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Die Wettbewerbskommission (WEKO) schliesst die Untersuchung betreffend die Kommerzialisierung von elektronischen Medikamenteninformationen mit einer Sanktion von gut CHF 4.5 Mio. gegen HCI Solutions AG, eine Tochtergesellschaft der Galenica Gruppe, ab.
WEKO
Die WEKO gelangte zum Schluss, dass HCI Solutions AG im Bereich der Kommerzialisierung von elektronischen Medikamenteninformationen in der Schweiz eine marktbeherrschende Position inne- und diese missbraucht hat. Sie hat Konkurrenten den Zugang zum Markt erschwert und von ihren Handelspartnern den Kauf gekoppelter Dienstleistungen erzwungen.
So hat HCI Solutions AG einerseits seit 2012 in ihre Verträge mit den Softwarehäusern systematisch Klauseln aufgenommen, die zum Ziel hatten, die Verwendung von Datenbanken anderer Anbieter zu verhindern. Diese Anbieter konnten sich nicht auf dem Markt etablieren. Andererseits hat HCI Solutions AG den Pharmaherstellern die Aufnahme deren Medikamenteninformationen in ihre Datenbanken nur gekoppelt mit weiteren Dienstleistungen angeboten. Diese Verhaltensweise hat zu einer Verschliessung des Marktes für andere Anbieter solcher Dienstleistungen geführt.
Die Grossisten sowie Spitäler, Apotheken, Ärzte und Drogerien sind in Zusammenhang mit dem Vertrieb, der Abgabe und der Abrechnung von in der Schweiz zugelassenen Medikamenten auf elektronische Medikamenteninformationen angewiesen. Der Zugang zu diesen Informationen über die heute gebräuchlichen Informatiksysteme ist folglich essentiell für das Funktionieren des Marktes. Ist ein solcher nicht mehr gewährleistet, ist der Zugang zu Medikamenten seitens der Abgabestellen und damit letztlich auch seitens der Patienten gefährdet.
Der Entscheid der WEKO kann an das Bundesverwaltungsgericht weiter gezogen werden.
Symbolbild von Viktor Mildenberger / pixelio.de