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Die UBS und Citigroup gehören zu den Banken, deren Wealth-Erträge in der Region in der ersten Jahreshälfte wahrscheinlich zweistellig zurückgegangen sind, heisst es von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Ein ähnlicher Rückgang ist Kreisen zufolge auch bei der Credit Suisse zu erwarten. Die Bank hatte im vergangenen Monat bereits gewarnt, dass Zurückhaltung der Kunden die Quartalsergebnisse belastet habe.
Im letzten Jahr hatte sich das Geschäftssegment noch stark entwickelt. Seither belastet Pekings härtere Regulierungsgangart den Tech- und den Bildungssektor und die Verwerfungen am Immobilienmarkt vergrössern die Risiken für den Finanzsektor.
Nachdem Asien in den letzten zehn Jahren das Wachstum der Zahl und des Vermögens von sehr wohlhabenden Privatpersonen dominiert hat, ist die Region laut einem Bericht von Capgemini 2021 hinter Europa und Nordamerika zurückgefallen.
"Das erste Halbjahr war für uns alle eine harte Zeit", sagte Amy Lo, Co-Chefin Asia-Pacific Wealth bei der UBS Anfang des Monats am Rande eines Investmentforums in Hongkong. "Die Volatilität wird bleiben." In der Region sind die Schweizer die grösste Privatbank.
Stagnierende Erträge
Die Credit Suisse hat neuen Kundenberatern in der Region mehr Zeit gegeben, um ihre Ertragsziele zu erreichen, wie mit dem Thema vertraute Personen berichten. Grund dafür sei zum einen das Marktumfeld und zum anderen der Umstand, dass Corona-bedingte Beschränkungen Treffen mit Kunden erschweren.
Die Citigroup hat in der ersten Jahreshälfte 2022 trotz des schwierigen makroökonomischen Umfelds 10 Prozent mehr Privatbankkunden in Asien gewonnen als vor einem Jahr, wie ein Sprecher der Bank sagte. Das Institut gehe davon aus, dass sein Wealth-Geschäft in Asien in der zweiten Jahreshälfte weiter wachsen wird.
(Bloomberg)