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London ist ein teures Pflaster – vor allem, wenn es ums Wohnen geht. Hohe Mietpreise und wenig Wohnraum zwingen immer mehr Menschen, in improvisierten Behausungen zu wohnen.
Bis zu zwei Drittel ihres Einkommens müssen die Londoner für ihre Wohnung bezahlen. Der beschränkte Wohnraum und die teuren Mieten zwingen immer mehr Menschen, in einer Wohn-Alternative unterzukommen. Die Londoner werden kreativ: So bauen sie Garagen zu winzigen Wohnungen um oder kommen in der Laube eines Wohnhauses unter. Meistens können die Bewohner von Schuppen oder Gartenhäusern die Küche und das Bad des zugehörigen Wohnhauses mitbenutzen.
Das Phänomen hat bereits sein eigenes Sprichwort: «Beds in Sheds», also Betten in Schuppen. Auf Portalen für Mietwohnungen finden sich Annoncen für «gemütliche Blockhütten» oder kompakte Studios, welche oft nicht mehr Platz bieten als ein Geräteschuppen. Angebote für eine Zweizimmer-Wohnung unter 2000 Franken stechen dagegen ins Auge. Erst auf den zweiten Blick wird aber klar, dass es sich hierbei um wöchentliche Mietpreise handelt.
Bei einer Polizeiaktion im Jahr 2015 entdeckte die Londoner Polizei hinter einem Garagentor in West London ein winziges, aber perfekt eingerichtetes Apartment.
In London entsteht eine verborgene Gesellschaft – zu diesem Schluss kam die Verwaltung des Bezirks Harrow, nachdem sie mit einer Wärmebildkamera über den Londoner Stadtteil geflogen war. Die Bilder lieferten Umrisse von Lauben, in denen Menschen schliefen. Auf Grossbritannien hochgerechnet, könnte diese Momentaufnahme bedeuten, dass Zehntausende Menschen in Verschlägen leben, schreibt der «Spiegel».
Symptomatisch für den Londoner Wohnungsmarkt sind seine Preise. Im Londoner Nobelviertel Chelsea wurde letztes Jahr eine Garage für umgerechnet 443'000 Franken versteigert. Die Garage sei dazu derart klein, «dass es schwierig ist, ein grosses Auto rein- und rauszukriegen», berichtete «The Guardian».