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Mathematik
Schweizer Schülerinnen ausgezeichnet an European Girls' Mathematical Olympiad
200 junge Frauen aus 50 Ländern lösten anspruchsvolle mathematische Probleme in Kiew. Das Schweizer Team gewann Bronze und eine Ehrenmeldung.
18.03.2019
Die Goldmedaillengewinner (von links nach rechts): Hiro Farré, Nicolas Schmid, Jonas Hofmann, Cédric Solenthaler und Fabian Graf. Alle Bilder: Markus Meier, Physik-Olympiade. Download am Ende des Beitrages.
Die Silbermedaillengewinner (von links nach rechts): Yanjun Zhou, Noah Roux, Eric Ströher, Robin von Reding, Etienne Rösli.
Bronze für Tobias Riesen, Ramón Buchenberger, Cedric Wenger und Hans Kieninger (von links nach rechts).
Die Finalistinnen und Finalisten der Physik-Olympiade 2019.
Kämpfen um Medaillen an der Europäischen Physik-Olympiade: Yanjun Zhou, Noah Roux, Ramón Buchenberger, Robin von Reding, Etienne Rösli.
Vertreten das Fürstentum Liechtenstein an der Internationalen Physik-Olympiade: Leon Dahinden, Mario Wildhaber und Yannic Neusüss. Bild: Daniel Oehry
Hiro Farré und Cédric Solenthaler werden zudem mit dem Nachwuchsförderpreis der Swiss Physical Society geehrt.
Finalistin Azra Smajic bei der Experimentalprüfung.
Finalist Cedric Wenger bei der Theorieprüfung.
Cédric Solenthaler
Hiro Farré
Jonas Hofmann
Fabian Graf
Nicolas Schmid
Die Gewinner:
Die 26 Finalistinnen und Finalisten setzten sich in den vergangenen Monaten gegenüber 815 Jugendlichen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein durch. Stolz und strahlend nahmen die Gewinner die Medaillen bei der Schlussfeier entgegen. Diese fand am Sonntag, 17. März an der Neuen Kantonsschule Aarau statt. Einige Schüler konnten kaum glauben, dass sie zu den Besten gehören, wie der 18-jährige Nicolas Schmid, der im kleinen Dorf Cerniévillers in der Gemeinde Les Enfers aux Franches-Montagnes (JU) lebt.
Die Prüfungen am Samstag und Sonntag dauerten insgesamt 6 Stunden. Beim Praxisteil galt es, die Dichte eines Öls zu bestimmen, abgeleitet von der Dichte des Wassers. Ausgestattet mit einem Becher- und einem Reagenzglas, einer Pipette und Metall-Muttern mussten die Schüler herausfinden, wie man das Experiment durchführt und welche Theoreme man anwenden sollte. Im Theorieteil versuchten die Schüler nachzuvollziehen, wie ein Halo funktioniert, ein optisches Phänomen ähnlich einem runden Regenbogen. Der Jurassier Nicolas glaubt, dass er bei jenen Problemen gut abgeschnitten hat, die nicht allzu viele Formeln enthalten. Und bei solchen, zu denen man mit viel Phantasie Hypothesen formulieren musste. Zum Beispiel zur Frage: Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?
Nicolas ist froh, dass er mit seiner Schulklasse am Wettbewerb teilgenommen hat und unterstreicht die wichtige Rolle der Lehrpersonen bei der Förderung der Schüler. «Es ist gut, dass die Lehrpersonen den ersten Schritt gemacht haben − ich glaube nicht, dass ich mich sonst angemeldet hätte.» «Ich mag es, wenn ich verstehe wie Dinge funktionieren», erklärt Nicolas. Er freut sich darauf, im Herbst dieses Jahres sein Studium der Elektrotechnik an der ETH Zürich zu beginnen. Ein Studiengang, der verschiedene Bereiche wie Mathematik, Informatik, aber auch Themen wie elektromagnetische Wellen oder Stromkreise kombiniert: «Bei der Elektrotechnik ist von allem etwas dabei. So kann man Dinge konstruieren, und dieser Aspekt, der dem Bauen mit Legos gleicht, macht mir grossen Spass.»
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 3'500 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind hauptsächlich junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.
Zur freien Verwendung mit Quellenangabe (Markus Meier, Physik-Olympiade). Download am Ende des Beitrags via Button. Weitere Bilder erhalten Sie auf Anfrage.
Mirjam Sager
Kommunikationsbeauftragte
Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
+41 031 631 51 87
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