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Botschaften
Die ersten Botschaften erreichen uns aus Mesopotamien. Das Mesopotamien des 4. Jahrtausends v. Chr., ein Gebiet zwischen Euphrat und Tigris, gliederte sich in das Reich der Akkader im Norden und dem der Sumerer im Süden. Im sumerischen Uruk wurden die ersten Tontafeln mit Keilschrift hergestellt. Diese ersten schriftlichen Aufzeichnungen stellten keine Mythen oder Versdichtungen dar, sondern waren in erster Linie landwirtschaftliche Listen und Tabellen, die als Gedächtnisstütze für die Buchführung und als Informationen über die soziale Verwaltung des Reiches verstanden wurden (siehe Bibliothek in Mesopotamien). Durch die Aufzeichnungen wurde deutlich, dass die Sumerer sowohl ein Rechensystem und Zahlungsmittel erfunden hatten, als auch Zinsen und Darlehen kannten.
Die Entwicklung der Keilschrift konnte über Abschriften auf jeweils einer Tontafel, die Tempelschüler bei ihren Lehrern machten, nachvollzogen werden. Anfänglich handelte es sich bei den verwendeten Zeichen um Piktogramme, um vereinfachte bildhafte Darstellungen eines Gegenstandes oder Wesens. In der Folge wurden mehrere dieser Zeichen miteinander verbunden, um einen komplexeren Gedankengang zu formulieren, die Geburtsstunde von Ideogrammen. Die Form der Keilschriftzeichen wurde schon sehr früh in Registern festgelegt.