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Das Vorhandensein des Sees beeinflusst die Temperaturen, die dadurch im Winter und nachts relativ mild sind. Dank seines Reliefs und seiner Süd-Süd-West-Lage ist Lavaux teilweise vor Nordwind geschützt und erhält ordentlich Sonneneinstrahlung.
Im Jahresmittel erreichen die Temperaturen 10,5° Celsius. Im Januar werden durchschnittlich 2° Celsius gemessen und im Juli 20° Celsius. Im Januar beträgt die Temperatur am Ende der Nacht im Schnitt um die 0° Celsius, während im Juli am frühen Morgen 16° Celsius herrschen. Am Nachmittag am wärmsten Zeitpunkt des Tages haben wir im Schnitt im Januar 5° Celsius und im Juli 25° Celsius.
Ideale Hangausrichtung
Niederschläge sind das ganze Jahr über vorhanden. Im Lavaux gab es nie einen regenfreien Monat. Die Monate Oktober bis April sind die trockensten (80mm Wasser im Mittel), in den Sommermonaten fällt circa 110 mm monatlicher Niederschlag. Auf den Terrassen herrscht höhere Sonneinstrahlung aufgrund des Hangs, der eine ideale Ausrichtung bietet, um maximal von der Sonnenbestrahlung zu profitieren, mehr als 50% von Juni bis September.
Die Mauern der Weinbergterrassen ermöglichen das ganze Jahr über die Erzielung von höheren Durchschnittstemperaturen. Die Steine speichern die Wärme des Tages und geben sie abends wieder ab. Aber vor allem nehmen die Mauern die Sonneneinstrahlung auf und geben diese zusätzliche Energie an die unmittelbar vor ihnen liegenden Flächen zurück. Sie bieten auch verstärkten Schutz gegen den als „la bise“ bezeichneten Nordwind.
Positive Auswirkungen
Die Klimaerwärmung könnte in den kommenden Jahren positive Auswirkungen auf das Weinbaugebiet Lavaux haben. Insbesondere würde sie eine Diversifizierung der Rebsorten ermöglichen und in diesem Fall wahrscheinlich eine Chance für den Fortbestand des Weinbaus in der Region Lavaux darstellen.