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Dekade des Ökumenischen Rats der Kirchen zur Überwindung von Gewalt
An der 8. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Jahre 1998 in Harare, Simbabwe, wurde beschlossen, dass das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends mit einer "Dekade zur Überwindung von Gewalt - Kirchen für Frieden und Versöhnung" beginne. Die Mitgliedkirchen des ÖRK wurden aufgefordert, das Thema aufzunehmen und mit Veranstaltungen, Aktionen, Gottesdiensten dazu beizutragen zur Überwindung von Gewalt beizutragen.
Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn bestimmte am 3./4. Dezember 2002, dass sich unsere Kirche an der weltweiten, ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt beteiligt, und rief alle Kirchgemeinden auf, dies ebenfalls zu tun. ?Am 30. Mai 2007 beschloss die Synode, das Engagement für die Dekade bis im Jahr 2011 weiterzuführen.
Sie befürwortete auch die Aeufnung eines Dekadefonds durch Kollekten der Kirchgemeinden, mit dem im Kirchengebiet und weltweit Projekte zur Überwindung von Gewalt unterstützt werden konnten.
In den Kirchgemeinden war die Thematik schon vorher präsent. Durch die Dekade fanden vielerorts zusätzliche Anlässe und Bildungsangebote statt. (Link Liste mit ausgewählten Veranstaltungen). Der Kirchensonntag 2004 war dem Thema gewidmet. Dazu entstand das Buch "Gewalt- eine mächtige Herausforderung".
An der Wintersynode 2006 erhielten die Synodalen für ihre Kirchgemeinden einen Dekadenkalender der Gesamtkirchlichen Dienste. 32 Katen stellten Projekte, Angebote ihrer eigenen Arbeit wie auch von Partnerorganisationen auf Deutsch und Französisch vor. Viele Kirchgemeinden nahmen die Anregungen dankbar auf, einige fühlten sich auch unter Druck gesetzt, da die Programme der Kirchgemeinden schon sehr voll seien.
An der Schlusskonvokation zur Beendigung der Dekade in Kingston, Jamaika, nahmen Mitglieder unserer Kirche teil und stellten unsere Arbeit im Bereich der Suizidprävention und der Sans-Papier vor.
Die Arbeit zur Überwindung von Gewalt ist mit dem Schluss der Dekade nicht fertig, sondern der Einsatz für eine friedlichere Welt bleibt weiterhin wichtige Aufgabe für die Kirche. Das Schlussdokument von Kingston soll auch in der nächsten Vollversammlung des ÖRK in Busan 2013 wieder aufgenommen werden.
Pia Grossholz-Fahrni
Video: Fatima und Sumaya
Fatima und Sumaya – Eine muslimisch-christliche Frauenfreundschaft in Palästina seit mehr als 50 Jahren
Fatima, die Muslimin aus der Wüste Judäa und Sumaya, die Christin aus Bir Zeit, sind zusammen zur Schule gegangen. Es war die evang. Schule Talitha Kumi, die noch heute in Beit Jala im besetzten Westjordanland unter der Trägerschaft des Berliner Missionswerks muslimischen und christlichen Jungen und Mädchen "Wissen um die Dinge in dieser Welt, gegenseitigen Respekt und Toleranz gegenüber Andersgläubigen" vermittelt.
Was sie damals gelernt haben in Talitha Kumi prägt das Leben und Handeln dieser beiden Frauen, die - jede auf ihre Weise - einen bedeutenden Beitrag zum Frieden in diesem unruhigen und leidenden Land und Hilfe für Bedürftige leisten.
Das langjährige vertrauensvolle Zusammenwirken beider Frauen mit dem Autor des Films bildet die Basis für diese differenzierte und ausgewogene Dokumentation.
Ein Film von Uwe Dieckhoff
2007
Sprache: Englisch
Dauer: 26.16 Minuten
Siehe Film: Fatima und Sumaya
Video: Und Friede auf Erden...
Und Friede auf Erden... Die Friedensstifter von Kingston
Bei der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation in Kingston/Jamaika trafen sich im Mai 2011 mehr als 1000 Friedensakteure und tauschten ihre Erfahrungen mit der Gewalt und ihrer Überwindung aus. Der Dokumentarfilm macht am Beispiel von von Umwelt- und Gewaltpräventionsprojekten in Jamaika, Indonesien, Südafrika und Deutschland deutlich, wie sich die Kirchen weltweit vernetzen, um für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.
Ein Film von Johannes Meier
Deutschland 2011
Sprache: Deutsch
Dauer: 33.17 Minuten