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Gaia Restivo, Forscherin an der Universität Zürich
"Für mich war es viel einfacher als für andere Migranten, weil ich nicht gezwungen war, aus Italien hierherzukommen. Ich arbeite in der Forschung. Ich wollte in der Schweiz doktorieren, was in Lausanne auch geklappt hat.
Natürlich war es schwierig, Familie und Freunde zu verlassen. Aber es war mein freiwilliger Entscheid.
Es war einfach, mich zu integrieren, sowohl an der Universität als auch in die Gesellschaft. Die Probleme kamen später, als ich nach Zürich kam. Da hatte ich einen kleinen Schock wegen dem Deutsch. Weil ich kein Deutsch spreche, war es schwierig, mich zu integrieren."
Zorica Ivic, Fachberaterin bei der Migros Aare
"Ich bin als 11-Jährige mit meinem Bruder aus Ex-Jugoslawien in die Schweiz gekommen. Meine Eltern waren schon hier. Wir lebten zuvor bei den Grosseltern.
Der erste Schultag war ein riesiger Schock. Ich verstand nichts, absolut nichts. Meine Eltern konnten auch nicht gut Deutsch. Im ersten halben Jahr besuchte ich am Vormittag einen Deutsch-Intensivkurs und verbrachte nur den Nachmittag in der Klasse. In dieser Zeit habe ich einige Freundinnen gefunden, die mich in ihren Verein mitnahmen. So konnte ich mich integrieren.
Später stellte sich die Frage nach der Lehrstelle. Die meisten Frauen aus Ex-Jugoslawien arbeiten im Verkauf oder als Coiffeuse. Ich entschied mich für die Migros, wo ich gute Unterstützung hatte. Ziel war, Filial- oder Geschäftsleiterin zu werden, was ich auch geschafft habe."