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Im letzten Artikel auf Staatenlos haben wir uns bereits mit dem VAE-Emirat Ras-Al-Khaimah beschäftigt. Dieses gilt als eines der besten Jurisdiktionen weltweit zur Offshore-Unternehmensgründung – mithilfe einer sogenannten IC (International Company). Was der Traum vieler Online-Unternehmer ist, kann jedoch selbst für zahlungskräftige physische Unternehmer wahr werden, die gewillt sind ihre Produktionsstätten ins Ausland zu verlagern. Etwa in eine von mehreren Freihandelszonen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die mit zahlreichen Vorteilen für Unternehmen und Unternehmer selbst locken. Welche dies sind, möchte ich im heutigen Beitrag erforschen.
Was ist eine Freihandelszone?
Eine Freezone, auch Freihandelszone genannt, ist eine territoriale Enklave, welche außerhalb des Zollgebietes eines bestimmten Landes liegt. Eine Freezone kann sich ebenfalls durch den Zusammenschluss von mehreren Ländern bilden, die auf einem ausgewiesenen Gebiet eine zollfreie Zone schaffen. Weil in einer Freihandelszone weder Zölle noch Steuern erhoben werden, fördern diese vor allem den Handel und besonders den Import und Export von Waren aller Art.
Mit einem Freezone-Abkommen, welches auch mehrere Länder zur Gründung einer gemeinsamen Freezone schließen könnten, werden alle Barrieren abgebaut, die freien Handel behindern könnten. Es fallen innerhalb einer Freezone weder Zölle noch Steuern an. Diese Barrierefreiheit einer Freihandelszone lockt Unternehmen aus allen Branchen und allen Ländern an sich hier niederzulassen oder auch neue Firmen und Gesellschaften zu gründen.
Eine FTZ optimiert somit den Warenverkehr unter einzelnen Ländern und schafft die Möglichkeit Importe aus Drittstaaten abzusichern bzw. diese sogar ganz auszuschließen.
Die wichtigsten Arten der Freihandelszonen sind:
- Freihandelszone
- Freihafenzone
- Exporthandelszone
Freihandelszone
Eine Freihandelszone definiert einen geografischen Bereich innerhalb eines Staates und kann überall innerhalb eines Landes ausgewiesen bzw. angesiedelt sein. Die Globalisierung von großen Handels- und Produktions-Unternehmen, eröffnet diesen Firmen die Möglichkeit ganze Produktionsstränge in die Free Zone zu verlegen, was natürlich beim Transport und beim Export in andere Länder enorme Einsparungen garantiert. Genauso gut kann man aber allerdings auch die Produktionsstätte in ein anderes Land verschieben und die daraus resultierenden Produktionsgüter zoll- und steuerfrei in die Freezone einführen.
So könnte ein Unternehmen zum Beispiel in China ihre Ware produzieren lassen und könnte diese zoll- und steuerfrei in die Free Zone einführen um dann die Produkte aus der Free Zone heraus wieder steuerfrei zu exportieren. Die Gewinne der Gesellschaft oder des Unternehmens blieben somit steuerfrei im Free Zone-Staat.
Typische Geschäftsaktivitäten sind hierbei der Umschlag und die Lagerung von Waren in, oftmals schon von der Freihandelszone bereitgestellte (vermietete) Lagerhallen, die Verpackung und Sortierung einzelner Produkte in kleineren Mengen oder Einzelpakete, sowie die Inspektion von Vertriebs- und Frachtzentren und Komponenten.
Freihafenzone
Eine Freihafenzone ist eine spezifische Freihandelszone, welche mit einem See- oder Flughafen verbunden ist. Eine Freihafenzone wird zur Erleichterung staatlicher Restriktionen und den freien Fluss von Produkten geschaffen. Freihäfen erlauben die zollfreie Ein-und Ausfuhr von Waren und garantieren zudem Steuerfreiheit. Diese immensen Vorteile bieten Gesellschaften große finanzielle, steuerliche, investitionsfreundliche und ordnungspolitische Anreize. Auch der Bankverkehr, Handelsbarrieren und die behördlichen Vorgaben für Mitarbeiter und Angestellte sind innerhalb der Grenzen eines Freihafens gelockert. Manche Freihäfen haben gar vor kurzem eine multimodale Frachtübergabe an Transportsysteme als neue Serviceoption geschaffen.
Exporthandelszone
Eine Exporthandelszone ist definiert als ein Bereich, in dem ausländische Firmen über spezielle Anreize und Privilegien Waren produzieren können die für den Export bestimmt sind. Das sind häufig Industriegebiete mit Zoll-Privilegien, die finanziellen Anreiz für ausländische Investoren für Export-orientierte Industrieunternehmen bietet.
Freihandelszonen in der Welt
Die erfolgreichsten und vor allem die international beliebtesten aller Freihandelszonen befinden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE):
- Ras Al Khaimah Free Trade Zone – RAK (ca. 80 km von Dubai entfernt);
- Ajman Free Trade Zone (ca. 40 km von Dubai entfernt);
- Dubai (Standort mit höchsten Auflagen und Gründungskosten).
Als Sondergebiet des „Freihandels“ gilt darüber hinaus Hong Kong. Weitere Freihandelszonen befinden sich etwa in Litauen, China, Russland und diversen weiteren Entwicklungsländern. Als Freihafen bekannt ist das Gebiet um den Panamakanal. Auch in Deutschland gibt es mit Bremerhaven und Cuxhaven noch 2 Freihäfen.
Das Free Private Cities Projekt, zu dem wir auf Staatenlos schon Titus Gebel interviewen durften, lehnt sich ebenfalls an den Erfolg von Freihandelszonen an. Doch was machen diese so besonders? Ein Blick auf den Erfolg der Freihandelszonen in den Vereinigten Arabischen Emiraten kann uns helfen dies aufzuklären.
Die Vorteile der VAE-Freihandelszonen
In einer hoch regulierten und besteuerten Welt ist es nicht einfach Unternehmer zu sein. Zuerst erfährt man nur Mitleid, wenn man erfolgreich ist nur noch Neid. Man muss hohe Lasten schultern um für seinen Erfolg nur mehr und mehr bestraft zu werden. Zum Glück gibt es Regionen auf der Welt, in denen dies nicht so ist. Dazu gehören die Freihandelszonen in der Vereinigten Arabischen Emiraten. Folgende Vorteile, von denen viele Unternehmer nur träumen, kannst Du dort genießen.
Steuervorteile
- keine Körperschaftssteuern
- keine Einkommenssteuern bei Wohnsitzverlagerung;
- keine Devisenkontrollen;
- 100% Kapital-und Gewinnrückführung erlaubt;
- starke Wertschätzung und voll konvertierbare Währung;
- eine sehr geringe Inflationsrate;
- keine Gewerbesteuern oder ähnliche Abgaben.
Regulierungsvorteile
- eine Freizonen-Gesellschaft kann zu 100% im eigenen Eigentum sein;
- keinerlei Handelsbarrieren oder Quoten;
- unkomplizierte Lizenzverfahren;
- einfache Richtlinien für Im- und Export;
- sehr liberale Arbeitsgesetze;
- kaum Einschränkungen bei der Einstellung von Ausländern.
Weitere Vorteile für den Unternehmer
- Ausstellung eines Residenten-Visa für Gesellschafter und deren Familie;
- unternehmerfreundliche Behörden mit „Politik der offenen Türen“;
- enormer Freiraum für Sondergenehmigungen;
- top Infrastruktur, modernste Entwässerung und Abwasser-Anlagen;
- Verfügbarkeit von Strom, Wasser und Gas zu günstigsten Preisen;
- modernste Telefon-und Internetverbindungen;
- exzellente lokale und internationale Banken;
- Löhne weit unter europäischen Niveau (Teilzeitkraft 200$);
- die geografische Lage nahe zum gesamten Golf und den globalen Märkten;
- preiswerte Wohnungen, Häuser, Hotels, Sport-und Freizeiteinrichtungen.
Freihandelszonen in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Freilich gibt es nicht nur eine Free Zone in den VAE, sondern gleich mehrere. Vom logischen Erfolg dieser Freihandelszonen überzeugt, hat fast jedes der 7 Arabischen Emirate eine – oder gleich mehrere – solcher Zonen geschaffen. Diese unterscheiden sich oft nicht nur nach Branchen und Geschäftsfeldern, sondern auch nach Kosten, Lizenzvergabe und Regulierungsvorteilen.
Allein in Dubai gibt es inzwischen 9 Freihandelszonen.
- Jebel Ali Free Zone: u.a. eine Freihafenzone
- Metals and Commodities: fördert den Grundstoffumschlag
- Dubai Media City: internationale Produktionen
- Knowledge Village: Ableger internationaler Hochschulen
- Gold and Diamond Park: Gold- und Diamantenhandel
- Cars and Automotive: für die Automobilbranche
- Dubai Maritime City: maritime Dienstleistungen
- Dubai Aid City: internationale Gesundheitsangebote
- Dubai South: neue große Freihandelszone am Al Maktoum Airport
Weitere Freihandelszonen gibt es in Ras Al Khaimah (RAK), Ajman und Fudschaira. Während die Steuer- und Regulierungsvorteile in allen Zonen ähnlich sind, so gibt es in manchen Free Zones doch Besonderheiten.
Wer etwa auf eine Wohnsitznahme in den VAE schielt, der bekommt sein Residenten-Visa deutlich unkomplizierter über eine Freezone-Gründung in Ajman statt in den anderen Emiraten.
Generell ist es ohnehin wesentlich auf die Lizenzarten zu schauen, die die einzelnen Freihandelszonen anbieten. So ist man auf die Freihandelszonen beschränkt, die dem eigenen Geschäftsfeld entsprechen:
Ras Al Khaimah: Industrie, Handel, Im- und Export, Dienstleistungen und Medien
Dubai (Jebel Ali Freezone): Handel, Industrie, Dienstleistungen oder nationale Industrie
Ajman (Ajman Freezone): Handel, E-Commerce, Dienstleistung und Service
Dubai South: Industrie, Im- und Export, Handel, Business(Commercial), Beratung & Dienstleistung.
In diesem Artikel werden wir uns auf die Freihandelszonen in Ajman, Ras-Al-Khaimah und Dubai South beschränken.
Jebel Ali kann in Einzelfällen interessant sein, ist aber im Vergleich sehr aufwändig sowohl in der Gründung als auch der Austellung von Residenten-Visa.
Die Struktur einer Freezone-Gesellschaft
Bevor wir zu der Vorstellung der einzelnen Freihandelszonen kommen, gehen wir auf die Struktur der eigentlichen Gesellschaften ein, die man dort gründen will. Diese ist nämlich an allen Standorten gleich – lediglich die Kosten und die oben genannten Lizenzarten variieren.
Generell muss man zwischen drei Gesellschaftstypen von Free-Zone-Gesellschaften unterscheiden.
- Free Zone Company (FZC): mindestens 2 Gesellschafter nötig
- Free Zone Establishment (FZE): nur ein Gesellschafter nötig
- Branch: Zweigniederlassung eines bestehenden Unternehmens
Für die Zwecke meiner Leser ist vor allem die FZE als Einmann-Gesellschaft am Interessantesten. Die Struktur ist ungeachtet des Gesellschaftstypes jedoch dieselbe.
Ein Freihandelszonen-Establishment ist eine normale Kapitalgesellschaft und damit haftungsbeschränkt. Der Name ist frei wählbar, setzt aber das Einverständnis der entsprechenden Investment-Behörde voraus. Sie benötigt ungleich zur FZC nur einen Gesellschafter, auch nur ein Geschäftsführer ist ausreichend.
Natürlich ist die Freezone-Firma steuerfrei. Es besteht eine gesetzliche Buchhaltungs-, jedoch keinerlei Abgabepflicht für Freezone-Gesellschaften. Allerdings herrscht eine 7-jährige Belegaufbewahrungspflicht, die in der Regel vom Gründungsdienstleister übernommen wird.
Ein großer Unterschied zu Offshore-Gesellschaften wie in RAK ist die zwingende Pflicht eine physische Betriebsstätte zu unterhalten. Für diese Büro-Betriebsfläche, selbst wenn man sie nicht nutzen sollte, sind mindestens 300€ im Monat zu kalkulieren – in dem Fall für einen Schreibtisch in einem Großraumbüro. Viele anderere Office-Pakete zu höheren Preisen sind denkbar. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, sich selbst ein entsprechendes Büro anzumieten.
Die Gründungsdauer einer Freezone-Gesellschaft ist relativ lang. 2-3 Wochen sollte man dafür einkalkulieren. Eine persönliche Anwesenheit ist dafür nicht erforderlich, wird jedoch spätestens zur Bank-Konten-Eröffnung in den Emiraten nötig. Hier hat die FZE je nach Geschäftsvolumen fast freie Auswahl an Banken in einem der 7 Emirate. Nötige Dokumente sind eine Passkopie und das Original einer Verbrauchsrechnung. Weitere Dokumente können von der relevanten Behörde angefordert werden.
