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David A. Schmidt
David A. Schmidt
schrieb seine Lebensgeschichte
David A. Schmidt hat es unternommen, seine Lebensgeschichte in gedruckter Form herauszugeben.
Die Wertung für sein 608 Seiten umfassendes Werk hat er sich selbst vorgelegt. Danach muss die Lebensgeschichte << einigermassen echt und vollständig sein >>.
Aus der Fülle, die der Autor zwischen zwei Buchdeckeln unter dem Titel «Meine Lebensgeschichte» zusammengetragen hat, pflücken wir einige Kostproben heraus. Dies geschiet mit dem Nachteil, dass wir nur bruchstückartig dem Text von David A. Schmidt gerecht werden. Wir zitieren Folgendes:
Ich werde meinen Eltern Ferdinand und Antonia Schmidt-Kreuzer am 7. Mai 1932 in die Wiege gelegt. Meine Mutter bringt zwölf Kinder zur Welt: Neun Buben und drei Mädchen. Am 3. November 1939, im ersten Kriegsjahr, beginnt für mich die achtjährige Primarschule in Oberwald, die jeweils sechs Monate, vom November bis April, dauert.
Im Winter während der beiden letzten Schuljahre pflege ich am Morgen und nach der Schule unser Vieh, entweder in Unterwassern oder in Wald, während mein Vater mit meinen ältern Brüdern Hans und Raphael in einem Holzschlag oberhalb Glis (Holzji) arbeitet. Wir älteren Geschwister haben überhaupt keine Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen oder ein Studium zu absolvieren, obwohl wir das Rüstzeug, die erforderliche Intelligenz, dafür besitzen. Die Jugendzeit von uns vier ältesten Brüdern und beiden Schwestern fällt in die Kriegszeit, wo man im Dorf vermehrt einander hilft. So werden wir in der Zwischensaison oft für landwirtschaftliche Arbeiten gefragt. Ich erinnere mich noch gut als ich für eine Familie im Geren zehn Stunden lang für einen Taglohn von zwei Franken in einem unwegsamen, steilen Gelände in einer „Tschifärä“ (Rückenkorb) Kuhmist zum Düngen in Äcker und Matten tragen musste. Meistens hilft man gegenseitig sogar unentgeltlich, denn Bargeld ist damals Mangelware.
Fototermin für die Schmids bei der Heuernte, von links: Peter (sitzend), Beat, Vater Ferdinand, Lilli, Ehegattin von Raphael, Raphael, Mutter Antonia, Frieda und Josef mit Schlepprechen in der Hand.
Im Frühling, Sommer und Herbst bin ich bis zur Rekrutenschule als Bauarbeiter, ein Jahr davon im Stollen, als Handlanger und später als Mineur tätig. Ich erhalte alle 14 Tage einen bescheidenen Zahltag, anfänglich mit einem Stundenlohn von unter einem Franken. Mein Vater gibt mir, aber auch meinen zwei aus der Schule entlassenen älteren Brüdern und meiner jüngeren Schwester pro Zahltag fünf Franken, und das nur, wenn wir auf Baustellen arbeiten können, ansonst erhalten wir überhaupt nichts. Mit diesem sehr bescheidenen Sackgeld müssen wir jeweils während des ganzen Jahres auskommen! Und es ist mir sogar gelungen für die Rekrutenschule 300 Franken zu ersparen, denn ich wusste nur zu gut, dass ich Unterwäsche, Turnausrüstung und Toilettenartikel im Militär anschaffen muss. Während dem Abverdienen als Korporal lege ich in der Kaserne Genf die Fourier-Prüfung ab, die ich mit grossem Erfolg bestehe und den A-Vorschlag erhalte. Bereits am 4. Dezember 1955 werde ich in Thun zum Fourier befördert. Ich bin damals meines Wissens der erste uniformierte Postangestellte in der Schweiz, der dieses Kunststück vollbringt, Fourier der Schweizer Armee zu werden, denn die diplomierte Postbeamtenschaft ist seit jeher aus übertriebenem Berufsstolz dagegen.
Meine erste Postlehre als uniformierter Beamter beginnt am 1. Mai 1954. Im Bahnpostamt Bern verrichte ich schichtweise: Tag-, Nacht-, Früh- und Spätdienste. Damit ich während zwei Jahren (1958/59) die Handels- und Verkehrsschule „Humboldtianum“ absolvieren kann, kommt mir dieser Arbeitsrhythmus sehr entgegen. Für das zweite Jahr muss ich von der Post einen einjährigen unbezahlten Urlaub beantragen. Meine zweite Lehre bei der PTT schliesse ich 1961 mit einer Spezialauszeichnung ab.
