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Aus Schweizer Sicht endete der heutige zweitletzte Tag des FlowBank Challengers in Biel mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Dominic Stricker musste seinen Halbfinal verletzungsbedingt aufgeben und anschliessend auch für den Doppelfinal mit Marc-Andrea Hüsler Forfait erklären. Hüsler schaffte hingegen in seinem Einzel nach Satzrückstand noch die Wende und steht im Final.
Ein Medical Timeout brachte keine Besserung
Beim Einspielen am frühen Morgen war noch alles in Ordnung gewesen bei Dominic Stricker, doch bereits beim Aufwärmen kurz vor Matchbeginn verspürte er leichten Zug am linken Knie. Dieser wurde nach den ersten Games während des Matches immer schlimmer, was sich auf sein ganzes Spiel auswirkte. Sonst so aufschlagssicher waren nur ein Drittel seiner ersten Aufschläge im Feld. Ein Medical Timeout mit Behandlung brachte keine wesentliche Besserung und so gab der sichtlich enttäuschte Berner beim Stand von 0:6, 0:2 gegen den Briten Liam Broady, der Nummer 5 des Turniers, schliesslich auf. «Es ist jetzt gerade natürlich schwierig für mich, aber eigentlich war es eine unglaubliche Woche mit dem Halbfinal im Einzel und Final im Doppel bei meinem Heimturnier», zog er anschliessend Fazit. Stricker hofft, dass es keine ernste Verletzung ist, wird dies aber noch genauer abklären lassen.
Hüsler besiegte in den Halbfinals den Niederländer Tim van Rijthoven
Im zweiten Halbfinal standen sich der Rüschliker Marc-Andrea Hüsler und der Holländer Tim van Rijthoven gegenüber. Und die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Jan Group Arena, noch etwas geschockt von Strickers Aufgabe wenige Minuten zuvor, mussten mitansehen, wie der Holländer kraftvoll aufspielte, gut servierte und retournierte und bald darauf den ersten Satz mit 6:3 für sich entschied. Der zweite Satz verlief viel ausgeglichener und so musste ein Tiebreak entscheiden. Hüsler musste beim Stand von 7:8 und 9:10 zwei Matchbälle abwehren und vergab seinerseits mehrere Satzbälle, bevor er sich mit 12:10 in den dritten Satz rettete. Dort spielte der Schweizer dann wieder ähnlich druckvoll wie bereits die ganze Woche und mit einem 3:6, 7:6(10), 6:4 steht die Nummer 7 des Turniers in seinem ersten Einzelfinal des Jahres und könnte seinen insgesamt 4. Challenger-Titel gewinnen. Gegen Broady hat er bisher einmal gespielt (Niederlage auf Sand im April dieses Jahres).
Da das Schweizer Team aufgrund von Strickers Verletzung im Doppelfinal nicht antreten konnte, heissen die ersten Doppelsieger des FlowBank Challengers von Biel Ruben Bemelmans (BEL) und Daniel Masur (GER).