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Es ist kaum bekannt, dass es im Aargau kurz nach der Gründung des Bundes- staates 1848 zu einer Hungersnot kam. Schauplatz war das karge und abgelegene Ruedertal. In amtlichen Berichten ist von Vätern die Rede, die Kartoffeln stahlen, damit ihre Familien nicht verhungerten, und von Müttern, die ihre Kinder auf Betteltouren statt in die Schule schickten. Ursula Maurer schildert quellennah die prekären Lebensumstände der Talbewohnerinnen und Talbewohner, thematisiert neben den Ursachen der Not die Massnahmen zur Bekämpfung der Armut, erzählt von der Auswanderung nach Nordamerika und Süddeutschland und von der den Gemeinden wegen ihrer hohen Verschuldung vom Kanton verordneten Zwangsverwaltung.
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