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Er gilt als einer der besten Fussballer der Geschichte, seine Anhänger haben für ihn gar eine eigene Kirche gegründet: Der Argentinier Diego Maradona, 51, ist für viele bis heute eine Ikone, obwohl seine Aktivzeit als Fussballspieler seit 15 Jahren vorbei ist. Klar, steht seine Tochter Dalma seit Geburt an im Rampenlicht. Im Interview mit dem deutschen Magazin «Neon» spricht die 25-Jährige nun über ihr Leben als Tochter einer Berühmtheit.
«Viele sagen: ‹Grüss bitte Gott von mir!› Ich frage dann immer: ‹Wen?› Für mich ist Diego mein Papa», sagt Dalma. Lange habe sie nicht gemerkt, dass ihr Vater ein berühmter Fussballspieler war. «Wenn mein Vater mich von der Schule abholte, war vor dem Eingang Riesenchaos.» Das habe ihr nicht gefallen, «ich wollte meinen Papa nicht mit so vielen Leuten teilen».
Während Maradona glaubt, die Kindheit seiner Töchter verpasst zu haben, ist Dalma zufrieden. Er habe immer versucht, so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen. Ihre Einschulung habe er zwar verpasst - «damals spielte er in Sevilla» -, das empfand sie aber nicht als schlimm.
Viel eher regte sich Dalma schon als Kind über andere Eigenheiten ihres Vaters auf: Zum zwölften Geburtstag schenkte Diego Dalma einen gelben VW Beetle. «Er dachte, weil er zu wenig Zeit für mich hatte, müsste er viele Geschenke machen.» Den Beetle habe sie zurückgegeben. «Er hat es verstanden: Nur weil er mir etwas schenkt, werde ich ihn nicht stärker lieben.»
Als Mardona ab den 90er-Jahren mit Drogenexzessen für Schlagzeilen sorgte, kriegte Dalma davon nichts mit. «Ich kann mich an keine einzige Situation erinnern, in der ich etwas gemerkt hätte», sagt sie. «Ich habe ihn nie gewalttätig oder auf Drogen erlebt.»
Die beiden verbindet heute eine tiefe Beziehung, Dalma telefoniert täglich mit ihrem Vater. Einzig beim Thema Männer werden sich die beiden nicht einig. Als sie ihren letzten Freund, mit dem sie neun Jahre zusammen war, Diego vorstellte, beachtete dieser ihn kaum. Wütend habe sie ihren Vater zur Rede gestellt. «Dann tat es ihm leid, und er hat eine Willkommens-Grillparty organisiert.» Einen Maradona-Fan als Freund könne sie sich nicht vorstellen. «Einmal kam in einer Disco ein Typ an und sagte: ‹Darf ich dich anfassen? Du bist das Spermium Gottes.›» Dafür hat Dalma nur eine Antwort übrig: «Fertig aus, tschüss.»