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Endlich konnte ich mal wieder einen Wollschweber (Bombylius) mit der Handykamera einfangen. Sie fliegen wie Kolibris, so, dass man ihre Flügel im Flug wegen der ultraschnellen Bewegungen überhaupt nicht sehen kann.
Ein interessantes Tierchen, das sich da als Hummel verkleidet.
Der Wollschweber ist eine Fliege, die jedoch mit ihrem Pelzchen ein wenig auf Hummel macht und so wird er denn oft auch als Hummelschweber bezeichnet. Sein bis zu 8 mm langer Rüssel ist stets ausgestreckt und nicht eingerollt, wie beispielsweise bei Hummeln.
Die Brust des Wollschwebers ist stark mit hell bräunlichen Haaren besetzt, die Flügel entlang des Vorderrandes sind breit dunkelbraun bis schwarzgrau. Die riesigen Augen sind nach vorne gerichtet, stossen beim Scheitel aneinander und werden hinten durch einen schwarzen Haarkranz begrenzt.
Sein kolibriähnlicher Schwirrflug, ist derselbe wie derjenige des Taubenschwänzchens (Macroglossum), weshalb der Wollschweber auch ab und zu mit ihm verwechselt wird. Auf den Bildern könnt ihr gut erkennen, wie er problemlos vor einer Blüte in der Luft stehen bleiben kann, während er mit vorgestrecktem Rüssel sich des Nektars bedient.
Gerade jetzt, im Frühjahr, habt ihr gute Chancen, dem Wollschweber zu begegnen. Diesen hier konnte ich auf einem Vlies auf dem Hochbeet fotografieren.
Seine Larven leben als Parasiten in den Erdnestern von solitären Bienen.
Als Vergleich seht ihr hier noch das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatorum)), welches sich genau gleich bewegt wie der Wollschweber, und ebenfalls im Schwirrflug in der Luft stehen bleiben kann. Trotzdem kann man es eigentlich bei etwas genauerem Hinsehen gut vom Wollschweber unterscheiden.
Im Gegensatz zum pelzigen Wollschweber, der zu den Fliegen gehört, zählt das Taubenschwänzchen zu den Schmetterlingen.