Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03619.jsonl.gz/2627

Über den Sieg der japanischen Frauenfussballmannschaft an der WM in Deutschland wurde selbstverständlich auch in Japan gross berichtet und gejubelt. Die Spielerinen haben uns allen Japanern Mut und Hoffnung gegeben.
Ungeachtet dessen nehmen die Folgen des Atomunfalls weiter zu. Bis heute steht fest, dass mehr als 400 Rinder von der Präfektur Fukushima mit dem von Cäsium stark verseuchten Stroh gefüttert wurden und dass das kontaminierte Fleisch auf den Markt gebracht wurde.
Die Bauern haben das verseuchte Futter von den Strohproduzenten aus der Präfektur Miyagi gekauft. Miyagi ist bekannt für eine Strohproduktion guter Qualität. Weil der Ort, im nördlichen Teil der Präfektur, fast 150 km entfernt vom AKW Fukushima liegt, ahnten die Produzenten nicht im geringsten, dass ihr Stroh stark verstrahlt war. Mittlerweile wurde das kontaminierte Rindsfleisch auch ausserhalb Fukuoka gefunden. Die japanische Regierung ordnete nun die Einstellung des Handels von Fukushima-Rindsfleisch an.
Gemäss der Asahi-Zeitung vom 20. Juli wurde ausserdem informiert, dass insgesamt 251 Feuerwehrleute von den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima durch den Tsunami ums Leben kamen. Sie waren an einer Rettungs- oder Evakuierungsaktion beteiligt, als sie vom Tsunami überrascht wurden.