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Fünf Jahre hat es von der Planung über den Bau bis hin zur feierlichen Eröffnung gedauert. Am heutigen Mittwoch wird Premierminister Narendra Modi im indischen Bundesstaat Gujarat das höchste Denkmal der Welt einweihen. Die 182 Meter hohe (mit Sockel gerechnet), in Bronze verkleidete «Statue der Einheit», so ihr offizieller Name, zeigt ein Abbild des früheren Unabhängigkeitskämpfers und Innenministers Sardar Vallabhbhai Patel.
Neben der Statue liess Modi in der Umgebung auch ein Forschungszentrum und ein Drei-Sterne-Hotel für die jährlich erhofften 2,8 Millionen Besucher bauen. Finanziert wurde das 400 Millionen teure Projekt grösstenteils vom Bundesstaat Gujarat selbst. Dorfbewohner aus dem ganzen Land stellten für den Bau Ackergeräte zur Verfügung, um sie für das Denkmal einschmelzen zu lassen. Insgesamt 135 Tonnen Metall sollen sie gespendet haben, um dem Politiker ein gebührliches Denkmal zu setzen.
Die 182 Meter hohe Statue ist nicht nur fast doppelt so gross wie die Freiheitsstatue in New York (93 Meter). Sie ist auch mehr als 50 Meter höher als der Lushan-Buddha in der chinesischen Provinz Henan, dem bisherigen Rekordhalter. Der erste Platz könnte für die «Statue der Einheit» trotzdem schon bald wieder Geschichte sein – wenngleich der Weltrekordtitel in Indien bleiben wird: Vor der Küste Mumbais sollen in Kürze die Arbeiten an der Statue für den Hindu-Fürsten Shivaji beginnen. Errichtet auf einer künstlichen Insel soll die Statue inklusive Sockel 212 Meter hoch und 2021 eröffnet werden. Vor wenigen Wochen wurde nach 28-jähriger Planungs- und Bauzeit eine 121 Meter hohe Statue auf Bali eingeweiht.