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Die aktuellen Ausrüstungen und Uniformen seien wenig oder gar nicht an die spezifischen Bedürfnisse von Frauen angepasst, sagte Kaj-Gunnar Sievert, Kommunikationschef von Armasuisse, am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte einen Bericht der Sonntagszeitschrift «Femina». Demnach liegt der Fokus der Anpassung auf der Passform und der Funktionalität der Ausrüstung und Bekleidung, und nicht etwa auf den verwendeten Materialien.
Mit der Armeebotschaft 2018 war die Erneuerung des Bekleidungs- und Ausrüstungssystem in die Wege geleitet worden. Erste Tests haben laut Website von Armasuisse bereits mit rund 350 Armeeangehörigen aus 13 Einsatzformationen und Kompetenzzentren stattgefunden: «In den verschiedenen Testreihen wurden Personen beider Geschlechter eingesetzt», wird Armeesprecherin Delphine Allemand in «Femina» zitiert.
Betroffen sind Kampfausrüstung, Rucksäcke, Körperpanzer und Trinksysteme. Die angepasste Ausrüstung soll ab 2022 eingeführt werden. Die letzte Anschaffung von Uniformen stamme aus der Mitte der 1980er Jahre, sagte Kaj-Gunnar Sievert. Seitdem habe man sich neues Wissen und neue Technik angeeignet.
Der Anteil der Frauen in der Armee liegt derzeit bei 0,9 Prozent. Das ist zu wenig aus Sicht der Verteidigungsministerin Viola Amherd. Sie hat deshalb eine Offensive für Frauenförderung lanciert, unter anderem mit der Schaffung einer Dienststelle für Frauen. Zudem soll die Vereinbarkeit von Militärdienst, Ausbildung, Beruf und Familie verbessert werden.