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Durch seine Flugbahn wird Marsmond Phobos unweigerlich zerstört: Entweder stürzt er dereinst auf den Mars – oder Gezeitenkräfte des Planeten zerreissen ihn in der Umlaufbahn. Welches der Schicksale ihn erwartet, hängt von seiner Zusammensetzung ab.
Wie fest Phobos «gebaut» ist, haben nun Forscher der Universität von Kalifornien berechnet – mit Beobachtungsdaten und einem geotechnischen Modell.
Das Resultat im Magazin «Nature»: Er ist nicht sehr stabil und wird voraussichtlich in 20 bis 40 Millionen Jahren «zerrissen»: Dann wäre er dem Mars so nahe, dass dessen Schwerkraft an der Unterseite des Mondes weit stärker «zieht» als an der entfernteren Oberseite.
Die Trümmer dürften sich zu einem Ring sammeln, der bis zu hundert Millionen Jahre lang existieren könnte. Ein Einzelfall? Nein, meinen die Forscher: Auf diese Weise könnten früher auch andere Trabanten von Planeten unseres Sonnensystems zerstört worden sein.
Die Monde des Mars
Der Mars besitzt zwei Monde, Phobos und Deimos, die ihn in geringem Abstand umkreisen. Beide haben Durchmesser von weniger als 30 Kilometern. Phobos, der grössere von beiden, zieht seine Bahn nur knapp 10'000 Kilometer über dem Mars – und nähert sich ihm auf einer Spiralbahn immer weiter an.