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Albert Holdener wurde am 21. Januar 1925 als drittes Kind von Franz und Anny Holdener-Holdener «Bälzls» geboren. Zusammen mit seinen Geschwister Anny 1919, Franz 1921 und Ida 1927, verbrachte er eine strenge aber glückliche Jugendzeit. Nach der obligatorischen Schulzeit half er im elterlichen Betrieb mit.
Im blühenden Alter von 17 Jahres verlor Albert seinen Vater Franz. Von da an musste er mit Ross und Wagen bei jedem Wetter nach Einsiedeln, die bestellten Waren abholen. Er musste auch diverse Kommissionen für die Oberibriger erledigen, sei es Pülverli von der Apotheke abholen, oder weitere Lebensmittel. Bei diesen Transporten gab es immer wieder Turbulenzen, aber auch schöne Erinnerungen.
Schon bald hiess es, die Koffer packen und einrücken in die Rekrutenschule. Diese absolvierte er in Thun. Während dieser Zeit konnte er nicht jedes Wochenende nach Hause. Als die RS abgeschlossen war, widmete er sich voll und ganz seiner Leidenschaft, dem «Transpörtlä». Es war ein hartes Business.
Nach Ross und Wagen konnte mit den Jahren ein Traktor angeschafft werden. Später wurden die Transportmittel grösser und im Jahr 1958 konnten die Transporte mit dem ersten Lastwagen, einem Henschel, ausgeführt werden. Sein Leben war Arbeit und Bescheidenheit.
Wie es die Zeit mit sich bringt, lernte er s'Fuhrmäsä Hedy lieben. Im Jahre 1958 heirateten die beiden und Albert konnte mit grossem Stolz mit seiner Frau nach der Hochzeit ins neue Eigenheim im Nüseeben einziehen.
Nach der Geburt von Stammhalter Albert 1961 und Erwin 1963 war die Familie komplett. Er war den Buben stets ein fürsorglicher und liebevoller Vater.
Albert war auch von Schicksalsschlägen nicht verschont. Wegen einer schweren Krankheit musste er sich einer Operation unterziehen und über sechs Wochen im Spital bleiben. Dies war eine schwierige Zeit, musste doch das Transportgeschäft weitergehen. Mit guten Chauffeuren und der Organisation von Frau Hedy konnte diese Zeit gemeistert werden. Im Jahre 1988 übergab er sein Lebenswerk an Sohn Albert.
Grosse Freude bereiteten ihm seine drei Grosskinder André, Pirmin und Sämi. Sie waren sein ganzer Stolz und er freute sich immer wieder, wenn der eine oder andere mit Grossdädi Zeit verbrachte. Neben der Arbeit wirkte Albert während vielen Jahren in der Feuerwehr und bei den Schützen mit. Dies war eine willkommene Abwechslung in seinem strengen Alltag.
Mit zunehmendem Alter machte ihm seine Hüfte immer mehr zu schaffen und das Gehen wurde schwieriger. Trotz der Beschwerden liess es sich Albert jedoch nicht nehmen, mit Albert junior und später auch mit Grosskind André mit dem Lastwagen als Beifahrer möglichst oft unterwegs zu sein. Er hat die Fahrten immer sehr genossen und wusste dann auch immer wieder etwas zu berichten.
Mit grosser Freude konnte Albert am 21. Januar 2015 noch seinen 90. Geburtstag feiern. Am 20. Februar hat sich nun sein Lebenskreis geschlossen. Möge Grossdädi, wie er liebevoll von allen genannt wurde, nun in Frieden ruhen. Wir werden Dich nie vergessen.
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