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Als die junge Londonerin Kitty (Naomi Watts) 1923 den bekannten Wissenschaftler Walter Fane (Edward Norton) kennenlernt, denkt sie noch nicht ans Heiraten. Aber der Druck ihrer Familie und die Chance, weit weg zu ziehen, lassen Kitty Walters Antrag annehmen. Kurz nach ihrer Ankunft in Shanghai, wo sich ihr Mann dem Kampf gegen die Cholera verschrieben hat, lernt Kitty den britischen Vizekonsul Charlie Townsend (Liev Schreiber) kennen und fängt mit ihm eine Affäre an.
Als Walter davon erfährt, beschliesst er, in ein abgelegenes Dorf zu ziehen, wo eine Choleraepidemie unzählige Menschen dahinrafft. Begleitet sie ihn nicht dorthin, so droht er Kitty, würde er die Scheidung wegen Ehebruchs einreichen. Kitty setzt alle Hoffnungen auf Charlie, doch dieser lässt sie fallen. So fügt sie sich Walters Willen und zieht mit ihm ins chinesische Hinterland. Dort lauert nicht nur die Gefahr der tödlichen Cholera an jeder Ecke. Die Nationalisten, die alle Ausländer aus dem Land haben wollen, greifen zu immer drastischeren Mitteln.
Ohne sich mit Kitty zu versöhnen, stürzt sich Walter in seine Arbeit. Er versucht mit Ach und Krach, die Bevölkerung zu neuen Hygieneregeln zu bewegen, um der Verbreitung der Cholera Einhalt zu gebieten. Nur langsam nähern sich die Eheleute wieder an. Doch dann bricht ein Chaos aus.
Über die Produktion
John Currans opulentes Drama «The Painted Veil» ist die Verfilmung des gleichnamigen historischen Romans von William Somerset Maugham. Damit wurde der Roman bereits zum zweiten Mal verfilmt: In der Version von 1934 spielte Greta Garbo die Hauptrolle. Im neuen Jahrtausend trat die australische Schauspielerin Naomi Watts in deren Fussstapfen, die inzwischen in Hollywood zur Top-Liga gehört. Eben wurde bekannt, dass Watts zu den diesjährigen Oscar-Anwärterinnen gehört dank ihrer Rolle als Mutter in dem Tsunami-Drama «Impossible». Filmpartner Liev Schreiber, mit dem sie in «Painted Veil» die verhängnisvolle Affäre eingeht, ist seit den Dreharbeiten im Jahr 2006 auch privat an ihrer Seite. Die beiden sind inzwischen Eltern von zwei gemeinsamen Söhnen.
Sendeplatz
Montagnacht um 00:40 Uhr auf SRF 1.