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Ich habe mich vor einigen Jahren an einem Stück Fleisch verschluckt. Seither ist die Speiseröhre gereizt. Nun hat der Arzt eine Speiseröhrenentzündung (Eosinophile Ösophagitis) festgestellt. Da die Schulmedizin keine schlauen Therapieformen kennt, bin ich auf der Suche nach einem Weg, den ich einschlagen könnte.
Diese Art der Speiseröhrenentzündung wird durch Eiweisse aus der Nahrung verursacht. Somit ist die Ernährungstherapie die Heilmethode der Wahl. Evtl. gibt es in Ihrer Nähe jemanden, der oder die sich mit Ayurveda auskennt. Bei dieser Therapieform wird stark über die Ernährung gearbeitet. Bestimmt haben Sie selbst bereits beobachtet, welche Lebensmittel die Beschwerden verstärken und welche nicht.
Im Zusammenhang mit Entzündungen im Körper sind es oft das Schweinefleisch, die Eier, die Klebereiweisse aus Weizenmehl und die Eiweisse aus Milchprodukten– vorwiegend Kuhmilch. Schaf- und Ziegenmilch geht manchmal besser. Ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie für drei Monate die Eier, das Schweinefleisch und Wurstwaren strikt weglassen, statt Weizen den weniger glutenhaltigen Ur-Dinkel bevorzugen und Milchprodukte nur in Ausnahmefällen essen. Essen Sie stattdessen viel grünes Gemüse zusammen mit Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, wenig Fleisch und wenig Rohkost. Auch Brotmahlzeiten sind nicht ideal. Orientieren Sie sich eher an der asiatischen Küche (aber nicht scharf!).
Aus der Perspektive des Ayurveda, der indischen Naturheilkunde, würde man Ihnen eine Pitta-reduzierende Kost verschreiben. Das heisst, das Feuerelement im Bereich des Magens und der Speiseröhre ist zu hoch, was die Entzündung auslöst. Meiden Sie stark gewürzte, fermentierte und saure Speisen sowie saure Früchte. Verzichten Sie weitgehend auf Alkohol, Tabak und Kaffee. Verzichten Sie auf Essig und in Essig eingelegte Nahrung und würzen Sie vermehrt mit frischen Kräutern statt mit Chili und Pfeffer.
Nehmen Sie täglich Aloe-vera-Gel ein. Sie erhalten dies in Reformhäusern und Drogerien. Zudem könnten Sie täglich einen Teelöffel Kurkumapulver mit etwas warmem Wasser einnehmen. Das wirkt entzündungshemmend und pflegt den Darm. Sehr beruhigend wirkt auch Gerstengraspulver, das voller sekundären Pflanzenstoffen ist. Diese haben ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung.
Und noch etwas – das klingt jetzt vielleicht etwas fremd, aber ich habe das Gefühl, dass das Verschlucken vor drei Jahren ein traumatisches Erlebnis für Sie und Ihren Körper war, das immer noch mitschwingt. Machen Sie täglich eine kurze Meditation, bei der Sie sich vorstellen, dass Ihre Speiseröhre innen ausgekleidet ist mit einem heilsamen, goldenen Licht. Die Übung bringt Sie in Verbindung mit Ihrer Kraft zur Selbstheilung und hilft Ihnen, dass Sie nach und nach Frieden schliessen mit der Erstickungsangst, die Sie damals ausgestanden haben.