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„S git lüt die würdet alletwäge nie…„, „I han es zündhölzli azündt…„, „Dr Ferdinand isch gschtorbe…„, „I han en Uhr erfunde…“ – wer könnte da nicht sofort mitsingen? Die Werke des Berner Liedermachers Hanspeter „Mani“ Matter (1936-1972) sind in der Deutschschweiz schon fast Volkslieder geworden.
Mani Matters behäbige Chansons mit Gitarrenbegleitung sind gehaltvoller, als sie auf den ersten Blick scheinen. Alltägliche Dinge wie ein Parkingmeter, ein Wecker oder ein Sandwich geben Anlass zu philosophischen Erörterungen. Ein harmloser Friseurbesuch führt zu einem Erlebnis von metaphysischen Dimensionen, während das Tram Nr. 9 eines Nachts Hauptperson einer völlig surrealistischen Geschichte wird. Dass sich unter seinen Vorfahren ein seinerzeit hingerichteter Straftäter befindet, stimmt Matter nachdenklich; ebenso die fast schon sinnbildliche Tatsache, dass die Strasse, an der er wohnt, zum Friedhof führt. Doch nicht alles ist witzig, manche Chansons sind auch ausgesprochen tragisch. Man denke nur an Jenen, dem alles, was er anfasst, in den Händen zerbricht, oder an den Mann mit der zu langen Nase. Ein Flugzeugabsturz aufgrund eines simplen Verständigungsproblems ist ein weiteres tragisches Ereignis in Matters Liedern.
Der Berner Troubadour ist mit nur 36 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, aber sein Werk bleibt. Buchplanet.ch hat zwei Bändchen mit Chansons von Mani Matter im Angebot.