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Saudi-Arabien plant die Gründung einer zweiten nationalen Fluggesellschaft, um das Königreich zu einem Verkehrsknotenpunkt zu machen. Damit soll die Wirtschaft diversifiziert werden, die bisher stark vom Öl abhängig ist.
Die Strategie beinhaltet die Erhöhung der Flugverbindungen auf 250 Ziele und die Verdopplung der Luftfrachtkapazität auf 4,5 Millionen Tonnen, wurde Kronprinz Mohammed Bin Salman von der staatlichen Nachrichtenagentur zitiert.
Transport und Tourismus als neue Einnahmequellen
Die geplante neue Airline steht im Kontext weiterer Pläne, Häfen, Schienen- und Strassennetze zu entwickeln und den Beitrag des Transportsektors zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bis 2030 von 6 Prozent auf 10 Prozent zu erhöhen.
Dazu gehört etwa der Bau des neuen Red Sea International Airport des Architekturbüros Foster and Partners, der 2022 fertiggestellt werden soll. Der Flughafen ist Teil eines grossen Projekts zur Entwicklung des Tourismus an der saudischen Küste des Roten Meeres.
Saudia soll sich auf Pilgerreisen konzentrieren
Saudi-Arabien erwägt auch den Bau eines neuen Flughafens in der Hauptstadt Riad, der als Basis für eine neue Fluggesellschaft dienen würde. Die bestehende Fluggesellschaft Saudia soll sich hingegen von ihrer Basis in Dschidda aus auf den religiösen Tourismus konzentrieren, berichtete die Wirtschaftsagentur «Bloomberg» letzte Woche.
Die staatliche Saudi Arabian Airlines (Saudia) ist die grösste Fluggesellschaft des Königreichs. Weitere Fluggesellschaften sind der Billigflieger Flyadeal, der zu Saudi Arabian Airlines gehört, und Flynas, die der Kingdom Holding von Prinz Alwaleed Bin Talal Al Saud gehört.
(bloomberg | gku)