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Ziele des Forschungsprojekts
Das Forschungsprojekt strebt eine Theorie der Rolle der externen Geber in regionalen Organisationen an. Anhand der Sicherheitspolitik und der Infrastrukturföderung der AU wird untersucht, inwiefern Ressourcen und Praktiken des afrikanischen Regionalismus die Rolle externer Geber erklären. Hierzu postuliert das Projekt drei theoretische Mechanismen: 1) Die Duplizierung der Prinzipal-Agent-Problematik in der AU-Kommission durch externe Geber; 2) die rhetorische, aber nicht faktische Ausrichtung afrikanischer Staaten mit externen Gebern (“Extraversion”); 3) die Konkurrenz zwischen verschiedenen externen Gebern. Das Projekt studiert die AU als politisches System, das allerdings massgeblich von externen Akteuren mitbestimmt wird.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Die Forschungsfrage dieses Projekt ist, nebst seiner Relevanz für die Erforschung internationaler Organisationen, politisch relevant. Die AU strebt seit rund 10 Jahren mehr finanzielle Unabhängigkeit an, hat aber noch keine Erfolgsrezepte für dieses Anliegen gefunden. Im globalen Kontext trägt dieses Projekt zur Debatte zu einer moderneren, regionalisierten Entwicklungszusammenarbeit, aber auch der Rolle nichtwestlicher Geber wie China, bei.