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Manchmal helfen simple Methoden dabei, der Aufschieberitis ein Schnippchen zu schlagen. Die folgenden Tipps bauen auf wirksamen psychologischen Prinzipien auf. Sie haben bereits vielen Schüler/innen und Studierenden dabei geholfen, endlich mit dem Lernen oder dem Schreiben einer Arbeit anzufangen und dranzubleiben.
Tipp 1: Erleichtere dir den Anfang
Wenn du denkst "Ich habe keine Lust, ich bin zu müde", dann trenne das Anfangen und Weitermachen. Überwinde dich nur für den Beginn: Stelle dir einen Wecker auf 10 Minuten und lege einfach los mit der Arbeit. Wenn du nach 10 Minuten nicht reingekommen bist, brichst du das Lernen oder Schreiben ab. Vielleicht bist du nach den ersten Minuten plötzlich in der richtigen Stimmung, um noch etwas weiterzumachen...
Tipp 2: Erledige eine Aufgabe und schiebe neun weitere auf
Wenn du denkst "ich kann das nicht", dann schreibe dir 10 Aufgaben auf, die du ganz sicher erledigen kannst und die dich bei deinem Projekt einen Schritt weiterbringen. Vielleicht denkst du "ich kann nicht schreiben" oder "ich weiß gar nicht, wie so eine Arbeit aussehen muss"? Dann notiere dir Aufgaben wie:
- Ich gestalte das Deckblatt
- Ich suche zu Unterkapitel xy drei Artikel
- Ich lese Artikel z und fasse sie in einigen Stichworten zusammen
- Mit Hilfe der Stichworte schreibe ich eine erste, schlechte Version von Unterkapitel xy etc.
Erledige eine Aufgabe - vielleicht die, die dir am leichtesten fällt - die anderen 9 darfst du noch aufschieben. Mehr zu dieser Methode findest du im Artikel "Anpacken statt Aufschieben".
Tipp 3: Du musst das Rad nicht neu erfinden - schau bei anderen ab!
Wenn du denkst "ich weiß gar nicht, wie man so eine Arbeit schreibt", dann guck einfach bei anderen ab! Kopiere dir das Inhaltsverzeichnis von fünf anderen Bachelor- oder Maturarbeiten an deiner Fakultät oder Schule, damit du siehst, wie solche Arbeiten aufgebaut sind. Kopiere dir von fünf Arbeiten das Unterkapitel "Hypothesen", damit du weißt, wie du diese formulieren musst etc. Über konkrete Beispiele lernst du mehr als über eine abstrakte Wegleitung.
Tipp 4: Eine schlechte Erstversion ist Gold wert!
Wenn du denkst "ich kann nicht formulieren!", dann schreibe zuerst eine - um es mit den Worten von Ernest Hemingway zu sagen - beschissene Erstversion. Von dieser ersten schlechten Version aus schreibst du am nächsten Tag eine bessere. So machen das die meisten Schriftsteller: Sie nehmen sich nie zu viel auf einmal vor. Zuerst denken sie nur darüber nach, was sie schreiben wollen - und erst im zweiten Schritt, wie sie schöne Formulierungen und tolle Sätze hinbekommen!
Tipp 5: Stell dich deinen Gefühlen
Wenn dich negative Gefühle überfallen und du am liebsten gleich wieder mit Lernen oder Schreiben aufhören möchtest, dann schreibe einfach alles auf, was du fühlst und denkst. Zum Beispiel: Oh Gott! Ich schaffe das nie! Alle anderen sind viel weiter und viel schneller. Ich bin so ein Versager, ich könnte gleich anfangen zu flennen! - Schreibe einfach 10 Minuten drauflos und lass deinen Gefühlen freien Lauf. Studien zeigen, dass sich Ängste dadurch reduzieren lassen und man sich danach besser auf die Aufgabe einlassen kann.
Tipp 6: Nimm dir frei!
In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Studierende beim Schreiben und Lernen besser vorankommen, wenn man die Arbeitszeit beschränkt. Sogar Doktoranden kamen in einer Studie rascher mit Ihrer Dissertation voran, wenn sie angewiesen wurden, täglich, aber nur für 30 bis 60 Minuten zu schreiben. Anstatt also immer darüber nachzudenken, was du alles tun müsstest und dir den ganzen Tag dafür freizuhalten und diesen dann zu vertrödeln: Reserviere dir kurze Zeiten für das Lernen oder Schreiben und mach den Rest der Zeit etwas Schönes oder chille ohne schlechtes Gewissen!
Tipp 7: Arbeite nicht zu Hause
Wenn du zu Hause ständig abgelenkt wirst, dann arbeite woanders! Bleib nach dem Unterricht noch in der Schule. Geh in die Bibliothek. Arbeite im Café. Die ungewohnte Atmosphäre kann dich beflügeln. Vor allem aber gilt: Wenn du extra in die Bibliothek gegangen bist oder dir einen Kaffee bestellt hast, wirst du nicht nach 5 Minuten zusammenpacken, nur weil du gerade keine Lust hast.
Clever und mit Freude lernen statt aufschieben!
Möchtest du wissen, wie du dir den Anfang erleichtern kannst, beim Schreiben und Lernen schneller vorankommst und dich von Prüfungsstress und deiner Aufschieberitis verabschiedest? Dann sind unsere Bücher genau das Richtige für dich. Das Buch "Vom Aufschieber zum Lernprofi" richtet sich an ältere Schüler/innen und Studierende. Das Buch "Clever lernen" an Schüler/innen ab 12 Jahren.