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Objektivtest Peleng 8mm/3.5-Fischauge
Immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Perspektiven war ich schon länger faziniert von Fischauge-Aufnahmen. Nachdem ich mir im Februar 2005 selber ein entsprechendes Objektiv zugelegt habe, möchte ich einen kleinen Testbericht dazu veröffentlichen.
Was ist eigentlich ein Fischauge?
Ein Fischauge oder Fisheye (gelegentlich auch als Fish-Eye bezeichnet) ist ein Objektiv mit einer meist geringen Brennweite, welches ein Abbild mit Bildwinkeln von typischerweise 180° und mehr ermöglicht. Im Gegensatz zum Weitwinkel (rectilinear wideangle), das in der Realität gerade Linien auch auf dem Bild gerade belässt, dafür aber Flächen stark verzerrt, werden beim Fischauge gerade Linien die nicht durch die Bildmitte gehen verbogen. Das Fischauge behandelt die uns umgebende Welt als Kugel und bildet einen Teil davon auf eine Fläche ab, während das rectilineare Weitwinkel die Welt als Fläche sieht und auch so abbildet.
Obige Beispielbilder zeigen den Unterschied zwischen Aufnahmen eines Superweitwinkels (Sigma 12-24mm/4.5-5.6 DG HSM bei 12mm Brennweite, Formatfaktor 1.6) und eines Fischauges (Peleng 8mm/3.5, Ausschnitt). Deutlich sichtbar ist der Umstand, dass das Fischauge alle geraden Linien, welche nicht durch das Bildzentrum verlaufen, gebogen dargestellt.
Es existieren zwei Gruppen von Fischauge-Objektiven, welche beide einen diagonalen Bildwinkel von 180° abzubilden vermögen (die Angaben zur Brennweite sind für das Kleinbildformat gültig):
Das hier getestete Fischauge Peleng 8mm/3.5, auch bekannt unter der Bezeichnung "MC Peleng 3,5/8A", gehört zur zweiten Gruppe. Durch den kleineren Bildkreis der Canon EOS 20D sind jedoch nur noch die Ecken unbelichtet (schwarz) und durch entsprechenden Beschnitt können Bilder ähnlich der Vollformatfischaugen mit etwas kleinerem Bildwinkel realisiert werden.
Lieferumfang
Das Objektiv Peleng 8mm/3.5 wird mit folgendem Zubehör geliefert:
Da mein Fischauge zusammen mit dem im Folgenden vorgestellten Adapter geliefert wurde, fehlte der für das M42-Schraubgewinde gedachte Rückdeckel. Im Originallieferumfang wird oft auch ein Nikon-Adapter inkl. dem entsprechenden Rückdeckel mitgeliefert.
Da sich vor dem Objektiv wegen seiner Bauform keine Filter anbringen lassen, liegen drei spezielle Filter bei, welche sich innerhalb des Bajonetts montieren lassen. Der vierte Filter, der bei der Auslieferung montiert ist, ist ein neutrales Element, welches entfernt werden muss, wenn einer der anderen drei Filter verwendet werden soll. Es wird nicht empfohlen, das Objektiv ohne Filterelement zu verwenden, da der Filter offenbar in die optische Berechnung einbezogen ist.
Für Kameras, welche über keinen M42-Anschluss verfügen, ist ein zusätzlich zu erwerbenden Adapter nötig. Für meine Canon EOS 20D mit Canon EF-Bajonett ist folglich ein Adapter M42-Canon EF notwendig:
Der Adapter M42-Canon EF in seiner vollen Pracht, Vorder- und Rückseite:
Es ist zum oben abgebildeten Adapter zu bemerken, dass dieser keine elektrischen Signale zu übertragen vermag und lediglich eine mechanische Verbindung zwischen dem M42-Schraubgewinde und dem Canon EF-Bajonett herstellt. Deshalb funktioniert das daran angeschlossene Objektiv nur voll manuell. Dazu später mehr.
