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Die führende Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass Bitcoin die Lücke zu Gold schliessen wird. Die Bank geht davon aus, dass die Preise für den digitalen Vermögenswert erstmals sechsstellige Beträge erreichen werden, sollte dies gelingen.
Bitcoin auf 100.000 US-Dollar-Marke – doch nur wie?
Zach Pandle, Leiter der Abteilung für Devisen- und Schwellenländerstrategien bei Goldman Sachs, stellte die Hypothese auf, dass Bitcoin die Marke von 100.000 Dollar erreichen wird, wenn er einen Teil des Marktanteils von Gold einbüsst. Die Führungskraft erklärte in seiner öffentlichen Notiz, dass die um den Börsenwert bereinigte Marktkapitalisierung von Bitcoin unter 700 Milliarden Dollar liegt. Dies macht tatsächlich nur 20 Prozent des „Wertaufbewahrungsmarktes“ zwischen Bitcoin und Gold aus.
Er kam zu diesem Schluss, indem er argumentierte, dass der Wert des verfügbaren Goldes, das für Investitionen zur Verfügung steht, bei etwa 2,6 Billionen Dollar liegt. Der Geschäftsführer behauptet: Wenn der Anteil von Bitcoin an diesem Markt „hypothetisch“ auf mindestens 50 Prozent ansteigt, könnte die führende Kryptowährung innerhalb von fünf Jahren Preise von über 100.000 US-Dollar erreichen. Wenn sich seine Hypothese bewahrheitet, würde dies wiederum bedeuten, dass Bitcoin jedes Jahr eine Rendite von 18 Prozent erwirtschaftet.
Bitcoin führt die Liste klar vor Gold an
Gold hat den Anlegern in den letzten zwölf Monaten keine beeindruckenden Renditen beschert. Einige Anleger veranlasste dies dazu, sich anderen Anlageklassen zuzuwenden. Laut einer Rendite-Scorecard für das Jahr 2021 stellte Goldman Sachs fest, dass Gold nur einen Gewinn von vier Prozent verzeichnete. Damit nimmt es den letzten Platz in der Liste ein. Auf der anderen Seite stellte die Investmentbank fest, dass Bitcoin die Liste mit einem Gewinn von 60 Prozent im Laufe des Jahres anführt. Vielleicht spielten diese Zahlen eine grosse Rolle bei der Hypothese von Zach Pandle, dass Bitcoin einen Teil des Marktanteils von Gold verschlingt.
Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt derzeit bei 789 Milliarden US-Dollar. Dies kann man getrost auf die enttäuschende Performance seit Anfang des Jahres zurückzuführen. Der Vermögenswert wird bei 41.979 US-Dollar gehandelt, wobei das Handelsvolumen in den letzten Tagen um 24 Prozent gesunken ist.
Gold nicht mehr attraktiv genug
Gold hatte in der Vergangenheit den Ruf eines sicheren, inflationsresistenten Hafens. Die Kennzahlen des Jahres 2021 deuten jedoch darauf hin, dass seine Attraktivität für Investoren abnimmt. Da es sich im Niemandsland zwischen dem boomenden Aktienmarkt und den Kryptowährungen befindet, so David Jones, Marktstratege bei Capital.com.
Ein weiterer Grund für das schlechte Abschneiden ist, dass das Edelmetall bei den Anlegern aus der Mode gekommen ist. Laut Mark Leale, leitender Angestellter bei Quilter Cheviot, „erwartet der Markt, dass die Zentralbanker die Zinssätze erhöhen werden, um die Inflation zu bekämpfen. Wenn sie damit recht haben, könnte Gold zu kämpfen haben, weil es keine Rendite bietet“.
Allerdings hat Gold lautstarke Befürworter wie Peter Schiff, die den Vermögenswert als geeignete Absicherung gegen die Inflation uneingeschränkt unterstützen. Er argumentiert, dass Kryptowährungen nicht mit der Erfolgsbilanz von Gold in den letzten fünf Jahrhunderten mithalten können. Digitale Vermögenswerte seien zudem nicht langfristig getestet worden. (mck)
Tipp: Manchmal ist es durchaus etwas schwierig, den perfekten Kurs zum Kauf einer Kryptowährung zu erwischen. Wenn Du Dir unsicher bist, wann Du in ein Asset investieren solltest, schau Dir unbedingt unseren Artikel zum Bitcoin Sparplan und dem Cost-Average-Effekt an. Der Artikel ist ebenso auf Ethereum und andere Kryptowährungen übertragbar.