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Die Modernisierung des Schweizer Eisenbahnnetz
Bahngeschichte
Der Eisenbahnbetrieb muss sich ständig dem Markt geforderten Ansprüche anpassen, somit ist es unerlässlich sich den Betrieb zu Modernisieren.
Zur Zeit der Dampflokomotiven war die erste Modernisierung, Zugkräftigere Lokomotiven und Wagen mit einer höheren Tragkraft zu entwickeln und in Betrieb zu nehmen. Mit stärkeren Lokomotiven war es den Bahngesellschaften mit gleichem Personalbestand, mehr Personen und Güter zu transportieren.
Die Eisenbahn im 19. Jahrhundert war noch nicht das Massentransportmittel der Heutigen Zeit. Das Arbeitende Volk konnte sich eine Reise in der 3.Klasse noch gar nicht leisten, es war ein Privileg der Wohlhabenden Bevölkerungsschicht. Die ersten Wagen der Eisenbahn lehnten sich noch sehr stark an die Kutsche an, der Komfort in den ersten Reisezugwagen war sicherlich besser als bei einem Pferdefuhrwerk. Die ersten Personenwagen bei der Schweizerischen Nordbahn, der legendären Spanischbrötli-Bahn hatten die Wagen noch offene Plattform zum Einsteigen.
Warme Abteile
Um das Reisen auch im Winter bei eiserner Kälte angenehm zu machen hatten die Personen Wagen kleine Öfen im Wageninnern. Diese Öfen heizten die Wagen mehr schlecht als recht und so wurde die Dampfheizung erfunden. Bei der Dampfheizung wurde Heisser Dampf von der Dampflokomotive mittels Schlauchs an die Reisezugwagen abgegeben. Diese Art zu Heizen verschwand mit der Elektrifizierung der Schweizer Bahnen im Inlandverkehr sehr schnell. Im Grenzüberschreitenden Verkehr hatten die Schweizerischen Bundesbahn ein paar Wagen mit Dampfheizung, die sie zum Beispiel auf der Strecken Zürich München einsetzte. Mit der Zunehmenden Elektrifizierung der Eisenbahn in den Nachbarländern verlor die Dampfheizung ihre Daseinsberechtigung in den Wagen für den internationalen Verkehr. Auch mit der zunehmenden Elektrifizierung der Bahnen in den Nachbarländern blieben die Wagen für den Grenzüberschreitenden Verkehr immer Sonderlinge. Nicht alle Normalspurigen Eisenbahnstrecken sind in Europa einheitlich elektrifiziert, so war es nötig für den internationalen Verkehr dieser Umstand zu berücksichtigen.
Übrigens nicht aller Grenzüberschreitenden Verkehr, brauchen die Reisezugwagen spezielle Ausrüstungen. Zurzeit als es Noch Direkte Züge von Stuttgart nach Milano durch die Schweiz gab, verkehrten einige Einheitswagen IV der SBB bis nach Stuttgart Hauptbahnhof, diese Wagen verstärkten die Züge auf dem Abschnitt Stuttgart-Chiasso.
Nicht nur die Heizung war eine Modernisierung auch die Anzahl Achsen bei den Reisezugwagen verbesserte den Fahrkomfort. Anfänglich waren die Wagen ausschliesslich 2-Achsig. Dreiachsige Wagen war anfangs des 20. Jahrhundert sehr in Mode, die Mittelthurgaubahn die 1911 ihren Betrieb aufnahm beschaffe einige drei Achswagen. Die Dreiachser setzten sich nicht durch. Heute ist ein Vierachser der Standard im Eisenbahnbetrieb.
Modernisierung durch die Elektrifikation
Elektrischer Betrieb von Eisenbahnstrecken war für einige Bahnen ein Modernisierung Schritt, so zum Beispiel führte die Frauenfeld Wil Bahn 1921 den elektrischen Betrieb ein, die kleine Dampfstrassenbahn schnaufte aus dem Letzten Loch. Für andere Bahnen wie die Solothurn-Niederbipp-Bahn, die von Anfang an elektrisch fuhren, war es die Normalste Sache der Welt mit dem Bipperlisi von Solothurn nach Wiedlisbach zu fahren.
Zur Eisenbahn gehört neben den Fahrzeugen auch die Gleise. Die Infrastruktur wird von den Fahrgästen meist nicht wahrgenommen aber ohne eine gut ausgebaute Infrastruktur kann kein attraktiver Fahrplan angeboten werden.
