Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03159.jsonl.gz/725

Der San Salvatore ist einer der international bekanntesten Berge. Zur Verbreitung seines Ruhms trugen seit dem Jahr 1200 die Wallfahrten der Gläubigen bei, die zu Fuss auf den Berggipfel pilgerten, um dem Sohn Gottes die Ehre zu erweisen, der nach einer alten Legende bei seiner Auffahrt in den Himmel hier kurz Rast gemacht haben soll. Was aber die Leute, in der Vergangenheit ebenso wie heute, dazu veranlasst, den Gipfel des Berges für die Luganesi der Berg schlechthin zu besuchen, ist vor allem das unvergleichliche 360°- Panorama, das einen Rundblick auf die ganze wunderbare Region des Luganersees, über die Ebene der Lombardei und auf die erhabenen Ketten der Schweizer und Savoyer Alpen bietet.
Es erstaunt daher nicht, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts jemand die Möglichkeit erkannte, die Popularität des San Salvatore, eines Bergs, der nur zu Fuss oder auf dem Rücken eines Maulesels zugänglich war, wirtschaftlich und touristisch zu nutzen. So kam es, dass im Jahr 1870 ein unternehmungslustiger Florentiner, Stefano Siccoli, der die auf dem Gipfel bestehende bescheidene Gastwirtschaft gepachtet hatte, die Idee lancierte, eine Fahrstrasse, eine Standseilbahn, ein grosses Hotel und Weiteres zu erbauen. Ein grandioses Projekt, das sich aber als nicht realisierbar herausstellte. Die zur Zeichnung aufgelegten Anteile für die Finanzierung brachten nicht den gewünschten Ausgang und das Unternehmen wurde aufgegeben.
Mehr Erfolg hatte hingegen die vom Luganer Rechtsanwalt Dr. Antonio Battaglini lancierte Initiative, der, unterstützt von einer Gruppe tatkräftiger Mitbürger, am 10. August 1885 dem Bundesrat ein Konzessionsgesuch für den Bau einer Zahnradbahn von Lugano bis zum Gipfel des San Salvatore unterbreitete. Die Strecke sah den Durchgang vom Bahntunnel von Brentino nach Pazzallo, Carabbia, Ciona vor, und von dort den Schlussanstieg hin zum Berg. Die Länge der Linie betrug 3866 Meter. In der Folge wurde die Strecke verlängert, die Abfahrtsstation wurde auf die Piazza del Grano (Lugano) verlegt, sie befand sich nicht mehr in Paradiso.
Am 24. November 1885 hiess der Bundesrat das Konzessionsgesuch von Dr. Battaglini gut und überwies es an die Bundesversammlung, die es am 12. Dezember 1885 genehmigte. Nach Erhalt der Konzession wurden die entsprechenden Studien in Bezug auf die Konstruktion der Bahn in Auftrag gegeben, während Rechtsanwalt Battaglini sich dafür einsetzte, das für die Finanzierung des Unternehmens notwendige Kaptital zusammenzubringen.
Um die „San Salvatore-Bahn“ zu realisieren, musste man über das Grundstück und die Gebäude (inkl. der kleinen Kirche) verfügen können, die den Gipfelkomplex des „Bergs“ bildeten und im Eigentum der Arciconfraternita della Buona Morte ed Orazione (Erzbruderschaft vom guten Tod und Gebet) unter dem Titel von Santa Marta in Lugano standen. Am 19. Februar 1886 wurde der entsprechende Mietvertrag unterzeichnet. Die Arciconfraternita sicherte sich jedoch das Recht zur Erhaltung „der römisch-katholischen Wallfahrtskirche, mit jederzeit freiem Zugang während des ganzen Jahres”.
