Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/1057

Kuriose Szene beim Matchball von Roger Federer: Nachdem der Schweizer im Halbfinal von Halle gegen Kei Nishikori den ersten Satz mit 6:3 gewinnt, steht es im zweiten Durchgang im Tiebreak 6:4 bei Aufschlag des Schweizers. Der Japaner setzt den Passierball an die Netzkante, von dort kullert die gelbe Kugel wieder auf die Seite Nishikoris hinunter.
Während der Japaner bereits enttäuscht bei der Spielerbank ist, ballt der Baselbieter kurz die Faust und geht zurück an die Grundlinie, um sich für den nächsten Punkt vorzubereiten. Dann erst realisiert Federer, dass das Match vorbei ist, hebt kurz entschuldigend die Hände in die Luft und tänzelt Richtung Nishikori, der schon lange zum Handshake bereit steht. Selbst Mirka und Severin Lüthi müssen schmunzeln über die Vergesslichkeit des Tennisstars.
Im Platzinterview wird er gefragt, ob er denn weiterspielen hätte wollen: «Nein, nein, ich bin schon froh, dass ich es gewonnen habe», meinte der 32-Jährige lachend. Und gesteht, sich schon zwei Punkte zuvor im Tie-Break verzählt zu haben. Deshalb sei ihm nicht bewusst gewesen, dass es ein Matchball war. «Ich habe dann gesehen, dass der Schiedsrichter lacht, dass Nishikori lacht und meine Box auch. Dann habe ich mal auf die Anzeigentafel gesehen und es begriffen». So etwas sei ihm in mehr als 1.000 Matches noch nie passiert.(syl)
Roger Federer egalisiert in Indian Wells seinen besten Saisonstart, erreicht mit einem 7:5, 6:1 über Chung Hyeon die Halbfinals und bleibt mindestens zwei weitere Wochen die Nummer eins der Welt.
Wie vor zwölf Jahren gewann Federer die ersten 16 Einzel der Saison. Damals setzte es in Spiel 17 im Final von Dubai gegen Rafael Nadal die erste Niederlage, ehe Federer mit Turniersiegen in Indian Wells und Miami die nächste Serie (17 Siege in Folge bis zum Final von Monte Carlo) startete. Diesmal bekommt es Roger Federer in den Halbfinals vom Samstag in der Mittagshitze in der Mojave-Wüste mit dem ungesetzten 21-jährigen Kroaten Borna Coric (ATP 49) zu tun.
Schon im Viertelfinal setzte sich …