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Jugendliche, die keine Zigaretten rauchen, sollten nicht zur E-Zigarette greifen
Stoffe im Dampf von E-Zigaretten sind krebserregend
Dampf von E-Zigaretten enthält ein Mehrfaches an Formaldehyd als das Erlaubte in Innenräumen. Das ergaben Messungen in den USA.
E-Zigaretten entwickeln im Dampf grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Beim Testrauchen im Labor wurden bei 60 Prozent aller Proben sogar krebserregendes Formaldehyd und lungenschädigendes Diacetyl gefunden. Das haben Forscher der «Harvard T.H. Chan School of Public Health» in Boston festgestellt. Ihre Studie, die frühere Resultate bestätigt, erschien schon 2017 in der Fachzeitschrift «Environmental Science and Technology» der «American Chemical Society».
Das Einatmen von Formaldehyd über eine längere Zeit beeinträchtigt die Lungenfunktion, führt zu chronischen Atemwegserkrankungen und kann Krebs vor allem im Nasen-Rachenraum verursachen. Das deutsche Umweltbundesamt fasst den Stand des Wissens zusammen.
Richtwerte überschritten
Bei den E-Zigaretten entsteht das Formaldehyd aus Hilfsstoffen, wenn diese beim Rauchen erwärmt werden. Die durchschnittlich gefundene Menge Formaldehyd (626 Mikrogramm/m3) war 70 Prozent grösser als die Dosis, die in den USA an Arbeitsplätzen nicht einmal während Sekunden überschritten werden darf (370 Mikrogramm/m3). Und sie entspricht dem Fünffachen des in der Schweiz gültigen Richtwerts für Wohn- und Aufenthaltsräume (125 Mikrogramm/m3).
Eine weitere gesundheitsschädliche Substanz, Diacetyl, atmen Rauchende von E-Zigaretten in drei Vierteln aller Dämpfe ein oder inhalieren sie. Diesen Aromahilfsstoff bezeichnet das deutsche Umweltbundesamt als «gesundheitlich bedenklich». Es kann zu schweren Lungen- und Atmungsproblemen führen. Der äusserst flüchtige Hilfsstoff kommt beim Erdbeer-, Pina Colada- oder Karamell-Geschmack zum Einsatz. In der Hälfte aller Proben fanden die Forscher zudem 2,3-Pentanedione, das zu Irritationen der Atemwege und der Augen führen kann.
Nächste Generation Süchtiger
«E-Zigaretten sind fraglos weniger schädlich als Zigaretten», betont Co-Autor Professor Joseph G. Allen. Sie würden Nikotinabhängigen nützen, um von Zigaretten loszukommen. Allerdings, warnt Allen, seien E-Zigaretten auch ein Einstieg ins Zigarettenrauchen. In den USA würden 22 Prozent der 14-jährigen Schülerinnen und Schüler zuerst E-Zigaretten rauchen. «Das abhängig machende Nikotin von E-Zigaretten verhilft zur nächsten Generation traditioneller Zigaretten-Raucher.»
Dieser Artikel erschien im Beobachter
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- Infosperber-DOSSIER «E-Zigaretten: Vor- und Nachteile»
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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
Keine
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2 Meinungen
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Und warum wird das in der Schweiz bedeckt gehalten??
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