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* 20.07.1916 in Gemona del Friuli (I)
– † 26.05.1983
Beruf: Künstler und Widerstandskämpfer
Heimatort: Italien und ab 1972 Röschenz
Heirat mit Desideria, geborene Gutmann. Ein Sohn.
Marino Forgiarini wuchs im ehemaligen Jugoslawien auf. Von 1936 bis 1941 absolvierte er eine Ausbildung an der Kunstakademie Belgrad. Während des Zweiten Weltkriegs schloss er sich zusammen mit seiner Ehefrau Desideria dem Widerstand gegen den Faschismus in Jugoslawien an. Nach dem Krieg emigrierte das Ehepaar in die Tschechoslowakei, die Heimat seiner Frau. Im Oktober 1945 kam ihr Sohn zur Welt. Nach dem Februarputsch und der Machtübernahme der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei wanderte die Familie 1948 in die Schweiz aus. Forgiarini und seine Frau liessen sich in Laufen nieder, wo er bis zu seiner Pensionierung 1976 als Modelleur in der Keramischen Industrie in Laufen tätig war. Mit seinen künstlerischen Keramik-Kreationen, wie beispielweise mit dem Wandbild des heiligen Martin am Martinsweg an seinem Wohnsitz in Laufen, trat er auch an die Öffentlichkeit. An der Eröffnungsausstellung des Kulturforums Laufen 1969 zeigte er ebenfalls Arbeiten. 1972 zog die Familie nach Röschenz und liess sich hier einbürgern. Im Auftrag der Gemeinde fertigte Forgarini die farbigen Fenster für die umgebaute Dorfkirche St. Anna an.
Autorin: Manuela Nipp
Auskunft vom Einwohnerdienst Röschenz.
Borer-‐Hueber, Christina: Künstler im und vom Dorf. In: Heimatkunde Röschenz. Liestal 2002, S. 248.
Lutz, Kiki: Kulturforum Laufen. In: Lexikon des Jura. URL: www.diju.ch/d/notices/detail/1000178, Zugriff: 15.04.2014.