. nur einen weit geringeren Preis als erwartet erzielen kann.
Beschreibt die Schwankungsbreite eines Finanztitels im Verhältnis zum Gesamtmarkt. Beim Beta-Faktor wird die allgemeine Kursentwicklung des Marktes gleich 1 gesetzt. Ein Beta-Faktor von 1,5 besagt demnach, daß der Kurs des betrachteten Papiers um 50% stärker steigt oder fällt als der Gesamtmarkt, bei einem Beta-Faktor von 0,5 ist die Schwankung um 50% geringer als die des Gesamtmarktes und bei einem negativen Beta-Faktor entwickelt sich der Kurs zur allgemeinen Entwicklung entgegengesetzt.
Dieser Kurszusatz gibt an, daß die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge nicht vollständig ausgeführt werden konnten. Es bestand zum festgestellten Kurs weitere Nachfrage. Alle bestens und billigst erteilten Orders wurden ausgeführt.
Das Bezugsangebot gibt an, zu welchen Konditionen ein Altaktionär bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien erwerben kann. Äußert sich der Kunde gegenüber seiner Bank nicht, so werden die Bezugsrechte am letzten Handelstag verkauft und der Gegenwert auf seinem Verrechnungskonto gutgeschrieben.
Der Bezugskurs gibt den Preis für den Bezug einer jungen Aktie an.
Das Bezugsverhältnis gibt bei einer Grundkapitalerhöhung die Relation der Anzahl der alten Aktien zu den jungen Aktien an. Ein Verhältnis von z.B. 5:3 bedeutet, daß auf 5 alte Aktien 3 junge Aktien entfallen. Beträgt das bisherige Grundkapital 500 Mio. EUR, wird es damit auf 800 Mio. EUR erhöht.
Kurszusatz: bezahlt Geld. Limitierte Kaufaufträge konnten nicht vollständig ausgeführt werden.
Gibt die Differenz zwischen einem Geld- und einem Briefkurs an.
Ohne Kursangabe (Limit) erteilter Auftrag (Order) zum Kauf von Wertpapieren. Der Käufer ist mit der Ausführung zum aktuellen Börsenkurs einverstanden. Damit akzeptiert der Verkäufer jeden am Ausführungstag für ihn zustandekommenden, relevanten Kurs. Ein Anspruch auf den Tagestieftskurs besteht nicht. Das Risiko liegt bei umsatzschwachen Papieren und volatilen Märkten, da der Investor u.U. einen weit höheren Preis als erwartet bezahlen muß.
Dies ist eine Berechnungsformel zur Ermittlung des theoretischen Preises einer Option bei unterstelltem rationalem Verhalten der Anleger. Ähnelt dem im Eurex System verwandten Option Pricing Model (OPM) von Cox, Ross und Rubinstein und wird ? der vergleichsweise leichteren Nachvollziehbarkeit halber ? häufig für Berechnungsbeispiele herangezogen. In Abwandlung kann die Formel auch für Anleihen, Devisen, Gold oder Futures angewandt werden.a
Blue Chips ist eine Bezeichnung für Aktien von höchster Qualität. Dazu gehört der Bekanntheitsgrad der Aktie, auch über die Landesgrenzen hinaus. Daneben zeichnet sich das Unternehmen durch eine erstklassige Bonität, gute Wachstumsperspektiven und regelmäßige Dividendenzahlungen aus. Diese Werte sind regelmäßig auch in Aktienindizes vertreten.
Abkürzung für Bundesobligation. Dies sind Schuldverschreibungen mit einer mittleren Laufzeit, die vom Bund begeben werden.
Terminkontrakt der Eurex auf mittelfristige Bundesschuldverschreibungen (Bundesobligationen).
Eine Wertpapierurkunde besteht aus Mantel und Bogen. Der Bogen enthält den Coupon und den Erneuerungsschein.
engl.: Optionsanleihen
Vermittlungsprovision, die eine oder mehrere Banken für die Plazierung von Neuemissionen erhalten.
Bezeichnet im Wesentlichen die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Vor der Vergabe eines Kredites wird eine sog. Bonitätsprüfung vollzogen.
Eine außerordentliche Zahlung an die Aktionäre neben der regulären Dividende. Diese Sonderausschüttung wird vor allem bei Jubiläen des Unternehmens oder im Falle von außergewöhnlichen Gewinnen gezahlt.
Beim Bookbuilding-Verfahren wird der Emissionspreis vorher nicht festgelegt (Festpreisverfahren), sondern eine Bandbreite ermittelt, in der der Emissionspreis später festgelegt wird. Der schließliche Emissionspreis wird vom Konsortium nach Vorlage aller Zeichnungsaufträge ermittelt. Damit wird der Kapitalanleger in den Preisfindungsprozeß einebezogen mit dem Ziel, einen marktgerechten Emissionspreis festzustellen.
Als Boom wird ein starkes Wirtschaftswachstum bezeichnet, wobei von einem Aufschwung erst dann gesprochen wird, wenn die Wirtschaftsleistung in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen wächst.
Allgemeiner Begriff für einen Ort, an dem der Handel von vertretbaren Gütern getätigt wird, die im Verkehr üblicherweise nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt werden. An einer Börse erfolgt die Preisfindung aus dem Abgleich von Angebot und Nachfrage. In Deutschland existieren z. Zt. acht Börsenplätze. Diese befinden sich in: - Berlin - Bremen - Düsseldorf - Hamburg - Hannover - Frankfurt - Stuttgart - München Daneben gibt es noch das elektronische Handelssystem Xetra, das häufig auch als Börsenplatz betrachtet wird. Es existieren weitere elektonische Börsen wie z. B. die Eurex (vormals DTB) oder die Waren-Termin-Börse.
Die Börsenaufsicht überwacht den ordnungsgemäßen Ablauf der Börsengeschäfte. Hierzu zählt u. a. die Vermeidung von Insider-Handel. Die Aufsicht über die Börsen obliegt in Deutschland den jeweiligen Landesregierungen und dem Witrschaftsminister des betreffenden Landes. Siehe hierzu auch die §§ 3 ff. Wertpapierhandelsgesetz.
engl.: Order. Ein Börsenauftrag kann einen Kauf oder Verkauf als Grundlage haben. Hier kann der Käufer neben der Menge der Wertpapiere z. B. auch Preisgrenzen (Limits) oder Börsenplatz und Gültigkeit der Order angeben.
Siehe Aktienindex
Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens wird ermittelt, indem man den aktuellen Kurs mit der Anzahl der emittierten Aktien multipliziert. Diese Berechnung kann auch für bestimmte Kurslisten durchgeführt werden, so daß die Gesamtkapitalisierung bestimmter Märkte verglichen werden kann.
Ein Börsenkrach, auch Crash genannt, bezeichnet einen massiven Kurseinbruch an einer Börse. Hierbei sind erhebliche Kursverluste an einem oder mehreren Tagen möglich. Leichtere, aber immer noch erhebliche Kursrückgänge werden auch als "mini-crash" bezeichnet. Der erste Börsenkrach fand am 25. 10. 1929 an der Wall Street statt, am sogenannten "Schwarzen Freitag".
Siehe: Parkett
Sitz einer Wertpapierbörse
Wenn ein Wertpapier an einer Börse zum amtlichen Handel zugelassen werden soll, muß zuvor ein Börsenzulassungsprospekt veröffentlicht werden. Dieser Börsenzulassungsprospekt informiert die Öffentlichkeit über die Geschäftsfelder, die Unternehmensentwicklung, die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder und muß die letzte Bilanz der Aktiengesellschaft enthalten. Er beinhaltet auch die Veröffentlichung einer Emission in Börsenpflichtblättern, und ggf. überregionalen Zeitungen.
Siehe: Mindestschluß
Teilmärkte im Wertpapierhandel. Es wird unterschieden zwischen vertikalen Marksegmenten, die Unterschiede bei den Zulassungsvoraussetzungen und den Handelsverfahren aufweisen (Amtlicher Handel, Geregelter Markt, Neuer Markt, Freiverkehr), sowie zwischen horizontalen Segmenten, die eine Aufspaltung der vertikalen Märkte darstellen (Kassa-, Terminmärkte).
siehe Usancen
Wertpapiere sind erst dann handelbar, wenn sie zu einem bestimmten Börsensegment zugelassen werden. Die Zulassung ist an gesetzliche Bestimmungen gebunden, die u.a. fordern, daß ein Zulassungsprospekt erstellt wird. Die Zulassungsvoraussetzungen variieren innerhalb der einzelnen Börsensegmente. Die Zulassung ist vom Emittenten zusammen mit einem Kreditinstitut zu beantragen. Darüber hinaus hat der Emittent nach der Zulassung bestimmte Pflichten zu erfüllen, die u.a. vorsehen, daß Zwischenberichte in regelmäßigen Abständen und sog. Ad-hoc-Meldungen unverzüglich veröffentlicht werden.
Der Börsenzwang stellt sicher, daß alle offiziellen Marktteilnehmer ihre gesamten Wertpapierhandels-Aufträge über die Börse abwickeln. So wird den Anlegern eine faire Abwicklung ihrer Order ermöglicht und sichergestellt, daß der Markt liquide bleibt.
Siehe: Managementansatz
Diese Fonds investieren ausschließlich in bestimmte Wirtschaftssektoren bzw. Industriezweige.
Unterteilung einer Kursliste in Branchensegmente. Ab April 1999 werden für den C-Dax folgende 19 (statt bisher 16) Branchenindizes eingeführt: 1. Automobile 2. Transportation & Logistics 3. Banks 4. Financial Services 5. Chemicals 6. Pharma & Healthcare 7. Construction 8. Insurance 9. Industrial 10. Machinery 11. Consumer-Cyclical 12. Food & Beverages 13. Retail 14. Media 15. Software 16. Technology 17. Basic Resources 18. Utilities 19. Telecommunication Für den Dax100 werden diese Branchen zusammengefaßt in: 1. Automobile & Transportation 2. Banks & Financial Services 3. Chemical & Pharma 4. Construction 5. Insurance 6. Machinery & Industrial 7. Retail & Consumer Goods 8. Software & Technology 9. Utilities & Telecommunication
Ein Break-even-Preis liegt an dem Punkt, wo ein erzielbarer Preis die zuvor entstandenen Kosten (insbesondere Bankgebühren) deckt.
Bezeichnung für das internationale Währungssystem nach dem Zweiten Weltkrieg, das auf der Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen im Juli 1944 in Bretton Woods (USA) beschlossen wurde. Hauptcharakteristikum war die Festlegung fester Wechselkurse sowie die Errichtung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds.
Der Kurshinweis B signalisiert, daß es nur Verkaufsangebote, aber keine Käufer gab. Zu diesem Kurs sind keine Umsätze getätigt worden.
Broker ist die engl. Bezeichnung für Wertpapiermakler, die Anleger bei ihren Investments beraten und über ihre Mitgliedschaft an den Börsen die Kauf- und Verkaufsaufträge abwickeln.
Die Bruttodividende ist der Betrag, den ein Unternehmen als Dividende zuzüglich der Körperschaftssteuergutschrift ausschüttet.
Dies ist das Produktionsergebnis aller im Inland eingesetzten Produktionsfaktoren mit Berücksichtigung der Abschreibungen. Im Unterschied zum Bruttosozialprodukt ist die Differenz zwischen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen nicht berücksichtigt.
Dies ist der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen innerhalb einer Periode in einer Volkswirtschaft. Das Bruttosozialprodukt wird häufig als Indikator für das Wirtschaftswachstum verwendet.
Ein Bull Spread beschreibt eine Optionenstrategie, wobei zum gleichen Zeitpunkt Calls oder Puts gekauft oder verkauft werden. Gegenteil: Baisse-Spread.
Der Bulle (engl. Bull) ist an der Börse das Symbol für eine positive Kursentwicklung. Als Bullen bezeichnet man Anleger, die gegenüber der künftigen Entwicklung positiv eingestellt sind. Die betreffende Börse nennt man Bullen-Markt (bull-market). Gegenteil: Bear
Als Bullenfalle wird eine Marktentwicklung beschrieben, bei der positiv eingestellte Investoren sich in der Hoffnung auf steigende Kurse mit Käufen am Markt engagieren und von einer negativen Kursentwickung überrascht werden. Gegenteil: Bärenfalle
Eine Bundesanleihe ist eine Anleihe, die von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben wird. Sie wird amtlich gehandelt und ohne Börsenprospekt zugelassen. Sie zählt zu den anlegerfreundlichen und risikoarmen Kapitalanlagen. Die Zinszahlungen erfolgen bei Bundesanleihen jährlich. Neuemissionen von Bundesanleihen haben überwiegend eine Laufzeit von 10 Jahren.
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums. Es wurde am 1. Januar 1962 in Berlin errichtet. Nach Maßgabe des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) und verschiedener Spezialgesetze übt es die Aufsicht über die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute in der Bundesrepublik Deutschland aus. Ziel dieser Gesetze und der ihrer Durchsetzung dienenden Überwachung der Institute ist es, Risiken und Störungen vorzubeugen, die das reibungslose Funktionieren der Finanzmärkte gefährden könnten. Es setzt einen ordnungsrechtlichen Rahmen für die innere Struktur und die Geschäftstätigkeit der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute, schließt aber Einflußnahmen auf die geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute aus. Das KWG sieht vor, daß Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen betrieben werden dürfen, und normiert die Voraussetzungen, unter denen die Erlaubnis erteilt werden darf und ggf. widerrufen werden kann. Werden derartige Geschäfte ohne Erlaubnis betrieben, hat das Bundesaufsichtsamt dagegen vorzugehen. Aufgrund des Berlin/Bonn-Gesetzes vom 26. April 1994 wurde der Sitz des Amtes nach Bonn verlegt. Der Umzug des Amtes nach Bonn steht zeitlich in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin und wird voraussichtlich im Frühjahr 2000 stattfinden.
Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel kontrolliert als selbständige Bundesoberbehörde im Rahmen des Wertpapierhandelsgesetz die ordnungsmäßige Durchführung des Wertpapierhandels.
Bundesschatzbriefe sind mittelfristige Schuldbuchforderungen des Bundes über Beträge ab EUR 50 oder ein Mehrfaches. Sie sind mit einem steigenden Zinssatz ausgestattet, der vor der Emission jeder Tranche neu festgesetzt wird. Bundesschatzbriefe sind mündelsicher. Eine vorzeitige Rückzahlung ist nach Ablauf des ersten Jahres bis zum Höchsbetrag von EUR 5.000 pro Gläubiger möglich. Der Bund haftet für die Bundesschatzbriefe mit seinem Vermögen und Steueraufkommen. Der Verkauf der Papiere erfolgt durch Banken und Sparkassen. Es gibt 2 Formen: Bei Typ A erfolgen Erwerb und und Rückzahlung in Höhe des Nominalbetrages; die Zinsen werden jährlich nachträglich ausgeschüttet; die Laufzeit beträgt 6 Jahre. Bei Typ B erfolgt der Erwerb in Höhe des Nominalbetrages; die Zinsen werden während der Laufzeit angesammelt und mit dem Kapital bei Fälligkeit des Titels ausgezahlt; die Laufzeit beträgt 7 Jahre.
Nur institutionelle Investoren erhalten die Möglichkeit, Bundesschatzwechsel (kurzfristige Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand) zu erwerben.
Ein Butterfly Spread beschreibt eine Optionenstrategie, die vier Optionen mit der gleichen Laufzeit untereinander kombiniert; es wird je eine Option mit niedrigem und hohem Basispreis gekauft, zwei Optionen mit mittlerem Basispreis werden verkauft.
Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften e.V. (gegründet 1970 in Frankfurt). In dieser Interessengemeinschaft sind fast alle deutschenKapitalanlagegesellschaften vertreten. Nach der sog. BVI-Methode wird die Entwicklung eines Fondswertes ermittelt. Bezeichnend ist hierbei der Ermittlungszeitraum und der Auschluß von Kriterien wie Depot- und Kontoführungsgebühren, Spesen, Ausgabeaufschlag etc. Bei dieser Art der Berechnung wird die Wiederanlage der Erträge vorausgesetzt.
Dies stellt eine Kauf-Option dar. Sie gibt das Optionsrecht zum Kauf von festverzinslichen Wertpapieren oder anderen Underlyings innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis an. Der Gegensatz dazu ist die Put-Option. Es besteht keine Verpflichtung, sondern nur ein Wahlrecht. Wird eine Kaufoption nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos.
Aus Japan stammende, technische Analysemethode. Die Darstellung als Candlestick-Chart ("Kerzenchart") ermöglicht gegenüber den westlichen Chartanalysen zusätzliche Signale. Der Eröffnungs- und der Schlußkurs werden in einem Rechteck dargestellt, das je nach Entwicklung der Börsensitzung (positiv oder negativ) ausgefüllt wird oder nicht. Zusätzlich werden der Tageshöchst- und der Tagestiefstkurs durch dünne Balken dargestellt Eine schwarze Kerze steht für fallende, eine weiße für steigende Kurse. Die sogenannten Schatten geben Höchst- bzw. Tiefstkurse an.
Ein Cap ist die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze, der ein nomineller Kapitalbetrag zugrunde liegt. Übersteigt dabei ein Referenzzinssatz (z. B. EURIBOR oder LIBOR) die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze (Strike-Preis), so zahlt der Verkäufer (Stillhalter) dem Käufer des Cap die Differenz zwischen Referenzzinssatz und Zinsobergrenze. Die Ausgleichszahlung des Verkäufers erfolgt nur dann, wenn am Zinsfestlegungstermin der Referenzzinssatz oberhalb der vereinbarten Zinsobergrenze liegt. Die fälligen Zahlungen werden am Tage der Zinsperioden unter Berücksichtigung der Anzahl der Tage geleistet. Der Käufer eines Caps zahlt hierfür eine Prämie an den Verkäufer, entweder in Form einer Einmalprämie oder in regelmäßigen Zahlungsschritten.
Der Cash Flow ist eine Bilanzkennzahl, die Rückschlüsse auf die Finanzierungskraft eines Unternehmens zuläßt. Der Cash Flow wird aus der Summe von Jahresüberschuß, Abschreibungen, Veränderungen der langfristigen Rückstellungen sowie Steuern vom Ertrag und Einkommen ermittelt.
Bei einer Cash-und-Carry-Arbitrage wird ein Underlying am Terminmarkt verkauft und gleichzeitig am Kassamarkt gekauft.
Abkürzung für: Certificates of Accrual on Treasury Securities. Bei dieser Art der Zerobonds sind US-Staatsanleihen bei einer Großbank hinterlegt.
Chicago Board of Trade. US-amerikanische Warenterminbörse.
Minütlich ermittelter Index der Deutschen Wertpapierbörse. Der Index setzt sich zusammen aus allen inländischen Aktien, die zum amtlichen Handel an der FWB zugelassen sind. Derzeit sind mehr als 520 Titel im CDAX enthalten. Der CDAX wird in 19 weitere Branchenindices unterteilt (seit April 1999). Es erfolgt eine Bereinigung um Bezugsabschläge und Dividendenzahlungen.
Ein Chart ist die graphische Darstellung eines historischen Kursverlaufs eines Wertpapiers. Es wird bei der Chartdarstellung zwischen Linien-, Balken-, Point & Figure- und Candle-Stick-Charts etc unterschieden.
Bei der Chartanalyse werden bei der Bewertung von Wertpapieren keine fundamentalen Daten berücksichtigt, sondern nur der historische Kursverlauf und eventuell erkennbare Formationen untersucht. Neben der Trend-Analyse versucht die Chartanalyse Ober- und Untergrenzen für den Kursverlauf abzuleiten.
Chartisten sind Anleger, die ihre Investmententscheidungen aus ihren Chartanalysen ableiten.
Begriff aus dem Terminmarkt. Das Clearing House fungiert als Mittler zwischen Käufer und Verkäufer, d.h. alle aus dem Kontrakt entstehenden Verpflichtungen bestehen gegenüber der Clearing-Stelle. Damit entstehen den einzelnen Markteilnehmern keine Risiken aus eventuellen Bonitätsschwierikeiten dritter Vertragspartner. Es garantiert die ordnungsmäßige Verrechnung, Abwicklung und Besicherung der einzelnen Kontrakte. Darüber hinaus erfolgt das sogenannte Glattstellen über das Clearing House, welches auch das Margin-Konto führt.
Ein Closed-End-Fund wird analog zu geschlossenen Immobilienfonds zu einem festen Termin mit einer vorher definierten Anzahl von Anteilscheinen durch eine Kapitalanlagegesellschaft herausgegeben. In bestimmten Ländern (z.B. USA) dürfen die Fonds-Anteilsscheine an einer Börse gehandelt werden. In Deutschland kann nur eine entsprechende Fondsgesellschaft Anteilscheine zurückkaufen.
Chicago Mercantile Exchange.
Ein Collar ist die vertragliche Vereinbarung über eine Zinsobergrenze und eine Zinsuntergrenze, bezogen auf einen nominellen Kapitalbetrag. Übersteigt der Referenzzinssatz die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze (Cap), so zahlt der Verkäufer dem Käufer des Collars die Differenz zwischen Referenzzinssatz und Zinsobergrenze. Fällt der Referenzzinssatz unter die vereinbarte Zinsuntergrenze (Floor), so muß der Käufer des Collars die Differenz zum Referenzzinssatz dem Verkäufer erstatten. Der Kauf eines Collars ermöglicht dem Kreditnehmer, seine Zinskosten mit einer festen Zinsobergrenze zu versehen. Gleichzeitig verpflichtet er sich zur Zahlung eines Mindestzinses.
Verbrieft das Recht zum Bezug (Call-Option) oder Lieferung (Put-Option) einer Ware zu einer bestimmten Menge, einer bestimmen Qualität, einem festen Termin und zu einem festgesetzten Preis.
Englisch für Stammaktien.
von Englisch "to comply with formalities" (dt. "die Vorschriften einhalten"). Compliance-Mitarbeiter in Finanzinstituten sind dafür zuständig, die Einhaltung der jeweiligen (gesetzlichen) Bestimmungen zu überprüfen und gegebenenfalls durchzusetzen. Dies sowohl gegenüber den Mitarbeitern der Finanzinstitute selbst als auch im Bezug auf die Kunden (etwa bei Geldwäscherei-Verdacht).
Siehe Konversion.
Englisch für Wandelanleihen.
Möglichkeit zu regelmäßigen Investitionen, in der Regel in Fonds. Hierbei wird zum Beispiel monatlich ein bestimmter, fixer Betrag auf eine Fondsgesellschaft übertragen, die dann dieses Geld anlegt.Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß der Anleger die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem günstigeren Durchschnittspreis kauft als beim regelmäßigen Kauf einer gleichbleibenden Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum. Bei gleichbleibenden monatlichen Einzahlungen in einen Fonds erhält der Anleger bei fallendem Anteilwert mehr, bei steigendem Anteilwert weniger Anteile. Der positive Effekt des Cost-Average ist bei stark schwankenden Kursen - wie sie insbesondere bei Aktien bzw. Aktienfonds in aller Regel vorkommen - besonders ausgeprägt.
Unter den Cost of Carry werden bei Covered Warrants die Finanzierungskosten des Stillhalters für seinen Deckungsbestand verstanden. Diese ergeben sich aus dem Zinsaufwand für die Refinanzierung des Deckungsbestandes abzüglich der daraus vereinnahmten Erträge. Ein Beispiel ist ein Emissionshaus, das ein Optionsgeschäft auf Aktien anbietet und diese Aktien zur Deckung zunächst in ihr Depot aufnimmt.
Die Courtage ist die Vermittlungsgebühr, die ein Börsenmakler für die Abwicklung einer Kaufs- oder Verkaufsorder erhält. Die Höhe ist für die Kursmakler einheitlich festgesetzt. Sie wird in % oder Promille des Kurswertes bei Aktien bzw. in % oder Promille des Nennwertes bei festverzinslichen Wertpapieren angegeben und kann nach Wertpapiergattungen, nach Kurswerthöhe und nach Geschäftsart gestaffelt sein. Die abwickelnde Bank stellt dem Kunden die Courtage für den erteilten Auftrag in Rechnung.
von Englisch "covenants" (dt. "Verträge"). Oftmals als "Financial Covenants" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Kreditklauseln bzw. Nebenabreden, die Rechte und Pflichte vermitteln, welche über das gesetzlich Notwendige hinausgehen. Insbesondere werde dabei etwa Pflichten von Anleiheemittenten festgelegt, bei deren Verletzung die Käufer ein Rücktrittsrecht erhalten.
Diese Bezeichnung steht für ?gedeckte Optionsscheine?. Das heißt das Emissionshaus hält parallel zur Vergabe eines Optionsscheins den entsprechenden Underlying in seinem Depot. Entsprechend ist der Optionsschein ?gedeckt?. Sollte es sich um eine effektive Andienung handeln, kann der Käufer des Optionsscheins direkt aus dem Depot des Emittenten den Underlying erhalten. Die Covered Warrants werden verstärkt seit den 80er Jahren gehandelt. Durch Covered Warrants bleibt das Eigenkapital der Gesellschaft unverändert. Es sind selbständige Wertpapiere, die i. d. R. von Banken begeben werden. Die Laufzeiten sind kurz und liegen meist zwischen zwölf und 18 Monaten.
Ein Cross Hedge liegt vor, wenn man eine Wertpapierposition absichern (hedgen) möchte und kein Derivat mit entsprechendem Underlying existiert. Will man sich gegen einen Kursverlust (z.B. einer Aktie, auf die keine Optionen begeben sind) absichern, so nimmt man eine Option auf ein branchenverwandtes Unternehmen. Wenn nun die Aktienkurse tatsächlich fallen, hofft man, daß die Option auf das branchenverwandte Unternehmen die Verluste auf den Basiswert ausgleicht.
Bezeichnung für den Wechselkurs zweier Währungen.
Siehe: Devisen-Futures
Der Deutsche Aktienindex (DAX), auch DAX 30, enthält die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien und repräsentiert damit mehr als 70% des gesamten Grundkapitals inländischer börsennotierter Aktiengesellschaften und über 75% der in deutschen Beteiligungspapieren getätigten Börsenumsätze. Gewichtet werden die Aktien-Werte mit dem börsenzugelassenen Aktienkapital. Kapitalveränderungen und Dividendenzahlungen werden bereinigt. Basis ist 1000 per Ultimo 1987. Er ist als Realtime-Index konzipiert, wird aus Preisen ds Xetra-Systems berechnet und alle 15 Sekunden aktualisiert. Grundsätzlich ist der DAX als Performance-Index konzipiert, der um Dividendenzahlungen und Bezugsrechtsgewährungen bereinigt ist. Er wird allerdings auch als Kursindex berechnet.
