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Vortrag von Dr. Peter Metz
Ab 1875 sind im voralpinen und alpinen Raum der Schweiz zahlreiche private Schulen mit progymnasialem und gymnasialem Bildungsangebot entstanden. Sie wurden von einer internationalen sowie nationalen Schülerschaft besucht, die zum grössten Teil aus vermögendem Haus stammte und das hohe Schul- und Pensionsgeld entrichten konnte. Der Vortrag stellt die Gründung und Entwicklung von privaten, nicht-konfessionellen Mittelschulen Graubündens in den historischen Kontext von Verkehrsgeschichte, Medizingeschichte, Hotellerie und Sport.
Grundlage des Vortrags ist eine Studie über 16 ausgewählte Privatinstitute aus allen Teilen der Schweiz, die in einer Höhenlage von mehr als 900 m ü. M. angesiedelt wurden.
Die Studie erlaubt die Geschichte der privaten Bündner Mittelschulen hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Besonderheiten zu charakterisieren. Zu den Gemeinsamkeiten gehören die genannten Kontextfaktoren, aber auch die rechtlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen, die in den anderen alpinen Ländern nicht gegeben waren, sodass sich dieser Schultypus vor 1945 in der Schweiz sehr stark und in den Nachbarländern kaum zu entwickeln vermochte.
Die Besonderheiten der privaten, nicht-konfessionellen Mittelschulen Graubündens zeigen sich im Vergleich zu den über 40 anderen vor 1950 entstandenen schweizerischen Privatschulen in der Trägerschaft, Höhenlage, Stadtferne, im Verzicht auf einen Doppelstandort und in der zunehmenden Zahl von einheimischen Schülerinnen und Schülern.