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In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Schröpfen angewendet, um das Energiesystem des Körpers zu beeinflussen. Mit gezielten Reizen am Rücken sollen Blockaden gelöst werden. Die Therapie gilt als entzündungshemmend und schmerzlindernd. Neben Verspannungen wird sie beispielsweise auch bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bandscheibenvorfällen, Infektionskrankheiten, Asthma oder Verdauungsproblemen angewandt. Durch die intensive Saugwirkung sollen Gift- und Schadstoffe aus dem Körper gezogen werden.
Beim Schröpfen wird ein Gefäss auf die Haut gesetzt, das sich durch einen Unterdruck festsaugt. Bei der traditionellen Methode werden dazu brennende Wattebäusche in die Schröpfgefässe gehalten: Danach wird das Glas auf der Haut platziert. Wenn die Luft im Gefäss abkühlt, entsteht ein Unterdruck und das Gefäss haftet an der Haut. Für die Behandlung gibt es je nach Beschwerde unterschiedlichen Methoden:
Die normale Form ist das trockene Schröpfen. Diese hinterlässt beim Patienten oft kreisförmige Rötungen, Blutergüsse und kleinere Einblutungen in der Haut. Trockenes Schröpfen kommt oft bei chronischen Beschwerden oder auch zu deren Vorbeugung zum Einsatz.
Die sanfteste Version ist besonders für Kinder oder ältere Menschen geeignet, denn die Gefässe werden dabei nur kurz angesetzt. Leer Schröpfen eignet sich besonders gut, um gegen Verspannungen oder Erkältungen vorzugehen.
Die Haut wird zuerst mit einem Öl eingerieben. Danach folgt die Massage mit einem Schröpfgefäss, das über die Haut gleitet. Dies soll die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen, Muskelverspannungen lindern und das Immunsystem stärken.
Bei der Methode, die auch «volles Schröpfen» genannt wird, tritt bei der Anwendung Blut aus. Dazu wird die Haut vor dem Schröpfen mit einer Nadel oder einem Skalpell leicht eingeritzt. Die Methode eignet sich bei akuten Schmerzen, Bluthochdruck, Akne, Störungen des Nervensystems, Lungenerkrankungen wie Bronchitis oder Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich.
Schröpfen eignet sich nicht für Schwangere, alte und schwache Menschen oder Personen mit Hautkrankheiten. Auf Hautstellen mit Narben, Muttermalen oder Hautverletzungen sollte nicht geschröpft werden.
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05.04.2017