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Sonnenflecken
Aktuell befinden wir uns im 25 Sonnenflecken-Zyklus.
Die überraschendste Information ist, dass wir das solare Minimum wahrscheinlich noch nicht überschritten haben. Die Wissenschaftler prognostizieren ein Sonnenfleckenminimum für April 2020 mit einem Unsicherheitsbereich von +/- 6 Monaten. Außerdem sind sich die Experten einig, dass der Sonnenfleckenzyklus 25 eine durchschnittliche Intensität haben wird mit einer Sonnenfleckenzahl (SSN) von etwa 115. Das voraussichtliche Maximum wird im Juli 2025 (+/- 8 Monate) erwartet. Zyklus 25 wäre demnach von einer durchschnittlichen Intensität und ähnlich wie Zyklus 24.
Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com
Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov
Merkur
Merkur am Morgenhimmel
Der Planet Merkur ist zu Beginn des Jahres nicht sichtbar, bietet aber im letzten Monatsdrittel eine bescheidene Morgensichtbarkeit. Bereits am 2. Januar erreicht der Planet das Perihel seiner Bahn und befindet sich dann 46 Millionen Kilometer von unserem Zentralgestirn entfernt. Am 7. Januar 2023 steht der innerste Planet unseres Sonnensystems in unterer Konjunktion zur Sonne. Nach seiner Konjunktion entfernt sich Merkur in westlicher Richtung schnell von ihr und wird am 18. des Monats schließlich stationär. Ab dem 20. Januar kann man dann versuchen, den 0,2 mag hellen Planeten in der Morgendämmerung aufzuspüren. An diesem Tag geht der flinke Planet um 6:32 Uhr im Südosten auf. Rund 20 Minuten später hat er sich so weit aus dem Horizontdunst herausgeschält, dass man ihn mit dem bloßen Auge entdecken kann.
Venus
Venus am Abendhimmel
Unser Schwesterplanet Venus ist zu Beginn des Jahres wieder als Abendstern zu sehen. Sie steht als -3,9 mag helles Gestirn im Januar aber noch sehr niedrig über dem südwestlichen Horizont. Zum Ende der bürgerlichen Dämmerung erreicht sie zum Monatsende hin bereits eine Höhe von 12 Grad über dem Horizont. Sie ist dann kurz nach Sonnenuntergang als auffälliges Gestirn im Südwesten zu sehen. Am 1. Januar geht sie um 17:24 Uhr unter. Bis zum 31. Januar verspäten sich ihre Untergangszeiten auf 19:02 Uhr. In dieser Zeit wandert sie vom Sternbild Steinbock weiter in den Wassermann. Ende Januar zeigt sich das Venusscheibchen mit 91% fast voll beleuchtet und 11 Bogensekunden groß. Interessant ist die enge Konjunktion mit dem Ringplaneten Saturn am 22. Januar.
Mars
Mars am Nachthimmel
Unser roter Nachbar Mars ist immer noch ein Objekt für die gesamte Nacht. Er wandert zunächst noch rückläufig durch das Sternbild Stier. Bei Einbruch der Nacht steht der Rote Planet bereits sehr hoch im Süden und ist demzufolge optimal zu beobachten. Denn im letzten Monat stand er in Opposition zur Sonne. Wir finden ihn in der Nähe des “Goldenen Tors der Ekliptik”, zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Am 12. Januar 2023 wird Mars wieder stationär und beendet seine Oppositionsperiode. Anschließend wandert der Rote Planet rechtläufig entlang der Ekliptik und zieht sich zum Monatsende hin vom Morgenhimmel zurück. Das Ende der Opposition macht sich auch durch einen deutlichen Helligkeitsabfall bemerkbar. Mars scheinbare Helligkeit geht im Januar von -1,2 mag auf -0,3 mag stark zurück. Auch seine Untergänge verfrühen sich von anfangs 6:17 Uhr auf 4:24 Uhr am Ende des Monats. Am besten beobachtet man unseren Nachbarplaneten zum Zeitpunkt seiner Kulmination, die sich im Januar von 21:46 Uhr auf 19:54 verfrühen wird. Dabei erreicht er eine respektable Höhe über dem Südhorizont von gut 63 Grad. Im Fernrohr erkennt man, dass der scheinbare Durchmesser des Marsscheibchen von 14,6 auf 10,7 Bogensekunden ebenfalls zurückgeht. Trotzdem sollten noch einige interessante Oberflächendetails, bei ruhiger Luft und hoher Vergrößerung, zu erkennen sein. Am 3. Januar sowie am 30. Januar steht der zunehmende Mond sehr nahe beim Roten Planeten.
