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Die häufigsten Formen von Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen und Migräne. Die ersten sind über den ganzen Kopf meist helmartig verteilt und dauern Stunden bis tagelang. Sie beginnen meist langsam und reagieren oft auf einfache Schmerzmittel wie Aspirin, Panadol oder Treupel. Die Migräne ist typischerweie halbseitig, manchmal wechselseitig und dauert meist weniger lang. Sie kann von Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Augenflimmern oder sogar Lähmungserscheinungen begleitet sein. Der Beginn ist typischerweie heftig und kann durch Vorzeichen, eine sogenannte Aura angezeigt werden. Der Migräneanfall muss wennmöglich im Anfangstadium behandelt werden, weil er dann besser auf die spezifischen Migränemittel anspricht. Die Ursachen der Migräne oder der Spannungskopfschmerzen sind nicht bekannt. Auslösende Faktoren wie Stress, Menstruation, Wetterwechsel, Föhn, Genuss von Käse oder Wein, werden von vielen KopfschmerzpatientInnen beobachtet. Gesichert ist, dass Durchblutungsänderungen von Arealen im Schädelinnern und reaktive leichte Entzündungen eine wichtige Rolle spielen. Bestimmt sind auch familiäre Faktoren von Bedeutung, wobei Genetik und familiäre Gewohnheiten und Beispiele beide wichtig sind.
Die Regulationsmedizin sucht bei Störungen zu verstehen, wie das gestörte Organ beeinflusst worden ist, um einen Schmerz oder eine krankhafte Funktion zu entwickeln. In den meisten Fällen liegen Störungen des vegetativen Nervensystems vor, wenn keine Giftstoffe oder strukturelle Verletzungen aufzufinden sind. Das vegetative Nervensystem oder Vegetativum steuert alle lebenswichtigen Funktionen des Organismus und muss deshalb alle Einflüsse, die das Leben beeinträchtigen könnten, sofort aus feinste beantworten und mit einer Adaptation des Gesamtorganismus zu kompensieren versuchen. Da die Reaktion immer den ganzen Körper umfasst, reagieren schwache Stellen stärker als stabilere. So wird der eine Mensch mit Muskelschmerzen , der andere mit Magenverstimmungen und wieder andere mit Kopfschmerzen oder Migräne auf äussere oder innerer Belastungen reagieren. Die Reaktionsweise hängt von sehr vielen grösstenteils unbekannten Faktoren ab. Sie hat vermutlich vor allem eine Alarmfunktion, die den Menschen auf den vegetativen Stresszustand hinweisen und ihn zu einem lebensförderndem Verhalten das heisst Verminderung der Belastungsfaktoren veranlassen soll. Damit versucht sich der Organisums vor ernsteren Krankheiten zu schützen, die bei Fortbestehen der Belastung entstehen könnten. Kopfschmerzen, die bei an sich harmlosen Einflüssen wie Föhnwetter, Vollmond, Menstruation oder psychischem Stress oder sogar ohne erkennbare Ursache auftreten, sind mit Fehlalarmen zu vergleichen. Aus dieser Sicht erscheint die Behandlung der Kopfschmerzen mit einem Schmerzmittel, wie wenn ein zu sensibler Feueralarm einfach mit einer Decke unsichtbar gemacht würde, ohne am Alarmsystem etwas zu ändern.
Lokale Betäubungsmittel, wie sie für das örtliche Einschläfen der Haut für kleine Operationen benutzt werden, haben auch eine elektrisch regulierende Wirkung auf das vegative Nervensystem. Sie führen zu eine Entladung der Überspannung und erlauben dem Körper wieder das "normale Programm zu starten". Bei Kopfschmerzpatienten liegen die Überempfindlichen Nervenstellen nicht immer im Kopf selber. Es müssen deshalb mit einer sorgfältigen Untersuchung die verantwortlichen Organe oder Hautstellen, gesucht werden. Durch manchmal nur wenige manchmal mehr Injektionen eines schwachen Lokalanästhetikums kann die Empfindlichkeit des "Alarmsystems " herabgesetzt werden. Auf diese Weise sind Kopfschmerzen, Migräne und oft auch andere Gesichtsschmerzen heilbar, auch wenn die Grundlage der Schwachstelle, die zum Beispiel genetisch veranlagt ist, nicht verändert werden kann.
Die Leistungspflicht für die lokale und segmentale Neuraltherapie ist seit 1.7.2011 explizit im Anhang 1 KLV erwähnt als unumstrittene, schulmedizinische diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie. Dieser Eintrag ist definitiv und ohne zeitliche Limitation.
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