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Es waren die Achtziger- und frühen Neunzigerjahre. Die Zeit der Hüte, in der weisse Strümpfe mit Pumps kombiniert wurden. Und ganz am Anfang, 1981, schreitet Lady Diana in einer Stoff gewordenen Baisertorte zum Altar, um Prinz Charles zu heiraten.
Die halbe Welt sah zu. Den Hang zum aufgeplusterten Kleid interpretierte Diana bald nach der Hochzeit in abgeänderten Versionen. Als Blusen, als Cocktailkleid. Das alles war noch bevor Amanda Wakeley sie zu Beginn der Neunziger kennen lernte. «Anfangs trug sie noch eine Art Kostüm. Ihr Stil wurde mit der Zeit jedoch immer lässiger, entspannter», erzählte die Designerin vor Kurzem der britischen Vogue. Sie war bei der Stilevolution dabei. Stattete die Prinzessin oft aus.
Das Erste was Wakeley ihr vorschlug, war ein marineblauer Doppelreiher mit unsichtbaren Knöpfen und einer winzigen Perle. Diana trug ihn. Es folgten weitere «Powersuits». Zum Beispiel der flaschengrünen Zweiteiler mit dem Samtbesatz am Reverskragen, 1993.
Wakeley erinnert sich an eine königliche Person mit wenig Starallüren. Und wir erinnern uns an Bilder von Diana, in denen sie ihre Emanzipation über die Wahl ihrer Kleidung auszudrücken pflegte. Denn ihre wirklich tollen Looks stammen aus den Jahren, in denen sie nicht mehr so viel einstecken und nicht mehr so viel kämpfen musste. Als sie erwachsen geworden war.
Die meisten der Kleidungsstücke, die Amanda für Diana anfertigte – Kaschmirpullover, Lederhosen – wurden nie fotografiert. Instagram gab es noch nicht. Offensichtlich. Bei den meisten Outfits sind wir also auf die Erzählungen und Erinnerungen der Designerin angewiesen. «Ich werde nie vergessen, wie ich sie das erste Mal in ihren Radlerhosen gesehen habe», sagt sie. «Sie trug einen ecrufarbenen Kaschmir-Pullover mit Satinbündchen von mir darüber, und ich fand, dass er alles an ihr verkörpert. Sie sah einfach so schick aus. Sie war ihrer Zeit weit voraus.»
Diese berühmten Athleisure-Bilder stehen für Dianas Selbstbewusstsein. «Sie hatte ihre Sloane-Phase mit den romantisch gerüschten Tortenkragen hinter sich gelassen». Wakeley weiss: «Diana nutzte Kleidung, um sich selbst zu stärken». Irgendwann wusste sie, was sie wollte und was sie tragen konnte.
Dieses Jahr wäre Diana 60 geworden. Wir hätten gerne gewusst, was sie heute tragen würde –, gesehen, wie sie dem Alter begegnet wäre.