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Ein Schauspiel, das nach alter Lustspielmanier mit drei Verlobungen endet. Allerdings sind einige Hindernisse zu überwinden, bis diese zustande kommen können. Der Problemstoff ist so gewählt, dass er auch heute gültig sein könnte, denn Gegensätze zwischen Bürger- und Künstlertum gibt es stets. Allerdings kann man einen Bildhauer nicht mehr so leicht in den Schuldturm werfen, weil er eine Vorauszahlung aufbraucht, ohne dafür Arbeit zu leisten. In einem heutigen Gefängnis könnte er allerdings nicht die wieder auflebende Schaffenslust und wut austoben und die versprochenen Steinbilder meisseln. Nun, der Bildhauer hier tut es, verewigt seine Verfolger in Karrikaturen und entfesselt so einen neuen Sturm. Der Verfasser hat den Versuch gemacht, ein Drama zu gestalten zwischen Menschen reinen Herzens und solchen, die krumme Wege gehen. Es ist beim Versuch geblieben, weil die Reden viele Gemeinplätze und «schöne Redensarten» enthalten, wobei manches nur erzählend und undramatisch dargestellt ist. Die Personen, die sich zudem auch noch oft gegenseitig belauschen, wirken unglaubwürdig. Jeder Verein muss es sich wohl überlegen, ob er die grosse Arbeit und die Kosten, die diese Inszenierung erfordert, an ein so unvollkommenes Werk wenden will.