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Epidemiologie
Die Epidemiologie (ursprünglich: "Seuchenkunde") ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen beschäftigt.
Mittlere Lebenserwartung
Zeitspanne, nach der 50% der Bevölkerung oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (z.B. Frauen) verstorben sind.
Morbidität
ahl der an einer bestimmten Erkrankung leidenden Personen einer Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. ein Jahr). Oft wird diese Anzahl auf 100'000 Einwohner bezogen (also z.B. wie viele von 100'000 Personen in der CH leiden an Asthma, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum).
Prävalenz
Zahl der Erkrankten in einer Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt (Stichtag oder bei der Datenerhebung).
Inzidenz
Anzahl der NEU- Erkrankten in einer Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe pro Jahr (oder in einem anderen definierten Zeitraum). Z.B. 7-Tage-Inzidenz Corona
Mortalität
Zahl der an einer bestimmten Erkrankung verstorbenen Personen einer Bevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe pro Jahr (oder in einem anderen definierten Zeitraum). Sterblichkeitsrate
Letalität
Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen bezogen auf die Erkrankten in %. Man wird zum Beispiel sagen können, dass von allen Personen, die einen akuten Herzinfarkt erleiden, 25% auch daran sterben. Die Letalität beträgt also 25%.
Pathologie
Griechisch „pathos“ = Leiden. Die Pathologie ist die Lehre von den krankhaften Vorgängen und Zuständen im lebenden Organismus. Oder anders gesagt, die wissenschaftliche Untersuchung von Krankheiten.
Allgemeine Pathologie
Sie beschreibt die allgemeinen Aspekte im Rahmen der Entstehung und des Ablaufs von Krankheiten. Beispiele sind die Entzündungs- oder die Tumorlehre und Anpassungsreaktionen.
Spezielle Pathologie
Sie beschreibt systematisch das in den verschiedenen Organsystemen vorkommende Spektrum von Krankheiten und deren Verlauf (also z.B. die Kreislaufpathologie).
Physiologie
Die Lehre der normalen, beim gesunden Menschen ablaufenden Vorgänge - „das nicht Krankhafte“.
Ätiologie
Sie befasst sich mit den Ursachen (also den Noxen = schädigenden Einflüssen und Erregern), die Krankheiten oder Fehlbildungen verursachen. Zum Beispiel kann die Ätiologie einer Hepatitis (Leberentzündung) ein viraler Infekt sein.
Pathogenese
Sie beschreibt den Verlauf einer Krankheit. Dazu gehören Veränderungsprozesse, die auf Grund der Erkrankung in den Organen ablaufen.
Krankheit
ist Folge einer Schädigung des Organismus (schädigendes Agens, z.B. Viren, Bakterien, Gifte oder endogene Ursachen) und der Reaktion des Körpers.