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Auf der 10,8 km langen Strecke von Kastelruth auf die Seiser Alm klassierte sich der Niederländer zeitgleich mit dem russischen Tagessieger Alexander Foliforow im 2. Rang. Platz 3 in der Etappe mit einem Rückstand von 23 Sekunden ging an den Spanier Alejandro Valverde.
In der Gesamtwertung führt Kruijswijk nun 2:12 Minuten vor dem Kolumbianer Estban Chaves und 2:51 Minuten vor dem italienischen Topfavoriten Vincenzo Nibali. Nibali verlor auf der Bergstrecke 2:10 Minuten auf Kruijswijk – unter anderem wegen eines Defekts im Finish des Zeitfahrens. Allerdings hatte der Sieger des Giro 2013 bereits davor Zeit auf den Niederländer verloren.
Dieser Fakt zeigt auf, wie stark Kruijswijk auf der durchschnittlich acht Prozent steilen Kletterpartie gefahren ist. Weder Nibali noch Valverde, der bereits am Vortag rund drei Minuten verloren hatte, oder Chaves, der Tagessieger vom Samstag, vermochten mit Kruijswijk mitzuhalten.
Eine faustdicke Überraschung gelang auch Foliforow. Der 24-Jährige vom zweitklassigen Team Gazprom-RusVelo feierte seinen ersten bedeutenden Sieg der Karriere. Dass er ein guter Zeitfahrer ist, hatte er vor einem Jahr am Grand Prix von Sotschi bewiesen, als er die viertägige Rundfahrt der vierthöchsten Stufe mit seinem Sieg im Kampf gegen die Uhr gewann.
Für den Schweizer Zeitfahr-Spezialisten Stefan Küng war das Zeitfahren im Südtirol wie erwartet zu schwer. Der BMC-Profi handelte sich einen Rückstand von vier Minuten ein und musste sich mit dem 71. Rang begnügen. Marcel Wyss fuhr auf Platz 89, mit einem Rückstand von 4:34 Minuten.
Am Montag können die Radprofis beim Ruhetag in Brixen ein letztes Mal verschnaufen, ehe die letzte Woche mit der 16. Etappe über 132 Kilometer von Brixen nach Andolo eingeleitet wird. Die Entscheidung über den Gesamtsieg dürfte am Freitag und Samstag mit den Bergankünften in Risoul und Sant’Anna di Vinadio fallen.
(SDA)