Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/3591

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in der Schweiz. Sie wird jedes Jahr bei über 6000
Schweizern diagnostiziert. Die genaue Ursache von Prostatakrebs ist unbekannt.
Die Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) hat etwa die Grösse einer Kastanie. Sie liegt direkt unterhalb der Blase und vor dem Rektum. Sie ist Teil des männlichen Fortpflanzungsapparats. Die Harnröhre, durch die der Urin fließt, führt mitten durch dieses Organ hindurch. Die Prostata produziert ein flüssiges Sekret, das zusammen mit den Spermien die Samenflüssigkeit ergibt.
Prostatakrebs tritt auf, wenn die Prostata maligne (bösartige) Zellen entwickelt. Wenn der Krebs nur innerhalb der Prostata liegt, spricht man von einem „lokalisierten Prostatakarzinom". Der Krebs kann jedoch auch in das umgebende Gewebe hineinwachsen oder in die Lymphknoten oder Knochen streuen (metastasieren). Wie bei vielen anderen Krebsarten bietet auch hier eine möglichst frühzeitige Entdeckung die größten Heilungschancen. Daher ist es für alle Männer über 50 Jahre (oder über 40 Jahre, falls in ihrer Familie bereits Fälle von Prostatakrebs aufgetreten sind) wichtig, sich einer Vorsorgeuntersuchung mit der Bestimmung des prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut und einer rektalen Tastuntersuchung zu unterziehen.
Obwohl die genaue Ursache von Prostatakrebs unbekannt ist, zeigen Forschungsergebnisse, dass Männer mit bestimmten Risikofaktoren einer höheren Wahrscheinlichkeit unterliegen, einmal Prostatakrebs zu entwickeln als andere Männer. Die wichtigsten Risikofaktoren sind die folgenden:
Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Männer über 45 haben ein viel höheres Risiko als jüngere Männer. Über 80% aller Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre.
Bei Männern, deren Vater oder Bruder bereits an Prostatakrebs erkrankten, ist das eigene Prostatakrebsrisiko um das zwei- bis dreifache erhöht. Ein leicht erhöhtes Prostatakrebsrisiko scheint auch auf die Männer zuzutreffen, deren Mütter oder Schwestern Brustkrebs hatten.
Prostatakrebs ist bei Männern afrikanischer Abstammung häufiger als bei Europäern. Weniger häufig betroffen sind Männer asiatischer und indianischer Abstammung.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Männer, die im Rahmen ihrer Ernährung viel tierische Fette oder rotes Fleisch zu sich nehmen, möglicherweise ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko haben. Männer, die viel Früchte und Gemüse essen, könnten ein niedrigeres Risiko haben.