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Damals, am 22. Juni 1994 in Pontiac, Michigan, bestritten die Schweiz und Rumänien das zweite Gruppenspiel im Rahmen der Weltmeisterschaft. Alain Sutter, Stéphane Chapuisat und zweimal Adrian Knup sorgten mit ihren Toren für den historischen 4:1-Erfolg. Es war der erste Schweizer Sieg an einer WM seit dem Heim-Turnier 1954. Dazwischen hatte die Nationalmannschaft bei den Austragungen in Chile (1962) und England (1966) alle sechs Spiele verloren.
Den Rumänen ist die Schweiz seit dem legendären Sieg nur noch zweimal gegenübergestanden: 2012 verlor die Mannschaft des damaligen Trainers Ottmar Hitzfeld mit 0:1 in einem Testspiel in Luzern, wo auch am Montag wieder gespielt wird. Vier Jahre später trennten sich die beiden Teams im zweiten Gruppenspiel an der EM in Frankreich 1:1 unentschieden.
Insgesamt ist die Bilanz aus Schweizer Sicht knapp negativ. In 13 Partien holte Rumänien bei vier Unentschieden einen Sieg mehr als die Schweiz. Diese Statistik soll nun ausgeglichen werden, denn das Team von Nationaltrainer Murat Yakin geht als Favorit in das Spitzenspiel der Gruppe I.
Missglückte Hauptprobe in Kosovo
Während die Schweiz seit 2004 nur einmal ein Grossturnier verpasste, liegen die Glanzzeiten des rumänischen Nationalteams weit zurück. Zwischen 1990 und 2000 qualifizierte es sich für fünf der sechs WM- und EM-Endrunden. Seither sind nur noch zwei Teilnahmen hinzugekommen: An der Europameisterschaft 2008 (Schweiz und Österreich) sowie 2016 (Frankreich) scheiterte man jeweils in der Gruppenphase. Das Abschneiden widerspiegelt sich auch in der Weltrangliste, in der die Schweiz (12.) 34 Plätze vor Rumänien (46.) liegt.
In der Qualifikation für die EM 2024 in Deutschland sind die seit 2022 von Eduard Iordanescu trainierten Rumänen wie die Schweiz mit zwei Siegen gestartet. In der dritten Runde am Freitag kamen sie in Kosovo aber nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und waren eher näher an einer Niederlage als an einem Sieg.
Die Schweizer hatten in Andorra zwar ebenfalls Mühe, sicherten sich mit dem 2:1 jedoch die angestrebten drei Punkte. Dass die Spieler vor allem in der zweiten Halbzeit teils müde und unkonzentriert wirkten, war für Yakin kein Grund zur Sorge: Gegen einen Gegner, der über 90 Minuten fast nur verteidige, könnten sich irgendwann Fehler einschleichen, sagte er nach der Partie.
Gute Ausgangslage für den Herbst schaffen
Rumänien dürfte in Luzern etwas mehr fürs Spiel machen. Das Ziel bleibt aus Schweizer Sicht jedoch dasselbe: Mit einem dominanten Auftritt will das Nationalteam auch nach vier Runden ohne Punktverlust dastehen.
Mit vier Siegen in Serie ist die Schweiz erst einmal in eine EM-Qualifikation gestartet: In einer Vierergruppe gewann das Nationalteam 1970 und 1971 die Heim- und Auswärtsspiele gegen Griechenland und Malta. Weil gegen England ein Unentschieden und eine Niederlage folgten, verpassten die Schweizer die Teilnahme an der Endrunde 1972 in Belgien trotzdem.
Das wäre in der aktuellen Qualifikation, in der die ersten beiden Plätze zur Teilnahme am Turnier berechtigen, eher unwahrscheinlich. Bei einem weiteren Sieg im ausverkauften Stadion Luzerns läge die Schweiz in der Tabelle mit bereits fünf Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Team (Rumänien oder Israel) an der Spitze und könnte dem Restprogramm mit je zwei Spielen im September, Oktober und November einigermassen entspannt entgegenblicken.
(sda)