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Verbraucherstudien: Wie wird ausgewogene Ernährung gefördert? - Teil 2
Die Europäer finden die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen sehr wichtig und halten viel von Nahrungsergänzungsmitteln, die solche Nährstoffe liefern. Viele Europäer konsumieren bewusst Lebensmittel und Getränke, von denen sie sich eine bessere Gesundheit erhoffen. Im Winter, wenn unsere Immunabwehr am meisten zu tun hat, werden deutlich mehr Lebensmittel konsumiert, die das Immunsystem stärken sollen.
Untenstehend die Zusammenfassungen der Studien, welche dies aufzeigen.
Was halten Europäer von einer zusätzlichen Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen?
- In den meisten europäischen Ländern geben etwa 20 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Woche ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
- In Frankreich und Spanien sind Nahrungsergänzungsmittel weniger beliebt: Nur 10 Prozent der Befragten nehmen mindestens einmal pro Woche gesundheitsfördernde Ergänzungsmittel zu sich.
- Einer von drei Niederländern nimmt mindestens einmal pro Woche ein Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit. 13 Prozent versprechen sich sogar eine ganz bestimmte Wirkung von einem Nahrungsergänzungsmittel.
Zwischen 1995 und 2000 wurde eine europäische Vergleichsstudie mit 36.034 Männern und Frauen im Alter von 35 bis 74 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass zwischen den Ländern grosse Unterschiede bestehen, wie oft und welche ergänzenden Nahrungsmittel konsumiert werden.
- In Nordeuropa wurden bis zu zehnmal mehr Nahrungsergänzungsmittel eingenommen als in Südeuropa.
- Dabei wurden sie mehr von Frauen als von Männern konsumiert.
- Die Arten der zugeführten Ergänzungsmittel waren von Land zu Land verschieden, aber dennoch zeigte sich, dass in den meisten Ländern Vitamine, Mineralien oder Multivitamine und Multimineralien dominierten. Vitamin C, E und D wurden am häufigsten eingenommen, was die Beliebtheit dieser Vitamine bestätigt. Vitamin A mit all den verschiedenen Vitamin-A-Komponenten erwies sich als einer der beliebtesten Zusatzstoffe in den Niederlanden.
Quellen:
1. HealthFocus International Reports (Daten aus den Niederlanden, Großbritannien, Polen, Deutschland und Spanien aus dem Jahre 2006 / Daten aus Frankreich und Russland aus dem Jahre 2008)
2. Skeie G. et al. Use of dietary supplements in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition calibration study. European Journal of Clinical Nutrition. 2009; 63:226–238.
3. Jenab M. et al. Dietary intakes of retinol, b-carotene, vitamin D and vitamin E in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohort. European Journal of Clinical Nutrition. 2009; 63:150–178.
Lebensmittel und Getränke sollen bestimmt gesundheitliche Nutzen erfüllen
- Die meisten Konsumenten möchten durch eine bewusste Lebensmittel- und Getränkeauswahl ihre Gesundheit verbessern und ihr Immunsystem stärken.
- Etwa 25 Prozent der europäischen Verbraucher treffen Kaufentscheidungen unter diesen Gesichtspunkten.
- Über 50 Prozent zeigen Interesse daran, kaufen aber nicht gezielt ein.
- Weitere Aspekte, die eine Rolle spielen: Der Wunsch nach gutem Aussehen, einer gesunden Verdauung, gesunden Knochen und Gelenken und einem gesunden Herzen. Gefragt sind auch Lebensmittel und Getränke, die die Energie und Leistungsfähigkeit steigern und die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit fördern oder solche, die der Entspannung dienen.
Quelle: “Global Consumer Trends: Health” (Datamonitor DMCM4691, June 2009)
Lebensmittel und Getränke, die das Immunsystem stärken, sind für viele Europäer besonders wichtig
- Deutsche, Italiener, Schweden, Franzosen und Spanier messen einem starken Immunsystem eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung bei, während Verbrauchern in den Niederlanden, Russland, Grossbritannien und Nordirland dieser Aspekt weniger wichtig zu sein scheint.
- Bei Schweden und Italienern drückt sich die Sorge um eine starke Immunabwehr zudem in einer höheren Bereitschaft aus, Lebensmittel und Produkte zu kaufen, die das Immunsystem stärken.
Quelle: “Global Consumer Trends: Health” (Datamonitor DMCM4691, June 2009)
Lesen Sie auch unseren 1. Teil der Verbrauchstudien.
Natalie Zumbrunn-Loosli