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Für den Landsgemeinde-Samstag 01. Mai 2021 plant der FC Glarus einen „Legenden-Tag“ im Buchholz. Dazu werden alle aktuellen und ehemaligen Vereins-Mitglieder (Junioren, Aktiv-Spieler, Funktionäre, Helfer, etc.) eingeladen. Geplant ist eine Ausstellung mit alten Bildern, Trikots, Pokalen, u.v.m.. Weiter werden die grossen Legenden wie Fritz Künzli, René Botteron, Paul Fischli, u.a. eine etwas grössere Plattform erhalten. Sofern Covid-19 mitspielt, wird der „Legenden-Tag“ am Landsgemeinde-Samstag 2021 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Buchholz in Glarus stattfinden. Im Anschluss wird die 1. Mannschaft noch ihr Heimspiel gegen den FC Flawil austragen. Wir möchten euch in den nächsten Wochen und Monaten jeweils „Legenden“ des FC Glarus vorstellen, welche unseren Club geprägt haben, oder welche mal für den FC Glarus spielten und neben dem Rasen sportliche oder berufliche Erfolge feiern konnten.
Als achte Legende stellen wir euch heute Mario Langer vor.
Mario Langer wechselte im Sommer 1987 als 18jähriger vom FC Näfels, wo er seine Junioren-Zeit verbrachte, zum damaligen 1. Ligisten FC Glarus. In der ersten Saison kam er noch nicht zum Einsatz, was sich dann aber im Sommer 1988 änderte, als der FC Glarus unter der Leitung von Wolfgang Frank in die NLB aufstieg. Bis Dezember 1989 blieb er beim FC Glarus, bevor er zur Rückrunde der Saison 1989/1990 zum FC Niederurnen wechselte. Im Sommer 1991 kehrte Mario Langer wieder zum NLB Verein FC Glarus zurück. In Glarus, der in der Saison 1991/1992 in die 1. Liga abstieg, blieb er bis zum Sommer 1994. Daraufhin wechselte er zurück in die NLB zur AC Bellinzona. Im Tessin blieb er ein halbes Jahr, bevor er zur Rückrunde der Saison 1994/1995 zurück zum FC Glarus wechselte. Zur Rückrunde der Saison 1995/1996 wechselte er für ein halbes Jahr zum FC Niederurnen. Die Saison 1996/1997 verbrachte er dann wieder beim FC Glarus, mit welchem er leider den Abstieg in die 2. Liga hinnehmen musste. Daraufhin wechselte er im Sommer 1997 zum damaligen 1. Liga Verein FC Freienbach. Dort blieb er bis Dezember 1999. Daraufhin wechselte er zum FC Altstetten, welcher ebenfalls in der 1. Liga spielte. Im Sommer darauf (Juli 2000) wechselte er zum FC Tuggen (1. Liga), ehe er zur Rückrunde der Saison 2001/2002 zum abstiegsbedrohten FC Freienbach zurückkehrte. Leider konnte Mario Langer den Abstieg aus der 1. Liga auch nicht mehr verhindern. Im Sommer 2002 wechselte er zum FC Rapperswil-Jona, welcher damals ebenfalls in der 1. Liga spielte. In Rapperswil-Jona blieb Mario Langer bis Dezember 2003, ehe er zur Rückrunde der Saison 2003/2004 zum FC Horgen wechselte, welcher in der 2. Liga Interregional in starker Abstiegsnot war. Leider konnte auch das Engagement von Mario Langer an dieser Situation nichts mehr ändern. Im Sommer 2004 kehrte Mario Langer ein weiteres Mal zum FC Glarus, welcher inzwischen in der 2. Liga Regional spielte, zurück. Zwei Jahre später übernahm er zusammen mit Alessandro Cescato das Trainer-Amt der ersten Mannschaft des FC Glarus. Bereits in der ersten Saison 2006/2007 stieg das Fanion-Team des FC Glarus unter seiner Leitung in die 2. Liga Interregional auf. Geplant war wohl, dass Mario seine aktive Karriere nun beendet hat und sich auf die Trainer-Karriere konzentrieren würde. Verletzungs-Sorgen im Team führten in der Saison 2006/2007 immerhin noch dazu, dass sich Mario Langer selber zwei Mal einwechselte. Dies waren in der Aufstiegs-Saison die einzigen beiden Einsätze. In der 2. Liga Interregional führten weitere verletzungsbedingte Ausfälle dazu, dass Mario Langer immerhin noch zu sechs Einsätzen (vier von Beginn weg) kam. Leider konnte der FC Glarus die Klasse nicht halten und stieg eine Saison nach dem Aufstieg wieder in die 2. Liga Regional ab. Mario Langer blieb Trainer in der 2. Liga Interregional indem er zum FC Stäfa wechselte. Leider konnte er auch mit den FC Stäfa die Klasse nicht halten und wechselte im Sommer 2009 zum FC Rapperswil-Jona und übernahm dort die zweite Mannschaft (3. Liga) als Trainer. Ein Jahr später übernahm er die 2. Liga Mannschaft des FC Weesen. Dort blieb er zwei Jahre im Amt. Danach wurde er Assistenz-Trainer bei der U14 des FC Rapperswil-Jona. Daraufhin wechselte er zur Saison 2013/2014 als Trainer zum FC Lachen/Altendorf in die 2. Liga. In Lachen/Altendorf blieb er drei Saisons, bevor er zur Spielzeit 2016/2017 wieder zum FC Rapperswil-Jona zurückkehrte und dort Haupt-Trainer der U16 wurde. In Rapperswil blieb er zwei Jahre. Zeitgleich mit dem Engagement beim FC Rapperswil-Jona erhielt er eine Anstellung, welche immer noch andauert, als Fussball-Trainer bei der Sportschule Glarnerland. Dabei leitet er jeweils zwei Trainings-Einheiten pro Woche bei den Fussballern der Sportschule.
