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Beiträge «Die 300 reichsten Schweizer wurden noch reicher» und «Die Vermögensschere geht weiter auf» von «10 vor 10» beanstandet
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Mit Ihrer E-Mail und Ihrem Brief vom 25. November 2017 beanstandeten Sie die Sendung «10 vor 10» (Fernsehen SRF) vom 23. November 2017 und dort die Beiträge «Die 300 reichsten Schweizer wurden noch reicher» [1] und «Die Vermögensschere geht weiter auf» [2]. Ihre Eingabe entspricht den formalen Anforderungen an eine Beanstandung. Ich kann folglich darauf eintreten.
A. Sie begründeten Ihre Beanstandung wie folgt:
«Trotz der von den zuständigen Stellen immer wieder bestrittenen Linkslastigkeit des Schweizer Fernsehens war der Beitrag der Sendung 10 vor 10 vom vergangenen Donnerstag wieder einmal das beste Beispiel, dass die Behauptung der Linksorientierung von SRF mindestens hin und wieder zutrifft.
Bereits in der Einleitung der Sendung stellte die Moderatorin Andrea Vetsch fest, dass die Reichen nochmals reicher geworden seien und erstmals ein ehemaliger Bundesrat zu den zehn Reichsten unseres Landes gehöre (wer wohl?). In der Sendung erwähnte sie dann die Familie Kamprad als Reichste mit einem Vermögen von ca. 47 Mia. (gezeigt wird ein Bild der drei Söhne von Ingvar Kamprad). Dann präsentierte sie Jorge Lemann als die ‚Nummer 2‘ und anschliessend die Familien Hofmann und Oeri als die ‚Nummer 3‘. Über die ‚Nummern 4 – 9‘ wurde nichts gesagt, doch dann kam selbstverständlich als Nummer 10 die Familie Blocher mit einem Vermögen von 11 – 12 Mia. dran. Dabei wurde ein Foto von Christoph und Silvia Blocher gezeigt. Dadurch wurde bei den Zuschauern eindeutig der falsche Eindruck erweckt, dass die Beiden ein solches Vermögen ihr Eigen nennen.
In der BILANZ 12/2017 wird auf Seite 96 Markus Blocher als Aufsteiger mit einem Plus von 4 Mia. präsentiert. Ausserdem kann auf Seite 97 nachgelesen werden, dass 8 der 10 Reichsten ihren Milliardensegen den Aktienmärkten verdanken. Wortwörtlich ist auf Seite 98 festgehalten, dass der reichliche Vermögensschub primär auf die von den drei Schwestern Magdalena Martullo-Blocher (48), Rahel Blocher (41) und Miriam Baumann-Blocher (42) gehaltene Mehrheitsbeteiligung an Emschemie zurückzuführen ist; deren Aktien haben um Jahresfrist um ein Drittel zugelegt. Dazu kommen die saftigen Kursgewinne der von ihrem Bruder Markus Blocher (46) dominierten Dottikon ES. Korrekterweise wird im Artikel der BILANZ im Zusammenhang mit dem gestiegenen Vermögen Christoph und Silvia Blocher nicht erwähnt! Blocher selbst hat bekanntlich vor 14 Jahren den grössten Teil seiner Ems-Aktien an seine vier Kinder vererbt. Dass Aktien auch zu massiven Vermögensverlusten führen können, wird natürlich mit keinem Wort erwähnt...
Meines Erachtens ging es bei dieser Berichterstattung in erster Linie darum, dem Ruf von Christoph Blocher zu schaden und ihn in ein schlechtes Licht zu rücken.
