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Bild: Shutterstock.com
Obwohl Peking für Moskau sein größter Handelspartner ist, und Russland für China ein wenig bedeutender Importeur ist, ist Kreml sein wichtigster Kontrahent. Der Grund dafür ist Erdöl, nach dem Nachfrage in China steigt. Doch eine Steigerung der russischen Erdölausfuhre nach China wird zuungunsten der europäischen Abnehmer verlaufen.
Die Erdölproduktion in China sinkt kontinuierlich seit 2015. Gleichzeitig steigt die Nachfrage danach durch Intensivierung der Investitionen in Infrastruktur und Erhöhung der strategischen Bestände im Reich der Mitte. Folglich steigen auch Erdölimporte – 2017 überholte Peking die USA und wurde zum größten….
HT: Photos by San Francisco Examiner, Wikimedia Commons – Lion Dance and Wikimedia Commons – Dragon Dance.
Immer wieder habe ich auf die hohe Verschuldung und die sich daraus ergebenden Risiken für das Land und die Weltwirtschaft hingewiesen. Als Reaktion auf einen der letzten Beiträge schrieb mit der sehr geschätzte Professor Gunnar Heinsohn folgendes:
„Das Auftreten von Krisen ist für alle Geldwirtschaften gleich gültige Grundgewissheit. Nicht bei allen gleich sind jedoch die Potentiale für das Wiederhochkommen nach einem Crash. Zu diesen Potenzialen gehören monetäre, strukturelle (Rechtskultur etc.) und nicht-monetäre (Menge und Qualität der Leute). Über die ersten wird passabel informiert, über die zweiten schon viel weniger. Am schlechtesten steht es um die Einschätzung der Manpower. Offiziere, vor denen ich sprechen muss, wollen aber gerade wissen, wer nach einer verlorenen Schlacht besser für die Fortsetzung des Konflikts gerüstet ist.“
Und dabei belässt es Heinsohn nicht, sondern er fügt auch gleich ein paar Fakten bei, die ich hier veröffentlichen darf:
Zunächst die durchaus relevante Erinnerung, dass China viel mehr Einwohner ….
Aufschwung, Fall, Illusion. Was die überwältigende Industrie mit Chemnitz anstellte.
DDR 1952: Karl-Marx-Stadt wird zum grössten Bezirks West-Deutschlands demokratisiert. Inmitten des zwei Millionen Distrikts erhebt sich Chemnitz als administratives und wirtschaftliches Zentrum aus seinen verdonnerten Überresten wieder.
Die «Karl-Marx-Stadt» wird mit über 20% der industriellen Erzeugnisse der DDR zum wirtschaftlichen Achsenpunkt des Staates. Ein schon fast zu vielsagendes Beispiel dafür ist die Wismut AG, der viert grösste Uran Produzent während des Kalten Kriegs und deren Hauptsitz bis heute in Chemnitz zu finden ist. [1] Genauso, wie es einem Produzenten von waffenfähigem Uran inhärent war, sich spätestens 1991 praktisch in Luft aufzulösen, schmilzt auch die Chemnitzer Bevölkerung in Packeis Tempo.
Die dortige verarbeitende Industrie konnte durch den freien Markt zwar einen Aufschwung erleben, aber gleichzeitig war das Gegenteil der Fall.
Seit dem Mauerfall verlor Chemnitz 25’000 Einwohner. [2] Die Zukunftsprognosen gliedern sich der Geschichte an. Die dortige verarbeitende Industrie konnte…..
© istock, zavatskiy
Luxusautos gelten als die Cashcows der Autoindustrie. Eine Faustregel lautet: Je größer oder stärker das Auto, umso größer der Gewinne. Das trifft meistens auch zu. Pro verkauftem Auto können Hersteller bis zu knapp 70.000 Euro verdienen. Doch nicht alle Premium- oder Luxusautohersteller arbeitet profitabel.
