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FILM
Eine lange Zimmerflucht. Nachts. Perspektive: von unten, damit Zimmer höher scheinen. Hinten ein leicht erhelltes, angelehntes Fenster. Ein wallender, durch-sichtiger Vorhang. Ein Arbeitstisch, ein Schreibtisch, mit einem prominenten Drehstuhl. Eine Lampe an einem langen Arm, schattenhaft gegen das etwas hellere Fenster zu erkennen. Vorne in einem Lehnstuhl oder auf einem Sofa liest ein Mann in einer Zeitschrift, eventuell ist sein Gesicht verdeckt. Er hat den Rücken zum Hinter-grund. Am Fenster ist ein Geräusch zu hören. Der Lesende hört nicht. Noch ein Geräusch. Dann ein Schatten. Beim nächsten Geräusch hebt der Lesende horchend den Kopf, spitzt die Ohren, hört nichts und liest. weiter.
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Nach dem Zirkus oder Amerigo Suarez bist du nicht
Georges Seurat, Der Zirkus.
„Hab ich dir eigentlich je erzählt, dass ich als Junge auch immer zum Zirkus wollte?“ fragte ich Susanne, als wir nach der Galavorstellung des Zirkus Knie eine Kneipe betraten und uns zwischen die Gäste an die Theke schoben, um endlich jenes kühle Bier zu bestellen, von dem wir geredet hatten, seit uns beim Hochseilakt ohne Netz des fliegenden Mexikaners Amerigo Suarez beiden der Mund ausgetrocknet war.
Susanne lachte, guckte mit ihren veilchenblauen Augen, für die ich sie besonders bewunderte, in die Runde und sagte:
„Na ja, Amerigo Suarez bist du nicht“.
„Aber ziemlich wichtig war das schon“, sagte ich. „Auf den Zirkus freute ich mich immer stärker als auf Weihnachten.
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