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Carmen Haag, Josef Gemperle und Norbert Senn lieferten sich in den ersten beiden Wahlgängen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im ersten Wahlgang holte Haag 72 Stimmen, Gemperle 64 und Senn deren 57. Im zweiten Wahlgang stimmten 74 CVP-Delegierte für Haag, 63 für Gemperle und 56 für Senn. Letzterer war aus dem Rennen. Es kam zum dritten Wahlgang.
Erfahrene Politikerin
Der dritte Wahlgang wurde wie die ersten beiden geheim durchgeführt. 193 Delegierte waren anwesend, das absolute Mehr lag bei 97 Stimmen. Carmen Haag holte im dritten Wahlgang 104 Stimmen, für Josef Gemperle legten 87 Delegierte ein, zwei Wahlzettel blieben leer.
Carmen Haag ist seit 13 Jahren Mitglied des Grossen Rats des Kantons Thurgau; seit sieben Jahren ist sie Präsidentin der CVP-Fraktion im Parlament. Die Nomination war für Haag nicht einfach zu gewinnen, ihre Wahl in den Regierungsrat im nächsten Frühling ist aber so gut wie sicher. Die anderen Parteien akzeptieren den Anspruch der CVP.
Für Einer-Kandidatur
Vor der Ausmarchung hatten sich die CVP-Delegierten mit ganz wenigen Gegenstimmen im Sinne der Parteispitze dafür ausgesprochen, nicht mit einem Zweier− sondern mit einer Einer-Kandidatur anzutreten.
Die Ersatzwahl in den Thurgauer Regierungsrat findet am 9. Februar nächsten Jahres statt. Die Wahl wird nötig, weil CVP-Regierungsrat Bernhard Koch Mitte 2014 zurücktreten wird. Gegenwärtig hat die CVP einen Sitz im fünfköpfigen Regierungsrat des Kantons Thurgau.