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Alle Güter und Dienstleistungen, die wir heute produzieren, werden in einer kapitalistischen Wirtschaft hergestellt. Die erwirtschafteten Gewinne gehen also nicht an die Arbeiter*innen, die sie erarbeitet haben, sondern an die Unternehmen und deren Aktionär*innen. Diese versuchen, ihre Gewinne immer weiter zu steigern. Das auf Kosten von natürlichen Ressourcen, der Länder des «globalen Südens» sowie der 99% insgesamt. Dies führt zu einer enormen und wachsenden Ungleichheit. Es sind die 99%, die die negativen Folgen des Kapitalismus tragen müssen und die Leidtragenden von Wirtschaftskrisen, Klimakrise oder Inflation sind.
Doch wir wollen eine Wirtschaft, die auf den Bedürfnissen der Menschen und dem schonenden Umgang mit den planetaren Ressourcen basiert. Wir wollen eine Wirtschaft, in der alle Menschen die Freiheit haben, so zu arbeiten, wie sie es wollen und können. Wir wollen eine radikale Veränderung, denn wir wollen eine Wirtschaft, die ein schönes Leben für alle garantiert!
Wir fordern:
Eine angemessene Entlöhnung von Berufslehren und Praktika
Der Weg zu einer Festanstellung ist für diejenigen, die nicht das Privileg haben, auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern zählen zu können, steinig und prekär. Das muss sich ändern.
Wir wollen endlich eine angemessene Bezahlung für Lernende und Praktikant*innen und eine entsprechende Jobgarantie nach Abschluss ihrer Ausbildung. Es darf nicht sein, dass Lernende und Praktikant*innen faktisch reguläre Mitarbeitende sind, für die gleiche Arbeit aber nur einen Bruchteil des vollen Lohnes erhalten. Praktika und Berufslehren müssen endlich faire Arbeitsbedingungen garantieren und dafür die angemessene Unterstützung erhalten. Menschen in ihrer beruflichen Ausbildung haben mehr Lohn und Respekt verdient!
Eine höhere Besteuerung von Kapitaleinkommen
Die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte hat es dem reichsten Prozent der Bevölkerung ermöglicht, immer noch reicher und mächtiger zu werden, während unsere Löhne und Renten stagnieren. Heute besitzt das reichste Prozent der Schweiz über 40% des gesamten Vermögens, während die breite Bevölkerung zunehmend Mühe hat, nur schon die Lebenshaltungskosten zu stemmen.
Während die 99% der Bevölkerung mit ihrer Arbeit den Wohlstand unserer Gesellschaft erwirtschaften, bereichern sich die Kapitalist*innen und Aktionär*innen durch Geld, das wir für sie verdienen. Während wir unseren Lohn zu 100% versteuern, müssen Kapitaleinkommen nur zu 60% versteuert werden - Schluss mit den Privilegien der Superreichen! Es ist höchste Zeit, dass diese ungerechtfertigten Einkommen anderthalb Mal höher besteuert werden als Arbeitseinkommen.
Eine sozial gerechte, ökologische, dezentrale und demokratische Planwirtschaft.
Heute leben wir in einem Wirtschaftssystem, das auf kurzfristigem Profit und Wachstumszwang beruht. Dieses System funktioniert ausschliesslich im Interesse einer kleinen und ultrareichen Minderheit der Bevölkerung. Diese Art zu wirtschaften führt gezwungenermassen zur Ausbeutung von Arbeiter*innen und den planetaren Ressourcen.
Wir wollen dieses ungerechte und zerstörerische System beenden und eine ökologische und demokratische Planwirtschaft durch und für die 99% aufbauen! Wir wollen gemeinsam auf allen Ebenen entscheiden, was und wie produziert wird, um die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung abzudecken und gleichzeitig die planetaren Ressourcen zu schonen.
Bezahlbarer Wohnraum für alle!
Im Kanton Zürich hat der Preisdruck in den letzten Jahren massiv zugenommen. Wer heute im Kanton Zürich eine Wohnung sucht, zahlt rund 50% mehr als noch vor zwanzig Jahren. Nur 40% der Menschen in der Schweiz besitzen eine eigene Wohnung. Die restliche wohnende Bevölkerung befindet sich in einem Mietverhältnis und muss teilweise sehr grosse Teile des Einkommens für Miete ausgeben. Ausserdem ist ein grosser Teil der Mietzinseinnahmen der Hausbesitzer*innen illegal: Die Mietzinse liegen im Schnitt 40% über der gesetzlichen Grenze für Mietrenditen.
Deshalb fordern wir kurzfristig die Einführung effektiver Kontrollen und ein Verbot der Profitmaximierung mit unserem Wohnraum. Langfristig die Enteignung von Immobilienkonzernen sowie die Kollektivierung des Wohnraums. Zusätzlich fordern wir das Verbot von Zwangsräumungen sowie Investition in die Eingliederung von Menschen in Not in die Gesellschaft.
Angesichts der Klimakrise reicht es nicht aus, dass alle Menschen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum haben, dieser muss auch nachhaltig sein. Eine nachhaltige Wohnung zeichnet sich durch einen schonenden Energieverbrauch und einen einfachen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen aus.
Um das zu gewährleisten, müssen Vermieter*innen Wohnungsrennovationen garantieren, ohne die Kosten dafür auf die Mieter*innen abzuwälzen oder gar Leerkündigungen zu vollziehen. Ausserdem soll der Staat beim Erwerb von Wohneigentum für Wohnbaugenossenschaften Unterstützung bieten.