Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/1663

Vereinsgeschichte
1965
fing alles an: die Einladung zur Gründungsversammlung des HC KZO war unterzeichnet mit einem “Stürmerfoul und Pfostenschuss”. Traktanden waren die Beschlussfassung über das Trainings- und Spielreglement und die Vereinsstatuten. Des weiteren wurden die ersten “Klubfunktionäre” gewählt. Erster Präsident wurde Felix Brugger. Gründungsmitglieder waren Hansueli Lehmann, Felix Brugger, Roland Brauchli, Dr. Louis Capt, Paul Waeber, welche aber ihr erstes inoffizielles Handballspiel für den HC KZO schon zehn Jahre früher im Rahmen der Eröffnung der Kantonsschule absolvierten. Gegner im Jahre 1955 war eine Oberstufenklasse von Gossau. Die Partie endete damals mit einem 2:1 Sieg für KZO.
A-Inter
konnten unsere Junioren auch schon spielen. Doch war diesem interregionalen Spielbetrieb nur wenig Glück beschienen. Stiegen doch die Inter-Mannschaften immer wieder postwendend ab, was natürlich insbesondere mit der Konstanz in der Juniorenabteilung zusammenhängt. Erstaunlich war aber insbesondere der Aufstieg ins Inter im Jahre 1990, wo während der Saison noch der Trainer geschasst wurde und eine Weile ohne Trainer trainiert wurde. Schlussendlich übernahm CC interimistisch die Mannschaft und führte das Team ins Inter mit einem Zitter-Sieg nach klarer Führung über den BSC Goldach. Den entscheidenden Treffer zum Aufstieg gelang Hitz vier Sekunden vor dem Abpfiff indem er einen Abpraller ins Netz knallte (so die damaligen Trainer-Nachrichten)
Claude Curchod
Die absolut wichtigste Person im Klub während vielen, vielen Jahren. Präsident von 1976 – 1984. In den Siebzigern und Achzigern baute er die berühmte Juniorenabteilung des HC KZO auf und aus. Mit Ihm wurde der Klub eine ernst zunehmende Grösse in der Region. Einer seiner beliebtesten Sprüche: “Jeder Schiedsrichter hat als Kind zuwenig Liebe erhalten.”.
Damen
Während rund 12 Jahren gab es auch schon einmal eine Juniorinnen- bzw. Damenmannschaft. Nachdem sich diese mehr oder weniger gut über die Runden brachte, wurde sie leider Anfangs der 90-iger Jahre dem chronischen Schiedsrichtermangel geopfert, was verständlicherweise nicht überall auf Wohlwollen traf.
Ein weiterer Anlauf wurde 1998 mit der selbstgetroffnen Entscheidung sich aufzulösen, beendet. Die Juniorinnen Frauschaft ist aber weiterhin erfolgreich in unserem Verein vertreten und es ist zu hoffen, dass dies auch so bleibt, oder sogar noch expandiert.
Fusion
Ein Dauerbrenner war lange Zeit das Thema der Fusion des HC KZO mit dem HC Pfäffikon. An einer ausserordentlichen Generalversammlung wurde 1977 dem Fusionsvertrag mit klarer Mehrheit zugestimmt. Anscheinend hat dies aber nun der HC Pfäffikon nicht gemacht. Die Protokolle des Vorstandes weisen dazumal eine Lücke auf und die genauen Gründe sind nicht bekannt. Auf jeden Fall wurde anschliessend eine “Material-Entwirrungsaktion” gestartet. Den Junioren welche weiterhin mit einem Ball des HCP trainieren wurde angedroht, dies als Diebstahl (…) zu betrachten!
Auf die Saison 1998/99 wurde eine neue Taktik eingeschlagen und nicht weniger als 3 Spielgemeinschaften (4.Liga, Senioren, Junioren BM) eingegangen. Vieleicht ist das der Beginn einer schleichenden Fusion?
