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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)

Sechstes Buch
21. Kap. Bischöfe jener Zeit.
21. Auf Antoninus,1 der sieben Jahre und sechs Monate regierte, folgte Makrinus. Nachdem dieser ein Jahr die Herrschaft innegehabt, erhielt ein zweiter Antoninus2 die Regierung über das römische Reich. Im ersten Jahre seiner Herrschaft starb der römische Bischof Zephyrin, nachdem er volle 18 Jahre sein Amt bekleidet hatte. Nach diesem wurde Kallistus zum Bischof erwählt. [S. 289] Er lebte noch fünf Jahre und hinterließ die bischöfliche Würde dem Urbanus. Nach einer nur vierjährigen Regierung des Antoninus übernahm Kaiser Alexander die römische Herrschaft. Zu seiner Zeit folgte Philetus in der Kirche zu Antiochien auf Asklepiades. Indessen hatte sich der Ruf des Origenes überallhin so sehr verbreitet, daß er auch zu Ohren der Mamäa, der Mutter des Kaisers, drang. Gottesfürchtig wie sie war, lag dieser Frau viel daran, den Mann von Angesicht zu Angesicht zu sehen und eine Probe seiner allgemein bewunderten theologischen Kenntnisse zu erhalten. Während sie sich nun in Antiochien aufhielt, ließ sie ihn unter militärischem Schutze zu sich kommen. Origenes weilte einige Zeit bei ihr und unterrichtete sie in gar vielem zur Ehre des Herrn und der trefflichen göttlichen Schule. Sodann eilte er zu seiner gewohnten Tätigkeit zurück.
1: Vgl. oben VI 8 (S. 273).
2: d. i. Elagabal.