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Neue Auswertungen von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigen, dass rund sechs Prozent der schwangeren oder stillenden Frauen in der Schweiz mindestens einmal pro Monat zu viel Alkohol trinken. Auch wenn nicht eindeutig belegt ist, ab welcher Alkoholmenge die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt wird, können die Schäden für Neugeborene erheblich sein.
In vielen Fällen zeigt sich das in Merk- und Lernschwierigkeiten, Sprechstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität. Beim schwerwiegenderen fetalen Alkoholsyndrom sind Wachstumsverzögerungen, körperliche Auffälligkeiten, besonders am Kopf und im Gesicht sowie Dysfunktionen des zentralen Nervensystems mit entsprechenden Folgeschäden zu beobachten. Das kann sogar verzögerte geistige Entwicklung und verminderte Intelligenz bedeuten.
Grössere Mengen Alkohol vermeiden
Gemäss den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es am sichersten, während der Schwangerschaft gar keinen Alkohol zu trinken. Die Mehrheit der Frauen verzichtet deshalb während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol, aber einigen fällt das schwer. Falls Sie sich in dieser Situation befinden, vermeiden Sie auf jeden Fall, grössere Mengen zu konsumieren.
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In der Stillzeit gelangt der Alkohol in die Muttermilch und ist dort in gleicher Konzentration vorhanden wie im Blut. So empfiehlt sich auch während der Stillzeit grösste Zurückhaltung beim Alkoholkonsum. Am besten kein Alkohol, aber wenn Sie gelegentlich ein Glas trinken möchten, tun Sie das gleich nach dem Stillen, damit der Alkohol nachher abgebaut werden kann.
Sucht Schweiz ruft die Gesellschaft dazu auf, die schwangeren Frauen in ihrer Verantwortung nicht alleine zu lassen. Auch die Partner und die Gesellschaft sind gefordert, den Verzicht auf Alkohol zu unterstützen und schwangere Frauen nicht zum Mittrinken zu verleiten. Das hat grossen Einfluss darauf, ob und wie viel Alkohol während der Schwangerschaft konsumiert wird.