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Das Erbrecht regelt, was mit dem Nachlass respektive mit dem Vermögen oder den Schulden geschieht.
An erster Stelle wird bei verheirateten Paaren das Güterrecht geregelt, danach das Erbrecht. Hiernach haben in erster Linie der Ehepartner und die Kinder einen Anspruch auf das Erbe, darauffolgend die Blutsverwandten, sofern dies nicht anderweitig in einem Testament oder Erbvertrag geregelt wurde. Dabei ist der Pflichtteil immer zu beachten.
Ein Testament kann vom Verfasser jederzeit geändert werden. Ein Erbvertrag ist nur gültig, wenn er von allen Parteien unterzeichnet und notariell beurkundet wird. Soll ein Erbvertrag später geändert werden, braucht es das Einverständnis aller Parteien. Ein Testament sollte sorgfältig aufbewahrt werden, von Hand geschrieben und mit Datum und Unterschrift versehen sein. Ein von beiden Ehepaaren gemeinsames Testament ist ungültig.
In einem Testament können Familienangehörige herabgesetzt, in der frei verfügbaren Quote Fremde eingesetzt oder Familienmitglieder bevorzugt behandelt werden. Eine Herabsetzung zieht meist einen Erbstreit nach sich, denn Erbschaft kann auch materialisierte Liebe bedeuten. Eine Ungleichbehandlung kann tiefe Spuren in der Familie hinterlassen und die Familienbande zerstören.
Das Ziel der Erbschaftsberatung ist, vorkehrende Massnahmen zu treffen, um Konflikte zu vermeiden und bei einer Erbteilung eine aussergerichtliche faire Lösung mit den Erben zu finden.
Bei einer Nachlassplanung und einer Nachfolgeregelung wird analysiert und beraten, um Krisen oder einen Erbstreit zu vermeiden.
Kommt es zu einem Erbstreit, wird in der Konfliktberatung oder in einer Erb-Mediation mit den Erben verhandelt, vermittelt, beraten und analysiert, um eine gütliche Lösung und aussergerichtliche Einigung zu finden.
Erhält nur ein gesetzlicher Erbe eine Schenkung oder einen Erbvorbezug, muss er dies bei einer Erbteilung wieder ausgleichen, wenn keine anderen Regelungen getroffen wurden oder der Pflichtteil verletzt wird. Dies kann bedeuten, dass zum Beispiel eine Immobilie verkauft werden muss, um die anderen Erben auszuzahlen.
Besitzt man eine Immobilie, ein Haus oder eine Wohnung, dient dies meist zur Absicherung der Existenz und des Rentenalters und soll der nächsten Generation weitergegeben werden zur Sicherung derer Altersvorsorge. Je höher das Alter der Verstorbenen, je älter werden auch die Erben und haben eventuell bereits ein eigenes Haus oder Wohnung gekauft.
Besteht das Erbvermögen zur Hauptsache aus einer Liegenschaft und sind mehrere Erben vorhanden und ein Erbe möchte das Haus oder die Wohnung für sich behalten oder verkaufen, kann dies schnell zu Konflikten oder zu einem Erbstreit unter der Erbengemeinschaft führen.
Auch in landwirtschaftlichen Betrieben kann es zu Problemen oder zu Generationenkonflikten kommen, wenn es um die Nachfolgeregelung von Bauernhöfen resp. um Hof und Land geht.
In der Immobilien- und Erbschaftsberatung werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten geprüft, um eine faire, menschlich und wirtschaftlich sinnvolle Einigung zu finden oder um den Partner abzusichern.
Sachwerte tragen meist emotionale Erinnerungen mit sich und sind schwierig zu teilen. Verstehen die Miterben besser, was hinter der Position steckt und kennen Sie die Interessen und Bedürfnisse der anderen Erben, findet sich eher eine Lösung, mit denen alle Erben einverstanden sind.
In einer Mediation oder einem Coaching kann gemeinsam eine Lösung gefunden werden.
Der Inhaber eines Unternehmens kann zu Lebzeiten den Betrieb an einen Nachkommen oder einen Dritten verkaufen. Besteht keine letztwillige Verfügung, fällt das Unternehmen in den Nachlass und wird bis zur Erbteilung von der Erbengemeinschaft oder einer eingesetzten Person verwaltet. Erbt nur einer der Erben das Unternehmen, muss er den anderen Miterben ihren Erbteil auszahlen, was zur Verschuldung oder zur Liquidation der Firma führen kann.
Kommt es unter den Erben zu einem Erbstreit um das Unternehmen, kann dies den Betrieb ruinieren und die Arbeitsplätze vernichten. Zerrüttete Verhältnisse in Familien sind in einem Betrieb eine Dauerbelastung, welche weiteres Konfliktpotential nach sich zieht.
Als ausgebildete Familien- und Wirtschaftsberaterin, als Coach und als Mediatorin unterstütze ich Familienunternehmen bei einer sorgfältigen Nachfolgeregelung oder einem Generationenwechsel oder Erbengemeinschaften, um eine für alle Erben faire und wirtschaftlich sinnvolle Erbteilung zu vollziehen.
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