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(franz., Saugröhre), eine Glasröhre, welche etwa in ihrer Mitte mit einer Erweiterung versehen und an einem
Ende in eine Spitze ausgezogen ist. Man benutzt die Pipette, um aus einem Gefäß
[* 4] eine Flüssigkeit herauszunehmen,
ohne dasselbe zu neigen (Stechheber).
[* 5] Man steckt die Spitze der Pipette in die Flüssigkeit und saugt am andern Ende, bis die Erweiterung
mit der Flüssigkeit gefüllt ist. Verschließt man dann das obere Ende mit der Zunge oder mit dem Finger,
so kann man die Pipette heben, ohne daß ein Tropfen herausfließt.
Ist der Inhalt der Pipette bekannt und ein bestimmtes Volumen an der Röhre durch einen Feilstrich bezeichnet, so kann man die Pipette auch
zum Abmessen von Flüssigkeiten benutzen. Zu diesem Zweck wird sie besonders in der Maßanalyse angewandt. Sie
eignet sich auch sehr gut, um ein auf Wasser schwimmendes ätherisches Öl von diesem zu trennen. Sollen giftige Flüssigkeiten
pipettiert werden, so steckt man an das obere Ende der eine mit einem Hals versehene Kautschukkugel und saugt die Flüssigkeit
auf, indem man die Kugel etwas zusammendrückt und dann erst die Spitze der Pipette in die Flüssigkeit senkt.