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Die passiv beobachtende Marktforschung stellt darauf ab, über eine Beobachtung tatsächlichen Verhaltens und die Auswertung kommunizierter Meinungen, Einstellungen und Werte Aufschluss über einen interessierenden Sachverhalt zu gewinnen. Möglich wird eine solche passiv beobachtende Marktforschung mit dem Internet und hier dem sog. User Generated Content, der eine breite Meinungsvielfalt abbildet.
Der grösste Vorteil des passiv beobachtenden Ansatzes ist, dass er Antworten und Äusserungen kaum von sich aus beeinflusst. Aus diesem Grunde wird er auch als 'nicht-interventionell' bezeichnet. Mit ihm können dadurch unverfälschtere, relevantere und 'lebensnähere' Antworten als mit befragenden ('aktiven') Verfahren erhalten werden. Sein grösster Nachteil ist, dass er aufwendiger in der Zusammenfassung der Ergebnisse ist.
Die passiv beobachtende NetRadar-Methodik der Artebis AG analysiert das Web mit einem semantischen Kamm, bei dem die Zinken des Kamms mit den relevanten Begriffen und sämtlichen Synonymen hiervon ausgerüstet sind. Dabei wird die Meinungsvielfalt im Internet in seiner Gesamtheit berücksichtigt, um ein Bild der Wahrnehmung eines Unternehmens, einer Marke, eines Produkts oder allgemein eines Themas abzubilden.