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Eine intakte Grabhöhle aus dem 13. Jahrhundert vor Christus ist an der israelischen Küste entdeckt worden. Bei Bauarbeiten im Kibbuz Palmachim südlich von Tel Aviv fanden sich Amphoren, Öllampen, Krüge und Schalen aller Art, kleine Gefässe für kostbare Substanzen, aber auch Pfeil- und Speerspitzen aus Bronze, wie die israelische Altertumsbehörde IAA am Sonntag mitteilte.
“Das ist wie ein Set aus ‘Indiana Jones’, eine Höhle mit Gefässen auf dem Boden, die seit 3.300 Jahren nicht mehr berührt wurde”, schwärmte Eli Yannai, IAA-Experte für die Spätbronzezeit, mit Blick auf die Abenteuerfilmreihe um den Archäologen Indiana Jones. Nach Yannais Angaben wurde die Höhle zu Zeiten von Pharao Ramses II. angelegt, der sein Reich von Ägypten aus entlang der Mittelmeerküste bis nach Syrien ausgedehnt hatte.
Unklar sei, von wem die Grablege genutzt wurde, schreibt die Zeitung “Haaretz” unter Berufung auf die IAA. Sie muss demnach einer Familie oder Gruppe über mehrere Generationen als Beisetzungsort gedient haben. Einige Leichen seien auf den Rücken gelegt worden, andere Körper wurden offensichtlich verschoben. Allerdings liessen die Überreste keine DNA-Analysen zu. Aufschlüsse erhofft man sich dagegen von den Rückständen in den Schüsseln und Krügen. Damit liesse sich zumindest ermitteln, was die Menschen damals assen.
Zwar wurde die Höhle von Palmachim nicht von Grabräubern geplündert, wie sehr viele andere in der Antike. Aber offenbar gelang es modernen Dieben, einige Exponate zu entwenden. Die IAA hatte nach dem Fund und der Öffnung des Siegels am Freitag eine Mediensperre verhängt. Allerdings kursierte die Nachricht in den Sozialen Medien. Und offenbar schafften es Unbefugte, an den Wachen vorbei die Höhle zu betreten.
KNA/mit/sky/twi