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Für einen der wichtigsten Posten seiner Regierung will der künftige US-Präsident Donald einen Ölmann mit engen Verbindungen nach Russland nominieren: Der Vorstandschef des Konzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, soll Aussenminister werden. Trump bestätigte seine Nominierung nach Spekulationen in Medienberichten am Dienstagmorgen in einer Mitteilung.
Im Wahlkampf versprach Trump ein viel besseres Verhältnis zu Russland. Die Berufung Tillersons würde ganz auf dieser Linie liegen. Tillerson hat enge Verbindungen nach Russland und auch persönliche Bande zu Präsident Wladimir Putin. 2013 erhielt er von Putin den Orden der Freundschaft.
Tillerson steht seit 2006 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze von ExxonMobil. Der gebürtige Texaner hat keinerlei politische Erfahrung, das teilt er mit Trump. ExxonMobil macht einen Umsatz von etwa 300 Milliarden US-Dollar. Es operiert auf allen Kontinenten und ist in etwa 70 Ländern vertreten.
Um die Kandidaten für den wichtigen Posten war wochenlang spekuliert worden. Zunächst war New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani Favorit, zog sich aber überraschend zurück. Auf einer Liste aussichtsreicher Kandidaten stand dann plötzlich auch wieder Mitt Romney. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat hatte Trump im Wahlkampf noch scharf kritisiert. Als weitere mögliche Kandidaten für das Amt des Aussenministers waren Ex-CIA-Chef David Petraeus und der Senator Bob Corker gehandelt worden.
Der frühere texanische Gouverneur Rick Perry soll Medienberichten zufolge neuer US-Energieminister werden. Donald Trump habe sich für den 66-jährigen Republikaner entschieden, berichteten in der Nacht zum Dienstag die Sender CBS und NBC unter Berufung auf das Umfeld des designierten Präsidenten.
Trump hatte Perry am Montag in New York empfangen. Für Kabinettsposten Nominierte müssen vom Senat bestätigt werden.
Perry hatte Ende 2000 das Amt des Gouverneurs von Texas von George W. Bush übernommen, als dieser US-Präsident wurde, und den Bundesstaat bis Anfang des vergangenen Jahres regiert. Er war sowohl bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl als auch bei der vorherigen als Bewerber für die Nominierung der Republikanischen Partei angetreten.
In Erinnerung blieb vor allem eine TV-Debatte 2011, bei der sich Perry blamierte, als er sich an eines von drei Ministerien, die er abschaffen wollte, nicht erinnern konnte. «Ups» entfuhr es ihm. Später fiel es ihm wieder ein: Es war das Energieministerium.
Weiter kündigte der künftige US-Präsident Trump an, er wolle die Leitung seiner Privatgeschäfte vor der Amtsübernahme in wenigen Wochen seinen Kindern übertragen. «Obwohl mich das Gesetz nicht dazu verpflichtet, verlasse ich meine Unternehmen vor dem 20. Januar, um mich voll auf die Präsidentschaft zu konzentrieren», schrieb der Immobilienmilliardär am Montagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter.
Seine Söhne Donald Jr. und Eric würden die Unternehmen künftig zusammen mit Geschäftsführern leiten. «Während meiner Amtszeit(en) werden keine neuen Geschäfte abgeschlossen.» (whr/sda/dpa/afp)