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Schaben ist ein manuell oder maschinell ausgeführtes Verfahren. Traditionell dient Schaben im Werkzeugmaschinenbau zur Herstellung von Führungen, Passflächen und zur Herstellung von Öltaschen in Gleitflächen. Das Schaben erst nach anderen Verfahren wie dem Drehen, Fräsen oder Schleifen eingesetzt. Da diese Verfahren immer genauer wurden, haben sie in vielen Fällen das Schaben überflüssig gemacht.
Ziel des Verfahrens ist es, die gegenüber der idealen Ebene erhabenen Stellen (durch Welligkeit, Verzug o. ä.) eines Werkstücks abzutragen. Da sich alle gleichmässig über die Gesamtfläche verteilten, tragenden Punkte einer Fläche auf einer Ebene befinden, kann eine bestmögliche gleichmäßige Verteilung der Last erreicht werden. Die Lage der erhabenen Stellen und die Güte der Oberfläche werden durch Tuschieren mit Tuschierfarbe auf einer Tuschierplatte oder mit einem Tuschierlineal festgestellt. Die Farbe verbleibt je nach angewendetem Verfahren auf den erhabenen Flächen oder in den Vertiefungen. Nach dem Einebnen der Fläche werden Grate mit feinen Abziehsteinen geglättet. Erreichbar sind Ebenheitstoleranzen von 0.001 mm.
Durch kreuzweisen Wechsel der Richtung des Schabwerkzeugs entsteht ein typisches Schabmuster, welches teilweise auch allein seiner optischen Wirkung wegen hergestellt wird. Am langsamen Verschwinden des Musters durch Abnutzung kann der Verschleiss abgeschätzt werden.
Durch Schaben werden auch bewusst Vertiefungen in der Arbeitsoberfläche angebracht, die als sogenannte Öltaschen eine längere Aufrechterhaltung des Schmierfilms ermöglichen, unter anderem auch in hydrodynamisch geschmierten Gleitlagern. Die Bedeutung des Schabens wird unterschiedlich beurteilt. Im Werkzeugmaschinenbau und Gebrauchtmaschinenbereich wird es häufig eingesetzt. Neumaschinen werden wegen leistungsfähiger und präziser alternativer Verfahren nicht mehr mit Schaben hergestellt.