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Warum Haarentfernung mit Sugaring?
Beim Sugaring wird im Unterschied zum Waxing eine Zuckerpaste verwendet. Diese wird mit einer bestimmten Technik entgegen der Wuchsrichtung der Haare auf die Haut aufgetragen und anschliessend in Wuchsrichtung der Haare entfernt. Die von der Zuckerpaste umschlossenen Haare werden daher in Wuchsrichtung aus dem Haarfollikel gezogen. Weil sie dabei nicht geknickt werden, bleibt das komplette Haar inklusive Wurzel in der Zuckerpaste "hängen". Beim Ziehen gegen die Wuchsrichtung wie z.B. beim Waxing besteht die Gefahr, dass die Keratinstruktur des Haares beim Ziehen reisst und deshalb ein Teil des Haares im Follikel verbleibt, was insbesondere dann passiert, wenn die Enthaarung nicht von einer Fachkraft vorgenommen wird. Wegen der Zugrichtung kommen beim Sugaring praktisch keine eingewachsenen Haare vor und es ist deutlich weniger schmerzhaft als Waxing. Da Haare in sogenannten Zyklen wachsen, sind die Haare, die etwa 2 Wochen nach dem Sugaring beginnen nachzuwachsen, nicht die bereits gezogenen, sondern Haare, die aus der "Ruhephase" in die "Wachstumsphase" gelangt sind. Nach 5 bis 6 Behandlungen wird man eine sichtbare Verringerung der Haardichte feststellen. Meist verkürzen sich dann die nachwachsenden Haare und werden hell. Die Ursache dafür ist, dass eine Umwandlung des sogenannten Terminalhaars, das tief im Haarfollikel verankert ist und an dessen unteren Rand ein Verdickung, die Haarwurzel sitzt, in ein sogenanntes Vellushaar stattfindet. Das Vellushaar besitzt keine solche Haarwurzel, erreicht demzufolge auch nicht die Länge eines Terminalhaares und ist sehr hell, weil es kein Melanin mehr aufnehmen kann. Setzt man die Haarentfernung fort, verkümmern schlussendlich auch die meisten Vellushaare. Das Ergebnis ist dann eine praktisch haarfreie Haut. Zwar werden ähnlich wie beim Waxing auch Sugaring-Produkte für die Heimanwendung angeboten. Da die richtige Technik jedoch eine qualifizierte Ausbildung erfordert, wird das Ergebnis des "Do-it-yourself" nicht befriedigend sein.