Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03121.jsonl.gz/3333

Seit dem 1. Januar 2008 gibt es ein Meldeverfahren, das der offiziellen IV-Anmeldung voraus geht. Folgende Institutionen sind berechtigt, den IV-Stellen eine versicherte Person mit gesundheitlichen Problemen bei einem drohenden Arbeitsplatzverlust oder infolge einer Kündigung zu melden:
- Suva und andere Unfallversicherer
- Krankentaggeldversicherer
- kantonale Sozial- und Arbeitsämter
- Einrichtungen der beruflichen Vorsorge
- Militärversicherer
Eine Meldung empfiehlt sich beispielsweise in folgenden Situationen:
- Der Arbeitsplatz der betroffenen Person ist aus gesundheitlichen Gründen gefährdet.
- Bei der betroffenen Person zeichnet sich aus gesundheitlichen Gründen eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit ab.
- Massnahmen der Frühintervention sind angezeigt und könnten die Aussichten auf Eingliederung verbessern.
- Die betroffene Person hat aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten bei der Suche einer Arbeitsstelle.
- Als vorgelagerter Versicherer der IV-Stelle erhalten Sie Kenntnis davon, dass ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin Unterstützung bei der Weiterbeschäftigung eines Mitarbeitenden mit gesundheitlichen Problemen benötigt.
Im Rahmen der Früherfassung klärt die IV-Stelle innert 30 Tagen ab, ob eine IV-Anmeldung angezeigt ist. Wenn dies der Fall ist, kann die IV-Stelle nach der Anmeldung durch die versicherte Person schnell und unkompliziert Massnahmen zum Erhalt des Arbeitsplatzes oder zur Wiedereingliederung ergreifen.