Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/108653

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, inwiefern die Stelle eines/einer eidgenössischen Mobbing- und Cyberbullying-Beauftragten eingesetzt oder bezeichnet werden kann, mit dem Ziel, die schweizweit vorhandenen, isolierten Anstrengungen zur Bekämpfung von Mobbing und Cyberbullying effizient und wirkungsvoll zu koordinieren, kontinuierlich fachlich zu begleiten und wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bekämpfung von Gewalt, Mobbing und Cyberbullying unter Jugendlichen ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen. Er befasst sich seit längerer Zeit mit der Problematik, namentlich im Rahmen der beiden Berichte "Jugend und Gewalt - Wirksame Prävention in den Bereichen Familie, Schule, Sozialraum und Medien" vom 20. Mai 2009 sowie "Schutz vor Cyberbullying" vom 26. Mai 2010. Der Bundesrat teilt die Ansicht der Postulantin, dass eine koordinierte Strategie, die kontinuierliche fachliche Begleitung sowie wissenschaftliche Wirksamkeitsüberprüfungen von Massnahmen für eine effiziente Bekämpfung dieser Phänomene wegweisend sind.</p><p>Der Bundesrat hat in der Folge am 11. Juni 2010 zwei Programme auf gesamtschweizerischer Ebene zur Förderung einer wirksamen Gewaltprävention und zur Verbesserung des Jugendmedienschutzes in der Schweiz verabschiedet. Unter Einbezug aller relevanten Akteure will der Bundesrat in den nächsten fünf Jahren Gewalt unter Jugendlichen besser vorbeugen sowie die Kompetenzen von Jugendlichen stärken, damit sie elektronische und interaktive Medien sicher und verantwortungsvoll nutzen. Die zwei Programme zielen auf eine Bündelung und Koordination bestehender Massnahmen, die Unterstützung der verantwortlichen Akteure auf kantonaler und lokaler Ebene sowie die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Bundesrat hat damit einen umfassenden Ansatz gewählt, um Gewalt unter Jugendlichen mittels präventiver Massnahmen effizient zu bekämpfen. Gleichzeitig wird er in diesem Rahmen speziell auf die Problematik des Mobbings und Cyberbullyings eingehen. Insgesamt stellt der Bund dafür 8,65 Millionen Franken zur Verfügung.</p><p>Damit hat der Bundesrat aus heutiger Sicht die notwendigen Massnahmen für eine wirksame Problembekämpfung getroffen. Die zusätzliche Einsetzung eines eidgenössischen Mobbing- und Cyberbullying-Beauftragten hält er deshalb für nicht angezeigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.