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Der Stanser Dorfplatz erhält sein heutiges Erscheinungsbild mit den repräsentativen Patrizierbauten nach dem Dorfbrand von 1713 und ist seit 1963 als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Zwischen dem Rathaus auf der einen und der Kirche St. Peter und Paul auf der anderen Seite thront das Winkelried-Denkmal sozusagen zwischen weltlicher und geistlicher Macht im oberen Bereich des Dorfplatzes (vgl. Was das Denkmal erzählt). Es bildet eine weitere Achse mit dem Winkelried-Brunnen (1724), der sich im unteren Bereich befindet.
Das Stanser Winkelriedkomitee hatte sich von Anfang an für den heutigen Standort ausgesprochen (vgl. Die Entstehungsgeschichte). Das Denkmal sollte mitten in Stans stehen, dort wo der Markt und die Älplerkilbi abgehalten wurden und die Leute nach dem Gottesdienst zusammenkamen. Man erhoffte sich im Dorf zudem Einnahmen durch den Fremdenverkehr.
Die Standortfrage gab allerdings bald Anlass zu ausufernden Diskussionen. Die Frage, wie und in welchem Umfeld ein Denkmal gestaltet sein müsse, damit es dem Zeitgeist entspricht, wurde breit und heftig und gar über die Landesgrenzen hinaus diskutiert (vgl. Das Denkmal als Kunstwerk). In Kunstkreisen wollte man Denkmäler nicht mehr in der Mitte des örtlichen Lebens haben, sondern mit ihnen in die Einsamkeit, in die Natur fliehen. Der Zürcher Kunstverein forderte deshalb einen abgelegenen Standort (heute: Huobliegg), «abseits des Strassengewirrs und menschlichen Treibens», «in wohltuender Stille», um der Erhabenheit des Denkmals gerecht zu werden (vgl. Wozu ein Denkmal für Winkelried?). Selbst der Plan eines Felsendenkmals zwischen Stansstad und Stans analog dem Löwendenkmal in Luzern erhielt Zuspruch.
Die Stanser liessen sich allerdings nicht umstimmen und das Denkmal bekam seinen Platz am heutigen Standort. Eine Bedingung liess sich der Zürcher Kunstverein allerdings nicht nehmen: Das Denkmal sollte vom ganzen Platz aus sichtbar sein. Dies hatte zur Folge, dass die Friedhofsmauer um ungefähr sechs bis sieben Meter zurückversetzt wurde.
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A.5.1 Öffentlicher Raum
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A.5.2 Das Wohnzimmer Nidwaldens