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Zuchtgeschichte
Wie in der Geschichte der Rasse schon erwähnt wird, hat es in Norwegen bereits in prähistorischer Zeit Fjordpferde gegeben. Eine organisierte Zucht begann offiziell aber erst zwischen 1840 und 1850. 1843 wurde die Gründung eines staatlichen Gestüts in Hjerkinn beschlossen. Der Staat kaufte für die Zucht in Hjerkin einen Hengst und sechs Stuten. Da hellfalb Mitte des 19. Jahrhunderts sehr in Mode war, war dieser ganze Zuchtbestand hellfalb. Von den 32 im Gestüt geborenen Fohlen waren 15 „weiss mit blauen Augen“, womit auf dramatische Weise sichtbar wurde, was bei Anpaarung innerhalb dieser Farbe passieren kann. So beschloss man einerseits aus diesem Grund, andererseits weil es schlecht geführt wurde, das Gestüt wieder zu schliessen. Als nächstes beschloss die Regierung, Hengste zu kaufen, und den Züchtern zur Verfügung zu stellen. Der hierfür verantwortliche Staatsagronom fand keine Fjord Hengste, die er für fähig gehalten hätte, die Zucht günstig zu beeinflussen. Stattdessen wurden einige Dølepferd-Hengste (eine andere der drei original norwegischen Pferderassen) aufgestellt, womit das staatliche Einverständnis zur Kreuzungszucht gegeben war. Es führte zu einem hitzigen Streit, als die Züchter die negativen Auswirkungen auf die Nachzucht erkannten. 1907 fand deshalb in Innvik am Nordfjord eine Versammlung statt. Am Ende wurde beschlossen, dass nur Reinzucht erlaubt sein sollte, so dass von diesem Tage an das Fjordpferd als Reinzuchtrasse erhalten wurde. 1875 begann die Regierung gute Fjord-Hengste zu kaufen, die in den Haupt-Zuchtbezirken West Norwegens stationiert wurden. Zwischen 1870 und 1880 begannen die Bezirke ihre eigenen Hengste zu kaufen, die wie die Hengste in staatlichem Besitz von Bezirk zu Bezirk weitergegeben wurden.