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Seit Donnerstag wurde Michaels frühere Chef-Bodyguard Michael LePerruque von AEG im Zeugenstand befragt. Michael habe nicht schlafen können, da er ständig Melodien in seinem Kopf gehört habe. Und er habe an Rückenproblemen gelitten. Obwohl AEG erhoffte, von LaPerruque vernichtende Aussagen zu hören, sprach dieser meistens in den höchsten Tönen von seinem früheren Chef. Abgesehen von einigen Zwischenfällen wie etwa, als er Michael reanimieren musste. LaPerruque ging am Donnerstag Abend auf Katherine Jackson zu, um sie zu umarmen.
Nach 22 Jahren im Dienst vom Los Angeles County Sheriff’s Departement, wurde Michael LaPerruque im Jahr 2001 als Chef von Michael Jacksons Bodyguard Reise-Team angestellt. Der ehemalige Polizist arbeitete bis ins Jahr 2004 für den King of Pop. Und einige Monate Ende 2007.
Er sei 20 bis 30 Mal von Michael Mitten in der Nacht angerufen worden, berichtete LaPerruque bezüglich eigenartigen Vorfällen während seiner Anstellung Anfang Jahrtausend. „Seine Aussprache war jeweils sehr undeutlich. Da war viel Gemurmel und ich konnte nicht verstehen, was er sagte“, so Michael LaPerruque. In den meisten dieser Nächte habe er Michaels Zimmer aufgesucht um nachzusehen, ob es ihm gut geht. Michael habe betäubt gewirkt. „Ich denke er war einfach einsam und wollte jemanden haben, mit dem er sprechen konnte.“ Im Kreuzverhör mit der Anwältin der Jacksons, Deborah Chang, sagte LaPerruque, dass Michaels Zustand mit einer Person überein stimmte, die Alkohol getrunken und Beruhigungsmittel zum Schlafen genommen hatte.
Michael LaPerruque glaubt nicht, dass Michael süchtig war. „Ich kann nicht sagen, dass er davon abhängig war.“ Manchmal habe er leere Weinflaschen von den Hotel Minibars bemerkt, aber er sah nie irgendwelche Drogen oder sah Michael Medikamente nehmen. Zu seiner Polizeiausbildung habe gehört, herauszufinden, wann Jemand unter dem Einfluss von Drogen stand.
Zeuge eines erschreckenden Zwischenfalls wurde LaPerruque am Anfang seiner Anstellung. Es müsse im Jahr 2001 oder 2002 in einer Suite des Disney World Hotels in Orlando gewesen sein, als die damals erst etwa 3 bis 4 Jahre alten Kinder Prince und Paris den Notruf gewählt hatten und ihm, Perruque, weinend berichteten, dass sie ihren Vater nicht aufwecken könnten. Der kollabierte Michael kam erst wieder zu sich, als Michael LaPerruque Mund zu Mund Beatmung an ihm ausübte und Michael schüttelte. Als die Rettungssanitäter eintrafen, hätten sie jedoch keine Anzeichen von einer Drogenüberdosis festgestellt. „Es war meine Befürchtung, ja, dass er vielleicht eine Überdosis nahm“, so LaPerruque. Doch die Sanitäter sahen an jenem Tag keine weitere medizinische Behandlung als notwendig an und gingen wieder.
Er habe Michael nie bezüglich seinem Medikamentengebrauch konfrontiert, da dies ihre persönliche Beziehung gefährdet hätte. Es sei ihm wichtiger gewesen, nah an Michael zu sein um ihn beobachten und beschützen zu können. Er sei manchmal in Michaels Zimmer gegangen um sicher zu stellen, ob Michael atme. Oft habe er während Reisen Doktoren vorgefunden, die Michael behandelten. Mit Zweien von diesen sprach über über Michaels Medikamentengebrauch.
Die zusammenhangslosen, nächtlichen Anrufe hätten nicht während den ganzen drei Jahren im Dienst Michael Jacksons stattgefunden. „Er kämpfte sehr hart, nüchtern zu sein.“ Er habe nicht abhängig von verschriebenen Medikamenten sein wollen. LaPerruque berichtete der Jury von einer Unterhaltung mit seinem Boss, in der ihm dieser sagte, dass er keine Medikamente mehr verwenden möchte. Michael habe sicherstellen wollen, dass er ihn richtig verstanden habe. Er werde den Weg beibehalten und nicht rückfällig werden.
Als er im Jahr 2007 wieder einige Monate an dessen Seite arbeitete, habe er keine Anzeichen gesehen, dass Michael beeinträchtigt war. Auch als er ihn zwei Wochen vor seinem Tod sah, sei er in guter Verfassung gewesen, nur sehr mager.
La Perruque merkte schon Anfang Jahrtausend, dass Michael an starken Schlafproblemen litt und Rückenschmerzen hatte. „Er sagte, dass er als Künstler immer eine Harmonie im Kopf hatte, verschiedene Melodien, und er konnte es nicht abschalten“, berichtet LaPerruque von den Gesprächen spät nachts.
Die Momente, in denen Michael Jackson unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten schien, seien häufiger geworden, nachdem Martin Bashirs Dokumentation „Living with Michael Jackson“ ausgestrahlt worden sei. Michael sei „sehr niedergeschmettert“ gewesen, da er Bashirs Dokumentation als groben Vertrauensbruch empfand. Die Dokumentation hatte zur Folge, dass Michael in Santa Barbara wegen Kindsmissbrauch angeklagt wurde.
