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Kamerun hat sch wierige Zeiten hinter sich. Aufgrund interner Konflikte wurden mehr als 700.000 Menschen vertrieben. Neben den Konflikten sind die meisten Menschen auch auf persönlicher Ebene von vielen Herausforderungen betroffen. Mafah Cornelius Kuta ist einer davon. Gerade deshalb will er sich darauf konzentrieren, jungen Menschen, die aufgrund von Armut keinen Zugang zu einer hochwertigen Ausbildung haben, die unternehmerische Fähigkeiten vermittelt. Sein Ziel ist es, einen gemischten Lehrplan zu erstellen, der Jugendlichen beibringt, sowohl zu lernen als auch ein Einkommen zu generieren. Er hofft, dass dies zum Aufbau von Kapazitäten, einer unternehmerischen Denkweise, Fähigkeiten zur Finanzverwaltung und/oder zum Zugang zu hochwertiger Bildung führt. In diesem Blog erzählt er die Geschichte von einem Begünstigten von ihm.
Abgang aus dem Dorf Wotutu
“Abang wurde in einem typischen kleinbäuerlichen Umfeld im Dorf Wotutu in der südwestlichen Region Kameruns geboren. Der Lebensunterhalt seiner Familie hing vom Anbau und Verkauf von Nahrungsmitteln wie Gemüse, Kochbananen und Kokospalmen ab. Montags und donnerstags verkauften sie ihre Ernte auf dem “Mile 4”-Markt. Mit dem erzielten Einkommen kaufte seine Mutter andere Lebensmittel wie Trockenfisch, Palmöl, Njanga (kleine Krebse) und Maggi, um den Bedarf der Familie zu decken. Das übrigbleibende Geld wurde gespart und für die Schulgebühren der Kinder verwendet. Die Grundschule konnten Abang und seine beiden Geschwister ohne Probleme besuchen. Die Eltern waren da noch stark genug, um zu arbeiten. Als Abang in die weiterführende Schule kam, änderte sich die Geschichte jedoch. Der Vater starb, nachdem er von einer giftigen Schlange gebissen wurde. Zwei Jahre später starb seine Mutter an Bluthochdruck. Abang und seine beiden Geschwister waren nun Waisen und hatten niemanden, der sich um sie kümmerte oder ihr Schulgeld bezahlte. Abang war gezwungen, die Schule abzubrechen.
Keine Bildung, keine Arbeit
Das Leben im Dorf, ohne Schulbildung und mit begrenzten Arbeitsmöglichkeiten, machte das Leben sehr schwer und sorgte für viel Frustration. Daraufhin zog er nach Douala, der Wirtschaftshauptstadt Kameruns, um Arbeit zu suchen. Da ihm die Mindestqualifikationen fehlten, fand er keine gute Arbeit und lebte schließlich auf der Straße. Er bettelte und stahl zeitweise, um über die Runden zu kommen.
Eines Tages, als ich gerade Tomaten von meiner Farm verkaufte, sah ich Abang auf dem Sandaga-Markt in Douala. Wir sind beide Kinder aus dem Dorf Wotutu und besuchten zusammen die Grundschule und wechselten auf dieselbe weiterführende Schule. Er brach die Schule vor mir ab und wanderte später in die Stadt aus, während ich die Schule fortsetzte und mit einem General Certificate of Education (GCE) abschloss. Zu dieser Zeit waren meine Eltern verstorben, so dass ich nicht zur Universität gehen konnte.
Abgang ist einer von Kuta's ersten Begünstigten
Für mich war diese Zeit auch sehr frustrierend, weil es keine Arbeitsmöglichkeiten gab. Zu meinem Glück konnte ich mit dem Anbau von Tomaten beginnen, um Geld für meinen Lebensunterhalt und mein weiteres Studium zu verdienen. Ich schloss mein Studium ab und wurde Vollzeitunternehmer auf dem Land.
Mein ehemaliger Klassenkamerad Abang sah sehr heruntergekommen aus, als er mir seine Geschichte erzählte und mich fragte, ob ich ihm irgendwie helfen könnte. Das war für mich die Gelegenheit, zu erzählen was ich gemacht hatte, und ich bat ihn, mich auf die Farm zu begleiten. Er willigte ein und folgte mir ins Dorf zurück. Dort betrieben wir zwei Jahre lang gemeinsam Landwirtschaft. Mit den Erfahrungen und Fähigkeiten, die er bei mir beim Anbau und Verkauf von Nahrungsmitteln gesammelt hatte, gründete Abang seinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb. Heute ist er ein stolzer Unternehmer mit zwei Hektar Kakaoanbau und anderen Nahrungsmittelpflanzen.
Abang ist nur einer von vielen Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen standen und/oder stehen. Mein Ziel ist es, Menschen wie ihm Zugang zu Qualifizierungsmaßnahmen zu verschaffen, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und ihren eigenen Weg gehen können.”