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Heute hat uns Rocky Patel besucht. Der bekannte Zigarrenproduzent engagiert sich seit Jahren für die Zigarrenindustrie und kämpft gegen für die Branche nachteilige Regulationen, unter anderem als Mitglied der Organisation Cigar Rights of America, deren nächster Präsident er voraussichtlich wird. Der Kampf gegen neue Regulationen hat dieses Jahr einen Höhepunkt erreicht: Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat die Option wahrgenommen, neben Zigaretten neu auch Premium-Zigarren zu regulieren. Das Geschäft ist hochkompliziert und Rocky hat uns ein kurzes Update gegeben:
Zigarren, die bis am 8. August 2016 im amerikanischen Markt eingeführt worden sind, können ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Dieses kostet pro Zigarre geschätzt 15’000-60’000 Dollar. Dabei wird der verwendete Tabak chemisch analysiert. Neuzulassungen nach dem 8. August 2016 sind gemäss Rocky Patel gemäss der aktuellen Gesetzeslage nur noch theoretisch möglich. Hierfür müssten Millionen-Beträge eingesetzt werden und die Ablehnungsquote sei fast 100 Prozent (in der Zigarettenindustrie wurde eine von über 3000 Neuanträgen bewilligt). Für Zigarren die nach 2007 lanciert wurden, muss der Nachweis erbracht werden, dass derselbe Blend unter anderem Namen vor 2007 bereits auf dem Markt war. Für Neuheiten wie die Linie Davidoff Nicaragua, die nach 2007 lanciert wurde, bedeutet dies das Aus, weil Davidoff vor 2007 keine Nicaragua-Zigarren produziert hat. Auch Zigarren, die vor 2007 eingeführt wurden, müssen die Zulassung durchlaufen.
Eine weitere überraschende Einsicht: Nach aktuellem Stand der Dinge wird es somit auch im Falle eines Embargo-Endes in den USA keine Zulassung für kubanische Zigarren geben.
Cigar Rights of America hat noch zwei Pfeile im Köcher: Einerseits wird eine juristische Anfechtung der FDA-Regulation geprüft. Andererseits versucht die CRA ein Gesetz zu lancieren, dass Premium-Zigarrren von der FDA-Regulation ausnimmt. Dieses Gesetz wurde vom Kongress bereits angenommen. Im Senat sind die Mehrheitsverhältnisse aber umgekehrt und Rocky Patel schätzt die Chance auf einen Erfolg auf nur 20 Prozent ein. Zuletzt müsste auch der amerikanische Präsident das Gesetz unterzeichnen, Barack Obama würde dies gemäss Rocky eher nicht tun.
Davidoff hat soeben offiziell über die Einführung der neue Linie Davidoff Yamasá informiert:
Nach 20 Jahren Entwicklung enthüllt Davidoff Cigars seine neueste Zigarrenlinie: Davidoff Yamasá – ein hinreissend intensives Geschmackserlebnis.
Basel/ Schweiz, Juni 2016. PIONIER. FORSCHER. ENTDECKER. All das und noch mehr war Zino Davidoff. Davidoffs weltweit gefeierter Zigarrenvisionär Henke Kelner verkörpert heute denselben kühnen Entdeckergeist. Die unermüdliche Suche nach neuen Aromen, Erfahrungen und Genuss für Aficionados führte ihn und sein Team in die Region Yamasá. Die raue, wilde Sumpflandschaft, in der andere Tabakanbauer scheiterten, kultivierten und pflegten sie, sodass sie nun eine einmalige Intensität und Komplexität hervorbringt. Was niemand für möglich hielt, war Henkes Traum, und er verfolgte ihn unbeirrt 20 Jahre lang. Sein Lohn ist ein unnachahmlich intensives, komplexes Geschmackserlebnis. Die Linie Davidoff Yamasá steht nun zur Enthüllung bereit.
«Das Wesen der Davidoff Yamasá lässt sich kaum besser ausdrücken als mit den Worten Bernard Shaws: ‚Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: warum? Ich träume von Dingen, wie sie sein sollten, und frage: warum nicht?‘ Die Davidoff Yamasá kam zustande, weil Menschen wie Henke Kelner und sein Expertenteam das Unmögliche möglich machten und mit legendärer Erfahrung, kühnen Entscheidungen und unermesslicher Beharrlichkeit ihre Träume verwirklichten. In jeder Yamasá-Zigarre glüht derselbe Pioniergeist, dieselbe Entschlossenheit wie in dem Aficionado, der sie geniesst. Diese Flamme entfacht schlummernde Träume zum Leben. Die Geschmacksknospen erwachen, beschwingt von einem Blend, der die erdige Wildheit des Yamasá-Blattes mit der intensiven Würze und Süsse nicaraguanischer Estelí- und Condega-Tabake vermählt», erklärt Charles Awad, Senior Vice President of Global Marketing & Innovation der Oettinger Davidoff AG.
