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Laut einem Bericht von Oceancare hinterlässt jeder Schweizer in einem Jahr durchschnittlich 95 kg Plastikmüll. Mit dieser Zahl liegt die Schweiz laut RTS-Bericht vor Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.
Oceancare hat die Daten aus dem Jahr 2010 des Bundesamtes für Umwelt zusammengetragen.
Awad Louverrier, einer der Autoren der Studie, erläuterte, wie sich die Abfallmenge auf das BIP auswirkt. Da die Schweiz einen sehr hohen Verbrauch habe, so Louverrier, sei es nicht verwunderlich, dass es dort so viele Plastikabfälle gibt.
Gemäss dem Bericht landet viel Plastikmüll in Böden, Flüssen und Seen und die Umweltkosten belaufen sich auf jährlich rund 200 Millionen Franken. Nicht viel davon kann gesammelt werden, weil es als Mikroplastik endet.
Die größte Quelle für Mikroplastik (14.000 Tonnen pro Jahr) ist der Verschleiß von Autoreifen. Der Reifenverschleiß macht jährlich 8.900 Tonnen aus. Die zweitgrößte Menge an Plastikmüll (2.700 Tonnen pro Jahr) stammt aus Müll.
Allein im Genfersee kommen jährlich 55 Tonnen Plastikmüll hinzu.
Was muss abgeschlossen werden? Laut Lauwerier verfügt die Schweiz über die erforderlichen Gesetze. Sie müssen es nur anwenden.
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