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An der ersten Vereinsversammlung 1867 ist der Jahresbeitrag auf 1.50 Franken festgelegt worden, und die „Zeiger“ haben ein jährliches Entgelt von 6 Franken bekommen. Das Ziel von damals war, sämtliche wehrpflichtigen Männer im Dorf zu guten Schützen auszubilden. Der erste Schiessplatz war im Riedt unten, man schoss auf die Distanz von 150, 225, 400 und vereinzelt sogar auf 600 Meter! Im Jahr 1891 ist von der Armee ein bedeutend weiter schiessendes Gewehr eingeführt worden, das dazu geführt hatte, dass die Bewohner vom Büelhof sich öfters über vorbeifliegende Geschosse beschwert haben. In der Folge suchte man einen neuen Schiessplatz und fand nach verschiedenen Versuchen den heutigen Standort.
Das 50-jährige Jubiläum stand im Schatten des 1.Weltkrieges, in dieser schweren Zeit wurde das ausserdienstliche Schiessen fast eingestellt. Im Jahre 1920 fand der erste Jungschützenkurs statt und bald danach wurde auch der Bohnenstickel, wo die Lorbeerkränze aufgehängt wurden, durch eine schöne Vereinsfahne ersetzt. Die Patenschaft für unsere Vereinsfahne hatte der Schiessverein Töss übernommen. Anfangs der 30er Jahre wurde die komplette Schiessanlage für 10000 Franken neu gebaut, was mit einer tollen Einweihung gefeiert wurde. Das 75jährige Jubiläum wurde wiederum von einem Krieg überschattet. Die Feier hatte in einem bescheidenen Rahmen im Restaurant Sonnenhof stattgefunden. Die Feierlichkeiten sind dabei von kriegsbedingtem Schiesslärm der Fliegerabwehr unterbrochen worden.
Mit dem Sturmgewehr 57 wurde 1960 zum ersten Mal mit automatischen Waffen geschossen. Der Mitgliederbestand betrug ungefähr 80 Mann. Im Jahre 1967 ging zum ersten Mal ein richtiges Jubiläumsfest über die Bühne. Alle Dorfvereine beteiligten sich am gelungenen 100 Jahr Jubiläum. Es gibt heute noch Leute, die von dem grossen Umzug und dem tollen Abend schwärmen.
Die Gemeindeversammlung von 1986 bewilligte einen Kredit für die Renovation und den Einbau von sechs elektronischen Trefferanzeigen. Nürensdorf musste 1995 ihren Schiessbetrieb aus Sicherheitsgründen einstellen, nach langem, erfolglosem Suchen wurden sie in Brütten fündig. Das Schützenhaus wurde um einen Aufenthaltsraum und sanitäre Anlagen erweitert.
Unser Verein wandelte sich zu einem modernen Schiessverein, bei dem der sportliche Wettkampf und das gemütliche Zusammensein den militärischen Charakter ablöste. Mit der Armeereform 95, wurden Pflichtschützen nicht mehr automatisch Vereinsmitglieder, stellen aber die Mehrzahl der Schützen.
Heute zählt der Verein rund 35 Mitglieder sowie ca. 5 Jungschützen. Jährlich wird eine vereinsinterne Jahresmeisterschaft ausgetragen sowie ein zweitägiger Ausflug an ein Eidg. oder Kant. Schützenfest unternommen.
In den letzten 150 Jahren wurde unser Verein von den folgenden Präsidenten geführt:
1867 Joh. Jak. Baltensperger
1874 Heinrich Baltensperger
1877 Wilhelm Schmid
1880 Albert Baltensperger
1882 Friedrich Baltensperger
1886 Kaspar Rüdemann
1890 Albert Wyss
1893 Heinrich Baltensperger
1895 Wilhelm Baltensperger
1899 Heinrich Baltensperger
1905 Hermann Baltensperger
1911 Jean Willisegger
1916 Ulrich Baltensperger
1920 Albert Junker
1924 Emil Baltensperger
1930 Hermann Hablützel
1932 Emil Steffen
1936 Paul Bosshart
1945 Ernst Vogt
1950 Heinrich Kägi
1952 Ernst Vogt
1961 Hans Sala
1964 Fritz Indergand
1966 Martin Morf
1982 Werner Bieri
1989 Beat Meili
2001 Georg Hiestand
2015 Bruno Egli