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Richtig lüften - gut für die Gesundheit - Schimmel vermeiden:
Vorteile guter Luftqualität:
- Bessere Leistungsfähigkeit
- Bessere Konzentrationsfähigkeit
- Geringeres Ansteckungsrisiko
- Risiko für Schimmelbefall wird reduziert
- Weniger Schadstoffe in der Raumluft, die aus Möbeln und Baumaterialien ausgasen
Warum wird die Luftqualität oft mit einem CO2-Messgerät gemessen?
- Ein hoher CO2-Gehalt in der Raumluft deutet darauf hin, dass schlecht gelüftet wurde und sich in der Luft möglicherweise eine hohe Anzahl von luftübertragenen Viren befinden. Zudem nimmt der Gehalt an Schadstoffen, welche aus Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Baustoffen ausgasende in schlecht gelüfteten Raumen kontinuierlich zu. In unzureichend gelüfteten Räumen ist in der Regel auch die Luftfeuchtigkeit zu hoch, so dass ein erhöhtes Schimmelpilzrisiko, insbesondere während den kühleren Jahreszeiten besteht.
- Ein CO2-Messgerät ist ein sehr einfaches, kostengünstiges und nützliches Hilfsmittel zur Messung der Luftqualität. Ausserdem kann durch richtiges Lüften mit einem CO2-Messgerät eine zu hohe Raumluftfeuchtigkeit reduziert und ein gesundes Raumklima geschaffen werden. Bei Bedarf kann ein akustischer Alarm aktiviert werden, der an das Lüften erinnert. Die CO2-Konzentration wird in ppm (parts per million) gemessen.
Wie wird die Luftqualität eingestuft?
- 400ppm bis 500ppm: frische Aussenluft
- bis 1000ppm: ausgezeichnete Luftqualität, sehr gut gelüftete Räume
- 1000ppm bis 1400ppm: akzeptable Luftqualität, zunehmende Ansteckungsgefahr durch luftübertragene Viren, zunehmende Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Schimmelbildung durch unzureichendes Lüften, insbesondere in älteren Bauten mit kalten Wänden oder in Neubauten mit Restfeuchte möglich
- 1400ppm bis 2000ppm: schlechte Luftqualität
- über 2000ppm: inakzeptable Luftqualität
Wie wird die Luftfeuchtigkeit eingestuft?
- 40-60% Luftfeuchtigkeit im Sommer ideal.
- 40-60% Luftfeuchtigkeit in Winter in Neubauten ideal.
- 40-50% Luftfeuchtigkeit im Winter in älteren Bauten mit kalten Aussenwänden, Böden und Decken empfohlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte 50 % nicht überschreiten, um Schimmelprobleme zu vermeiden.
- 60-70% Zunehmende Gefahr von Schimmelbildung, insbesondere in älteren Bauten mit kalten Wänden, Böden und Decken.
- 70-80% Sehr grosses Risiko für Schimmelbildung. Bei kleinen Temperaturunterschieden zwischen der Raumluft und der Oberflächentemperatur von Wänden, Böden und Decken sind die Bedingungen für Schimmelwachstum ideal.
Wie lüften?
- Querlüften: Möglichst viele Fenster und Türen in der Wohnung gleichzeitig öffnen, das verkürzt die Lüftungsdauer und spart Heizenergie. Gegebenenfalls Türstopper verwenden. In Schulzimmern, Büros und Praxen sollten die Türen nur geöffnet werden, wenn gleichzeitig der Flur gelüftet wird, damit die Aerosole in der Luft nach draussen und nicht in den geschlossenen Flur gelüftet werden.
- Wenn Querlüften nicht möglich ist, lüften Sie die jeden Raum einzeln. Darauf achten, dass die Fensterflügel vollständig geöffnet sind. (Stosslüftung)
- Im Winter nicht mit gekippten Fenstern lüften, dadurch kühlen die Bauteile im Fensterbereich aus, Schimmelbildung wird begünstigt. Ausserdem geht viel Heizenergie verloren und es findet nur ein sehr geringer Luftaustausch statt.
- Spezielle Hinweise zum Lüften bei einem Schimmelpilzbefall finden Sie weiter unten auf dieser Seite (siehe Luftfeuchtigkeit und Schimmelpilzwachstum).
Wie oft lüften?
- Wie oft gelüftet werden sollten, hängt von folgenden Faktoren ab: Luftdichtheit der Fenster und der Gebäudehülle, Raumgrösse, Anzahl Personen und deren Tätigkeiten.
