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Aktuell stehen mir nur zwei kleine Teleskope zur Verfügung. Das erste ist ein Celestron C8 mit Schmidt-Cassegrain (SC) Optik mit einer Öffnung von D=8″ (203mm) und Brennweite f=2,03m. Diese Optik habe ich schon seit 2009 und die meisten Aufnahmen sind damit entstanden. Mit einer zusätzlichen Reducer Linse kann die Brennweite auf ca. 1.2m verkürzt werden. Obwohl das Teleskop nie neu justiert wurde, zeigt der Test mit einem defokusierten Stern sowohl intra- wie extrafokal perfekte Beugungsringe – soweit sie ein SC zeigen kann, auch bei hoher Auflösung.
Die Lichtstrahlen durchlaufen von links kommend erst die Korrekturplatte (Schmidt-Platte), treffen dann auf den Primärspiegel (konkav-parabolisch), den in der Mitte der Schmidt-Platte angebrachten Sekundärspiegel (konvex-hyperbolisch) und verlassen dann durch ein Loch im Primärspiegel das Teleskop um in das Okular bzw. in die Kamera zu gelangen. Die Korrekturplatte korrigiert den Koma Fehler, der durch die parabolischen Spiegel erzeugt wird.
Das zweite Teleskop ist ein 8″ Newton Teleskop mit Brennweite 1m von Skywatcher (gratis erhalten). Das Licht tritt beim Newton von links kommend in das offene Rohr ein um im Hinteren Teil vom Primärspiegel (konkav-parabolisch) reflektiert zu werden. Danach wird das Licht über den planen Sekundärspiegel zur Seite heraus gelenkt. Dort befindet sich bei der Fotografie noch eine Korrekturlinse, die keine Brennweitenänderung bewirkt sondern nur das Bildfeld ebnet.
Der Nachteil des Newton’s gegenüber dem Schmidt-Cassegrain ist der unbequeme Einblick am vorderen Ende des Teleskops. Für eine Sternwarte ist diese Konfiguration nicht sehr günstig. Beim Fotografieren macht sich die ungleiche Gewichtsverteilung bemerkbar. Entsprechend wenig konnte ich den Newton bisher einsetzen.
Mittelfristig hoffe ich auf ein grösseres Instrument umsteigen zu können, möglichst auf ein Ritchey-Chrétien (RC) Teleskop welches für Astrofotografie hervorragend geeignet ist. Bei einem RC tritt das Licht wie beim Newton zunächst ungehindert von links in den Tubus ein um vom Hauptspiegel (konkav-hyperbolisch) reflektiert zu werden. Nachdem das Licht vom Sekundarspiegel (konvex-hyperbolisch) reflektiert wurde, tritt es durch ein Loch im Hauptspiegel in das dahinter befindliche Okular oder Kamerasystem. Da das Bildfeld nicht eben ist, wird noch ein Linsenssytem am Ausgang benötigt, sofern der Sensor gross genug ist um eine Korrektur notwendig zu machen.
Bei Newton und RC Teleskopen wird der Sekundärspiegel mit einer Halterung befestigt, die sich in den Aufnahmen als Beugungsspikes bemerkbar macht. Es gibt aber auch Haltessysteme, die die Beugungsspikes vermeiden.
Hilfsteleskope
Neben dem Hauptrohr gibt es immer noch ein oder zwei weitere Teleskope. Den Sucher vom C8 benutze ich praktisch gar nicht. Daneben habe ich aber noch einen Baader „Vario Finder 10×60“, der sowohl als richtiger Sucher als auch als Guiding Teleskop nützlich ist.
Upgrade Optionen
Die Sternwartenkuppel erlaubt Teleskope bis 50cm Durchmesser (20″). Ein Teleskop-Upgrade setzt jedoch auch eine entsprechend tragfähige Montierung voraus.