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Den Kriegsopfern in der Heimat hilft es zwar nicht, doch die ukrainischen Para-Biathletinnen und Biathleten haben in Peking zwei symbolträchtige Siege errungen.
Erst lief bei den Frauen über 10 km in der Klasse stehend Iryna Bui, die am Schiessstand fehlerlos blieb, vor ihren Landsfrauen Oleksandra Kononowa und Ljudmyla Ljaschenko (je zwei Fehlschüsse) aufs Podest.
Später am Dienstag doppelten die Männer noch grandioser nach: Vitaliy Lukyanenko, Anatolii Kovalevskyi, Dmytro Suiarko, Kostiantyn Yaremenko und Serhii Kucheriavyi feierten gleich einen Fünffach-Sieg. In der Kategorie sehbeeinträchtigt über 10 km distanzierten sie die Konkurrenz um Längen.
Einzig der Chinese Guyanu Wang konnte einigermassen mit Kucheriavyi mithalten – dem fünftplatzierten Ukrainer unterliefen allerdings auch 5 Schiessfehler.
Es ist für die Ukraine bereits der 3. «Sweep» in Peking: Lukyanenko und Suiarko hatten zusammen mit Oleksandr Kazik im Sprint ebenfalls einen Dreifachsieg eingefahren.
Stärkstes Biathlon-Team
Mit bislang 5 Gold-, 7 Silber- und 4 Bronzemedaillen sind die Ukrainer das dominante Biathlon-Team an den Paralympics. Sie sind dafür verantwortlich, dass das osteuropäische Land im Medaillenspiegel auf Platz 2 klassiert ist.
Übrigens: Silbergewinnerin Kononowa hat bei ihrem Medaillengewinn womöglich auch an die Paralympics 2014 im russischen Sotschi gedacht. Dort gewann sie im 12,5-km-Rennen vor zwei russischen Athletinnen – genau im Zeitraum, als Russland die ukrainische Krim besetzte und später annektierte.
Ukrainerinnen verzichten auf Rennen bei Paralympics
Die ukrainischen Athletinnen Lijudmila Liaschenko und Anastasija Lalentina haben wegen schlimmer Botschaften aus der vom russischen Angriffskrieg getroffenen Heimat bei den Paralympics jeweils auf ein Rennen verzichtet. Lalentina liess das Mitteldistanzrennen der sitzenden Klasse im Biathlon aus. Am Montag hatte bereits Liaschenko im Langlauf ihren geplanten Start zurückgezogen, nachdem ihr Haus in Charkow von russischen Bombenangriffen zerstört worden war.