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Hottinger Literaturgespräche — Charles Linsmayer im Gespräch mit Thomas Sprecher über Thomas Mann
Gesprächsreihe über die Schweizer Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
Thomas Mann, den 1875 in Lübeck geborenen Verfasser der «Buddenbrooks» und des «Zauberbergs», verbindet erstaunlich viel mit Zürich: 1905 führte seine Hochzeitsreise in die Stadt, nach Hitlers Machtergreifung wohnte er bis 1938 in Küsnacht, und als er aus Amerika zurückkehrte, lebte er ab 1952 in Erlenbach und Kilchberg. Er starb am 12. August 1955 im Kantonsspital Zürich, sein Grab ist in Kilchberg. Stolz hatte die Schweiz 1935 den 60. Geburtstag des Nobelpreisträgers gefeiert, aber keine Anstalten gemacht, ihn einzubürgern, als er sich in der NZZ von Hitlerdeutschland distanzierte. So dass er 1936 auf dem tschechischen Konsulat in Zürich die tschechische Staatsbürgerschaft annahm.
Der Germanist und Jurist Thomas Sprecher war 1994 bis 2012 Leiter des Zürcher Thomas Mann-Archivs. Sein Buch «Thomas Mann in Zürich» ist ein Standardwerk zum Thema.