Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/257

Wir arbeiten an Ökologie, Evolution und Biodiversität von aquatischen Organismen, mit Schwerpunkt auf Fischen. Wir erforschen die Mechanismen der Entstehung, der Persistenz und des Verlustes von Biodiversität.
NatureComm - The coincidence of ecological opportunity with hybridization explains rapid adaptive radiation in Lake Mweru cichlid fishes
Joana, Ole und Kollegen haben eine Studie in Nature Communications publiziert, in welcher sie testen, was eher zu einer adaptiven Radiation in neue ökologische Nischen führt: Isolation von anderen evolutionären Linien (reduzierte Konkurrenz) oder Kontakt zwischen verwandten evolutionären Linien mit Hybridisierung, welche die genetische Variation in der Population erhöht? Dazu untersuchten sie mehrere Buntbarsch Radiationen, die bis dahin unbekannt waren. Die grössere biotische Isolation im Bangweulusee könnte weniger Einschränkungen durch Konkurrenz bedeuten, aber keine der dort vorhandenen evolutionären Linien hat mehrere Arten gebildet. In der Nähe im Mwerusee, wo verwandte Linien von einem anderen Flusssystem zusammenkommen und hybridisiert haben, haben alle hybridisierenden Linien neue, mehrere Arten gebildet. Die Autoren schliessen daraus, dass in diesem System die Hybridisierung, durch welche grosse Mengen genetischer Variation generiert wurden, wichtiger war, als reduzierte Konkurrenz durch nahverwandte Arten.
In Grönlands Seen und Flüssen dürften Hunderte Saiblingsarten leben. Das vermutet ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern, das im Einzugsgebiet des Eqaluit-Flusses die grösste bisher bekannte Artenvielfalt an Seesaiblingen entdeckt hat. Weiterlesen
Der Anemonenfisch vom Great Barrier Reef: Eine ausführliche Untersuchung des visuellen Systems und der visuellen Ökologie des Amphirion akindynos
Das Sehvermögen spielt eine ausserordentlich wichtige Rolle im Leben der meisten Knochenfische und es ist anzunehmen, dass es sehr gut an die jeweilige Ökologie und das Verhalten jeder Spezies angepasst ist. Mittels einer interdisziplinären Vorgehensweise konnten wir verschiedenste Aspekte des visuellen Systems und der Ökologie des Barriereriff-Anemonenfisch, Amphirion akindynos, eingehend untersuchen und haben eine spezialisierte Anpassung seines Auges festgestellt: ein kleiner Teil der Netzhaut ist auf UV bis violettes Licht empfindlich und dient vermutlich zur Erkennung von Artgenossen.
Wie aquatische Ökosysteme auf hohe Nährstoffeinträge reagieren
Muscheln und Wasserpflanzen in aquatischen Ökosystemen klären das Wasser und sorgen normalerweise dafür, dass sich Algen nicht zu stark vermehren. Doch Experimente in der Versuchsteichanlage der Eawag zeigen, dass das gleichzeitige Auftreten beider Arten das Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen können. Weiterlesen