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Das metabolische Syndrom ist eine Sammelbezeichnung verschiedener Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Zu den Risikofaktoren gehören starkes Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhter Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fettstoffwechsel. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie könnte die zusätzliche Einnahme von Vitamin C und Vitamin D Menschen mit metabolischem Syndrom helfen.
Die Wissenschaftler teilten 180 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 bis 50 Jahren und mit einem metabolischen Syndrom in sechs Gruppen ein. Jeder Gruppe erhielt über drei Monate entweder täglich 500 mg Vitamin C oder 50 µg Vitamin D (2.000 IE) oder ein Placebo mit oder ohne zusätzlichem Sportprogramm.
Ergebnisse
Die Vitamin D-Gruppe erzielte eine bessere Wirkung als die anderen Gruppen. Die Wissenschaftler beobachteten eine Verbesserung des Nüchternglucose-, Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterin-Wertes sowie des Blutdruckes. Die Wirkung von Vitamin C war dafür ausgeprägter im Hinblick auf den Bauchumfang sowie die Triglycerid- und HDL-Cholesterinspiegel. Einen Einfluss auf das Gewicht hatte keines der beiden Vitamine.
Zusammenfassung
Vitamin C und Vitamin D können zahlreiche Parameter von Patienten mit einem metabolischen Syndrom verbessern. Eine Kombination mit körperlicher Betätigung kann die Wirkung maximieren.
Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrsstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)
Farag HAM, Hosseinzadeh-Attar MJ, Muhammad BA, Esmaillzadeh A, Bilbeisi AHE.
Comparative effects of vitamin D and vitamin C supplementations with and without endurance physical activity on metabolic syndrome patients: a randomized controlled trial.
Diabetol Metab Syndr. 11/2018