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Mais ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel im südlichen Afrika; 70% der Bevölkerung deckt ihren Nährstoffbedarf mit Mais. Mais ist auch eine bedeutende Einkommensquelle. Gesamthaft werden in dieser Region 9 bis 12 Millionen Hektaren mit Mais bepflanzt. Doch Dürreperioden und schlechte Böden führen oft zu Ernteverlusten oder gar Ernteausfällen. Die NSIMA entwickelt seit 1996 Maissorten, welche gegen Dürre tolerant und gegen bestimmte Krankheiten resistent sind und auch auf nährstoffarme Böden einen adäquaten Ertrag liefern. In den letzten Jahren sind gegen 100 neue Sorten auf den Markt gebracht worden. Mehr als 2 Millionen Familienbetriebe verwenden die neuen Sorten und konnten die Maiserträge verdreifachen.
Zugang zu Saatgut
Mehr als die Hälfte der Maisfläche wird jedoch immer noch mit Sorten angesät, die nur wenig Ertrag liefern und anfällig auf Umweltstress sind. Eine Studie hat aufgezeigt, dass bei Verwendung von züchterisch bearbeiteten Sorten die Maiserträge um bis zu einem Drittel ansteigen würden. Arme Bäuerinnen und Bauern sollen Zugang zu Saatgut erhalten, das tolerant gegen Dürre und resistent für bestimmte Krankheiten ist und eine gewisse Toleranz auf Nährstoffarmut aufweist. Dies erhöht einerseits die Ernährungssicherheit, andererseits ergeben sich daraus Einkommensmöglichkeiten für Kleinbauern und -bäuerinnen.
Umsetzung
Die neuen Sorten stammen aus Kreuzungen verschiedener Sorten der Saatgutbank von CIMMYT (Centro Internacional de Mejoramiento de Maíz y Trigo, Mexiko). Pro Jahr produzieren die auf die ganze SADC-Region (Southern African Development Community) verteilten Forscher zwischen 30 und 40 verbesserte Varietäten, deren Ertrag und Anbaueigenschaften anschliessend unter Mitwirkung der Bäuerinnen und Bauern im Feld überprüft wird.
Die meisten Bäuerinnen und Bauern entscheiden sich für Sorten mit offener Bestäubung, sogenannte OPV (Open Pollinated Varieties), denn diese besitzen einen grossen Vorteil gegenüber ihren hybriden Konkurrenten: Das OPV-Saatgut kann gelagert und während einigen Jahr neu angesät werden, ohne dass die Erträge wesentlich abnehmen. Das hybride Saatgut hingegen erzielt zwar im ersten Jahr einen höheren Ertrag. Dieser nimmt jedoch bereits im Folgejahr deutlich ab, wenn die Körner der Ersternte erneut genutzt werden. Um gute Erträge zu erhalten, müssen die Bäuerinnen und Bauern daher jedes Jahr neues Saatgut kaufen.
Das Projekt arbeitet eng mit den verschiedenen Akteuren im Maissektor zusammen: staatliche Institutionen der SADC-Länder, NGOs und private Saatgutproduzenten.
Verbesserte Ernährungssicherheit
Gegenwärtig werden über eine Million Hektaren dürretolerante Maissorten angebaut, die auf das Projekt zurückzuführen sind. Dies bedeutet eine verbesserte Ernährungssicherheit und ein höheres Einkommen durch den Verkauf von Überschüssen. Bis zu 40 Millionen Menschen werden ihre Lebenssituation verbessern können.
Die meisten Projektteams, die Saatgut verteilen, greifen mittlerweile auf die neu entwickelten Maissorten zurück. Zudem sind neue lokale Saatgut-Unternehmen entstanden, die zur lokalen Arbeits-und Einkommensförderung beitragen. Die regionale Zusammenarbeit von nationalen Forschungsanstalten und privaten Saatgut-Produzenten führt zu einem verbesserten Austausch von Saat- und Pflanzgut im südlichen Afrika und trägt dort wesentlich zu einer nachhaltigen Maiswirtschaft bei.
Verknüpfungen des Projektes mit anderen Programmen, die von der DEZA finanziert werden:
- Die DEZA unterstützt CIMMYT massgeblich mit einem ungebundenen Programmbeitrag (Beitrag an die CGIAR – Consultative Group on International Agricultural Research).
- Der Global Crop Diversity Trust, welcher die weltweite Erhaltung der Artenvielfalt wichtiger Kulturpflanzen in den Genbanken zum Ziel hat, wird ebenfalls von der DEZA unterstützt.
- SADC Seed Security Network: Projekt zur Verbesserung der Produktion und Verfügbarkeit von Saatgut mit dem Ziel einer verbesserten Ernährungssicherheit im südlichen Afrika.