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Philosophie wird in den allermeisten Gymnasien angeboten. Allerdings gibt es je nach Kanton und Schule unterschiedliche Angebote. Die klassischen sind:
- Philosophie als Grundlagenfach
- Philosophie als Teil das Schwerpunktfachs Philosophie/Psychologie/Pädagogik (PPP)
- Philosophie als Ergänzungsfach
- Philosophie als Freifach
In einigen Schulen gibt es auch das Fach Ethik.
Auf Youtube gibt es mittlerweile sehr gute Videos, in denen philosophische Positionen und Argumente erläutert werden. Zu den in verschiedener Hinsicht (sachliche Korrektheit, Verständlichkeit, Anschaulichkeit) besten zählen die Videos von Wireless Philosophy und die Filosofix-Filme von SRF. (Bewertung von Jonas Pfister)
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Mittlerweile gibt es sehr gute Einführungen in die Philosophie. Zu den besten Einführungen zählen die Bücher auf Englisch von Nigel Warburton und Stephen Law, die auch auf Deutsch übersetzt wurden. Für das philosophische Schreiben und allgemein als Einführung in das Philosophieren ist nach wie vor das auf Deutsch als "Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger" übersetzte Buch von Jay Rosenberg zu empfehlen. (Bewertung von Jonas Pfister)
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Das Internet ist heutzutage der Ort, wo jeder nachschlägt, vom Schüler über Lehrpersonen bis zu den Professorinnen und Professoren. Wikipedia ist in vielen Fällen ein guter Einstieg. Darin gibt es auch ein Portal speziell für Philosophie. Eine herausragende, frei zugängliche Enzyklopädie auf Englisch ist die Stanford Encyclopedia of Philosophy (ed. Ed Zalta).
Das Nachschlagen auf Papier kann manchmal besser oder gar die einzige Option sein. Wirklich empfehlenswert sind als Nachschlagwerke das "Oxford Dictionary of Philosophy" (von Simon Blackburn), der "Cambridge Dictionary of Philosophy" (hg. v. Robert Audi) und der "Oxford Companion to Philosophy" (hg. v. Ted Honderich). Auf Deutsch ist ein gutes Nachschlagwerk "Lexikon Philosophie. 100 Grundbegriffe", in dem die Grundbegriffe im Kontext ihrer Debatten erläutert werden. (Bewertung von Jonas Pfister)
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Die Philosophie-Olympiade ist ein Wettbewerb für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Wenn Du Interesse hast, nimm teil! Weitere Informationen findest Du hier: www.swissphilo.ch
Ein wichtiger Grund, Philosophie zu studieren, können die Fertigkeiten sein, die man im Philosophiestudium erwirbt. Dazu gehören die Fähigkeiten
- zur Analyse von Texten, Theoriegebäuden, Strukturen und Ideen
- zur kritische Auseinandersetzung mit Ideen
- zum Argumentieren
- zum Aufzeigen von Zusammenhängen, Widersprüchen und übersehenen Details
- zum Hervorbringen von konstruktiven und gut begründeten Vorschlägen
- zur Offenheit gegenüber ungelösten Fragen
- zur Verschriftlichung komplexer Gedanken in eine verständliche Form
Die durch das Studium entstandene Einübung und Erarbeitung der aufgeführten Fähigkeiten ermöglichen den Studierenden, diese in anderen (nicht philosophischen) Themengebieten anzuwenden.
Die Berufe der über 28‘000 Personen, welche zwischen 1980 und 2011 in der Schweiz Philosophie studiert haben, sind äusserst vielfältig. Nicht nur Berufsbranchen, deren Arbeit sich mit Texten oder Kommunikation befassen (Journalismus, Verlagswesen, Kommunikation oder Bibliotheken), kommen für Philosophen in Frage. Auch in den Bereichen Kultur, NGOs, öffentliche Verwaltung oder bei Stiftungen finden Philosophinnen und Philosophen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Fähigkeiten.
