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Marcel Mertz hat verdankenswerter Weise einen interessanten Impulstext geschrieben, der sich mit einer Kernfrage des Blogs beschäftigt: Wie können wir trotz unterschiedlicher Standpunkte auf einer moralisch sinnvollen Ebene miteinander diskutieren? Der Text von Marcel Mertz ist sehr anspruchsvoll, aber das Experiment lohnt sich sicher, seinen Gedanken zu folgen und seine Diskursideen zu diskutieren.
Von Marcel Mertz
Können moralische Differenzen durch ein vernünftiges Diskursverfahren in einem Konsens aufgelöst werden, sodass am Ende alle Beteiligten sowie alle möglicherweise Betroffenen einer moralischen Norm zustimmen können? Der folgende Impulstext möchte die sog. «Diskursethik» als eine Ethik des «postmetaphysischen Zeitalters» – ein Zeitalter, in welchem eine Berufung auf metaphysische Instanzen (z.B. Gott) gesamtgesellschaftlich nicht mehr möglich ist – ohne Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich dieser Frage untersuchen.
Diskursethik als Verfahrensethik im postmetaphysischen Zeitalter
Die zentralen Anliegen und Grundannahmen der Diskursethik
Die Diskursethik wurde ursprünglich von Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas formuliert [Apel 1976, 1988; Habermas 1983, 1991]. (Auf die Unterschiede zwischen Apel und Habermas wird im Folgenden nicht eingegangen). Dabei ist die Bezeichnung «Diskursethik» so zu verstehen, dass diese Ethik einerseits ihr Moralprinzip (siehe unten) auf der «immer schon» vorhandenen Diskurspraxis gründet, andererseits eine diskursive Praxis für die Rechtfertigung konkret-inhaltlicher, sog. «materialer» moralischer Normen für notwendig erachtet wird. Mit «Diskurs» ist dabei eine zwanglose, unbegrenzte (offene) rationale Argumentation zwischen mehreren Personen gemeint. Diese setzt eine sog. «kommunikative Vernunft» voraus, durch die in kooperativer Weise über Zwecke und Ziele reflektiert wird (z.B. im Sinne einer «gemeinsamen Wahrheitssuche»); Vernunft darf sich nicht auf sog. «strategische Vernunft» beschränken, die der Maximierung und Durchsetzung der eigenen Interessen oder der Beurteilung von Mittel-Zweck-Beziehungen dient.
Die Diskursethik kann als Antwort auf das Problem der Formulierung einer Ethik in modernen «postmetaphysischen», pluralistischen Gesellschaften verstanden werden, in denen keine Berufung auf metaphysische Instanzen mehr gesamtgesellschaftlich möglich ist [Apel 1976] – also bspw. keine religiös fundierte Ethik mehr als verbindlich für alle Mitglieder der Gesellschaft betrachtet werden kann. Anstatt angesichts des «postmodernistischen Pluralismus» die Möglichkeit einer rational begründeten Ethik aufzugeben und relativistische Konsequenzen zu ziehen («Es gibt nicht wirklich ein moralisch Richtig und Falsch»), beansprucht die Diskursethik, eine Ethik wie z.B. die Kantianische Ethik oder der Utilitarismus zu sein. Entsprechend geht sie davon aus, dass moralische Richtigkeit und Falschheit rational bestimmt werden kann.
Ein Unterschied zu den genannten anderen Ethiken ist jedoch, dass die Diskursethik keine «materiale Ethik» darstellt, d.h. keine Ethik, die selber materiale moralische Normen formuliert. Sie verwirft die Auffassung, dass materiale Normen philosophisch oder theologisch begründet werden können. Doch wie werden dann das Moralprinzip und etwaige materiale Normen begründet?
Das diskursethische Moralprinzip
Das diskursethische Moralprinzip lässt sich z.B. wie folgt formulieren: Handle nur nach derjenigen Norm, der alle Vernunftwesen und alle von der Norm möglicherweise Betroffenen in einem unbegrenzten (offenen), zwanglosen argumentativen Diskurs zustimmen könnten.
Von der Diskursethik wird zur Begründung dieses Moralprinzips nur das vorausgesetzt, was in der Praxis von moralischen Diskursen «immer schon» vorhanden sein muss, wie bspw. die Existenz rationaler Akteure, die sich Ziele und Zwecke setzen, die Existenz einer Sprache u.Ä. Sie muss daher weder übernatürliche noch allzu weitgehende natürliche (z.B. evolutionstheoretische) Annahmen treffen, die über die Phänomene und die Praxis unserer Lebenswelt hinausreichen. Die Diskursethik versucht dabei nachzuweisen, dass jeder, der in einen moralischen Diskurs eintritt, «immer schon» bestimmte Voraussetzungen implizit akzeptiert hat bzw. akzeptieren muss, um überhaupt am Diskurs teilnehmen zu können. Dabei handelt es sich um Regeln wie «Kein Sprecher darf sich widersprechen bzw. anerkennt, dass bewusste Selbstwidersprüchlichkeit zu vermeiden ist», «Jede sprach- und handlungsfähige Person darf am Diskurs teilnehmen» oder «Kein Sprecher darf durch innerhalb oder ausserhalb des Diskurses herrschenden Zwang daran gehindert werden, am Diskurs teilzunehmen» [nach Habermas 1983, S. 97ff]. (Deshalb erfolgt die Begründung des Moralprinzips transzendental, was bei Habermas und Apel bedeutet, dass eine Voraussetzung nachgewiesen wird, deren Bestreitung in einen Widerspruch zwischen dem führt, was explizit behauptet wird und dem, was getan werden muss, um diese Behauptung überhaupt äussern zu können; ein sog. «performativer Selbstwiderspruch» [u.a. Apel 1988, S. 354f; Habermas 1983, S. 90f]).
Der praktische Diskurs
Aus dem diskursethischen Moralprinzip können aber keine konkreten Normen abgeleitet werden. Das diskursethische Moralprinzip gibt nur an, wie Normen geprüft werden müssen, d.h. wann sie als gültig anerkannt werden können: dann, wenn sie diesem Moralprinzip entsprechen. Nach Habermas können moralische Verpflichtungen nicht direkt durch das diskursethische Begründungsprogramm begründet werden, sondern nur durch den praktischen Diskurs, d.h. den tatsächlich durchgeführten Diskurs über eine materiale Norm.
Damit bietet die Diskursethik ein Verfahren an, Normen zu prüfen. Wird die Norm – oder eine durch den Verlauf des Diskurses modifizierte Norm – von allen Beteiligten und (potentiell) Betroffenen innerhalb des Diskurses als gültig beurteilt, hat die Norm der Prüfung widerstanden und ist ethisch gerechtfertigt. Da die Diskursethik selber keine materialen Normen liefert, müssen die materialen Normen «von aussen» in den Diskurs eingebracht werden, d.h. aus der Lebenswelt der Diskursteilnehmenden, aus anderen ethischen Theorien, aus politischen Ideologien, oder aber auch aus Religionen.
Jedoch schränkt die Diskursethik ein, welche Normen Gegenstand des Diskurses werden können – nämlich nur jene, die verallgemeinerbar sind. Generell sind Normen, die (nur) partikuläre Bedürfnisse und Interessen befriedigen sollen, von Vorneherein nicht konsensfähig und daher auch nicht möglicher Gegenstand eines Diskurses. (Solche Normen sind allenfalls kompromissfähig; jedoch sind nicht Kompromisse das Ziel von Diskursen, sondern Konsense).
(Für ausführlichere Informationen zur Diskursethik, insbesondere zur Begründungsthematik, siehe bspw. http://micha-h-werner.de/diskursethik.htm).
Möglichkeiten des Diskurses
Eine Akzeptanz des Pluralismus
Oben wurde bereits angedeutet, wie moralische Differenzen durch einen Diskurs (idealerweise) beigelegt werden könnten: Man argumentiert so lange mit allen Beteiligten und (potentiell) Betroffenen über eine eingebrachte Norm, bis diese entweder verworfen wird, oder aber alle dieser oder einer veränderten Norm zustimmen können. Da sowohl die Beteiligten wie auch die Betroffenen völlig unterschiedliche weltanschauliche Hintergründe aufweisen, und auch die zu prüfenden Normen aus unterschiedlichen Weltanschauungen stammen, kann die Diskursethik den gesellschaftlichen Pluralismus nicht nur akzeptieren, sondern produktiv mit ihm umgehen: Der Diskurs kann sicherstellen, dass Interessen von Beteiligten und Betroffenen nicht übersehen werden (wie es geschehen könnte, wenn eine gesellschaftliche Elite o.Ä. Normen bestimmen würde), und er verhindert eine zu enge Auswahl an Normen. Denn jede Norm, sei sie noch so fremd oder noch so vertraut, ist für die Prüfung im Diskurs zugelassen; keine Norm, und schon gar nicht ein Vertreter einer Norm, darf von Vorneherein vom Diskurs ausgeschlossen werden, gleichgültig, ob er einer säkularen oder religiösen Moral folgt.
Eine Absage an den Paternalismus
Damit geht auch eine Absage an einen Paternalismus einher, also einer Auffassung, dass es eine Ethik auch ungeachtet der Zustimmung Beteiligter und Betroffener «besser weiss». Die meisten Ethiken (theologische wie aber auch philosophische) sind oft zwangsläufig paternalistisch orientiert, da sie eine moralische Norm als richtig ausweisen können, selbst wenn Betroffene dies aus guten Gründen anders sehen mögen. Im Extremfall lassen es solche Ethiken zu, dass eine kleine Minderheit als «ethische Experten» bestimmen kann, was für die Mehrheit bzw. gesamtgesellschaftlich als moralisch zu betrachten ist. Diese mögliche Folge mag bei theologischen Ethiken resp. religiöser Moral wenig überraschen; es ist aber darauf hinzuweisen, dass dies für philosophische und damit säkulare materiale Ethiken gleichermassen zutreffen kann.
Eine Verantwortungsethik
Durch die Akzeptanz des Pluralismus und durch die Ablehnung von Paternalismus wird jedweder Dogmatismus abgelehnt, der Diskurs ergebnisoffen gelassen und eine prinzipielle Irrtumsmöglichkeit eingeräumt. Auch können Normen aufgrund veränderter sozialer und historischer Situationen und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nochmals geprüft werden; es gibt keine in Stein gemeisselte Ethik resp. Moral. Dadurch wird die Diskursethik zu einer Verantwortungsethik, die gegenüber veränderten Situationen und Folgen von einmal als gültig anerkannten Normen nicht «blind» ist.
Grenzen des Diskurses
Die Nicht-Idealität realer Diskurse
Ein naheliegender Einwand gegen die Diskursethik ist die Nicht-Idealität realer Diskurse. In realen Diskursen ist es unmöglich, zu bestimmen, worauf sich alle Vernunftwesen in einem argumentativ geführten Diskurs einigen würden. Unsere realen Diskurse entsprechen zudem niemals vollständig den Idealbedingungen der Diskursethik – sie sind stets durch Wissens- und Machtungleichheiten, von Emotionalitäten und vom Gebrauch strategischer Vernunft verzerrt. Reale Diskurse drohen stets in Kompromissen oder blossen faktischen Mehrheitsmeinungen zu enden.
Die Diskursethik ist mit dem Problem sowohl uninformierter als auch aus z.B. emotionalen Gründen nicht-diskurswilliger Diskursteilnehmer konfrontiert. Sie muss also voraussetzen, dass alle Diskursteilnehmer ausreichend informiert sind über das, was im Diskurs behandelt wird. Und sie muss ferner voraussetzen, dass alle Diskursteilnehmer letztlich eine Art philosophische oder wissenschaftliche Haltung einnehmen können, die mit einer «methodischen Vorurteilsfreiheit» einhergeht, sodass selbst provokative Normen (wie bspw. jene, in bestimmten Fällen eine Person zu töten um fünf andere zu retten) argumentativ und fair geprüft werden können.
Das Inklusionsproblem
Die Diskursethik handelt sich mit ihrem Moralprinzip ein sog. Inklusionsproblem ein: Kleinkinder, geistig Behinderte, evtl. bereits demente Personen, Tiere und ggbfs. «die Natur» als Ganzes können an einem Diskurs offenkundig nicht teilnehmen. Sie können nur «indirekt» durch die Moral geschützt werden, stellvertretend durch Vernunftwesen, die diskursfähig sind.
Dieses Inklusionsproblem fällt umso problematischer für die Diskursethik aus, als dass es direkt aus ihren Grundannahmen folgt: Was Diskurse prüfen können, sind Normen, nicht aber die grundlegende Bestimmung, wer alles in den Schutzbereich der Moral fällt. Zwar wird es die Diskursethik zweifellos erlauben, dass Normen als gültig anerkannt werden, die Kleinkinder, Tiere oder andere diskursunfähige Wesen schützen. Diejenigen, die darüber entscheiden, werden aber immer nur die diskursfähigen Wesen (Menschen) sein, was für manche Personen, v.a. solchen mit einem religiösen Hintergrund, möglicherweise moralisch zu wenig ist.
Der Verlust der Handlungsmotivation
Eine Vernunftmoral wie die Diskursethik ermöglicht rationale Einsicht. Aber rationale Einsicht ist nicht dasselbe wie die Motivation, in einer bestimmten Weise zu handeln. Die Orientierung an einer Vernunftmoral geht mit der Loslösung von einer bestimmten Lebenswelt – wie bspw. das Leben in einer religiösen Gemeinschaft oder das Wirken in einer politischen Partei – einher, aus der wir Motivation für unser Handeln schöpfen [vgl. HABERMAS 1983, S. 119]. Während eine Vernunftmoral aus ethischer Sicht notwendig ist, um nicht Partikularinteressen zu befördern, scheinen also die Quellen der Handlungsmotivation zwangsläufig ausserhalb der Diskursethik liegen zu müssen. Deshalb ist sie auf Gemeinschafts- bzw. Gesellschaftsformen angewiesen, die ausreichend «rationalisiert» sind, um aus rationaler Einsicht auch Motivation schöpfen zu können. Doch welche Gesellschaftsformen sind in dieser Hinsicht «rationalisiert» genug? Und kann – oder soll – eine Gesellschaftsform überhaupt derart «rationalisiert» sein?
