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Überdimensionale Kopfmasken, noch ohne Farbe, liegen in einer geheimzuhaltenden Werkstatt. Es sind die Masken der Schaffhauser Guggenmusik Rhypfluderi, die jetzt schon für die Fasnachtssaison im nächsten Jahr entstehen.
Pfluderi-Künstler Felix Aries modellierte aus Ton ein etwa faustgrosses Kopfmodell und legte es den versammelten Fastnächtlern zur Begutachtung vor. Nach ein paar wenigen Änderungen fertigte er eine Kopf-Form aus Zement im Massstab 1:1 an. Jetzt konnten die Pfludiesli und Pfluderis an die Arbeit mit dem Polyester gehen. Das System der Polyester-Kopfherstellung wurde von einer Badener Guggenmusik entwickelt und vor der diesjährigen Fasnacht erstmals von der Gugge Rhypfluderi übernommen und angewendet. Die damals produzierten Chinesen-Köpfe haben sich ausgezeichnet bewährt, und die neuen 81er-Köpfe werden ebenfalls nach diesem System hergestellt. Seit Anfang September sind abwechselnd ein verantwortlicher Produktionsleiter mit zwei bis drei Pfluderi am Werken. Pro Abend werden zwei Köpfe hergestellt. An den Wochenenden, wenn mehr Leute im Einsatz stehen, werden bis zu acht Köpfe gemacht. Insgesamt braucht die Gugge 35 Köpfe. Die Rohmasken sind inzwischen fertig. In den nächsten Tagen werden die Masken zusammengeschweisst, angepasst, die Öffnungen für Gesicht und Ohren ausgeschnitten, gepolstert und nach Felix Aries Entwurf bemalt. Gleichzeitig nähen die Pfludieslis die passenden Kostüme.
Masken- und Kostümpremiere wird voraussichtlich nicht in Schaffhausen, sondern im deutschen Krefeld, zu Beginn des Niederrhein-Karnevals im Februar sein. Die Einladung nach Krefeld erhielt die Schaffhauser Gugge anlässlich ihres Auftritts in der Fernsehsendung «Bio's Bahnhof», in der sie den Auftakt, ein Kurzinterview und den Schlussteil bestritt.
Quelle: Schaffhauser Nachrichten, 26. September 1980