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Salz ist aus unserer Ernährung nicht wegzudenken: Morgens kommt es auf das Frühstücksei, das Mittagessen ist meistens pikant und abends kommt es in die Suppe. Danach gibt es vielleicht noch ein paar salzige Snacks wie Chips oder Salzstangen. Doch wieviel Salz ist gesund und sollte es Zusätze wie Jod und Fluorid enthalten?
Der menschliche Organismus braucht Salz, damit der Stoffwechsel funktioniert. Das darin enthaltene Natrium schützt unter anderem die Zellen vor dem Austrocknen, unterstützt die Nervenzellen in der Weiterleitungsfunktion von elektrischen Signalen und ist wichtig für die Muskelfunktionen.
Der tägliche Salzkonsum von Erwachsenen sollte laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr als fünf Gramm pro Tag betragen, das ist ungefähr ein Teelöffel voll Salz.
In Wirklichkeit liegt der tägliche Konsum jedoch wesentlich höher, bei etwa acht bis elf Gramm. Dies hat aber nicht unbedingt etwas mit zu viel Salz im selbstgekochten Essen zu tun, sondern mit verstecktem Salz in stark verarbeiteten Lebensmitteln, wie Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Knabbereien, Fertigprodukte, Fast-Food-Gerichte und Konserven.
Bei zu hohem Salzkonsum steigt die Gefahr, an weitverbreiteten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose und Bluthochdruck zu erkranken. Auch steigt das Risiko für Nierenerkrankungen und Magenkrebs.
Jod ist ein wichtiges Spurenelement und ein Hauptbestandteil der Schilddrüsenhormone. In natürlicher Form kommt es in Seefisch, maritimen Produkten, Milch und Eiern vor, falls die Tiere entsprechend gefüttert werden. Wenn der Mensch zu wenig Jod zu sich nimmt, kann es zur Vergrösserung der Schilddrüse kommen, dem sogenannten Kropf, mit erheblichen Folgebeschwerden.
Der Tagesbedarf an Jod beträgt für Erwachsene 200 Mikrogramm. Zum Vergleich: 100 Gramm Seelachs enthalten etwa 65 Mikrogramm Jod. Angereichertes Speisesalz enthält 2,5 Milligramm Jod pro 100 Gramm. Wenn du fünf Gramm jodiertes Salz pro Tag zu dir nimmst, hast du circa 100–120 Mikrogramm Jod aufgenommen.
Da die Schweiz ein Jodmangelgebiet ist, ist es sinnvoll, jodiertes Speisesalz zu verwenden, um Jodmangel vorzubeugen.
Fluorid wird dem Salz wegen der kariesvorbeugenden Wirkung zugesetzt. Ein Gramm fluoridiertes Speisesalz enthält 0,25 Milligramm Fluorid. Der Tagesbedarf beträgt für Männer 3,8 Milligramm, für Frauen 3,1 Milligramm. Da die Aufnahme von Speisesalz aus Geschmacksgründen begrenzt ist, besteht keine Gefahr der Überdosierung. Aufpassen solltest du hingegen, wenn du mehrere fluoridierte Produkte wie Zahnpasta oder Mineralwasser kombinierst. Dann lohnt sich eine Kontrolle der täglichen Gesamtaufnahme.
Von Conny, V-Kitchen