Deutscher Aktien Index. Er enthält die 100 umsatzstärksten deutschen Werte und besteht aus dem DAX und dem M-DAX. Als zweite Bewertungskomponente zur Berechnung der entsprechenden Indizes dient die Marktkapitalisierung. Die Werte des Dax 100 sind in weitere 10 Branchenindizes unterteilt (z.B. Automobile, Banken etc).
Die Berechnung erfolgt ohne Berücksichtigung von Dividendenausschüttungen und Bonuszahlungen. Der DAX Kursindex ist im Gegensatz zum DAX kein Performance-Index.
Dieses Merkmal zeigt an, um wieviel sich der Optionsscheinpreis ändert, wenn sich der Underlying um eine Einheit verändert. Bei Put-Optionsscheinen liegt der Wertebereich zwischen 0 und ?1. Bei Call-Optionsscheinen zwischen 0 und +1. Hat z.B. eine Kauf-Option ein Delta von 2, so steigt die Option um 2% bei einem 1%igen Preisanstieg des Basiswertes.
Bei einer Delta-Absicherung basiert die Strategie auf dem Kauf einer Option, wenn man das Underlying leerverkauft hat (oder umgekehrt), und die Option so ausgewählt wurde, daß ein Gewinn oder Verlust des Underlyings durch die Option neutralisiert wird. Jedoch wird nicht zu Beginn eine fixe Anzahl von Optionskontrakten festgelegt, sondern die Anzahl wird aufgrund des Delta-Faktors im Zeitablauf permanent angepaßt. Der Delta-Faktor stellt dabei die Sensitivität des Optionspreises bezüglich der Veränderung des Kurses des Basiswertes dar.
Sicht- und Termineinlagen, die von Privatkunden bei Geschäftsbanken unterhalten werden.
Eine Aufstellung der Depotbestände wird den Depotkunden einer Bank mindestens einmal jährlich zugesandt. Ein Depotauszug enthält die wichtigsten Angaben über die Wertpapiere, die sich in einem Depot befinden.
Die Depotbank erhält für ihre Verwahrungs- und Kontrolltätigkeit eine Vergütung, die einen Promille-Satz des Fondsvermögens ausmacht. Die Höhe dieser Vergütung ist in den Besonderen Vertragsbedingungen des einzelnen Fonds angegeben. Mit der Gebühr wird nicht direkt der Anleger belastet, sondern das Fondsvermögen .Sie geht daher zu Lasten der Wertentwicklung des Fonds.
Dies ist eine Phase im Konjunkturzyklus. In einer Depression hat ein lang anhaltender ökonomischer Abschwung stattgefunden. Die Depression ist Folge einer langen Phase der Rezession.
Deregulierung beschreibt einen Prozess, wobei der Gesetzgeber staatliche Vorschriften etc. lockert bzw. reduziert, und zwar durch den Abbau von administrativen Hindernissen oder durch internationale Abkommen. Deregulierung im Finanzsektor soll die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich sichern.
Oberbegriff für Instrumente, deren Preis sich aus dem Kurs von anderen Wertpapieren bzw. Finanzprodukten (der sog. Basiswerte oder underlyings) ableitet. Beispiele für Derivate: Optionen, Futures, Swaps. Derivate im Sinne des Kreditwesengesetzes sind als Festgeschäfte oder Optionsgeschäfte ausgestattete Termingeschäfte, deren Preis unmittelbar oder mittelbar abhängt von: - dem Börsen- und Marktpreis von Wertpapieren, - dem Börsen- oder Marktpreis von Geldmarktinstrumenten, - dem Kurs von Devisen, Zinssätzen oder dem Börsen- und Marktpreis von Waren und Edelmetallen. Durch die Novellierung des Wertpapierhandelsgesetzes werden nunmehr auch die an OTC-Märkten gehandelten Derivate einbezogen. Neu aufgenommen wurden Rohstoffe als Basiswerte.
Der Deutschen Börse Clearing AG mit Sitz in Frankfurt a.M. obliegt die zentrale Verwahrung von Wertpapieren bzw. Effekten in Deutschland. Sie firmierte 1997 von Deutscher Kassenverein AG in Deutsche Börse Clearing AG um. Alleiniger Gesellschafter ist die Deutsche Börse AG. Kontoinhaber bei der Deutsche Börse Clearing AG sind z. Zt. deutsche Kreditinstitute. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren, die Durchführung des Wertpapiergiroverkehrs, die Wertpapierleihe und insbesondere die Abwicklung der an der Börse getätigten Geschäfte. Dazu gehören auch der Einzug und die Verteilung von Erträgnissen (Kupon) der verwahrten Wertpapiere. Die effektive Lagerung von Wertpapieren wird zunehmend durch die elektronisch gesteuerte Girosammelverwahrung ersetzt. Ende 1990 befanden sich insgesamt 21.365 Wertpapiere in der Girosammelverwahrung (19.378 Rentenwerte, 1.476 Aktien, Investmentanteile und Genußscheine; 511 getrennte Optionsscheine). Seit der Novellierung des Depotgesetzes im Jahre 1986 dürfen deutsche Kassenvereine auch direkte Kontoverbindungen mit ausländischen Wertpapiersammelbanken unterhalten. Eine Verwahrung ausländischer Wertpapiere im Heimatland durch die Deutsche Börse Clearing AG ist zur Zeit in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und in der Schweiz möglich. Die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen mit ausländischen Depotbanken und Clearinghäusern (clearing 2) obliegt ansonsten der Deutschen Auslandskassenverein AG als Tochter der Deutsche Börse AG. Ebenfalls zum Konzern der Deutsche Börse AG gehört die Deutsche Wertpapierdaten-Zentrale GmbH, durch deren Rechenzentrum eine weitgehend automatische Abwicklung der Dienstleistungen der Deutsche Börse Clearing AG ermöglicht wird.
Bis zur Gründung der EZB war die Deutsche Bundesbank eine eigenständige und politisch unabhängige Institution, deren Aufgabe die Versorgung der Wirtschaft mit Geld (durch Steuerung des Wertpapierpensionssatz, der Leitzinsen, des Diskont-, Lombard- und Mindestreservesatzes), die Sicherung der Stabilität der Währung und die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung war. Weitere Mittel der Bundesbank waren Interventionen am Devisenmarkt. In den Bundesländern ist die Bundesbank von den Landeszentralbanken vertreten. Mit dem Start der Währungsunion am 01.01.1999 ging die geldpolitische Souveränität der Deutschen Bundesbank auf die Europäische Zentralbank (EZB) über. Nun ist die wichtigste Aufgabe der EZB die Sicherung der Stabilität des Preisniveaus in der Währungsunion.
Der DKV mit Sitz in Frankfurt a.M. obliegt die zentrale Verwahrung von Wertpapieren bzw. Effekten in Deutschland. Sie entstand im Dezember 1989 durch Verschmelzung der Kassenvereine und Wertpapiersammelbanken in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Hannover. Die Deutsche Kassenverein AG firmierte 1997 um in Deutsche Börse Clearing AG.
Die DSW vertritt in erster Linie die Interessen von Börsenanlegern und engagiert sich für die Belange der Kleinaktionäre. Vertreter der DSW besuchen Hauptversammlungen, um ihren Mitgliedern Gehör zu verschaffen.
Die DVFA ist eine nichtstaatliche Institution, die aufgrund von einheitlichen Methoden zur Bewertung von Aktiengesellschaften eine verbesserte Vergleichbarkeit der Bilanzen unterschiedlicher Unternehmen sicherstellen will. In diesem Zusammenhang weisen sogenannte DVFA-Ergebnisse oftmals von steuerrechtlichen Bilanzen ab, da bei der DVFA eine wirklichkeitsnahe Unternehmensbewertung versucht wird, während steuerrechtliche Betrachtungen - u. a. durch die Möglichkeit von Rückstellungen - die wahre Ertragskraft eines Unternehmens nicht immer hervorbringen.
REX. Kursindex der Deutsche Börse AG. Er bildet einen nach Laufzeit und Kupontyp gewichteten Durchschnittskurs aus synthetischen Anleihen mit konstanter Laufzeit. Bestandteil des REX sind 30 Anleihen mit Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren und drei verschiedenen Zinstypen (6%, 7,5%, 9%), die unter Berücksichtigung ihres Marktanteils in den REX eingehen.
Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) dient der Förderung der Aktienkultur sowie einer breiteren Eigentumsstreuung in Deutschland, um den Unternehmen bessere Finanzierungsmöglichkeiten zu bieten.
Devisen sind Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen. Ausländische Banknoten und Münzen werden nicht Devisen sondern Sorten genannt.
Ein Devisen-Future ist die vertragliche Verpflichtung zweier Vertragspartner, einen festgelegten Devisenbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Kurs zu liefern. Kauft man einen Devisen-Future, so hat man das Recht, am Ende der Laufzeit eines Futures den Devisenbetrag zu dem festgelegten Kurs zu erhalten. Verkauft man einen Devisen-Future, muß man den vereinbarten Devisenbetrag zu diesem Zeitpunkt liefern. Gewöhnlich erfolgt jedoch keine physische Erfüllung (Lieferung) des Vertrages. Vielmehr wird die eingegangene Verpflichtung durch ein Gegengeschäft aufgehoben. Die Differenz aus Kauf- und Verkaufskurs entscheidet über Gewinne oder Verluste aus der Terminposition.
Eine Devisen-Option ist die vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, eine festgelegte Devise zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Sollte bei der Ausübung keine physische Auslieferung der Devise erfolgen, kann ein sogenannter Barausgleich stattfinden.
Hier werden Fremdwährungen gehandelt. An der Frankfurter Börse z.B. gab es bis zum 01.01.1999 eine Devisenbörse, die börsentäglich einen amtlichen Mittelkurs für die wichtigsten Devisen fixiert hat. Mit der Einführung des Euro entfällt diese Feststellung des amtlichen Mittelkurses. Neben dem börslichen Devisenhandel findet auch ein Devisenhandel unter den Banken statt.
Der Devisenkurs gibt an, zu welchem Preis eine Devise gekauft (Geldkurs/Bid) oder verkauft (Briefkurs/Ask) werden kann. Von der Differenz (Spread) profitieren die Börsenmakler oder die Banken, die einen Devisenkurs stellen. Je illiquider eine Devise ist, desto höher ist diese Differenz.
Kombination aus einem Devisenverkauf am Kassamarkt und deren Rückkauf am Terminmarkt bzw. Devisenkauf am Kassamarkt bei gleichzeitigem Verkauf am Terminmarkt.
Bei einem diagonalen Spread basiert die Optionenstrategie auf dem Kauf und Verkauf von Optionen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Ausübungspreisen. Vergleiche: horizontaler Spread
Eine Direktbank ist ein filialloses Kreditinstitut. Solche Banken stellen ihren Service vornehmlich über Telefon, Fax und zunehmend über das Internet zur Verfügung. Da sie keine Filialen besitzen, sind ihre Dienstleistungen im Vergleich oft günstig.
Siehe: Abgeld
Der Discount beschreibt die Differenz zwischen dem berechneten Wert der Aktie (Net Asset Value = NAV) und dem Preis der an der Börse für den Titel bezahlt wird. Wie es der Name «Discount» vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Abschlag auf den NAV, d.h. der aktuelle Börsenkurs ist tiefer als der berechnete Inventarwert (NAV). Im Internet wird der NAV täglich regelmässig aktualisiert (30 Min.). Der NAV dient als Basis für die Berechnung des Discounts. Je nach Volatilität der Märkte, kann der Discount im Tagesverlauf unterschiedlich stark schwanken (absolut und in Prozent). Berechnung des Discounts: ((aktueller Kurs ? Net Asset Value*) / Net Asset Value) x 100 *Berechnung erfolgt am Vorabend bei Börsenschluß
Die Diskontpolitik war Bestandteil der Refinanzierungspolitik der Deutschen Bundesbank. Sie machte im Rahmen der Rediskontpolitik Geldinstituten zusätzliche Zentralbankguthaben zugänglich, indem sie von den Banken eingereichte Wechsel rediskontierte. Sie legte den Diskontsatz, die Anforderungen an die Wechsel und ein maximales Rediskontierungskontingent autonom fest.
Der Diskontsatz war ein bis zum 31.12.1998 von der Bundesbank definierter Zinssatz, zu dem Banken Wechsel an die Bundesbank oder die Landeszentralbanken verkaufen können. Die maximale Laufzeit dieser Wechsel betrug bis zu drei Monate. Mit dem Diskontsatz steuerte die Bundesbank den Zinssatz, den die Banken ihren Kreditnehmern berechneten. Sie hatte somit Einfluß auf die allgemeine Zins- und Inflationsentwicklung und konnte in Zeiten schwacher Kreditnachfrage durch niedrigere Diskontsätze die Kreditnachfrage steigern, bzw. bei einer überhitzten Wirtschaft durch eine Erhöhung des Diskontsatzes die Gesamtnachfrage drosseln. Der Diskontsatz wurde durch den Basiszinssatz (100%ige Sicherheit) ersetzt.
Erweitert ein Unternehmen sein Programm auf andere Leistungsbereiche, um einen Risikoausgleich zu erzielen, spricht man auch von Risikostreuung. Bei Fonds wird das Verlustrisiko dadurch vermindert, daß Anlagen nach Ländern, Branchen etc möglichst breit gefächert aufgenommen werden.
Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Die Dividende entspricht nicht dem Gesamtgewinn einer AG, da der Ausschüttungsbetrag vor der Auszahlung durch Rückstellungen o.ä. reduziert wird. Über die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung des Unternehmens. Während in England und den USA die Dividende auch quartalsweise ausgezahlt wird, wird in Deutschland die Dividende i. d. R. jährlich gezahlt.
Am Tag der Dividendenzahlung wird bei der Aktiennotierung ein Dividendenabschlag abgezogen. Er entspricht der Bruttodividende. Auf dem Kurszettel wird dies durch den Kurszusatz ex Dividende (exD) kenntlich gemacht. Ist die Dividende sofort zahlbar, erfolgt der Dividendenabschlag am 1. Tag nach der Hauptversammlung.
Bei Vorzugsaktien, die im Gegensatz zu Stammaktien bei einer Hauptversammlung kein Stimmrecht haben, werden Mindestdividenden garantiert. In schlechten Jahren muß zwar keine Dividendenausschüttung stattfinden, es werden jedoch in besseren Jahren zuerst die Aktien mit Dividendengarantie bedient, bevor Stammaktien eine Dividendenzahlung erhalten. Der Anspruch auf die Dividende bei den Vorzugsaktien verfällt nicht, sondern kann in den folgenden Jahren nachgezahlt werden.
Im Gegensatz zu Großbritannien und den USA, wo Dividenden durch ihre quartalsweise Auszahlung stark schwanken können, bemüht man sich in Deutschland um Dividendenkontionuität, da hierzulande unterstellt wird, daß die Anleger eine vom Ertragsverlauf des Unternehmens unabhängige möglichst gleichbleibende Dividende erwarten. Damit erhalten die eigentlich erfolgsabhängigen Dividenden sozusagen Zinscharakter. Die Aktiengesellschaften sorgen in guten Jahren durch Rückstellungen und Aufbau von Reserven dafür, daß auch in schlechten Jahren eine kontinuierlich hohe Dividende ausgeschüttet werden kann.
Die Dividendenrendite ergibt sich aus der Division der Dividendenhöhe durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit 100. Sie gibt die Verzinsung von investiertem Aktienkapital je Aktie an.
Eine Doppelminus-Ankündigung eines Wertpapiers gibt im vorbörslichen Handel oder zur Eröffnung an, daß mit einem mindestens 10%igen Kursverlust gerechnet wird. Gegenteil: Doppelplus.
Eine Doppelplus-Ankündigung eines Wertpapiers gibt im vorbörslichen Handel oder zur Eröffnung an, daß mit einem mindestens 10%igen Kursanstieg gerechnet wird. Gegenteil: Doppelminus.
Bei einer Doppelwährungsanleihe wird beispielsweise ein festverzinsliches Wertpapier in einer bestimmten Währung emittiert und die Zinszahlung in der selben Währung geleistet. Die Rückzahlung erfolgt jedoch in einer anderen Währung.
Der Dow Jones Industrial Index (DJI) ist der bekannteste Index der New York Stock Exchange und spiegelt - analog zum DAX-Index - die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wieder. Dieser Aktienindex wurde erstmals 1897 von Dow Jones & Co. veröffentlicht. Er ist ein gewichteter Index, der marktführende Unternehmen repräsentiert und wird während der Börsensitzung laufend ermittelt. Kapitalmaßnahmen werden berücksichtigt, indem die Notierungen durch entsprechend bereinigte Konstanten dividiert werden.
Die DTB wurde als reine Computerbörse konzipiert, an der nur Börsentermingeschäfte getätigt werden. Warentermingeschäfte sind ausgeschlossen. Es werden Futures und Optionen gehandelt. Die DTB wurde im September 1998 durch die EUREX abgelöst, die aus dem Zusammenschluß der DTB mit der SOFFEX entstand.
Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit Anleihen verwendet. Die Duration ist der gewogene Durchschnitt aller künftigen Zahlungsströme, die aus der Kapitalanlage eines Anlegers resultieren. Sie drückt zudem die durchschnittliche Bindungsdauer des investierten Kapitals aus und wird durch die Laufzeit, den Nominalzins und das Marktzinsniveau beeinflußt.
DVFA: Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V.), SG: Schmalenbach-Gesellschaft - Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft. Die beiden Gesellschaften haben 1990 erstmals eine gemeinsame Empfehlung zur Ermittlung der Ergebnisse je Aktie herausgegeben. Damit soll die Vergleichbarkeit und Transparenz von Kennzahlen erhöht werden. Nachfolgend wurden 1993 auch Empfehlungen zum Errechnen des Cash Flow publiziert. Damit sollen Ergebnistrends besser dargestellt und die in der Handelsbilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlichten Ergebnisse ergänzt werden, da diese durch Bewertungswahlrechte stark beeinflußt werden können.
= Deutscher Verband Financial Planners. Ziel dieser Organisation ist die Selbstkontrolle dienstleistender Finanzunternehmen. Sie vergibt die sogenannte CFP-Auszeichnung (Certified Finacial Planner), die die Seriösität eines Finanzunternehmens glaubhaft machen soll.
Abkürzung für: Eurpean Association of Securities Dealers Automated Quotation. Bezeichnung für eine europaweite Computerbörse für dynamische, schnell wachsende Unternehmen.
Engl.: "earnings before interest and taxes". Unternehmenskennzahl : Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand.
Engl. Abkürzung für European Currency Unit (= Europäische Währungseinheit). Der ECU wird aus einem Währungskorb, d.h. einer fest definierten Anzahl und Gewichtung von europäischen Währungen berechnet. Er wurde durch den EURO zum 1.1.1999 abgelöst.
Um das effektive Übergeben und Versenden von Wertpapieren überflüssig zu machen, wurden Wertpapiersammelbanken eingerichtet. Hier können die Banken ihre Wertpapierbestände lagern. Die Eigentumsübertragung kann somit stückelos erfolgen, also ohne Übergabe von Effektenurkunden. Sie erfolgt also nur aufgrund von Bunchungen, ähnlich dem bargeldlosen Zahlungsverkehr.
Bei einem Effektenlombardkredit gibt ein Aktien- oder Anleihenbesitzer seiner Bank seine Wertpapiere als Sicherheit, um einen Kredit zu erhalten. Um das Risiko der Bank zu verringern, werden Effekten, die als Sicherheit übertragen werden, je nach Bonität nur mit einem bestimmten Prozentsatz als Sicherheit angerechnet (Anleihen bis zu 80% und Aktien bis zu 50%). Siehe auch: Beleihungswert.
Unter Eigenfinanzierung versteht man die Finanzierung durch eigene Mittel (Gewinnthesaurierung) und durch Beteiligungskapital.
Unter Eigenhandel fallen die Wertpapiergeschäfte einer Bank, die sie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung vornimmt. Beim Eigenhandel tritt die Bank selber als Anleger auf mit dem Ziel, ihre liquiden Mittel durch erfolgreiches Umschichten zu vermehren und somit ihren Gesamtgewinn zu erhöhen.
Vgl.: Kassakurs.
Die Einkommensteuer stellt eine Personensteuer, die als Gemeinschaftssteuer sowohl dem Bund als auch den Ländern zufließt. Alle natürlichen Personen, die im Inland ihren Wohnsitz haben, sind uneingeschränkt einkommensteuerpflichtig. Von der Einkommensteuer werden nur erfaßt: Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, die Einkünfte aus Gewerbebetrieb, die Einkünfte aus selbständiger Arbeit, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, die Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, sonstige Einkünfte nach § 23 EstG. Bei den übrigen Einkommensarten sind die Überschußeinkünfte (Einnahmen abzüglich Werbungskosten) zu versteuern. Letztlich sind von dem Einkommen noch die außergewöhnlichen Belastungen, die Sonderausgaben und die diversen Freibeträge abzuziehen. Das sich dann ergebende Einkommen ist das zu versteuernde Einkommen. Nach § 25 EstG wird die Einkommensteuer jährlich veranlagt. Die Entrichtung der Steuer erfolgt durch Vorauszahlungen (z.B. Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer). Die Höhe der Steuer ergibt sich in Deutschland anhand eines sogenannten Formeltarifs aus den Einkommensteuertabellen.
Dies ist ein geldpolitisches Instrument des Europäischen System der Zentralbanken(ESZB), das den Banken die kontinuierliche Möglichkeit bietet, Zentralbankguthaben bis zum nächsten Geschäftstag (Übernachtguthaben) zu einem vorgegebenen Zinssatz bei den nationalen Zentralbanken anzulegen. Der Zinssatz für diese ständige Fazilität bildet im Allgemeinen die Untergrenze für den Tagesgeldsatz am Geldmarkt (Zinskanal) und ist somit neben den Zinssätzen für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und das Hauptrefinanzierungsgeschäft einer der Leitzinsen des ESZB. Im Rahmen der Geldmarktsteuerung durch die Bundesbank wurde diese Funktion früher in etwa vom Diskontsatz übernommen.
Bezeichnung für eine Börse, an der Marktteilnehmer mit Hilfe von Computern Börsengeschäfte abschließen. Es sind 3 Arten von Computerbörsen zu unterscheiden: (1) Computerunterstützter Handel: Der Handel erfolgt auf Basis mündlicher Absprachen zwischen den Markteilnehmern. Zur Weiterleitung von Aufträgen an die Börse oder zur Abwicklung der abgeschlossenen Aufträge werden Computer eingesetzt. (2) Computergestützter Handel: Computer werden hier als Informationssystem von Kursen, nachgefragter oder angebotener Stückzahlen angewendet. Der eigentliche Handel erfolgt jedoch nicht über das Computersystem. Durch die Computersysteme wird die Information der Marktteilnehmer verbessert. (3) Computerhandel: Marktteilnehmer kommunizieren nicht mehr telefonisch oder direkt, sondern nur noch über Computersysteme. Kursverhandlungen und Handelsabschlüsse erfolgen durch Eingabe entsprechender Signale in den Computer. Weitestgehend realisiert ist der Comuterhandel bei der Eurex. Als wesentliche Vorteile des Computerhandels werden perfekte Abwicklung, kurze Reaktionszeiten, flexible Märkte und die Internationalisierung des Handels genannt. Kritiker bemängeln insbesondere die Anonymität des Handels.
Bezeichnung für Börsen in Ländern, die an der Schwellle zur Industrienation stehen. Dazu zählen aktuell: Bulgarien, Griechenland, Island, Polen, Rußland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Zypern. Oft weisen diese Börsen zwar höhere Wachstumsraten auf. Der Einfluß größerer Transaktionen wirkt sich jedoch stärker auf die Entwicklung der Kurse aus, da sie eine geringe Liquidität aufweisen.
Ein Emissionsinstitut ist ein Kreditinstitut, das die Emission eines Wertpapiers durchführt.
Ein Bankenkonsortium, das Wertpapieremissionen begleitet. Es besteht aus mehreren Banken, wovon eine als Konsortialführer fungiert. Der Erfolg einer Emission hängt sehr stark von der Plazierungskraft der Konsortialbanken ab.
Der Emissionspreis ist der vom Emittenten festgelegte Preis, zu dem der Wert offiziell zu beziehen ist. An den nachfolgenden Börsentagen wird dann der Kurs wie üblich durch Angebot Nachfrage bestimmt.
Als enge Märkte werden solche mit geringem Umsatz bezeichnet. Hierfür kann es mehrere Ursachen geben: Es gibt nur sehr wenige Papiere, die sich im Streubesitz befinden, oder die Gesamtemission ist sehr begrenzt. Bereits kleine Orders können aufgrund der mangelnden Liquidität zu stärkeren Kursausschlägen führen.
Regelt Höhe und Häufigkeit regelmäßiger Auszahlungen zwischen einem Anleger und einer Investmentgesellschaft.
Der Euro OverNight Index Average ist ein effektiver Zins, der über Nacht errechnet wird. Er ist ein gewichteter Durchschnitt aller Übernacht-Leihtransaktionen im Interbanken-Handel und wird innerhalb der Euro-Länder von den teilnehmenden Banken herausgegeben.
Die Erfüllungsgarantie der Clearing-Stelle dient den Marktteilnehmern am Terminmarkt als Sicherheit, daß alle Terminkontrakte auch vollständig abgewickelt werden.
Der Eröffnungskurs ist der erste Kurs im variablen Handel, der nach Eröffnung des Börsenhandels festgestellt wird.
Das bedeutet bei Wertpapieren, daß ein Ereignis bereits von den Marktteilnehmern vor dem Eintreten dieses Ereignisses in den Kursen vorweggenommen wurde. Spekulieren Anleger etwa auf eine Unternehmensfusion, steigen die Notierungen der AGs u. U. schon vorher an, da diese Entwicklung vor dem eigentlichen Zusammenschluß in den Kursen vorweggenommen (=antizipiert oder eskomptiert) wurde.
Europäisches System der Zentralbanken. Im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zu errichtender Verbund, der aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Zentralbanken der Mitgliedstaaten besteht. Das ESZB nimmt die Hoheitsrechte im Bereich der Geld- und Währungspolitik für die Mitgliedstaaten der Währungsunion wahr. Vorrangiges Ziel des ESZB ist die Gewährleistung der Preisstabilität.
