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Ein weiterer Patentstreit zwischen Apple und Samsung — diesmal in den USA — förderte Bilder eines iPad-Prototypen von 2002 zu Tage. Aus Aussagen von am Patentstreit beteiligten Apple Mitarbeiter, wie unter anderem Apples Chef-Designer Jonathan Ive, kann man herleiten, dass Apple bereits nach der Jahrtausendwende an einem Tablet arbeitete. Erst später kam man auf die Idee, ein Smartphone nach dem gleichen Prinzip zu bauen. Die Führungsrige von Apple entschied damals, dass es wichtiger sei, sich auf das iPhone zu konzentrieren und nutzte später diese Erfahrungen wiederum für den Bau des iPads. Steve Jobs lüftete dieses ‘Geheimnis’ bereits 2010 während seinem Interview anlässlich der AllThingsD-Konferenz:
Jonathan Ive gab zu Protokoll, dass er erste Designentwürfe zwischen 2002 und 2004 zu Gesicht bekam. Diese unterscheiden sich jedoch stark vom schlussendlich produzierten iPad. Bei der Befragung ging es darum, ob Ive schon vorher ähnliche Entwürfe gesehen hätte, was dieser aber verneinte. Von Bedeutung sind diese ersten Entwürfe, weil es bei diesem Rechtsfall um ein Designpatent geht.
Die ersten Entwürfen ähneln stark dem weissen iBook. So besteht die Hülle nicht aus Metall, sondern aus einem weissen Plastik. Das Gerät ist deutlich dicker als die 2010 lancierte finale Version, was angesichts des damaligen Technikstandes auch nicht verwunderlich ist. Des Weiteren fehlt beim Protoypen noch der Home-Button, andere Merkmale, wie der Audio-Jack an der oberen und der Dock-Connector an der unteren Seite, sind bis heute an der selben Stelle. Ebenfalls gleichgeblieben sind das Frontdesign — auch wenn der Bildschirm schlussendlich etwas kleiner ausgefallen ist.