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Das Wichtigste in Kürze
- Russland konnte nach wochenlangen schweren Angriffen die Hafenstadt Mariupol einnehmen.
- Der russische Vize-Ministerpräsident Marat Khusnullin hat die Region nun besucht.
- «In diesen Regionen beginnt die Wiederherstellung des friedlichen Lebens», schreibt er.
Lange hatte Russland im Ukraine-Krieg versucht, die ukrainische Hafenstadt Mariupol einzunehmen. Nach wochenlangem Bombardieren und schweren Angriffen scheint die Stadt endgültig unter russischer Kontrolle zu sein.
Die letzten Zivilisten konnten aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal evakuiert werden. Dort sind noch die letzten ukrainischen Soldaten in der Stadt verschanzt. Für diese gestalte sich eine Evakuierung laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schwierig.
Wie viel menschliches Leid angerichtet wurde, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Einige befürchten, dass es in Mariupol schlimmer werden könnte als in Butscha.
Russischer Vize-Ministerpräsident: «Wir werden helfen»
Dementsprechend höhnisch erscheint die Aussage des russischen Vize-Ministerpräsidenten: «In den Regionen beginnt die Wiederherstellung des friedlichen Lebens – eine Menge Arbeit. Wir werden helfen. Es ist vor allem notwendig, in grossem Umfang humanitäre Hilfe zu leisten», schrieb Marat Chusnullin auf Telegram.
Am Sonntag hatte er als bisher ranghöchster russischer Politiker im Ukraine-Krieg Mariupol besucht. «Ich habe die befreiten Gebiete der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk besucht. Ich war in Mariupol, Wolnowacha, Luhansk sowie anderen Städten und habe dort mit Einheimischen gesprochen», schreibt Chusnullin.
Videoaufnahmen zeigten, wie sich der russische Vize-Ministerpräsident mit Denis Puschilin traf. Dieser ist der Anführer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk.
Glauben Sie, dass der Ukraine-Krieg bald zu Ende sein wird?
Petro Andruschtschenko, ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, erklärte, dass Chusnullin den Hafen besucht habe. «Neben den banalen Plünderungen geht es bei solchen Besuchen zunehmend um Versuche, die besetzten Gebiete direkt in Russland zu integrieren.» Das sagte Andruschtschenko gemäss Angaben von «CNN».