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und zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach italienischem
Muster - alle von Angehörigen der Familie
Zellweger - aus
Stein erbaut
worden. Trogen ist von einem Kranz prächtiger und leicht zugänglicher Aussichtspunkte umgeben: Landmarch am Kuppen gegen
das
Rheinthal, dem in 5/4 Stunden zu erreichenden
Gäbris, Hohe
Buche,
Birt und Vögelinsegg mit das ganze
Jahr geöffneten guten Wirtschaften. Vergl. den interessanten und schön illustrierten Führer
Speicher-Trogen (Appenzell-Schweiz);
herausgegeben von den Verkehrsvereinen in
Speicher und Trogen. (Europ. Wanderbilder. 267). Zürich
1907.
Acker- und Wiesenbau. Molkereigenossenschaft. Das Dorf bezieht sein elektrisches Licht und das Trinkwasser aus den
Wasser- und Elektrizitätswerken der Stadt
Genf. Das ö. vom Dorf einst sich ausdehnende grosse Torfmoor ist heute abgebaut
und trocken gelegt. Früher befand sich bei Troinex auf einer Anhöhe ein mächtiger Granitblock, der
vier roh ausgehauene Frauenköpfe zeigt und darum die
«Pierre aux
Dames» heisst. Er liegt heute in der Promenade des Bastions
in Genf.
Der Archäologe B. Reber
(La PierreauxDamesde Troinex sous Salève. Annecy 1891) bestätigt das hohe
Alter dieses Monumentes,
vermag es aber keiner bestimmten Periode zuzuteilen.
Die diese
Pierre auxDames tragende Anhöhe war ein mächtiger Grabhügel (4,5 m hoch; 40 m Durchmesser), der 1877 abgetragen
worden ist. Er enthielt vier Gräber mit gut erhaltenen Skeletten, deren
Alter von Reber ins Ende der Bronzezeit oder den
Beginn der Hallstattperiode versetzt wird. Eine lokale Tradition erzählt, die vier Frauenfiguren der
Pierre auxDames stellten vier in den nämlichen Mann verliebte und unter dem
Stein in einem und demselben
Grab liegende Frauen
dar. Fund von Beilen aus der Steinzeit. In Troinex war das Priorat von
St. Victor seit 1302 begütert. Der
Ort gehört zu
dem durch den
Turiner Vertrag von 1816 an Genf
gekommenen Gebiet. Ums Jahr 1100: Triuniacum;
(Kt. Neuenburg,
Bez. und Gem. Boudry).
518 m. Gruppe von 7
Häusern an der Strasse
Boudry-Rochefort, 1 km sw.
Bôle und 500 m nw.
der Station
Boudry der Linie
Neuenburg-Lausanne. Postablage, Telephon. 44 reform. Ew. Kirchgemeinde
Boudry. Acker- und Weinbau,
Viehzucht. Die
Häuser sind am Eingang in die Gorges de l'Areuse malerisch über dem linken Steilufer des Flusses gelegen.
In der Nähe der nach Troisrods benannte grosse Eisenbahnviadukt. Die von
Bôle nachTroisrods führende
Strasse ist die
AlteVy d'Étra(via strata), die sich von da über
Pontareuse gegen
Bevaix hin fortsetzte. In der
Grotte du Four
am Ufer der
Areuse hat man Herdstätten mit Ueberresten von neolithischen Töpferwaren,
Zinn- und Bronzerollen, ein Stück
eines gläsernen Armbandes etc. aufgefunden.
Den Untergrund bilden hier die unterhalb Troisrods bis zum
Eisenbahnviadukt hin in mächtigen
Bänken anstehenden Süsswasserkalke der Aquitanischen Stufe mit ihren zahlreichen Versteinerungen
(Helix Ramondi, Limnaea Planorbis).
rechts des Thalflusses von den Höhen von Massillon bis zum Torrent de la Tille. Im O. erheben sich die zerrissenen Felswände
der Dents du Midi und der Dent de Valère. Die Gemeinde zerfällt in folgende 5 Abschnitte oder «tiers»:
5) Troistorrents mit Perray, Tassoriaire, Torrent Sec und Dorf Troistorrents: 365 Häuser, 1556 kathol. Ew.; Dorf: 35 Häuser, 143 Ew.
Das Pfarrdorf schaut mit seinem schlanken Kirchturm, der auf der Terrasse über der Vereinigung der Tine mit der Vièze steht,
weil in die Landschaft hinaus. Station der am eingeweihten Linie Monthey-Champéry, deren Erstellung den Bau einer
kühnen Brücke über die Mündungsschlucht der Tine und eines unter dem obern Abschnitt des Dorfes Troistorrents
durchgehenden Tunnels notwendig gemacht hat.
Eine Abzweigung der Linie nach dem Kurort Morgins hinauf ist geplant. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen Monthey-Morgins.
Die Pfarrkirche datiert aus 1702, in welchem Jahr sich Troistorrents vom kirchlichen Verband mit Collombey löste. Das Priorat
Lutry, dem die Pfarrei Collombey unterstellt war, unterhielt nahe dem Dorf Troistorrents eine von einem
Kaplan versehene Kapelle, deren Ruinen heute noch sichtbar sind. Eisenquellen und Heilbad in Morgins (s. diesen Art.). Zwischen
dem Dorf Troistorrents und Morgins hat man am rechten Ufer der Tine einen Bruch auf Schiefer mit Kalkspat- und Glimmersandsteinadern
geöffnet, über welchem Rauhwacke liegt.
Acker-, Wein-, Obst-, Wiesen- und Gartenbau, Rindvieh- und Pferdezucht. Es gedeihen noch Nussbaum und Edelkastanie. Im Jahr 1260 brach
durch das Val d'Illiez und über Troistorrents die aus dem Val d'Abondance herkommende Armee Peters von Savoyen ins untere
Wallis
ein. Urkundliche Namensformen: 1263 Tretorren und Trestorren; 1283 homines de Trestorrentibus; 1352 Trestorrent.
Bedeutet s. v. a. «Ortschaft jenseits (tres= trans) des Wildbaches(torrent)», scil. der Tine deMorgins. Diese Etymologie erscheint
weit natürlicher als diejenige, die Troistorrents als die «Ortschaft der drei
Wildbäche» deutet und sich auf die urkundliche Form Tribustorrentibus der Jahre 1283 und 1286 stützt,
die einfach aus Verwechslung von trans (jenseits) mit tres (drei) entstanden ist.