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Der Brauch des Sternsingens lässt sich bei uns bis etwa in das 14. Jahrhundert verfolgen. In Wettingen war dieser Brauch lange Zeit der Obhut der Schulmeister anvertraut. Sie übten die Lieder ein und konnten mit den gesammelten Spenden ihr karges Einkommen etwas aufbessern. Zogen die Wettinger „Sängerknaben“ einmal auf eigene Faust aus, ohne das Wissen des Lehrers, wie es 1838 und 1844 geschah, hatte sich der Gemeinderat mit dieser Eigenmächtigkeit zu beschäftigen und er ermahnte die Knaben, sich fortan wieder an die überlieferten Bräuche zu halten. Glücklicherweise konnten sich die Lehrer später von so unsicheren Nebeneinkünften frei machen und so durften die Sternsinger ungehindert ihre „Streifzüge“ in die nahe und entferntere Umgebung ausdehnen und sich nachher selber an den empfangenen Gaben gütlich tun.
Schliesslich geriet das Sternsingen in Wettingen etwas in Vergessenheit.
Der Begründer des erneuerten Sternsingens, Hans Schmid, wollte diesen Brauch wieder aufleben lassen. So konnte er Dr. Oskar Eberle gewinnen, ein eigenes Spiel für Wettingen zu schreiben.
Am 3. Januar 1948 durchschritt dann der Laternenzug der Sternsinger erstmals wieder die Strassen Wettingens.
1954 konnte erstmals das von Silja Walter eigens für die Wettinger Sternsinger geschaffene zweite Spiel einstudiert werden.
1979 wurde von Fritz Senft das dritte Spiel geschaffen und
1998 schrieb Suzanne Rohr das vierte Spiel.
Lesen Sie dazu weiteres in den Badener Neujahrsblätter, Ausgabe 2016