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Tornados sind bei uns selten oder gar nie zu beobachten.Dafür hat unsere Schweiz zuviel Gebirge und Hügel.Ausgeschlossen ist aber auch dies nicht und es gibt wenige dokumentierte Ereignisse und Augenzeugen, die auf einen Tornado hinweisen.
Hingegen sind Wasserhosen bei uns recht häufig zu beobachten.Vor allem gegen Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes, wenn wieder häufiger Kaltluft zu uns vorstösst entstehen diese Phänomene, sofern alle Faktoren übereinstimmen.
Für die Entstehung braucht es eine grosse warme Wasserfläche – da eignet sich unser Bodensee bestens – bei gleichzeitig vertikaler Temperaturabnahme in der Höhe.Das heisst eine kaltlabile Luftmasse über dem Bodensee.Zudem benötigt es eine windschwache Umgebung, so dass sich über der warmen Wasserfläche in der kalten Luft eine konvektive,stationäre Wolke bilden und auch halten kann.Konvektive Wolke bedeutet eine Gewitter-oder Schauerwolke,wie sie auch über Land entsteht.Durch horizontale Windscherung (= abrupte Änderung der Windstärke und Windrichtung) und dem Aufwind der Wolke bildet sich ein Wirbel zwischen dem See und der Wolke.Dieser Wirbel wird durch Auskondensieren des Wasserdampfs als Wolkenschlauch sichtbar.
Funnel und Wasserhosen muss man auseinanderhalten:
Als Funnel oder auch Trichterwolke genannt,wird ein wie der Name schon sagt,trichterförmiger Auswuchs aus einer Schauer-oder Gewitterwolke bezeichnet,der im Aufwindbereich entsteht.Meist ist auch eine Rotation dieses Wolkenrüssels zu beobachten.Jedoch hat dieser noch keinen Kontakt mit der Wasseroberfläche.
Leider ist mir noch keine Wasserhose vor die Kamera gekommen.Zumindest für einen Funnel hat es gereicht.
Funnel über dem Bodensee auf der Höhe Romanshorn am 5.August 2016
Das unten ersichtliche Radarbild bestätigt zum gleichen Zeitpunkt eine kleine Schauerzelle auf der gleichen Höhe wie der gesichtete Funnel.