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Rasch um sich greifende Wald- und Buschbrände haben im Norden Kaliforniens mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Mehr als tausend Häuser wurden zerstört. Etliche Menschen werden noch vermisst.
Feuerwehrleute kämpften auch am Dienstag weiter gegen die Flammen, mehrere Gegenden mussten evakuiert werden. Das Ausmass der Zerstörung wurde erst nach und nach sichtbar.
Allein im Bezirk Sonoma County starben nach Angaben der Polizei sieben Einwohner. Im Yuba County kam ebenfalls ein Mensch ums Leben, wie der Sender KPIX berichtete. Zuvor waren ein Todesopfer in Napa Valley und zwei im Bezirk Mendocino gemeldet worden. Dutzende Menschen wurden verletzt. Bei den Behörden von Sonoma County gingen zudem mehr als 100 Berichte über vermisste Personen ein, wie ein Sprecher berichtete.
Bei starken Winden hatten sich mehr als ein Dutzend Brände ausgebreitet. Schätzungen zufolge sollen mehr als 1500 Gebäude abgebrannt sein. Etwa 20'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, rief in mehreren Bezirken den Notstand aus. Tausende Häuser seien bedroht, hiess es.
Grosse Schäden in Weinregionen
Grossen Schaden richteten die Flammen in den Wein-Tälern Napa und Sonoma an. In der Stadt Santa Rosa brannten mehrere Wohngebiete ab. Fernsehbilder zeigten verwüstete Strassenzüge mit ausgebrannten Fahrzeugen und verkohlten Häusermauern.
In einem Trailerpark mit Wohnmobilen seien mehr als 100 Behausungen zerstört worden, sagte ein Mitarbeiter der Anlage dem Sender KPIX. Alle Bewohner, überwiegend ältere Menschen, seien rasch in Sicherheit gebracht worden. Auch zwei grosse Hotels brannten nieder.
Die Brände hätten viele Regionen einfach überrollt, sagte Kaliforniens Feuerwehrchef Ken Pimlott bei einer Medienkonferenz. Viele Menschen hätten rasch die Flucht ergreifen müssen. Bei grosser Hitze und starken Winden frassen sich die Flammen schnell durch die trockene Vegetation. Der Rauch von den Buschfeuern war auch im knapp 100 Kilometer entfernten San Francisco noch zu spüren. (sda/dpa)