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Wie das 'Wall Street Journal' und andere Medien berichten, prüft Dell Technologies Optionen, um sich von der Mehrheitsbeteiligung an der Software-Firma VMware zu trennen. Zudem ziehe Dell auch andere Optionen wie eine Komplettübernahme von VMware in Betracht, schreibt das 'WSJ' unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Unternehmen arbeiteten bereits mit Beratern zusammen.
2016 fusionierte EMC, der damalige Mutterkonzern von VMware, mit Dell, und VMware blieb als börsennotiertes, eigenständiges Unternehmen unter dem Dach von Dell Technologies bestehen.
Ziel der Überprüfung sei es, eine Lücke zwischen dem Marktwert von Dell – zurzeit etwa 36 Milliarden US-Dollar – und dem Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar, den der 81%-Anteil an VMware hat, zu schliessen, so das 'WSJ' (Paywall)
. Diese Differenz deute darauf hin, dass der Markt dem Kerngeschäft von Dell im Bereich Computing und Datenspeicherung nur wenig oder gar keinen Wert beimisst. Die Trennung der Unternehmen könnte dazu beitragen, den Wert eines oder beider Unternehmen hervorzuheben.
Eine Transaktion unter Beteiligung von VMware könnte auch dazu beitragen, die Schuldenlast von Dell in Höhe von 48 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Ein Entscheid vor dem nächsten Jahr ist aber unwahrscheinlich. Dell kann seine VMware-Beteiligung erst im September 2021 oder etwa fünf Jahre nach dem Zusammenschluss mit EMC steuerfrei ausgliedern. Dies aufgrund einer Regel die besagt, dass beide an einer Ausgliederung beteiligten Unternehmen fünf Jahre lang ununterbrochen tätig gewesen sein müssen, um sich für eine solche steuerliche Behandlung zu qualifizieren.
Dell wollte sich zu den Plänen zunächst nicht äussern. Die Dell-Aktionäre reagierten aber positiv auf die Meldungen: der Aktienkurs schnellte im nachbörslichen US-Handel um rund 18 Prozent nach oben.