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Markus Schwander hat von 1981- 1986 die Schule für Gestaltung in Luzern absolviert, seine Ausbildung 1984 für Reisen nach Nordamerika und Mexiko unterbrochen, und mit dem Zeichenlehrerdiplom abgeschlossen. Seit 1988 arbeitet er freischaffend im "Verein Bildzwang".
Die Jury war besonders interessiert an seiner Arbeit "Portable Parts of the Humen Body". Auf Küchentabletts präsentiert, die auf einem einfachen Metallgeste abgestellt sind, besteht diese Skulptur aus mehreren Elementen aus rötlich eingefärbtem Wachs. Ihre Schnittkanten lassen die Elemente unmittelbar als Fragmente erscheinen, ihre biomorphe Gestalt und rötliche Farbe lösen die Assoziation von Stücken rohen Fleisches aus. Zugleich aber entziehen sie sich der Identifizierbarkeit. Dieser Zusammenhang von hervorgerufener Assoziation und Unkenntlichkeit bewirkt ein unfassbares Grauenangesichts des Werkes. Erst der Titel klärt die Beziehung zum menschlichen Körper, ohne jedoch das unheimliche Gefühl des Betrachters aufzulösen. Die Arbeit von Markus Schwander erscheint in dem Masse gelungen, in dem sie sich zwischen narrativer Eindeutigkeit und der Fremdheit des Unbekannten zu halten vermag.
Insofern die anderen ausgestellten Arbeiten auf der eher einfachen Polarität von häuslichem Mobiliar und roh gearbeiteten hölzernen Früchte-Skulpturen beruhen, haben sie möglicherweise nicht die gleiche Komplexität wie die Skulptur "Portabl e Parts". In dem von Markus Schwander ausgestellten Werkkomplex erscheinen verschiedene interessante Möglichkeiten einer Fortführung der Arbeit angelegt. Dieser Umstand hat für die Jury-Entscheidung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt.