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Zentralafrikanische Republik: Ein Lieferant wie kein anderer
Erhalten Sie Einblick in die Arbeit von Jimmy Müller aus unserem Logistikteam in der Zentralafrikanischen Republik, der Menschen inmitten des bewaffneten Konflikts lebenswichtige Hilfe zukommen lässt.
Beladen eines Lastwagens in der Zentralafrikanischen Republik zur Lieferung humanitärer Hilfsgüter | © Adrienne Surprenant / HI
Einblick in die Arbeit von Jimmy Müller Baguimala Kobé
Jimmy Müller Baguimala Kobé ist unser Logistikbeauftragter in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik. Millionen von Menschen und zahlreiche Hilfswerke sind auf ihn und sein Team angewiesen. Jimmy ist kein gewöhnlicher Lieferant: Seine Pakete enthalten lebenswichtige Güter, die inmitten des bewaffneten Konflikts ausgeliefert werden müssen.
«Wir transportieren Güter für die humanitäre Hilfe im ganzen Land», erklärt er. Dazu gehören Medikamente, Kits mit lebenswichtigen Gütern und Kohle, um in Krankenhäusern ohne Strom Generatoren zu betreiben. Viele der hier tätigen Hilfsorganisationen können diese Güter nicht selbst zu den Menschen transportieren. Sie kommen zu uns und wir sorgen dafür, dass die Hilfsgüter bei den Begünstigten ankommen. Ich liebe meine Arbeit, weil ich der Bevölkerung damit einen grossen Dienst erweisen kann.»
Die Bevölkerung ist auf unsere Hilfe angewiesen
In diesem Kontext sind Transporte aufgrund der fragmentierten Infrastruktur und der Sicherheitsbedrohungen sowieso schwierig. Nun werden die Fahrten durch die Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie weiter eingeschränkt. Dadurch werden diejenigen, die von der Krise besonders betroffen sind, wie Kinder, ältere Menschen, Frauen und Menschen mit Behinderungen, noch mehr isoliert.
«Die Bevölkerung befindet sich in einer schlimmen Krise und benötigt dringend humanitäre Hilfe. Unsere Arbeit macht das möglich. Wir bitten Sie deshalb, uns weiterhin dabei zu unterstützen, diese Hilfe in alle Teile des Landes zu bringen. Diese Güter sind für die Bevölkerung lebenswichtig.»
Unsicherheit und Minen
Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Aufgrund einer kürzlich erfolgten Grenzblockade ist sie für die Versorgung mit Waren von den Nachbarländern abhängig. Das treibt die Preise in die Höhe und macht Waren des täglichen Bedarfs für die Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Mehr als zwei Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit und sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.
«Die Sicherheit bereitet uns grosse Sorgen», fügt Jimmy hinzu. «Einige Strassen im Landesinneren werden endlich wieder geöffnet, aber sie bleiben gefährlich. Das kann dazu führen, dass Lkws blockiert und Lieferungen verlangsamt werden. In letzter Zeit gab es mehrere schwere Vorfälle, bei denen Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden. Minen sind ebenfalls ein Problem und verursachen sowohl Verletzungen als auch Todesfälle.»
Obwohl Jimmy den immensen Wert seiner Arbeit erkennt, hofft er auf ein baldiges Ende des Konflikts und eine Rückkehr in eine Zeit, in der diese Bemühungen nicht mehr notwendig sein werden.