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Kolosseum soll wieder eine Arena erhalten
Im berühmtesten Amphitheater der Welt soll wieder Leben einkehren: Für 20 Millionen Euro will man im Kolosseum eine Plattform errichten, die den jetzt sichtbaren Unterbau bedeckt. Somit könnte die Arena wieder für Openair-Aufführungen genutzt werden.
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Normal 0 21 false false false DE-CH X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Calibri","sans-serif";} Einst fanden fanden hier zur Belustigung des Volks tödliche Gladiatorenkämpfe statt. Jetzt ist das Kolosseum in Rom nurmehr eine Ruine – eine imposante zwar, aber eben ein nicht nutzbares Bauwerk. Das soll sich ändern. Denn das Kulturministerum will, dass das meisterhafte Bauwerk seine einstige Gladiatoren-Arena zurückbekommt. Dies berichten die Salzburger Nachrichten. In Rom soll es wieder Brot und Spiele geben – nein, natürlich keine blutigen Gladiatorenkämpfe. Aber Openair-Aufführungen. Dafür muss jedoch der jetzt sichtbare Unterbau überdeckt werden. 20 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Dieses Geld muss allerdings erst noch aufgetrieben werden. Geplant ist sodann eine fünfjährige Bauzeit. Das Kulturministerium wolle einen internationalen Wettbewerb ausschreiben, um das beste Projekt zu finden, heisst es. „Wir hoffen, dass wir mit dem Wiederaufbau der Arena der Stadt das ursprüngliche Bild des Kolosseums zurückgeben können“, sagte Kulturminister Dario Franceschini.
Erst Seeschlachten, dann Kämpfe
Das Kolosseum in der ewigen Stadt wurde etwa zwischen 70 und 80 nach Christus erbaut und wird zurzeit für rund 25 Millionen Euro restauriert. Die Ellipsenform – der Umfang beträgt 527 Meter – sollte verhindern, dass Gladiatoren, zum Tode Verurteilte oder gejagte Tiere in einer Ecke Schutz suchen konnten. Ausserdem ermöglichte sie den Zuschauern, näher am Geschehen zu sein als dies mit einer Kreisform möglich gewesen wäre. Der Boden der Arena bestand aus Holzbohlen, die sich entfernen liessen.
Zu Anfang war der Raum unter dem Arenaboden nicht bebaut, sodass er geflutet werden konnte – etwa, um Seeschlachten nachzuspielen. Das sogenannte hypogeum, ein System aus Räumen, Gängen und Versorgungsschächten, kam erst später hinzu. Hier waren die Kerker für die zum Tod in der Arena Verurteilten, der unterirdische Zugang von der benachbarten Gladiatorenkaserne, Käfige für wilde Tiere sowie die Einrichtungen Bühnenmaschinerie untergebracht. (pd/mt)