Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/105897

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Tierschutzverordnung eine Ausnahmeregelung einzufügen, gemäss welcher Personen mit anerkannter landwirtschaftlicher Ausbildung die Haltung von Hof- oder Herdenhunden sowie Personen mit einer Jagdausbildung die Haltung von Jagdhunden ohne separaten Sachkundenachweis erlaubt ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Tierschutzgesetzgebung wird der Ausbildung der Tierhaltenden grosses Gewicht beigemessen. Die Anforderungen an Tierhaltende berücksichtigen auch deren berufliche Qualifikationen. Zusätzliche Sachkundenachweise werden immer dann gefordert, wenn in den jeweiligen Berufsbildern und Lehrplänen keine tierartenspezifische Ausbildung ausgewiesen wird. Dies gilt für die landwirtschaftlichen Berufe genauso wie für andere tierbezogene Berufe wie beispielsweise Tierpflegerin und Tierpfleger, Biologin und Biologe oder Tierärztin und Tierarzt.</p><p>Bei der Festlegung der Anforderungen für den Sachkundenachweis für die Hundehaltung wurde darauf geachtet, die Belastung für Hundehalterinnen und Hundehalter möglichst gering zu halten. Es muss zum Erwerb eines Sachkundenachweises auch keine Prüfung abgelegt werden.</p><p>Bei Hunden mit besonderem Einsatzzweck wie beispielsweise Herdenschutz-, Jagd- und Diensthunde oder Rettungs- und Blindenführhunde kann der Sachkundenachweis in die spezielle Ausbildung dieser Hunde integriert werden. Das zuständige Bundesamt für Veterinärwesen berät die Organisatoren der Ausbildungen bei der Anpassung ihrer Ausbildungsprogramme. So kann verhindert werden, dass für die Halter und Halterinnen solcher Hunde mit spezieller Ausbildung unnötig ein zusätzlicher Aufwand entsteht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.