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Zu Beginn des Monats musste im Hochgebirge noch der Neuschnee von Ende Juni vorsichtig beurteilt werden. Dann folgten Hitzeperioden mit zum Teil heftigen Gewitten und kühlere Phasen (vgl. Abbildng 2). In der letzten Monatsdekade schneite es für kurze Zeit vor allem im Osten bis gegen 2200 m hinunter. Im Hochgebirge wurde es für kurze Zeit winterlich.
Drei Phasen mit hochsommerlichen Temperaturen und einer Nullgradgrenze von über 4000 m wurden zweimal unterbrochen. In der zweiten, kälteren Phase schneite es im Osten bis gegen 2200 m hinunter.
Am sonnigsten war es über das Wochenende im Sotto Ceneri. Sonst war es wechselnd, am Sonntag im Norden sogar stark bewölkt. Regenschauer gab es in allen Gebieten, wobei am meisten Niederschlag am Alpennordhang und in Nordbünden fiel. Die Schneefallgrenze stieg von 2200 m auf rund 2800 m hinauf. Im Hochgebirge des nördlichen Alpenkammes fiel verbreitet rund 10 cm Schnee, sonst in dieser Höhenlage weniger. Der Montag war ein Übergangstag mit zunehmend sonnigem Wetter und weiter steigenden Temperaturen.
Über diese vier Tage war es meist sonnig und hochsommerlich heiss. Die Nullgradgrenze lag über 4000 m (vgl. Abb. 2). Im Tagesverlauf bildeten sich jeweils Quellwolken und lokale Schauer und Gewitter. Am Freitag wurde es zunehmend schwül.
Mit südwestlicher Höhenströmung und einer deutlichen Zunahme der Luftfeuchtigkeit wurde das Wetter unbeständig und war geprägt von Gewittern (vgl. Abbildung 3). Am heftigsten waren diese am Samstag.
Bei anhaltender Abkühlung sank die Schneefallgrenze bis am Dienstag auf rund 3200 m. In Summe fielen bis am Mittwochmorgen am nördlichen Alpenkamm und im Berninagebiet in den höchsten Lagen des Hochgebirges 30 bis 50 cm, sonst 10 bis 30 cm Schnee (vgl. Abbildung 4).
Mit Wind aus West bis Nordwest war es am Mittwoch und Donnerstag im Norden, am Freitag und Samstag vor allem noch im Nordosten stärker bewölkt, im Westen und Süden meist sonnig. Am zentralen und östlichen Alpennordhang sowie in Nordbünden fiel bis am Samstagmorgen in drei Tagen 10 bis 30 mm Regen. Im Hochgebirge fiel etwas Schnee.
Mit einer südwestlichen Höhenströmung und meist sonnigem Wetter war es über diese drei Tage erneut hochsommerlich heiss mit einer Nullgradgrenze über 4000 m (vgl. Abb. 2). Am Dienstag und Mittwoch entluden sich kräftige Gewitter, am Dienstag vom Berner Oberland über die Glarner Alpen und im Unterengadin und am Mittwoch in fast allen Gebieten (vgl. Abbildung 5). Etwas Schnee dürfte nur in den höchsten Lagen des Hochgebirges gefallen sein.
Diese vier Tage waren etwas weniger sonnig, etwas weniger heiss, aber nicht minder gewitterhaft als die Vorperiode. Besonders intensiv waren die Gewitter in der Nacht vom Samstag. Die Schneefallgrenze sank bis gegen 3200 m hinunter. Niederschlag fiel verbreitet, besonders aber den Voralpen entlang (und im Mittelland) sowie am Alpenhauptkamm und südlich davon. Bis am Montagmorgen, 24.07. fiel der in Abbildung 6 dargestellte Regen, in den höchsten Lagen des Hochgebirges in Form von Schnee.
Nach dem Durchzug einer Kaltfront am Montag stellte sich eine Nordstaulage ein. Am trübsten war es am zentralen und östlichen Alpennordhang und in Nordbünden. Sehr sonnig hingegen war es mit Nordföhn im Tessin. Mit einer deutlichen Abkühlung (vgl. Abb. 2) sank die Schneefallgrenze auf rund 2500 m, im Osten am Dienstag und Mittwoch bis auf rund 2200 m. Von Montagmorgen bis Donnerstagmorgen fiel am Alpennordhang von den zentralschweizer Alpen bis nach Liechtenstein verbreitet 50 bis 80 mm Regen, lokal auch mehr (vgl. Abbildung 7, 8 und 9). Sonst fiel am Alpennordhang meist 30 bis 50 mm, weiter südlich 10 bis 30 mm oder weniger Niederschlag. Oberhalb von rund 3500 m dürften die Millimeter Regen etwa Zentimetern Neuschnee entsprochen haben.
Am Alpennordhang vom Berner Oberland bis nach Liechtenstein sorgte eine Kaltfront am Freitag für starke Bewölkung bis weit in den Nachmittag hinein. Niederschlag fiel vor allem in den Voralpen. Im Westen und Süden war es meist sonnig und wieder deutlich wärmer. Über das Wochenende und am Montag war es dann in allen Gebieten hochsommerlich heiss (vgl. Abb. 2) mit zum Teil heftigen Gewittern.
Anfang Juli verlangte die Lawinensituation im Hochgebirge wegen des Ende Juni gefallenen Schnees besondere Vorsicht. Dies betraf vor allem den Alpennordhang vom östlichen Berner Oberland bis in die Glarner Alpen sowie den Alpenhauptkamm vom Monte Rosa bis ins Berninagebiet.
Im weiteren Verlauf des Monats war die Schneefallgrenze meist so hoch, dass nur in den höchsten Lagen des Hochgebirges immer wieder Schnee fiel.
In der letzten Woche des Monats musste die Lawinengefahr dann im Hochgebirge nochmals besonders berücksichtigt werden. In allen Gebieten ging die Gefahr von Triebschnee, am nördlichen Alpenkamm verbreitet vom Neu- und Triebschnee aus (vgl. Abbildung 10). Dort waren am Mittwoch spontane, trockene Lawinen mittlerer Grösse möglich, sowie unterhalb von rund 3000 m auch feuchte Rutsche.
Am Montag, 24.07. und Mittwoch, 26.07. wurde je ein Lawinenbulletin publiziert.
Im Juli wurden dem Lawinenwarndienst keine Lawinenunfälle gemeldet.
Im Sommer und Herbst publiziert das SLF nur bei grossen Schneefällen ein Lawinenbulletin. Auch wenn das SLF kein Lawinenbulletin publiziert, sollte vor allem bei Neuschnee die Lawinensituation beachtet werden.
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