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1886-1927, geboren in Pirmasens, gestorben in Montagnola
Bürgerlich und streng katholisch aufgewachsen. Abgebrochene Lehre in einer Lederhandlung, Studium in München und Heidelberg (Germanisitik, Soziologie und Philosophie), Schauspielschule Max Reinhardt in Berlin. Emigrierte 1915 zusammen mit seiner späteren Ehefrau Emmy Hennings in die Schweiz. Mitbegründer des Dadaismus und des "Cabaret Voltaire" in Zürich, mit Hans Arp, Marcel Janco und anderen. Hugo Ball am 14. Juli 1916 im Zürcher Zunfthaus „Zur Waag“: „Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zürich davon reden wird.“ Die Balls lebten ab 1920 in Agnuzzo. Gehörten zur Asconeser Künstlerszene im Umfeld des Monte Verità und unterhielten Kontakte zum Beispiel zu Hans Arp, Michail Bakunin, Max Ernst, Rudolf von Laban und seinen Tänzerinnen, Erich Mühsam und Sophie Täuber. Ball war ein enger Freund und Biograf von Hermann Hesse. Seine Frau Emmy schrieb am 3. Juli 1927 an Hermann Hesse: „Hugo ist, wie Sie schon wissen, gestern operierte worden ... Lieber, Hugo ist bereits ein aufgegebener Mensch, ein trauriger, hoffnungsloser Fall. Hugo selbst weiss nichts davon. Darf das auch nicht wissen. Gell ja, das geht nicht? Der Arzt meint das auch. Hugo hat - es ist mir fürchterlich zu schreiben so zum erstenmal - er hat Krebskrankheit. Kann man damit leben? Vielleicht, vielleicht doch ...“ Hesse schrieb über die Balls: „Das Leben und die Briefe dieser beiden tapferen, glühenden Menschen werden unsere Zeit überleben als ein rührendes, ebenso kindliches wie heroisches Dokument dieser Zeit, in der die Stars für ein hübsches Lächeln Vermögen einheimsen und die treueste, edelste, innigste Lebens- und Gedankenleistung unbeachtet in Armut versank.“ Ball ist, zusammen mit seiner Frau Emmy, auf dem Friedhof St. Abbondio in Gentilino begraben.