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In der Altstadt, in der Ecke der Häuser Fischmarkt 2 und 4, befindet sich der sogenannte Hechtbrunnen, dessen Brunnenfigur Knabe mit Hecht von Andreas Kögler geschaffen wurde. Die Bronzeplastik steht auf einem Sockel auf dem Rand des Brunnentrogs. Kögler hat einen knienden Knaben, der einen grossen Hecht an Land zieht, in realistischer Manier gestaltet. Die Pose und der Gesichtsausdruck des Knaben sind zurückhaltend und aus dem Mund des Fisches fliesst Wasser ins Brunnenbecken. Über die Jahre haben Menschen auf der patinierten Bronzeoberfläche ihre Zeichen hinterlassen, insbesondere am Knie des Jungen, das den durstigen Passanten beim Trinken als Stütze dient.
Die Bronzeplastik von Peter Kögler krönt den schlichten, rechteckigen Steinbrunnen, der 1957 zur Erinnerung an den sogenannten Hechtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert aufgestellt wurde. Am alten Hechtbrunnen waren die Masse für den Fischhandel eingehauen und er diente bis zu seinem Abbruch 1857 den Fischverkäufern zum Säubern und Vermessen der Fische. Die Brunnenfigur des alten Brunnens, ein aufrecht sitzender Löwe, wurde 1868 auf die oberste Giebelzinne des sogenannten Zollhauses am nahe gelegenen Kolinplatz versetzt.
Der österreichische Bildhauer und Medailleur Andreas Kögler (1878-1956) wurde in Graz geboren und lebte und arbeitete von 1919 bis zu seinem Tod in Zug. Von 1908 bis 1912 studierte er an der Wiener Akademie der bildenden Künste Bildhauerei. 1920 fertigte Kögler die Reliefs der vier Evangelisten an der Kanzel der Kirche St. Anton in Zürich an. Überdies schuf er während seiner Zeit in Zug mehrere Grabmäler.