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Es gab Zeiten, da bereitete Roger Federer sogar das Autofahren Mühe. «Wenn ich länger als eine Stunde fahren wollte, musste ich den Sitz schräger stellen, um nicht so lange im 90-Grad-Winkel sitzen zu müssen», verriet der 20-fache Grand-Slam-Champion nach seinem gewonnenen US-Open-Achtelfinal in New York.
«Und danach musste ich eine halbe Stunde stretchen und Übungen machen, um wieder halbwegs normal laufen zu können», so Federer. Tempi passati.
Seit zwei Jahren, als es ihn im verlorenen Final des ATP-1000-Turniers in Montreal gegen Alexander Zverev im Rücken gezwickt hat, habe er kein grösseres körperliches Problem mehr gehabt. «Immer mal wieder ein paar kleinere Sachen, aber keine grösseren Rückschläge.» Damit hat sich auch sein Blick auf die letzten Jahre seiner Karriere fundamental verändert.
Wenn es dir wieder gut geht, hast du das Gefühl, du könntest ewig spielen.
Olympia nur eine Frage des Wollens
«Vor ein paar Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, mit 40 noch zu spielen», erzählt er. «Aber wenn es dir wieder gut geht, hast du das Gefühl, du könntest ewig spielen.»
So ist es nun. Federer fühlt sich wohl in seiner Haut und kann deshalb auch wieder längerfristig planen. Zuvor hatte er sich die Frage gestellt, ob er bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer überhaupt in der Lage sein würde zu spielen. Nun lautet die Frage, ob er denn will und ob es in die Jahresplanung passt.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.09.2019, 18:10 Uhr