Abkürzung für European Exchange. Gemeinsame Plattform für Handel und Clearing der Deutschen European Exchange. Elektronische Terminbörse, die aus dem Zusammenschluß der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Swiss Options and Financial Furures Exchange (SOFFEX) am 28. September 1998 entstanden ist. An der EUREX werden Futures und Optionen gehandelt. Sie bildet eine gemeinsame Plattform für Handel und Clearing der DTB und der SOFFEX mit einheitlicher technologischer Basis und harmonisierten Regelwerk. Die Deutsche Börse AG und die Schweizer Börse sind zu jeweils 50% beteiligt.
Euro Interbank Offered Rate ist der Zinssatz, zu dem europäische Banken untereinander Einlagen mit festgelegter Laufzeit innerhalb Europas anbieten.
Name der einheitlichen Währung im Rahmen der Europäischen Währungsunion. Der Euro löste zum 01.01.1999 die Einheit ECU ab. Anders als die ECU, die als Korbwährung berechnet wurde und kein gesetzliches Zahlungsmittel darstellte, ist der Euro eine selbständige Währung, deren Kurs sich frei am Markt bildet. Seit dem 01.01.1999 ist der Euro die gemeinsame Währung aller Teilnehmerstaaten der Währungsunion. Seit Anfang 1999 begann eine parallele Preisauszeichnung in der Landeswährung und in Euro, sowie die Umstellung des Buchgeldes von der Landeswährung auf Euro.
Dies sind Guthaben nicht-amerikanischer Anleger in US-Dollar für Transaktionen außerhalb der USA.
Dieser Index wird durch den Dow Jones-Verlag herausgegeben. Er umfaßt die 650 wichtigsten Unternehmen aus den EWU-Teilnehmerstaaten.
Europäische Zentralbank - Zentralnotenbank der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Errichtung erfolgte, nachdem entschieden wurde, welche Länder an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen. Im Rahmen der Europäischen Währungsunion haben die Teilnehmerstaaten mit dem 01.01.1999 ihe geldpolitische Souveränität verloren und an die EZB übertragen. Oberstes Gebot der EZB ist die Sicherung der Stabilität des Preisniveaus in der Währungsunion. Sie bestimmt und entscheidet über geldpolitische Strategien und Instrumente in der Währungsunion. Vorbild für den institutionellen Rahmen der Geld- und Währungspolitik ist das deutsche Bundesbankgesetz. Kernelemente des Statuts der EZB sind: - die Verpflichtung auf das Ziel der Preisniveaustabilität - die Unabhängigkeit von politischen Weisungen - das Verbot der Finanzierung öffentlicher Defizite - die Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der Gemeinschaft, soweit dies nicht dem Ziel der Preisniveaustabilität entgegensteht. Siehe auch: ESZB
EWS I (bis 1999): Das Europäische Währungssystem bezieht sich auf die Währungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das EWS regelt die Wechselkurse zwischen den jeweiligen Währungen und soll ein hohe Stabilität dieser Kurse gewährleisten. Die Kurse durften in einer engen Bandbreite schwanken und mußten von allen beteiligten Notenbanken bei Verlassen dieser Bandbreite gestützt werden. Das EWS I wurde durch die EWU (Europäische Währungsunion) und das EWS II abgelöst. EWS II : Am 01.01.1999 wurde das EWS II eingeführt. Ziel des EWS II ist es die nicht teilnehmenden europäischen Staaten an die EWU heranzuführen. Die Teilnahme am EWS II ist freiwillig.
Engl. : "economic value added". Wertmarge multipliziert mit dem von einem Unternehmen innerhalb einer Periode eingesetzten Kapitals.
Das EWI (Europäisches Währungsinstitut) wurde 1994 gegründet und leitete die zweite Phase der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ein. Ziel und Hauptaufgabe des EWI war es, die notwendigen Vorbedingungen für die Europäische Währungsunion zu schaffen: Intensivierung der Kooperation zwischen den Zentralbanken, Stärkung der geldpolitischen Koordinierung mit dem Ziel der Preisstabilität in den einzelnen EWU-Teilnehmerstaaten und die Vorbereitung der künftigen Geldpolitik der EWU. Das EWI war Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB) und des ESZB. Es ging mit Einführung der EZB zum 01.01.1999 unter. Das EWI ist Vorläufer der EZB und des ESZB.
Bezeichnung für einen Rentenwert ohne Laufzeitbegrenzung.
Europäisches Währungssystem
Dieser Kurshinweis besagt, daß es sich um die erste Notiz auf das aus Gesellschaftsmitteln berichtigte Aktienkapital handelt.
Dieser Kurshinweis besagt, daß es sich um die erste Kursnotiz nach Abschlag Bezugsrechts handelt.
Dieser Kurshinweis besagt, daß es sich um die erste Kursnotiz nach der Zahlung der Dividende (Dividendenabschlag) handelt.
Der Wert eines Optionsschein ist als fair anzusehen, sofern der innere Wert die Differenz zwischen aktuellem Kurs des Underlying und des Basispreises adäquat widergibt. Dies ist der Fall, sofern diese Differenz genau mit der Prämie des Optionsscheines übereinstimmt. Die Prämie wird nach der Black-Scholes-Formel ermittelt. Ob der Wert wirklich fair ist, lässt sich allerdings erst am Ausübungstag mit Sicherheit bestimmen. Käufer und Verkäufer entstehen im Vergleich zu einem entsprechenden Kassageschäft keine Vor- oder Nachteile.
Das Fälligkeitsdatum gibt an, wann der Basiswert eines Terminkontrakts zur Lieferung fällig wird. Eine Lieferung kann vermieden werden, wenn die Position vor dem Fälligkeitsdatum glattgestellt wird.
Der Fälligkeitsmonat gibt in den Kontraktspezifikationen an, wann eine Lieferung des Basiswerts stattzufinden hat.
Terminkontrakte haben einen jeweils spezifischen Fälligkeitszyklus. Dieser kann z.B. monatlich oder vierteljährlich sein.
Seit 1961 von der Frankfurter Allgemeine Zeitung herausgegebener Aktienindex. Unter diesem Index werden Kurse von 100 Aktiengesellschaften erfaßt, die in Frankfurt variabel gehandelt werden und ein ausreichend großes Grundkapital besitzen Der FAZ Aktienindex verfügt über mehrere Subindices, die nach Branchen segmentiert sind. Insgesamt sind derzeit 357 Werte enthalten.
1994 eingeführter Aktien-Index der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Der Index setzt sich aus 167 an deutschen Börsen im amtlichen Markt oder geregelten Markt gehandelten Aktien zusammen. Es werden 12 Branchenindices gebildet, die der Systematik des FAZ-Aktienindex folgen.
= Federal Reserve Bank. Notenbank der USA. siehe auch: Beige Book
Englisch: hostile take-over. So wird die Kaufabsicht eines Interessenten bezeichnet, die im ersten Schritt nicht offiziell erfolgt. Der Kaufinteressent versucht durch verdeckten, sukzessiven Kauf von Aktien am Sekundärmarkt ein entsprechend hohes Aktienpaket aufzubauen. Ist das Aktienpaket groß genug, unterbreitet das kaufwillige Unternehmen den verbleibenden Aktionären des zu übernehmenden Unternehmens gegen den Willen des Managements dieses Unternehmens eine Abfindungsofferte, die über dem Börsenkurs der Aktien des zu übernehmenden Unternehmens liegt. Oftmals werden feindliche Übernahmen durchgeführt, wenn eine AG an der Börse unterbewertet ist und die Stillen Reserven o.ä. nach Aufdeckung zur Finanzierung der Übernahme verwendet werden können.
Eine Börsenentwicklung wird als fester beschrieben, wenn die Kursnotierungen stark oder sehr stark (Zuwachs etwa zwischen 1,0 bis 2,0% / über 2%) zugelegt haben. Gegenteil: schwächer / schwach.
Als Festgeld bezeichnet man Geldeinlagen von natürlichen oder juristischen Personen. Handelt es sich um Kreditinstitute, so hat das Festgeld eine festgesetzte Laufzeit und einen fixen Zinssatz.
Mittel- und lanfristige Schuldverschreibungen, die von der öffentlichen Hand, bestimmten Banken, Staaten und größeren Industrieunternehmen ausgegeben werden. Im Gegensatz zu Aktien, durch die der Investor Eigentumsanteile erwirbt, hat man bei festverzinslichen Wertpapieren als Geldgeber lediglich Anspruch auf Zinsen und spätere Tilgung. Zahlungen für festverzinsliche Wertpapiere haben bei Emittenten obersten Vorrang, da ihre Nichterfüllung zum Konkurs führen kann, während Aktionäre generell keinen Anspruch auf eine Dividendenzahlung haben. Festverzinsliche Wertpapiere gibt es in unterschiedlichen Währungen, Zahlungs- und Tilgungsmodalitäten sowie Laufzeiten.
Ein FOK-Order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem XETRA. Die Ausführung des Auftrags (fill)erfolgt nur,wenn die Anteile in der festgelegten Stückzahl gekauft oder verkauft werden können. Kann die Stückzahl nicht abgedeckt werden, so wird der Auftrag zurückgerufen (kill). FOK-Aufträge finden üblicherweise dann Anwendung, wenn ein Kunde die Tramsaktion einer größeren Menge von Anlagepapieren anstrebt, um Preisänderungen zu erwirken.
Financial Futures sind Terminkontrakte auf Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Devisen, Indices und Edelmetalle. Der Unterschied zum traditionellen Terminkontrakt besteht darin, daß Financial Futures nicht grundsätzlich auf die Erfüllung des Vertrages ausgelegt sind. In den meisten Fällen wird vor Ablauf des Kontraktes eine Stornierung, d.h. ein Gegengeschäft getätigt. Es muß dann nur noch ein sich eventuell ergebender Differenzbetrag gezahlt werden.
Siehe: Financial Futures.
Finanzierungsschätze des Bundes sind nicht börsennotierte Finanzierungspapiere mit festen Laufzeiten von 1 oder 2 Jahren, die vom Bund ausgegeben werden. Die kleinste Stückelung beträgt EUR 500. Der Anlagehöchstbetrag pro Person beträgt EUR 250.000. Jeder außer einem Kreditinstitut kann sie erwerben. Ein Verkauf bzw. vorzeitige Rückgabe ist nicht möglich. Die Verzinsung erfolgt durch Zinsabzug (Diskont) vom Nominalwert(Abzinsungspapier). Dies bedeutet, daß der Anleger einen Betrag unter 100% einzahlt und am Laufzeitende 100% zurückgezahlt werden.
Institutionen, die neben den Geschäftsbanken auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten zwischen Geldangebot und -nachfrage vermitteln. Finanzintermediäre sind in der Regel Versicherungsgesellschaften, Kapitalanlagegesellschaften, Bausparkassen etc.
Das dritte Änderungsgesetz verbessert die Börsenaufsicht, verkürzt aber auch Haftungsfristen zu Lasten der Anleger deutlich. So verjährt fehlerhafte Anlageberatung künftig nach drei und nicht erst nach 30 Jahren. Zugleich werden neue Fondstypen wie Dachfonds und ein Altersvorsorge-Sondervermögen geschaffen.
Flexible Wechselkurse sind kommen durch Marktverhältnisse frei zustande. Sie erhalten keine durch vorgegebene Bandbreiten zugesicherte Unterstützung.
Der englische Begriff beschreibt variabel verzinsliche Wertpapiere (Laufzeit 3 Monate bis 20 Jahre), bei denen der Coupon, d.h. die Verzinsung, variabel gestaltet ist und meist einem Referenzzinssatz angepaßt wird. Die Anpassung erfolgt meist alle 6 Monate an die Geldmarktverhältnisse. Z.B. werden FRNs auf den LIBOR oder EURIBOR emittiert, mit einem Aufschlag auf den dort gehandelten Zins und mit einer bestimmten Laufzeit. In Phasen mit inverser Zinsstruktur ist die Anlage von Geldern auf dem Geldmarkt besonders lukrativ, da die Renditen hier höher liegen als bei Anlagen mit längerer Zinsbindung. Dies führt in Zeiten inverser Zinsstrukturkurven zu einer verstärkten Nachfrage nach variabel verzinslichen Anleihen.
Aufgrund starker Zinsschwankungen ist es für viele Investoren wichtig, ein aktives Zinsmanagement zu betreiben. Insbesondere Investoren mit variabel verzinslichen Anlagen (z.B. FRN) sind bei fallenden Zinsen erheblichen Ertragsrisiken ausgesetzt. Eine Möglichkeit zur Begrenzung dieser Risiken stellt die Vereinbarung einer festen Zinsuntergrenze dar, der sogenannte Floor. Er bildet das Gegenstück zum Cap. Ein Floor ist ein Zinsoptionsgeschäft, bei dem eine vertragliche Vereinbarung einer Zinsuntergrenze eingegangen wird, bezogen auf einen zugrundeliegenden nominellen Kapitalbetrag. Der Käufer erwirbt gegen Zahlung einer Prämie das Recht, vom Verkäufer des Floors die Differenz zur Zinsuntergrenze zu erhalten, falls der Referenzzinssatz (z.B. 3 Monats-LIBOR) die vereinbarte Zinsuntergrenze an einem Zinsfestlegungstermin unterschreitet. Dadurch sichert sich der Investor eine Mindestrendite in Höhe des Floor-Basispreises abzüglich der Prämienzahlung.
Anleihe, deren Zinszahlungen in einer anderen Währung erfolgen als die, in der sie emittiert worden ist.
Wertpapiere mit regelmäßig hohen Umsätzen können von der Börsengeschäftsführung zum Handel mit fortlaufenden Notierungen (variabler Handel) zugelassen werden. Für diese Papiere können während der Börsenzeit jederzeit Kurse festgesetzt werden. Jedes Papier kann mehrmals an einem Börsentag notiert werden. Zu Beginn der Börsenzeit werden Anfangskurse und gegen Ende der Börse Schlußkurse festgestellt. In jüngerer Vergangenheit sind von einigen Börsen die Mindestschlüsse im variablen Aktienhandel aufgehoben worden. Dort sind Aktien unabhängig vom Nennwert als Einzelstücke handelbar. Insbesondere für den Neuen Markt können ggf. besondere Bestimmungen gelten. Gegensatz: Einheitskurse oder Kassa-Kurs.
Ein in der Zukunft zahlungswirksam werdendes Geschäft, welches durch die aktuelle Zinsstruktur bestimmt wird.
Freie Makler wickeln die Kauf- und Verkaufsorders im Freiverkehr ab. Ein Freimakler handelt sowohl im Auftrag von Privatkunden als auch von Banken und darf, im Gegensatz zum amtlichen Makler, auch auf eigene Rechnung Wertpapiere handeln. Freimakler müssen für die Ausübung ihrer Tätigkeit eine Zulassung an der Börse besitzen.
Seit dem 1. Mai 1987 durch Zusammenfassung der bis dahin existierenden Marktsegmente "geregelter Freiverkehr" und "ungeregelter Freiverkehr" neu entstandenes Börsensegment. Gegenüber dem amtlichen Handel und dem Geregelten Markt gibt es hier deutlich erleichterte Zulassungsvoraussetzungen. Über die Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr entscheidet ein besonderer Ausschuß an der jeweiligen Börse. Es erfolgt keine förmliche Zulassung zum Handel. Im Gegensatz zum amtlichen Handel und Geregelten Markt erfolgt die Aufnahme in den Freiverkehr nicht auf Antrag des Unternehmens, sondern aufgrund eines seitens der Freimakler vermuteten Handlungsbedarfs. Der Emittent kann der Einbeziehung allerdings widersprechen.
Deckung eines Kapitalbedarfs mit Hilfe von Fremdkapital.
Fremdkapital ist durch Kreditaufnahme extern beschafftes Kapital.
Eine Börsenentwicklung wird als freundlich beschrieben, wenn die Kursnotierungen moderat (Zuwachs etwa zwischen 0,25 und 1,0%) zugelegt haben. Gegenteil: leichter.
Frankfurt Stock Exchange.
Abkürzung für den Financial Times Stock Exchange 100-Aktienindex. Er beinhaltet die 100 größten Aktienwerte Groß Britanniens.
Siehe: Dachfonds
Eine Fusion bedeutet den Zusammenschluß von zwei oder mehreren bisher selbständiger Unternehmen. Ziele von Fusionen sind z. B. Rationalisierung, Verbreiterung der Angebotspalette, Sicherung von Beschaffungs- oder Absatzmärkten, Wettbewerbsaspekte, Sanierung oder steuerliche Aspekte. Bei einer Fusion kauft entweder ein Unternehmen ein anderes und gliedert es ein, oder beide Unternehmen gründen ein neues Gemeinschaftsunternehmen (z.B. Daimler / Chrysler). Der Zusammenschluß größerer Unternehmen muß in Deutschland dem Bundeskartellamt angezeigt werden, u. a. dann, wenn dadurch ein Markanteil von mind. 20% erreicht wird.
Futures-Fonds zählen zu den Exoten unter den in Deutschland gehandelten Fondsarten. Diese Art des Investmentfonds legt die Gelder seiner Kunden in Futures an, die je nach Anlagegrundsätzen, zum Bezug eines Wertpapierindex, Devisen, Anleihen oder Waren berechtigen. Futures-Fonds zeichnen sich durch hohe Kursschwankungen aus und richten sich zum einen an renditeorientierte, risikofreudige Anleger und zum anderen an Anleger, die mit Hilfe eines solchen Engagements ihre bestehenden Wertpapierdepots absichern möchten. Sie können neben Finacial Futures auch Warentermingeschäfte beinhalten
Einschußzahlung auf einen Terminkontrakt
Ein Future ist ein Terminkontrakt auf ein bestimmtes Gut. Terminkontrakte auf Waren werden Commodity Futures, solche auf Aktien, Anleihen, Indices und Währungen Financial Futures genannt. Futures verpflichten den Käufer, zu einem festgelegten Termin Waren oder Finanzprodukte zu beziehen. Ist man einen Future short, d.h. hat man einen Future verkauft, so ist man zur Lieferung des entsprechenden Underlyings verpflichtet. Die Verpflichtung, etwas zu liefern und eine Lieferung anzunehmen kann man nur umgehen, indem man die Position glattstellt.
An einer Futures-Börse werden Terminkontrakte auf Waren (Commodities) oder Finanzprodukte (Financials) gehandelt. Die Futures-Börse dient zwei Anlegergruppen. Die eine benutzt Terminkontrakte, um sich gegen Kursverluste abzusichern. Die andere, weitaus größere Gruppe spekuliert. An Futures-Börsen sind folgende Geschäfte möglich: Kauf oder Leerverkauf von Futures, der Kauf (oder Leerverkauf) von Calls oder Puts auf Futures.
Diese Kennzahl gibt die Sensitivität des Deltas bezüglich des Underlying-Kurses an. Es besteht eine hohe Delta-Elastizität im Bereich von am Geld (at the money) liegenden Optionsscheinen. Mathematisch drückt das Gamma das Verhältnis zwischen der Veränderung des Options-Deltas und der Veränderung des Aktienkurses aus.
Ein Gap (engl.: Lücke) in einem Chart kommt zustande, wenn zwischen zwei Handelstagen der Kurssprung so groß ausfällt, daß der Kurs am zweiten Tag deutlich über oder unter der Tagesbandbreite des Vortags liegt.
Diese Fonds garantieren eine Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Ende ihrer Laufzeit. Die Garantie soll das Kursrisiko von Aktienmärkten begrenzen.
= Delta
Markt für kurzfristige Guthaben bzw. kurzfristige Kredite. Nach der Laufzeit unterscheidet man Tagesgeld (bis 24 Stunden), tägliches Geld (täglich kündbar), Monatsgeld, Dreimonatsgeld und weitere Formen. Die Geldmarktsätze als Zinssätze werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt und variieren je nach Laufzeit. Der Geldmarkt spielt eine wichtige Rolle bei der Liquiditätsbeschaffung der Banken.
Geldmenge ist der Oberbegriff für mehrere Kennzahlen der Bundesbank, die zur Messung des in der Volkswirtschaft zirkulierenden Geldes dienen. Die wichtigsten Geldmengezahlen sind: M1 (=Bargeldumlauf ohne Kassenbestände der Banken, aber inkl. Sichteinlagen inländischer Nichtbanken); M2 (=M1 plus Termingelder inländischer Nichtbanken mit Laufzeiten unter vier Jahren); M3 (=M2 plus Spareinlagen inländischer Nichtbanken mit gesetzlicher Kündigungsfrist).
Ein Genußschein ist ein Wertpapier, bei dem der Käufer als Fremdkapitalgeber fungiert und berechtigt ist, am Gewinn zu partizipieren. Im Gegensatz zu einer Anleihe ist bei einem Genußschein die Ausschüttung abhängig vom erwirtschafteten Gewinn der AG. Diese Ausschüttung ist in guten Zeiten meist höher als bei festverzinslichen Wertpapieren. Im Gegensatz zu einer Aktie gehen mit dem Besitz eines Genußscheins keine Stimmrechte einher. Trotzdem besitzen sie Eigenkapitalcharakter. Folgende vier Genußscheintypen gibt es: (1) Festverzinsliche Wertpapiere mit Beteiligung am Verlust (2) Genußscheine mit Mindesausschüttung sowie dividendenabhängigem Bonus (3) Genußscheine mit vollkommen dividendenabhängiger Ausschüttung (4) Genußscheine mit renditeabhängiger Ausschüttung, wobei sich die Rendite aus dem Verhältnis von Bezugsergebnis zu Bezugskapital zusammensetzt. Außerdem existieren Genußscheine mit Options- und Wandelrechten.
Mit Wirkung vom 1. Mai 1987 sind geregelter und ungeregelter Freiverkehr zu dem einheitlichen Börsensegment Freiverkehr zusammengefaßt worden. Im Freiverkehr wickeln Freimakler die Orders ab.
Zwischen dem amtlichen Handel und dem Freiverkehr angesiedeltes Börsensegment. Der Geregelte Markt soll solchen Unternehmen die Eigenkapitalbeschaffung ermöglichen, die die Anforderungen des amtlichen Marktes nicht erfüllen, ihre Aktien jedoch öffentlich unter Aufsicht des Börsenrats notieren lassen wollen. Außerdem soll der Geregelte Markt Unternehmen als Vorstufe zum amtlichen Markt dienen. Der Börsenrat der FWB Frankfurter Wertpapierbörse hat am 19. November 2002 eine neue Segmentierung des Aktienmarktes an der FWB beschlossen. Mit der Neustrukturierung, die mit der Börsenordnung zum 01. Januar 2003 in Kraft tritt, entstehen für Aktien und aktienvertretende Zertifikate die beiden neuen Börsenzulassungssegmente General Standard und Prime Standard.
Die Gesamtfälligkeit beschreibt den Termin, zu dem ein geschuldeter Betrag auf einen Schlag zurückerstattet werden muß.
Das Dokument gehört zu den wichtigsten Informationsquellen für den Anleger,aus dem der Aktionär neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auch zahlreiche Informationen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung einer AG, die Erfolge einzelner Geschäftszweige etc. ableiten und eine Kauf-, Warte- oder Verkaufsentscheidung treffen kann. Ein Geschäftsbericht beinhaltete früher die Komponenten "Erläuterungs- und Ergänzungsbericht einer Aktiengesellschaft zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" und bildete den Jahresabschluß einer AG. Nach dem Bilanzrichtliniengesetz wurde der Geschäftsbericht durch den Lagebericht und den Anhang zum Jahresabschluß ersetzt.
Zeitraum von maximal 12 Monaten, für den eine Unternehmung einen Jahresabschluß erstellen muß.
Ein geschlossener Fonds wird zu einem festen Termin mit einer vorher definierten Anzahl von Zertifikaten herausgegeben. Vorher wird das Investmentobjekt festgelegt. Die Anteile könnten nur von der Fondsgesellschaft zurückgekauft werden, was in der Praxis ungebräuchlich ist. Die Rückzahlung der Anteile erfolgt durch Auflösung, z.B. durch Verkauf des Investmentobjekts.
Kennzahl bei der Bewertung von Wertpapieren. Sie ermöglicht eine Aussage über die Ertragskraft eines Unternehmens. Beim Vergleich unterschiedlicher Aktiengesellschaften mit Hilfe des Gewinn-je-Aktie-Wertes beeinflussen unterschiedliche Kapitalstrukturen den Wert. Anstelle des ausgewiesenen Bilanzgewinns wird in Deutschland der Gewinn verwendet, der nach der sog. DVFA ?Formel ermittelt wird.
Als Gewinnmitnahmen werden Verkäufe von Aktionären bezeichnet, die nach einem Kursanstieg die Kursgewinne realisieren, da sie sich ihrer Beständigkeit nicht sicher sind.
Rücklagen können gemäß § 272 HGB aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres gebildet werden. Gewinnrücklagen dürfen ausschließlich aus diesem Ergebnis gebildet werden. Dies unterscheidet Gewinnrücklagen von Kapitalrücklagen, die dem Unternehmen von außen zugeführt werden. Sie dienen u.a. der sogenannten Innenfinanzierung.
Siehe: Break-Even-Preis
Art der Wertpapierverwahrung. Die Wertpapiere werden auf Konten erfaßt und bei einer Wertpapiersammelbank verwahrt.
Bezeichnung für Kauf bzw. Verkauf von Wertpapier- oder Devisenbeständen eines Händlers, um eine bestehende Verpflichtung durch ein Gegengeschäft auszugleichen.
Bezeichnung für die Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit anschließender Aufnahme an einer Wertpapierbörse. Auch Neuaufnahme einer Aktiengesellschaft an einer Wertpapierbörse ohne vorherige Börsennotierung.
Auftrag gültig bis auf Widerruf.
Aktiengesellschaft, der von Schweizer Aktiengesellschaften neben einer Dividende gewährt werden kann. Der Aktionär hat die Möglichkeit, innerhalb eines vordefinierten Zeitraums unter Vorlage einer bestimmten Anzahl von Gratisoptionen und Zuzahlung eines Betrages eine neue (junge) Aktie des Unternehmens zu erwerben.
