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Im Frühjahr 2012 wurden von der Organisation Transgender Network Switzerland (TGNS) erstmals Daten zur Situation von Transmenschen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt erhoben. Die Resultate lassen aufhorchen: Die Arbeitslosenquote der 35 befragten Personen liegt bei 20 %, was sechsmal höher ist als die Arbeitslosenquote der Gesamtbevölkerung im selben Zeitraum. Im Durchschnitt wurde jeder der befragten Transpersonen […]
Das Argentinische Parlament hat am 9. Mai 2012 ein neues Gesetz erlassen, wonach keine pathologisierende Diagnose erforderlich ist für die Vornamens- und Personenstandsänderung. Es besteht auch kein Zwang, körperliche Eingriffe vorzunehmen und falls geschlechtsangleichende Massnahmen ergriffen werden, werden die Kosten übernommen. -> Argentina – Gender Identity Law (English translation by GATE)
Die Stiftung Profa (www.profa.ch), aktiv im Kanton Waadt, hat im Rahmen des neuen Checkpoints in Lausanne eine Teilzeitstelle im Bereich Prävention bei Transmenschen ausgeschrieben.
Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarats publiziert auf seiner Website am 28. März 2012 unter anderem folgendes:
Das Parlament der Stadt Zürich beschloss, im Personalrecht zu verankern, dass gegenüber Angestellten, die unter anderem aufgrund ihrer Geschlechtsidentität benachteiligt sein könnten, Toleranz und Akzeptanz sowie bei Anstellungen und Personalentwicklung die Chancengleichheit zu fördern sei. Damit wird erstmals in der Schweiz die Geschlechtsidentität in einem Gesetz wörtlich genannt. Siehe Beschluss des Gemeinderates der Stadt Zürich […]
Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg besuchte anfangs 2012 die Schweiz und verlangt nun deutlich grössere Anstrengungen gegen alle Arten der Diskriminierung. So seien die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz zu überarbeiten und von unabhängiger Seite ein aussagekräftiges Monitoring aufzubauen. Siehe: commissioner/News/2012/Switzerland
Im Parlament des Kantons Bern, dem Grossrat, reichten zwei Grossrätinnen am 7.9.2011 eine Interpellation ein, in der sie insbesondere wissen wollen, ob die Regierung das Verfahren im Interesse der Transmenschen als praktikabel und zeitgemäss erachte und welche Möglichkeiten der Vereinfachung es gäbe. Beanstandet wird vor allem die mehrjährige Frist, während der eine Person bereits geoutet […]
In der Sondersession vom April 2011 hat der Nationalrat eine Motion der SVP bachab geschickt, welche verlangte, geschlechtsangleichende Operationen sollen nicht mehr zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen gehören. Die Partei, aus deren Küche diese transphobe Idee stammte, stimmte als einzige geschlossen dafür.
TGNS regt an, dass „identité et expression de genre » im Gleichbehandlungsartikel der zukünftigen Verfassung des Kantons Genf, die zur Zeit erarbeitet wird, eingefügt werden soll.
Diesen Samstag wurde weltweit in rund 180 Städten der 12. Transgender Day of Remembrance, der Gedenktag für ermordete Transsexuelle, begangen – zum ersten Mal auch in der Schweiz. Etwa 30 Mitglieder der nationalen Dachorganisation Transgender Network Switzerland (TGNS) und UnterstützerInnen machten in Bern mit Transparenten und Flugblättern auf die Diskriminierungen von Transgendern aufmerksam.