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LID. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat am 1. Februar 2002 eine Untersuchung gegen die Fleischverarbeitungsbetriebe Micarna (Migros) und Bell (Coop) sowie gegen Unternehmen aus dem Schweinehandel eröffnet. Die Untersuchung über den Fleischmarkt soll zeigen, ob das Verhalten der Verarbeitungsbetriebe Micarna (Migros) und Bell (Coop) kartellrechtlich zu beanstanden ist, wie die Weko in einem Communiqué vom 5. Februar meldete. Aufgrund einer Vorabklärung bestünden Anhaltspunkte dafür, dass diese beiden Unternehmen möglicherweise eine kollektiv marktbeherrschende Stellung missbrauchen. So habe sich die Bruttomarge der Fleischverarbeitungsindustrie und des Detailhandels in den letzten zwei Jahren um rund 30 Prozent erhöht. Die Untersuchung gehe zudem Anhaltspunkten nach, wonach Unternehmen, welche im Schweinehandel tätig sind, an Telefonkonferenzen und regelmässigen Treffen möglicherweise unzulässige Absprachen treffen, schreibt die Weko. Die Vorabklärung, welche zu der nun eröffneten Untersuchung führte, wurde am 11. April 2001 aufgrund einer Anzeige des Schweizerischen Schweinezucht- und Schweineproduzentenverbandes Suisseporcs eingeleitet. Bei der Weko laufen auch informelle Verfahren zum Rindfleischmarkt. Ob es dort zu einer Untersuchung kommt, ist noch offen.
Mediendienst Nr. 2552 vom 07. Februar 2002