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Heute Donnerstag beginnen in Lausanne die Olympischen Jugendspiele. Knapp 2000 Sportlerinnen und Sportler im Alter von 15 bis 18 Jahren nehmen daran teil. Das IOC will mit diesen Spielen etwas fürs Image tun und beweisen, dass es auch ohne Gigantismus und mit Nachhaltigkeit geht. Es sei eine Herzensangelegenheit, die Olympischen Jugendspiele nach Lausanne nach Hause zu holen, sagt IOC-Präsident Thomas Bach.
Denn das internationale Olympische Komitee hat seinen Sitz in Lausanne. Noch mehr am Herzen liegt dem Präsidenten, zu vermitteln, was die Olympische Idee im Jahr 2020 bedeutet. Nämlich: «Es geht um den Gedanken der Nachhaltigkeit, des Fairplays und des Respektes voreinander und vor der Natur.»
Zwei Neubauten, die weiter genutzt werden
Bewusst wurde deshalb darauf geschaut, mehrheitlich bestehende Sportstätten und Stadien zu nutzen. Die Folge davon ist, dass nicht ganz alle Wettkämpfe in der Waadt stattfinden. Die Bob- und Eisschnelllauf-Wettbewerbe werden in St. Moritz im Kanton Graubünden durchgeführt, die Skisprung- und Biathlonwettkämpfe im benachbarten Frankreich.
Die einzigen zwei Neubauten werden auch in Zukunft benutzt: Die Eishalle ist das neue Heimstadion des Lausanner Hockey Clubs und wird auch Austragungsort der Eishockey-WM im Mai sein und das neu gebaute Athletendorf in Lausanne wird zu einem dringend benötigten Studentenheim umgebaut.
Zum ersten Mal gibt es auch kein eigenes Olympisches Transportsystem mit Bussen. Die Athletinnen und Athleten fahren mit dem ÖV zu den Wettkampfstätten. Shuttlebusse werden nur dort für Anschlusstransporte eingesetzt, wo keine öffentlichen Verkehrsmittel hinfahren. Die SBB transportieren ausserdem über 3000 Schulklassen aus der Waadt gratis zu den Wettkämpfen.
Weltmeisterin als OK-Präsidentin
OK-Präsidentin der Olympischen Jugendspiele ist die Waadtländerin Virginie Faivre. Sie war selber Spitzensportlerin: Dreifache Weltmeisterin in der Disziplin Ski-Freestye in der Halfpipie und Vierte bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Ihr liegt besonders am Herzen, Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Sie habe so die Möglichkeit, etwas von dem, was sie erhalten habe, zurückzugeben und sich für die Jugendlichen einzusetzen, sagt Faivre.
Insgesamt werden rund 100’000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. Für sämtliche Wettkämpfe ist der Eintritt frei. Das IOC hofft, mit den Olympischen Jugendspielen die Herzen erobern zu können und zu zeigen, dass es auch ohne Gigantismus und mit Nachhaltigkeit geht.