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Das Shaolin-Kloster in China hat in den letzten 1500 Jahren viele Wechselfälle des Lebens erlebt – viele Höhen und Tiefen, Zeiten der Blüte und Zeiten des Niedergangs. Im siebzehnten Jahr der Republik China (1928 n. Chr.) erlebte der Shaolin-Tempel eine der größten Katastrophen seit seiner Gründung.
Der Kriegsherr Fan Zhong Xiu besetzte den Shaolin-Tempel in einer politischen Auseinandersetzung als Hauptquartier. Feng Yu Xiang besiegte Fan Zhong Xiu und drang mit der Hilfe von Shi You San in den Shaolin-Tempel ein. Dabei wurde ein großer Teil des Klosterkomplexes in Brand gesetzt. Dabei wurden mehr als ein Dutzend Gebäude und wertvolle Gegenstände, darunter buddhistische Klassiker, Holzschnitte, Schriften, Sutras und einige Edelsteinschnitzereien, zerstört. Dies war eine große Katastrophe in der Geschichte des Shaolin-Tempels, und die Brandstiftung von Shi You San wird immer noch als das „achtundzwanzigste Feuer“ bezeichnet.
Im Winter 1991 führte Meister Shi Yong Xin, Abt des Shaolin-Tempels, eine Gruppe von Shaolin-Mönchen nach Japan, wo er als Gast zum Bodhidharma-Tempel in Kyoto eingeladen war. Bei der Durchsicht des Fotoalbums des Bodhidharma-Tempels fand Meister Shi Yong Xin zufällig eine Gruppe alter Fotos von den frühen Szenen des Shaolin-Tempels. Diese Fotos wurden im neunten Jahr der japanischen Taisho-Ära (1920) aufgenommen, bevor der Shaolin-Tempel durch Brände zerstört wurde. Sie geben einen Einblick in den Shaolin-Tempel vor 1928. Das war eine Sensation, so glaubte man bis anhin, dass keine Bilder der damaligen Zeit existieren. Diese wertvollen Fotos haben bei den Rekonstruktionen des heutigen Shaolin-Tempels eine entscheidende Rolle gespielt.
Quelle: Newsletter vom Shaolin Kloster China (übersetzt und umgeschrieben aus dem Chinesischen)