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Das Urbedürfnis Sicherheit begleitet den Menschen schon seit Anbeginn der Zeit. Aus diesem Grund hat der Begriff Versicherungen eine sehr tiefe und alte Bedeutung. Schon damals in Babylonien verpflichteten sich die Karawanenführer gemeinsam, Schäden, welche sie erleiden, untereinander aufzuteilen und so die Kosten gemeinsam zu tragen. Dies war sozusagen die Geburtsstädte der Versicherung, denn dieser Grundgedanke des Äquivalenzprinzips (kollektive Risikoübernahme) ist heute noch in den Prinzipen jeder Versicherungsgesellschaft vertreten.
Erst im Mittelalter begann man mit der Risikoabsicherung gegen Geld. Die war vor allem im Seehandel weit verbreitet, da das Risiko durch die Piraterie ziemlich hoch war. Der älteste Seeversicherungvertrag stammt aus dem Jahre 1347.
In der Schweiz konnten die privatrechtlichen Versicherungen erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts Fuss fassen. Uneinheitliche Gesetzgebungen in den verschiedenen Kantonen waren der Grund für das Spätzünden des schweizerischen Versicherungsmarktes. Zum Vergleich, Vorreiter Grossbritannien gründete bereits Ende des 17. Jahrhunderts erste moderne Versicherungsunternehmen. Ausländische Versicherungsunternehmen wie z.B. La Nationale oder Le Phénix waren bereits um 1830 in der Schweiz vertreten.
Die erste obligatorische Versicherung in der Schweiz war das eidgenössische Fabrikgesetz 1877 und galt als die Antwort auf die Industrialisierung. Die erste Pensionskasse wurde 1901 mit der Militärversicherung gegründet.
Die obligatorischen Versicherungen entstanden meist aufgrund gesellschaftlichen Not oder situativen Risiken (z.B. Industrialisierung). Die Schweiz sah sich zum Handeln gezwungen, da die meisten europäischen Nachbarländer bereits obligatorische (Sozial-)Versicherungen eingeführt hatten. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr obligatorische Versicherungen eingeführt. Die Schweiz tat dies zum Wohle der Allgemeinheit und auch zum Schutz des Schwächeren.
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