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Vitamin D zur Vorbeugung von Frakturen und Krebserkrankungen
Eine Metaanalyse in den Annals of Internal Medicine beschäftigte sich mit der Frage zum Einsatz von Vitamin D mit oder ohne Kalzum zur Prävention von Frakturen und von Krebserkrankungen.
Für die Metaanalyse der U.S. Preventive Services Task Force wurden 19 randomisierte, kontrollierte Studien - 3 zur präventiven Wirkung von Krebserkrankungen und 16 zur Vorbeugung von Frakturen - und 18 Beobachtungsstudien zur krebspräventiven Wirkung analysiert.
Bezüglich Krebsprävention wurde sowohl eine Assoziation mit einer Verminderung des Darmkrebsrisikos (randomisierte kontrollierte Studien) als auch eine Assoziation mit einer Erhöhung des Krebsrisikos (Beobachtungsstudien) gefunden. Zur Prävention von Frakturen zeigte nur die Kombination von Vitamin D und Kalzium, nicht jedoch Vitamin D alleine eine präventive Wirkung (12% Risikoreduktion). Allerdings wurde der günstige Effekt auf die Frakturrate vorwiegend bei Heimbewohnern (29% Risikoreduktion), und weniger bei noch zu Hause lebenden Senioren gesehen (11% Risikoreduktion).
Konklusion der Autoren: Vitamin D plus Kalzium kann das Risiko für Frakturen senken, wobei Heimbewohner möglicherweise mehr profitieren als zu Hause lebende Senioren. Ob auch eine präventive Wirkung von Vitamin D auf Krebserkrankungen besteht bleibt unklar - es wurde sowohl eine positive als auch negative Assoziation gefunden.
Link zur Studie
Chung M et al. - Ann Intern Med 2011;155:827-838
22.12.2011 - gem