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Paarungen, Passagen – Das Imaginäre zwischen Melanie Klein und Jacques Lacan
Robert Heim
In der Geschichte der Psychoanalyse nach Freud ragen die Schulen von Melanie Klein und Jacques Lacan als hegemoniale Blöcke hervor. Blieb die persönliche Reverenz Melanie Kleins an Lacan episodisch, so bildete der theoretische Ansatz der Londoner Kinderanalytikerin für Lacan zwischen den 1930er und den 1950er Jahren einen konstanten Bezugspunkt. Die paranoid-schizoide Position und das Imaginäre dienen dem Autor als Elemente einer gemeinsamen Schnittfläche, an der sich Lacans Werkimpuls erst eigentlich entzünden sollte. Um die Metapher des »starken Dichters« nach Freud wird ein Modell psychoanalytischer Wissenschaftsgeschichte entworfen, das sich an einem rekonstruierten Diskurs zwischen Melanie Kleins und Lacans Denken veranschaulichen lässt.