Dass anschliessend an die Feststellungen von Andrea Vetsch der Soziologe Robert Luder zu Wort kam, war für mich symptomatisch. Da klagte wieder einmal einer, dass eine gute halbe Million Menschen in unserem Land unter der Armutsgrenze leben (ein Einkommen von monatlich weniger als 2’240 CHF hätten). Allerdings treffen die 2’240 CHF nur auf Einzelpersonen zu. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder sind es jedoch 3’984 CHF. Dazu müsste auch erwähnt werden, dass die Aussage zum Einkommen von weniger als 2'240 CHF resp. 3'984 CHF pro Monat vermutlich nur auf die 145'000 ‚Working Poor‘ zutrifft. Die restlichen gut 400'000 sind wahrscheinlich ohne Arbeit; verfügen somit über kein eigentliches Einkommen. Luder vertrat abschliessend die Meinung, dass die Reichen (noch) mehr geben müssten, damit die sog. Öffentliche Hand auch (noch) mehr Mittel an die Armen verteilen könnte.
Schlussendlich halte ich fest, dass die verantwortlichen Leute der schweizerischen Linksparteien diese Sendung kaum besser in ihrem Sinne hätten gestalten und Werbung für ihre Anliegen machen können als dies die Mitarbeitenden von SRF mit ihrem Beitrag gratis getan haben! Auch dafür haben wir alle Gebühren bezahlt....»
B. Die zuständige Redaktion erhielt Ihre Beanstandung zur Stellungnahme. Für die Sendung „10 vor 10“ antwortete deren Redaktionsleiter, Herr Christian Dütschler:
„Herr X beanstandet unsere Berichterstattung über die 300 reichsten Schweizer vom 23. November 2017.
Das Wirtschaftsmagazin Bilanz präsentiert jedes Jahr ein Ranking, das die 300 reichsten Schweizer und ihre Vermögen auflistet. 10vor10 berichtete schon mehrfach darüber. Anlässlich der diesjährigen Publikation haben wir in einem ersten Beitrag die neuste Rangordnung vorgestellt und in einem zweiten Bericht auf die Vermögenschere fokussiert, welche weiter zugenommen hat.
1. Herr X kritisiert, dass wir die Ränge 1 bis 3 sowie den Rang 10 (Familie Blocher) zeigen, die Ränge 4 bis 9 jedoch nicht.
Die Ränge 1 bis 3 erwähnen wir in der Überzeugung, dass die Zuschauer wissen wollen, wer die ersten drei Ränge in einem Ranking belegt. Die Podestplätze sind in einer ‚Rangverkündung’ sozusagen gesetzt. Auf den Plätzen 4 bis 9 sind die Familien Safra, Brenninkmeijer, Bertarelli, Carvalho-Heineken, Vekselberg und Schindler – also alles Familien, die den Schweizer Zuschauern weniger bekannt sein dürften. Die Familie Blocher dagegen ist sehr wohl bekannt und dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt in den Top 10. Zusammengerechnet kommt die Familie Blocher auf ein Vermögen von 11 bis 12 Milliarden Franken, das sind 4 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Somit ist die Familie Blocher der grösste Aufsteiger im diesjährigen Ranking. Das macht sie zusätzlich erwähnenswert. Wir sind davon ausgegangen, dass eine entsprechende Erwähnung auch unsere Zuschauer interessiert.
Die Bilanz schätzt das Interesse ihrer Leserinnen und Leser und die Relevanz des Themenzugriffs ähnlich ein. So zeigt das Magazin bereits im Inhaltsverzeichnis ein Foto von Christoph und Silvia Blocher. Es ist übrigens das einzige Bild im Inhaltsverzeichnis zu den ‚300 reichsten Schweizern‘, es werden keine weiteren Gesichter gezeigt.
2. Der Beanstander findet es nicht korrekt, dass ein Foto von Silvia und Christoph Blocher gezeigt wird. So entstehe der Eindruck, das gesamte Vermögen gehöre dem Ehepaar Blocher.
