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Balinesen sind halblanghaarige Siamesen
(Ch. Aldinia della Luna di Tina)
seal-point Balinese
(Am. GC Balijoy Michaelangelo)
Balinesenjungtier
(Livius Verus of blue Moon)
Siamese Variant blue-tabby-point
(Halim-Sha of blue Moon)

Die Balinese ist eine schlanke, elegante Katze mit langen, fliessenden Linien
und einer feingliedrigen aber starken
Körperstruktur. Aufgrund des längeren Haares scheinen Balinesen weichere
Linien und
weniger extrem im Typ zu sein als kurzhaarige Siamesen und Orientalen. Aufgrund ihrer
Siamesen-Herkunft,
hat die Balinese tiefe, lebendig blaue Augen und als Farbe sogenannte Points. Dies bedeutet dass sich die Fellfarbe auf die kältesten Stellen des Körpers beschränkt. Alle Balinesen und Siamesen werden weiss geboren und die Farbe der Points an Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz dunkelt erst allmählich nach. Der restliche Körper bleibt heller. Heute gibt es Balinesen in etwa 20 verschiedene Point-Farben und -Mustern, einschliesslich der rein weissen Balinesen. Die grünäugigen Verwandten der Balinesen mit durchgefärbter körperfarbe heissen übrigens Orientalisch Kurz- und Langhaar.

Eleganz auf vier Pfoten
Die Balinesin hat ihren Namen nicht umsonst von den graziösen balinesischen Tänzerinnen bekommen. Diese halblanghaarigen Orientalen strahlen eine besondere Grazie und Eleganz aus. Die blauen Augen und das lange seidene Fell, das den athletischen Körper umgibt, ergeben eine faszinierend schöne Katze.
Der Kopf der Balinese formt ein langes, gleichschenkliges Dreieck mit einem langen, geraden Profil. Die Ohren sind gross, tief angesetzt und verlängern das Dreieck. Die Augen sind von mittlerer Grösse, schräg gestellt, mandellförmig geschnitten und von leuchtend dunkelblauer Farbe. Der Körper ist lang, schlank und gut bemuskelt. Alles in allem ist die Balinese exakt ein Siamese, nur dass ihr Fell halblanghaarig, von seidiger Textur und ohne Unterwolle ist. Es liegt am Körper an, fliesst nach hinten, wo es in einem langem, graziösen Schwanz, der einem Federbusch gleicht, endet.
Personifizierte Anhänglichkeit auf vier Pfoten
Wenn Sie sich dazu entschliessen einen Balinesen zu kaufen, dann müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie ein neues Familienmitglied bei sich aufnehmen. Balinesen und Siamesen sind enorm anhänglich und menschenbezogen. Speziell wenn sie alleine gehalten werden, binden sie sich extrem stark an "ihre Menschen". Ein Balinese liebt Sie und muss Ihnen diese Zuneigung auch regelmässig mitteilen können. Wenn Sie sich setzten, wird sich die Katze auch setzen - auf oder neben Sie. Wenn Sie ins Bett gehen, wird sie das auch tun - und wenn Sie es erlauben- entweder auf der Decke oder eng an Sie gekuschelt unter der Decke schlafen. Dabei werden Sie Stürme von lautem glücklichem Schnurren in den Schlaf begleiten. Kein Wunder dass für viele Menschen gilt: "Einmal eine orientalische Katze - immer eine orientalische Katze". Welche der 4 orientalischen Rassen (Balinesen, Siamesen, Orientalisch Kurz- oder Langhaar) Sie dabei wählen, macht im Bezug auf das Wesen kaum einen Unterschied.
Intelligent, Kommunkativ und Temperamentvoll
Balinesen und Siamesen gelten als eine der intelligentesten Katzen. Sie lernen enorm schnell, sind neugierig und unternehmunglustig und Sie können sicher sein, dass sie immer wieder neue Ideen entwickeln werden, wie sie Ihre Aufmerksamkeit erlangen können. Meist spielen sie leidenschaftlich gerne bis ins hohe Alter, apportieren Bälle oft wie ein Hund und sind ausgezeichnete Spielgefährten für Kinder. Alle orientalischen Katzen sind sehr kommunikativ und haben eine spezielle Stimme. Sie "sprechen" gerne und viel mit ihren Menschen, speziell wenn man nach Hause kommt und von einem Paar strahlenden blauen Augen an der Tür erwartet wird, gibt es immer viel zu erzählen. Mit den Jahren lernt man die verschieden Töne und ihre Bedeutung zu unterscheiden.
Haltung und Pflege
Balinesen sind einfach zu pflegen, da sie nur ein einfaches seidiges Fell haben. Ein gelegentliches Kämmen oder Bürsten genügt vollkommen. Hochwertiges Futter und genügend Bewegung sind für den athletischen Körper und das seidige Fell unerlässlich.
Balinesen lieben es meist, mit anderen orientalischen Katzen zusammenzuleben. Wenn Sie zwei oder mehr dieser Katzen halten, verbindet diese oft eine enge Freundschaft und man findet Sie, vor allem wenn der Halter weg ist, meist in eng umschlungen beieinander. Es ist deshalb empfehlenswert, zwei dieser anhänglichen Tiere zusammen zu halten. Auch mit anderen Katzenrassen oder gar anderen Haustieren verstehen sich Balinesen meist sehr gut. Sie sind normalerweise robust und ausgeglichen und lassen sich, wenn sie es gewohnt sind und genügend Abwechslung erhalten, sehr gut als Wohnungskatzen halten.
Variant Katzen
Kurzhaarige Balinesen oder Javanesen, genannt Variant Katzen sind häufig ebenfalls bei Züchtern anzutreffen. Die regelmässige Rückzucht mit qualitativ hochstehenden Siamesen- und Orientalenlinien verbessert den Typ der Balinesen und Javanesen. Variantkatzen sind unerlässlich für ein Balinesen Zuchtprogramm.

