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Waffenentwicklung und Technik
Die Vorgeschichte (Urgeschichte)
Die Menschheitsgeschichte begann nach heutigem Wissensstand vor ca. 6 Millionen Jahren mit dem erscheinen der ersten Hominiden die den aufrechten Gang entwickelten. Die Vorgeschichte, Urgeschichte oder Prähistorie bezeichnet die frühe, schriftlose Fase der Menschheitsgeschichte vom auftreten der ersten einfachen Steinwerkzeuge und Waffen vor ca. 2.5 Millionen Jahren bis zum Auftauchen der ersten Schriftzeugnisse, die den Beginn der Frühgeschichte markierten. Dementsprechend unterschiedlich datiert das Ende der Vorgeschichte in den verschiedenen Regionen der Erde. Da schriftliche Aufzeichnungen fehlen, liegt die Erforschung dieser Epoche vor allem im Bereich der Aerchologie. Die Vorgeschichte wird nach dem Dreiperiodensystem in die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit unterteilt.
Der Zeitraum von der Entstehung der Menschheit bis zum Beginn der Bronzezeit wird als Steinzeit bezeichnet. Diese wird wiederum in die Altsteinzeit, in die Mittelsteinzeit und in die Jungsteinzeit, mit der Entstehung der Landwirtschaft und der damit verbunden komplexeren Gesellschaftsstrukturen, unterteilt.
Nach der Steinbearbeitung, der Nutzung des Feuers und der Landwirtschaft war der nächste tief greifende Einschnitt in der Vorgeschichte die Entdeckung der Metallurgie. In den meisten Regionen kam es zuerst zur Bearbeitung von Kupfer (Kupferzeit), danach von Bronze (Bronzezeit) und schlussendlich von Eisen (Eisenzeit). Mit der Entwicklung der ersten städtischen Hochkulturen und der damit einhergehenden Entwicklung der Schrift geht die Vorgeschichte über in die Frühgeschichte und damit in die Historische Zeit.
Wie die meisten historischen Periodisierungen sind auch diese je nach Weltregion unterschiedlich datiert und teils auch definiert und benannt. Gerade im Bereich von der Stein- zur Metallverwendung sind die Übergänge fliessend. So fehlt in vielen Regionen die in Europa existierende Mittelsteinzeit und in manchen Regionen ist der Gebrauch von Kupfer bereits in der Jungsteinzeit belegt.
Diese Abweichungen setzen sich von der Frühgeschichte, bis zur Neuzeit fort. So befand sich das Römische Reich um 220 vor Christus durch die Verwendung von Eisenschwertern (Gladius) bereits in der Eisenzeit, während sich das Chinesische Kaiserreich der Tschin, (nach den Ergebnisen der Ausgrabungen der Terrakottaarmee) in der Endphase der Bronzezeit befand. Und während die nordamerikanischen Indianer sich mit Steinspeeren und Pfeilen und einer fehlenden Schrift noch in der Jungsteinzeit (Vorgeschichte) bewegten, befanden sich die auf den Kontinent vordringenden Europäer bereits in der Ära der Pulverwaffen und technologisch am Rande der Neuzeit.