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Die 1871 erbaute Zahnradbahn von Vitznau nach Rigi-Staffel mit ihrer Verlängerung bis Rigi-Kulm 1873 war als erste Zahnradbergbahn Europas eine technische und touristische Pioniertat. Bereits 1875 erhielt sie Konkurrenz durch die Arth-Rigi-Bahn, welche die Rigi von der Schwyzer Seite her erschloss.
Auf der Rigi verband zudem ab 1875 eine Bahn die beiden Hotelstandorte Rigi-Kaltbad und Rigi-Scheidegg. Die Technikbegeisterung der damaligen Zeit schlug sich in steigenden Besucherzahlen der bereits vorher vielbesuchten Rigi nieder. Die Hotels auf der Rigi wie etwa das Grandhotel in Kaltbad entwickelten sich zu geschäftigen Orten mit internationalem Flair. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Rigi die höchste Hoteldichte im Alpenraum. Mit der Rigibahn begann auch die bahntechnische Eroberung der Alpengipfel. Bis 1914 erreichte die Schweiz mit 20 Bahnneubauten die höchste Zahnradbahndichte der Welt.
Die Erschliessung der berglandwirtschaftlichen Betriebe mit Materialseilbahnen begann in der Zentralschweiz bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Von Vitznau führen noch heute zwei Kleinseilbahnen zur Wissifluh und nach Hinterbergen, die von den dort ansässigen Bauern betrieben und unterhalten werden.
Materialseilbahnen werden als effiziente und landschaftsschonende Transportmittel von den Bergbauern bis heute sehr geschätzt. Auch an den steilen Berghängen um den Vierwaldstättersee, wo ihre Zahl besonders hoch ist.
In den 1940er-Jahren baute man die 1908 und 1913 erstellten Warenseilbahnen zur Wissifluh und nach Hinterbergen zu Personenseilbahnen aus. Die damit erfolgte Verkürzung der (Schul)wege nach Vitznau erleichterte den Bauern nicht nur die ganzjährige Bewirtschaftung ihrer Bergbetriebe, sondern eröffnete ihnen auch neue Einnahmequellen mit der Bewirtung und Beherbergung von Touristen.