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Von Dienstag bis heute Mittag (Ortszeit) hielten Brian Panish für die Jacksons und Marvin Putnam für AEG Live ihre Schlussplädoyers. Brian Panish präsentierte der Jury zudem den Vorschlag der Jackson Seite betreffend die auszusprechende Schadenssumme.
Inhaltlich gibt es zu den Schlussplädoyers nichts Neues zu berichten. Die Positionen und Argumente beider Parteien wurden vor und während dem Prozess klar und mehrfach argumentiert. Wer dennoch an den Details der Schlussplädoyers interessiert ist, siehe hier.
„Wie können sie (AEG Live) es wagen und hier stehen und keinerlei Verantwortung übernehmen, sondern einzig und allein Michael die Schuld an seinen Tod zu geben“, so Brian Panish in seinem Schlussplädoyer. Ja, so Panish, Michael Jackson möge zu einem Teil für seinen eigenen Tod verantwortlich sein, aber es ginge hier um „geteilte Verantwortung“. Und, so Panish, Michael Jackson sei (höchstens) zu 20 Prozent verantwortlich, der Rest liege bei AEG Live. Brian Panish schlug den Geschworenen vor, eine Schadenssumme im Umfang zwischen USD 900 Mio. und USD 1.6 Mia für entgangenen Gewinn auszusprechen sowie einen Betrag von weiteren USD 290 Mio. als Schmerzensgeld.
Marvin Putnam argumentierte eingangs seines Plädoyers, dass AEG Live nicht für den Tod von Michael Jackson (mit-)hafte. Falls die Geschworenen jedoch entscheiden sollten, dass AEG Live für den Tod von Michael Jackson hafte, die Schadenssumme eher bei USD 21 Mio. liegen sollte. Diese Summe wurde von ihrem Experten berechnet und stellt den Betrag dar, den Michael Jackson seiner Mutter und seinen drei Kindern über die nächsten 16 Jahre seines Lebens gegeben hätte. Mehr hätte er ihnen nicht geben können, so Putnam, weil er Schulden über USD 400 Mio. hatte — ein Schuldenberg, der nur noch höher geworden wäre.
Über die Dauer von 21 Wochen bzw. 83 Tagen hörten die Geschworenen Aussagen von 58 Zeugen. Heute Nachmittag (Ortszeit) wird die Jury nun mit ihrer Urteilsberatung beginnen (siehe hier betreffend ihre Aufgaben im Rahmen der Urteilsberatung). Richterin Palazuelos hat erlaubt, dass bei der Urteilsverkündung Fernsehkameras im Gerichtssaal erlaubt sein werden. Wie lange die Geschworenen den Fall beraten und wann sie somit zu einem Urteil kommen werden, ist nicht abzusehen.