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Die Kommission für rechtsfragen des Ständerates hat die Motion Quadri mit 10 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt. In Anlehnung an die Regelungen in Österreich sieht die Motion das Verbot für islamische Gebetsstätten und Imame vor, Gelder aus dem Ausland anzunehmen. Zudem sollen islamische Zentren verpflichtet werden, die Herkunft und die Verwendung der Finanzen offenzulegen und die Predigt in der Sprache des Ortes abzuhalten.
Die Kommission erachtet es grundsätzlich als problematisch, die Gesetzgebung auf eine bestimmte Religionsgemeinschaft auszurichten. Sie weist darauf hin, dass in Österreich – im Gegensatz zur Schweiz – islamische Religionsgemeinschaften auf nationaler Ebene zurückgehend auf die Österreichisch-Ungarische Monarchie öffentlich-rechtlich anerkannt sind und die Vorschriften zur Finanzierung im Zusammenhang mit dieser Anerkennung stehen.
Die Kommission ist der Ansicht, dass extremistischen islamistischen Predigern und Gemeinschaften auf andere Weise Einhalt geboten werden kann. Sie weist unter anderem auf das neue Nachrichtendienstgesetz sowie den am 4. Dezember 2017 verabschiedeten Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus hin.
Für die Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung müssen religiöse Betreuungspersonen bereits heute Kenntnisse der am Arbeitsort gesprochenen Landessprache haben und mit dem gesellschaftlichen und rechtlichen Wertesystem der Schweiz vertraut sein (Artikel 7 der Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern).