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Auch wenn sie aus Thurgauer Sicht momentan (zum Glück) ein unrealistisches
Worst-Case-Szenario ist, zeigt die Situation unserer Berufskollegen in den USA auf, wie wichtig ein hoher Organisationsgrad in der Lehrerschaft plötzlich werden kann.
Wer mehr erfahren will, dem sei die Quelle des Zitats weiter unten zur Lektüre empfohlen (http://time.com/longform/teaching-in-america/). Der erste Abschnitt dieses TIME-Artikels vom 13.9.2018 ist fast schon niederschmetternd:
Hope Brown can make $60 donating plasma from her blood cells twice in one week, and a little more if she sells some of her clothes at a consignment store. It’s usually just enough to cover an electric bill or a car payment. This financial juggling is now a part of her everyday life—something she never expected almost two decades ago when she earned a master’s degree in secondary education and became a high school history teacher. Brown often works from 5 a.m. to 4 p.m. at her school in Versailles, Ky., then goes to a second job manning the metal detectors and wrangling rowdy guests at Lexington’s Rupp Arena to supplement her $55,000 annual salary. With her husband, she also runs a historical tour company for extra money.
Das Gymnasium leidet unter dem kontinuierlichen Entzug von Unterrichtszeit
Eine Studie des Vereins Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer ergibt, dass die Unterrichtszeit an den Schweizer Gymnasien in den letzten 30 Jahren trotz zunehmender Aufgaben teilweise massiv gesunken ist.
Dr. Lucius Hartmann, Vizepräsident des Vereins Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer, weist in einer Studie nach, dass die Unterrichtszeit seit der Einführung des Maturitätsanerkennungsreglements Ende der 90er Jahre an den Gymnasien je nach Kanton um bis zu 10% gesunken ist. Zudem gibt es markante Unterschiede bei der Unterrichtszeit zwischen den Kantonen. Die Unterrichtsziele, auf die sich die Universitäten abstützen, sind jedoch gleich geblieben.
Der VSG ist überzeugt, dass der Unterricht an den Gymnasien nach wie vor von hoher Qualität ist, dass jedoch die Zeit fehlt für die notwendige Vertiefung des Unterrichtsstoffs und die nachhaltige Aneignung der von Hochschulen und Gesellschaft verlangten Kompetenzen.
Die Politik ist gefordert, den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die notwendige Unterrichtszeit zur Verfügung zu stellen. Für zusätzliche Bildungsziele wie zum Beispiel im Fach Informatik ist zusätzliche Unterrichtszeit erforderlich.
Die Studie finden Sie unter: Lucius Hartmann, Studie Unterrichtszeit am Gymnasium 2000-2017. (Übernommen von http://www.vsg-sspes.ch)