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Professor Panos Koutrakos, der City University London, kommentiert, wie sich ein Ausstieg Großbritanniens aus der EU (Brexit) auf die Reiseindustrie auswirken könnte:
Panos Koutrakos, Professor für internationales Recht und am Jean Monnet Lehrstuhl für Europarecht betont, dass Großbritanniens Austritt aus der EU einige Bereiche der Reise- und der Tourismusindustrie beeinträchtigen könnte. Seiner Meinung nach, könnte sich der Brexit auf folgende Bereiche negativ auswirken: Verbraucherrechte für Reisende, die Pauschalreisen buchen; Zugang zur medizinischen Notversorgung, da eigentlich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) Schutz bietet; Fluggastrechte bei Annullierungen und Verspätungen von Flügen; Absenkung der Roaming-Gebühren für Telefonate im EU-Ausland (Abschaffung dieser Gebühren im April 2017).
PanosProfessor Koutrakos erklärt:
„Ein EU-Austritt würde es Großbritanniens Reise- und Tourismusindustrie möglicherweise erschweren Bürger aus den EU-Mitgliedstaaten einzustellen. Sollte eine Einigung zwischen der EU und Großbritannien nach einem Brexit nicht den freien Personenverkehr garantieren, so würden Arbeitskräfte der EU-Mitgliedstaaten dem britischen Einwanderungsrecht unterliegen. Visa-Regeln müssten angewandt werden. Für die Vergabe von manchen Visaarten könnten Höchstgrenzen eingeführt werden, außerdem müsste man mit Visa-Gebühren rechnen.“
Als Mitglied der EU-Expertengruppe des Guardian Small Business Networks teilt Professor Koutrakos seine Ansichten mit Catherine Barnard, University of Cambridge, Professorin für Europäisches und Internationales Arbeitsrecht sowie mit Ian Cass, Geschäftsführer des britischen Forums of Private Business.
Quelle
Foto CCO Public Domain