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Autonomisten,
polit. Partei im Elsaß, die sich 1873 gegenüber der klerikalen und Protestpartei bildete zu dem Zwecke, unter Anerkennung der durch den Frankfurter Frieden geschaffenen Lage mit der Reichsregierung und dem Reichstag ausschließlich für die Interessen der Heimat zu wirken. Eine Landesverfassung und ein Provinziallandtag sollten eingeführt und ein selbständiger deutscher Bundesstaat errichtet werden. Führer dieser Partei waren Bergmann, Klein, North, Schneegans; das «Elsässer Journal» war ihr Preßorgan.
Den Bemühungen dieser Partei hatte es das
Reichsland hauptsächlich zu verdanken, daß die Reichsregierung 1874 einen Landesausschuß
schuf, dessen Befugnisse 1877 erweiterte und 1879 ein Statthalteramt sowie ein Ministerium errichtete.
Bei den Reichstagswahlen von 1877 errangen die
Autonomisten fünf, bei denen von 1878 vier Sitze, doch brachten
sie 1881, 1884 und 1887 keine Kandidaten durch. Sie mußten ihre Thätigkeit auf den Landesausschuß, die
Bezirks- und Kreistage
beschränken und hatten erst bei den Gemeinderatswahlen in
Straßburg
[* 2] und Metz
[* 3] im Juli 1886 wieder einen
namhaften Erfolg.
Bei den Reichstagswahlen von 1890 und 1893 traten die reichsfreundlichen Elemente der einheimischen
Bevölkerung
[* 4] nicht mehr als besondere Partei auf, sondern die
Vertreter, deren
Wahl sie durchsetzten, schlossen sich der nationalliberalen,
konservativen und
Reichspartei an.