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Der Anlass an der Copacabana, wo im August um olympisches Edelmetall gespielt wird, ist der erste von neun der wichtigsten Kategorie (Major Series/Grand Slam). Für Forrer/Vergé-Dépré hätte der vorolympische Test nach den Gruppenspielen bereits zu Ende sein können. Die Nummern 14 der bereinigten Weltrangliste überstanden die Vorrunde nach zwei Niederlagen und einem Sieg nur dank des besseren Punkteverhältnisses.
In den K.o.-Spielen lief das aktuell beste Schweizer Duo dann zu Hochform auf. Gegen die Deutschen Katrin Holtwick/Ilka Semmler und Chantal Laboureur/Julia Sude resultierten Siege ohne Satzverlust. Im Viertelfinal brachten Forrer/Vergé-Dépré das einheimische Publikum mit ihrem Exploit sprichwörtlich zum Schweigen. Sie bezwangen die topgesetzten Weltmeisterinnen Barbara/Agatha in 68 Minuten 21:18, 21:23, 15:13.
Zum ganz grossen Wurf reichte es Forrer/Vergé-Dépré in Rio de Janeiro dann doch nicht. Im ersten Grand-Slam-Halbfinal der sechsten gemeinsamen Saison verloren sie am Samstagabend gegen die Polinnen Kinga Kolosinska/Monika Brzostek in drei Sätzen. Am Sonntagmorgen unterlagen sie dann im Spiel um Bronze auch den Deutschen Karla Borger/Britta Büthe. Wie am Vorabend endete in der Partie um Rang 3 das Tiebreak knapp.
Trotz der beiden Niederlagen machten Forrer/Vergé-Dépré in Rio de Janeiro einen grossen Schritt, um sich für das wichtigste Turnier des Jahres an selber Stelle zu qualifizieren. Sie sammelten an der Copacabana 320 zusätzliche Punkte für das Olympia-Ranking. Und ein Preisgeld von 24’000 Dollar, so viel wie noch nie, ist ihnen ebenfalls sicher.
Das bisherige Bestresultat von Forrer/Vergé-Dépré auf Stufe Grand Slam waren die 5. Ränge 2015 in St. Petersburg (USA) und 2013 in São Paulo. In Open-Turnieren hatten Forrer/Vergé-Dépré im letzten Herbst in Sotschi (2.) und Xiamen (3.) hintereinander ihre ersten beiden Podestplätze auf der World Tour realisiert.
(SDA)