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Start ist beim Bahnhof Wülflingen, vorbei an der Wespimühle beim oberen Wasserfall der Töss. Nach 15 Minuten erreicht man die Burg Alt-Wülflingen. Diese liegt auf einem bewaldeten Hügel über dem sogenannten "Totentäli" inmitten eines schönen Naturschutzgebietes.
435 - 595 M.ü.M.
7,5 km
2 h
Die Wespi-Mühle ist eine ehemalige Getreidemühle am mittleren Winterthurer Wasserfall der Töss. Sie wird vom Bund als Gesamtensemble in der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich geführt. Um 1428 ist die Mühle als «Zum Steg an der Töss» nachgewiesen, als sie Herzog Friedrich von Österreich erwarb. Im 16. Jahrhundert wurde der Mühlenbann eingeführt, der der Mühle ein Monopol verlieh und sie vor Konkurrenz schützte. 1552 wird als Besitzer die zweite Generation der Familie Erb erwähnt. Das Wasser der Töss wird durch den offenen Oberwasserkanal und über ein kurzes Druckrohr auf die axiale Kesselturbine des Tösskraftwerks geleitet. Die Kraftübertragung auf den Asynchromgenerator erfolgt über ausgeklügelte Wellen- und Winkelgetriebe, die aus Guss- und Holzkammrädern bestehen. (Wikipedia)
Auf dem Hügel Hoh-Wülflingen erinnern ausser wenigen Mauerresten auf der Südseite nur noch zwei tiefe Burggräben an die einstige "Neuburg", die vor Jahrhunderten auf diesem wunderschönen Aussichtspunkt gestanden hat. Über die Geschichte der Burg Hoh-Wülflingen und ihre Besitzer ist nur wenig überliefert. Fünf römische Münzen, die 1717 in der Nähe der Kuppe aufgefunden wurden, lassen lediglich vermuten, dass diese Hochwarte bereits im 5. Jh. bekannt gewesen ist. Es wird angenommen, die Burg sei schon im 15. Jhdt. verlassen oder zerstört worden. Der Name "Neue Burg" ging später auf die südwestlich auf einer Terrasse des Höhenzuges liegenden Weiler Neuburg über. (Winbib)
Während der letzten Eiszeit (ca. vor 13'000 Jahren) reichte der Bodensee-Rheingletscher bis zum Ebnet und Hoh-Wülflingen und der Rhein-Lindt-Gletscher im Glatttal bis Brütten. Die Schmelzwasser der beiden Gletscher durchflossen die Rinne Dättnau-Rumstal wie auch das Totentäli. Nachdem die Gletscher sich zurückgezogen hatten, konnte die Töss wieder ihr altes Bett im Schlosstal benützen. Der Talzug Dättnau-Rumstal wurde zum Trockental. Gleichermassen erging es dem Totentäli. Der Name leitet sich daher von "Totem Fluss", Totem Wasser", "liegendem Wasser" ab. (Winbib) Rund um das Totentäli entsteht im kommenden Jahr das grösste zusammenhängende Fördergebiet für Biodiversität in Winterthur. Rund 45 Hektaren Wald werden als Waldreservat ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und 9 Hektaren Wiese mit speziellen Zielsetzungen zur Artenförderung gepflegt. Der Grund ist die auf der roten Liste der gefährdeten Arten geführte Geburtshelferkröte. Der schweizweite Bestand dieser Kröte, die wegen ihres hellen Rufes auch «Glögglifrosch» genannt wird, ist in den vergangenen rund vierzig Jahren deutlich zurückgegangen. Eine ganze Kolonie der streng geschützten Art lebt aber noch im Totentäli zwischen Wülflingen und dem Dättnauertal. Im Rahmen der Umsetzung wird die Waldstrasse, die durch das Totentäli führt, aufgehoben. Das Kiesmaterial der Waldstrasse wird dabei modelliert und in ein Amphibienparadies mit neuen Weihern und Trockenstandorten verwandelt. Der Erdwall, der 1971 beim Aushub der ersten Weiher abgelagert wurde, wird abgetragen, um die wertvolle Riedwiese wieder vollständig herzustellen. Besucher erhalten über einen Holzsteg am Rand Einblick in das neue Feuchtgebiet.