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Was kennzeichnet eine Essstörung?
Unter Essstörungen finden sich folgende Erkankungen:
- die Magersucht (Anorexia nervosa),
- die Ess-Brech-Sucht (Bulimie oder Bulimia nervosa) und
- die Esssucht (Binge Eating), die mit
- Übergewicht (Adipositas) einhergehen kann
- Besessensein vom gesunden Essen (Orthorexia nervosa)
Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Störungsbildern ist nicht einfach auszumachen, viele Betroffene weisen Merkmale verschiedener Essstörungen auf. Häufig geht eine Erkrankungsform aus der Gruppe der Essstörungen in eine andere über.
Die seelische Hintergrundproblematik, die zur Ausbildung einer Essstörung führt, stellt sich bei allen genannten Störungsbildern sehr ähnlich dar. So sind ein geringes Selbstwertgefühl, eine grundlegende Unsicherheit im Selbstbild und in der Selbstwahrnehmung und eine hieraus erwachsende ungewöhnlich starke Anpassung an die Wünsche und Vorstellungen anderer Menschen kennzeichnend für alle Essstörungen.
Diese Merkmale bestehen bereits vor der „eigentlichen“ Erkrankung und prägen sich in deren Verlauf häufig vermehrt aus. Essgestörte Menschen erleben eine deutlich größere Fokussierung auf ihre körperliche Gestalt und beschäftigen sich auf zwanghafte Weise mit dem Thema Essen.
Ein weiteres Merkmal aller Essstörungen ist ein aus unterschiedlichen Gründen schwieriges bis gestörtes familiäres Wechselspiel, das bereits deutlich vor dem Zutagetreten der Störung besteht.
Frauen sind von Essstörungen stärker betroffen als Männer.
Die Magersucht, auch Anorexie genannt, ist eine psychisch bedingte Form von Appetitlosigkeit, die, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhält, zu schweren körperlichen Schäden führen kann.
Meistens leben Magersüchtige in ständiger Angst, fett zu sein, selbst wenn sie schon völlig abgemagert sind. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Betroffenen um Mädchen und junge Frauen.
Das ständige Hungern führt zu einem Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen und der/die Betroffene magert immer mehr ab, bis dies zu ernsthaften Komplikationen führen oder gar einen lebensbedrohlichen Zustand erreichen kann. Ca. ein Drittel aller Magersüchtigen bleibt trotz Therapien chronisch krank, 10 % der Betroffenen erliegen der Krankheit. Sie hungern sich zu Tode.
Wie wirkt Hypnose bei Essstörungen?
Hinter eine Magersucht stehen in der Regel psychische Probleme, die ursächlich für die Störung verantwortlich sind.
Um eine Magersucht also erfolgreich und nachhaltig zu behandeln, nützt es wenn die ursächlichen psychischen Probleme aufgedeckt und verarbeitet werden. Diese Ursachen liegen meistens in den tiefen Ebenen des Unterbewusstseins verborgen und sind daher dem Betroffenen oft gar nicht bewusst. In der Hypnose erhalten wir den direkten Zugang zu dieser Ebene und haben so die Chance, die Ursache der Problematik zu finden. Dies ermöglicht, dass ein Problem erkannt, verarbeitet und aufgelöst werden kann. Durch Hypnosetherapie können oft schnellere Ergebnisse erzielt werden als mit anderen konventionellen therapeutischen Massnahmen.
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