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Bei einer Explosion in einer Raffinerie im Osten von Mexiko sind am Mittwoch drei Arbeiter ums Leben gekommen. 136 weitere Menschen sind nach Angaben des mexikanischen Erdölkonzerns Pemex beim schweren Unglück in dem Werk in Coatzacoalcos verletzt worden.
Unter den Verletzten waren 13 Schwerverletzte, wie der staatliche Erdölkonzern Pemex am späten Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. 48 Menschen konnten nach kurzer Behandlung die Spitäler wieder verlassen.
Bei allen Opfern handelte es sich um Arbeiter in der Raffinerie der Firma PMV in der Stadt Coatzacoalcos, wie weiter mitgeteilt wurde. PMV ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Pemex und der petrochemischen Firma Mexichem.
Das Firmengelände und die Nachbarschaft des Unternehmens PMV seien evakuiert worden, sagte die Chefin des Zivilschutzes des Bundesstaates Veracruz, Yolanda Gutiérrez Carlín, im Fernsehen. Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und Feuerwehrleute waren an der Brandbekämpfung im Industriekomplex beteiligt. Die Polizei riegelte das Gebiet ab.
Nach Angaben des Bundeschefs des Katastrophenschutzes, Luis Felipe Puente, konnten rund 2000 Menschen, die zunächst in Sicherheit gebracht worden waren, in ihre Häuser zurückkehren.
Ursache nicht bekannt
Die Ursache der Explosion war zunächst unbekannt. Eine Untersuchung solle beginnen, sobald sich der betroffene Bereich abgekühlt habe, teilte der Staatskonzern nach einer Medienkonferenz mit.
Luftmessungen hätten ergeben, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Nach der Explosion seien sofort alle Leitungen und Ventile geschlossen worden. Die Situation sei unter Kontrolle. Die Opferzahlen seien allerdings vorläufig und könnten sich noch ändern.
Im Fernsehen war zu sehen, wie dichter, schwarzer Rauch über der Raffinerie aufstieg. Die Druckwelle sei noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren gewesen und habe in der Innenstadt von Coatzacoalcos Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen, sagte der Gouverneur von Veracruz im TV-Sender Televisa.
In Coatzacoalcos und angrenzenden Gemeinden sollten die Schulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Später twitterte der Gouverneur, der in Lateinamerika übliche Abendunterricht solle am Donnerstag stattfinden.
Präsident Enrique Peña Nieto sagte den Arbeitern und Anwohnern der Raffinerie Unterstützung zu. Die Firma PMV stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren. (sda/dpa)