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Schottland verspielt an der WM gegen Argentinien eine 3:0-Führung – und scheidet wegen eines umstrittenen Millimeter-Entscheids des Videoassistenten in der Nachspielzeit aus.
Argentinien wahrt sich dank eines 3:3 gegen Schottland eine kleine Chance auf das Weiterkommen als einer der vier besten Gruppendritten. Die Südamerikanerinnen holten in den letzten 18 Minuten einen 0:3-Rückstand auf, das 3:3 fiel durch einen Penalty, bei dem der Videobeweis gleich zweimal zum Einsatz kam – beim Entscheid auf Foul und bei der Wiederholung, weil sich die Torhüterin Lee Alexander zu früh bewegt hatte, als sie den ersten Versuch hielt (s. Video oben).
Die Unparteiischen scheinen es diesbezüglich ganz genau zu nehmen – bereits in vorhergehenden Spielen wurden an dieser WM zwei Elfmeter wiederholt.
Die neue Regel besagt, dassdie Keeperin oder der Keeper bei Schussabgabe mit mindestens einem Fuss auf der Linie bleiben muss. Die Schottin verliess die Linie Bruchteile einer Sekunde zu früh. Doch gab ihr dies wirklich einen entscheidenden Vorteil? Ob von einem eindeutigen Fehlentscheid, welcher den Videoassistenten zum Eingreifen auffordert, die Rede sein kann, ist wohl Ansichtssache.
Schottland muss nach dem 3:3 die Koffer packen. Damit Argentinien die Achtelfinals noch erreicht, müssten am Donnerstag zum Abschluss der Vorrunde sowohl Kamerun und Neuseeland (im Direktduell der Gruppe E) als auch Chile und Thailand (im Direktduell der Gruppe F) unentschieden spielen.
England als Gruppensieger weiter
Englands Fussballerinnen schliessen die WM-Vorrunde in Frankreich dank eines 2:0-Siegs gegen Japan mit dem Punktemaximum ab.
Als Gruppensieger treffen die Engländerinnen, die vom ehemaligen englischen Internationalen Phil Neville gecoacht werden, in den Achtelfinals auf einen Gruppendritten. Japan qualifizierte sich als als Zweiter der Gruppe D ebenfalls für die Runde der letzten 16.
14 Achtelfinalisten stehen fest
Bereits für die Achtelfinals qualifiziert sind Gastgeber Frankreich, Norwegen, Deutschland, Spanien, China, Italien, Australien, Brasilien, England, Japan, Europameister Niederlande, Kanada, Schweden sowie Titelverteidiger USA.