Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03094.jsonl.gz/956

Der Thriller „Berlin Syndrom“ basiert auf dem gleichnamigen Roman der australischen Autorin Melanie Joosten, für den sie im Erscheinungsjahr des Buches 2012, mit dem Kathleen Mitchell Award als beste Nachwuchsautorin ausgezeichnet wurde. Der Begriff „Berlin Syndrome“ bezeichnet im Englischen eigentlich das Nijmegen-Breakage-Syndrom, eine seltene, angeborene Krankheit, bei der die Reparaturfunktion der DNA gestört ist. Die Brüchigkeit der Chromosomen hat Symptome wie ein verzögertes Wachsen, kleine Schädel und auch geistige Entwicklungsstörungen zur Folge. Als Titel des Films von Cate Shortland nimmt der Begriff aber wohl eher in abgewandelter Form auf das Stockholm-Syndrom Bezug – ein psychologisches Phänomen, bei dem das Opfer einer Geiselnahme Sympathien für ihren Geiselnehmer entwickelt.
Clare (Teresa Palmer) kommt aus Australien und ist eine Fotojournalistin, die in Berlin als Rucksacktouristin Urlaub macht. Ihre Reise nimmt schon kurz nach ihrer Ankunft in der deutschen Hauptstadt eine angenehme Wendung, denn Clare begegnet dem sympathischen Berliner Andi (Max Riemelt). Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und so kommt eins zum anderen und die beiden landen zusammen im Bett. Am Morgen nach dem One-Night-Stand will Clare Andis Wohnung wieder verlassen, muss jedoch feststellen, dass ihr neuer Bekannter sie eingeschlossen hat. Zunächst glaubt Clare, dass ihm dieser Fehler versehentlich unterlaufen ist, als er zur Arbeit gegangen ist, während sie noch geschlafen hat. Doch wie sie bald herausfinden muss, hat Andi nicht die Absicht, sie jemals wieder gehen zu lassen. Seine Wohnung wird zu ihrem Gefängnis und der Urlaub wandelt sich zum Horror-Trip.