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Schwere Erdbeben können auch in der Schweiz jederzeit vorkommen. Angesichts des enormen Schadenpotenzials sind Erdbeben für die Schweiz eines der grössten Risiken. Vor diesem Hintergrund fand unter der Leitung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS vom 8. bis 10. Mai 2012 eine gross angelegte, internationale Erdbebenübung SEISMO12 statt.
Dabei wurden die Führungs- und Krisenorganisationen von zahlreichen Partnern im Bevölkerungsschutz beübt. Der gesamte Kernstab des KFS des Kanton Luzern war an dieser Übung involviert.
Nach dem fiktiven, aber realistischen Szenario von SEISMO 12 ist die Region Basel am 6. Mai von einem Beben in der Stärke
von 6,5 bis 7 auf der Richterskala erschüttert worden. Ein solches Erdbeben ist bezüglich seiner Stärke vergleichbar mit dem Erdbeben von Basel von 1356. Heute würde ein solches Erdbeben schwere Schäden verursachen: Die Bevölkerung im anzunehmenden Schadensraum beläuft sich auf ca. 6.2 Mio. Gemäss Szenario von SEISMO 12 ist mit ca. 6‘000 Toten, 30‘000 Verschütteten, 18‘000 Schwerverletzten und 45‘000 Leichtverletzten zu rechnen. Von den insgesamt ca. 1.4 Mio. Gebäuden im Schadensraum sind 750‘000 beschädigt. Nicht weniger als 1.6 Mio. Personen sind kurzfristig, ca. 750‘000 auch langfristig obdachlos.
Nähere Informationen und Erkenntnisse werden am Behördenrapport sowie am Jahresschlussrapport des KFS erläutert.