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Schräglage:
Für kurze Zeit war Thomas Lüthi vergangenen Sonntag beim Motorrad-Grand-Prix von Frankreich neuer Leader der Moto2-Klasse. Von Position zwei aus war der Emmentaler ins Rennen gestartet und in Führung gegangen, während wenige Meter hinter ihm Lorenzo Baldassarri stürzte. Der bisher dreimalige Saisonsieger aus Italien war damit den Leaderthron erstmals in diesem Jahr los, durfte aber bald wieder darauf Platz nehmen, weil Lüthi schon in der vierten Runde (von 25) «nur» noch Dritter war hinter dem späteren Gewinner Alex Marquez (Sp). Lüthi musste sich in Le Mans, auf jener Strecke, wo er in seiner 17-jährigen WM-Karriere bisher vier GPs gewonnen hat, mit Rang sechs begnügen. Es ist ein Resultat, mit dem er sich nicht recht anfreuden konnte, primär, weil er mit Startposition zwei eine sehr gute Ausgangslage hatte. «Ich war mehr am Limit, als in anderen Rennen. Das Motorrad war heute von Anfang an nicht so, wie ich es gebraucht hätte. Ich habe dann versucht, den Fahrstil etwas anzupassen, dass ich ein bisschen mehr heraus holen kann, aber das ging einfach nicht und irgendwann wurde ich dann von der Gruppe verschlungen», erklärte er.
Eigentlich war es bloss die Fortsetzung der Tage zuvor beim Frankreich-GP. Die waren für Lüthi alles andere als aufbauend. Erst passten im Freitagstraining die Einstellungen an seinem Kalex-Motorrad nicht, dann stürzte er und verpasste so den direkten Einzug in die Qualifikationsrunde der Besten Moto2-Piloten, in das sogenannte Q2. Der Regen tags darauf spülte Lüthi letztlich quasi in die erste Startreihe vor. Nur der Spanier Jorge Navarro war bei der Zeitenjagd auf nasser Strecke um 0,078 Sekunden schneller.
Lüthi ist zwar nun nicht neuer WM-Leader, er ist vom Gesamtersten Baldassarri aber nur noch sieben Punkte entfernt.