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Basel, 1. Viertel 16. Jahrhundert
Nadelholz, mit Temperafarben bemalt; Eisenbeschläge
H. 18,8 cm, Dm. 11,8 cm
Inv. 1875.31.c.
Ein ausgehöhlter, dickwandiger Holzzylinder mit Deckel, durch schwere Eisenmontierungen und ein heute verlorenes Vorhängeschloss gesichert: So präsentiert sich diese Sammelbüchse als ein sicheres Behältnis für die eingeworfenen Münzen. Geldbüchsen dieser Art fanden sich an den Stadttoren für das Torgeld oder in den Kirchen für die Almosen. Die genaue Zweckbestimmung geht in diesem Fall aus ihrer Bemalung hervor: Zwei weisse Stäbe, die wegen ihrer Form mit den beiden Knäufen am oberen Ende eindeutig als Pilgerstäbe zu identifizieren sind, zeigen an, dass die hier eingelegten Spenden für den Unterhalt von durchreisenden Pilgern verwendet wurden. Ob die Büchse in einer Basler Kirche oder in einer Pilgerherberge aufgestellt war, ist nicht mehr feststellbar.