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Was Sie über den Probealarm wissen müssen
Am Mittwochnachmittag, 3. Februar 2021 ist es wieder soweit. Landesweit heulen die Sirenen. Wieso der Sirenentest so wichtig ist und was man bei einem echten Sirenenalarm beachten muss.
Auch wenn die Behörden heute Meldungen mittels digitalen Alarmierungskanälen (z.B. Apps oder Webseiten) verbreiten können, bilden Sirenen nach wie vor das Kernelement im Gesamtsystem der Alarmierung und Warnung der Bevölkerung. Besonders nachts bleibt die «Weckfunktion» der Sirenen von sehr wichtiger Bedeutung.
In Krisen und Notlagen müssen die Behörden die betroffene Bevölkerung rasch und zuverlässig, grossflächig warnen, alarmieren und informieren können.
Eine Notlage oder eine Katastrophe, wie zum Beispiel ein Unfall in einem Kraft- oder Chemiewerk, können sich jederzeit ereignen und treten häufig ohne kurze Vorwarnzeit ein. Gerade erst Ende Dezember 2020 gab es eine Trinkwasserverschmutzung im Kanton Zürich, bei welchem die Bevölkerung mit mobilen Sirenen alarmiert und informiert wurde.
In der ganzen Schweiz werden deshalb am 3. Februar 2021 rund 5000 stationäre Sirenenanlagen, sowie 2200 mobile Sirenen getestet, damit eine Alarmierung und Warnung im Notfall sichergestellt werden kann.
Wie viele unterschiedliche Alarmsignale gibt es?
Im Vergleich zu früher gibt es heute nur noch zwei unterschiedliche Alarmsignale. Standardmässig ist jede Sirenenanlage mit dem Allgemeinen Alarmsignal (AA) ausgerüstet. In gefährdeten Gebieten wie Überflutungszonen, zum Beispiel unterhalb von Wasserstauanlagen, wird zusätzlich das Wasseralarmsignal (WA) programmiert. Eine Kombi-Sirene beinhaltet beide Alarmsignale.
Wie reagieren bei einem echten Sirenenalarm?
Wenn das Zeichen «Allgemeiner Alarm» ausserhalb des angekündigten Sirenentests ertönt bedeutet dies, dass eine mögliche Gefährdung der Bevölkerung besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert Radio zu hören, sich via Alertswiss App zu informieren sowie die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu benachrichtigen.
Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung besteht, zum Beispiel unterhalb einer Stauanlage. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert das gefährdete Gebiet umgehend zu verlassen. Mit Merkblättern über Fluchtmöglichkeiten und Sammelplätze wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten vorgängig informiert.
Was passiert bei einem Stromunterbruch?
Die Alarmierung und Warnung ist auch bei einem längeren Strom- und Netzausfall gewährleistet. Die stationären Sirenenanlagen sind mit Batterien und modernster Technik ausgerüstet und garantieren eine netzunabhängige Alarmauslösung von mindestens 5 Tagen.
Das zentrale Fernauslösesystem ist speziell abgesichert und konzipiert. Auch bei der SRG gibt es ein entsprechendes Notdispositiv. Daneben verweist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) auf andere Mittel zur Alarmierung, Lautsprecher etwa, aber auch Meldeläufer und Flugblätter. Der Bevölkerung empfiehlt der Bund, ein Transistorradio mit Reservebatterien bereitzuhalten.
Was hat eine Zürcher-Oberländer Firma mit dem Sirenentest zu tun?
Die Firma Kockum Sonics AG mit Sitz in Dübendorf produziert, installiert und unterhält seit 1961 Sirenensysteme zur Alarmierung und Warnung der Schweizer Bevölkerung. Schweizweit sind mehr als 3500 Sirenen der Firma Kockum Sonics AG erfolgreich im Einsatz. Zusammen mit dem Bund, den Kantonen und Gemeinden stellt die Crew von Kockum Sonics AG sicher, dass die Alarmierungsmittel einwandfrei funktionieren und im Katastrophenfall eingesetzt werden können.
Der Schutz der Bevölkerung hat höchste Priorität – Ein sicheres und effizientes Alarmierungs- und Warnsystem kann Leben retten.
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Sirenen bilden nach wie vor das Kernelement im Gesamtsystem zur Alarmierung & Warnung der Bevölkerung.