Am 9. Juli und 16. Juli finden hintereinander zwei Grossereignisse der Schweizer Zigarrenbranche statt. Den Auftakt macht am 9. Juli der Big Smoke. Er findet inzwischen zum fünften Mal in Zürich statt, dieses Jahr wieder auf den Albisgütli. Am bewährten Konzept des Anlasses wurde nichts geändert: Zigarrenhersteller präsentieren ihre Produkte, dazu gibt es ein sommerliches BBQ-Buffet, Livemusik und prominente Gäste aus der Zigarrenwelt, darunter Heinrich Villiger und Rocky Patel. Auch Kuba ist dieses Jahr wieder vertreten.
Eine Woche später feiert der City Smoke Basel seine Premiere. Hinter diesem Anlass steht der umtriebige Zigarrenimporteur The Royal Cigar Company, dem es erfreulicherweise gelungen ist, auch unabhängige Partner und Hersteller zu einer Teilnahme zu motivieren. «Ein Big Smoke wie in Las Vegas? Nicht ganz aber fast» gibt der City Smoke Basel als Motto für sich aus. Zu den Highlights dieses Events gehören neben Zigarren und leiblichen Genüssen eine Zigarrenauktion und eine ganze Armanda von prominenten Persönlichkeiten aus unserer Branche.
Davidoff hat in den letzten Jahren ein hohes Innovationstempo angeschlagen: Nach der Nicaragua-Linie stellte die Marke letztes Jahr die Davidoff Winston Churchill und im zweiten Halbjahr die neue Escurio-Serie vor. Im diesem Takt geht es offenbar auch diesem Jahr weiter. Nach der Davidoff Nicaragua Boxpressed, die im neuen Cigar Journal eine 97 Punkte Fabelwertung erhalten hat und in Kürze auf den Markt kommen sollte, folgt in der zweiten Jahreshäfte eine neue «Discovery»-Serie mit schwarzer Bauchbinde.
Während der Name noch geheim ist, wurde der Blend inzwischen kommuniziert. Kernstück ist der Yamasá-Tabak, der bereits für die Puro d’Oro-Serie verwendet wurde. Ein ausführlicher Artikel über das Yamasá-Projekt von Davidoff ist ebenfalls im neuen Cigar Journal erschienen. Darin erzählen die Davidoff-Spezialisten, wie sie das Yamasá-Gebiet erschlossen haben und wie die Tabake in den letzten Jahren mit neuen Kreuzungen weiterentwickelt wurden.
All dies deutet darauf hin, dass mit der Lancierung der neuen Linie das Ende der Puro-d’Oro-Serie eingeläutet wird. Nach der Einführung der Davidoff-Nicaragua-Serie sind deren Absatzzahlen dem Vernehmen nach deutlich zurück gegangen.
Still und leise schliesst heute das Tabakgeschäft Nägeli Tabakbass an der Bahnhofstrasse 70 in Zürich seine Tore. Das Geschäft gehörte zur Davidoff-Gruppe. Offenbar hat das Unternehmen jetzt einen Nachmieter gefunden, der an einem raschen Einzug interessiert war. Intern hat Davidoff die Schliessung des Ladens erst vor ein paar Tagen kommuniziert.
Der Laden an der Bahnhofstrasse ist nach der Schliessung der Filiale am Bellevue das zweite Geschäft, das Davidoff in Zürich innerhalb kurzer Zeit geschlossen hat. Die Davidoff Gruppe ist in der Stadt Zürich aber immer noch stark vertreten. An einer sehr exklusiven Adresse direkt am Bahnhofplatz betreibt Davidoff den Flagship-Store Zigarren Dürr. Dazu gibt es ein Davidoff-Geschäft im Bahnhof, ein weiteres am ebenfalls sehr exklusiven Paradeplatz und schliesslich eine Filiale im Hotel Savoy.
