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Bolero
Der Erfolg dieses Welthits blieb für seinen Schöpfer zeitlebens ein Mysterium. Wahrscheinlich hat es nie vorher ein Werk gegeben, das zu einer ähnlichen Berühmtheit gelangte. Im Jahre 1930 schrieb Ravel selbst eine Fassung für zwei Klaviere. Diese Bearbeitung des Meisters zeigt deutlich, dass die Magie des Stückes nicht alleine in seiner Crescendowirkung und der Instrumentierung liegt sondern vielmehr in der rituellen Wiederholung der zentralen Rhythmusfigur, welche während des ganzen Werkes nie verlassen wird. Eine Bearbeitung des Bolero für das spanische Nationalinstrument, die Gitarre, schien mir früher oder später auf der Hand zu liegen. Mit ihrer Klangfarbe und den vielfältigen spieltechnischen Effekten bietet sie unzählige Instrumentierungsmöglichkeiten. Und doch war es ein heikles Unterfangen, dieses von bestimmten Vorstellungen besetzte Werk in seiner vollen Länge zu bearbeiten. Die Tatsache aber, dass die Klavierkompositionen von Albéniz und Granados sowie verschiedene Werke de Fallas, Ravels und Debussys heute ihren festen Platz in der Gitarrenliteratur finden und die Tatsache, dass sich selbst Ravel zu einer Klavier –Duofassung hinreissen liess, hat mich dennoch ermuntert zu dieser Arbeit.
Die vorliegende Fassung des Bolero stellt höchste Anforderungen an ein Gitarrenorchester.Nebst Rasgueados aus der Flamencomusik werden Tappings, künstliche Flageolett und Pizzicati sowie unkonventionelle Arpeggien verlangt.
Interessierte Ensembles/Orchester können auf Nachfrage die Partitur sowie Stimmen beim Bearbeiter J.Kindle per pdf erwerben.
Besetzung:
2 Oktavgitarren
5 Primgitarren
1 Kontrabassgitarre
(CD Guitar Symphony)