Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/168693

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 30. Juni dieses Jahres gab der Bundesrat bekannt, er habe das UVEK beauftragt, die Möglichkeit der Einführung von Pilotprojekten im Bereich Mobility-Pricing zu prüfen. Ohne hier auf die Grundsatzdebatte über die Besteuerung der Pendlerinnen und Pendler eingehen zu wollen, muss Folgendes festgehalten werden: Sollte diese Besteuerung angewandt werden, wird vonseiten der Arbeitgeber eine gewisse Flexibilität nötig, so z. B. die Unterstützung der Telearbeit. Um mehr über die Politik des Bundesrates im Bereich Telearbeit zu erfahren, bitte ich ihn, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welcher Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesverwaltung verrichtet Telearbeit?</p><p>2. Welche Bedingungen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesverwaltung erfüllen, um Telearbeit verrichten zu können?</p><p>3. Sind diese Bedingungen in allen Departementen oder sogar allen Ämtern der Bundesverwaltung identisch?</p><p>4. Plant der Bundesrat, die Bedingungen für die Telearbeit in der Bundesverwaltung zu vereinfachen? Wenn ja, mit welchen Mitteln?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat nimmt zur Interpellation wie folgt Stellung:</p><p>1. Mitarbeitende, die regelmässig Telearbeit (Home-Office) praktizieren, unterzeichnen eine Vereinbarung. Diese wird im Personalinformationssystem seit 2015 erfasst. Im Jahr 2015 wurden 1833 Vereinbarungen abgeschlossen. Das entspricht 4,91 Prozent der 37 286 Angestellten der Bundesverwaltung. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Mitarbeitende unregelmässig und somit ohne entsprechende Vereinbarung die Arbeitsform Telearbeit.</p><p>2. Nach Artikel 33 der Verordnung des EFD zur Bundespersonalverordnung (SR 172.220.111.31) können die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle ihre Arbeit ganz oder teilweise ausserhalb des Arbeitsplatzes leisten. Die Rahmenbedingungen und das Verfahren sind in den Richtlinien zur Telearbeit vom 1. Januar 2014 beschrieben. Die zuständige Stelle bewilligt einen Antrag auf Telearbeit. Zur Unterstützung der Entscheidfindung wurden Kriterien definiert. So sollen zum Beispiel die Tätigkeiten qualitativ und quantitativ messbar sowie Datenschutz und -sicherheit gewährleistet sein.</p><p>3. Die Richtlinien zur Telearbeit vom 1. Januar 2014 gelten für die gesamte Bundesverwaltung. Es gibt jedoch Funktionen, deren Ausübung nur vor Ort möglich ist, oder Aufgaben, die im Schichtbetrieb geleistet werden. Diese Mitarbeitenden können von der Arbeitsform Telearbeit nicht Gebrauch machen.</p><p>4. Die Bundesverwaltung setzt sich im Rahmen der Personalstrategie 2016-2019 zum Ziel, dass sie heute und auch künftig eine attraktive Arbeitgeberin ist, die moderne und zweckmässig ausgerüstete Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört die Möglichkeit von mobilen Arbeitsformen. Dazu wurde eine Teilstrategie "Mobile Arbeitsformen" erarbeitet, die folgende Stossrichtungen umfasst:</p><p>- Die Bundesverwaltung nutzt das Potenzial von mobilen Arbeitsformen, legt die Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten fest, sensibilisiert und befähigt die Mitarbeitenden und Vorgesetzten im Umgang mit mobilen Arbeitsformen.</p><p>- Die Vorgesetzten prüfen mit ihren Mitarbeitenden den Einsatz von mobilen Arbeitsformen.</p><p>- Die Bauherrschaft prüft bei baulichen Veränderungen den Einsatz von mobilen Arbeitsformen.</p><p>Ein interdisziplinäres Projektteam erarbeitet bis im ersten Quartal 2017 verschiedene Umsetzungsmassnahmen.</p>  Antwort des Bundesrates.