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Der Appenzeller gilt seit jeher als musikalisch. Im 19. Jahrhundert war die Instrumentierung eher zufällig; man spielte vorwiegend mit Geige und Hackbrett zum Tanz auf. Zu diesen Instrumenten dürften dann der Kontrabass oder das Basett gekommen sein. Fast während der ganzen zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielte das sogenannte Quartett Appenzell, das im ganzen Land bekannt wurde. 1892 entstand das «Streich-Quintett Appenzell». Seine endgültige Zusammensetzung erhielt es noch vor der Jahrhundertwende und blieb bis zum Ersten Weltkrieg unverändert. Seither nennt man dessen Instrumentenbesetzung Original Streichmusik. Diese Musik ist seit jeher Tanzmusik. Es hiess, von einem guten Geiger sei zu erwarten, dass er etwa 500 Tänze auswendig zur Verfügung habe.
Instrumente
Basett:
Das Bassett ist ein Streichinstrument, das in Grösse und Klang zwischen Kontrabass und Cello liegt.
Hackbrett:
Das Hackbrett ist eine mit Hämmern oder Klöppeln geschlagene Brettzither. Es kam wie diese im 11. Jahrhundert vom Mittleren Osten nach Europa und genoss vom 17. bis zum 19. Jahrhundert bei vornehmen Gesellschaften grosse Beliebtheit.
Quartett Appenzell:
Dazu gehörten Ignaz Dörig (Geige), Josef Anton Inauen (Geige), Anton Maria Klarer (Bassett) und Jakob Anton Knill (Hackbrett). Besonders Ignaz Dörig und Jakob Anton Knill waren ganz ausgezeichnete Spieler und ebenso gute Komponisten. Ihre Kompositionen werden heute noch gespielt.
Musikanten und Tänze
Streich-Quintett Appenzell:
Die Musikanten waren Anton Moser (Geige), Jakob Neff (Geige), Josef Moser (Cello), August Inauen (Bass), Josef Peterer (Hackbrett).
Tänze:
Zu den häufigsten Tänzen gehören Walzer, Mazurka, Schottisch und Polka. Als innerrhodische Eigenheit gelten der Hierig und der Schicktanz. Der Hierig ist ein alter Pantomimentanz. In fröhlicher Weise wird darin dargestellt, wie zwei Liebende sich entzweien und wieder versöhnen.
Zentrum für Appenzellische Volksmusik im Roothuus Gonten
Das Zentrum für Appenzellische Volksmusik ist eine Stiftung. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, der Bezirk Gonten und die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft AGG leisten die erforderlichen Betriebsbeiträge.
Seit 2009 ist auch der Kt. St. Gallen Mitstifter, da das Zentrum für Appenzellische Volksmusik die Dokumentationsstelle für die Volksmusik des oberen Toggenburg wird. Hier gehts zum Zentrum für Appenzellische Volksmusik
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Original Streichmusik, Hackbrett, Hierig