Technische Daten
Gemäss den mir vorliegenden Informationen und der Interpretation der Angaben aus der Bedienungsanleitung habe ich folgende technische Daten zusammengefasst:
(*): Spezifikationen gemäss mac.tidings.nu.
Bedienung
Die folgenden Bedienungshinweise betreffen kameraseitig den Betrieb des Peleng 8mm/3.5 an einer Canon EOS-Spiegelreflexkamera. Viele Informationen können aber auch für andere Kamerasysteme übernommen werden:
Einstellungen am Objektiv
Das Peleng 8mm/3.5-Fischauge besitzt einen einfachen Mechanismus, der es erlaubt, die Einstellung bei Offenblende vorzunehmen. Durch einen leichtgängigen Ring am Objektiv kann danach für die Aufnahme auf die gewählte Blende abgeblendet werden.
Die meisten aktuellen Objektive besitzen eine automatische Blendenkontrolle, bei der die Fokussierung und die Belichtungsmessung bei offener Blende vorgenommen werden kann, und welche erst bei der Auslösung die Blende kurzzeitig auf den eingestellten Wert schliesst. Das Peleng-Fischauge ist demgegenüber ein rein manuelles Objektiv, welches sich aber trotzdem sehr einfach bedienen lässt. Die Blende wird dabei über zwei separate Ringe gesteuert. Der vordere legt die minimale Blende fest (1), zum Beispiel Blende 16. Der zweite, gleich dahinter liegende und sehr leichtgängige Ring (2) ist mit "lock" (gesperrt) und "unlock" (offen) bezeichnet. Über diesen zweiten Ring kann die Blende voll geöffnet werden, in dem er in die Position "unlock" gebracht wird. Nun können die nötigen Einstellungen (Blendenvorwahl, Bildausschnitt bestimmen und Fokussieren) vorgenommen werden. Vor dem Auslösen wird dieser Ring wieder in die Position "lock" gedreht und es wird auf die vorher festgelegte Blende abgeblendet. Um die Blende zu verändern, ist der Ring in die Position "unlock" zu bringen.
Hinweis: Ich wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Peleng-Fischauge "umgekehrt" funktionieren würde, dh. dass "lock" und "unlock" vertauscht wären. Bitte beachten Sie dazu die Pfeile vor/hinter den auf Ring 2 aufgedruckten Bezeichnungen "lock"/"unlock", sie deuten die Drehrichtung (!) an, in denen sich die entsprechend bezeichneten Positionen befinden.
Die Fokussierung erfolgt ebenfalls manuell über einen dritten, auf der Seite des Kameragehäuses gelegenen Ring (3). Direkt vor diesem Ring ist eine Skala zur Bestimmung der Schräfentiefe angeordnet. Wird wie empfohlen nur mit Blende 16 fotografiert, ist die Fokussierung in der Regel unnötig, da die Hyperfokaldistanz bei etwa 0.3m liegt und damit zwischen der Naheinstellgrenze von 0.22m bis unendlich alles im Schärfebereich liegt.
Wird das Objektiv stark abgeblendet (beispielsweise auf Blende 16), verdunkelt sich das Bild im Sucher in der Position "lock" am zweiten Ring (2) beträchtlich, so dass eine korrekte Fokussierung kaum mehr möglich ist. Dieses Verhalten ist bei manuellen Objektiven ohne automatische Blendenkontrolle normal.
Teile dieser Anleitung habe ich aus der Seite von Vladimir Gritsuk frei übersetzt.
Einstellungen an der Kamera
Grundlegendes zum Betrieb von manuellen Objektiven an Canon EOS-Kameras beschreibt NK Guy auf seiner Seite. Die wichtigsten Informationen daraus habe ich hier zusammengefasst:
Bezüglich der Fokussierung darf von Canon EOS-Kameras wenig Unterstützung erwartet werden, da diese nicht speziell dafür ausgelegt sind. So existieren nur für wenige Modelle auswechselbare Mattscheiben und davon für noch weniger Modelle Mattscheiben mit Schnittbildindikatoren.
