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Der frühere Vorsitzende der deutschen Partei Die Linke, Lothar Bisky, ist tot. Er sei am Dienstag im Alter von 71 Jahren verstorben, teilte Linksfraktionschef Gregor Gysi mit.
Bisky war von 1993 bis 2000 und noch einmal von 2003 bis 2007 Bundesvorsitzender der SED-Nachfolgepartei PDS. Nach dem Zusammenschluss der ostdeutschen Linkspartei mit der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) zur Partei Die Linke 2007 wurde er zusammen mit Oskar Lafontaine bis 2010 deren Co-Vorsitzender.
Politisch aktiv seit Ende 1989
Bisky war am 17. August 1941 in Zollbrück in Hinterpommern (heute Polen) geboren worden. Die Familie wurde 1947 vertrieben. Bisky wuchs im westdeutschen Bundesland Schleswig-Holstein in ärmlichen Verhältnissen auf. 1959 zog er freiwillig in die DDR, weil er im Westen keine Chancen für sich sah.
In der DDR hatte sich Bisky unter anderem als Rektor an der Hochschule für Film- und Fernsehen (HFF) in Potsdam-Babelsberg einen Namen gemacht. Politisch aktiv wurde er in der Wendezeit Ende 1989, als sich die Staatspartei SED in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) umbenannte.
(tno/sda)