Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/3081

Hufrehe beim HaflingerPatient:
Haflinger Wallach, 15 Jahre
Vorgeschichte:
1999 gab es einen ersten Verdacht auf einen „leichten“ Rehe-Schub, der durch Futterumstellung /Reduktion und tierärztlicher Behandlung wieder in den Griff bekommen wurde.
Es gab mehrere Jahre keine Probleme mehr.
Nach einem Stallwechsel vor 2 Jahren gab es einen erneuten, diesmal recht schweren Rehe-Schub. Das Pferd ging lahm und wurde vom Tierarzt schulmedizinisch (mit Schmerzmitteln) und vom Hufschmied unterstützend mit Rehe-Beschlag behandelt.
Bis August 2009 gab es ca. fünf mehr oder weniger starke Rehe-Schübe.
Die Behandlung erfolgte über Angussverband, Futterreduktion, Rehe-Beschlag und Schmerzmittel (Oral verabreicht oder per Injektion). Betroffen: beide Vorderbeine.
Therapie
Die Besitzerin rief mich im August 2009, nach Absprache mit der Tierärztin, nach einem erneuten Rehe-Schub, zu dem Pferd.
Ich begann die Therapie mit einer Einmalgabe Belladonna C 20 und begann eine Blutegeltherapie.
Erstes Ansetzten von 4 Blutegeln Ende August 2009, jeweils kurz oberhalb des Kronrandes an der Innen- und Außenseite des Beins, je zwei Egel pro Bein.
Verlauf:
Nach der ersten Blutegelbehandlung und Mittelgabe zeigte das Pferd am Folgetag eine massive Erstverschlimmerung und ging noch schlechter als die Tage zuvor.
Nach einem weiteren Tag verbesserte sich der Zustand wieder und das Pferd lief etwas besser als zuvor, lahmte aber immer noch auf beiden Vorderbeinen.
Das ansetzen der Blutegel wurde eine Woche darauf wiederholt. Diesmal ein Egel je Bein.
Am Tag darauf trabte das Pferd das erste mal, seit längerer Zeit wieder freiwillig auf dem Paddock und wurde nach einiger Zeit von der Besitzerin auch wieder regelmäßig auf weichem Boden geritten. (Schritt und Trab - so wie das Pferd freiwillig vorwärts ging) Die Wirkung der Egel hielt einen Monat vor.
Ende September gab es eine leichte Verschlechterung, das Pferd lief wieder etwas vorsichtiger.
Es wurden erneut 4 Egel gesetzt (je zwei pro Bein).
Am Tag darauf galoppierte das Pferd wieder freiwillig auf dem Paddock (ohne Reiter).
Die Wirkung hält immer noch an, das Pferd wird regelmäßig geritten und zeigt seither keinerlei Lahmheiten.
Tierheilpraxis
Mariana Bantle
Rädlesbergstrasse 6
72419 Neufra