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Die griechischen Behörden nutzen einen kürzlich aufgedeckten Diebstahl-Skandal im British Museum, um für die Rückgabe der Parthenon-Marmore zu drängen. Griechenlands Kulturministerin Lina Mendoni erklärte, dass die aufgeworfenen Sicherheitsfragen bezüglich der verschwundenen Objekte Griechenlands Forderung nach Rückgabe der Marmore verstärken würden. Das British Museum, das die Marmore seit dem 19. Jahrhundert besitzt, hat Griechenlands Forderungen nach Repatriierung wiederholt abgelehnt. Die Kampagne für die Rückgabe kultureller Objekte hat in den letzten Jahren an Fahrt gewonnen, auch im Zusammenhang mit Forderungen nach Dekolonisierung. Mendoni äußerte Besorgnis über die Glaubwürdigkeit der Museumseinrichtung selbst, wenn Objekte verloren gehen, gestohlen werden oder verfallen. Das British Museum entließ einen Mitarbeiter, nachdem wertvolle Gegenstände als vermisst gemeldet wurden. Es wurde bekannt, dass der entlassene Mitarbeiter, Peter John Higgs, ein leitender Kurator, im Verdacht steht, die Objekte über mehrere Jahre gestohlen zu haben. Einige der gestohlenen Gegenstände wurden auf eBay zu erheblich niedrigeren Preisen als ihrem tatsächlichen Wert zum Verkauf angeboten. Berichten zufolge beläuft sich die Anzahl der gestohlenen Gegenstände aus dem Museum auf 1.500 bis 2.000. Der Direktor des British Museum, Hartwig Fischer, kündigte kürzlich seinen Rücktritt an, was zu Spekulationen führte, dass er damit in Verbindung stehen könnte. Fischer und der Vorsitzende des Museums, George Osborne, haben jedoch jede Verbindung bestritten. Im Februar 2021 informierte ein Kunsthändler das British Museum über im Internet zum Verkauf stehende Gegenstände aus seiner Sammlung, erhielt aber die Mitteilung, dass kein Fehlverhalten vermutet werde. Der Händler blieb jedoch dran und beschuldigte Museumsbeamte der Vertuschung. Das Museum wies die Vorwürfe zurück und behauptete, dass die genannten Gegenstände Teil der Sammlung seien.
Einführung
Zusammenfassung: Griechische Beamte nutzen einen kürzlichen Diebstahlskandal im British Museum, um ihre Forderung nach Rückgabe der Parthenon Marbles zu untermauern. Das British Museum besitzt die Marmorfiguren seit dem 19. Jahrhundert und hat Griechenlands Forderungen nach Repatriierung konsequent abgelehnt. Die Kampagne für die Rückgabe von Kulturobjekten hat in den letzten Jahren an Momentum gewonnen, insbesondere im Zusammenhang mit der Entkolonisierung.
Griechische Forderung nach Rückgabe der Parthenon Marbles
Zusammenfassung: Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni hat auf die Sicherheitsbedenken hingewiesen, die durch die fehlenden Objekte im British Museum aufkommen und die Rückgabe der Marbles weiter rechtfertigen. Der Besitz des Museums an den Marmorskulpturen ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt zwischen Griechenland und Großbritannien.
Historischer Kontext der Parthenon Marbles
Zusammenfassung: Die Parthenon Marbles, auch bekannt als Elgin Marbles, sind eine Sammlung klassischer griechischer Marmorskulpturen, die ursprünglich den Parthenon-Tempel in Athen schmückten. Sie wurden im frühen 19. Jahrhundert von Lord Elgin, einem britischen Diplomaten, erworben und später an das British Museum verkauft. Griechenland argumentiert seit langem für ihre Rückführung und behauptet, dass ihre Entfernung einen Verlust des kulturellen Erbes darstellt.