Geld
Dies ist wie in jedem Verein immer ein Thema gewesen. Die Mitgliederbeiträge betrugen 1972 fünfzehn Franken für Erwerbstätige, zehn Franken für Studenten und Junioren und fünf Franken für Passive. Der Vorstand unterstützte damals aber einen Antrag, für erhaltene Gegentore fünf Rappen pro Tor einzuzahlen, womit ein gegenteiliger Weg zum heute verbreiteten Goalsponsoring begangen wurde. Im Oktober 1972 diskutierte der Vorstand Wege zur Verbesserung der finanziellen Lage des Vereins. Ein Vorschlag sah vor, dass jeder Spieler zwei Samstagnachmittage pro Jahr bei einem Bauunternehmen arbeitet und die Hälfte des Lohnes dem HC KZO abliefert. Da die Realisierbarkeit bezweifelt wurde, kam dieser Plan aber nicht zur Ausführung. Über die grösste Misere in der Vereinsgeschichte möchten wir an dieser Stelle nicht mehr berichten. Wir denken aber, dass der Schuster bei seinen Schuhen und die Handballer bei ihren Bällen und nicht bei Pepe bleiben sollen.
Handball
Der Handball war immer schon rund. Auf verschiedenen Wegen wurde auch versucht günstige Bälle einzukaufen. Einmal kaufte ein Vorstandsmitglied sogar drei Bälle in der CSSR ein (so geschehen 1972). Der Vorstand genehmigte dazumal den Kauf von Bällen guter Qualität.
Internationale Turniere
1971 reiste der Klub nach Dortmund und wurde bei diesem internationalen Turnier Dritter. Sie schlugen im Spiel um den Dritten Platz die deutsche Mannschaft UNNA mit 9:6 Toren. Im folgenden Jahr nahm der HC KZO am internationalen Turnier von Göppingen teil. Hier schaute lediglich ein sechster Platz heraus, die Begeisterung über die Teilnahme, vermochte das mässige sportliche Abschneiden zu übertünchen. 1973 nun wurde nun das erste gemeinsame internationale Schülerhandballturnier Freihof-Gymnasium Göppingen und KZO Wetzikon durchgeführt. Der Hausvorstand der KZO (Herr H. Kleboth) begrüsste die ausländischen Gäste als europäische Gäste im Sinne, dass die Schweiz auch zu Europa gehöre (was 1995 fraglicher ist als je zuvor). Am Turnier nahmen neben den beiden erwähnten Organisatoren noch eine weitere deutsche Mannschaft, eine dänische, österreichische, belgische und zwei Zürcher Mannschaften teil. KZO wurde Dritter und gewann das kleine Final mit 15:12 gegen das Stadtgymnasium Dortmund. Bei KZO spielten neben anderen Silvio Solenthaler und Rolf Roschi; gespielt wurde übrigens in Pfäffikon! 1985 nahm der HC KZO (Aktiv 1) an einem Turnier in Holland teil. Es zeigte sich aber, dass die Ansprüche der Teilnehmer langsam steigen. In der “Schlafturnhalle” hielte es nur wenige länger aus, der Rest suchte sich Hotelzimmer!
Junioren
Noch 1984 und 1985 hiess es in der Zeitung, dass das Aushängeschild des HC KZO die Juniorenabteilung sei. Hinter Ami hatten wir die grösste Juniorenabteilung. Dem ist leider nicht mehr so! Im Gegensatz zu früher ist die Konkurrenz unter den Sportmöglichkeiten gewaltig gewachsen. Auch haben andere Vereine (insbesondere Uster und Stäfa als direkte Konkurrenten) grosse Fortschritte gemacht.
Kantonsschule Zürcher Oberland
Die KZO feierte 1995 immerhin schon ihren vierzigsten Geburtstag und ist in früheren Jahren sehr stark mit dem Handballclub der Kantonschule Zürcher Oberland verhangen. Dies insbesondere über Dr. Louis Capt, welcher als Turnlehrer an der Kantonsschule, Präsident des HC KZO, Leiter des Freifaches Handball viel für unseren Sport gemacht hat. Es ist aber offensichtlich, dass seit der Pensionierung unseres Ehrenmitglieds der Handballsport an der Kantonsschule eher ein Mauerblümchen-Dasein fristet. Andere Sportarten geniessen an der Schule einen regeren Zulauf. Insbesondere haben aber auch andere Handballvereine aus der Region vielen Kantonsschülern einen Platz zum Trainieren und Spielen angeboten. Der HC KZO hat bei weitem kein “Monopol” für Kantonsschüler.
