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Julia Hülsmann (piano)
Eva Klesse (drums)
Eva Kruse (bass)Héloïse Lefebvre (violin)
Susanne Paul (cello)
Aline Frazão (voice)Live Maria Roggen (voice)
Michael Schiefel (voice)
Julia Hülsmann Women Octet
Julia Hülsmann Oktett – «Songs for double Trio and three Voices». Ein international besetztes Konzertprojekt der Extraklasse. Frauen-Power live im Gare Du Nord und erstmals in Basel zu hören.
Julia Hülsmann zählt zu den profiliertesten europäischen Jazzmusikern der Gegenwart und hat eine besondere Affinität für die menschliche Stimme. Rebekka Bakken, Roger Cicero, Theo Bleckmann – die Liste ihrer Kooperationen mit Vokalisten ist ebenso schillernd wie lang.
Dass Julia Hülsmann so oft als «Lyrikerin des deutschen Jazz» bezeichnet wird, hat sicher auch mit den Alben zu tun, die sie nach ihrem Debüt aus dem Jahr 2000 veröffentlichte. Denn auf denen präsentierte sie mit ihrem Trio (in dem Heinrich Köbberling den Platz von Rainer Winch eingenommen hatte) und jeweils einem anderen Gastvokalisten faszinierende literarische Projekte. Mit der norwegischen Sängerin Rebekka Bakken vertonte sie 2003 für «Scattering Poems» Gedichte von E.E. Cummings, mit der Italienerin Anna Lauvergnac ein Jahr später für «Come Closer» Stücke des Songwriters Randy Newman und mit Deutschlands populärstem Jazzsänger Roger Cicero 2006 für «Good Morning, Midnight» Texte von Emily Dickinson. Die Alben brachten ihr nicht nur begeisterte Kritiken ein, sondern kamen auch beim Publikum hervorragend an. Für die mehr als 10.000 verkauften Exemplare von «Scattering Poems» erhielt Hülsmann 2003 einen German Jazz Award.
Julia Hülsmann, 1968 in Bonn geboren, spielt seit ihrem elften Lebensjahr Klavier. Ihre erste Band gründete sie mit sechzehn Jahren. 1991 zog sie nach Berlin, um an der Universität der Künste zu studieren. Zu ihren Dozenten zählten u.a. Walter Norris, Aki Takase, David Friedman und Jerry Granelli. Mit einem Stipendium des Berliner Senats ging sie Anfang 2000 nach New York und vertiefte ihre Studien dort bei Richie Beirach, Maria Schneider, Gil Goldstein und Jane Ira Bloom. Heute hat sie selbst Lehraufträge an der Universität der Künste in Berlin und der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Obwohl sie vor allem auf die Arbeit mit ihrem eigenen Trio mit Marc Muellbauer und Heinrich Köbberling fokussiert ist, findet Julia Hülsmann auch Zeit für andere Projekte. Seit 1992 hat sie Kontakt zum Bundesjugendjazzorchesters (BuJazzO), für das sie zuletzt 2009 eine selbst geschriebene Suite arrangierte. Mit dem Gitarristen Marc Sinan nahm sie im selben Jahr für ECM das Album «Fasil» auf. Ausserdem begleitete sie die Sängerin Céline Rudolph 2006 bei ihrem Projekt «Lisboa – Maputo – Berlin».
Die Süddeutsche Zeitung nennt sie den «Feingeist unter den deutschen Jazzpianisten», deren melodiebetontes Spiel die Nähe zu Lyrik und Gesang geradezu vorzeichne. Mit der Norwegerin Live Maria Roggen, der Angolanerin Aline Frazão sowie dem ECHO Jazz-Preisträger Michael Schiefel formt sie nun ein Ensemble der Extraklasse. Um die Sängerinnen herum versammeln sich die ECHO Jazz Gewinnerinnen Eva Kruse (b) + Eva Klesse (d) und zwei Streicher aus dem Grenzbereich von Klassik, Jazz und Pop.
Wenn dann die drei wunderbaren SängerInnen in gemeinsamen Songs aufeinandertreffen, entsteht ein schillernder und faszinierender Sound. Alle drei haben etwas Eigenes beigesteuert, Songs oder neu geschrieben Texte, die Julia Hülsmann vertont hat. Ausserdem sind Neuinterpretationen von Songs von Alanis Morissette, Ani DiFranco, Archive und Feist entstanden. Aber auch die musikalische Begleitung ist spannend besetzt, einerseits als klassisches Piano-Trio (Piano, Violine & Cello) und andererseits als klassisches Jazz-Trio (Piano, Bass & Schlagzeug).
Die Mitteldeutsche Zeitung schreibt zu dieser Besetzung: «… auf dass die schönsten Querverbindungen entstehen. Hier Cello und Violine, dort Kontrabass und Schlagzeug … Das Konzept funktionierte, sprang druckvoll aufs Publikum über, auch und vor allem der exzellenten Band wegen …“.