Die ersten ausbauten bei der Infrastruktur war meist in den Stationen, es wurden zusätzliche Gleise gebaut, um den Bahnbetrieb flüssiger abwickeln zu können. Nach und nach wurden gut Frequentierte Eisenbahnlinien auf Doppelspur ausgebaut. Dank der Doppelspur konnte die Zugs Zahl erhöht werden und gleichzeitig wurde die Sicherheit erhöht.
Die immer Zahlreicher werden Weichen in den immer Grösser werden Stations-Areal wurden Stellwerke gebaut, mit der der Weichenwärter Zentral von der Witterung unabhängig die Weichen stellen konnte. In grossen Bahnhöfen gab es mehrere Stellwerke.
Die Stellwerke ermöglichten das Umstellen von Weichen in einer Kürzeren zweit durchzuführen.
Die ersten Stellwerke waren mechanisch, die mit Seilzügen oder Stangen die Weichen und Signale steuerten. Mit der Zeit gab es Stellwerke elektrischer Bauart, diese Konnten dann ein grösseres Gebiet Überwachen. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Stationen ferngesteuert. Die Bedienung in den Randzeiten wurden meist von einer Nachbarstation übernommen. Mittlerweile werden die Weichen im Grossraum Zürich aus der Betriebsleit-Zentralle am Flughafen Zürich fernüberwacht.
Die Heutigen Stellwerke machen im Normalfall alles selbst, nur im Störungsfall greift der Mensch noch ein. Selbst das Abwarten von Verspäteten Anschlusszügen kann der Computer regeln.
Der Nächste Schritt, der wohl kommen wird, ist der selbstfahrende Zug. Züge die ohne Unterstützung des Lokführer verkehren. Ganz neu ist das nicht, in Lausanne verkehrt eine Metrolinie ohne Fahrer. So wie in der Waadtländer Kantonshautstadt wird es nicht so schnell flächendecken Züge Quer ohne Fahrer durch die Schweiz verkehren.
Es wird wohl so sein das der Lokführer nur noch zur Überwachung im Führerstand sein wird und Ich kann mir es nicht vorstellen das es Flächendeckend dieser Betrieb eingeführt wird, sondern nur auf Teilstrecken wo die Zugsfolgezeiten sehr kurz sind.
Digitale Modernisierung
Die Digitalisierung wird von der Eisenbahn nicht Halt machen. Den Verkauf der Billette hat sich seit Einführung der Eisenbahn Jahrzehnte nicht verändert. Die Einführung von Billettautomaten war lange Zeit das Modernste was man sich vorstellen konnte. Ich Mag mich noch gut erinnern als Kind, als die Billette aus Karton waren. In der Station Frauenfeld Stadt (Heute Frauenfeld Marktplatz) wurde die Karton Billette bis zur Aufgabe des Schalterbetriebs ausgegeben. Ich habe mein Abonnement für den Frauenfelder Stadtbus beim Stadtbahnhof gelöst und nicht bei Billettschalter der Schweizerischen Bundesbahnen, dort wo das Abo aus dem Drucker kam.
Heute kann man an den Billettautomaten fast alles machen, von Einzelbillette bis Abonnemente lösen oder sein prepaid Guthaben für sein Mobiltelefon kaufen.
Nun ist der Billetautomat auch schon langsam ein Auslaufmodell, die ersten Geräte wurden ersatzlos abgebaut, da die Kunden ihre Billette mit der APP erwerben. Als es aufkam die Billette auf der Webseite der SBB zu erwerben, dankte ich nicht daran dort ein Billett zu erwerben, aber mit der App ist es viel praktischer. Doch die App ist nicht das letzte das sein wird, ich denke viel mehr daran das man den Zug einfach einsteigen kann, ohne vorgängig was zu lösen oder zu aktivieren. Die Check-in-Ticket, wo vor Fahrtantritt aktivieren muss, braucht einfach zu viel Strom beim Mobiltelefon, ich will etwas wo ich nichts machen Mus
Bildquellen
- Modernisierung rollmaterial: unsplash.com
- SBB-Historic Krokodil: wikimedia.org
- Winterthur-Koblenz Tössbrücke: Bildarchiv ETH / Wikimedia.org
- JS Plakat Genf-Basel: Wikimedia.org
- Leuchtturm Lindau: © Felix Meier
- Gruendung der SBB-Plakat: Foto: Wikimedia.org
- DVZO: © Felix Meier
- alter Bahnhof Matzingen Frauenfeld-Wil-Bahn: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Baumann, Heinz | CC BY-SA 4.0 International
- AB Tram: Olga P Galkina/Shutterstock.com
- Gornergradbahn: shutterstock.com