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Galmiz und Gempenach
Im Hinblick auf eine Gemeindefusion mit den Gemeinden Gempenach und Galmiz, per 1. Januar 2022, fand am 27. September 2020 die Gemeindeabstimmung statt. Die Stimmberechtigten haben einer Fusion deutlich mit 89 % zugestimmt. Per 1. Januar 2022 werden die Gemeinden Galmiz und Gempenach zur Gemeinde Murten eingeschlossen.
Geschichte von Galmiz
Das Wappen von Galmiz ist ein Wagenrad und ist entstanden, weil Galmiz an der Strasse von Aventicum nach Petinesca liegt. Ausgegrabene Feuersteine belegen, dass schon um 9000 v. Chr. Rentierjäger in Galmiz gerastet haben. Im 4./5. Jahrhundert war Galmiz schon besiedelt. 854 tauchte der Name Carma in alten Büchern auf. Dieser Name stammt von den Alemanen. Der Name wandelte sich über Calmitis zu Charmey, Galmis, wieder Charmez, Charmey Galmiz Charmeis zum heutigen Galmiz.
Galmiz war sehr lange französisch sprachig und wehrte sich wie kaum eine andere Gemeinde gegen die Germanisierungsbestreben von Murten. Während der Schlacht bei Murten von 1476 wurde Galmiz sehr stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Gemeinde Galmiz ging im Jahre 1474 mit Murten an die Eidgenossenschaft und somit an Bern und Freiburg über. Galmiz zählte 1811 272 Einwohner. Diese stiegen kontinuierlich bis auf 505 Einwohner im Jahr 1970 um dann wieder auf 393 Einwohner im 1980 zu sinken. Heute zählt Galmiz 760 Einwohner.
Geschichte Gempenach
Das Gemeindegebiet von Gempenach war schon sehr früh besiedelt. Der Ortsname gehört zu den ältesten im Murtenbiet. Als Chempinacho wurde er im Jahre 962 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Gempenach ist ab 1408 belegt.
Seit dem Mittelalter unterstand Gempenach der Herrschaft Murten. 1475 gelangte das Dorf als Teil der Landvogtei Murten unter die gemeinsame Verwaltung der Stände Bern und Freiburg. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) kam Gempenach an den Kanton Freiburg. Während der Helvetik und der darauf folgenden Zeit gehörte es zum Distrikt Murten, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Seebezirk eingegliedert wurde.