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Doubt - Der Virtual Roundtable
Der Mann hinter "Doubt", John Patrick Shanley, lud zur virtuellen Fragestunde.
Doubt hat zwar seine Auswertung im Kino und als DVD schon hinter sich, trotzdem konnten einige Journalisten mit dem Regisseur und Drehbuchautor des Films, John Patrick Shanley, mittels eines Virtual Roundtable, einige Worte wechseln. Interessante Fragen warteten darauf, gestellt zu werden, und die Antworten des Mannes, der schon Tom Hanks in Joe versus the Volcano rumkommandieren durfte, liessen nicht lang auf sich warten.
Auf die Frage, warum er denn nach seinem ersten Film fast 20 Jahre wartete, um zum zweiten Mal Regie zu führen, gewährte uns Shanley einen kleinen Einblick in sein Privatleben. So sei er nach den Dreharbeiten zu Joe versus the Volcano extrem ausgebrannt gewesen, wollte zurück zu seinen Drehbüchern und hatte auch noch zwei Kinder adoptiert. Der Stoff von Doubt habe ihn aber dermassen interessiert, dass er natürlich das Angebot der Mitarbeit nicht abschlagen konnte.
Die grösste Herausforderung bei Doubt sei die Tatsache gewesen, dass das Theaterstück nur mit vier Figuren gespielt wurde und man nun diese Herausforderung auf die Leinwand bringen musste. Auch habe er in seiner eigenen Jugend ähnliche Situationen erlebt, durch die er sich besser in die Geschichte einbringen konnte.
Wie denn diese grossen Stars (Meryl Streep, Amy Adams, Phillip Seymour Hoffman) gecastet wurden, war die nächste Frage, woraufhin Shanley ausführlich erzählte, dass Streep von Anfang an dabei war, Hoffman nur einen Tag Bedenkzeit verlangte und Adams regelrecht darum bettelte, in diesem Film eine Rolle spielen zu dürfen. Nur Viola Davis habe sich im Casting durchsetzen müssen.
John Patrick Shanley erzählte weiter von seinen Oscarerlebnissen ("viel stressiger als der Pulitzer Preis"), dass er das Drehbuch zu Doubt während des Irakkrieges schrieb ("da waren sich viele Leute sicher über viele Dinge, die sich dann als falsch herausgestellt hatten") und dass beispielsweise Meryl Streep keinsfalls "zu gross zum Herumkommandieren" wäre, sondern eine ganz feine Dame, die sich gerne vom Regisseur Hinweise und Tipps abholt.
Hoffen wir also, dass wir schon bald wieder neues Material von John Patrick Shanley im Kino erleben können. Als Schreiber war er ja immerhin auch für Filme wie Congo und Moonstruck (da gabs einen Oscar) verantwortlich.