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- Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, will Frankreichs nächste Präsidentin werden.
- Die 62 Jahre alte Sozialistin gab im nordfranzösischen Rouen offiziell ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im April 2022 bekannt.
«Ich will, dass alle Kinder Frankreichs dieselbe Chance bekommen, die auch ich bekommen habe», sagte Hildago. «Ich bin Kandidatin, um unseren Kindern, all unseren Kindern eine Zukunft zu bieten.»
Hidalgo, Tochter eines Arbeiters und einer Näherin, wurde in Spanien geboren. Seit 2014 ist sie Bürgermeisterin von Paris. Auf diesem Posten hat sie sich den Ruf einer Vorkämpferin für mehr Umweltschutz erarbeitet. Sie liess die Fahrradwege ausbauen und führte fast flächendeckend Tempo 30 ein.
Wir müssen unser französisches Modell, das durch die zahlreichen Krisen geschwächt wurde, neu erfinden
Zustimmungswert von acht Prozent
In ihrer Rede sagte Hidalgo, ein Leitmotiv ihrer möglichen Amtszeit wäre Respekt vor dem Planeten und der Menschenwürde. Lehrern, Pflegekräften, Polizisten und Feuerwehrleuten stellte sie Lohnerhöhungen in Aussicht. Dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron warf sie vor, die Gesellschaft gespalten zu haben.
Fokus auf Wahlkampf: Le Pen gibt Parteivorsitz ab
Rund sieben Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen den Vorsitz ihrer Partei Rassemblement National abgegeben. Interimschef der Partei wird der Europaabgeordnete Jordan Bardella.
Le Pen will sich nun auf den Wahlkampf ums Präsidentschaftsamt konzentrieren. Sie gilt als aussichtsreichste Herausforderin von Amtsinhaber Emmanuel Macron bei der Wahl im April 2022. Als politische Ziele nannte sie am Sonntag, Frankreich einer «Diktatur der EU» zu entziehen, die Sicherheit im Land zu erhöhen und kriminelle Ausländer abzuschieben.
In aktuellen Umfragen liegt Hidalgo bei einem Zustimmungswert von etwa acht Prozent. Die Entscheidung fällt aller Voraussicht nach erst in einer Stichwahl. Als aussichtsreiche Kandidaten für ein solches Duell gelten derzeit Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Aus dem konservativen Lager hat unter anderem der ehemalige EU-Chefunterhändler für den Brexit, Michel Barnier, sein Interesse angemeldet.