Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03149.jsonl.gz/804

Schock für Neymar-Club – Strafverfahren gegen PSG-Chef
Die Schweizer Bundesanwaltschaft leitet gegen Nasser al-Khelaifi, den katarischen Präsidenten von Paris Saint-Germain, ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Bestechung ein.
Die Vorwürfe richten sich gegen den katarischen Geschäftsmann in dessen Rolle als Geschäftsführer der Sportrechtefirma BeIN Media Group.
Daneben wird der damalige FIFA-Generalsekretär Valcke verdächtigt, nicht gebührende Vorteile angenommen zu haben im Zusammenhang mit der Vergabe von Medienrechten für bestimmte Länder an den WM-Endrunden der FIFA von 2018, 2022, 2026 und 2030. Gegen Valcke läuft bereits ein anderes Strafverfahren, das die Bundesanwaltschaft im März 2016 eröffnet hatte.
Valcke wurde als Beschuldigter verhört, aber nicht in Untersuchungshaft genommen, wie die Bundesanwaltschaft (BA) mitteilte. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien wurden zudem zeitgleich an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durchgeführt.
In den zurückliegenden Wochen sind die Ermittler offenbar auf genügend Material gestossen, um ein Strafverfahren zu eröffnen. Dies dürfte ein schwerer Schlag für al-Khelaifi, von dem es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen gab, sein. Schliesslich ist der Unternehmer gerade dabei, PSG als Weltmarke im Fussball zu etablieren. Neben Neymar war im Sommer auch der französische Jungstar Kylian Mbappé nach Paris gewechselt. Ein Transfer, der bis nächsten Sommer ein Volumen von 180 Millionen Euro erreicht. Damit hat PSG seit 2012 schon weit über eine Milliarde Euro dank der Geldgeber aus dem Golfstaat investiert. Die UEFA hat diesbezüglich auch Untersuchungen wegen des Verstosses gegen das Financial Fairplay eingeleitet.