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Jean-Claude Mas ist im Strafprozess um den weltweiten Verkauf von Brustimplantaten aus Billig-Silikon zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Im ersten Strafprozess um den weltweiten Verkauf von Brustimplantaten aus Billig-Silikon ist der Gründer des französischen Herstellerunternehmens PIP zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Marseille sah es als erwiesen an, dass der 74 Jahre alte Jean-Claude Mas seine Kunden jahrelang bewusst täuschte.
Der Gründer des insolventen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) hatte seine Einlagen mit einem hausgemachten Billig-Industriesilikon gefüllt - statt mit dem eigentlich zugelassenen Gel. Der Schwindel flog 2010 auf und löste weltweit einen der grössten Skandale um Medizinprodukte aus.
Hunderttausende seiner minderwertigen Brustimplantate hatte der Franzose weltweit verkauft, vor allem in Südamerika, Grossbritannien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Belgien. In der Schweiz wurden 280 Frauen Billig-Prothesen implantiert.
Die Einlagen reissen schneller und werden für Entzündungen verantwortlich gemacht, weshalb die Produkte von PIP häufiger wieder herausoperiert werden mussten.
(sda/vst/aho)