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(spr. taljō-), ital. Familie, die sich auf dem
Gebiete der Tanzkunst ausgezeichnet hat:
Philipp Taglioni, geb. 1777 in Mailand als Sohn des Tänzers KarlTaglioni, war anfänglich erster Tänzer und Ballettmeister in Stockholm,
wo er anstatt des Rokokokostüms in den Anakreontischen Balletts das
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wahre antike Kostüm
[* 17] einführte. Später wirkte er in Cassel, bis 1853 in Warschau. Er starb am Comer See. Er ist
der Verfasser vieler Ballette, unter denen sich «Sylphide» durch Erfindung, Poesie und sinnreiche choreographische Ausführung
auszeichnet.
Sie starb in Berlin. Nachdem PaulTaglioni 1849 zum königl. Ballettmeister und 1869 zum Ballettdirektor des
Hoftheaters zu Berlin ernannt worden war, widmete er sich mit großer Energie der Förderung seiner Kunst und erwarb sich besonders
durch seine eigenen choreographischen Kompositionen den Ruf des vorzüglichsten Ballettdichters der neuern
Zeit. Als seine bedeutendsten Ballette sind hervorzuheben: «Sardanapal», «Undine», «Satanella», «Flick
und Flock», «Fantasca» u. s. w.,
die nicht nur in Berlin, sondern auch auf den meisten großen europ. Bühnen Beifall fanden. Taglioni starb in Berlin.
Marie Taglioni, geb. zu Berlin, Tochter des vorigen, betrat 1847 in London zum erstenmal die Bühne.
Dieselbe enthusiastische Aufnahme wie hier fand sie einige Monate später zu Berlin, wo sie engagiert wurde. 1866 zog sie sich
infolge ihrer Vermählung mit dem Prinzen Joseph Windisch-Grätz von der Bühne zurück. Sie starb auf
Aigen in Niederösterreich. Sie vereinigte im Tanze Anmut und Schönheit mit den Vorzügen künstlerischer Vollendung und einem
hervorragenden dramatisch-mimischen Talent.