Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/208239

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss Bericht der Arbeitsgruppe "Mobilfunk und Strahlung" ist die Strahlenbelastung durch Mobilfunkanlagen in der Schweiz mit jener im Ausland vergleichbar. Gleichzeitig wird im Bericht behauptet, durch die Anlagegrenzwerte werde die Strahlung in der Schweiz deutlich strenger begrenzt.</p><p>Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist korrekt, dass die Anlagegrenzwerte in der Schweiz rund zehnmal strenger sind als im grenznahen Ausland. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass auch die durchschnittliche Strahlenbelastung in der Schweiz entsprechend tiefer ist als im Ausland. Die beiden Aussagen beziehen sich auf verschiedene Masse: den Durchschnittswert und den Maximalwert. Die Belastung durch Mobilfunkstrahlung variiert örtlich und zeitlich stark. Die über alle Aufenthaltsorte und die Zeit gemittelte Belastung ist in der dicht besiedelten Schweiz gemäss ersten Erhebungen etwa gleich hoch wie im Ausland (Durchschnittswert). Der Anlagegrenzwert begrenzt hingegen die maximal mögliche Exposition an Orten wie beispielsweise in Wohnungen in der Umgebung von Mobilfunkantennen. Ein systematischer Vergleich der Immissionen in Wohnungen neben Mobilfunkbasisstationen in der Schweiz und im Ausland liegt bislang allerdings nicht vor.</p>