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Zum 100.Geburtstag von Werner Bischof organisierten das Musée de l’Elysée in Lausanne und die Photobastei in Zürich grosse Ausstellungen. Im Elysée zu sehen sind noch bis 1. Mai 200 Abzüge aus dem Werner Bischof Archiv in Zürich, einige zum ersten Mal überhaupt. Als Überraschung erweist sich zum Beispiel die farbige Serie “Americana” von 1954.
Diese Schau setzt sich nicht nur mit Bischofs berühmten Arbeiten für Magnum, sondern auch mit der weit weniger bekannten der Schweizer Jahre auseinander. Diese “Helvetica” bestehen aus Studioaufnahmen, Mode- und Werbefotografie sowie Reportagen aus der Schweiz für die neu gegründete Zeitschrift “DU”.
Bischofs Kunst ist Aufklärung. Die Ausstellung in Lausanne zeigt auch, wie intensiv er sich in seinen frühen Arbeiten mit formellen Aspekten der Fotografie beschäftigte: Ein Interesse, das Bischof als Autorenfotograf nicht verlor, aber erst kurz vor seinem Tod, als er der Reportage überdrüssig wurde, wieder in den Vordergrund stellte.
Im Herbst 1953 trat Bischof eine Autoreise durch Nord- und Südamerika an, deren Ziel Feuerland gewesen wäre. Von dort aus wollte Bischof nach Südafrika übersetzen und im selben Auto wieder nördlich bis nach Zürich fahren. Seine Frau begleitete ihn bis Mexiko, dann trennten sich ihre Wege für immer.
In Peru schoss der Fotograf sein berühmtestes Bild, eines seiner letzten: den “Flöte spielenden Jungen”. Kurz danach, am 16. Mai 1954, starb Werner Bischof bei einem Verkehrsunfall.
(SDA)