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Auch bei Caritas International gab man sich vorerst erleichtert. In der Dominikanischen Republik gebe es nach ersten Berichten keine Toten, sagte ein Sprecher. Etwa 200 Häuser seien vollständig zerstört. Eine komplette Entwarnung für die Region wollte Caritas international aber noch längst nicht geben. Vor allem der tiefer gelegene Norden Haitis könne noch von Überschwemmungen bedroht sein.
Solche Überschwemmungen können laut dem Arbeiter Samariterbund langfristige Folgen für das Land haben. Meerwasser könne Brunnen versalzen, Trümmer auf Feldern der Bauern hinterlassen und Erdrutsche verursachen, sagte eine Sprecherin der Hilfsorganisation.
Die Menschen auf Haiti, einem der ärmsten Länder der Region, leiden noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens von 2010 und des Hurrikans "Matthew" 2016. "Das Grundproblem der Haitianer ist, dass sie sich nicht auf ihren teils dysfunktionalen Staat verlassen können", sagte Caritas international-Sprecher Achim Reinke.
Gerade für solche Länder, die dann Wirbelstürmen regelrecht ausgeliefert seien, müsse viel mehr in Katastrophenvorsorge investiert werden. "Pi mal Daumen erspart ein Euro Vorsorge sieben Euro in der Nothilfe", sagt Reinke.
Der inzwischen von der höchsten Stärke 5 auf 4 herabgestufte Wirbelsturm "Irma" hatte in der Nacht zum Freitag Haiti passiert. Zwei Menschen wurden dem britischen "Guardian" zufolge in der Hafenstadt Cap-Haïtien verletzt, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Ausserdem zerstörte der Sturm eine Brücke zum Nachbarland Dominikanische Republik.
maf/DP/oca
(AWP)