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Treibstoff sparen mit richtiger Motordrehzahl und Motorbelastung
Im Kennfeld ist auf der X-Achse die Motordrehzahl und auf der Y-Achse das Drehmoment aufgeführt. Das Kennfeld wird durch die Volllastkurve beschränkt. Dabei wird der Handgashebel auf Vollgas gestellt und der Motor zunehmend belastet. Durch die steigende Belastung sinkt die Drehzahl, gleichzeitig steigt das Drehmoment an. Das Drehmoment steigt bis zum maximalen Drehmoment an. Spätestens hier sollte die Last reduziert werden, ansonsten wird der Motor abgewürgt. Im Praxiseinsatz wird ein Motor die grösste Zeit im Teillastbetrieb betrieben. Dies ist der Bereich unterhalb der Volllastkurve. In diesem Bereich werden für ein Kennfeld ebenfalls die Verbräuche gemessen. Aus einer Vielzahl von Messpunkten lässt sich ein Kennfeld erstellen. Jeweils Punkte mit gleichen spezifischen Verbräuchen (rote Werte im Diagramm) werden zusammengefasst und farblich abgestuft. Die vom Motor abgegebene Leistung wird aus Drehzahl und Drehmoment berechnet. So können im Diagramm auch die Kurven mit gleicher Leistung eingezeichnet werden (im Diagramm in violetter Farbe dargestellt). Im unten aufgeführten Diagramm eines Motors mit einer Nenndrehzahl von 2500 min-1 ist zu sehen, dass das Verbrauchsoptimum im Bereich von 1650 min-1 liegt. Das entspricht etwa 70 % der Nenndrehzahl. Bezüglich Last liegt das Optimum nicht auf der Volllastkurve, sondern unterhalb. In diesem Fall des Motors mit knapp 70 kW Nennleistung bei etwa 50 kW. Dies entspricht einer Leistung von ca 70 % der Nennleistung. Diese beiden Parameter (70 % der Nenndrehzahl und 70 % der Nennleistung) kann bei den meisten Motoren als Richtwert für den verbrauchsgünstigsten Bereich gesehen werden.
Ein Verbrauchsbeispiel für eine benötigte Leistung von 40 kW: Der Motor hat bei einem Leistungsbedarf von 40 kW und einer Drehzahl von 2600 min-1 einen spezifischen Verbrauch von gut 260 g/kWh. Wird beispielsweise hochgeschaltet und die Motordrehzahl sinkt auf 1600 min-1, beträgt der dortige spezifische Verbrauch nur noch 210 g/kWh. Eine Differenz von 50 g/kWh bei einer Leistung von 40 kW ergibt pro Stunde einen Verbrauchsunterschied von 2 kg, was rund 2,4 l Diesel pro Stunde entspricht, was wiederum bei Treibstoffpreisen von Fr. 2.00 / Liter eine Einsparung von knapp Fr. 5.00 pro Betriebsstunde bedeutet.
→ siehe auch Artikel "Treibstoff sparen beim Traktoreinsatz"