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Segeln - Podiumsplatz für die Zentralschweizerin Olivia Habegger (Regattaverein Brunnen) am Laser 4.7 Europacup am Attersee (Österreich).
83 Junioren aus 7 Nationen (Österreich, Deutschland, Tschechische Republik, Slowenien, Italien, Rumänien und der Schweiz) trafen sich vom 16. bis zum 18. September in der Nähe von Salzburg am Attersee um die österreichische Etappe des Laser Europacups zu bestreiten, eine europaweite Regattaserie die um die 20 Veranstaltungen von Israel bis Portugal umfasst. Mit über 210.000 Booten ist der Laser eine der verbreitetsten Segeljollen der Welt und wird auch an den Olympischen Spielen sowohl von den Männern als auch von den Frauen gesegelt. Allerdings verwenden die Junioren eine etwas kleinere Segelfläche.
Das Revier zeigte sich an den drei Tagen von seiner launischen Seite und verlangte von den Teilnehmern alles ab: am Freitag konnte sie mangels Wind nicht segeln, am Samstag gab es drei Läufe bei starken Winden um 23 Knoten und am Sonntag fand der vierte und letzte Lauf bei sehr leichten und drehenden Bedingungen statt. Vor allem bei Starkwind präsentierte sich Olivia Habegger (Jahrgang 2000) in einer bestechenden Form und platzierte sich im Zwischenklassement hauchdünn vor der Tschechin Lucie Keblova auf dem ersten Rang. Die Taktik für den letzten Lauf war klar - Olivia musste vor der Tschechin das Ziel kommen um die Regatta zu gewinnen. Die Nerven der jungen Athletin spielten allerdings noch nicht ganz mit. Nach einem völlig verpatzten Start sah sie sich gezwungen, das Feld von hinten aufzurollen. Dies gelang ihr zwar dank überlegener Bootsgeschwindigkeit überraschend gut, am Ende fehlten aber doch ein paar wenige Meter auf ihre engsten Konkurrentin. So platzierte sich Olivia Habegger im Schlussklassement als zweite Frau, punktgleich mit der Siegerin aus der Tschechischen Republik und vor der Österreicherin Andrea Aschauer. Obwohl sie im Ziel noch masslos endtäuscht war, fand Olivia Habegger ihr Lächeln bald wieder und freute sich über eine erfolgreiche Europacup-Regatta, bei der sie konstant gut Leistungen abrufen konnte (Platzierungen in den einzelnen Wettfahrten: 2/3/1/4).
Aus der achtköpfigen Schweizer Delegation konnte sich auch Michelle Habegger (Olivias ältere Schwester, ebenfalls Regattaverein Brunnen Olivia) und Thomas Zimmermann aus Horgen gut in Szene setzten: beide beendeten die Regattaserie auf dem fünften Rang ihrer jeweiligen Kategorien.
Boris Ehret
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Immenseer holt Weltmeistertitel
SEGELN ⋅ Obwohl Eric Monnin aus Immensee noch nie vorher mit einer Platu25-Jacht gesegelt war, holte er bei seinem Debüt an der Windweek gleich den Weltmeistertitel.
Bekannt ist Eric Monnin in der Segelszene als Match Racer. In dieser Disziplin gehört er zur absoluten Weltspitze und reist mit seinem «Albert Riele Swiss Match Race Team» in alle Kontinente zu den Zweikämpfen Boot gegen Boot. Dass er an dieser Weltmeisterschaft der Platu25-Klasse in Brunnen überhaupt dabei war, ist fast Zufall und einer Anfrage der Organisatoren zu verdanken. Ein Bootseigner suchte einen Steuermann. Skipper Monnin kam und mit ihm drei französische Teammitglieder.
Dominant von Beginn weg
Auch der Bootsbesitzer, Andreas Widmer aus Udligenswil, wurde als Mitschiffsmann ins Team Monnin integriert und war voll des Lobes: «Wie professionell dieses Team arbeitet, spürte man schon bei der Vorbereitung. Der Trimm wird genau überprüft und eingestellt, da wird aber auch der Rumpf nochmals gereinigt. Während der Regatta spürt man einfach die riesige Erfahrung. Jeder kleine Winddreher wird sofort bemerkt und ausgenutzt, und in den Positionskämpfen kommt natürlich die kluge Taktik der Match Racer zum Zuge.»
