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Während eines experimentellen Forschungsprogramms, dem JUNCTIONS 21, entstand in Nuno Cassola der Wunsch, Material aus seiner eigenen Vergangenheit zu sammeln und zu verarbeiten. Anhand von Büchern, Zeitungen, Dokumentationen, Fiktionen und eines Kinderthemenparks aus den 1940er-Jahren, der fast vollständig erhalten ist, begann er die koloniale Vergangenheit Portugals zu untersuchen. Dann setzte er seinen Fokus auf die eigene Familie. Er sammelte Erinnerungen der älteren Generation und lernte die Geschichte seines Heimatortes kennen. Seine Familie übergab ihm eine von seinem Vater publizierte Zeitung, außerdem Theaterstücke, die der Vater gemeinsam mit einem Freund entwickelt hatte, sowie über 300 Briefe aus dem Besitz seiner Tante, die sein Onkel während des Militärdienstes an sie verfasst hatte. Das Transkribieren und Digitalisieren von Interviews und Dokumenten bilden die Grundlage für eine umfassende Analyse.
Nuno Cassola absolvierte einen Master in Contemporary Artistic Practices an der Universidade do Porto und besuchte im Rahmen eines Erasmus Stipendiums die Hochschule Luzern – Design & Kunst.