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Bruststück, der kleine, gesenkte
Kopf und der abschüssige Hinterleib ein eigentümlich buckliges Aussehen verleihen. Man
findet sie rastlos hin und her schießend im
Freien auf hellen
Wänden und
Blättern und in Häusern an Fenstern.
Ihre Larven
leben in faulenden pflanzlichen und tierischen
Stoffen, in
Pilzen oder als Schmarotzer in andern
Insekten.
[* 2] Die wichtigsten unter den zahlreichen
Arten ist die Faulbrutfliege (s. d.).
wenn nämlich die Fahrbahn einer
Straßenbrücke aus Steinpflaster gebildet werden soll, das eine
Unterlage von Pflasterkies fordert, oder wenn die Schienen
bez. die
Schwellen einer Eisenbahnbrücke nicht unmittelbar auf
den Eisenträgern befestigt, vielmehr zur Verminderung des beim
Befahren der
Brücke
[* 6] entstehenden
Geräusches in Kiesbettung
gelegt werden sollen, dann muß für die Schüttung des
Kieses auf der eisernen
Brücke eine dichte Unterlage gebildet werden.
An der tiefsten
Stelle der Einbuckelung befindet sich bei jeder ein Loch zur
Ableitung des von oben durchsickernden
Regenwassers. Die Buckelplatte zeichnen sich durch große Tragfähigkeit aus.
Bergbau
[* 18] fehlt, und der
Mangel an
Kohlen erklärt die geringe Fabrikthätigkeit, die sich auf Seidenspinnerei,
Spitzen-, Papier-
und Strohhutmanufaktur beschränkt. Die Hauptstadt ist
Aylesbury (s. d.). Der
Name Buckingham rührt von den Buchenhainen her, die
ehemals die
Grafschaft bedeckten. – 2) Municipalstadt in der
Grafschaft Buckingham, nordwestlich von
Aylesbury,
an der Ouse, hat (1891) 3364 E., eine Lateinschule, Handwerkerinstitut, eine 1708 erbaute
Kirche;
Ackerbau und Spitzenklöppelei.
In der Nähe der berühmte Landsitz
Stowe (s. d.) des
Herzogs von Buckingham.
(spr. böckinghämm), engl.
Grafen und
Herzöge. Als erster
Graf von Buckingham wird
WalterGiffard
erwähnt, der von Wilhelm dem Eroberer mit der
Grafschaft Buckingham belehnt wurde, die aber, da
Giffards Sohn ohne männliche Nachkommenschaft
starb, der
Krone wieder anheimfiel. Nach längerer Erledigung kam sie 1377 an
Thomas vonWoodstock, den jüngsten 1385 zum
Herzog
von
Gloucester erhobenen Sohn Eduards Ⅲ., der 1397 ermordet wurde. Er hinterließ einen Sohn, Humphrey,
Grafen von Buckingham, gest. 1399, und zwei
Töchter, von denen die jüngere den
Grafen Essex, die ältere,
Anna, Edmund
Grafen von
Stafford
heiratete, der 1403 bei Shrewsbury fiel, und dessen Sohn Humphrey 1444 von
Heinrich Ⅵ. zum
Herzog von Buckingham erhoben wurde. Er
fiel den bei
Northampton und,
da sein Sohn Humphrey,
Graf von
Stafford, schon 1455 bei St.
Albans
erschlagen war, so folgte ihm sein Enkel Henry, zweiter
Herzog von Buckingham, der
Helfer Richards Ⅲ. bei der Erwerbung der
Krone.
Er wurde von diesem mit Belohnungen überhäuft, warf sich aber dennoch zum Führer der ersten Empörung
gegen Richard 1483
auf und wandte sich nun an den andern Thronbewerber
HeinrichTudor
(Heinrich Ⅶ.), von dem er eine gleiche
Vergrößerung seiner Macht erwartete.
