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Die DSG lädt Sie alle herzlich zu der Lesung – in Kooperation mit der Société Genevoise d’études allemandes – mit dem vielfach preisgekrönten Schweizer Schriftsteller
Adolf Muschg
am Donnerstag, dem 1. November 2018 um 19.30 Uhr
in die Aula der DSG ein.
Eintritt:
für Nicht-Mitglieder der Société: 10.00 CHF
Kinder / Jugendliche: frei
Adolf Muschg, Jahrgang 1934, im Kanton Zürich geboren und dort aufgewachsen, arbeitete zunächst nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie in Zürich und Cambridge als Gymnasiallehrer, bevor er dem Ruf verschiedener Universitäten in Deutschland, den USA und Japan folgte, bis er wieder in sein Heimatland zurückkehrte, um an der Universität Zürich als Dozent zu arbeiten.
Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Kriminalroman “Albissers Grund” (1974). Viele seiner Werke sind autobiografisch gefärbt. Mit schwarzem Humor oder der Satire schildert er die Sprachlosigkeit der Protagonisten. Der 1984 verfasste Roman “Das Licht und der Schlüssel. Erziehungsroman eines Vampirs” gibt sich als ironischer Erziehungsroman. In dem Werk “Die Schweiz am Ende. Am Ende die Schweiz. Erinnerungen aus meinem Land vor 1991” nimmt er in heiterer Weise die Schweizer Mentalität auseinander. 1993 erschien der Ritterroman “Der Rote Ritter. Eine Geschichte von Parzival”, in dem der Parzival-Stoff verarbeitet wird. Seine kürzeren Erzählungen, die 1972 mit “Liebesgeschichten” beginnen, sind in einer einfacheren und eindeutigen Sprache geschrieben.
Als großer Japan-Kenner spielt sein neuester Roman: „Heimkehr nach Fukushima“ (2018) in Japan und erzählt von der verstrahlten Zone:
Muschg, überzeugter Atomgegner, schickt seinen Protagonisten Paul Neuhaus, einen 62-jährigen Architekten, in dieses Gebiet. Gemeint ist Fukushima, das am 11.3. 2011 durch die Dreifachkatastrophe (Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe) bekannt wurde. Neuhaus soll dort mithelfen, eine Künstlerkolonie aufzubauen, um anderen Menschen das Signal zu geben, dass eine Rückkehr in diese ehemalige Strahlenzone nun unbedenklich sei. Eingeladen wird er von dem auf Fukushima wohnenden japanischen Ehepaar Ken und Mitsu, das er vor vielen Jahren in Deutschland getroffen hat.
Erzählt wird in mehreren Erzählsträngen: zum einen gibt es das Projekt der Künstlerkolonie, deren Aufbau Paul als Berater betreut, darin eingebettet findet man die Liebesgeschichte zwischen Paul und Mitsu. Der andere Strang rekurriert auf Adalbert Stifters Werk…
Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend mit einem hochinteressanten und aktuellen Thema …