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Rad WM: Viele Medaillen, nur eine aber in olympischer Disziplin
Im Medaillenspiegel der Super-WM in Schottland, die Titelkämpfe in zwölf Rad-Sparten vereinte, erscheint die Schweiz als Siebte zwar in den Top 10. Doch bezogen auf olympische Disziplinen ist die Ausbeute mager.
Die Schweiz stand am Ende der elf Wettkampftage mit 16 Top-3-Plätzen zu Buche. Sechsmal gab es WM-Gold, die wertvollsten im Mixed-Teamzeitfahren auf der Strasse und im Team-Wettkampf der Mountainbiker. Dazu triumphierten die Schweizer zweimal im Bereich Elektro-MTB, mit dem Kunstrad-Vierer und durch den BMX-Racer Filib Steiner in der U23-Kategorie.
Keiner dieser Wettbewerbe wird jedoch im nächsten Jahr an den Olympischen Spielen in Paris (26. Juli bis 11. August) zur Austragung kommen. Nimmt man Olympia als Massstab, so hat nur eine von den Schweizern in Schottland gewonnene Medaille eine hohe Wertigkeit: diejenige von Mountainbiker Nino Schurter. Der 37-jährige Bündner erreichte am Samstag im Cross-Country den 3. Rang, seine 13. Medaille in dieser Disziplin.
Obwohl vor Jahresfrist, als die Weltmeisterschaften einzeln und an verschiedenen Orten stattfanden, sechs Medaillen in olympischen Disziplinen resultiert hatten, mochte Patrick Müller nicht von einer Enttäuschung sprechen. “Klar hätten wir uns mehr erhofft, aber einige Male sind wir nur ganz knapp hinter den Medaillenrängen geblieben”, sagte der ehemalige Radprofi, der nun Leistungssportchef bei Swiss Cycling ist, und zählte die Plätze 4 (Marlen Reusser) und 5 (Stefan Küng) in den Strassenrennen plus Rang 5 von Mountainbikerin Alessandra Keller im Cross-Country auf.
Für Müller stimmte die Leistung seiner Athletinnen und Athleten. “Vielleicht haben wir uns die Medaillen ein bisschen für nächstes Jahr und 2025 aufgespart”, hofft der Schaffhauser. Die Sommerspiele in Paris seien nun das nächste grosse Ziel, so Müller. Ende September 2024 folgt zudem die Rad-WM zuhause in Zürich, in zwei Jahren ist das Wallis Austragungsort der Mountainbike-WM.
Gut war die Ausbeute der Schweizer Delegation auch im Para-Cycling, das an der kombinierten WM in Schottland integriert war. Mit neun Podestplätzen – alle in Disziplinen, die nächstes Jahr an den Paralympics in Paris (28. August bis 8. September) zur Austragung gelangen – reichte es ebenfalls in die ersten zehn des Medaillenspiegels. Überragende Athletin war die Zürcherin Flurina Rigling mit fünf Medaillen, zwei davon in Gold.
(text:sda/bild:keystone)
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