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Abb. 1: Schattenwurf einer Windenergieanlage (Bild: Shutterstock).
Wenn die Sonne bei gutem Wetter tief über dem Horizont steht, kommt es natürlicherweise zu einem langen Schattenwurf. Dieser ist im Betrieb im Bereich des Rotors zudem bewegt. Der Effekt tritt vor allem im Nahbereich der Windkraftanlage auf, wenn der Betrachter, die Windkraftanlage und die Sonne in einer Linie stehen.
Kurz nach Sonnenaufgang trifft der Schatten westlich von der Windenergieanlage auf den Boden. Bei höher steigender Sonne rückt der Schatten näher an die Windenergieanlage und entfernt sich nachmittags wieder in östliche Richtung. Die Schattenwurfeffekte nehmen mit zunehmender Distanz in ihrer Intensität ab. Bei der hier geplanten Anlage sind sie im ungünstigsten Fall bis ca. 1000 m wahrnehmbar. In weiterer Distanz nimmt die Deutlichkeit stark ab, ein Schattenwurf ist aber rechnerisch noch nachweisbar, wie auf der Berechnung des Ausstellungsplakates zu sehen ist.
Der Schattenwurf kann mit einem Programm gut simuliert und vorausgesagt werden, da die EInflussfaktoren alle bekannt sind. So kann bereits vor der Errichtung der Windkraftanlagen deren Positionierung ideal angepasst werden. Die Berechnungen haben gezeigt, dass der Schattenwurf auf die Höfe und das Restaurant im Parkgelände zu reduzieren ist. Die Wohngebiete um den Windpark sind vom Schattenwurf nicht betroffen.
Zur Reduktion des Schattenwurfes werden die Windenergieanlagen über einen Schattenwurfcontroller verfügen. Dieser misst die Sonnenstrahlung und begrenzt den Schattenwurf auf umliegende Häuser, sobald diese in den Schattenwurfbereich kommen. So wird sichergestellt, dass auch auf diese Orte maximal 15 bis 30 Minuten am Tag Schatten fallen kann. Zudem wird auch die Gesamtschattendauer pro Jahr an diesen Orten begrenzt. Sie darf maximal 30 Stunden im Jahr betragen.