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"You should take money seriously. In fact, you shouldn`t enjoy investing. That's a trap. It makes you too active. You churn your own portfolio. You listen to stories, and most of the stories are not worth listening to." – Paul A. Samuelson
Mit dieser Aussage des renommierten US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers und Nobelpreisträgers führt das Autorenduo in das vorliegende Werk ein, fügt jedoch den Hinweis hinzu, dass man mit Samuelson nicht unbedingt übereinstimmen muss und am Investieren durchaus Freude haben darf. Und dann weiter: "Wenn mit den Zeilen zum Ausdruck gebracht werden soll, dass bei finanziellen Angelegenheiten zur Vermeidung von Trugschlüssen eine gewisse Nüchternheit angebracht ist, so ist die vorliegende Einführung durchaus von dieser Haltung geprägt."
Einen solchen kritischen methodischen Ansatz, der weniger aus interessanten Geschichten, Erfahrungswerten und Rezepten besteht, sondern durch den Versuch charakterisiert wird, sich systematisch und analytisch den zahlreichen Fragestellungen der Finanzwelt zu nähern, um Antworten zu finden und diese durch empirische Studien zu überprüfen, legen die Verfasser der vorliegenden Einführung zugrunde. Dabei handelt es sich um die grundlegenden Aspekte des Wissensgebiets der "Finance", das auf Deutsch meistens als "Finanzmarkttheorie" bezeichnet wird und die Lehre sowie die Theorie der Finanzmärkte charakterisiert. Die 23 Kapitel des Buchs können, nebst einer Einführung in die Grundlagen der Finance und Finanzmärkte, sieben Themenbereichen zugeordnet werden. Dabei liegt das Hauptgewicht auf Finanzinvestitionen und auf die Bewertung von Finanzinstrumenten. Fragen zur Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance) werden hingegen – mit dem Hinweis auf die ausführliche Abdeckung seitens der vorhandenen lehrbuchmäßigen Literatur – weniger berücksichtigt. Die Schwerpunkte des Werkes sind somit:
Im Sinne der avisierten Zielsetzung des Buchs, "eine gut lesbare Einführung in die unterschiedlichen Themenbereiche der Finance zu bieten", sind praktisch alle Kapitel so konzipiert, dass der Schwierigkeitsgrad innerhalb der Kapitel sukzessive ansteigt, so dass das jeweils grundlegende thematische Konzept meistens ohne nähere quantitativ-analytische Kenntnisse gut verstanden werden kann. Wegen der mit dem Werk verfolgten unterschiedlichen Anforderungen und weiteren Zielsetzungen lassen sich vier Lektüreprofile, nämlich Orientierung, Basis, Professional und Take-off, unterscheiden. Während die ersten beiden Profile einen Überblick über die Themen bzw. zusätzlich die Vermittlung eines soliden Basiswissens anstreben, geht es bei den beiden letzten Profilen darum, vertiefte Kenntnisse bzw. Einblicke in die betreffenden Themenbereiche zu erlangen. Zwar haben sich die Verfasser bemüht, die mathematischen Voraussetzungen seitens des Lesers auf das Nötigste zu beschränken; dennoch sollte dieser über einschlägige mathematische und statistische Kenntnisse verfügen, um auch den weiterführenden Ausführungen vollständig folgen zu können.
Das Verfasserteam Yvonne Seiler Zimmermann, Professorin für Finance an der Hochschule Luzern, und Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarkttheorie an der Universität Basel, verfügt über langjährige Erfahrungen in der Forschung und Lehre im Hochschulbereich sowie im Rahmen von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen des Finanzsektors. Darüber hinaus können die Autoren auf vielfältige Erfahrungen in Beratungsprojekten der Financial Community bzw. auf einige Verwaltungsratsmandate zurückgreifen. Dieser breite fachtheoretische und zugleich praxisbezogene Hintergrund ist der verständlichen Aufarbeitung und systematischen Vermittlung einer insgesamt doch recht anspruchsvollen Materie zweifelsohne zugutegekommen. Alles in allem kann den Verfassern bescheinigt werden, mit beiden Bänden "Finance Compact Plus" sowohl eine umfassende und aktuelle Einführung in die Finanzmarkttheorie, als auch ein fundiertes weiterführendes Lehrbuch und Nachschlagewerk in einem verfasst zu haben, welches sich insbesondere zum Einsatz im Rahmen von mittleren (intermediate) und fortgeschrittenen (advanced) Ausbildungsprogrammen im Hochschulbereich und in der Finanzpraxis eignet.