In Zug zieht sich das Cigars and More nach einem Besitzerwechsel aus dem Zigarrengeschäft zurück. Aus der Zigarrenlounge soll eine Sportbar werden. Die Zigarrenbestände werden im Moment liquidiert. Auch der Online-Shop Cubaris.com ist nicht mehr in Betrieb.
Die Punch Supremos Edición Suiza 2015 ist seit einigen Wochen im Handel. Am 8. Juni folgt die Lancierung des dazugehörigen Sonderhumidors. Ein spektakuläres Stück, das im Atelier von Humidores Habana entstanden ist, in der Form einer Zigarrenpresse. Jede Humidor enthält 50 Punch Supremos und ein Befeuchtung System Adorini Cigar Heaven 2nd Generation. Der Humidor ist auf 100 Stück limitiert und kostet CHF 3800.
Im Laufe des Sommers lanciert Kuba neue Cigarillo-Formate. Zum einen wird es von der Montecristo-Open-Serie neu Cigarillos in der Normal- und in der grossen Clubvariante geben. In der Schweiz ist die Markteinführung etwa im Juni geplant. Die Abbildung zeigt das Schachteldesign der Mini Cigarillos ohne die je nach Markt unterschiedlich gestalteten Warnhinweise.
Ebenfalls neu auf den Markt kommt ein Purito-Format (10.6 x 109mm) für der Serie der Partagas-Series-Cigarillos in der schwarzen Verpackung. Puritos werden wie Cigarillos maschinell als Shortfiller hergestellt. Während der Verkaufsstart in der Schweiz im Juni bis Juli sein wird, sind die Puritos in Deutschland ab sofort erhältlich. Habanos-Importeur 5th Avenue schreibt dazu:
Bei der Entwicklung aller Partagás Series Zigarillos stand die meistverkaufte Habano der Welt, die Partagás Serie D No. 4, Pate. Deshalb zeichnen sich diese Zigarillos durch ausgeprägte, erdig-pfefferige Aromen und einen intensiven Tabakgeschmack aus. Die Partagás Series Zigarillos richten sich dadurch vor allem an erfahrene Raucher von kräftigeren Premium-Zigarillos. Das neue Puritos Format ist aber auch als Zwischendurch eine echte Alternative für alle Liebhaber würziger Premiumzigarren.
(..) «Wir mussten gar nicht lange drüber reden, es hat einfach gepasst», meint der scheidende Patron. Das erstaunt: Hatten sich doch sowohl Denise als Projektleiterin bei der UBS und Michèle in führender Position auf einer Kommunikationsagentur vielversprechende Berufskarrieren aufgebaut. Und dann der Richtungswechsel in ein kleines, antiquiertes Detailhandelsgeschäft, das sich als eines der letzten in der Stadt gegen die Grossketten behauptet? «Wir haben hier schon in unseren Semesterferien ausgeholfen und lieben diesen Betrieb», sagen die zwei.
Zum 50. Jubiläum von Cohiba stellte Habanos anlässlich des diesjährigen Festival del Habano den exklusiven «Cohiba 50 Aniversario»-Humidor vor. Dieser wurde von der französischen Luxusmanufaktur Elie Bleu gefertigt, seine Oberfläche ist mit von Blattgold überzogenen Tabakblättern verziert, im Inneren verbergen sich 50 Stück des Spezialformats Cohiba Grandiosos mit 60-er Ringmass. Kurz, ein absolutes Sammlerstück, das in einer Auflage von 50 Exemplaren auf den Markt kommen wird und von welchem der Humidor No. 1 am Festival für EUR 320’000 versteigert wurde.
Die entscheidende Frage für geneigte Sammler und Käufer lautete seither: Wie kommt man zu einem der verbleibenden 49 Exemplare und was werden sie kosten. Ein Informationsschreiben des deutschen Habanos-Importeurs 5th Avenue bringt diesbezüglich nun Licht ins Dunkel. Demnach können die Habanos-Importeure aus aller Welt Gebote für maximal 15 Humidore abgeben. Jene Importeure, die am meisten bieten, kommen zum Zug.
Es wäre nun denkbar gewesen, dass die Importeure ihrerseits Händler um verbindliche Gebote bitten. Vermutlich aus rechtlichen Gründen – in Deutschland besteht eine Preisbindung für Tabakwaren – hat 5th Avenue für Deutschland aber einen festen Verkaufspreis von EUR 199’000 definiert. Händler, die an einem Kauf interessiert sind, müssen in Deutschland eine sechsstellige Vorauszahlung leisten. Theoretisch ist es möglich, dass andere Importeure höhere Gebote abgeben und der deutsche Markt leer ausgeht. Die Anzahlungen werden dann zurückerstattet. Ebenso kann aber auch der Fall eintreten, dass Deutschland zu hoch pokert und man in anderen Märkten «Schnäppchen» machen kann.
