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Er füllte in der Schweiz locker das Hallenstadion. Er war in seiner Wahlheimat Japan Mega- und Manga-Star zugleich. Er lehrte im Ring seinen Gegnern mit dem «Andy-Kick» das Fürchten und schickte sie gleich reihenweise auf die Bretter. Andy Hug war in den 1990er-Jahren ein Phänomen.
Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in Wohlen schaffte es Hug mit eiserner Disziplin vom unbekannten Metzger zum umjubelten K-1-Champion. Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte der gebürtige Stadtzürcher 1996, als er das «K-1 World Grand Prix Finale» in Yokohama für sich entschied. Neben seinen Meriten im K-1 war Hug auch im Karate und Thaiboxen ein Meister seines Fachs.
Sendehinweis
SRF zeigt am Montagabend aus Anlass des 20-jährigen Todestages von Andy Hug nochmals den Dokumentarfilm «Andy Hug – Vom Rocky zum Samurai». Autor dieses Films ist Fritz Muri. Ausgestrahlt wird er um 22:55 Uhr auf SRF 1.
Ein kurzer, ungleicher Kampf
Am 17. August 2000 wandte sich Hug mit einem Schreiben an seine Fans. Der Schweizer Kämpfer war im Alter von nicht einmal 36 Jahren an Leukämie erkrankt. Hug schrieb:
Diese Krankheit ist der schwerste Gegner. Aber ich werde siegen.
Doch der grosse Champion sollte nicht recht behalten. Für einmal stand er einem unbezwingbaren Gegner gegenüber. Lediglich 6 Tage nach seinem Gang an die Öffentlichkeit fiel Hug ins Koma. Einen Tag später, am 24. August 2000, erlag der «Samurai mit den blauen Augen» seinem Krebsleiden.