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Seit neun Monaten evaluiert eine Expertengruppe des Verteidigungsdepartements (VBS), wie die Luftwaffe der Zukunft aussehen soll. Im Frühling 2017 will sie ihren detaillierten Bericht vorlegen.
Das ist Bundesrat Guy Parmelin (57, SVP) nicht schnell genug. Er informiert bereits heute über den Zwischenstand der Arbeiten. Würde er die Empfehlungen nicht sofort angehen, könnten Verzögerungen entstehen.
Der Waadtländer folgt gleich mehreren Ratschlägen der Expertengruppe. Schon in der Armeebotschaft 2017 beantragt er dem Parlament einen Kredit von zehn Millionen Franken für die «Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung» des neuen Kampfjets.
Schönwetter-Flugi bleibt in der Luft
Gas geben will er auch bei der Modernisierung der verbleibenden F/A-18-Jets. Wenn möglich soll auch das für eine längere Nutzung der Maschinen nötige Upgrade in der nächsten Armeebotschaft Platz finden. Die Kosten belaufen sich auf 490 Millionen Franken.
Drittens will Parmelin auf Empfehlung seiner Experten darauf verzichten, die Tiger F-5 komplett ausser Dienst zu stellen. Die Flugzeuge aus den 70er-Jahren eignen sich zwar nur für den Einsatz bei schönem Wetter, könnten aber die stärkeren F/A-18 von Nebenaufgaben entlasten.
Diese Massnahmen seien «zeitkritisch», so Parmelins Departement. Hätte er die Fertigstellung des Berichts abgewartet, hätten sich die Massnahmen um «mindestens ein Jahr verzögert». (vuc)Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016