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Belinda Bencic steht beim olympischen Tennisturnier in Tokio sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Viktorija Golubic in den Viertelfinals.
Im Einzel gab Bencic (WTA 12) zwar erstmals einen Satz ab, doch die 24-jährige Ostschweizerin setzte sich am Ende überzeugend 1:6, 6:2, 6:3 gegen die eine Position besser klassierte Tschechin Barbora Krejcikova durch.
Der Sieg ist umso wertvoller, als Bencic der Auftakt völlig missriet. Sie geriet auch im zweiten Satz sogleich wieder mit einem Break 0:1 in Rückstand, wendete das Blatt dann aber resolut. Sie nahm der French-Open-Siegerin gleich selbst zum ersten Mal den Aufschlag ab und lag in der Folge nie mehr im Rückstand. Die Entscheidung fiel durch Breaks zum 4:2 und 5:3 im dritten Durchgang. Den ersten Vorteil konnte die Schweizerin noch nicht nützen, den zweiten dann sehr souverän. Nach 1:54 Stunden verwertete sie den ersten Matchball mit einem Rückhand-Winner.
Bencic war miserabel in die Partie gestartet und bei starkem Wind 1:3 in Rückstand geraten, ehe die Spielerinnen durch Regen vorerst von den widrigen Bedingungen erlöst wurden. Auch nach eindreiviertel Stunden Pause brauchte die Ostschweizerin ein bisschen Anlaufzeit, ehe sie die Oberhand gegen die Tschechin gewann, die in den letzten zwei Monaten auf Sand, Rasen und Hartplatz nur eine von 23 Partien – im Wimbledon-Achtelfinal gegen die spätere Siegerin Ashleigh Barty – verloren hatte.
Nun ist Bencic den Medaillen schon recht nah. Gewinnt sie im Viertelfinal gegen Anastasia Pawljutschenkowa (WTA 18), hat sie zwei Chancen auf eine Medaille – mit einem Sieg im Halbfinal oder im Spiel um Bronze. Sie hat vier von sechs Partien gegen die Russin gewonnen, die letzte im Februar 2020 kurz vor der Corona-Pause aber verloren. Pawljutschenkowa gab auf dem Weg in die Viertelfinals in drei Partien nur gerade sieben Games ab.
Auch im Doppel im Hoch
Deutlich dramatischer verlief am Ende der Doppel-Achtelfinal von Belinda Bencic und Viktorija Golubic gegen das spanische Duo Garbiñe Muguruza/Carla Suarez Navarro. Auch hier mussten die Schweizerinnen einen Satzrückstand aufholen, ehe sie sich 3:6, 6:1, 11:9 durchsetzten. Im Match-Tiebreak führten sie scheinbar beruhigend 8:5, ehe die Hände doch noch etwas zu zittern begannen.
Die Spanierinnen gewannen vier Punkte in Folge und kamen so zu einem Matchball. Am Ende war es aber die Zürcherin Golubic, die am Netz die drei letzten Punkte energisch für das Schweizer Duo sicherte. Die Chancen auf eine Medaille sind nun sehr realistisch, im Viertelfinal gegen die Australierinnen Ellen Perez/Samantha Stosur sind Bencic/Golubic zu favorisieren. Seit Peking 2008 gab es bei Olympischen Spielen immer eine Tennis-Medaille für die Schweiz.
ck, sda