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Berechnung der Grundstückgewinnsteuer
Besteuert wird der Verkaufsgewinn aus der Veräusserung von Grundstücken, Immobilien, Liegenschaften und Bauten. Ebenfalls besteuert werden Gewinne aus Miteigentumsanteilen an Grundstücken und auch im Grundbuch eingetragene Rechte und Dienstbarkeiten (selbständige und dauernde) wie beispielsweise Quellenrechte, Nutzniessungsrechte, Baurecht, Wegrechte, Wasserrechtsverleihungen. Als Gewinn wird die Differenz zwischen dem beim Kauf bezahlten Preis und dem Verkauf erzielten Erlös definiert.
Hat ein Eigentümer beispielsweise 1 Mio. Franken für die Liegenschaft bezahlt und verkauft sie nun für 1.25 Mio Franken, fallen für die gewonnenen 250'000 Franken Grundstückgewinnsteuern an. Die Steuer bezieht sich also auf einen Gewinn, der entsteht, wenn der Verkaufspreis über dem ursprünglichen Kaufpreis liegt.
Es gilt allerdings zu beachten, dass die Steuer auf dem Reingewinn berechnet wird. Die Steuerbelastung kann sich daher im Umfang der getätigten wertvermehrenden Investitionen reduzieren. Daher ist es für den Grundstückbesitzer wichtig, exakt Buch zu führen über sämtliche Ausgaben, die zu einer Wertvermehrung der Immobilie geführt haben. Ebenfalls in Abzug gebracht werden können Kosten, die beim Verkauf des Grundstückes anfallen, namentlich Inseratekosten und die Gebühren/Kommissionen für einen Immobilienmakler bzw. -händler. Letztere sind allerdings oft nach oben beschränkt. Auch hier variieren die Werte je nach Kanton und Gemeinde.
Eine Berechnung könnte folgendermassen erstellt werden:
Verkaufspreis CHF 1'250'000
Kaufpreis CHF 1'000'000
Gewinn (Zwischentotal) CHF 250'000
./. Wertvermehrende Investitionen CHF 100'000
./. Inseratekosten CHF 4000
Reingewinn CHF 146'000
Die Höhe der aus diesem Reingewinn entstehenden Grundstückgewinnsteuer ist abhängig vom Steuertarif der zuständigen Gemeinde bzw. des zuständigen Kantons. Will ein Verkäufer die Höhe der Grundstückgewinnsteuer wissen, die er bezahlen muss, kann er beim zuständigen Steueramt eine Anfrage für die Berechnung der mutmasslichen Grundstückgewinnsteuer einreichen. Die Anfrage muss folgende Angaben enthalten:
- Name und Adresse des Verkäufers und, falls nicht identisch, der anfragenden Person (inkl. Vollmacht)
- Angabe zum Grundstück, welches die Hand ändert (Grundbuchblatt, Katasternummer, Strasse, Ort etc.), idealerweise ein Grundbuchauszug
- Name und Anschrift des Käufers
- Transaktionspreis
- Datum der Eigentumsübertragung
Ergänzt werden kann die Liste bspw. mit:
- Verkaufsdokumentation
- Vertragsentwurf
Die benötigten Unterlagen können von Kanton zu Kanton leicht abweichen.
Die Kantone Basel-Land, Schwyz, Bern, Graubünden und Jura summieren sämtliche während einer bestimmten Periode erzielten Grundstückgewinne zusammen. In allen anderen Kantonen wird jeder Grundstückgewinn einzeln besteuert.