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11. Juni 1733 steht ein dreizehnjähriger Junge im Garten des Lustschlosses Salzdahlum bei Wolfenbüttel. Das Schloss ist hell erleuchtet. In der Dämmerung spielt ein Orchester. Durch den Garten schreiten, tanzen, drängen sich Damen und Herren in festlichen Roben, adelige Schäferinnen und Schäfer mit weiß gepuderten Perücken. Er selbst hält eine Fackel in der Hand, wie die anderen Pagen. Er ist ein bisschen nervös, es ist seine erste richtige Aufgabe als Page, und es ist eine große Hochzeit, mindestens hundert Gäste sind da. Farben, Schatten wehen durch die Hecken und an ihm vorbei. Es ist wie im Märchen. Der Hirtenkönig hat seine Tochter demjenigen versprochen, der am besten Flöte spielen kann; drei Kandidaten gibt es. Weil der König sich nicht entscheiden kann, entscheidet Apoll, der Gott der Musik und der Dichtung. Apoll wählt natürlich den Richtigen: Friedrich, Kronprinz von Preußen die Braut ist Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel. Hieronymus atmet aus. Seine Fackel brennt noch.