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Bei Olympia geht es, wie es immer so schön heißt, um „fairplay“. Ob sich 2 Gemeinden rechtmäßig verhalten im Abstimmungskampf, darüber mußte die bündner Regierung befinden.
Die Abstimmungsbeschwerden wurden abgewiesen, die Regierung sagt, es sei rechtmäßig.
„Fairplay“ ist ein Begriff, der ein bestimmtes sportliches Verhalten kennzeichnet, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht, liest man im Lexikon.
Auch, wenn gemäß Ansicht der bündner Regierung seitens der Gemeinden St. Moritz und Arosa die Gesetze nicht gebrochen wurden, ist die Frage, ob hier noch „Fairplay“ gespielt wurde.
Denn es ist natürlich äußerst ungewöhnlich, wenn Gemeinden mit Geld in kantonale Abstimmungen eingreifen.
Und so beeinflussen wollen, wie ihre eigenen Bürger – und sogar darüberhinaus – die Stimmbürger eines ganzen Kantons stimmen sollten.
Und wenn sie dafür auch noch Steuergelder ihrer Einwohner verwenden.
Vor der Olmypia-2026-Abstimmung ist Solches geschehen.
Der Hintergrund ist, daß die meisten Gemeinden Graubündens (und deren Steuerzahler) sicher verlieren. Finanziell aber auch sonst, sie haben keinen Marketing-Effekt oder andere Olympia-Gewinne.
Und daß diese Gemeinden über die Kantonsausgaben somit die Olympia-Kosten unterm Strich tragen müssen (und auch allfällige Defizite, die meistens bei Olympia entstehen).
Während einige ohnedies finanziell gut aufgestellten Gemeinden so oder so massiv profitieren werden.
Entsprechend unterschiedlich sind die Interessenlagen.
Und so haben die Profitör-Gemeinden und in deren Umfeld deren Wirtschaft (Bauunternehmer, Hotels etc.) natürlich ein starkes Interesse daran, daß ja gestimmt wird.
Zwei dieser Gemeinden, Arosa und St. Moritz, gingen soweit und haben sogar mit Steuergeld in den Abstimmungskampf eingegriffen.