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Wenn auch Ihnen die Gesundheit Ihres Tieres wichtig ist, überprüfen Sie Ihre Futtergewohnheiten und nehmen Sie die Zusammensetzung genau unter die Lupe.
Die Katze ist ein Raubtier und gehört zur Gattung der Carnivoren (Fleischfresser). Auf dem Speiseplan der Katze, wenn sie selbst für ihr Futter sorgt, stehen vor allem kleine Wirbeltiere. Eine freilebende Katze frisst pro Tag zwischen 10 und 20 Mäusen. Eine Maus besteht hauptsächlich aus Fleisch und enthält rund 60% Protein. Dazu kommen Vitamine und Mineralien, Spurenelemente und ein kleiner Teil pflanzliche Bestandteile, die sich im Magen der Maus befinden.
Gute, artgerechte Katzennahrung sollte also dieser natürlichen Nahrung möglichst genau entsprechen. Da die Katze ihre Beute immer nur frisch verzehrt, sollten auch die Zutaten im Dosenfutter frisch verarbeitet werden, damit keine Vitamine, Mineralien und Spurenelemente verloren gehen.
Herkömmliches Industriefutter wird zu stark erhitzt, dadurch gehen die Vitamine und Mineralstoffe verloren und müssen künstlich wieder zugesetzt werden. Hochwertige Nahrung wird kalt abgefüllt und schonend im Dampf gegart.
Die Katze ist aufgrund ihrer Gene ein Wüstentier und ist darauf angewiesen, Wasser aus der Nahrung aufzunehmen. Eine Katze trinkt von Natur aus nur sehr wenig. Deshalb ist es wichtig, dass sie den Flüssigkeitsbedarf über die Feuchtnahrung decken kann. Wird eine Katze nur mit Trockenfutter gefüttert, führt dies früher oder später zu einer ständigen Dehydrierung (Austrocknung). Die Katze kompensiert eine geringere Wasseraufnahme über die Nahrung nicht indem sie mehr trinkt. Die Nieren können dadurch auf Dauer geschädigt werden. Die Niereninsuffizienz, eine der häufigsten Krankheiten bei Katzen ab 10 Jahren, kann nicht mit Medikamenten behandelt werden und führt früher oder später immer zum Tod des Tieres. Bemerkt man bei der Katze die ersten Symptome wie Erbrechen von Schleim, häufiges Trinken und vermehrter Urinabsatz, sind bereits 75% der Nieren unheilbar zerstört.
Katzen haben als Fleischfresser einen sauren Harn-PH-Wert. Trockenfutter enthalten oft viel zu viele pflanzliche Produkte (Getreide) und führen dadurch zu einem alkalischen Urin. Hat die Katze dauernd Zugang zu Trockenfutter, kann sich der Urin nicht mehr genügend ansäuern. In der Folge davon bilden sich Kristalle in der Blase und im schlimmsten Fall führen Blasensteine beim Kater zur Verstopfung der Harnröhre, was lebensbedrohlich ist.
Trockenfutter wird oft zum Zweck der Zahnreinigung angeboten und empfohlen. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Das Futter wird von den meisten Katzen höchstens einmal "geknackt" und anschliessend runter geschluckt. Sind die Bröckchen zu klein, werden sie sogar im Ganzen hinunter geschlungen. Durch die klebrige Substanz des Trockenfutters aufgrund von Getreide und anderen klebrigen Zutaten (es muss ja bei der Herstellung zusammen kleben und darf nicht voneinander bröckeln) bleibt an den hinteren Zähnen immer ein Belag zurück. Viele Katzen - und auch Hunde - stinken dadurch grässlich aus dem Maul. Um den Zahnbelag zu entfernen, gibt es nichts Besseres als ein grosses Stück rohes Fleisch, das richtig gekaut werden muss. Gut geeignet sind z. B. die hochwertigen Stücke vom Rind. Das Fleisch darf nicht zu fasrig sein. Siedfleisch, Ragout, etc. eignen sich daher weniger. Ob Poulet auch roh gefüttert werden darf, darüber scheiden sich die Geister. Die bekannte Buchautorin, Frau Dr. med. vet. Jutta Ziegler, welche vor vielen Jahren eine Tierklinik in Salzburg aufgebaut hat und die Rohfütterung befürwortet, empfiehlt eindeutig, auch Geflügelfleisch roh zu verfüttern.
