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Eine Baisse (französisch „fallen“, „sinken“) ist an den Börsen die Bezeichnung für fallende Kurse. Börsianer, die eine Baisse erwarten, nennt man Baissiers. Sie spekulieren auf sinkende Kurse (Spekulation „à la Baisse“) und verkaufen daher ihre Wertpapiere. Der Gegensatz: Hausse.
In einer Baisse entwickeln sich die Börsenkurse über längere Zeit nach unten oder sie behalten ein vergleichsweise niedriges Niveau. Eine Baisse kann alle Märkte oder nur bestimmte Teilmärkte betreffen. Solche Kursstürze können sehr heftig ausfallen und vielfach zu panikartigen Verkäufen führen. Vor allem die privaten Investoren handeln nicht selten in einer Baisse völlig überstürzt und verkaufen grössere Posten an Aktien. Profis dagegen nutzen solche Phasen, um gute Werte mit langfristigen Perspektiven günstiger nachzukaufen. Sie hoffen dabei auf einen späteren Kursanstieg. Wer auf eine Baisse spekuliert und Wertpapiere verkaufen will, wird in der Börsensprache Baissier oder „Bear“ (Bär) genannt. Der Bulle mit seinen erhobenen Hörnern ist im Gegensatz das Symbol für eine optimistische Einstellung der Anleger und für steigende Aktienkurse. Der Bär mit gesenktem Kopf hingegen steht für Pessimismus und fallende Kurse. Kennzeichnend für eine Baisse ist der nachhaltige Abwärtstrend. Wenn die Aktienkurse nur für ein paar Tage oder wenige Wochen fallen, spricht man nicht von einer Baisse, sondern lediglich von einem Kurseinbruch. Erst wenn die Kurse über viele Wochen fallen, darf von einer Baisse gesprochen werden.