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Sehr persönlicher Roman von Max Frisch über sein Leben als Autor und Beziehungsmensch
- Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
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Max Frisch hat mit "Montauk" einen autobiographischen Roman verfasst, in welchem er ein Wochenende in Montauk im Jahr 1974 beschreibt und dabei gedanklich in die Vergangenheit abschweift, aber auch einen Blick in die Zukunft wirft. Das Wochenende verbringt er mit der 31-jährigen Amerikanerin Lynn, die ihn auf seiner Lesereise ... Max Frisch hat mit "Montauk" einen autobiographischen Roman verfasst, in welchem er ein Wochenende in Montauk im Jahr 1974 beschreibt und dabei gedanklich in die Vergangenheit abschweift, aber auch einen Blick in die Zukunft wirft. Das Wochenende verbringt er mit der 31-jährigen Amerikanerin Lynn, die ihn auf seiner Lesereise begleitet und mit der er eine Affäre hat. Die Affäre oder die Handlung auf Long Island steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr ist der Roman eine nach Frischs Angaben selbst aufrichtige Sicht auf sein Leben. "Montauk" ist deshalb sein persönlichstes Buch, in dem er sich selbst reflektiert. Er erzählt von seinen Anfängen als Schriftsteller, von seiner Tätigkeit als Architekt, aber auch von seinen Ehen und den zahlreichen Reisen, die der Schweizer nach Frankreich, Italien oder eben auch die USA unternommen hat. Kritisch betrachtet er aber auch seine Berühmtheit, seinen Erfolg und den Reichtum, der ihn verblüffte. Der Roman ist überwiegend aus der Ich-Perspektive, aber auch aus Sicht einer dritten Person geschrieben, um mutmaßlich aus der Distanz sein eigenes Verhalten objektiver und selbstkritischer betrachten zu können. Für mich fehlte bei dem Roman ein roter Faden. Frisch scheint seine Gedanken aufgeschrieben zu haben, wie sie ihm gerade in den Sinn gekommen sind. Er selbst hatte aber auch nicht den Anspruch, dem Leser gefallen zu wollen. "Eine Literatur, die sich selbst genügt". Ob der Titel "Montauk" so passend gewählt ist, sei dahin gestellt - zumindest gibt der Aufenthalt dort den Anlass die Liebesbeziehung mit Lynn zu verschriften und mit dem Roman gleichzeitig einen Rückblick auf sein Leben zu geben. "Montauk" ist damit ein Buch für all diejenigen, die sich für die Person Max Frisch interessieren und mehr über sein Leben als Autor, aber auch als Mann mit seinen Beziehungen zu verschiedenen Frauen aus autobiographischer Sicht erfahren möchten.
Montauk
Beschreibung
Die Erzählung Montauk zählt zu den Höhepunkten des Prosawerkes von Max Frisch. Dieses Buch über die Liebe ist ein radikal subjektives Stück Literatur, das bis heute Massstäbe setzt. Erstmals liegt nun eine Hörspielfassung von Montauk vor. In einer Collage aus Erinnerungen, Tagebuchauszügen und Selbstreflexionen seziert Frisch in der 1975 veröffentlichten Erzählung sein Lebens- und Liebesbild. Die Hörspielbearbeitung von Leonhard Koppelmann ergänzt die offene Struktur der literarischen Vorlage mit Briefen von Uwe Johnson und Marianne Frisch, die sich als persönlich Betroffene mit der Frage auseinandersetzen: Wie privat darf eine Veröffentlichung sein?
Unter der Regie von Leonhard Koppelmann ist Ueli Jäggi in der Rolle des Max zu hören. Die weiteren Hauptrollen sprechen Monica Gillette (Lynn), Thomas Sarbacher (Uwe) und Susanne-Marie Wrage (Marianne).
"Ueli Jäggi trifft den richtigen Ton: kraftvoll und müde, konzentriert und beiläufig zugleich."
Max Frisch (1911-1991), geboren in Zürich, arbeitete nach seinem Studium der Germanistik, Romanistik, Kunstgeschichte und Philosophie zunächst als Journalist. Zweitstudium der Architektur, Tätigkeit in diesem Bereich. Ab 1955 freier Schriftsteller. Zu seinem umfangreichen Werk zählen neben zahlreichen Theaterstücken die Romane Stiller (1954), Homo Faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964). Frisch wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis (1958), dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976) und dem Heinrich-Heine-Preis (1989). Seine Erzählung Montauk erschien 1975. Max Frisch starb in Zürich..
Thomas Sarbacher, geboren 1961, startete seine Karriere als Schauspieler bei der Bremer Shakespeare Company. Es folgten Engagements an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen. In der Rolle des Hauptkommissars in der Krimireihe Der Elefant - Mord verjährt nie wurde er 2002 einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Des Weiteren spielte er in Kinofilmen wie Underdogs und Die Welle. Für literarische Lesungen und Hörspielproduktionen sitzt er regelmässig hinterm Mikrofon. Er las u. a. Im Frühling Sterben von Ralf Rothmann..
Ueli Jäggi, 1954 in Olten geboren, ist ein schweizer Schauspieler und Hörbuchsprecher. Er absolvierte seine Ausbildung an der Schauspiel Akademie Zürich und war seitdem u.a. im Deutschen Schauspielhaus Hamburg oder auf der Volksbühne am Rosa-Luxenburg-Platz zu sehen. Neben diversen Fernsehrollen ist er auch an zahlreichen Hörspielen beteiligt..
Monica Gillette ist Tänzerin und Choreografin. Nach einer Tanzausbildung in den USA war sie vornehmlich als zeitgenössische Tänzerin, zuerst in den USA und ab 2007 in Europa tätig. Seit 2008 arbeitet sie am Theater Freiburg als Choreografin und Tänzerin.
Produktdetails
|Abo-Fähigkeit||Ja|
|Family Sharing||Ja i|
|Medium||MP3|
|Sprecher||Thomas Sarbacher, Ueli Jäggi, Monica Gillette|
|Spieldauer||159 Minuten|
|Erscheinungsdatum||14.05.2013|
|Verlag||Osterwoldaudio|
|Format & Qualität||MP3, 159 Minuten, 178.81 MB|
|Fassung||gekürzt|
|Hörtyp||Hörspiel|
|Sprache||Deutsch|
|EAN||9783844907971|