Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/1310

Am Fusse des Albulapasses wird bei La Punt die Engadiner Talstrasse und der Inn erreicht. Flussaufwärts liegt links der Taleinschnitt von Pontresina mit dem Berninamassiv und über Celerina das weltbekannte St.Moritz.
Von dem früher selbstständigen Dorf La Punt (1697 m) führt eine Brücke über den Inn nach Chamues-ch (1708 m). Die Römer nannten es Camogascum, woraus italienisch Campovasto wurde. Beide Dörfer bilden heute eine politische Gemeinde.
Die frühgotische Kirche San Andrea in Chamues-ch ist das klassische Beispiel einer gotischen Gebirgswallfahrtskirche mit einem schlanken weissen Turm und romanischem Portal. Sie zeigt Sgraffito-Motive auf den Türklopfern und hat ein gotisches Gewölbe. Das Schiff und der Chor tragen Freskomalereien von Bernhard von Puschlav von 1505. Sehenswert ist auch die 1680 gebaute reformierte Barockkirche in La Punt. Über den Dörfern wacht im nahen Dorf Madulain die Burg Guardaval als ehemalige Talwarte und Zollstation. Schöne alte Engadiner Häuser wie zum Beispiel das Patrizierhaus der Familie Nereda-Albertini (Chesa Merleda) aus dem 17. Jahrhundert oder das Haus Feldscher von 1594 haben sich trotz aller Brände, Naturkatastrophen und moderner Bautätigkeit erhalten.