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Eine Bulle Julius’ II. an die Eidgenossen (1512)
Fazit
Die Eidgenossen galten im Spätmittelalter als schlagkräftige Söldner. Die XII Orte der Eidgenossenschaft gewährten Papst Julius II. ihre Kriegsdienste und erlaubten ihm, Söldner für seine Feldzüge in Oberitalien gegen die Franzosen zu werben. Rund 18'000 Eidgenossen zogen im Sommer 1512 in die Lombardei.Als Belohnung für die Kriegsdienste erhielten die XII Orte zahlreiche päpstliche Geschenke, so die genannten zwei Banner aus schwerer mailändischer Damastseide mit den päpstlichen Insignien sowie über dreissig Seidendamast-Banner mit verbesserten Wappen und religiösen Motiven aus dem Neuen Testament im Eckquartier (Zwickelbild). Zusätzlich erhielten sie vom Papst weitere Kostbarkeiten, wie z.B. einen Gürtel aus Seidenbrokat, einen samtenen Herzogshut oder das bis heute in Zürich aufbewahrte geweihte Prunkschwert, das sogenannte Juliusschwert. Das Verleihen von geweihten Schwertern und Hüten an Verteidiger des Glaubens hatte päpstliche Tradition und wurde in der Regel an Herrscher verliehen. Das Prunkschwert und der mit Hermelin besetzte und mit Perlen und Goldfäden bestickte Herzogshut wurden dem Vorort Zürich zusammen mit der Bulle zur Verwahrung übergeben, die geweihten Banner wurden in der Klosterkirche in Einsiedeln aufgehängt.
Gratulation! Wenn Du bis hierhin gekommen bist, hast Du alle Aufgaben zu der Bulle Julius' II. an die Eidgenossen richtig gelöst. Du hast gelernt, wie Du ein Dokument mit den nötigen Findmitteln, in diesem Fall dem Online-Archivkatalog, in einem Archiv finden kannst. Du weisst nun, welches die Charakteristika einer päpstlichen Bulle sind. Zudem hast Du Fertigkeiten in der Transkription der kurialen Minuskel gewonnen.