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Dossier Longo maï 2017-2018
Die Klimaerwärmung verursacht Katastrophen, die je nach Ort oder Zeitpunkt völlig verschieden ausfallen können. Die Schmelze von Gletschern oder des Permafrosts, wie in Bondo im Bündner Land, destabilisieren unsere Alpen. In anderen Regionen führen enorme Regenfälle zu Überschwemmungen. Im Mittelmeerraum werden die Trockenheitsperioden immer länger und häufiger, begleitet von hohen Hitzetemperaturen.
„In dieser durstigen Landschaft ist jede Quelle ein Schatz“, schrieb der provencalische Schriftsteller Marcel Pagnol, Autor von „Manon des sources“ (Die Wasser der Hügel).
Wasser, die Quelle des Lebens
Zu Beginn von Longo maï in der Provence bei Limans war es lebensnotwendig, die alten verschütteten Quellen wieder zu finden und frei zu legen.
Dossier Longo maï Winter 2016-2017
Durch die Weiterentwicklung der solidarischen Wirtschaft in Longo maï – vom Schaf bis zum Wollpullover, vom Holzfäller bis zum Schreiner und die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte – möchten wir für die Ankommenden eine längerfristige Perspektive schaffen. Eine tägliche Herausforderung ist jedoch die Unterbringung und der nötige Platz für sie in den Kooperativen. Seit Jahren hatten wir nicht die Mittel, unsere Infrastrukturen dem gewachsenen Bedarf anzupassen und wir mussten mit dem Vorhandenen improvisieren. Vorübergehend ist dies eine Lösung, auf Dauer jedoch bedarf es einer neuen Anstrengung.
Wir gehen nicht davon aus, dass der Zustrom von jungen Menschen in der nächsten Zeit zurückgehen wird, er wird eher noch etwas zunehmen. Wir möchten dies als Chance sehen und weiterhin offen bleiben. Heute müssen wir den Ausbau der Infrastruktur in die Hand nehmen. Es gibt drei wichtige Baustellen, die wir im Laufe der nächsten zwei Jahre fertigstellen müssen, um die Empfangsbedingungen zu verbessern. Eine betrifft die Unterbringung, eine zweite die kollektiven Infrastrukturen, die dritte Ausbildung und Wissensvermittlung.
Dossier Longo maï Sommer 2016
Die Technik kann nicht alle Probleme lösen ...
Die Gründung von Longo maï war auch eine Antwort auf die „grüne Revolution“, jene Philosophie der Hochleistungslandwirtschaft, die davon ausging, man könne alle Probleme einfach durch mehr Technik und mehr Chemie lösen. In Longo maï betrachteten wir die Landwirtschaft immer als „Agrikultur“ in ihrer ganzen Vielfalt, eine Tätigkeit, die nicht nur die Ernährung sichern soll, sondern eine soziale und umweltgestaltende Funktion hat und so auch neues Leben in verlassene Randregionen bringen kann. Der Garten war immer ein zentraler Punkt unserer Arbeit, seine Grundlage das bäuerliche Saatgut, das über Generationen hinweg gehegt, gepflegt und weiterentwickelt wurde. Heute ist dieses bedroht.
Dossier Longo maï Winter 2015-2015
Eine Geschichte wird eingefädelt…
Vor vierzig Jahren erhielten wir in unserer jungen Kooperative in der Provence Besuch. Ein alter Mann, Besitzer der Spinnerei von Chantemerle, eines Kleinbetriebs auf über 1300 m Höhe in den Hautes Alpes stellte sich mit einem wichtigem Anliegen vor. Die Spinnerei hatte 1969 nach fast 100 Jahren ihren Betrieb einstellen müssen. Von ihr lebten zahlreiche Familien, Arbeiter und Schäfer rund ums Guisane-Tal. „Wenn ich niemanden finde, der Interesse hat, diesen Betrieb zu übernehmen, wird er, wie alles in unserer Region, zu Gunsten eines Tourismusprojektes verkauft.»
... und ein neues Projekt nimmt ihren Lauf
Dossier Longo maï Ostern 2014
In unseren Longo-maï-Kooperativen sind wir dabei unsere Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben. Dies ist
nicht immer einfach. Wir möchten einerseits für neue
Ideen offen bleiben, andererseits aber jene Werte, welche
Longo maï ausmachen, nicht über Bord werfen. Als
Grundlage für die nächsten 40 Jahre und im Geiste von
Longo maï haben wir den Rettungsfonds für Land und
Wald geschaffen ...
Dossier Longo maï Sommer 2013
Saatguttauschbörse im Hof Ulenkrug, Mecklenburg
Lehrfilmprojekt 2013-2014