Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/1390

Fed-Vize Fischer hatte am Sonntag gesagt, die Notenbank habe ihre Ziele fast erreicht. Am Devisenmarkt wurden die Aussagen als Hinweis auf eine Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende noch in diesem Jahr gedeutet. Zu einem möglichen Zeitpunkt äusserte sich Fischer jedoch nicht.
Ulrich Leuchtmann, Experte bei der Commerzbank, hält die an den Märkten vorherrschende Interpretation der Fischer-Rede aber für verfehlt. Bei Fischers Formulierung, man sei "nah an unseren Zielen" habe es sich lediglich um eine einleitende Bemerkung gehandelt, auf die lange Ausführungen über Probleme der US-Wirtschaft folgten. "Man kann Fischers Rede also auch als Argument lesen, warum die Fed trotz scheinbarer Zielerreichung ihren Leitzins eben nicht erhöht", so Leuchtmann.
Alles in allem würden sie eine Zinserhöhung durch die Fed im September immer noch für recht unwahrscheinlich halten, schreibt die Experten der Credit Suisse. Sie würden eher von einer Zinserhöhung im Dezember ausgehen. Sie würden auf die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen beim Jackson-Hole-Treffen (das am Donnerstag, 25. August, beginnt) warten, um Hinweise zu bekommen, wie sich diese Themen auf den geldpolitischen Entscheid der Fed auswirken werde. Dies insbesondere im Hinblick auf die geldpolitische Sitzung im September. Allerdings würden sie nicht davon ausgehen, eindeutige Hinweise zu erhalten.
tos/jkr/das/mk
(AWP)