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genau diese Frage beschäftigt mich auch schon lange. Da es anscheinend hier keinen Profi gibt habe ich mein Wissen auch nur über google, ihor usw. zusammen getragen.
Laut ihor sind 3 Parteien im Spiel: Verleiher, Broker und Leiher (LV). Der Regelfall ist die Leihe über Broker. Dass der Verkauf mit der Leihe erfolgt glaube ich nicht, ich gehe vom umgekehrten Fall aus, dass die Leihe mit dem Verkauf beginnt. Der LV muß vorher Sicherheiten hinterlegen, was nicht von einer auf die andere Minute geschieht. Der LV will der Aktive sein und bestimmen, wann die Aktien geworfen werden, dann beginnt auch die Leihe. Dass es Leihen auf Zeit gibt bedeutet für mich, dass auch LV Aktien halten können und diese nicht nur ein durchlaufender Posten sind. Für mich ist klar, dass die LV noch 23 Mio Aktien zurück geben müssen,dass sie aber einen Teil x im eigenen Depot haben, wieviel habe ich keine Ahnung. MMn werden die in Massen geworfenen Aktien zum (großen?) Teil wieder von LV aufgekauft, sonst würden ständig neue Großanleger (bei 23 Mio Aktien wahrscheinlich) auftauchen.
Ein andere mir unklarer Punkt ist z.B. die Mitteilung von SG, gut, Millionen Aktien in der Leihe, aber wann wurden diese erworben? Warum gab es keine Stimmrechtsmitteilung, also woher kommen die Aktien für die Leihe? Am Tag X erworben und am selben Tag verliehen? Scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Aber wie kann man eine solche Menge an einem Tag erwerben?
Vielleicht gibt es hier Leute die dichter am Thema sind und Antworten wissen?
Wenn die Shortposition NICHT über CFD's läuft, wird beim normalen Leerverkauf immer der Verleiher die Aktien für den Short-Positionierten verkaufen, das läuft dann oftmals über Makler, Broker etc.
Sprich die klassischen Leerverkäufer sehen die Anteile nichtmal in ihrem Depot, sondern bekommen nur den Gegenwert der verkauften Positionen (Durch den Verleiher) gutgeschrieben.
Dagegen können gekaufte Positionen sehr wohl im Depot liegen bis man sie an den Verleiher zurück gibt, was aber keinen Sinn macht wegen der entsprechenden Leihgebühr. Eher würde es Sinn machen die Positionen im Depot für eine erneute Attacke zu verkaufen, dazu müsste man aber vorher genug einkaufen, was den Kurs entsprechend ansteigen lässt.
Eine Quelle gebe ich hier nicht an, da ich für keinen Broker Werbung machen möchte. Es ist jedoch sehr einfach diese Vorgehensweise mit den entsprechend passenden Begriffen bei Google zu finden.
Alternativ schlage ich wie jemand oben schon beschrieben hat, entsprechende Literatur zu kaufen (Bestenfalls über ein von Wirecard abgewickeltes Unternehmen)
Woher hast du diese Quelle. oder nur einfach so eine "Behauptung"!
Was ich daraus gelernt habe:
Der Kurs steigt eigentlich ziemlich schnell, bevor eine Aktie in einen Index aufgenommen wird, weil die ETF's sobald es bekannt wird sich eindecken. Das War bei WDI so und auch bei MTU. Wenn die ETF's Aktien haben, dann verleihen sie diese auch und es steigt die Gefahr ein LV Attacke!
MTU habe ich verkauft, mit +50% kurz bevor es im DAX war und jetzt steigt MTU auch ungewöhnlich schnell. Hier sind wirklich parallelen zu WDI. Wann ziehen die LV weiter zu MTU? Ich habe bei 247,50 Anfang Sept. 2019 verkauft, dann sind sie auf 234 gefallen und letzte Woche war MTU auf knapp 290.
DANKE, Die LV-Aktien wurden verkauft bei der Leihe. Aber in der Zwischenzeit haben LV-ler natürlich viele zurückgekauft und haben diese auf ihrem Depot und können die Rückgabe oder neue LV-Attacken zeitlich steuern. Jetzt ist für mich alles klar!
Eine Ergänzung muss man fairerweise noch hinzufügen, damit man sich ein vollständiges Bild machen kann:
Der Leerverkäufer kann die Käufe nicht aus den hinterlegten Sicherheiten tätigen, sondern muss das aus eigenem Kapital machen, sofern er die Anteile im Depot haben will.
Ansonsten führt das unweigerlich zu einer Rückführung der geliehenen Aktien an den Verleiher und gleichzeitg zu einer Reduzierung der hinterlegten Sicherheiten.
Wird z.b. ein Stop gesetzt zum Verlust, werden automatisch Aktien gekauft vom Leerverkäufer aus den Sicherheiten, damit er seine Verluste begrenzen kann.
Wird ein Margin Call ausgelöst durch den Verleiher, werden die Si herheiten automatisch aufgelöst, Aktien davon gekauft und direkt in das Depot des Verleihers zurückgeführt - die Differenz muss dann der Leerverkäufer noch aus eigenen Mitteln (sofern die Sicherheiten nicht ausreichen) nachschießen - ohne zeitlichen Aufschub in der Regel (Hier gibt es Ausgestaltungsmöglichkeiten der Vertragsparteien).
