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Die Wahl des richtigen Rackets ist wichtig, um die Spieltechnik von Beginn weg richtig zu erlernen. Bei der Auswahl des Rackets muss auf die Grösse des Schlägerkopfs, das Gewicht und den Griff geachtet werden. Der Grösse des Rackets muss insbesondere bei Kindern Bedeutung beigemessen und auf kindergerechtes Material geachtet werden, bei den erwachsenen Spielern sind die Rackets dann jedoch von ähnlicher Grösse.
Tennisschläger dürfen laut den Regeln des Internationalen Tennisverbandes ITF eine Gesamtlänge von 73,7 cm (29 Zoll) nicht überschreiten, wobei die Standardlänge 68,6 cm (27 Zoll) beträgt. Die Breite ist auf 31,7 cm (12,5 Zoll) begrenzt, während die Schlagfläche nicht länger als 39,4 cm (15,5 Zoll) und 29,2 cm (11,5 Zoll) breit sein darf. Die ITF unterscheidet klar zwischen Rackets für Profi- und für Amateurspieler. Mit Besaitung wiegt ein Tennisschläger zwischen 220 und 350 Gramm. Für Kinder und Jugendliche gibt es entsprechend kürzere und leichtere Schläger, die je nach Körperlänge ungefähr 48,3 bis 66 cm lang sind. Darauf folgen Junior- und Light-Rackets als Übergang zum Erwachsenenschläger.
Ein Tennisschläger besteht aus einem Rahmen, der Schlagfläche, der Bespannung und dem Griff. Es wird grob zwischen Comfort Rackets, Allround-Rackets und Turnier-Rackets unterschieden.
Worauf besonders geachtet werden muss
- Griff: Die Regel besagt: Beim Umgreifen des Griffs soll zwischen Daumen und Fingern etwa ein Zentimeter Platz verbleiben. Wichtig ist aber vor allem das Gefühl, ob der Griff gut in der Hand liegt.
- Grösse des Schlägerkopfs: Je grösser der Schlägerkopf, desto grösser ist die Aufschlagfläche. Da eine grössere Aufschlagfläche das Tennisspiel erleichtert, eignet sich für einen Anfänger ein Schläger mit grösserem Schlägerkopf (Comfort-Racket). Geübtere Spieler können zu einem Racket mit kleinerem Schlägerkopf wechseln (Allround-Racket). Normalerweise steht die Schlaghärte im direkten Zusammenhang mit der Grösse des Tennisschlägerkopfs. Je grösser die Schlägerkopfgrösse, desto mehr Power generiert ein Tennisschläger, aber desto weniger Kontrolle haben Sie mit dem Tennisschläger.
- Gewicht: Leichte Rackets eignen sich für Anfänger (Comfort-Racket). Ein leichtes Racket belastet ungeübte Arme nicht so sehr und verlangt auch weniger Kraftaufwand für den Schlag.
- Rahmenlänge des Rackets: Der Vorteil von längeren Tennisschlägern ist die grössere Reichweite und die grössere Schlagkraft. Zu den Nachteilen gehört ein Verlust der Schlagkontrolle.
- Rahmenhöhe des Rackets: Die Dicke des Rahmens beeinflusst die Schlaghärte eines Schlägers. Es gilt generell: je dünner der Rahmen, desto flexibler ist das Racket und umso mehr Kontrolle über den Schlag bleibt erhalten. Hingegen nimmt die Schlaghärte ab.
- Gewicht: Generell gilt, je schwerer ein Tennisschläger, desto besser die Kontrolle darüber. Je leichter der Tennisschläger, desto grösser ist die Schlagkraft.
- Balancepunkt des Rackets: Am Balancepunkt eines Tennischlägers ist das Racket im Gleichgewicht. Man spricht von einem grifflastigen Racket, wenn bei einer durchschnittlichen Rahmenlänge von 68 cm der Balancepunkt unter 33 cm liegt. Liegt er über 34 cm spricht man von einem kopflastigen Racket. Kopflastige Tennisschläger bieten eine erhöhte Schlagkraft, während grifflastige Rackets mit einem höheren Gewicht am Griff mehr Kontrolle beim Schlag bieten.
- Bespannung: Die Bespannungshärte gibt an, mit wie viel Zugkraft die Saite auf den Schläger gespannt ist und hat damit Einfluss auf das Spiel. Die Hersteller empfehlen eine Bespannung im Bereich von 23 bis 30 Kg. Man kann die Längs- und Quersaiten auch unterschiedlich hart bespannen. Grundsätzlich gilt: je härter der Schläger bespannt ist, desto mehr Ballkontrolle, aber umso weniger Kraft hat man beim Schlag. Die Bespannung verliert mit der Zeit an Härte und sollte deshalb regelmässig erneuert werden.
Lassen Sie sich vor dem Kauf eines Rackets im Fachhandel beraten! Ihr Spiel wird es Ihnen danken!
Ein Comfort-Racket erleichtert das Tennisspiel für alle, die körperlich und technisch (noch) nicht topfit sind, aber trotzdem ausgiebiges, schönes Tennis spielen möchten. Der Schlägerkopf ist etwas grösser als beim Allround-Racket und vergrössert so auch die Aufschlagfläche des Schlägers. Durch das geringe Gewicht des Rackets benötigt man weniger Kraft, um den Ball übers Netz zu schlagen.
Ambitionierte Freizeitspieler und Mannschaftsspieler greifen zum Allround-Racket. Sie sind etwas leichter und haben einen grösseren Schlägerkopf als Turnier-Rackets. Dadurch ist das Tennisspielen ein wenig einfacher, aber auch sehr sportliche Spieler sind mit dem Racket äusserst zufrieden.
Turnier-Rackets sind gekennzeichnet durch dünnere bis mittlere Rahmengrössen, kleinere Schlägerköpfe und höheres Gewicht. Dadurch geben sie dem Spieler mehr Feedback (das bedeutet mehr „Rückmeldung“) auf seinen Schlag. Um mit einem Turnier-Racket optimal spielen zu können, muss die Technik schon ein wenig ausgefeilt sein.
Für erste Tennisstunden oder zum Ausprobieren neuer Modelle können Rackets im Sportfachhandel oder im Shop eines Tenniscenters auch gemietet werden. Ein Tennisracket zum Kauf kostet zwischen CHF 100.00 und CHF 500.00, je nach Technologie und Material des Schlägers variiert der Preis. Ein gutes Anfängerracket ist ab ca. CHF 140.00 erhätlich.