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Am 31. August hat die Französische Regierung die Aufgabe des Astrid-Projekts beschlossen. Der vorzeitige Abschluss des Projekts erinnert an die großen Mängel, die die Entwicklung des Atomsektors in Frankreich geprägt haben.
ASTRID (Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration) sollte ein 600 Megawatt starker natriumgekühlter Brutreaktor der Generation IV werden, vorgeschlagen vom französischen Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA). Er sollte vor allem die Transmutation von Atommüll voranbringen und damit den nuklearen Brennstoffkreislauf schließen. Nach Unfällen im Natriumbrüter Monju und dessen Stilllegung beteiligte sich auch Japan am ASTRID-Projekt. Der Reaktor sollte am Standort Marcoule als Nachfolger von Phénix gebaut werden, dem ersten kommerziellen Brutreaktor.
2015 propagierte die Umweltministerin Segolene Royal, dass Frankreich mehrere der neuen Generation-4 Reaktoren des neuen Typ ASTRID bauen werde.
EPR Vom Regen unter die Traufe
Nachdem Frankreich vom Projekt ASTRID zurücktrat, publizierte „L’usine Nouvelle den Artikel „Misserfolge des Französischen Atomprogramms“. Was Frankreich bleibt ist die Hoffnung auf den (Europäischer Druckwasser Reaktor) EPR , welcher ausser Verspätungen, technischen Problemen auch Immense Kostenüberschreitungen ausweist. Trotzdem kündigt Frankreich an es wolle weitere 6 Stk. EPR bauen.
La Croix. com 20.06.2019: EPR de Flamanville: nouveau retard en raison de soudures à réparer
Schweiz Mitglied im Generation-IV Forum
Das Internationale Forum der Generation IV (GIF) wurde vom US-Energieministerium im Jahr 2000 initiiert und Mitte 2001 offiziell gechartert. Es ist ein internationales Kollektiv, das Regierungen aus 13 Ländern vertritt.Sie engagieren sich für die gemeinsame Entwicklung der nächsten Generation Atomreaktoren. Die Gründungsmitglieder von GIF sind Argentinien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Japan, Südkorea, Südafrika, Großbritannien und die USA. Hinzugekommen sind die Schweiz, China, Russland, Australien und über das Forschungs- und Ausbildungsprogramm Euratom die Europäische Union.