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„Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und nieder zur Erde muss es. Ewig wechselnd“ (Goethe)
Wasser
spritzt aus der Felsspalte,
tröpfelt aus moosiger Wand,
sammelt sich im wild rauschenden Bach,
stürzt in die Tiefe,
wirbelt zwischen Felsbrocken,
versinkt in der Erde,
brodelt heraus aus den Quellen,
strömt über Steine,
sprudelt zwischen schattigem Grün,
reisst sich durch die Landschaft,
spaltet die Berge.
Kristallklar.
Eiskalt.
Unbändig lebendig.
Träge fliesst es schliesslich mit dem Strom
Und ergiesst sich in den See.
Angekommen.
Die Sommerhitze bringt ihm den Tod.
aber auch die Erinnerung:
Ja, ich habe mich schon früher den Händen des Windes überlassen.
San Nazzaro, 16.7.2020