Fazit & Ausblick
Diskursethik setzt wenig an inhaltlichen Überzeugungen voraus. Die allermeisten, die an Diskursen teilnehmen, sollten das, was die Diskursethik inhaltlich voraussetzt, mittragen können, ungeachtet dessen, ob sie eine religiöse oder eine säkulare Weltanschauung vertreten. Diskursethik baut auf die Kraft des «besseren Argumentes» und schliesst niemanden aus, an der Gestaltung moralischer Normen teilzunehmen. Dies kommt einer pluralistischen Gesellschaft klar entgegen.
Jedoch werden an die Diskursteilnehmer erhebliche Anforderungen gestellt, die unrealistisch, d.h. in realen Diskursen nicht einholbar sind. Das bestreiten Diskursethiker nicht. Das Ziel müsse aber sein, reale Diskurse so nahe wie möglich an das Ideal heranzubringen, wobei das Ideal zugleich als «Massstab» diene, um zu bewerten, wie gültig allfällige Normen sein können. Die Beschränkungen realer Diskurse seien durch institutionelle Vorkehrungen (z.B. geeignete Orte von solchen Diskursen wie ein Feuilleton, aber auch Bürgerforen, Konsenskonferenzen usw.), wirksame Konventionen (z.B. Prozessabläufe, Verhaltensregeln) und letztlich Bildung einer Öffentlichkeit, die informiert, engagiert und mit der richtigen Haltung an Diskursen teilnimmt, abzuschwächen. Auch sei jede Argumentation «virtuell intersubjektiv»: Selbst wenn es im realen Diskurs unmöglich sei, zu wissen, worauf sich alle Vernunftwesen einigen würden, seien wir in der Lage, unsere Egozentrik argumentativ zu überschreiten und dadurch zu antizipieren, was andere Vernunftwesen unseren Argumenten entgegenhalten könnten. Die Argumente, die wir dann vorbrächten, seien darauf ausgerichtet, im Prinzip für jedes Vernunftwesen nachvollziehbar und kritisierbar zu sein.
Dennoch scheint nicht klar, wie kontrastierende Meinungen aufgrund von gegensätzlichen Weltanschauungen diskursiv aufgelöst werden können. Wer bei der Frage des Schwangerschaftsabbruchs tief überzeugt ist, dass das Leben im theologischen Sinne heilig ist und es mit der Befruchtung beginnt, wird selbst dann, wenn er noch so diskurswillig ist, einer Norm wie jener, die «Free-Choice»-Vertreter befürworten, nie zustimmen können – und umgekehrt; denn dazu scheinen sich die moralischen Interessen der Beteiligten zu sehr gegenseitig auszuschliessen. Was Weltanschauungen betrifft, die von Vorneherein nicht bereit sind, an Diskursen teilzunehmen, weil sie glauben, sich absolut im Recht zu befinden (z.B. verschiedene fundamentalistische Ausprägungen von Religionen, manche Öko- und Tierrechtsbewegungen, manche Parteien usw.), ganz zu schweigen.
Doch: Was sind die Alternativen? Zu glauben, man könne alle Menschen von der eigenen weltanschaulichen Position – sei diese religiös oder säkular orientiert – argumentativ überzeugen, scheint eher naiv. Das einzige Mittel, dafür zu sorgen, dass alle dasselbe glauben, dürfte die Aufgabe von Freiheit, Pluralität und Demokratie sein, mit anderen Worten: Der Einsatz von Zwang, Gewalt und Indoktrination. Letzteres mag für weltanschauliche Positionen, die davon ausgehen, dass sie absolut im Recht sind und sich nicht irren können, zuweilen als zulässiges Mittel betrachtet werden, da Werte wie «Freiheit», «Pluralität» und «Demokratie» für sie evtl. keine Werte sind, die zu beachten wären. Für alle aber, die diese und ähnliche Werte vertreten, kann die Diskursethik trotz aller Grenzen realer Diskurse eine echte Alternative in einer pluralistischen Gesellschaft darstellen – denn sich auf bestimmte Normen zu einigen mag eher möglich sein als auf ganze Weltanschauungen.
Literatur
Apel KO (1976) Transformation der Philosophie. Band 2: Das Apriori der Kommunikationsgesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt a.M.
Apel KO (1988) Diskurs und Verantwortung. Suhrkamp, Frankfurt a.M.
Habermas J (1983) Moralbewusstsein und kommunikatives Handeln. Suhrkamp, Frankfurt a.M.
Habermas J (1991) Erläuterungen zur Diskursethik. Suhrkamp, Frankfurt a.M.