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Zwischen den
Seen von Fenêtre und der Passhöhe bleibt der
Schnee sehr lange liegen, oft noch bis in den August hinein, so
dass man zur Markierung des
Weges (besonders bei Nebel nützlich) von Zeit zu Zeit
Stangen gesteckt hat. Lange Zeit
hat der
Col de Fenêtre der Verwaltung des Hospizes auf dem Grossen
St. Bernhard dazu gedient, um über ihn das in den Waldungen
des
Klosters im
Val Ferret geschlagene
Holz auf Maultieren heraufzuschaffen; heute hat dieser Transport dank der neuen Strasse
durch die
Vallée d'Entremont aufgehört. ^[Note:] Trotz aller Beaufsichtigung durch die Grenzwächter
ist der
Col de Fenêtre aber immer noch einer der von Schmugglern am häufigsten begangenen Passübergänge der
Alpen. In der
Nähe der Passhöhe Anthrazitflöze.
(Lacsde) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
2510, 2498 und 2471 m.
Drei nahe bei einander liegende kleineSeen, am
obern Ende des
Val Ferret, 2 Stunden über
Ferret und ½ Stunde unter dem
Col de Fenêtre. Sie werden durch den Felskamm des
Bastillon von den zur
Dranse d'Entremont abfliessenden
Seen von
Drônaz oder Lé geschieden. Bleiben den grössten Teil des Jahres
zugefroren und tragen ihre Eisdecke oft noch bis zu Beginn des August. Der grösste in 2471 m; er nimmt
den Abfluss des einen der beiden andern auf und sendet seinen eigenen, stark tosenden Bach unterirdisch bis gegenüber der
Hütte des
Mont Percé, wo er wieder zu Tage tritt, um dann in die
Dranse de
Ferret zu münden. Der Fussweg
von
Le Plan de
la Chaux
zum
Col de Fenêtre führt über besonders zu diesem Zwecke gelegte Felsblöcke nahe dem Austritt des
Baches durch den untern Teil dieses
Sees.
(Pitschna)(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2725 m. Wenig bedeutender Gipfel, rechts über dem
Val Fenga, zwischen diesem und einem der
Quellarme des das
Val Chöglias entwässernden
Baches und 1 km s. der österreichisch-schweizerischen Grenze.
2800-2116 m. Oberer, schweizerischer Anteil am österreichischen Fimberthal, das mit einer Länge von 16 km von der Fuorcla Tasna
nach NNO. absteigt, um bei Ischgl ins Paznaun (das zusammen mit dem Stanzerthal bei Landeck sich mit dem Innthal vereinigt)
auszumünden. Das Fimberthal ist eines der zahlreichen vom Silvrettamassiv aus nach N. absteigenden Thälchen.
Links wird es von der mächtigen Kette des Fluchthornes, rechts von der im Bürkelkopf gipfelnden n. Randkette des Samnaun begleitet.
Die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Oesterreich springt vom Gemsbleisspitz (5 km nördlich vom Fluchtborn) quer durch
das Thal zum Piz da Val Gronda und Spi da Chöglias (nahe dem Piz Roz) hinüber. Der schweizerische Abschnitt
des Thales, das Val Fenga, ist der grossartigere; er bildet einen Thalzirkus mit ebenem oder wenig gewelltem Boden und wird
von ziemlich beträchtlichen Firnfeldern umrahmt, von denen der Vadret da Fenga oder Fimberferner der mächtigste ist.
Darüber erheben sich Fluchthorn (3403, 3402 und 3344 m), Krone (3195 m), Grenzeckkopf (3051 m), der breite
Piz davo Lais (3030 m) und andere Hochgipfel. Diese grossartige Hochgebirgslandschaft zieht im Sommer zahlreiche Besucher
an, denen die ausgezeichnet eingerichtete Heidelbergerhütte des D. u. Oe. A. V. als Ausgangspunkt für ihre Exkursionen dient.
Die Hütte liegt auf Schweizer Boden. Die Alpweiden des Thales sind von altersher Eigentum der Gemeinden
Remüs und Sent im Engadin, werden aber von diesen zur Bewirtschaftung an Tiroler Sennen verpachtet.
Mit der Schweiz steht das Val Fenga in Verbindung über den Fimberpass oder Cuolmen Fenga (2612 m; Val Fenga-Val Sinestra-Remüs
4-5, umgekehrt 6 Stunden) und zwei andere Einschartungen (2598 m, s. vom Fimberpass; 2654 m, n. vom Fimberpass),
die gleichfalls ins ValChöglias-Sinestra hinüberführen und von denen der letztgenannte hauptsächlich bei der Besteigung
des Piz Roz von der Klubhütte aus begangen wird. Früher konnte der Fimberpass mit Wagen befahren werden; seitdem aber die
Eigentümer der Alpweiden auf deren eigene Bewirtschaftung verzichtet haben, liessen sie den Weg nicht mehr unterhalten,
so dass er heute blos noch als guter Maultierpfad gelten kann. In anderer Richtung führt die Fuorcla Tasna (2857 m) ohne
Schwierigkeiten über den Fimbergletscher ins Val Tasna und von da nach Fetan oder Ardez (5 oder, in umgekehrter
Richtung, 6½ Stunden).