Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03128.jsonl.gz/1075

Die Logik hinter Geschwindigkeitskontrollen ist nicht, Geld für den Staat einzunehmen, sondern den Verkehrsfluss zu regulieren und Gesetzesübertretungen zu ahnden.
Zur Zeit werden in der Schweiz die ersten Geschwindigkeitskontrollsysteme installiert, bei denen aufgrund von zwei über mehrere Kilometer aufeinanderfolgenden Kontrollstellen die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt wird. Dies erlaubt es einerseits effektivere Geschwindigkeitswerte zu eruieren, als bei stationären "Momentaufnahmen", und andrerseits kann der Fahrzeuglenker auch mal zum Überholen auf der Autobahn kurzfristig auf 130 beschleunigen, ohne genau dann geblitzt zu werden.
Das Argument, dass dieses System eine erhöhte Unfallgefahr mit sich bringt, ist leicht widerlegt: Eine Geschwindigkeitskontrolle mit "Momentaufnahme" verleitet zu brüskem Abbremsen, was die Unfallgefahr massiv erhöht, v.a. auf Autobahnen. Eine Kontrolle, die die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt, führt zu regelmässigerem Verkehrsfluss ohne Bremsmanöver. Auch die Staugefahr erhöht sich mit diesem System nicht - warum denn auch? Die Höchstgeschwindigkeit wird ja durch das System nicht reduziert.
Dieses für die Schweiz neue System ist in Italien seit mehreren Jahren im Einsatz und resultierte nicht in mehr Unfällen oder Staus. Zudem wird die Aktivierung des Systems auf der Autobahn klar und deutlich angezeigt, was an sich bereits abschreckend wirkt und keinesfalls zur Staubildung führt (siehe z.B. A26 Alessandria - Genua).
Das System wird sich auch in der Schweiz bewähren und sich in Kürze in der Unfallstatistik spiegeln.