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Eine sonntägliche Einsatzlinie mit der Nummer 14 existierte in Basel kurze Zeit im Jahre 1918. Anschliessend fand die Nummer für vier Jahre keine Verwendung mehr.
Die 1920 gegründete Basellandschaftliche Ueberlandbahn AG (BUeB) hatte sich als Ziel gesetzt, eine Schmalspurbahn von der Kantonsgrenze beim St. Jakob über Muttenz und Pratteln nach Liestal zu bauen. Bereits ein Jahr später konnte die Strecke nach Muttenz eröffnet werden. Sie wurde im Pachtverhältnis von den Basler Strassenbahnen (B.St.B.) betrieben. Es verkehrten die über St. Jakob hinaus fahrenden Wagen der Tramlinie 12.
Bereits am 22. Oktober 1922 stand die Eröffnung der eingleisigen Verlängerung der BUeB-Strecke nach Pratteln an. Zur besseren Unterscheidung von den in Muttenz wendenden Trams der Linie 12 schilderten nach Pratteln fahrenden Kurse «14», womit diese Liniennummer wieder auferstand.
Dreiteilige Zweiachserzüge waren bis in die frühen Siebzigerjahre auf der Linie 14 Standard. Den Ansprüchen von Fahrgästen und Betrieb wurden sie immer weniger gerecht (Pratteln, 22. Juli 1966).
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Der stadtseitige Endpunkt der Linie 14 deckte sich mit jenem der Linie 12, lag also beim Wiesenplatz, der Mustermesse, der Schifflände oder in Kleinhüningen. Auch die Linie 22 beteiligte sich am Verkehr ins Gellertviertel und nach St. Jakob, wendete jedoch dort bzw. in der Schlaufe Schänzli. Die Fahrgastfrequenzen nach Pratteln nahmen im Laufe der Jahre aber derart zu, dass die Linienendpunkte beim Schänzli und in Muttenz aufgehoben werden konnten; seit 1978 fahren praktisch alle Kurse auf der Strecke Aeschenplatz–Schänzli–Muttenz–Pratteln bis zum Strckenende in Pratteln durch. Die Linienbezeichnungen 12 und 22 konnten damit aufhoben werden.
Per 1. Januar 1974 ging auch die BUeB in der neugegründeten Baselland Transport AG (BLT) auf. Für die Fahrgäste änderte sich nichts: Nach wie vor trafen sie auf die grünen Tramwagen der mit dem Betrieb und dem Unterhalt der Strecke betrauten Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) 1). Lediglich bei der grossen Rollmaterial-Knappheit nach der Einführung des Umweltschutz-Abonnements 1984 bis Ende 1987 stellte die BLT einige zusätzliche gelbe Doppeltraktionen der Serie 200.
Zur Bewältigung des grossen Fahrgsatzuwachses nach der Einführung des Umweltschutz-Abonnementes lieh die BLT einige Gelenkwagen für den Einsatz auf der Linie 14 aus (Mittlere Brücke, Dezember 1987).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 7.309)
Seit dem 30. Juni 2001 ist die Linie 14 mit der Linie 1 betrieblich zu einer 19,3 km langen Kombilinie verbunden. Diese Umstellung war nötig geworden, nachdem die bisher benützte Schlaufe Rosental auf dem Messeplatz einem dem Neubau des Messeturms weichen musste und dort keine Wendemöglichkeit mehr bestand.
Seit 2017 wird die Linie 14 ausschliesslich mit modernen Niederflurfahrzeugen betrieben. Am 6. März 2019 ist der Be 6/8 327 im Riehenring mit Ziel Pratteln unterwegs.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 14_721)
1) Die Infrastruktur wird seit 1. Januar 2018 durch die BLT unterhalten.