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Die Geschichte klingt zu gut, um wahr zu sein: Für gerade mal drei britische Pfund kauft der Kunstsammler Raymond Hekking in den 1950ern ein Bild – bei einem Antiquitätenhändler in einem kleinen, südfranzösischen Dorf.
Hekking ist sich sicher, dass er eine Sensation erworben hat: Das Bild ist nicht bloss eine Kopie von Leonardo da Vincis Mona Lisa. Nein, Hekking ist überzeugt, das Original in seinen Händen zu halten.
Beim Diebstahl vertauscht?
Hekkings Theorie: Im Louvre hängt nicht die echte Mona Lisa, sondern eine Kopie.
Fakt ist: 1911 wurde das Gemälde bei einem aufsehenerregenden Kunstraub gestohlen und blieb zwei Jahre lang verschwunden.
Doch das Bild, das 1914 wieder auftauchte und dem Louvre zurückgegeben wurde, war laut Hekking nicht das Original: Die Mona Lisa im Pariser Louvre sei eine Kopie, das echte Gemälde dagegen in seinem Besitz.
Eine echte Fälschung
Mit dieser Geschichte und grossem medialem Aufwand wollte Hekking in den 1960ern die Welt von der Echtheit seines Gemäldes überzeugen.
Es gelang ihm nie, die Kunstwelt von seiner Theorie zu überzeugen. Seine Mona Lisa wurde auf das 17. Jahrhundert datiert, ist also deutlich jünger als das Original. Auch schaffte Hekking es nicht, Zweifel an der Echtheit der Mona Lisa im Louvre aufkommen lassen.
Was kostet eine Kopie?
Als Raymond Hekking 1977 starb, ging seine Mona Lisa in den Besitz seiner Familie über. Ab kommendem Freitag steht die «Hekking Mona Lisa» nun auf der Website des Auktionshaus Christie’s wieder zum Verkauf.
Auch wenn es sich nicht um die echte Mona Lisa handelt, hat das einst drei Pfund teure Gemälde mit seiner aufsehenerregenden Geschichte deutlich an Wert gewonnen. Christie’s schätzt den Wert auf 200'000 bis 300'000 Euro, vermutlich wird es bei der Versteigerung einen noch höheren Ertrag erzielen.