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Kalifornier in der Zeit der Spanischen Grippe / Foto: Mill Valley Public Library, Lucretia Little History Room / Annual Dipsea Race, Spiegel
Anfang 1918 hatte ein Arzt in Kansas einen aggressiven Erreger bei seinen Patienten diagnostiziert. Sie litten an auffällig hohem Fieber, Kopfschmerzen und quälendem Husten. Innerhalb weniger Tage erkrankten im US-Stützpunkt Fort Riley mehr als 500 Männer. Soldaten, Verletzte und Kriegsgefangene trugen das Virus rasch in den letzten Winkel der Welt. Am Ende rafften die Spanische Grippe etwa 50 Millionen Menschen dahin und verursache mehr Todesopfer als der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht, die Umstände 2020 sind anders als 1918. Unsere beiden Lehrer, Lukas Bühler und Richard Häni, haben dennoch zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches und interessantes Projekt auf die Beine gestellt und einen Vergleich der Spanischen Grippe mit Covid 10 angestellt. Die möglichen Leitfragen sowie die detaillierte Aufgabestellung, welche die vier beteiligten Klassen am Gymnasium Liestal im Rahmen eines im Fernunterricht geschriebenen Geschichtsessays bearbeiteten finden Sie HIER. Daraus resultierten die folgenden Projekte:
Arbeitsauftrag «Benotete Arbeit über COVID» (PDF)
2 Beispiele für Essays, die von den Schüler*innen verfasst wurden:
PDF GS_Essay Emily_Maximiliane_1B
Beispiel für ein Zeitzeugen-Interview:
Interview_Emily_Maximiliane (PDF)
Videos von verschiedenen Präsentationen:
Thema 1: Vergleich «Wirtschaft»: https://youtu.be/UZf8CXVc4x8
Thema 2: Vergleich «Biologie»: https://youtu.be/_6IvhP1mHmw
Thema 3: Vergleich «Verschwörungstheorien»: https://youtu.be/H_5342GpFi8
Der Fernunterricht und die Entscheidung des Kantons, ab dem 16. März 2020 die Leistungen der Schülerinnen und Schüler nicht zu benoten, haben es ermöglicht, neue Unterrichtsformen auszuprobieren, die im regulären Unterricht nicht möglich gewesen wären. So hat die Schulleitung kurzfristig ein Klassenprojekt bewilligt, für das die Lektionen zweier Fächer zusammengelegt wurden. Die bilinguale Klasse 3M-SI entschied sich gemeinsam mit ihren Lehrpersonen Alain Zumbiehl (Physik) und Suzanne Forel (Geografie) für ein Thema mit starkem Aktualitätsbezug: «Wie wird das Leben nach Corona aussehen?». Hier weitere Einblicke in einige Resultate:
Alle am Projekt Beteiligen blicken auf positive Erfahrungen zurück. Die SuS haben es geschätzt unabhängig und in Gruppen an selbst gewählten Themengebieten zu arbeiten. Dazu verwendeten sie eine Arbeitsmethode, die sich am «Problem Based Learning» orientiert. Ihre intrinsische Motivation wurde bei der Präsentation ihrer Resultate via Videokonferenz besonders deutlich. Die Lehrpersonen ihrerseits schätzten die Zusammenarbeit und die Aufhebung der drohenden Isolierung, die sich durch das Projekt und die neu erprobte Methode ergab.
Die Klassen 1Be, 2Wb, 2MW und 3W erhielten von ihrem Lehrer Frederik Sulser im Rahmen des Fernunterrichts folgende Aufgabenstellungen:
1. Klasse: Suchen Sie zwei Hollywoodszenen aus und berechnen Sie, ob die Szenen in Realität funktionieren könnten oder ob getrickst wurde.
2. Klasse: Zeigen und erklären Sie ein physikalisches Experiment in einem Video, ohne dass Sie sich oder Ihrem Umfeld Schaden zufügen ;-)
3. Klasse: Zeigen Sie 3 optische Täuschungen in einem kurzen Video, in welchem Sie die Täuschung auch verständlich erklären.
Nachfolgend die Gewinnervideos der Wettbewerbe verlinkt mit Nanoo-TV
1. KLasse: Simon und Titus 1Be - «Fake or Real – der Hollywoodcheck"
2. Klasse: Lars und Marco 2Wb -«Hau den Zucker – ein Physikexperiment» (dicht gefolgt von Florence und Leonce 2MW - «Wie bekämpfe ich Lärm mit Lärm – Noise Cancelling»
3. Klasse: Michelle, Illaria, Gianna 3W - «Augium, das Museum der optischen Illusion»
Liebe Leserin, lieber Leser
Wir freuen uns sehr, Ihnen die Möglichkeit eines Einblicks in die Projektarbeiten des Akzentkurses »WOHNEN« zu bieten. Die beteiligten Schüler*innen haben sich in den Lockdown- und Fernunterrichtwochen mit dem Themen »Nachhaltigkeit« und »Minimalistische Wohnformen« beschäftigt. Daraus erwuchsen persönliche, kreative Umsetzungen in den eigenen vier Wänden. Wagen Sie einen Blick in unser Fanzine, lassen Sie sich durch die Fülle an Ideen inspirieren und begeistern. Die interaktive Broschüre können Sie unter folgenden Links im E-Book-Format oder als .pdf-Datei runterladen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Stöbern, Blättern oder dem Sichten der Videos! Ihr Akzentkurs-Redaktionsteam, Rahel Graf, Lukas Bothe
Die chicas der 2SW haben in Partnerarbeit "Coronarules"-Poster gestaltet und so den spanischen Imperativ geübt.
