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Die Deutsche Bank hat sich seit dem zaghaften Wiederbeginn des Geschäfts im Jahr 1945 bis in die Gegenwart zu einem internationalen Finanzkonzern gewandelt, der unter den Top-Bankadressen der Welt genannt wird.
1945: Die Deutsche Bank steht am Ende des Krieges am Rande des Ruins. Die ersten Jahre nach dem Krieg werden die schwierigsten in der Firmengeschichte. Das Hauptquartier der Bank und alle Bereiche in dem von der Sowjetunion besetzten Gebiet Deutschlands sind geschlossen. Das Geschäft wird von Hamburg aus betrieben.
1947 - 1948: Die Deutsche Bank ist in zehn verschiedene Banken aufgeteilt. Die Alliierten verbieten das Geschäft unter dem Namen "Deutsche Bank".
1949: Im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland reorganisiert sich die Bank in drei regionale Einheiten: Die Rheinisch-Westfälische Bank in Düsseldorf, die Süddeutsche Bank in Frankfurt und München sowie die Norddeutsche Bank in Hamburg.
1957: In einem von Hermann Josef Abs umgesetzten Prozess fusionieren die drei Regionalen Einheiten zur Deutschen Bank. Abs leitet die Bank von 1957 bis 1967.
1959: Die Deutsche Bank beginnt in das Retail-Geschäft einzusteigen. Sie vergibt Kleinkredite im Volumen von bis zu 2000 D-Mark.
1970: Die Bank erweitert ihre internationale Präsenz und kauft in den folgenden Jahren wichtige Banken in Italien, Spanien, Grossbritannien und den USA.
1978: Es erfolgt der Einstieg ins Investmentbanking, mit der Etablierung der Investmentbank Atlantic Capital Corporation.
1985: Deutsche Capital Markets Ltd. in London und Deutsche Bank Capital Markets (Asis) in Hongkong werden gegründet.
1989: Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen fällt auf dem Weg zur Arbeit in der Nähe seines Hauses in Bad Homburg einem Attentat zum Opfer. Herrhausen wird 59 Jahre alt. Sein Nachfolger wird Hilmar Kopper. Die Deutsche Bank kauft die Londoner Investmentbank Morgan Grenfell für rund 1 Mrd. D-Mark.
1990: Die Deutsche Bank gründet eine Repräsentanz in den neuen Bundesländern.
1992: Übernahme des Versicherers Deutscher Herold.
1999: Übernahme von Bankers Trust für 9,2 Mrd. Dollar. Vorstandschef Rolf Breuer erfüllt sich damit den lang gehegten Wunsch, die Position der Bank in den USA deutlich auszubauen. Eine starke US-Präsenz wird als zentrale Voraussetzung gesehen, die Bank als internationales Investmenthaus zu etablieren und Konkurrenten wie Goldman Sachs, Merrill Lynch oder Morgan Stanley die Stirn bieten zu können.
2000: Die geplante Fusion von Deutscher Bank und Dresdner Bank scheitert. Grund sind unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft der Dresdner-Investment-Tochter Dresdner Kleinwort Benson. Während Vorstandschef Breuer die Investmentbank als "Juwel" bezeichnet, das nicht zum Verkauf stehe, spricht sich Vorstandsmitglied Josef Ackermann gegen eine Integration aus. Die Dresdner Bank wirft der Deutschen Bank vor, die Fusion zu unterminieren.
2001: Übernahme des Asset-Managers Scudder von Zurich Financial Services im Tausch gegen den Deutschen Herold und eine Barzahlung. Damit steigt die Deutsche Bank unter die grossen Vermögensverwalter der Welt auf.
swissinfo und Agenturen