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Chronik Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens haben wir für Sie die Chronik der Raiffeisenbank Bündner Rheintal erarbeitet. Werfen Sie einen Blick auf das Geschehen in den letzten 100 Jahren. In den blauen Kästchen erfahren Sie die Meilensteine des Weltgeschehens, in den grünen Kästchen lesen Sie Informationen zur Raiffeisen Gruppe und in den roten Kästchen finden Sie die Ereignisse der Raiffeisenbank Bündner Rheintal. Für vertiefte Informationen klicken Sie einfach ins gewünschte Feld.
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Chronik
Gründung der ersten Raiffeisenkasse der Schweiz
Bildbeschrieb: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Pfarrer Johann Evangelist Traber (von links).
Pfarrer Johann Evangelist Traber ist von der liberalen Selbsthilfe (der genossenschaftlich solidarischen Haftung) und der christlichen Nächstenliebe motiviert, gegen die Probleme wie die Industrialisierung und Verarmung der ländlichen Bevölkerung zu kämpfen.
Im Jahr 1899 hat Pfarrer Traber zusammen mit einer Gruppe engagierter Personen in Bichelsee-Balterswil die erste Darlehenskasse in der Schweiz eröffnet, welche auf dem genossenschaftlichen Raiffeisensystem basierte. Dieses wurde durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1848 im Westerwald, Deutschland, gegründet.
Im Selbstverständnis sind solche Darlehenskassen keine Banken, sondern gemeinnützige Selbsthilfewerke. Sie organisieren in den eigenen Reihen Geld, um billige Betriebskredite (Hypotheken waren anfänglich verpönt) an Bauern, Sticker und Gewerbler zu vergeben.
Die erste Bank nach System Raiffeisen hiess Spar- und Darlehenskassenverein Bichelsee und wurde durch einen Pfarrer, einen Lehrer und einen Sticker geführt.
Was viele nicht wissen: Im Kanton Bern wurden in den Jahren 1886 – 1888 drei Darlehenskassen nach dem System Raiffeisen gegründet. Alle drei haben nicht überlebt. Sie wurden liquidiert oder einem anderen Zweck zugeführt.
Initiant Johann Traber gründet den schweizerischen Verband der Raiffeisenkassen
Bildstrecke: Der erste Verwaltungsrat des Verbandes schweizerischer Darlehenskassen. Von links nach rechts: Fürsprech G. Beck, Pfarrer Traber und Landrat L. Brodmann. Erster Jahresbericht über den Schweizerischen Raiffeisenverband.
Nachdem auf Schweizerischem Boden bereits 20 Darlehenskassenvereine nach dem System Raiffeisen entstanden waren, wurde auf 12. Juni 1902 die erste Versammlung Schweizerischer Darlehenskassenvereine nach Luzern zusammenberufen und der von den Initianten Johann Traber, Pfarrer Bichelsee und Georg Beck, Fürsprech in Sempach, vorgelegte Entwurf «Statuten des Schweizerischen Raiffeisenverbandes» durchberaten und mit wenigen Abänderungen angenommen.
Die Zentralkasse – der nationale Verband mit der Hauptaufgabe, den Geldausgleich sicherzustellen – war gegründet.
Die Gründer-Raiffeisenkassen waren Bichelsee/TG, Beromünster/LU, Seewen/SZ, Sempach-Neuenkirch/LU, Ettingen/BL, Waldkirch/SG, Niederhelfenschwil/SG, Quarten/SG, Einsiedeln/SZ und Yberg/SZ. Auch der Verband hatte den Sitz in Bichelsee, Verbandsdirektor war Pfarrer Traber. Erst später wurde der Sitz des Genossenschaftsverbundes nach St. Gallen verlegt.
1912 wird Traber mit einem demokratischen Putsch von der Verbandsspitze verdrängt. Er scheitert mit seinem sturen Festhalten an der (richtigen) Idee für eine eigene Raiffeisen Zentralkasse. Ihre Zeit ist im Verband erst 1916 reif.
Traber gilt heute als Raiffeisen-Pionier. Er war Schöpfer und Realisator, ein Mann der guten Tat. Traber hat aber erkennen müssen, dass im «schweizerischen Raiffeisengarten» neben viel guter Frucht auch Unkraut emporwuchs, dass der materialistische Zeitgeist sich einzunisten drohte. Trotzdem ist Traber nicht im selben Masse als Pionier des Genossenschaftswesens einzustufen wie beispielsweise der Deutsche Friedrich Wilhelm Raiffeisen, welcher durch seine Findigkeit die Idee der genossenschaftlichen Darlehenskasse entwickelte.
Gründung des ersten Bündnerischen Darlehenskassenvereins
Bildbeschrieb: Auszug aus dem Verzeichnis der Vorstandsmitglieder der Darlehenskasse Zizers.
Der Schweizer Raiffeisenpionier Pfarrer Traber aus Bichelsee suchte nach einer Lösung gegen die grosse Armut in der ländlichen Bevölkerung und fand sie in der Raiffeisenschen Genossenschaftsidee. Diese Idee ist im Jahre 1910 nach Zizers vorgedrungen. Man lud den erfolgreichen Pfarrherren zu einem Vortragsabend nach Zizers ein, zumal zu diesem Zeitpunkt bereits 136 Darlehenskassen in der ganzen Schweiz mit Erfolg betrieben wurden.
Trotz einiger Skepsis nach diesem Referat fanden sich doch einige Tage später rund 15 bis 20 Personen aller Schichten und beider Konfessionen in der Gemeindestube zusammen, um über die mögliche Gründung einer «Darlehenskasse Zizers», System Raiffeisen, zu diskutieren. Eine kurze Information über Zweck und Ziel sowie Einrichtung einer derartigen Kasse genügte, um sämtliche Anwesenden für die damals neuzeitliche Institution zu gewinnen.
Eine nächste Versammlung beschloss dann die definitive Gründung eines «Darlehenskassenvereins Zizers».
Albert Einstein erhält den Nobelpreis für Physik.
Berühmt wurde Albert Einstein durch seine 1905 veröffentlichte Relativitätstheorie und der weltberühmten Formel E=M•c2. Den Nobelpreis erhielt er jedoch für seine Entdeckung vom Fotoelektrischen Effekt.
Technisch genutzt wird dieser Effekt in Fotodioden bzw. Solarzellen bzw. den heutigen Photovoltaikanlagen.
In Ulm geboren und aufgewachsen, studierte Einstein später in Aarau und Zürich und arbeitete auf dem Patentamt in Bern.
Grundstein für die Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Bildbeschrieb: Statuten für den landwirtschaftlichen Verein Igis.
