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Archiv von E. Y. Meyer im SLA
11.01.2012 E.Y. Meyer (Bild), mehrfach preisgekrönter Deutschschweizer Schriftsteller und unlängst gar für den Nobelpreis vorgeschlagen, hat die Dokumente seines Schaffens ins Schweizerische Literaturarchiv gegeben.
Foto: © Schweizerische Nationalbibliothek
1946 in Liestal geboren, studierte Meyer ab 1966 Literatur und Philosophie an der Universität Bern und liess sich am Staatlichen Lehrerseminar in Bern zum Primarlehrer ausbilden. Seit 1974 lebt er als freier Schriftsteller in Bern.
E. Y. Meyer ist mehrfach preisgekrönter Verfasser von Romanen, Erzählungen, Theaterstücken, Hörspielen und Gedichten - und ist unlängst für den Nobelpreis vorgeschlagen worden.
Ein Reisender in Sachen Umsturz (1972), Trubschachen (1973), Das System des Doktor Maillard oder die Welt der Maschinen (1994) und aus jüngerer Zeit Der Ritt. Ein Gotthelf-Roman (2007) sind aus der literarischen Szene der deutschsprachigen Schweiz nicht wegzudenken. Seine Texte sind stark beeinflusst von seinen philosophischen Studien und der Ablehnung des vorherrschenden Fortschrittsdenkens, dessen Funktion bei der «Wiederherstellung» der Welt nach Meyers Ansicht Kunst und Kreativität übernehmen sollten.
Das Archiv von E. Y. Meyer ist umfassend und sehr reichhaltig; die Arbeitsprozesse lassen sich für alle Gattungen auf verschiedenen Ebenen nachvollziehen. Es umfasst neben Manu- und Typoskripten auch Recherchematerialien wie Skizzen, Notizen, Bild- und Tondokumente zu den literarischen Werken, entsprechende Zeugnisse lassen sich auch für die essayistischen und journalistischen Arbeiten nachweisen. Korrespondenzen mit Verlagshäusern werden ergänzt durch Briefe von Schriftstellerkollegen, u.a. Dürrenmatt, Pirmin Meier, Siegfried Lenz, Hans Magnus Enzensberger.
Umfangreich präsentieren sich die persönlichen Dokumente: Neben Agenden und diversen Fotoalben sind Dokumente aus Kindheit und Jugendzeit zu verzeichnen, ausserdem solche, die Familie und Elternhaus betreffen. Das Archiv wird abgerundet durch eine grosse Sammlung von Rezensionen zu den literarischen Werken, Interviews und Porträts aus Zeitungen und Zeitschriften, Sekundärliteratur, eine Auswahl aus Meyers Bibliothek und professionelle Fotos.
mgt
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