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Die Edixa Kameras der Wiesbadener Firma Wirgin, waren in den 1950er und 1960er Jahren weitverbreitet. Im Gegensatz zu den deutschen Konkurrenten Zeiss Ikon (Contaflex), Voigtländer (Bessamatic) und auch Kodak (Retina Reflex), setzte Wirgin bei ihren Spiegelreflexkameras auf den Schlitz- und nicht den Zentralverschluss. Ein zukunftsträchtiges Konzept. Auch die Japaner, die wenige Jahre später den Markt aufrollten, konstruierten ihre Kameras nach diesem Prinzip.
Die Ur-Edixa Reflex (ohne „MAT“) kam bereits 1954 auf den Markt. Die hier abgebildete Edixa – MAT Reflex Modell D, die von 1960 bis 1963 gebaut wurde, besass einen wechselbaren Pentaprismensucher, Rückschwingspiegel, Langzeitenwerk und einen Selbstauslöser.
Die Modellvielfalt war extrem unübersichtlich, wie man an dieser Tabelle sehen kann. Wechselobjektive wurden per M42 Gewinde angeschlossen. Deshalb war die Auswahl an Objektiven sehr gross.
1971 wurde die Firma Wirgin insolvent und die Edixa Kameras verschwanden vom Markt. Die letzten Modelle waren technisch durchaus einigermassen aktuell. Aber das Gehäuse aus dem Jahr 1954, sah im Vergleich zu den japanischen Konkurrenten antiquiert aus. Wie eine moderne SLR auszusehen hatte, definierte Minolta bereits 1958 mit der SR-2.
Fotos: kleinbildkamera.ch