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Das Kloster Ingenbohl auf dem Klosterhügel in Brunnen beherbergt die Mutterprovinz einer internationalen Gemeinschaft der katholischen «Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz». Als Teil der Umgestaltung des Klosterhügels ist die Erneuerung des Pflegebereiches für die Ordensschwestern von grosser Bedeutung, da die vorhandene Substanz nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.
Der Klosterhügel von Ingenbohl ist ein markanter Moränenhügel, der an einem Ausläufer des Fronalpstocks liegt. Prägende Blicke von diesem Hügel gehen auf den Vierwaldstättersee auf der Westseite sowie die Mythen auf der Nordostseite.
Der Gebäudekörper folgt dem Höhenkurvenprofil des Klosterhügels, kreiert auf der Eingangsseite/Morgenseite die durchgehende Klosterpromenade und auf der Seeseite den neuen grossen Klosterpark; dieser geht Richtung Kloster in den neuen Klosterplatz über. Der Gebäudekopf auf der Nordseite mit öffentlichem Café prägt den neuen Klosterplatz; der Baumbestand vor dem Theresianum bleibt erhalten.
Das neue Alterszentrum steht frei auf dem Plateau des Klosterhügels und kann rundum ebenerdig umgangen werden.
Im Erdgeschoss sind das Café am Klosterplatz, das Gesundheitszentrum, die Verwaltung mit Mehrzweckräumen - in Bezug zu Café und Gastronomie - sowie die an zentraler Lage als Volumen freigestellte Kapelle angeordnet. Die Eingangshalle mit Empfang, Erschliessung, Kapelle und Atrium bildet den Angelpunkt des Gebäudes. In den vier Obergeschossen sind Pflegeeinheiten mit je 20 Betten und im 5. OG bzw. im Dachgeschoss das begleitete Wohnen/Demenz mit grosser Dachterrasse angeordnet. Die Zimmer sind nach Osten, Süden und Westen gerichtet, d.h. mit Mythenblick, Fronalpstockblick oder mit Seeblick. Im Untergeschoss sind die Küche und die Gebäudetechnik sowie unterirdische Anbindungen ans Kloster und Theresianum geplant.
Der Gebäudekörper erhält eine stabile Einhüllung aus vorfabrizierten Betonelementen. Diese Einkleidung bildet rundum eine vielfältig ausgebildete Schicht, die im Erdgeschoss als Arkade ausgebildet ist, welche die Klosterpromenade begleitet und raumverbreiternd wirkt. In den Obergeschossen wird diese Schicht in Form von Loggien und Balkonen genutzt, abwechselnd mit geschlossenen Brüstungen oder Staketengeländern, je nach Nutzung. Diese Schicht ist am Boden, an Wänden und Decken mit Holz ausgekleidet. Dabei gliedern profilierte, vorspringende Stützenelemente den Baukörper. Die fünfte Fassade, der Dachgarten im 5. Obergeschoss vor dem begleiteten Wohnen, bietet dem ganzen Haus einen sicheren, ruhigen Rückzugsort mit einem grandiosen Blick auf den Vierwaldstättersee und die Berge.