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Die Kirche weist drei Eingänge (nördlich, südlich und westlich) mit Schluss- und Kämpfersteinen auf, die Fenster sind rundbogig gestaltet.
Das Eingangsportal an der nördlichen Breitseite mit dem halbrunden Fenster
der Dachreiter, der 1895 zugunsten eines Kirchturmes abgebrochen wurde auf einem
historischen Foto vor 1895
© Kantonale Denkmalpflege Aargau
Dieser Kirchturm wird nicht unkritisch beurteilt, so etwa wird er in «Kunstdenkmäler der Schweiz» folgendermassen umschrieben: «Der nordseitige Turm (...) durchbricht mit fremdartigem Glockenhaus unter Zwiebel und Laterne das am älteren Bauwerk waltende Mass.» (Seite 167). Im Inventar der Denkmalpflege des Kantons Aargau von 2010 findet sich im Zusammenhang mit dem Turm gar der Begriff «disproportioniert». Tatsächlich erscheint der Turm im Verhältnis zum (relativ) kleinen Volumen der Kirche als sehr hoch, im oberen Teil wuchtig, und auch die ausgeprägte Dachform mag sich nicht auf den ersten Blick ins Gesamtbild einfügen.
der Kirchturm, der 1895 den ursprünglichen Dachreiter aus der Bauzeit ersetzte
Zwiebel und Laterne des Kirchturms über den Schalllöchern
An der Südseite finden sich zwei sehr besondere Details: Über dem Portal ist eine Sonnenuhr ins darüberliegende Rundfenster integriert (die im Innern eine Dreikönigsdarstellung zeigt). Die goldene Sonne mit der Hand Gottes, die nach oben zeigt, liesse sich als Verweis auf das direkt Darüberliegende lesen: Direkt unter der Dachkante sind zwei Psalmverse aus Psalm 19 auf Hebräisch aufgemalt:
Die goldene Hand Gottes – in einem Hinweis- und Segensgestus – verweist also auf den im ersten Psalmvers genannten Himmel und das Firmament als Werk von ebendieser Hand, die über der Sonnenuhr bildlich dargestellt ist.
Die Südseite der Kirche: über dem Seitenportal eine Sonnenuhr, unter dem Dach die Psalmverse 19,2-3 auf Hebräisch
die Sonnenuhr mit der Hand Gottes über dem Sonnensymbol. Im Glasrund sind die Bleiruten der Dreikönigsdarstellung erkennbar, im oberen Teil in der Mitte auch das helle Gelb des (aussen aufgetragenen) Silberlots, mit dem im Innern die goldene Hintergrundsarchitektur über der Gestalt der Maria aufleuchtet