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Delta Air Lines (DL) hat Ende vergangener Woche für das Geschäftsjahr 2021 einen bereinigten Verlust vor Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Das klingt allerdings schlimmer als es ist: Diese Zahl schliesst einen Nettobeitrag von 3,8 Milliarden Dollar aus Posten aus, welche hauptsächlich mit den «Payroll Support Programs» (PSP) zusammenhängen, also mit staatlich zugesicherten Zuschüssen zur Deckung der Verluste. Diese wurden hauptsächlich durch die Equity-Methode, Kosten für die Schuldentilgung und Sonderzahlungen für Gewinnbeteiligungen hervorgerufen, sagte die Fluggesellschaft.
Positiv zu vermerken ist, dass die Fluggesellschaft in der zweiten Jahreshälfte 2021 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 386 Millionen US-Dollar erwirtschaften konnte. Die bereinigten Betriebseinnahmen beliefen sich auf 26,7 Milliarden US-Dollar für das Jahr. Hierin sind Raffinerieverkäufe nicht berücksichtigt, und der Gewinn lag bei 57 Prozent im Vergleich zum Gesamtjahr 2019 bei einer Kapazität, die zu 71 Prozent wiederhergestellt wurde. Das Unternehmen hatte Ende Dezember eine Gesamtverschuldung und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 26,9 Milliarden US-Dollar, mit einer bereinigten Nettoverschuldung von 20,6 Milliarden US-Dollar.
Trotz allem sieht Delta vor allem das Positive. Ed Bastian, der CEO von Delta, erklärte bei der Präsentation der Jahreszahlen 2021: «Das vergangene Jahr war ein besonderes für Delta, mit bedeutenden Fortschritten bei unserer Erholung, unterstützt durch wachsenden Kundenzuspruch, was es uns ermöglichte, als einzige grosse US-Fluggesellschaft in der zweiten Jahreshälfte Profitabilität zu erzielen. Während die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante den Personalbestand erheblich beeinträchtigt und den Reiseverkehr in der gesamten Branche gestört hat, hat sich Deltas Betrieb in der letzten Woche stabilisiert und ist zur Leistung vor den Feiertagen zurückgekehrt.»
Besonders interessant ist Bastians Prognose, wonach Omikron die Erholung der Nachfrage «vorübergehend um 60 Tage verzögern wird», aber bei Delta sei man «zuversichtlich für eine starke Frühjahrs- und Sommerreisesaison mit erheblichem Nachholbedarf bei Privat- und Geschäftsreisen.»