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pdf-Datei der von Dr. Martelli durchgeführten Studie zum Zusammenhang von Osteoporose und Parodontitis herunterladen
Es besteht ein bedeutsamer Zusammenhang zwischen Osteoporose und Parodontitis, der vielschichtigen Erkrankung, die zur Zerstörung des Halteapparats und der Stabilität der Zähne führt (z.B. zur Zerstörung des Alveolarknochens, was in schwereren Fällen zu Zahnausfall führen kann). Das Verbindungsglied zwischen diesen beiden Krankheiten ist Vitamin D, ein Hormon mit einer fundamentalen Rolle für die Bildung und Erhaltung von Knochengewebe sowie für die Funktionen des Immunsystems und des Herz-Kreislauf-Systems. Vitamin-D-Mangel ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Osteoporose, mit bedeutenden Auswirkungen auch auf die Kiefernknochen, deren Demineralisierung das Auftreten und den Verlauf von Parodontitis begünstigt.
Forschung im Dienst der Gesundheit
Dank unserer in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Archives of Oral Biology“ veröffentlichten Forschungsarbeit zu den Variationen des Gens, das den Vitamin-D-Rezeptor (VDR) der Zellen codiert, haben wir den Genotyp (im Fall von Homozygotie „TT“) identifiziert, der mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Parodontitis in Verbindung steht. Die Ergebnisse der Studie haben insbesondere gezeigt, dass eine enge Verbindung zwischen Veränderungen dieses Rezeptors – der bei etwa 20 % der Bevölkerung in Homozygotie auftritt – begleitet von niedrigen Serumwerten von Vitamin D und der Entstehung von Parodontitis besteht.
Ein veränderter Vitamin-D-Rezeptor der Zellen ist weniger effizient als ein normaler und dies begünstigt eine Neigung zur Demineralisierung der Knochen, einschließlich der Kiefernknochen.
Zusammenhang zwischen Vitamin D, Osteoporose und Parodontitis
Die systematische Analyse des Vitamin-D-Stoffwechsels durch den Zahnarzt macht es häufig möglich, bereits viele Jahre im Voraus eine gleichzeitige Diagnose eines erhöhten Risikos für Osteoporose zu stellen. Tatsächlich fallen diese Patienten dem Zahnarzt aufgrund von Problemen in Verbindung mit Parodontitis (epidemiologische Studien zeigen, dass 10 Millionen Italiener an dieser Krankheit leiden) oder mit osseointegrierten Zahnimplantaten, die häufig Eingriffe zur Stärkung des Knochenvolumens erfordern, lange vor dem Zeitpunkt auf, an dem normalerweise eine Osteoporose diagnostiziert wird.
Diese wichtige Entdeckung ermöglicht es uns, die genetische Variante lange vor dem Auftreten von Osteoporose und Parodontitis zu identifizieren und die Patienten mit dieser Variante dazu anzuregen, Vitamin D einzunehmen, sorgfältig auf ihre Ernährung zu achten und Sport zu treiben, um Knochen und Zähne gesund zu erhalten.
Vorbeugung ist der erste Schritt
Bei diesen Patienten ist es erforderlich, frühzeitig im Rahmen einer angemessenen Vorbeugung mithilfe folgender Maßnahmen auf den Knochenstoffwechsel Einfluss zu nehmen:
Vorbeugung ist ein ausgezeichnetes Mittel, um Osteoporose und die daraus entstehenden Probleme zu verhindern. Die Identifizierung dieser genetischen Prädisposition bei jungen Menschen kann die Tür zu einem Massen-Screening öffnen und die betroffenen Personen können dann für eine frühzeitige Analyse der Knochenmineraldichte und angemessene Folgemaßnahmen an einen Facharzt überwiesen werden.
Eine Vorbeugung dieser Art in großem Umfang würde beachtliche Vorteile mit sich bringen, sowohl im Sinne einer Reduzierung der finanziellen Kosten für die Krankenkassen (allein in Hinsicht auf die 90.000 Brüche des Oberschenkelknochens pro Jahr) als auch im Sinne einer Reduzierung der biologischen Kosten und einer Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten.
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