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Der US-amerikanische Talkmaster Jerry Springer ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren, wie mehrere Medien unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur berichten. Der lokale TV-Sender WLWT5 zitierte zudem eine Stellungnahme der Familie. Demnach war der ehemalige Bürgermeister der Stadt Cincinnati am Donnerstag friedlich in seinem Haus in der Nähe von Chicago für immer eingeschlafen.
Springer wurde durch seine tägliche TV-Talkshow bekannt, welche berüchtigt war für ihre Prügelszenen zwischen Gästen. Springer selbst betonte in Interviews immer wieder, dass ihm vieles aus der Sendung peinlich sei und nannte sie «eskapistisches Entertainment». In seiner Twitter-Biografie bezeichnete er sich augenzwinkernd als »Talkmaster und Ringrichter des Endes der Zivilisation«.
Jerry Springer, der mit vollem Namen Gerald Norman Springer heisst, erblickte das Licht der Welt am 13. Februar 1944 in einer Londoner U-Bahnstation, welche als Luftschutzbunker diente. Seine Eltern, deutsche Juden, flohen vor dem Holocaust nach England. Andere Verwandte Springer vielen den Nazis zum Opfer. In die USA kam die Familie dann, als Jerry fünf Jahre alt war. Sie lebten im New orker Stadtteil Queens.
Springer studierte später Politikwissenschaft und unterstützte Robert F. Kennedy 1968 im Präsidentschaftswahlkampf. Zudem war er 1977 kurzzeitig Bürgermeister von Cincinatti.
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