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Die Villa „Le Lac“ ist ein Meisterwerk aus Erfindungsgabe und Funktionalismus – ein Architekturmanifest das bereits die Kernaussagen des in den zwanziger Jahren entwickelten Programms von Le Corbusier für die renommierten „Weissen Villen“ enthält. Dieses Labor der Moderne zählt zu den persönlichsten und erfinderischsten Werke des Architekten.
Die Villa „Le Lac“ Le Corbusier (1923) ist das Ergebnis ergonomischer Forschung und zweckbestimmter Analyse, was 1923 sehr aussergewöhnlich war, denn das Ziel war die Erstellung eines typologischen Standards: das schmale Einfeldhaus. Die Villa „Le Lac“ ist der Prototyp eines kleinen Hauses mit einem Maximum an Komfort und Raum und gibt die Gedanken und Ideen wieder, die im 20. Jahrhundert einen grossen Einfluss auf grundlegende Fragen rund um den Mindestlebensraum und den grösstmöglichen Lebensraum haben. Dieser bescheidene, 64 m² grosse Bau vereint bereits drei der künftigen „fünf Punkte einer neuen Architektur“: den freien Grundriss, den Dachgarten und das Langfenster – eines der ersten in der Geschichte der Architektur. Das 11 m lange Fenster ist eine echte technische Innovation und zeugt von der Neugestaltung des Landschaftsrahmens und dem Bezug zum Standort.