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Lange Zeit haben die Entwickler von Arduino nach einer Lösung gesucht, um die Arduino-Plattform komfortabel mit dem Internet zu verschmelzen. Dazu lieferten sie WiFi- und Ethernet-Shields, welche als Erweiterung auf den Arduino gesteckt werden können. Aber das Problem war stets, dass ein Arduino mit seiner geringen Rechenleistung nicht für die Verarbeitung von Internet-Traffic ausgelegt war. Die Lösung kommt nun in der Form des Arduino YUN. Dahinter verbirgt sich ein guter alter Arduino Leonardo, welcher ein SoC mit einem Linux und zusätzliche Anschlüsse beherbergt.
Die Linux-Distribution namens Linino ähnelt derjenigen eines WLAN-Routers mit OpenWRT-Software. Der Arduino Yún bietet zudem einen USB-Anschluss für Peripherie-Geräte, native WiFi-Unterstütung mit 802.11n, einen Ethernet-Anschluss, 64MB DDR2 RAM und 16MB Flash-Speicher.
Um die Programmierung für Arduino-Neulinge zu vereinfachen, hat der Arduino Yún eine eingebaute Bridge-Library, welche die HTTP-Transaktionen zwischen Linux und dem Arduino-Microcontroller verarbeitet. Mittels Temboo-SDK kann YUN mit Twitter, Facebook, Dropbox, Google und anderen Webservices kommunizieren.
Der Arduino Yún kann mittels Weboberfläche konfiguriert werden und auch der Mikrocontroller lässt sich via Netzwerk flashen. Der YUN ist im offiziellen Arduino Store für 52 Euro erhältlich. In der Schweiz findest du das Board im Makerstore (CHF 79.90) und bei Boxtec (CHF 76.00).
Ich warte mit der Bestellung noch eine Weile, da ich im Mai den Spark Core gekickstartet habe und dessen Auslieferung kurz bevorsteht.