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Das Gebiet St.Fiden-Heiligkreuz rund um den Bahnhof St.Fiden bietet eine grosse Chance für die zukünftige Stadtentwicklung. Das Stadtparlament genehmigte für die Entwicklungsplanung am 24. Mai 2016 einen Kredit von CHF 1.48 Mio. für die Erarbeitung eines Zukunftsbilds St.Fiden-Heiligkreuz sowie für die Durchführung eines Planungsverfahrens für die Entwicklung des stadteigenen Grundstücks F6308 (ehemaliges Bahnareal St.Fiden) inklusive der Areale «Migros Bach» und «Fellhof». In den Jahren 2016 bis 2017 wurde eine Testplanung unter Einbezug unterschiedlicher Interessenvertretungen durchgeführt. Die Entwicklungsplanung befindet sich seither in der Phase «Masterplanung», in der die Testplanungsergebnisse weiterentwickelt und konkretisiert werden, koordiniert mit einer Vertiefung der technischen Rahmenbedingungen.
Im Testplanungsverfahren wurde die Frage einer Überdeckung der Gleisanlagen diskutiert. Die beteiligten Planerteams und Fachexperten verzichteten aber aufgrund einer kritischen Bewertung, Vorschläge für eine Überdeckung zu erarbeiten.
Der Stadtrat verschliesst sich einer Überdeckung nicht, soweit sie technisch, städtebaulich und wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist. Sie entspricht auch den Zielen des städtischen Richtplans. Im Januar 2018 fand ein Workshop mit potentiellen Investoren statt. Eine Gesamtüberdeckung wurde kontrovers diskutiert, die Klärung der Machbarkeit aber explizit gewünscht. Im März 2018 wurde entschieden, die Möglichkeit einer Gesamtüberdeckung fachlich zu prüfen. Die Stadtplanung hat dazu im April 2018 einen Auftrag an das Team von Nüesch Development, WaltGalmarini, Seger Ing. und Amberg Engineering erteilt. Die Firma KCAP wurde mit der städtebaulichen Begleitung beauftragt.
Die Studie belegt, dass eine Gesamtüberdeckung technisch, wirtschaftlich und städtebaulich grundsätzlich machbar sei. Im Januar 2019 erteilte die Stadtplanung an drei ausgewiesene Fachbüros den Auftrag, die Überdeckungsstudie bezüglich der Nachfrage und der Positionierung sowie der Kosten und der Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Die Verfasser dieser Zweitmeinungen schätzen die Wirtschaftlichkeit kritisch ein und zeigen die hohen finanziellen, politischen und planerischen Risiken eines derartigen Grossvorhabens auf. Die Zweitmeinungen bestätigen, dass es sich beim Gebiet St.Fiden-Heiligkreuz um ein bedeutendes städtisches Entwicklungsgebiet mit grossem Nachfragepotential handelt. Die wirtschaftliche Machbarkeit konnte mit dieser groben Einschätzung jedoch nicht nachgewiesen werden.
Der Stadtrat hat die Ergebnisse beraten und zeigt sich trotz der zahlreichen Risiken gegenüber einer weiteren, vertieften Machbarkeitsstudie offen, sofern sich private Akteure an den Kosten beteiligen. In einem nächsten Schritt soll deshalb mit Vertretern aus Immobilien- und Wirtschaftskreisen ein Dialog über einen gemeinsamen Weg geführt werden.