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In der Schweizer Musikgeschichte gab und gibt es viele berühmte Jodler und Sänger, die immer wieder auch gejodelt haben. Einer der berühmtesten war Rudolf “Ruedi” Rymann. Er wurde 1933 in Sarnen geboren und war ein Jodler, Sänger und Komponist. Er war einer jener Schweizer Stars, die auch international Karriere machten. Rymann hatte zu seinen aktiven Zeiten Auftritte in den USA in Brasilien und in Südkorea und konnte sich in all diesen Ländern eine beeindruckende Anhängerschaft erjodeln.
Rymann gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Jodelclubs Giswil und veröffentlichte zahlreiche Schallplatten. Für seine Aufnahme des Liedes “Dr Schacher Seppli” erhielt er 1982 sogar die goldene Schallplatte. Noch heute ist diese Aufnahme eine der am meisten gewünschten Jodelaufnahmen bei den Schweizer Radiosendern. Eine weitere Goldene Schallplatte bekam Rymann für das Lied “Der Gemsjäger”. Rymann starb 2008. Daher wurde ihm in Giswil im Jahr 2010 ein Denkmal gesetzt.
Als ebenso bedeutend gilt Peter Hinnen, der seine Karriere 1950 als Peterli Hinnen in einem Züricher Restaurant begann und dort entdeckt wurde. Er bekam einen Plattenvertrag bei Polydor und trat in der Show Große Starparade mit Cornelia Froboess auf, was ihn auch über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt machte. Er merkte schnell, dass Jodeln in den USA und in Japan beliebt ist und begann, als jodelnder Cowboy in Übersee aufzutreten. Er bekam sogar einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde, weil er 22 Jodeltöne in einer Sekunde singen konnte. In den 80er Jahren begann sein Stern allerdings zu sinken und er zog sich aus dem Musikgeschäft zurück. Nur noch sehr selten ist er Gast in Schlagersendungen des Fernsehens. Sein 1966 komponiertes Lied Ku-Ku-Jodel machte ihn 2008 nochmal kurz berühmt, als es von Oesch’s Die Dritten neu aufgenommen und zum Hit gemacht wurde.
Natürlich gibt es noch viele andere begabte Sängerinnen und Sänger in der Schweiz, die auch große Jodeltalente sind. Wer sich für sie interessiert, sollte mal zum nächsten Jodelfest kommen.