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Grossbritannien: zusätzliche Mittel für nukleare Innovationen
Das mit GBP 500 Mio. (CHF 755 Mio.) unterstützte nukleare Forschungs- und Entwicklungsprogramm werde Grossbritanniens Nuklearfachwissen wiederbeleben und das Land als einen weltweit führenden Anbieter innovativer Nukleartechnologien positionieren, erklärte die britische Regierung. Schatzkanzler George Osborne sagte anlässlich seiner Rede zur Wirtschaftslage, die Investitionen würden die Energieversorgungssicherheit des Landes stärken, die Kosten der Dekarbonisierung verringern und das wissenschaftliche und industrielle Potenzial des Landes steigern.
Die Regierung wird zudem über GBP 11 Mrd. (CHF 16,6 Mrd.) der Nuclear Decommissioning Authority (NDA) zur Verfügung stellen, damit diese ihre Arbeiten zur Stilllegung kerntechnischer Anlagen fortführen könne. Dazu gehöre insbesondere der Rückbau des Magnox Swarf Storage Silo (MSSS) auf dem Gelände des Nuklearkomplexes von Sellafield. Das MSSS sei eine der am stärksten belasteten Einrichtungen Grossbritanniens.
Zwischen 2016–17 und 2019–20 werde die Regierung bei der NDA über GBP 1 Mrd. (CHF 1,5 Mrd.) einsparen. Das erreiche sie durch bessere Wertkontrakte, verbesserte Auftragsvergabe, das Verschieben nicht sicherheitsrelevanter Projekte und den Verzicht auf das nicht mehr benötigten Projekt Silo Direct Encapsulation Plant (SDP).
Die Nuclear Industry Association (NIA) begrüsste das Engagement der Regierung für den Nuklearsektor und die zusätzlichen Mittel zur nuklearen Forschung und Entwicklung einschliesslich der Entwicklung von SMR. Sie bedauerte indes, dass keine Finanzierung für die Entwicklung einer Wiederverwendungsoption der britischen Plutonium-Vorräte bestehe. Die Regierung müsse jetzt handeln und einen verbindlichen Plan für den Umgang mit dieser wertvollen Ressource erstellen, so die NIA.