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Gertrud Guyer Wyrsch
1920 in Gersau, † 2013 in Stans
«Rote Stele», 2011, Stahlblech, Farbe
Gertrud Guyer Wyrsch gehörte zu den frühen abstrakten Schweizer Malerinnen. Später entdeckte sie das Holz als Arbeitsmaterial und schuf Reliefs, dann Mobiles und Objekte aus Schwemmholz. Schliesslich entwickelte sie Türme und Säulen. Sie steigen bis drei Meter in die Höhe. Die Stelen sind aus prismatischen Flächen gebaut. Sie weisen Kanten und feine Wölbungen auf. Immer sind die Formen in heikler Tüftelarbeit aneinander-, aufeinander-, ineinandergefügt. Gertrud Guyer war mit Stichsäge, Bohrer, Schraubzwingen, Schleifscheiben und Leimpistole genauso vertraut wie mit Pinsel und Farbe. Nur das Schweissen der Metallplastiken für den Aussenbereich überliess sie dem Spezialisten. Sie lieferte ihm aber das perfekte 1:1-Modell in Sperrholz.