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Zustand der Atmosphäre messen
365 Tage im Jahr jeweils mittags und um Mitternacht steigen Radiosonden an einem Wetterballon befestigt in die Erdatmosphäre. Sie messen beim Aufsteigen Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und -richtung und liefern damit ein vertikales Profil der Atmosphäre. Die Daten werden im Sekundentakt erfasst und per Radiofunk in Echtzeit an die Basisstation übermittelt. Die Messungen erfolgen im Abstand von jeweils 5 Metern – bis zu einer Höhe von 35 km über Grund, d.h. der dreifachen Flughöhe von Linienflugzeugen. In etwa dieser Höhe platzt der Wetterballon und die Sonde schwebt an einem Fallschirm zurück zur Erde.
Die erhobenen Daten werden in standardisierter Form gesammelt und weltweit ausgetauscht. Deshalb werden Radiosondierungen an über 600 Orten auf der Erde zeitgleich durchgeführt. Die Messungen dienen als wichtige Grundlage für die Wettervorhersage und die Bestimmung der Ausgangsbedingungen für die Wetterprognose-Modelle.