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Die Geschichte des Schmuckes ist lang, spannend und steht im Wandel der jeweiligen Zeit. Seine Ursprünge reichen bis in die Steinzeit zurück.
Inhaltsverzeichnis:
Der Anfang der Schmuckgeschichte
Naturwissenschaftsstudenten sind sich einig, wenn sie sagen, dass von allen Lebewesen im Tierreich nur der Mensch etwas sucht, um sich zu schmücken. Sogar vor so langer Zeit, als der primitive Mensch existierte, gab es Schmuck bereits in einer Vielzahl von Formen. Kleine Objekte waren von großer Bedeutung und einige Stücke wurden in den frühen neolithischen Schichten der Kavernen in mas d’avil gefunden. Viele durchbohrte Hirschzähne wurden entdeckt, welche oft noch so wie Glieder einer Halskette vorgefunden wurden, wobei der Garn längst verrottet war. Vor kurzem wurden Schmuckobjekte im prähistorischen Afrika gefunden, die etwa 75.000 Jahre alt sind.
Eng verbunden mit dem menschlichen Bedürfnis sich selbst zu schmücken, stand der Gebrauch von Schmuck als Amulette, die über magische Kräfte verfügten. Damit man die Verbreitung und die Geschichte der Bedeutung des Schmuckes wirklich verstehen kann, muss man sich der unauslöschlichen Überzeugung bewusst sein, dass Edelsteine das Schicksal des Trägers beeinflussen könnten.
Schmuck wurde mit bestimmten Überzeugungen kreiert, darin zu verschmelzen, sich anzupassen und um den Glauben zu stärken. Dies traf besonders zu der Zeit zu, als Religionen begonnen eine wichtige soziologische Bindung aufzubauen. Denn in seinen Anfängen wurde Schmuck mit religiösen Riten in Verbindung gebracht. Gold und Juwelen wurden als Opfer für den Gottesdienst verwendet. In Übereinstimmung damit begann die Vermutung, dass man auch einen Nutzen durch das Tragen erhalte und so entstand schon bald ein komplexes Netzwerk von fiktiven Kräften, die ihnen zugeschrieben wurden. Seltsamerweise sprach man in vielen dieser Legenden weltweit von den gleichen bestimmten Steinen und deren Kräfte. Man glaubte, dass Gold und bestimmte Edelsteine, die in vielen Teilen der Welt vorkommen, vermutlich die ähnlichen Eigenschaften besaßen.
Juweliere waren in der gesamten Geschichte als Künstler bekannt. Diese Kunst wurde in fast jedem Zustand praktiziert, in der Kulturen existierten. Es ist offensichtlich, dass erfahrenere Metallarbeiter die Juweliere wurden. Da die leichter verformbaren Metalle in Ringe, Armbänder und Armreifen gehämmert wurden, ist es denkbar, dass es notwendig war kleine Steine für deren Charme zu besitzen, die der Schlosser wiederum in seine Metall-Ornamente einsetzte. Obwohl die Methoden eher primitiv waren, wurde die Befestigung der Steine ein integraler Bestandteil dieses Handwerks.
Altsteinzeit-Schmuck
Die ältesten bekannten Objekte, die man für einen dekorativen Zweck des menschlichen Körpers verwendete, sind etwa 110.000 Jahre alt. Duchbohrte Muschelperlen wurden aus dieser Zeit (der mittleren Altsteinzeit) in einer Höhle im heutigen Marokko gefunden. Ob diese Muscheln einen rein dekorativen Zweck erfüllten oder als Amulett oder Statussymbol verwendet wurden, ist nicht bekannt.
Andere Funde aus der mittleren und späten Altsteinzeit zeigen eine kontinuierliche Verwendung von organischen Materialien für den Körperschmuck. Die organische Natur des verwendeten Materials hindert uns daran ein besseres Bild vom Schmuck dieser Zeit zu erlangen, da die Witterung und der Verfall den Großteil davon im Laufe der Zeit zerstörte.
Jungsteinzeit-Schmuck
Während der Jungsteinzeit entwickelten sich Steinbearbeitungs-Techniken soweit, dass bestimmte Steine von anderen durchbohrt werden konnten. Kerbschnitte bei weicheren Materialien wie Knochen, Holz und Horn unter Verwendung von Steinmeißeln erreichten eine höhere Komplexität.
