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Bronze für Matthias Studer an den Weltmeisterschaften
Am vergangenen Freitag gewann der dem Biketeam Aadorf angehörende Matthias Studer die Bronzemedaille an den Gran Fondo-Weltmeisterschaften in Glasgow. Lukas Rutishauser aus Wittenwil belegte im gleichen Rennen den 29. Rang.
Aadorf/Wittenwil – Tolle Leistungen der regionalen Radrennfahrer an den Rad-Weltmeisterschaften im schottischen Glasgow. Matthias Studer vom Biketeam Aadorf gewann zu seiner eigenen Überraschung die Bronzemedaille. Der Wittenwiler Alex Vogel verpasste auf der Rennbahn eine Goldmedaille nur knapp.
Ziel bei weitem übertroffen
Das Gran Fondo-Rennen – ein Radrennen für jedermann, an welchem man lizenzfrei starten kann - wurde unter anderem in der Kategorie 19 bis 34 Jahre ausgetragen. Da der 26-jährige Matthias Studer das Qualifikationsrennen in Österreich für sich entscheiden konnte, durfte er in der ersten Startreihe einstehen. Das Rennen führte über 160 Kilometer und es mussten rund 1600 Höhenmeter bezwungen werden. «Der erste Berg war nicht gerade selektiv. Beim zweiten Anstieg ging es schon richtig schnell den Berg hoch. Ich ging mit einem Angriff mit, wir wurden dann aber wieder eingeholt. Rund 60 Kilometer vor dem Ziel musste der letzte Berg bezwungen werden. Dort wurden wir durch meine Freundin und Godi Schmutz verpflegt, was wir sehr schätzten. Es war ein harter Anstieg und auf dem Berg waren wir noch rund 20 Fahrer, welche hinter einer Viererspitzengruppe herfuhren. Wir fuhren Vollgas in Richtung Ziel, es war sehr hart. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel holten wir die Spitzenfahrer ein. Ein Belgier griff an und wir sahen ihn bis ins Ziel nicht mehr. Ich setzte auf den Sprint und klemmte mich ans Hinterrad eines starken Italieners. Wir begannen rund 150 Meter vor dem Ziel zu sprinten. Ich musste mich allerdings vom Italiener geschlagen geben.» Matthias Studer reiste nach Schottland mit dem Ziel, einen Platz unter den ersten 20 zu belegen. «Wenn alles wirklich gut laufen sollte, erhoffte ich mir einen Rang unter den zehn Besten. Aber man muss auch Glück haben und die Taktik muss aufgehen. Ich bin mit meinem dritten Rang mehr als zufrieden. Es ging alles sehr gut auf.» Im Vorfeld stand ein strenges Training an mit Intervalltrainings. «Auch die Trainings hinter dem Töff auf der offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon haben sicher viel gebracht.»
Ein mega Erlebnis
Lukas Rutishauser musste viel weiter hinten im rund 300-köpfigen Fahrerfeld starten. «Am zweiten Berg fuhr ich zusammen mit Matthias Studer relativ schnell hoch. Am dritten Berg arbeitete ich viel vorne, musste dann aber abreissen lassen. Es reichte nicht mehr bis in die vordere Gruppe. Unsere Gruppe arbeitete auch nicht sehr gut zusammen. Ich fuhr fünf Kilometer vor dem Ziel noch raus und belegte den 29. Rang. Mit dem Rang bin ich mehr als zufrieden. Es war ein mega Erlebnis und es hat sich gelohnt, sich das letzte halbe Jahr auf dieses Rennen zu fokussieren und darauf hin zu arbeiten. Es machte Spass. Meine Eltern waren auch dabei. Ein grosser Dank gilt den angereisten Fans, mit welchen wir dann den Abend lustig ausklingen lassen konnten.»
Pech für Alex Vogel
Der Wittenwiler Alex Vogel bestritt an den Weltmeisterschaften auf der Rennbahn, ebenfalls in Schottland, das Scratch-Rennen. Er fuhr ein beherztes Rennen über 50 Runden. Sechs Runden vor Schluss fasste sich der 24-jährige Wittenwiler vom Biketeam Aadorf ein Herz und fuhr allein los. Vogel konnte sich bis eine halbe Runde vor dem Ziel an der Spitze halten und er musste sich, quasi die Goldmedaille vor Augen, doch noch einholen lassen. Zum Schluss belegte er den zehnten Rang. Nach dem Rennen äusserte sich Alex Vogel gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF: «Ich wollte unbedingt einmal eine Goldmedaille gewinnen und wollte mich nicht mit Silber oder Bronze zufriedengeben. Nun hat es wieder nicht ganz gereicht, das Glück war nicht auf meiner Seite. Aber ich werde es im kommenden Jahr wieder probieren.»
Am gleichen Tag stand auch die Qualifikation für die Mannschaftsverfolgung an. Die Schweizer belegten, unter anderem mit dem stark fahrenden Alex Vogel, den elften Schlussrang.
Brigitte Kunz-Kägi