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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00137 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichterin Slavik Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 2 9. Februar 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, verfügt über keine Berufsausbildung und war nach der obligatorischen Schulzeit seit 1985 mit Unterbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern in unterschiedlichen Funktionen beschäftigt ( Urk. 13/1; Urk. 13/3). Am 3. November 2014 meldete ihn der behandelnde Arzt, Dr. med. Y.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, unter Angabe einer Sucht- und Persönlich keitsproblematik bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung ( Urk. 13/4). Auf Empfehlung der Eingliederungsbera tung der IV-Stelle ( Urk. 13/11; Urk. 13/13) meldete sich der Versicherte am 2 6. Mai 2015 unter Verweis auf den Bericht der neuropsychologischen Untersu chung vom 1 4. April 2015 im Sanatorium Z.___ ( Urk. 13/14) zum Leistungs bezug an ( Urk. 13/17). Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizi nische Abklärungen und übernahm die Kosten für verschiedene Massnahmen im Rahmen der beruflichen Eingliederung (Potentialanalyse, Aufbautrai ni ng, Urk. 13/44; Urk. 13/51). Am 1 8. Januar 2018 teilte sie mit, dass die berufliche Eingliederung abgebrochen werde ( Urk. 13/ 110). Die IV-Stelle holte darauf ein psychiatrische s-neuropsychologisches Gutachte n ein, welches am 4. Juli 2018 erstattet wurde ( Urk. 13/122). Gestützt darauf verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/124/; Urk. 13/133-134; Urk. 13/136) mit Verfü gung vom 1 8. Januar 2019 den Anspruch auf eine Invalidenrente ( Urk. 2). 2. Am 2 1. Februar 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 1 8. Januar 2019 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen ; ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung/ Rechtsverbeiständung ( Urk. 1; Ergänzung vom 1 1. März 2019, Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 1 0. April 2019 beantragte die Beschwerde gegnerin die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3 0. April 2019 mitgeteilt wurde ( Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits markt ( Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist ( Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Ei ngliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_ 580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). In BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezüglich des Anspruchs auf Leis tungen der Invalidenversicherung bei Vorliegen einer Suchter krankung geändert und festgehalten, dass wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen anhand eines strukturierten Beweisverfahrens abzuklären ist, ob sich eine fachärztlich diagnostizierte Suchtmittelabhängigkeit auf die Arbeitsfä higkeit d er betroffenen Person auswirkt. 1.5 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingehol ten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenhei ten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fach ärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bun desgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_ 300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegn erin begründete ihren Entscheid gestützt auf das psychiat risch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) damit, dass der Beschwerdeführer unter der Voraussetzung der Abstinenz zu 100 % arbeits fähig sei, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, der Sachverhalt sei bezüglich Arbeitsfä higkeit nicht rechtsgenügend ermittelt worden; insbesondere leide er unte r einer Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, narzisstischen und emotional-instabilen Zügen ( Urk. 8 S. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen sind die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3. 3.1 Seit Juni 2016 nahm der Beschwerdeführer auf Kosten der Beschwerdegegnerin an verschiedenen Massnahmen zur beruflichen Eingliederung bei der Arbeitsintegration A.___ teil (Potentialabklärung, Aufbautraining, Arbeitstrai ning). Aus dem Schlussbericht vom 3 1. Januar 2018 geht hervor, dass der Beschwerdeführer das Arbeitstraining, das er am 1. August 2017 bei der Brockenstube B.___ erfolgreich gestartet hatte, am 1 8. Januar 2018 vorzeitig beenden musste. Zu Beginn sei der Beschwerdeführer sehr motiviert und interes siert gewesen. Er habe aktiv in der Brockenstube mitgearbeitet und habe die for malen Rahmenbedingungen erfüllt. Im weiteren Verlauf sei er aufgrund eines Krankheitsausfalles vom zuständigen Leiter der Brockenstube freigestellt worden. In diesem Zusammenhang habe seine Motivation nachgelassen. Er habe von anhaltenden Stimmungsschwankungen und körperlichen Erschöpfungszuständen berichtet. Im letzten Drittel des Arbeitstrainings sei es zu vermehrten krankheits bedingten Absenzen und schliesslich am 1 8. Januar 2018 zum Abbruch der Massnahme gekommen. Es werde eine Rentenprüfung empfohlen sowie eine Fort führung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ( Urk. 13/113). 3.2 In ihrem Bericht vom 1 6. März 2018 nannten Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. D.___, Psychologin FSP, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstö rung mit dissozialen, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie (2) einen Status nach Störung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abs tinent (ICD-10 F19.2). Es sei von einem manifestierten Störungsbild und von einer unbestimmten Behandlungsdauer auszugehen. Es handle sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung mit langjährigem Verlauf, auf deren Hintergrund sich eine Polytoxikomanie entwickelt habe. Seit Juli 2013 sei der Beschwerdeführer in je der Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Das Konzentrationsvermögen, die An passungsfähigkeit, die Arbeits- und die Leistungsfähigkeit seien aufgrund stark erhöhter Erschöpfbarkeit beeinträchtigt. Es bestehe ein multimorbides Zustands bild. Zudem sei der Beschwerdeführer konfliktunfähig mit hoher Kränk barkeit, geringer Kritikfähigkeit und impulsiver, teilweise aggressiver Verhaltens bereit schaft. Die Belastungsfähigkeit sei deutlich reduziert. Mit einer Wiederauf nahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden ( Urk. 13/115). 3.3 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik angeführt, dass aus den im Dossier vor handenen ärztlichen Berichten ein polyvalentes Abhängigkeitssyndrom bestätigt werde. Gleichzeitig seien keine längeren Abstinenzphasen unter Zugrundelegung objektiver Kriterien dokumentiert. Allfällige mnestische und kognitive Defizite würden unterschiedlich ausgeprägt beschrieben, oft auch nur fussend auf den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers. Anderseits seien Einschrän kungen durch einen mehr oder minder ausgeprägten Substanzkonsum mögli cherweise vorhanden gewesen. Es würde von impulsive n Verhaltensweisen, aber auch weitreichenden Fähigkeiten zur Anpassung, insbesondere während Phasen eines moderateren Konsums, berichtet, sodass die Diagnose einer Persönlichkeits akzentuierung bestätigt werde. Eine invalidisierende psychische Erkrankung läge nicht vor. Als Diagnosen o hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (1) ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) sowie (2) eine Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Die Einschränkungen, welche der Beschwerdeführer bezogen auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit genannt habe, seien nicht objektivier bar und würden am ehesten einer demonstrativ-simulierenden Symptompräsen tation entsprechen. Das Antwortverhalten bezüglich Drogenkonsum sei zunächst nicht ehrlich gewesen; erst nach Ankündigung eines Drogenscreenings habe er einen Heroinkonsum eingestanden, nicht aber den festgestellten Kokainkonsum. Der Beschwerdeführer habe einen selbständigen Alltag und einen gut strukturier ten Tagesablauf mit sozialen Kontakten und Interesse an Aktivitäten. Psychiatri scherseits liege keine Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Prinzipiell sei der Beschwerdeführer zu einer Präsenz von 8.5 Stunden fähig. Bei entsprechender Willensanstrengung und Motivation sei auch die Leistungsfähig keit uneingeschränkt. Unter Voraussetzung einer Abstinenz sei keine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit feststellbar. Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich in der Untersuchung Hinweise auf wahrscheinlich kognitive Antwortverzerrungen ergeben, weshalb die erhobenen neuropsychologischen Befunde nicht als valide gewertet werden könnten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass beim Beschwerdeführer trotz der Antwortverzer rung auch eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Ab hängigkeitserkrankung bestehe. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im neu ropsychologischen Fachbereich sei nicht möglich. Im Vordergrund stehe die Abhängigkeitserkrankung, weshalb auf das psychiatrische Teilgutachten verwie sen werde. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung werden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden die psychiatrischen Diagnosen Abhängigkeitssyndrom sowie Persönlichkeitsakzentuierung genannt. Unter Aufbringung der entspre chenden Willensanstrengung und Motivation sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Ressourcen fähig zu Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Einen erheb lichen Belastungsfaktor würde der fortlaufende Beikonsum darstellen, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähigkeiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beeinflussen könne. Ausserdem wirke sich der Substanzkonsum negativ auf die Motivation aus. Unter Voraussetzung einer Abstinenz bestehe weder in den bisherigen Tätigkeiten noch in anderen geeigneten Tätigkeiten eine namhafte Ein schränkung der Arbeitsfä higkeit ( Urk. 13/122). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 8. Juli 2018 erachtete der Regionale Ärztliche Dienst ( RAD ) das ps ychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122) in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als weitge hend einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen als in nachvollziehba rer Weise hergeleitet (Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 13/123 S. 7 ). 3.5 Am 5. November 2018 nahm lic. phil. E.___ Stellung zum psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122). Sie führte an, dass sie die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung als nicht nachvollzieh bar erachte. Vielmehr seien beim Beschwerdeführer die Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfüllt. Es handle sich dabei – wie bereits früher fest gehalten – um eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, emotio nal-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0; Urk. 13/133). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) und ging davon aus, dass keine psychiatrische Diagnose mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege und dass der Beschwerdeführer unter Voraussetzung der Abstinenz voll arbeitsfähig sei. 4.2 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde aus neuropsychologischer Sicht darauf hingewiesen, dass eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Abhängigkeitserkrankung nicht ausge schlossen werden könne, aber aufgrund der wahrsch einlich kognitiven Antwort verzerrungen des Beschwerdeführers nicht habe beurteilt werden können. Da aber die Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund stehe, verweise man auf das psy chiatrische Teilgutachten. I n psychiatrischer Hinsicht wurde insbesondere ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) diagnostiziert und festgehalten, dass keine längeren Abstinenzphasen dokumentiert seien. Unter Vo raussetzung der Abstinen z bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zudem stellten die Gutachter die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Bezüglich der invalidisie renden Wirkung der Persönlichkeitsakzentuierung wurden die von der Rechtspre chung gefordert en Indikatoren (vorstehend E. 1.4 ) ganz knapp, in Bezug auf das Abhängigkeitssyndrom gar nicht abgehandelt. Es wurde zwar darauf hingewie sen, dass der fortlaufende Beikonsum einen erheblichen Belastungsfaktor darstel len würde, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähig keiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beein flussen könne. Ausserdem wurde angegeben, dass sich der Substanzkonsum auch negativ auf die Motivation auswirke. Dennoch ging der psychiatrische Gutachter entsprechend der damaligen Rechtssprechung, welche zwischen primärer un d sekundärer Sucht unterschied, von einer nicht invalidisierenden Wirkung der Suchterkrankung aus, ohne eine differenzierte Prüfung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindikatoren vorzunehmen. Auch die behandelnde Psychia terin und die behandelnde Psychologin setzten sich in ihren Berichten bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit den rechtsprechungsgemässen Krite rien auseinander. Ob und wie sich die Suchterkrankung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, kann deshalb nicht beurteilt werden. Damit fehlt es an einer Grundlage für einen Entscheid. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde insbesondere der psychiatrische Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Ebenfalls bestehen aus neuropsychologischer Sicht offene Fragen. Es ist deshalb angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein neues, den praxisgemässen Anforderungen entsprechendes psychi atrisches -neuropsychologisches Gutachten einhole und hernach über den Leis tungsanspruch des Beschw erdeführers erneut entscheide. Dabei werden auch die Zumutbarkeit und die Erfolgsaussichten einer konsequenten Therapie mit zu berücksichtigen und deren Durchführung allenfalls mittels Mahn- und Bedenk zeitverfahren zu fordern sein. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben. 6. 6.1 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). 6.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. 6.3 D er obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Ver bindung mit Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Daher ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen, die bei praxisgemässem Stundensatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest zusetzen ist. 6.4 Das vom Beschwerdeführer am 21. Februar 2019 (Urk. 1 S. 3) gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht e rkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 8. