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Die Gewerkschaften verlangen den systematischen Einbezug in die Corona-Massnahmen. Der Entwurf zum Covid-19-Gesetz muss entsprechend nachgebessert werden.
Das Covid-19-Gesetz soll auch die Kaufkraft stärken und daher durch ehrgeizigere Bestimmungen ergänzt werden. Bei Kurzarbeit muss eine Entschädigung in Höhe von 100 Prozent des Lohns bis zu 5000 Franken Bruttoeinkommen geleistet werden. Die Verdienstausfallleistungen müssen für alle Betroffenen verlängert und die überschüssigen Reserven in der Krankenversicherung (mehr als 4 Milliarden Franken) für eine einmalige Prämienreduktion verwendet werden.
Zudem muss die bereits vom Parlament beschlossene Möglichkeit, bei Verlust des Arbeitsplatzes nach dem 58. Lebensjahr in der beruflichen Vorsorge versichert zu bleiben, unverzüglich umgesetzt werden. Sie ist in der gegenwärtigen Periode notwendiger denn je.
Die Gewerkschaften bemängeln ausserdem, dass der Gesetzesentwurf keine systematische Konsultation der Sozialpartner vorsieht. Ein regelmässiger Austausch mit den Dachverbänden hat sich in der Krise als sehr nützlich erwiesen, um Massnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Virus zu steuern. Sie sollte daher fortgesetzt werden, wenn es darum geht, gegebenenfalls neue Massnahmen zu ergreifen.
Darüber hinaus muss der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit der Pandemie klaren, gesetzlich verankerten Regeln unterliegen. Die Sozialpartner müssen bei der Ausarbeitung von Schutzkonzepten formell angehört werden.
SGB und VPOD fordern ausserdem, dass das Gesetz eine vollständige Entschädigung der Verluste im öffentlichen Verkehr während der Krise vorsieht.