Am 29. April 1887 gewährte der Bundesrat den Erbauern der San Salvatore-Bahn eine Änderung der Konzession vom 12. Dezember 1885. Es wurde diesbezüglich eine Erhöhung der anfänglich vorgesehenen Tarife gewährt und das Gesuch des Konzessionärs um Verlängerung der Strecke von Paradiso bis zur zentralen Schiffstation von Lugano genehmigt. Von Lugano bis zum Fusse des San Salvatore musste eine normale Bahn konstruiert werden, die sich zusammenhängend in ein Zahnradsystem umwandeln liess, um die starke Steigung des letzten Stücks überwinden zu können.
Am 15. Juli 1887 eröffnete das Promotionskomitee eine öffentliche Zeichnung „für die Gründung einer Aktiengesellschaft, für die Konstruktion und den Betrieb einer Bahn zwischen Lugano und dem Monte San Salvatore, auf der Grundlage der Konzessionserteilung vom 12. Dezember 1885“. Die Initianten hatten nicht wenige Schwierigkeiten zu überwinden. Um dies zu bewältigen, wurden die beiden Unternehmer Bucher und Durrer beauftragt, die in Kägiswil einen auf den Bau von Standseilbahnen, Eisenbahnen und Hotels spezialisierten Betrieb innehatten. Sie kauften von Dr. Battaglini die Konzessionsrechte, um sie unverzüglich an die in Gründung befindliche Società della Ferrovia Lugano-Monte San Salvatore zu übertragen.
Die Herren Bucher und Durrer verpflichteten sich, die Konstruktion der Standseilbahn, mit Ausgangspunkt von Paradiso bis zum Gipfel, zu einem Pauschalpreis von Fr. 550’000.- zu übernehmen und die notwendige elektrische Energie aus ihrer Zentrale in Maroggia zu liefern, gegen ein jährliches Entgelt von Fr. 10’000. Die Firma Bucher und Durrer geriet jedoch in finanzielle Schwierigkeiten und musste ihre Beteiligung reduzieren. Aus dieser bedrohlichen Situation half den Initianten der Standseilbahn schliesslich die Banca della Svizzera Italiana, mit ihrem Direktor Giacomo Blankart, indem sie eine entsprechende Anzahl Aktien zeichnete.
Bis zum 7. Juni 1888 konnte die Finanzierung der Standseilbahn gesichert werden und am 12. Juni 1888 fand schliesslich die Gründungsversammlung der Società della Ferrovia Lugano- Monte San Salvatore statt. Die Vertretung einer Direktors der Banca della Svizzera italiana an der Spitze des Verwaltungsrats wurde zur Tradition, die noch heute fortbesteht.
Die Bauarbeiten begannen am 24. Juli 1888 und sollten bis zum 1. August 1889 abgeschlossen werden. Aber der ständige Regen während des Sommers verzögerte die Arbeiten, sodass, um Zeit zu gewinnen, ab dem 19. September 1889 auch nachts bei Fackellicht gearbeitet wurde. Der schlechte Zustand des Terrains beim Vallone di Calprino zwang die Baumeister dazu, den geplanten Mauerdamm durch ein Eisenviadukt in der Länge von 103 Metern zu ersetzen.
Am 20. Januar 1890 fand der erste Traktionsversuch mit elektrischer Kraft statt, geliefert von den in Maroggia gelegenen Generatoren. Der Versuch zeigte beste Ergebnisse und die Wagons durchliefen die ganze Linie, 1600 Meter, in 26 Minuten.
Am 9. März 1890 befuhr eine Gruppe der Tessiner Ingenieurund Architektenvereinigung auf Einladung der Firma Bucher und Durrer die Strecke Paradiso-Monte San Salvatore.
Die Einweihung der Standseilbahn war für den 19. März 1890 vorgesehen und ihre Eröffnung für den Tag darauf. Die Einladungen waren bereits verschickt, aber im letzten Moment musste alles verschoben werden, da die Genehmigung durch den Bund noch nicht eingetroffen war.
Die offizielle Abnahme der Standseilbahn erfolgte am 20. März 1890.
