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Das Zentrum für Suchtforschung der Universität von Victoria (British Columbia, Kanada) hat einen Bericht veröffentlicht, welcher als Teil eines Projektes “Cleaning the Air” für die Synthese des aktuellen Wissens durch das kanadische Institut für Gesundheitsforschung finanziert wurde. In die systematische Suche und Rezession wurden alle bis April 2016 veröffentlichten Studien zu den folgenden vier Hauptthemen bezüglich des E-Dampfens miteinbezogen: Rauchstopp, Benutzung durch junge Menschen, Exposition durch “Passivdampf” sowie die Toxizität von durch E-Dampfprodukte generierte Aerosole im Vergleich zu Tabakprodukten. Der Bericht sowie seine Empfehlungen sind im Gegensatz zu den dogmatischen Schweizer Positionen wie z.B. die der Eidgenössischen Kommission für Tabakprävention (EKTP) radikal different.
Die Schlussfolgerungen der Berichts sind wie folgt (Übersetzung aus dem Englischen):
1. Insgesamt gibt es ermutigende Beweise dafür, dass E-Dampfprodukte mindestens so effektiv sein können wie andere Nikotinersatzprodukte die dem Raucher helfen mit dem Rauchen aufzuhören.
2. Es gibt keine Hinweise für einen Gateway-Effekt bei welchem Jugendliche, welche mit E-Dampfprodukte experimentieren, als Resultat eher mit dem Tabakkonsum beginnen würden. Die verfügbaren Beweise zeigen nur, dass der Tabakkonsum bei Jugendlichen zurück ging während die Verwendung von E-Dampfprodukten anstieg.
3. Die Exposition beim “Passivdampf” ist viel kürzer als die Exposition bei Tabakrauch. Es wurde jedoch gezeigt, dass eine messbare aber sehr geringe Exposition gegenüber Nikotin gibt aber keine signifikante Exposition gegenüber Karzinogenen wie sie im Tabakrauch zu finden sind. Es ist unklar ob eine niedrige Nikotinexposition ein Gesundheitsrisiko darstellt.
4. Der Dampf von E-Dampfgeräten enthält wesentlich weniger Giftstoffe als der Rauch aus regulären Tabakzigaretten, jedoch gibt es unzureichende Forschung zu den signifikaten Karzinogenen, welche immer noch vorhanden sein könnten.
Zusammenfassend empfehlen wir, dass die kanadische Regulierung von E-Dampfprodukten auf Basis der besten verfügbaren Erkenntnisse mit der Sicht auf die Unterstützung der öffentlichen Gesundheit vorangetrieben wird. Die Regularien dürfen nicht von unbegründeten Ängsten vor einem “Gateway-Effekt” getragen werden sondern vielmehr darauf ausgerichtet sein den Tabakrauchern den Umstieg zu ermöglichen und sicherzustellen, dass nur die sichersten Geräte legal verfügbar sind, wodurch die Schäden bei direkter und passiver Exposition verringert werden.
Untenstehend sind noch die englischen Grafiken der Universität von Victoria auf welchen man eine Zusammenfassung des Berichtes findet (zum Vergrössern anklicken):
Die Pressemitteilung der Universität von Victoria ist hier zu finden. Die Zusammenfassung des Berichtes gibt es über diese Adresse: https://www.uvic.ca/research/centres/carbc/assets/docs/report-clearing-the-air-review-exec-summary.pdf oder direkt von unserer Seite: