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Dass es so schlimm kommen musste in einem hochentwickelten Land wie Japan betrübt mich sehr. Leider ist es so, dass unsere Welt erst aufschreckt, wenn wirklich unser Selbstverständnis und unser Alltagsleben betroffen sind. Die Stromerzeugung aus Kernenergie hat ihre Grenzen schon 1979 mit Harrisburg und 1986 mit Tschernobyl aufgezeigt. Ein Ausstieg ist schon wegen der immer noch ungelösten Endlagerung radioaktiver Abfälle eine unausweichliche Realität. Wie können wir aber die Stromlücke schliessen? Aus meiner Sicht sind vier Hauptpunkte der Lösungsansatz:
1. Dezentrale Energieerzeugungsstrukturen mit Alternativenergien (Sonne, Wind, Biomasse, Wärmekraftkoppelung etc.) fördern und finanziell steuerlich begünstigen.
2. Markgerechte Abgeltung der überschüssigen Energie ins Gesamtstromnetz.
3. Die Schweiz muss ihre Transportkapazitäten in der Übertragung von Nord nach Süd und in den dezentralen Feinverteilstrukturen (regional und kantonal) weiter ausbauen und in einem gesamteuropäischen Stromnetz ihre Position weiter stärken.
4. Die Pumpseicherbecken für Wasserkraft als Energiespeicher für erneuerbare Energien müssen unter Beachtung der Ökologie und Landschaftsschutz weiter ausgebaut werden.
Für diese zukünftige Engergiepolitik werde ich mich einsetzen.
Erwin Steiner, Bäretswil, April 2011