- Räume müssen wegen den genannten Kriterien sehr unterschiedlich oft gelüftet werden. Lüften Sie mit Hilfe eines CO2-Messgerätes einfach bei einem CO2-Gehalt von 1000ppm, maximal bei 1400ppm, je nach Anspruch an die Luftqualität.
Wie lange lüften?
- Die Lüftungsdauer hängt stark von der Jahreszeit, der Raumgrösse und der Fenstergrösse ab. Sie liegt zwischen 2 und 30 Minuten. Da diese Zeitspanne sehr gross ist, hilft ein CO2-Messgerät, die optimale Lüftungsdauer zu ermitteln.
- Bei einem CO2-Wert von 500ppm können die Fenster wieder geschlossen werden, die Raumluft ist wieder frisch und die durch Atmen, Kochen, Duschen und Waschen entstandene Feuchtigkeit ist abgelüftet.
- Durch noch längeres Lüften könnte der CO2-Gehalt um weitere 100ppm gesenkt werden, was aber relativ lange dauern würde und während der Heizperiode nicht sinnvoll ist.
- Zu langes Lüften in der Heizperiode verschwendet Heizenergie.
Idealer Standort für das CO2-Messgerät:
- Stellen Sie das CO2-Messgerät nicht direkt neben ein Fenster oder eine Tür, sondern halten einen Abstand von mindestens 1 Meter ein.
- Steht das CO2-Messgerät auf dem Schreibtisch, sollte es ebenfalls mindestens 1 Meter von der Personen entfernt sein, damit nicht direkt darauf geatmet wird.
CO2-Messgeräte online kaufen:
- Im Vitales CO2 Messgeräte Shop finden Sie preiswerte Geräte mit CO2-Sensoren, die sehr schnell auf Luftveränderungen reagieren und sich daher hervorragend zum effizienten Lüften eignen.
Luftfeuchtigkeit und Schimmelpilzwachstum:
- Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen begünstigt das Wachstum von Schimmelpilz. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-60%, gemessen in der Raummitte. Insbesondere bei älteren Bauten mit bauphysikalischen Problemen (kalte Aussenwände, undichte Fenster, ...) sollte die Luftfeuchtigkeit im Winter eher bei 40% als bei 60% liegen, da die kalte Luft im Bereich der Aussenwand, wesentlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, als die wärmere Luft in der Raummitte. Deshalb ist im Bereich der kalten Stellen die Luftfeuchtigkeit höher und an den kältesten Stellen bildet sich zuerst Kondenswasser. Die relative Luftfeuchtigkeit ist also nicht überall im Raum gleich hoch. Ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% im Bereich von Wänden, Decken und Böden können Schimmelpilze sehr gut wachsen.
- Voraussetzung für das Wachstum von Schimmelpilzen ist Feuchtigkeit und ein geeigneter Nährboden. Geeignete Nährböden sind organische Baustoffe oder Einrichtungsgegenstände wie Fensterfugen, Holz, Holzwerkstoffe, Papier, Tapeten, Karton, Gipskartonplatten, Öle, Farben, Leder usw. In Innenräumen finden Schimmelpilze in der Regel immer genügend Nährböden, diese müssen nur feucht genug sein. Ein Spiegel oder eine Fensterscheibe sind keine idealen Nährböden für Schimmelpilze, Fensterfugen hingegen schon. Deshalb bilden sich vor allem in Bädern mit zu hoher Luftfeuchtigkeit zuerst Schimmelpilze an den Fensterfugen.
- Ein klassisches Beispiel für den Winter: Im Badezimmer haben wir eine Temperatur von 21 Grad und eine relative Luftfeuchtigkeit von 60%. Im Winter, beträgt die Oberflächentemperatur über dem Fenster nur 16 Grad, also 5 Grad weniger als in der Mitte des Raumes. In diesem Beispiel liegt die relative Luftfeuchtigkeit, an der kühlen Aussenwand im Fensterbereich, bereits über 80%, also ideal für Schimmelpilzwachstum.
- Ein klassisches Beispiel für den Sommer: Die Aussentemperatur beträgt 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit 42%. In der Waschküche im Untergeschoss ist das Fenster ständig gekippt, dadurch kühlen die Wände im Fensterbereich nachts auf 18 Grad ab. Die warme Aussenluft, die viel Feuchtigkeit gespeichert hat, kühlt sich im kühlen Untergeschoss ab und kann nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen. Im kühleren Fensterbereich steigt daher die relative Luftfeuchtigkeit bereits auf über 80%, es herrschen ideale Bedingungen für Schimmelpilzwachstum. Wird dann noch feuchte Wäsche aufgehängt, wird die Luft noch feuchter und es kann zu einem grösseren Schimmelpilzbefall kommen.
