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Harnverlust bei Belastungsinkontinenz
Harnverlust bei körperlicher Anstrengung nennt man Belastungsinkontinenz.
Dabei zählen das Heben von Lasten, Springen, Turnen, Tennisspielen, Bergabgehen oder Husten, Niesen und Lachen als körperliche Anstrengungen.
Es gibt drei Hauptursachen für eine Belastungsinkontinenz
Der erste Grund für den unfreiwilligen Urinverlust liegt in der mangelnden Funktion der Harnröhren- und Beckenbodenmuskulatur. Die Muskulatur reagiert zu schwach oder zu langsam, um dem plötzlich eintretenden Anstieg des Blasendrucks standzuhalten. Nach den Wechseljahren sind Gewebeabbau und sehr dünne Schleimhäute die häufigsten Ursachen der Belastungsinkontinenz. Grund ist der Abfall des weiblichen Hormons (Östrogen) im Blut. Der dritte Hauptgrund ist die Bindegewebsschwäche sowie eine Erschlaffung der Aufhängebänder der Harnröhre.
Mögliche Ursachen sind eine angeborene Bindegewebe- oder Muskelschwäche sowie Gewebeschwund infolge Östrogenmangel oder Alterung. Ursachen können aber auch Belastungen und Überdehnungen des Beckenbodens bei chronischem Husten oder während Schwangerschaft und Geburten sein.
Für die Behandlung bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:
- Kugeln und Elektrostimulation als Hilfsmittel
- Beckenboden- und Vibrationstraining mit "Galileo"
- Pessare
- Hormone
- Operationen
Weitergehende Informationen dazu sind unter den Navigationspunkten "Konservative Behandlung" und "Operative Behandlung" aufgeführt.