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Eigentlich hätte Patrick gern einen grossen Bruder, aber das ist naturgemäss nicht mehr möglich. Ausserdem sollen grosse Brüder nerven. Davon weiss Patricks Freund Valentin ein Lied zu singen. Doch nun ist ein Bruder unterwegs. Patrick hat die Eltern belauscht. Aber es gibt ein Problem: Der Bruder wird vielleicht niemals sprechen können. Denn sein Bruder wird mit Trisomie zur Welt kommen. „Inhaltlich überwältigt "Patricks Trick" durch hinreissend pragmatischen Optimismus und unverkitschte Lebensbejahung. Formal begeistert der Text, indem jede Szene eine Spiel-Fundgrube für ein Virtuosenduo ist, ohne dies zum Selbstzweck zu machen. Und angesichts der vielen Sprechstile, von Danijels ruppigem „Verpiss dich“ bis zum Celan-Zitat des Professors gilt für das ganze Stück, dass es den gut Zuhörenden lehrt, "richtig zu sprechen". Wobei es das Zuhören mit seinem lakonischen Witz zum Vergnügen macht.“ (Andreas Jüttner in seiner Laudatio zum Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2014)
Portrait
Kristo Šagor wurde 1976 in Stadtoldendorf geboren. Er studierte Linguistik sowie Literatur- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Für seine Theaterstücke erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Publikumspreis des Heidelberger Stückemarktes 2001, den Autorenpreis des Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendfestivals „Kaas & Kappes“ 2005 und zuletzt den Förderpreis des Berliner Kindertheaterpreises 2013. Für seine Regiearbeit konnte er 2008 den Deutschen Theaterpreis „DER FAUST“ für die beste Regie im Kinder- und Jugendtheater in Empfang nehmen. Kristo Šagor lebt in Berlin.