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An einer Medienkonferenz am Dienstag präsentierte ein überparteiliches Ja-Komitee die seiner Ansicht nach notwendige Initiative. Im Fokus standen dabei auch die Gesundheitskosten.
Eine vierköpfige Familie bezahle jährlich fast 1500 Franken für die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums. Dass das Parlament in Anbetracht der immensen tabakbedingten Gesundheitskosten von jährlich insgesamt drei Milliarden Franken auf griffige Massnahmen verzichte, sei unverständlich, hiess es in der Medienmitteilung des Komitees.
Die Berechnung des wirtschaftlichen Nutzens einer konsequenten Regulierung der Tabakwerbung habe ergeben, dass diese bis ins Jahr 2060 zu Einsparungen von 400 bis 600 Millionen Franken führen würde. Für die Wirtschaft in der Schweiz hätte eine strengere Regulierung nur minime Auswirkung, da 80 Prozent der hier produzierten Tabakwaren für den Export bestimmt seien, lässt sich Michel Matter (GE/GLP) zitieren. Das Komitee rechnet damit, dass Werbeeinschränkungen innerhalb von 40 Jahren zu einer Verschiebung von 340 bis 540 Arbeitsplätzen führen würden.
Werben statt Marktanteile sichern
Die Tabakwerbung sei ein wesentlicher Auslöser dafür, dass Jugendliche mit dem Rauchen beginnen. Zu behaupten, die Werbung werde nicht zur Gewinnung von Neukundinnen und -kunden sondern von Marktanteilen eingesetzt, sei schlicht unehrlich und widerspreche sämtlichen Forschungen, sagte Nationalrätin Lilian Studer (EVP/AG) laut Medienmitteilung.
Nach jahrelangen hitzigen Diskussionen im Parlament stimmen Volk und Stände am 13. Februar über die Tabakwerbeverbotsinitiative und damit über den künftigen Umgang mit Tabakwerbung ab. Bürgerliche Kräfte warnen vor einer zu starken Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit.