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Haarausfall kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, z. B. durch genetische Faktoren, hormonelle Umstellungen, Medikamente und vieles mehr.
Aber wie steht es um deine Liebste, äh… ausserschulische Aktivität? Konkret: Wie steht es um die Auswirkungen von Marihuana auf Haarausfall?
Viele glauben, dass Marihuana zu Haarausfall führen kann. Stimmt das? Marihuana verursacht Haarausfall?? Lies weiter!
Marihuana und Haarausfall
Wir kommen gleich zur Sache: Es gibt nicht viele Studien die belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen Marihuana und Haarausfall gibt.
Eine der Studien, die darauf hindeutet, dass Marihuana möglicherweise zu Haarausfall führen könnte, stammt aus dem Jahr 2007. Die Studie besagt, dass THC (ein in Marihuana enthaltener Wirkstoff, aber das muss ich euch nicht sagen..) sich auf den Haarfollikeln ablagern kann – Dies wiederum kann das Wachstum der Haare verhindern und die Produktion von Haarfollikelproteinen unterdrücken.
Es gibt auch einige Studien, die berichten, dass rauchen von Marihuana bestimmte Erkrankungen hervorrufen kann, die zu Haarausfall führen können.
Ausserdem wird vermutet, dass regelmässiger Marihuana Konsum den vergnügungssüchtigen Teil deines Gehirns anregt. Das wiederum könnte dazu führen, dass man im Rausch nach leckeren (aber ungesunden) Lebensmitteln sucht.
Studien haben auch gezeigt, dass ein Nährstoffmangel in der Ernährung (insbesondere ein Mangel an Eisen und Zink) sich negativ auf die Haargesundheit auswirken kann.
Wenn du also oft high bist und dich mit Junkfood vollstopfst, kann es sein, dass du nicht genug essenzielle Vitamine und Aminosäuren abbekommst und so deine Haare darunter leiden.
Wie du siehst, muss einiges schieflaufen, um zu der Hypothese zu gelangen, dass Marihuana Haarausfall verursacht.
Viel eher haben Forscher den Nachweis erbracht, dass ein Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Zigaretten und Haarausfall besteht. Eine der negativen Auswirkungen von Zigaretten ist, dass sie die Haarsträhnen schädigen.
Wenn du also Marihuana rauchst, liegt der Schluss nahe, dass der Akt des Rauchens an sich und nicht der Wirkstoff THC dein Haar schädigt. Aber auch hier von noch kein ausreichender Nachweis erbracht.
Behandlungsmöglichkeiten
Ob durch Marihuana Konsum oder aus einem anderen Grund: Wenn du mit Haarausfall zu kämpfen hast, suchst du am besten als erstes einen Spezialisten auf.
Von topischen Seren, Nahrungsergänzungsmitteln bis hin zu einer Low Level Laser Therapie gibt es viele Möglichkeiten, den Haarausfall einzudämmen. Die richtige Kombination zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Dosierung, kann sogar wieder Haare nachwachsen lassen. Hier sind ein paar gängige Behandlungsmöglichkeiten:
Finasterid
Das verschreibungspflichtige Medikament Finasterid (Propecia®) wird häufig zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall eingesetzt. Es wirkt, indem es den Körper daran hindert, Testosteron in Dehydrotestosteron (DHT) umzuwandeln, ein Hormon welches die den genetisch bedingten Haarausfall verursacht.
Diese Behandlungsoption hat sich als sehr wirksam erwiesen. In einer kürzlich publizierten unabhängigen Studie wurde festgestellt, dass über 90% der Männer, die Finasterid über einen Zeitraum von mehreren Jahren einnahmen, ihren Haarausfall stoppen konneten. Und bei 91,5 Prozent dieser Männer wuchs das Haar wieder nach.
Aber aufgepasst: Durch die Einnahme von Finasterid kommt es oft zu unangenehmen Nebenwirkungen wie einer geringeren Spermaproduktion oder auch psychischen Problemen.
