Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03630.jsonl.gz/409

Die Spielanleitung sah folgendermassen aus: Fünf Kollegen des Departements Architektur der ETH Zürich, deren inhaltliche Positionen kaum unterschiedlicher hätten sein können, stellten sich der Herausforderung des Nationalen Forschungsprogramms „Neue urbane Qualität” (NFP 65), Massnahmen zur qualitativen Entwicklung der Stadt der Gegenwart zu erarbeiten. Während das Projekt von den Professoren Günther Vogt, Christian Schmid, Vittorio Magnago Lampugnani, Kees Christiaanse und Marc Angélil geleitet wurde, nahmen – mit der Absicht, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern – insbesondere junge Forscher und Praktiker aus den Fachgebieten Landschaftsarchitektur, Geschichte des Städtebaus, Soziologie, Städtebau und Architektur am Vorhaben teil. Von Bedeutung in diesem Zusammenhang war die Suche nach einem Konsens, aller Meinungsverschiedenheiten zum Trotz. Themen wurden debattiert, Entwurfsvorschläge unterbreitet, Thesen vorgelegt, wieder verworfen und so lange diskutiert, bis Einigkeit hergestellt werden konnte.
Da beabsichtigt war, den Forschungsfokus auf konkrete Situationen zu richten und allfällige Erkenntnisse anschaulich zu erarbeiten, wurden Fallbeispiele aus der Metropolitanregion Zürich untersucht. Sie dienten dazu, unterschiedliche prototypische Formen von Urbanisierung miteinander zu vergleichen: 1) ein sich in Umwandlung befindendes innerstädtisches Quartier, 2) ein von Infrastrukturen geprägtes surburbanes Gebiet und 3) eine sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelten periurbanen Wohn- und Geschäftszone am äussersten Rand des metropolitanen Territoriums.
Kontakt
Koordination
Lukas Kueng, ETH Zurich
Finanzierung
Swiss National Science Foundation, National Research Programme 65 “New Urban Quality”
NSL Professorships: Marc Angélil, Christian Schmid, Vittorio Lampugnani, Kees Christiaanse, Günther Vogt
Publikation
Simon Kretz und Lukas Kueng (Hg.), Urbane Qualitäten: Ein Handbuch am Beispiel der Metropolitanregion Zürich (Zurich: Edition Hochparterre, 2016).