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Schöner hätte der Ski-Gott die letzte Abfahrt Défagos nicht gestalten können: Im 401. Rennen landet der Routinier noch einmal auf dem Treppchen. Geschlagen nur vom Norweger Kjetil Jansrud.
Kjetil Jansrud hat heute einmal mehr bewiesen, dass er in der Königsdisziplin Abfahrt eine Klasse für sich ist. Der Norweger gewinnt die Abfahrt von Méribel vor dem abtretenden Routinier Didier Défago und sichert sich damit die kleine Kristallkugel in der Abfahrtswertung. Seinen ärgsten Verfolger in der Abfahrt, den Österreicher Hannes Reichelt, distanziert Jansrud um satte acht Zehntel.
Was für eine Geschichte. Didier Défago klassiert sich in einer allerletzten Abfahrt auf dem zweiten Rang, nur 0,24 Sekunden fehlen zum Sieg. Im SRF-Interview sagt der Schweizer: «Es ist wunderschön, in der letzen Abfahrt noch einmal auf dem Podest zu stehen. Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, dass es nicht zu Rang 1 gereicht hat, die Freude überwiegt». Der Österreicher Georg Streitberger komplettiert das Treppchen, er liegt 0,31 Sekunden hinter Kjetil Jansrud, 0,07 hinter Didier Défago.
Klar, die Augen in diesem Rennen sind auf Didier Défago gerichtet. Der Schweizer startet mit der Nummer 1 ins Rennen, nur ein Fahrer ist in der Endabrechnung schneller. Jeder in Méribel mag es dem Routinier gönnen, seine letzte Abfahrt so abzuschliessen. Die restlichen Schweizer reden kein Wort um den Tagessieg mit. Patrick Küng und Beat Feuz reicht es mit den Rängen 7 und 9 in die besten Zehn, Carlo Janka findet in Méribel kein Rezept und klassiert sich auf Rang 16.