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Mit Brasilien verabschiedet sich nach dem Viertelfinal gegen Belgien das letzte nicht-europäische Team von der WM. Das Amt des Trainers steht aber kaum zur Debatte.
Im grössten Land Südamerikas hatten sie vom sechsten WM-Titel geträumt. Der ideale Coach auf dem Weg dahin schien gefunden. Tites Mission startete im September 2016 in Quito mit einem 3:0 in der WM-Qualifikation gegen Ecuador. Es folgten neun Siege in Serie mit 25:2 Toren, ehe Brasilien in einem Test in Melbourne gegen Erzrivale Argentinien erstmals verlor.
In 17 Pflichtspielen unter Tite kassierte die Seleção bei 13 Siegen und 3 Unentschieden (eines davon beim 1:1 gegen die Schweiz im WM-Auftaktspiel) nur eine Niederlage: jene gegen Belgien. Der «Professor», dem die Enttäuschung anzumerken war, präsentierte sich nach dem Out in Kasan als fairer Verlierer. «Wir haben zwei Drittel des Spiels dominiert, aber Belgien hat seine Chancen verwertet. Es ist hart zu sagen, aber es war ein grossartiges Spiel mit zwei Mannschaften auf höchstem technischen Niveau», schwärmte er. «Wer Fussball mag, muss sich dieses Spiel anschauen.»
Aussagen über seine Zukunft wollte Tite, der sich beim Team grosser Beliebtheit erfreut, direkt nach dem Spiel «in einem derart emotionalen Moment» nicht machen. Dennoch spricht vieles dafür, dass sein Ende Juli auslaufender Vertrag verlängert werden dürfte. «Darüber gibt es überhaupt keine Debatte», sagte ein Mitglied der brasilianischen Verbandsführung der Tageszeitung «O Estado de S. Paulo».