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1971 bekamen die Schweizer Frauen, als eine der letzten weltweit, das Stimm- und Wahlrecht. Seither steigt der Anteil und der Einfluss der weiblichen Bevölkerung in der Politik kontinuierlich an. Trotzdem haben die Frauen fast überall immer noch weniger zu sagen als die Männer (Ausnahme: die Abstimmungen!). Ein wenig müssen sie sich auch an der eigenen Nase nehmen: Die Frauen beteiligen sich we...
Auch wenn die Wahlen jeweils zum Medienspektakel werden: Sie sind in der Schweiz weniger wichtig als in anderen Ländern. Und auch ein wenig langweiliger; meistens zumindest. Die grossen Umbrüche in Sachen Wahlen haben in der Schweiz vor 100 und vor 50 Jahren stattgefunden.
Kein Land hat häufiger genutzte und stärker ausgebaute Volksrechte als die Schweiz. Doch wie ist diese «Herrschaft des Volkes» entstanden? Kurz gesagt: Die moderne direkte Demokratie in der Schweiz hat traditionelle und revolutionäre Wurzeln. Und sie musste erkämpft werden. Historisch: das H aus dem A-Z der Schweizer Demokratie.
Die Schweiz ist eine direkte Demokratie, soviel ist ja klar. Oder doch nicht? Tatsächlich enthält unser politisches System Elemente einer direkten wie auch einer repräsentativen (indirekten) Demokratie. Deshalb spricht man von einer halbdirekten Demokratie. Das erklärt aber noch nicht, weshalb die Schweiz im weltweiten Demokratie-Vergleich nur mässig abschneidet.
Vor 60 Jahren, am 1. Februar 1959, lehnten die männlichen Stimmbürger in der Schweiz das Stimmrecht für die Frauen deutlich ab. Als es genau vor 48 Jahren, am 7. Februar 1971, doch klappte mit dem Frauenstimmrecht, veränderte das die Politik in der Schweiz nachhaltig; bei der prozentualen Stimmbeteiligung zum Schlechten, bei der Vielfältigkeit und Glaubwürdigkeit zum Guten.