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Chile verbindet mit dem grossen Nachbarn Argentinien eine 5000 Kilometer lange Grenze. In beiden Ländern unterhält man sich in der spanischen Sprache - und doch unterscheidet sich Chile von Argentinien in vielen Punkten. Es sind die Anden, die sich zwischen beiden Nationen türmen und Chile ist vor allem eines: Ein "schmales Handtuch" am Pazifik. Das Land kreuzt 39 Breitengrade und zählt zu den schönsten der Welt.
Lang ist der Flug aus der Schweiz nach Chile - mit 16 Stunden muss man schon rechnen. Ab Zürich werden zahlreiche Verbindungen nach Santiago de Chile angeboten - unter anderem durch Swiss, LAN Airlines und Iberia. Alle sehen Zwischenstopps vor.
Schweizer Staatsbürger reisen als Touristen bei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen mit einem Reisepass ein. Es bedarf keines konsularischen Visums. Der Pass muss noch eine Gültigkeitsdauer von mindestens drei Monaten haben. Wer länger als ein Vierteljahr bleiben möchte, muss sich um ein Visum bemühen (Residente temporario). Adresse der Botschaft der Republik Chile in der Schweiz: Eigerplatz 5, 12. Stock, 3007 Bern. Es herrschen strenge Vorgaben bei der Einreise. So ist die Einfuhr von frischen Lebensmitteln und Pflanzen streng verboten und wird mit Bussgeldern geahndet.
Chile liegt auf der südlichen Halbkugel. Entsprechend sind die Jahreszeiten dort den europäischen entgegengesetzt. Der Norden des Landes besitzt ein Wüstenklima mit grossen Temperaturunterschieden. Die Region zählt zu den trockensten weltweit. Die mittleren Bereiche Chiles erfreuen sich eines mediterranen Klimas mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 29 Grad. In Richtung Süden steigen die Niederschläge an. Dort ist man am besten im Sommer (Dezember bis März) unterwegs. Die Osterinsel ist am besten in den Monaten Februar und März zu besuchen.
Familien, die mit ihrem Nachwuchs nach Chile fliegen, werden es sehr schnell spüren, dass die Chilenen Kindernarren sind. Und wenn die Kleinen dann auch noch strohblond sind, ist das Entzücken der Einheimischen besonders gross. Eltern mit Kindern werden in Restaurants bevorzugt behandelt. Grössere Hotels organisieren regelmässig Kinderprogramme und sorgen damit für erholsame Tage für Gross und Klein.
Bei der letzten Volkszählung im Jahre 2002 bekannten sich knapp siebzig Prozent zum katholischen Glauben. Etwa 15 Prozent der Chilenen sind protestantisch. Weitere Glaubensrichtungen sind Agnostizismus und indianischer Schamanismus. Minderheiten sind Zeugen Jehovas, Juden und Mormonen.
Die Amtssprache in Chile ist Spanisch. Allerdings hat sie stark unterschiedliche Akzente in verschiedenen Regionen. Englisch ist im Lande nur wenig verbreitet. Indigene Sprachen sind Mapudungun, Aymara und Rapanui (Osterinsel).
Die Elektrizität in Chile entspricht 220 Volt Wechselstrom/50 Hertz. Da die Steckdosen unterschiedlich sind, empfiehlt sich die Mitnahme eines Adapters für elektrische Geräte.
Impfungen sind zur Einreise nach Chile nicht vorgesehen. Das gilt nicht für die Osterinsel, sofern der Urlauber aus einem Land kommt, das Gelbfieber-gefährdet ist. Für das Festland sind Schutzimpfungen gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis zu empfehlen. Tropenkrankheiten treten in Chile in der Regel nicht auf. > EDA Hinweise Chile
Chile verfügt über ein funktionierendes Telefonnetz mit mehreren Anbietern. Die Gebühren ändern sich häufig, da zahlreiche Hotels eigene Verträge mit den Kommunikationsunternehmen haben. Wer häufig telefoniert, ist gut beraten, sich an einem Kiosk eine Prepaidkarte zu besorgen. Handys sind weit verbreitet, allerdings sind nicht in allen Regionen des Landes Gespräche möglich. Das Netz bricht häufig zusammen.
In Restaurants ist es während Chile Reisen üblich, den Rechnungsbetrag um zehn Prozent aufzustocken. Nach einer Taxifahrt ist ein Trinkgeld eher unüblich, man sollte jedoch die Summe aufrunden.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 60 km/h, auf Landstrassen 100 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Von nächtlichen Fahrten sollten Urlauber Abstand nehmen. Carabineros geben Auskunft über den Zustand der Fernstrassen. Wer einen Mietwagen buchen möchte, benötigt dazu lediglich seinen Schweizer Führerschein. Vor einer Fahrt mit dem Taxi sollte man sich nach dem Pauschalpreis erkundigen.
Der Peso ist die nationale Währung Chiles. Bargeld gewechselt wird in Banken, Wechselstuben und Reisebüros. In Hotels, Restaurants und grösseren Geschäften werden die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Mit EC-Karten kann an Geldautomaten jederzeit Bargeld abgehoben werden.
Der Zeitunterschied zwischen der Schweiz und Chile beträgt minus vier Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt die Differenz minus fünf Stunden. Die Zeitzone heisst Chile Time (CLT).