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Plankton, so erinnert wir uns, sind die kleinen, unsichtbaren Teilchen, die im Meer herumtreiben und von dem sich das grösste Säugetier der Welt, der Blauwal, ernährt. Die Definition ist allerdings etwas umfassender und rückt Plankton in den Mittelpunkt der Meere:
Definition von Plankton
Der Begriff Plankton (von altgriechisch ‚planktos‘, was der Umherirrende bedeutet) umfasst alle kleinen Lebewesen, die im Süss- oder Salzwasser dahintreiben und keine oder nicht ausreichende Schwimmkraft besitzen, um gegen die Strömung des Wassers anzukommen. Unterschieden wird zwischen tierischem (Zooplankton), pflanzlichem (Phytoplankton) und Bakterioplankton.
Es gibt aber auch Plankton, das sich zu einem Fisch entwickelt: Dieses wird Meroplankton genannt und umfasst zum Beispiel Larven und Eier. Holoplankton bleibt sein ganzes Leben lang Plankton. Dazu gehören Einzeller, aber auch Quallen.
Die Grösse reicht von weniger als 5 Mikromillimetern bis zu über 5 Millimetern.
Die Rolle des Planktons
Obwohl Plankton teilweise winzig klein ist, macht es fast 98% der Biomasse der Weltmeere aus. Somit ist auch seine Bedeutung im Kreislauf gross: Phytoplankton betreibt - wie Pflanzen auf dem Land - Fotosynthese. 90 Prozent der weltweiten Fotosynthese wird dem pflanzlichen Plankton zugeschrieben. Dazu gehören die Cyanobakterien, welche wahrscheinlich die ersten Lebewesen auf der Erde waren. Auch andere Algen und Seegrase gehören zu dieser Kategorie. Zudem spaltet Phytoplankton Karbondioxid auf: Es erzeugt so Sauerstoff und bindet den Kohlenstoff. Es stellt Energie für fast alles Leben in den Ozeanen zur Verfügung.
Zooplankton ernährt sich von Phytoplankton oder von anderem Zooplankton. Zu ihm zählen Quallen, Krill und Larven. Sie werden wiederum von Fischen, Walen und anderen Meerestieren gefressen. Obwohl Plankton meist nicht mit blossem Auge wahrgenommen werden kann, gibt es Quallen, die bis zu 2 Meter gross werden und ebenfalls als Plankton gelten.
Die dritte Sparte des Planktons, das Bakterioplankton, verwertet die Überreste von anderen Organismen. Während das meiste Plankton in den oberen, hellen Schichten des Ozeans treibt, ist Bakterioplankton in allen Schichten der Ozeane anzutreffen. Es beschäftigt sich damit, Nährstoffe von gestorbenen Organismen wieder freizusetzten.
Man könnte das Plankton auch in Produzenten, Konsumenten und Recycler unterteilen. Dieses Zusammenspiel funktioniert nur im Kreislauf.
Bedrohung durch Klimawandel
Plankton ist ebenfalls vom Klimawandel betroffen: Es gibt Schätzungen, nach welchen sich die Biomasse von Plankton seit 1950 halbiert hat. Weniger pflanzliches Plankton heisst weniger Krill, was wiederum weniger Fische und Wale bedeutet. Was dies für die Bewohner des Landes für Folgen hat, können Forscher derzeit nur spekulieren.