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Als ein Resultat ihrer Exkursion ins Amazonas-Gebiet realisierten die Mitglieder der Loge diesen zehnminütigen Video-Clip, in dem Bilder der Reise mit Zitaten aus dem «Codex fuscinulorum» zusammengebracht werden. Die Version mit deutschen Untertiteln wurde von HOIO produziert.
Julia Rudolphini, die selbst Mitglied der Loge von Castebar ist und den «Codex fuscinulorum» ausgiebig untersucht hat, nahm aufgrund der Reisebeschreibungen früh schon an, die legendäre, von den Varisern entdeckte «Insel der Gabeln» müsse im Amazonas-Tiefland zu suchen sein («Le ‹Codex fuscinulorum› de Castebar». In: «Revue historique», no. 82, 2015, S. 193).
Im Frühling 2015 publizierte «Leko» eine Kurzform des Artikels von Rudolphini. Wenig später meldete sich ein Mann bei der Autorin und behauptete, er habe vor zwei Jahren während eines Angel-Ausflugs im Amazonas eine Gruppe von Indios beobachtet, die im Rahmen eines Rituals eine riesige Gabel durch den Wald getragen hätten – auf einer Insel rund 100 km südlich von Manaus. Rudolphini gab die Information an die Loge von Castebar weiter und schon im Herbst 2015 unternahmen die Anthropologin und drei Logen-Mitglieder eine Exkursion zu der Insel. Die Gabel-Träger fanden sie zwar nicht – aber sie entdeckten diverse Zeichen im Wald: aus unterschiedlichen Materialien gefertigte Schleifen in den Farben Schwarz, Gelb und Blau, an deren Ende manchmal eine Gabel befestigt war.
In einem kurzen Beschrieb der Exkursion («Leko», 30. Oktober 2015) äussert Rudolphini die Vermutung, die Variser seien bei ihrer Besetzung der Insel von im Dickicht versteckten Indios beobachtet worden. Nach ihrer Abreise hätten diese die Gabeln wie ein Geschenk der Götter aufgenommen – und würden sie bis heute verehren.
Die Farben Schwarz, Gelb und Blau sind auch die Farben der Loge von Castebar. Sie werden schon in dem Codex erwähnt, wo die «Besten» der Variser eine entsprechende Fahne übers Meer führen: duba, dora, goma («schwarz», «golden», «blau») – wobei man sich fragen mag, warum ein Volk eine Fahne braucht, das sich ganz allein auf der Erde wähnt.
Die Loge verarbeitete ihre Erfahrungen zu einem 10minütigen Videoclip, in dem sie auch erstmals Auszüge aus dem sonst streng geheim gehaltenen «Codex fuscinulorum» zu hören gibt.
First Publication: 20-11-2015
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