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Kaum ein Künstler der Vergangenheit wird so mit dem ‘Göttlichen Verhältnis’ in Verbindung gebracht wie Leonardo da Vinci. Seine berühmte Mona Lisa ist auf einem Goldenen Dreieck aufgebaut. Hierbei handelt es sich um ein gleichschenkliges Dreieck, bei dem die Basis und die Seiten im Verhältnis des Goldenen Schnittes zueinander stehen. In seinem Gemälde ‘Das Abendmahl’ verläuft die Trennungslinie zwischen den Händen Jakobus‘ des Älteren.
Die wohl bekannteste Figur im Kontext des Goldenen Schnittes ist da Vincis Proportionsstudie nach Vitruv, auch als ‘Der vitruvianische Mensch’ bezeichnet. In dieser Federzeichnung steht der Mensch im Mittelpunkt eines Quadrates, dessen Diagonalenschnittpunkt im Schritt des skizzierten Mannes liegt, sowie in einem Kreis, dessen Zentrum der Nabel bildet. Das Verhältnis der Quadratseiten zum Kreisradius entspricht mit einer Abweichung von 1,7 Prozent dem Goldenen Schnitt.
Die Proportionsregel ist auch in den Werken anderer großer Meister zu finden, beispielsweise beim italienischen Maler Raffael. In der Bildaufteilung seiner Sixtinischen Madonna verläuft die Teilung entlang des Nabels der Madonna, während in seinem Kunstwerk ‘Triumph der Galatea’ die Stirnlocke der Galatea den Teilpunkt des Goldenen Schnittes darstellt.
Auch Dürer kannte die Teilungsregel, wie sein ‘Selbstbildnis im Pelzrock’ eindrucksvoll zeigt. Gleiches gilt für Michelangelos Fresko ‘Die Erschaffung Adams’ und Botticellis ‘Die Geburt der Venus’.