Darunter versteht man die Kurse von vorbörslich gehandelten Wertpapieren, die aufgrund des Verhältnisses von Angebot/ Nachfrage von seiten institutioneller Anleger, von Freimaklern festgelegt werden. Da der vorbörsliche Handel nicht nicht der Börsenaufsicht unterliegt, wird im Allgemeinen vor der Manipulation durch Dritte gewarnt.
Dies ist der umgangssprachliche Ausdruck für den US-Dollar. Er erklärt sich aus dem grünen Hintergrund der Dollar-Noten.
Im Bookbuildingverfahren bei Neuemissionen angewandte Sondervereinbarung. Sollte die Nachfage das Emissionsvolumen überschreiten, werden dem Konsortium Mehrzuteilungen zu den ursprünglichen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Ein Greenshoe ist also eine Plazierungsreserve, die zunächst nicht zum Verkauf steht, und die Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre zur Verfügung stellt.
Siehe: Aktienkapital.
Bezeichnung für frei konvertierbare Währungen. Harte Währungen zeichnen sich i. d. R. durch niedrige Inflationsraten innerhalb des Landes und durch Leistungsbilanzüberschüsse des betreffenden Landes aus.
Siehe: Rechenschaftsbericht
An den deutschen Börsen in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Stuttgart, München und im elektronischen Xetrahandel werden Aktien und Optionsscheine zwischen 9.00 Uhr und 20.00 Uhr gehandelt. Die Handelszeiten für Renten sind in Stuttgart, Hannover und Frankfurt von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der Handel mit Renten beginnt in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Bremen um 9.00 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Den Rentenhandel schließt München um 13.30 Uhr. Auf dem elektronischen Xetra-System werden Renten von 8.00 Uhr bis 17.30 Uhr umgesetzt. Die letzten Orders werden an den Handelsplätzen bis wenige Minuten vor Ende der Börsenhandelszeiten angenommen.
Dies ist der Haupttender der Europäischen Zentralbank. Es ist ein regelmäßiges Offenmarktgeschäft des Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) in Form einer befristeten Transaktion zur wiederholten, kürzerfristigen Bereitstellung von Bankenliquidität. Hauptrefinanzierungsgeschäfte werden im Wege wöchentlicher Standardtender mit vierzehntägiger Laufzeit durchgeführt. Sie sind das wichtigste geldpolitische Instrument des ESZB, mit dem es die Zinsen und die Liquidität am Geldmarkt steuert und Signale über ihren geldpolitischen Kurs gibt. Von daher ist der Zinssatz auf das Hauptrefinanzierungsgeschäft auch ein Leitzins. Im Rahmen der Geldsteuerung der Bundesbank wurde diese Aufgabe weitestgehend vom Wertpapierpensionsgeschäft übernommen.
Versammlung der Aktionäre und Organ der AG. Jeder Aktionär hat das Recht zur Teilnahme an der HV "seines" Unternehmens und zur Stimmabgabe. Er besitzt kein Recht zur Stimmabgabe, wenn er Inhaber stimmrechstloser Vorzugsaktien ist. Die HV wird durch den Vorstand mit einer Frist von mind. 1 Monat einberufen. Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sollen an der HV teilnehmen. Die Hauptversammlung findet regelmäßig jährlich statt ("ordentliche Hauptversammlung"). Auf der HV werden normalerweise der Aufsichtsrat und der Vorstand entlastet, über die Gewinnverwendung abgestimmt, der Abschlußprüfer bestellt und es wird über wichtige unternehmenspolitische Fragen entschieden (Übernahmen, Kapitalerhöhungen etc.). In dringenden Fällen kann eine außerordentliche Hauptversammlung anberaumt werden.
Eine Hausse bezeichnet einen länger anhaltenden Kursanstieg an der Börse, der sich über den gesamten Aktienmarkt oder zumindest wichtige Teilbereiche dieser Märkte erstreckt und sich nicht nur auf einzelne Papiere beschränkt. Gegenteil: Baisse.
Siehe: Bull-Spread
Haussiers sind Anleger, die aufgrund ihrer optimistischen Einstellung gegenüber der weiteren Kursentwicklung der Börse Long-Positionen z. T. auch auf Kredit aufbauen, d.h. entweder Optionen oder Wertpapiere auf steigende Notierungen kaufen oder Shortpositionen verkaufen.
Wird zur Bewertung von Optionen und Optionsscheinen herangezogen. Es ist der Faktor, um den die Option oder der Optionsschein stärker fällt oder steigt als das Basisinstrument (z. B. Aktie). Ein Hebel von 4 bedeutet z. B., daß der Optionsscheinkurs theoretisch um 4 Punkte steigen/fallen muß, wenn der Kurs der zugrundeliegenden Aktie um 1 Punkt steigt oder fällt. Der Hebel wird unterteilt in Gearing (einfacher oder normaler Hebel) und Leverage (theoretischer Hebel).
Als Hedgegeschäft bezeichnet man allgemein den Aufbau einer Gegenposition zu einem bestehenden Geschäft in der selben Geschäftsart. Dies dient insbesondere der Risikoabsicherung, zum Beispiel im Devisenhandel.
Wert, der die Anzahl der notwendigen Kontrakte zur Absicherung einer offenen Kassaposition definiert. Er wird ermittelt, indem man den Wert der offenen Kassaposition durch den Gesamtkontraktwert (ggf. multipliziert mit dem Adjustierungsfaktor) dividiert. Siehe auch Hedge.
Darunter wird der Aufbau einer abgesicherten Position bei einem unsicheren Geschäft verstanden. Siehe absichern.
Darunter versteht man die Börse, die sich im geographischen Umfeld der Zentrale eines Unternehmens befindet.
Die historische Volatilität wird auf der Grundlage von historischen Preisschwankungen ermittelt.
Siehe: immediate or cancel
Eine Holding ist eine organisatorische Einheit, die mehrere Unternehmensbeteiligungen verwaltet, jedoch keinen eigenen Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Ihre ökonomische Aktivität erstreckt sich auf Erwerb und Verwaltung der Vermögensanteile der von ihr beherrschten Unternehmen. Die rechtliche Selbständigkeit der beherrschten Unternehmen bleibt nach außen erhalten, während sie wirtschaftlich weitgehend oder ganz auf die Holding übergeht. Rechtsform ist meist die AG.
Siehe: Hauptversammlung.
Eine Hypothek ist eine dingliche Belastung eines Grundstücks durch Eintragung in das Grundbuch. Der Begünstigte hat ein Pfandrecht auf das Grundstück in Höhe seiner Forderung. Die Hypothek ist im Gegensatz zur Grundschuld zu dieser Forderung akzessorisch (d.h. von dieser abhängig), so daß die Hypothek dem Gläubiger immer nur in Höhe der zugrundeliegenden Forderung zusteht und Einreden gegen die Forderung auch gegen die Hypothek geltend gemacht werden können.
Hypothekenbanken sind Kreditinstitute, die sich auf das Beleihen von Grundstücken spezialisiert haben. Die Refinanzierung der Hypothekenkredite erfolgt durch Hypothekenpfandbriefe.
Hypothekenpfandbriefe sind Schuldverschreibungen von Hypothekenbanken zur Refinanzierung ihrer Hypothekenkredite. Hypothekenpfandbriefe sind mündelsicher, lombardfähig, deckungsstockfähig und sparprämienbegünstigt.
Abkürzung für: in Abwicklung / in Liquidation. Die Abwicklung findet nach Auflösung (Liquidation) der Aktiengesellschaft statt. Die Gläubigerforderungen werden aus dem Erlös der Vermögensgegenstände befriedigt, der verbleibende Rest wird unter den Aktionären aufgeteilt. Gründe für eine Liquidation sind u.a. nach § 260 Abs. 1 AktG ein Hauptversammlungsbeschluß oder die Eröffnung eines Konkursverfahrens.
Abkürzung für: in Liquidation. Siehe: i.A.
International Accounting Standards; IAS ist eine vom IAS-Committe (IASC) ausgegebene Rechnungslegungsnorm ohne Rechtsverbindlichkeit, geleitet vom Ziel der Harmonisierung von Rechnungslegungspraktiken, umihre Aussagefähigkeit zu verbessern. Die international anerkannte IAS erfahren zunehmende Verbreitung. Zu den Unterschieden gegenüber der deutschen Rechnungslegung vgl. US-GAAP.
Wichtigster spanischer Aktienindex. Er umfaßt die 35 wichtigsten und meist-kapitalisierten spanischen Unternehmen.
Abkürzung für: Integriertes Börsenhandels- und Informationssystem. IBIS wurde 1997 durch Xetra abgelöst. Siehe: Xetra
IOC- oder auch hit-order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem XETRA, bei der der Auftrag bei Markteintritt unabhängig von der Deckung der Stückzahl sofort ausgeführt werden muß. Nicht ausgeführte Teile werden annuliert.
Dieser Index fungiert als Benchmark für österreichische Immobilien und enthält die bedeutendsten, an der Wiener Börse notierten Immobilienwertpapiere. Diese besitzen in Relation zu anderen Aktien eine kontinuierliche Wertentwicklung und eine geringere Volatilität. Der Startwert betrug am 2.1.1996 155,47 Punkte.
Immobilienfonds investieren das Geld der Fonds-Anleger in Immobilien. Dabei handelt es sich um eine Beteiligung an Sachwerten. Ausschüttungen auf Immobilienzertifikate werden i. d. R. aus Mieteinnahmen aus dem Fondsbesitz erwirtschaftet. Darüber hinaus sind Wertzuwächse des Fondsvermögens möglich. Immobilienzertifikate sind insbesondere für Anleger mit hoher Steuerprogression geeignet. Die Anteile können über Banken ge- und verkauft werden.
Kaufoption, deren Basispreis unter dem aktuellen Preis des Basisobjektes (Underlyings) bzw. Verkaufsoption, deren Basispreis über dem aktuellen Preis des Basisobjekts (Underlyings) notiert. Durch Ausübung einer Im-Geld-Kaufoption kann das Basisobjekt günstiger erworben werden als bei einem Kauf über die Kassabörse. Dabei ist jedoch die Optionsprämie zu berücksichtigen. Gegenteil: Out-of-the-money-Option.
Siehe: IFA
Siehe: Aktienindex.
Dieser Fondstyp setzt sich aus einer Auswahl verschiedener Indices zusammen.
Ein Indossament ist eine schriftliche Übertragungserklärung, durch die Orderpapiere (z. B. Namensaktien) von einem Eigentümer auf den Käufer übertragen werden und der Käufer somit die Rechte an der Urkunde erhält.
Alle festverzinslichen Wertpapiere, die von Industrieunternehmen emittiert werden.
Als Inflation bezeichnet man den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Formen der Inflation: - schleichende Inflation - offene Inflation - galoppierende Inflation.
Inhaberaktien stellen den Großteil der in Deutschland gehandelten Aktien dar. Die Bezeichnung "Inhaber" bezieht sich darauf, daß der Inhaber der Aktie alle mit ihr verbundenen Rechte (Dividendenanspruch, Stimmrecht) wahrnehmen kann. Inhaberaktien sind deshalb leicht durch Einigung und Übergabe übertragbar.
Sicherheitseinlage, die der Käufer und der Verkäufer bei Eröffnung eines Terminkontraktes beim Clearing-house hinterlegen müssen. Die Höhe richtet sich nach Laufzeit und Volatilität des Terminkontraktes. Vergleiche: Einschuß.
Das "erste öffentliche Angebot" bedeutet, daß die Aktien eines Unternehmens im Zuge einer Kapitalerhöhung oder Umplazierung zum ersten Mal am Aktienmarkt angeboten werden. Damit hängen die allgemeine Börsenzulassung und die Börsennotierung zusammen. Die Neuemission dient dem Unternehmen zur Beschaffung von Risikokapital zur Finanzierung verschiedener Bereiche.
Im Rahmen einer Innenfinanzierung stellt sich das Unternehmen Kapital zur Verfügung, das es selbst geschaffen hat. Dieses Kapital kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, besonders aus Mobilmachung von eigenen Gewinnen, dem Verkauf von Unternehmensteilen und der Finanzierung aus Abschreibungen.
Der innere Wert ist der Betrag, den der Inhaber eines Optionsscheins bei sofortiger Ausübung realisieren kann. Der innere Wert kann keinen negativen Wert besitzen, denn der Inhaber eines Optionsscheines ist nicht zur Ausübung verpflichtet. Der innere Wert einer Option ist der Gewinn, der dann verbleibt, wenn man die Ausübung einer im Geld liegenden Option unterstellen und das gelieferte Basisgut sofort wieder verkaufen würde.
Der innere Werte einer Aktie wird meist als Ertrags- oder Substanzwert errechnet. Bei dem Ertragswert werden sie zukünftigen Erträge kapitalisiert; zur Berechnung des Substanzwertes werden das bilanzierte Nettovermögen (Buchwert) und die (geschätzten) stillen Reserven herangezogen. Diese ermittelten Werte werden dann durch die Anzahl der emittierten Aktien der AG geteilt. Im Rahmen der Fundamentalanalyse gelten Aktien als kaufenswert, deren innerer Wert unter dem des aktuellen Aktienkurses liegt. Innerer Wert pro Aktie = (Nettovermögen + stille Reserven) / Anzahl der Aktien.
Insidergeschäfte sind Handelsaktivitäten von Insidern, die auf deren Wissensvorsprung basieren und eine Reaktion des Marktes auf diese Information vorwegnehmen. Insidern ist es nach dem WpHG verboten (1) unter Ausnutzung ihrer Kenntnis von einer Insider-Tatsache Insider-Papiere für eigene oder fremde Rechnung oder für einen anderen zu erwerben oder zu veräußern (2) einem anderen eine Insider-Tatsache unbefugt mitzuteilen oder zugänglich zu machen (3) einem anderen auf der Grundlage ihrer Kenntnis von einer Insider-Tatsache den Erwerb oder die Veräußerung von Insider-Papieren zu empfehlen.
Zu den Insiderregeln gehören die Insider-Handelsrichtlinien und die Berater- und Händlerrichtlinien. In den USA wird der Verstoß gegen Insiderregeln hart geahndet (Bußgelder, Haftstrafen, Handelslizenz-Entzug etc.). Auch in Deutschland ist ein Verstoß seit der Einführung des Wertpapierhandelsgesetzes 1994 strafbar und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Siehe hierzu auch § 38 Wertpapierhandelsgesetz.
Als Insolvenz wird die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens bezeichnet. Kann ein Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit auf Dauer nicht vermeiden, kommt es zur Eröffnung eines gerichtlich angeordneten Vergleichs- bzw. Konkursverfahrens, das seit 1999 in der neuen Insolvenzordnung geregelt ist.
Als institutionelle Anleger werden Kapitalsammelstellen bezeichnet. Hierzu zählen Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc., aber auch Unternehmen, die ihre Pensionskassen in Wertpapieren anlegen oder ihre Fremdwährungsbestände absichern.
Dieser Zusatz bei Wertpapieraufträgen ermächtigt den Händler, selbständig Limite zu setzen und den Marktentwicklungen anzupassen oder einen Auftrag in mehreren Tranchen und ggf. über mehrere Tage zu verteilen. Interessewahrende Aufträge werden i. d. R. ohne Limitzusatz erteilt.
Interventionspunkte markieren ein Limit, zu dem Notenbanken zu Interventionen am Devisenmarkt verpflichtet sind. Dies bezieht sich auf Wechselkurse, für die die Einhaltung einer Bandbreite festgelegt ist. Eine Intervention, also der An- oder Verkauf von Devisen findet statt, wenn eine Währung eine obere oder untere Handelsspannbreite durchbrochen hat oder zu durchbrechen droht.
Kauf und Verkauf einer Wertpapier- oder Devisenposition innerhalb eines Börsentages. Siehe: Trading.
Der Inventarwert eines Investmentfonds setzt sich aus den im Fonds befindlichen Wertpapieren und den Barmitteln zusammen. Aus dem Inventarwert werden der Ausgabe- und Rücknahmepreis bei den open-end-Fonds errechnet. Die Verwaltung oder die Treuhandbank ermittelt den Inventarwert bei den deutschen offenen Fonds, indem sie die Nominalwerte der im Fonds enthaltenen Wertpapiere mit ihren jeweiligen Kursen multipliziert. Wenn der Inventarwert durch die Anzahl der umlaufenden Anteilscheine geteilt wird, entsteht der Inventarwert pro Anteilschein.
In der Regel notieren langfristige festverzinsliche Wertpapiere mit höheren Renditen als kurzfristige. Infolge von überproportionaler Kapitalnachfrage nach Papieren mit kurzer Laufzeit kann deren Verzinsung über die der langfristigen Papiere ansteigen. Dieser Zustand wird als inverser Markt oder inverse Zinsstruktur bezeichnet. In Deutschland fand dies zuletzt nach der Wiedervereinigung statt, als die öffentliche Hand und private Unternehmen einen hohen kurzfristigen Kapitalbedarf zur Finanzierung der Investitionen in den neuen Bundesländern hatten.
Als Investmentbanking bezeichnet man Bankdienstleistungen, die sich im wesentlichen mit Wertpapiergeschäften befassen. Das Aufgabenfeld ist hierbei weit gesteckt. Investmentbanker entwickeln neue Finanzinstrumente, bewerten Unternehmen, begleiten Firmen bei Fusionen und bringen Neulinge an die Börse.
Bei Investmentfonds wird das Fondsvermögen von Fachleuten (Investmentgesellschaft) angelegt und verwaltet. Die Anleger dieser Fonds erhalten Anteilsscheine am Fondsvermögen. Erwirtschaftet ein Investmentfonds Erträge aus Kursgewinnen, Dividenden, Zinsen etc., werden diese in der Regel an die Anteilseigener ausgeschüttet. Bei thesaurierenden Fonds werden diese Erträge reinvestiert, was sich im Wertanstieg des Fondsanteils niederschlägt.
Investmentgesellschaften sind Unternehmen, die Kapital von Anlegern sammeln, um dieses auf bestimmten Märkten (in- und/oder ausländische Wertpapiere, Geldmarktpapiere, Immobilien, Beteiligungen) zu investieren. Auf der anderen Seite werden kleingestückelte Anteilscheine (Investmentzertifikate bzw. -anteile) ausgegeben, durch deren Erwerb die Inhaber mit geringem Kapitaleinsatz anteilig zu Miteigentümern am Fondsvermögen werden.
Beschreibt das Verhalten eines börsennotierten Unternehmens gegenüber seinen Gesellschaftern.
Siehe: Initial Public Offering
= International Security Identification Number. Diese zehnstellige Ziffer enthät am Anfang zusätzlich ein Länderkürzel (DE = Deutschland, CH = Schweiz etc.) und dient der internationalen Identifikation von Wertpapieren.
Die Form des Jahresabschlusses wird durch das Handelsgesetzbuch HGB in den § 264 ff vorgeschrieben. Der Jahresabschluß umfaßt sowohl die Bilanz, als auch eine Gewinn- und Verlustrechnung. Weitere Bestandteile des Jahresabschlusses sind der Lagebericht und Anhang. Der Jahresabschluß wird am Ende eines jeden Geschäftsjahres erstellt und dient zur genauen Ermittlung der monetären Situation einer Unternehmung.
Der Jahresüberschuß entspricht dem Gewinn eines Unternehmens nach dem Handelsrecht. Er kann bei einer Erhöhung der Gewinnrücklagen einer AG (teilweise) im Unternehmen verbleiben oder im Rahmen einer Dividendenzahlung an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Über die Verwendung des Jahresüberschusses entscheidet die Hauptversammlung einer AG.
Als Joint Ventures bezeichnet man Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, i.d.R. die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.
Bezeichnung für Anleihen, deren Emissionsvolumen i.d.R. Losgrößen von 1 Mrd. Mark übersteigen (und sich durch besondere Marktpflege auszeichnen.)
Als junge Aktien gelten solche, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft emittiert werden. Junge Aktien werden zuerst den Altaktionären angeboten, die infolge Ihrer Bezugsrechte ein Vorkaufsrecht besitzen. Üben die Aktionäre ihre Bezugsrechte nicht aus, so werden die verbliebenen jungen Aktien an der Börse gehandelt, bis diese den Status (volle Dividendenberechtigung) der "Altaktien" erreicht haben. Gegenteil: alte Aktien.
Rechtsgebilde, das einer natürlichen Person gleichgestellt ist, also ebenfalls Rechte erwerben und Pflichten haben kann, d. h. rechtsfähig ist. Juristische Personen sind Personen- oder Sachgesamtheiten, die zusammengeschlossen werden, um die Rechtsfähigkeit zu erlangen. Es gibt juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechts. Juristische Personen des privaten Rechts sind der eingetragene Verein (eV), die eingetragene Genossenschaft (eG), die Aktiengesellschaft (AG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Juristische Personen des öffentlichen Rechts sind die Körperschaften (z.B. Bund, Länder, Gemeinden), Anstalten (z.B. Deutsche Bundesbank) und Stiftungen (z.B. Stiftung Preußischer Kulturbesitz) des öffentlichen Rechts.
Abkürzung für Kapitalanlagegesellschaft
Kapitalbeteiligungsgesellschaften verhelfen kapitalintensiven kleinen und mittelständischen Unternehmen über Beteiligungen zu einem Zugang zum Kapitalmarkt. Durch die Zuführung von Eigenkapital sollen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, ihre Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten besser auszunutzen.
Als Kapitalerhöhung gilt die Erhöhung des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft, i. d. R. durch Emission von neuen Aktien oder durch Gesellschaftsmittel. Durch die Bezugsrechte können die Altaktionäre durch eine Beteiligung an der Kapitalerhöhung (Kauf neuer, zusätzlicher Aktien) ihre prozentuale Beteiligung an der AG halten. Bei einer Kapitalerhöhung, die durch eine Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital erfolgt, erhalten die Altaktionäre sogenannte Berichtigungsaktien. Eine Kapitalerhöhung kann bei einer Hauptversammlung nur dann genehmigt werden, wenn mindestens 3/4 der vertretenen stimmberechtigten Aktionäre dieser Maßnahme zustimmen.
Die Kapitalertragsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, der im Direktabzugsverfahren erhoben wird (geregelt in § 43 EStG). Der Direktabzug findet statt bei Erträgen aus Aktien, Genußscheinen, GmbH- und anderen Gesellschaftsanteilen, Zinsen aus Hypotheken und Grundschulden, Lebensversicherungen und seit den letzten Jahren auch auf sonstige Zinseinkünfte (z.B. aus Sparguthaben, festverzinslichen Wertpapieren, usw.). Der Abzug beträgt bei Dividenden 25 %, bei Zinsen 30 %, für bestimmte Kapitalerträge sogar bis zu 42,85 %. Bei Dividendenzahlungen erfolgt der Abzug direkt von der Ausschüttung ihrer Dividende, bei Zinszahlungen werden die Zinsen vorab vom Schuldner entsprechend gekürzt und an das Finanzamt abgeführt. Steuerpflichtige, die voraussichtlich nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden, können sich vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung ausstellen lassen und so den Steuerabzug vermeiden. Das gleiche kann erreicht werden, indem der Gläubiger einen Freistellungsauftrag an den Schuldner der Kapitalerträge (z.B. die Bank) erteilt. Dies setzt jedoch voraus, daß der maßgebliche Freibetrag für Kapitalerträge von derzeit 1.370 EUR (bei Eheleuten 2.740 Euro) durch die Summe der Freistellungsaufträge nicht überschritten wird (§ 44 a EStG).
Die Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft haften nicht mit ihrem privaten Vermögen, sondern nur mit dem von ihnen eingebrachten Kapital. Im Vordergrund steht also nicht die persönliche Mitarbeit, sondern die Kapitalbeteiligung. Die Kapitalgesellschaft selbst ist eine juristische Person, sie verfügt also über eine eigene Rechtsfähigkeit und ein fixes Nominalkapital. Typisch für diese Gesellschaftsform sind Aktiengesellschaft und GmbH. Als Geschäftsführung sind besondere, gesetzlich bestimmte Organe notwendig.
Diese Aktion führt bei Kapitalgesellschaften zur Herabsetzung des Grund- bzw. Stammkapitals. Bei Aktiengesellschaften kann eine Kapitalherabsetzung durch drei verschiedene Maßnahmen erfolgen: a) ordentliche Kapitalherabsetzung (Teilliquidation) b) vereinfachte Kapitalherabsetzung (dient der Sanierung) c) Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien Der aus der Kapitalherabsetzung frei werdende Betrag ist in der GuV- Rechnung auszuweisen. In jedem Fall ist eine Dreiviertelmehrheit der Aktionäre im Rahmen eines Hauptversammlungsbeschlusses notwendig.
Als Kapitalverwässerung bezeichnet man eine Situation, bei der eine Verschlechterung des Verhältnisses von Unternehmenswert und Aktienkapital eintritt. Dies ist i.d.R. bei der Begebung von Gratisaktien und jungen Aktien der Fall, wenn der Kurs der neuen Aktien unter dem der alten liegt. Bei einer Kapitalverwässerung werden Rücklagen der Gesellschaft aufgelöst. Im Zuge der o.g. Emission verringert sich der innere Wert der Aktie. Eine solche Maßnahme kann dann sinnvoll sein, wenn der Kurs der Aktie so hoch ist, daß ihre Fungibilität eingeschränkt ist.
Bei diesen Fonds ist die Anzahl der ausgegebenen Anteile nicht begrenzt.
Arbitrageure nutzen temporäre Kursdifferenzen zwischen dem Termin- und dem Kassamarkt aus. Dieses Investitionsverhalten wird Kassa-Futures-Arbitrage genannt.
Bei dem amtlichen Handel ist zwischen dem Einheitsmarkt und dem variablen Markt zu differenzieren. Beide Märkte zusammen stehen dem Terminmarkt gegenüber. Bei Kassageschäften erfolgen Erfüllung, also Lieferung und Abnahme der Wertpapiere sowie Bezahlung sofort, d.h. nach deutschen Börsenusancen: am 2. Werktag nach Geschäftsabschluß.
Von Banken oder öffentlichen Institutionen emittierte festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von meist bis zu vier Jahren werden als Kassenobligationen bezeichnet. Sie zählen zu den Geldmarktpapieren und sind lombardfähig. Wegen der großen Stückelung kommen als Abnehmer nur Großanleger (Kapitalsammelstellen) in Frage. Der Handel von Kassenobligationen findet im Freiverkehr statt.
