Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03207.jsonl.gz/1935

Ahthisha hat geschrieben: Eine 83-jährige alte Dame wurde wegen einer Ohren-Infektion im Krankenhaus operiert werden und kam anschließend auf die Intensivstation. Diese alte Dame hat einen Herzschrittmacher, Rücken-OP und neues Hüftgelenk. Nach einem erneuten Sturz und Wirbelbruch kam auch eine leichte eingeschränkte Alltagskompetenz hinzu. Jetzt hat sie eine Lungenentzündung bekommen.
Die alte Dame hat eine Patientenverfügung, die besagt, daß sie keine lebensverlängerten Maßnahmen wünscht, dazu gehört u.a. auch die künstliche Beatmung .....
Sie wird aber künstlich beatmet. Auch ist möglich, daß sie in nächster Zeit eine Trachealkanüle eingesetzt bekommt.
Was zählt denn da noch eine Patientenverfügung?
Können Kinder, wenn sie bevollmächtigt sind, sich über den letzten Wunsch der Mutter, der Patientenverfügung, einfach so hinwegsetzen?
wer sagt denn dass die alte Dame daran versterben wird.Beatmung oder Trachealkanüle sind keine lebensverlängernden Maßnahmen sondern dienen
der Therapie zur Gesundung.
Die Patientenverfügung bezieht sich ausschließlich auf die Situation wenn klar ist dass keine Gesundung mehr erfolgen wird. Das aber muss erst mal genau geklärt sein. Die Unausweichlichkeit des bevorstehenden Todes ist das entscheidende Kriterium in der Patientenverfügung!
Wenn die Patientenverfügung den Ärzten vorliegt müssen sie sich daran halten weil es der Wunsch des Patienten ist und nicht dessen Kinder.
Es gibt Fälle wo auch Erbschleicherei vermutet wird, da werden solche Verfügungen besonders wichtig!