Im Beitrag wird gleich in der ersten Erwähnung explizit gesagt, dass es sich um die Familie Blocher handelt. So heisst es im Beitrag wörtlich:
<Manche legten dank Börse, aber auch dank steigenden Immobilien- und Kunstpreisen, gleich um Milliarden zu. Allen voran: die Familie Blocher.>
Zusätzlich zum Begleittext wird ein Bildausschnitt aus der Bilanz gezeigt, wo ersichtlich wird, dass es um die ‚Familie Blocher‘ geht und nicht ausschliesslich um das Ehepaar Blocher. Zur Familie Blocher gehören neben Silvia und Christoph Blocher auch die vier Kinder Magdalena Martullo-Blocher, Rahel Blocher, Miriam Baumann-Blocher und Markus Blocher. Im Beitrag ausdrücklich erwähnt werden die Kinder Magdalena Martullo-Blocher sowie Markus Blocher, da sie es sind, die vor allem für den Vermögenszuwachs verantwortlich sind.
Dirk Schütz, Chefredaktor der Bilanz macht dann in einem Statement auch auf diesen Umstand aufmerksam:
<Das liegt vor allem daran, dass die Ems Chemie, die Firma von der Magdalena Martullo Blocher sehr stark an der Börse zugelegt hat und auch die Dottikon, die Firma von Markus Blocher, hat sehr stark an der Börse gewonnen und dadurch sind diese sehr grossen Zugewinne zu erklären. Und dann kommen die jährlichen Dividenden noch dazu, sodass bei dem Clan wirklich keiner derben muss.>
Somit wird klar, dass der Vermögenszuwachs in erster Linie auf Beteiligungen von Christoph Blochers Kinder zurückzuführen ist. Dass der Gewinn vor allem den Aktienmärkten zu verdanken ist, kommt im Statement von Dirk Schütz ebenfalls deutlich zum Ausdruck.
Das Foto, welches Silvia und Christoph Blocher gemeinsam abbildet, stammt aus dem Original-Artikel der Bilanz. Wir haben das Bild aus dem Magazin abgefilmt. Alle von uns verwendeten Personen-Bilder stammten übrigens aus der Zeitschrift Bilanz, es war also die Zeitschrift selber, welche diese Bilder für die Berichterstattung verwendet hat.
3. Grundsätzlich ist Herr X der Ansicht, dass es in dem Beitrag lediglich darum ging, dem Ruf von Christoph Blocher zu schaden und ihn in ein schlechtes Licht zu rücken.
Diesen Vorwurf möchten wir entschieden von uns weisen. Im ersten Beitrag geht es einzig und allein darum, das neuste Bilanz-Ranking der reichsten Schweizer zu thematisieren und die wichtigsten Resultate zusammen zu fassen. Dabei gehen wir nebst den Podestplätzen noch näher auf einen interessanten Neuzugang in den Top 10 ein, der zugleich auch den grössten Vermögenszuwachs auf sich verbuchen kann: die Familie Blocher.
4. Weiter kritisiert der Beanstander die Aussagen des Soziologen Robert Fluder, der im zweiten Beitrag zu Wort kommt.
Im zweiten Beitrag betrachten wir dann die Vermögensschere in der Schweiz genauer und fragen, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn die Unterschiede zwischen Arm und Reich derart gross sind. Schon in der Moderation wird gesagt, dass sich die Vermögen hierzulande auf weniger Menschen verteilen als dies in anderen Ländern der Fall ist.
Zu Beginn des Beitrages kommt Jean-Paul Clozel zu Wort. Er ist in der Biotech-Industrie tätig und dank guter Geschäfte auch in der Liste der 300 reichsten Schweizer vertreten. Jean-Paul Clozel weist im Zusammenhang mit seinem Vermögen von geschätzten 2 Milliarden Franken wörtlich auf folgenden grundlegenden Zusammenhang hin: <Sie können keine unabhängige Medikamenten-Forschung betreiben, wenn sie kein Geld haben.>
Nebst Clozel nimmt auch der Unternehmer Ulrich Bettermann Stellung sowie der vom Beanstander kritisierte Soziologe Robert Fluder.
Mit Jean-Paul Clozel und Bettermann kommen im zweiten Beitrag also gleich zwei Personen zu Wort, welche auf Robert Fluders Äusserungen reagieren können und ihm widersprechen.
