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Am Sternenhimmel im November 2018
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin senkt sich im Spiel der Jahreszeiten weiterhin deutlich ab, so dass sich die Tageslänge von 10h 02m auf 8h 49m verkürzt, also um 1h 13m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 23.11. das Sternbild der Waage um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Skorpions fortzusetzen.
Merkur bewegt sich den ganzen Monat über scheinbar zu nahe bei der Sonne als dass er gesehen werden könnte. Merkur steht am 27.11. in unterer Konjunktion zur Sonne.
Venus zeigt sich wenige Tage nach Monatsbeginn und danach von Morgen zu Morgen besser sicht-bar als prächtiger Morgenstern über dem südöstlichen Horizont.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 11.11. das Sternbild des Steinbocks um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Wassermanns fortzusetzen. Mars bleibt den ganzen Monat über in bester Lage in der ersten Nachthälfte zu sehen.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft bis zum 21.11. das Sternbild der Waage um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Skorpions fortzusetzen. Jupiter bewegt sich den ganzen Monat über scheinbar zu nahe bei der Sonne als dass er gesehen werden könnte und steht am 26.11. in Konjunktion zur Sonne.
Der Ringplanet Saturn durchläuft den ganzen Monat über weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und nähert sich scheinbar der Sonne, so dass er nicht gesehen werden kann.
Der Lauf des Mondes:
Neumond am 7.11. um 17:02 Uhr
Erstes Viertel am 15.11. um 15:54 Uhr
Vollmond am 23.11. um 6:38 Uhr
Letztes Viertel am 30.11. um 1:18 Uhr
In den Nächten um Monatsmitte ist mit dem Auftreten von Sternschnuppen aus dem jährlich auftretenden Meteorstrom der Leoniden zu rechnen. Das Maximum an etwa 20 bis 25 Erscheinungen pro Stunde wird in der Nacht vom 17.11. erwartet. Jede einzelne Erscheinung ist die Leuchtspur von einem höchstens wenige Millimeter grossen Partikel, welches vom Kometen 55P/Tempel-Tuttle stammt und beim Eindringen in die Erdatmosphäre die Luft entlang der Flugbahn des Partikels zum Leuchten bringt. Dabei verglüht das Material vollständig, es kann kein Meteorit gefunden werden.
In den frühen Nachtstunden im November zeigt sich im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans). Hoch im Süden dominiert nun aber das Sternbild des Pegasus, gegen Osten begleitet von den Sternbildern Andromeda und Perseus, die nachrücken und den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen lassen. Hoch am Himmel thront die von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie im Sternbild der Andromeda, während weit im Nordosten tief über dem Horizont bereits das Siebengestirn den nahenden Winter ankündigt. In den mondlosen Nächten des November zeigt sich unsere Milchstrasse mit einer Fülle an Sternen und Nebeln die es zu entdecken gilt. Und wer mag, kann weiter hinausstossen, über den Rand der Milchstrasse hinaus, zu den anderen Galaxien, die scheinbar unzählbar den Raum zwischen uns und dem Rand des Universums füllen!
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!