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Gesellschaft / Wirtschaft
Was in Amerika 2008 begann, ist eigentlich eine Kettenreaktion mit immer wieder neuen Folgen und Problemen. Der Mix der Berichterstattungen verunmöglichte eine Beurteilung der Fakten, der Crash, die Steuerabkommen, die Globalisierung, der Markteinbruch, die Steuerflucht, etc. machen es schwer die Sache sowie die Ursachen so zu bennen, dass die Gründe für einen gewöhnlich sterbenden kaum eine erklärbare Uebersicht zulassen!
Hat die Marktwirtschaft versagt, war es die Finanzwirtschaft, oder wurde die Globalisierung benutzt um nationale rechtsstaatlich vorhandene Regeln zu missbrauchen? Es war 1997 als das Duo Blocher und Ebner durch unser Land reisten und dem Volk verkündeten, mit eurem Geld könnt ihr viel mehr verdienen, mit Aktienfonds werden die Firmen und Banken auf Höchstleistungen getrimmt! Zur selben Zeit hat, Fredmund Malik, St Gallen ein Buch geschrieben: Corporate Governance in Umbruchzeiten, auf deutsch "Wirksame Unternehmensaufsicht" Elf Jahre später Sitzen wir in der tiefen Krise und nur mit Staatshilfe können die fehlbaren Banken überleben. Es sind zwar einige Köpfe ausgewechselt worden. Hättes die Aufsicht (nach Malik) durch die zuständigen Verwaltungsrät über die verantwortlichen Akteure funktioniert, wäre uns einiges erspart geblieben!
Denken vernetzen - Vernetzt denken!
Ab 1980 veröffentlichte der Club of Rom Berichte zu den globalen Themen, es erschienen Bücher von Wissenschaftern wie „Neuland des Denkens“ 1980 von Frederic Vester. Als Mitglied des Parlamentes habe ich mich zu einigen dieser Themen geäussert, auch heute über 20 Jahre später, ist „Vernetztes Denken“ mehr den je gefordert, aber erst wann diese Botschaft bei den bürgerlichen Parteien angekommen ist, können wir hoffen „Yes we can“.
Zur sozialen Marktwirtschaft
Noch ein Hinweis auf ein lesenswertes Buch von Marion Gräfin Dönhoff, einer bürgerlichen Wissenschafterin 1997; „Zivilisiert den Kapitalismus“ Grenzen der Freiheit, mit 12 Thesen gegen die Masslosigkeit. Diese Mahnungen wurden überhört, erklären aber einiges über die gegenwärtigen Probleme der Weltwirtschaft!
Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" Der Nationalrat hat die Initiative mit 140 zu 54 Stimmen zur Ablehnung empfohlen, der Ständerat mit 37 zu 5 Stimmen. Es handelt sich um einen formulierten Auftrag zur Aenderung der Bundesverfassung. Die Befürworter behaupteten immer, mit der EU lassen sich die Forderungen, betreffend Freizügigkeit sowie mit den Bilateralen I so einfach und umgehend auf Kontingente umstellen. Mit einem hauchdünnen Mehr von 50,3% wurde die Initiative angenommen und der Sieg wurde von der SVP entsprechend gefeiert. Das Volk hat entschieden und der Bundesrat soll es nun richten. Wer sind nun die Dummen, die Gegner, die EU?