Wer gedacht hatte, das Team Monnin würde zu Beginn noch etwas Zeit brauchen, um das Boot besser kennenzulernen, lag falsch. Monnin setzte sich gleich in der ersten Wettfahrt am vergangenen Dienstag an die Spitze. Wenn es auch oft knapp war, Monnin kam meist als Erster ins Ziel, und nach den fünf Wettkampftagen und zwölf Rennen hiess der Sieger acht Mal Monnin.
Luzerner holen Silber
Da konnte weder der noch amtierende Weltmeister aus Italien noch die andere starke ausländische Konkurrenz dagegenhalten. «Dass unser Team gut funktioniert, habe ich gewusst, und das hat uns auch Selbstvertrauen gebracht. Aber dass wir das Boot so schnell im Griff hatten, hat mich selber überrascht», gab sich Monnin bescheiden.
Erfreulicherweise konnte sich ein zweites Boot aus der Zentralschweiz im Verlaufe dieser Weltmeisterschaft immer besser in Szene setzen. Das Luzerner Team Superbüsi konnte sich im Kampf um die Medaillen gegen zwei italienische Boote durchsetzen und die Silbermedaille holen. «Unsere Stärke war die Konstanz», meinte Taktiker David Erismann. «Wir haben sehr ausgeglichen gesegelt und keine ganz schlechte Wettfahrt geliefert.» Von den übrigen sechs Schweizer Booten im knapp 30 Platu25-Jachten umfassenden Feld konnte nur die «Ursa Minor» mit Steuermann Markus Sigrist vorne mithalten.
Ideale Verhältnisse
Der Regattaverein Brunnen, der diese Weltmeisterschaft im Rahmen der Windweek durchführte, konnte den Seglern ideale Wetter-und Windverhältnisse anbieten. Jeden Tag wurden mindestens zwei Wettfahrten bei traumhaftem Wetter auf dem Urnersee gesegelt. Und natürlich freut man sich, dass die Teams aus der Region gleich einen Doppelsieg einfahren konnten.
RANGLISTE
FOTOS
|Fotos Platu25 WM Day01||Fotos Platu25 WM Day05|
|Fotos Platu25 WM Day02||Fotos Platu25 WM Day06|
|Fotos Platu25 WM Day03||Fotos Platu25 WM Day07|
|Fotos Platu25 WM Day04||Fotos Platu25 WM Prize giving|
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Vom 30 Juli bis 7. August trafen sich 400 junge Seglerinnen und Segler aus 38 Nationen in Kiel für die U18 Laser 4.7 Weltmeisterschaft. Dasselbe Boot ist auch an den olympischen Spielen in Rio vertreten, nur segeln die Junioren mit einem etwas kleineren Segel. Der Laser 4.7 ist das ideale Trampolin für all jene Segler, die von einer olympischen Kariere träumen. In Kiel wurde in vier Knaben und zwei Mädchen Gruppen à je 65 Boote gesegelt. Mit dabei auch Olivia Habegger vom RVB (Regattaverein Brunnen), die sich dank guten Platzierungen im In- und Ausland für diesen Event qualifiziert hatte. Die junge Zentralschweizerin ist leider mit einem 56. Rang und einer Disqualifikation wegen Frühstart denkbar schlecht in die Regatta gestartet. Sie bewies aber Nervenstärke und Kampfgeist und liess sich durch die Rückschläge nicht entmutigen. Im Gegenteil, sie steigerte sich von Tag zu Tag und vermochte sogar in den Finalläufen im ersten Drittel der Flotte mit zu fahren. Olivia Habegger beendete die Regatta auf dem 86. Rang als beste Schweizerin.
Das absolute Highlight war ein vierter Rang im vorletzten Lauf. Damit hat sie bewiesen, dass wenn ihr ein gutes Rennen gelingt, sie mit den Besten mithalten kann, was für die ambitionierte 16-jährige einen riesigen Motivationsschub bedeutet. Da Olivia Habegger nächstes Jahr immer noch als Juniorin starten kann, darf man gespannt sein, wie sie im April an der Europa Meisterschaft 2017 in Murcia und an der WM in Nieuwpoort in Belgien abschneiden wird, vor allem wenn sie ihre Konstanz noch zu verbessern vermag.
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