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|Titre||

Aneignung und Subjektivität: Rosalyn Drexler, Kathe Burkhart und die Ambivalenz der Pop Art
|Auteur||Beni MUHL|
|Directeur /trice||Prof. Julia Gelshorn, Université de Fribourg|
|Co-directeur(s) /trice(s)||Prof. Jonathan D. Katz, University of Pennsylvania|
|Résumé de la thèse||

Rosalyn Drexler (*1926) und Kathe Burkhart (*1958) sind in der amerikanischen Pop und Appropriation Art der 1960er- und 80er-Jahre zu verorten. Über ihre provokative Praxis der Aneignung von Bild- und Textmaterial produzieren die Künstlerinnen alternative Subjektmodelle, die einer analytischen Bildpolitik ambivalent gegenüberstehen.
Die multimedial arbeitenden Künstlerinnen Rosalyn Drexler und Kathe Burkhart bedienen sich für ihre Malerei aus dem Bildreservoir der Massenmedien, um neue Bilder von Weiblichkeit zu schaffen. . Subjektivität entsteht bei beiden Künstlerinnen, entgegen dem bürgerlichen Modell der «Innerlichkeit», durch Aneignung bestehender Klischees, aus denen Modelle des weiblichen Selbst entwickelt und auf ambivalente Weise rekombiniert werden. Das Projekt untersucht anhand der beiden Künstlerinnen exemplarisch den Wandel von Subjektivität in der amerikanischen Nachkriegskunst. Erstens soll gefragt werden, wie sich die spezifischen Subjektmodelle von Drexler und Burkhart durch ihre künstlerische Praxis konstituieren und inwiefern sich diese von anderen zeitgenössischen Subjektentwürfen unterscheiden. Zweitens sollen Ambivalenzen herausgearbeitet werden, die sich durch die Aneignung medialer, materieller und sozialer Klischees der Populärkultur in Kombination mit (pseudo)autobiografischen Fragmenten ergeben. Drittens hat das Projekt zum Ziel, die Aneignungspraktiken im Kontext von Pop und Appropriation Art zu untersuchen und dem kanonisierten Narrativ beider Bewegungen alternative Positionen gegenüberzustellen.
Mit der erstmaligen wissenschaftlichen Aufarbeitung der Werkkomplexe von Rosalyn Drexler und Kathe Burkhart wird die Narration der US-amerikanischen Kunst der 1950er-Jahre bis in die Gegenwart durch zwei originelle Positionen erweitert. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Ergänzung bereits theoretisierter zeitgenössischer Subjektmodelle und beleuchtet den Subjektwandel in der Spätmoderne im Kontext feministischer und gegenkultureller Bewegungen.
|Statut||au début|
|Délai administratif de soutenance de thèse||2026|
|URL|