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Interpellation: Biodiversität, Situation und Perspektive im Thurgau
Interpellation: Biodiversität, Situation und Perspektive im Thurgau
Von SVP-Kantonsräten Daniel Vetterli, Hanspeter Wägeli, Egon Scherrer, Hans Eschenmoser, Manuel Strupler und Matthias Rutishuser
Die Biodiversität ist unter Druck. Die Zunahme und Verarmung der Siedlungsräume, die Zunahme des Verkehrs und der Ausbau der Strassen haben gravierenden Einfluss auf die Lebensgemeinschaft der einheimischen Pflanzen und Wildtiere in unserem Kanton. Dem Erhalt und der Förderung von extensiv genutzten Flächen in den Vernetzungkorridoren und einer rücksichtsvollen Landwirtschaft in den übrigen Gebieten kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Zwischen 1997 und 2001 wurde das Landschaftsentwicklungskonzept erarbeitet. Es teilt den Thurgau in Räume ein. Für die Natur wurden Vorranggebiete Natur bezeichnet, in denen wiederum Vernetzungskorridore ausgeschieden wurden. Mit finanziellen Anreizen werden seither die Bauern motiviert, ihre extensiven Flächen in diese Gebiete zu verlegen. Mit der Anpassung der Direktzahlungsverordnung wirkt der Bund auf eine Aufwertung der Flächen hin. Sie müssen eine bestimmte Anzahl seltener Pflanzen oder eine entsprechende Struktur aufweisen. Mit einer gestaffelten Nutzung wird zudem sichergestellt dass die Kleintiere stets einen Rückzugsort antreffen.