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Simon Clarke erwies sich in der Mini-Ausgabe von Paris-Roubaix, die über 20 Kilometer der gefürchteten Kopfsteinpflaster-Passagen führte, letztlich als der Stärkste einer ursprünglich sechs Fahrer grossen Ausreissergruppe. Der Australier setzte sich nach kräftezehrenden 157 km im Sprint einer Vierergruppe hauchdünn vor dem Niederländer Taco van der Hoorn durch.
Nicht nur für den 35-Jährigen aus Melbourne, der 2012 und 2018 bereits eine Etappe der Vuelta für sich entschieden hatte, war es der erste Tagessieg bei der "Grand Boucle", sondern auch für sein Team Israel-Premier Tech um den vierfachen Tour-Sieger Chris Froome.
In der Gesamtwertung kam es in dieser spektakulären Etappe zu keinem Leaderwechsel, obwohl es lange danach aussah. Wout van Aert gelang es trotz einem frühen Sturz, noch bevor der erste von insgesamt elf Pavé-Abschnitten befahren wurde, seine Maillot jaune nach einer erneut starken Leistung zu verteidigen.
Der Belgier erreichte das Ziel 1:04 Minuten hinter dem Sieger mit dem grossen Feld und liegt nun 13 Sekunden vor dem Amerikaner Neilson Powless respektive 14 Sekunden vor dem Norweger Edvald Boasson Hagen, den Tages-Vierten und -Dritten.
Dahinter folgt mit einem Rückstand von 19 Sekunden bereits Tadej Pogacar. Der zweifache Titelverteidiger aus Slowenien, der im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern ohne Zwischenfall durchkam und in der Schlussphase das Heil in der Offensive suchte, klassierte sich mit 51 Sekunden Rückstand als Etappen-Siebenter und holte damit wertvolle Zeit auf seine Konkurrenten heraus.
Zu den grossen Verlierern des Tages gehörte Pogacars Landsmann und Mitfavorit Primoz Roglic. Der Teamkollege von Van Aert büsste nach einem Sturz fast zwei Minuten auf die anderen Anwärter auf den Gesamtsieg ein. In der Gesamtwertung liegt Roglic, 2020 Gesamtzweiter der Frankreich-Rundfahrt, als 44. bereits über zweieinhalb Minuten zurück.
Als bester Schweizer belegte Stefan Küng am Mittwoch den 57. Platz. Der diesjährige Dritte von Paris-Roubaix pilotierte seinen Teamleader David Gaudu gekonnt über die Pavés, so dass der schmächtige Franzose im Dress von Groupama-FDJ schadlos in Ziel kam. Derweil liess Küng nach getaner Arbeit auf den letzten Kilometern abreissen. Der Thurgauer fiel in der Gesamtwertung vom 9. in den 35. Rang zurück.
In der 6. Etappe vom Donnerstag dürfte es wieder etwas ruhiger werden. Das Teilstück, das mit dem ständigen Auf und Ab einer typischen Classique ähnelt, führt über 220 km von Binche in Belgien südwärts nach Longwy. Die Ankunft in der französischen Kleinstadt ist auch wegen der 2 km langen Schlussrampe nicht für die reinen Sprinter geeignet.
(sda)