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Korallen im Quintnerkalk
Die Korallen wurden bei einem Sturmereignis von der nahe gelegenen Karbonatplattform weggerissen und in das offene Meer hinausgespült, wo sie im feinkörnigen Kalkschlamm eingebettet und im Laufe der Zeit zu einem Festgestein zementiert wurden.
Die nächsten Korallenriffe aus der Jurazeit sind am Kerenzerberg südlich des Walensees zu finden. Das Auftreten der Korallenriffe ist ein Hinweis, dass vor 150 Millionen Jahren in unserer Gegend ein trockenes und warmes Klima vorherrschte. Die mittlere Temperatur des Meerwassers sank nicht unter 20° C, und wegen der trockenen Witterung gab es keine Flüsse, die Nährstoffe vom Festland in das Meer transportierten. Die Lebensbedingungen waren vergleichbar mit unseren heutigen äquatornahen Schnorchel- und Tauchparadiesen.
Die Korallenriffe entstehen nur im flachen, vom Licht durchfluteten Wasser bis in 30 m Tiefe. Bei Stürmen verursacht ein hoher Wellengang Schäden an den Riffen und die im Flachwasser lebenden Muscheln, Schnecken, Korallen, Algen und Schwämme werden in das offene Meer hinaus gespült. Dort werden sie vom Schlamm des Meeresbodens zugedeckt und bleiben so als Fossilien erhalten. Der Quintnerkalk bildete sich in einem offenen Meer mit Wassertiefen zwischen 100 und 300 m.