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Sollten weitere Spannungen am Geldmarkt auftreten, verfüge die Federal Reserve über die erforderlichen Instrumente, um die Verspannungen zu mildern. Grundsätzlich habe die Fed die Probleme kommen sehen, den Umfang aber ebenso wie die Marktteilnehmer etwas unterschätzt. Sollten die Verspannungen weiter auftreten, werde die Fed zunächst wie bisher vorgehen und die Banken über spezielle Wertpapiergeschäfte mit kurzfristiger Liquidität versorgen.
Hintergrund von Powells Bemerkungen sind erhebliche Liquiditätsengpässe am US-Geldmarkt seit dieser Woche. Fachleute führen die Engpässe auf erhöhten Mittelbedarf durch Unternehmen wegen hoher Steuerzahlungen und auf Käufe von US-Staatsanleihen seitens amerikanischer Banken zurück. Weil die Zinssätze auf dem Interbankenmarkt zeitweise massiv angestiegen sind, musste die Fed die US-Banken mit liquiden Mitteln über insgesamt rund 128 Milliarden Dollar versorgen. Es waren die ersten Eingriffe dieser Art seit der grossen Finanzkrise vor gut zehn Jahren./bgf/jsl/jha/
(AWP)