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Die Schweiz ist ein Land der Eisenbahnen und so ist es auch wenig erstaunlich, dass eine lokale Produktion von Eisenbahnen existierte und immer noch existiert. Ein namhafter Vertreter dieser Gilde war die ehemalige, in Winterthur ansässige Schweizer Lokomotiv- und Maschinenfabrik, auch bekannt unter dem Kürzel SLM. Ab 1873 und über gut 125 Jahre verliessen gut 5700 Lokomotiven das Werk und beinhaltete solch illustre Modelle wie die „Krokodil“ oder „Elefant“.
Weniger bekannt ist, dass die SLM auch in der Traktorenproduktion aktiv war. Im Zuge der Weltwirtschaftkrise in den 30er Jahre brachen Aufträge im Transportsektor weg, so dass man sich nach Alternativen umsah um die Fabrik über die Runde zu bringen. So stand die Aufnahme von Traktoren in die Produktionspalette zur Diskussion und der Zufall wollte es, dass gleichzeitig die Mafag-Traktorenfabrik 1933 im aargauischen Brugg kurz vor der Liquidation stand. Die SLM stieg ein und investierte in die Weiterentwicklung der übernommen Traktorenproduktion.
Das Resultat waren die für SLM typisch dreirädrigen, kleinen Traktoren. Diese Traktoren waren leicht, wendig, effizient und für viele Kleinbauern von grossem Nutzen. Im Jahre 1953 zog die SLM nach 20 Jahren und nach gut 450 augelieferten Exemplaren einen Schlussstrich unter die Traktorproduktion. Eine Rolle dürfte hierbei der wachsende Konkurrenzdruck wie auch die sich aufhellende Wirtschaftslage und die Rückbesinnung auf das eigentliche Kerngeschäft gespielt haben.
Der folgende kurze Film zeigt einen SLM-Dreiradtraktor beim Baumstammziehen am letztjährigen Oldtimer Traktorentreffen in Möriken (AG) – klein aber oho, eben!