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Ehrenamtliche, Dienstpflichtige, Berufspersonal
Die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes decken ihren Personalbedarf auf unterschiedliche Weise: Während einige Partnerorganisationen - etwa die Polizei oder die technischen Betriebe - (fast) ausschliesslich über Berufspersonal verfügen, basieren andere in erster Linie auf Dienstpflichten (v.a. Zivilschutz, ebenfalls Feuerwehr), die auch freiwillig übernommen werden können. Für das Gesundheitswesen stehen neben dem Berufspersonal eine Vielzahl von Ehrenamtlichen (z. B. Samariter) im Einsatz, umgekehrt gibt es in der Schweiz mehrere Berufsfeuerwehren. Der Einsatz des Berufspersonals aller Partnerorganisationen erfolgt auf der Grundlage arbeitsrechtlicher Bestimmungen.
Feuerwehr und Zivilschutz: Dienstpflichtsystem
Der Zivilschutz basiert auf der nationalen Schutzdienstpflicht. Wichtig: die nationale Dienstpflicht wird entweder in der Armee (Militärdienstpflicht) oder im Zivilschutz (Schutzdienstpflicht), im Ausnahmefall im Zivildienst (Zivildienstpflicht) geleistet. Auf kantonaler Ebene bestehen die Feuerwehrdienstpflicht sowie andere kantonale Dienstpflichten. Das Leitbild Bevölkerungsschutz, das vom Eidg. Parlament im Oktober 2002 zustimmend zur Kenntnis genommen wurde, bezeichnet ein umfassendes Dienstpflichtsystem als Pendenz.
Feuerwehr und Zivilschutz: Bestände
Der vorgesehene Personalbestand des Zivilschutzes für die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen beträgt gesamtschweizerisch rund 105'000 Personen. Hinzu kommen rund 15'000 Schutzdienstpflichtige, welche aber zugunsten der anderen Partnerorganisationen vorzeitig aus der Schutzdienstpflicht entlassen werden. Der vorgesehene Personalbestand der Feuerwehr beträgt gesamtschweizerisch rund 110'000 Personen.
Gleichstellung
Frauen und Männer haben im Bevölkerungsschutz grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten. Frauen können sämtliche Funktionen ausüben. Die Mehrheit der Kantone hat die Feuerwehrdienstpflicht für Frauen eingeführt. Im Zivilschutz können Frauen die Schutzdienstpflicht freiwillig übernehmen.