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Blättern Sie durch die wechselvolle Geschichte von UPC. Sie nahm ihren Anfang 1931, als das Unternehmen noch Rediffusion hiess. In den vergangenen Jahrzehnten bewies die Firma vor allem eines: dass sie sich stets flexibel auf den Wandel einstellen konnte und ihrer Zeit oft innovativ voraus ging.
In den Gründerjahren hiess UPC noch Rediffusion: Eine Firma, die unternehmerisches Neuland betrat und 1932 mit drei «Drahtrundspruch»-Sendern den Betrieb aufnahm.
1931 wird die Firma Rediffusion S.A. in den Pionierjahren des Radios in der Schweiz gegründet. Damit ist der Grundstein gelegt für die Einführung des sogenannten Drahtrundspruchs in der Schweiz und für die Firma, die einst UPC heissen wird. Ziel der Rediffusion ist die «Wiederverteilung von öffentlichen Radiosendungen». Sie erhält vom damaligen «eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartement» eine Konzession. Für jeden Abonnenten muss Rediffusion halbjährlich eine Gebühr von CHF 1.25 der Behörde abliefern. Für die Verlegung des Leitungsnetzes muss die Rediffusion zusätzlich eine Konzession von der Gemeinde haben. Sie reicht umgehend erste Gesuche ein. Gleichzeitig etabliert sich mit der Radibus in der Schweiz ein Konkurrenzunternehmen, das sich ebenfalls um Konzessionen bemüht. Zwischen Radibus und Rediffusion entsteht eine Wettbewerbssituation. Später treffen die beiden Firmen eine Absprache: Um Konkurrenz zu vermeiden, teilen sie sich die Städte untereinander auf.
Am 1. Januar 1932 nimmt Rediffusion mit drei Sendern den Drahtrundspruchbetrieb auf. Programm gibt es täglich von 12 bis 23 Uhr.
Im sogenannten Auslandsender (3. Programm) werden Sendungen aus Wien, Rom und Stuttgart verbreitet – besonders beliebt sind die Hafenkonzerte aus Hamburg und Bremen am Sonntagmorgen.
Erste Gemeinden erteilen Konzessionen, zum Teil mit Auflagen. So beispielsweise in Zürich:
Lausanne, Neuchâtel, Vevey, Montreux, Yverdon, Horgen und Davos folgen nach mit Konzessionszusagen, bald auch weitere Städte. Die Rediffusion mietet an allen Standorten Lokale für Büros und den Aufbau von Empfangs- und Verstärkerstationen.
In diesem Jahr wächst die Firma schnell: Ende April arbeiten 36 Angestellte für die Rediffusion, im Oktober sind es bereits 70, Ende Dezember 118. Für Musteranlagen, Verstärkerzentralen, den Netzbau und Teilnehmerkästchen bestellt das Unternehmen eifrig Material. Manche Teile beschaffen die Techniker im Ausland, da sie in der Schweiz noch gar nicht erhältlich sind.
Ende 1933 hat Rediffusion bereits 5500 Abonnenten. Diese würden heute als «early adopters» bezeichnet werden: Als Kunden waren sie damals bereit, einem jungen Unternehmen, einem neuen Medium und einer kaum etablierten Verbreitungstechnik Vertrauen zu schenken. Rediffusion betritt unternehmerisches Neuland und das ist aufwändig: Sie muss sich mit Behörden abstimmen und in der Öffentlichkeit viel Aufklärungsarbeit leisten. Die Investitionen für die Infrastruktur in der Anfangszeit sind sehr gross. Die Firma plant umsichtig, gerade auch als sich 1935 in der Schweiz die Wirtschaftskrise verschärft.
Neun Monteure waren 1935 bei der Rediffusion angestellt
1937 veranstaltet die Rediffusion für Abonnentenkinder von 6 bis 15 Jahren eine erste Zürichsee-Schifffahrt. Gegen 2000 Kinder melden sich. Die Fahrt kostet 30 Rappen, ein Zvieriapfel und ein Weggli inbegriffen. In den Kaufleutensälen veranstaltet die Rediffusion ausserdem jährlich Unterhaltungsabende für Abonnenten. Es gibt auch Besichtigungen des Radiostudios Zürich sowie der Landessender Beromünster und Sottens. Auch Vortrags- und Filmabende organisiert die Rediffusion. Die Abonnenten schätzen solche Angebote sehr.
Der zweite Weltkrieg hat Auswirkungen auf die Schweizer Firma Rediffusion. Dank Improvisationsgeschick kann sie der Krise aber begegnen. In den Nachkriegsjahren modernisiert sie das Netz und erschliesst sich mit der Vermietung von Radiogeräten neue Geschäftsfelder.
Bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs werden fast alle Angestellten der Rediffusion mobilisiert. Wegen Personalmangels kann die Rediffusion unter Anderem ihre Zeitschrift, die Rediffusion-Nachrichten, während zweier Jahre nicht mehr herausbringen. Wie die Post, die Bahn und das Radio wird auch die Rediffusion dem Kriegsrecht unterstellt, das Programm teilweise zensuriert. Das Militär bewacht die Studios. Der Krieg in den benachbarten Ländern hat in den Folgejahren vielfältige Auswirkungen und erschwert den Geschäftsbetrieb massiv.
Seit 10 Jahren existiert die Rediffusion nun: Trotz Arbeitslosigkeit, Krise und Krieg sind doch schon rund 18‘000 Abonnenten an den mittlerweile vier aktiven Kabelnetzen in Zürich, Lausanne, St. Gallen und Biel angeschlossen. Der Höchststand an beschäftigtem Personal erreicht 275 Personen. Technische Modernisierungen führen zu einer deutlichen Verbesserung der Wiedergabequalität und Lautstärke.
Das Programmstudio der Rediffusion an der Zürcher Weinbergstrasse
1944 hebt der Bund die Zensur für den Drahtrundspruch wieder auf. Ein Jahr später ist der Krieg zu Ende. In Deutschland verstummen die deutschen Radiosender einstweilig. Erst nach und nach nehmen die Besatzungsbehörden sie wieder in Betrieb. Die Rediffusion schliesst die Lücke indem sie an Stelle des deutschen Programms einstweilig Studio- und Schallplattensendungen verbreitet. Die Unterstellung der Rediffusion unter Kriegsrecht wird im Herbst wieder aufgehoben. Ende Jahr führt die Rediffusion mit dem Konkurrenzunternehmen Radibus Verhandlungen für eine Zusammenlegung. Nach der Fusion gehören rund 33‘000 Abonnenten zur Rediffusion, Tendenz steigend.
In den Folgejahren modernisiert die Rediffusion die Übertragungswege, Zentralen, Anschlüsse und Empfangsgeräte. Die fortschrittliche Infrastruktur benutzen die Techniker neu auch zur Messung von Hörerzahlen und damit für die Optimierung des Programms. Als erste Drahtrundspruch-Institution überträgt die Rediffusion ausserdem UKW-Radioprogramme. 1951 kann die Firma bereits das 20-jährige Jubliäum feiern - die Entwicklung der Technik gibt dem Drahtrundspruch Recht. Und die Rediffusion macht sich schon bereit für die Einführung der nächsten Innovation: Das Fernsehen.
Einblick in einen Haushalt von Rediffusions-Kunden in den späten 1950er Jahren
Die Rediffusion steigt ins Geschäft mit Radioapparaten ein und vermietet Geräte. Sie lanciert auch erste eigene Radiogeräte mit dem neuen Markennamen Resonar. Es sind die ersten in der Schweiz gefertigten Modelle mit UKW-Empfangsbereich. Nebst den Abonnenten im Drahtrundspruch hat die Rediffusion nun auch Kunden ausserhalb ihres Netzes.
Die Rediffusion steigt ins Geschäft mit Radioapparaten ein.
Neu verkauft die Rediffusion TV-Geräte und beginnt mit ersten Tests für die Übertragung von Fernsehsignalen über das bestehende Netz. Zuerst sind die Programme noch schwarz-weiss, später in Farbe empfangbar. Neue, leistungsfähige Koaxialkabel erlauben Erweiterungen im Programm und bieten Potential für neue Medien.
Im Jahr 1958 hat das Fernsehen in der Schweiz bereits Fuss gefasst. Die Rediffusion steigt ins Geschäft mit dem Verkauf von TV-Geräten ein. Sie richtet Vorführräume und Verkaufsläden ein. Im Herbst nimmt Rediffusion die ersten Apparate in den Verkauf, so etwa das Modell «Resonar 21 T 210». In den ersten zwei Monaten werden 200 Geräte verkauft!
Vom Bund erhält die Rediffusion eine Erneuerung ihrer Konzession: Neu darf das Unternehmen sechs Hochfrequenz-Radioprogramme übertragen sowie auch Drahtfernsehen in Betrieb nehmen! Der Vorteil: Für die Fernsehübertragung kann die Rediffusion ihr bestehendes Netz verwenden und muss dieses nur aufrüsten. Wie gut das mittlerweile 30-jährige Netz Fernsehbilder übermitteln kann, müssen die Techniker aber erst ausführlich testen. Für einen Pionierbetrieb schliessen sie 260 Wohnungen in der Stadt Zürich an. Die Techniker brauchen nicht nur Know-How, sondern auch Kreativität um in den Haushalten einen störungsfreien Empfang zu erzielen.
