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Seit kurzem ist definitiv klar: Am 13. Januar beginnt die neue NHL-Saison. Teambesitzer und Spielergewerkschaft haben wichtige Fragen klären können. Wir sagen dir, was du vor dem Start wissen musst.
Die neue NHL-Saison startet definitiv am 13. Januar. Die Liga hat sich vor kurzem mit den Spielern darauf geeinigt, dass die Saison 56 Regular-Season-Spiele umfassen soll. Am 31. Dezember dürfen die sieben Teams, die nicht in den Playoffs waren ihre Trainingslager öffnen, alle anderen Mannschaften erst am 3. Januar. Die Vorbereitung ist damit deutlich kürzer als sonst. Auf Testspiele wird komplett verzichtet, es geht also gleich mit Ernstkämpfen los.
Damit soll es möglich sein, ab 2021/22 wieder zum gewohnten Saisonstart im Oktober zurückzukehren. Der genaue Spielplan ist noch nicht bekannt, dürfte aber demnächst publiziert werden.
Wie bereits erwähnt wird die Regular Season 56 statt wie normalerweise 82 Spiele umfassen. Die Teams wurden in vier neue Divisions aufgeteilt und gespielt wird nur innerhalb dieser Divisions, damit etwas weniger gereist werden muss.
Die kanadischen Teams reisen nie in die USA, sondern tragen die Regular Season untereinander aus. Das hat zur Folge, dass sie gegen gewisse Teams neun oder zehn Mal spielen. In den anderen Divisions tritt jedes Team je acht Mal gegen die anderen Gegner an.
In die Playoffs schaffen es die vier bestplatzierten Teams jeder Division. Das sorgt natürlich für ein leichtes Ungleichgewicht. In den schwächeren North und West Divisions ist es einfacher, den Sprung in die Playoffs zu schaffen, als in der extrem stark besetzten East Division.
Die Playoffs sollen über vier Runden gehen, wobei die ersten zwei Runden jeweils auch nur innerhalb der Division gespielt werden. Das bedeutet, dass jede der vier Divisions jeweils einen Stanley-Cup-Halbfinalisten stellt.
Anders als noch bei den Playoffs im Sommer kommt in der Regular Season keine «Bubble» zum Einsatz. Die Teams spielen in ihren jeweiligen Heimstadien – zumindest die meisten. Noch etwas unklar ist die Situation bei den San Jose Sharks. Das Santa-Clary-County in Kalifornien befindet sich in einem rigorosen Lockdown. Die Sharks tragen ihr Trainingslager deshalb auswärts in Scottsdale/Arizona aus. Gut möglich, dass sie auch dort in die Saison starten.
Ebenfalls ein Diskussionspunkt ist Vancouver. Die Provinz British Columbia hat noch kein grünes Licht gegeben, dass die Canucks ihre Spiele auch tatsächlich in Vancouver austragen dürfen. Zur Diskussion steht ein temporärer Umzug nach Edmonton.
Wenn ein NHL-Team tatsächlich umziehen müsste, kriegen die Spieler für sich und ihre Familien in der entsprechenden Stadt ein Hotelzimmer und einen Mietwagen.
Es gibt kein generelles Zuschauerverbot. Je nach epidemiologischer Lage am Austragungsort können bei den Spielen auch Fans dabei sein. Aktuell scheinen aber nur die Florida Panthers und die Dallas Stars mit einigen wenigen Zuschauern zu planen.
Aufgrund der unberechenbaren Situation mit Covid-19 sind die Teams in dieser Saison etwas grösser, als man sich das gewohnt ist. Damit bei positiven Tests nicht plötzlich eine Rumpfmannschaft antreten muss, darf jedes Team vier bis sechs Reservespieler dabei haben – man nennt diese Reserve «Taxi Squads».
Spieler in diesen «Taxi Squads» dürfen mit den NHL-Teams trainieren, können aber in dieser Zeit nicht in der AHL eingesetzt werden. Mit diesem System will die NHL ein ständiges Hin- und Herreisen zwischen NHL und AHL verhindern. Die Spieler in den «Taxi Squads» verdienen den AHL-Lohn (sofern sie über einen Zweiweg-Vertrag verfügen) und zählen nicht gegen den Salary Cap.
Nein. Wie schon bei den Playoffs sind die Spieler nicht verpflichtet, an der neuen Saison teilzunehmen. Sie müssen sich aber bis zum 24. Dezember (Teams, die 2019/20 nicht in den Playoffs waren) oder bis zum 31. Dezember (Playoff-Teams) entscheiden.
Wenn ein Spieler sich entscheidet, in der kommenden Saison nicht zu spielen, wird er allerdings auch nicht bezahlt. Und das Team hat die Möglichkeit, den Vertrag des Spielers wegen der verlorenen Saison um ein weiteres Jahr zu verlängern.
Die meisten Spieler, die von einem NHL-Team ausgeliehen wurden, sind bereits wieder abgereist. Joe Thornton (Davos/Toronto) und Erik Brännström (Langnau/Ottawa) haben die Schweiz schon vor einigen Tagen verlassen. Ryan McLeod (Zug/Edmonton) folgte wenig später. Marco Rossi (Zürich/Minnesota) und Simon Knak (Davos/Portland) bestreiten demnächst die U20-WM. Zuletzt wurden auch Pius Suter (Zürich/Chicago), Gaëtan Haas (Bern/Edmonton) und Philipp Kurashev (Lugano/Chicago) nach Nordamerika zurückbeordert.
Nur Denis Malgin (Lausanne/Toronto) weilt derzeit noch in der Schweiz. Zudem wurde bekannt, dass Verteidiger Tim Berni (Columbus) die ganze restliche Saison an die ZSC Lions ausgeliehen bleibt.