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Die fünfköpfige Stadtregierung von La Chaux-de-Fonds setzt sich in der nächsten Legislatur aus zwei Sozialdemokraten, einem Vertreter der Arbeiterpartei (POP), einer FDP-Vertreterin und einem SVP-Mitglied zusammen. Damit wird die drittgrösste Stadt der Romandie weiterhin von einer linken Mehrheit regiert.
Am meisten Stimmen erhielten Théo Huguenin-Elie (SP) mit 4’183 Stimmen, Théo Bregnard (POP) mit 3’049 Stimmen, Sylvia Morel (FDP) mit 2’672 Stimmen, vor den neu gewählten Katia Babey (SP) mit 2’620 Stimmen und Marc Arlettaz (SVP) mit 2’353 Stimmen.
Arlettaz war letzte Woche vom Sozialdemokraten Daniel Musy als verträglichere Alternative zu Legrix ins Spiel gebracht worden.
Musy hatte Legrix als “enorme Gefahr” für die Kollegialität in der Exekutive der Uhrenstadt bezeichnet. Seit seinem Einstieg in die Politik vor zwölf Jahren zeige Legrix Geringschätzung und sogar Hass gegenüber allen, die anders seien, hatte Musy erklärt.
Legrix sorgte vor ein paar Wochen auch mit seinen kritischen Aussagen zum Museum für islamische Kulturen in La Chaux-de-Fonds für heftige Reaktionen. So wurde im Stadtparlament eine dringliche Resolution verabschiedet, die Legrix’ Aussagen verurteilte.
Legrix war 2013 landesweit bekannt geworden, nachdem er von seinen damaligen Kollegen der Stadtregierung wegen Mobbing-Vorwürfen entmachtet worden war. Bei einer externen Untersuchung wurde der SVP-Politiker jedoch von den Vorwürfen entlastet.
Auch das Neuenburger Kantonsgericht entschied, dass eine juristische Grundlage gefehlt hatte, um Legrix sämtliche Dossiers entziehen zu dürfen. Daraufhin wurde Legrix Anfang 2014 wieder in die Stadtregierung eingegliedert; er erhielt jedoch andere Aufgaben.
Ein Jahr vor den kantonalen Erneuerungswahlen sind am Sonntag im Kanton Neuenburg die Legislativen und Exekutiven der meisten Gemeinden neu gewählt worden. Die wichtigsten unter ihnen waren La Chaux-de-Fonds und Le Locle.
Die Kantonshauptstadt Neuenburg wird ihre Exekutive und Legislative zu einem späteren Zeitpunkt neu wählen. Zwei Fusionsprojekte erlitten im Kanton Neuenburg am Sonntag Schiffbruch, darunter auch die Fusion von vier Gemeinden zu einem “Gross Neuenburg”.
(SDA)