Unter den Luxusmarken gibt es, wenn es ums Geldverdienen geht, nur einen Star: Ferrari. Dann kommt lange nichts. Die Marge der Italiener ist aber auch gigantisch. Pro verkauftem Fahrzeug bleiben der……
Beim Gipfeltreffen in Singapur überwiegt Sorge wegen des USA-China-Konflikts. Staatenbund will Kooperation verstärken
Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs beim ASEAN-China-Gipfel am Mittwoch in Singapur Foto: Bullit Marquez/AP Photo/dpa
Der Handelskrieg der Vereinigten Staaten von Amerika gegen China hat am Dienstag und am Mittwoch den ASEAN-Gipfel in Singapur überschattet. Die zehn Mitglieder des südostasiatischen Staatenbundes drohen in Mitleidenschaft gezogen werden, sollten die USA und die Volksrepublik wirtschaftliche Einbußen verzeichnen: ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) wickelt allein mit China, seinem größten Handelspartner, gut 17 Prozent seines gesamten Außenhandels ab, zweitgrößter Handelspartner sind die USA. »Manchmal müssen sogar unschuldige Länder den Preis bezahlen, wenn es Strafmaßnahmen gibt«, beschwerte sich Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad in Singapur auch mit Blick auf die Handelsverluste, die den südostasiatischen Ländern jetzt wegen des…..
Was macht die internationalen Netzwerke (Konzerne sind gemeint, Anmerkung von Aufgewachter) so mächtig, welcher Machthintergrund beherrscht sie? Wer ist die Spinne in den globalen Netzwerken, welche diese Netzwerke knüpft und unterhält, sie vereinheitlicht, politische und ideelle Richtungen vorgibt und Machtmittel hat diese Netzwerke weltweit zu steuern? Das ist die Kernfrage meine Damen und Herren. Hier kommen wir auf eine Spinne, die in einem ganz anderen Bereich sitzt, als wir das bisher zu betrachten gewohnt waren. Nämlich im Finanzbereich … Die Spinne ist die Federal Reserve Bank, amerikanische Zentralbank. Diese wurde 1913 von 13 Banken, privaten Banken der beiden Hochfinanzgruppen Rothschild, Rockefeller, zwei Drittel Rothschild, ein Drittel Rockefeller gegründet und ist seit dem eine private Bank mit dem Recht staatlich garantierte Geldmittel auszugeben. Der Staat hat ursprünglich auch die Haftung übernommen und hat festgelegt, daß die Dollar, die ausgegeben wurden in Gold gedeckt sein mußten. Seit 1971 ist dies…..
Nun ist die Katze aus dem Sack. Das von der US-Regierung im Wahlkampf versprochene Infrastrukturprogramm soll sich hauptsächlich auf den Energiesektor beziehen. In diesem Zusammenhang stellt sich nicht die Frage, wohin eventuell sogar subventioniertes Flüssiggas exportiert werden soll…
Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com
Aktuelle Datentracker deuten darauf hin, dass sich das amerikanische Wirtschaftswachstum im 4. Quartal abschwächen wird. Ganz offensichtlich beginnen die Auswirkungen der Steuerreform und der aufgelegten Stimulierungsprogramme langsam aber sicher auszulaufen.
Eigentlich war es aus diesem Blickwinkel nur noch eine Frage der Zeit, wann ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses vor die Mikrofone treten würde, um zu verkünden, dass das einst in seinem Wahlkampf durch US-Präsident……
Vor einem Jahr hatte ich beschrieben, wie der ebenso umstrittene wie finanzkräftige Fahrdienstvermittler Uber sich mit Daten und Geld Wissenschaftler einkauft, die wohlgefällige Studien erstellen, mit denen Uber Regulierer gnädig stimmt. Eine dieser Studien vom Princeton-Ökonomen Alan Krueger und dem Uber-Chefvolkswirt wurde jetzt von zwei unerschrockenen Ökonominnen in der Top-Zeitschrift Industrial & Labour Relations Review (ILR) zerpflückt, ohne dass Krueger eine Replik eingefallen wäre.
Nach allem, was ich von der Vorgeschichte dieses Kommentars weiß und den Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, grenzt es an ein Wunder, dass der Kommentar es durch alle Störfeuer hindurch in das ILR geschafft hat. Dass das peinliche Grundproblem Interessenskonflikt dabei nicht explizit angesprochen werden durfte, kann man als Schönheitsfehler einstufen. Der Interessenkonflikt ist offenkundig, wenn ein Uber Angestellter mit Uber-Daten zusammen mit einem von Uber dafür bezahltem Top-Ökonomen zu einem Thema forscht, an dem Uber ein elementares Geschäftsinteresse hat. Wenn die Studie dann auch noch…..
