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Proaktive Interessenvertretung der Schweiz
Die Ständige Mission der Schweiz bei der WTO und bei der EFTA hat die Aufgabe, die Arbeit der internationalen Organisationen mit Wirtschaftscharakter in Genf zu verfolgen und mitzugestalten. Hierzu gehören neben der Welthandelsorganisation (WTO) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) auch die Organe der Vereinten Nationen (UNO), die sich mit Wirtschaftsfragen befassen, wie zum Beispiel die Konferenz der Vereinigten Nationen zu Handel und Entwicklung (UNCTAD), die Wirtschaftskommission für Europa (UN/ECE) und das Internationale Handelszentrum der UNCTAD und der WTO (ITC). Durch ihre Präsenz bei der WTO und der EFTA vertritt die Ständige Mission der Schweiz ihre Prioritäten und Interessen im Bereich der internationalen und wirtschaftlichen Beziehungen auf «proaktive Weise». In Abstimmung mit dem WBF, dem SECO und weiteren Departementen engagiert sich die Schweizer Mission in der WTO für eine Doha-Runde, die nicht nur den Marktzugang erweitert, sondern auch die bestehenden Regeln verbessert, wo nötig neue schafft und die Kohärenz zwischen dem multilateralen Handelssystem und anderen Bereichen der Politik, wie zum Beispiel Umwelt, Finanzen und Entwicklung, steigert.
Die Welthandelsorganisation WTO
Die WTO ist die wichtigste internationale Organisation für die Definition von Handelsregeln und ihre Überwachung und die einzige internationale Einrichtung, welche die grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen der Staaten auf globaler Ebene normt.Als Basis der Organisation dienen die von den Mitgliedern ausgehandelten und ratifizierten Abkommen der WTO. Das Ziel ist, die Wirtschaftsentwicklung aller Mitgliedsländer mittels Regeln zu fördern, die sicherstellen, dass der weltweite Waren- und Dienstleistungshandel möglichst frei, unbehindert und ohne Diskriminierung funktionieren kann. Dazu kommt der angemessene Schutz des geistigen Eigentums. Primäre Aufgaben der WTO sind die Verwaltung von bestehenden Handelsverträgen, dieÜberwachung derer Umsetzung im internationalen Recht, das Bereitstellen einesRahmens für die Verhandlung neuer solcher Abkommen, die Schlichtung von Handelsstreitigkeiten sowie das Anbieten von technischer Hilfe und Ausbildung für Entwicklungsländer. Die WTO arbeitet eng mit anderen internationalen Organisationenzusammen, um die Kohärenz der Zusammenarbeit zu erhöhen. Schliesslich organisiert das Sekretariat der WTO jedes zweite Jahr eine Ministerkonferenz, die oberstesOrgan der Organisation für alle Mitgliedstaaten ist.
Die Europäische Freihandelsassoziation EFTA
Die EFTA ist eine intergouvernementale Organisation, die den freien Handel unter ihren Mitgliedern fördert. Seit 1995 gehören ihr Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz an. Die Organisation ist mit drei Hauptaufgaben betraut: Überwachung der EFTA-Konvention, des EWR (dem Norwegen, Island und Liechtenstein angehören und der diese drei EFTA-Staaten in den Binnenmarkt der EU integriert) sowie Aushandlung und Pflege von Freihandelsabkommen mit Drittstaaten. Mit ihren vier Mitgliedstaaten hat die EFTA ein bedeutendes Netzwerk an Freihandelsverträgen abgeschlossen. Bis heute wurden 25 der 28 schweizerischen Freihandelsabkommen mit Partnern ausserhalb der EU im Rahmen der EFTA ausgehandelt.