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Diese Frage wurde immer häufiger gestellt, seit die Apostel der «zweiten Generation» – allen voran Paulus und Barnabas – geografisch immer weitere Kreise zogen, seit also für den Glauben an Jesus Christus nicht mehr nur in Judäa missioniert wurde.
Um das Jahr 48 trafen sich deshalb in Jerusalem die Apostel, die Missionare und die Ältesten der Jerusalemer Urgemeinde, um diese Frage zu klären. Und es wurde heftig gestritten auf diesem Apostelkonzil: Zwischen Vertretern der Urgemeinde auf der einen und Paulus mit seinen Missionaren auf der anderen Seite. Schliesslich einigte man sich darauf, dass sich Nichtjuden, sogenannte Heiden, auch ohne «Umweg» über das Judentum taufen lassen konnten.
Zunächst führte diese Regelung allerdings eher zur Separierung der beiden Lager. Paulus berichtet in seinem Brief an die Galater von einem Zwischenfall in Antiochien, wo sich Judenchristen geweigert hatten, mit Heidenchristen gemeinsam zu essen. Auf lange Sicht setzte sich jedoch Paulus durch und der Entscheid des Apostelkonzils wurde zu einem wesentlichen Faktor für die darauf folgende Verbreitung des Christentums.