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Die weihnachtliche Festzeit beginnt
Weihnachten ist mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahrs. Die weihnachtliche Festzeit beginnt mit der ersten Vesper vor Weihnachten am Heiligabend und endet in der römisch-katholischen Kirche mit dem Fest "Taufe des Herrn" am Sonntag nach "Erscheinung des Herrn". Der erste liturgische Höhepunkt der Weihnachtszeit ist die Mitternachtsmesse. Vor der Liturgiereform von 1963 erstreckte sich der Weihnachtsfestkreis, der den 1. Advent als Vorbereitungszeit einschliesst, bis zum Fest Darstellung des Herrn am 2. Februar, genannt Maria Lichtmess.
Kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember
Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember erst seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist umstritten. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult. Kaiser Auretian hatte den 25. Dezember im Jahr 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt. Zwischen diesem Sonnengott und Christus, der wahren Sonne zogen die Christen früh Parallelen. Weihnachten wird weltweit meist am 25.12. als Geburt von Christus gefeiert. In vielen Ländern wird jedoch bereits am 24.12. also am Heiligabend gefeiert. Der Grund liegt darin, dass ein Fest immer mit den Vigilen, den Nachtwachen des Vorabends begonnen wurde. In Russland wird Weihnachten am 07.Januar gefeiert, da die russische orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet. Vigil wird als Nachtwache vor großen Festen bezeichnet. Christen versammeln sich, um diese Feste wie Weihnachten und Ostern durch das Hören des Wortes Gottes einzustimmen. Sie wachen in der Nacht, um Jesus Christus zu erwarten.
Weihnachten das Familienfest
Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken. Dieser Brauch wurde seit 1535 von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert. Er wollte so, das Interesse der Kinder auf Christus anstelle der Heiligenverehrung lenken. In römisch-katholischen Familien fand die Kinderbescherung weiterhin lange Zeit am Nikolaustag statt. Hinzu kamen alte und neue Bräuche verschiedener Herkunft.
Weihnachtsbräuche und Herkunft
- Krippenspiele gibt es seit dem 11. Jahrhundert
- Der geschmückte Weihnachtsbaum kam im 16. Jahrhundert
- Der Adventskranz gibt es seit 1839
- Der Weihnachtsmann kam im 19. Jahrhundert
- Der Weihnachtsmann löste in Norddeutschland das Christkind und den Nikolaus als Gabenbringer für die Kinder ab
- Viele Länder verbinden weitere eigene Bräuche mit Weihnachten
- Der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend ist auch bei Nicht-Kirchgängern oder Konfessionslosen weit verbreitet
Das Jesuskind in der Wiege
Dass Jesus von Nazareth geboren wurde und als Mensch in seiner Zeit gelebt hat, wird von der Historischen Jesusforschung nicht ernsthaft bestritten. Seine Geburt in Bethlehem wird in zwei der vier Evangelien erzählt. Die Erzählungen wollen aus nachösterlicher Sicht deutlich machen, dass Jesus Christus von Anfang an, bereits als neugeborenes Kind, der Sohn Gottes und der verheissene Messias war.
Die Geburt von Jesus
Eines Tages sandte Gott den Engel Gabriel in die galliläische Stadt Nazareth zur Jungfrau Maria. Maria war mit Joseph, einem Mann aus dem Geschlecht Davids verlobt. Der Engel Gabriel sprach zu Maria: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Du sollst ihm den Name Jesus geben! Jesus wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Maria fragte den Engel Gabriel: Wie soll das zugehen? Da antwortete der Engel: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden!
Als Joseph merkte, dass Maria schwanger war, wollte er sie heimlich verlassen. Plötzlich erschien ihm im Traum ein Engel der sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, deine Frau Maria zu dir zu nehmen, denn was sie empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Name Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden.
Maria und Joseph verliessen die Stadt Nazareth, und pilgerten nach Bethlehem. Dort gebar Maria ihren Sohn Jesus, wickelte ihn und legte das Baby in eine Krippe, welche sich in einem Stall befand, denn sie hatten sonst keine Herberge.
Maria legte das Kind in eine Krippe
Als das Kind geboren war, legte Maria das Kind in eine Krippe. Der Grund es hatte in der Herberge keinen Platz für sie. Die Aussagen der Evangelien zur Geburt kennzeichnen die gesamte Sendung als Jesu Christials Gottes Heilstat zur Erlösung der Menschen durch seinen Sohn.
Und dies dauerte von Jesus Geburt bis zu seiner Hinrichtung am Kreuz. Schon in der Geburt ist Jesus der Sohn Gottes. Matthäus und Lukas betonen dies, indem sie ihrem Evangelium die weihnachtliche Vorgeschichte voranstellten.
Der Stern von Bethlehem
Für den Stern von Bethlehem oder Weihnachtsstern, der den Weisen aus dem Morgenland als Wegweiser gedient haben soll, gibt es viele verschiedene Versuche der astronomischen Deutung. Diskutiert wurden Supernova, Kometen und Planetenkonstellationen.
Die Episode mit dem Stern entspricht als Wundergeschichte an den damaligen Vorstellungen, dass mit der Geburt eines Menschen ein Stern entstehe. Dieser soll mit seinem Tod wieder erlöschen. Der Stern sei umso grösser und heller, je bedeutender der betreffende Mensch in seinem Leben werde.
Geburtsjahr von Jesus
Das tatsächliche Geburtsjahr von Jesus ist vermutlich nicht das Jahr 0. Die Geburt ist nach unserer Zeitrechnung eher 2-7 Jahre früher erfolgt. Der Stern von Bethlehem wird von Wissenschaftlern mit einer speziellen Konstellation aus Saturn und Jupiter im Sternzeichen der Fische gleichgesetzt. Diese Konstellation ist nur alle 805 Jahre zu sehen. Das wurde auch von Johannes Kepler festgestellt. Darum wird von manchen Astrologen vermutet, dass Jesus 7 Jahre früher geboren wurde. Also dann, als diese Planetenkonstruktion wieder einmal auftrat.