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Ein Konzept, das den Verbrauch von realem und virtuellem Wasser in etwa abschätzt, ist der so genannte Wasserfussabdruck (vgl. auch Water Footprint Network, 2004). Damit lässt sich für jedes Land darstellen, wie viel Wasser in die landwirtschaftliche Produktion fliesst oder wie viel Wasser durch Haushalte, Gewerbe oder durch die Industrie gebraucht wird. Es handelt sich dabei um ein zusammengesetztes Konstrukt: Die Menge an Wasser, die zur Produktion aller innerhalb und ausserhalb der Schweiz erzeugten und in der Schweiz konsumierten Produkte notwendig ist, ergibt den landwirtschaftlichen Fussabdruck der Schweiz. Zusammen mit dem Wasser, das effektiv in Haushalten, Gewerbebetrieben und der Industrie verbraucht wird, ergibt sich daraus der Gesamt-Wasserfussabdruck der Schweiz, der sich auf 16,2 km3 Wasser pro Jahr beläuft. Jeder Einwohner der Schweiz verbraucht damit täglich 6082 Liter Wasser, davon jedoch nur ein geringer Teil als Trinkwasser, zum Kochen oder für andere Haushaltsbedürfnisse. Der Grossteil steckt in den Lebensmitteln oder Produkten, die täglich konsumiert werden (Sonnenberg et al., 2010, S . 4). Ein weiteres Teilmodell ist der so genannte virtuelle Wasserfussabdruck. Durch dieses Modell kann man nun die ökologische Situation der Produktionsbedingungen bewerten. Der Anbau von Obst im Wüstenklima erfordert beispielsweise mehr Wasser als in gemässigten Zonen (Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V., o. J.).
Der Gesamt-Wasserfussabdruck der Schweiz liegt gemäss Angaben der Zeitschrift BeobachterNatur (vgl. Angeli, 2009) leicht über dem globalen Durchschnitt. Pro Jahr braucht jeder Einwohner der Schweiz 1682 Kubikmeter Wasser (der globale Durchschnitt liegt bei 1243 Kubikmeter Wasser pro Kopf und Jahr).
Literatur: