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Feldhase
Lepus europaeus
Feldhasen sind in ganz Europa verbreitet und dehnen sich weiterhin nach Osten aus. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie auch in Nord- und Südamerika, sowie Australien und Neuseeland eingeführt. In der Schweiz leiden die Feldhasen heutzutage jedoch unter der Intensivierung der Landwirtschaft (Einsatz von chemischen Mitteln) und Verschwinden ihrer Lebensräume wie z.B. Hecken und Brachland.
Feldhasen sind äusserst flinke Tiere und vermögen ihren zahlreichen Feinden oft ein Schnippchen zu schlagen. Mit ihrem muskulösen Körperbau können sie mehrere Meter weite Sprünge vollführen und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 70km/h erreichen. Ihre Sprungkraft kann man nicht nur auf der Flucht vor Räubern beobachten, sondern auch während der Paarungszeit: Dann liefern sich rivalisierende Männchen (Rammler) stundenlange Kämpfe um die Weibchen.
Die Nahrung der Feldhasen ist vorwiegend pflanzlich und eher karg. Um die wenigen Nährstoffe besser auszunutzen, fressen die Hasen ihren feuchtweichen Kot nochmals. Der zweite Kot besteht dann aus kleinen, runden Bällchen und wird nicht mehr gefressen. Im Winter ernähren sich die Hasen vor allem aus Zweigen von kleinen Sträuchern.
Die jungen Hasen kommen im Frühjahr zur Welt und haben schon von Geburt an die Augen offen und ein dichtes Fell. Sie werden einmal täglich am Abend gestillt und verstecken sich danach getrennt im Gras. In ihrer Jugend sind die Feldhasen von vielen Krankheiten und Feinden bedroht. Krankheiten sind auch der Grund, weshalb die Zucht in Menschenobhut schwierig ist.
Weitere Informationen
Im Tierpark leben etliche Feldhasen in der Freilaufzone, die mit etwas Glück und vor allem in den ruhigeren Abendstunden zu beobachten sind.