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Der in China als Nummer 2 gesetzte Vorjahressieger unterlag Ramos-Viñolas 6:7 (4:7), 6:2, 3:6. Dieser verwertete nach 2:05 Stunden gleich den ersten Matchball zum sensationellen Sieg.
Ramos-Viñolas ist nur die Nummer 70 der Welt und musste sich beim Hartplatzturnier in Schanghai durch die Qualifikation kämpfen. Schon in der 1. Runde hatte er mit Sam Querrey einen höher eingeschätzten Kontrahenten bezwungen.
Der 27-jährige Linkshänder aus Spanien traf zuvor erst einmal auf Federer. 2012 war er in der 1. Runde von Wimbledon völlig chancenlos geblieben (1:6, 1:6, 1:6).
Wenig effizient in entscheidender Phase
Federer, der in der 1. Runde von Schanghai von einem Freilos profitiert hatte, gewann zwar insgesamt sieben Punkte mehr als der Spanier (100:93). Doch in den entscheidenden Phasen zeigte sich der 17-fache Grand-Slam-Sieger zu wenig effizient.
Im ersten Satz liess der gut servierende Federer zwei frühe Chancen zum Break ungenutzt. Das nötige Tiebreak schliesslich gab er mit 4:7 ab. Im zweiten Durchgang spielte der Schweizer zwingender, zum 3:2 und 5:2 gelang ihm je ein Servicedurchbruch.
Im dritten Satz blieb bis zum Stand von 3:4 aus Sicht von Federer alles in der Reihe. Dann aber sah sich der Titelverteidiger plötzlich zwei Breakbällen – den ersten im ganzen Match – gegenüber. Den ersten konnte er noch mit einem Ass abwehren, den zweiten hingegen nutzte Ramos-Viñolas nach einem starken Return.