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Sprechstunde: Auslöser von Parkinsonsyndromen
Neue Frage: Welche Medikamente verursachen laut Studie 43,4 % der nicht-degenerativen Parkinsonsyndrome?
Ich habe eine Frage zum Forschungsartikel «Prävalenz der Parkinsonkrankheit» (Magazin 132, S. 13). Welche Medikamente verursachen laut Studie 43,4 % der nicht-degenerativen Parkinsonsyndrome?
Eine Reihe von Medikamentengruppen sind verantwortlich für die Entwicklung von Parkinsonsymptomen. Am häufigsten und stärksten werden Parkinsonsymptome durch sogenannte Neuroleptika ausgelöst. Neuroleptika werden gegen Wahnideen und Halluzinationen bei psychiatrischen Erkrankungen wie der Schizophrenie eingesetzt. Aber auch ältere Menschen in Pflegeheimen erhalten zur Beruhigung häufig Neuroleptika. Neuroleptika sind auch in manchen angstlösenden Medikamenten enthalten (z. B. Deanxit®). Mit Ausnahme der beiden Wirkstoffe Clozapin und Quetiapin müssen Neuroleptika bei Parkinson vermieden werden. Neuroleptika können die Parkinsonsymptome über Wochen verschlechtern, bis die blockierten Dopaminrezeptoren im Gehirn wieder regeneriert sind.
Eine weitere Medikamentengruppe, die Parkinsonsymptome auslösen kann, sind Schwindelmedikamente. An diese Nebenwirkung muss zudem bei Medikamenten gegen Übelkeit (z. B. Metoclopramid) und Epilepsie (z. B. Valproat) gedacht werden.
(Antwort von Prof. Dr. med. Stephan Bohlhalter)
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