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Eine Perforation der Appendix vermiformis ist eine lebensbedrohliche Komplikation der akuten Appendizitis. Sie droht immer dann, wenn eine Appendizitis zu spät oder nicht erkannt wird und daher keine adäquate Therapie eingeleitet wird. Bei Patienten, die an akuten Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber leiden, muss immer auch an eine Appendizitis gedacht werden, um eine Perforation des Hohlorgans mit folgender Peritonitis und Sepsis zu vermeiden. Die klinische Untersuchung ist nach wie vor die wichtigste Säule der Diagnose einer Perforation der Appendix.
Die akute Appendizitis zählt zu den häufiger auftretenden, potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen und jedes Jahr werden unzählige Appendektomien durchgeführt, um zu verhindern, dass der entzündete Wurmfortsatz durchbricht [1] [2] [3] [4]. Die Appendizitis entwickelt sich klassischerweise wie folgt [2] [3]:
Schmerzen im rechten unteren Quadranten sind zwar ein sehr sensitives, allerdings wenig spezifisches Anzeichen für eine akute Appendizitis. Da die Mortalität der Patienten bei Perforation der Appendix stark ansteigt, muss trotz der langen Liste an potenziellen Differentialdiagnosen bei derartigen Beschwerden immer auch an eine Entzündung des Wurmfortsatzes gedacht werden [6]. Von essenzieller Bedeutung bei der Diagnosestellung sind die Angaben zum Krankheitsverlauf einschließlich der Lokalisation der Schmerzen sowie die klinisch festgestellten Appendizitiszeichen wie Schmerzempfindlichkeit am McBurney-Punkt, positives Obturator-Zeichen und positives Psoas-Zeichen. Darüber hinaus sind Blutuntersuchungen anzustellen. Hinweisend auf eine akute Entzündung sind eine Leukozytose und erhöhte Konzentrationen von Akute-Phase-Proteinen wie C-reaktives Protein. Diese Befunde lassen jedoch keine Unterscheidung einer akuten Appendizitis und einer Perforation der Appendix zu [1] [2]. Eine Hyperbilirubinämie sowie Alterationen des Verhältnisses von Neutrophilen zu Lymphozyten weisen schon eher auf eine Perforation hin [4] [7]. Bezüglich der bildgebenden Diagnostik werden Computertomographie und Magnetresonanztomographie die höchsten Werte für Sensitivität und Spezifität hinsichtlich einer Unterscheidung von akuter Appendizitis und Perforation der Appendix zugeschrieben [2] [3] [6], aber in der Praxis spielen Klinik und Labordiagnostik die größere Rolle.