Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/64483

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, unter seiner direkten Ägide einen nationalen Wettbewerb "Beste Arbeiterin und bester Arbeiter der Schweiz" ins Leben zu rufen. Wie in anderen europäischen Ländern soll dadurch die manuelle Tätigkeit offiziell aufgewertet werden.</p><p>Wer die Prüfungen des Wettbewerbes "Beste Arbeiterin und bester Arbeiter der Schweiz" bestanden hat, soll ein vom Bundesrat verliehenes eidgenössisches Diplom erhalten.</p><p>Dieses Diplom bestätigt den Erwerb einer hohen Qualifikation in der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit auf den Gebieten des Handwerkes, des Handels, der Dienstleistungen oder der Industrie. Es berechtigt jedoch nicht zu einer finanziellen Vergütung.</p><p>Der Wettbewerb wird alle drei Jahre von einem Organisationskomitee durchgeführt, das der Bundesrat bezeichnet.</p><p>Er dient folgenden Zwecken:</p><p>- Verbesserung der Berufsbildung der Erwachsenen;</p><p>- Entwicklung des Sinns und der Motivation von Arbeiterinnen und Arbeitern, Handwerkerinnen und Handwerkern, ja generell jeder an der Produktion von Gütern und Dienstleistungen beteiligten Person, für Qualitätsarbeit;</p><p>- Festigung der Persönlichkeit, Entwicklung von Initiative und Fortschrittsdenken sowie gerechte Belohnung von Einsatzfreude;</p><p>- Engagement in der Grundbildung und Information der Jugendlichen;</p><p>- Ermutigung aller Berufstätigen, für neue Technologien offen zu sein, ohne die Kenntnisse und Fähigkeiten hinsichtlich herkömmlicher Techniken zu vernachlässigen;</p><p>- Aufwertung der Stellung manueller Qualitätsarbeit in der Bildung im Allgemeinen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung qualifizierter Mitarbeiter sowohl für die schweizerische Wirtschaft als auch für die Berufszufriedenheit der Einzelnen bewusst. Im Bereich der Berufsbildung verfolgt er diese Ziele mit einem qualitativ hochstehenden Angebot in der beruflichen Grundbildung, der höheren Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung. Die schweizerische Berufsbildung geniesst auch international hohe Anerkennung.</p><p>Der vom Motionär vorgeschlagene nationale Wettbewerb "Beste Arbeiterin und bester Arbeiter" ist nicht Sache des Bundes. Vielmehr müsste allenfalls die Durchführung und Organisation auf das Bestreben der Berufsverbände oder anderer privater Stellen hin erfolgen.</p><p>Die Aufstellung von Qualitätskriterien und die Verleihung des Titels "Beste Arbeiterin und bester Arbeiter" kann keine Aufgabe von Behörden und des Bundes sein. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen der einzelnen Tätigkeiten und Branchen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.