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Die Sopranistin Dorothee Mields, die aus Gelsenkirchen stammt, studierte in Bremen bei Harry van der Kamp und Gabriele Schreckenbach sowie in Stuttgart bei Julia Hamari. Den Schwerpunkt ihres Repertoires bildet die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, die sie im Zusammenspiel mit Ensembles wie dem Collegium Vocale Gent, dem Freiburger Barockorchester, dem Orchestra of the 18th Century, dem L’Orfeo Barockorchester oder dem Tafelmusik Baroque Orchestra Toronto zur Aufführung bringt. Gemeinsam mit Hille Perl und Lee Santana spielte sie Lautenlieder von Dowland ein, mit der Lautten Compagney entstand eine Aufnahme von Purcells Love Songs. Dorothee Mields ist jedoch auch eine gefragte Interpretin zeitgenössischer Werke: So gestaltete sie 2004 die Titelrolle bei der Uraufführung von Johannes Maria Stauds Oper Berenice im Rahmen der Münchener Biennale, hob Beat Furrers Invocation III mit dem Klangforum Wien aus der Taufe und brachte Gérard Griseys Quatre Chants u. a. bei den Salzburger Festspielen zu Gehör. Einladungen führten sie ausserdem zum Bach-Fest Leipzig, zum Boston Early Music Festival, zu den Wiener Festwochen, zur styriarte nach Graz sowie zum Flandern und zum Tanglewood Festival. In der Spielzeit 2010/11 gastierte sie mit Bach-Kantaten beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das von Thomas Hengelbrock geleitet wurde; sie interpretierte Bachs Johannes-Passion unter Frans Brüggen sowie Haydns Die sieben letzten Worte unter Roger Norrington und wirkte mit bei der Weltpremiere von Charlotte Seithers Kleist-Fragmenten. Dorothee Mields engagiert sich auch bei dem vielbeachteten Benefizprojekt www.wiegenlieder.org, mit dem sie das gemeinsame Singen mit Kindern fördern will.
August 2011