Am 3. April 1921 versammelten sich die Mitglieder des landwirtschaftlichen Vereins Igis im damals neuen Schulhaus zu ihrer ersten Generalversammlung. Nach Abschluss der Verhandlungen hielt Herr Heuberger, Sekretär und späterer Direktor der Schweizerischen Darlehenskassen, einen Vortrag über das Thema «Vorteile und Nützlichkeit einer Darlehenskasse (System Raiffeisen)», dem eine ausgiebige Diskussion folgte. Die fundamentalen Grundsätze Raiffeisens wurden klar dargelegt:
- Beschränkter Geschäftskreis im Rahmen einer Gemeinde
- Persönliche unbeschränkte Garantie aller Genossenschafter
- Ehrenamtliche Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat
- Kredithilfe nur an Mitglieder und nur gegen Sicherheit
- Keine Gewinnverteilung, Bildung eines unteilbaren Reservefonds
- Vereinigung der selbstständigen Darlehenskassen zu einem Landesverband mit Zentralkasse und Revisionsabteilung
Überzeugt vom Wert und der Bedeutung eines genossenschaftlichen Unternehmens dieser Art, beschloss der landwirtschaftliche Verein mit 23 von 29 Stimmenden, in Igis eine Darlehenskasse nach System Raiffeisen zu gründen.
Gründung der Raiffeisenkasse Igis
Schon am 12. April 1921 rief der Vorstand des landwirtschaftlichen Vereins Igis seine Mitglieder zur Gründung zusammen. Präsident Leonhard Riedberger-Zuber eröffnete die Versammlung und verlas ein Schreiben des Regierungsrates des Kantons Graubünden, in welchem Missfallen über die Neugründung einer Dorfkasse ausgedrückt wurde; begreiflicherweise befürchtete man eine gewisse Konkurrenzierung des kantonalen Bankinstitutes. Dessen ungeachtet wurden die vorliegenden Statuten durchberaten und von der Versammlung genehmigt, womit die Gründung vollzogen war. Das Gründungsprotokoll schliesst mit den Worten: «Der landwirtschaftliche Verein Igis darf sich rühmen, die Gründung einer Raiffeisenkasse vollzogen zu haben und wünscht derselben ein glückliches Gedeihen und eine allseitige Befriedigung.»
Vorstand:
Walkmeister Martin, Lehrer Plantahof, Landquart, Präsident
Giger-Anderegg Emil, Landwirt Marschlins, Aktuar
Bernhard Peter, Posthalter Landquart-Fabriken, Mitglied
Aufsichtsrat:
Barfuss-Jecklin Salomon, Notar, Igis, Präsident
Henggeler-Dolf Gustav, Landquart-Fabriken, Mitglied
Florin-Heussi Jakob, Landwirt, Igis, Mitglied
Kassier:
Mayer-Neukomm Meinrad, Bahnangestellter, Igis
Die Bankgeschäfte wurden in der Stube des Kassiers abgewickelt.
So war denn der Grundstein für die Dorfbank in Igis gelegt. Der Umstand, dass in der Nachbargemeinde Zizers bereits seit 1910 die erste Darlehenskasse im Kanton Graubünden mit gutem Erfolg geführt wurde, mag das mutige Handeln wohl positiv beeinflusst haben.
Die Gründung des Regionalverbandes der Bündner Raiffeisenkassen
Bildbeschrieb: Fotografie Martin Walkmeister, erster Präsident des Regionalverbandes der Bündner Raiffeisenkassen und erster Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenkasse Igis.
1935 erfolgte die Gründung des Regionalverbandes der Bündner Raiffeisenkassen. Dazu trafen sich auf Einladung des Schweizer Verbandes die 10 bestehenden Raiffeisenkassen in Chur zu einer Versammlung. Alle 10 Raiffeiseninstitute erklärten sich mit der Gründung des Verbandes einverstanden und traten dem Verein als Mitglied bei.
Als Präsident wurde Martin Walkmeister, Landwirtschaftslehrer am Plantahof und Präsident der Darlehenskasse (System Raiffeisen) Igis gewählt. Dieses Amt hatte er 25 Jahre lang inne. Der erste Präsident der Raiffeisenkasse Igis und des Regionalverbandes der Bündner Raiffeisenkassen hat seine Raiffeisenkarriere mit der jahrelangen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat des Schweizer Verbandes der Raiffeisenkassen vervollständigt.
Beginn des Zweiten Weltkriegs
Der Zweite Weltkrieg begann mit dem durch Adolf Hitler befohlenen Überfall auf Polen. Die Deutschen gaben den Angriff als Verteidigungsaktion aus. Angeblich hätten polnische Soldaten den Rundfunksender überfallen. Als nach sechs Jahren Krieg am 8. Mai 1945 die Waffen in Europa endlich schwiegen, waren 60 Millionen Menschen tot. Gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht.
Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht und der Friedensschluss führte schlussendlich zur Gründung der „Organisation der Vereinten Nationen“ (UNO). Kernpunkt der im Oktober 1945 vereinbarten Charta war die Schaffung eines Systems, das die friedliche Beilegung von Streitigkeiten sowie die internationale Zusammenarbeit fördern sollte.
Die Delegiertenversammlung des schweizerischen Raiffeisenverbandes
Bildbeschrieb: Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Raiffeisenverbandes vom 15. Mai 1939 im Kongresshaus in Zürich.
Die Delegiertenversammlung ist das oberste Organ des Schweizerischen Raiffeisenverbandes. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder, der Raiffeisenkassen, und findet einmal jährlich statt.
Vorstandssitzungen im Laufe der Zeit
Bildbeschrieb: Das Vorstandsprotokoll der Raiffeisenkasse.
Waren es in den 40er Jahren insbesondere das Protokoll, der Kassasturz und die Geldgesuche, die traktandiert waren, so wandelten sich die Verwaltungsrats-Traktanden bis in die 1990er Jahre kaum: Begrüssung, Protokoll der letzten Sitzung, Verwalter-Ausführungen wie Geldgesuche, Anschaffungen etc. und Varia.
In den 2000er Jahren kamen Themen wie Corporate Governance und Compliance sowie strategische Themen hinzu. 2020 umfasst eine Verwaltungsratssitzung nebst zahlreichen Traktandenpunkten mit allen Beilagen über 100 Seiten.
Gründung der Raiffeisenkasse Maladers
Maladers erhält im 1943 eine Raiffeisenkasse.
Gründung der Raiffeisenkasse Jenins
Am 26.11.1944 wird in Jenins eine Raiffeisenkasse gegründet. Diese fusioniert am 19.3.1993 mit der Raiffeisenbank Malans zur Raiffeisenbank Herrschaft.
