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Wenn es in der Speiseröhre brennt
Ein Brennen hinter dem Brustbein oder saures Aufstossen plagen viele Menschen nach den Festtagen. Üppiges Essen, alkoholische Getränke und Stress können Auslöser für Sodbrennen, auch Reflux genannt, sein.
27. Januar 2016 — PR (Publireportage)
Die Speiseröhre ist ein Teil des Verdauungstraktes und transportiert den Speisebrei vom Rachen in den Magen. Sie ist ein etwa 25 Zentimeter langer, elastisch-muskulöser Schlauch mit einem Durchmesser von anderthalb Zentimetern an der engsten Stelle. Die Speiseröhre beginnt unterhalb des Kehlkopfes und verläuft zwischen Luftröhre und Wirbelsäule, passiert das Zwerchfell und endet im Magen.
Magensäure hat aggressive Zusammensetzung
Die untere Öffnung der Speiseröhre wird als «unterer Ösophagussphinkter» bezeichnet und ist in Ruhe verschlossen. Eine wichtige Rolle für den Verschluss spielt das Zwerchfell. Es umrundet den Sphinkter komplett und übt einen konstanten Druck auf diesen aus. Schliesst der Sphinkter nicht vollständig, fliessen saurer Mageninhalt und Magensäure in die Speiseröhre zurück und es entsteht der sogenannte Reflux. Die Magensäure hat eine sehr aggressive Zusammensetzung, um bei der Verdauung von Speisen im Magen mitzuwirken. Ausserhalb greift sie die Schleimhaut der Speiseröhre an und kann zu deren Entzündung führen.
Symptome wie Sodbrennen, Druck oder Schmerzgefühl hinter dem Brustbein, Halsschmerzen oder Schluckschmerzen können ein Hinweis auf Reflux sein. Leidet man öfters an einem dieser Symptome, so sollte man seinen Hausarzt darauf ansprechen.
Bei schwereren oder chronischen Fällen gibt es säurehemmende Medikamente, welche die Magensäureproduktion blockieren. Eine osteopathische Behandlung kann helfen, die Symptome zu lindern. Sie zielt darauf ab, die Spannungen des Zwerchfells und die Druckverhältnisse im Brust- und Bauchbereich zu normalisieren. Mit einer Änderung der Lebensgewohnheiten können die Häufigkeit und Schwere der Refluxsymptome reduziert werden. Fettige Speisen, Alkohol, Kaffee, Pfefferminze und Nikotin mindern den Tonus des Sphinkters und fördern somit den Reflux. Das Zwerchfell kann wie jeder andere Muskel auch trainiert werden: Mit leichtem Ausdauertraining wird es dicker und übt so automatisch mehr Druck auf den Sphinkter aus.
Praktische Tipps:
– Verdauung beginnt im Mund: Das Essen gut kauen vor dem Schlucken
– Refluxauslösende Speisen und Getränke vermeiden
– Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen vermeiden
– Oberkörper im Bett hochlagern
Osteopathie Höngg
Matthias Gruner, Osteopath
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