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Eingebetet zwischen Hügeln, Hängen und kleinen Täler im Centovalli
Typisch für die Landschaft im unteren Tal sind die Kastanien- und Eichenbäume, die mit aufsteigender Höhe durch majestätische Buchen, Fichten und Lärchen abgelöst werden. Zwischen den Wäldern befinden sich Weideflächen, die im Laufe der Jahrhunderte geschaffen wurden, um die Entwicklung von Landwirtschaft und Viehzucht zu ermöglichen. Das gesamte Gebiet wird von imposanten Felsspitzen umrahmt, die zu Fuss entdeckt werden können.
Terra Vecchia
Erste Dokumente über Terra Vecchia, das früher Raxa hiess, gehen auf das Jahr 1379 zurück. Aus der Erforschung der häufigsten Familiennamen ist zu schliessen, dass die Bewohner aus dem unteren Centovalli stammten. Zu den Gebäuden gehörten fünfundzwanzig recht stattliche Mauerwerke unterschiedlicher Grösse und Stallungen. Das Dorf ist von terrassenförmigen Grundstücken umrahmt. 1615 wurde neben einem bereits bestehenden Gebäude aus dem 15. Jahrhundert die Kirche erbaut, die der Madonna della Neve geweiht wurde.
Bereits ab dem 15. Jahrhundert ist die Rede davon, dass Männer als Lastenträger in den Hafen von Genua auswanderten. Nachdem man die bergamaskischen Arbeiter ablehnte, waren es die Einwohner von Raxa (Rasa) und der anderen Dörfer im Centovalli, welche zuerst in Pisa das Monopol als Lastenträger erhielten. Nach der Trockenlegung dieses Hafens zogen sie in den neuen Hafen von Livorno und als Zöllner nach Florenz. Diese Arbeit, die sie in den Sommermonaten ausübten, ermöglichte einen gewissen Wohlstand
Bordei
Bordei liegt auf einer kleinen Anhöhe östlich von Palagnedra. Die Ortschaft hat mittelalterliche Ursprünge. Das Mauerwerk besteht aus Naturstein. Einige stattliche Gebäude, deren Fassaden verputzt sind, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche «Oratorium von Bordei» ist den Heiligen St. Petrus und St. Paulus gewidmet. Die restaurierten Fresken im Kreuzgewölbe mit den Evangelisten Markus, Johannes, Matthäus und Markus stammen aus dem Jahre 1580.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Bordei eine Auswanderungswelle. Die Menschen zogen vor allem in die Toskana nach Florenz.
Zu Beginn der Stiftungstätigkeit in den 70er Jahren lebten nur noch wenige alte Einheimische in Bordei. Das Dorf stand vor dem Aussterben, zahlreiche Häuser zerfielen. Heute gehört Bordei zu den geschützten Bauobjekten, wurde mit namhaften Preisen ausgezeichnet, und geniesst im In und Ausland grosse Anerkennung.
Trinken, Essen und Schlafen
In unserer traditionellen Osteria bietet wir Gerichte der traditionellen Tessiner Küche an, weitgehend mit saisonalen Bio-Produkten aus der örtlichen Landwirtschaft. Wer nicht zurück ins Tal möchte, übernachtet in den modern eingerichtete Zimmer mit Lavabo, Etagen-Badezimmer mit Dusche und WC.
Anreise
Mit dem Auto
erreicht man Bordei von Locarno aus Richtung Centovalli/Intragna/Domodossola.
Ca. 2.2 km nach der Seilbahnstation Verdasio-Rasa zweigt die Strasse links ab zum Stausee und nach Palagnedra. Ausgang des Dorfes Palagnedra führt die Strasse weiter nach Bordei. Anfangs Bordei befindet sich auf der rechten Seite ein grosser Platz auf dem Sie parkieren können.
Zu Fuss
erreichen Sie Bordei am schönsten via Seilbahn Verdasio-Rasa und ca. 1h (kürzerer, aber steilerer Weg) oder 1.5h (längerer Weg mit weniger Höhendifferenzen).
Der Weg von der Bahnstation Palagnedra führt zuerst zu einem grösseren Teil der Teerstrasse entlang (z.T. Querungen) bis ins Dorf Palagnedra (30-45 min). Von dort können Sie weiter der Strasse nach Bordei folgen (30-45 min) oder dem Wanderweg durch den Wald (ca. 1.5h).
Mit dem Alpentaxi
Für den Weg von Palagnedra Bahnstation nach Bordei können Sie das Alpentaxi bestellen.
CHF 30.00 bis zu drei Personen, jede weitere Person CHF 5.00
Manuela Mazzi, +41 79 785 04 86
TICINO TICKET
Profitieren Sie währen Ihres Aufenthaltes von freier Fahrt mit dem Öffentlichen Verkehr im ganzen Kanton. Zudem von Vergünstigungen auf Schiffen im Schweizer Seebecken, auf Bergbahnen und bei touristischen Hauptattraktionen im Tessin.