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Beim historischen Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands stimmte eine klare Mehrheit von 55,3 Prozent mit «Nein». Die Wahlbeteiligung war mit rund 85 Prozent geringer als erwartet.
Nach Auszählung aller Stimmbezirke in Schottland steht das Endergebnis des Referendums fest. Die Gegner einer Loslösung von Grossbritannien setzten sich mit einem deutlichen Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten durch.
55,3 Prozent stimmten für den Verbleib des Landes im Vereinigten Königreich, wie die Wahlleitung am Freitag in Edinburgh mitteilte. Die Befürworter der Unabhängigkeit erzielten bei dem Referendum laut dem Endergebnis 44,7 Prozent der Stimmen.
2,0 Millionen Wähler sagten am Donnerstag «Nein» auf die Frage, ob Schottland unabhängig werden soll, 1,6 Millionen stimmten mit «Ja». Nötig waren zur Entscheidung 1,85 Millionen Stimmen.
Nur vier Bezirke sagen «Ja»
Die Wahlbeteiligung lag mit 84,6 Prozent letztlich doch nicht ganz so hoch wie erwartet. Die Unabhängigkeitsbewegung konnte im grössten Stimmbezirk Glasgow eine Mehrheit von 53,5 Prozent gewonnen, lag aber insgesamt nur in vier von 32 Stimmbezirken vorn.
Die schottische Regionalregierung unter ihrem Chef Alex Salmond gestand ihre Niederlage ein. Der britische Premierminister David Cameron versprach allen Teilen Grossbritanniens mehr Autonomie.
Die Frage elektrisierte die Schotten
Die Frage der Unabhängigkeit hatte das schottische Volk in den vergangenen Wochen wie kaum eine andere politische Entscheidung zuvor elektrisiert.
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(sda/se/gku)