Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03302.jsonl.gz/312

Der jahrzehntelange Diskurs scheint nun endlich vorbei: Flugsaurier, Pterosaurier genannt, trugen Federn. Ein internationales Forschungsteam um die Paläontologin Maria McNamara vom University College Cork publizierte seine Resultate jetzt im Fachmagazin «Nature».
Die Federn vom versteinerten Schädel des Flugsauriers Tupandactylus imperator sorgen für Klarheit in der strittigen Diskussion. «Die Federn unseres Exemplars beenden diese Debatte endgültig», wird McNamara in einer Medienmitteilung zitiert.
Federtypen in verschiedenen Farben
Neben zwei Federtypen, haarähnliche und flauschig verzweigte, entdeckten die Forschenden innerhalb der verschiedenen Federn sogar unterschiedliche Formen und Grössen sogenannter «Melanosomen».
Melanin und Melanosomen
Melanin ist eine Gruppe von natürlichen Pigmenten, die in den meisten lebenden Organismen vorkommen.
In tierischen Zellen dienen spezifische Organellen der Produktion, Lagerung und dem Transport von Melanin, sogenannten Melanosomen.
Sie lassen sich in versteinerten Fossilien mit Hilfe der Elektronenmikroskopie nachweisen und dank ihrer deutlich ungleichen Grössen und Formen unterscheiden.
Das sind Ansammlungen von Melanin-Pigmenten in tierischen Zellen. Das bedeutet, dass die Flugsaurier bereits die genetischen Werkzeuge besassen, um die Farben ihrer Federn zu steuern. «Diese Eigenschaft ist für die Farbmusterung von entscheidender Bedeutung», sagt McNamara. Und: Sie ist auch noch in heutigen Vögeln zu finden.