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Die Strasse, an der ihr Grossvater, Curé Pierre César, seiner nach jungen christkatholischen Gemeinde St-Imier ihre Kirche erbauen liess – sie wurde am 2. Juni 1912 von Bischof Herzog geweiht – trägt nun den Namen «Rue Denise Bindschedler-Robert».
Wie ist unser 2008 verstorbenes Gemeindeglied zu dieser Ehre gekommen? Den Behörden von St-Imier ist es ein Anliegen geworden, den Frauen, die die Geschichte der Stadt geprägt haben, einen Platz im öffentlichen Raum einzuräumen.
Denise Bindschedler-Robert, am 10. Juli 1920 in St-Imier geboren und aufgewachsen, blieb zeitlebens ihrer Geburtsstadt verbunden. In Anwesenheit von Vertretern der Stadtbehörden, der Christkatholischen Kirchgemeinde und ihrer Familie fand diese Ehre aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 10. Juli 2020 statt.
Inschrift der Tafel
Geboren in St-Imier und Enkelin von Pierre César, wurde sie 1966 als erste Frau Mitglied des Synodalrates der Christkatholischen Kirche der Schweiz, ein Amt, die sie bis 1985 innehatte.
Als angesehene Juristin für humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte hatte sie zwischen 1975 und 1991 Einsitz am Europäischen Gerichtshof in Strassburg und war von 1991 an Vorsitzende des Internationalen Instituts für Menschenrechte.
Von 1986 bis 1990 war sie Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.