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Der Luftverkehr startete denkbar schlecht ins Jahr 2024. Zwei gravierende Zwischenfälle mit Passagierflugzeugen warfen die Frage auf, wie sicher die Fliegerei aktuell ist. Am 2. Januar stiess am Tokioter Flughafen Haneda ein Airbus A350 von Japan Airlines mit einer Bombardier Dash 8-300 der japanischen Küstenwache zusammen. Fünf Menschen verloren beim Crash ihr Leben. Am 5. Januar brach auf einem Flug der Alaska Airlines wegen fehlender Schrauben ein Rumpfteil heraus. Aufgrund der betroffenen Boeing 737 Max 9 befindet sich der US-Flugzeughersteller Boeing in einer Qualitäts-Krise.
Jetzt zeigt der jährliche Bericht der International Air Transport Association (IATA): Im vergangenen Jahr war Fliegen so sicher wie noch nie. Es kam zu keinen tödlichen Unfällen mit Passagierflugzeugen. 2022 hatte die IATA noch fünf tödliche Unglücke registriert. Auch der Fünf-Jahres-Schnitt (2019 bis 2023) liegt bei fünf.
Die Unfallrate lag im Jahr 2023 bei einem Unfall pro 1,26 Millionen Flügen. Das ist eine Verbesserung gegenüber dem Wert von 1,30 im Jahr 2022 und die niedrigste Rate seit über einem Jahrzehnt. Das Todesrisiko verbesserte sich von 0,11 im Jahr 2022 auf 0,03 im Jahr 2023.
Statistisch bedeutet das laut dem Reiseportal «Business Traveller», dass eine Person durchschnittlich 103'239 Jahre lang jeden Tag mit dem Flugzeug reisen müsste, um einen tödlichen Unfall zu erleiden. In Europa liegt das Todesrisiko seit 2018 bei Null, wobei der grösste Anteil der Unfälle auf den Zusammenbruch des Fahrwerks zurückzuführen war.
«Die Sicherheitsleistung im Jahr 2023 zeigt weiterhin, dass Fliegen das sicherste Transportmittel ist. Bei den Jet-Operationen gab es weder Rumpfverluste noch Todesopfer», sagt Willie Walsh, Generaldirektor der IATA. «Ein tödlicher Turboprop-Unfall mit 72 Todesopfern in Nepal erinnert uns jedoch daran, dass wir Sicherheit niemals als selbstverständlich betrachten können.»