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Franca Basoli
Die Zürcherin mit deutsch-italienischen Wurzeln studierte Schauspiel und Gesang in Zürich, Bochum und Köln. Bereits während des Studiums an der Schauspielschule Zürich gründete Franca Basoli die freie Theatergruppe «Theaterfalle Zürich», die sie anschliessend zehn Jahre lang leitete. Zu den erfolgreichsten Produktionen zählten die Dramatisierung von Paul Watzlawicks Bestseller «Anleitung zum Unglücklichsein» und «Die Glasmenagerie» des US-amerikanischen
Autors Tennessee Williams.
Mit «Taxi, Taxi» von Ray Cooney gab Franca Basoli 1996 ihr Regie-Début. Weitere Inszenierungen folgten wie «Oleanna» von David Mamet, «Serenade» von Slawomir Mrozek, «Das Mädchen Ruth» von Silja Walter, «Schwan in Stücken» von Tim Krohn, «S Hotelgspänscht» von Anton Baumann, «Die Irre von Chaillot» von Jean Giraudoux, «Einer flog über das Kuckucksnest» von Dale Wassermann, verschiedene Liederabende u.a.
Ihrer Arbeit als Regisseurin kam stets die langjährige Erfahrung als Schauspielerin und Sängerin zugute. So wusste sie immer, wie es einem Schauspieler oder einer Schauspielerin ergeht, wenn er oder sie Regieanweisungen befolgen sollte. Sie spielte Hauptrollen wie die Annie Wilkes in «Misery» von Stephen King, die Zarah Leander in «Zarah 47 – Wollt ihr das totale Lied?!», die Antonia in Dario Fos «Offene Zweierbeziehung», die Martha in «Wer hat Angst vor Virginia Woolf...?» von Edward Albee und die Betty Eisenmann im Schweizer Spielfilm «Vollmond» von Fredi M. Murer.
Neben der Arbeit als Schauspielerin und Regisseurin vermittelt Franca Basoli seit mehr als zehn Jahren ihre Erfahrungen und ihr Wissen als Dozentin für Szenischen Unterricht, Schauspieltechnik, Atem, Stimme und Gesang, leitet Seminare zu den Themen Kommunikation und Auftrittskompetenz und berät Wirtschaftsleute aus dem mittleren und oberen Kader.
Bevor sie 2010 die künstlerische Leitung der Kulturtäter/Théâtre de Poche in Biel/Bienne übernahm, leitete sie ab 2007 die Tellspiele Interlaken. Dort arbeitete sie mit 200 Spielerinnen und Spielern und gab der traditionsreichen Institution ein neues Gesicht. Zum ersten Mal in der hundertjährigen Geschichte der Tellspiele wurde aus Schillers Drama ein
Musiktheater.
Seit Februar 2013 ist sie die künstlerische Leiterin des Miller’s Studios in Zürich.