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Musikalische Leitung
Harald Siegel wurde in Leipzig geboren. Er studierte Dirigieren und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie am Royal Welsh College of Music and Drama.
In dieser Zeit dirigierte er bereits das RWCMD Symphony Orchestra in der St. David's Hall Cardiff und in der Royal Academy of Music London und gründete das Cardiff Young Symphony Orchestra. Harald Siegel wurde in Meisterkursen von wichtigen Dirigenten wie Jorma Panula, Neeme Järvi und George Hurst geprägt.
Wichtige Erfahrungen als Operndirigent sammelte Harald Siegel als Leiter des Jungen Leipziger Opernensembles, wo er u.a. «Il Barbiere di Siviglia» von Paisiello (Gastspiel am Theater Görlitz) und «Lo Speziale» von Haydn dirigierte. Beim Festival «Klangrausch» des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig leitete er «Sisyphos» von Steffen Schleiermacher, ausserdem hatte er die Musikalische Leitung der Uraufführung der Oper «Leonce und Lena» von Christian FP Kram, einem Auftragswerk der Musikhochschule Leipzig.
In der Folge wurde Harald Siegel ans Theater Biel-Solothurn engagiert, wo er sich ein Repertoire von mehr als 60 Opern und Operetten erarbeitete. Dieses reicht von den grossen Mozart-, Verdi- und Rossini-Opern bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine Zusammenarbeit verband ihn unter anderem mit den Komponisten Camille Kerger (Uraufführung der Oper «Amadis» nach Lully) und Christian Henking (Uraufführung der Oper «Figaro»). Harald Siegel dirigierte zahlreiche Neuproduktionen, welche gleichermassen von Publikum und Presse gefeiert wurden, so z.B. Eugen Onegin (Tschaikowsky), L’Italiana in Algeri (Rossini), L’Heure Espagnole (Ravel), Orfeo ed Euridice (Gluck) und Die Fledermaus (Strauss) sowie in der Saison 15/16 «Owen Wingrave» von Benjamin Britten.
Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis, wie zuletzt bei der Einstudierung von «La Cecchina» von N. Piccinni. Vom Schweizer Opernstudio der Hochschule der Künste Bern wurde er eingeladen, die Opera buffa «Il Curioso Indiscreto» von Pasquale Anfossi zu dirigieren.
Harald Siegel gastiert regelmässig in zahlreichen Schweizer Städten, zuletzt mit einer konzertanten Aufführung der «Fledermaus» in der Tonhalle Zürich. Das Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig verpflichtete ihn für Familienkonzerte im grossen Sendesaal des MDR. Im Rahmen des «Opera Festival and Competition with MEZZO TV» fungierte Harald Siegel als Jurymitglied und dirigierte am Ungarischen Nationaltheater Szeged «L’Heure Espagnole» von Ravel und «Alexandre bis» von Martinu. Die Aufführung wurde vom französischen Fernsehsender MEZZO TV in über 30 Länder weltweit übertragen. Mit dem Argovia Philharmonic leitete er die Uraufführung der Kinderoper «Fell und Feder», die auch als CD-Einspielung erhältlich ist.