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OpenSource Software ist nicht gleich Software wo man alles machen kann. Auch hier gibt es entsprechende Lizenzen und Bedingungen, welche eingehalten werden müssen, wobei diese zugegebener Massen ein bisschen offener sind. In diesem kleinen Artikel möchte ich mich mit den beiden Lizenzarten rund um Drupal befassen. Das sind vor allem GNU General Public License (GPL) und Creative Common (CC). Ich möchte zudem an dieser Stelle auch noch erwähnen, dass ich kein Anwalt bin und dass dies keine Rechtsberatung ist! Falls jemand Fehler findet oder Ergänzungen zu machen hat, soll er doch freundlicherweise das Kommentarfeld benutzen.
GNU General Public License
Ist wohl die am meist benutzte rund um Drupal. Drupal Core untersteht der GPL Version 2. Neuerdings gibt es auch noch eine Version 3. Die GPL Version 2 räumt dem Entwickler folgende "Freiheiten" ein (aus Wikipedia):
- die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck zu nutzen
- die Freiheit, Kopien des Programms umsonst oder gegen eine Gebühr zu verteilen (wobei der Quellcode mitverteilt werden oder öffentlich verfügbar sein muss)
- die Freiheit, ein Programm den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu ändern (die Verfügbarkeit des Quellcodes ist ja garantiert).
- die Freiheit, veränderte Versionen des Programms beliebig zu verteilen (wobei der Quellcode mitverteilt werden oder öffentlich verfügbar sein muss)
Software unter der GPL Lizenz darf also für jeden Zweck benutzt werden, Kommerziell, NGO, Privat, Alles. Auch darf der Code bliebig weiterverteilt bzw. verändert werden.
Es gibt jedoch auch Einschränkungen:
- Werden veränderungen gemacht, müssen diese klar ausgewiesen werden (Datum und Author).
- Änderunge müssen unter der gleichen Lizenz stehen. Dies führt oftmals dazu, dass in Drupal Editoren und Skripte von einer anderen Seite runtergeladen werden müssen, da diese unter einer anderen Lizenz stehen. Mix geht nicht für den Vertrieb -> für den Antwender natürlich schon.
- Es dürfen keine Lizenzgebühren anfallen.
Oftmals taucht die Frage auf, ob und wie man mit Drupal Geld verdienen kann, daher: Lizenzgebühren sind nicht erlaubt. Lizenzgebühren beziehen sich jedoch ausschliesslich auf die eigentlich Nutzung einer Software. Dies bezieht sich jedoch nicht auf die Entwicklung von neuen Modulen, Installation und Konfiguration. Hierbei handelt es sich um eine Tätigkeit, welche bezahlt wird und nicht um das Produkt selbst.
Wird also ein neues Modul entwickelt, so kann dies dem Kunden in Rechnung gestellt werden (für die Arbeit), es kann jedoch nciht später als Software verkauft werden -> also z.B. über einen Shop auf der eigenen Seite. Zudem muss das neu Entwickelte Modul unter der gleichen Lizenz wie Drupal stehen.
Sie dürfen für den eigentlichen Kopiervorgang eine Gebühr verlangen. Wenn Sie es wünschen, dürfen Sie auch gegen Entgelt eine Garantie für das Programm anbieten.
Jedoch keine Lizenzgebühren!
Themes, welche von irgendwelchen OpenSource Plattformen portiert werden, beinhalten oftmals ein kleines "Designed by xyz". Es stellt sich also die Frage, ob dieser Vermerk drin bleiben muss, oder ob er entfernt werden darf. Meiner Meinung nach, muss dieser Verweis drin bleiben:
§1. Sie dürfen auf beliebigen Medien unveränderte Kopien desQuelltextes des Programms, wie sie ihn erhalten haben, anfertigen und verbreiten. Voraussetzung hierfür ist, daß Sie mit jeder Kopie einen entsprechenden Copyright-Vermerk sowie einen Haftungsausschluß veröffentlichen, alle Vermerke, die sich auf diese Lizenz und das Fehlen einer Garantie beziehen, unverändert lassen und desweiteren allen anderen Empfängern des Programms zusammen mit dem Programm eine Kopie dieser Lizenz zukommen lassen.
Im Zweifelsfall kann man immer noch den Author fragen. Im Nächsten Teil werde ich mich den Creative Common Lizenzen widmen. Diese sind meiner Meinung nach noch ein bisschen einfacher, da es hier vor allem schöne Symbole gibt 🙂