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Die Stadt Liestal ist der Hauptort des Kantons Basel-Landschaft sowie des Bezirks Liestal und liegt 17 km südöstlich von Basel. Liestal ist eine Kleinstadt mit regionalen Zentrumsfunktionen. Liestals Bahnhof ist Ausgangspunkt diverser Buslinien und der Waldenburgerbahn in die Agglomeration sowie das mittlere Oberbaselbiet. Auch der Anschluss an die nationalen und internationale Bahnlinien ist gut ausgebaut. Als einziger dauernder militärischer Stützpunkt nördlich des Juras verfügt Liestal auch über eine ausserordentlich hohe Zahl an Gastwirtschaften. Zwei Kinos sowie eine kleine Kleintheaterszene sorgen für Unterhaltung.
Im 13. Jh. gründeten die Frohburger Liestal. Es war keine Gründung im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine Anknüpfung an eine bereits bestehende, offene Siedlung. Liestal hat spätrömische Wurzeln. Seine Entwicklung verdankt Liestal seiner verkehrsgünstigen und strategisch wichtigen Lage an der Strassengabelung zu den beiden Hauensteinpässen.
Neben dem Gewerbe, welches durch Mühle und Kanäle vertreten war, lebte die Stadtbevölkerung von Acker- und Weinbau. Die Landwirtschaft war ein wichtiges Standbein des städtischen Erwerbs. Liestalerinnen waren auch in der Posamenterei tätig, welche zu Beginn noch heimindustriell organisiert war. Seidenbänder waren ein wichtiges Exportprodukt, welches den Reichtum von Basel mitbegründete.
1830 sprang der Funke der französischen Julirevolution auch ins Baselbiet über. Im Liestaler Rathaus tagte eine provisorische Regierung. Liestal wurde schliesslich zum Hauptort des am 17. März 1832 in seinen Mauern proklamierten neuen Kantons. Noch lange Zeit prägte die revolutionäre Gesinnung die Politik Liestals, das im 19. Jahrhundert viele politische Flüchtlinge aufnahm. 1854 erhielt Liestal mit der Hauensteinlinie Anschluss an das internationale Eisenbahnnetz. Das war die Grundlage für seine Industrialisierung.