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"More than Honey" von Markus Imhoof ist im Rennen um einen Oscar
19.09.2013 "More than Honey" von Markus Imhoof wird die Schweiz an den Oscars 2014 vertreten. Zum Abschluss des Festivals Delémont-Hollywood, welches vom 12. bis 19. September 2013 stattfand, gab die vom Bundesamt für Kultur (BAK) eingesetzte Jury ihren Entscheid bekannt. Der Film wurde bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die Kategorie "Bester ausländischer Film" angemeldet. Die Auswahl von "More than Honey" ist mit einer finanziellen Unterstützung von 60'000 Franken verbunden, die vom Bundesamt für Kultur (50'000 Franken) und von der Stadt Delsberg (10'000 Franken) vergeben wird. Dieser Betrag ist für die Promotion des Films in Los Angeles vorgesehen.
«Wenn die Bienen aussterben, sterben nach vier Jahren auch die Menschen aus», sagte Einstein einst. Seit fünfzehn Jahren sterben auf der ganzen Welt die Bienen. Über die Ursachen wird noch gerätselt, aber schon jetzt ist sicher: Es geht um mehr als nur um ein paar tote Insekten, und es geht um wesentlich mehr als nur um Honig.
«More Than Honey» wurde von der Jury ausgewählt, die Schweiz an den Oscars 2014 zu vertreten. Dieser faszinierende Dokumentarfilm reist zu den Menschen, die mit und von den Bienen leben: zu einem Schweizer Bergimker, in die riesigen Mandelplantagen Kaliforniens, zu einem Bienen-Hirnforscher in Berlin, zu einer Pollenhändlerin in China und zu den Killerbienen in der Wüste von Arizona. Alle berichten vom Sterben der Bienen. Der Film erzählt von ihrem Leben. Und von unserem.
Die Jury ist erfreut, mit «More Than Honey» für die Kategorie des besten fremdsprachigen Films erstmals einen Dokumentarfilm auszuwählen. Sie würdigt damit die lange Tradition des Kinodokumentarfilms in der Schweiz und auch die hohe internationale Anerkennung von «More Than Honey». Die weltweit erfolgreiche Produktion von Markus Imhoof ist laut Jury ein visuelles Spektakel, das aus der Perspektive der Bienen brisante ökologische Fragen aufwirft.
Anfang Januar 2014 werden die in den verschiedenen Kategorien nominierten Filme bekanntgegeben. Die nächste Oscar-Verleihung findet am 2. März 2014 im Dolby Theatre in Hollywood, Los Angeles, statt.
Die Bekanntgabe des ausgewählten Films schliesst das Festival Delémont-Hollywood ab, das seit 2009 jeweils während einer Woche diejenigen Schweizer Filme zeigt, die am Wettbewerb für den Oscar in der Kategorie «Bester ausländischer Film» teilnehmen.
Auch eine Auswahl der neuesten und besten Schweizer Filme wird präsentiert. Am Abschlussabend des Festivals und im Beisein der Direktorin von Swiss Films, Catherine Ann Berger, drückte der Stadtpräsident von Delsberg, Pierre Kohler, seinen Stolz über diese indessen etablierte Kulturveranstaltung aus, die mithilfe des Bundes, der Kantone und der Städte ins Leben gerufen wurde und dem Filmschaffen eine einzigartige Plattform bietet.
Die Eröffnungsveranstaltung wurde dieses Jahr im Cinématographe in Tramelan im Berner Jura organisiert. Bereits bei dieser Gelegenheit betonte Elisabeth Baume-Schneider, Vorsteherin des Departements für Ausbildung, Kultur und Sport des Kantons Jura und Präsidentin der Eidgenössischen Filmkommission, wie originell, tiefgreifend, bewegend und exportfähig das Schweizer Filmschaffen sei und wie begeistert sie darüber sei, unmittelbar an diesem Erfolg teilnehmen zu können.
Über 3'100 Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Jura und dem Berner Jura konnten in allen Kinos der Region Filmvorführungen besuchen, die im Rahmen des Festivals Delémont-Hollywood speziell für sie veranstaltet wurden. Die Filme des Wettbewerbs weckten das Interesse von rund 1'600 Personen. Die Vorführungen fanden in Delsberg, Tramelan und Le Noirmont statt.
Jury 2013
Die vom Bundesamt für Kultur eingesetzten Jurymitglieder 2013 sind:
- Marcel Hoehn, Produzent und Präsident der Jury;
- Catherine Ann Berger, Direktorin von Swiss Films;
- Elena Hazanov, Regisseurin;
- Christian Frei, Regisseur;
- Peter-Christian Fueter, Produzent;
- Jean Perret, Leiter der Filmabteilung der HEAD-Genève und
- Mona Petri, Schauspielerin.
bak
Kontakt:
Chantal Calpe, Medienverantwortliche
«Delémont-Hollywood»
<email-pii>, +41 (0)78 671 23 21
Susanne Goldschmid, stv. Leiterin Kommunikation im Bundesamt für Kultur
<email-pii>, +41 (0)31 322 92 34