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Bereits die Römer wussten die Ahr als Weinanbaugebiet zu schätzen, liessen sich zwischen Eifel und Rhein nieder und pflanzten seinerzeit die ersten Reben an. Heute gehört das Tal der Ahr zu den profiliertesten Rotweinanbaugebieten Deutschlands.
Das Weinbaugebiet befindet sich im Norden von Rheinland-Pfalz und liegt am gleichnamigen Fluss. Weil sich das Gebiet von West/Südwest nach Ost/Nordost erstreckt, empfängt vor allem die linke Flussseite viele Sonnenstunden. Die Rebfläche umfasst 562 Hektar und der Weinbau wird von mikroklimatischen Aspekten geprägt. In den Tiefenlagen im Mündungsbereich der Ahr profitiert das Tal noch von der wärmenden Wirkung des Rheins. Das Umliegende Gebirge spendet Regenschatten und sorgt für wenig Niederschlag. Die kargen Böden aus verwittertem Schiefer, Lösslehm, Kies, Vulkangestein und Grauwacke saugen tagsüber die Wärme aus direkter Sonnenbestrahlung auf und geben sie in den Nachtstunden wohldosiert an die Reben ab. So werden die Trauben rund um die Uhr mit Wärme versorgt.
In der Ahr sind insgesamt 45 weisse und 22 rote Rebsorten zum Anbau zugelassen. Von Bedeutung sind aber nur wenige. Vorherrschend sind eindeutig die roten Rebsorten mit ca. 84% der Gesamtanbaufläche. Der Pinot Noir ist mit 63% der Fläche klar die wichtigste Traubensorte der Region und dank hervorragender Qualität über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Des Weiteren werden rote Rebsorten wie Blauer Portugieser, Frühburgunder, Dornfelder und Domina sowie weisse Rebsorten wie Riesling, Müller-Thurgau und Weisser Burgunder angebaut.