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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut), Veranstaltung: Übung zu speziellen Methoden und Theorien: Strukturvergleichende Genozidforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit ist die Verschriftlichung eines Referatsteils über die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung im Deutschen Reich, der sich mit der wirtschaftlichen Vernichtung durch Enteignung und Arisierung befasst. Ziel der Enteignung der Juden im „dritten Reich“ war es, ihnen nach und nach die Lebensgrundlage zu entziehen und sie zur Emigration zu bringen. Daneben sollte das Vermögen der jüdischen Bevölkerung dem Reichsfiskus zu Gute kommen und zunächst die angespannte Haushaltslage etwas stabilisieren, im Verlauf des Krieges sollten aber auch Einrichtungsgegenstände von vertriebenen oder getöteten Juden an Deutsche gegeben werden, um deren Durchhaltewillen zu stärken. Das Verfahren der Enteignung sollte bis zuletzt den Anschein der Legalität behalten, so wurden fast alle Massnahmen durch Gesetze oder Verordnungen geregelt und nach aussen verteidigt. Dabei wurde das Vorgehen mit der Zeit immer radikaler und kompromissloser. Während am Anfang die jüdische Bevölkerung zunächst steuerlich schlechter behandelt würde, kam es schon bald zu sogenannten Arisierungen, der Abgabe von Vermögen oder Geschäftsbetrieben an Deutsche unter Wert, bis schliesslich kurz vor den Deportationen oder sogar noch in deren Verlauf die Juden direkt enteignet wurden. Im Folgenden soll gezeigt werden, wie das Vorgehen gegen die Juden immer radikaler wurde, allerdings die gesamte Zeit über immer wieder neu legitimiert wurde, bis schliesslich die vollständige Enteignung und darüber hinaus auch die physische Vernichtung als völlig gerechtfertigtes Handeln erschien.