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Es wird häufig in der Presse behauptet, dass die Energiewende Kosten beim Import von Brennstoffen spart.
Im Jahre 2004 produzierten die deutschen Kernkraftwerke 158 TWh Strom. Im Jahre 2018 produzierten die Wind- und Solarkraftwerke in Deutschland 157 TWh Strom. Die verbliebenden Kernkraftwerke produzierten 72 TWh. Es ist nicht anzunehmen, dass die Produktion der Wind- und Solaranlagen in den nächsten 3 Jahren um 50% steigt. Das bedeutet, dass die Wind- und Solaranlagen nicht ausreichen, um den Ausfall der Kernenergie zu kompensieren. Vermutlich wird das Defizit durch den Import von Steinkohle und Erdgas ausgeglichen.
Die Aussage in der Presse ist also richtig, wenn man den Ausstieg aus der Kernenergie nicht als einen Teil der Energiewende betrachtet. Für die meisten gehört der Kernenergieausstieg aber zur Energiewende.
Aber man hat ja immerhin die Brennstoffkosten für die Brennstoffkosten der Kernkraftwerke eingespart. Dies sind grob geschätzt 1 Mrd. Euro pro Jahr. Um diese 1 Milliarde einzusparen, zahlen wir über 20 Milliarden für die EEG-Umlage. Nicht unbedingt ein gutes Geschäft.
Ohne den Kernenergieausstieg würden alle CO2-freien Kraftwerke (Kernenergie, Wind, Solar, Wasser und Biomasse) 70% des Stromverbrauches der öffentlichen Netze liefern.