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Auf einem gut eingerichteten Bergbetrieb unterscheiden sich die täglichen Stallarbeiten kaum von jenen eines Talbetriebs mit Rindviehhaltung. Aus dieser Sicht wäre es für eine Bergbauernfamilie mit zwei Generationen problemlos möglich, 25 Milchkühe samt gleich vielen Aufzuchtrindern und Tränkekälbern zu halten. Dazu müsste im Winter nicht auf einen allfälligen Nebenerwerb verzichtet werden. Einzig während der drei Monate der Heuernte würde die eigene Arbeitskapazität nicht ausreichen, um in dieser kurzen Zeit genügend Futter für den langen Winter bereit zu stellen. Im Hinblick auf ein angemessenes Betriebswachstum mit höherer Arbeitsproduktivität sind daher neue Strategien gefragt, um die übermässigen Arbeitsspitzen im Bergheuet zu brechen und eine gleichmässigere Arbeitsverteilung über das ganze Jahr zu erreichen. Mögliche Ansätze wie Verlängerung der Erntezeitspanne, vermehrte Nutzung kurzer Schönwetterperioden dank Silagebereitung sowie der Einsatz von Lohnarbeit für die Bergung von Silage und Bodenheu werden nachstehend diskutiert.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.