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Mehr als 250 Minuten lang - seit der 8. Spielminute des ersten Finals (Kloten - Ajoie 2:2 nach 8 Minuten) - erzielten die Auswärtsteams im Playoff-Final der Swiss League kein Goal mehr. Dann brach der Bann. Innerhalb von 14 Sekunden brachten Reto Schmutz und Lars Frei den HC Ajoie in Kloten 2:0 in Führung - in der letzten Minute des ersten Abschnitts.
Stockfouls kosteten den EHC Kloten den Heimvorteil. Ein Stockschlag von Niki Altorfer führte zur ersten Klotener Strafe, während der Ajoie das 1:0 gelang. Im zweiten Abschnitt sorgte Klotens Robin Figren mit einem weiteren Stockfoul für eine blutige Nase bei Thibault Frossard. Und während dieses dritten Powerplays gelang Reto Schmutz das zweite Powerplaytor zum 3:0.
Auch im Schlussabschnitt, nachdem Kloten von 0:3 auf 2:3 verkürzt hatte, brach ein dummes Foul von Victor Oejdemark den Klotener Rhythmus wieder.
Unangefochtener Held des Spiels war Reto Schmutz. Der 28-Jährige, der bei den Rapperswil-Jona Lakers kurz NLA-Luft geschnuppert hatte (36 Spiele), erzielte in der Schlussminute ins leere Tor auch noch das 4:2 und kam so zum Hattrick. 15 Tore gelangen Schmutz in den Playoffs der Swiss League bereits.
Kloten steht vor Spiel 6 in Pruntrut nach der zweiten Heimniederlage in den Playoffs (bei sieben Siegen) nun enorm unter Druck. Die Klotener müssen Ajoie zweimal hintereinander besiegen, um doch noch den angestrebten Wiederaufstieg in die National League nach drei Jahren in der Swiss League sicherzustellen.
Ob Ajoie im Fall des Meistertitels tatsächlich aufsteigen würde oder möchte, steht noch nicht zu 100 Prozent fest.