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Die Beiträge zur Altertumskunde enthalten Monographien, Sammelbände, Editionen, Übersetzungen und Kommentare zu Themen aus den Bereichen Klassische, Mittel- und Neulateinische Philologie, Alte Geschichte, Archäologie, Antike Philosophie sowie Nachwirken der Antike bis in die Neuzeit. Dadurch leistet die Reihe einen umfassenden Beitrag zur Erschließung klassischer Literatur und zur Forschung im gesamten Gebiet der Altertumswissenschaften.
Die Arat-Bearbeitung des spätantiken Autors Avien (verfasst um 360 n. Chr.) ist bekannt für ihre Sperrigkeit. Als Bearbeiter früherer Lehrgedichte hat sich Avien die Freiheit genommen, seine Vorlage nach Belieben zu erweitern oder zu kürzen. Der vorliegende Kommentar enthält detaillierte Informationen zur Astronomiegeschichte, zur Mythologie der Sternbilder und versucht, die dichterische Technik und den oft barock wirkenden Text zu erläutern. Kennzeichnend ist vor allem Aviens selbständiger Umgang mit epischen Versatzstücken und der großen Menge an Quellenmaterial. Die Einzelbetrachtungen der Untersuchung lassen eines erkennen: Der Heide Avien ist ein vielfach unterschätzter poeta doctus einer Epoche, in der das Christentum längst die Oberhand gewonnen hat.