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Eine umfassende Perspektive der Schweizer Ernährungssicherheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Ernährungssicherheit und Agrarfreihandel in der Schweiz. Wie steht es um die Ernährungssicherheit hierzulande? Welchen Einfluss haben Freihandelsabkommen auf die Ernährungssicherheit? Wie sieht die Situation in Krisenzeiten aus?
Anliker Simon & Kaufmann Thomas, 2015
Bachelor Thesis, SALS- Schweiz
Betreuende Dozierende: Mathias Binswanger
Keywords: Ernährungssicherheit, Selbstversorgung, Agrarfreihandel
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Die Themen Ernährungssicherheit und (Agrar-)Freihandel beschäftigen die nationale Politik und die Bevölkerung. Eine Initiative mit dem Ziel die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion zu fördern, kam sehr rasch zu Stande. Diese Arbeit soll untersuchen, wie sich die Ernährungssicherheit in den letzten Jahren entwickelt hat, wie die Situation momentan aussieht und wie sie sich hinsichtlich zunehmender Freihandelsabkommen zukünftig verändern könnte.
Um die Entwicklung der Ernährungssicherheit untersuchen zu können, beleuchtet die Arbeit exemplarisch die Produkte Kartoffeln, Milch, Schweinefleisch, pflanzliche Öle und Fette sowie Getreide. Dies passiert anhand der ausgewählten Unterkategorien: Selbstversorgungsgrad, Produktions- und Preisschwankungen, Qualität und Standards sowie Biologische Vielfalt. Die Veränderungen dieser Unterkategorien sollen Aufschluss über die Veränderung der Ernährungssicherheit geben. Um die Arbeit abzurunden, werden Handlungsempfehlungen - resultierend aus den Ergebnissen der Arbeit - abgegeben.
Die Arbeit hat aufgezeigt, dass durch agrarpolitische Massnahmen und vermehrter Freihandelsabkommen seit 1990 eine klare Liberalisierungstendenz in der Schweizer Landwirtschaft auszumachen ist. Es ist zu erkennen, dass sich die Situation um die Ernährungssicherheit bei einigen Produkten in den vergangenen Jahren verschlechtert hat. Mitunter reduzierte sich der Selbstversorgungsgrad bei gewissen untersuchten Produkten. Da inländische Produktionsvorschriften höher sind als jene im Ausland, führt vermehrter Import auch zu einer Verschlechterung der Unterkategorie "Qualität und Standards". Die Arbeit weist unter Anderem darauf hin, dass der hiesige hohe Produktionsstandard ein Differenzierungsmerkmal gegenüber ausländischen Produkten darstellt, dass sich mit abnehmenden Ackerflächen für Getreide die Selbstversorgung zunehmend verschlechtern wird und dass zunehmender Agrarfreihandel die hohe Qualität, sowie die Selbstversorgung von Schweizer Agrarprodukten gefährden wird.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit: Andere
Vertraulichkeit: öffentlich