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Beispiel 1: Eine deutsche Kundin hat ihre Medikamente Zuhause vergessen. Sie kommt
am Samstagmorgen in die Apotheke und fragt, ob sie Ersatz bei uns beziehen kann.
Sie kann sich nur an den Namen nicht aber an die Wirkstärke erinnern. Der Arzt in Deutschland ist nicht erreichbar.
Beispiel 2: Ein Stammkunde, welcher am Morgen aus dem Spital entlassen wurde, hat dort ein neues Rezept erhalten. Die verordneten Medikamente stimmen nicht mit seiner Dauermedikation überein. Laut Patienten hat der Arzt nicht erwähnt, dass die Medikamente umgestellt wurden.
In beiden Situationen wäre eine aktuelle Medikamentenliste hilfreich gewesen. Der Kundin aus Deutschland hätte man ein gleichwertiges Produkt suchen können.
Beim Austrittsgespräch des Stammkunden hätte man die Medikamentenliste mit den neu verordneten Medikamenten vergleichen können. Der Arzt hätte dazu Stellung nehmen können.
Auf einer Medikamentenliste sollten alle Medikamente und Heilmittel stehen, welche eingenommen werden. Auch solche, die nicht täglich verwendet werden: ärztlich verschriebene und selbst gekaufte, pflanzliche und homöopathische Mittel, sowie Vitamintabletten. Auf der Liste sollte auch stehen, wofür das Medikament eingenommen wird und wie es angewendet wird.
Die Medikamentenliste sollte immer dabei sein: bei einem Arzttermin, bei einem Spitalaufenthalt, bei einem Besuch in der Apotheke oder bei einer Reise.
Unterstützung betreffend der Medikamentenliste erhalten Sie in der Apotheke. Vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer MedicaPlus Apotheke. Bringen Sie alle Medikamente mit der Verpackung mit. Der/die Apotheker/in bespricht die einzelnen Medikamente bezüglich Verwendungszwecks, Verträglichkeit und Schwierigkeiten in der Anwendung mit Ihnen. Ein aktueller Medikamentenplan wird für Sie erstellt.
Cécile Bertholjotti
Eidg. Dipl. Apothekerin
Schlosspark Apotheke, Leuk-Stadt