Jedoch das Vorhaben wurde entdeckt und Buckingham zu Salisbury hingerichtet. Sein von
Heinrich Ⅶ. in Würde und
Besitz wieder eingesetzter Sohn Edward zog sich durch leichtfertige Äußerungen, die er über sein Verhältnis zum König
that, eine Hochverratsklage zu;
Heinrich Ⅷ. ließ ihn 1521 zum
Tode verurteilen und hinrichten. Kardinal Wolsey, den man
der Urheberschaft hierbei beschuldigte, hat weder gegen noch für in dieser Angelegenheit gehandelt. Mit
Edward erlosch der Herzogstitel, sein Sohn blieb nur
GrafStafford.
durch seine glänzende Erscheinung, sein außerordentlich gewinnendes Wesen und war bald der allmächtige Mann am Hofe. Zunächst
war er für Jakob ein williger Helfer in dessen schwächlicher Politik gegenüber Spanien,
[* 21] so bei dem Plan einer persönlichen
Brautwerbung des von Buckingham begleiteten Thronfolgers Karl inSpanien (1623). Dadurch hoffte Jakob die span.
Politik seinen Plänen gewinnen zu können und erhob Villiers während dessen Abwesenheit zum Herzog von Buckingham. Als Karl ohne Erfolg
heimkehrte, wußte Buckingham seine hierdurch gefährdete Stellung geschickt zu behaupten, indem er sein Verfahren vor dem ohnehin
Spanien feindlichen Parlament rechtfertigte und nun, mit der Unterhausmehrheit hinter sich, den König
selbst von seiner span. Politik abdrängte (1624). An Stelle des span. trat ein franz. Ehevertrag für Karl; Buckingham knüpfte mit
den Niederlanden an, die 1621 den Kampf gegen Spanien wieder aufgenommen hatten, und nötigte Jakob zum Aufgeben seiner polit.
Lieblingsidee. Vor allem stand Buckingham fest in seinem Amte, als KarlI. den Thron
[* 22] bestieg (1625), dem er als Begleiter
und Lehrer der vertrauteste Freund geworden war. Obgleich beide in der zuvor vom Parlament geforderten, Spanien feindlichen
Politik beharrten, so brach doch der alte Hader zwischen König und Parlament über innere Fragen auch unter Karl I. wieder
aus, und sofort trat Buckingham als Verfechter der Krone auf. Die Versuche, die er machte, trotz des Parlaments
Erfolge in einem Unternehmen gegen Cadiz
[* 23] zu erringen, schlugen fehl.
Ein neues Parlament (1626) schritt zum unmittelbaren Angriff gegen den Minister, und schon hatte das Unterhaus die Anklage gegen
ihn erhoben, als Karl es auflöste. Durch Zwangseintreibungen suchte sich Buckingham die Mittel zur Unterstützung
der Hugenotten gegen die Regierung Frankreichs zu verschaffen, aber das von ihm selbst geführte Flottenunternehmen gegen
die Insel Ré vor La Rochelle (1627) mißglückte kläglich. Ein neues Parlament, das eine besondere Remonstranz gegen Buckingham vorbereitete,
löste der König auf, Buckingham rüstete eine neue Flotte zum Ersatz La Rochelles aus, wurde
aber zu Portsmouth
[* 24] von einem erregten Fanatiker, John Felton, ermordet. Buckingham war ein Mann von hochfliegenden Ideen
und polit. Begabung, aber ohne den Fleiß zu umsichtiger Vorbereitung und ohne die Kraft
[* 25] zu nachdrücklicher Vollführung.
Vor allem stieß er die Menschen durch seinen Hochmut, seine Eitelkeit in Putz und Kleidung, seine Genußsucht
und Liebesabenteuer ab. -
Vgl. Gardiner, History of England from the accession of James I., Bd. 5 und 6 (Lond. 1884 fg.).
Des vorigen Sohn, GeorgeVilliers, Herzog von Buckingham, engl. Staatsmann unter Karl II., geb. wurde
mit seinem Bruder Francis nach WeisungenKarls I. erzogen, der die Zuneigung zum Vater auf die Söhne übertrug. Er rettete sich
nach Karls I. Gefangennahme und dem Unterliegen der Königlichen mit dem Prinzen von Wales, den er auch nach Schottland begleitete.
