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Volvo entwickelt kabelloses Aufladesystem für Elektrofahrzeuge
Ein Elektroauto nur durch das Parken über einer Platte im Boden wieder aufladen zu können klingt futuristisch, könnte jedoch durch die Zusammenarbeit zwischen Volvo und Flanders Drive bald zur Realität werden.
So könnte die Ladestation der Zukunft aussehen.
Die Volvo Car Corporation ist Partner eines innovativen Entwicklungsprojektes für ein induktives Aufladesystem, mit dem zukünftig Elektrofahrzeuge gespeist werden sollen. Gemeinsam mit dem belgischen Unternehmen Flanders Drive, das auf die Entwicklung hochkomplexer technischer Systeme spezialisiert ist, arbeitet Volvo an einer neuen Technik, die die Stromzufuhr ohne Steckdose ermöglichen soll. Mithilfe des induktiven Aufladesystems wird der notwendige Strom für die Fahrzeugbatterie über eine im Boden versenkte Aufladeplatte kabellos geliefert.
«Mit diesem Projekt verfolgen wir das Ziel, die Nutzung so einfach wie möglich zu machen und dadurch die Alltagstauglichkeit eines Elektrofahrzeugs zu erhöhen», erklärt Johan Konnberg, Projektmanager Special Vehicles bei Volvo Cars.
Um den kabellosen Energietransport zu gewährleisten, wird eine Aufladeplatte im Boden - beispielsweise in der Garagenauffahrt des Fahrzeugeigentümers - versenkt. Wichtigster Bestandteil der Aufladeplatte ist eine Spule, die ein magnetisches Feld generiert. Zum Aufladen des Akkus muss das Fahrzeug über der Platte geparkt werden, damit der Induktionsabnehmer die Energie aus der Platte in das Fahrzeug übertragen kann. Der Energietransport verläuft kontaktlos. Ein Konverter im Fahrzeug wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um und speist damit die Fahrzeugbatterie. Der Akku, der im Volvo C30 Electric zum Einsatz kommt, kann mit maximal 24 kWh aufgeladen werden. Um eine komplett leere Batterie dieser Grössenordnung wieder aufzuladen, wird eine Ladezeit von ca. einer Stunde und 20 Minuten veranschlagt. Bei dem Entwicklungsprojekt CED wurde eine Akku-Kapazität von 20 kWh zugrunde gelegt.
Mit der Auslieferung eines Volvo C30 Electric, der mit dem neuen System ausgerüstet werden soll, an Flanders Drive fiel am 19. Mai 2011 der offizielle Startschuss des Projektes, das zukünftig den Namen CED (Continuous Electric Drive) trägt. Neben Flanders Drive und Volvo beteiligen sich mit dem Bushersteller Van Hool und dem Strassenbahnproduzenten Bombardier auch zwei belgische Staatsunternehmen an dem Projekt.
«Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist es, das Produkt serienreif und alltagstauglich zu machen. Denn das induktive Aufladesystem ist eine smarte Lösung für zukünftige Generationen von Elektrofahrzeugen», erklärt Johan Konnberg. (pd)
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