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Jubiläumsjahr 20 Jahre SCTW 1995-2015
Allgemeine Informationen
Der Tschechoslowakische Wolfshund ist ein sehr temperamentvoller und aktiver Hund. Seine Sinne sind hochentwickelt, vor allem der Orientierungs- und Verteidigungssinn. Er ist sehr lebendig, selbständig und beeindruckt durch seine Würde. Seine Beziehung zum Herrn ist mehr partnerschaftlich als ergeben. Es ist ratsam, sich einem Welpen ab der 10. Woche individuell zu widmen. Dies bietet dem neuen Besitzer die Möglichkeit, auf das Wesen und die Gesamtentwicklung des Hundes Einfluss zu nehmen. Seine psychische Reife erreicht der Tschechoslowakische Wolfshund im Alter von zwei bis drei Jahren. Seine Unwilligkeit, sich unterzuordnen (jedoch, nicht zu Arbeiten), erfordert anfangs sehr viel Geduld, was sich allerdings später in einer außerordentlich guten Beziehung zum Herrn und hervorragenden Arbeitsergebnissen auszahlt. Die Erfahrung mit Tschechoslowakischen Wolfshunden bestätigte die Harmonie der Eigenschaften, die von Wolf und Hund ererbt wurden; Gehorsam und Führigkeit, Widerstandskraft, konzentrierte Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Diese Eigenschaften zeichnen den Tschechoslowakischen Wolfshund aus und befähigen ihn so zu einem hervorragenden Beschützer seines Herrn und seines Territoriums. Seine Ausdauer ist bewundernswert und übertrifft die eines großteils anderer Rassen um volle 100%. Als Radbegleiter schaffte der Tschechoslowakische Wolfshund leicht 100 Kilometer, wobei er nach dieser Leistung seine Kräfte um 50% schneller regenerierte, als z.B. der Deutsche Schäferhund nach nur halber Arbeitsleistung. Hervorragend bewährte sich der Tschechoslowakische Wolfshund auch in der Fährtenarbeit, was ihn nicht nur als Schutz-, sondern auch als Rettungs- und Lawinenhund prädestiniert. Er ist ausgesprochen widerstandsfähig gegen jegliche Witterungsbedingungen, ausdauernd, kraftvoll, besitzt hervorragende Orientierungsfähigkeit, ist gelehrig und reagiert schnell. Seine angeborenen Vorzüge, welche sich in jeglichem Einsatz als Arbeitshund bemerkbar machen, lassen sich auch sportlich in der Form nutzen, dass der Tschechoslowakische Wolfshund im Gespann bei Schlittenhunderennen erfolgreich eingesetzt wird sowie im Agility. Da diese Sportarten unter den Züchtern des Tschechoslowakischen Wolfshundes immer mehr Anhänger finden, wird eine wachsende Verwendung auf diesen Gebieten vorausgesagt. Die meisten Hunde dieser Rasse bellen nicht,
Äußeres Erscheinungsbild
Der Wolfshund ist ein großer Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung. Seine charakteristische Gangart ist fließend und anscheinend mühelos. Die Proportionen und die Form seinen Körpers spiegeln das grundlegend ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider.
Charakter und Wesensmerkmale.
Von diesem Hund dürfen Sie keinen absoluten Gehorsam und Unterwürfigkeit erwarten, denn ihm fehlt die vielen Hunderassen eigene Unterwerfungsbereitschaft. Innerhalb der Familie sucht er sich seine Bezugsperson selbst aus. Jedoch ist er niemals ein sogenannter Einmannhund. Er betrachtet seine Familie als sein sein Rudel. Welchen Platz er darin einnimmt, sollten allerdings "seine" Menschen bestimmen. Wichtig ist, der TWH braucht Gesellschaft und Bewegung! Wenn Sie seine Bedürfnisse erfüllen und ihn körperlich und geistig fordern, so ist er ein sehr anpassungsfähiger Hund. Stets neugierig und unternehmungslustig, liebt er es, Sie auf Ihren Unternehmungen in der freien Natur zu begleiten, seien es lange Wanderungen, Rad- oder Ski touren in geeigneten Gelände. Erhält er allerdings nicht genug Aufmerksamkeit und Auslauf, so ist er schnell gelangweilt und kommt auf dumme Gedanken. Dann kann es passieren, dass er die Wohnung auf den Kopf stellt. Jeder, der entschlossen ist, einen solchen Hund in die Familie aufzunehmen, muss sich also darauf einstellen, dass er in Zukunft ein paar Stunden des Tages gemeinsam mit seinem Hund bei Wind und Wetter durch die Natur streift. Als äußerst selbständiger Hund benötigt er eine konsequente Erziehung.
Passt ein TWH in Ihr Leben?
