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Seit vielen Jahren schauen wir dieses rostige Rohrstück an, welches neben der Balsa, unserem Bewässerungsbecken, zum Boden herausragt...
Immer wieder kam die Frage von verschiedensten Seiten auf, „War das einmal eine Quelle?“ oder „Könnte man hier vielleicht Wasser pumpen?“. Wir fanden keine schriftlichen Informationen über dieses Bohrloch. Man kann nur schätzen, dass es vor rund 30-40 Jahren gebohrt wurde. Der ehemalige Betriebsleiter Antonio selig hatte mir einmal nebenbei gesagt dort habe man Wasser gesucht aber nicht in ausreichendem Ausmasse gefunden.
Früher, als man nur die Überflutungstechnik kannte, musste eine Quelle eine konstante und relativ grosse Menge von Wasser pro Minute liefern, um als interessant angeschaut zu werden. Wenn ein Bohrloch diese Minimalanforderungen nicht erfüllte, wurde es aufgegeben. Mit der Tröpfchenbewässerung braucht man heutzutage viel weniger Liter / Min. Daher hofften wir, einen konstanten Wasserfluss, der unsere heutigen Anforderungen erfüllt, vorzufinden.
Deshalb liessen wir das Potenzial dieser Quelle heute messen. Es wurden zwölf 9 m-Rohrsegmente montiert und eine Tauchpumpe wurde auf eine Tiefe von 100 m heruntergelassen (das Bohrloch ist noch tiefer), um das Wasser an die Oberfläche zu befördern. Vor Beginn der Pumptätigkeit war der Wasserspiegel 24 m unter dem Boden. Dann wurde der Generator in Gang gesetzt und schon ein paar Minuten später kam das erste Wasser zum PVC Rohr heraus. Alles jubelte! Man merkte aber bald, dass der Wasserspiegel rasch sank. Innert einer halben Stunde fiel er von 24 m auf 100 m und auf schlussendlich saugte die Pumpe gar kein Wasser mehr, weshalb sie abgeschaltet werden musste.
Die Schlussforderung: Hier ist leider nichts zu wollen. So schliessen auch wir wieder dieses Bohrloch, allerdings haben wir diesen Befund nun schriftlich dokumentiert, damit unsere Nachfolger nicht dieselbe Übung machen müssen!