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Die Stiftung DSR wurde 1916 gegründet und gleichzeitig ins Handelsregister eingetragen. Ihre wahre Tätigkeit hat aber erst im Jahre 1919 mit der Eröffnung der ersten Soldatenstube kurz nach dem 1. Weltkrieg begonnen.
Heute ist die Stiftung DSR Inhaberin der Eldora-Gruppe. Welch ein Weg, den sie seit ihrer Gründung zurückgelegt hat!
Entdecken Sie dieses leidenschaftliche Abenteuer mit einem kurzen Rückblick auf ihre Geschichte. Ein Abenteuer, das nicht stattgefunden hätte, ohne mutige und weitsichtige Personen, die immer dem Willen gehorchten, den Menschen in der Not mit Trost und Ermutigung beizustehen.
Zu Beginn, die Gründervereine
Die Christlichen Vereine junger Männer wurden im Jahre 1844 in London auf Initiative von Pastor Georges Williams, einem unermüdlichen Propagandisten der Lehre von Jesus-Christus und der Heiligen Schriften, gegründet. Schon 1855 entsteht in der französischen Hauptstadt die Word Allianz of YMCA's. In der Westschweiz gründet sie zahlreiche kantonale Sektionen, die ihre Tätigkeiten hauptsächlich in der Westschweizer Militärkommission und in der Westschweizer Industriekommission entfalteten.
Blaues Kreuz Westschweiz
Die zweite Gründerbewegung war das Blaue Kreuz Westschweiz, dessen Urstammverein von Pastor Louis-Lucien Rochat gegründet wurde. Im Rahmen der Anglikanischen Kirchen studierte er Sozialhilfe in England. Dabei stellte er fest, welchen Schaden der Alkohol in der Bevölkerung anrichtete und entdeckte, im Kontakt mit einer Personengruppe, dass es entgegen der zu dieser Zeit noch vorherrschenden Vorurteile möglich war, ein Leben ohne Alkoholkonsum zu führen. Im Anschluss an diese Entdeckung verwandelte das Blaue Kreuz ihr Dasein von einer Gesellschaft der Mässigung zu einer Gesellschaft der Abstinenz.
Mit der Unterstützung von Louis Raymond, dem Präsidenten des CVJM, organisierte das Blaue Kreuz in Genf eine öffentliche Versammlung zum Thema « Die Trunkenheit und ihre wahre Heilung ». Am 21. September 1877 wurde das Blaue Kreuz auch in Genf gegründet.
Die Annäherung
Am 11. Oktober 1901 schliessen sich die Vereine CVJM und die Gesellschaften des Blau-Kreuzes im Rahmen der Westschweizer Militärkommission der Christlichen Vereine junger Männer und der Gesellschaften des Blau-Kreuzes zusammen. Die gemeinsame Aktion der beiden Bewegungen stimuliert Willen und Ideen gleichermassen. Die ersten Soldatenstuben wurden in mehreren Westschweizer Städten, wo Truppen stationiert waren, eröffnet. Sie stellten ihre Zweckmäßigkeit während den beiden Weltkriegen wie auch in Friedenszeiten zweifellos unter Beweis.
Die Stiftung strukturiert und organisiert sich neu, um ihren Betrieb als Inhaberin einer Holdinggesellschaft aufzunehmen und sich ausschliesslich auf die Realisierung der statutarischen Ziele auszurichten.
Die grosse Mehrheit der Einnahmen der Stiftung DSR stammen aus der Hol-dinggesellschaft Eldora Holding AG. Als verantwortliche Aktionärin, wünscht die Stiftung DSR eine angemessene Rendite aus ihrem Vermögen zu verwirkli-chen, um den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Projekte zu garan-tieren, die mit ihren Statuten vereinbar sind.
Zu dem bleibt die Stiftung DSR die Garantin für das Einhalten, im weitesten Sinne, der ethischen Werte der gesamten, von der Eldora-Gruppe ausgeführ-ten Tätigkeiten.
Um der Geschäftstätigkeit der DSR Gruppe die Weiterentwicklung zu erlauben und auch der Stiftung DSR die Realisierung ihrer ursprünglichen Aktivitäten zu gestatten, wurde der Bereich Gemeinschaftsrestauration der Stiftung DSR ab 1. Januar 2015 mithilfe einer Vermögensübertragung der Eldora AG anvertraut.
Damit hat sich diese Gesellschaft den anderen Gesellschaften angeschlossen, die unter der Holding « Eldora Holding SA (zuvor DSR Participations SA, später dann CulinArte Holding AG) zusammengeführt worden sind und wo die Stiftung DSR als Alleinaktionärin auftritt.
Die DSR-Gruppe wurde so in die Eldora-Gruppe überführt.
Die DSR-Gruppe erwirbt die Gesellschaft Schéma -Tec SA, eine Firma, die im Bereich der Planung von Restaurationsbetrieben spezialisiert ist. Dank dieses Erwerbs ist die Gruppe in der Lage, ihren Ingenieurbereich zu verstärken und neue Leistungen anzubieten, wie z. B. im Bereich der 3D-Bildverarbeitung und der Innenarchitektur.
Das Jahr 2012 war durch das Hinzukommen von drei neuen Gesellschaften gekennzeichnet. Die beiden erstgenannten sind das Ergebnis einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem berühmten Chefkoch der Genfer Gastronomie Philippe Chevrier.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ist die DSR-Gruppe nun in der Lage, die Karte der gehobenen Gastronomie auszuspielen und ihren Kunden einen Gourmet-Cateringservice anzubieten.
In einem ganz anderen Register und in der Perspektive, in verwandten Berei-chen der Restauration aktive Gesellschaften aufzubauen, gründete die DSR-Gruppe die Gesellschaft Fidurest SA, die sich auf alle notwendigen Kompe-tenzen im administrativen Bereich für den guten Ablauf ihres Geschäftsbetrie-bes konzentriert.
Die Gesellschaft Fidurest SA ist auch die Einkaufszentrale der DSR-Gruppe.
Um sich auch im Bereich der Informatik mit den tüchtigsten Kompetenzen zu umgeben, deren Unterstützung für ihre dynamische Weiterentwicklung unab-dingbar ist, hat die DSR-Gruppe die Gesellschaft Datarest SA erworben.
Um über eine zentrale Drehplattform für die Produktion der ausgelieferten Mahlzeiten zu verfügen, hauptsächlich im Kanton Genf, hat die DSR-Gruppe die Gesellschaft Régéservice SA erworben.
Die bei vielen öffentlichen Gemeinwesen gut bekannte Gesellschaft Régéservice SA zentralisiert die gesamte Produktion der ausgelieferten Mahl-zeiten, die zuvor auf viele DSR-Restaurants in der Region verteilt waren. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden weiter auch einen Cartering-Service an.
In Partnerschaft mit dem Genfer Hockey-Club Genève-Servette gegründet, betreibt die Gesellschaft ArenaCatering Restaurants im Rahmen von Sport-stätten.
Um sich von der Vormundschaft der temporären Arbeitsvermittlungsagenturen zu lösen, beschloss die DSR-Gruppe für ihr Personal, in Partnerschaft mit dem in dieser Branche tätigen Fachbüro Interiman SA, eine eigene Arbeits-platzvermittlung zu gründen.
Diese Zusammenarbeit prägte den Beginn einer wahren Diversifizierung der Geschäftstätigkeiten der Gruppe, die spätestens von diesem Zeitpunkt an den entscheidenden Vorteil der Gründung von Gesellschaften erkannte, die in verwandten Bereichen der Restauration tätig sind.
Im Frühjahr 2006, nach intensiven Verhandlungen mit den Verantwortlichen des angesehenen Genfer Sportclubs, hat die DSR-Gruppe, wie immer über die Vermittlung ihrer Holdinggesellschaft, das gesamte Aktienkapital der Gesellschaft Restaurant de la Société Nautique de Genève SA erworben.
Nach dem Standort Palexpo in Genf, wird der DSR-Gruppe auch ein Auftrag für die Restauration des Ausstellungszentrums Beaulieu in Lausanne anvertraut.
Gemeinsam mit der Stadt Zürich, wird die Gesellschaft Menu and More AG ins Leben gerufen. Die Letztere betreibt die Stadtküche der Stadt Zürich und liefert täglich die Mittagsverpflegung für die Betreuungseinrichtungen der Stadt Zürich (12‘000 Mahlzeiten pro Tag) sowie für weitere öffentliche und private Gemeinwesen.
