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Vor vier Jahren in Sotschi war ihr der Start aus Altersgründen noch verweigert worden, im Geburtsland ihrer Eltern krönte Chloe Kim bereits im Teenageralter ihre Karriere. Sie hielt dem immensen Druck stand und setzte die Dominanz der Amerikanerinnen in der Halfpipe fort. Nur bei der Premiere 1998 und 2010 stand nicht eine Amerikanerin zuoberst auf dem Olympia-Podest.
Bereits im ersten von drei Finaldurchgängen legte Kim mit einem starken Run den Grundstein zum Sieg. Mit 93,75 Punkten setzte sie eine Marke, welche von der Konkurrenz unerreicht blieb. Und als ihr die Goldmedaille nicht mehr zu nehmen war, setzte sie im dritten Durchgang noch einen drauf. Für ihren nahezu perfekten Run wurde Kim mit 98,25 Punkten belohnt.
Nach viermal Gold an den X-Games schaffte die 17-Jährige aus Torrance damit bei erster Gelegenheit auch den Sprung auf den olympischen Thron. Auf dem Weg dorthin hatte Kim auch einen Teil ihrer Ausbildung in der Schweiz genossen. Zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr lebte sie bei einer südkoreanischen Tante in Genf und intensivierte in dieser Zeit in Zermatt das Training unter der Leitung ihres Vaters. Neben Englisch und Koreanisch spricht Kim auch fliessend Französisch.
Silber holte sich die Chinesin Liu Jiayu, die Zweitbeste der Qualifikation. Bronze ging an Arielle Gold aus den USA, die im dritten Durchgang ihre Landsfrau Kelly Clark noch abfing. Die «Grande Dame» des Snowboards und Olympiasiegerin von 2002 verpasste an ihren fünften Olympischen Spielen die vierte Medaille nur um 2,25 Punkte. Maddie Mastro, die vierte amerikanische Finalistin, stürzte dreimal.
Die einzige Schweizer Teilnehmerin Verena Rohrer hatte als 14. in der Qualifikation den Einzug in den Final der Top 12 verpasst.
(SDA)