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Mit neuem Trainer Erfolge erzielen Skitourenrennen: gute Aussichten für das Swiss Team
Europameisterschaft, Schweizer Meisterschaft, Weltcup und Patrouille des Glaciers: Kaum hat die Saison der Skitourenrennen begonnen, stehen Grossanlässe auf dem Programm. Der neue Trainer des Swiss Team, der Franzose Grégory Gachet, ist überzeugt, dass die Schweizer vorne mitmischen.
An den Weltmeisterschaften vergangenen Winter in Claut (I) räumte die Schweizer Delegation 22 Medaillen ab. Im Nationenklassement belegte sie den zweiten Platz hinter Frankreich und vor Italien. Auch für die kommende Saison sind die Aussichten auf Medaillengewinne gut: Marie Troillet, Gabrielle Gachet, Martin Anthamatten, Yannick Ecoeur und Marcel Marti gehören aktuell zur Weltspitze bei den Skitourenrennen. Aber auch im Hintergrund tut sich was: Das Swiss Team hat einen neuen Trainer, den Franzosen Grégory Gachet. Der Mann aus der Region Ardèche war Mitglied der französischen Nationalmannschaft (von 2002 bis 2010) und ist seither Trainer. Er geht seiner neuen Aufgabe mit Begeisterung und Ehrgeiz nach. «Die Vorbereitung auf die neue Saison begann mit einem Trainingslager im Juni. Die Jungen haben wirklich Lust, zu lernen und Fortschritte zu machen. Ich spüre, dass ich diesem Team etwas mitgeben kann», sagt er.
Grégory Gachet, mit seinem Partner Florent Perrier Sieger der Pierra Menta 2007, hat auch an Europa- und Weltmeisterschaften zahlreiche Medaillen gewonnen, er war zweimal Mannschaftseuropameister. In der Schweiz gewann er 2005 die Trophée des Gastlosen und eine Bronzemedaille im Vertical Race anlässlich der WM in Champéry. Im Alter von 35 Jahren beschloss er, ins Trainerfach zu wechseln.
Die Bedeutung des Weltcups
Der Skitourenrennen-Weltcup umfasst fünf Rennen in Andorra, Italien und Norwegen. Die eigentlichen Alpenländer Frankreich, die Schweiz oder Österreich stehen als Austragungsorte solcher Rennen eher abseits. «Zuerst fahren wir am 21. und 22. Januar für die ersten Rennen, ein Vertical Race und ein Einzelrennen, nach Andorra», sagt Grégory Gachet. Dann werden die Selektionen für die Europameisterschaften bekannt sein. Der Weltcuptross zieht danach weiter nach Italien mit Einzelrennen, Vertical Races und einem Sprint. Das Finale ist schliesslich in Tromsø (Norwegen). «Die besten Schweizer sind mit von der Partie und werden vorne mitmischen», ist Gachet überzeugt.
Starke Mannschaftsteams in anderen Nationen
Im Februar steht der Höhepunkt der Saison an. Vom 4. bis zum 11. Februar nimmt das Swiss Team an den Europameisterschaften in Pelvoux teil. Der Ort liegt im Herzen der Ecrins im Département Hautes Alpes (F). An der EM 2009 in Tambre (I) blieben die Schweizer unter den Erwartungen. An dieser EM will Grégory Gachet in den Mannschaftsdisziplinen angreifen. «Im Moment liegen Frankreich und Italien noch vor uns. Die Schweiz hat zwar immer ausgezeichnete Athleten wie Florent Troillet, Martin Anthamatten oder Rico Elmer gehabt, aber Frankreich und Italien sind als Mannschaft zurzeit stärker. Die Mitglieder sind zu dritt oder zu viert unter den Top Ten. Das ist bei den Schweizern nicht der Fall, wir haben allerdings einige Trümpfe in der Hand.» Er hofft vor allem auf die neue Disziplin Sprint: Darin sind die Schweizer Spitze. Gachet schätzt, dass das Team rund 20 Medaillen gewinnen könnte.
Die Patrouille des Glaciers
Zum Abschluss der Saison wird das Swiss Team an der Patrouille des Glaciers (PDG) zwischen Zermatt und Verbier teilnehmen, wieder dabei ist Florent Troillet, der Sieger der letzten PDG. «Dieses Rennen hat eine besondere Bedeutung für die Mitglieder des Swiss Team, denn es findet daheim in ihren Bergen statt. Es ist ein grosses Saisonziel», versichert Grégory Gachet. Die Patrouille des Glaciers sei für die Schweizer, was für die Franzosen die Pierra Menta und für die Italiener die Mezzalama sei. «Es ist das Referenzrennen: ein Rennen, das alle Topathleten einmal in ihrer Karriere gewinnen wollen. Das Swiss Team hat für einen Erfolg alle Trümpfe in der Hand. Wie an den Austragungen von 2008 und 2010 muss man hoffen, dass sie diese im entscheidenden Moment ausspielen können!», schätzt Gachet die Erfolgschancen ein.