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Die Grossräte Eric Collomb (CVP, Lully) und Jean-Daniel Wicht (FDP, Givisiez) hatten in einem Postulat vom Staatsrat verlangt, dieser solle die aktuelle Situation betreffend Arbeitszonen sowie die künftige Entwicklung darlegen. «Ein sehr guter Bericht», rühmte nun gestern Wicht bei der Kenntnisnahme durch den Grossen Rat. «Der Bericht zeigt auf, was alles in Sachen Bodenpolitik gemacht wird, und wo die Grenzen sind.»
Hauptsächliche Erkenntnis für Wicht ist, dass ein Grossteil des vorgesehenen Gewerbe- und Industrielandes Privateigentum ist. Dies hatte auch Laurent Thévoz (Grüne, Freiburg) erkannt und gefordert, dass der Staat so viel Terrain wie möglich kauft. Wicht hält dies für unrealistisch. Die Grundstücke in Privatbesitz würden gewiss 120 Millionen Franken kosten, seien also unbezahlbar. Er schlug eher den Weg über Partnerschaften vor und animierte, die in Betracht kommenden Grundstücke zu erschliessen.
Eric Collomb zeigte sich etwas resigniert: «Die Privatbesitzer haben die kantonale Bodenpolitik in der Hand. Wir müssen dieses Missverhältnis zwischen privaten und öffentlichen Grundstücken durchbrechen und eventuell ein Freiburger Modell schaffen.» Staatsrat Maurice Ropraz wies darauf hin, dass der Staat in den letzten Jahren durchaus Erfolge verbuchen konnte und nannte unter anderem die Ansiedelung von Nespresso in Romont. Eine Bodenpolitik müsse koordiniert, aktiv und gezielt sein. uh