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Ustertag: Die vergessenen Forderungen der Heimarbeiter
Am Sonntag fand in der reformierten Kirche die diesjährige Ustertags-Feier statt. Wie immer wurde dabei der politischen Gleichstellung von Stadt und Land im Kanton Zürich gedacht, die dank dem Memorial von 1830 erreicht wurde. Leider geht dabei vergessen, dass das Memorial auch wirtschaftlich-soziale Forderungen enthielt, die aber unter den Tisch gefallen lassen wurden. Dieser Umstand war, wie Jean-Pierre Kuster, ehemaliger SP-Gemeinde- und Kantonsrat in einem Beitrag für den «Heimatspiegel» zeigt, eine wichtige Ursache für den Usterband zwei Jahre später.
Jedes Jahr Ende November wird in Uster dem Ustertag von 1830 gedacht. Der Usterbrand, der einzige grosse Maschinensturm in der Schweiz, zwei Jahre später ist dabei in aller Regel nur eine Randnotiz. Dabei hängen die beiden Ereignisse eng miteinander zusammen, wie Jean-Pierre Kuster, ehemaliger SP-Gemeinde- und Kantonsrat in einem Beitrag für den «Heimatspiegel» aufzeigt. Dass zwei Jahre nach dem Ustertag in Oberuster die Fabrik Corrodi & Pfister in Flammen aufging, hat auch damit zu tun, dass zwar die politischen Forderungen des Ustertages vewirklicht wurden, die wirtschaflich-sozialen Forderungen im Ustertag-Memorial unbeachtet blieben. Der Usterbrand war somit eine Verzweiflungstat der Oberustermer Weber, deren Forderungen von der bürgerliche Revolution von 1830 übergangen wurden.