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Komplette Remission bei Blasen- und Nierenzellkarzinomen – und nun?
Eine Subgruppe von Patienten mit Nierenzell- und Blasenkarzinomen spricht sehr gut auf Regime mit Checkpoint-Inhibitoren an. Doch die Nebenwirkungen sind teils erheblich. Es stellt sich daher die Frage, wie man nach einer Remission weiter verfahren sollte.
Die Toxizität systemischer Regime ist mitunter hoch, auch wegen der Behandlungsdauer. Möglicherweise sei es aber gar nicht notwendig, Immuntherapien über lange Zeiträume durchzuführen, erklärt Dr. Cristina Suárez, Hospital Universitari Vall d‘Hebron, Barcelona (1). Die Deeskalation der Systemtherapie durch geringere Dosen, weniger Substanzen oder kürzere Dauer könnte nicht nur Nebenwirkungen und Kosten verringern und die Lebensqualität verbessern, sondern möglicherweise auch Resistenzen reduzieren. Zudem trage eine bessere Patientenselektion zur Deeskalation bei.
Cutoff bei zehn Prozent Verringerung der Tumorlast
Standard für die Erstlinie des metastasierten Nierenzellkarzinoms sind auf einer Immuntherapie basierende Kombinationen. Wie lange eine Immuntherapie dauern muss, um den klinischen Benefit aufrechtzuerhalten, ist unbekannt. In diesem Zusammenhang verwies Dr. Suárez auf eine kleine Phase-II-Studie zu intermittierend verabreichtem Nivolumab bei antiangiogenetisch vorbehandelten mRCC-Patienten. Erkrankte mit mehr als zehnprozentiger Verringerung der Tumorlast begannen eine therapiefreie Beobachtungsphase.
Nahm die Tumorlast wieder um mehr als zehn Prozent zu, erhielten sie erneut Nivolumab. Von den fünf Personen mit einer Unterbrechung der CPI-Behandlung musste nur eine erneut damit beginnen. Vier erzielten ein Ansprechen für median 34 Wochen. Keine erlitt in der Therapiepause einen Krankheitsprogress gemäss RECIST, betont Dr. Suárez.