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SRF, Schauplatz, Schweizer Autorinnen, 1.12.1986, Interview Helene Issler
Den ersten und einzigen Roman veröffentlichte Laure Wyss 1982. In «Das rote Haus» verbringen eine alleinerziehende Mutter, eine Journalistin und eine Hausfrau und Mutter einen Sommer und suchen nach einem Sinn in ihrem Leben.
Nach ihrem Roman arbeitete Laure Wyss an einem Sammelband mit Erzählungen und Tagebuchnotizen. Der Koffer mit dem Manuskript wurde ihr in Frankreich aus dem Auto gestohlen. Ein Strassenwischer fand später den weggeworfenen Koffer mit dem Manuskript im Gebüsch. Vom geplanten Sammelband erschienen 1984 drei Kurzgeschichten unter dem Titel «Tag der Verlorenheit».
In «Liebe Livia. Veras Tagebuch vom Januar bis Dezember» beschrieb Laure Wyss die Besuche der Journalistin Vera bei der Strafgefangenen Livia. Das Buch erschien 1985 und beruht auf den Begegnungen von Laure Wyss mit der Strafgefangenen B. im Gefängnis. B. und ihr Freund standen dem Terrorismus nahe und waren wegen Sprengstoffdelikten zu sieben Jahre Haft verurteilt worden.
Der Sammelband «Was wir nicht sehen wollen, sehen wir nicht» kam 1987 heraus und enthält Reportagen und Editorials aus dem «Tages-Anzeiger Magazin» sowie Gerichtsberichte, die Laure Wyss für die Gratis-Wochenzeitung «Züri Woche» verfasst hatte. Der Band zeitgt das Können der Journalistin und kritischen Zeitzeugin Laure Wyss.
In «Briefe nach Feuerland. Wahrnehmungen zur Schweiz in Europa» plädierte Laure Wyss gegen das schweizerische Abseitsstehen und für eine Öffnung hin zu Europa. Das Buch erschien 1997. Vier Jahre später lehnten die Stimmberechtigten den Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union ab.
Drei Jahre vor ihrem Tod publizierte Laure Wyss 1999 ihren zweiten Gedichtband. Der Titel «Rascal» lautet rückwärts gelesen beinahe «Lascar», wie der Titel ihres ersten Bandes, wären nicht die Buchstaben «s» und «c» vertauscht.
Wenn im Alter die Beine nicht mehr wollen und das Gehen schwer fällt, hilft nur die geistige Haltung. «Schuhwerk im Kopf» nannte Laure Wyss den Sammelband mit Kolumnen, die sie für die «WochenZeitung» über das eigene Altwerden geschrieben hatte. Zusammen mit anderen Texten erschienen diese Kolumnen im Jahr 2000.
Laure Wyss wollte nie eine Autobiografie schreiben, aber sie begann gegen Ende ihres Lebens Erinnerungen an Menschen festzuhalten, die für sie wichtig gewesen waren. Ein Andenken an den Grossvater, an den Herausgeber der «Davoser Revue», an den jüdischen Jugendlichen, der ein Konzentrationslager und die Flucht überstanden und bei ihr gelebt hatte. Diese Erinnerungen erschienen 2003 posthum in einem kleinen Band mit dem Titel «Wahrnehmungen».
SF Lipstick, 27.08.2000
Sendetitel: «Portrait der Schriftstellerin Laure Wyss»
Luzia Stettler im Gespräch mit Laure Wyss über das Buch «Weggehen ehe das Meer zufriert»
DRS Karussell, 27. 8. 1985
Kurzporträt und Interview von Aeschbacher mit Laure Wyss.
DRS Sonntagsinterview, 12. 1. 1992
Interview mit Laure Wysss, TV- und Zeitungsjournalistin der ersten Stunde und nachfolgend erfolgreiche Schriftstellerin. Laure Wyss erzählt über ihre Schriftstellerkarriere und über ihr Werk «Weggehen ehe das Meer zufriert».