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Am 12. und 13. August meldeten das Intelligenzblatt der Stadt Bern und das Oberländer Tagblatt übereinstimmend: „Der Handwerker- und Gewerbeverein von Langnau macht Anstrengungen, die alte Langnauer Töpferei, die an der letzten Gewerbeausstellung des Amtes Signau vorbildlich gezeigt wurde, wieder einzuführen.“ Woher diese Information stammt, bleibt unklar. Archivalien des Handwerker- und Gewerbevereins Langnau scheinen sich zumindest im Gemeindearchiv Langnau nicht erhalten zu haben, jedoch war der Verein Hauptträger und Organisator der Gewerbeausstellung 1907. Am 15. Oktober 1909 wurde zu einer öffentlichen Besprechung eingeladen, an der Paul Wyss einen Vortrag über die Neubelebung der Langnauer Töpferei hielt (Der BUND 1.10.1909). Das Ergebnis des Vortragsabends war die Bildung einer Kommission (des Handwerker- und Gewerbevereins?) „Zur Wiedererweckung der Langnauer Töpferei“, die nach mehreren Sitzung auch mit den noch in Langnau arbeitenden Töpfermeistern (wohl sechs Werkstätten), die Veranstaltung eines längerfristigen Zeichen- und Dekorationskurses an der Langnauer Handwerkerschule beschloss.
Dieser begann am 12. November 1909 und wurde von Paul Wyss geleitet (Der BUND 13.11.9109; Oberländer Tagblatt 17.11.1909). Jeweils Freitags nachmittags wurde von 13-18 Uhr unterrichtet. Was die Kursteilnehmer auf Papier zeichneten und malten, das sollte anschliessend in der eigenen Werkstatt umgesetzt werden (Der BUND 19.8.1910; NZZ 23.8.1910; Intelligenzblatt der Stadt Bern 25.8.1910).
Mit grosser Wahrscheinlichkeit kann eine Serie von Blättern, die zum archivalischen Nachlass der Hafnerei Röthlisberger, Oberstrasse 66 in Langnau gehören, diesem Zeichenkurs zugerechnet werden. Ob die Blätter als „Kurs-Mitschriften“ vom Hafnermeister Johann Röthlisberger oder von seinem Lehrling Fritz Brechbühl gefertigt wurden, ist unklar.
Privatbesitz, Langnau.
Weiterer Zeichenkurs von Paul Wyss und Friedrich Ernst Frank.