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Ein Strassenbild mitten am Tag, kein Mensch ist zu sehen. In den Fensterscheiben des Gebäudekomplexes reflektiert das Blau des Himmels. Verheissungsvoll ziert ein Regenbogen ein Strassenschild, das neben einer Parkbank steht. Die bekannte Avenue du Maine in der Pariser Innenstadt, meist stark bevölkert, wirkt auf Emilienne Farnys Gemälde wie eine verlassene Filmkulisse. Der urbane Raum ist es, der die Künstlerin interessiert, als sie in den 1960er-Jahren nach Paris zieht und sich von der Begegnung mit wichtigen Pop-Art-Künstlern wie Andy Warhol, Tom Wesselmann oder Roy Lichtenstein inspirieren lässt. Farny wird zu einer der ersten Schweizer Vertreterinnen dieser Kunstrichtung. In den 1970er-Jahren zieht sie zurück in ihre Schweizer Heimat und widmet sich auch dort fortan den landschaftlichen Veränderungen und den urbanen Gegebenheiten, die zu ihrer bekannten Werkserie «Le bonheur suisse» (1972–1985) führen. Später kommt die Auseinandersetzung mit Graffiti und Werbeflächen dazu.
Katrin Sperry
Kein Mensch ist auf der Strasse.
Ein Schild zeigt einen Regen-Bogen.
Neben dem Schild steht eine Sitz-Bank.
Im Hintergrund steht ein hohes Gebäude.
Die Fenster-Scheiben spiegeln
das Blau vom Himmel.
Die Strasse liegt in Paris.
Sie ist normaler-weise sehr belebt.
Emilienne Farny hat das Bild gemalt.
Ihre Bilder gehören zu
einem bestimmten Kunst-Stil.
Der Kunst-Stil heisst: Pop Art*.
*Pop-Art ist eine Kunst-richtung.
Vor allem in Amerika und England
in den 50er und 60er Jahren.
Die Bilder und Skulpturen haben kräftige Farben.
Ihre Themen: Stadt, Alltag, Konsum.