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Entwicklung während der Embryonalphase (erste 8 Wochen)
Im Laufe der Embryonalphase kommt es seitlich am Telencephalon zur Ausstülpung der beiden Grosshirnbläschen, aus denen sich die Hemisphären entwickeln. Deren gewölbtes Dach bildet den Hirnmantel, das Pallium, während sich der Boden, Subpallium, zu den Streifenkörpern entwickelt. Zwischen Pallium und Subpallium liegt der Seitenventrikel.
Die Grosshirnhemisphären werden ab dem Stadium 14 (ca. 33 Tage) als zwei seitliche Ausstülpungen des Telencephalons erkennbar.
Die Neuroblasten der Ventrikulärzone wandern in zwei Gebiete aus und besiedeln beide Anteile der Hemisphären. Im Pallium entsteht damit graue Substanz als Cortex, im Stammteil (Subpallium) graue Substanz in Gestalt des Ganglienhügels, aus dem die Streifenkörper hervorgehen. Im Gegensatz zum Pallium, welches sich in dieser Phase nur bescheiden verdickt, schwillt das Subpallium beträchtlich an, so dass der Ventrikelraum zusehends eingeengt wird. Ebenso verjüngt sich die Verbindung zum III. Ventrikel zum Foramen interventriculare. Im unteren Teil der Fissura longitudinalis cerebri werden später die Kommissuren die beiden Hemisphären miteinander verbinden. Das Corpus callosum stellt die mächtigste Kommissur dar (siehe unten: Kommissuren des Telencephalons).
Letztlich treffen die beiden Hemisphären in der Medianebene aufeinander, bleiben dorsal jedoch durch die Fissura longitudinalis cerebri (mit der Falx cerebri) voneinander getrennt. Die medial liegende Anheftungsstelle des Hemisphärendachs am Diencephalon bleibt dünn und epithelial. Darin entsteht eine längs verlaufende Rinne gegen den Ventrikelraum, die Fissura choroidea, aus welcher im Stadium 19 – 23 (ca. 7. bis 9. Woche) der Plexus choroideus der jeweiligen Hemisphäre entsteht. Das Neopallium dehnt sich mächtig aus und drängt ventral das Palaeopallium (Bulbus olfactorius und Tuberculum olfactorium) und dorsal das Archipallium (Hippocampus) zurück.
Durch die rege Mitosetätigkeit in der Ventrikulärzone kommt es gleichzeitig zu einer Verdickung des Subpalliums.