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Auf dem Hauptplatz Santa Clara salutierten Veteranen aus dem Revolutionskampf vor der Asche ihres einstigen Kampfgefährten. Schüler schwenkten Fähnchen und skandierten «Ich bin Fidel, ich bin Fidel».
Über Nacht war die Urne in Guevaras Mausoleum in Santa Clara aufgestellt worden. Der argentinische Guerillero hatte die Stadt im Zentrum Kubas 1958 erobert und so den Weg nach Havanna freigemacht. 1997 wurde «Che» in Santa Clara bestattet, nachdem seine sterblichen Überreste in Bolivien entdeckt worden waren.
Guevara verliess Kuba 1965, um zunächst im Kongo und dann in Bolivien eine Guerillaorganisation aufzubauen. 1967 wurde er in Bolivien gefasst und hingerichtet. Neben dem Mausoleum für Guevara befinden sich in Santa Clara auch ein Museum und eine Statue des Revolutionärs.
Castros Urne reist in entgegengesetzter Richtung auf der Route des Triumphzugs durch Kuba, auf der die siegreichen Revolutionäre 1959 nach Havanna zogen. Am Sonntag wird Castro auf dem Friedhof von Santiago de Cuba bestattet. Dann endet die neuntägige Staatstrauer, die nach seinem Tod am Freitag ausgerufen worden war.
2006 hatte er sich zurückgezogen, sein Bruder Raúl leitete einen vorsichtigen Öffnungsprozess ein, der im historischen Besuch von US-Präsident Barack Obama gipfelte, beide Staaten nahmen unter anderem wieder einen direkten Post- und Fährverkehr auf, US-Unternehmen wittern grosse Chancen, gerade im Tourismussektor. Castro sah die Annäherung an den langjährigen Erzfeind kritisch.
(SDA)