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Der Herr Badzun erklärt immer alles so gut!
Der Herr Badzun erklärt immer alles so gut!
Zum einen wird ein ganz geringer Teil der Chlorella in den Körper aufgenommen und zirkuliert. In die Struktur der Alge werden Schwermetalle aufgenommen und relativ fest verpackt - ein bißchen vergleichbar mit Aktivkohle. Bei der nächsten Leberpassage wird dieser Komplex herausgefilter und mit dem Gallensaft in den Darm gespühlt. Fast ein meachanischer Vorgang. Mobilisiertes Hg alleine wird genau so zunächst in den Darm befördert, aber wenn es nicht spätestens dort von einem "klammernden" Medium -sprich Chlorella- "in Empfang" genommen wird, dann wird es Minuten später gleich im Dünndarm resorbiert. Das ist einer der Gründe, warum man Hg und andere Schwermetalle ohne Unterstützung über Jahrzehnte nicht los wird.
Die zweite, zig-fach effektiver Ausleitung erfolgt über die Schwefelverbindungen in Bärlauch oder auch Knoblauch und vergleichbaren Gewächsen. Diese Schwefelverbindungen gehen mit Hg im Blut, Lymphe, also auch außerhalb der Ader zwischen den Zellen eine chemische Vebindung ein. Diese ist leicht löslich und landet ebenfalls via Kreislauf in der Leber, wird dort metabolisiert und das Hg wie oben in den Darm entsorgt, wo die Algen warten sollten. Das funktioniert aber nicht innerhalb der Zellen, sonder nur im extrazellulären Bereich - im Interstitium. Hg in den Zellen muß zunächst aus der Zelle herausgeschoben werden, was recht schwierig ist, da Hg die Zellstrukturen die es hinein lassen beim Eintritt zerstört. Es gibt also eigentlich keinen Rückweg mehr. Hg ersetzt/verdrängt in der Zelle andere Mineralien wodurch die Zelle zwar nicht stirbt, aber sie kann ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen. Handelt es sich dabei z.B. um eine Nervenzelle, dann wird an dieser Schadstelle ein Impuls -Gefühl, Geschmack, usw. oder Befehl an die Muskeln- nicht mehr weitergeleitet - es gibt Miss-Empfindungen und/oder Lähmungen (MS-Effekt).
In anderen Organen wird entsprechend die Organfunktion gestört. Mehr durch Zufall hat Dr. Omura entdeckt, daß Koriander in der Lage ist, Hg trotzdem durch die Zellwand wieder nach draußen schleust. Der Wirkmechanismus ist (mir) noch nicht bekannt, wurde aber mit radioaktiv markiertem Hg wissenschafftlich nachgewiesen.
Außerhalb der Zelle muß dann das Hg wie oben beschrieben weiterbefördert werden.
DMPS ist ebenfalls eine höchst potente Schwefelverbindung und wirkt ähnlich wie oben bei Bärlauch beschrieben. Allerdings wird wegen anderer Molekülbeschaffenheit der Komplex auch über die Nieren ausgeschieden. Beim oral genommenen DMPS wird bei der ersten Leberpassage das Molekül teilweise etwas "umgebaut" (First-Pass-Effekt), sodaß es später auch wieder über Leber/Galle ausgeschieden werden kann. Bei i.v. verabreichtem DMPS fehlt dieser Schritt fast völlig, und dann wird fast nur über die Nieren ausgeleitet.
Eigentlich ganz einfach, oder ;-)
Gruß
Matthias Badzun