Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/125788

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird als Besitzer der SBB beauftragt einzugreifen, damit die SBB alle Massnahmen treffen, um die Kampagnen zur Rekrutierung von Personal im Ausland einzustellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund als Eigentümer führt die SBB AG über strategische Ziele, die Ernennung und Entlastung des Verwaltungsrates sowie die Genehmigung der Jahresrechnung und des Jahresberichtes. Die SBB sind dabei zu einer zuverlässigen und effizienten Leistungserbringung angehalten. Im Gegenzug dazu haben die SBB die alleinige Verantwortung im operativen Bereich; darunter fällt auch die Rekrutierung neuer Mitarbeitender. Die Qualifikationen des Personals sind für die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zentral. Dementsprechend ist es unumgänglich, dass die SBB das Personal entlang der benötigten Qualifikationen und Kompetenzen rekrutieren.</p><p>Die Einstellungspolitik der SBB ist bedürfnisorientiert und nicht diskriminierend. Unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit gelten für alle Kandidatinnen und Kandidaten die gleichen Anforderungen und Anstellungsbedingungen. Diese Einstellungspolitik steht im Einklang mit dem Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU, dem Bundespersonalgesetz und dem Gesamtarbeitsvertrag SBB GAV. Durch das im Freizügigkeitsabkommen verankerte Nichtdiskriminierungsgebot wird der Inländervorrang gegenüber EU-/Efta-Bürgerinnen und -Bürgern abgeschafft. Der Anteil der ausländischen Mitarbeitenden bei den SBB (Stammhaus) blieb in den letzten Jahren in Prozent gemessen stabil. Er bewegte sich in den letzten fünf Jahren zwischen 10,5 und 12,3 Prozent.</p><p>Die SBB werden bei ihren Rekrutierungsbemühungen im Ausland erst aktiv, wenn sich die Suche nach Arbeitskräften im Inland als erfolglos herausstellt. Bei einigen Berufsbildern können die SBB den Bedarf an Arbeitskräften in der Tat nur sehr schwer decken. In diesem Zusammenhang führen die SBB lediglich einzelne Rekrutierungen im Ausland durch. Regelmässige Kampagnen zur Rekrutierung von Personal im Ausland finden - mit zwei Ausnahmen - hingegen keine statt. 2010 waren die SBB im benachbarten Frankreich aktiv auf der Suche nach Zugbegleitpersonal für Lyria. Dieses Jahr suchen die SBB Lokführerinnen und Lokführer. Dazu wurde im Januar 2012 in den französischen Departementen Haute-Savoie und Ain eine Rekrutierungskampagne gestartet. Da aber Rekrutierungen im Ausland wesentlich aufwendiger sind als in der Schweiz, halten die SBB ihre Anstrengungen bei Rekrutierungen ausserhalb des Heimmarktes in engen Grenzen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.