Kassenvereine sind Aktiengesellschaften, deren Gesellschafter i. d. R. Banken oder Börsen sind. Sie dienen dem Wertpapiergiroverkehr und der Verwahrung von Wertpapieren. Für die Banken entfällt somit bei einem Kauf oder Verkauf von Aktien das eigentliche Verschicken der Wertpapiere; sie werden vom Kassenverein verwaltet und dem jeweiligen Besitzer bis zum Weiterverkauf gutgeschrieben. siehe auch: Deutsche Börse Clearing AG
Siehe: Call.
Kennzahlen ermöglichen i.d.R. die Interpretation betriebswirtschaftlicher Sachverhalte (Ertragskraft, Produktivität, Wirtschaftlichkeit etc. eines Unternehmens).
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist ein Kriterium zur Beurteilung von Aktien. Es errechnet sich aus dem Aktienkurs dividiert durch den erwarteten, um außerordentliche Einflüsse bereinigten Gewinn. Je höher das KGV, desto teurer das Wertpapier.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer AG zur aktuellen Börsenbewertung steht. Es errechnet sich aus dem Kurs geteilt durch Jahresüberschuß (oder geschätzter Gewinn) pro Aktie. Bei einem niedrigen KGV gilt eine Aktie als günstig, bei einem hohen KGV als ungünstig. Wachstumswerte können aufgrund der großen Zukunftschancen trotz hohem KGV weiterhin ein hohes Potential vorweisen. Bei Verlusten kann sebstverständlich kein KGV ermittelt werden. Analysten betrachten nicht nur das aktuelle KGV, sondern schätzen den künftigen Börsenkurs aufgrund von Gewinnvorhersagen.
Abkürzung für: Kurs Informations Service System. KISS übermittelt die Kurse aller an der FWB gehandelten Wertpapiere in Echtzeit Die Kurse können um Zusatzinformationen, wie Zusätze für Kursabweichungen, Dividendenabschläge u.ä. ergänzt werden. Die Kurseingabe erfolgt durch den jeweiligen Kursmakler.
Nach der Legaldefinition des § 278 I Aktiengesetz ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter - Komplementäraktionär) und die übrigen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
Dies ist ein Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, der nur bis zur Höhe seiner Einlagen haftet.
Bei Kommissionsgeschäften werden Wertpapiere im eigenen Namen, aber auf fremde Rechnung gehandelt. Kauf- und Verkaufsaufträge der Kunden für Wertpapiere werden von den Banken regelmäßig als Kommissionsgeschäfte ausgeführt. Als Käufer oder Verkäufer tritt also die Bank auf. Sie handelt im eigenen Namen, also nicht als Vertreter des Kunden, das Geschäft wird jedoch auf seine Rechnung getätigt. Der Kunde hat alle Vor- und Nachteile des Geschäfts zu tragen. Er erhält die gekauften Wertpapiere und hat den Kaufpreis sowie Gebühren und Auslagen zu tragen. Der Kommissionär (die Bank) hat die Weisungen des Kommittenten (des Kunden) zu befolgen.
Festverzinsliche Wertpapiere, die der Finanzierung von Kommunen (Städten, Gemeinden etc.) dienen.
Ehemalige Bezeichnung für Öffentliche Pfandbriefe.
Eine Kompensation im Wertpapiergeschäft bedeutet, daß eine Bank die Abwicklung von Käufen und Verkäufen des selben Wertpapiers ohne die Börse durchführt. In Deutschland haben sich die Banken freiwillig verpflichtet, im Rahmen des Börsenzwangs auch solche Order über die Börse auszuführen, für die eine Kompensation möglich ist. Eine Kompensation ist nur erlaubt, wenn der Kunde dies ausdrücklich gestattet. Siehe: Börsenzwang
Dies ist der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft.
Dies ist ein gerichtlich geregeltes Verfahren zur anteiligen Befriedigung aller Gläubiger durch Zwangsvollstreckung des Vermögens. Voraussetzung ist die Vermutung dauerhafter Zahlungsunfähigkeit nach § 102 (2) KO (Konkursordnung). Der Konkurs kann durch ein Vergleichsverfahren abgewendet werden.
Als Konsolidierung bezeichnet man das Nachgeben von Aktienkursen nach einem u.U. starken, vorangegangenen Kursanstieg. Eine Konsolidierung bewirkt einen Rückgang oder auch eine Seitwärtsbewegung der Kurse.
Siehe: Konsortium
Das führende Institut im Rahmen eines Emissions-Konsortiums. Es ist mit der Führung des Konsortiums und der Abwicklung der Emission betraut. Der Konsortialführer plaziert den Großteil der Emission. Der mit dem Schuldner seitens der Konsortialführung abgeschlossene Konsortialvertrag ist für das gesamte Konsortium verbindlich. Konsortialführer erhalten eine besondere Führungsprovision.
= Liefermonat. Der Kontraktmonat gibt an, in welchem Monat ein Future zu erfüllen ist.
Bei einer Konversion wird eine bestehende Anleihe in eine andere umgewandelt. Die neue Anleihe hat andere Zins- oder Tilgungskonditionen. Dieser Vorgang ist nur zulässig. wenn der Anleiheeigener der Konversion zustimmt oder wenn er bei Weigerung eine vorzeitige Rückzahlung seines Anleihebetrags erhält.
Bei einer inneren Konvertibilität kann die eigene Währung nur eingeschränkt gegen eine fremde Währung eingetauscht werden. Insbesondere schwache Währungen sollen somit geschützt werden, indem die Notenbank nur so viel Fremdwährungseinheiten für Auslandskäufe zur Verfügung stellt, wie sie durch den Devisentausch einnimmt.
Möglichkeit, Geld bzw. Devisen verschiedener Länder untereinander zum geltenden Kurs frei austauschen zu können. Jeder Besitzer von Devisen oder Zahlungsmitteln besitzt das Recht, diese unbeschränkt ohne Rücksicht auf den Verwendungszweck gegen andere in- oder ausländische Zahlungsmittel umtauschen zu können. Die Konvertibilität kann beschränkt werden, z. B. zu Ungunsten des Inlands oder zu Ungunsten des Auslands oder bzgl. des Verwendungszwecks. Uneingeschränkte Konvertibilität haben nur wenige Staaten realisiert. Volle oder beschränkte Konvertibilität ist ein wichtiges Kriterium für Möglichkeiten und Risiken der Kapitalanlage in ausländischen Werten.
Siehe: Konvertibilität
Konzerne bestehen aus einem herrschenden oder mehreren abhängigen Unternehmen unter einheitlicher Leitung des herrschenden Unternehmens. Die einzelnen Unternehmen bleiben rechtlich unabhängig, stehen aber wirtschaftlich unter der gemeinsamen Leitung des herrschenden Unternehmens. Konzerne entstehen meist durch gegenseitige Beteiligung oder durch Einrichtung einer Dachgesellschaft, einer sogenannten Holding. Trust ist ein Konzern mit Marktbeherrschungsabsichten. Konzernformen: - horizontaler Konzern: Zusammenschluß von Unternehmen der gleichen Produktionsstufe - vertikaler Konzern: Zusammenschluß von Unternehmen aus verschiedenen Produktionsstufen - diagonaler Konzern: Zusammenschluß von Unternehmen aus verschiedenen Branchen
Steuer in Höhe von derzeit 56%, die von Aktiengesellschaften und von anderen juristischenPersonen auf den Ausschüttungsbetrag zu leisten ist. Um eine doppelte Besteuerung bei der Aktiengesellschaft und beim Aktionär zu vermeiden, erhält der Anleger zusätzlich zu seiner Bardividende eine Steuergutschrift von 9/16 des Dividendenbetrags; dies ist der Betrag der ihm gewissermaßen als Steuervorauszahlung auf seine eigene Einkommensteuer angerechnet wird.
Juristische Personen (AG) zahlen statt der Einkommensteuer die Körperschaftssteuer an den Staat. Werden nun Dividenden an Anleger als natürliche Personen ausgeschüttet, bekommen diese den auf die Dividende entfallenden Anteil an Körperschaftssteuer vom Staat zurückerstattet (Körperschaftssteuergutschrift).
Mit der Korrelation bzw. mit dem Korrelationskoeffizienten wird der lineare Zusammenhang von zwei Merkmalen gemessen. Es geht darum, Beziehungen zwischen den beiden Merkmalen aufzudecken, diese Beziehungen zu quantifizieren und anschliessend zu testen. Der Grad des Zusammenhangs wird mit dem Korrelationskoeffizienten gemessen. Der Korrelationskoeffizient ist eine normierte statistische Grösse und bewegt sich zwischen +1 (vollkommen positiver Zusammenhang) und -1 (vollkommen negativer Zusammenhang). Beträgt er 0, so besteht kein Zusammenhang zwischen den beiden Merkmalen.
Vorallem in der Schweiz verwendeter Begriff: Kotierung bedeutet die Zulassung eines Wertpapiers zum amtlichen Handel.
Als Kulisse bezeichnet man Marktteilnehmer, die sich beruflich auf eigene Rechnung am Börsenmarkt beteiligen. Dazu zählen u.a. Händler, Arbitrageure und Market Maker. Sie bilden einen wichtigen Teil des Börsenhandels, da sie regelmäßig und mit hohen Volumina handeln und somit zur Gesamtliquidität des Marktes beitragen.
Diese nachzahlungspflichtige Dividende wird fällig, wenn eine Dividendenzahlung ausfällt. Es wird dann in den Folgeperioden eine Nachzahlung vorgenommen.
Siehe: Coupon.
Kennzahl der Fundamentalanalyse. Das Verhältnis des Aktienkurses zum Cash Flow dient als Indikator zur Liquiditätsbestimmung eines Unternehmens.
Siehe: Abschlag.
Die Aussetzung der Kursnotiz kann aufgrund von fehlender Nachfrage oder Angebote zustande kommen. Ferner können außergewöhnliche Kursverluste, Verdacht auf Insidertrading und ähnliche extreme Situationen zur Aussetzung führen.
Das Kursblatt ist das amtliche Verzeichnis der Kurse an der entsprechenden Börse und wird börsentäglich publiziert. Hier werden alle Kursnotierungen der entsprechenden Börse veröffentlicht. Jede der acht deutschen Börsen gibt dieses amtliche Organ heraus.
Bei Wertpapieren, deren Börsenpreis amtlich festgestellt wird, erfolgt die Kursfeststellung durch Kursmakler. Als Börsenpreis ist derjenige festzustellen, der der wirklichen Geschäftslage des Handels an der Börse entspricht. Der Kursmakler hat alle zum Zeitpunkt der Feststellung vorliegenden Aufträge bei ihrer Ausführung gleich zu behandeln. Die Börsenpreise und die ihnen zugrundeliegenden Umsätze sind den Handelsteilnehmern bekanntzumachen. Die Kursfeststellung erfolgt dadurch, daß alle offenen Kauf- und Verkaufsorders gegenübergestellt werden und i. d. R. der Kurs mit dem daraus resultierenden höchsten Umsatz festgestellt wird.
Ein Kursindex gibt die reine Kursentwicklung eines Aktien-(oder Renten-)korbes bezogen auf eine bestimmte Basis (z.b. 100 oder 1000) zu einem bestimmten Basiszeitpunkt an. Bei Aktien-Kursindizes erfolgt, anders als bei den Performanceindizes, keine Bereinigung um Kapitalveränderungen und Dividendenzahlungen. Bei Renten-Kursindizes weren die Zinserträge außer Acht gelassen. Zu vielen Indizes werden sowohl der Kursindex als auch der Performanceindex (z. B. DAX, CDAX, DAX100) berechnet. Im Börsenalltag werden i. d. R. Performanceindizes verwendet. Siehe: Aktienindex.
Bestimmte Finanztitel werden in einer Liste zusammengefaßt, z.B. im DAX 30.
Kursmakler sind amtlich bestellte und vereidigte Handelsmakler, die an den Wertpapierbörsen die Börsenpreise amtlich festzustellen haben. Bestellung, Vereidigung und Entlassung erfolgt durch die Börsenaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der Kursmaklerkammer. Mit dem Ziel einer auch im Anlegerinteresse stehenden Förderung der Liquidität wurde den Kursmaklern eine Ausweitung der Handelsaktivitäten durch das Zweite Finanzmarktförderungsgesetz gestattet. So dürfen Makler nunmehr Eigen- und Aufgabegeschäfte auch dann tätigen, wenn marktnah limitierte Aufträge fehlen, die Marktlage nicht ausgeglichen ist oder die vorliegenden unlimitierten Aufträge zu nicht marktgerechten Preisen vermittelt werden können. Die vom Kursmakler vorgenommenen Käufe oder Verkäufe dürfen jedoch nicht tendenzverstärkend wirken. Der Börsenaufsicht obliegt die Aufgabe zu kontrollieren, ob die Geschäfte unter Einhaltung des Neutralitätsgrundsatzes getätigt wurden. Vergleiche: Freimakler
Als Kurspflege bezeichnet man einen Vorgang, bei dem Marktteilnehmer versuchen, ein Wertpapier durch Käufe oder Verkäufe auf einem bestimmten Niveau oder innerhalb einer bestimten Bandbreite zu halten. So sollen allzu starke Kursausschläge vermieden werden. Kurspflege wird i. d. R. von den Konsortialbanken vorgenommen, die auch die Emission und die Börseneinführung der betreffenden Wertpapiere durchgeführt haben.
Kurssicherung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Vermeidung von Wechselkursverlusten bei Devisengeschäften. Maßnahmen von Importeuren und Exporteuren sowie im grenzüberschreitenden Geld- und Kapitalanlagegeschäft zur Sicherung gegen schwankende Devisenkurse, vor allem durch Devisengeschäfte.
Die Kurstaxe ist der von einem Makler mündlich geschätzte Kurs für ein Wertpapier, um die Kursfeststellung vorzubereiten. Sie ist vom Taxkurs zu unterscheiden, der als Kurshinweis veröffentlicht wird.
Wert eines Wertpapiers aufgrund des Börsenkurses bzw. einer bestimmten Position an Wertpapieren an einem bestimmten Tag. Wird der Kurs in % des Nennwerts (festverzinsliche Wertpapiere) angegeben, errechnet er sich aus: Kurswert = (Nennbetrag x Kurs) / 100 Der Kurswert ist insbesondere maßgeblich für die steuerliche Bewertung von Aktien.
Kurszusätze sind Bemerkungen der Makler zu einem durch sie festgestellten Börsenkurs. Sie geben dem Anleger nähere Informationen über die Börsennotierung und sollen einer besseren Einschätzung der aktuellen Marktlage in dem jeweiligen Papier dienen. Ferner sollen sie einen möglichst vollständigen Überblick über die Marktlage geben. Im einzelnen erklärt § 30 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse bestimmte Zusätze und Hinweise als verbindlich, die auch im Geregelten Markt und im Freiverkehr angewendet werden. Diese geben an, inwieweit die zum festgestellten Kurs limitierten Kauf- und Verkaufsaufträge (Limit) ausgeführt werden konnten. In Deutschland gibt es folgende Kurszusätze: 1. b oder Kurs ohne Zusatz = bezahlt: Alle Aufträge sind ausgeführt. 2. bG = bezahlt und Geld: Die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge müssen nicht vollständig ausgeführt sein; es bestand weitere Nachfrage. 3. bB = bezahlt und Brief: Die zum festgestellten Kurs limitierten Verkaufsaufträge müssen nicht vollständig ausgeführt sein; es bestand weiteres Angebot. 4. ebG = etwas bezahlt und Geld: Die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. 5. ebB = etwas bezahlt und Brief: Die zum festgestellten Kurs limitierten Verkaufsaufträge konnten nur zu einem geringen Teil ausgeführt werden. 6. ratG = rationiert Geld: Die zum Kurs und darüber limitierten sowie die unlimitierten Kaufaufträge konnten nur beschränkt ausgeführt werden. 7. ratB = rationiert Brief: Die zum Kurs und niedriger limitierten sowie die unlimitierten Verkaufsaufträge konnten nur beschränkt ausgeführt werden. 8. * = Sternchen: Kleine Beträge konnten nicht gehandelt werden. Bei den Kurszusätzen der Ziffern 1 bis 5 müssen zu den festgestellten Kursen außer den nicht limitierten Kauf- und Verkaufsaufträgen alle über dem festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge und alle unter dem festgestellten Kurs limitierten Verkaufsaufträge ausgeführt sein. Im Freiverkehr wird durch ein besonderes Zeichen (x) darauf hingewiesen, daß in einem Wertpapier nur bestimmte Stückelungen handelbar waren. Kurshinweise: > G = Geld: Zu diesem Preis bestand nur Nachfrage. > B = Brief: Zu diesem Preis bestand nur Angebot. > - = gestrichen: In bestimmten Situationen kann die Marktlage durch eine »gestrichene« Notiz ausgewiesen werden. Diese Möglichkeit ist vorwiegend bei marktengen Papieren anwendbar, wenn a) weder Angebot noch Nachfrage vorliegen oder b) kleinste Beträge bestens angeboten oder billigst gesucht sind, deswegen aber eine Kursermäßigung bzw. -erhöhung nicht vertretbar erscheint. Zusätze zur »gestrichen« Notiz sind möglich und kennzeichnen die im Moment der Kursfeststellung bestehende Tendenz, ohne daß daraus ein verbindlicher Schluß auf die Kurse des nächsten Börsentages abgeleitet werden könnte. > - G = gestrichen Geld: Eine ledigliche Nachfrage (evtl. kleines Angebot) ermöglichte auch auf höherer Basis keine »bezahlt«-Notiz oder keine vertretbare Rationierung. > - B = gestrichen Brief: Nur Angebot (evtl. kleine Nachfrage) ermöglichte auch auf niedrigerer Basis keine »bezahlt«-Notiz oder keine vertretbare Rationierung. > - T = gestrichen Taxe: Ein Kurs konnte nicht festgestellt werden; der Preis ist geschätzt. Eine »gestrichen Taxe«-Notiz muß immer im Rückblick auf die Vortagsnotiz gesehen werden. Ist die Taxe höher als der Vortagskurs, drückt sie starke Nachfrage ohne nennenswertes Angebot aus. Die Taxe dient einerseits zur Information über ein neues Kursniveau, andererseits ermöglicht sie das Heranführen des Kurses an eine durch die veränderte Orderlage sich ergebende neue Kursbasis. > exD = ohne Dividende: Erste Notiz unter Dividendenabschlag. > exBR = ohne Bezugsrecht: Erste Notiz unter Bezugsrechtsabschlag. 9. exBA = ohne Berichtigungsaktien: Erste Notiz nach Umstellung des Kurses auf das aus Gesellschaftsmitteln berichtigte Aktienkapital (Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln). > - Z = gestrichen Ziehung: Bei Renten ist die Notiz an den beiden der Auslosung vorangehenden Börsentagen auszusetzen. Am zweiten Börsentag nach dem Ziehungstag wird die Kursnotierung mit dem Zusatz »exZ« wieder aufgenommen. > exZ = ausgenommen Ziehung: Der notierte Kurs versteht sich für die nicht ausgelosten Stücke. Der Hinweis ist nur am Tag der Wiederaufnahme der Notierung zu verwenden. Plus- und Minusankündigung.
Bei einem Kux handelt es sich um einen nennwertlosen Anteil an einer bergrechtlichen Gewerkschaft. Dieser stellt dann ein Anteil am Vermögen der Gewerkschaft dar.
Aktiengesellschaften sind nach dem Handelsgesetzbuch HBG zum Erstellen eines Lageberichtes verpflichtet. Er ist Bestandteil des Jahresabschlusses. Er gibt nähere Auskunft über die laufende Geschäftstätigkeit und -entwicklungen des Unternehmens.
Das Lamda ist ein Maß für die Elastizität einer Option auf Preisveränderungen des Basiswertes (Underlying). Sie errechnet sich aus der prozentualen Veränderung eines Optionspreises dividiert durch die prozentuale Veränderung des Basispreises.
Sammelanleihe mehrerer Bundesländer mit sehr großem Emissionsvolumen (mehrere Mrd. EUR).
Solche Fonds investieren ausschließlich in bestimmte Länder oder Regionen (Regionenfonds).
Als Langläufer werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die eine lange Laufzeit (i.d.R. länger als 15 Jahre) haben.
Die Laufzeit einer Option bezeichnet den Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Tag, an dem die Option zuletzt ausgeübt werden kann. Die Laufzeit ist bei Optionen eine wichtige Kennzahl, da sie den Zeitraum angibt, in dem ein etwaiges Aufgeld abgebaut werden kann. Je kürzer diese Restlaufzeit, desto anfälliger reagieren Optionen auf Kursveränderungen der Underlyings. An der Eurex stehen Optionen mit Laufzeiten von 1, 2 und 3 Monaten sowie bis zu den beiden nächsten folgenden Quartalsverfalltagen (März, Juni, September, Dezember) zur Verfügung. Für besonders liquide Aktienoptionen sind darüber hinaus Laufzeiten bis zu 24 Monaten eingeführt worden. Der letzte Handelstag ist der dritte Freitag eines Verfallmonats.
Dies sind nicht voll eingezahlte Aktien.
Als Leerverkäufe gelten Verkäufe von Wertpapieren, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Die Verkäufer sind bearish eingestellt und spekulieren darauf, sich zu einem späteren Zeitpunkt günstiger eindecken zu können (die verkauften Wertpapiere erwerben zu können) und somit die Differenz als Gewinn zu verbuchen.
Als leichte Aktien bezeichnet man solche mit einem niedrigen Börsenkurs, da sie optisch günstig erscheinen.
Eine Börsenentwicklung wird als leichter beschrieben, wenn die Notierungen nachgebend sind (die Verluste liegen bei -0,25 bis -1,0%) . Gegenteil: freundlich.
Als Leitbörsen werden die wichtigsten Börsen der Welt bezeichnet, da sich die meisten weniger wichtigen Börsen ihrer Entwicklung anpassen und die Marktteilnehmer sich von den Vorgaben der Leitbörsen beeinflussen lassen. Zu den Leitbörsen zählen hauptsächlich New York, Tokio, London und Frankfurt.
Am letzten Handelstag haben Marktteilnehmer bei Termin- und Optionskontrakten die letzte Möglichkeit, offene Positionen durch ein entsprechendes Gegengeschäft glattzustellen.
Dies ist der letzte am Börsentag festgestellte, variable Kurs. Vergleiche: Schlußkurs
Hebelwirkung, die sich besonders bei Terminkontrakten sowohl positiv als auch negativ auswirken kann. Der leverage-Wert gibt an, wieviel höher die prozentuale Kursänderung einer Option ist als die sie auslösende prozentuale Kursänderung des Basisgutes. Er errechnet sich aus der Division der prozentualen Optionspreisveränderung durch die prozentuale Kursveränderung des Basisgutes. Der leverage-Wert liegt zwischen 1 und unendlich. Je höher dieser Hebel ist, desto spekulativer ist auch das betrachtete Instrument. Chancen und Risiken sind entsprechend höher.
Hebel (wirkung) bei ertragreichen Investitionen. Durch zinsgünstige Kreditfinanzierung entsteht eine rentabilitätserhöhende Wirkung auf das Eigenkapital, da nur dieses gewinnberechtigt ist. Kann ein Anleger Fremdkapital zu geringeren Zinsen oder günstigeren Konditionen aufnehmen als er mit einem Investment an Rendite erzielt, so spricht man von einem Leverage-Effekt, da der Anleger hier mehr Geld investieren kann als ohne zusätzliches Fremdkapital. Hat ein Investor z.B. EUR 100.000 und erzielt eine 10%ige Rendite (=10.000 EUR), so entsteht ein Leverage-Effekt, wenn er EUR 50.000 Fremdkapital zu 8% (EUR 4000 Zinsen) bekommen kann. Die Differenz aus Zinsaufwand EUR 4000 und der zusätzlichen Rendite (10% auf EUR 50.000) EUR 5000 ergibt den Leverageeffekt in Höhe von EUR 1000 oder 10% auf sein eingesetztes Kapital. Bei fallenden Kursen wirkt der Leverage-Effekt in umgekehrter Richtung: Die auf Kredit erworbenen Wertpapiere rufen einen zusätzlichen Verlust hervor. In Deutschland ist dieser Vorgang verboten, da er sehr spekulativ ist.
Bei Optionen beschreibt der Leverage-Effekt die Hebelwirkung, die sich beim Kauf einer Option ergibt und gibt an, um wieviel die die prozentuale Kursänderung einer Option größer ist als die der sie auslösende prozentuale Kursänderung des Underlyings. Vergleiche: Hebel
Dies ist die Abkürzung für London Interbank Bid Rate und repräsentiert den Zinssatz, zu dem Londoner Banken mit hohem Standard (prime bank) bereit sind, Geldmarktkredite am internationalen Interbankmarkt aufzunehmen.
Abkürzung für: London Inter Bank Offered Rate: Im Verkehr zwischen Banken am Londoner Geldmarkt angewendeter, kurzfristiger Geldmarktzinssatz, zu dem eine Bank einer anderen erstklassigen Bank kurzfritsige Einlagen überläßt bzw. Geldmarktkredite aufnimmt. Vergleiche: EURIBOR
Unter Lieferung versteht man die Zurverfügungstellung von Wertpapieren bzw. Gutschrift auf das Depotkonto des Kunden.
Abkürzung für: London International Futures Exchange. Sie ist die bedeutendste europäische Börse für Finanzterminkontrakte.
Liquide Mittel sind die Kassenbestände eines Unternehmens zuzüglich etwaiger frei verfügbarer Mittel (Tagesgelder etc.).
Ein Unternehmen mit Liquidität ist in der Lage, seine Verbindlichkeiten (Rechnungen/ Tilgungszahlungen etc.) rechtzeitig zu bezahlen. Diese ist gewährleistet, wenn ausreichend liquide Mittel für den laufenden Zahlungsverkehr vorhanden sind und zur Erfüllung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen bereitstehen. Die Liquidität beeinflußt die Rentabilität, da flüssige Mittel i. d. R. unverzinslich oder nur gering verzinslich sind.
Als Locals werden solche Börsenhändler bezeichnet, die Wertpapiergeschäfte nur auf eigene Rechnung tätigen.
Siehe: Effektenlombardkredit.
