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Der Sponton setzt sich aus einem runden Schaft und einem blattförmigen Spiesseisen zusammen, wobei die Tülle mit Parierdornen versehen sein kann (KZ-1688). Diese Waffe tritt Ende des 17. Jahrhunderts in Erscheinung. Bezeichnung: Der Name leitet sich vom französischen Esponton für Spiess ab. Im 18. Jahrhundert war die Bezeichnung Kurzgewehr oder Esponton geläufig. Herkunft: Sehr wahrscheinlich entstand der Sponton aus der blattförmigen Pike. Er gehörte in einigen eidgenössischen Orten bis 1798 zur Standartausrüstung der Offiziere und höheren Unteroffiziere und war ein Rangabzeichen (LM-62995.2). Danach wurde diese eher unbeliebte Stangenwaffe vielerorts abgeschafft. Für dieselbe Funktion wie der Sponton, aber inspiriert von der Halbarte, entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert die Spontonhalbarte od. Wachtmeisterhalbarte. (interner link zu 1.3) Gebrauch: Neben der Funktion als Gardewaffe wurde der Sponton im Krieg als Kommandowaffe eingesetzt. Mit dem Ausrüsten aller mit Gewehren seit dem 17. Jahrhundert änderte sich die Aufstellung der Truppen. Um eine konzentrierte Feuersalve zu erzielen, wurden die Soldaten in sogenannten Schützenlinien aufgestellt. Der Offizier kommandierte mit dem Sponton vor oder neben seiner Truppe, wie beschrieben im Kriegs-Exercitium der Bernerischen Land-Miliz von 1764 (Link). Textverweis: Gessler, Eduard A.: Schweizerisches Landesmuseum. Führer durch die Waffensammlung, Zürich/Aarau 1928, S. 51 u. 55.