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Die performativen Praktiken der Bruderschaft der neuen Holzköpfe decken das gesamte Spektrum von möglichen Aktionsformen ab. Die Performances fanden meist ohne Vorbereitung und unvermittelt statt. Zu den Aktivitäten der Künstlerinnen und Künstler gehörten Aktionen auf der Strasse, in Parks, Off-Spaces und Galerien, während Ausstellungseröffnungen und in Privatwohnungen. In ihren Aktivitäten spiegeln sich die grossen Veränderungen der russischen Gesellschaft und der Welt nach der Perestroika wieder.
Wie schafften es die Künstlerinnen und Künstler mit den wenigen Materialien und ohne finanzielle Mittel ein derart breites Werk aufzubauen? Wie funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteurinnen und Akteuren im Kollektiv? Wie schätzen die Künstler im Rückblick die gesellschaftliche Stimmung der späten 1990er Jahre in Russland ein? Und wie kommt es, dass kaum jemand (auch nicht in Russland) von dieser Performances Kenntnis hatte?
Um diese und andere Fragen soll es im Künstlergespräch mit Vladimir Kozin, Igor Panin und Sergey Spirikhin von der Bruderschaft der neuen Holzköpfe gehen. Das Gespräch führen Peter Belyi (Kurator) und Daniel Baumann (Direktor Kunsthalle Zürich) mit Übersetzungshilfe von Elizaveta Matveeva.
Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.