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Deklassierungen: Preiseinbruch verhindern
Der SGPV hat einen Marktentlastungsfonds für Brotgetreide. Finanziert durch spezifische Produzentenbeiträge, ist er dafür bestimmt, mit Massnahmen Überschüsse auf dem Markt zu vermeiden. Denn Überschüsse hätten einen Einbruch der Produzentenpreise zur Folge: Die in der Vermarktung tätigen Personen wollen die Ware auch bei einer Überschusssituation vor der nächsten Ernte absetzen. Um sicher zu gehen, dass sie ihr Getreide absetzen können, senken sie die Verkaufspreise. Folglich droht der gesamten Ernte eine Preissenkung!
Die Deklassierungen erlauben es, in Jahren grosser Erträge ein Überschuss zu verhindern. Konkret wurden in den letzten Jahren zwei solche Massnahmen umgesetzt: die Exportstützung für verarbeitete Produkte aus Schweizer Getreide (Schoggigesetz) und die Deklassierung (Absatz der Übermengen an Brotgetreide im Futtermittelsektor).
Die Deklassierung ermöglicht den Sammelstellen, den überschüssigen Weizen im Futtermittelsektor abzusetzen und den Produzenten den Brotweizenpreis zu bezahlen. Die Preisdifferenz wird den Sammelstellen aus dem Marktentlastungsfonds ausbezahlt. So werden die Übermengen auf dem Brotgetreidemarkt beseitigt und das Angebot stimmt mit der Nachfrage überein.
Statistiken zu den Deklassierungen finden Sie hier.
Deklassierung Ernte 2023
Die Analyse der Marktsituation, des inländischen Angebotes unter Berücksichtigung der möglichen Importmenge, hat ein Ungleichgewicht zwischen dem Angebot des Labels IP-Suisse und Suisse Garantie aufgezeigt. Die Lagermengen von IP-Suisse Brotgetreide gehen über die normalen strategischen Lagerbestände hinaus, während Suisse Garantie kaum über strategische Lagermengen verfügt. Ergänzend dazu besteht ein Ungleichgewicht zwischen den Suisse Garantie Qualitätsklassen, mit einem Überschuss in Klasse II und einem Manko bei den Klassen Top und I.