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00137 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichterin Slavik Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 2 9. Februar 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, verfügt über keine Berufsausbildung und war nach der obligatorischen Schulzeit seit 1985 mit Unterbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern in unterschiedlichen Funktionen beschäftigt ( Urk. 13/1; Urk. 13/3). Am 3. November 2014 meldete ihn der behandelnde Arzt, Dr. med. Y.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, unter Angabe einer Sucht- und Persönlich keitsproblematik bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung ( Urk. 13/4). Auf Empfehlung der Eingliederungsbera tung der IV-Stelle ( Urk. 13/11; Urk. 13/13) meldete sich der Versicherte am 2 6. Mai 2015 unter Verweis auf den Bericht der neuropsychologischen Untersu chung vom 1 4. April 2015 im Sanatorium Z.___ ( Urk. 13/14) zum Leistungs bezug an ( Urk. 13/17). Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizi nische Abklärungen und übernahm die Kosten für verschiedene Massnahmen im Rahmen der beruflichen Eingliederung (Potentialanalyse, Aufbautrai ni ng, Urk. 13/44; Urk. 13/51). Am 1 8. Januar 2018 teilte sie mit, dass die berufliche Eingliederung abgebrochen werde ( Urk. 13/ 110). Die IV-Stelle holte darauf ein psychiatrische s-neuropsychologisches Gutachte n ein, welches am 4. Juli 2018 erstattet wurde ( Urk. 13/122). Gestützt darauf verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/124/; Urk. 13/133-134; Urk. 13/136) mit Verfü gung vom 1 8. Januar 2019 den Anspruch auf eine Invalidenrente ( Urk. 2). 2. Am 2 1. Februar 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 1 8. Januar 2019 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen ; ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung/ Rechtsverbeiständung ( Urk. 1; Ergänzung vom 1 1. März 2019, Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 1 0. April 2019 beantragte die Beschwerde gegnerin die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3 0. April 2019 mitgeteilt wurde ( Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits markt ( Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist ( Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Ei ngliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_ 580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). In BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezüglich des Anspruchs auf Leis tungen der Invalidenversicherung bei Vorliegen einer Suchter krankung geändert und festgehalten, dass wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen anhand eines strukturierten Beweisverfahrens abzuklären ist, ob sich eine fachärztlich diagnostizierte Suchtmittelabhängigkeit auf die Arbeitsfä higkeit d er betroffenen Person auswirkt. 1.5 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingehol ten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenhei ten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fach ärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bun desgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_ 300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegn erin begründete ihren Entscheid gestützt auf das psychiat risch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) damit, dass der Beschwerdeführer unter der Voraussetzung der Abstinenz zu 100 % arbeits fähig sei, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, der Sachverhalt sei bezüglich Arbeitsfä higkeit nicht rechtsgenügend ermittelt worden; insbesondere leide er unte r einer Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, narzisstischen und emotional-instabilen Zügen ( Urk. 8 S. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen sind die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3. 3.1 Seit Juni 2016 nahm der Beschwerdeführer auf Kosten der Beschwerdegegnerin an verschiedenen Massnahmen zur beruflichen Eingliederung bei der Arbeitsintegration A.___ teil (Potentialabklärung, Aufbautraining, Arbeitstrai ning). Aus dem Schlussbericht vom 3 1. Januar 2018 geht hervor, dass der Beschwerdeführer das Arbeitstraining, das er am 1. August 2017 bei der Brockenstube B.___ erfolgreich gestartet hatte, am 1 8. Januar 2018 vorzeitig beenden musste. Zu Beginn sei der Beschwerdeführer sehr motiviert und interes siert gewesen. Er habe aktiv in der Brockenstube mitgearbeitet und habe die for malen Rahmenbedingungen erfüllt. Im weiteren Verlauf sei er aufgrund eines Krankheitsausfalles vom zuständigen Leiter der Brockenstube freigestellt worden. In diesem Zusammenhang habe seine Motivation nachgelassen. Er habe von anhaltenden Stimmungsschwankungen und körperlichen Erschöpfungszuständen berichtet. Im letzten Drittel des Arbeitstrainings sei es zu vermehrten krankheits bedingten Absenzen und schliesslich am 1 8. Januar 2018 zum Abbruch der Massnahme gekommen. Es werde eine Rentenprüfung empfohlen sowie eine Fort führung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ( Urk. 13/113). 3.2 In ihrem Bericht vom 1 6. März 2018 nannten Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. D.___, Psychologin FSP, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstö rung mit dissozialen, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie (2) einen Status nach Störung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abs tinent (ICD-10 F19.2). Es sei von einem manifestierten Störungsbild und von einer unbestimmten Behandlungsdauer auszugehen. Es handle sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung mit langjährigem Verlauf, auf deren Hintergrund sich eine Polytoxikomanie entwickelt habe. Seit Juli 2013 sei der Beschwerdeführer in je der Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Das Konzentrationsvermögen, die An passungsfähigkeit, die Arbeits- und die Leistungsfähigkeit seien aufgrund stark erhöhter Erschöpfbarkeit beeinträchtigt. Es bestehe ein multimorbides Zustands bild. Zudem sei der Beschwerdeführer konfliktunfähig mit hoher Kränk barkeit, geringer Kritikfähigkeit und impulsiver, teilweise aggressiver Verhaltens bereit schaft. Die Belastungsfähigkeit sei deutlich reduziert. Mit einer Wiederauf nahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden ( Urk. 13/115). 3.3 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik angeführt, dass aus den im Dossier vor handenen ärztlichen Berichten ein polyvalentes Abhängigkeitssyndrom bestätigt werde. Gleichzeitig seien keine längeren Abstinenzphasen unter Zugrundelegung objektiver Kriterien dokumentiert. Allfällige mnestische und kognitive Defizite würden unterschiedlich ausgeprägt beschrieben, oft auch nur fussend auf den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers. Anderseits seien Einschrän kungen durch einen mehr oder minder ausgeprägten Substanzkonsum mögli cherweise vorhanden gewesen. Es würde von impulsive n Verhaltensweisen, aber auch weitreichenden Fähigkeiten zur Anpassung, insbesondere während Phasen eines moderateren Konsums, berichtet, sodass die Diagnose einer Persönlichkeits akzentuierung bestätigt werde. Eine invalidisierende psychische Erkrankung läge nicht vor. Als Diagnosen o hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (1) ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) sowie (2) eine Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Die Einschränkungen, welche der Beschwerdeführer bezogen auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit genannt habe, seien nicht objektivier bar und würden am ehesten einer demonstrativ-simulierenden Symptompräsen tation entsprechen. Das Antwortverhalten bezüglich Drogenkonsum sei zunächst nicht ehrlich gewesen; erst nach Ankündigung eines Drogenscreenings habe er einen Heroinkonsum eingestanden, nicht aber den festgestellten Kokainkonsum. Der Beschwerdeführer habe einen selbständigen Alltag und einen gut strukturier ten Tagesablauf mit sozialen Kontakten und Interesse an Aktivitäten. Psychiatri scherseits liege keine Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Prinzipiell sei der Beschwerdeführer zu einer Präsenz von 8.5 Stunden fähig. Bei entsprechender Willensanstrengung und Motivation sei auch die Leistungsfähig keit uneingeschränkt. Unter Voraussetzung einer Abstinenz sei keine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit feststellbar. Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich in der Untersuchung Hinweise auf wahrscheinlich kognitive Antwortverzerrungen ergeben, weshalb die erhobenen neuropsychologischen Befunde nicht als valide gewertet werden könnten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass beim Beschwerdeführer trotz der Antwortverzer rung auch eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Ab hängigkeitserkrankung bestehe. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im neu ropsychologischen Fachbereich sei nicht möglich. Im Vordergrund stehe die Abhängigkeitserkrankung, weshalb auf das psychiatrische Teilgutachten verwie sen werde. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung werden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden die psychiatrischen Diagnosen Abhängigkeitssyndrom sowie Persönlichkeitsakzentuierung genannt. Unter Aufbringung der entspre chenden Willensanstrengung und Motivation sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Ressourcen fähig zu Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Einen erheb lichen Belastungsfaktor würde der fortlaufende Beikonsum darstellen, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähigkeiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beeinflussen könne. Ausserdem wirke sich der Substanzkonsum negativ auf die Motivation aus. Unter Voraussetzung einer Abstinenz bestehe weder in den bisherigen Tätigkeiten noch in anderen geeigneten Tätigkeiten eine namhafte Ein schränkung der Arbeitsfä higkeit ( Urk. 13/122). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 8. Juli 2018 erachtete der Regionale Ärztliche Dienst ( RAD ) das ps ychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122) in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als weitge hend einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen als in nachvollziehba rer Weise hergeleitet (Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 13/123 S. 7 ). 3.5 Am 5. November 2018 nahm lic. phil. E.___ Stellung zum psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122). Sie führte an, dass sie die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung als nicht nachvollzieh bar erachte. Vielmehr seien beim Beschwerdeführer die Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfüllt. Es handle sich dabei – wie bereits früher fest gehalten – um eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, emotio nal-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0; Urk. 13/133). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) und ging davon aus, dass keine psychiatrische Diagnose mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege und dass der Beschwerdeführer unter Voraussetzung der Abstinenz voll arbeitsfähig sei. 4.2 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde aus neuropsychologischer Sicht darauf hingewiesen, dass eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Abhängigkeitserkrankung nicht ausge schlossen werden könne, aber aufgrund der wahrsch einlich kognitiven Antwort verzerrungen des Beschwerdeführers nicht habe beurteilt werden können. Da aber die Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund stehe, verweise man auf das psy chiatrische Teilgutachten. I n psychiatrischer Hinsicht wurde insbesondere ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) diagnostiziert und festgehalten, dass keine längeren Abstinenzphasen dokumentiert seien. Unter Vo raussetzung der Abstinen z bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zudem stellten die Gutachter die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Bezüglich der invalidisie renden Wirkung der Persönlichkeitsakzentuierung wurden die von der Rechtspre chung gefordert en Indikatoren (vorstehend E. 1.4 ) ganz knapp, in Bezug auf das Abhängigkeitssyndrom gar nicht abgehandelt. Es wurde zwar darauf hingewie sen, dass der fortlaufende Beikonsum einen erheblichen Belastungsfaktor darstel len würde, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähig keiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beein flussen könne. Ausserdem wurde angegeben, dass sich der Substanzkonsum auch negativ auf die Motivation auswirke. Dennoch ging der psychiatrische Gutachter entsprechend der damaligen Rechtssprechung, welche zwischen primärer un d sekundärer Sucht unterschied, von einer nicht invalidisierenden Wirkung der Suchterkrankung aus, ohne eine differenzierte Prüfung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindikatoren vorzunehmen. Auch die behandelnde Psychia terin und die behandelnde Psychologin setzten sich in ihren Berichten bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit den rechtsprechungsgemässen Krite rien auseinander. Ob und wie sich die Suchterkrankung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, kann deshalb nicht beurteilt werden. Damit fehlt es an einer Grundlage für einen Entscheid. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde insbesondere der psychiatrische Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Ebenfalls bestehen aus neuropsychologischer Sicht offene Fragen. Es ist deshalb angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein neues, den praxisgemässen Anforderungen entsprechendes psychi atrisches -neuropsychologisches Gutachten einhole und hernach über den Leis tungsanspruch des Beschw erdeführers erneut entscheide. Dabei werden auch die Zumutbarkeit und die Erfolgsaussichten einer konsequenten Therapie mit zu berücksichtigen und deren Durchführung allenfalls mittels Mahn- und Bedenk zeitverfahren zu fordern sein. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben. 6. 6.1 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). 6.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. 6.3 D er obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Ver bindung mit Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Daher ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen, die bei praxisgemässem Stundensatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest zusetzen ist. 6.4 Das vom Beschwerdeführer am 21. Februar 2019 (Urk. 1 S. 3) gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht e rkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 8. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2019.00137 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichterin Slavik Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 2 9. Februar 2020

