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Diamanten geniessen nach wie vor eine sehr hohe Beliebtheit und lassen vor allem die Frauenherzen höher schlagen. Der Diamant ist der härteste unter den Edelsteinen und wird deshalb auch als «der unvergängliche» bezeichnet. Dank seiner hohen Lichtbrechung kann kaum ein anderer Edelstein mit dem Funkeln, auch Feuer genannt, eines gut geschliffenen Diamanten mithalten. Der Diamant wird oft als Symbol für die Unvergänglichkeit der Liebe verwendet und ist deshalb der Klassiker, wenn es um die Gestaltung eines Verlobungs- oder Eheringes geht. In diesem Kapitel finden Sie die wichtigsten Informationen zur Beurteilung eines Diamanten.
Grundsätzlich sind für die Beurteilung und Preisgestaltung eines Diamanten die gleichen Faktoren massgeblich wie bei der Beurteilung eines Farbsteines. Allerdings sind die massgeblichen Kriterien bei den Diamanten wissenschaftlich skaliert und vereinheitlicht worden.
1. Gewicht
Wie bei den Farbsteinen wird auch das Gewicht der Diamanten in Karat angegeben. Der Preis steigt mit höherem Gewicht nicht proportional, sondern progressiv. Ab einem Gewicht von zwei Karat steigt der Preis dramatisch. Der grösste je gefundene Diamant wurde 1905 in Südafrika entdeckt und wog im Rohzustand 3106.75 Karat. Der Diamant wurde « Cullinan-Diamant» genannt. Heute ist der Diamant ein Teil der britischen Kronjuwelen.
2. Reinheit
Die Reinheit von Diamanten wird wie folgt beschrieben:
FL(Flawless): Der Stein ist Lupenrein. Selbst bei 10-Facher Vergrösserung können keine inneren oder äusseren Fehler festgestellt werden.
VVS: Der Stein hat minimalste, kaum erkennbare Einschlüsse. Diese sind selbst bei zehnfacher Vergrösserung nur schwer erkennbar. VVS = Very very small Inclusion(s)
VS: Der Stein hat sehr kleine Einschlüsse, diese sind selbst bei zehnfacher Vergrösserung nur schwer erkennbar. VS = Very small Inclusion(s)
SI: Der Stein hat kleine Einschlüsse, welche mit blossem Auge von der Krone her betrachtet nicht oder nur sehr schwer erkennbar sind. Bei zehnfacher Vergrösserung sind die Einschlüsse leicht zu erkennen. SI = Small Inclusion(s)
P1: Der Stein hat Einschlüsse, die bei zehnfacher Vergrösserung sehr deutlich erkennbar sind. Von blossem Auge sind die Einschlüsse von der Krone her betrachtete unter Umständen bereits sichtbar. Die Brillanz kann bereits leicht beeinträchtigt sein. P = Piqué
P2/P3: Grosse und / oder zahlreiche Einschlüsse. Von blossem Auge leicht erkennbar. Die Brillanz wird deutlich gemindert.
3. Farbe
Die beliebtesten Diamanten sind gänzlich klar, farblos und transparent. Allerdings können Diamanten in einer attraktiven Farbe ebenfalls Höchstpreise erzielen. Bei farbigen Diamanten sprich man auch von «Fancy» Diamanten. Da gibt es zum Beispiel den blauen Diamanten mit dem Namen «Oppenheimer Blue». Dieser Stein erhielt das Qualitätsprädikat «Fancy Vivid Blue» und wurde an einer Auktion in Genf für 57.5 Millionen Dollar verkauft. Fancy Diamanten machen lediglich etwa 1% der weltweiten Produktion aus. Diamanten mit gleichmässiger Färbung gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Anschliessend finden Sie die Farbgraduierung welche im Handel üblicherweise ihre Anwendung findet.
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GIA-Bezeichnung Farbton D/E Hochfeines Weiss (River) F/G Feines Weiss (Top Wesselton) H Weiss (Wesselton) I/J Leicht getöntes Weiss (Top Cristal) K/L Getöntes Weiss (Crystal) M/N Getönt 1 (Top Cape) O Getönt 2 (Cape)
4. Schliff
Der Schliff ist massgeblich für das Funkeln eines Diamanten und damit für seine Attraktivität. Grundsätzlich gibt es Diamanten in allen Formen und Schliffarten auf dem Markt. Der Klassiker ist dabei der Brillant-Schliff. Häufig wird umgangssprachlich von einem Brillanten gesprochen. Damit ist immer ein Diamant in Brillant-Schliff gemeint. Die Schliffqualität wird in «sehr gut», «gut», «mittel» und «gering» angegeben. Dabei kann ein Diamant mit einer geringen Schliffqualität einen Grossteil seiner Brillanz verlieren.
Nebst diesen vier Hauptkriterien gibt es noch weitere Faktoren, welche den Preis und die Qualität eines Diamanten beeinflussen können. So ist zum Beispiel die Fluoreszenz ebenfalls ein Bewertungskriterium. Ein Diamant mit einer hohen Fluoreszent leuchtet unter UV-Licht stark bläulich. Dies kann den Wert eines Diamanten herabsetzten.