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Ein Gebäude erzählt eine Epoche schweizerischer Militär- und Sozialgeschichte.
Mit zahlreichen historischen und aktuellen Bildern
Seit 1863 prägt sie das Stadtbild von Frauenfeld und das Bild des Kantons Thurgau. Sie ist eine »verbotene Stadt« mitten in der Stadt, streng bewacht und für die normale Bevölkerung gesperrt. Mit dem Auszug der Armee aus der alten Frauenfelder Stadtkaserne geht nach 160 Jahren eine Ära zu Ende.
Wie kam die Kaserne im 19. Jahrhundert mitten in die noch junge Kantonshauptstadt eines noch jungen Kantons? Warum unternahm die örtliche Bürgergemeinde alles, damit sie hier errichtet wurde, und bezahlte auch die Kosten? Wie lebten Stadt und Bevölkerung mit ihr und mit einem der größten Artilleriewaffenplätze im Zentrum? Wie steht es mit dem »weiblichen Hinterland«, ohne das eine Armee nie funktioniert? Welche Rollen spielten gesellschaftliche und technische Entwicklungen, soziale Konflikte, geopolitische Strategien, Industrialisierung und Deindustrialisierung, Bürgertum, Bauernstand und Arbeiterschaft für diesen militärischen Ort? Wie lebten Armee und Volk in Frauenfeld zusammen? Und wie geht es nun mit der Kaserne weiter? Was bedeutet das Ende der militärischen Präsenz in den Innenstädten? Dieses Buch beschreibt eine Epoche schweizerischer Militär- und Sozialgeschichte an einem Beispiel.
Mit Beiträgen unter anderem von Hansjörg Brem, Bettina Hedinger, Hansjörg Höhener, Elisabeth Joris, Jonas Komposch, Sibylle Marti, Paul Rechsteiner, Usama al Shahmani, Nina Schläfli, Franziska Schürch, Andrea Schweizer, Hannes Steiner, Roland Wetli, Andreas Wydler
Stefan Keller, geboren 1958 im Thurgau am Bodensee, lebt in Zürich und arbeitet als Historiker und Journalist. Er hat mehrere Bücher zur Arbeiter- und Sozialgeschichte geschrieben oder herausgegeben. Insbesondere sein Buch Grüningers Fall war ein international beachteter Erfolg und trug wesentlich zur Rehabilitierung des St.Galler Polizeihauptmanns und Flüchtlingsretters Paul Grüninger (1891–1972) bei. Keller hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.
Johannes Stieger, geboren 1979, ist in Rorschach aufgewachsen. Er betrieb gemeinsam mit Freund:innen die eine oder andere kulturelle Zwischennutzung und war von 2005 bis 2012 Co-Redaktionsleiter beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Seit 2020 arbeitet er als selbständiger Ausstellungsgestalter in St.Gallen.
Hannes Lindenmeyer, ein erwiesener Kenner der Quartiergeschichte Aussersihls, und der Historiker Stefan Keller sprechen über die Kasernenbauten in Schweizer Städten.
Hannes Lindenmeyer, Autor des Buchs »Aussersihl bewegt. Der Zürcher Kreis 4«, hat sich intensiv mit der Geschichte des Kasernenareals in Zürich beschäftigt. Stefan Keller hat zusammen mit Johannes Stieger das eben erschienene Buch »Die Kaserne wird zivil. Militär und Volk in Frauenfeld« herausgegeben. Beide Kasernen prägen das Stadtbild Zürichs beziehungsweise Frauenfelds. Sie sind oder waren eine »verbotene Stadt« mitten in der Stadt, streng bewacht und für die normale Bevölkerung gesperrt. Mit dem Auszug der Armee aus den imposanten Gebäuden geht eine Ära zu Ende.Warum kamen die Kasernen im 19. Jahrhundert mitten in die Städte? Wie lebten Stadt und Bevölkerung mit diesen Artilleriewaffenplätzen und der Armee? Was bedeutet das Ende der militärischen Präsenz in den Innenstädten? Ein Gespräch mit Hannes Lindenmeyer und Stefan Keller zu zwei exemplarischen Kasernenarealen in der Schweiz.
Eintritt: Kollekte
Tickets: Reservation unter <email-pii> oder 044 405 44 81