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Genitiv oder Dativ bei der Präposition dank? Beides ist korrekt.
Die Präposition dank kann mit Genitiv oder Dativ verbunden werden. Beides gilt standardsprachlich als korrekt:
- Dank eines Lottogewinns/einem Lottogewinn konnte er ein neues Auto kaufen.
- Sie blieb dank des Airbags/dem Airbag unverletzt, als sie verunfallte.
- Die Arbeitslosenquote reduzierte sich dank einem hohen Wirtschaftswachstum/eines hohen Wirtschaftswachstums.
Die Meinungen gehen auseinander, ob dank mit Genitiv oder Dativ zu bevorzugen ist. Der Duden (Band 9) empfiehlt dank + Genitiv. Die vor allem für Schweizerinnen und Schweizer relevante Grammatiklehre von Heuer/Flückiger/Gallmann (30. Auflage) hält hingegen fest, dass bei der Präposition dank der Dativ vorzuziehen ist.
dank + Substantiv im Plural
Unabhängig davon, ob man dank grundsätzlich mit Genitiv oder Dativ verbindet, ist der Dativ üblicher (häufig erkennbar am Dativ-n), wenn die Präposition dank mit einem Nomen verbunden wird, dessen Genitiv Plural nicht eindeutig ist (also identisch ist mit dem Nominativ Plural und dem Akkusativ Plural):
- Dank Fortschritten in der Krebsforschung, sind die Heilungschancen heute höher als früher.
- Er konnte sein Auto nur dank Krediten finanzieren.
- Rund um unser Dorf gibt es dank Wäldern und Äckern viele naturnahe Erholungsgebiete.
Sobald aber ein fallanzeigendes Begleitwort den Genitiv ersichtlich macht, überwiegt gemäss Duden der Genitiv, wobei der Dativ ebenfalls korrekt ist:
- Dank grosser Fortschritte in der Krebsforschung, sind die Heilungschancen heute höher als früher (mit Dativ: dank grossen Fortschritten).
- Er konnte sein Auto nur dank mehrerer Kredite finanzieren (mit Dativ: dank mehreren Krediten).
- Rund um unser Dorf gibt es dank schattenspendender Wälder und fruchtbarer Äcker viele naturnahe Erholungsgebiete (mit Dativ: dank schattenspendenden Wäldern und fruchtbaren Äckern).
Stilistisches: Vorsicht bei dank + negativem Inhalt
Die Präposition dank sollte vorwiegend in einem positiven Zusammenhang verwendet werden, denn man drückt damit einen Dank aus. Sobald eine negative Aussage mit dank verbunden wird, sollte dies eindeutig ironisch gemeint sein, um Missverständnisse zu verhindern: «Dank seinem grossen Einsatz benötigten wir Stunden, um die Küche aufzuräumen.» Gemeint ist: Weil er auf der faulen Haut lag, dauerte das Aufräumen der Küche viel länger, als wenn er mitgeholfen hätte.
Informationen zu anderen Präpositionen als dank
In meiner Liste mit Präpositionen finden Sie kostenlose Erläuterungen zu weiteren Präpositionen. Falls Sie sich ab und zu mit sprachlichen Zweifelsfällen konfrontiert sehen, empfehle ich das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle (Duden Band 9)*.