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Mobbing hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Entwicklung und die psychosoziale Gesundheit eines Menschen, sondern führt auch zu körperlichen Beschwerden und zu einem erhöhten Schmerzmittelkonsum. Eine Studie mit Daten aus Island hat ergeben, dass der Schmerzmittelgebrauch bei gemobbten Schülern selbst dann noch höher ist, wenn sie über vergleichbare Schmerzen klagen wie nicht schikanierte Kinder. Die Studie beruht auf Angaben von über 10’000 Kindern im Alter von 11 bis 15 Jahren. Wie sich zeigte, nahmen schikanierte Schüler deutlich häufiger mindestens einmal pro Woche Medikamente gegen Kopfschmerzen ein als nicht gemobbte. Ähnliches galt auch für Bauchschmerzen, Rückenschmerzen sowie Schulter- und Nackenschmerzen.
Die Studienautoren sehen die Gefahr, dass gemobbte Schüler eher chronische Schmerzkrankheiten wie Migräne entwickeln und zu Medikamentenmissbrauch neigen. Ein hoher Schmerzmittelkonsum sollte daher sowohl für Eltern als auch für Ärzte ein Warnsignal sein.