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Matsuura Kozo repräsentiert wichtige Werte wie Loyalität, Freundschaft, Ehre, Wahrhaftigkeit und Bescheidenheit. Wir von der "Swiss Syoukenkai Goju Ryu Karate Do Union" sind stolz darauf, dass Matsuura Kozo unser Lehrer ist.
Er ist Präsident der East Japanese jitsugyoudan Goju Ryu Karate Do Renmei sowie Chef- Instruktor und Leiter der Schiedsrichter dieser grossen Organisation. Als Vize-Präsident der All Japan Jitsugyoudan Goju Ryu Karate Do Renmei hat er den Grad eines 6. Dan, sowie den 8. Dan des Nihon Goju Ryu Goju Ryu Karate Do Renmei. In der All Nippon Goju Ryu Karate Do Renmei ist Matsuura Shihan ein Hanshi. Ein weiteres wichtiges Amt ist Matsuura Shihan's Funktion als höchster Shidoin in der offiziellen Goju Ryu Karate Do Sektion der Japanese Sport Association.
Matsuura Kozo wurde 1941 geboren. Im Jahr 1959 trat er der Chuo Ku Tokyo Goju Ryu Karate Do Kakai bei.
1961 folgte der Beitritt als Student in das Nihon Goju Ryu Karate Do Dojo Sokuwakai
von Ohtsuka Sensei. Dort erreichte er den Titel Shidoin im
Jahr 1964. Im selben Jahr eröffnete er die IHI Tanashi Dojo Goju Ryu Karate Do
Aikokai.
Zusammen mit Tanaka Ryouichi gründete Matsuura Shihan die Empokan und rief Tanashi - Shi Goju Ryu Karate Do Renmei ins Leben. 1969 war das Jahr, in dem unsereLehrer sein Goju Ryu Karate Do Renmei "Syoukenkai" gründete. Matsuura Kozo Shihan besucht Okinawa im Jahr 1972 unter dem Goju Kensha der Ohtsuka Tadahiko, um Goju Ryu Karate Do weiter zu trainieren. Im Jahr 1973 erhielt er von seinem Lehrer Ohtsuka Tadahiko das "Bubishi". Dies bedeutete, dass Matsuura Shihan so weit in Goju Ryu Karate Do fortgeschritten war, dass Ohtsuka Sensei ihm nichts weiter beibringen konnte. Im gleichen Jahr wurde IHI Goju Ryu Karate Do Bu offiziell ein Mitglied der All Japan Goju Ryu Karate Do Organisation.
Matsuura Shihan ist überzeugt, dass dank Goju Ryu Karate Do gute zwischenmenschliche Beziehungen hergestellt werden können. Im Dojo trifft man Menschen guten Charakters sowie Leute, die eher schwierig sind. Man sollte nie vergessen, dass jede Person die man trifft, wie ein Spiegel sein kann, in dem wir uns wiedererkennen. Egal was der Mensch erstrebt (Ich will ein Sensei werden, ich will Präsident werden, ich möchte 5. Dan sein, etc.), er kann nie sein Ziel erreichen, wenn es keine anderen Menschen gibt, die ihn unterstützen und ihm helfen. Alles ist mit allem verbunden, und jeder ist mit jedem verbunden. Der Sensei und die Sempai müssen in einem Dojo sorgfältig auf die Studenten eingehen und die Schüler sollten den Menschen zuhören, die mehr Wissen. Dies gilt insbesondere für die schwächeren Schüler.
Matsuura Kozo reiste im Jahre 1974 in die Schweiz, wo er zusammen mit seinem Schüler Adrian Peter Menz, Willy Elsener und Alexander Z'graggen die Swiss Goju Ryu Karate Do Renmei initiierte. Während den ersten paar Male, in denen Matsuura Shihan die Schweiz besuchte, war er Gast im Haus von P. Menz. Viele weitere Besuche in die Schweiz folgten und im Gegenzug besuchten viele Schweizer Goju Ryu Karateka Tokyo, um weiter unter Matsuura Shihan zu trainieren.
1996 wurde die Nihon Goju Ryu Karate Do Syoukenkai Hagoromono gegründet. Als Miführer der Japan-Taiwan Friendship Association wurde Matsuura Shihan eingeladen, Taiwan zu besuchen.
Im Jahr 2009 schickte die Schweizer Botschaft in Tokio unserem Lehrer einen Brief der Wertschätzung, dankte ihm für alles was er für die Förderung von Goju Ryu Karate Do in der Schweiz tat. Im selben Jahr wurde Matsuura Kozo zum Präsidenten des Goju Ryu Karate Do Do Renmei ernannt und übergibt im selben Jahr seinen persönlichen Brand „Syoukenkai“ an Shihan Hakki Güldür. Somit wird im Dezember 2009 neu das Swiss Syoukenkai Goju-Ryu Karate Do in Zürich Schwamendingen gegründet. Das Dojo Ken Shi Kai Schwamendingen bekommt die Ehre dessen Honbu Dojo zu sein.
Die Bedeutung des Do
Karate-Do (jap. Do; dt. Weg) wäre ohne die Entwicklung der
eigenen Persönlichkeit nutzlos.
Jeder Schüler der Kampfkünste bemüht sich um eine möglichst gute Technik. Doch Technik alleine genügt nicht, um ein guter Schüler zu werden. Es braucht dazu, genauso wie körperliches Training, geistige Schulung in Bezug auf Moral und Ethik.
