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Das so genannte “Pantanal” erstreckt sich über eine Ebene von annähernd 230.000 Quadratkilometer – über den extremen Westen Brasiliens sowie einen Teil von Paraguay und Bolivien – die grösste Überschwemmungsebene der Erde. Die Pantanal-Szenerie ist einzigartig auf der Welt, jedoch nicht zu verwechseln mit einer Sumpflandschaft.
Es handelt sich hier vielmehr um eine unglaubliche Mischung von verschiedenen Ökosystemen, welches die unterschiedlichsten Landschaften in sich vereint, wie zum Beispiel: Savannen, überschwemmte Ebenen, Wälder mit amazonischem Charakter, Dschungel und Steppengebiete. Diese Landschaften sind total abhängig vom Wasser und werden vom Phänomen der alljährlichen Regen– und Trockenzeiten dirigiert.
Diese enorme Ebene besitzt als einzigen Ausfluss den Rio Paraguaí, und das gesamte Regenwasser – welches gegen Jahreswechsel die Seen und Lagunen füllt und die zahlreichen Flüsse im Norden anschwellen lässt – fliesst schliesslich wieder, während der folgenden 6 Monate, träge gen Süden – jedes Jahr.
Während der Überschwemmungen, die in der Regel im Januar einsetzen und langsam aber stetig gegen Mai ihren Höhepunkt erreicht haben, bildet das Wasser Buchten, Lagunen und unzählige Flussarme. Und mit Ende der Regenperiode konzentriert sich eine grosse Vielfalt von Lebewesen im Wasser und im Uferschlamm der Lagunen, welche wiederum andere Tiere anlocken, die auf Nahrungssuche sind.
Wenn das Wasser fällt – in der Trockenzeit, zwischen Juni/Juli bis November – lagern sich die mit dem Wasser eingeflossenen Nahrungsstoffe im Boden ab, düngen ihn und bieten den Tieren des Gebiets neue Nahrung. In dieser Zeit blüht zum Beispiel der Ipê-roxo, der symbolische Baum des Pantanal. Dank diesem Kommen und Gehen des Wassers finden wir im Pantanal eine enorme Vielfalt von Fauna und Flora, sowohl zu Wasser als auch zu Land.
“Cambará, lixeira, canjiqueira, acuri, aguaçu, bocaiúva, carandá, buriti, piúva, para-tudo, cumbarú, jatobá, angico, aroeira“ sowie Hunderte anderer Spezies bilden die artenreiche, farbige Vegetation des Pantanal, die sich auf aquatische Pflanzen, auf solche der zeitweise überschwemmten Flächen, auf Galeriewälder, “Campos limpos“, “Cerrado“ und selbst auf die halbtrockene “Caatinga“ verteilen. Das spektakuläre Farbenspiel der “Ipés“ – mittelgrosse bis hohe blühende Bäume – deren Blütenpracht vom reinsten Weiss, über Gelb, bis ins Rosa und Rostrot variiert, wetteifern in ihrer Schönheit mit den “Acácias – unhas-de-vaca“ und Dutzenden anderer Arten, die während des ganzen Jahres ein unvergleichliches Schauspiel de Formen und Farben präsentieren.
In Gegenden, die nicht von der Überschwemmung heimgesucht werden, kann man regelmässig den “Pequi“ antreffen, einen Baum von bis zu 10 Metern Höhe, der eine Frucht mit intensiv gelbem Fruchtfleisch hervorbringt, die in der Pantanal-Küche sehr begehrt ist und ausserdem zum Herstellen eines besonderen Likörs genutzt wird, der sich in der Region allgemeiner Beliebtheit erfreut. Von der EMBRAPA wurden im selben Gebiet zirka 1.500 Pflanzen-Spezies ermittelt.
Die bekanntesten Vertreter der Flora des Pantanal stellen wir Ihnen nachfolgend vor:
FLORA DES PANTANAL
» Acuri
» Aguapé
» Aguapé-de-cordão
» Angico-branco
» Aroeira
» Bocaiúva
» Burití
» Cambará
» Canafístula
» Caraguatá
» Carandá
» Figueira mata-pau
» Jatobá-mirim
» Mandacaru
» Novateiro
» Paratudo auch Ipê-amarelo
» Pequi
» Piúva auch Ipê-roxo
» Victória-Régia