Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/88674

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Republik Armenien ist in der Schweiz mit einem Diplomaten im Rang eines Botschafters vertreten - dies gilt natürlich unabhängig davon, dass dieser Posten zurzeit vakant ist.</p><p>Sollte die Schweiz aus Gründen der Symmetrie und der Gleichbehandlung nicht in Eriwan ebenfalls eine Botschaft im eigentlichen Sinne dieses Wortes eröffnen und dort eine Vertreterin oder einen Vertreter im Botschafterrang akkreditieren? Es geht hier doch um den Respekt gegenüber einem Land, das sich in voller Entwicklung befindet, und um die Gleichbehandlung aller Staaten der Kaukasusregion.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für die Schweiz ist der südliche Kaukasus, der zwischen Europa und Asien, zwischen der Russischen Föderation und Iran am Schnittpunkt bedeutender Energieachsen liegt, eine Region von grossem Interesse. Die Schweiz schätzt den regelmässigen Austausch mit den südkaukasischen Ländern, die nicht nur in institutioneller Hinsicht, sondern auch aufgrund gemeinsamer Werte zu Europa gehören. Sie sind auf Reformkurs, sind dem Europarat beigetreten und engagieren sich als aktive Mitglieder in zahlreichen multilateralen Organisationen.</p><p>Im Südkaukasus ist die Schweiz durch eine Botschaft in Tiflis (Georgien) und eine in Baku (Aserbaidschan) vertreten. Die Deza unterhält ihrerseits in Tiflis ein Regionalbüro mit Aussenstellen in Baku und Eriwan.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, namentlich unter Berücksichtigung der in der Interpellation dargelegten Gründe, dass eine Verstärkung der Schweizer Präsenz in der armenischen Hauptstadt wünschenswert ist. Es ist geplant, demnächst ein Botschaftsbüro in Eriwan zu eröffnen; Vorbereitungen dazu sind bereits im Gang. Der Chef des Botschaftsbüros sollte seine Funktion in Armenien im Laufe des Sommers 2009 aufnehmen.  </p><p>Der Bundesrat ist überzeugt, dass die Öffnung eines Botschaftsbüros zur Stärkung der guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Armenien beitragen wird. Für die Weiterentwicklung der diplomatischen Beziehungen wird der Bundesrat alle Interessen berücksichtigen, einschliesslich der Investitionen in Infrastruktur und menschliche Ressourcen, die mit einem solchen Entscheid zusammenhängen.</p>  Antwort des Bundesrates.