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Kurz und intensiv oder lang und ausdauernd – für die Kraftwerke in den Zellen spielt es keine Rolle, wie Hobbysportler trainieren.
Ohne Mitochondrien geht nichts im Körper. Sie sind wie winzige «Kraftwerke» in den Zellen, die Energie produzieren – und diese Kraftwerke lassen sich durch Sport sowohl verbessern als auch vermehren.
Nur war bisher nicht klar, welche Art von Training für diese Mini-Kraftwerke das beste ist. Australische Forscher baten deshalb acht junge Erwachsene zum Test.
Jeder Hobbysportler musste sich dreimal, jeweils im Abstand von mindestens sieben Tagen, auf einem Velo-Ergometer abstrampeln und zwar:
Vorher, nachher und drei Stunden später entnahmen die Wissenschaftler jeder Testperson jeweils eine kleine Gewebeprobe aus dem Oberschenkelmuskel zwecks Mitochondrien-Analyse. Dabei interessierten sie sich zum Beispiel für die Menge an Wasserstoffperoxid, ein Molekül, das in hoher Konzentration die Funktion dieser kleinen Kraftwerke stört.
Der Befund: Egal, wie die Testpersonen trainierten – der Effekt auf die Mitochondrien war drei Stunden nach dem Training derselbe. «Insgesamt genügten nur zwei Minuten Sprint-Intervall-Übung, um ähnliche Reaktionen hervorzurufen wie 30 Minuten kontinuierliches aerobes Training mit mittlerer Intensität», stellen Adam Trewin und seine Kollegen von der Universität Melbourne fest. «Dies deutet darauf hin, dass Sport nach individuellen Vorlieben verschrieben werden kann.»
Subjektiv empfanden die Versuchspersonen den Sprint zwar am anstrengendsten, ihr Puls erreichte aber beim HIIT die höchsten Werte (durchschnittlich 182 Herzschläge pro Minute). Auch die Blutzucker- und Milchsäurewerte im Blut variierten je nach Trainingsart.