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Fortpflanzung
Die Paarungszeit, in der Fachsprache 'Bärzeit' genannt, fällt in die Monate Mai bis Juli. Während dieser Zeit kann es zwischen den Männchen zu Kämpfen kommen. Bär und Bärin paaren sich in der Regel mit mehreren Partnern. Die durchschnittlich zwei Jungen eines Wurfs können verschiedene Väter haben. Bald nach der Befruchtung tritt bei den Embryonen ein Entwicklungsstopp ein. Diese Keimruhe dauert bis Ende November, Anfang Dezember. Die eigentliche Tragzeit fällt in die Winterruhe der Bärin und dauert ungefähr 2 Monate. Zwischen Januar und Februar werden im Winterlager zwei bis drei grau-behaarte, blinde Junge geboren. Die Neugeborenen wiegen bloss ein halbes Kilogramm und sind ausgesprochene Nest-hocker. Die Bärin, die während der Winterruhe keine Nahrung zu sich nimmt, versorgt die Jungen mit nahrhafter Milch, so dass diese im April bis Mai die Höhle bereits mit einem Gewicht von ca. 15 kg verlassen. Schon bald folgen sie der Mutter auf ausgedehnte Wanderungen. Sie bleiben 1 ½ bis 2 ½ Jahre bei ihr und lernen aktiv von ihr. Eine Bärin kann somit höchstens alle zwei Jahre Junge gebären.