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Sie wissen, wie häufig Infektionen mit H. pylori vorkommen und welche Krankheiten damit assoziiert werden.
Sie sind vertraut mit den verschiedenen Diagnoseverfahren und wissen, wann sie eingesetzt werden.
Sie kennen die möglichen Therapieoptionen bei H.-pylori-Infektionen und wissen, wann bestimmte Substanzen nicht eingesetzt werden dürfen.
Sie wissen, wie bei Therapieversagen vorgegangen wird.
Zusammenfassung
Die Helicobacter-pylori-Infektion gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. Sie ist der wichtigste Auslöser verschiedener Krankheiten, wie der Ulcuskrankheit in Magen und Duodenum, des Magenkrebses und des MALT-Lymphoms. Die Häufigkeit, mit der Helicobacter-pylori-Infektionen auftreten, ist abhängig vom Alter, dem sozioökonomischen Status und der Rasse. Typischerweise wird die Infektion während der Kindheit akquiriert. Die heutzutage tiefe Prävalenz von Helicobacter pylori in der westlichen Welt hängt in erster Linie mit der Verbesserung des Lebensstandards zusammen. Eine weltweite und lückenlose Testung auf Helicobacter pylori ist nicht durchführbar. Allerdings gibt es klare Indikationen, wann nach Helicobacter pylori gesucht werden sollte − so beispielsweise bei familiär vorkommendem Magenkrebs −, und relative Indikationen, die eine Testung rechtfertigen. In der Helicobacter-pylori-Diagnostik unterscheidet man endoskopische und nichtendoskopische Methoden, wobei die Wahl der Methode von diversen Faktoren abhängig ist. Die invasive Testung des Helicobacter pylori mittels Endoskopie sollte nur bei denjenigen Patienten durchgeführt werden, welche im Rahmen ihrer Abklärung auch eine endoskopische Therapie brauchen. Die Erfolgsrate der Helicobacter-pylori-Eradikation ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Die Hauptgründe für eine nicht erfolgreiche Eradikation liegen in der falschen Wahl der Kombinationstherapie, zu kurzer Therapiedauer, schlechter Compliance sowie antibiotischer Resistenz. Die weltweit populärste und am häufigsten verwendete Behandlung ist eine Dreifachtherapie (Triple-Therapie), bestehend aus einem Protonenpumpeninhibitor sowie zwei Antibiotika (Amoxicillin und Clarithromycin oder Metronidazol). Die durchschnittliche Erfolgsrate der Dreifachtherapie beträgt ungefähr 70% (von 60% bis 85%). Die höchste Erfolgsrate erreicht man mit einer 14-tägigen Therapiedauer, was der derzeitigen Empfehlung entspricht. Bei einer Zweittherapie gilt die einfache Regel, dass eines der Antibiotika (nicht Amoxicillin) mit dem bisher nicht verwendeten ersetzt werden sollte. Als Dritttherapie kann die Quadruple-Therapie eingesetzt werden. Alternative Behandlungsmethoden beinhalten den zusätzlichen Einsatz von Probiotika, Lactoferrin, Mukolytika oder die Anwendung eines sequenziellen Schemas. Die tiefen Eradikationsraten der herkömmlichen Behandlungsstrategien sowie die Verfügbarkeit von einfachen, nichtinvasiven Diagnoseverfahren haben dazu geführt, dass der Nachweis des Behandlungserfolges zur Routine gehört.