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Die Geschichte der Pfarrei St. Verena Zurzach
Die erste Gemeindekirche von Zurzach war die Kirchlibuckkirche aus dem 5. Jahrhundert. Daneben entstand am Grabe Verenas ein Gedächtnisbau, später eine Memorialkirche, betreut von einer geistlichen Gemeinschaft, die sich bald der Wallfahrer annahm und schliesslich auch die Gemeindeseelsorge an sich zog. Bei dieser geistlichen Gemeinschaft handelte es sich erst um Benediktinermönche und spätestens ab dem 13. Jahrhundert um Chorherren.
Obere Kirche
Neben dem Verenamünster steht die sogenannte "Obere Kirche". Die "Obere Kirche" war lange Zeit die Pfarrkirche von Zurzach. Das Verenamünster diente als Kloster- und Stiftskirche und blieb dem Wallfahrtsbetrieb vorbehalten.
Das Nebeneinander von Kloster- und Pfarrkirche war nichts Aussergewöhnliches. Man findet es auch in St. Gallen, Rheinau, Muri oder Disentis. Obwohl die Gemeindeseelsorge einem Mitglied der geistlichen Gemeinschaft anvertraut war, sollte sich das klösterliche Leben unbeeinflusst von den Bedürfnissen einer konkreten Gemeinde abspielen können.
Nach der Reformation wurde die "Obere Kirche" paritätisch genutzt. Im Jahr 1725 war der Bau der reformierte Kirche abgeschlossen und die Obere Kirche blieb bis zur Aufhebung des Chorherrenstiftes (1876) katholische Pfarrkirche.
Heute dient die "Obere Kirche" als Konzertsaal und beherbergt eine Dauerausstellung mit religiösen Werken des holländischen Künstlers Pieter van de Cuylen.
Pfarreigebiet
Zurzach ist die Urpfarrei der Region und umfasste neben den Gebieten am Rhein, das östliche untere Aaretal und drei Dörfer im Surbtal.
Heute gehören neben Bad Zurzach die Dörfer Rekingen, Rietheim und Mellikon zum Pfarreigebiet. Als Folge des Priestermangels wird seit den vergangenen siebziger Jahren regional zusammengearbeitet. Die Pfarreien Zurzach, Baldingen, Wislikofen, Kaiserstuhl und Schneisingen bilden den Pfarreienverband Zurzach-Studenland.