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Luftaufnahmen von Saxon
Die Ruinen der Burg Saxon, dessen Turm gut erhalten ist, stehen auf ein Strebepfeiler des Berges im Südwesten vom Dorf(663 m). Vom Osten her dominiert die Festung die Schlucht des Flusses der Vellaz; gegen die Berge, ist sie durch eine Kluft natürlich getrennt, die von Menschenhand erschaffen wurde, um die Verteidigung zu vollenden. Die Kapelle des Schlosses steht am Ende eines Felsvorsprungs gegen den alten Eingang und überblickt das Rhonetal. Von allen Seiten ist der Blick frei und erlaubt eine Beobachtung dieses Landteiles.
Ursprünglich bestand das Dorf Saxon um Schloss herum, später hat es sich an der jetzigen Stelle etabliert. Es wurde zu einer Festung unter der Leitung von Peter II von Savoyen. Es war ein Stützpunkt, in Verbindung mit dem Schloss Saillon, der auch die Wege auf Bagnes bewachen sollte.
Die ersten Erwähnungen von Saxon erschienen mit denen der Kirche, abhängig von der Abtei Ainay, in Lyon, in 1153, aber über Saint-Pierre in Clages. Dann war es die herrschaftliche Familie Saxon, zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Ab Mitte des Jahrhunderts ist ein Schlossherr erwähnt, der Sembrancher und Saxon im Namen der Grafen von Savoyen verwaltete. Diese, in der Tat, seit Pierre II, kauften allmählich die verschiedenen Lehen von Saxon.
Das alte Schloss ist als Barnum qualifiziert, das heisst Turm oder Festung in Form eines Turms; es wurde bereits 1266 durch die Truppen von Peter II besetzt, in seiner Expedition gegen den Bischof von Sitten. Aber der Graf Philippe beschliesst eine neue Festung ab 1278 zu errichten. Er kaufte und demolierte einige Häuser, die den „Poype“ von Saxon bedeckten. Im darauf folgenden Jahr (1279/1280) wurde der Turm auf dem Gipfel der "Poype" erbaut unter der Leitung von Maurer-Meister Tassin und Gilet, das letzte aus der Baustelle von Saint-George d'Espéranche. Was die Fortifikationen selbst betrifft, so arbeitete man noch daran in 1284/1285. Das Schloss spielt nur untergeordnete Rolle in den Kriegshandlungen zwischen den Savoyern und dem Bischof von Sitten. Es wurde 1475 niedergebrannt und dann zerschlagen.
Man weiss nichts vom ursprünglichen Schloss. Der Turm, der 1279/1280 von Tassin und Gilet errichtet wurde, ist sehr anders als der von Saillon, der in 1261 von Pierre Meinier, Chef-Architekt des Grafen, errichtet wurde: die Wände haben die gleiche Stärke auf der gesamten Höhe; es Gibt keine Treppen in der Dicke der Wände, der Anteil der Mauerwerk ist viel weniger stark gegenüber dem leeren Inneren. Der Turm hatte fünf Stockwerke, getrennt durch Fussböden. Der Eintrag im Nordosten, ungefähr 10 Meter über dem Boden, gab Zugang ins zweite Stock, erleuchtet durch einen einzigen grossen Bogen. Das dritte, ausgestattet mit Latrinen in einem Turm mit Erker, sollte als Unterkunft der Gäste dienen; das vierte hatte einen Kamin, das fünfte verschwand mit seiner Krenelierung, es wurde vermutlich von einem konischen Dach bedeckt und war mit Galerien aus Holz im Aussenbereich (Hourds) versehen. Der untere Teil, in dem Proviant und Munition gelagert wurde, schützte ohne Zweifel auch eine Zisterne. Wie der Turm von Saillon, wurde dieser Turm mittels externer Ebenen konstruiert; man gelangt hinzu über eine Leiter, oder über eine Zugbrücke, die auf einen äusseren Weg lag und sich gegen die Fassade lehnte.
Das gesamte Schloss bestand aus zwei Teilen: der obere, mit dem Zwinger um den Turm, der im Norden ein quadratisches Bauwerk schützte, dass den Eingang bedeckte, und im Süden, ein grosser Bau, der Aula oder der Wohnort des Kastellan.
Der untere Teil umfasste den Rest des Castrum mit der Steigung im Norden und der Kapelle: dort erstreckte sich das Dorf, das von den Grafen von Savoyen gekauft wurde. Vor der Kapelle, auf der Talseite, erkennt man noch den Ort des ersten Eingangs, gebunden durch Wände von Terrassen.
Die Kapelle, deren Restaurierung in 1965 stattfand, ist eines der ältesten Gebäude des Wallis. Der grösste Teil des einzigartigen Schiffs ist romanisch, aus dem 12. Jahrhundert, während der Chor von Rippen bedeckt ist, er wurde anfangs des 16. Jahrhunderts auf der Stelle der romanischen Apsis wieder bei den Ausgrabungen entdeckt.
Bibliographie