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Obschon die Firma xxxxxxxx in London zur Einstellung ihrer unlauteren Werbung aufgefordert worden ist, hat sie den Faxversand an Schweizer Haushalte, die keine Werbung wünschen, nicht eingestellt.
In einem Massen-Faxversand wird mit der Bezeichnung «Swiss Money Report» aus London bei Schweizer Empfängern für fragwürdige Aktien-Kauftipps geworben. Und dies kreuz und quer in der gesamten Bevölkerung. Bereits im letzten Sommer beklagten sich diverse Konsumenten, darunter eine Frau aus der Romandie bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) über die unerwünschten Faxsendungen, die sie während der Nacht erreichen und stören. Und dies obschon ihre Telefonnummer mit einem Sterneintrag versehen ist. Die Dritte Kammer der SLK verurteilte die Aktivität des Versenders gemäss Grundsatz Artikel 4.4 2 als «Aggressive Verkaufsmethode im Fernabsatz». Dies scheint die Firma mit Londoner Sitz freilich nicht weiter zu kümmern, denn dieselbe Beschwerdeführerin erhielt, ungeachtet des Urteils, im Oktober erneut den Swiss Money Report. Da sie die deutsch abgefassten Texte nicht versteht und auch kein Interesse an Aktientipps hat, wandte sich die Westschweizerin mit einem Sanktionsbegehren an die SLK. Die Dritte Kammer der SLK hat dem stattgegeben und fordert die Versandfirma in London erneut auf, die Faxwerbung an die Gesuchstellerin zu unterlassen.
Weitere Beschlüsse der Dritten Kammer.
Piero Schäfer
Pressesprecher Lauterkeitskommission