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Die Statue des Duke of Wellington in der Hafenstadt Glasgow zeigt symbolisch das schottische Missfallen gegenüber Obrigkeiten aus dem fernen London: Der Duke war im 19. Jahrhundert ein britischer Premierminister, vor allem aber war er ein Vertreter der konservativen Tory und damit repräsentiert er das, was viele Schotten nicht mögen. Seit Jahren trägt er deshalb einen orangen-weissen Gummi-Hut auf dem Kopf - einen Verkehrskegel. Regelmässig wird der Hut von den Behörden entfernt und eine Nacht später ist die Verspottung wieder da. Angeblich kostet das Katz- und Maus-Spiel die Behörden jedes Jahr weit über 10'000 Franken.
Aus den Ressentiments gegenüber London will die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon Kapital schlagen. Sie verspricht eine zweite Abstimmung über die Unabhängigkeit. Barney Crockett, der Oberbürgermeister der Ölstadt Aberdeen, hingegen warnt: Der Brexit sei eine winzige Erschütterung im Vergleich zu den Problemen, welche die Abtrennung Schottlands vom Rest des Vereinigten Königreichs bringen würde.
Reportage aus einem zerrissenen Land.