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Sozio-demografisches Profil der Regierungen
Bezüglich des Alters der Regierungsräte kann festgestellt werden, dass diese selten sehr jung sind. Die Ausübung eines solchen Amtes setzt normalerweise bereits gesammelte politische Erfahrung durch eine Karriere innerhalb der Partei oder in lokalen und regionalen Gemeinwesen voraus. Das Durchschnittsalter der Regierungsmitglieder am 31.12.2004 betrug 55 Jahre. Die Tendenz der Alterung der Bevölkerung wird in den nächsten Jahren immer stärkere Konsequenzen für das Durchschnittsalter der Parlamentarier und der Regierungsräte haben. Einige der in der Vergangenheit umgesetzten Veränderungen könnten aber die Alterung der politischen Behörden verlangsamen oder zumindest beschränken: Die Einführung des Frauenstimmrechtes sowie des Rechtes der Frauen, gewählt zu werden (1971) oder das Wahlrecht von Ausländern, welches seit einigen Jahren zum Beispiel im Kanton Jura, in Neuenburg oder in wenigen Gemeinden anderer Kantone gilt. Die Alterung der politischen Behörden könnte auch durch Anreize für jüngere Menschen, sich am politischen Leben zu beteiligen, verlangsamt werden. Dabei ist beispielsweise an die Reduktion des Stimmrechtsalters auf 18 Jahre (auf Bundesebene) im Jahre 1991 sowie an die heutigen Möglichkeiten der Mitgestaltung durch die Schaffung von Jugendparlamenten in einigen Kantonen (zum Beispiel GE, JU, VS) zu denken.
Profil der Kanzleien
Wie erwähnt liegen den unterschiedlich grossen Staatskanzleien auch ganz unterschiedliche Aufgaben und Gliederungen zu Grunde. In einigen Kantonen sind beispielsweise die Informatikdienste für die ganze Kantonsverwaltung (AG, JU) der Staatskanzlei angegliedert, doch auch die Baselbieter Landeskanzlei und die Zürcher Staatskanzlei verfügen über EDV/Internet-Sektionen. Elf Staatskanzleien kennen eine Sektion für die Regierungsinformation, in manchen anderen Kantonen obliegt diese Aufgabe ebenfalls der Staatskanzlei, ohne dass eine eigene Abteilung dafür besteht. Einige Staatskanzleien integrieren Fachstellen für Gleichstellung von Frau und Mann (AG, BE, TI), Statistikämter (AG, JU, TG), etliche die Drucksachen- und Materialzentrale – in drei Kantonen (NE, SO, TG) ist sogar der Lehrmittelverlag angegliedert. Die Aargauer, die St. Galler und die Tessiner Staatskanzlei kennen Koordinationsstellen für Aussenbeziehungen. Nicht weiter in Abteilungen unterteilt sind die Staatskanzleien des Kantons Zug sowie der beiden Appenzell.
Der Text und die Karten stammen aus dem Buch: «Staatsatlas. Kartografie des Schweizer Föderalismus».
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Die SGVW wird über die nächsten Monate verteilt etwa alle sieben Wochen einen kurzen Fokusartikel mit den entsprechenden Karten zu den folgenden Hauptthemen veröffentlichen:
In einigen Wochen lesen Sie hier bei uns den zweiten Teil des Artikels zum Behördenprofil. Seien Sie gespannt!
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Weitere Informationen zum Staatsatlas erhalten Sie von Christophe Koller, Verantwortlicher für die BADAC, Projektleiter am IDHEAP und operationale Direktor der ESEHA, Tel. +41 (0)21 557 40 67, E-Mail: [email protected].
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Bestellung Staatsatlas hier.
C. Koller, A. Hirzel, A.-C. Rolland, L. de Martini (2012), Staatsatlas. Kartografie des Schweizer Föderalismus / Atlas de l’Etat. Cartographie du fédéralisme suisse, Zürich: NZZ-Libro, 2012.
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Weitere Informationen :
D. Bochsler, C. Koller et al. (2004), Die Schweizer Kantone unter der Lupe (Behörden, Personal, Finanzen), Berne: Haupt.
Sozio-demografisches Profil der Regierungen und der Staatskanzleien
Die Profile der Regierungen und der Führungsorgane der Verwaltung variieren von Kanton zu Kanton. Während das Profil der Regierungsmitglieder sich bei Neuwahlen immer wieder ändert, ist das Profil der Bundeskanzlei über die Zeit relativ stabil.