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Ideale Ansetzungen der Spiele an diesem Wochenende erlaubten uns, direkt nach der Partie von Bezanija per Taxi in den Südwesten der Stadt zu fahren. Hier ist der Erstligist Rad Belgrad beheimatet, der in der Vergangenheit vor allem durch Rassismus-Skandale und weniger in sportlicher Hinsicht für Schlagzeilen gesorgt hatte. So ist beispielsweise im Februar des laufenden Jahres Everton, ein ehemalige St. Galler Akteur, nach Beleidigungen weinend vom Spielfeld gelaufen.
Auch heute beim Stadtduell gegen den Verein aus dem Bezirk Cukarica hingen in der Heimkurve Symbole, die jegliche Diskussion zur Ideologie der Fangruppen rund um die „United Force“ erübrigen liessen. Definitiv keine Lorbeeren für den Verein, der in seinem Namen mit „Rad“ den Zusatz „Arbeit“ stehen hat und zu Zeiten des zweiten Weltkrieg selber Schauplatz des Holocausts war. Stattdessen würden sich die Radovci lieber um ihren Support bemühen, der während der ganzen Spielzeit einen äusserst inkonstanten und müden Eindruck machte. Dies passte zum Fussball, der im Stadion Kralj Petar Prvi auf sehr überschaubarem Niveau gespielt wurde. Namensgeber dafür ist der ehemalige König Serbiens. Der Gast aus dem Nachbarbezirk nahm dank einem spätes Tor zum 0:1 alle drei Punkte mit nach Hause. In der unästhetischen Spielstätte, welche bereits seit einigen Jahren im Umbau ist, fanden sich am heutigen Abend lediglich 800 Zuschauer ein.