Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03646.jsonl.gz/1594

Bis Mitte September sind in der Schweiz knapp 60 Menschen ertrunken. Rund 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich an und in offenen Gewässern. Knapp 80 Prozent aller Ertrinkungsopfer machen Männer aus. In den vergangenen zehn Jahren wiesen Personen zwischen 15 und 30 Jahren eine hohe Anzahl der Ertrinkungsfälle auf. Nicht so im Sommer 2022. Vor allem Menschen zwischen 70 und 85 Jahren befanden sich unter den Ertrinkungsopfern.
Hitzesommer lockte zur Abkühlung
Als Grund für die hohe Zahl der Wasserunfälle mit tödlichen Folgen, nennt die SLRG in einer Mitteilung die heissen Temperaturen. Der warme, schöne Sommer habe mehr Menschen ans, ins und aufs Wasser gelockt und habe damit auch die Wahrscheinlichkeit von Ertrinkungsunfällen erhöht.
Wenig Unfälle in den Badis
Offene Gewässer hätten schon in den vergangenen Jahren die meisten Opfer gefordert. Aber Todesfälle in Seen seien in diesem Jahr neu. Demnach ertranken zehn Prozent mehr Menschen im See als in den zehn vorangegangenen Jahren.
Die tödlichen Unfälle in Badeanstalten blieben mit drei Fällen auf einem tiefem Niveau. Zwei davon betrafen Kinder im Alter von jeweils vier und fünf Jahren. Beim dritten Unglücksfall war ein 46-jähriger Mann betroffen, bei welchem während des Schwimmens ein medizinisches Problem auftrat.