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Diese betonte vor allem die persönliche Beziehung in der Seelsorge. Aus Patricius wurde der legendenumwobene hl. Patrick von Irland.
590 verliessen erstmals irische Mönche in der Nachfolge ihres grossen Vorbilds die Britischen Inseln und begannen, auf dem europäischen Festland zu missionieren. Sie waren Wandermönche, die bewusst ein entbehrungsreiches Leben führten. Auch die Heimatlosigkeit gehörte zu ihrer Askese.
Mit ihrem Anführer Columban von Luxeuil (ca. 540 bis 615) landeten sie schliesslich am Bodensee, wo ihr missionarischer Eifer unter den Einheimischen so viel Streit auslöste, dass der Herzog von Überlingen Columban bat, die Gegend zu verlassen.
Während Columban diesem Wunsch nachkam, wollte sein Gefährte Gallus (um 550 bis 640) zurückbleiben, angeblich krankheitsbedingt. Aus ihm wurde schliesslich der Gründer des Klosters
St. Gallen.
Bis weit ins 8. Jahrhundert hinein blieb der Einfluss der iroschottischen Wandermissionare für die Ausbreitung und Erneuerung des Christentums gross. Erst jetzt breitete sich der christliche Glaube nördlich der Alpen auch in den ländlichen Regionen aus. Ein Grund dafür war, dass sie ihre Klöster jeweils abseits der bevölkerungsreichen Orte gründeten. Der Grundstein für das, was wir heute als Volkskirche kennen, wurde hier gelegt.