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Don't Change Your Hair For Me – Swing Jazz
Sandy Patton (voc), Antonia Giordano (g, voc), Thomas Dürst (b) und Peter Schärli (tp)
"Don't change your hair for me not, if you care for me" lautet eine Songzeile aus einer der bekanntesten und meistgespieltesten Jazzballaden - "My Funny Valentine" - des Songschreibers Richard Rodger. Jazzgrössen wie Ella Fitzgerald, Miles Davis und Chet Baker prägten mit ihren Interpretationen Text und Melodie tief ins kollektive Unterbewusstsein von Generationen von HöhrerInnen ein. Wer da anknüpfen will, muss schon sehr genaue Vorstellungen davon haben, wie er oder sie mit den Stimmungen, die der Song evoziert, umgehen will.
Der Trompeter und Flügelhornist Peter Schärli hat damit keine Probleme: er kennt den Song so genau wie seine berühmten Interpretinnen und Interpreten, und er weiss auch um seine eigenen Stärken. Schärli ist mit seiner hohen Klangkultur ein Spezialist für gefühlvolle Balladen à la "My funny Valentine". Einen gleichgesinnten Partner hat Schärli in seinem langjährigen Bandkollegen Thomas Dürst gefunden, der mit seinem Kontrabass nicht nur ausgezeichnet zu swingen versteht, sondern auch lyrische Stimmungen hervorragend spielen kann. Perfekt passt auch die Gitarristin und Sängerin Antonia Giordano vom Ausdruck her zwischen Schärlis melancholische Linien und Dürsts solides Fundament. Die amerikanische Sängerin Sandy Patton (sie tourte in den siebziger Jahren mit Jazzgrössen wie u.a. Dizzie Gillespie, Buddy Tate und Earl "Fatha" Hines) hat ihre Wurzeln dort, wo auch die Vorlieben der übrigen Bandmitglieder liegen: in der klassischen Jazzsängerinnentradition, wie sie Ella Fitzgerald begründete.
„ ... Die Gruppe nennt sich "Don't Change Your Hair For Me", und auch dieser Name ist nicht erfunden, sondern gefunden: ... "Is your figure less than Greek? / Is your mouth a little weak? / When you open it to speak are you smart? / But don't change your hair for me / Not if you care for me / Stay little Valentine, stay...". Keinem, der halbwegs bei Verstand ist, ist das als auch nur passable Lyrik anzudrehen; aber bei allen Göttern Griechenlands und Hollywoods, es wird Kunst draus, bei Chet Baker, whose melody lingers on, und bei Peter Schärli und Sandy Patton auch. Welches alchemistische Geheimnis hinter dieser Verwandlung von Scheisse in Gold auch immer steckt.
“
Peter Rüedi - 20. April 1995 Die Weltwoche
Datum / Uhrzeit
- Sa, 12. Dezember 2015 - 20:30
Preise
- Erwachsene: 33.00 CHF
- Jugendliche (bis 20 J.): 18.00 CHF