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Catherine Repond: eine nichtexistente Affäre aus dem alten Freiburg im Üechtland
Unglaublich wie kurz das historische Gedächtnis der Gesellschaft ist: Da wollten Ende 2008 tatsächlich einige Kantonsräte von der Regierung erwirken, dass Catherine Repond alias La Catillon rehabilitiert wird.
Wie steht es um diese Affäre. Angeblich "1731" oder "1736" habe man in Freiburg zum letzten Mal eine Hexe verbrannt, eben diese Catherine Repond.
Es gibt darüber auch Prozessakten. Aber was sind diese wert? Nicht das Papier, auf dem sie geschrieben sind. Denn die Freiburger Geschichte wird wie die allgemeine Geschichte erst kurz vor dem Ausbruch der Französischen Revolution plausibel, vertrauenswürdig.
In den 1730er Jahren herrscht noch tiefe Geschichtsnacht - trotz Dokumenten und Archivalien.
Der ganze Hexenwahn ist zum grössten Teil eine Geschichtserfindung. Im Ganzen wurden wahrscheinlich nur ein paar sogenannte Hexen verurteilt, und dies in den paar Jahrzehnten nach 1750.
Seien wir froh, dass wir ein düsteres Kapitel der Geschichte abhaken können - wegen Nichtexistenz des Gegenstandes!
Auf die Meldung habe ich in der NZZ am 28.2.2009 folgenden Leserbrief geschrieben: