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Vom Aschermittwoch als Feiertag zu sprechen, ginge in der Schweiz sicherlich zu weit. Anders als an Weiberfastnacht oder Rosenmontag wird dieser Tag jedoch in einigen wenigen Gemeinden dem Sonntag gleichgestellt. Im Einzelnen sind dies die Orte Delémont, Saignelégier und Porrentruy im Jura sowie Bellinzona im Tessin.
An Aschermittwoch wird den Gläubigen während der Liturgiefeier ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet.
Was bedeutet Aschermittwoch?
Im Begriff Aschermittwoch ist die Asche enthalten, die im katholischen Glauben ein Zeichen der Busse und Demut beinhaltet. So nimmt nicht wunder, dass den Gläubigen während der Liturgiefeier ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet wird. Die Asche ist gesegnet und stammt vom Verbrennen der Palmzweige aus dem vergangenen Jahr. Traditionell beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Die Tradition gesegneter Asche geht bereits auf das zwölfte Jahrhundert zurück. Bussgottesdienste, allerdings ohne Aschenkreuz, finden auch in vielen evangelischen Kirchen statt.
Wie wird Aschermittwoch in der Schweiz gefeiert?
Dadurch, dass in den Karnevals- bzw. Fastnachtshochburgen Bern und Basel ohnehin erst nach Aschermittwoch das bunte Treiben beginnt, existiert hier keinerlei besondere Bedeutung des Aschermittwochs. Ausnahmen bilden einige Gemeinden des Juras, wo in der Tat ein enger Zusammenhang zum vorangehenden Karneval besteht. In Delémont findet am Aschermittwoch (mercredi des Cendres) die so genannte Freinacht statt und sowohl Restaurants als auch Kneipen haben bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Auch wird in den katholischen Kirchen die heilige Messe gefeiert.
Selbiges gilt auch für das italienischsprachige Bellinzona, wo am Aschermittwoch bzw. mercoledì delle ceneri ebenfalls der Karneval bzw. Rabadan endet.