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Schützenbaschi (hl. Sebastian)
der Schützengesellschaft Kriens
Sebastians- Statue aus Holz, dat. 1642, mit Opferstock
Im 17. Jh., in der Zeit der Gegenreformation, entstanden die Schützenzünfte oder auch die Schützenbruderschaften. Als Schutzpatron wählten sie den heiligen Sebastian, mit Gedenktag am 20. Januar.
Sebastian, ein Offizier der Leibgarde des römischen Kaisers Dioklethian (2. Jh.), wurde von Bogenschützen mit Pfeilen hingerichtet, so wurde er zum römischen Märtyrer.
Die Sebastiansfigur mit dem Opferstock stand in der Zunft- oder Schützenstube. Versäumnisse der Schützen u.a. bei Leichengeleiten, Prozessionen, Bott oder anderen Anlässen müssten mit einer Geldstrafe beglichen werden.
Es ist möglich, dass die Gründung der Schützengesellschaft im Jahr 1642 war, weil auf dem Vereinsorgan „Der Schütze“, den es seit 1921 gibt, auf dem Deckblatt steht „gegründet 1642“.
Am 17. Januar 1937 wurden neue Statuten beschlossen. In der Einleitung heisst es: Statuten der Schützengesellschaft Kriens, gegründet im Jahre 1642.
Darin werden auch 3 Untersektionen beschrieben, Gewehr-, Pistolen- & Kleinkaliber-Sektion. Die Chefs der Untersektionen seien auch jeweils Schützenratsmitglied.
(aus Geschichte und Chronik Kriens)
Dass es schon 1642 eine Schützengesellschaft gegeben hat, zeigt eine Chronik der Gemeinde Kriens. Dort steht nämlich geschrieben, dass am 10. März 1779 das Schiesshäuschen verbrannt sei.
Auch 1821 heisst es: „Auf zwei entgegengesetzten Hügeln, hinter der Kirche und am Scheibenrain, waren zwölf Mörser aufgepflanzt.“ Im Mai 1822 wurde von der Gemeinde ein Vorschlag des Pfarrers, ein neues, zweckmässiges, doppeltes Schulhaus auf dem „Schützenplatze“ zu bauen, woran ein Schulfreund Fr. 1400.-- schenken wolle, verworfen.
Für Kriens wurde im Jahre 1826 eine Schützengesellschaft gestiftet und eingerichtet. „Es ist aber zu befürchten, ihre Folgen werden der Gemeinde Nachteil bringen“. Zum Schützenmeister wurde Kaspar Has im Hackenrain gewählt, zum Heiligenpfleger Gall Rüttimann, Maurer.
Am gewöhnlichen Ausschiessen im Herbst 1830 erhielt der Zeiger Jost Disler vor der Scheibe unglücklicherweise einen Schuss. „Die Kugel fuhr ihm hinten unter der linken Brust heraus, durchdrang das Hemd, den Hosenträger und die Weste und blieb endlich im Rocke stecken. Zu grosser Verwunderung wurde dieser Unglückliche nach vielen Leiden wieder geheilt und treibt wieder sein Glashandwerk.
Das älteste Dokument, das im Archiv der Schützengesellschaft noch vorhanden ist, datiert aus dem 1826. Dieses Dokument ist als Reglement bezeichnet.