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Autoren: Matthias Stucki, Armin Mühlematter
Armin Mühlematter vergleicht in seiner Bachelorarbeit die Umweltauswirkungen der Nutzung von Tablets im Studium mit denjenigen von Papierskripten (Mühlmatter 2014). Seine Ökobilanzergebnisse zeigen für das papierlose Studium mit einem Tablet ähnlich hohe Umweltauswirkungen wie bei einem Studium mit Skripten gedruckt auf Frischfaserpapier.
Eine Erweiterung des Ökobilanzmodells mit einer Recyclingpapiervariante ergibt nun für Unterrichtsskripte aus Recyclingpapier die tiefsten Umweltauswirkungen (siehe Abbildung 1). Bei einer Bewertung mit der Methode der ökologischen Knappheit (2013) haben bei den Tablets vor allem die Schwermetallemissionen beim Abbau der Edelmetalle für die Platinen sowie die Treibhausgasemissionen bei der Energiebereitstellung für Produktion, Transport und Nutzung hohe Auswirkungen auf die Umwelt.
Zwischen den verschiedenen Tablet-Modellen gibt es deutliche Unterschiede. Bei den Papiervarianten belasten die Treibhausgasemissionen und radioaktiven Abfälle bei der Energiebereitstellung für die Papierproduktion die Umwelt.
Ein Vergleich mit den von Apple selber veröffentlichten Daten zu den Treibhausgasemissionen des iPad 2 und 4[i] mit deutlich höheren Ergebnissen als in der Arbeit von Mühlematter (130-170 kg CO2-eq. bei Apple vs. 59-67 kg CO2-eq. in der Bachelorarbeit) deutet darauf hin, dass die Umweltauswirkungen der Tablet-Herstellung im Modell der Bachelorarbeit unterschätzt werden.
Aufgrund der Resultate in Abbildung 1 und dem Vergleich mit den veröffentlichten Daten von Apple wird daher geschlossen, dass die Variante mit Skripten aus Recyclingpapier aus Umweltsicht besser abschneidet als die Nutzung von Tablets.
Aus ökologischer Sicht machen Tablets vor allem dann Sinn, wenn sie die Nutzung von energieintensiveren Computern oder Laptops ersetzen können.