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Rückblick und Vorschau
Der Erzeugerpreisindex für die Endnachfrage stieg im Jahresvergleich um 8,3%, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Der Wert lag über dem erwarteten Anstieg von 8,2%, den von Refinitiv befragten Analysten progostiziert hatten sowie über dem Juli-Wert von 7,8%. Der Wert war der stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen im November 2010. – Jonathan Garber, «Producer Prices Surge 8.3% Annually, Fifth Straight Record Gain», www.foxbusiness.com, 10. September 2021.
Es ist schön, nach einwöchiger Abwesenheit – währenddessen ich letztes Wochenende ein Webinar über den chinesischen Aktienmarkt, Gold und Bitcoin gehalten habe – wieder zurück zu sein. Das Webinar ist sehr gut gelaufen. Leider kann ich das nicht über die US-Regierung und ihren Rückzug aus Afghanistan in der Zeit sagen und auch nicht über die jüngsten Inflationsdaten und ihre Auswirkungen auf die europäischen und amerikanischen Aktienindizes in der vergangenen Woche.
Wie aus dem obigen Zitat hervorgeht, sind die Erzeugerpreise so stark gestiegen wie seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast elf Jahren nicht mehr. In den USA fielen die Aktienindizes bis zum Ende der Woche, nachdem der S&P in der Vorwoche, am 2. September, und der NASDAQ am Dienstag, dem 7. September, jeweils ein neues Allzeithoch erreicht hatten. Dies ist wichtig, weil das Feiertagswochenende vom 3. bis 7. September mit einem Zwei-Sterne geokosmischen kritischen Umschwungdatum (KUD) zusammenfiel, das durch die Mars/Neptun-Opposition vom 2. September und das Venus/Pluto-Quadrat vom 6. September markiert wurde. Der S&P und der NASDAQ erreichten genau dann ihre Hochs. Der DJIA erreichte sein Allzeithoch bereits am 16. August. Es handelt sich also um eine dreifache bärische Intermarkt-Divergenz, die mit einem wichtigen geokosmischen KUD im Zusammenhang mit dem NASDAQ-Hoch vom vergangenen Dienstag steht.
Wie aus dem Nichts fielen alle großen US-Aktienindizes im weiteren Verlauf der Woche, und nun wird ein weiterer «Schwarzer Montag» befürchtet. Dies korrespondiert mit der Beobachtung, wonach der Montag der folgenden Woche manchmal sehr heftig ist, wenn der US-Aktienmarkt die ganze Woche über fällt. Dies geht zurück auf den Börsencrash vom 19. Oktober 1987. Laut Investopedia.com – «kam es zum Schwarzen Montag vom 19. Oktober 1987, als der Dow Jones Industrial Average (DJIA) an einem einzigen Tag fast 22% verlor. Das Ereignis markierte den Beginn eines weltweiten Rückgangs an den Börsen, und der Schwarze Montag wurde zu einem der berüchtigtsten Tage der Finanzgeschichte.»
In Europa verlief die Geschichte ähnlich. Der niederländische AEX erreichte am 6. September ein neues Allzeithoch. Aber der DAX und der SMI erreichten ihre Hochs vom 13. bzw. 18. August nicht. Dann fielen alle Indizes, einschließlich des Londoner FTSE, bis zum Ende der Woche, da Inflationsängste die Anleger zu verschrecken begannen. Dies könnte der Beginn des Saturn/Uranus-Ausverkaufs sein, den viele Finanzastrologen erwartet haben und der, wie die Geschichte zeigt, in der Regel vor dem dritten und letzten Durchgang eintritt, der aktuell am 24. Dezember 2021 stattfindet.
