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Wer fossile Brennstoffe einkauft, bezahlt automatisch die CO²-Abgabe.
Diese CO²-Abgabe ist ein zentrales Instrument zur Erreichung der gesetzlichen Klimaschutzziele. Sie ist eine Lenkungsabgabe und wird auf fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas erhoben.
Treibhausgasintensive Unternehmen können sich von der CO²-Abgabe befreien lassen, wenn sie sich im Gegenzug zu einer Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichten
Jährlich werden rund zwei Drittel der Abgabeerträge verbrauchsunabhängig an Bevölkerung und Wirtschaft zurückverteilt. Ein Drittel (max. 450 Mio. Franken) fliesst in das Gebäudeprogramm zur Förderung CO²-wirksamer Massnahmen wie z.B. energetischer Sanierungen oder erneuerbarer Energien.
Die Rückverteilung an die Bevölkerung und die Wirtschaft erfolgt über die Krankenversicherer und die AHV-Ausgleichskassen.
Die AHV-Ausgleichskassen verteilen die Gelder im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt, indem sie den jeweiligen Betrag verrechnen oder auszahlen.
Die Rückverteilung basiert auf die deklarierte AHV-Lohnsumme. Der Verteilfaktor betrug im 2021 0.297‰. Somit erhielten die Arbeitgeber pro CHF 100'000 abgerechneter AHV-Lohnsumme des Jahres 2019 CHF 29.70 rückverteilt. Massgebend für die Lohnsummenerhebung des Jahres 2019 ist die am 31. Oktober 2020 deklarierte Lohnsumme. Nachträglich korrigierte Lohnsummen aus Arbeitgeberkontrollen werden nicht berücksichtigt.
Folgende zwei Gründe sind für den im Vergleich zum Jahr 2020 tieferen Rückverteilungsfaktor im 2021 verantworlich : Zum einen basiert der für Rückverteilung zur Verfügung stehende Betrag auf Schätzungen, die jeweils zwei Jahre später korrigiert werden, Zudem wird im 2021 die Korrektur der nicht verwendeten Beträge aus dem Gebäudeprogramm vorgenommen, welche im 2019 fristbedingt vollumfänglich an die Wirtschaft verteilt wurden. Insgesamt hat die Wirtschaft im Jahr 2019 rund 164 Millionen Franken zu viel Rückerverteilung erharlten; dieser Betrag wird nun im Jahr 2021 von der Rückverteilung abgezogen. Zum anderen sind die nicht verwendeten Beträge aus dem Gebäudeprogramm, die im Jahr 2021 rückverteilt werden, rund 50 Millionen Franken tiefer als im 2020.
Die Ausgleichskassen nehmen die Verteilung der Gelder in der Regel im September vor.