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Als die Menschen Gras assen: Die Hungersnot von 1816-1817
Im April 1815, als Europa gerade das Ende der napoleonischen Zeit erlebte, brach im fernen Indonesien der Vulkan Tambora aus. Es war das heftigste je registrierte Ereignis dieser Art. Der Ausbruch beeinflusste das Klima weltweit, die Temperaturen sanken spürbar und zeitigten in einigen Gebieten dramatische Konsequenzen. In der Schweiz führte die markante Abkühlung 1816 zum «Jahr ohne Sommer» und 1817 zur letzten grossen Hungersnot.
Daniel Krämer, Umwelthistoriker und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Schweizerischen Nationalfonds, widmete seine Dissertation den Auswirkungen dieses Vulkanausbruchs, die er im nachfolgenden Text kurz darlegt. Für seinen Beitrag sei ihm an dieser Stelle gedankt.