Gründung der Raiffeisenkasse Malans
Die Raiffeisenkasse Malans wird am 26.4.1945 gegründet. Sie fusioniert am 19.3.1993 mit der Raiffeisenbank Jenins zur Raiffeisenbank Herrschaft.
Gründung der Raiffeisenkasse Untervaz
Nachdem in der Zeit des Zweiten Weltkrieges in Zizers eine wohlorganisierte Bank existierte, war dies in Untervaz nicht der Fall. Erst als Jakob Wolf-Joos, ein überzeugter «Raiffeisenjünger», die Initiative ergriff, stand der Gründung einer Dorfbank nichts mehr im Wege. Er hatte im Aktivdienst von einem Militärkameraden Informationen über das Raiffeisenmodell erhalten, ein Modell, das ihn nicht mehr loslassen sollte.
Am 4. September 1945 wurde die Dorfbevölkerung ins Restaurant Linde zu einer Orientierungsversammlung eingeladen. Der Aufmarsch lag damals unter den Erwartungen. Trotzdem beschlossen 19 Personen am 25. Oktober 1945, die Darlehenskasse Untervaz aus der Taufe zu heben.
Vorstand und Aufsichtsrat wurden bestellt; das Eintrittsgeld auf fünf Franken und die Anteilsscheine auf hundert Franken festgelegt. Der Hauptinitiant und Tagespräsident Jakob Wolf-Joos wurde mit dem Amt des ersten Kassiers der Darlehenskasse Untervaz betraut.
Erster vollelektronischer Universalrechner (Computer)
Gründung der Raiffeisenkasse Domat/Ems
Am 17. Februar 1947 schreibt Direktor Stadelmann vom Verband Schweizerischer Darlehenskassen (System Raiffeisen) in St. Gallen an Alfons Caluori-Crufer, Bahnbeamter in Domat/Ems:
«Wir erhalten seit einiger Zeit immer häufiger Darlehen- und Kreditgesuche aus Ihrer Gemeinde. Dadurch ergibt sich unwillkürlich die Frage, ob es nicht zweckmässig wäre, in Ihrer Gemeinde eine eigene Darlehenskasse nach System Raiffeisen zu gründen.»
Nach einem Treffen mit Vertretern des Raiffeisenverbandes aus St. Gallen sowie Reallehrer Georg Schatz und Alfons Caluori wird der Wunsch nach einer Raiffeisenkasse erneut bestärkt. Die beiden Herren Caluori und Schatz sind die treibenden Kräfte, die am 4. April 1948 die Gründung der Darlehenskasse Domat/Ems zu Stande bringen. Als erster Kassier wird Alfons Caluori-Crufer, Bahnbeamter, gewählt, der Reallehrer Georg Schatz wird als Präsident des Aufsichtsrates gewählt.
Gründung der Raiffeisenkassen Versam, Tamins und Langwies
Gründung der Raiffeisenkasse Trimmis
Bildbeschrieb: Das Protokoll der Gründungsversammlung im Mai 1958.
Im 1958 wird die Raiffeisenkasse in Trimmis gegründet. 23 Mitglieder gaben schriftlich bekannt, der Kasse beizutreten. Für den Erwerb eines Kassaschranks fehlten damals die notwendigen finanziellen Mittel. Der Konsum-Verwalter sprang hier in die Bresche und stellte seinen Kassaschrank der Bank zur Verfügung. Als Sitzungsort wurde die Wohnung des Kassiers bestimmt.
Das Protokoll der Gründungsversammlung in Trimmis vom 3. Mai 1958 wurde von Hand in der Sütterlinschrift verfasst.
50-Jahr-Feier Darlehenskasse Zizers im Löwensaal
Juri Gagarin – Erster Mensch im Weltraum
Gründung der Raiffeisenkasse Mastrils
In Mastrils existierte während 25 Jahren eine Dorfbank nach dem System Raiffeisen. Die Gründung erfolgte relativ spät im 1966.
Erste Mondlandung
Am 16. Juli 1969 startete eine Saturn V Trägerrakete vom Kennedy Space Center in Florida Richtung Mond. An der Spitze der 110m hohen Rakete befindet sich die Apollo 11 Raumkapsel mit drei Astronauten an Bord. Am 20. Juli 1969 landet das Mondlandefahrzeug LEM auf der Mondoberfläche. Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond. Seine Botschaft an das Kontrollzentrum auf der Erde war: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein grosser Schritt für die Menschheit.“
500 Millionen Menschen verfolgen die Mondlandung gebannt am TV.
Generalversammlung zum 50-Jahr-Jubiläum der Raiffeisenkasse Igis
Die 50-Jahr-Feier findet im Gemeindesaal in Igis statt. Es konnten fünf Gründer der Kasse persönlich an der Jubiläumsversammlung geehrt werden. Die seit 12 Jahren tätige Kassierin erhielt als Dankeschön für ihre vorbildliche Arbeit einen «Beleg, der sie ermächtigt, der Kasse legal 500.— Franken für persönliche Zwecke zu entnehmen.»
Zum Zeitpunkt des 50-Jahr-Jubiläums bestanden schweizweit 1‘133 Darlehenskassen System Raiffeisen, 94 davon im Kanton Graubünden.
Gründung der Raiffeisenkasse Felsberg
Im 1973 wurde die Raiffeisenkasse Felsberg gegründet. Mit ihr wurde die Gründungstätigkeit von Raiffeisen im Geschäftskreis der heutigen Raiffeisenbank Bündner Rheintal abgeschlossen.
1974 – ein zukunftsträchtiges Jahr in der Geschichte von Raiffeisen, im Speziellen für Zizers
Bildbeschrieb: Die Raiffeisenbank in Zizers.
Eines der wohl zukunftsträchtigsten Jahre in der Geschichte von Raiffeisen war sicher das Jahr 1974. Die Generalversammlung hiess die neuen Statuten gut und damit verbunden die Umbenennung von Darlehenskasse in Raiffeisenkasse.
In dieses Jahr fallen der Kauf der Liegenschaft «Hutter» in Zizers am heutigen Standort der Bank und der Beschluss des Verwaltungs- und des Aufsichtsrates, das Kassieramt als Halb-, eventuell gar als Vollamt auszuschreiben. Man entschied sich für ein Halbamt. Damit konnten erstmals tagsüber von Montag bis Freitag Schalterstunden eingeführt werden.
Es zeigte sich aber schon bald, dass auch mit dem Halbamt die anfallenden Arbeiten nicht gemeistert werden konnten, weshalb auf den 1. Januar 1975 eine Vollamt-Stelle geschaffen wurde.
