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Ozeanzerstörung
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1. Mutwillige Zerstörung der Meere
Nachdem die Meere Jahrmillionen intakt waren, zerstört der Mensch sie nun innerhalb körzester Zeit:
Die Menschen missbrauchen die Meere als Abfallkippe, Jauchergrube, Ölsumpf, Sonder- und Atommölldeponie sowie als Endlager für Giftgase und Kampfstoffe. Sie rotten eine Fischart nach der anderen aus und blasen dermassen viel Kohlendioxid in die Luft, dass die daraus resultierende Erderwärmung die mächtige, aber sehr sensible Maschinerie der Meere durcheinanderbringt.
Die Meere sind heute zum Teil überfischt, verstrahlt, verdreckt und ausgebeutet.
Schwarze Ölfilme, rote Algenteppiche, weisse tote Korallenriffe, gelbe Schlammlawinen - und braune Abwasserströme sind auf Satellitenbildern zu sehen.
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 1998 nicht umsonst zum ,,Jahr der Meere" erklärt.
Die Leichtfertigkeit der Menschen resultiert vielleicht auch daraus, dass Meere nicht zu ihrem Wahrnehmungsbereich gehören. Sie sehen nicht, was sie in den Tiefen des Meeres anrichten und nicht, was sie in den letzten Jahrzehnten angerichtet haben. Vielen, z.B. den schnorchelnden Touristen, fehlt ausserdem die Vergleichsmöglichkeit zu den intakten Unterwasserlandschaften von vor 30 Jahren. Vieles wurde bereits zerstört, ohne dass wir es kennengelernt haben.
Die Zerstörung der Ozeane erfolgt hauptsächlich durch ihre Verschmutzung und Ausbeutung.
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2.3 Tourismus
Unsere Interaktion mit den Weltmeeren erreicht ihren Höhepunkt an den 595.814 km langen Küstenstreifen der Erde: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung - über 2,7 Milliarden Menschen - lebt innerhalb einer Entfernung von 100 km von der Küste. Die Küstengebiete sind dynamische Regionen und die meisten sind für Wirtschaft und Umwelt von grosser Bedeutung. Wir nutzen bzw. benutzen sie in vielerlei Hinsicht: Fischerei, Aquakultur, Mineralextraktion, Industrieentwicklung, Energieerzeugung, Tourismus und Freizeitgestaltung, und natürlich Abfallentsorgung.
409 Mio. Touristen am Mittelmeer (davon allerdings grosser Teil sowieso aus dem Einzugsgebiet). Neben der hohen Verschmutzung der Küstengewässer ist vor allem der ,,Störungsdruck" auf Fauna (die Störung beim Laichen) durch Motor-Glider, Motorboote etc. die Folge.