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Stiefkindadoption
Art. 264c ZGB:
1 Eine Person darf das Kind adoptieren, mit dessen Mutter oder Vater sie:
- verheiratet ist;
- in eingetragener Partnerschaft lebt;
- eine faktische Lebensgemeinschaft führt.
2 Das Paar muss seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen.
3 Personen in einer faktischen Lebensgemeinschaft dürfen weder verheiratet noch durch eine eingetragene Partnerschaft gebunden sein.
Formelle Voraussetzungen
- Mindestens 16 / höchstens 45 Jahre Altersunterschied zwischen Kind und Stiefvater bzw. -mutter (variabel), Art. 264d ZGB
- Zustimmung der leiblichen Eltern des Kindes, Art. 265a ZGB
- Zustimmung des urteilsfähigen Stiefkindes, Art. 265 ZGB
Die Adoptionsvoraussetzungen müssen bereits bei der Einreichung des Gesuchs erfüllt sein (Art. 268 Abs. 2 ZGB).
Art. 265c ZGB: Absehen von der Zustimmung
Von der Zustimmung eines Elternteils kann abgesehen werden, wenn er unbekannt, mit unbekanntem Aufenthalt länger abwesend oder dauernd urteilsunfähig ist.
Art. 265d ZGB: Entscheid bei fehlender Zustimmung
1 Wird das Kind adoptionswilligen Personen zum Zweck der späteren Adoption anvertraut und fehlt die Zustimmung eines Elternteils, so entscheidet die Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes auf Gesuch der mit der Vormundschaft oder Beistandschaft betrauten Person, einer Vermittlungsstelle oder der adoptionswilligen Personen und in der Regel vorgängig, ob von dieser Zustimmung abgesehen werden kann.
2 In den andern Fällen ist hierüber anlässlich der Adoption zu entscheiden.
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