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Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 200 verschiedene Erkrankungen, die unterschiedliche Ursachen haben, unterschiedlich verlaufen und unterschiedliche Schäden verursachen können. Sie zeigen sich vorrangig im Binde- und Stützgewebe des Bewegungsapparates, also in den Knochen, den Gelenken oder den Weichteilen (Muskeln, Sehnen, Schleimbeuteln, usw.).
Rheumabetroffene sollten nicht auf Bewegung verzichten, denn sie kann eine positive Wirkung auf den Körper und auch auf die Psyche haben. Beim Sport werden Glückshormone ausgeschüttet, welche sich positiv auf die Psyche auswirken. Körperliche Aktivität hilft, die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu erhalten und typische Symptome von Rheumabetroffenen wie Müdigkeit und Erschöpfung zu reduzieren. Zudem wird die Fitness gesteigert und somit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt.
Geeignet sind vor allem gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Walking, Wandern oder Tanzen. Diese tragen dazu bei, die Bein-, Arm- und Rückenmuskulatur sowie das Herz und die Lunge zu stärken. Kräftigungs- und Ausdauerübungen verbessern die Kraft, verringern die Beeinträchtigung durch Rheuma und erleichtern dadurch alltägliche Aktivitäten wie Waschen, Anziehen, Greifen oder Treppensteigen.
Wichtig ist, dass die Bewegung Freude bereitet und mit keinen Schmerzen verbunden ist.
Am Anfang kann das Training durch Erschöpfung erschwert werden. Dies ist häufig der Fall, wenn der Körper nicht an regelmässige Bewegung gewöhnt ist. Damit es zu keinen Schmerzen kommt, sollten Betroffene immer auf ihren Körper hören und nur das tun, was möglich ist und die Intensität der Belastung dem Gesundheits- und Trainingszustand anpassen. Das Training sollte langsam gesteigert werden, um den Körper an die Bewegungen zu gewöhnen. Bei Unsicherheiten bezüglich der Häufigkeit und Dauer des Trainings sollten Betroffene mit ihrem Therapeuten oder ihrer Therapeutin sprechen.
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Regelmässige Bewegung in Kombination mit einer gesunden Ernährung fördert zudem ein gesundes Körpergewicht, wodurch die Gelenke wiederum geschont werden.
Sport wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus, indem z. B. Stress abgebaut werden kann. Zudem gibt es den Betroffenen die Möglichkeit, selbst aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Falsches Training bei Rheuma kann zu Überlastungen der Gelenke führen, Schmerzen verursachen und schliesslich die Funktionalität der Gelenke verschlechtern. Deshalb sollten Sportarten, welche die Gelenke zu stark belasten, vermieden werden. Vor allem Sportarten, bei denen die Gelenke einer starken Stoss- und Schlagbelastung ausgesetzt sind, sind nicht zu empfehlen. Dazu gehören etwa Tennis, Badminton oder Jogging.
Bei Mannschaftssportarten wie Fussball, Basketball oder Handball, welche ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringen, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch Wurfsportarten wie zum Beispiel Kugelstossen können die bereits geschwächten Gelenke zu stark belasten.
Bei Schmerzen sollte nicht trainiert werden, denn sie sind ein Warnsignal. Wenn eine Sportart wiederholt Schmerzen auslöst, sollte auf diese verzichtet werden. Wer trotz Schmerzen trainiert, kann dadurch die Gelenke schädigen.
Die Broschüre der Rheumaliga Schweiz beinhaltet weitere ausführliche Informationen zum Sport für Rheumabetroffene: Sport für Einsteiger und Umsteiger
Quellen: