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Original text in German
Zusammenfassung
Schweizweit gehen die Fallzahlen und Hospitalisierungen leicht zurück. Jedoch bleibt die Zahl der neu hospitalisierten Personen mit einem Ansteckungsort in der Schweiz auf konstantem Niveau, was bedeutet, dass die Epidemie in der Schweiz nicht zurückgeht. Im Jahr 2020 wurde Mitte September eine stagnierende und in der zweiten Septemberhälfte leicht rückläufige Epidemie beobachtet. Damals waren die Inzidenz und Spitalbettenbelegung deutlich tiefer als momentan. Saisonal bedingt wird im Herbst eine Zunahme der Virenzirkulation erwartet bei gleichbleibenden Massnahmen. Effekte des Zertifikats machen sich erst in rund 2 Wochen bemerkbar.
Die hohen Ansteckungszahlen bei Kindern verursachen neben den Auswirkungen durch Infektion auch vermehrt Belastungen durch die damit einhergehenden Massnahmen. Die Altersklassen von 0-9 und 10-19 Jahren zeigten im August die stärkste Zunahme und im Moment die höchsten Werte der gemeldeten Fälle von Infektionen mit SARS-CoV-2. Diese Situation beeinflusst die mentale und soziale Befindlichkeiten der Menschen unter 20 Jahren negativ.
Eine Reduktion der Virenzirkulation auch bei Kindern und Jugendlichen hat einen positiven Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit. SARS-CoV-2 ist für Kinder und Jugendliche weniger gefährlich als für Erwachsene. Wir sehen aber auch in dieser Altersklasse gewichtige Gründe, die für das Anstreben einer tiefen Virenzirkulation sprechen. Erstens können Kinder schwere Verläufe mit Hospitalisierung haben und auch LongCovid entwickeln. Auch wenn nur ein kleiner Anteil der infizierten Kinder und Jugendlichen von diesen Gesundheitseinschränkungen betroffen ist, kann die absolute Zahl der Betroffenen gross werden, wenn ein grosser Teil aller Kinder und Jugendlichen infiziert wird [1]. Zweitens wären Kinder bei einer Durchseuchung nicht vor negativen mentalen und sozialen Auswirkungen geschützt: bei der derzeit zu niedrigen Durchimpfung der Erwachsenen besteht die Gefahr, dass sich die Situation in den Spitälern erneut so stark zuspitzen könnte, dass allgemeine Massnahmen notwendig werden, welche auch die Kinder beeinträchtigen würden[2]. Die Epidemie kann mit der sich stark ausbreitenden Variante Delta wohl nur wirksam gebremst werden, indem auch die Zirkulation bei den Kindern gebremst wird. Dies würde wieder Massnahmen bei den Kindern erfordern. Drittens zeichnet sich ab, dass mittelfristig die Impfung auch für die 5-11 jährigen Kinder zugelassen werden könnte [3]. Dies eröffnet auch für Kinder und ihre Eltern die Perspektive, zu wählen ob sie durch Impfung oder Infektion eine Immunität gegen SARS-CoV-2 aufbauen wollen. Um diese Wahl zu ermöglichen, gilt es Kinder bis dahin bestmöglichst vor einer Infektion zu schützen.
Um Schulkinder vor grossen Ansteckungswellen zu schützen, sind konsequent umgesetzte Massnahmen wichtig. Massnahmen mit niedriger Beeinträchtigung der Kinder in ihrem Alltag sind zentral, um die mentale und soziale Belastung klein zu halten. Das konsequente Tragen von Masken ist eine der zentralsten Massnahmen zum Schutz vor Übertragung. Masken haben Auswirkungen auf den Alltag der Kinder, jedoch werden diese Nachteile in vielen Situationen durch die Vorteile einer möglichen Abwendung von Quarantäne oder Schulschliessungen übertroffen. CO2 Sensoren können durch konstantes Monitoring der Luftqualität in Innenräumen dazu dienen, das regelmässige Lüften zur Reduktion aerosolisierter Viren konsequent umzusetzen. Der Einsatz von Luftfiltern ist in Räumlichkeiten zu erwägen, in welchen eine gute Belüftung nicht gewährleistet werden kann. Regelmässiges Testen mehrmals pro Woche und Ausbruch-Testung mit schneller Bereitstellung der Resultate ist ein weiterer wenig einschneidender Weg um Transmissionsketten zu unterbrechen.
Abschliessend beleuchten wir den Immunschutz nach früher durchgemachten SARS-CoV-2 Infektion. Es kann insgesamt davon ausgegangen werden, dass genesene Personen unter 65 Jahren ohne Hinweise für eine Immunschwäche einen lang anhaltenden, signifikanten Schutz gegen eine Infektion mit Wildtyp, Alpha oder Delta aufweisen. Dieser Schutz kann durch eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder mit einem rekombinanten Adenovirus noch deutlich verstärkt werden.
