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Bad News für Donald Trump: Der umstrittene Republikaner kann den Einzug ins Weisse Haus so gut wie vergessen. So zumindest sieht es der Superstar unter den US-Wahlprognostikern. Der Statistiker Nathaniel «Nate» Silver hatte das Ergebnis der beiden letzten Präsidentschaftswahlen fast auf den Punkt genau vorhergesagt und sich damit als Guru seiner Zunft etabliert.
Mit Spannung wurde deshalb die Lancierung seines Prognosemodells für die diesjährige Endausmarchung zwischen Trump und der Demokratin Hillary Clinton erwartet. Am Mittwoch legte Silver in der ABC-Fernsehsendung «Good Morning America» die ersten Zahlen vor. Sie sprechen eine deutliche Sprache: Die Wahrscheinlichkeit für einen Wahlsieg von Hillary Clinton beträgt rund 80 Prozent.
Die Wahl 2016 befinde sich in der Halbzeitpause, und es werde «noch viel Football gespielt», sagte Silver. Clinton liege jedoch «in jeder Umfrage, in jedem Wackelstaat, in jeder nationalen Umfrage vorne». Tatsächlich zeigte eine ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte Erhebung von Ballotpedia, dass die Kandidatin der Demokraten in sieben «Swing States» deutlich vor Trump liegt.
Das politische Jahr sei bislang «verrückt» gewesen, meinte Silver. In mehreren vermeintlichen Hochburgen der Republikaner zeichne sich ein offenes Rennen ab, etwa in Arizona und vielleicht auch in Georgia, Missouri und North Carolina. Clinton würde in diesem Fall auf einen Erdrutschsieg zusteuern. Nate Silver verweist darauf, dass letztmals 1988 ein Kandidat die Wahl verloren hatte, der zum jetzigen Zeitpunkt klar vor seinem Gegner lag. Der Demokrat Michael Dukakis unterlag damals George Bush senior.
In seinem Fivethirtyeight-Modell – eine Anspielung auf die Zahl der Wahlmänner, die den Präsidenten wählen – verarbeitet Silver neben allen möglichen Umfragen auch statistische Daten wie frühere Wahlergebnisse, die Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Kennzahlen in allen 50 Bundesstaaten. Bei der Wahl 2008 hatte er damit in 49 Staaten den Sieger korrekt vorhergesagt. 2012 gelang ihm sogar ein flächendeckender Erfolg.
Bis zur Wahl am 8. November wird Nate Silver das Modell täglich updaten. In diesem verrückten Wahljahr scheint einiges möglich. So ist Hillary Clinton trotz ihrer Führung bei vielen Amerikanern unbeliebt. Für Donald Trump gilt dies allerdings noch mehr. (pbl)
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