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Soziale Verantwortung?
Abgesehen davon, ob es für PR-Artikel Platz haben sollte in «Die Alpen», kann die Salewa Group nicht für sich in Anspruch nehmen, über einen umfassenden Ansatz in ihrer Corporate Social Responsability (CSR) zu verfügen. Die Arbeitsbedingungen, unter welchen die Arbeiterinnen und Arbeiter – wohl im fernen Osten – Salewa-Produkte herstellen, sind mit keinem Wort erwähnt. Ein sozial verantwortliches Unternehmen muss aber an die Arbeiterinnen in der Produktion denken. Mammut und Odlo haben dies 2008 vorgemacht, als sie der Fair Wear Foundation (FWF) beitraten. Die FWF will die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten verbessern (vgl. «Die Alpen» 11/2011 und 9/2009). Sie überprüft die Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern, basierend auf einem umfassenden, auf den ILO-Konventionen abgestützten Verhaltenskodex. Die FWF wird von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Branchenverbänden getragen. Inzwischen ist der Ansatz für die ganze Outdoorbranche Standard geworden und wird vom Branchenverband «European Outdoor Group» empfohlen. Mammut und Odlo, Mountain Force, Transa, Jack Wolfskin, Vaude, Schöffel und Deuter sind Mitglieder der FWF. Aus meiner Sicht hat die Salewa Group im CSR-Bereich noch nicht alle Hausaufgaben gemacht.
Stellungnahme von Salewa
Wir fühlen uns nicht nur den Menschen in unserer direkten Umgebung verpflichtet, sondern auch denen in unseren Produktionsstätten und Zulieferbetrieben. Dass wir hauptsächlich in Fernost produzieren ist falsch, gut die Hälfte unserer Produkte kommen aus Europa. Asien ist ein wachsender Markt, es macht Sinn, die Ware vor Ort zu produzieren und die Transportstrecken so kurz wie möglich zu halten. Wir finden es wichtig, Arbeit in Länder zu bringen, wo sie dringend nötig ist. Wir kennen alle Produktionsstätten und haben in 90% davon eigene Mitarbeiter, die Sorge tragen, dass die Arbeitsverhältnisse stimmen. Die restlichen 10% überprüfen wir regelmässig.
Die Bewertung sozialen Engagements aufgrund der mangelnden Zugehörigkeit zur Organisation FWF ist zu oberflächlich. Unsere Projektgruppe CSR hat mit FWF und Bluesign Gespräche geführt. Wir haben uns für Bluesign entschieden und sind Systempartner. Salewa hat einen Code of Conduct erarbeitet. Dieser beinhaltet auch die Forderungen der Internationalen Labour Organisation (ILO). Die Löhne etwa liegen überall über den Mindestansätzen. Wir unterstützen in Zusammenhang mit verschiedenen Organisationen, z.B. der Caritas, Projekte für das Allgemeinwohl vor Ort.
Ariane Maria Malfertheiner, Salewainternational PR Manager