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Das wichtigste Alpprodukt war neben der Butter der Sauerkäse.
Erzählung der Tochter eines alten Senners:
Die abgerahmte Milch (Magermilch) leerte der Senn in den Käsekessel und erwärmte sie abends über der offenen Feuergrube. Es wurde kein Lab zugegeben, die Milch schied sich durch die ihr eigene Säure und das Erwärmen und Stehenlassen. Sehr früh am folgenden Morgen wurde die Milch unter stetem Rühren erwärmt und dann der ‚Teig‘ in die ‚Chäästrugge‘ abgeschöpft. Die im ‚Chessi‘ verbliebene Schotte wurde den Schweinen verfüttert, aber auch, siedend heiss, zur Reinigung des Milchgeschirrs verwendet. Nach etwa zwei Tagen wurden die Holzformen entfernt, der Käse mit Salz eingerieben und an einem trockenen Ort auf Brettern gelagert. Regelmässig wurde die Gräue mit einem Messer abgeschabt und der Käse mit Salzwasser gewaschen. Ab einer Lagerzeit von ungefähr 30 Tagen entwickelt sich der ‚Spägg‘, eine begehrte sulzige Schicht.