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Nur mit einer raschen Abkehr von den fossilen Brennstoffen können gefährliche Folgen für das Weltklima vermieden werden, sagt eine internationale Forschergruppe im Fachmagazin Nature.Dieser Inhalt wurde am 29. April 2009 - 21:51 publiziert
Die Forscher, unter ihnen auch Wissenschafter der ETH Zürich, untersuchten als erstes, welche Menge Treibhausgase bis 2050 in die Atmosphäre entlassen werden kann, ohne dass das Risiko einer Erwärmung um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu hoch wird.
Das Resultat: Um eine 75-prozentige Chance zu haben, dass die Erwärmung 2 Grad nicht übersteigt, dürfen vom Jahr 2000 bis 2050 etwa 1000 Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen werden. Die ETH schreibt, dass seit dem Jahr 2000 etwa ein Drittel dieses Kontingents bereits verbraucht wurde.
"Dass die schweizerischen Treibhausgasemissionen 2007 gegenüber 1990 um 2,7% zurückgegangen sind, ist sicher erfreulich, aber der CO2-Ausstoss muss bis 2050 global mindestens halbiert werden", sagt Studien-Mitautor Reto Knutti vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich.
Die Forscher berechneten auch, wie viel Treibhausgas freigesetzt würde, wenn die Menschheit sämtliche Erdöl-, Gas- und Kohlereserven verbrennen würde. Diese Menge ist um ein Vielfaches grösser, als was das Klimasystem verträgt.
Weil Kohlendioxid über Jahrhunderte in der Atmosphäre bleibt, ist der totale Ausstoss entscheidend, fanden die Wissenschafter in einer zweiten Studie heraus. "Jede Tonne CO2 ist eine Tonne CO2", schreibt die ETH - egal ob heute freigesetzt oder in 20 Jahren.
swissinfo und Agenturen
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