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Der regierungskritische Künstler Ai Weiwei hat seine erste in China geplante Einzelausstellung abgesagt. "Der Zeitpunkt ist heikel", sagte der 53-Jährige am Montag der Nachrichtenagentur AFP.
Die Organisatoren der Ausstellung hätten die für März geplante Vernissage in der Galerie UCCA in einem Künstlerviertel in Peking verschieben wollen, weil sie "politisch nicht angemessen" sei. Er habe aber entschieden, die Ausstellung komplett abzusagen, ergänzte Ai.
Die Veranstalter wollten sich mit der Ausstellung keinen Ärger mit den chinesischen Behörden einhandeln, sagte eine Sprecherin der Galerie. "Ai Weiwei ist eine heikle Persönlichkeit für die Regierung in China."
Der renommierte Künstler scheut sich nicht davor, die kommunistische Führung des Landes offen zu kritisieren, und ist deshalb regelmässig Repressalien ausgesetzt. Wegen eines Streits mit den Behörden wurde im Januar sein Luxus-Atelier in Shanghai abgerissen.
Im Dezember war er an der Ausreise zur Nobelpreisverleihung nach Oslo gehindert worden. Der Friedensnobelpreis war damals dem inhaftierten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo zuerkannt worden.
SDA-ATS