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Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Covid-Testzentrums in Granges-Paccot haben mehr als 160 gefälschte Zertifikate ausgestellt. Sie wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Ermittlungen der Freiburger Kantonspolizei haben ergeben, dass mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Covid-Testzentrums in Granges-Paccot gefälschte Zertifikate ausgestellt haben. Ausgangspunkt der Untersuchung war eine Anzeige des Freiburger Spitals HFR am 13. Dezember 2021.
In einer ersten Phase führten die durchgeführten Ermittlungen zur Identifizierung mehrerer mutmasslicher Täter, sechs Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 21 und 27 Jahren. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Testzentrums in Granges-Paccot gaben zu, zwischen Juni und Dezember 2021 ohne Gegenleistung rund 50 falsche Zertifikate «Negativer Test» für eine Dauer von 48 oder 72 Stunden für sich oder ihre Angehörigen ausgestellt zu haben. Sie handelten eigenständig mit dem Ziel, öffentliche Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen besuchen zu können.
Zertifikate verkauft
Zwischen September und Anfang Dezember 2021 sollen drei weitere Mitarbeiterinnen des Zentrums im Alter von 21 und 22 Jahren selbst oder über Angehörige 115 gefälschte Zertifikate mit dem Status «Geimpft» oder «Genesen» mit einer Gültigkeit von sechs bis zwölf Monaten erstellt und verteilt haben. Diese Dokumente wurden Angehörigen kostenlos angeboten, während die anderen Abnehmer zwischen 100 und 300 Franken pro Zertifikat bezahlten. Zudem sollen sie eine unbestimmte Anzahl gefälschter Zertifikate mit dem Status «Negativer Test» ausgestellt haben. Die mutmasslichen Täterinnen gaben dies teilweise zu.
Alle beteiligten Personen wurden bei der Staatsanwaltschaft wegen Urkundenfälschung, Fälschung von Ausweisen und Korruption angezeigt. In diesem Stadium der Untersuchung gilt die Unschuldsvermutung.