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Beim Steissbeinteratom (sacrococcygeales Teratom, SCT) handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der von der Steissbeinspitze ausgeht und unter Umständen während der Schwangerschaft schon so riesig gross wird, dass ein intrauterines Herz-Kreislaufversagen zum Tod des Feten führt. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht dann in einer vorgeburtlichen Entfernung dieser Geschwulst.
Die Indikation zum vorgeburtlichen Eingreifen besteht dann, wenn sich beim Feten erste Zeichen eines drohenden Herz-Kreislaufversagens zeigen. Im Rahmen einer offenen Operation wird die meist riesige Fehlbildungsgeschwulst (Kindskopfgrösse!) entfernt. Dadurch können sich bei günstigem Verlauf die Kreislaufverhältnisse wieder normalisieren, und die weitere Entwicklung des Feten kann bestenfalls ungestört erfolgen.
Da diese sehr belastende und schwierige Operation (Blutungsgefahr!) bei einem schwerkranken Feten durchgeführt wird, überlebt nur etwa einer von vier Feten. Wenn sich das Ungeborene allerdings gut von der Operation erholt und im Verlauf der weiteren Schwangerschaft und auch nachgeburtlich keine anderen schwerwiegenden Probleme auftauchen, ist die Prognose für eine normale Entwicklung des Kindes günstig.