Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/1337

Dank Lobbying und Vernetzungsarbeit kommt die Landbevölkerung in Kolumbien zu ihren Rechten - zentral in Anbetracht des langjährigen bewaffneten Konflikts.
In Kolumbien sind die Rechte der Landbevölkerung nicht garantiert. So wird im Südwesten des Landes in grossem Stil Gold und Kupfer abgebaut. Am Oberlauf des Flusses Magdalena wurde ein riesiges Wasserkraftwerk gebaut. Die Gegend gehört jedoch zu den national bedeutendsten Produktionszonen für Nahrungsmittel. Die Grundlagen wie Waldbestand, Ökosysteme, riesige Quellgebiete und ihre Grundwasserräume sind bedroht oder bereits zerstört. Die Dorfgemeinschaften wollen ihre enge Beziehung zum angestammten Boden, zur Landschaft und zu ihrer Geschichte geschützt wissen.
Die Partnerorganisation von Fastenopfer, Tierra Digna unterstützt die Landbevölkerung bei der Verteidigung des Bodens, des Lebens und der kulturellen Identität. Die indigenen, bäuerlichen und afrikanisch-stämmigen Gemeinschaften sehen sich von der staatlichen Politik des Bergbaus und dem Bau des Wasserkraftwerks bedroht.
Die Arbeit von Tierra Digna konzentriert sich auf rechtliche Aspekte, Recherchen und das Lobbying auf nationaler und internationaler Ebene. Damit stossen sie Reformen in der Wirtschafts- und Landnutzungspolitik an. Auf diese Weise können neue soziale Konflikte verhindert und die negativen Auswirkungen der staatlichen Politik behoben werden. Die Rechte auf Nahrung, Wasser und eine gesunde Umwelt werden geschützt.
Die Landbevölkerung wird in Workshops ausgebildet, damit die Menschen in Netzwerken an Entscheidungen teilhaben können und Zugang erhalten zur Justiz und den Mechanismen der Wiedergutmachung. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund des langjährigen bewaffneten Konflikts. Frauen werden gefördert, sich an politischen Prozessen und bei Entscheidungsfindungen zu beteiligen.