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Ein Talent von hohen Gnaden ist anzuzeigen: Der brasilianische Gitarrist Aliéksey Vianna ist ein Virtuose außergewöhnlichen Formats. In den Liner-Notes dieses Live-Mitschnitts aus dem Baseler Bird's Eye schildert er sehr schön, wie beeindruckt er als Teenager von der Musik von Egberto Gismonti oder Ralph Towner war. Dass sich Vianna nebenbei auch noch als Sänger präsentiert, müsste vielleicht nicht sein - vor allem das Unisono-Singen zu den gitarristischen Improvisationen ist Geschmackssache -, fällt aber aufgrund der Klasse des Gitarristen wenig ins Gewicht. Die feinperligen Arpeggios in Towners "The Juggler's Etude" sind jedenfalls, völlig ohne Stimme, ein rarer Genuss.
Mirabassi studierte bis 1986 zeitgenössische klassische Musik am Conservatorio F. Morlacchi. Er trat zunächst als Interpret moderner klassischer Musik hervor. Mit anderen Musikern gründete er 1986 das L'Artisanat Furteux Ensemble, das bis 1992 aktiv war. Er trat regelmäßig mit dem Ensemble dei Quaderni Perugini di Musica Contemporanea, dem Ensemble Veni aus Bratislava und dem Ensemble Musica Negativa aus Frankfurt auf und arbeitete mit Musikern wie John Cage, Gunther Schuller, Jürg Wittenbach, Siegfried Palm, Louis Andriessen und Rainer Riehn. Seit 1992 arbeitete er mit Jazzmusikern wie Richard Galliano, Stefano Battaglia, Enrico Pieranunzi, Riccardo Zegna und vor allem Battista Lena und trat bei internationalen Jazzfestivals auf. 1996 wurde er in Italien zum Musiker des Jahres gewählt. Für das Album Duty Free erhielt er 1997 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Mit dem Akkordeonisten Luciano Biondini und dem Tubaspieler Michel Godard gründete er ein eigenes Trio. Beim Umbria Jazz Festival 2001 stellte er sein Brasilien-Projekt Pixinguinha vor. Er gilt heute als Meister der Interpretation brasilianischer Musik!