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Wie erkenne ich eine Tigermücke?
Die Tigermücke hat auf ihren schwarzen Hinterbeinen fünf weisse Ringe und auf ihrem Rücken, hinter dem Stechrüssel, eine weisse Linie. Das Insekt ist nicht grösser als ein 5-Rappenstück. Die im Mittelland bereits weit verbreitete Japanische Buschmücke sieht der Tigermücke äusserst ähnlich, ist aber bedeutend grösser.
Die Tigermücke ist auch tagsüber aktiv, während unsere einheimischen Mücken vor allem in der Dämmerung und nachts stechen.
Gibt es Tigermücken in der Stadt Zürich?
Im September 2016 wurden auf dem Gelände der Fernbus-Station beim Hauptbahnhof Zürich die ersten Tigermückeneier gefunden. Seitdem beobachtet der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich zusammen mit dem Kanton das Gebiet systematisch und bekämpft gefundene Tigermücken, deren Eier und Larven. Im Sommer 2019 wurde die Tigermücke auch im Quartier Wollishofen nachgewiesen. Es ist davon auszugehen, dass die Tigermücke an beiden Orten durch Reisende eingeschleppt wurde. Im Quartier Wollishofen haben sie die Wintermonate überlebt. Bei der Fernbus-Station handelt es sich hingegen um wiederholte Neueinschleppungen mit den Reisefernbussen.
Sind Tigermücken gefährlich?
Für die Bevölkerung besteht gegenwärtig kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Die Tigermücke kann zwar Krankheiten von einer infizierten auf eine noch nicht-infizierte Person übertragen. Die Gefahr ist jedoch sehr klein. In der Schweiz (und auch in Deutschland) gab es bisher noch nie einen solchen Fall. Alle registrierten Krankheitsfälle waren im Ausland erkrankte Reiserückkehrer. In der Schweiz sind auch noch keine mit Viren infizierten Tigermücken aufgetreten. Die Tigermücken sind jedoch lästig, da sie auch tagsüber stechen, was einheimische Mücken nicht tun.
Wie schütze ich mich vor Stichen?
Am besten beugen Sie der Ansiedlung von Mücken vor, indem Sie verhindern, dass sich Larven entwickeln können. Unser Flyer zeigt Ihnen, was Sie in Garten und Haus tun können. Zum Beispiel sollten Sie alle Gefässe im Freien, die Wasser enthalten, wöchentlich leeren oder umdrehen.
Allgemein gilt, um nicht von Mücken gestochen zu werden: Weite, lange Kleidung tragen, die mit Mückenspray behandelt ist.
Woher stammt die Asiatische Tigermücke?
Ursprünglich stammt die Tigermücke aus Südostasien. Die hauptsächliche Ausbreitung findet durch den Menschen statt. Die Mücken werden als «blinde Passagiere» mit dem Personen- und Güterverkehr in die Schweiz gebracht. Die Mücke selbst fliegt nicht weit und nur, wenn sie unbedingt muss, zum Beispiel um einen günstigen Brutplatz zu finden. Sie legt selten mehr als 100 Meter an einem Tag zurück.
Was kann ich tun, wenn ich eine Tigermücke sehe?
Auf dem Stadtgebiet kommen überwiegend die Gemeine Stechmücke und die Asiatische Buschmücke vor. Letztere sieht der Asiatischen Tigermücke äusserst ähnlich, ist aber bedeutend grösser als sie. Falls nachfolgende Fragen zutreffen, könnte es sich um eine Tigermücke handeln:
- Ist das Insekt nicht grösser als ein 5-Rappenstück?
- Besitzt das Insekt einen schwarzen Körper und eine weisse Musterung?
- Hat das Insekt 5 weisse Ringe am hintersten Beinpaar?
Sind Sie der Meinung, eine Tigermücke gesehen zu haben? Dann machen Sie eine scharfe Nahaufnahme vom Rücken und von den Hinterbeinen des Insektes und lassen Sie es uns über die App «Züri wie neu» wissen. Wir werden Ihrer Meldung nachgehen und falls nötig Massnahmen ergreifen. Falls Sie das Insekt einfangen können, packen Sie es bitte zusammen mit Watte in eine kleine Schachtel und senden es unter Angabe Ihrer Adresse, Telefonnummer und Mailadresse an die Schädlingsprävention und -beratung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes Zürich. Unsere Adresse finden Sie weiter unten auf dieser Seite.