Zu diesem Datum übernimmt die Stiftung DSR eine Mehrheitsbeteiligung des Aktienkapitals der Gesellschaft TR André Curchod SA, Betreiberin der Restau-ration des Ausstellungszentrums Palexpo in Genf (die anschliessend auf den Namen ExpoGourmet SA umbenannt wurde). Sie gründet ebenfalls die Ge-sellschaft LakeGourmet SA, um den Auftrag für die Restauration der Genfer Schifffahrtsgesellschaft CGN sicherstellen zu können. Weiter gründet sie unter dem Namen « DSR Participations SA » eine Holdinggesellschaft, deren Aufga-be es ist, Gesellschaften zu gründen oder zu erwerben.
Diese Statutenänderung beschleunigt in willkommener Art und Weise die Steigerung der Umsatzzahlen und die Diversifizierung der Tätigkeiten im Bereich der Restauration.
Noch im gleichen Jahr und zum ersten Mal in ihrer Geschichte, wird der Name « DSR Gruppe » angenommen.
Die Stiftung DSR trifft die Wahl, ihre Tätigkeit über den Röstigraben hinaus auch auf die Deutschschweiz auszudehnen und eröffnet eine Niederlassung in Zürich. Innerhalb von 10 Jahren ist die Stiftung DSR zu einem geschätzten Leistungsunternehmen geworden, vor allem in den wichtigsten Städten der Deutschschweiz, bislang jedoch noch ohne eine ausreichende Investitions-rendite ausschöpfen zu können.
Mit dem Marktauftritt der von der multinationalen Konzern Nestlé gegründeten Gesellschaft « Eurest » und der Gesellschaft Wagon-Lits International, deren erklärtes Geschäftsziel es ist, Gewinne zu erzielen, wurden die zahlreichen « sozialen » Restaurationsunternehmen auf den zweiten Rang zurückgedrängt.
Mit Eurest wurde der Alkoholausschank in den Gemeinschaftsrestaurants ge-stattet, womit die Stiftung an Attraktivität einbüsste.
Anlässlich dieser Generalversammlung, wechselte die Stiftung Département Social Romand ihren Namen und wird zur Stiftung DSR umbenannt, wobei ihr gleichzeitig auch gestattet wurde, in ihren Restaurants Alkohol auszuschenken.
Nach dem letzten Weltkrieg orientierte die Stiftung die Entwicklung ihrer Tätig-keit auf die Gemeinschaftsrestauration und die Regiebetriebe des Bundes, auf die Unternehmen des Sekundärsektors sowie die grossen alpinen Baustellen, die zu ihren Hauptkunden zählten. Im Jahre 1955 betreibt sie mehr als fünfzig Kantinenbetriebe.
Die Stiftung DSR war fast die einzige Leistungserbringerin in diesem Sektor in der Westschweiz und profitierte von einem ständig wachsenden Markt. Dies gestattete den Verantwortlichen, ihre Ziele nicht allein auf die Rentabilität auszurichten, denn es war einfach unvorstellbar, auf dem Rücken der Arbeiter und des Personals Gewinne zu erzielen.
Im Bewusstsein, dass die Stiftung in der Lage war, das Geschäft eines Restau-rationsbetriebs zu führen, beschlossen die SBB, ihr den täglichen Betrieb der Eisenbahnerkantine des Bahnhofs Lausanne anzuvertrauen.
Dieser erste Auftrag prägte den offiziellen Beginn der Stiftung im Bereich der Gemeinschaftsrestauration, und das nur gerade zehn Jahre nach ihrer Grün-dung.
Nach Ende des ersten Weltkrieges entsteht die Stiftung aus einem sozialen Impuls, auf Initiative von zwei unterschiedlichen Vereinen – die Christlichen Vereine und das Blaue Kreuz. Zum Schutz der Gesundheit und der Moral einer aus dem Krieg entlassenen und mittelosen Bevölkerung, nutzte die Stiftung die berühmten « Soldatenstuben », die sich damals fast auf alle Waffenplätze der Westschweiz verteilten. Der Betrieb der damals rund 450 Soldatenstuben er-reichte seinen Höhepunkt am Ende des zweiten Weltkrieges.