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Kleine Menschen im Pelz?
Carl Wieland, Furry little humans? Creation 24(3) June-August 2002, Answers in Genesis, Acacia Ridge DC Qld, 4110 Australien. <email-pii>
Auf Grund der Evolutionstheorie müssten die Affen ähnliche Eigenschaften haben wie wir Menschen. Doch gründliche Forschungsarbeiten zeigen, dass diese Idee weitgehend der Phantasie zugeschrieben werden muss.
Während des vergangenen halben Jahrhunderts oder so haben Dutzende von hingegebenen Darwinisten Jahrzehnte ihres Lebens geopfert, um das Verhalten der Affen zu erforschen. Das Publikum wurde mit Geschichten beglückt, wie sie Jane Goodall und Dianne Fossey berichteten. Diese Frauen haben mehrere Jahre mit Schimpansen und Berggorillas zusammengelebt. Die sozialen Strukturen, das Verhalten, die Kommunikation und so weiter wurden genau unter die Lupe genommen. Man wollte schon die geringsten Anzeichen von Ähnlichkeit registrieren, die in ihrem Denken und Gemüt zeigen, dass sie angeblich in ihrer Verwandtschaft gar nicht so weit von uns entfernt sind. Immer wieder werden wir damit konfrontiert, dass die Unterschiede zwischen dem Menschen und diesen angeblich "nahen Verwandten" gering seien, eigentlich sogar unbedeutend.
Zwei Entwicklungen haben hierin die Öffentlichkeit speziell beeindruckt (1) und das evolutionäre Denken verstärkt. Eine davon ist der hohe Prozentsatz des genetischen Materials (DNS), das diese Primaten mit dem Menschen gemeinsam haben. Die DNS von Schimpansen ist zu 96% bis 98,7% identisch mit der menschlichen, je nachdem, wer die Untersuchung machte. Der Grund für die Unterschiede liegen darin, dass noch niemand die DNS eines Affen decodiert hat. Mit anderen Worten, es müssen viel gröbere Techniken angewendet werden, um das Ausmass der Ähnlichkeit abzuschätzen (2).
Bananen in Pyjamas?
Von den Pavianen wird gesagt, dass 92% ihrer DNS gleich sind wir beim Menschen. Wenn das stimmt und es auch nur 90% wären, würde sie das zu 90% - igen Menschen machen? So wird das nämlich meistens verstanden. Es lohnt sich zu wiederholen, was der prominente Evolutionist Steve Jones seinem Publikum kürzlich in diesem Zusammenhang sagte: "Wir haben auch 50% unserer DNS gemeinsam mit Bananen. Das macht uns jedoch nicht zu halben Bananen, egal ob von der Hüfte an aufwärts oder abwärts." (3)
Ein anderer Aspekt hat mit der Sprache zu tun. Der Schimpanse Washoe und der Bonobo Kanzi (ein Zwergschimpanse) sind durch ihre Fähigkeit berühmt geworden, auf menschliche Sprache in erstaunlich komplexer Weise zu reagieren. (4)
Für überzeugte Evolutionisten muss es daher eine grosse Enttäuschung sein, wenn sie die neuen Arbeiten lesen, welche von den hingegebensten Primatenforschern der Welt stammen. (5) Robert Seyfarth und Dorothy Cheney sind als Ehepaar ein Team, das viele geniale Experimente mit grünen Meerkatzen und Pavianen gemacht hat. Sie haben dabei die Tiefen des sozialen Wissens und der Denkprozesse dieser Tiere ausgelotet.
Trotzdem sie gelegentlich schon unbekannte "Reichtümer" des sozialen Affenlebens publiziert hatten, zeigen ihre gesammelten Ergebnisse ein massives Nein zur Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen. Sie sind immer mehr zur Schlussfolgerung gekommen, dass es in bezug auf die Intelligenz und die Kommunikation der Affen starke Grenzen gibt. (6) Dies ist für bibeltreue Christen keine Überraschung.
Wenn zum Beispiel Paviane an einem frisch zerrissenen Büffel vorbeigehen, können sie nicht zwei und zwei zusammenzählen, nämlich bemerken, dass hier Löwen in der Nähe sein müssen. Nur wenn sie einen Löwen direkt sehen, werden sie alarmiert. Auch wenn eine tote Antilope hoch oben in einem Baum hängt (weil sie ein Leopard hinauf geschleppt hat), realisieren sie nicht, dass ihr tödlicher Feind, der Leopard, offensichtlich in der Nähe ist. Ein anderes Beispiel: Paviane einer Gruppe, welche nach Futter suchen und sich auf zwei entgegengesetzte Seiten eines Waldes verlaufen haben, sind bekannt dafür, dass sie dann bellende Rufe abgeben. Man hat lange angenommen, dass sie damit den Kontakt zueinander aufrechterhalten, indem sie einander zurufen, "He, wir sind hier, wo seid ihr? So würden das jedenfalls Menschen machen. Doch geniale Experimente zeigten, dass die Affen damit nur ihre eigene Verlassenheit beklagen.
