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2019 absolvierte ich meine erste Weltcup-Saison auf Niveau «Elite». Mit den folgenden Zeilen blicke ich noch einmal auf mein «Rookie-Jahr» zurück.
Den Auftakt machten im Frühjahr diverse Trainingslager in Gran Canaria, Barcelona, Zypern, am Gardasee und im Südtirol, in denen ich mich auf mein bevorstehendes Elite-Debut vorbereitete. In dieser Phase gewann ich im April auch das «Hors Class» Rennen in Nals, ehe ich mir bei einem dreitägigen Etappen-Rennen auf der Strasse den letzten Schliff für die neue Saison holte. Diese begann mit dem Weltcup in Albstadt, wo ich jedoch nicht wie erhofft in die Gänge kam. Mit schweren Beinen reichte es mir für den 11. Rang, aber schon bald sollte es aufwärts gehen. Insgesamt fuhr im ich Verlauf der Saison dreimal auf den vierten Platz und schnupperte so schon in meinem ersten Jahr Podestluft (das Podium im Weltcup besteht aus 5 Fahrerinnen). Meine beste Platzierung erreicht ich im Short Track XCC in Val di Sole, welchen ich auf dem zweiten Platz abschloss. Im Gesamt-Weltcup belegte ich schlussendlich den 7. Schlussrang.
Abseits der Weltcup-Rennen standen diverse kontinentale und interkontinentale Titelkämpfe im Mittelpunkt. Dabei gelang mir am 27. Juli im Rahmen der U23 EM in Brno (Tschechien) sogar geschichtsträchtiges, als ich nämlich als erste Fahrerin vier Europameistertitel in Folge feiern durfte. Zudem wurde ich in Brno auch Europameisterin im Team Relay.
Ende August stand mit den Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne (Kanada) ein weiteres Highlight auf dem Programm. Gleich zum Auftakt gab es ein erstes Mal Grund zum Jubeln, sicherten wir uns doch mit der Staffel den Titel im Team Relay Wettbewerb, den Dritten in Folge für die Schweiz. Von diesen Glücksgefühlen beflügelt, stand ich drei Tage später am Start zum U23-Rennen. Dort fand ich trotz etwas Nervosität schnell meinen Tritt und es gelang mir bereits vor Rennhälfte, mich von meinen mir grösstenteils nicht bekannten Konkurrentinnen (ich war zuvor nur in der Elite gestartet) abzusetzen. Schliesslich überquerte ich nach 1 Stunde 16 Minuten und 34 Sekunden jubelnd die Ziellinie und freute mich über meinen zweiten XCO-Weltmeistertitel nach 2017. Ein wunderschöner Abschluss meiner Karriere im Nachwuchsbereich.
Nach Kanada ging die Reise weiter nach Japan, wo im Oktober ein Testevent in Tokio als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele organisiert wurde. Natürlich eine tolle Möglichkeit, sich mit dem olympischen Kurs vertraut zu machen und gleichzeitig auch die Chance, Japan ein wenig kennen zu lernen. Ein tolles Land mit einer Kultur, in die ich mich direkt verliebte, so dass ich mit grosser Vorfreude auf das kommende Jahr blicke. Umso mehr, da mir die technisch anspruchsvolle Strecke viel Spass bereitet.
Im November reiste ich schliesslich mit der Nationalmannschaft für ein zweiwöchiges Hitze-Camp nach Malaysia, genauer gesagt nach Langkawi. Ziel war es, sich dort an die klimatischen Bedingungen in Tokio zu gewöhnen. Dort waren wir zwar erst im Oktober noch gewesen, allerdings waren die Bedingungen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr mit denjenigen im Hochsommer zu vergleichen. Persönlich schätzte ich diese Erfahrung sehr und glaube auch einiges davon mitnehmen zu können, was mir an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr dann hoffentlich helfen wird.
Zum Abschluss meines ersten Jahres auf Stufe «Elite» wurde ich im Dezember zum «SRF 3 Best Talent Sport» gekürt. Wahrlich ein krönender Abschluss eines ebenso erfolg- wie ereignisreichen Jahres 😊
Sina