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Du erwachst aus dem Koma, erinnerst dich zunächst an nichts, erkennst dann langsam deine Frau, deine Kinder und dir wird gesagt “Du hast ein Kammerflimmern überlebt, die Chance dazu ist 1%”.
Und wenn du dann überlegst, dass der Vorfall ohne Schaden des Hirns vorbeiging, dann beginnst du über dein Leben nachzudenken. So bei mir geschehen. Und ich beschloss, nur noch zu tun, woran ich Freude habe.
Seit etlichen Jahren trage ich eine Geschichte mit mir rum. Die eines Gewerbeschullehrers, in Bern, der 6 Monate pro Jahr unterrichtete, in dieser Zeit spartanisch lebte und Geld sammelte. In den andern 6 Monaten ging er nach Afrika und baute mit dem Geld Schulen. Sowas, dachte ich, werde ich auch mal tun, wenn ich pensioniert bin.
Aber mein Herz sagte “Nein, das machst Du jetzt sofort, Du wartest nicht”.
Also begann ich zu überlegen. Dabei kamen immer wieder Erinnerungen auf von meinen Reisen in 53 Länder. Geschäftlich und privat. Mich interessierte immer das Schicksal der Bevölkerung. Nicht das der Geschäftspartner, sondern das der ganz “normalen” Bevölkerung. Ich sah Menschen in Armut, darunter solche, die etwas bewegen möchten, aber keine finanziellen Mittel haben, um aus der Armut zu entfliehen. Menschen, die ihre Ausbildung abbrechen mussten, weil sie kein Geld mehr hatten. Ich wuchs in armen Verhältnissen auf und konnte mit diesen Menschen mitfühlen.
Eines Tages sagte mein Herz “Hilf diesen Menschen aus der Armut, mach das, was Du kannst, ihnen helfen, ein kleines Unternehmen zu gründen. Hilf ihnen, sich aus der Armut zu befreien und den noch Ärmeren zu helfen, indem sie Arbeitsplätze schaffen”.
Also überlegte ich wie. Ich beschloss, keine Grossfirmen mehr zu beraten, sondern nur noch für Kleinstfirmen zu arbeiten. Es macht mir riesige Freude. Ich entschied mich, meine Arbeit auf 50% zu beschränken und die restliche Zeit für karitative Zwecke zu verwenden. Nur fandd ich zunächst keine gescheite Möglichkeit, die mich überzeugte und wo ich mein Wissen und meiner Erfahrung einbringen konnte. So entstand nach und nach meine “wyssion” oder das Projekt e-startUP, wie es offiziell heisst.
Ich wählte Asien. Ich lernte viel auf diesem Kontinent. Beispielsweise, dass mir Harmonie wichtiger wurde als Egoismus. Beispielsweise der eiserne Durchhaltewillen dieser Menschen, ihr ständiger Kampf gegen Naturkatastrophen, ohne jemals aufzugeben und stets weiter zu lächeln.
Der Entscheid fiel während meiner Reise im Jahre 2014 für die Philippinen. Aus verschiedenen Gründen. Aber das soll nur ein Anfang sein. Ich bin überzeugt, dass es viele Menschen gibt, für die so eine Tätigkeit in Frage kommen. Zumindest gibt es entsprechende Anfragen aus Kambodscha, Vietnam und Thailand. Ich möchte weitere Menschen überzeugen, dass diese Idee Sinn macht. Auch auf andern Kontinenten.
Nein, ich will mit diesem Projekt kein Geld verdienen. Ich arbeite gratis. Mein Lohn ist die Freude, etwas für diese Menschen zu tun.
Der Anfang ist gemacht. Bis zu dieser Stunde haben mich 64 Menschen untersützt. Sie ermöglichen es, den Menschen Mikrokredite zur Verfügung zu stellen, sie auszubilden und zu begleiten in eine bessere Zukunft. Es muss aber weiter gehen. Noch liegt ein langer Weg vor mir, ein sinnvolles Projekt zu starten.
Ich würde mich freuen, wenn Dein Herz sagt “Ich mache mit”.
Hier hast Du die Möglichkeit, auch mitzumachen: “A Better Future For Filipinos“. Jede noch so kleine Unterstützung zählt.
Danke.