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Zum Beginn des Jahres hatte die grösste Volkswirtschaft der Welt an Schwung verloren. Ein schwacher Jahresauftakt ist in den USA aber keine Besonderheit. In den vergangenen Jahren war das Wachstum im ersten Quartal meistens niedrig, was jedoch im Jahresverlauf meist wettgemacht wurde. Fachleute nennen nicht zuletzt statistische Probleme als Grund für das Phänomen.
PRIVATER KONSUM LEGT DEUTLICH ZU
Der Aussenhandel und die Investitionen trugen im zweiten Quartal positiv zum Wachstum bei. Zudem legte der private Konsum deutlich um 2,8 Prozent zu. Die gute Beschäftigungssituation spreche auch in den kommenden Quartalen für eine weitere Wachstumsbeschleunigung, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, die Zahlen. "Die an den Finanzmärkten aufgekommenen Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed über einen längeren Zeitraum pausieren wird, sind deshalb nicht gerechtfertigt."
Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.
Trotz der hohen Auslastung am US-Arbeitsmarkt sind die Arbeitskosten im zweiten Quartal schwächer gestiegen als zuletzt. Der entsprechende Index sei um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Im Vorquartal waren die Arbeitskosten noch um 0,8 Prozent gestiegen./tos/bgf/he
(AWP)