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Armut
In der Schweiz waren 2020 rund 722 000 Personen von Einkommensarmut betroffen, davon rund 158 000 Erwerbstätige. Die Armutsquote betrug damit 8,5 Prozent (±0,7). Weiter waren 1,308 Millionen Personen armutsgefährdet und rund 363 000 Personen von materieller Entbehrung betroffen. Vor allem Einelternhaushalte, Grossfamilien und Menschen mit geringer Ausbildung sind einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt.
Von Armut betroffen sind auch 133 000 Kinder (BFS). Im Jahr 2020 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2279 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3963 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.
Prävention und Bekämpfung von Armut ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden, betrifft verschiedene Politikbereiche und beinhaltet materielle Hilfen sowie Fördermassnahmen. Armut ist in der Schweiz oft verborgen, aber die Folgen sind schwerwiegend: Soziale Kontakte gehen verloren, der Anschluss an die Gesellschaft wird immer schwieriger und Perspektiven fehlen.