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«Fukushima zehn Jahre danach»
Referat von Prof. Horst-Michael Prasser, emeritierter Professor für Kernenergiesysteme, ETH Zürich
Wir erinnern uns alle: Am 11. März 2011 führte ein starkes Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami zu erheblichen Schäden im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi in Japan. Die Notkühlsysteme fielen aus, es gab mehrere Wasserstoffexplosionen und radioaktives Material gelangte in die Umwelt.
Viele Länder, darunter auch die Schweiz, leiteten daraufhin Sofortmassnahmen zur Überprüfung ihrer Kernanlagen und ihrer Strompolitik ein. Obwohl die Überprüfung ergab, dass die Schweizer Werke bereits vor 2011 über jene Schutzsysteme verfügten, die einen Unfall wie in Fukushima verhindert hätten, war für die Schweizer Politik der Atomausstieg von jetzt an beschlossene Sache.
Prof. Horst-Michael Prasser gilt als profunder Kenner der Ereignisse in Fukushima und der Kernanlagen in der Schweiz. Zum 10. Jahrestag des Unfalls verschafft er uns einen Überblick über die damaligen Geschehnisse in Japan und zeigt die relevanten Unterschiede zu den Anlagen in der Schweiz auf. Er berichtet ausserdem, was sich seither in Sachen Kernenergie in Japan verändert hat und welche Entwicklungen die Anlagen in der Schweiz seither durchlaufen haben.