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Was muss von der Universität Zürich überliefert werden? Der Dokumentationsansatz als Ausgangspunkt für eine Analyse der Überlieferungsbildung im Universitätsarchiv
AbstractDie Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Überlieferung(sbildung) in einem Hochschularchiv, und zwar unter Anwendung des im Bibliotheks- und Sammlungsbereich etablierten, von den öffentlichen Archiven jedoch vernachlässigten Dokumentationsansatzes. Die Verfasserin nimmt indes die (berechtigte) Kritik der Archive am inhaltsorientierten Ansatz ernst und modifiziert ihn entsprechend. Sie trägt "ihrer" Institution bewusst Rechnung, indem sie unter Anwendung der institutionellen Funktionsanalyse das spezifische Mandat und die gesellschaftliche Bedeutung der Universität Zürich berücksichtigt, und nicht einfach vom kantonalen Archivgesetz, respektive den darin als anbietepflichtig definierten universitären Organisationseinheiten ausgeht. Nach der Einleitung reflektiert die Verfasserin die theoretischen Grundlagen. Ein Überblick über Aufkommen und Entwicklung der Idee des Dokumentationsplans in Deutschland und der Documentation Strategy in den USA anhand der einschlägigen Fachliteratur illustriert den gegenwärtigen Forschungsstand in Bezug auf den Dokumentationsansatz. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der praktischen Verbreitung von Dokumentationsplänen. Sodann analysiert die Autorin die Überlieferungspraxis im Universitätsarchiv Zürich: Worauf stützt sich die aktuelle Überlieferung, was sind die (gesetzlichen) Grundlagen? Zentral ist ausserdem die Frage, was - welche Funktionen, Bereiche und Inhalte - mit der bisherigen Überlieferung dokumentiert wird und wo Überlieferungslücken bestehen, bzw. ob diese allenfalls durch andere Archive geschlossen werden. Danach werden Vor- und Nachteile der bisherigen Überlieferungssituation zusammengefasst. Abschliessend wird ein Vergleich zur Überlieferungspraxis von weiteren Schweizer Hochschularchiven skizziert. Schliesslich erarbeitet die Verfasserin systematisch einen institutionellen Dokumentationsplan. Zu diesem Zweck analysiert sie die Funktionen der Universität Zürich, wie sie in den kantonalen Haupterlassen zur Universität und im institutionellen Leitbild verankert sind. Sie zeigt dann auf, welches Material für die Dokumentation dieser Funktionen am besten geeignet ist. Mit dem Dokumentationsplan legt die Autorin einen konkreten Vorschlag für Ausmass und Inhalt der zukünftigen Überlieferung vor, und illustriert gleichzeitig auf einer allgemein verständlichen Ebene die für die Überlieferungsbildung im Universitätsarchiv Zürich relevanten Felder und aktuellen Herausforderungen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, die kritische Überprüfung der angewandten Methode sowie ein Ausblick auf weitergehende Fragestellungen runden die Arbeit ab.
Veröffentlicht
2012-04-18
Zitationsvorschlag
Bolliger, S. (2012). Was muss von der Universität Zürich überliefert werden? Der Dokumentationsansatz als Ausgangspunkt für eine Analyse der Überlieferungsbildung im Universitätsarchiv. Informationswissenschaft: Theorie, Methode Und Praxis, 2(1). https://doi.org/10.18755/iw.2012.5
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Artikel / Articles
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