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Die Ausrichtung einer auf Solarertrag getrimmten Fensterfront orientiert sich am Horizont und am Verhältnis zwischen g-Wert und U-Wert der Verglasung. Im Dezember und Januar findet die Sonneneinstrahlung etwa zwischen 30° Südost und 30° Südwest statt. Mit einer Solarverglasung (g-Wert-optimiert) mit einem g-Wert über 0,66 und einem U-Wert unter 0,7 W/(m2K) ist, je nach Standort im Hochwinter, meistens ein Nettoertrag zwischen 50° Südost bis 50° Südwest möglich. Die höchsten Erträge bei optimalem Horizont bringen dabei die Ausrichtungen von 15° Südost bis 15° Südwest. Je höher die g-Werte bei gleichzeitig tieferen U-Werten sind, desto weiter Richtung Ost und West reichen die sinnvollen Einsatzmöglichkeiten einer Solarverglasung. (Weitergedacht mit eventuell möglichem superoptimalem Verhältnis von g-Wert zu U-Wert wird auch eine Nordverglasung positiv, besonders bei hohem Diffuslichtanteil.)
Bei Fenstern in eine andere Himmelsrichtung, also West, Ost oder Nord, sollte eine U-Wert-optimierte Verglasung verwendet werden.
In den meisten Fällen kommen heute 3-fach-Verglasungen zum Einsatz. Je nach Entwicklung der g-Werte und U-Werte können mehr Gläser Sinn machen. In Einzelfällen, zum Beispiel im Industriebau mit tieferen inneren Zieltemperaturen, sind auch 2-fach-Solargläser mit höheren g-Werten (zurzeit 75%) einsetzbar.
Wird das Verhältnis von U-Wert zu g-Wert noch besser, also zum Beispiel U = 0,4 W/(m2K) und g = 0,6, würde dies bedeuten, dass mit weniger innerer Masse und kleinerer Südbefensterung das gleiche Resultat erreicht werden kann.