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Durch den Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung eines Werkes und der Besteller zu Leistung einer Vergütung (Art. 363 OR).
Mit Unterzeichnung des Werkvertrages verpflichtet sich ein Unternehmer (z.B. Schreiner, Maler) zur Herstellung eines Werkes. Der Besteller (Eigentümer) verpflichtet sich zur Leistung einer Vergütung (Werklohn). Geschuldet ist also ein Arbeitserfolg nicht bloss ein Tätigwerden. Den Unternehmer trifft eine Herstellungspflicht.
Unter Werk wird ein Arbeitserfolg verstanden und dieser muss wenigstens den Grundsätzen nach bestimmt sein. Einigkeit herrscht auch bei der Tatsache, dass körperliche Sachen (Sachwerke) wie zum Beispiel ein Gartenhaus unter den Werkbegriff fallen. Doch können auch gewisse unkörperliche Sachen Gegenstand eines Werkvertrages sein, wenn sie das Ergebnis einer immateriellen Leistung sind und überhaupt geeignet sind, ein Werk im Sinne des Werkvertragsrechts zu sein. Beispiele für ein geistiges Werk sind die Erstellung von Bauplänen und die Vermessung von Land durch einen Geometer.
Die vom Besteller zu bezahlende Vergütung (Werklohn) ist das Entgelt für die vom Unternehmer geleistete Arbeit. Sie ist bei Ablieferung des Werkes zu bezahlen. Es ist zentral, dass der Werklohn im Rahmen der Vertragsverhandlungen klar und eindeutig bestimmt wird. Wird der Preis im Voraus festgelegt, so ist der Unternehmer dazu verpflichtet, das Werk für die vereinbarte Summe zu erstellen. Er darf selbst dann keine Erhöhung fordern, wenn er mehr Arbeit oder grössere Auslagen gehabt hat, als ursprünglich vorgesehen waren. Unterlassen die Parteien die Bestimmung der Vergütung, so wird der Werklohn nach dem Wert der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festgesetzt.