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Erläuterungen
1.Allgemeines
Die Amtsleitung steuert die Entwicklung im Bereich der Sozialen Sicherheit, koordiniert die Aufgabenerfüllung der Abteilungen, erledigt die übergeordneten Aufgaben im Rechtsbereich und ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Weiter obliegen ihr die Beantwortung parlamentarischer Vorstösse und die Erarbeitung der sozialpolitischen Positionen des Amtes.
Der der Amtsleitung angegliederte Bereich Finanzen und Dienste umfasst die Querschnittaufgaben in den Bereichen Finanz- und Personalwesen, Informatik und Infrastruktur.
2.Beurteilung von Streitigkeiten zwischen Zürcher Gemeinden
Bei Streitigkeiten zwischen Zürcher Gemeinden über die sozialhilferechtliche Zuständigkeit führt die Amtsleitung die Verfahren nach § 9 lit. e SHG durch und entscheidet erstinstanzlich (vgl. Kapitel 3.3.01).
3.Fondsverwaltung
Das Kantonale Sozialamt verwaltet den Fonds zur Bekämpfung des Alkoholismus (Alkoholzehntel) und den Fonds zur Bekämpfung der Glückspielsucht, insbesondere Lotteriespielsucht. Diese Aufgabe wird von der Amtsleitung wahrgenommen.
3.1.Alkoholzehntel
Gemäss Art. 105 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 ist die Gesetzgebung über Herstellung, Einfuhr, Reinigung und Verkauf gebrannter Wasser Sache des Bundes. Der Bund trägt dabei insbesondere den schädlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums Rechnung. Gemäss Art. 44 Abs. 2 des Alkoholgesetzes stehen den Kantonen 10% vom Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung zu (Alkoholzehntel). Dieser Kantonsanteil wird im Verhältnis der Wohnbevölkerung unter den Kantonen aufgeteilt. Er ist für die Bekämpfung des Alkoholismus, des Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs in ihren Ursachen und Wirkungen zu verwenden. Der Kanton Zürich lässt seinen Anteil am Reingewinn der Alkoholverwaltung jeweils dem Fonds zur Bekämpfung des Alkoholismus zufliessen, dem hierauf die notwendigen Mittel entnommen werden. Der Fonds wird durch das Kantonale Sozialamt der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich verwaltet.
3.2.Lotteriespielsucht
Am 7. Januar 2005 beschlossen die Kantone die Interkantonale Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten. Der Kanton Zürich ist dieser Vereinbarung mit Gesetz vom 6. Februar 2006 (LS 553.3) beigetreten. Die Vereinbarung sieht Massnahmen vor, um sozialschädlichen Auswirkungen von Lotterien und Wetten entgegenzuwirken, und sichert deren Finanzierung. Die dem Kanton Zürich so jährlich zufliessenden Mittel stehen ausschliesslich für Massnahmen im Bereich Lotteriespielsucht zur Verfügung. Sie werden im Lotteriespielsuchtfonds ausgewiesen und durch das Kantonale Sozialamt der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich verwaltet. Zur Prävention und Behandlung von Glückspielsucht besteht ein Konzept, für dessen Umsetzung das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich zuständig zeichnet.
Rechtsprechung
Praxishilfen