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GRENZGÄNGER
Wenn man in der Nähe der Schweizer Grenze oder mit guter Anbindung an die Schweiz lebt ist es häufig interessant, sich eine Arbeitsstelle in der Schweiz zu suchen. Man profitiert vom höheren Lohnniveau, ohne jedoch auswandern zu müssen.
EU-Bürger, die einen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz haben, können aufgrund des Personenfreizügigkeitabkommens als Grenzgänger in der Schweiz arbeiten. Theoretisch wird erwartet, dass Grenzgänger täglich an ihren Wohnsitz zurückkehren, aber verpflichtend ist es nur, mindestens einmal wöchentlich an seinen Wohnsitz außerhalb der Schweiz zurückkehren und höchstens an 60 Tagen im Kalenderjahr nach Arbeitsende nicht dorthin heimzukehren. Für Grenzgänger gelten in der Schweiz die gleichen Lohn- und Arbeitsbedingungen wie für Einheimische.
Grenzgänger müssen sich selbst krankenversichern und sind quellensteuerpflichtig. Dies bedeutet, dass der Schweizer Arbeitgeber einen reduzierten Quellensteuersatz von 4,5% abführt, wobei dies mit der deutschen Steuer verrechnet wird. Wenn der Arbeitnehmer mehr als 60 Tage im Jahr nicht an seinen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz zurückgekehrt ist, wird der volle Quellensteuersatz fällig.
Aufgrund des höheren Lohnniveaus rechnet es sich häufig sehr, als Grenzgänger zu arbeiten. Zudem ist es anzuraten, sich in der Schweiz krankenzuversichern, da man die Kosten der Krankenversicherung ohne deutschen Arbeitgeber allein tragen muss und die Versicherung in der Schweiz damit in aller Regel deutlich günstiger ist.
In dieser Kategorie unseres Blogs wollen wir über Themen und Entwicklungen bezüglich des Grenzgängertums in der Schweiz berichten.