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Profess
Das Ablegen der Ordensgelübde wird auch als Profess bezeichnet. Mitglieder benediktinischer Orden legen hierfür die Gelübde der Oboedientia (Gehorsam), der Stabilitas loci (Ortsgebundenheit) und der Conversatio morum suorum (klösterlichen Lebenswandel) ab. Mit der einfachen oder zeitlichen Profess, bei der Mönche oft einen neuen Namen und das Ordensgewand, den Habit, erhielten, wurde man provisorisches Mitglied eines Klosters. Bekräftigt werden diese Gelübde meist nach etwa drei Jahren mit der ewigen oder feierlichen Profess, mit der sich Mitglieder lebenslang einem Kloster versprechen. Ausschlaggebend für die Listen der Professbücher sind aber die Daten der einfachen Profess. Diese bestimmen die Reihenfolge der Mönche im Professbuch und die Zuteilung einer Professnummer.[1]
Die Grundlage der Professbücher ist bereits in der Benediktsregel angelegt:
Über sein Versprechen verfasse er eine Urkunde auf den Namen der Heiligen, deren Reliquien dort sind, und des anwesenden Abtes. Diese Urkunde schreibe er mit eigener Hand. Kann er dies jedoch nicht, soll sie auf seine Bitte hin ein anderer schreiben. (58, 19) Der Novize setze sein Zeichen darunter und lege die Urkunde mit eigener Hand auf den Altar. (58, 20)
Seine Urkunde aber, die der Abt vom Altar genommen hat, soll er nicht zurückbekommen, sondern sie werde im Kloster zurückbehalten. (58, 29)
Die älteste erhaltene Professurkunde des Klosters Engelberg ist die 1387 ausgestellte Urkunde von P. Johannes von Bolsenheim.
Einzelnachweise
- Dieser Abschnitt wurde weitgehend aus folgendem Artikel übernommen: Sandmeier-Walt, Annina: Das Professbuch des Klosters Engelberg, in: Fuchs, Walter (Hg.): Kloster Engelberg und Küsnacht am Zürichsee. 588 Jahre Geschichte, Küsnacht 2021, S. 18-27.