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Subud
Der Ausdruck «Subud» ist die Abkürzung von drei Sanskrit-Worten (Susila, Budhi, Dharma), die dem Sinn nach die höchste menschliche Qualität, die innerste Kraft im Menschen und die Unterwerfung unter die Führung, die aus dem Innersten kommt, bezeichnen.
Der Gründer der Subud-Bruderschaft, Muhammad Subuh Sumohadiwidjojo (1901-1987), genannt Bapak, wurde in Zentral-Java geboren. In Erlebnissen, die er als Wirken der göttlichen Kraft verstand, empfing er 1925 seine eigenen geistigen Übungen. Er nannte sie «Latihan».
Bapak Muhammad Subuhs Gedanken wurden zuerst durch Husein Rofé und durch J.G. Bennett in den Westen gebracht. Bapak hielt sich 1957 selber in England, Deutschland und andern Ländern auf. Dadurch entstanden verschiedene Anhängerkreise, die in nationalen Organisationen zusammengefasst sind.
Seit Bapak Muhammad Subuhs Tod im Jahr 1987 besteht die Gemeinschaft ohne Nachfolger weiter.
Subud, so wird erklärt, sei keine Religion, könne deshalb mit jeder Religion vereinbart werden. Die Vorstellung von der grossen Lebenskraft beruht jedoch weitgehend auf pantheistischen Vorstellungen. Sie unterscheidet sich damit stark vom personhaften Gottesverständnis des Christentums und von der Erlösungstat Jesu Christi.
Dem Vollzug des «Latihan» geht eine dreimonatige Wartezeit voraus, in der sich der Interessent über Subud informiert. Der Empfang der göttlichen Kraft geschieht dann in völliger innerer Ruhe und unter Verzicht auf gezielte Gedanken und Vorstellungen. Durch Latihan, in der Gruppe oder allein geübt, soll die Öffnung und Reinigung der Seele sowie der Zufluss der grossen Lebenskraft erreicht werden.
Bapak Muhammad Subuh legte fest, dass ein erfahrener Helfer dem, der die «Latihan»-Übungen wünscht, beisteht. Solche Helfer haben sich ihrer Aufgabe in tiefer Hingabe anzunehmen.
Weltweit ist Subud in 83 Ländern vertreten, mit einer Mitgliederzahl von rund 10’000 Personen.
In der Schweiz bestehen Gruppen in Basel, Bern, St. Gallen und Zürich. Insgesamt wird von ca. 50 Mitgliedern in der Schweiz ausgegangen.