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Sauerstoff und Wasser sind Grundelemente des Lebens. Die Empfehlungen für die Aufnahme von Wasser liegen bei mindestens 1.5 Litern pro Tag. Bei körperlicher Tätigkeit natürlich entsprechend mehr. Für den Sauerstoff machen solche Angaben keinen Sinn.
Effektiv ist es in jüngster Zeit so, dass in Ländern wie den USA, Südafrika und Deutschland vermehrt sauerstoffangereicherte Produkte angepriesen werden. Die Aussagen entbehren aber jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Die Aussagen entstammen der Werbung und haben wenig mit einer gesunden Ernährung zu tun. Vielmehr sollte zusätzlicher Sauerstoff in Form von regelmässigen körperlichen Aktivitäten aufgenommen werden.
Allenfalls basieren die Werbeaussagen auch auf einem Missverständnis. Zur Entkeimung von Wasser kann nämlich Ozon verwendet werden. Dies ist eine besondere Form von dreiwertigem Sauerstoff (O3), der das Wachstum von Mikroben einschränkt resp. diese abtötet. Dieses Ozon ist aber für den Körper nicht verwertbar und sollte im Endprodukt auch gar nicht mehr in grösseren Mengen vorhanden sein. Man erreicht mit einer Ozonierung im Produktionsprozess einfach eine Abtötung der vegetativen Keime. Dies kann aber auch mit Hilfe von UV-Strahlen, mit einer Pasteurisation oder mit Hilfe von Chlor geschehen (Trinkwasser).
Versprechungen wie z.B. dasjenige, dass eine Sauerstoffanreicherung des Wasssers den Stoffwechsel fördert, das Immunsystem stärkt oder sogar die Leberleistung verbessert entbehren jeder Grundlage. Auch gewisse kursierende Gefälligkeitsgutachten, nach denen mit sauerstoffangereichertem Wasser bei einer täglichen Trinkmenge von bis zu 2 Litern über den Magen-Darm-Bereich etwa 100 bis 120 ml "Sauerstoffaufnahmepotential" bestehe, sind mit dem gesunden Menschenverstand zu bewerten. Der Mensch verbraucht pro Minute nämlich schon 300 ml Sauerstoff.
Die Aufnahme von Sauerstoff über Lebensmittel ist - wenn überhaupt - wirklich nur von marginaler Bedeutung. Für Lebensmittel ist es sogar eher schädlich, wenn sie zu sehr mit Sauerstoff in Kontakt kommen. Der Sauerstoff führt zu Oxidationserscheinungen und damit meist zu Nährstoffverlusten. Dies gilt insbesondere auch für eine Behandlung mit Ozon.
Aus fachlicher Sicht sollte man auf solche Produkte also eher verzichten.