Alejandro Ramírez Anderson
Verkohlte Insekten, vergiftete Flüsse und Erdöl-Bohrtürme, die es so eigentlich gar nicht mehr geben sollte: Auf der Toxic-Tour durch Ecuadors Regenwald führt Donald Moncayo Interessierte aus der ganzen Welt zu veralteten Erdöl-Anlagen. Anlagen, die über ein Prozent des Co2-Ausstosses ausmachen.
Lago Agrio, Ecuador – Donald Moncayo kratzt mit der Schaufel den sandigen Untergrund auf, geht in die Knie und klaubt eine Handvoll Boden auf. Dann öffnet er seine Handfläche, seziert vorsichtig die dunkle Masse und pflückt ein Insekt nach dem anderen heraus: Käfer, Nachtfalter, Wespen, Ameisen. „Zu Tausenden sterben hier Nacht für Nacht alle möglichen Insektenarten“, sagt Moncayo und schüttet sie zurück ins Massengrab. Ein Massengrab, auf dem ganze Generationen von kremierten Kleintieren liegen. Selbst verkohlte Schlangen sind hier schon gefunden worden. Zehn Meter über ihren leblosen Körpern faucht eine Flamme gen Himmel, die je nach Druck im Bohrloch sogar vom All aus zu sehen ist. Die Flamme macht die Nacht zum Tag und den Tag zur Hölle. Und das seit 1974.
Der Schweiss tropft einem schon nach wenigen Sekunden von der Stirn. Allzu lange lässt sich hier nicht stehen. Es riecht nach verbranntem Gas und plötzlich auch…..
Die Fotos bezeugen die grenzenlose Grausamkeit der Modeindustrie. Kaufen Sie sich oft neue Schuhe oder neue Handtaschen aus Leder? War Ihnen bekannt, dass für Leder nicht nur Kühe lebend gehäutet und ihre Beine abgehackt werden, sondern weil alles billig sein soll, findet die Lederverarbeitung in Bangladesch, Indien und anderen Teilen der Entwicklungsländer statt, wo die Vorschriften locker sind und Gifte frei fließen? Ungefähr 90 Prozent von Bangladeschs Leder wird in Hazaribagh gegerbt. Hazaribargh produziert seinen entscheidenden Anteil der Landesexporte für Käufer in den USA, in Japan und Europa. Etwa 21 Millionen Liter in Form unbehandeltem Abwasser, von tierischen Abfällen, wie Fleisch und Fett fließen pro Tag in offene Kanäle, dazu kommen die gefährlichen Chemikalien.
Kinder arbeiten in einigen der gefährlichsten Gerberei-Jobs. So werfen sie Häute in eine große Trommel voller Chromsulfat und anderen Chemikalien. Rohe Häute, die in der Gerberei ankommen, werden mit Kalk und Natriumsulfid getränkt, um…..
Bild: Birgit Gärtner
Handelsbeziehungen mit arabischen Staaten haben weitreichende Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft
Von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, fand Anfang September 2018 in Berlin das Katar-Deutschland Forum für Business und Investment statt: Ein Treffen etwa 900 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft verschiedener europäischer Staaten mit einer mehr als 300-köpfigen Delegation aus Katar, angeführt von Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Der Emir hatte 10 Milliarden Euroim Gepäck, die er in Europa zu investieren gedachte.
Dieses Treffen ist nicht das einzige seiner Art, auch mit anderen Staaten findet ein entsprechender Austausch statt. Um zahlungskräftige Araber nach Deutschland zu holen, werden weder Kosten noch Mühen gescheut: So wurden laut Tagesspiegel in die Vivantes-Klinik in Berlin-Spandau “1,5 Millionen Euro in eine Komfortstation mit 53 Betten investiert”.
Neben Komfort für den gehobenen Bedarf reicher Araber und auch Chinesen, wird diese Komfort…..
Investoren und Werbtreibende werden langsam nervös. Viele fürchten den großen „Facebook-Exodus“, ein Wort, das nun durch die Medienlandschaft geistert. Schon zum zweiten Mal hintereinander enttäuschen die Jahreszahlen. Die Firma Zuckerbergs steigerte die Zahl ihrer Fans im dritten Quartal nur wenig auf 2,27 Milliarden. Eine Million EU-Nutzer verließen das Netzwerk in den letzten drei Monaten. In einer im September veröffentlichten Befragung von Pew Research stellte sich heraus, dass 26 Prozent der erwachsenen US-Bürger ihr Facebook-Account gelöscht haben. Das ist nicht wenig. Das isst ein massiver Einbruch.
