Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/208503

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Aal wird in der Neubeurteilung der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art eingestuft. Damit steigt seine Schutzbedürftigkeit. Jetzt im Herbst häufen sich die Beobachtungen von schwerstverletzten und verendeten Blankaalen, die auf der Laichwanderung flussabwärts in die Turbinen der Laufkraftwerke geraten. Für die Aale ist die Überlebensrate bis in die Nordsee praktisch bei null. </p><p>Hat der Bundesrat eine Strategie, wie der Aal als vom Aussterben bedrohte Art besser geschützt werden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Aal ist als weit wandernde Fischart von den zahlreichen Hindernissen im Flusslauf besonders stark betroffen. So wird er durch die Stauwehre der Kraftwerke nicht nur beim Aufstieg in unsere Gewässer behindert, sondern er erleidet in den Kraftwerksturbinen auch auf dem Weg in Richtung Nordsee schwere, häufig tödliche Verletzungen. Sogenannte Fischpässe können Fischen wie dem Aal das Umschwimmen solcher Anlagen ermöglichen. Jedoch ist gerade der Bau eines Fischabstiegs technisch anspruchsvoll. Deshalb wird 2020 ein Aalschutzkonzept mit Schwerpunkt auf der verbesserten Abwanderung der Blankaale bei Wasserkraftwerkanlagen entwickelt. Weiter werden mittels zwei Pilotprojekten (Kraftwerk Wildegg-Brugg und Kraftwerk Bannwil) Grundlagen für einen besseren Fischabstieg bei grossen Flusskraftwerken erarbeitet.</p>