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Nordschweiz, um 1810
H. 220 cm, B. 144 cm, L. 255 cm
Inv. 1982.88.
Dieser typische Reisewagen des frühen Biedermeiers kann durch das Entfernen von Front-, Seitenscheiben und Vordach in wenigen Minuten in eine offene Kalesche für den Stadtgebrauch verwandelt werden. Solche für lange Strecken geeignete Reisewagen verschwanden mit dem Aufkommen der Eisenbahn ab etwa 1850. Der Kutschkasten ist nach dem damaligen Stand der Technik mit Lederriemen in C-Federn aufgehängt. Der Halbchaisenkasten weist im Inneren zwei Plätze und einen vorderen Notsitz auf. Unter den hinteren Sitzen befindet sich ein herausnehmbarer Reisekoffer, links und rechts sind versteckte Wertsachenfächer eingebaut. Auf der Gepäckpritsche hinten konnte ein grosser Reisekoffer aufgeschnallt werden.