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Um günstigen Wohnraum für die wachsende Bevölkerung zu schaffen, wurden
Ende des 19. Jahrhunderts in Basel an den Stadträndern grosse Wohnbauprojekte realisiert; ganze Quartiere wurden neu gebaut.
Das viergeschossige Gebäude im Gundeldinger Quartier ist 1899 als Teil einer solchen Blockrandbebauung erstellt worden.
Die ganze Strassenzeile ist weitgehend erhalten und liegt deshalb in der Schonzone.
In den 1970er Jahren wurden die vier Dreizimmer-Wohnungen saniert. Die WCs im Treppenhaus wurden aufgehoben und jede Wohnung mit einem neuen Badezimmer und einer neuen Küche ausgestattet.
Nach 40 Jahren sollte das Gebäude erneut ertüchtigt und mit einer Dachwohnung erweitert werden.
Um das Strassenbild zu erhalten wurde auf eine Dämmung der Fassade verzichtet. Die neuen Fenster und Rolläden aus Holz und die Farbe der Fassade nehmen Bezug auf den historischen Kontext. Im Innern wurden sämtliche Küchen, Duschen und die sanitären Anlagen ersetzt. Die Elektroinstallationen mussten ebenfalls erneuert werden. Auch hier sollte die Geschichte des Hauses spürbar bleiben. Böden, Holzwerk und die Decken der Zimmer wurden instandgesetzt.
Die neue Dachwohnung nimmt bestehende alte Elemente, wie beispielsweise den Fischgratparkett auf und interpretiert sie neu. So wird an der Geschichte des Hauses weiter geschrieben um es für die kommenden Bewohner und nächsten Jahrzehnte fit zu machen.