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Gefährdungsmeldung
Deine Freunde, Bekannten und Verwandten, deine Nachbarn und Lehrer oder deine Ärztin und dein Arzt – sie alle können sich bei der Kindesschutzbehörde (KESB) melden, wenn sie das Gefühl haben, dass du in Gefahr bist und Hilfe brauchst. Auch du selber kannst dich bei der Kindesschutzbehörde (KESB) melden. Das geht mit einem Anruf oder einem Brief, einer sogenannten Gefährdungsmeldung.
Wenn Ämter, Behörden oder Schulen eine Gefährdung bei einem Kind oder einem Jugendlichen feststellen, dann müssen sie der Kindesschutzbehörde (KESB) eine Meldung machen. Für sie ist es nicht freiwillig, denn ansonsten würden sie sich selbst schuldig machen.
Sobald die Kindesschutzbehörde eine solche Meldung erhält, muss sie abklären, ob wirklich eine Gefährdung besteht. Sie klärt ab, ob das Kind oder der Jugendliche in Gefahr ist. Wie sie das abklärt, hängt von der Art der Gefährdung ab. Vielleicht redet sie zuerst mit dir alleine oder mit deinen Eltern und entscheidet dann, welche weiteren Abklärungen sie braucht. Auf jeden Fall muss die Kindesschutzbehörde immer auch mit dir sprechen. Vielleicht braucht sie ein Gutachten oder ein Gespräch mit deiner Lehrperson, um einschätzen zu können, ob und welche Hilfe du brauchst. Diese Hilfe nennt man Kindesschutzmassnahmen.
Verfügung der Massnahmen
Hat die Kindesschutzbehörde (KESB) festgestellt, dass du unterstützt werden musst, dann teilt sie dir und deinen Eltern mit, welche Massnahmen verfügt werden. Das bedeutet, dass euch erklärt wird, welche Unterstützung ihr erhält und was ihr nun machen müsst. Ebenfalls wird euch erklärt, weshalb das so gemacht wird und was das Ziel dieser Massnahmen ist. Auch hier hast du immer das Recht, angehört und informiert zu werden. Bei ganz wichtigen Entscheidungen über dein Leben, hast du auch immer ein Recht auf eine Kinderanwältin oder einen Kinderanwalt.