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|Die Geschichte von Kushido|

Die Wurzeln von Kushido...
reichen tief ins klassische Karate in Japan bzw. Okinawa, obwohl die eigentliche Geburtsstunde von Kushido der 1. Januar 1963 ist. Damals eröffnete der Gründer Hugh St. John Thomson mit seiner Frau und sieben Schülern in Kapstadt, Südafrika, seine erste Karateschule.
Die Stilart basierte auf Shotokan, enthielt aber auch Elemente von Kyokushinkai und wurde schlicht Karate-Do genannt. Mit dem Zusatz Do (Weg) sollte ausgedrückt werden, dass die Schule den originalen, traditionellen Auffassungen des Budo (Kriegskünste) nachfolgt.
1965 besuchten zwei hochrangige Shotokan Instruktoren, Taiji Kase und Hiroshi Shirai, Südafrika und unterrichteten an der noch jungen Schule. Trotz des hohen Niveaus der Lektionen hatte Hugh den Eindruck, dass die Lehrer gewisse Kenntnisse für sich behielten. Daher unternahm er ausgiebige Nachforschungen in Japan. Er studierte Okinawa - Goju und Shorin, das Muttersystem von Shotokan, sowie Aikido und Kendo. Er kehrte mit dem Shihan - Titel (Meister) nach Südafrika zurück und baute seine Erfahrungen in die Konzepte und Trainingsmethoden ein.
1967 - inzwischen waren weitere Dojos zur Schule in Kapstadt hinzugekommen - wurde Karate-Do eine unabhängige Stilrichtung, die sich nach westlichen Ansprüchen und Gegebenheiten ausrichtete. Prüfungsgrade anderer Stilrichtungen wurden nicht mehr anerkannt. Die Schule breitete sich im ganzen Land aus und wurde ...
1971 gründete Francis Rink in Rhodesien eine Schule von Karate-Do in Zimbabwe, 1972 Leon Pantanowitz in Israel. Beides waren erste Schüler von Shihan Hugh. Es folgten die Länder Schweiz, England, Alderney, Holland, USA, Australien und Mauritius.
1988 wurde nach langen Überlegungen der Name geändert zu Kushido. Durch die Weiterentwicklung und die Namensänderung distanzierte sich Kushido von der weltweiten Entwicklung von Karate zu einem Sport mit Schwergewicht auf Wettkämpfen. Zusätzlich wurden im Kushido neben Karate-Do auch Kobudo und Tai Chi integriert.
Durch die Internationalisierung und das Wachstum breitete sich Kushido aus und entwickelte sich weiter, wie
Das Schwarzgurt Team führte mehrmals die Schule, da sich Paul Baumann und seine Frau Juanita wiederholt über längere Zeit in Südafrika zur Weiterbildung aufhielten. Dort trainierten sie vor allem mit Hanshi Denis St. John Thomson, 8. Dan. Er ist führend in Kobudo und den weicheren Künsten Tai-Chi und Qi Gong.
Paul Baumann wurde 1997 vom Gründer zum Shihan ernannt, zum ersten innerhalb Kushido in Europa, 1999 folgte die Beförderung zum 6. Dan. Diesen Rang gibt es innerhalb Kushido weltweit nur siebenmal, ausserhalb von Südafrika nur zweimal. Ebenfalls 1999 wurde Juanita Baumann 5. Dan und Shihan. 2005 wurde Paul Baumann zum Renshi ernannt.
Seit 1994 ist Paul Baumann Chefinstruktor von Kushido Europa und führt eigene Weiterbildungskurse für Schwarzgurtgradierungen durch. So entwickelte sich Kushido Schweiz rasant zur Drehscheibe von Kushido Europa.