Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/167

Novak Djokovic erwischte am Montagabend nicht seinen besten Tag. Immerhin gewann die Weltnummer 1 trotz 32 unerzwungenen Fehlern 7:5, 6:3 gegen Albert Ramos-Viñolas (ATP 68). «Sieg ist Sieg», meinte der Titelverteidiger in Indian Wells danach.
Vor allem der erste Satz zwischen Djokovic und dem Sandplatz-Spezialisten Ramos-Viñolas verlief äusserst kurios. Der Spanier schlug keinen einzigen Winner – und verlor dennoch nur knapp. «Vor allem von der Grundlinie aus spielte ich nicht gut», gab Djokovic, der in der kalifornischen Wüste seinen vierten Titel anstrebt, offen zu. «Ich werde morgen (am Dienstag, d. Red.) im Training an meiner Balance arbeiten müssen.» Gegen einen stärkeren Gegner als Ramos-Viñolas wird sich der Serbe nicht so viele Fehler leisten können.
Das gilt bereits für den Achtelfinal, in dem Djokovic am Mittwoch auf den amerikanischen Aufschlagkönig John Isner (ATP 20) trifft. Der 2,08-m-Riese spielt in Indian Wells meist stark. Im vergangenen Jahr verlor er im Halbfinal gegen Djokovic, 2012 gewann er gegen den Serben, ehe er im Final Roger Federer unterlag. «Wenn er beim Service einen guten Tag erwischt, wird es ganz schwer für mich», weiss Djokovic.
Australian-Open-Finalist Andy Murray verlor zwar gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber (ATP 29) einen Satz. Mit Ausnahme von zehn Minuten im zweiten Satz machte die Weltnummer 4 beim 6:1, 3:6, 6:1-Sieg aber einen starken Eindruck. Roger Federer spielte die Drittrunden-Partie gegen seinen Australian-Open-Bezwinger Andreas Seppi (ATP 33) erst in der Nacht auf heute. (si/twu)
Roger Federer unterliegt Novak Djokovic in zwei Sätzen und verliert erstmals in Cincinnati einen Final. Eine Woche vor den US Open ist der Baselbieter weit von seiner Bestform entfernt.
Er hatte sich viele Gedanken gemacht in der einmonatigen Wettkampfpause nach dem Aus in den Viertelfinals von Wimbledon, auch grundlegende. Und er kehrte mit einer klaren Devise zurück: Nicht in alte Muster verfallen, offensiv spielen, nicht konservativ, befreit und inspiriert. Was Roger Federer damit meinte, war in Cincinnati aber nur im Ansatz zu erkennen. Es wurde augenscheinlich, dass ihm die Balance und die Klarheit im Spiel abhanden gekommen war.
Ausdruck dieses Ringens mit sich selber war …