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Ernährung nach System
Die Empfehlungen der Ernährungspyramide sind eine gute Orientierungshilfe für den Alltag. Die Orientierung an der Ernährungspyramide fördert eine ausgewogene, vielseitige und nährstoffreiche Ernährung. Die Grösse der Flächen zeigt an, aus welchen Nahrungsmittelgruppen grosszügig ausgewählt werden kann und wo Sparsamkeit am Platz ist. Die Empfehlungen gelten dabei als Richtlinien und müssen nicht täglich exakt eingehalten werden.
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Geschichte der Ernährung
Die Geschichte der bewussten Ernährung reicht weit zurück. Wie sich Lebensmittel zusammensetzen, welches die optimalen Mengenempfehlungen sind, was der Gesundheit zuträglich ist – diese Fragen beschäftigen uns nicht erst seit heute. Allerdings wurde das Wissen um die vielfältigen Bestandteile der Nahrung erst mit dem Aufkommen der chemischen Lebensmittelanalysen gegen Ende des 19. Jahrhunderts erweitert. Die ersten Nährmitteltabellen, die daraus entstanden, bilden die Basis für Ernährungsempfehlungen, wie wir sie heute kennen.
Warum Ernährungsempfehlungen?
Ernährungsempfehlungen hatten einst das Ziel, bessere und humanere Bedingungen in der Gefängnis- und Truppenverpflegung sowie in der Armenfürsorge zu schaffen. Mit dem "Voitschen Kostmass" erweiterte sich Anfang des 20. Jahrhunderts der Blickwinkel: Ins Zentrum rückten Empfehlungen für eine bekömmliche, gesunde Alltagskost der breiten Schichten. Bedeutend wurden eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen im richtigen Verhältnis sowie der angemessene Verzehr von Genussmitteln. Basierten die Empfehlungen bis zum Ersten Weltkrieg auf Basis der Kalorienlehre, verschoben sich die Akzente mit dem Aufkommen der Vitaminlehre. Die Erfolge gegen Krankheiten wie Pellagra, Skorbut oder Rachitis schienen eine neue Ära der Diätetik einzuleiten. Gleichzeitig wurden immer neue Stoffe gefunden oder differenziert.
Weg zur Ernährungspyramide
Der 1954 veröffentlichte Ur-Ernährungskreis präsentierte sich noch in einer komplexen Form mit zahlreichen Zusatzerläuterungen. Die „guten Sieben", ein in den USA entwickelter Ernährungskreis, präsentierten sich nur wenig später wesentlich überschaubarer. Mehr als 40 Jahre blieb dieses Modell, das die Nahrungsmittelgruppen in sieben gleich grosse Segmente gliederte, in seinen Grundzügen aktuell. Änderungen erfuhren die „guten Sieben“ unter anderem in der Reihenfolge der Lebensmittelgruppen wie auch in der Grösse der Segmente zur Darstellung der empfohlenen Zufuhrmengen: Grosse Felder versinnbildlichen grosse Mengen und kleine Felder bedeuten kleine Mengen.
Empfehlungen unterliegen dem Wandel der Zeit. Dies spiegelt sich in den sich verändernden Modellen für Ernährungskreise und -pyramiden wieder.
1980 entstand in Schweden die heute vertraute Darstellung in Pyramidenform, ursprünglich mit nur drei Ebenen. Die weltweit bekannte Pyramide mit sieben Lebensmittelgruppen auf vier Ebenen wurde 1992 vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht. Die wichtigsten Lebensmittelgruppen erscheinen an der Basis, die am wenigsten gewünschten Lebensmittel sind an der Spitze zu finden. Die Flächen deuten an, wie viel von den einzelnen Gruppen verzehrt werden sollte. Je nach Anliegen der Verfasser erfuhr die Pyramide in den vergangenen Jahren zahlreiche Ergänzungen und Abänderungen. Dazu gehören neue Empfehlungen zu den Verzehrsmengen von Obst und Gemüse und die Berücksichtigung von Getränken.
Gesund essen heisst auch, regional und saisonal zu kochen.
Produkte aus dem eigenen Land müssen nicht weit transportiert werden.
Möglichst naturbelassene Lebensmittel sind gesund und sparen Energie.
Gegen Food Waste: Nur so viel einkaufen, wie tatsächlich benötigt wird.
Lebensmittelreste? Weiterverarbeiten statt wegwerfen!
Auf unnötige Verpackungen verzichten und Mehrweggeschirr verwenden.
Nährstofftabellen: Von der Antike zur Moderne
490 v. Chr.
15. Jh.
18. und 19. Jh.
ab 1944
1990 bis heute
Mehr Informationen zur Pyramide für Konsumenten.
Quellen zum Thema