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Schottische Malt-Destillerie. Brackla, ausgesprochen mit offenem »a« und auf der ersten Silbe betont, bedeutet Platz der gefallenen, gefällten Bäume. Die Brennerei liegt südöstlich von Inverness und südlich von Nairn und wird von einigen, die sich mit der Klassifikation Northern Highlands nicht zufriedengeben, einer von ihnen selbst definierten Region Findhorn zugerechnet, obwohl dieser Fluß ziemlich weit weg ist. In unmittelbarer Nähe liegt allerdings das berühmte Schloß Cawdor, in dem nicht nur Macbeth gehaust haben soll, sondern nach dem auch der Bach benannt ist, aus dem die 1812 gegründete Brennerei ihr Wasser bezieht. Ihr Gründer Captain William Fraser durfte ihr bereits 1835 das begehrte königliche Prädikat zufügen; sie ist damit eine von nur drei, die dieses Privileg haben. Sie verdankt es König William IV., der ihren Whisky offensichtlich sehr schätzte. Nach mehreren Besitzerwechseln kam sie 1926 zu John Bisset & Co., die wiederum 1943 Teil der DCL wurden, aber die Lizenz behielten, bis UD sie 1992 auf ihre neue Tochterfirma UMGD (United Malt and Grain Distilleries) übertrugen. Aber wer geglaubt hatte, dies sei ein gutes Zeichen für ein langes Engagement, sah sich 1998 getäuscht: Zwar hatten UD Royal Brackla, die seit 1970 vier stills hat, nach sechs Jahren Schließung wiedereröffnet. Das hinderte sie, inzwischen mit IDV zu UDV vereinigt, aber nicht, die Brennerei an Bacardi zu verkaufen. Ihr Malt wurde sicherlich bei den Blends von Bisset benutzt, in Eigentümer-Abfüllung kam er (von einem 12- und einem 16jährigen für Italien) aber erst durch UD heraus, die einen 10jährigen in die Reihe »Flora & Fauna« aufnahmen. Kurze Zeit später ließen sie ihm einen Single Malt ohne Altersangabe folgen, offensichtlich, um auch einen preisgünstigen Malt im Angebot zu haben. Welche Pläne der neue Eigentümer verfolgt, ist vorerst offen. Einstweilen haben auch UDV/ Diageo noch Bestände, denn sie brachten in ihrer Serie der »Rare Malts« einen 20jährigen Royal Brackla von 1978 und mit 59.8 %. Auch von den Unabhängigen gibt es ihn, sowohl von Gordon & MacPhail (z. B. von 1972 und 1974) wie auch von Cadenhead, MacArthur und von Signatory, die ebenfalls mehrere Versionen herausbrachten.
Produits de Royal Brackla