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In seiner Jahresbilanz hat der kantonale Mediator den angeblich beigelegten Konflikt um die Imkerinspektoren als Beispiel einer erfolgreichen Mediation hervorgehoben («La Liberté» vom 23. Januar 2018). Wie wir nun wissen, wurden die betroffenen Inspektoren vor die Wahl gestellt, entweder von sich aus zu gehen oder ihre Kündigung entgegenzunehmen, dies, weil man beim Kanton offenbar «einfach Ruhe haben wollte» (FN vom 3. März 2018). Ist das erfolgreiche Mediation?
In einem anderen Konfliktfall wurde jene Partei, die den kantonalen Mediator um Schlichtung gebeten hatte, zwar nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, doch der Mediator schob das Problem so lange auf die lange Bank (mehr als sieben Monate!), bis ein potenzieller Teilnehmer die Geduld und Hoffnung auf eine erste Mediationssitzung verloren hatte und es wagte, im Internet unter www.infosperber.ch einen Artikel zu publizieren, in dem er in einem einzigen Satz auf diese lange Wartezeit hinwies. Der Mediator nahm dies zum Anlass, ohne Rücksprache mit den Parteien die Mediation als gescheitert zu erklären. Die Bürgerinitiative jurAction, die im Juni 2017 diese Mediation angeregt hatte, um mit den kantonalen Behörden eine Einigung im Zahlenkrieg rund um die Verkehrssituation nach der Eröffnung der Poyabrücke zu finden, hat nicht den Eindruck, dass mit solchen Strategien Konflikte beigelegt werden können, vielmehr drohen diese weiter zu eskalieren.
Erstaunlich ist überdies, dass Herr Vallat parallel zu seinem Mediatoren-Mandat gleichzeitig auch noch andere Mandate für die kantonale Verwaltung ausübt.
«Der Mediator nahm dies zum Anlass, ohne Rücksprache mit den Parteien die Mediation als gescheitert zu erklären.»