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Farina bòna / Farina sec’a
Eine Delikatesse aus dem Onsernone-TalDie Farina bóna ist ein traditionelles Produkt aus dem Onsernone-Tal. Es handelt sich hierbei um Maismehl aus äusserst fein gemahlenen gerösteten Körnern. Früher war die Farina bóna fester Bestandteil der einheimischen Küche. Als sich die Ernährungsgewohnheiten in den 60er-Jahren wandelten, kam die Produktion vollends zum Erliegen. Das Museo Onsernone setzte 1981 die alte Mühle in Loco wieder in Betrieb und die Produktion der Farina bóna wurde langsam wieder aufgenommen. Mündliche und schriftliche Zeugnisse belegen zudem die Herstellung der Farina bóna in Vergeletto. Dort werden die gerösteten und gemahlenen Maiskörner als «Farina sec’a» bezeichnet, in Abgrenzung zur «Farina verde», die ohne vorherige Röstung gemahlen wird. In Schriftstücken aus dem frühen 20. Jahrhundert werden die wichtigsten aus Farina bóna hergestellten Speisen aufgezählt und deren Herstellung erklärt.
In der KücheWährend man die Farina bóna früher mit Heidelbeeren und Erdbeeren ass bzw. Wasser, Milch oder Wein darunter mischte, wird sie heute auf äusserst vielfältige Art verwendet, etwa für die Herstellung von Glacé, Bier, Grissini, Biscuits, Mousse, Torten, Spätzle, Suppen und vielen anderen Nahrungsmitteln.
Der FörderkreisDer Förderkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Farina bóna aus dem Onsernone-Tal und alle entsprechenden Produkte und Rezepte zu unterstützen. Subventionen sollen den Maisanbau im Tal und die Restaurierung alter Mühlen in Vergeletto vorantreiben. Die Unterstützung der einheimischen Produktion der Farina bóna und der aus ihr gewonnen Produkte verfolgt das Ziel, die Wirtschaft und den Tourismus in diesem Randgebiet des Tessins zu fördern.