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Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bei der Rugby-WM für England bewahrheitet. Der drittgrösste Sportanlass findet in der entscheidenden Phase ohne den Co-Gastgeber statt.
Das vorzeitige Out bei der Rugby-WM im eigenen Land hat in England Bestürzung und Fassungslosigkeit ausgelöst. «Wir sind am Ende der Welt», lautete der Tenor auf der Insel nach der historischen 13:33-Niederlage des Mitfavoriten gegen Australien.
Erstmals in der WM-Geschichte scheiterte ein Gastgeber bereits in der Vorrunde. «Wir fühlen uns, als hätten wir das Land im Stich gelassen», sagte Captain Chris Robshaw. «Wir müssen uns entschuldigen.» Für die stolze Sport-Nation England war es bereits die dritte Enttäuschung in einem Nationalsport nacheinander.
Zuvor war auch für die Fussballer und das Cricket-Team bei ihren WM-Turnieren jeweils in der Vorrunde Endstation. Das Debakel bei der Rugby-WM hatte sich bereits in der Vorwoche beim 25:28 gegen Co-Gastgeber Wales angedeutet.
Im Duell gegen Australien konnte am Samstagabend in Twickenham auch der mitfiebernde Prinz Harry den Engländern nicht helfen. Der Weltmeister von 2003 wurde von den starken Australiern überrollt. Der überragende Bernard Foley entschied die Partie mit 28 Punkten fast im Alleingang. «Das ist sehr schmerzvoll», twitterte Englands ehemaliger WM-Held Jonny Wilkinson nach dem Aus in der Gruppe A, in der sich Australien und Wales für die Viertelfinals qualifizierten.
Der englische Trainer Stuart Lancaster ist bereit, nach dem letzten Gruppenmatch gegen Uruguay am nächsten Samstag Konsequenzen zu ziehen. «Ich weiss, wer die Verantwortung trägt», sagte Lancaster, der beim Verband einen Vertrag bis 2020 besitzt. (ndö/si)