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Ex-Premier Alain Juppé mit 26,7 Prozent und Ex-Präsident Nicolas Sarkozy mit 22,9 Prozent lagen auf Platz zwei und drei. Die beiden stärksten Bewerber qualifizieren sich für die entscheidende Stichwahl am kommenden Sonntag.
Diese vorläufigen Ergebnisse bilden bislang allerdings nur die Stimmen von 690'000 Wählern ab. Eine Hochrechnung des Instituts Elabe für den Sender BFMTV ging insgesamt von 3,9 bis 4,3 Millionen Wählern aus.
Das vollständige Ergebnis wurde erst am späten Abend oder im Laufe der Nacht erwartet. Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten erstmals mit einer offenen Vorwahl. Teilnehmen dürfen alle wahlberechtigten Franzosen, die zwei Euro zahlen und eine Erklärung unterschreiben, dass sie «die republikanischen Werte der Rechten und des Zentrums» teilen.
Der Abstimmung kommt eine besondere Bedeutung zu: Die konservativen Republikaner haben beste Chancen, bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai 2017 den Sieg davonzutragen. Denn zum einen ist der sozialistische Amtsinhaber François Hollande so unbeliebt wie kein anderer Präsident in Frankreichs jüngerer Geschichte. Bei einer Kandidatur würde er Umfragen zufolge schon in der ersten Runde scheitern - wie jeder andere linke Kandidat auch.
Zum anderen dürfte Marine Le Pen, Chefin der rechtsextremen Partei Front National, zwar in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl einziehen. Dort hätte sie aber Meinungsforschern zufolge so gut wie keine Chancen auf einen Erfolg. Die Vorwahl gilt daher als eine Art vorgezogene Präsidentschaftswahl.
Zunächst hatte es nach einem Rennen zwischen Sarkozy und Juppé ausgesehen - am Freitagabend jedoch wurde eine Umfrage veröffentlicht, in der überraschend Fillon knapp an die erste Stelle rückte.
Die sieben konservativen Präsidentschaftsanwärter waren während des Wahlkampfes in drei TV-Debatten gegeneinander angetreten. Insbesondere in wirtschaftspolitischen Fragen ähneln sich die Programme der Kandidaten: Alle wollen die 35-Stunden-Woche weiter lockern, Steuern und Abgaben für Unternehmen senken, die Staatsausgaben drastisch kürzen und dazu zahlreiche Beamtenstellen streichen.
Bei Fragen von Sicherheit, Einwanderung und Integration wurden dagegen Unterschiede zwischen den Kandidaten deutlich. So fährt Ex-Staatschef Sarkozy einen scharfen Rechtskurs, während sich Juppé und Fillon eher in der politischen Mitte verorten.