Manuelle Objektive können die Belichtungsmessung nur über die Arbeitsblende (Arbeitsblendenmessung, stop-down metering) realisieren. Eine entsprechende Erklärung finden Sie weiter oben. Kurz zusammengefasst geht es dabei darum, dass die Belichtungsmessung und die Auslösung bei der vorgewählten Blendeneinstellung erfolgt, während die restlichen Einstellungen bei Offenblende vorgenommen werden.
Da die Kamera mit einem manuellen Objektiv nicht kommunizieren und damit auch die eingestellte Blende weder auslesen noch verändern kann, ist lediglich die Verwendung der für den Automatikbetrieb empfohlenen Zeitautomatik ("Av", Blendenpriorität) oder aber die manuelle Belichtungssteuerung ("M") sinnvoll verwendbar. Schalten Sie die Kamera also in einen dieser Modi.
Canon EOS-Kameras unterscheiden sich je nach Alter durch die ihren Umgang mit manuellen Objektiven. Wenn ohne Objektiv oder bei angesetztem manuellen Objektiv im Sucher oder auf dem Display als Blende "00" ausgewiesen wird, handelt es sich um eine neuere EOS-Kamera und Sie können den nächsten Schritt überspringen.
Sollte die Kamera allerdings einen Blendenwert wie "1.0" oder irgendeinen anderen, von "00" abweichenden Wert anzeigen, müssen Sie für die korrekte Funktion den Blendenwert "1.0" wählen, da es sonst zu Fehlbelichtungen kommen kann. Vorsicht: Stellen Sie nicht die am Blendenring des Objektivs eingestellte Blende an der Kamera ein, sondern immer "1.0".
Einige EOS-Modelle scheinen mit manuellen Objektiven Probleme zu haben und können unter Umständen keine korrekten Belichtungswerte ermitteln. Besonders gilt dies für das Modell EOS 5/A2/A2E (verschiedene Namen für verschiedene Märkte, aber dieselbe Kamera) und frühe Serien der Elan 7/EOS 7/EOS 30/EOS 33-Modelle. Durch einen Firmware-Update bei Canon können die betroffenen Kameras zum Teil aktualisiert werden.
Nun kann die Aufnahme ausgelöst werden. Sollte dabei die Kamera blockieren, könnte ein generelles Kompatibilitätsproblem vorliegen, welches auch im Bereich des Adapters zu suchen wäre.
Aufnahme
Hier nocheinmal kurz zusammengefasst die Schritte zu einer Aufnahme mit einer Canon EOS-Kamera und dem Peleng 8mm/3.5-Fischauge:
Bekannte Probleme
Ein Problem ist sicher der Halt des Objektivdeckels aus Metall, der sich fast schon durch die Schwerkraft zu lösen vermag. Es ist kaum möglich, das Objektiv aus der Fototasche zu nehmen, ohne dass der Deckel in dieser verbleibt. Als Lösung werden Gummibänder oder eine leichte Deformation des Deckels vorgeschlagen, was mich aber beides nicht sonderlich begeistert.
Der Kreis des Kreisbildes ist etwas grösser als die 24mm Höhe des Kleinbildformats, wodurch das Kreisbild unten und oben leicht angeschnitten wird. Für meine Anwendung in Verbindung mit der Canon EOS 20D ist dies allerdings nicht weiter relevant, da durch den Formatfaktor von 1.6 sowieso nur ein Teil des Kreisbildes vom Sensor aufgezeichnet wird.
