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Wozu dient ein Audiogramm?
Mit dem Tonschwellenaudiogramm lässt sich das Hörvermögen eines Menschen subjektiv erfassen. Ein Audiogramm ist die optische Darstellung des Hörvermögens aufgrund einer Messung im Hörtest. Dabei wird die Hörschwelle für unterschiedliche Frequenzen aufgezeichnet. Diese gibt den Bereich an, in dem das menschliche Gehör gerade noch einen Ton wahrnehmen kann.
Das Audiogramm dient der Feststellung des Hörvermögens
Für Audiogramme nutzt man vorgefertigte Formulare, in der die Frequenzen der Tonhöhe aufgezeichnet und in Relation zur Lautstärke gebracht werden. Die Tonhöhe wird in Frequenz angegeben, die Lautstärke in Dezibel. Die Null-Linie des Audiogramms entspricht der Hörschwelle eines normal hörenden jungen Erwachsenen. Die Messung unterscheidet zwei Werte: Die Luftleitung, durch die der Schall von Aussenohr ins Innenohr gelangt, (dieser Vorgang wird allgemein mit „Hören“ in Verbindung gebracht) und die Knochenleitung, über die Schwingungen über den Schädelknochen ins Innenohr gelangen.
Wie wird ein Audiogramm angefertigt?
Zur Erstellung eines Audiogramms setzt der Akustiker dem Patienten einen Kopfhörer auf und spielt ihm einzelne Töne vor. Er beginnt mit der der für gesunde Menschen gut hörbaren Frequenz 1‘000 Hz. Im Anschluss werden die Frequenzen stufenweise um 5 dB verstärkt, bis der Patient die Frequenz hören kann. Danach werden weitere Frequenzen hinzugegeben, sodass die Hörschwelle definiert werden kann. Das Audiogramm wird an beiden Ohren nacheinander durchgeführt. Nach dem Hörschwellentest erfolgt ein Knochenleitungstest, auch der wieder mit einem speziellen Kopfhörer.
Die Messkurven des Audiogramms geben Ausschluss darüber, in welchem Bereich des Ohres Schwerhörigkeit vorliegt. Eine Schädigung des Innenohrs ist beispielsweise dann gegeben, wenn sich die Kurve der Knochenleitung unterhalb der Null-Linie bewegt. Schwerhörigkeiten im Innenohr betreffen meistens den Hochtonbereich, da das Hören hoher Töne am Beginn der Hörschnecke erfolgt. Durch den Alterungsprozess treten hier die meisten Abnutzungserscheinungen auf. Bei Schwerhörigkeit des Innenohrs wird häufig die Empfindlichkeit für sehr laute Töne grösser. Auch Tinnitus kann man mit dem Tonschwellenaudiogramm gut erkennen.
Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.
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