Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/95

Die Regale in den Supermärkten seien aufgefüllt worden und der Eierverkauf laufe normal, erklärte der Direktor des niederländischen Verbandes der Lebensmittelhändler (CBL), Rene Roorda, am Montag.
Der Schaden für den Detailhandel durch den vorübergehenden Eier-Verkaufstopp wegen der Gefahr einer Belastung durch das Insektizid Fipronil belaufe sich auf dutzende Millionen Euro, sagte Roorda der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.
"Wir mussten in 4000 Supermärkten die Regale leerräumen." Der Handel strebe nun Entschädigungen für die Verluste durch die Geflügelwirtschaft an.
Auch die niederländischen Bauern beklagten finanzielle Schäden von mindestens 150 Millionen Euro, sagte der Sprecher des niederländischen Bauernverbandes ZLTO, Mark de Jong.
Zwei mutmassliche niederländische Schlüsselfiguren des Skandals um die verbotene Verwendung von Fipronil bei der Reinigung von Hühnerställen sitzen seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Über eine Verlängerung oder ihre Freilassung soll am Dienstag ein Haftrichter entscheiden.
Der Skandal hat seinen Ursprung in Belgien und den Niederlanden. Die belgische Firma Poultry-Vision lieferte ein mit der Chemikalie Fipronil gemischtes Desinfektionsmittel an die niederländische Reinigungsfirma Chickfriend, die es anschliessend offenbar in den Ställen von Legehennen einsetzte. Millionen belastete Eier gelangten in den Handel.
Auch in der Schweiz wurden bei Importeiern aus den Niederlanden Insektizid-Rückstände festgestellt. Die Schweizer Grossverteiler haben die betroffenen Eier für den Verkauf gesperrt.
(AWP)