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Studien zur Wahrnehmung von Bitcoin (BTC) durch die Verbraucher sind fragmentiert und spärlich: Umfragen zur Einstellung gegenüber Bitcoin konzentrierten sich bisher hauptsächlich auf den Kenntnisstand der Verbraucher über diese Anlageklasse und nicht auf Bitcoin als langfristigen Wertspeicher. Viele dieser Umfragen sind mittlerweile veraltet. Also, wie steht es aktuell um die Bitcoin-Adoption?
Darüber hinaus wurden nur wenige Studien zu den Auswirkungen von Marktschwankungen auf das Vertrauen in Bitcoin durchgeführt – wie beispielsweise der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise. Eine für TheTokenist.io durchgeführte Studie im April soll diese Wissenslücke schliessen: Es wurden 4.852 Teilnehmer in 17 Ländern befragt. Die Teilnehmer sind zwischen 18 und 65 Jahre alt, wobei knapp die Hälfte (über 43 %) der Befragten der Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren angehören.
Als Grundlage für den Vergleich wurden mehrere Umfragen aus dem Jahr 2017 verwendet, um zu bewerten, wie sich die Einstellungen zum Krypto-Asset in den letzten drei Jahren geändert haben.
Studie zur Bitcoin-Adoption: Die wichtigsten Ergebnisse in Übersicht
Die Studienergebnisse zeigten einen deutlichen Anstieg der positiven Stimmung. Die Bitcoin-Adoption, besonders als langfristigen Wertspeicher schreitet weiter voran:
- Über 45 % der Befragten bevorzugten Bitcoin gegenüber Aktien, Immobilien und Gold.
- 61 % der Befragten (und 78 % der Millennials) sind inzwischen mit BTC vertraut.
- 14 % der Millennials haben den Vermögenswert schon besessen.
- 60 % der Befragten waren der Meinung, dass Bitcoin eine positive Innovation in der Finanztechnologie darstellt.
- 47 % der Befragten vertrauen Bitcoin gegenüber Grossbanken.
- 59 % der Millennials glauben, dass innerhalb des nächsten Jahrzehnts die meisten Menschen Bitcoin verwenden werden.
- 44 % der Millennials gaben an, dass sie BTC voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren kaufen werden.
Vergleich von Bitcoin mit anderen finanziellen Vermögenswerten
Über 45 % der Befragten würden lieber Bitcoin als Aktien, Immobilien und Gold besitzen, was einer Steigerung von 13 % gegenüber dem Ausgangswert von 2017 entspricht. Der Anstieg ist vor allem bei den männlichen Millennials zu verzeichnen, die jetzt lieber BTC als Staatsanleihen besitzen würden. Solche Personen tragen damit aktiv zur Bitcoin-Adoption bei.
Während Bitcoin seit 2017 mehrere Volatilitätszyklen durchlaufen hat, ist es nach wie vor das führende alternative Asset – vor allem bei jüngeren Anlegern. Dieses wachsende Vertrauen zeigt sich in einer enormen Zunahme des öffentlichen Vertrauens in BTC als Anlageklasse – vor allem seit den jüngsten COVID-19-Marktschwankungen, wenn Zentralbanken massiv Geld drucken.
Vertrautheit mit Bitcoin erheblich zugenommen
Laut Studiendaten hat die Vertrautheit mit Bitcoin seit 2017 erheblich zugenommen: 36 % aller Befragten sind jetzt mit BTC einigermassen vertraut und 6 % der Befragten haben es schon besessen. Während im Jahr 2017 die Mehrheit der Befragten von BTC gehört hatte, aber nicht damit vertraut war, hat im Jahr 2020 die Mehrheit der Befragten angegeben, mit Bitcoin zumindest einigermassen vertraut zu sein.
Diese Tatsache ist wahrscheinlich das Ergebnis des schnell wachsenden Profils von BTC in den Medien und der verstärkten Unterstützung von Bitcoin bei Einzelhändlern. In den letzten drei Jahren wurde BTC zunehmend in der Mainstream-Presse behandelt, die nach wie vor die Hauptinformationsquelle für Personen über 65 Jahre ist. Viele Einzelhändler, insbesondere Onlineshops, unterstützen mittlerweile Bitcoin-Zahlungen, was möglicherweise die gestiegenen Akzeptanzraten bei Millennials erklärt.
