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Nach dem Tod von vier Babys in Japan haben die Behörden zwei Impfstoffe der Pharmakonzerne Pfizer und Sanofi-Aventis bis auf weiteres vom Markt genommen. Für die Schweiz ergibt sich laut Swissmedic kein Handlungsbedarf, da die zwei Impfstoffe nicht mehr vertrieben werden.
In Japan wurden die Mittel Prevenar des US-Unternehmens Pfizer und ActHIB des französischen Konzerns Sanofi-Aventis gesperrt. Dies gelte für die Zeit der Untersuchung, die einen möglichen Zusammenhang zwischen den Impfprodukten und den Todesfällen zum Gegenstand hat, wie die japanischen Behörden am Wochenende mitteilten.
Drei der vier Babys, die unter zwei Jahre alt waren, starben innerhalb von drei Tagen nach der Impfung mit einem der beiden Stoffe.
Zwei von ihnen hatten zusätzlich den DTP-Impfstoff gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten verabreicht bekommen. Das vierte Kleinkind im Alter von einem Jahr war am Tag vor seinem Tod mit Prevenar und DTP geimpft worden.
Mehrere der Kinder litten den Behördenangaben zufolge unter verschiedenen Krankheiten.
Prevenar schützt vor Lungenentzündung, ActHIB vor Hirnhautentzündung. Prevenar und ActHIB sind seit rund zwei Jahren auf dem japanischen Markt und wurden bislang rund 1,5 Millionen Kindern gespritzt.
Schweiz nicht betroffen
In der Schweiz ergebe sich nach den Vorfällen in Japan kein Handlungsbedarf, wie am Montag das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic mitteilte. ActHIB sei in der Schweiz nicht zugelassen.
Der andere Impfstoff, Prevenar (7-valent), sei in der Variante, die in Japan zur Anwendung komme, zwar noch zugelassen, werde in der Schweiz aber nicht mehr vertrieben. Es sei im vergangenen Jahr durch Prevenar 13 ersetzt worden, welches im Impfplan 2011 empfohlen werd.
Zudem seien die betroffenen Chargen von Prevenar (7-valent) nur in Japan vertrieben worden, hiess es von Seiten von Swissmedic weiter. Das Institut verfolge die Situation aber weiter.
SDA-ATS