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Löhne
Thurgauer Beschäftigte verdienen im Mittel 5'800 Franken
Die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Thurgauer Privatwirtschaft verdiente 2014 monatlich mehr als 5'800 Franken brutto, die andere Hälfte weniger. Damit lag der sogenannte Medianlohn im Kanton Thurgau etwa 400 Franken unter jenem der Gesamtschweiz. Die Angaben beziehen sich auf den Bruttolohn, der auf ein einheitliches Arbeitspensum standardisiert wurde (siehe Glossar für Definition).
Die höchsten Medianlöhne finden sich in der Thurgauer Privatwirtschaft im Bereich «Erziehung und Unterricht», wo die Beschäftigten 2014 im Mittel rund 7'500 Franken verdienten. Ebenfalls vergleichsweise hohe Medianlöhne werden in «Information und Kommunikation», der Finanz- und Versicherungsbranche sowie dem Bereich «Energie, Wasser, Entsorgung» bezahlt. Am niedrigsten sind die mittleren Löhne im Bereich «Kunst, Unterhaltung und Erholung» und im Gastgewerbe, wo die Beschäftigten im Mittel weniger als 4'500 Franken verdienten.
Diese Unterschiede lassen sich zumindest zum Teil auf strukturelle Unterschiede zwischen den Branchen zurückführen. Ein höherer Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte führt auch zu einem höheren Medianlohn in einer Branche.
Bildung lohnt sich
Ein höheres Bildungsniveau wirkt sich positiv auf den Lohn aus. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne abgeschlossene Berufsausbildung erhielten 2014 im Mittel einen monatlichen Bruttolohn von 4'500 Franken. Wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügte, verdiente rund 5'700 Franken, diejenigen mit einer höheren Berufsausbildung sogar 7'800 Franken. Am meisten erhielten die Beschäftigten mit einem Uni- oder ETH-Abschluss. Diese erzielten 2014 im Mittel einen Bruttolohn von 8'900 Franken und erreichten damit einen fast doppelt so hohen Medianlohn wie die Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung (-> Bildungsstand der Thurgauer Bevölkerung).
Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer
Wie in der Gesamtschweiz verdienen auch in der Thurgauer Privatwirtschaft Frauen im Mittel weniger als Männer. 2014 war der monatliche Bruttolohn der Frauen mit knapp 5'000 Franken 19 % tiefer als jener der Männer (CHF 6'100). Die geschlechterspezifischen Unterschiede hängen dabei stark vom Alter ab. Bei den unter 30-jährigen Beschäftigten sind die Unterschiede zwischen den Arbeitnehmerinnen und ihren männlichen Kollegen gering. Während der Bruttomedianlohn der Männer danach noch kräftig zunimmt, steigt er bei den Frauen ab etwa dem 30. Lebensjahr kaum mehr weiter an.
Publikation
Ausführliche Resultate der Lohnstrukturerhebung 2014 können der Statistischen Mitteilung Nr. 2/2017 entnommen werden.
Tabellen
Kanton Thurgau
Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, beruflicher Stellung und Geschlecht, 2012-2014
Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, Kompetenzniveau und Geschlecht, 2012-2014
Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, Unternehmensgrösse und Geschlecht, 2012-2104
Monatlicher Bruttolohn nach Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht, 2012-2014
Monatlicher Bruttolohn nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht, 2012-2014
Monatlicher Bruttolohn nach beruflicher Stellung, Geschlecht und Nationalitaät, 2012-2014
Monatlicher Bruttolohn nach Berufshauptgruppen, Lebensalter und Geschlecht, 2012-2014
Anteil der Lohnkomponenten an der Lohnsumme nach Wirtschaftsabschnitten, 2012-2014
Quelle: Bundesamt für Statistik, Lohnstrukturerhebung 2012 und 2014
Erhebung und Begriffe
Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der Lohnstrukturerhebung 2014 des Bundesamtes für Statistik. Informationen zu dieser Erhebung finden Sie unter Lohnstrukturerhebung.
Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.
Weitere Informationen
Bundesamt für Statistik
Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen auf nationaler Ebene und nach Grossregionen sowie zur Statistik der Lohnentwicklung
Löhne, Erwerbseinkommen
Berechnung des monatlichen Bruttolohnes (Median) sowie dessen Spannweite anhand frei wählbarer, persönlicher Merkmale (Ausbildung, Alter etc.)
Individueller Lohnrechner