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Die Rotary-Brücke, die für die Expo.02 zur Förderung des Langsamverkehrs gebaut wurde, musste im vergangenen Jahr aufgrund von Wassereinbrüchen renoviert werden. Seitdem erfüllt sie wieder ihre Funktion als Herzstück einer Reihe von Radwegrouten in der Drei-Seen-Region. Die Rotary Clubs halfen erneut bei der Finanzierung.
Nach dem Mass der eigenen Körperkraft zur Expo.02 und von Arteplage zu Arteplage fahren und dabei Spass haben: Das ist das Motto des Projekts "Human powered mobility HPM" der Stiftung Veloland Schweiz. In diesem Sinne wurde vor 20 Jahren in der Drei-Seen-Region eine Reihe von attraktiven und sicheren Radwegrouten eingerichtet. Es umfasst 170 km, von denen 90 auch für Inline-Skater ausgeschildert sind. Inmitten dieses Netzes, das sich von Biel bis Yverdon erstreckt, befindet sich das Herzstück: die Rotary-Brücke, eine imposante und elegante Holzkonstruktion, die den Broye-Kanal auf der Höhe des Drei-Seen-Campingplatzes in Sugiez überquert. Die Brücke ist 250 Meter lang, wovon 60 Meter auf den zentralen Bogen entfallen.
Ein Symbol für die Schweiz
Es ist ein emblematisches Projekt, das die Stiftung als "ein Symbol in mehrfacher Hinsicht" beeindruckte. Ein Symbol für die Jugend, da drei Studenten der Schweizerischen Hochschule für Holztechnik den Vorentwurf im Rahmen ihrer Diplomarbeit erarbeitet hatten. Ein Symbol für sportliche Freizeitgestaltung, denn die Brücke steht Wanderern, Radfahrern, Schlittschuhläufern und dank der rollstuhlgängigen Rampen auch Menschen mit körperlichen Behinderungen zur Verfügung. Ein Symbol für Nachhaltigkeit dank des für den Bau verwendeten Holzes, dem einzigen erneuerbaren Rohstoff, über den die Schweiz verfügt. Und schließlich ein Symbol für die Schweiz, da die Brücke zwei Sprachregionen verbindet und in einem Geist der Solidarität gebaut wurde.
Denn viele Partner engagierten sich für den Bau der Rotary-Brücke: die beiden Gemeinden Bas-Vully und Ins, die kantonalen technischen Dienste, die Armee, die Schifffahrtsgesellschaften, die Eigentümer der Parzellen, die Behörden, die die Baubewilligung erteilten, und natürlich die Finanzierungspartner: die Schweizerische Holzwirtschaftskonferenz, Lignum, die Kantone Freiburg und Bern, die Gebäudeversicherung des Kantons Bern und, wie der Name schon sagt, Rotary Schweiz-Liechtenstein.
Nach dem Bau wurde die Rotary-Brücke den beiden Gemeinden Mont-Vully und Ins geschenkt, die sich verpflichteten, den Unterhalt für die nächsten 30 Jahre zu gewährleisten.
Eine kostspielige Renovierung
Der Grund, warum man heute wieder über die am 4. Oktober 2001 eingeweihte Brücke spricht: Sie erhielt im Sommer 2022 ein Facelifting - früher als zum Zeitpunkt des Baus erhofft. Der Teerbelag auf der Fahrbahndecke war an einigen Stellen aufgrund von Wassereinbrüchen verrutscht, was zu Pilz- und Schimmelbefall führte. Die Rampen der Brücke mussten stabilisiert werden - eine Sanierung war unumgänglich. Ein kostspieliges Unterfangen: Der Kredit für die Renovierung belief sich auf 730000 Franken, eine Summe, die für die beiden Gemeinden Mont-Vully und Ins zu hoch war. Auf der Suche nach Unterstützung wandten sie sich an Rotary, genauer gesagt an Blaise Matthey, Governor im Jahr 2020, der ein Projekt zur Unterstützung der Brücke ins Leben rief. "Es brauchte ein wenig Marketing", sagte Matthey bei einem Besuch vor Ort mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Die Clubs, denen für die Aktion mit dem Namen "Gemeinsam für die Brücke" kleine Schweinchen geschickt wurden, antworteten mit hohen Beiträgen in Höhe von insgesamt 55.000 Franken. Weitere 10.000 Franken kamen hinzu, da der Besuch des Präsidenten von Rotary International aufgrund der Covid-Pandemie ins Wasser gefallen war und das Budget nicht ausgeschöpft werden konnte. Die Region seeland/biel-bienne steuerte ihrerseits 50000 Franken bei. Den Rest trugen die beiden Gemeinden.
Sicher durch das Land
Die Geländer wurden erneuert und ein neuer Teppich auf der Brücke verlegt, die nun durch Bleche geschützt ist, die die Ränder abdecken und verhindern, dass Wasser auf das Holz tropft; außerdem verhindern Ablauflöcher, dass sich die Feuchtigkeit unter dem Teppich staut. Diesmal wird die Rotary-Brücke standhalten, Blaise Matthey ist gelassen. "Bei der nächsten Renovierung werde ich nicht mehr dabei sein", sagt er. Aber er wird sicher da sein, um sich zu freuen, dass mit Beginn der wärmeren Jahreszeit Radfahrer und Fußgänger dank der Rotary-Brücke wieder sicher und abseits der Straßen das Land von einem Ende zum anderen überqueren können. Nicht weniger als 80.000 Menschen nutzen die Brücke jedes Jahr zu Fuss, mit dem Fahrrad oder auf Inline-Skates.