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Acht grosse Platanen ragen aus dem Granitpflaster der Place Saint-François. Die vielen Passanten bemerken wohl kaum, dass sich die Wurzeln dieser Riesen unter ihren Füssen fast so weit ausstrecken wie ihre Äste.
Dieses unterirdische Netzwerk, für den Lebensstrom des Baumes unentbehrlich, grenzt an die künstlichen Netze der Stadt, ein Labyrinth aus Rohren, technischen Leitungskanälen, Strom-, Kommunikations- und Wärmeversorgungen, das sehr wenig Platz für Pflanzen lässt. Inmitten dieses unsichtbaren Gewirrs verbleibt noch ausreichend Erdboden, um einen neunten Baum aufzunehmen.
In diesem Bereich wird nach Einbruch der Dunkelheit das Phantombild dieser neunten Platane projiziert. Erst so spät, denn wo es noch einen kleinen Raum im Untergrund gibt, finden an der Oberfläche zu viele menschliche Aktivitäten statt, als dass noch ein Baum oder ein Garten Platz fände. Ein abstraktes Porträt bildet sowohl die Krone als auch das Wurzelwerk einer Platane ab und spiegelt die Dualität zwischen der oberirdischen Schönheit eines grünen Baumes und seiner unterirdischen Vielschichtigkeit.
Raphaël Dessimoz, architecte (CH)
Loïc Fumeaux, architecte (CH)
Amélie Poncety, architecte (CH)
Tancrède Ottiger, graphiste (CH)
Cédric Prada, jardinier paysagiste (CH)
Service de l’éclairage public