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Wo gibt es in der Schweiz Waldreservate? (BAFU)
Waldreservate sind grundsätzlich auf Dauer angelegte Schutzflächen für die ökologische und biologische Vielfalt im Wald. Einerseits ermöglichen sie die vollständige natürliche Entwicklung des Ökosystems Wald in Raum und Zeit. Andererseits dienen sie der Erhaltung von besonderen Lebensräumen (Habitaten) für bestimmte Arten, wofür gezielte Fördermassnahmen nötig sind.
Auf der Karte sind die Reservatsperimeter abgebildet, die auch Nichtwaldflächen enthalten können. Ergänzend melden einige Kantone auch Waldflächen, deren Schutz in Verfügungen geregelt ist (Wälder in Naturschutzgebieten, Auen, Moorwälder etc.). Diese sind im Datensatz ebenfalls dargestellt. Die Kompetenz zur Einrichtung von Waldreservaten liegt bei den Kantonen. Die Kantone liefern dem BAFU die geografischen Daten (Geodaten) ihrer Waldreservate, welches damit eine nationale Statistik erstellt.
Die Schweizer Forstwirtschaft unterscheidet zwei Kategorien:
- In Naturwaldreservaten wird ganz auf forstliche Eingriffe verzichtet, damit sich der Wald wieder natürlich entwickeln kann.
- In Sonderwaldreservaten wird gezielt eingegriffen, um bedrohte Arten zu fördern. Dazu gehören vor allem Arten, die viel Licht und Wärme benötigen.
Ende 2018 waren rund 84‘000 Hektaren oder 6,3% der Waldfläche der Schweiz als Waldreservate ausgewiesen. Bis zum Jahr 2030 sollen es 10% sein.
Link auf die Karte: map.geo.admin.ch
Weitere Informationen: Waldreservate (admin.ch)