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Die Lüscher-Color-Diagnostik und ihre Validität
Prof. Dr. M. Malugani, psychiatrische Fakultät Universität Triest, Präsident CISSPAT ital. M. d. Università, Padua und des Max Lüscher-Instituts Padua.
Bereits 1947 am ersten Weltkongress für Psychologie nach dem zweiten Weltkrieg, erläuterte der 23 jährige Student Max Lüscher seine Farb-Diagnostik. Sie wurde sofort international bekannt und im Sammelband des Kongresses „La Diagnostic du Charactère“ veröffentlicht (Paris 1949, Press Universitaire).
Die Professoren der Psychiatrie, der Psychologie und Philosophie beurteilten beim Doktorexamen (1949) die Lüscher-Farb-Diagnostik mit summa cum laude. In der Laudatio wurde erklärt, die Farb-Diagnostik von Max Lüscher werde in die Geschichte der Psychologie eingehen. Der international bekannte Psychiater Professor Hans Binder, der den Rorschach-Test weiter entwickelt hat, beurteilte Lüschers Farbtest kurz und bündig: „Das ist das Ei des Columbus.“ Dennoch hat wohl kaum jemand, am allerwenigsten Lüscher selbst, geahnt, in welchem Masse sich die Prophetie erfüllen werde.
Im Jahre 1953 gelang ihm der wichtigste Fortschritt mit seiner kategorialen Regulations-Psychologie: Er erweiterte das bisher zweidimensionale System in ein dreidimensionales Modell und stellte es als Würfel in einer Kugel dar. Seit 1977 hält Prof. Lüscher Vorträge an der CISSPAT in Padua. CISSPAT organisierte 1984 den Convegno Internazionale über den Lüscher-Farb-Test in Reggio Emilia. An dieser psychiatrischen Klinik wurde mit den Kategorien Lüschers bewiesen, dass schizophren wahnhafte Patienten gegenüber zwanghaften Patienten eine genau spiegelbildlich umgekehrte Struktur haben. Damit war nicht nur die Validität des Lüscher-Tests statistisch signifikant bewiesen, sondern auch das kategoriale Periodische System der Regulations-Psychologie, das bisher nur für die Atomphysik der chemischen Elemente galt. Seit 2001 ist Prof. Lüscher als „Monumenta vivente della ricerca Psicodiagnostica Internazionale” Ehrenmitglied der Italienischen Rorschachschule, in der auch das Max Lüscher-Institut Rom integriert wurde.
Sein 8-Farben-Test wurde 1969 jahrelang in den USA Bestseller und war 1971 monatelang in Deutschland und weltweit in zahlreichen Ländern auf der Bestsellerliste. Der 8-Farben Test als Auszug aus dem originalen Lüscher-Test verbreitete sich in 31 Sprachen in über einer Million Exemplaren.
Max Lüscher hielt Vorlesungen an zahlreichen Universitäten in West- und Osteuropa und 1980 an der medizinischen und an der psychologischen Abteilung der Yale University USA, später an beiden Universitäten in Santiago de Chile, den beiden Universitäten in Moskau sowie in Melbourne, Australien.
Mit der Lüscher-Farb-Diagnostik wurde es auch erstmals möglich, aus der objektiven Diagnose eine zwingend logische Therapie-Strategie festzulegen. In den vergangenen 60 Jahren ist es ihm gelungen, nicht nur die Emotionen und Motivationen in ihren gesetzmäßigen Abhängigkeiten zu erfassen, sondern auch die unbewusste Ursache und ihre psychosomatische Auswirkung im Farb-Test direkt erkennbar und sichtbar zu machen.
Die Erläuterungen hat er in den Tabellen der Lüscher-Color-Diagnostik und in seinem Hauptwerk von 1985 beschrieben: „Das Harmoniegesetz in uns“ (Ullstein, Berlin. 8. Auflage). Mehrere seiner Bücher wurden Bestseller und haben seit drei Jahrzehnten Neuauflagen z. B. “Signale der Persönlichkeit”, “Der 4-Farben-Mensch”. Sein letztes Buch wurde bisher in 16 Sprachen übersetzt, darunter auch koreanisch, japanisch und chinesisch.