Im interdisziplinären Akzentkurs «Möglichkeiten und Grenzen der modernen Medizin» interviewten Schülerinnen und Schüler während des Fernunterrichts unter anderem Experten zu Themen wie Covid 19, der Telemedizin oder geschlechtsangleichende Operationen.
So kam beispielsweise ein live-Interview über Teams zum Thema Covid 19 mit Prof. Dr. R. Neher, Forschungsgruppenleiter am Biozentrum der Uni Basel, mit rund 80 Teilnehmenden zustande. Der Telemediziner Dr. M. Puntschuh von Medgate Basel berichtete, wie er seine Patienten per Videocall behandelt. Der folgende Link zeigt einen Ausschnitt (6 min) aus dem Interview mit Dr. D. Garcia, Leiter Geschlechtervarianz am Unispital Basel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
Die Klasse 2SW hat sich selbst porträtiert. In Zeiten von Fernunterricht und Quarantäne. Mit dem Blick in den Spiegel hat das Selbstporträt gestartet und die gezeichneten und gemalten Bilder wurden anschliessend zerlegt, verzerrt, neu zusammengesetzt. Mit Farbe, Intensität und Kreativität!
Das Getty Museum in Los Angeles hat die Challenge ausgerufen, zu Hause Kunstwerke mit vorgefundenen Gegenständen nachzuahmen. In den sozialen Medien findet man unter #gettychallenge viele interessante und lustige Umsetzungen. Auch Schülerinnen des Gymnasiums haben sich der Herausforderung gestellt, zu Hause mit vorgefundenem Material ein Kunstwerk nachzustellen.
Schülerinnen und Schüler der 2. FMS Berufsfeld Kunst schnitzten aus einem Stück Seife ein kleines Kunstwerk in Anlehnung an die Kamillenpflanze.
Arbeitsauftrag für die Klasse 2LW
Untersuchen Sie Ihren Kühlschrank, die Schubladen Ihrer Küche, das Gewürzregal, den Früchtekorb und den Vorratskasten auf Lebensmittel hin, die Sie für diese Aufgabe verwenden und umdeuten können. Endlich dürfen Sie auch mit dem Essen spielen! Vielleicht wird der Griessbrei zu einer Skipiste und die Polenta neben der klaren Bouillon zu einem Sandstrand? Was braucht es noch, damit Johan auf eine Skitour geht und das Ehepaar Huber aus Niederdorf sich im Schatten einer Palme entspannt? Setzen Sie Ihre Szene in ein interessantes Licht und fotografieren Sie sie. Geben Sie zum Schluss Ihrem Bild einen Titel, welcher den Witz oder die Ironie der Szene zum Ausdruck bringt. Die äusserst kreativen Umsetzungen der Schülerinnen und Schüler finden Sie hier : (pdf)
Der Naturalismus - anhand der Novelle Bahnwärter Thiel von Gerhart Hauptmann - gestaltet als MineCraft-Welt - Link
Die Aufgabe an die Klasse 5KSW in Vorbereitung auf die mündlichen Abschlussprüfungen in Deutsch lautete, eine Literaturepoche vorzustellen und dabei kreativ die Elemente der Epoche selbst in eine Präsentation einzubinden (z.B. ausgewählte Stellen vorlesen). Dann kam Corona und die Präsentation musste digital zugänglich sein und weiterhin kreativ gelöst werden.
Normalerweise würde unser Chor jetzt intensiv Teile aus dem Verdi-Requiem proben und sich parallel dazu auf das Europäische Jugendchorfestival vorbereiten. Letzteres ist abgesagt, vorerst ruht die Probenarbeit.
Die Schülerinnen und Schüler haben glücklicherweise nicht aufgehört zu singen. Die beiden Chorleiter Lucia Germann und Michael Zumbrunn haben ihre Schüler gebeten, das bereits zuvor einstudierte Volkslied La Youtse noch einmal zu üben. Im stillen Kämmerlein nahmen alle Chorsänger*innen ihre Stimme auf und fanden sich auf der folgenden Aufnahme als Chor wieder. (Link mp3)
Das Ergebnis ist vielleicht nicht perfekt, aber auf jeden Fall berührend – und tröstend in dieser sonderbaren Zeit.
Die Liestaler Künstlerin Esther Dalhäuser hat der Klasse F2b einen Workshop in abstrakter Malerei offeriert. Motiviert erlernten die Schüler*innen neue Techniken mit Acrylfarbe und Spachtel auf Leinwand. Am Abend vor den Sommerferien, dem 28. Juni, fand im Galerie-Geschäft „Jerosso“ von Esther Dalhäuser die Vernissage mit Familie und Bekannten statt. Die attraktiven Bilder konnten gekauft werden, die Klasse darf über den beachtlichen Erlös frei verfügen.
Im Anschluss an ihre Projektarbeiten organisierten die Schülerinnen der Klasse 3WZ eine Ausstellung in der Oberen Fabrik in Sissach. In den beeindruckenden Räumlichkeiten inszenierten sie ihre vielfältigen Kunstwerke zum Thema Körper. Diese beinhalteten eine mythische Zentaur-Skulptur aus Draht, eine Fotoserie über Emotionen in den Augen, eine kunstvoll überarbeitete Schaufensterpuppe, eine Serie über expressionistisch gemalte Portraits, sowie durch Yves Klein inspirierte Körperdrucke und verschiedene Flügeldarstellungen. Die Ausstellung wurde von vielen Besucherinnen und Besuchern bestaunt, die auch sehr an den kunsthistorischen und -theoretischen Dokumentationen interessiert waren. Mit Barbetrieb, Apéro und etwas Musik wurde es ein gemütlicher und erfolgreicher Abend, auf den mit Freude zurückgeblickt werden kann.