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Deutlich besser als 2015 dürfte dabei der Durchschnittsertragausfallen, der auf rund 83 t/ha geschätzt wird. Im vergangenen Jahr waren im Mittel nur 63 t Zuckerrüben pro Hektar gerodet worden. Der fünfjährige Durchschnitt liegt bei 70 t/ha.
Der hohe diesjährige Ertrag ist nach Verbandsangaben vor allem auf gute Witterungsverhältnisse, eine ausreichende Wasserversorgung durch regelmässige Niederschläge und das Ausbleiben extremer Hitzeperioden zurückzuführen. Der Präsident der Interessenvertretung, Ernst Karpfinger, geht davon aus, dass einige EU-Länder angesichts des bevorstehenden Endes der Zuckerquoten im Jahr 2017 versuchen werden, die Produktion auszuweiten und die Märkte zu besetzen.
Dabei werde der Konkurrenzkampf mit teilweise ruinösen Dumpingpreisen geführt. Hier werde zum Schaden der europäischen Wirtschaft und vor allem der Bauern weit über das Ziel hinausgeschossen, kritisierte Karpfinger. Nach Ansicht des Verbandspräsidenten sollte sich der europäische Zuckerpreis bei wirtschaftlich sinnvollem Vorgehen am Weltmarktpreis zuzüglich der Zölle und Frachten nach Europa orientieren. Tatsächlich liege er jedoch derzeit weit darunter.
Diese Form des aggressiven Wettbewerbs sei bereits in vielen Wirtschaftsbereichen gescheitert und werde auch in der Zuckerbranche nicht zum Erfolg führen, sondern in allen Produktionsstufen - und so auch in der Landwirtschaft - Schaden anrichten.