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Vasektomie bezeichnet die Operation, die den Mann unfruchtbar macht. Man nennt die Vasektomie auch Unterbindung oder Sterilisation des Mannes. Hierbei wird der Samenleiter ausgehend von kleinen Hautschnitten oder einer kleinen Öffnung am Hodensack (Non-Skalpell-Vasektomie) freigelegt und auf einer Länge von 1 bis 2 cm entfernt. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel mit Lokalanästhesie, auf Wunsch unter Narkose. Es handelt sich um einen kleinen Eingriff, ohne Einfluss auf das Empfinden oder auf die Erektion.
Durch den Eingriff können die Spermien nicht mehr aus dem Nebenhoden in die Harnröhre gelangen, so dass der Samenerguss nur noch Flüssigkeitsanteile der Samenblasen und der Prostata enthält. Die Vasektomie ist als irreversibler Eingriff anzusehen. Eine Wiedervereinigung der durchtrennten Stümpfe ist heutzutage dank der Mikrochirurgie zwar möglich (Vasovasostomie), aber nicht garantiert erfolgreich.
In seltenen Fällen kann es zum Auftreten einer Wundinfektion oder einer Blutung kommen, die eine operative Revision erforderlich machen. In extrem seltenen Ausnahmefällen ist es möglich, dass es zu einer spontanen Wiedervereinigung der beiden durchtrennten Stümpfe des Samenleiters kommt. Deshalb kann man trotz anfänglich nachgewiesener, vollständiger Unterbindung nach Monaten oder Jahren wieder fruchtbar werden.
Die Schmerzen nach der Operation sind gering und dauern einige Tage als ziehende Missempfindung an.
Die Fäden sind selbstresorbierend und lösen sich nach 10 bis 14 Tagen auf. Duschen ist erlaubt. Während 7 bis 10 Tagen sollten keine schweren Lasten gehoben werden (bis 10 kg erlaubt). Velofahren und Jogging sind in den ersten zehn Tagen zu unterlassen.
Die Unfruchtbarkeit wird meist erst nach 8 bis 12 Wochen oder 25 bis 30 Ejakulationen erreicht, da sich Spermien zuvor noch in Samenblasen und Prostata befinden können. Sie muss durch eine Untersuchung der Samenflüssigkeit bestätigt werden. Bis zu dieser Bestätigung muss die Verhütung mit anderen Mitteln weitergeführt werden.
Die Kosten des Eingriffs wie auch diejenigen einer möglichen Wiedervereinigung werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern sind durch den Patienten selbst zu tragen. Wir empfehlen den Patienten, sich bei der Krankenkasse zu erkundigen.
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