Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/276

Besondere Spannung verspricht der 100-m-Sprint der Frauen. In dieser Disziplin kämpfen allen voran Mujinga Kambundji (Saisonbestzeit 11,07), Salomé Kora (11,12) und Ajla Del Ponte (11,18) um die Medaillen.
Bei den Männern will Silvan Wicki (10,28) den Titel über 100 m erfolgreich verteidigen. Alex Wilson, der zuletzt wegen Rückenbeschwerden eine Wettkampfpause einlegen musste, ist sowohl über 100 m als auch über 200 m angemeldet. William Reais, der am vorletzten Wochenende in Genf eine leichte Muskelverletzung erlitt, sagte hingegen ab.
In den Hürdensprints verlaufen die Formkurven der Vorjahressieger Jason Joseph und Ditaji Kambundji nicht in die gleiche Richtung. Während die Bernerin eine persönliche Bestzeit nach der anderen läuft und in 12,94 Sekunden die 13er-Marke unterbot, kommt der Basler seit Saisonbeginn nicht in Schuss. Probleme in der hinteren Oberschenkelmuskulatur machen ihm zu schaffen. Der Schweizer Rekordhalter entscheidet kurzfristig, ob er am Sonntag starten wird.
Am Freitag und Samstag gilt der Fokus unter anderen Lea Sprunger. Die WM-4. tritt erstmals in dieser Saison über 400 m Hürden an. Bereits der Vorlauf dürfte Aufschluss darüber geben, ob der kleine Riss an der Achillessehne vollständig ausgeheilt ist.
Bis vor wenigen Tagen galt der Zehnkampf als das Highlight der kommenden Titelkämpfe. Simon Ehammer kündigte die Jagd auf den Schweizer Rekord und die Olympia-Limite an. Doch der 21-jährige Appenzeller musste wegen einer hartnäckigen Entzündung in der Leistengegend die Notbremse ziehen. Ehammer wird in Langenthal gleichwohl in zwei Disziplinen an den Start gehen. Über 110 m Hürden und im Weitsprung zählt er zu den Medaillenkandidaten.
2021 finden die Titelkämpfe früher als üblich statt, damit sie noch in die am Dienstag endende Qualifikationsperiode für die Olympischen Spiele in Tokio fallen. Weil es an Landesmeisterschaften besonders viele Punkte für die Weltrangliste zu gewinnen gibt, sind Spitzenleistungen in Langenthal besonders wertvoll.
Der Weltverband World Athletics setzte die Olympia-Limiten bewusst so hoch an, dass sich mit diesen Werten die Starterfelder in Tokio nicht füllen lassen. Knapp 50 Prozent der Schweizer Athletinnen und Athleten dürften die Selektion per World Ranking schaffen. Die Weltrangliste gewichtet in den meisten Disziplinen die fünf wertvollsten Resultate nach einem komplizierten Schlüssel.