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Lärmbelastung als Gesundheitsrisiko
Sind Sie sich der Geräuschpegel bewusst, die Sie tagtäglich umgeben? Sollten Sie sich bei der Beantwortung dieser Frage unsicher sein, sind Sie nicht allein. Die meisten von uns akzeptieren Umgebungsgeräusche als Teil unseres Alltags. Wer jedoch in der Grossstadt lebt oder in lauter Umgebung arbeitet, sollte die Risiken verstehen und prüfen, ob sich der Alltag zum Schutz des Gehörs ändern lässt.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Lärmbelastung zu Hörverlust, kognitiven Störungen, Stress, Depression und Herz-Kreislauf-Beschwerden (1). Obgleich ein Wert von 85 Dezibel im Allgemeinen als höchster „unbedenklicher“ Lärmexpositionspegel akzeptiert wird, werden Geräusche über 60 Dezibel mit erhöhtem Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Da sich Öffentlichkeit, Politik und Fachleute der Risiken des Umgebungslärms weitgehend nicht bewusst sind, gilt Lärmbelastung üblicherweise nicht als Gesundheitsrisiko. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich informieren, um die Auswirkungen auf Ihre Gesundheit zu verstehen (2).
Lärmbelastung in Städten weltweit
Lärmbelastung (bzw. übermässig hoher Geräuschpegel) in Städten entsteht normalerweise durch konstanten Verkehr, laute Sirenen, Gehupe und Bauarbeiten. Grossstädte rund um den Erdball erzeugen 24 Stunden am Tag Lärm, der starken Stress bei ihren Einwohnern auslösen kann. 200'000 Lärmbeschwerden gingen im Jahr 2016 allein in New York ein. In London können die Geräuschpegel der U-Bahn bis zu 105 Dezibel erreichen.
Der von Mimi Hearing Technologies erstellte World Hearing Index kombiniert Daten aus 200'000 Hörtests mit Daten der WHO und der norwegischen Forschungsorganisation SINTEF. So soll ein World Hearing Index für 50 Städte geschaffen werden. Die Studie ergab, dass die chinesische Stadt Guangzhou am häufigsten von Lärmbelastung betroffen ist, Zürich am seltensten. Zu den Top 5 zählen ferner Delhi, Kairo, Mumbai und Istanbul. Unter den Top 25 befinden sich auch Barcelona, Paris, Rom, Los Angeles, London und San Francisco. Die gleiche Studie zeigte, dass Einwohnerinnen und Einwohner von Städten im Durchschnitt den gleichen Hörverlust aufweisen wie 10 bis 20 Jahre ältere Personen. Die vollständige Liste sehen Sie hier. (3)
Als Beleg für den Zusammenhang zwischen Lärmbelastung und Hörgesundheit wurde im Rahmen der Studie eine 64 %-ige positive Korrelation zwischen Hörverlust und Lärmbelastung in Städten aufgezeigt (4). Wenn Sie in einer Grossstadt oder in lauter Umgebung wohnen und den Verdacht hegen, unter Hörverlust zu leiden, sollten Sie überlegen, ob ein ruhigeres Lebensumfeld für Sie in Frage kommt. Dies lässt sich durch einen Umzug in einen ruhigeren Stadtteil oder den Wegzug aus der Stadt erreichen. Stellt ein Umzug keine Option für Sie dar, könnten Sie den Erwerb von Ohrstöpseln mit Geräuschunterdrückung in Erwägung ziehen, um den Geräuschpegel, dem Sie ausgesetzt sind, zu senken. Zu diesem Zweck kommen häufig spezielle Hi-Fi-Ohrstöpsel zum Einsatz. Diese erhalten die ursprüngliche Klangqualität, während sie gleichzeitig den Schallpegel senken (5).
Die lautesten Arbeitsplätze
Unsere Arbeitsplätze sind integraler Bestandteil unseres Alltags, aber einige Arbeitsplätze beeinträchtigen unsere Hörgesundheit stärker als andere. In einer der lautesten Umgebungen arbeitet das Bodenpersonal am Flughafen. Beim Arbeiten eines ganzen Tages auf der Rollbahn neben einem Flugzeug ist das Personal Geräuschpegeln von rund 140 Dezibel und damit wesentlich höheren Werten als dem empfohlenen Höchstwert von 85 Dezibel ausgesetzt. Bergleute und Bauarbeiter sind von Geräuschpegeln von bis zu 120 Dezibel betroffen. Die Forschung zeigt, dass 4 von 10 Musikern einen gewissen Hörverlustgrad aufweisen und bei Konzerten einem durchschnittlichen Geräuschpegel von rund 115 Dezibel ausgesetzt sind (6). Zu den weiteren betroffenen Berufsgruppen zählen: militärisches Personal, Bauarbeiter, Eisenbahnpersonal, Barkeeper, Fabrikarbeiter und Lastwagenfahrer (7) (8) (9) (10).
Das einzige wirksame Mittel, das gefährdeten Angestellten zur Verfügung steht, besteht darin, sich zu informieren, wie sie sich möglichst selten potenziell schädlichen Geräuschpegeln aussetzen können. Wie bereits erwähnt, stellt die Verwendung von Ohrstöpseln mit Geräuschunterdrückung ein wirksames Mittel zur Senkung des umgebenden Geräuschpegels dar. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Ohrstöpsel mit sich zu führen, wenn Sie sich eventuell in eine laute Umgebung begeben werden.
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Fazit
Unser Lebens- und Arbeitsumfeld setzt uns möglicherweise dem Risiko hoher Lärmbelastungspegel aus, die ein Risiko für Hörverlust darstellen können. Die 64 %ige positive Korrelation zwischen Hörverlust und Lärmbelastung in Städten ist ein guter Grund, auf potenzielle Risiken des Grossstadtlebens zu achten. Zudem sind einige Berufsgruppen über längere Zeiträume ungesunden Geräuschpegeln ausgesetzt. Zu den gefährdeten Arbeitnehmern zählen das Bodenpersonal am Flughafen, Bergleute und Bauarbeiter. Wenn Sie in einer lauter Umgebung wohnen oder arbeiten, wäre es gut zu überlegen, wie Sie Ihre Lärmexposition minimieren können, und es empfiehlt sich, Ohrstöpsel mit Geräuschunterdrückung zu kaufen, die Ihren Lärmbelastungspegel erheblich senken können.
Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihr Hörvermögen aufgrund der hohen Lärmbelastung untersucht werden sollte, vereinbaren Sie hier einen kostenlosen Hörtest bei Ihrem Hörsystemakustiker vor Ort.
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1. http://www.euro.who.int/en/health-topics/environment-and-health/noise/data-and-statistics
2. https://www.theguardian.com/cities/2018/mar/08/where-world-noisiest-city
3. https://knops.co/noise-pollution-50-noisiest-cities/
4. https://www.mimi.io/en/blog/2017/3/8/worldwide-hearing-index-2017
5. https://allearscampaign.com/hear-this/2018/7/3/ultimate-guide-to-ear-plugs
6. http://www.drgeorgehearingaids.com/10-noisiest-jobs
7. https://www.cdc.gov/niosh/topics/aircrew/noise.html
8. https://www.soundproofcow.com/top-ten-noisiest-jobs/
9. https://news.flexshield.com.au/worlds-noisiest-jobs/
10. https://www.labour.gov.on.ca/english/hs/pubs/noise/gl_noise_6.php