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Die europäischen Massenmedien berichten oft harsch über die angeblich sehr geringe Zahl von Flüchtlingen, die Japan im Vergleich zu westlichen Nationen aufnimmt. So beantragten zum Beispiel im Jahr 2015 7,586 Menschen Asyl in Japan, und nur 27 Personen erhielten den Flüchtlingsstatus. Ebenso haben sich 2016 10,901 Personen beworben, und nur 28 erhielten den Flüchtlingsstatus. Wenn wir nur auf diese Zahlen fokussieren, dann sind die kritischen Berichte gegen Japan einigermassen verständlich.
Worüber jedoch nie berichtet wird, ist Japans System der Zuerkennung des Flüchtlingsstatus.
Laut einem bemerkenswerten Zeitungsartikel aus dem Jahr 2015 kam im Jahr 2008 ein Ausländer mit einem Kurzaufenthaltsvisum nach Japan und beantragte Asyl. Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Anträge auf den Flüchtlingsstatus in Japan, und das System der Zuerkennung des Flüchtlingsstatus hat sich seit 2010 zusätzlich geändert, d.h. ein Asylbewerber kann jetzt in Japan nur sechs Monate nach dem Antrag arbeiten, egal ob der Antrag angenommen wird oder nicht. Ein Mann missbrauchte dieses System und erhielt Geld von anderen Ausländern, um ihnen bei der Beantragung von Asyl und der Suche nach einem Arbeitsplatz in Japan zu helfen. Die Zahl der Asylbewerber aus dem gleichen Land wie der Festgenommene stieg zwischen 2010 (109 Personen) und 2014 (über 1,000 Personen) massiv an. Auch die Gesamtzahl der Bewerber steigt rapide an: 2,545 Personen (2012), 5,000 (2014), 7,586 (2015) und 10,901 (2016).
Japans System der Zuerkennung des Flüchtlingsstatus erlaubt eine unbegrenzte Zahl von Anträgen, um den Flüchtlingsstatus zu erhalten und als Asylsuchender in Japan zu bleiben, selbst nachdem der Asylsuchende abgelehnt wurde. Daher können Asylsuchende fast ewig in Japan bleiben und arbeiten sowie finanziell von der japanischen Regierung profitieren. Seltsamerweise müssen Asylsuchende nicht direkt nach ihrer Ankunft in Japan Asyl beantragen, sondern können dies innerhalb von sechs Monaten tun. Das ist schon ziemlich lächerlich, und die Tatsache, dass nur etwa 1,4 % aller Asylsuchenden direkt nach der Einreise nach Japan einen Antrag stellen, sagt viel über die Inkompetenz dieses Systems aus.
Makler, die das System der Zuerkennung des Flüchtlingsstatus missbrauchen, und japanische Arbeitgeber, die nach billigen Arbeitern suchen, verursachen den Missbrauch, ohne Erwähnung des Missbrauchs, den dieses System zulässt. Die Überarbeitung der japanischen Gesetze ist jedoch wichtig und wünschenswert.
Quellen:
http://www.moj.go.jp/nyuukokukanri/kouhou/nyuukokukanri03_00122.html
http://www.sankei.com/world/news/150204/wor1502040026-n1.html
https://www.news-postseven.com/archives/20171127_629287.html