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Die Kirche von Rennes-le-Chateau
Der ursprüngliche Plan, die Kirche zu renovieren, sollte weiter in die Tat umgesetzt werden. Eine Bodenplatte, die vor dem Altar lag, entpuppte sich, einmal umgedreht als eine Darstellung zweier Ritter. Sie stammt aus dem 8 Jahrhundert. Der Geschichte folgend, markierte die Steinplatte nichts anderes als den Eingang zu einer Krypta der "Seigneurs de Rennes".
Leider ist dies heute nicht mehr nachzuvollziehen, denn einerseits besteht ein Grabungsverbot (nachdem neugierige Menschen in Nacht und Nebel-Aktionen wahllos in Rennes-le-Chateau gegraben haben) und andererseits ist die Krypta nicht zu besichtigen.
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlicherweise streiten. Aber wer würde im Eingang einer Kirche ein Teufel hinstellen? Und welcher Priester lässt über dem Türportal seines Gotteshauses den Satz:
"TERRIBILIS EST LOCUS ISTE"
(dieser Ort ist schrecklich) einmeisseln?
Saunière hat es getan.
Aber damit nicht genug. Jede Station des Leidensweges von Jesus Christus weist ihre Eigenheiten auf. In dieser Kirche warten tausend Rätsel darauf gelöst zu werden. Saunière gibt Hinweise, aber den Schlüssel müssen wir selber finden.
Interessant ist z.B. wie Henry Lincoln die Teufelsstatue interpretiert. Über dem Teufel stehen, auf einer Platte, 4 Engel. Auf dieser Platte steht: "PAR CE SIGNE TU LE VAINCRAS". Einer der Engel zeigt dabei nach unten, meint also den Teufel. Direkt über dem Teufel befindet sich das Weihwasser. Nun der Teufel ist dabei in einer sehr unbequemen Körperhaltung, es fehlt ihm eigentlich nur noch ein Sessel, dann könnte er das Gewicht vielleicht besser ertragen. Unweit von Rennes-le-Chateau existiert ein Stein, der ausieht wie ein bequemer Sessel. Überflüssig zu bemerken, dass dieser Sessel "le fauteuil du diable" heisst. Neben diesem Sessel (auf dem sehr interessante Symbole eingeritzt worden sind) befindet sich eine Quelle.
Wenn das nun ein Hinweis auf einen Schatz sein sollte, ist dieser vermutlich längst nicht mehr da. Vielleicht wollte Saunière auf diese Weise die Orte markieren, wo er seine "Schätze" gefunden hat. Ein schöner Ort ist es alleweil.
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