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Google will Tausende Ballons in die Stratosphäre schicken und so alle Menschen in den entlegensten Winkel der Welt Internet-Zugang bieten. In der Nähe des Lake Tekapo auf der Südinsel Neuseelands enthüllte der Suchmaschinen-Primus am vergangenen Samstag das neue Pilotprojekt Loon
. Dort stiegen am Samstag die ersten mit Helium gefüllten Ballons auf rund 20 Kilometer über der Erdoberfläche. Damit könnten neben den bereits 2,2 Milliarden vernetzten Menschen theoretisch weitere 4,8 Milliarden hinzu kommen.
Die Bedeutung liegt nach Darstellung von Google darin, dass mit einigen Tausend solcher Ballons praktisch überall auf der Welt auch ohne aufwendige Verkabelung ein Zugang zum Internet möglich wäre. Die Ballons sollen indirekt gesteuert werden. Die Höhe wird so angepasst, dass der Ballon von Stratosphärenwinden mit passender Windrichtung und Geschwindigkeit angetrieben wird. Über das "Project Loon" erhalten die Anwendenden derzeit eine Internet-Verbindung mit der Bandbreite einer UMTS-Mobilfunkverbindung. Die elektronischen Geräte, die an einem Ballon hängen, werden durch Solarzellen mit Strom versorgt, vom Boden aus hält das Projektteam Kontakt zu den Flugobjekten.
Jeder Ballon könnte laut Google Internetverbindungen für die Bewohner von etwa 1250 Quadratkilometern anbieten. Es gibt aber noch einige Hindernisse - so zum Beispiel, dass die Nutzer einen speziellen Empfänger für das Signal brauchen. (lvb)
Foto: Google