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Inhalt und Form des Vertrages
Es gibt keine fixen Regelungen, wie der Inhalt eines Totalunternehmervertrags auszusehen hat. Grund dafür ist: Gesetzlich ist der Inhalt des Totalunternehmervertrags nicht geregelt. Lediglich Regelungen zum (allgemeineren) Werkvertrag sind in den Art. 363 ff OR enthalten. Hinzu kommt ausserdem, dass die gesetzlichen Werkvertrags-Regelungen, die auch auf Totalunternehmerverträge anwendbar sind, zu grossen Teilen nicht zwingender Natur sind.
Hieraus ergibt sich: Totalunternehmer und Bauherr sind bei der Gestaltung ihres Totalunternehmervertrags sehr frei. Auch nicht zwingende gesetzliche Regelungen können sie bei der Vertragsgestaltung abändern. Die Gestaltungsfreiheit der Parteien umfasst sogar die Form des Totalunternehmervertrags. Da gesetzlich keine bestimmte Form vorgesehen ist, kann der Vertrag theoretisch sogar mündlich geschlossen werden.
Für Sie als Bauherrn ist der mündliche Abschluss eines Totalunternehmervertrags allerdings nicht ratsam. Kommt es später zu Streitigkeiten darüber, welche Leistungen durch den Totalunternehmer geschuldet waren, haben Sie im Falle eines mündlichen Vertragsschlusses keine Möglichkeit, die getroffenen Vereinbarungen zu beweisen. Sie sollten daher darauf achten, zumindest die wichtigsten Kernelemente des Totalunternehmervertrags schriftlich zu fixieren.
Die wichtigsten Kernelemente eines Totalunternehmervertrages sind:
- Name und Anschrift der Vertragsparteien
- Inhaltsbeschreibung zum Totalunternehmervertrag (Welche Leistung wird geschuldet?)
- Die Höhe des geschuldeten Totalunternehmer-Honorars
- Einzuhaltende Fristen
- Datum sowie Unterschriften der Vertragsparteien