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Das Wichtigste in Kürze
- Charlie Watts, Schlagzeuger der legendären Band Rolling Stones, ist tot.
- Der Brite starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren in London.
Die Musik-Welt trauert um Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts. Der Drummer starb im Alter von 80 Jahren in London. Dies teilte sein Agent am Dienstag mit.
Watts litt bereits seit längerem unter gesundheitlichen Problemen. Vor drei Wochen kommunizierte die Band, dass Watts nicht bei der im Herbst beginnenden «No Filter»-US-Tour dabei sein werde. Als Grund wurde eine Operation angegeben, von der sich Watts erholen müsse.
Auf Twitter trauert die Band und die Welt um den Drummer. Watts kam ein halbes Jahr nach dem ersten Auftritt der Band im legendären Londoner Marquee Club am 12. Juli 1962 dazu. Die Entscheidung machte sich bezahlt, musikalisch und finanziell. Die Stones hätten eben das Glück und das Geld gehabt, viel Zeit im Studio verbringen zu können, sagte er dem britischen «Telegraph» ein halbes Jahrhundert später – und sie hätten daher viel ausprobieren können.
Charlie Watts mied Rampenlicht
Der Drummer galt als einer der bestgekleideten Rockstars. Doch im Gegensatz zu Sänger Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards mied er das Rampenlicht. Als Jazzmusiker wusste er musikalische Kollaborationen zu schätzen und schweisste die Stones zusammen - nicht nur, wenn er den Rhythmus auf der Bühne vorgab, sondern vor allem, wenn sich Jagger und Richards über Jahre hinweg immer wieder verkrachten.
In den 1980ern trank Watts stark und nahm Drogen. 2004 überstand der einst starke Raucher eine Kehlkopfkrebserkrankung.
Seit 1964 war Watts mit derselben Frau verheiratet, der Künstlerin Shirley Watts, mit der er eine erwachsene Tochter hatte. Sie lebten auf einem Gestüt in der Grafschaft Devon und züchteten professionell Araberpferde.
Doch das Rockerleben liess ihn nicht los: Nach jeder Tour versuche er sich zurückzuziehen, gestand er der «Times» mit 75. Keith Richards frage ihn, was er dann tun werde. «Ich weiss nicht, Rasenmähen? Also setze ich mich nicht zur Ruhe.»