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Die Aktien des angeschlagenen Online-Einzelhändlers Asos stiegen um 7 Prozent, nachdem in den Medien Spekulationen über ein angebliches Übernahmeangebot die Runde machten.
Nach Angaben der Sunday Times hat das Unternehmen im Dezember von Trendyol, einem türkischen Online-Konkurrenten, hinter dem der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba steht, ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,24 Milliarden US-Dollar (etwa 1,15 Milliarden Euro) erhalten. Laut der Zeitung soll das Unternehmen bei der Ausarbeitung des Angebots mit Morgan Stanley zusammengearbeitet und sich auch an den größten Aktionär von Asos, Bestseller-Eigentümer Anders Povlsen, gewandt haben, um herauszufinden, ob er ebenfalls an einer Beteiligung an dem Geschäft interessiert sei.
Ein solcher Schritt hat Spekulationen über einen möglichen Bieterkrieg um Asos ausgelöst und kommt inmitten weiterer Berichte, dass die Lieferant:innen des Unternehmens damit begonnen haben, ihre Warenlieferungen zu reduzieren, nachdem die Kreditversicherung des Unternehmens zurückgezogen worden sein soll.
Zulieferer kürzen Rückstellungen
Die Times zitierte eine Reihe anonymer Lieferant:innen, die erklärten, sie hätten die Belieferung des Einzelhändlers eingestellt, da dieser um die Aufrechterhaltung seiner Gewinne kämpfe, und erklärten, sie hätten den Prozess gestoppt, bis die Versicherung zurückkam. Asos erklärte in seiner eigenen Erklärung, dass es trotz der Straffung seiner Warenkreditversicherung keine Auswirkungen auf seinen Handel festgestellt habe.
Das Einzelhandelsunternehmen gehört zu den vielen Unternehmen, die nach der Pandemie mit zunehmenden Verlusten und Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, die vor allem auf das sinkende Verbrauchervertrauen und die Unterbrechung der Lieferkette zurückzuführen sind.
Frasers baut Anteile auf 9 Prozent aus
Im vergangenen Monat sicherte sich das Unternehmen eine Kapitalerhöhung in Höhe von 75 Millionen Dollar von drei seiner Aktionäre, darunter Povlsens Aktieselskabet Af, um das Unternehmen wieder zu nachhaltiger Rentabilität zu führen und eine flexible Bilanz zu erreichen.
In dem Bestreben, seinen Einfluss auf Asos auszubauen, hat auch Povlsens direkter Konkurrent, die Frasers Group, seinen Anteil an dem Unternehmen auf fast 9 Prozent erhöht, was die Gruppe einen Schritt näher an die Möglichkeit bringt, ein Übernahmeangebot zu verhindern. Der britische Handelskonzern hat seinen Anteil an Asos bereits im vergangenen Jahr weiter erhöht, was darauf hindeutet, dass er erwägen könnte, den Einzelhändler in sein ständig wachsendes Portfolio aufzunehmen.
Dieser übersetzte und bearbeitete Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.