Der Lombardsatz ist der Zinssatz, den die Bundesbank den Banken für die Verpfändung von Wertpapieren (Lombardkredit) berechnet hat und damit die Konditionen angab, zu denen sich Banken Liquidität beschaffen konnten. Der Lombardsatz zählte zu den Leitzinsen, da er wiederum die Konditionsgestaltung der Banken an ihre Schuldner mitbestimmt. Im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ist die geldpolitische Souveränität an die Europäische Zentralbank (EZB) übergegangen. Der Lombardsatz wurde weitestgehend durch die Spitzenrefinanzierungsfaszilität ersetzt. Vergleiche: Diskontsatz
Long zu sein heißt, Wertpapierbestände gekauft und damit im Besitz zu haben. Gegenteil: Short
Ein Long-Call gibt dem Käufer einer Kaufoption (Call) das Wahlrecht, den Basiswert zu einem vorher bestimmten Termin zu einem festen Preis zu erwerben oder den Call ggf. verfallen zu lassen.
Bei einem Long-Hedge wird versucht, durch den Kauf (Long) eines Terminkontrakts einen Verkauf am Kassamarkt abzusichern (hedgen).
Ein Long-Put gibt dem Käufer einer Verkaufsoption (Put) das Wahlrecht, den Basiswert zu einem vorher bestimmten Termin zu einem festen Preis zu verkaufen oder den Put ggf. verfallen zu lassen.
Die Maintenance Margin (Erhaltungsmarge) gibt an, welchen Mindestbetrag ein Margenkonto aufweisen muß, damit der Investor die Position in einem Terminkontrakt weiter halten darf.
Siehe: amtlicher Makler und Freimakler.
Fonds werden auf verschiedene Art und Weise verwaltet: 1. Bottom-Up-Ansatz: Hier werden einzelne Werte ohne Ländergewichtung für den betreffenden Fonds vom Management ausgewählt. 2. Top-Down-Ansatz: Bei dieser Vorgehensweise werden zunächst die Länder festgelegt und anschließend die Titel für den Fonds ausgewählt.
(= Management Fee): siehe Verwaltungsvergütung
Als Mantel bezeichnet der Börsianer die Urkunde, die bei Aktien und Anleihen die Rechte des jeweiligen Wertpapiers verbrieft. Der Mantel enthält die Firma des Ausstellers, die Nummer des Wertpapiers, den Nennbetrag, Ort und Datum der Ausstellung sowie faksimilierte Unterschriften des Vorstandes und des Aufsichtsratsvorsitzenden. Bei Schuldverschreibungen kommen Zinssatz und Zinstermin hinzu. Vergleiche: Bogen
Entwickelt sich ein Terminkontrakt zu Ungunsten des Anlegers, bekommt er von seinem Margenkonto den Verlust abgezogen. Sinkt dadurch das Margenkonto unter die Erhaltungsmarge, so wird der Anleger aufgefordert , Geld nachzuzahlen (=margin call).
Mark-to-market beschreibt den börsentäglichen Bewertungsvorgang von offenen Positionen am Terminmarkt, wo Gewinne und Verluste ermittelt werden.
Banken oder Wertpapierhäuser, die die Verpflichtung übernehmen, für einzelne oder mehrere von ihnen bekanntgegebene Handelsobjekte (Devisen, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Terminkontrakte, Optionen) jederzeit für bestimmte Mindestmengen verbindliche An- und Verkaufskurse zu stellen und damit einen Markt für diese Titel zu unterhalten.
Ein Wertpapier wird als Market Outperformer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung über dem Marktdurchschnitt liegt.
Ein Wertpapier wird als Market Performer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung im Marktdurchschnitt liegt.
Als Markt bezeichnet man den Ort, an dem Angebot und Nachfrage für ein bestimmtes Gut zusammentreffen (z.B. die Wertpapierbörse für Angebot und Nachfrage an Wertpapieren). Dadurch bildet sich der (Markt-)Preis für dieses Gut. Vereinfacht dargestellt steigt der Preis bei hoher und sinkt bei niedriger Nachfrage.
Dies ist der Marktpreis eines börsennotierten Unternehmens. Er errechnet sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Aktiensumme.
Die Markttechnik ist ein Teil der Chartanaylse.
Abkürzung für: Marché à Terme International de France - Pariser Terminbörse.
Dies ist das Ende der Laufzeit eines Festverzinslichen Wertpaieres.
Engl.: management-buy-in. Bezeichnung für den Kauf einer Unternehmung durch eine Gruppe außenstehender Manager.
Engl.: management-buy-out. Bezeichnung für die Übernahme einer Unternehmung durch das eigene Management oder durch leitende Angestellte.
Abkürzung für: Mid-Cap DAX. Der Index umfaßt 70 Werte und zwar die Werte des DAX 100, die nicht im DAX 30 enthalten sind. Der MDAX wird als Performanceindex und auch als Kursindex berechnet. Die Zusammensetzung des MDAX wird zweimal im Jahr (im März und im September) aktualisiert.
Siehe: Greenshoe
Englischer Begriff für Fusion.
Aktienindex, der die 30 wichtigsten italienischen Unternehmen umfaßt.
Fonds, die ihre Mittel vor allem in mittelgroße börsennotierte Unternehmen investieren.
Mindestbetrag, den ein Anleger z.B. in einen Fonds investieren muß. Er ist bei vielen Banken Bedingung und kann stufenweise erhöht werden.
Auch: Börsenschluss, Schluss. Als Mindestschluss bezeichnet man den Mindestbetrag bzw. die Mindestmenge, zu der ein Geschäft an der Börse durchgeführt werden kann. Seit dem 01.06.1999 hat die Frankfurter Wertpapierbörse die Mindeststückzahl beim Abschluss von Börsengeschäften bei Aktien auf 1 Stück reduziert. Auch am Rentenmarkt können verschiedene Anleihen ab der kleinsten handelbaren Einheit gehandelt werden.
Eine Minusankündigung ist ein an der Deutschen Börse verwendeter Kurszusatz, der vom jeweiligen Makler nach fest definierten Regeln angegeben wird und im wesentlichen darauf hinweisen soll, daß aufgrund der vorliegenden Wertpapier-Orders mit Kursverlusten von 5% (oder mehr) zu rechnen ist. Bei Kursrückgängen von 10% (oder mehr) werden diese mit einem doppelten Minuszeichen angekündigt. Gegenteil: Plusankündigung.
Ein sogenannter Mistrade liegt dann vor, wenn ein börslicher oder ausserbörslicher Geschäftsabschluss zu einem Preis zustande kommt, der erheblich und offenkundig vom marktgerechten Kurs abweicht.
Amerikanische Geldmarktfonds, die in kurzfristige Geldmarkttitel investieren.
Zum Montanbereich zählen Aktiengesellschaften, die primär im Bereich Kohle und Stahl tätig sind.
Aktienindex, der von Morgan Stanley Capital International veröffentlicht wird. Er basiert auf 1470 Aktienkursen aus 20 Ländern. Neben dem Weltindex publiziert MSCI auch regionale Indizes.
Amerikanische Bezeichnung für Investmentfonds in Open-End-Form. Das heißt, es besteht unbeschränkte Emissionshöhe.
Dies ist der nach Börsenschluß zwischen Banken stattfindende Handel. Die Abwicklung erfolgt per Telefon oder Telex.
Bezeichnung für sinkende Börsenkurse.
Dies sind Optionsscheine, die nicht über den ?Umweg? einer Optionsanleihe ausgegeben werden. Da ihnen keine Anleihe zugrunde liegt, sind sie gleichsam ?nackt?. Seit den 80er Jahren hat diese Form der Optionen deutlich an Bedeutung gewonnen, und sie machen inzwischen über 90% aller gehandelten Optionen aus. Üblicherweise nur Optionsschein genannt.
siehe: nackter Optionsschein.
National Association of Securities Dealers Automated Quotations ist ein von der NASD betriebenes, elektronisches Handelssystem. An der NASDAQ werden junge, dynamische, in Wachstumsbranchen angesiedelte Unternehmen gehandelt.
Siehe: Nominalwert.
Siehe: Net Asset Value
Siehe: junge Aktien
Ehemaliges Deutsches Börsensegment für Wachstumsaktien. Mit dem Neuen Markt gab es ab dem 10. März 1997 ein neues Handelssegment an der Frankfurter Wertpapierbörse, das wachstumsstarken und innovativen Unternehmen neue Chancen der Eigenkapitalaufnahme bot. Mit dem Wechsel aller Unternehmen aus dem Segment Neuer Markt in die Börsensegmente Prime Standard oder General Standard wurde die Neusegmentierung des Aktienmarktes an der FWB-Frankfurter Wertpapierbörse 2003 erfolgreich abgeschlossen. Das privatrechtliche Segment Neuer Markt wurde von der Deutschen Börse am 5. Juni 2003 geschlossen.
Siehe: nominelles Eigenkapital
Der Nominalwert bzw. Nennwert gibt bei einer Aktie den Wert an, mit dem die Aktie am Grundkapital beteiligt ist. In Deutschland gibt es Aktien mit einem Nennwert ab 1 EUR. Im Zusammenhang mit der Umstellung von auf DM-Beträge lautenden Aktien auf Euro (der Nennwert muss auf ganze Zahlen lauten), erfolgte durch das "Gesetz über die Zulassung von Stückaktien" die Zulassung von nennwertlosen Aktien. Bei Schuldverschreibungen wird die gesamte Anleihe in Teilbeträge von bestimmten Größenordnungen zerlegt. Diese Teilbeträge sind die Nennwerte der Schuldverschreibungen.
Am Notification Day hat der Verkäufer eines Terminkontrakts zum letzten Mal Gelegenheit, den Käufer über die Eigenschaften des gekauften Basiswertes (primär bei Waren) und den Liefertermin zu informieren.
Bei Null-Kupon-Anleihen (engl.: Zerobonds) erhält der Käufer keine laufenden Zinszahlungen (der Kupon beträgt 0%). Stattdessen werden die Anleihen stark unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert (i. d. R. 100%) eingelöst. Bei der Emission liegt der Ausgabepreis unter 100%. Ein Investor zahlt z.B. 80,- EUR ein und erhält bei Fälligkeit der Anleihe 100,- EUR zurück.
New York Interbank Offered Rate. Dies ist der Briefsatz ausgewählter Banken für Ausleihungen von Drei- und Sechs-Monatstermingeldern an Unternehmen höchster Bonität im Interbankenhandel.
New York Stock Exchange
Siehe: Anleihe
Es sind mehrere Definitionen möglich: 1. Gewährleistung oder Garantie 2. Verpflichtung, Verbindlichkeit (Wechselobligo) 3. Wechselkonto im Obligobuch, das für jeden Diskontkunden zur Überwachung seiner Wechselverpflichtungen geführt wird.
Amerikanisches Pendant zu Mindestschluß. Börsenaufträge, die eine nicht durch 100 teilbare Anzahl von Aktien enthalten, werden im Vergleich zum round lot i. d. R. mit einem Aufschlag und bei einem Verkauf mit einem Abschlag von jeweils 1/8 bis 1/4 Punkt abgerechnet.
Als offene Position bezeichnet man Engagements in Optionen oder Futures, aber auch z.B. Leerverkäufe auf Aktien, die vom Positionsinhaber vor Auslaufen der Fälligkeit noch ein Handeln erwarten lassen. Hat ein Spekulant Aktien leerverkauft, so muß er die offene Position spätestens zum Termin der Lieferung decken, indem er die offene Position wieder verkauft oder die Aktien, die er liefern muß, kauft.
Ein offener Investmentfond hat keine vorher festgelegte Anzahl von Anteilen (wie bei in Deutschland verbotenen geschlossenen Fonds), sondern gibt ständig neue Anteilszertifikate heraus und nimmt sie auch wieder zurück. Der Wert eines Zertifikats ergibt sich anteilig aus dem Vermögenswert des Fonds und der Barbestände. Er wird von den Fondsgesellschaften täglich anhand von aktuellen Kursen ermittelt und veröffentlicht. Hierbei wird zwischen Ausgabe- und Rücknahmekurs unterschieden.
Das Offene Interesse (open interest) gibt am Terminmarkt an, wieviele Positionen eines bestimmten Kontraktes noch von Marktteilnehmern gehalten werden, die nicht glattgestellt wurden.
Dies sind Investmentfonds, die ihren Sitz im Ausland errichten, um die dort geltenden steuerlichen Vorteile zu nutzen. Häufig gelten dort weniger strenge Aufsichtsbestimmungen.
Engl.: Offenes Interesse
Siehe: Offener Investmentfonds.
Eine Option gibt dem Käufer das Wahlrecht, ein bestimmtes, vorher vertraglich vereinbartes Angebot innerhalb einer Frist (Laufzeit) oder am Laufzeitende wahrzunehmen oder abzulehnen. Es gibt Kauf- (Call-) und Verkaufs- (Put-) Optionen. Erste räumen das Wahlrecht zum Kauf und letzte zum Verkauf ein. Optionen werden an Terminbörsen auf Aktien, Futures oder andere Underlyings gehandelt. Wird eine Option am letzten Handelstag nicht ausgeübt bzw. vorher verkauft, verfällt sie wertlos.
Siehe: At-the-money Option.
Siehe: In-the-money Option.
Eine Optionsanleihe setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Einem Optionsschein, der meist zum Kauf einer Aktie (oder aber auch einer Devise etc.) berechtigt, sowie einer Anleihe, die mit einem Kupon ausgestattet ist. Mit Beginn der Optionsfrist kann über den Optionsschein getrennt verfügt werden. Es gibt dann an der Börse 3 Notierungen: (1) Anleihe mit Optionsschein (cum-Anleihe) (2) Anleihe ohne Optionsschein (ex-Anleihe) (3) Optionsschein
Diese Frist gibt beim amerikanischen Stil an innerhalb welchen Zeitraumes die Option ausgeübt werden kann. Beim europäischen Stil gibt die Optionsfrist den Zeitraum an, der verstreichen muss, bis der Zeitpunkt für die Möglichkeit zur Ausübung eingetreten ist.
Nach einer Definition des Bundesgerichtshofs vom 22. Oktober 1994 ist ein Optionsgeschäft wie folgt beschrieben: Inhalt eines Optionsgeschäfts ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart (underlying) jederzeit während der Laufzeit oder zu einem bestimmten Zeitpunkt der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen, oder an ihn zu verkaufen. Für diese Recht zahlt der Käufer den Optionspreis. Grundsätzlich ergeben sich bei Optionsgeschäften 4 Grundpositionen: (1) Kauf einer Kaufoption (2) Verkauf einer Kaufoption (3) Kauf einer Verkaufsoption (4) Verkauf einer Verkaufsoption Der Erwerber einer Kaufoption (1) bzw. Verkaufsoption (3) hat innerhalb der Optionsfrist die Möglichkeit, je nach der Kursentwicklung des dem Optionsgeschäft zugrundeliegenden underlying (Aktie, Index, Futures-Kontrakt, Währung) die Option auszuüben oder unter Hinnahme eines Verlustes in Höhe des Optionspreises auf die Ausübung zu verzichten. Ferner hat der Optionserwerber die Möglichkeit, während der Laufzeit seine Option wieder am Markt zu verkaufen. Gehen die Kurserwartungen der Käufer von Kauf- und Verkaufsoptionen innerhalb der Optionsfrist nicht auf, begrenzt sich der aus diesem Geschäft entstehende Verlust auf den des Optionspreises. Umgekehrte Kurserwartungen liegen bei den Verkäufern von Kauf- (2) bzw. Verkaufsoptionen (4) vor. Der Verkäufer einer Kauf- bzw. Verkaufsoption hat bei Ausübung der Option als Stillhalter zu fungieren, d. h. die entsprechenden Aktien zu liefern bzw. zu erwerben. Läßt der Optionsberechtigte die Optionsfrist ohne Erklärung der Optionsausübung verstreichen, verfällt die Option ersatzlos.
Optionen haben die gleiche Klasse, wenn sie den gleichen Basiswert als Underlying besitzen.
Synonym zu Optionsscheinpreis oder einfach nur Prämie. Die Optionsprämie ist der Preis, den der Käufer für das Optionsrecht bezahlen muß und den der Verkäufer dieses Rechts für seine Leistung erhält. Die Höhe richtet sich nach den Kurserwartungen sowie nach der Zeitdauer, für die das Optionsrecht eingeräumt wird. Sie begrenzt das Verlustrisiko aus der Perspektive des Optionsempfängers .
Das Optionsrecht gibt dem Käufer einer Option das Recht, innerhalb einer bestimmten Laufzeit oder zu einem bestimmten Zeitpunkt vom Verkäufer die Erfüllung der Optionsvereinbarung zu verlangen. Der Käufer kann das Optionsrecht durch Weiterverkauf der Option an Dritte veräußern.
Anglo-amerikanisch auch als Warrant bezeichnet. Beinhaltet das verbriefte Ausübungsrecht innerhalb einer bestimmten Frist eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren (Underlyings) zu einem festgelegten Kurs zu beziehen. Der Optionsschein kann zusammen mit einer Anleihe als Optionsanleihe ausgegeben werden, wird jedoch getrennt von der Anleihe einzeln an der Börse gehandelt. Optionsscheine werden von spekulativen Anlegern wegen ihrer Hebelwirkung bevorzugt. Der echte Kurs des Optionsscheins kann vom rechnerischen Kurs abweichen, wenn spekulative Investoren in der Erwartung steigender Aktienkurse bereit sind, ein Agio für die Hebelwirkung zu zahlen.
Bezeichnung für Optionsscheine, die nicht ursprünglicher Bestandteil einer Anleihe oder eines Genußscheins sind. Sie werden i. d. R. von Banken emittiert. In Deutschland kommen sie vor als gedeckte Optionsscheine, Zinsoptionsscheine, Indexoptionsscheine und Währungsoptionsscheine. Sie berechtigen den Inhaber zum Erwerb (Call) oder zum Verkauf (Put) von Wertpapieren oder Währungsbeträgen zu im voraus festgelegten Preisen und Bedingungen oder zum Erhalt von Differenzbeträgen. "Nackte" Optionsscheine werden teilweise im amtlichen Handel oder am Geregelten Markt gehandelt.
Bei den Optionstypen wird zwischen Kauf- (Call) und Verkaufs-(Put)-Optionsscheinen bzw. -Optionen unterschieden.
Siehe: Börsenauftrag
Hilfsbuch des Maklers, in dem alle für die Kursermittlung relevanten Kauf- und Verkaufsaufträge gesammelt werden. Heute im Regelfall in elektronischer Form.
Engl: Over-the-Counter-Market. Der Freiverkehr in den USA für Aktien und Anleihen wird OTC-Market genannt. Die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren, die nicht an anderen Börsen zugelassen sind, werden zwischen Market Makern untereinander und zwischen den Market Makern und ihren Kunden abgewickelt.
Kaufoption, deren Basispreis über dem aktuellen Preis des Basisobjekts (Underlyings), bzw. Verkaufsoption, deren Basispreis unter dem aktuellen Preis des zugrundeliegenden Basisobjekts (Underlyings) notiert. Bei Ausübung einer Option, die aus dem Geld notiert, würde im Vergleich zu einer direkten Transaktion am Kassamarkt ein Verlust realisiert. Gegenteil: In-the-money-Option.
Von Outperformance spricht man, wenn die Kursentwicklung eines Wertes besser als die Entwicklung des Gesamtmarktes oder der Vergleichswerte verläuft.Als Maßstab wird dabei ein Vergleichsindex herangezogen, für den Gesamtmarkt ist dies zumeist der DAX.
Siehe: OTC.
Die Parität gibt das Tauschverhältnis zwischen zwei Währungen an.
Im Parkett des Börsensaales findet der Börsenhandel (Präsenzbörse) statt. Zu ihm haben nur die zugelassenen Börsenmitglieder Zutritt. Besucher, die Einblick in die Börse nehmen wollen, können von der Galerie des Börsensaales dem Börsengeschehen zusehen.
Der Parketthandel ist der Handel der Präsenzbörse.
Im Englischen beschreibt der Begriff Penny Stocks preislich sehr günstige Aktien zu einem Preis von meist weniger als 5 US-Dollar. Durch ihre geringe Kapitalisierung sind Anlagen in Penny Stocks mit höheren Risiken und Chancen verbunden.
Kauf eines Vermögensgegenstandes mit gleichzeitiger Vereinbarung des Rückkaufs an einem festen Termin.
Solche Rückstellungen ergeben sich vertagsbedingt zwischen einer Unternehmung und Arbeitnehmern. Letztgenannten wird wird so eine Alters- oder Invaliditätsversorgung zugesichert. Es müssen bestimmte steuerrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden.
Siehe: Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV.
(lat.) = pro Jahr. Oft durch p.a. abgekürzt.
Deutscher Pfandbriefindex. Es handelt sich um einen Kursindex für den Pfandbriefsektor.
Die von Hypothekenbanken zur Refinanzierung emittierten (meist langfristigen) Schuldverschreibungen werden als Pfandbriefe bezeichnet. Da sie stets Immobilien als Sicherheit im Hintergrund haben, gelten sie als risikoarme Investments. In jüngerer Zeit werden Pfandbriefe zunehmend mit neuen Verzinsungsmodalitäten ausgestattet. Pfandbriefe sind mündelsicher.
Als physische Lieferung gilt das Bringen des effektiven Basiswertes (bei Waren, z.B. Rohöl, Kupfer, Schweinebäuche) zur Erfüllung eines Terminkontraktes an den Lieferort in einer vorher definierten Qualität. Bei Financial Futures kann dies auch durch einen Barausgleich erfolgen.
Unterbringung (Verkauf) von Wertpapieren beim Publikum. Man spricht von einer guten Plazierung, wenn eine Emission von möglichst vielen Käufern erworben wird. Es ist üblich, daß Neuemissionen von einem Konsortium fest übernommen werden und anschließend im Publikum untergebracht werden. Da das Konsortium im vorhinein nicht weiß, ob es die Stücke verkaufen kann, erhält es von dem Emittenten eine Vergütung für das Plazierungsrisiko.
Eine Plusankündigung ist ein an der Deutschen Börse verwendeter Kurszusatz, der vom jeweiligen Makler nach fest definierten Regeln angegeben wird und im wesentlichen darauf hinweisen soll, daß aufgrund der vorliegenden Wertpapier-Orders mit Kurssteigerungen von 5% (oder mehr) zu rechnen ist. Bei Kurssteigerungen von 10% (oder mehr) werden diese mit einem doppelten Pluszeichen angekündigt. Gegenteil: Minusankündigung
Siehe: Portfolio
Dies sind anhand mathematischer Modelle erstellte Anlagestrategien. Dabei spielen Wahrscheinlichkeiten sowie individuelle Nutzerpräferenzen der Anleger eine Rolle.
Siehe: Optionsprämie.
Eine Präsenzbörse bezeichnet den Börsenhandel, bei dem sich die Börsenmitglieder auf dem Börsenparkett treffen und u. a. durch Zuruf Käufe und Verkäufe abwickeln. Gegensatz: Computerbörse
Siehe: Primary Market
Primärmarkt oder Emissionsmarkt. Dieses Börsensegment befaßt sich ausschließlich mit der Ausgabe und dem Verkauf von Neuemissionen. Gegenteil: Secondary Market.
Der Programmhandel (englisch: program trading) umschreibt computergestützte Marktanalyseprogramme, bei denen die Kauf- und Verkaufsentscheidungen von Computern auf der Basis vorher eingegebener mathematischer Modelle erfolgt. Kauf-und Verkaufsentscheidungen werden bei bestimmten Kursentwicklungen von Computern getroffen, ohne daß Menschen hierauf Einfluß nehmen. In den USA wurde nach dem crash vom Oktober 1987 der Programmhandel an der Wall Street beschränkt, um so ein "Aufschaukeln" (insbesondere in negativer Hinsicht) der Börse zu verhindern. Beim Programm-Handel wird häufig versucht, durch computergestützte Programme Indexarbitragegewinne zu erzielen, indem feine Kursdifferenzen zwischem dem Kassa-Markt und einem Kontrakt auf diesen Markt ausgenutzt werden.
Stellt sich heraus, daß im Emissionsprospekt unwahre oder irreführende Angaben zum Nachteil von Käufern der Neuemission gemacht wurden, haftet der Emittent und das Konsortium für entstandene Schäden.
Der Kunde hat für die Ausführung seines Kauf- oder Verkaufsauftrages an der Börse neben der Maklergebühr für die Leistung der Bank Provision zu zahlen. Sie beträgt i. d. R. bei Aktien 1%, bei festverzinslichen Wertpapieren meist 0,5% vom Kurswert, sofern die Mindestprovision überschritten ist. Manche Institute erheben für die Limitierung der Aufträge eine zusätzliche Gebühr. Von Direktbanken und Discountbrokern werden meist geringere Gebühren für die Transaktionen und Verwahrung erhoben, da sie i. d. R. lediglich Transaktionsleistungen, aber keine Beratungsdienstleistungen erbringen. Geschäfte an ausländischen Börsen können zu hohen Provisions- und Spesenbelastungen des Kunden in Deutschland führen.
Der Börsenkurs wird prozentual zum Nennwert angegeben.
Diese Investmentfonds haben mehr als 9 Anteilseigner und sind frei zugänglich. Die Anteile können von jeder Person frei erworben werden.
Einer Publizitätspflicht unterliegen Aktiengesellschaften, wenn sie an einer Börse zum Handel zugelassen werden wollen. Sie verpflichtet die AGs zur Veröffentlichung von regelmäßigen und detaillierten Angaben zur Geschäftsentwicklung und soll dazu dienen, einen einheitlichen Mindestinformationsgrad der Aktionäre zu ermöglichen. Kommt eine AG ihrer Publikationspflicht nicht nach, kann sie vom Handel ausgesetzt werden.
Nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer, d. h. am Ort und zur Zeit des Entstehens der steuerpflichtigen Zahlung. Dabei wird der Schuldner der Zahlung gesetzlich zur Einbehaltung und Abführung des festgesetzten Steuerbetrags verpflichtet. Die bekannteste nationale Quellensteuer ist die Einkommensteuer in Form der Lohnsteuer. Kapitalanleger verbinden mit dem Begriff der Quellensteuer vor allem die auf Dividenden und Zinsen einbehaltene Kapitalertragsteuer. Die so einbehaltene Steuer wird auf die endgültige Steuerschuld des steuerpflichtigen Empfängers angerechnet und ggf. auch erstattet.
Kurszusatz für rationiert oder repartiert. Dies bedeutet, daß die vorgelegen Aufträge nur in begrenztem Ausmaß ausgeführt wurden.
Damit wird das kurzfristige Ausbrechen nach Oben von Kursen bezeichnet.
Dieser Kurszusatz gibt an, daß zum Kurs darunter limitierte und auch unlimitierte Kauforders nur eingeschränkt ausgeführt werden konnten.
