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1. Was ist ein Ödem
Pathologische Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem.
2. Nennen Sie fünf pathogenetisch unterschiedliche Ursachen für ein Ödem
.
2.2 Welche Ursachen für Ödeme kennen Sie?
Ursachen für Ödeme:
Regionale Ödeme
2(5). Unterscheiden Sie verschiedene Formen von Ödemen nach ihrer Pathogenese
Hier nach Art der austretenden Flüssigkeit (s. auch Frage 2)
Proteinarmes Ödem (Transsudat):
Fehlende Wiederaufnahme von Gewebsflüssigkeit im venösen Schenkel des Gefäßsystems durch die Erniedrigung des onkotischen Gefäßdrucks (bei Eiweißmangel)
Verstärkte Filtration von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem ins umgebende Gewebe durch die Erhöhung des hydrostatischen Gefäßdrucks (Herzinsuffiziens)
oder die Zunahme des Blutvolumens (Nierenversagen, Schwangerschaft)
Abflussbehinderung der filtrierten Gewebsflüssigkeit im Lymphsystem oder im venösen System
Proteinreiches Ödem (Exsudat)
Zunahme der Gefäßpermeabilität durch entzündungsbedingte Mediatorsubstanzen
2.1. Warum entstehen im chronischen Hungerzustand Ödeme?
Verminderte Proteinaufnahme führt zur verminderter Proteinsynthese.
Dies senkt den kolloidosmotischen Druck, dadurch verminderte Rückresorption von Flüssigkeit ins Gefäßsystem à Ödeme meist im Bauchraum
(Verminderte Proteinsynthese gibt es auch durch Leberinsuffizienz, Alkoholismus, Malabsorption)
2.3. Was verstehen Sie unter einem Lymphödem?
Das Lymphödem beschreibt eine (eindrückbare) Schwellung der Haut und Unterhaut (Delle) durch die eingeschränkte Transportkapazität von Lymphgefäßen = Lymphstau
z.B. durch Lymphgefäßmissbildung, -verlust, Lymphgefäßverlegung durch Entzündung, Tumor
2.4. Warum entsteht bei einer lokalen Entzündung ein Ödem?
Bei Entzündungen kommt es zu einer vermehrten Durchblutung und einer erhöhten Gefäßdurchlässigkeit (Permeabilität). Dabei können örtlich begrenzte (lokale) Ödeme entstehen.