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Und wieder ist ein Schweizer Bankkonto eines bekannten Politikers aufgetaucht – diesmal in Venezuela. Dort geistert jetzt ein Kontoauszug von Aristóbulo Istúriz durch die Medien, Blogs und Twitter-Welt; Istúriz ist Provinzgouverneur und einer der engsten Vertrauten des (derzeit so umkämpften) Präsidenten Nicolás Maduro.
Laut dem Auszug soll der Links-Politiker 9,6 Millionen Dollar bei BNP Paribas in Genf horten. Die Bilder stellen aber vor allem eine Frage: Würde der Mann seine Millionen auf eine Bank bringen, die nicht einmal ihre Schreibweise beherrscht und die den eigenen Namen falsch schreibt?
Der Fall bringt uns zum interessanten Politphänomen der Schweizer Kontoauszugs-Fälschung. Vor allem in Schwellenländern wird diese als taugliches Mittel des politischen Gefechts angesehen. Der vielleicht eindrücklichste Fall ist ein in Indien seit rund drei Jahren kursierender Auszug der Swiss Bank Corporation.
Das Papier, datiert aufs Jahr 2011, erfreut sich in Indien grosser Beliebtheit, besagt es doch, dass zum Beispiel Rajiv Ghandi, verstorben 1991, immer noch Millionen in Zürich horten soll. Aber auch andere bekannte Persönlichkeiten des Subkontinents werden aufgelistet.
Man weiss gar nicht, ob die Väter der SBV-SBG-Fusion im Jahre 1998 eher darüber schmunzeln oder sich eher ärgern sollen.