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Hans von Hallwyl (1835 bis 1909) stammte aus einer reichen Familie. Er war Regierungsrat und hoher Militär. Als ältester Sohn übernahm Hans von Hallwyl das Schloss der Familie - das Wasserschloss Hallwyl in Seengen. Dann kam der Knick in seiner Biografie. Beim Umbau des Schlosses übernahm er sich.
Hans von Hallwyl verlor sein Vermögen und auch das seiner Ehefrau. Mit seiner Geliebten, dem Kindermädchen seiner Töchter, floh von Hallwyl darauf nach Serbien. Viel ist über diese Zeit nicht bekannt, doch soll er im Eisenbahnbereich tätig gewesen sein. Überliefert ist auch ein Foto aus einem Fotostudio, das ihn in Jagdmontur zeigt.
Jahre später kam Hans von Hallwyl zurück in die Nähe der Schweiz. Mit seiner zweiten Ehefrau verbrachte er seinen Lebensabend in einem kleinen Landsitz am Bodensee - auf Kosten seines jüngeren Bruders. Sein Ansehen hat jedoch gelitten. So bestand sein Nachruf im Aargauer Tagblatt, nach seinem Tod, gerade einmal aus drei Zeilen. Eher knapp für einen langjährigen Regierungsrat.
Museum Aargau hat nun auf dem Schloss Hallwyl in Seengen eine Wunderkammer zu Ehren von Hans von Hallwyl eingerichtet. Zu sehen sind Objekte, die sein turbulentes Leben erzählen. Darunter befinden sich Statuen, eine Modelleisenbahn und exotische Tiere.