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Tore: McLean 1:0/2:0/4:0 (10./13./48.), Rowe 3:0 (43.), Martin 5:0 (ET/58.), Lyle 6:0 (78.), Bone 6:1 (88.)
(das einzige vorhandene Foto des Grounds stammt von einem früheren Besuch)
Auch in den unteren schottischen Ligen tummeln sich einige sehenswerte Grounds – beim Forthbank Stadium in Stirling war ich mir dieser Tatsache sehr sicher; schliesslich hatte ich den Ground einige Wochen zuvor bereits in leerem Zustand begutachten dürfen. Die heutige Ansetzung versprach zwar keine grosse Spannung, aber immerhin viele Tore – traf der Tabellenführer aus Stirling doch auf den Zweitletzten aus dem nördlichen Elgin.
Bereits nach wenigen Sekunden sorgte ein erster Abschlussversuch von Albion für Aufregung in der unorganisierten Gästeabwehr. Und als McLean nach zahlreichen weiteren Chancen in der 10. Minute die Gastgeber verdient in Front schoss, hatte Elgin noch keine Sekunde im gegnerischen Strafraum verbracht. Und nur drei Minuten später schenkte der Gästekeeper den in allen Punkten überlegenen Gastgebern den zweiten Treffer, als er einen ungefährlichen Schuss doch seine Fanghände ins Tor gleiten liess.
Erfreulicherweise liessen sich auch die heimischen Supporter von der guten Leistung ihres Teams anstecken, was zu einigen lautstarken Sprechchören führte. Auf dem Spielfeld näherten sich inzwischen auch die Gäste ihrem (Tor-)Ziel, auch wenn die Möglichkeiten mehrheitlich zufällig aus irgendwelchen sinnlosen Befreiungsversuchen entsprangen. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte Rowe jedoch mit einem schönen Kopfballtreffer nach einer Flanke auf den nahen Pfosten für die endgültige Entscheidung zugunsten von Stirling.
Die zweite Hälfte der Partie sollte für die Equipe von Stirling zur reinen Kür werden: Kaum hatten sich die Zuschauer wieder auf ihren Plätzen installiert, durfte der vierte Treffer der heimischen Mannschaft bejubelt werden: Nach einer Flanke von rechts und dem darauf folgenden Volley-Rückpass musste wiederum McLean den Ball in der 48. Minute nur noch über die Linie schieben. Beim fünften Treffer von Stirling stolperte der Verteidiger von Elgin den Ball unglücklich ins eigene Tor, als er den gegnerischen Kopfball auf der Linie abzuwehren versuchte.
Die demotivierten Gäste tauchten zwar nur sporadisch vor dem gegnerischen Gehäuse auf, kamen dem ersten Treffer in der Schlussphase aber immer näher als ein Weitschuss nur wenige Zentimeter über die Querlatte strich. Auf der Gegenseite machte Lyle mit einem Flachschuss in die entfernte Torecke nach 78. Minuten das halbe Duzend für Stirling voll.
Ungewohnte Ereignisse in der Schlussminute: Nach einer längeren Aneinanderreihung von Abwehrfehlern in der ansonsten soliden Hintermannschaft von Stirling sorgte Bone mit seinem Schuss ins leere Tor der Gastgeber für den Ehrentreffer von Elgin, was gleichzeitigdie Egalisierung meines persönlichen Torrekords von sieben Toren in einem offiziellen Spiel gleichkam. Die Heimfans liessen sich dadurch jedoch nicht von ihren Freudengesängen abbringen; aus Elgin hatte niemand die weite Reise in den Süden auf sich genommen – wohl mit einer gewissen Vorahnung auf das zu erwartende Ergebnis der Begegnung.