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Im Vertrag von Trianon musste Ungarn vor genau hundert Jahren eine Mitschuld am Ersten Weltkrieg anerkennen und zwei Drittel seines Territoriums abgeben. Die nationale Katastrophe prägt die Politik bis heute.
Das Verhältnis Ungarns zu seinen östlichen Nachbarn ist so angespannt wie lange nicht mehr. Die Konflikte haben einen historischen Hintergrund, der hierzulande wenig bekannt ist, der in Ungarn aber bis heute tiefe seelische Verwerfungen hinterlassen hat und ohne den die ungarische Politik nicht zu verstehen ist: den vor genau hundert Jahren unterzeichneten Vertrag von Trianon, der das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelte und für Ungarn grosse Gebietsverluste bedeutete.