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Acht Grossbanken, darunter auch die beiden Schweizer Institute, werden in New York verdächtigt, Rating-Agenturen getäuscht zu haben.
Mit den Fehlinformationen hätten die acht Banken beabsichtigt, dass die Rating-Agenturen einzelne Hypotheken-Wertpapiere höher bewerteten, als dies gerechtfertigt war.
Über die Ermittlungen der New Yorker Staatsanwaltschaft berichtet die «New York Times»; das Blatt stützt sich auf zwei Personen, die über den Vorgang informiert wurden. Auch die Nachrichtenagentur AP erfuhr aus eigenen Quellen über das bislang geheime Verfahren.
Die Ermittlung von Andrew Cuomo (Bild) könnte ein etwas anderes Licht auf die Rolle der Rating-Agenturen in der Finanzkrise von 2007 und 2008 werfen: Nachdem sie bislang wegen Fahrlässigkeit und Moral-Hazard-Problemen am Pranger standen, geht es nun um die Frage, wie weit sie von den Banken in ihrem Urteil getäuscht wurden.
Vier US-Banken, vier Europäer
Im Visier der New Yorker Staatsanwalt finden sich dabei acht Institute: Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und die damalige Merrill Lynch; UBS und Credit Suisse; sowie Deutsche Bank und Credit Agricole.
In ihrem ausführlichen Artikel malt die «New York Times» aus, wie die Banken ehemalige Moody's-, Fitch- oder Standard&Poor's-Mitarbeiter angeworben hatten: Die Leute seien mit hohen Salären angelockt worden, um dann bei der Schaffung von hypothekenbasierten Produkten eingesetzt zu werden – mit dem Ziel, diesen Produkten ein Rating zu verschaffen, das sie aufgrund ihrer Qualität gar nicht verdient hätten.
Sprecher von UBS und Credit Suisse wollten den Fall nicht kommentieren. Ein Goldman-Sachs-Sprecher sagte in der «New York Times»: «Jede Unterstellung, dass Goldman Sachs Ratingagenturen unangemessen beeinflusst habe, ist ohne Grundlage.»
Zwei US-Banken, zwei Europäer
Zugleich meldet das «Wall Street Journal», dass die SEC gemeinsam mit US-Bundesermittlern den Fall der Falschinformationen von Kunden ausgeweitet haben. Nach den Ermittlungen gegen Goldman Sachs und Morgan Stanley laufen nun auch Voruntersuchungen gegen die UBS und die Deutsche Bank.
Dabei geht es um den Verdacht, dass die Banken ihre Kunden über ihre Rolle bei der Gestaltung von CDO's und anderen Hypotheken-Produkten getäuscht haben könnten.