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Meinungsbeitrag zur umstrittenen Übernahme von Sika durch Saint-Gobain – diverse FN-Berichte
Mit der Übernahme der Sika kann der französische Saint-Gobain-Konzern zu einem Schnäppchenpreis seinen schärfsten Konkurrenten im Mörtelgeschäft aus dem Weg räumen.
Mit dem Kauf von 16 Prozent der Aktien kann Saint-Gobain 52 Prozent der Stimmen erreichen. Der Appetit auf die schweizerische Industrieperle ist nachvollziehbar, weil die Sika viel profitabler ist. Mit der Übernahme dürften die rentabelsten Geschäftszweige der Sika über kurz oder lang in Saint-Gobain integriert werden. Für einen globalen Konzern macht es keinen Sinn, wenn sich zwei Töchter auf dem gleichen Markt, nämlich beim Mörtel, bis aufs Blut bekämpfen.
Für den Kanton Freiburg kann diese Übernahme fatale Folgen haben, weil Standorte zusammengelegt beziehungsweise abgebaut werden müssten. Davon dürfte auch Düdingen betroffen sein.
Die Übernahme der hochprofitablen Sika durch einen lahmenden französischen Riesen ist jedenfalls nicht im Sinne des Werkplatzes Freiburg. Ich bin ohnehin der Meinung, dass Akquisitionen ausländischer Akteure in strategisch wichtigen Branchen einer öffentlichen Kontrolle unterliegen sollen, wie ich es in einer Motion im Nationalrat verlangt habe.
«Der Appetit auf die schweizerische Industrieperle ist nachvollziehbar, weil die Sika viel profitabler ist.»