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Ein Schattenbild oder Schattenriss ist eine Darstellung, die den Gegenstand als Schatten wiedergibt, wie in der alten Kunst des Schattenspiels. Für die kurz nach Mitte des 18. Jh. in Europa aufkommenden Schattenrissportaits wurde die Bezeichnung Silhouette gebräuchlich, benannt nach dem Finanzminister Ludwigs XV., Etienne de Silhouette, dessen Sparmassnahmen an Stelle der teuren Miniaturportraits das wohlfeile Schattenbild begünstigten. Eifrig gepflegt wurde die Portaitsilhouette besonders im Kreis um Goethe, dem sie für physiognomische Studien dienten. Im 19. Jh. waren neben der Portraitsilhouette auch Schatttenbilder von Pflanzen und Tieren sowie genrehafte und humoristische Szenen beliebt. Meister des Schattenbilds waren besonders P. Konewka, F. v. Pocci, und K. W. Diefenbach. Mit dem Schattenbild verwandt ist der Scherenschnitt, bei dem die Darstellung aus Papier oder ähnlichem Stoff ausgeschnitten wird. Der Scherenschnitt wurde besonders in Persien gepflegt, wird bereits im Jahr 1582 in der Türkei erwähnt und ist auch in Ostasien weit verbreitet. Zurzeit seiner Anfänge in Europa schnitt man die Zeichnung mit Messer oder Schere aus weissem Papier oder Pergament aus und legte sie auf schwarzen oder farbigen Untergrund. In Süddeutschland erarbeitete Rudolf Wilhelm Herr uf Stubenberg Volks- und Jagdszenen in fantasievoller, reichbewegter Darstellung (datiert 1653/54). In bayerischen und österreichischen Frauenklöstern wurden im 17. und 18. Jh. Spitzenbilder mit ornamentalen und pflanzlichen Motiven als Rahmung von Heiligenbildern gefertigt. Seit dem letzten Drittel des 18. Jh. setzte sich der aus schwarzem Papier geschnittene Scherenschnitt durch. In neuerer Zeit ist als Silhouettenkünstler besonders E. M. Engert hervorgetreten ("Schwabinger Köpfe", 1921). Der Bilderrahmen war ursprünglich architektonischer Natur und nur bei Kirchenbildern gebräuchlich, zum Beispiel das Gesprenge. Im 16. Jh. verselbstständigten sie sich zunehmend und erfuhren auch für profanen Gebrauch hohe künstlerische Ausbildung. Viele Typen von Bilderrahmen sind nach Künstlern benannt, zum Beispiel Sansovino-, Chippendale-Rahmen. Unter den vielen für Bilderrahmen verwendete Materialien steht Holz an erster Stelle. Von der Konstruktion her unterscheiden sich Leisten- und Plattenrahmen mit verschiedenen Profilen sowie eingeschnittenen oder aufgesetzten Ornamenten. Zum Teil durchbrochen sind Blattrahmen. Bilderrahmen waren meist vergoldet oder farbig gefasst, auch schwarz, mit Schildpatt oder Schmucksteinen verziert. Kaufen Sie auf unserer umfangreichen Homepage aus der Schweiz Scherenschnitte, Bilderrahmen oder Grafiken nach Bedarf online.