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Diese Pflanzenart finden Sie im „Schmetterlingsdom Papiliorama“. Sie ist auch Teil der «Botanica-Ausstellung“.
Systematik
|Ordnung
|Brassicales
|Familie
|Moringaceae
|Unterfamilie
|Gattung
|Moringa
|Art
|Moringa oleifera
Beschreibung
Der Meerrettichbaum ist eine schnellwachsende, laubabwerfende Art, welche eine Höhe von 8- 10 m erreichen kann. Der Stamm hat einen Durchmesser von 25- 45 cm. Die Äste sind dünn und leicht hängend. Die Blätter sind spiralig angeordnet, 20- 60 cm lang und zwei- bis dreifach gefiedert. Die Fiederblättchen haben eine elliptische Form und sind 1- 2.5 cm lang.
Die weissen Blüten wachsen in bis zu 25 cm langen Rispen. Sie sind 2-3 cm lang.
Die reifen Früchte sind 2 cm breit und bis zu 45 cm lang. Ihrer Form hat der Baum den Namen Drumstick tree zu verdanken. Die darin enthaltenen Samen sind 1-1.5 cm gross, rundlich bis dreikantig und besitzen dünne Flügel.
Lebensraum
Der Meerrettichbaum stammt ursprünglich aus dem Himalayagebiet in Nordwestindien. Er wächst aber heute weltweit in den Tropen und Subtropen. In Südindien wird er seit längerer Zeit intensiv kultiviert, in Ostafrika und Lateinamerika nimmt die Nutzung zu. In ärmeren Regionen wird er eher zum Verzehr angebaut, in anderen Regionen als natürliches Heilmittel.
Dieser Baum gedeiht am besten in mässig trockenen Regionen mit mittleren Niederschlagsmengen. Er wächst auch in feuchteren Gebieten, allerdings entwickelt er sich langsamer. Staunässe verträgt er nicht.
Verwendung
Verschiedene Teile des Meerrettichbaums haben einen hohen Nährwert und enthalten einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien.
Die sehr jungen, unreifen Früchte werden vor allem in Süd- und Südostasien wie grüne Bohnen als Gemüse verzehrt.
Die jungen Blätter werden gelegentlich ebenfalls als Gemüse verzehrt. Häufiger wird der Saft der Blätter in Asien als Zusatzgetränk in Saft-Diäten konsumiert. Mit ihm kann auch Mangelernährung vorgebeugt werden. Die Blätter kommen zudem als Viehfutter zur Anwendung und ihre Einnahme kann offenbar die Milchproduktion steigern.
Die rübenartigen, bis zu 60cm langen Wurzeln haben einen meerrettichähnlichen Geschmack und werden ebenfalls gegessen. Zuvor muss jedoch die leicht giftige Rinde entfernt werden.
Die Samen bestehen zu 40% aus Öl. Aus ihnen wird eines der stabilsten Pflanzenöle überhaupt gepresst. Dieses Öl wurde früher häufig in der Uhrenindustrie verwendet. Die Samen können zudem getrocknet und gemahlen auch zur Aufbereitung von Trinkwasser benutzt werden.
Alle Pflanzenteile werden in der traditionellen Medizin in Indien, Sri Lanka, Java und Afrika eingesetzt. Mit dem Saft kann der Blutdruck stabilisiert werden. Die Blätter wirkten entzündungshemmend. Die Wurzeln wirken gegen Rheuma. Da die Wurzel zudem auch gegen Bakterien wirkt, wird erforscht ob aus ihr auch ein Antibiotikum oder Pflanzenschutzmittel gewonnen werden können.
Bedrohung
Diese Art ist nicht bedroht.