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Zusammenfassung
Unter Korpskontrollen werden in dieser Archivierungsempfehlung Kontrollen über die einem Armeekorps zugeteilten Dienstpflichtigen verstanden. Die Kontrollen enthalten Informationen über die einzelnen Dienstpflichtigen, insbesondere zur Erfüllung der Dienstpflicht.
Bis 1984 wurden Korpskontrollen für kantonale Armeekorps ausschliesslich durch die Kantone, für eidgenössische Korps zentral durch die Eidgenossenschaft und zusätzlich dezentral von Kantonen gemäss Zuteilung durch das eidgenössische Militärdepartement geführt. Bis 1945 wurden die Kontrollen in Form von "Amtsbüchern" geführt, nachher in Form von Karteien.
Seit 1984 werden sämtliche Korpskontrollen im elektronischen "Personalinformationssystem Armee" (PISA) durch den Bund geführt.
Archivierungsempfehlungen
Bundesarchiv
Vor 1984: Integrale Aufbewahrung der Korpskontrollen der eidgenössischen Korps.
Ab 1984: Die Archivierung sämtlicher Korpskontrollen wird vollumfänglich vom Bundesarchiv abgedeckt.
Staatsarchive
Die von den Kantonen gemäss Zuteilung geführten Korpskontrollen über eidgenössische Truppen können kassiert werden.
Kontrollen über kantonale Korps: Die Amtsbücher bis 1945 werden vollständig archiviert. Die Karteikarten ab 1946 haben einen deutlich geringeren Informationswert, eine Empfehlung wird nicht abgegeben.
Ab 1984: Die Staatsarchive archivieren keine Korpskontrollen mehr.
Nachtrag: Die aktuelle gesetzliche Grundlage für die Stammkontrollen bildet die Verordnung über das militärische Kontrollwesen (VmK), vom 7.12.1998 (Systematische Sammlung Bundesrecht SR 511.22, Amtliche Sammlung AS 1999, 941).