Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/1534

Dieser von der EU empfohlene Indikator zeigt den Anteil Jugendlicher ausserhalb des Bildungssystems (ohne bis anhin einen Abschluss auf Sekundarstufe II erreicht zu haben) und liefert Informationen zu Bildungsverläufen. Er kann als Indikator für die Fähigkeit des Bildungssystems angesehen werden, die Jugendlichen bis zur Vermittlung der Mindestanforderungen an eine erfolgreiche berufliche und persönliche Verwirklichung zu halten, zu bilden und ihnen eine Lernkultur (das Lernen lernen) zu vermitteln. Ohne postobligatorischen Abschluss verringern sich die Chancen auf eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erheblich, weil damit eine Reihe von Folgeproblemen (Arbeitslosigkeit, Armutsgefährdung) verbunden sind, die sich negativ auf den Integrationsprozess auswirken.
Im Jahr 2020 hatten knapp 12% der 18- bis 24-jährigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund der ersten Generation und 5% derjenigen der zweiten oder höheren Generation befanden sich nicht in formaler Bildung, obwohl sie noch keinen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hatten. Diese Quoten sind signifikant höher als diejenigen der gleichaltrigen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund, deren Anteil sich auf 3% belief.
Der Anteil Jugendlicher ausserhalb des Bildungssystem bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und bei der zweiten oder höheren Generation ist zwischen 2011 und 2020 konstant geblieben. Derjenige der ersten Generation hat zwischen 2011 und 2020 um 6,9 Prozentpunkte abgenommen.
Tabellen
Definitionen
Jugendliche ausserhalb des Bildungssystems sind Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die die beiden folgenden Bedingungen erfüllen:
-Sie haben höchstens eine Ausbildung auf der Sekundarstufe I abgeschlossen.
-Sie haben im Berichtsjahr an keiner formalen Ausbildung teilgenommen.
Sie werden in Prozent der ständigen Wohnbevölkerung des entsprechenden Alters ausgedrückt.