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Kamera / Ton: Beni Lehmann
Schnitt: Richard Dindo
Produktion: Richard Dindo
Finanzierung (rückbezahlte Darlehen) durch die Filmemacher Alexander J. Seiler, Georg Radanowicz und Kurz Gloor, Markus Imhoof hat seinen selber gebastelten Montagetisch und die Gastfreundschaft beigesteuert.
Uraufführung: Solothurner Filmtage, 1971
Die Wiederholung (1970)
60 min, s/w
Ziemlich konfuser schwarz-weiss Erstling mit einigen Interviews, unter anderem mit Max Arnold, VPOD-Präsident und Paul Nizon, Schriftsteller. Dazu einem jugendlichen Darsteller, Miklos Gimes, und einigen Zitaten von Max Frisch, Arthur Rimbaud, etc., die das zukünftige Werk antönten und die literarischen Lehrmeister von Anfang an in den Raum stellten.
Nach vier Jahren Leben in Paris, Heirat und zwei Töchtern, und Mitläufer der 68er-Ereignisse, vollgestopft mit Filmen und Büchern im Kopf, entschloss ich mich, in meine Heimatstadt Zürich zurückzukehren, und meinen ersten Film zu drehen.
Ich hatte keine Ahnung von Kameras und Tonbänder, nicht die geringste praktische Erfahrung, ich war ein absoluter Autodidakt, in jeder Beziehung.
Im Tages-Anzeiger sah ich am Tag meiner Ankunft eine Fotografie von einem Schweizer Filmemacher namens Fredi M. Murer, mit drei anderen Leuten an einem Tisch sitzend, während einer Debatte, vermutlich nach einer Filmvorführung. Ich sagte mir, dass dieser junge Mann mir vielleicht irgendwie behilflich sein könnte. Ich fand seinen Namen im Telefonbuch. Er war sofort einverstanden, mich zu treffen. Wir sahen uns im Kunsthaus-Restaurant und begannen eine Freundschaft, die nie mehr erlöschen sollte. Er stellte mir seine Filmemacherkollegen vor und half mir mit nie erlahmender Geduld und Generosität bei der Montage meiner ersten Filme.
Nachdem der Film geschnitten war, zeigte ich ihn zuerst Alexander Seiler, dem Hauptsponsor, in seiner Villa hinter der Kirche Fluntern. Er schlug mir nach der Vorführung auf die Schulter und sagte: „So, jetzt bist du ein Filmemacher!“, und redete davon, dass man diesen Film Max Frisch zeigen sollte. Ich erfuhr so, dass er diesen kannte, ja mit ihm befreundet war, was mir wie eine Art Halluzination vorkam, neben jemandem zu sitzen, der Max Frisch kannte.
Ich ging dann ins Restaurant „Bodega“ im Niederdorf, wo ich eine Verabredung hatte. Im hinteren Saal sah ich... Max Frisch mit seiner zweiten Frau Marianne an einem Tisch sitzen, was mir einen kleineren Schock verursachte. Ich hatte nämlich schon damals ein Projekt im Kopf, einen Film über Max Frisch, in dem er erzählen würde, was in seinen Romanen alles autobiografisch war, die Frauen seines Lebens betreffend. Zwei Jahre später schrieb er dann die Erzählung „Montauk“, quasi das „Drehbuch“ des Filmes von dem ich geträumt hatte. Ausgelöst von einem „Seitensprung“ in New York von seiner Frau Marianne, mit der nun an diesem Tisch in der „Bodega“ sass, am Tag, als ich Filmemacher wurde.
Von diesem Augenblick an wusste ich, dass ich auf meinem Weg war, dass ich diesen Film machen werde und dass mir vermutlich alles zufallen würde, was ich mir von meinem Leben erhoffte.