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- Die Rechnung 2017 des Kantons Graubünden schliesst um über 100 Millionen Franken besser ab als budgetiert.
- Gründe dafür sind unter anderem Zahlungen der Schweizerischen Nationalbank und höhere Steuereinnahmen.
- Zudem hat der Kanton für mehr als 60 Millionen Franken Aktien verkauft. Es sind Beteiligungen, die Graubünden an der Ems Chemie hielt.
- Der Kanton hat weniger investiert als erwartet, da sich einige Projekte verzögerten.
Die Bündner Finanzdirektorin Barbara Janom sprach am Mittwoch in Chur von einem «sehr erfreulichen Ergebnis». Zusammenfassend kam es zustande, weil weniger ausgegeben und mehr eingenommen wurde als geplant. Der Aufwand wurde gemessen am Budget um fast drei Prozent unterschritten, der Ertrag fiel um knapp ein Prozent höher aus.
Weiter investierte der Kanton letztes Jahr die Rekordsumme von netto 221 Millionen Franken, welche vollständig aus der eigenen Kasse finanziert wurden. Hohe Investitionen seien angesichts schwieriger Zeiten bewusst vorgenommen worden, sagte die Finanzdirektorin.
Graubünden weist nach der Gewinnverbuchung aus der Rechnung 2017 ein Eigenkapital von 2,4 Milliarden Franken aus. Davon sind 1,6 Milliarden Franken gebunden, etwa in betriebsnotwendiger Infrastruktur oder in Finanzanlagen. Das verfügbare Eigenkapital beläuft sich auf 783 Millionen Franken.
Das gute Ergebnis 2017 stärkt laut Regierungsangaben das Fundament des Staatshaushalts. Für das laufende Jahr prognostizierte die Finanzdirektorin am Mittwoch ein «ausgeglichenes operatives Ergebnis».