Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/57576

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht aufzuzeigen:</p><p>- wie sich die Buchbranche und damit die Situation der Verlage in der Schweiz in den letzten Jahren entwickelt hat;</p><p>- aus welchen Gründen viele renommierte Verlage in prekären finanziellen Situationen arbeiten, ihre Arbeit einstellen mussten oder von ausländischen Verlagen übernommen wurden;</p><p>- welche Konsequenzen dies für die Veröffentlichung wie den Verkauf und Vertrieb von schweizerischen Werken (Literatur, Kinder- und Jugendbuch, Sachbuch) hat - auch ausserhalb der Schweiz - und insbesondere für die Publikationsmöglichkeiten der literarischen Autorinnen und Autoren;</p><p>- welchen Stellenwert der Erhalt einer schweizerischen Verlagslandschaft für das einheimische literarische Schaffen und kulturelle Leben in der Schweiz hat, speziell auch in den französischen, italienischen und rätoromanischen Landesteilen;</p><p>- welche Erkenntnisse aus dem mit sehr bescheidenen Mitteln ausgestatteten und aktuell gefährdeten Literaturförderkonzept, speziell den Verlagsprämien, der Pro Helvetia zu ziehen sind;</p><p>- welche ausländischen Förderkonzepte als interessante Beispiele für ein künftiges Buch- und Verlagsförderkonzept Schweiz herangezogen werden können;</p><p>- wie abgestützt auf eine gesetzliche Grundlage im neuen Kulturförderungsgesetz der Bund zusammen mit Kantonen und Gemeinden geeignete Massnahmen zu einer nachhaltigen Buch- und Verlagsförderung bündeln kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Lese- und Literaturförderung soll im Rahmen der Umsetzung von Artikel 69 der Bundesverfassung (Kulturförderungsgesetz) behandelt werden. Es ist daher wichtig, über genaue Angaben zum Verlagswesen und zum Vertrieb der Bücher in der Schweiz zu verfügen, um wirkungsvolle Förderungskonzepte zugunsten der Literatur erarbeiten zu können.</p><p>Der Bericht soll die gegenwärtige Situation (unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Prognos-Berichtes "Buchmarkt und Buchpreisbindung in der Schweiz") darstellen und gegebenenfalls konkrete Massnahmen zugunsten des Lesens und der Literatur vorschlagen. Zudem soll er die Kosten dieser Massnahmen evaluieren, wobei die aktuellen finanziellen Möglichkeiten des Bundes und der anderen allfällig betroffenen Akteure zu berücksichtigen sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.