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Schellente
Bucephala clangula
Die Schellente ist eine mittelgrosse, kompakte Ente mit kurzem, schmalem Schnabel, den sie wie eine Pinzette zur Nahrungsaufnahme benutzt. Schellenten erkennt man vor allem an ihrem recht dicken, großen Kopf und an ihrem kompakten Körperbau. Der Kopf des Männchens (Erpels) ist schwarz mit einem weissen Fleck an der Seite, der des Weibchens braun. Auffällig ist auch, dass der Erpel wesentlich grösser als das Weibchen ist.
Die Nahrung der Schellente besteht vorwiegend aus Kleinlebewesen wie Muscheln und Wasserinsekten. Im Meer ernährt sie sich auch von kleinen Fischen. Als Tauchente holt sie sich ihre Nahrung in bis zu vier Metern Tiefe. Zweimal pro Minute taucht sie für jeweils 20 Sekunden und verbringt somit rund sechs Stunden pro Tag unter Wasser. Mehrere Tausend Wasserinsekten muss sie pro Tag mit ihrem Schnabel aufpicken, um ihren Tagesbedarf von 170 Gramm zu decken.
Als Zugvogel überwintert die Schellente vorwiegend in Asien und in den gemässigten Breitengraden Mitteleuropas. Daher können bei uns vor allem im Winter Schellenten in grösserer Anzahl beobachtet werden. In Europa befinden sich die Brutgebiete in Skandinavien, Dänemark, Norddeutschland und vereinzelt auch in der Schweiz (ca. 10’000 Tiere).
Das Weibchen brütet die sechs bis zwölf Eier in Baumhöhlen oder künstlichen Nistkästen aus. Schellenten besitzen scharfe Krallen an den Zehen, mit denen sie auf dem Baum Halt finden können. Bereits im Alter von einem Tag stürzen sich die geschlüpften Jungtiere aus der manchmal bis zu 10m über dem Boden liegenden Höhle und folgen der Mutter zum Wasser. Dabei können durchaus längere Landwanderungen zwischen Bruthöhle und Gewässer liegen.
Im Tierpark Goldau finden Sie die Schellente auf dem Rundgang um den Blauweiher.
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