Jahrelange, falsche Ernährung mit minderwertigem (Trocken-)futter führt im Laufe des Lebens oft zu ernährungsbedingten Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Leber- und/oder Niereninsuffizienz, Übergewicht, Pankreatitis, etc.
Der Stoffwechsel der Katze weist einige Besonderheiten gegenüber dem der Hunde auf. Katzen haben einen höheren Proteinbedarf, weil sie ständig Aminosäuren für den Stoffwechselweg der Glucose brauchen. Ein weiterer Unterschied besteht bei der Bildung von Taurin, einem ebenfalls sehr wichtigen Bestandteil. Hunde und Menschen können Taurin selbst bilden, Katzen nicht. Taurin ist ein Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin. Katzenfutter muss deshalb zwingend Taurin enthalten. Die empfohlene Menge liegt bei 100-200 mg/100g Trockensubstanz. Eine schonende Zubereitung des Katzenfutters ist sehr wichtig, da Taurin beim kochen verloren geht. Taurin-Mangel kann zur Degeneration der Retina, Blindheit, dilatativer Herzmuskelentzündung, Repro-duktionsstörungen bei Kätzinnen, Störungen des Immunsystems, erhöhte Aggregationsneigung der Thrombozyten u.a.m. führen.
Nebst Proteinen aus Fleisch, brauchen die Katzen viel Fett und viele hochungesättigte Fettsäuren. Die Katze kann hohe Fettmengen gut verwerten. Die Akzeptanz des Futters hängt jedoch auch von der Art des Fettes ab.
Weitere Beachtung sollte dem Vitamin A geschenkt werden. Viele Trockenfutter enthalten übermässig viel Vitamin A, da dieses auch gerne als "natürlicher" Antioxidant (Konservierungsmittel) eingesetzt wird.
In Pflanzen kommt Vitamin A nicht vor, jedoch das wohl bekannte Provitamin, Beta-Carotin. Beim Menschen und den meisten anderen Säugetieren wird dieses Beta-Carotin von einem Enzym in der Darmschleimhaut in Retinol gespalten. Dieses Enzym fehlt jedoch der Katze. Sie ist deshalb zur Deckung des Vitamin A-Bedarfs auf tierische Futtermittel angewiesen. Einen hohen Anteil Vitamin A hat z.B. die Leber. Wird jedoch dem Futter zuviel Leber beigegeben oder wird sie zu häufig verfüttert, kann eine Überversorgung mit Vitamin A zu brüchigen Knochen und Auswüchsen, besonders an der Hals- und Brustwirbelsäule , führen.
Vielen Katzenbesitzern dürfte nicht genau bekannt sein, was alles für leckere Zutaten im Futter steckt. Da die Futterhersteller ihre Rohstoffe bereits inklusive Konservierungsmittel einkaufen, darf auf der Futterpackung ohne weiteres "ohne Konservierungsmittel" drauf stehen. Der Hersteller ist nur verpflichtet Zusätze zu deklarieren, die er selbst hinzufügt.
In vielen Futtermitteln sind schwer verdauliche Bestandteile wie Haare/Fell, Haut und Sehnen enthalten. Diese als "tierische Nebenerzeugnisse" deklarierten Bestandteile haben in einem guten Katzenfutter jedoch nichts verloren. Verwertbare tierische Nebenerzeugnisse sind einzig Leber, Herz, Lunge und Nieren. Diese müssen auch so deklariert sein.
Häufig werden schwammige Angaben wie: "Hühnermehl, mind. 20%" verwendet. Diese Angabe bedeutet jedoch nicht, dass im Futter 20% Fleisch vom Huhn drin ist. Hühnermehl wird aus Abfallprodukten wie Schnäbel, Krallen, Federn und Kot gewonnen. Der gesamte Rohproteinanteil des Futters scheint dadurch hoch zu sein aber der Verbraucher wird getäuscht. Für das Tier sind nur hochwertige Proteine aus Fleisch verwertbar und nützlich.
Vitamine, Enzyme, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren, welche im Fleisch natürlicherweise enthalten sind, werden bei der Herstellung des Tierfutters durch Erhitzung beschädigt. Medikamente, Narkosemittel und Antibiotika jedoch nicht. Haben Sie schon einmal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen? Die Verwendung von Tiermehl (Knochen- und Fleischmehl) für die Herstellung von Hunde- und Katzenfutter ist gesetzlich nicht verboten! Dazu kommt, dass die Abdeckereien sich oft keine Zeit dazu nehmen, z.B. Flohhalsbänder usw. von euthanasierten Tieren zu entfernen.