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Schottland: Freiburghaus verliert im Stechen
Mit einer fehlerfreien 64er Karte oder sieben unter Par übernahm Jeremy Freiburghaus bei der Scottish Challenge vor der Entscheidung die klare Führung. Am Ende verpasste der Bündner den ersten Sieg auf der Challenge Tour im Play-Off. Benjamin Rusch verbesserte sich im Final noch auf Platz 5.
05/29/2022 - SW
Der vierte Rang bei der Challenge de España vor Wochenfrist war das bisher klar beste Resultat von Jeremy Freiburghaus. Wenige Tage vor seinem 26. Geburtstag lag der erste Sieg auf der Challenge Tour in Reichweite. Der Bündner führte mit total 11 unter Par nach drei Durchgängen mit vier Schlägen Vorsprung vor zwei Engländern. Freiburghaus hatte das Turnier auf dem Newmachar Golf Club in Aberdeenshire mit einer 67-er Karte begonnen. Bei deutlich mehr Wind folgte im zweiten Durchgang die Par-Runde von 71 Schlägen. In Runde drei spielte Freiburghaus dann ganz gross auf. Sieben Birdies und elf Par ergeben das geteilt beste Score des ganzen Turniers.
Im Finaldurchgang lief es für Freiburghaus nicht mehr ganz nach Plan. Unter anderem musste er das erste Doppelbogey des Turniers notieren. Nach dem zweiten Schlagverlust auf Loch 15 war der Spieler vom Golfclub Domat Ems mit zwei über Par zurückgefallen. Mit dem vierten Birdie auf Loch 16 und dem ersten auf der Spielbahn 18 kämpfte sich Freiburghaus mit der zweiten Par-Runde zurück ins Stechen. Dort traf er auf den gross aufspielenden Spanier Javier Sainz, welcher mit seiner zweiten 65-er Karte ebenfalls auf 11 unter Par kam. Im Play-Off begannen beide Profis mit einem Par, dann gelang Sainz ein entscheidendes Birdie zu seinem ersten Toursieg.
Platz fünf in der Jahreswertung
Für Freiburghaus blieb der undankbare zweite Rang, immerhin knapp 30 000 Euro Preisgeld und vor allem der grosse Sprung in der Jahresrangliste. Der klar beste Schweizer verbesserte sich dort vom 20. auf den 5. Zwischenrang. Ebenfalls einen deutlichen Sprung nach vorne machte Benjamin Rusch. Er verbesserte sich in der «Road to Mallorca» vom 31. auf den 20. Platz. Der Thurgauer begann ebenfalls mit 68 Schlägen, fiel dann mit der Par-Runde etwas zurück. Im dritten Durchgang begann der 32-Jährige gleich mit zwei Birdies, musste im Verlauf der Runde aber auch zwei Doppelbogeys auf die Scorekarte schreiben. Am Ende fiel Rusch mit der 72-er Karte vor der Entscheidung aus den Top-20. Dort spielte Rusch dann das klar beste Tagesergebnis von 65 Schlägen oder sechs unter Par. Dank dem drittbesten Ergebnis im Finaldurchgang reichte es zum geteilten fünften Rang. Nach Platz sieben in Spanien, ist dies schon der zweite Spitzenplatz für den Ostschweizer.
Als dritter Schweizer hatte sich Marco Iten für den Cut nach zwei Runden qualifiziert. Dies mit total sechs unter Par auf dem aussichtsreichen dritten Rang. Danach konnte der Zürcher die gute Ausgangslage nicht wunschgemäss nutzen, mit zwei 73-er Karten musste sich Iten am Ende mit Platz 23 begnügen.
Video-Interview mit Jeremy Freiburghaus nach der dritten Runde