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LONDON (awp international) - Beim aus der Insolvenz hervorgegangenen US-Autobauer Chrysler soll nach dem Einstieg des italienischen Konkurrenten Fiat ein radikaler Umbau der Modellpalette die Wende bringen. Zahlreiche US-Modelle würden aus dem Programm genommen, schreibt das "Wall Street Journal Europe" (WSJE/Dienstag) mit Verweis auf einen Plan, der am 4. November vorgestellt werden soll. Umgekehrt soll beispielsweise der Stadtwagen Fiat 500 ab 2011 auf dem US-Markt verkauft werden. Auch die Fiat-Marke Alfa Romeo soll 2012 wieder in die USA zurückkehren. Es sei geplant, die Fahrzeuge künftig in den USA zu fertigen.
Fiat hatte sich Mitte der 90er Jahre vom US-Volumenmarkt zurückgezogen und dort nur noch Sportwagen wie Ferrari und Maserati angeboten. Nun arbeiteten die beiden Autobauer laut "WSJE" an neuen Fahrzeugen für den US-Markt. Als erstes solle 2012 ein Mittelklassewagen auf Fiat-Basis unter dem Chrysler-Label auf den Markt kommen. Keine Zukunft hätten bei der Marke Dodge der Kompaktwagen Caliber, der Geländewagen Nitro und das Mittelklassemodell Avenger. Auch der für sein Retro-Design bekannte Chrysler PT Cruiser und die Jeep-Geländewagen Commander, Compass und Patriot würden mittelfristig nicht mehr angeboten.
Bis der Umbau 2012 greife, liege aber eine Durststrecke vor dem staatlich gestützten Autobauer, schreibt das Blatt weiter. Im September war der US-Marktanteil von Chrysler von mehr als elf Prozent im Vorjahr auf gut acht Prozent geschrumpft./dct/stw/tw
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