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Eine heilpädagogische Grossfamilie erzählte mir Folgendes: Über verschlungene Wege lernten sie einen eritreischen Jungen kennen, der in der Folge regelmässig bei ihnen auftauchte und um Hilfe bat, wenn er es zuhause nicht mehr aushielt. Die Familie erfuhr, dass der Junge vernachlässigt, geschlagen und manchmal sogar von zuhause ausgesperrt wurde. Sie unterstützten ihn auf vielfältige Weise, gaben ihm zu essen, munterten ihn auf, organisierten eine Lehre für ihn.
Seinem Wunsch, bei ihnen zu wohnen, durften sie nicht entsprechen, da die Behörden dies nicht wollten. Erst als der Junge in seinem improvisierten Versteck erwischt wurde, in welchem er jeweils übernachtete und seine Lehrerin eine Gefährdungsmeldung machte, handelten sie und verfügten eine Platzierung. Seit zwei Monaten wohnt der Junge nun bei der Familie. Warum ich Ihnen dies erzähle? Mich beeindruckt die Selbstverständlichkeit, mit der die Familie sich des Jungen an genommen hat. Ein hilfsbedürftiger Mensch brauchte ihre Unterstützung und sie gaben sie ihm ganz selbstverständlich. Die Familie bezeichnet sich übrigens als «nicht gläubig». Beindruckend auch der Junge, der sehr gläubig ist und immer wieder dafür gebetet hat, in diese Familie aufgenommen zu werden. Er hat sich nicht aufgegeben, kämpfte für seine Ziele und für seine Zukunft. Gott braucht uns Menschen, um sein Werk auf Erden fortzusetzen. Mit Jesus, seinem Sohn, hat er gezeigt , was er damit meint. Es ist an uns, zu handeln, wenn wir die Zeichen dazu erkennen.
Monika Hänggi Hofer, Kirchenpflegering
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