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Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag die Schweizer Ordensfrau Maria Bernarda Bütler zusammen mit zwei weiteren Frauen und einem Mann heilig gesprochen. An der Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom nahmen Tausende von Gläubigen teil.
Die bisher letzte Heiligsprechung eines Schweizers war jene von Niklaus von Flüe im Jahr 1947.
Maria Bernarda Bütler wurde am 28. Mai 1848 in Auw im Kanton Aargau geboren. Mit 19 Jahren trat sie dem Klausurkloster der Kapuzinerinnen in Altstätten im Kanton St. Gallen bei, wo sie 1880 Oberin wurde.
Acht Jahre später ging sie als Missionarin nach Ecuador in Südamerika, 1895 weiter nach Cartagena in Kolumbien. Dort gründete sie die "Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf".
Die Kongregation widmete sich der Erziehung von Kindern und der Krankenpflege. Am 19. Mai 1924 starb Mutter Maria Bernarda in Kolumbien. 1947 wurde ihre Seligsprechung eingeleitet, die dann im Oktober 1995 schliesslich von Papst Johannes Paul II. vollzogen wurde.