Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/1934

Der im Mai 1471 in Nürnberg geborene Albrecht Dürer war ein deutscher Künstler, der aufgrund seiner Werke zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Renaissance gehört.
Sein Vater, der 1455 aus Ungarn nach Nürnberg kam, arbeitete als Goldschmied und zeugte mit seiner Frau, Barbara Holper, innerhalb von 25 Jahren 18 Kinder, von denen allerdings nur drei überlebten.
Eines davon war Albrecht, das dritte Kind der beiden, der am 21. Mai 1471 geboren wurde. In seiner Jugend besuchte Albrecht Dürer die Schule und begleitete seinen Vater zudem oft in dessen Werkstatt, wo dieser ihn zum Goldschmied ausbildete.
Im Alter von 13 Jahren verließ Dürer die Schule und lernte zwischen 1486 und 1490 von dem Maler Michael Wolgemut, der ebenfalls in Nürnberg lebte.
Im Anschluss an diese Zeit begab sich Albrecht Dürer zwischen Ostern 1490 und Pfingsten 1994 auf Wanderschaft entlang des Oberrheins. Zwar sind aus dieser Zeit nur wenige Details bekannt, doch es wird davon ausgegangen, dass Dürer sich zunächst in den Niederlanden oder am Niederrhein aufhielt, bevor er in den Elsass weiterzog.
Im Jahre 1494 ehelichte Albrecht Dürer die Tochter eines Freundes von seinem Vater, Agnes Frey, jedoch blieben die beiden zu Zeiten ihrer Ehe kinderlos.
Nur kurze Zeit nach der Hochzeit machte sich Dürer auf zu seiner ersten Italienreise, in deren Folge eine Serie von Landschaftsaquarellen entstand. Zudem fertigte er auch einige Aquarelle mit Nürnberger Motiven an.
1497 ging Albrecht Dürer den Weg in die berufliche Selbstständigkeit und betrieb um 1503 herum eine Werkstatt in der Nürnberger Altstadt, in welcher er drei Mitarbeiter beschäftigte.
In der Anfangszeit fertigte Dürer vorwiegend Porträts und Selbstporträts an und widmete sich dem Kupferstich sowie dem Zeichnen von Vorlagen für den Holzschnitt. So schuf Albrecht Dürer während dieser Zeit unter anderem „Die Offenbarung des Johannes“, wobei es sich um eine Folge aus 16 Holzschnitten handelt, oder auch Adam und Eva, einen Kupferstich aus dem Jahre 1504.
1505 machte sich Albrecht Dürer dann auf nach Venedig, wo zu dieser Zeit die bedeutendsten Maler der Renaissance, wie Giorgione, Palma il Vecchio oder Tizian, beheimatet waren.
Dürer war jedoch vor allem von den Werken Giovanni Bellinis beeindruckt, den er später in einem Brief sogar als den besten Maler anpries.
Wieder zurück in der Heimat wurde Albrecht Dürer dann 1509 zum Gesandten des Großen Rates in Nürnberg, weshalb man davon ausgehen kann, dass Dürer in der Folge zu großen Teilen an der Planung künstlerischer Projekte in seiner Heimatstadt involviert war.
1510 entstand „ Die kalte Veronika“ bei einem Versuch Dürers, mit einer kalten Nadel auf Kupfer zu ritzen. Im Anschluss daran widmete sich Albrecht Dürer, bis zu seinem Tod 1528, vor allem dem Holzschnitt sowie dem Kupferstich.
Besonders Albrecht Dürer ist es zu verdanken, dass der Holzschnitt bereits zu seinen Lebzeiten als eine eigene Kunstform anerkannt wurde.