In Zürich lanciert Rediffusion offiziell ihr erstes Drahtfernseh-Angebot mit der Übertragung von zwei Schwarzweiss-Programmen. Als weitere Städte folgen unter anderem Biel (1962) und St. Gallen (1963) nach.
Der Nachrichtenbeitrag von 1963 zum Start des Drahtfernsehens in St. Gallen
Ab 1966 wird das Drahtfernseh-Angebot allmählich auf sechs Programme erweitert. Fernseh-Grossereignisse bringen dem Verkauf von TV-Geräten immer wieder grossen Auftrieb, so etwa die Fussballweltmeisterschaften in England. Und auch das Farbfernsehen etabliert sich zunehmend. Im Sommer 1969 verfolgen die Menschen atemlos die erste Mondlandung.
Rediffusion investiert fortlaufend in die Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur. Neuerungen in der Technik ermöglichen den Übergang auf Koaxialkabelsysteme. Diese erlauben durch ihre höhere Kapazität eine Erweiterung der Programmübertragung. Und bald darauf, Anfang der 1970er Jahre, führt die Rediffusion bereits rückmeldetaugliche Antennensteckdosen ein. Sie ermöglichen eine Rückmeldung von Signalen von den Teilnehmern zur Zentrale – die Voraussetzung um später einmal Dienste wie Pay-TV einzuführen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Modernisierung des Netzes, dessen Grundsteine 40 Jahre zuvor gelegt worden sind.
Im Fernsehen DRS erscheint der erste Werbespot. Er bewirbt das Farbfernsehen und animiert zum Besuch von Fachgeschäften der Rediffusion. In diesen Jahren taucht auch der Redi Papagei erstmals in einer Webekampagne auf. 1975 besitzt die Rediffusion mittlerweile 36 Ladengeschäfte und verkauft dort Farbfernseher, Kompakt-Hi-FI-Anlagen, Transistorradios, Kassettenrecorder und Zubehör. Auch Videorekorder beginnen sich zu etablieren und gelangen in diesen Jahren in den Verkauf von Rediffusion.
Ein Maskottchen, das lange für die Rediffusion stand: der Redi Papagei
Zum 50-Jahre-Jubiläum der Rediffusion feiern 1300 Angestellte und Gäste ein rauschendes Fest im Kongresshaus Zürich. Dieses Jahr ist zugleich der 20. Jahrestag des Drahtfernsehens. Die Koaxialkabelnetze können mittlerweile 24 Fernseh- und 30 Radioprogramme übertragen. Und der Fortschritt geht weiter: In der Entwicklungsabteilung befassen sich acht Mitarbeiter intensiv mit zukünftigen neuen Medien wie Bildschirmtext, Lokalfernsehen, Satellitenfernsehen oder Pay-TV. An der Zürcher Zollstrasse, gleich neben dem Hauptbahnhof, erfolgt der erste Spatenstich für ein neues Firmengebäude. Zwei Jahre später zieht die Firma ein.
Grundsteinlegung für das Firmengebäude an der Zürcher Zollstrasse
Im Frühjahr 1982 demonstriert Rediffusion der Presse die Bereitschaft ihrer hochmodernen Satellitenempfangsanlage auf dem Üetliberg. Diese macht internationale Programme für ein breites Publikum leichter zugänglich. Kurz darauf führt Rediffusion Teleclub ein. Es ist das erste Abonnements-Fernsehen in ganz Kontinental-Europa! Für eine monatliche Miete erhalten die Kunden einen Decoder, um das verschlüsselte Teleclub-Programm zu empfangen. Mit der Teleziitig erscheint ausserdem die erste Bildschirmzeitung für Lokalnachrichten. Ein eigens eingerichtetes Studio in Zürich Leimbach kümmert sich um die Programmgestaltung.
Das Teleclubstudio in Zürich Leimbach
Die Zeit der Käufe und Verkäufe: Für kurze Zeit sind die Rediffusion und die frisch gegründete Cablecom Konkurrentinnen. Dann übernimmt Cablecom die Rediffusion und wächst durch die Akquisition entscheidend an. Zusätzlich kauft Cablecom den Internet-Service-Provider Swissonline - bis sie selbst zum Verkauf steht.
Die Holdinggesellschaft, zu der auch Rediffusion gehört, wird an den französischen Konzern Alcatel-Alsthom verkauft. Gleichzeitig erhält die Rediffusion Konkurrenz durch die in diesem Jahr neu gegründete cablecom.
Logo der neu gegründeten Cablecom
Der Schweizer Telekommunikationsmarkt bewegt sich. Nur zwei Jahre später will sich Alcatel wieder von Rediffusion trennen. Es gibt ein Bieterverfahren. Die neue im Markt, die cablecom, beteiligt sich und setzt sich gegen Mitbewerber wie British Telecom, Global One und Newtelco durch. Mit dem Zusammenschluss bekommt die cablecom eine Grösse, die es erlaubt, die übers ganze Land verteilten Ortsnetze mit unterschiedlichen Entstehungsgeschichten, Dienstleistungen und Preisen zu verknüpfen und zu harmonisieren. Der Name Rediffusion wird für die Ladenkette vorerst beibehalten.
1998 übernimmt cablecom unter anderem den Internet-Service-Provider Swissonline. Damit erschliesst sich das Unternehmen den Zugang zum Internet sowie das Dienstleistungs-Geschäft in diesem Bereich. Mit diesem Schritt geht cablecom auch indirekt in Konkurrenz zu ihrer Teilhaberin, der ehemaligen Telecom PTT (neu: Swisscom) mit ihrer Providertochter Bluewindow (Bluewin). Der bisherige Geschäftsführer Leo Fischer, charismatischer Pionier in der Schweizer Kabelnetzwelt, gibt in diesem Jahr die operative Leitung ab, bleibt jedoch im Verwaltungsrat.
TV-Beitrag über Leo Fischer, damaliger CEO von Cablecom
Als erste Firma in der Schweiz steigt cablecom mit «hispeed internet» ins Breitband-Geschäft ein und lanciert im gleichen Jahr ein digitales Fernsehangebot. Währenddessen entschliessen sich die Eigentümer die cablecom an den Meistbietenden zu verkaufen. Leo Fischer tritt aus dem Verwaltungsrat aus, bewirbt sich aber mit einem schweizerischen Bieterkonsortium an der Auktion. Den Zuschlag erhält jedoch die britisch-amerikanische NTL.
Die TV-News zum Verkauf von Cablecom an NTL
cablecom investiert in die Infrastruktur: das Netz wird rückkanalfähig gemacht, die Bandbreite erhöht. Die Basis für weitere Innovationen ist gelegt. Ein Jahr später wird die verbliebene Tochterfirma Rediffusion verkauft: 19 von den 42 Verkaufslokalen der Rediffusion gehören in Zukunft Fust, der Rest wird von Orange übernommen.
Ein Werbespot aus der Zeit über die Schnelligkeit von Cablecom
2003 wird die verschuldete cablecom restrukturiert: Das Unternehmen geht in den Mehrheitsbesitz einer Gruppe von Banken und Privatinvestoren (Apollo Investment Fund, Goldman Sachs Group, Soros Private Equity Investors).
Das Unternehmen erneuert sich: Statt wie geplant an der Börse kotiert zu werden, geht Cablecom an Liberty Global. 2009 nimmt der neue CEO Eric Tveter den Turnaround in die Hand. Auch das Rebranding bringt der neu benannten Firma upc cablecom frischen Wind: Im schnellen Takt lanciert sie in den Folgejahren entscheidende Innovationen.
Ein geplanter Börsengang platzt in letzter Sekunde: cablecom wird stattdessen an das amerikanische Unternehmen Liberty Global verkauft. Das schafft neuen Spielraum: cablecom ist nicht mehr nur schweizerisch, sondern gehört mit den anderen Ländergesellschaften von Liberty Global zu einem starken Verbund von vorwiegend europäischen Kabelnetzbetreibern.
Um ihren Kunden nebst analogem auch zunehmend digitales Fernsehen bieten zu können, investiert cablecom über 100 Millionen Schweizer Franken zusätzlich in den Netzausbau. Das Digitalfernsehen boomt in diesen Jahren. Erneute Standards setzt cablecom mit der Lancierung des hochauflösenden Fernsehens (HDTV).
Werbespot für intelligentes Fernsehen mit Digital TV
Der Kundendienst erfüllt in dieser Zeit die hohen Erwartungen der Kunden nicht. Das Unternehmen hat mit grossen Imageproblemen zu kämpfen. Eric Tveter wird daraufhin zum neuen CEO von cablecom ernannt. Er leitet Massnahmen für einen Turnaround ein: Verstärkter Fokus auf den Kunden, Investitionen ins Netz, Produkteverbesserungen sowie die Stärkung der Mitarbeitenden. Um diese am Unternehmenswandel zu beteiligen, wird eine interne Kampagne gestartet. Eine Taskforce identifiziert vier Unternehmenswerte, die das Fundament der Firma bilden und Ausgangspunkt sind für den Wechsel.
