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Auf den US-amerikanischen und europäischen Immobilienmärkten ist infolge ausbleibender Käuferinnen und Käufer eine Preisverschiebung nach unten zu beobachten, so der Global Chief Investment Officer von Hines, einem der weltweit grössten Immobilieninvestoren in Privatbesitz.
David L. Steinbach zufolge sind die Preise in einigen Gegenden im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent bis 10 Prozent gefallen, wobei Europa dem Trend in den USA folgt. «Ich glaube, dass wir ein paar harte Monate vor uns haben», sagte er. Dieses Jahr werde man in unruhigem Fahrwasser sein.
Bieterkreise für Häuser werden immer kleiner
Unternehmen überdenken angesichts der höheren Kosten ihre Expansionspläne, sagte Steinbach im Bloomberg-Interview in Abu Dhabi. Steigende Zinsen schlügen sich in höheren Finanzierungskosten nieder, was die Nachfrage weiter dämpfe, fügte er hinzu.
«Die höhere Inflation wirkt sich zweifellos auf den privaten Immobilienmarkt aus», sagte Steinbach. Die Bieterkreise werden immer kleiner.
Immobilien können Absicherung gegen Inflation sein
Immobilien können eine Absicherung gegen Inflation bieten, da einige Mietverträge indexiert sind, um steigenden Preisen Rechnung zu tragen.
Aber mehr als ein Jahrzehnt niedrigster Zinsen und blasse Renditen auf den Anleihemärkten haben die Preise in vielen Gebieten auf Rekordhöhen getrieben, was sie anfällig für steigende Finanzierungskosten macht.
Büroflächen in den USA am stärksten betroffen
Das in Houston, Texas, ansässige Unternehmen Hines verwaltet ein Immobilienvermögen von rund 90 Milliarden Dollar (86 Milliarden Euro) und ist in 27 Ländern vertreten.
Der Markt für Büroflächen sei in den USA am stärksten betroffen, sagte Steinbach, und auch die Nachfrage nach Mietwohnungen beginne sich abzuschwächen.
(Bloomberg/bsc)