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Der Kirchenchor ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Viertels Willerzell. Das Viertel wurde bereits um 1330 mit rund 11 Haushaltungen im Kloster Einsiedeln verzeichnet. Im Jahre 1655 waren es schon rund 25 Haushaltungen. Am 15. Februar 1846 trat Isidor Schönbächler mit dem Plan vor die Volksgenossen, in Willerzell eine Pfarrkuratie zu errichten. Bis dahin kamen immer abwechslungsweise verschiedene Pfarrherren des Klosters Einsiedeln nach Willerzell zur Abhaltung des Gottesdienstes und der Christenlehre. Anlässlich einer Sitzung der Kirchenkommission am 15.März 1846 wurden Benedikt Schönbächler sen., Stöckgaden und Altrat Gyr zu Verwaltern des zukünftigen Pfrundvermögens ernannt. Nach etlichem Hin und Her zwischen dem Viertel und dem Kloster wurde schliesslich im März 1848 der endgültige Vertrag zur Gründung einer eigenen Pfarrkuratie abgeschlossen. Hervorgerufen durch verschiedene Begebenheiten musste der 19. März 1849 abgewartet werden, bis der erste Kurat in der Person von P. Ulrich Christen in Willerzell Einzug halten konnte. Die Kuratwohnung befand sich damals im 3.Stock des Schulhauses. Bereits im Jahre 1850 wurde der Friedhof neben dem Kirchlein feierlich eingeweiht. Auch in diese Zeit fällt der Bau des neuen Pfarrhauses. Im Jahre 1862 tauchte der Gedanke für den Bau einer neuen Kirche auf. Es wurde eine 7-köpfige Baukommission bestimmt mit Ratsherrn Benedikt Schönbächler und Oberpfarrer P. Kaspar Willi an der Spitze. Man sah aber damals ein, dass, bevor mit dem Bau begonnen werde, das nötige Geld beisammen sein sollte. Es galt der weise Grundsatz: “Lieber eine alte Kirche in Frieden als eine neue in Streit“. Die Genossengemeinde hatte einen Kredit von Fr. 20'000.- gesprochen. Es vergingen aber mehr als 10 Jahre, bis 1874 der Bau spruchreif wurde. Neben freiwilligem Frondienst stellte man auch einen Plan für das ganze Dorf auf für obligatorischen Frondienst. Die Kosten für die neue Kirche wurden auf Fr. 48'300.- veranschlagt. Erfreulicherweise stellten sich mit der Zeit auch viele Wohltäter ein, welche verschiedene Vergabungen und Schenkungen machten.Im Sept. 1885 konnten schliesslich die vier, heute noch herrlich zusammenklingenden Glocken eingeweiht werden. Die aus der Giesserei Keller in Zürich stammenden Glocken haben ein Gewicht von zusammen 14'200 kg und kosteten damals Fr. 12'390.-. Im Jahre 1888 folgte der Einbau einer Turmuhr, die Fr. 1'700.- kostete. Während dem Bau der Kirche, da die alte Kapelle abgerissen werden musste, wurde der Gottesdienst 3 Jahre lang in einem Schulzimmer gehalten.Der Auftrag für eine neue Orgel im Wert von Fr. 6'200.- wurde 1911 der Firma Späth, Rapperswil vergeben.Während all den Jahren seit Beginn der Kuratie hatten verschiedene Pfarrherren den Dienst in Willerzell versehen. Einer sei an dieser Stelle besonders genannt: P. Robert Zimmermann. Volle 15 Jahre (1931-1948) versah er gewissenhaft seinen verantwortungsvollen Dienst in Willerzell. In seine Amtszeit fällt der Bau des Sihlsees, welcher für eine solche Dorfgemeinschaft etliche Umtriebe brachte. In seine Zeit fallen ebenfalls der Umbau des Pfarrhauses und vor allem die Renovation der Kirche. Nennenswert ist auch noch, dass die kleine „Schönbächler-Kapelle“ an der alten Strasse Einsiedeln-Willerzell ebenfalls dem Sihlseebau weichen musste und beim heutigen „Mirli“ neu entstand.Die Umstellung des Kirchengeläutes und des Uhrwerks auf „Elektrisch“ fällt in das Jahr 1956. Seit 1959 besitzt Willerzell ein neues, schmuckes Pfarrhaus mit einem kleinen Saal am alten Platz am See. Das alte Gebäude wurde durch eine Spezialfirma bis ausserhalb des Postamtes verschoben und dient heute als Ferien- u. Wohnhaus. Die Kosten für das neue Pfarrhaus konnte, ausser einem Beitrag des Etzelwerks, selbst aufgebracht werden.