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Dôle erscheint in der Schweiz erstmals im Jahr 1820 bei Augustin Pyramus de Candolle, ein berühmter franko-schweizerischer Botaniker. Damals handelte es sich um eine eigene Rebsorte, die aus Dole, einer Stadt im französischen Jura stammt, dort wo der Gamay vorherrscht.
Sie haben zum Renommee der Bordeaux Weine beigetragen und heute werden sie für diverse Walliser Assemblageweine verwendet. Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sind übrigens unter dem Sammelbegriff Bordeaux erstmals 1862 erwähnt.
Der Name Humagne Rouge erscheint erstmals um 1900, in einem Inventar der Rebsorten die in Fully wachsen. Niemand weiss, warum diese Rebsorte Humagne Rouge genannt wurde, da sie überhaupt keine Verwandtschaft zum urchigen Humagne mit weissen Beeren aufweist.
Lafnetscha ist eine seltene Rebsorte die 1856 erstmals unter dem Namen "Lafnetschen Blanc" in der "Gazette du Valais" erwähnt wurde. «Rarogne, on en vante le Saint-Germain ou Lafnetschen blanc».
Der Name Muscat bezieht sich nicht nur auf eine einzige Rebsorte, sondern auf eine Sortengruppe, die sich rund um den Mittelmeerraum verteilt (Moscato in italienisch, Muskateller in deutsch). Diese Gewächse sind durch ein gleiches Muskataroma gekennzeichnet.
Der Name Malvoisie stammt von "Malvasia", eine italienische Bezeichnung für Rebsorten die Süssweine erbringen. In der Tat wird der Begriff sowohl für die Malvasia Bianca des Piemonts, wie auch für die Malvasia di Candia des Madeiras verwendet, obwohl diese beiden Sorten in keiner Weise miteinander verwandt sind.
Die alte und seltene Walliser Rebsorte ist erstmals 1686 in einem Dokument erwähnt. Es handelt sich um das Buch "Livre pour le travail des vignes" des Fähnrichs de Riedmatten. Die Sorte ist, zusammen mit Arvine, Humagne, Resi, Gwäss und Muskat, in einer Ernteabrechnung erwähnt.
Resi (franz. Rèze) ist die antike Rebsorte schlechthin. Es handelt sich möglicherweise um einen Nachfolger des Raetica (oder Rhaetica), eine Rebsorte die unter der Römerzeit in Norditalien am meisten verbreitet war. Plinius der Ältere und Cato rühmten bereits dessen Wein (Vouillamoz et al. 2007).
Die Marsanne zieht ihren Namen von einem gleichnamigen Dorf in der Nähe von Montélimar, in der französischen Drôme. Seit Jahrhunderten gedeiht die Rebsorte in dieser Gegend, wie auch in den Regionen Ardèche, Isère und Savoyen. Das Gewächs gelangte in der Mitte des 19. Jh. ins Wallis, zwischen 1845 und 1870.
Der Johannisberg wurde im Wallis erstmals im Jahr 1862 erwähnt. Damals bezeichnet er die Rebsorte Riesling. Sein Name stammt sicher vom Schloss Johannisberg im Rheingau, das älteste Riesling Rebgut der Welt. Zur gleichen Zeit tritt im Wallis auch der Weisse Rhein auf, ein Gewächs das der Sorte Sylvaner entspricht.
Im Walliser Rebberg herrscht der Pinot Noir (Blauburgunder) als Meister der roten Rebsorten. Über das Burgund, Waadtland und Neuenburg kommend, erreicht er das Wallis zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert.
Fendant ist eine besondere Art Chasselas, bei der sich die Beerenhaut spaltet (franz.: se fendre), wenn man sie zwischen den Fingern zerdrückt, im Gegensatz zur Art Giclet, bei welcher der Fruchtsaft herausspritzt (franz.: gicler).
Bevor er sich als Botschafter der Walliser Weine bestätigt, hat der Petite Arvine lange Zeit eine Nebenrolle gespielt. Sein Alter und seine autochthone Herkunft stehen jedoch ausser Frage: die Rebsorte Arvine ist seit mindestens vier Jahrhunderten in der Walliser Scholle verankert.