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Projektleiter: Heinz Veit, Alexander R. Groos
Kollaboratoren: Naki Akçar, Christoph Mayer
Förderung: Schweizerischer Nationalfond (Projekt-Nr. 187905)
Dauer: 2020-2022
Für extreme Lebensräume auf der Erde geht man in der Regel von einer späten Besiedlung durch Menschen aus. Dazu gehören beispielsweise Regenwälder, Wüsten, die Arktis, oder Hochgebirge. In den letzten Jahren verdichten sich aber die Hinweise, dass dies nicht unbedingt stimmt. Die menschliche Spezies ist sehr anpassungsfähig, und wo immer der Mensch genügend Ressourcen und Rohstoffe zur Verfügung hatte, drang er wohl auch sehr früh in unwirtliche Gebiete vor. Unser Projekt geht dieser Frage in den Bale Mountains in Äthiopien nach, auf dem Sanetti Plateau in ca. 4000 m Meereshöhe.
Im Teilprojekt P6 untersuchen wir die Klima- und Umweltbedingungen, die in den Bale Mountains während der letzten Eiszeit vor ca. 50.000-15.000 Jahren auf dem Sanetti Plateau herrschten. In Phase 1 des Projektes konnte die frühe Besiedlung nachgewiesen werden. Zu diesem Zeitpunkt war das Plateau mit rund 260 km² vergletschert. Die maximale Eisbedeckung erfolgte aber nicht während des global kältesten Abschnittes der letzten Kaltzeit vor 24.000 Jahren, sondern deutlich davor, vor ca. 40.000 Jahren. Die klimatischen Bedingungen, die dazu geführt haben, sind unklar. In der nun angelaufenen Phase 2 des Projektes wollen wir durch die Modellierung der Gletscher nähere Angaben zur Paläo-Geoökologie erhalten, zu Temperatur- und Niederschlagsveränderungen, und zur Menge des zur Verfügung stehenden Schmelzwasses.
Offizielle Website: Research Unit 2358 - The Mountain Exile Hypothesis