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Schlafmohn wurde, wie Funde belegen, schon in prähistorischer Zeit am Mont Majorin angebaut und spielte in der Liliac-Kultur offenbar sowohl als Gewürz wie auch als Rauschmittel eine wichtige Rolle (mehr dazu). Zentrum des Mohnanbaus auf Santa Lemusa ist das Dörfchen Case Tiberiu am östlichen Abhang des Mont Majorin. Die Mohnsorte, die hier vor allem angebaut wird, wurde um 1930 von Leo Radu gezüchtet und fällt durch ihre dunkelvioletten Blütenblätter auf (Papaver somniferum var. Liliacum). Die Nachfahren des Züchters sind überzeugt, dass es indes bereits Leos Grossvater Taraful Radu war, der dem Mohn vom Mont Majorin den Namen «Grains de Liliac» gegeben hat – soll er doch mit Conrad Remarque befreundet gewesen sein, dem ersten Archäologen der Liliac-Kultur und Ausgräber der Kulthöhle Dom Leko. Tatsächlich scheint es als würde Mohn schon seit wenigsten 200 Jahren von den Bewohnern von Case Tiberiu angebaut – in erster Linie von der Familie Radu, die allerdings auch fast die Hälfte der Dorfbevölkerung stellt. Federführend in Sachen Mohnproduktion ist heute François Radu, der Enkel von Leo. Auch heute noch liegen die meisten Felder auf kleinen Terrassen in einiger Distanz über dem Dorf auf etwa 1300 bis 1500 m ü. M. Der Mohn wird geerntet wenn die Kapseln eine dunkelgelbe Farbe angenommen haben. Bei der Ernte werden die Kapseln abgeschnitten, dann getrocknet und sorgfältig gedroschen.
«Grains de Liliac», die Mohnsamen vom Mont Majorin, haben eine graue bis leicht bläuliche Farbe und (vor allem wenn sie geröstet werden) ein intensives, an Nüsse und Mandeln erinnerndes Aroma. Mohnsamen werden auf Santa Lemusa nicht nur für allerlei Süssspeisen verwendet, sondern auch für Schmorgerichte mit Fleisch, für Salate, Fisch und vieles mehr.
Diesen kleinen Werbefilm für den Mohn der Radu's durften wir von der Webseite der Radu's kopieren. Die Musik stammt von Ioana Radu, die wispernden Bienenstimmen wohl von den Töchtern der Familie.
HOIO verkauft Mohn «Grains de Liliac» in kleinen Dosen mit einem Füllgewicht von etwa 60 g. Die Gewürze werden en gros aus Santa Lemusa in die Schweiz importiert und von COOKUK in Aarau für den Detailhandel abgepackt und etikettiert. Die Grundfarbe der Etikette entspricht dem Haupt-Charakteristikum des jeweiligen Gewürzes – mehr zu den Farben der Gewürze von HOIO.
Die Dosen sind aus Polyethylen-Terephthalat (PET) hergestellt und speziell für Lebensmittel geeignet. Behälter und Schraubdeckel können gewaschen und mehrfach verwendet werden. Bei Bedarf kann auch eine neue Etikette als PDF-Datei (mit Schnittmarken) herunterladen werden. Beim Einstellen des Druckers sollten man darauf achten, dass die Software keine automatischen Anpassungen der Grösse vornimmt (genaue Anleitung).
Die Boutik «Masaale» in Port-Louis hat ständig alle Gewürze von HOIO im Angebot.
First Publication: 25-7-2012
Modifications: 9-5-2016