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Jerusalem - Der US-Nahostgesandte George Mitchell ist zu neuen Gesprächen in der Region eingetroffen. Zunächst kam er mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammen.
Heute wollte Mitchell Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem treffen, bevor er morgen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Regierungschef Salam Fajad in Ramallah sprechen wollte.
Es ist die sechste Vermittlungsrunde, die Mitchell unternimmt. Über ihn hatten Israelis und Palästinenser Anfang Mai indirekte Friedensgespräche begonnen. Ziel ist die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen, die seit Ende 2008 auf Eis liegen.
US-Präsident Barack Obama und Netanjahu hatten nach einem Treffen im Weissen Haus vergangene Woche gesagt, sie hofften auf direkte Gespräche noch vor dem Auslaufen eines israelischen Siedlungsbaustopps im Westjordanland im September.
Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Philip Crowley, zeigte sich in Washington überzeugt davon, dass direkte Verhandlungen früher oder später wiederaufgenommen würden. Die Palästinenser fordern hingegen, dass Israel vor neuen direkten Gesprächen seine Siedlungsprojekte in Ost-Jerusalem einstellt.
Die Palästinenser verlangen von Israel die vollständige Rückgabe aller nach dem Krieg von 1967 annektierten Palästinensergebiete. Neben dem Gazastreifen und dem Westjordanland ist das vor allem Ost-Jerusalem, dessen Annektierung durch Israel international nie anerkannt wurde. Beide Seiten beanspruchen Jerusalem als Hauptstadt.
SDA-ATS