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Die Bhagavad Gita, oft kurz Gita genannt, ist eine 700 Verse umfassende hinduistische Schrift. Sie ist Teil des Mahabharata-Epos und wird auf die zweite Hälfte des ersten Jahrtausends vor Christus datiert.
Die Erzählung ist eingebettet in einen Dialog zwischen dem Prinzen Arjuna aus dem Pandava-Clan und seinem Mentor und Streitwagenlenker Krishna – einer menschlichen Manifestation des Absoluten.
Zu Beginn eines Krieges zwischen den Familien der Pandavas und der Kauravas befindet sich Arjuna in einem grossen ethischen und emotionalen Dilemma. Da er mit den Kauravas verwandt ist, quält ihn eine tiefe Verzweiflung angesichts der Gewalt und des Todes, welche dieser Kriege über seine Vetter bringen wird.
Er fragt sich ernsthaft, ob er auf den Krieg verzichten sollte, und sucht Rat bei Krishna. Dessen Antworten und Reden sind in der Bhagavad Gita dargelegt.
Im Wesentlichen bezieht sich der gesamte Dialog zwischen Arjuna und Krishna auf den Kampf des Menschen mit sich selbst. Der «Krieg» spielt sich in einem selbst statt. Die Pandavas versinnbildlichen den reinen, unterscheidenden Intellekt, während die Kauravas für den sinnesverliebten Geist unter dem trügerischen Einfluss des Egos stehen.
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Swami Yogananda** drückte es so aus:
«Das Hauptthema der ganze Gita besagt, dass man dem Prinzip von Sannyasa folgen sollte, dem Entsagen der Ichhaftigkeit, die durch Unwissenheit, Avidya, im physischen Wesen des Menschen verwurzelt ist. Indem man von allen Wünschen ablässt, die dem Ich und seiner Umgebung entspringen und die eine Trennung zwischen Ich und Geist (der absoluten Realität) bewirken, verbindet man sich in der gedankenfreien Meditation, Samadhi, mit der absoluten Realität. Auf diese Weise trennt sich der Mensch von den zwingenden Kräften der Natur, welche die trügerische Zweiteilung von Selbst (der relativen Realität) und Geist (der absoluten Realität) aufrechterhalten, und löst sie schließlich auf.»
Als er von einem Weisen gefragt wurde: «Wer bist du?»
Sagt Adi Shankaracharya: «Ich bin die Form von Bewusstsein und Glückseligkeit.»–Atma Shaktam: Lied des Selbst
«Es gibt eine unendliche, unveränderliche Realität,http://zzbzurich.ch/wegbeleuchtung-oktober-2022/
die der Welt der Veränderung unterliegt.
Dieselbe Realität liegt im Kern jeder menschlichen Persönlichkeit.
Der Zweck des Lebens besteht darin, diese Realität durch Erfahrung zu entdecken.»
** Vor einigen Jahren, als unsere Retreats in Tannenheim stattfanden, verbrachten wir viele Stunden damit, die Bhagavad Gita zu studieren. Wir benutzten die Übersetzung (Sanskrit ins Englische) und den Kommentar von Paramahansa Yogananda, wie sie in einem zwei-bändigen Werk mit dem Titel The Bhagavad Gita niedergelegt sind. Eine herunterladbare Version dieses grossartigen Werkes findet man unter:
https://archive.org/details/the-bhagavad-gita-paramahansa-yogananda.
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Wir wünschen Euch eine aufschlussreiche
und
freudige Reise durch das gesamte
Jahr 2023
Dhyāna Winter 2022 – Robert & Agetsu