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Wer sich etwas Überteuertes leistet, entschuldigt den Kauf ja oft damit, dass es eben ein Investment sei. Frau kauft sich eine Tasche für einen ganzen Monatslohn und denkt: Die habe ich ein Leben lang, eine Topanlage.
Ja, aber
Nur bei wenigen Luxustaschen lohnt sich das Investment. Klassiche, seit Jahren erfolgreichen Taschen von Chanel (Abendtaschen wie Boy Bag/ Flat Bag) oder Louis Vuitton (Neverfull/ Saumur) verlieren kaum an Wert, wichtig ist hier aber auch eine zeitlose Farbe. Oder man leistet sich eine Hermes Birkin. Falls diese Tasche jemals wieder verkauft werden sollte, liegt ein durchschnittlicher Gewinn von 43 Prozent drin.
Mangel und Fame
Hermes hat mit dem Birkin Modell das geschafft, wovon man als Marke nur träumen kann. Die Tasche gibt es nicht in jedem beliebigen Laden zu kaufen, es gibt Wartelisten und der hohe Preis schliesst den Grossteil der Menschen aus.
Ausserdem trägt die Tasche den Namen von Jane Birkin, einer Stilikone mit Sexappeal. Die Geschichte (Legende) dazu ist das Tüpfchen aufs Marketing-i: Birkin soll auf einem Flug ihre Tasche ausgeleert haben. Sie soll dann zu ihrem Sitznachbar gesagt haben, sie werde Hermes darum bitten, eine Tasche mit Deckel zu machen. Es stellte sich heraus, dass der Sitznachbar der Chef von Hermes war. Das Design für die Tasche soll noch auf diesem Flug auf einer Kotztüte festgehalten worden sein.