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Berühmte Gedankenexperimente in der Philosophie des Geistes
Das Chinesische Zimmer
Dieses Gedankenexperiment von John Searle soll zeigen, dass Computer nicht aufgrund ihres Verhaltens Intelligenz zugeschrieben werden darf. Im Experiment befindet sich Searle in einem geschlossenen Raum. Unter der Tür werden chinesische Schriftzeichen herübergeschoben, welche er mit Hilfe einer Anleitung, die auf Englisch verfasst ist, beantwortet. Die chinesischsprachigen Menschen ausserhalb des Raumes glauben, dass Searle, welcher ihnen die Fragen in chinesischen Schriftzeichen beantwortet, Chinesisch versteht. Aber in Wirklichkeit führt er bloss die Anleitungen aus und versteht nichts vom Inhalt. Für Searle ist er in diesem Experiment nicht anders als ein Computer, der mit einem Sprach-Input, einen Output in derselben Sprache verfasst. Nur weil wir das Resultat nicht von einem menschengemachten Resultat unterscheiden können, heisst es nicht, dass der Computer den Inhalt versteht oder Bewusstsein hat.
Philosophische Zombies
Nehmen wir an, es gäbe Wesen, die uns physisch und funktional identisch sind. Diese philosophischen Zombies haben aber keine innere Welt; sie spüren und denken nichts. Der Zombie sagt zwar "Aua", wenn er sich den Kopf stösst, aber er verspührt keinen Schmerz. Von Aussen ist es unmöglich zu bestimmen, ob es sich um einen Menschen mit Bewusstsein handelt oder um einen Zombie. David Chalmers versucht mit diesem Argument den Physikalismus zu widerlegen. Da die Zombies physisch identisch sind, kann Bewusstsein weder auf ihre blossen physischen Bestandteile (Gehirn, Synapsen) reduziert werden noch kann Bewusstsein nur wegen ihrer phyischen Bestandteile enstehen.
Weitere Gedankenexperimente:
- Frank Jackson versucht mit «Mary» für einen Dualismus von Körper und Geist zu argumentieren. Auch wenn man alles über einen geistigen Zustand (Wissen über Farben) wissen kann, ist das Erfahren des Zustandes (das Sehen der Farben) etwas Zusätzliches.
- Thomas Nagels «What is it like to be a bat?»: ein Gedankenexperiment, das zeigen soll, dass die subjektive Erfahrung einen ganz speziellen Charakter hat (Qualia), der sich von anderem Wissen unterscheidet. Auch wenn wir alles über die Echo-Lotung von Fledermäusen wissen, so können wir nicht wissen, wie es ist, eine Fledermaus zu sein.
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