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Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Spielen enttäuscht. Aber wie sieht die Leistung bei den Spielern aus der hiesigen Liga im internationalen Vergleich aus? Eine Analyse.
Wie die Schweizer Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang abschnitt, brannte sich bei unseren Hockeyfans tief ins Gedächtnis. Die Enttäuschung über die bittere Achtelfinalpleite gegen «Erzrivale» Deutschland ist omnipräsent.
Doch wie sieht es eigentlich mit der Schweizer Liga, der National League aus? Hat sie wenigstens gut abgeschnitten? Schliesslich haben in Südkorea die NHL-Spieler gefehlt. Wir bezeichnen die heimische Liga bekanntlich nach der NHL und KHL gerne als drittbeste der Welt.
Da erwartete man im Vorfeld, dass die National-League-Spieler neben jenen aus der russisch geprägten KHL auch bei den anderen Nationen tragende Rollen übernehmen können. So stellten die in der Schweiz engagierten Spieler denn auch die zweitgrösste Delegation des Turniers.
Tatsächlich mischten die Spieler der National League beim olympischen Turnier vorne mit. Mit durchschnittlich 0,375 Punkten pro Spiel haben sie von allen Liga-Vertretern am dritthäufigsten gepunktet. Vor ihr liegen die KHL und – etwas überraschend – die Spieler aus den amerikanischen College-Ligen. Mit Ryan Donato (Harvard) und Troy Terry (University of Denver) führten zwei College-Spieler die Skorerliste des US-Teams an.
Doch diese Statistik ist mit Vorsicht zu geniessen. Einerseits kann die Einsatzzeit der Spieler nicht miteinbezogen werden. Es kann also nicht gesagt werden, ob Spieler aus gewissen Ligen mehr Eiszeit erhalten haben und somit bessere Möglichkeiten hatten, produktiv zu sein.
Andererseits haben statistische Ausreisser (wie beispielsweise die beiden erfolgreichen College-Spieler) beim kurzen Turnierverlauf einen stärkeren Einfluss auf das Endergebnis.
Und ein solcher statistischer Ausreisser war auch das Schweizer Spiel gegen Südkorea. Dort erzielte die Nati, die ausschliesslich aus National-League-Spielern bestand, acht Treffer und verschönerte so das Abschneiden der hier engagierten Akteure.
Streicht man nämlich das Korea-Spiel aus der Wertung (minus 8 Tore und 13 Assists) liegt die National-League nur noch auf Rang 5 der Skorerliste – knapp vor der tschechischen Extraliga und der französischen Ligue Magnus. Die prägenden NL-Spieler sind dabei die Ausländer wie Kanadas Maxim Noreau (2 Tore, 5 Assists) oder Fribourgs Roman Cervenka (3 Tore, 1 Assist) und nicht die Schweizer.
Schaut man auf die Skorerliste der Einzelspieler, dominiert die KHL. Von den besten zehn Punktesammlern des Turniers spielt die Hälfte in der russisch geprägten Liga, darunter die besten vier Skorer. Dazu kommen zwei Athleten aus der schwedischen SHL, ein Spieler aus der deutschen DEL, ein Spieler aus den US-College-Ligen sowie ein Spieler aus der National League.
Der beste Schweizer ist Pius Suter auf Rang 14 mit drei Toren und zwei Assists. Allerdings erzielte er seinen Hattrick eben auch im Spiel gegen Südkorea.
Es wird ersichtlich: Die National League hat das olympische Eishockeyturnier durchaus mitgeprägt. Allerdings wohl weniger stark, als man das im Vorfeld erwartet hat.
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