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Erythrin
Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der Zusammensetzung Co3(AsO4)2 - H2O ist also chemisch gesehen ein wasserhaltiges Cobaltarsenat.
Erythrin, veraltet unter anderem auch als (Kobold–Blüthe) Kobaltblüthe und Cobaltumrubrum sowie als Farbpigment Kobaltviolett bekannt. Unter anderem wurde es auch Flos-Cobalti (nach Johann Theodor Eller) und Roter Erdkobalt nach (Werner) benannt.
Erythrin wurde1832 von François Sulpice Beudant nach dem griechischen erythros=rot benannt.
Aussehen
Erythrin ist durchsichtig bis durchscheinend und entwickelt meist kleine, prismatische, tafelige und nadelige Kristalle in haarförmigen, büscheligen oder radialstrahligen Mineral–Aggregaten sowie kugelig niedrige Formen und pulvrige Anflüge. Das Mineral ist überwiegend von charakteristischen Pfirsich(blüten) roter oder pinker Farbe, findet sich aber auch in dunklerem Karminrot oder hellerem Rosa. Auch farblose bis weisse Erythrine sind bekannt, aber sehr selten.
Entstehung
Selten vorkommendes Mineral aus der Klasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Erythrin ist ein typisches Sekundärmineral und bildet sich durch Oxidation vor allem aus Skutterudit und Cobaltit aber auch anderen arsenhaltigen Cobalt-, Nickel- und Uran Lagerstätten. Je nach Stoffmengenverhältnis von Cobalt und Nickel entstehen Überzüge aus Erythrin. Begleitminerale sind unter anderem Cobaltit, Roselith, Malachit,
Morenosit, Phamakosiderit, Retgersit, Skorodit, Skutterudit und Symplesit.
Fundorte
Als eher seltene Mineralbildung kann Erythrin an verschiedenen Fundorten zum Teil reichlich vorhanden sein, insgesamt aber wenig verbreitet. Bedeutende Fundorte sind neben Erstfunden im sächsischen thüringischen und tschechischen Erzgebirge unter anderem noch Bou Azzer nahe Tazenakht in der marokkanischen Provinz Quarzazate, wo bis zu 6 cm lange, tafelige Kristalle gefunden wurden.
Weitere Fundstätten liegen auch im Schwarzwald, Odenwald und Taunus, im Harzgebirge von Niedersachsen bis Thüringen sowie im Bergischen Land und Sauerland bis Rheinland-Pfalz. In Österreich vor allem in Kärnten, Salzburg (Hohe Tauern),
Steiermark, Nordtirol und Vorarlberg. In der Schweiz sind bisher nur Fundorte im Kanton Wallis bekannt, wie unter anderem Saint-Luc, Mont Chemin und das Turtmanntal.
Verwendung
Als Sammlermineral begehrt. Wird als Rohstoff in der Blaufarbenwerken zum Pigment Kobaltviolett verarbeitet. Aufgrund seiner auffälligen Farbe ist das Mineral als Prospektion (Erkundung) von Cobalt–Lagerstätten ein guter Indikator unter anderem für Primäre Cobalt-Arsenide wie Skutterudit und Cobaltit.
Gesundheit
Stärkt den Kreislauf und ist gut zur Blutdruckregulierung und Arteriosklerose.