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Aus dem Tolstoi Kalender der Weisheit – 26. März
Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen. Franz von Assisi
Es ist ein grosser Fehler, anzunehmen, der Glaube sei unwandelbar und verändere sich nicht mit den Generationen. Je länger die Menschheit existiert, desto einfacher und stärker wird ihr Glaube. Und je einfacher und stärker ihr Glaube wird, desto besser wird das Leben, das sie führt.
Nimmst du an, der Glaube bleibe auf ewig gleich und liesse sich nicht ändern, dann könntest du genauso gut annehmen, die Märchen, Sprichwörter und Kindergeschichten, die dir deine Grossmutter erzählte, als du klein warst, seien wahr und du solltest dein ganzes Leben daran glauben. Tolstoi
Denken was wahr, und fühlen was schön, und wollen was gut ist: darin erkennet der Geist das Ziel des vernünftigen Lebens. Platon
Welcher vernünftige Mensch wird zum Beispiel glauben, dass der erste, zweite und dritte Tag der Schöpfung … ohne Sonne, Mond und Sterne vor sich gegangen sei. …Wer ist so einfältig zu glauben, dass Gott nach Art eines landbebauenden Menschen ein Paradies in Eden gepflanzt und einen sichtbaren und genießbaren Baum des Lebens dareingesetzt hat…? Origines