Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03450.jsonl.gz/36

… und das im Stadtbild der schönst gelegenen Stadt Zürich. Und dazu noch in Zeiten der Knappheit bezahlbaren Wohnraums. Das offene Gletschertal mit seinen Hügelzügen soll im Rahmen des neuen Hochhausleitbilds für weitere Jahrzehnte mit Hochhäusern überstellt und damit das bisherige «Stoppelfeld» erweitert und verdichtet werden.
Grossinvestoren gelingt es, die Stadt zu lenken, denn sie sind daran interessiert, im Überfluss vorhandenes Geld in 20-40% teurere Hochhauswohnungen für die Gentry (englisch: niedriger Adel) zu investieren. Sie wollen keine bezahlbaren Wohnungen bauen. Die Stadt lässt sich nach wie vor von den «Grossimmos» formen und breitet Hochhauszonen aus, statt ihnen aufzuzeigen, wo der Bedarf liegt: bezahlbare Wohnungen im verdichteten urbanen Flachbau. Auch das wäre eine Investition; etwas aufwendiger im Engagement für gutes Wohnen, aber viel nützlicher.
Ein ähnliches Versagen zeigt sich jetzt gerade in der Autoindustrie: Wegen Knappheit von Chips werden teure SUV’s mit überhöhtem Gewicht, Verbrauch und Preis forciert. Auch hier keine Lenkung durch die öffentliche Hand.