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Was sind depressive Verstimmungen und wie entstehen sie?
Depressive Verstimmungen sind eine vorübergehende und mildere Form von einer klinischen Depression. Sie können von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen begleitet sein. Im Gegensatz zu einer klinischen Depression sind depressive Verstimmungen in der Regel weniger intensiv und dauern kürzer an.
Depressive Verstimmungen können verschiedene Ursachen haben. Häufig werden sie ausgelöst durch aktuelle Belastungen wie beispielsweise Misserfolge, finanzielle Sorgen, Konflikte mit anderen Menschen, Stress am Arbeitsplatz oder durch körperliche Beschwerden.
Eine depressive Verstimmung ist aber nicht einer Depression gleichzusetzen. Letztere muss therapeutisch durch eine Psychiater:in oder eine Psychotherapeut:in behandelt werden. Personen, die im Unterschied zu depressiven Menschen unter depressiver Verstimmung leiden, sind oftmals Stressoren ausgesetzt: eine belastende Familien- oder Arbeitssituation, schwierige Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen. Diese wirken sich auf das Selbstwertgefühl oder auf unsere Denkmuster aus.
Wie erkennt man depressive Verstimmungen?
Typische Symptome einer depressiven Verstimmung sind Müdigkeit bis hin zu einem Erschöpfungsgefühl, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und sozialer Rückzug. Andere Symptome können Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Appetitveränderungen sein. Halten diese Symptome länger als zwei Wochen an, ist eine Beratung ratsam.
Hier geht’s zum Selbsttest Depression: Der Beck-Test bzw. das Beck-Depressions-Inventar in ein standardisierter Fragebogen zur Selbstbeurteilung und dient der Feststellung des Schweregrades einer Depression.
Wie werden depressive Verstimmungen behandelt?
Im Unterschied zur schweren Depression können depressive Verstimmungen oftmals allein mit diversen Bewältigungsstrategien effektiv behandelt werden. Dabei geht es darum, die vorhandenen Stressoren durch neu aufgebaute Ressourcen auszutarieren.
In der Beratung erlernst Du folgende Techniken:
- Selbstfürsorge: Eine gesunde Lebensweise kann helfen, Stimmungsschwankungen entgegenzuwirken. Dazu gehören ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.
- Achtsamkeit: Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Yoga helfen, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und negative Gedankenmuster zu unterbrechen.
- Soziale Unterstützung: Freunde, Familie aktivieren, in den Austausch gehen und Hilfe annehmen.
- Aktivitäten: Motivation finden, Aktivitäten nachzugehen, die einem Freude bereiten. Ein strukturierter Tagesablauf ist hierbei besonders wichtig.
- Entspannungsübungen: Muskelentspannung oder autogenes Training entspannen den Körper und bauen Stress ab.
- Gedankenmuster verändern: Gedankenmuster durchbrechen und negative Gedanken positiven Gedanken gegenüberstellen.
Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Mensch anders ist und nicht alle Strategien für jeden gleich gut funktionieren. Wenn depressive Verstimmungen länger anhalten oder schwerwiegender werden, ist es auf jeden Fall wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.