Ein weiteres Problem spricht Marco Pauck auf seiner Seite an: Offenbar könnte das Peleng zu weit ins Kameragehäuse hineinragen und damit den Spiegel beim Aufklappen behindern oder sogar beschädigen. Auch dieses Problem dürfte bei aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras mit einem Formatfaktor >1 kaum auftreten, dachte ich mir, als ich allerdings Matt Muellers Seite sah, musste ich meine Ansicht leicht revidieren: Er attestiert sowohl der Nikon D100 als auch der Nikon D70 dieses Problem. Da andere Benutzer das Peleng 8mm/3.5 erfolgreich mit diesen Kameras einsetzen, vermag ich das aber nicht so recht zu glauben. Über die diesbezügliche Kompatibilität zu anderen Canon-Kameras ausser meiner eigenen (Canon EOS 20D und 5D) kann ich mangels Informationen leider keine Angaben machen.
Entgegen mehreren anderslautenden Berichten im Internet kann ich die Probleme bezüglich einer Kollision des Spiegels mit der Rücklinse des Peleng bei der Canon EOS 5D nicht bestätigen. Nach langem Zögern habe ich es im April 2007 einfach mal ausprobiert und das Peleng an die Canon EOS 5D geschraubt: Fantastische (fast) kreisrunde Fischaugebilder waren die Folge! Das "(fast)" bezieht sich auf den leicht angeschnittenen Kreis, wie ich es weiter oben bereits beschrieben habe. Das ist aber kein grosses Problem, da die Ränder des Kreisbildes sowieso oft unbrauchbar sind und beschnitten werden müssen. Eine andere Einschränkung gibt es allerdings bezüglich der Auflösung, die bei der Canon EOS 5D in mm2 deutlich kleiner ist, als bei der Canon EOS 20D. Konkret kann Fischaugebild mit der Canon EOS 20D rechteckig oder quadratisch beschnitten eine Grösse von etwa 5 bis 6 Megapixel umfassen, bei der Canon EOS 5D sind es 3.5 bis 4 Megapixel bei rundem oder etwa 2.5 Megapixel bei rechteckigem Beschnitt.
Dank der Digitaltechnik kein wirkliches Problem, aber trotzdem bemerkenswert ist die Tatsache, dass die korrekte Belichtung bei einem Objektiv mit einem derart grossen Bildwinkel keinesfalls trivial ist und oft durch mehrere Probebilder erarbeitet werden muss. Die Histogrammanzeige ist dabei ein äusserst hilfreiches Instrument für die Beurteilung der optimalen Belichtung.
Originalhandbuch
Freundlicherweise hat Andreas Scope (leider per Mail nicht mehr erreichbar, sorry) das russischsprachige Originalhandbuch speziell für diese Seite ins Deutsche übersetzt und stellt es hier zur Verfügung. Für seinen Einsatz möchte ich mich an dieser Stelle nocheinmal ganz herzlich bei ihm bedanken.
Abbildungsleistungen
Leider liegen mir keine relevanten Erfahrungswerte mit anderen Objektiven der Gattung Fischauge vor, so dass mir persönlich der Vergleich etwas schwer fällt. Ich greife aber gerne auf entsprechende Internet-Quellen zurück und fasse hier die Ergebnisse zusammen:
Wie Marco Pauck berichtet, ist die Vergütung der Frontlinse etwas unregelmässig, was ich auch bei meinem Exemplar nachvollziehen konnte. Welchen Einfluss dies konkret auf die Abbildungseigenschaften hat, bleibt mir allerdings verborgen. Weiter stellt Marco fest, dass bezüglich der Verbesserung der Abbildungsqualität möglichst stark abgeblendet werden sollte, also bestenfalls auf Blende 16. Ich blende in der Regel auf Blende 8 ab und bin mit der Qualität durchaus zufrieden.
