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Projekt ″Zersiedelung″ abgeschlossen
Der Trend zu mehr Bodenverbrauch wird sich voraussichtlich, wenn auch abgeschwächt, bis Mitte dieses Jahrhunderts fortsetzen.
Das Projekt ″Zersiedelung″ von Felix Kienast, WSL, ortet die Ursachen der Zersiedlung teilweise im Marktversagen und Schwierigkeiten der Berechnung externer Effekte zu. Die positiven Effekte von unzerschnittenen Gebieten und deren Ökosystemleistungen werden zu wenig beachtet und die sozialen Kosten zu wenig miteinbezogen.
Ein Prognosemodell zeigt, dass die Siedlungsgebiete der Schweiz bis 2035 um 3–56 Prozent wachsen werden. Ohne Gegenmassnahmen werden die landwirtschaftlichen Nutzflächen dadurch im Extremfall um 13–15 Prozent reduziert werden. Betroffen sind vor allem die wertvollsten Landwirtschaftsböden.
Neben politischen und steuerlichen Anreizen sollten verstärkt Planungskapazitäten in den Gemeinden geschaffen und die Koordination der Planungsprozesse in den regionalen Planungsgremien unterstützt werden. Die Mehrwertabschöpfung erlaubt wichtige Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung innerhalb der Gemeinden, aber auch regional zu setzen. Zudem sollten regionale Finanzausgleichsmechanismen geprüft werden. Um dem Verlust wertvoller Landwirtschaftsböden entgegenzuwirken, sollten die Richtpläne die Bodenfunktionen und -qualitäten berücksichtigen.