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Kornelkirsche (Tierliboum)
Die Kornelkirsche ist ein in Südeuropa und Teilen von Mitteleuropa weit verbreiteter Großstrauch oder Baum, der auch in der Schweiz – meist angepflanzt – häufig anzutreffen ist. Die Wuchshöhe beträgt im Alter von 25 Jahren gut 4 m, mit 50 Jahren erreicht sie knapp 8 m. Die Stämme werden 15–20 cm dick. Die anfangs gelbgraue Rinde bildet später eine in dünnen, verbogenen Schuppen abstehende und abblätternde Borke. Die Wurzeln dringen tief in den Boden ein, bilden aber auch oberflächlich ein intensives Wurzelsystem, das allerdings durch Überschwemmung, Bodenverdichtung oder Salz leicht geschädigt wird.
Die Blüten sind goldgelb und stehen in kleinen, an der Basis mit vier gelben Tragblättern versehenen Dolden. Jede einzelne Blüte hat die charakteristischen vier Blütenblätter wie alle Hartriegelgewächse. Sie erscheinen von Februar bis April vor den Blättern am alten Holz. Die Blütenknospen werden schon im Herbst angelegt, deshalb gibt es zwei verschiedene Winterknospen: Die länglichen Blattknospen und die kugelig geformten zukünftigen Blütenstände. Die daraus entstehenden Früchte sind glänzend rot, länglich und etwa 2 cm lang, enthalten rotes Fruchtfleisch und einen länglichen Steinkern, sind essbar und säuerlich. (Quelle: Wikipedia)
Essbarkeit
Früchte: Die Kornelkirsche hat von Juli bis Oktober einen auffallend roten Fruchtschmuck. Die Früchte kann man wie Kirschen direkt vom Baum naschen. Man sollte jedoch nur die Früchte ernten, die sich nahezu von allein vom Strauch lösen oder durch Schütteln herabfallen. Dies sind die Früchte, die ausgereift sind und reichlich Süße besitzen. Sie sind dunkelrot. Unreife Früchte sind sehr sauer. Man verarbeitet die reifen Früchte gern zu Fruchtsäften, zu Kompott, Gelees oder Fruchtmarmeladen. Den Saft verwertet man auch weiter zu Wein und Schnaps, oder man setzt mit den Früchten Liköre und andere Spirituosen an. Zuweilen schneidet man die Kerne heraus, halbiert die Früchte und bestreut sie nach Belieben mit Zucker, so kann man sie auch bis zu vier Tagen im Kühlschrank lagern. Zur Bevorratung und zur Teebereitung werden die entkernten Früchte auch getrocknet. Von Juli bis August eignen sich die reifen und unreifen Früchte zum Einlegen in Essig oder Öl und erinnern so an eingelegte Oliven.
Blätter: Auch aus den Blättern der Pflanze stellt man von März bis April mit anderen Kräutern gemischt einen Tee her.
Blüten: Von Februar bis März verwendet man die Blüten als Aroma für Spirituosen oder als Tee.
Samen: Aus dem gerösteten Samen der Früchte kann man von Juli bis Oktober eine Art röstbitteren Kaffee mahlen.