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Eine Mehrheit der Bevölkerung im Cauca und in Tolima besteht aus kleinbäuerlichen Familien. Sie leben ausschliesslich vom Ertrag ihrer Landwirtschaft. Durch Bergbau- und Holzschlagkonzessionen wird das bebaubare Land jedoch immer knapper und wird zum Teil übernutzt. Pestizide kommen häufig zum Einsatz. Das Ökosystem kommt aus dem Gleichgewicht. Zusätzlich bahnen sich Landkonflikte an. Dies meist zwischen Bauern und indigenen Gemeinschaften.
Die Armutsrate auf dem Land ist mit über 60 Prozent sehr hoch. Um die Menschen in ihren alltäglichen Herausforderungen zu unterstützen, fördert die Partnerorganisation Semillas de Agua eine umweltverträgliche Landwirtschaft, die Vermarktung von biologischen Produkten und stärkt dadurch die Gemeinden. Das Projekt bringt mit dem Ansatz der nachhaltigen Landwirtschaft (Agricultura conservacionista) die Interessen der Menschen mit der Bewahrung der Umwelt in Einklang. So kann auch dem Klimawandel entgegengetreten werden.
Unterstützung für über 23’000 Menschen
Das Projekt konzentriert sich auf vier Aspekte: Verbesserung der Ernährungssouveränität im Cauca, Verbesserung der Strategien zur Verteidigung des Bodens in Tolima, Förderung von Massnahmen, die dem Klimawandel entgegentreten und schliesslich Stärkung der Beteiligung in der staatlichen Politik. Der Ansatz von Semillas de Agua begrüsst das Einbringen von persönlichen Erfahrungen. Es werden Workshops in nachhaltiger Landwirtschaft ebenso angeboten, wie zu Geschlechtergerechtigkeit und gewaltloser Konfliktlösung. Die Zielgruppen werden dabei unterstützt, ihre Anliegen politisch einzubringen. So werden regelmässige Treffen mit den Gemeindeverwaltungen und anderen Akteuren organisiert, sogenannte Bürgergespräche. Insgesamt unterstützt das Projekt mehr als 23 000 Menschen.