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Die Art Camps sind Arbeitsaufenthalte von Studierenden der Staatlichen Kunstakademie von Tbilisi und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in vom Krieg 2008 betroffenen Dörfern und Flüchtlingssiedlungen der Region Shida Kartli in Georgien.
Lang dauernde Spannungen führten in dieser Region an der Südseite des Kaukasusgebirges im Jahr 2008 zu einem Krieg und der de-facto Abtrennung Süd Ossetiens von Georgien.
Viele Menschen ossetischer oder georgischer Herkunft wurden aus ihren Häusern und Dörfern vertrieben. Allein auf der georgischen Seite der gegenwärtigen Administrativgrenze (ABL) leben heute zirka 20’000 Flüchtlinge (IDPs). Ein Teil von ihnen war bei Verwandten und in privaten Häusern untergekommen, vielfach in Tbilisi. Dagegen leben heute zirka 12’000 Menschen in 38 verschiedenen Flüchtlingssiedlungen in der Nähe der Administrativgrenze. Sie bestehen aus 60 bis 2’000 kleinen Fertighäusern, die vom georgischen Staat oder internationalen Spendern errichtet wurden. Eine dieser Siedlungen ist Khurvaleti, der Standort des Art-Camps.
In der gegenwärtigen politischen Situation zeichnet sich (mit der eventuellen Ausnahme der Region um Akhalgori) keine baldige Rückkehrmöglichkeit für die Flüchtlinge ab.
Die Menschen erhalten vom georgischen Staat eine kleine monatliche Unterstützung und leben vom Ertrag der kleinen Gärtengrundstücke um jedes Haus. Ihre Mobilität ist gering und die Arbeitslosigkeit ist höher als die ohnehin schon gravierende Arbeitslosigkeit im ganzen Land.