Die festliche Einweihung fand am Mittwoch, dem 26. März 1890 statt, in Anwesenheit von ungefähr 80 zum offiziellen Bankett geladenen Gästen.
Am Vormittag des 27. März 1890 wurde der reguläre Betrieb der neuen Standseilbahn San Salvatore aufgenommen, gleichzeitig mit den Kursen der Schiffe. Der Tarif Paradiso-San Salvatore hin und zurück betrug Fr. 4..
Die Aktionäre der Società della Ferrovia Lugano-Monte San Salvatore hielten ihre erste Generalversammlung am 28. März 1890 ab, am Tag nach der Eröffnung der Standseilbahn. Der Verwaltungsrat, unter dem Vorsitz von Giacomo Blankart, präsentierte den Aktionären seinen ersten Jahresbericht per 31. Dezember 1889. Um den Besuchern des Monte San Salvatore ein geeignetes Restaurant bieten zu können (die damals bestehende Einrichtung eignete sich aufgrund ihres baulichen Zustands nicht für eine Instandsetzung oder Renovation), beschloss der Verwaltungsrat, in der Nähe der Haltestelle ein Gebäude mit einem grossen Saal und einer Terrasse zu bauen.
Am 2. April 1890 wurde auf neun grossformatigen Seiten das von Hand in einer dicht gedrängten, nicht leicht lesbaren Schrift geschriebene Protokoll zur Übergabe der Standseilbahn seitens der Firma Bucher und Durrer an den Verwaltungsrat der Società della Ferrovia Lugano-Monte San Salvatore erstellt. Die Inspektion war ausserordentlich gewissenhaft und zahlreich waren die im Protokoll festgehaltenen Bemerkungen in Bezug auf nicht ausgeführte oder nicht den Projekten entsprechende Arbeiten.
Im selben Jahr 1890 verzichtete die Società della Ferrovia Lugano-Monte San Salvatore auf ihr Recht, von der zentralen Schiffstation von Lugano bis zur Talstation der San Salvatore-Bahn eine Strassenbahnlinie zu erstellen.
Im Jahr 1896 erwies sich die Erweiterung des Gipfel-Restaurants als notwendig, das um ein Stockwerk aufgestockt und mit einigen Zimmern ausgestattet wurde, um der Nachfrage durch Touristen gerecht zu werden, die gerne den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang vom Gipfel des Monte San Salvatore aus miterleben wollten.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Europa hatte einen negativen Einfluss auf den Gang der Standseilbahn, da die ausländischen Gäste auszubleiben begannen. Im Jahr 1918, dem letzten Jahr des Konflikts, der sich von Europa auf die Welt ausgeweitet hatte, wurden die niedrigsten Zahlen verzeichnet. Glücklicherweise nahmen ab 1919 die Einnahmen wieder beträchtlich zu.
Im Winter 1925/26 wurde die vollständige Erneuerung der Traktionsanlage mit neuem Maschinenwerk vorgenommen und damit die Geschwindigkeit auf 1,8 Meter pro Sekunde erhöht. Die Dauer der Fahrt wurde so von 26 auf 18 Minuten reduziert. Die alten Wagons wurden durch zwei neue mit einem Fassungsvermögen von 65 Personen gegenüber dem vorherigen von 32 ersetzt.
Im Jahr 1938 lieferten die Firmen Bell & Cie. Kriens, die Maschinenfabrik Oerlikon und die Kabelwerke Brugg Traktionsmaschinen, die eine grössere Betriebssicherheit garantierten, jedoch die Auswechslung des Zugseils, des Triebrads, der Traktionsräder, der Riemenscheiben der Bremse und der zugehörigen Apparaturen notwendig machten. Dank diesen Änderungen wurde die Zuggeschwindigkeit von 1,8 Metern pro Sekunde auf 2,5 Meter pro Sekunde erhöht, was die Fahrtdauer auf 14 Minuten verkürzte.
