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DER SCHWEIZER KOMPONIST, MUSIKER, SOUNDDESIGNER UND KÜNSTLER ERNST THOMA IST GESTORBEN
19.11.2020 Der am 2. Januar 1953 in Mühlehorn geborene Schweizer Komponist, Musiker, Sounddesigner, Tonmeister, Instrumentenbauer und Künstler Ernst Thoma (Bild) ist am 14. November 2020 gestorben. Er war u.a. Mitglied der Band UnknownmiX und arbeitete breit vernetzt mit Kulturschaffenden verschiedenster Sparten zusammen - darunter Magda Vogel, Knut Remond, Peter Trachsel, Andres Bosshard, Alfred Zimmerlin, Claudia Rüegg, Stephan Wittwer, Gabi Delgado, Guerino Mazzola, David Thorner, Christoph Rütimann, Ugo Rondinone, Dominique Rust, Luigi Archetti, Birgit Uhler, Aleksander Gabryś, Christoph Gallio u.v.a.m.
Foto: BrainsurfingMedia, 2016 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:E_Thoma_2016_2c.jpg
Schon in seiner Jugend begann Ernst Thoma Generatoren, Filter und andere musikalisch verwendbare elektronische Geräte zu bauen und zu spielen. Ab 1974 besuchte er für zwei Jahre die F+F Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich. Anschliessend folgten zwei Jahre an der Musikakademie Basel im elektronischen Studio bei David Johnson (Komponist).
In den 1980er-Jahren folgte eine Studio- und Konzerttätigkeit in ganz Europa mit verschiedenen Formationen wie UnknownmiX (mit Magda Vogel und Knut Remond) sowie Performances mit dem Künstler Peter Trachsel von 1978 bis 1982. Daneben arbeitete er auch mit Stephan Wittwer und Gabi Delgado.
Ab 1995 baute Thoma in Stein am Rhein ein Studio für elektronische Musik und Sounddesign auf. In den folgenden Jahren übernahm er vor allem Auftragsarbeiten. Anfangs waren es Werbung, Film, Mehrkanal-Klangräume (EXPO 02) und Medienproduktionen, später vor allem Audioarbeiten in Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus unterschiedlichen Bereichen, wie dem Mathematiker und Jazzpianisten Guerino Mazzola, der Pianistin Claudia Rüegg, dem Sänger David Thorner, den Künstlern Christoph Rütimann, Ugo Rondinone und Christoph Schreiber und dem Schauspieler Dominique Rust.
1996 baute Thoma ein neues Live-Instrument, die "Blue Wheel Instant Composing Machine" auf und damit einhergehend war er ab 1998 wieder vermehrt in Konzerten zu sehen.
Thoma entwickelte und baute bis Ende der 1990er-Jahre unter dem Label TMS viele verschiedene Synthesizer und elektronische Gerätschaften für Musiker, Studios und den Eigengebrauch.
Ab 2000 beschäftigte sich Thoma vor allem mit eigenen Projekten, Konzerten und Ausstellungen. Neben den Audioarbeiten entstanden auch Medieninstallationen und Videoarbeiten, z. B. die Videoinstallation "Landscape 5" in 2004 oder "Höllensturz" im Jahr 2007.
Wichtige musikalische Projekte seit 2000 waren TRANSELEC mit Luigi Archetti, die CD "slants" mit der Hamburger Trompeterin Birgit Ulher, und Kompositionen für das X Quartett mit Raphael Camenisch, Jürg Henneberger, Daniel Buess und Aleksander Gabryś. Als Musiker arbeitete er in verschiedenen Programmen von Christoph Gallio.
Hansdampf in allen Medien
Ernst Thoma ist ein bescheidener Pionier. Er hat Sounddesign, die elektronische Musik und die Videokunst geprägt, lange bevor von Multimedia die Rede war.
Dieter Langhart
Videos:
Youtube Kanal:
"ausserhalb der Zeit II" - eine szenische Media-Installation in Episoden von Ernst Thoma, 2010
Random*Source Serge Wave Multipliers
live electronic Improvisation, 2017
Ernst Thoma and Octave Moritz "the rhein session Part 2"
the phoenix concert
Ernst Thoma Synthesizer / electronics - Octave Moritz Trompete / EFX
15 - UnknownmiX - Django
Mehr:
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