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| Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)

IV. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem. Über die zehn Glaubenslehren
Die Auferstehung
12.
[Forts. v. [S. 68] ] Der, welcher in die Unterwelt hinabgestiegen ist, ist auch wieder aufgestiegen. Nachdem Jesus begraben worden war, ist er am dritten Tage wahrhaft wieder auferstanden. Sollten dich etwa die Juden sticheln, dann halte ihnen sofort die Frage entgegen: „Jonas ist nach drei Tagen aus dem Walfisch hervorgegangen, und Christus soll nach drei Tagen nicht aus der Erde erweckt worden sein?“ Durch Berührung der Gebeine des Elisäus ist ein Toter zum Leben erweckt worden1. Soll es nicht viel leichter sein, daß der Schöpfer der Menschen durch die Kraft des Vaters zum Leben erweckt werde? Wahrhaft ist er also auferstanden, und nach seiner Auferstehung ist er wiederum den Jüngern erschienen. Zeugen seiner Auferstehung sind die zwölf Jünger gewesen. Nicht aber haben sie mit schönen Reden Zeugnis gegeben, sondern im Kampfe für die Wahrheit seiner Auferstehung haben sie sogar Martern und Tod erlitten. Trotzdem nach der Schrift2 (schon) auf der Aussage zweier oder dreier Zeugen jedes Wort beruht, für die Auferstehung Christi aber sogar zwölf Zeugnis geben, solltest du gleichwohl noch nicht auf Grund der Auferstehung glauben?Die Himmelfahrt.
1: 4 Kön. 13, 21 [2 Kön. nach neuerer Zählart].
2: Matth. 18, 16.