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Alle zwei Jahre eine EM oder eine WM – das ist der UEFA offenbar zu wenig. Der europäische Fussballverband will ab 2018 eine «Nationenliga» einführen. Stattdessen soll es weniger Freundschaftsspiele geben.
Die UEFA macht bei ihren Plänen für einen neuen Wettbewerb für Nationalmannschaften Fortschritte. Im kasachischen Astana hat das Exekutivkomitee der Europäischen Fussball-Union eine Resolution verabschiedet, welche eine sogenannte «Nationenliga» fordert. Das erfuhren die deutsche Nachrichtenagentur DPA und der «Telegraph» aus UEFA-Kreisen.
Der Bewerb soll ab 2019 in allen ungeraden Jahren ausgetragen werden; dann, wenn weder Welt- noch Europameisterschaften stattfinden. Über die Einführung entscheidet morgen der UEFA-Kongress. Innerhalb eines Jahres sollen die Details der Nationenliga ausgearbeitet werden. Nach der Einführung des Wettbewerbs soll es dafür weniger Termine für Freundschaftsspiele geben.
Angeblich soll in mehreren Stärkeklassen mit Auf- und Abstieg gespielt werden. Möglich sein könnte es auch, dass man sich mittels der Nationenliga für WM oder EM qualifiziert – an der Qualifikation im bisherigen Format will die UEFA dennoch nicht rütteln. Wegfallen sollen indes die Barrage-Spiele.
Die Schweiz dürfte zu den 16 Nationalmannschaften der obersten Stärkeklasse gehören. Die Idee sieht momentan vor, dass in Dreier- und Vierergruppen gespielt wird, jeweils mit Hin- und Rückspielen. Die Sieger der Topgruppen sollen in einem «Final Four»-Turnier auf neutralem Terrain aufeinandertreffen.
Die europäischen Verbände hätten die Grundidee akzeptiert, sagte vor einigen Wochen der österreichische Verbandsgeneralsekretär Alfred Ludwig dem «Kurier». Die Nationenliga komme auf jeden Fall. Der Geschäftsführer des englischen Verbands, Greg Dyke, sprach von einem «grundsätzlich vorhandenen Interesse. Ich denke, eine Nationenliga ist eine sehr attraktive Sache.»