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Demnach äusserten sich bei der Anfang September 2018 durchgeführten Umfrage unter 770 Produzenten 70% der Rinderhalter und 64% der Schafhalter positiv zu den Aussichten in den kommenden zwölf Monaten. Das waren die höchsten Werte seit Beginn der Erhebung im Jahr 2010.
Der Vorsitzende von B+LNZ, Andrew Morrison, erklärte die positiven Erwartungen mit den hohen Preisen für Rind- und Schaffleisch bei gleichzeitig günstigen Wechselkursrelationen für den Export. Er gab jedoch zu bedenken, dass dies „nicht für alle Zeiten garantiert“ sei und für die Branche auch Herausforderungen bestünden. Dazu zähle er das Aufkommen von alternativen Proteinquellen, die Verschärfung staatlicher Produktionsvorschriften, zunehmende protektionistische Praktiken in wichtigen Importländern und die Unsicherheit über den Brexit.
Ausserdem dürften künftig steigende Inputkosten den Profit schmälern. Darüber hinaus würden die Rinderhalter die Probleme mit dem bakteriellen Erreger Mycoplasma bovis beschäftigen, der im Juli 2017 erstmals in Neuseeland entdeckt worden sei. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums mussten seitdem im Zuge der Seuchenbekämpfung bis Ende September 2018 bereits 42'500 Tiere gekeult werden. Laut Umfrage von B+LNZ haben 57% der Rinder- und auch Schafzüchter besondere Vorkehrungen gegen die Krankheit getroffen. Gut 70% sind der Meinung, dass sie gute Kenntnisse darüber haben, wie sie ihre Bestände schützen können.
Im Gegensatz zu den Schaf- und Rinderhaltern hat sich einer Erhebung der neuseeländischen Rabobank zufolge die Stimmung bei den Milchbauern zuletzt deutlich verschlechtert. Der Indikator für das Vertrauen in die Zukunft sei von 14% im zweiten Quartal 2018 auf minus 9% im dritten Jahresviertel gefallen, berichtete Bankmanagerin Hayley Gourley. Dafür seien vor allem die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Fonterra und dessen jüngste Senkung des voraussichtlichen Milchpreises für die Saison 2018/19 verantwortlich.