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Ich studiere Physik weil ich es wichtig finde, sich Gedanken über die Welt zu machen und zu versuchen, sie besser zu verstehen. Verständnis hat für mich viel mit Bildern zu tun. Es ist mir deshalb wichtig, Dinge zu visualisieren und so eine Erfahrung zu schaffen. Wie die meisten Menschen sehne ich mich natürlich nach Macht und Kontrolle und dadurch der Möglichkeit eines schöpferischen Handelns. Ich denke es sind diese Motivationen, die mein spezifischeres Interesse in der Simulation und Visualisation (synthetischer) physikalischer Systeme nähren. Die Simulation mittels Computerprogrammen ermöglicht es, ein System komplett zu kontrollieren und Effekte zu beobachten, die in einem realen System nur sehr schwer oder nicht zugänglich wären. Zudem ist die Simulation nicht durch die physikalischen Gesetze begrenzt und erlaubt die Behandlung anderer Gleichungen oder unrealistischer Parameter und damit einer Unendlichkeit weiterer Phänomene. An dieser Stelle sehe ich einen fliessenden Übergang zum künstlerischen Schaffen: Es ist die Erweiterung wissenschaftlicher Tätigkeit unter Aufhebung einiger Regeln und Prinzipien, an die sich ein Wissenschaftler halten muss. Kunst beinhaltet nicht nur Realität, sondern auch Fiktion (oder gedankliche Realitäten).
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