Dennoch verdient Facebook immer noch Milliarden durch seine User. Der Gewinn der Social Media Plattform stieg im dritten Quartal um neun Prozent auf knapp 5,14 Milliarden Dollar.
Die Leute ziehen sich zurück von zuviel Öffentlichkeit. Sie bevorzugen jetzt……
Noch kann der Iran die Sanktionen der USA verkraften, da der Ölpreis relativ hoch ist. Doch was, wenn er wieder sinkt? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist groß, da die Saudis zusammen mit den Amerikanern und den Israelis Teheran in die Knie zwingen wollen.
Auch wenn die Saudis wegen der diplomatischen Krise rund um die Ermordung von Khashoggi zwischendurch mit der „Ölwaffe“ drohen – umsetzen werden sie dies wohl kaum. Der Ölpreis ist derzeit wieder auf einem Niveau, auf dem es sich Geld verdienen lässt und die strapazierten Kassen Riadhs etwas entlastet. Aber: Man weiß auch, dass man gegenüber dem Erzfeind Iran finanziell einen längeren Atem hat.
Wenn nun die US-Sanktionen hinsichtlich des iranischen Öls greifen und Länder wie China oder Indien nicht die Nachfrageausfälle der US-Vasallen kompensieren, könnte es für Teheran eng werden. Zwar sorgen die etwas höheren Ölpreise noch für etwas Luft, da dies die Lieferausfälle zumindest einigermaßen kompensieren kann, doch wenn die Saudis beschließen, die Fördermengen zu erhöhen und so den Preis wieder zu drücken, dann wird es schwierig.
Schon jetzt kämpfen die Iraner mit einem massiven Wertverfall des Rials, einer hohen Arbeitslosenrate und infolge von Korruption und Misswirtschaft auch weiteren ökonomischen Problemen. Mussten im Januar noch rund 50.000 Rial für einen US-Dollar bezahlt werden, so sind es heute schon rund 150.000. Und das sind nur die offiziellen Kurse – auf dem Schwarzmarkt sieht es noch viel schlimmer aus.
Aber: Donald Trump und dessen neokonservative Administration wollen die Mullahs in Teheran unbedingt in die Knie zwingen und wissen, dass gerade der Ölsektor der stärkste wirtschaftliche und finanzielle Hebel dafür ist. Auch wenn sie damit riskieren, ein weiteres Land im Mittleren Osten zu destabilisieren und so einen kriegerischen Flächenbrand auszulösen, der auch die Nachbarstaaten trifft.
Immer mehr Ökonomen sehen den Aufschwung übernächstes Jahr zu Ende gehen, wenn Geld- und Fiskalpolitik zu restriktiv werden.
Bild:Giulia Marchi Bloomberg
Die Volkswirtschaftslehre wird ihrem Ruf als «trostlose Wissenschaft» wieder einmal gerecht. Statt den Wirtschaftsaufschwung zu geniessen, denken die Ökonomen schon wieder über sein Ende und die nächste Rezession nach. Kaum ist an der Party Stimmung aufgekommen – 2018 könnte das Wirtschaftswachstum in den USA über 3% betragen –, macht auch das R-Wort wieder die Runde, vor dem sich Politiker und Banker so fürchten.
Die Rezession steht zwar nicht gerade vor der Tür, doch sie könnte noch vor……
Pipeline-Zukunft? Bild: Susanne Schmich / pixelio.de
Seit das hydraulische Brechen (Fracking) die Geopolitik mit dem Rekordabbau und der Erzeugung von Schiefergas in den USA auf den Kopf gestellt hat, ist die Trump-Regierung in der Lage, den OPEC und OPEC+-Staaten mit der baldigen eigenen Energie-Unabhängigkeit entgegenzutreten. Die USA sind die neue Energie-Supermacht – im Wesentlichen mittels der sanften Gewalt von Öl und Erdgas – was die globalen Energiemärkte und die Geopolitik bzgl. der Nahost-Staaten stärker als militärische Gewalt durcheinander gewirbelt hat.
