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Moskau und St. Petersburg sind geschichtlich eng miteinander verknüpft. Seit 1478 führte
der Grossfürst von Moskau den Titel «Zar» und ab 1480 war Moskau die Hauptstadt eines
unabhängigen Russischen Reiches. 1712 verlegte Zar Peter der Grosse die Hauptstadt nach
St. Petersburg. Moskau blieb aber bis Mitte des 19. Jahrhunderts kulturelles und wirtschaftliches
Zentrum Russlands. Ab 1721 nannten sich die Herrscher in St. Petersburg «Imperator», also Kaiser.
St. Petersburg ist eine nach westlicher Kultur gebaute Stadt, die den deutlichen Einfluss
italienischer Architekten erkennen lässt. In Moskau findet man auch in der heutigen, sehr
modernen Stadt noch viel alte russische Kultur. 1918 wurde die Hauptstadt des neuen Sowjetischen
Staates wieder nach Moskau verlegt. Nach Zerfall der Sowjet Union, blieb Moskau Hauptstadt der Russischen Föderation.
Der erste Teil der Reise widmete sich Moskau. Wir besuchten dort den Moskauer Kreml, mit seinen Kathedralen, dem Kreml Museum und der Residenz des Russischen Präsidenten. Auf dem Roten Platz besuchten wir das Lenin Mausoleum mit den anderen Ehrengräbern der Staatsführer aus der Sowjet-Zeit, sowie das Kaufhaus GYM. Weitere Sehenswürdigkeiten waren die Tretjakow Galerie, das Puschkin Museum, das Glasunov Museum, und das Museum des Russischen Aussenministeriums, sowie die Christi-Erlöser Kathedrale, das bedeutendste sakrale Bauwerk Moskaus.
Am 24. Juli ging die Reise von Moskau mit dem Schnellzug nach Sankt Petersburg. Unser Hotel war zu Fuss nur wenige Minuten von der Eremitage entfernt, die eine der grössten Sammlungen westeuropäischer Kunst beinhaltet. Diese ist ein zentraler Bestandteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Innenstadt von St. Petersburg. In 350 Sälen sind ca. 75'000 Exponate ausgestellt. Der Grosskomplex der Eremitage beinhaltet auch den Winterpalast, mit den Räumlichkeiten der russischen Imperatoren. Beim Russischen Museum und dem dazugehörigen Michailows Palast, liegt der Fokus auf russischer Kunst, genau wie in der Moskauer Tretjakow Galerie. Weitere Höhepunkte der Reise waren die Peter und Paul Festung, die Sommerresidenz der Russischen Imperatoren Zarskoe Selo (Zaren-Dorf), die berühmte Palastanlage Peterhof am finnischen Meerbusen, der nahe dabei liegende Konstantinspalast in Strelna, eine Residenz des Russischen Präsidenten, sowie der Palast in Gatschina. Den Palast in Gatschina liess ursprünglich Graf Grigori Orlow, der Favorit der Kaiserin Katharina II. erbauen. Später lies Katharinas Sohn, der Imperator Paul I. diesen Palast nach seinen Plänen umbauen.
InterKulturForum organisierte in diesem Jahr seine erste Reise. Das Thema war das Weltkulturerbe in Israel mit den historischen Ueberresten der Römerstadt Caesarea, der alten Kreuzfahrerstadt Akkon, der modernen Stadt Haifa, und der für drei Religionen heiligen Stadt Jerusalem.
Diese Reise war nicht von InterKulturForum organisiert, sondern Prof. Dr. Maslakova-Clauberg und Dr. Rolf Clauberg nahmen hier, wie schon öfters, an einer Reise der Reisehochschule Zürich teil.
Der erste Teil der Reise war in Toledo. Von ca. 531 bis 711 war Toledo die Hauptstadt des ehemaligen Westgotischen Reiches in Spanien. Im Jahre 712 eroberten die Mauren Toledo. 1085 eroberte Alfons VI Toledo im Rahmen der spanischen "Reconquista". Die Stadt zeigt noch heute Spuren dieser Teile ihrer Geschichte. Eine weitere Berühmtheit in Toledo ist der Maler "El Greco", der 1576 nach Spanien kam und in Toledo seine Werkstatt gründete. Noch heute sind einige seiner Bilder in Toledo zu sehen.
Der zweite Teil der Reise ging nach Madrid, der modernen Hauptstadt Spaniens mit einem Abstecher nach San Lorenzo de El Escorial der von 1563 bis 1584 gebauten Schloss- und Klosteranlage ausserhalb Madrids. In Madrid war der Schwerpunkt auf den Museen Prado, Reina Sofia, und Thyssen-Bornemisza.