Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/1602

Eine im Auftrag der Vereinigung der Orientierungsschulen des Saanebezirks und der zweisprachigen Schule Haut-Lac français veröffentlichte Studie zeigt die demografischen Entwicklungen im Saanebezirk bis 2040 auf. Insbesondere Jung und Alt stehen im Fokus.
Mit der kürzlich vorgestellten neuen Demografiestudie sollen die künftigen Herausforderungen im Bereich der Altenpflege und der Entwicklung der Schülerzahlen an den Orientierungsschulen im Saanebezirk bis ins Jahr 2040 besser erfasst werden, wie das Oberamt des Saanebezirks in einer Pressemitteilung bekannt gab.
Die Studie unterteile hierbei die 26 Gemeinden des Bezirks in drei Sektoren, die ein unterschiedliches demografisches Verhalten aufweisen: den Sektor Freiburg-Stadt, den Agglomerationssektor (angrenzend an die Stadt) und den Peripheriesektor (angrenzend an andere Bezirke). Die Ergebnisse der Studie sollen den Behörden als Planungshilfe für die künftige Dimensionierung von Infrastruktur und Dienstleistungen in den Bereichen Sekundarschule und Seniorenbetreuung dienen, heisst es in der Mitteilung.
Bevölkerungswachstum des Saanebezirks
Der Saanebezirk verzeichne seit den 1980er-Jahren ein relativ konstantes Wachstum, das sich seit Anfang der 2010er-Jahre abgeschwächt habe. Im kantonalen Vergleich (jährliche Zunahme von 1,2 Prozent) liege das Wachstum jedoch auf einem relativ niedrigen Niveau (jährliche Zunahme von 0,6 Prozent), so die Mitteilung.
Die prognostizierte Wachstumskurve für die Gesamtbevölkerung zeige eine leichte Verlangsamung ab 2035. Dem Trend zufolge wird die Wohnbevölkerung des Bezirks – im Jahr 2021 waren es 107’000 Einwohner – bis 2040 auf 124’400 Einwohner anwachsen, wovon je 43’300 in der Stadt sowie im Agglomerationsgebiet und 37’800 in der Peripherie leben werden.
Zunahme bei den Pensionierten
Diese Entwicklung werde erhebliche Auswirkungen auf das Gesundheitsnetz des Saanebezirks haben, so die Mitteilung. Die Personen, die Hilfe und Pflege zu Hause erhalten (2300 im Jahr 2020), würden 2030 auf 3000 und 2040 auf 3400 ansteigen. Diese Zahlen würden auf dem Anstieg der Zahl der älteren und hochbetagten Menschen (über 85 Jahre) beruhen, so die Mitteilung.
Das Wachstum der Hochbetagten beschleunige sich ab 2025. Ein stetiges, aber nachhaltiges Wachstum der Seniorinnen und Senioren führe hiernach dazu, dass sie sich bis 2040 mehr als verdoppeln. Alleine die Zahl der über 80-Jährigen würde von 4400 im Jahr 2020 auf 6500 im Jahr 2030 und 7600 im Jahr 2040 ansteigen.
Die demografische Entwicklung werde sich auch auf den Infrastrukturbedarf der Alters- und Pflegeheime auswirken. Der erwartete Anstieg der Hochbetagten bedeute, dass die im Jahr 2020 benötigten 1000 Pflegeplätze auf 1400 im Jahr 2030 und dann auf 1700 im Jahr 2040 ansteigen werden.
Bedarf nach mehr Klassenzimmern
Laut der Mitteilung deute die Entwicklung der Schülerzahlen für den gesamten Perimeter auf einen Anstieg hin, der seinen Höhepunkt im Jahr 2030 erreiche – mit 4300 gesetzlichen Sekundarschülern und -schülerinnen (im Vergleich zu den rund 4000 im Jahr 2000) – und sich danach abflache. Die Studie analysiere die Entwicklung pro Orientierungsschule und zeige, dass die Spitze des Wachstums in den verschiedenen Schulen schneller oder weniger schnell erreicht wird. Der Bedarf an Klassenräumen werde sich dementsprechend nicht bei allen gleichzeitig erhöhen.
Die durch die Eröffnung der Orientierungsschule Givisiez frei werdende Infrastruktur werde den demografisch bedingten Anstieg der Klassenzahl weitgehend kompensieren, heisst es in der Mitteilung. Gemäss der Studie müsse dennoch insgesamt mit einem Zuwachs von 16 bis 20 Klassen gerechnet werden, um die prognostizierten Schülerzahlen zu bewältigen.