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Die Ursprünge des Gins liegen in Holland
Wacholderschnaps mit dem Namen Genever wird in Quellen zum ersten Mal um die Mitte des 17. Jahrhunderts erwähnt. Erfunden hat ihn wahrscheinlich der Arzt und Naturwissenschaftler François de la Boe. Britische Soldaten, die Holland zu jener Zeit im Krieg gegen Spanien unterstützten, brachten das Getränk vom Kontinent auf die Insel, wo es schnell starke Verbreitung fand und die Herstellung verfeinert wurde. So kamen beispielsweise Kupferkessel für eine drei- oder vierfache Destillation zum Einsatz. Niedrige Getreidepreise wegen hoher Produktion und die Verwendung des Überschusses zur Herstellung von Alkohol führten in der ersten Häfte des 18. Jahrhunderts dazu, dass der Schnaps immer billiger wurde. Zwischen 1700 und 1750 verzehnfachte sich der Pro-Kopf-Konsum und führte zu erheblichen sozialen und gesundheitlichen Problemen vor allem in den ärmeren Bevölkerungsschichten. Diese sogenannte Ginepidemie veranlasste schließlich die Regierung zu einschneidenden Maßnahmen, um den Verbrauch zu reduzieren.
Klassifizierung der verschiedenen Gins
Die verschiedenen Ginsorten haben ihre eigene Klassifizierung. Es wird differenziert zwischen Genever, Dry, New Western Dry, London Dry, Plymouth, Old Tom und Sloe Gin. Letzterer gehört eigentlich nicht zu den echten Gins, denn er ist ein Likör mit einem Alkoholgehalt von 15-30 % Vol. Allerdings eignet er sich wegen seines typischen Geschmacks nach Schlehe (engl. Sloe) besonders gut zum Mixen von aromatischen Cocktails und Longdrinks. London Dry ist im Gegensatz zu Plymouth keine Herkunftsbezeichnung. Der Name bezieht sich auf das Verfahren der Herstellung. Hier werden alle pflanzlichen Aromastoffe gleichzeitg zum Neutralalkohol gegeben, danach erfolgt eine weitere Destillation. Der Plymouth darf dagegen tatsächlich nur innerhalb der Grenzen der englischen Hafenstadt produziert werden. Old Tom ist die ursprünglichste englische Ginvariante. Ihm wird nachträglich Zucker zugesetzt, so dass er süßer ist als etwa London Dry. Der New Western Dry ist eine Ginsorte, die erst im Laufe des letzten Jahrzehnts auf den Markt gekommen ist. Hier rückt der Wacholder zu Gunsten anderer Aromen mehr in den Hintergrund. Wegen seiner Ausgewogenheit und Harmonie im Geschmack wird er auch als „Shot“ getrunken. Quelle: https://etikett.de/
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