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Scipios Traum
EINZIGER AKT
Scipio, der römische Heerführer, wird im Traum von den Göttinnen des Glücks und der Beständigkeit bedrängt, sich für eine von ihnen zu entscheiden. Um seine Fragen und Zweifel zu beantworten, schildert jede die Möglichkeiten, die sich dem bieten, der ihr folge. Dem Träumenden zeigen die Göttinnen das Bild des ewigen Himmels. Dann erscheinen Scipios Ahnen, darunter der grosse Publius und der Vater Emilius, die ihm die Grösse und den Ruhm des Menschen vor Augen führen und drängen, die irdischen Aufgaben nicht zu vernachlässigen. Unter dem Eindruck dieser Begegnung mit der Vergangenheit entschliesst sich Scipio, nicht den Verlockungen des Glücks, sondern der wahren Tugend, der Beständigkeit, zu folgen. Vor dem Zorn des launischen Glücks, dessen bedrohliche Zeichen den Helden bedrängen, errettet den Träumenden das Erwachen.
Die Moral spricht Licenza aus: Von Sciplo war die Rede, doch nicht der römische Feldherr, sondern der Fürst, dem in der Gegenwart die Huldigung gilt, war gemeint.