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Betschart fehlte ein Sieg zur Olympia-Quali
Der 22-jährige Kriessner Ringer Ramon Betschart war in Budapest nur einen Kampf von seinem grossen Traum entfernt.
Im ersten von zwei Quali-Turnieren für die Olympischen Sommerspiele in Tokio war der Grecoringer der RS Kriessern nahe am grossen Coup. Der Silbermedaillengewinner der Junioren-WM 2019 schaltete in den Achtelfinals seinen griechischen Konkurrenten aus, weil dieser wohl zu schwer für die Gewichtsklasse bis 87 Kilo war (im Telegramm auf www.ringen.ch heisst es lakonisch: "Papadopoulus hat die Waage ausgelassen"). Im Viertelfinal setzte sich Betschart gegen Mihail Bradu aus Mazedonien durch Überlegenheit (10:2) durch.
Weil die Finalisten des Turniers das Ticket nach Tokio lösen, kämpfte Ramon Betschart in der nächsten Runde gegen Islam Abbasov (Aserbaidschan) bereits um den Olympia-Startplatz. In diesen Gefilden warten allerdings hochkarätige Konkurrenten: Abbasov ist zweifacher EM-Medaillengewinner und früherer U23-Europameister. Der 25-jährige Grecoringer zeigte Betschart seine Grenzen auf. Zwar gelang dem Aserbaidschaner in 2 mal 3 Minuten kein Wurf, aber er war von Anfang an der deutlich aktivere Ringer. Betschart liess sich bei seinen Rettungsversuchen mehrmals aus dem Ring drängen, was dem Gegner allein vier Punkte einbrachte. Schliesslich unterlag der Kriessner mit 1:6. Im (für Olympia bedeutungslosen) Klassierungskampf unterlag Betschart dem Bulgaren Daniel Aleksandrov und beendete das Turnier auf dem fünften Rang.
Den übrigen Rheintaler Olympia-Aspiranten lief es in Budapest deutlich weniger gut: Sowohl Marc Dietsche (RS Kriessern, Freistil bis 74 Kilo) als auch Andreas Vetsch (RC Oberriet-Grabs, Greco bis 67 Kilo) mussten nach einer Niederlage im ersten Kampf die Segel streichen. Auch Samuel Scherrer (Willisau) und Damian von Euw (Brunnen) kamen nicht in die Nähe des Olympia-Tickets.
Am Turnier vom 6. bis 9. Mai in Sofia bietet sich Betschart & Co. die zweite Chance, das Ticket für die Olympischen Spiele 2021 zu lösen.