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Endokrinologie der Brust
Lokaler Steroidmetabolismus in Brustgewebe
Das Mammakarzinom ist die häufigste Malignomerkrankung der Frau. Mammakarzinome sind vorwiegend östrogensensitiv. Somit wir die Inzidenz des Mammakarzinoms u.a. von der endo- und exogenen hormonellen Exposition beeinflusst. Die Mehrheit der Frauen befindet sich bei der Erstdiagnose des Mammakarzinoms in der Postmenopause, einem Zeitpunkt, zu dem die Östrogenserumkonzentration aufgrund der erloschenen Ovarialfunktion stark erniedrigt ist. Östradiol (E2) ist das potenteste Östrogen und wird mit der Karzinogenese der Brust in Zusammenhang gebracht. Normales und malignes Brustgewebe besitzen die enzymatische Ausstattung, um aus Vorläufermolekülen im Plasma lokal Östrogene zu synthetisieren. Im Vordergrund stehen die Enzyme Aromatase für die Konversion von Androgenen zu Östrogenen, die Östronsulfat (E1S)-Sulfatase (STS) für die Hydrolyse von E1S zu Östron (E1), welches durch die 17β-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1 (17βHSD1) zu E2 reduziert wird. Die lokale Östrogenbiosynthese ist in prämenopausalem Brustgewebe höher als in postmenopausalem [Stute P et al. 2007]. Eine postmenopausale Hormontherapie erhöht die lokale Östrogenbiosynthese vorwiegend in epithelreichem Brustgewebe [Stute P et al. 2007]. Eine postmenopausale Hormontherapie erhöht die lokale Östrogenbiosynthese vorwiegend in epithelreichem Brustgewebe [Stute P et al. 2008 und 2006]. Neben irreversible deterministischen Einflüssen von endo- und evtl. exogenen Hormonen auf die Brustdrüse, existiert demnach ein dynamisches lokales edokrines Milieu, welches durch exogene Hormone modulierbar ist und Einfluss auf das Mammakarzinomrisiko hat. Das Hauptziel das Forschungsprojektes beschäftigt sich mit dem Einfluss einer postmenopausalen Hormontherapie auf die lokale Östrogenbiosynthese in normalem und malignem Brustgewebe unter Berücksichtigung der Regulation mammärer Stammzellen.