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Appenzell Innerrhoden hat laut einer Umfrage die beste Website. Wer Kantons-Websites geschäftlich nutzt, ist weniger zufrieden damit.
Gemäss einer aktuellen Umfrage der Universität Basel hat der Kanton Appenzell Innerrhoden unter den Kantonen den besten Internetauftritt. Die Uni hat die Umfrage "ZeGo - Zufriedenheit im eGovernment"
nach 2006, 2008 und 2011 letztes Jahr bereits zum vierten Mal durchgeführt.
Im Allgemeinen ist die Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Kantonsportalen "sehr hoch": Auf einer 5-er Skala war der durchschnittliche Wert über alle Kantone 3,9, also gleich hoch wie 2011. 2008 lag der Wert bei 3,8. Appenzell Innerrhoden verschlechterte sich zwar von 4,4 auf 4,3, doch konnte der Halbkanton trotzdem die Krone abholen. Danach folgen Uri, Schaffhausen, St. Gallen, Tessin und Glarus (je 4.1). Die Glaubwürdigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen werde mit einem mittleren Wert von 4,6 generell als sehr hoch eingeschätzt, so das Fazit der Umfrage.
Wie die Autoren schreiben, wollte man mit der Umfrage insbesondere herausfinden, inwieweit die "Kundschaft" zufrieden ist und welches die Ursachen für Probleme bei der Nutzung der Portale sind. Immerhin neun Kantone konnten sich seit 2011 verbessern. Den grössten Zufriedenheitszuwachs erzielten die Kantone Neuenburg und Aargau. Wie schon in den früheren Umfragen zeigen Personen, welche die Internet-Auftritte aus geschäftlichen Gründen besuchen, meist weniger hohe Zufriedenheitswerte mit den zur Verfügung gestellten Dienstleistungen der Kantone. Sie geben auch häufiger an, auf Interaktionsprobleme gestossen zu sein.
Rund die Hälfte der Befragten befürworten einen künftigen Ausbau des Angebots, wobei hier grosse kantonale Unterschiede zu beobachten sind. In Genf wünschen sich 76 Prozent einen Ausbau, während in den Kantonen Schaffhausen, Glarus, Uri und Bern weniger als 40 Prozent einen Ausbau als wichtig erachten.
Die neuste ZeGo-Umfrage wurde von Oktober bis Dezember 2013 durchgeführt. 24 Kantone nahmen bei dieser Durchführung daran teil. Basel-Land und Waadt haben dieses Jahr auf eine Teilnahme verzichtet. Insgesamt wurden 5'702 gültige Rückmeldungen registriert. Wie auch schon in den Vorjahren variierten dabei die Teilnehmerzahlen zwischen den Kantonen stark: Die höchste Teilnehmerzahl wurde im Kanton Tessin gemessen (893), die niedrigste im Kanton Obwalden (13). (mim)