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Autor: Mireille Rotzetter
Giffers«Das vergangene Jahr war sehr anspruchsvoll», begründete Bernadette Mäder-Brülhart ihren Rücktritt als Präsidentin der CSP Sense. Sie brauche wieder mehr Zeit für sich und ihre Familie. Mäder-Brülhart bleibt aber weiterhin in der Parteileitung. An der Delegiertenversammlung vom Mittwoch in Giffers musste die Bezirkspartei von weiteren Demissionen Kenntnis nehmen. Astrid Abrecht und Robert Sturny treten aus dem Vorstand zurück. Sturny, der schon 1966 bei der Gründung der Partei dabei war, wurde für sein langjähriges Engagement gewürdigt; die Parteileitung machte ihn zum ersten Ehrenmitglied der CSP Sense.
Bruno Baeriswyl hatte seinen Rücktritt schon vor einigen Monaten bekannt gegeben. Da Marie-Thérèse Weber-Gobet nicht in den Nationalrat und Hans-Ruedi Beyeler nicht in den Grossrat wiedergewählt wurden, treten auch sie aus dem Vorstand zurück. In der Parteileitung verbleiben so vier Personen, hinzu kommen die Grossräte Bruno Fasel und Bernhard Schafer. «Wir brauchen Verstärkung», betonte Mäder-Brülhart. Von den knapp 25 Anwesenden wollte sich vorerst niemand verpflichten.
Bewegtes Jahr
Im Jahresbericht blickte die abtretende Präsidentin auf das Super-Wahljahr 2011 zurück. Sie zeigte sich zufrieden mit den Resultaten der Gemeinderatswahlen und den Grossratswahlen. «Wir haben ein Gemeinderatsmandat dazugewonnen», sagte sie. Zudem sei der Erhalt der beiden Grossratsmandate gelungen. Mäder-Brülhart bedauerte, dass bei den Nationalratswahlen keine Listenverbindung zwischen der CSP und den Grünen zustande gekommen ist. Die Nicht-Wiederwahl von Marie-Thérèse Weber-Gobet führte sie darauf zurück.
Politikerin mit Herzblut
«Ich trauere mit euch, dass wir die Ziele nicht ganz erreicht haben», sagte Marie-Thérèse Weber-Gobet zur Versammlung. Sie nannte nochmals die Schwerpunkte, die ihr während ihrer Zeit im Nationalrat wichtig waren. Während sie über den Atomausstieg, die Problematik der Fallpauschale oder die UBS-Krise redete, war Marie-Thérèse Weber-Gobet anzumerken, dass sie immer noch mit Herzblut politisiert und sich wohl gerne weiterhin für die Anliegen der CSP auf Bundesebene engagiert hätte.
Bruno Fasel erläuterte der Versammlung, dass die zwei CSP-Grossräte in der vergangenen Legislaturperiode versucht hatten, im Mitte-links-Bündnis ihre Themen breit abzusichern.
Quo vadis CSP?
Am kommenden Samstag organisiert die Kantonalleitung der CSP einen Workshop im Burgbühl. «Es geht darum, zu bestimmen, wo wir stehen und wie es mit der Partei weitergehen soll», sagte der Präsident der Kantonalpartei, Philippe Wandeler. «Es ist möglich, dass es nach dem Workshop neue Strukturen für die gesamte Partei gibt», erklärte Bernadette Mäder-Brülhart. Deshalb habe sie auch noch nicht intensiv nach Nachfolgern für den Parteivorstand gesucht.