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DBT in unterschiedlichen settings
Ursprünglich wurde die DBT für die ambulante Behandlung von Patientinnen mit BPS entwickelt.
Es sprechen einige gewichtige Argumente gegen stationäre Konzepte:
- Unter stationären Bedingungen werden häufig dysfunktionale Verhaltensmuster und kognitive Konzepte durch das Behandlungsteam verstärkt. (Zuwendung und Aufmerksamkeit nach suizidaler Kommunikation oder Selbstverletzungen; die Vorstellung, nicht alleine schlafen zu können...)
- Der ungeregelte Kontakt mit anderen Borderline-Patientinnen, die Konfrontation mit deren traumatischen Erfahrungen kann Erinnerungen an eigene traumatische Erfahrungen triggern und starke affektive Belastungen auslösen.
- Die hierarchischen Strukturen in Kliniken vermitteln ein starkes Machtgefälle zwischen Therapeut und Patientin, was der Behandlung wenig zuträglich ist.
- Es liegen bislang keine empirischen Daten vor, daß die teure stationäre Therapie der ambulanten überlegen ist.
Welche Argumente sprechen für stationäre Behandlungskonzepte?
- Bislang ist die störungsspezifische ambulante Versorgung nur unzureichend gewährleistet.
- spezialisierte Zentren können Synergieeffekte nützen.
- Eventuell kann zu Beginn einer ambulanten Behandlung die kondensierte und intensive Vermittlung von störungsspezifischer Kompetenz und Fertigkeiten die Compliance und Effektivität der ambulanten Behandlung verbessern.
- Stationäre Zentren sollten als Bestandteile eines integrierten ambulant/ stationären Behandlungskonzeptes für die kurzfristige Krisenintervention zur Verfügung stehen.
Zusammenfassend kann die stationäre Behandlung nur als ein Modul eines integrierten Behandlungskonzeptes verstanden werden.
Hier könnten Bilder sein oder ein weiterer beschreibenden Text oder bestimmte Aussagen!