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Die Safranpflanze mag es nicht zu nass und bevorzugt Wärme und Trockenheit. Optimalerweise sollte der Herbst warm und möglichst niederschlagsfrei sein. Im Winter darf es kalt werden, im Sommer heiss. Ist der Boden leicht, reich an Nährstoffen und gewährt einen guten Wasserabzug, steht dem optimalen Gedeihen des Safrans so gut wie nichts mehr im Wege. Als antizyklische Wachstumspflanze wird Safran meistens im Juli gepflanzt, schlägt im August Wurzeln und blüht dann im Herbst. Den gesamten Winter über bildet die Pflanze dann ihr typisches tiefgrünes Safrangras, welches im Spätfrühling (Mai/Juni) wieder eingezogen wird. In der Folge beginnt der „Winterschlaf“ der Pflanze.
Die Ernte erfolgt im Herbst im Zeitraum Oktober/November. Dabei sollte die Ernte ausschliesslich von geschlossenen Blüten und stets nur sehr früh morgens erfolgen. Steigen die Temperaturen im Tagesverlauf über 13-14 Grad, öffnen sich die Blüten, worunter die Qualität des Safrans leidet. Die Planung der Ernte gestaltet sich schwierig, da die Blüten nachts aus dem Boden kommen, so dass man am Vorabend noch nicht weiss, wie viele am nächsten Morgen draussen sein werden und wie viele Erntehelfer es braucht. In warmer Umgebung öffnen sich die Blüten, und die Safranfäden können entnommen werden.
Um ein Kilogramm Safran zu ernten, braucht es zwischen 150.000 und 200.000 Blüten. Da die Ernte nur von Hand erfolgen kann, ist sie äusserst aufwändig. Ein erfahrener Pflücker schafft gerade einmal sechzig bis achtzig Gramm Blüten pro Tag.