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Die elektronische Edition der Bernoulli-Briefwechsel hat die Korrespondenzen der folgenden Basler Mathematikern und Physikern des 17. und 18. Jh. zum Gegenstand:
Aus den Briefwechseln des Bernoulli-Kreises sind einige Korrespondenzen seit 1955 innerhalb der Bernoulli-Edition in Buchform ediert worden: Der Briefwechsel von Jacob Bernoulli (1993), Der Briefwechsel von Johann Bernoulli, Bd. 1 (u. a. mit L’Hôpital) (1955), Bd. 2 und Bd. 3 (mit Pierre Varignon) (1988 u. 1992). Der dritte und letzte Teil des Briefwechsels mit Varignon soll ebenfalls noch in Buchform erscheinen.
Die Korrespondenzen der Bernoulli mit Euler werden im Rahmen der Opera Omnia (Series IVA) von der Euler-Kommission in Basel ediert, diejenigen mit G.W. Leibniz vom Leibniz-Archiv Hannover. Einige weitere Korrespondenzen sind im Lauf des 20. Jahrhunderts separat herausgegeben wurden.
Ziel der elektronischen Edition der Bernoulli-Briefwechsel ist die frei zugängliche Online-Präsentation sorgfältig konstituierter und zitierfähiger Brieftexte im Internet. Etappenweise werden den edierten Texten die Bilder der handschriftlichen Textzeugen beigegeben. Die Brieftexte sind mit Stellenkommentaren in Fussnoten versehen, die nach und nach bearbeitet und ergänzt werden.
Die edierten Texte sowie die Bilddateien der Handschriften sind mit den Einträgen im elektronischen Basler Inventar der Bernoulli-Briefwechsel (BIBB) verlinkt. Dadurch sind die Briefe über ihre strukturierten Metadaten recherchierbar; die Texte selbst sind für Volltextrecherche erschlossen. Die elektronische Edition bietet den Vorteil einer beliebigen Gruppierung bei der Präsentation der Briefe (chronologisch, nach Verfassern, Korrespondenzen etc.) sowie einer etappenweisen editorischen Weiterbearbeitung. Für die Texte steht auch eine Druckversion zur Verfügung.
Die "Basler Edition der Bernoulli-Briefe" (BEBB) wird in Kooperation zwischen dem BEZ und dem DHLab weitergeführt. Das Teilprojekt zum Abschluss der Edition der Korrespondenz zwischen Johann I Bernoulli und Pierre Varignon (parallel in Buchform und auf der Online-Plattform) ist seit Ende 2015 im Gang. Im 2016 wurde durch den Schweizerischen Nationalfonds die Fortsetzung der Edition mit insgesamt 160 Stellenprozenten für die Jahre 2017–2020 genehmigt.