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Künstlername: Julio César
Kompletter Name: Júlio Cesar Soares de Espindola
Geburtsdatum: 03/09/1979
Geburtsort: Duque de Caxias (RJ)
Position: Torhüter
Link: Fehlanzeige
Vereine:
2018: Karriereende
2017: Flamengo Rio de Janeiro
2014 bis 2017: Benfica Lissabon
2014: FC Toronto (Leihe)
08/2012: Queens Park Rangers
07/2005 bis 07/2012: Inter Mailand
02/2005 bis 07/07/2005: Chievo di Verona
1997 bis 12/2004: Flamengo (RJ)
WM-Einsätze Seleção:
WM 2014 Brasilien
WM 2010 Südafrika
WM 2006 Deutschland
Júlio Cesar Soares de Espindola wurde am 03. September 1979 in Duque de Caxias, Rio de Janeiro geboren – als dritter Sohn der beiden glücklichen Eltern Jenis Honorato de Espindola und Maria de Fatima Soares und Bruder von Janderson und Jenis Junior. Seine Karriere begann wie auch bei vielen anderen Cracks “Indoor“ – sprich mit Hallenfussball, im Grajau Country Club – wohl gemerkt auf dem Felde! Erst im Alter von 12 Jahren bemerkte man sein Talent aus Torwart und von da an wurde er auf dem Fussballfeld eingesetzt.
1997 mit erst 17 Jahren war er dann schon der erste Torwart im Profi- Team von Flamengo, dem Club Brasiliens mit der grössten Fangemeinde. Von Beginn an wurde er im Team und auch von den Fans absolut akzeptiert, mit der Zeit wurde er dann auch immer mehr und mehr die führende Persönlichkeit auf dem Platz. Mit seiner sehr viel versprechenden Karriere ist Julio natürlich ein grosses Idol – für die jungen Brasilianer vor allem, schliesslich war er als junger Athlet von 23 Jahren schon auf einer Position gelandet, die sich wohl sehr viele wünschen würden: er zählt zu den besten Torhütern Brasiliens! Er ist ein nationaler Star im Team der Kanariengelben und spielte schon an der Seite von den ganz Grossen wie Ronaldo, Roberto Carlos und Ronaldinho Gaucho.
Júlio Cesar erspielte sich den ein oder anderen Titel und Pokal mit Flamengo und auch schon international war er erfolgreich. So wurde er bereits für die U15, U17 – das war im Jahre 1997, als das Team den South- America Pokal gewann – und U20 nominiert. Sein grosser Durchbruch in der Seleção kam 2004 beim America Cup in Peru, als er hervorragend hielt während des ganzen Turniers und am Schluss mit Recht die Trophäe feiern durfte. Er wurde nicht umsonst mehr als einmal als bester Spieler auf dem Platz erwähnt, so z.B. auch beim Halbfinale gegen Uruguay. Es war er, Júlio César, der im entscheidenden Elfmeterschiessen den vierten Treffer des Team aus Uruguay hielt – zu dieser Zeit auch Stammtorwart bei den Brasilianern. Nach 2004 kam er wieder auf die Bank, aber auch in den Qualifikationsspielen für die WM 2006 hat man ihn immer wieder von Anfang an spielen sehen… gerade wenn Dida verletzungsbedingt ausgefallen war. Jedes Mal spielte er super, zeigte sich von einer sehr guten Seite, seine zuverlässige bunkernde Haltung im Tor war das ein oder andere Mal die letzte Rettung für die Mannschaft, und all dies zahlte sich mit der Nominierung durch Luiz Carlos Parreira natürlich für die WM 2006 aus.
Mit seiner unglaublich offenen und sympathischen Art gehört er mit zu dem Publikumslieblingen, nicht umsonst stand gerade die Fangemeinde von Flamengo tausendprozentig hinter ihm. Julio hat eine super Art, mit den Leuten zu reden, ihnen Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken und das wiederum schätzen die Fans an ihm. Ein Idol zum Anfassen. Julio wird überall wo er auftaucht mit einem Lächeln und Applaus begrüsst – sei es auf dem Feld als auch ausserhalb. Nach seinem grossen Erfolg 2004 mit dem Nationalen Team im South America Cup folgte für ihn persönlich ein weiterer Erfolg – wie bei fast allen anderen talentierten Spielern Brasiliens kam für ihn jetzt die Chance zum Sprung nach Europa. Genauer gesagt Italien. Das erste Jahr spielte er bei Chievo Verona, um Spielerpraxis im anderen, härteren Fussball zu sammeln.
