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Disagio («Abschlag» oder «Abgeld») bezeichnet den Unterschied zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers oder Darlehens und dem realen, tieferen Preis. Oft kommt der Begriff im Zusammenhang mit Konsumkrediten und Anleihen zur Anwendung. Agio hingegen ist ein Aufpreis auf den Nennwert.
Disagio wird in der Regel in Prozent zum Nennwert angegeben.
Beispiel: Ein Kredit von 1000 Franken wird mit einem Disagio von 4% belegt. Folglich werden dem Kreditnehmer nur 960 Franken (1000 – 4%*1000) ausgezahlt.
Aus Sicht eines Darlehensnehmers (Schuldners) verteuert sich das Darlehen im Fall eines Disagios. Das Disagio stellt für den Darlehensnehmer oft ein «versteckter» Kostenpunkt dar, da das Disagio nicht im Nominalzins enthalten ist (dieser berechnet sich auf dem höheren Nennwert). Während das Disagio nicht im Nominalzins berücksichtigt wird, ist es im effektiven Jahreszins enthalten.