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Die Insel St Helena ist vor allem bekannt für die Verbannung von Napoleon von 1815 bis zu Napoleons Tod 1821. Die Insel diente aber auch in späteren Jahren noch als Verbannungsort. So wurde der Zulukönig Dinuzulu und seine Familie von 1890 bis 1897 nach St. Helena verbannt. Im Gegensatz zu Napoleon schien er wesentlich kooperativer und umgänglicher zu sein. Selbst im 20. Jahrhundert diente die Insel noch zu diesem Zweck. Von 1900 bis 1902 waren 6'000 Burenkämpfer als Kriegsgefangene auf St. Helena. Als bisher letzte wurden drei politische Aktivisten von Bahrain zwischen 1957 und 1961 nach St. Helena ins Exil geschickt.
Während Napoleon im Landesinnere schmorte hatte Dinuzulu ein Haus in Upper Jamestown zur Verfügung. Die Bahrainer konnten am Rande von Jamestown ein Haus mit Meerblick bewohnen.
Wer freiwillig nach St. Helena in die Verbannung will findet einen Reisevorschlag hier.
Auf Tristan da Cunha liegt das wohl entlegenste Postgebäude der Welt. Das ist jedoch aktiv und veröffentlicht ungefähr sechsmal pro Jahr neue, thematische Sonderbriefmarken. Die neuste Serie ehrt Postschiffe, welche zwischen 1957 und 2020 jeweils Post auf die Insel gebracht haben. Darunter ist auch das im Oktober 2020 Schiff «Geo Searcher». Die Briefmarkenserie kann direkt auf der Insel bestellt werden. Die Lieferzeit kann jedoch einige Wochen dauern, je nachdem mit welchem Postschiff die bestellten Sondermarken auf die Reise geschickt werden können. Eine Liste der aktuell verfügbaren Briefmarken und Ersttagsbriefe findet man hier.
Einen Link, wo man Schiffsreisen nach Tristan da Cunha findet, befindet sich hier.
Auch wenn die Insel St. Helena bisher vom Coronavirus verschont blieb, ist eine Durchimpfung der Bevölkerung trotzdem geplant. Mit dem Repatriierungsflug Mitte Januar 2021 erreichten die ersten 100 Impfdosen vom britischen Hersteller Oxford AstraZeneca die Insel. Damit wird vorerst das Gesundheitspersonal geimpft, das bei einem Ausbruch am direktesten mit Infizierten in Kontakt wäre. Das weitere Vorgehen hängt von der Ankunft von weiteren Impfdosen ab und wird dann, wie einer Pressemeldung der Regierung von St. Helena zu entnehmen ist, zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Wie wir sehen, werden Diskussionen über Impfpläne und wer/wann an die Reihe kommt, nicht nur in der Schweiz geführt. Da der nächste Repatriierungsflug erst für Ende Februar 2021 geplant ist, wird wohl vor März 2021 nicht weiter geimpft werden können.
St. Helena und Ascension sind noch immer COIVD-19-frei. Wie nah die Gefahr ist, dass der Virus doch auf die Inseln St. Helena oder Ascension eingeschleppt wird, zeigen die zwei positiven COVID-19-Befunde auf dem Versorgungsschiff HELENA. Zwei Passagiere wurden nach der Ankunft des Schiffes in Kapstadt Anfang Januar positiv getestet, wie einer Mitteilung der Regierung von St. Helena entnommen werden kann.
An Weihnachten wurde auf Ascension Island zudem eine Person positiv getestet und in Isolation geschickt. Anfang Januar, bei einem neuerlichen Test, konnte die Administration von Ascension Entwarnung geben: negativ.
Die Nervosität vor einer Einschleppung des Virus ist verständlicherweise auf beiden Inseln hoch, gerade vor dem nächsten Repatriierungsflug vom 11. Januar von London nach St. Helena und Ascension Island. Deshalb wird neu für alle Passagiere des Repatriierungsflug ein negativer COVID-19-Test verlangt.
Update 08.01.21: Ein neuerlicher COVID-Test kam bei beiden in Kapstadt getesteten Passagieren als negativ zurück. Die Regierung von St. Helena vermutet, dass der erste Test ein falsch-positiver Befund war.
Informationen über Reisen mit der MV Helena finden Sie hier

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Urs Steiner
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