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Untouchable – The Inside Story of the Harvey Weinstein Scandal
Regie: Ursula Macfarlane
Mitw.: Andy McDowell, Rosanna Arquette, Paz de la Huerta, Erika Rosenbaum, Nannette Klatt, Ken Auletta, Ronan Farrow, Jack Lechner, Caitlin Dulany, Mark Gill, Kim Masters u.a.
Er war jahrzehntelang einer der mächtigsten Männer Hollywoods, machte als Produzent Filmgeschichte mit Werken wie «Pulp Fiction», «The English Patient», «The King’s Speech» oder «Shakespeare in Love»: Harvey Weinstein. 1952 in New York als Sohn einer gut situierten jüdischen Familie geboren, organisierte er bereits als Student Theateraufführungen und kleine Filmfestivals und bewies grosses Geschick darin, Leute für sich einzunehmen und von sich abhängig zu machen. 1979 gründete er zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Bob die Filmproduktionsfirma Miramax. Diese wurde rasch sehr erfolgreich und machte die Gebrüder Weinstein bereits in den 1980er-Jahren reich. 1993 verkauften sie Miramax an Disney und avancierten 2005 mit ihrer neu gegründeten Firma The Weinstein Company zur damals wohl einflussreichsten Produktionsgesellschaft der Filmwelt – bis im Oktober 2017 dank Enthüllungen im New Yorker und in der New York Times der tiefe Fall und die Geburtsstunde von #MeToo folgten. Harvey Weinstein, der sich geschäftlich einige Jahre zuvor von seinem Bruder getrennt hatte, wurde der sexuellen Belästigung und Nötigung sowie auch der Vergewaltigung Dutzender Frauen beschuldigt. Was man bereits seit Jahren in der Branche gemunkelt hatte, kam endlich ans Licht: Weinstein hatte über Jahrzehnte hinweg in perfider Weise Frauen aus dem Filmgeschäft gefügig gemacht, bisweilen auch mit Gewalt – und wenn sie drohten, ihn zu verklagen, erkaufte er sich ihr Schweigen mit Beträgen von bis zu einer halben Million Dollar. Journalisten, die seit Längerem über ihn recherchierten hatten, drohte er mit Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad, zu dem er gute Beziehungen pflegte. Die britische Regisseurin Ursula Macfarlane rollt in ihrer minutiös recherchierten Dokumentation nicht nur den Weinstein-Skandal auf, sondern zeichnet mit unzähligem Archivmaterial auch den Aufstieg des Filmmoguls nach. Zahlreiche seiner weiblichen Opfer, darunter Andy McDowell, Rosanna Arquette oder Paz de la Huerta, kommen ausführlich zu Wort. Darüber hinaus bietet sie auch männliche Kollegen aus dem Filmgeschäft auf, die erst jetzt, da Weinsteins Macht gebrochen ist und er auf seinen Prozess wartet, zu reden wagen.