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Drei Kurzfilme aus der Zentralschweiz sind auf Kurs für eine Oscar-Nomination. Die beiden Dokumentarfilme «Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder (Produktion: Hochschule Luzern – Design & Kunst), «Das Spiel» von Roman Hodel (Produktion: Ensemble Film), sowie der Animationsfilm «The Lonely Orbit» von Frederic Siegel und Benjamin Morard (Produktion Team Tumult) haben alle Chancen im Rennen um eine Nominierung. Sie haben sich dank ihren Auszeichnungen an «Oscar qualifying Festivals» für eine Oscar-Nomination empfohlen. Die Filmschaffenden sind alle Absolventen oder Alumni der Hochschule Luzern – Design & Kunst.
Zentralschweizer Filme behaupten sich international. Drei Kurzfilme haben gute Chancen auf einen Platz auf der Short-List im Rennen um die 93. Academy Awards.
Die Nase vorn für eine Oscar-Nomination hat «Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder mit seinem Abschlussfilm in der Studienrichtung Video der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Der 18-minütige Dokumentarfilm über den «Katzenmann» wurde nach seiner Premiere in Locarno 2019 an über 100 Festivals gezeigt und hat im Dezember 2020 als erster Schweizer den Europäischen Filmpreis in der Kategorie bester Kurzfilm gewonnen. Die Oscar-Qualifikation holte sich der gebürtige St.Galler Lasse Linder mit seinem Preis am Filmfestival Tampere (Finnland) 2020.
Ebenfalls Chancen für eine Nomination in der Kategorie bester Kurzdokumentarfilm (best documentary short subject) hat der Luzerner Roman Hodel mit seinem Fussball-Schiedsrichter-Dokumentarfilm «Das Spiel» (Produktion Ensemble Film). Der Film feierte seine Weltpremiere im September 2020 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Nächster Stopp auf der Festivaltour war mit Toronto wieder ein Top-Festival. Der Film wurde soeben für den Schweizer Filmpreis 2021 nominiert. Die Oscar-Qualifikation holte er sich mit dem Preis für den besten Kurz-Dokumentarfilm am Hamptons International Film Festival (USA) 2020. Roman Hodel hat 2014 die Hochschule Luzern abgeschlossen.
«The Lonely Orbit» von Frederic Siegel und Benjamin Morard ist auf der Longlist für den besten Kurzanimationsfilm (best animated short film). Nach zwei Preisen am Fantoche wurde der Film um einen einsamen Satellitentechniker und seinen Einfluss auf das Weltgeschehen am «Oscar qualifying» Festival in Sitges (Spanien) 2020 ausgezeichnet. Der Chamer Siegel und der Sarner Morard haben beide in Luzern studiert und 2015 den Bachelor Animation gemacht.
Weitere Schweizer im Oscar-Rennen
Insgesamt sind 8 Schweizer Filme im Rennen um eine Oscar-Nomination. Neben dem Spielfilm «Schwesterlein» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond, welche als offizieller Schweizer Beitrag in der Kategorie «International Feature Film» eingereicht wurde, sind noch vier weitere Schweizer Kurzfilme auf der Longlist für die 93. Academy Awards. Es sind die beiden Animationsfilme Kids von Michael Frei und Warum Schnecken keine Beine haben von Aline Höchli beides ebenfalls HSLU-Alumni. Und die zwei Kurzspielfilme 22:47 Linie 34 von Michael Karrer und Menschen am Samstag von Jonas Ulrich .
Preisverleihung 2 Monate später
Dieses Jahr ist die Oscar-Verleihung pandemiebedingt um zwei Monate nach hinten verschoben worden. Die Preisverleihung soll am Sonntag, 25. April im Dolby Theater in Los Angeles über die Bühne gehen. Die Nominierungen werden am 15. März von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verkündet.