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Am Wochenende vom 27./28./29. Juni 2014 fand die 3. Rennveranstaltung des Formula Renault 2.0 Eurocups auf dem Moscow Raceway in Russland statt. Die erst drei Jahre alte Rennstrecke befindet sich rund 80 km östlich von Moskau. Die Strecke ist sehr kurvenreich und bietet eine technisch anspruchsvolle Mischung aus schnellen und langsamen Abschnitten. Sie stellt hohe technische Anforderungen an die Fahrer.
Bei kühlem, trockenem Wetter nahmen wir am Freitag die zwei freien Trainings zu je 1 Stunde in Angriff. Wir haben einiges ausprobiert und konnten auch Verbesserungen anbringen. Beim zweiten Training am Nachmittag war ich dann der Schnellste. So ging ich zuversichtlich schlafen und freute mich auf den nächsten Tag.
1. Qualifying
Das Qualifying für das 1. Rennen startete am Samstag um 10.00 Uhr. Es war mit rund 10 Grad Celsius noch etwas kühler als am Vortag. Der vorhergesagte Regen blieb aus, und die Piste war trocken. Wie üblich waren wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich fuhr in der zweiten Gruppe. Wegen den kühlen Temperaturen war es schwierig, die Vorderreifen genug schnell auf Temperatur zu bringen. In der einzigen Runde, wo alles passte, hatte sich ein anderer Fahrer im Mittelsektor vor mir gedreht. Mit rund 0.3 Sekunden Abstand zum Ersten beendete ich das Quali als Sechster in meiner Gruppe. Dies bedeutete den 11. Startplatz für das Rennen.
1. Rennen
Der Start für das erste Rennen war um 13.00 Uhr Ortszeit. Die Wetterbedingungen haben sich seit dem Morgen nicht gross verändert. Obwohl ich beim Start einen Platz verlor, konnte ich in der ersten Runde gleich 4 Plätze gut machen und lag auf Platz 8. In der zweiten Runde gelang mir ein weiteres Überholmanöver, aber der überholte Fahrer revanchierte sich sofort und ich lag wieder auf Platz 8, auf welchem ich das Rennen auch beendete. Der Drittplatzierte erhielt für seinen Frühstart eine Zeitstrafe von 10 Sekunden. Somit rückte ich auf Platz 7 vor und konnte wertvolle Punkte für die Meisterschaft sammeln. Obwohl der heutige Tag etwas anders verlaufen war, als ich mir vorgestellt hatte, ging ich zuversichtlich schlafen. Ich wusste, dass ich im Qualifying hätte besser sein können. Bei der idealen Bestzeit, d.h. die Rundenzeit zusammengesetzt aus den einzelnen Sektorbestzeiten, bin ich im Quali auf P2 gelegen.
2. Qualifying
Am Sonntagmorgen begrüsste uns ein blauer Himmel, und es war rund 5 Grad wärmer als am Vortag. Heute war meine Gruppe als erste daran. Ich bin nicht gleich am Anfang der 15 Minuten aus der Box gefahren sondern erst nach rund 6 Minuten. Nach der Aufwärmrunde war dann gleich gelb in einem Sektor und danach sogar rot. Das hiess für alle Fahrer zurück in die Box. Zum Glück wurde die Session schnell wieder gestartet. Somit blieben mir noch rund 6 Minuten um die Pneus nochmals aufzuwärmen und eine schnelle Runde zu machen. Heute klappte es, und ich fuhr die Bestzeit meiner Gruppe. Nun hiess es warten, welche Zeiten in der zweiten Gruppe gefahren wurden. Wie ich erwartet hatte, waren diese etwas schneller. Nick de Vries sicherte sich die Poleposition und ich denzweiten Startplatz für das Rennen um 13.00 Uhr.
2. Rennen
Der Start für das 2. Rennen wurde pünktlich freigegeben. Nick de Vries erwischte keinen besonders guten Start. Obwohl er versuchte mich in der ersten Kurve abzublocken, konnte ich ihn auf der Innenseite überholen und somit die Führung übernehmen. Vor allem in den ersten paar Runden erfuhr ich mir einen kleinen Abstand zu meinem Verfolger. Obwohl er natürlich versuchte, die Lücke wieder zu schliessen, kam Nick de Vries während des ganzen Rennens jedoch nicht mehr in Überholdistanz. Somit sicherte ich mir überglücklich meinen ersten Sieg im Formula Renault 2.0 Eurocup. Ein herzliches Dankeschön an das ganze Team von Josef Kaufmann Racing und an Alle, die dies für mich möglich machen.