IV.2019.00137

IV.2019.00137

IV.2019.00137 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichterin Slavik Gerichtsschreiber Wyler

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichterin Slavik Gerichtsschreiber Wyler

Urteil vom 2 9. Februar 2020

Urteil vom 2 9. Februar 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard

vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich

Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, verfügt über keine Berufsausbildung und war nach der obligatorischen Schulzeit seit 1985 mit Unterbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern in unterschiedlichen Funktionen beschäftigt ( Urk. 13/1; Urk. 13/3). Am 3. November 2014 meldete ihn der behandelnde Arzt, Dr. med. Y.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, unter Angabe einer Sucht- und Persönlich keitsproblematik bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung ( Urk. 13/4). Auf Empfehlung der Eingliederungsbera tung der IV-Stelle ( Urk. 13/11; Urk. 13/13) meldete sich der Versicherte am 2 6. Mai 2015 unter Verweis auf den Bericht der neuropsychologischen Untersu chung vom 1 4. April 2015 im Sanatorium Z.___ ( Urk. 13/14) zum Leistungs bezug an ( Urk. 13/17). Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizi nische Abklärungen und übernahm die Kosten für verschiedene Massnahmen im Rahmen der beruflichen Eingliederung (Potentialanalyse, Aufbautrai ni ng, Urk. 13/44; Urk. 13/51). Am 1 8. Januar 2018 teilte sie mit, dass die berufliche Eingliederung abgebrochen werde ( Urk. 13/ 110). Die IV-Stelle holte darauf ein psychiatrische s-neuropsychologisches Gutachte n ein, welches am 4. Juli 2018 erstattet wurde ( Urk. 13/122). Gestützt darauf verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/124/; Urk. 13/133-134; Urk. 13/136) mit Verfü gung vom 1 8. Januar 2019 den Anspruch auf eine Invalidenrente ( Urk. 2).

1. X.___, geboren 1968, verfügt über keine Berufsausbildung und war nach der obligatorischen Schulzeit seit 1985 mit Unterbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern in unterschiedlichen Funktionen beschäftigt ( Urk. 13/1; Urk. 13/3). Am 3. November 2014 meldete ihn der behandelnde Arzt, Dr. med. Y.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, unter Angabe einer Sucht- und Persönlich keitsproblematik bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung ( Urk. 13/4). Auf Empfehlung der Eingliederungsbera tung der IV-Stelle ( Urk. 13/11; Urk. 13/13) meldete sich der Versicherte am 2 6. Mai 2015 unter Verweis auf den Bericht der neuropsychologischen Untersu chung vom 1 4. April 2015 im Sanatorium Z.___ ( Urk. 13/14) zum Leistungs bezug an ( Urk. 13/17). Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizi nische Abklärungen und übernahm die Kosten für verschiedene Massnahmen im Rahmen der beruflichen Eingliederung (Potentialanalyse, Aufbautrai ni ng, Urk. 13/44; Urk. 13/51). Am 1 8. Januar 2018 teilte sie mit, dass die berufliche Eingliederung abgebrochen werde ( Urk. 13/ 110). Die IV-Stelle holte darauf ein psychiatrische s-neuropsychologisches Gutachte n ein, welches am 4. Juli 2018 erstattet wurde ( Urk. 13/122). Gestützt darauf verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/124/; Urk. 13/133-134; Urk. 13/136) mit Verfü gung vom 1 8. Januar 2019 den Anspruch auf eine Invalidenrente ( Urk. 2). 2. Am 2 1. Februar 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 1 8. Januar 2019 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen ; ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung/ Rechtsverbeiständung ( Urk. 1; Ergänzung vom 1 1. März 2019, Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 1 0. April 2019 beantragte die Beschwerde gegnerin die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3 0. April 2019 mitgeteilt wurde ( Urk. 15).

2. Am 2 1. Februar 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 1 8. Januar 2019 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen ; ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung/ Rechtsverbeiständung ( Urk. 1; Ergänzung vom 1 1. März 2019, Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 1 0. April 2019 beantragte die Beschwerde gegnerin die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3 0. April 2019 mitgeteilt wurde ( Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits markt ( Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist ( Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits markt ( Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist ( Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Ei ngliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Ei ngliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).

1.4 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_ 580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_ 580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). In BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezüglich des Anspruchs auf Leis tungen der Invalidenversicherung bei Vorliegen einer Suchter krankung geändert und festgehalten, dass wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen anhand eines strukturierten Beweisverfahrens abzuklären ist, ob sich eine fachärztlich diagnostizierte Suchtmittelabhängigkeit auf die Arbeitsfä higkeit d er betroffenen Person auswirkt.

In BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezüglich des Anspruchs auf Leis tungen der Invalidenversicherung bei Vorliegen einer Suchter krankung geändert und festgehalten, dass wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen anhand eines strukturierten Beweisverfahrens abzuklären ist, ob sich eine fachärztlich diagnostizierte Suchtmittelabhängigkeit auf die Arbeitsfä higkeit d er betroffenen Person auswirkt. 1.5 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

1.5 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingehol ten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenhei ten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fach ärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bun desgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_ 300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).

Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingehol ten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenhei ten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fach ärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bun desgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_ 300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegn erin begründete ihren Entscheid gestützt auf das psychiat risch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) damit, dass der Beschwerdeführer unter der Voraussetzung der Abstinenz zu 100 % arbeits fähig sei, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe.

2.1 Die Beschwerdegegn erin begründete ihren Entscheid gestützt auf das psychiat risch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) damit, dass der Beschwerdeführer unter der Voraussetzung der Abstinenz zu 100 % arbeits fähig sei, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, der Sachverhalt sei bezüglich Arbeitsfä higkeit nicht rechtsgenügend ermittelt worden; insbesondere leide er unte r einer Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, narzisstischen und emotional-instabilen Zügen ( Urk. 8 S. 4).

2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, der Sachverhalt sei bezüglich Arbeitsfä higkeit nicht rechtsgenügend ermittelt worden; insbesondere leide er unte r einer Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, narzisstischen und emotional-instabilen Zügen ( Urk. 8 S. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen sind die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.

