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Während meiner Tätigkeit an der Schweizer Botschaft in Sarajevo erlebte ich hautnah, dass Konfliktbearbeitung nur dann sinnvoll ist, wenn auch Bemühungen zur Förderung von Arbeit und Einkommen unternommen werden.
Prägend war vor allem folgende Episode: Eine ganze Woche lang reiste ich mit einem potentiellen Schweizer Investor durchs Land, bis die richtige Geschäftsidee und das richtige Team (eine Gruppe von Frauen mit Kosmetikproduktion) gefunden wurde – aber der unmöglich lange, unmöglich verschlungene und intransparente Weg durch Bürokratien einerseits und mangelndes Vertrauen der kriegstraumatisierten Frauen in ihren potentiellen Geschäftspartner andererseits liessen das Projekt letztlich scheitern.
Nach dem familienbedingten Austritt aus der Diplomatie 2008 zögerte ich keine Sekunde, mich zuerst als Aktionärin und später als Geschäftsführerin einer in der Wiederaufforstung in Mittelamerika tätigen schweizerischen Aktiengesellschaft zu engagieren.