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Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat.
Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass.
Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.
Godard studierte klassische Musik (Trompete) am Musikkonservatorium in Besançon und Paris. Auf der Suche nach Einspielungen von Musik mit Tuba stiess der auf die Schallplatte Bush Baby mit Bob Stewart, Tuba, und Arthur Blythe (Saxofon). Nach Godards Bericht war das der Einstieg in den Jazz und die Improvisierte Musik. Er war von 1988 an Mitglied des Philharmonischen Orchesters von Radio France. Von 1989 bis 1991 spielte Godard im Orchestre National de Jazz unter Claude Barthélémy. Weiterhin gehörte er verschiedenen weiteren Ensembles an wie dem Orchestre National de France, dem Ensemble Musique Vivante, dem Ensemble Jacques Moderne, dem Ancient Music Ensemble La Venice und XVIII-21Musique de Lumieres und dem Arban Chamber Brass Quintett. Godard ist heute ein profilierter europäischer Jazzmusiker, der auf der Tuba mehrstimmige Spieltechniken (Multiphonics) einsetzt, auch Zeitgenössische sowie Alte-Musik spielt und in sehr unterschiedlichen Ensembles und Besetzungen auftritt sowie Platten aufnimmt. Zunächst bekannt wurde Godard durch seine Zusammenarbeit mit seinem ebenfalls Tuba spielenden Landsmann Marc Steckar in dem Tuba-Jazzensemble Steckar Tubapack. Ungewöhnlich ist, dass Godard außer der Tuba auch Serpent, den Vorläufer der Tuba, (seit 1979) spielt. Auch zum E-Bass greift Godard hin und wieder. Godard bildete ein Quartett mit dem amerikanischen Tuba-Virtuosen Dave Bargeron (bekannt u.a. durch seine Zusammenarbeit mit der Rock-Bigband Blood, Sweat & Tears). Aktuell spielt Godard u.a. in der Gruppe des aus dem Libanon stammenden Ud-Spielers Rabih Abou-Khalil, mit der Capella de la Torre und in zahlreichen eigenen Projekten wie Le miroir du temps. Michel Godard lehrt seit 2002, Serpent in der Alte-Musik-Sektion des Pariser Konservatoriums.
Godard lebt im Städtchen Monthyon (bei Meaux, Frankreich).
Klingende Namen in Dübendorf! Selten genug kommt es vor, dass ausgewiesene Weltstars eine veritable Premiere in Dübendorf geben. An den Jazztagen wird dieses einmalige Ereignis eine seltene Gelegenheit, die keinesfalls verpasst werden darf. Was passiert da nicht alles an solchen Konzerten, wo die Felle donnern. Wenn Musiker wie Günter Baby Sommer und Manfred Schoof auf die jüngere Generation Michel Godard und Antonio Borghini treffen, die ganze Jazzgeschichte quasi komprimierend.
Michel Godard ist der französische Tubist und Serpentspieler, der weltweit für seine Projekte in der Alten Musik bekannt geworden ist. Dass er schon seit langer Zeit Konzerte im Duo mit Baby Sommer spielt, ist weniger bekannt. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil Tuba und Schlagzeug selten als eigenständige Soloinstrumente zu hören sind. Bei beiden haben wir es aber mit ausgesprochenen Solisten zu tun, die im Quartettverbund mit Manfred Schoof, einem Künstler der europäischen Jazzszene und dem italienischen Bassisten Antonio Borghini mit ihren Melodien wie Bläser und Rhythmiker gleichermaßen agieren.