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Natürliche BERGSEEN sind Spiegel der Landschaft und reizende Idylle mit immenser Ausstrahlung.
Sie verströmen Harmonie und Friedlichkeit. Doch sie sind sehr sensible und empfindliche Ökosysteme.
So sind sie einem ständigen Wandel unterzogen. In einem heissen Sommer schmelzen die Gletscher stärker ab und zahlreiche Gebirgsseen überlaufen. Dadurch entsteht eine neue Wasserlandschaft mit neuen Uferbereichen und neuem Bewuchs. Manche sind nur temporär da und trocknen wieder aus.
ENTSTEHUNG NATÜRLICHER BERGSEEN
Von der Entstehung her unterscheidet man folgende Arten von Bergseen:
Karseen
Kare sind glaziale Mulden und das Ergebnis der Gletschererosion, welche sich über einen sehr langen Zeitraum erstreckt.
Nach dem Abschmelzen der Eismassen der letzten Eiszeit blieben Becken und Mulden in der Landschaft zurück, welche sich mit Schmelzwasser füllten.
Beispiele:
Bergsturz- und Bergrutschseen
Bergstürze und Abrutsche von Gesteinsmaterial von Berghängen können Täler quer abriegeln und so Bäche und Flüsse stauen, was eine Seebildung zur Folge hat.
Es können aber auch Mulden durch Materialaufschüttung entstehen, welche von Schneeschmelz- und Niederschlagswasser gefüllt werden. Diese Seen sind oft auch nur temporär vorhanden.
Beispiele:
Dolinenseen, Karstseen
Karstseen entstehen auf wasserlöslichem Untergrund, d.h. Kalk, Gips und Dolomit). Durch Einbruch von Gestein bei unterirdischen Hohlräumen füllt sich eine Mulde mit Wasser und es kommt zur Seebildung.
Meist haben sie einen flachen Boden mit einer unlöslichen Gesteinsschicht.
Beispiele:
Rundhöckerseen
Rundhöcker entstehen in hartem, meist kristallinem Gestein und sind das Ergebnis von Gletschererosion (wie die Kare).
Zwischen jenen Felsbuckeln, welche der Erosion standhalten, entstehen rundliche Vertiefungen. Diese mit Wasser gefüllten Mulden bilden dann die Rundhöckerseen.
Beispiele:
Moränenseen
Moränenseen bilden sich im Bereich der Gletscherzunge oder weiter unten im Abflussbereich, wo eine Staulage ist. Sie werden durch talseitige oder seitliche Moränenwälle gestaut.
Das Feinmaterial in der ausfliessenden Gletschermilch setzt sich an der Mulde im Vorfeld ab und begünstigt die Seebildung.
Beispiele:
BERGSEEN ALS LEBENSRAUM
Kälte, Nährstoffarmut, UV-Strahlung oder lange Dunkelheit machen Bergseen zu aussergewöhnlichen Lebensräumen. Ihre Bewohner müssen Künstler der Anpassung sein und sie sind es auch.
Ob Fische, Insekten, Amphibien oder Pflanzen - je nach Höhenlage sind Bergseen mehr oder weniger besiedelt und bieten bei intakten Verhältnissen einen vielfältigen Lebensraum.