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Rente des überlebenden Ehegatten (Art. 20 / 22 Reglement) Kurz gefasst --> Merkblatt
Beim Tod eines verheirateten Versicherten oder eines verheirateten Bezügers einer Invalidenrente entstehen folgende Leistungen:
- eine Rente an den überlebenden Ehegatten oder eine einmalige Abfindung gemäss den nachfolgenden Bedingungen;
- gegebenenfalls eine Waisenrente.
Bedingungen:
- Der überlebende Ehegatte kommt für eines oder mehrere Kinder auf; oder
- er hat das 40. Altersjahr vollendet und die Ehe dauerte mindestens 2 Jahre.
Betrag der Rente:
60% der versicherten Invalidenrente (Maximum 60% der projezierten Altersrente) oder 60% der ausbezahlten Altersrente.
Erfüllt der überlebende Ehegatte keine der im Reglement festgelegten Bedingungen, so hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung, die höchstens drei Jahresrenten des überlebenden Ehegatten entspricht, sofern die Ehe drei Jahre oder länger gedauert hat. Ansonsten wird die Abfindung im Verhältnis zur Dauer der Ehe in Monaten berechnet.
Gegebenenfalls erhalten die Waisen eine Waisenrente in der Höhe von 20 % der versicherten Invalidenrente oder 20% der laufenden Altersrente.
Todesfallkapital (Art. 23 Reglement)
Wenn ein aktiver, beitragspflichtiger Versicherter stirbt, ohne Anspruchsberechtigte auf eine Rente im Sinne des Reglements zu hinterlassen, wird ein Todesfallkapital fällig.
Betrag des Todesfallkapitals:
Das Todesfallkapital entspricht dem angesparrten Sparkapital reduziert um den Barwert aller von der Kasse bezhalten Leistungen. Diese Leistung wird erst beim Eintreffen des versicherten Ereignisses ermittelt und kann auf den Versicherungsausweis nicht angezeigt werden.
Anspruch auf das Todesfallkapital haben:
a) der Ehegatte des verstorbenen Versicherten, bei dessen Fehlen;
b) die Personen, die der verstorbene Versicherte in erheblichem Masse unterstützte, bei deren Fehlen;
c) die Person, die mit dem Verstorbenen in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat, sofern der Versicherte diese Person zu seinen Lebzeiten schriftlich der Kasse gemeldet hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrehrer gemeinsamen Kinder aufkommenmuss (siehe Formular "Begünstigungserklärung Todesfallkapital"), bei deren Fehlen;
d) die Kinder des verstorbenen Versicherten, bei deren Fehlen;
e) die gesetzlichen Erben des zweiten elterlichen Stammes.
Die Aufteilung unter den verschiedenen Begünstigten einer Kategorie erfolgt zu gleichen Teilen.
Für die Begünstigten gemäss e) wird das Todesfallkapital auf 50% des Sparkapitals beschränkt.
Tod eines geschiedenen Versicherten (Art. 21 Reglement)
Der geschiedene Ehegatte hat Anspruch auf eine Ehegattenrente, sofern er folgende Bedingungen erfüllt:
- die Ehe hat mindestens zehn Jahre gedauert;und
- es wurde ihm im Scheidungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen.
Betrag der Leistung
Der Betrag der Jahresrente entspricht dem entgangenen Unterstützungsbetrag abzüglich allfälliger durch andere Versicherungseinrichtungen erbrachten Leistungen höchstens jedoch dem Betrag der Ehegattenrente gemäss den BVG-Mindestanforderungen.
Die reglementarischen Renten werden unter Vorbehalt der Bestimmungen betreffend das Zusammenfallen von Leistungen ausbezahlt, deren Ziel es ist, eine Überversicherung zu vermeiden.