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Bauingenieur
Brücke von Aigremont
- Inspektion
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Die Brücke von Aigremont an der RC 706 8-P zwischen Le Sépey und Les Diablerets bietet einen Zugang nach Les Diablerets und zum Pass von Pillon, wobei die Schlucht von la Raverette in fast 100 m Höhe überquert wird. Das imposante Bauwerk mit einer Länge von 488.50 m aus vorgespanntem Stahlbeton, das mit aufeinanderfolgendem Freivorwerk gebaut worden ist, wurde zwischen 1978 und 1981 errichtet.
Die sechs Felder haben folgende Spannweiten: 51.30 – 100.80 – 109 – 96.40 – 22 m. Die Fahrbahnplatte besteht aus einem Kasten in unterschiedlicher Höhe von 5.50 bis 2.30 m und vertikalen Mittellagen, und die Gesamtbreite beträgt 9.82 m. Das statische System ist das einer «schwimmenden» Brücke, wo die drei zentralen Pfeiler mit der Fahrbahnplatte fest verbunden sind, während diese mit Gleitlagern auf den Endpfeilern und den Widerlagern aufliegt. Die Pfeiler sind Kästen in Form eines Pyramidenstumpfes mit rechteckiger Grundfläche.
Das Widerlager auf der Seite von Sépey und der Pfeiler 1 lagern mit Oberflächensohlen direkt auf dem gesunden Felsen. Die Pfeiler 2 bis 5 lagern ebenso wie das Widerlager auf der Seite von Les Diablerets auf einem massiven Betonblock, der von einer Gruppe von Schächten mit 2.60 Durchmesser gestützt wird. Die Brückenkonstruktion aus Beton ist allgemein in gutem Zustand, aber der Belag und der Gehweg sind abgenutzt und mit Rissen überzogen. Die Flügelwände des Widerlagers auf der Seite von Sépey weisen ein durchgehendes Netz von Rissen auf, die auf das Einwirken des Alkali-Aggregats auf den Beton zurückgehen.
Die vorgesehenen Massnahmen betreffen die Sanierung der Fahrbahnplatte, den Austausch der Fahrbahnfugen, den Wiederaufbau der Mauern des Widerlagers auf der Seite von Sépey und den Ersatz der Verankerungen der Widerlager.
Der derzeitige Gehweg ist zerstört und die Wasserablaufschächte sind saniert. Vorgefertigte Kantsteinelemente sind ausgetauscht worden. Der beschädigte Beton ist durch Hydrodemolierung entfernt und mit einer Ausgleichsschicht aus Mörtel wiederhergestellt worden. Abdichtung und Belag der Fahrbahnplatte wurden ebenfalls ersetzt, ebenso die Fahrbahnfugen rechts neben den Widerlagern. Auf der Seite von Sépey wurden die Flügelwände des Widerlagers saniert oder neu gebaut. Abschliessend wurden vorgespannte Verankerungen, welche die Widerlager stabilisieren und eine begrenzte Lebensdauer haben, durch eine neue Serie von permanenten vorgespannten Zugankern ergänzt.
An dem Bauwerk sind Erdbebentests durchgeführt worden, und Stützen und Dämpfer wurden instandgesetzt.Teilen