Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03303.jsonl.gz/115

Nationalturnen ist eine traditionsreiche Sportart die geistig und körperlich viel Beweglichkeit, Vielseitigkeit und Flexibilität abverlangt. Bereits seit rund fünfhundert Jahren bestreitet man diesen Wettkampf, welcher nur in der Schweiz ausgeübt wird. Es ist eine Mehrkampfsportart und wird in einem turnerischen Teil (die sogenannten Vornoten) und einem Zweikampfteil mit Ringen und Schwingen durchgeführt.
Voraussetzungen zu einem erfolgreichen Nationalturner sind: Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer sowie taktisches und technisches Flair. Dadurch haben in der Regel vielseitige Athleten eher mehr Erfolg als die Spezialisten.
Der ENV und die Teilverbände bieten nebst dem Mehrkampf auch Einzelwettkämpfe in den Disziplinen Sägemehlringen und Steinstossen an. Reine Schwingfeste werden nur durch den Schwingerverband durchgeführt. Weitere Einzelwettkämpfe wie Steinheber- oder Hochweitsprungmeisterschaften könnten eine Zukunftsvision sein!
Je nach Alter wird in acht Kategorien von einem 4-Kampf bis 10-Kampf geturnt, wobei gewisse Disziplinen wählbar sind.
Mit der linken und rechten Hand wird (mit einem Unterbruch dazwischen) ein Stein ab Kniehöhe bis zur vollen Streckung des Körpers möglichst oft hochgestemmt.
Mit freiem Anlauf wird von einem Sprungbalken aus so weit wie möglich gesprungen.
Je nach Kategorie wird ein 60-, 80- oder 100-Meter-Lauf so schnell wie möglich zurückgelegt.
Eine vorgegebene oder selbstgewählte Bodenübung wird dem Kampfgericht vorgestellt.
Mit geradem Anlauf wird ab dem Weitsprungbalken über eine Hosprunglatte gesprungen. Die Weite beträgt dabei einen Meter mehr als die Höhe. Zum Beispiel: 2,15 m weit und gleichzeitig 1,15 m hoch.
Der Stein wird mit freiem Anlauf ab einem Balkensegment so weit wie möglich gestossen.
Der Zweikampf findet im Sägemehl statt. Es wird versucht, den Gegner auf den Rücken zu legen. Gefährliche und Schmerzgriffe sind nicht erlaubt.
Die Gegner fassen sich an den Schwinghosen und versuchen sich gegenseitig auf den Rücken zu legen. Der Schwungausführende muss für den gültigen Sieg mindestens mit einer Hand Griff an den Schwinghosen halten.