Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/183508

<h2>SubmittedText<h2><p>Wie die "NZZ" und "20 Minuten" kürzlich berichtet haben, fliessen beträchtliche Summen der Kulturförderung in die Verwaltung der Gelder und Werbefilme der Künstlerinnen und Künstler, welche auf wenig Interesse stossen bei der Öffentlichkeit.</p><p>Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, damit die Kulturgelder vermehrt direkt den Künstlerinnen und Künstlern zugutekommen, statt in Administration und unnötigen Filmprojekten zu versickern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund vergibt Kulturpreise in den Sparten Kunst, Design, Musik, Theater, Tanz und Literatur. Die in der Kulturbotschaft vorgesehenen Kredite fliessen vollständig in die Kulturpreise und in die damit verbundenen Massnahmen und nicht in die Verwaltung. Zu unterscheiden sind drei Ausgabenkategorien: die Preisgelder, die Kosten für die Preisverleihung in einem würdigen Rahmen sowie die Kosten für die Promotionsmassnahmen zugunsten der Preisträgerinnen und Preisträger, beispielsweise durch Ausstellungen, Aufführungen und Lesungen. Diese Begleitmassnahmen sind zentral, um die Nachhaltigkeit und die Wirkung der Preise zu verstärken. Der Bundesrat hat in der aktuellen Kulturbotschaft den wichtigen Stellenwert der Begleitmassnahmen dargestellt. Das Parlament hat die dazu beantragten Finanzmittel bewilligt. Die Preispolitik des Bundes beruht auf klaren gesetzlichen Grundlagen und auf inhaltlichen Leitlinien des Bundesrates und des Parlamentes. Die in der Frage angesprochenen Filme sind ein grundsätzlich sinnvolles Instrument. Die Filme dienen den Preisträgerinnen und Preisträgern insbesondere bei der Vermittlung ihrer Werke und dokumentieren die öffentliche Kulturförderung sowie die Entwicklung der einzelnen Kultursparten.</p>