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Impulse zur Fastenkampagne und darüber hinaus: Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert.
Die Fastenzeit ist nicht abgesagt - auch in Coronazeiten! Und Ostern erst recht nicht! Unser Herr lebt! Darum werden die täglichen Andachten im Internet zur Verfügung stehen: Jeder Tag ein kurzer Input von einem kirchlichen Mitarbeiter oder engagierten Laien.
Auch in diesen herausfordernden Zeiten sollen wir täglich ermutigt werden und auch die übrigen Herausforderungen unserer Zeit neben Corona im Blick behalten. Darum finden Sie hier jeden Tag einen kurzen Impuls zur Fastenkampagne.
Liebe Schwestern und Brüder
Herzlich willkommen zur heutigen Andacht
Wir hören ein Abschnitt aus dem Buch Ezechiel,aus dem Kapitel 47
Der wunderbare Strom aus dem Tempel
Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten
Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei.
Und der Mann ging heraus nach Osten und maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste.
Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hast du das gesehen? Und er führte mich zurück am Ufer des Flusses entlang.
Und als ich zurückkam, siehe, da standen sehr viele Bäume am Ufer auf beiden Seiten.
Und er sprach zu mir: Dies Wasser fließt hinaus in das östliche Gebiet und weiter hinab.
Und wenn es ins Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden, und alles, was darin lebt und webt,
und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.
Und an dem Strom werden an seinem Ufer auf beiden Seiten allerlei fruchtbare Bäume wachsen
Sie werden alle Monate neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum.
Ihre Früchte werden zur Speise dienen und ihre Blätter zur Arznei.
Liebe Schwestern und Brüder
Der Text von Ezechiel spricht von einem Wasser, dass aus der hl. Stadt Jerusalem in die ganze Welt fliesst.
Wasser, das zu einem riesigen Strom wird.
Der Text spricht von einer Strömung aus dem Tempel heraus.
Gottes Gegenwart macht sich auf den Weg zu den Menschen.
Gottes Gegenwart, strömt ins Land hinaus, um Segen zu verbreiten.
Gott wird zur Kraft, die überall Leben schenkt.
Gottes Kraft strömt in die Welt, in jedes Dorf, in die Häuser und Familien.
Gott will, dass dort, wohin sein Fluss strömt, alles am Leben bleibt.
Dieser Segen von Gott ist heute besonders wichtig, in einer Zeit in der Leben bedroht ist.
Um diesen Segen Gottes bitten wir heute:
Gott, Vater und Mutter ,
du sorgst für deine Geschöpfe.
Segne unsere Welt, unser Land, unsere Städte und Dörfer.
Segne unsere Spitäler und Alterszentren
Unsere Häuser und Wohnungen.
Segne alle Arbeitenden und alle Daheimgebliebenen.
Segne die Menschen in den Läden, Verteilzentren und alle Personen, die in der Reinigung tätig sind.
Segne die Pflegeteams und Aerzteteams.
Segne alle Menschen, jung und alt, die alleinstehenden und unsere Familien.
Im Namen des lebendigen Gottes:
Des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes. Amen
„Obwohl JESUS der SOHN GOTTES war,
lernte er GEHORSAM in seinem Leiden!“
Hebräerbrief 5,8
• Es ist nicht nur trostvoll, sondern überaus ermutigend zu sehen, dass selbst Jesus,
durch den alles, was geschaffen ist Bestand hat, uns zeigt, welche wunderbaren Auswirkungen es mit sich bringt, wenn wir lernen, auf die rechte Art zu gehorchen!
• Jesus kannte unser Leben und unsere Problem hier; Er war uns völlig gleich gestellt!
• Gehorchen = Horchen!! Das ist viel mehr als bloss (zufällig) etwas hören!
Horchen ist Anstrengung, braucht unseren steten Willen, Ausdauer und Kraft!
• Entscheidend wichtig ist, welcher Instanz wir gehorchen – GOTT oder Mensch?!
• Leiden haben manchmal mit unserem zu grossen Ego zu tun! Wir leiden, weil wir etwas nicht haben können! Verzichte sind nicht unbedingt Verluste!
