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Enthält Informationen zur Entwicklung der wichtigsten Krankheiten und Schädlinge sowie die Regulierungsmöglichkeiten im Bioobstbau.
Die Nr. 11/2019 ist das letzte Bulletin dieses Jahres.
Beim Auftreten folgender Schadorganismen sind jetzt noch Behandlungen möglich:
Birnenpockenmilben
In Anlagen oder bei Sorten mit Birnenpockenmilben-Befall besteht nach der Ernte der Birnen und bei möglichst warmer Witterung über 20 °C die beste Gelegenheit, mit einer Behandlung mit 2 % Netzschwefel einem Befall im nächsten Jahr vorzubeugen. Bei starkem Befall oder wenn die Bedingungen für die erste Behandlung nicht optimal war, kann eine zweite Behandlung bei günstiger Witterung etwa eine Woche später in Erwägung gezogen werden. Schwefelbehandlungen zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte September) sind wirksamer als Ölbehandlungen zum Austrieb im nächsten Jahr.
Regenfleckenkrankheit
Trotz der anhaltend niederschlagsfreien Witterung darf die Entwicklung der Regenfleckenkrankheit nicht ausser Acht gelassen werden. Die kühlen Nächte führen zu einer starken Taubildung, welche gute Bedingungen für weitere Infektionen darstellen. Mit dem besten zur Verfügung stehenden Mittel Armicarb (Kaliumbicarbonat) kann dank einer kurzen Wartefrist bis eine Woche vor der Ernte behandelt werden. Bei anfälligen Sorten und vor allem wenn die Krankheit schon Symptome gebildet hat, lohnt es sich möglicherweise, auch nach dem ersten Pflückdurchgang nochmals zu behandeln, um die weitere Entwicklung bis zur Ernte der restlichen Früchte einzudämmen.
14.09.2019, Andreas Häseli