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Ronald Pizzoferrato - «Una Velocidad»
Preisträger World Photo 2018
Projekt in Arbeit: «Una Velocidad»
Caracas ist die Geburtsstadt von Ronald Pizzoferrato. Mit seiner Reportage will er den Alltag und den Lebensstil dieser gewaltsamen Stadt dokumentieren. Unabhängig von Alter, Hautfarbe und sozioökonomischem Status – jeder Einwohner hat einen persönlichen Lebenskampf und einen eigenen Ryhtmus. In Caracas wird dieser Umstand umgangssprachlich als «una velocidad» genannt. Dieser Begriff bezieht sich auf die Schnelligkeit und Leichtigkeit, welche die Menschen besitzen. Er umfasst auch die Fähigkeit, tagtäglich mit unzähligen Problemen umzugehen und diese zu lösen.
In Caracas ist nichts sicher oder selbstverständlich und die Regeln werden durch die Strasse vorgeschrieben. Die soziopolitische Situation ist sehr stark vom Agressions- und Gewaltlevel innerhalb der Gesellschaft abhängig. Und wo es unklar ist, was passieren kann und Regeln nicht durch eine soziale Ordnung vorgegeben werden, muss man in «una velocidad» leben.
Zur Person
Ronald Pizzoferrato ist 1988 in Caracas geboren. Er hat sich der Dokumentation von Konflikten in seinem Heimatland Venezuela gewidmet und konzentriert sich auf humanitäre Krisen und soziale Fragen auf globaler Ebene.
Von 2009 bis 2011 studierte Pizzoferrato Dokumentarfotografie bei Roberto MataTaller de Fotografía in Caracas, Venezuela. Ab 2012 arbeitete er als Fotojournalist für das Ministry of Popular Power for Ecosocialsm and Waters (M.I.N.E.A.) in Venezuela, wo der Schwerpunkt auf dem sozialen Bereich wie der Dokumentation von Minderheiten, Sozialarbeit und Gemeindeaktivitäten lag. Er verließ M.I.N.E.A. im Jahr 2013, um nach Bern zu ziehen.
Pizzoferrato ist Gastdozent an der Hochschule der Künste Bern und unterrichtet Fotoworkshops für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Stadtteilen in Caracas, Venezuela.