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Die Bakterien besiedeln die Sandkörner nicht gleichmässig, sondern ballen sich in winzigen Rissen und Kuhlen, wie die Forscher am Montag mitteilten. "Dort sind sie gut geschützt", erklärte Max-Planck-Experte David Probandt.
Die Vertiefungen böten Schutz vor gefrässigen Räubern und vor der Kollision mit anderen Sandkörnern, wenn diese im Wasser herumgewirbelt würden. Für ihre in der Fachzeitschrift "The ISME Journal" veröffentlichte Untersuchung nutzten die Bremer Wissenschaftler Sandproben aus der Nordsee bei Helgoland.
Durch die massenhafte Präsenz von Bakterien seien sandige Küsten und Meeresböden riesige natürliche Filter, erklärten die Bremer Forscher. Auf den Körnern lebten verschiedene Arten, die etwa Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Meer oder aus dem Wasser von einmündenden Flüssen verarbeiteten. Diese spielten daher eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere und der Erde insgesamt.
(SDA)