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Ein sonderbarer, wenn auch nicht einzigartiger Fall: Da stehen auf einem bewaldeten Hügelrücken kräftige Reste einer Ritterburg, von der jedoch keine einzige alte Urkunde und auch keine Überlieferung etwas melden. Eine solche Ruine ist die auf dem Büttenberg, einem bewaldeten Hügelzuge, der sich ostwärts von Biel-Mett hinzieht. Dort, nordöstlich vom sogenannten Bartholomehof, erhebt sich der "Klosterhubel", einst ein typischer Burghügel, der aber seit längerer Zeit als Kiesgrube herhalten muss. Hier nun sind die besagten Ruinen der eigentlich namenlosen Burg auf dem Büttenberg. Das Mauerwerk von unlängst noch vier bis fünf Meter Höhe liess deutlich einen wohnturmartigen Bau erkennen, dem südlich eine Vorburg bzw. ein Zwingelhof vorgelagert war. Hier fallen die geringere Stärke der Mauer und deren Technik - neben ungeschlachten Blöcken meist Ähren' oder Fischgratverband auf. Vor einem Menschenalter sah man überdies noch die Reste eines gewaltigen Rundturmes sowie des Sodlochs.
Ohne allen Zweifel sind es die Reste einer Ritterburg, die hier im II. oder 12. Jahrhundert angelegt wurde. Von ihren Bewohnern oder Besitzern wissen wir gar nichts. Nicht ganz zu verwerfen ist die Annahme, sie könnte den Freiherren von Pieterlen gehört haben. Man kann aber mit grösserem Recht vermuten, dass die Burg den Freiherren von Schwanden bei Schüpfen angehörte, die nachweislich den Kirchensatz der nahen, nun abgegangenen Kirche Büttenberg besassen und diesen 1257 an das benachbarte Kloster Gottstatt vergabten. Waren, wie vorausgesetzt werden kann, die Freiherren von Schwanden die dortigen Grundherren, so hatten sie offenbar einen Kastellan auf der Burg, die wohl schon um 1300 verlassen und dem Verfall preisgegeben ward. - Die Burgruine wurde 1915/16 von einigen Geschichtsfreunden aus Biel in verdienstlicher Weise ausgegraben und nach Möglichkeit gesichert. Doch beginnt das interessante Mauerwerk wegen der dortigen Kiesgrube sehr bedauerlicherweise immer mehr abzustürzen.
Bibliographie