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Speicherbau
In der Haupterntezeit von November/Dezember sind die Verkaufspreise für Mais, Reis und andere landwirtschaftliche Produkte sehr tief. Da die meisten Bauern des Landes über keine gesicherte Lagermöglichkeit für ihr Getreide verfügen, müssen sie ihre Ernte verkaufen bevor sie verdirbt, und das drückt naturgemäss stark auf die Preise.
Einige Monate später ist die Situation völlig anders: die Vorräte der Händler sind aufgebraucht und die steigende Nachfrage lässt die Marktpreise um 30-50% ansteigen. Deshalb gehörte der Bau von sicheren Speichern in jedem Dorf und die Ausbildung von lokalen Spezialisten für die Verwendung dieser Speicher von Anfang an zu den Zielen der MVCP. Das ist eine flankierende Massnahme, welche das Einkommen der Bauern wesentlich verbessern hilft.
Inzwischen konnten bereits 11 solcher Gebäude mit Hilfe der Bevölkerung der unterstützten Dörfer erstellt werden. Die MVCP finanziert dabei das Material, das auf dem Markt beschafft werden muss wie Zement, Armierungseisen, Wellblech für das Dach und auch die Löhne für ein paar Maurer. Die Dorfbevölkerung muss Sand, Kies, Holz, Wasser etc. beibringen und während dem Bau Hilfsarbeiten übernehmen. So können die Kosten für solche Bauten tief und die Verantwortung der Bevölkerung für ihre Entwicklung hoch gehalten werden.
Da die Bauern nach der Ausbildung durch die Ingenieure der MVCP viel effizienter arbeiten als erhofft, wurden die Speicher der 2. Generation grösser gebaut als die ersten. Die neuen fassen nun je ca. 100t Getreide in Säcken zu 100kg, der lokalen Handelseinheit.
Neben den Speichern wird wenn möglich auch noch ein Unterstand für die Versammlungen der Bauern gebaut.