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Frage:
Am 1. Okt. 2010 hatte ich einen Schlaganfall und war dann bis Mitte November im Unispital. Den ganzen Oktober war ich links gelähmt. In dieser Zeit hatte ich auch einen Katheter, da ich keine Kontrolle zum Wasserlassen hatte. Seit dieser Zeit muss ich Nachts bis zu sechsmal aufstehen, weil ich starken Harndrang verspühre, es kommt dann etwa 1dl. Tagsüber habe ich keine Probleme. Vor dem Schlaganfall musste ich auch Nachts nie hinaus. Mein Urologe hat mich vor einem Monat untersucht und eine Blasenentzündung festgestellt. Sonst sei alles in Ordnung. Prostata für mein Alter (77) normal. Die Medikamente haben bisher nichts genützt. Ich habe Brennen beim Urinieren. Was kann ich gegen diesen nächtlichen Harndrang unternehmen?
Antwort von Dr. med. Stefan Suter:
Durch den Schlaganfall kann durchaus auch die "Steuerung" der Blase beeinträchtigt sein. Der häufige Harndrang in dieser Situation kann häufig mit Medikamenten recht gut behandelt werden. Da Sie immer noch über ein deutliches Brennen beim Wasserlösen klagen, ist es andererseits auch möglich, dass die Blasenentzündung noch nicht richtig behandelt wurde. Meines Erachtens müsste vor allem nochmals der Urin untersucht und eine sogenannte Urinkultur angelegt werden. Erst wenn eine Blasenentzündung durch diese Untersuchung ausgeschlossen ist, und sich in der Ultraschalluntersuchung eine gute Blasenentleerung zeigt, sollte eine blasenberuhigende Medikation mit einem sogenannten Anticholinergicum versucht werden.