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Bellinzona - Der Zürcher Privatbankier Oskar Holenweger muss sich ab kommendem 11. November vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten. Die Bundesanwaltschaft (BA) wirft ihm Geldwäscherei, Gehilfenschaft zu ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Bestechung vor.
Wie die "Berner Zeitung" am Freitag berichtet hat und der Homepage des Bundesstrafgerichts zu entnehmen ist, beginnt der Strafprozess gegen Oskar Holenweger am 11. November. Die Verhandlung ist auf drei Tage plus einen Reservetag angesetzt. Das Datum der Urteilseröffnung steht noch nicht fest.
Gemäss BA soll Holenweger in Korruptionsfälle des französischen Industriekonzerns Alstom und deren Verschleierung verwickelt gewesen sein. Über Offshore-Gesellschaften soll er Alstom fiktive Rechnungen gestellt haben, um damit schwarze Kassen zu äufnen.
Diese Gelder soll er im Auftrag des Konzern zur Bestechung an Dritte weitergeleitet haben - unter anderem an einen brasilianischen Amtsträger. Weiter wirft die Anklage Holenweger vor, dass er 2003 von einem verdeckten Ermittler angebliche Drogengelder von insgesamt 834'000 Euro entgegengenommen habe.
SDA-ATS