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Schutzunterkünfte
Die SODK setzt sich für eine angemessene Versorgung und Finanzierung von Schutzunterkünften / Frauenhäusern ein. Sie hat deshalb verschiedene Grundlagen und Empfehlungen an die Kantone zu diesem Thema herausgegeben.
Schutzunterkünfte und namentlich Frauenhäuser sind ein anerkanntes Angebot im Bereich von Opferschutz und Krisenintervention von gewaltbetroffenen Personen und ihren Kindern. In Umsetzung von Art. 14 des Opferhilfegesetzes sind die Kantone dafür zuständig, Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen. Auch die Europäische Konvention zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) gibt in Art. 23 vor, dass Schutzunterkünfte in ausreichender Zahl ermöglicht werden sollen. Um das Angebot und die Finanzierung der Schutzunterkünfte in den Kantonen zu unterstützen, hat die SODK verschiedene Grundlagen erarbeitet.
Leistungskatalog Frauenhäuser
2016 hat die SODK einen „Leistungskatalog Frauenhäuser“ herausgegeben. Dieser bietet für Kantone, Städte und Gemeinden eine Grundlage für die Finanzierung von Frauenhäusern (z. B. mittels Leistungsverträgen). Er zeigt im Sinne einer Empfehlung auf, was als Kernleistung der Frauenhäuser verstanden wird.
Grundlagenberichte der SODK
Die SODK hat 2014 einen ersten Bericht zum Platzangebot und zur Finanzierung der Frauenhäuser in der Schweiz herausgegeben. Im Mai 2019 hat die SODK eine neue Situationsanalyse zum Angebot und zur Finanzierung der Not- und Schutzunterkünfte in den Kantonen publiziert. Der Bericht zeigt auf:
- In der Schweiz gibt es 43 Not- und Schutzunterkünfte mit mindestens 250 Zimmern und 454 Betten.
- Das Angebot und die Versorgungslage an Schutz- und Notunterkünften wird mehrheitlich als eher ausreichend bis angemessen eingeschätzt. Für einzelne Kantone gibt es Hinweise auf Kapazitätsengpässe.
- In den letzten Jahren sind in verschiedenen Kantonen neue Angebote an Anschlusslösungen entstanden. Der Bedarf ist damit aber noch nicht gedeckt.
- Die Finanzierung der Schutz- und Notunterkünfte gestaltet sich in den Kantonen höchst unterschiedlich. Die Vorhalteleistungen / Bereitstellungskosten der Schutzunterkünfte sind nur in wenigen Fällen von der öffentlichen Hand finanziert.
Die Mitglieder der SODK haben aufgrund des Berichts beschlossen, Empfehlungen an die Kantone zu den Themen Finanzierung der Schutzunterkünfte und Anschlusslösungen zu erarbeiten. Ebenso haben sie die Opferhilfekonferenz (SVK-OHG) beauftragt, ihre Empfehlungen betreffend die Finanzierung der Aufenthalte zu überprüfen.
Kontakt
Veronika Neruda
031 320 29 97
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