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WASHINGTON - Immobilien-Tycoon Donald Trump bringt sich mit einem bizarren Angebot an US-Präsident Barack Obama in die Medien
Im erzkonservativen Nachrichtensender Fox News kündigte der Milliardär am Montag die sensationelle Information an:
«Ich habe etwas sehr, sehr Grosses, was den Präsidenten der Vereinigten Staaten betrifft. Es wird riesig werden», sagte Donald Trump. Heute Mittwoch wollte er die Bombe auf Twitter und Facebook zünden – und den Wahlkampf um das Präsidentenamt gegen Obama entscheiden.
Einige Stunden und Hunderttausende Klicks auf die Online-Artikel später dann stellte sich heraus: Alles heisse Luft!
Statt intime Dokumente der Obamas zu veröffentlichen, stellte Immobilien-Tycoon Donald Trump eine Spende in Aussicht, wenn Obama alle seine persönlichen Dokumente wie Reisepässe und Universitätsabschlüsse veröffentliche.
Er werde fünf Millionen Dollar für einen guten Zweck spenden, verkündete Trump via Facebook und Twitter. «Obama ist der am wenigsten transparente Präsident in der Geschichte dieses Landes», posaunte Trump.
«Daher habe ich einen Deal für den Präsidenten - einen Deal, den er meiner Meinung nach nicht ablehnen kann», meinte der 66-Jährige. Das Geld werde an eine gemeinnützige Organisation gehen, die Obama auswählen könne.
Zeitweise hatte sich Trump selbst als Präsidentschaftsbewerber ins Gespräch gebracht. Dann stellte er sich aber hinter den Republikaner Mitt Romney.
Douglas Kass, Investor und Finanzexperte aus Florida, twitterte heute wichtigtuerisch: «Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass Donald Trump verkünden wird, dass er unbekannte Scheidungspapiere des Präsidenten und seiner Frau hat.»
Gerüchte über eine Scheidung der Obamas sind nicht neu: Autor Ed Klein veröffentlichte dieses Jahr ein Buch, in dem er dasselbe behauptet. Michelle Obama habe die Scheidung vorbereitet, nachdem ihr Mann im Jahr 2000 die Wahl ins Repräsentantenhaus verpasst habe.
Ob Trump tatsächlich über offizielle Scheidungspapiere der Obamas verfügt, wurde von Anfang an bezweifelt. Schon einmal scheiterte der Romney-Anhänger mit einem falschen Gerücht über Obama grandios.
So behauptete er im letzten Jahr, Obama sei nicht auf Hawaii, sondern in Kenia geboren und habe demnach kein Recht, US-Präsident zu sein. Doch dann veröffentlichte Obama seine US-Geburtsurkunde - und liess Trump alt aussehen.
Eine Antwort des Weissen Hauses auf den neusten Trump-Coup steht noch aus. (whk/snx)