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Der Schweizer Ingenieur Peter Blum aus Oberhasli ZH leitete ab 1966 die Entwicklung der Cora 2. Sie wurde für Skyguard (allwettertaugliches, mobiles Feuerleitsystem für Tiefflieger- und Flugkörperabwehr) gefertigt, sie war schneller und deutlich kleiner als ihre Vorgängerin. Die Maschine war voll militärtauglich und liess sich auch im Feld nutzen. Sie hatte integrierte DTL-Schaltkreise (Dioden-Transistor-Logik), einen Kernspeicher und einen Lochstreifenleser für die Programmeingabe. Von diesem um 1970 fertig gestellten Militärrechner wurden mehrere Hundert Stück hergestellt und als Teil von Feuerleitsystemen weltweit an die verschiedensten Streitkräfte, so auch an die österreichische und die Schweizer Armee geliefert. Vorgabe ist dabei, dass Ersatzteile noch jahrzehntelang verfügbar sein müssen. Der Rechner Cora 2MB wird heute noch weltweit in sehr vielen Skyguards eingesetzt.
Die in der Programmiersprache Ada programmierte Cora 2 war auch Bestandteil von Seaguard (System für den Schutz von Kriegsschiffen gegen Lenkwaffen). Dazu wurden etwa acht Parallelrechner verwendet. Ein Kunde war z.B. die Hamburger Werft Blohm + Voss (heute Thyssen-Krupp Marine Systems). Der frei programmierbare Echtzeitrechner Cora 2 wurde auch für das Leitsystem Fieldguard verwendet.
Schweizer Transistorrechner für militärische und zivile Zwecke
Schweizer Transistorrechner für militärische und zivile Zwecke
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/01
Cora 2 für Skyguard, Seaguard und Fieldguard
Verkehrsbetriebe Zürich nutzten die Cora 2 für die Steuerung des Funkverkehrs
Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) nutzten eine Cora 2 für die Steuerung der Funkverbindungen (UKW-Funkgeräte in den Fahrzeugen, die durch ihre Fahrgestellnummer erkannt wurden). Zuvor hatte Ambros Speiser, einer der Erbauer des Röhrenrechners ERMETH, im Auftrag der VBZ die Contraves besucht, um eine geeignete Lösung zu finden. Die zivile Ausgabe der Cora 2 fand aber zu keinem Zeitpunkt den Weg zu einer zivilen Kundschaft, der Rechner war schlicht und einfach zu teuer. Der Coragraph 2 wurde später an ein im Raum Zürich ansässiges Unternehmen verkauft.