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Angststörungen
Die Angststörung (bis hin zu Panikattacken) ist eine sehr häufig auftretende Störung bei Erwachsenen. Körperlich ist Angst ein Notzustand, um einer Gefahr zu entkommen. Das vegetative Nervensystem ist im Moment der Angst hochgefahren, das körperliche und geistige Erregungslevel hoch. Bei einer Störung in diesem Bereich handelt es sich grundsätzlich um eine Fehlregulierung des Erregungszustands sowohl im vegetativen wie auch im zentralen Nervensystem.
Zusätzlich können deregulierte Angstzustände auch damit zusammenhängen, dass in gewissen Gehirnarealen, die für die bewusste Einschätzung einer Situation und für die Unterdrückung unbewusst hochkommender Ängste zuständig sind, das Gleichgewicht der Hirnfrequenzen nicht optimal verteilt ist, und diese Areale damit in ihrer Funktion beeinträchtigt sind.
Begleiterscheinungen von Angststörungen können Depressionen, körperliche Spannungszustände, Schlafstörungen sowie Zwangsstörungen sein.
Mit Neurofeedback kann ein System körperlich beruhigt, das Zentralnervensystem stabilisiert und die aus dem Gleichgewicht geratene Frequenzverteilung normalisiert werden.
Die Zwangsstörung ist ebenfalls eine relativ häufig auftretende Störung. Auch hier geht es darum, mit Neurofeedback einerseits das vegetative und zentrale Nervensystem zu beruhigen und diejenigen Gehirnareale zu unterstützen, die an der Unterdrückung von unerwünschten Ideen oder Handlungen beteiligt sind.
Der 18jährige Renato leidet seit seinem 12 Altersjahr unter Zwangsstörungen. Gemäss seinen Eltern ist Renato offener für Diskussionen mit seinen Eltern geworden und wird nicht mehr so schnell wütend. Ferner gibt es nebst seinen Zwängen nun auch wieder Raum für Kreatives. Nach der 17. Sitzung findet Renato, dass er seine Zwangsstörung schon besser im Griff habe und gewisse zwanghafte Handlungen weniger lang und weniger oft machen müsse.
Nach der 25. Sitzung hat Renato seine Zwangsstörungen so weit im Griff, dass er sich um eine Lehrstelle bewerben konnte und diese auch erhalten hat. Er startet seine Lehre im Sommer 2019.
Renato kommt gemäss seinen eigenen Aussagen gerne ins Neurofeedback, da er hier seine Ängste nicht ansprechen muss und ich als Therapeutin keine Erwartungen an ihn stelle.
Die Prüfungsangst kennen viele, jedoch nur in sehr abgeschwächter Form. Obwohl man sich sehr gut auf ein Thema vorbereitet hat, kann es sein, dass man durch die Prüfungsangst völlig gelähmt ist und man ein totales Black-Out hat. Dieser Prüfungsangst rationell zu begegnen, ist sehr schwierig. Aus Sicht des Neurofeedbacktherapeuten ist die Angst meist eine Kombination aus Wahrnehmung und der daraus folgenden emotionalen Verarbeitung. Beides wird in der rechten Hirnhälfte verarbeitet. Die Stärke der Neurofeedbacktherapie liegt darin, dass Ängste nicht besprochen werden. Im Neurofeedback helfen wir dem Hirn, besser mit solchen Angstsituationen umzugehen und diese selber zu verarbeiten.
Der 24 Jährige Beat möchte sehr gerne einen anderen Beruf erlernen. Allerdings muss er dazu eine Prüfung bestehen. Seine Lehrabschlussprüfung bestand er nur mit grosser Mühe und unter unsäglichen Ängsten. Beat wird seine Prüfung in einem Jahr haben. Wir arbeiten heute schon daran.
Viele Kinder aus Regelschulen, die ich behandle, haben Prüfungsangst oder Angst zu versagen. An dieser Stelle kann ich den 14jährigen Kai erwähnen, der zu mir wegen eines ADS in Behandlung kommt. Kai ist ein hoch sensibler Junge, der sich in der Schule sehr schlecht konzentrieren konnte. Zu Hause litt er unter jedem Streit mit seinen Eltern oder seinen Geschwistern. Ganz schlimm war es für ihn, wenn er einen Streit anhören musste. Auch Kai kommt ausgesprochen gerne in die Therapie, da seine „Ängste kleiner werden“, wie er sich selber ausdrückt. Kai kann sich in der Schule viel besser konzentrieren, er nimmt Inhalte besser auf und erzielt bessere Noten. Seine Angst vor Prüfungen hat auch wesentlich nachgelassen.
Als psychisches, seelisches oder mentales Trauma wird in der Psychologie eine seelische Verletzung bezeichnet. Traumatisierende Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, Kriege, Geiselnahmen, gewalttätige Angriffe, Vergewaltigungen oder Unfälle sein. Diese Ereignisse können in einem Menschen extremen Stress auslösen. Bei der Mehrzahl der Betroffenen klingt dieser Stress wieder ab. Manchmal bleibt diese erhöhte Stress-Spannung über längere Zeit bestehen und die/der Betroffene findet keine Möglichkeit, die Erlebnisse adäquat zu verarbeiten. Es kann zu Flashbacks kommen. Diese werden durch bestimmte Schlüsselreize ausgelöst und das Trauma wird erneut wachgerufen. Man erlebt dann dieselben Gefühle, wie bei der Traumatisierung selber.
Beim Trauma werden die frontalen Hirnregionen lahmgelegt, die für die Kontrolle von Handlung und Emotionen verantwortlich sind. Man reagiert nicht mehr rational. Dies ist vielleicht auch ein Grund, warum Traumatas nur sehr schwer mit einer Gesprächstherapie behandelbar sind. Man kann rational nämlich nur schwer auf die jeweiligen Situationen zugreifen und es braucht eine(n) erfahrene(n) Therapeuten/-in, die/der einem weiterhilft. Bei der Neurofeedbacktherapie spricht man das Unbewusste an. Die Trauma-Verarbeitung passiert vor allem im meditativen Bereich mit einem Alpha-Theta-Training. Dabei wird nicht über das Trauma selber gesprochen. Neurofeedback ist eine hervorragende Unterstützung jeglicher anderer Therapie.
Hier eine Studie, welche die Wirkung des Neurofeedbacktrainings bei einer posttraumatischen Stressstörung belegen:
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