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Tullibardine wurde erst kurz nach dem 2. Weltkrieg gegründet. Obwohl die Brennerei im Vergleich mit anderen noch relativ jung ist, wurde sie schon mehrfach verkauft und stand auch schon ein paar Jahre still. Das lag aber mehr an der jeweiligen Situation, denn der Single Malt Whisky ist richtig gut. Er hat eine unverkennbare Malz- wie Grasnote und ist bei Whisky-Liebhabern begehrt, die eher mildere Single Malts bevorzugen.
Lage:
Die Brennerei Tullibardine liegt in der Nähe von Gleneagles, dem weltberühmten Hotel mit den Golfplätzen. Im gleichen Dorf Blackford wird ebenso das bekannte Highland Springs Mineralwasser gefördert. Auf den Hügel von Ochill kommt das Wasser für die Destillerie bzw. der vorausgehenden Brauerei. Die Brennerei befindet sich zwischen Stirling und Perth etwas oberhalb der Linie, die die Lowlands von den Highlands trennt.
Die Destillerie Tullibardine wurde erst 1949 durch Delmé Evans eröffnet, der auch der Architekt von den Destillerien Glenallachie und Jura war. Er erwarb die Brauerei 1947 und baute sie zur Brennerei um. Im Jahre 1488 wurde dort Bier zur Krönung des Königs James IV. gebrannt. Daher heisst der Shop „Café 1488“ und die Destillerie liegt genau an jenem Platz an dem seinerzeit die Brauerei stand. Seit dem 12. Jahrhundert wurde dort Bier gebraut und die gleiche Wasserquelle genutzt. Die Brauerei war die erste in ganz Schottland überhaupt. 1953 musste aus Gesundheitsgründen Evans zwangsweise die Destillerie an Brodie Hepburn verkaufen.
1971 wurde die Destillerie an Invergordons Destillers weiterverkauft. Der neue Besitzer erweiterte die Anlage von 2 auf 4 Brennblasen. In den Jahren 1991 – 94 befand sich die Destillerie in der Phase der feindlichen Übernahmeschlacht. White & Mackay bzw. dessen Mutter American Brands kaufte den Laden und liess in wie auch andere gekaufte Destillerien schliessen. Im Jahre 2003, als Delmé Evans starb, wechselte die Destillerie zum nächsten Mal den Besitzer und im Dezember nach 9 Jahren Unterbruch wurden wieder die Kessel in Betrieb genommen. Dieses Mal ging die Destillerie an 4 Whisky-Liebhaber, die die Firma kauften. Gut ein Jahr später wurde der Shop eröffnet und auch die Destillerie kann seit dieser Zeit wieder besichtigt werden.
Doch das war nicht der letzte Verkauf. Im November 2011 ging die Brennerei an das französische Weingut Picard Vins et Spiriteux über, einem Familienbetrieb, die auch viel Liebe zum Whisky hegen und pflegen. Seither wurde die Produktpalette leicht umgestellt und auch eine neue Verpackung und neue Flaschen kreiert. Leider können Privatpersonen keine Fässer mehr ordern. Das haben die französischen Besitzer schnell abgeschafft.