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Moskau - 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges sind die damaligen Rivalen Moskau und Washington nach Ansicht des russischen Aussenministers Sergej Lawrow "zwar keine Gegner mehr, aber auch noch keine Freunde".
Das persönliche Verhältnis zu seiner US-Amtskollegin Hillary Clinton sei trotz Meinungsverschiedenheiten "konstruktiv und lösungsorientiert", sagte Lawrow kurz vor Gesprächen mit Clinton über eine weitere atomare Abrüstung in Moskau.
Die Beziehungen der beiden Präsidenten Dmitri Medwedew und Barack Obama bezeichnete Lawrow als "vertrauensvoll", wie die Agentur Interfax meldete. Clinton war am Morgen zu Gesprächen über den Nahost-Konflikt sowie über ein geplantes Abrüstungsabkommen in Moskau eingetroffen.
Als Beispiel für bilaterale Probleme mit den USA nannte Lawrow den Streit um das iranische Atomprogramm. "Für uns ist der Iran ein Nachbar, mit dem uns historische Beziehungen verbinden und mit dem wir politisch, wirtschaftlich und auch militärisch kooperieren."
Zwar sei Russland ebenso wie die USA "beunruhigt" über die mangelnde Zusammenarbeit Teherans mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Die Vetomacht Russland sei aber gegen "Versuche", den Iran durch mögliche Sanktionen im Weltsicherheitsrat zu isolieren.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte den Iran erneut zur friedlichen Lösung des Atomstreits auf. "Die iranischen Behörden sollten beweisen, dass ihr (Atom)Programm wirklich friedlichen Zwecken dient. Die internationale Gemeinschaft hat dafür bisher keine Bestätigung", sagte Ban dem TV-Sender "Rossija 24".
SDA-ATS