Michael LaPerruque sagte aus, dass er den Anschuldigungen niemals Glauben schenkte. Falls er Zweifel daran gehabt hätte, so wäre er der erste gewesen, der ihn mit Handschellen gefesselt hätte, so der ex-Polizist. Er habe ihn vollständig unterstützt.
LaPerruque beschreibt Michael als „sehr Bodenständig“ und sagte, er sei stolz darauf, für ihn gearbeitet zu haben. Obwohl es einige schwierige Zeiten gegeben habe, sei es die meiste Zeit ein Vergnügen gewesen, für MJ zu arbeiten. Ein Problem, das Michael gehabt habe? „Seine Handys zu behalten.“ Michael habe 27 Handys verloren.
Im Gespräch ist auch im Jahr 2013 immer wieder die angebliche Medikamenten-Sucht. Die Sucht nach Schönheitsoperationen. Kann man das wirklich so behaupten? Ohne zumindest einmal die Frage „Warum?“ zu stellen? So versuche ich, eine andere Möglichkeit der Sichtweise zu vermitteln. Mit der Absicht, doch einmal zu überlegen, wie man selber mit den Auswirkungen der Krankheiten umgegangen wäre. Es ist mir klar, dass man dagegen sofort Einwände erheben kann. Mit den Hinweisen auf Katherine Jackson („süchtig nach Sch-Op.“/„durchlöcherte Nase“), Joseph Jackson („richtig starke Sachen“) und weitere Familienmitglieder. Ohne weitere Erklärungen. Michael Jackson pflegte jahrelang, ausser zu seiner Mutter, keinen Kontakt mit seiner Familie. Das ist die eine Seite. Die andere betrifft die Millionen von chronisch kranken Menschen. Aller Altersklassen. Sie sind auf Medikamente angewiesen, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Sie als süchtig zu bezeichnen käme doch mit Vernunft begabten Menschen nicht in den Sinn. Ein Zitat aus einer Studie von Jörg Haslbeck, Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld: „Im Durchschnitt wurden von den in dieser Studie befragten Personen 6 Medikamente zu mehrheitlich zwei Tageszeitpunkten, teils aber auch häufiger, eingenommen. Dabei variiert die Anzahl zwischen 3 und 13 Arzneimitteln.“
Und nun zu den Medikamenten. Besser zu den Krankheitsbildern und Vorfällen, die einer medikamentösen Behandlung bedurften. Es muss doch nun langsam unbestritten sein, dass Michael Jackson an chronischen Erkrankungen litt. An Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) und einem Lupus. Eine Autoimmun-Erkrankung, die sich auf den ganzen Körper auswirkte. Wie Vitiligo übrigens auch. Störend wirkte sich auch die Akne im Gesicht aus. Dazu kamen die äusserst schmerzhaften Vernarbungen am Hinterkopf durch einen Brandunfall beim Abdrehen der Werbung für Pepsi-Cola im Jahr 1984. Bekannt sind mehrere Hauttransplantationen. Nachdem die verbrannte Haut entfernt wurde. Danach dann ein Verfahren mittels eines „Expander on the scalp“ und einem Balloon. Um die eingefallenen Hautteile in die Höhe zu treiben. Ein langwieriges Verfahren. Und äusserst schmerzhaft. Das war auch der Grund warum Dr. Arnold Klein dann irgendwann gegen die unerträglichen Schmerzen Demerol einsetzte. Im Klartext: nicht Michael Jackson verlangte Demerol. Das Medikament wurde durch einen Arzt verordnet. Dr. Arnold Klein. Der schlussendlich den Versuch mit dem „Expander in the scalp“ abbrach. Und Demerol absetzte. Für mich ist nicht geklärt, wer für das Einsetzen des Balloon verantwortlich war. Dr. Klein nicht! Wahrscheinlich Dr. Steven Hoefflin! Nicht herausfinden konnte ich, wie lange diese äusserst schmerzhafte Prozedur dauerte. Sie wurde auf jeden Fall von Dr. Klein beendet.
Demerol gehört zu den Opioiden. Sie „haben sich über Jahrzehnte zur Behandlung von starken Schmerzen bewährt und sind für den Körper auch bei einer Langzeittherapie gut verträglich. Das Ziel der Behandlung bei gutartigen (d.h. nicht tumorbedingten) starken Schmerzen ist nicht die Schmerzfreiheit, sondern die Steigerung der Lebensqualität. Dank einer Schmerzreduktion kann der Patient wieder körperlich und geistig aktiver werden.“ (Uniklinik Balgrist)
„Schmerztherapeuten nennen häufig diesen Vergleich: Was Insulin für Diabetiker ist, sind Opioide für Schmerzpatienten. Es kommt sehr häufig vor, dass bei Patienten mit opioid- pflichtigen Schmerzen angebliche ‚Entzugsbehandlungen‘ vorgenommen werden, obwohl ein Entzug überhaupt nicht nötig ist, denn die Patienten sind nicht süchtig.“ (MedizinInfo)
Vielleicht noch dies: Bevor Opioide verordnet werden, müssen Patienten einer genauen Schmerzanalyse unterzogen werden. Das sich daraus ergebene Resultat und die anschliessenden Verordnungen durch die Ärzte müssen strikte eingehalten werden. Verschiedene Quellen geben an, dass die meisten Menschen, die Drogen (Morphin) so einnehmen, wie vom Arzt verordnet, nicht high und nicht süchtig werden. Schwierig werde es, wenn die Droge abrupt abgesetzt wird. Auszumachen ist auch, dass mit Demerol von den Ärzten in Europa in jüngster Zeit vorsichtiger umgegangen und weitgehend vermieden wird. Feststellen konnte ich, dass das nun auch in den USA so gehandhabt wird. Opioide unterliegen einem strengen Betäubungsmittelgesetz.
