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Eduard Waeber wurde am 21. Dezember 1923 in Tafers geboren. Hier besuchte er die Schulen. Sein Vater Amédée führe die Dorfschmiede. Doch tragischerweise verunglückte er bei der Arbeit, und seine Mutter Marie war gezwungen, mit den Kindern Anna, Paul, Eduard, Marie-Madelaine und Lucie ins Schulhaus zu ziehen, wo sie als Abwartin arbeitete.
Im Technikum in Freiburg erlernte er den Beruf des Feinmechanikers. Durch eine im Aktivdienst verschleppte Bronchitis musste er sich einer gefährlichen Operation unterziehen, die mehrere Kuraufenthalte nach sich zog. In der Folge musste er sich bei Gfeller AG in Flamatt umschulen lassen. Als Maschinenzeichner und Konstrukteur war er vor allem an der Entwicklung von Hörgeräten beteiligt. Die Arbeit begeisterte ihn sehr, so dass der Erfolg nicht ausblieb. Das führte dazu, dass er befördert wurde und in die Führungsetage aufstieg.
1952 zog Eduard Waeber nach Flamatt. 1956 heiratete er Caroline Müller aus Heitenried. Doch seine Gattin erkrankte schwer, und bis zu ihrem Tod umsorgte er sie in vorbildlicher Weise. Trotz schweren Rückschlägen versuchte er stets positiv in die Zukunft zu schauen.
1969 lernte er Marie-Therese Jentsch aus Naters kennen, die er im gleichen Jahr heiratete. Dadurch wurde das Oberwallis zu seiner zweiten Heimat, von der er gerne erzählte. Doch 1986 machten sich bei seiner Gattin gesundheitliche Probleme bemerkbar. Es war ihnen noch vergönnt, interessante Auslandsreisen, unter anderem nach Ägypten, zu unternehmen. Nach kurzem Spitalaufenthalt verstarb sie 1990.
Eduard Waeber fühlte sich im Kreise seiner Angehörigen und Freunde stets wohl. Durch seine sympathische und hilfreiche Art fand er leicht Kontakt. Er wirkte viel in der Öffentlichkeit. Von 1962 bis 1978 war er im Pfarreirat Wünnewil-Flamatt, zuletzt als Präsident. Er war auch Präsident der Planungs- und Baukommission, als das katholische Kirchenzentrum in Flamatt errichtet wurde. Weil ihm die Seelsorge in Flamatt ein grosses Anliegen war, trat er dem katholischen Kultusverein bei. Er war Mitglied der KAB Flamatt und Fahnenpate des Cäcilienchores Flamatt. Diese Aufgaben bereiteten ihm Freude und gaben ihm Gelegenheit, sich mit anderen Leuten zu treffen.
Als Rentner verbrachte er noch einige Jahre in seiner Wohnung im Atrium, bis er 2011 einen Schlaganfall erlitt. Auf Anraten des Arztes zog er ins Pflegeheim Flamatt, wo er am 27. Oktober 2015 im 92. Lebensjahr friedlich entschlief. Die Familie wird Eduard Waeber in guter Erinnerung behalten, als einen lieben, geduldigen und hilfsbereiten Mann, dem das Wohl seiner Mitmenschen sehr am Herzen lag. Eing.