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Soziale Arbeit in der Schule als Bildungsarbeit
In der vorliegenden Bachelorarbeit "Soziale Arbeit in der Schule als Bildungsarbeit" geht die Autorin, Mirjam Gisler, der Frage nach, inwiefern sich Soziale Arbeit in der Schule (SAS) als Bildungsarbeit legitimieren lässt und was dies für deren Rolle, Ziele und Funktion bedeutet. SAS ist am Schnittpunkt von Schule und Sozialer Arbeit (SA) tätig. Sie agiert in Spannungsfeldern zwischen Hilfe und Kontrolle, Selektion und Integration, sowie Bildung und Erziehung. Für die professionelle Positionierung, sowie eine fachlich begründete Handlungsentscheidung, spielt das Tripelmandat eine beutende Rolle. Um SAS als Bildungsarbeit legitimieren zu können, wird neben der Klärung allgemeiner Grundlagen der SA, Bildung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Zentral ist die Differenzierung der Bildung in formale, non-formale und informelle Bildung, wobei sich SAS im non-formalen und informellen Bereich verortet. SAS vertritt ein umfassendes Bildungsverständnis, welches über das schulische Bildungsverständnis hinausreicht. Aus der Arbeit geht hervor, dass bildungsorientierte SAS die Funktion Bildung hat. SAS will durch Anstossen und Begleiten von Bildungsprozessen, allen Kindern und Jugendlichen, im Sinne sozialer Gerechtigkeit, die Möglichkeit bieten, sich durch Aneignung von Sozial-, Politik- und Selbstkompetenzen günstige Voraussetzungen für eine autonome, verantwortungsvolle Lebensbewältigung zu schaffen. Gleichzeitig setzt sie sich als Anwältin sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechtsprofession durch sozial-politische Forderungen für bessere Rahmenbedingungen ein.