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In den Tagen der «Holzschiffe und Eisernen Männer» wurde den Seeleuten der Royal Navy täglich eine Ration Rum an Bord der Schiffe ausgegeben, der vom Versorgungsoffizier des Schiffes (den Seeleuten als «Purser» oder «Pusser» bekannt) rationiert wurde. Diese beliebte Tradition setzte sich über 300 Jahre fort, bis die Admiralität am 31. Juli 1970 die tägliche Rumration beendete – heute bekannt als Black Tot Day. Mit den Worten „The Queen!” wurden auf jedem Schiff der Navy die Gläser zum letzten Mal erhoben. In diesem Moment vergoss so mancher starke Mann eine Träne.
Die Geschichte des Rums in der Royal Navy war weitgehend die des sozialen Wandels, sowohl in Grossbritannien als auch in der Royal Navy. Von 1650 bis zum 18. Jahrhundert war das Leben an Bord unglaublich schwierig. Die tägliche Ausgabe von Pusser’s Rum war der Höhepunkt des Tages. Damals wurden Schlachten «Auge in Auge» geschlagen. Die geistige Wachsamkeit und der Mut, eine Kanonenkugel in einen Vorderlader zu packen, waren ganz anders als bei den modernen Waffensystemen.