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Was sind Feuermale?
Ein Feuermal, auch Naevus flammeus oder kapilläre Malformation genannt, ist eine gutartige, fleckförmige (man kann sie nicht spüren) Hautveränderung mit rötlich bis rot-violetter Farbe. Es handelt sich um eine angeborene Fehlbildung der feinen Blutgefässe der Haut, die erweitert sind und im Verlauf dicker und dunkler werden können.
Feuermale sind nicht schmerzhaft. Sie können überall am Körper vorkommen. Die weitaus häufigsten Lokalisationen sind Gesicht und Hals. Häufig ist nur eine Körperseite oder ein Körpersegment betroffen. Meistens treten Feuermale isoliert auf, also nicht in Zusammenhang mit anderen Erkankungen.
Wie häufig sind Feuermale?
Feuermale zeigen sich bei ca. 1-3 von 1000 Neugeborenen.
Gibt es Komplikationen von Feuermalen?
Feuermale sind immer gutartig und werden nicht grösser, sondern wachsen lediglich mit dem Körperwachstum mit. In den meisten Fällen handelt es sich um eine isolierte Fehlbildung an der Haut, die ohne weitere Einschränkungen auftritt. In gewissen Fällen können Feuermale, insbesondere wenn sie an gut sichtbaren Körperstellen auftreten, zu psycho-sozialen Belastungen führen.
In seltenen Fällen liegen neben dem Feuermal auch andere Erkrankungen vor, sogenannte
Begleitfehlbildungen. Bei typischen Kombinationen verschiedener Erkrankungen spricht man von Syndromen ( z.B. Sturge-Weber-Syndrom).
Ein unbehandeltes Feuermal kann im Laufe der Zeit manchmal kleine gutartige Gefässknötchen bilden, die leicht bluten. Diese können mit Vereisung (Kryotherapie) oder Lasertherapie behandelt, bzw. chirurgisch entfernt werden.
Wie können Feuermale behandelt werden?
Aufgrund ihrer gutartigen Natur, benötigen Feuermale nicht zwingend eine Behandlung. Viele Patienten wünschen sich aber eine Behandlung aus kosmetisch/psychologischen Gründen. Die effizienteste Therapie von Feuermalen ist die Lasertherapie. Mittels eines sog. Farbstofflasers (Flashlamp Pulsed Dye Laser) können Feuermale aufgehellt werden. Alternativ oder ergänzend zur Lasertherapie lassen sich die Feuermale teilweise mit einem speziellen Make-up, der sogenannten „Camouflage“, kaschieren.
Wo können Feuermale behandelt werden?
Die Therapie von Feuermalen bedingt eine fundierte Expertise. Kinder mit Feuermalen sollten in spezialisierten pädiatrischen Zentren behandelt werden, welche nebst der entsprechenden fachlichen Expertise auch eine kindgerechte Infrastruktur, wie beispielsweise speziell für die Betreuung von Kindern ausgebildetes Pflegepersonal, haben. Wichtig vor allem ist eine Narkoseabteilung mit einem speziell für Kinder ausgebildeten Narkose-Team, denn bei jüngeren Kindern wird eine Lasertherapie in der Regel in einer kurzen Narkose oder Analgosedation durchgeführt.
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