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Herzstillstand während des Sports wird öfter überlebt
Menschen, die während einer sportlichen Betätigung einen Herzstillstand erleiden, haben die grössere Chance zu überleben als wenn dies in nicht-sportlichen Situationen geschieht, wie niederländische Kardiologen in der Studie „ARREST“ belegen.

Herzstillstand
beim Sport
wird öfter überlebt

Sport ist gesund, das wird allgemein propagiert. Dennoch: Auch Sportler sind vor einem Herzstillstand nicht gefeit, auch das ist bekannt.
Denn: Jährlich komme es im Rahmen einer sportlichen Aktivität etwa zu 50 Herzstillständen – das sind 5.8% aller erfassten Herzstillstände, wie die Forscher schreiben.
Für die „ARREST“-Studie erfassten die Kardiologen sämtliche Reanimations-Einsätze in der Umgebung von Amsterdam mit rund 2.4 Millionen Einwohnern. Während der Studiendauer von 2006 bis 2009 ergab dies 145 Herzstillstand-Fälle, die während sportlichen Aktivitäten passiert waren. Am häufigsten traf es Sportler beim Radfahren (49) sowie beim Tennisspielen (22). Beim Training im Fitnesstudio gab es 16 und beim Schwimmen 13 Fälle von Herzstillständen. Von den 145 Fällen waren 10 Frauen und 7 unter 35-jährige Betroffene.
45% der Betroffenen überlebten den Herzanfall. Damit sei diese Rate dreimal höher als bei Betroffenen, die in einem anderen Zusammenhang einen Herzstillstand erlitten. Und: Keiner der Sportler erlitt bleibende neurologische Schäden.
Was ist der Grund? Ist Sport nun per se einfach gesund und damit die Gefahr einen Herzstillstand zu überleben grundsätzlich kleiner? Laut den Forschern sind verschiedene Faktoren für die bessere Prognose verantwortlich: Zum einen waren die Sportler, die einen Herzstillstand erlitten im Schnitt fast 7 Jahre jünger als jene, die einen Herzstillstand in nicht sportlichen Situation erlitten hatten ( 58.8 gegenüber 65.5 Jahren).
Zum anderen wurden die Sportler viel schneller entdeckt, da fast alle den Herzstillstand in der Öffentlichkeit erlitten hatten (99.3% gegenüber 25.3%). Bei 89% der Herzstillstände während dem Sport gab es Zeugen; aber nur bei 75.7% der nicht Sporttätigen. Und: Bei den Sportlern wurde öfter noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungenreanimation von zufällig Anwesenden vorgenommen.
Auch wenn das sportliche Training in manchen Fällen ein Auslöser für einen tödlichen Herzstillstand sein kann, ist die körperliche Betätigung ein wertvoller Beitrag zur Herzgesundheit, so der Studienleiter. Man dürfe nicht am gesundheitlichen Nutzen von Sport zweifeln, auch wenn natürlich Bedenken aufkämen, insbesondere dann, wenn so ein Fall grosse mediale Aufmerksamkeit erhalte.
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