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Filmkritik: Fiebertraum in Jekaterinburg74e Festival de Cannes 2021
Der Automechaniker und Comicbuchzeichner Petrov (Semyon Serzin) leidet an einer Grippe. Während er im vollgestopften Bus durch die dunklen Strassen Yekaterinburgs fährt, hustet er wie wild durch die Gegend und beunruhigt damit seine Sitznachbarn. An einer Haltestelle wird er von einem Polizeikommandanten aus dem Bus beordert. Draussen wird ihm ein Maschinengewehr in die Hand gedrückt, und zusammen mit einer Gruppe von Polizisten erhält er den Befehl, eine elegant gekleidete Gruppe, womöglich Staatsabgeordnete, zu exekutieren.
Kaum zurück im Bus angelangt und weitergefahren, wird Petrov erneut rausgeholt. Diesmal ist es ein alter Freund, der ihn mit einem Bestattungsauto abholt, um gemeinsam feiern zu gehen. Und so ereignisreich wie Petrovs Nacht begonnen hat, geht sie weiter, während er in seinem fiebrigen Zustand zu verstehen versucht, was Realität und was Halluzination darstellt. Seine Ehefrau (Chulpan Khamatova) befindet sich in einer ähnlichen Verfassung und hat ebenso eigenartige Erlebnisse bei der Arbeit in der Bibliothek. Und Petrovs ebenfalls erkrankter Sohn will unbedingt an die Party in der Nachbarschaft, an der Schneewittchen den Kindern eine schöne Zeit beschert.