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Neuer tibetischer Premier im Exil sucht Dialog mit Chinas Regime
Viele Tibeter sehen Sangays Vereidigung als entscheidenden Wendepunkt in der vom Dalai-Lama seit den 50er Jahren angeführten Unabhängigkeitsbewegung.
Sangay sagte am Sonntag, er wolle während seiner fünfjährigen Amtszeit der chinesischen Führung die Hand reichen.
Der 42-jährige Absolvent der Harvard-Universität ist in einer Flüchtlingsansiedlung in Indien geboren. Und Sangay verbreitet Optimismus.
[Lobsang Sangay, Tibetischer Premierminister im Exil]:
„An der Harvard-Universität habe ich 16 Jahre lang den Kontakt zu chinesischen Studenten und Gelehrten gesucht, und möchte den Dialog fortsetzen. Und ich werde das Gespräch mit [allen] Chinesen suchen, um das Problem friedlich und in gegenseitigem Interesse lösen zu können."
Sangays Führungsstil wird sich vermutlich nicht sehr von dem des Dalai-Lamas unterscheiden. Sangays Regierung plant, die Politik des ‚Mittleren Weges‘ fortsetzen. Die Forderung einer ‚bedeutungsvollen Autonomie‘ innerhalb Chinas. Und nicht die völlige Unabhängigkeit Tibets.
[Lobsang Sangay, Tibetischer Premierminister im Exil]:
„Ich unterstütze die Politik des Mittleren Weges, und das tibetische Parlament hat eine entsprechende Resolution unterzeichnet. Das ist die Ansicht von Seiner Heiligkeit, dem Dalai-Lama, und die Mehrheit der Tibeter unterstützt das. Ich habe die Wahl gewonnen, da ich den Mittleren Weg offen unterstütze. Also wird der Mittlere Weg für die nächsten fünf Jahre die Richtung dieser Regierung sein."
Die Kommunistische Partei Chinas erkennt Sangays Wahl zum Premierminister nicht an. Trotzdem zeigt Sangay seine Bereitwilligkeit zu einer friedlichen Lösung und sucht den Dialog.
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