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SDG 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
SDG 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
«[…]Um friedliche und inklusive Gesellschaften zu fördern, müssen leistungsfähige und transparente Regelungen sowie ein vollständiges und realistisches Staatsbudget gewährleistet sein. Die derzeitige Verwaltung der öffentlichen Finanzen sollte die Deckung der individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse künftiger Generationen nicht gefährden (Prinzip 10d).»
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Anteil der öffentlichen Bruttoschulden (Sektor Staat) im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Er beschreibt die Schuldenlast im Vergleich zum wirtschaftlichen Leistungspotential.
Eine hohe Verschuldung belastet gegenwärtige und zukünftige Generationen, da die Schuldbegleichung sowie Zinszahlungen teilweise beträchtliche finanzielle Mittel binden. Eine Verschuldung der öffentlichen Haushalte ist aus Sicht der Nachhaltigen Entwicklung nur in dem Mass gestattet, das die Erfüllung zentraler Staatsaufgaben und die Bedürfnisdeckung zukünftiger Generationen nicht gefährdet. Im Sinne der nachhaltigen Entwicklung wird daher angestrebt, eine bestimmte Schuldenschwelle nicht zu überschreiten bzw. die Schuldenquote zu senken.
Lesehilfe
Die 2003 auf Bundesebene eingeführte Schuldenbremse sowie zahlreiche vergleichbare kantonale Regelungen haben dazu beigetragen, die Schuldenquote der öffentlichen Haushalte kontinuierlich zu verringern.
Internationaler Vergleich
Die Bruttoschuldenquote wird in Anlehnung an die Kriterien von Maastricht erhoben. Sie ist deshalb mit denjenigen der EU-Länder vergleichbar.
Tabellen
Methodologie
Dieser Indikator zeigt die konsolidierten Bruttoschulden der öffentlichen Haushalte (Bund, Kantone, Gemeinden, öffentliche Sozialversicherungen) in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Die Daten zum Bruttoinlandprodukt werden jährlich im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundesamts für Statistik erhoben. Die Werte vor 1995 wurden durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO berechnet. Für diese Daten wurde ein Vertrauensintervall von 95% berechnet.
Der Bund und zahlreiche Kantone verfügen über einen Mechanismus, gemäss dem über einen Konjunkturzyklus hinweg die Ausgaben nicht grösser als die Einnahmen sein dürfen (Schuldenbremse). Damit wird eine Stabilisierung der absoluten Verschuldung angestrebt, was bei einer wachsenden Wirtschaft zu einer Abnahme der Schuldenquote führt.
Da sich die optimale Höhe der Schuldenquote wissenschaftlich nicht bestimmen lässt, kann die Politik Toleranzgrenzen vorgeben. Die EU setzt mit den Maastrichter-Kriterien eine verbindliche Messlatte für alle öffentlichen Gemeinwesen eines Staates: Gemäss diesen Kriterien darf der Anteil der öffentlichen Schulden am nominalen Bruttoinlandprodukt 60% nicht übersteigen.
Die Statistik der öffentlichen Finanzen der Schweiz, kurz Finanzstatistik genannt, gibt einen Gesamtüberblick über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der öffentlichen Haushalte der Schweiz. Sie wird jährlich von der Eidgenössischen Finanzverwaltung für die öffentlichen Haushalte (Bund, Kantone, Gemeinden, öffentliche Sozialversicherungen) in detaillierter Form sowie für den konsolidierten Sektor Staat in aggregierter Form erstellt. Die Finanzstatistik basiert auf Erhebungen der Staatsrechnungen des Bundes, sämtlicher Kantone sowie der Jahresrechnungen von gut 900 Gemeinden. Dabei werden alle Städte und Kantonshauptorte sowie pro Kanton zufällig bestimmte Stichprobengemeinden erhoben. Für die fehlenden Gemeinden pro Kanton werden Schätzungen und Hochrechnungen gemacht. Zudem werden die öffentlichen Sozialversicherungen (AHV, IV, EO, ALV, Familienzulagen in der Landwirtschaft, Mutterschaftsversicherung Genf) einbezogen. Für die Finanzstatistik gilt das Bruttoprinzip, d. h. die Einnahmen und Ausgaben werden getrennt ausgewiesen.
Definitionen
Links
Quellen
Prinzipien
10d Langfristige Ausrichtung der öffentlichen Finanzen
Der gegenwärtige Umgang mit den öffentlichen Finanzen darf die individuelle und gesellschaftliche Bedürfnisdeckung künftiger Generationen nicht gefährden.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
- Tel.
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Von Montag bis Freitag
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