Jupiter
Jupiter am Nachthimmel
Der Riesenplanet Jupiter ist ein Objekt für den Abendhimmel und bewegt sich weiter rechtläufig durch die Fische. Bei Einbruch der Nacht steht er bereits als unübersehbares Objekt am westlichen Himmel. Sein Untergang erfolgt bereits vor Mitternacht. Aus diesem Grund beobachtet man ihn am besten kurz nach dem Ende der astronomischen Dämmerung, wenn er noch 40 Grad Horizonthöhe erreicht. Denn dann kann man auf seinem 38 Bogensekunden großen Scheibchen zahlreiche Atmosphärendetails beobachten. Auch der Lauf seiner vier hellsten Monde um den Planeten ist interessant. Geht der Riesenplanet zu Beginn des Jahres um 23:27 Uhr unter, sinkt er Ende Januar bereits um 21:56 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Auch seine scheinbare Helligkeit geht leicht zurück von -2,3 auf -2,2 Größenklassen. Am 20. Januar 2023 erreicht der Riesenplanet das Perihel seiner Bahn und befindet sich dann 740,7 Millionen Kilometer von unserem Zentralgestirn entfernt. Nur 5 Abende später erhält Jupiter Besuch von der zunehmenden Mondsichel.
Saturn
Saturn am Nachthimmel
Der Ringplanet Saturn, rechtläufig im Sternbild Steinbock, zieht sich in diesem Monat endgültig vom Abendhimmel zurück und wird Ende Januar schließlich unsichtbar. Am 16. Februar 2023 steht er in Konjunktion mit unserem Zentralgestirn. Um den 0,9 mag hellen Ringplaneten in der Abenddämmerung aufzufinden, ist ein lichtstarkes Fernglas erforderlich. In der Nähe von Saturn hält sich auch der Abendstern Venus auf, die als Aufsuchhilfe dienen kann. Am 22. Januar kommt es sogar zu einer engen Begegnung beider Gestirne, wobei die Venus in nur 22 Bogenminuten südlichen Abstand an Saturn vorbeilaufen wird. Am 23. des Monats kann die dünne Mondsichel, gegen 18:00 Uhr, in der Nähe beider Gestirne beobachtet werden. Die Untergänge des Ringplaneten verfrühen sich im Januar von anfangs 19:44 Uhr auf 18:05 Uhr zum Ende der Abenddämmerung.
Meteorströme
Die Quadrantiden
Vom 1. bis 10. Januar ist der Meteorstrom der Quadrantiden aktiv, deren Ausstrahlungspunkt (Radiant) sich im Sternbild Bärenhüter, an der Position RA 15h 20m und Dec +49°, befindet. Der Name des Meteorstroms geht auf das nicht mehr existierende Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis) zurück. Das spitze Maximum findet am 4. Januar gegen 5:00 Uhr statt. Der zunehmende Mond wird die Beobachtung des Meteorstroms nur in der 1. Nachthälfte beeinträchtigen. Gegen Morgen steht der Erdtrabant dann niedrig über dem Horizont. Zum Ende der Nacht erreicht der Radiant, im nördlichen Teil des Bärenhüters, eine Höhe von ca. 70 Grad. Deshalb beobachtet man am besten kurz vor der beginnenden Morgendämmerung. Zum Maximumszeitpunkt tauchen bis zu 120 Meteore pro Stunde auf, die mit mittleren Geschwindigkeiten von 41 km/s in die Erdatmosphäre eintauchen. In manchen Jahren wurden sogar über 200 Sternschnuppen beobachtet. Damit gehören die Quandtrantiden zu den aktivsten Strömen des Jahres. Ein Ursprungskörper der Quadrantiden ist nicht bekannt. Seit 2003 wird allerdings vermutet, dass der Asteroid 2003 EH1 als Ursprung dieses Meteorstroms in Frage kommt und ein inaktiver Rest des zerfallenen Kometen C/1490 Y1 zu sein scheint. Auch der periodische Komet 96P/Machholz könnte als Erzeuger der Quadrantiden in Frage kommen.
Die Kappa-Cancriden
Ein neuer Strom sind die Kappa-Cancriden, die erstmalig im Jahr 2015 nachgewiesen wurden. Dieser schwache Strom aus nur wenigen Meteoren zeigt sein Maximum um den 10. Januar. Der Radiant der Kappa-Cancriden befindet sich nur 20 Grad nordwestlich der Anthelionquelle und zeigen deutlich schnellere Sternschnuppen als diese.
Datenquelle; astrofan80.de/html/sky.html