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Dass Bencic und Friedsam in der Weltrangliste 65 Plätze trennen, war den ersten beiden Sätzen nicht anzumerken. Dies lag einerseits daran, dass sich die 21-jährige Deutsche als zähe Widersacherin entpuppte. Andererseits ist die Ostschweizerin noch von ihrer Form entfernt, die ihr in der Vorwoche in Eastbourne den 1. Turniersieg eintrug.
Erst im 3. Umgang konnte sich Bencic aus der Umklammerung ihrer Gegnerin lösen. Nachdem sie den Satzausgleich hatte hinnehmen müssen und sich Friedsam eine Auszeit in der Garderobe gegönnt hatte, gewann sie 9 Punkte in Serie. Bald baute sie die Führung mit einem weiteren Break aus und gestand Friedsam überhaupt nichts mehr zu. Nach 1:47 Stunden verwertete die aufschlagstarke 18-Jährige den 1. Matchball.
Rückschlag liess Bencic unbeirrt
Im 1. Durchgang hatte Bencic noch zwei Anläufe benötigt, um den Satz ins Trockene zu bringen. Das frühe Break zum 3:2 konterte Friedsam im übernächsten Servicegame, ehe sie ihren Aufschlag zum 5:6 erneut abgeben musste.
Nach je einem Service-Durchbruch im 2. Satz patzte Bencic im 10. Aufschlag-Game und musste in die Verlängerung. Es war eindrücklich, wie sie diesen Rückschlag wegsteckte. In der 3. Runde trifft Bencic auf Bethanie Mattek-Sands (USA/WTA 158). Die Qualifikantin warf überraschend die Weltnummer 7 Ana Ivanovic (Ser) mit 6:3 und 6:4 aus dem Turnier. Bencic steht der 20-Jährigen zum ersten Mal gegenüber.
Unterbruch brachte Vögele aus dem Konzept
Für Stefanie Vögele ist das Wimbledon-Abenteuer nicht mehr weitergegangen. Nachdem die Erstrundenpartie am Vortag wegen Dunkelheit hatte unterbrochen werden müssen, unterlag die Aargauerin der Amerikanerin Madison Keys (WTA 21) mit 7:6, 3:6, 4:6.
Die Wiederaufnahme beim Stand von 2:2 im 3. Satz gelang Vögele nicht nach Wunsch. Gleich ihr erstes Servicegame musste sie abgeben. In der Folge verteidigte Keys ihren Vorsprung souverän und sicherte sich nach 119 Minuten den Sieg.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.07.15, 14:00 Uhr