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Das Wichtigste in Kürze
- Vor fünf Monaten stürzte eine Gondel am italienischen Monte Mottarone ab.
- 14 Personen starben, nur ein kleiner Junge überlebte das Unglück.
- Nächste Woche wird die zerstörte Gondel abtransportiert.
Mehr als fünf Monate nach dem tödlichen Seilbahnabsturz am Monte Mottarone wollen die Behörden die Unglücksgondel vom Berghang schaffen.
Seit etwa Mitte Oktober bereiteten die Rettungskräfte den Transport an dem Berg westlich des Lago Maggiore vor. Mit Kettensägen fällten sie Bäume an dem bewaldeten Hang. Sie sicherten die Gondel mit einem Gerüst und trennten die Kabine von der Gehänge-Konstruktion. Die Kabine zerlegten sie in kleinere Teile.
Notbremsen funktionierten nicht
Die Gondel mit 15 Menschen an Bord war am Pfingstsonntag (23. Mai) kurz vor der Bergstation in die Tiefe gestürzt, weil das Zugseil riss. Eigentlich hätten die Notbremsen das Unglück verhindern sollen.
Die Notbremsen waren aber durch Klammern blockiert und konnten deshalb nicht am Tragseil greifen. Sie sollen zuvor den laufenden Betrieb gestört haben. Die Gondel rauschte talwärts, sprang aus der Aufhängung und krachte in ein Waldstück. Die Behörden ermittelten in der Folge gegen die Angestellten der Betreibergesellschaft.
Nur der kleine Eitan überlebte das tragische Unglück
Nur Eitan, ein kleiner Junge aus Israel, überlebte das Unglück. Er verlor bei dem Unglück seine Eltern und Urgrosseltern. Später kam er bei seiner Tante in Pavia unter.
Zwischen ihr und der Verwandtschaft in Israel entbrannte ein Sorgerechtsstreit, in dem der Grossvater den Jungen nach Israel holte. Ein Gericht dort entschied kürzlich: Eitan solle wieder nach Italien.