Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03192.jsonl.gz/991

ENTSTEHUNG
GESCHICHTE BLEICHENBERG
Der Name Bleichenberg (Blichiberg) geht auf die germanische Zeit zurück und bedeutet Bleich-Feld. Er rührte vielleicht daher, dass sich der Bleichenberg im Vergleich zu den mächtigen Gebirgen, die den Horizont begrenzen – den Alpen im Süden und der Jurawand im Norden – bescheiden, blass und unscheinbar ausnimmt.
Höchst wahrscheinlich sind die Edelknechte von Bibersch, welche urkundlich in der Geschichte von 1004 bis 1340 auftraten, auch um diese Zeit Besitzer des Bleichenbergs gewesen.
Vorder- und Hinter-Bleichenberg bildeten ursprünglichen eine Einheit.
1553
war das Gut Bleichenberg im Besitz der Edlen von Dürrach.
1444
erwarb es Schultheiss Hermann von Spiegelberg.
1464
erbte Junker Reinhard von Malrain den Hof durch Heirat mit Kunigunde, einzige Tochter Hermanns von Spiegelberg, den Hof.
1530
Kunigunde vermachte ihn dem Junker Johann dem I. von Roll und seiner Gemahlin Agatha von Blumenegg, womit die Ära eins von-Roll-Gutes begann.
1730
wurde das grosse Gut Bleichenberg, das in jener Zeit 320 Jucharten umfasste, unter zwei Brüdern von Roll aufgeteilt.
HINTER-BLEICHENBERG
1738
erbaute Franz Viktor von Roll auf dem östlichen Teil, dem Hinter-Bleichenberg, ein Sommerhaus im französischen Barockstil. Es war dies die heutige Villa, die aber im Laufe der Zeit durch zahlreiche Umbauten stark verändert wurde.
1850
bis zu diesem Jahr blieb der Hof Bleichenberg im Besitz der von Rolls. Nach vielen Besitzerwechseln kam der Hinter-Bleichenberg schliesslich im Jahre 1870 in den Beistz von Joseph Hänggi von Nunnigen.
Nach seinem Tod erweiterte seine Gemahlin, Elisabeth Hänggi-Hänggi, das Sommerhaus mit einer Terrasse und legte vor dem Gebäude gegen Osten einen prachtvollen Blumengarten im Stile von Louis XV. mit Springbrunnen, umgeben von einer Lindenallee, einer Pergola und englischen Buchsanlagen.
ELISABETHENHEIM BLEICHENBERG
1894
erkrankte die Witwe Elisabeth Hänggi ernstlich und benötigte eine Pflegerin. Sie wandte sich ans Kloster Ingenbohl und fragte um eine Schwester, was ihr dann auch gewährt wurde. Als grosse Wohltäterin der Armen und Kranken beschloss sie im selben Jahr den ganzen Besitz dem Institut der barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz in Ingenbohl zu übergeben mit der Bedingung, dass ein Altersheim erbaut werde, wo Arme und Reiche jeder Konfession ein ruhiges Alter erleben und von den barmherzigen Schwestern betreut werden sollen. Sie vermachte ihnen CHF 50 000.— mit der Bitte, das Heim «St. Elisabeth» zu nennen.
1895
verstarb Elisabeth Hänggi an den Folgen ihrer Krankheit.
1896
bis 1897 wurde das Gebäude des Asyls erstellt für 90 bis 100 Bewohnerinnen und Bewohner.
1900
wurde eine schöne kleine Kirche erbaut.
1953
wird ein Schwesternheim erstellt, das am 23. Mai 1954 bezogen wurde.
Fast über 100 Jahre war der Bleichenberg Asyl für die Gemeinden Biberist und Zuchwil. Die feuertechnischen Vorschriften verlangten eine totale Renovation oder einen Neubau.
1987
Das Kloster entschied sich für einen Neubau.
1989
14. August, Grundsteinlegung des neuen Elisabethenheimes.
1990
30. März, Aufrichtfeier.
1991
2. Juli, Einweihung des neuen Heimes mit 40 Zimmern.
Viele Bewohnerinnen und Bewohner des alten Heimes wechselten in Heime ihres Wohnortes – 40 bewohnten das neue Heim.
Frei gewordene Zimmer wurden im Laufe der Zeit zunehmend von Ingenbohlerschwestern besetzt, von ehemaligen Angestellten und von Angehörigen der Schwestern.
Seit 2011 haben wir nun in unserem Heim zunehmend Platz für Pensionärinnen und Pensionäre, die nicht einer Ordensgemeinschaft angehören.
PARKANLAGE
Unser Park beherbergt eine Vielzahl von wunderschönen Bäumen, z.B:
… einen Mammutbaum
… einen Tulpenbaum
… Buchen
… Eiben
… Eschen
… Fichten
… Wald-Föhren
… Eichen
… Ahorn
… Feld-Ahorn
… Berg-Ahorn
DIE HEILIGE ELISABETH – SCHUTZPATRONIN VOM HAUS
Die heilige Elisabeth von Thüringen wurde 1207 in Ungarn geboren als Tochter des ungarischen Königs Andreas II, Sie war verheiratet mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen.
Schon als Gräfin half sie den Bedürftigen und Kranken. Die Legende vom «Rosenwunder» (allerdings weder in der Lebensbeschreibung noch in den großen bekannten Legendensammlungen verzeichnet) berichtet:
Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche «Verschwendung» aufgehetzt, soll seiner Frau, die mit einem brotgefüllten Deckelkorb die Burg herabstieg, gefragt haben: «Was trägst du da?». «Rosen, Herr», antwortete sie mit demütiger Miene. Ungläubig sah er selbst in den Korb und fand statt der eben eingepackten Brote unter dem Tuch lauter frisch duftende Rosen. Lächelnd ging er davon und ließ Elisabeth gewähren.
Deshalb wird Elisabeth von Thüringen mit dem Attribut: Korb mit Rosen oder Rosen in der Schürze dargestellt.
Nach dem Tod ihres Mannes wurde Elisabeth von der Wartburg vertrieben.
Sie gründete ein Spital für die Ärmsten und nahm sich selber der Kranken an. Sie starb 1231 in Marburg an der Lahn.
Elisabeth von Thüringen ist bis heute wegen ihrer Hilfsbereitschaft für Arme und Kranke sehr populär und Patronin der Caritas, der Waisen und Witwen, Kranken, Notleidenden.