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Ein französischer Innenarchitekt betritt im Frühling 1991 in Paris einen Laden für Orientteppiche, weil er auf der Suche ist nach einem blauen afghanischen Teppich. Der Verkäufer zieht schliesslich aus einem Stapel in einer Ecke ein Exemplar hervor, man sah nur die blaue Ecke. Die beiden Männer gucken sich das Motiv an und es kommt ihnen bekannt vor: Die berühmte Skyline von New York mit der Brooklyn Bridge im Vordergrund und den Twin Towers des World Trade Centers im Hintergrund. Der Handel ist schnell perfekt.
Dann liegt das schöne Stück in der Wohnung des Innenarchitekten. Und niemand schaut genauer hin. Bis am 11. September 2001 die Flugzeuge in die Türme rasen. Da macht es Klick beim Innenarchitekten. Die berühmten Bilder mit der Rauchsäule aus dem ersten Turm erinnern ihn an die Darstellung auf dem Teppich.
Er beginnt mit der Hilfe von Freunden, Bekannten und Experten einen Versuch, den Teppich zu interpretieren. Und findet immer mehr Indizien, die darauf hinweisen, dass auf diesem Teppich die Idee und die Motive zum Anschlag von 2001 dargestellt sind. 1991 war für den dschihadistischen Kampf ein Schlüsseljahr.
Die Geschichte klingt fantastisch, und im Umfeld von 9/11 herrscht ja auch kein Mangel an allerlei Verschwörungstheorien. Aber die Tradition, Botschaften auf Teppichen bildlich darzustellen und verschlüsselte Hinweise hineinzukomponieren, existiert und wird in Afghanistan bis heute gepflegt. Die Geschichte der Recherche erzählt Jean-Charles Wall zwar etwas aufwendig, aber durchaus nachvollziehbar.
Jean-Charles Wall: Die Prophezeiung des afghanischen Teppichs. dtv München 2014. 224 S., Fr. 29.90.
Was eine neue Studie aus Deutschland zeigt, ist durchaus beunruhigend. Die Forschenden aus Augsburg untersuchten die Gehirnleistung von 372 Personen, die sich vor durchschnittlich neun Monaten mit Corona infiziert hatten und die deswegen nicht ins Spital mussten. In verschiedenen kognitiven Tests zeigte sich: 41 Prozent waren von milden Gedächtnisproblemen betroffen (6 Prozent von deutlichen) und 12 Prozent von milden Sprachflussstörungen (5 Prozent von schweren).