Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03602.jsonl.gz/760

Schneider siegt am Lichtmess-Schwinget, Rychen wird Vierter
Das Duell Domenic Schneider gegen Werner Schlegel gibt es am Lichtmess-Schwinget in Gais AR gleich zwei Mal. Im vierten Gang stellen sie, im Schlussgang siegt Schneider. Roger Rychen wird Vierter.
Das Duell Domenic Schneider gegen Werner Schlegel gibt es am Lichtmess-Schwinget in Gais AR gleich zwei Mal. Im vierten Gang stellen sie, im Schlussgang siegt Schneider. Roger Rychen wird Vierter.
von Jakob Heer
Vier Eidgenossen traten zum 59. Lichtmess-Schwinget in Gais in Appenzell Ausserrhoden an. Sie prägten den Wettkampf, zwei von ihnen bestritten am Ende den Schlussgang. Sowohl der Thurgauer Domenic Schneider, bestplatzierter Athlet des Nordostschweizer Schwingerverbands am Eidgenössischen 2022 in Pratteln, wie auch der aufstrebende Toggenburger Werner Schlegel gewannen die ersten drei Gänge. Schneider gegen Raphael Zwyssig, Andy Signer und Sven Lang, Schlegel gegen Markus Schläpfer, Gian Maria Odermatt und Andrin Poltera.
Das Einteilungskampfgericht entschied, im vierten Gang die beiden Eidgenossen miteinander zu paaren, was zu einem Gestellten und zu einem totalen Zusammenschluss im Klassement führte. So lagen nach vier Gängen acht Schwinger, darunter Schneider und Schlegel, gleichauf an erster Stelle.
Lang verpasste die Zehn
Im fünften Gang siegten sowohl Schneider gegen Andreas Inauen als auch Schlegel gegen Patrick Schmid wieder. Noch immer aber waren es vier Schwinger, die sich die Führung teilten. Nebst Schneider und Schlegel der Luzerner Sven Lang und der Appenzeller Markus Schläpfer. Die Einteilung entschied sich nochmals für ein Aufeinandertreffen zwischen Schneider und Schlegel. Im Direktduell zwischen Lang und Schläpfer konnte ein Schwinger mit einer Zehn zumindest Rang 1b erlangen. Lang siegte zwar, verpasste aber den Plattwurf und wurde somit mit fünf Siegen Zweiter.
«Werner suchte mit Gammen den Angriff, mir gelang es, auszugammen und im Gegenzug zum Erfolg zu überdrücken.»
Im Schlussgang zwischen Domenic Schneider und Werner Schlegel fiel die Entscheidung zu Beginn der vierten Minute. «Werner suchte mit Gammen den Angriff, mir gelang es, auszugammen und im Gegenzug zum Erfolg zu überdrücken», erklärte der Sieger den nicht alltäglichen Siegesschwung. Auf die Frage, wie sich der Thurgauer nach dem Gestellten im ersten Direktvergleich im vierten Umgang auf das zweite Duell gegen Schlegel einstellte, sagte er: «Von den drei möglichen Gegnern, die mir hätten zugeteilt werden können, war Werner sicherlich jener, den ich mir am wenigsten wünschte.» Schneider war sich der Stärke des Hembergers, der durch den verlorenen Endkampf auf Rang drei zurückfiel, bewusst.
Rychens Aufholjagd
Ebenfalls auf Rang drei kam Raphael Zwyssig. Nach verlorenem Auftakt gegen Schneider musste er auch noch mit Andy Signer die Punkte teilen. Der einzige Glarner Teilnehmer, die übrigen Glarner Schwinger hatten in Filzbach ein Trainingswochenende, Roger Rychen wurde Vierter. Dem dreifachen Eidgenossen lief es mit einem Gestellten gegen Andrin Poltera, einem Sieg über Andreas Inauen und einer Niederlage gegen Konterschwinger Markus Schläpfer anfänglich nicht optimal.
Im zweiten Teil kam er gegen Urs Giger, Thomas Burkhalter sowie Werner Keller zu drei Vollerfolgen, was ihn noch nach oben spülte. Nun freut sich der Molliser auf den Hallen-Heimwettkampf am kommenden Sonntag in der Mehrzweckhalle Linth-Escher in Niederurnen.
Gais AR. Lichtmess-Schwinget
Schlussgang: Domenic Schneider (Friltschen) bezwingt Werner Schlegel (Hemberg) nach 3:08 Minuten mit Gammen/Konter
Rangliste: 1. Schneider 58,50. 2. Sven Lang (Emmenbrücke) 58,25. 3. Schlegel, Raphael Zwyssig (Gais) und Andrin Poltera (Urnäsch), je 57,25. 4. Andy Signer (Wittenbach), Roger Rychen (Mollis), Markus Schläpfer (Niederbüren), Gian Maria Odermatt (Uster) und Thomas Kuster (Altstätten SG), je 57,00. 5. Michael Roth (Oberriet), Patrick Schmid (Appenzell), Thomas Burkhalter (Homburg), Daniel Bühlmann (Emmenbrücke) und Luc Bissig (Baldegg), je 56,75.
81 Schwinger, 440 Zuschauer