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1935 in Missisippi geboren, wuchs Elvis Aaron Presley in bescheidenen Verhältnissen auf. Weil sich die Presleys und ihre Nachbarn kein Radio leisten konnten, sorgten sie für ihre eigene Unterhaltung, indem sie viele Gospel-Lieder sangen. Es war Elvis‘ erste Berührung mit der Musik. Ein Onkel seiner Mutter war Prediger in der Assembly of God Church, wo er schon als Kind im Kirchenchor sang.
Mit 11 Jahren bekam Elvis seine erste Gitarre geschenkt. Er fing an, seine Leidenschaft für Countrymusik zu entwickeln: Sein großes Idol hieß Carvel Lee Ausborn. Nachdem er mit der Familie nach Memphis gezogen war, entdeckte er den Gospel der afro-amerikanischen Gemeinde für sich. Musik wurde zu seinem Lebensmittelpunkt. Kurz vor seinem High School-Abschluss nahm er an einem Talentwettbewerb teil und belegte mit seiner Gesangsdarbietung Platz 1.
Seine beeindruckende Begabung fiel schließlich auch einem gewissen Sam Phillips auf. Der war Inhaber des legendären Plattenlabels Sun Records. Er brachte Elvis mit dem Gitarristen Scotty Moore und dem Bassisten Bill Black zusammen. Das Trio jammte einige Country-Songs vor sich hin, aber sie waren mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Es entwickelte sich kein eigener Stil. Erst als Elvis die alte Bluesnummer „That‘s All Right (Mama)“ anstimmte, war das Eis gebrochen.
Mit dieser Aufnahme rannte Sam Phillips zu einem der angesagtesten Discjockeys der Südstaaten, der den Song in seiner Sendung rauf und runter spielte. Der King of Rock‘n‘Roll war geboren! Elvis wurde zum Idol einer ganzen Generation. Das Coole, das Rebellische und nicht zuletzt der Sex-Appeal waren die Markenzeichen des Sängers.
Über 20 Jahre lang bespielte er die Bühnen der Welt. Egal ob er bluesiger spielte oder rockiger, eher Country oder eher Pop: Elvis war immer Nummer 1 in den Charts. Am 26. Juni 1977 gab er sein letztes Konzert in der Market Square Arena in Indianapolis. Keine zwei Monate später – am 16. August 1977 – wurde er in seinem Anwesen Graceland tot aufgefunden. Er starb mit nur 42 Jahren an Herzversagen.
Das Instrument, mit dem Presley in erster Linie in Verbindung gebracht wird, ist die Gitarre. Mit einer akustischen Gitarre war er auf zahlreichen Platten- covern abgebildet, in den meisten seiner Filme und auf der Bühne zu sehen. Das Image des Gitarre spielenden King of Rock ’n’ Roll hat eine ganze Folgegeneration an Rockmusikern inspiriert, dieses Inst-rument zu erlernen, darunter unter anderem Bruce Springsteen, Jimi Hendrix, Jimmy Page und Paul Simon.
Presley selbst schätzte sich weder als besonders guten, noch besonders schlechten Gitarristen ein, gab aber während seiner gesamten Karriere gerne selbstironische Bemerkungen über seine Gitarrenkünste zum Besten: „I’d like to play this thing a little bit. Contrary to a lot of beliefs, I can play a little bit… very little bit“. „I’m actually going to play the guitar, I know 3 chords, believe it or not, I fake[d] them all“. Nach Aussagen einer Reihe von Musikern, die selbst Gelegenheit hatten, mit Presley zu spielen (darunter sein Leadgitarrist James Burton sowie Musiker und Komponist Tony Joe White), war Presley ein sehr guter Rhythmusgitarrist, der den Rockabilly-Sound der frühen Sun-Jahre neben Scotty Moore auch an der Gitarre maßgeblich beeinflusste. Diese Aussagen werden durch die sogenannte „Sitdown“-Sequenz aus dem 1968er Comeback-Special bestätigt, in der Presley sich auf der E-Gitarre begleitet. Als virtuoser und innovativer Leadgitarrist ist Presley jedoch nie in Erscheinung getreten.
It’s like a surge of electricity going through you. It’s almost like making love, but it’s even stronger than that. Sometimes I think my heart is going to explode.