Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03346.jsonl.gz/2496

US-Präsident Donald Trump will vom Kongress 18 Milliarden Dollar für die erste Phase eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko. Trump verbindet diese Gelder mit dem Bleiberecht von fast 800'000 jungen illegalen Einwanderern, «Dreamer» genannt.
Die 18 Milliarden Dollar in einem Zeitraum von zehn Jahren sind nach Medienberichten Hauptbestandteil eines Forderungskatalogs, der jetzt dem demokratischen Senator Dick Durbin von Illinois vorgelegt wurde.
Trump nennt die Bewilligung dieser Gelder plus weiterer 15 Milliarden Dollar für andere Grenzmassnahmen als Bedingung für ein Gesetz, das fast 800'000 jungen illegalen Einwanderern das Verbleiben im Land ermöglichen würde.
Trump hatte im vergangenen Jahr ein Programm aus der Obama-Zeit gestoppt, das dieser Gruppe von Einwanderern, die im Kindesalter von ihren Eltern illegal in die USA gebracht wurden, eine vorerst befristete Arbeitserlaubnis eingeräumt hatte.
Seitdem versucht er, das Schicksal dieser als «Dreamer» (Träumer) bezeichneten jungen Leute als Hebel zu benutzen, um seine Mauerpläne finanzieren zu können. Im Wahlkampf hatte er versprochen, dass Mexiko für den Bau zur Kasse gebeten werde, was sich aber als illusionär herausgestellt hat.
Senator Durbin bemüht sich in Gesprächen mit moderaten Republikanern, eine Lösung zu finden, die den «Dreamern» eine Bleiberecht gibt. Diese Verhandlungen sind nun durch Trumps Forderungskatalog deutlich erschwert worden.
Das Vorgehen des Präsidenten könnte auch Bemühungen gefährden, bis zum 19. Januar einen Budgetplan zu verabschieden: Andernfalls geht der Regierung das Geld aus. Die Demokraten lehnen es strikt ab, Mittel für die Mauerpläne zu bewilligen.
Die 18 Milliarden Dollar würden den Bau einer gut 500 Kilometer langen neuen Grenzbefestigung und eine Verstärkung bereits bestehender Anlagen auf einem 650 Kilometer langen Abschnitt finanzieren. Damit wäre dann mehr als die Hälfte der Grenze zu Mexiko durch eine Mauer oder andere Strukturen befestigt.
(sda/dpa)
Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.