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Der Vicus Ricciacus lag an den Strassen Metz (Divodurum Mediomatricum) - Trier (Colonia Augusta Treverorum) und Lyon (Colonia Copia Claudia Augusta Lugdunum) - Aachen (Aquae Granni).
Er wurde an Stelle einer treverischen Vorgängersiedlung in den Jahren 18/17 v. Chr. durch Marcus Vipsanius Agrippa als Raststation und Etappenort eingerichtet. In den Jahren 70/71 n. Chr. wurde das Siedlungsareal neu aufgeteilt und die Holzbauten durch Steinbauten ersetzt.
Im 3. Jahrhundert betrug die Fläche der Siedlung ca. 25 ha.
Neben den privaten Häusern waren auch grössere öffentliche Bauten, eine Herberge, mehrere Tempel, Thermen und ein Theater für 3'500 bis 4'000 Zuschauer vorhanden.
Heute sind mehrere Häuser und das Theater zu sehen. Zudem wurde im Jahr 1855 das so genannte Adlerdenkmal erstellt. Der Sockel besteht aus Tuffsteinblöcken aus dem Theater. Diese wurden offensichtlich schon in römischer Zeit abgetragen und ev. für einen Burgus neu verwendet.
An der Strasse in Richtung Medingen ist im Wald zudem ein Meilenstein aus dem Jahr 121 aufgestellt.