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Craspedocephalus gramineus
Grüne oder gewöhnliche Bambusotter (SHAW, 1802)
Die zu den ehemaligen Trimeresurus-Arten gehörende Bambusotter besitzen 21, selten 19 oder 23 gekielte Dorsalia (Rückenschuppen)
Die anzahl der Ventralia (Bauchschuppen) betragen 145 bis 175, das Analschild ist ungeteilt.
Die anzahl der Subcaudalia (Schwanzunterseite) betragen in 2 Reihen 53 bis 76
Vorkommen:
Die Bambusotter kommt in Südindien (Madhya Pradesh, West Bengal, Gujarat, Karnataka, Maharashtra (Tung fort, Ulhas valley, Valvan, Harishchandragad fort) [A. Captain, pers. Comm.], Kerala, Tamil Nadu, Tripura) vor. Quelle: Reptile- database
Unsere Tiere kommen ursprünglich aus Indien, aus dem Bergort Matheran in Maharashtra. Durch die Lage auf einem kleinen Tafelberg in einer Höhe von etwa 800 Metern über dem Meer ist das Klima dort deutlich kühler als im 30 km entfernten Mumbai.
Verhalten und Lebensraum:
Diese nachtaktive Baumbewohnerin bevorzugt neben Wäldern auch Bambushaine sowie Wassernähe wie Bäche. Sie ernährt sich von Eidechsen, Ratten, Mäusen und Vögel entsprechender Grösse.
Sie ist ovovivipar und bringt zwischen 6-11 lebende Junge in einem Wurf zur Welt. Die Paarungszeit ist im Oktober/November wenn es kühler wird. Die Männchen bleiben ein rechtes Stück kleiner und sind etwas auffälliger gezeichnet.
Die Endgrösse variert je nach Verbreitung. Die Tiere aus diesem Gebiet werden bis 40cm die Männchen und bis 60cm die Weibchen.
Haltung:
Das Pärchen wird einzeln in kleinen Terrarien der grösse entsprechend aufgezogen. Klettermöglichkeiten und Pflanzen sowie ein Wasserbecken sind selbstverständlich. Der Standort sollte nicht zu warm sein. Eine Grundtemperatur von 26° wäre ideal. Ein Spot kann zwischendurch lokal bis 31° geben. Eine Nachtabsenkung von 4-6° wäre von Vorteil. Im Winter darf es ruhig bis 16° tief gehen. Gegenüber dem Sommer wo man öffters sprühen sollte, bleibt der Winter kühl, ohne Spot und trocken. Kühl und Feucht vertragen sie nicht.
Sie fressen von beginn frischgeborene Mäuse ab der Pinzette, indem man sie ein wenig ärgert. Wenn Sie Hunger haben lauern sie in der für viele Baumbewohnende Grubenottern typische Art, Vorderkörper zu einem S geformt richtung Boden schauend und lauernd auf Beute. Als nachtaktive art ist es von Vorteil wenn man sie in der nacht versucht zu füttern:-)
Giftwirkung und Antivenin:
Über das Gift ist wenig bekannt. Myotoxine (Muskelgift) sind enthalten. Zudem wird das Gift auch einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben.
Symptome sind Schwellung, Blutungen, Schmerzen, Nekrose, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
Es gibt mehrere Antivenine aus Indien die wirken sollten http://www.antivenoms.toxinfo.med.tum.de/indication/TRIMERESURUS_GRAMINEUS.html
Bilder folgen noch