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Strecken von 30km bis 160km absolvieren Pferd und Reiter an einem Tag.
Der Gesundheitszustand der Pferde steht dabei an erster Stell. Bei allen Disziplinen folgt nach ca. 20 - 40 Kilometer ein Vet-Gate (vorgeschrieben Kontrolle mit anschliessender Pause) bei welcher die Tierärzte die Pferde genau unter die Lupe nehmen. Sie können Pferde, die nicht mehr "fit to continue" sind jederzeit, also auch im Ziel, aus dem Wettkampf nehmen. Tierarztentscheide sind ausserdem unanfechtbar. Selbstverständliche finden auch Dopingkontrollen statt.
Der Ursprung unserers Sports
Jahrhunderte lang wurde das Pferd für schwere Arbeiten und als einziges Transportmittel gebraucht und eingesetzt. Im Dienste der mächtigen Heere legten Pferde riesige Strecken zurück und transportierten Waren und Güter manchmal monatelang umher. Aber nicht nur Waren oder Menschen wurden befördert, sondern auch Post und wichtige Botschaften konnten dank der schnellen Überwindung von grossen Distanzen übermittelt werden. Somit findet man den Ursprung des Distanzreitens sowohl bei der Armee, als auch beim sog. Ponyexpress der USA.
Der erste bekannte Distanzritt, welcher als Wettkampf ausgetragen wurde, fand 1892 zwischen Wien und Berlin statt. Dieser legendäre 570 km lange Ritt wurde von Offizieren der Deutschen und Österreichischen Armee bestritten. Nebst hohen Preisgeldern lockten Ruhm und Ansehen, aber auch die Gewissheit in welcher Weise die Strapazen eines solch langen Rittes bewältigt werden könnten. Der Sieger benötigte damals über 71 Stunden und wegen der harten militärischen Bedingungen trat die Gesundheit des Pferdes in den Hintergrund. Damals gab es weder Pausen noch Tierarztkontrollen. Wohl deshalb verendeten an jenem Ritt zahlreiche Tiere.