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Was ist mir Tiger Woods (45) geschehen? Der Autounfall der Golf-Legende bewegt die Sportwelt. Nachdem schnell klar war, dass er nicht alkoholisiert oder anderswie beeinträchtigt war, ging die Polizei von einem erhöhten Tempo als Unfallursache aus.
Nun haben Experten den Crash genauer analysiert und sprechen bei «USA Today» darüber. «Für mich ist das ein klassischer Fall von am Steuer eingeschlafen», sagt Jonathan Cherney, ein früherer Polizist, der heute als Unfall-Experte auch in Gerichtsständen auftritt. «Weil die Strasse eine Kurve macht und sein Auto einfach geradeaus fuhr.»
Keine Beweise für irgendeinen Lenkversuch
Cherney hat sich die Unfallstelle vor Ort unter die Lupe genommen. «Es ist ein Abdriften von der Strasse. Fast so, als ob er entweder bewusstlos wurde, ein medizinisches Problem hatte oder eingeschlafen ist und erst aufwachte, als er von der Strasse abkam. Dort kam dann auch erst die Bremsbetätigung.» Dies zeigen ihm die Reifenspuren am Unfallort.
Für Felix Lee, der Autounfälle rekonstruiert, liegt der Schlüssel zu dem Unfall vor allem darin, dass er in der Kurve die Richtung nicht änderte. Während das Fehlen von Bremsspuren auch am Antiblockiersystem liegen könne. «Mein Gefühl ist, dass das Tempo kein so grosses Problem war. Es war eine Art Unaufmerksamkeit, die den Unfall verursachte», so Lee.
Es gebe keine Beweise für irgendeinen Lenkversuch, um den Unfall zu verhindern. Laut Rami Hashish vom nationalen Biomechanischen Institut ein klarer Hinweis auf eine sehr verspätete Reaktion: «Das deutet darauf hin, dass er überhaupt nicht aufpasste.»
Die Experten sagen auch klar, dass er Unfall auch tödlich hätte ausgehen können. Woods hat also Glück im Unglück. Er zog sich aber schwere Trümmerbrüche im rechten Bein zu.
Woods meldet sich aus Krankenbett zu Wort
Am Montag äusserte sich Woods erstmals selber auf Twitter nach dem Unfall. «Ich kann es in Worten kaum ausdrücken, wie bewegend es war, als ich den Fernseher anmachte und all die roten Hemden gesehen habe», teilte Woods vom Krankenbett aus mit, «ich möchte allen sagen, dass sie mir damit wirklich durch diese schwere Zeit helfen.»
Er spricht damit die World Golf Championship in Bradenton/Florida an. Dort bezeugten mehrere Spieler, darunter auch Phil Mickelson und Rory McIlroy, ihre Sympathien für Woods. Sie trugen rote Hemden und schwarze Hosen, die bevorzugte Kleidung des 15-maligen Major-Champions. Auch bei den gleichzeitig stattfindenden Turnieren der Frauen in Orlando und der US-Tour in Puerto Rico trugen viele Beteiligte Kleidung in dieser Farbkombination. (sme)