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Der EU-Bestand dieser Zugvogelart ist den Angaben zufolge in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen. Dieser negative Status und Trend sei von der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (IUCN) in der Roten Liste der gefährdeten Arten für Vögel in Frankreich bestätigt worde.
Im September 2016 habe die IUCN ihre Einstufung für die Gartenammer in Frankreich von „gefährdet“ in „stark gefährdet“ geändert. Die EU-Vogelschutzrichtlinie untersagt unter anderem das absichtliche Töten oder Fangen, die Zerstörung von Nestern und das Entnehmen von Eiern sowie damit zusammenhängende Tätigkeiten, beispielsweise den Handel mit lebenden oder toten Vögeln, wobei das besondere Augenmerk dem Schutz der Lebensräume der gefährdeten Arten und Zugvogelarten gilt.
Die Vorkommnisse in Frankreich gefährdeten die Anstrengungen, die von anderen Mitgliedstaaten zur Erhaltung der Art unternommen würden, stellte die Kommission fest. Daher schalte sie den EuGH ein, um Paris nachdrücklich zur ordnungsgemäßen Durchsetzung der Vorschriften aufzufordern. Die Mitgliedstaaten seien verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie eingehalten würden. Der jetzt angekündigten Klage der Kommission war eine an Frankreich gerichtete, mit Gründen versehene Stellungnahme im Juni 2016 vorausgegangen.