Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/1035

Schon 1984 schuf Mimmo Paladino vier grossformatige Linolschnitte zu »Ulysses« von James Joyce. Zehn Jahre später hatte der 1948 in Paduli/Italien geborene Künstler erneut die Möglichkeit, sich diesem »Welt-Alltag einer Epoche« (Hermann Broch) zu widmen: Es entstanden 18 Radierungen, deren aufwendiger Blattgoldfond an frühe Miniaturen in Stundenbüchern erinnert und die sich respektvoll vor dem Werk des Schriftstellers verbeugen. Dennoch illustrieren die Radierungen nicht bloss, sie erzählen auch ihre eigene Odysseus-Geschichte. Ihnen beigegeben sind ausgewählte Passagen aus dem »Ulysses«.
Mimmo Paladino zählt zu den wichtigsten lebenden Künstlern Italiens; seine Werke wurden in zahlreichen Museen und Kunsthallen auf der ganzen Welt und auf den Biennalen in Paris, Sydney und Venedig sowie auf der Documenta in Kassel ausgestellt. Paladino lebt in Mailand und Paduli.
Portrait
Joyce, James
James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuss fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. Er schrieb Kurzgeschichten und überarbeitete seinen ersten Roman Stephen Hero, der später als A Portrait of the Artist as a Young Man (Porträt des Künstlers als junger Mann) veröffentlicht wurde. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung Dubliners. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich, wo sein bekanntestes Werk Ulysses entstand. Der Roman wurde 1918-1920 in Auszügen in der amerikanischen Zeitschrift »The Little Review« abgedruckt; 1921 wurde er wegen obszöner Inhalte verboten. 1922 erschien Ulysses schliesslich in (zensierter) Buchform in der Pariser Buchhandlung »Shakespeare and Company«. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. Dort entstand sein letzter Roman Finnegan's Wake (Finnegans Totenwache), der 1939 veröffentlicht wurde. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.
Reichert, Klaus
Klaus Reichert ist Anglist, Lyriker und Übersetzer und lehrte als Professor für Anglistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er auch das Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit gründete. Von 2002 bis 2011 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.
Das Buch der Bücher, der berühmteste Roman der Weltliteratur - in weiten Teilen unlesbar, aber aufgrund seiner Sprachgewalt und seiner vielen Anspielungen ungemein faszinierend.
Irisches Tage-Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Ein Tag im Leben des Leopold Bloom.
Ein Tag, beschrieben auf rund 1000 Seiten.
Es ist wie eine Reise durch sein Leben, das stellvertretend für viele andere steht.
Gewohnheiten, Rituale, das Alltägliche spiegeln das Kaleidoskop der irischen Kultur.
Nicht umsonst ist "Bloomsday " eine Art Nationalfeiertag in Irland.
Ein Meis...
Ein Tag im Leben des Leopold Bloom.
Ein Tag, beschrieben auf rund 1000 Seiten.
Es ist wie eine Reise durch sein Leben, das stellvertretend für viele andere steht.
Gewohnheiten, Rituale, das Alltägliche spiegeln das Kaleidoskop der irischen Kultur.
Nicht umsonst ist "Bloomsday " eine Art Nationalfeiertag in Irland.
Ein Meisterwerk, das zu lesen viel mehr Zeit beansprucht als einen Tag.
Eine Leseerfahrung fürs Leben!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format
Das Monumentalwerk Joyce ist keine leichte Kost, aber ein Meilenstein der Literatur.