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Ein oftmals gerade von Studienanfängern falsch verstandenes Konzept sind die sogenannten Credit Points (CPs), die ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum stammen und seit einigen Jahren an vielen Universitäten und Lerneinrichtungen im europäischen Raum verwendet werden. Während viele Studieneinsteiger das Credit Point System mit Noten gleichsetzen, hat es jedoch tatsächlich nichts mit dem klassischen Notensystem zu tun. Stattdessen werden diese Leistungspunkte unabhängig gesammelt und sollen einen bestimmten Arbeitsaufwand (oftmals als „Workload“ bezeichnet) repräsentieren. Dabei gilt, dass eine höhere Anzahl von CPs auch höhere Leistungen erfordert – in der Regel steht ein Credit Point für ungefähr 25 bis 30 Stunden Arbeitsaufwand. Wie viele dieser Punkte für ein bestimmtes Modul vergeben warden, hängt dabei jedoch nicht nur rein vom zeitlichen Aufwand ab, sondern auch der Lernstoff und die Art der Veranstaltung spielen mit in diese Rubrik hinein. So werden zum Beispiel CPs für eine einfache Teilnahme an einem Kurs vergeben, während in einem anderen Modul eine Hausarbeit oder eine Prüfung verlangt wird. Zusätzlich werden auf Prüfungen und Teilnahme auch noch Noten vergeben, die sich in der Regel am Schulnotensystem orientieren und eine zusätzliche Gewichtung haben. Um einen Abschluss zu bekommen, müssen nicht nur die erforderlichen Credit Points gesammelt werden, sondern die Gesamtnote – bestehend aus dem Durchschnitt aus den Modulen und einer Abschlussprüfung – muss ebenfalls den Ansprüchen des Institutes genügen.