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Fukushima-Daini: 44 Jahre für Rückbau
Die Tepco teilte erstmals im Juni 2018 mit, dass sie die Stilllegung des Kernkraftwerks Fukushima-Daini in Erwägung ziehe. Sie bestätigte dann im Sommer 2019, dass sie die vier Siedewasserreaktoreinheiten des Standorts definitiv stilllegen wolle. Die 12 km südlich des havarierten Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi gelegene Anlage gilt seit dem 30. September 2019 offiziell als stillgelegt.
Die Tepco legte nun Ende Januar 2020 an einer lokalen Informationsveranstaltung die Stilllegungspläne für die vier Fukushima-Daini-Einheiten vor. Das Unternehmen schätzt die Gesamtkosten für Stilllegung und Rückbau der vier Blöcke auf JPY 280 Mrd. (CHF 2,5 Mrd.).
Fukushima-Daini wird in vier Phasen zurückgebaut, wobei die erste Phase zehn Jahre, die zweite Phase zwölf Jahre und die dritte und vierte Phase jeweils elf Jahre dauern wird – insgesamt also 44 Jahre. In der ersten Phase wird die Kontamination der Anlage untersucht. Phase 2 sieht die Demontage der Komponenten rund um die Kernraktoren vor. In Phase 3 werden die Reaktoren entfernt und in Phase 4 werden die Reaktorgebäude rückgebaut. Die dabei anfallenden 9532 ausgedienten Brennelemente sind zur Wiederaufbereitung vorgesehen. Weitere 544 frische Brennelemente sollen einer Aufbereitungsfirma übergeben werden. Die Tepco plant, die endgültigen Stilllegungspläne für Fukushima-Daini bei der Aufsichtsbehörde einzureichen, sobald sie die Genehmigung der lokalen Stadtregierungen und der Regierung der Präfektur Fukushima erhalten hat.
Fukushima-Daini verfügt über vier Siedewasserreaktorblöcke mit einer elektrischen Nettoleistung von je 1067 MW. Die vier Blöcke gingen zwischen 1981 und 1986 ans Netz. Sie standen alle seit dem Erdbeben und dem Tsunami vom März 2011 ausser Betrieb.