1. Epidemiologische Lage
Allgemeine Situation
Die SARS-CoV-2-Epidemie wird zurzeit fast ausschliesslich durch die Delta-Variante (B.1.617.2) verursacht, die in den letzten zwei Monaten die anderen in der Schweiz zirkulierenden Varianten abgelöst hat. Die Zahl der Fälle und Krankenhausaufenthalte stieg zwischen Ende Juni und Mitte August deutlich an und stabilisierte sich dann auf hohem Niveau. Seit dieser Woche ist ein leichter Abfall der Epidemie zu verzeichnen.
Dynamik
Die SARS-CoV-2-Epidemie hat zwischen Ende Juni und Mitte August 2021 stark zugenommen. Seitdem hat sich die Zahl der neuen Infektionen auf hohem Niveau stabilisiert: in den letzten Wochen wurden durchschnittlich rund 2500 neue Fälle pro Tag diagnostiziert. Der 7-Tageschnitt der schweizweiten Reproduktionszahl ist bei 0,87 (95% Unsicherheitsintervall, UI: 0,74-1); dies reflektiert das Infektionsgeschehen vom 03.09. – 09.09.2021[4].
Tagesbasierte Schätzungen der effektiven Reproduktionszahl Re für die Schweiz betragen:
- 0,86 (95% UI: 0,71-1) aufgrund der bestätigten Fälle, per 09.09.2021.
- 0,86 (95% UI: 0,68-1,03) aufgrund der Hospitalisationen, per 03.09.2021. Zum Vergleich aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 0,92 (95% UI: 0,81-1,02) geschätzt.
- 0,86 (95% UI: 0,53-1,28) aufgrund der Todesfälle, per 28.08.2021. Zum Vergleich aufgrund der Hospitalisationen wird Re für den selben Tag auf 0,86 (95% UI: 0,73-1,01) geschätzt. Aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 1,05 (95% UI: 0,96-1,15) geschätzt.
Wegen Meldeverzögerungen und Fluktuationen in den Daten könnten die Schätzwerte nachkorrigiert werden. Wir weisen darauf hin, dass die Re Werte das Infektionsgeschehen nur verzögert widerspiegeln, weil eine gewisse Zeit vergeht zwischen der Infektion und dem Testresultat oder dem etwaigen Tod. Für Re Werte, die auf Fallzahlen basieren, beträgt diese Verzögerung mindestens 10 Tage, für Todesfälle bis zu 23 Tagen.
Parallel bestimmen wir die Änderungsraten der bestätigten Fälle, Hospitalisationen und Todesfälle über die letzten 14 Tage[5]. Die bestätigten Fälle gingen um -30% (UI: -22% bis -37%) pro Woche zurück, die Hospitalisationen um -16% (UI: -4% bis -27%) und die Todesfälle um -11% (UI: 28% bis -38%). Diese Werte spiegeln das Infektionsgeschehen vor mehreren Wochen wider.
Eine Veränderung der Fallzahlen, Hospitalisierungen und Todesfällen stratifiziert nach Alter kann auf unserem Dashboard verfolgt werden[6]. Die Zahl der Fälle ist in allen Altersgruppen signifikant rückläufig. Hospitalisierungen fielen über die letzten 14 erfassten Tage signifikant. In den meisten Altersgruppen ist der Abfall nicht signifikant, ausser in den 40-49 Jährigen.
Die Hospitalisierungen stratifiziert nach Ansteckungsort deutet darauf hin dass die Anzahl der Personen die sich in der Schweiz anstecken und hospitalisiert werden auf konstantem Niveau bleibt. Der Rückgang in den Hospitalisierungen ist auf einen Rückgang an Reiserückkehrern zurückzufuehren (Abb. 1).
Abbildung 1. Anteil an hospitalisierten Patient:innen mit Ansteckungsort “Schweiz” (blau), “Reiserückkehrer:innen” (grün) und “unbekannt” (gelb). Datenquelle: BAG.
Absolute Zahlen
Die kumulierte Anzahl der bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage liegt bei 375 pro 100’000 Einwohner. Die Positivität liegt bei 5,3% (Stand 16.09.2021, das ist der letzte Tag für welchen nur noch wenige Nachmeldungen erwartet werden).
Die Anzahl der COVID-19-Patient:innen auf Intensivstationen lag über die letzten 14 Tage im Bereich von 261-297[7] Personen (die Änderung war -7% (UI: -1% bis -13%) pro Woche).
Die Zahl der täglichen laborbestätigten Todesfälle über die letzten 14 Tage war zwischen 2 und 11[8].
