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Montag, 12. Dezember 2022 · 18:00/20:15
Montag, 9. Januar 2023
18:00/20:15
Narayama-bushi Ko (The Ballad of Narayama)
- Japan, 1958, 98’
- Regie: Keisuke Kinoshita
- mit Kinuyo Tanaka, Teiji Takahashi, Yūko Mochizuki
«Die Ballade von Narayama» lief im Wettbewerb der 19. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und spaltete die Kritiker in diejenigen, die ihn für ein Meisterwerk hielten, und diejenigen, die ihn für schlecht hielten. Der Film gewann drei Mainichi-Filmpreise, darunter den Preis für den besten Film; er wurde als japanischer Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei der 31. Oscarverleihung eingereicht.
Diese eindringliche, vom Kabuki inspirierte Version einer japanischen Volkslegende spielt in einem abgelegenen Bergdorf, in dem das Essen knapp ist und die Tradition vorschreibt, dass Bürger, die ihr siebzigstes Lebensjahr erreicht haben, auf den Gipfel des Berges Narayama getragen und dort zum Sterben zurückgelassen werden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Orin (Kinuyo Tanaka), eine würdevolle und pflichtbewusste Frau, die ihre letzten Tage damit verbringt, das Glück ihres treuen verwitweten Sohnes mit einer respektablen neuen Frau zu sichern.
«Die Ballade von Narayama» entfaltet sich wie ein märchenhafter Traum aus einer alten Zeit. Es ist eine der schönsten und bewegendsten Visionen, die je auf die Leinwand gebracht wurden, ein Film von strahlender theatralischer Technik und verblüffender emotionaler Wirkung. Er wurde fast ausschliesslich in raffiniert gestalteten Studiokulissen, in brillanten Farben und im Breitbildformat gedreht und ist ein stilvolles und formvollendetes Werk aus Japans goldenem Kinozeitalter unter der Regie des dynamischen Keisuke Kinoshita.