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Die Alpenblacke kommt ausschliesslich auf sehr nährstoffreichen Standorten vor. In den meisten Fällen sind die Nährstoffanreicherungen bewirtschaftungsbedingt entstanden. Im Sömmerungsgebiet sind dies folgende Standorte:
- Vor allem die Läger der Sömmerungstiere, wegen der konzentrierten Nährstoffanreicherung durch Kot und Harn der Tiere.
- Bereiche um Ställe und Melkplätze, wegen der konzentrierten Nährstoffansammlung und der Verteilung in unmittelbarer Umgebung.
- Standorte wie z.B. Mulden oder Senken, wo sich Nährstoffe im Boden ansammeln.
Um an einem Standort aufzukommen, ist die Alpenblacke zunächst auf Lücken im Pflanzenbestand angewiesen. Sie profitiert von offenem Boden und Trittschäden und kommt auch mit verdichteten Böden gut zurecht. Die Alpenblacke treibt in der Vegetationsperiode früh aus. Ihre grossen Blätter überschirmen schnell die zu Beginn noch vorhandenen Futterpflanzen, nehmen ihnen das Licht weg und verdrängen sie allmählich von der Fläche. Je grösser und älter die Blätter der Alpenblacke sind, desto mehr Oxalsäure enthalten sie und desto weniger gerne werden sie vom Vieh gefressen. Häufig sind sie schon zu alt und wenig schmackhaft wenn die Beweidung beginnt.
Die Alpenblacke kann bis zu 60'000 Samen pro Pflanze und Jahr bilden. Die ersten Samen sind eine Woche nach der Blüte bereits keimfähig und bleiben dies im Boden mindestens 50 Jahre lang. Im Boden von Alpenblackenstandorten befindet sich daher ein enormes keimfähiges Samendepot, aus dem sich immer wieder neue Pflanzen entwickeln können. Auch wenn die Alpenblacke zum Zeitpunkt der Blüte abgeschnitten wird und auf dem Boden liegen bleibt, können die Samenanlagen dort nachreifen, keimen und es können sich daraus neue Pflanzen entwickeln. Die Samen der Alpenblacke überleben den Verdauungstrakt der Sömmerungstiere und sind auch in deren Kot noch keimfähig. Für eine erfolgreiche Keimung benötigen die Samen der Alpenblacke zwingend genügend Licht.
Das «Rhizom» der Alpenblacke verläuft waagrecht und wenige Zentimeter tief im Boden. Es dient der Pflanze als Speicher für Reservestoffe. Vom Rhizom reichen sogenannte Sprosswurzeln bis in tiefe Bodenschichten, um die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Neue Pflanzen treiben nach Schnitt oder Verbiss rasch wieder aus dem Rhizom aus. Ein Wiederaustrieb ist auch aus Teilen des Rhizoms möglich.
Weitere biologische Aspekte zur Alpenblacke sind unter folgendem Link zu finden: www.infoflora.ch/de/flora/rumex-alpinus.html