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Die 1865 gegründete Internationale Fernmeldeunion (ITU) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Informations- und Kommunikationstechnologien. Von 1868 bis 1948 hatte sie ihren Sitz in Bern. Seither ist sie in Genf ansässig, wo sie gegenwärtig in drei Gebäuden untergebracht ist.
Das älteste dieser Gebäude entspricht nicht mehr den geltenden Normen im Bereich Brandschutz, Erdbebensicherheit und Wärmedämmung sowie den baulichen Anforderungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Ausserdem sind die drei Sitzgebäude schlecht miteinander verbunden, einerseits wegen der grossen Distanzen, andererseits wegen unterschiedlichen Niveaus. Die ITU möchte das bestehende Gebäude durch ein grösseres ersetzen und das zweite Sitzgebäude verkaufen. Ziel ist es, die Aktivitäten der Organisation künftig auf zwei statt drei Gebäude zu konzentrieren. Unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Parlament können mit der Genehmigung eines zinslosen Darlehens von 12 Millionen Franken zugunsten der ITU die Vorarbeiten (Architekturwettbewerb, Vorprojekt, Projektstudie und eine detaillierte Kostenaufstellung) im Hinblick auf den Abriss des bestehenden Gebäudes und den geplanten grösseren Neubau ab 2020 finanziert werden.
Die Schweiz engagiert sich als Gaststaat für die Pflege des Immobilienbestands des internationalen Genf. Eine Unterstützung des ITU-Projekts liegt folglich im Interesse der Schweiz. Die ITU soll für ihre Aktivitäten über optimale Rahmenbedingungen verfügen, d.h. über ein funktionelles, sicheres und den baulichen Normen entsprechendes Gebäude. Diese Unterstützung ist zentral für die Stärkung des Images des internationalen Genf als wichtigstes Zentrum für globale Gouvernanz und namentlich als vorrangiges Zentrum für Fragen rund um die internationale Internet-Gouvernanz.
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