Während dieser Zeit entstand ein großes Tausch-Netzwerk. Bis zum Ende der Jungsteinzeit wurden Produkte, die in großen Mengen vorkamen oder einzigartig in einem Gebiet waren, mit Stämmen in benachbarten Gebieten gehandelt, die wiederum mit ihren Nachbarn handelten. So wurden Produkte, die notwendig im Alltag waren und trotzdem einzigartig in bestimmten Gebieten, über ein weites Gebiet verteilt. Dieser Handel löste einen zunehmenden Kontakt zwischen verschiedenen Stämmen und Kulturen aus, was bedeutete, dass Techniken und Innovationen ebenfalls schneller verbreitet wurden. Es bedeutete, dass das Leben durch die Entwicklung von nützlicheren Werkzeugen und neueren, effizienteren Methoden der Landwirtschaft, der Fischerei und der Jagd leichter wurde. Zu dieser Zeit wurden soziale Unterschiede stärker deutlich, da die Bevölkerung von Stämmen durch verbesserte Anbaumethoden und einer ständig wachsenden Spezialisierung anwuchs.
Diese zunehmende Komplexität betonte die sozialen Unterschiede der Menschen. Schmuck war eine ausgezeichnete Möglichkeit, um sich von anderen zu unterscheiden, indem man derjenige war, der die größten, die schönsten und einzigartigsten Stücke trug. So wurde der Schmuck nun auch zu einem Statussymbol und diente nicht nur mehr als dekoratives Element oder als Amulett.
Schmuck in der Bronze- und Eisenzeit
Die sumerische Zivilisation in Mesopotamien war die erste, die filigrane Techniken und Granulierung verwendeten. Bei den Ausgrabungen in der antiken Stadt Ur wurden Königsgräber mit Stücken dieser Techniken entdeckt, die aus den Jahren 2500 v. Chr. stammen. Die sumerischen Handwerker verwendeten Gold und Silber in Kombination mit Edelsteinen, wie dem Achat, Lapislazuli und Karneol. Der von den Sumerern produzierte Schmuck bestand aus Goldblech, welches zu Ohrringen, komplizierten Goldketten und Halsketten und sogar Fingerringen mit eingesetzten Steinen geschnitten wurde.
Auf der anderen Seite des Mittelmeers begann der Schmuck eine wichtige Rolle in der ägyptischen Kultur des 19. Jahrhunderts v. Chr. zu spielen. Die Ägypter entwickelten viele Ersatzstoffe für Edelsteine. Fayencen und später Glasperlen wurden in großen Mengen gefunden. Wunderschöne Steinsimulantien wurden erfunden und gibt es heute noch.
Ab etwa 1700 v.Chr. zeigte die Minoische Zivilisation, dass sie die feinen Techniken des Filigranen, Granulation und Repoussé meisterten. Der Schmuck, der auf Kreta ausgegraben wurde, zeigt starke Einflüsse aus Mesopotamien und Ägypten, doch mit einem eigenen starken Design. Die minoischen Techniken und Stile kamen mit der Stadt Mykene auf das griechische Festland. Die mykenische Zivilisation übernahm die minoischen dekorativen Stile und änderten sie allmählich in einen eigenen Stil ab.
Nordeuropa kam um 2000 v. Chr. in seine Bronzezeit und ein paar gut gemachte Elemente, aus den Jahren zwischen 1800 und 1500 v.Chr., wurden auf den britischen Inseln ausgegraben. Doch erst nach 1500 v. Chr. wird das Ausmaß des Metallschmucks der pre-keltischen Kulturen erkennbar. Zinn, Gold und Bernstein dienten als natürliche Reichtümer, die es den Stämmen in diesen Gebieten erlaubten, mit den mediterranen Kulturen zu handeln. Reiche Grabbeigaben deuten auf eine relativ gut entwickelte Gesellschaft hin. Um 1100-1000 v. Chr. fand ein Jahrhundert von weit verbreiteten Störungen statt. Die Kulturen, die aus diesem Jahrhundert der Regression entstanden, zunächst die Urnenfelderkultur und später die Hallstatt und La-Tène-Kultur, nahmen diese fortschrittliche Linie der technischen Entwicklung und Handwerkskunst auf.
Personalisierter Schmuck
Schon seit den frühen Anfängen der Schmuckgeschichte versuchen Menschen, durch Schmuck ihre Persönlichkeit und Identifikation zu transportieren. Heute kann Schmuck so stark personalisiert werden, wie noch nie zuvor.
Quellen
www.guyotbrothers.com/jewelry-history/jewelry-history-page1.html
www.langantiques.com/university/index.php/Ancient_Jewelry