Familientradition der Familie Dünser
Erika Dünser wird zur Verwalterin der Raiffeisenbank Trimmis gewählt; diese Funktion hat sie bis 1985 inne. Im Jahre 1976 wird ihr Sohn Andreas Dünser geboren. Dieser wird 41 Jahre später zum Verwaltungsratsmitglied der Raiffeisenbank Bündner Rheintal gewählt, wo er seit 2019 als Präsident wirkt.
Das erste Space Shuttle fliegt ins All
Am 12. April 1981 begann für die Raumfahrt eine neue Ära. Mit dem ersten wiederverwendbaren Raumfahrzeug, dem Space Shuttle, konnten sechs Astronauten und 24‘000 kg Nutzlast pro Start in eine Erdumlaufbahn gebracht werden. Die äusserst erfolgreichen Weltraumtransporter absolvierten zwischen 1981 und 2011 insgesamt 135 Flüge ins All.
Eröffnung Geschäftsstelle Landquart der Raiffeisenbank Igis
Die Raiffeisenbank Igis eröffnet in Landquart eine Geschäftsstelle. In der Folge wird die Bank in Raiffeisenbank Igis-Landquart umbenannt. 1996 zieht die Bank erneut um, sie bezieht ihre neuen Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse 37 in Landquart. 2001 wird die Geschäftsstelle vergrössert und der Standort als neuer Hauptsitz in den Statuten der Bank eingetragen.
Installation des Bancomaten in Untervaz
Bildstrecke: Anlieferung und Einbau der technischen Innovation.
Im Jahre 1985 bekam die Raiffeisenbank Untervaz ihren ersten Bancomaten. Dank dieser Innovation konnten die Einwohner plötzlich unabhängig von der Tageszeit ihr Geld abheben.
Bis heute zählt der Bancomat in Untervaz zu den bestfrequentierten Selbstbedienungsgeräten unserer Bank.
Eine Explosion des Reaktorgehäuses Tschernobyl
Im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ereignet sich 1986 der bisher folgenschwerste Unfall. Die freigesetzte Radioaktivität ängstigt die Menschen in Europa.
Anschluss der Kasse Mastrils an die Raiffeisenbank Igis-Landquart
Die am 3. Juni 1966 gegründete Darlehenskasse Mastrils hat sich im Jahre 1989 der Raiffeisenbank Igis-Landquart angeschlossen.
Schliessung der Geschäftsstelle Mastrils
Die Raiffeisenkasse Mastrils, gegründet im 1966, hat im 1989 mit der Raiffeisenbank Igis-Landquart fusioniert. Die Geschäftsstelle Mastrils wird im 1991 geschlossen.
Ablehnung des Beitritts zum EWR
Nach der Ablehnung des Beitritts zum europäischen Wirtschaftsraum EWR im Jahre 1992 setzte die Schweiz ihre Beziehungen zur Europäischen Union auf bilateralem Weg fort. Seither sind europapolitische Fragen häufig Gegenstand eidgenössischer Abstimmungen.
In der Zeitspanne der Beitrittsdebatte stieg der Zinssatz für variable Neuhypotheken auf den historischen Höchstwert von knapp 8.00 % an.
Fusion der Raiffeisenbank Jenins mit der Raiffeisenbank Malans zur Raiffeisenbank Herrschaft
Im 1993 schliessen sich die beiden Raiffeisenbanken in der Bündner Herrschaft, Jenins und Malans, zur Raiffeisenbank Herrschaft zusammen. Der Hauptsitz befindet sich in Malans.
Fusion der Raiffeisenbank Domat/Ems mit der Raiffeisenbank Felsberg zur Raiffeisenbank Domat/Ems-Felsberg
Die Raiffeisenbank Domat/Ems fusioniert mit der Raiffeisenbank Felsberg. Neu geschäftet die Bank unter dem Namen Raiffeisenbank Domat/Ems-Felsberg.
Fusion der Raiffeisenbank Zizers mit der Raiffeisenbank Trimmis zur Raiffeisenbank Zizers-Trimmis
Die Raiffeisenbank Zizers fusioniert mit der Raiffeisenbank Trimmis. Diese Fusion wird in Zizers praktisch ohne Gegenstimme begrüsst.
Nicht gar so harmonisch verlief die Generalversammlung vom 8. April 1994 in der Aula des Schulhauses Saliet in Trimmis. Obwohl der Verwaltungsratspräsident die Vorteile einer Fusion klar darlegte, regte sich Widerstand im 101-köpfigen Plenum. Der Vorsitzende appellierte, mit dem Verstand und nicht mit dem Herzen zu entscheiden. Obwohl in der schriftlichen Abstimmung 74 Genossenschafter dem Fusionsvertrag zustimmten und ihn 26 ablehnten, wurde das Quorum von drei Viertel der Stimmen nicht erreicht, die Fusion also abgelehnt.
Nach einigen Wortmeldungen, darunter auch jener des früheren Verwaltungsratspräsidenten, schritt man zu einer zweiten Abstimmung. Diese ergab dann ein vorteilhafteres Bild: dem Fusionsantrag stimmten 80 Anwesende zu, 17 lehnten ihn ab.
Damit wurde die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit erreicht, und die Fusionsarbeiten für die neue Raiffeisenbank Zizers-Trimmis konnten in Angriff genommen werden.
Fusion der Raiffeisenbank Rhäzüns und der Raiffeisenbank Feldis mit der Raiffeisenbank Domat/Ems-Felsberg zur Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung
Am 24. März 1995 beschliesst die Raiffeisenbank Domat/Ems-Felsberg ihre Fusion mit der Raiffeisenbank Rhäzüns und der Raiffeisenbank Feldis/Veulden. Als neuer Name wird «Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung» beschlossen. Aus den Ausführungen zur Generalversammlung der Raiffeisenbank Feldis/Veulden geht Folgendes hervor:
«Wenn wir heute eine gemeinsame Sache mit Domat/Ems und Rhäzüns planen, ist das nichts Neues, wir lassen alte Beziehungen aufleben». Gemeint sind damit u.a. die Luftseilbahn, welche Rhäzüns und Feldis seit 1958 verbindet, sowie der gemeinsame Skiclub mit Domat/Ems.
Die Raiffeisenbank Feldis/Veulden weist zum Zeitpunkt der Fusion eine Bilanzsumme von 2.2 Millionen Schweizer Franken aus. Die Ausbaumöglichkeiten seien beschränkt.
