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Feinsinnige und widerständige Choreografin
Cindy Van Acker, geboren 1971 in Belgien, ist seit vielen Jahren eine der herausragendsten Choreographinnen der Schweiz. Sowohl in der etablierten Theaterszene als auch mit ihrer Cie Greffe in der freien Tanzszene ist sie auch international sehr erfolgreich. Nach einer klassischen Ballettausbildung in Antwerpen tanzte sie beim Ballet Royal de Flandre. 1991 kam sie als Tänzerin zum Ballet du Grand Théâtre nach Genf. Dort gründete Cindy Van Acker 2002 die Cie Greffe. Diese wird seit 2009 von der Stadt und dem Kanton Genf sowie der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in einer kooperativen Fördervereinbarung unterstützt. Zu den ihr wichtigen künstlerischen Begegnungen zählen die Choreographin Myriam Gourfink, der Elektronikmusiker Mika Vainio (1963-2017), der Bühnenbildner und Lichtdesigner Victor Roy und der Theatermacher Romeo Castellucci, der sie 2005 an die Theaterbiennale in Venedig einlud, um die Schweiz zu vertreten. Seit November 2017 ist Cindy Van Acker als «Artiste associée» für das Programm der Association pour la Danse Contemporaine (ADC) in Genf mitverantwortlich. Bereits zweimal gewann sie für ihre herausragenden Produktionen einen Preis im Wettbewerb zum aktuellen Tanzschaffen der Schweizer Tanzpreise: 2013 für «Diffraction» und 2019 für «Speechless Voices». Sie wurde zudem mit dem Leenaards-Kulturpreis 2023 ausgezeichnet.
Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart Ring
Der Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring steht in der Tradition des von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) verliehenen wichtigsten Schweizer Theaterpreises und ehrt eine herausragende Persönlichkeit oder Institution des Schweizer Kulturschaffens im Bereich der darstellenden Künste. Dotiert ist diese Auszeichnung mit 100 000 Franken. Der Ring wird für den:die Preisträger:in jedes Jahr neu hergestellt, von einer Vertretung der SGTK an der Preisverleihung überreicht und geht in den Besitz der Ausgezeichneten über. Zum Hauptpreis realisiert die SGTK eine Publikation in der Reihe «Mimos – Schweizer Jahrbuch Darstellende Künste». Die Auszeichnung wird von den eidgenössischen Jurys für Tanz und Theater vorgeschlagen.