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Definition
Von Sterilität spricht man, wenn es bei einem Paar innerhalb eines Jahrs trotz ungeschütztem Geschlechts- verkehr nicht zur Schwangerschaft kommt.
Ursachen bei der Frau
- Hormone: Die weiblichen Hormone haben die Kontrolle über den Schleimhautaufbau der Gebärmutter, die Eireife und den Eisprung. Gerät der Hormonhaushalt durcheinander, kann das einen Hormonüberschuss oder -mangel hervorrufen.
- Eileitererkrankungen: Eine natürliche Empfängnis wird durch eine Eileiterstörung erschwert. Mögliche Auslöser sind Krankheiten (z.B. Endometriose), Infektionen, Verwachsungen oder Verklebungen.
- Antikörper: Einige Frauen bilden eine Spermienallergie aus. Antikörper attackieren den vermeintlichen “Feind” und verhindern damit eine Befruchtung.
- Myome: Die gutartigen Geschwülste sitzen in der Gebärmuttermuskulatur und können unter Umständen eine Fehlgeburt auslösen.
Ursachen beim Mann
- Spermien: Hier sind Beweglichkeit sowie Qualität und Quantität (Anzahl) entscheidend. Ist nur eine Voraussetzung bedingt gegeben, erschwert das die Befruchtung oder macht sie unmöglich. Eine Beeinträchtigung der Samenzellen kann durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden, z. B. Infektionen (Mumps), Erbkrankheiten, Hormonstörungen, Hoden-hochstand in der Kindheit, Stress, Umwelteinflüsse oder Drogenmissbrauch.
- Spermientransport: Samenwege können undurchlässig werden, z.B. aufgrund einer Krankheit. Damit ist auch eine Befruchtung ausgeschlossen.
- Erektile Dysfunktion: Ist der Mann nicht erektionsfähig, kommt es nicht zum Samenerguss und damit auch nicht zu einer (natürlichen) Empfängnis.
- Hormonstörung: Ein Testosteronmangel hemmt die Samenproduktion und die Libido.
Vorbeugung
- Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Nikotin, Alkohol und übermäßiger Kaffeegenuss sind ab jetzt tabu.
- Schlafen Sie ausreichend und gut.
- Treiben Sie regelmäßig Sport. Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft.
- Vermeiden Sie extremes Über- oder Untergewicht. Beides beeinträchtigt die Fruchtbarkeit.
- Stress, ob privat oder beruflich, erschwert eine Empfängnis.
- Setzen Sie sich beim Sex nicht unter (Empfängnis-) Druck. Schlafen Sie miteinander, weil Sie Lust haben und nicht, weil der Eisprung es “erfordert”.
Behandlung
In der Chinesischen Medizin wird ganzheitlich unterstützend behandelt: mit Akupunktur und chinesischen Kräutern.
Folgende Akupunkturpunkte werden gewählt:
Guanyuan, Qihai, Shenshu, Danshu, Ganshu, Pishu, Guilai, Shangliao, Zhongliao, Xialiao, Mingmen, Ququan
Je nach Symptom werden folgende Kräuterrezepturen geschrieben：
- Je nach Symptom werden folgende Kräuterrezepturen geschrieben
- Bei schwacher Leberenergie: Yi Gan Zhong Zi Tang
- Bei schwacher Milzenergie: Si Jun Zi Tang
- Bei blockierter Blutzirkulation: Shao Fu Zhu Yu Tang
Behandlungsdauer
Da die Spermiogenese fast 100 Tage dauert, sollten Männer eine dreimonatige Behandlungsphase einplanen.
Bei Frauen ist die Behandlungsdauer abhängig von der Regelmässigkeit des Zyklus, den Hormonwerten und etwaigen vorliegenden Erkrankungen, wie Endometriose, Zysten, etc.
Wirkung der Behandlung
Diese Blockaden können sowohl energetischer und psychischer Art (beruflicher Stress. Beziehungs- probleme, zu hoch gesetzte unrealistische Ziele und Erwartungen, Erfolgsdruck etc.) sein oder auch körperlich bedingt sein – z.B. durch eine Stagnation des Blutflusses. Niere und Milz, was sich wiederum in Störungen sowohl der weiblichen als auch der männlichen Sterilität äussern kann.
Ziel der TCM ist es, diese Blockaden zu lösen und einen freien Qi – Fluss als Voraussetzung für eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung zu ermöglichen.