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Plastik sammeln und in Straßen verbauen – das ist die Idee von mehreren Unternehmen, die dazu beitragen wollen, das weltweite Plastikmüllproblem zu lösen. Ein solches Projekt ist die sogenannte Plastic Road, die die niederländische Straßenbaufirma KWS mit mehreren Partnern gebaut hat: Ein Stück Fahrradweg von 30 Metern Länge in der niederländischen Provinzhauptstadt Zwolle. Der Streckenabschnitt enthalte soviel recyceltes Plastik wie 218.000 Plastikbecher oder 500.000 Plastikschraubdeckel, heißt es auf der Website.
Auch die weiteren Kennzahlen lesen sich vielversprechend: Die Initiatoren versprechen eine dreimal so hohe Lebensdauer wie die herkömmlicher Straßen. Man brauche weniger schwere Maschinen, um die Straßen zu bauen, heißt es, die ökologischen Folgen seien daher kleiner. Und der Bau folge dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Die Straße lasse sich recyceln, aus dem Belag also wieder eine Straße bauen.
Die Plastic Road ist nicht das einzige Projekt, bei dem Plastik im Straßenbau eingesetzt wird. Das britische Verkehrsministerium hat der Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands Anfang des Jahres 1,6 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt, um den Einsatz von Recyclingplastik bei der Reparatur von Straßen zu testen. Und in Teilen von Indien ist es schon seit Ende 2015 Pflicht, Recyclingplastik im Straßenbau zu nutzen.
Quelle: zeit.de vom 1.3.2019