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| Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)

Elftes Buch
38. Die Gemeinschaft mit Christus ist uns verheißen.
Die Gemeinschaft mit dieser seiner Herrlichkeit hat er aber den Aposteln mit den Worten verheißen: „So wird es sein bei der Vollendung der Welt: senden wird der Menschensohn seine Engel, und sammeln werden sie aus seinem Reiche alle Ärgernisse und alle, die Sünde tun, und er wird sie in den Feuerherd schicken; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reiche ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!”1 Stehen etwa nicht bei allen die natürlichen und körperlichen Ohren zum Hören der Worte offen, so daß zum Hören die Mahnung des Herrn vonnöten war? Indem der Herr aber das Wissen um das Geheimnis kundgibt, fordert er, daß man auf den treuen Glauben höre. In der Vollendung der Welt werden also aus seinem Reiche die [S. 267] Ärgernisse beseitigt. Wir haben also einen Herrn, der gemäß der Herrlichkeit des Leibes herrscht, bis die Ärgernisse beseitigt werden. Wir haben auch dies, daß wir der Herrlichkeit seines Leibes im Reiche des Vaters gleichgestaltet sein werden, leuchtend wie in Sonnenreinheit. In ihr hat er bei seiner Verklärung auf dem Berge den Aposteln den Zustand seines Reiches gezeigt.
1: Matth. 13, 40―43.