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In den USA bahnt sich eine milliardenschwere Übernahme unter Anbietern von Krankenversicherungen an. Der zweitgrösste US-Versicherer Anthem will für den kleineren Rivalen Cigna 54 Milliarden Dollar inklusive Schulden auf den Tisch legen. Anthem biete 184 Dollar je Cigna-Aktie, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zum Cigna-Schlusskurs am Freitag von rund 155 Dollar wäre das eine Prämie von rund 18 Prozent. 31,4 Prozent des Kaufpreises würden in Aktien und 68,6 Prozent in bar gezahlt.
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Cigna habe sich trotz mehrerer Angebote bislang geweigert, über eine Fusion zu verhandeln, erklärte Anthem am Samstag. Deswegen gehe das Unternehmen jetzt an die Öffentlichkeit. Allein im Juni seien vier schriftliche Angebote unterbreitet worden. Zusammen hätten Anthem und Cigna 53 Millionen Kunden. Nach Schätzung von Anthem würde der Kauf des Konkurrenten im ersten Jahr ein Ergebnisplus von mehr als zehn Prozent bringen, im zweiten Jahr dann noch mehr.
Streit um Rolle von Cigna-Chef David Cordani
Ein Streitpunkt zwischen den beiden Firmen ist offenbar, welche Rolle Cigna-Chef David Cordani in einem fusionierten Unternehmen spielen würde. Im jüngsten Brief an den Cigna-Vorstand sei das Angebot auf dessen Bitte auf 184 Dollar je Aktie aufgestockt worden. Eine Zusage, dass Cordani Chef des fusionierten Unternehmens werde, sei nicht gemacht worden. Ein Cigna-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Angebot ab.
Die Krankenversicherungsbranche in den USA befindet sich im Umbruch. Die grössten Anbieter versuchen, Konkurrenten mitsamt ihrer Kunden in der von der Regierung unterstützen Krankenversicherung zu kaufen. Sie hoffen, angesichts ihrer Grösse bessere Preise aushandeln zu können und das Netzwerk der behandelnden Ärzte auszubauen. So wird derzeit auch der Anbieter Humana von seinen Rivalen umworben, zu den Interessenten zählen Berichten zufolge auch Cigna und der Versicherer Aetna.
(reuters/me)