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Sozialarbeit und Kaufsucht
Eine qualitative Forschung zur Beratung Betroffener
Sozialarbeitende sind in verschiedenen Situationen und in institutionellen Kontexten mit Kaufsuchtbetroffenen konfrontiert. Die vorliegende Forschungsarbeit von Lena Brönnimann und Guido Mauerhofer mit dem Titel "Sozialarbeit und Kaufsucht" beantwortet deshalb die Frage:
Wie gehen Sozialarbeitende in verschiedenen institutionellen Kontexten in der Beratung mit Kaufsucht um?
Um an das Thema heranzuführen, beschreibt die Autorenschaft vorgängig die Begriffe Sucht/Abhängigkeit sowie Verhaltens- und Kaufsucht. Weiter wird zur Einführung der Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, wie eine Kaufsucht entstehen kann und welche Folgen daraus resultieren können.
Die qualitative Erhebung erfolgte aufgrund von elf Leitfadeninterviews mit Expertinnen und Experten und wurde nach der Methode von Meuser und Nagel ausgewertet. Die interviewten Sozialarbeitenden arbeiten in folgenden vier Kontexten: Suchtberatung, Schuldenberatung, Sozialdienst und Psychiatrie.
Die Ergebnisse der Forschung zeigen, dass sich wenige Betroffene beraten lassen. Die Zuständigkeiten von Psychiatrie, Psychologie und Sozialarbeit sind nicht immer klar abgegrenzt. Das wird in der Forschung besonders im Kontext der Psychiatrie erkennbar. Deshalb können die institutionelle Zusammenarbeit und die Interdisziplinarität als wichtige Punkte für die gelingende Behandlung/Beratung angesehen werden. Motivational Interviewing, also die motivierende Gesprächsführung, wird als hilfreiche Methode in der Beratung der Betroffenen erlebt.
In dieser Bachelorarbeit wird gezeigt, dass die Sensibilisierung der Gesellschaft hinsichtlich Kaufsucht intensiviert werden muss, da ein Bewusstsein für die Problematik bislang weitestgehend zu fehlen scheint.