Nach der Niederlage bei Worcester 1651 floh er nach Frankreich, konnte aber unter dem Schutz des Generals
Fairfax, dessen Tochter er heiratete, nach England zurückkehren.
Von Cromwell gefangen genommen, wurde er bald wieder durch die veränderte Lage der Dinge befreit. Nach der Restauration wurde
er der Günstling Karls II. und Mitglied des Cabal-Ministeriums (1669). Als das Ministerium zerfiel, blieb
Buckingham im Amte, obgleich das Unterhaus seine
Absetzung forderte (Jan. 1674), schied aber vor dem neuen Zusammentritt des
Parlaments 1675 freiwillig aus. Im Oberhause gehörte er dann zur Opposition gegen Danby und gegen dessen Theorie des Nichtwiderstandsrechtes
der Unterthanen gegenüber dem König. Weil er nach einer langen Parlamentsvertagung (Febr. 1677) die rechtliche
Gültigkeit des damaligen Unterhauses bestritt, mußte er auf dessen Forderung in den Tower.
Als Ludwig XIV. den König wie die führenden Parlamentsmänner im Interesse seiner Politik 1680 zu neutraler Haltung bearbeiten
ließ, zeigte sich auch Buckingham für franz. Geld empfänglich. Karls II. Nachfolger, Jakob II., entfernte ihn
vom Hofe; er starb zu Kirkby in Yorkshire. Buckingham war von hohem Geist, auch wissenschaftlichen Interessen zugewendet,
aber vor allem genußsüchtig und grundsatzlos, ein echter Repräsentant der gesunkenen menschlichen und polit. Moral der
engl. Restaurationsepoche. In einem von ihm verfaßten Lustspiel «The Rehearsal» verspottete er die dramat.
Modedichter der Zeit. Eine Sammlung seiner Schriften (2 Bde.), die nicht sehr zuverlässig ist, erschien 1704 und 1764 in
London. Mit ihm starb die herzogl. Linie seines Hauses aus.
Im J. 1784 wurde der Titel Marquis von Buckingham verliehen an George, GrafTemple (geb. 1753, gest. 1813), aus der
Familie Grenville (s. d.), die ihren Stammbaum auf Isabella, eine Tochter WalterGiffards, des ersten Grafen von Buckingham, zurückleitete.
Er nahm auch die beiden Familienzunamen Temple und Nugent an. Als Marquis von Buckingham folgte ihm sein älterer Sohn Richard (geb.
1776), der sich noch zwei Familienzunamen Brydges und Chandos beilegte. Er wurde als Gatte der Erbin
des letzten Herzogs von Chandos zum Herzog von und Chandos erhoben und starb
Bei der Landbevölkerung war er höchst populär und erhielt den Namen: The farmer's friend (der Pächterfreund). Nachdem
er 1839 als Herzog von Buckingham. Ins Oberhaus getreten war, wurde er 1841 in Sir R. Peels Ministerium Großsiegelbewahrer, trat jedoch
schon 1842 wieder zurück, da er seine Zustimmung zur Herabsetzung der Kornzölle nicht geben wollte.
Schon seines Vaters kostspielige Liebhabereien hatten das Familienvermögen stark angegriffen, die gleiche Verschwendungssucht
und obendrein höchst verfehlte Landspekulationen des Sohnes führten 1848 den völligen Bankrott herbei. Das Familienmajorat
wurde zum Besten derGläubiger verpachtet, der Herzog auf eine von seinem Sohne, dem Marquis von Chandos,
ihm gezahlte Rente angewiesen. Seitdem zog er sich fast ganz von dem polit. Schauplatz zurück. Er starb Aus den
Schätzen seines Familienarchivs gab er heraus «Memoirs of the court and cabinets
of George III.» (4 Bde., Loud. 1855),
«Memoirs of the court of George IV.» (2 Bde., ebd. 1859)
und
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