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6.2 Schwerpunkt einstellen
Bis jetzt ist der Schwerpunkt nur grob ermittelt und zwar nach dem Motto: Das Modell bei etwa 30 Prozent der Flügelmittellinie aufhängen; zeigt die Schnauze ein wenig nach unten, dann stimmt der Schwerpunkt schon irgendwie. Selbst ein sauber gebautes Modell, dessen Schwerpunkt so grob eingestellt ist, kann seine Kunstflugfähigkeiten wohl kaum entfalten.
Deshalb muss die exakte Schwerpunktlage erflogen werden. Geben Sie etwa 50 bis 75 Prozent Gas und rollen Sie das Modell auf den Kopf. Fliegt der Vogel mit nur viel Tiefenruder geradeaus, dann ist der Flieger kopflastig und benötigt mehr Gewicht im Schwanz. Entweder entfernen Sie Trimmblei aus der Schnauze oder verschieben den Akku nach hinten. Doch Vorsicht, das Stromkabel für die Empfangsanlage darf nicht zu lang werden: Vor allem bei Benzinmotoren mit Zündanlage wirkt sich eine lange Stromzuführung oft negativ auf die Reichweite der Fernsteuerung aus. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine FM- oder PCM-Anlage handelt.
Es kann jedoch auch eine andere Situation eintreten: Mit neutralem Höhenruder fliegt das Modell auf dem Kopf und steigt nach oben weg. Jetzt ist die Kunstflugmaschine geringfügig schwanzlastig und benötigt Blei in der Nase.
Richtig ist der Schwerpunkt eingestellt, wenn das Modell mit neutralem Höhenruder oder ganz wenig Tiefenruder geradeaus fliegt.