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Realität -
doch was ist die Realität?
Wird diese immer wieder neu oder überhaupt erst dann
geschaffen, wenn eine solche Frage gestellt wird und zwar in
Abhängigkeit (Interaktion) des Fragenden (Beobachters) mit mir und der
Umgebung? Also ähnlich wie in der Quantenphysik, wo jede Messung,
Beobachtung oder dergleichen einen - wenn nicht gar DEN massgebenden
Einfluss auf die zu beurteilende Sache ausübt?
Wer bin ich?
Ein irrer Wanderer durch Raum und Zeit, ein Gyrovage?
Oder bin ich mehr der stabilitas loci verpflichtet respektive zu dieser
verdammt? So oder so, ich halte es mit dem Liede Paul Gerhardt
"Ich bin ein Gast auf Erden", wobei ich mir bezüglich der zweiten
Verszeile "und hab' hier keinen Stand" noch nicht so ganz sicher bin.
Sinn des Daseins
Zitat aus dem Buch "Die Glut" von Sándor
Márai:
Glaubst Du auch, dass der Sinn des Lebens einzig in
der Leidenschaft besteht, die eines Tages in unsere Herzen, Seelen und
Körper führt und dann auf ewig brennt? Was immer zwischendurch geschehen
mag? Und wenn wir das erlebt haben, haben wir dann vielleicht doch nicht
umsonst gelebt? Ist die Leidenschaft so tief, so grausam, so grossartig,
so unmenschlich? Und gilt sie vielleicht gar nicht einer Person, sondern
nur der Sehnsucht? Das ist die Frage. Oder gilt sie vielleicht doch
einer Person, immer und ewig nur jener einen, geheimnisvollen Person,
die gut oder schlecht sein mag, wobei die Intensität der Leidenschaft,
die uns an sie bindet, nicht von der Eigenschaft und Handlungen abhängt?
Antworte, wenn Du kannst!