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Fragen und Antworten (FAQ)
1.
Wir haben unseren Wohnsitz am 01.07.2011 von Zürich nach Zug verlegt. Ausserdem besitzen wir ein Ferienhaus im Kanton Graubünden. Wie müssen wir die Steuererklärung ausfüllen? Müssen wir für das Steuerjahr 2011 drei Steuererklärungen ausfüllen?
Ein Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz sollte künftig keine grösseren administrativen Schwierigkeiten bereiten. Die Steuern werden nur noch in jenem Kanton erfasst, in dem Sie am Ende der Steuerperiode (31.12.) Ihren Wohnsitz hatten. Für die Veranlagung 2011 ist somit der Kanton Zug zuständig. In der Steuererklärung sind sämtliche Einkommen und Aufwendungen des Jahres 2011 zu deklarieren, ungeachtet dessen, wo sie erzielt wurden. Die anderen Kantone, in denen Sie - zum Beispiel infolge Grundeigentum - wirtschaftlich zugehörig und somit beschränkt steuerpflichtig sind, begnügen sich mit einer Kopie der Steuererklärung des Wohnsitzkantons.
2.
Wir sind am 30.09.2011 von Zug nach Bern gezogen. Müssen wir für das Jahr 2011 noch Steuern bezahlen im Kanton Zug?
Massgebend für die Steuerpflicht sind die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode (31.12.). Bei einem Wegzug in einen anderen Kanton werden Sie für das ganze Steuerjahr 2011 im neuen Kanton steuerpflichtig. Die Steuerpflicht im Kanton Zug endet rückwirkend per 01.01.2011, ausser wenn Sie weiterhin eine Liegenschaft, bzw. Betriebsstätte im Kanton Zug besitzen, oder diese vor, mit oder nach dem Wegzug verkauft oder aufgegeben haben. Bereits geleistete Zahlungen für das Steuerjahr 2011 werden mit Vergütungszins zurückerstattet.
3.
Wir haben am 15.05.2011 geheiratet. Wie müssen wir die Steuererklärung 2011 ausfüllen?
Massgebend für die Steuererklärung ist der Zivilstand am Ende der Steuerperiode (31.12.). Da Sie am 31.12.2011 verheiratet waren, erhalten Sie nur eine Steuererklärung, in welcher die Einkommen und Abzüge von Mann und Frau zu deklarieren sind. Die Besteuerung erfolgt gemeinsam für das ganze Steuerjahr.
4.
Wir leben in Trennung seit dem 15.03.2011. Wie muss ich die Steuererklärung ausfüllen?
Massgebend für die Steuererklärung ist der Zivilstand am Ende der Steuerperiode (31.12.). Da Sie am 31.12.2011 getrennt waren, erhalten Sie und Ihre Frau je eine separate Steuererklärung zum Ausfüllen. Die Besteuerung erfolgt rückwirkend per 01.01.2011 als Einzelpersonen.
5.
Ich habe diverse Fragen zur aktuellen Steuererklärung. So auch zu den Themen Liegenschaftsunterhalt und Hypothekarzins, da ich eine Wohnung gekauft habe. Wo finde ich Informationen dazu?
Das Steuerbuch, welches auf unserer Homepage zu finden ist, gibt Ihnen zu verschiedensten Themen Auskunft (auch zu Hypothekarzins und Liegenschaftsunterhalt). Einige Themen finden Sie direkt auf der Startseite, so auch "Liegenschaft", hier können Sie Steuer- und Mietwert Ihrer Wohnung berechnen. Falls Sie mit eTax.zug Ihre Deklaration ausfüllen, hier finden Sie die Wegleitung integriert, in welcher ebenfalls viele nützliche Hinweise zu finden sind.
6.
Warum sind Ausbildungskosten im Gegensatz zu Weiterbildungskosten nicht abzugsfähig?
Ausbildungskosten entstehen, um eine Erwerbsquelle zu erschliessen (Studiumskosten, Schulausbildung etc.) und sind demnach den nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten zugeordnet.
Weiterbildungskosten entstehen, um eine Erwerbsquelle zu erhalten (Sprachkurse, Computerkurse, die im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit stehen etc.). Diese Kosten gelten als Gewinnungskosten und sind vom steuerbaren Einkommen - soweit sie mit Belegen nachgewiesen werden - absetzbar.
7.
Es ist mir leider nicht möglich, meine Steuererklärung fristgerecht einzureichen. Was kann ich tun?
Nutzen Sie unser Angebot und reichen Sie die Fristerstreckung online mit unseren Fristerstreckungsgesuchen ein.
8.
Wieviel Steuern muss ich wohl bezahlen?
Nutzen Sie unser Angebot und berechnen Sie die Steuern online mit unseren Steuerrechnern.
9.
Ich möchte meiner Lebenspartnerin/meinem Lebenspartner einen grösseren Geldbetrag schenken und sie/ihn auf mein Ableben hin begünstigen, damit sie/er finanziell abgesichert ist. Sind diese Zuwendungen steuerfrei?
Zuwendungen (Schenkungen und Erbanfälle) an die Lebenspartnerin bzw. den Lebenspartner sind sowohl bei der Erbschafts- als auch bei der Schenkungssteuer steuerfrei, sofern folgende Voraussetzungen gesamthaft erfüllt sind:
- Die faktische Lebensgemeinschaft hat im massgebenden Zeitpunkt (Schenkung, Todesfall) bereits fünf Jahre bestanden;
- Die Lebenspartner leben zusammen in einer gemeinsamen Wohnung;
- Beide Lebenspartner müssen unverheiratet sein bzw. es darf keine eingetragene Partnerschaft mit einer Drittperson bestehen;
- Die Lebenspartner müssen unterschiedlichen Geschlechts sein. Für Zuwendungen ab 01.01.2007 entfällt diese Voraussetzung.
Das Vorliegen der Voraussetzungen einer faktischen Lebensgemeinschaft hat die steuerpflichtige Person nachzuweisen.
10.
Was versteht man unter Grenzsteuersatz?
Vereinfacht gesagt: Der Grenzsteuersatz zeigt auf, wie viel Steuern man für einen Franken mehr Einkommen zusätzlich bezahlen muss.
Unser Steuersystem ist gekennzeichnet durch die sogenannte Steuerprogression. Das bedeutet, dass höhere Einkommen stärker belastet werden als tiefere. Dies entspricht dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die Steuerbelastung nimmt durch ein zusätzliches Einkommen also nicht proportional, sondern in Progressionsstufen, d.h. überproportional zu. Der Grenzsteuersatz zeigt auf, wie sich die Steuerbelastung durch ein solches zusätzliches Einkommen - zum Beispiel eine Lohnerhöhung - entwickelt. Im Gegensatz dazu zeigt der Durchschnittssteuersatz nur die durchschnittliche Steuerbelastung an, indem er den Steuerbetrag ins Verhältnis zum steuerbaren Gesamteinkommen setzt.
11.
Wo kann ich in der Steuererklärung den neuen Abzug für Kinder geltend machen, den der Bund ab 2011 eingeführt hat?
Bei der Direkten Bundessteuer kommt ab 2011 der neue Elterntarif zur Anwendung, falls Sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Da es sich um eine Tarifmassnahme handelt, welche erst mit der Steuerberechnung wirksam wird, können Sie keinen entsprechenden Abzug in Ihrer Steuererklärung finden. Sie werden jedoch auf der Eröffnung der Veranlagung für die Direkte Bundessteuer eine entsprechende Berechnung finden, falls Sie Anspruch auf den Elterntarif haben.