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Diesel dient als Treibstoff für Dieselmotoren. Damit erstreckt sich das Einsatzspektrum von Personenwagen, Bussen, Lastwagen und anderen Nutzfahrzeugen, über Motorboote, Schiffe und Rangierlokomotiven bis hin zu Baumaschinen.
Dieselöl oder kurz "Diesel" besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen der Molekülgrössen C10 (10 Kohlenstoffatome) bis C22 und verfügt über einen Siedebereich von 170 °C bis 370 °C.
Die Qualitätsanforderungen für Diesel sind in der Norm SN EN 590 festgelegt. Von motorentechnischer Bedeutung ist die Cetanzahl, das Mass für die Zündwilligkeit des Treibstoffs. Der an Schweizer Tankstellen verkaufte Diesel verfügt über eine Cetanzahl von mindestens 51. Einige Markengesellschaften bieten auch Diesel in Premiumqualitäten, also mit einer höheren Cetanzahl, an.
Diesel kann auch Biokomponenten enthalten, wie beispielsweise FAME (Fatty Acid Methyl Ester = Fettsäuremethylester = Biodiesel) oder HVO (Hydrotreated Vegetable Oil). Gemäss Norm ist ein FAME-Anteil von bis zu 7 Volumenprozent ohne Kennzeichnungspflicht an der Zapfsäule zulässig und mit allen Dieselfahrzeugen kompatibel. HVO kann bis zu 50 Volumenprozent beigemischt werden, da dieser mit Diesel chemisch praktisch identisch ist.
Besondere nationale Anforderungen gelten für das Kälteverhalten von Diesel. Damit wird auch während des Winterhalbjahres ein problemloser Treibstoffeinsatz im Fahrzeug gewährleistet.
Von ökologischer Bedeutung sind der tiefe Schwefelgehalt (max. 10 mg/kg) und die Begrenzungen des Gehalts an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen auf 7 mg/kg. Diese Produkteigenschaften leisten zusammen mit immer effizienteren Dieselmotoren sowie einer wirksamen Abgasnachbehandlung (Diesel-Partikelfilter und Oxidationskatalysator) einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung im Strassenverkehr.