Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/2414

Kanton präsentiert Zwischenstand für eine Verbesserung der Mobilität im Ostaargau
Im Spätsommer 2015 soll die Bestvariante vorgestellt werden
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat nach dem Ausscheiden der Variante Baldeggtunnel neue verkehrliche Lösungen für die Grossregion Baden, Brugg und Unteres Aaretal erarbeitet. Jetzt sind diejenigen Variantenentwürfe bekannt, die in den nächsten Monaten vertieft bewertet werden. Die Vorschläge beziehen alle Verkehrsträger mit ein, um die gesetzten Ziele möglichst gut zu erfüllen.
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat im vergangenen Jahr die Situations- und Verkehrsanalyse für den Verkehr im Raum Baden, Brugg und Unteres Aaretal vertieft, die Zielsetzungen verfeinert und neue Lösungsideen ausgearbeitet. Die ursprünglichen Zielsetzungen – die Verkehrsentlastung der Agglomerationen Brugg und Baden sowie die bessere Anbindung des Unteren Aaretals an die Nationalstrasse A1/A3 – bleiben weiterhin bestehen.
Strassenbauprojekte sollen örtlichen Verkehr aufnehmen
In Übereinstimmung mit den Hauptzielen der "Ostaargauer Strassenentwicklung" (OASE) liegt der Zweck der Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr (MIV) in der Entlastung der beiden Kernstädte Baden/Wettingen und Brugg/Windisch. Die Verkehrsbelastungen in den Agglomerationen Brugg und Baden sind zu einem grossen Teil regional verursacht und der Durchgangsverkehr hat im Vergleich zum hausgemachten Verkehr eine untergeordnete Bedeutung. Strassenbauprojekte sollen deshalb auch den örtlichen Verkehr aufnehmen können. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Situationsanalyse sind die Massnahmen in der Region Baden eher auf den Ziel- und Quellverkehr zur Kernstadt ausgerichtet, in der Region Brugg dagegen mehr auf die Entlastung vom Durchgangsverkehr. Mit der Realisierung dieser Massnahmen profitiert auch das Untere Aaretal von einer verbesserten Anbindung an die Nationalstrasse A1/A3.
Ende 2014 wurden diese Ideen in Workshops den drei Regionen vorgestellt und deren Input dazu abgeholt. Mit Unterstützung aus den Gemeinden sind so rund hundert Lösungsideen entstanden, die zu Teilkonzepten zusammengesetzt wurden. Das grobe Beurteilen der drei Kriterien Machbarkeit, verkehrliche Wirkung sowie Projekt-Zielerfüllung half, die Anzahl der Lösungen wesentlich zu reduzieren. Am 26. Februar 2015 hat das BVU den Gemeindebehörden in einem weiteren Workshop den Stand der Arbeiten vorgestellt und diskutiert. Jetzt sind diejenigen Variantenentwürfe bekannt, die in den nächsten Monaten vertieft bewertet werden.
Kommende Entwicklungen berücksichtigen
Die vorliegenden Varianten des Projekts OASE bauen auf den Zeithorizont 2040 auf. Dieser beinhaltet sowohl die Siedlungsentwicklung gemäss "Richtplananpassung Siedlungsgebiet" als auch die bereits geplanten Infrastrukturmassnahmen im öffentlichen Verkehr und im Individualverkehr. Analysen zeigen jedoch, dass es in den Agglomerationen Baden und Brugg trotz der schon geplanten verkehrlichen Massnahmen wie zum Beispiel dem Verkehrsmanagement Baden-Wettingen, der Neugestaltung des Schulhausplatzes Baden, dem Verkehrsmanagement Brugg, der Südwestumfahrung Brugg sowie der Ostumfahrung Bad Zurzach bis 2040 zu Kapazitätsengpässen kommen würde. Die nun vorgeschlagenen Lösungen würden den Risiken dieser Engpässe frühzeitig begegnen.
Die unterschiedlichen Variantenentwürfe beinhalten neue Strassenbauwerke, Massnahmen für den Fuss- und Rad- sowie den öffentlichen Verkehr. Wie von den Regionen und Gemeinden gefordert, tragen alle Verkehrsmittel – in unterschiedlichem Ausmass – zur Lösung bei. In der zweiten Hälfte 2015 wird die Bestvariante vorgestellt und anschliessend das Richtplanverfahren gestartet.