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650-1300 m. So nennt man den
N.-Hang der Kette zwischen dem
Jenazertobel und dem
Thälchen von
Valzeina (links über der Landquart) und zwar speziell den zwischen dem Fuchsenwinkel (einem
Tobel oberhalb
Schiers) und dem
Bendlentobel (gegenüber
Grüsch) gelegenen Abschnitt desselben. Es ist dies ein ausserordentlich
steiler Hang mit zahlreichen
Tobeln, aus denen bei Regenwetter dicke Schlammströme, sog.
Rüfen, hervorbrechen. Im Winter
liegt ein Teil des Dorfes
Schiers für die Dauer von mehreren Wochen im Sonnenschatten des Landquartbergs,
der daher von den Bewohnern des
Ortes ironisch auch «Sonnenschirm» genannt wird.
Dieser
FleckErde, auf dem 1850, als die Bahnen noch nicht gebaut waren, kein einziges
Haus stand, hiess damals
Landquart-Au und war den Ueberschwemmungen von
Rhein und
Landquart beständig ausgesetzt.
Beim Bau der Linie
Sargans-Chur errichtete
man hier die Station
Landquart, die den Interessen des
Prätigaus zu dienen bestimmt war und mit der (damals
in der Richtung SW: gegen
Igis ziehenden)
Thalstrasse des
Prätigaus durch das
neue Strassenstück
Landquart-Felsenbach verbunden
wurde. Es entstanden hier nun zunächst der Reihe nach ein erster Gasthof, mehrere Wohnhäuser und ein zweiter Gasthof.
Einen
bedeutenden Aufschwung nahm die Ortschaft dann mit der Eröffnung der Linie
Landquart-Davos (1889) und besonders
der Schmalspurbahn
Chur-Landquart.
Jetzt stehen hier die Reparaturwerkstätten der
Rätischen Bahn und zahlreiche Wohnhäuser
für deren Beamte und Arbeiter, aus denen die Bevölkerung des Dorfes in der Mehrzahl besteht.
751 m. Gipfel, im
N.-Grat der Vorburgkette oder Chaîne des
Rangiers und an der Stelle, wo
sich die Kette von
Movelier mit ihr verknüpft.
Dieser Gebirgsknoten zeichnet sich durch das Vorhandensein einer Dislokation
aus, indem hier der Malmblock des Landsbergs (Oxford, Rauracien und Sequan) als Deckscholle auf das Sequan
der Mulde von
Liesberg überschoben erscheint. Es folgen hier somit auf das eocäne Bohnerz und den normal gelagerten Sequankalk
bei
Wiler in umgekehrter Reihenfolge und anormaler Lagerung das Oxford und die Rauracien- und Sequanfelsen des Landsbergs.
Der Gipfel selbst ist ein bewaldetes, breites dreieckiges Dach, das nach N. geneigt ist.
Die
O.-Spitze
des Dreieckes bildet die als bemerkenswerter Fundort von Daphne cneorum bekannte Rothelfluh (665 m).
Diese beiden Geschlechter stifteten in Gemeinschaft mit
den
Herren von
Tannegg 1257 das
FrauenklosterTänikon. 1293 wurde
SchlossLandsberg vom Herzog Albrecht von Oesterreich während
seiner Fehde gegen den
Bischof von St. Gallen
zerstört, da der Ritter Walter von Landsberg als
Rat und Feldhauptmann in des letzteren
Diensten stand.
War bis 1398 Eigentum der Grafen
von Kiburg und kam dann der Reihe nach an die Edeln von Ersigen, von Ringoltingen und von Diesbach. 1415-1798 Sitz eines Berner
Landvogtes. 1812 vom Staat Bern
verkauft;
seither Privatbesitz mit grossem landwirtschaftlichem Betrieb und
weiten Waldungen.
Nahe beim Schloss eine grosse Mühle und bedeutende Papierfabrik.