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(Kt. Wallis,
Bez. Visp).
3122 m. Zum Teil felsiger
Grat, zwischen dem
Obern und Untern
Theodulgletscher. Trägt die schweizerische
Theodulhütte, ein von den zahlreichen Besteigern des
Breithorns oder den den
Theodulpass überschreitenden
Touristen vielfach besuchtes kleines Gasthaus. Von
Zermatt zur
Hütte 3¼, von der
Hütte zum Scheitel des Passes 1¼ Stunden.
Der
Grat bietet eine der schönsten Aussichten in der Umgegend von
Zermatt und gleicht in manchen Beziehungen, besonders in
der Richtung auf den
Monte Rosa hin, derjenigen des
Hörnli. Der in seinem SW.-Abschnitt auf der Siegfriedkarte Z'Wängen genannte
Gandegggrat verbreitert sich tiefer unten und zeigt hier vom
Theodulgletscher schön geschliffene Felsplatten, die sog. Leichenbretter.
(Kt. Tessin,
Bez. Lugano).
295 m. Gem. und Pfarrdorf, am N.-Ufer des
Luganersees und am SO.-Fuss des
Monte Brè, 5 km ö. vom Bahnhof
Lugano. Station der Dampfboote
Lugano-Porlezza. Postablage. 53
Häuser, 235 kathol. Ew. Waldwirtschaft,
Handel
mit Holz und Lindenbast. Die am sehr steilen Berghang klebenden
Häuser des originellen Dörfchens scheinen, vom
See
aus gesehen, gleichsam eines auf dem andern zu stehen. Von einem Ufersaum ist keine Rede, so dass die Boote direkt vor den
Haustüren anlegen. Der Hang ist so steil, dass man scherzhaft von den Bewohnern von Gandria sagt, sie kämen erst im
Grabe
dazu, sich einmal waagrecht ausstrecken zu können. Die Kirche stammt aus dem Mittelalter. Der voll nach S. exponierten Lage
verdankt Gandria sein mildes Klima und die hier ganz mediterrane Entwicklung seiner Vegetation. Heimat
des 1741 in Brescia gestorbenen Bildhauers Giambattista Giambonini.
Hier beginnt die Ueberlagerung des
triasischen Verrucano (oder Sernifit) über den eocänen und oligocänen Flysch, die als mächtige Deckscholle nach S. langsam
ansteigend sich über den
Karrenstock und die
Bleitstöcke bis
zum
Kärpfstock fortsetzt. Am O.-Fuss des Gandstockes, über
Engi, der
Plattenberg mit seinen Schieferbrüchen.
Der Verrucano, aus dem der grösste Teil des Bergstockes aufgebaut
ist, schliesst in der Gipfelregion grosse Massen von Melaphyr in sich. An den Hängen mächtige Schutthalden, woher der Name
Gandstock.
(Cimadi) (Kt. Graubünden,
Bez. Moesa).
2764 m. Verwitterter Felsgipfel, der aus mächtigen Schuttmassen aufsteigt; in der Kette
zwischen dem
Misox und Calancathal, 4 km w. über dem Dorf
Misox. Nach W. zweigt sich von der Cima di Gangella
der mehrgipflige
Fil di Ciaro ab, der zum Calancathal niedersteigt. Kann vom
Passo di Ganano aus in 2, von
Soazza im
Misox aus
in 7½ Stunden bestiegen werden.
kam 1486 durch Kauf an die
Stadt
Zug, die sie zu einer Vogtei umgestaltete.
Die allmählige Zerstückelung dieses Gebietes und seine Aufteilung unter
die auf Boden der Gemeinde
Risch stehenden heutigen
Weiler Berschtwil,
Dersbach,
Holzhäusern und
Zweiern haben den alten historischen
Namen (Gangolschwil, Gandolfswilare) zum Verschwinden gebracht.