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Was genau ist Agroforst?
Was ist eigentlich ein Agroforstsystem genau und was sind die Besonderheiten?
Ein Agroforstsystem zeichnet sich dadurch aus, dass eine landwirtschaftliche Produktion mit Baumreihen oder Sträuchern - auf derselben Fläche - kombiniert wird. Ein gut funktionierendes Permakultursystem besteht etwa zu 40 Prozent aus Bäumen. Denn Bäume sind wichtige Wasserspeicher, und sie verbessern den Nährstoffkreislauf, da sie Feuchtigkeit und Nährstoffe aus tiefen Bodenschichten mobilisieren, die sonst für Feldfrüchte nicht erreichbar wären.
Anstatt Feldfrüchte in einer Monokultur anzubauen, pflanzt man in der Agroforstwirtschaft Baumreihen zwischen die Feldfrüchte. So entstehen positive Wechselwirkungen zwischen den zwei Komponenten, und es kann immer noch maschinell geerntet werden. Zudem spenden die Bäume Schatten und bieten Schutz vor Wind.
Die Bäume können Obstbäume sein, oder man kann neben den Feldfrüchten Brenn- oder Bauholz produzieren. Bei der Planung zu beachten gilt es, dass in der Schweiz nur Hochstammfeldobstbäume beitragsberechtigt sind. Zusätzlich ist es möglich, Beiträge für biologische Qualität oder Vernetzungsbeiträge für Hochstammfeldobstbäume zu erhalten, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt werden. Allerdings wird für alle Beiträge vorausgesetzt, dass die Früchte der Bäume geerntet werden.
Ein konkretes Beispiel eines Agroforstsystems unterstützt die Stiftung Visio-Permacultura in Wallenbuch im Kanton Freiburg. Auf 3 ha wachsen Hochstammobstbäume, Spindeln und Beeren in Reihen. Dazwischen wird die Fläche als Fruchtfolge bewirtschaftet.