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Selten zuvor war eine Conference Finalserie mit so vielen Anekdoten gespickt wie jene zwischen den „Canes“ und den Panthers. So passiert es zum ersten Mal seit 1992 wieder, dass sich gleich drei Brüder gewissermassen „über’s Kreuz“ um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale duellieren. Beim Divisions-Halbfinale 1992 zwischen den Chicago Blackhawks und den St. Louis Blues spielten damals Brent (Chicago Blackhawks), Rich und Ron Sutter (beide St. Louis Blues) gegeneinander. Die Staal-Brüder Jordan (Carolina, peilt seinen zweiten Titel nach 2009 an mit Pittsburgh), Mark (Florida, will seinen ersten Titel – hatte mit den New York Rangers eine Finalteilnahme 2014) und Eric (Florida, Stanley-Cup-Champion 2006 mit Carolina) haben, wie einst die sechs Sutter-Brüder Brent, Brian, Darryl, Duane, Rich und Ron, sich gegenseitig in die NHL gepusht. In ihrer Jugend kämpften die drei Staal-Jungs in 2-gegen-2-Spielen auf der Hinterhof-Eisbahn ihrer Farm in Thunder Bay, Ontario. Diese Ausgangslage, dass gleich drei Brüder in einer Serie gegeneinander antreten, wird es bei den Staals wohl nur noch dieses Jahr geben, da Eric Staal wohl bald seinen Rücktritt bekannt geben wird. Er hatte bereits - ausgerechnet in den Reihen des heutigen Gegners - einen Stanley-Cup-Titel gewonnen (2006) und das auch noch bezeichnenderweise zusammen mit seinem damaligen Captain Rod Brind'Amour, heute der Coach des Gegners. Aber es kann durchaus sein, dass eines Tages die Hughes-Brüder Jack und Luke (aktuell New Jersey Devils) sowie Quinn (Vancouver Canucks) in einer Playoff-Serie aufeinander treffen. Aktuell wäre dies aufgrund der Teamkonstellationen jedoch nur in einem Stanley-Cup-Final möglich.
Beim angesprochenen Rod Brind'Amour seinerseits gibt es auch eine andere enge Verbindung zu aktuellen Panthers-Protagonisten. Deren Cheftrainer Paul Maurice hatte ihn als Assistenzcoach während seiner zweiten Amtszeit als Chefcoach, wie kann es auch anders sein in diesem anekdotenreichen Aufeinandertreffen, in Carolina ab der Saison 2010 nachhaltig gefördert. Das war wie schon erwähnt bereits die zweite Amtszeit in Carolina für Paul Maurice (zwischen 2009 und 2012). Schon in der letzten Saison der Hartford Whalers 1996/97 und zuvor bei dessen Farmteam und anschliessend bis 2004 nach dem Umzug und Umbenennung der Whalers in Carolina, amtierte der Chefcoach-Veteran für seinen aktuellen Conference-Finalgegner. Zur Zusammenarbeit mit Rod Brind’Amour kam es, als dieser 2010 ins Funktionärsteam der Carolina Hurricanes wechselte und zunächst in der Saison 2010/11 als Director of Player Development der Stürmer tätig war. Zur Saison 2011/12 wurde der Ex-Captain ins Trainerteam Carolinas berufen, wo er fortan als Assistent von eben diesem Paul Maurice arbeitete, bis dieser noch in derselben Saison entlassen wurde. Nach der Saison 2017/18 wurde er dann nach langen Lehrjahren als Assistent zum Cheftrainer befördert und trat die Nachfolge von Bill Peters an. Mittlerweile kann man aber nicht mehr davon sprechen, dass Paul Maurice der Mentor von Rod Brind'Amour sei, hat sich Letzterer doch schon seit Jahren als einer der Top-Chefcoaches der NHL etabliert und ist bezüglich Coaching-Fähigkeiten längst auf Augenhöhe mit seinem damaligen Förderer.