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Osteoporose ist eine stille Krankheit, wovon Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Die Prävalenz bei Frauen ab 50 Jahren liegt bei ca. 50% und bei Männern bei ca. 25%. Diese Knochenerkrankung wird vom Abbau der Knochenmasse und Knochendichte verursacht. Dadurch werden die Knochen zerbrechlich und das Risiko von Frakturen erhöht.
Einige Risikofaktoren für Osteoporose liegen ausserhalb der eigenen Kontrolle, wie beispielsweise das Geschlecht und das Alter. Je älter man wird, desto wahrscheinlicher ist das Risiko.
In der Regel wird der Prozess des Knochenschwunds nicht bemerkt, da keine Beschwerden eintreten (oder vorhanden sind). Meistens wird man bei einem Knochenbruch ohne grosse Gewalteinwirkung auf diese Krankheit aufmerksam. Dann ist die Osteoporose ziemlich fortgeschritten.
Umso wichtiger ist es, auf bestimmte Anzeichen einer möglichen Osteoporose zu achten:
Zur Diagnosestellung fragt der Arzt als erstes nach Anzeichen und Risikofaktoren der Osteoporose. Um den Verdacht zu erhärtern, wird er eine Knochendichtemessung veranlassen und Röntgenbilder anfertigen.
Die Osteoporose-Therapie bündelt verschiedene Behandlungsansätze, welche sich vom Verlauf der Krankheit unterscheiden. Das Behandlungsziel besteht darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und das Risiko von Knochenbrüchen zu senken.
Regelmässiges körperliches Training regt den Stoffwechsel an und stärkt die Knochen. Diese Aktivität stärkt auch die Muskeln und verbessert die Beweglichkeit und das Gleichgewicht. All diese Faktoren verringern das Sturzrisiko.
Um Stürze mit dem Risiko eines Knochenbruches zu vermeiden, sollte man sich der eigenen Sturzgefährdung bewusst sein und gewisse Risikofaktoren ausschalten:
Darüber hinaus sollten sich ältere Menschen ihrer mentalen und körperlichen Defizite bewusst werden und ihnen - beispielsweise durch Krafttraining und Rhythmik - entgegenwirken.
Zur medikamentösen Behandlung einer Osteoporose stehen Präparate zur Verfügung, die entweder den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern.
Sie reduzieren den Abbau von Knochen und können die Knochendichte stabilisieren. Der Behandlungserfolg ist abhängig von einer konsequenten Durchführung und der korrekten Einnahme. Bisphosphonate werden in der Regel über mehrere Jahre eingenommen.
Bei leichten Formen der Osteoporose (Osteopenie) kann eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen erfolgen. Diese wird vorwiegend bei Frauen unter 60 Jahren in Betracht gezogen. Östrogene können nach einer Menopause die Hormonmangelerscheinungen beheben und einem Verlust der Knochenmasse entgegenwirken.
Für Patienten mit einem hohen Risiko einen Knochenbruch zu erleiden können Medikamente mit monoklonalen Antikörpern wie Denosumab und Romosozumab verwendet werden, sowie Teriparatide und Zoledronate.