75-Jahr-Jubiläum Raiffeisenbank Igis-Landquart
Die Jubiläumsfeier bot nicht nur einen spannenden Rückblick in 75 Jahre Raiffeisengeschichte, sondern stand auch im Zeichen des Aufbruchs. Nach Fusion mit den Raiffeisenbanken Herrschaft und Maladers zur Raiffeisenbank Bündner Rheintal und mit dem bevorstehenden Umzug der Geschäftsstelle Landquart an die Bahnhofstrasse startete die Raiffeisenbank mit viel Optimismus in die Zukunft.
Fusion der Raiffeisenbank Herrschaft und der Raiffeisenbank Maladers mit der Raiffeisenbank Igis-Landquart zur Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Bildbeschrieb: Vorschläge für die Namensgebung nach der Fusion.
An der GV vom 22. März 1996 der Raiffeisenbank Herrschaft und gleichentags der Raiffeisenbank Maladers wurde die Fusion mit der Raiffeisenbank Igis-Landquart (GV vom 19. März 1996) beschlossen, rückwirkend per 1. Januar 1996.
Damit entsteht ein Geschäftskreis, der die beiden Raiffeisenbanken Untervaz und Zizers-Trimmis umrahmt. Die fusionierte Bank tritt neu als Raiffeisenbank Bündner Rheintal auf dem Markt auf.
Ein amüsantes Detail: Als Name wurde unter anderem Raiffeisenbank Calanda diskutiert, aber verworfen. Als die beiden Raiffeisenbanken Untervaz und Zizers-Trimmis sechs Jahre später fusionieren, behelfen sie sich dieser Idee und nennen sich zukünftig «Raiffeisenbank Calanda». Oder war es Zufall?
Fusion der Raiffeisenbank Tenna mit der Raiffeisenbank Bonaduz
Die Raiffeisenbank Tenna mit einer Bilanzsumme von rund 5.4 Millionen Schweizer Franken wird durch die Raiffeisenbank Bonaduz übernommen.
Eröffnung der Geschäftsstelle Chur
Die Eröffnung einer Raiffeisenbank in Chur wurde viele Jahre diskutiert. Im 1977 war der Schweizer Verband der Raiffeisenkassen der Idee einer Raiffeisenkasse in Chur nicht zugetan, da die Städte mit wenigen Ausnahmen nicht «raiffeisenbedient» waren. «Um einen sicheren Anfang zu gewährleisten, erachten wir 150 Mitglieder als Minimum.» Zwei Vorstösse im 1986 und 1992 brachten ebenfalls ein Nein zur Eröffnung einer Raiffeisenkasse in Chur zu Tage. Die durch den Bündner Verband der Raiffeisenbanken eingesetzte Kommission kommt in ihrem Bericht von 1992 zum Schluss, dass als Alternative eine Geschäftsstelle in der Stadt Chur in Frage käme.
1997 ist es endlich soweit, die Raiffeisenbank Bündner Rheintal eröffnet an der Tittwiesenstrasse eine Geschäftsstelle in Chur. Am 31. März 2011 wird Chur als Hauptsitz der Bank in den Statuten eingetragen.
50-Jahr-Jubiläum der Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung
Zum 50-jährigen Bestehen werden verschiedene Anlässe organisiert. Nebst der Jubiläums-Generalversammlung finden ein Dorffest, ein Unterhaltungsabend mit Vereinen aus Domat/Ems, Felsberg, Rhäzüns und Feldis, ein Tag der offenen Tür und auch ein Wettbewerb statt.
Fusion der Raiffeisenbank Langwies mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Ein Jahr vor dem 50-jährigen Jubiläum der Raiffeisenbank Langwies fusioniert sie 1999 mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal.
Fusion der Raiffeisenbanken Versam und Tamins mit der Raiffeisenbank Bonaduz
Die Raiffeisenbank Bonaduz übernimmt die Raiffeisenbanken Versam und Tamins durch Fusion.
Fusion der Raiffeisenbank Churwalden mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Im Jahr 2000 wird die Raiffeisenbank Churwalden in der Raiffeisenbank Bündner Rheintal integriert.
Euro-Bargeld wird eingeführt
Eingeführt wurde das Euro-Bargeld im Jahr 2002 nach einer langen Vorbereitungszeit von über 40 Jahren. Der Euro wurde in 19 Ländern die offizielle Währung. Für elektronische Buchungen war die Währung bereits seit Januar 1999 verfügbar.
Schliessung der Geschäftsstelle Maladers
Die Raiffeisenbank Maladers, gegründet 1943, hat 1996 mit der Raiffeisenbank Igis-Landquart zur Raiffeisenbank Bündner Rheintal fusioniert. Die Geschäftsstelle wird 2002 geschlossen.
Fusion der Raiffeisenbank Zizers-Trimmis mit der Raiffeisenbank Untervaz zur Raiffeisenbank Calanda
Die Mitglieder der Raiffeisenbanken Untervaz und Zizers-Trimmis haben am 2. bzw. am 9. März 2002 die Fusion beschlossen. In Untervaz wurde der Beschluss mit 189 zu 1 gefasst, in Zizers mit 229 zu 1.
Die neue Bank tritt als Raiffeisenbank Calanda auf und zählt 2’359 Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Anhand der Zahlen für das Jahr 2001 ergibt sich eine Bilanzsumme von 154.2 Millionen Schweizer Franken sowie ein Depotvolumen von 34.5 Millionen Schweizer Franken.
Fusion der Raiffeisenbank Bonaduz mit der Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung zur Raiffeisenbank Imboden
Die Raiffeisenbank Bonaduz mit den Geschäftsstellen Versam, Tamins und Tenna fusioniert mit der Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung. Es entsteht die Raiffeisenbank Imboden.
Schliessung der Geschäftsstelle Malans
Die Raiffeisenbank Malans, gegründet im 1945, hat im 1996 als Teil der Raiffeisenbank Herrschaft mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal fusioniert. Die Geschäftsstelle wird im 2006 geschlossen.
Entwicklung des Logos der Raiffeisenbank
Bildstrecke: Das Logo der Raiffeisen im Wandel der Zeit.
Mit einem Firmenlogo wird viel Identifikation mit der Marke geschaffen. So wurde das Logo insbesondere in den Vierziger- bis Sechzigerjahren laufend überarbeitet, bis es 1973 eine Version fand, die bis 2005 unverändert blieb.
Was all die Logoanpassungen überlebte, waren die Symbole. Das Rechteck, symbolisierend die Biene resp. Wabe, wurde mit Fleiss und Vorsorge in Zusammenhang gebracht. Die Ähre symbolisiert Fruchtbarkeit und Ernte – also Zinsen auf dem Sparkapital. Der Schlüssel schlussendlich ist das Zeichen für Sicherheit.
