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Pfahlbauer waren die Ersten
1935 wurden im See vor der Gemeinde Freienbach Spuren einer Seeufersiedlung (um 2750 v.Chr.) entdeckt; zahlreiche Fundgegenstände (Steinbeile, Pfeilspitzen, Keramikfragmente, Silex-Abschläge usw.) kamen später dort zum Vorschein. 965 schenkte Kaiser Otto I. die grundherrlichen Rechte über Freienbach dem Kloster Einsiedeln, das in Pfäffikon um 1250 einen Turm errichtete. Kirchlich gehörte Freienbach zunächst zur Pfarrei Ufnau. 1132 wurde eine Kapelle in Pfäffikon und 1150 eine im Dorf Freienbach geweiht. 1308 erfolgte die Ablösung von der Mutterpfarrei; Freienbach bildet seither eine eigenständige Pfarrei.
Im Alten Zürichkrieg brannte das Dorf Freienbach ab, als die Eidgenossen 1443 die Zürcher und Österreicher in einer Schlacht vertrieben. Die heutige Pfarrkirche St. Adalrich wurde 1672-74 gebaut. Das Kloster Einsiedeln errichtete 1762 auf seinem Rebgut das prächtige Leutschenhaus mit grossem Keller und Trotte.
Gemeindegründung 1848
Politisch gehörten Freienbach, Pfäffikon und Hurden zum Vorderen Hof (Pfäffikon), Bäch und Wilen zum Hinteren Hof (Wollerau). Die Bewohner verwalteten ihr Allmendgut an Weiden, Wald, Reben und Sandsteinbrüchen in eigenen Korporationen. Erst durch die Kantonsverfassung von 1848 erhielt die Kirchgemeinde auch politische Aufgaben im nun vereinten Bezirk Höfe. Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Pfäffikon.
Im 18. Jahrhundert sprengte einzig Bäch mit einer Sust, der Salzfaktorei und einer Papierfabrik den Rahmen landwirtschaftlichen Tätigkeit. In den 1820er Jahren fasste die Textilindustrie in Bäch und Pfäffikon Fuss. Neue Impulse erhielten Gastronomie und Gewerbe, als 1875 die links des Sees geführte Eisenbahnlinie eröffnet wurde, 1878 die Bahnverbindung von Pfäffikon über den neuen Seedamm nach Rapperswil und 1891 diejenige nach Arth-Goldau.
Dynamische Entwicklung
Die Eröffnung der Autobahn A3 Richtung Zürich 1968 hatte eine stürmische Entwicklung des ganzen Gemeindegebiets zur Folge, vor allem des Dorfes Pfäffikon. Die Gemeinde Freienbach wurde zur Wohn- und Industriegemeinde und zog dank eines tiefen Steuerfusses zahlreiche vermögende Zuzüger und internationale Unternehmen an. Als Knotenpunkt im Grossraum Zürich ist die Gemeinde Freienbach starkem Verkehr ausgesetzt. Doch die aufgelockerte Siedlungsweise mit Wiesen, Äckern, Rebbergen, Wäldern und einem grossen Naturschutzgebiet am See (Frauenwinkel) verleihen der Gemeinde trotz grosser Wohn- und Industriequartiere immer noch ein ländliches Gepräge.
Literatur
R. Henggeler, Die Gesch. der Korporation F., 1959A.
Suter, F.-Bäch 972-1972, 1972
U. Schelbert, Bevölkerungsgesch. der Schwyzer Pfarreien F. und Wollerau im 18. Jh., 1989
Beiträge zur Ortskunde Höfe von P. Odilo Ringholz, ca. 1920
Das Wappen
Das heutige Gemeindewappen wurde 1948 nach jahrzehnte-langen Auseinandersetzungen von der Hofleute-Korporation übernommen und zeigt drei nach links schreitende goldene Löwen im roten Feld. Die Symbolik hängt eng mit der historischen Verbindung zum Herzogtum Schwaben zusammen, das die drei übereinander schreitenden Löwen seit dem 13. Jahrhundert auf Schild und Fahnen trug. Der Bezug zum Herzogtum ergibt sich vom Ufnau-Inselheiligen Adelrich, von dessen Mutter Reginlinde und einem späteren Klosterabt, der ebenfalls dem Herzogengeschlecht von Schwaben angehört haben soll.
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