Typisch für das Saturn-Uranus-Quadrat ist jedoch auch die Tatsache, dass das Muster in Asien völlig anders aussah, wo der Shanghai Composite und der japanische Nikkei in in die Höhe schossen. Sie testen jetzt ihre Mehrjahreshochs, die sie beim ersten Durchgang des Saturn/Uranus Quadrats vom 16. bzw. 18. Februar erreicht hatten. Die Situation der globalen Märkte ist uneinheitlich. China und Japan explodieren nach oben. Die übrigen Aktienindizes implodieren und fallen. Eine Ausnahme könnte der indische Nifty sein, der Anfang letzter Woche ein neues Allzeithoch erreichte, dann aber nach unten abdriftete, allerdings noch nicht in einem ernsthaften Ausmass.
Das Zwei-Sterne geokosmische kritische Umschwungdatum vom 3. bis 7. September war auch für andere Märkte von Bedeutung. Gold und Silber beendeten am Freitag, den 3. September, ihre beeindruckende Rallye und fielen gleich nach Handelsbeginn in der neuen Woche. Das Gleiche gilt für Bitcoin und Rohöl. Bitcoin erreichte am 7. September ein neues Zyklushoch bei 52.948 und fiel noch am selben Tag stark, da El Salvador versuchte, eine neue nationale Kryptowährung herauszugeben, die bei ihrem ersten Start kläglich scheiterte. Ethereum hatte in der Woche zuvor, am 3. September, sein Hoch erreicht, so dass es auch hier zu einer bärischen Intermarkt-Divergenz kam. Rohöl erreichte in der Vorwoche, am 2. September, ebenfalls ein Hoch, immer noch im Orbis von einem Tag um das Zwei-Sterne-KUD vom 3. bis 7. September.
Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken
«Auf der Grundlage unserer besten und aktuellsten Informationen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Barmittel und die aussergewöhnlichen Massnahmen im Laufe des Oktobers erschöpft sein werden», schrieb US-Finanzministerin Yellen in einem Brief an die führenden Kongressabgeordneten. – Megan Henney, «Yellen Warns Treasury Could Exhaust Extraordinary Debt Limit Measures in October» www.foxbusiness.com, 8. September 2021.
Präsident Joe Biden verschärfte am Donnerstag seine Haltung, um die Amerikaner zur Impfung zu bewegen. Er stellte einen Plan vor, der die Impfung von Millionen von Menschen gegen Covid vorsieht. Bundesbedienstete sollen verpflichtet werden, sich gegen Covid impfen zu lassen. Der Präsident bittet das Arbeitsministerium, Arbeitgeber mit mehr als 100 Beschäftigten zu verpflichten, Impfungen oder wöchentliche Tests durchzuführen. – Hannah Miao, "Dow, S&P 500 are Flat After Four Straight Losing Days", www.cnbc.com, 10. September 2021.
Wenn Sie nach tieferen Gründen suchen, warum sich der Aktienmarkt in der Anfangsphase einer steilen Talfahrt befinden könnte, könnten die beiden obigen Zitate eine Erklärung liefern. Tatsache ist, dass das US-Kreditkonto auf Pump läuft und vielleicht noch ein paar Wochen Zeit hat, eine Lösung zu finden. Das zweite Problem ist jedoch längerfristig viel ernster, denn es bedeutet, dass die Produktivität in den USA aufgrund eines enormen bürokratischen Aufwands und der neuen Verpflichtungen zur Berichterstattung – sowie der Aussicht, von einer neuen Armee neuer Regulierungsbehörden «durchgeschüttelt» zu werden – zum Stillstand kommen wird. Die Unternehmen müssen sich an die Vorschriften halten, sonst drohen ihnen harte Strafen – zumeist finanzieller Art. Und wenn sie die Vorschriften einhalten, müssen sie eine grosse Anzahl von Mitarbeitern beurlauben, die sich nicht wöchentlich impfen oder testen lassen. Sie werden produktive Mitarbeiter verlieren und gleichzeitig neue Mitarbeiter einstellen müssen, deren Aufgabe es sein wird, dafür zu sorgen, dass ihre Unternehmen die lästigen neuen Verpflichtungen zur Berichterstattung erfüllen, was der Produktivität nicht zuträglich ist. Es muss einen besseren Weg geben, und zwar einen, der die Unternehmen nicht noch viel schlimmer zerstört als Covid-19.
