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Die Vorbereitungen für die Installation der Injektionsanlage in Helguvík sind in vollem Gange. Die Bohrungsarbeiten sind gestartet und das seismische Netzwerk ist nun aufgebaut.
In Helguvík, einer Gemeinde nordöstlich des Flughafens Keflavik (Island), haben die Bohrungsarbeiten begonnen. Gebohrt wird derzeit das Überwachungsbohrloch, von dem aus die Mineralisierung des CO2 im Untergrund mittels geochemischer Methoden durchgeführt wird. Die Bohrungen für das nahe gelegene Injektionsbohrloch werden bald nach Fertigstellung der ersten Bohrung beginnen. Über dieses Bohrloch wird später das in Salzwasser aufgelöste CO2 aus der Schweiz in den basaltischen Untergrund injiziert.
Nach Abschluss der Bohrungsarbeiten wird die Injektionsausrüstung in einem Container direkt am Ende des Injektionsbohrlochs installiert. Mit der Injektion des CO2 kann voraussichtlich Ende Jahr gestartet werden. Lieferengpässe aufgrund der COVID-Pandemie sowie des Konflikts in der Ukraine führten zu Verspätungen, was den ursprünglich früher vorgesehenen Start der Bohrungen verzögerte.
Parallel zu den Bohrungsarbeiten hat ein Team des Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich ein seismisches Netzwerk bestehend aus fünf Messstationen aufgebaut. Diese sind in einem Radius von 300 Metern um den Standort des geplanten Injektionsbohrloch platziert, um Veränderungen im Untergrund zu messen, die potentiell im Zusammenhang mit der Injektion des CO2-Salzwassergemischs im Untergrund entstehen können.
Die Injektionsanlage befindet sich in einem Industriegebiet, so dass keine Lärmbelästigung oder andere Beeinträchtigungen für die Bevölkerung der benachbarten Gemeinden Suðurnesjabær und Reykjanesbær auftreten können.