Bei Ratenanleihen erfolgt die Tilgung in gleichmäßigen Raten während der gesamten Laufzeit.
Dieser Kurszusatz gibt an, daß zum Kurs und höher limitierte und auch unlimitierte Kauforders nur eingeschränkt ausgeführt werden konnten.
Ein Rating ist eine systematische Bewertung von Emittenten hinsichtlich ihrer Bonität. Die Bonitätseinschätzung erfolgt anhand verschiedener Kriterien. Neben unternehmens- und branchenspezifischen Besonderheiten finden auch Länderrisiken Berücksichtigung. Die von den Agenturen ermittelten Kennziffern, Ratings, werden durch kodierte Bonitätsstufen ausgedrückt. Bekannte Agenturen, die Ratings durchführen, sind Standard & Poors oder Moody´s.
Als Realignment gilt die Neufestsetzung von Wechselkursen zwischen Währungen.
Realtime-(=Echtzeit-) Kurse sind Notierungen, die ohne Zeitverzögerung vom Börsenhandel auf Kursschirme oder andere Terminals übertragen werden.
Der Realzins ist der Zinsertrag einer Kapitalanlage, der sich unter der Berücksichtigung der Inflationsrate ergibt.
Als Refinanzierung bezeichnet man die Geldbeschaffung z.B. von Kreditinstituten. Hat eine Bank Gelder an Kreditnehmer ausgezahlt, kann sie sich u. a. über die Emission von festverzinslichen Wertpapieren wieder eindecken (refinanzieren) und erhält somit den Spielraum, weitere Kredite zu gewähren.
REIT = Real Estate Investment Trust. Diese börsennotierte US-Immobiliengesellschaften investieren zu mindestens 75 Prozent in den US-Immobilienmarkt.
Ertrag pro Jahr (vor allem Dividende und Zinsen) ausgedrückt in % des investierten Kapitals.
Sammelbegriff für festverzinslichen Wertpapiere.
Rentenfonds sind solche Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Gegenteil: Aktienfonds
Am Rentenmarkt werden festverzinsliche Wertpapiere gehandelt. Vergleiche: Anleihemarkt
Als Report bezeichnet man im Devisengeschäft das Aufgeld eines Terminkurses gegenüber dem Kassakurs des Underlyings. Gegenteil: Deport
Als Research beschreibt man die systematische Untersuchung wert- und kursbestimmender Faktoren bezüglich eines Wertpapiers. Dabei werden besonders die Kurschancen ermittelt, um interessierten Anlegern Kaufempfehlungen zu erteilen. .
Die Restlaufzeit beschreibt den verbleibenden Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Auslauftermin bzw. der Fälligkeit eines Wertpapiers.
Performence-Index des REX.
Ein wirtschaftlicher Abschwung wird als Rezession bezeichnet, sobald das Wirtschaftswachstum in zwei aufeinander folgenden Quartalen negativ ist. Dabei zeigen sich meist noch keine Krisenerscheinungen. Eine Rezession ist meist mit Kursverlusten an den Börsen verbunden.
Verlustgefahr. Auch Ungewißheit über zukünftige Ereignisse und Gefahrenmoment. Es wird zwischen mehreren Risikofaktoren unterschieden: Bonitätsrisiko: Risiko, daß ein Kredit nicht oder nur teilweise zurückgezahlt werden kann. Inflationsrisiko: Verliert die Währung eines Landes an Wert, so verringert sich die Kaufkraft des Vermögens oder das Einkommen. Liquiditätsrisiko: Risiko, daß ein Anleger nicht genüg "flüssige" Mittel für einen Aktienkauf oder -verkauf zur Verfügung hat oder das Aktienvolumen gering ist. Marktrisiko: Risiko von Kursrückgängen an der Börse. Währungsrisiko: Verlustrisiko bei Anlagen an ausländischen Börsen. Zinsrisiko: Z.B. kann der Kurs festverzinslicher Wertpapiere durch ansteigende Zinsen sinken.
Zum einen ist der Fondsmanager an die gesetzlichen Anlagegrenzen gebunden, um einen möglichst hohe Risikostreuung zu erreichen. Zum anderen stehen im weitere technische Möglichkeiten zur Verfügung:, zum Beispiel die Absicherung der Anteile des Wertpapiervermögens mittels Devisentermingeschäften, die Währungsrisiken unterliegen. Ein internationaler Rentenfonds, der in EUR gehandelt wird, kann aber auch festverzinsliche Wertpapiere in mehreren Fremdwährungen beinhalten. Außerdem können, um die Währung für den Zeitpunkt der Fälligkeit der Papiere abzusichern, Devisengeschäfte mit Termin der Endfälligkeit abgeschlossen werden. Das Einsetzen von derivativen Anlageinstrumenten (Optionen) ist eine weitere Chance: Durch den Erwerb von Kaufoptionen kann beispielsweise der Aufbau eines Wertpapierbestandes zu bestimmenten Tageskursen (=Basispreis) abgesichert werden, wenn mit entsprechenden Einzahlungen zukünftiger Anleger vor Ablauf der Optionsfrist gerechnet werden kann. Umgekehrt kann durch den Erwerb einer Verkaufsoption der Kurs bestehender Wertpapieranlagen gesichert und dadurch die Auflösung größerer Aktienpakete ohne Kursverluste ermöglicht werden.
Beim Risikomanagement wird durch den Einsatz von Derivaten versucht, daß Risiko eines Investments einzugrenzen. Daneben ist die Risikostreuung (Diversifikation) ein geeignetes Mittel zur Verminderung der Risiken, die bei Kapitalanlagen zwangsläufig auftreten. 4 Ebenen der Risikostreuung lassen sich unterscheiden: - die Mischung verschiedener Wertpapierarten, - Verteilung des Vermögens auf Aktien und Anleihen mehrerer Emittenten, - Branchenstreuung, - die Streuung nach Ländern.
Siehe: Diversifikation
Engl. : "return on core equity". Unternehmenskennzahl: EBIT dividiert durch das von einem Unternehmen innerhalb einer Periode eingesetzte Kapital.
KAGs sind gesetzlich verpflichtet, Fonds-Anteile zum Rücknahmepreis zurückzukaufen.
Der Rücknahmepreis ist der Preis, den der Anleger erhält, wenn er Fondsanteile an die Investmentgesellschaft zurückgibt. Dieser Preis entspricht dem tatsächlichen Wert eines Fondsanteils, weil bei der Rückgabe keine Gebühren erhoben werden. Der Begriff ist synonym mit Anteilswert zu verwenden.
Dieser Index beinhaltet 2000 Unternehmen in den USA aus dem Small Cap-Bereich mit einer Marktkapitalisierung von USD 500 Mio.
Aktienindex aus den USA, der von Standard & Poor?s publiziert wird. Er umfaßt 500 Unternehmen, wovon 400 aus dem Industriesektor, 40 aus dem Versorgungssektor, 40 aus dem Finanzsektor und 20 aus dem Verkehrssektor stammen. Es gibt auch einen Future auf den S & P 500.
Abkürzung für: Societé des Bourses Francaises - Pariser Wertpapierbörse.
Scalper sind kurzfristig agierende Anleger, die meist im Tageshandel auch bei kleinsten Kursanstiegen ihre entstandenen Gewinne realisieren.
Als Schatzanweisungen gelten kurz- bis längerfristige Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand, der Bundesbahn, Bundespost usw. mit einer Laufzeit zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.
Der Schlußabrechnungspreis für einen Terminkontrakt wird am letzten Handelstag ermittelt.
Siehe: Anleihe
Eine Börsenentwicklung wird als schwächer beschrieben, wenn die Kursnotierungen stark bis sehr stark(Verlust etwa zwischen 1,0 bis 2,0%/ über 2%) nachgegeben haben. Gegenteil: fester / fest.
Diese Wochentage sind in die Geschichte eingegangen, da an diesen Tagen außergewöhnlich hohe und dramatische Kursverluste zustande kamen. Z.B. Freitag, 25.10.1929 und Montag 19.10.1987.
Siehe: Emerging Markets
Als Seitwärtstrend bezeichnet man das Notieren auf einem Niveau ohne größere Schwankungen.
Siehe: Secondary Market
Dies ist die Bezeichnung für ein Geschäft, bei dem zwei voneinander abhängige Verträge zeitgleich abgeschlossen werden. Es werden Wertpapiere verkauft, wobei sich der Verkäufer verpflichtet, die Wertpapiere zu einem fixen Termin sowie fixen Konditionen zurückzukaufen. Das Sell and Buy Back-Geschäft hat große Ähnlichkeit mit dem Wertpapierpensionsgeschäft.
Abschluß bzw. Abwicklung und Erfüllung eines Börsengeschäftes.
Formal ist dies der Tag des Geschäftsabschlußes. Haufig ist dies auch der Tag der wertmäßigen Erfüllung eines Börsengeschäftes.
Dies ist der durch das Clearinghaus festgesetzte Kurs am Ende des Börsentages. Er entspricht jedoch nicht dem üblichen Schlußkurs.
Dieser ist mit dem Aktionärsnutzen gleichzusetzen. Damit verbunden ist das Ziel der Marktwertmaximierung sowie eines hohen Gewinns und Cash Flows.
Maß für die Überschußrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Die Werte, die die Volatilität wiedergeben, werden auf jährlicher Basis berechnet. Die Sharpe Ratio zeigt an, ob und in welchem Verhältnis in Relation zu risikolosen Geldanlagen eine höhere Rendite erwirtschaftet wurde.
Ist ein Anleger short, so hat er eine Position verkauft, ohne sie zu besitzen. Er hat in diesem Fall eine offene Position, die durch den Kauf der Gegenposition oder den Verkauf der Short-Position wieder glattgestellt werden kann. Der Anleger erwartet, daß er die leerverkauften Papiere später zu einem günstigeren Kurs wieder zurückkaufen kann.
Bei einem Short-Call wird ein Call verkauft; gleichzeitig verpflichtet sich der Verkäufer, dem Käufer bei Ausübung seines Wahlrechts den Basiswert zu vorher definierten Konditionen zu liefern.
Bei einem Short-Hedge wird zum Absichern einer Kaufposition am Kassamarkt ein Terminkontrakt verkauft.
Die Short-Position ergibt sich aus dem Verkauf von Wertpapieren, die man noch nicht im Besitz hat.
Bei einem Short-Put wird vom Verkäufer ein Put verkauft. Gleichzeitig verpflichtet er sich, dem Käufer bei Ausübung seines Wahlrechts den Basiswert zu vorher definierten Konditionen abzukaufen.
Im Terminhandel besteht in bestimmten Fällen die Notwendigkeit, Sicherheitsleistungen ( Margin ) zu hinterlegen. Die Sicherheitsleistung kann aus Geld oder Wertpapieren bestehen. Wenn die Sicherheiten nicht mehr für die abgeschlossenen Termingeschäfte ausreichen, dann besteht eine sogennnte Nachschußpflicht ( margin call). Siehe: Marge.
Das Sigma beschreibt die Volatilität des Basiswertes einer Option. Synonym für Vega.
Steuer, die seit 1991 zur Finanzierung der deutschen Einheit als Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und zur Kapitalertragssteuer als Bundessteuer erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist die Einkommen- und Körperschaftsteuerschuld. Die Einkommen- und Körperschaftsteuer bedürfen als Gemeinschaftsteuern der Zustimmung des Bundesrates. Entgegen der Bezeichnung, die auf eine Zweckbindung zugunsten der neuen Länder hindeuten könnte, gehört das Aufkommen aus dem Solidaritätszuschlag zu den allgemeinen Deckungsmitteln. Die Ergänzungsabgabe beträgt 5,5% der geschuldeten Einkommen- oder Körperschaftsteuer. Der Solidaritätszuschlag ist als Personensteuer weder bei der Ermittlung der Einkünfte (Einkünfteermittlung) noch als Sonderausgabe oder außergewöhnliche Belastung abzugsfähig.
Banken und Sparkassen müssen von allen Zinseinnahmen grundsätzlich 30 Prozent Kapitalertragsteuer an den Fiskus abführen. Dies gilt nicht für den Fall, dass der Kunde einen Freistellungsauftrag über die Nutzung des sogenannten Sparerfreitbetrags gestellt hat. Ab Januar 2000 gelten niedrigere Sparerfreibeträge: Ledige können dann nur noch Zinseinnahmen bis 3.100 Mark steuerfrei einstreichen, Verheiratete bis 6.200 Mark. Der Werbungskostenpauschbetrag für diese Einkünfte beträgt weiterhin 100 bzw. 200 Mark. Dadurch kann es leicht passieren, dass die Zinseinkünfte über dem eingetragenen Freibetrag liegen. Dementsprechend müssen vor Jahresfrist die Freistellungsaufträge an die Zinseinkünfte angepasst werden.
Ein Spekulant versucht, Kursentwicklungen an der Börse vorwegzunehmen und handelt entsprechend seinen Annahmen und in der Hoffnung auf steigende Kurse. Bei fallenden Börsenkursen kauft der Spekulant z. B. Wertpapiere in der Annahme, daß der Kurs in naher Zukunft steigen wird. Da das Risiko besteht, daß die Kurse weiter fallen, riskiert der Spekulant einen Verlust. Im Gegensatz zu einem Anleger liegt nicht die (dauerhafte) Geldanlage im Vordergrund seiner Überlegungen, sondern die Gewinnrealisierung und Neuinvestition in weitere gewinnträchtige Wertpapiere. Die Spekulation belebt die Börse nicht nur, sondern verbessert auch die Handelbarkeit der Titel.
Innerhalb dieser Frist müssen durch Wertpapieran- und -verkauf erzielte Gewinne versteuert werden. Die Gewinne werden zum sonstigen erzielten Einkommen addiert. Die Frist beträgt zur Zeit 12 Monate.
Der Spekulationsgewinn erfaßt nur die Veräußerung von Wirtschaftsgütern, die eine gewisse Zeit vorher angeschafft wurden. Eine ausdehnende Auslegung auf Vorgänge des Erstellens und Veräußerns ist nicht zulässig. Daraus folgt, daß die Veräußerung eines vom Veräußerer selbst hergestellten Wirtschaftsgutes nicht zur Versteuerung von Spekulationsgewinnen führen kann. Die Annahme eines Spekulationsgeschäfts setzt die wirtschaftliche Identität des angeschafften und später veräußerten Wirtschaftsgutes voraus.
Dies ist ein geldpolitisches Instrument des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), über das sich die Banken auf eigene Initiative gegen finanzierungsfähige Sicherheiten Liquidität für einen Geschäftstag (Übernachtkredit) zu einem vorgegebenen Zinssatz von der Zentralbank beschaffen können. Diese ständige Fazilität ist zur Deckung eines vorübergehenden, sehr kurzfristigen Liquiditätsbedarfs bestimmt und entspricht praktisch dem früheren deutschen Lombardkredit. Der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität wird so hoch festgesetzt, dass er im Allgemeinen die Obergrenze für den Tagesgeldsatz am Geldmarkt bildet. Er übernimmt somit die Funktion eines geldpolitischen Leitzinses. Im ESZB fungieren neben dem Zinssatz für die Einlagefazilität die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und das Hauptrefinanzierungsgeschäft als Leitzinssätze.
= Kassakurs.
Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs der Optionsgeschäft-Vermittler. Durch diesen Spread finanzieren diese Vermittler ihr Geschäft. Bei hoher Konkurrenz zwischen den Vermittlern wird der Spread entsprechend niedrig sein. Bei einem Spread werden zum selben Zeitpunkt Optionen gleichen Typs oder gleicher Klasse ge- und verkauft, wobei sich die Optionen im Basispreis und/oder in der Laufzeit unterscheiden.
Stammaktien kommen in Deutschland am häufigsten vor und entsprechen den Inhaberaktien hinsichtlich der Pflichten und Rechte der Aktionäre. Gegenteil: Vorzugsaktie
Dies ist eine internationale Rating-Agentur, die unter anderem Indizes herausgibt, wovon der bekannteste der S&P 500 ist.
Bezeichnung für eine Steuerpflicht, bei der durch Börsengeschäfte entstandene Einkommen besteuert werden. Allgemein wird sie von der Steuerbehörde erhoben, sofern ein Wertpapier innerhalb von zwölf Monaten nach Kauf wieder veräußert wird (Spekulationsfrist). Für Geschäfte, die offensichtlich von vornherein spekulativen Charakter haben, wie zum Beispiel Optionsgeschäfte, gilt diese Spekulationsfrist nicht. Allerdings ist die Versteuerung von Optionsgeschäften in Deutschland noch schwankend, da sie mitunter als Einnahmen aus Spiel und Wette aufgefasst werden.
Dies ist der Verkäufer einer Option. Die Position wird zumeist von Banken oder Wertpapierhäusern eingenommen. Der Verkäufer der Option muss sich der Entscheidung des Käufers fügen und dementsprechend ?stillhalten?. Der Stillhalter einer Option kann einen unbegrenzten Verlust durch die Ausübung der Option erleiden. Gleichzeitig sind seine Gewinnmöglichkeiten auf die Optionsprämie beschränkt.
Bezeichnet einen Kaufauftrag. Bei dieser Orderform wird ein Auftrag billigst ausgeführt, sobald ein bestimmter Kurs (dem Stop Buy Limit) erreicht oder überschritten wird. Die Order wird dann zum nächsten Börsenkurs ausgeführt, egal ob dieser über oder unter dem Stop-Buy-Limit liegt. Eigentlich müsste diese Orderform deshalb Start-Buy-Order heißen. Diese Strategie ist für Anleger interessant, die sich bei steigenden Kursen engagieren wollen. Gegenteil: Stop Loss Order
Dies ist ein Verkaufsauftrag. Bei dieser Orderform wird ein Auftrag bestens ausgeführt, sobald ein bestimmter Kurs (das Stop Loss Limit) erreicht oder unterschritten wird. Die Order wird dann zum nächsten Kurs ausgeführt, egal ob dieser Kurs über oder unter dem Stop Loss Limit liegt. Damit können bereits erzielte Gewinne gesichert werden. Gegenteil: Stop Buy Order.
Stop-Loss ist eine Handelsoption für Verkauforder im Wertpapierhandel und bezeichnet eine Kursuntergrenze. Sobald der angegebene Kurs unterschritten wird, wird ein Verkaufsauftrag zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Die Order wird dann in der Regel auch zu einem unter dem Stop-Kurs liegenden Kurs ausgeführt. Auf den ersten Blick scheint es sinnlos, ein Wertpapier nicht über, sondern unter einem angegebenen Kurs verkaufen zu wollen. Ein Stop-Loss-Auftrag kann aber sinnvoll sein, wenn man den Kurs eines Wertpapiers nicht ständig beobachten, ggf. aber (bei sinkendem Kurs) „vom fahrenden Zug abspringen“ will. Damit kann das Verlustrisiko abgesichert bzw. der Gewinn realisiert werden. Zu beachten ist, dass die Börse Stuttgart besondere Regeln für Stop-Orders hat. Dort können Stop-Loss-Orders nach Ermessen des Skontroführers ausgeführt werden, sobald ein Geldkurs unterhalb des Limits vorliegt - selbst wenn kein Kurs zur Ausführung gekommen ist. Beispiel:
Dieser Index wird durch den Dow Jones-Verlag herausgegeben. Er umfaßt die 650 wichtigsten Unternehmen in Europa.
Bei einem Straddle werden die gleiche Anzahl von Puts und Calls der gleichen Optionsserie gekauft bzw. verkauft. Ein sell straddle besteht aus dem Verkauf einer gleichen Anzahl von Kauf- und Verkaufsoptionen mit identischen Kontraktspezifikationen. Der Verkäufer geht von einer annähernd stabilen Kursentwicklung aus. Ein buy straddle besteht aus dem Kauf identischer Mengen Kauf- und Verkaufsoptionen zu i. d. R. gleichen Konditionen. Der Käufer erwartet starke Kursschwankungen und möchte an diesen teilhaben.
Strukturierte Produkte sind von einem Emittenten öffentlich ausgegebene Anlageinstrumente, deren Rückzahlungswert von der Entwicklung eines oder mehrerer Basiswerte abgeleitet ist. Als Basiswerte dienen Anlagen wie Aktien, Zinsen, Devisen oder Rohstoffe wie Gold, Rohöl, Kupfer oder Zucker. Strukturierte Produkte setzen sich aus der Kombination einer klassischen Anlage (beispielsweise einer Obligation ) mit einem Derivativen Finanzinstrument zusammen
Im Gegensatz zu Nennbetragsaktien lauten Stückaktien nicht auf einen bestimmten Betrag. Jede Stückaktie hat den gleichen Wert. Der Inhaber besitzt keinen Anteil am Grundkapital. Stattdessen wird ihm eine Quote an der gesamten Aktienanzahl zugesprochen.
Diese Käufe dienen dazu, Kurs- oder Zinsniveaus zu stützen bzw. einem Verfall entgegenzuwirken.
Als werthaltige Aktien, Substanzwerte oder Value Stocks werden Papiere bezeichnet, die Anteile an Unternehmen verbriefen, welche solide finanziert sind, regelmäßig angemessene Gewinne ausschütten und auf ihrem jeweiligen Markt gut positioniert sind. Die Kursrisiken sind geringer, das Wachstum und die Gewinnaussichten sind dafür in der Regel niedriger. Die Unternehmen sind meist in traditionellen Branchen angesiedelt.
Bei einem Swap "tauschen" zwei Vertragspartner ihre Finanzierungskonditionen aus und profitieren von Kostenvorteilen des jeweils anderen. Swap-Geschäfte treten vor allem in Form von Währungs- und Zinsswaps auf. Ein Währungsswap stellt den Tausch eines Kapitalbetrags und der aus diesem Kapitalbetrag resultierenden Zinsbeträge einer Währung in einen Kapitalbetrag und daraus resultierender Zinsen in einer anderen Währung dar. Damit dieser Tausch für beide Seiten unter Kostengesichtspunkten (gilt gleichermaßen auch für Zinsswaps) vorteilhaft sein kann, müssen folgende Voruaussetzungen erfüllt sein: (1) Zwei Unternehmen in unterschiedlichen Ländern haben hinsichtlich der Volumina, der Laufzeiten und der Zinsberechnungsbasen gleiche Finanzierungsinteressen, aber entgegengesetzte Valutabedürfnisse. (2) die Unternehmen können sich aufgrund ihres Standingvorteils am Heimatmarkt günstiger verschulden als das jeweils andere Unternehmen. Damit kann ein Währungsswap z. B. wie folgt abgeschlossen werden: Ein deutsches und ein US-amerikanisches Unternehmen verschulden sich jeweils an ihren Heimatmärkten; die aufgenommenen Mittel werden zum Kassakurs getauscht, die jährlichen Zinsverpflichtungen werden gegenseitig beglichen und am Ende der Laufzeit werden die Kapitalbeträge zum ursprünglichen Kassakurs zurückgetauscht. Neben einer Absicherung des Währungsrisikos ermöglicht der Währungsswap den Parteien gegenüber einem jeweiligen Direktengagement auch einen kostengünstigeren Zugang zum jeweiligen Fremdwährungsmarkt. Analog funktionieren Zinsswaps. Zum Beispiel werden festverzinsliche Wertpapiere zwischen Vertragspartnern getauscht, die unterschiedliche Finanzierungskonditionen haben; z. B. werden variable Verzinsung gegen fixe getauscht.
Diese Strategie sieht Umstrukturierungen innerhalb eines Portfeuilles vor, wobei bestimmte Wertpapierpositionen abgebaut und andere aufgebaut werden.
Der Kurshinweis "T" gibt an, daß ein Kurs nicht festgestellt werden konnte; der Preis ist nur geschätzt, Umsätze haben zu diesem Kurs nicht stattgefunden.
Bei Tafelgeschäften werden Wertpapiergeschäfte direkt am Bankschalter getätigt. Der Käufer erhält die Wertpapiere physisch ausgehändigt. Die Verwahrung erfolgt somit nicht bei den Girosammelstellen, sondern beim Anleger.
Der Tagesendwert ergibt sich am Ende eines Handelstages aus dem zuletzt festgestellten Kurs.
Dieses Geld wird für einen Tag zwischen zwei verschiedenen Banken verliehen. Es stammt aus dem jeweiligen Guthaben der Banken bei der Bundesbank.
Dies ist der Kurs beim Wertpapierkauf oder -verkauf, der am Ausführungstag gültig ist.
Ein Erneuerungsschein, der für den Bezug neuer Zins- und Dividendenscheinbogen berechtigt. Siehe auch: Mantel und Bogen.
Tantiemen sind eine ergebnisabhängige Vergütung, die meistens neben einer festen Vergütung an Vorstandsmitglieder einer AG, an Geschäftsführer oder leitende Angestellte gezahlt werden. Im Unterschied zur Provision oder zum Honorar orientiert sich die Tantieme nicht an einem einzelnen Geschäftsabschluss, sondern am Ergebnis des gesamten Unternehmens oder eines Unternehmensteils bzw. einer Abteilung. Die Höhe der Tantieme, die Berechnungsgrundlage sowie die Fälligkeit richten sich nach den getroffenen vertraglichen Vereinbarungen. (Wikipedia)
Siehe: Aktienanalyse.
Eine temporäre Kurskorrektur gegen allgemeine Trends wird als technische Reaktion bezeichnet.
Dies ist zum einen der nachbörsliche Handel zwischen Banken und Maklern via Telefon. Ferner ist dies der Wertpapierhandel per Telefon auf dem sogenannten ?ungeregelten Freiverkehrsmarkt?. Es handelt sich dann um Aktien, die in keinem offiziellen Börsensegment gehandelt werden.
Im Telefonverkehr wickeln Banken, Freimakler etc. den vor- und nachbörslichen Handel ab.
Verfahren zur Unterbringung einer bestimmten Emission von Wertpapieren. Es wird kein bestimmter Ausgabekurs festgelegt, sondern den Zeichnern nur ein Mindestkurs genannt. Je nach Interesse können die Zeichner ihre Gebote zu höheren Kursen abgeben. Ausgehend vom höchsten zum niedrigsten Gebot erfolgt dann die Zuteilung, um den Emissionsbetrag zu erreichen.