Ob Dr. Klein dies so gehandhabt hat weiss ich nicht. Auch nicht, ob Michael Jackson die Vorgaben exakt eingehalten hat. Dr. Steven Hoefflin, in erbitterter Auseinandersetzung mit Klein, behauptet, Klein machte Michael Jackson von Demerol und anderen starken Narkotika abhängig. Auszumachen ist, dass in den letzten drei Lebensmonaten wieder Demerol eingesetzt wurde. Es wurden 51 Injektionen durchgeführt. Eine andere Quelle berichtet: in den letzten zwei Lebensmonaten. Manchmal 2 oder 3 Injektionen während eines Besuches. Die letzten drei Tage vor Jackson’s Tod. Das wird auch von Michael Amir Williams bestätigt. Gegenüber Fakeem Muhammad äusserte Michael Jackson, dass das wegen „skin diseases“ nötig sei. „My doctors tell me that I have to go, so I go“. Wer waren die Ärzte? Sicher mal Dr. Klein und evtl. Dr. Metzger. Und Dr. Murray? Im Obduktionsbericht wurden keine Drogen gefunden. Das war auch der Grund, warum Dr. Klein nicht vor Gericht erscheinen musste (Aussage David Walgren). Er musste allerdings ärztliche Unterlagen abliefern. Bekannt ist auch, dass es Rezepte gab, mit anderen Namensbezeichnungen. Da Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente einzig von Ärzten ausgestellt werden, müsste dies ja durch Ärzte geschehen sein. Oder?
Das Vitiligo und Lupus Michael Jackson heimsuchten, dazu gibt es unzählige Bilder und Berichte. Es handelt sich also nicht um eine Spekulation, es handelt sich um Tatsachen. Vitiligo ist eine Pigmentstörung der Haut. Es bilden sich immer mehr weisse Flecken. Die sich mit der Zeit vergrössern. Die von den Medien kolportierten Bleichmittel sind absolut kontraproduktiv. Ganz besonders für einen Afroamerikaner. Mit einem dunkleren Hauttyp. Und, was ganz besonders wichtig ist, Michael Jackson hatte nie, aber auch nie im Sinn gehabt, seine Identität zu wechseln. Auf die er stolz war. Wie er mehrfach berichtete. Und Lupus? Es gibt unterschiedliche Formen.
Haut-Lupus, in der Fachsprache „diskoider Lupus erythematodes“. Mit den Symptomen: Rötung mit Ringwall und eingesunkenem, schuppigem Zentrum an Hautstellen, die UV-Licht ausgesetzt waren. Z.B. an Nase, Stirn und Wangen, Ohren, Brust oder Schultern. Entfernt man die Schuppen, findet man an ihrer Unterseite typischerweise einen harten Sporn (das sog. Tapeziernagelphänomen). Die geröteten schuppigen Herde reagieren sehr empfindlich auf Berührung. Die Herde breiten sich im weiteren Verlauf aus und können zusammenfliessen. Nach der Abheilung hinterlassen sie eine helle Narbe. Finden sich die Herde am behaarten Kopf, hinterlassen sie bleibende haarlose Stellen. Gelegentlich kann auch die Mundschleimhaut befallen sein und im Bereich der Wangen leicht blutende und gerötete Areale aufweisen. Neben der dermatologischen Betreuung ist die regelmässige Kontrolle durch den Augenarzt erforderlich, da es beim Haut-Lupus häufig zu Befall der Netzhaut und zu Einschränkung des Sehvermögens kommt. (medizininfo.de/rheuma/sle.htm und weitere Quellen)
Den Organ-Lupus, SLE, Systemischer Lupus erythematodes. Symptome: unscharfe, schmetterlingsförmige Rötungen im Gesicht, rote Flecken am Rumpf, Geschwüre im Bereich der Mund- und Genitalschleimhaut und im Nasen-Rachen-Raum, Befall verschiedener Organe mit entsprechenden Krankheitsbildern, Niere, Herz, Zentralnervensystem, Leber, Lunge, psychische Problematik. Häufig finden sich auch Rötungen an den Nagelfalzen mit Einblutungen. Der SLE gehört zur Gruppe der Kollagenosen. Sie umfasst schwere, meistens chronisch verlaufende Erkrankungen, denen u.a. eine erhebliche Störung des Immunsystems zugrunde liegt. Durch diese Störung produziert das Immunsystem Antikörper gegen das eigene Gewerbe. Ausser den Hauterscheinungen klagen die Betroffenen über Gelenk- und Muskelschmerzen (Athralgien und Myalgien). Sie rühren meistens vom Befall verschiedener Organe her, die in diversen entzündlichen Vorgängen im ganzen Körper münden. So sind Polyarthritis (Gelenkentzündung), Nephritis (Nierenentzündung), Myokarditis (Herzmuskelentzündung) oder Perikarditis (Herzbeutelentzündung) häufige Begleiterscheinungen des Organ-Lupus. Auch Leber und Lunge können betroffen sein….In über einem Drittel der Fälle besteht auch eine Mitbeteiligung des Nervensystems, so dass in solchen Fällen die Betreuung durch einen Neurologen, und bei psychischen Veränderungen (häufig kommt es zu Depressionen) durch einen Psychiater notwendig ist. Es kommt auch zu Haarausfall. (medizininfo.de/rheuma/sle.htm und weitere Quellen)
Nach dem Bundesverband Deutscher Internisten gehören zu den Klassifikationskriterien auch Krampfanfälle oder Psychosen, die nicht durch Medikamenteneinnahme oder Stoffwechselstörungen bedingt sind. Mit migräneähnlichen Kopfschmerzen, psychischen Veränderungen. Ebenso unklare anhaltende Verminderung der roten oder weissen Blutkörperchen oder der Blutplättchen. Mit einer Anämie. Bei manchen Lupus-Patienten bilden die Speichel- und Tränendrüsen zu wenig Sekret. Es kommt zu trockenen Augen. Wenn sich die Blutgefässe am Augenhintergrund entzünden, kann es zu Schleiersehen und Gesichtsfeldausfällen kommen. SLE verläuft in Schüben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass es längere symptomfreie Abschnitte von Monaten oder sogar Jahren gibt. Warum es zu diesem Krankheitsbild kommt ist nicht geklärt. Eine Rolle sollen gravierende Ereignisse in der Kindheit spielen. Ereignisse mit grossem Stress. Und das Sonnenlicht mit starker Sonnenstrahlung. Auch dadurch können Lupus Erkrankungen und Schübe ausgelöst werden.
