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Um das Jahr 1922 taucht der Begriff Jazz immer häufiger im Schweizer Mainstream auf. Auf der ersten Schweizer Radiostation, Radio Lausanne, war regelmäßig Jazzband de la SSR zu hören. Geleitet wurde die Band von Charles Pilet und das Repertoire beinhaltete Tangos, Foxtrots und einige Blues-Lieder. Während dieser Zeit tauchen auch die ersten Schallplatten mit Aufnahmen von Louis Armstrong, Fletcher Henderson und King Oliver auf.
Im Jahr 1939 schließen sich die Grenzen. Schweizer Tanzmusiker hatten während dieser Zeit ein leichtes Spiel, da es in dem abgeschotteten Land keine ausländische Konkurrenz mehr gab. Nach dem Weltkrieg beginnt die Formierung einer neuen Generation von Jazzmusikern.
Das Zürcher Amateur-Jazzfestival, das im Jahr 1951 gegründet wurde, bringt dem Schweizer Jazz einen enormen Aufschwung. Der Jazz-Boom hielt sich bis in die Sechzigerjahre, in denen die frische Jugendbewegung des Rock 'n' Roll die Jazzmusik in den Schatten stellte. Trotzdem wurde der Jazz immer häufiger als Kunst wahrgenommen. Es entstanden neue Konzert-Orte, Jazzschulen, spezialisierte Schallplattenläden und Musikerverbände. Manche dieser Organisationen bestimmen zum Teil noch heute die Jazzszene in der Schweiz.
Die heutige Jazzszene
Die Schweizer Jazzszene präsentiert sich heute professioneller, eigenständiger und vielfältiger als je zuvor. Die Zahl der jungen und hochtalentierten Jazzbands ist kaum noch überschaubar.
Die lebendige Schweizer Jazzkultur ist über das ganze Land verteilt. Jazzliebhaber haben regelmäßig die Möglichkeit, ihre Lieblingsmusik live mitzuerleben. Zu den beliebtesten Zürcher Jazz-Clubs und Bars zählen unter anderem:
- Lebewohlfabrik
- Jazz in der Widder Bar
- Mehrspur Musik Club
- Moods im Schiffbau
- Jazz con Pasta
- Jazzclub Allmend
- Jazz im Seefeld
- Werkstatt für improvisierte Musik