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Stiftung Forschung 3R
Stiftung Forschung 3R, Münsingen
Duration: 3 years End of the Project: 1996
Background and Aim
Monoklonale Antikörper (mAK) sind heute wichtige Instrumente in Forschung, Diagnostik und Therapie. Im kleineren Mengenbereich (weniger als 1 Gramm) wurden mAK bis zu Beginn dieser Studie meistens noch im Aszitesverfahren, einem hochbelastenden Tierversuch, hergestellt. Bei der Produktion von grossen Mengen (einige Gramm bis Kilogramm) wurden diese Antikörper bereits technisch in spezialisierten Labors mit viel Know How unter Einsatz moderner Fermentertechnologie (Massenzellkulturverfahren) hergestellt. In kleineren Forschungslaboratorien hingegen, wo verschiedene mAK gleichzeitig, in ausreichender Menge und ohne grosse Investitionen produziert werden mussten, waren Forschende an Hochschulen und in der Industrie auf den Tierversuch angewiesen.
Die Studie hatte zum Ziel, durch den Einsatz von zwei verschiedenen Typen von Minibioreaktoren in 20 bis 30 verschiedenen Forschungslabors die praktische Anwendung dieser in vitro mAK-Produktion als Ersatz für den Tierversuch zu unterstützen. Mit diesem aktiven Vorgehen sollte der Versuchung entgegengewirkt werden, die mAK-Produktion mittels Ascites-Maus ins Ausland zu verlagern. Die Studie sollte Klarheit über die tatsächlichen Aufwendungen in finanzieller, personeller und infrastruktureller Art geben.
Method and Results
Als Result dieser Studie liegen im wesentlichen folgende Ergebnisse und Erfahrungen vor:
• Beide evaluierten Hohlfaser-Bioreaktoren sind für die in vitro mAK-Herstellung geeignet.
• Die Technologie der Hohlfaser-Bioreaktoren liefert brauchbare AK in adäquaten Mengen.
• Obwohl beide Geräte zu Beginn der Studie noch nicht bis zur Marktreife entwickelt waren, konnten die Geräte dank der Zusammenarbeit zwischen Geräteproduzenten und Forschenden zum grössten Teil erfolgreich betrieben werden.
• Die Studie bewirkte in der in vitro mAK Produktion einen Innovationsschub bei den Geräteherstellern: heute sind wesentlich einfachere und günstigere Geräte auf dem Markt.
• Forschende konnten ohne grössere finanzielle Risiken ein Gerät in Betrieb nehmen und erhielten von den Geräteproduzenten, von der Stiftung und von anderen Studienteilnehmern fachlichen Support.
• Diese Studie war eher eine Machbarkeitsstudie als Validierungsstudie.
• Die tierversuchsfreie mAK-Produktion ist bei den meisten Studienteilnehmern willkommen. Weitergehende Massnahmen im Sinne der 3R (z.B. Einführung eines Gütezeichens für die tierfreie Produktion von mAK) werden begrüsst.
References
3R-Info-Bulletin No 2, mabs without mice?, Stiftung Forschung 3R, Sept. 1994