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(ots)
- Vaduz, 10. Mai (pafl) - An der Sitzung vom 8. Mai 2007
hat die Regierung Neuerungen bezüglich der Subvention von
Privatschulen, der Klassenrichtzahlen, der Promotionsbestimmungen am
Liechtensteinischen Gymnasium sowie des Lehrerdienstrechts
beschlossen:
Die Subventionsbeiträge an die in Liechtenstein domizilierten
Privatschulen (formatio Tagesschule, Waldorfschule) werden der
Teuerung angepasst. Ausgeglichen wird rückwirkend auf Beginn des 2.
Semesters des laufenden Schuljahres eine seit dem Jahr 2000
aufgelaufene Teuerung von 6.2 Prozent.
Die Richtzahlen für die Klassenbestände in den öffentlichen
Schulen werden zum Zweck der Verbesserung der Rahmenbedingungen für
einen individualisierenden und förderorientierten Unterricht in
folgenden Fällen neu festgelegt:
- Werden behinderte Schülerinnen und Schüler in Regelklassen der
Primarschule und nicht in einer Sonderschule unterrichtet, so sollen
die Höchst- und Durchschnittszahlen von Klassen reduziert werden.
Diese Richtzahlen können ab dem kommenden Schuljahr um die Zahl 2
(bei einem integrierten Kind) oder 4 (bei zwei Kindern) reduziert
werden.
- Werden Höchstzahlen geringfügig überschritten, so soll es nicht
grundsätzlich immer zu (kostspieligen) Klassenteilungen kommen. Es
soll auch möglich sein, Klassen nur für einzelne Fächer (z.B.
Mathematik oder Deutsch) aufzuteilen.
- Auf der Oberstufe des Gymnasiums sollen für praktische Übungen
(z.B. pyhsikalische oder chemische Experimente) in den
naturwissenschaftlichen Fächern und in Kunsterziehung
Klassenteilungen ermöglicht werden, wenn die Klasse mehr als 16
Schülerinnen und Schüler aufweist.
- Für das bewährte Alternieren auf der 1. und 2. Stufe der
Primarschule wird ausserdem eine Rechtsgrundlage geschaffen: Wird die
Höchstzahl von 14 Schülerinnen und Schülern überschritten, kann die
Klasse für zwei Lektionen aufgeteilt werden.
Die Oberstufe des Liechtensteinischen Gymnasiums ist in
verschiedene Profile gegliedert. Schülerinnen und Schüler können
zwischen einem sprachlichen, naturwissenschaftlich-mathematischen,
wirtschaftswissenschaftlichen oder gestalterisch-musischen Profil
wählen. Bis jetzt war es nicht möglich, ein einmal gewähltes Profil
zu wechseln. Ab dem kommenden Schuljahr soll ein Profilwechsel auf
der 1. und 2. Stufe des Oberstufengymnasiums ermöglicht werden. Die
Bedingungen für einen derartigen Wechsel sind in der
Promotionsverordnung des Liechtensteinischen Gymnasiums neu
festgelegt worden.
Schliesslich sind einige Anpassungen in der Lehrerdienstverordnung
vorgenommen worden. Künftig wird bei der Berechnung des Anspruchs auf
Altersentlastung und auf Intensivweiterbildung nicht mehr auf den
vertraglichen, sondern auf den effektiven Beschäftigungsgrad
abgestellt. Ausserdem ist die bisherige ständige Praxis über die
Handhabung des Mutterschaftsurlaubes bei Lehrpersonen rechtlich
abgesichert worden: Fällt der Mutterschaftsurlaub in die Schulferien,
so können Ferientage weder vor- noch nachbezogen werden.
Pressekontakt:
Ressort Bildungswesen
Simon Biedermann
Mitarbeiter der Regierung
Tel: +423 236 76 68
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