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Wasser ist ein kostbares Gut. Das Einleiten von Abwässern aus Industrie und Kanalisation, Düngemittelreste und Pestizide aus der Landwirtschaft, all das verursacht eine permanente Verschmutzung und Belastung unserer Oberflächengewässer und des Grundwassers. Unglücksfälle und Katastrophen können das Problem kurzfristig noch verschärfen. Die direkten und indirekten Ursachen für die Verschmutzung der Gewässer weltweit sind vielfältig. Auch die Weltmeere sind stark belastet durch Ölverschmutzungen, das Einleiten ungeklärter Abwässer, Vermüllung und den marinen Schiffsverkehr. Schiffshavarien stellen ein weiteres Risiko dar.
Verbesserungen gibt es aus Gegenden zu berichten, wo Kläranlagen zum Einsatz kommen, dort geht die Verschmutzung deutlich zurück und die Wasserqualität steigt an. Dennoch zählen in Deutschland beispielsweise die Elbe und Saale zu den am meisten verschmutzten Flüssen. Aber Kläranlagen sind nicht in allen Teilen der Welt verfügbar und Menschen, die in ihrer Region nur auf wenige saubere Wasserquellen und Brunnen zurückgreifen können, haben schnell mit Krankheiten zu kämpfen, wenn der Dorfbrunnen mit Schadstoffen belastet ist.
Wenn die Prognosen stimmen, wird der Mangel an Trinkwasser eines der großen Probleme unseres Jahrhunderts werden. Heute schon hat fast die Hälfte der Weltbevölkerung Probleme, zu ausreichend Trinkwasser zu kommen. Dabei steht nicht unbedingt Afrika im Fokus, betroffen sind Indien, weite Teile Chinas, der Nahe Osten und Gebiete an der Westküste der USA. Das Bevölkerungswachstum auf unsererm Planeten, die wirtschaftliche Entwicklung und gesteigerter Wasserkonsum sind einige der Ursachen, aber auch die globalen Wasserkreisläufe verändern sich, trockene Regionen werden noch trockener. Neue Lösungen müssen her.
Doch Stauseen, Bewässerungskanäle und Kläranlagen alleine reichen nicht aus, die Aufforstung von Wäldern, Wiederherstellung von Feuchtgebieten und umweltfreundlichere Städte könnten helfen. So gibt New York Landbesitzern Anreize für eine nachhaltige Nutzung und schützt so die größten Wassereinzugsgebiete. In China setzt man auch auf naturbasierte Lösungen, begrünte Dächer, durchlässige Bodenbeläge und Feuchtgebiete um Städte herum sollen die Wasserversorgung deutlich verbessern.
Es bleibt zu hoffen, dass es der Menschheit gelingt, solche Lösungen umzusetzen, bevor Wassermangel zu gigantischen Problemen führt.