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Falken in Ostafrika von häufig bis selten
Falken – Ordnung Falconiformes
Falken – Familie Falconidae
Falken – Unterfamilie Falconinae sind kleine bis mittelgrosse Greifvögel in ihrer eigenen Ordnung, was heisst sie sind nicht verwandt mit anderen Greifvögeln. Ihnen fehlt der Überbrauenwulst (Torus supraorbitalis), welcher bei vielen Greifen (Accipitridae) vorhanden ist. Einige fliegen extrem schnell wie der Wanderfalke, andere rütteln oder sitzen an. Die Nahrung variert je nach Art von Vögeln, zu Reptilien, Insekten und kleinen Nagern. Bei einigen Arten sind vor allem die Weibchen schwer zu unterscheiden. Weibchen sind meist viel grösser als die Männchen. Daher nennt man Männchen Terzel (Drittel).
Im Englischen unterscheidet man zwischen verschiedenen Falkentypen, im Deutsch werden alle Falken genannt. Verjüngende (spitze Flügelenden) erlauben einen sehr schnellen Flug und sehr schnelle Sturzflüge, um Beute in der Luft zu schlagen – allen voran der Wanderfalke (320 km/Std)
Einige sind Standvögel, andere unternehmen sehr weite Wanderungen wie z.B. der Amur Falke. Die meisten bewohnen offene, leicht bewaldete Gebiete, ja auch Trockengebiete, andere leben in Gebieten mit Palmen oder gar noch spezieller Borassus Palmen.
Zugvögel, die in Afrika nicht brüten, kann man gelegentlich in grossen Zahlen vorfinden. Leider sind einige Arten im Status bedroht oder gefährdet. Verlust von Habitaten und Jagd auf die Greife hat deren Zahl reduziert. Andere sind vom Gebrauch von Pestiziden betroffen, da ihre Hauptnahrung Insekten sind.
Erleben Sie mit uns diese schnellen Jäger.
Für grössere Fotoansicht Klick aufs Bild. Die Namen der Fotografen sind angegeben. Fotos ohne Namen sind von Elvira Wolfer
Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Authoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.
Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.
Turmfalke (Falco t. tinnunculus) ist Wintergast von Oktober bis März. Er ist weitverbreitet in offenem Gelände bis semi-aride Gegenden. Links Männchen von Lorenzo Barelli, rechts Weibchen von Elvira Wolfer
Turmfalke In Ostafrika kommen verschiedene Unterarten vor. Falco tinnunculus rufescens brütet im und beim Grossen Grabenbruch und ist dunkler als die Nominatform.
Turmfalke (Falco tinnunculus rufescens) ist Standvogel und brütet im und um den Grossen Grabenbruch an felsigen Hügeln oder Kliffs. Foto von Jacques Pitteloud in Naivasha
Steppenfalke (Falco rupicoloides arthuri) kommt in Kenia und Nordtansania in Trockensavannen und Halbwüsten vor.
Rötelfalke (Falco naumanni) überwintert südlich der Sahara. Sie brüten im Mittelmeergebiet und in China. Gelegentlich findet man eine grössere Zahl der Insektenfresser beeinander. Links Männchen, rechts Weibchen
Fuchsfalke (Falco alopex) ist recht selten in Trockensavannen bei Felsen von Westafrika bis in Nordwestliche Kenya. Lorenzo Barelli hat in Nakuru im Februar 2022 einen entdeckt, was ungewöhnlich ist.
Graufalke (Falco ardosiaceus) kommt in Gegenden mit Bäumen von West- bis Ostafrika (in Kenia mehr im Westen) und südlich bis Angola vor. Es gibt Gebiete, wo man ihn regelmässig sehen kann.
Schwarzrückenfalke (Falco dickinsoni) ist nicht häufig im südlicheren Tansania. In Kenia sind nur wenige Sichtungen registriert. Er bevorzugt Savanne mit Palmen. Foto Per Holmen
Rotfussfalke (Falco vespertinus) brütet in Zentral-Eurasien und überwintert südlich der Sahara in Grasland und Savanne. Es ist ein seltener Vogel in Ostafrika. Status: verwundbar. Foto Jacques Pitteloud
Amurfalke (Falco amurensis) brütet in den Steppen von Nordost Asien und überwintert im südlichen Afrika. Auf dem Weg passieren sie Ostafrika und wenn man Glück hat, findet man eine hohe Anzahl. Links Männchen von Per Holmen, rechts Weibchen von Lorenzo Barelli
Rotnackenfalke (Falco chicquera ruficollis) kommt von Senegambia zum Horn von Afrika bis Mosambik vor. Sie können in Savannen mit Borassus Palmen gefunden werden. Oft sitzen sie oben auf der Baumspitze. Foto von Per Holmen
Schieferfalke (Falco concolor) brütet in felsigen Gegenden in Nordost Afrika und überwintert im südlichen Afrika. Dabei ziehen sie durch Ostafrika, sind aber leider selten. Status: verwundbar. Foto von Per Holmen
Eleonorenfalke (Falco eleonora) brütet auf Inseln im Mittelmeer und Erwachsene überwintern auf Madagaskar. An der Ostafrikanischen Küste sind sie häufiger wie im Inland. Es gibt eine helle Phase (Foto) und eine dunkle. Das Flugbild ist von Lorenzo Barelli, der Jungvogel von Elvira Wolfer vom Oldonyo Sabuk im Mai 2022
Taitafalke (Falco fasciinucha) kann an Klippen und in Schluchten in höheren Lagen von Aethiopien bis Mosambik gefunden werden. Status: verwundbar. Foto Lorenzo Barelli
Lannerfalke (Falco b. biarmicus) diese Unterart kommt in Kenia, DR Kongo und Südafrika vor. Es ist einer der am meisten entdeckten Falken. Er ist nicht sehr wählerisch, wo er lebt. In Uganda und Nordkenia kommt die Unterart abyssinicus vor.
Wanderfalke (Falco peregrinus minor) kommt in verschieden Unterarten fast weltweit vor. In Afrika kommt diese Unterart vor. Es ist ein eher rarer Vogel – Stand- und Zugvogel. Foto Lorenzo Barelli
Würgfalke (Falco c. cherrug) brütet von Zentral Europa bis Asien und überwintert in Nordost Afrika in Trockensavannen und Halbwüsten. Status: bedroht
Baumfalke (Falco s. subbuteo) ist ein Zugvogel aus dem Norden, den man gelegentlich von Oktober bis Mai in verschiedenen Afrikanischen Ländern antreffen kann. Foto Per Holmen
Afrikabaumfalke (Falco cuvierii) ist ein seltenerer Vogel. Er ist Stand- und Zugvogel in Savannen südlich der Sahara.
Halsband-Zwergfalke (Polihierax semitorquatus) kommt in Ost- und Südwest Afrika vor. Sie brüten in den Nestern von Kolonie- und Büffelwebern, weshalb sich deren Verbreitungsgebiet überlappt. Weibchen haben einen braunen Rücken. Foto links von Elvira Wolfer, rechts von Lorenzo Barelli