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Früher wohnte Walerij in Russland und hatte dort eine Familie: Seine Ehefrau und zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Leider hatte er kein Glück mit seiner Familie. Als die beiden Kinder 16 Jahre alt waren, liess er sich von seiner Frau scheiden. Da Walerij in Russland keine Freunde mehr hatte, kam er in die Ukraine, in die südliche Hafenstadt Nikolajew. Er wollte dort ein neues Leben anfangen. Aber ohne unbeschränkte Aufenthaltsbewilligung war es für ihn unmöglich, eine normale Arbeitsstelle zu finden, er hatte nur temporäre Nebenjobs auf dem Bau. Walerij arbeitete Tag und Nacht als Maurer, Anstreicher und Stuckarbeiter. Anfangs hatte der Mann genug Kraft, um das Geld für Lebensmittel und die Wohnungsmiete zu verdienen. Aber eine eigene Wohnung konnte er sich nicht leisten. So lebte Walerij einige Jahre, bis er sich im vorigen Winter eine Lungenentzündung holte. Er musste einen Monat im Bett verbringen und hatte in dieser Zeit keinen Verdienst. Alle seine Ersparnisse gingen sehr schnell zu Ende. Er hatte kein Geld mehr, um die Wohnung zu bezahlen, und zog in eine Bude neben der Baustelle um. Dort hauste er während einiger Zeit bis die Bude abgebrochen wurde, und dann blieb Walerij mittel- und obdachlos auf der Strasse zurück. Bald wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Füsse sind angeschwollen und eitern. In den Lungen sammelt sich Flüssigkeit. Walerij braucht dringend wirksame Antibiotika.