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Die Stummfilmzeit dauerte faktisch von der Erfindung des Films 1895 bis zum Aufkommen des Tonfilms Ende der 1920er-Jahre; in Asien und der Sowjetunion entstanden auch in den 30er-Jahren noch Stummfilme. Im Unterschied zur weit verbreiteten Wahrnehmung bedeutet Stummfilm keineswegs nur Slapstick-Komik und zu schnell bewegte Menschen. Der Stummfilm war in Sachen Genres nicht weniger vielfältig als das heutige Kino; die Bandbreite reichte von Melodramen, Krimis, Gruselfilme und Westerns über Dokumentar- und Experimentalfilme bis zur Science-Fiction. Wichtige Regisseure des Tonfilms, darunter Alfred Hitchcock und Ernst Lubitsch, haben in Stummfilm angefangen; in der Stummfilmzeit waren auch die Frauen als Autorinnen und Regisseurinnen im Kino viel wichtiger als später im Tonfilm, als es mehrheitlich um eine Industrialisierung des Mediums ging und die Männer das Kommando übernahmen.
Das jährliche Stummfilmfestival des Filmpodiums gibt es seit 1996, und es versucht, diese Vielfalt abzubilden. Zu allermeist werden die Filme wie damals mit Live-Musik aufgeführt; einzelne Filme, die restauriert wurden, dürfen nur mit einem bestimmten Soundtrack gespielt werden.
Für das 15te mal sind F4 für das Filmpodium von unseren Studierenden in der ganzen Stadt zu sehen! Gewinner dieses Wettbewerbes ist Severin Weber. Shortlisted: Elia Geiger, Armando Guetg, Nicolai Jaron Kager, Lara Koller und Joel Roth. Herzliche Gratulation an alle!