Mit dem Logowechsel im 2006 ist ein Ruck durch die ganze Gruppe gegangen. Raiffeisen wurde über Nacht modern, hat das Image als Bauernbank abgelegt. Damit war der Weg frei, weiterzuwachsen und sich zur Nummer 3 der Schweizer Banken zu entwickeln.
Hier haben Frauen das Sagen
Ein nur aus Frauen bestehendes Team – geht das? Sicher! Die Raffeisenbank Calanda straft alle gegenteiligen Behauptungen Lüge. Dass der Verwaltungs- und Aufsichtstrat der Bank nur aus Männern besteht, ist das Tüpfelchen auf dem i.
Petra Kamer steht seit Juni 2005 zehn Mitarbeiterinnen vor. «Bei uns gibt es nicht mehr Konflikte als in anders zusammengesetzten Teams». Sie muss es wissen, denn bevor sie zu Raiffeisen kam, arbeitete sie bei zwei anderen Bankengruppen, wo sie meist mit Männern zu tun hatte. Zitat Petra Kamer: «Generell verfügen Frauen über weniger Selbstsicherheit. Wieso eigentlich?»
Fusion der Raiffeisenbank Imboden mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Bei der Fusion der Raiffeisenbank Bündner Rheintal mit der Raiffeisenbank Imboden gehen zwei grosse Banken zusammen. Aus den Banken mit Bilanzsummen von 328 Millionen Schweizer Franken (Bündner Rheintal) und 296 Millionen Schweizer Franken entsteht die «neue» Raiffeisenbank Bündner Rheintal mit einer Bilanzsumme von 624 Millionen Schweizer Franken. Damit wird sie die grösste Raiffeisenbank im Kanton Graubünden mit insgesamt 14 Geschäftsstellen und 32.4 Personaleinheiten.
Anlässlich der Fusionsversammlung beschliesst die Generalversammlung der Raiffeisenbank Imboden, das Safiental neu zu ihrem Geschäftskreis zu zählen – bis zu diesem Zeitpunkt war das Safiental keiner Raiffeisenbank zugehörig.
Für die kommenden Jahre ist schweizweit ein regelrechter Raiffeisen-Boom entbrannt. Raiffeisen gewinnt laufend an Marktanteilen, was sich auch auf die Raiffeisenbank Bündner Rheintal auswirkt. Sie wächst innert 10 Jahren um 65 % auf eine Bilanzsumme von über 1 Milliarde Schweizer Franken an.
US-Investmentbank Lehman Brothers ist pleite
Bildbeschrieb: Häuser ohne Wert, grösste Immobilienkrise
In den USA brechen die Immobilienpreise massiv zusammen. Da in den USA ein System besteht von Ausfallversicherungen für faule Kredite, welche wiederum in Wertpapieren verbrieft wurden, löste dieser Immobilienpreiszerfall das Platzen einer Blase aus. Lehman Brothers als Herausgeber solcher «Subprime-Produkte» ging damit pleite. 25’000 Angestellte standen über Nacht auf der Strasse, an der Börse folgten heftige Turbulenzen. Auch auf dem Finanzmarkt Schweiz waren die Auswirkungen spürbar.
Es ist der Beginn einer Finanzkrise. Die Verwerfungen in den Eurostaaten mit einer Schuldenkrise in Griechenland, Irland, Italien und Spanien zwingt die EZB zu Aufkäufen von Anleihen. Die Zinsen sinken weltweit nahe Null oder in den Minusbereich. Der Euro wertet sich gegenüber dem Schweizer Franken stark ab, die SNB wird gezwungen, den Schweizer Franken künstlich abzuschwächen.
Schliessung der Geschäftsstelle Langwies
Die 1950 gegründete Raiffeisenkasse Langwies hat 1999 mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal fusioniert. Die Geschäftsstelle wird 2009 geschlossen.
Schliessung der Geschäftsstelle Feldis
Die Raiffeisenkasse Feldis, gegründet 1952, hat 1995 mit der Raiffeisenbank Domat/Ems und Umgebung fusioniert. Die Geschäftsstelle wird 2009 als Teil der Raiffeisenbank Bündner Rheintal geschlossen.
Umzug der Geschäftsstelle an den Bahnhofplatz 6 in Chur
Die fusionierte Raiffeisenbank Bündner Rheintal braucht Platz. Ausserdem ist die Zeit gekommen, die Stadt Chur stärker zu erschliessen und einen Standort im Herzen der Stadt zu eröffnen. Im Gebäude Alex am Bahnhofplatz 6 findet neu neben den Kundenberatern die gesamte Verarbeitung Platz. Die bisherige Geschäftsstelle an der Tittwiesenstrasse wird geschlossen. Der repräsentative neue Standort wird anlässlich der kommenden Generalversammlung zum neuen Hauptsitz der Bank gewählt.
Schliessung der Geschäftsstellen Igis, Tamins und Felsberg
Die Geschäftsstelle Igis wird im Jahr 2010 geschlossen. Sie bildet mit ihrer Gründung im 1921 den Ursprung der Raiffeisenbank Bündner Rheintal.
Im 2010 werden ausserdem die beiden Geschäftsstellen Tamins und Felsberg geschlossen.
Die Raiffeisenbank Calanda feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum
Bildbeschrieb: Familienfest im Föhrenwäldli in Zizers.
Die älteste Raiffeisenbank im Kanton Graubünden feiert das hohe Jubiläum anlässlich einer Generalversammlung mit vielen geladenen Gästen, bunter Unterhaltung und einem festlichen Essen. Beim Familienfest im Föhrenwäldli kommen Jung und Alt auf ihre Kosten, und schlussendlich spendet die Bank den drei Schulen Zizers, Trimmis und Untervaz einen ansehnlichen Betrag zur Freizeitgestaltung auf dem Pausenplatz.
Zu Besuch im Zirkus Knie
Schliessung der Geschäftsstellen Versam und Tenna
Die beiden Geschäftsstellen Versam und Tenna werden 2011 geschlossen.
Einführung Mindestkurs EUR – CHF
Der Mindestkurs wurde im September 2011 aufgrund der massiven Überbewertung des Schweizer Frankens und der daraus folgenden grossen Verunsicherung an den Finanzmärkten eingeführt. Die Schweizer Wirtschaft wurde wegen dieser Massnahme vor weiteren Krisen bewahrt und sie konnte diese Zeit nutzen, um sich auf die neue Finanzsituation einzustellen. 2015 stoppte die SNB diesen künstlichen Mindestkurs, was die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusbranche vor grosse Schwierigkeiten stellte.
Treffen aller Raiffeisen Mitarbeitenden in Davos «Emo la Grischa»
Bildstrecke: Einladung Emo la Grischa.
