Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/61214

<h2>SubmittedText<h2><p>Testkäufe an unterschiedlichsten Orten belegen immer wieder, dass die Altersgrenzen für den Verkauf von Alkoholika häufig nicht eingehalten werden.</p><p>Die EU-Gesundheitsbehörde prüft, ob die Altersgrenze für den Verkauf von Wein und Bier auf 18 Jahre erhöht werden sollte. Auch wenn unser Land in diesem Bereich in seinen Entscheiden frei ist, wäre es sinnvoll, wenn auch die Schweiz diese Erhöhung ernsthaft in Erwägung ziehen würde.</p><p>1. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, dass die Altersgrenze für den Verkauf von Wein und Bier an unter 16-Jährige und die Altersgrenze für den Verkauf von gebrannten Wassern an unter 18-Jährige durch die Kantone durchgesetzt wird?</p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, ernsthaft zu prüfen, ob die Altersgrenze für den Verkauf von Wein und Bier auf 18 Jahre erhöht werden soll?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Alkoholkonsum der Kinder und Jugendlichen ist nach wie vor hoch. Mit der in der Lebensmittelverordnung beschlossenen Abgabebeschränkung für alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und der Forderung, das Verkaufsverbot von Wein und Bier an unter 16-Jährige und von Spirituosen an unter 18-Jährige an allen Verkaufsstellen anzuschlagen, wollte der Bundesrat die Gesetzgebung auf nationaler Ebene vereinheitlichen. Damit sollten auch Handel und Eltern angespornt werden, die Vorschriften besser zu respektieren. Er hat sich vor allem auch erhofft, dass die Kantone die notwendigen Massnahmen ergreifen, damit die Vorschriften besser eingehalten werden. Einige Kantone haben bereits damit begonnen. Das Bundesamt für Gesundheit, die EAV aber auch die Branche haben Verschiedenes getan, damit das Verkaufspersonal besser instruiert ist. Auch die kantonalen Verwaltungen, die den Auftrag haben, die Verordnung anzuwenden, wurden informiert.</p><p>Die Verkaufsbeschränkungen sind wirksame und wichtige Massnahmen, die den Minderjährigen den Zugang zum Alkohol erschweren und so ihren Konsum bremsen. Es ist aber einzugestehen, dass sie damit nicht vollständig vom Alkoholkonsum abgehalten werden können. Zum Beispiel können Ältere für Jugendliche Alkohol kaufen.</p><p>Im Rahmen des nationalen Alkoholprogramms, das der Bundesrat dem BAG zur Vorbereitung aufgetragen hat, ist u. a. zu prüfen, welche weiteren Massnahmen getroffen werden müssen, damit die aktuelle Verordnung besser respektiert wird. Zudem ist zu überlegen, ob die Verkaufsgrenze für Wein und Bier ebenfalls auf 18 Jahre zu erhöhen ist.</p>  Antwort des Bundesrates.