Dazu kommt, dass die ausgeprägte Sprach- und Argumentationskompetenz ebenso als wichtige Kompetenz für VerkäuferInnen oder BeraterInnen gilt. So werden in Grossbritannien beispielsweise häufig PhilosophInnen als AnalystInnen von Banken rekrutiert.
Neben all diesen fachfremden Tätigkeiten, bieten die Universitäten und Gymnasien weitere Möglichkeiten, die inhaltlichen Kenntnisse anzuwenden, ob als ForscherIn, DozentIn oder als Lehrperson. Trotzdem gibt es aber auch Verbände, die sich auf gewisse philosophieverwandte Themen spezialisiert haben, und auf inhaltlich ausgebildetes Personal angewiesen sind. So stellen auch die Ethikkommissionen eine Berufsmöglichkeit für Philosophiestudierende dar. Nicht zuletzt gibt es in der Schweiz auch einige Philosophinnen und Philosophen, die sich selbstständig gemacht haben und z.B. philosophische Beratungen oder Ähnliches anbieten.
Grundsätzlich ist es aber allen Philosophiestudierenden ebenso ans Herz gelegt, dass sich diese - wie beispielsweise Mike Müllers Faszination für das Theater (ein früherer Philosophiestudent, bekannt aus Giacobbo/Müller)- schon während des Studiums in einem anderen Bereich engagieren, um den Berufseinstieg zu erleichtern.
Trotz den relativ rar gesäten „philosophischen Berufen“ verliert das Studium aber nicht an Attraktivität und Nützlichkeit. Ein Philosophiestudium wird oft auch als Denkschule erlebt, die für das Leben als solches als äusserst wertvoll empfunden wird. Ob es sich hierbei um eine inhaltliche, historische Übersicht über die gedankliche Entwicklung der Menschheit dreht oder um die Fähigkeit handelt, klarer zu denken, zu sprechen und zu schreiben: Kaum Jemand würde das eigene Philosophiestudium als gänzlich nutzlos beschreiben.
Hier sind einige weitere Gründe:
Herr Professor Anton Leist (Zürich)
über die Gründe für ein Philosophiestudium: "Nimmst Du die blaue Pille, bleibt alles wie bisher..."
Jonas Pfister (Bern)
Zwei Gründe scheinen mir besonders wichtig:
1. Die Schulung analytischer Fähigkeiten. Dazu zählen die Fähigkeiten, begriffliche Probleme zu formulieren und zu lösen, Begriffe mit anderen Begriffen zu verknüpfen, abstrakte Gedanken zu erfassen und verständlich darzustellen, logische Argumentstrukturen zu erkennen und zu beurteilen und logisch gültige Argumente aufzustellen.
2. Die Entdeckung der Grundlagen der abendländischen Kultur. Dazu zählen die Werke, die von Philosophen zu Mathematik und Naturwissenschaften ebenso wie zur Moral und zur Politik geschrieben wurden. Ihre Kenntnis ermöglicht ein tieferes Verständnis von Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft.
Aus diesen zwei Gründen ist das Studium der Philosophie die ideale Ergänzung zu den verschiedensten Fächern. Als Hauptfach bietet sich Philosophie für diejenigen an, die sich für grundlegende Fragen an und für sich interessieren.
Peter King (Oxford)
Pro und Contra (inkl. Zusammenstellung verschiedener amerikanischer Universitäten)
Deine Gründe
Ob diese und andere Gründe, die für das Studium der Philosophie sprechen, auch deine Gründe sind, musst du herausfinden. Dazu kann es hilfreich sein:
- mit Studierenden und Dozierenden zu sprechen,
- das Angebot verschiedener Universitäten anzuschauen: Wo Philosophie studieren?,
- an einzelnen Veranstaltungen teilzunehmen,
- Berufswünsche und Berufsmöglichkeiten zu kennen,
- das genaue Lehrangebot und der Studienaufbau an verschiedenen Universitäten anzuschauen: Studies.
- Mit einem Augenzwinkern: Wer hat alles Philosophie studiert? - Famous philosophers poster
Am Schluss liegt der Entscheid bei dir!