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Gomukhasana oder Kuhgesicht ist eine komplexe Übung, die sowohl die Schultern dehnt als auch die Hüften öffnet. In dieser würdevollen Haltung kann man gut meditieren, deshalb heisst sie eben Kuhgesicht, denn in der Hindu-Tradition wird die Kuh seit Jahrtausenden verehrt.
In diesem Asana wird ein kleiner Muskel, der im Gesäss zu finden ist, gedehnt, der Piriformis. Dadurch, dass der Muskel direkt entlang des Ischiasnervs verläuft, kann ein blockierter Piriformis schlimme Schmerzen im unteren Rücken auslösen. Mit einer Dehnung sorgst du also für die Entspannung dieses Muskels und für die Linderung der Schmerzen im unteren Rücken.
Die Dehnung, die du durch die Arme herbeiführst, sorgt für eine Öffnung des Brustraumes und entspannt die Schultermuskulatur.
Es ist gut möglich, dass beide Dehnungen zusammen zu viel sind, dann mach doch zuerst nur die Schulterübung im Schneidersitz und danach die Hüftöffnung, wobei du die Hände nur auf den Boden legst.
Das ist eine tolle Übung nach einem Lauf oder einer Velotour.
So gehts:
Setz dich auf eine Matte und strecke die Beine aus. Stelle nun den rechten Fuss über das linke Bein und beuge das linke Bein zu dir. Beide Sitzbeinhöcker sollten den Boden berühren. Entspanne deine Beine und Hüften. Dann strecke die Arme seitlich aus, drehe den rechten Arm nach innen und lege die Hand Richtung Schulterblätter, den anderen Arm streckst du hoch und legst die Hand zwischen die Schulterblätter.
Es ist gut möglich, dass sich deine Hände nicht berühren. Du kannst gerne einen Gurt nehmen und ihn mit beiden Händen umfassen. Oder du machst eine Variante, indem du beide Arme hoch streckst, beugst und deine Ellbogen hältst.
Bleibe mindesten 10 Atemzüge in der Stellung, dann wechsle die Seiten.