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Wie bereits in einem früheren Eintrag berichtet wurde, reichten am 13. November Google und die US-amerikanischen Autoren- und Verlagsverbände eine überarbeitet Fassung des so genannten Google Book Settlement bei einem Gericht in New York ein, das in der Zwischenzeit vom zuständigen Richter vorläufig auch angenommen wurde. Die entsprechende Anhörung wird für den 18. Februar 2010 festgesetzt.
Eine der vorgenommenen Änderungen wird zur Folge haben, dass sich der Geltungsbereich des Settlements auf Bücher beschränken wird, die in den USA, Kanada, Grossbritannien und Australien verlegt wurden. Während sich bis anhin in erster Linie die Organisationen und Einzelpersonen, die sich für Open Access speziell des durch öffentliche Mittel finanzierten Wissens einsetzten, enttäuscht ob der neuen Entwicklung zeigten, drückten in den letzten Tagen immer mehr Organisationen ihre Besorgnis ob den mit der Revision des Google Book Settlements einhergehenden negativen Konsequenzen für den Wissenschaftsstandort Europa aus. So schrieb z.B. Valie Djordjevic vom IUWIS (Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung), dass erste Reaktionen darauf hinwiesen, "dass mit dieser Entscheidung Deutschland (und Europa) von einem großen Teil des (gedruckten) Wissens abgeschnitten wird, etwa im Freitag in Katrin Schusters Kommentar „Europa sieht wieder einmal alt aus“. Auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat plötzlich Sorge, dass Europa von der Buchdigitalisierung abgeschnitten und den Anschluss verlieren könnte. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins, plädiert für eine Stärkung genuin europäischer Digitalisierungs- und Online-Buchmarkt-Projekte." (Den ganzen Text von Valie Djordjevic findet sich hier).
Auch Klaus Graf meldet sich wieder wortgewandt und spitz formulierend zu Wort. Seinen Beitrag zum Thema findet sich hier.