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(Kt. Tessin,
Bez. Lugano).
606 m. Gem. und Pfarrdorf, Kreishauptort; mitten in Weinlauben und Kastanienselven
reizend gelegen; 8,5 km nö. vom Bahnhof
Lugano. Postablage; Postwagen nach
Lugano. Gemeinde, mit
Dino: 170
Häuser, 815 kathol.
Ew.; Dorf: 132
Häuser, 617 Ew.
Mais- und Roggenbau, Weinbau; Viehzucht. Etruskische Inschrift. Der 724 urkundlich zum erstenmal
erwähnte
OrtStimmus vicus oder Summovicum ist das oberste Dorf am Gehänge der
Denti della Vecchia.
Alte
Burgruine. Die dem h. Johannes dem Täufer geweihte Pfarrkirche stammt aus 1527 und birgt einen prachtvollen Altar aus weissem
Marmor. Das die Postablage bergende
Haus ist der ehemalige Sitz der Landvögte und zeigt heute noch in
seine Mauern eingefügte
Ringe, an denen man die Missetäter öffentlich zur Schau stellte. Sekundar- und Zeichenschule in
Dino.
Ackerbau und Viehzucht.
Mühle,
Sägen, Holzhandel. Eine Käserei in
La Chaux d'Abel. Sparkasse. Elektrische
Beleuchtung, Gas- und Wasserversorgung. Sonvilier ist ein schön gelegenes Dorf mit breiten
Gassen, grossen und behäbigen
Häusern und einer auf einer
Höhe stehenden zierlichen Kirche aus dem Jahr 1831. Das mehrfach durch Feuersbrünste heimgesuchte
Dorf ist heute einer der Mittelpunkte der jurassischen Uhrenindustrie. Lebhaft ist auch das geistige
und gesellige Leben, das in zahlreichen Gesellschaften und Vereinen mannigfaltiger Art eifrig gepflegt wird. 2 km w. vom
Dorf befindet sich im
Pré auBœuf die kantonale bernische Rettungsanstalt für Knaben französischer Sprache. 1,5 km osö.
Sonvilier erhebt sich auf einem steilen, ein tiefes
Tobel der
Montagne de l'Envers beherrschenden
Felsen
die heute noch imposante Burgruine
Erguel (s. diesen Art.), nahe welcher eine mächtige, in ihrem Wasserhaushalt jedoch stark
schwankende Stromquelle entspringt, die das Dorf mit Trinkwasser versorgt. Eine von Sonvilier aus südwärts ziehende gute
Strasse führt zunächst durch die
Forêt de
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Der Ort hatte seine eigenen Edeln,
die wahrscheinlich in einer festen Burg hausten, von der man in halber Höhe der Montagne du Droit nw.
vom Dorf noch einige Reste erkennen kann. Im 13. und 14. Jahrhundert finden wir diese Edeln in Pruntrut ansässig, wo sie
ein festes Haus besassen und eine ziemlich bedeutende Rolle spielten.