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100 Jahre Gemeinwirtschaft
LI-PAPER. Sämtliche Spielarten des Sozialismus wurden bereits im Jahr 1922 von Ludwig von Mises widerlegt.
Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, legt Mises sein Buch Die Gemeinwirtschaft. Untersuchungen über den Sozialismus vor. In diesem Werk unterzieht Mises den Sozialismus und all seine Spielarten einer tiefgreifenden kritischen Analyse mit den Mitteln des wissenschaftlich-nationalökonomischen Denkens.
Dass der Sozialismus zum Scheitern verurteilt ist, dass er unmöglich ist, liegt nicht etwa daran, dass die Menschen moralisch zu niedrig stehen, dass man sie nur «besser» machen muss, damit die sozialistische Traumwelt Realität werden kann. Der entscheidende Grund ist, dass eine Wirtschaftsrechnung im Sozialismus undurchführbar ist. Im Kapitalismus ist es den Unternehmern möglich, eine Wirtschaftsrechnung durchzuführen, weil sie auf Marktpreise zurückgreifen können. Ihr Gewinnmotiv stellt sicher, dass sie die Verbraucher mit den Gütern versorgen, die am dringendsten benötigt werden. Völlig anders stehen die Dinge im Sozialismus. Hier ist die Wirtschaftsrechnung ganz und gar unmöglich. Fehllenkung und Verschwendung von knappen Ressourcen sowie wirtschaftliches Chaos und Verelendung sind die unabwendbaren Folgen.
Das Eigentum ist in einer freien Marktwirtschaft das Resultat friedvoller und produktiver Kooperation zwischen Menschen. Der Sozialismus attackiert diese Ordnung, indem er das Sondereigentum an den Produktionsmitteln verstaatlichen will. Das Sondereigentum der Produktionsmittel zementiert mitnichten die existierenden Besitzverhältnisse, wie die Befürworter des Sozialismus behaupten. In einer freien Marktwirtschaft muss der Eigentümer seine Produktionsmittel vielmehr in den Dienst der Nachfrager stellen. Er muss so gesehen sein Eigentum jeden Tag aufs Neue erwerben. In einem freien Markt gibt es daher auch keinen unverrückbaren, auf ewig garantierten Besitzstand, wie etwa im Feudalismus.
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(13 Seiten, PDF)
Dieser Beitrag ist ein leicht angepasster Auszug aus dem Buch Ludwig von Mises: Der kompromisslose Liberale (2022, FBV) von Thorsten Polleit.
Februar 2022