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Jette Pferd meldete sich wiederum zu Wort: „Kaum sind die Herren beisammen, gibt es Streit.“
„Kein Streit, technische Diskussion.“
„Technische Diskussion? Wie denn? Bisher habe ich nur Spott gehört.“
Kabar Extas doppelte nach: „Spott über Platten. Solches stoppt natürlich jede vernünftige Diskussion über Schach.“
„Die Vernunft ist das Feld der Wissenschaft“, meinte Wilhelm Schnepfensskorn.
„Die Vernunft ist der Baustein der Kunst“, sagte Jette Pferd.
„Ja, Kunst, es ist sehr vernünftig, dass man auf den Platten eines Schachbretts nicht herum schlagen kann wie auf den Tasten eines Klaviers.“
„Was haben Tasten eines Klavier nun wieder mit Schach zu tun?“, erkundigte sich Kabar Extas.
„Das Gemeinsame liegt auf der Hand. Auf den Tasten und auf dem Brett sind die Farben ausschlaggebend mit dem Unterschied zwischen beiden, dass man auf dem einen nicht herum hauen soll, während dies auf dem anderen durchaus immer wieder geschieht, dies zur Erlabung der Gehörknochen.“
„Sie verfügen über eine wenig gewählte Ausdrucksweise.“
„Gewählt oder ungewählt, es bleibt sich das Gleiche, was mit den Tasten ist. Das Hauen bezieht sich natürlich nicht auf das Klavier, sondern auf das Feld, das uns zunächst liegt. Wie sie die Figuren auf das Feld schlagen! Das würde kein Klavier aushalten, wenn die Spieler mit den Tasten solcherart umgehen würden. Würden die Kerle hier sanfter mit den Figuren umgehen, dann wäre ich fast versucht, einen anderen Vergleich zwischen Schach und Klavierspiel zu ziehen.“
„Na“, so Kabar Extas, „da können wir zwei wohl gespannt darauf sein, was du Paralleles ziehen wirst.“
Wilhelm Schnepfensskorn lehnte sich leicht zurück. Der Stuhl knackte leise, knickte aber nicht ein. Das Gestell unter der Dicken erwirkte lediglich ein paar Blicke von Passanten.
Nebenan spielte die Gemeinschaft frisch und fröhlich kommentierend Schach. Die Passage des unheimlichen Gastes schien vergessen. Diesem schenkte man keine Beachtung, auch wenn er unweit des Schachbretts auf unsicherem Stuhl als drohende Gestalt durchaus präsent blieb.