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Mindestens ein lauter Knall hat heute kurz vor 15 Uhr in Teilen des Aargaus für besorgte und neugierige Reaktionen gesorgt. Offenbar steht er im Zusammenhang mit einem Einsatz der Schweizer Luftwaffe, wie die Aargauer Kantonspolizei auf Anfrage bestätigt. Einige User sprechen gar davon, dass es zweimal geknallt haben soll.
«Es war ein Luftpolizei-Einsatz der Armee, eine sogenannte ‹Live Mission›», wie David Marquis, Mediensprecher der Schweizer Luftwaffe erklärt. Dabei würden ausländische Staatsluftfahrzeuge – die etwa Diplomaten oder Staatsoberhäupter transportieren und Überflugrechte besässen – routinemässig überprüft. Aufs Jahr umgerechnet, fände durchschnittlich täglich ein solcher Einsatz statt. Der Einsatz sei von F/A-18-Jets durchgeführt worden.
Warum aber wird der Überschall-Knall so selten von der Bevölkerung registriert?
Marquis erklärt es so: «Die meteorologischen Bedingungen spielen eine Rolle und natürlich auch die Flughöhe. Und wenn sich das Ganze im Alpenraum abspielt, ist die Resonanz natürlich auch ungleich kleiner als in bevölkerungsreichen Gebieten wie dem Mittelland.»
Als Anschauungsbeispiel führt Marquis jenes eine Autofahrers an, der sich in Genf befindet und der einen anderen Autofahrer einholen will, der von Bern nach St.Gallen fährt. In diesem Fall müsse man etwas mehr Tempo geben, so Marquis, weshalb die Jets dann auf Überschall-Tempo erhöhten.
Ein ähnlicher Vorfall trug sich im August in Zürich zu. Damals waren zwei F/A-18 der Schweizer Luftwaffe aufgestiegen. Sie hatten eine Privatmaschine kontrolliert. (tat)