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Beide Seiten würdigten die historisch guten bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Ungarn, die unter anderem in der Aufnahme von 12'000 ungarischen Flüchtlingen nach dem Aufstand von 1956 begründet sind. Erwähnt wurden auch die Handelsbeziehungen, wobei die rund 900 in Ungarn tätigen Schweizer Firmen dort 29'000 Stellen generieren. Die Schweizer Delegation betonte die Bedeutung von verlässlichen und vorhersehbaren Rahmenbedingungen für Investitionsentscheide.
Ebenfalls zur Sprache kam die Zusammenarbeit mit Ungarn als einem der Empfängerländer des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte EU-Staaten. Im Zentrum stehen Berufsbildung, Forschung und Innovation. Der Bundespräsident erklärte, dass die Schweiz grossen Wert darauf legt, verschiedene Akteure, insbesondere auch die Zivilgesellschaft, in die Umsetzung der Programme und Projekte einzubeziehen. Mit Blick auf die Europapolitik bekräftigte die Schweizer Seite das Ziel, den bilateralen Weg mit der EU zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Ebenfalls besprochen wurde die ungarische EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2024.
Beim Austausch über aktuelle internationale Fragen standen unter anderem die Lage im Nahen Osten und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf der Agenda, wobei die Schweizer Delegation die Wichtigkeit des humanitären Völkerrechts betonte sowie die Rolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Diese ist aus Sicht der Schweiz eine wichtige Plattform, um den Austausch auch mit Staaten zu pflegen, die hinsichtlich der europäischen Sicherheitsarchitektur nicht gleichgerichtete Werte vertreten.
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