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Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, die den Bauchraum und die Beckenorgane von unten abschliesst und an seinen Rändern nach oben gebogen ist. Er erstreckt sich wie ein gespanntes Tuch vom Schambeinknochen bis hinten zum Kreuz- und Steissbein, seitlich setzt die Muskelgruppe an beiden Sitzbeinhöckern an.
Welche Aufgabe hat der Beckenboden?
- Der Beckenboden hält die Gebärmutter, die Blase und weitere Organe des Unterleibes an Ort und Stelle.
- Er unterstützt die Schliessmuskulatur von Harnröhre und After
- und hält dem hohen Druck stand, der unter anderem beim Husten und Lachen, beim Pressen beim Stuhlgang und bei körperlicher Belastung, beispielsweise beim Heben schwerer Gegenstände entsteht.
Es ist daher sehr wichtig, diese Muskulatur kräftig zu halten.
Wenn der Beckenboden streikt
Bei Frauen kann ein geschwächter Beckenboden zur Absenkung der Gebärmutter, der Blase oder einem Teil des Darms führen. Bei Männern können sich Potenzstörungen entweder in vorzeitigem Samenerguss oder durch eine schwache beziehungsweise zu kurz anhaltende Erektion äussern.
Symptome für Beckenboden-Probleme
Folgende Anzeichen deuten auf einen geschwächten Beckenboden hin:
- Harninkontinenz, Urinverlust beim Husten, Niesen oder beim Sport
- Schmerzen beim Wasserlassen und im Beckenbereich
- Gefühl einer unvollständigen Entleerung der Blase oder des Darms
- Hoden-, Leisten- oder Beckenschmerzen
- Schwierigkeiten mit der Darmkontrolle, Darminkontinenz
- Schmerzen beim Sex oder dem Orgasmus
Mit gezielten Übungen den Beckenboden trainieren
Den Beckenboden zu kennen und gezielt zu trainieren ist die beste Vorsorge. Mit der gezielten Stärkung des Beckenbodens lässt sich insbesondere die Inkontinenz in vielen Fällen gut vorbeugen.
Folgende Faktoren können zur Beeinträchtigung der Beckenbodenfunktion führen
- Alter: in den Wechseljahren oder zwischen 40 und 50 Jahren treten Falten auf – das Gewebe erschlafft.
- Verstopfung: Bei Männern ist dies einer der Hauptfaktoren für die Verschlechterung des Beckenbodens. Wiederholtes Drücken belastet den Beckenboden.
- Starkes Übergewicht
- Schwangerschaft und Geburt
- Jahrelange Schwerarbeit durch regelmässiges Heben grosser Lasten oder belastende Sportarten wie z.B. Gewichtheben, Hüpfen, Springen oder Judo können die Muskulatur und das Bindegewebe des Beckenbodens schwächen.
- Rauchen, Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, chronischer Husten oder schlicht genetische Veranlagung belasten den Beckenboden zusätzlich.
Ein schwacher Beckenboden ist insbesondere für Frauen ein Thema. Doch in seltenen Fällen können auch Männer davon betroffen sein.
Mögliche Erkrankungsformen des Beckenbodens
Störungen an der Beckenbodenstruktur können im Zusammenhang mit den folgenden Krankheitsbildern auftreten oder diese auslösen: