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Bewilligungen April 2016
30'000 Franken für die Unterstützung des Projektes „Stopp Malaria“ in Ostafrika, Kenia (Biovision)
Malaria ist nach wie vor eine der Infektionskrankheiten, welche weltweit am meisten Todesopfer fordert. Es ist von zentraler Bedeutung für die Bekämpfung von Malaria, dass die betroffene Bevölkerung über den Zusammenhang zwischen den übertragenden Mücken und der Krankheit informiert ist. Die drei Projektstandorte befinden sich in Malindi, Nyabondo (Kenia) und Tolay (Äthiopien). Ziel des Projektes ist es, durch Weiterentwicklung und Förderung natürlich wirksamer Biopestizide eine umweltschonende Malariakontrolle zu erzielen. Diesbezügliche Massnahmen umfassen sowohl die Sensibilisierung der Bevölkerung, als auch die Ausbildung von Gesundheitsfachleuten und lokalen Organisationen, damit diese die integrierte Malariabekämpfung und Eliminierung oder Behandlung von Mückenbrutstätten koordinieren können. Ausserdem möchte die Organisation mit dem Projekt neue Einkommensmöglichkeiten (z.B. Fischzucht oder Recycling von Abfall) schaffen.
13'000 Franken für eine Solaranlage für die St. Martin-Sekundarschule in Mbingu, Tansania (EEF)
Die St. Martin’s Girl Secondary School liegt abgelegen auf dem Land in Mbingu und bietet Mädchen eine qualitativ gute Ausbildung mit Internatsbetrieb. Im Fokus stehen junge Frauen, denn für Mädchen, vor allem aus ländlichen Gegenden, ist es schwieriger, eine höhere Ausbildung zu erlangen. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation den Bau einer Solaranlage für das Internat.
30'000 Franken für „Move to improve – sport- und spielbasierendes Früh-förderprogramm“, Indien (SAD)
Der geografische Projektfokus liegt auf dem ländlichen Mirzapur Distrikt, im Südosten des indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Für die Kinder dieser Gemeinden, welche ausschliesslich aus kastenlosen Familien stammen, ist der Zugang zu Bildung keine Selbstverständlichkeit. Im Rahmen des Projektes werden Frühförderungszentren in benachteiligten Gemeinden aufgebaut, in denen es bisher keine staatlichen Angebote gibt. In den Zentren werden unterprivilegierte Kinder wirksam auf den altersgemässen Übertritt in öffentliche Schulen vorbereitet. Dafür werden die kognitiven, motorischen, wie auch emotionalen und sozialen Kompetenzen gefördert, die es braucht, um langfristig in der Schule erfolgreich zu sein.
40'000 Franken für „Beruf und Unternehmertum für junge Menschen in Matobo“, Simbabwe (HEKS)
Die Arbeitslosenrate in Simbabwe liegt bei fast 90%. Aus Mangel an Mitteln brechen viele junge Menschen die Schule frühzeitig ab und haben dadurch wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch Alleinerziehende und körperlich beeinträchtigte Menschen haben kaum Zugang zu Ausbildung und Arbeit, sie werden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Mit dem Projekt möchte die Organisation 228 erwerbslosen, jungen Menschen aus der Provinz Matebeleland-Süd, eine Berufsbildung und eine gesicherte Existenz ermöglichen. Das Projekt setzt auf die Strategie zur Stärkung der Fähigkeiten der jungen Männer und Frauen. Sie sollen Kompetenzen in Technik, Organisation und Unternehmensführung erwerben, um so Einkommen generierenden Tätigkeiten nachgehen zu können.
45'000 Franken für die Einführung eines Alphabetisierungsprogramms und Unterstützung bei Kleinkrediten, Kongo (ASSAFI)
In der demokratischen Republik Kongo liegt die Analphabetenrate der Bevölkerung bei 33%. Vor allem Frauen aus ländlichen Regionen sind betroffen. Diese Frauen haben kaum eine Chance auf Arbeit. Um für sich und ihre Familien einen Lebensunterhalt generieren zu können, nehmen die Frauen Kleinkredite auf. Ohne zu wissen, was der Vertrag beinhaltet, unterzeichnen die Frauen zu meist höchst unseriöse Bedingungen. Die Organisation ASSAFI ist ein Förderverein für Frauen und setzt sich für die Finanzierung von Ausbildungen durch Kleinkredite ein. Ziel des Projektes ist es, den Frauen aus Bunia im Osten der Republik Kongo, in einem Lernzentrum das Lesen und Schreiben beizubringen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Zudem werden sie bei Abschlüssen von Kleinkrediten unterstützt.
20'000 Franken für Turn Hope Into Reality, Tansania (More than a Drop Foundation)
Das Berufsbildungsangebot in Tansania ist schlecht. Der Zugang zum bestehenden Berufsbildungsangebot ist insbesondere für Jugendliche der sozial niedrigsten Schichten sehr schwierig. Aufgrund von Ungleichstellung und Diskriminierung haben Frauen dieser sozialen Schichten keine Chance, eine Berufslehre zu absolvieren. Der Tourismus in Tansania wächst und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften der Hotellerie-/Gastrobranche ist bei weitem nicht abgedeckt. Ziel des Projektes, welches in der Region Moshi umgesetzt wird, ist der Aufbau einer innovativen Hotelfachschule, die eine zwölfmonatige Berufslehre für junge, motivierte Frauen anbietet. Dank der Berufslehre finden schätzungsweise 90% der Frauen innerhalb von sechs Monaten eine gut bezahlte, geregelte Arbeit in der Wachstumsbranche Tourismus.
40'000 Franken für ein Trinkwassersystem für Angahuana Alto, Ecuador (Fundacion Suiza Para Los Indigenas del Ecuador)
Tungurahua ist die kleinste Provinz von Ecuador und liegt im zentralen Hochland. Vor über 25 Jahren wurde ein Trinkwassersystem durch die örtlichen Behörden installiert, welches heute aber nur einem Teil der Bevölkerung zur Verfügung steht und in den Bereichen Wasserfassung und
-verteilung Mängel aufweist. Zudem sind nicht mehr alle Leitungen dicht, so dass kostbares Trinkwasser verloren geht. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation für 90 Familien das Trinkwassersystem erneuern und erweitern, so dass die gesamte Bevölkerung in den Genuss von sauberem und keimfreiem Trinkwasser kommt.
30'000 Franken für ein Entminungsprojekt, Simbabwe (Welt ohne Minen)
In Simbabwe stellt der vor über 35 Jahren verlegte Minengürtel im Nordosten des Landes noch immer eine grosse Gefahr für Lebens- und Erwerbsgrundlagen der Dorfgemeinschaften dar, da sie in unmittelbarer Nähe der Minenfelder leben. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation die Entminung einer Fläche von 31‘800 m2 und ermöglicht so der Bevölkerung den Zugang zu wichtigen Ressourcen. Zudem werden Dorfbewohner angestellt, welche zu Entminern ausgebildet werden. Dieses Einkommen ermöglicht vielen die Bestreitung eines Lebens-unterhaltes und bildet die Grundlage für eine weitere ökonomische Entwicklung und Eigen-ständigkeit.
20‘000 Franken für das Projekt „Gesundheitsversorgung von Roma-Gemein-schaften“, Albanien (Save the Children)
Die Organisation Save the Children ist seit 1999 in Albanien aktiv und setzt sich für die Integration der Roma ein. Shkodra ist die grösste Roma Gemeinschaft in Albanien, und nach wie vor hat sie praktisch keinen Zugang zu öffentlichen Diensten, wie zum Beispiel der Gesundheitsversorgung. Die meisten Roma-Familien registrieren ihre neugeborenen Kinder nicht und verwehren ihnen dadurch den Zugang zu einer Schulbildung und einem sozialen Leben in der albanischen Gemeinschaft. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Bewohnern von Shkodra im Süden von Albanien, in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, die Förderung des Bewusstseins für verbesserte Gesundheit (beispielsweise durch gesunde Ernährung und Hygiene) zu vermitteln. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation 200 Mütter und Kleinkinder direkt mit einem fundierten medizinischen Angebot erreichen.
20'000 Franken für den Schutz und die Stärkung lokaler Menschenrechts-organisationen, Honduras (PBI Peace Brigades International)
Honduras ist eines der ärmsten Länder in Lateinamerika und gilt als eines der gefährlichsten der Welt. Das Langzeit-Projekt in Honduras dient dazu, die Organisationen und Menschenrechts- verteidiger/innen (MRV) durch die Präsenz internationaler Freiwilligenteams zu schützen und die Menschrechtslage international zu beobachten. Anwältinnen und Anwälte, Bäuerinnen und Bauern sowie indigene Gemeinschaften nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Sie sind die wichtigsten Akteure, um die Konflikte und Probleme öffentlich anzusprechen. Zudem sind sie ein wichtiges Bindeglied, um gewaltfreie Konfliktlösungen, basierend auf internationalen Normen und Konventionen, bekannt zu machen.
25'000 Franken für integrierte Gesundheitsversorgung, Bildung und Friedensförderung, Sudan (TearFund Schweiz)
Im Rumbek East County sind die mangelnde Bildung und das schwache Gesundheitswesen weiterhin eine grosse Herausforderung. Die meisten Schulen haben keine festen Klassenzimmer, die meisten Schulstunden werden unter Bäumen und/oder in provisorischen Konstruktionen abgehalten. Das Projekt widmet sich drei Hauptzielen. In der Bildung werden Themen im Zusammenhang mit kulturellen Bräuchen in Angriff genommen, welche die Bildung von Mädchen behindern. In der Friedensförderung sind im Besonderen die jugendlichen Viehhüter Zielgruppe, in diesem Bereich der Gesellschaft ist Gewalt sehr verbreitet. In Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche und der Verbreitung von Friedensbotschaften mittels digitalen Audio-Playern, wird dem Problem entgegengewirkt. Das dritte Ziel liegt in der Gesundheitsversorgung und legt den Schwerpunkt auf präventive Gesundheitsförderung auch für die Leute, die weit weg von den Gesundheitszentren leben.
50'000 Franken für das Projekt „Gegen Vermeidung ungewollter Schwangerschaften bei Jugendlichen“, Senegal (IAMANEH)
Rund 13 Millionen Menschen leben im Senegal. Der Anteil junger Menschen unter 20 Jahren liegt bei 54%. Verantwortlich für die häufigen Frühschwangerschaften sind zum einen fehlende Sexualaufklärung, ein ungedeckter Bedarf an Verhütungsmitteln sowie ein ungenügender Zugang zu Gesundheitsdiensten für Jugendliche. Sexualität ist ein Tabuthema, über das weder in der Familie noch in der Schule gesprochen wird. Das Projekt hat zum Ziel, zur Reduktion von ungewollten Jugendschwangerschaften und zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Jugendlichen beizutragen. Durch altersspezifische Informations- und Sensibilisierungsaktivitäten werden die Jugendlichen befähigt, Entscheidungen, in Bezug auf ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit treffen zu können. Durch Enttabuisierung des Themas Sexualität soll der Zugang von Jugendlichen zu Rat, Beratung und insbesondere zu Gesundheitsdiensten, in Bezug auf Familienplanung und Verhütungsmittel, verbessert werden.
40'000 Franken für das Projekt „Perspektiven für Kinder und Jugendliche“, Niger (SOS-Kinderdorf Schweiz)
Maradi ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Region und drittgrösste Stadt des Landes Niger. Zugang zur Basisgesundheitsversorgung ist nicht gegeben. 59% der Kinder unter fünf Jahren leiden an chronischer Mangelernährung. Das übergeordnete Projektziel richtet sich auf die Stärkung der Fähigkeiten von Familien und der Gemeindestrukturen zum Schutz der Kinder Maradis aus. Mit fünf öffentlichen Schulen wird kooperiert, um die hohe Schulabbruchsrate zu verringern. Lehrkräfte erhalten Weiterbildungen zur Verbesserung ihrer Unterrichtsmethodik. Jugendliche ohne Schulabschluss erhalten die Möglichkeit, in Berufsbildungszentren ein praktisches Handwerk zu erlernen. Eltern werden über Ursachen und Konsequenzen von Mangel- und Unterernährung aufgeklärt und bekommen vermittelt, wie sie Fehlernährung vorbeugen können. Mit den einzelnen Familien werden Pläne zur Einkommensförderung erarbeitet. Darauf basierend erhalten die Familien Weiterbildungen in unterschiedlichen Bereichen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände.
40‘000 Franken für das Projekt „Sichere Ernährung und Zugang zu Trinkwasser für Kleinbauernfamilien“, Ecuador (SWISSAID)
Rund 30% der Menschen im zentralen Hochland von Ecuador leiden unter Mangelernährung. Die Menschen leben hauptsächlich von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Diese ist durch unsachgemässe Bewirtschaftung der Agrarflächen, Monokulturen und hohen Pestizideinsatz gefährdet. Der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und der Rückgang der agrobiologischen Vielfalt sind die Folge. Ziel des Projektes ist, die Verbesserung der Lebensbedingungen der Kleinbauernfamilien im Kanton Pelileo im Hochland von Ecuador, durch eine Erhöhung und Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion, den Aus- und Aufbau einer funktionsfähigen Trinkwasserversorgung sowie den Schutz der natürlichen Wasserquellen, zu erreichen. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation den Bau einer Trinkwasserversorgungsanlage. Rund 500 Familienhaushalte erhalten so Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Klein-bauernfamilien verbessern durch Schulungen ihre Kenntnisse im ökologischen Landbau, erhöhen die Produktion und steigern ihr Familieneinkommen.
25'000 Franken für das Projekt „Auch im Krieg wollen wir spielen, lernen und lachen“, Libanon (Stiftung Johannes Paul II)
Seit Beginn des Krieges in Syrien sind über 1 Million Menschen in den Libanon geflohen. Das Schulsystem ist zusammengebrochen, es droht der Analphabetismus. Ziel des Projektes ist es, mit zwei mobilen Spielbussen regelmässig, mindestens einmal in der Woche, mit Spielsachen und Schulmaterial die zehn Flüchtlingslager in zehn Dörfern im Libanon zu besuchen. Den Kindern soll dadurch die Möglichkeit zu spielen und zu lernen gegeben werden sowie durch Gespräche ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Zudem werden die Kinder und Jugendlichen mit Büchern, Stiften, Schreibblöcken, usw. versorgt, um eine Grundlage für den Besuch einer öffentlichen Schule zu schaffen.
12'000 Franken für das Projekt Trinkwasser für Schulkinder im Kakaoanbaugebiet, Elfenbeinküste (CABOZ Action)
Der gemeinnützige Verein GABOZ Action hat zum Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Kakao-Bauernfamilien in ländlichen Gebieten der Elfenbeinküste zu leisten. In den Anbaugebieten hat die Bevölkerung kaum Zugang zu sauberen Wasserquellen, insbesondere während der Trockenzeit. Wenn auf schmutziges Trinkwasser zurückgegriffen werden muss, sind sehr oft Kinder die Leidtragenden und erkranken. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation in der Region Soubré zwei Regenwasserreinigungssysteme für eine Primarschule installieren. Das Wasserreinigungssystem ist durch Solarenergie gespiesen und mit einer Pumpe und einem Spezialfilter versehen. Dieses einfache System produziert aus Regenwasser bakteriologisch sauberes Wasser und versorgt so die Schulkinder mit gesundem Trinkwasser.
30'000 Franken für das Projekt „Berufsbildung für Solartechniker/innen“, Kenia (Solafrica)
Im Bezirk Homa Bay in Westafrika hatten 2010 nur gerade drei Prozent der Haushalte elektrischen Strom. Der Ausbau des Stromnetzes ist in diesen Regionen in naher Zukunft nicht absehbar. Üblicherweise werden kostspielige Dieselgeneratoren verwendet, um Elektrizität zu erzeugen. Solarenergie bietet hier eine günstige und sinnvolle Lösung, um dezentral Strom zu erzeugen. Aufgrund von fehlenden Ausbildungsstätten für Techniker/innen und Handwerker/innen im Solarbereich ist ein Grossteil der berufstätigen Solartechniker/innen in Kenia jedoch nicht oder nur mangelhaft ausgebildet. Um den Mangel an kompetenten Fachkräften, der hohen Arbeitslosigkeit junger Erwachsener und der herrschenden Energiearmut entgegenzuwirken, werden im Sarah Obama Solar Learning Centre Solartechniker/innen ausgebildet. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation 21 Solartechniker/innen ausbilden. Durch die Elektrifizierung der Region geht wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung einher mit der Verbreitung erneuerbarer Energie und Klimaschutz.
30‘000 Franken für das Projekt „Reintegration von Strassenkindern“, Äthiopien (Sports – The Bridge)
Das Ziel ist es, Strassenkindern in Addis Abeba zu ermöglichen, durch die Reintegration in ihre Familien und die öffentliche Schule den Weg zurück in die Gesellschaft und in eine Zukunft mit Perspektiven zu finden. Zur Reintegration werden die beiden Mittel Sportpädagogik und Familienarbeit eingesetzt, welche durch das Angebot von gesundem Essen sowie Zugang zu medizinischer Versorgung, Hygiene und schulischer Grundbildung, ergänzt werden. Das Programm verläuft in zwei Phasen: Kinder, die auf der Strasse leben, besuchen zu Beginn täglich das Programm, mit dem Ziel nach maximal einem Jahr wieder zu Hause zu schlafen, im familiären Rahmen zu leben und zu Beginn des neuen Schuljahres wieder in die öffentliche Schule eingeschrieben zu werden.
40‘000 Franken für das Projekt „Gesundheitsprogramm zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörung bei ehemaligen Kindersoldaten“, Uganda (omoana)
Von 1986 bis 2006 herrschte in Norduganda ein anhaltender Konflikt. In dieser Zeit wurden schätzungsweise 30‘000 Kinder entführt und zu Soldaten ausgebildet. Die heutige Situation in Uganda ist friedlich. Allerdings leiden bis zu 50% der ehemals entführten Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute noch an psychischen Folgen dieser Entführung und weisen Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung auf. Zusammen mit einer lokalen Partner- organisation im Bezirk Nwoya, wurde ein Ausbildungszentrum für Landwirtschaft sowie ein Mikrokredit-Programm für vom Krieg betroffene Jugendliche aufgebaut. Beide Programme begünstigen sowohl die ökonomische Stärkung als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Einbindung kommunaler Gärten- und Selbsthilfegruppen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation den Jugendlichen traumafokussierte Therapien durch lokale Therapeuten ermöglichen.
30‘000 Franken für das Bildungsprojekt „Upasshak“, Bangladesch (CO-OPERAID)
Die Chittagong Hill Tracts sind ein Hügel- und Berggebiet im Südosten von Bangladesch an der Grenze zu Myanmar und Indien. Nach dem Untergang des britischen Kolonialreiches wurde das Gebiet Ostpakistan, dem heutigen Bangladesch, zugeteilt. Diese Region ist Heimat von elf Stämmen mit rund einer Million Menschen mit tibeto-burmesischer Herkunft. Sie haben dadurch ethnisch und kulturell kaum Gemeinsamkeiten mit der indisch-stämmigen bengalischen Mehrheitsbevölkerung, die dem Islam angehört. Das Projekt hat zum Ziel, Kinder der ethnischen Minderheiten im Berggebiet Bildungschancen zu ermöglichen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation unter anderem ein Schulkomitee aufbauen, welches die Verantwortung für die Schulen übernimmt, Aus- und Weiterbildung der Lehrerschaft finanziert sowie Wohnheime mit Heimleiter/innen gründen kann.