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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Fünfundvierzigstes Hauptstück.
Obwohl der vorige Ausspruch lehren wollte, daß Gott unveränderlich sey; so bereitete er sich doch auf diese nachfolgende Irrlehre vor. Denn Einige haben sich erkühnt, den ungebornen Gott bis zur heiligen Jungfrau durch Ausdehnung der Substanz auszudehnen, so daß die herniedergeleitete Ausbreitung durch eine gewisse Dehnung ihrer Natur, und indem sie den Menschen annahm, Sohn genannt [S. 395] würde, und daß nicht der vor den Zeiten als vollkommener Gott geborne Sohn nachher auch als Mensch geboren worden wäre. Dieses Ganze also verdammt der katholische Glaube, durch welches theils der Vater veränderlich genannt, theils der geborne Sohn geläugnet wird.
VIII. „Wenn Jemand das inwohnende und ausgesprochene Wort Gottes Sohn nennt; so sey er verflucht.“