Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/2000

Was hat die Unesco entschieden? Die UNO-Kulturorganisation Unesco hat das Belize-Korallenriff von der Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen.
Die Massnahmen, welche die Regierung von Belize zum Schutz des Riffs getroffen habe, seien der Grund dafür. Das Belize-Korallenriff ist das zweitgrösste der Welt, nach dem australischen Great Barrier Reef.
Weshalb ist das Riff nicht mehr gefährdet? Die Regierung von Belize hat letztes Jahr die Öl-Förderung vor der Küste von Belize verboten und ein sehr weitreichendes Naturschutzgesetz verabschiedet.
Dieses Gesetz setzt auch viel strengere Regeln für Bau-Projekte an der Küste. Das Riff ist somit viel besser geschützt als zuvor. Mit ihrem Entscheid würdigt die Unesco vor allem das Engagement der Regierung.
Weshalb war das Riff ursprünglich bedroht? Seit 2009 galt das Korallenriff als bedroht, weil es im Karibikstaat kaum Gesetze zum Naturschutz gab. Es war vor allem die Öl-Förderung vor der Küste von Belize, die das Riff gefährdete.
Wegen des Verbots der Öl-Förderung verliert Belize zwar eine wichtige Einnahmequelle, doch die Regierung hat den Tourismus höher gewichtet. Gemäss Zahlen des «World Travel and Tourism Council» verdient Belize jährlich rund 250 Millionen Dollar am Tourismus - das entspricht etwa 15 Prozent des Brutto-Inland-Produkts.
Was sagen Umweltschutz-Verbände dazu? Verschiedene Organisationen, darunter der WWF, aber auch viele kleinere Organisationen waren massgeblich beteiligt an der Entstehung dieses Gesetzes. Über Jahre hinweg haben sie eine grosse Kampagne gefahren, Druck ausgeübt auf die Regierung - bis diese auf die Forderungen eingegangen ist.
Neben Umweltschutz-Verbänden haben sich auch viele Tauchschulen für das neue Gesetz stark gemacht. Das Riff gehört zu den beliebtesten Tauch-Destinationen der Welt.
Was macht das Riff besonders schützenswert? Rund 1400 verschiedene Arten leben in dem Riff, darunter auch einige sehr seltene: Etwa das amerikanische Meeres-Krokodil, mehrere gefährdete Hai-Arten, Schildkröten und Seekühe.
Gemäss der UNESCO umfasst das Riff ein Gebiet von rund 960 Quadrat-Kilometern, das entspricht in etwa der Fläche des Kantons Thurgau. Seit 1996 ist das Ökosystem rund um das Belize-Korallenriff als Weltkulturerbe anerkannt.