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Tagesrückblick geschrieben von Ikonija Stanimirovic.
Am Montag habe ich mir 3 Veranstaltungen ausgesucht: zuerst einen Vortrag von Prof. Dr. Marco Mazzotti über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Kohlenstoffabscheidungstechnologien, dann einen Workshop von Studenten, die am Klimaaktionsplan beteiligt sind und zuletzt das Klimaspiel, organisiert von myclimate, einer Stiftung, die sich für den Klimaschutz engagiert.
Nachdem ich die erste Hürde überwunden hatte, nämlich den Raum zu finden, in dem der Vortrag stattfand, ging ich mit großer Neugierde zum Vortrag über Carbon Capture Technologies. Prof. Dr. Marco Mazzotti sprach über den Stand der Technik bei den Technologien zur Abscheidung von Kohlendioxid, darüber, wo ihr Einsatz am sinnvollsten ist und warum sich zum Beispiel Island besonders gut für die Anwendung dieser Technologien eignet. Der Vortrag warf auch viele Fragen und kritische Stimmen auf, weshalb er länger als geplant dauerte und ich leider gerade dann gehen musste, als die Diskussion am spannendsten wurde.
Aber das brachte mich zur zweiten Veranstaltung des Abends, bei der 3 Studenten, die am Klima-Aktionsplan beteiligt sind, ihre Ziele vorstellten und wie sie mit staatlichen Institutionen verhandeln. Ich persönlich wusste nicht viel darüber, deshalb war ich froh, dass ich dorthin ging und fühlte eine gewisse Verantwortung, mich über dieses Thema zu informieren. Im zweiten Teil der Veranstaltung begannen wir in Gruppen ein Brainstorming darüber, welche anderen Ideen der Klima-Aktionsplan aufgreifen könnte, wie zum Beispiel das Überdenken von Arbeitszeiten und die Änderung von Lehrplänen.
Zu guter Letzt eilte ich zum Büro von myclimate, wo bereits die nächste Veranstaltung stattfand. Tim, der Organisator der Veranstaltung, erklärte En-ROADS, einen Simulator, der zeigt, wie sich bestimmte Maßnahmen auf unsere Klimaziele auswirken. Nach der Einführung erhielt jeder Teilnehmer eine bestimmte Rolle, die er im Laufe des Abends vertreten musste. Ich durfte einen Klimaaktivisten spielen, der versucht, Regierungen, Vertreter der konventionellen Energielobbys und Industrielle von wirksamen Maßnahmen zu überzeugen, und ich erfuhr, dass in CO2-Steuern offenbar ein grosses Potenzial steckt.
Obwohl wir die geschätzte globale Erwärmung im Spiel auf +1,5°C reduzieren konnten, mussten wir feststellen, dass die Realität viel komplexer ist. Mit einem köstlichen veganen Apéro, zubereitet von der myclimate-Köch, haben wir dennoch einen positiven Abschluss gefunden.