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TREXMO (TRanslation of EXposure MOdels) ist ein Tool, das entwickelt wurde, um mit sechs international anerkannten Modellen gleichzeitig eine Expositionssituation zu beurteilen. Das Tool wurde zusammen mit dem Institut universitaire romand de Santé au Travail (IST) und der Universität in Genf entwickelt und im internationalen Kontext beurteilt (siehe peer review Publikation unten) und dient in erster Linie der effizienten und zuverlässigen Abschätzung der Arbeitsexposition für eine Vielzahl von Situationen.
Tool
TREXMO 2.0: http://trexmo.chuv.ch
Das Tool läuft momentan auf dem Server von CHUV (Le Centre hospitalier universitaire vaudois), es wird zu einem späteren Zeitpunkt auf den Server des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) transferiert.
Hintergrund
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) empfiehlt für die Arbeitsplatz-Expositionsbeurteilung von Chemikalien verschiedene Modelle. Diese Modelle sind jedoch von unterschiedlicher Komplexität und Genauigkeit. Es ist zudem in vielen Fällen (Expositionssituationen) unklar, welches Modell für die Expositionsabschätzung bevorzugt werden soll.
Die Herausforderung besteht darin, dass unterschiedliche Modelle in der Regel unterschiedliche Resultate liefern, und dass die Unsicherheiten der Modelle oft nicht genau bekannt sind. Das erschwert die Abschätzung der Exposition und damit auch die Beurteilung des Risikos im Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz.
Was ist TREXMO?
- TREXMO (= Translation of Exposure Models) ist ein Tool, das entwickelt wurde, um effizient und zuverlässig eine grosse Vielfalt an Expositionssituationen mit verschiedenen von der ECHA anerkannten Modellen beurteilen zu können. TREXMO integriert aktuell folgende sechs verschiedene Arbeitsplatz-Expositionsmodelle:
ART v.1.5, Stoffenmanager® Version 4.0 (Schinkel et al. 2010), ECETOC TRA v.3, MEASE v.1.02.01, EMKG-EXPO-TOOL und EASE v.2.0.
- Das wichtigste Element von TREXMO ist eine halb-automatische Übersetzungsfunktion, die ein definiertes Set von Parameter einer Expositionssituation von einem Modell in die Parameter aller anderen Modelle übersetzt. Diese fixierte Übersetzungsmethodik harmonisiert die Verwendung verschiedener Modelle für eine bestimmte Expositionssituation und reduziert dadurch die Unsicherheiten bei der Berechnung der Expositionswerte mit verschiedenen Modellen.
Wieso TREXMO?
- Es ist oft unklar welcher Ansatz für eine Expositionsabschätzung gewählt werden soll, ob eher ein Tier 1 (= Screening) oder doch eher ein Tier 2 (= Genauere Berechnung).
- Es gibt wenig Literatur zur Interpretation der Modellresultate und zur Diskussion der Unsicherheiten der Modelle in Bezug auf Expositionssituationen, Modell-Parameter (z.B. Aktivität) und der Modelle selbst.
- Expositionsmodelle sind nicht zwingend konservativ. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die berechneten Expositionswerte für Expositionssituationen oft über den gemessenen Expositionen liegen.
- Verschiedene Benutzer desselben Modells kommen in der Regel bei ihrer Berechnung auf unterschiedliche Resultate selbst wenn sie identische Situationen berechnen wollen (grosse Interuservariabilität). Verschiedene Studien haben gezeigt, dass für dieselbe Expositionssituation die Unterschiede teilweise mehrere Grössenordnungen betragen können. Die Expositionsabschätzung mit TREXMO trägt zu einer zuverlässigeren und robusteren Rechnung als die separate Verwendung der gleichen Modelle bei (siehe Publikation unten).
Was ist das Ziel des TREXMO-Projektes?
- Reduktion der Unsicherheiten bei der Eingabe und Wahl von Modellparametern der sechs zur Auswahl stehenden Modellen.
- Erhöhung der (Zeit-)Effizienz zur Berechnung der Exposition mit verschiedenen Modellen und für verschiedene Expositionssituationen.
- Abschätzung von zuverlässigen und einheitlichen Expositionswerten für eine grosse Vielfalt an Expositionssituationen.
- Berechnung von Expositionsszenarien, z.B. für den Stoffsicherheitsbericht (CSR) oder für das Zulassungsverfahren von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHCs).
Finanzierung:
Finanziert wurde das Projekt vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und vom Schweizerischen Zentrum für Humantoxikologie (SCAHT).
Rechtliche Bedingungen:
Das TREXMO Tool kann hier von der Webpage der Schweizer Bundesverwaltung kostenlos verwendet werden. Es gelten die rechtlichen Bedingungen der Schweizer Bundesverwaltung.
Rechtliche Bedingungen der Schweizer Bundesverwaltung
Anforderungen an den Rechner
Es wird lediglich einer der folgenden Web Browser benötigt: Google Chrome (45+), Safari (6+), Mozilla Firefox (38+) oder Internet Explorer (10+).
Danksagung
Wir danken der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA, Finnland), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, Deutschland), National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH, US), Environmental Protection Agency (EPA, US), Institut national de recherche et de sécurité (INRS, Frankreich), The Institute of Occupational Medicine (IOM, Scotland), Korea Institute of Science and Technology (KIST, South Korea) und der Technical University of Ostrava (VSB, Tschechien) für die fachlichen Diskussionen und ihre beratende Unterstützung bei der Entwicklung des TREXMO Tool.
Kontakt
Referenzen
Letzte Änderung 04.12.2017