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Inhalt
Die Bibliothek des Kunsthauses Zürich hat sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts zusammen mit der Zürcher Kunstgesellschaft entwickelt und war ab 1847 zunächst im Galeriegebäude des Künstlerguts an der Künstlergasse untergebracht. Während dieser Zeit bestanden die Neuerwerbungen vorwiegend aus Schenkungen. Doch wie im Reglement der Künstlergesellschaft von 1850 für die Bibliothek gefordert, wurden schon bald Kunstzeitschriften abonniert: «für Bekanntschaft mit den neuesten Erscheinungen im Gebiete der Kunst». So ist zum Beispiel die Gazette de Beaux-Arts ab Band 1 aus dem Jahr 1859 im Bestand der Bibliothek.
1874 ist zum ersten Mal ein gedruckter Bibliothekskatalog erschienen.
Im 1910 neu errichteten Kunsthaus am Heimplatz erhielt die Bibliothek drei eigene Räume im Erdgeschoss «mit gutem Tageslicht gegen den Landoltschen Garten hin», wie es im Jahresbericht von 1910 heisst. Es wurden regelmässige Öffnungszeiten eingeführt, die Mitglieder der Kunstgesellschaft durften die Bibliothek darüber hinaus sogar auch während der Öffnungszeiten des Museums benutzen. 1925 konnte die Bibliothek einen grosszügigen Lesesaal im Zentrum des erweiterten Museumsgebäudes beziehen.
Nach dem Umbau und der Erweiterung des Museums 1958 war die Bibliothek für viele Jahre auf sehr engem Raum wieder im Altbau am Heimplatz untergebracht. Erst im 1976 fertig gestellten Neubau des Architekten Erwin Müller erhielt die Bibliothek an der Ecke Rämistrasse / Hirschengraben wieder einen grossen Lesesaal und ausreichend Magazinraum für die nun schnell wachsenden Bestände. Seit Herbst 2006 befindet sich die Bibliothek in der Rämistrasse 45, ihrem fünften Standort im Kunsthaus am Heimplatz.