Wenn man sich Schilderungen Betroffener ansieht, schildern sie Schlafstörungen. Schildern sie Zeiten mit unerträglichen Schmerzen. Sie waren nicht mehr imstande das Bett zu verlassen. Und zu laufen. Geschildert werden auch Depressionen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Panikattacken, Verwirrtheitszustände. Vermerkt wurden auch die Sturzgefahr und das Kollabieren. Alle haben Opioide verordnet bekommen. Die meistens zu wesentlichen Linderungen beitrugen. Es gibt aber Fälle, wo auch dieses Mittel nicht half. Oder Opioide nicht vertragen wurden. Eine Tochter berichtete über den Leidensweg ihrer Mutter. Die sieben Wochen lang in einer Klinik lag und dann starb. Die Ärzte hatten den Lupus nicht wahrgenommen.
Dr. Arnold Klein hat eindeutig Vitiligo und Lupus diagnostiziert. Bestätigt auch durch Deepak Chopra. Jacksons spirituellen Lehrer. Chopra ist auch Arzt. Ebenso Dr. Robert Lahita, Professor of Medicine at Mount Sinai School of Medicine New York. Ebenso Dr. Richard Strick. Der 2005 zum Sneddon-Team gehörte. Bestätigt wurde das auch durch Professor Dr. Hans Meffert, Berlin. Und von Dr. Patrick Treacy. Dr. Klein berichtet, dass der Lupus sich während des Prozesses 2005 verstärkte. Mit starken Rückenschmerzen. Michael Jackson verfiel immer mehr. „Dieser Lupus-Schub hätte auch tödlich enden können“.
Nach Jackson’s Tod wandte sich “Help Us Solve The Cruel Mystery – Lupus Foundation of America“ an die Medien. Auslöser war Michael Jackson. Und offensichtlich die unseriösen Berichterstattungen. Hier ein Zitat: „Despite some statements in the media recently, there is no known connection between childhood abuse and lupus. Lupus is NOT infectious, rare, or cancerous. It is not related to or like HIV/AIDS.“ Der EXAMINER berichtete am 9. Juli 2009 darüber: „It’s a known fact that Jackson diagnosed with lupus & vitiligo at some point during his life, and since his death.“ Interessant ist weiter, dass die Lupus Foundation auch eine Kampagne „Vitiligo & lupus awareness in honor of Michael Jackson“ durchführte.
World Vitiligo Day is coming to Detroit. Am 25. Juni 2013. Zitat aus der Pressemitteilung: „June the 25th was chosen as World Vitiligo Day because it is the day that Michael Jackson passed away. The constant battle with both public opinion and his own self-image, as result of vitiligo and lupus (also an autoimmune disorder with severe consequences), typifies the daily struggle of millions of people who, like he did, have deal with stares, discrimination, alienation and disbelief. On June the 25th we honor Vitiligans all over the world, and we honor Michael Jackson.“ Fox TV berichtete in ihrer Morning show mit Gästen ausführlich über den World Vitiligo Day.
Nach Dr. Arnold Klein hatte Michael Jackson mit einer Medikamenten-Abhängigkeit zu tun. Die er in England erfolgreich behandeln liess. Das war nach dem Mexico-Konzert 1993. Michael Jackson war nicht Drogenabhängig. Er benötigte aber, wie aus den oben aufgeführten Schilderungen eigentlich klar hervorgehen sollte, verschreibungspflichtige Medikamente zur Eindämmung von Schmerzen und gegen depressive Zustände. Und ganz sicher auch zur Eindämmung des Lupus. Und Medikamente zum Ausgleich der fleckigen Hautpartien durch Vitiligo. Michael Jackson kämpfte auch mit gravierenden Schlafstörungen. Wahrscheinliche Ursache der Lupus. Der sich in Stresszeiten verstärkte. Stresszeiten waren nun wahrlich fast ununterbrochen vorhanden. Ausnahme war der Irland-Aufenthalt. Propofol gegen die Schlafstörungen einzuführen war ein unfassbarer Entscheid einiger Ärzte. Nach Dr. Patrick Treacy habe Michael Jackson dies nie ohne anästhetistische Begleitung und Überwachung gemacht. Treacy hat ebenfalls Propofol eingesetzt. Es handelte sich dabei aber um einen medizinisch indizierten Eingriff wegen der Hautprobleme.
