Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03185.jsonl.gz/661

Sieg Dank einer Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten
Nach den zuletzt knapp verloren Spielen auswärts in der Champions League, siegten die Kadetten Schaffhausen auswärts gegen Wacker Thun mit 29:33. Zur Halbzeit hatten die Thuner noch knapp mit 16:15 in Führung gelegen.
WackerThun erwischte zwar resultatmässig den besseren Start, musste aber ab der 3. Minute auf von Deschwanden verzichten, der sich in der Startphase eine Fussverletzung zugezogen hatte. Somit fehlte den Berner Oberländer auch der zweite Schütze vom Dienst, konnte doch auch Rubin verletzungsbedingt nicht mittun. Die Kadetten wirkten nach den letzten Spielen leicht verunsichert und es gelang ihnen vorerst nicht, aus dieser Konstellation Nutzen zu ziehen. So wogte die Partie hin und her und meist lag Thun einen Treffer vorne oder das Spiel stand unentschieden. Mit dem 12:10 in der 24. Minute konnte Wacker Thun erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Die Kadetten liessen sich aber nicht mehr zu und konnten kurz vor Ende der ersten Halbzeit Dank Liniger wieder zum 15:15 ausgleichen. Im letzten Angriff erzielte Wacker Thun noch die 16:15 Führung.
Nach der Pause kamen die Kadetten wie verwandelt aus der Kabine. Es dauerte nur wenige Minuten und die Kadetten lagen 17:20 in Führung. Stevanovic, der neu im Tor stand, parierte nicht weniger als vier Bälle in den ersten vier Spielminuten in Umgang zwei und im Angriff glänzten die ebenfalls neu eingewechselten Csaszar und der wirblige Gerbl. Die Kadetten, die nun wie befreit aufspielten erhöhten den Vorsprung Tor um Tor. So stand es in der 42. Minute 19:25 und in der 46. Minute gar 21:28. Leider verpassten sie es danach, in dieser Weise das Match zu Ende zu spielen. Wacker Thun kämpfte sich – trotz der vielen Verletzten – wieder bis auf zwei Tore heran, ehe die Kadetten in den Schlussminuten den Vorsprung wieder auf vier Tore erhöhen konnten. Mit seinen acht Paraden brachte Stevanovic viel Sicherheit in die Kadetten Abwehr. Beste Werfer auf Seiten der Kadetten waren Csaszar mit 7, Maros mit 6 und Liniger und Gerbl mit je 5 Treffern. Für einige Diskussionen sorgte zudem die direkte rote Karte wegen einer groben Unsportlichkeit gegen Wackers Huwyler. Diese wurde zusätzlich mit blau sanktioniert, was einen Bericht nach sich zieht.
Nächsten Donnerstag steht das zweite Heimspiel in der VELUX EHF Champions League an. Die Kadetten spielen gegen Gorenje Velenje und hoffen mit der Unterstützung der Orangen Wand die nächsten Punkte in der Gruppenphase der Champions League einzufahren. Dank dem Sieg gegen Wacker Thun haben die Kadetten – auch wenn noch nicht alles nach Wunsch läuft – hoffentlich die nötige Portion Selbstvertrauen für die bevorstehenden Aufgaben geholt.
Wacker Thun – Kadetten Schaffhausen 29:31(14:14); Kadetten Schaffhausen: Kindle(1.-30. Minute/3 Paraden), Stevanovic(31.-60./8P.) Delhees(1), Liniger(5/3), Csaszar(7), Pendic(3), Brännberger, Gerbl(5), Norouzi(2), Szyba(1), Maros(6), Markovic(1), Ostroushko(1), Tominec(1); Meister, Cvijetic: verletzt; Küttel, Koch: nicht eingesetzt; Schelker, Zehnder: überzählig; Strafen: 6 gegen Kadetten Schaffhausen inkl. rote Karte Brännberger und 1 gegen Wacker Thun plus rot / blau gegen Huwyler
Quelle: Kadetten Medienstelle