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Wie man es als Provinzgraf zu Königsehren – und bald tausend Jahre später auch noch zu einer Hauptrolle in einem Krimi – bringen kann, zeigt das Beispiel des Rudolf von Rheinfelden, geboren um 1025. Seine Vorfahren aus dem burgundischen Adel hatten sich um 930 hier niedergelassen und die Burg auf dem Felsen im Rhein sowie eine zweite auf der Höhe über dem linken Flussufer errichtet. Anno 1057 wurde Rudolf von Rheinfelden, aufgrund guter Connections zu Kaiserin Agnes, zum Herzog von Schwaben ernannt, dann auch zum Verwalter von Burgund. Im Investiturstreit wählte man ihn 1077 zum Gegenkönig von Heinrich IV. Dies brachte Rudolf eine Menge Ärger ein, und schliesslich starb er 1080 in der Schlacht bei Hohenmölsen durch einen Lanzenstich in den Unterleib. Auch wurde ihm – vermutlich erst nach dem Tod – die Schwurhand abgehackt. Rudolf wurde im Merseburger Dom beigesetzt. Die Grabplatte, von der sich eine Kopie im Rathaus Innenhof befindet, zeigt ihn in voller Größe mitsamt den königlichen Insignien.
Die abgeschlagene Hand aber ist im Merseburger Dom-Museum ausgestellt. Sie diente dem Basler Schriftsteller Hansjörg Schneider als Steilvorlage für seinen 2008 erschienenen Kriminalroman «Hunkeler und die goldene Hand».