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Von Barbara Kopp / 6. 3. 2014: Bildergeschichte VI. Die eine und andere Befürworterin des Frauenstimmrechts zog mit Steigeisen und Pickel in die Berge und gehörte zum Frauen-Alpenclub. Viele unter den Frauen, die in den 1910er- und 1920er-Jahren geboren waren, die studieren durften und einen Beruf ergriffen, wollten auch im Sport etwas erreichen.
Laure Wyss besass einen leichten und handlichen Eispickel, angefertigt von den «Gebr. Willisch Schweiz Täsch b/Zermatt». Den Abstieg im Felsen fürchtete sie. Lieber bretterte sie auf Skiern die Buckel hinunter. Über die Jahre 1942 bis 1945 in Davos schrieb sie:
«Der Ehemann, Architekt, zeichnete jetzt Grundrisse für Sanatoriumsbauten, spezialisierte sich auf Flachdächer, die Schneemassen auszuhalten haben, sie besorgte einen kleinen Haushalt, kochte, wie immer, für mehrere, machte Übersetzungen, so nebenbei, denn die grosse Herausforderung für sie waren die Berge vor der Haustüre: Klettertouren im Gestein unter der Führung des alten Bergführers Puntz, der ausführlich und kundig die Bergflora erklärte – als Verschnaufpause, wie die Touristin mit der Zeit feststellte –, einmal mit dem Velo auf den Flüelapass und von dort Besteigung des Flüelahorns, zusammen mit einer Freundin, die redet heute noch darüber. Dann das Skifahren bis in den späten Frühling, die letzten Schneefetzen suchend, schliesslich übers Gras hüpfend bis zur Talsohle.»
Zitat: Laure Wyss: Und das Schweigen legte sich auf Platz und Dorf, in: Wahrnehmungen, 2003.