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Hans Münch, Dirigent der Basler Orchester-Gesellschaft, wird Direktor in schwieriger Zeit: Wirtschaftskrise, abnehmende Studierenden-Zahlen, Isolation während des Zweiten Weltkriegs, finanzielle und sozialpolitische Probleme und institutionelle Fragen.
Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt ihre Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. Erste gemeinsame Lehrveranstaltungen der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Konservatorium. Konzerte der Konzertgruppe der Schola Cantorum Basiliensis im In- und Ausland.
Titelblatt des ersten Programmhefts der Schola Cantorum Basiliensis, Sommer 1934.
Zusammenschluss der Allgemeinen Musikschule, des Konservatoriums und der Schola Cantorum Basiliensis auf dem heutigen Campus; Konstituierung als Musik-Akademie der Stadt Basel. Doppeldirektion von Walter Müller von Kulm und Paul Sacher.
Erwerb der umliegenden Liegenschaften und Neubau des Seitenflügels sowie der Bibliothek, Gründung des Instrumentenmuseums.
Hof der Musik-Akademie und das heutige Domizil der Schola Cantorum Basiliensis an der Leonhardsstrasse.
Paul Sacher wird alleiniger Direktor der Musik-Akademie Basel. Ernennung von drei Abteilungsleitern: Joseph Bopp (Musikschule und Orchesterschule), Klaus Linder (Konservatorium), Walter Nef (Schola Cantorum Basiliensis).
Rücktritt Paul Sachers von der Direktion unter Protest gegen die Kultur- und Bildungspolitik der Regierung des Kantons Basel-Stadt. Sachers Nachfolger in der Direktion wird der bisherige Leiter des Konservatoriums Klaus Linder.
Errichtung der Maja Sacher-Stiftung zur Förderung der Aktivitäten der Musik-Akademie Basel.
Schönenberg 1966. Von links: Walter Nef, Joseph Bopp, Maja Sacher, Vera Oeri, Paul Sacher, Klaus Linder.
Die Siebziger Jahre: Friedhelm Döhl, Komponist und Musikpädagoge aus Göttingen, wird 1974 Direktor der Musik-Akademie. Der Musikwissenschaftler Wulf Arlt leitet seit 1970 die Schola Cantorum Basiliensis, und 1979 wird der Flötist und Musikpädagoge Gerhard Hildenbrand Leiter des Konservatoriums. Internationale Ausrichtung der Musik-Akademie mit ihren Schwerpunkten Neue und Alte Musik; Avantgarde-Szene; Musik-Aktionen, Interpretations- und Kompositionskurse. Gründung des Elektronischen Studios, des Studios für Aussereuropäische Musik und des Studienschwerpunkts Musik und Theater. Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt den Forschungsbezug der Lehre und gewinnt hochstehende Interpreten und Musikwissenschaftler als Lehrpersonen.
Friedhelm Döhl und Mstislaw Rostropowitsch beim Meisterkurs 1977 (Foto Susann Moser-Ehinger)
Räumliche Erweiterung durch Erwerb und Nutzung umliegender Liegenschaften; beträchtliche räumliche Erweiterung zu Gunsten der Musikschule. Gründung der Filiale Kleinbasel am Theodorskirchplatz.
Gründung des Fördervereins der Musik-Akademie Basel mit bald 900 Mitgliedern.
Haus Kleinbasel an der Rebgasse. (Foto Susanna Drescher, Basel)
Statuierung der Berufsabteilungen der MAB als Fachhochschulen durch den Kanton Basel-Stadt. Das Konservatorium wird zur Hochschule für Musik Basel, die Schola Cantorum Basiliensis erhält den Zusatz Hochschule für Alte Musik. Übernahme der Berufsabteilung der Jazzschule Basel in die Hochschule für Musik.
Räumliche Erweiterung auf dem Campus durch Auslagerung des Instrumentenmuseums und Neunutzung des Rudolf Moser-Hauses am Steinengraben.
