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James Bond. Die «Sex and the City»-Ladies. The Dude aus «The Big Lebowski». Sie alle haben gemeinsam, dass sie einen Lieblingscocktail haben. Hier kommen 12 der ikonischsten Cocktails der Kinogeschichte!
Weshalb James Bond just jenen Cocktail, der partout niemals geschüttelt werden sollte, andersrum will, wird nie abschliessend erklärt (vielleicht hat «The Thin Man» etwas damit zu tun – siehe unten). Schaut man in den Ian-Fleming-Romanen nach, stellt man fest, dass 007 Whisky ebenso oft wie Cocktails trinkt. Und Gin ebenso wie Wodka. Doch es waren die Filme, die aus einer kleinen Frivolität Bonds ein Zitat für die Ewigkeit machten.
James Bond bekommt gleich zwei Erwähnungen, derart omnipräsent ist sein Drinks-Konsum in den Filmen. Der Vesper Cocktail verdient eine Eigennennung, weil die präzise Anweisung James Bonds bereits im Roman «Casino Royale» aus dem Jahr 1953 vorkommt und im 2006er Film verbatim zitiert wird. «Gosh, that's certainly a drink», so sein Kollege Felix Leiter von der CIA. Im darauffolgenden Kapitel benennt 007 dann seine Kreation: Vesper, nach seiner ersten Begegnung mit der schönen Vesper Lynd (im 2006er Film von Eva Green dargestellt).
Tony Curtis und Jack Lemmon tauchen als Frauen verkleidet in einer Damenkapelle unter, um der Mafia zu entkommen – bereits die Prämisse von «Some Like It Hot» ist legendär. Etliche Szenen sind weltbekannt … so auch die, in der Lemmon und Marilyn Monroe alias Sängerin Sugar in einer Zugs-Schlafkoje sich einen Nachttrunk gönnen: Bald bekommen die anderen Bandmitglieder Wind davon und aus dem Tête-à-Tête wird eine Cocktail-Party: «Hast du noch deine Flasche Vermouth? Wir haben nämlich Bourbon – wir könnten also Manhattans machen! ... Hat jemand Maraschino-Kirschen?»
Oder «Kaukasier», wie Jeff Bridges alias The Dude den Drink im Film gerne auch nennt. Wusste vor dieser genialen Komödie der Coen-Brothers irgendwer, wie der Cocktail geht? Kaum jemand. Danach aber alle.
«That's not my drink», so Emma Stone, nachdem sie ihren Old Fashioned in einem Zug runtergestürzt hat. Besser gleich den zweiten kosten! «Arrrrrhh ... that's not my favourite. Thank you.» Es folgt ein witziger Dialog über Aufriss und Sex und Ryan Goslings perfekten Oberkörper ... aber darum geht es hier nicht, sondern darum, dass innert weniger kurzer Sekunden jedem Zuschauer die fachgerechte Zubereitung des Old Fashioned Cocktails gezeigt wurde: Zuckerwürfel mit Angostura, Orangenschale etc. Irgendwer empfindet da crazy stupid love für diesen Cocktail-Klassiker. Beträchtliche Vorarbeit leistete hier aber die Serie «Mad Men», die den vergessenen Klassiker zurück ins Rampenlicht hievte. Stossen wir darauf an!
Wir hätten hier auch den French 75 – nach einer Artilleriekanone des Ersten Weltkriegs benannt – wählen können, denn der wird auch in Rick’s Café Américain in Casablanca zubereitet. Der andere Drink ist der altehrwürdige Champagne Cocktail:
«Wer will einen Orange Whip?» Dieser Dialog war nicht im Drehbuch, sondern eine Improvisation von Komiker John Candy. Mal ehrlich – wer von euch hat jemals einen Orange Whip getrunken? Niemand? Höchste Zeit also, es auszuprobieren!
Obwohl der Cosmopolitan eine lange Geschichte hat, die bis in die Dreissigerjahre zurückreicht, wurde der Drink erst in den Neunziger- und Nullerjahren wirklich populär. Dies einzig und alleine wegen vier New Yorkerinnen, die ... ach, ihr wisst schon.
Jahre bevor James Bond den Casino-Kellner mit umständlichen Anweisungen nervte, waren es Nick & Nora, die wesentlich leichtfüssigere Drinks-Kultur auf die Filmleinwand brachten. Nick Charles (dargestellt von William Powell) und Ehefrau Nora (Myrna Loy) personifizierten alles, was den Glamour der Jazz-Ära ausmachte: Witz, Cocktails, Tanz – und nebenbei einen Mordfall lösen. Nach ihnen ist der Nick and Nora Cocktail benannt (ein klassischer Martini mit einem Schuss Orange Bitters) und auch das Nick and Nora Glass (ein etwas kleineres, engeres Cocktailglas). Nick Charles ist es auch, der als Erster nach einem geschüttelten Martini verlangt:
Der Bronx Cocktail findet weitere Erwähnung in «The Thin Man», weshalb wir ihn hier präsentieren:
Uff ... welchen Cocktail soll man hier wählen? Was Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und Cliff Booth (Brad Pitt) alles in Tarantinos Liebesbrief an das Hollywood von 1969 trinken! Rick macht sich gleich einen Bierhumpen voll Whiskey Sour, um auf einer Liege im Pool seine Dialogzeilen zu lernen. Cliff gönnt sich Bottomless Bloody Marys im Flug von Rom nach Los Angeles. Und nachdem sich die beiden Kumpel in einem mexikanischen Restaurant mit Margaritas abgeschossen haben, beschliessen sie, zuhause angekommen, mit Frozen Margaritas weiter zu machen – womit die ikonische Szene entsteht, in der DiCaprio, einen übervollen Mixbecher Frozen Margarita in der Hand, den Manson-Hippies bedeutet, sie sollen gefälligst abhauen.
Ein ziemlich starker Cocktail für die zierliche Audrey Hepburn, doch er ist der Go-To-Drink ihrer Filmfigur Holly Golightly im Kultfilm von 1961:
Nur für Mutige. Denn bereits ein Singapore Sling haut einen um – spätestens ab dem zweiten. Doch einen Mezcal Chaser dazu ... also ich wäre unter dem Tisch. Aber ohnehin ist das Drogen- und Alkohol-Regime von «Fear and Loathing ...» nichts, das man nachahmen sollte. Item – hier das Rezept für einen Singapore Sling: