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Sotheby's, das Auktionshaus im Besitz des französischen Telekom-Milliardärs Patrick Drahi, hat Goldman Sachs Group und Morgan Stanley ausgewählt, um an einem möglichen US-Börsengang zu arbeiten, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Ein Börsengang könnte später in diesem Jahr stattfinden, und das Unternehmen könnte einen Wert von etwa 5 Milliarden Dollar anstreben, ohne Berücksichtigung der Schulden, hiess es.
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Die Überlegungen seien noch im Gange, und der endgültige Zeitpunkt und die Bewertung einer eventuellen Börsennotierung würden vom Appetit der Investoren und den Marktbedingungen abhängen. Sotheby's könnte in den kommenden Wochen weitere Banken mit der Arbeit am Börsengang beauftragen.
Vertreter von Drahi, Goldman Sachs und Morgan Stanley lehnten eine Stellungnahme ab.
Eines der grössten Auktionshäuser der Welt
Sotheby's konkurriert mit Christie's, das sich im Besitz des französischen Milliardärs Francois Pinault befindet, als eines der grössten Auktionshäuser der Welt, das mit Kunst, Sammlerstücken und Immobilien handelt. Drahis Entscheidung, einen Börsengang zu erwägen, folgt auf ein Rekordjahr für Sotheby's, in dem der Umsatz 7 Milliarden Dollar überstieg.
Drahi kaufte das Unternehmen 2019 für 3,7 Mrd. USD einschliesslich Schulden und beendete damit seine drei Jahrzehnte währende Tätigkeit als öffentliches Unternehmen.
Seitdem setzt es verstärkt auf nicht-traditionelle Einnahmequellen und vermittelte im vergangenen Jahr den Verkauf der Nike Air Yeezy 1 Sneakers des Rappers Kanye West im Wert von 1,8 Millionen Dollar. Auch der Markt für nicht-fungible Token (NFTs) wurde erschlossen, als er zusammen mit dem Online-Marktplatz Nifty Gateway den Verkauf von Werken des als Pak bekannten Digitalkünstlers im Wert von 16,8 Millionen Dollar vermittelte.
Die IPO-Märkte hatten weltweit einen langsamen Start in das Jahr 2022. Den von Bloomberg zusammengestellten Daten zufolge haben Unternehmen Transaktionen im Wert von 8,6 Mrd. USD abgeschlossen - ein Rückgang von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Appetit der Anleger auf spezielle Akquisitionsunternehmen und Technologiewerte mit hohem Wert hat sich gegen Ende 2021 abgekühlt.
(bloomberg/kop)