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Die IGS Organisationsberatung GmbH und die MWonline GmbH haben im Mai die Ergebnisse über die Online-Umfrage zum Thema Väter zwischen Karriere und Familie informiert – ich habe hier darüber berichtet.
Im Mai wurde eine zweite Befragung durchgeführt – diesmal ging es um die Sicht der Mütter bzw. (Ehe-)Partnerinnen (ich freue mich, dass offensichtlich einige Mütter meinem Aufruf gefolgt sind und sich auch an der Umfrage beteiligt haben).
Vor einigen Tagen habe ich nun auch diese Auswertung erhalten. Die Erkenntnisse im Überblick:
- 63% der Väter beteiligen sich aktiv an der Kindererziehung, nur 3% gar nicht
- Jeder 3. Vater (34%) verbringt 16 oder mehr Stunden pro Woche aktiv mit den Kindern
- 39% der Mütter finden, dass die Zeit, die der Vater mit den Kindern verbringt, vollkommen ausreicht, 11% sagen „auf keinen Fall“
- Über die Hälfte der betroffenen Kinder (57%) fordern manchmal oder häufig mehr Zeit von ihrem Vater
- In 48% der Familien gibt es eine Vereinbarung über das familiäre Engagement der Partner; in 93% der Fälle hält sich der Vater immer oder meist an diese Abmachung
- Trotzdem wünschen sich 47% der Mütter ein stärkeres familiäres Engagement des Partners
- In jeder 3. Familie entsteht manchmal oder häufig Streit wegen des familiären Engagements
- 40% der Väter reden häufig oder manchmal davon, dass sie gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen will (91% der Mütter glauben ihren Partnern bei dieser Aussage); 60% tun es also selten oder nie!
- In 60% der Familien ist es selten oder nie der Fall, dass über die Vereinbarkeit der Vaterrolle mit dem Beruf diskutiert wird; 85% der Mütter sind der Meinung, dass dieses Thema häufiger besprochen werden sollte
- Fast zwei Drittel (61%) der befragten Mütter geben an, dass sie sich früher die Situation anders vorgestellt haben, als dies heute tatsächlich der Fall ist.
Das an und für sich positive Bild erstaunt mich nicht. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass sowohl in der Väter- wie auch in der Mütterumfrage die Teilnehmer vorwiegend eine höhere Ausbildung absolviert haben. Ich vermute stark, dass das Resultat schlechter ausgefallen wäre, wenn die Teilnehmergruppe auch bzgl. Bildungsniveau repräsentativ gewesen wäre.
Ich werde in der nächsten Zeit die Ergebnisse beider Umfragen noch detaillierter analysieren und daraus Denkanstösse und Praxistipps ableiten – und selbstverständlich hier im JobBlog wieder darüber informieren!
P.S. Marcus Schmitz von der IGS Organisationsberatung GmbH hat bei der ersten Umfrage angeboten, die Umfrageergebnisse auf Anfrage per eMail zu versenden. Ich gehe davon aus, dass er diesen Service freundlicherweise auch diesmal bietet: eMail an Marcus Schmitz.