Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03294.jsonl.gz/2722

Der Eisbär machte sich in Episode acht zurück auf seinen ursprünglichen Weg. Er war traurig und das erinnerte ihn an früher.
Die Strecke nach Mombasa hatte es in sich – auch weil der Eisbär kein besonders guter Schwimmer war. Er konnte sich an Land gut bewegen und auch auf dem Meeresgrund ging es ganz gut – aber mit Schwimmen hatte er Mühe.
Als der Eisbär an Pemba vorbeischwamm, dachte er an einen Zwischenhalt. Doch damit hatte er auf Sansibar schlechte Erfahrungen gemacht. Geschwächt sank er manchmal tiefer unter Wasser, als er es vor hatte. In der Tiefe dachte er besonders an den verlorenen Hübschen.
So musste er immer wieder trotz anhaltender Schwäche hochtauchen, um schlussendlich nach Kenya zu gelangen. Zum Glück wusste er, dass er es schaffen wird. Und so war es. Mombasa empfing ihn laut. Es hatte viel Verkehr und war hektisch.
Der Eisbär tapste durch die Stadt und hatte keinen Plan, wohin er wollte. Er wusste nur noch, dass ihm der nette Braunbären-Kellner in einem Restaurant am Meer begegnet war. Inzwischen war er nicht mal mehr sicher, ob dieses Restaurant überhaupt in Mombasa lag. Seine Erinnerung an diese Zeit war sehr vernebelt. Kein Wunder: Damals trank er sehr viel und vergass, wonach er suchte.
«Bist du es, Eisbär?» hörte er aus dem Lärm heraus und dachte, es sei vermutlich seiner Müdigkeit geschuldet. «Hey Eisbär!» klang es wieder in seinen Ohren. Er sah sich um und erblickte auf einem Balkon einen Braunbären, der ihm zuwinkte. Der Eisbär traute seinen Augen nicht: War er es wirklich, der nette Braunbären-Kellner von damals?
Als ob seine anstrengende Reise niemals gewesen wäre, durchfuhr eine Freude seinen ganzen Körper, die ihm die ganze verlorene Energie zurückgab. «Braunbär!» brüllte er unten auf der Strasse. «Eisbär!» brüllte es vom Balkon zurück. Er rannte geradewegs auf das Haus zu und hatte nur noch Augen für den Braunbären-Kellner.
Und dann geschah es: Ein Lastwagen raste direkt auf den Eisbären zu und konnte nicht mehr bremsen.