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Was tun bei
Das Wort setzt sich aus dem Altgriechischen „Osteon“ (Knochen) und „poros“ (Pore/Loch) zusammen. Es bedeutet, dass es sich um eine Erkrankung des Knochens handelt, bei der sich die Substanz langsam abbaut und damit die umliegende Struktur verändert. Bei einem fortgeschrittenen Abbau kann der Knochen brechen. Die schleichende Erkrankung betrifft überwiegend Frauen im höheren Alter. Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose werden zu 51% bei Frauen und nur zu 20% bei Männern festgestellt. In der Schweiz leiden über 400’000 Menschen an einer Osteoporose. Dass der Knochen sich im Laufe des Lebens auf- und abbaut gehört zum normalen Prozess des Lebens dazu. Allerdings ist mit etwa 30 Jahren die maximale Knochenmasse und der Mineralgehalt erreicht, sodass ab dann ein Rückgang um ca. 1% pro Jahr stattfindet.
Entstehung der Krankheit und Symptome
Menschen, die einen Mangel an Bewegung oder Ernährung aufweisen, können schneller eine Osteoporose entwickeln. Eine ausreichende Menge an Calcium und Vitamin D ist dagegen sehr wichtig. Hormonelle Veränderungen wie ein geringer Östrogenwert (wie z.B. in den Wechseljahren), einen über einen längeren Zeitraum vermehrten Alkohol- oder Nikotinkonsum, Untergewicht oder Erkrankungen am Knochen selbst (z.B. Tumore) können ebenfalls zu Osteoporose führen.
Man hat mit einer Osteoporose nicht zwingend Schmerzen. Eine Veränderung der Knochenstruktur kann aber eine sichtbare Veränderung der Haltung bzw. des Körperbaus mit sich bringen. Nach einiger Zeit bildet sich ein zunehmender Rundrücken und die Körpergrösse nimmt ab. Das wiederum könnte aufgrund von Fehlbelastungen bzw. -stellungen gegebenenfalls in der Folge Rückenschmerzen verursachen. Der Rücken ist von einer Osteoporose am meisten betroffen, nachfolgend die Speiche (Unterarmknochen) und der Oberschenkelknochen.
Diagnosestellung
Mit einer Knochendichtemessung stellt man den DXA-T-Wert fest. Ein Wert kleiner als -2.5 beschreibt eine relativ ausgeprägte Osteoporose. In der Leidensgeschichte kann ein unerklärlicher Rückenschmerz, bei dem bisher keine andere Ursache gefunden wurde, ein Verlust der Körpergrösse und/oder ein Rundrücken auf Osteoporose hindeuten. Röntgenbilder können mögliche Knochenbrüche an’s Licht bringen.
Osteoporose – Was tun?
Zunächst können Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Calcium und Vitamin D achten. Über- oder Untergewicht sollte mit einem speziellen Ernährungs- und Bewegungsplan unter Kontrolle gebracht werden. Eine regelmässige Bewegung fördert den Stoffwechsel des Knochens und dessen Belastung den stetigen Auf- und Abbau des Knochens. Wird der Knochen nicht belastet, baut er sich vermehrt ab. Man merke sich: benütze es oder verliere es. Nur so kann der gleichmässige Auf- und Abbau des Knochens gewährleistet werden. Gehen oder Walking ist ein besseres Training gegen Osteoporose als Schwimmen, da die Belastung für die Knochen wichtig ist.
Wie kann die Physiotherapie helfen?
Mithilfe eines Therapeuten kann ein Übungsprogramm erstellt werden, mit dem die Muskelkraft zur Unterstützung der betroffenen Strukturen gestärkt wird. Er wird Ihnen auch Tipps und Tricks geben, wie Sie sich in Ihrem Alltag ohne grossen Aufwand gesund bewegen können. Selbstverständlich wird der Therapeut auch Ihre allfälligen Schmerzen ernstnehmen und die Ursache dafür finden.
An sich spielt die Prävention eine grosse Rolle: Stürze und Knochenbrüche sollen durch Stärkung der Muskeln vorgebeugt werden. Die Behandlung ist von langfristiger Bedeutung, da die Osteoporose nicht heilbar ist. Um Ihren Alltag möglichst fit bestreiten zu können, besteht bei uns auch die Möglichkeit einer Medizinischen Trainingstherapie. So können Sie unter regelmässigen Kontrollen selbstständig ihre Muskulatur stärken und Ihr Gleichgewicht trainieren. Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass Sie lernen müssen für Ihre Gesundheit Eigenverantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch das Verständnis über das Krankheitsbild und Disziplin für die Therapie.