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Das Werden und Vergehen von Pflanze und Samen kann als ein fliessender Wechsel zwischen verschiedenen Zuständen und Mischungen von Yin und Yang betrachtet werden.
Stellt man sich den Wechsel zwischen Yin und Yang auf einer Zeitachse vor, ergibt sich daraus das Bild einer spiralförmigen Bewegung von Werden und Vergehen.
Stets erwächst der folgende Zustand aus dem Vorhergehende - und stets ist der frühere Zustand der Träger des Folgenden.
Eine Catalogna in zwei sehr unterschiedlichen Zuständen. Als kaum sichtbarer Samen und der verbliebene Rest einer zweijährigen, vollkommen ausgedorrten Pflanze:
Die Elemente im Detail:
- Links im Vordergrund ein Samen, wie er von der Pflanze während der Reifung zu hunderten produziert wird
- Rechts im Vordergrund der Schriftzug Yang
- Im Hintergrund der Fuss der verdorrten Pflanze
Zwischen den beiden Zuständen liegen zwei Jahre.
In der Zeit, die im Objekt nicht direkt dargestellt, aber durch den Titel und den Schriftzug unausgesprochen mitgemeint ist, spielen sich die Lebensprozesse der Pflanze ab.
Aus dem trockenen Samen entsteht eine saftige Pflanze. Diese wiederum übergibt in der Zeit, da sie selbst austrocknet, ihre Lebendigkeit dem Samen.
Nachdem der Samen vollständig getrocknet ist, bedarf er wiederum der Feuchtigkeit, um die Lebensprozesse neu in Gang bringen zu können und aus sich heraus wieder eine Pflanze wachsen zu lassen.
Im Ablauf der wirkenden Kräfte und Zustände gibt es keine Hierarchie. Der Prozess geschieht in einem sich bedingenden und fliessenden Mit- und Nacheinander.
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