So meint Fluder: <Es gibt Studien, die zeigen, dass übermässige Ungleichheit negativ mit dem Wohlbefinden der Menschen zusammenhängt, mit der Zufriedenheit, der gesundheitliche Faktor, der zu zunehmender Kriminalität führt und natürlich auch den Zusammenhalt der Gesellschaft beeinträchtigen.>
Darauf entgegnet Ulrich Bettermann, Inhaber einer führenden Elektro-Installationstechnik Firma: <Diese Gefahr seh‘ ich nicht. In der Schweiz wird es sicherlich nicht brüchig, dafür geht uns ja wirklich zu gut. Wenn sie die Leute fragen, werden sie ihnen das auch bestätigen.>
Weiter wirft Fluder die Frage auf, ob man nicht <die hohen Spitzenvermögen mehr zur Kasse beten müsste> - also höher besteuern sollte. Auch darauf kann Ulrich Bettermann kontern: <Kapital ist immer ein scheues Reh und das würde aus der Schweiz dann sicherlich in andere Länder übertreten.>Der Unternehmer Jean-Paul Clozel fügt hinzu: <Statt alles dem Staat zu geben, konnten wir immer wieder Geld in neue Produkte investieren - also in Reichtum für die nächste Generation. Wir haben ein sehr gutes System.>
Die Zuschauer hören somit zahlreiche Argumente von beiden Seiten und sind so durchaus im Stande, sich selbst eine Meinung zu bilden.
5. Zudem findet Herr X die Aussage in Bezug auf die Armutsgrenze grundsätzlich problematisch.
Bezüglich der Armutsgrenze heisst es im Beitrag:
<Gleichzeitig lebt gemäss Bund über eine halbe Million Menschen unter der Armutsgrenze - also mit weniger als 2240 Franken monatlich. Darin sind zwar Studenten eingerechnet, und es sind weniger Arme als vor zehn Jahren, aber immer noch viele.>
Diese Aussage wird aus dem Off gesprochen und stammt nicht, wie vom Beanstander behauptet, von Robert Fluder. Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Statistik.[3] Wörtlich schreibt das BFS dort: <In der Schweiz waren im Jahr 2015 7,0% der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Einkommensarmut betroffen. Dies entspricht rund 570‘000 Personen.> Und weiter: <Im Jahr 2015 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2239 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3984 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.>
Die Aussage, dass über eine halbe Million Menschen unter der Armutsgrenze, also mit 2240 Franken monatlich, leben, entspricht also den Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Im Beitrag wird zudem darauf hingewiesen, dass auch Studenten in diese halbe Million miteingerechnet sind. Diese Aussage ordnet die Zahl ein und relativiert sie noch. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass es zwar immer noch viele Arme gebe, die Gesamtzahl heute aber tiefer sei als vor zehn Jahren. Wir sind der Meinung, dass die Aussage über die Zahl der Menschen, die in der Schweiz unter der Armutsgrenze leben, trotz der Kürze sehr differenziert war. Eine weitere Ergänzung mit der Zahl eines Familienhaushaltes (3984 Franken) von zwei Erwachsenen und zwei Kindern schien uns nicht notwendig, damit sich die Zuschauer ein eigenes Bild machen können. Und ob von der halben Millionen Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, ‚gut 400'000‘ ohne Arbeit sind – wie der Beanstander spekuliert – stellt unsere Aussage nicht in Frage. Dennoch sind all diese Menschen von Armut betroffen. Wir sind deshalb der Meinung, dass die von uns verwendeten Zahlen zutreffend und genügend differenziert dargestellt worden sind.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass die Berichterstattung insgesamt korrekt ist. Sie ist ausgewogen, sachlich und erlaubt es dem Publikum jederzeit, sich eine eigene Meinung zu bilden. Aus diesen Gründen bitten wir Sie, die Beanstandung zurückzuweisen.“
