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veröffentlicht am Freitag, 19.04.2013
Parlamentarische Anfrage zum Sprachgebrauch des Kantons
Verständliche Sprache anstatt Kauderwelsch und Amtsdeutsch
Seit einiger Zeit enthalten die Dokumente der kantonalen Verwaltung zunehmend englische Begriffe, die nicht Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs sind und demzufolge die Verständlichkeit der Texte beeinträchtigen. Beispiele dafür sind die Wörter „Review“, „Sounding Board“, „Baserate“, „Benchmark“ oder auch „Littering“. Abgesehen von der Pflege der deutschen Sprache sollte sich der Kanton darum bemühen, seine öffentlichen Verlautbarungen so verständlich wie möglich zu formulieren und nicht dünkelhaft auf englische Begriffe auszuweichen.
Im Weiteren sind die Mitteilungen und Verlautbarungen, die von Amtsstellen an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet werden oft geprägt von so genanntem Amtsdeutsch und von juristischen Begriffen, die wohl von vielen Personen nicht oder nicht richtig verstanden werden.
Die Regierung wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:
1. Ist die Regierung bereit, grössere Anstrengungen zu unternehmen, damit die von der Verwaltung verfassten Texte anstelle von neudeutschen Worten vermehrt allgemeinverständliche Begriffe enthalten?
2. Wie fördert die Regierung die Bereitschaft der kantonalen Amtsstellen, für ihre Mitteilungen stets eine bürgernahe und verständliche Ausdrucksweise zu benutzen?
Erwin Böhi, Kantonsrat, Wil