Mario Langer ist im Besitze des UEFA-A-Diploms (Trainer -Lizenz) und hat zwei Kinder (20 Jahre und 18 Jahre), wovon der jüngere Sohn, Noel, aktuell in der 2. Mannschaft des FC Linth 04 (2. Liga) spielt.
Mario war ein ausgezeichneter Stürmer, was sich vor allem in den vier Titeln des „Torschützen-Königs der 1. Liga“ widerspiegelt.
Wie sah Deine Karriere beim FC Glarus aus?
Mit 18 Jahre wechselte ich von meinem damaligen Stammverein FC Näfels zum FC Glarus.
Von da an begann meine eigentliche Fussball-Karriere. Unter Trainern wie Wolfgang Frank, Hanspeter Briegel, Elmar Landolt, Ernst Wirz, Peter Stubbe usw. hatte ich viele Förderer und konnte mich stehts weiterentwickeln. Ich habe sowohl meine Fussballlaufbahn wie dann in späteren Jahre auch meine Trainerlaufbahn beim FC Glarus begonnen.
Der FC Glarus und all die Freundschaften und Menschen die ich in der Zeit kennengelernt habe sind ein grosser und wichtiger Teil meines Lebens.
Magst Du Dich noch an Dein erstes Training oder Spiel erinnern?
Ja klar. 24.09.1988 erster Einsatz in der NLB auswärts gegen den SC Zug.
Was war Dein sportlich grösster Erfolg oder erzähl uns etwas über Dein schönstes Erlebnis?
Tja das waren sicherlich das Spiel mit dem FC Glarus gegen Basel als wir 1:2 auswärts gewonnen hatten. Ich war nur Ersatzspieler aber das war für mich als so junger Spieler schon etwas Spezielles.
Oder einmal als ich fünf Treffer in der 1. Ligapartie mit Glarus gegen den FC Altstetten erzielte, ich konnte machen was ich wollte der Ball ging einfach immer rein 😊.
Dann als ich beim FC Freienbach (1. Liga) spielte, im Cup 1/8 Finale gegen GC. Damals war der Trainer bei GC ein gewisser Roy Hodgson und Spieler wie Chapuisat, die Brüder Yakin, Bernt Haas usw.. Unvergesslich bleibt mir auf ewig, als ich zum 1:0 traf gegen den damaligen Nati-Torhüter Stefan Huber.
Oder als ich in Bellinzona mit dem heutigen Nati-Trainer, «Vladi» wie wir ihn nannten, zusammenspielen durfte.
Auch der Aufstieg in die 2. Liga Interregio mit dem FC Glarus mit meinem Trainer-Kollegen Alessandro Cescato war sehr emotional und einzigartig.
Welcher Mitspieler oder Trainer hat Dich am meisten beeindruckt oder geprägt?
Im Laufe einer Karriere hat man ja oft viele Trainer. Ich konnte von jedem Trainer etwas mitnehmen seinen es positive oder auch negative Eigenschaften und Momente, daher haben mich alle geprägt und etwas zu meiner Karierre beigetragen.
Ich hatte einige Mitspieler die mir heute noch sehr präsent sind.
Wie bereits erwähnt «Vladi» Petkovic, Maurizio Jaccobaci bei der AC Bellinzona zwei unglaublich starke Persönlichkeiten auf und neben dem Platz.
Bein FC Glarus Elmar Landolt, ein absoluter Teamplayer und natürlich auf dem Platz mit seiner Schnelligkeit und Technik einzigartig.
Oder zum Beispiel beim FC Freienbach (1. Liga) mit Harris Skoro (ehem. Serie A Turin)
Ich konnte enorm viel von Ihm profitieren und auch für mich mitnehmen und umsetzten auf dem Fussballplatz.
Bist Du mit dem FC Glarus noch verbunden oder hast Du noch Kontakt zu ehemaligen «Legenden»?
Ab und zu trifft man sich natürlich, einmal im Jahr versuchen wir immer einen Abend zu organisieren wo man sich trifft und über die alten Tage plaudern kann. Im Buchholz bin ich nur selten anzutreffen, aber verfolge das Geschehen sehr genau wie es um die Erste Mannschaft und den Verein allgemein steht.
Erzähl uns doch noch eine Anekdote aus Deiner Zeit beim FC Glarus?
Es gab so viele schöne und bleibende Momente…
Speziell war sicherlich der Moment als plötzlich Hans Peter Briegel in der Kabine sass…
…oder als mich unser damaliger Präsident Ypsch Hösli nach Bellinzona fuhr zur Vertragsunterzeichnung… oder unsere speziellen Morgentrainings bei Wolfgang Frank wo Renato Micheroli und ich stundenlang Flanken schlugen für Georg Zug und Peter Lötscher…auch die Carfahrten an die Auswärtsspiele mit Chauffeur «Sigi» waren legendär…
Werden wir Dich am Legendentag im Buchholz antreffen?
Ganz bestimmt…Termin ist reserviert…