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Aligoté - Hintergrund & Geschichte
Die Weissweinsorte Aligoté entstand aus einer spontanen Kreuzung von
einer Pinot-Sorte und dem alten Heunisch heraus. Ihre Existenz im französischen
Burgund ist seit dem Jahr 1780 dokumentiert. Heute spielt die Aligoté-Rebe
jedoch eine viel grössere Rolle in Russland, Moldawien, Rumänien, Bulgarien und
der Ukraine, wo sie vergleichsweise grosse Flächen einnimmt. Weltweit wurde im
Jahr 2016 eine Anbaufläche von knapp 30'000 Hektar erhoben.
Sowohl im Burgund, wo sie weniger als 2000 Hektar bedeckt, als auch in
den osteuropäischen Staaten wird die Sorte vorwiegend zur Erzeugung schlichter
Alltagsweine (Weissweine wie Schaumweine) herangezogen, die üblicherweise nicht
für den Export vorgesehen sind. Die Weine besitzen eine knackige Säure und
werden jung getrunken, da sie nicht für den Fassausbau geeignet sind.
Allerdings gibt es auch einige hochwertige Lagen, die ausgezeichnete Qualitäten
entstehen lassen, sodass die Aligoté-Weine dann sogar dem Chardonnay das Wasser
reichen können.
Die bekanntesten Weine, die aus Aligoté gekeltert werden, entstammen dem AOC-Gebiet Bourgogne Aligoté-Bouzeron. Im Verschnitt mit Chardonnay fliessen sie ausserdem in den Crémant de Bourgogne ein. Der berühmte Apéritif-Drink Kir wird - sofern man dem klassischen Rezept folgt - aus 7/8 Aligoté-Wein und 1/8 Crème de Cassis zubereitet.
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