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1274 wird der Name „Richenbah“ erstmals urkundlich erwähnt.
Die Gemeinde gehört im Mittelalter zu den Besitztümern der Grafen von Frohburg, von Thierstein und von Falkenstein.
1461 kommt Rickenbach mit dem Amt Farnsburg zu Basel und stimmt 1832 für den Verbleib beim Kanton Basel.
Im Mittelalter wurde südlich des Dorfes ein Fischweiher angelegt, welcher bis 1778 betrieben wurde.
1829 wird das Schulhaus gebaut und 1901 wird der Friedhof mit der Kapelle angelegt.
1863 entsteht eine erste Heimatkunde von Rickenbach, geschrieben von Lehrer J. J. Oberer.
1981 wird im Oberacker ein neues Reservoir gebaut.
1991 wird der Wasserverbund mit Buus eingerichtet, sodass die trockensten Wochen im Jahr mit Wasser aus Buus überbrückt werden können.
1985 werden das Gemeindehaus, der Turm und die Mehrzweckhalle gebaut.
1999 wird der Kindergarten renoviert und 2000/2001 wird das Schulhaus umgebaut und renoviert.
Rickenbach 1950 und heute
Das Polendenkmal
Unterhalb des Feldwegs am Waldrand des Staufens befindet sich unweit des Erholungsheims Waldegg das sogenannte «Polendenkmal» mit der Inschrift: POLACY – SZWAJCAROM (Polen – Schweiz)
Nach der Niederlage der polnischen Armee gegen die deutsche Wehrmacht im Herbst 1939 gelangte ein grosser Teil der polnischen Streitkräfte über verschlungene Pfade nach Frankreich, wo sie sich als Teil der Alliierten wieder neu formierten. Beim deutschen Angriff auf Frankreich 1940 wurden polnische Verbände in Richtung der Schweizer Grenze abgetrieben und flüchteten in die Schweiz, wo sie entwaffnet und in diversen Lagern, verteilt über die ganze Schweiz, interniert wurden. Eines dieser Lager befand sich beim Standort des Denkmals.
Die internierten Polen wurden in der Landwirtschaft für den Plan Wahlen (Anbauschlacht) eingesetzt oder verrichteten Bauarbeiten. In Rickenbach erbauten sie die Treppe über den «Hüenersädel» Richtung Rickenbacherfluh.
Das Denkmal selbst wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von ehemaligen Internierten des Lagers gestiftet und steht für die schweizerisch-polnische Freundschaft.
2015 wurde das Denkmal restauriert. B. Häberli aus Sissach spendete die Renovationkosten und legte gleich selber Hand an. Die Gemeinde übernahm die Kosten der Vorarbeiten. Heute strahlt es wieder in alter Frische.