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Worin liegt Goethes Grösse? Hatte er auch Schwächen? Warum war er oft so heftig verliebt? Rüdiger Safranski über alles, was Sie schon immer über den Dichterfürsten wissen wollten.
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Marianne Levron
Der Dichterfürst ist uns leider durch diverse Deutschlehrer oft verleidet worden. Da musste man Gedichte auswendig lernen und zu Tode analysieren; es gab Aufsätze zu schreiben; alles wurde benotet -kurz, das Genie wurde zu einem trockenen Schulfach. Diese Schicksal teilte Goethe übrigens auch mit vielen seiner "Kollegen" (Schiller, Keller usw.).Ich möchte noch auf ein interessantes Buch hinweisen : "Goethe und Napoleon" von Gustav Seibt (Verlag C.H.Beck, München 2008) über die Begegnung dieser beiden "Jahrhundertgenies".Napoleon war ein Goethe-Fan;über den "Werther" hatte er Tränen vergossen!
Markus Spycher
Zur Auflockerung: Unlängst unterwegs, fragt mich ein offenbar etwas ver(w)irrter Passant: "Entschuldigung, ist das hier die Goethestrasse?" - "Nein", erwidere ich, "wir befinden uns in der Silbergasse". Worauf sich das Antlitz des Gegenübers erhellte und er erfreut feststellte: "Dann bin ich ja goldrichtig. Ich habe soeben nur Goethe mit Lessing, Lessing mit Messing und Messing mit Silber verwechselt."
>> "Ich hatte ja auch über Kleist und Hölderlin geschrieben, und von ihnen aus war das ja geradezu ein Drama, dieses Unnahbare, dieses Zurückstossende ... Da kommt etwas rein, das auch zu seiner Begabung gehört: Was ihn irritierte, konnte er gnadenlos von sich fernhalten." Dazu passt, was er über die Literaturkritiker sagte: "Schlagt sie tod, die Hunde." Kleist hat sich weniger über JWGs Werk échauffiert als über die Person: Er empfand ihn als arrogant und wollte ihn deshalb "vom Olymp stürzen".
Der "Naturwissenschaftler" Goethe schrieb einmal: "Chemie ist Schall und Rauch, der Name ist alles." - Richtig wäre: Der Name ist Schall und Rauch, Chemie ist alles! Sein Musikgehör hielt sich in Grenzen: Nach eigenen Aussagen war er unfähig, ein Cello quintenrein zu stimmen.
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