Minoxidil
Diese topische Behandlung gibt es in flüssiger Form und als Schaum. Der Wirkstoff Minoxidil wurde ursprünglich für eine Senkung des Blutdrucks eingesetzt, da es eine Gefässerweiternde Wirkung hat. Und genau dieser gefässerweiternden Wirkung ist es zu verdanken, dass die Haare wieder stärker und vermehrt nachwachsen können.
Eine 2019 durchgeführte Überprüfung von Studien zu Minoxidil bestätigte, dass es das Haarwachstum sowohl bei Männern als auch bei Frauen, die unter Haarausfall leiden, fördern kann.
Low Level Laser Therapie
Die Low Level Laser Therapie (LLLT) ist eine moderne Behandlungsmethode gegen Haarausfall und Haarausdünnung. Es handelt sich dabei um eine Methode mit sehr vielversprechender Wirkung, insbesondere in Kombination mit topischen Seren. Die LLLT soll eine Erhöhung der Durchblutung des behaarten Kopfbereiches bewirken, ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen herbeizuführen. Sie ist absolut schmerzfrei, ungefährlich und frei von jeglichen Nebenwirkungen.
Shampoo gegen Haarausfall
Einige Shampoos wurden speziell entwickelt, um das Haar zu verdichten und das Haarwachstum zu stimulieren. Allerdings sind die in einem Shampoo enthaltenen Wirkstoffe, auch wenn es die richtigen sind, nur für sehr kurze Zeit auf der Kopfhaut und werden dann wieder ausgewaschen. Dadurch bleibt der Effekt meist aus.
Biotin
Wahrscheinlich hast du schon einmal Biotin-Gummis auf Instagram oder in der Drogerie gesehen. Sie sind zu einem beliebten Produkt geworden, weil angenommen wird, dass sie das Haarwachstum fördern.
Biotin ist ein B-Vitamin, das für seine positiven Auswirkungen auf das Haar bekannt ist. In einer Studie wurde festgestellt, dass bei Frauen mit dünner werdendem Haar, die ein orales Biotinpräparat einnahmen, das Haar stärker nachwuchs als bei Frauen, die ein Placebo einnahmen.
Einige Lebensmittel wie Eier, Milch und Bananen enthalten von Natur aus Biotin.
Wenn du dir also Sorgen machst, dass du mit deiner Ernährung nicht genug bekommst, könnte ein Biotin Präparat helfen.
Allerdings gibt es noch viele andere für die Haare essentielle Nährstoffe – Am Besten verwendest du also einen Nährstoffkomplex mit Biotin, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Zink, Eisen und Selen.
Lifestyle Tweaks
Der Verzehr der richtigen Nahrungsmittel kann dazu beitragen, dass sich deine Haargesundheit verbessert. Allerdings kannst du mit einer Verbesserung deines Lifestyles weder Haarausfall stoppen, noch Haare wieder nachwachsen lassen.
Neben Biotin haben Studien gezeigt, dass eine unzureichende Eisen- und Zinkzufuhr in der Ernährung schlecht für die Gesundheit der Haare sein kann.
In dieser Studie wurde auch festgestellt, dass sich bei denjenigen, die ihre Eisen- und Zinkzufuhr erhöhten, die Haargesundheit verbesserte.
Einige gute Zinkquellen sind Krabben, Cashewnüsse und Haferflocken. Um die Eisenaufnahme zu erhöhen, solltest du Spinat, Fleisch und Meeresfrüchte in deinem Speiseplan aufnehmen.
Marihuana und dein Haar
Das letzte Wort zum Thema Kiffen und Haarausfall ist, dass es kein letztes Wort gibt. Es gibt einige Studien, die für eine negative Wirkung sprechen und einige die dagegensprechen. Ein klarer Nachweis wurde also definitiv noch nicht erbracht.
Der Lichtblick bei all dem? Ganz gleich, was die Ursache für deinen Haarausfall ist, es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die du ausprobieren kannst. Um herauszufinden, wie du am besten zu gesundem Haar kommst, solltest du zunächst mit einem Spezialisten sprechen.
Zu den nachfolgenden Zeiten bieten wir kostenlose Analysetermine an, welche direkt auf unserer Homepage gebucht werden können:
Dienstag – Freitag:
10:00 – 20:00
Samstag:
09:00 – 16:00