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Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in den Zeitungen nicht eine neue Schlagzeile im Zusammenhang mit Bitcoin erscheint. Ja selbst bei den Google Suchanfragen ist ein exponentieller Anstieg von Suchbegriffen wie Bitcoin oder Litecoin feststellbar. Interessant ist auch die aktuelle Kursentwicklung. Der Bitcoinkurs stand Anfangs November noch bei 200 USD und schnellte danach innert weniger Tagen auf über 1200 USD hoch. Aktuell muss man für einen Bitcoin um die 600 USD hinblättern. Dieser rasante Kursanstieg ist schon bemerkenswert und ich wurde auch schon gefragt: Ist Bitcoin ein Schneeballsystem?
Mittlerweile habe ich mich ein wenig dem Bitcoinkurs, aber vor allem mit der Technologie dahinter beschäftigt. Und ich kann die Frage beantworten: Bitcoin ist KEIN Schneeballsystem. Denn bei einem Schneeball- rsp. Pyramidensystem entstehen Gewinne ausschließlich dadurch, dass neue Teilnehmer in den Systemen mitwirken und Geld investieren. Die Mitglieder eines Pyramidensystems verdienen also direkt durch das Werben neuer Mitglieder. Dies ist beim Bitcoin nicht der Fall. Dazu kommt, dass weder eine Firma noch eine Andere Bank hinter Bitcoin steht. Zeit, sich den Kursverlauf des Bitcoins / USD etwas genauer anzugucken:
Wenn mann den Bitcoinkurs betrachtet, sieht man allerdings deutlich die Korrelation mit einer Kurve eines Ponzi Schemas. Der Kursverlauf des Bitcoins erinntert an Blasenbildungen wie die Dot-com Blase im Jahre 2000, die Südseeblase oder eben beispielsweise die Tulpenmanie: Tulpen wurden in Holland Ende 16. Jahrhundert eingeführt. Sie wurden zu Liebhaberobjekten, angepflanzt in den Gärten der sozial gehobenen Schichten. Auf den anfänglichen Tauschhandel folgte bald die Kommerzialisierung. In den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts steigerten sich die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein vergleichsweise extrem hohes Niveau. Zeitweise konnte man mit einer Tulpenzwiebel ganze Häuser kaufen. Im Februar 1637 brach der Handel mit diesen Zwiebeln abrupt ein.
Vergleicht man den Kursverlauf des Bitcoin mit den Kursverläufen von anderen Bubbles, lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand weisen. Hierzu die Ausführungen des Dr. Jean-Paul Rodrigue, eines Dozenten der privaten Universität Hofstra, New York: Rodrigue hat diverse „Bubbels“ untersucht und die unterschiedlichen Phasen identifiziert und wie folgt beschrieben:
Der Bitcoinkurs gleicht momentan tatsächlich einer Blase. Der Grund warum Bitcoin momentan wieder etwas günstiger zu kaufen ist, hängt sehr wahrscheinlich vor allem mit Nachrichten aus China zusammen. Wenn man beim Bitcoin die China-Bubble wegdenkt, dann würde der Wert eines Bitcoins wohl zwischen 200 und 300 USD liegen. Dies ist aber reine Spekulation:
Eins ist aber klar: Es wäre besser für den Bitcoin als Zahlungsmittel, wenn dieser etwas an Stabilität zulegen würde. Ich denke dann würden sich mehr Firmen ernsthaft überlegen, BTC als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
Was aber auch vermutet werden darf: Der Bitcoin könnte bald wieder etwas teurer werden, vor allem dann, wenn andere Bevölkerungsreiche Länder wie Indien, grosse Regionen wie Südamerika oder gar ganze Kontinente wie Afrika diese neue Technologie entdecken. Zu diesem Thema sei der folgende Blogpost „This is what people in 9 emerging markets think about Bitcoin“ emfpohlen.
Fazit: Schön wenn der Bitcoin wieder etwas günstiger wird. Aber eigentlich spielt der Wert von Bitcoin keine grosse Rolle. Das Internet braucht eine Währung und die Idee einer dezentralen, auf kryptologischen Mechanismen basierende Währung, ist absolut bahnbrechend und definitiv eine der grössten Erfindungen der letzten zwanzig Jahre. Ob Bitcoin sich als virtuelle Währung durchsetzen wird oder ob eine andere, innovativere Währung das Rennen machen wird, bleibt abzuwarten.