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Der Mangel an Trinkwasser tötet jede Minute ein Kind auf der Welt.
Die Statistiken sind erschütternd: Fast 800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser! In Afrika müssen Frauen täglich etwa 6 km Laufen, um Wasser zu besorgen.
Dieses Problem verschärft sich zusätzlich durch den Klimawandel, wodurch immer mehr Dürre verursacht und ganze Gebiete austrocknet werden.
Im Bewusstsein über die Wichtigkeit des Wassers, setzt sich Islamic Relief Schweiz jedes Jahr dafür ein, dessen Zugang zu verbessern. Denn ohne Wasser kein Anbau und keine Tierzucht…. kurz gesagt kein Leben. Deshalb gehört die Sicherstellung des Zugangs zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu unserer Priorität.
Wasser ist in jeder Lebensphase unverzichtbar. Ob für unseren direkten Verbrauch, zum Waschen oder Reinigen, zum Bewässern oder zum Tränken von Vieh, Wasser ist unentbehrlich.
Dennoch haben fast 840 Millionen Menschen auf der ganzen Welt kaum oder gar keinen Zugang zu sauberem Wasser. Der Gebrauch von nicht trinkbarem Wasser führt unweigerlich zu gesundheitlichen Problemen. Jedes Jahr werden mehr als 500.000 Todesfälle auf den Mangel an sauberem Trinkwasser zurückgeführt.Ruhr, Cholera, Durchfall … so viele Krankheiten, die vermieden werden könnten. Leider sind Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen die ersten Opfer dieser Situation.
Mit Brunnenbauten, Reinigung von Wasserquellen oder sogar mit der Installation von Bewässerungssystemen – unsere Teams tun alles, um den Ärmsten zu helfen. Wir tun dies sowohl in Notsituationen, insbesondere in Flüchtlingslagern, um die Wasserversorgung sicherzustellen, als auch langfristig, indem wir nach Lösungen bei Dürre suchen und Wasserquellen reinigen.
MALI: VEFBESSERUNG DER LEBENSMITTELSICHERHEIT DURCH ERLEICHTERUNG DES WASSERZUGANGS
Mali ist eines der ärmsten Länder der Sahelzone. Seine Wirtschaft basiert hauptsächlich auf regenabhängiger Landwirtschaft, die zu mehr als 65% betrieben wird, und somit stark vom Klimawandel betroffen ist. Unregelmässige Regenfälle und Dürre führen zu wachsender Ernährungsunsicherheit und extremer Anfälligkeit der betroffenen Gemeinschaften. Armut herrscht vor allem in den ländlichen Gebieten des Landes (90%), in denen die Bevölkerungsdichte am höchsten ist. Ganze 42,7% waren 2019 von extremer Armut betroffen.
Die Region Koulikoro ist bekannt für sein trockenes Klima mit sehr wenig Niederschlag. Die wirtschaftliche Tätigkeit basiert auf der Landwirtschaft, wobei hauptsächlich Reis, Sorghum, Mais, Erdnüsse, Schwarzaugenbohnen und Bambara-Erdnüsse angebaut werden. Insbesondere Reis ist eine der am weitesten verbreiteten Kulturen. Aufgrund des Klimawandels müssen sich die Bauern dieser Region jedoch mit dem frühzeitigen Austrocknen der Teiche und der Senkung des Grundwasserspiegels auseinandersetzen. Dies hat zur Folge, dass die Einnahmen aus dem Reisanbau den Nahrungsmittel- und Finanzbedarf der Haushalte nicht mehr decken und somit die Ernährungsunsicherheit erhöht wird.
Den Bauern in den Dörfern der Region mangelt es drastisch an Lebensmitteln. Durch das niedrige Einkommen können landwirtschaftliche Geräte nicht mehr bezahlt werden. Zudem fehlt es den Bauern an der nötigen Ausbildung für die fortschrittliche Bewirtschaftung des Landes, und es besteht ein Mangel an Wissen um Strategien und Techniken, um sich den negativen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Darüber hinaus hindert das Fehlen starker und besser strukturierten Gemeinschaftsverbände die Produzenten daran, sich Gehör zu verschaffen und ihre Rechte geltend zu machen. Die meisten Verbände sind schlecht strukturiert und kennen die Grundprinzipien einer Genossenschaft nicht.
