Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03104.jsonl.gz/2464

Nach Titelverteidiger Novak Djokovic scheidet am Australian Open auch der Weltranglistenerste Andy Murray überraschend früh aus. Mit Angelique Kerber erwischt es auch die Nummer 1 der Frauen.
Der Schotte verlor im Achtelfinal sensationell gegen den 49 Plätze schlechter klassierten Deutschen Mischa Zverev 5:7, 7:5, 2:6, 4:6. Vor allem bei eigenem Service bekundete Murray viel Mühe, insgesamt acht Mal musste er seinen Aufschlag abgeben. Im ersten Satz führte er zweimal - mit 3:1 und mit 5:3 - mit einem Break, ehe er den Satz noch abgeben musste. Er hatte grosse Mühe mit dem in Moskau geborenen Linkshänder, der einer der wenigen Spieler ist, die konstant ans Netz vorrücken.
"Heute hats einfach nicht gepasst", stellte Murray, der erst die zweite Niederlage seit dem US Open im letzten September einstecken musste. "Er hat extrem gut volliert und auch gut aufgeschlagen, gerade, wenn es wichtig war." Er sei enttäuscht über die Niederlage. "Aber das ist Tennis. Ich hatte schon andere harte Niederlage in meiner Karriere, und ich bin immer wieder zurückgekommen." In Melbourne hat der 29-jährige Schotte schon fünfmal den Final erreicht, aber noch nie gewonnen.
Der 29-jährige Zverev ist der zehn Jahre ältere Bruder von Alexander, der am Samstag in fünf hochklassigen Sätzen gegen Rafael Nadal ausschied. Im Viertelfinal trifft er auf Roger Federer, gegen den er beide bisherigen Partien in zwei Sätzen verlor, die letzte 2013 in Halle mit der Höchststrafe von 0:6, 0:6.
Kerber unterliegt Hingis' Doppelpartnerin
Nicht allen Deutschen lief es so gut wie Zverev. Einen miserablen Tag erwischte Angelique Kerber. In der Night Session verlor die Siegerin des letzten Jahres sang- und klanglos 2:6, 3:6 gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe (WTA 35).
"Ich hatte überhaupt kein Gefühl für den Ball", klagte Kerber. Zu Beginn des Turniers hatte sie zugegeben, dass es nicht ganz einfach sei, mit den Verpflichtungen einer Nummer 1 umzugehen. Mit dem Start des Turniers habe sie sich aber eigentlich gut gefühlt. Allerdings hatte die gebürtige Polin bereits in den ersten beiden Runden jeweils einen Satz abgegeben. Gegen Vandeweghe fand sie nun keinen Weg zurück. Die Doppelpartnerin von Martina Hingis trifft im Viertelfinal auf die French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza.
SDA-ATS