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Die anhaltende Dürre am Horn von Afrika trifft vor allem Kleinkinder schwer. Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks Unicef sind in der Region allein 1,8 Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren auf zusätzliche Versorgung angewiesen.
Die Regenfälle im Mai hätten nur vorübergehende Entlastung in den Dürregebieten in Somalia, Dschibuti, Nordkenia und Südostäthiopien gebracht, betonte Unicef-Regionaldirektor Elhadj As Sy in Nairobi.
"Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Region zunehmend spürbar, und die Kinder tragen die Hauptlast", warnte er. Insgesamt benötigen nach UNO-Schätzungen bereits 8,8 Millionen Menschen in den ostafrikanischen Dürregebieten Wasser, Lebensmittel und medizinische Hilfe.
In Südsomalia und Nordkenia gilt bereits jedes vierte Kind als akut unterernährt. Im Süden und Zentrum Somalias, wo auch die Hauptkampfgebiete des Bürgerkrieges in dem Krisenstaat liegen, haben bereits 38 Prozent der Kinder die Schulen verlassen, weil sie ihren Eltern bei der Suche nach Nahrungsmitteln und Futter für die Viehherden helfen müssen.
Auch unter den durchschnittlich 10'000 Bürgerkriegsflüchtlingen aus Somalia, die jeden Monat im Nachbarland Kenia Zuflucht suchen, ist nach Unicef-Angaben der Anteil schwer unterernährter Kinder "aussergewöhnlich hoch".
Bereits vor Monaten haben verschiedene UNO-Agenturen, das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen auf eine sich abzeichnende Dürrekatastrophe hingewiesen. Die Spenden blieben bisher aber deutlich hinter den Anforderungen zurück.
SDA-ATS