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Andreas Ottensamer, Jahrgang 1989, stammt aus einer Wiener Musikerfamilie: Sein Vater Ernst und sein älterer Bruder Daniel sind beide Soloklarinettisten bei den Wiener Philharmonikern, seine ungarische Mutter ist Cellistin. Mit vier Jahren erhielt Andreas Ottensamer seinen ersten Klavierunterricht, 1999 nahm er ein Cellostudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien auf, doch wechselte er 2003 zur Klarinette und in die Klasse von Johann Hindler. Erste Orchestererfahrungen erwarb er sich als Substitut im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern und im Gustav Mahler Jugendorchester. Ein Studium der «liberal arts» an der Harvard University in den USA unterbrach er, um 2009 als Stipendiat in die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker einzutreten. Von Juli 2010 bis Februar 2011 gehörte Andreas Ottensamer als Soloklarinettist dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin an. Seit März 2011 ist er auf derselben Position Mitglied der Berliner Philharmoniker. Als Solist und Kammermusiker tritt Ottensamer in aller Welt auf. Künstlerische Partnerschaften verbinden ihn u. a. mit Murray Perahia, Leif Ove Andsnes, Leonidas Kavakos, Janine Jansen und Yo-Yo Ma. Mit Ernst und Daniel Ottensamer bildet er seit 2005 das Trio «The Clarinotts»; gemeinsam mit dem Pianisten José Gallardo leitet er das Bürgenstock-Festival am Vierwaldstättersee. Im Juni 2013 veröffentlichte An-dreas Ottensamer seine Debut-CD mit Werken u. a. von Gershwin, Copland und Spohr, die er mit Rotterdams Philharmonisch Orkest unter Yannick Nézet-Séguin eingespielt hat. Seine jüngste Aufnahme, die unter dem Titel Brahms – The Hungarian Connection im März 2015 erschien, setzt Brahmssche Klarinettenwerke in ein Wechselspiel mit Musik von Leó Weiner.
August 2015