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Spike sieht die Welt mit neuen
Augen

Von Caryl Bahner-Guin
Nach dem Tod seines Besitzers wurde Spike vom Rettungsdienst des Pembroke Welsh Corgi Club of the Garden State aufgenommen (Garden State ist der Beiname des Bundesstaates New Jersey). Seine Retter fanden, dass er ein ganz liebenswürdiger Corgi war. Bei seiner Ankunft war er stark übergewichtig (26 kg - sie sagten, dass er wie ein behaarter Couchtisch aussah). Er hatte Diabetes und Katarakt in beiden Augen. Beim Tierarzt wurde auch ein Knoten in der Lende entdeckt. Es handelte sich um einen Mastzellentumor, der entfernt wurde. Spike erhielt die notwendige Behandlung und eine neue Pflegefamilie, aber der graue Star musste noch operiert wurden!
Spike unter "Corgis in Not"
Zur gleichen Zeit suchte Kathy M. in North Carolina im Internet nach Welpenfotos und träumte von Welpenatem. Irgendwann - sie weiss nicht mehr genau wie - landete sie auf der Website des Pembroke Welsh Corgi Club of the Garden State. Als sie auf die Seite für Corgis in Not kam, sah sie Spike. Als sie las, dass sein Besitzer gestorben war, wurde ihr etwas schwer ums Herz. Der arme Spike. Während den nächsten zwei Tagen wurden Erinnerungen an andere Corgis in ihrem Leben wach und jedes Mal dachte sie an Spike.
Ihr Mann Tom hatte immer wieder gefragt, was sie sich zu Weihnachten wünsche. Sie sagte nichts. Aber er liess nicht locker. Also zeigte sie ihm - jep, richtig geraten - das Foto von Spike!
Und schon bald befand Spike sich in einem Pferdetransporter auf dem Weg nach North Carolina. Anscheinend verdient Kathys Bruder sein Geld mit Pferdetransporten. Er brachte Spike nach D.C. (District of Columbia), wo er sich mit Kathy und Tom verabredet hatte. Sie luden Spike in ihren Wagen und machten sich auf den siebenstündigen Weg nach North Carolina.
Pearl
Als Erstes nach der Ankunft zu Hause wurde Spike seiner Pflegeschwester Pearl vorgestellt. Als Herrscherin des Hauses hat Pearl eine grosse Hundebox, welche sie als ihren persönlichen, begehbaren Kleiderschrank betrachtet. Sie benutzt ihn nicht zum Schlafen, sondern hortet darin nur ihre Knochen, Rinderhufe und andere Snacks. Pearl entschied, dass Spike bleiben durfte, so lange ihm bewusst war, dass sie die Königin war!
Oh-oh!
Trotz seiner Sehbehinderung fand Spike bald heraus, wo Pearl ihre Leckereien aufbewahrte. Der Corgi-Nase bleibt nichts verborgen! Spike ist eine Persönlichkeit (welcher Corgi ist es nicht?), dessen Vorliebe für Rinderhufe und dergleichen, ihn prompt dazu verleitete, Pearls Schätze zu klauen. Tom fand ihn auf dem Boden liegend inmitten von 17 Knochen und Rinderhufen! Es zeigte sich, dass er es auch geniesst, an Ohren und Bauch gekrault zu werden. Sein bevorzugter Snack ist Sellerie (wegen seines Diabetes darf er keine anderen Leckerlis kriegen).
Trotz dieser Dreistigkeit übernahm Pearl die Rolle als Spikes Blindenhund und führte ihn herum. Aufgrund seines Katarakts wurde Spike aufgebracht und fing an zu bellen, wenn fremde Menschen oder andere Hunde sich ihm näherten, während er sich noch einmal an einen neuen Platz gewöhnen musste. Die Familie war sich bewusst, dass der graue Star unbedingt operiert werden musste.
Kathy und Tom recherchierten Tierärzte, die Spike sein Sehvermögen zurückgeben konnten. Sie arbeiteten eng mit der lokalen Tierklinik, Bonnie Brea Veterinary Hospital, zusammen, um die Zuckerkrankheit ihres neuen Corgis in den Griff zu bekommen. Als Nächstes musste ein Tierarzt gefunden werden, der Spikes Katarakt operieren konnte. Bei der Klinik Carolina Veterinary Specialists fanden sie schliesslich ein wunderbares Team für diese Operation.
Spike nach der Operation
Nach der erfolgreichen Operation erblickte Spike am Abend einen Hund im Spiegel; er sah sich selbst! Zum ersten Mal seit Jahren! Kathy sagte, es sei erstaunlich gewesen, wie sich dabei sein Ausdruck veränderte.
Spike verbringt viel Zeit damit, seine neue Welt aus dem Fenster zu betrachten. Er hat 8'000 bewaldete Quadratmeter zu seiner Verfügung. Und wenn er nicht aus dem Fenster schaut, hat er herausgefunden, wie er seinen "Lampenschirm" gebrauchen kann, um seine Knochen und Rinderhufe aufzuschaufeln. Er betet sein Herrchen Tom an. Wenn er seine Stimme hört, kommt er angerannt!
Spike hat wieder ein Zuhause und strahlende Augen. Und er wird geliebt von seinem neuen Frauchen und Herrchen, seiner Schwester Pearl und der ganzen Corgi Nation.
Danke!!
Die Kosten für Spikes Operation beliefen sich auf über $4'000. Die Daily Corgi Facebook Community und die Corgi Nation haben bereits über $2000 gespendet. Spenden werden weiterhin gerne entgegen genommen. http://www.indiegogo.com/projects/help-spike-see-again
Gefunden auf The Daily Corgi
13.03.2014
Übersetzung: ANo mit freundlicher Genehmigung