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Strassen und Trottoirs bedecken in der Stadt Zürich einen wesentlichen Teil des öffentlichen Grunds. Die dunklen bis anthrazitfarbenen Asphaltoberflächen absorbieren viel Sonnenenergie, erwärmen sich und speichern die Wärme des Tages. Dieser Effekt wird durch die Klimaerwärmung verstärkt. Die Stadt Zürich will der durch den Klimawandel verursachten Erhitzung der Stadtquartiere entgegenwirken. Im Rahmen der Umsetzung der «Fachplanung Hitzeminderung» führt das Tiefbauamt in der Roggenstrasse ein Pilotprojekt mit verschiedenfarbigen Strassenbelägen durch, um zu testen, wie sie sich auf die Oberflächentemperatur auswirken.
Temperaturmessungen mittels Kameras und eingelassener Sonden
Für das Pilotprojekt wurden in der Roggenstrasse in Zürich-West neue Beläge eingebaut und die rund 110 Meter lange Strasse in drei Flächen unterteilt: In eine Referenzfläche, die aus herkömmlichem, eher dunklem Asphalt besteht sowie in zwei Flächen mit unterschiedlich hellen Belägen. Die beiden hellen Beläge wiederum unterscheiden sich in Farbe und Zusammensetzung. Um die Temperatur zu beobachten, werden während gut eines Jahres verschiedene Messungen im Strassenkörper durchgeführt. Kameras und eingelassene Sonden zeichnen die Oberflächentemperatur und Wärmespeicherung der Beläge auf. Erste aufschlussreiche Resultate liegen voraussichtlich nach dem Sommer 2021 vor. Die Kosten betragen rund 200 000 Franken.
Hitzeminderung in Zürich
Die Stadt arbeitet an Lösungen für das Problem der Überhitzung in Zürich. Sie will damit die Lebensqualität in Zürich verbessern und die Gesundheit der städtischen Bevölkerung aktiv schützen. Die Publikation «Fachplanung Hitzeminderung» identifiziert die wichtigsten Handlungsfelder und entwickelt konkrete Handlungsansätze für die Stadt sowie für Planende und Bauende.