Bevor die Entscheidung für diese Hunderasse fällt, sind eine Menge Überlegungen nötig. Schließlich soll die richtige Wahl für Mensch und Hund der Beginn für eine ein Hundeleben lang währende Freundschaft sein. Der Tschechoslowakische Wolfshund ist nicht ein Hund für jedermann. Er ist nicht gerne alleine (sein Rudel verhalten muss berücksichtigt werden). TWH lieben die Bewegung in der freien Natur. Sie sind daher keine Hunde für Stubenhocker. Von diesem Hund dürfen Sie keinen absoluten Gehorsam und keine Unterwürfigkeit erwarten. Die Rasse hat sich bis heute ihre Selbstständigkeit bewahrt. Ein TWH braucht Gesellschaft. Obwohl er aufgrund seiner Robustheit auch gut im Freien in einem Zwinger leben könnte, würde er dort alleine seelisch verkümmern. Während der Zeit des Haarwechsels werden Sie auch im allerletzten Winkel Ihrer Wohnung noch seine herumfliegenden Haare finden. Wenn der TWH von klein auf eine liebevolle, aber konsequente Erziehung genießt, wird er ein anpassungsfähiges Familienmitglied werden. Nur wenn sie sich mit den genannten Eigenschaften dieses Hundes abfinden können und bereit sind, die nächsten 15 oder mehr Jahre täglich etwa 3 Stunden mit ihm im Freien zu verbringen, dann ist er der Richtige für Sie
Rüde oder Hündin?
Vergessen Sie zuerst die weit verbreitete Meinung, dass Hündinnen anschmiegsamer und leichter lenkbar seien als Rüden. Diese Behauptung mag vielleicht auf manche Hunderassen zutreffen, für TWH -Hündinnen stimmt sie aber nicht. Sie sind ebenso selbstständig wie die Rüden. Eine Hündin ist in der Regel nur einmal im Jahr, und zwar Spätherbst bis Frühjahr, läufig (ein weiteres Erbe der direkten Wolfs-ahnen). Bei guter und richtiger Fütterung kann es aber gut geschehen, das die Hündin zweimal im Jahr läufig wird. Sie hat dann für 2-3 Wochen mehr oder weniger starken blutigen Ausfluss aus der Scheide. Während dieser Zeit ist sie paarungsbereit und damit für Rüden sehr interessant. Das bedeutet, dass man sie besonders gut beaufsichtigen muss, damit sich kein unerwünschter Nachwuchs einstellt. Im Haus ist die läufige Hündin kein besonderes Problem, denn TWH sind äußerst reinlich und betrieben eine intensive Körperpflege.
Welpe oder Erwachsener Hund?
Für den Welpen spricht vieles: Sie können sich den Züchter aussuchen, Sie kennen Ihren zukünftigen neuen Hausgenossen schon Wochen, bevor er zu Ihnen kommt. Sie kennen seine Mutter, vielleicht auch seinen Vater und können alle Ihre Fragen mit dem Züchter bereden. Sie erleben sein Heranwachsen und können durch Erziehung auf seine Entwicklung Einfluss nehmen. Wenn Sie sich für einen Welpen entscheiden, bedeutet dies aber anfangs auch einen enormen Zeitaufwand. Besonders in den ersten 6 Monaten braucht der Welpe sehr viel Ihrer Zeit. Schließlich kommt der Kleine sozusagen als unbeschriebenes Blatt zu Ihnen, die ganze Erziehungsarbeit ist Ihre Aufgabe. Anders sieht es aus, wenn Sie einen Erwachsenen Hund in Ihre Familie aufnehmen. Dieser Hund hat schon seine Erfahrungen (auch negative) gemacht. Er braucht besonders am Anfang viel Zuwendung und Geduld. Wenn Sie Neuling auf dem Gebiet der Hundehaltung sind, kann ein Erwachsener Hund Sie möglicherweise überfordern. Wenn Sie bereits Hundeerfahrung haben, sich aber nicht mehr dem lebhaften Treiben eines Welpen aussetzen wollen, dann ist ein Erwachsener TWH eine Alternative.
Hund und Kind
TW verhalten sich Kinder gegenüber freundlich. Kinder haben beim Tschechoslowakischen Wolfshund die gleiche Stellung wie wie Welpen. Sie können oft das mit ihm tun, was ein Erwachsener nicht tun dürfte. Allerdings müssen die Kinder einige Grundsätze befolgen: den Hund nicht stören und ärgern. Man kann vom Hund auch nicht viel Respekt den Kinder gegenüber erwarten. Er wird sie als Rudelgenossen kaum betrachten und ihre Kommandos wenig beachten.
TWH und andere Haustiere
Andere Haustiere, nimmt der TWH mit in sein Rudel auf. Auf den Spaziergängen sollte man sein Drang zum Jagen unter Kontrolle bringen, da in dieser Hinsicht noch bei vielen Tschechoslowakischen Wolfshunden der Wolf durchbricht. Den Jagdinstinkt des einzelnen TWH gilt es mit ins Kalkül zu ziehen, wenn schon Haustiere bei Ihnen wohnen, Die Chancen auf ein friedliches Miteinander sind außerdem umso größer, je jünger die Hunde sind.