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Honda baut schnelle und zuverlässige Motoren und beweist es seit Jahrzehnten im Motorsport. Zumindest auf vier Rädern gibt es noch einige Herausforderungen.
Honda ohne Motorsport? Undenkbar! Und wenn, dann richtig oder gar nicht. Die Japaner tanzen derzeit auf vier grossen internationalen Hochzeiten: Formel 1, WTCC, 24h- Le Mans und die amerikanische IndyCar Series.
In der Königsklasse des Motorsports war Honda schon zwischen 1964 und 1968 mit eigenem Team und selbst konstruierten Rennwagen präsent. Immerhin sprangen in dieser Zeit zwei Siege (Mexico 1965 Ginther, Monza 1967 Surtees) und 1967 der vierte Platz in der Konstrukteurswertung heraus. Ab 1983 fungierte Honda als Motorenlieferant. Von 1988 bis 1991 gingen sowohl Fahrerals auch Konstrukteursweltmeisterschaft vier Mal an das Dream- Team McLaren-Honda. Zwischen 2006 bis 2008 gab es erneut ein Honda-Werksteam. Zur Saison 2015 kehrt Honda in den F1-Zirkus zurück und beliefert McLaren mit Motoren. Doch in der Premierensaison muss man noch kleine Brötchen backen. Aber sowohl die strebsamen Japaner als auch die ehrgeizigen Briten wollen Jenson Button und Fernando Alonso 2016 regelmässig in den Top Ten oder sogar auf dem Podest sehen.
Auf hohem Niveau
Analog zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC, die Honda in diesem Jahr Honda mit dem Castrol-Werksteam und drei Kundenteams bestreitet. Aktuell belegen Michelisz, Tarquini und Monteiro nach zehn von zwölf Rennen hinter Citroën die Plätze 5, 6 und 7 der Meisterschaft.
Bei den 24 Stunden von Le Mans fuhren drei Ligier-HPD (Honda Performance Development) mit V6-Biturbo-Motoren in der LMP2-Klasse mit. Das Team Brown/van Overbeek/Fogarty belegte den 15. Gesamtrang und Platz 7 in der LMP2-Wertung. Das dritte Fahrzeug fiel aus. Auch hier also ein Ergebnis, das den Honda- Ingenieuren willkommene Herausforderungen bietet.
Die amerikanische IndyCar Series mit ihren Einheits-Dallara- Chassis und wahlweise Honda- oder Chevrolet-Motoren ist hingegen ein sehr erfolgreiches Spielfeld für die Japaner. HPD startete 1994 in den USA in der damaligen CART-Serie, gewann bereits 1995 das erste Rennen und holte 1996 den ersten von vielen Fahrer- und Konstrukteurstiteln. Die gleiche Erfolgsgeschichte schrieb HPD in der IndyCar Series ab 2003. In der aktuellen Saison beliefert Honda sechs der 13 Teams mit Motoren. Dass Honda mit all seinen Ergebnissen bislang nicht zufrieden sein kann, ist offensichtlich. Und das kann der Spannung für die Rennsaison 2016 nur zuträglich sein – und das in allen Motorsportligen.Newsletter abonnieren