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Im internationalen Vergleich verfügt die USA mit Abstand über das teuerste Gesundheitswesen. Mit 3'898 $ sind die Pro-Kopf-Aufwendungen nicht nur fast doppelt so hoch wie in Frankreich, sondern gar das knapp Siebzehnfache der Ausgaben in der Türkei. Mit Pro-Kopf-Aufwendungen von bescheidenen kaufkraftgewichteten 232 $ bildet die Türkei das Schlusslicht innerhalb der 29 OECD-Staaten.
Die hohen amerikanischen Ausgaben gehen primär auf die aussergewöhnlich hohen Preise bei der medizinischen Versorgung zurück. In den USA betragen die Gesundheitskosten 14% des Bruttoinlandproduktes (BIP), während der Anteil im OECD-Raum bloss 8,2% ausmacht (Stand: 1996).
Die in der Schweiz getätigten Aufwendungen für das Gesundheitswesen sind ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Mit jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben von beinahe 2'500 $ steht die Eidgenossenschaft an zweiter Stelle vor Deutschland, Luxemburg, Kanada und Frankreich.
Niedrigere Medizinalkosten = höhere Gesundheit?
Als überraschend und paradox wird heute der Umstand bezeichnet, dass getroffene Bemühungen zur Eindämmung der Kostenexplosion im Gesundheitswesen diesem bisher keinen wirklichen Schaden zugefügt haben. Im Gegenteil: die Effizienz der medizinischen Versorung sei gesteigert und überdies seien auch die Heilungserfolge erhöht worden.
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