2.3 Streitig und zu prüfen sind die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3.

3. 3.1 Seit Juni 2016 nahm der Beschwerdeführer auf Kosten der Beschwerdegegnerin an verschiedenen Massnahmen zur beruflichen Eingliederung bei der Arbeitsintegration A.___ teil (Potentialabklärung, Aufbautraining, Arbeitstrai ning). Aus dem Schlussbericht vom 3 1. Januar 2018 geht hervor, dass der Beschwerdeführer das Arbeitstraining, das er am 1. August 2017 bei der Brockenstube B.___ erfolgreich gestartet hatte, am 1 8. Januar 2018 vorzeitig beenden musste. Zu Beginn sei der Beschwerdeführer sehr motiviert und interes siert gewesen. Er habe aktiv in der Brockenstube mitgearbeitet und habe die for malen Rahmenbedingungen erfüllt. Im weiteren Verlauf sei er aufgrund eines Krankheitsausfalles vom zuständigen Leiter der Brockenstube freigestellt worden. In diesem Zusammenhang habe seine Motivation nachgelassen. Er habe von anhaltenden Stimmungsschwankungen und körperlichen Erschöpfungszuständen berichtet. Im letzten Drittel des Arbeitstrainings sei es zu vermehrten krankheits bedingten Absenzen und schliesslich am 1 8. Januar 2018 zum Abbruch der Massnahme gekommen. Es werde eine Rentenprüfung empfohlen sowie eine Fort führung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ( Urk. 13/113).

3.1 Seit Juni 2016 nahm der Beschwerdeführer auf Kosten der Beschwerdegegnerin an verschiedenen Massnahmen zur beruflichen Eingliederung bei der Arbeitsintegration A.___ teil (Potentialabklärung, Aufbautraining, Arbeitstrai ning). Aus dem Schlussbericht vom 3 1. Januar 2018 geht hervor, dass der Beschwerdeführer das Arbeitstraining, das er am 1. August 2017 bei der Brockenstube B.___ erfolgreich gestartet hatte, am 1 8. Januar 2018 vorzeitig beenden musste. Zu Beginn sei der Beschwerdeführer sehr motiviert und interes siert gewesen. Er habe aktiv in der Brockenstube mitgearbeitet und habe die for malen Rahmenbedingungen erfüllt. Im weiteren Verlauf sei er aufgrund eines Krankheitsausfalles vom zuständigen Leiter der Brockenstube freigestellt worden. In diesem Zusammenhang habe seine Motivation nachgelassen. Er habe von anhaltenden Stimmungsschwankungen und körperlichen Erschöpfungszuständen berichtet. Im letzten Drittel des Arbeitstrainings sei es zu vermehrten krankheits bedingten Absenzen und schliesslich am 1 8. Januar 2018 zum Abbruch der Massnahme gekommen. Es werde eine Rentenprüfung empfohlen sowie eine Fort führung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ( Urk. 13/113). 3.2 In ihrem Bericht vom 1 6. März 2018 nannten Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. D.___, Psychologin FSP, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstö rung mit dissozialen, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie (2) einen Status nach Störung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abs tinent (ICD-10 F19.2). Es sei von einem manifestierten Störungsbild und von einer unbestimmten Behandlungsdauer auszugehen. Es handle sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung mit langjährigem Verlauf, auf deren Hintergrund sich eine Polytoxikomanie entwickelt habe. Seit Juli 2013 sei der Beschwerdeführer in je der Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Das Konzentrationsvermögen, die An passungsfähigkeit, die Arbeits- und die Leistungsfähigkeit seien aufgrund stark erhöhter Erschöpfbarkeit beeinträchtigt. Es bestehe ein multimorbides Zustands bild. Zudem sei der Beschwerdeführer konfliktunfähig mit hoher Kränk barkeit, geringer Kritikfähigkeit und impulsiver, teilweise aggressiver Verhaltens bereit schaft. Die Belastungsfähigkeit sei deutlich reduziert. Mit einer Wiederauf nahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden ( Urk. 13/115).

3.2 In ihrem Bericht vom 1 6. März 2018 nannten Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. D.___, Psychologin FSP, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstö rung mit dissozialen, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie (2) einen Status nach Störung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abs tinent (ICD-10 F19.2). Es sei von einem manifestierten Störungsbild und von einer unbestimmten Behandlungsdauer auszugehen. Es handle sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung mit langjährigem Verlauf, auf deren Hintergrund sich eine Polytoxikomanie entwickelt habe. Seit Juli 2013 sei der Beschwerdeführer in je der Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Das Konzentrationsvermögen, die An passungsfähigkeit, die Arbeits- und die Leistungsfähigkeit seien aufgrund stark erhöhter Erschöpfbarkeit beeinträchtigt. Es bestehe ein multimorbides Zustands bild. Zudem sei der Beschwerdeführer konfliktunfähig mit hoher Kränk barkeit, geringer Kritikfähigkeit und impulsiver, teilweise aggressiver Verhaltens bereit schaft. Die Belastungsfähigkeit sei deutlich reduziert. Mit einer Wiederauf nahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden ( Urk. 13/115). 3.3 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik angeführt, dass aus den im Dossier vor handenen ärztlichen Berichten ein polyvalentes Abhängigkeitssyndrom bestätigt werde. Gleichzeitig seien keine längeren Abstinenzphasen unter Zugrundelegung objektiver Kriterien dokumentiert. Allfällige mnestische und kognitive Defizite würden unterschiedlich ausgeprägt beschrieben, oft auch nur fussend auf den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers. Anderseits seien Einschrän kungen durch einen mehr oder minder ausgeprägten Substanzkonsum mögli cherweise vorhanden gewesen. Es würde von impulsive n Verhaltensweisen, aber auch weitreichenden Fähigkeiten zur Anpassung, insbesondere während Phasen eines moderateren Konsums, berichtet, sodass die Diagnose einer Persönlichkeits akzentuierung bestätigt werde. Eine invalidisierende psychische Erkrankung läge nicht vor. Als Diagnosen o hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (1) ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) sowie (2) eine Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Die Einschränkungen, welche der Beschwerdeführer bezogen auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit genannt habe, seien nicht objektivier bar und würden am ehesten einer demonstrativ-simulierenden Symptompräsen tation entsprechen. Das Antwortverhalten bezüglich Drogenkonsum sei zunächst nicht ehrlich gewesen; erst nach Ankündigung eines Drogenscreenings habe er einen Heroinkonsum eingestanden, nicht aber den festgestellten Kokainkonsum. Der Beschwerdeführer habe einen selbständigen Alltag und einen gut strukturier ten Tagesablauf mit sozialen Kontakten und Interesse an Aktivitäten. Psychiatri scherseits liege keine Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Prinzipiell sei der Beschwerdeführer zu einer Präsenz von 8.5 Stunden fähig. Bei entsprechender Willensanstrengung und Motivation sei auch die Leistungsfähig keit uneingeschränkt. Unter Voraussetzung einer Abstinenz sei keine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit feststellbar.

