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Möglich ist dies, weil einerseits die Turbogeneratoren einen deutlich besseren Wirkungsgrad aufweisen und andererseits der Eigenverbrauch tiefer liegt als ursprünglich angenommen. Dies gab der Kraftwerksleiter von Chooz, Jean-Paul Joly, an einer Tagung der technischen Fachgruppe 7 (Reaktorbetrieb) der französischen Kerntechnischen GesellschaftSfen (Société française d'énergie nucléaire) Mitte Dezember 2003 in Paris bekannt. An der Veranstaltung zogen die EDF, die Alstom und die Framatome ANP eine Bilanz aus den Erfahrungen mit den Einheiten der so genannten Baureihe N4. Die Auslegung begann bereits 1978 und wurde schliesslich für den Grundlastbetrieb optimiert. Gebaut wurden nur vier Einheiten, wobei auf die ursprünglich vorgesehene, vollständig numerische Leittechnikverzichtetwerden musste. Während der Inbetriebnahmephase traten - ausser bei den Dampferzeugern - bei allen grösseren, für die N4-Baureihe neu entwickelten Komponenten Kinderkrankheiten auf. Die Probleme mit den Hauptkühlmittelpumpen, der Turbogeneratorgruppe Arabelle und den Steuerstabführungen wurden inzwischen wie die für eine frühzeitige thermische Ermüdung verantwortliche Rohrführung in der Nachwärmeabfuhr mit Erfolg behoben.
Damit sei die Wirtschaftlichkeit der N4-Einheiten jetzt gewährleistet, wurde an der Sfen-Veranstaltung mehrfach betont. Zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit möchte die EDF künftig Brennstoff mit einem erhöhten Anreicherungsgrad von 4% einsetzen. Dies würde es erlauben, die Zykluslänge von heute 12 auf 16 bis 17 Monate auszudehnen und damit die Jahresproduktion weiter zu erhöhen. Ein entsprechendes Gesuch liegt jetzt bei den Sicherheitsbehörden. Die Bewilligung sollte bis 2006 vorliegen.
Quelle
P.B. nach Sfen-ST7-Seminar, 10./11. Dezember 2003, und NucleonicsWeek, 1. Januar 2004