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Panikstörungen
Eine „Panikstörung" lässt sich anhand der folgender Kriterien feststellen:
Merkmale der Panikstörung
- Die Panikattacken sind wiederkehrend und unerwartet.
Bei mindestens einer der Attacken folgte mindestens ein Monat mit einem oder mehr der folgenden Symptome:
- Anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Panikattacken
- Sorgen über die Bedeutung der Attacke oder ihre Konsequenzen
- Wegen der Störung deutlich verändertes Verhalten
- Die Panikstörung lässt sich nicht auf einen Einfluss von Drogen oder einer körperlichen Krankheit zurückführen.
- Es gibt keine Erklärung durch eine andere spezifische Störung.
Manche Betroffene haben eine grosse Sorge, sie würden an einer körperlichen Krankheit leiden. Andere haben Angst vor den Nebenwirkungen von Medikamenten oder nehmen Gesundheitsdienste und Ärzte übermässig in Anspruch. Sie sind allgemein entmutigt, und jeder Zweite bis Dritte leidet zudem an einer ausgeprägten Depression, wobei manchmal sogar die Depression der Panikstörung vorausgeht. Viele haben sich bereits mit Alkohol und Medikamenten versucht Linderung zu verschaffen.
Häufigkeit und Verlauf
In der Bevölkerung sind 1,5 bis 3,5 Prozent der Menschen von diesen Störungen betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Zudem liegen Hinweise auf genetische Ursachen vor. Die Panikattacken treten meist zwischen der Adoleszenz und dem Alter von 40 Jahren auf. Nach 6 bis 10 Jahren zeigen 30 Prozent der Betroffenen keine Symptome mehr, für 40 bis 50 Prozent hat sich die Lage gebessert, bei 20 bis 30 Prozent ist sie gleich geblieben.
Eine 51-jährige Frau erzählt
«Die Ängste schlagen zu, wenn ich ....
- ins tiefe Wasser schaue
- bei der Arbeit beobachtet werde
- denke, dass mein Herz krank ist
- alleine bin
- an einem fremden Ort bin
- einen Krankenwagen sehe
- beim Zahnarzt oder beim Friseur bin
- von grossen Gebäuden hinunterschaue
- in hohe Kirchen gehe
- in der Mitte sitze oder stehe
- in Menschenansammlungen bin
- in grosse offene Räume gehe.»