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Die Gallusstadt wie sie auch genannt wird, hat ihren grossen Aufschwung der Herstellung von Textilien und insbesondere der Stickerei zu verdanken. Bei einem Rundgang durch die Altstadt kann man überall die kunstvoll verzierten Erker sehen, die von den Reisen der St. Galler Textilkaufleuten aus dem 18. und 19. Jahrhundert berichten. Die vielen prunkvollen Häuser – beispielsweise die ehemalige Stickereibörse mit dem Handelsgott Hermes auf dem Dach (heute UBS) – zeigen, dass St. Gallen bis kurz vor dem 1. Weltkrieg eine der reichsten Städte der Welt war.
Schon ca. 1790 arbeiteten ca. 50’000 Frauen als Handstickerinnen für die St. Galler Handelshäuser. Um 1910 war die Stickereiproduktion mit 18 % der bei weitem grösste Exportzweig der Schweizer Wirtschaft und über 50 % der Weltproduktion an Stickereien kam aus St. Gallen.