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Osteopathie
Die Bezeichnung Osteopathie (von altgr. osteon "Knochen" und pathos "Leiden"), osteopathische Medizin und osteopathische Behandlung beschreiben im Bereich Alternativmedizin verschiedene Krankheit- und Behandlungskonzepte.
Der US-amerikanische Arzt Andrew Taylor Still prägte 1885 den Begriff osteopathy. Stills Konzept beruht teilweise im Widerspruch zu modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Ausbildungen zum Osteopathen orientiert sich jedoch an der wissenschaftlichen Medizin.
Die Osteopathie wird in drei Bereiche eingeteilt die abhängig von den anatomischen Strukturen und den Funktionsmechanismen sind.
1. Perietale Osteopathie. Sie befasst sich mit dem Bindegewebe der Muskulatur und den Gelenken. Die perietale Osteopathie geht in ihren Grundzügen auf Andrew Taylor Still (1828-1917) zurück.
2. Viszerale Osteopathie. Sie befasst sich mit den inneren Organen und deren Bindegewebe Aufhängung. Die viszerale Osteopathie geht auf H.V.Hoover oder M.D.Young in den 1940er-Jahren zurück.
3. Craniosakrale Osteopathie (auch innerhalb der Osteopathie umstritten). Die craniosakrale Osteopathie befasst sich mit dem Rhythmus von Liquor, Gehirn-und Nervenflüssigkeit. Die craniosakrale Osteopathie geht auf William Garner Sutherland (1873-1954, Schüler von Andrew Taylor Still) und John E. Upledger zurück.
Das Prinzip der Osteopathie bezieht sich zum einen auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, zum anderen auf die Eigenbewegung der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel.
Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren Bewegungsfreiheit. Ist diese eingeschränkt, entstehen zunächst Gewebespannungen und darauf folgend Funktionsstörungen und so entstehen Beschwerden.
Beim Forschen nach den Ursachen der Beschwerden stehen eine Strukturstörung und die daraus resultierende Fehlfunktion im Vordergrund. Diese sogenannte Dysfunktion gilt es aufzuspüren und zu beheben.