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Wechseljahrbeschwerden
Die chinesische Medizin beschrieb schon im Altertum die Symptome, die Frauen häufig während der hormonellen Umstellung in der menopausalen Phase haben. Auch wenn es damals noch kein Wissen um die Hormone gab, fand man sehr wirksame Methoden, diese Symptome zu behandeln.
Es wurden die Symptome genau nach den Phänomenen von Yin und Yang beschrieben. So konnten die damaligen Meister der chinesischen Medizin Kräuterrezepturen und Kombinationen von Akupunkturpunkten erstellen.
Jede Frau reagiert in der Phase der hormonellen Umstellung mit etwas anderen Zeichen, und die Ursache für die Symptome haben auch jeweils eine andere Basis. So sind dementsprechend auch die Rezepturen für jede Frau unterschiedlich und entsprechen genau dem sich individuell zeigenden Muster.
Wechseljahrbeschwerden Ätiologie und Pathologie in der TCM
Wechseljahrbeschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen haben, fast immer ist aber die Nierenenergie betroffen. Der Funktionskreis Niere gewährleistet die Reproduktionsfähigkeit des Menschen, also auch die Gebärfähigkeit, die im Klimakterium verloren geht. Nach Sichtweise der chinesischen Medizin findet in Übereinstimmung mit dem 7-Jahreszyklus der Frau im 49.Lebensjahr ein sprunghaftes Nachlassen der Nieren-Energie (insbesondere auf der Yin-Seite), des Chong-Mai (Meridian, der die Gebärmutter und die Menstruation beeinflusst) und des Ren-Mai (Haupt-Yin-Meridian, der die Menstruation und die Fruchtbarkeit beeinflusst) statt. Damit kommt es zur allgemeinen Abnahme des Yin, sowohl in Nieren als auch in der Leber und im Herzen.
Etwas seltener zeigen sich Symptome wie stagnierendes kaltes Blut, Stagnation des Qi in einem Funktionskreis, zu viel Feuchtigkeit und ein zu schwaches Yang bez. Hitze und Trockenheit im Yang ming. Wir sehen, dass es nach der chinesischen Medizin für das Menopausensyndrom ganz unterschiedliche Ursachen gibt.
Wie schon erwähnt, ist es für eine erfolgreiche Behandlung unerlässlich, eine Differenzialdiagnose entsprechend den TCM Leitlinien zu erheben, worauf sich das anschließende Behandlungskonzept bezieht. Nebst traditionellen Therapieansätzen eignen sich bei Wechseljahrbeschwerden auch die Anwendung von Vitalpilzen.
Musteridentifizierung
- Yin-Mangel in Niere, Herz, Leber und Milz
- Aufsteigendes Leber-Yang durch Yin-Mangel
- Ying-Mangel
- Blut-Mangel
- Yang-Mangel
- Qi-Stagnation
- Feuchtigkeit
Wechseljahrbeschwerden und die Behandlung mit Vitalpilzen
Wechseljahrbeschwerden zeigen sind in erster Linie als typische Symptome eines natürlichen Nachlassens von Vitalsubstanzen. Ob und wann genau Beschwerden beginnen, wie stark und wie lange diese bestehen, hängt von der Konstitution der Frau und ihren Lebensgewohnheiten ab. Bei den variablen Faktoren lässt sich feststellen, dass ein konsumierender, durch Belastung und Anspruch geführter Lebensstil, schneller und stärker Vitalsubstanzen abbaut. Dazu kommt, dass Ernährungsgewohnheiten, die über wenig Qi und Yin haltige Substanzen verfügen die natürlichen Reserven der Frau ungenügend ergänzen. Dies zeigt sich dann im Klimakterium als menopausale Symptome.
Vitalpilze enthalten viele Qi und Yin haltige Substanzen, die bei regelmäßiger Einnahme und deren guter Bioverfügbarkeit dem Organismus zur Verfügung stehen. Die ernährungsphysiologische Zusammensetzung vieler Speisepilze ist daher optimal geeignet, um Qi und Yin Defizite vorzubeugen und oder zu behandeln.
Auch die regulatorischen Eigenschaften der Vitalpilze sind erwähnenswert. Durch ihre fein modulatorischen Eigenschaften balancieren Vitalpilze Disbalancen der weiblichen Energetik aus und harmonisieren Körper und Geist. Gefürchtete Nebenwirkungen, wie sie z.B. durch Hormonersatztherapie häufig sind, entfallen ganz. Im Gegenteil, anstelle von Nebenwirkungen entfalten Vitalpilze ihren ganzheitlichen Effekt auf alle Energieebenen aus. Die Frau fühlt sich auch in Bezug auf andere Befindlichkeitsstörungen deutlich besser. Daher spricht man von einer umfassenden und wertvollen Gesundheitspflege mit breiter und tiefer Wirkung.
Wechseljahrbeschwerden und besonders empfehlenswerte Vitalpilze (nicht abschließend):
Reishi: Der Reishi hat einen sehr starken Bezug zu vielen altersbedingten Störungen. Ganz allgemein wirkt der Reishi revitalisierend und regulierend, was sich positiv auf die Zhang/Fu Organe und Funktionen auswirkt. Insbesondere seine gute Wirkung bei Wechseljahrbeschwerden werden häufig in der TCM beschrieben.
Cordyceps: Hat sicherlich den stärksten Bezug zur Nierenenergie und sollte in der Behandlung von Wechseljahrbeschwerden nicht fehlen. Gleicht Qi, Yin, und Jing der Niere aus, hier als Pulver oder Pulver-Extrakt Mischung.
Hericium: Hat einen starken Bezug zu Shen und hilft bei psychischen Verstimmungen. Da der Pilz Yin Substanzen auffüllen kann, hilft er auch bei trockenen Schleimhäuten.
Coriolus: Auch der Coriolus wirkt sehr gut ausgleichend im Klimakterium. Er ist harmonisierend, tonisiert Mi-Qi und Ma-Qi, das Yin der Ni und wirkt Hitze entgegen.
Fallbeispiel aus der Praxis
Eine Patientin litt seit 6 Monaten unter vermehrten Wechseljahrbeschwerden. Mehrmals wachte sie in der Nacht schweißgebadet auf. Eine Hitzewallung nach der anderen stiegen auf und raubten den Schlaf. Auch tagsüber verspürte sie zwei bis drei Wallungen, die sehr unangenehm waren. Allmählich machten sich auch psychische Beschwerden bemerkbar. Sie war häufig gereizt und bezeichnete sich als „dünnhäutig“.
Die mykotherapeutische Behandlung bestand aus täglich 1.2 Gramm Reishi und 1.2 Gramm Hericium. Diese Kombination vermochte die Beschwerden innert 4 Wochen deutlich zu verringern. Die Hitzewallungen nahmen ab, so dass sie in der Nacht wieder besser schlafen konnte. Der Hericium half auch in Bezug auf die Stimmungslage und regulierte zu deutlich mehr Lebensfreude.
Diese Kombination wird die Patientin nun solange einnehmen, bis die körpereigenen Energien sich ausgeglichen haben. Je nach dem kann dies noch einige Monate bis zu ein, zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen.