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Kirchgemeindehaus Beringen
Das Pfarr– und Kirchgemeindehaus an der Steig befindet sich seit langem in kirchlichen Händen.
1231
wird erstmals ein Pfarrer zu Beringen urkundlich erwähnt. Ob Pfr. Conradus allerdings schon im Haus an der Steig gewohnt hat, ist fraglich. Ab
1419
gehörte jedenfalls der Wohnsitz des Pfarrers, wie die ganze Kirchgemeinde, dem Kloster Allerheiligen.
Nach dem kantonalen Reformationsbeschluss von
1529
ging dieser an die Stadt über, welche die Landgemeinden beherrschte.
1606
schreibt J.J. Rüeger in seiner Chronik vom Wohnturm (dem heutigen Ortsmuseum), der «soll dem pfarrhuss über gestanden sin.» Und
1638
weist eine Notiz im Protokoll des geheimen Rates der Stadt auf eine Renovation hin. Das Pfarrhaus ist nun urkundlich belegt.
1714
wurde es durch den im Volksmund «Sibirien» (früher «Fälli») genannten Anbau über dem Eingang auf der Nordseite erweitert.
In der zweiten Hälte des 19. Jahrhunderts wurde ringsherum das System des Zehnten und der Naturalgaben durch andere Formen von Abgaben abgelöst.
1868
lag ein Vertragsentwurf zur Übernahme des Pfarrhauses durch die Gemeinde Beringen vor. Die Beringer wollten aber zuerst die morsche Treppe und baufällige Nordseite repariert haben.
1870
waren die entsprechenden Arbeiten abgeschlossen. Der Staat zahlte zusätzlich ein Unterhaltskapital von 3’825 Fr. und ein Loskaufgeld von 11 Fr.. Zinstragend gerechnet hätte dies in 200 Jahren ein Baukapital von 28’000 Fr. ergeben sollen.
1912
empfiehlt ein Gutachten von Prof. J. Meister dem Gemeinderat die Bewilligung einer «Closeteinrichtung» – mit Wasserspülung in den Bach.
1946
wurde der Ausbau des Unterrichtszimmers im Ostteil (Parterre) beschlossen. Der landwirtschaftliche Verein nutzt weiterhin einen Teil der Pfarrscheune.
1962
entschied sich die Gemeinde für den Bau eines neuen Pfarrhauses am Schützehüsliweg, das
1964
eingeweiht wurde.
Das «alte Pfarrhaus» wandelte sich hinfort immer mehr zum Kirchgemeindehaus.
1972
erhielt der Kirchenstand den Auftrag, den Um– und Ausbau des alten Pfarrhauses und der Pfarrscheune zu planen.
1974
verabschiedete die Kirchgemeinde eine entsprechende Vorlage.
Ein Legat der verstorbenen Kunstmalerin Elise Wolf in Höhe von 200’000 Fr. und eine Finanzierungsaktion durch Private halfen, die nötigen Mittel aufzubringen.
Die erste Etappe (1974/75) umfasste den Ausbau des Unterrichtszimmers zum Kirchgemeindesaal, ein neues Unterrichtszimmer, WC–Anlagen und einen Jugend– und Bastelraum (heute Büro).
In einer zweiten Etappe (1982) wurde die ehemalige Pfarrwohnung erneuert, das Unterrichtszimmer vergrössert, der Dachraum ausgebaut und die Küche eingerichtet.
1982
konnten alle Räume offiziell eingeweiht werden
2009
erfolgte eine umfassende Renovation und energietechnische Sanierung. Eine Pelletsheizung für das ganze Haus wurde eingebaut. Die Aussenisolation hat das Erscheinungsbild des Hauses deutlich verändert.
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