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Die Pflanzenheilkunde zählt zu den ältesten Behandlungsweisen, derer sich die Menschheit zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen bediente.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff " Phytotherapie"durch den französischen Arzt Henri Leclerc geprägt. Er umfasst die Wissenschaft, die sich mit der Anwendung pflanzlicher Heilmittel bei akut oder chronisch erkrankten Menschen befasst.
Dies macht deutlich, dass ein Phytotherapeut eine umfassende Kenntnis über die zu verordnende Heilpflanze haben muss. Er muss ebenfalls genau wissen, welcher Teil der Pflanze (Blüte, Blätter, Stängel, Wurzel oder Fruchtteile) jeweils Verwendung finden sollte und welche Darreichungsform die geeignete ist.
Auch pharmazeutische Unternehmen arbeiten längst mit dem Wissen um die Heilkraft der Pflanzen. Allerdings findet hier nicht die Verwendung einzelner Pflanzenteile statt. Stattdessen werden ausgewählte Wirkstoffe aus dem natürlichen Pflanzenverbund herausgelöst und als isolierte Reinsubstanzen eingesetzt.
In diesem Fall gilt es zu bedenken, dass die Wirksamkeit der Heilpflanzen nicht auf einem einzelnen Inhaltsstoff beruht, sondern auf dem Zusammenwirken sämtlicher in der Pflanze vorhandenen Bestandteile. Daher kann ein einzelner Pflanzenbestandteil niemals dieselbe Wirkung erzielen wie es die vollkommene Pflanze vermag.