Seit August 2005 jedoch ist er Stammtorhüter bei einem der ganz grossen Clubs des Landes – Inter Mailand. Dort spielt er einige Saisons zusammen mit Adriano und weiteren Landsmännern aus Brasilien und fühlt sich sehr wohl im Team. Sein erstes Jahr bei Inter Mailand verlief nicht ganz nach Wunsch für den italienischen Club aus dem Norden des Landes, aber zum Saisonende hin verbesserte man sich letztendlich noch um einige Plätze und gelangte auf einen passablen Mittelrang der Liga. Mit den Nerazzuri gewann César bisher die Copa Italia (2006), den italienischen Superpokal (2005/2006/2008) und die Meistertitel (von 2006 bis 2009).
Sein Vertrag bei Inter endete 2012. Um eine Vertragsverlängerung zu erhalten, hätte Júlio César aus Spargründen des Clubs eine Gehaltskürzung akzeptieren müssen, was er nicht tat. Im August 2012 wurde der Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Am gleichen Tag hat César seinen Wechsel zu den Queens Park Rangers in die Premier League bekannt gegeben.
Privat läuft alles rund für den sympathischen Júlio. Er heiratete am 26. April 2002 in Candelaria seine grosse Liebe Suzana Werner, Model und Schauspielerin und ehemalige Verlobte von Ronaldo. Im gleichen Jahr noch kam der erste Sohn Cauet zur Welt. Júlio César ist 1,87 m gross – geballte Kraft aus Charisma, Kumpelhaftigkeit, Stärke und Teamgeist – alles zusammen gekrönt von einem gewinnenden sympathischen Lächeln.
Júlio César, der sich in seinen mehr als sechs Jahren bei Flamengo den Respekt von Millionen von Brasilianern gesichert hatte ist auf dem Wege, sich seine Lorbeeren auch in der Nationalmannschaft von der ganzen Welt zu holen. War er bei der Copa 2006 in Deutschland noch offiziell die Nummer zwei im brasilianischen Tor, hinter Dida und vor Rogério Ceni, ist Júlio nach dem Rücktritt von Dida zur Nummer eins im Tor der Seleção aufgestiegen. Und als diese stieg er am 11. Juni ins Abenteuer “Copa 2010” in Südafrika ins Torwart-Trikot – wie es endete wissen alle Fans der Seleção nur zu gut…
Für die Saison 2012/13 versuchte Inter Mailand seine Ausgaben zu senken. Für Júlio César stand eine Gehaltskürzung zur Diskussion, was er nicht akzeptierte. Die Mailänder verpflichteten einen neuen Stammtorwart und der Vertrag mit Júlio wurde Ende August 2012 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Júlio wechselte für 4 Jahre zu den Queens Park Rangers in die Premier League. Nach deren Abstieg wurde Júlio César nur noch einmal eingesetzt.
Auf anfangs 2014 wechselte er dann von der zweiten englischen Liga in die Major League Soccer, da er wie erwähnt in der laufenden Saison nur gerade ein Spiel im Tor der Queens Park Rangers bestreiten durfte.
Beim FC Toronto stehen seine Chancen besser für einen Stammplatz, was für seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land förderlicher war.
Der Wechsel hat sich nun positiv ausgewirkt Felipe Scolari berief Julio César anfangs Mai ins Kader der brasilianischen Nationalmannschaft.
Danach wechselte Júlio César zum portugiesischen Meister Benfica Lissabon. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2016.
2017 verliess César Benfica und kehrte zurück nach Brasilien, wo er einen Vertrag über 3 Monate bei seinem ersten Profiklub Flamengo Rio de Janeiro bekam. Anfangs 2018 beendete er dann seine aktive Zeit.