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Beichtvater
(lat. Confessarius), der beichtehörende und absolvierende Geistliche, dessen Verhältnis zum Beichtenden als das eines geistlichen Vaters zum Kinde (Beichtkind) aufgefaßt ist. In der kath. Kirche ist nicht jeder Priester berechtigt, Beichte zu hören. Es gehört dazu eine besondere Approbation durch den Bischof der Diöcese. Diese wird den in der Seelsorge beschäftigten Priestern bis auf Widerruf oder jedesmal für eine bestimmte Zeit erteilt.
In den meisten Diöcesen wird dabei die Lossprechung von einigen schweren
Sünden dem
Bischof vorbehalten
(Reservatfälle); von
diesen kann nur der Poenitentiarius (s. d.) an der Kathedralkirche lossprechen,
ein gewöhnlicher
Beichtvater dagegen nur auf
Grund einer speciellen Ermächtigung durch den
Bischof absolvieren.
Die Mitglieder einiger Mönchsorden haben oder hatten wenigstens früher das Privilegium, überall und auch von den
Reservatfällen
zu absolvieren. Seinen
Beichtvater nennt ein Katholik in der Regel nicht jeden Priester, bei dem er einmal oder gelegentlich,
sondern denjenigen, bei dem er regelmäßig beichtet und der infolge davon sein Gewissensrat oder Seelenführer
ist.