Über die Modalitäten in der Schweiz ist noch nichts bekannt. Kaufinteressenten dürfen aber gerne mit uns in Kontakt treten, damit wir gegenüber dem Schweizer Habanos-Importeur ein Gebot abgeben oder eine Reservation vornehmen können. Die Auslieferung der Humidore ist gemäss 5th Avenue für Oktober 2016 geplant.
Davidoff hat heute zur alljährliche Jahresmedienkonferenz nach Zürich eingeladen. Zum Auftakt schaut CEO Hans-Kristian Hoejsgaard auf das vergangene Jubiläumsjahr zurück, in dem Davidoff sein 140-jähriges Bestehen feiern konnte. Das Unternehmen kehrte in diesem Jahr mit der Eröffnung des neuen Flagship-Stores an der Eisengasse in Basel zurück zu seinen Ursprüngen. Hier gründete Max Oettinger 1875 das Unternehmen. Ebenfalls im Jubiläumsjahr feierte Davidoff die Neueröffnung des ersten Davidoff-Geschäfts in Genf.
Der weltweite Premium-Zigarren-Markt war 2015 leicht rückläufig, wie Hans-Kristian Hoejsgaard berichtet (-1.8 Prozent). Asien verzeichnete ein Wachstum (+6 Prozent), ebenso wie die USA (+2 Prozent). Dafür war der europäische Markt rückläufig (-5 Prozent). Besonders schwierig präsentiere sich die Lage in Deutschland (zweistelliges Minus). Die Schweiz hielt sich hingegen gut (-1 Prozent). In diesem Umfeld schlug sich die Oettinger Davidoff Group erneut sehr gut. Das Unternehmen weist für 2015 ein weltweites Absatzplus von 10.5 Prozent aus.
Seit 2011 ist Davidoff somit um eindrückliche 50 Prozent gewachsen. Den Schlüssel für den Erfolg sieht Hoejsgaard in Innovationen wie die Lancierung der Davidoff Nicaragua. Vielleicht überraschend: Die umsatzmässig erfolgreichste Neulancierung seit 25 Jahren sei für Davidoff die Einführung der neuen Davidoff Winston Churchill-Linie gewesen. Hoejsgaard erinnert daran, dass Churchill in seinem Leben 350’000 Zigarren geraucht habe, leider habe man heute aber nicht mehr viele Kunden dieses Kalibers.
Unter den Eigenmarken von Oettinger Davidoff sticht weiterhin Camacho hervor. Die neue Camacho American Barrel Aged sei sehr gut aufgenommen worden. Im Falle von Camacho beträgt das Wachstum seit 2011 +126 Prozent. Insgesamt hat Davidoff 2015 45.8 Mio Zigarren hergestellt. Somit dürfte der weltweite Marktanteil am Premium-Zigarren-Markt von Davidoff knapp 10 Prozent betragen (Hoejsgaard schätzt den weltweiten Markt für Premium-Zigarren auf 500 Millionen Stück).
Um das Wachstum zu bewältigen, hat Davidoff im vergangenen Jahr investiert. In Nicaragua und Honduras kaufte Davidoff 150 Hektar Land. In der Schweiz zog sich Davidoff umgekehrt mit dem Verkauf von Contadis an Lekkerland aus dem Grosshandelsgeschäft zurück. Davidoff wolle sich auf das Kerngeschäft Premium-Zigarren konzentrieren, der Verkauf sei somit ein konsequenter Schritt.
Die Politik gebe aktuell sowohl Anlass zur Sorge als auch zur Hoffnung: Eine positive Nachricht aus der Schweiz: Hier wurde der Entwurf des Tabakproduktegesetzes vom Parlament zurück an den Bundesrat geschickt. Von den geplanten Werbeverboten wäre Davidoff mit dem Art-Basel-Sponsoring besonders betroffen. Sorgen bereitet Davidoff hingegen die bevorstehende Einführung der EU Tabakrichtlinie 2. Diese ist mit immensen Kosten (neue Verpackungen) und Unsicherheiten verbunden.