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In Teil 1 und Teil 2 dieser Blogserie habe ich versucht zu erklären welche Merkmale unfunktionelle Bewegungsmuster ausmachen (Asymmetrien & Ausweichbewegungen), nun geht es in diesem dritten Teil darum ein praktikables System bzw. einen Screen kennen zu lernen, mit welchem man in überschaubarer Zeit sein eigenes Bewegungsverhalten oder das seiner Klienten möglichst ‚ganzheitlich‘ überprüfen kann.
Das sinnvollste mir bekannte System dazu ist der ‚Functional Movement Screen‘, welcher von Gray Cook zusammengestellt wurde. Es handelt sich dabei um eine Testserie bestehend aus sieben nacheinander durchgeführten Bewegungsmustern, welche mit einem Punktesystem (0-3) betreffend Bewegungsqualität bewertet werden.
Die sieben Bewegungsmuster, welche im FMS® durchgeführt werden sind ‚sehr einfach‘, wobei ‚grundlegend‘ vielleicht treffender wäre und haben mit Sport nichts zu tun. Du musst also keine Angst haben, wenn du dich als ‚nicht sportlich‘ einstufst.
Wenn ich allerdings sage, dass sie mit Sport nichts zu tun haben, dann stimmt das nicht wirklich, denn sie bilden die Grundlage praktisch jeder sportlichen Handlung und sind deshalb meiner Meinung nach viel wichtiger als Sport, das Fundament sozusagen.
Das folgende Zitate erklärt sehr schön, worum es beim FMS geht:
„Der FMS ist, einfach ausgedrückt, ein Einteilungs- und Beurteilungssystem welches Bewegungsmuster aufzeichnet, die die Grundlage für funktionale d.h. natürliche Bewegung bilden. Durch das Überprüfen dieser Muster, ist der FMS sofort in der Lage, funktionale Limitierungen und Asymmetrien erkennbar zu machen. Diese können die Ursache für einen verringerten Effekt des funktionalen Trainings oder Konditionstrainings darstellen und auch ein verfälschtes Körperbewusstsein hervorrufen“ (Functional Movement Systems.de, 2012).
Wenn du eine vereinfachte Form des FMS gleich selbst durchführen möchtest, dann kannst du das mit dem folgenden Video und der Anleitung von Gray Cook gleich selbständig tun:
Ich finde, dass uns dieser Test eine sinnvolle Leitplanke aufzeigt um unsere Bewegungsqualität zu überprüfen, denn ich denke, dass wir einigermassen funktionellere von weniger funktionellen Bewegungsmustern unterscheiden können. Ich vermute aber auch, dass wir nicht zu kleinlich werden sollten. Ob zwei Grad mehr oder weniger in einem Gelenk bereits als Störung betrachtet werden oder nicht, das muss jeder individuell entscheiden, denn so standardisiert sind wir Menschen glücklicherweise dann doch nicht. Ich denke ähnlich sieht es auch Gray Cook, wenn ich folgendes lese:
“There is much more to human movement than a simple movement screen or assessment could ever reveal. It is, however, the best starting point. These tools simply capture fundamental patterns, and these fundamental patterns are what function is based upon” (Cook, 2010, S.59).
„To set the movement baseline, we focus only on movement patterns and not on performance” (Cook, 2010, S.91).
Ich hoffe ich konnte dir mit dieser dreiteiligen Blogserie etwas näher bringen was funktionelle bzw. artgerechte Bewegungsmuster sind und was eben nicht:
Wenn du mehr dazu erfahren willst, dann findest du eine viel detailliertere Ausführung dazu in meinem Lieblingsbuch in Sachen Bewegung:
In diesem Sinn:
Keep moving, but like a Homo sapiens 😉
Tom