Was mir bei verschiedenen Aufnahmen des Peleng 8mm/3.5 auffiel und mir auch von anderer Seite bestätigt wurde, ist die extreme Streulichtanfälligkeit auch bei eigentlich absolut unverdächtigen Aufnahmepositionen (im Schatten beispielweise). Es bilden sich dabei vergleichsweise breite helle Bereich an den Rändern. Bei direktem Lichteinfall verstärkt sich dieser Effekt deutlich. Die folgenden Beispielbilder versuchen diesen Effekt zu verdeutlichen:
Das folgende Bild entstammt der Canon EOS 5D und zeigt den Motorraum eines Ferrari F430. Es ist deutlich zu erkennen, wie klein die wirklich nutzbare Sensorfläche bei einem Kreisbildfischauge auf einem Vollformatsensor ist:
Mein Exemplar des Peleng 8mm/3.5 scheint nicht ganz korrekt zentriert zu sein, wie man auch an den obigen Bildern unschwer erkennen kann. Die beiden linken dunklen Ecken sind sichtbar kleiner als die beiden rechten. Möglicherweise lässt sich das justieren - es existieren drei kleine Schrauben am M42-Fuss -, aber ich möchte ohne vorherige kompetente Auskunft keine derartigen Operationen in Angriff nehmen. Vielleicht liesse sich in diesem Zusammenhang auch gleich die Unschönheit richten, dass sich die Einstellmarke für Blende und Fokus bei an der Kamera angesetztem Objektiv nicht ganz oben sondern um ein paar Grad nach rechts verschoben ist.
Für einen detailierten technischen Vergleich verweist Marco Pauck auf den Text "Fisheye lens designs and their relative performance" (PDF) von James Kumler und Martin Bauer, welcher das Peleng 8mm/3.5 mit Fischaugen von Nikon, Sigma und Coastal Optical vergleicht. Soviel sei verraten: Das Peleng 8mm/3.5 macht dabei eine recht gute Figur!
Herkunft, Preise und Alternativen
Das aus weissrussischer Produktion stammende Objektiv - als Hersteller wird BelOMA (Belarusian Optical and Mechanical Association) in Minsk/Republik Weissrussland genannt - wird von verschiedenen Händlern vorab von den Vereinigten Staaten aus zu Preisen um die 200 US$ (ohne Adapter, ohne Porto und ohne Zollgebühren) vertrieben. Aber auch auf eBay werden die Objektive zu Preisen von CHF 270.- bis 380.- oft inkl. dem notwendigen Adapter, aber ohne Porto und ohne allfälliger Zollgebühren als Neuware angeboten.
Beschaffung
Ich habe es mir einfach gemacht und meinen bevorzugten Foto-Händler mit der Beschaffung beauftragt. Er konnte mir das Objektiv inkl. Adapter für einen guten Preis innert etwa drei Wochen liefern.
Alternativen und Preise
Folgende Fischaugen sind kompatibel zum Canon EF-Bajonett oder können via Adapter verwendet werden (alle Preise sind unverbindlich aus verschiedenen Quellen zusammengesucht, zum Teil selber umgerechnet und grosszügig gerundet. Achtung: die hier angegebenen Preise stammen aus dem Jahr 2005!):
Diese Fischaugen sind ebenfalls kompatibel zum Canon EF-Bajonett, aber es handelt sich dabei um Vollformatfischaugen:
Nur zum Vergleich hier noch ein paar nicht zum Canon EF-Bajonett kompatible Modelle, welche aber unter Verlust der Blenden- und Distanzübertragung mit einem entsprechenden Adapter auch verwendet werden können:
Wie aus obiger Aufstellung deutlich wird, ist das Peleng 8mm/3.5 das weitaus günstigste Fischauge. Für die Verwendung an einer digitalen Spiegelreflexkamera mit einem Formatfaktor >1 halte ich ein Vollformatfischauge für nicht unbedingt sinnvoll, da mich der nutzbare Bildausschnitt eher zu gering dünkt.
Praktische Erfahrungen
Nach der vergleichsweise kurzen Zeit, in der ich das Peleng 8mm/3.5-Fischauge nun mein Eigen nenne, konnte ich natürlich erst beschränkte Erfahrungen mit diesem Objektiv sammeln. Deshalb sind die hier aufgeführten Erfahrungswerte noch nicht so recht fundiert, aber ich bemühe mich, dieses Kapitel in Zukunft noch zu ergänzen und weiter auszubauen.
