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Bau einer Dorfkapelle
Äthiopien 12/2019
ÄTHIOPIEN 12/2019
Die St.-Marien-Pfarrei von Shebo liegt im Apostolischen Vikariat Gambella im äußersten Westen Äthiopiens. Während der Dürre im Jahr 1985 siedelte das Megistu-Regime die Bevölkerung aus anderen Landesteilen um – auch auf das Gebiet der heutigen Pfarrei von Shebo. Den Menschen wurde ein besseres Leben versprochen, aber ihre Erwartungen wurden bitter enttäuscht.
Die Pfarrei von Shebo wurde errichtet, um den enttäuschten Menschen zu helfen.
Die Pfarrei hat fünf Außenstationen. Eine davon ist Village 9. Das Dorf ist 16 Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt gelegen. Die Gemeinde ist dynamisch: Ihr gehören 700 Gläubige an, und 62 weitere Menschen bereiten sich zur Zeit auf die Taufe vor.
Vor 15 Jahren errichteten die Gläubigen hier eine Kapelle aus Lehm und Holz. Sie wurde im Laufe der Zeit jedoch durch Termitenfraß stark beschädigt, und das Dach wurde vom Wind davongeweht. Das baufällige Gebäude ist nicht mehr benutzbar.
Ein Gotteshaus zu haben, ist den Gläubigen jedoch ein Herzensanliegen. Nach ihrer Überzeugung ist eine Kirche die Brücke zwischen dem irdischen Leben und dem ewigen Leben im Himmel. Sie drängen Pfarrer Netsanet Yadeta immer wieder, eine Kapelle zu bauen, aber die Verwirklichung ist bislang daran gescheitert, dass die Gemeinde das Geld nicht aufbringen konnte. Der Priester sagt: „Sie sind arm, aber reich an Glauben. Sie haben einen starken Glauben, und sie betonen nachdrücklich, dass sie alle Schwierigkeiten ihres Lebens nur dank der Hilfe Gottes meistern konnten.“
In der Regenzeit kann die Katechese nicht stattfinden, weil die Teilnehmer kein Dach über dem Kopf haben.
"Kirche in Not (ACN)" hat 30.000 Euro versprochen, damit die Gläubigen endlich ein eigenes Gotteshaus bauen können.