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Kern Alexander hält den Lehrstuhl für Finanzmarktrecht an der Universität Zürich. Prof. Alexander ist ein international anerkannter Experte für EU- sowie britisches Banken- und Börsenrecht. Er ist insbesondere bekannt für seine anderen Beiträge zum internationalen Wirtschafts- und Finanzmarktrecht, wobei er sich besonders auf den „Basel Capital Accord“, das GATS der WTO und finanzielle Sanktionen spezialisiert hat. Im Bereich der internationalen Bankenregulierung im Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit hat Prof. Alexander mehrere Forschungsberichte verfasst, welche durch die UNO sowie die Universität Cambridge veröffentlicht wurden.
Er ist Autor zahlreicher akademischer Artikel in führenden internationalen Zeitschriften und Bücher. Seine Artikel wurden im Journal of International Economic Law, im European Law Review, im European Business Organisation Review sowie im Journal of Corporate Law Studies publiziert. Er ist zusammen mit Rahul Dhumale und John Eatwell Co-Autor von Global Governance of Financial Systems: the International Regulation of Systemic Risk (Oxford Univerity Press, 2005), worin bereits vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008 Schwächen der bankenrechtlichen Eigenkapitalregulierung sowie systemrelevante Risiken im Derivatemarkt identifiziert wurden. Ausserdem ist er Author des Buches Economic Sanctions: Law and Public Policy (Macmillan, 2009), worin er regulatorische bzw. Kontrollaspekte finanzieller Sanktionen analysiert, sowie Co-Autor von Market Abuse and Insider Dealing (2016, 3. Aufl.) worin Marktmissbrauch und dessen Regulierung im Vereinigten Königreich und in der EU untersucht werden.
Zusätzlich zu seinen akademischen Publikationen, ist er Co-Autor bedeutender vom Europäischen Parlament in Auftrag gegebener Expertenberichte wie Financial Supervision and Crisis Management in the EU (2007), Clearing and Settlement in the EU (2009) sowie Crisis Management, Resolution Regimes, and Solidarity Mechanisms in the EU (2010). Er wurde mehrfach aufgefordert, schriflich oder mündlich vor dem House of Commons Treasury Committee sowie vor dem House of Lords Select Committee on Economic Affairs und dem House of Lords Committee on Europe hinsichtlich Fragen des EU- and UK- Banken- und Finanzmarktrechts zu testieren. Seine akademischen Publikationen und Policy Reports werden oft sowohl vom Britischen als auch vom Europäischen Parlament zitiert.
Prof. Alexander war Fachberater des Joint Select Committee on the Financial Services Act 2012 des Britischen Parlamentes und Mitglied des Expert Panel on Financial Services des Europäischen Parlamentes (2009-2014). Er wird ebenfalls vom UK Serious Fraud Office als Sachverständiger in Bezug auf den LIBOR-Skandal konsultiert.
Des Weiteren beriet Prof. Alexander Zentralbanken und nationale Regierungen hinsichtlich verschiedener Fragen der Finanzmarktregulierung. 2010 beriet er das Europäische Parlament bezüglich der Schaffung europäischer Aufsichtsbehörden und des European Systemic Risk Board. Im Januar 2012 publizierte er zudem eine kritische Analyse der Umsetzung der europäischen Vergütungsregeln für Banken zu Handen des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments. In einem weiteren für das Europäische Parlament ausgearbeiteten Report mit dem Titel „An Orderly Restructuring of Sovereign Debt in the European Union (September 2010)“ schlägt Kern Alexander den Einsatz von sogenannten „Collective Action Clauses (CACs)“ für alle europäischen Staatsanleiheverträge vor. Dieser Vorschlag wurde vom Europäischen Ministerrat in dessen Beschluss von Dezember 2010 aufgenommen.
Kern Alexander unterrichtete financial regulation, corporate & financial law, micro-economics, international economics and international trade law an der Universität Cambridge, an der Queen Mary Universität in London und an der Universität Warwick. Kern Alexander studierte in Cornell, Oxford und Cambridge. Zudem ist er Senior Research Fellow an der University of Cambridge Centre for Risk Studies und berät europäische Bankinstitute bezüglich Corporate Governance, Risikomanagement und ökologische Nachhaltigkeit.
Prof. Alexander leitete ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem United Nations Environment Programme und der Universität Cambridge zu Fragen der internationalen Bankenregulierung und der systemischen Umweltrisiken. 2014 wurde seine Forschung in einem Bericht veröffentlicht, worin er Empfehlungen macht, wie die Bankenregulierung von Basel III verwendet werden sollte um systemische finanzielle Risiken einzudämmen, welche von nicht nachhaltigen ökonomischen Aktivitäten stammen. mehr.