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Die Einnahme eines Antibiotikums nach dem Sex senkt die Zahl der STI um zwei Drittel, so die DoxyPEP-Studie. Es bleiben aber viele Fragezeichen.
Dr. Annie F. Luetkemeyer vom Zuckerberg San Francisco Central Hospital hat mit ihrem Team eine Studie zu Doxycyclin-Postexpositionsprophylaxe (PEP) durchgeführt, bei dem das Antibiotika zur STI-Prävention bei MSM und trans Frauen mit HIV oder PrEP eingesetzt wurde. Die Teilnehmenden haben dabei nach dem Sex innerhalb von maximal 72 Stunden eine Pille Doxycyclin (200mg) genommen.
Luetkemeyer und ihr Team konnten ihrer randomisierten Studie eine signifikante Wirksamkeit zur Reduzierung der STI-Inzidenzen nachweisen. Sowohl in der Gruppe der Menschen mit HIV als auch in jener der PrEP-User sind die STI-Infektionen um über 60% im Quartal gesunken. Die Studienteilnehmen berichten zudem eine hohe Toleranz und damit einhergehende hohe Adherenz.
Es bleiben viele Fragen offen:
- Befördert man damit die Antibiotika-Resistenzentwicklung?
- Wie ist die Verträglichkeit? Wie ist die Akzeptanz der Tabletteneinnahme?
- Wollen wir die queere Community weiter medikalisieren?