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Ein langes Leben für den Skilauf
Der Skilauf im Winter und im Sommer war für die Italienerin Livia Bertolini Magni (1895–2000) «il leitmotiv della sua vita», wie in der Enciclopedia della Valle d’Aosta steht. Sie wurde die erste italienische Meisterin im Langlauf, unternahm mit dem Ski Club Torino zahlreiche Touren und erkundete von Courmayeur aus, wo ihre Familie eine Villa besass, das Mont-Blanc-Massiv.
Dort lernte sie ihren Mann Amilcare Bertolini kennen, einen Arzt aus Genua. Im Mai 1931 machten die beiden die erste Skitraversierung des Monte Bianco. 1939 erschien ihr Guida sciistica della Catena del Monte Bianco e delle Valli attigue. Ein dreiteiliges Werk aus der Reihe Guide Sci C.A.I. Milano, bestehend aus zwei Büchern und der Skitourenkarte im Massstab 1 : 50 000, auf der von der Schweiz das Dreieck Station Le Châtelard-Frontière–Grand Golliat–Orsières abgedeckt ist. Band I (458 S.) enthält alle Beschreibungen sowie die «cartine orarie schematiche», Band II (95 S.) 159 teils ausklappbare, genau beschriftete Schwarz-Weiss-Fotos mit eingezeichneten, nummerierten Routenverläufen. Livia Bertolini Magni ist eine der wenigen Redaktorinnen einer Skikarte – wenn nicht gar die einzige.