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Entzug
Bei Personen mit einer schweren Medikamentenabhängigkeit beginnt die Behandlung häufig mit einem körperlichen Entzug. Dabei wird das Medikament schrittweise oder abrupt abgesetzt. Ein schrittweises Absetzen wird bei Missbrauch von Benzodiazepinen oder Opioiden empfohlen, andere Schmerzmittel werden eher sofort abgesetzt.
Entzugserscheinungen
Bei einem Entzug können Entzugserscheinungen auftreten. Daher sollte ein Entzug mit ärztlicher Begleitung und nie alleine zu Hause durchgeführt werden.
Häufige Entzugserscheinungen sind u.a. Zittern, starkes Schwitzen, erhöhter Puls, Blutdruckveränderung, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Schmerzen
Die Entzugserscheinungen gehen nach einigen Wochen vorüber. Häufig werden ärztlich verordnete Medikamente eingesetzt, welche die Entzugserscheinungen verhindern oder zumindest mildern.
Ob und welche Entzugsbehandlung notwendig ist, kann eine Suchtberatungsstelle oder die Ärztin / der Arzt abklären. Diese helfen der betroffenen Person auch, den Entzug zu organisieren.
Ambulanter oder stationärer Entzug
Der Entzug kann stationär oder ambulant durchgeführt werden. Ein ambulanter Entzug sollte unter ärztlicher Kontrolle und mit Unterstützung von Fachpersonen stattfinden. Dadurch entstehen keine langen Arbeitsabsenzen und keine Trennung von der Familie und Freunden. Bei langjähriger Medikamentenabhängigkeit, vorbestehenden psychischen Begleiterkrankungen oder belastenden Lebensumständen empfiehlt sich ein stationärer Entzug.
Der Entzug wird von der Grundversicherung aller Krankenkassen bezahlt.