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Fussball-WM kommt 2014 in Brasilien
Vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 fanden die 20. Fussball-Weltmeisterschaft – nach 1950 zum zweiten Mal in Brasilien – statt. 32 Nationalmannschaften verschiedener Kontinentalverbände (UEFA (Europa): 13 – CAF (Afrika): 5 – AFC (Asien) inkl. Australien): 4 – CONMEBOL (Südamerika): 6 (inkl. Gastgeber Brasilien) – CONCACAF (Nord- und Mittelamerika): 4 nehmen an der WM teil.
|WM BRASILIEN 2014

Datum: 12.06. – 13.07. 2014
Weltmeister: Deutschland
Teilnehmer: 32
Final: Deutschland – Argentinien 1:0 n.V.
Mannschaften:
Der Weg – das Ziel
Brasilien konnte Deutschland im Endspiel der WM von 2002 besiegen. 2014 verlor Brasilien gegen Deutschland, in der Heimstätte des Fussballs – dem Estádio do Maracanã in Rio de Janeiro –, mit 1:7.
Was ist in den zwölf Jahren dazwischen im Fussball dieser beiden Länder geschehen?
Eine Darstellung aus brasilianischer Sicht:
2002 Brasilien – unter Trainer Luiz Felipe Scolari schlägt die Seleção die deutsche Nationalmannschaft im Endspiel der WM mit 2:0. Es ist der Triumph der Generation Ronaldo, Rivaldo und Ronaldinho Gaúcho.
Deutschland – die Niederlage führt dazu, dass die deutschen Führungsspitzen einen Pakt schliessen, den Fussball im Land einer radikalen Veränderung zu unterziehen.
2003 Brasilien – es beginnt die erste brasilianische Meisterschaft, die mittels eines Punktesystems entschieden wird. Es gibt die ersten Denunzierungen von Korruption gegen den amtierenden Präsidenten des CBF, Ricardo Teixeira.
Deutschland – die deutsche Finanzbehörde untersucht die steuerliche Situation sämtlicher Teams der Ersten, Zweiten und Dritten Liga des Landes. Elf Jahre später führt ihr Druck zur Selbstanzeige und Gefängnis von Uli Höness, dem Ex-Präsidenten des FC-Bayern, in München, der sich ein geheimes Konto in der Schweiz, mit mehr als 20 Millionen Euro, angelegt hatte.
2004 Brasilien – die Steuerschulden der zwanzig grössten brasilianischen Clubs betragen summiert zirka 3 Milliarden Reais (1 Milliarde Euro) – alle schliessen ihre Bilanzen im roten Bereich ab.
Deutschland – von den achtzehn Vereinen der Bundesliga schliessen nur zwei das Jahr mit Schulden ab.
2005 Brasilien – die Basis-Kategorien der grossen brasilianischen Clubs werden von Unternehmern vereinnahmt. Um in einen grossen Club aufgenommen zu werden, sind vielversprechende Talente gezwungen, “Aufnahmegebühren“ an die Direktoren der Clubs zu zahlen.
Deutschland – der Deutsche Fussballbund (DFB) – er entspricht dem brasilianischen CBF – beginnt mit der Einrichtung von Zentren zur Ausbildung von Fussballspielern. Heute gibt es 390 solcher Ausbildungs-Zentren im Land.
2006 Brasilien – bei der WM in Deutschland wird Brasilien im Viertelfinale von Frankreich besiegt. Das Team von Carlos Alberto Parreira setzt sich zusammen aus einer spektakulären Generation (Kaká, Ronaldinho Gaúcho, Ronaldo Fenómeno, Roberto Carlos, Cafú, und anderen), aber es gelingt ihm nicht, zu überzeugen.
Deutschland – das deutsche Team landet auf dem Dritten Platz bei der WM “zuhause“. Junge Spieler beginnen sich zu zeigen und aufzusteigen, wie Phillip Lahm, Bastian Schweisteiger und Miroslav Klose. Detail: Diese Drei waren auch auf dem Spielfeld beim deutschen Sieg mit 7:1 im Maracanã!
2007 Brasilien – die “Campionato Brasileiro“ (Brasilianische Landesmeisterschaft) hat ein durchschnittliches Publikum von 12.000 Fans.
