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Andreas Schlegel
wurde 1962 in Basel in eine Musikerfamilie geboren. Er studierte historische Zupfinstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis bei Eugen Dombois und Hopkinson Smith sowie an der Musikhochschule Karlsruhe bei Jürgen Hübscher. Wegen seines grossen Interesses an der Verbindung zwischen Forschung und Praxis hörte er an der Universität Basel Musikwissenschaft bei Prof. Wulf Arlt.
Er versteht sich als Forscher-Musiker. Sein jüngstes CD-Buch über das Lautenbuch der von Erlach, Paris 1622, zeigt sein Verständnis des Zusammengehens von Musik, Geschichte und Literatur auf exemplarische Weise. Ende 2006 erschien das Buch „Die Laute in Europa. Geschichte und Geschichten zum Geniessen“. Neu behandelt „Die Laute in Europa 2“ auch Gitarren, Cistern und Mandolinen und gibt so einen breiten Überblick über die europäischen Zupfinstrumente (ausser der Harfe). Das Buch ist im Mai 2011 erschienen und gilt inzwischen als Referenzwerk.
Zahlreiche Vorträge (oft mit Lautenspiel kombiniert) u.a. bei der Deutschen Lautengesellschaft, bei der Lute Society, am Early Music Festival Utrecht, am Musikinstrumentenmuseum Berlin.
Seit 1987 ist er als Gitarrenlehrer an verschiedenen Musikschulen in den Kantonen Solothurn und Aargau tätig und lebt in Menziken.
Seit einigen Jahren steht das eigene künstlerische Schaffen vermehrt im Vordergrund. Auch als Begleiter ist er vermehrt aktiv, so z.B. beim Bachcollegium Zürich und dem Ensemble La Partita (bis Ende 2016) oder bei den Wettinger Klosterspielen. Andreas Schlegel spielt einen Grossteil der historischen Zupfinstrumente, nämlich Renaissancelaute, die diversen Barocklauten, Theorbe und Barockgitarre.
Atmo Lars Lindvall
wurde 1962 in Eksjö in Schweden geboren. Er begann im Alter von 8 Jahren Trompete und Klavier zu spielen. Während seiner Teenagerzeit spielte er in mehreren Big Bands und Combos sowie in einem Orchester und es wurde klar, dass Musik eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen wird. Er studierte Musik in Graz/Österreich und schloss sein Studium 1989 mit einem Preis der Kulturabteilung in Wien ab. In den folgenden Jahren spielte er als Berufsmusiker in ganz Europa.
Er erhielt ein Stipendium des Berklee College of Music, wo er die Möglichkeit hatte, bei Herb Pomeroy, Hal Crook, Greg Hopkins und Bob Freeman zu studieren. 1992 machte er seinen Abschluss am Berklee College of Music und erhielt den Clark Terry und Quincy Jones Award.
Er hat mit Bobby McFerrin, Mel Lewis, Jay Clayton, Adelhard Roidinger, Nouvelle Cuisine, X-tra, Experimenti Berlin und vielen anderen gearbeitet. Sein Fokus auf Live-Bands, die Jazz, klassische und lateinamerikanische Musikidiome mit seinen schwedischen Wurzeln mischen, sind für ihn zu einem wichtigen Mittel geworden, um sich als Performer, Komponist und Arrangeur auszudrücken. Als Produzent und Musiker war er an der Produktion von mehr als 40 CDs in 7 Ländern beteiligt.
Außerdem unterrichtet er Komposition, Arrangement und Trompete an der Jazzschule Basel.
Conrad Steinmann
geboren 1951 in der Schweiz. Studium der Blockflöte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Hans-Martin Linde. 1972 Gewinner des 1.Internationalen Blockflötenwettbewerbs in Brügge (Belgien). Seit 1974 in Winterthur ansässig. 1975–1982 Lehrtätigkeit an der Zürcher Musikakademie. 1982 Berufung zum Dozenten an der Schola Cantorum in Basel.
1991 Zuerkennung des Kunstpreises der C.H. Ernst-Stiftung in Winterthur, 2016 des Kunstpreises von Zollikon/Zürich . Konzerte bringen ihn in alle europäischen Zentren, nach Moskau, Estland, Georgien, nach Japan und regelmässig in den Nahen Osten, nach Südamerika und Indien ebenso wie nach Australien, früher vor allem mit dem “Ensemble 415” und London Baroque, heute mit dem Blockflötenensemble “diferencias” und mit „Melpomen“.
Von 1976 bis 2015 Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt an der Zürcher Oper und mit seinem „Concentus Musicus“ mit Musik von Monteverdi, Mozart und Beethoven (V. Symphonie). Zahlreiche Aufnahmen, zuletzt bei DIVOX: “Echo”, “Giorno e Notte” (Blockflötenkonzerte von Vivaldi) und bei Musiques Suisses SWISS MADE mit diferencias. Initiant und Organisator von Internationalen Blockflötentagen (Begegnung Schweiz Osteuropa 1993; Begegnung mit Italien 1997 “incontro” und der arabischen Welt im Sept. 2001mit “Jadal” in Basel und Kairo).
Als Aulos-Spieler zeigt er ein einzigartiges Engagement für die Musik des Antiken Griechenlands. Intensive und lange Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer Paul J. Reichlin, dessen rekonstruierte Instrumente Grundlage sind für die von ihm neu imaginierte Musik des 5.und 6. Jh.v.Chr. Mit seinem Ensemble „Melpomen“ hat er bisher 4 Programme erarbeitet (“Melpomen”, “Olympionikais oder Pindars Oden” zum Abschluss der Olympischen Spiele in Athen 2004, „Sappho“ und neu „CHOROS“ mit Musik zu griechischen Tragödien ) Die CD „Melpomen Ancient Greek Music“ (Harmonia Mundi/Schola 905263) wurde mit einem “diapason d’or” ausgezeichnet. Die zweite CD „Sappho and her time“ mit Musik zum 6.Jh.v.Chr. erschien bei Sony. Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds und der Stavros Niarchos-Stiftung.
2016 Veröffentlichung seines Buches „Drei Flöten für Peter Bichsel“
Andrea Maria Keller
wurde 1967 in Appenzell geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte an der Universität Freiburg i. Ü. Nach einem längeren Aufenthalt in Norditalien lebt die Lyrikerin derzeit in Bern. 1992 erhielt sie einen Literaturpreis der Universität Freiburg i. Ü., 2006 einen Förderbeitrag der Internationalen Bodenseekonferenz und 2015 das Stipendium "Weiterschreiben" der Stadt Bern.
Publizierte Werke:
- Innere Lande – Logbuchnotizen, 1999, Nimrod-Verlag, Zürich
- Grate und Schrunden (in der Anthologie: Töbel und Höger), 2001, Verlag Appenzeller Hefte, Herisau
- Mäanderland, 2013, Edition Howeg, Zürich
- tagediebesgut, 99 wortschatzkarten, 2014, Edition Agathe Nisple und bücherladen, Appenzell
- Vielstimmig, 2018, Edition Howeg, Zürich
Beat Anderwert
studierte moderne Oboe bei Simon Fuchs und Barockoboe bei Martin Stadler am Konservatorium Zürich, wo er sein Studium mit Auszeichnung abschloss.
Seit 2008 ist er Solo-Oboist des Orchestre de chambre de Lausanne. Außerdem spielt er in verschiedenen Kammermusikensembles wie dem Berner Bläseroktett und mit Orchestern wie La Scintilla, dem Orchester der Oper Zürich, dem Kammerorchester Basel, der Berner Camerata, dem Berner Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo.
Nada Anderwert
ist in Serbien aufgewachsen und hat das Musikstudium an der ZHdK mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie ist Mitglied und Mitgründerin des Streichtrios „Trio4“ und dem Streichquartett „le buisson prospérant“ sowie Mitglied des Barockorchesters „la scintilla“ am Opernhaus Zürich. Seit zehn Jahren ist sie Interdantin und Gründerin der Kammermusikreihe „Kammermusik an der Kramgasse“ in Bern.
Nora Bertogg
wurde in Chur (Schweiz) geboren. Während ihrer gymnasialen Ausbildung erhielt sie den ersten Gesangsunterricht und sang in diversen Chören, unter anderem mehrere Jahre im Schweizer Jugendchor. Den Bachelor of Arts in Music absolvierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste in der Gesangsklasse von Jane Thorner-Mengedoht. Im Sommer 2017 schloss sie ihren Master Specialized Music Performance Opera an der Hochschule der Künste Bern im Schweizer Opernstudio unter der Leitung von Mathias Behrends und Franco Trinca ab.
Am Theater Biel/Solothurn gab Nora Bertogg in der Saison 2016/17 ihr Debut in der Rolle der La Ciesca in Gianni Schicci von Puccini und der Rolle des Liftgirls in La notte di un nevrastenico von Nino Rota. Ausserdem interpretierte sie die Rolle der Miss Pinkerton in Menottis The old maid and the thief. Des weiteren war sie am Davos Festival 2016 in der Oper Die Schweizerfamilie von Joseph Weigl in der Rolle der Gertrude Boll zu hören.
Ein besonderes Interesse der jungen Sängerin gilt der Interpretation von zeitgenössischen Werken. Sie besuchte diverse Meisterkurse in Vokaltechnik für neue Musik bei Sarah Maria Sun. Daraus entstanden u.a. szenische Interpretationen von Georges Aperghis Recitations Nr. 9 und 11 und Cathy Berberians Stripsody, sowie musikalische Erarbeitungen von Elliott Sharps The ballad of Bradley Manning und den Love Song von Claude Vivier.
Nora Bertogg wurde 2016 ein Stipendium des Rahn Kulturfonds zugesprochen, ausserdem wurde sie 2017 mit einem Kulturförderungspreis des Kanton Graubündens ausgezeichnet.