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Als 32- bzw. 43-wichtigster Importpartner gehören Rumänien und Bulgarien zu den weniger bedeutenden Schweizer Handelspartnern. Die Einfuhren durchliefen jedoch eine eindrückliche Entwicklung. Während die Importe aus der EU in den Jahren 2000-2006 durchschnittlich um 5 Prozent pro Jahr anstiegen, erhöhten sich jene aus Rumänien um 15 Prozent und aus Bulgarien sogar um 18 Prozent. Obwohl die Einfuhren aus der EU seit 2007 im Schnitt ein Minus aufwiesen, legten jene aus diesen beiden Länder seit ihrem Beitritt jährlich um je einen Zehntel zu.
Diese Entwicklung ist jedoch zur Hälfte durch den Paradigmenwechsel1 in der schweizerischen Aussenhandelsstatistik erklärbar. 2016 wurden Waren im Wert von 594 Mio. Fr. aus Rumänien und für 261 Mio. Fr. aus Bulgarien importiert.
Exportrekord nach Bulgarien im 2016
Die Ausfuhren in diese beiden EU-Mitgliedstaaten machten 2016 kumuliert 1 Prozent der Schweizer Exporte in die EU aus. Nach der Jahrtausendwende entwickelten sich die Ausfuhren nach Bulgarien (+ 14 % pro Jahr) und insbesondere jene nach Rumänien (+ 22 %) während 6 Jahren deutlich dynamischer als die helvetischen Exporte in die EU insgesamt (+ 6 %). Der im Nachgang der Finanzkrise aufgetretene Exportrückgang traf die beiden Länder überdurchschnittlich stark.
Im Schnitt sanken die schweizerischen Ausfuhren nach Rumänien seit dessen EU-Beitritt um 1 Prozent pro Jahr und lagen 2016 bei 697 Mio. Fr. Auch die Exporte nach Bulgarien verloren an Schwung. Trotzdem wiesen sie seit 2007 im Gegensatz zu den Ausfuhren in die gesamte EU ein leichtes jährliches Wachstum auf (+ 2 %). 2016 wurden wertmässig mehr Güter als je zuvor nach Bulgarien (360 Mio. Fr.) exportiert.
Insgesamt entfalteten sich die Ausfuhren nur halb so dynamisch wie die Einfuhren. Trotz dieser Entwicklung resultierte 2016 mit Rumänien und Bulgarien ein Handelsbilanzüberschuss von 104 bzw. 99 Mio. Fr.
Textilien, Bekleidung und Schuhe als Zugpferde für den Import
2016 importierte die Schweiz Textilien, Bekleidung und Schuhe im Wert von 211 Mio. Fr. aus Rumänien, was einem Anteil von 36 Prozent entspricht. Dieselbe Sparte prägte auch die Einfuhren aus Bulgarien: ihr Anteil erhöhte sich seit dem EU-Beitritt um 10 Prozentpunkte auf 41 Prozent. Auf dem 2. Platz lag in beiden Ländern der Bereich Maschinen und Elektronik. Während in Rumänien die Fahrzeuge folgten, komplettierte in Bulgarien die Metallsparte das Podest.
Exportseitig zeigte sich das klassische Bild: in beiden Staaten dominierten 2016 die Verkäufe chemisch-pharmazeutischer Produkte und machten je fast die Hälfte aller exportierten Waren aus. Auf dem zweiten und dritten Rang folgten Maschinen und Elektronik sowie Metalle.
Artikelfoto: PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)
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