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Ein Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Küste des US-Bundesstaates Alaska hat einen kleinen Tsunami ausgelöst. Das Beben habe sich am Samstag im Pazifik 102 Kilometer westlich von Craig in Alaska in einer Tiefe von 9,6 Kilometern ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte (USGS) mit.
Das Tsunami-Warnzentrum für Alaska erklärte zunächst, das Beben habe einen örtlich begrenzten Tsunami verursacht, der für die Küsten in der Nähe des Epizentrums zerstörerische Wirkung haben könnte. Der kanadische Fernsehsenders CBC meldete dagegen, es sei lediglich ein kleiner Tsunami an die Küste geschwappt.
Aussagen abgeschwächt
Später schwächte auch das Warnzentrum seine Aussagen ab und erklärte, die erwarteten Wellen seien im Nachhinein nicht mehr als Gefahr einzuschätzen. Mit den vorher befürchteten «erheblichen, weitreichenden Überschwemmungen an Land» sei nicht mehr zu rechnen.
Das Tsunami-Warnzentrum der US-Behörde für Ozeanographie (NOAA) hatte zuvor eine Warnung für einen 1125 Kilometer langen Küstenabschnitt erlassen. Dieser beginnt rund 120 Kilometer südlich von Cordova in Alaska und erstreckt sich bis zur Nordspitze von Vancouver Island.
Die Bevölkerung in Küstennähe war aufgefordert worden, höher gelegene Regionen aufzusuchen. Nach einigen Stunden wurde die Tsunami-Warnung aber wieder aufgehoben.
Die Erde hatte in der Nacht zum Samstag um 23:58 (Ortszeit) gebebt. In Alaskas Hauptstadt Juneau, die 330 Kilometer vom Epizentrum entfernt ist, wackelten die Häuser, wie die Zeitung «The Juneau Empire» berichtete.
Bis nach Seattle im US-Bundesstaat Washington an der Ostküste waren die Erschütterungen zu spüren. Die Region wurde von Nachbeben mit Stärken von bis zu 4,5 erschüttert. Zunächst hatte USGS das Hauptbeben mit einer Stärke von 7,7 angegeben. Über Schäden oder Opfer lagen keine Angaben vor.
(vst)