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Aus Befragungen kann geschlossen werden, dass die Bewohner in Schweizer Mehrfamilienhäuser, welche in Holzbauweise erstellt wurden, zufrieden sind bezüglich der Bauakustik. Die am meisten beanstandete Lärmquelle ist der Trittschall aus fremden Wohnungen. Die subjektive Wahrnehmung von Bewohner in Holzgebäuden stimmt gut überein mit den schalltechnischen Kennwerten der Konstruktionen unter Berücksichtigung des Frequenzbereichs ab 50 Hz beim Trittschall (Messungen mit Normhammerwerk). Schalltechnische Kennwerte ab 100 Hz sind nicht genug aussagekräftig. Bei der Weiterentwicklung von Holzdeckenkonstruktionen ist der Frequenzbereich unter 100 Hz zu berücksichtigen. Wie Untersuchungen zeigen, werden Geräusche des Nachbarn kaum wahrgenommen und sind nicht störend, wenn die Deckenkonstruktion einen Kennwert von L’nT,w + CI,50-2500 ≤ 49 dB erreicht.
Die Anforderungen an den Luftschall werden in der Regel gut erreicht, bei der Optimierung von Deckenkonstruktionen kann man sich auf den Trittschall konzentrieren (Tieftonproblematik). Entkopplungssysteme (Gummilager zw. Decken- und Wandanschlüssen) bringen nur unsignifikante Verbesserungen. Die konstruktive Verbesserung der Deckensysteme ist effektiver und wirtschaftlicher.
Tieftonoptimierte Deckenkonstruktionen können mit verschieden Systemen erreicht werden. Entscheidend ist eine tiefe Resonanzfrequenz innerhalb des Deckensystems (möglichst unterhalb von 50 Hz; je tiefer, desto besser)
Gute Resultate bei „tieftonoptimierten“ Deckenkonstruktionen ergeben auch gute Resultate bei den Schallnebenwegen. Nebenwege haben bei der Berücksichtigung des Frequenzbereiches ab 50 Hz einen geringen Einfluss. Doppelt beplankte Ständerwandkonstruktionen erreichen gute Resultate bei den Schallnebenwegen. Auf Vorsatzschalen kann verzichtet werden.
Der nachfolgende Beitrag behandelt wichtige Aspekte für die Planung von tieftonoptimierten Holzdeckenkonstruktionen.