Heimische Investitionen, Innovation und eine boomende US-Wirtschaft haben es den USA ermöglicht, im Jahre 2009 zum größten Erdgas-Erzeuger der Welt aufzusteigen und „Russland zu überholen“. Im Jahre 2014 wurde dieser Status auch bzgl. „Petroleum-Kohlenwasserstoffe erreicht und Saudi-Arabien überholt“.
Nachdem der Kongress das 40-Jahre-Moratorium des Exports von Rohöl und Erdgas aus den USA…..
Peking treibt sein Projekt der “Seidenstraße“ ohne Unterlass voran. Der chinesische Vizepräsident, Wang Qishan, begab sich auf eine Tour in den Nahen Osten, die ihn unter anderem vier Tage nach Israel führte. Den bereits unterzeichneten Abkommen zufolge wird China in zwei Jahren den wesentlichen Teil des israelischen Ernährungssektors, seine Hoch-Technologie und seinen internationalen Handel kontrollieren. Ein Freihandelsabkommen sollte folgen. Die ganze regionale Geopolitik wird dadurch umgewälzt werden.
Der Besuch des chinesischen Vizepräsidenten (s.o.), Wang Qishan, in Israel, in Palästina, in Ägypten und in den Vereinigten Arabischen Emiraten zielt auf die Entwicklung der „Neuen Seidenstraße“ ab.
Im Herbst 2013 hat China sein Projekt der Schaffung von maritimen und vor allem von kontinentalen Kommunikationswegen über die ganze Welt bekannt gemacht. China hat Unsummen von Geld bereitgestellt und begonnen, das Projekt sehr zügig umzusetzen. Die wichtigsten Routen gehen entweder über Asien oder über Russland, bis nach Westeuropa. Aber China plant auch Routen in Afrika und Lateinamerika.
Die Hindernisse für die neue Seidenstraße
Diesem Projekt begegnen zwei Hindernisse, ein wirtschaftliches und ein strategisches.
Das Projekt zielt aus chinesischer Sicht auf den Export seiner Produkte nach dem Vorbild der alten “Seidenstraße”, die es zwischen dem 2. bis zum 15. Jahrhundert mit Europa über das Fergana-Tal, den Iran und Syrien verband. Zu dieser Zeit ging es darum, die Produkte von Stadt zu Stadt zu transportieren, um sie dann, je nach den Bedürfnissen der lokalen Händler, in jeder Etappe gegen andere Produkte ….
Das Streaming-Unternehmen Netflix hat seinen Umsatz innerhalb von zwei Jahren von über sechs Milliarden US-Dollar auf etwa zwölf Milliarden Dollar im Jahr 2017 fast verdoppelt. Weil das Unternehmen den steigenden Nutzerzahlen ein möglichst breites Angebot liefern will, ist Netflix derzeit auf Produzentensuche.
Die Ansprüche des Unternehmens sind dabei hoch, sie orientieren sich vor allem an beliebten TV-Serien. Die Produzenten, denen Netflix die höchsten Gehälter ihres Lebens bietet, sind oftmals zentrale Schlüsselfiguren für die Hollywood-Unternehmen. Nun beginnt sich die Unterhaltungsbranche jedoch zu wehren. Mehr…
Photographs by Ronghui Chen
Es weihnachtet, doch wissen Sie, woher die Weihnachtsdekorationen kommen, die jetzt überall angeboten werden? Vergessen Sie Lappland. Die wahre Heimat von Weihnachten ist eine seltsame und unbekannte chinesische Stadt namens Yiwu. Die Stadt Yiwu in der ostchinesischen Provinz Zhejiang ist der größte Weihnachtsproduktionsstandort der Welt. Kinderspielzeug darf die Gesundheit und die Sicherheit der Kinder nicht gefährden, doch etwa 80 Prozent der Spielwaren für den europäischen Markt stammen heute aus China, gefährliche Chemikalien incl. Während noch immer in den Medien so getan wird, als würden die fleißigen Helfer vom Weihnachtsmann „am Nordpol“ arbeiten, sind die wahren Helfer die ausländischen Händlern, die ihre Ware aus der chinesischen Stadt Yiwu beziehen, auch „Santa’s Werkstatt im Osten“ genannt. Fast alle Weihnachtsdekorationen, die in China hergestellt werden, stammen aus der kleinen Stadt……