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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Montag gestützt von einem schwächeren Dollar von anfänglichen deutlichen Verlusten etwas erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Nachmittagshandel 115,57 US-Dollar. Das waren 2 Cent weniger als am Freitag. Am frühen Nachmittag war der Brentpreis zeitweise bis auf 114,55 Dollar gesunken. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 69 Cent auf 104,71 Dollar, nachdem er zeitweise bis auf 103,60 Dollar gefallen war.
Die Rückeroberung der wichtigen libyschen Ölhäfen Brega und Ras Lanuf durch die Rebellen habe offensichtlich Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung der Öllieferungen verstärkt, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Ölproduktion in den von den Rebellen kontrollierten östlichen Regionen des Landes soll sich derzeit auf lediglich 100.000 bis 130.000 Barrel pro Tag belaufen. Vor dem Ausbruch der Unruhen wurden im Osten Libyens rund 1 Million Barrel pro Tag und damit zwei Drittel der gesamten libyschen Ölproduktion gefördert. Eine baldige Rückkehr zu diesem Produktionsniveau ist laut Commerzbank angesichts der Zerstörungen an der Infrastruktur allerdings unwahrscheinlich. Die Erholung am späten Nachmittag führten Händler zudem auf den gesunkenen Dollarkurs zurück. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen attraktiver.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 110,91 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/wiz
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