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Bereits lange vor den beiden Formel-1-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton entbrannten im Rennsport echte Feindschaften. Hier gibts die härtesten Duelle des Rennsports.
Wegen vieler Kollisionen erhielt der Formel-1-Fahrer James Hunt den unschmeichelhaften Namen «Hunt the Shunt», was übersetzt so viel heisst wie «Hunt der Unfall». Der Hollywood-Streifen «Rush» arbeitete diese Rivalität zwischen dem britischen Sonyboy und dem verbissenen Österreicher Niki Lauda (genannt «Die Ratte») auf, die sich in den 1980er-Jahren von der Formel 3 bis zur Formel 1 durchzog.
Die 1990er-Jahre der Formel 1 waren geprägt vom Duell Ayrton Senna gegen Alain Prost. Der Kampf zwischen dem Brasilianer («Der Magische») und dem Franzosen gipfelte 1990 beim GP von Japan darin, dass Senna den «Professor» in der ersten Kurve abschoss. Dafür führte er später einen guten Grund ins Feld: Die Pole Position, die er sich im Qualifying sicherte, lag seiner Meinung nach auf der falschen Streckenseite – wie das geplante Überholmanöver von Prost zeigte, war seine Ansicht nicht ganz unbegründet.
Der Deutsche Michael Schumacher – einer der erfolgreichsten Racer aller Zeiten, lieferte sich epische Kämpfe mit dem Kanadier Jacques Villeneuve. Unvergessen blieb Schumachers Manöver vom GP Spanien im Jahr 1997, als er versuchte, Villeneuve Punkte zu verwehren, indem er ihn absichtlich von der Strecke haute. Trotz aller Rivalität zollten sich die beiden abseits der Strecke grossen Respekt.
2005 und 2006 fuhren der Kolumbianer Juan Pablo Montoya (links im Bild) und der Finne Kimi Räikkönen im Formel-1-Team von McLaren – Teamkollegen waren sie deswegen noch lange nicht. Der hitzige Latino, der dank zahlreichen rüpelhaften Manövern zum Spitznamen «Monster» kam, verkrachte sich mit dem «Iceman». Grund: Montoya raste im Jahr 2006 beim GP der USA in Indianapolis «voll in die Kiste» von Räikkönen, wie es BLICK-Formel-1-Experte Roger Benoit beschrieb. Wenige Tage später erhielt Montoya von seinem Team den blauen Brief.
Während der Deutsche Nico Rosberg aus gutem Hause kam und in Monaco die Privatschule besuchte, war der Brite Lewis Hamilton der arme Schlucker, der als Junge auf der Couch seines Vaters nächtigte. Die beiden duellierten sich bereits in frühester Kindheit im Go-Kart. Spätestens seit dem «Reifenschlitzer» 2014 beim GP von Ungarn ist aus der Rivalität eine Feindschaft geworden. Auch dieses Jahr liessen es die beiden schon mächtig krachen, beispielsweise bei den GPs von Österreich oder Spanien.
Die Königsklasse im Töff-Rennsport erlebte im letzten Jahr eine epische Schlacht: Jorge Lorenzo, der sich wegen gewagter Manöver den Spitznamen «Aussen herum» sicherte, leistete seinem Landsmann Marc Marquez dabei Schützenhilfe und blockierte den Italiener Valentino Rossi («The Doctor»). Dieser revanchierte sich mit einem Knie-Tritt – der Eklat ging als #SepangClash in die Rennsportgeschichte ein. Dieser Dreikampf dürfte spätestens zum Saisonende wieder heiss werden.
Der Brasilianer Lucas di Grassi («Senhor Starkstrom») war vor dem letzten Formel-E-Rennen noch Gesamtleader, verlor aber in der ersten Kurve die Nerven und krachte in Buemi Formel-E-Boliden. Nach dem Crash steuerten beide in die Box. Nun ging es nur noch darum, die zwei Extra-Punkte für die schnellste Runde einzufahren. Und dieses Duell entschied der 27-Jährige aus Aigle VD für sich und wurde so in extremis Weltmeister.