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Dicke Luft bei Tottenham Hotspur nach dem FA-Cup-Aus im Penaltyschiessen gegen Norwich City: Weil ein Fan sich abfällig gegenüber dem Bruder von «Spurs»-Profi Eric Dier äusserte, stürmte dieser auf die Tribüne, um den Übeltäter zur Rede zu stellen. Der englische Nationalspieler musste von mehreren Zuschauern und Ordnern zurückgehalten werden, damit eine Schlägerei verhindert werden konnte.
An der Pressekonferenz nach dem bitteren Aus im Penaltyschiessen erklärte Tottenham-Trainer José Mourinho, warum Dier so reagiert hatte: Der Portugiese sprach davon, dass «Diers jüngerer Bruder» beteiligt war, nachdem sich ein Fan beleidigend gegen Dier geäussert haben soll. «Diese Person hat Eric beleidigt, sein jüngerer Bruder war nicht glücklich mit der Situation und Eric auch nicht.»
«Ich denke, Eric Dier hat etwas getan, was wir als Profis nicht machen dürfen, aber wir manchmal gerne tun würden. Eric hat etwas Falsches getan, aber wenn ihn der Klub nun dafür bestraft, werde ich nicht zustimmen.» Dass der Fan Diers Teamkollegen Gedson Fernandes, der den letzten Penalty verschoss, rassistisch beleidigt haben soll, konnte Mourinho nicht bestätigen.
Im ganzen Trubel um Dier ging etwas unter, das eigentlich auch zu hitzigen Diskussionen hätte führen müssen. Bei den beiden verschossenen Tottenham-Penaltys von Troy Parrott und von Gedson Fernandes bewegte sich Norwich-Goalie Tim Krul jeweils klar zu früh von der Linie. Beide Elfmeter hätten zwingend wiederholt werden müssen, doch anders als bei St.Gallen gegen YB vor kurzem in der Super League schritt der VAR nicht ein.
Premier-League-Schlusslicht Norwich stand in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung mehrmals vor dem K.o. und schaffte es nur dank Josip Drmic ins Penaltyschiessen. Der Schweizer Stürmer erzielt in der 78. Minute das 1:1, es war sein dritter Treffer im Trikot der «Canaries». (pre)