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In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Journal of Cleaner Production“ der Artikel „Continuous BIM-based assessment of embodied environmental impacts throughout the design process“. Verfasst wurde der Expertenbericht von Carmine Cavalliere, Guillaume Habert, Guido Raffalele Dell’Osso und Alexander Hollberg vom Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement (IBI) der ETH-Zürich.
Im Artikel stellen die Autoren fest, dass Life Cycle Assessment (LCA) eine geeignete Methode zur Analyse und Verbesserung der Umweltauswirkungen von Gebäuden ist. Die Anwendung in der Designphase sei jedoch komplex. Building Information Modeling (BIM) könne helfen, die Ökobilanz während des Entwurfsprozesses durchzuführen.
“Aktuelle BIM-LCA-Ansätze folgen zwei Trends. Entweder verwenden sie komplexe Modelle in detaillierten Designphasen, wenn es zu spät für größere Änderungen ist, oder sie basieren auf vereinfachten Ansätzen, die nur in frühen Designphasen anwendbar sind.
Dieses Paper schlägt eine neuartige Methode vor, um die Ökobilanz kontinuierlich über den gesamten Bauprozess anzuwenden, um die verkörperten Umweltauswirkungen zu bewerten, indem die vom BIM bereitgestellten Daten in jeder Phase mit so viel Genauigkeit wie möglich verwendet werden. Die Methode verwendet verschiedene LCA-Datenbanken mit unterschiedlichen Detaillierungsgraden für den spezifischen Entwicklungsstand (LOD) des BIM.
Da nicht in jeder Entwurfsphase verschiedene Bauelemente mit identischen LODs modelliert werden, erfolgt die Bewertung der verkörperten Umweltauswirkungen durch eine konsequente Mischung der LCA-Datenbanken, was möglich ist, solange die Datenbanken identische Hintergrunddaten verwenden. Das Verfahren wird auf fünf Planungsstufen einer Gebäudefallstudie angewendet. Die Ergebnisse zeigen, dass es nun möglich ist, die verkörperten Auswirkungen in allen Planungsphasen zu berechnen und gleichzeitig mit den Ergebnissen des abgeschlossenen Projekts konsistent zu sein.
Die Umweltauswirkungen in einer bestimmten Entwurfsphase liegen immer im Bereich der Variabilität der vorherigen Phase. Daher ermöglicht das Verfahren das Schätzen der endgültigen verkörperten Umweltauswirkungen mit zunehmender Genauigkeit und liefert damit Informationen für die Entscheidungsfindung während des gesamten Entwurfsprozesses.”
Journal of Cleaner Production, Volume 211, Pages 941-952
Carmine Cavalliere, Guillaume Habert, Guido Raffalele Dell’Osso, Alexander Hollberg