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Mit dem volkstüml. Namen V. oder Goldvreneli wird in der Schweiz die 20-Fr.-Goldmünze bezeichnet, die 1897-1949 nach den Vorgaben der Lateinischen Münzunion in einer Gesamtauflage von 58,6 Mio. Stück mit einem Einzelgewicht von 6,452 g geprägt wurde. Die Bezeichnung V. nimmt Bezug auf die vom Medailleur Fritz Ulysse Landry gestaltete Vorderseite der Münze, die das Brustbild einer jungen Frau vor einer Bergkulisse zeigt. 1911-22 wurden mit der gleichen Vorderseite auch 2,6 Mio. 10-Fr.-V. (halbe V.) sowie 1925 5'000 100-Fr.-V. hergestellt. Das V. war vor der Einführung 1914 von 5- und 20-Fr.-Banknoten ein gängiges Zahlungsmittel, verlor danach aber an Bedeutung. Als Patengeschenk und Sammlerobjekt blieb es beliebt. Im ital. Sprachraum wird das V. als marengo bezeichnet, wobei der Begriff ursprünglich für die nach der Schlacht von Marengo 1800 in Turin geprägte Goldmünze gebraucht und später auf andere 20-Fr.-Goldmünzen übertragen wurde.
Literatur
– T. Kroha, Grosses Lex. der Numismatik, 1997, 488
Autorin/Autor: Lorenzo Fedel