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Die Bakterien im Darm sportlich aktiver Menschen produzieren Stoffe, die der Gesundheit gut tun. Auch Gehirn und Immunsystem profitieren davon.
Wie fit und gesund ein Mensch ist, zeigt sich an den Bakterien in seinem Darm. Sportlich aktive Menschen beherbergen nicht nur eine grössere Bakterienvielfalt als Menschen, die es eher gemütlich nehmen. Bestimmte Bakterien kommen bei ihnen auch häufiger vor. Diese «Sportler-Bakterien» fördern die Gesundheit, wie eine aktuelle Untersuchung an 40 professionellen Rugby-Spielern ergab. Ihre Darmbakterien wurden mit denjenigen von 46 gleichaltrigen Nicht-Sportlern verglichen.
Die Bakterien im Darm der Sportler produzierten zum Beispiel mehr kurzkettige Fettsäuren, die einen positiven Einfluss aufs Immunsystem haben, aber auch auf das Gehirn und den Darm. Welche Bakterien wie häufig im Darm vertreten waren, hing auch von der Ernährung ab. Diese war bei den Sportlern eiweissreicher. Auffällig war zum Beispiel eine Substanz (3-Hydroxy-Isovaleriansäure) im Sportlerdarm, die den Muskelabbau hemmt. Bei den Nicht-Sportlern war die Bakterienzusammensetzung im Darm derjenigen der Sportler ähnlicher, wenn ihr Body-Mass-Index unter 25 lag. Möglicherweise könnte moderate Bewegung die Bakterienflora bei übergewichtigen Menschen positiv verändern, spekulieren die Forscher (Quelle: «Gut» 2017).