Die Medien, Ärzte, Buchautoren und viele Privatleute machten und machen sich immer noch lustig über das Aussehen von Michael Jackson. Mit zynischen Kommentaren. Berichtet werden über 50 Schönheitsoperationen. Michael Jackson sei danach süchtig gewesen. Stimmt das?
Bei einer Schönheits- oder kosmetischen Operation wird eine normale Form korrigiert. Ohne eine medizinische Indikation. Etwas anderes ist eine Herstellung oder Wiederherstellung einer Funktion. Zum Beispiel die Nasenatmung zu verbessern. Eine solche Operation hat auch Einwirkung auf die Stimmlage. Zusätzlich werden Operationen im Bereich der Ästhetik durchgeführt. Sie dienen der Herstellung oder Wiederherstellung einer normalen Form bzw. einer Symmetrie. Die letzten drei genannten sind Konstruktionen oder Rekonstruktionen. Sie werden nur mit einer medizinischen Indikation durchgeführt.
Dr. Richard Stricker hat, wie schon erwähnt, für Tom Sneddon die ärztlichen Unterlagen durchgesehen. Mit seltener Klarheit, obwohl er zum Sneddon-Team gehörte, berichtete er, dass nach der ersten Nasenoperation alle nachfolgenden rekonstruktive waren. Und mit Vitiligo und Lupus zusammenhingen. „Lupus hat Teile seiner Haut an der Nase zerstört. Seine Nasenoperationen waren rekonstruktive, um zu versuchen ‚normal‘ auszusehen. Stricker machte auch deutlich, wie gefährlich Schönheitsoperationen bei einem Lupus sind. Ohne Wissen des operierenden Arztes kann es zu gravierendsten Entstellungen kommen. (youtube.com/watch?v=RTuvCalcgPw) Im Jahr 2003 (Bashir-Dokumentation) gab Michael Jackson höchstpersönlich drei kosmetische Eingriffe an. Zwei an der Nase, eine am Kinn.
In Deutschland haben sich sogenannt prominente Ärzte häufig zu den angeblichen Schönheitsoperationen geäussert. So auch der kommissarische Direktor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Göttingen. Professor Dr. Borwin Bandelow. Auf der Klinik-Webseite ist mir aufgefallen, dass man Bandelow mit diversen sogenannten Prominenten betrachten kann. Bandelow ist auch ein Bestseller-Autor. In seinem Buch „Celebrities. Vom schwierigen Glück berühmt zu sein“ schreibt er im Kapitel über Michael Jackson unter anderem: „ Die Gesichtsoperationen von Dr. Steven M. Hoefflin und Dr. Arnold Klein in Kalifornien sollten aus seinem negroiden Gesicht ein kaukasisches machen. Er liess so oft seine Nase mit dem Skalpell bearbeiten, dass sie ihm zeitweise abzufallen drohte. Unters Messer kamen auch die Kinnpartie, die Lippen und die Augen.“ Zu Vitiligo äusserte sich Bandelow so: „Wacko Jacko selber stritt immer ab, nachgeholfen zu haben, und behauptete, eine seltene Hautkrankheit namens Vitiligo sei dafür verantwortlich.“ Bandelow fiel auch weiter durch seine Statements im TV auf. Und spricht Michael Jackson das Geschlecht, die Sexualität, die Ethnie, den Namen ab. Und als Arzt einem chronisch kranken Menschen die Krankheiten. Absurder kann sich ein Arzt eigentlich nicht entlarven. Einige Bandelow-Bücher, darunter auch Celebrities, wurden ins Polnische, Koreanische und Chinesische übersetzt (Website Bandelow). Abschliessend zu Bandelow noch ein Zitat aus dem Jahr 2008 (CAPhS): „Ich habe schon immer gerne die Leute-Spalte im Göttinger Tagblatt gelesen…..Jetzt lese ich Die Bunte, Gala und so, da finde ich meine Theorien so schön bestätigt.“ Nun: „Dein Weg ist krumm, er ist der meine nicht“ (Friedrich v. Schiller, Wallensteins Tod – Ein Trauerspiel)!
Auch Professor Dr. Werner Mang konnte es nicht sein lassen. Bis zu 50 soll es gegeben haben. Öffentlich gab er an, dass er seinen amerikanischen Kollegen Steven Hoefflin bei den Nasenoperationen beraten habe. Hoefflin dementiert. Interessant ist, dass Mang von Haus aus Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist. Sehr deutlich wird die Bayerische Ärztekammer. Die mitteilt, dass sie Dr. Mang wiederholt mündlich und schriftlich darauf hingewiesen hat, dass er es unterlassen soll, den unzutreffenden Eindruck zu erwecken, Facharzt für Plastische Chirurgie zu sein. Mang’s Behauptung, Standardwerke der Plastischen Chirurgie verfasst zu haben, werden nicht bestätigt. „Mang hat noch nie in einer hochwertigen medizinischen Zeitschrift für plastische Chirurgie eine nennenswerte wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht….Mang hat weder ein nationales noch ein internationales Renommee in der Wissenschaft“ (Wolfgang Mühlbauer, ehemaliger Präsident der Europäischen Vereinigung Plastischer Chirurgen). Mang hat die Bodenseeklinik aufgebaut. Auf ihrer Internetseite wird die Klinik als eine der „führenden Kliniken auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie“ beschrieben. Wegen des Verdachts der Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung in 274 Fällen ermittelte die Staatsanwaltschaft Kempten (Süddeutsche.de 9.2.2012). Im Januar 2013 wurde Mang wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu 200 Tagessätzen verurteilt.
