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Die Fällung von Calcit bezeichnet die Bildung von anorganischen Calciumcarbonatpartikeln an der Seeoberfläche. Die Fällung kann durch Algenblüten ausgelöst werden, da die Photosynthese den pH-Wert des Seewassers hebt. Das Absinken von Calcit aus der Oberflächenschicht ist eine wichtige Komponente des Kohlenstoffkreislaufs von Seen.
Schon 1978 wurde erstmals ein Erdbeobachtungssatellit für die Kartierung von Calcitausfällungen verwendet, da diese sich farblich markant vom umgebenden Wasser abheben können. Die verbesserte Messgenauigkeit und Wiederholzeit der neuesten Generation Europäischer Erdbeobachtungssatelliten erlauben entsprechend eine noch genauere Beschreibung von Ausfällungsprozessen.
Zwischen 2019 und 2021 werden wir während der typischen Ausfällungsperioden täglich Satellitendaten beobachten und vor Ort verschiedene Wasserqualitätsparameter während Ausfällungsereignissen messen. Mithilfe dieser neuartigen Messungen verbessern wir einerseits die Interpretation von optischen Satellitendaten, andererseits untersuchen wir die biotischen und abiotischen Ursachen von Fällungsprozessen.