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Der Name «Entle-Buch» stammt vom gleichnamigen Fluss, der durch das Entlebuch fliesst und «die Hervorsprudelnde» bedeutet (nach Erika Waser, «Die Entlebucher Namenlandschaft»).
Zur Kulturlandschaft des Entlebuch zählen die typischen, landwirtschaftlich geprägten Streusiedlungen im Haupttal mit der Gemeinde Schüpfheim im Zentrum, das von der Kleinen Emme durchflossen wird. Die Siedlungsstruktur geht auf die germanische Besiedlungsweise zurück, in der die Ländereien ausgehend von Einzelhöfen genutzt wurden. Die Streusiedlungen sind umgeben von einem Mosaik aus landwirtschaftlich genutzten Wiesen, Waldinseln, Einzelbäumen, Wegkreuzen, Hecken und Bächen.
Die Modellierung des Haupttales mit seinen sanft gerundeten Hügeln lässt sich anhand seiner Vorgeschichte (Gletscher in der Eiszeit) erklären und auf dem Geopfad erkunden.
Das Entlebuch wird auch als Wilder Westen Luzerns bezeichnet – Vor allem das Napfbergland im Norden des Haupttals wird diesem Namen mehr als gerecht. Es besteht aus zahlreichen «Chrachen und Högern» (Schluchten und Hügeln). Durch Erosion entstanden stark zerfurchte Hügelketten mit schroffen, tiefen Schluchten mit frei fliessenden Bächen und Flüssen, in welchen das legendäre Napfgold gefunden wird. Die Grosse Fontanne, der Hauptfluss im Napfgebiet, zählt dank ihrer teilweise noch ungezähmten, wilden Wasserdynamik gar zu den Auenlandschaften von nationaler Bedeutung. Die höchste Erhebung ist der Napf mit einer Höhe von 1408 Meter über Meer. Die Hügelkuppen werden von weit verstreuten Einzelhöfen besiedelt und landwirtschaftlich genutzt, die Hügelseiten sind meist bewaldet mit Nadel- oder Laubmischwäldern. Die Waldwirtschaft ist neben der Landwirtschaft ein wichtiges Standbein der regionalen Wirtschaft. Es gibt mehrere regionale Sägereien.
Die höher gelegenen Seitentäler südlich des Haupttals sind noch urtümlicher. Zwischen den Seitentälern erstrecken sich die typischen voralpinen Moorlandschaften des Entlebuchs, die zum Status eines UNESCO Biosphärenreservates führten. Die Moorlandschaften liegen eingebettet zwischen voralpinen Hügelketten, von welchen die Schratteflue mit ihren charakteristischen Karrenfeldern aus Schrattenkalk ein besonders eigentümliches Exemplar ist. Die Rothornkette, als höchste und südlichste Bergkette, bildet einen steilen Kamm mit imposanten Schuttfächern und schroffen, alpinen Felslandschaften, der durch die Alpenfaltung entstand.
Aus landschaftlicher Sicht besonders imposant sind die Aussichten, welche sich von allen Bergen des Entlebuchs ergeben. Erleben Sie fantastische Aussichten im Sommer oder Winter, beispielsweise auf dem Rothorn oder der Marbachegg.