3.3 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik angeführt, dass aus den im Dossier vor handenen ärztlichen Berichten ein polyvalentes Abhängigkeitssyndrom bestätigt werde. Gleichzeitig seien keine längeren Abstinenzphasen unter Zugrundelegung objektiver Kriterien dokumentiert. Allfällige mnestische und kognitive Defizite würden unterschiedlich ausgeprägt beschrieben, oft auch nur fussend auf den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers. Anderseits seien Einschrän kungen durch einen mehr oder minder ausgeprägten Substanzkonsum mögli cherweise vorhanden gewesen. Es würde von impulsive n Verhaltensweisen, aber auch weitreichenden Fähigkeiten zur Anpassung, insbesondere während Phasen eines moderateren Konsums, berichtet, sodass die Diagnose einer Persönlichkeits akzentuierung bestätigt werde. Eine invalidisierende psychische Erkrankung läge nicht vor. Als Diagnosen o hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (1) ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) sowie (2) eine Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Die Einschränkungen, welche der Beschwerdeführer bezogen auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit genannt habe, seien nicht objektivier bar und würden am ehesten einer demonstrativ-simulierenden Symptompräsen tation entsprechen. Das Antwortverhalten bezüglich Drogenkonsum sei zunächst nicht ehrlich gewesen; erst nach Ankündigung eines Drogenscreenings habe er einen Heroinkonsum eingestanden, nicht aber den festgestellten Kokainkonsum. Der Beschwerdeführer habe einen selbständigen Alltag und einen gut strukturier ten Tagesablauf mit sozialen Kontakten und Interesse an Aktivitäten. Psychiatri scherseits liege keine Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Prinzipiell sei der Beschwerdeführer zu einer Präsenz von 8.5 Stunden fähig. Bei entsprechender Willensanstrengung und Motivation sei auch die Leistungsfähig keit uneingeschränkt. Unter Voraussetzung einer Abstinenz sei keine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit feststellbar. Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich in der Untersuchung Hinweise auf wahrscheinlich kognitive Antwortverzerrungen ergeben, weshalb die erhobenen neuropsychologischen Befunde nicht als valide gewertet werden könnten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass beim Beschwerdeführer trotz der Antwortverzer rung auch eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Ab hängigkeitserkrankung bestehe. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im neu ropsychologischen Fachbereich sei nicht möglich. Im Vordergrund stehe die Abhängigkeitserkrankung, weshalb auf das psychiatrische Teilgutachten verwie sen werde.

Aus neuropsychologischer Sicht hätten sich in der Untersuchung Hinweise auf wahrscheinlich kognitive Antwortverzerrungen ergeben, weshalb die erhobenen neuropsychologischen Befunde nicht als valide gewertet werden könnten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass beim Beschwerdeführer trotz der Antwortverzer rung auch eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Ab hängigkeitserkrankung bestehe. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im neu ropsychologischen Fachbereich sei nicht möglich. Im Vordergrund stehe die Abhängigkeitserkrankung, weshalb auf das psychiatrische Teilgutachten verwie sen werde. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung werden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden die psychiatrischen Diagnosen Abhängigkeitssyndrom sowie Persönlichkeitsakzentuierung genannt. Unter Aufbringung der entspre chenden Willensanstrengung und Motivation sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Ressourcen fähig zu Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Einen erheb lichen Belastungsfaktor würde der fortlaufende Beikonsum darstellen, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähigkeiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beeinflussen könne. Ausserdem wirke sich der Substanzkonsum negativ auf die Motivation aus. Unter Voraussetzung einer Abstinenz bestehe weder in den bisherigen Tätigkeiten noch in anderen geeigneten Tätigkeiten eine namhafte Ein schränkung der Arbeitsfä higkeit ( Urk. 13/122).

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung werden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden die psychiatrischen Diagnosen Abhängigkeitssyndrom sowie Persönlichkeitsakzentuierung genannt. Unter Aufbringung der entspre chenden Willensanstrengung und Motivation sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Ressourcen fähig zu Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Einen erheb lichen Belastungsfaktor würde der fortlaufende Beikonsum darstellen, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähigkeiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beeinflussen könne. Ausserdem wirke sich der Substanzkonsum negativ auf die Motivation aus. Unter Voraussetzung einer Abstinenz bestehe weder in den bisherigen Tätigkeiten noch in anderen geeigneten Tätigkeiten eine namhafte Ein schränkung der Arbeitsfä higkeit ( Urk. 13/122). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 8. Juli 2018 erachtete der Regionale Ärztliche Dienst ( RAD ) das ps ychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122) in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als weitge hend einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen als in nachvollziehba rer Weise hergeleitet (Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 13/123 S. 7 ).

3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 8. Juli 2018 erachtete der Regionale Ärztliche Dienst ( RAD ) das ps ychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122) in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als weitge hend einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen als in nachvollziehba rer Weise hergeleitet (Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 13/123 S. 7 ). 3.5 Am 5. November 2018 nahm lic. phil. E.___ Stellung zum psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122). Sie führte an, dass sie die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung als nicht nachvollzieh bar erachte. Vielmehr seien beim Beschwerdeführer die Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfüllt. Es handle sich dabei – wie bereits früher fest gehalten – um eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, emotio nal-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0; Urk. 13/133).

3.5 Am 5. November 2018 nahm lic. phil. E.___ Stellung zum psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 ( Urk. 13/122). Sie führte an, dass sie die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung als nicht nachvollzieh bar erachte. Vielmehr seien beim Beschwerdeführer die Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfüllt. Es handle sich dabei – wie bereits früher fest gehalten – um eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, emotio nal-instabilen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0; Urk. 13/133). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) und ging davon aus, dass keine psychiatrische Diagnose mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege und dass der Beschwerdeführer unter Voraussetzung der Abstinenz voll arbeitsfähig sei.