Geschichte|
Die Geschichte der Balinesen beginnt in den Vereinigten Staaten Mitte der 50er Jahre. Die Legende besagt, dass ab und zu spontan in Siamwürfen langhaarige Siamesen auftraten. Diese Tiere sahen wie Siamesen aus, hatten aber längeres, seidiges Haar. Es ist jedoch ebenso gut möglich, dass das Langhaargen in die Siamzucht kam als man versuchte neue Farben durch Kreuzung mit Türkisch Angora oder anderen Langhaarkatzen zu züchten.
Einige Züchter in den USA waren so angetan von diesen langhaarigen Siamesen, dass sie beschlossen diese als Rasse zu etablieren und die Anerkennung durch den amerikanischen Verband zu erreichen. Die Pioniere in der Balinesenzucht waren Marian Dorsey aus Kalifornien (Rai-Mar Zucht) und Helen Smith aus New York (Merry Mews Zucht) sowie Sylvia Holland, eine Engländerin, die in Kalifornien lebte, und unter ihrem Zuchtnamen "Holland's Farm" viel für die Zucht erreichte. Mrs Smith gab der Rasse auch den Namen "Balinese", da sie die grazile Rasse an "exotische balinesische Tempeltänzerinnen" erinnerte. Leider sucht man jedoch vergeblich in Bali nach einer einheimischen Population von balinesischen Katzen. Die Rasse hatte damit aber seit den späten 50er Jahren einen Namen und war unter der Sparte der Foreign Long Hairs im amerikanischen Verband aufgeführt.
In den USA wurde die Rasse schon in den 70er Jahren von allen grossen Verbänden anerkannt. Die Anerkennung durch den internationalen FIFE Verband in Europa erfolgte 1983. Die Rasse gewann immer mehr Beliebtheit, so dass neben den traditionellen Farben: seal-, blue-, chocolate- and lilac-point, in vielen Ländern schon bald auch: foreign white, red-, cream-, tabby- and tortie- point als Farben der Balinese akzeptiert werden. Zudem begannen Balinesenzüchter nun auch mit der Zucht von Javanesen in einer grossen Vielfalt von Farben und Mustern.
Seit den Anfängen der Zucht hat sich das Aussehen der Balinese geradezu dramatisch verändert. Durch regelmässige Rückkreuzung mit Siamesen wird immermehr ein echter langhaariger Siamese erreicht. Dies ist das Resultat von viel Zeit und Mühe von einer zielorientierten Gemeinschaft engagierter Züchter.

2 US Balinesinnen in den frühen 90er Jahren,