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Die Aurikulotherapie ist der Eingriff an der Ohrmuschel zu therapeutischen Zwecken.
Wenn es auch erstaunlich ist, so erklärt sich die Wirksamkeit dieses Eingriffs an der Ohrmuschel doch durch sehr reiche Innervation und die zahlreichen Verbindungen mit dem zentralen Nervensystem.
Eine Abbildung des Körpers wird auf die Ohrmuschel projiziert. Sie gleicht einem Foetus, wobei sich der Kopf unten, am Ohrläppchen, befindet, während die Hände und Füsse oben in der Ohrmuschel liegen.
Aufgrund dieser Anordnung besitzt jeder Körperpunkt einen Korrespondenzpunkt in der Ohrmuschel. Diese Korrespondenz kann bei einem gesunden Menschen nicht sichtbar gemacht werden. Erst wenn eine Zone des Körpers ihr physiologisches Gleichgewicht verliert, wird der Repräsentanzpunkt in der Ohrmuschel schmerzhaft und kann als solcher aufgefunden werden.
Dieses Auffinden der Punkte ermöglicht eine Therapie, die darin besteht, dass die schmerzhaften Punkte mechanisch stimuliert werden (durch Massage, Nadelung oder Kauterisation). Aufgrund eines Reflexmechanismus erzielt man eine Veränderung der Störungen der Peripherie, die Ursprung des oder der schmerzhaften Punkte in der Ohrmuschel waren.
Die Ohrmuschel ist also zur gleichen Zeit ein Armaturenbrett, welches man beobachtet, und ein Steuerpult, über das man die Krankheit beeinflussen kann.