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Der Einfluss von Säverfahren auf den Erfolg von Übersaaten wurde bei unterschiedlichen Standortbedingungen und Ausgangsbeständen untersucht. Die vier Geräte Säwalze, Sästriegel, Drillsämaschine und Streifenfräsmaschine wurden im Frühling und Spätsommer eingesetzt. Zusätzlich wurde an zwei Standorten der Einfluss einer Glyphosat-Behandlung in schwacher Dosierung untersucht, die mit dem Ziel ausgebracht wurde, den Grasfilz zu schwächen. An drei der sieben Standorte bewirkte die Übersaat eine Verbesserung. Die Erfolgsunterschiede zwischen den Sägeräten waren klein. Tendenziell war die Streifenfräsmaschine am erfolgreichsten. An den vier Standorten, wo die Übersaat erfolglos blieb, war dies mit allen vier Sämaschinen der Fall. Die Frühlingsübersaaten brachten ähnliche Resultate wie diejenigen, die im Spätsommer durchgeführt wurden. Der Herbizideinsatz zur Übersaat hatte nur eine kurzfristige Wirkung auf die Ertragsanteile der übersäten Grasarten. Gründe für die Misserfolge waren, je nach Standort, zu trockene Witterung oder ungünstige Konkurrenzverhältnisse im Bestand aufgrund von filzbildenden Gräsern oder Düngung zur Übersaat. Wir schliessen daraus, dass das Säverfahren eine untergeordnete Rolle für den Erfolg einer Übersaat spielt. Eine Wiesenverbesserung mit Übersaaten muss zusammen mit einer auf die Bedürfnisse der Keimlinge abgestimmten Bewirtschaftung, wie zum Beispiel eine reduzierte Düngung, während mehreren Jahren geplant werden.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.