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Die verheerenden Folgen der riesigen Müllhalden in den Meeren werden zunehmend ein Problem für Mensch, Tier und Umwelt, zumal die weltweite Kunststoffproduktion schon bei über 300 Millionen Tonnen jährlich liegt.
Ein grosser Teil des langlebigen Plastiks findet seinen Weg durch Flüsse ins Meer, zu Schaden der Meeresbewohner und als drastischer Eingriff in das verwundbare Ökosystem des Meeres. Hinzu kommen Abfälle wie Blech- und Aluminiumdosen sowie Glas. Ein zusätzliches Problem bereiten die im Wasser treibenden Fischereiausrüstungen wie verlorene Netze und Angelschnüre mit Haken, die aus den Schiffen über Bord geworfen wurden. Ein Teil des Abfalls wird direkt als Zivilisationsmüll von Stränden ins Meer eingeschwemmt.
„The Great Pacific Garbage Patch"
Als wäre das nicht genug, sammeln sich die Abfälle in einem riesigen Meeresstrudel, der zwischen Asien und Nordamerika treibt. Im freien Ozean ist die Meeresströmung stark von den Luftmassen abhängig, anders als an den Küsten, wo der Küstenverlauf massgebend ist. Der immense Meeresstrudel befindet sich in einem Hochdruckgebiet, das sich bewegt und alles in sich aufnimmt, was sich ihm in den Weg stellt. Golfbälle, Zahnbürsten, Pet-Flaschen, Plastiksäcke, CD-Hüllen... Was einmal drin ist, findet selten einen Weg nach draussen.
Eine Giftschleuder im Anmarsch
Zersetzt wird der Kunststoff nicht, jedoch sorgen Sonne, Wind und Wellen für eine Zerstückelung einzelner Teile in kleine Kügelchen und Fetzen, die Mikroplastiken. Diese schwimmen meist unter der Wasseroberfläche und sind pro Quadratkilometer zu hunderttausenden vorhanden.
Gemäss Greenpeace docken giftige, wasserunlösliche Stoffe an die Plastikteile an und erhöhen so die Konzentration dieser sogenannten POPs (Persistent Organic Pollutants) in ein gigantisches Ausmass. Der Kunststoff, selbst Träger von zahlreichen Additiven wie Weichmacher, Farbmittel und Stabilisatoren, speichert die schädlichen Stoffe und trägt sie innerhalb des Abfallstrudels mit sich.
Der Müll als expandierender Meeresbewohner
Der einzige Müllteppich ist „The Great Pacific Garbage Patch" leider nicht. Mindestens vier weitere Müllstrudel sollen in den Weltmeeren vorhanden sein, einer davon im Atlantik. Dieser ist drauf und dran ein ähnliches Ausmass wie sein Kollege im Nordpazifik anzunehmen. Auch an der Nord- und Ostsee sind Abfälle im Wasser kein unbekanntes Thema.
Die Hauptschwierigkeit des Problems liegt in der Grösse der Müllansammlungen, denn sie können nur ansatzweise geschätzt werden. Darüber hinaus sollen sich beispielsweise im Mittelmeer bereits mehrere Dutzend Millionen Tonnen Kunststoff am Meeresgrund angesammelt haben, hinzu kommen Mikroplastiken, die überall im Wasser verteilt sind. Die Herkunft des Abfalls ist grösstenteils unbekannt, was nachhaltige Massnahmen in Verzug bringt.
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Weiter zu Teil 3 - Kunststoff im Nahrungskreislauf
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