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Der Tod von Hugo Chávez sei am Dienstagnachmittag eingetreten, sagte Vizepräsident Nicolás Maduro. Chávez war erst am 18. Februar nach über zwei Monaten Behandlung in Kuba in seine Heimat Venezuela zurückgekehrt.
Chávez litt seit Juni 2011 an Krebs. Er wurde seither vier Mal in Kuba operiert. Seit dem letzten Eingriff am 11. Dezember 2012 kämpfte er mit ernsten Komplikationen. Sein Gesundheitszustand hatte sich am Montag dramatisch verschlechtert. Er litt unter schweren Atemproblemen.
Chávez war am 7. Oktober 2012 bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela
klar im Amt bestätigt worden. Seine eigentlich bis 2019 dauernde Amtszeit begann am 10. Januar, ohne dass Chávez aber bisher in der Lage war, den Amtseid abzulegen.
Mit dem Tod des «Comandante» werden in Venezuela Neuwahlen fällig. Diese müssen laut Verfassung binnen 30 Tagen abgehalten werden.
Angesichts der drastischen Verschlechterung des Gesundheitszustands von Chávez hatten sich am Dienstag ranghohe zivile und militärische Vertreter des Landes in der Hauptstadt Caracas versammelt. Das Staatsfernsehen VTV berichtete, Vizepräsident Nicolás Maduro, designierter Nachfolger von Chávez, habe mehrere Minister und Militärs sowie etwa 20 Gouverneure aus den Reihen der
sozialistischen Regierungspartei PSUV zu einem Treffen in den
Präsidentenpalast einberufen. Dabei sollten die «Strategien für
mehrere Entwicklungsprojekte» in Venezuela festgelegt werden.
«Feinde» verantwortlich für Krankheit
Maduro spekulierte öffentlich über eine möglicherweise gezielt vorgenommene Infizierung des 58jährigen mit der Krankheit. Er warf den «historischen Feinden» Venezuelas, darunter den USA, vor, einen «psychologischen und schmutzigen Krieg» gegen Venezuela zu führen.
Als eine Reaktion verwies Maduro den US-Militärattaché David del Mónaco des Landes, weil dieser «konspirative Pläne» verfolgt habe. Aussenminister Elías Jaua kündigte kurz darauf mit derselben Begründung die Ausweisung eines zweiten US-Militärattachés, Deblin Costal, an.