Alle anderen Vorgänge sind automatisiert und finden unmittelbar statt.
Hoffe das Thema LV ist nun etwas verständlicher für die breite Masse - habe versucht Fachbegriffe außen vor zu lassen ;-))
Thomianer, endlich einer der das für alle schlüssig erklärt. Alles verstanden. Jetzt wissen wir aber immer noch nicht wie viele die LV noch in ihren eigenen Depots haben. Lassen wir uns überraschen, aber viele wurden von den Großen eingesammelt und wie viele sie wieder verliehen haben, das weis nur Gott!
Ja, das ist dann eben Pech - aber so spielen sich auch die Profis nicht immer in die Karten und versuchen ihre eigene Strategie zu verfolgen.
Wie man sieht ist das Thema LV sehr komplex und man könnte noch hundert weitere Ergänzungen anführen.
Aber da es hier um Wirecard geht, sollte man einen Haken hinter die LV-Thematik machen und sich freuen, dass da noch so viele potenzielle Käufer in der Leerverkaufsposition sind.
China war heute ein guter Startschuss, morgen ist dann geregelter Handel mit den Amerikanern - denen jucken die Finger nach einem Tag pause, daher gehe ich morgen von einem moderaten Aktienmarkt weltweit aus (sofern über Nacht keine Katastrophe passiert), was auch Wirecard morgen helfen wird im Kurs.
Beim Überfliegen der heutigen Posts stand irgendwas davon, dass Amazon in Sachen Handerkennung aktiv sei und Braun davon auch schon redete.
Ich nehme das mal zum Anlass euch ein wenig mehr Selbstvergewisserung zu geben: WDI ist DER Innovationsführer in Sachen Finanztechnologie. Insbesondere der Handel wird von WDI angegangen. Die Arbeit des Innovation Labs mündet ständig in interessanten Kooperationsmeldungen und Alleinstellungsmerkmalen. Man gibt 120 Mrd. Euro p.a. für F&E aus, ist zudem in Asien und den USA aktiv, wo digitale Technik nochmals weiter ist und man investiert und erprobt viel mit KI und ist immer an der Speerspitze neuer Entwicklungen, was auch Handhelds, Bezahlwege u.ä. meint.
Es ist also der Normallfall, dass WDI auf Augenhöhe mit Amazon ist. Wäre schlimm, wenn nicht.
WDI mag umsatzmäßig noch eine kleine Klitsche sein, aber sonst ist es schon eine große Nummer. Und ich erwarte auch, dass WDI dort ist, wo vorne ist, wie es so schön heißt. Allen voran in Sachen E-Commerce in sämtlicher Form. Ich erwarte zudem, dass WDI genauso umtriebig ist, wie die anderen Techgiganten. Schon allein, weil eben doch alles miteinander konvergiert, auch wenn man es zuvor nicht kommen sieht. Wer hätte gedacht, dass Google auch viel in MedTech und BioTech investiert. Wozu sollte das gut sein? Nun ja, jetzt sieht man es.
WDI ist ein Datenkonzern wie es auch Amazon ist. Und während Amazon von mir aus auch noch in Logistik, in Medieninhalte, in Cloudgeschäft investiert, muss WDI dies nicht tun. Aber in Gebieten, in denen WDI und Amazon sich überschneiden bzw. in Technikbereichen, die auch für WDI interessant sein könnten, erwarte ich beide auf Augenhöhe.
So viel zu meinem Selbstverständnis eines Innovationsführers im DAX. :-)
(Die Financial Industry Regulatory Authority ist als Genehmigungsbehörde in den USA hauptsächlich verantwortlich für die Beaufsichtigung von Personen, die in der Wertpapierbranche involviert sind)
Ich habe daher mal die getwitterten IHOR Daten vom 17.01.2020 beispielhaft anhand der Tabelle im Anhang validiert.
Die letzten offiziellen Zahlen Short Zahlen gemeldet auf der Nasdaq Seite sind vom 31.12.2019.
Da dies noch nicht all zu lange her ist bzw nicht so viele Handelstage dazwischen - habe ich diese Stückzahlen mit dem aktuellen Börsenkurs der Unternehmen multipliziert und die Abweichung zu den Zahlen von IHOR per Twitter am 17.01.2010 ermittelt.
Die Abweichung liegt im niedrigen einstelligen %-Bereich, was ja erklärbar ist, da sich die Short Zahlen täglich ändern.
Eine Aktie, welche ja ebenfalls stark im Fokus liegt - ist z.B Beyond Meat - auch hier machen die Werte Sinn, da letzte gemeldete Zahl Nasdaq mal aktueller Kurs ca +11,6% abweichen von der IHOR Meldung 17.01.20 - in der gleichen Meldung schreibt er aber auch +7,2% = 744T Aktien in einer Woche.
Da aber ca 2 Wochen dazwischen liegen - kann man diese Entwicklung ebenfalls nachvollziehen.
Fazit:
Für mich sind die S3 Zahlen unseres Freundes IHOR damit noch ein Stück weit glaubwürdiger und Plausibel.
P.S. die Wirecard Short Stückzahlen sind leider nicht auf der Nasdaq Seite veröffentlicht.