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25. Januar19
-News, IAM
Hugues Chevalier, Economist
Das Szenario einer Abschwächung der Weltwirtschaft hat sich in den letzten Monaten vor allem in den OECD-Ländern mit Ausnahme der Vereinigten Staaten konkretisiert. Die Weltwirtschaft wird durch den starken Anstieg der Ölpreise und die Folgen des Chinesisch-amerikanischen Handelskrieges und politische Unsicherheiten wie der Brexit belastet. Die Ende 2017 eingeleitete US-Steuerreform hat das Wachstum 2018 nachdrücklich unterstützt. Die positiven Auswirkungen dieser Reform werden sich jedoch 2019 nicht wiederholen, so dass sich die Aktivität auf der anderen Seite des Atlantiks verlangsamen sollte, ohne eine Rezession zu verursachen. In Europa hat sich die Aktivität seit Ende 2017 verlangsamt. Allerdings sollte die europäische Wirtschaft 2019 nicht in eine Rezession fallen. Tatsächlich sollte der Rückgang der Ölpreise in den letzten Wochen die Aktivität, insbesondere den Konsum der Haushalte, unterstützen. In den Emerging Markets sollte 2019 nach einer allgemeinen Abschwächung im Jahr 2018, insbesondere aufgrund der Straffung der US-Geldpolitik, eine Stabilisierung der Aktivitäten und Währungen eintreffen. Dennoch sind Risikofaktoren vorhanden, insbesondere der anhaltende Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten, der den Welthandel bestraft. Insgesamt dürfte sich das globale Wachstum in diesem Jahr auf 3,7% verlangsamen, verglichen mit 4% im Jahr 2018. Das BIP in den Industrieländern wird voraussichtlich auf rund 2% abnehmen, verglichen mit 2,2% im Jahr 2018. In den Emerging Markets dürfte das Wachstum 2019 mit ungefähr 5% stabil bleiben. Dieses zentrale Szenario könnte insbesondere bei einer Verschlechterung der Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China nach unten korrigiert werden.