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Burnout wird einerseits als ein krankhafter Zustand mit einer Symptomatik beschrieben, die psychische Symptome aufweist, die eng mit einer Depression oder einer Neurasthenie (Nervenschwäche) assoziiert sind. Zudem bezeichnet Burnout aber auch einen definierten Prozess, der mit einer chronischen Stressbelastung verbunden ist. Neben der Beschreibung der Symptome beinhaltet der Begriff „Burnout“ somit auch eine Erklärung für die Ursachen der Krankheitsentwicklung (aetiologische Komponente).
Im eigentlichen Sinn war die Entwicklung eines „Burnouts“ auf die Belastung am Arbeitsplatz, insbesondere bei sozialen Berufen, in denen die Person schnell in eine Opferrolle kommt, bezogen. Burnout stellt somit ein arbeitspsychologisches Konzept dar. Im weiteren Verlauf wurde der Begriff auf andere berufliche Gruppen und später auch auf externe Anforderungen und Belastungen allgemein erweitert. Ein besonderes Merkmal ist dabei, dass die Bewältigung der dauerhaft vorliegenden Belastung (Stressor) nur mit einem erhöhten Arbeits- und Energieeinsatz verbunden ist, der auf Dauer zu einem massiven Energieverlust führen kann.
Stress führt jedoch nicht per se zu einem Burnout. Weitere Faktoren und Rahmenbedingungen müssen für die Entwicklung eines Burnout vorliegen. Hier spielen externe Faktoren der Arbeitsorganisation (klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, Zeitmanagement) und des Arbeitsklimas (Rückmeldung / Bewertung der Arbeit durch Vorgesetzte), aber auch interne Persönlichkeitsfaktoren und die Verfügbarkeit von Bewältigungsstrategien (mangelnde Fähigkeit sich abzugrenzen) eine Rolle. Burnout trifft oft besonders engagierte Mitarbeiter.