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Sein Abfluss geht nach W. und vereinigt sich bei
Curtins (1976 m) mit dem Fexbach.
Weiter südlich
in ähnlicher Lage der kleinere Lej
Alv.
Der Lej Sgrischus ist derjenige Alpensee des
Berninamassives, in dem die Seeforelle
(Salmo lacustris) ihren höchsten Standort erreicht, während sie im Lej
Polaschin in der Juliergruppe
bis 2660 m geht.
(Lejsde) (Kt. Graubünden,
Bez. Vorderrhein).
Die beiden prächtigen Siarraseen, von denen der grössere in 2253 m liegt, befinden sich an
der
O.-Seite des
Badus oder
Six Madun (2931 m) im Gotthardmassiv und werden zusammen mit dem 2 km nw. gelegenen
Tomasee (2344 m) auch die «obern Rheinquellen» geheissen. Ihren Zufluss
erhalten sie aus einem steilen
Felsenthal des
Badus; doch teilt sich das
Wasser dieses
Baches vorher und sendet einen Seitenstrang
zum nahen Maigelssee (2261 m),
den sog. «untern Rheinquellen», dessen Abfluss zum
Val Maigels und dem Cornerarhein geht. Zwischen den
Siarraseen und dem Lej
Maigels liegt eine flache Wasserscheide, die jedoch in früherer geologischer Zeit
nicht bestand, indem der Bach von
Val Maigels, statt wie heute nach O. umzubiegen, direkt
von S. nach N. über das
Plateau mit
den Siarraseen abfloss. Ueber die Ursache der Aenderung dieser Verhältnisse vergl. den Art.
Maigels (Val).
Das
Wasser der Siarraseen vereinigt sich auf der schönen Alp Palidulscha n. der Becken mit der aus dem Tomasee kommenden
Rheinquelle. Ganz nahe im NO. der Siarraseen erhebt sich der
Piz Cavradi (2617
m). Die
Seen liegen in Gneis und Gneisglimmerschiefer.
Auf der
S.-Seite des grössernSees befindet sich eine grosse halbbogenförmige Moräne. Der Name Siarra
leitet sich wie das spanische Sierra und das portugiesische
Serra vom latein.
serra =
Säge her. Die Siarraseen sind somit die
am «gezähnten» oder «gezackten»
Berg liegenden
Seen.
(Kt. Schaffhausen,
Bez. Schleitheim).
511 m. Gem. und Pfarrdorf, am Fuss des
Siblinger Schlossranden und an der Vereinigung
des Kurzthales mit dem
Langthal; 8,5 km nw. Schaffhausen.
Station der elektrischen Strassenbahn
Schaffhausen-Schleitheim. Postbureau, Telegraph,
Telephon. 146
Häuser, 656 reform. Ew. Wein-, Acker- und Wiesenbau. Der «Eisenhalder»
von Siblingen ist ein sehr geschätzter Wein. Viehhandel und Schweinezucht. Kalksteinbruch auf dem
Randen. Eigene
Pfarrei seit 1640; eine St. Michaelskapelle wird schon 1155 genannt. Auf dem alten Friedhof das Grabmal des 1803 in Siblingen
gebornen und 1880 in Leipzig gestorbenen Verlegers und Buchhändlers J. J. Weber, des Begründers der (Leipziger) IllustriertenZeitung und sog. Reformators der deutschen Holzschneidekunst.
Heimat des unter dem Pseudonym Ernst Schrill
bekannten Schriftstellers und Pfarrers Samuel Keller. Im
Garten des Pfarrhauses und auf dem
Schlossbuck hat man Reste von prähistorischen
Töpferwaren gefunden. Im
Tüelwasen ö. vom Dorf und auf dem
Kornberg grosse Römersiedelung.