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Nach jedem ungeschützten, schlecht geschützten oder unvorhersehbaren Geschlechtsverkehr, bei dem Sie nicht schwanger werden wollen, gibt es die Möglichkeit, zur Verhinderung einer Schwangerschaft die «Pille danach» einzunehmen. Voraussetzung für die Abgabe in der Apotheke ist das Ausfüllen eines Fragebogens zur Erfassung wichtiger persönlicher Daten sowie ein Gespräch mit einer Apothekerin oder einem Apotheker.
Es empfiehlt sich, die «Pille danach» in folgenden Situationen einzunehmen:
- nach Geschlechtsverkehr ohne Verwendung eines Verhütungsmittels;
- bei Problemen mit Präservativen (fehlerhaft angewendet oder entfernt, gerissen);
- in bestimmten Fällen bei Vergessen der Pilleneinnahme;
- nach einem zu späten Abbruch des Geschlechtsverkehrs bei der Coitus-Interruptus-Methode;
- nach einer Vergewaltigung.
Zuerst erhalten Sie einen Fragebogen, in dem Sie uns über Ihren Gesundheitszustand und Ihren Zyklus informieren. Danach findet ein vertrauliches Gespräch statt, in dem wir Ihre Situation analysieren und über die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft reden. Falls der Partner nicht vertraut ist, erörtern wir auch die Möglichkeiten einer Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit. Dann werden Sie über alle Aspekte der «Pille danach» informiert und haben Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Falls Sie sich zur Einnahme entscheiden, können Sie dies in der Regel gleich bei uns tun. Die Tablette muss innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.
Die Notfallverhütung darf nur im Ausnahmefall angewendet werden, denn diese hormonelle Überdosierung eignet sich nicht für eine regelmässige Einnahme und ist demzufolge kein Ersatz für eine ständige Verhütungsmethode.
Bei der Verwendung der «Pille danach» handelt es sich nicht um einen Schwangerschaftsabbruch.