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Für den Betroffenen stellt der Schwindel, selbst wenn er zum Teil nur anfallsweise auftritt, eine grosse und unter Umständen auch gefährliche Belastung dar. Bei vielen Schwindelbeschwerden liegt eine neurologische Störung zugrunde. Aber auch bestimmte Grunderkrankungen, Medikamente und Alkohol können Schwindelgefühle erzeugen. Psychische Faktoren spielen häufig bei chronischen Schwindelerscheinungen eine Rolle.
Zu den körperlichen Fehlfunktionen, die sogenannte peripher-vestibuläre Schwindelformen auslösen können, gehören u.a. Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr (z.B. Menière-Krankheit) oder Entzündungen des Gleichgewichtsnervs (Neuritis vestibularis).
Bei sogenannten zentralen Schwindelformen sind die Kerne der Gleichgewichtsnerven im Hirnstamm, das Gleichgewichtszentrum selbst oder das Kleinhirn geschädigt. Ursache sind in erster Linie Durchblutungsstörungen im Gehirn (Arteriosklerose, TIA, Schlaganfall), Entzündungen (wie Multiple Sklerose) oder Tumoren.
Generell können auch Unfall- und Verletzungsfolgen wie z.B. Schädel-Hirn-Traumen oder Vergiftungen zu neurologischen Störungen mit unterschiedlichen Schwindelformen führen. Auch eine Migräne kann mit Schwindel einhergehen und wird dann vestibuläre Migräne genannt.