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Der Schauspieler Sam Rockwell hat die erste Trophäe dieser Oscar-Nacht gewonnen. Der 49-jährige US-Amerikaner wurde in der Nacht zu Montag in Hollywood als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
Er gewann die Trophäe für seine Rolle als rassistischer Kleinstadtpolizist in der Tragikomödie «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri».
Topfavorit für die begehrtesten Filmpreise der Welt ist die Fantasy-Romanze «The Shape of Water», die für 13 Auszeichnungen nominiert ist. Sally Hawkins, die in dem Film eine stumme Putzfrau spielt, ist als beste Hauptdarstellerin nominiert, Guillermo del Toro für beste Regie.
Ferner gehören zum engeren Favoritenkreis der Kriegsfilm «Dunkirk» mit acht Nominierungen und die bitterböse Kleinstadtsatire «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» mit sieben Nominierungen.
Der Auftakt zur diesjährigen Oscar-Verleihung war durch Stellungnahmen zum Thema der sexuellen Drangsalierung sowie der Diskriminierung von Frauen in der Filmbranche und anderen Berufsbereichen geprägt.
Moderator Jimmy Kimmel versuchte, das Thema auf humoristische Weise anzupacken. Er zeigte auf eine Oscar-Figur und sagte, dieser Mann halte seine Hände so, dass sie zu sehen sein. Er sage nie ein unhöfliches Wort, und «vor allem hat er überhaupt keinen Penis». Dies sei die Art von Männern, die Hollywood jetzt brauche.
«Time's up» für Frauendiskriminierung
Prominente Schauspielerinnen hatten zuvor auf dem Roten Teppich vor dem Dolby-Theater in Hollywood kämpferische Stellungnahmen gegen die sexuelle Belästigung von Frauen abgegeben. Die Menschen sollten wissen, dass die neue Bewegung «Time's Up» (Die Zeit ist um) gegen die Drangsalierung und Diskriminierung von Frauen «nicht aufhören wird», sagte Hollywoodstar Mira Sorvino. Die Bewegung wolle die Dinge für die Frauen «überall am Arbeitsplatz ändern».
Sorvino erschien in Begleitung ihrer Kollegin Ashley Judd auf dem Roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Hollywood. Beide Schauspielerinnen gehören zu den Frauen, die den gestürzten Hollywoodmogul Harvey Weinstein beschuldigen, sie sexuell belästigt zu haben. Dem Skandal um Weinstein waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Enthüllungen über angebliche sexuelle Übergriffe auch durch andere prominente männliche Vertreter der Filmbranche gefolgt.
Sorvino und Judd zählen auch zu den hunderten Frauen aus der US-Filmbranche, welche die «Time's Up»-Bewegung lanciert haben. Judd sagte, die Bewegung helfe Frauen nicht nur in Hollywood, sondern allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie könnten sich an die Organisation um Hilfe wenden, wenn sie zum Opfer sexuellen Fehlverhaltens im Job geworden seien. (sda/dpa/afp)
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