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Korrupte chinesische Beamte haben gemäss einer Studie binnen weniger als 20 Jahren umgerechnet rund 105 Milliarden Franken ins Ausland geschafft. Zwischen 16'000 und 18'000 Regierungsbeamte und Angestellte staatlicher Firmen hätten sich aus China abgesetzt.
Dies geht aus einer Studie der chinesischen Zentralbank hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurde. Die entwichenen Beamten und Angestellten hätten zuvor Bestechungsgelder von insgesamt 800 Milliarden Yuan (105 Milliarden Franken) kassiert, hiess es.
Trotz zahlreicher Anti-Korruptions-Kampagnen ist die Bestechung von Beamten in China weit verbreitet. Während die ranghöchsten der bestochenen Beamten mit grösseren Geldbeträgen in Staaten wie die USA oder Australien flohen, gingen die niedriger gestellten Beamten meist in näher gelegene Länder wie Russland oder Thailand.
In Koffern über die Grenze
Daneben wurde Hongkong von den korrupten Beamten häufig als Sprungbrett für eine Weiterreise in die Commonwealth-Staaten genutzt. Weitere Beamte versteckten sich zunächst in afrikanischen, lateinamerikanischen oder osteuropäischen Ländern, bevor sie die nötigen Einreisedokumente für westliche Länder erhielten.
Einige trugen das Geld bar in Koffern über die Grenze. Chinas politische Führung hat der Korruption wiederholt den Kampf angesagt. Sie warnt regelmässig davor, dass die verbreitete Korruption von Beamten die Legitimität der Kommunistischen Partei untergrabe und zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung führe.
SDA-ATS