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Das Wichtigste in Kürze
- Flugdaten zeigen, dass sich Prinz Andrew wohl auch auf der «Pädo-Insel» aufhielt.
- Eine der Hauptzeuginnen im Epstein-Fall hatte dies bereits im Jahr 2016 behauptet.
- Die Opfer-Anwälte hoffen, dass der langjährige Epstein-Freund nun sein Schweigen bricht.
Im Missbrauchs-Skandal um den verstorbenen Multimillionär Jeffrey Epstein (†66) kommen täglich neue Details ans Licht. Auch seine berühmten Freunde kommen dabei immer wie mehr in Erklärungsnot.
Jüngstes Beispiel ist Prinz Andrew (59). Der Sohn von Queen Elizabeth hatte in der Vergangenheit stets bestritten, in den Sexskandal mit Minderjährigen verstrickt zu sein. Ein Sprecher von Andrew erklärte, der Herzog sei «entsetzt»: «Seine Königliche Hoheit verurteilt die Ausbeutung eines jeden Menschen.»
Neue Enthüllungen lassen Prinz Andrew nun aber gar nicht gut aussehen. Die «Daily Mail» verglich Daten aus dem Logbuch von Epsteins Gulfstream-Privatjet mit Reisedaten des Herzogs von York.
Dabei zeigte sich, dass der Prinz im Jahr 2001 zeitgleich dreimal das gleiche Reiseziel wie sein langjähriger Freund Epstein hatte. Und zwar waren dies New York, London und die Karibik.
Hauptzeugin belastet Prinz Andrew schwer
Nun rücken deswegen alte Aussagen von einer der Hauptzeuginnen im Missbrauchs-Skandal erneut ins Zentrum. Virginia Giuffre (35, früher Roberts) hatte schon 2016 berichtet, sie hätte im Alter von 17 Jahren den Prinzen in London, später auch in New York und auf Epsteins «Pädo-Insel» in der Karibik getroffen.
Es handelt sich bei letzterem um Little St James auf den U.S. Virgin Islands.
Sie sagte zudem, sie sei von Epstein an diesen Orten zum Sex mit dem Prinzen gezwungen worden. Die «Daily Mail» stellt klar, dass die Flugdaten keine Hinweise darauf liefern, ob diese Aussagen der Wahrheit entsprechen. Prinz Andrew hatte wiederholt und nachdrücklich «sexuelle Kontakte oder Beziehungen» mit Virginia Giuffre abgestritten.
Die Anschuldigungen gegen Prinz Andrew aus dem Jahr 2016 wurden damals von einem US-Richter zurückgewiesen. Er befahl, sie aus dem Gerichtsprotokoll zu streichen und bezeichnete sie als «immateriell und unverschämt».
Prinz Andrew und Epstein waren enge Freunde
Der Buckingham Palace wollte eine Reihe von Fragen der «Daily Mail» am Dienstag nicht beantworten. Gemäss dem Bericht wollen sich nun aber die Anwälte von Giuffre «dringend und zeitnah» mit dem Prinzen unterhalten.
Sie erhoffen sich, dass der Herzog nützliche Informationen zum Sexring von Epstein hat. Opfer baten den Prinzen um Hilfe und forderten von ihm, dass er zu seinem Wort stehen solle. Ihm wurde die Möglichkeit angeboten, eine eidesstattliche Erklärung abzugeben.
Es ist bekannt, dass Prinz Andrew und Jeffrey Epstein langjährige Freunde waren. Der Herzog blieb auch nach der erstmaligen Verurteilung des Multimillionärs in Kontakt.
Er flog mindestens dreimal mit Epsteins Privatflugzeug und wohnte 2010 im Epstein-Haus in New York. Dabei wurde er fotografiert, als er einer Frau von der Haustür aus zuwinkte.