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Das internationale Caritas-Netz hat seine Nothilfe unmittelbar nach der Katastrophe lanciert und Hilfsgüter wie Wasser, Reis oder Decken nach Palu geliefert und den Verletzten medizinische Hilfe zukommen lassen.
Caritas Schweiz unterstützt die Betroffenen dabei, sich von der Katastrophe zu erholen. Die Hilfe kommt Menschen in den ländlichen Bezirken Sigi und Donggala zugute, die im Vergleich zu Palu-Stadt noch relativ wenig Unterstützung erhalten haben.
Grundbedürfnisse sichern mit Hilfsgütern und temporären Anstellungen
Mit Caritas Österreich half Caritas Schweiz zunächst 2000 Familien, die ihr Haus und ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Mit der lokalen Partnerorganisation Indonesia Bhadra Utama (IBU) Foundation unterstützte Caritas Schweiz sie mit dringend benötigten Nothilfegütern für den täglichen Gebrauch, verbesserte den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Hygiene und half Kindern, sich von den Schrecken der Katastrophe zu erholen.
Ein zweites Projekt, das Caritas Schweiz mit der lokalen Partnerorganisation Pusaka Foundation umsetzte, verband Aufräumarbeiten mit Einkommensförderung (Cash-for-work): Betroffene wurden für Aufräumarbeiten in ihren Dörfern angestellt und erhielten dadurch einen Lohn, mit dem sie wiederum ihre Familien unterstützen konnten. So wurde auch die Grundlage für den Wiederaufbau geschaffen.
Von Nothilfe zum langfristigen Wiederaufbau
Ende April 2019 konnte der Wiederaufbau beginnen. Mit den gleichen Partnern wie in der Nothilfephase unterstützt Caritas Schweiz Familien dabei, ihre Lebensgrundlage wiederherzustellen. Zusammen sanieren sie die Wasserversorgung und Sanitäranlagen in fünf Dörfern oder bauen sie wieder auf. Dadurch erhalten 1128 Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten. Die Caritas schult mit ihren Partnern die Menschen in Hygiene und Abfallentsorgung.
Nach wie vor fehlen Einkommensmöglichkeiten. In einem weitere Cash-for-Work-Programm säubern Kleinbauern und –bäuerinnen Felder und sanieren Bewässerungssysteme gegen einen Lohn. Zudem erhalten die Familien finanzielle Zuschüsse, damit sie sich Saatgut und Maschinen kaufen können.
In neun Gemeinden wird im Rahmen dieses Projekts zudem die Katastrophenvorsorge verbessert.
Die Hilfe der Caritas Schweiz, die auch von der Glückskette unterstützt wird, hat mit dem gestarteten Wiederaufbauprojekt einen Gesamtumfang von bisher 2,2 Millionen Franken.