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Heiztage: Anzahl Tage pro Jahr, an welchen die mittlere Tagestemperatur unter 12°C bleibt. An diesen Tagen wird normalerweise geheizt, um eine Raumtemperatur von 20°C aufrecht zu erhalten.
Heizgradtage: Mass für den Einfluss des Wetters auf den Heizenergieverbrauch. Sie berechnen sich aus der Differenz zwischen gewünschter Raumtemperatur und mittlerer Aussentemperatur eines Tages, falls diese Aussentemperatur unter einer bestimmten Heizgrenze liegt.
|Die Heiztage bzw. Heizgradtage sind Masse für den Einfluss von Klima und Witterung auf den Heizenergieverbrauch. Die Heiztage und die Heizgradtage und lassen sich nicht direkt beeinflussen und werden deshalb nicht bewertet.
|Nicht bewertbar
Anzahl Heizgradtage; Anzahl Heiztage (rechte Skala)
Erläuterungen
Der Energieverbrauch zu Heizzwecken wird durch die klimatischen Verhältnisse entscheidend mitbestimmt. Je kälter ein Winter, desto höher ist der Energieaufwand zum Heizen. Die Anzahl Heizgradtage dient daher als Indikator, um den Einfluss des Wetters auf den Energieverbrauch beurteilen zu können. Die Veränderung der Anzahl jährlicher Heiztage ist ein Indikator für die Klimaveränderung. Die tendenzielle Abnahme verdeutlicht den Klimawandel hin zu weniger kalten Wintern.
Methodik
Heiztage: Summe aller Tage im Kalenderjahr mit einer mittlere Aussenlufttemperatur von kleiner oder gleich 12 °C.
Heizgradtage: Für alle Tage im Kalenderjahr, welche eine mittlere Aussenlufttemperatur von kleiner oder gleich 12 °C (Heizgrenze) aufweisen, wird die Differenz zwischen 20 °C (angenommene gewünschte Raumtemperatur) und der mittleren Aussenlufttemperatur summiert (Beispiel: Beträgt die mittlere Aussenlufttemperatur an einem Tag 8,5 °C, so resultiert daraus für diesen Tag ein Wert von 20 - 8,5 = 11,5 Heizgradtagen).
Die Temperaturmessungen erfolgen an der Meteorologischen Station Basel-Binningen in zwei Metern über Grund (Details siehe weiterführende Informationen).