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Nach dem tödlichen Ballon-Unfall 2011 in Fisibach AG hat das Bundesverwaltungsgericht heute den Ballon-Piloten Silvan R. (73) aus Baar ZG der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Störung des öffentlichen Verkehrs und der fahrlässigen Gefährdung durch die Luftfahr schuldig gesprochen.
R. muss eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 160 Franken bezahlen, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss der Pilot die Verfahrenskosten tragen.
Für die Bundesanwaltschaft stand fest: R. hat den Füllansatz (vergleichbar mit einem Sicherheitsventil) beim Anstieg nicht wie vorgeschrieben offen gelassen, sondern geschlossen. Die Folge: Der Ballon platzte. Silvan R. habe zudem zu wenig Ballast abgeworfen. Der Ballon sei deshalb zu schnell zu Boden gerast.
Die Bundesanwaltschaft forderte 360 Tagessätze à 170 Franken. Die Verteidigung beantragte einen Freispruch. Der Richter folgte den Forderungen der Bundesanwaltschaft, hielt jedoch eine geringere bedingte Geldstrafe für angemessen.
Zum Unglück war es am 25. Juni 2011 gekommen. R. und zwei Freunde stiegen mit dem Gasballon auf, wollten über die Alpen nach Venedig. Eine knappe Stunde später sauste der Korb zur Erde und prallte hart auf einen Baumstrunk. Einer der Insassen, Leo R., starb während des Rettungseinsatzes an Herzversagen. (noo)Publiziert am 29.01.2016 | Aktualisiert am 29.01.2016