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Stell dir vor: Du lebst dein Leben lang (14 Jahre) in diesem Land. Du gehst hier in die Schule, sprichst diese Sprache, hast hier alle Freunde und gute Zukunftsperspektiven. Dann wird dir die Aufenthaltserlaubnis entzogen und du wirst in ein fremdes Land geschickt, von dem du zwar den Pass hast, das dir aber fremd ist, und das sehr schlechte Perspektiven bietet.
Ergibt das einen Sinn?
Stell dir vor: Ein Staat investiert in die Bildung und Integration eines Kindes. Er bezahlt Lehrer und Ärzte. Das Kind entwickelt sich gut. Es könnte ein guter Steuerzahler werden, die Investitionen könnten sich damit auszahlen. Bevor es aber so weit kommt, wird das Kind aus dem Land gewiesen.
Ergibt das einen Sinn?
Aus welcher Perspektive man es auch betrachtet: Eine Ausschaffung wie diejenige der Familie Comagic macht absolut keinen Sinn. Es gibt kaum etwas Destruktiveres, als Menschen zu entwurzeln, wenn sie Wurzeln geschlagen haben.
Eine Familie, die auf eigenen Füssen steht und deren Kinder mehr als die Hälfte der obligatorischen Schulzeit in einer hiesigen Volksschule verbracht haben, sollte eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Egal, welche Geschichte sie hat. Alles andere ist herz- und sinnlos.