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Mit dem Start einer neuen Direktverbindung zwischen Amsterdam und Melzo baut Samskip seine kontinentalen Nord-Süd-Schienengüterverkehre deutlich aus. Die Bahnkapazität zwischen den Niederlanden und Italien erhöht sich dadurch auf neun Ganzzüge pro Woche, wobei zusätzlich Shortsea-Verkehre nach Hull in England als weitere neue multimodale Transportoption angeboten werden.
Die Züge der offiziell am 17. Oktober 2018 gestarteten Relation fahren drei Mal pro Woche von Melzo, östlich von Mailand, ab. 24 Stunden später werden sie in dem mit 750 Meter langen Gleisen ausgestatteten intermodalen TMA Holland Cargo Terminal in Amsterdam entladen. Mit der neuen Verbindung werden Lkw-Verspätungen vermieden, die durch die zunehmenden Beeinträchtigungen im europäischen Strassenverkehr verursacht werden. Die Ankunftszeiten der Multimodal-Züge sind mit Samskips Shortsea-Verbindungen nach Hull vertaktet. Dadurch wird eine nahtlos durchgehende multimodale Option geschaffen, mit der sich Probleme bei der Grenzkontrolle nach einem Brexit minimieren lassen.
Die neue Schienenrelation ergänzt die bestehende Multimodal-Verbindung zwischen Melzo und Rotterdam, deren Frequenz mit sechs wöchentlichen Abfahrten beibehalten wird und die auf die Shortsea-Verbindungen zu den britischen Häfen Tilbury, Hull und Grangemouth, Irland, Norwegen, Skandinavien und den baltischen Staaten abgestimmt ist.
Die Erweiterung der Bahnkapazität entlang eines Schlüsselkorridors für Schienengüterverkehre zeige, dass Samskip entschlossen sei, die Wettbewerbsfähigkeit seines multimodalen Angebots zwischen Grossbritannien und Italien vor dem Hintergrund des drohenden Brexits weiter zu verbessern, sagt David Besseling, Samskip UK Trade Manager.
Mit den Terminalbetreibern habe Samskip vereinbart, schnelle Durchlaufzeiten von Schiffen, Lkw und Güterzügen zu garantieren.
«Samskip bietet jetzt acht Abfahrten pro Woche an, die Rotterdam/Amsterdam mit Hull verbinden»
, sagt David Besseling.
«Indem wir Amsterdam dreimal pro Woche mit Italien verbinden, festigen wir unser Angebot an schnellen, kosteneffizienten und zuverlässigen multimodalen Verbindungen zwischen dem Kontinent und Grossbritannien.»
Femke Brenninkmeijer, Director Energy, Cargo & Offshore Port of Amsterdam, sagt:
«Der Hafen Amsterdam begrüsst die neue Zugverbindung von Samskip, die unserer intermodalen Strategie entspricht und unseren Kunden wichtige Optionen bietet. Der Service stärkt unsere Shortsea-Verbindungen und zeigt die Leistungsfähigkeit und Bedeutung des Amsterdamer Hafens als logistische und multimodale Drehscheibe in Europa.»
Mit wöchentlich neun Zügen zwischen Italien und den Niederlanden sei das Engagement von Samskip für den multimodalen Transport von 45-Fuss-Containern, Kühl-, Flat Rack- und Tankcontainern unübertroffen, betont Patrick Zilles, Samskip Director Multimodal Activities.
Die Einbindung von Amsterdam in das Netzwerk bringe auch Hinterlandoptionen und Nachlaufmöglichkeiten mit sich, die sich von Rotterdam deutlich unterschieden.
„Von den Dienstleistungen werden Door-to-Door- und Terminal-to-Terminal-Kunden profitieren“
, sagt Partick Zilles.
«Mit zunehmender Frequenz eröffnen sich auch zusätzliche Möglichkeiten für die Auslastung der Züge. Das verschafft dem Multimodal-Angebot Wettbewerbsvorteile. Die Buchung verfügbarer Plätze durch Dritte wird nicht nur die Supply-Chain-Manager in Italien, den Niederlanden und Grossbritannien interessieren, sondern auch in den weiteren Benelux-Ländern, Deutschland und Skandinavien.»
Von Amsterdam aus verkehren Multimodal-Züge jeweils montags, mittwochs und sonntags in südlicher Richtung, wobei die Traktion bis nach Melzo ohne Lokwechsel durch die BLS Cargo erfolgt, die für Samskip auch die Rotterdam-Verkehre abdeckt. In Melzo gibt es Verbindungen nach Padua, Frosinone und Bari.
Gerben Matroos, Managing Director von TMA Logistics, fügt hinzu:
«Diese Verbindung nutzt die Möglichkeiten, die unser Terminal bietet, optimal aus. Die Serviceerweiterung nach Hull ist der nächste logische Schritt, um den Hafen Amsterdam als Shortsea-Hafen zu positionieren.»
Die neue Amsterdam-Melzo-Relation sorgt auch für eine grosse Stabilität der Schienengüterverkehre auf dem Niederlande-Italien-Korridor, fügt David Besseling hinzu. Die Verbindungen nach Amsterdam und Rotterdam würden auf verschiedenen Strecken verlaufen, wodurch man flexibel auf mögliche bahn- oder hafenbedingte Verspätungen reagieren könne.