Die Jahre des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) waren Jahre der Angst und der Ungewissheit für die Schweizer Bevölkerung: Alle Bereiche des öffentlichen Lebens waren von den Auswirkungen betroffen. Aufgrund der schwierigen internationalen politischen Lage fanden keine Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Standseilbahn statt. Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg definitiv, die Grenzen wurden wieder geöffnet und der Strom der Touristen nahm endlich wieder zu.
Im Jahr 1943 wurde auf Initiative der Studien- und Forschungskommission zur Hochspannung des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins und des Schweizer Kraftwerksverbands auf dem Gipfel des San Salvatore eine Station zur Erforschung von Blitzen eingerichtet, geleitet von Prof. Dr. h.c. Karl Berger von der ETH Zürich. In der Nähe der Kirche wurde eine 70 m hohe Antenne aus Holz errichtet, mit einer Stahlspitze von 10 m. Das Zentrum war mit den modernsten Apparaturen zur Messung von Blitzen ausgerüstet. Eine Antenne von gleicher Höhe, voll aus Stahl, wurde 1950 auf dem „Dosso San Carlo“ installiert. Das Zentrum wurde in den Monaten Juni/Juli 1982 abgebaut.
Im Februar 1957 wurden neue Wagons in Betrieb genommen, mit einem Fassungsvermögen von 65 Personen, die eine Innovation in der Seilbahntechnik darstellten.
Im Jahr 1960 musste die Standseilbahn der neuen Normalspannung des Elektrizitätswerks Lugano angepasst werden, was die Abänderung der Maschinerie verlangte: Geschwindigkeitsbegrenzer, Positionsindikator für die Wagen, Neuwicklung des Motors. Die Installation eines Ward Leonard-Umformers mit Gleichstrom erlaubte die Erhöhung der Geschwindigkeit von 2,5 m/s auf die aktuellen 3,5 m/s.
Im Jahr 1965 wurde die Erneuerung der Konzession um weitere 50 Jahre durch den Bund beantragt.
Im Jahr 1973/74 entstand auf dem Gipfel die neue Sendestation PTT/Swisscom.
Während des Winters 1978/79 führte das Personal der Standseilbahn eine Reihe von Erneuerungs- und Verbesserungsarbeiten durch. Das Innere der Wagons wurde vollständig mit synthetischem Material (Schichtstoffplatte) erneuert und die Holzteile wurden neu lackiert. Die Talstation Paradiso wurde im „Chalets“- Stil verschönert.
Im Winter 1982/1983 wurden umfangreiche, auch finanziell aufwendige Arbeiten durchgeführt. Das Personal der Standseilbahn führte Konsolidierungsarbeiten entlang der Strecke durch (Schwellen und Stützmauern), während die Firmen Kündig und Garaventa die Kommandoanlagen und die Steuerung der elektrischen Traktionsanlage durch eine moderne elektronische Anlage ersetzten. Die mechanische Bremssteuerung wurde neu durch eine hydraulische ersetzt.
Ab dem Winter 1984/85 stellte der Verwaltungsrat umfangreiche Mittel zur Verfügung für die Instandstellung des Restaurants. Unter den zahlreichen Arbeiten seien die vollständige Erneuerung der Terrasse/Veranda auf der Südseite erwähnt, mit Blick auf den Damm von Melide. Auch der Wartesaal der Station Paradiso wurde renoviert und ein neues Kassenhäuschen gebaut.
Im Jahr 1990 feierte die Standseilbahn ihren 100. Geburtstag und belegte so den Weitblick der Initianten, die trotz technischer und finanzieller Schwierigkeiten immer an die wirtschaftliche und touristische Bedeutung ihrer Initiative geglaubt hatten.
Eine weitere umfangreiche Investition in der Grössenordnung von 1,5 Mio. Fr. wurde im Jahr 1997 vorgenommen, als die Räumlichkeiten in den oberen Stockwerken des Restaurants in moderne Multifunktionsräume mit modernster Technik umgewandelt wurden. Diese bieten in veränderbaren Räumen Platz für bis zu 100 Personen.
