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Wie bereits bei seinen Dreisatz-Erfolgen im Viertel- und Halbfinal gegen Tomas Berdych respektive Roger Federer dominierte Marin Cilic (ATP 12) auch im Endspiel.
Kei Nishikori (ATP 8), der zweimal im Turnierverlauf mehr als 4 Stunden auf dem Court gestanden hatte, fehlte sichtlich die Kraft, um ein weiteres Kapitel japanischer Sportgeschichte zu schreiben. Der 24-Jährige hatte als erster Asiate überhaupt das Endspiel eines Grand Slams erreicht.
Konstant und wuchtig
Cilic überzeugte mit formidablem Aufschlagspiel (17 Asse) und knallharten Grundlinienschlägen. Insgesamt liess er sich 38 Winner gutschreiben. Nishikori
fand nie ein geeignetes Mittel, um den ungemein konstant agierenden Cilic ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Dies lag auch an der Verwertung von Breakchancen. Von den 9 Möglichkeiten zum Servicedurchbruch konnte der Japaner nur eine einzige nutzen. Ganz anders die Effizienz bei Cilic, der bei seinen 11 Breakchancen Nishikori fünfmal den Service abnehmen konnte.
Nach 1:54 Stunden verwertete Cilic seinen zweiten Matchball zum grössten Triumph seiner Karriere. Der 25-Jährige ist der 1. kroatische Major-Champion seit seinem heutigen Trainer Goran Ivanisevic 2001 in Wimbledon.
Mit Spass zum besten Tennis
«Alles, für das ich gearbeitet und von dem ich geträumt habe, ist heute wahr geworden», sagte Cilic bei der Siegerehrung. «Goran hat etwas Spezielles mitgebracht. Er hat mich gelehrt, Spass zu haben. Ich habe hier das beste Tennis meines Lebens gespielt.»
Nishikori gratulierte seinem Gegner: «Er war wirklich stark, ich konnte nie mein Tennis spielen. Das ist eine harte Niederlage, aber es waren zwei unglaubliche Wochen für mich.»