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Nolan Oswald Dennis (* 1988 Sambia) zeigt erstmals ein ortsspezifisches, monumentales diagrammartiges Kunstwerk, welches sich über die gesamte Rückwand der Kunsthalle Basel erstreckt. Das Projekt benutzt mathematische Abstraktionen, afrikanische fraktale Geometrie und andere Darstellungsmodelle, welche auf Gesprächen mit Physiker*innen, Geograf*innen und Schriftsteller*innen basieren. Dadurch entsteht eine Kartografie an Systemen, Logiken und Geschichten einer Welt, die davon abhängig ist, Menschen nach Geschlechts- und Klassenzuschreibung sowie nach rassistischen und geografischen Zuordnungen auszuschliessen. Diese neue Arbeit lehnt sich an verschiedene Praktiken der Weissagungen aus der Erde an, die in der Sahara verbreitet sind, um ein anderes (Dis-)Kontinuum zwischen Afrika und Europa vorstellbar zu machen. Als Dennis‘ erstes Kunstwerk dieser Art im öffentlichen Raum ist das Projekt als ein Werkzeug zur Desorientierung gedacht – ein technisches Diagramm, das den Betrachtenden eine Methode bietet, um Konzepte von Raum, Zeit, Geschichte und Möglichkeiten zu überdenken.
➔Ausstellungstext (PDF)