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erschienen beim Honigmann
Vorbemerkung John Schacher: Der folgende Artikel ist der beste Nachruf, der in dieser Woche zu lesen war. Nicht nur Freiweg-Lobhudelei (die sicher auch ihren Platz haben darf), sondern faktenorientierter Journalismus, der das große Werk von Hugo Chavez illustriert – und zwar ohne jede spürbare Voreingenommenheit.
von Eva Golinger
Bemerkung des Redakteurs: Eva Golinger ist eine Rechtsanwältin und Schriftstellerin aus New York, die seit 2005 in Caracas, Venezuela, lebt und Autorin u.a. folgender Publikationen: „Der Chávez-Code: Das Knacken der US-Intervention in Venezuela’ (2006-OLIVE Branch Press/Olivenzweig-Presse) und ‘Bush gegen Chávez: Washingtons Krieg gegen Venezuela’ (2007, Monthly Review Press). Sie ist Chefredakteurin der venezolanischen Zeitung Correo del Orinoco International und Gastgeberin einer wöchentlichen Show in RT Spanisch, Detrás de la noticia (hinter den Nachrichten). Sie bloggt auf Chavezcode.com.
(CNN) – Der größte Teil von dem was Sie in den Massenmedien über den Präsidenten Hugo Chavez lesen oder hören, ist immer negativ, seine Schwächen werden übertrieben, seine Aussagen verdreht und das was er erzielt hat, seine Ergebnisse, wird ignoriert. Die Wirklichkeit sieht doch ganz anders aus.
Hugo Chavez wurde von Millionen Menschen überall in der Welt geliebt. Er änderte den Kurs eines Kontinents und führte ein gemeinsames Erwachen von Menschen an, welche einst zum Schweigen gebracht sowie einst ausgenutzt und ignoriert worden sind. Chavez war ein grandioser Visionär und ein Tatkräftiger bei der Verwirklichung von Träumen.
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Ein ehrlicher Mann von einem bescheidenen Hintergrund kommend, der in einer Schlamm-Hütte als Kind lebte und Süßigkeiten auf den Straßen verkaufte, um Geld für seine Familie zu verdienen, träumte Chavez vom Herausbilden einer starken, souveränen Nation, unabhängig von fremden Einflüssen und deren Würde auf der Szene des Weltgeschehens geachtet wird. Er träumte davon, das Leben seines Volkes zu verbessern, das Elend der Armut auszurotten und jedem die Chance für ein en Leben – das ‘gute Leben’ (el buenvivir), wie er es nannte, zu geben.
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Präsident Chavez machte diese Träume wahr. Während seiner fast 14-jährigen Amtstätigkeit als Präsident, gewählt für drei volle sechsjährige Amtsperioden, aber wegen seines vorzeitigen Todes nur zwei volle Perioden im Amt, verringerte die von Chavez durchgeführte Politik laut Statistik vom Zentrum für Wirtschafts- und Politikforschung die extreme Armut in Venezuela um mehr als 75%, d.h. von durchschnittlich 25% bis auf weniger als 7% innerhalb eines Jahrzehntes. Die allgemeine Armut wurde um mehr als 50% reduziert, von 60% im Jahre 1998 – als Chavez zum ersten Mal in die Regierungsverantwortung gewählt wurde – auf 27% im Jahre 2008.
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