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Beschreibung:
Zum Para-Bob gehören 2 Disziplinen wie dem Para-Monobob und dem Para-Skeleton.
Bei Para-Bob Events werden Monobobs der IBSF eingesetzt, die auch von der IBSF gewartet werden.
Für Para-Skeleton Events werden Standard-Schlitten verwendet, die dem IBSF-Reglement für Skeleton-Schlitten entsprechen.
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat im September 2016 entschieden, dass die Disziplin Para-Monobob (sitzender Start) vorläufig in das Programm für die Paralympischen Winterspiele 2022 in Peking aufgenommen wird. Para-Skeleton wird noch nicht dabei sein. Hier können Sie den Artikel der IBSF finden. Lesen Sie unten mehr über die Geschichte dieses Sports.
Para-Monobob
Para-Skeleton
Geschichte:
Aaron Lanningham (querschnittsgelähmt – USA) und Gary Kuhl (unterhalb des Knies beinamputiert – USA) waren die ersten Athleten mit einer körperlichen Behinderung welche den Bob erfolgreich auf der Bahn in Park City, Utah, vom obersten Bahnstart nach unten steuerten. Aaron startete sitzend im Bob und Gary schob ihn an und stieg auf die übliche Weise ein. Anschliessend erhielt Gary Kuhl sein IBSF-Pilotenlizenz und bestritt das Amerikacup-Rennen in Park City in der Saison 2006/07 gegen Athleten ohne Behinderung. Im darauffolgenden Jahr startete auch Aaron in denselben Rennen.
2010 kündigte der IBSF-Präsident Ivo Ferriani seine allseitige Unterstützung der Para-Sport-Initiative an und bildete den Para-Sport-Ausschuss. Dieser wurde beauftragt, das Verfahren zur Qualifizierung dieser Disziplinen für die Aufnahme in das Programm der Paralympischen Winterspiele einzuleiten. Die erste offizielle, spezifische Para Bob- und Para Skeleton-Schule wurde 2011/12 von „USA Bobsled and Skeleton“ organisiert und von der IBSF finanziell unterstützt. Es nahmen 17 Athleten und 6 Nationen teil.
St. Moritz, der Geburtsort von Bob und Skeleton, leistet mit der Einführung des ersten Para Monobob, welcher von Reno Podar mit der Unterstützung von Fritz Burkard gebaut wurde, einen eintscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Sports. Dieses Sportgerät wurde erstmals im Januar 2012 vom Schweizer Paralympischen Goldmedaillengewinner Heinz Frei gefahren. Seitdem ist der Para-Monobob ein Standardsportgerät für den Para-Bobsport geworden und Fritz Burkard trat Heinz Frei bei der Gründung des Internationalen ParaSliding Club in St. Moritz bei.
Der erste anerkannte Wettkampf für Athleten mit Behinderung fand in Sigulda, Lettland am 23. März 2013 mit dem „Prinzen Kropotkin Cup“ statt.
Im Mai 2014 wurde die IBSF offiziell vom IPC als Internationaler Verband für Para-Bob und Para-Skeleton anerkannt.
Die erste Para-Weltmeisterschaft in den Disziplinen Para-Skeleton und Para-Monobob fand am Anfang 2017 am Olympia Bob Run in St. Moritz-Celerina statt.
Klassifizierungen:
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) akzeptiert und erkennt offiziell Athleten mit folgenden zehn definierten Behinderungsarten an. Nicht alle Behinderungsarten sind für die Teilnahme an allen Disziplinen geeignet.
Auf Empfehlung des Internationalen Paralympischen Komitees hat der Para Sport-Ausschuss der IBSF anfangs die Teilnahmeberechtigung auf Athleten mit einer oder mehreren Behinderungen beschränkt, die den ersten vier Behinderungsklassen entsprechen.
Als Mindestbehinderung gilt jenes Behinderungsniveau, aufgrund dessen der jeweilige Athlet einem eindeutigen Wettkampfnachteil im Vergleich zu körperlich voll leistungsfähigen Sportlern der jeweiligen Disziplin unterliegt. Eine Beinamputation am Knie würde, zum Beispiel, als Mindestbehinderung gelten, während dies für die Amputation eines Zehs nicht der Fall wäre. Als Maximalbehinderung gilt jenes Behinderungsniveau, bei dessen Überschreitung der jeweilige Athlet nicht mehr in der Lage wäre, sicher an diesen Hochleistungssports teilzunehmen, da er den Schlitten nicht mehr unter Kontrolle halten oder sich selbst auf/im Schlitten halten könnte oder ähnlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt wäre.
- Muskelkraftbeschränkung: In den meisten Fällen ist sie auf Rückenmarkverletzung zurückzuführen, aber es sind auch andere Ursachen möglich.
- Beschränkte passive Bewegungsfreiheit
- Gliedmaßenverlust oder –behinderung
- Beinlängendifferenz: Signifikante Knochenverkürzung eines Beins aufgrund eines Geburtsfehlers oder Traumas.
- Hypertonie: Anormale Erhöhung der Muskelspannung und reduzierte Muskeldehnungsfähigkeit.
- Ataxie: Mangelnde Koordination der Muskelbewegung (z.B. Zerebralparese).
- Athetose: Unausgeglichene, ungewollte Muskelkontraktionen und Schwierigkeiten, eine symmetrische Position einzuhalten.
- Kleinwuchs: reduzierte Körpergröße aufgrund verkürzter Beine, Arme oder verkürzten Rumpfs infolge eines Muskel-Skelett-Defizits.
- Sehbehinderung
- Geistige Behinderung
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