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Auf Wochensicht trieb die Aussicht auf eine mögliche Drosselung der Fördermenge durch den Ölverbund Opec+ die Notierungen am Ölmarkt stark nach oben. Aussagen des saudi-arabischen Energieministers hatten den Ölpreisen über mehrere Handelstage hinweg Auftrieb verliehen. Der Minister hatte eine mögliche Kürzung der Fördermenge durch die in der Opec+ zusammengeschlossenen Ölstaaten angedeutet. Gestützt wurden die Notierungen zudem durch einen unerwartet starken Rückgang der Ölreserven in den USA. Nur am Donnerstag hatte eine Gegenbewegung eingesetzt, und die Ölpreise waren zeitweise unter Druck geraten.
Die Äusserungen aus Saudi-Arabien zeigen nach Einschätzung des Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank, dass der führende Opec-Staat einen Preisrückgang unter 90 Dollar je Barrel nicht tolerieren würde. "Spekulanten könnten dies als Einladung verstehen, auf einen weiteren Preisanstieg zu setzen, da sie einen stärkeren Preisrückgang nicht befürchten müssen", sagte Fritsch.
Am Ölmarkt warteten die Anleger auf einen Auftritt des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell auf einer Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole, der am Nachmittag für neue Impulse sorgen könnte. Von der Rede werden Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Notenbank Fed erwartet, die eine wichtige Rolle für die weiter konjunkturelle Entwicklung in den USA spielt./jkr/jsl/stk
(AWP)