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Ein heute 83-jährige Mann überfällt in Meggen innerhalb von fünf Jahren zwei Bankfilialen mit einer Druckluftpistole. Trotz des Verbrechens muss der Mann nicht ins Gefängnis – auch wegen seines hohen Alters.
Der erste Überfall ereignete sich 2012, als der Mann mit einer Druckluftpistole in eine Bankfiliale in Meggen spazierte und dort 10’000 Franken einforderte. Fünf Jahre später, im Dezember 2017, wiederholte er die Tat, erneut in Meggen, und erbeutete dabei 15’000 Franken. Wieder zuhause angekommen, konnte der Mann dann aber von der Polizei festgenommen werden (zentralplus berichtete).
Nun verkündete das Luzerner Kriminalgericht am Dienstag das Urteil. Der Mann wird zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten auf Bewährung verurteilt. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und nur teilweise auf Bewährung gefordert. Doch das Kriminalgericht verwies bei seinem Entscheid auf das hohe Alter und den schlechten Gesundheitszustand des Angeklagten. Auch der Täter selbst hatte argumentiert, dass es sein Untergang wäre, wenn er ins Gefängnis müsste.
Das Kriminalgericht kam zwar wie die Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass die kriminelle Energie des Mannes bei den beiden Taten nicht zu vernachlässigen ist. Doch habe er keine Drohungen ausgestossen und die Waffe nicht deutlich gegen die Bankangestellten gerichtet. Sein Tatverschulden sei darum als eher leicht einzustufen.
Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. So wurde auch bereits Berufung angemeldet, darum muss sich nun das Luzerner Kantonsgericht mit dem Fall beschäftigen.