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MDR Kultur erinnert unter dem Titel „Brockhaus, Meyer – und Pierer!“ an das „Enzyklopädische Wörterbuch der Wissenschaft und Künste“ des Altenburger Verlegers Johann Friedrich Pierer, der vor 250 Jahren geboren wurde:
„“Pierer muss den größten Teil der Studierten und Beamten für sich beschäftigt haben und was noch bemerkenswerter ist – sie waren ihrem Auftrag gewachsen und schrieben, wie der Benutzer bald bemerkt, ein gebildetes Deutsch“ (Walther Killy, Literaturwissenschaftler).
Das ist sicher ein Grund für den Erfolg, den Pierers Lexikon hat. Bis Ende des 19. Jahrhunderts erscheinen sieben Auflagen. Zu den begeisterten Nutzern eines „Pierers“ zählt der preußische Generalfeldmarschall Moltke, dem vielleicht die knappe Sprache des Ex-Offiziers Heinrich August Pierer mehr zusagt, als der Conversationston bei „Meyer“ und Brockhaus. Die allerdings überleben den Pierer um 100 Jahre.“