Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/208

Die neuen „next-big-thing“-Girls
Neue Frauen braucht die Musikwelt. Und mit St. Vincent und Bat for Lashes sind auch schon wieder zwei exquisite Exemplare am Start. Bat for Lashes alias Natasha Khan (links), die für den diesjährigen Mercury Prize nominiert worden ist, liegt gesanglich irgendwo zwischen Leslie Feist und Tori Amos, physiognomisch eher zwischen Lilly Allen und Nelly Furtado. Ihr Video zur Single „What’s a Girl to do“ aus dem Album Fur and Gold geniesst in manchen Kreisen Kultustatus. Und wenn die Welt doch noch gerecht sein sollte, dann gewinnt nicht die versoffene und „verboulevardisierte“ Amy Winehouse am 4. September den Mercury Prize, sondern Bat for Lashes. Die stellt mit dem Preisgeld von 50’000 Franken wenigstens auch etwas Anständiges an.
Die zweite Frau im Bunde hört auf den Künstlernamen St. Vincent. Annie Clarke (rechts), wie sie bürgerlich heisst, war bislang vor allem als Multiinstrumentalistin und Sängerin bei The Polyphonic Spree und beim Herrn persönlich, Sufjan Stevens, tätig. St. Vincent spielt in einer anderen Liga. Kate Bush liegt gesanglich nahe und musikalisch ist St. Vincents Debüt ziemlich grosses Kino, das auch schon mit David Bowies „The Lodger“ verglichen wurde, auf Grund des Ideereichtums, den sie an den Tag legt. Zurzeit vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens fünf Blogs etwas über diese zierliche Dame schreiben. The next big thing?
Ihr Debüt Marry Me ist in den USA bereits Ende Juni erschienen und über iTunes erhältlich. In der Schweiz wird das Album im August veröffentlicht.
Bat for Lashes – Horse and I
[audio:http://julioenriquez.com/music/july%2025/bat%20for%20lashes-%20Horse%20And%20I.mp3]
2 Reaktionen
78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.