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Ende 2001 lancierte der Regierungsrat das Projekt "Agglomerationsstrategie Kanton Bern". Er legte gestützt auf den kantonalen Richtplan die folgenden - nach wie vor gültigen inhaltlichen Ziele - der bernischen Agglomerationsstrategie fest:
- Die Städte und Agglomerationen werden als spezifischer Wirtschafts- und Lebensraum wahrgenommen und ihre besonderen Bedürfnisse werden im Rahmen der Tätigkeiten des Kantons und des Bundes berücksichtigt.
- Die Stärken und Entwicklungspotenziale der urbanen Regionen im Kanton Bern sind durch konzertierte Massnahmen und geeignete Zusammenarbeitsformen zu fördern und zu unterstützen.
- Der Kanton setzt sich im Rahmen der Arbeiten auf Stufe Bund und Kantone aktiv für die Interessen der Zentren und Agglomerationen ein.
Kernstück der Strategie für Agglomerationen und regionale Zusammenarbeit (SARZ) ist es, die Agglomerationen als Wachstumsmotoren zu stärken, ohne den ländlichen Raum zu vernachlässigen. Zu diesem Zweck wurde das Regionalkonferenz-Modell entwickelt. Regionalkonferenzen ermöglichen es, die Zusammenarbeit der Gemeinden in wichtigen regionalen Fragen zu vereinfachen, verbindlicher und demokratischer auszugestalten. Die rechtlichen Grundlagen für die Einführung von sechs Regionalkonferenzen im Kanton Bern wurden in der kantonalen Volksabstimmung vom 17. Juni 2007 deutlich angenommen. Die entsprechenden Verfassungs- und Gesetzesbestimmungen sind am 1. Januar 2008 in Kraft getreten. Sie bilden auch die Grundlage für die Erarbeitung der Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzepte (RGSK).
Evaluation SARZ
Die Strategie für Agglomerationen und regionale Zusammenarbeit (SARZ) wurde 2016 einer externen Evaluation unterzogen. Der Regierungsrat hat am 16. August 2017 seinen Bericht zur Zukunft der regionalen Zusammenarbeit zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Aus Sicht des Regierungsrats haben sich die bestehenden Grundlagen für die regionale Zusammenarbeit bewährt. Der Regierungsrat will die regionale Zusammenarbeit der Gemeinden weiterhin fördern, aber auch einfordern. Die Einführung von Regionalkonferenzen soll für die Regionen freiwillig bleiben.