Die Betriebsgesellschaft erbrachte einen weiteren Beweis ihrer Sensibilität und Disponibilität, indem sie im Jahr 1998 die gesamten Einrichtungen für Behinderte zugänglich machte. Um einen erleichterten Zugang zur Talstation, zu den Wagons, zur Terrasse Monte Rosa, zum Gipfel-Restaurant und zu den neuen Kongressräumlichkeiten zu gewährleisten, wurden moderne Vorkehrungen getroffen, welche die bessere Erreichbarkeit für motorisch eingeschränkte Personen garantieren. Auch um die Mobilität von Sehbehinderten zu erleichtern, wurden einige Massnahmen getroffen.
Im Jahr 1999 wurde das touristische und kulturelle Angebot auf dem Berggipfel durch die Umwandlung des ehemaligen Hospizes aus dem 17. Jahrhundert in das heutige Museo San Salvatore erweitert. Im Parterre des Gebäudes werden Zeugnisse kirchlicher Kunst mit Bezug zur Arciconfraternita della Buona Morte e Orazione gezeigt. Im Jahr 2000 wurde eine neue Ausstellungsfläche eingerichtet, die den Felsgesteinen, Mineralien und Fossilien der Region gewidmet ist, Kostbarkeiten, entstanden und verborgen unter der Erde und in Felshöhlen.
Im Jahr 2001 steht die Betriebsgesellschaft vor ihrer grössten Herausforderung: Der Erneuerung der Anlagen und der Wagons, um erneut die Anforderungen des Bundesamtes für Verkehr erfüllen zu können und so die Erneuerung der notwendigen Betriebsbewilligung zu erhalten. Eine in Rekordzeit während der Winterpause 2000/2001 durchgeführte Arbeit. Mit einer umfangreichen Investition von über 3,5 Mio. Fr. war es möglich, im Maschinenhaus neue und stärkere Motoren zu installieren, die beiden Seilbahnen vollständig zu erneuern, die heute über bequeme Panorama-Wagen und die modernsten elektronischen und technologischen Einrichtungen verfügen.
Das von der Direktion der Betriebsgesellschaft für das Gipfelrestaurant verfolgte Qualitätskonzept sieht die Verfügbarkeit von geeigneten Einrichtungen und Räumlichkeiten vor: Grund, weshalb im Jahr 2002 die Einrichtung einer neuen Küche notwendig wurde, die Erweiterung der Räumlichkeit zur Vorbereitung der Speisen, die Erneuerung der Einrichtungen in Backoffice- Bereichen sowie die Modernisierung der Restaurant-Einrichtungen.
Dank dem Willen der „Associazione degli Amici di Delio Ossola“ wurde im September 2002 der erste „städtische“ Klettersteig auf den San Salvatore eröffnet. Die erfahrensten und mutigsten Sportler, angemessen ausgerüstet, haben die Möglichkeit, den Gipfel zu erklettern, indem sie den exklusiven Klettersteig, Typ Dolomiten, benützen, der von Pazzallo aus an den felsigen Abhängen auf der Nord-West-Seite des Berges emporführt.
Um das wunderschöne Panorama, das man vom Gipfel aus geniessen kann, zum unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, wurden im Jahr 2003 an verschiedenen Aussichtspunkten Verbesserungen vorgenommen. Es wurden umfangreiche Putz-, Unterhalts- und Umgebungsarbeiten sowie Sicherheits- und Schutzmassnahmen durchgeführt. Entsprechend einem chromatischen Programm wurden entlang des Wegs, der sich den Berg hinaufschlängelt, sieben farbige Sitzbänke installiert, zusammen mit Informationstafeln, was das Aufwertungskonzept für den Gipfel und die umliegende Region vervollständigte.
