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Honduras hat den Drogenboss Carlos Arnoldo Lobo an die USA ausgeliefert. Die Überstellung des auch als "Negro Lobo" (Schwarzer Wolf) bekannten 38-Jährigen sei "ein historischer Schritt", erklärte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Jen Psaki, am Freitag. Die Entscheidung sei ein Schlag gegen die Straffreiheit im Bereich der organisierten Kriminalität und des Drogenhandels. Die Auslieferung zeige, dass Präsident Juan Orlando Hernández entschlossen sei, den illegale Aktivitäten in seinem Land Einhalt zu gebieten.
Lobo wurde von der US-Justiz wegen Drogenhandels und Geldwäsche gesucht. Er wurde Ende März in einer Bäckerei der Stadt San Pedro Sula festgenommen. Erst seit einer Verfassungsänderung aus dem Jahr 2012 können in dem zentralamerikanischen Land wegen Drogendelikten und Terrorismus auch Einheimische ausgeliefert werden. Lobo ist der erste Honduraner, der wegen solcher Vorwürfe an die Justiz eines anderen Landes überstellt wurde. Bereits im vergangenen Mai hatte die Staatsanwaltschaft Lobos Bankkonten und Vermögen im Wert von 2,7 Millionen Dollar eingezogen.
Zentralamerika ist die Haupttransitstrecke für südamerikanisches Kokain, das in die USA gebracht werden soll. Der Drogenhandel in der Region führte zu einem starken Anstieg von Gewaltverbrechen. Honduras ist das Land mit der weltweit höchsten Mordrate. (sda/afp)