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BTC als positive Innovation in der Finanztechnologie
Die Einstellungen zu BTC werden klarer und positiver: 60 % der Befragten waren der Meinung, dass Bitcoin eine positive Innovation in der Finanztechnologie darstellt, was einer Steigerung von 27 % in den letzten drei Jahren entspricht. Diese Daten bedeuten, dass das Wissen über BTC in den letzten drei Jahren dramatisch zugenommen hat. Im Jahr 2017 fühlten sich 40 % der Befragten nicht in der Lage zu beurteilen, ob die Technologie eine positive finanzielle Innovation darstellt.
Vertrauen in Bitcoin und in grosse Banken
In den letzten drei Jahren gab es einen erheblichen Vertrauensverlust in traditionelle Bankinstitute, wovon Bitcoin stark profitierte. 47 % der Befragten vertrauen mehr Bitcoin gegenüber Großbanken, was einem Anstieg von 29 % in den letzten drei Jahren entspricht. Das gestiegene Vertrauen in BTC ist vor allem bei Millennials zu beobachten. Befragte über 65 scheinen dagegen nur sehr ungern auf BTC zu vertrauen: 93 % der Senioren vertrauen immer noch großen Banken und dieses Vertrauensniveau ist seit 2017 im Wesentlichen konstant geblieben.
Vor drei Jahren waren viele der grössten BTC-Broker relativ neu und erhielten daher ein geringes Vertrauensniveau. Nun scheint es eine Wertschätzung für die Reife und Stabilität dieser Anbieter zu geben.
Bitcoin halten oder verkaufen?
Die meisten Befragten würden an Bitcoin festhalten. Eine deutlich geringere Anzahl (9 %) würde es sofort weiterverkaufen. Es gab jedoch einen leichten Anstieg der Anzahl der Personen, die Bitcoin ausgeben würden. Dies ist möglicherweise ein Hinweis auf die Anzahl der Online-Shops, in denen dies jetzt möglich ist.
Im Jahr 2020 geben 44 % der Millennials an, dass sie BTC voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren kaufen werden. Die Bitcoin-Adoption schreitet also speziell bei Jüngeren weiter voran. Trotzdem ist die Zahl der über 65-Jährigen, die eine Investition in Bitcoin tätigen würden, in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Die meisten der über 65-Jährigen (fast 80 %) denken nicht, dass sie in den nächsten 5 Jahren in Bitcoin investieren würden.
Das Vertrauen, dass Bitcoin zu einer weit verbreiteten Währung wird, hat in den letzten drei Jahren zugenommen. 43 % der Befragten und 59 % der Millennials glauben, dass die meisten Menschen Bitcoin innerhalb des nächsten Jahrzehnts verwenden werden. Der grösste Vertrauenszuwachs ist in der Altersgruppe der Millennials zu verzeichnen. Über 65-Jährige sind weiterhin skeptisch, dass die Währung die allgemeine Akzeptanz erreichen wird.
Bitcoin als immaterielles Gut
Die Anzahl der Befragten, die den Wert von Bitcoin nicht sehen, weil es sich um ein immaterielles Gut handelt, ist seit 2017 erheblich zurückgegangen. Über ein Drittel der Millennials hat jetzt kein Problem mit der immateriellen Natur von BTC. Im Jahr 2017 war fast die Hälfte der Befragten (49 %) der Ansicht, dass BTC wegen seiner Unberührbarkeit eine nicht vertrauenswürdige Investition darstellt. Heute denken dies nur noch 15 % der Menschen – und diese konzentrieren sich größtenteils auf ältere Altersgruppen.
Fazit zur Studie zur Bitcoin-Adoption
In den Jahren nach dem Marktcrash 2008 entwickelte sich Bitcoin immer mehr als Alternative zu traditionellen Vermögenswerten. Im letzten Jahrzehnt hat das Vertrauen in grosse Finanzinstitute stetig abgenommen – und die COVID-19-Pandemie hat diesen Prozess nur beschleunigt.
Bei allen befragten Alters- und Geschlechtergruppen konnte ein erhöhtes Wissen über Kryptowährungen sowie wachsendes Vertrauen in Bitcoin festgestellt werden. Dieser Effekt war bei Millennials am ausgeprägtesten, von denen 45 % jetzt bevorzugt in Bitcoin investieren würden – lieber als in Aktien, Immobilien und Gold.
Diese Daten deuten darauf hin, dass Bitcoin eine glänzende Zukunft hat und von der aktuellen Marktkrise wahrscheinlich stark profitieren wird. Da das Vertrauen in traditionelle Anlageinstrumente abnimmt, sehen viele Anleger in Bitcoin einen alternativen, langfristigen Wertspeicher.
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