Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03344.jsonl.gz/105

(Kt. Wallis,
Bez. Entremont,
Gem.
Bagnes).
1405 m. Gemeindeabteilung und prachtvoll zur
Sonne exponiertes Dorf im vordern Bagnesthal,
rechts der
Dranse und n. vom Dorf
Le Châble. 42
Häuser. 318 kathol. Ew. Kirchgemeinde
Bagnes.
Das Dorf
zerfällt in drei Gruppen:
Le Bry gerade ob
Le Châble, höher oben
Crettaz mit der Schule und einer schönen St. Bartholomäuskapelle,
dann weiter westwärts
La Luy. Es befindet sich mitten in einem fächerförmig geöffneten Thalkessel,
der von unten nach oben gut angebaute Aecker und
Wiesen mit Obstwuchs, fette
Maiensässe und drei ausgedehnte Alpweiden mit
zahlreichen Alphütten trägt und sich bis zur
Pierre à Voir, zum
Col des Établons und zum Mont Geld hinaufzieht.
Rechts
und links wird das Dorfgebiet von je einem
Wildbach begrenzt, von denen der wasserreichere ein die
Dörfer
des
Bagnes- und des Entremontthales mit Licht versorgendes Elektrizitätswerk treibt.
Prachtvolle Aussicht auf die Massive
des
Combin und des
Mont Blanc, sowie in die
Thäler von
Bagnes und
Entremont.
Verbier = vers biet, d. h. «bei den
Bächen».
oder Saint Cristophe (Chateau de) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont,
Gem. Bagnes).
1820 m. Dieser, dem nächsten Dorfe
entlehnte Name wird von den Historikern heute den durch die Schatzgräber fast vernichteten Ruinen gegeben, die auf dem höchsten
Punkte des Waldes Les Forcles standen, welcher den s. Ausläufer der Pierre à Voir bedeckt.
Man weiss nicht, ob da bloss ein
Schutzturm oder eine Wohnburg war, obwohl die Spuren einer Römerstrasse in der Nähe die Entdeckung zahlreicher
Gräber bei Levron und in den Maiensässen von
Verbier, sowie das Verschwinden des Dorfes Curallaz die letztere Annahme vermuten
lassen.
Die einzige Erwähnung, die ihrer in den Chroniken geschieht, ist eine Verfügung des Grafen Amadeus V, von Savoyen,
der im Jahre 1287 dem Richter des Chablais vorschreibt, sich zu vergewissern, auf welche Weise sie in den
letzten Kriegen mit dem Wallis
behauptet worden sei und in Zukunft das gleiche Verfahren zu beobachten. Es ist wahrscheinlich, dass
diese Burg infolge der Zerstörung der Sitze ringsum aufgegeben wurde und besonders infolge der Bergstürze,
die in den folgenden Jahrhunderten die Abhänge vom Pierre à Voir bis zum Col du Lens durchfurchten und, indem sie sie isolierten,
sie zugleich fast unzugänglich machten. In der Nähe Schalensteine.