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Die Landwirtschaft in der Schweiz hat eine lange Tradition und wird auch durch staatliche Subventionen gestützt. Denn aus einer rein ökonomischen Perspektive lohnt sich die Landwirtschaft in der Schweiz nicht: Zu teuer wäre die Produktion im Vergleich zum Ausland.
Lebensmittelsicherheit seit dem Ersten Weltkrieg
Dass eine Fokussierung auf rein ökonomische Überlegungen für die Schweiz nicht möglich ist, wurde bereits im Ersten Weltkrieg klar. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verliess sich die Schweiz weitgehend auf Importe. Vor allem beim Getreideanbau war die Schweizer Landwirtschaft nicht mehr unabhängig. Der Erste Weltkrieg zeigte dann, dass die Lebensmittel knapp wurden, als die Versorgung mit Importen ausblieb. Es war also augenscheinlich, dass eine solche Situation in Zukunft ausgeschlossen werden musste. Damit wurde die Versorgungssicherheit zum Hauptziel der Schweizer Agrarpolitik. Das heisst: Wichtige Nahrungsmittel sollen in der Schweiz produziert werden, um eine Abhängigkeit von Importen zu verringern.
Der Selbstversorgungsgrad: gute Werte für Schweizer Fleisch
Bei der Fleischproduktion kann die Schweiz auf ihren sehr hohen Selbstversorgungsgrad stolz sein: Mit 86% beim Rind, 95,5% beim Schwein und 64,5% beim Geflügel weist die Produktion bei den drei beliebtesten Fleischarten einen sehr guten Wert aus. Insgesamt beträgt der Inlandanteil über die gesamte Fleischproduktion 82%.
Der Selbstversorgungsgrad in Bezug auf die Gesamtversorgung hält sich seit zehn Jahren relativ stabil bei ca. 60%. Diese Zahl zeigt das Verhältnis der Inlandproduktion zum inländischen Gesamtverbrauch. Nach der Definition von Agristat korreliert der Selbstversorgungsgrad mit der zur Verfügung stehenden Landwirtschaftsfläche pro Kopf. Mit dieser Definition kann auch erklärt werden, weshalb die Schweiz beispielsweise einen höheren Selbstversorgungsgrad als Länder wie Japan und Holland hat, aber einen tieferen gegenüber Ländern wie Deutschland und Frankreich.