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Das INTERREG-Projekt
Die INTERREG-Projekte (Förderprogramm 2007-2013 für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit) sind grenzüberschreitende Projekte, die sich auf das Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien beziehen. Als verbindendes Element wurden in dieser Region die Befestigungsanlagen zur Landesverteidigung identifiziert.
Das Projekt, an dem die benachbarten Regionen Tessin, Lombardei und Piemont beteiligt sind, will einige bedeutende historische Festungsbauten des Tessins und der italienischen Nordfront, welche üblicherweise als «Linea Cadorna» bezeichnet wird, für touristische und kulturelle Zwecke nutzbar machen, indem es thematische Wanderwege anbietet, Informationstafeln aufstellt und gemeinsame Marketing-Aktionen plant.
Das Projekt startete 2009. Die INTERREG-Behörde genehmigte 2010 zwei geographisch getrennte Projekte: eines umfasst die Grenzregion Tessin-Lombardei («ForTi – Linea Cadorna»), das andere diejenige vom Tessin und dem Piemont («Forti e Linea Cadorna»).
Die Federführung in der Lombardei wurde von der italienischen Regionalverwaltung für Land- und Forstwirtschaft (ERSAF) übernommen, während im Piemont der Provinz Verbano-Cusio-Ossola diese Funktion zukam. 2012 hat die Regionale Wirtschaftsförderung «Bellinzonese e Valli» (ERS-BV) die Leitung für die schweizerischen Teilprojekte übernommen.
Die Tessiner Projekte: «ForTi – Linea Cadorna» und «Forti e Linea Cadorna» (Leitung: ERS-BV)
Das Projekt, an dem mehrere Partner beteiligt sind und das mit kantonalen und eidgenössischen Mitteln unterstützt wird, will ein Angebot von zehn thematischen Parcours entlang von bestehenden offiziellen Wanderwegen schaffen, um damit die wichtigsten Tessiner Festungsbauten aus der Gründungszeit der modernen Eidgenossenschaft aufzuwerten. Vorgesehen ist eine Beschilderung der Wanderrouten sowie
- Informationstafeln am Beginn und bei den sichtbarsten Punkten des Parcours mit Routenbeschreibungen und einem Überblick über die Festungswerke auf dem jeweiligen Parcours,
- Objekttafeln bei den militärischen Bauwerken oder in ihrer unmittelbaren Umgebung mit Detailinformationen zu den einzelnen Festungswerken.
Ebenso ist vorgesehen, die Wanderrouten mit dem bestehenden touristischen Angebot zu verknüpfen und dadurch gezielt zu bewerben. Dazu werden eine eigene Website und eine herunterladbare App entwickelt. Zudem werden gedruckte Informationsbroschüren zur Verfügung stehen sowie Informationsveranstaltungen durchgeführt werden.
Die Routen sind in zwei Kategorien unterteilt:
Mendrisiotto und Basso Ceresio: Vier Parcours, die der italienischen Fortifikation im ersten Weltkrieg gewidmet sind. Eine Route führt auch zu Festungswerken, die auf italienischem Staatsgebiet liegen.
1a Cabbio – Sasso Gordona (I)
1b Sagno – Monte Bisbino (I)
2 Arzo / Meride – Monte Orsa (I)
3 Arogno – Sighignola Vetta (I)
Luganese – Bellinzonese – Gambarogno und Alto Ticino: Sieben Parcours, welche die Geschichte der Sperrstellen von nationaler Bedeutung in der Südschweiz erzählen.
4 Gola di Lago (Tesserete)
5 Monte Ceneri (Cima di Medeglia, alpe del Tiglio)
6 S. Jorio (Bellinzona e Valle Morobbia)
7 Magadino (Gambarogno)
8 Linea Lona (Valle Riviera)
9 Airolo und St. Gotthard
10 Passo S. Giacomo (Valle Bedretto)
ForTi – Linea Cadorna (Ticino Lombardia, 2009)
Forti e Linea Cadorna (Ticino Piemonte, 2010)