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Verbund Wasserversorgung Laad und Stein
Das Projekt
Im Gebiet Laad, westlich von Stein SG, wird für die Wasserkorporation Laad und die Gemeinde Nesslau ein Leitungsverbund Stein-Laad-Nesslau gemacht. Damit werden die Bedürfnisse der Wasserversorgungen Laad und Stein sowie die Abwasserentsorgung der Gemeinde sichergestellt. Die Wasserversorgung Laad verfügt zurzeit lediglich über ein Quellgebiet (Donacht), bei dem bei starken Regenfällen und Schneeschmelze die Toleranzwerte der Trübung überschritten werden, was die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt. Damit besteht jeweils ein Wasserdefizit, da dieses Wasser aufgrund der Trübungsbelastung mit Chlor nur ungenügend entkeimt werden kann. Die Wasserversorgung Stein SG bezieht einen Teil des Wassers aus den Quellen Erlenriet, die sich auf Laadner Boden befinden. Heute wird dieses Wasser über eine zu sanierende Leitung zu einem Reservoir abgeleitet und dort mit einer provisorisch installierten UV-Anlage entkeimt. Diese Ableitung liegt über lange Strecken mitten im BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler) in sensiblen Flächen.
Das Projekt sieht vor, das vorhandene Wasser aus den beiden Quellgebieten Donacht und Erlenriet für beide Wasserversorgungen Laad und Stein zu nutzen. Damit kann im Fall einer Trübung auf das jeweilige andere Quellgebiet ausgewichen werden, und es besteht eine zusätzliche Sicherheit für beide Versorgungen. Ausserdem reicht für beide Gebiete eine UV-Anlage. Gleichzeitig wird die Betriebssteuerung von Stein über die neue Steuerung Laad an die zentrale Gesamtsteuerung der Dorfkorporation Nesslau angeschlossen. Zudem wird die Gemeinde eine neue Abwasserpumpleitung vom Pumpwerk Au bis zum Anschlusspunkt Stigen verlegen.
Die jährlichen Wassertaxen von Laad sehen wie folgt aus:
Grundtaxen für die Wohn- und Ferienhäuser betragen Fr. 35.--, für Scheunen mit separatem Anschluss Fr. 25.--, und Fr. 10.-- für Weideschöpfe. Bei mehreren Gebäuden pro gleichen Eigentümer betragen die Taxen höchstens Fr. 70.--. Dazu kommen 0,6 ‰ des aufgewerteten Zeitwertes der angeschlossenen Gebäude. Die Verbrauchsgebühr beträgt Fr. 0.60/m³.
Das Projekt wurde am 9. Februar 2016 vom Gemeinderat sowie am 22. März 2016 von der Bürgerversammlung beschlossen.
Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2016 in Angriff genommen. Das Bauende wird spätestens im Frühjahr 2018 erfolgen.
Kosten und Finanzierung
|Die Kosten sehen gemäss Zusammenstellung wie folgt aus:|
|Kosten Verbund Stein - Laad mit neuer Aufbereitung||Fr.||1'931'904.--|
|Kosten Erneuerung Betriebssteuerung Stein||Fr.||435'000.--|
|Kosten Einkauf Prozessleitsystem Nesslau - Neu St. Johann||Fr.||14'034.--|
|Kosten Verbesserung Entsorgung Abwasser||Fr.||252'720.--|
|Total Kosten||Fr.||2'633'658.--|
|Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:|
|Total Kosten||Fr.||2'633'658.--|
|./. Bundessubvention||Fr.||484'300.--|
|./. Kantonssubvention||Fr.||66'800.--|
|./. Beitrag GVA St. Gallen||Fr.||258'200.--|
|./. Bezug aus Spezialfinanzierungen||Fr.||475'500.--|
|./. Anteil Gemeinde Nesslau||Fr.||258'200.--|
|./. Anteil Wasserkorporation Laad||Fr.||389'000.--|
|Noch zu finanzierende Restkosten||Fr.||701'658.--|
Die Topographie ist im Gebiet Laad alles andere als einfach für dieses Projekt, doch eine Alternative gibt es nicht. Verschiedene Reservoire und Pumpstationen sind stark renovationsbedürftig (Fassaden, Innenanstrich, korrodierte Installationen etc.). Landschaftsökologisch befindet man sich in teilweise sensiblem Gebiet, was eine sehr rücksichtsvolle Bauausführung bedingt. Soweit wie möglich folgt der Leitungsbau (Wasser und Abwasser) dem bestehenden Strassennetz, trotzdem sind verhältnismässig viele Bachquerungen nicht zu vermeiden. Die Sanierung ist dringend notwendig. Die Zusammenarbeit der beiden Wasserkorporation Laad und Stein ist sinnvoll und sichert die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser auf lange Sicht.
Aus den erwähnten Gründen können wir Ihnen eine Unterstützung dieses Projektes sehr empfehlen.
Für dieses Projekt konnten wir bis anhin Spenden in der Höhe von Fr. 51'200.-- vermitteln.