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Das Lassa-Fieber ist eine Viruserkrankung, die zu den hämorrhagischen Fiebern gezählt wird, da sie mit Blutungen (Hämorrhagien) einhergeht. Die Krankheit tritt vorwiegend in Westafrika in Epidemien auf. Das Virus wurde nach der Stadt Lassa benannt, wo als erster Mensch eine Krankenschwester daran erkrankte.
Der natürliche Wirt des Lassavirus ist eine kleine Maus, die selber nicht erkrankt, aber das Virus im Urin und Stuhl ausscheidet. Menschen, die unter unhygienischen Zuständen leben müssen, nehmen so das Virus durch kontaminierte Lebensmittel auf.
Aber auch die Übertragung von Mensch zu Mensch über Blut, Speichel, Urin oder Erbrochenem ist möglich. Unbehandelt wird das Lassafieber schnell zur Massenerkrankung (Epidemie) und endet in ca. 40% tödlich. Erfolgt die Behandlung im Spital rechtzeitig sinkt die Sterberate auf ca. 5%.
Das Auftreten des Lassa-Fiebers ist meldepflichtig.
Das Lassa-Virus wird durch Ausscheidungen einer kleinen Maus (Natal-Vielzitzenmaus genannt) übertragen. Der Mensch nimmt das Virus über verunreinigte Lebensmittel auf.
Seltener wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, Wundinfektion oder direkt durch menschliche Sekrete (Urin, Blut oder Geschlechtsverkehr) übertragen.
Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) bei Lassa-Fieber beträgt zwischen 6 und 21 Tagen.
Die Beschwerden bei Lassa-Fieber können zunächst auch auf andere Infektionskrankheiten hinweisen (z.B. Grippe (Influenza), Malaria, Typhus oder septisches Fieber).
Nachweis des Lassavirus im Blut, Urin, Rachenabstrich oder in Gewebeproben. Das Virus wird mit einem speziellen Test (Polymerase-Kettenreaktion = PCR) nachgewiesen.
Ab dem dritten Tag können Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
Ein spezielles Medikament gegen das Lassa-Virus existiert nicht. In den ersten Tagen verabreicht, kann das Viren-Mittel Ribavirin (Virostatikum) erfolgreich sein.
Eine gefürchtete Komplikation ist die lebensbedrohliche Blutungsneigung. Schwere Blutungen treten in ca. einem Viertel der Fälle auf. Ebenfalls häufig sind eine Lungenentzündung oder eine Gehirnentzündungen, die zu bleibende Schäden (Hörverlust) führen können.
Der Verlauf des Lassafiebers ist schwer einschätzbar. Auch bei Spitalbehandlung sterben ca. 15% der Betroffenen. Meist ist die Todesursache ein Multiorgan- oder Herz- Kreislaufversagen. Bei Schwangeren ist die Sterblichkeit besonders hoch (50%) und mehr als 80% verlieren ihr Kind.
Gegen das Lassafieber gibt es noch keine Impfung. Man kann sich nur mit strengen hygienischen Massnahmen gegen eine Infektion schützen. Das heisst bei der Ernährung muss die goldene Regel cook it, peel it or leave it (koch es, schäl es oder lass es sein) sorgfältig angewendet werden. Ausserdem ist enger Körperkontakt mit Erkrankten und deren Körperausscheidungen zu vermeiden.
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