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| Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

48.
Es sind aber jetzt nach Eusebius1 ihre Häupter: Theodor von Heraklea, Narcissus von Neronias in Cilicien, Stephanus von Antiochia, Georgius von Laodicea, Acacius von Cäsarea in Palästina, Menophantus von Ephesus in Asien, Ursacius von Singidonum in Mysien,2 Valens von [S. 115] Mursa3 in Pannonien. Diese nun gestatteten denen, die mit ihnen vom Orient gekommen waren, weder zur heiligen Synode zu gehen, noch überhaupt in die Kirche Gottes zu treten.4 Und als sie nach Sardica kamen, hielten sie an verschiedenen Orten gesonderte Zusammenkünfte und schloßen ein Bündniß unter Drohungen. So unterzogen sie sich, da sie nach Sardica gekommen waren, keineswegs einer richterlichen Entscheidung, noch verbanden sie sich zu dem nämlichen Zwecke mit der heiligen Synode, sondern kaum angekommen, eilten sie, nachdem sie ihr Erscheinen der Formalität wegen angezeigt hatten, rasch wieder fort. Denn das haben wir von unsern Amtsgenossen Makarius aus Palästina und Asterius von Arabien in Erfahrung gebracht, die mit ihnen gekommen sind und ihrem Unglauben entsagt haben. Denn diese erschienen vor der heiligen Synode, bejammerten die erlittene Gewalt und erklärten, daß bei ihnen Nichts in der rechten Weise vor sich gehe. Sie fügten auch Dieß bei, daß es dort Viele gebe, die dem rechten Glauben anhängen und von ihnen gehindert werden hieher zu gehen, weil sie gegen die, welche sich von ihnen trennen wollen, Drohungen ausstoßen. Deßhalb sorgten sie auch dafür, daß sie alle in einem einzigen Hause blieben, und gestatteten ihnen nicht, auch nur kurze Zeit von den Andern getrennt zu leben.
1: Eusebius war um diese Zeit nicht mehr am Leben. Vgl. K. 36.
2: Soll heißen oder heißt wenigstens gewöhnlich Mösien. Singidonum ist das heutige Belgrad.
3: Heute Essek in Ungarn.
4: Die Synoden hielt man in Kirchen.