• „Es ist vollbracht!“ - Jesus ist Sieger!
Ich ernte, was ich säe!
Dienstag, 31. März 2020, Pfr Marcel Schmid
Montag, 30. März 2020, Eugen J. Haag, Dr. oec. HSG
Das Corona-Virus hat auch unsere Einkaufs- und Essgewohnheiten während der Fastenzeit beeinträchtigt und wird uns noch die üblichen Osterfestivitäten vermiesen. Der Osterbraten wird in der aufgezwungenen Isolation nicht gleich schmecken, die Gottesdienste mit dem stimmungsreichen Halleluja von Händel werden vielen fehlen. Wir werden auch weiterhin noch einige Zeit auf dieses und jenes verzichten müssen.
Die meisten essen jetzt situationsbedingt vermutlich einfacher. Die von den Medien inspirierten Oster-Shopping-Events entfallen. Die Isolation schützt vor Überflutung von Reizen und terminlichen Überlastungen. Dies ist eine Chance in sich zu gehen. Fastenzeit soll ja auch eine Zeit der Besinnung, der Umkehr, der Abkehr von alten, eventuell falschen Gewohnheiten sein. Die vom Bundesrat ausgerufene ausserordentliche Situation kann zum Anlass genommen werden, ausserordentlich zu überlegen, was wir zum Leben überhaupt brauchen. Die aktuellen Umstände geben Gelegenheit unser Verhältnis zu unseren Nächsten zu überdenken und uns Gedanken zum eigentlichen Sinn des Osterfestes zu machen.
Nehmen wir in der jetzigen Zeit des behördlich verordneten Verzichts unser Leben bewusst neu in die Hand und lassen wir uns vom Schöpfungshaus im Hungertuch inspirieren:
Bei sich selbst zu Hause sein
verwurzelt in der Schöpfung
Sich erinnernd
achtsam mit sich selbst
Mitfühlend mit andern
wachsen und reifen können
Der Fastenkalenders 2020 trägt den Titel: Ich ernte, was ich säe!
Und in der vergangenen Woche stand: Starke Werte lassen Selbstbewusstsein gedeihen.
Bei den benachteiligten und auch ausgenutzten Maya-Gemeinschaften in Guatemala beginnt, nach fachmännischer Beratung, Stolz auf die eigenen Wurzeln und der Wille, diese für ein besseres Leben zu bewahren, aufzukommen!
Gesundes Selbstbewusstsein ist mit einem gesunden Baum zu vergleichen:
beide brauchen gute Wurzeln!
a) Solche Wurzeln sind für uns einmal u.a.:
• Die Wertschätzung unserer Heimat, der grossen Freiheit und Sicherheit, die sie uns gewährt!
• Die Verbundenheit mit unserer Familie und unseren Freunden.
• Die Möglichkeit, unser Leben frei und unbedroht gestalten zu können!
b) Dazu sind die noch tieferen Wurzeln, die Gott uns verleiht, notwendig:
• Das Heil durch die Erlösung in Jesus Christus.
• Weisheit, Führung und Bewahrung.
• Wir finden hier: Zuversicht, Mut, Freude, Frieden, wirkliches Leben! (Joh. 14,29)
„Wenn die Wurzeln des Baumes Gott geweiht sind, sind es auch die Zweige!“ Römer 11,16b
Wo man nicht auf Gott hört, entstehen Ausbeutung, Unterdrückung, und allerhand Sklaverei!
Wo Gott zum Zuge kommen kann, ist das Resultat Versöhnung, Ent-wicklung, Zuversicht, usw.
Es entsteht ein gutes „Betriebsklima“, ein Miteinander in Vertrauen und echter Liebe, mit einem langfristigen Gewinn an Lebensqualität, Gesundheit, Wohlbefinden, Frieden – für uns selbst,
für unsere Mitmenschen,
für unsere schöne Heimat,
für die gesamte Welt!
Fleissig wird angesät und begossen. Die Felder werden bestellt und die ersten Knospen an den Bäumen und Sträuchern beginnen sich wie durch Zauberhand zu entfalten und zu blühen.
