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Geschichte
Gurcellun (1231) - Gurzillon (1254) - Gurzelon (1259) - Corzellon (1272) - Gurzelen (1337)
Die früheste schriftliche Erwähnung unseres Gemeinde- und Ortsnamens erscheint in einem Handänderungsdokument von 1254, also vor über 750 Jahren. Erste Spuren von Menschen lassen sich aber schon durch Funde aus vorchristlicher Zeit belegen.
Der Name Gurzelen stammt aus dem galloromanischen (lateinischen) „corticella“ (kleiner Hof), was auf burgundische Zuwanderung schliessen lässt.
Das Gemeindegebiet von Gurzelen ist wesentlich von den einst bis zu 800 m dicken Gletschermassen der Eiszeiten geformt. Sie pressten den Untergrund zu harten Sandstein- und Nagelfluhschichten, schliffen Hügelformen und schoben Senken aus, die später zu Mooren aufgefüllt wurden. Beim Gletscherrückzug blieben die auf ihrem Rücken über weite Distanzen herangetragenen Steine liegen, so der aus dem Grimselgebiet stammende „Fuchsenstein“ im Steinhölzli und der Findling im Wald bei der Kühweid aus der Region der Kleinen Schedegg. Diese Findlinge sowie die grosse Anzahl von schützens- und erhaltenswerten Bauten, die Zwillingsbuchen im Müscheholz und der Geistsee sind ein Besuch wert.
Die Gemeinde Gurzelen liegt (591 m ü. M.) in der Talmulde der Müsche kurz vor ihrem Eintritt in die breite Gürbetalebene, in der Hügellandschaft des Thuner Westamtes. Das Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt der breiten Aaresenke zwischen Bern und Thun.
Gurzelen grenzt an die Gemeinden Seftigen, Uetendorf, Forst-Längenbühl, Wattenwil und Burgistein. Die höchste Erhebung liegt auf 728 m über Meer, der tiefste Punkt bildet die landwirtschaftlich intensiv genutzte Ebene des Gürbetals auf 580 m über Meer.