Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/427

Nach dem 21. Rang beim Grand Prix von Aragon bleibt Aegerter weiterhin ratlos zurück. Was genau schiefgelaufen ist an diesem Rennwochenende, vermag der Oberaargauer gar nicht zu sagen: «Es ist derzeit nicht einfach», gibt Aegerter zu. «Wenn man einen Schuldigen sucht, ist es immer zuerst der Fahrer, dann das Team, dann das Motorrad. Etwas anderes kann ich derzeit nicht sagen.»
Aegerter, der Ende September 28 Jahre alt wird, tönt müde und konsterniert. Während des letzten Monats wurden Gespräche mit Teams geführt, die noch Plätze für die Moto2-Saison 2019 offen hatten. «Ich habe keinen Manager mehr, daher ist mein Bruder eingesprungen», so Aegerter.
Seine sportlichen Resultate seien für die Verhandlungen genauso wenig förderlich gewesen wie seine Nationalität in einem von Spaniern und Italienern dominierten MotoGP-Zirkus. «Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste», fügt der Berner zynisch an. Die drei, vier Plätze, auf die er sich Hoffnungen gemacht hatte, sind nun dieses Wochenende ebenfalls vergeben worden.
So steht Aegerter vor dem abrupten Ende seiner WM-Karriere, die vor fast 12 Jahren im Oktober 2006 in Estoril ihren Anfang genommen hat. Die Hoffnung hat Aegerter zwar noch nicht aufgegeben, dass für ihn im November nach Valencia und seinem 197. Grand Prix noch nicht Schluss ist. Aber mit dem Gedanken an seine Zukunft wird er sich ab nächster Woche wohl oder übel befassen müssen.