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Die Gin-Marke „Citadelle“ bekam ihren Namen nach der Zitadelle und königlichen Destillerie in Dünkirchen (Dunkirk) im Norden Frankreichs verliehen, welche bis heute die älteste, in Frankreich eingetragene Destillerie darstellt. Die Hafenstadt Dünkirchen war im 18. Jahrhundert ein Anlaufpunkt für mit Gewürzen und Kräutern beladene Schiffe aus dem fernen Osten. Heute werden die Citadelle-Gins von Maison Ferrand in Cognac nach den originalen Rezepten von Carpeau und Stival aus dem Jahr 1775 produziert. Damals durfte die Brennerei ihren Genever nur für den Export brennen, da die Handelskammer befürchtete, dass die Produkte mit den heimischen Cognacs konkurrieren würden. 1778, nachdem alle Handelsbeziehungen zu Grossbritannien abgebrochen wurden, durfte Citadelle-Gin zumindest in den französischen Kolonien verkauft werden. Viele Jahre später brach der Gin-Markt zusammen, bis die Produktion nach dem Originalrezept in den 90iger Jahren von Alexandre Gabriel, einem Gründer der Maison Ferrand, wieder aufgenommen wurde. Dieser erbat die Erlaubnis, die Charentaise-Cognac-Brennblasen während der Ruhezeit für die Herstellung seines Gins zu verwenden, da diese die Zitrusnoten des Gins weitestgehend eliminieren. Heute entstehen die vier Citadelle-Gins durch das Zutun von Weizen aus der Region Beauce, reinem Quellwasser aus Angeac/Cognac und einem besonderen Hefestamm. Mindestens 18 Botanicals werden schonend mazeriert und destilliert, bevor der Citadelle Original, der Rèserve, der Old Tom Gin und der mit Wildblüten aromatisierte Citadelle Extrêmes abgefüllt werden. Allen vier Sorten ist gemein, dass sie nicht nur in Cognac-Fässern heranreifen, sondern auch einige der höchsten internationalen Auszeichnungen mit nach Hause bringen konnten.
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