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Das Dorfzentrum Ziefens weisst einen historisch sehr wertvollen Gebäudebestand auf, der aber teils unterbenutzt und heruntergekommen ist, vor allem in der engen Reihe zwischen Bach und Strasse. Die entwurfsstimulierende Frage dieser Studie ist es, wie dieser Raum inwertgesetzt und wiederbelebt werden könnte. Anstatt die Wahrnehmung auf die auffällige Verkehrsproblematik zu reduzieren, betrachtet die vorliegende Analyse die Situation in ihrer ganzen Komplexität. Dementsprechend nimmt sie den Ortskern als designierte Zentralität der Öffentlichkeit, als Erschliessungsraum, als Sozialraum und als Landschaftsraum wahr und thematisiert die vielfältigen Beziehungen dieser Wahrnehmungsperspektiven.
Basierend auf Erkentnisse aus dieser Analyse schlägt das Pilotprojekt eine transformation des Ortskerns vor, wobei der Freiraum als eine Art Dorfanger zusammengefasst und in seinem öffentlichen Charakter weiterverstärkt, und der Bach—zwecks Hochwasserschutzes—teilrenaturiert wird. Landreserven hochqualitativer Wohnlage werden für die Wohnnutzung aktiviert, während es an Stellen die dem Verkehrslärm stark ausgesetzt sind und über keine Kompensationsflächen nach hinten verfügen, werden alternative Nutzungskonzepte und Stimuli eingesetzt. Darunter sorgen komplementäre, gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsformen, wie auch neue Freiraumqualitäten für die Wiederbelebung des Zentrums und die Aktivierung der lokalen Ökonomie.