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Normung ist ein Instrument zur Selbstverwaltung von Beteiligten und ermöglicht dadurch eine Deregulierung zu starrer Gesetzgebung durch legislative Behörden. Norme werden von Organisationen verfasst, die dem Privatrecht unterstehen und nicht zum Erlassen von Gesetzen befugt sind. Norme besitzen deshalb generell keine verbindliche Rechtskraft und sind nicht als Gesetze anzusehen. In der Schweiz ist die anerkannte nationale Normenorganisation die SNV, seit 1996 durch eine Verordnung zur Festlegung von Normen legitimiert.
Rechtssicherheit durch Normen
Die Anwendung von Normen ist zwar grundsätzlich freiwillig, trotzdem sind sie dann einzuhalten, sobald sie Inhalt von Verträgen werden oder der Gesetzgeber es verlangt. Der simpelste Fall: Gesetze und Verordnungen verweisen auf Normen. Das Gesetz überträgt so seinen rechtlich bindenden Charakter auf die entsprechende Norm. Auch der individuelle Fall ist möglich: wird in Verträgen das Einhalten oder die Anwendung bestimmter Normen vereinbart, werden diese ebenfalls rechtsverbindlich, wie das für viele Schweizer Zulieferfirmen beim Export in EU Staaten der Fall ist.
Daneben helfen Normen im Fall einer möglichen Haftung: Wer Normen – als anerkannte Regeln der Technik – anwendet, kann ein ordnungsgemäßes Verhalten einfacher nachweisen.