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Videoperformance mit Mahtola Wittmer
In der Videoperformance sind zwei Frauen in schwarzen Röcken zu stehen, die sich gegenüber stehen. Zwischen ihnen steht ein Steinbecken eines Brunnens, umgeben von kultivierter Natur. Die Performerinnen knien sich an den Brunnen und lehnen sich in dessen Mitte, bis ihre Köpfe sich berühren und ihre Gesichter im Inneren des Brunnens verschwinden. Mit je einer Hand suchen sie den Brunnenhals ab, finden den Wasserhebel und drehen das Wasser auf. Nun beginnen sie die Haare der jeweils anderen mit Wasser und Schaum zu waschen. Sobald die Haare ausgewaschen sind, drehen sie den Hahn gemeinsam wieder zu, richten sich auf und beginnen sich gegenseitig die Haare mit blauen Handtüchern zu trocknen, noch immer über den Brunnen gebeugt. Die Performerinnen lassen die Tücher über Kopf und Gesicht der Anderen liegen, richten sich auf, verharren einen Moment bevor sie wieder aufstehen und sich selbst die Tücher um den eigen Kopf binden. Beide mit unterschiedlich gebundenen Kopftüchern stehen sie einander wieder gegenüber.
Eine alltägliche Tätigkeit wird fremd, spricht von umständlicher Hilfe, bewegt sich in einer distanzierten Nähe. Das symetrisch wirkende Bild zeigt den Prozess einer Annäherung, stellt die Frage nach Gemeinsamkeit und Unterschied, nach Tradition und Illusion.
In the video performance, two women in black skirts can be seen standing opposite each other. Between them is a stone basin of a fountain, surrounded by cultivated nature. The performers kneel by the well and lean into its centre until their heads touch and their faces disappear inside the well. With one hand each they search the neck of the well, find the water lever and turn on the water. Now they start washing each other’s hair with water and foam. As soon as the hair is washed out, they turn the tap off again together, straighten up and begin to dry each other’s hair with blue towels, still bent over the well. The performers leave the towels over each other’s heads and faces, stand up, pause for a moment before standing up again and tying the towels around their own heads. Both with their headscarves tied differently, they face each other again.
An everyday activity becomes alien, speaks of awkward help, moves in a distanced proximity. The symmetrical image shows the process of a rapprochement, poses the question of commonality and difference, of tradition and illusion.
Performance: Klarissa Flückiger, Mahtola Wittmer
Dauer des Videos: 7 Minuten