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Auf Woody, Wall-E, Sulley und Mike folgt die schottische Prinzessin Merida. Dass ein Mädchen die Heldenrolle in einem Pixar-Animationsstreifen übernimmt, gabs zuvor noch nie. Am 7. August kommt der neue Animationsfilm «Brave» ins Kino.
Merida mit ihrer wilden, roten Mähne interessiert sich mehr für ihre Unabhängigkeit als fürs Heiraten. Sie hat ihren eigenen Kopf, ihren eigenen Humor und lässt sich von ihrer Mutter, der Königin, nichts einreden. «Märchen haben immer einen etwas schlechten Ruf, besonders unter Frauen», sagt Regisseurin Brenda Chapman im Interview mit Nytimes.com.
Dass Merida anders ist, verrät nicht nur ihr Lockenkopf, sondern auch ihr muskulöser Oberkörper. Chapman erklärt: «Ich wollte ein richtiges Mädchen. Keines mit dünnen Ärmchen, schmaler Hüfte und dünnen Beinen. Ich wollte ein athletisches Mädchen.» Entsprechend lange dauerte der mühsame Weg von der ersten Skizze bis zur fertigen Animation.
Der leitende Animator Alan Barillaro meint, dies sei die schwierigste Produktion, an der er je beteiligt war. Schon alleine das Entwerfen von Meridas Haaren war sehr aufwändig. Ganze 111'700 einzelne Haare setzten die Macher ihr auf. Das war eine Herausforderung: «Einerseits sollte es sich so natürlich wie möglich bewegen, andererseits musste es unseren ästhetischen Vorstellungen entsprechen und mit gewissen anschaulichen Posen der Performance dienen.» Chapman ist froh, dass die Leute bei Pixar sich für solche wichtige Details derart ins Zeug gelegt haben: «Zum Glück hat das technische Team bei Pixar die Flinte nie ins Korn geworfen und unsere Wünsche exakt umgesetzt.»
«Brave» könnte der erfolgreichste Animationsfilm der Geschichte werden. In den USA eroberte der Streifen sogleich den Spitzenplatz in den Kinocharts. Bis anhin führte «Toy Story 3» die Liste an - er spielte 2007 über eine Milliarde Dollar ein. «Shrek 2» schaffte es mit über 900 Millionen fast, an den Erfolg des ersten Films anzuknüpfen. Auch «Ice Age 3» war ein Kassenschlager: 880 Millionen Dollar spülte er in die Kasse, gefolgt vom «Findet Nemo», der es auf 860 Millionen Dollar schaffte.
«Brave» läuft ab dem 2. August in den Schweizer Kinos.