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Sie sind einfach cooler als wir.
Aufgrund eines zusätzlichen Farbkegels in ihrer Netzhaut sind Vögel fähig, Farben zu sehen, die für uns Menschen nicht sichtbar sind. Sie erkennen Farben im ultravioletten Bereich. Mit ihrer UV-Vision sehen Weibchen jeden männlichen Vogel etwas anders. Diese Fähigkeit beeinflusst zum Beispiel die Wahl des männlichen Vogels zur Paarungszeit. Weibliche Vögel sind in ihrer Wahl also wählerischer, als angenommen. Während für uns alle Vögel einer gewissen Art gleich aussehen, erscheinen sie unter Vögeln völlig verschieden.
Der Helmbasilik besitzt die Fähigkeit, auf dem Wasser zu laufen. Er erreicht ein Gewicht von 200-500 Gramm und eine Länge von rund 80 cm. Das Tier läuft und schwimmt nicht nur gut, sondern kann auf den Hinterbeinen stehend über ruhende Gewässer laufen. Dabei erreicht es eine Geschwindigkeit von zwölf km/h. So kann sich der Helmbasilik etwa fünf Meter über dem Wasser halten, bis er schliesslich sinkt. Er drückt seinen Fuss gegen das Wasser, wobei er diesen vertikal nach unten stösst. In einer zweiten Phase stösst er den Fuss nach hinten, um sich so vom Wasser abzustossen.
Die Qualle Turritopis Nutricula hat die Fähigkeit, von der die Menschheit seit Jahrtausenden träumt - sie ist unsterblich. Sobald die Qualle den Höhepunkt ihres Lebens erreicht, verwandelt sich ihr Körper zurück zum Anfangsstadium, statt zu sterben. Sie bildet neue Tentakel, schrumpft ihren Körper und lässt sich auf den Meeresgrund sinken. Wenn das einmal passiert ist, beginnt für die Qualle ein neuer Lebenszyklus. Und das passiert nicht nur einmal, die Qualle kann diesen Prozess immer und immer wiederholen und so ewig leben. Einige Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass auch Menschen diese Fähigkeit irgendwann übernehmen können, um so ewig zu leben.
Der Axolotl verfügt über die Fähigkeit, Glieder, Organe und sogar ganze Teile des Gehirns und Herzens wiederherzustellen. Nach einer Verletzung bildet sich zuerst ein Wundeoithel, was das Gewebe zur Heilung veranlasst. Wenige Tage später bildet sich beim verlorenen Körperteil eine Art Regenerationsknolpe, bei der das Körperteil vollständig nachwächst. Die neuen Körperteile werden aus Zellen entwickelt, die sich zu bestimmten Gewebetypen weiterentwickeln können.
Das Visions-Feld des Menschen liegt bei 50-60 Grad. Für die Chamäleone ist das lächerlich. Sie sind eines der wenigen Tiere, die fähig sind, die Welt in einer 360 Grad Vision zu erkennen. Durch die spezielle Aug-Anatomie können die Tiere ihr Auge in alle Richtungen rotieren. Ausserdem können sie ihre zwei Augen auf jeweils verschiedene Objekte fokussieren - was für den Menschen unmöglich ist.
Der sogenannte Mimik Oktopus kann nicht nur die Farbe seiner Haut ändern, er kann sich auch in die Gestalt eines anderen Lebewesens verwandeln. Der Oktopus übernimmt dabei auch die charakteristischen Eigenschaften des jeweiligen Tieres. Er kann Quallen, Sehzungen, Wasserschlangen und Feuerfische verblüffend echt nachahmen. Der Mimik Oktopus ist ein echter Schauspieler und uns auch in diesem Punkt weit voraus.
Verschiedene Meeressäugetiere verfügen über die Fähigkeit, einen Teil ihres Gehirns in einen Schlafmodus zu versetzen, während der andere Teil wach ist. Unter anderem sind es Delfine, Wale und Orcas, die mit dieser Fähigkeit beglückt wurden. Die Tiere schliessen dabei ihr rechtes Auge und kontrollieren mit der linken Seite des Gehirns das Atmen und die Umwelt. Wenn die linke Seite schläft, funktioniert das Ganze umgekehrt. Diese Funktion ermöglicht den Tieren, ihr Gehirn abwechslungsweise jeweils vier Stunden am Tag auszuruhen.
Das Lauteste, das von einem Menschen gemessen wurde, war der Schrei einer irischen Lehrerin, welche durch das Rufen des Wortes «Quiet» (Ruhe), ganze 121.1 Dezibel erreicht haben soll. Gegen einen Wal ist das aber gar nichts. Er erreicht mit einem Laut ganze 188 Dezibel, was um einiges lauter als ein Flugzeug (140 Dezibel) ist. Es ist so laut, dass es für uns schmerzhaft wäre. Der Laut ist sogar aus 800 Kilometern Entfernung noch zu hören. Die Wale nutzen diese Fähigkeit, um andere Wale im Ozean zu kontaktieren.
Bei der Beobachtung der Route von Zugvögeln erkannte man, dass diese ihre Richtung einst abrupt änderten. Nur wenige Tage später herrschte ein Sturm über der Region. Die Vögel haben also schon Tage vorher gemerkt, dass etwas nicht stimmt und deshalb ihre Richtung geändert. Ein Phänomen, das uns vor vielen Naturkatastrophen retten könnte.