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Nur 254 Modelle des BMW 507 verließen zwischen 1955 und 1959 das Werk des deutschen Automobilherstellers.
Eines davon fiel in die Hände eines legendären Musikers, nachdem es 50 Jahre später in einer Kürbis-Lagerhalle wieder entdeckt wurde. Nun wurde dieser besondere BMW restauriert.
Unterhöschen auf der Bühne, Telefonnummern in Liebesbriefen? Kaum jemand wusste seine Hüfte so einzusetzen wie der weltberühmte Musiker Elvis Presley.
Es verwundert nicht, dass er mit diesem legendären Hüftschwung so manche Massenhysterie bei seiner weiblichen Anhängerschaft auslöste. Selbst eines seiner besten Stücke blieb nicht verschont.
Mit Lippenstift geschriebene Liebesbotschaften auf der weißen Lackierung eines BMW 507? Solche eindeutigen Mitteilungen gab es nur für King of Rock ‘n’ Roll. Das epische Gefährt, das Presley während seiner Stationierung in Deutschland als US-Soldat erwarb, wurde im BMW Classic Center restauriert. Bis dahin hatte die V8-motorige Automobil-Ikone eine lange Geschichte hinter sich, die nichur von einem deutschen Rennfahrer, sondern auch von einer Kürbis-Lagerhalle handelt.
Und es begann am 13. September 1957, als ein Zweisitzer mit der heute legendären Seriennummer 70079 die BMW-Produktionsstätte verließ. Der erste Besitzer des wohle begehrtesten BMW 507 aller Zeiten, Hans Stuck, war ein bekannter Motorsportler, der zwischen Mai und August 1958 mehrere Bergrennen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewann. Nachdem Stuck mit seinem BMW einen automobilen Schönheitswettbewerb in Wiesbaden gewann und der BMW noch einen Gastautritt im Film „Hula-Hopp Conny“ ergatterte, verkaufte Stuck das Fahrzeug an einen Autohändler weiter. Ein junger Künstler interessierte sich für den sportlich designten Wagen und kaufte diesen. Da die Liebesbotschaften Presley in seiner Funktion als US-Soldat in so manche prekäre Lage brachten, wurde das Fahrzeug vom weißen Lack befreit und es bekam eine neue rote Lackierung. Obwohl Presley das Gefährt nach seinem Dienst in die USA überführen ließ, tauchte dieses im Jahr 1960 bei einem Chrysler-Händler in New York auf.
Es vergingen mehrere Jahrzehnte, bis das begehrte Sammlerstück in einer Kürbis-Lagerhalle in Kalifornien zwischen historischen Fahrrädern und Automobilen aller Art auftauchte. Dass der ehemalige Raumfahrt-Ingenieur Jack Castor im Besitz des legendenumwobenen Presley-BMW war, stellte sich erst durch die Seriennummer heraus. Zwei Jahre dauerte die Restaurierung. Der Motor des Oldtimers wurde aus Einzelteilen komplett neu aufgebaut. Fensterkurbeln und Türöffner in 3D-Druckverfahren neu hergestellt.
Der Oldtimer erstrahlte in einem neuen Glanz. Am 21. August wurde der neue alte BMW beim kalifornischen Pebble Beach der Öffentlichkeit präsentiert und wird noch eine Weile auf Tournee gehen. Und das in einer neuen weißen Lackierung.