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Bemém,
das "Tor zum Amazonas". Diese Millionenstadt liegt am Mündungsgebiet
des Amazonas. Der Strom hat hier riesige Dimensionen. So ist zum Beispiel
der Mündungsbereich fast 250 km breit. Obwohl um Belém bereits
grossflächig abgeholzt wurde, ist es hier noch möglich, Urwaldtouren
zu unternehmen. In der Stadt selbst hat man zum Beispiel im Goeldi-Museum
die Möglichkeit, Pflanzen und Tiere des Urwaldes kennen zu lernen.
Bekannt ist auch der Markt, wo tausende skurrile Sachen, von Schlangenhäuten
bis Kräutertee, angeboten werden. Im Mündungsgebiet liegt auch
die Ilha de Marajo, eine Insel, fast so gross wie die Schweiz.
Das
Erlebnis einer Fahrt auf einem kleinen Flussboot sollte man sich nicht
entgehen lassen. Auch kann man in den kleineren Seitenkanälen oft
viele Tiere entdecken. Wenn das Phänomen "Pororoca" stattfindet,
sollte man sich jedoch nicht auf dem Wasser befinden. Denn dies ist eine
bis 5m hohe Gezeitenwelle, welche bei auflauffender Flut mehrere hundert
Kilometer den Amazonas hinauf drängt.
Um Belém
findet man noch Reste von Regenwald. Ansonsten ist die Vegetation zu vergleichen
mit dem Orinoco-Delta. Mangrovenwälder ziehen sich weit in die Flussläufe
des Amazonas hinein.
Augenfällig
sind die Schlammspringer. Kleine, auch landlebende Fische, welche sich
auf den Mangrovenwurzeln sonnen. Ansonsten ist die Gegend reich an Vögeln.
Wie vielerorts auf der Erde übt auch hier die Zivilisation eine ungewöhnliche
Anziehungskraft auf gefiederte Gäste aus.