- Warum ein CO2-Messgerät und nicht einfach ein Hygrometer verwenden? Ein gutes CO2-Messgerät reagiert sehr schnell auf Luftveränderungen, so dass man immer weiss wann die Luft ausgetauscht und ein Maximum an Feuchtigkeit abgelüftet ist und man die Fenster wieder schliessen kann. So kann zu jeder Jahreszeit optimal lange oder kurz gelüftet werden. Diese Methode ist wesentlich effizienter als das Lüften nach Gefühl oder einer allgemeinen Empfehlung für die Raumluftfeuchtigkeit, da diese immer von der Aussen- und Innenlufttemperatur abhängig ist.
- Nach dem Kochen, Duschen und Bügeln sollte immer gelüftet werden, bis das CO2-Messgerät einen Wert von 400-500ppm anzeigt. Diese Feuchtigkeit muss abgeführt werden, sonst schlägt sich der Wasserdampf wie in den Beispielen beschrieben, als Kondensat nieder.
- In älteren Häusern und Wohnungen mit kalten Wänden und Decken ist effizientes Lüften, besonders im Winter sehr wichtig. Lüften nach Gefühl oder nach einer allgemeinen Empfehlung reicht oft nicht aus, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ein CO2-Messgerät ist ein sehr preiswertes und sinnvolles Hilfsmittel, damit ausreichend oft und nicht zu lange gelüftet wird.
- In Neubauten muss häufiger gelüftet werden, erst nach drei Wintern ist das Haus völlig trocken. Überprüfen Sie regelmässig die Luftfeuchtigkeit, diese sollte maximal bei 60% liegen.
- Auch in neueren Bauten ist regelmässiges Lüften wichtig, sofern keine automatische Lüftungsanlage installiert ist, da die Gebäudehülle meist sehr dicht ist und ein natürlicher Luftaustausch kaum stattfindet. Das bedeutet, dass die produzierte Feuchtigkeit abgelüftet werden muss, da sich sonst Kondenswasser und in der Folge Schimmel bilden kann.
- Wenn Sie neue Fenster eingebaut haben, müssen Sie auch häufiger lüften, da der CO2-Gehalt und damit auch die Luftfeuchtigkeit schneller ansteigt als vorher. Trotzdem sparen Sie im Vergleich zu früher viel Heizenergie.
- Kondenswasser an der Innenseite der Fensterscheiben ist ein deutliches Zeichen für zu hohe Raumluftfeuchte. Bitte lüften Sie häufiger quer oder stossweise.
- Geben Sie dem Schimmel keine Chance, indem Sie tagsüber konsequent bei einem CO2-Wert von 1000ppm lüften. In der kalten Jahreszeit die Fenster bei einem CO2-Wert von 500ppm schliessen. An wärmeren Tagen kann länger gelüftet werden.
- Eine Ausnahme bilden heisse und feuchte Sommertage. An solchen Tagen ist die Gefahr der Schimmelbildung in sehr kühlen Räumen, wie z.B. der Waschküche im Keller, am grössten. Denn die warme Aussenluft kann sehr viel Feuchtigkeit speichern, die in kühlen Räumen kondensiert und Schimmel bilden kann. Lüften Sie das Untergeschoss an heissen Sommertagen möglichst nur morgens oder am späten Abend, wenn die Aussenluft kühl ist. Fällt tagsüber regelmässig Feuchtigkeit an, zum Beispiel durch das Wäsche waschen, kann die Luftfeuchtigkeit mit einem Luftentfeuchter reduziert werden. Sie können auf einfache Weise testen, ob die Luft für das Lüften im kühlen Keller geeignet ist. Stellen Sie eine Getränkeflasche, die Sie im Keller gelagert haben, nach draussen. Wenn sich nun Wassertropfen an der Flasche bilden, ist die Aussenluft feuchter als die Luft im kühlen Keller und nicht zum Lüften geeignet.
- Luftentfeuchter immer erst nach der Schimmelbeseitigung in Betrieb nehmen, da Schimmelsporen in trockener Luft besser fliegen können. Dadurch steigt die Konzentration der Schimmelpilzsporen in der Raumluft, die eingeatmet, stark an. Im Shop finden Sie Produkte, die nicht nur Schimmel wirksam beseitigen, sondern auch für die Gesundheit der Bewohner unbedenklich sind.