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Im akademischen Jahr 2003/04 fand an der ETH Zürich eine Veranstaltung statt, die den Anspruch verfolgte, schwelende Konflikte und Kontroversen innerhalb der Wissenschaften zur Aussprache zu bringen. Über zwei Semester hinweg trafen sich durchschnittlich 150 Personen im Auditorium maximum, um Fälschungsskandale, die Industrieabhängigkeit moderner Forschung, den Hype der Nanotechnologie und weitere verwandte Themen zu debattieren. Sie taten dies in einer ungewöhnlichen Inszenierung: Vier bis fünf Exponenten gaben Eingangsplädoyers ab, dann entliess der Moderator das Auditorium zum «Think and Drink», um es nach einer physiologisch angemessenen Weile wieder hereinzubitten. Ein Zwischenrufer erhielt dann das Wort. Hatte dieser die Eingangsstatements kommentiert, durfte schliesslich diskutiert werden. Rapporteure beobachteten das Geschehen, ihre und weitere Beiträge wurden auf einem während der gesamten Zeit aufgeschalteten Webforum veröffentlicht
Das Collegium Helveticum wurde 1997 von der ETH Zürich als Forum für den Dialog zwischen den Wissenschaften gegründet. Damit soll das gegenseitige Verständnis zwischen den Natur- und Technikwissenschaften einerseits und den Geistes- und Sozialwissenschaften andererseits gefördert werden.