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Die Ermittlungen wegen möglichen Insiderhandels ziehen sich - und der Aufsichtsrat hatte sich festgelegt, über eine Verlängerung des Ende März 2018 auslaufenden Vertrages des Managers erst nach Abschluss aller Verfahren zu entscheiden. Die Hängepartie verärgert sowohl Mitarbeiter als auch Investoren des Dax -Konzerns.
Die Ermittlungen gegen Kengeter wegen eines millionenschweren Aktiengeschäfts laufen seit Februar. Kengeter hatte im Rahmen eines speziell für ihn geschnürten Vergütungsprogramm Mitte Dezember 2015 für 4,5 Millionen Euro Deutsche-Börse-Aktien gekauft, die er nicht vor Ende 2019 veräussern darf. Der Konzern packte 69 000 weitere Anteilsscheine drauf. Gut zwei Monate nach dem Aktiengeschäft machten Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) ihre - inzwischen gescheiterten - Fusionspläne öffentlich, was die Kurse trieb.
Die Ermittler werfen Kengeter vor, schon im Sommer 2015 mit der LSE-Führung Gespräche über einen Zusammenschluss geführt und das lukrative Geschäft in diesem Wissen getätigt zu haben. Aufsichtsrat, Vorstand und Kengeter persönlich wiesen die Vorwürfe zurück.
Gleichwohl verständigte sich der Konzern mit der Staatsanwaltschaft auf eine Einstellung gegen Geldauflagen, um das Verfahren aus der Welt zu schaffen: Die Deutsche Börse hätte 10,5 Millionen Euro zahlen müssen, Kengeter 500 000 Euro. Doch das Frankfurter Amtsgericht stimmte nicht zu: Angesichts der Bedeutung des Falls sei eine Einstellung nicht angemessen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt daher weiter, zudem wollen auch die Finanzaufsicht Bafin und die hessische Börsenaufsicht den Fall noch genauer unter die Lupe nehmen./ben/DP/das
(AWP)