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Mittels Wildtierkamera gelang der Wildhut am Liechtensteiner Binnenkanal der erste Fotonachweis eines Fischotters in Liechtenstein. Wie das liechtensteinische Amt für Umwelt in einer Medienmitteilung schreibt, handelt es sich seit Aussterben der Art im Fürstentum um den ersten Bildnachweis des europäischen Fischotters (Lutra lutra).
Im Jahr 2022 fand man während der Biberbestandserhebung zwar bereits einmal Kot von einem Fischotter und konnte so ein erstes dieser Tiere im Ländle nachweisen, ein Fotonachweis gelang bislang aber nicht.
Streng geschützte Tierart
Wie das Amt für Umwelt nach jenem ersten Nachweis 2022 schrieb, sind es in der Besiedlungsphase oft junge Männchen, die teilweise weit weg von bekannten Vorkommen auftauchen und versuchen, neue Reviere zu finden oder nach einer Weile weiterziehen.
Der zu den Marderartigen gehörende Fischotter ist eine in Liechtenstein streng geschützte Art. Fischotter besiedeln grossräumige, miteinander vernetzte Gewässersysteme mit genügend Deckung in Form von Ufervegetation und anderen Strukturen. Als Beutegreifer ernährt sich der Fischotter überwiegend von Fisch.
Im 20. Jahrhundert war der Fischotter aus weiten Teilen Europas verschwunden. Mit der Unterschutzstellung der Tierart, der Identifizierung und Eindämmung von Umweltgiften und der Ökologisierung des Wasserbaus erholten sich die Bestände.
Seit 2009 werden in der Schweiz wieder Einzeltiere nachgewiesen, seit 2014 wiederholt Nachwuchs an der Aare um Bern und im Engadin. Im August 2018 wurde in Bonaduz ein Fischotter mittels einer privaten Überwachungskamera aufgezeichnet. Im November 2021 wurden im Kanton St. Gallen in unmittelbarer Grenznähe Nachweise von Fischottern erbracht.