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Nahrungsmittel als Kraftstoffe?
Eine wissenschaftliche Bewertung von ökologischen und sozialen Auswirkungen von Biokraftstoffen der ersten Generation
In dieser Studie wurden die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Biotreibstoffe der ersten Generation untersucht. Unter den Begriff Biotreibstoffe fallen hier die Begriffe Biodiesel und Bioethanol, wobei diese in der ersten Generation aus Palm- oder Rapsöl beziehungsweise Zucker oder Stärke hergestellt werden.
- Jahr: 2007
- Seitenzahl: 16
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Biokraftstoffe sollten vermehrt zum Einsatz kommen, um die CO2-Emissionen durch die Verbrennung von konventionellen Brennstoffen zu senken. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse lassen nun aber darauf schliessen, dass Biokraftstoffe der ersten Generation mehr Probleme verursachen, als sie lösen.
Biokraftstoffe der ersten Generation erzeugen grosse Mengen an Treibhausgasen, weil oft Regenwälder gerodet werden, um Palmölplantagen anzulegen. Durch die Umnutzung der Torfböden wird zusätzlich der gespeicherte Kohlenstoff in Kohlendioxid umgewandelt. Der Anbau und die Verarbeitung von Raps und Weizen bedürfen eines hohen Energieaufwandes, weshalb bei diesen Produkten nur eine kleine Einsparung von fossilem Kohlenstoff gegenüber konventionellem Treibstoff möglich ist. Es zeigt sich, dass die Produktion von Biokraftstoffen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln verschlechtert und die Armut durch steigende Lebensmittelpreise gesteigert wird. Ausserdem verfügt der EU-Raum über zu wenige Anbauflächen, um den Bedarf an Biokraftstoffen für die Zukunft zu decken. Der Anbau in Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden tragen zusätzlich zur Degradation der Böden und zum Abbau der biologischen Vielfalt bei. Der Einsatz von mineralischem Phosphatdünger ist zudem die Hauptquelle für Verschmutzung mit Uran und anderen Schwermetallen. Schlussendlich sind Biokraftstoffe der ersten Generation auch aus ökonomischer Sicht keine effektive Option zur Bekämpfung von CO2-Emissionen.
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Letzte Änderung 16.09.2015
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