Sicherheitsbedenken und Diebstahlskandal
Zusammenfassung: Der kürzliche Diebstahlskandal im British Museum wirft Fragen nach den Sicherheitsprotokollen der Einrichtung und der Aufbewahrung ihrer Sammlungen auf. Das Museum hat einen leitenden Kurator, Peter John Higgs, entlassen, der verdächtigt wird, über mehrere Jahre wertvolle Objekte gestohlen zu haben. Einige der gestohlenen Gegenstände wurden auf eBay zu wesentlich niedrigeren Preisen als ihrem Marktwert zum Verkauf angeboten, was Bedenken hinsichtlich Überwachung und Aufsicht im Museum aufwirft.
Antwort des British Museum
Zusammenfassung: Das British Museum hat Griechenlands Forderungen nach Rückgabe der Parthenon Marbles konsequent abgelehnt. Das Museum besteht darauf, dass es das legale Eigentum an den Marmorskulpturen besitzt und argumentiert, dass sie in London besser erhalten und für Besucher zugänglicher sind. Der kürzliche Diebstahlskandal hat jedoch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Museums und seiner Fähigkeit, Kulturobjekte sicher aufzubewahren, aufkommen lassen.
Verneinung des Zusammenhangs zwischen Diebstahlskandal und Rücktritt
Zusammenfassung: Der Rücktritt des Direktors des British Museum, Hartwig Fischer, hat Spekulationen ausgelöst, dass er mit den Diebstählen in Verbindung stehen könnte. Sowohl Fischer als auch der Vorsitzende des Museums, George Osborne, haben jedoch einen Zusammenhang bestritten. Das Museum hat betont, dass Fischers Rücktritt nichts mit dem Diebstahlskandal zu tun habe und Teil eines geplanten Führungswechsels sei.
Auswirkungen auf die Kampagne zur Rückführung von Kulturobjekten
Zusammenfassung: Der Diebstahlskandal im British Museum hat der laufenden Kampagne zur Rückführung von Kulturobjekten zusätzlichen Schwung verliehen. Er hat Bedenken hinsichtlich des ethischen Erwerbs und der Erhaltung dieser Artefakte aufgeworfen. Der Vorfall stärkt Griechenlands Argument für die Rückgabe der Parthenon Marbles und unterstützt die breitere Bewegung für Entkolonisierung und Restitution des kulturellen Erbes.
Entkolonisierung und Forderungen nach Rückführung
Zusammenfassung: Die Kampagne zur Rückführung von Kulturobjekten hat in den letzten Jahren an Fahrt gewonnen, wobei ein zunehmender Schwerpunkt auf Entkolonisierung liegt. Befürworter argumentieren, dass während der Kolonialzeit geraubte oder entwendete Artefakte an ihre Herkunftsländer zurückgegeben werden sollten, um kulturelle Wiederaneignung zu fördern und historische Ungerechtigkeiten anzugehen. Der Diebstahlskandal im British Museum dient als Anknüpfungspunkt für diese Forderungen nach Rückführung.
Steigende Verantwortlichkeit für Museen
Zusammenfassung: Der Diebstahlskandal im British Museum unterstreicht die Notwendigkeit einer erhöhten Verantwortlichkeit und Transparenz im Museumssektor. Museen werden dazu aufgefordert, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, die Provenienzforschung zu intensivieren und strengere ethische Richtlinien für den Erwerb von Objekten aufzustellen. Der Vorfall wirft die Frage nach der ethischen Verantwortung auf, die Museen bei der Sicherung und Erhaltung des kulturellen Erbes haben.
Schlussfolgerung
Zusammenfassung: Der kürzliche Diebstahlskandal im British Museum hat griechischen Beamten zusätzliche Argumente für die Rückgabe der Parthenon Marbles geliefert. Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsprotokolle des Museums und der Erhaltung von Kulturobjekten aufgeworfen. Er hat auch die breitere Kampagne für die Rückführung von Kulturarbeiten verstärkt und Fragen nach Entkolonisierung und ethischer Verantwortung aufgeworfen. Die laufende Debatte über die Parthenon Marbles und andere umstrittene Kulturobjekte spiegelt eine größere globale Diskussion über den Besitz und die Erhaltung des kulturellen Erbes wider.
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