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05.03.2003
Unique (Flughafen Zürich AG) Jahresabschluss 2002 mit Gewinn – Sparmassnahmen vorgenommen
Zürich-Flughafen, 6. März 2003: Unique (Flughafen Zürich AG) schliesst das Geschäftsjahr 2002 bei einem Umsatz von 528 Mio. Franken (Vorjahr 538 Mio.) mit einem Gewinn in Höhe von 8,1 Mio. Franken ab und erwirtschaftete 138 Mio. Franken Cashflow. Im Geschäftsjahr 2002 wirkte sich die Auflösung der SAirGroup auf den Flughafen Zürich entscheidend aus. Die damit verbundene Strukturbereinigung (Übernahme von Infrastrukturen der flugnahen Betriebe durch Unique (Flughafen Zürich AG), beispielsweise die Gepäcksortier- sowie die Flugzeugenergie-Versorgungsanlage) führte sowohl zu Zusatzinvestitionen als auch zu Mehreinnahmen und Mehrkosten. Um für negative Marktveränderungen gerüstet zu sein, beschliesst die Flughafenbetreiberin ein Sparpaket im Bereich Betriebskosten in Höhe von rund 20 Mio. Franken und Investitionen in Höhe von 100-120 Mio. Franken.
Das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 11,4 Prozent auf 207 Mio. Franken. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, auf die Ausschüttung einer Dividende wie bereits im letzten Jahr zu verzichten. Die Finanzierung anstehender Projekte und die Liquidität der Unique (Flughafen Zürich AG) sind gesichert. Unique (Flughafen Zürich AG) erhielt von Standard & Poors am 14. Februar 2003 ein BBB Rating (Triple B).
Bei den Erträgen aus dem Nicht-Fluggeschäft (Non-Aviation) wurden im Berichtsjahr 242 Mio. Franken (Vorjahr: 259 Mio.) erzielt. Der Rückgang in diesem Segment ist in erster Linie auf den Wegfall von externen Mietzinseinnahmen von Infrastruktur (z.B. Gepäcksortieranlage), die neu von Unique (Flughafen Zürich AG) selbst betrieben wird, zurückzuführen. Bei den Erträgen aus dem Fluggeschäft (Aviation) erhöhten sich die Erträge auf 287 Millionen Franken (Vorjahr 280 Millionen).
Im Berichtsjahr benutzten 17'948’058 Passagiere (minus 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) den Flughafen Zürich als Ausgangs- oder Zielpunkt ihrer Flugreise. Der Verkehrsrückgang im Berichtsjahr ist in erster Linie auf die geringere Transportleistung des im Vergleich zu Swissair und Crossair um rund ein Viertel kleineren Homecarriers, dessen Anteil sich von 64 auf 60 Prozent reduzierte, zurückzuführen. Im Linienverkehr wurden 15'904’090 (minus 15,9 Prozent zum Vorjahr) und im Charterverkehr 1'997'983 (minus 2,7 Prozent zum Vorjahr) Passagiere gezählt. Auf die allgemeine Luftfahrt entfielen 45'985 (plus 9,2 Prozent zum Vorjahr) Reisende. Von Januar bis Dezember 2002 erfolgten auf den drei Pisten des Flughafens Zürich insgesamt
282’154 (minus 8,8 Prozent zum Vorjahr) Starts oder Landungen. Aufgeteilt nach den verschiedenen Kategorien entfielen auf den Linienverkehr 230'699 (minus 10,0 Prozent zum Vorjahr), auf den Charterverkehr 17'021 (minus 4,4 Prozent zum Vorjahr) und auf die allgemeine Luftfahrt 34'434 (minus 2,1 Prozent zum Vorjahr) Flugbewegungen. Der Rückgang der Flugbewegungen wirkte sich erneut auch im Frachtbereich aus. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 421'811 (minus 14,4 Prozent zum Vorjahr) Tonnen Güter via Flughafen Zürich transportiert. Die Post beförderte im Berichtsjahr 22'990 Tonnen oder 6,0 Prozent mehr Luftpost als im Jahr zuvor.
Die Arbeiten der 5. Bauetappe liegen im Termin- und Kostenplan, sodass im Jahr 2003 verschiedene Objekte fertig gestellt und in Betrieb genommen werden können. Das Dock E (Midfield) wird am 1. September 2003 in Betrieb genommen. Auf den gleichen Zeitpunkt erfolgt die Passagiergebührenanpassung.
Massnahmen zu Senkung von Betriebs- und Investitionskosten
Das veränderte wirtschaftliche und weltpolitische Umfeld hat Unique (Flughafen Zürich AG) veranlasst, nach der Inbetriebnahme des Dock E am 1. September innerhalb von vier Wochen die Gates B 31 bis B 39 stillzulegen. Mit diesen Massnahmen ist ein Abbau von Stellen verbunden. Unter Berücksichtigung von natürlichen Abgängen und Umbesetzungen werden Entlassungen in einer Grössenordung von ca. 30 Vollzeitstellen erfolgen. Das Check-in B, die Shops, die Besucherterrasse und die gastronomischen Betriebe sind von diesen Massnahmen nicht tangiert und stehen weiterhin den Passagieren und Besuchern zu Verfügung. Die Busgates B 21 bis B29 bleiben in Betrieb, die Busgates A 51 bis A 56 hingegen werden stillgelegt, die gesamte übrige Infrastruktur bleibt in Betrieb und wird durch die erwähnten Massnahmen verstärkt ausgelastet. Die provisorischen Busgates C (im Zelt) werden planmässig mit der Inbetriebnahme des Dock E stillgelegt. Damit werden jährlich Betriebs- und Unterhaltskosten in Höhe von ca. 20 Mio. Franken eingespart. Durch Verzicht auf Investitionen für den weiteren land- und luftseitigen Ausbau des Flughafens Zürich im Rahmen der 5. Bauetappe, werden im Verlauf der nächsten drei Jahre 100-120 Mio. Franken eingespart werden.