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vom Galmihorn und dem an seiner S.-Flanke hängenden
Bächigletscher gegen SSO. herabfliesst, während der andere von dem
an der N.-Flanke des
Blindenhorns und der
Strahlgräte liegenden
Blindengletscher nach NNW. sich wendet. Die von diesen
Wildbächen
durchzogenen, mit
Wald und Alpweiden bestandenen Thälchen gehören zur Gemeinde Reckingen, die auch noch
das Thälchen des im kleinen
Hohbachsee entspringenden und zwischen Reckingen und
Münster in die
Rhone mündenden Hohbaches
umfasst. Auf dem
Staldenbühl am Eingang ins
Blindenthal eine interessante
Kapelle. Reckingen wurde vom
Bischof Boson von
Granges 1237 dem
Philipp von
Fiesch abgekauft und der Landschaft
Goms (s. diesen Art.) zugeteilt. Gräber aus der Eisenzeit
mit Fibeln vom Golaseccatypus. Funde von römischen
Vasen, Ohrringen und Armspangen. 1270: manso Richingerro; 1312: Richingen.
Heimat des
Berner Politikers und Staatsmannes
Pierre Jolissaint (1830-1896).
2
km s. vom Dorf finden sich weite
Höhlen mit prachtvollen milchweissen Stalaktiten und Stalagmiten,
die wahrscheinlich die schönsten in der
Schweiz sind.
Nahe dabei ein Hotel und Restaurant.
Wenige Schritte
s. davon die Strasse Réclère-Vaufrey (Frankreich) mit schweizerischem Grenzwachtposten.
Schöne Aussicht. Zwei Grabhügel.
Réclère wurde von
Napoleon I. 1802 zur selbständigen Pfarrei erhoben, aber schon wenige Jahre nachher an
Damvant angegliedert
und 1877 neuerdings wiederhergestellt. 1859 erbaute schöne Pfarrkirche zu
St. Gervais und St. Protais mit elegantem Glockenturm
aus Steinquadern.
1594 m. Zum Teil bewaldete Alpweide mit
Hütten und Ställen, in dem kleinen Thälchen
am SO.-Fuss des von
Vionnaz im
Rhonethal nach
La Chapelle im Abondancethal führenden Reconpasses (1736
m).
Direkt unter der Passhöhe liegt ein kleiner
See, der nach
Bridel der Alp und dem
Pass den Namen gegeben haben soll (Lacusreconditus = verborgener, abseits gelegener
See) und auch Le Luisset genannt wird.