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«That’ll glue, pig … that’ll glue» – (das wird klebrig, Schweinchen, das wird klebrig) – der Schauspieler James Cromwell hat für eine Protest-Aktion die letzten Zeilen des Films «Ein Schweinchen namens Babe» («That'll do pig, that'll do») ein bisschen abgeändert.
Um gegen den Aufpreis für pflanzliche Milch bei Starbucks zu protestieren, klebt der 83-Jährige mitten in Manhattan am Dienstag seine Hand auf die Theke. Mit einem «Free the Animals»-T-Shirt liest er von einem Zettel: «Wann hören Sie auf, riesige Gewinne zu generieren, während Kunden, Tiere und Umwelt leiden?». Er fordert den Konzern auf, die Aufschläge für pflanzliche Milchalternativen abzuschaffen. «Es gibt keinen Grund dafür, ausser Gier», so Cromwell.
Während er rezitiert, arbeiten die Baristas weiter, als ob kein Oscar gekrönter Schauspieler an der Theke kleben würde.
Es sei grossartig, dass Starbucks so viele vegane Optionen anbiete. Doch um die Tiere zu schützen, die Umwelt zu schonen und die eigene Gesundheit zu verbessern, sollte der Konzern keine Gebühren erheben. Man solle umweltbewusste Kunden nicht bestrafen, sondern unterstützen. Der Kaffeeriese verlangt rund 60 Rappen Aufpreis für Milchalternativen wie Soja-, Kokos-, Mandel- oder Hafermilch.
Die Protestaktion fand in Zusammenarbeit mit PETA statt, welche die Aktion live auf Twitter streamte. Die gemeinnützige Organisation fordert den Konzern schon länger auf, den Aufpreis für vegane Milchalternativen abzuschaffen – auch in Europa. Nach dreissig Minuten Protest erschien die Polizei und Cromwell musste seine Hand von der Theke kratzen. Eine Festnahme habe es nicht gegeben.
Cromwell engagiert sich seit den 70er Jahren für Tierrechte. Nachdem er in Texas einen Viehhof besucht hatte, ass er danach kein Fleisch mehr. Seit er 1995 im Film «Ein Schweinchen namens Babe» mitwirkte, lebe er vegan. Diese Entscheidung habe er getroffen, als er mit vielen Tieren und Tiertrainern zusammen gearbeitet habe, wie er Take Part 2011 erzählte.
Die klebrige Warnung war nicht die erste Protestaktion Cromwells: 2017 wurde er wegen Hausfriedensbruch angeklagt, weil er eine Orca-Show in einem Vergnügungspark in San Diego unterbrach. 2015 protestierte er gegen den Bau eines Gaskraftwerks im US-Bundesaas New York. Er lehnte seine Geldstrafe ab und verbrachte deswegen drei Tage im Gefängnis. 2011 wurde er das erste Mal verhaftet, als er gegen eine Fast-Food-Kette demonstrierte, welche die Tierschutzrichtlinien nicht eingehalten habe.
Mit seinem Anliegen zur Abschaffung der Gebühren für vegane Milchalternativen steht er nicht alleine da. Auch Paul McCartney schrieb kürzlich einen Brief an den CEO von Starbucks: «Ich hoffe aufrichtig, dass Sie für die Zukunft des Planeten und des Tierschutzes in der Lage sind, diese Richtlinie umzusetzen». (cst)
Auf der Weltklimakonferenz in Dubai sind nach einer Datenanalyse von Aktivisten mindestens 2456 Lobbyisten für Kohle, Öl und Gas ganz offiziell akkreditiert – vier Mal mehr als auf dem Treffen in Ägypten im vergangenen Jahr. Die Auswertung wurde am Dienstag von der Koalition «Kick Big Polluters Out» veröffentlicht, die unter anderem von Global Witness, Transparency International, Greenpeace und dem Climate Action Network getragen wird. Ausgewertet wurden öffentlich zugängliche Daten des UN-Klimasekretariats UNFCC.