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Bei einem Zugunglück in Indien hat es Tote und Verletzte gegeben. Bis zum frühen Mittwoch gingen die Behörden von zwei Todesopfern und mindestens 26 Verletzten aus, wie ein Bahnsprecher bestätigte.
Der Ajmer-Sealdah-Express entgleiste gegen 5.20 Uhr (Ortszeit) in der Nähe der Ortschaft Rura im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, rund 450 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Neu Delhi und nicht weit entfernt vom Schauplatz des schwersten Zugunglücks in diesem Jahr. 15 Waggons sprangen aus den Schienen. Zur Unfallursache machte die Bahn keine Angaben, Bahnminister Suresh Prabhu versprach jedoch «gründliche Untersuchungen».
Erst am 20. November war nahe Pukhrayan, weniger als 50 Kilometer von Rura entfernt, der Patna-Indore-Express entgleist. Mehr als 140 Menschen starben. Daraufhin kündigte die indische Bahn neue Sicherheitsrichtlinien an, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren.
Indien hat mit mehr als 90'000 Kilometern eines der längsten Schienennetze der Welt. Von der Bahn veröffentlichte Studien zeigen regelmässig Defizite an Schienen und Signalen. Im Schnitt entgleisen jedes Jahr rund 80 Züge. Im Jahr 2014 starben im indischen Bahnverkehr mehr als 27'000 Menschen. (sda/dpa)