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Die Grist Mill (Getreidemühle) bei Keremeos im benachbarten Similkameen Valley wurde 1877 gebaut und war bis 1895 im Betrieb. Dann diente sie als Scheune, Hühnerhaus und Künstleratelier.
Jetzt ist sie als historisches Gebäude geschützt.
Mit ihren Gärten, der Cafeteria mit Geschenkladen und dem kleinen Museum im Haus der einstigen Besitzer ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. Bei jedem Besuch denke ich an die Mühle, die ich in meiner Kindheit auf der Wanderung sah, die uns jeden Sommer von Remagliasco in den Centovalli nach Intragna und von dort über Golino ins Grotto Riposo bei Losone führte.
Die Mühle ist ausserhalb von Golino von der Strasse aus zu sehen. In Remagliasco wurden früher mit dem Wasser der Remagliasca drei kleine Mühlen betrieben.
Die Aufnahme machte ich 1969.
Als meine Grosseltern Marie und Jakob 1946 in Remagliasco ein gut zweihundert Jahre altes Haus kauften, waren von den Mühlen nur noch eingestürzte Mauern und die Mühlsteine zu sehen. Meine Grosseltern liessen einen dieser schweren Steine auf die vor dem Haus gelegene Terrasse ziehen. Als „Tischbein“ hatten sie dort einen Kastanienstamm zurechtsägen und einmauern lassen. Um den runden Tisch herum sassen wir „in famiglia“, mit Freunden und Nachbarn, assen, tranken, plauderten, lachten viel, sprachen über Gott und die Welt und spielten auf Grossmutters aufziehbarem Grammophon so herzergreifende Lieder wie „Der Wilddieb“ oder „Der Fremdenlegionär“ ab.
Auf dem Foto bin ich als Elfjähriger mit meinen Grosseltern zu sehen.