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Neue Guidelines zur Therapie von invasiven Spinaliomen
Die meisten Plattenepithelkarzinome der Haut können operativ behandelt werden. Komplexer wird die Therapie, wenn ein lokal fortgeschrittener oder metastasierter Tumor vorliegt.
Text | Dr. med. Eva Ebnöther
Ein multidisziplinäres Gremium aus europäischen Expertinnen und Experten hat neue Guidelines zur Therapie des invasiven kutanen Plattenepithelkarzinoms (cSCC) formuliert. Die Behandlungsempfehlungen sind abgestuft für das primäre cSCC (geringes Risiko, hohes Risiko), das lokal fortgeschrittene cSCC, das regionale metastasierende cSCC (operabel oder inoperabel) und das fernmetastasierende cSCC.
Beim primären cSCC (der häufigste cSCC-Typ) besteht die Erstlinienbehandlung aus der chirurgischen Exzision mit postoperativer Randsaumbeurteilung oder MOHS-Chirugie. Bei positiven Rändern ist eine Reexzision vorzunehmen. Eine Lymphknotendissektion wird bei einem zytologisch oder histologisch gesicherten regionalen Lymphknotenbefall empfohlen. Bei inoperablem cSCC oder bei nicht operablen Patienten sollte eine Strahlentherapie als kurative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Anti-PD-1-Antikörper sind die systemische Erstlinienbehandlung für Patienten mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem cSCC, bei denen eine Operation oder Bestrahlung keine Option sind. Cemiplimab ist der erste zugelassene systemische Wirkstoff zur Therapie des fortgeschrittenen cSCC. Zu den systemischen Zweitlinienbehandlungen bei fortgeschrittenem cSCC gehören epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor-Inhibitoren (Cetuximab) in Kombination mit Chemotherapie oder Strahlentherapie.
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