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Die Musik dieser Zeit hatte ihren Ursprung in der Kirchenmusik. Sie gründet sich auf humanistischem Gedankengut sowie auf christlichen Chorälen.
Renaissancemusik
Die Musik der Renaissance beschäftigte sich vorwiegend mit der griechischen und römischen Antike. Als in der Mitte des 15. Jahrhunderts die Notenschrift entwickelt und der Buchdruck erfunden wurde, fand diese Musik bereits weite Verbreitung. Die meisten Werke aus dieser Zeit wurden in Kirchen aufgeführt. Diese sakralen Bauten verfügten über eine ausgezeichnete Akustik, was die Musik zusätzlich hervorhob. Auch die Gesangsstimmen wurden in der Renaissance erstmals in Alt, Tenor, Bass und Sopran eingeteilt. Eine Unterteilung, die noch heute Gültigkeit hat. Daraus entstanden mehrstimmige Choräle, was dieser Musikrichtung eine besondere Harmonie verleiht. Zu den Instrumenten zählten neben der Kirchenorgel auch Streichinstrumente sowie Blasinstrumente. Außerdem kam zum ersten Mal der Bass als Klanginstrument hinzu. Die meisten Komponisten der Renaissance waren Kleriker und ausgebildete Kapellmeister oder Instrumentalisten. Das Hauptelement in den Kompositionen bildete der Gesang, der meistens mehrstimmig eingesetzt wurde.
Barockmusik
Ab dem 17. Jahrhundert ging die Renaissancemusik schließlich in die Barockmusik über. Hier setzte sich der Bass als Grundelement der Musik eindeutig durch. Nicht nur der Gesang war mehrstimmig, sondern auch die instrumentale Begleitung. Der Notendruck und die Adligen als Auftraggeber für Komponisten begünstigten die Entwicklung dieser Musik.
Reduziert hat sich jedoch die Anzahl der in einer Komposition verwendeten Instrumente. Lediglich die Blockflöte überlebte den Wandel. Blasinstrumente wurden vollständig verdrängt. Neu hinzu kamen das Fagott und die Oboe.
Die musikalische Barockzeit wird in drei Abschnitte eingeteilt. Der Komponist Claudio Monteverdi (1567-1643) steht für den Frühbarock. Er galt als Vordenker der Barockmusik und fügte als erster Komponist seinen Werken die innovativen Komponenten hinzu.
Das Hochbarock wurde in erster Linie vom französischen Komponisten und Musiker Jean-Baptiste Lully (1632-1687) geprägt, der am Hof von König Ludwig XIV. tätig war.
Im Spätbarock breitete sich die Musikrichtung über mehrere Regionen Europas aus. Johann Sebastian Bach (1685-1750) gilt heute als berühmtester Vertreter der spätbarocken Musik.
Berühmte Komponisten
Den Hintergrund für die barocke Musik bildete vor allem der Absolutismus von König Ludwig XIV. Seine Regierungsform wurde in fast ganz Europa von vielen anderen Herrschern imitiert. In der Barockzeit lebte man galant und charmant. Zu den berühmtesten Barockmusikern zählen Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Die meisten Vertreter dieser Stilrichtung kamen allerdings aus Frankreich und Italien.
Die Barockmusik geriet allerdings rasch in Vergessenheit. Lediglich Werke von Georg Friedrich Händel wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgeführt. Erst im 20. Jahrhundert wurden einige Komponisten der Barockzeit wiederentdeckt. Darunter auch Antonio Vivaldi. Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach wurde durch die Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 berühmt. Bach war zuvor nur in Sachsen und Thüringen bekannt. Heute gilt er vielfach auch als Vollender der Barockmusik.