Im Jahr 2005 wurde das Museo San Salvatore um eine weitere Ausstellungsfläche bereichert, die der Höhlenkunde der Region gewidmet ist. Eine Ausstellung, die es erlaubt, eine eigentliche Reise in die magische und beeindruckende Welt der im Tessin und auf dem Monte Salvatore vorhandenen Grotten zu unternehmen, die von der Entwicklung der Natur über Jahrtausende hinweg zeugen.
Im Jahr 2008 wurde mit der Erstellung der Ausstellung von Touristik-Plakaten ein permanenter Ausstellungsweg eingerichtet, der sich von der Bergstation entlang dem Aufstieg bis zum Berggipfel erstreckt. Die mit stimmungsvollen Reproduktionen früherer Werbeplakate realisierte Ausstellung folgt der Geschichte der Tourismus-Förderung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2009 wurden die Ausstellungsräume des Museo San Salvatore ergänzt mit der Realisierung einer Ausstellung zur Geschichte des Forschungszentrums für Blitze, das von 1943 bis 1982 auf dem Gipfel bestand. „Auf den Spuren der Blitze“ ist das Thema, das der historischen Bedeutung der Gewitter gewidmet ist, eines Naturphänomens, das den Menschen seit jeher fasziniert.
Am Dienstag, dem 19. April 2011, konnte nach 121 Betriebsjahren der 17 millionste mit der Standseilbahn auf den Gipfel beförderte Fahrgast gefeiert werden.
Mit Unterstützung des Naturforschers und Umwelt-Animateurs Prof. Angelo Vaselcchi entstand 2012 ein leicht zu bewältigender Naturpfad von ca. 2 km (Hin- und Rückweg) auf dem Gipfel, auf dem Sie weitgehend unbekannte Besonderheiten der Natur kennen lernen. Entlang dieses Pfads befinden sich verschiedene nummerierte Info-Tafeln, die unter dem Motto „Folge dem Blatt und entdecke die Wunder der Natur“ interessante Informationen zu den verschiedenen Themen bieten.
Im Juni 2013 wurde die Fotoausstellung “L’abito nella tradizione ticinese” (die Tracht in der Tessiner Tradition) eröffnet. Diese Ausstellung zeigt etwa dreissig herrliche Vergrösserungen (signiert von Aldo Morosoli, mit Beratung von Ebe de Gottardi und Mitarbeit der Kantonalen Trachtenvereinigung Tessin), die in den Räumen des Restaurants Vetta die Formen, Farben und Materialien der Trachten präsentieren, die die Geschichte der Bewohner unserer Region im Flachland und in den Bergen geprägt haben.
Im Jahr 2013 wurde zum 20. Mal der Preis für den besten Schüler der Tessiner Hotel- & Tourismusfachschule in Bellinzona, Fachbereich Tourismus, verliehen. Der Preis ist eine traditionelle Unterstützung junger Fachkräfte im Bereich Tourismus des Kantons Tessin und wird von der Società Funicolare San Salvatore SA seit Eröffnung der Fachschule im Jahr 1993 bis heute verliehen.
Am Sonntag, 29. März 2015 wurde das 125-jährige Betriebsjubiläum der Funicolare Monte San Salvatore gefeiert, die älteste touristische Standseilbahn im Tessin. Dank des Weitblicks geschäftstüchtiger Pioniere hat die Bahn seit ihrer feierlichen Einweihung am 27. März 1890, also seit mehr als einem Jahrhundert, ohne Unterbrechungen über 17,5 Mio. Passagiere mit den roten Panoramawagen zu zahlreichen Veranstaltungen gebracht. Seit 125 Jahren ist die Berg- und Talfahrt auf den “Zuckerhut der Schweiz” mit dieser Bahn ein eindrucksvolles Erlebnis – Jahr für Jahr mit neuen, professionellen Angeboten.
Im Jahr 2015 entstand das spannende Angebot für Schulausflüge “Scuola Natura, Scuola Avventura” (Naturschule, Abenteuerschule). Die Schüler werden auf dem botanischen Lehrpfad von pädagogisch und fachlich erfahrenen Führern begleitet, die es verstehen, die Neugier der Kinder zu wecken, mit Spielen im Grünen für Auflockerung sorgen und die Ortskenntnisse fördern.
