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Etzlithal
(Kt. Uri). Linksseitiges Nebenthal zum Maderanerthal, sö. über Amstäg, vom Etzlibach entwässert. Am untern Eingang bildet es zwischen den einander stark sich nähernden Steilwänden des vom Bristenstock nach NO. ausgehenden Bristengrates und des vom Oberalpstock nach NW. abzweigenden Seelegggrates eine enge und tiefe Schlucht; im mittleren Abschnitt erweitert es sich zwischen den in der Luftlinie 7 km von einander entfernten Gipfeln des Bristenstockes im W. und des Oberalpstockes im O. zu einer breiten, aber kaum 3 km langen Mulde, deren Boden mit zahlreichen Alphütten übersät ist.
Darüber folgen beiderseits steile
Halden, über denen wieder schwach geneigte und mit Alpweiden bestandene Terrassen liegen,
worauf endlich die hohen Felswände des
Bristenstocks,
Oberalpstocks und ihrer
Vorberge das Ganze beherrschen.
Oberhalb dieser Thalweite engt sich das
Etzlithal zwischen dem
Rossbodenstock
(Bristenstock) und Krüzligrat
(Oberalpstock)
neuerdings ein, um dann hinter dieser Thalstufe einen neuen Thalboden zu bilden, der im Gegensatz zu dem die Gebirgsrichtung
quer durchschneidenden untern
Thalabschnitt ein mit ihr parallel streichendes Längsthal ist.
Dieser oberste Zirkus wird von einem grossartigen Kranz von Felswänden umrahmt, in dessen Nischen eine Reihe von kleinen Firnfeldern liegen. Die hier noch stehenden magern Alpweiden werden nur auf wenige Tage im Monat August bezogen. Das Thal steht über die Pörtlilücke (2514 m) nach W. mit dem Fellithal und damit mit dem Reussthal, nach O. über den Krüzlipass (2350 m) mit dem Val Strim und Sedrun im Tavetsch (oberer Abschnitt des Vorderrheinthals) und endlich nach S. und SO. über den Auf den Mittelplatten (2479 m) geheissenen Pass mit dem Val Milar und Ruèras (oberhalb Sedrun) in Verbindung.