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auf, arbeitete 1866-70 in Paris, verweilte längere Zeit in Brüssel, wo er sich namentlich an Czermak anschloß, und ließ
sich dann in Dresden nieder. Seine bis jetzt bekannt gewordenen Hauptwerke sind: Tristan und Isolde (1870),
Lucrezia Borgia und Venetianerin. Er malt auch recht schätzenswerte Bildnisse.
Werner Wilhelm Gustav, Landschaftsmaler, geb. zu Hildesheim,
widmete sich 1860-64 dem Baufach auf dem Polytechnikum in Hannover, beteiligte sich unter
Hase bei der Restauration der Stiftskirche
in Bücken, verweilte einige Monate in Paris und lebte dann als Privatarchitekt abwechselnd in Hannover und in Westfalen. 1868 wurde
er bei der Venloo-Hamburger Eisenbahn für den Hochbau angestellt, folgte aber 1870 einem Ruf als Professor
der Baukunst an die polytechnische Schule in Hannover.
Erst 1872 wagte er sich ohne Lehrmeister an die Ölmalerei, machte einige Kopien auf der Gallerie in Dresden und
Skizzen in
Tirol und Oberitalien, wiederholte solche Reisen öfter und bildete sich 1877 in Düsseldorf in der
Technik
der Malerei noch weiter aus. Seine Landschaften mit historischer oder Genrestaffage haben oft die melancholische Poesie der
Heidegegenden zum Gegenstand, sind aber meistens von ergreifender Wirkung und haben eine dem Charakter der Gegend entsprechende
Staffage; z. B.: auf der Lauer, aus der Zeit der schweren Not (1876,
Nationalgallerie in Berlin), der Ritt auf Tod und Leben, Heidelandschaft, das Lied ist aus, Kroatenritt und Buschklepper
(1880).
Eduard, Kupfer- und Stahlstecher, geb. zu Straßburg i.
E., Sohn und Schüler des Kupferstechers Charles
Louis S. (gest. 1852), lernte nachher in Paris unter Drolling und
Gros, lebt seit 1863 als Privatmann in Lichtenthal bei Baden. Unter seinen vorzüglichen Stichen nennen wir: die Geburt Christi
und die Auferstehung, nach Koopmann;
die Vierge au linge, nach Raffael, im Louvre;
Christus ruft die Mühseligen zu sich,
nach Ary Scheffer;
Albrecht Fürchtegott, Kupferstecher, geb. zu
Nürnberg, war dort Schüler von Peter Karl Geisler, kam 1843 nach Leipzig, wo er Schüler von Sichling war, und 1845 nach
Dresden, wo er das Kupferstichkabinett studierte. Dann lernte er einige Jahre in Berlin die geschabte
Manier und ließ sich
in München nieder, von woaus er Paris, Wien und Italien besuchte. Zu seinen besten, wahrhaft meisterhaften
Blättern gehören: die Abendglocke, nach Th.
Schütz (1859);
1)
Friedrich, Schlachtenmaler in Berlin, malt Scenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den Freiheitskriegen und
den Kämpfen der letzten Jahrzehnte, meistens mit Figuren in großem Maßstab, Bilder von übersichtlicher
Komposition, aber matt im Kolorit, z. B.: das Requisitionskommando Zietenscher Husaren (1854),
Friedrich d. Gr. bei Torgau,
Friedrich d. Gr. bei Hohenfriedberg; später auch: König Wilhelm übergibt
dem Kronprinzen auf dem Schlachtfeld von Königgrätz den Orden pour le mérite, die erste Granate bei Königgrätz und Übergang
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nach Alsen. Genrehaft-Humoristisch ist sein Bild: Amor und Psyche.
2) Hermann Theodor, Historien- und Genremaler, geb. 1816 zu Wittstock, Schüler von Wach
in Berlin, stellte 1836 eine wahrsagende Nixe aus, deren technische Vorzüge sehr gerühmt wurden. Später bildete er sich
unter Blechen auch in der Landschaftsmalerei aus. In der Schloßkapelle zu Berlin malte er zwei von den
Propheten und Erzvätern in den Archivoltendreiecken (Samuel und Jesaias) und die zwölf Könige und Priester des Alten Testaments
an den Pfeilern der dritten Nische, beteiligte sich bei der Ausmalung der Vorhalle des Alten Museums nach Schinkels Skizzen
und malte unter diesen Wandbildern nach eignen Entwürfen vier Bilder aus der Sage des Herkules und des
Theseus. Unter seinen nicht zahlreichen Genrebildern ist eine Italienerin mit einem blinden Knaben vor einem Altar der heil.
Jungfrau zu nennen.