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Wochen-Zeitung, Werner Haller
Christian Weber war während vier NLA-Saisons Headcoach der SCL Tigers. Unter seiner Führung verteidigten die Emmentaler von 2006 bis 2009 ihren Platz in der höchsten Spielklasse.
In dieser Saison trainierte er erstmals den NLB-Klub Thurgau und übertraf alle Erwartungen. Die Mannschaft steigerte sich mit Christian Weber im Vergleich zur Meisterschaft 2012/13 von 26 Punkten in 50 Spielen auf 61 Punkte in 45 Spielen und qualifizierte sich erst zum zweiten Mal in den letzten acht Jahren für das Playoff. Im Viertelfinal jedoch schied Thurgau gegen die SCL Tigers mit vier Niederlagen in den ersten vier Spielen der Best-of-7-Serie aus. «Ein etwas brutales Resultat», findet Christian Weber rückblickend. «In drei von vier Spielen haben wir als Aussenseiter die favorisierten Langnauer herausgefordert und hatten durchaus Chancen zum einen oder andern Sieg. Gesamthaft gesehen hat sich aber die bessere Mannschaft verdientermassen durchgesetzt.» Die SCL Tigers, hat Christian Weber im Verlauf der letzten Monate festgestellt, seien im Vergleich zu den ersten Qualifikationsspielen nicht mehr wiederzuerkennen. Das Team habe sich positiv entwickelt, der Kader sei breiter und ausgeglichener und damit für jeden Gegner auch unberechenbarer geworden. «Die Langnauer», sagt Christian Weber, «hatten die Möglichkeit, auf den Positionen der Trainer und der Ausländer rechtzeitig und richtig zu reagieren. Sie haben es getan, nicht zuletzt dank ihrer finanziellen Situation. All die Wechsel, die zum positiven Wandel geführt haben, waren ja nicht gratis.» Entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der einzelnen Spiele und der Serie habe die grössere Anzahl von Führungsspielern im Team der Langnauer gehabt: «Hecquefeuille und DiDomenico sind Spieler, die enorm viel Energie in eine Mannschaft bringen und diese ohne Unterbruch vorantreiben», sagt Christian Weber. Das kann er von seinen Leadern nicht behaupten. Die beiden Amerikaner Danny Irmen und Derek Damon bildeten zusammen mit dem zukünftigen SCL Tigers-Stürmer Thomas Nüssli in der Qualifikation mit 152 Skorerpunkten (60 Tore/92 Assists) eine der erfolgreichsten NLB-Angriffslinien. Aber im Playoff-Viertelfinal war von der Paradelinie nichts mehr zu sehen. Mit nur zwei Toren in vier Spielen vermochte sie ihre Rolle bei weitem nicht zu erfüllen. Das sei zum Teil auch ein Verdienst der Langnauer gewesen, sagt Christian Weber: «Vor allem die Linie mit Adrian Gerber hat Irmen, Damon und Nüssli mit ihrer disziplinierten und harten Spielweise richtiggehend den Schneid abgekauft.»