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Die Endometriose ist keine bekannte, aber wohl einer der häufigsten Unterleibs-Erkrankungen, die Frauen haben. Die Ursache liegt bei Ansiedlungen von verschiedenen Geweben. Dieses Gewebe ähnelt der Gebärmutterschleimhaut, allerdings befindet sich dieses ausserhalb der Gebärmutter. Fachleute bezeichnen dieses Phänomen als "Endometriose-Herde". Manche Frauen leiden unter dieser Erkrankung und wissen es nicht.
Bei der Endometriose handelt es sich um eine gutartige Erkrankung, dennoch sollte sie schnellstmöglich behandelt werden, wenn es zu Schmerzen oder Verwachsungen im Bauchraum kommt, denn dann kann es wirklich sein, dass die Frau nicht mehr schwanger werden kann.
Ursachen von Endometriose
Es gibt unterschiedliche Theorien, wie eine Endometriose entstehen kann. Es wird vermutet, dass Zellen aus der jeweiligen Gebärmutterschleimhaut in ganz andere Bereiche des Körpers gelangen und sich dann auch anderweitig ansiedeln können. Oft hängt diese Krankheit mit einem nicht regulären Zusammenspiel der Hormone ab, aber es kann auch an einem gestörten Immunsystem liegen.
Das Seltsame ist, dass die Endometriose im gesamten Körper für Schmerzen sorgen kann. Es kommt zu chronischen Entzündungen, Verwachsungen, Blutungen in der Bauchhöhle, Infertilität und Vernarbungen. 60 Prozent der Frauen, die nicht schwanger werden konnten, litten unter einer Endometriose. Im schlimmsten Fall kann sich aus der Endometriose ein bösartiger Tumor entwickeln und dann Eierstockkrebs auslösen.
Es wird empfohlen, auf Histamin zu verzichten, da dieser Stoff Schmerzen im Uterus verstärken kann. Deshalb sollte man Käse, Wurst, Rotwein, Hefe, Räucherwaren und Bier nur in geringen Massen verzehren.
Die Entstehung von Endometriose wird begünstigt, wenn der Zyklus kurz ist oder besonders früh einsetzt. Eine sinkende durchschnittliche Kinderanzahl pro Frau kann ebenfalls eine Endometriose fördern. Ausserdem brachte eine amerikanische Studie hervor, dass die Einnahme der Pille das Risiko dieser Krankheit erhöhen kann.
Symptome von Endometriose
- Unerfüllter Kinderwunsch
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Verlängerte und starke Monatsblutung
- Blutungen und Schmerzen, wenn Darm oder Blase entleert werden
- Starke Schmerzen während der Monatsblutung
- Unterbauchschmerzen, die sehr heftig sind
- Blähbauchgefühl
- Völlegefühl
- Grösserer Bauchumfang
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die Endometriose-Beschwerden zu reduzieren. Das alles hängt natürlich auch davon ab, ob ein Kinderwunsch vorhanden ist. Die Behandlung wird also von der persönlichen Situation abhängig gemacht. Hormone, Schmerzmittel und Operation werden hier als Option gestellt. Wenn man als Frau schwanger werden möchte, muss man allerdings auf Hormone verzichten. Es kann nicht garantiert werden, dass die Symptome verschwinden.
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Diese Schmerzmittel sind in niedrigen Dosierungen sogar frei verkäuflich - in höheren jedoch verschreibungspflichtig. Die Tabletten haben viele Nebenwirkungen und sollten ohne ärztliche Beratung überhaupt nicht eingenommen werden.
Wer unter chronischen Schmerzen leidet, sollte Opioide einnehmen. Meistens werden diese Tabletten, nur während der Menstruation eingenommen. Diese sind verschreibungspflichtig, weil das Risiko einer Abhängigkeit besteht und es zu Müdigkeit und Blutdruckschwankungen kommen kann.
Hormone
Gestagene, GnRH-Analoga und die Antibabypille können auf Dauer die Endometriose-Herde ruhigstellen und somit dann auch die Schmerzen lindern. Wenn die Behandlung beendet wird, kommt in den meisten Fällen die Endometriose zurück.
Operation
Ein schonender Eingriff durch eine Operation, kann die Endometriose-Herden entfernen. Manchmal reicht auch schon eine Bauchspiegelung oder ein herkömmlicher Bauchschnitt. Bei der Operation ist man unter Vollnarkose und die Herden werden mit einem Laser oder einem Skalpell entfernt. Das Risiko besteht hier, dass es Organverletzungen nach der Operation kommen kann.
Viele Frauen wollen sich die Gebärmutter entfernen lassen, wenn die Endometriose das Leben stark einschränkt. Wenn kein Kinderwunsch besteht und andere Behandlungen nicht gefruchtet haben, ist das wohl die letzte Lösung. Das Alter der betroffenen Frauen spielt hier eine grosse Rolle. Es müssen hier aber auch die Eierstöcke und die Eileiter entfernt werden. Sonst kann die Endometriose innerhalb kürzester Zeit wieder zurückkommen. So haben die Herden nämlich keine Hormone mehr, die deren Wachstum fördern. Es wird den Frauen empfohlen, die Schmerzen bis zum 50.Lebensjahr zu ertragen, weil meistens ab dann keine Monatsblutung mehr besteht.
Fazit
Keine Behandlung kann garantieren, dass die Endometriose verschwindet und ohne Nebenwirkungen bleibt. Jede Frau muss also für sich selbst wissen, wie sie mit der Situation umgehen will, denn das Problem sind hier die Hormone. Es geht weder mit ihnen noch ohne sie. Man muss sich also gut überlegen, für welche Behandlungsmöglichkeit man sich am Ende entscheidet.
Bildquelle: Yuris Alhumaydy / unsplash.com