TV-Beitrag zum Start von Eric Tveter
Im Mai lanciert cablecom die DigiCard - die schweizweit erste Möglichkeit, digitales Fernsehen ohne Set Top Box zu empfangen. Dazu führt cablecom ein neues Digital TV-Portfolio ein und bietet jedem Haushalt mit Kabelanschluss von cablecom einen kostenlosen Internetanschluss.
Mit DigiCard digitales Fernsehen empfangen - ohne Set Top Box
cablecom sollte eigentlich wie viele andere Ländergesellschaften von Liberty Global ebenfalls zu UPC umbenannt werden. Jedoch entschliesst man sich an der breit bekannten Marke «cablecom» festzuhalten. Aus «cablecom» wird damit: «upc cablecom». Und statt dem roten Schraubenschlüssel dient nun eine blaue Blüte als Logo. Das On Demand Angebot wird ausserdem laufend ausgeweitet, als erste Schweizer Anbieterin lanciert upc cablecom auch TV-Inhalte in 3D. Im Rahmen eines Rekordversuches erzielt upc cablecom eine Internetgeschwindigkeit von 1,37 Gigabit pro Sekunde über das bestehende Netz.
Die blaue Blüte als neues Logo
Ein grosser Schritt unternimmt upc cablecom Ende 2012 mit der Aufhebung der Grundverschlüsselung: Es ist die grösste Umstellung in der Schweizer TV-Landschaft seit Einführung des digitalen Fernsehens. Damit stellt upc cablecom sämtliche 1,8 Millionen angeschlossenen Haushalte auf digitales Fernsehen um. Direkt ab Kabeldose können 55 digitale Sender (inklusive HD) empfangen werden, alle Kunden erhalten zudem Zugang zu einem kostenlosen Internetanschluss von 2Mbit/s. Neu betreibt upc cablecom auch wieder Ladengeschäfte. Der erste Shop wird Ende 2012 am Zürcher Limmatquai eröffnet.
TV-News zur Aufhebung der Grundverschlüsselung
Wurden 2004 alle Angebote aus einer Hand eingeführt, folgt jetzt der konsequente nächste Schritt: Die neu eingeführte Plattform Horizon vereinigt TV, Telefonie und Internet in einem Gerät. Die gemeinsam mit dem mittlerweile britischen Mutterkonzern Liberty Global entwickelte Plattform bietet eine attraktive Benutzeroberfläche sowie Neuerungen wie etwa das Fernsehen auf dem Computer, iPad und iPhone. Gleichzeitig lanciert upc cablecom mit neuen Übertragungsraten von 150 Mbit/s im gesamten Netz erneut die schnellsten Internetangebote der Schweiz. Das nach 2011 und 2012 erneut erfolgreiche Geschäftsjahr und die hohe Kundenzufriedenheit zeigen, dass der Turnaround geschafft ist.
Im April 2014 lanciert upc cablecom ihr eigenes Mobilfunkangebot. Damit haben die Kunden die Möglichkeit, alle Produkte (TV, Internet, Festnetz- und Mobilfunktelefonie) aus einer Hand zu beziehen. Nur wenige Monate später bringt das Unternehmen mit MyPrime eine eigene digitale Videothek auf den Markt, die mehrere tausend Filme, Serien, Dokumentationen und Kinderprogramme umfasst – mit der App Horizon Go auch für unterwegs. Mit Wi-Free erschafft upc cablecom zudem das grösste WLAN-Netz der Schweiz.
Auch auf Stufe der Organisation wird im Jahr 2014 ein wichtiger Schritt vollzogen: upc cablecom und UPC Austria gründen die gemeinsame Regionalorganisation Österreich/Schweiz mit Sitz in Zürich.
Am 7. Juli 2015 wurden im Tessin die letzten Analogsender abgeschaltet. Dieser Tag bedeutet für upc cablecom einen Meilenstein: Was 1999 mit der Einführung von 32 digitalen Sendern begonnen hatte, führte 2013 zur Aufhebung der Grundverschlüsselung der digitalen Sender. Zwischen November 2014 und Juli 2015 folgte dann die schrittweise Digitalisierung der gesamten Schweiz, angetrieben durch den Bundesentscheid von 2013, durch welchen die Übertragungspflicht von analogen Sendern ab 2015 aufgehoben worden war.
Auch im Internetbereich hat upc cablecom 2015 Erfolge zu verzeichnen. Ende Juni wurde die Internethöchstgeschwindigkeit von 250 Mbit/s auf 500 Mbit/s verdoppelt.