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ITA, die Nachfolge der Airline Alitalia ist bereits seit Mitte Oktober vergangenen Jahres operativ tätig, ist jedoch nach wie vor vollständig im Besitz des italienischen Staates. Dies soll sich aber schon bald ändern: Die Fluggesellschaft Lufthansa und die Schweizer Reederei MSC haben ein bindendes Angebot für die Gesellschaft ITA an den italienischen Staat abgegeben. Bereits gegen Ende Januar war das gemeinsame Interesse von MSC und Lufthansa öffentlich geworden (Travelnews berichtete).
In dem am 23. Mai beendeten Bieterverfahren galt das Konsortium aus Lufthansa und der Schweizer MSC zunächst als favorisiert. Zwar ist MSC in Genf domiziliert, doch Besitzer der Reederei ist eine italienische Familie um den Gründer und Kapitän Gianluigi Aponte. Dem Vernehmen nach will MSC einen grösseren und Lufthansa einen kleineren Anteil erwerben, zudem würde ein geringer Teil von sicher weniger als 20 Prozent beim italienischen Staat verbleiben.
Neben dem Duo MSC/Lufthansa galten auch Air France-KLM und die amerikanische Delta Air Lines sowie der US-Luftfahrt-Investor Indigo als mögliche Käufer. Zudem sollte der Verkauf laut Italiens Finanzminister Daniele Franco, bis Ende Juni abgeschlossen sein. Sollte der Coup gelingen, würde die Lufthansa-Gruppe neben den Drehkreuzen Frankfurt, München und Zürich einen grossen Hub in Italien erhalten.
Das finanzielle Risiko einer Ita-Übernahme könnte Lufthansa im Verbund mit der Grossreederei MSC in Grenzen halten, die neue Gesellschaft aber schnell in ihre operativen Systeme einbinden. Über den Fortgang des Verkaufsprozesses entscheidet nun die italienische Regierung. Dabei wird sie mit vermutlich mit einem oder auch mehreren Interessenten konkrete Verhandlungen aufnehmen.