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Konkret regte er unter anderem an, dass die EU bestehende Lieferverträge mit Drittstaaten ändern oder aufkündigen solle. «Lassen Sie uns nicht vergessen, dass es in der Welt noch sehr viele Artilleriegeschosse gibt», erklärte Kuleba. Die EU solle ihre Bemühungen «verdreifachen», damit diese Granaten nach Europa und damit in die Ukraine gelangen.
Die EU hatte zuvor Ende Januar ein Scheitern ihrer ehrgeizigen Pläne für die Belieferung der Ukraine mit Artilleriegeschossen eingeräumt. Von der in Aussicht gestellten Menge von einer Million Schuss werden demnach bis Ende März voraussichtlich nur etwas mehr als die Hälfte geliefert werden.
Neues Ziel ist es nun, die Marke von einer Million zumindest noch in diesem Jahr zu erreichen. Nach Angaben von Borrell haben Mitgliedstaaten zugesagt, von März bis dahin rund 630 000 weitere Geschosse zu liefern. Dann wird man bei mehr als einer Million sein.
Borrell hob in Kiew hervor, dass die EU-Lieferungen an Granaten und Raketen bereits beschleunigt worden seien. «Wir geben den Lieferungen an die Ukraine höchste Priorität und verzögern sogar das Aufstocken unserer eigenen Arsenale», erklärte er. Er versprach, dass die EU die Produktionskapazitäten weiter ausbauen werde. Bei seinem Besuch besichtigte er auch eine örtliche Drohnenproduktion.
Mit Blick auf Kritik an den Unterstützungsbemühungen der EU erklärte Borrell, aus der EU seien in den vergangenen zwei Jahren bereits Hilfen im Umfang von 88 Milliarden Euro geflossen. Rund 28 Milliarden Euro davon seien Militärhilfe gewesen. Die Ukraine wehrt mit massiver westlicher Unterstützung seit fast zwei Jahren eine russische Invasion ab.