Ähnlich der RAK Offshore-Gesellschaft, aber noch mehr, ist eine Freihandelszonen-Gesellschaft aus den Emiraten international anerkannt und kann die meisten Dienstleistungen, etwa auch Paypal- mit vollem Funktionsumfang nutzen. Im Gegensatz zur Offshore-Gesellschaft kann sich eine Freezone-Company nämlich auf die umfassenden Doppelbesteuerungsabkommen der Emirate verlassen, die u.a. auch mit Deutschland und Österreich vereinbart wurden. Mit folgenden Staaten unterhalten die VAE ein DBA:
- Österreich
- Weißrussland
- Belgien
- Kanada
- China
- Tschechische Republik
- Ägypten
- Finnland
- Frankreich
- Deutschland
- Indien
- Indonesien
- Italien
- Libanon
- Malaysia
- Malta
- Marokko
- Neuseeland
- Pakistan
- Polen
- Rumänien
- Singapur
- Sudan
- Thailand
- Tunesien
- Türkei
- Ukraine
Die Freihandelszone in Ras-Al-Khaimah
Zuerst beschäftigen wir uns mit der Freizone in RAK, das wir aus unserem letzten Beitrag kennen, ehe wir zu Ajman und Dubai South übergehen.
Das Emirat Ras Al Khaimah ist das siebte und letzte Emirat, welches 1972 in die Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aufgenommen wurde. Ras Al Khaimah heißt aus dem arabischen übersetzt die „Spitze des Zeltes“ und hat diesen Namen seiner geographischen Lage zu verdanken, nämlich die Form eines Zeltes, das an der oberen nördlichen Spitze der Vereinigten Arabischen Emirate gelegen ist. Mit 170.000 Quadratkilometern und 290.000 Einwohnern handelt es sich um ein relativ kleines Emirat, dessen Bevölkerung jedoch kontinuierlich mit 5% im Jahr wächst. Dubai ist nur etwa 80 Kilometer entfernt und schnell zu erreichen. Besonders der aufstrebende Tourismus spielt neben den Freizonen eine Rolle hier.
Ras Al Khaimah verfügt über einen sehr großen Containerhafen und über einen internationalen Flughafen, was das Emirat zu einem der attraktivsten Umschlageplätze in der gesamten Region gemacht hat. So gewann die RAK Free Zone schon etliche Preise, etwa den Middle East Logistics Award (MELA Award) als „beste aufstrebendste Freihandelszone“.
RAK eignet sich deshalb insbesondere für Unternehmer, die ein Import-Export-Unternehmen in die Emirate verlagern wollen. Mehr als in allen anderen Emiraten herrschen hier ausgezeichnete Bedingungen zu diesem Zweck. Mit einem ausgestellten Residenten-Visa können sie trotzdem in einer der anderen Emirate- etwa im nahen Dubai, leben.
Die Freihandelszone Ajman
Das Emirat Ajman ist mit 259 Quadratkilometern flächenmässig das kleinste der sieben Emirate. Ajman liegt direkt am Persischen Golf, nur etwa 20 Kilometer von Dubai entfernt. Im Gegensatz zu Ras Al Khaimah, gibt es in Ajman kaum Landwirtschaft, das Emirat lebt vom Tourismus und Handel. In Ajman, der Hauptstadt des 250.000 einwohnerstarken Emirates, leben über 95% der Bevölkerung.
Ajman hat durch einem Bauboom in den letzten Jahren eine massive Entwicklung erlebt. Die Hauptstadt zieht sich etwa 16 Kilometer entlang der Golfküste. Neben dem Ausbau der touristischen Angebote setzt Ajman jedoch in erster Linie auf den Ausbau und die Modernisierung der Ajman Freihandelszone.
Diese wurde im Jahre 1988 gegründet und im Jahre 1996 zu einem Industriepark ausgebaut. Durch die Nähe zur Metropole Dubai besitzt Ajman den Zugang zu zwei internationalen Flughäfen und vier Hafenanlagen. Der Hafen von Ajman wird derzeit zu einem der wichtigsten maritimen Schwerpunkte auf Weltniveau ausgebaut. Momentan wird die Freihandelszone im Rahmen eines Multi-Millionen-Investitionsplanes, auf eine Größe erweitert, die es ermöglichen soll, bis zu 4.000 Unternehmen ansiedeln zu können.
