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Raucher und Personen, die Oralsex praktizieren, haben ein grösseres Risiko für Mund- und Rachenkrebs. Diese Menschen tragen im Mundbereich vermehrt sexuell übertragene Papillomaviren, die diesen Krebs auslösen können.
Das zeigt eine im Fachjournal "JAMA" veröffentlichte Studie. Die Autoren haben festgestellt, dass Menschen, die Rauchen oder unlängst Tabakprodukte konsumiert haben, häufiger das Virus HPV-16 im Mund tragen.
Dieses Virus ist bei 80 Prozent der Mund- und Rachenkrebsfälle anwesend und wird für eine Zunahme dieser Krebsarten verantwortlich gemacht. Papillomaviren gelangen über orale sexuelle Praktiken in den Mundbereich.
Die Autoren um Carole Fakhry von der Johns Hopkins Universität in Baltimore haben fast 7000 Teilnehmer einer US-nationalen Ernährungsstudie untersucht. Dabei verliessen sie sich nicht auf Aussagen der Probanden, sondern testeten ihr Blut auf Abbauprodukte von Tabakprodukten.
Es zeigte sich, dass schon ab einer Menge von 3 bis 4 Zigaretten pro Tag die Infektionsrate mit HPV-16 deutlich höher war. Allerdings wurde HPV-16 nur bei 63 Personen (1 Prozent) aller Probanden gefunden. Dennoch betonen die Forscher, dass es nötig sei, die Rolle des Tabakkonsums bei der Infektion mit HPV-16 und der Progression zu bösartigem Krebs genauer zu untersuchen.
Eine Infektion mit HPV-16 wird auch mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht. Die auch in der Schweiz empfohlene HPV-Impfung für junge Mädchen wirkt auch gegen diesen HPV-Typ.
SDA-ATS