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Einen gar schaurigen Titel gab Vladimir Nabokov demjenigen seiner Bücher, für das er selbst die grösste Achtung hegte: «Einladung zur Enthauptung». Da wartet ein zum Tod Verurteilter als einziger Insasse in einer riesigen Festung auf die Vollstreckung seines Urteils. Den Hinrichtungstermin will man ihm nicht verraten, ebenso wenig wie das Verbrechen, für das er büssen soll. Eines Tages taucht ein weiterer Gefangener auf und versucht äusserst aufdringlich, mit dem Verurteilten Freundschaft zu schliessen … Mit diesem in den 1930er-Jahren erschienenen Roman hat Nabokov eine der bittersten Satiren der Weltliteratur geschrieben.
Stefanie Lind studierte Nordische Philologie, Geschichte und Soziologie in Basel und Tromsø (Norwegen). Sie arbeitet als Bibliothekarin in der Museumsgesellschaft in Zürich und an der Universitätsbibliothek Basel sowie als freie Mitarbeiterin im Unionsverlag und ist Herausgeberin literarischer Reiseanthologien.