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Rechtsetzung unter Unsicherheit
Staatliches Handeln ganz allgemein und Rechtsetzung im besonderen sind von zwei Eigenschaften geprägt: Einerseits durch die Komplexität der zu regelnden Bereiche, was deren Reduktion auf bestimmte, durch staatliches Handeln manipulierbare Grössen erfordert, und andererseits durch den Zeithorizont des Handelns bzw. der Erlasse, die Zukunft; dadurch wird die Frage nach der Beständigkeit oder "Haltbarkeit" des Rechts aufgeworfen. Beide Faktoren (Komplexität und Zukunftsbezogenheit) sind verbunden mit Unsicherheiten über die Wirkungen der vorzubereitenden Erlasse. Verschiedene neuere Arbeiten im Rahmen der Rechtsetzungslehre befassen sich mit Unsicherheit und den Möglichkeiten zu ihrer Handhabung. Die entsprechenden Bestrebungen finden Unterstützung durch Entwicklungen der System-Analyse und der "Policy-Analyse" (z.B. Dror 1990 und Dror 1991).