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Ridley Scott ist eine der bekanntesten Hollywood-Grössen. Mit Werken wie «Alien» und «Gladiator» schrieb der 1937 geborene Brite Filmgeschichte. Am 30. November wird der renommierte Regisseur 85. Grund genug, auf sechs Faktoren zurückzublicken, die ihn zu einem Meister seines Fachs machten.
1. Sein Blick fürs grosse Bild
Den ästhetisch-visuellen Stil von Scotts Filmen vergisst man nicht so schnell. Viele seiner Bildwelten gelten als ikonisch. Das kommt nicht von ungefähr, denn der Brite hatte ursprünglich Grafikdesign studiert. Später arbeitete er als Szenenbildner für die BBC.
Ende der 1960er-Jahre gründete er das erfolgreiche Werbefilm-Unternehmen «Ridley Scott Associates (RSA)». Die Erfahrungen der vielen Werbefilme flossen in seine kinematografischen Werke mit ein.
2. Vater des modernen Sci-Fi
Scott prägte das Science-Fiction-Genre wie kaum ein anderer Regisseur. Sein damals erst zweiter Film «Alien» von 1979 ist einer der grössten Sci-Fi-Klassiker überhaupt.
Der Schweizer Künstler H. R. Giger gewann für seine Mitarbeit daran einen Oscar. Mit der jungen Sigourney Weaver als Offizierin Ellen Ripley schuf Scott zudem die erste Filmheldin im Actiongenre.
Ebenso wegweisend war «Blade Runner» mit Harrison Ford. Bei der Veröffentlichung 1982 erhielt der Film noch lauwarme Kritiken. Heute geniesst er Kultstatus. Er begründete ein eigenes Sci-Fi-Genre: «Cyperpunk», das eine düster-dreckige Zukunft zeigt.
3. Hansdampf in allen Genre-Gassen
Scott kann nicht nur Sci-Fi. Seine lange Filmografie liest sich wie ein Genre-Lexikon. Da wäre etwa der Fantasy-Streifen «Legende». Der Film kam 1985 mit Einhörnern, Kobolden und einem jungen Tom Cruise daher, fuhr allerdings eher beschiedene Kritiken ein. Oder das dramatische Roadmovie mit queeren Untertönen «Thelma & Louise» von 1991 über zwei Freundinnen auf der Flucht vor der Polizei.
Mit «Black Hawk Down», der für die Darstellung des US-Einsatzes im Bürgerkrieg Somalias kritisiert wurde, nahm Scott sich 2001 dem Kriegsfilm an. Jüngst brachte er zudem Glamour und Familiendrama ins Kino: 2021 erschien «House of Gucci» mit Lady Gaga in der Hauptrolle.
4. Der Apple-Werbespot
Apple ist heute eine der mächtigsten Marken der Welt. Dazu trug Scott einiges bei: Während des Superbowls 1984 bewarb Apple seinen ersten Macintosh-Computer. Der Werbespot trug unverkennbar Scotts Handschrift.
Der unter seiner Regie entstandene einminütige Clip war nicht nur für Apple ein Erfolg: «1984», wie der Spot angelehnt an George Orwell gleichnamigen Roman heisst, gewann mehrere Auszeichnungen.
5. Sein «Gladiator»
Mit dem Monumentalfilm «Gladiator» feierte Scott im Jahr 2000 nach einer Durststrecke sein Comeback. Der Historienfilm beeindruckte neben seinen visuellen Effekten auch mit der schauspielerischen Leistung des Hauptdarstellers Russell Crowe.
«Gladiator» holte 2001 ganze fünf Oscars, unter anderem für den besten Film und den besten Hauptdarsteller. Nur für die «beste Regie» reichte es nicht.
6. Grosser Verdienst und grosse Ehre
Ridley Scott wurde bisher nicht nur für vier Oscars nominiert und gewann zwei Emmys. Seit rund 20 Jahren darf der Brite auch den Titel «Sir» tragen: 2003 schlug ihn die Queen für seine Verdienste für die Filmindustrie zum Ritter.
Das Lebenswerk von Ridley Scott wurde ausserdem 2018 von der BAFTA (Britische Akademie der Film- und Fernsehkunst) mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.
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