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Auch Josef ging von Galiläa aus der Stadt Nazareth hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heisst, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich eintragen zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die war schwanger. (Lukas 2,4-5)
Noch sitzt Maria auf dem Esel. Josef hält ihn am Halfter und stapft still nebenher. Von Nazareth nach Bethlehem sind es hundertfünfzig Kilometer. Das ist auch für einen kräftigen Handwerker ein weiter Weg.
Die Engel sind noch am Proben. Sie warten auf ihren Auftritt. Die Hirten kümmern sich um ihre Schafe. Mit Kindern haben sie wenig am Hut. Weise studieren den Himmel. Die Erde ist ihnen zu nah. Die Sterne leuchten wie immer. Der König von Roms Gnaden errichtet Paläste und bekämpft seine Widersacher. Er befolgt die Befehle von oben. Der erhabene Kaiser verwaltet die bekannte Welt. Er braucht Zahlen und Steuern. Der Stall ist leer.
Ab und zu hält die junge Frau die Hand auf den Bauch. Ihr Blick wandert verstohlen zum Weggefährten. Wo führt diese Reise noch hin?
Er lässt sich nie an deine Pläne binden.
Du kommst nach Bethlehem zu seiner Zeit.
(Kirchengesangbuch Nr. 429)
Hansueli Hauenstein