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Wassermarken
Mit Hochwassermarken an Gebäuden wurden die Häufigkeit und die Grössenordnung schwerer Überschwemmungen, mit Niedrigwassermarken auf tief liegenden Steinblöcken in Flüssen und Seen extrem tiefe Wasserstände dokumentiert.
Hochwassermarken der Tauber, eines Nebenflusses des Mains, am „Gartenhaus“ in Wertheim (Baden-Württemberg). Ein Ensemble von 24 Hochwassermarken wie jenes am Gartenhaus in Wertheim an der Tauber vermittelt einen visuellen Überblick über Grösse und Häufigkeit von Überschwemmungen und legt damit die Basis für eine Risikoeinschätzung, die jener der Versicherungswirtschaft entspricht. Diese definiert Risiko als Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden von einer bestimmten Grössenordnung wieder.
Der Laufenstein bei Laufenburg (Kanton Aargau/Baden-Württemberg) ragte bei sehr tiefen Wasserständen des Rheins aus dem Wasser. Anwohner hielten solche Ereignisse fest, indem sie die jeweilige Jahrzahl in den Stein meisselten. Der Laufenstein wurde beim Bau des Kraftwerks Laufenburg 1908 oder 1909 gesprengt. Glücklicherweise hat der Ingenieur Hermann Walter die Jahre mit extremen Niedrigwasserständen in seiner Dissertation von 1901 festgehalten, die wohl im Hinblick auf den späteren Bau des Kraftwerks verfasst wurde (Pfister, Weingartner, Luterbacher 2006).