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Langsame kreisende Bewegungen sind erkennbar. Innerhalb eines schwarzen Rahmens bewegen sich mehrere in sich gelagerte quadratisch anmutende Flächen um ihre eigene Achse. Es sind aneinander gereihte Linien, deren Muster durch die Rotation immer wieder gestört werden und sich so stets verändern. Eine strukturierte Glasfläche verstärkt den leicht verschwommenen Ausdruck des Werkes. Angetrieben wird die Konstruktion durch einen Elektromotor im Holzkasten, während eine Neonröhre Licht spendet. Der multimedial arbeitende Künstler Ruedi Guggisberg reiht sich mit seinem bewegten Werk mit dem Titel «Linien» in die Vertreter der kinetischen Kunst ein. In dieser Gattung ist die Bewegung selbst ein integraler, ästhetischer Bestandteil des Objekts, das sich in Anwesenheit der Betrachtenden immer wieder verändert. Die kinetische Kunst findet vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren grosse Beachtung. Über einen Ankauf an der Weihnachtsausstellung 1977/1978 gelangt das Werk in die Sammlung des Kunstmuseum Thun.
Katrin Sperry
Dieses Werk verändert sich ständig.
Es hat einen Motor.
Hinten dreht sich ein Bild mit Linien.
Vorne sehen wir eine Glasfläche mit Muster.
So kreuzen sich die Linien ständig.
In unseren Augen bewegen sich die Linien.
Das Objekt gehört zur Kinetischen Kunst.
Das bedeutet:
Kunst, die sich bewegt.
Sie ist in der 1950er und 1960er Jahren beliebt.
Sara Smidt