Neben den verschiedenen, bereits bestehenden Aussichtspunkten steht den Besuchern ab 2015 der ‘Terrazzino Capodoro’ zur Verfügung, eine exklusive Terrasse in der Nähe des Restaurants Vetta, die einen einmaligen Blick nach Süden freigibt. Diese Terrasse ist ein renovierter Aussichtspunkt, der mit seinen Info-Tafeln mit geografischen Satelliten-Aufnahmen als Treffpunkt und „touristisches Kommunikationszentrum“ für die Besucher dient.
Im Jahr 2015 wurde die “Kuriositätenecke” geschaffen. Diese Ausstellungsfläche bei der Bergstation beherbergt eine exklusive Sammlung von Objekten, Fundstücken, Schriftstücken, Fotografien, Geschenken und verschiedenen Materialien, die im Laufe der Jahre zusammengetragen wurden. Es handelt sich um ein Sammelsurium aus den unterschiedlichsten Gegenständen, die beredtes Zeugnis der historischen Entwicklung des Monte San Salvatore und seiner Standseilbahn ablegen.
Anlässlich des 125-jährigen Betriebsjubiläums im Jahr 2015 wurde in italienischer Sprache das Märchen “Il tesoro del Monte San Salvatore e la misteriosa grotta del Bafalòn” (Der Schatz des Monte San Salvatore und die geheimnisvolle Grotte des Bafalòn) veröffentlicht. Diese Ausgabe geht auf eine Initiative der Funicolare San Salvatore SA zurück und enthält von Paola Rovelli und Cristiano Iannitti redigierte Texte und ist reich illustriert mit Bildern von Simona Meisser. Das ursprüngliche Märchen verfasste der deutsche Schriftsteller Franz Krug von Nidda und stammt aus dem Jahr 1843.
Im März 2016 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) bescheinigt, dass alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der Funicolare San Salvatore die Konzession für die Betriebsgenehmigung für weitere 25 Jahre bis zum 31. Dezember 2040 erteilt wird. Für die nächsten zehn Jahre sind weitere Investitionen in einer Grössenordnung von mehreren Millionen Franken geplant, um erforderliche Massnahmen an der Anlage und anderen Einrichtungen durchzuführen. Diese Massnahmen sind ein unverzichtbarer Baustein, um die Bahn fit für die Zukunft zu machen, und Ausdruck des Anspruchs der Betreibergesellschaft, den Benutzern stets eine makellose Bahn in perfektem technischem Zustand zu bieten.
Am Sonntag, 19. März 2017, wurde im Restaurant Vetta die exklusive Fotoausstellung “Die erquickenden Brunnen des Tessins” eröffnet. Eine farbenfrohe Ausstellung mit herrlichen Fotografien von Aldo Morosoli aus Cagiallo.
Dank der historischen Kompetenz des Autors und der Suche nach Brunnen im gesamten Tessin zeigt diese Dauerausstellung vierzig prachtvolle Vergrösserungen mit viersprachigen Bildlegenden.
Nach der Veröffentlichung im Jahr 2015 des Märchens “Il tesoro del Monte San Salvatore e la misteriosa grotta del Bafalòn” (Der
Schatz des Monte San Salvatore und die geheimnisvolle Grotte des Bafalòn) fand am 29. Juni 2017 die erste Marionetten-Aufführung statt. Sie trägt den Titel “Fulmini e saette e la grotta del Bafalòn” (Blitz und Donner und die Höhle des Bafalòn), wurde von Paola Rovelli und Cristiano Iannitti inszeniert und geschrieben von Dario Tognocchi, der auch Regie geführt hat, und erzählt die legendären Geschichten, die seit Jahrhunderten mit dem Berg verbunden sind.
