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Kuba – das angebliche Geburtsland des Rums wird mit Zigarren, Palmen und Fidel Castro assoziiert. Und hier, zwischen dem Atlantik und den Bergen der Sierra Madre, befindet sich auch Nave Don Pancho, die älteste Rumbrennerei Kubas, in der ein Geheimnis gehütet wird: Mikroskopisch kleine Bakterien, die bei der Lagerung des einst erstmalig fassgereiften Rums helfen. Aber nochmals kurz zurück zu den ersten Schritten des Varadero-Rums. 1862 wurde die Brennerei mit Hilfe des spanischen Königshauses gegründet. Hier führte Don Facundo Bacardi die Praxis der Rumreifung ein, um einen leichten, gelagerten Spiritus herzustellen. Bis heute wird die Zuckerrohr-Variante „Media Luna“ verwendet, die eine besonders hochwertige Melasse ergibt. Diese wird mehr als 30 Stunden lang fermentiert und dann in Kupferbrennblasen destilliert. Hierbei entsteht ein klarer Rum, damals noch „Aguardiente“ oder Feuerwasser genannt, der die feinsten organoleptischen Eigenschaften besitzt. Mit Hilfe der besonderen Bakterien, die sich im Eichenholz der Fässer aus amerikanischer Weisseiche festsetzten und bis heute konserviert werden, reift im Solera-System der Varadero Rum heran, der dann nach entweder sieben oder fünfzehn Jahren von den Maestros Roñeros vorsichtig verschnitten wird. Dieser wird dann in hohe, schlanke Flaschen mit dem runden Varadero-Logo (welches die untergehende Sonne darstellen soll) abgefüllt und vor allen Dingen nach Spanien verschickt, da Varadero dort unglaublich beliebt ist.
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