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Wann genau das Kastell von Portchester durch Marcus Aurelius Carausius erstellt wurde, ist nicht bekannt. Aufgrund von Münzfunden geht man jedoch davon aus, dass es zwischen 285 und 290 n. Chr. war.
Carausius hatte unter Marcus Aurelius Gaius Valerius Diocletianus den Auftrag die Nordsee vor Piraten zu schützen. Da er später in Ungnade geriet und hätte exekutiert werden sollen, rief er sich zum Kaiser aus. Ursprünglich kontrollierte er Gallien und Britannien. 293 verlor er ersteres. Allectus ermordete ihn noch im selben Jahr und wurde sein Nachfolger. 296 wurde Britannien von den Römern zurückerobert.
Das Kastell entstand zu einer Zeit als Germanen die Küste von Britanien und Gallien attackierten. Die Südküste von England war zwar sicher, eventuell waren zu dieser Zeit aber intensivere Angriffe zu verzeichnen. Möglicherweise war dies der Grund für den Bau des Kastells. Nach 290 gibt es bis 300 keine Münzfunde. Möglicherweise wurde Portchester durch das Kastell in Pevensey ersetzt.
Um 300 n. Chr. wurde das Kastell wieder benutzt. Vom Innenausbau ist wenig bekannt: Strassen, Müllhalden und Klärgruben. In der Mitte des 4. Jahrhunderts wurden neue Strassen erstellt.
Heute stehen die Mauern noch bis 6.1 Meter Höhe, was wohl die Originalhöhe war. Der obere Teil und die Brüstung stammen aus dem Mittelalter. Im Mittelalter wurde der innere Teil der Mauer zum Bau des Schlosses benutzt.
Kindergräber deuten darauf hin, dass hier eine gemischte Gesellschaft lebte, Zivilisten und Soldaten. Ob Portchester Portus Adurni der Saxenküste war, ist umstritten.
Später nutzten die Sachsen das Kastell. In Normannischer Zeit entstand ein Schloss. 1154 fiel es unter königliche Kontrolle.