Der dritte im Bunde ist Dr. Gerhard Sattler. Leiter der Rosenbergklinik für Plastische Chirurgie in Sonthofen/Bayern. Laut der Website der Klinik gilt Sattler als Kapazität – unter anderem – in der ästhetisch-operativen Dermatologie. Der Rosenpark bezeichnet sich als „Die Prämiummarke für Schönheit, Wohlbefinden und Ästhetik in Deutschland“. Über Michael Jackson schreibt Sattler in einem Ärzteblatt: „Da er offenbar seine Hautfarbe ablehnte, wie seine ethisch bedingte Nasenform, unterzog er sich nicht nur mehr als 50 Schönheitsoperationen, sondern oft auch Bleichungen“. Weitere Ärzte-Statements in diesem Sinn liessen sich noch bequem auflisten.
Wenn Ärzte über Menschen, denen sie nie persönlich begegnet sind, öffentliche Statements abgeben, muss man hinhören, zuschauen und sich dagegen zur Wehr setzen. Zum ärztlichen Ethos gehört der Gleichheitsgedanke der Menschenrechte. „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Gehört der Eid des Hippokrates. Und ganz allgemein gesprochen gehört der menschliche Anstand dazu. Menschen in ihrer Endlichkeit, ihrer Verletzlichkeit, ihrer Hilfsbedürftigkeit darf man so nicht vorführen. Diese verbalen Entgleisungen lassen sich nicht aus der Welt schaffen, sie sind nicht zu tolerieren. Ich diagnostiziere aus der Ferne. Und orte bei den „Göttern in Weiss“ einen Narzissmus. Und stütze mich dabei auf die Narzissmus-Definition nach dem ICD-10 Code der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab. Unter Punkt 3. steht geschrieben: „In zwischenmenschlichen Beziehungen sind die Menschen ausbreitend, zeigen einen Mangel an Empathie sowie arrogante, überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen“ (Quelle: „Celebrities. Vom schwierigen Glück berühmt zu sein“.)
Der menschliche Anstand, die Aufbereitung von Fakten und die sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen, die durchaus unterschiedlich ausfallen können, gehören auch zum Schreiben und Veröffentlichungen von Büchern. Auf „Michael Jackson. The Man Behind the Mask“ von Bob Jones und Stacy Brown aus dem Jahr 2009 möchte ich gar nicht mehr eingehen. Weil die Fakten in diesem Buch von A bis Z falsch sind. Somit auch die Schlussfolgerungen. Was aber Borwin Bandelow nicht hinderte, sich aus diesem Buch grosszügig zu bedienen. Anders sieht die Sache für Randall Sullivan aus. Mit seinem Buch „Untouchable. The Strange Life & Tragic Death of Michael Jackson“. Erschienen 2012. Hier möchte ich mich einzig auf seinen Bericht betreffend Nasenoperationen auslassen. Er zitiert Dr. Mark Sinnreich, Florida, aus dem Jahr 2002: „I had him take off this mask…It looked almost like he had two blow holes. No nose.“ Weiter mit Sullivan: „Michael made do with prosthetics. He kept them in his closet at Neverland, ab big jar of fake noses – various shapes and sizes – surrounded by tubes of stage glue.“ Danach zitiert er eine Aussage des Neverland-Hausmädchens Adrian McManus. Die zum jetzigen Zeitpunkt wieder in den Medien auftaucht. Mit ihren Lügengeschichten. „He told me they were for disguises.“ Das wird wohl der einzig wahre Satz von McManus sein. Bekannt ist ja, dass Michael Jackson sich gerne verkleidete.
Aufgebrachte Jackson-Fans haben sich umgehend an das LAPD (Los Angeles Police Departement) gewandt und nachgefragt. Die umgehende Rückmeldung ergab, dass Michael Jackson eine Nase hatte. Es sei auch unmöglich, dass Sullivan ein Foto mit fehlender Nase überhaupt sehen konnte. Sullivan wiederum versuchte sich zu verteidigen. Es gäbe diesbezügliche Fotos im Internet. Was nicht stimmt. Es gibt eines. Man sieht sofort, dass das eine Fälschung ist. Sullivan behauptet auch, dass er sich den Autopsiebericht genau angesehen habe. Was auch nicht stimmen kann. Hier der Wortlaut aus dem erwähnten Bericht: „A small piece of gauze was found on the tip of his nose.“ „Untouchable“ ist ein nicht empfehlenswertes Buch. Da in grossen Teilen mit falschen Fakten und damit mit falschen Schlussfolgerungen bestückt. Mich stört auch, dass Sullivan Dr. Patrick Treacy nicht kontaktiert hat. Treacy bestätigt das. Bei seinem Irland-Aufenhalt hat Michael Jackson engen Kontakt zu Treacy gehabt. Treacy verhält sich angenehm diskret. Was die Krankheiten von Michael Jackson angeht. Eine Aussage von Treacy ist mir aufgefallen. Michael Jackson reagierte äusserst empfindlich, wenn man ihn auf seine Probleme mit der Nase ansprach.
Im Internet aufgefallen sind mir die unkorrekten Begriffsbezeichnungen. Immer im Zusammenhang mit Michael Jackson. Rhinoplastik ist keine Nasenprothese. Rhinoplastik bedeutet die operative Korrektur der äusseren menschlichen Nase. Eine Nasenseptumplastik bedeutet die Korrektur der inneren menschlichen Nase. Dann gibt es noch die Nasenprothese. Zum Beispiel bei der Zertrümmerung der Nase nach einem Unfall wird eine Nasenprothese eingesetzt.