Am 24. August 2017, nach 127 Jahren ununterbrochenem “Rauf und runter mit den roten Panoramawagen“, wurde das prestigeträchtige Ziel des 18millionsten Passagiers erreicht. Der Monte San Salvatore, historisch eines der bekanntesten und beliebtesten Touristenziele in der Region, hat einen weiteren bedeutenden Meilenstein erreicht, der mit einer fröhlichen Zeremonie gefeiert wurde.
Am 27. September 2017 wurde die fünfte Ausstellung von Touristikplakaten eröffnet. Die Freiluftausstellung auf dem Berggipfel ist der bedeutenden Geschichte der Funicolare San Salvatore gewidmet. Auf rund dreissig Informationstafeln mit Texten in vier Sprachen sowie anhand verschiedener eindrucksvoller alter Werbeplakate befasst sich diese exklusive Ausstellung mit der geschichtlichen Entwicklung einer Vision, mit der es entschlossenen Pionieren gelungen ist, ein ehrgeiziges Projekt zu realisieren: Den Bau der Standseilbahn auf den Monte San Salvatore. Es handelt sich dabei um die älteste noch in Betrieb befindliche touristische Bergbahn des Tessins.
In der 2018-Ausgabe des Grünen Reiseführers von Michelin wird der Monte San Salvatore zum ersten Mal als 3-Sterne***-Reiseziel erwähnt. Diese renommierte Auszeichnung wurde aufgrund von neun Kriterien verliehen, die von einem Expertenteam französischer Herausgeber und Autoren analysiert und bewertet werden. Drei Sterne heisst, dass die Destination auf jeden Fall eine Reise wert ist. Der Grüne Reiseführer gehört zur 1926 gegründeten Reiseführerreihe Michelin und zeigt das Natur- und Kulturerbe einzelner Regionen auf.
Seit langem stellt die Jugendausbildung für die Seilbahngesellschaft San Salvatore einen Eckpfeiler ihrer Betriebspolitik dar. Am 4. Juni 2018 wurden die Resultate des Lehrprojekts „Turismo… dolce turismo…“ vorgestellt. Das Projekt vereint den Tessiner Bäcker-, Konditoren- und Confiseurmeisterverband (SMPPC), die technische Berufsfachschule Trevano (CPT) und die Kunstgewerbeschule (CSIA). Teilnehmer der Initiative waren Lehrlinge des dritten Lehrjahrs sowie die Lehrkräfte der Berufsfachschule. Die Lernenden hatten die Aufgabe, Produkte zu kreieren, die an den „Zuckerberg der Schweiz“ erinnern.
Am Freitag, 27. Juli 2018 bot sich auf dem Gipfel des San Salvatore die einmalige Gelegenheit, der längsten Mondfinsternis des Jahrhunderts beizuwohnen. Anlässlich dieses aussergewöhnlichen Ereignisses hat die Seilbahngesellschaft San Salvatore eine öffentliche Abendveranstaltung organisiert, an der ein Experte der Sternwarte Calina von Carona den Besuchern Rede und Antwort stand. An diesem Abend hatten sich über 800 Personen auf dem Gipfel eingefunden.
Vom 13. bis 23. September 2018 war Lugano die „Stadt des Genusses“. Während elf Tagen stand sie im Zeichen der Gaumenfreude und bot zahlreiche gastronomische Veranstaltungen an. Am Montag, 17. September 2018 war der Gipfel des San Salvatore Schauplatz eines besonderen kulinarischen Ereignisses: Die Seilbahngesellschaft war Partner der „Stadt des Genusses“ und überliess in ihrer Rolle als „Lugano Lover“ dem Starkoch Andrea Levratto die Küche des Restaurants Vetta, wo dieser ein Fischmenü zubereitete, das alle Anwesenden hell begeisterte.
… und die Geschichte geht weiter…
Tel.: +41 91 985 28 28
Fax: +41 91 985 28 29
email: <email-pii>
Erholung und Entspannung nur wenige Schritte von der Hektik der Stadt entfernt.