Spielzeug
Als erste Reaktion auf den Kauf des Fischauges bekam ich aus meinem Umfeld zu hören, da hätte ich mir wohl wieder ein neues Spielzeug zugelegt. Stimmt!
Immer auf der Suche nach neuen Perspektiven und ungewöhnlichen Blickwinkeln reizte es mich natürlich schon, ein Fischauge auszuprobieren. Allerdings hätte ich mir sicher kein solches Objektiv zu den üblichen Preisen ab CHF 1000.- geleistet, aber die knapp CHF 300.- war mir diese Spielerei durchaus wert.
Architektur
Gerade im Bereich der Architektur- und Stadtfotografie sehe ich interessante Anwendungsmöglichkeiten für ein Fischauge. Ich hoffe in Bälde in meinen Foto-Galerien ein paar Beispiele vorstellen zu können.
Das nebenstehende Bild gehört zu den ersten, welche ich mit dem Peleng 8mm/3.5-Fischauge gemacht habe. Es entstand in der zweiten Etage im Clara-Shopping am Claraplatz in Basel.
Weitere Beispiele von Bildern, welche mit dem Peleng-Fischauge entstanden sind, finden Sie hier.
Sachfotografie
Manche Dinge, die man oft ablichtet - bei mir zB. die Basler Trams -, können mit einem Fischauge plötzlich ganz neue An- oder Einsichten gewonnen werden.
Dieses Bild ist eines der ersten, das mit dem Peleng-Fischauge an der Canon EOS 5D entstanden ist. Durch geschickte Nachbearbeitung entstehen durchaus hübsche Bilder, vorzugsweise wie hier auf weissem oder aber auf schwarzem Grund.
Panoramen
Selbstverständlich eignet sich der grosse Bildwinkel sehr gut, um Panoramen damit zu erstellen. Erste Tests waren bereits recht erfolgreich, nachdem ich herausgefunden habe, dass die Bilder vor dem Stitchen zuerst von der Verzerrung befreit werden müssen. Auf der Seite von Florian Sepp sind entsprechende Details dokumentiert. Inzwischen hat mein Selbstbaunodalpunktadapter auch noch ein zusätzliches Loch erhalten und damit steht weiteren Experimenten nicht mehr viel im Wege.
Kugelpanoramen
Ein Fischauge mit einem Bildwinkel von 180° eignet sich auch hervorragend, um sogenannte Kugelpanoramen zu erstellen. Ich selber habe damit noch keine Erfahrungen, auch wenn ich mich gelegentlich damit auseinandersetzen möchte. Ich verweise aber gerne auf die Seite von Tom Striewisch, wo Sie Beispielbilder ansehen können und einige Informationen zur Technik erfahren.
Weitere Informationen
Hier finden Sie weitere Informationen zum Peleng 8mm/3.5-Fischauge, das Meiste jedoch in englisch:
Hersteller
Handbuch
Testberichte
Allgemeine Informationen zu Fischaugen und verwandten Themen
(Viele der hier früher aufgeführten Links funktionieren nicht mehr, weshalb ich sie entfernt habe. Vor zehn Jahren war die Liste deutlich länger!)
Bilder
Anbieter
Die folgenden Anbieter bieten das Peleng 8mm/3.5-Fischauge an. Die Seiten enthalten ua. auch weitergehende Informationen zu diesem und anderen Objektiven. Diese Liste ist nicht abschliessend und keine Empfehlung. Bitte vergleichen Sie auch die Preise mit denen auf eBay.
Diese kurze Aufzählung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und stellt auch keine Bewertung der genannten Firmen in irgendeiner Form dar.
Wenn Sie weitergehende Informationen, Kommentare oder Fehlermeldungen haben, würde ich mich über Ihr Feedback freuen.
23.03.2005, Update: 21.01.2015

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