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Curriculum Vitae
Tanja Hammel studierte Geschichte, Anglistik und Germanistik an der Universität Basel und der University of Manchester. Sie arbeite als Dozentin an der Volkshochschule, in einem Museum in Zürich und einem Verlag. Nach der Promotion bei Patrick Harries, Julia Tischler und Rebekka Habermas, arbeite sie 2018/19 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Universität Zürich, wo sie gelegentlich noch Lehrauftrage wahrnimmt. Ihre Dissertation wurde kürzlich als Shaping Natural History and Settler Society: Mary Elizabeth Barber and the Nineteenth-Century Cape publiziert.
Seit Juni 2019 ist Tanja Hammel an der Universität Basel als Postdoktorandin im vom SNF geförderten Sinergia-Projekt «African contributions to global health: Circulating Knowledge and Innovations» (Prof. Dr. Julia Tischler) angestellt.
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Tanja Hammel is Postdoctoral Researcher in African History at the University of Basel. She completed her PhD at the University of Basel, where she was an associate member of the NCCR eikones Iconic Criticism. She was also an associate researcher at the University of Sydney.
After her PhD, she worked as a scientific collaborator and lecturer at the History Department, University of Zurich, where she still occasionally teaches. Her first book Shaping Natural History and Settler Society: Mary Elizabeth Barber in the Nineteenth-Century Cape examined the intersections of race, gender and class in the production of knowledge in a settler colonial context. She has also published a number of articles in collected volumes and Kronos: Southern African Histories. Her new project is a continuation of her biographical research and takes her from the history of knowledge and science to the history of medicine in Zambia, the US, Europe and other parts of the world.
Aktuelles
Neues Forschungsprojekt: «African Contributions to Global Health. Circulating Knowledge and Innovations”
Sinergia-Projekt zu Gesundheitsinnovationen aus Afrika geleitet von Prof. Dr. Julia Tischler (Department Geschichte, Basel), Prof. Dr. Jürg Utzinger (Swiss TPH) und Dr. Jérôme Chenal (EPFL)
Nicht nur im politischen, auch im wissenschaftlichen Diskurs ist die Vorstellung weit verbreitet, dass Innovationen stets von reichen Industrienationen ausgehen, während der globale Süden sie allenfalls adaptiert. Das Projekt «African Contributions to Global Health» stellt diese unidirektionalen Modelle in Frage und untersucht afrikanische Beiträge zur Fragen von Global Health. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus HistorikerInnen (Departement Geschichte, Basel), Public Health (Swiss TPH) und Urban Planning (EPFL) untersucht Wissen, Praktiken und Anwendungen, die zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Afrika entwickelt wurden, aber für Gesundheitsfragen weltweit relevant geworden sind - oder das Potenzial dazu haben. In einer Zeit schrumpfender öffentlicher Haushalte und alternder Gesellschaften im globalen Norden lässt sich viel von afrikanischen Ländern lernen, die in den letzten zwei Jahrzehnten bemerkenswerte Ergebnisse bei der Gesundheit der Bevölkerung erzielt haben. Gleichzeitig werden Konzepte wie "Innovation" kritisch überprüft und historisiert. Das Projekt adressiert aktuelle Herausforderungen in den Gesundheitssystemen, zeigt aber die historische Tiefe des interkontinentalen Austauschs, vom Kolonialismus hin zur internationalen Gesundheitspolitik nach der Dekolonisationsphase. Lernen war dabei nicht immer positiv und fand und findet in asymmetrischen Kontexten statt. Zwei historische Postdoc-Teilprojekte, die von Julia Tischler geleitet werden, untersuchen globale Austauschprozesse in der Kolonial- und Nachkolonialzeit in Bezug auf Malariaforschung in Sambia und die Entstehung eines öffentlichen Gesundheitswesens in Kenia und Côte d’Ivoire nach der Unabhängigkeit.
Tanja Hammel wurde im Rahmen des Dies Academicus 2018 für ihre Dissertation mit dem Titel „Shaping Science and Society at the Cape - A Relational History of Mary Elizabeth Barber“ ausgezeichnet. Die Arbeit wurde bis zu seinem Tod von Prof. Patrick Harries betreut, danach von Prof. Julia Tischler.
Zu Beginn 2018 hatten die Universitäts-News bereits ausführlich über die Dissertation rund um Mary Elizabeth Barber berichtet.