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Das Anlagevermögen in der Bilanz
Das Anlagevermögen steht in der Bilanz auf der Aktivseite den Schulden und dem Eigenkapital gegenüber. Dabei achtet man darauf, dass die Schulden in einem Konkursfall gedeckt sind. Das Anlagevermögen muss daher so viel Wert haben, dass man es verkaufen und aus dem Erlös die Schulden bezahlen könnte. In den neuen Bilanzierungsvorschriften, die aus Amerika zu uns kommen, wird dieser Punkt besonders hervorgehoben, damit die Aktionäre den Wert des Unternehmens, das heißt seinen Preis, beurteilen können. Der Konkurs und Verkauf eines Unternehmens ist aber nicht der Normalfall. Im Normalfall müssen die Zinsen und Dividenden aus der Produktion des Unternehmens finanziert werden.
Unter diesem Gesichtspunkt haben die Produktionsmittel, die im Anlagevermögen stehen, keinen Warenwert, sondern einen Produktivitätswert. Davon müssten die Bilanzierungsgrundsätze ausgehen, wenn der Boden und die Produktionsmittel keinen Marktwert mehr haben. Mit dem Produktivitätswert schaut man in die Zukunft und überlegt, ob die Produktivität des Unternehmens für die Finanzierung der Zinsen und Dividenden ausreichen wird. In dieser Weise bildet das Anlagevermögen in der Bilanz das Gegenstück zum Kapital.