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Das Flugzeug war laut Anklageschrift für den Präsidenten Kameruns, Paul Biya, bestimmt. Der angeklagte Genfer Finanzberater französischer Nationalität soll dem Geschäftsmann aus Kamerun in diesem Zusammenhang geraten haben, eine Gesellschaft in der Rhone-Stadt zu gründen. Von den dorthin geflossenen Geldern soll der 60-Jährige rund 1,6 Millionen Franken in die eigene Tasche gewirtschaftet haben - er war zu diesem Zeitpunkt Vermögensverwalter der Gesellschaft.
Afrikanische Partner offenbar geprellt
Den kamerunischen Geschäftspartner habe er dabei auf ganzer Linie belogen, da er bereits zuvor gewusst haben soll, dass die Gelder, welche seinem Gegenüber zur Verfügung standen, nicht für den Kauf des Flugzeugs ausreichend waren.
Dem eloquent auftretenden Finanzberater, welcher über ein Büro in bester Lage in Genf verfügte, wird ausserdem vorgeworfen, eine Gesellschaft aus dem Senegal hinters Licht geführt zu haben. Für ein geplantes Refinanzierungsprojekt in Höhe von 120 Millionen Franken hat er sich laut Strafbefehl eine halbe Millionen Franken für eigene Zwecke abgezweigt.
Während zehn Jahren aktiv
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, in diesen und ähnlichen Geschäften insgesamt 3,5 Millionen Franken unterschlagen zu haben. Die Finanzdelikte sollen in einem Zeitraum von zehn Jahren begangen worden sein - zunächst von 2002 bis 2005 und dann ab 2012.
Gemäss Anklageschrift hat der Financier einen Grossteil seiner Arbeitszeit auf die vermeintlichen Betrugsgeschäfte verwandt. Er muss sich deshalb ab Dienstag wegen mehrfachen Betrugs, ungetreuer Geschäftsbesorgung sowie Veruntreuung verantworten. Ausserdem wird ihm Urkundenfälschung zur Last gelegt.
Der Prozess ist auf insgesamt acht Tage angesetzt. Der Angeklagte mit aktuellem Wohnsitz in Barcelona befand sich bereits in Untersuchungshaft, kam aber gegen eine Kaution von 150'000 Franken wieder frei.
(sda/chb)