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Schweizer Frauen, die einen Ausländer heirateten, verloren ihr Bürgerrecht. In Kriegs- und Krisenzeiten hatten sie deshalb kein Recht, in ihr Heimatland zurückzukehren, und dieses fühlte sich auch nicht verpflichtet, ihnen Unterstützung zu gewähren. Erst mit dem Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizerbürgerrechts von 1952 änderten diese Bestimmungen, und Schweizerinnen können seither bei der Heirat ihr Bürgerrecht behalten.
Der Regierungsrat des Kantons St.Gallen hatte in einer Sitzung vom 20. Oktober 1916 gleich über zwei Gesuche von verwitweten, ehemaligen Schweizerinnen zu verhandeln, die ein Gesuch um Wiedereinbürgerung für sich und ihre Kinder gestellt hatten (Nrn. 2394 und 2395).
Ausserdem befasste sich die Regierung mit folgenden Themen:
Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und KA R.88-3 (Dokumente zur Wiedereinbürgerung von Katharina Josefa Münch-Güntensperger und Josefa Barbara Tanner-Hofstetter)
Zur Entwicklung der Bürgerrechtsgesetzgebung in der Schweiz vgl. den entsprechenden Beitrag im e-HLS: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D8969.php