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Abrechnen,
das Ausgleichen vornehmlich wechselseitiger Geldschulden. Wenn zwei Parteien das, was sie sich wechselseitig schulden, gegeneinander aufrechnen, so hat das zunächst die Wirkung einer Tilgung der aufgerechneten Posten. Sie sind vertragsmäßig kompensiert (s. Aufrechnung). War die Abrechnung dazu bestimmt, alle wechselseitigen Schulden der beiden Parteien, oder doch alle wechselseitigen Schulden aus einem bestimmten Verhältnis aufzurechnen, so können bei der Abrechnung vergessene Posten, welche überhaupt oder aus diesem Verhältnis geschuldet werden, nachträglich nicht mehr gefordert werden, es sei denn, daß der Gläubiger einen solchen Irrtum (s. d.) nachweisen kann, wie er zur Rückforderung einer irrtümlich geleisteten Schuld dienlich ist.
Das gilt insonderheit, wenn Kaufleute, welche in laufender Rechnung oder im Kontokurrentverhältnis miteinander stehen, abgerechnet haben. Bleibt bei der Abrechnung ein Saldo (Überschuß) für die eine Partei, so hat die Abrechnung zugleich die positive Bedeutung, daß die andere Partei damit diesen Saldo als ihre Schuld anerkennt. Die Klage auf den Saldo wird mit der Bezugnahme nur auf die Abrechnung begründet, ohne daß auf den Charakter der abgerechneten Posten zurückzugehen ist. Die Abrechnung kann angefochten werden wegen Arglist der Gegenpartei und wegen entschuldbaren Irrtums. Eine Abrechnung zwischen mehr als zwei Parteien heißt Skontration (s. d.).