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Wir sind eine Vereinigung von interessierten und engagierten Sammlern von Waffen und Militaria. Die Interessengebiete unserer Gesellschafter decken ein weites Gebiet von Waffen, Munition, Militaria, Jagd, Uniformen, Abzeichen und dazugehörender Literatur ab.
Wir wollen mit unserer Seite aufzeigen:
Die “GESELLSCHAFT WAFFEN UND MILITARIA” freut sich den interessierten Besuchern der Waffenbörse Luzern 2024 die fast schon vergessenen Gewehre der Firma Saurer zusammen mit ihrer Geschichte vorstellen zu dürfen.
Da sich sämtliche heute noch vorhandenen schriftlichen Unterlagen zu diesen Waffen und auch ein grosser Teil der ursprünglich produzierten Gewehre in der privaten Sammlung E.G. befinden und somit der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, dürfte diese Sonderschau eine einmalige Gelegenheit sein diese technisch hervorragenden Waffen kennen zu lernen, die Sie nicht verpassen sollten.
Als Adolpf Saurer im Jahr 1906 vernahm, dass auf Grund der verbesserten Munition in den nächsten Jahren eine komplette Neubewaffnung der Schweizer Armee anstand, beschloss er mit dem Waffenbau zu beginnen und zu versuchen den Zuschlag zur Produktion dieser Waffen zu erhalten.
Dazu wurde 1907 der bereits bekannte Waffenkonstrukteur Hans Stamm eingestellt. Zusammen mit zwei Büchsenmachern bekam er im Hinblick auf die anstehende Neubewaffnung der Schweizer Armee den Auftrag, ein völlig neues und dem System Schmidt-Rubin überlegenes Militärgewehr zu konstruieren.
Bereits wenige Monate später konnte Stamm auf der Grundlage seiner früheren Entwicklungen erste Prototypen vorlegen und 1910 konnte die Firma Saurer die ersten 5 Langgewehre, 2 Kurzgewehre und 3 Karabiner in Bern der Kommission vorlegen.
Die Gewehre Stamm Saurer hatten den weltweit kürzesten Gradzugverschluss. Weil die Federspannung erst beim Schliessen des Verschlusses erfolgte, erforderte das Öffnen und Schliessen des Verschlusses wesentlich weniger Energie und verursachte viel weniger Geräusch. Die Gewehre Stamm Saurer waren robuster gebaut als die schweizerischen Ordonnanzgewehre obwohl sie leichter waren und weniger Bestandteile besassen. Sie waren den 1911 eingeführten schweizerischen Ordonnanzgewehren eindeutig überlegen.
Dass die Gewehre Stamm-Saurer bei der Ausschreibung von 1910/1911 nicht obsiegten, lag vor allem daran, dass Adolph Saurer öffentlich erklärte, dass im Falle eines Sieges seiner Gewehre, diese ausschliesslich in seiner Fabrik in Arbon produziert würden, weil nur so die von ihm angestrebte Qualität garantiert werden könne. Dies hätte bedeutet, dass in der eidgenössischen Waffenfabrik in Bern der Personalbestand hätte reduziert werden müssen. Dieses Risiko wollte eine Mehrheit der Parlamentarier jedoch nicht eingehen.
Zwischen 1909 und 1920 wurden bei Saurer insgesamt 25 verschiedene Gradzuggewehre, ca. 16 verschiedene halbautomatische Gewehre und 6 vollautomatische Gewehre gebaut.