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In Rahmen meines Zwischenjahres verbrachte ich die Monate Januar bis März in Costa Rica. In dieser Zeit war ich vier Wochen an der Sprachschule in Sámara, arbeitete zwei Wochen in einem Volunteer Projekt und erkundete in den letzten fünf Wochen den Rest des Landes.
Anfängliche Sorgen sofort verflogen
Bevor ich mein Volontariat im Cabo Blanco Absoluta Reservat antrat, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet: Werde ich die einzige Freiwillige sein? Wo werde ich schlafen? Was werde ich dort essen?
Als ich dann nach langer Reise im Naturreservat ankam, waren die meisten Sorgen, die ich hatte, verflogen. Ich wurde herzlich von einer Rangerin in Empfang genommen. Das Rangerhaus mit Küche und WiFi, und das Volunteerhaus waren einfache, offene Holzgebäude. Sie waren jedoch völlig ausreichend. Als ich dann am Abend die erste andere Freiwillige, eine gleichaltrige, sympathische Engländerin, kennenlernte und sie mir alles über das Projekt erzählen konnte, war ich sehr erleichtert und froh über meine Projektwahl!
Allgemeines über das Volunteer Projekt:
- Schlafen: Wie schon erwähnt, schliefen wir im Volunteerhaus. Es war einfach gestrickt, hatte aber alles, was man braucht: Toiletten, Duschen, Wäscheleine, Handwaschplatz, mehrere Schlafräume mit 4-6 Betten und Hängematten. Das Beste am Volunteerhaus war die Aussicht und die Lage – es war direkt am Meer! Jeden Morgen konnte man den Sonnenaufgang geniessen und sich nach der Arbeit im Meer erfrischen. Zum Schlafen war es auch ohne Ventilator oder Klimaanlage sehr angenehm, da das Gebäude offen und gut durchlüftet war. Morgens wurde es dann jeweils ein bisschen frischer. Bettlaken und Kissen wurden einem zur Verfügung gestellt.
- Tiere und Natur: Das Cabo Blanco Reservat ist wunderschön und hat drei Trails. Obwohl es der älteste Nationalpark Costa Ricas ist, ist es nicht mit Touristen überschwemmt wie andere Parks, da es eher schwierig zu erreichen ist. Zu den speziellen Tieren, die man hier sehen kann, gehören unter anderem Pizotes und Guatuzas. Aber natürlich auch viele Vögel, andere Säugetiere und Insekten. Spinnen oder Kakerlaken kann man auch mal im Schlafraum antreffen. 😉
- Arbeit: Das Tolle an diesem Projekt war für mich, dass unsere Arbeit zum grössten Teil der Natur und nicht den Touristen zugute kommt. Zu unseren Aufgaben gehörten Strand Clean-Ups, die Parkbewirtschaftung, die Untersuchung von vom Aussterben bedrohten Muscheltieren (Cambutes), die Renovation eines Laboratoriums, und vieles mehr. Die Arbeiten waren sehr abwechslungsreich, aber auch anstrengend.
- Essen: Beim Essen wurde ich sehr positiv überrascht. Da eigentlich alle Rangers und Volunteers im Park leben, gibt es eine Köchin im Reservat. Ihr Essen war sehr lecker und man wurde immer satt. Es gab immer typisch einheimisches Essen: Zum Frühstück Gallo Pinto (Reis und Bohnen) und Früchte, und zum Mittag- und Abendessen meistens Casado (Salat, Reis und Bohnen mit Variationen). Am Nachmittag nach dem Arbeiten gab es sogar meistens immer noch ein «z‘Vieri».
- Mitarbeiter: Das Team besteht aus einem «Boss», ca. 9 Guardaparques (Rangers, Administratoren), zwei Köchinnen und einer Freiwilligen. Unsere Betreuerin war sehr herzlich, fürsorglich und man konnte sich immer bei ihr melden, wenn etwas nicht gut war. Sie war eine 21-jährige Studentin und hat auch ausserhalb der Arbeitszeit tolle Sachen mit uns unternommen. Die Zahl der Volunteers veränderte sich ständig. In meinen ersten Tagen waren wir zu dritt und danach kamen immer mehr dazu. Einmal waren wir sogar etwa acht. Allgemein habe ich gesehen, dass Volunteering in Costa Rica sehr populär ist und es sogar viele gibt, welche für einige Monate in verschiedenen Projekten arbeiten.