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Das Sinfonieorchester Kanton Schwyz (SOKS) beeindruckte in Schindellegi mit zwei grossartigen Werken das Publikum.
Vor dem gut gefüllten Maihofsaal in Schindellegi präsentierte das gross besetzte kantonale Sinfonieorchester unter der Leitung von Urs Bamert am Samstag sein Konzertprogramm unter dem Titel «Schubert DIE GROSSE & Mendelssohn!». Die beiden aus der Romantik stammenden Werke, Schuberts Sinfonie Nr. 8 in C-Dur, auch «Die Grosse» genannt, und Mendelssohn Ouvertüre zu «Athalia» liessen das Publikum träumen. Schauspielmusik zu «Athalia» und ein «dicker, vierbändiger Roman» Der religiöse Konflikt, in welchem sich das Judentum im gleichnamigen Schauspiel befindet, und die damit einhergehenden Aufstände, welche in der Tötung der Königin Athalia enden, wurden musikalisch hervorragend umgesetzt. Durch dramatisch schnelle Läufe der Streicher, begleitet von düsteren Posaunen- und Paukenschlägen, konnten die Aufstände und Kämpfe förmlich gehört werden. Das Stück war geprägt von weichen ruhigen Bewegungen und der entgegengesetzten Dramatik, aber auch von königlichen Fanfaren und traumhaften Harfenklängen. Lange als «Meister im Kleinen», als Komponist von Liedern und Klavierstücken bekannt, gelang Franz Schubert mit der Sinfonie Nr. 8 ein grosses, knapp 60 Minuten dauerndes Meisterwerk. «Die Grosse», wie sie auch genannt wird, beschritt neue kompositorische Wege und war wegweisend für vieles, was danach kam. Das Werk, unterteilt in vier Sätze, hat durch die vielen Punktierungen und Triolen,den enormen dynamischen Kontrasten sowie den Modulationen und Wiederholungen von musikalischen Themen einen völlig eigenen Charakter.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / nre