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Desplanches hatte in seinem Vorlauf, dem vierten von insgesamt fünf, ganz offensichtlich alles im Griff. Nach den ersten drei Längen im Delfin-, Rücken- und Brust-Stil lag der 26-jährige Genfer gar auf Kurs für eine Zeit in der Nähe seines Schweizer Rekords von 1:56,56.
Auf den abschliessenden 50 m Crawl begnügte er sich jedoch damit, das Rennen kontrolliert von der Spitze nach Hause zu schwimmen. Der Europameister von Glasgow 2018 schlug in 1:58,10 an, eine Zeit, welche er schon 20-mal unterboten hat. Dennoch verzeichnete er unter allen 42 Startenden Bestzeit.
Um zwei Hundertstel war Desplanches schliesslich schneller als der Brite Max Litchfield, der voll durchzog. Als Dritter reihte sich mit Duncan Scott ein weiterer Brite ein. Der mit Abstand schnellste Europäer des vergangenen Jahres benötigte für die 200 m Lagen 1:58,14.
Bereits zehn Schweizer Rekorde
Stark war auch die Leistung der Schweizer 4x200-m-Crawlstaffel der Männer, die sich als Fünfte souverän für den Final der besten acht am Abend qualifizierte. Vorlauf-Schnellste waren die Briten in 7:08,58.
Das Swiss-Aquatics-Quartett schwamm in der Besetzung Nils Liess, Antonio Djakovic, Roman Mityukov und Noè Ponti nationalen Rekord. Es blieb in 7:11,15 um 0,93 Sekunden unter der Bestmarke von Juli 2019. Damit sind im EM-Pool in Budapest bereits zehn Schweizer Rekorde unterboten worden.
Halbfinal-Verzicht von Mityukov
Über 100 m Rücken hätte sich auch Mityukov souverän für die Halbfinals qualifiziert. Für diese gab der 20-jährige Genfer jedoch Forfait, da er heute Abend schon im Final über 100 m Crawl sowie mit der 4x200-m-Crawlstaffel im Einsatz stehen wird.
Über die zwei Bahnlängen Rücken senkte Mityukov in 53,87 seine nationale Bestmarke, welche er erst vor Monatsfrist in Uster geschwommen war, um 17 Hundertstel.