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8. September 2015 um 11:42 Uhr, 2 Kommentare
Ich habe den Wunsch einer fiktiven Person erfüllt
Auf der Toilette lese ich im Moment ab und zu in einem Kurzgeschichtenband von Stephen King. Da passierte gerade eben folgendes:
Ein paar Jugendliche unterhalten sich im Spätsommer darüber, dass bald der Winter kommt. Das stört sie und sie sind traurig, weil sie lieber baden gehen würden. Einer davon, Randy, hat die Idee in einem nahegelegenen See baden zu gehen. Seine Freunde sagen, der See sei aber schon für die Öffentlichkeit geschlossen. Randy sagt aber, dass das Floss noch draussen sei, er habe es vor drei Wochen noch gesehen. Und dann kommt folgende, grossartige Zeile: «Es sah aus wie ein Stück Sommer, das sie beim Aufräumen vergessen haben.»
Ich lachte kurz heraus, dachte «wow so ein schönes Bild» und las weiter, dass keiner seiner Freunde darauf reagierte. Er hatte gehofft, dass jemand über die Bemerkung lachen würde, aber den Gefallen taten sie ihm nicht, nicht mal sein bester Freund. Wie ihr ja wisst, existieren für mich solche Charaktere in gewisser Form wirklich und ich freue mich total, dass nach all den Jahren zumindest eine Person Randy diesen Gefallen getan hat. Womöglich bin ich nicht die einzige Person, die das lustig fand, aber wahrscheinlich die einzige, die darüber bloggt. Ich nenne übrigens bewusst die Namen seiner Freunde nicht, damit Randy ganz allein die Ehre kriegt, die ihm gebührt.
Die Geschichte heisst übrigens «Das Floss» und ist sehr lesenswert. Soweit ich mich erinnere eine von Dreamdancers Lieblingsgeschichten.
Cheers,
Pfoffie