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Das Wort „Cassare“ kommt aus dem portugiesischen. Als die ersten Europäer im
13/14. Jahrhundert die afrikanische Westküste für sich enddeckten und
Handelsstationen errichteten, heirateten europäische Männer afrikanische Frauen.
Diese Liaisons wurden „Cassare“ genannt. Was so viel bedeutet, wie das
Zusammenführen des Haushalts! Diese Beziehungen ermöglichten das Überleben des „weissen“ Mannes im schwierigen Umfeld West Afrikas. Andererseits halfen sie den afrikanischen Frauen dank Handel
mit Europa ihr Einkommen zu verbessern und ihr Ansehen zu steigern. „Cassare“, diese Art von Heirat, wurde anfänglich ganz natürlich von den afrikanischen Familienoberhäuptern und den
europäischen Missionaren begrüsst oder unterstützt.
Erst später als der Sklavenhandel über den Atlantik immer mehr zunahm, wurden diese Verbindungen aus taktischen Gründen von den europäischen Hauptstädten, resp. den betroffenen Königshäusern als
nicht willkommen eingestuft. Diese dunklen Zeiten sind zum Glück vorbei und wir sind heute nicht mehr mit den Karavellen unterwegs, sondern mit Flugzeugen. Immer mehr Leute haben das Bedürfnis
bei anderen Kulturen zu naschen. Heimweh oder Ferienerinnerungen, das Bedürfnis nach Individualität endet nicht bei der Bekleidung. Deshalb wollen wir in unserem Ladengeschäft „Cassare“ nebst
Möbeln ausgelesene afrikanische Kleider, Stoffe, Kunst, Geschirr, Musik und Bücher zeigen und anbieten.
Der Laden soll auch ein sozialer Treffpunkt werden. In erster Linie wollen wir die Vielfalt Afrikas, seine Kultur, Kunst und Design vorzeigen. Die gegenseitige Inspiration soll zum Zuge kommen,
nicht die Ausbeutung. Faire Bezahlung der Lieferanten, Schneider, Schreiner und Künstler sind eine Selbstverständlichkeit.
"Pernille Ipsen Daugthers of the Trade"