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Die "POMORNIK-KLASSE" ist der NATO-Codename des Luftkissen-Landungsschiffs-Projektes 1232.2 oder SUBR-Klasse der Sowjetunion, jetzt Russlands. Die Schiffe gelten als die größten militärisch eingesetzten Luftkissenlandungsboote der Welt. Die Landungsschiffe der "POMORNIK-KLASSE" wurden in den 1980er-Jahren entwickelt und 1986 im ersten Einsatzverband eingesetzt. Von 1985 bis 1993 sowie 2001 und 2004 wurden in Sankt Petersburg und Feodossija insgesamt 15 Schiffe der "POMORNIK-KLASSE" auf Kiel gelegt. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden zwei Schiffe auf der Werft vor ihrer Fertigstellung verschrottet und drei Schiffe aus dem Bestand der Schwarzmeerflotte an die Ukraine übergeben, die selbst noch ein weiteres Schiff baute. Ab 2001 wurden drei neue Schiffe für Griechenland gebaut. Der Stückpreis belief sich auf knapp 100 Millionen US-Dollar. Die Landungsschiffe hatten aufgrund der sowjetischen Ostsee- und Schwarzmeerstrategie die Aufgabe, rasch und gezielt große Mengen von Fahrzeugen und Material unabhängig von üblichen Verkehrswegen anzulanden, auch als ideales Hilfsmittel der Katastrophenhilfe in Küstengebieten. Außerdem wurden die Schiffe zur Landungsunterstützung mit schweren Waffen ausgerüstet und sind in der Lage, Minenfelder zu legen. Der große Vorteil der Schiffe ist nicht nur die höhere Geschwindigkeit gegenüber normalen Landungsbooten, sondern auch die Tatsache, dass sie etwa 80 % aller Küsten erreichen und Truppen anlanden können, ohne dass diese durchs Wasser waten müssen, im Vergleich zu etwa 17 % bei regulären Booten. Luftkissenboote können auch über Eis und den Strand hinweg operieren. Es kann so die klassische unsichere Landungszone in der Brandung, wie beispielsweise bei den Landungen im Zweiten Weltkrieg, vermieden werden. Die Truppen und Ausrüstung können gleich zu einem landeinwärts gelegenen Ort transportiert werden, wobei bei diesem Typ Hindernisse bis zu etwa 2 m Höhe überfahren werden können. Dieses Konzept, schweres Gerät von hoher See über eine Entfernung von bis zu 80 Kilometern direkt auf den Strand zu bringen, heißt OTH (over the horizon) und konnte zuvor nur mit Hubschraubern durchgeführt werden, und dies auch nur eingeschränkt. Es befinden sich noch zwei Schiffe bei der russischen Marine in Dienst (Stand 2016): 770 "EVGENIY KOCHESCHKOV" (vorher MDK-50) und 782 "MORDOVIYA" (vorher MDK-94). 2016 waren in der ukrainischen Marine keine Schiffe mehr im Dienst. U-420 "DONETSK" ausser Dienst gestellt am 23.07.2008, U-424 "ARTEMIVSK" (vorher MDK-93) und U-422 "KRAMATORSK" (vorher MDK-57) ausser Dienst gestellt am 11.06.1999. Die griechische Marine besitzt vier Schiffe. Drei Schiffe wurden 2001 bestellt: L-180 "KEFALONIA" wurde gebraucht von der russischen Marine übernommen und überholt. L-181 "IHTAKI" wurde ab 2001 neu in der Ukraine, L-183 "ZAKYNTHOS" neu in Russland gebaut. Das vierte Schiff, L-182 "KERKYRA", wurde ab Juni 2004 in der Ukraine gebaut und ging im Januar 2005 in Dienst. Die Marine der Volksrepublik China hat vier Schiffe bestellt. Zwei werden in der Ukraine gefertigt und zwei weitere in China in Lizenz produziert. Das erste Schiff wurde im April 2013 übergeben. Am 18. August 2013 fuhr die "MORDOVIYA", eines der beiden russischen Schiffe, ein Landemanöver in der russischen Oblast Kaliningrad an einem von Badenden bevölkerten Strand an der Ostsee in der Nähe des Baltijsker Ortsteils Metschnikowo (Neuhäuser). Der Strand gehört zu einem militärischen Übungsgelände und ist eigentlich für Badegäste gesperrt. Technische Daten; Bewaffnung: 4 × 4 Strela-3-Starter, 2 × AK-630, 2 × stabilisierte Mehrfachraketenwerfer Ogon (MLRS), 140 mm, je 22 Schuss, 132 Raketen, bis zu 80 Minen, Zuladung: 3 Kampfpanzer oder 10 Schützenpanzer oder 140 Soldaten und 130 t Fracht.