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Assurnasirbal
(assyr. Aschschurnasirapal), einer der wichtigsten assyr. Könige (884–860 v. Chr.), unter dem sich das Assyrische Reich nach einer längern Periode des Verfalls wieder zur Blüte erhob (s. Babylonien, Geschichte). Seine ersten Kriegszüge waren gegen die im Nordwesten und Nordosten von Assyrien gelegenen Länder gerichtet, wodurch er das Reich bis in die Nähe von Babylonien ausdehnte. Spätere Züge galten den Babyloniern selbst und den mit ihnen verbündeten Kassitern.
Gegen Westen drang Assurnasirbal bis ans Mittelmeer vor und machte sich Phönizien, Tyrus, Sidon und Byblos tributpflichtig. Am Euphrat errichtete er zwei Grenzfestungen. Der König konnte sich rühmen, sein Reich vom Tigris bis zum Libanon ausgedehnt, also in dem Umfang hergestellt zu haben, den es früher unter Teglatphalasar I. erreicht hatte. Von A.s Bauten ist insbesondere ein prachtvoller, mit verschwenderischem Prunk ausgestatteter Palast zu Kalcha bekannt, einer von Salmanasar I.