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Kurzbeschrieb
Im schweizerischen Aktienrecht galt in den letzten 50 Jahren das Dogma des einheitlichen, alle Grössen von Aktiengesellschaften mit umfassenden Aktienrechts. Im Verlauf der letzten fünf Jahre wurde dieser Grundsatz zuerst in der Praxis relativiert und dann auch in der Gesetzgebung insbesondere mit dem neuen Börsengesetz aufgegeben. Statt dessen hat sich eine Zweiteilung des Aktienrechts in ein Recht der Publikumsgesellschaften und ein Recht der privat gehaltenen Aktiengesellschaften ergeben. Hintergrund dieser Entwicklung ist der globalisierte und intensivierte Wettbewerb auf den Kapitalmärkten sowie die sich immer noch im Gang befindliche, grundlegende Restrukturierung der schweizerischen Wirtschaft. Die vorher während langer Zeit geübte, ausgeprägt defensive, und Neuerungen tendenziell ablehnende und gelegentlich ständische Haltung liess sich angesichts des Drucks der internationalen Entwicklungen nicht mehr aufrechterhalten. Die resultierende Umwälzung verlief rasch, ja gelegentlich sprunghaft und ohne übergreifendes Konzept.
Ziel des Projekts ist es, diese Entwicklungen hin zu einem schweizerischen Recht der Publikumsgesellschaften aufzuzeigen, sie in den internationalen Zusammenhang zu stellen und die Instrumente für ihre Erfassung im Rahmen des bestehenden Rechts und in künftigen Gesetzgebungsverfahren zu entwickeln.