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Der durch die Ermordung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi in die Kritik geratene saudische Kronprinz Mohammad bin Salman soll am Kauf des englischen Traditionsvereins Manchester United interessiert sein.
Offenbar macht sich der saudische Thronfolger Mohammad bin Salman, oder MbS, nach der Affäre um die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi bereits wieder andere Gedanken. Laut einem Bericht der englischen Boulevardzeitung «Daily Mirror» will sich MbS in den nächsten Wochen mit den Bossen des englischen Traditionsvereins Manchester United treffen. Eigentlich hätte das Treffen bereits früher stattfinden sollen, laut Mirror-Informationen verschob United-Besitzer Avram Glazer allerdings eine für diese Woche geplante Reise nach Riyadh.
Die englische Zeitung schreibt weiter, dass sich die Glazer-Familie, denen der Verein gehört, erst zu einem Verkauf entscheiden würden, sobald der Kronprinz die diplomatische Krise überwunden hat. Die Glazers kauften Manchester United 2005 für eine Milliarde Franken und kamen aufgrund ihrer Schulden-Politik bei den Fans der «Red Devils» stark in die Kritik. Obwohl sich viele Anhänger seither sehnlichst wünschen, dass der Verein einen neuen Besitzer erhält, dürften wohl die wenigsten hoffen, dass dies ausgerechnet Mohammad bin Salman sein wird.
Der saudische Thronfolger soll angeblich bereit sein, ganz tief in die Tasche zu greifen und soll den Glazers über 5 Milliarden Franken geboten haben. Zuletzt wurde Manchester United auf der Forbes-Liste mit einem Wert von 4,16 Milliarden Franken dotiert. Der Prinz will den Verein aber unbedingt haben, ihm wird eine Rivalität mit Sheikh Mansour aus Abu Dhabi nachgesagt – Mansour seinerseits ist Besitzer von Manchester City. Zudem gibt es bereits Verbindungen von Manchester nach Saudi Arabien, die «Red Devils» zählen «Saudi Telecom» zu ihren Sponsoren.