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Die Entscheidung aus elf Metern fiel mit dem letzten Schuss, als der kurz vor Ende der regulären Spielzeit eingewechselte Josip Drmic an Englands Keeper Jordan Pickford scheiterte. Zuvor hatten alle elf Schützen getroffen. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden, nachdem England das bessere Team gewesen war. Der WM-Vierte von 2018 traf dreimal nur die Torumrandung.
Im Gegensatz zum Halbfinal am Mittwoch gegen Portugal (1:3), als die Schweiz lange Zeit spielerisch besser als der Gegner gewesen war, zeigte die Mannschaft von Vladimir Petkovic im kleinen Final keine gute Leistung. Ihr gelang es kaum einmal, einen guten Angriff zu lancieren. Hinzu kam, dass Xherdan Shaqiri nach gut einer Stunde mit einer Wadenverletzung das Feld verlassen musste. Die beste Schweizer Chance vergab Granit Xhaka in der 56. Minute, als er mit seinem Schuss an Pickford scheiterte.
Dass es überhaupt zu einer Verlängerung kam, hatte die SFV-Auswahl der ineffizienten englischen Offensive und ihrem Torhüter Yann Sommer zu verdanken. Bereits nach 96 Sekunden traf Harry Kane nur die Latte, in der 55. Minute lenkte Sommer einen von Fabian Schär abgelenkten Querpass mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Und als England kurz vor Ende der regulären Spielzeit doch noch traf, wurde der Treffer durch den Video Assistant Referee aberkannt. Der vermeintliche Torschütze Callum Wilson hatte Manuel Akanji zurückgehalten.
Auch in der Verlängerung war Sommer der Beste seines Teams. In der 98. Minute parierte er den Kopfball von Dele Alli und den Nachschuss von Raheem Sterling mirakulös. Und als der Keeper von Borussia Mönchengladbach in der 117. Minute geschlagen war, landete der Freistoss von Sterling aus 18 Metern an der Latte.
Dank dem Sieg sicherte sich England eine zusätzliche Million Euro Preisgeld. Die Schweiz scheiterte nach den Niederlagen gegen die Ukraine an der WM 2006 und gegen Polen an der EM 2016 einmal mehr im Penaltyschiessen. Der letzte Sieg einer SFV-Auswahl gegen England liegt 38 Jahre zurück.
(sda)