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Eheringe (Trauringe) aus Gelbgold sind keine Eheringe aus Gold (Feingold). Bis zum 19. Jh. war es verboten, Gold zu legieren. Mit Gelbgold wird versucht eine dem Feingold ähnliche Goldlegierung nachzuahmen. Die satte, gelbe Farbtiefe und die Korrosionsbeständigkeit (Rostbeständigkeit) nimmt je nach Verdünnung drastisch ab. Feingold (reines Gold) wird jedoch heute eher als zu weich für Eheringe (Trauringe) betrachtet und stattdessen die Goldlegierung 750‰ = 18kt empfohlen. Gelbgold 750‰ wird legiert aus Feingold, Silber und Kupfer. [bearbeiten]
Inhaltsverzeichnis:
Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert war es verboten, das Feingold (reines Gold) mit preiswerteren Metallen zu legieren. Gelbgold ist neu und darf in Deutschland bis zu einem drittel Goldanteil 33% oder 333‰ = 8kt verdünnt werden. Die Schweiz lehnt sogar ab, die 333er Goldlegierung als Gelbgold zu bezeichnen.
Gold, das zu Urzeiten noch edelste und reinste, leuchtend gelbe Metall, wird heute verdünnt, und dadurch verfärbt, um der eher weichen Beschaffenheit entgegen zu wirken, damit strapazierfähigere Eheringe (Trauringe) und Schmuck hergestellt werden können. Auf die naturbelassene kraftvolle und satte gelbe Eigenfarbe wird verzichtet. Aus der Not wurde eine Tugend und im Jahr 1912/13 das Ausbleichen zum neuen Trend im Eheringe-Design erklärt. Eine in Pforzheim entwickelte, so weit wie möglich ausgebleichte Goldlegierung, kam als Weißgold (Graugold) auf den Markt. Um eine wirklich weißliche Erscheinung von Weißgold zu erreichen und damit das Bedürfnis nach Individualität im Design zu decken, wurde als nächster Entwicklungsschritt das Beschichten der Weißgoldlegierung mit Rhodium (rhodinieren) entwickelt. Die Langzeiterfahrungen zeigen heute, dass sich dieser weißliche Überzug, der bis heute noch nicht deklariert werden muss, rasch abträgt.
Eheringe-Trend
Heute geht die Vorliebe zu anderen weißlichen Metallen, die sich nicht abtragen. Das Individualisieren und Personalisieren von Eheringen (Trauringen) hat im 21. Jahrhundert eine spannende Wende angenommen.
Eigenschaften von Gelbgoldlegierungen
Die Verarbeitungseigenschaften werden beeinflusst und fertige Eheringe (Trauringe) werden im täglichen Einsatz strapazierfähiger als Feingold.
Zusätze
Minimale Zusätze von Zink, Indium, Zinn, Cadmium oder Gallium senken für Lotlegierungen die Schmelztemperaturen und erhöhen die Oberflächenspannung der Metallschmelze, wobei sich die Metallfarbe nur minimal verändert. Platin, Nickel oder höhere Kupferanteile erhöhen die Strapazierfähigkeit von Eheringen (Trauringen) beim täglichen Tragen erheblich, verändern zugleich aber auch die Farbe der Goldlegierung. Durch Blei, Bismut und viele Leichtmetalle wird die Goldlegierung spröde und kaum verformbar.
Korrosion und Allergien
Die Menge der zugesetzten Metalle führt ebenfalls große Legierungsveränderungen herbei. Für eine satte Eigenfarbe wird eine Goldlegierung mit möglichst hohem Goldanteil auserwählt. Die geschätzten blassen Legierungen werden auf Grund der Festigkeit und Härte sehr geschätzt. Tiefer liegende Goldlegierungen wie 585‰ sind jedoch langfristig von Korrosionseffekten (rosten) bedroht. Ein Ehering (Trauring) rostet langsam und unauffällig vor sich hin und kann je nach Träger und Metallzusätzen gesundheitsschädliche Auswirkungen mit sich bringen. Feingold und reines Platin korrodieren von Natur aus nicht.