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Lungenfunktion
Spirometrie
Durch eine Spirometrie (kleine Lungenfunktionsprüfung), wie sie Ihr Hausarzt durchführen kann, ergeben sich bereits nützliche Hinweise zum Vorliegen einer Lungenkrankheit. Die im weiteren aufgeführten Untersuchungen sind spezialärztliche Untersuchungen und können nur durch den Lungenspezialisten durchgeführt werden.
Bodyplethysmographie
Im Lungenfunktions-Raum misst die medizinische Praxisassistentin nach Angaben des Lungenspezialisten Ihre Lungenfunktion, welche zur Klärung Ihrer Atembeschwerden nützliche Hinweise liefert. Die Bodyplethysmographie (grosse Lungenfunktionsprüfung), welche in einer druckstabilen Glaskabine durchgeführt wird, erlaubt die exakte Bestimmung Ihres Lungenvolumens. Aufgrund dieser Messung kann z.B. eine √úberblähung der Lunge (z.B. Lungenemphysem) oder eine Verkleinerung des Lungengewebes (z.B. Lungenfibrose) erkannt werden.
Bronchoprovokation mit Methacholin
Die unspezifische Bronchoprovokation mit Methacholin erlaubt die Messung der Bereitschaft der Luftwege auf einen asthmaauslösenden Reiz mit einer Verengung der Luftwege zu reagieren (=bronchiale Hyperreaktivität).
Bronchoprovokation mit Mannitol
Der Mannitol-Provokationstest ist ein indirekter Test, der auf dem Prinzip der osmotischen Provokation zur Bestimmung der bronchialen √úberempfindlichkeit basiert und zur Absicherung der Asthmadiagnose verwendet wird. Der Test wird haupts√§chlich zum Nachweis eines Leistungsasthmas eingesetzt.
Methacholin wird in aufsteigender Dosierung inhaliert, die Lungenvolumen dazwischen mittels Spirometrie gemessen. Ein Abfall der forcierten Einsekundenkapazität (FEV1) von mindestens 20% erlaubt eine Abschätzung des Schweregrades der bronchialen Hyperreaktivität und ist in manchen Fällen ein nützlicher Hinweis für die Diagnose eines Asthma bronchiale.
CO-Diffusionsmessung
Die CO-Diffusionsmessung gibt Auskunft über die Diffusionsmöglichkeit des Sauerstoffs ins Blut. Unsere normale Luft enthält 21% Sauerstoff, welcher zur Bereitstellung der benötigten Energiequellen im Körper benötigt wird. Bei der Einatmung gelangt die Luft durch die Luftwege in die Lungenbläschen, wo der Gasaustausch stattfindet. Sauerstoff (O2) wird in die kleinen Blutgefässe (Kapillaren) aufgenommen, Kohlendioxid (CO2) wird in die Ausatmungsluft abgegeben. Bei bestimmten Lungenkrankheiten (zB. Lungenfibrose, Lungenemphysem, Lungeninfektionen, etc.) kann der Gasaustausch erheblich gestört sein und liefert wertvolle Hinweise für die Therapieentscheidungen.
Fe-NO-Messung
Die Messung des ausgeatmeten Stickstoffes (Fe-NO) ist eine einfache, pr√§zise und direkte Methode zur Bestimmung der Atemwegsentz√ľndung. Seit der Ver√∂ffentlichung der grossen Fachgremien hat diese Methode weltweit Anerkennung gefunden.
Ein Analysator misst sehr schnell und hoch pr√§zise geringste Stickoxidkonzentrationen in der Atemluft des Patienten. Je st√§rker eine asthmatische oder eosinophile Entz√ľndung besteht umso mehr NO wird dabei von dieser Schleimhaut gebildet. Insbesondere das allergische Asthma geht mit einer deutlichen Erh√∂hung des Fe-NO einher, die zili√§re Dyskinesie (Unbeweglichkeit der Flimmerh√§rchen in den Atemwegen) und die zystische Fibrose (Mukoviszidose) mit einer deutlichen Verminderung des Fe-NO.