Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03398.jsonl.gz/663

Photovoltaik in den Alpen: Neue Messergebnisse veröffentlicht
Die Forschungsgruppe Erneuerbare Energien betreibt seit 2017 gemeinsam mit den EKZ eine Photovoltaik-Versuchsanlage in den Davoser Alpen. Damit wird untersucht, wie sich die Modulneigung an einem alpinen Standort auf den Ertrag von mono- und bifazialen Modulen auswirkt. Für das Sommerhalbjahr 2020 wurden die Messergebnisse aufbereitet.
Der neue Messbericht umfasst den Zeitraum vom 01. April 2020 bis zum 30. September 2020. Die Anlage liegt 2'500 Meter über Meer und besteht aus 6 einzelnen Segmenten, deren Anstellwinkel variiert werden können. Während dieser Messperiode werden Neigungswinkel von 30°, 70° und 90° ausgewertet. Flach geneigte Module erzeugen hohe Erträge zwischen Juni und September, steiler aufgestellte Module liefern dafür in den restlichen Monaten bessere Erträge weil dann der Sonnenstand tiefer ist und vertikale Module bis im Juni positiv durch die Schneebedeckung der Umgebung beeinflusst werden.
Im Vergleich zum Jahr 2019 wurde eine leicht tiefere Sonneneinstrahlung gemessen, die allerdings dennoch über dem gemessenen Durchschnitt der letzten 15 Jahre liegt. Weil im Sommer 2020 rund um die Anlage weniger lange Schnee gelegen ist, war der Ertrag durch das reflektierte Sonnenlicht geringer. Dies hatte besonders bei bifazialen Modulen, welche das Sonnenlicht sowohl über die Vorder- als auch über die Rückseite aufnehmen können Auswirkungen. So wurden leicht geringere Erträge gemessen als im Sommer 19 (Sommerbericht 2019 anzeigen (PDF 2,1 MB)).
In der untersuchten Sommerperiode hat das bifaziale Segment mit einem Anstellwinkel von 70 Grad den höchsten Ertrag erreicht – der Ertrag war fast so gross wie derjenige einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage im Mittelland während des gesamten Jahres.
Lesen Sie den ganzen Bericht hier: Link zum Bericht