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18.01.2018 09:37:38

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Geschichte der Politischen Gemeinde Wilen
Vergangenheit der Gemeinde Wilen
Dieser Werbepoststempel wurde auf die erste Gemeindeversammlung der neuen Politischen Gemeinde am 25. März 1998 auf Initiative des damaligen Posthalters Alois Wiesli angefertigt. Jeder Versammlungsteilnehmer erhielt damals einen Ersttagesbrief (Türmlischulhaus 100-Jahr-Jubiläum 1897–1997).
Im Besitz der Ortsbürgergemeinde Wilen befindet sich lediglich noch ein Protokollbuch mit Beginn 10. März 1846. Weitere Unterlagen aus früheren Jahren wurden leider im Jahr 1950 beim Brand des Wohnhauses des damaligen Ortsvorstehers vernichtet. Erstmals wird Wilen (Wiile) als Weiler der Stadt Wyl im Jahr 1302 im Thurgauer Namenbuch von Eugen Nyffenegger erwähnt.
1798
setzte sich die Helvetische Einheitsrepublik durch und verlangte, dass Einwohner- oder Munizipalgemeinden errichtet werden. Die Gemeindeorganisation oblag den Bürgergemeinden. Diese wurden nach den Einwohnerzahlen so geschaffen, dass die Siedlungen und wo möglich die Kirchgemeinden beisammen blieben. So entstand unser prächtiges Gemeindewappen.
Wilener Wappen
Gespalten von Rot mit gelbem Löwen und Weiss mit schwarzem Schlüssel. Neuschöpfung auf Grund der eigenartigen rechtlichen Verhältnisse der Gemeinde. Der Löwe des alten Thurgauerwappens bedeutet die Zugehörigkeit zur Landgrafschaft Thurgau und zum heutigen Kanton Thurgau; der Schlüssel kennzeichnet die Bindung an die Kirche St. Peter in Wil. Flaggenfarben: rot-gelb-schwarz.
Damals zählte unser Dorf 150 Seelen, 40 Häuser und 25 Scheunen. Die Gemeindeschulden betrugen 27'000 Gulden.
1846
Bei den 34 Viehbesitzern befanden sich 59 Kühe, 40 Ochse und 20 Rinder.
1869
Mit der Regeneration entstanden neben den Bürgergemeinden die Ortseinwohnergemeinden (Ortsgemeinden). Die Kantonsverfassung vereinfachte die Verhältnisse, indem sie den Bürgergemeinden alle Befugnisse ausser der Bürgerrechtserteilung und der Verwaltung des Bürgergutes nahm.
1944
verlor die Bürgergemeinde ebenfalls die Verfügung über das Bürgerrecht. Somit oblag ihr nur noch die Verwaltung des Bürgergutes und deren Nutzniessung.
1900-1950
600 Einwohner (Landwirtschaft und Stickerei)
1950-1960
grosse Bautätigkeit von Einfamilienhäusern und Anstieg der Einwohner auf 949 Personen.
1960
hatte Wilen nur gerade 11 Einwohner weniger zu verzeichnen als unsere Nachbargemeinde Rickenbach.
1960-1970
konjunkturell ein gutes Jahrzehnt
1980
bei der Volkszählung registrierte man einen Rückgang der Einwohnerzahl von 140 Personen gegenüber 1970, als Folge kleinerer Familien.
1980/81
stellte man fest, dass Wilen als Einfamilienhäuser-Dorf stark überaltert war. Mit dem Bau von Mehrfamilienhäusern wollte man in den folgenden Jahren dieser Situation entgegen wirken.
1981
In diesem Jahr nahm die Behörde mit viel Stolz den Stadtbus Wilen - Wil in Betrieb.
1998
Per 1. Januar erfolgte die Gründung der heutigen Politischen Gemeinde Wilen. Das bestehende Gemeindehaus von Rickenbach und Wilen wurde durch eine Grenzverlegung wieder auf gemeindeeigenen Boden gelegt. Nach wie vor wird das Gebäude durch beide Politischen Gemeinden genutzt.
Auf die erste Gemeindeversammlung der neuen Politischen Gemeinde am 25. März wurde auf Initiative des damaligen Posthalters Alois Wiesli ein Werbepoststempel angefertigt. Jeder Versammlungsteilnehmer erhielt damals einen Ersttagesbrief (Türmlischulhaus 100-Jahr-Jubiläum 1897-1997).
Beitritt der Feuerwehr Wilen zum Sicherheitsverbund Wil.
2000
Mit dem Bau von Mehrfamilienhäusern in den vergangenen zwei Jahrzehnten zogen vermehrt Familien nach Wilen. Obwohl der Zuwachs seit 1980 bis heute bei 750 Einwohner liegt, wurde dies infrastrukturmässig gut verkraftet.
Im Mai 1995 kündigte der Stadtrat von Wil die Friedhofbenützung per 31. Dezember 2000. Da es der erst neu gegründeten Politischen Gemeinde Wilen nicht möglich war, auf dieses Datum hin einen Friedhof zu erstellen, wurde ein Gesuch um Aufschiebung der Kündigung gestellt.
An der Gemeindeversammlung vom 28. März wurde ein Kredit für den Neubau einer Friedhofanlage im Lerchenfeld gesprochen. Die Bauarbeiten wurden im Jahr 2001 aufgenommen und der Friedhof mit Gebäude am 18. Mai 2003 offiziell eingeweiht.
