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Im letzten Finalwettkampf mit dem Standardgewehr präsentierten sich Luginbühl und Bürge in weit besserer Verfassung als zuvor in den Stutzerkonkurrenzen. Die beiden waren von Beginn an im Spitzenfeld präsent. Während Luginbühl die Führung nach den ersten beiden Stellungen bis am Schluss souverän verteidigte, gab es im Kampf um die weiteren Medaillen noch ein Gerangel. Schliesslich mussten nach Punktgleichheit von drei Schützen die besseren letzten Kniendserien über die Platzierungen entscheiden. Bürge war gegen den Schweden Gustafsson um einen Punkt schlechter (100:99) und wurde Dritter. Nationaltrainer Trainer Daniel Burger begründete die gesteigerten Leistungen gegenüber den vorangegangenen Wettbewerben mit den mit Blick auf die CISM-Weltmeisterschaften im nächsten Monat in Thun intensivierten Trainings mit dem Standardgewehr.
Am Samstag spielten die Schweizer Matcheure im traditionellen Stutzer-Dreistellungsmatch eher bescheidene Rollen. Zwar startete Luginbühl, der im letzten Jahr Finalzweiter gewesen war, mit 398 Punkten liegend ausgezeichnet (zweitbestes Stellungsresultat) und fügte anschliessend stehend trotz der schwierigen äusseren Bedingungen (Thermik und Windwechsel) akzeptable 375 Punkte an. Damit war seine Ausgangslage als Fünfter des Zwischenklassementes noch immer intakt. Schliesslich passte aber kniend nichts mehr zusammen. Weil er in der Wettkampf-Endphase zu viele Punkte verlor, war an eine vordere Ranglistenposition nicht mehr zu denken. Bürge, der fünffache 300-m-Goldmedaillengewinner an den Schweizer Meisterschaften vor zwei Wochen, erwischte keinen guten Tag. Mit nur 389 Liegend-Punkten geriet er bereits nach der ersten Teil-Disziplin in eine Rü ;cklage, von der er sich nicht mehr erholte.
Im Frauenwettbewerb versprach die Ausgangslage nach den ersten beiden Positionen (liegend und stehend) besondere Spannung. Oriana Scheuss führte mit einem Punkt vor der dänischen Welt- und Europameisterin Jakobsen und drei Punkten vor Andrea Brühlmann. Die Entscheidung fiel erst in den allerletzten Schüssen. Brühlmann brillierte mit 195 Kniendpunkten (97/98) und siegte letztlich souverän, während Oriana Scheuss mit einem Achter und einem Neuner zum Abschluss des Programmes und der schlechteren Schlusspasse gegenüber Jakobsen auf Platz drei zurückfiel.
Abgeschlossen wurden die 15. Finalkonkurrenzen im 300-m-Schiessen mit einem zusätzlichen Einlagewettbewerb nach Cup-Formel (Superfinal), für den sich jeweils die Bestklassierten pro Disziplin qualifizieren konnten. Bei der spannenden, mit Geldpreisen dotierten Ausmarchung gewann Luginbühl vor dem Schweden Per Sandberg, Andrea Brühlmann wurde Siebte.