Nachdem ich schon 15 Jahre in Brig tätig bin, äusserte der Postverwalter von Brig, Thomas Schmid, den Wunsch, ich solle den Regiebetrieb Oberwallis des Postautodienstes, die Postgarage und das Post-Reise-Büro übernehmen. Es gehe vor allem darum, wieder Ordnung und eine klare Regelung der Kompetenzen zwischen Vorgesetzten und Personal in den Bereich zu bringen. Zusätzlich solle ich auch noch den Gesamtsektor Marketing übernehmen, obschon diese Aufgabe im Pflichtenheft eines Betriebssekretärs stehe. Ich willigte spontan ein! Zwei Jahre später, 1982, werde ich als Dienstchef zum Leiter und Hauptverantwortlichen des Postautodienstes Oberwallis gewählt. Meine Aufgabe ist am Anfang nicht leicht, denn die Freiheit, die sich gewisse Mitarbeiter erlauben, geht schlichtweg zu weit! Vor allem einzelne Bedienste betrachten ihren bisherigen Chef eher als Untertanen denn als Vorgesetzten. Gerade deshalb wird von den vorgesetzten Direktionen in Bern und Lausanne ausdrücklich eine härtere Linie verlangt. Die Verwirklichung dieses Auftrags führt am Anfang nur unter einzelnen Mitarbeitern zu einem wahren Aufstand gegen ihren neuen Chef. Etwas, das mich aber nie beeindrucken darf und kann!
Angestellter in der Grossweinhandlung Thiébaud frères in Bôle, wo David A. Schmidt Wein zu Schaumwein aufbereitete.
Da meine Frau das Pflegeheim vehement meidet, behält für mich die Heimpflege absolute Priorität. So pflege ich diesen schwer kranken Menschen 28 Jahre lang zu Hause. Anfänglich ein halbes Jahrzehnt, bis zu seinem Beginn der Banklehre in Zürich, zusammen mit meinem jüngeren Sohn Stefan, und ab 1. Juni 1981, während 23 Jahren, mit Kollegin Wilanda Meier vom Pflegedienst der Intensivstation Spital Brig. Meine liebe Frau und ich hätten 2006 „Goldene Hochzeit“ feiern dürfen. Leider wollte es das Schicksal anders. Sie ist kurz zuvor, am 3. Dezember 2004, an den Folgen ihres schweren Leidens gestorben.
So weit nur einige Brocken aus der Lebensgeschichte von David A. Schmidt, die er mit ebenso vielen Illustrationen begleitet, wie sein Buch Seiten zählt. Dieses Buch enthält 77 verschiedene Kapitel, vor allem zur Aufrechterhaltung einer ausführlichen Dorfchronik: Entstehungsgeschichte, Menschen, Sitten, Gebräuche und Zeitgeschehen aus meiner Heimat Oberwald/Unterwassern (Obergoms) und aus dem Oberwallis sowie der literarischen Darstellung meines eigenen Lebens und der Familienchronik Schmidt-Kreuzer. Jedes seiner Kapitel würde ein Buch füllen, ist doch David in vielen Disziplinen zu Hause. Wir kennen den Obergommer als Spitzensportler und Förderer des Skisports und wissen auch um seine musische Seite. Sie ist ihm angeboren, Gesang und Musik ist bei den Schmidts eine familiäre Angelegenheit. Zu Davids Passion als Jäger zählen seine profunden Kenntnisse der Fauna und seine Verdienste um die Ausbildung der Jungjäger/innen. Wo immer David A. Schmidt seine Meinung kundtut, vertritt er seine Sache mit Kompetenz und mit der nötigen Zivilcourage.
<< Brigadier >> David A. Schmidt, Chef Postauto Oberwallis.
David A. Schmidt alias Ben Diana Tü-Ta-Ta als Tintenpascha des Türkenbundes von Brig/Mekka.
Auf dem Col des Mosses vor dem Start zu einem Plauschrennen anlässlich der nordischen Schweizermeisterschaften 1975. Zuspruch von Alby Jost, langjähriger Präsident des Skiklubs Obergoms, an seinen Nachfolger. Mit Startnummer 7 Raphael Zumoberhaus.
Zahlreich sind die Veranstaltungen, denen David A. Schmidt als erfahrener Organisator oder als Mitwirkender seine Hilfe lieh. Auf dem Foto sehen wir ihn als Speaker an der Seite seiner Lebenspartnerin Wilanda Meier.
Hochzeitsfoto der Familie Schmidt, von links: Tochter Isabelle, Braut Fabienne, Sohn Laurent, Ehegattin Brigitte, Sohn Martin des Laurent, Bräutigam Stefan, Tochter Tanja des Laurent, Eltern Yvette und David A. Schmidt.
Das umfangreiche Werk mit persönlicher Widmung können Sie gerne zum Preis von Fr. 70 .– zzgl. Versandskosten direkt beim Buchautor bestellen unter folgender Adresse: