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Ted Cruz hat die erste Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat Iowa gewonnen. Der texanische Senator verwies Donald Trump auf den zweiten Platz. Der umstrittene New Yorker Milliardär Trump blieb damit hinter den Erwartungen zurück.
Cruz kam nach Auszählung von fast aller Bezirke auf rund 28 Prozent der Stimmen. Trump, der in Umfragen leicht vor Cruz lag, erreichte rund 24 Prozent und damit nur rund ein Prozent mehr als Marco Rubio, der auf dem dritten Platz landete. Der Senator aus Florida schnitt damit deutlich besser ab als erwartet.
Die anderen republikanischen Bewerber waren abgeschlagen. Der frühere Neurochirurg Ben Carson holte etwas mehr als neun Prozent. Senator Rand Paul lag bei 4.5 Prozent vor Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush, der auf weniger als drei Prozent kam. Alle anderen Kandidaten blieben unter zwei Prozent.
«Wir sind Zweiter geworden, und ich möchte euch etwas sagen: Ich fühle mich einfach geehrt, sehr geehrt», erklärte Trump vor Anhängern. Der wegen seiner populistischen und teils fremdenfeindlichen Äusserungen umstrittene Geschäftsmann gratulierte Cruz «und allen unglaublichen Kandidaten».
Rubio feierte sein Abschneiden vor Anhängern wie einen Sieg. «Ich bin euch so dankbar, Iowa», sagte. «Ihr habt an mich geglaubt, als andere nicht geglaubt haben, dass diese Nacht möglich sein würde.» Der im Vergleich zu Trump und Cruz weniger extreme Rubio gilt als Kompromisskandidat der Republikaner.
Clinton hauchdünn vor Sanders
Bei den Demokraten liegen die frühere Aussenministerin Hillary Clinton und der Senator Bernie Sanders praktisch gleichauf. Nach Auszählung von rund 94 Prozent der Bezirke führte Clinton mit weniger als einem halben Prozentpunkt vor Sanders.
Clinton sprach zu ihren Anhängern und zeigte sich siegessicher für den ganzen Wahlkampf, ohne aber den Sieg in Iowa für sich zu reklamieren. Sanders sagte vor begeisterten Anhängern, vermutlich würden die Delegiertenstimmen der Demokraten geteilt.
Mit den Vorwahlen im landwirtschaftlich geprägten Iowa hat in den USA das Wahljahr begonnen. Die Wahl ist zahlenmässig als eine von mehr 50 Vorwahlen kaum bedeutend, hat aber als erste Abstimmung grosse Signalwirkung. Am 9. Februar finden in New Hampshire die zweiten Vorwahlen statt. (sda/afp/dpa)