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Start von der Wasseroberfläche 16.09.2019, 09:18 Uhr
Forscher entwickeln Flugfisch-Roboter
Direkt aus dem Wasser in die Luft: Forschende haben einen Roboter entwickelt, der von der Wasseroberfläche starten und in den Gleitflug übergehen kann. Nützlich wären solche Roboter beispielsweise zur Überwachung von Meeresgebieten.
Der Start aus dem Wasser in die Luft ist für kleine Roboter eine knifflige Sache, weil er viel Energie benötigt. Das Team um Mirko Kovac von der Forschungsanstalt Empa und dem Imperial College London hat deshalb ein neues, besonders leichtes Antriebssystem entwickelt und mit einem Roboter getestet, wie die Empa mitteilte.
Das Forschungsteam testete den Roboter im Labor, in einem See und in einem Wellentank, wie die Empa schrieb. Auch bei Wellengang kann der Roboter demnach abheben.
Interessant wäre der Einsatz eines solchen Antriebs beispielsweise bei Robotern, die bei Überschwemmungen Wasserproben sammeln oder die Umweltverschmutzung bei Korallenriffen oder um Offshore-Plattformen herum beobachten sollen: Der Roboter, der einem fliegenden Fisch ähnelt, könnte selbstständig über die Wasserfläche gleiten und an mehreren Orten Proben entnehmen. Im Vergleich zu elektrisch angetriebenen Robotern würde der neu entwickelte Antrieb über grössere Distanzen deutlich Energie sparen.
In einem nächsten Schritt wollen die Empa-Forschenden und ihre Kollegen nun Roboter aus verschiedenen Materialien entwickeln, sowie den Roboter in verschiedenen Umgebungen weiter testen.
Autor(in) SDA