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„Ich würde sie jetzt untersuchen, um zu schauen ob der Muttermund schon weiter geöffnet ist, wenn dass für sie in Ordnung ist?“ Diese Aussage der Hebamme hören Paare im Gebärsaal oft. Aber auch die Frage von Männern oder Frauen: „Der Muttermund muss 10 cm offen sein, damit die Geburt beginnt, oder!?“ hören wir Hebammen regelmässig.
Aber was ist eigentlich der Muttermund, wie muss man sich diesen vorstellen und was tastet die Hebamme da eigentlich?
Der Muttermund kann man sich als Ring vorstellen. Nimmt man es genau, gibt es einen inneren und einen äusseren Muttermund. Der innere Muttermund, bezeichnet die Mündung vom Gebärmutterhals in die Gebärmutter und der äussere Muttermund, den man auch schon während der Schwangerschaft spüren kann, ist die Öffnung des Gebärmutterhalses. Beide müssen sich bei einer Geburt 10 cm öffnen. Nach der Geburt schliessen sich die Beiden wieder, sind aber nichtmehr so verschlossen, wie vor der Geburt des ersten Kindes. Deswegen kann es bei einer schwangeren Frau, die ihr zweites, drittes oder viertes Kind erwartet sein, dass sie bereits ohne Wehen eine Muttermundsöffnung von 2-3 cm hat.
Zu Beginn der Geburt, ist der Muttermund, mit dem meist noch leicht erhaltenen Gebärmutterhals, im hinteren Scheidengewölbe zu finden. Mit dem Fortschreiten der Geburt, verkürzt sich der Gebärmutterhals und der Muttermund zentriert sich in der Scheide vor den Kopf des Kindes, der sich mit der Zeit durch den Muttermund schiebt.
Wenn wir Hebammen eine Vaginaluntersuchung durchführen, untersuchen wir neben dem Muttermund auch den Gebärmutterhals, den Höhenstand sowie Einstellung des Kopfes des Babys im Geburtskanal, das innere Becken und Abgänge von Flüssigkeit. Beim Muttermund wird die Weite und die Konsistenz beurteilt. Die Konsistenz, nämlich ob der Muttermund weich oder straff ist, gibt uns Aufschluss darüber, welche Massnahmen getroffen werden können.