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Ballaststoffe aus Getreideprodukten senken das Risiko an Diabetes zu erkranken
Studien belegen, dass Getreideballaststoffe den Blutzuckerspiegel wirksam senken können und damit ein probates Mittel gegen Herz- und Gefässerkrankungen und Diabetes-Typ-2 sind.
Die ProFi-Met-Studie (Protein, Fiber, and Metabolic Syndrome) von A.F.H. Pfeiffer und C. Honig, eine Langzeitstudie, 2011 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht, hat dieses Ergebnis eindrucksvoll unterstrichen: Die Probanden, 111 Teilnehmer, Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 50 Jahren mit einem BMI von 30 wurden in vier Gruppen eingeteilt.
Die erste Gruppe ernährte sich, wie es die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ empfiehlt:
55 % Kohlenhydrate, 15 % Protein, 30 % Fett. Die zweite Gruppe ergänzte diese Ernährung zwei Mal täglich mit je 15 g Haferfaser. Die Nahrung der dritten Gruppe bestand zu 40–45 % aus Kohlenhydraten, zu 25–30 % aus Proteinen und zu 30 % aus Fett, die der vierten Gruppe enthielt einen erhöhten Protein- und Ballaststoffanteil.
Nach 6 und 18 Wochen wurden die Insulinsensitivität der Leber und die Fettverteilung im Körper untersucht: Die Haferfasergruppe war eindeutig Spitzenreiter hinsichtlich der Insulinsensitivität.
Auch die Kombination aus Haferfaser und Protein verbesserte entscheidend die Insulinsensitivität, da die Proteinaufnahme aus dem Darm blockiert und der Energiestoffwechsel aktiviert wird.
Die bereits 1999 von L. Brown durchgeführte Metaanalyse mit 67 Studien beweist ausserdem, dass lösliche Fasern auch die Cholesterin-Konzentration im Blut senken. Unlösliche Fasern wie Cellulose, Hemicellulosen, Lignin und resistente Stärke scheinen den Cholesterinspiegel zwar nicht unmittelbar zu beeinflussen, senken aber effektiv das Risiko für Herz- und Gefäss-Systemerkrankungen.
Je mehr unlösliche Fasern zu sich genommen werden, desto geringer ist das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die Getreideballaststoffe senken darüber hinaus auch das Risiko für das Fortschreiten des Prädiabetes.
Dazu bedarf es nicht viel:
Die Anreicherung von Lebensmitteln mit 3–5 % Ballaststoffen reichen dabei schon aus. Ein kleiner Zusatz mit grosser Wirkung: Man schmeckt ihn zwar nicht heraus, aber er leistet einen entscheidenden Beitrag zu unserer Gesundheit.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema.