Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03553.jsonl.gz/306

Entscheidend ist, dass Kinder auch eine emotionale Beziehung zur Sprache aufbauen. Wer mit dem Kind kommuniziert, sollte die jeweilige Sprache daher vorzugsweise sicher beherrschen (Muttersprache). Es macht keinen Sinn dem Kind eine Sprache beibringen zu wollen, ohne diese selber akzentfrei sprechen zu können. Lernt ein Kleinkind eine Sprache fehlerhaft, ist es später schwerer, die Fehler zu beheben.
Wichtig sind für das Kind feste Bezugspersonen für die verschiedenen Sprachen. Eltern sollen sich mit ihrem Kind immer in ihrer Muttersprache unterhalten. Mit anderen Worten: eine Person – eine Sprache. Für Gespräche untereinander entscheiden sich die Eltern vorzugsweise für eine Familiensprache. Ein Kind darf Fehler machen und die Sprachen vermischen. Fehler gehören zum Lernen und treten umso seltener auf, je länger das Kind die Sprachen lernt.
Ein mehrsprachig erzogenes Kind entwickelt ein feineres Sprachgefühl. So fällt es später leichter, noch eine weitere Sprache zu lernen. Theoretisch kann es also nur von Vorteil sein, wenn das Kind von klein auf mehrere Sprachen beherrscht.