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An der Universität Zürich studierten Frauen bereits seit den 1840er-Jahren. Seit den 1860er-Jahren konnten sie sich immatrikulieren und Examen ablegen. An den Universitäten, Bern, Genf, Lausanne und Neuenburg waren sie seit den 1870er-Jahren zu Studium zugelassen. Einzig die Universität Basel hatte Gesuche von Frauen stets abgelehnt. Erst 1890 gab man dem Druck der Erziehungsdirektion nach, die erste Studentin – die Baslerin Emilie Frey – zu immatrikulieren.
Begründet hatte man die späte Zulassung in Basel einerseits mit "prinzipiellen Erwägungen", damit dass die Platzverhältnisse es nicht zuliessen, Frauen aufzunehmen, oder einfach mit der Abneigung gegen "gelehrte Schönheiten".
Auch war die Tatsache, dass hauptsächlich ausländische Frauen zum Studium in die Schweiz kamen, ein Grund restriktiv vorzugehen. Den Anfang des Frauenstudiums hatten nämlich in Zürich Frauen aus dem Russischen Reich gemacht. Andere Ausländerinnen folgten, waren doch die Schweizer Universitäten die einzigen im deutschsprachigen Raum, an denen Frauen im 19. Jahrhundert studieren konnten. Diesen Zustrom wollte Basel verhindern. Selbst als 1890 auch die Universität Basel Frauen zum Studium zuliess, galt das zunächst nur für Schweizerinnen bzw. für Frauen, die in Basel ihre Schulausbildung genossen hatten.