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Mendelssohn Kammerorchester Leipzig
Peter Bruns, Violoncello und Leitung
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847) – Sinfoniesatz c-moll (1823)
Robert Volkmann (1815 – 1890) – Serenade d-moll op. 69 mit Solo für Violoncello (1870)
Niels W. Gade (1817 – 1890) – Novellette für Streicher Nr. 1 op. 53 (1874)
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Carl Nielsen (1865 – 1931) – Suite für Streichorchester a-moll op. 1 (1889)
Carl Nielsen – An der Bahre eines jungen Künstlers op. 58 (1910)
Hector Berlioz (1803 – 1869) – La mort d’Ophélie – Ballade H 92 A für Violoncello und Streicher (1848)
Felix Mendelssohn Bartholdy – Streichersinfonie Nr. 8 (1822)
Vor fast 25 Jahren kamen an der Musikhochschule in Leipzig junge Studenten zusammen, die ihre bereichernden Erfahrungen gemeinsamen Musizierens weiter pflegen wollten: sie gründeten das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Peter Bruns leitet dieses Ensemble aus der Position des Solocellisten und in engem Kontakt mit dem Konzertmeister. Für das Publikum wird so neben dem homogenen Klang eine gemeinsame, musikalische Geste hörbar.
Das Kammerorchester vereint in seinem Programm Werke von Mendelssohn und Komponisten in seinem Umfeld. Felix Mendelssohn hat zu seiner Zeit als Komponist, Pianist und Dirigent das europäische Musikleben des 19. Jahrhunderts geprägt und revolutioniert. Er führte das Dirigieren mit Taktstock und das konsequente Proben im Orchester ein, leitete nach der Sing-Akademie in Berlin die Gewandhauskonzerte in Leipzig und gründete dort auch die erste Musikhochschule Deutschlands.
Das Konzertprogramm beginnt und endet mit zwei Streichersinfonien, welche Mendelssohn schon als vierzehnjähriger Knabe komponiert hat. Diese Musik macht eben soviel Spass beim Spielen wie beim Zuhören.
Noch bevor es ein Konservatorium gab, studierte Robert Volkmann Komposition und Theorie in Leipzig. Er lernte Robert Schumann kennen und besuchte die Donnerstagskonzerte von Felix Mendelssohn im Gewandhaus. Mit der Serenade in d-moll mit Solocello kommt eines seiner schönsten Werke zur Aufführung.
Neben Mendelssohn übernahm auch der Däne Niels W. Gade die Leitung der Gewandhaus-konzerte und unterrichtete am 1843 neu gegründeten Konservatorium. In den
Noveletten op. 53 blitzen typische Merkmale skandinavischer Färbung hervor: die Vorliebe für dunkle Tonarten und der Einbezug der dänischen Volksmusik. Sein äusserst begabter Schüler Carl Nielsen war wohl Dänemarks populärster Komponist. Seine Werke werden in dieser Saison bei Top Klassik Zürcher Oberland in verschiedenen Programmen zu hören sein, es gibt einen kühnen und eigenwilligen Modernisten des 19. Jahrhunderts zu entdecken! Mit seiner Suite op.1 erntete Nielsen schon bei der Uraufführung grossen Applaus. Das Andante lamentoso klingt mit seiner warmen Grundfarbe wunderbar romantisch.
Eine spezielle Freundschaft begann im Sommer 1830 zwischen Bérlioz und Mendelssohn. Die beiden grundverschiedenen Menschen streiften tagelang durch Rom und philosophierten über die Musik und deren Möglichkeiten zur Umsetzung von Shakespeare`s Dramen. Beim Wiedersehen in Leipzig tauschten die beiden unterdessen berühmten Dirigenten ihre Taktstöcke aus zur Besiegelung ihrer Freundschaft. Bérlioz`s Ballade erzählt von „Ophelias Tod“, gesungen auf dem Cello von Peter Bruns.
Mit einem reifen Jugendwerk des Kosmopoliten Felix Mendelssohn Bartholdy sowie mit Werken von Niels W. Gade, Hector Berlioz und Robert Volkmann präsentieren Peter Bruns und das Mendelssohn Kammerorchester ein Panorama der kompositorischen Vielfalt des 19. Jahrhunderts. Eine besondere Stellung nimmt dabei Niels W. Gade ein: einer der Lehrer von Carl Nielsen.
Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig sieht sich als Experte und Botschafter dieses genialen Musikers und sieht es als seine Aufgabe, sein Werk in Verbindung mit der Leipziger Musiktradition in den Fokus zu setzen und in die heutige Zeit zu adaptieren. Das gelingt dem Ensemble eindrücklich durch thematisch-inszenierte Konzertprogramme, der Zusammenarbeit mit bekannten Dramaturgen wie Folkert Uhde sowie mit Künstlern andere Genres.