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Die Mehlmotte stammt ursprünglich aus Indien. 1877 fand man sie zuerst in Europa in einer Ladung amerikanischen Weizens. Heute findet man sie überall dort, wo mit Getreide und Mehl gearbeitet wird. Auch in privaten Haushalten wird sie oft zu einer großen Plage.
Aussehen:
Die Falter sind grau gefärbt und tragen drei schmale gezackte Querbänder auf den Vorderflügeln. In Ruhestellung sind Mehlmotten ca. 14 mm lang.
Die Raupen sind, je nach Nahrungssubstrat, hellbeige bis grünlich eingefärbt, spärlich behaart und bis 13 mm lang. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Befallssubstrat. Die Puppe wird etwa 7 mm lang und ist ganz in einem dichten, weißen Seidenkokon eingesponnen.
Entwicklung:
Die Motten fliegen im Dunkel und die und die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Mehl. Die Entwicklung von Ei bis zum Falter dauert durchschnittlich ca. 40 Tage.
Im Jahr entstehen bei uns zwischen 4 und 6 Generationen. Ist die Larvenentwicklung abgeschlossen, verlässt die erwachsene Raupe die Nahrung und wandert auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz umher (das so genannte "Wanderstadium"). Angekommen in ihrem Versteck verpuppt sie sich und schlüpft nach 2-3 Wochen aus.
Vorkommen und Bedeutung:
Die Raupen der Mehlmotte lieben besonders Weizenmehl. gehen aber auch an andere Mehlsorten, Körner und Samen und an Nudeln sowie an getrocknete Früchte, Kakao, Nüsse und Mandeln. Die Falter nehmen keine Nahrung auf.
Nach dem Schlüpfen aus dem Ei beginnen die kleinen Raupen zu fressen und spinnen dabei einen klebrigen Seidenfaden, der das Mehl zu Zöpfen zusammenklebt. Gleichzeitig wird es durch die Exkremente dunkel gefärbt und erhält einen üblen Geschmack.In Mühlen und Bäckereien kann das zusammengestoßene Mehl Röhren, Trichter und Siebe verstopfen, so dass die Arbeit unterbrochen werden muss, bis alles gereinigt ist. Ebenso sollte bei Mottenbefall in Lebensmittelbetrieben, in jedem Fall eine Schädlingsbekämpfung erfolgen.