4.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten vom 4. Juli 2018 (Urk. 13/122) und ging davon aus, dass keine psychiatrische Diagnose mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege und dass der Beschwerdeführer unter Voraussetzung der Abstinenz voll arbeitsfähig sei. 4.2 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde aus neuropsychologischer Sicht darauf hingewiesen, dass eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Abhängigkeitserkrankung nicht ausge schlossen werden könne, aber aufgrund der wahrsch einlich kognitiven Antwort verzerrungen des Beschwerdeführers nicht habe beurteilt werden können. Da aber die Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund stehe, verweise man auf das psy chiatrische Teilgutachten. I n psychiatrischer Hinsicht wurde insbesondere ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) diagnostiziert und festgehalten, dass keine längeren Abstinenzphasen dokumentiert seien. Unter Vo raussetzung der Abstinen z bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zudem stellten die Gutachter die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Bezüglich der invalidisie renden Wirkung der Persönlichkeitsakzentuierung wurden die von der Rechtspre chung gefordert en Indikatoren (vorstehend E. 1.4 ) ganz knapp, in Bezug auf das Abhängigkeitssyndrom gar nicht abgehandelt. Es wurde zwar darauf hingewie sen, dass der fortlaufende Beikonsum einen erheblichen Belastungsfaktor darstel len würde, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähig keiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beein flussen könne. Ausserdem wurde angegeben, dass sich der Substanzkonsum auch negativ auf die Motivation auswirke. Dennoch ging der psychiatrische Gutachter entsprechend der damaligen Rechtssprechung, welche zwischen primärer un d sekundärer Sucht unterschied, von einer nicht invalidisierenden Wirkung der Suchterkrankung aus, ohne eine differenzierte Prüfung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindikatoren vorzunehmen. Auch die behandelnde Psychia terin und die behandelnde Psychologin setzten sich in ihren Berichten bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit den rechtsprechungsgemässen Krite rien auseinander. Ob und wie sich die Suchterkrankung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, kann deshalb nicht beurteilt werden. Damit fehlt es an einer Grundlage für einen Entscheid.

4.2 Im psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2018 wurde aus neuropsychologischer Sicht darauf hingewiesen, dass eine neuropsychologische Störung im Rahmen der langjährigen Abhängigkeitserkrankung nicht ausge schlossen werden könne, aber aufgrund der wahrsch einlich kognitiven Antwort verzerrungen des Beschwerdeführers nicht habe beurteilt werden können. Da aber die Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund stehe, verweise man auf das psy chiatrische Teilgutachten. I n psychiatrischer Hinsicht wurde insbesondere ein Abhängigkeitssyndrom vom Multisubstanztyp mit aktueller Substitution ( Sevre -Long) und Beikonsum (Heroin und Kokain) (ICD-10 F19.2) diagnostiziert und festgehalten, dass keine längeren Abstinenzphasen dokumentiert seien. Unter Vo raussetzung der Abstinen z bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zudem stellten die Gutachter die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1). Bezüglich der invalidisie renden Wirkung der Persönlichkeitsakzentuierung wurden die von der Rechtspre chung gefordert en Indikatoren (vorstehend E. 1.4 ) ganz knapp, in Bezug auf das Abhängigkeitssyndrom gar nicht abgehandelt. Es wurde zwar darauf hingewie sen, dass der fortlaufende Beikonsum einen erheblichen Belastungsfaktor darstel len würde, welcher seinerseits je nach Ausmass mnestische und kognitive Fähig keiten durch die direkten Substanzwirkungen durchaus temporär negativ beein flussen könne. Ausserdem wurde angegeben, dass sich der Substanzkonsum auch negativ auf die Motivation auswirke. Dennoch ging der psychiatrische Gutachter entsprechend der damaligen Rechtssprechung, welche zwischen primärer un d sekundärer Sucht unterschied, von einer nicht invalidisierenden Wirkung der Suchterkrankung aus, ohne eine differenzierte Prüfung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindikatoren vorzunehmen. Auch die behandelnde Psychia terin und die behandelnde Psychologin setzten sich in ihren Berichten bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit den rechtsprechungsgemässen Krite rien auseinander. Ob und wie sich die Suchterkrankung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, kann deshalb nicht beurteilt werden. Damit fehlt es an einer Grundlage für einen Entscheid. 5.

5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde insbesondere der psychiatrische Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Ebenfalls bestehen aus neuropsychologischer Sicht offene Fragen. Es ist deshalb angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein neues, den praxisgemässen Anforderungen entsprechendes psychi atrisches -neuropsychologisches Gutachten einhole und hernach über den Leis tungsanspruch des Beschw erdeführers erneut entscheide. Dabei werden auch die Zumutbarkeit und die Erfolgsaussichten einer konsequenten Therapie mit zu berücksichtigen und deren Durchführung allenfalls mittels Mahn- und Bedenk zeitverfahren zu fordern sein. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.

5.2 Nach dem Gesagten wurde insbesondere der psychiatrische Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Ebenfalls bestehen aus neuropsychologischer Sicht offene Fragen. Es ist deshalb angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein neues, den praxisgemässen Anforderungen entsprechendes psychi atrisches -neuropsychologisches Gutachten einhole und hernach über den Leis tungsanspruch des Beschw erdeführers erneut entscheide. Dabei werden auch die Zumutbarkeit und die Erfolgsaussichten einer konsequenten Therapie mit zu berücksichtigen und deren Durchführung allenfalls mittels Mahn- und Bedenk zeitverfahren zu fordern sein. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben. 6.

6. 6.1 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2).

6.1 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). 6.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen.

6.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. 6.3 D er obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Ver bindung mit Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Daher ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen, die bei praxisgemässem Stundensatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest zusetzen ist.

6.3 D er obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Ver bindung mit Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Daher ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen, die bei praxisgemässem Stundensatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest zusetzen ist. 6.4 Das vom Beschwerdeführer am 21. Februar 2019 (Urk. 1 S. 3) gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung erweist sich damit als gegenstandslos.

6.4 Das vom Beschwerdeführer am 21. Februar 2019 (Urk. 1 S. 3) gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht e rkennt:

Das Gericht e rkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 8. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 8. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard

Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

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