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Um den Mais zusätzlich vor Krähenfrass zu schützen, sollte er genügend tief gesät werden. In leichten Böden kann die Saattiefe sieben bis acht Zentimeter betragen, in schweren Böden drei bis fünf Zentimeter. Dadurch wird zwar wiederum die Auflaufphase etwas verzögert, die Keimlinge sind aber beim Auflaufen stärker verwurzelt. Das schützt sie besser gegen das Ausreissen im Streichholzstadium. Das Walzen nach der Saat hilft, weil die Saatreihen für die Krähen weniger gut zu erkennen sind. Auch Hofdünger oder Maiskörner, die an der Oberfläche liegen, ziehen diese Vögel an.
Weil Krähen sehr intelligente Tiere sind und sich schnell an veränderte Bedingungen anpassen können, sind auch die meisten abschreckenden Massnahmen nur wenige Tage wirksam. Deshalb sollten Ballone, Flugapparate oder akustische Signale oft verstellt und verschieden miteinander kombiniert werden.
In der Praxis wird das Saatgut zum Teil erfolgreich mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln behandelt, um die Krähen abzuhalten. Diese natürlichen Mittel konnten sich in FiBL-Versuchen jedoch nicht behaupten. Als neuste Entwicklung bietet die Firma KWS den BirdAlert an. Dieses Gerät erkennt Vogelstimmen und reagiert darauf mit unterschiedlichen Abwehrgeräuschen. Da es nur aktiv ist, wenn auch Vögel anwesend sind, soll es keine Angewöhnung geben.
Jeremias Niggli, FiBL