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Wie in vielen Bereichen der Entwicklung und Anwendung von digitaler Technik wird auch bei Big Data sehr viel versprochen. So schrieb Chris Anderson, der ehemalige Chefredakteur des Technologiemagazins Wired, 2008 am Ende seines Aufsatzes „Das Ende der Theorie – Die Datenschwemme macht wissenschaftliche Methoden obsolet“: „Korrelationen machen Kausalitäten überflüssig, und die Wissenschaft kann auch ohne kohärente Modelle, ohne große vereinheitlichenden Theorien Fortschritte machen. Anders ausgedrückt: Sie braucht keine mechanistischen Erklärungen mehr“ (1). Oder: „So konnte etwa die Informatikerin Dr. Carolyn McGregor in den Daten der Vitalfunktionen von Frühgeborenen Muster finden, die mit einer wahrscheinlichen späteren Infektion korrelieren. Damit lässt sich eine mögliche Erkrankung vorhersagen – 24 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome. Die Analyse großer Datenmengen kann Menschenleben retten, wie bei diesen Frühchen“ (2).