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Gedenktag für die gefallenen Soldaten und die Terroropfer
Jom HaSikaron wird am 4. Ijar (nach jüdischem Kalender) begangen, am Tag vor dem israelischen Unabhängigkeitstag (Jom HaAtzma'ut), an dem im Jahre 1948 die Unabhängigkeit Israels deklariert wurde (siehe «70 Jahre Israel»). Nach gregorianischem Kalender wird dieses Jahr am Mittwoch, 18. April (mit Beginn am Vorabend) der Toten gedacht.
Seit dem letzten Gedenktag vor einem Jahr mussten 71 weitere israelische Soldaten in die Reihen der Gefallenen aufgenommen werden. Auch 12 israelische Zivilisten wurden innert Jahresfrist bei Terroranschlägen getötet. Die Zahl der Gefallenen beläuft sich auf 23'646 und jene der Terroropfer auf 3134.
Das Gedenken begann am Dienstagabend, 17. April, um 20.00 Uhr mit dem Heulen der Sirenen. Wie am Jom HaSchoah, dem Gedenktag für die Opfer der Schoah, halten alle Bürger inne. Wenn sie unterwegs sind, halten ihre Fahrzeuge an wo immer sie sind, auch auf den Autobahnen, steigen aus und stehen fest, um der Gefallenen und Getöteten zu gedenken.
Nach dem Verstummen der Sirenen begann die staatliche Gedenkveranstaltung an der Westmauer (Klagemauer) in der Altstadt von Jerusalem. Der Staatspräsident, der Ministerpräsident, der Verteidigungsminister, der Chef des Generalstabs der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) nahmen an dieser Zeremonie teil.
Am Mittwochmorgen ertönte um 11.00 Uhr wiederum ein zweiminütiger Sirenenalarm. Nach dem Verstummen begann auf dem National- und Soldatenfriedhof auf dem Herzlberg eine weitere offizielle Zeremonie. Sie wurde von Brigadegeneral Ejal Karim, dem Chefrabbiner der IDF mit einem Gebet für die Gefallenen eingeleitet.
An der offiziellen Zeremonie nahmen Familien der Gefallenen, Soldaten aus allen Einheiten der Armee sowie die Führer der Nation, Staatspräsident Reuven Rivlin, Ministerpräsdient Benjamin Netanjahu, die Oberrabbiner Yitzhak Yosef und David Lau, Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat, IDF-Stabschef Generalleutnant Gadi Eisenkot, Polizeikommandant Roni Alscheich, Knesset-Sprecher (Parlamentspräsident) Juli Edelstein, die Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs, Esther Hajut, Schin Bet-Chef Nadav Argaman, Mossad-Chef Jossi Cohen sowie Knesset-Abgeordnete teil.
Eine separate Gedenkfeier fand um 13 Uhr auf dem Herzlberg für die 3134 zivilen Opfer des Terrors statt.
Zahlreiche Familien – geschätzte 1,5 Millionen Menschen – suchten während des Tages die Gräber ihrer gefallenen oder getöteten Angehörigen auf. Den Abschluss des Gedenktages bildete eine Zeremonie am Abend ebenfalls auf dem Herzlberg. Sie markierte den Beginn des Unabhängigkeitstages Israels.
(IDF / israelische Medien / rk)