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Ein 78-jähriger Patient mit anamnestisch bekanntem 10 Jahre zurückliegendem Myokardinfarkt wird aufgrund einer subakuten Arthritis der linken Schulter ins Spital eingewiesen. Zwei Monate vor der Spitaleinweisung waren heftige, stark beeinträchtigende, entzündliche, nächtliche Schmerzen in der linken Schulter mit starker Schwellung und Funktionseinschränkung sowie Fieber- und Schüttelfrostgefühl aufgetreten.
Bei der Aufnahme ist der Patient fieberfrei. Die Untersuchung ergibt eine geschwollene, heisse, sowohl in der aktiven als auch passiven Beweglichkeit eingeschränkte Schulter. Es sind weder Herzgeräusche noch ein offensichtlicher Infektionsherd festzustellen.
Die Laboruntersuchung ergibt ein erhöhtes C-reaktives Protein (54 mg/l) und eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (115 mm/h) ohne assoziierte Hyperleukozytose. Die Standardröntgenaufnahme beider Schultern zeigt eine allgemeine Verengung des glenohumeralen Gelenkspalts, eine fleckförmige Demineralisation, eine Erosion des Humeruskopfes und eine intra- sowie periartikuläre Verkalkung der linken Schulter, was auf eine metabolische Arthropathie hinweist. Weiterhin waren die Thoraxröntgenaufnahmen unauffällig und die Blutkulturen, ebenso wie die zytobakteriologische Harn- und Tuberkuloseuntersuchung (Tuberkulin-Hauttest und Suche nach Bazillus Koch [BK] im Sputum und Urin) negativ. Die Punktion der Schulter ergab 20 ml eitriges Sekret (98% veränderte polymorphkernige Neutrophile) ohne Mikrokristalle, dessen direkte Untersuchung o. B. war, während die Kultur Penicillin-sensible Pneumokokken ergab.
Wie würden Sie vorgehen? Sind weitere diagnostische Massnahmen erforderlich?