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Welche Art der bildenden Kunst wurde in der Schweiz zwischen 1950 und 1980 gefördert? Und wie wurde das Engagement begründet? Anhand eines reichhaltigen Quellenfundus legt die Autorin dar, welche Kriterien in der öffentlichen und privaten Kunstförderung zur Anwendung kamen und wie diese zuerst vom wirtschaftlichen Aufschwung der Fünfzigerjahre, dann von den gesellschaftlichen Umwälzungen der Sechziger- und Siebzigerjahre beeinflusst wurden. Die Siebzigerjahre erscheinen als Moment der Verdichtung: Die kulturpolitischen Diskurse und das Ringen um neue gesellschaftliche Formen intensivierten sich, die AkteurInnen der Förderung sahen sich mit neuen künstlerischen Arbeitsweisen konfrontiert, auf die sie reagieren mussten. Gioia Dal Molin leistet mit der Analyse der historischen Genese der Förderstrukturen im Kontext gegenwärtiger kulturpolitischer Diskussionen auch einen Beitrag zum Verständnis heutiger kulturpolitischer Schwerpunkte.