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Am 1. Juli 2011 treten die Freihandelsabkommen EFTA-Kolumbien und EFTA-Peru zwischen der Schweiz und Kolumbien beziehungsweise Peru in Kraft, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) heute mitteilte. Die Abkommen werden die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen der Vertragspartner zusätzlich dynamisieren.
Die beiden Abkommen sind laut SECO von relativ ähnlichem Inhalt und haben einen umfassenden sektoriellen Geltungsbereich. Namentlich beinhalten sie Bestimmungen zum Warenhandel, zu den Investitionen, dem Schutz der Rechte an geistigem Eigentum, dem öffentlichen Beschaffungswesen, dem Wettbewerb und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Das Abkommen mit Kolumbien regelt darüber hinaus den Handel mit Dienstleistungen, während in diesem Bereich das Abkommen mit Peru die Aufnahme von Verhandlungen spätestens ein Jahr nach dem Inkrafttreten vorsieht.
Der Handel mit landwirtschaftlichen Basisprodukten wird von zwei bilateralen Abkommen geregelt, die zeitgleich zwischen der Schweiz und Kolumbien beziehungsweise Peru ausgehandelt und abgeschlossen worden sind. Diese Landwirtschaftsabkommen treten ebenfalls am 1. Juli 2011 in Kraft, informiert das SECO weiter.
Konkret erhält die Schweiz ab 1. Juli 2011 für die Mehrheit ihrer Industrieerzeugnisse zollfreien Zugang zum kolumbianischen und zum peruanischen Markt. Ausserdem werden die bisher auf verarbeiteten Landwirtschaftserzeugnissen mit Schweizer Ursprung erhobenen Zölle beseitigt oder gesenkt. Die Schweiz erhält auch Zollkonzessionen auf gewisse landwirtschaftliche Basisprodukte, namentlich Käse und Trockenfleisch.
Kolumbien ist der viertgrösste Exportmarkt der Schweiz in Lateinamerika und ein wichtiger Handelspartner der Schweiz in dieser Region. Peru gehört ebenfalls zu den zehn wichtigsten Handelspartnern der Schweiz in Lateinamerika. Die beiden Abkommen würden es der Schweiz ermöglichen ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit diesen beiden Ländern, die ein erhebliches Wachstumspotenzial aufweisen, zu verstärken, schreibt das SECO.