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Sensei Daniel Grabenstaetter ist am Montag, den 26. Juli 2004 nach langer, mit grosser Würde getragener Krankheit, seinem Leiden erlegen.
Sensei Daniel Grabenstaetter wurde am 25. Juli 1947 in Munster bei Colmar geboren und verbrachte dort seine Jugend. Mit 17 Jahren kam er aus beruflichen Gründen nach Basel und begann mit Karate. Daneben liebte er die Basler Fasnacht, der "Morgestraich" war für ihn ebenso bedeutend wie der erste August. Hoch schlug auch sein Herz in all den Jahren für den FCB. All dies veranlasste ihn schlussendlich die schweizerische Staatsbürgerschaft anzunehmen und den Militärdienst in der Schweiz zu leisten.
Daniel trat mit seinem Dojo 1971 dem SKR bei. 1973 wurde er Präsident unseres Verbandes und hielt diese Position bis 1993 inne. 20 Jahre leitete er die Geschicke unseres Verbandes, kompetent, fachkundig und effizient, so wie es seiner Persönlichkeit entsprach.
In Anerkennung seiner grossen Verdienste wurde ihm am 26.02.2000 vom Schweizerischen Karateverband der 6. Dan verliehen. Fast 40 Jahre lang hat sich Sensei Daniel Grabenstaetter mit grosser Hingabe dem Karatesport gewidmet.
1970 bis 1974 vertrat er die Schweiz an den Europameisterschaften. 1977 konnte er an den Weltmeisterschaften in Tokio teilnehmen. Nach Abschluss seiner Wettkampfkarriere amtete er bis 1994 als internationaler Schiedsrichter. Er bildete sich an zahllosen Trainings weiter und hatte vermutlich jedes Buch, dass je über Karate erschienen war, gelesen. Daniel war aber absolut kein Theoretiker, das Training stand bei ihm immer im Vordergrund. Unvergessen sein Ausspruch: "Karate heisst schwitzen".
Daniel war nicht pflegeleicht, er wusste immer was er wollte und konnte seine Vorstellungen auch realisieren. Kannte man ihn näher, offenbarte sich ein offener, warmherziger und hilfsbereiter Charakter. Sein Einsatz an verschiedensten Anlässen wie das jährliche Ostersymposium, das Sommerlager oder die WSKA Weltmeisterschaft im letzten Jahr werden allen Beteiligten unvergessen bleiben. Als Mitglied der Prüfungskommission war sein unbestechliches Auge und seine Fachkompetenz unersetzlich.
Sein Wirken manifestierte sich zuletzt an der Abdankung im Friedhof Hörnli in Basel. Die zahlreichen Trauergäste, welche Daniel die letzte Ehre gaben, waren ein Zeichen der grossen Wertschätzung für Daniel.
Pierre Feldmann