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Mit Kapuze und Sonnenbrille wird Justin Bieber, 19, aus der Haftanstalt zu seinem Wagen begleitet. Umringt vom Sicherheitspersonal des Gefängnisses, in dem er mehrere Stunden ausharren musste. Wegen Trunkenheit am Steuer und der Teilnahme an einem illegalen Autorennen wurde er am Donnerstagmorgen in Miami verhaftet und einem Richter vorgeführt. Dieser entschied: Gegen eine Kaution von 2500 Dollar kommt der kanadische Teenie-Star wieder auf freien Fuss. Ein Pappenstiel für den millionenschweren Musiker.
Doch Justin Bieber wäre nicht Justin Bieber, würde er seine Freilassung nicht richtig inszenieren. Bei seinem SUV angekommen, steigt er nicht etwa ein, sondern setzt sich auf das Dach der Limousine. Er winkt seinen Fans und der Presse zu. Eine Szene, die uns doch irgendwie bekannt vorkommt.
Ähnliche Bilder gingen nämlich im Jahr 2004 um die Welt, als Michael Jackson, †50, nach den Vorwürfen wegen Kindsmissbrauch den Freispruch erlangt hatte. Damals stieg der King of Pop ebenfalls auf seinen Wagen, um der jubelnden Meute zuzuwinken. Justin Bieber hat schon mehrmals betont, dass Michael Jackson ein Vorbild für ihn sei. Beispielsweise strebt er genau wie sein Idol an, mit 23 Jahren sein fünftes Album zu veröffentlichen. Und auch Justins Haustier Mally, der kleine Affe, der inzwischen in einem deutschen Zoo lebt, erinnerte ein wenig an den Schimpansen Bubbles - Jackos berühmten Freund.
Ob Justins «Schicksal» aber wirklich gleichbedeutend ist wie jenes von Jackson? Immerhin musste der 19-Jährige nur wenige Stunden in Haft ausharren. Zudem sind die Vorwürfe weit weniger schwerwiegend als damals bei Jackson.
Justin Bieber gab bei der Polizeibefragung zu, verschreibungspflichtige Medikamente, Alkohol und auch Hasch konsumiert zu haben. Seine eigene Mutter Pattie sei es gewesen, die ihm die Medikamente besorgt habe. Es seien Mittel gegen Beklemmungsgefühle gewesen. Und auch sein Papa, Jeremy Bieber, sei nicht ganz unschuldig an der Misere: Er soll zugegen gewesen sein, als sein Sohn Drogen konsumiert habe. Eingegriffen in das Geschehen hat er jedoch nicht.