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Die Ausgangslage: Die anhaltende Trockenheit setzt den Golfplätzen zu. Diese haben zwar eigene Bewässerungssysteme, um die Greens und Abschlagplätze im Schuss zu halten. Auf dem Golfplatz Gonten etwa wird unter anderem Wasser aus einer eigenen Quelle verwendet. «Aber diese liefert nur noch einen Viertel der normalen Menge», sagt Platzwart Markus Werren. Deshalb müsse Trinkwasser der Gemeinde zugeführt werden. «Es geht nicht mehr ohne.»
Trinkwasser für den Golfrasen zu verwenden, mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen.
Der Konflikt: Bewässern muss auch der Golfplatz im thurgauischen Erlen. Die beiden Seen auf dem Platz, in denen Wasser gespeichert wird, trocknen aus. Die Notsituation wird mit Trinkwasser der Gemeinde überbrückt, das zugekauft wird. «Trinkwasser für den Golfrasen zu verwenden, mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen», sagt Pipo Schödler, der Manager der Golfplatzes Erlen. Aber damit könne unter Umständen vermieden werden, dass die Greens völlig verdorren.
Wenn der Rasen neu gesät werden muss, braucht es ein Vielfaches mehr Wasser, als jetzt zugeführt wird.
Das Abwägen: Wenn eine Gemeinde auch langfristig über genügend Trinkwasser-Reserven verfüge, dann könne der Einsatz von Trinkwasser auf Golfplätzen durchaus sinnvoll sein, sagt Heinz Ehmann, Leiter Abteilung Wassernutzung Kanton Thurgau. «Wenn der Rasen ganz austrocknet und dann neu gesät werden muss, braucht es ein Vielfaches mehr Wasser.» Deshalb sei Bewässern in der jetzigen Situation nicht per se schlecht. «Es liegt in der Hand der Gemeinden abzuschätzen, ob sie dafür genügend Reserven haben.»