C. Damit komme ich zu meiner eigenen Bewertung der Sendung. Ich sehe nicht, was die Erwähnung der Familie Blocher als Aufsteigerin unter die zehn Reichsten der Schweiz mit der Linkslastigkeit der Fernseh-Journalisten zu tun haben soll. Es war sicher richtig, die in der „Bilanz“ publizierte Rangliste der Reichsten der Schweiz – die 300 Reichsten und die zehn Allerreichsten – in der Sendung „10 vor 10“ aufzugreifen, denn das interessiert das Publikum. Und es war logisch und legitim, besonders zu erwähnen, dass die Familie Blocher erstmals unter die zehn Reichsten vorgestoßen ist. Zur Familie Blocher gehören alle, die an ihrem Vermögen teilhaben, nämlich die Kinder Magdalena Martullo-Blocher, Rahel Blocher, Miriam Baumann-Blocher und Markus Blocher sowie die Eltern Christoph und Silvia Blocher. Als Christoph Blocher 2003 Bundesrat wurde, hat er sein Vermögen durch fünf geteilt: Je ein Fünftel für die vier Kinder und ein Fünftel für sich und seine Frau.[4] Die drei Töchter wurden Hauptaktionärinnen der Ems-Chemie, der Sohn erhielt mit Dottikon seine eigene Firma. Es ist darum nicht falsch, im Zusammenhang mit dem Vermögenszugewinn der Familie Blocher auch Christoph Blocher zu erwähnen, denn er ist Oberhaupt und Teil der Familie und seinerseits weiterhin ein reicher Mann. Es war aber ein Fehler, die „Bilanz“ auch in der Illustration nachzuahmen und Christoph und Silvia Blocher abzubilden, denn für den Zugewinn waren in erster Linie Magdalena Martullo-Blocher (Ems) und Markus Blocher (Dottikon) verantwortlich. Diese beiden hätten ins Bild gerückt werden müssen.
Letztlich kritisieren Sie die beiden Beiträge von „10 vor 10“ aus vier Gründen:
1. Bemängeln Sie, dass von den zehn Reichsten der Schweiz jene, die die Ränge 4-9 einnehmen, nicht erwähnt wurden, wohl aber Familie Blocher, die auf Rang 10 vorstieß. Ich kann Ihnen nicht beipflichten, weil in einem kurzen Beitrag nicht die ganze Liste präsentiert werden kann. Es ist logisch, dass wie in einer olympischen Disziplin die drei ersten Plätze genannt werden. Und es ist legitim, dass der prominente Aufsteiger, in diesem Fall die Familie Blocher, besonders erwähnt wird, denn dies zu erfahren ist von öffentlichem Interesse.
2. Kritisieren Sie, dass Christoph und Silvia Blocher im Bild gezeigt werden, obwohl das Paar nicht (mehr) der „Vermögenstreiber“ der Familie ist. Hier stimme ich Ihnen zu.
3. Behaupten Sie, dass der Beitrag nur das Ziel hatte, dem Ruf vom Christoph Blocher zu schaden und ihn in ein schlechtes Licht zu rücken. Diesen Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Die Neuigkeit, dass die Familie Blocher jetzt zu den 10 Reichsten der Schweiz gehört, hatte Nachrichtenwert. Die Vermögensvermehrung erfolgte legal, vor allem über die Börse; niemand unterstellt der Familie Blocher, auf kriminelle Weise zu mehr Geld gekommen zu sein. Nur das aber wäre Rufschädigung. Und dass die Blochers reich sind (und mit ihrem Geld auch Kunst und Musik fördern), weiß jedermann in der Schweiz.
4. Bemängeln Sie den Auftritt des Soziologen Robert Fluder, Professor an der Berner Fachhochschule[5]. Fluder sagt aber nichts, was nicht durch statistische Daten gestützt ist. Auch hier teile ich Ihre Kritik nicht.
Alles in allem kann ich Ihre Beanstandung in einem von vier Punkten (also zu 25 Prozent) unterstützen, in den anderen Punkten aber nicht.
D. Diese Stellungnahme ist mein Schlussbericht gemäß Art. 93 Abs. 3 des Radio- und Fernsehgesetzes. Über die Möglichkeit einer Beschwerde an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio- und Fernsehen (UBI) orientiert die beigelegte Rechtsbelehrung. Für Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
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