Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/131

Brewster's Millions (1985)
Zum Teufel mit den Kohlen
Brewster's Millions (1985) Zum Teufel mit den Kohlen
Oder: Wer will nochmal, wer hat noch nicht?
Montgomery Brewster (Richard Pryor) spielt Baseball in einem schlechten Team in New York. Zwar träumt er davon, es zu den Profis zu schaffen, aber sein Talent reicht schlichtweg nicht aus. Zusammen mit Kumpel Spike (John Candy) versucht er deswegen, nach den Spielen wenigstens die Damen in den Teambus zu schleppen, was aber natürlich auch misslingt. Bis er eines Tages in eine Kanzlei gerufen wird, wo ihm Ungewöhnliches mitgeteilt wird: Sein Onkel ist verstorben und hat Montgomery 300 Millionen Dollar hinterlassen. Dieses Geld sieht er aber erst, wenn er es schafft, innerhalb eines Monats 30 Millionen Dollar zu verpulvern. Ein paar Regeln sind zu befolgen und Brewster nimmt die Herausforderung an.
Aus dem plaudernden Allerweltstypen wird der reichste Mann der Stadt. Und mit dieser neuen Ausgangslage kann Brewster so gar nicht umgehen. Er stellt allerlei Leute ein, kauft sich teure Briefmarken, organisiert ein Spiel seiner Mannschaft gegen Profis und lässt sich das alles von der Buchhalterin zusammenrechnen. Als aber mit Warren Cox (Stephen Collins) jemand auftaucht, der schauen muss, dass Brewster sein Ziel nicht erreicht, wird die Lage schwierig. Zumal sich auch die bescheuertsten Geschäftsideen des Neureichen als Glücksgriffe herausstellen und das Geld einfach nicht weniger wird.
DVD-Rating
Richard Pryor war ein grosser Komiker, und bis er 2005 verstarb, hatte er sich in Film und Fernsehen einen grossen Namen gemacht. Auftritte in Blazing Saddles oder Superman 3 sind da nur der Gipfel seines Schaffens. 1985 durfte er die bereits vielfach verfilmte Geschichte von Brewster's Millions als Hauptdarsteller anführen und Regisseur Walter Hill (48 Hours, Last Man Standing) liess seinem Star die nötigen Freiheiten, um sein Talent in Szene zu setzen.
Wie bringt man 30 Millionen Dollar innerhalb eines Monats an den Mann? Diese Frage beschäftigt Pryor in Brewster's Millions und lässt ihn einige richtig lustige Sachen machen. Er kauft Eisberge, stellt willkürlich Leute ein und schlägt sich mit John Candy (Cool Runnings, Canadian Bacon) herum. Die beiden ergänzen sich optimal und blödeln, was das Zeug hält.
Dass die Story zwar einen interessanten Ansatz hat, sich aber mit der Zeit irgendwie im nichtssagenden Rumblödeln verliert, ist zwar schade, musste aber erwartet werden. Wenn zum x-ten Mal vermeintliche Verlustgeschäfte nicht "klappen" und natürlich auch Richard Pryor sein Mädel abbekommt, dann ist das sicher nett, aber leider nicht mehr ganz so glatt wie in den ersten paar Minuten.
Fazit: Brewster's Millions ist ein typischer Achtzigerjahre-Film, der bekannte Darsteller hat und zwischendurch auch mal einen richtig guten Witz landen kann. Ansonsten ist er schlichtweg nett, sympathisch und lädt zum Grinsen ein. Mehr aber leider nicht.
Die DVD von Brewster's Millions hat ja auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, und das merkt man dem Film auch an. Der Ton ist zwar okay, reisst aber keine Bäume aus. Gleiches gilt fürs Bild, das, typisch Achtziger, doch etwas verschmiert daherkommt. Ausser dem Trailer zum Film müssen wir auf Extras leider verzichten.
OutNow.CH:
24.02.2012 / muri
Community:
Kommentare: