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Während die vorangehenden Kapitel der Publikation die Bedeutung St. Katharinens als Zentrum weiblicher Gelehrsamkeit und wirtschaftlicher Potenz unterstreichen, zeugt die Baugeschichte vom ausgeprägten Kunstsinn und von der Durchsetzungsfähigkeit der Konventualinnen. Mitten in der Stadt St. Gallen und in einer überaus patriarchalisch geprägten Gesellschaft geben die Priorinnen und ihre Schwestern Baute um Baute in Auftrag, lassen Innenräume nach ihren Vorgaben ausstatten, bestellen Kunstwerke bei angesehenen Malern und Bildhauern.
Betrachtet werden in der Baugeschichte alle Gebäude und Anlagen, die einst Teil des Frauenklosters waren und später diverse andere Funktionen erfüllt haben – also nicht nur die Kernbauten um den Kreuzgang, sondern auch diejenigen ausserhalb der ehemaligen Klausur.