Aber kommen wir zurück zur kosmischen Welt und ihrer Beziehung zu den Finanzmärkten. In dieser Woche gibt es zwei wichtige geokosmische Signaturen. Die erste ist die Sonne/Neptun-Opposition vom Dienstag, den 14. September, gefolgt von dem abnehmenden Venus/Saturn-Quadrat vom Freitag, den 17. September. Beides sind Level-1-Konstellationen, die innerhalb eines Orbis von 13 Handelstagen die höchste Korrelation zu Primärzyklen aufweisen. Das Sonne/Neptun-Quadrat fällt im Allgemeinen mit einer Periode zusammen, in der führende Politiker fragwürdige Entscheidungen treffen, die zu großer Verwirrung führen. Wir haben gerade darüber gesprochen, was das sein könnte, etwa der Plan, Unternehmen zu zwingen, ihre Mitarbeiter jede Woche impfen und/oder testen zu lassen. Es kann auch mit Euphorie oder Panik auf den Finanzmärkten zusammenfallen. Der zweite Aspekt – das Venus/Saturn-Quadrat – fällt häufig mit einer hervorragenden Kaufgelegenheit zusammen. Jeder Markt, der unter diesem Aspekt einbricht, ist ein Kandidat für eine anschließende ordentliche Rallye.
Zusätzlich zu diesen Planetenaspekten transitiert die Venus in den Skorpion (10. September bis 7. Oktober) und der Mars in die Waage (15. September bis 30. Oktober). Interessant ist, dass sich jeder Planet im Zeichen des anderen befindet. Das ist ein Problem von kosmischer Bedeutung. Mars will etwas tun, aber die Waage weiss nicht, wie sie es ohne Kampf hinbekommt. Venus im Skorpion will Rache und die ganze Wahrheit ans Licht bringen, weiss aber, dass dies mehr Probleme als Lösungen schaffen würde, so dass es ein Konflikt zwischen Loyalität gegenüber dem Clan und dem Aussprechen der Wahrheit ist, was am Ende niemanden befreien wird. Die Wahrheit wird nur Vergeltung und Rache seitens derer hervorrufen, die durch sie entlarvt werden könnten. Also noch einmal: Die Wahrheit kann für den Frieden kompromittiert werden, oder der Frieden für die Wahrheit. Die Idee ist natürlich, einen Weg zu finden, auf diplomatische Art und Weise ehrlich zu sein und den Gleichmut zu bewahren.
Auf einer persönlicheren Ebene kann die Venus im Skorpion Visionen von großer Leidenschaft und Tabulosigkeit fördern. Aber auch dies steht in Konflikt mit der eigenen Ethik, das «Richtige» zu tun. Es ist verlockend, sich mit dem Tabu auseinanderzusetzen, aber die Konsequenzen könnten nicht angenehm sein. Und schließlich möchte die Venus, dass alles nett ist.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, arbeiten Sie hart, halten Sie sich von Ärger fern und haben Sie eine einträgliche Woche. In der folgenden Woche läuft die Sonne in die Waage, mit ihrem Herrscher Venus im Trigon zu Uranus. Es ist holprig, aber es gibt auch Grund für Optimismus und Gelegenheiten für Gewinne.
Ankündigung
Der monatliche MMA-Cycles-Report für September 2021 wird diese Woche veröffentlicht. Jede Ausgabe enthält einen Ausblick auf den US-Aktienmarkt (DJIA- und S&P-Futures), Gold und Silber, den Euro, Rohöl sowie den DAX und SMI. Er beschreibt zudem die geokosmischen KUDs (geokosmische Kritische Umschwung-Daten) und Sonne/Mond-Umschwung-Daten für den DJIA, Gold und Silber sowie Handelsstrategien für Trader in den nächsten Wochen.