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Das historische Stück beschreibt den Aufstieg und Fall des Josef Anton Schumacher, der wegen seines düsteren Aussehens als „schwarzer Schumacher“ bekannt war, in der Zeit des sogenannten «1. Harten- und Lindenhandels» von 1728 bis 1736. Dies war ein Konflikt zwischen den damaligen Zuger Parteien, den antifranzösischen «Harten» und den französisch zugewandten «Linden».
Josef Anton Schumachers (*10.4.1677, Zug) wurde im Jahre 1717 in den Zuger «Stadt- und-Amt-Rat» gewählt. Obwohl er in die lokale Elite aufgestiegen war, sah er sich als Sachwalter des gemeinen Mannes, bei dem der Unmut v.a. aufgrund des französischen Einflusses und der ungleichen Verteilung der Pensionen wuchs. Schumacher, der wegen seines frommen Lebenswandels angesehen war, setzte sich an die Spitze der Partei der antifranzösischen «Harten». Diese brachen im Jahr 1729 die Vorherrschaft der Linden um den Franzosenfreund Fidel Zurlauben. Ab 1731 wurde Schumacher als Ammann zu einem der mächtigsten Männer in Zug.
Schumacher und seine «Harten» setzten an der Landsgemeinde von 1733 den Austritt aus dem französischen Bündnis durch, ein epochales Ereignis. Dieses Ereignis wurde später als eine der ersten Unabhängigkeitsbewegung und einer wegweisenden Reformierung der gesamten Eidgenossenschaft gedeutet.
Die französische Krone drehte nun den Geldhahn zu und drohte mit Repressalien. Der Ausfall der Pensionen, der Widerstand der «Linden» – unterstützt vom franz. Botschafter Jean-Louis de Bonnac, führte jedoch immer mehr zur Isolation Zugs.
Schlussendlich führten Schumachers unbarmherziges Regime, der Bruch mit Frankreich, der Verlust der Einkünfte aus Pensionen und Salzhandel sowie die missglückte Annäherung an Österreich zum Sturz der Harten. Schumacher wurde 1735 wegen Landesverrats auf ewig verbannt und zur Galeere verurteilt. Er starb auf dem Weg zum Strafvollzug (†6. Juli 1735, Turin).
Trotz des historischen Hintergrunds und Charakters des Stücks warf das Theater „De schwarz Schuemacher“ somit brandaktuelle Fragen bezüglich Unabhängigkeit, Fremdbestimmung und Werte auf. Nicht nur stiess das Stück auf enormes Interesse mit restlos ausverkauften Vorstellungen, sondern war die Inszenierung dieses Stückes ein Herzenswunsch von Roland Schlumpf, der in diesem Jahr die Leitung des Theaters im Burgbachkeller nach 23 Jahren abgab.
|Josef Anton Schumacher, Amman von Zug||Rémy Frick|
|Schicker, Gesandter von Baar Schreiber||Erwin Egloff|
|Berville, franz. Gesandter Dossenbach, Gesandter von Baar||Martin Niederöst|
|MartinIère, franz. Gesandter Weber, Gesandter von Menzingen||Roman Schlegel|
|Charles, franz. Diener Lunzi, Sohn von Schumacher||Henrik von Dewitz|
|Fini, Tochter von Schumacher||Leandra Mondin|
|Agethli, Tochter von Schumacher||Chiara Wicky|
|Anna, Frau von Schumacher||Sandra Kull|
|Jean-Pierre, franz. Diener Karl Müller, Freund von Fini Rogenmoser, Gesandter von Ägeri||Marc Haring|
|Bonnac, franz. Gesandter Pfarrer||Reto Solèr|
|Atlante Zurlauben||Antonjia Blazevic|
|Oswald Kolin Luthiger, Gesandter aus Zug||René Wicky|
|Kränzlin, deutscher Gesandter Scherge||Thomas Kühl|
|Alt Kolin Statist||Klaus Frick|
|Regie||Yves Raeber|
|Musik||Christov Rolla|
|Bühnenbild||René AndrerHuber|
|Kostüme||Agatha Imfeld|
|Maske||Sarina Nussbaumer|
|Lichtkonzept||Beat Auer|
|Produktionsleitung||Sandra Kull|
|Technik||Ida Egloff, Daniela Jung

|Regieassistenz||Erika Jucker, Inez Hochreutener, Maria Joliat-Schön|
|Grafik||adasoffice.ch|
|Medienarbeit||Barbara Hess|
|Homepage||Thomas Kühl|
|Administration||Gabriela Nusser|
|Finanzen||Inez Hochreutener|
|Gastronomie||Leandra Mondin|
|Präsidium||Rémy Frick|
|und ausserdem…||Esther Benedetti-Sutter, Andrea Burger, Bea Fischer, Fabienne Huber, Christina Huwyler, Nicole Imfeld, Gioja Inäbnit, Marlène Keiser, Marina Kendall, Magi Kull, Rosmarie Lichtensteiger, Lukas Lüthy, Irène Renner, Flavio Rieder, Graeme Ross, Karin Schenker, Rahel Schneider, Heidi Stadelmann, Oliver Staubli, Trudy Theiler, Monika Uetsch, Sandra Villiger, Nicole Widmer, Helmut Angeler, Nik Stahlberger, …|