Geistige Schulung meint Kultivierung des Charakters und Förderung der geistigen Stärke. Sie bringen uns in unserer Entwicklung weiter. Dies hat über die Kampfkünste hinaus universelle Bedeutung.
In den Kampfkünsten setzen wir uns mit Kämpfen oder Konflikten zwischen zwei Menschen auseinander. Durch hartes Training können wir eine Harmonie in den zwischenmenschlichen Beziehungen erreichen und somit unseren Geist zur Ruhe kommen lassen. In dieser Entwicklung liegt die Bedeutung des DO.
Gute Lehrer mit einer überlegenen Technik und einem integren Charakter sind unerlässlich. Sie motivieren und führen die Schüler, damit diese die Bedeutung von DO verstehen können.
Kozo Matsuura
Die Bedeutung von REI
Vor Partnerübungen soll immer eine gegenseitige Verbeugen (jap. REI) ausgeführt werden. REI soll mit einem dem Gegenüber von Respekt erfüllten Herzen ausgeführt werden. Bescheidenheit und einander Respekt zollende Körperkommunikationsform ist das sich Verbeugen, das REI.
Frieden und Harmonie (jap. WA) gedeihen nur im Zusammenleben mit Mitmenschen und können nicht alleine auf sich selbst gestellt erzeugt werden. Dies zu tun ist jedermann möglich. Würde man das Verbeugen (REI) mit seiner Bedeutung aus dem Budo entfernen, so würde das Budo zu einem Lehrfeld rücksichtsloser Gewaltanwendung verkommen. Im Budo gilt seit langer Zeit der Grundsatz: «Mit einer Verbeugung beginnt man, mit einer Verbeugung hört man auf.» Auch für uns Karatekas gilt: ohne Verbeugung geht es nicht.
Die Lehre des Karatedo ist, auf der Suche nach Wahrheit einen schwierigen Weg zu gehen, und auf diesem Weg kommt man nicht voran, ohne die Bedeutung von REI zu verstehen. REI wird aus der Bescheidenheit des Herzens geboren, und wenn man auf seinem Karateweg nicht bescheiden bleibt, gelangt man auch nicht zur Wahrheit. Ist man prahlerisch und überheblich, so wird man seine eigenen Fehler weder sehen noch finden und so auch weder darüber nachdenken können, noch sie zu korrigieren vermögen. Mit einem Herzen voll von Respekt und Bescheidenheit ist ein gemeinsamer Fortschritt sicher.
Ein weiterer Punkt der Karatelehre ist die Tatsache, dass ein einzelner Fortschritt nicht möglich ist; man wird vom Lehrer und von Fortgeschrittenen unterrichtet, trainiert mit Kollegen und hilft seinerseits weniger Fortgeschrittenen. Dies ist das Fundament von Karatedo. Deshalb ist es sehr schwierig, alleine grosse Fortschritte zu machen. Wenn die Gesamtgruppe grosse Fortschritte macht, wird man auch selber zu solchen kommen. Um diese Fortschritte zu erreichen, sind Harmonie und Frieden notwendig (jap. WA). In dieser Harmonie ist grosse Kraft enthalten. Natürlich muss auch das entsprechende Umfeld und die Einrichtung für den Unterricht vorhanden sein, wichtiger aber ist die zwischenmenschliche Harmonie (WA) in der Trainingsgruppe. Und das Instrument zur Herstellung dieser zwischenmenschlichen Harmonie ist das gegenseitige Verbeugen (REI).
Kozo Matsuura (Übersetzung: Sandro Malär, Silvan Fässler, Dany Péray)
Kata ist der Kern des Karates
Die Gesamtheit der Techniken ist in den Katas enthalten und überliefert. Man führt in der Kata aneinandergereihte Kampfbewegungen aus, indem man in Gedanken einen Gegner vor Augen hat.
Seit alter Zeit gilt die Regel: wer zuerst angreift, gewinnt. In der Kata aber beginnt man immer mit einer Abwehrbewegung. Dies betont das Element der Selbstverteidigung und den Grundsatz des "Nicht zuerst Angreifens" (jap.: Karate Ni Sente Nashi) im Karate.
Die Gefahr, dass vor allem Anfänger die Karatetechniken anwenden wollen, kann mit der Betonung der Wichtigkeit von Abwehrtechniken und dem Verteidigungsgedanken kontrolliert und unterbunden werden. Da es jedoch in der eigentlichen fundamentalen Bedeutung der Techniken um Leben und Tod geht, ist ein reines Verteidigen nicht effektiv und zu naiv. Natürlich ist der Sieg für den Kämpfer am aussichtsreichsten, der zuerst angreift. Die Karatetechniken in der Kata zeigen uns jedoch auch Möglichkeiten auf, mit einer nachfolgenden Abwehrtechnik zu siegen.
Das Hauptelement der Kontertechniken ist immer der Angriff auf die ungedeckten Schwachstellen des Gegners. Das wichtigste Element der Kata ist deshalb, verschiedenste Möglichkeiten aufzuzeigen, die Angriffsbewegung eines Gegners zu neutralisieren, abzulenken und sich selber in Vorteil zu bringen.
Kozo Matsuura (Übersetzung: Beda Fässler)