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In einem Brief schrieb mir Sensini, dass er fürchte, ihm könne der Stoff ausgehen. Ich verstand ihn fälschlicherweise so, als fände er nicht genügend Wettbewerbe, bei denen er seine Texte einreichen könnte.
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Roberto Bolaño, Sensini
In einem Brief schrieb mir Sensini, dass er fürchte, ihm könne der Stoff ausgehen. Ich verstand ihn fälschlicherweise so, als fände er nicht genügend Wettbewerbe, bei denen er seine Texte einreichen könnte.
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Roberto Bolaño, Sensini
Man sieht ihnen von aussen meist nichts an. Aber auch von innen kann ja keiner etwas ansehen.
Während ich nach den Schillingen und Pennys in meiner Tasche suchte, überkam mich ein unglaubliches Glücksgefühl: Endlich stand wieder das Geld im Mittelpunkt aller Dinge, das heisst, der Mensch.
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Antal Szerb, Die Pendragon-Legende.
Der menschliche Blick hat es an sich, dass er die Dinge kostbar machen kann, allerdings werden sie dann auch teurer.
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Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen
Manfred Gram hat mich angefragt, für das hübsche österreichische Kulturmagazin The Gap einen kurzen Text zu schreiben. Der Versuch, den Erzählformen auszuweichen und gleichzeitig ein Thema weiterzuspinnen, das sich mir schon bei Kinder klauen aufgedrängt hat, wird hier mit überaus freundlichen Worten und dem emphatischen Titel „Bruchstellen“ belohnt. Was sicher, im Guten und Schlechten, stimmt — auch wenn es hoffentlich lapidare Brüche sind, nämlich „unaufgeregt“, wie es zu meiner Freude im Kommentar auch heisst. Das Brechen, allen Skiunfällen zum Trotz, ist eine ganz lapidare Bewegung und gehört dazu, und es liegt keine Würde in ihm. Wie das Gehen des Menschen einfach ein unheimlich lapidares, vollkommen undramatisches Stolpern ist, und trotzdem ganz lustig anzusehen. Nostalgische Clubs gibt es ja nur, um aus lapidaren gravitätische Fälle zu machen. Und ja, es gibt keine Nostalgischen Clubs. Aber würden wir nicht wünschen, sie gehabt zu haben?
Zur Zeit schreibe ich im Auftrag für WSS Architekten mit János über die Strangsanierung. Nicht Drangsalierung, ich glaube nicht. Literatur im Bau heisst das Projekt und ist nichts anderes als ein weiteres Tor in eine Parallelwelt.
Diese Welt tut sich schon auf, wenn man an den Seiten eines „flachliegenden Durchschreibebuchs“ schnuppert, des sogenannten Baujournals, das den Namen einer pazifischen Insel trägt, und auf dem oben an jeder Seite eine Zeile für das „Wetter“ zur Verfügung steht. („Wetter?“ Ja, heute schon, immerhin! Wetter sehe ich eines.)
Die Erotik, die hier mit Büchern verbunden wird, macht fast eifersüchtig: flachgelegt und bereit, durchgeschrieben zu werden. Wer würde unter dem Helm nicht erröten oder kürzer Atmen, wenn er seine Zeilen über die Entrümpelung oder die Mietersprechstunde hineindrückte? So erregt schreiben die Bauleiter, wie man es sich für das Schreiben nicht zu träumen wagte.
Die Autorin Julia Weber und der Autor Tommy Schleicher machen mit. Eine Auswahl der Texte erscheinen im Journal.