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Die politischen und sozialen Missstände in den USA spitzen sich zu: Die Corona-Pandemie wütet nach wie vor ungebremst. Die Polarisierung zwischen den Klassen wird immer stärker. Rechte Kräfte proben den Aufstand. Unbezahlbare Privatschulden, gigantische Warteschlangen an den Tafeln, Trump und Black Lives Matter – all das sind einzelne Symptome, die allesamt die Krise des Kapitalismus als Ausgangspunkt haben.
Trump wurde kurzerhand von Twitter und einer Reihe anderer wichtiger Social-Media-Plattformen verbannt, nachdem er letzte Woche seine Anhänger dazu ermutigt hatte, das Kapitol zu stürmen. Obwohl darin eine erfreuliche Ironie liegt, müssen Marxisten nüchtern die Auswirkungen dieses Schrittes der Big-Tech-Kapitalisten betrachten.
Das Jahr 2021 hat mit einem Paukenschlag begonnen. Falls noch jemand Zweifel hatte: die Ereignisse rund um die Erstürmung des Kapitols in Washington am 6. Januar 2021 haben die Tiefe der Krise des US-Kapitalismus enthüllt. Und das ist erst der Anfang.
Die diesjährige US-Präsidentschaftswahl war nicht wie jede andere. Ursprünglich wurde ein komfortabler Sieg für Biden vorausgesagt. Stattdessen kam es zu einem tagelangen Wahlkrimi, bei dem bis zum Ende nicht klar war, ob nicht doch Trump am Ende das Rennen machen könnte.