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Der Gletschersee hat den Pegel erreicht, bei dem das Wasser in den Entwässerungsgraben läuft. Das Überlaufsystem funktioniert zurzeit wie erwartet. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich der See beim heutigen Stand einpegelt.
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Die Arbeiten am Eiskanal auf dem Plaine-Morte-Gletscher sind abgeschlossen. Auf den Bau des vorgesehenen Mikrotunnels musste verzichtet werden. Bei den Bohrvorstössen ergaben sich aus unbekannten Gründen mehrfach grössere Abweichungen. Die 13 Meter hohe Eisbarriere wurde stattdessen mittels einer Verlängerung des bereits gebauten Kanals durchquert. Damit lässt sich die geplante Kotentiefe zwar nicht ganz erreichen; mit 1,25 Mio. Kubikmeter Wasser wird das Maximalvolumen des Faverges-See jedoch trotzdem noch im vorgesehenen Rahmen liegen. Der See füllt sich derzeit aufgrund der grossen Hitze sehr rasch. Der Pegel zur Entleerung im neuen Entwässerungssystem ist jedoch noch nicht erreicht.
Auf der Plaine Morte haben die Arbeiten für den Bau des Eiskanals begonnen, mit dem der Faverges-See teilweise nach Westen abgeleitet werden soll. Zunächst wird eine 500 Meter lange Rinne ins Gletschereis gegraben. Anschliessend wird ein 800 Meter langer Tunnel gebohrt, durch den das Schmelzwasser ab einem gewissen Pegelstand zu einer westlich liegenden Gletschermühle abfliessen kann. Das Projekt hat Pioniercharakter: Weltweit wurden noch nie Horizontalbohrungen in Gletschereis vorgenommen.
An einer weiteren Informationsveranstaltung hat die von der Einwohnergemeinde eingesetzte Expertengruppe für Glaziologie konkretisiert, wie künftige Hochwasser nach einem Gletscherseeausbruch verhindert werden sollen. Im Vordergrund steht der Bau eines Kanals auf dem Plaine-Morte-Gletscher. Der Faverges-See am südöstlichen Rand der Hochebene wird durch eine flache, bis zu 13 Meter hohe Eisbarriere am Auslaufen gehindert und entleert sich jeweils im Hochsommer durch ein Höhlensystem im Eis. Der Eiskanal dient der oberflächlichen Ableitung des Wassers zu einer westlich liegenden Gletschermühle. Der Entscheid zugunsten dieser Lösung fiel aufgrund der sofort möglichen technischen Umsetzung, der vermutlich langfristigen Wirkung und der relativ tiefen Kosten. Handout
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Einwohnergemeinde haben Naturgefahrenexperten darüber orientiert, wie sich ein Hochwasserereignis wie jenes vom vergangenen 27. Juli künftig verhindern lassen könnte. Vorgestellt wurden zehn Lösungsansätze, wie der Pegelstand und damit das Volumen des Favergessees abgesenkt werden könnte. Dazu gehört etwa das Abpumpen des Sees in ein altes Abflussgerinne Richtung Wallis oder der Bau eines Stollens nach Süden. Handout
In den vergangenen zwei Sommern war es zu keinem grösseren Ausbruch der Gletscherseen auf der Plaine Morte gekommen. Jetzt jedoch hat sich Faverges-See innert sehr kurzer Zeit entleert – deutlich schneller als bei früheren Ausbrüchen. Das Überwachungssystem löste gegen 13 Uhr Alarm aus; um 17 Uhr stieg das Hochwasser bei den Simmenfällen sprunghaft an. Bis zu 60 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen durch die Simme ab. Die hohe Abflussmenge führte in den Gebieten Oberried und Rothenbach zu Überschwemmungen mit Schäden an mehreren Gebäuden und Strassen.
Der Gletschersee am südöstlichen Rand der Plaine Morte ist diesen Sommer auf ein Volumen von fast zwei Millionen Kubikmetern Wasser angewachsen und hat eine Länge von rund 1,2 km erreicht. Das Becken des Vatseret-Sees hingegen ist dieses Jahr vollständig leer; der Strubelsee weist im Vergleich zu 2011 und 2012 nur etwa das halbe Wasservolumen auf.
Der Faverges-See auf der Plaine Morte hat sich innerhalb von rund sieben Tagen entleert. Der Abfluss erfolgte in diesem Jahr wesentlich langsamer als letztes Jahr. Es ist zu vermuten, dass der Abflusskanal im Gletscherinneren, durch den das Schmelzwasser abläuft, kleiner war, während die im Vorjahr aktive Passage noch von Eis blockiert ist.
Der Faverges-See auf dem Plaine-Morte-Gletscher hat sich innert 24 Stunden entleert. Der See hat diesen Sommer ein Volumen von rund 2 Mio. Kubikmeter erreicht. Während Stunden lag die Abflussmenge bei einem Wert von 20 Kubikmetern pro Sekunde. Das Wasser floss über den Trüebbach in die Simme ab. Unterhalb von Siebenbrünnen trat das Gewässer vereinzelt über die Ufer. Trotz eines erhöhten Pegels bestand für Mensch und Tier weder oberhalb der Lenk noch im Talboden Gefahr.
Der Faverges-See auf dem Plaine-Morte-Gletscher ist komplett ausgelaufen. Durch die Simme flossen 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser ab. Der Abfluss erfolgte während rund drei Tagen; der Spitzenwert der Abflussmenge lag unterhalb der kritischen Grenze von 25 Kubikmetern pro Sekunde. Der Wasserstand im Talboden war deshalb zwar hoch, führte aber zu keinen Schäden.