Es wäre zu wünschen, dass sich irgend wann mal ein Handballer unseres Vereins zu einem TurnlehrerInnen-Studium durchringen kann und anschliessend sich natürlich als Turnlehrer an der Kantonsschule anstellen lässt und anschliessend neben dem Freifach auch in den allgemeinen Turnlektionen den Handball und insbesondere unseren Verein so beliebt machen kann, dass unsere Junioren- und Juniorinnenabteilung wieder starken Zulauf von der Schule erhält. Natürlich hat besagter zukünftiger Lehrer (bzw. Lehrerin) dafür zu sorgen, dass eine neue Turnhalle erstellt wird, welche neben der Tribüne auch die Länge und Breite zur Durchführung von Handballspielen aufweist.
Lager
Schon seit vielen Jahren führt der Handballclub immer wieder Trainingslager für Junioren- und Juniorinnen durch. Diese finden nicht nur bei unseren Jungen grossen Anklang sondern dienen auch den Betreuern immer wieder zum Aktivieren spezieller Fähigkeiten, wobei nicht nur die Handballerischen gemeint sind. Auch im Ausland wurden schon Trainingslager durchgeführt. Es ist aber dabei darauf zu achten, dass man, falls man Freundschaftsspiele wünscht, sich bei der Nennung der Liga ein bisschen zurückhält. Eine zweite Liga der Schweiz entspricht nicht unbedingt einer zweiten Liga im Ausland … Unser Abstecher nach Ungarn hatte aber auch internationale Konsequenzen und trug stark zur Völkerverständigung zwischen unseren nördlichen Nachbarn und dem HC KZO bei. Für Details wende man sich an unseren schon mehrere Jahre verheirateten ehemaligen Präsidenten.
Präsidenten
Hatte unser Club folgende:
|1965 – 1967||Felix Brugger|
|1967 – 1969||Thomas Schreier|
|1969 – 1971||Heinz Vettiger|
|1971 – 1974||Urs Winiger|
|1974 – 1976||Silvio Solenthaler|
|1976 – 1984||Claude Curchod|
|1984 – 1989||Stephan Harder|
|1989 – 1994||Sandro Wettstein|
|1994 – 1999||Rolf Roschi|
|1999 – 2000||Thomas Zeindler|
|2000 – 2003||Matthias Stammbach|
|2003 – 2014||Jürg Koller|
|2014 - 2016||Geschäftsleitung Marco Rast|
|2016 - ...||Jürg Koller|
Querschläger
Gibt es auch beim HC KZO. Vorallem wenn der Ball das Holz trifft. Dies ist auch eine beliebte Ausrede, falls das Spiel verloren geht: “x-mal hämer s’Holz tüüpft!”. In den Medien steht hierzu zum Beispiel: Mangelnde Routine und Pech (Rohrbach traf … nur die Latte)…Nach fünf Holztreffern schauten für KZO nur noch drei Tore heraus… Die übrigen Aufbauer zeigten eine gute Leistung, mehr als zehnmal trafen sie aber nur Latte oder Pfosten … (alle Zitate entstammen dem Zürcher Oberländer und betreffen die erste Zweitliga-Saison 81/82. Interessanterweise finden sich diese “Holzzitate” nur, wenn der HC KZO verloren hat, womit die These der Ausrede schon beinahe belegt ist!
Die andere, menschliche Art von Querschlägern gibt es auch zwischendurch beim HC KZO. Normalerweise verlassen diese Querschläger oder Querulanten zwar freiwillig den Verein, doch musste auch schon mitgeholfen werden …: “Ausgeschlossen wurden mit Schimpf und Schande: C.D.B.; T.H., U.M., R.S. und A.K” (GV-Protokoll vom 1.7.80).
