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Josef Gauderon erblickte am 2. März 1928 in der «Warmi-Sita» von Überstorf als siebtes und jüngstes Kind von Caroline und Felix Gauderon-Schmutz das Licht der Welt. Seine Jugend- und Schulzeit bis zur sechsten Klasse verbrachte er in Überstorf. An Fasnacht 1940 zügelte die Familie nach St. Antoni in den Schrick. Dort besuchte er kurz noch die Oberschule und dann die Sekundarschule in Tafers. Nach der Schule absolvierte er bei der Firma Gaston Duruz in Freiburg die Lehre als Spengler. Als Berufsmann arbeitete er in Betrieben in Bern und Freiburg, zugleich besuchte er Abendkurse an der Lehrwerkstätte Bern und schloss diese 1955 erfolgreich mit der Meisterprüfung ab.
1954 trat er in die Brauerei Cardinal als Service-Monteur ein. Ende der sechziger Jahre bildete er sich durch Fernstudium zum Bauführer weiter. Später übernahm er die Funktion als Verantwortlicher der Service-Monteure. Während 39 Jahren, bis zu seiner Pension im Jahr 1993, hielt er der Brauerei Cardinal und der Sibra die Treue.
Am 10. September 1951 vermählte er sich mit Therese Brülhart aus St. Antoni. Dieser Ehe entsprossen zwei Töchter und zwei Söhne. Im Herbst 1955 zog die junge Familie ins elterliche Heim in den Schrick, das er erwerben konnte. 1987 erfolgte der Umzug in die Eigentumswohnung ins Santonihus, da ihm und seiner Gemahlin die Umgebungsarbeiten zu viel wurden.
Als 16-jähriger begann Josef mit dem Musizieren und trat später der Musikgesellschaft St. Antoni bei, wo er lange Zeit die Trompete spielte, später wechselte er aufs Waldhorn. Während 29 Jahren war er Kassier der Musikgesellschaft. In den letzten Jahren, als er nach einer Operation nicht mehr aktiv Musik spielen konnte, übernahm er das Amt des Vereinsfähnrichs. Bei Anlässen der Musikgesellschaft war Josef ein gefragtes OK-Mitglied und Organisator.
Schon seit seiner Jugendzeit lag ihm das gesellschaftliche Leben der Pfarrei und der Gemeinde am Herzen. Er war Gründungsmitglied und erster Scharführer der Jungwacht St. Antoni.
Von 1966 bis 1986 war er im Pfarreirat, davon 16 Jahre als Pfarreipräsident. Bei der Raiffeisenbank Freiburg Ost war er während 24 Jahren im Aufsichts- und später im Verwaltungsrat. Während mehrerer Jahre war er als Präsident des Vinzenzvereins tätig.
Als 1980 die vietnamesische Flüchtlingsfamilie Lam Cam Ha nach St. Antoni kam, stand Josef ihnen als Pate zur Seite und half ihnen, dass sie sich hier gut integrieren konnten.
Nach seiner Pensionierung 1993 blieb Josef nicht untätig, er übernahm die Leitung des Altersforums und leitete die Versammlungen bis kurz vor seinem Tode. Nach einem kurzen Spitalaufenthalt verstarb er am 5. Januar 2005. Er wird seinen Angehörigen in lieber Erinnerung bleiben.