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Während im deutschsprachigen Raum aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie keine Rennen stattfinden können, fand am 9. und 10. Juli im tschechischen Dobřany der erste Lauf der 4X ProTour 2021 statt. Leider war es den englischen Athleten nicht möglich in die EU zu reisen. Trotzdem gingen Fahrer aus sieben Nationen an den Start, die alle nach der langen Pause vom Rennen fahren sehr motiviert waren.
Kurz vor Trainingsbeginn am Freitag fing es an zu regnen. Dadurch war die frisch hergerichtete Strecke nicht gut befahrbar und die Organisatoren entschieden sich dazu, das geplante Training und die Qualifikation von Freitag auf Samstag zu verschieben. Am nächsten Tag hat sich gezeigt, dass die Entscheidung der Rennleitung im Sinne aller Rennfahrer war. Die Strecke trocknete während des Trainings sehr gut ab, was wichtig war, um die großen Sprünge überwinden zu können. Das Rennen in Dobřany war schon einigen Fahrern aus der European 4Cross Series der letzten Jahre bekannt. Im Training lag das Hauptaugenmerk der Teilnehmer im oberen Teil mit enger Kurve, großem Step Down und anschließendem Double.
Es waren 32 Fahrer gemeldet. Im Training gab es zwei folgenschwere Stürze, weshalb nur 30 Fahrer zur Qualifikation an den Start gehen konnten. Tomas Slavik wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die Qualifikation mit einer Zeit von 40,16s. Auf Platz zwei landete Mikulas Nevrkla mit einem Rückstand von 0,5 Sekunden. Aus deutscher Sicht überraschte Erik Emmrich mit Platz 4. Dahinter reihten sich Ingo Kaufmann auf 6, Klaus Beige auf 11, Denny Tischendorf auf 13 und Daniel Anger nach Fehler am Triple auf Platz 15 ein. Somit haben sich alle in der vorderen ersten Hälfte qualifiziert.
Nach einer kurzen Pause starteten die Rennläufe mit dem Achtelfinale. Die erste kurze Gerade mit Rhythm Section und engem 90° grad Turn war ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Heats, da das Überholen im unteren Teil eine echte Herausforderung darstellte. Somit kam es hauptsächlich auf dem Streckenabschnitt bis zur dritten Gerade zu hart umkämpften Positionswechseln. Leider bekam dies auch Denny Tischendorf direkt im Achtelfinale zu spüren. An zweiter Stelle liegend, direkt hinter Erik Emmrich, ging Tischendorf zusammen mit Jiri Vesely hart zu Boden, wodurch beide Bruchpiloten ausschieden. Später stellte sich im Krankenhaus heraus, dass sich Tischendorf das Schulterblatt gebrochen hatte und somit seine Saison bereits nach dem ersten Rennlauf beendet war. Beige, Anger, Kaufmann und Emmrich zogen problemlos ins Viertelfinale ein.
Im nächsten Heat konnte Klaus Beige durch ein High-low Manöver in der ersten Kurve auf Position zwei vorfahren wurde aber sofort beim Stepdown von Kaufmann gekontert. Beige war hiermit ausgeschieden und Kaufmann konnte sich zusammen mit dem Lokalmatador Brozik in die nächste Runde kämpfen. Emmrich kam mit dem Tschechen Brza weiter. Anger musste sich gegen den Quali zweiten Nevrkla und Hannes Slavik geschlagen geben.
Somit verblieben aus deutscher Sicht nur noch Kaufmann und Emmrich unter den Top 8. Im ersten Halbfinale setzten sich Tomas Slavik und Erik Emmrich mit guten Gates in Führung. Es kam zwischen Emmrich und Hrebicek in der ersten Kurve zu einem Kontakt und der Tscheche ging zu Boden. Dadurch ging die Tür für Brza auf und er konnte sich inside hinter Slavik einreihen. Dies änderte sich bis zum Ziel nicht mehr.
Im zweiten Halbfinallauf standen Nevrkla, Brozik, H. Slavik und Kaufmann zusammen im Gate. Während Nevrkla vom innersten Startplatz aus den Start für sich entscheiden konnte, versuchte Kaufmann mit einem Manöver von Startplatz 4 an seinen Konkurrenten vorbei zu kommen, leider ohne Erfolg. Im weiteren Verlauf des Heats fanden keine weiteren Positionswechsel statt. Somit standen Nevrkla und Brozik im großen Finale und Hannes Slavik und Kaufmann im kleinen Finale.
Im kleinen Finale hatte Hannes Slavik von Startplatz drei aus den besten Snap und schob somit Kaufmann und Emmrich ganz nach innen. Hrebicek zog direkt hinter Slavik ebenfalls an den beiden Deutschen vorbei. Kaufmann versuchte an Hrebicek dranzubleiben, schaffte es aber nicht ein Überholmanöver einzuleiten. Somit kam Slavik als erster ins Ziel, gefolgt von Hrebicek, Kaufmann und Emmrich. Das große Finale wurde wie erwartet schon am Start vom Quali-schnellsten Tomas Slavik dominiert. Auch im weiteren Verlauf konnten seine tschechischen Landsmänner nichts weiter ausrichten.
Das sehr dünn besetzte Feld bei den Frauen gewann Michaela Berakova.
Ein Bericht von Erik Emmrich, Ingo Kaufmann und Daniel Anger
Ausschnitt aus der Rangliste: