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Berühmte Fehraltorfer
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Heinrich Weiss (1789-1849)
Nicht nur Lokalpolitiker
Der hochintelligente Sohn des Schulmeisters Salomon Weiss stieg eine sonst nur für Stadtjunker zugängliche Stufenleiter empor: Amtsrichter, Bezirksrichter, Oberst, Präsident des Kriegsrates, Präsident des grossen Rates. Als Mitglied der Partei der Freisinnigen setzte er sich ein für Fortschritt, Freiheit und das Wohl von Heimatgemeinde und Kanton. Er war massgeblich beteiligt an der Uebernahme des Strassenwesens durch den Kanton, an der Gründung der Sparkasse des Bezirks Pfäffikon, an der Gründung der 1835 eröffneten Sekundarschule Fehraltorf, wobei dem Lehrer eine Wohnung und ein heizbares Schulzimmer zur Verfügung gestellt wurden. Er war massgeblich beteiligt beim Entscheid der Schleifung der Bollwerke von Zürich, der Abschaffung des Zehnten, der Verbesserung des Rechtswesens für den Bürger. Beim Züriputsch von 1839 hatte er nicht mehr die ganze Dorfbevölkerung hinter sich. Er liess sich in Winterthur nieder und verzichtete schlussendlich auch auf sein angestammtes Fehraltorfer Bürgerrecht. Er hätte eigentlich eine Gedenktafel verdient.
Heinrich Bachofner (1828-1897)
Engagierter Pädagoge und Christ
Nach der Sekundarschule besuchte der Sohn des Schuhmachers Jakob Bachofner das Seminar in Küsnacht und erwarb das Sekundarlehrerpatent. Er begann in Lausanne, sich mit religiösen Fragen auseinanderzusetzen. Dies veranlasste ihn, eine Stelle in einem Waisenhaus in Zürich anzunehmen und eine Probezeit an der Evangelistenschule in Bern zu machen. Er wirkte 12 Jahre in Fehraltorf und 7 Jahre als Sekundarlehrer in Zürich. Er führte ab 1869 das neu gegründete evangelische Lehrerseminar. Dies gab ihm die Möglichkeit, seine die vom Schulgesetz geforderte sittlich-religiöse Erziehung zu fördern. Das Seminar wuchs und er übernahm neue Aufgaben. Seine christliche Gesinnung und seine pädagogischen Fähigkeiten setzte er für die Gründung der "Freien evangelischen Schule " und einer besondern Anstalt als Erziehungsanstalt und Krankenhaus für Epileptiker ein. Dies ist heute die Schweizerische Epilepsie-Klinik mit 400 Betten. 1895 gab er krankheitshalber die Leitung ab. Bereits nach zwei Jahren jedoch verstarb er nach einem Unfall im Ruhestand in seinem eben erworbenen Haus in Zug. Der Einfluss Heinrich Bachofners fruchtbaren Tätigkeit ging weit über die Grenze seiner Schule hinaus.
Hermann Brüngger (1888-1958)
Lehrer von altem Schrot und Korn
Hermann Brüngger aus Weisslingen war eine eindrückliche Gestalt in unserer Gemeinde. 1910 kam er vom Seminar Unterstrass als Lehrer nach Fehraltorf und hatte, da es nur zwei Lehrerstellen gab, über 50 Kinder zu unterrichten. Bis zu seiner Pensionierung 1953 führte er die oberen Klassen der Primarschule im Schulhaus Dorf wo er vorerst auch wohnte. Er arbeitete sich als Autodidakt in die Lokalgeschichte ein und veröffentlichte die Geschichte der Gemeinden Weisslingen und Fehraltorf ("Fehraltorf im Wandel der Jahrhunderte") und einen Teil der Chronik Pfäffikon. Er verfasste die Geschichte der 100jährigen Sekundarschule und daneben unzählige Berichte von Vereinsanlässen, Festlichkeiten und weiteren lokalgeschichtlichen Ereignissen. Er war eine öffentliche Person: Kirchenpfleger und auch Kirchenpflegepräsident, Aktuar der Schulgemeinde und der Bezirkschulpflege, Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft, des Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Ehrenmitglied bei Männerchor, Turnverein und Musikgesellschaft. An Hermann Brüngger erinnert auch ein Strasse in der Halde, die seinen Namen trägt. Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde wollte ihn Fehraltorf zu seinem Ehrenbürger ernennen. Leider starb er drei Tage vor den angesetzten Feierlichkeiten.
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