Ajman ist insbesondere interessant für E-Commerce-Unternehmer. Weiterhin hat das Emirat vergleichbar niedrige Kosten und macht es Gesellschaftern am leichtesten ein Residenten-Visa zur steuerfreien Wohnsitzverlagerung in einer der Emirate ausgestellt zu bekommen.
Die Freihandelszone Dubai South City
Dubai South ist eine neue Freihandelszone im Süden des bekanntesten Emirates Dubai und schon jetzt eine wirtschaftliche Drehscheibe Die Stadt ist ebenfalls Standort des bereits weltbekannten Al Maktoum Airports, welcher nach seiner kompletten Fertigstellung der größte Flughafen der Welt sowie Gastgeber der Expo 2020 sein wird. Das bedeutet vor allem kurze Wege – ein Stopover nach Dubai könnte reichen um kurz an seinem Büro nach dem Rechten zu sehen. Der Flughafen wird eine Kapazität von 220 Millionen Passagieren und 16 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr haben.
Vorteil dieser neuen Freihandelszone sind nicht nur die hervorragend Erreichbarkeit, sondern die deutlich geringeren Kosten als in bestehenden Freihandelszonen in Dubai. Für die Miete des nötigen Büros werden hier nur etwa 3000€ im Jahr fällig.
Die Freihandelszone Dubai South richtet sich demnach insbesondere an die Logistik- und Luftfahrtbranche, kann aber auch ein ausgezeichneter Standort für Berater, Vermittler, individuelle Dienstleistungen oder auch den Vermögensschutz sein.
Was kostet eine Freihandelszonen-Firma in den VAE?
Die Kosten einer Firma in den Freihandelszonen der Vereinigten Arabischen Emiraten schwanken von Standort zu Standort und werden auch von Lizenzart, Geschäftstätigkeit und weiteren Faktoren beeinflusst. Falls Du an einer Gründung einer Freezone-Company interessiert bist, zögere nicht Dir über Staatenlos ein individuelles Angebot einzuholen.
Im Folgenden findest Du jedoch eine Modellrechnung für die Kosten eines Free Zone Establishments in der neuen Freihandelszone Dubai South:
Für eine Gründung in der dortigen Free-Zone samt der Möglichkeit zweier Investoren-Visa solltest Du 42.000 AED veranschlagen, also etwa 10.500€. Für zwingend nötige Betriebsstätte werden Einmalkosten von 400€ und eine Jahresmiete von 3000€ für die günstigste Büro-Einheit samt Telefonanschluss fällig.
Wer plant, in die Emirate einzuwandern, der hat als Gesellschafter das Recht ein Investoren-Visa zu beantragen. Dazu sind einige zusätzliche Formalitäten und Behördengänge notwendig. Zur kompletten Wohnsitzverlagerung sind mit zusätzlichen 7000 AED, also etwa 1700€ zu rechnen.
Insgesamt kann eine Freezone-Gründung in Dubai South samt Wohnsitzverlagerung also etwa 15.000€ im ersten Jahr kosten. Ab dem zweiten Jahr muss man etwa mit der Hälfte an Gebühren rechnen, die für Beratungskosten, Repräsentationsgebühren, die Belegverwaltung und natürlich die Betriebs-Stätte draufgehen.
Was sich nach viel anhört, sollte man jedoch im Kontext betrachten. Geboten wird nicht nur ein komplett steuerfreies physisches Unternehmen mit unschätzbaren Vorteilen, sondern auch komplette Einkommenssteuerfreiheit für seine Gesellschafter.
Zudem hat das Residenten-Visa innerhalb der VAE den entscheidenden Vorteil, dass es keinen Mindestaufenthalt gibt. Das heißt, man muss nicht zwingend in den Emiraten leben, falls man es nicht möchte. Man darf sich nur nicht mehr als 183 Tage außerhalb der Emirate aufhalten. 2 Besuche im Jahr an seinem Unternehmensstandort sind also Pflicht.
Wer trotzdem in den Emiraten leben möchte, der hat eine Auswahl von 7 vielfältigen Emiraten. Ob Dubai oder RAK – manche lieben den kleinen Golfstaat, manche hassen ihn. Dies sollte keinen jedoch davon abhalten, die ausgezeichneten Möglichkeiten vor Ort zu nutzen.
Alle jene, die sich für eine Einwanderung in die komplett steuerfreien Emirate interessieren, werden im nächsten Artikel – dem dritten Teil der Serie über die VAE – alle Informationen über Dubai, Abu Dhabi und RAK (und Co.) als Einwanderungsland erfahren.
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