Siehe: Futures-Börse
Zeitgeschäfte, vor allem an der Börse, bei denen die Erfüllung des Vertrags, d. h. Abnahme und Lieferung von Waren, Devisen oder Wertpapieren, zu einem späteren Termin zu einem fest vereinbarten bzw. börsenmäßig festgestellten Kurs erfolgt. Termingeschäfte in Wertpapieren sind in vielen Formen möglich. Sie haben gemeinsam, daß im Gegensatz zu Kassageschäften die Erfüllung erst zu einem späteren Termin vorgenommen wird. Man unterscheidet Termingeschäfte mit festen Abnahme- und Lieferverpflichtungen (Fest- oder Fixgeschäfte) und solche, bei denen sich ein Partner das Recht vorbehält, gegen Zahlung einer Prämie vom Vertrag zurückzutreten (Prämiengeschäfte) oder das Recht hat, die Lieferung oder die Abnahme der Wertpapiere zu verlangen (Optionsgeschäfte).
Hauptcharakteristikum von Termingeschäften ist die Vereinbarung eines Preises bei Vertragsabschluß, während die beiderseitige Erfüllung erst in der Zukunft erfolgt. Motiv für den Abschluß eines solchen Geschäftes ist die Hoffnung oder die Erwartung einer Veränderung des Kassakurses am Erfüllungstermin.
Bei dieser Handelsform findet die Erfüllung nicht sofort, sondern zu einem späteren Zeitpunkt statt. Siehe auch: Termingeschäft
Siehe: Futures-Kontrakt
Siehe: Futures-Markt
Siehe: Derivate
Das Ansammeln (Horten) von Münzen, Noten oder Edelmetallen. Unter Thesaurierung von Gewinnen versteht man die Nichtausschüttung der Gewinne einer Unternehmung. Im Bereich der Investmentfonds gibt es Thesaurierungsfonds, die anfallende Erträge einbehalten. Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge, z.B. die Dividenden aus Aktien und Zinserträge aus Anleihen, nicht ausgeschüttet, sondern direkt dem Fondsvermögen zugeführt und investiert. Durch die automatische Wiederanlage ergibt sich ein Zinseszinseffekt.
Diese dynamische Kennzahl erfasst den monatlichen oder wöchentlichen Zeitwert eines Optionsscheins. Sie gibt die Veränderung des Optionsscheinpreises in Abhängigkeit von der Veränderung der Restlaufzeit an. Somit stellt das Theta das Maß für den Zeitverfall des Optionsscheins dar. Je kürzer tendenziell die Restlaufzeit ist, umso größer wird das Theta.
Dies ist die Bezeichnung für die kleinste Einheit, um die sich ein Kurs verändern kann.
Bezeichnet ein automatisches Informationsübermittlungssystem.
Dies sind Länder in Südostasien, die sich durch moderne Wirtschaftspolitik und hohe Wachstumsraten auszeichnen. Zu ihnen zählen Malaysia, Singapur, Südkorea und Taiwan.
Den Rückkauf oder die Rückzahlung einer Schuld wird als Tilgung bezeichnet. Bei festverzinslichen Anleihen kann dies entweder am Laufzeitende mit einer Zahlung erfolgen oder in vorher festgelegten Raten.
Dieser volkswirtschaftliche Begriff bezeichnet den Zeitraum zwischen einer Maßnahme und ihrer Wirkung.
Bezeichnung speziell für die Wahl des richtigen Zeitpunkts zum Wertpapierkauf bzw. -verkauf.
Siehe: Managementansatz
Bezeichnung für intensives Handeln im Sinne von Käufen oder Verkäufen von Wertpapieren durch die Anleger oder Verwalter von Vermögen, z. B.Investmentfonds. Bei Intra-Day-Trading z. B. sind die Investments sehr kurzfristig orientiert; die Positionen werden innerhalb eines Tages ge- und wieder verkauft.
Kaufempfehlung für den Aufbau einer kurzfristigen Position, in Erwartung eines raschen Kursanstiegs.
Siehe: No-Load-Fonds
Bei einer Trailing Stop Loss Order erteilen Sie einen Stop Loss, der sich bei steigenden Kursen automatisch nach oben anpasst. Sie geben neben dem Stop Loss auch eine absolute oder prozentuale Differenz ein. Diese Differenz ist der Abstand zwischen dem aktuellen Bid-Kurs und dem Stop Loss. Mit dieser Ordermöglichkeit setzen Sie einen Stop Loss, der bei steigenden Kurse ebenfalls steigt. Beispiel 1 Aktueller Kurs: 100.- Trailing Stop Loss: 90.- Trailing Stop Abstand absolut: 10.- Steigt der aktuelle Bid-Kurs auf 105.-, so wird Ihr Stop Loss auf 95.- angehoben. Fällt der aktuelle Bid-Kurs auf 95.- oder darunter, so wird Ihr Stop Loss ausgelöst und Ihre Order zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Beispiel 2: Aktueller Kurs: 100.- Trailing Stop Loss: 90.- Trailing Stop Abstand prozentual: 10 Prozent Steigt der aktuelle Bid-Kurs auf 105.-, so wird Ihr Stop Loss auf 94,50.- angehoben. Fällt der aktuelle Bid-Kurs auf 94,50.- oder darunter, so wird Ihr Stop Loss ausgelöst und Ihre Order zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Beispiel 3: Aktueller Kurs: 100.- Trailing Stop Loss: 95.- Trailing Stop Abstand absolut: 10.- In diesem Fall ist der Abstand des Trailing Stop Loss zum aktuellen Bid-Kurs kleiner als 10.-. Der Abstand bleibt anfänglich bei 5.-. Sollte der aktuelle Bid-Kurs auf 105 steigen, so greift ab diesem Zeitpunkt der Trailing Stop Abstand von 10.-. Steigt der aktuelle Bid-Kurs auf 106.-, so wird der Stop Loss automatisch auf 96.- angehoben. Fällt der aktuelle Bid-Kurs auf 96.- oder darunter, so wird Ihr Stop Loss ausgelöst und Ihre Order zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Sie können diese Variante der Orderaufgabe auch für den Trailing Stop Loss mit einem prozentualen Abstand erteilen.
Die Position des Treasurers ist besonders üblich in amerikanischen Unternehmen. Er ist für die externe und interne Finanzierung zuständig sowie für die Gewährleistung des finanziellen Gleichgewichts.
Langfristige amerikanische Schatzobligationen mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren.
Die aus Vergangenheit und Gegenwart abzuleitende langfristige Grundrichtung einer Entwicklung, die unter Verwendung statistischen Zahlenmaterials berechnet wird. Im Börsengeschäft wird damit eine über einen längeren Zeitraum stabile Börsenentwicklung in eine bestimmte Richtung verstanden. Es wird zwischen Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrend unterschieden.
Dies ist ein Optionsschein, der dazu berechtigt, bei Inanspruchnahme einer Kreditfazilität zwischen drei Währungen wählen zu können.
Dies ist der jeweils letzte Handelstag für den DAX-Future, die Aktien- und DAX-Optionen. Dieser letzte Handelstag ist jeweils der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember eines Jahres.
Hat eine Aktiengesellschaft nach Jahren schlechter Unternehmensentwicklung eine nachhaltige Trendwende einleiten können, so wird das Durchschreiten der Verlustzone oder dauerhaften Konsolidierung als Turn-around-Situation bezeichnet. An der Börse gibt es viele Beispiele für Unternehmen, die beinahe in Konkurs gingen oder schlechte Perspektiven hatten und dann durch eine konsequente Neuorientierung und Umstrukturierung eine Trendwende erreicht wurde. Eine turn-around-situation ist eine Gelegenheit für den Einstieg an der Börse, da sich eine Verbesserung der Lage einer Branche, einer AG oder des allgemeinen Börsentrends abzuzeichnen scheint.
Ultimo bezeichnet das Monats- ggf. auch Jahresende. Ein Auftrag bis Ultimo hat demnach eine Gültigkeit bis Monatsende.
So wird die Durchschnittsrendite einer Kapitalanlage in Relation zu einer bestimmten Restlaufzeit bezeichnet.
Es kann in zwei Fällen zum Aktienumtausch kommen. Einerseits kann das bei einer Kapitalherabsetzung geschehen. In diesem Fall wird eine bestimmte Zahl alter Aktien gegen eine geringere Zahl junger Aktien getauscht. Der Nennwert der Aktien bleibt jedoch gleich. Andererseits kann es bei Fusionen zu einem Aktienumtausch kommen.
Bei Options- und Termingeschäften das Kassamarktinstrument, welches bei Ausübung oder Fälligkeit des Options- oder Termingeschäfts anzudienen oder zu erhalten ist. Aufgrund dieser Beziehung besteht eine hohe Korrelation der Wertentwicklung von Options- oder Termingeschäft und Kassamarktinstrument. Bei Optionen auf financial futures ist das Basisobjekt (underlying) der entsprechende Terminkontrakt. Damit ist z. B. ist bei einem Dax-Future der Dax das Underlying, bei einer BMW-Option die BMW Aktie.
Ein Wertpapier wird als Underperformer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung unter dem Marktdurchschnitt liegt.
Siehe: offene Position
Als Unterstützungslinie gelten bei Wertpapieren Kursgrenzen, die aufgrund von charttechnischen Überlegungen schwer nach unten zu durchdringen sind. Zudem ergeben sich Kursuntergrenzen aus dem inneren Wert einer Aktie (Fundamentalanalyse). Hat eine Aktie beispielsweise eine Dividendenrendite, die dem Rentenmarkt-Niveau entspricht, so ist es sehr unwahrscheinlich, daß sie noch weiter fällt.
Gewichtseinheit für Edelmetalle. Sie entspricht 31,1035 Gramm.
US - Generally Accepted Acconting Principles: Amerikanische Norm der rechnungslegung, die zwar ohne Rechtskraft, jedoch offiziell anerkannt und gültig ist. Gegenüber dem IAS (Vgl.) ist sie detaillierter. Von der deutschen Rechnungslegung, die dem Gläubigerschutz verpflichtet ist, unterscheidet sie sich in ihrer Ausrichtung auf die Investoreninteressen; es entfällt die Möglichkeit zur Bildung stiller Reserven und die Bewertung von Wertpapier erfolgt gemäß des Mark to Market-Prinzips.
Usancen sind im allgemeinen traditionell entstande Handelsbräuche, die das Geschäftsgebaren regeln. Für das Börsengeschäft in Deutschland sind sie zum Teil im Börsengesetz festgelegt.
Es sind zwei Bedeutungen möglich: 1. Dies ist der Wertstellungszeitpunkt bzw. das Buchungsdatum für eine Belastung oder Gutschrift auf einem Konto. 2. Sammelbegriff für Fremdwährungen.
Im Gegensatz zu einem festen Kupon haben variabel verzinsliche Anleihen keinen festen Zinssatz. Die Zinshöhe wird in regelmäßigen Abständen neu angepaßt (erhöht oder ermäßigt) und richtet sich meist nach Benchmark-Zinsen. Z.B. wird der Zins alle drei Monate angepaßt und liegt 1% über dem 3-Monats FIBOR (Frankfurt Inter Bank Offered Rate), dem Zins für 3-Monatspapiere aus dem Frankfurter Inter Banken Handel. Siehe auch: floating rate notes (FRN)
Siehe: fortlaufende Notierung
Die Variation Margin sind Gewinne oder Verluste, die sich aus offenen Terminkontrakt- oder Optionspositionen aufgrund der täglichen Neubewertung der Positionen ergeben.
Mit diesem Maß wird die Schwankungsintensität eines einer Option zugrundeliegenden Basisobjekts ausgedrückt. Gemessen wird die Auswirkung einer steigenden oder fallenden Kursvolatilität des Basisobjekts auf den Wert der Optionsprämie.
Bezeichnet Eigenkapital, welches besonders dynamischen, jungen und zukunftsträchtigen Unternehmen zugeführt wird.
Als Verbindlichkeiten gelten sämtliche finanziellen Verpflichtungen (Schulden aller Art) eines Unternehmens gegenüber Dritten.
Siehe: Insidergeschäfte
Der Verfallmonat gibt an, in welchem Monat eine Optionsserie verfällt.
Siehe: Benchmark
Siehe: Vergleichsindex
Bei einer Verkaufsoption (engisch: Put) erwirbt der Käufer (gegen Zahlung einer Prämie) das Wahlrecht, ein bestimmtes Gut (z.B. Aktien) zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb der Optionsfrist zu einem vorher definierten Preis (Basispreis) zu verkaufen. Der Käufer einer Verkaufsoption muß jedoch keine Erfüllung verlangen; er kann die Option auch (wertlos) verfallen lassen. Dies wird i. d. R. dann geschehen, wenn er aus der Ausübung der Option keinen wirtschaftlichen Vorteil ziehen kann.
Nach dem deutschen Investmentrecht muß vor Kaufabschluß ein Verkaufsprospekt mit den Bedingungen des betreffenden Fonds ausliegen. Er enthält alle wesentlichen Angaben für die Beurteilung der Investmentanlage und muß dem Anteilerwerber zusammen mit dem Rechenschaftsbericht und ggf. dem Halbjahresbericht das Verkaufsprospekt ausgehändigt werden.
Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die ein Arbeitgeber zugunsten seines Mitarbeiters anlegt. Arbeitsentgelte können jedoch nur dann vermögenswirksam angelegt werden, wenn sie dem Arbeitnehmer noch nicht zugeflossen sind. Der Arbeitgeber muß also die vermögenswirksamen Leistungen direkt zur Anlage in ein vom Arbeitnehmer gewünschtes und nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz zulässiges Finanzprodukt investieren. Einen Rechtsanspruch auf vermögenswirksame Leistungen erwirbt man durch einen Tarifvertrag, mittels einer Betriebsvereinbarung oder durch eine individuelle Vereinbarung. Hat ein Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch auf vermögenswirksame Leistungen, so kann er diese aus seinem Lohn oder Gehalt freiwillig vom Arbeitgeber in ein Finanzprodukt investieren lassen. Von den Arbeitnehmern in den alten Bundesländern nehmen 90% vermögenswirksame Leistungen in Anspruch. In den neuen Bundesländern wird dieser Anspruch nur von 20% der Arbeitnehmer wahrgenommen. Gut 60% der Arbeitnehmer gelten hier jedoch als anspruchsberechtigt. Hinsichtlich der Höhe der vom Staat gezahlten Arbeitnehmer-Sparzulage gilt, daß diese 10% der pro Jahr erbrachten vermögenswirksamen Leistungen beträgt. Das entsprechend begünstigte Anlagevolumen beträgt pro Monat 78 Mark bzw. 936 Mark pro Jahr. Damit errechnet sich jährlich eine maximale Arbeitnehmer-Sparzulage von 93,60 Mark. Gewährt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen von weniger als 78 Mark pro Monat, so lohnt sich die freiwillige Aufstockung durch diesen aus Lohn und Gehalt bis auf 78 Mark pro Monat. Zahlungen darüber hinaus erhöhen die Arbeitnehmer-Sparzulagen des Staates nicht. Die vermögenswirksamen Leistungen müssen durch bestimmte Vertragsformen vereinbart und bis zum Ablauf einer Frist von sieben Jahren (Sperrfrist) festgelegt werden.
Aktiengesellschaften aus dem Bereich Energie (Strom, Wasser, Gas) zählen zu den Versorgungswerten.
Die Übertragung von Namensaktien kann von der Zustimmung der übrigen Gesellschafter abhängig gemacht werden. In diesem Fall bezeichnet man dieseNamensaktien als vinkuliert. Zweck vinkulierter Namensaktien ist es, die Übersicht über den Aktionärskreis zu behalten und einer möglichen Überfremdung durch Aktienaufkauf an der Börse vorzubeugen. Die Fungibilität von (vinkulierten) Namensaktien ist wegen der notwendigen Umschreibungen eingeschränkt.
Die Vorbörse betrifft den Wertpapier-Handel, der vor der eigentlichen Börsensitzung zwischen den Banken und Händlern ohne Börsenaufsicht stattfindet. Die dort zustandegekommenen Kurse werden nicht offiziell notiert oder festgehalten.
Auch: Verwertungsaktien, Verwaltungsaktien. Aktien, die Aufgrund eines eingeräumten Rechts im Zuge einer Neuausgabe von Aktien von einem Dritten (Bankenkonsortium, Vermögensverwalter)für Rechnung der AG übernommen werden und bis zu einer gegenteiligen Entscheidung durch die AG, nicht auf den Markt gelangen. Dabei haftet der Dritte für die Einlage.
Aktien mit Vorrechten bei der Gewinnverteilung. Für Aktien, die mit einem nachzuzahlenden Vorzug bei der Verteilung des Gewinns ausgestattet sind, kann das Stimmrecht ausgeschlossen werden. Vorzugsaktien ohne Stimmrecht dürfen nur bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe des Gesamtnennbetrags der anderen Aktien ausgegeben werden. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gewähren mit Ausnahme des Stimmrechts die jedem Aktionär zustehenden Rechte. Wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr gar nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben Vorzugsaktinäre das Stimmrecht, bis die Rückstände nachgezahlt sind. Gegenteil: Stammaktien
Englisch (weighted average capital costs) für "durchschnittliche gewichtete Kapitalkosten".
Siehe: Venture Capital
Die Wall Street befindet sich in New York City. Dort befindet sich die New York Stock Exchange, eine der wichtigsten Börsen der Welt.
An diesen Börsen können Sachgüter gehandelt werden. Es handelt sich dabei üblicherweise um Naturprodukte wie Zucker, Getreide, Kaffee usw.
Terminkontrakt auf Waren und Güter (z.B. Soja, Weizen, Schweinebäuche, Bauholz, gefrorenen Orangensaft, Baumwolle, Zucker, Kaffee, etc.). Die Notierungen von Warenterminkontrakten (Commodity Futures) sind abhängig vom physischen Angebot und der Nachfrage. Gibt es z.B. in Brasilien, einem Hauptanbauland für Kaffee, einen Frost, der die jungen Kaffeepflanzen beschädigt, so steigen die Futures aufgrund des sinkenden Angebots.
Zu diesem Preis hat der Besitzer eines Call- oder Put-Warrant die Möglichkeit, eine Option ausüben.
Siehe: Optionsscheine
Dieser Index setzt sich aus sämtlichen, an der Wiener Börse im Amtlichen Handel notierten Aktien zusammen und kann somit als Gesamtmarktindex bezeichnet werden. Aus der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktien (Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Kurs) ergeben sich unterschiedliche Gewichtungen. Folglich beeinflussen Papiere mit hoher Marktkapitalisierung den Index stärker als solche, die geringer am Markt kapitalisiert sind. Der WBI wird börsentäglich auf Schlußkursbasis berechnet. Er wird nicht wie andere Indizes im Turnus aktualisiert, sondern je nach Bedarf. Der Startwert des WBI betrug 100 Punkte am 31.12.1967. Die tägliche Berechnung findet seit 1985 statt.
Ein Wechsel stellt eine Urkunde dar, mit der sich der Aussteller verpflichtet, an den Bezogenen eine bestimmte Geldsumme an einem bestimmten Tag und an einem festgelegten Ort an sich selbst oder einen Dritten zu bezahlen.
Der Wechselkurs gibt an, wieviel von einer Währung für den Erhalt einer anderen bezahlt werden muß.
Währungen, die im Gegensatz zu harten Währungen nicht jederzeit in andere Währungen umgetauscht und transferiert werden können. Für Kapitalanlagen in weichen Währungen bestehen somit erhöhte Risiken.
Siehe: Performance
Unter diese Bezeichnung fallen Inhaberpapiere, Namenspapiere, Orderpapiere, Beteiligungspapiere, Rentenpapiere und Anleihen. Das Wertpapier bringt ein Besitzrecht bzw. eine Beteiligung zum Ausdruck.
Siehe: Aktienanalyse
Dies ist eine besondere Form der Offenmarktpolitik, bei der die Notenbank von den Banken Wertpapiere ankauft unter der Bedingung, dass die Banken diese Papiere gleichzeitig per Termin zurückkaufen. Solche Wertpapierpensionsgeschäfte setzte die Bundesbank erstmals im Juni 1979 ein. Seit Mitte der achtziger Jahre erfolgte die laufende Bereitstellung von Zentralbankgeld zunehmend über dieses Instrument. Im Rahmen des Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) heißen diese Geschäfte neutrale befristete Transaktionen. Die Bundesbank kauft jetzt die Wertpapiere nicht mehr an, d.h. sie werden ihr jetzt nicht mehr übereignet, sondern nur noch verpfändet. Die Bereitstellung von Zentralbankgeld erfolgt im ESZB hauptsächlich über das Hauptrefinanzierungsgeschäft.
Siehe: Kassenverein.
Bei Wertrechtsanleihen werden dem Eigentümer keine physischen Dokumente ausgehändigt. Sie sind somit nur verbuchbar und sollen den administrativen Aufwand reduzieren und somit den Umgang erleichtern.
Als Widerstandslinie gelten bei Wertpapieren Kursgrenzen, die aufgrund von charttechnischen Überlegungen schwer nach oben zu durchdringen sind. Zudem können sich Kursobergrenzen aus dem inneren Wert einer Aktie (Fundamentalanalyse) oder durch begrenzte Wachstumschancen ergeben. Wenn eine Aktie als deutlich überbewertet gilt, so ist das Aufwärtspotential begrenzt.
AktienInstitutionelle Anleger versuchen durch ihre Orders, die Kurse von Benchmarks oder einzelnen Aktien zu manipulieren, um ihre Performance vor einem Bilanzstichtag oder Jahresabschluß zu ihren Gunsten zu verändern. Hat ein Fonds ein überdurchschnittliches Jahresergebnis erzielt, wird das Ziel sein, in den letzten Handelstagen das Ergebnis leicht nach unten zu drücken. Im umgekehrten Fall wird durch einen Fonds versucht, in den letzten Handelstagen noch höchstmögliche Gewinne zu erwirtschaften, indem durch Käufe die Marktpreise für die einzelnen Aktien nach oben getrieben werden.
Hold-Break-Even unter Berücksichtigung des Wochen-Zeitwertmove
Von der Deutsche Börse AG entwickeltes elektronisches Handelssystem (Exchange Electronic Trading) für den Kassamarkt, in dem Aktien. Optionsscheine und Rentenwerte gehandelt werden können. Durch Xetra wurde das Vorgängersystem IBIS schrittweise abgelöst. Mit Erreichen der letzten Ausbaustufe im Jahr 1998 sind alle an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Wertpapiere des Kassamarktes vollelektronisch handelbar. Zentrale Merkmale des neuen Handelssystems sind die Konzentration des Handels in einem Orderbuch pro Wertpapier mit dem Ziel der Erhöhung von börslicher Liquidität und Markttransparenz, die Schaffung eines gleichberechtigten, vom Standort unabhängigen Marktzugangs für alle Marktteilnehmer sowie die Schaffung zusätzlicher Liquidität für weniger liquide Werte durch spezifische Intermediäre. Anders als IBIS sieht die Konzeption von Xetra auch die Abwicklung kleinvolumiger Orders vor.
Der Wert eines Optionsscheines setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem inneren Wert und dem Zeitwert. Der Zeitwert ist als Preis für die Chance zu verstehen, dass die der Option zugrundeliegende Aktie sich innerhalb der bestehenden Optionsrestlaufzeit in die vom Anleger gewünschte Richtung entwickelt. Je länger tendenziell die Restlaufzeit der Option ist, umso größer ist auch die Chance der gewünschten Wertentwicklung. Aus diesem Grunde haben Optionen mit langer Restlaufzeit einen relativ hohen Zeitwert.
Sie ist eine volkswirtschaftliche Institution, die für die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld zuständig ist. Gleichzeitig soll sie Geldwertstabilität, Vollbeschäftigung sowie angemessenes Wirtschaftswachstum herstellen. Die Zentralbanken der EWU-Teilnehmerstaaten wurden zum 01.01.1999 durch die Europäische Zentralbank abgelöst. Siehe auch EZB.
Siehe: Null-Kupon-Anleihe
Die Zinsabschlagssteuer gilt bei allen festverzinslichen Wertpapieren. Sie ist Quellensteuer auf inländische Zinseinkünfte von in der Regel 30 Prozent, die seit dem 1.1.1993 von den Kreditinstituten einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt wird. Diese Kapitalertragssteuer an der Quelle ist eine Steuervorauszahlung. Sie wird auf die gesamte Einkommensteuerschuld des Steuerpflichtigen angerechnet. Die Abführung der Steuer beginnt allerdings erst, wenn der jeweilige Freibetrag überschritten wird. Voraussetzung ist allerdings, dass der Steuerpflichtige seiner Bank einen entsprechenden Freistellungsauftrag erteilt. Die Summe kann auch auf mehrere Kreditinstitute aufgeteilt werden.
Vertragliche Vereinbarung, ein dem Kontrakt in bezug auf Laufzeit und Verzinsung entsprechendes gleichartiges Zinsinstrument zu übernehmen bzw. zu liefern, und zwar zu einem im Voraus ausgehandelten Kurs und an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag.
Ein Zinssatz gibt die Verzinsung von Kapital in Prozent an.
Ein Zinsswap ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Inhalt der Vereinbarung ist der Austausch verschiedener Zinszahlungsströme. Meist wird ein fixer gegen einen variablen Zins, jeweils berechnet auf dem vereinbarten Nennwert, ausgetauscht. Das Kapital selbst wird nicht ausgetauscht. Beglichen wird meist nur die diskontierte Zinsdifferenz. Bei Vertragsbeginn werden die Nennwerte, die Währung, die Zahlungszeitpunkte, der feste Zinssatz und die Bestimmung des variablen Zinssatzes vereinbart. Zudem wird festgelegt, wer den festen Zins zahlt (Payer, er erhält den variablen Zins) und wer den festen Zins erhält (Receiver, er zahlt dafür den variablen Zins). Mit Zinsswaps kann auf Zinserwartungen reagiert werden, was eine Absicherung gegen oder das Ausnutzen von Zinsänderungen ermöglicht.
Die Zulassung unterliegt je nach Marktsegment unterschiedlich streng reglementierten Voraussetzungen. Es entscheidet die dem jeweiligen Marktsegment vorstehende Zulassungsstelle.
Vgl. Zweitnotierung
Aktien, die besonders konjunkturabhängig sind.
Dies ist eine durch die Börsensachverständigenkommission veröffentlichte Empfehlung bezüglich dem Verhalten betroffener Unternehmen bei öffentlichen Übernahmeangeboten. Der Übernahmekodex soll Marktmanipulationen verhindern und gleichzeitig gewährleisten, daß öffentliche Übernahmeangebote alle notwendigen Informationen enthalten.