2001
Mit dem Bau der Friedhofanlage musste auch das Problem eines sakralen Raumes gelöst werden. Zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirchgemeinde Wil konnte eine gemeinsame Lösung realisiert werden. An der Gemeindeversammlung vom 19. März 2002 wurde ein Kredit für einen Ergänzungsbau ans bestehende Mehrzweckgebäude und sogleich für die Sanierung des alten Teils genehmigt. Die Einweihung fand am 12. Juni 2004 statt. Das Gebäude wird neu Kirchen- und Gemeindezentrum - kurz KGZ - heissen.
2002
In den letzten 23 Jahren konnte der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Wilen von 75 % auf 58 % gesenkt werden.
2003
Inbetriebnahme des Friedhof Wilen per 1. Januar nach rund 2 Jahren Bautätigkeit.
Gemeindeammannwechsel nach 23 Jahren. Am 1. Juni tritt Kurt Enderli die Nachfolge von Martin Giger an.
2004
Inbetriebnahme des Kirchen- und Gemeindezentrums Wilen per Mitte Juni.
Durch die Erschliessung des Baulandes im Sooret, Langwiesenstrasse und Bodenwies stieg die Bautätigkeit massiv an. Es wurden 26 Einfamilienhäuser gebaut. Die Einwohnerzahl stieg um 80 Personen auf total 1900 Einwohner an.
2007
Mit der Impulstagung im Januar hat Wilen mit der Dorfentwicklung begonnen. Es folgten diverse Veranstaltungen wie das Dorf-Café oder der Marktplatz der Ideen, woraus folgende Projekte entstanden: Wilener Tisch (Kreatives Werken der Dorfbewohner und verschiedene Veranstaltungen und Vorträge von Einwohnern aus unserem Dorf), Dorffest, Dorf-Gestaltung-Nutzung (alte Gebäude im Dorfkern nutzen und erhalten), Nachhaltiges Leben in Wilen (Fördern des Bewusstseins für die Wirtschaftskreisläufe im Dorf – „läbe in Wile – poste im Wile“), Dorfleitbild
Im August erreicht Wilen die Zahl von 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
2008
Dorffest am 16./17. August anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums der Politischen Gemeinde Wilen. Première des Wilener Liedes mit den Primarschülern. Die Kulturgruppe "Der Wilener Tisch" startet mit den wiederkehrenden Aktivitäten Vollmondsuppe, Filmabende, Kunsthandwerkskurse und Vortragsabende.
2009
Das Dorfleitbild, erarbeitet durch die Schülerinnen und Schüler der Primarschule und der Sekundarschule, Vertretern beider Schul- und Kirchenräte, Einwohnerinnen und Einwohnern aus Wilen und dem Gemeinderat, wird am Neujahrsempfang der Bevölkerung übergeben. Ab dem 1. Januar erhält jedes neugeborene Kind unseres Dorfes ein "Erdbeerchäppli" als Willkommensgeschenk der Gemeinde. Der neue Strassenkreisel am Dorfeingang wird eingeweiht. Der Elternverein beginnt mit den jährlich wiederkehrenden Adventsfenstern im Dorf.
2010
Einweihung von 6 Alterswohnungen und einer Pflegewohnung mit 15 Plätzen. Der Verein "Altersbetreuung in Wilen" wird gegründet. Seine ehrenamtlich tätigen Mitglieder kümmern sich um die Senioreninnen und Senioren des Dorfes.
2011
Eröffnung eines Hotels (UNO) mit Tankstelle an der Weidstrasse 1 und eines Lidl-Fachmarktes an der Glärnischstrasse.
Kulturanlass mit Kunstausstellungen, Theater und Konzert im neuen Primarschulhaus mit allen Künstlern aus Wilen. Im Gebiet "Langwies" wird mit dem Bau von ca. 50 Einfamilienhäusern begonnen.
Lancierung des Projektes "LebensQualität durch Nähe". Die Strickstube wird eröffnet und strickt Kleidungsstücke für benachteiligte Menschen.
2012
An der Gemeindeversammlung vom 26. März wird dem Beitritt zur Firma ThurVita AG zugestimmt. Er ermöglicht unseren Einwohnerinnen und Einwohnern den Zugang zu allen Alters- und Pflegeheimen der Region Wil. Die Gründung der ThurVita AG stellt die ambulante und teilstationäre Pflege (Spitex) für die Zukunft sicher und bietet neu eine Informations-Drehscheibe an.
2013
Am Neujahrsempfang findet die Uraufführung des Wilener Dorffilmes statt. Franziska Stöckli begleitete mit ihrer Timeoutklasse aus Frauenfeld während eines Jahres die Menschen von Wilen mit der Filmkamera. Mit der künstlerischen und technischen Unterstützung von Renato Müller aus Wil wurde ein authentisches Filmdokument unseres Dorfes erstellt.
2014
Einführung der Jugendberatung
"Aus Fragen machen wir Antworten"
2015
"Woche der Begegnung"
Gemeinsame Projektwoche beider Kirchgemeinden, beider Schulgemeinden und der Politischen Gemeinde Wilen.
2016
Mit dem Mitwirkungstag im September 2016 hat Wilen in der Dorfentwicklung einen weiteren Schritt unter Beteiligung der Bevölkerung gemacht. Die Planung eines Jugendtreffpunktes, die Gründung einer Energiekommission, die Gestaltung des Sonnenplatzes und weitere Projekte sind vorgeschlagen worden und werden an der Gemeindeversammlung vom 27. März 2017 der Bevölkerung vorgestellt.
Heutiger Einwohnerstand: rund 2479
Grösse: 225 ha
Haushaltungen: 900
Gebäude: 80 % Einfamilienhäuser, 20 % Wohnungen
Gemeinde-Infrastruktur:
Kirchen- und Gemeindezentrum mit 220 Sitzplätzen.
"Dorfschür" mit 50 Sitzplätzen, einem Sitzungszimmer und einem Werkraum.
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