Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03468.jsonl.gz/2766

Clariant weist am Donnerstag einen um 1% höheren Umsatz von 5,85 Mrd CHF aus, in Lokalwährungen wären die Verkäufe um 2% gewachsen. Vor Einmaleffekten stieg der EBITDA um 4% auf 887 Mio CHF, die Marge vor Sondereffekten lag bei 15,2% und somit wie prognostiziert über dem Wert des letzten Jahres (14,7%).
Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 263 Mio; 2015 lag der Überschuss noch bei 227 Mio. Der operative Cash Flow erreichte 646 Mio CHF, das sind 144 Mio mehr als im Vorjahr. Die Nettoverschuldung zum Jahresende stieg aufgrund verschiedener kleiner Akquisitionen auf 1,54 Mrd CHF, Ende 2015 stand diese noch bei 1,31 Mrd.
Clariant schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer um 5 Rappen erhöhten Dividende von 0,45 CHF vor. Die Ausschüttung soll erneut aus der Kapitaleinlage-Reserve erfolgen.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Clariant die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) in etwa getroffen.
WACHSTUM IN ASIEN UND IM NAHEN OSTEN
Am stärksten fiel das Wachstum in Lokalwährung laut Clariant mit jeweils 4% in den Regionen Asien und Mittlerer Osten/Afrika aus. In Asien sei das Wachstum in erster Linie von China und Indien gestützt worden. In Nordamerika und Europa belief sich das Umsatzwachstum auf jeweils 2%, Lateinamerika habe einen Wert von 1% erreicht.
Nach Geschäftsbereichen betrachtet stechen Care Chemicals und Plastics & Coatings heraus. Bei Care Chemicals stieg der Umsatz in LW um 5% auf 1,47 Mrd CHF, bei Plastics & Coatings verbesserte er sich um 4% auf 2,53 Mrd. Die gute Umsatzentwicklung bei Plastics & Coatings sei in allen Regionen zu verzeichnen gewesen.
Der Umsatz im Bereich Natural Resources sei "trotz der schwierigen Marktlage" um 2% auf 1,18 Mrd CHF gewachsen. Dort habe zwar das Oil und Mining Services-Geschäft einen Rückgang im einstelligen Bereich verzeichnet, dieser sei jedoch durch Akquisitionen und Wachstum im Bereich Functional Minerals ausgeglichen worden.
Der Umsatz von Catalysis schliesslich ging aufgrund von Projektverzögerungen und einer schwächeren Nachfrage in Asien und Nordamerika um 8% auf 673 Mio zurück. Die Marge des Bereiches habe knapp unter der eigenen Vorgabe gelegen.
MARKTUMFELD BLEIBT SCHWIERIG
Für das laufende Jahr rechnen die Muttenzer mit einem nicht näher bezifferten Wachstum in Lokalwährung sowie einer Verbesserung des operativen Cashflows. Auch der absolute EBITDA und die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten sollen steigen.
Das Unternehmen erwartet aber weiterhin ein schwieriges Geschäftsumfeld, das von einer hohen Volatilität der Rohstoffpreise, starken Währungsschwankungen und politischen Unwägbarkeiten geprägt sein dürfte. Man gehe davon aus, dass die Wirtschaftslage in den Schwellenländern weiterhin schwierig bleibt. In den USA rechne man mit einem moderaten Wachstum, während das Wachstum in Europa voraussichtlich stabil bleiben werde.
Clariant bestätigt ferner das mittelfristige Ziel, eine Position in der Spitzengruppe der Spezialchemie-Branche zu erreichen. Dies gehe einher mit einer EBITDA-Marge zwischen 16 und 19% und einer Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) über dem Durchschnitt der Peer-Gruppe.
ra/cf
(AWP)