Deutschland – die Bundesliga erreicht eine Rekordbeteiligung mit durchschnittlich 45.000 Zuschauern pro Spiel. Bei den Spielen der Borussia Dortmund, einem der bedeutendsten Clubs des Landes, liegt der Publikumsdurchschnitt bei unglaublichen 80.000 Personen!
2008 Brasilien – Der CBF von Ricardo Teixeira verstrickt sich in neue Fälle von Korruption. Während der Verband immer reicher wird, bewegen sich die Clubs am Rand der Insolvenz.
Deutschland – geleitet von den Clubs selbst, führt die Bundesliga strenge Administrations-Normen ein – ähnlich denen von Grossunternehmen.
2009 Brasilien – der brasilianische Fussball exportiert immer mehr Fussballer – und sie verlassen ihre Heimat immer jünger. Die Teams in der Heimat haben keine nennenswerten Spieler mehr.
Deutschland – die Bundesliga ist reich und strotzt voller Spieler – ihre Spiele werden in mehr als 180 Länder übertragen.
2010 Brasilien – unter dem Ex-Fussballer Dunga als Trainer nimmt die “Seleção“ an der WM in Südafrika teil und wird im Viertelfinale von Holland geschlagen.
Deutschland – ist die Sensation der WM in Südafrika – die deutsche Mannschaft besiegt Argentinien mit 4:0 im Viertelfinale. Im Halbfinale werden die Deutschen dann von Spanien in einer dramatischen Partie geschlagen – Spanien wird Weltmeister.
2011 Brasilien – die Seleção wird zunehmend international und beginnt, die Identifikation mit ihrem Publikum zu verlieren. In der Seleção“ der WM 2014 haben 19 von den 23 zur WM berufenen Spielern einen Vertrag mit dem Ausland, spielen also in ausländischen Clubs.
Deutschland – in die deutsche Nationalmannschaft werden vorzugsweise solche Spieler berufen, die auch in der Bundesliga spielen. Bei der WM 2014 ist Deutschland mit den wenigsten internationalen Spielern unter den grossen Teams vertreten. Von den 23 Athleten der WM-Auswahl spielen 15 in Deutschland.
2012 Brasilien – Trainer Luiz Felipe Scolari übernimmt die “Seleção“ – an seiner Seite der treue Kampfgefährte Carlos Alberto Parreira. Felipão beginnt seine “Familie“ zusammenzustellen und die Gruppe abzuschliessen.
Deutschland – trotz des guten Fussballs der letzten Jahre, lädt der Trainer Joachim Löw neue Talente in sein Team ein, wie zum Beispiel den Mittelfeldspieler Mario Götze, der gerade mal zwanzig Jahre alt ist.
2013 Brasilien – nachdem er den Confederations-Cup gewonnen hat, sagt Felipão, dass er sein Team gefunden habe, das bei der WM 2014 den sechsten World-Cup für Brasilien gewinnen werde. Er plant keine weiteren taktischen Variationen für diese WM.
Deutschland – Joachim Löw testet sechs neue Spieler, die bis dato noch nie ein Trikot der Nationalmannschaft getragen hatten. Seine Idee ist es, eine möglichst grosse Anzahl Athleten zu beobachten, die Besten mitzunehmen, um jederzeit mit 23 hoch trainierter Spieler auswechseln zu können.
2014 Brasilien – Felipão konzentriert seine Trainingsarbeit auf den Aspekt Motivation. Sagt, dass er sich nicht um andere Teams irgendwelche Sorgen mache – verzichtet auf Trainings – und schliesst Änderungen in seiner Aufstellung aus, trotz des schwachen Fussballs seines Teams bei den Freundschafts-Begegnungen und auch zu Beginn der WM. Und er bekommt die Quittung: sieben Tore von Deutschland im Halbfinale und weitere 3 gegen Holland im Spiel um Platz drei.
Deutschland – Während der WM erhält die technische Kommission tägliche Berichte, die von der Universität in Köln ausgearbeitet werden. Dieses Material präsentiert vollständige Informationen über alle Gegner, wie zum Beispiel die technische Kapazität ihrer Spieler und ihr emotionales Profil.
Ergebnis: Deutschland siegt 7:1 gegen Brasilien und wird Weltmeister 2014 in Brasilien!
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