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(La), deutsch
Susten (Kt. Wallis,
Bez. und Gem. Leuk).
634 m.
Weiler bei der Station
Leuk. Telephon. 10
Häuser, 120 kathol. Ew.
Kirchgemeinde
Leuk. Vor dem Bau der Simplonbahn standen hier einzig ein Gasthof für die Fuhrleute und
eine
Sust für die Waren, die sich als umso notwendiger erwiesen, als der Weg nach
Leuk hinauf steil und noch lang war. Der
Weiler liegt am linken Rhoneufer an der Stelle, wo der vom Schuttkegel des
Illgrabens bis zu den
Felsen
von
Leuk hinübergedrängte Thalfluss sich tief eingeschnitten hat. Zwei Hochbrücken, eine für die Eisenbahn und die andere
für die Strasse von der Station
Leuk-Susten nach
Leuk und
Leukerbad. Zwei Gasthöfe.
(Kt. Tessin.
Bez. Lugano).
1300-275 m. Zufluss desLuganersees; entspringt im kleinen
Val Camoscia am
NW.-Hang
des
Monte Generoso, fliesst nach SW., bespült das reizende Dorf
Rovio und stürzt sich unterhalb desselben mit einem prachtvollen, 80 m
hohen Fall in die durch sein eigenes Delta aufgeschüttete
Ebene hinunter. 3,8 km lang.
Eine Kalk- und Zementfabrik.
Säge und Holzhandel. Haushaltungsschule für Mädchen, von Oblatenschwestern geleitet. Das Dorf
Soyhières liegt nicht bloss längs der
Birs und der Strasse
Delsberg-Basel, sondern zieht sich nordwärts noch in ein romantisches
Thälchen hinein, dem im untern Abschnitt die Strasse Soyhières-Movelier-Roggenburg folgt. Der das Thälchen entwässernde
und das Dorf in zwei Abschnitte teilende Bach bildete einst die Gemeindegrenze zwischen
Delsberg und Soyhières,
so dass also ein Teil des Dorfes Soyhières zur Gemeinde
Delsberg gehörte.
Dies traf namentlich für Kirche, Pfarrhaus und Schulhaus zu, was zu endlosen Reibereien und Streitigkeiten Anlass gab, bis
die Kantonsregierung diesem unhaltbaren Zustand im Jahr 1867 dadurch ein Ende machte, dass sie die Gemeindegrenze
um etwa 100 m weiter westwärts verlegte. Soyhières ist das letzte birsabwärts gelegene Dorf des französischen Sprachgebietes.
Die dem Märtyrer
St. Stephan geweihte Pfarrkirche ist 1714 neu aufgerichtet und 1721 geweiht worden; sie enthält das
Grab
des Pater Blanchard, zu dem viel gewallfahrtet wird.
Oberhalb des Dorfes steht eine reizende
Kapelle, die das Chor der ehemaligen ersten Pfarrkirche darstellt. Zur Pfarrei gehören
noch die beiden
WeilerRiedes Dessus (mit einer St. Josefskapelle) undRiedes Dessous. Auf dem Felskamm 600 m ssö. vom Dorf
Soyhières sieht man die Ruine der Burg der ehemaligen
Grafen von Sogern, die seit dem 11. Jahrhundert
im Besitz des Sornegaues und Kastvögte der Abtei
Moutier-Grandval waren. Im 13. Jahrhundert ging der Sornegau mit der Burg
Sogern durch Erbschaft an die
Grafen von Pfirt (Ferrette) über, die diesen Besitz am an den Fürstbischof von
Basel
verkauften, um ihn sofort von letzterm wieder zu
Lehen zu erhalten.
Mit dem Tod Ulrichs II., des letzten
Grafen von Pfirt, fiel das
Lehen Sogern (Soyhières) 1324 wieder an den
Bischof zurück.
Johann von Châlons, der Verwalter des Bistums, gab darauf Soyhières 1325 dem Prior Johannes des St. Albanklosters
zu Basel.
Dieser verzichtete aber auf das
Lehen zu gunsten seines Bruders
Richard, genannt
Stocker, Burgherrn zu
Delsberg, der 1337
Schloss
und Dorf Soyhières um 1000 Goldgulden dem
Bischof abkaufte, unter der Bedingung, dass diesem letztern der Zugang in Kriegszeiten
stets gewahrt bleibe. Die durch das grosse Erdbeben von 1356 umgeworfene Burg wurde von
RichardStocker
wieder aufgebaut und neuerdings bewohnt, worauf sie der Reihe nach an den Ritter
JeanUlrich de
Delle, den
Grafen Diebold VI.
von
Neuchâtel (in Burgund; 1388) und in den gemeinsamen Besitz von Henri de
Boncourt und Petermann von
Tavannes (1402)
¶
mehr
überging. Im Schwabenkrieg von 1499 wurde die Feste von einem österreichischen Streifkorps genommen und verbrannt, um nun
nicht wieder aufgebaut zu werden. Christoph von Blarer, Fürstbischof von Basel,
kaufte Soyhières mit allen seinen Rechten 1576 wieder
zurück, worauf die Herrschaft nun bis 1793 dem Fürstbistum verblieb. Die während der Revolutionszeit
als Staatsgut erklärte und verkaufte Burgruine kam um die Mitte des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Ingenieurs Quiquerez,
der sie einigermassen restaurierte und in ihr ein kleines Museum lokaler Altertümer anlegte, das heute nicht mehr existiert,
indem seine bemerkenswertesten Stücke an verschiedene schweizerische Museen verkauft worden sind. 1102: Sougere;