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Schweizer Sportblatt online
Auf Initiative des FCZ-Museums wurde in Zusammenarbeit mit der ETH-Bibliothek und dem Schweizerischen Sozialarchiv das «Schweizer Sportblatt» digitalisiert. Das «Sportblatt» gilt als älteste Sportzeitung der Deutschschweiz. Herausgeber waren Jean und Hans Enderli aus Zürich (Vater und Sohn). Letzterer war 1896 Gründungsmitglied und erster Präsident des FC Zürich.
Das «Schweizer Sportblatt» wurde von Januar 1898 bis April 1900 wöchentlich publiziert und widmete sich in erster Linie damals jungen Sportarten wie Fussball, Radfahren oder Tennis. Diese fanden Ende des 19. Jahrhunderts in den Tageszeitungen keine oder nur sehr geringe Beachtung. Das erklärte Ziel war es, diese Sportarten durch die Zeitung besser bekannt zu machen. Es erstaunt darum nicht, dass das Sportblatt offizielles Verbandsorgan unter anderem der «Schweizerischen Fussball-Association», des heutigen Schweizerischen Fussballverbands (SFV), und des Ostschweizer Radfahrerbunds war.
Grosse Bedeutung für die Sportgeschichte
Die Zeitung kann als eine der zentralen Quellen für die Schweizer Sportgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts angesehen werden. Trotz der relativ kurzen Erscheinungsdauer birgt die Publikation eine gute Quelle für künftige Forschungsprojekte, gerade auch, weil viele reguläre (Tages-)Zeitungen das Thema Sport damals eher stiefmütterlich behandelten.
Das Sportblatt hat für den FC Zürich eine besondere Bedeutung. Der sportlich und politisch umtriebige Hans Enderli ist die zentrale Figur der ersten 50 Jahre des FCZ. Von 1896 bis 1944 übernahm er mehrmals das Präsidentenamt und rettete den Verein in finanziell schwierigen Zeiten. Enderlis Sportblatt berichtet ausführlich über die Frühzeit des FCZ und des Schweizer Fussballs im Allgemeinen. Auch die erste offizielle Schweizer Fussballmeisterschaft, die 1898/99 ausgetragen wurde, ist im Sportblatt sehr genau dokumentiert.
Von der kompletten Serie der gedruckten Zeitung ist nur noch eine einzige Kopie in einer Privatsammlung in Luzern bekannt. Durch die Kooperation von FCZ-Museum, ETH-Bibliothek und Sozialarchiv konnte nun diese letzte Kopie auf der Plattform E-Periodica in digitaler Form frei zugänglich gemacht werden.
Hier der direkte Link zur digitalen Edition des Sportblatts (Faksimiles mit Volltextsuche).
Ein ausführliches Porträt von FCZ-Gründer Hans Enderli findet sich unter diesem Link auf Seite 48 der «FCZ-Revue».