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Freihandelsabkommen USA mit Kenya - Was hat dieses Land, was die Schweiz nicht hat?
Mittlerweile darf oder muss man davon ausgehen, dass in der noch verbleibenden (ersten) Amtszeit von Donald Trump kein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA mehr zustande kommen wird. Statt mit einem europäischen Handelspartner wie der Schweiz strebt Trump sein erstes wirklich neues bilaterales Handelsabkommen mit Kenya an, das die Tür für Handelsverträge mit weiteren afrikanischen Ländern öffnen könnte.
Der amerikanische Präsident und der Präsident Kenyas, Uhuru Kenyatta, haben am Donnerstag nach einem Treffen im Weissen Haus die Absicht verkündet, über ein bilaterales Handelsabkommen zu verhandeln. Die Frage stellt sich jetzt natürlich, weshalb nicht mit uns, wo die Verhandlungen schon länger anstehen und wo wir unter den 20 wichtigsten Handelspartnern der USA figurieren, sondern mit dem wirtschaftlich relativ unbedeutenden Kenya, das es knapp in die Top 100 schafft?
Der Kommentator der NZZ sieht 2 Gründe dafür:
- Einerseits vermutet er, dass die Regierung Trump und ihr Handelsbeauftragter Robert Lighthizer andere handelspolitische Prioritäten haben, als mit einem europäischen Land zu verhandeln, das regulatorisch der von Trump verhassten Europäischen Union nahesteht.
- Andererseits ist es keine Überraschung, als dass die Regierung Trump seit mindestens zwei Jahren davon spricht, auf der Suche nach einem afrikanischen Partner zu sein.Neben der Vertiefung der noch bescheidenen wirtschaftlichen und kommerziellen Beziehungen verfolgen die USA vor allem strategische Interessen. Kenya gehört zu den wichtigsten US-Alliierten in Afrika. Mit Handelsabkommen sollen die Beziehungen zu dem Kontinent insgesamt gestärkt werden, und sie sollen insbesondere auch dazu dienen, Chinas Expansion und Investitionen im Rahmen der Belt-and-Road-Initiative zurückzubinden.
So gesehen haben wir in der Tat schlechte Karten! Wenn Sie das Thema der Freihandelsabkommen mit allen Vor- und Nachteilen interessiert, empfehlen wir Ihnen das Seminar Präferenzieller Warenursprung oder unsere Zollberatung, die individuell auf Ihre Fragestellung eingehen kann.