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Heute Morgen (11. September) wurden die Lohngespräche zwischen Scandinavian Airlines (SAS) und ihren norwegischen Piloten abgebrochen. Die norwegischen Piloten hatten gleiche Anstellungsbedingungen wie die Kollegen in Schweden und Dänemark verlangt, «angepasst an nationale Gegebenheiten». Dies hat SAS nicht gewährt – wohl auch vor dem Hintergrund, dass die Lohn- und Sozialkosten in Norwegen deutlich höher sind als in den Nachbarländern.
Zwei der in die Verhandlungen involvierten Piloten sind bereits in den Ausstand getreten; ab Donnerstag werden die norwegischen Piloten generell streiken. Der Verhandlungsführer auf Pilotenseite, Jesn Lippestad, erklärte gegenüber nordischen Medien, dass SAS keinen Willen gezeigt habe, um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Piloten einzugehen: «Die Piloten haben in schlechten Zeiten der SAS immer auf der Klemme geholfen. Es ist nicht vermessen, jetzt darum zu beten, im Erfolgsfall wieder etwas zurück zu bekommen. Wir verlangen lediglich die Garantie auf feste, hundertprozentige Arbeitsstellen, bessere Voraussehbarkeit der Arbeitseinsätze, insbesondere am Wochenende, sowie eine moderate Lohnerhöhung.» Eine Politik des «teile und herrsche» werde man nicht akzeptieren.
Obwohl SAS auf die Piloten der anderen skandinavischen Länder zurückgreifen kann (zur Erinnerung: SAS gehört den Ländern Schweden, Norwegen und Dänemark), dürfte es zu Umstellungen im Flugbereich kommen, insbesondere auch bei Flügen nach Norwegen. Wer diese Woche noch mit SAS in den Norden fliegt, sollte sich deshalb möglichst bald mit seinem Reisebüro oder mit der Airline selber in Verbindung setzen.