Zurück zum Lupus und an was ich mich erinnere. An das Statement von Dr. William Alleyne, Beth Israel Medical Center New York. Nach der Einlieferung von Michael Jackson im Jahr 1995. Er kollabierte während einer Probe zur One Night Only Show in Manhatten. Das Statement habe ich erst nach Jacksons Tod gehört. „Mr. Jackson was in critical condition. He was dehydrated. He had low blood pressure (70:40). He had a rapid heart rate. He was near death“. Es gab keinen Nachweis von irgendwelchen Drogen. Nach Dr. Klein handelte es sich um Folgen einer viral intestinal infection.
Dann die Fotografie „Michael Jackson sitzt im Rollstuhl“. Das war kein Pressegag. Es war ein Lupus-Schub mit einer Fibromyalgie. Und Schmerzen im ganzen Körper. Muskeln, Sehnen, Weichteile, Füsse, Knie. Und die TV-Übertragungen zum Gerichtsverfahren im Jahr 2005. Anfangs mit einem kräftig wirkenden Michael Jackson. Die Energie nahm dann mehr und mehr ab.
Sehr aufschlussreich, weil eindeutig in den Schlussfolgerungen, ist das Video „Understanding Michael Jackson’s Ailment (Lupus & Vitiligo). Ein Gespräch zwischen Diane Sawyer und Dr. Robert Lahita. Mit den abschliessenden Bildern zu Lupus und Vitiligo von Michael Jackson. Interessant sind auch die Hinweise, wie kreativ Michael Jackson mit seinen Krankheiten umging. Das betrifft den weissen Handschuh, die Pflaster an den Fingern, der Hut, Schirm, Sonnenbrille, Mundschutz. Dr. Lahita äusserte sich schon kurz nach Jackson’s Tod. „Michael Jackson litt an einer speziellen Form von Hautlupus. Rund 40 Prozent aller Betroffenen haben dieses Krankheitsbild. Auch der starke Medikamentengebrauch deutet darauf hin, dass Jackson mit einem fehlgeleiteten Immunsystem zu kämpfen hatte, das den eigenen Organismus angreift. Etwa die Hälfte meiner Patienten leidet an Fibromyalgie. Sie äussert sich durch furchtbare Schmerzen und verläuft chronisch“. (Siehe auch: Video: „The truth about Michael Jackson’s disease known as LUPUS“.)
Eines der letzten Bilder von Michael Jackson wurde bei einer Probe gemacht. Wenn man das vergrössert sieht man Bläschen auf der unteren Lippe. Wahrscheinlich ein Herpes Simplex Virus. Der auch zu dem Krankheitsbild Lupus passen würde.
Im Obduktionsbericht wurde Vitiligo erwähnt, aber nicht Lupus. Aufgeführt wurden aber „anemia, chronic pneumonia, chronic bronchitis and brain swelling“. Die alle mit Lupus und seinen Organbeteiligungen in Verbindung gebracht werden können. Etwa 30 % der an Lupus erkrankten Personen leiden an chronischer Pneumonie. Welche nicht durch Infektionen, sondern durch den Lupus verursacht wird. Auf jeden Fall zeigen auch diese chronischen Leiden an, dass Lupus einer dauernden Überwachung und Begleitung durch einen Arzt bedurfte. In diesem Fall durch Dr. Arnold Klein. Den Michael Jackson auch zwischen den Proben zu That Is It regelmässig aufsuchte. Es wird also nicht nur um Behandlungen im Gesicht gegangen sein. Ich vermute, dass der Lupus durch den Stress in dieser Zeit wieder zum Ausbruch gekommen ist. Oder sich verstärkt hat. Alle geschilderten Veränderungen im Auftreten und Verhalten von Michael Jackson zeigen in diese Richtung. Es ist daher geradezu infam, dass AEG Live den Besuch von Dr. Klein verbot. Ebenso die Einnahme von Medikamenten, die Dr. Klein verschrieben hat (zitiert nach der Klageschrift Katherine Jackson et al vs. AEG Live). Hat ein Konzertveranstalter eigentlich das Recht das zu verlangen? Ganz sicher nicht. Dazu kommt dann noch die absolut unbedarfte ärztliche Begleitung durch Dr. Conrad Murray. Der es nicht für nötig erachtete, sich mit seinem ärztlichen Kollegen in Verbindung zu setzen, um die Sachlage abzuklären. Murray redete sich heraus, wie er das immer machte und noch macht, dass Michael Jackson darüber keine Auskunft geben wollte. Murray beschritt dann den für ihn bequemeren Weg. Mit den nächtlichen Dauermedikationen mit diversen Schmerzmitteln und Propofol. Alle Medikamente, die Dr. Murray verordnete waren im Verbund mit Propofol kontraproduktiv. Und die laufende Überwachung mit dem dazu nötigen ärztlichen Equipment fand nicht statt. Weil Murray lieber telefonierte. Und das Equipment nicht vorhanden war. Kontraproduktiv waren wahrscheinlich auch die Demerol-Injektionen. Auch Dr. Klein hätte sich in Bewegung setzen müssen. Um bei Murray nachzufragen. Dazu kommt, dass Murray sich nicht am aktuellen Gesundheitszustand von Michael Jackson orientierte. Er hat ihn aber fast jede Nacht nach den Proben gesehen. Murray folgte den Anweisungen der AEG Live Führungsspitze. Und vermeldete per Email 45 Minuten vor Michael Jackson’s Tod, dass alles gut sei. Murray, aber auch die Führungsspitze der AEG Live, haben mit ihrer