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Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Jedes Jahr kommen mehr als 100 Menschen dabei ums Leben.
Das erklärte der frühere Koordinator für die Nothilfe der Vereinten Nationen und heutige Leiter des Norwegischen Instituts für Internationale Angelegenheiten, Jan Egeland, am Dienstag. Am schlimmsten sei die Lage in Konfliktregionen wie Afghanistan, Somalia und dem Sudan.
Neutralität und Unabhängigkeit könnten helfen, die Mitarbeiter der Organisationen zu schützen, schrieb Egland in einem Bericht, den das Koordinationsbüro der Vereinten Nationen für Humanitäre Hilfe in New York vorstellte. Auf einer Pressekonferenz sagte er, die Mitarbeiter seien stärker gefährdet, wenn die örtliche Bevölkerung den Eindruck gewinne, dass sie sich in einem Konflikt auf eine Seite stellten.
Die Hilfsorganisationen müssten professioneller werden, schrieb Egeland. Gleichzeitig müssten sie mehr für Sicherheitsmassnahmen ausgeben. Einen Rückzug der Organsationen aus Konfliktregionen lehnte Egeland ab. "Wir sind verpflichtet, zu bleiben und zu helfen", erklärte er.