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Commander 6100 DS

überarbeitet am 1.5.2011

Der Commander 6100DS wurde in Deutschland von Bogerfunk vertrieben und kam wohl auch noch unter anderen Bezeichnungen in den Handel. Es handelt sich um einen günstigen Allwellenempfänger, der durch die Abdeckung einiger "verbotener" Frequenzbereiche und des günstigen Preises recht attraktiv erschien, qualitativ aber die Erwartungen nicht befriedigen kann. Auf Kurzwellen ist das Gerät nahezu untauglich...
Beim Commander 6100DS, der nur vom Erscheinungsbild her einige Ähnlichkeiten zum Sanwa 6090DF hat, handelt es sich um einen billigen Allwellenempfänger, der auch einige damals "verbotene" Freuqenzbereiche im VHF-Bereich abdeckt und durch den Reiz des "Verbotenen" einige Attraktivität erlangt hat.
Der Kofferempfänger mit seinem Kunststoffgehäuse misst 36 x 24 x 12 cm und bringt gut 2,5 kg auf die Waage, er kann mit 220 V Wechselstrom oder sechs UM-1 Monozellen betrieben werden.
An der Oberseite der Frontplatte finden sich links die rotleuchtende
digitale LED-Frequenzanzeige, welche auch auf den Kurzwellenbereichen nur in 10 kHz
auflöst, was den Wert zum Kurzwellenempfang extrem schmälert - die Anzeige wird
nur dadurch brauchbar, dass die Eichmarken auf der Analogskala noch viel gröber
und damit fast gänzlich unbrauchbar sind. Gleich daneben liegt das sehr empfindlich
reagierende Feldstärkemessinstrument und ein Drucktaster zur Aktivierung der
Skalenbeleuchtung.
Im unteren Bereich der Frontplatte finden sich neben dem Lautsprechergrill
in der Mitte die Rändelschrauben und rudimentären Frequenzskalen der zwei
Mehrgangpotis, welche zur Einstellung der beiden FM-Frequenzpresets dienen -
ähnlich wie der Sanwa 6090DF verfügt der Commander 6100DS über zwei UKW - Frequenz"speicher".
Der Bandschalter und der Hauptabstimmknopf mit einem konzentrischen kleinen
Knopf als Feintrieb finden sich gleich daneben.
Im Betrieb ist der Commander 6100DS unproblematisch, Hauptschalter auf ON und bei Netzbetrieb auf AC, Frequenzanzeige "DISPLAY" auf "ein", der Betriebsartenschalter für den einzigen Kurzwellenbereich auf SW1/SW2, mit dem Abstimmknopf kann nun bei 6,07 oder 6,08 das starke Signal der Deutschen Welle in Köln auf 6075 kHz aufgesucht werden. Im FM-Rundfunkband oder den VHF-Bändern gestaltet sich die Abstimmung genauso einfach, im AIR - Band können vielleicht Wetterberichte vom nächsten Flughafen aufgefanden werden, in den VHF-Bereichen tut sich nicht mehr so viel, seitdem die Fernsehsender den Bereich I im Analogbetrieb verlassen haben und die meisten "interessanten Funkdienste" wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf abhörsicherer digitale Bündelfunkverfahren umgestellt haben.
Rein auf der Kurzwelle betrachtet lässt die Empfangsqualität des Commander 6100DS
stark zu wünschen übrig, zumindest eine Ablesegenauigkeit der digitalen Frequenzanzeige
von 5 kHz oder besser wäre für einen brauchbaren Einsatz Mindestvoraussetzung,
zudem ist der Kurzwellenbereich stark beschnitten.
© Martin Bösch 1.5.2011