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Das Bundesgericht in Lausanne hat mit dem am Mittwoch publizierten Entscheid das Urteil des Solothurner Obergerichts vom November 2015 bestätigt. Dieses hatte den Mann wegen mehrfach versuchten Mordes, Gefährdung des Lebens, strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord schuldig gesprochen und eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren beschlossen.
Der Vollzug der Strafe wurde aufgeschoben und das Obergericht ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme an. Die Schuldsprüche wegen Gefährdung des Lebens und weiterer Delikte sind bereits seit längerem rechtskräftig.
Alle Anträge abgelehnt
Vor Bundesgericht beantragte der Mann, er sei von der Anklage des mehrfach versuchten Mordes und der Vorbereitungshandlungen zu Mord freizusprechen. Wegen versuchter Tötung, Gefährdung des Lebens und der rechtskräftigen erstinstanzlichen Schuldsprüche sei er zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren zu verurteilen.
Das Bundesgericht ist in seinem Entscheid zum Schluss gekommen, dass die Vorinstanz die Qualifikation der Straftaten korrekt vorgenommen habe. Auch lässt das Gericht die Kritik des Verurteilten am psychiatrischen Gutachten nicht gelten, welches die Grundlage für die stationäre therapeutische Massnahme bildet.
Abgewiesen hat das Bundesgericht zudem eine weitere Beschwerde des Mannes. Er hatte im März 2016 beim Obergericht des Kantons Solothurn ein Revisionsgesuch eingereicht, das abgewiesen wurde. Die Lausanner Richter halten diesbezüglich in einem separaten Urteil fest, dass keinerlei Revisionsgründe vorlägen und die Vorinstanz somit korrekt entschieden habe.
Was 2012 geschah
Der Verurteilte hatte seine ehemalige Freundin mit einem Vorwand nach Zuchwil gelockt, wo er aus kurzer Distanz auf sie schoss. Sie überlebte schwer verletzt.
Nach dieser Tat wollte er in Olten eine weitere junge Frau umbringen. Die Waffe hatte er bereits nachgeladen. Auf der Autofahrt nach Olten geriet der Mann jedoch in eine Polizeikontrolle.