Neue Varianten
Seit Kalenderwoche 26 ist Delta (B.1.617) die dominante Variante in der Schweiz. Diese ursprünglich in Indien beschriebene Variante hatte in der Kalenderwoche 19 eine Häufigkeit von 1%, in der Kalenderwoche 24 eine Häufigkeit von 24% und in der Kalenderwoche 36 eine Häufigkeit von 97% unter den sequenzierten Fällen[9]. Aus diesem Anstieg der Häufigkeit von Delta kann man einen Transmissionsvorteil gegenüber Alpha von 41-49% berechnen, konsistent mit Schätzungen des Übertragungsvorteils von 56% (95% UI: 34%-81%) aus England[10]. Wegen dieses Übertragungsvorteils dominiert Delta jetzt die Pandemie in vielen Teilen der Welt.
Delta verursacht schwerere Verläufe als die zuvor in der Schweiz dominierenden Stämme. In einer grossen Studie in England hatten Patient:innen mit Delta im Vergleich zu Patient:innen mit Alpha ein mehr als doppelt so hohes Hospitalisierungsrisiko [11]. Ein ähnlicher Anstieg des Risikos wurde in Schottland[12] und in Kanada[13] beobachtet.
Delta und Wirksamkeit der Impfstoffe Infektion
Studien welche die Wirksamkeit von mRNA Impfstoffen gegen eine Infektion (einschliesslich asymptomatischer Infektion) mit Delta quantifizieren sind am Laufen. Die Wirksamkeit gegen Infektion des Impfstoffs von Pfizer/BioNtech ist laut Daten aus Israel bei 39% (95% UI: 9-59%)[14]; und laut Daten aus Schottland bei 79% (95% UI: 75-82%)[15]. In einem neuen Bericht der REACT-Studie wird eine Impfwirksamkeit gegen Infektionen von 49% (95% UI: 22-67%) errechnet[16] (hierbei wurde nicht zwischen den in England verwendeten Impfstoffen unterscheiden).
Symptomatische Infektion
Der Impfschutz gegen symptomatische Infektionen mit Delta ist, verglichen mit Alpha, reduziert. Gemäss einem Bericht von Public Health England[17] ist die Wirksamkeit von 89% (95% UI: 87-90%) gegen Alpha auf 79% (95% UI: 78-80%) gegen Delta gesunken (siehe auch[18],[19]; Pfizer/BioNtech). Aus Daten aus Kanada ergibt sich eine Wirksamkeit gegen symptomatische Infektionen mit Delta von 85% (95% UI: 78-89%)[20] (Pfizer/BioNtech und Moderna). Studien aus Israel21 schätzen eine Wirksamkeit von nur 40% (95% UI: 9-61%). Ein Faktor für die niedrige Wirksamkeit der Impfung gegen Delta in Israel könnte sein, dass dort schon mehr Zeit als in anderen Ländern seit der Impfung vergangen ist.
Schwere Erkrankung und Hospitalisierung
Der Impfschutz gegen schwere Erkrankung ist auch für die Delta-Variante hoch. Die Wirksamkeit liegt bei ungefähr 96% [91-98%] basierend auf Daten aus Grossbritannien[22],[23] und 88% (95% UI: 78,9-93,2%) basierend auf Daten aus Israel>[24], [25]. (Diese Schätzungen beziehen sich auf den Schutz, den Geimpfte gegenüber Ungeimpften haben und sind nicht für die verschiedenen Impfstoffe, die in diesen Ländern verwendet werden, aufgelöst.) Ein neuer Preprint aus Israel[26] und eine Studie aus Public Health England [27] deuten darauf hin dass der Schutz vor schweren Erkrankungen über die Zeit in den gefährdeten Personen abfällt. Zusammengenommen bedeuten diese Daten aber, dass momentan weiter rund 9 von 10 Hospitalisationen durch eine vollständige Impfung verhindert werden können.
Transmission
Wie oben beschrieben, verhindert die Impfung zu mindestens 40%, dass sich eine geimpfte Person eine Infektion zuzieht. Die Impfung scheint zusätzlich auch die Transmission, die von einer infizierten geimpften Person ausgeht, zu reduzieren (aufgrund von kürzerer infektiöser Phase[28], [29], und milderer Symptomatik[30]). Das genaue Ausmass der Reduktion kann noch nicht genau beziffert werden. Während ein Bericht des CDC[31] darauf hindeutet, dass die Viruslast von Delta in Geimpften ähnlich hoch ist wie in Ungeimpften, deuten die Daten der REACT-Studie aus England[32] darauf hin, dass Geimpfte niedrigere Viruslasten haben. Zeitlich aufgelöste Daten aus Singapur[33] legen nahe, dass die Viruslast bei Geimpften auf einem ähnlich hohen Level beginnt wie bei Ungeimpften aber dann schneller abfällt. Daten aus den Niederlanden zeigen, dass Geimpfte, trotz ähnlicher Viruslasten, eine niedrigere Wahrscheinlichkeit haben infektiöse Viren in sich zu tragen[34]. Da die Viruslast ein wichtiges Korrelat der Übertragungsfähigkeit ist, deuten diese Daten in jedem Fall darauf hin, dass Geimpfte, die mit Delta infiziert sind, das Virus übertragen können, wenn auch weniger häufig.
2. Psychosoziale Aspekte bei Kindern und Jugendlichen in der Covid-19 Pandemie
2.1 Situation
Im wissenschaftlichen Update der Task Force wurde bereits am 5.5.2021 über Pandemie-assoziierte psychische und psychosomatische Konsequenzen berichtet[35].
Befindlichkeit und Psychopathologie
Es steht heute fest, dass sich die psychische Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher seit Beginn der Pandemie verschlechtert hat. Die Belastungen haben im Verlauf zugenommen, ein Trend zur Normalisierung ist noch nicht erkennbar. Während Kinder in erster Linie mehr Verhaltensauffälligkeiten (Trotz, Aggressionen, Hyperaktivität) zeigen, treten bei Jugendlichen häufiger emotionale (Ängste, Depressionen) und psychosomatische (Müdigkeit, Schmerzen, Schlafprobleme) Störungen auf [36], [37], [38].
Studien beruhen in der Regel auf Fragebogenerhebungen, und Daten von Kindern werden oft stellvertretend durch die Eltern erfasst. Auf diese Weise erhält man wichtige Erkenntnisse zur Befindlichkeit und psychiatrischen Symptomatik, aber Rückschlüsse auf die tatsächlichen Einschränkungen im Alltag sind nicht ohne weiteres möglich. Eine wichtige Ergänzung liefern die Daten von niederschwelligen Beratungsangeboten und aus den Kliniken. Bei Pro Juventute nahmen die Beratungen von 2019 bis 2020 um 6,4% zu, zwischen den ersten Halbjahren 2020 und 2021 war ein Anstieg von 7,9% zu verzeichnen[39]. Die Zunahme betraf vor allem die Dauer der einzelnen Konsultationen, was für ernsthaftere Probleme spricht. Anfragen bei Pro Juventute zum Thema «Einsamkeit» haben 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 37% zugenommen und Anfragen zur «Angst die Freunde zu verlieren» haben sich fast verdoppelt39. Eine von der Vereinigung der kinder- und jugendpsychiatrischen Chefärzt:innen durchgeführte Erhebung ergab, dass die Wartezeiten in den Ambulatorien für reguläre Anmeldungen von im Durchschnitt sechs Wochen im Jahr 2019 auf acht Wochen im 2020 und 14 Wochen im 2021 angestiegen sind ([40], S. 62). Die kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen sind ebenfalls sehr stark ausgelastet, eine systematische Erhebung wurde aber bisher nicht durchgeführt. Trendanalysen in fünf stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen zeigten bei vier eine Zunahme der Fallzahlen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr von 17-38% (40, S. 64).
Aus den Kliniken wird über eine deutliche Zunahme von Suizidgedanken und -versuchen bei Jugendlichen berichtet [41]. Beim Nottelefon von Pro Juventute sind Suizidgedanken seit Beginn der Pandemie das am häufigsten genannte Problem. Die Anfragen zu dieser Thematik haben sich im Vergleich zu vor der Pandemie mehr als verdoppelt. Ob diese Beobachtungen sich auch auf die Zahl der Suizide ausgewirkt hat, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.
Die spezifische Situation der Kinder und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche durchlaufen in kurzer Zeit eine grosse Zahl an Entwicklungsschritten. Entsprechend stark sind sie von der langdauernden und alle Lebensbereiche umfassenden Corona-Krise betroffen. Spezifische Risikofaktoren für psychosoziale Stresssymptome sind u.a. die eingeschränkten sozialen Kontaktmöglichkeiten oder Zukunftsängste in Übergangsphasen (z.B. von der Schule ins Berufsleben) [42]. Während die 15-25-Jährigen sich deutlich weniger vor dem Corona-Virus fürchten als die älteren Generationen, beeinträchtigt sie die Angst vor Einsamkeit und sozialer Isolation am stärksten ([43], S. 32). Diese Kombination – kaum Angst vor dem Virus und grosse Angst vor dem sozialen Ausschluss – spiegelt die Lebenssituation der jungen Generation zwischen Solidarität für die vulnerablen Bevölkerungsgruppen und der Sorge um den Verlust einer wichtigen sozialen Lebensspanne.
Umfeld
Psychiatrische Symptome von Kindern und Jugendlichen sind oft Ausdruck einer Überforderung ihres sozialen Netzes. Viele Eltern, Lehrpersonen und Lernbegleiter:innen sind selbst erschöpft und überlastet. Die Sicherheit bietenden Räume versagen besonders in Systemen, die bereits vor Ausbruch der Pandemie belastet waren. In einer deutschen Studie gab ein Viertel der Jugendlichen und ein Drittel der Eltern an, dass Streitereien seit Beginn der Pandemie zugenommen hätten[44]. Bereits vor der Pandemie bestehende psychische Probleme, Psychische Belastung der Eltern, tiefes Bildungsniveau und enge Wohnverhältnisse sind mit stärkerer kindlicher Psychopathologie während der Pandemie verbunden 44, [45], [46], [47]. Ein von der Familie als positiv erlebtes Familienklima, das Sicherheit und Orientierung vermittelt, vermag diese Risikofaktoren weitgehend zu kompensieren [48], [49], [50].
Schule
Die Schule ist für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung ein Ort von herausragender Bedeutung. Die Pandemie nimmt darauf seit Beginn massiven Einfluss. Für einige Kinder und Jugendliche brachten die Schulschliessungen eine vorübergehende Entlastung (z.B. sozial ängstliche und unter Schuldruck stehende Schüler:innen), doch waren die Probleme damit nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. In Deutschland bezeichneten zwei Drittel der 11-17-Jährigen das Schulumfeld und das Lernen während der Pandemie als schwieriger, dies sowohl während des Lockdowns im Frühsommer 2021 wie auch im Winter 2020/2021 [51]. Schulschliessungen und Quarantänen verstärken Schereneffekte in den Leistungen[52] und beeinträchtigen die soziale Teilhabe. Allerdings gibt es keine robusten Daten, die den Einfluss kurzer Quarantänen auf das psychische Befinden und deren Nutzen im Vergleich zum Risiko einer Ausbreitung der Pandemie beschreiben.
2.2 Mögliche Interventionen zum Schutz der Kinder in den Schulen
In der aktuellen Pandemielage mit zunehmenden Infektionen innerhalb der jungen Generationen sind Schutzmassnahmen in den Schulen wieder ein hochaktuelles Thema. Aufgrund der obigen Ausführungen empfiehlt sich das Ziel, den Kindern und Jugendlichen einen so weit wie möglich normalen Tagesablauf zu ermöglichen und den Schulalltag, wann immer es geht, aufrecht zu erhalten. Die psychosozialen Folgen dürfen nicht gegen die medizinischen Risiken ausgespielt werden, doch müssen beide in die Abwägungen für Massnahmenentscheide einbezogen werden.
Kinder können schwere Verläufe mit Hospitalisierung haben und auch LongCovid entwickeln. Auch wenn nur ein kleiner Anteil der infizierten Kinder und Jugendlichen von diesen Gesundheitseinschränkungen betroffen ist, kann die absolute Zahl der Betroffenen gross werden, wenn ein grosser Teil aller Kinder und Jugendlichen infiziert wird[53]. Es zeichnet sich ab, dass mittelfristig die Impfung auch für die 5-11 jährigen Kinder zugelassen werden könnte (3)[54]. Dies eröffnet auch für Kinder die Perspektive zu wählen ob sie durch Impfung oder Infektion eine Immunität gegen SARS-CoV-2 aufbauen wollen.
Werden Massnahmen beschlossen, stellt sich generell die Frage, ob sie dem Schutze der Kinder und Jugendlichen vor Infektion gelten oder der Verhinderung derweiteren Verbreitung von SARS-CoV-2 auf nicht geimpfte, ältere und gefährdete Personen. Weil bei grossen Schul-Ausbrüchen sicherlich weitreichende Massnahmen angeordnet werden – zum Schutz der Kinder vor Folgen vor Infektion oder zum Schutz des Spitalwesens – sollten diese präventiv verhindert werden.
Testen
Repetitives Testen hilft durch Früherkennung Covid 19-Ausbrüche zu verhindern. Bei repetitivem Testen werden Ausbrüche früher entdeckt mit dem Ziel, dass Klassenquarantänen oder gar Schulschliessungen weniger häufig werden. Bei dem repetitiven Testen ist sicherzustellen, dass ein möglichst hoher Anteil der Kinder und idealerweise auch deren Bezugspersonen mehrmals pro Woche getestet werden und die Ergebnisse zeitnah vorliegen. Eine Studie[55] zeigt, dass tägliche Tests Quarantäne ersetzen können.
Falls nicht täglich getestet werden kann (wie in 55), hilft Testen bei Ausbrüchen weitere Fälle schnell zu finden. Die Massentests helfen durch Früherkennung, Ausbrüche zu verhindern, und das Testen bei Ausbrüchen hilft, weitere Fälle schnell zu finden.
Masken
Der Einsatz von Schutzmasken in Schulen wird kontrovers diskutiert.
Masken schützen erwiesenermassen vor der Übertragung des Coronavirus und können daher Ausbrüche verhindern und die Ausbreitung des Virus eindämmen [56], [57]. Dies reduziert das Risiko,dass Kinder in grossem Stil angesteckt werden und unter Quarantäne und Isolation leiden.
Masken beeinträchtigen aber möglicherweise die Wahrnehmung von Emotionen. In einer US-Studie[58] wurden 81 Kindern im Alter von 7-13 Jahren Bilder mit Gesichtern von erwachsenen Menschen gezeigt, die Trauer, Wut oder Angst ausdrückten. Auf einem Teil der Bilder trugen die Menschen Gesichtsmasken oder Sonnenbrillen. Generell vermochten die Kinder Trauer leichter zu erkennen als Angst und Wut. Angst und Wut waren für die Kinder schwieriger festzustellen, wenn die Erwachsenen eine Maske oder eine Sonnenbrille trugen, als wenn ihre Gesichter unbedeckt waren. Trauer erkannten die Kinder nur in maskierten Gesichtern schlechter. Es gab hingegen keinen Unterschied zwischen unbedeckten Gesichtern und Gesichtern mit Sonnenbrille. Wütende, mit Masken bedeckte Gesichter wurden von den Kindern oft als überraschte Gesichter eingeschätzt. Die Ergebnisse müssen in Abwägung mit der Schutzwirkung von Masken interpretiert werden. Die Präsentation von unbewegten, zweidimensionalen Bildern in der vorliegenden Untersuchung ist nicht mit Alltagssituationen zu vergleichen, in denen die Kinder zusätzliche Hinweise wie Stimme, Bewegung und den sozialen Kontext nutzen, um Emotionen zu beurteilen.
Es gilt also abzuwägen, was die Vor-und Nachteile des Maskentragens sind. Grundsätzlich sehen wir offene Schulen und einen geregelten Alltag für die Kinder als das primäre Ziel (siehe Abschnitt 2.1). Damit dies sichergestellt werden kann, sind Massnahmen in den Schulen essentiell. Masken sind eine dieser Massnahmen, bei welcher mögliche Nachteile durch den Vorteil eines geregelten Schulbetriebs und reduzierter Krankheitslast aufgewogen werden.
Lüften und CO2 Sensoren
Aerosole sind allgemein anerkannt als ein wichtiger Übertragungsweg für SARS-CoV-2, insbesondere in Innenräumen. Virusbeladene Aerosole, die von infizierten Personen ausgestossen werden, verbleiben über einen längeren Zeitraum in der Luft. Aus diesem Grund ist das Lüften von Räumen eine wichtige Massnahme, um die Übertragung in Innenräumen zu reduzieren, insbesondere dort, wo sich viele Personen längere Zeit aufhalten. Dies gilt für Klassenzimmer und andere Räume in Schulen (z. B. Bibliothek, Mensa usw.), wo häufiges Lüften (alle 20-30 Minuten) dringend empfohlen wird. Es ist wichtig, dass die Belüftung angemessen durchgeführt wird, z. B. wie vom BAG empfohlen[59] (siehe auch [60]).
Damit das Lüften von Räumen wirksam ist, muss es häufig durchgeführt werden. Ein wirksamer Ansatz, um sicherzustellen, dass ein angemessenes Lüftung gewährleistet ist, ist die Verwendung von CO2-Sensoren (Task Force Policy Brief from 21 April 2021, [61]). Diese Sensoren messen die CO2-Konzentration in der Luft und geben ein optisches (z. B. Farbwechsel von grün über gelb nach rot) oder akustisches Warnsignal ab, wenn die CO2-Konzentration einen Schwellenwert überschreitet (häufig 800 bis 1200 ppm). Dies zeigt an, dass sich die Raumluft mit dem von den sich im Raum aufhaltenden Menschen emittierten CO2 anreichert, und damit möglicherweise auch mit den virushaltigen Aerosolen, die eine infizierte Person im Raum abgibt. Der CO2-Sensor misst also nicht die Virenkonzentration, sondern einen Indikator, der anzeigt, wann die Luft ausgetauscht werden muss (mehr dazu im Task Force Policy Brief vom 21. April 2021,61).
CO2-Sensoren haben eine Reihe von Vorteilen:
- Sie liefern ein aktuelles Mass für die Luftqualität, so dass bei Bedarf gelüftet werden kann. Dies kann vor allem in den kalten Monaten wichtig sein, in denen Fester nicht fortwährend geöffnet bleiben, weil sonst die Raumtemperatur zu stark absinkt. Es ist vorteilhaft, zu dem Zeitpunkt gewarnt zu werden, zu dem die Bedingungen einen Luftaustausch tatsächlich erfordern.
- Sie sorgen dafür, dass das Lüftungsverhalten konsequent umgesetzt wird und nicht in Vergessenheit gerät, da man sonst mit der Zeit leicht in alte Routinen zurückfällt. Dieser Punkt wird anekdotisch unterstützt durch direkte Gespräche mit einer Schulleiterin, der CO2-Sensoren eingesetzt hat.
