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Der Zugang zu Kultur ist ein wichtiger Integrationsfaktor, da dadurch das Verständnis des Anderen und der Gesellschaft, in der eine Person lebt, die persönliche Entwicklung sowie Kontakte und Austausch gefördert werden. Um Kultur leben und anderen vermitteln zu können, bedarf es entsprechender Ressourcen (finanziell, räumlich, sozial etc.), die in der Bevölkerung ungleich verteilt sind.
In der Schweiz besucht die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund häufiger Konzerte und Musikanlässe, das Theater und übrige Vorstellungen als die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten und der zweiten oder höheren Generationen.
Die Personen mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation nehmen hingegen signifikant häufiger als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation an Festivals (aller Art) teil, besuchen Bibliotheken und Mediotheken und gehen in Kinos.
Es gibt keine Kulturinstitution, die am häufigsten von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation besucht wird.
In der deutschsprachigen Schweiz besucht die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund signifikant häufiger Konzerte und Musikanlässe, Theater sowie übrige Vorstellungen (Revue, Zirkus, Licht- und Tonschau) als die in der gleichen Sprachregion lebende Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
In der französischsprachigen Schweiz gehen bedeutend mehr Personen ohne Migrationshintergrund als solche mit Migrationshintergrund ins Theater oder in übrige Vorstellungen und besuchen Denkmäler, historische oder archäologische Stätten sowie Museen und Ausstellungen aller Art.
In der italienischsprachigen Schweiz gibt es keinen signifikanten Unterschied im Hinblick auf den Besuch von Kulturinstitutionen zwischen den unterschiedlichen Migrationsstatus.
Tabellen
Definitionen
Als allgemeine kulturelle Aktivitäten gelten die Besuche von Kulturinstitutionen durch die Wohnbevölkerung der Schweiz in den zwölf Monaten vor der Erhebung.