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Roman Tschabold wurde am 27.11.1900 in Steffisburg im Kanton Bern geboren. Nach dem Besuch der Töpferschule und der keramischen Fachschule in Bern kam er über das Töpfern zur Malerei. Geprägt hat ihn dann von 1919 bis 1922 vor allem die Victor-Surbek-Schule mit so bekannten Studienkollegen wie Brignoni, Ciolina, Fueter, Geiser oder Linck.
1920 und 1922 folgten Studienaufenthalte in Dresden, wo er den Malern der «Brücke» und Oskar Kokoschka begegnete. Philosophische, psychologische und ethnologische Studien an der Universität Bern von 1922 bis 1924 sowie in Leipzig, Dresden und Berlin von 1930-1931 prägten sein Werk und Schaffen ebenso, wie längere Studienreisen nach Italien, England, Marokko und Mauretanien.
Neben seinem malerischen Schaffen war Roman Tschabold auch Architekt, Musiker, Bildhauer und Schriftsteller. Sein Interesse für abstrakte Kunst spiegelt sich in seinen Werken ebenso wider, wie sein Faible für das Figurative. In sich geschlossene Kompositionen mit einer beeindruckenden farblichen Harmonie ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Lebenswerk. Dieses umfasst nicht nur Porträts und Frauenköpfe, sondern auch zahlreiche Landschaften und Stillleben.
Der Schweizer Künstler hat sich als Zeuge des 20. Jahrhunderts mit verschiedenen Stilrichtungen intensiv auseinander gesetzt und ist sich dabei immer selbst treu geblieben. Roman Tschabold starb am 21.09.1990 in Steffisburg im Alter von 90 Jahren und hinterließ ein unverwechselbares Œuvre, das heute von seinem Enkel, dem Notar Dominik Tschabold verwaltet wird.