Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03276.jsonl.gz/2246

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz setzt sich in Mali in erster Linie für ländliche Entwicklung, Ernährungssicherheit, Gouvernanz, Friedensförderung sowie Grundschulbildung und Berufsbildung ein.
Dank ihres langjährigen Engagements und der Stärkung der lokalen Akteure in Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, hat die Schweiz ihre Aktivitäten zugunsten der Bevölkerung und der Institutionen des Landes kontinuierlich ausgebaut. Sie begleitet private und öffentliche Akteure bei der Durchführung von Projekten im Bereich der ländlichen Entwicklung. In Mali leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Gebieten und steuern etwa einen Drittel zum BIP bei. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Schweiz durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) Initiativen zur Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft und zur Einkommensverbesserung.
Im Norden des Landes hat die Schweiz ihre Aktivitäten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit wieder aufgenommen und ihre humanitären Einsätze verstärkt. In einigen Gebieten ist der Zugang für die humanitäre Hilfe immer noch erschwert und die Grundversorgung der Bevölkerung kompliziert.
Die Schweiz setzt sich in ihren Einsatzgebieten für die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit ein und begleitet die malische Regierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer nationalen Politik zur Förderung der Nahrungs- und Ernährungssicherheit der am stärksten verwundbaren Menschen. Mit der Förderung von wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Produktionssystemen im Bereich der Viehzucht und des Ackerbaus können die Einkommen von Familienbetrieben verbessert werden.
Mali befindet sich seit 2012 in einer sicherheitspolitischen und humanitären Krise. Das Land zeigt aber eine beachtliche Widerstandsfähigkeit und verfügt über zahlreiche Entwicklungschancen. 2015 belief sich die Wachstumsrate auf 5%. Das Land verfügt über ein grosses Potenzial in der Viehzucht und im Ackerbau, das besser genutzt werden sollte, und über eine junge Bevölkerung, die es zu mobilisieren gilt (jährliches demografisches Wachstum 3,6%, 65% der Bevölkerung unter 25). Zu den grossen Herausforderungen zählen nach wie vor Frieden und Sicherheit, Armutsbekämpfung, Gouvernanz, Bildung und Beschäftigung. Die Schweiz begleitet die Behörden und die Bevölkerung bei ihren Anstrengungen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und die Herausforderungen zu meistern.
Sie unterstützt auch die nationalen Versöhnungsbestrebungen und führt Projekte zum Schutz der Zivilbevölkerung durch (Förderung des humanitären Völkerrechts).
Schweiz und Mali