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Hibiskus (Hibiscus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) mit etwa 200 bis 300 Arten. Sie ist vor allem in den wärmeren Gebieten der Welt verbreitet.
Einige Hibiskus-Arten werden als Zierpflanzen für Parks, Gärten und Zimmer verwendet.
Der wohl bekannteste Vertreter der Gattung Hibiskus ist Hibiscus sabdariffa (Karkade).
Wikipedia schreibt dazu:
„Hibiscus sabdariffa wird, wie auch andere Malven, häufig Hagebuttentee und anderen Früchtetees zugesetzt. Ein beliebtes Getränk ist Hibiskusblütentee nicht nur in Ägypten und im Sudan als Karkadeh, sondern auch in Mexiko (Agua de Jamaica). Der tiefrote Tee wird heiß oder kalt getrunken. In der vegetarischen Küche Südasiens (z. B. in Sri Lanka) findet die Hibiscusblüte auch Verwendung in Currygerichten.
Auch pharmazeutisch werden die Blüten von Hibiscus eingesetzt. Verwendet werden die zur Fruchtzeit geernteten, getrockneten Kelche und Außenkelche von Hibiscus sabdariffa. Die darin enthaltenen Säuren wie z.B. Zitronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure und Hibiscussäure (Allohydoxyzitronensäurelacton) ergeben den säuerlichen Geschmack. Die enthaltenen Anthocyane wie z.B. Delphindin und Cyanidin färben den Teeaufguß dunkelrot. In erster Linie werden sie daher als Korrigens für Geschmack und Aussehen eingesetzt. Indikationen wie Erkältungen, Kreislaufbeschwerden, mildes Laxans sowie Appetitanregung sind nicht belegt, aber in der Volksmedizin weit verbreitet. Auch in der afrikanischen Volksmedizin wird Hibiscus als Tee eingesetzt.“
Hibiscus sabdariffa liefert auch Fasern, die wie Jute verarbeitet werden können. Nach der Fasergewinnung anfallende Rückstände werden zur Produktion von Papier genutzt. Die Hibiscus sabdariffa wird heute in vielen Entwicklungsländern angebaut, weil damit eine Unabhängigkeit von Juteimporten erreicht werden kann.
Weitere bekannte Hibiskus-Arten sind beispielsweise:
– Kenaf (Hibiscus cannabinus), eine tropische bis subtropische Pflanze aus der Familie der Malvengewächse, die zur Gewinnung der gleichnamigen Fasern (Kenaffaser) und Öl (Kenafsaat) angebaut wird.
– Hibiscus fragilis, eine sehr seltene Strauchart der Gattung Hibiskus, die ausschließlich auf der Insel Mauritius beheimatet ist, wo sie durch menschlichen Einfluss weit zurückgedrängt wurde. Im Jahr 2000 existierten dort nur mehr 36 Pflanzen an zwei Standorten. Ein 1960 in der Zeitschrift Modern Photography publiziertes Foto von Hibiscus fragilis der Naturfotografin Patricia Caulfield diente Andy Warhol 1964 als Basis für einen seiner bekannten Siebdrucke, das Motiv nahm er 1974 für ein großes Gemälde (“Flowers”) wieder auf
– Der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), auch Chinesische Rose, Zimmer-Hibiskus oder einfach Hibiskus (aber dies ist eigentlich der Name für die Gattung Hibiscus). Über den Ursprung der Wildform ist nichts bekannt, denn es wurden von den Europäern in zahlreichen Gebieten Asiens bis zu den Pazifischen Inseln nur Zuchtformen gesammelt; man vermutet, dass die Heimat von Hibiscus rosa-sinensis das östliche Indien oder China ist. Es gibt viele Sorten, die als Zierpflanze in Parks und Gärten und Zimmern kultivert werden.
In China gilt der Hibiskus als Symbol für Ruhm, Reichtum, Pracht und für die sexuelle Anziehungskraft eines jungen Mädchens. Erwähnt sei die in zahlreichen Varianten bekannte Erzählung „Der Hibiskusschirm“.
Hibiskus ist seit dem Jahr 1960 die Nationalblume von Malaysia. Ihre fünf Kronblätter sollen die fünf Grundsätze der Nation symbolisieren.
– Der Straucheibisch (Hibiscus syriacus), auch Scharonrose, Syrischer Eibisch, Garteneibisch oder Festblume genannt, stammt aus Asien, dem Orient und aus Japan. In Mitteleuropa wird der Straucheibisch in zahlreichen Formen als Zierstrauch in Gärten kultiviert, muss aber in Norddeutschland und klimatisch ungünstigen Lagen Mitteleuropas einen Winterschutz erhalten. Er ist die Nationalblume Südkoreas. Sein koreanischer Name ist Mugunghwa = „die unvergängliche Blume“.
Kommentar & Ergänzung:
Karkadenblüten geben dem Hagebutten-Portionenbeuteltee die leuchtend rote Farbe.
Für die Phytotherapie ist bei Hibiscus sabdariffa (Karkade) vor allem der hohe Gehalt an Anthocyanen (rote Farbstoffe) interessant. Sie entfalten antioxidative Wirkung.
Zum Karkadentee siehe auch:
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch