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412.101
Volksschulverordnung (VSV) vom 28. Juni 2006
1. Teil: Grundlagen
§ 2. Schulpflicht und Recht auf Schulbesuch (§ 3 VSG)
1 Die Schulpflicht kann durch den Besuch einer öffentlichen Schule, einer Privatschule oder durch Privatunterricht erfüllt
werden.
2 Die Schulpflicht und das Recht auf Schulbesuch gelten für alle Kinder, die sich im Kanton Zürich aufhalten. Sie gelten
nicht für Kinder, die sich längstens zwei Monate im Kanton Zürich aufhalten.
3 Die für die Einwohnerkontrolle zuständigen Behörden informieren die Schulpflegen über die Kinder, die schulpflichtig
werden, und über Zu- und Wegzüge von schulpflichtigen Kindern.
3. Teil: Privatschulen und Privatunterricht
Privatunterricht (§ 69 VSG)
§ 73. a. Im Allgemeinen
1 Die Eltern reichen dem Volksschulamt und der Schulpflege des Schulortes gemäss § 8 vor der Aufnahme des Unterrichts
ein Unterrichtsprogramm ein. Dieses enthält insbesondere Angaben über die Schulungsräume, den Unterrichtsinhalt und
dessen Verteilung auf den Stundenplan. Das Volksschulamt kann Auflagen machen oder Weisungen erteilen.
2 Bei gleichzeitiger Unterrichtung von höchstens drei Schülerinnen oder Schülern müssen mindestens die Hälfte, bei vier
und fünf Schülerinnen und Schülern mindestens zwei Drittel der im kantonalen Lehrplan vorgesehenen Lektionen erteilt
werden.
3 Eine Schülerin oder ein Schüler darf während der Schulpflicht insgesamt nicht mehr als ein Jahr von Personen ohne
abgeschlossene Lehrerausbildung unterrichtet werden.
§ 74. b. Aufsicht
1 Die Bildungsdirektion regelt die Aufsicht.
2 Bestehen Anzeichen dafür, dass im Privatunterricht die Lernziele nicht erreicht werden oder andere Missstände vorliegen,
kann das Volksschulamt Auflagen machen oder die Erteilung des Privatunterrichtes untersagen.