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Geschichte
Wasserversorgung - die Grundlage unserer Zivilisation
Heutzutage ist es für uns selbstverständlich, dass wir den Wasserhahn aufdrehen und nach Belieben kaltes oder warmes Wasser zur Verfügung haben. Auf sparsamen Umgang mit dem kostbaren Nass achtet kaum jemand mehr. Unsere Vorfahren waren keineswegs so verwöhnt. Sie mussten das Wasser am Brunnen holen und ins Haus tragen, die Wäsche an Flüssen und Bächen waschen oder ihre Äcker, Wiesen und Rebberge mit mühsam erstellten Kanälen bewässern. Auch die Abwasserentsorgung war ein mangelhafter Zustand. Man ging früher sparsamer mit dem Wasser um, denn oft bedeutete es Überleben und Sicherung der Existenz. Es gab noch keine künstlichen Reservoirs, wo für längere Trockenperioden Wasser gespeichert werden konnte. Aber auch heute noch kann es vorkommen, dass die Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen wird, weil infolge lang andauernder Trockenheit die natürlichen Wasservorräte bedenklich zurückgegangen sind. Eine unangenehme Situation, die uns längst vergangene Zeiten in Erinnerung ruft. Dies kommt jedoch sehr selten vor und im allgemeinen sorgen bei uns die Wasserversorgungsbetriebe mit ihren grossen Reservoirs und Pumpwerken für ausreichende Vorräte. Die Bereitstellung von reinem Trinkwasser und die Entsorgung von Schmutzwasser ist aber nur mit grossem technischen und finanziellen Aufwand gewährleistet.
Wasserversorgung der Gemeinde Muhen
In der Gemeinde Muhen hat die öffentliche Wasserversorgung eine grosse Bedeutung, denn nur sehr wenige Haushalte verfügen über private und taugliche Quellen. In Muhen wurde das erste Reservoir auf dem Lotten erstellt. Seither wurde die Versorgungsinfrastruktur etappenweise ausgebaut und für die überwiegende Mehrheit der Liegenschaften ein Leitungsanschluss erstellt und für den Brandschutz mit Hydranten ergänzt. Im Jahre 1947 wurde das Grundwasserpumpwerk in der Färbergasse in Betrieb genommen. Diese Anlage bedeutete einen sehr grossen Schritt in der Versorgungssicherheit der Wasserversorgung Muhen. Man war nicht mehr nur auf die Quellen angewiesen war, da das Grundwasser auch nach längeren Trockenzeiten immer zur Verfügung stand. Mit einer umfassenden Sanierung der Quellpumpwerke und dem Bau des Reservoirs im Vierstelli im Jahre 1982 wurden weitsichtige Strukturen für die Wassergewinnung und Reservehaltung geschaffen. Auf die Quellwassergewinnung wurde dabei grossen Wert gelegt. Dies kam der Wasserversorgung Muhen zum Teil zugute, als im Jahre 1984 das Grundwasserpumpwerk Färbergasse wegen einer CKW Verunreinigung des Grundwasserstromes abgeschaltet werden musste. In den darauffolgenden Jahren bezog Muhen das Grundwasser aus dem Pumpwerk Hard in Kölliken. Seit 1997, nach einer umfassenden Sanierung, wird mittels Aktivkohlefilterung wieder vom eigenen Pumpwerk Färbergasse das Wasser gewonnen. Heutzutage ist der Quellwasseranteil ca. 40% der Gesamtfördermenge von ca. 300'000 m3/Jahr.
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