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Die Gattung Burkholderia umfasst zurzeit 38 Arten, die in der Natur weit verbreitet sind. So wurden Burkholderien aus Boden und Wasser sowie von Insekten und Pflanzen isoliert. Einige Arten sind in der Lage, Pflanzen gegenüber Pathogenbefall zu schützen, und werden aus diesem Grund zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. In den letzten Jahren wurden Burkholderien aber auch als Erreger von Lungeninfektionen bei Personen mit Mukoviszidose isoliert. Im Rahmen des Forschungsprojektes konnte gezeigt werden, dass mit wenigen Ausnahmen alle Arten N-Acyl-homoderinlactone (AHL) als Signalmoleküle produzieren, die dazu dienen, gewisse Funktionen in Abhängigkeit von der Populationsdichte zu regulieren. Dieses Phänomen wird als „Quorum sensing“ (QS) bezeichnet. Wir konnten zeigen, dass diese Regulationssysteme nicht nur die Pathogenität der Burkholderien kontrolliert, sondern auch die Expression antifungaler und nematozider Wirkstoffe reguliert und die Fähigkeit Biofilme and Oberflächen auszubilden steuert. Gegenwärtige Arbeiten beschäftigen sich mit der Identifizierung jener QS-regulierten Gene, die für diese Eigenschaften verantwortlich sind. Dazu werden neben molekularbiologischen Techniken auch Proteom-Analysen eingesetzt. Diese Untersuchungen sollen dazu dienen, Faktoren zu identifizieren, die dazu geeignet sind, das pathogene bzw. nutzbringende Potential eines Stammes abschätzen zu können.