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Im Gleichschritt mit der Produktion nimmt auch die Verwertung von Biomilch zu. Die verarbeitete Biomilchmenge wächst 2019 um 5.7% und erreicht 230’000 Tonnen. Die Verwertung von Biomilch liegt immer etwas unter der Produktion. Der Grund dafür ist, dass ein Teil der produzierten Biomilch deklassiert wird, indem beispielsweise Biomilch in Käsereien, auf Alpbetrieben und in abgelegenen Gebieten zu konventionellen Milchprodukten verarbeitet wird. In den letzten 15 Jahren sank die Differenz von 26% auf 11%.
Die grossen Zusatzmengen führten im Jahr 2019 zu einem temporären Marktungleichgewicht, welches sich in vollen Biobutterlagern in den Sommermonaten (510 t in Kalenderwoche 33, +86% ggü. 2018) äusserte. Ein Grossteil dieser Butter wurde im Herbst 2019 auf Kosten der Bioproduzenten konventionell vermarktet. Die Tiefkühlbutterlager blieben bis Ende Februar leer. Anfang Juli (KW 29) betrug der Lagerbestand 72 Tonnen, was im Vergleich zur Vorjahreswoche einem Minus von 85.4% oder 420 Tonnen entspricht.
Biomilch wird hauptsächlich zu Konsummilch, Käse und Butter verarbeitet. Im Jahr 2019 wurden die grossen Milchmengen im Frühjahr vor allem zu Butter verarbeitet. Aus diesem Grund verzeichnet Butter ein Wachstum von fast 20% im Vergleich zum Vorjahr. Weiter zulegen konnte in den letzten Jahren auch die Verwertung zu Biokäse.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 23.07.2020