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Diese Website betreibt der Verein Käfer für Basel, der zwischen 1987 und 1997 mit grosser Unterstützung aus der Bevölkerung erfolgreich dafür gekämpft hat, dem Basler Naturhistorischen Museum die phantastische Sammlung des bayrischen Entomologen und Lodenfabrikanten Konsul Dr. h.c. Georg Frey zu verschaffen. Seine Witwe Barbara hatte sie, beeindruckt vom Engagement der Basler, dem Verein grosszügig vermacht. Mit den bereits vorhandenen Beständen, die ebenfalls beachtlich sind, rangiert Basel unter den Orten mit grossen Sammlungen weit vorne. Das ist eine Stärke – und eine Verpflichtung.
Der Verein Käfer für Basel will aber ganz allgemein das öffentliche Wissen um Käfer fördern und sich dafür einsetzen, dass das Basler Naturhistorische Museum in der Lage bleibt, eine ausreichende wissenschaftliche Betreuung der bedeutenden Insektensammlungen zu gewährleisten und sie als Forschungsmittel zugänglich zu halten.
Der Verein war 1987 zuerst zum alleinigen Zweck gegründet worden, die Mittel für den Erwerb der dem Basler Museum zum Kauf angebotenen riesigen privaten Käfersammlung des Lodenfabrikanten Konsul Dr. h.c. Georg Frey in Tutzing zusammen zu bringen. Als sich aber der Freistaat Bayern dem Handel entgegen stellte, vermachte Barbara Frey, die Urheberin der Offerte, die Sammlung samt Bibliothek kurzerhand dem Verein. Barbara Frey verstarb 1992. Aber es dauerte noch bis 1997 bis Barbara Freys Verfügung als rechtmässig anerkannt war und die geschenkten Insekten auf dem Münsterhügel beim Naturhistorischen Museum ankommen durften.
Die Ausfuhr war schliesslich von der deutschen Regierung bewilligt worden, weil der Verein „seine“Käfer in eine „Stiftung Dr. Georg Frey – Käfer für Basel“ eingebracht hatte, in dessen Stiftungsrat bis 2017 der Enkel des Sammlers, Peter Frey, und ein Vertreter des deutschen Bundesministeriums friedlich mit zwei Vertretern des alten Gegners, des Vereins Käfer für Basel, sassen. Mit dieser Konstruktion war es erst möglich geworden, sowohl den Verein mit seinen auf Basel gerichteten Interessen, die Familie des Sammlers und den deutschen Staat mitbestimmen und kontrollieren zu lassen, was mit den über zwei Millionen Käfern geschieht. Jährlich tagte ein Stiftungsrat, in dem der Verein mit zwei Sitzen (bis zuletzt Elio Tomasetti und Martin Hicklin) die Familie Frey mit einem, das Kultusministerium Deutschland und ex officio der Museumsdirektor (zuletzt Christian Meyer) vertreten war. Die Stiftung ist 2017 in Liquidation gegangen und aufgelöst worden, weil ihr Kapital aufgebraucht war. Durch die Prüfungskosten der Aufsicht und die Publikationskosten bei personellen Änderungen. Insgesamt 5000 Franken.
Im Stiftungsrat haben die Mitglieder des Vereins sich in der Frage der Liquidation der Stimme enthalten. Der Vertreter der Familie Frey und des deutschen Kulturministeriums haben zugestimmt. Insofern besteht auch von deutscher Seite kein Wunsch, das Stiftungsgebäude aufrecht zu erhalten. Die bestehenden Verpflichtungen wurden in einer Garantieerklärung erneuert.
Die Käfer sind inzwischen inventarisiert und in einer Datenbank erschlossen. Sie sind derzeit ausgelagert in den Spengler-Park von Münchenstein, wo sie bei konstant 14 Grad lagern, einer Temperatur, die Käferkarkassen fressende „Museumskäfer“ überhaupt nicht schätzen.