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Der im Bauinventar verzeichnete dreiflüglige Fabrikbau aus den 1820-er Jahren wird saniert und mit einer modernen Gewerbehalle als Stahlkonstruktion erweitert. Es ist das älteste Fabrikgebäude auf dem Areal Lauématt in Möriken-Wildegg, die ehemalige Indiennes-Druckerei, welches in den weiteren Jahren mit verschiedenen Anbauten erweitert und bis 1840 zu einer geschlossenen Hofanlage ausgebaut wurde.
Die Fassaden des Altbaus werden mehrheitlich belassen. Insbesondere wird die Nordfassade auf der Seite Lauéstrasse durch den Abbruch von späteren Anbauten wieder freigelegt. Während das imposante Dach über dem Längsbaus unangetastet bleibt, werden den Dachflächen über den beiden Seitenflügeln liegende Dachgauben aufgesetzt, um die neuen Büroräume im Dachgeschoss zu belichten. Die Sanierung, Materialisierung und Farbgebung der Fassaden erfolgt in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, auf Basis der Erfolgten Farb- und Materialuntersuchungen.
Die Erschliessung des Fabrikbaus erfolgt durch zwei neue Eingänge in der repräsentativen Längsfassade. Diese führen je zu den neuen Treppenhäusern in den zwei Gebäudeecken, welche in Massivbauweise die Treppen, die Liftanlagen sowie die erforderlichen Nebenräume beinhalten.
Zwischen dem Nord- und Südflügel wird eine neue Stahlhalle errichtet. Die Form und Materialisierung der Halle hebt sich ab vom Altbau und erinnert mit einer Blechverkleidung an eine industrielle Nutzung.
Das Umbau dieses Fabrikhauses ist ein erster Schritt für die weitere nachhaltige Arealentwicklung und verkörpert das „historische Gewissen“ der industriellen Produktion an diesem Standort.
Bild 1: Pfister Schiess Tropeano, Bild 2: Archiv "Kupferdraht-Isolierwerke Wildegg AG", Fotograf unbekannt