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Mediation ist ein klar strukturiertes Verfahren, in dem mit der Unterstützung einer neutralen Drittperson (Mediatorin) Konflikte bearbeitet und Lösungen gefunden werden können.
Dies sind die einzelnen Schritte in einem Mediationsverfahren:
MediandInnen und MediatorIn klären die Rahmenbedingungen und erstellen eine Arbeitsvereinbarung. Dies erfolgt in der Regel schriftlich.
Themensammlung: über welche Themen, die im Konflikt bedeutsam sind, soll in der Mediation gesprochen werden?
Interessen und Bedürfnisse: welches sind die Anliegen der Personen/Parteien? Das Verstehen und der Austausch über die eigenen Interessen und die Interessen der anderen ist zentral wichtig in der Mediation. Das ermöglicht Lösungen.
Möglichkeiten/Optionen finden: Was könnten Lösungen für den Konflikt sein? Die Parteien entwickeln Ideen und neue kreative Möglichkeiten. Aus dem „Entweder-Oder“ entsteht ein „und das noch – und noch dieses – und noch jenes“
Verhandeln: Welche Angebote können die Parteien machen? Die Angebote ermöglichen Ergebnisse.
Vereinbaren: Die Mediation schliesst mit einer Vereinbarung der Parteien. In dieser werden die getroffenen Abmachungen festgehalten. Eine unterschriebene Vereinbarung ist ein rechtskräftiger Vertrag zwischen den Parteien.
Die Parteien nehmen freiwillig an einer Mediation teil. Sie haben den Wunsch, eine faire Lösung für ihren Konflikt zu erarbeiten. Sie übernehmen die Verantwortung für den Inhalt und für alle Entscheidungen im Prozess. Die MediatorIn unterstützt den Prozess und sichert das Einhalten der Struktur.
Die Mediatorin ist neutral oder allparteilich. Das heisst, dass sie allen Beteiligten denselben Respekt entgegen bringt und in der Sache nicht Stellung bezieht.
Diese neutrale und wertschätzende Haltung unterstützt die Parteien, auch in schwierigen Situationen sachlich bleiben zu können.