Seyfarth und Cheney sagen, dass die Affen nicht realisieren, dass andere Affen etwas denken können. (7) Was immer sie für Gedanken und Emotionen haben mögen, können sie diese nicht auf ihre Aussenwelt projizieren, wie das der Mensch dauernd tut. So kann ein Schimpanse über etwas, das er verloren hat, traurig sein. Aber Schimpansen können einen traurigen der Ihrigen nicht trösten.
Diese Unfähigkeit, sich in die Lage eines anderen Affen zu versetzen, wurde krass demonstriert, als ein Affe namens Sylvia durch tiefes Wasser schwimmen musste und dabei ihr Junges sich auf ihrer Bauchseite festgeklammert hatte. Das Junge ertrank. Weil die Alte selber atmen konnte, realisierte sie nicht, dass ihr Junges dazu unter Wasser nicht in der Lage war.
Was bedeutet all dieses in Bezug auf die genetische Ähnlichkeit? Der eindeutig nicht kreationistische Autor des Artikels, R. Coniff, der mich zu diesem Aufsatz motivierte, gibt zu, dass uns diese Resultate daran erinnern, dass "nur wenige Prozente Unterschied zu riesigen unüberbrückbaren Klüften zwischen den Arten führen können" (8). Natürlich haben wir schon seit langem betont, dass schon wenige Prozente Unterschied in der DNS bedeuten, dass dies viele Millionen Basenpaare betrifft. Diese sind wahrscheinlich zudem in vielen der wichtigsten Kontroll-Genen eingebaut. (Wenn wir die Schmetterlinge betrachten, so haben deren Ei, die Raupe, die Puppe und der Schmetterling alle zu 100% die selbe DNS. Sie enthält offensichtlich alle vier verschiedenen Baupläne für die vier total verschiedenen Lebensformen. Es kommt darauf an, welche der Gene jeweils aktiv sind und welche nicht. Ein Vergleich der DNS kann somit völlig irreführen. Der Übersetzer).
Wir sind mit einer grösseren Ähnlichkeit zu den Affen als zu den Quallen geschaffen worden. Weil unser Körperbau auf das DNS "Rezept" zurückgeht, ist es völlig logisch, dass wir auch genetisch den Affen ähnlicher sind als den Quallen - oder Bananen.
Und wie steht es mit den vielgerühmten Fähigkeiten zum Sprechen? Diese Forscher erinnern uns daran, dass die Umstände (bei den Untersuchungen) künstlich gewesen sind. Seyfarth sagt: " Man kann einen Bären dazu bringen, in einem Zirkus ein Fahrrad zu fahren, aber das sagt nicht viel darüber aus, was er in der Wildnis lernen muss." (9) Weiter meint der Autor des Artikels: "sogar im Labor hat noch nie ein Tier irgend etwas wie eine wahre Sprache erlangt." Dagegen verkörpert der Mensch eine Theorie des Geistes, die weit darüber hinausgeht. Wir sind uns bewusst, dass wir und unser Geist existieren und dass andere auch einen denkenden Geist haben. Menschen, und nur die Menschen, "wissen was wir wissen, und wir wissen, dass wir es wissen. Wir besitzen die spielerische, neugierige, seltsame und einfühlsame Eigenschaft, die man menschliches Bewusstsein nennt." (9)
Er hätte noch hinzufügen müssen, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass wir im Bilde Gottes geschaffen wurden. Wir wurden gemacht, um mit unserem Schöpfer zu denken, argumentieren, lieben und sprechen. Affen, unabhängig davon, wie gross auch ihre Ähnlichkeit auch sei, sind es nicht.
Seyfarth kommt zum Schluss: "Sie sind keine kleinen Menschen mit Pelzen. Sie sind einfach Affen." (6)
Referenzen und Bemerkungen:
(1) Evolution funktioniert oft wie ein Betäubungsmittel, welches das Bewusstsein gegen das Unbehagen schützt, das durch das Erkennen von Sünde oder Schuld eintreten kann. Wenn Adam unser Vorfahre ist, dann bestimmt Gott die Regeln, wenn es ein Affe war, bestimmen wir sie selbst.
(2) Batten, D. et al., Fragen an den Anfang, CLV, 2001, Seiten 116-120.
(3) Jones S., Interview am ABC-Radio im Australien Museum bei der Sendung "The Science Show" vom 12. Januar 2002, www.abc.net.au/rn/science/ss/s456478.htm
(4) Coniff, R., Monkey wrench, Smithsonian, Seiten 102-104, October 2001
(5) Berichtet in Ref. (4), Seiten 97-104
(6) Ref. (4), Seite 97
(7) Ref. (4), Seite 102
(8) Ref. (4), Seite 98
(9) Ref. (4), Seite 104