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- Wie beurteilt der Bundesrat den Effekt der AKWs auf die Wassertemperatur in den Schweizer Flüssen?
- Ist der Bundesrat bereit, die Ausnahmebewilligung des AKW-Beznau bei Wassertemperaturen von über 25 Grad auszusetzen zu Gunsten von gefährdeten oder seltener gewordenen Fischarten und anderen Wasserlebewesen?
- Ist sich der Bundesrat bewusst, dass aufgrund der Klimaerhitzung die Temperaturen bei kältebedürftigen Fischarten häufiger zu einem grossen Problem werden?
- Was unternimmt der Bundesrat, um eine schattenspendende Ufervegetation entlang hitzeempfindlicher Gewässer zu gewährleisten?
Begründung:
Die weit verbreitete und anhaltende Verschlechterung der Wasserqualität in den Schweizer Flüssen hat dazu geführt, dass diese Ökosysteme zu den am stärksten gefährdeten gehören. Dies wird durch die jüngste Revision der Roten Liste der Fische bestätigt, die eine Verschlechterung des Zustands der Schweizer Fischpopulationen in den letzten zwei Jahrzehnten aufzeigt. Fischarten wie Forellen und Äschen sind auf kühle Gewässer angewiesen, Temperaturen über 25 Grad Celsius sind für sie lebensgefährlich. Sie sind von der Gewässererwärmung durch den Klimawandel und von der künstlichen Gewässererwärmung besonders stark betroffen, wie sich etwa im Hitzesommer 2022 gezeigt hat. Insbesondere im Mittelland ist mit einer weiteren Verschärfung der Bedrohungslage dieser Fischarten durch den prognostizierten Temperaturanstieg zu rechnen. Es ist von entscheidender Bedeutung, den Schutz der Wasserfauna, die äusserst empfindlich auf Temperaturunterschiede reagiert, über den Schutz der Atomstromproduktion zu stellen. Diese kann auf alternative Energiequellen umgestellt werden. Besonders im Fall der Aare wird die Überhitzung durch das Atomkraftwerk Beznau noch verschlimmert.
Um die Lebensbedingungen für wasserbezogene Lebewesen während Hitzeereignissen zu verbessern, spielt eine schattenspendende standortgerechte einheimische Ufervegatation eine zentrale Rolle. Leider fehlt an vielen Gewässer im Mittelland aufgrund der meist intensiven Landnutzung sowie verschiedenen Nutzungskonflikten eine entsprechende Ufervegetation ganz oder teilweise. Zusätzlich zu den laufenden Arbeiten zur Verbesserung der Gewässerlebensräume sollten gezielte Massnahmen zur Etablierung einer Ufervegetation unter Gewährleistung des Hochwasserschutzes umgesetzt werden.