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Neue religiöse Bewegungen/neue Religionen in Japan
Die neuen Religionen in Japan sind eine Ansammlung an religiösen Bewegungen, die sich seit Ende der Edo-Zeit entwickeln und ausbreiten. Sie entstehen, beziehungsweise erhalten ihren Aufschwung in Krisensituationen. Mit dem Ende der Edo-Zeit und dem Anfang der Meiji-Ära 1868 musste sich das Volk mit dem Umbruch von den Samurai zu einem monarchischen Staat zurechtfinden. Nach dem zweiten Weltkrieg waren die Landsleute durch die Niederlage von ihrer Führung, welche Staat und Religion vereinte, schwer enttäuscht. Der Shinto wurde nicht länger als Staatsreligion geachtet und man suchte nach anderen religiösen Angeboten. Seit 1980 werden von der Generation, die nach Kriegsende und etwas später zur Welt kam, viele „Neue neue Religionen“ gegründet. Manche dieser Neuen neuen Religionen, sind zwar auch schon älter, jedoch nach 1980 erneut stark angewachsen.
Bei der Verstaatlichung des Shintoismus anfangs der Meiji-Ära wurden bestimmte Richtungen des Shinto zu Sekten (im Sinne einer kleinen Abspaltung von einer anderen Gruppe) erklärt. 1895 bildeten acht von diesen die „Shinto-Vereinigung“. Die Anzahl der Mitgliedergruppen und ihr Name änderte sich mehrere Male, doch heute nennt man sie „Verband der Shinto-Sekten“, welche aus 13 Gemeinschaften besteht. Von diesen Bewegungen werden einige zu den neuen Religionen gezählt, namentlich Kurozumi-kyō, Misogi-kyō, Konkō-kyō und Tenri-kyō.