- CO2-Sensoren sind preiswert (weniger als 100 CHF pro Gerät wenn in grossen Mengen bestellt), einfach zu installieren und leicht zu bedienen.
- Sie scheinen von allen Beteiligten, einschließlich Lehrern, Eltern und Kindern, gut akzeptiert zu werden und sind eine der am wenigsten einschneidenden Maßnahmen gegen die Übertragung von SARS-CoV-2 und anderen über die Luft übertragenen Viren. Im Gegensatz zu Masken und anderen persönlichen Massnahmen haben sie keine negativen Auswirkungen auf einzelne Schüler und Lehrer.
- Sie haben eine Funktion, die über den potenziellen Schutz vor der Übertragung von SARS-CoV-2 hinausgeht: eine gute Luftqualität erleichtert das Lernen und verringert die gesundheitsschädlichen Auswirkungen einer längeren Exposition gegenüber hohen CO2-Werten. Über die aktuelle Pandemie hinaus könnten sie möglicherweise auch die Übertragung anderer respiratorischer Krankheitserreger unter Schülern verringern.
- Über die Steuerung des Lüftungsverhaltens im Klassenzimmer hinaus können CO2-Sensoren dabei helfen, Räume zu identifizieren, in denen keine gute Belüftung erreicht werden kann. In solchen Räumen sollten andere Maßnahmen in Betracht gezogen werden wie z. B. die gezielte Installation von tragbaren Luftfiltern.
Eine verlässliche und nützliche Quelle zu Aerosolen, Belüftung, CO2-Sensoren und Filtration ist online zu finden [62].
Quarantäne
Zur Infektionskontrolle sind Quarantäne-Massnahmen ein wirksames Werkzeug, indem sie Transmissionsketten unterbrechen und so die Kinder vor Infektion wie auch indirekt das Spitalwesen vor übermässiger Belastung schützen[63].
Ein geregelter Tagesablauf und Routine sind Kindern ein Bedürfnis und stellen für die Entwicklung wichtige Strukturen dar. Quarantänen nehmen durch eine Erschütterung des Alltags Einfluss auf diese Faktoren. Sie beeinträchtigen zudem die soziale Teilhabe und führen, wenn sie den Schulbesuch betreffen, zur Gefahr einer Verstärkung der Bildungsschere. Auch berufstätige Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sind direkt betroffen, wenn für einzelne Schülerinnen oder Schüler oder ganze Klassen eine Quarantäne ausgesprochen wird. Es ist schwierig, das direkte Ausmass des Zusammenhangs zwischen Schulquarantänen und der psychischen Befindlichkeit der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu bestimmen. Verschiedene zusätzliche und sich gegenseitig beeinflussende Faktoren – individuelle, familiäre und das weitere soziale Umfeld betreffende – fliessen mit ein.
Zusammenfassend ist Quarantäne ein sehr wirksames Werkzeug63. Die Anzahl und Dauer von Quarantänen sollten jedoch mit anderen nicht einschneidenden Massnahmen reduziert werden. Wie im Abschnitt “Testen” erwähnt, zeigt eine kürzlich erschienene Studie, dass tägliches Testen an Schulen[64] die Quarantäne ersetzen kann. Weiter haben wir dargelegt, dass Masken und gute Belüftung das Risiko grosser Ausbrüche und damit von Quarantänen reduzieren.
3. Schutz der Genesenen
Zahlreiche Studien haben sich den Langzeitschutz gegen Delta bei Genesenen angeschaut. Diese Daten zeigen, dass der Langzeitschutz sehr hoch ist.
Daten aus Israel
Daten aus IsraelIn einer israelischen retrospektiven Studie konnte gezeigt werden, dass das Risiko für eine Durchbruchsinfektion mit Delta bei doppelt mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpften Personen 13.06-fach (95% CI, 8.08 bis 21.11) höher ist als das Risiko für eine Reinfektion mit Delta bei Genesenen, falls die Impfung respektive die Erstinfektion jeweils ungefähr 6 Monate zurückliegt [65]. Auch das Risiko für eine symptomatische Infektion oder eine COVID-assoziierte Hospitalisation war bei Pfizer/BioNTech-Geimpften höher als bei Genesenen. Auch bei länger zurückliegender Infektion (6-18 Monate) waren Genesene gegen Delta sechs- bis siebenfach besser geschützt als Menschen, welche 6 Monate zuvor mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft wurden. Den besten Schutz wiesen Menschen auf, welche nach einer durchgemachten SARS-CoV-2 Infektion mindestens einmal mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft wurden (Andere Impfstoffe wurden nicht untersucht).
Daten aus Italien
Ebenfalls einen sehr guten Langzeitschutz gegen eine Reinfektion mit SARS-CoV-2 von knapp einem Jahr konnte bei genesenen Personen in Italien gefunden werden. Im Vergleich zu nicht infizierten, nicht geimpften Personen waren Genesene zu 93% gegen eine SARS-CoV-2 (Re)Infektion mit Wildtyp (nicht Delta) geschützt[66].
Antikörperdaten
Diese Daten hinsichtlich eines hohen Langzeitschutzes gegen eine SARS-CoV-2 Re-Infektion werden unterstützt durch immunologische Analysen, welche bei Genesenen lang anhaltende neutralisierende und/oder Spike-spezifische Antikörper im Blut nachweisen konnten [67], [68]. Die Genesenen waren relativ zur entsprechenden SARS-CoV-2 naiven Vergleichsgruppe auch noch bis zu 8 respektive 13 Monate nach Erstinfektion zu 96.7% respektive 95.2% (95% CI: 81.9 – 99.1%) gegen eine (erneute) SARS-CoV-2 Infektion mit Alpha oder Wildtyp geschützt (Die Studien wurden vor Aufkommen der Deltavariante abgeschlossen und ohne eine geimpfte Vergleichsgruppe durchgeführt). Ein Teil der Genesenen wurde nach 7-9 Monaten mit unterschiedlichen Impfstoffen geimpft (Astra/Zeneca, Pfizer/BioNtech oder Moderna) und erreichten 1-3 Monate später im Median 63-fach höhere Antikörpertiter68. Auch in Genesenen über 80 Jahre erzielte eine einzelne Pfizer/BioNTech Impfdosis höhere Antikörpertiter als bei jüngeren doppelt Pfizer/BioNTech-Geimpften, die keine Infektion durchgemacht hatten[69]. Diese Daten unterstreichen die hohe immunologische Wirksamkeit einer SARS-CoV-2 Impfung bei Personen, welche von einer Infektion genesen sind.
Daten aus Dänemark
Diese neueren Daten eines sehr guten Langzeitschutzes hinsichtlich einer SARS-CoV-2 Reinfektion steht eine frühere Studie aus Dänemark gegenüber, welche bei über 65-jährigen Genesenen nach 6 Monaten nur noch einen Schutz vor Re-infektion von 47·1% (95% CI 24·7–62·8) nachweisen konnte[70]. Bei jüngeren Genesenen lag der Schutz bei 80.5% (95% CI 75.4–84.5). In dieser Studie wurde der Schutz gegen eine Reinfektion mit SARS-CoV-2 Wildtyp untersucht (nicht Delta) und es konnte keine geimpfte Vergleichsgruppe untersucht werden, da 2020 noch keine Impfstoffe verfügbar waren. Die Ursachen für die unterschiedlichen Studienresultate sind nicht klar.
Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass eine früher durchgemachte SARS-CoV-2 Infektion bei jüngeren Personen (unter 65 Jahre) ohne Hinweise für eine Immunschwäche einen lang anhaltenden, signifikanten Schutz gegen eine Infektion mit Wildtyp, Alpha oder Delta vermittelt. Dieser Schutz kann durch eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder mit einem rekombinanten Adenovirus noch deutlich verstärkt werden. Dann findet sich im Serum auch eine sehr gute Neutralisationsaktivität gegen Virusvarianten mit stärkerer Immunflucht wie zum Beispiel gegen Beta[71].
Referenzen:
[4] https://sciencetaskforce.ch/reproduktionszahl/ und https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re-international/: Die Schätzungen von Re über die letzten Tage können leichten Schwankungen unterliegen. Diese Schwankungen treten insbesondere in kleinen Regionen, bei sich ändernder Dynamik und bei niederen Fallzahlen auf.
[5] https://ibz-shiny.ethz.ch/covidDashboard/trends: Aufgrund von Melderverzögerungen werden die letzten 3 respektive 5 Tage für bestätigte Fälle und Hospitalisationen/Todesfälle nicht berücksichtigt.
[23] https://khub.net/web/phe-national/public-library/-/document_library/v2WsRK3ZlEig/view_file/479607329?_com_liferay_document_library_web_portlet_DLPortlet_INSTANCE_v2WsRK3ZlEig_redirect=https%3A%2F%2Fkhub.net%3A443%2Fweb%2Fphe-national%2Fpublic-library%2F-%2Fdocument_library%2Fv2WsRK3ZlEig%2Fview%2F479607266
[40] file:///C:/Users/dia10/Downloads/covid-19-psychische-gesundheit-schlussbericht.pdf
[41] Berger G. et al. (submitted).
[42] Stadler, C., & Walitza, S. (2021). Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die kindliche Entwicklung – Risikofaktoren und Resilienz. In Charles Benoy (Hrsg.), COVID-19. Ein Virus nimmt Einfluss auf unsere Psyche (2., erweiterte und überarbeitete Auflage, S. 131–142). Kohlhammer.
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