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Kohlendioxydmessung auf Hawaii
Vor 56 Jahren startete Charles Keeling, er war Professor für Chemie, auf dem Mauna Loa (3400 m) die kontinuierliche Messung von CO2 in der Luft. Ein halbes Jahrhundert später ist der Wert über 400 ppm gestiegen.
Der Standort der Messstation auf 3400 Meter Höhe, inmitten des Pazifischen Ozeans, eignet sich hervorragend für die Erfassung. Die Luft ist dort sehr gut durchmischt und die Messung erfolgt weit weg von grösseren CO2-Quellen, wie zum Beispiel Städten. Hier gibt es auch die längste Beobachtungsreihe der Welt.
Historische Werte
Aus in Eis eingeschlossenen Luftbläschen konnten Klimaforscher den Kohlendioxidgehalt in der Luft bis weit vor die Industrialisierung zurück bestimmen. Während tausenden von Jahren, lag der Wert bei rund 280 ppm.
Durch menschliche Aktivitäten ist dieser Wert alleine in den letzten 300 Jahren um 40 Prozent gestiegen. Zwei Drittel der Zunahme sind in den vergangenen 50 Jahren erfolgt.
Sägezahnform der CO2 - Kurve
CO2 ist ein klimawirksames Gas, es beeinflusst den Strahlungshaushalt der Erde und trägt zur Erwärmung der bodennahen Luftschicht bei.
Die Keeling-Kurve zeigt eine jahreszeitliche Schwankung. Dieses periodische Auf und Ab des Kohlendioxyds in der Luft wird durch die Vegetation verursacht. Wenn Bäume und andere Pflanzen in der Wachstumszeit CO2 verbrauchen, sinken die Werte. Viele Pflanzen sterben danach und verlieren Blätter. Beim Verrotten wird das CO2 wieder frei und im Rest des Jahres steigen die Werte wieder an.