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Künstliche Intelligenz liefert erstaunlich schnell verblüffende Texte. Aber für Marketingzwecke reicht die Qualität noch nicht. Hier eine Liste mit neun KI-Stolperfallen, die deinem Text nicht gut tun - und was du dagegen tun kannst.
1. Einheitsbrei
KI gibt zu ähnlich gestellten Fragen auch immer ähnliche Antworten. Wenn du einen Blogbeitrag zu einem trendigen Fitnessthema generierst, kannst du davon ausgehen, dass irgendwo schon sehr ähnliche Beiträge publiziert worden sind (weil andere auch KI nutzen und die KI ihre Informationen aus dem Internet holt).
✅ Dem kannst du entgegenwirken, indem du die Fragen sehr detailliert und ausführlich stellst. Suche Nischen-Themen und sammle viele Informationen dazu, mit denen du die KI fütterst. Nutze die "Frag-dich-durch-Taktik", bis du wertige Informationen hast.
2. kein Kontext
KI-Texte können den Kontext eines Textes in Bezug auf den Absender und dessen Umfeld (Unternehmen, Autor, Website etc.) nicht erfassen. Die Folgen sind, dass die Sätze unlogisch wirken und zusammenhangslos in der Schwebe sind.
✅ Das kannst du tun: Bau tvpische Formulierungen ein, passe den Stil an und liefere Hintergrundinformationen, die den Absender klar stellen.
3. Wiederholungen
Achte dich genau, was die KI geschrieben hat und du wirst feststellen, dass sich manche Aussagen wiederholen und gewisse Muster erkennbar sind. Das macht den Text im Normalfall nicht interesanter - ausser es handelt sich um die Kernaussage.
✅ Da gibt's nur eines: Löschen. Heutzutage sind lange Texte nicht besonders beliebt, besonders wenn sie immer die gleiche Leier abspielen.
4. keine Struktur
Ein guter Text hat eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schlussteil. Ein sehr guter Text hat eine Gliederung mit Zwischenüberschriften, Bulletpoints, Zitaten und mehr. Ein wunderbarer Text hat Dramaturgie. KI-Texte haben manchmal gar nichts davon.
✅ Bei spezialisierten KI-Text-Tools ist das kaum ein Problem, denn sie fragen nach der gewünschten Struktur. Normale Chatbots kannst du um eine Struktur bitten: "Schreibe eine Einleitungen, einen Hauptteil und einen Zusammenfassung." Oder: "Liste die Anwort mit fünf Bulletpoints auf."
5. Schreibfehler
KI-Textgenerierungssysteme machen sehr wenige Fehler. Sie in der Lage, grammatikalisch korrete und natürlicher Texte zu erzeugen. Trotzdem schleichen sich Fehler bei der Grammatik und Rechtschreibung ein.
✅ Deshalb: Prüfe die Texte genau. Lies sie vorwärts und rückwärts und laut vor. Kopiere sie in Word im Rechtschreibemodus. Nutze KI-Rechtschreibe-Tools. Und gib den Text ins Korrektorat oder zumindes jemanden zur Prüfung (4-Augen-Prinzip).
6. Komplexität
KI-Systeme sind manchmal so schlau, dass sie mit Fachwörtern und komplexen Sätzen nur so um sich werfen. Das ist ok, wenn die Leserschaft aus Fachidioten besteht. Alle anderen möchten vor allem schnell und einfach verstehen, was sie lesen.
✅ Diese Stolperfalle kannst du entschärfen, indem du bei der Eingabe den Stil definierst: "Schreibe möglichst einfach." Oder: "Schreibe in einfachen und kurzen Sätzen."
7. falsche Tonalität
KI-Textgenerierungssysteme können Schwierigkeiten haben, den richtigen Ton zu treffen. Und sie können keine Emotionen ausdrücken, was zu einer unpersönlichen Schreibweise führen kann.
✅ Wenn es das Tool erlaubt, kannst die Zielgruppe definieren oder beim Prompting die Anforderungen eingeben: "Schreibe fröhlich". "Schreibe in der Ich-Form." Trotzdem ist es empfehlenswert den Text mit persönlichen Anekdoten und Aussagen zu würzen.
8. keine Kreativität
✅ Obwohl KI-Systeme in der Lage sind, Texte mit einer gewissen Kreativität zu erzeugen, bringen sie nicht wirklich einzigartige und originelle Ideen hervor, wie das der menschliche Autoren zustande bringen.
Die Lösung. Ran an die Tastatur und selber schreiben: Mach den Text zu deinem Werk, das den Leser fesselt. Prakischerweise hat die KI viel Vorarbeit geleistet.
9. Langeweile
Beim Lesen von KI-generierte Texten hört man manchal im Kopf die Grillen zirpen, weil sie so langweilig sind. Die Gründe dafür sind Wiederholungen, fehlende Struktur, komplexe Sätze und belangloser, austauschbarer und monotoner Inhalt.
✅ Das kannst du ändern, indem du bei der Eingabe den Stil bestimmst: "Schreibe wie Hemmingway" oder "schreibe mit Humor und Action." Viele Tools bieten eine Auswahl an, und sogar die Möglichkeit, die Zielgruppe zu wählen; die KI passt die Sprache an.
In Kürze
Von KI-Programmen gelieferte Texte sind eine praktische Grundlage, aber nicht pfannenfertig für das Marketing. Sie sollten auf inhaltliche, formelle und qualitative Aspekte geprüft und angepasst weden. Dazu gehören positiv formuliert:
Einheitsbrei vermeiden: erstelle einzigartigen Content
Kontext herstellen: der Text soll zeigen, wer der Absender ist
Wiederholungen vermeiden: lösche, was doppelt gemoppelt ist
Struktur reinbringen: das erhöht die Leserzahl
Schreibfehler korrigieren: logisch
Komplexität reduzieren: jeder Leser soll verstehen
Tonalität anpassen: schreibe für die Zielgruppe
Kreativität einbauen: damit der Text in Erinnerung bleibt
Langeweile verabschieden: zieh einen Schreibstil durch
Empfehlung
💗 Ich möchte dir ans Herz legen, keinen von KI geschriebenen Text vorbehaltslos zu übernehmen. Lese den Text gut durch und versetze dich in die Lage des künftigen Lesers, der viel weniger Vorwissen, Zeit und Geduld mitbringt als du. Bearbeite den Text trotz Vorarbeit der KI so lange, bis du überzeugt bist, dass er vom Titel bis zum Schlusssatz gelungen und spannend ist.
Diskussion
Hat dir die KI schon mal einen pfannenfertigen Text geliefert, den du ohne Änderungen übernehmen konntest?
Danke, jetzt bist du an der Reihe: Rock dein Marketing!