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Aveiro
Aveiro
ist die Hauptstadt des Distrikts Aveiro im Norden von Portugal.
Die Stadt wird wegen der drei Kanäle Canal de São Roque, Canal
das Pirâmides und Canal dos Santos Mârtires auch das Venedig
Portugals genannt.
Dolmen und andere Funde belegen eine vorgeschichtliche
Besiedlung. Salzgewinnung und der Handel über See machten die
Bedeutung des Ortes aus. Die Römer nannten den Ort Talabriga.
Aveiro wird am 26. Februar 959 in einer Urkunde der Condessa
Mumadona zum ersten Mal offiziell erwähnt.
1685 war die Hafeneinfahrt so versandet, dass die Schifffahrt
und damit auch der Fischfang stark beeinträchtigt wurde.
Fruchtbares Land versumpfte. Die Einwohnerzahl ging bis Ende des
18. Jahrhunderts auf etwa 3.500 Menschen zurück. Aveiro erholte
sich nur langsam. Es wurde dann im Jahre 1759 zur Stadt (Cidade)
erhoben. Am 3. April 1808 konnte nach mehreren vergeblichen
Versuchen eine neue Hafeneinfahrt eröffnet werden. Am 7. Juli
1864 erhielt Aveiro durch die Eröffnung der Linha do Norte eine
direkte Eisenbahnverbindung nach Lissabon und Porto. Es setzte
eine industrielle Entwicklung der Stadt ein.
Salzgewinnung, die Fischerei und der Fang von Algen als
Düngemittel sind traditionell bedeutende Wirtschaftszweige in
der Stadt, haben aber heute stark an Bedeutung verloren und
werden zum Teil nicht mehr betrieben. Die wichtigsten
Wirtschaftszweige Aveiros sind Metallverarbeitung, Porzellan-,
Keramikproduktion, Nahrungsmittelindustrie, Papierherstellung
und Holzverarbeitung. Der Fremdenverkehr hat an Bedeutung
gewonnen.