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Nach dem überwältigenden Erfolg des NES war es wenig überraschend, dass Nintendo 1990 mit dem SNES nachlegte. Das Super Nintendo Entertainment System, wie das SNES eigentlich heisst, wurde auf dem amerikanischen und europäischen Markt allerdings bewusst zurückgehalten, da sich das NES zusammen mit dem Game Boy noch sehr gut verkaufte und Nintendo daher keine Notwendigkeit sah, eine neue Konsole auf den Markt zu bringen. Somit erschien das SNES in den USA erst 1991, in Europa sogar erst 1992. Obwohl das SNES in einigen Bereichen erneut wegweisend war, konnte es technisch doch nicht so überzeugen wie der Vorgänger. Insbesondere der Prozessor war im Vergleich zu dem des grossen Konkurrenten Sega Mega Drive wesentlich schwächer. Das Design des Controllers war dagegen wieder wegweisend, denn hier führte Nintendo verschiedene Elemente ein, die sich bis heute durchgesetzt haben.
Grundlegend war der Controller zwar sehr ähnlich aufgebaut wie der des NES – das Steuerkreuz auf der linken Seite, die Optionstasten in der Mitte und auf der rechten Seite die Aktionsknöpfe – allerdings war der Controller etwas abgerundet, sodass er deutlich besser in der Hand lag. Ausserdem verfügte der Controller des SNES über vier Aktionsknöpfe, die in der auch heute noch üblichen Rautenform angeordnet waren: zwei Knöpfe nebeneinander in der Mitte und je ein Knopf darüber und darunter. Darüber hinaus führte Nintendo mit dem SNES-Controller die Schultertasten ein, die sich an der Vorderseite des Controllers befanden und mit den Zeigefingern bedient wurden.
Der Erfolg des SNES war nicht zuletzt der Auswahl an Spielen geschuldet, die für die Konsole erschienen. Zahlreiche bekannte Spielreihen, wie etwa
Obwohl Nintendo mit dem SNES wieder die Konkurrenz überflügelte, konnten die Japaner mit dem Nachfolger des NES nicht ganz an den Erfolg anknüpfen – weltweit wurden etwa 60 Millionen NES verkauft, aber „nur“ 49 Millionen SNES. Der wichtigste Grund hierfür dürfte fehlende leistungstechnische Entwicklung sein. Da das SNES abwärtskompatibel sein sollte, wurde nur ein relativ schwacher 8-bit-Prozessor verbaut, der zu einem 16-bit-Prozessor aufgewertet wurde. Für echte Fans ist dieser Umstand aber natürlich nebensächlich, zumal die Technik des SNES mittlerweile ohnehin völlig überholt ist. Heutzutage steht das SNES vielmehr aus nostalgischen Gründen im Wohnzimmer, denn es erinnert an eine vergangene Videospiel-Epoche.