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Mit Athen besuchten wir im Frühjahrssemester 2019 eine Stadt, deren antike Baudenkmäler zum Bildungskanon der abendländischen Kultur gehören. Jedoch ist das Bild, das wir vom heutigen Athen haben, bestenfalls bruchstückhaft und in den letzten Jahren eher negativ geprägt von Meldungen über wirtschaftlichen Niedergang und politischer Instabilität.
Auf unserer Reise besichtigten wir zum einen Bauwerke der griechischen Klassik wie zum Beispiel die Tempel auf der Athener Akropolis. Darüber hinaus wollten wir aber ein detaillierteres Bild von Athen als gebautes Gefüge, aber auch als kulturellem, sozialem Ort erhalten.
Wir beschäftigten uns mit den Bauten der frühen Moderne, aber auch mit regionalistischen Strömungen aus der Nachkriegszeit, die beide in Griechenland eine besondere Ausformung gefunden haben, jedoch im internationalen Architekturdiskurs heute wenig Beachtung finden.
Wir untersuchten die Auswirkungen des modernen Industriehafens von Piräus als einem der grössten Warenumschlaghäfen Europas. Zum einen dominieren hafenspezifische Nutzungen grosse Teile der Küste. Zum anderen brachte der daraus resultierte Wohlstand kulturelles, auch architektonisches Mäzenatentum hervor, das wir besichtigten.
Zum Abschluss der Reise widmeten wir uns der lebendigen Kulturszene der Metropole und der Frage, wie sich die schwere Krise des Landes und der Stadt auf deren Schaffen auswirkt.