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Der «Movember», der Monat des Schnurrbartes, ist fast vorbei. Wir nutzen die Gelegenheit und betrachten die einflussreichsten Schnurrbärte aus Politik, Musik, Kunst und vielen anderen Bereichen. Hier sind die zehn mächtigsten Schnurbärte der Geschichte.
Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich war von 1848 bis zu seinem Tod im Jahr 1916 Kaiser von Österreich. Mit einer Regierungszeit von 68 Jahren übertraf er alle anderen Regenten der Habsburger-Dynastie. Die enge Beziehung zu seiner Frau Elisabeth, den meisten unter ihrem Spitznamen «Sisi» bekannt, führte zu einer Legendenbildung, die bis Heute anhält. Nicht minder legendär war sein imposanter Schnäuzer.
Der deutsche Philosoph, der übrigens in Basel unterrichtet hat, war zu seiner Zeit der grösste Kritiker der Moral. Im Christentum hat er seinen ärgsten Feind gefunden und liess in seinem philosophischen Roman «Also sprach Zarathustra» verkünden: «Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!». Genau so radikal wie sein Denken war sein monumentaler walrossartiger Schnäuzer.
Wilhelm II. war der letzte Kaiser von Deutschland und König von Preussen. Nachdem sein 90-jähriger Vater (Friedrich III.) nach einer nur 99-tägigen Regentschaft starb, übernahm der 29-jährige Wilhelm II. das Zepter. Dem jungen Herrscher war die Tradition enorm wichtig und er verunglimpfte jegliche moderne Auffassungen. Wilhelm II. stürzte sein Land in den Ersten Weltkrieg und somit in den absoluten Ruin. Auch wenn seine politischen Handlungen verheerend waren, sein Schnurrbart war wahrlich majestätisch.
Ambrose Everett Burnside war General während des Sezessionskrieges (amerikanischer Bürgerkrieg) und erlangte durch seine heroischen Taten seinen verdienten Platz in der Geschichte. Genauso heldenhaft wie Burnside war sein imposanter Schnäuzer, der bis zu den Koteletten ging. Burnsides Bartpracht war unter den Soldaten dermassen beliebt, dass der Begriff «Sideburns» geprägt wurde und noch heute der englische Name für Koteletten ist.
Der spanische Künstler, der bekannt für seine abstrusen Gemälde war, trug ebenfalls einen ikonischen Schnurrbart. Der Surrealist nannte die Spitzen seines Bartes seine «Antennen», mit denen er göttliche Botschaften erhielt. Gut gezwirbelt ist halb gewonnen, mag man da meinen. «Ohne Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen», soll Dali einmal behauptet haben.
Theodore Roosevelt war von 1901-1909 Präsident der Vereinigten Staaten und ist bis heute eine der beliebtesten politischen amerikanischen Figuren. Viele Legenden bilden sich um Roosevelt, so gilt er immer noch als Paradebeispiel für einen «echten Kerl» der auf Elchen ritt und auch mal eine Rede zu Ende sprach, obwohl er angeschossen wurde. Eine der bekanntesten Geschichten über Roosevelt ist, dass er Namensgeber für den Teddy-Bären ist. Als sich Roosevelt weigerte, ein Bären-Baby zu schiessen, ging die Meldung um die ganze Welt und brachte Margarete Steiff (die Erfinderin des Plüschtieres) auf die Idee, ihren Bären Teddy zu nennen. Auch um seinen buschigen Schnäuzer bilden sich Legenden, so war es eine Selbstverständlichkeit, dass auch dieser auf Mount Rushmore abgebildet wird.
Pancho Villa, der eigentlich Doroteo Arango Arámbula hiess, war einer der prominentesten Generäle der Mexikanischen Revolution. Der Guerilla-Kämpfer und Outlaw löste beim Diktator Diaz Angst und Schrecken aus, doch beim Grossteil der mexikanischen Bevölkerung galt der Freiheitskämpfer als Robin Hood. Pancho Villa konnte sich schon früh die Aufmerksamkeit der Bevölkerung sichern, indem er in Hollywood-Filmen sich selber spielte. Sein gezwirbelter Schnurrbart war stets perfekt frisiert.
Der gelernte Elektriker war Vorsitzender von «Solidarność», der Gewerkschaft, die den politischen Wandel in Polen schaffte. Mit seiner Hilfe erlangte das kommunistische Polen die Unabhängigkeit von der Sowjetunion und wurde demokratisch. Nach der Wende wurde Wałęsa Staatspräsident Polens und gewann den Friedensnobelpreis. Sein breiter Schnauzbart ist heute Symbol für ein unabhängiges Polen.
Der Thronfolger von Österreich-Ungarn wurde 1914 Opfer eines Attentats durch serbische Seperatisten. Die Ermordung von Franz Ferdinand führte im Juli 1914 zur Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Durch den Hochimperialismus angefeuert, folgten weitere Staaten und der 1. Weltkrieg geriet ins Rollen. Der «Krieg, der alle Kriege enden wird» sollte eigentlich ein kurzer sein, jedoch zog er sich vier Jahre lang hin und forderte 10-20 Millionen Opfer.
Freddie Mercury, eigentlich Farrokh Bulsara, war einer der bedeutendsten Rocksänger der Geschichte. Der Leadsänger von Queen komponierte Klassiker wie «Bohemian Rhapsody», «We Are the Champions» und viele mehr. Als Mercury in den frühen 90ern an AIDS starb, geriet die Krankheit in den Fokus der Öffentlichkeit. Freddie Mercury geniesst bereits jetzt Legenden-Status und auch sein Porno-Balken wird für immer in Erinnerung bleiben.