Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/2434

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art und stellt eine Gefahr für Bienen dar. Trotzdem soll sie im Kanton Freiburg nicht systematisch ausgemerzt werden.
Die Asiatische Hornisse, die sich seit einiger Zeit auch im Kanton Freiburg ausbreitet, ist ein Bienenschädling (die FN berichteten). Die Hornissen greifen die Bienen an, wenn diese den Bienenstock verlassen. Indem sie sich von den Bienen ernähren, schwächen sie die Bienenvölker. Unter Umständen hat ein Volk dann zu wenige Bienen, um den Winter überstehen zu können.
Derzeit gibt es noch keine anerkannten Massnahmen, um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen. Einzig die Suche und Zerstörung der Nester hat sich als wirksame Massnahme erwiesen. Die Nester befinden sich aber meist hoch in den Bäumen, sodass Imkerinnen und Imker sowie Privatpersonen nicht in der Lage sind, sie zu zerstören.
Zu hohe Kosten
Im Kanton Freiburg gibt es derzeit keine kantonalen Massnahmen zur Zerstörung der Hornissen-Nester. Das hält der Kanton in seiner Antwort auf den parlamentarischen Vorstoss von Christian Clément (Die Mitte) im Januar fest. Es sei derzeit keine Gesetzesänderung geplant, die vorsieht, dass die Nester von Asiatischen Hornissen gemeldet und zerstört werden müssen.
Entdeckte Tiere könnten lediglich beim nationalen Bienengesundheitsdienst (BGD) gemeldet werden. Ausserdem sei es angesichts der derzeitigen Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in Europa nicht möglich, die Art vollständig auszumerzen. Eine systematische Bekämpfung würde im Verhältnis zu den Erfolgschancen zu hohe Kosten verursachen. Ausserdem weist der Staatsrat darauf hin, dass Hornissenkolonien im Winter eingehen und nur die Königinnen ausserhalb der Nester überleben. Sie bilden im nächsten Jahr neue Kolonien und kehren daher nicht in die Nester des Vorjahrs zurück.
Keine systematische Ausrottung
Die Massnahmen des Kantons würden sich daher hauptsächlich auf die Bereitstellung von Fachleuten konzentrieren, die Schulungen für das Auffinden von Nestern und den Schutz von Bienenstöcken durchführen. Ausserdem verweist der Staatsrat auf die Informationen des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zu den aktuellen Mitteln zur Prävention und zum Schutz der Bienenstöcke vor Angriffen der Hornissen.
Auch auf Bundesebene gebe es keine Strategie, die auf die systematische Ausrottung der Art abzielt, obwohl diese im Oktober 2022 in die Liste der 197 als invasiv eingestuften Arten aufgenommen wurde. Das Ziel der Bekämpfung sei, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verlangsamen, indem bestimmte Nester zerstört werden.
Kommentar (0)
Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.
Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.