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Nach den Worten von FNPL-Generalsekretär André Bonnard soll mit der Charta eine wirtschaftliche, soziale und nachhaltige Milchviehhaltung ermöglicht werden, unterstützt von Fortschritt und Innovationen.
Vorgeschlagen wird, dass der von Regierungsseite eingesetzte Vermittler für die Beziehungen zwischen Industrie und Handel einmal pro Quartal Informationen über die Handelsbedingungen erhält. So könnten die Produzentenorganisationen melden, ob ihre Molkerei die zugesagten Preisabsprachen einhalte oder nicht. Ausserdem sollte die Herkunftsangabe auf den Verpackungen von Milch und Milchprodukten stärker hervorgehoben werden.
Bonnard kündigte an, die Verbraucher über die neue Wertecharta zu informieren und ihnen die Wahlmöglichkeiten an der Ladentheke aufzuzeigen. Damit würde gleichzeitig im Vorfeld der internationalen Landwirtschaftsausstellung (SIA) in Paris der Druck auf die der Milchproduktion nachgelagerten Bereiche erhöht. Der FNPL-Generalsekretär stellte ausserdem klar, dass die Unterzeichnung der Charta eine freiwillige Angelegenheit sei.
Gleichwohl bedeute eine Nichtunterzeichnung, dass man damit einverstanden sei, „dass die Milchviehbetriebe nicht von Dauer sein werden“. Mitte Februar will der FNPL eine erste Liste der Unterzeichner vorlegen. Eine zweite Auswertung soll Ende Februar anlässlich der SIA erfolgen, wenn zugleich auch die nächsten Verhandlungen zwischen Industrie und Handel anstehen.