Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/902

Der britische Prinz Harry hat die Invictus Games eröffnet, einen internationalen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten. Zum Auftakt der Spiele in Orlando im US-Bundesstaat Florida begrüsste er die Ehefrau von US-Präsident Barack Obama, Michelle.
Der Fünfte in der britischen Thronfolge lobte am Sonntag (Ortszeit), dass sich die Teilnehmer auf das konzentrierten, «was erreicht werden kann». Die Spiele dauern bis zum 12. Mai.
Die Obamas und Prinz Harry hatten sich im Vorfeld der Spiele im Internet ein humorvolles Duell geliefert, um für die Veranstaltung zu werben. In dem Video ist Prinz Harry zusammen mit Königin Elizabeth II. vor einem Kaminfeuer zu sehen. Der Prinz beschreibt seiner Grossmutter gerade die von ihm ins Leben gerufenen Invictus Games, als er auf seinem Smartphone eine Nachricht von «Michelle» erhält.
In ihrer Videobotschaft an den Prinzen sagt die First Lady: «Hey, Prinz Harry. Erinnerst Du Dich daran, dass Du uns aufgefordert hattest, bei den Invictus Games alles zu geben?» Dann schaltet sich der an ihrer Seite stehende Präsident ein und warnt den Prinzen in spöttisch-drohendem Ton: «Sei lieber vorsichtig mit dem, was Du Dir wünschst.»
Harry reagierte auf die Herausforderung aus dem Weissen Haus mit einer Serie von Botschaften im Internetdienst Twitter. Das sei ja eine «ziemliche Kampfansage», heisst es in einer davon. «Ihr könnt austeilen, aber könnt Ihr auch einstecken?»
Der 31-jährige Prinz, der früher Soldat war, hatte nach eigener Schilderung die Idee für die Veteranen-Spiele auf dem Heimflug seines ersten Afghanistan-Einsatzes 2008. In seinem Flugzeug seien drei schwer verletzte Soldaten und der Sarg eines dänischen Soldaten gewesen. Damals habe er gefühlt, dass er etwas für verletzte Soldaten tun müsse. Die Invictus Games fanden erstmals im September 2014 in London statt. (sda/afp)