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Über die seltene Beobachtung einer Ringelnatter (Natrix natrix natrix), die eine Posthornschecke (Planorbarius corneus) erbeutete, berichten CONSUL et al. (2009). Eine ähnliche Beobachtung konnten wir im Sommer 2007 im Naturlehrgebiet Buchenwald in Ettiswil machen. Dort waren in den 1960er-Jahren Ringelnattern aus Osteuropa zur „Bereicherung“ der lokalen Fauna ausgesetzt worden. Die Schlangen (Nartix natrix persa) konnten sich in der teilweise künstlich geschaffenen Teichlandschaft erfolgreich etablieren, und Beobachtungen der insgesamt sehr farbenprächtig gezeichneten Ringelnattern sind im Naturlehrgebiet heute keine Seltenheit.
So konnten wir auch am 07.07. 2007 mehrere Exemplare beobachten, wobei der Fund einer halbwüchsigen Ringelnatter sehr speziell war: Dieses Tier steckte mit dem Kopf zur Hälfte in einer Spitzhornschnecke (Lymnaea stagnalis). Die Schlange lag regungslos da und reagierte erst auf Berührung sehr zaghaft. Offensichtlich kämpfte das Tier mit seinem nicht alltäglichen Beutetier und hatte durch die starken Schleimabsonderungen der Schnecke vermutlich Atemprobleme. Nachdem wir einige Fotos dieses seltenen Fressverhaltens gemacht hatten, „kümmerten“ wir uns erst einmal um die ebenfalls im Gebiet heimischen Gelbbauchunken in der Nähe. Als wir nach gut einer Stunde zum Tatort zurückkehrten, waren Ringelnatter und Schnecke verschwunden.
Wunderschöne und typische gefärbte Ringelnatter im Naturlehrgebiet Ettiswil
Die orangen Halbmonde sind typisch für die Ringelnattern der Unterart Natrix natrix persa in Ettwil
Das juvenile Tier versucht die Sptzhornschnecke zu fressen
Ringelnatter mit "normaler" Beute, einem Grasfrosch (Rana temporaria)