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|Gott und das Leid der Welt|

Immer wieder stellen Menschen die Frage: Wie kann ich angesichts des Schmerzes auf dieser Welt an einen Gott glauben? |
Diese Frage an das Böse und das Leid führen den Glauben an einen gütigen Schöpfer ad absurdum.
Schon der griechische Gelehrte Epikur (341-271 v. Chr.) brachte das Dilemma auf den Punkt: Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht, oder er könnte es, will es aber nicht.
Kann er es nicht beseitigen, ist er demnach nicht allmächtig, will er es aber nicht, ist er nicht gut.

Die Debatte über die Allmacht Gottes und das tatsächliche Leid der Welt ist also alt. Lange Zeit erklärte der christliche Klerus das Übel in der Welt als notwendig für die Erhöhung des Guten.|
Heute verabschiedet sich die Kirche immer mehr von dieser Idee und versucht sich mit der Erklärung zu retten, Gott habe sich bei der Schöpfung entschieden, die Welt dem Menschen in völliger Freiheit und Eigenverantwortung zu überlassen. Gottes Wirken beschränke sich nur noch darauf, im Guten auf ihn einzuwirken. Ob Gottes Untätigkeit angesichts des Leids der Menschen unserer Zeit ausreicht, ihn zu rechtfertigen?
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|©Johannes Maria Lehner|

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