2012 organisiert der Bündner Verband der Raiffeisenbanken ein Treffen für alle Mitarbeitenden der seinerzeit zehn eigenständigen Banken im Kongresszentrum in Davos. Über 240 Mitarbeitende sind dabei und diskutieren einen Tag gemeinsam, wie man als Bank gegenüber ihren Kunden als Gastgeber auftritt und wie Empathie und Neuro-Rhetorik auf die eigene Beratung einwirken. Darüber hinaus wird bei allen das Bewusstsein gestärkt, über welche Dynamik und Kraft Raiffeisen im Kanton Graubünden verfügt.
Das Konzept «Emo la Grischa – Den Kunden auf seinem Weg begleiten und mit Emotionen begeistern» bewegt Raiffeisen Graubünden auch in den Folgejahren.
Schliessung der Geschäftsstelle Jenins
Die Schliessung von Geschäftsstellen geht weiter. Im 2014 wird die Geschäftsstelle Jenins definitiv geschlossen.
Schliessung der Geschäftsstellen Rhäzüns und Churwalden
Im 2015 wird die Schliessungswelle der Raiffeisenbank Bündner Rheintal mit der Schliessung der Geschäftsstellen Rhäzüns und Churwalden abgeschlossen.
Ab 2015 führt die Raiffeisenbank nebst dem Hauptsitz in Chur die Geschäftsstellen Bonaduz, Domat/Ems und Landquart.
Zinsen für Bundesobligationen im negativen Bereich
Es ist der Beginn einer lange anhaltenden, schwierigen Zeit für Sparer und Anleger.
Die Renditen für sichere Obligationenanleihen sinken, Bundesobligationen verzinsen im negativen Bereich und auch die Spargelder werden kaum mehr verzinst.
Einzig die Hypothekarkunden freuen sich über ein Zinsniveau auf historischem Tiefstand.
Fusion der Raiffeisenbank Calanda mit der Raiffeisenbank Bündner Rheintal
Bildstrecke: Foto 1: Stadthalle 2017 Fusion RB Bündner Rheintal mit der RB Calanda. Foto 2: Bankleitung bei Fusion.
Bei der Fusion der Raiffeisenbank Bündner Rheintal mit der Raiffeisenbank Calanda wird die geografische Lücke im Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank Bündner Rheintal geschlossen. Der Geschäftskreis erstreckt sich neu von der Herrschaft bis Rhäzüns, vom Safiental bis Parpan und bis nach Arosa, mit Hauptsitz in Chur und Geschäftsstellen in Domat/Ems, Bonaduz, Trimmis, Untervaz, Zizers und Landquart.
Die Genossenschafter stimmen der Fusion mit grosser Mehrheit zu. Die Gremien setzen sich nach der Fusion aus folgenden Personen zusammen:
Verwaltungsrat nach Fusion:
Zanetti Tino, Präsident
Aliesch Christian, Vize-Präsident
Caviezel Karin, Aktuarin
Keller Barbara, Mitglied
Berini Carlo, Mitglied
Fanzun Andrea, Mitglied
Dünser Andreas, Mitglied
Zanetti Hans-Martin, Mitglied
Bankleitung nach Fusion:
Kamer Petra, Vorsitzende
Suter Franco R., Stv. Vorsitzender
Conrad Martin, Mitglied
Pfiffner Paul, Mitglied
Die heutige Raiffeisenbank Bündner Rheintal ist aus den drei Banken Raiffeisenbank Imboden (Domat/Ems und Umgebung), Raiffeisenbank Calanda (Zizers, Trimmis und Untervaz) und der Raiffeisenbank Bündner Rheintal (Igis-Landquart, Herrschaft und Schanfigg) hervorgegangen.
Ski Weltmeisterschaft in St. Moritz
Die Raiffeisen Schweiz und die Bündner Raiffeisenbanken sponsern die Ski Weltmeisterschaft in St. Moritz.
Der erfreuliche Anlass in Zahlen:
- 1’160’000 Zuschauer an der Herren-Abfahrt
- 150’000 Fans vor Ort
- 17’772 Eintritte von Raiffeisen-Mitgliedern
- 1 Schneebar
- 10’172 Hamburger
- 27’298 Getränke
- 9’801 verkaufte Mützen = 49’005 Franken Spende für den Schweizer Nachwuchs
- 2 Bronze-, 2 Silber- und 3 Goldmedaillen
2018 bestehen im Bündner Verband noch sieben selbstständige Raiffeisenbanken
Auffallend ist die überaus starke Gründungstätigkeit im Jahrzehnt nach dem zweiten Weltkrieg. 55 Neugründungen erfolgten allein zwischen 1940 und 1950, was einer Zunahme der Raiffeisenkassen im Kanton Graubünden auf 70 bedeutete. Auch in den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche weitere Raiffeisenkassen gegründet, zuletzt im Jahr 1985.
Die 104. Raiffeisenkasse in Scuol.
Nur wenige Jahre später begann eine grosse Welle von Fusionen.
Seit 2018 bestehen im Bündner Verband noch sieben selbstständige Raiffeisenbanken:
- Raiffeisenbanken Cadi, Disentis/Mustér
- Raiffeisenbank Surselva, Ilanz
- Raiffeisenbank Mittelbünden, Cazis
- Raiffeisenbank Prättigau-Davos, Davos Platz
- Raiffeisenbank Engiadina Val Müstair, Zernez
- Raiffeisenbank Valposchiavo, Poschiavo
- Raiffeisenbank Bündner Rheintal, Chur.
Die achte bündnerische Raiffeisenbank, die Raiffeisenbank del Moesano, Roveredo, gehört dem Tessiner Regionalverband an.
Eröffnung der Beraterbank Bonaduz
Bildbeschrieb: Räumlichkeiten der Beraterbank in Bonaduz.
Die Bankdienstleistungen verändern sich. Bargeldtransaktionen stehen während 24 Stunden in der Selbstbedienungszone zur Verfügung, die Beratung der Kundinnen und Kunden rückt noch stärker in den Mittelpunkt.
Als erste Geschäftsstelle wird der neue Standort in Bonaduz als Beraterbank geführt.
Letzte physische Generalversammlung im 2019?
Bildstrecke: Generalversammlung 2019 in der Stadthalle in Chur. Übergabe Präsidium von Tino Zanetti an Andreas Dünser. Verabschiedung der Verwaltungsräte Tino Zanetti, Christian Aliesch, Carlo Berini und Hans Martin Zanetti (von links).
An der Generalversammlung 2019 in der Stadthalle in Chur nehmen 1200 Genossenschafterinnen und Genossenschafter teil. Es ist die letzte Versammlung des langjährigen Präsidenten Tino Zanetti. Er übergibt sein Amt an seinen Nachfolger Andreas Dünser.
