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Ein heiliger Affe zog einst in die Berge des Himalayas, um zu meditieren.
Er war ein Mönch und eine Inkarnation der Barmherzigkeit. Er war so schön und anmutig, dass sich eine Felsengöttin, die Landschaftsgöttin dieser Berge, in ihn verliebte und ihn heftig begehrte.
Sie versuchte ihn mit allen ihren Künsten zu verführen. Aber der Affe hielt sich an sein Mönchs-Gelübde und blieb standhaft.
Als die Felsengöttin unermüdlich blieb, um ihn zu werben, bekam er ein tiefes Mitleid mit ihr. Er dachte auch, dass eine enttäuschte Landschaftsgöttin eine grosse Gefahr für die Welt werden und viel Unheil anrichten könnte.
So erhörte er sie, und gemeinsam zeugten sie sechs Kinder, von denen die Menschen abstammen.
Legende aus dem Tibet.
Erzählt an der Schweizerischen Erzählnacht 2009.