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Die Studie wurde von der Northwestern University in Pennsylvania in Auftrag gegeben und ist in der aktuellen Ausgabe von New Media & Society erschienen.
Schlechte Vorbilder
Forschungsleiter Drew Cingel interessierte vor allem die Verwendung von Abkürzungen, die das Schreiben von SMS deutlich beschleunigen. «Homophone wie gr8 oder Initialen wie LOL werden sehr oft verwendet.» Die Untersuchung zeigt auch, dass Jugendlichen oft die Fähigkeit fehlt, eine grammatikalisch korrekte Konversation zu führen.
In der Studie ist oft von «Wort-Adaptionen» die Rede. Damit meinen die Forscher orthographische Fehler, die sich die Jugendlichen von ihren Eltern oder älteren Freunden abschauen. «Wenn Kinder sehen, dass ihre Eltern verkürzte SMS versenden, dann imitieren sie dieses Verhalten», so Cingel.
Sprache verändert sich
«SMS ist eine besondere Form der Schriftlichkeit - auf Formalität wird verzichtet.
Jugendlichen fehlt oft die Fähigkeit, eine grammatikalisch korrekte Konversation zu führen. /
Den Jugendlichen ist es wichtig, mit Symbolen zu arbeiten. Der Einfluss auf die Grammatik ist aber begrenzt, denn umgangssprachlich wurde schon immer abgekürzt. Sprache verändert sich ständig», sagt Oswald Panagl, Linguist an der Universität Salzburg.
Neue Formen der Äusserung
Technische Faktoren wie die Grösse oder die Bedienbarkeit des Handys hat der Untersuchung nach auch eine gewisse Auswirkung. Obwohl die Studie dem Medium SMS ein schlechtes Zeugnis ausstellt, zeigen die Forscher auch positive Seiten auf: «Keine Frage, Technologien ermöglichen uns neue Formen der Äusserung. Dennoch können sie zu Kompromissen und Restriktionen bei der Kommunikation führen.»