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Chinas industrieller Sektor leidet weiter unter sinkenden Umsätzen und Gewinnen. Die Erträge der chinesischen Stahlhersteller und anderer bedeutender Industriekonzerne schrumpften in den ersten beiden Monaten des Jahres, die Umsatzzahlen verschlechterten sich unter dem Eindruck der globalen Wirtschaftskrise. Im Januar und Februar reduzierten sich die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen um 37% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Sie betrugen 219 Mrd Yuan (32,1 Mrd Euro).
Im Gegensatz dazu hatten die Konzerne ihre Gewinne in den ersten beiden Monaten 2008 gegenüber 2007 noch um 16,5% gesteigert. Der Abfall um 37% war auch um zehn Prozentpunkte steiler als in der Dreimonatsperiode vor November 2008. Während sich die Performance im Kohle- und Ölraffineriesektor verbesserte, fielen die Zahlen quer über alle anderen Industriezweige wie Stahlproduktion, Stromerzeugung, Chemie, Baumaterialien, Maschinenbau, Chemiefasern und Buntmetalle. Der Absturz folgt auf einen über Jahre andauernden Trend mit 20 bis 40% Gewinnwachstum.
Lichtblick bei den Immobilien
Insgesamt verlangsamte sich Chinas Wirtschaftswachstum im 4. Quartal auf 6,8%. Ein Jahr zuvor waren es noch 13% gewesen. Peking prognostiziert für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 8%, einige ausländische Ökonomen erwarten allerdings schlechtere Zahlen. Die Exporte sanken im Februar um 25% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, über das gesamte Jahr 2009 werden sie vermutlich um 10% fallen, erklärte die chinesische Regierung.
Gleichzeitig gibt es aber erste zaghafte Anzeichen, dass sich der chinesische Immobilienmarkt, ein wichtiger Indikator für Chinas Wirtschaft, erholt. Das Volumen der verkauften Wohnimmobilien stieg im Januar und Februar um 1,1%, nachdem es 2008 insgesamt um 20,3% gefallen war. Der aufkeimende Aufschwung hat sich allerdings noch nicht in wachsender Bautätigkeit niedergeschlagen. Weil Chinas Bausektor für grosse Nachfrage nach Stahl und Kupfer sorgt, hat der Immobiliensektor auch erheblichen Einfluss auf die Rohstoffpreise.