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Die Sanierungsarbeiten am letzten Abschnitt des Flusses Gorduno umfassen als Hauptmaßnahme die Strukturierung der derzeitigen Fahrbahn durch den Einbau einer Schicht aus Schwemmmaterial. Um die Stabilität dieser Anschwemmungsschicht zu gewährleisten, werden zahlreiche Blöcke mit Stahlstangen in der Fahrbahn verankert. Ziel ist es, ein Flussbett zu schaffen, das einer natürlichen Struktur möglichst nahe kommt. Die Versuche an einem physischen Modell ermöglichten es, eine solide und robuste Grundlage für die Dimensionierung dieser innovativen Maßnahme zu schaffen und die Güte der Maßnahmen zu bestätigen. Im Labor wurden vier Serien analysiert (die Entwurfssituation und drei Varianten), wodurch sowohl die Gültigkeit des Strukturierungsprinzips bestätigt als auch die Optimierung des Systems gewährleistet werden konnte. Die Ergebnisse dieser Experimente zeigten, dass die beste Lösung eine der vorgeschlagenen Varianten und nicht die Entwurfssituation war: Dadurch konnte die Anzahl der im Flussbett verankerten Felsblöcke um 50 % reduziert und somit die Kosten gesenkt werden. Dank der Möglichkeit, mit dem Bauherrn, den Planern und den zuständigen kantonalen Ämtern bereits in den ersten Phasen der physischen Modellierung zu interagieren, waren die Vorschläge und Diskussionen zudem sehr effektiv. Insbesondere wurde auf Vorschlag des Planungsbüros Oikos sagl beschlossen, verzweigte Stämme zwischen den im Bogen verankerten Blöcken in das physikalische Modell zu integrieren: Die Experimente haben gezeigt, wie sich die Integration dieser Vegetationselemente positiv auf die Struktur des Flussbetts auswirkt, indem sie heterogenere Formen ermöglicht, die die Diversifizierung der Lebensräume begünstigen und die Erosionsprozesse verlangsamen.