Verweigerung jeglicher Hilfestellungen Michael Jackson geradezu in den Tod getrieben. Was sie aber nicht hinderte, sich laufend per E-Mail auszutauschen. In einer Sprache, die ihres gleichen sucht. Ein neuer Lupus-Schub, so wie schon im Jahr 2005, endet tödlich mit einer solchen fahrlässigen Behandlung und Vorgehensweise. Mit kräftezehrenden Proben. Kaum Ruhepausen. Kaum Schlaf. Wenig Appetit, Gewichtsverlust, Verwirrtheitszuständen. Auch die nicht eindeutige Klärung der Anzahl der zu leistenden Konzerte war eine Bedrängung. Die AEG Live Führungsspitze war nicht einmal mit 50 Konzerten zufrieden. Es sollten noch weitere stattfinden. Das wurde dann auch noch Tom Barrack, Colony Capital, zur Kenntnis gebracht. Warum eigentlich? Um Barrack mit seinem Hedgefond den finanziellen Einstieg schmackhaft zu machen? Äusserst bedrängend war auch das von AEG Live eng geschnürte Finanzkorsett, das sie Michael Jackson verpassten. Alles hinter seinem Rücken. Es ist auch mehr als eigenartig, dass AEG Live Leonard Rowe, den Michael Jackson als seinen Finanzmanager eingestellt hatte, durch Frank DiLeo stillschweigend ersetzte. Und sich Randy Phillips dann vor Gericht noch darüber ausliess, dass Michael Jackson seine Manager wie die Socken wechselte. Warum wohl Herr Phillips? Es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass AEG Live gegen Tohme Tohme keine Einwände erhob, obwohl Phillips Kenntnis davon hatte, dass Tohme von Michael Jackson entlassen wurde. Tohme passt genau zur Führungsspitze des zweitgrössten Konzertveranstalters. Ausserdem verfügt er über Hintergrundkenntnisse. Betreffend des Vermögens von Michael Jackson. Diese Kenntnisse wird er garantiert an den Konzertveranstalter weitergegeben haben. Aus den E-Mails, die bisher veröffentlicht wurden, ist auch zu entnehmen, dass Paul Gongaware Grace Rwaramba im Jahr 2008 entliess. Ging es schlussendlich AEG Live darum Michael Jackson ein Comeback zu ermöglichen? Die Aussagen von Gongaware und Phillips vor Gericht vermitteln ein eindeutig anderes Bild.
Die Gerichtsverhandlung Katherine Jackson vs. AEG Live ist noch nicht abgeschlossen. Als Zeugen der Klägerin wurden Dr. Sidney Schnoll und Dr. Stuart Finkelstein vorgeladen. Von Schnoll wurde der Pepsi-Unfall seriös abgehandelt. Später bezog er sich bei den Medikamentenabgaben auf „Schmerz/Rückenschmerzen/Schlaflosigkeit“. Irgendwann erwähnte er „medical problems“. Ohne weitere Erklärungen. Lupus erwähnte er nicht. Obwohl die Diagnose schon 1986 gestellt wurde. Breit abgehandelt durch Finkelstein wurden dann frühere Konzerttourneen. Auch hier war Lupus kein Thema. Obwohl aus dem Internet jede Menge Beweise abgerufen werden können. Und David Putnam? Sein Anwaltsteam hat sich im Internet den E-Mail-Verkehr von Karen Faye genau angesehen. Sie werden das auch mit Michael Jackson so gemacht haben. Die Bilder/Videos samt Berichten passen aber ganz eindeutig nicht zu ihrer Prozess-Strategie. Denn Putnam arbeitet mit Akribie daran, Michael Jackson als faulen Freak darzustellen. Das erzeugt die gesteuerten üblichen Schilderungen in den Medien. Dr. Conrad Murray hätte die Proben zu That Is It abbrechen und Michael Jackson umgehend in eine Klinik einweisen müssen. Das hätte natürlich nur mit Einwilligung von Michael Jackson geschehen können. Als letzten Ausweg eines verantwortlichen, charakterstarken Arztes hätte Murray den Dienst quittieren müssen. Das gilt auch für Jackson’s Finanzmanager Frank DiLeo. Zu seinen Aufgaben hätte auch gehört, den Vertrag auf seine Verhältnismässigkeit zu überprüfen. Auch Kenny Ortega hätte sich eindeutiger für Michael Jackson einsetzen müssen. Dies ganz besonders darum, weil er ja unmittelbar miterleben musste, wie sich der Gesundheitszustand im Laufe der Zeit dramatisch verschlechterte. Auszumachen ist aber, dass die drei Genannten mit AEG Live kooperierten. Die nur eines im Sinn hatte: viel Geld zu verdienen.
Empfehlenswert:
„Zähflüssige Wirklichkeiten – Warum Michael Jackson noch immer als Kinderschänder, Verleugner seiner Rasse und Verräter der Musik beschrieben wird“/18. Februar 2013. Ein langer, kluger Bericht der deutschen Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Karla Schmidt, geb. 1974 in Göttingen.
„The Questions About Michael Jackson and Lupus“.
http://www.bilerico.com/10. Juli 2009.
Rheumatoid Arthritis Support: „Michael Jackson – Lupus and Autoimmune Disease“. rheumatoidarthritissupport.blogspot.com/11. Juli 2009
„Lupus: The Disease With A Thousand Faces“.
Lupus1000.blogspot.com
„ Behind The Mask – What Michael Jackson’s Body Language Told The World“
2012 by Craig James Baxter, Printed in the United States of America.
Michael Jackson: Invincible, 2001.