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- Der Nobelpreis für Chemie geht dieses Jahr an Carolyn R. Bertozzi, Morten Meldal und K. Barry Sharpless.
- Das Komitee lobt die Errungenschaften im Bereich Synthetisierung von Molekülen.
- Für den US-Amerikaner Barry Sharpless ist es bereits der zweite Nobelpreis.
Marie Curie gehört zu den bekanntesten Preisträgerinnen. Und auch die Schweizer Jacques Dubochet, Alfred Werner und Paul Karrer haben ihn gewonnen.
Nun gesellen sich Carolyn R. Bertozzi, Morten Meldal und K. Barry Sharpless in den illustren Kreis der Gewinner des Chemie-Nobelpreises. Das Stockholmer Komitee würdigt insbesondere ihre Leistungen im Bereich Synthetisierung von Molekülen.
Auszeichnung für Arbeit an Click-Chemie
Sharpless und Meldal haben dem Nobelkomitee zufolge die Grundlagen für die sogenannte Click-Chemie gelegt. Sie teilen sich den Preis mit Bertozzi. Sie habe die Click-Chemie in eine neue Dimension gebracht und begonnen, sie für die Kartierung von Zellen zu nutzen. Zudem habe sie sogenannte bioorthogonale Reaktionen erforscht.
Das Konzept der Click-Chemie ermöglicht es, schnell und zielgerichtet Moleküle aus kleineren Einheiten zu synthetisieren. Click-Chemie kommt etwa bei der Entwicklung von Arzneimitteln, bei der Kartierung der DNA und bei der Herstellung von Materialien zum Einsatz, wie es hiess. Mithilfe bioorthogonaler Reaktionen haben Forscher etwa die Zielgenauigkeit von Krebsmedikamenten verbessert.
Mit Barry Sharpless hat erst zum fünften Mal in der Geschichte des Nobelpreises eine Person zum zweiten Mal die Ehrung erhalten. Bereits 2001 wurde er für seine Leistungen ausgezeichnet.
Diese Woche bereits vergeben wurden die Nobelpreise in Medizin und Physik. Gewonnen haben in diesen Sparten Svante Pääbo (Medizin) und Alain Aspect, John Clauser und Anton Zeilinger (Physik).