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Mürerwärchziig
[Werkzeug des Maurers]
Diese recht privitiven Maurerwerkzeuge brauchte man für einfaches Mauerwerk (Trockenmauern, Mauern ohne Fug und Putz)
Maurerwerkzeug:
von unten nach oben und von links nach rechts: Blattenklinge, Steinbohrer, Bonschotten, Fäustling, Spitzeisen und Meissel. (Foto: Maurus Schmid)
Gleichmässig werden die Bohnschotten in den Felsen getrieben und spalten ihn damit.
(Foto: Maurus Schmid)
Dieser (moderne) Mauerhammer zeigt in seiner Form noch immer den unterschiedlichen Verwendungszweck: die Vorderseite ersetzt den Fäustling, die Rückseite Meissel und Spitzeisen.
Verschiedene Maurerkellen
Mürerwärchziig
Maurerwerkzeug:
von unten nach oben und von links nach rechts: Blattenklinge, Steinbohrer, Bonschotten, Fäustling, Spitzeisen und Meissel. (Foto: Maurus Schmid)
Steinbohrer: mit diesem Eisen werden Löcher in den Felsen gebohrt (vgl. Presslufthammer); zur Arbeit braucht es zwei Leute, einer hält das Eisen, dreht und lockert es laufend, der andere schlägt mit dem Vorschlaghammer auf das Eisen, so dass mit der Zeit ein rundes Loch entsteht. Diese Löcher brauchte man meistens zum Sprengen, das Loch wurde mit Sprengstoff gefüllt und dann der Felsen (oft Findlinge) zerstückelt.
Blattenklinge: mit diesem flachen Eisen wurde vor allem geschichtetes Gestein (z.B. Schiefer) gespalten; indem man dieses Eisen zwischen die Schichten trieb wurden Steinblatten (daher der Name) erstellt.
Bonschotten: diese kleinen Keile benutzte man um Steine und Felsen zu spalten. Sie wurden vor allem bei kristallinem Gestein (z.B. Geneis, Granit) genutzt. Sie wurden in kurzen Abständen (20 bis 30 cm) in gleichmässig in den Felsen geschlagen, so dass sich der Fels (Findling) in der vorgegebenen Linie spaltete.
Fäustel: auch Massetta genannt. Um die Steine zu bearbeiten benutzte man den Meissel (flach, für die Erweiterung von Spalten) oder das Spitzeisen (spitz, für die Barbeiten von rohe Oberfläche). Der Fäuste hatte das richtige Gewicht zum einhändigen Arbeiten (mit der anderen Hand musst man ja den Meissel oder das Spitzeisen halten) und erzeugte doch genügend Wucht, dass man mit der Arbeit auch vorankam.
Das wichtigste Werkzeug war der Mauerhammer, er diente zur Feinarbeit und ersetzte Fäustel und Meissel. Ein geschickter Maurer schaut kurz die Lücke in der entstehenden Mauer an, dann warf er einen Blick auf den Steinvorrat, ergriff einen Stein, schlug mit dem Hammer einmal hier hin, dann noch dort und schwupps - der Stein passte genau in die Lücke.
Sobald mit Kalk oder Zement gearbeitet wird oder sobald die Mauer verputzt wird, braucht der Mauerer zusätzlich natürlich eine ganze Batterie von Maurerkellen: grosse, runde oder dreieckige Kellen zum zementieren (Mörtel auf die Stein- oder Ziegellage bringen), kleine, spitze Kellen zum Fugen oder grosse, eckige Kellen zum bewerfen.
Stütz-, Terassierungs- und auch Grundmauern wurden früher oft nach dem Prinzip: Handgelenk mal Pi, d.h. mit gesunden Augenmass gefertigt. Zwar spannte man zum Mauerbau oft eine Schnur (eine gerade Mauer auf der Grenze war notwendig, wollte man nicht mit dem Nachbarn Streit bekommen), aber auf Metermass, Senkblei, Winkeleisen oder Wasserwaage konnte man noch verzichten. Heute sind sie unverzichtbare Werkzeuge des Maurers.