Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/1714

III. - Vereinsorgane
1. Die Hauptversammlung
Art. 9
Die Hauptversammlung der Vereinsmitglieder findet ordentlicherweise spätestens im April jedes Jahres statt; ausserordentlicherweise, wenn der Vorstand es als notwendig erachtet oder ein Zehntel der Vereinsmitglieder oder drei Vorstandsmitglieder es verlangen. Sie wird vom Vereinspräsidenten und bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten des Vorstandes oder einem von der Versammlung bezeichneten Tagespräsidenten geleitet.
Art. 10
Der Hauptversammlung stehen zu:
1. Die Wahl der Heimleitung, gemäss Antrag des Vorstandes.
2. Die Wahl des Vereinspräsidenten, der übrigen Vorstandsmitglieder und der Kontrollstelle sowie die Festsetzung der ihnen auszurichtenden Entschädigungen (Art. 19, Abs. 1).
3. Die Genehmigung des Geschäftsberichtes des Vorstandes und der Vereinsrechnung.
4. Der Ausschluss von Mitgliedern.
5. Statutenänderungen
6. Die Auflösung des Vereins.
7. Andere Beschlüsse, die der Vorstand oder die Personen, welche die Einberufung verlangt haben, ihr beantragen.
Art. 11
Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit dem einfachen Mehr der anwesenden Stimmberechtigten und, sofern nicht wenigstens fünf Stimmberechtigte geheime Abstimmung oder Wahl verlangen, in offener Abstimmung gefasst.
Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
Statutenänderungen bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten, die Auflösung des Vereins der 2/3 - Mehrheit sämtlicher Vereinsmitglieder.
Ein Versammlungsbeschluss ist gültig, wenn sein Gegenstand in der Einberufung genannt wird und diese wenigstens zehn Tage vor der Versammlung erfolgt ist.
Art. 12
Stimmberechtigt sind die anwesenden Vereinsmitglieder sowie die Vertreter von juristischen Vereinsmitglieder. Einzelne Geschäfte kann der Vorstand auch mit einer brieflichen Stimmabgabe ergänzen.
2. Der Vorstand
Art. 13
Der Vorstand besteht aus dem Vereinspräsidenten und mindestens sechs weiteren Vereinsmitgliedern, die nicht zugleich auch Mitarbeiter sind.
Der Präsident und mindestens die Hälfte des Vorstandes müssen Mitglieder einer Freien Evangelischen Gemeinde FEG sein.
Der Präsident wird nach vorausgehender Verständigung mit der Leitung des Bundes FEG von der Hauptversammlung bezeichnet.
Im übrigen organisiert sich der Vorstand selber. Er kann ständige oder nicht ständige Ausschüsse einsetzen, die nicht ausschliesslich aus Vorstandsmitgliedern zu bestehen brauchen.
Der Vorstand hat im Rahmen des bewilligten Budgets entsprechende Finanzkompetenz. Er regelt zudem die Finanzkompetenz der Heimleitung und allfälliger Vorstandskommissionen.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrzahl seiner Mitglieder anwesend ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
Art. 14
Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins, vertritt diesen nach aussen, nimmt alle Rechtshandlungen vor, welche die Verfolgung des Vereinszweckes erfordern und ordnet die Zeichnungsberechtigung.
Er legt die strategischen Leitlinien für die Heimführung fest und erlässt zusammen mit der Heimleitung die nötigen Reglemente und Weisungen für den Heimbetrieb.
Er bereitet die Hauptversammlung vor, beruft sie rechtzeitig ein und vollzieht ihre Beschlüsse.
3. Die Heimleitung
Art. 15
Die Heimleitung leitet nach den Weisungen des Vorstandes das Heim und die Erziehung der Kinder auf der operativen Ebene.
Der Vorstand räumt ihr die für einen reibungslosen Heimbetrieb erforderlichen Ausgaben- und Entscheidungsbefugnisse ein.
Art. 16
Die Heimleitung regelt nach Rücksprache mit dem Vorstand die Heimleitungsstellvertretung, stellt das übrige vom Vorstand bewilligte Personal an und teilt allen Mitarbeitern ihre Aufgaben zu. Sie entscheidet über die Aufnahme der Kinder. Sie hält den Vereinspräsidenten auf dem laufenden und wohnt den Vorstandssitzungen mit beratender Stimme bei.
4. Die Kontrollstelle
Art. 17
Die Hauptversammlung wählt zwei Rechnungsrevisoren und einen Ersatzrevisor, die als Kontrollstelle die Vereinsrechnung sowie die Betriebsrechnung des Heims prüfen und der Hauptversammlung Bericht zu erstatten haben.
Die Hauptversammlung kann die Funktion der Kontrollstelle auch einem Treuhandbüro übertragen.
5. Amtsdauer und Entschädigung der Vereinsorgane
Art. 18
Die Amtsdauer des Vorstandes und der Kontrollstelle beträgt vier Jahre.
Ersatzwahlen gelten bis zum Ende der laufenden Amtsperiode.
Alle Amtsinhaber sind wiederwählbar bis zum Ende des Jahres, in welchem sie das 65. Altersjahr zurücklegen.
Die Heimleitung wird unbefristet gewählt und angestellt!
Art. 19
Die Vorstandsmitglieder und die Rechnungsrevisoren haben Anspruch auf Vergütung der unvermeidlichen Auslagen und auf eine bescheidene Entschädigung.
Die Honorierung besonderer Aufträge, die Bau- und anderen Fachleuten unter den Vorstandsmitgliedern erteilt werden, bleibt vorbehalten.
Die Besoldung und Versicherung sämtlicher Mitarbeiter orientiert sich an den Vorschriften und Ansätzen wie in den übrigen- und staatlichen Erziehungsheimen.