Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03127.jsonl.gz/2

Erste Episode einer psychotischen Erkrankung: Integrierte Behandlung liefert bessere Resultate als Standardbehandlung
Die Autoren untersuchten den Effekt einer integrierten Behandlung (mit Einbezug von Familie und Hilfe beim Umgang mit Erkrankung...) bei Patienten mit einer ersten Episode einer psychotischen Erkrankung (Schizophrenie).
Die multizentrische randomisierte Studie wurde in Dänemark (Kopenhagen, Aarhus) durchgeführt. 547 Patienten mit einer ersten Krankheitsepisode aus dem Schizophrenie-Spektrum wurden in die Studie eingeschlossen und randomisiert in die Gruppe mit 2-jähriger integrierter Behandlung (spezieller Patientenbetreuung zu Hause mit Familienbeteiligung) oder in die Gruppe mit Standardbehandlung (Psychiatrisches Zentrum). Die primären Endpunkte waren vorhandene psychotische Symptome und negative Symptome nach einem respektive zwei Jahren Follow up, einem Score von 0 bis 5 entsprechend (0: keine Symptome, 5 Symptomenmaximum).
Nach dem ersten Jahr Follow up betrug der psychotische Symptomenscore für die intergriert behandelten Patienten durchschnittlich 1.09, der für die Standardbehandelten 1.35 (Differenz -0.31 zugunsten der integrierten Behandlung, P=0.02). Auch der negative Symptomenscore nahm in beiden Therapiegruppen ab, wobei eine Signifikanz bestand zugunsten der integrierten Therapie (-0.36, P0.001). Nach 2 Jahren Follow up betrug die mittlere Differenz zwischen den beiden Gruppen für die psychotischen Symptome -0.32 und für die negativen Symptome -0.45, beide zugunsten der integrierten Therapie. Patienten mit der integrierten Therapie litten signifikant weniger häufig an Komorbiditäten, waren besser an die Therapie gebunden und zufriedener mit der Therapie als diejenigen der Standardgruppe.
Konklusion der Autoren: Die integrierte Behandlung verbessert den klinischen Outcome und die Comliance. Die klinische Verbesserung war konsistent nach einem Jahr und auch nach 2 Jahren Follow up.
Link zur Studie
BMJ 2005;331:602 - Petersen L et al
19.09.2005 - undefined