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Phosphatfällung 1973 - 2006
Geschichte unserer Phosphatfällung
Betriebsjahre 1973 - 1984
In den Betriebsjahren 1973 - 1984 befindet sich die 3. Reinigungsstufe im Betriebsgebäude auf der Südostseite. Dieser Anlageteil ist für zwei Lagersilo gebaut. Die 3. Reinigungsstufe der ARA Untermarch wird mit dem Produkt «Utopur» Aluminium Sulfat, das von der Chemischen Fabrik Uetikon geliefert wird, betrieben.
Betrieb mit «Utopur» Aluminiumsulfat
Das Lagersilo aus Aluminium beansprucht viel Platz und belegte das Erdgeschoss bis ins 1. Untergeschoss.
Umstellung auf das Fällmittel Eisen II Sulfat
In der Zeit zwischen Mitte Oktober bis Ende Dezember 1983 wird versuchsweise die 3. Reinigungsstufe mit Eisen (II) Sulfat an Stelle von Utopur betrieben.
Grundsätzlich ergibt die Umstellung der Phosphatfällung von Utopur auf Eisen (II) Sulfat als Fällmittel für den Betrieb der ARA keine Schwierigkeiten.
Weil das Fällmittel Eisen (II) Sulfat bedeutend geringere Betriebskosten verursacht als das Fällmittel «Utopur», hat die Betriebskommission am Dienstag, 20. März 1984 beschlossen, die 3. Reinigungsstufe der ARA Untermarch möglichst bald auf die Verwendung von Eisen (II) Sulfat als Fällmittel umgestellt wird.
Für den Einsatz von Eisen (II) Sulfat gibt es grundsätzlich 3 verschiedene Varianten:
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Variante 1:
Fällmittel / Lieferung / Form:
Fest / Kristallin und Lieferung sowie Auflösung in gemieteten Mulden, die in einem bauseits zu erstellenden Leichttbau untergebracht werden muss.
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Variante 2:
Fällmittel / Lieferung / Form:
Fest / Kristallin und Lieferung sowie Auflösung in gemieteten Mulden, die in einem bauseits zu erstellenden Leichttbau untergebracht werden muss.
Unter Variante 2A:
Standplatz für 3 Container Dosierung ab Auflösestation.
Unter Variante 2B:
Standplatz für 2 Container; Dosierung ab neu zu erstellender Lagertankanlage.
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Variante 3:
Fällmittel / Lieferung / Form:
Flüssig und Lieferung mit Tankfahrzeug.
Bevor wir ein entsprechendes Projekt mit Kostenvoranschlag ausarbeiten können, muss die Betriebskommission des Zweckverbandes entscheiden, welche Variante zur Anwendung kommen soll.
Beurteilung
Aus Sicht des Projektverfassers wird die Empfehlung abgegeben, Variante 2 mit Lieferung des Fällmittels in fester Form, in gemieteten Containern zu realisieren. Um bei allfälligen Lieferproblem des Lieferanten mehr Spielraum zu haben, scheint die Unter Variante 2B, mit dem Bau einer zusätzlichen Lagertankanlage, die grösst mögliche Sicherheit zu bieten.
Titel Bildreihe mit 2 Bildern
Die Hauptanwendung Phosphatfällung
in Abwasser Reinigungsanlagen
Phosphatfällung: Die Bestimmung des Beta Wertes
Eine wichtige Berechnung vor der Inbetriebsetzung
Antrag
Neubau eines Gebäude Anbaus mit den Massen: 7.0m x 8.0m x 3.0m (L x B x H) für die Aufstellung von 2 Auflöse Containern.
Zusätzlicher Einbau der Lagertankanlage für das gelöste flüssige Eisen (III) Sulfat. Im bestehenden Betriebsgebäude im 1. Untergeschoss. Auch die Dosieranlage wird unmittelbar beim neuen Lagertank installiert.
Die Betriebskommission, beschliesst am 13. Juni 1984 dem Antrag des Projektverfassers umzusetzen. Die Umstellung auf Eisen (II) Sulfat ist möglichst rasch auszuführen.
Betriebsjahre 1985 - 1990
Feststellungen:
Im Betriebsjahr 1984 beschliesst die Betriebskommission des Zweckverbandes auf das günstigere Fällmittel Eisen (II) Sulfat umzustellen. Das Fällmittel Eisen (II) Sulfat wird in ungelöster trockener Form im Roll Container angeliefert und Vorort mit Wasser gelöst. Das Ausgangsprodukt Eisen (II) Sulfat wird mit Wasser gelöst zur Eisenverbindungen Eisen (III) Sulfat.
Es braucht für die Umsetzung des Beschlusses eine Lagertankanlage für das flüssige Eisen (III) Sulfat. Die Fällmittel Dosieranlage wird mit einer Vorort Steuerung betrieben.
Massnahmen:
Vor dem Faulraum 1 wird ein einstöckiger Anbau mit zweiteiligem Falttor gebaut. In diesen Anbau wird die Aufbereitungsanlage für das Fällmittel Eisen (II) Sulfat untergebracht.
Von der Fällmittel Aufbereitungsanlage wird, durch den unterirdischen Leitungsgang, die Befüllleitung zur Fällmittel Lagertankanlage erstellt.
Im Betriebsjahr 1985 wird im 1. Untergeschoss unter dem Betriebsraum Rohabwasser Schneckenpumpwerk ein Lagertank mit einem Inhalt von 14 m3 installiert. Am Standort für den neuen Lagertank befindet sich zu diesem Zeitpunkt der Druckkessel der Betriebswasseranlage sowie die Schaltanlage VK-Betriebswasser. Dieser Anlageteil wird in den angrenzenden Raum unter die Abgangstreppe verschoben.
Die Auffangwanne für den Polyester Tank wird eingebaut und wasserdicht versiegelt. Der grosse Polyestertank 14 Kubikmeter wird Vorort aus Einzelteilen zusammen geklebt.
Veränderte Situation im Betriebsjahr 1990
Feststellungen:
Die Aufbereitungsanlage Fällmittel Eisen (II) Sulfat zum wässerigen Eisen (III) Sulfat ist wartungsintensiv. Für die notwendige Überschussschlamm Eindickungsanlage wird ein Betriebsraum nötig und der Standort der Fällmittel Aufbereitung bietet sich an.
Massnahmen:
Die Aufbereitungsanlage die das Fällmittel Eisen (II) Sulfat zum Fällmittel Eisen (III) Sulfat aufbereitet wird ausser Betrieb gesetzt und rückgebaut. Eine Befüllleitung für die Lieferung des Fällmittels in flüssiger Form wird beim Eingang zum Betriebsraum Rohabwasser Pumwerk erstellt. Ab sofort wird das Eisen Fällmittel in aufbereiteter flüssiger Form als Eisen (III) Chlorid Sulfat Lösungen angeliefert.