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Zwar brachte die Königsetappe noch keine Vorentscheidung im Gesamtklassement, doch Rui Costa unterstrich seine Ambitionen auf die Titelverteidigung mit dem Sieg eindrücklich. Der Portugiese setzte sich in La Punt im Sprint gegen seine beiden letzten verbliebenen Widersacher Bauke Mollema (Ho) und Tejay van Garderen (USA) durch.
«Ich freue mich über den Etappensieg und bin froh, dass ich im Gesamtklassement Zeit gutmachen konnte», sagte Costa nach dem Rennen. Er rechnet damit, dass die Entscheidung um den Gesamtsieg aber erst am Sonntag im Zeitfahren auf die Flumserberge fallen wird. Aktuell liegen die ersten fünf Fahrer im Klassement nur 46 Sekunden auseinander.
Costa überholt Kreuziger
Mathias Frank erreichte das Ziel 22 Sekunden hinter Costa in der 1. Verfolgergruppe und behauptete damit das Leadertrikot, obwohl der Portugiese bis auf 13 Sekunden an den Luzerner aufschliessen konnte. Der Tscheche Roman Kreuziger fiel auf den 3. Platz zurück.
Frank brauchte eine starke Leistung und musste leiden, um weiter in Gelb fahren zu können. In einer sehr schnell gefahrenen und von zahlreichen Angriffen geprägten Etappe blieb er jedoch stets aufmerksam. «Ich hatte nicht mehr die besten Beine und musste am Albula abreissen lassen, aber ich konnte das Trikot verteidigen, von daher ist es ok», so das Fazit des Leaders.
Torbogen umgekippt
Eine kuriose Szene hatte sich auf der Abfahrt vom Albula-Pass ereignet. Der Torbogen bei der 2-km-Marke war umgekippt und behinderte die Weiterfahrt der Fahrer. Der Zwischenfall dürfte die Spitzengruppe einige Sekunden Vorsprung gekostet haben.