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Halbdämon Hellboy (David Harbour) ist zurück auf der Leinwand. In seinem dritten Leinwandabenteuer geht es um nichts Geringeres als die Existenz der Menschheit.
Hexe Nimue (Milla Jovovich) und ihr monströses Gefolge wollen Tod und Zerstörung. Für ihre verheerende Mission brauchen sie Hellboy.
Seine Bestimmung war einst, selbst den Weltuntergang zu verursachen. Doch der Höllenjunge hat der Apokalypse den Kampf angesagt.
Das ehrlichste Zitat
Ein Polizist schiesst Hellboy an. Der sagt daraufhin: «Hey, ich bin auf eurer Seite!»
Ein Typ mit abgesägten Hörnern, roter Haut und Schwanz hat es nicht leicht. Hellboy wird aufgrund seines Äusseren immer wieder angefeindet, seine guten Absichten in Frage gestellt. Schwierig, wenn man wegen seines Aussehens seinen Standpunkt immer wieder klar machen muss.
Die Schauspielerin
In der Rolle der Antiheldin steckt die gebürtige Ukrainerin Milica «Milla» Jovovich. Berühmtheit erlangte sie durch ihre Rolle in «Das fünfte Element» (1997) von Regisseur Luc Besson. Mit ihm war sie von 1997 bis 2000 verheiratet.
Bekannt ist Jovovich vor allem für ihre Rolle als Alice in der erfolgreichen Filmreihe «Resident Evil». Sie basiert auf den gleichnamigen Computerspielen. Sechs Teile gibt es. Insgesamt spielten sie 1.2 Milliarden Dollar weltweit ein.
Fakten, die man wissen sollte
Die Figur Hellboy stammt aus der Feder des Independent-Comicautors Mike Mignola. Er hat die Figur 1993 ins Leben gerufen. Die Comics beziehen sich oft auf andere Texte wie zum Beispiel die Artus-Sage oder Gedichte von H.P. Lovecraft und Edgar Allan Poe.
Herausragend an den Comics ist ihre Vielschichtigkeit. Die Figuren lassen sich meist nicht in eine klare Gut-oder-böse-Schublade stecken. So auch Titelheld Hellboy, der gegen eigene Dämonen kämpft.
Deshalb ist Hellboy kein Superheld im klassischen Sinne. Schöpfervater Mignola bezeichnet ihn als «Klempner unter den Superhelden»: einer, der einfach seine Arbeit tut. Ohne Starallüren.
Das Urteil
Regisseur Neil Marshall wollte sich bei der Neuverfilmung stärker als seine Vorgänger auf die Comics berufen. Düsterer sollte der Film werden, dramatischer. Mit Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Herausgekommen sind zu lange Szenen mit zu viel Gemetzel. England zerfleischt sich selbst: Monster fressen Menschen, Menschen töten Monster. Und Monster töten Monster. Schade, dass dadurch die Feinheit und Komplexität der Comic-Vorlage verloren gehen.
Den kuriosen Kreaturen der Comics wird der Film nicht gerecht. Auch die gruselige Atmosphäre bleibt grösstenteils auf der Strecke.
Kinostart: 11.4.2019