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Eine amerikanische Forschergruppe untersuchte die Auswirkungen einer gut aufnehmbaren Form von Curcumin auf die Gedächtnisleistung gesunder Menschen. Weiterhin untersuchten die Forscher, ob Curcumin schädliche und/oder deformierte Proteinplaques im Gehirn auflösen kann. Bekannt ist, dass die Bildung von Plaques beim Älterwerden zunimmt und dass Plaquebildung auch bei Schädigungen von Nervenzellen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielt.
Die klinische Studie wurde an 40 Personen zwischen 50 und 90 Jahren durchgeführt. Die eine Hälfte der Gruppe nahm 18 Monate lang zweimal täglich 90 mg einer gut aufnehmbaren Form von Curcumin ein. Die andere Hälfte der Gruppe erhielt ein Placebo.
Alle Probanden nahmen jedes halbe Jahr an einem kognitiven Test teil. Außerdem wurde zu Beginn der Studie und nach 18 Monaten die Curcuminmenge im Blut gemessen. Weiterhin wurde von 30 Probanden zu Beginn und am Ende der Studie eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erstellt, um das Ausmaß vorhandener deformierter Proteinplaques wie Amyloid und Tau zu bestimmen.
Die Teilnehmer, die Curcumin einnahmen, wiesen eine verbesserte Gedächtnisfunktion auf und gaben an, sich besser konzentrieren zu können. Außerdem zeigte sich bei der Curcuma-Gruppe eine leichte Stimmungsaufhellung und die Ergebnisse des PET-Scans ergaben, dass sich die Anzahl von Amyloid- und Tau-Proteinen in der Amygdala und im Hypothalamus verringert hatte. Dies wurde bei der Placebogruppe nicht beobachtet. Die Amygdala und der Hypothalamus spielen unter anderem eine Rolle bei der Kontrolle und Regulierung von Gedächtnisaspekten und Emotionen.
Es liegen also starke Hinweise darauf vor, dass die tägliche Einnahme einer gut aufnehmbaren Form von Curcumin die Gedächtnisfunktion und das Konzentrationsvermögen gesunder älterer Menschen verbessert. Darüber hinaus deutet der PET-Scan darauf hin, dass die schädlichen Proteinplaques in Gehirnstrukturen, die eine Rolle bei Gedächtnis und Stimmung spielen, abnehmen.
Curcumin genießt aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bereits seit langem wissenschaftliches Interesse. Aufgrund dieser Eigenschaften könnte es in der Lage sein, der Neuroinflammation, die bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen eine Rolle spielt, entgegenzuwirken. In Studien zur Wirkung und Effizienz von Curcumin haben sich bereits mehrere positive Wirkungen bei verschiedenen Erkrankungen gezeigt, bei denen Entzündungen die Grundlage bilden.
Auffallend ist auch, dass ältere Menschen in Indien seltener Opfer von Alzheimer werden und im Alter kognitiv besser abschneiden. Mögliche Ursachen könnten in einer besonderen genetischen Veranlagung, vegetarischer Ernährung und dem fleißigen Verzehr von Curcumin bestehen. Auf welche Weise Curcumin diese positiven Effekte hervorbringt, ist noch nicht abschließend geklärt, aber alles deutet stark darauf hin, dass Entzündungen in Gehirnzellen zurückgehen.
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Small GW, Siddarth P, Li Z, Miller KJ, Ercoli L, Emerson ND, Martinez J, Wong
KP, Liu J, Merrill DA, Chen ST, Henning SM, Satyamurthy N, Huang SC, Heber D,
Barrio JR. Memory and Brain Amyloid and Tau Effects of a Bioavailable Form of
Curcumin in Non-Demented Adults: A Double-Blind, Placebo-Controlled 18-Month
Trial. Am J Geriatr Psychiatry. 2017 Oct 27. pii: S1064-7481(17)30511-0. doi:
10.1016/j.jagp.2017.10.010. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 29246725.