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Existing buildings are banal, almost always, and a nuisance for their owners: outdated in terms of structure and comfort, with rooms that are either too small or too big, and underutilised building rights. Nevertheless, we make a plea for exercising greater care in dealing with such buildings. In many cases existing buildings are cultural reserves that offer insights into the way people lived in the past and often it is precisely their stubborn insistence on being different that constitutes their value.
Mostly, the apartment buildings and housing estates, the office blocks and commercial buildings currently being demolished at every turn are not monuments worthy of preservation, they are not exceptional pieces of architecture, nor unique examples of their kind. All the same, in many cases they convey identity and context. Demolitions, which are steadily increasing in number, tear apart the urban mesh and uniform scales, the very character of entire neighbourhoods. It is only rarely that sophisticated buildings which strengthen their surroundings are subsequently erected, more often the spirit of the agglomeration makes its way into the city under the pretext of increasing density; a legible urban order is replaced by incoherent juxtaposition, large volumes impinge on the neighbourhood, gardens and trees make way for access to the underground garage. Along with the existing buildings affordable living space also vanishes, entire groups of the population are forced out of the city – low. earners, single parents, craftspeople, migrants.
However, it is neither social nor architectural criticism that questions the prevailing demolition mania, but rather the insight into the urgency of the climate crisis. If greenhouse gas emissions over the entire lifespan of a building (and not just its energy efficiency in operation) are the decisive criterion, then demolition becomes a questionable strategy. After all, the existing building stock is not just a CO₂ reservoir, it also presents an invitation to sufficiency, to a life with somewhat less space and comfort.
For designers, working on the existing building stock offers thought-provoking stimuli. Transforming and increasing the density of existing buildings is more complex than planning a new building on a greenfield site. But does that not make it interesting? This issue, therefore, is a plea for a more attentive, enquiring look at the existing building stock as both a cultural and a material resource.
Die Masse der abgebrochenen Bausubstanz in der Schweiz ist enorm – und kaum zu vereinbaren mit der Sorge ums Klima. Das Reparieren und Ertüchtigen erfordert jedoch eine gründliche Analyse des Vorhandenen, Ideenreichtum und auch Risikobereitschaft. Normen und Bauvorschriften benachteiligen den Umbau, und Abbruch ist heute zu billig: CO₂-Emissionen und Deponiegebühren müssen in Zukunft besteuert werden.
In Tokio stehen Tausende der typischen Einfamilienhäuser aufgrund von Spekulation oder rechtlichen Unsicherheiten leer. Junge Architekturschaffende – wie die Autorin und der Autor – haben solche Häuser wiederbelebt. Entscheidend ist dabei eine Hinwendung zur Strasse, vermittelt über neue Formen traditioneller Räume. Ma, das japanische Wort für «Zwischenraum», verkörpert den Raum zwischen Objekt und Objekt. Mehr Ma ist vielleicht eine Bank für Passanten oder ein Aufenthaltsraum für Kinder aus der Umgebung.
In einem rauen, eingeschossigen Gewerbebau am Rand von Sion brachten Mijong architecture design eine vielschichtige Kinderwelt unter. Die neuen Räume der Kinderkrippe La Pouponnniere Valaisanne verfügen trotz ihrer Lage im Untergeschoss über eine Grosszügigkeit, die nur der Bestand so hergeben kann. Ein Holzdeck mit amöbenförmigen Öffnungen verbindet Innen und Aussen.
Statt für Abbruch und Neubau entschieden sich Haworth Tompkins an der Kingston School of Art für eine sanfte Erneuerung des unspektakulären Bestandsbaus. Clevere Rochaden der Nutzungen ermöglichten Synergien oder spielten Flächen für Neues frei. Bei der Schaffung neuer Werkstätten und Ateliers setzten sie auf die industrielle Ausstrahlung von Betonstützen und Elementdecken im Rohbau sowie schräger Oblichter. Originaltext Englisch
Aus einem hässlichen kleinen Zweckbau, der ehemaligen Post im aargauischen Hunzenschwil, wurde ein inspirierender Kindergarten. Schmid Schärer und Weber Weber Architekten bezogen typische Elemente wie die Postfächer oder den Schalter spielerisch in die neue Nutzung ein. Gezielt eingesetzte Farbakzente zeichnen einzelne Situationen im Altbestand aus und machen sie dadurch mehrfach les- und nutzbar.
Der Verzicht auf fossile Energien ist endlich Konsens – aber vieles bleibt zu diskutieren auf dem Weg zu Netto-Null. Wie viele Treibhausgasemissionen darf die Erstellung verursachen? Gehört PV auch in die Fassade? Bleibt Energieeffizienz im Betrieb wichtig?
Was sind die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine hohe Baukultur in Gemeinden? Ein Luzerner Forscherteam hat die Wakkerpreis-Gemeinden untersucht.
Ebenso spannend wie die in maximaler Dichte gestapelte Stadt auf dem Berner Areal «Wankdorfcity 3» ist die ungewöhnliche, auf Kollaboration setzende Art des Verfahrens.
Das AzW zeigt eine Ausstellung über Architektur und virtuelle Spielwelten. Ausserdem: die opulente Schau Napoli Supermodern am S AM Basel und eine Wiener Ausstellung über die Gruppe Missing Link.
Der Luzerner Buchhändler Heinz Gérard erhält den BSA-Preis 2022.
Zwei Tipps von Jenny Keller: Werner Sobek erläutert das «Bauen der Zukunft», während man in Basel über ungebaute Architektur nachdenkt.
Thema des BSA-Forschungsstipendiums sind die Potenziale leicht formbarer Sperrholz Elemente für die Architektur. Publikation bestellen
Focketyn del Rio haben die Basler Kaserne zum Rhein geöffnet – ein Durchbruch in jeder Hinsicht. Unsere Kritik ist zugleich ein Selbstversuch: Mit dem Davos Qualitätssystem Baukultur liegt ein international verfügbares, quantifiziertes Beurteilungstool vor. Hilft es weiter?