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Corbus Kapelle: Vandalismus in Ronchamp
Vandalismus an Bauwerken gehört zum Alltag. Doch zum Aufschrei kommt es oft nur, wenn es das Werk eines berühmten Architekten trifft. Am Freitag war es die Kapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp von Le Corbusier.
Eines der bekanntesten Bauwerke des Schweizer Architekten Le Corbusier wurde vor wenigen Tagen bei einem Einbruchsversuch in Mitleidenschaft gezogen, wie Le Monde berichtete. Eine Nonne hatte die Polizei benachrichtigt, die dann vor Ort das Malheur wie folgt beschrieb: ein gebrochenes Bleiglasfenster, das eine der Originalillustrationen des Architekten trug, und ein fehlender Betonsockel. Auch die Eingangstüre zeigte Spuren eines gewaltsamen Eindringens.
Quelle: Bild: wikimedia commons
Die Fondation Le Corbusier beklagt den schlechten Allgemeinzustand der am 25. Juni 1955 eingeweihten Kapelle Notre-Dame-du-Haut.
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Die Eingangstüre der Kapelle Notre-Dame-du-Haut zeigte laut Polizeiangaben Spuren eines gewaltsamen Eindringens.
Den Einbruchsversuch und die damit verbundenen Beschädigungen an der Kapelle mit Weltruhm, an der sich seit jeher die Geister scheiden, nahm die Fondation Le Corbusier, selbst erklärte Beschützerin aller Werke des Künstlers, zum Anlass, den schlechten Allgemeinzustand des am 25. Juni 1955 eingeweihten Bauwerks zu beklagen. Stiftungspräsident Antoine Picon nannte als dringende Baustellen insbesondere „Feuchteprobleme, Infiltration und eine armselige Instandhaltung des Mauerwerks.“ Der Beliebtheit des Bauwerks unter durchschnittlich 80'000 Touristen jährlich tat das bisher keinen Abbruch. Die beim jüngsten Fall von Vandalismus entstandenen Schäden bezeichnete der Stiftungspräsident jedoch als irreparabel.(tw)