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Die einkommensabhängigen Elternbeiträge für Betreuungsplätze sind für viele Familien eine grosse Belastung. Darum schaffen wir diese ab.
Die Initiative fordert die Abschaffung der Elternbeiträge für die familienexterne Kinderbetreuung. Die Deckung der Kosten durch alle Steuerzahlenden ist gerechter: Familien werden finanziell entlastet, die Chancengleichheit und die Gleichstellung werden verbessert.
Argumente
Tagesbetreuung ist für Familien ein hoher Kostenpunkt: Eine dreiköpfige Familie mit einem steuerbaren Einkommen von 150’000 CHF bezahlt für die ganzwöchige Betreuung eines Kindes jährlich 25’200 CHF oder 16.8% ihres Einkommens. Auch eine ärmere Familie mit nur 30’000 CHF Nettoeinkommen müsste im gleichen Fall immer noch 3’600 CHF im Jahr oder 12% ihres Einkommens bezahlen.
Einkommensabhängige Elternbeiträge entlassen Besserverdienende ohne Kinder aus ihrer Verantwortung. Die Umverteilung von Reich zu Arm spielt nur zwischen Eltern. Da die Beiträge mit steigendem Familieneinkommen zunehmen, wird der Anreiz für eine Erwerbstätigkeit der Zweitverdiener*innen, meistens Frauen, geschmälert.
Deshalb sollte der Kanton alle Kosten für die familienexterne Kinderbetreuung
übernehmen. Die Abgaben der Eltern sind auf ein Essensgeld zu reduzieren. Mit dieser Massnahme würden viele Familien massiv entlastet. Die Erwerbstätigkeit von jungen Eltern und vor allem Müttern würde gefördert und so die Gleichberechtigung erhöht.