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Ich habe nochmal ein wenig nachgeforscht.
Zur Anfangsfrage: Was geschieht mit der Information?
Problem: Gemäß Quantenphysik soll die Information erhalten bleiben, nach der Relativitätstheorie verschwindet sie hinter dem Ereignishorizont
Beispiel: Der Unterschied zwischen dem (radialen) Sturz zweier 100 kg Meteoriten oder eines 200 kg Meteoriten in das schwarze Loch. Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie (die ART) gibt es danach (hinter dem Horizont, allerdings nicht der von Udo Lindenberg) keinen Unterschied mehr. Den sollte es aber quantenphysikalisch geben.
Die Diskussion begann schon in den 70ern und führte soweit, dass die Relativisten und die Quantenphysiker eine Wette abschlossen: John Preskill, Quantenphysiker am CalTech, trat dabei gegen die Relativisten Stephen Hawking und Kip Thorne (ebenfalls CalTech) an. Das war 1997. In 2004 gab sich dann Hawking geschlagen.
Dann gab es noch die „Feuerwandtheorie“:
Hierbei wurde gefordert von Theoretiker um Joseph Polchinski, dass am Ereignishorizont eine Art "Feuerwand" aus hochenergetischen Teilchen existiere, die alles, was ins Loch einfalle, verbrennen würde. Es wäre also ähnlich, wie beim Verbrennen eines Buches. Das Buch enthält Information in Form der Schrift. Verbrennt man das Buch, ist die Information im Prinzip noch in der Asche und dem Rauch enthalten, kann aber praktisch nicht mehr reproduziert werden. Der Erhaltungssatz für die Information (und die Unitarität) wäre demnach gerettet.
(Also ich bin da skeptisch. Im Buch von Polchinski steht auch
Folgende Summe (bis unendlich):
1 + 2 + 3 + 4 + 5 + ...... = -1/12
Schaut schon seltsam aus)
Neuer Ansatz:
Im Grunde ist Hawkings Standpunkt nun, dass er den klassischen Ereignishorizont ersetzt durch einen "scheinbaren Horizont". Materie und Energie würde nicht hinter einem Ereignishorizont für immer verschwinden, sondern nur zeitweise hinter dem scheinbaren Horizont gefangen gehalten werden. Aufgrund von Quanteneffekten sei der scharf definierte Ereignishorizont der ART "aufgeweicht". Ereignishorizont und scheinbarer Horizont können sich voneinander unterscheiden, mal ist der Ereignishorizont größer – z. B. wenn das Loch durch Materieaufsammeln und damit seine Masse wächst; mal ist der Ereignishorizont kleiner, z. B. wenn das Loch durch das Aussenden von Hawking-Strahlung schrumpft. Da der wesentliche neue Horizont der scheinbare sei, spiele bei Schwarzen Löchern der Ereignishorizont keine Rolle mehr. Da dieser wiederum Schwarze Löcher definiert, kam es zu der wirkungsvollen Schlagzeile "Hawking: Es gibt keine Schwarzen Löcher".
Sicher ist, dass diese Jahrzehnte alte Debatte weiter geführt werden wird. Ich glaube auch, dass gerade solche Überlegungen uns auf die richtige Spur einer adäquaten Beschreibung des Inneren von Schwarzen Löchern bringen werden.