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Kaltfront beendet lange Föhnphase
Die lange Föhnphase, die seit letztem Sonntag andauerte, ging heute definitiv zu Ende. Eine Kaltfront eines stationären Tiefs über der Iberischen Halbinsel sorgte dafür, dass der Süd-Nord Druckunterschied im Laufe des Tages rasch abnahm. Mit der Front setzten in der zweiten Tageshälfte aus Süden allmählich die Niederschläge ein.
Das ellipsenförmige, stationäre Tief über der Iberischen Halbinsel schwenkte heute vom westlichen Mittelmeer her nordwärts Richtung Alpen. Dies in Begleitung seiner eingelagerten Kaltfront, die von Süden her die Alpen überquerte und im Laufe der zweiten Tageshälfte mit ihren Niederschlägen auch die Alpennordseite erfasste. Damit ging auch die langandauernde Föhnphase zu Ende. Am Vormittag war der Föhn nur noch in den oberen Alpentälern spürbar. Aus den grossen Hauptalpentälern, wie beispielsweise das untere Urner Reusstal, das Haslital bei Meiringen oder das Churer- und St. Galler Rheintal, begann sich der Föhn schon von gestern Abend an zurückzuziehen.
Die Druckdifferenz macht’s aus
Ob es Föhn hat und wie stark er bläst ist eng an die Luftdruckdifferenz zwischen Alpensüd- und Alpennordseite gekoppelt. Je grösser die Druckdifferenz ist, desto stärker ist in der Regel der Föhn, wie die untenstehende Grafik einer statistischen Auswertung anschaulich zeigt.
Ausserordentlich lange Föhnperiode
Wie an dieser Stelle in den letzten Tagen schon mehrmals hingewiesen wurde, war die Föhnphase dieser Woche von ausserordentlicher Länge. Dies zeigen eindrücklich die Auswertungen der Klimatologen von MeteoSchweiz. Beispielsweise konnte in Vaduz im Rheintal die drittlängste Föhnperiode ohne Unterbruch der letzten 35 Jahren verzeichnet werden (siehe Grafik).
Eintrübung auf der Alpennordseite
Während in den Alpen der Föhn auf dem Rückzug war, kam im Mittelland in der Grundschicht unterhalb rund 1000 Metern vorübergehend eine schwache bis mässige Bise auf. Sie führte aus dem süddeutschen Raum ziemlich feuchte Luft heran, so dass sich eine tiefe Hochnebeldecke bilden konnte. Ihre Obergrenze war mit 1000 Metern anfänglich relativ tief, darüber war der Himmel jedoch bedeckt mit ausgedehnter hoher Bewölkung, die aus Südosten über die Alpen gelangte. Im Laufe des Tages stieg allerdings die Hochnebelobergrenze allmählich gegen 1500 Meter an (siehe auch Video und Bilder von der Ibergeregg).
Das Zeitraffervideo zeigt das Überströmen des Hochnebels bei der Ibergeregg von Süden her aus dem Schwyzer Talkessel. Video D. Gerstgrasser