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Studie, März 2011
Lindenfeld
Im Herzen des Quartiers befindet sich der Lindenplatz, der durch die angrenzenden Dienstleistungs-, Wohngebäude und das Hotel definiert wird. Die stark differenzierten Gebäudehöhen des flachen, entlang der Geleise liegenden Gebäudekörpers und des zentral platzierten Hotel-Solitärs dramatisieren den räumlichen Übergang und bilden einen starken Auftakt am Stadtbahnhof. Der Lindenplatz vermittelt zwischen den verschiedenen Verkehrsströmen, Landschaftsräumen und Nutzungen. Sein öffentlicher Charakter wird durch die schwellenlose Gestaltung - mit Strassencafés, Kurzzeitparkierung, Platzmöblierung und den „Kulturscheunen“ - unterstützt. Letztere liegen auf einem weichen Teppich, als in der Zeit etwas entrückte „folies“, auf dem harten Belag des Lindenplatzes.
Die offene Landschaft der Lorzenebene fliesst als Landschaftspark ideell in die Siedlung hinein. Er ist zurückhaltend gestaltet. Freistehende, mächtige Bäume wachsen „bis zum Himmel“, der Bachlauf gräbt sich sein Bett. Die angrenzenden Wohngebäude und das Hotel lassen die Parklandschaft unberührt, sie partizipieren in einer kontemplativen Art und Weise.
Der Wohnhof ist von einer 5-geschossigen Bebauung umschlossen und mit Gebäudeabständen von 40 bis 80 m trotz hoher baulicher Dichte sehr entspannt. Er ist à Niveau mit dem umliegenden Gelände zugänglich und mittels zusätzlichen Durchgängen mit den Strassen- und Platzräumen verknüpft. Im Erdgeschoss sind Maisonettewohnungen, zumietbare Zimmer und gemeinschaftliche Räume vorgesehen, welche in einer intensiveren Beziehung zum durchgehend begehbaren, chaussierten Hof stehen als die Wohnungen in den Obergeschossen. Die eingestreuten kleinen Baumgruppen schaffen Atmosphäre und erhöhen die Privatheit der Wohn- und Schlafräume.