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Edmund Lincoln fotografierte 1893 diesen Jungen auf dem Altar S sitzen. Dieser Altar wäre heute auf dem Hauptplatz im Dorf Copán. Wo der Junge sitzt, steht heute das Hotel Yaragua.
San José de Copán ist ein kleines Dorf im Westen von Honduras, nahe der Grenze zu Guatemala. Bereits 1576 war den Spaniern der „Steinhaufen“ von Copán, also die archäologische Stätte bekannt. In den 1830-er Jahren wollte John Lloyd Stevens die Stätte kaufen, was er für 50 US-Dollar auch tat, und nach New York verschiffen. Was er glücklicherweise nicht tat. Erst ende des 19. Jahrhunderts begannen Arbeiten an dem Ort, der heute als der reichste in erhaltener Maya-Epigraphie, also der Inschriften zählt.
Wer sucht der findet. So habe ich ein paar alte Fotos aus Copán gefunden und stelle gerne eine Vergleich an von gestern und heute.
1893 wurde dieses Foto von Felipe Desiderios auf der Gran Plaza de Copan aufgenommen. Um/Auf den Altar der Stele B: Auf dem Altar sitzen mit Stiefeln George Byron Gordon, rechts von im stehend der Guatemalteke Ismael Vallecillo. George Shorkley mit verschränkten Ärmen hinten und vor ihm im dunklen Hemd Edmund Lincoln.
Die Kugel, auf der sie sitzen/stehen, repräsentiert einen Kautschuk Ball, mit dem das berühmte Ballspiel praktiziert wurde. Viele behaupten, der Sieger wurde geopfert. Auf der Kugel befindet sich oben eine einbuchtung, wo dem Sieger die Kehle durchgeschnitten sein worden soll, und durch die Kerben auf der Seite lief das Blut hinunter. Na ja.
1895 fotografiert Alfred Maudslay den Altar Q, der 16 Herrscher der Copan Dynastie zeigt. Dieses Orgininal befindet sich im Museum (rechts) , auf den Ruinen brilliert ein Double.
Oben Links: Alfred Maudslay fotografierte die noch zerbrochen Stele C 1890.
Oben rechts: Hypotetische 3D-Nachbildung der Glyphentreppe.-
Unten Links: Das Carnegie Insitut restaurierte die Stele C 1935.
Unten Rechts. Die Stele heute, geschützt, man kann die rote Originalfarbe noch immer erkennen.
Oben: 1937 fotografierte Gustav Stromsvik den Ballspielplatz vor seiner Renovation.
Alfred Parcival Maudslay fotografierte 1891 einen Mann aus Copán mit seinem Sohn an der Seite der Stele F. Laut der Archäologin Linda Schele stellt sich der Herrscher 18-Kaninchen darauf als Baby-Jaguar dar.
Die Hyroglyphentreppe von Copán ist die längste Inschrift der Maya Welt. Bei den ersten Ausgrabungen wurden die untersten Stufen in ihrer Position vorgefunden, die oberen beinahe 50 Stufen waren kollabiert.
Nett, wie man ist, stellt man sie wieder auf. Doch zu diesem Zeitpunkt konnte man nicht lesen, und Jahrzehnte später stellte man fest, dass die Treppe in völlig falscher Sequenz restauriert wurde. So wurde Glyphe für Glyphe auf Papier und im Comptuer wieder an die richtige Stelle gesetzt und der Text interpretiert. Vor Ort ist noch heute alles falsch – hat es jemand bemerkt, der dort war?
Links oben. George Byron fotografiert den Tempel 26 1902. Die Teile der Glyphentreppe liegen in der Gegen verstreut herum.
Rechts oben: Restaurationsarbeiten aus dem Jahre 1937.
Linkes unten. Vertreter der Regierung von Honduras besuchen die Ruinen 1950. Heute ist das Betreten der Treppe strengstens verboten.
Rechts unten: Die Glyphentreppe heute unter dem Schutzdach, das alle 4 Jahre ausgewechselt wird.