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Notwendige Voraussetzung für wissenschaftliche Untersuchungen dieser Art, ist das so genannte Höhlenforschungstauchen; dabei dringen die Taucher mit redundanter Spezialausrüstung teilweise über einen Kilometer in die komplexen Höhlensysteme vor, was gewisse Risiken birgt. Viele erfahrene Taucher sind schon in Höhlen gestorben. Laut Statistik verunglücken die Taucher am häufigsten weil sie sich verirren, die Hauptleine (base line) verlassen oder verlieren, zu tief tauchen (Stickstoffnarkose), zu wenig Gas, nämlich mindestens 2/3 für den Rückweg haben oder nicht ausreichend Licht mit sich führen. Höhlentauchen ist deshalb auch für geübte Taucher eine Herausforderung, permanentes Training sowie physische und psychische Fitness sind Grundvoraussetzungen. Getaucht wird stets im Team um sich bei möglichen Gefahrensituationen gegenseitig helfen zu können; zwei Flaschen, zwei getrennt absperrbare Atemreglersysteme, extra Maske, drei Lampen sowie diverse Seilrollen und Richtungspfeile gehören zur hochwertigen Pflichtausrüstung der Taucher. Die Tauchgänge müssen exakt geplant werden und dauern in der Regel mehrere Stunden. Zum Einsatz kommen während der Taucheinsätze sowohl diverse Mischgase wie Nitrox (mit Sauerstoff angereicherte Luft) und Trimix (mit Helium angereicherte Luft), als auch "Scooter" (Unterwasserfahrzeuge), die die Wissenschaftler zum eigentlichen Arbeitsplatz bringen und den Prospektionsradius in den Höhlen deutlich erweitern.
Probleme, die unter Wasser auftreten, müssen auch unter Wasser gelöst werden; ein direkter Aufstieg zur rettenden Wasseroberfläche ist aufgrund der Höhlendecke nicht möglich. All das macht ein unterwasserarchäologisches Projekt in gefluteten Höhlen schwierig und ist auch logistisch gesehen eine enorme Herausforderung. Aufgrund der limitierten Luftmenge und der internationalen Sicherheitsstandards ist die Zeit, die die Forschungstaucher am Arbeitsplatz verbringen können, sehr begrenzt. Einige Fundstellen sind über eine Stunde vom Eingang entfernt, zusammen mit Rückweg und Dekompression bleibt somit oft nur wenig Zeit an der Fundstelle, welche dementsprechend oft aufgesucht werden muss, bis alle nötigen Arbeitsschritte (Dokumentation, Probennahme, Fotos, usw.) gemacht wurden. Umso höher sind die Ergebnisse aus diesen extremen Umgebungsbedingungen zu bewerten.