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Kanada zeigte eine abgeklärte Partie, ehe das Spiel nach einem sehr unglücklichen letzten Stein von Skip Rachel Homan im 8. End kippte. Die Schweiz schrieb 3 Punkte und legte auf 6:5 vor.
Nun begannen die Nerven der bis zu diesem Zeitpunkt stilsicheren Kanadierinnen zu flattern und die Fehlsteine häuften sich. Nachdem im 9. End Homans letzter Stein erneut sein Ziel verfehlt hatte und die Schweiz wieder ein Dreierhaus stehlen konnte, war die Entscheidung gefallen.
«Besser geht es nicht»
Kanada versuchte zwar im 10. End, das Unmögliche doch noch möglich zu machen, aber Mitte des Ends durften sich die Schweizerinnen jubelnd in die Arme fallen. «In Kanada gegen Kanada WM-Gold zu gewinnen - besser geht es nicht», freute sich Feltscher nach dem grössten Triumph ihrer Karriere.
Für die 35-jährige Flimserin Feltscher persönlich ist der WM-Titel der zweite grosse Erfolg nach der Olympia-Silbermedaille von 2006, die sie als Nummer 3 im Team ihrer heutigen Rivalin Mirjam Ott gewonnen hatte.
3 WM-Debütantinnen
Die Lysserin Christine Urech, die Grindelwalderin Franziska Kaufmann und die Zürcherin Irene Schori traten in Saint John in der kanadischen Provinz New Brunswick als WM-Debütantinnen an. Umso erstaunlicher und höher einzuschätzen ist der Triumph.
Für die Schweiz war es der 4. WM-Titel im Frauen-Curling nach Basel Albeina (Gaby Casanova, 1979), Bern (Erika Müller, 1983) und Davos (Mirjam Ott, 2012).