Allein die Titel der Bibliographie über den Lüscher-Test umfassen 13 Seiten. Sie enthalten zahlreiche, besonders klinisch medizinische Dissertationen mit statistischer Signifikanz, sowie soziologische, pädagogische, ethnologische und kriminologische Untersuchungsergebnisse.
So urteilen Fachexperten über die Validität des Lüscher-Tests:
Die Beurteilung des Lüscher-Tests durch Prof. Dr. med. Hans Binder, Chefarzt der Zürcher Psychiatrischen Universitätsklinik Rheinau:
„Es gibt wohl kein anderes psychologisches Experiment, welches in so kurzer Zeit derart aufschlussreiche und methodisch klar fassbare Ergebnisse über die formale Persönlichkeitsstruktur vermittelt. Der Arbeit Furrers ist es gelungen, die außerordentlich fruchtbare Idee des Lüscher-Tests zu einer solid fundierten Persönlichkeitsdiagnostik auszuarbeiten, die eine sehr wesentliche Bereicherung der psychologischen Untersuchungsmethode ist.“
(In dem psychiatrischen Lehrbuch des Lüscher-Farb-Tests von Dr. med. W. Furrer Color-Test.Verlag 1953).
Die Beurteilung des Lüscher-Tests durch Dr. med. Dario Mari Bis 2006 Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Santa Croce, CH-Orselina/Locarno:
„Die Verwendung des Farbtests als Instrument zur diagnostischen Evaluation hat im Bereich der Psychiatrie eine entscheidende Wichtigkeit. Der von Prof. Lüscher entwickelte Farbtest unterscheidet sich eindeutig von den anderen psychodiagnostischen Tests durch seine hervorragende Anwendbarkeit bei den verschiedenartigen Krankheitstypen und durch die Reichhaltigkeit und Vollständigkeit, die er dem Therapeuten an klinischen Informationen liefert. Er hilft dem Psychiater, die Diagnose der Persönlichkeitsstruktur zu bestimmen und erlaubt es dem Arzt, bei den Störungen und Beschwerden des Kranken, die dem pathologischen Verhalten zu Grunde liegende Ursache zu klären und auf präzise Weise einzugreifen. Der Test ermöglicht es dem Arzt, den Fall objektiv zu bestimmen, sowohl in Bezug auf die strukturelle als auch auf die funktionelle Ganzheit der Persönlichkeit.
Der Test macht es möglich, die Dynamismen zu verstehen, die auf eine andere Weise nicht zugänglich sind. Für den Psychiater ist es eine Übersichtskarte, die ihm die Funktionsweise des Kranken offenbart und außerdem die Störungen explizit darstellt. Der Test ist ein praktisches Hilfsmittel von grundlegender Wichtigkeit, um für die Persönlichkeit des Patienten mit Klarheit und Effizienz zu handeln.
In dieser Hinsicht wird, dank der Anwendung der autoregulativen Psychologie von Lüscher, ein wichtiger Beitrag zur psychopharmakologischen Therapie erreicht. Es resultiert effektiv die Möglichkeit, auf Grund der erkannten Ursache die Wirkung der Hauptgruppen der Psychopharmaka, die verabreicht werden (Sedativa, Antipsychotika, Antidepressiva, Anxiolytika) darzustellen und psychologisch verständlich zu machen, d.h. man kennt die fundamentalen Funktionen, die der Test klarstellt.“
Zahlreiche ähnlich lautende, schriftlich Beurteilungen liegen vor von Ärzten, die wenigsten drei Jahrzehnte Erfahrungen mit dem Lüscher-Test haben, z.B. Chefarzt Prof. Dr. med. J. Erbslöh, Universität Kiel; Chefarzt Dr. med. L. Busch, Psychiater und Neurologe, Mitglied der Ärztekammer; Helmut Remmler, langjähriger Präsident der deutschen Ärztekongresse von Lindau und Lübeck sowie internationale Bewertungen von Gerichtsgutachtern.