Wie selbstverständlich freuen wir uns über die Pracht, die uns auf Schritt und Tritt begegnet. Wir erkennen, wie sich die Halme aus der Saat einen Weg durch die Erde bahnen und sich zur Sonne strecken. Das zeigt uns, dass der Samen keimt und aufgegangen ist.
Ein jährlich wiederkehrendes Wunder das still und leise unzählig geschieht. So normal wie vieles, was uns begegnet und doch ein grossartiges und grosszügiges Geschenk Gottes ist.
Die ganze Menschheit vertraut darauf, dass die Natur uns versorgt und dass immer wieder neues Leben entstehen darf. Ganz natürlich.
In der Tageslosung sprang mir der heutige Losungstext aus 1. Petrus 5,5 richtig entgegen. Er passt in den Moment, wie ich ihn gerade erlebe und in unsere verrückte Zeit.
Einiges ist nicht mehr alltäglich und durch die Pandemie „Verrückt“. Unsere Wahrnehmung wurde verschoben und wir erkennen Wesentliches und Relevantes für unser Leben.
Im 1. Petrusbrief 5,5 steht: „ - Alle miteinander bekleidet euch mit Demut - “
Und das ist es, was mich staunen lässt und mir eine innere Ruhe verspricht. Wir können und sollen unseren Beitrag für eine bessere Welt leisten. Wir sollen nicht in Sorglosigkeit oder in Untriebigkeit leben. Auch ist es falsch, sich in Sorgen zu verkriechen. Gott gibt uns einen Schutz. Einen Mantel der Demut, der uns umgibt und unseren Blick auf das wunderbare Geschenk des Lebens lenkt. Im Kleinen wie im Grossen können wir es um uns sehen und demütig dankbar sein um alle Zeichen der Schöpfung, um allen Reichtum der Natur und um alle unsere Lieben, die uns nahe stehen und um uns sind. Demütig dürfen wir staunen über das grosszügige Geschenk des Lebens und über alle Zeichen Gottes um uns herum. Nehmen wir diese Demut als Umhang in unseren verrückten Alltag hinein und lassen unseren Blick und unsere Sinne dadurch zum Wesentlichen lenken.
Lehnen Sie sich einen Moment zurück und überlegen Sie sich, was Ihnen gerade heute der demütige Blick in ihre Lebenssituation zeigen möchte. Lassen sie sich durch diese Zuversicht tragen und von Gott leiten.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag.
Dienstag, 24. März 2020, Pfr Marcel Schmid
Montag, 23. März 2020, Eugen J. Haag, Dr. oec HSG
Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch gute Seiten haben kann.
Was können die Probleme mit dem CORONA-VIRUS dazu beitragen, dass wir GEMEINSAM FÜR EINE LANDWIRTSCHAFT, DIE UNSERE ZUKUNFT SICHERT, eintreten? Was hat das Corona Virus mit der Landwirtschaft zu tun?
Die für alle überraschende und rasante Entwicklung, die explosionsartige Ausdehnung und die katastrophalen Folgen des neuartigen Virus haben uns zuerst sprachlos gemacht. Erst mit der Zeit wurde erkannt, dass etwas aus dem Ruder läuft, dass ein Ausnahme- Zustand eingetreten ist. Nun macht sich vielerorts Hilflosigkeit breit.
Menschen mussten erkennen, dass wir nicht alles und jederzeit im Griff haben. Es gilt sich neu zu orientieren, neue Wege zu gehen und dazu sind Verantwortung und SOLIDARITÄT gefordert. Der Bundesrat, alle Parteien, die Medien usw., rufen zu SOLIDARITÄT auf. Herr Bundesrat Alain Berset sagte in der Pressekonferenz vom 20.3.2020: „Solidarität ist nicht nur ein Schlagwort für den 1. August, es gilt sie von uns allen zu leben.“
Die weltweiten Auswirkungen des Corona-Virus werden vielfältige, einschneidende Konsequenzen und Folgen haben. In Erinnerung wird sicher bleiben, dass die Versorgung mit Lebensmitteln nicht selbstverständlich ist. Dass es auch in Zukunft einer gut funktionierenden Kette bedarf, dass wir solidarisch und gemeinsam für eine Landwirtschaft besorgt sein müssen, die unsere Zukunft sichert, damit wir weiterhin „unser tägliches Brot“ bekommen. Dies bedeutet auch für benachteiligte Bauern Hoffnung, wie sie der Vers aus den „Mediationen 2020 zum Hungertuch“ (S.18, zu obigem Bildausschnitt) zu spüren gibt:
Glücklich
wer ins Vertrauen hineinwächst
an durch-kreuzten Plänen
wachsen und reifen zu können
auf(er)stehen zur Hoffnung.
