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Eine drastische Wertberichtigung zugekaufter Schmelzen hat den US-Alukonzern Alcoa tief in die roten Zahlen gerissen.
Das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen schrieb im vierten Quartal einen Verlust von unterm Strich 2,3 Milliarden Dollar (rund 2,08 Mrd. Fr.). Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Plus von 242 Millionen Dollar. Zudem gab Alcoa einen zurückhaltenden Ausblick auf die Nachfrage 2014.
Chinesische Konkurrenz
«Wir haben uns von einigen Altlasten befreit», sagte Kleinfeld in New York. Alcoa leidet seit einiger Zeit unter schwachen Alupreisen. Kleinfeld hat darauf mit Werksschliessungen reagiert, um die Kosten zu senken. Zunächst fallen jedoch finanzielle Belastungen an. Zwei grosse Zukäufe, deren Firmenwert Alcoa in seinen Büchern deutlich nach unten schraubte, reichen zurück in die Jahre 1998 und 2000.
Zwischenzeitlich hat Alcoa die Konkurrenz chinesischer Aluschmelzen zu spüren bekommen, was trotz einer hohen Nachfrage nach dem leichten Metall die Preise kaputtmacht. Alleine die Wertberichtigungen schlugen mit 1,7 Milliarden Dollar zu Buche.
Schmiergeld-Skandal
Zu den Altlasten gehörte aber auch ein Vergleich mit der US-Justiz in einem Schmiergeldfall bei einer Tochterfirma, der Alcoa unterm Strich 243 Millionen Dollar kostete. Der Umsatz schrumpfte zuletzt um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar.
Während die Nachfrage aus der Luftfahrt- und Verpackungsindustrie schwächer war, berichtete Alcoa von einem Rekordgeschäft mit der Autoindustrie. Diese setzt Alu unter anderem in Motorblöcken ein.