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Belinda Bencic (WTA 10) hat am Australian Open in Melbourne einen ersten Schreckmoment überstanden. Aber sie gewann das Zweitrundenspiel gegen die Amerikanerin Claire Liu (WTA 62) in 111 Minuten 7:6 (7:3), 6:3.
Die Schreckmomente erlebte Belinda Bencic während der ersten 70 Minuten, in denen sie permanent Rückständen hinterherjagen musste: 0:2, 2:5, 5:6. Claire Liu besass beim Stand von 5:3 und eigenem Aufschlag zwei Satzbälle. Dann brach die 22-jährige Kalifornierin mit Wurzeln in China (chinesische Immigranten als Eltern) regelrecht ein. Die Fehlerquote stieg; Bencic wurde die Wende so erleichtert.
Bezeichnend dafür die Entscheidung im vorentscheidenden ersten Satz. Bei 4:3 im Tiebreak ging die 25-jährige Schweizerin erstmals in Führung. Die nächsten zwei Punkte bis zum 6:3 gewann Bencic dank einem Doppelfehler der Gegnerin.
Im zweiten Satz kontrollierte Bencic das Geschehen, die Amerikanerin musste permanent Rückständen hinterherlaufen.
Am Ende war Bencic glücklich darüber, dass «ich auch in Rückstand liegend weitergekämpft habe und mir die Wende gelungen ist». Mit dem Sieg sei sie «überglücklich», denn die Gegnerin habe phasenweise «sehr, sehr gut gespielt».
Der erkrampfte Sieg gegen die Nummer 62 der Welt muss für die Fortsetzung des Turniers kein schlechtes Omen sein. Claire Liu war vor sechs Jahren die weltbeste Juniorin. Sie gewann das Juniorinnen-Turnier in Wimbledon. Auf der grossen Tour spielte sie zum vierten Mal gegen eine Top-10-Spielerin – und gewann erstmals nicht mindestens einen Satz. 2018 in Wimbledon nahm sie in der 2. Runde als Einzige während des gesamten Turniers der späteren Siegerin Angelique Kerber einen Satz ab. Im letzten Jahr besiegte sie in Monastir Ons Jabeur.
In der 3. Runde trifft Belinda Bencic am Samstag auf die Italienerin Camila Giorgi (WTA 70).