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Geboren in Basel mit sieben Geschwister. Die Eltern betrieben in Basel ein Spielwarengeschäft, welches er 1896 mit seiner Frau übernahm. Aus dieser Zeit entstand das erste Patent für die Gliederpuppen aus Metall. Im Jahre 1901 stellte er die „Kraft-Acrobaten“ an der Leipziger Messe vor. In kleinen Stückzahlen produzierte er die Puppen im eigenen Geschäft in Basel. Ab 1904 übernahm die Tochter Elsi Bucherer das Spielwarengeschäft in Basel, bis 1942 das Geschäft von Franz Carl Weber übernommen wurde. Ab 1907 bis 1911 arbeitete August Bucherer als Mustermacher bei der Spielwarenfabrik Märklin & Co. Von 1912 bis 1918 war er technischer Leiter bei der Spielwarenfabrik Bruno Ulbricht. 1919 war es soweit für die Neugründung seiner eigenen Spielwarenfabrik. Es wurden die ersten Muster und Modellen angefertigt und parallel wurden die ersten Maschinen bestellt. An der Schweizer Mustermesse 1919 zeigte er bereits seine kleine Holzspielzeug-Kollektion, die aus Puppenstuben und Dampflokomotiven bestanden. Im September 1919 bezog August Bucherer das Fabrikgebäude in Amriswil. Durch die schwierige Materialbeschaffung konnten die bestellten Waren erst 1920 ausgeliefert werden. Die Patente der Gliederpuppen wurden 1921 in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, England und in den USA angemeldet. Die SABA Figuren wurden 1922 an der Leipziger Messe bekleidet und unbekleidet erstmals gezeigt. Die Figuren entwickelten sich als Verkaufsschlager. Mehr als 60% der SABA-Produktion wurden vor allem nach USA geliefert. Über 60 Personen waren mit der Fabrikation der Metallgliederpuppen beschäftigt. 1923 hatte die Firma Bucherer finanzielle Probleme und es wurde eine Auffanggesellschaft gegründet, welche hauptsächlich durch die beiden Amriswiler Unternehmer Ernst und Jakob Laib finanziert wurden. Die gelenkigen Figuren „Kraft-Acrobaten“, die er 1901 entwickelte, brachte er 1925 auf den Markt. Sie waren einfacher und billiger zu produzieren als die SABA-Figuren. Die massive Erhöhung der amerikanischen Einfuhrzölle brachte das Exportgeschäft ab 1925 zum erliegen. Die Aufträge wurden annulliert. An der Leipziger Messe 1926 war der Auftragseingang sehr bescheiden und zur finanziellen Sanierung wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Jetzt wurde die Holzspielzeug - Abteilung aktiviert und man versuchte, den einheimischen Absatzmarkt zu forcieren. So findet man 1927 die SABA-Figuren und das Holzspielzeug im Franz Carl Weber Katalog. Die Weltwirtschaftskrise 1929 hatte grosse Auswirkungen auf die Firma und man fand einen Ausweg, indem man den Produktionsort ins preisgünstigeren Diepoldsau wechselte. 1930 wurde dort die Fabrikationsstätte der ehemaligen Stickereifabrik Elias Brunke bezogen. In den 30er Jahren wurden vor allem Holzspielzeuge produziert. Da das Lager an Halbfabrikaten der SABA-Figuren voll war, wurden diese noch bis 1932 fertig gestellt . Die SABA-Figuren wurden 1935 zum letzten Mal in einem Katalog abgebildet. 1945 verstarb August Bucherer im Alter von 76 Jahren. Unter der neuen Leitung des Sohnes entstand eine schöne Uhrwerk-Holzeisenbahn und 1947 die bekannte Buco-Eisenbahn in Spur 0 aus Blech.
SABA-Figuren 1921 – 1935
Gelenkpuppen aus Metall mit austauschbaren Köpfen, Händen, Füssen und mit verschiedenen Kleidern. Die Köpfe, Hände und Füsse wurden aus Roggenmehl, Gipspulver und Holzstaub angefertigt. Bis zu 166 verschiedene SABA-Figuren wurden produziert. Für die Bekleidung wurde Filz verwendet. Die Charakteren-Vielfalt war sehr gross von Komiker und Filmschauspieler bis zu Clown, Berufsleute und Sportler z. B. Polizisten, Boxer, Charli Chaplin, Max und Moritz, Pinocchio usw.
Explodierendes mechanisches Spielzeug.
1930 erfolgte der Umzug nach Diepoldsau / SG. Fortsetzung siehe Buco Holzspielzeug
Die Zusammenfassung der Schweizerischen Spielzeugeisenbahnen entstanden aus folgenden verschiedenen Quellen: