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In der belgischen Stadt Arlon hat ein Gericht die 89-jährige Clara Maes des Totschlags für schuldig befunden. Maes, die ihre Unschuld beteuerte, wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Sie ist die älteste Angeklagte, die jemals in Belgien vor einem Schwurgericht erscheinen musste.
Die Tat, für die Maes jetzt verurteilt wurde, hatte bereits am 3. Januar 2015 in Libramont in der belgischen Provinz Luxemburg stattgefunden. Damals war die 93-jährige Suzanne Thibeau in ihrem Haus in einer Blutlache gefunden worden. Maes, die schon seit Jahrzehnten mit Thibeau befreundet war, war die letzte Person, die sie lebend gesehen hatte.
Zuerst sei man von einem Unfall ausgegangen, schreibt das flämische Onlineportal HLN.be. Erst als der Leichnam gewaschen wurde, bemerkte man einen tiefen Schnitt im Nacken. Darauf geriet Maes ins Visier der Ermittler.
Die beiden Frauen hatten häufig Streit gehabt. Maes, die Thibeau oft im Haushalt geholfen hatte, wusste genauestens über deren finanzielle Verhältnisse Bescheid. Die Ermittler fanden zudem DNA des Opfers in Maes' Fahrzeug. Maes konnte nie erklären, was genau an diesem Tag vor sich gegangen war. Sie sagte jeweils, sie könne sich nicht daran erinnern. Diese Antwort gab sie auch, wenn sie mit Beweismaterial konfrontiert wurde.
(dhr)