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in der Geologie
[* 3] die Trennung von Gesteinen durch untereinander annähernd parallele Ebenen, welche bei verhältnismäßig
geringem Abstand eine große Ausdehnung
[* 4] besitzen, in einzelne tafel- oder plattenförmige Lagen (Schichten, Strata). Die einzelnen
Schichten werden entweder nur durch eine Schichtungskluft (Schichtungsfuge) oder durch eine dünne
Lage verschiedenen Gesteinmaterials (Zwischenmittel, Besteg) voneinander getrennt, wie z. B. die Schichten des Muschelkalks durch
dünne Thonlagen.
Oft sind die Schichten selbst nach Material voneinander verschieden, sei es, daß eine einzelne petrographisch verschiedene
Schicht einem in einer Mehrzahl von Schichten vertretenen Material eingelagert ist (Steinkohle zwischen Schieferthon- und Sandsteinschichten),
sei es, daß sich das Material in vielfach wiederholtem Wechsel ablöst. So zeigt eine nur wenige Meter
hohe Steinbruchswand im Keuper Dutzende von einzelnen Sandsteinschichten, zwischen denen ebenso viele Mergelschichten abgelagert
sind.
Mitunter wird die S. bei im ganzen gleichartigem Gesteinsmaterial durch Verschiedenheit der Farbe, des Korns etc. angedeutet
(z. B. bei Buntsandsteinen). Endlich kann ein an sich ungeschichtetes Gestein durch zonenartige Anordnung
von Einschlüssen geschichtet erscheinen (Feuersteine in der weißen Kreide).
[* 5] Die Schichtungsflächen unterscheidet man als
Unter- (Sohl-) und als Ober- (Dach-) fläche; ihr senkrechter Abstand voneinander gibt die Mächtigkeit, die Ausdehnung parallel
zu den Begrenzungsflächen die Verbreitung der Schicht.
Zeigen zwei aufeinander folgende Schichtensysteme untereinander parallele S., sei es horizontale, sei es gleichartig streichende
und fallende, so sind sie konkordant, im entgegengesetzten Fall diskordant. In der Richtung der Verbreitung der Schichten können
Schichtensysteme dadurch ineinander übergehen, daß sich zwischen das Material des einen zuerst dünne, nach einer bestimmten
Richtung aber immer mächtiger werdende Schichten eines verschiedenartigen Materials eindrängen, bis sie
zuletzt das System allein zusammensetzen. Da die mittlern Partien unter solchen Verhältnissen Wechsellagerung zeigen und sich
die abwechselnden Schichten nach entgegengesetzten Richtungen auskeilen, so spricht man von einem Übergang durch auskeilende
Wechsellagerung.