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Ein angebliches Interview mit Ägyptens Ex-Präsidenten Husni Mubarak sorgte für Aufregung. Im Anschluss an den wieder aufgenommenen Prozess gegen Mubarak schlich sich ein Reporter der Zeitung "Al-Watan" nach eigenen Angaben zu Mubarak in den Helikopter.
Im Gespräch auf dem Flug zurück ins Gefängnisspital wollte Mubarak offenbar den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi nicht bewerten. Der neue Staatschef habe solch schwere Aufgaben zum ersten Mal zu meistern, soll Mubarak lediglich gesagt haben. "Wir sollten seine Leistungen nicht jetzt schon beurteilen."
Ein Anwalt des Ex-Präsidenten behauptete allerdings, das Interview sei frei erfunden. Farid al-Dib sagte der Zeitung "Al-Ahram" (Online) am Sonntag: "Das ganze Interview ist eine Lüge." Mubarak habe nie mit dem Journalisten gesprochen.
Begleitet von Tumulten hatte am Vortag der Prozess gegen Mubarak wieder neu begonnen. Der wegen des Todes von Hunderten Demonstranten angeklagte 85-Jährige plädiert auf "nicht schuldig".
Ägyptens Langzeitmachthaber Husni Mubarak weist alle Schuld am Tod von Hunderten Demonstranten während des Arabischen Frühlings von sich. Im Mammutprozess, der am Samstag in der Polizeiakademie in Kairo mit einem neuen Richter von vorn begann, plädierten er und alle seine Mitangeklagten auf "nicht schuldig".
Nach Verlesung der Anklage und hitzigen Diskussionen mit den Vertretern der Nebenklage wurde die Verhandlung vertagt. Der nächste Termin ist nach Angaben des ägyptischen Staatsfernsehens der 8. Juni.
SDA-ATS