Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/176377

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in seinem Zuständigkeitsbereich die notwendigen Massnahmen zu treffen und allenfalls gesetzliche Grundlagen vorzuschlagen, damit keine Veganerinnen und Veganer in unsere Armee aufgenommen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bereits in der Antwort auf die Interpellation 16.4160 hat der Bundesrat festgehalten, dass die Militär- und Ersatzdienstpflicht nach Artikel 59 Absatz 1 der Bundesverfassung umfassend und unabhängig von der Gesinnung, der Religion oder dem Ernährungsverhalten der Wehrpflichtigen gilt.</p><p>Das Vorbringen einer strikten veganen Lebensführung soll daher auch nicht per se zur Militärdienstuntauglichkeit führen. Aufgrund eines über einen längeren Zeitraum gelebten und nachgewiesenen Veganismus prüft die für die Beurteilung der Militärdiensttauglichkeit zuständige medizinische Untersuchungskommission jedoch, ob im Einzelfall den Betreffenden dadurch erhebliche Schwierigkeiten bei der Ernährung und der Ausrüstung in der Armee entstehen könnten. Abhängig von dieser Beurteilung wird der Betreffende entweder militärdienstuntauglich oder militärdiensttauglich erklärt.</p><p>Es gilt andererseits aber auch zu verhindern, dass alleine das Vorbringen einer veganen Lebensführung automatisch zur Militärdienstuntauglichkeit führt. In jedem Fall ist eine Einzelfallbeurteilung angezeigt.</p><p>Aus diesen Gründen erachtet es der Bundesrat weder als notwendig noch als zweckmässig, für den Militär- und Ersatzdienst von Veganern eine gesetzliche Ausschlussregelung zu schaffen oder spezielle Massnahmen festzulegen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.