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13. März 2014
Roman Brodmann (1920-90) war Journalist und Dokumentarfilmer. Er begann seine Journalistenlaufbahn beim Basler Volksblatt und bei der Tat, produzierte und moderierte Sendungen für das Schweizer Fernsehen, unter anderem das legendäre Freitagsmagazin, für das er im Jahre 1961 den Prix Italia errhielt. Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Schweizer Fernsehen wegen seiner sozialkritischen Haltung verliess er 1963 die Schweiz und wechselte als freier Redakteur zum ZDF, später zum Süddeutschen Rundfunk und arbeitete für die ARD–Sendung Zeichen der Zeit.
Seine Zeit als Chefredaktor der „Zürcher Woche“
Nach dem ultrakonservativen James Schwarzenbach kam der „Nonkonformist“ Roman Brodmann mit einer neuen Equipe und neuen Ideen und neuem Schwung auf den Chefsessel. Die Zeitung wurde in den 60er
Jahren zum Sprachrohr einer jungen Generation. Doch diese Aera ging bald zu Ende. 1969 übernahmen Rolf Bigler, Friedrich Dürrenmatt, Markus Kutter und Jean Rudolphe von Salis die Wochenhzeitung
als Herausgeber. Sie wurde umgetauft in „Sonntags-Journal“ und stellte eine echte Alternative zur „Weltwoche“ dar. Doch nach einem „internen Knatsch“ und verschiedenen Rettungsversuchen (die
prominenten Herausgeber waren längst über Bord gegangen) wurde die Zeitung an die Weltwoche verkauft und schliesslich 1972 aufgelöst. Hier ein Stück schweizerische Zeitungsgeschichte, geprägt vom
Aufbruch und Geist rund um die 68er- Bewegung. Was daraus geworden ist, dokumentiert die heutige „Weltwoche“, die eine Postille des Rechtspopulismus geworden ist, und dort anknüpft, wo der
Rechtspopulist James Schwarzenbach 1969 die Zürcher Woche verlassen hat und in die Politik eingestiegen ist. Seine damaligen Anhänger (Ueberfremdungsinitiative) sind grösstenteils in Blochers SVP
gelandet.
Brodmans Editorial offenbart den Geist und die Offenheit und den Aufbruch der 60er Jahre und ist so zum Zeitdokument geworden.