Rolf Roschi
Ein Mann der im Club schon praktisch alles gemacht hat – Ihm eine Sondernummer zu widmen wäre eigentlich auch schon bald mal angebracht. Nebst seiner eigenen Spielerkarriere sei insbesondere seine langjährige Arbeit als Trainer von Aktiven- und Juniorenmannschaften erwähnt, welche viele sportliche Erfolge und insbesondere den Aufstieg in die erste Liga brachte. Als langjähriges Vorstandsmitglied sei im speziellen erwähnt, dass seine Wahl in den Vorstand an der GV 1976 stark umstritten war: “Nach einer heissen Debatte” (so das GV-Protokoll) wurde Rolf mit 24:21 Stimmen gewählt unter der Bedingung, dass er nicht bei Ami spielen wird. Nun, er hat nie für Ami gespielt, ist uns immer noch treu und bekleidet den Präsidentenjob. Es geht das Gerücht um, dass er beim nächsten Budget ein Konto “Repräsentationsaufgaben” einführen möchte um einen neuen Anzug zu kaufen…
Statuten
Konnten an der GV 1995 auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden. Zwar war eine Neufassung schon früher ein Thema doch heisst es hierzu in einem Vorstandsprotokoll vom Dezember 1984: “S. Harder möchte eine Neufassung der Statuten beantragen. C. Curchod rettet den Aktuar vor der “speziellen Aufgabe” indem er dem Präsidenten zu verstehen gibt, dass es dringendere Sachen zu erledigen gibt (Packen wir’s an!).”
Verlieren
hat schon jede Mannschaft in diesem Verein gelernt, wie man es aber am geschicktesten kann, hat insbesondere die zweite Mannschaft bewiesen, welche in ihrer Abstiegssaison 1993/94 in teils Spielen noch wenige Sekunden vor Schluss führte aber das Spiel dennoch verlor.
Walenbach
ist seit seiner Eröffnung unsere Heimspielhalle. Hatten wir doch in der Kantonsschule kaum geeignete Hallen und mussten unsere internationale Turniere in Pfäffikon durchführen, kam das Walenbach wie gerufen. Seit 1998 haben wir einen neuen Holz-Boden und die Duschen wurden endlich für normalgrosse Menschen benutzbar gemacht. Doch das Walenbach ist bekanntermassen nicht unsere einzige Halle. Nebst dem Wydum finden immer noch sehr viele Trainings in den werten Hallen der Kantonsschule statt. Grundsätzlich wären zusätzliche Hallen immer gewünscht. Insbesondere seit Uster auch eine neue, grosse, supermoderne hat, Bäretswil(!) eine ganzjährige Eishalle(!) und nur noch Pfäffikon in der näheren Umgebung zu bemitleiden ist.
Zürcher Oberländer
ist schon seit vielen Jahren unsere Plattform für Spielberichte, Meisterschaftsvorschauen und Inserate. Zwar ist es nicht immer leicht einen Berichterstatter zu finden, so dass zum Teil der Trainer beziehungsweise die Spieler des Fanionteams für die Artikel zuständig waren. Normalerweise verläuft die Zusammenarbeit gut, und wir können uns über den eingeräumten Platz in unserer Regionalzeitung freuen, doch gab es auch mal einen Clinch über die Nicht-Publizierung eines Spielberichtes: “Ich masse mir nicht an, das Interesse der Leser Ihrer Zeitung an Spielberichten von Partien der 4.-Ligaklubs im Fuss- oder Volleyball zu beurteilen. Dagegen bin ich überzeugt, dass die Berichte über die Spiele eines 2.-Liga-Handballklubs nicht von geringerer Bedeutung sind.” (so der Spielberichterstatter in seinem Schreiben an den ZO). Die Antwort der Zeitung stellt klar, dass einzig die Redaktion über Publizierung bzw. Nicht-Publizierung entscheidet. Bezüglich Kürzungen stellt das Antwortschreiben fest: “Am besten ist es, wenn Berichte von Anfang an nicht so abgefasst werden, dass sie beispielsweise unkürzbar sind.”