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Euro 08 Slaven Bilic verjüngte und stabilisierte die Equipe seit seinem Einstieg im Sommer 2006. Der einst eisenharte Defensivarbeiter entwickelte ein spektakuläres Offensiv-Konzept, mit dem die Kroaten internationale Schlagzeilen produzierten.
Auf Zufällen beruht das System nicht. Zusammen mit seinen Assistenten Robert Prosinecki, Aljosa Asanovic und Nikola Jurcevic – allesamt Koryphäen – analysiert der Selektionär einmal pro Woche alle Nationalteam-Kandidaten.
Direkte und ehrliche Art
In Split lancierte Bilic 1988 seine mehrjährige Spieler-Karriere, die ihm in Deutschland und England Anerkennung eintrug. Vor sechs Jahren stieg er im pittoresken Städtchen an der Adriaküste ins Trainer-Business ein. Ein paar Saisons später empfahl sich der 44-fache Internationale als innovativer Coach der kroatischen U21-Junioren für den Posten der A-Auswahl. Seine erfrischend direkte und ehrliche Art kommt an, die akribische Arbeit zahlt sich aus.
Als Spieler kanalisierte Bilic seine Energien manchmal weniger vorbildlich. In besonders negativer Erinnerung bleibt sein wüster Tritt gegen Christian Ziege im Viertelfinal an der EM 1996, mit dem der damalige Karlsruhe-Verteidiger eine tagelange Debatte auslöste. Nicht selten passte er den Stil seinem Musikgeschmack an: Bilic hört am liebsten Hardrock.
Promovierter Jurist
Aufgewachsen ist Bilic in einer Akademiker-Familie. Sein Vater unterrichtete an der philosophischen Fakultät von Split, die Mutter verdiente ihr Geld als Lehrerin. Der Einfluss seiner Eltern wirkte sich aus. Während seiner Zeit in Deutschland und England sog er die positiven Impulse der westlichen Gesellschaft auf. Für ihn, den promovierten Juristen, fand das Leben immer auch ausserhalb des Rasenvierecks statt. Si