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Masse des Modells: Höhe 44cm / Breite 43cm / Tiefe 43.5cm
Speicher von Kiesen BE
Ein Speicher mit umlaufenden Lauben. Als Schatzkammer des Bauern stand er etwas abseits vom Haus, wo er vor einem allfälligen Brand des Hauptgebäudes geschützt war, aber doch nicht so weit weg, dass man ihn vom Bauernhaus nicht überwachen konnte.
Hier wurden früher die Vorräte an Most, Gemüse, aber auch das gedroschene Getreide, allerhand Gerätschaften, im oberen Speichergeschoss auch der ganze Reichtum an Leinenzeug, Stoffen, Kleidern und in Truhen sogar Wertpapiere und Geld aufbewahrt.
Zuoberst hingen, in trockener Luft, waren die geräucherten Würste und der Speck aufgehängt, in Trögen lagen Äpfel- und Birnenschnitze, alles bereit, um im langen Winter die Ernährung sicherzustellen.
Kein Wunder, dass die Speicher mit starken und kunstvollen Schlössern, die sich oft nur durch einen Kniff öffnen liessen, vor dreisten Dieben gesichert waren.
Der Speicher von Kiesen besteht aus halbierten Tannenstämmen, sogenannten Hälbligen, welche in Blockbauweise zusammengefügt wurden. Die Rundung der Stämme ist nach aussen gerichtet, während die gesägte Seite im Innern der Speicherräume eine glatte Wand bildete. Schmale Schlitze ermöglichten den Luftzutritt, während unbeliebte Nager durch feine Gitter abgehalten wurden.
Den Katzen erleichterte man den Zutritt durch ein Schlupfloch in der Türe.
Der Speicher von Kiesen steht im Ballenberg, nahe beim "Haus von Madiswil" und hat im Gegensatz zu anderen Speichern ein Kellergeschoss. (Beim nachgebauten "Modell" nicht vorhanden.)
Erbaut wurde der Speicher im 17. Jahrhundert.
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