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Hunger und Armut - Die Herausforderungen für Vétérinaires Sans Frontières Suisse
Hunger
Weltweit sind 925 Millionen Menschen unterernährt, und pro Tag sterben 25‘000 davon; das ist 1 Mensch alle 3.5 Sekunden. Die meisten davon sind Kinder. Hunger bedroht mehr Menschenleben weltweit als Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Hunger und Mangelernährung beeinträchtigen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Die Lern- und Produktionsfähigkeit nimmt stetig ab und treibt die betroffenen Menschen immer weiter in die Armut hinein.
Die Hauptursachen für Hunger sind Naturkatastrophen, gewalttätige Konflikte, mangelnde landwirtschaftliche Infrastruktur und Übernutzung der Umwelt. In jüngerer Zukunft haben auch finanzielle und wirtschaftliche Krisen zur Vergrösserung der Armut beigetragen.
Armut
1 von 3 Menschen leben mit weniger als einem Franken pro Tag. 700 Millionen in Armut lebende Menschen sind für ihren Lebensunterhalt ganz oder zu einem grossen Teil von der Haltung von Nutztieren abhängig. Tiere werden eingetauscht gegen andere Güter und sind oftmals eine wichtige Geldanlage. Tiere produzieren Nahrungsmittel wie Milch oder Eier und liefern Fleisch, Wolle, Leder und auch Dünger. Tiere werden als Arbeitstiere oder Transportmittel genutzt und spielen eine bedeutende kulturelle Rolle in vielen ländlichen Gesellschaften.
Was wir dagegen tun
Vétérinaires Sans Frontières Suisse (VSF-Suisse) arbeitet insbesondere für und mit Menschen, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts von Nutztieren abhängig sind. VSF-Suisse hilft beim Aufbau einer veterinärmedizinischen Grundversorgung durch die Ausbildung von Laientierärztinnen und Laientierärzten, berät die Tierhalter in den Bereichen Zucht, Hygiene und Krankheitsprävention und unterstützt sie in der Herstellung und Vermarktung ihrer Produkte. All diese Massnahmen führen zu einer verbesserten Ernährung der Begünstigten und ermöglichen ihnen, durch zusätzliche Einkünfte der gesteigerten Produktion, besseren Zugang zu Gesundheitsdiensten und Ausbildung und somit einen Weg aus der Armut.
Die tierärztliche Hilfs- und Entwicklungsorganisation ist in sechs Ländern Afrikas tätig und beschäftigt rund 120 zumeist einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. VSF-Suisse wurde 1988 als Verein mit Sitz in Bern gegründet und ist von der Zewo anerkannt.

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