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Von Niklaus Meienberg / 1996:
«… und wenn man mit einem Vorschlag kam, war sie kompetent (man musste nicht erklären, dass Sartre…), die streiten kann, weil sie eine Meinung hat, und die deshalb Artikel verbessern, nicht zensurieren kann, und von einer kultivierten Redaktorin lässt man sich denn auch gern verbessern … eine Redaktorin, vor der man Respekt hat, manchmal fast zu viel – also damals in Portugal, zwei Monate an einem Artikel rumgeschrieen, weil … und eine Redaktorin, die nichts gegen Leidenschaften hat, also zum Beispiel auch nichts gegen eine leidenschaftliche Auflehnung gegen entwürdigende Zustände, die aber zugleich darauf dringt, dass leidenschaftlich genau argumentiert wird, und die deshalb auch versteht, dass die Sprache etwas mit dem Inhalt zu tun hat und also gegen den Einheitsbrei der genormten Sprache kämpft.»
aus: «Anstelle eines Nachworts». In: Caduff: Laure Wyss, Limmat Verlag, Zürich 1996.