Samstag, 21.März 2020: Roland A.Huber (kath)
Freitag, 20.März 2020: Pfr Andreas Bänziger
«Saat pflegen» ist in diesen Tagen unser Thema. In der Fastenagenda ist dazu ein Bauer aus Niger abgebildet, der in einem Weiterbildungskurs gelernt hat, was und wie er anbauen kann, damit trotz Dürre eine gute Ernte entsteht. Er sagt: «Dass auf meinem Feld so viel wächst, grenzt an ein Wunder. Und auf dieses Wunder passe ich gut auf.»
Beides gehört zu unserem Leben: die Dankbarkeit für das Wunder des Lebens, der Gesundheit, unserer Mitmenschen… Aber auch das Sorge tragen und aufpassen, dass dieses von Gott geschenkte Wunder nicht kaputt geht.
Meine Frau hat Gemüse gesät, damit wir uns notfalls selbst versorgen können (siehe Bild)
Jesus hat dazu ein interessantes Gleichnis erzählt:
Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen: Mt. 13,24–30 24 Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.
25 Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg.
26 Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27 Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?
28 Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
29 Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.
30 Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!
In diesen Tagen machen wir uns Sorgen um ein Virus, das viel Schaden anrichtet und viele Tote fordert. Sind wir in unserem vom Wohlstand verwöhnten Leben seit dem 2. Weltkrieg zu sorglos geworden? Haben wir vergessen, dass es diesen ‘Feind’ gibt, der uns schaden kann und will? Ist dieses Corona-Virus ein Weckruf, umzukehren zu Gott und seine Gebote neu ernstzunehmen?
Jedenfalls sind wir in diesen Tagen zurückgeworfen aufs Elementare: Zuhause bleiben, schauen, dass wir zu Essen haben, uns aufs Wesentliche konzentrieren, sorgsam miteinander umgehen, damit der Verbreitung des Virus nicht Vorschub geleistet wird; Abstand halten und desinfizieren. Jeder und jede von uns kann und muss seinen/ihren Beitrag dazu leisten.
Jesus weist uns aber darauf hin, dass wir allein das Böse nicht ‘ausreissen’ oder ausrotten können. Gott allein hat die Macht, uns vom Bösen, von Krankheit und Tod zu befreien. Suchen wir daher in diesen Tagen im Gebet Gottes Hilfe und flehen wir ihn um Gnade an für unser Volk und die ganze Welt.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag!
Impuls vom Donnerstag, 19.März: Pfr Samuel Kienast
Impuls vom Mittwoch, 18.März: Dieter Ringger, Heilsarmee
Ich ernte, was ich säe! – Gal. 2,20 (HfA!)
So lautet die Überschrift des Fastenkalenders;
in dieser Woche ist vom Schutz der kostbaren Saat die Rede.
Ego oder GOTT? Beschränkte oder vollkommene Weisheit?
Unser irdisches Leben ist von einer materialistischen Denkweise geprägt. Ich vergleiche es mit einer Fläche aus Länge und Breite. Durch die Annahme der Erlösung durch Christus kommt eine völlig neue, andersartige Dimension dazu – allerdings aufbauend auf der bisherigen (gewohnten) Fläche!
Will ich nun eine gute Lebens-Ernte einbringen, ist es entscheidend wichtig, dass ich nicht mehr „flach“ denke, sondern „kubisch“. Es gilt, Gott vertrauensvoll und permanent das Steuer unseres Lebens zu übergeben!
Dazu ein Gedanke von Gottfried Keller: Wer heute einen Gedanken
sät, erntet morgen die Tat,
übermorgen die Gewohnheit,
danach den Charakter und endlich sein Schicksal!