Auch die Verwaltungsräte Christian Aliesch, Carlo Berini und Hans Martin Zanetti werden nach langer Tätigkeit im Verwaltungsrat feierlich verabschiedet. Neu gewählt wird Andreas Thöni.
Dass es die letzte physische Generalversammlung der Raiffeisenbank Bündner Rheintal sein könnte, weiss zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
COVID-19
Weltweiter Ausbruch der Atemwegserkrankung COVID-19. Der Virus legt weltweit die Wirtschaft lahm. Viele Menschen verlieren ihr Leben oder haben mit den Folgen des Virus zu kämpfen. Die Einführung der Maskenpflicht sowie mehrere Staaten-Lockdowns mit Einreisebeschränkungen, Geschäftsschliessungen und Ausgangs- sowie Versammlungsverboten sind die Folge.
Covid-19 beschleunigt die technologische Entwicklung, vielerorts wird erstmalig im Homeoffice gearbeitet. Auch die Raiffeisenbank Bündner Rheintal wird gezwungen, über viele Monate einen Grossteil der Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Einzig die Kundenberatung findet auf Wunsch vor Ort statt.
Erste schriftliche Generalversammlung der Raiffeisenbank
Bildstrecke: Information an die Genossenschafter der Raiffeisenbank und ein Abstimmungsbogen der schriftlichen Generalversammlung.
Die Generalversammlung muss abgesagt werden. Infolge des Corona-Virus dürfen keine physischen Versammlungen stattfinden, weshalb die Generalversammlung erstmalig in der Geschichte auf schriftlichem Weg erfolgt.
Die Stimmbeteiligung liegt bei 2‘829 Genossenschaftern, was mehr als doppelt so hoch ist wie bei einer normalen Generalversammlung.
Im Wandel der Zeit – Bankräumlichkeiten 1975 und 2020
Die Bildstrecke zeigt einen Vergleich zwischen den Bankräumlichkeiten im 1975 und 2020. Die Bilder aus den Siebzigerjahren stammen von der Eröffnungsfeier nach der Renovation der Bank in Zizers. Die Bilder aus dem Jahr 2020 zeigt dieselbe Geschäftsstelle nach dem Umbau zur Beraterbank.
Grösser könnte der Unterschied zur heutigen Bank kaum sein. Lange Zeit haben die Bankberatungen gar in den Wohnzimmern der Mitarbeitenden stattgefunden.
Ein gewisses Mass an Wohnlichkeit mit Sofaecken und Vorhängen war während der gesamten Entwicklung spürbar.
Eröffnung der Beraterbanken Chur, Domat/Ems, Landquart, Trimmis, Untervaz und Zizers
Bildstrecke: Einblick in die Beraterbanken in Chur, Domat/Ems und Untervaz.
Im 2020 werden die weiteren sechs Geschäftsstellen der Raiffeisenbank Bündner Rheintal (Chur, Domat/Ems, Trimmis, Zizers, Untervaz und Landquart) zu Beraterbanken umgebaut. Sie erstrahlen in einem modernen, frischen Bild. Bargeld ist via Bancomaten erhältlich, die Kundenberatung rückt stärker ins Zentrum.
Kundenberatung wird digital
Bildstrecke: Der neue Raiffeisen Erlebnis Desk.
Die Welt wird immer digitaler. Selbst in der Kundenberatung hält die Digitalisierung ihren Einzug. Seit Eröffnung der Beraterbanken können sich die Kundinnen und Kunden am Raiffeisen Erlebnis Desk über Produkte, Dienstleistungen oder Mitgliederangebote informieren, Online-Termine mit ihrem Berater buchen oder in Demo-Versionen elektronische Zahlungsverkehrsprodukte ausprobieren.
Einführung Saron-Hypothek
Während um die Jahrtausendwende rund die Hälfte aller Hypotheken als variable sowie als Fest-Hypotheken ausgeliehen wurden, hat sich das Angebot stark weiterentwickelt.
Das favorisierte Produkt ist weiterhin die Festhypothek. Ursprünglich war sie in Laufzeiten von 3 und 5 Jahren erhältlich, heute von 1 bis 15 Jahren oder weit länger.
Mitte der 1980er-Jahre wurde der Libor-Zinssatz eingeführt. Im Hypothekargeschäft für Privatpersonen gewann dieser aber erst in den ersten Jahren des 3. Jahrtausends an Bedeutung. Ende 2021 wird der Libor in der Schweiz durch den Saron abgelöst.
Die Geldmarkthypothek (oder neu SaronHypothek) gewinnt laufend an Beliebtheit.
Die Raiffeisenbank Bündner Rheintal feiert ihr 100-jähriges Jubiläum
Zum 100-Jahr-Jubiläum hat die Raiffeisenbank Bündner Rheintal für ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter ein einzigartiges Geschenk: ein Erlebnis mit Mehrwert und Zukunft – die Raiffeisen Futura.
Die Raiffeisen Futura ist ein für die Öffentlichkeit zugängliches Nachhaltigkeitsfest. Ein bunter Mix aus einem Food Festival mit saisonalen Produkten, einem Markt mit regionalen Produzenten und Dienstleistern, mit Informationsständen und Erlebnismöglichkeiten. Die Raiffeisen Futura ist Teil des neuen Nachhaltigkeitskonzeptes der Raiffeisenbank Bündner Rheintal. Sie findet jährlich unter einem neuen Nachhaltigkeitsthema und an einem anderen Ort innerhalb des Geschäftskreises der Bank statt.
Wegen der Corona-Pandemie kann die 100. Generalversammlung nicht in der Stadthalle Chur stattfinden. Die Generalversammlung wird zum zweiten Mal schriftlich durchgeführt. Sofern die Genossenschafterinnen und Genossenschafter dem Antrag des Verwaltungsrates zur Einführung der Urabstimmung zustimmen, wird die Generalversammlung auch in Zukunft auf schriftlichem oder elektronischem Weg durchgeführt.
Die Genossenschafter sagen ja zur Urabstimmung
An der schriftlichen Abstimmung zur 100. Generalversammlung nehmen 4362 Genossenschafterinnen und Genossenschafter teil – fast viermal so viele wie an einer physischen Generalversammlung. Dies entspricht einer Stimmbeteiligung von 27.5 %.
Das Reglement für die Urabstimmung wird mit einem sehr deutlichen Ja angenommen. Damit wird klar: die letzte physische Generalversammlung wurde im Jahr 2019 durchgeführt, die Zukunft gehört der Raiffeisen Futura.
Herzlichen Dank allen Beteiligten für diesen mutigen Entscheid.