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Beschreibung
Die Rebflächen des Château sind Teil des ehemals großen Besitzes von Léoville.
Anfang des 17. Jahrhunderts gehörten die Ländereien entlang der Gironde zur Seigneurie de Lamarque, und es war ein Verdienst der Holländer, die Feuchtflächen entlang des Flusses trockengelegt zu haben. Auf einer frühzeitig trockengelegten Fläche auf einer höher gelegenen Kieskuppe wurden im Jahr 1638 erste Nutzflächen angelegt. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts legte die Familie de Moytié erste Rebflächen an. Später erhielt die Kieskuppe den Namen Mont Moytié.
Im Jahr 1707 übernahm der Politiker und Präsident des Parlaments von Bordeaux den Besitz und vermachte ihn später an seine beiden Töchter. Eine der Frauen heiratet den einflussreichen Blaise Antoine Alexandre de Gasq, Seigneur von Léoville und ebenfalls Mitglied des Parlaments von Bordeaux. Nach einer Erbstreiterei der Töchter Moytiés gelang es de Gasq, die getrennten Besitztümer wieder zu vereinen. Die Flächen reichten von Château Beychevelle im Süden bis an Château Latour in Pauillac im Norden.
De Gasq verstarb 1769 kinderlos, und der Léoville-Besitz ging in die Erbgemeinschaft von vier Neffen unter dem Vorsitz von Marquis de Las Cases Beauvoir auf. Verwaltet wurde der Besitz noch von Jean-Pierre d’Abbadie sowie von Bernard und Jean-Joseph d’Alozier. Während der Wirren der französischen Revolution musste der Marquis außer Landes fliehen. Ihm gelang es jedoch, seinen Besitz nicht als Gemeingut (Bien national) zu verlieren. Er trennte sich lediglich von einem knappen Viertel der Flächen, die später von Hugh Barton zu Château Léoville-Barton geformt wurden.
Der Sohn des Marquis, of Pierre-Jean de Las Cases, Maréchal de Camps leitete die Geschicke des verbleibenden Guts ab 1815. Im Jahr 1840 wurde der Besitz im Rahmen der Erfolge jedoch weiter aufgeteilt. Während Pierre-Jean nahezu Zwei Drittel behielt, wurde das andere Drittel seiner Schwester Jeanne de Las-Cases übertragen. Durch die Heirat von Jeanne mit Jean-Marie de Poyferré entstand der Name Château Léoville-Poyferré.
Las Cases ist das größte von ihnen und produziert auch den besten Wein. Das Gut steht im Besitz der Familie Delon.
Falls die Klassifikation der Bordelaiser Grand Crus je nochmals nach 1973, der Aufstufung von Mouton-Rothschild zum Premier Cru, neu aufgerollt werden sollte, so wird nach aller Voraussicht Léoville-las-Cases als nächster Premier-Kandidat durch die Ziellinie gehen.