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Der Bestand enthält Ton-Aufnahmen von Bruno Manser, der über die Kultur der Penan (die Penan lebten zur Zeit des Besuches von Bruno Manser als Jäger und Sammler im Osten des Malaysischen Bundesstaates Sarawak auf Borneo) und deren Umweltsituation berichtet. Neben der Beschreibung der Mythologie der Penan werden auch Tierstimmen des Regenwaldes von Borneo aufgenommen. Als die Abholzung des Regenwaldes begann den Lebensraum der Penan zu bedrohen, sprach Bruno Manser Hilferufe an die westliche Gesellschaft und an deren politische Repräsentanten aufzunehmen, die er von Mitstreitern verbreiten liess.
Ein weiterer Teil des Bestandes besteht aus Aufnahmen von Stimmen der Penan. Zum einen beschreiben die Penan ihre Lebenssituation und ihre Not und Ängste vor der zunehmenden Abholzung ihres Lebensraumes. Diese Botschaften sind an Bruno Manser und die westliche Öffentlichkeit gerichtet (Die Penan hatten mit der britischen Kolonialverwaltung von 1947-1963 sehr gute Erfahrungen gemacht und richteten sich deshalb an die "Langnasen" aus dem Westen). Besonders hervorzuheben ist ein Appel des Penan Häuptlings Along Sega, der den Westen um Unterstützung gegen die Holzfäller bittet. Zum anderen dienen die Tonbänder der Kommunikation der Penan untereinander. Nur wenige dieser Tondokumente sind bisher übersetzt.
In der Memobase sind die Metadaten der Dokumente recherchierbar.
Die Dokumente dieses Bestandes können an den Memobase+ angehört werden.
Descrizione
Die Tonaufnahmen entstanden während des Aufenthalts Bruno Mansers im Regenwald des Malaysischen Bundesstaates Sarawak in den Jahren von 1988-1990 und danach bis ca. 2000. Waren die Aufnahmen in der ersten Periode eher zur Dokumentation der Penankultur und für Nachrichten BM's an Freunde und Familie zuhause und später auch als Kampagneninstrument bestimmt, erfüllten sie in den Jahren nach 1990 eher die Funktion als Kommunikationsmittel zwischen den im Regenwald lebenden Penan und Bruno Manser in der Schweiz und zwischen den Penan untereinander.
Name der Provenienzstelle: Bruno Manser Fonds (Bruno Manser)
Verwaltungsgeschichte/Biographische Angaben: bis im Jahr 1999 wurden die Tonbänder von Bruno Manser angelegt. Danach wurden sie vom Bruno Manser Fonds aufbewahrt. 2008 wurde die Digitalisierung in Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch Memoriav durchgeführt.
Bestandsgeschichte: in Zusammenarbeit mit englischsprachigen Penan wurden ab 2009 einige Tondokumente übersetzt. Aufgrund der grossen Distanz geografischen (und kulturellen) Distanz erwies sich eine durchgehende Übersetzung bisher als äusserst schwierig. Auf Anraten des Ethnolinguisten Ian Mackenzie wurden die Bemühungen im Jahr 2011 beendet und späteren Generationen vorbehalten. Einige sehr interessante Aufnahmen konnten jedoch übersetzt werden. Zudem wurden von den PraktikantInnen und dem Dokumentationsstellenleiter des BMF Zusammenfassungen der Aufnahmen in Deutsch und Englisch geschrieben, die in den Metadaten erschlossen sind.
182 Ordner enthaltend digitale Tondokumente in den Formaten mp3 und wav mit beigefügten xml Metadaten, basierend auf 142 Musicassetten und 40 Microcassetten.
[Keine Informationen vorhanden]
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Copyright Bruno Manser Fonds (zum Teil Nutzungseinschränkungen aus Datenschutzgründen)
Zugangs- und Benutzungsbedingungen: vorbehältlich gewisser Schutzrechte (Datenschutz) freie Benutzung zu Forschungszwecken
Zugangsbestimmungen:
- Zugang zur Zeit auf Anfrage in der Geschäftsstelle des BMF
- Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen: digitale Kopien (Formate: mp4 ,wav)
- Recherchemöglichkeiten: Recherche anhand der Metadaten
- Aufbewahrungsort der Originale: Staatsarchiv Basel-Stadt (erschwerter Zugang)
- Kopien bzw. Reproduktionen: Digitalisate zur Einsicht, aber nicht zur Weiterverbreitung durch Dritte