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Der Swiss Lotto Jackpot stand letzten Mittwoch bei rund CHF 14 Mio. Der Spieler mit der richtigen Wette kann im besten Fall den gesamten Traumbetrag mit nach Hause nehmen, während alle andere Spieler leer ausgehen. Indem sich der Wetteinsatz beim Swiss Lotto hoffentlich in Grenzen hielt, sollte es dann trotzdem noch für ein «Osternestchen mit Zuckereili und Schoggihasen» reichen.
Am Ostersonntag gilt dann aber auch für den Lottospieler, wie jedes Jahr, ein anderes Prinzip: «Man sollte nicht alle Eier ins selbe Körbchen legen» (siehe auch unser früherer BLOG Post dazu). Und dieser Grundsatz gilt nicht nur an Ostern, sondern in allen Bereichen, in denen Vermögenserhalt höher gewertet wird als die Erreichung des höchstmöglichen Gewinns.
Was unterscheidet den Lottospieler von einem Anleger?
Zur Veranschaulichung vergleichen wir die Ertragserwartung eines Lottospielers vom letzten Mittwoch und eines swisspeers Investors in 2017.
Der Lottospieler kann mit einem Mindesteinsatz von CHF 5 bei einem Vollerfolg eine sensationelle Summe von CHF 14 Mio. erzielen. Die statistische Wahrscheinlichkeit ist mit 0.0000032% bekanntlich sehr bescheiden. Damit sich das Konzept des Lottospiels langfristig aufrechterhält, kann davon ausgegangen werden, dass im Durchschnitt alle anderen Lottospieler auf ihrem Einsatz von gesamthaft CHF 14 Mio. einen Totalverlust erleiden mussten.
In 2017 haben Investoren auf der swisspeers Plattform Kreditprojekte im Betrag von rund CHF 12.3 Mio. finanziert, die bei einer Laufzeit von 3 Jahren im Durchschnitt eine Rendite von 5.5% p.a. abgeworfen haben. In einem Kreditprojekt über CHF 100'000 haben Investoren nach einem halben Jahr einen Kreditausfall hinnehmen müssen, d.h. das «Zuschlagen» eines Kreditausfalls resultierte auf 1.25%.
Was wären also die adäquaten Erwartungen eines Lottospielers und Anlegers?
Der Lottospieler hat bei einer sehr, sehr wahrscheinlichen Inkaufnahme eines Totalverlusts eine geringe Zuversicht auf einen Volltreffer, der Anleger kann bei einer Inkaufnahme einer limitierten Gewinnmöglichkeit in den meisten (Fällen) mit einem Gewinn rechnen.
Was wären dann die adäquaten Handlungsstrategien für den Lottospieler und den Anleger?
Der Lottospieler hatte am letzten Mittwoch einen erwarteten Gewinn von 44 Rappen (errechnet aus der Wahrscheinlichkeit mal CHF 14 Mio.) mit einem Einsatz von 5 Franken rund 11-mal überbezahlt. Es ist für einen Lottospieler darum nicht sinnvoll, sein Spiel unter den gleichen Voraussetzungen zu wiederholen.
Der Anleger hingegen kann in den meisten Fällen mit einer limitierten, aber positiven Rendite rechnen und sollte darum versuchen, den Investitionsbetrag, der von einem Kreditausfall erwartungsgemäss betroffen sein wird, möglichst klein zu halten.
Und hier lohnt sich die Strategie, die Anlagen auf möglichst viele Körbe zu verteilen. Der Anleger weiss im Gegensatz zum Lottospieler nicht, wie hoch im nächsten Jahr die Kreditausfallrate sein wird und welche Kredite davon betroffen sein werden. Der Anleger muss also damit umgehen können, dass sein Portfolio von einem oder mehreren Kreditausfällen je nach Wirtschaftsumfeld und spezifischen Ereignissen betroffen sein kann.
Die obenstehende Grafik zeigt die Rendite eines Portfolios nach einem Jahr mit 1, 2.5 respektive 4 Kreditausfall-Treffern in der Mitte des Jahres (nach 6 Monaten). Es wird davon ausgegangen, dass bei einem Kreditausfall der gesamte ausstehende Betrag verloren geht. Für die Portfolios wird davon ausgegangen, dass alle Tranchen denselben Betrag haben und 5.5% Zins pro Jahr generieren.
Fazit für Anleger
Mit der Diversifikation reduziert ein Anleger zwar nicht die Wahrscheinlichkeit von solchen Kreditausfällen, aber er kann die Höhe des zu erwartenden Verlustes pro Kreditausfall reduzieren.
Damit ist das Osterprinzip auch für den Anleger bewiesen: Je mehr Anlagen Sie im Crowdlending Portfolio haben, desto besser sind Sie für alle Wirtschaftslagen gewappnet.
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