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Der Kaffee der Kleinbauern-Kooperative Associação dos Cafeicultores de Montanha de Divinolândia, kurz APROD, wird auf den Hügeln von Divinolândia angebaut, sorgfältig gepflückt und verarbeitet. Der Kaffee der Kooperative wird auf kleinen Flächen im Familienbesitz angebaut, was einem sorgfältigen Umgang mit dem Land und dem Kaffee zugute kommt – die Familien streben eine hohe Qualität ihres Kaffees an. Die Ernte beginnt im Mai und dauert fünf Monate. Dabei pflücken die Mitglieder nur die reifen Kaffeekirschen, welche anschliessend entpulpt, gewaschen und getrocknet werden. Unter den Kleinbauern herrscht Arbeitsteilung, was zu einem einheitlichen Geschmack und hoher Qualität führt. Anschliessend wird der Kaffee für den Export vorbereitet. Die Kaffeebohnen fliessen in unsere Produkte aus der Sombrero Linie, welche in der traditionellen Trommelröstung geröstet werden.
Die Kooperative
Die Metropole São Paulo ist Herz der Finanz- und Handelswelt Brasiliens. Die Landwirtschaft macht in diesem eher urbanen Bundesstaat nur ca. 6% des BIP’s aus, dabei werden hauptsächlich Orangen, Zucker und Kaffee angebaut, v.a. für den Export. Ein durchaus bekanntes Kaffee-Anbaugebiet, am Rande des Bundesstaates São Paolo, ist der hügelige Bezirk Divinolândia (auf 1’200-1’500m.ü.M.), welcher durch ein besonders mildes Klima und eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt geprägt ist.
Mit dem Ziel den Lebensstandard der KaffeeproduzentInnen dieser eher abgelegenen Region zu verbessern, wurde im Jahre 2006 APROD gegründet. Der Zusammenschluss zu einer Kooperative diente den Kleinbauernfamilien vor allem dazu, einheitlich auf dem Markt aufzutreten. Aber erst durch die Fairtrade Zertifizierung – welche ein Jahr später erfolgte – konnte die Kooperative im internationalen Handel wirklich Fuss fassen. Seitdem ist die Kooperative zahlenmässig zwar nicht stark gewachsen, hat aber auf verschiedenen Ebenen an
Qualität gewonnen.
Die Auswirkungen
Die Fairtrade-Prämiengelder werden unter anderem im Bereich der Gender-Sensibilisierungsarbeit investiert. APROD finanziert Programme im ganzen Distrikt – also auch ausserhalb der Kooperative – rund um das Thema Empowerment und unterstützt sowohl Familienplanungs-, Alphabetisierungs- als auch Business- und Führungsprojekte für Frauen. Um die aktuell 41 Produzentenfamilien zusätzlich zu unterstützen offeriert APROD günstige Mikrokredite, Qualitätsschulungen, technische Assistenz, medizinische Unterstützung und reinvestiert ein Teil der Gelder in die Verarbeitung des Kaffees.
APROD möchte dadurch die Verarbeitungsschritte – wie das Entpulpen und Trocknen – selbst übernehmen und damit den Mehrwert der Kooperative künftig noch mehr steigern.
Aus Fairtrade-Prämien realisierte Projekte:
- Investition in Maschinen und Anlagen
- Installation eines Monitor- und Uberwachungssystems
- Investition in Lagerhäuser
- Direkte Prämienauszahlung an Partner
- Einrichtung eines internen Kontrollsystems