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Zwar verbesserte Kambundji mit 11,04 Sekunden ihre Saisonbestzeit um ein Hundertstel, jedoch genügten 11,01 Sekunden für den Einzug in den Final, was die 31-jährige Bernerin überraschte. Deshalb frustrierte sie das Ausscheiden einerseits etwas. Andererseits «hätte ich vor vier Wochen für ein solches Resultat definitiv unterschrieben, ohne nachzufragen», sagte Kambundji. «Ich bin stolz, es hierhin geschafft zu haben und mit meiner Vorbereitung so nah dran gewesen zu sein. Das ist eigentlich sehr positiv. Ich versuche vor allem, das Positive mitzunehmen.»
Kambundji bekundete nach einem guten Start nicht von ungefähr hinten heraus Mühe. Sie konnte aufgrund der Entzündung in der Plantarfaszie keine langen Läufe bestreiten. In den letzten zwei Monaten legte sie maximal 110 m zurück. «200er helfen mir für den 100er», erklärte Kambundji, die sich nach dem Aufwärmen gut gefühlt hatte. Der Fuss sei rasch kein Thema gewesen, habe sie im Callroom nicht beschäftigt, so die Sportlerin des vergangenen Jahres weiter.
Für Kambundji ist die WM nun bereits zu Ende, da sie in diesem Jahr aufgrund der Probleme neben den 200 m auch auf Staffeleinsätze verzichtet. Ihren Rückflug hat sie am Donnerstag gebucht. Sie plant, in dieser Saison noch Weltklasse Zürich (31. August) und das Meeting in Bellinzona (4. September) zu bestreiten. Danach hofft sie, die Probleme in den Griff zu bekommen. Denn an den Olympischen Spielen 2024 will sie im 100-m-Final nicht noch einmal Zuschauerin sein.