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Die Basis zu den drei Punkten legten die Schweizer im Mitteldrittel mit drei Toren innert 6:41 Minuten. Für die Führung zeichnete in der 31. Minute Jason Fuchs mit einem satten Handgelenkschuss verantwortlich. Der Bieler Center war im neunten Länderspiel zum ersten Mal erfolgreich. Das 2:0 (36.) erzielte Alessio Bertaggia nach einer feinen Einzelleistung, ehe Tyler Moy nach einer schönen Kombination auf 3:0 (38.) erhöhte.
Der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger, einer von sechs Neulingen im Schweizer Team, war auch sonst ein Aktivposten und bereitete noch das 4:2 von Raphael Prassl (57.) vor - für den Stürmer der Lions war es ebenfalls der erste Treffer im Nationaldress. Moy ist noch nicht offiziell spielberechtigt, wird dies an der Heim-WM im kommenden Mai in Zürich und Lausanne aber sein. Deshalb wollte ihn Fischer jetzt schon integrieren und erhielt die Erlaubnis dafür. "Er ist ein grosses Talent", sagte Fischer über den 24-jährigen Stürmer des Lausanne HC.
Mit dem 0:0 zur ersten Pause waren die Schweizer mehr als gut bedient. Sie bekundeten zu Beginn grosse Mühe und verloren viele Zweikämpfe. Da benötigten sie einen hellwachen Melvin Nyffeler, der in seinem ersten Länderspiel eine grosse Ruhe ausstrahlte und einige starke Paraden zeigte. Kurz vor dem 1:0 rettete er gegen den alleine auf ihn losstürmenden Peter Sisovsky. Insgesamt wehrte er 30 Schüsse ab. Die Hoffnungen auf einen Shutout zerschlugen sich erst in der 56. Minute - die Slowaken verkürzten mit einem Doppelschlag innert 28 Sekunden von Filip Krivosik und Andrej Kudrna (57.) auf 2:3.
"Am Anfang war ich etwas nervös", erklärte Nyffeler. "Ich versuchte, so schnell wie möglich in die Partie zu finden, was mir gelang. Ich habe sehr gerne Spiele auf einer grossen Bühne. Das liegt mir." Dass es mit dem Shutout nicht klappte, ärgerte ihn "überhaupt nicht. Es wäre eine schöne Geschichte gewesen, aber das hätten nach einem Tag sowieso wieder alle vergessen. Ein Sieg dagegen bleibt bis zum Ende des Turniers."
Unmittelbar nach dem 2:3 nahm Fischer ein Timeout, und das zeigte Wirkung. 34 Sekunden später stand es 4:2. Eine Minute vor dem Ende machte Pius Suter mit einem Schuss ins leere Gehäuse endgültig alles klar. Fischer war nicht nur wegen des Resultates zufrieden, sondern auch ob der Art und Weise wie die Mannschaft spielte. "Wir versuchten von Anfang an, hinten sauber herauszuspielen. Das gelang uns besser und besser", sagte Fischer. Angetan war auch er vom Einsatz, vom Willen, von der Atmosphäre auf der Bank. "Die Spieler wollen lernen. Die Slowaken waren uns körperlich überlegen, aber wir waren schneller, das machte den Unterschied." Für ein erstes Spiel in dieser Zusammensetzung hätten sie schon viel Gutes zu Stande gebracht.
Wo sieht er noch das grösste Verbesserungspotenzial im weiteren Turnierverlauf? "In der defensiven Zone wollen wir den Gegner in der Ecke noch schneller unter Druck setzen, damit er nicht so lange in Puckbesitz ist. In der offensiven Zone können wir noch einen Tick schneller die Seite wechseln." Steigern können sich die Schweizer auch im Powerplay, in dem sie in vier Versuchen erfolglos blieben - während 45 Sekunden spielten sie gar mit fünf gegen drei Feldspielern.
Nächster Gegner ist am Samstag um 13 Uhr Gastgeber Deutschland. Vor einem Jahr gewannen die Schweizer 4:3 nach Penaltyschiessen.
(sda)