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Phyllostachys bamb.'Castilloni'
Eine ausreichende relative Feuchte zwischen 60 und 80 % gewährleistet ein optimales Wachstum bei fast allen Bambusarten. Bambuse vertragen trockene Luft sehr schlecht. Das kommt daher, das über die Blattmasse viel Feuchtigkeit verdunstet; ausserdem bleibt das Laub das ganze Jahr über an der Pflanze und setzt sie damit ständig der Gefahr eines Feuchtigkeitsmangels aus. Dabei reagieren grossblättrige Bambusse, die in der Natur im schattigen Wald wachsen, empfindlicher auf Lufttrockenheit als hohe, sonnenverträgliche Arten wie Phyllostachys.
Glücklicherweise ist der Bambus, wenn er erst einmal angewachsen ist, selbst in der Lage, die starke Verdunstung zu kompensieren. Nur während längerer Trockenheit erweist sich das Besprengen seiner Blätter als nützlich, da so um die Pflanze herum ein feuchtes Mikroklima entsteht.
In Wohnräumen ist die Luft im Allgemeinen besonders trocken. Hier ist verstärkt auf ausreichend Wurzelraum und hochwertiges Pflanzsubstrat zu achten. Massnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel häufiges Besprühen, elektrische Luftbefeuchter oder verdunstende Wasserflächen, sind empfehlenswert. Für einen tropischen Bambus ist ein Gewächshaus oder ein grosser Wintergarten ideal, da hier wegen der Kondensationswirkung leichter eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzielen ist.
NIEDERSCHLÄGE
Chinesische und japanische Bambusse, die die überwiegende Mehrheit der im Handel befindlichen Arten ausmachen, stammen aus Regionen, in denen die Niederschlagsmengen jährlich zwischen 1200 und 2000 mm betragen. Sie sind also potenziell grosse Wasserverbraucher, besonders im Frühjahr während des Wachstums der Halme und im Sommer bei grosser Hitze.
Obwohl die in unseren Gegenden fallenden Niederschlagsmengen nur die Hälfte bis ein Drittel erreichen, reichen sie ausser auf trockenen, sandigen Böden für das Wohlbefinden der Bambuspflanzen aus. In niederschlagsarmen Regionen kann die Nähe zu einer Wasserfläche, zum Grundwasser oder einem Fluss die mangelnde Grosszügigkeit des Himmels wettmachen.
Ein unfehlbares Zeichen von Wassermangel ist das Einrollen der Blätter nach innen, in diesem Fall müssen Sie so schnell wie möglich und reichlich giessen.
Alle Bambusarten verlangen einen gut durchlässigen Untergrund, Staunässe an den Wurzeln vertragen sie nicht. Wenn der Gartenboden in geringer Tiefe eine undurchdringliche Lehm- oder Tonschicht aufweist, muss man diese an mehreren Stellen durchbohren, damit das Wasser abfließen kann. Ein stark lehmiger Boden kann durch die Zugabe von grobem Sand und Torf leichter und durchlässiger gemacht werden.
Bambus liebt einen lockeren, humosen Oberboden ähnlich einem Waldboden. Dieser hat durch Huminsäuren, die bei der Zersetzung von organischer Substanz entstehen, eine saure Reaktion (pH-Wertunter 6), auch wenn der Unterboden kalkhaltig ist. Bis zu einem neutralen pH-Wert von 7 kommt der Bambus gut zurecht, aber in einem basischen Boden über pH 7 können die Wurzeln nur schwer bestimmte lebenswichtige Elemente aufnehmen; bei einem Wert über 8 droht der Bambus einzugehen. Mit Torf oder Kompost lässt sich der Säuregehalt des Bodens erhöhen. Auf schweren Böden sollte diese humose Schicht 25bis 30 cm stark sein, ein undurchlässiger Lehmboden darunter ist nicht von Nachteil, unabhängig vom pH-Wert.