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Das argentinische Forscherteam von Claudia Tambussi und Marcelo Reguero, sowie den Schweden Thomas Mörs und Jonas Hagström orteten die Fossilien im Südsommer 2010/11 auf der Antarktischen Halbinsel. Es handele sich um die ältesten bisher gefundenen Teile eines sogenannten Archaeoceten und die ersten in der Antarktis, erklärte die argentinische Paläontologin Claudia Tambussi am 11. Oktober 2011 auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires.
Das Exemplar gehöre der Familie der Basilosauridae an, eines Wals, der anders als seine Vorfahren ausschliesslich im Wasser lebte. «Seine Anwesenheit in der Antarktis beweise eine schnellere Entwicklung und Verbreitung der Urwale, als bisher angenommen wurde. Ersten Untersuchungen zufolge handele es sich wahrscheinlich um eine Art Vorfahren der heutigen Wale», sagte der Forscher Marcelo Reguero vom staatlichen Antarktis-Institut in Buenos Aires. Die 49 Millionen Jahre alten Knochen seien nicht wesentlich jünger als die Knochen von Urwalen, die vor 53 Millionen Jahren lebten und noch Amphibien waren und auch an Land überleben konnten.
Die Basilosauridae lebten vor ungefähr 50 bis 35 Millionen Jahren und hatten eine schlangenähnliche Gestalt. Sie besassen eine Fluke wie die heutigen Wale, und äussere hintere Gliedmassen, die klein waren und bestenfalls bei der Paarung dienlich gewesen sein könnten, wie von einigen Wissenschaftlern heute vermutet wird. Basilosauruidea war das grösste Säugetier seiner Zeit und erreichte eine Länge von etwa 20 Meter. Davon mass der Kopf etwa 1,5 m, ein grosser Teil der Gesamtlänge wurde von dem langen Schwanz gebildet. Man vermutet heute, dass sich die Basilosauridea ähnlich den heutigen Schwertwalen ein räuberisches Dasein führten und sich von Fischen und kleineren Meeressäugern ernährten. Zum Luftholen musste er im Gegensatz zu den heutigen Walen stets den Kopf aus dem Wasser strecken, da er kein Blasloch besass.
Neben dem Fund in der Antarktis gab es noch solche in Nordamerika, England, Ägypten und Pakistan.