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Wann der Vermieter heizen muss
Geheizt werden muss, wenn die Aussentemperatur unter 14 Grad Celsius sinkt. In der Schweiz dauert die Heizperiode in der Regel von Mitte September bis Mitte Mai. Der Vermieter muss auch ausserhalb der Heizperiode heizen, wenn die Zimmertemperatur tagsüber zeitweise unter 18 Grad Celsius sinkt und absehbar ist, dass die kalte Witterung länger als zwei oder drei Tage anhält. Sinkt die Zimmertemperatur tagsüber unter 16 Grad Celsius, muss sofort geheizt werden. Wenn für die Entscheidung auf die Aussentemperatur abgestellt wird, muss geheizt werden, sobald die Aussentemperatur drei Tage lang unter 14 Grad Celsius liegt. Das gilt auch für Kälteeinbrüche im Sommer. Nur bei sehr kurzen Kälteeinbrüchen hat der Vermieter etwas Spielraum, um die Heizung früher oder später einzuschalten. Wegen des Schadstoffausstosses beim Start ist es nicht sinnvoll, die Heizung für einen Tag oder für zwei Tage einzuschalten.
Anspruch auf Mietzinsreduktion
Kommt der Vermieter seiner Heizpflicht nicht nach, kann der Mieter die Behebung des Mangels verlangen und Mietzinsreduktionsansprüche, allenfalls sogar Schadenersatzansprüche geltend machen. Der Anspruch auf Mietzinsreduktion gilt vom Zeitpunkt an, an dem der Vermieter vom Mangel erfahren hat, bis zur Behebung. Die Spanne der Reduktion reicht von 5 Prozent der Miete für die Dauer der unzureichenden Wärmeisolation einer Wohnung bis zu 100 Prozent der Miete, weil ein Haus nach einem Heizungsausfall unbewohnbar war. Der Mietzinsreduktionsanspruch besteht unabhängig davon, ob der Vermieter einen Mangel verschuldet hat oder nicht. Darum ist es sinnvoll, Heizungen wenn immer möglich in den Sommermonaten revidieren oder sanieren zu lassen.