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Ich hoffe, dass Urs Schwaller kandidiert, und ich kann ihn mit Überzeugung unterstützen», erklärt Isabelle Chassot zu Fragen einer Kandidatur ihres Parteikollegen und Freiburger Ständerats. «Wenn jemand das Gespür für Minderheiten hat, dann Urs Schwaller», betont sie.
Er sei als Vertreter der deutschsprachigen Minderheit im Freiburger Staatsrat gewesen, wo er immer Französisch gesprochen habe. Er werde die Westschweiz auch in Bern sehr gut vertreten. «Er ist eine Persönlichkeit mit Überzeugungen, die es versteht, zum Wohl der Allgemeinheit Mehrheiten zu schaffen.»
«Nein, er wäre ein Freiburger deutscher Muttersprache. Ich teile den Standpunkt eines François Cherix nicht, für welchen Westschweiz gleichbedeutend mit Welschschweiz ist. Für mich umfasst die Westschweiz auch zweisprachige Kantone und somit zweisprachige Politiker», betont sie auf die Frage, ob mit Urs Schwaller nicht ein sechster Deutschschweizer in den Bundesrat einziehen würde.
Die Frage, ob sie allenfalls die Nachfolge von Urs Schwaller im Ständerat antreten würde, lässt Isabelle Chassot offen. «In der Politik soll man nie auf Fragen antworten, bevor sie gestellt werden», meint sie.
Kandidaturen
Ihre Kandidatur für die Couchepin-Nachfolge haben die Genfer liberale Nationalrätin Martine Brunschwig Graf, der Genfer liberale Nationalrat Christian Lüscher sowie der Neuenburger FDP- Ständerat Didier Burkhalter angemeldet.
Den Verzicht bekannt gegeben haben der Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis sowie der abtretende Präsident der sSchweizerischen Nationalbank, Jean-Pierre Roth. ja/sda