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Konjunkturprogramme erleben in der Corona-Krise ein internationales Comeback. Auch in der Schweiz ertönten schon kurz nach Ausbruch der Pandemie erste Rufe nach fiskalischen Massnahmen. Eine Stimulierung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ist derzeit nicht sinnvoll, denn zahlreiche Indikatoren weisen darauf hin, dass die Schweiz nicht in eine langanhaltende Rezession abgleiten wird.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Nutzen von Konjunkturprogrammen oft äusserst bescheiden ausfällt. Die Stimulierung des privaten Konsums scheitert meist daran, dass die Haushalte zusätzliches Einkommen in Krisensituationen nicht ausgeben, sondern auf das Sparkonto legen. Und staatlichem Konsum zur Ankurbelung der Konjunktur – etwa in Form von Investitionsprogrammen – haftet der Makel an, dass geeignete Projekte oft Mangelware sind und die Wirkungen meist erst dann einsetzen, wenn sich die Konjunktur wieder erholt.
Triftige Gründe, um über die aktuellen Corona-Soforthilfen hinausgehende Konjunkturpakete zu schnüren, sind zurzeit in der Schweiz nicht erkennbar. Stattdessen sollten jedoch weiterhin konsequent alle Massnahmen unterstützt werden, die der direkten Pandemiebekämpfung dienen – etwa Ausgaben für Test and Tracing oder für die Zulassung und Produktion von Impfstoffen.