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Regional
Spannende Stadtgeschichte im Kinosaal: Im ehemaligen Capitol an der Kramgasse hat der Archäologische Dienst Reste aus 800 Jahren Leben und Bauen in der Stadt Bern freigelegt, wie der Kanton Bern meldet.
Am Donnerstag, 19. Dezember 2019, präsentiert er die Ergebnisse seiner Untersuchungen an einem Tag der offenen Grabung.Das Kino Capitol an der Kramgasse 72 in Bern wurde 2018 geschlossen. An seiner Stelle sollen Geschäftslokale und Wohnungen entstehen.
Vor dem Totalumbau habe der Archäologische Dienst des Kantons Bern umfassende Untersuchungen vorgenommen. Dabei stiess er auf Mauerreste und Schichten, die von der Zeit der zähringischen Stadtgründung um 1200 über den Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1405 bis zum Bau des grossen Barockpalais der Familie von Tscharner um 1740/50 reichen.
Im Capitol seien im Moment Reste aus 800 Jahren Leben und Bauen in der Stadt Bern sichtbar, unter anderem die Brandmauer eines unterkellerten zweigeschossigen Steinhauses mit grosser Hofzufahrt aus der Zeit um 1200, der heute noch in Betrieb stehende mittelalterliche, aber vielfach erneuerte Ehgraben, die Reste des einstigen barocken Innenhofes mit einer rätselhaften unterirdischen Zisterne sowie – verborgen hinter der Leinwand des grossen Kinosaals – die Hinterbühne des einstigen Lichtspiel- und Varietétheaters Capitol von 1927.Der bis zur Rathausgasse reichende Komplex umfasste bis 1927 mehrere spätmittelalterliche und barocke Gebäude, die für den Bau des Capitol bis auf die Fassaden abgebrochen wurden. Hinter diesen Fassaden, die weiterhin erhalten bleiben, solle nun ein Komplex mit Geschäftslokalen im Erdgeschoss und darüber 25 Wohnungen um einen Innenhof entstehen.
Weil beim Umbau der grösste Teil der archäologischen Reste zerstört wird, habe sie der Archäologische Dienst dokumentiert. Eine Auswertung und Publikation der Ergebnisse sei geplant..
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