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Myokardprotektion
Um das Myokard während der Ischämiezeit zu schützen (Begrenzung eines intraoperativen Myokardschadens) und ruhig zu stellen , werden weltweit verschiedene kardioprotektive Strategien eingesetzt. Das Konzept der Kardioplegie als Myokardprotection wurde erstmals von Melrose (1955) beschrieben. Da es nach wie vor Probleme mit der Myokardprotection gab, wurde weltweit weiter nach einer optimalen Kardioplegie zur Myokardprotection gesucht. In Deutschland u.a. von Bretschneider (1975) und Kirsch (1972), in GB Hearse und Braimbridge (1976), in USA Gay und Ebert ( 1973).
In der Vergangenheit sind zahlreiche Techniken zur Myokardprotektion entwickelt worden. Sie unterscheiden sich in der Lösungszusammensetzung und in der Anwendungstechnik, wobei die Anwendungstechnik ebenfalls wichtig ist (Preusse et al., 1984). Die myokardprotektiven Lösungen. können in kristalline, kolloidale und bluthaltige Lösungen unterteilt werden. Sie können antegrad, retrograd oder in kombinierter Form appliziert werden (Preusse, 1996). Die Perfusion kann einmalig, intermittierend oder kontinuierlich erfolgen. In Kombination erhält man eine Vielzahl an Möglichkeiten der Myokardprotektion.
Heute ist die Fähigkeit einer kardioplegischen Lösung einen künstlich induzierten, reversiblen, diastolischen Herzstillstand herbeizuführen und die Erholung des normalen Herzens zu gewährleisten die Voraussetzung jeder kardioprotektiven Technik. Zusätzlich muss aber eine kardioplegische Lösung. auch bei einem vorgeschädigten Herzen eine vollständige Erholung gewährleisten.