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Nachdem die Regenzeit im Frühling 2016 als Folge des Klimaphänomens «El Niño» bereits ausgeblieben war, fiel sie auch im Oktober und November praktisch komplett aus. Grosse Teile der Landbevölkerung in Ostafrika haben ihre Lebensgrundlagen verloren. Ihre Tiere sind verendet, die Speicher sind leer. Die Getreidepreise sind in der Dürrezeit stark angestiegen, das Saatgut ist aufgebraucht.
Allein in Äthiopien leiden 5,6 Millionen Menschen an Hunger. Hunderttausende von Kindern sind vom Tod bedroht. Die äthiopische Regierung wendet zwar beträchtliche Summen für Nahrungsmittelimporte auf. Um den extremen Mangel auszugleichen, reichen ihre Mittel jedoch nicht aus. Äthiopien ist auf ausländische Hilfe angewiesen.
Caritas Schweiz leistet in Äthiopien und in Kenia seit Beginn der Dürrekrise Nothilfe. Mangelernährte Kinder bekommen in der Schule ergänzende Mahlzeiten. Bauern und Viehhirten erhalten dringend benötigtes Saatgut und Tierfutter. Zudem wird die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gewährleistet, zum einen durch Wasseraufbereitungsmittel, zum andern durch die Instandstellung von beschädigten Wassersystemen. Dazu gehört auch die Aufklärung der Bevölkerung über den richtigen Umgang mit Wasser und Hygiene.
Die Hilfe der Caritas konzentriert sich in Äthiopien derzeit auf die Regionen Oromia und Guji im Süden des Landes und erreicht rund 80 000 Menschen. In Kenia erreicht die Caritas-Hilfe rund 20 000 Menschen im County Marasbit im Norden des Landes. Trotz schwierigsten Bedingungen baut Caritas Schweiz auch im Südsudan ein Nothilfeprogramm auf.
Angesichts des dringenden Bedarfs erhöht den Umfang ihrer Hilfsprogramme um weitere zwei Millionen Franken. Die Glückskette unterstützt die Nothilfe-Projekte der Caritas.
Caritas Schweiz dankt für Spenden auf Konto 60-7000-4, Vermerk «Hunger Ostafrika».