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Tag 5: Holländer und Camping
Sälü Zäme
Letzte Nacht habe ich in der Jugendherberge Bellpark geschlafen. Ich war in einem Drei-Personen-Zimmer und wir waren zu zweit. Der zweite Zimmergenosse war den ganzen Abend nicht anwesend. Seine Sachen waren ein wenig verstreut, und aus einem leeren Tabakbeutel konnte ich feststellen, dass er ein Holländer war.
Um vier oder fünf Uhr morgens weckte mich die Zimmertür. Ich traf mein Zimmergenossen. Mit gebrochenem und verschlafenem Englisch fragte ich ihn, wo er herkomme. Meine Vermutung war richtig.
Der Holländer erzählte mir, dass er den Tag in Mailand verbracht habe. Er fuhr fort, dass er in einem Strip-Club war und dass ein heißes russisches Mädchen wirklich gut im Lap-Dancing ist. Er erzählte mir, dass er 60 Euro pro Stunde bezahlte. Ich antwortete mit einem verpennten „Nice“. Kurz darauf schlief ich wieder ein, und erst am nächsten Morgen war ich verwundert über die Unterhaltung, die wir führten.
Um 9 Uhr verließ ich die Herberge und ließ den Holländer ausschlafen. Mein Ziel war das Riti. Ich hatte das Thermalbad auf dem Berg besucht. Als ich die Gondelfahrt bezahlte, dachte ich, dass die Eintrittsgebühr in der Fahrkarte enthalten sei. Am Eingang war die Ernüchterung. Es ist ein sehr schönes Thermalbad, aber auch unverschämt teuer.
Ein Freund hat mich davon überzeugt, mein Geld zu budgetieren. Nach dieser Erfahrung wurde mir klar, dass wir in der Schweiz leben.
Ich beschloss, das Geldausgeben so gering wie möglich zu halten und ging zelten.
Auf dem Weg nach Norden fragte ich einen Bewohner, wo ich zelten könnte, er erlaubte mir, unter dem Eingang des Heulagers zu zelten.
WIr sehen uns dann morgen
Tschüss zäme
Roger