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Dabei fanden sie heraus, dass sich kurzsichtige Kinder durchschnittlich 3,7 Stunden pro Woche weniger im Freien aufhalten als ihre Altersgenossen mit normalem Sehen oder Weitsichtigkeit.
Wer sich häufiger im Freien aufhält, wird nicht so leicht kurzsichtig. Zu diesem Schluss kommen britische Augen-Spezialisten nach der Analyse von acht grossen Studien mit insgesamt 10 400 Teilnehmern. Dabei fanden sie heraus, dass sich kurzsichtige Kinder durchschnittlich 3,7 Stunden pro Woche weniger im Freien aufhalten als ihre Altersgenossen mit normalem Sehen oder Weitsichtigkeit.
Obwohl die Ergebnisse zum grössten Teil aus Studien an Kindern stammen, lassen sie sich auch auf Erwachsene übertragen, berichteten die Wissenschaftler bei der Amerikanischen Gesellschaft für Augenheilkunde.
Für den Effekt könnte die Aufenthaltsdauer im natürlichen Tageslicht entscheidend sein, aber auch das Fixieren weit entfernter Objekte, weniger häufiges Nah-Sehen oder einfach körperliche Betätigung. Die Forscher schätzen, dass mit jeder Wochenstunde mehr im Freien das Risiko für Kurzsichtigkeit um zwei Prozent sinkt. Dabei scheint es nicht auf die Aktivität anzukommen, sondern lediglich darauf, draussen unterwegs zu sein.
Auffallend ist, dass die Anzahl der Kurzsichtigen in den Vereinigten Staaten und vielen anderen Ländern heutzutage weit höher ist als noch in den 1970er-Jahren. In einigen Teilen Asiens sind mehr als 80 Prozent der Bevölkerung kurzsichtig. Zwei der Studien untersuchten auch, ob Kinder, die sich mehr draussen aufhalten, weniger an Computern spielen und arbeiten. Ein solcher Zusammenhang konnte jedoch nicht gefunden werden.
Aktivitäten im Freien bezeichneten die Forscher als «eine einfache und kosteneffektive Massnahme mit wesentlichen Vorteilen für das Se-hen und die Gesundheit generell.»
Quelle: Wissenschaft aktuell