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Studie: Wissenschaftler entdecken neues Warnzeichen für Demenz
09.06.2022 • 16:08
© Wochit
In Deutschland leiden laut "Ärzteblatt.de" rund 1,6 Millionen Menschen an Demenz. Nun wollen Wissenschaftler:innen herausgefunden haben, dass ausgerechnet das Gehtempo ein Frühwarnzeichen für die Erkrankung sein kann.
Bereits in der Vergangenheit konnten Verbindungen zwischen einer verlangsamten Gangart und kognitiven Einschränkungen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Den genaueren Zusammenhang mit Demenz stellten die Wissenschaftler:innen von der australischen Monash Universität in ihrer Studie, die sie im Fachjournal "Jama" veröffentlichten, nun vor.
Für die Studie wurden 17.000 Proband:innen über 65 Jahre lang untersucht
Dabei wurden 17.000 Proband:innen über 65 Jahre hinweg untersucht. Jedes Jahr mussten die Teilnehmer:innen drei Meter gehen sowie kognitive Tests ablegen, die Rückschlüsse auf ihre Gedächtnisleistung zuließen.
Ein verlangsamter Gang zusammen mit nachlassenden kognitiven Fähigkeiten sind ein Warnzeichen
Demnach ist Vorsicht geboten, wenn jemand jedes Jahr mindestens fünf Prozent langsamer geht als zuvor. Komme dies zusammen mit weiteren Anzeichen dafür, dass Informationen langsamer verarbeitet werden, bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Die Wissenschaftler:innen sprechen hierbei von "Dual Decliners", also Menschen mit einem doppelten Rückgang. Wer sich nur in einer der beiden Kategorien verschlechterte, hatte ein deutlich niedrigeres Risiko an Demenz zu erkranken.
Umgekehrt helfe laut einer klinischen Studie aus dem Jahr 2011 körperliche Betätigung dabei, den vorderen Hippocampus zu vergrößern und damit das Risiko für eine Demenzerkrankung zu senken.