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Modern, minimalistisch aber trotzdem warm wirkt das Haus, das von Norm Architects entworfen wurde. Die unkonventionelle Architektur, die von den Berghäusern inspiriert wurde, die schräge Decke, sowie die Verteilung der Räume auf drei Ebenen, die mit nur wenigen Stufen voneinander getrennt sind, machen Einzigartigkeit dieses Hauses aus.
Sehr interessant und durchdacht ist das Lichtkonzept in dem Haus; einerseits die grossflächigen Fenster auf dem nierdrigsten Niveau des Hauses, andererseits die kleineren, vertikalen Fenster an den Seitenwänden und die ganz schmalen horizontalen Fenster direkt unter der Spitze des Daches. In einigen Trennwänden wurden zusätzlich oben unter der Decke grössere Öffnungen gelassen. Das alles erlaubt dem Licht die Räume zu durchdringen und schafft eine optimale, natürliche Beleuchtung.
Um den Räumen Ruhe und Gelassenheit zu verleihen, hat man absichtlich auf starke Kontraste verzichtet, darum sind die Innenräume in hellen Farben gehalten. Die grauen Wände mit der sichtbaren Struktur der Ziegelsteine und der gebürstete Eichenfussboden wirken ziemlich steril, aber gleichtzeitig auch warm und gemütlich.
Ein weiterer interssanter Platz im Haus ist die Küche, die einerseits offen, gleichzeitig aber in zwei Nischen versteckt ist. Sie ermöglicht, dass das Kochen und die damit verbundene Unordnung den Gästen erspart bleibt. Erwähnenswert ist auch die Platzierung des Kaminfeuers, das von vier Stellen aus gesehen werden kann: aus dem Treppenhaus, aus der Küche, aus dem Wohnzimmer und aus dem Essbereich.
Die Einrichtung des Domizils wurde auf nur wenige Farben beschränkt. Es dominieren weisse, schwarze und naturfarbene Möbel. Meine Favoriten in der Inneneinrichtung sind die im Treppenhaus hängende Random Light von Moooi, sowie die Wishbone Stühle von Carl Hansen & Son, die bei dem einfachen weissen Tisch besonders gut zur Geltung kommen, und die verspielte Hängeleuchte Maskros von Ikea verleiht dem Essbereich einen lockeren Charakter.
Das Wohnzimmer wurde mit einem grauen Sofa, den einfachen schwarzen Sesseln PK22 (PK sind die ersten Buchstaben des Designers Poul Kjærholm) und dem genauso asketischen in seinem Stil gehaltenen Kaffeetisch PK61 (beide von Fritz Hansen) ausgestattet.
Auf dem obigen Foto ist ein Teil des Arbeitszimmers zu sehen und die interessante schwarze Tischlampe, die von Verner Panton entworfen wurde und heute von der dänischen Marke &Tradition produziert wird. Auch die auf dem Foto unten stehende Skulptur ist in Wirklichkeit ein Tisch, der Shuffle Table heisst und auch aus dem Hause &Tradition stammt. Er wurde von Mia Hamborg entworfen und, worauf sein Name hindeutet, können einzelne Teile beliebig gemischt und aufeinander gestapelt werden.
Photo credit: Norm.Architects