Vereinbarung mit der Universität Basel über Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Projekten. Bestrebungen der Musik-Akademie, mit innovativen Konzepten und finanziellen Mitteln einen exzellenten Standort Musikwissenschaft in Basel als Kooperationspartner zu erhalten.
Aufnahme der Musikhochschulen der MAB in die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW durch Kooperationsvertrag mit der Musik Akademie Basel. Die Musikhochschulen werden entsprechend der Bundesgesetzgebung finanzrechtlich und arbeitsrechtlich in die FHNW integriert, bleiben zugleich weiterhin Teil der Stiftung Musik Akademie Basel, welche die letztendliche Verantwortung für Lehre, Forschung und deren Inhalte und Fachrepräsentanten tragen.
Projektplan Campus Jazz. Dank privater Unterstützung entsteht an der Utengasse in Basel eine komplette Infrastruktur als Domizil der Jazzschule Basel und der Abteilung Jazz der Hochschule für Musik Basel.
Der Grosse Rat stimmt der Revision des Schulgesetztes zu. Ab Schuljahr 2015/16 wechselt die Anstellung der Musiklehrpersonen der Musikalischen Grundkurse von der Musik-Akademie Basel zum Kanton und zu den Gemeinden.
Im Spätsommer 2014 wird der Jazzcampus eröffnet. Eine Feier mit Vertretern/-innen des Kantons Basel-Stadt, der Musik-Akademie Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz macht den Auftakt zu einem Open House-Wochenende mit zahlreichen Konzerten in den neu fertiggestellten Räumlichkeiten an der Utengasse.
Die umfassende Renovation des Grossen Saals der Musik-Akademie Basel wird durch Drittmittel ermöglicht. Der Konzertsaal aus dem Jahr 1903 wird rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des 150 jährigen Jubiläums fertig gestellt.
Mit einem grossen Fest für die ganze Stadt und zahlreichen Musikprojekten feiert die Musik-Akademie Basel ihr 150 jähriges Bestehen. Tausende strömen auf den Campus, besuchen unterschiedlichste musikalische Produktionen und geniessen die einmalige Stimmung an diesem unvergesslichen Spätsommertag bis tief in die Nacht.
Die Abteilung Jazz erhält den Status eines eigenständigen Instituts, aus den «Musikhochschulen FHNW» wird per 1. September neu die «Hochschule für Musik FHNW» mit den drei Instituten Klassik, Schola Cantorum Basiliensis und Jazz.
Der Umbau des Kleinen Saals wird durch Drittmittel ermöglicht und die FHNW finanziert die Errichtung einer neuen Orgel, welche den Saal massgeblich prägt. Pandemiebedingt wird der Saal erst im Oktober 2020 eingeweiht.
Die Musik-Akademie Basel/Hochschule für Musik FHNW wird durch die sich über lange Monate erstreckende Corona-Pandemie vor grosse Herausforderungen gestellt. Von heute auf morgen wurde auf Distanzunterricht umgestellt wo dies möglich war, Aufnahmeprüfungen fanden online statt, Konzerte wurden abgesagt, waren danach nur noch über Registrierung zugänglich. Durch die kluge Umsetzung immer neuer Schutzmassnahmen und das Einrichten einer Teststation konnte im Vergleich zu anderen Institutionen über lange Zeit erstaunlich viel Alltag gewährleistet werden.
Über eine internationale Ausschreibung des Projekts MAB Campus 2040 im Sinne eines Studienauftrags mit Präqualifikation wählt eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz des Architekten Pierre de Meuron vier Teams bestehend aus Architektur- und Landschaftsplanungsbüros aus. Im Dialogverfahren mit der Jury werden Lösungsvorschläge für die Sanierung und Entwicklung der Infrastruktur Campus Musik-Akademie Basel entworfen; das Herzstück des Projekts ist ein für die Ausbildung dringend notwendiger polivalenter neuer Musiksaal.
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