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Chronische Schmerzen
In der Schweiz leiden etwas 900.000 Menschen an chronischen Schmerzen. Diese können aus einem akuten Schmerz entstehen, der nicht verschwindet und ständig präsent ist oder sich dadurch zeigt, dass er immer wiederkehrt.
Was Sie Wissen müssen
Schmerz gehört zu uns Menschen und ist für uns lebenswichtig. Primär ist das Schmerzsystem ein Warnsystem, das uns meldet, falls unserem Körper Schaden droht und etwas mit ihm nicht in Ordnung ist. Anhaltende, unverminderte Schmerzen scheinen die "Schmerzwege" (Synapsen Bildung) im Gehirn zu verändern. Dies führt zu einem Teufelskreis, der uns immer sensibler macht für Schmerzen.
Wissenschaftler Wissen
Wissenschaftler wissen heute, dass chronische Schmerzen daraus resultieren, dass das Schmerzsignal vom "einschalten" nicht richtig auf "ausschalten" gesetzt wird. Diese Fehlschaltung im Gehirn ist allenfalls „angelernt“ und verstärkt das Signal und intensiviert den Schmerz.
Dies wird heute als „Schmerzgedächtnis“ bezeichnet.
Forschung USA
Sie interpretieren wie folgt:
Übermäßige Kommunikation zweier Hirnregionen schadet. Die Verknüpfung zweier Hirnregionen spielte demnach eine entscheidende Rolle. Je besser der so genannte Nucleus accumbens und der präfrontale Cortex verknüpft waren, desto größer war das Risiko, dass sich der Kreuzschmerz zum Dauerleiden entwickelte.
Ein Forscherteam aus den USA berichtet nun im Fachmagazin "Nature Neuroscience", dass bestimmte Unterschiede im Gehirn dazu beitragen, ob ein Rückenschmerz wieder abklingt oder chronisch wird.
Die Hirnbereiche sind an Lernprozessen und der Verarbeitung von Gefühlen beteiligt.
Die Forscher interpretieren dies wie folgt: Je stärker das Gehirn emotional auf eine Verletzung beziehungsweise die anfängliche, akute Pein reagiert, desto eher bleiben die Schmerzen bestehen, wenn die Ursache längst verschwunden ist. Der Schmerz brennt sich quasi in einen fehlgeleiteten Lernprozess ein.