Ziel dieses Projektes ist es, die Ernährungsunsicherheit bedürftiger Familien in der Region Koulikoro zu vermindern, indem Mikrodämme errichtet werden, mit denen die Familien ihr Land bewässern können. Jeder Mikrodamm ermöglicht den Begünstigten eine größere Reisproduktion.
Unterstützungsmassnahmen für eine gesteigerte und nachhaltige Produktion werden umgesetzt, einschliesslich der technischen Ausbildung der Bauern im Anbau von bewässertem Reis, der Bereitstellung von Produktionsanlagen und an den Klimawandel angepasste Saatgut, sowie der Gründung formeller Erzeugergenossenschaften.
Ziel dieses Projektes ist es, die Ernährungsunsicherheit bedürftiger Familien in der Region Koulikoro zu vermindern, indem Mikrodämme errichtet werden, mit denen die Familien ihr Land bewässern können. Jeder Mikrodamm ermöglicht den Begünstigten eine größere Reisproduktion.
Unterstützungsmassnahmen für eine gesteigerte und nachhaltige Produktion werden umgesetzt, einschliesslich der technischen Ausbildung der Bauern im Anbau von bewässertem Reis, der Bereitstellung von Produktionsanlagen und an den Klimawandel angepasste Saatgut, sowie der Gründung formeller Erzeugergenossenschaften.
NIGER: VEFBESSERUNG DER LEBENSMITTELSICHERHEIT UND ERLEICHTERUNG DES WASSERZUGANGS
Im Jahre 2005 hat Islamic Relief Niger seine Büros offiziell eröffnet und führt seither diverse Projekte in den Bereichen Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheit und Ernährung und Wasser, sowie der Betreuung von Waisenkindern durch. In den letzten Jahren konnte Islamic Relief enge Beziehungen zur Regierung, den lokalen Behörden, zu institutionellen Partnern und Begünstigten sowie zu lokalen, internationalen und UN-Organisationen aufbauen. Seit 2005 hat Islamic Relief Niger mehrere Gesundheits- und Ernährungsprojekte in 8 Bezirken der Regionen Tillabéri und Dosso durchgeführt. So konnten bis heute mehr als 74.000 unterernährte Kinder behandelt, und 350 Mitarbeiter des Gesundheitssektors ausgebildet werden, 5 Gesundheitszentren wurden gebaut oder saniert, und mehr als 10.000 Mütter wurden über die Ursachen von Unterernährung aufgeklärt.
In Niger ist der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Wasser, Strom, Bildung oder Gesundheit, insbesondere in ländlichen Gebieten, nach wie vor stark eingeschränkt. 80% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimawandel, Dürre und Überschwemmungen machen es für viele Familien immer schwieriger, das Land zu bearbeiten. Zwischen 2019 und 2020 hat sich die Ernährungssituation von Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren nicht verbessert. Mit einem Anteil an chronischer Unterernährung leidender Kinder von 45,1% im Jahr 2020 gleicht die Situation jener von 2019 mit 45,7%. Der 100 km nordöstlich der Hauptstadt Niamey gelegene Bezirk Balleyara hat 114 Dörfer mit rund 84.000 Einwohnern. Ein Viertel der Dörfer hat aufgrund der Tiefe des Grundwasserspiegels nur eingeschränkten Zugang zu Trinkwasser. Unterernährung bei schwangeren und stillenden Frauen und Kindern unter 5 Jahren gibt weiterhin Anlass zur Sorge.
Dieses Projekt besteht aus drei Hauptzielen:
• Verhinderung von Unterernährung, indem junge Müttern über Ernährung aufgeklärt werden und ihnen bei der Einrichtung gemeinsamer Gärten geholfen wird.
• Verbesserung des Wasserzugangs durch den Bau von 2 Wassersystemen mit 4 Verteilungspunkten in jedem Dorf (landwirtschaftliche Nutzung und Eigenverbrauch) – Tiefe jedes Brunnens: 70 m
• Schutz von Kindern und Kampf gegen Kindergewalt
Dank unseren grosszügigen Spendern konnte Islamic Relief Schweiz für das Jahr 2021 rund 80 Brunnen in Afghanistan bohren. Daher können wir Ihnen derzeit keine Brunnenbohrungen mehr anbieten. Wir werden Ihnen bald unser neues Projekt vorstellen.