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Wenn in einer Woche jeden Tag bestimmte Ereignisse geschehen, kommt am Samstag das Sams in die Stadt und wer seinen Namen als erstes errät, darf es für eine Woche behalten.
Klappentext:
Herr Taschenbier ist ein ängstlicher Mensch. Er fürchtet sich vor seiner Zimmerwirtin, vor seinem Chef und überhaupt vor allen Leuten, die schimpfen und befehlen – bis ihm eines Samstages ein Sams über den Weg läuft und kurzerhand beschliesst, bei ihm zu bleiben. Das Sams ist ein furchtloses, fast respektloses Wesen, das sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt, das überall freche Bemerkungen macht und zurückschimpft, wenn andere schimpfen. Herrn Taschenbier ist das anfangs furchtbar peinlich und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sans wieder loszuwerden. Aber seltsam: Je länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto lieber gewinnt er das Sams. Und am Schluss wird aus dem braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein selbstbewusster Mensch, der gelernt hat, sich zu behaupten.
Der Roman «Eine Woche voller Samstag» von Paul Maar handelt von dem Zusammentreffen des ängstlichen Herrn Taschenbier und dem frechen Sams. In Herrn Taschenbiers Woche geschehen passend zum Wochentag jeweils besondere Ereignisse, bis er an einem Samstag im Dorf das Sams trifft. Eigentlich will Herr Taschenbier das Sams nicht behalten, weil es sonst Probleme mit seiner Zimmerwirtin geben würde, aber irgendwie wächst ihm das Sams ans Herz. Als er dann merkt, dass das Sams Wünsche erfüllen kann, ist er begeistert. Nach einer Woche muss das Sams leider wieder gehen und beide freuen sich auf die nächste Woche.
Herr Taschenbier wohnt in einem Zimmer der strengen Frau Rotkohl. Sie ist für Herrn Taschenbier wie eine Diktatorin, doch der ängstliche Herr Taschenbier traut sich nie etwas gegen sie zu sagen, weil er angst hat, dass sie ihm kündigen könnte. Ohne dass es Herr Taschenbier bemerkt, passiert jeden Tag ein passendes Ereignis zum Wochentag, nämlich: Am Sonntag Sonne, am Montag Herr Mon mit Mohnblumen, am Dienstag Dienst, am Mittwoch Wochenmitte, am Donnerstag Donner, am Freitag frei und am Samstag Sams. Doch Herr Taschenbier wusste dies nicht. Als Herr Taschenbier zufällig am Samstag spazieren geht, sieht er einen Menschenkreis, der um Etwas herumsteht. Weil er aber zu klein ist, sieht er nicht. Es hört nur aus der Mitte eine freche Stimme, die sehr respektlos alle verspottet. Als eine etwas dickere Frau beleidigt davonläuft, schlüpft Herr Taschenbier schnell in die entstandene Lücke. Er sieht das Sams auf dem Boden sitzend. Nach kurzem Nachdenken fällt ihm ein: «Du musst ein Sams sein. » Das Sams war sehr verblüfft, aber schliesslich seinen neuen Papa schnell ins Herz. Herr Taschenbier probiert erst das Sams wieder los zu werden, doch schon nach kurzer Zeit merkt er, dass er es wohl oder übel behalten muss. Es gab aber noch mehr Probleme. Eines davon war, dass das Sams alles auffrisst. Herr Taschenbier musste es sich wünschen, dass das Sams damit aufhört, aber es kam trotzdem noch vor, obwohl Samse eigentlich Wünsche erfüllen können. Ein anderes Problem war, dass das Sams immer reimt und dann die Reime in starker Lautstärke rumbrüllen muss. Und das, obwohl in den Texten auch andere Leute beleidigt wurden. Herr Taschenbier schämte sich anfangs dafür, aber nach einer Zeit hatte er sich daran gewöhnt. Nachdem sich das Sams und Herr Taschenbier besser kennen gelernt haben, braucht das Sams noch Kleider. Sie gehen zusammen ins Einkaufszentrum. Im Einkaufszentrum richten sie eine so grosse Unordnung an, dass am Ende der Feueralarm ausgelöst wird und die Feuerwehr kommt. Das Sams und Herr Taschenbier erleben viel verrückte Dinge zusammen und Herr Taschenbier schliesst das Sams immer mehr in sein Herz. Wie sich nachher herausstellt, können die blauen Punkte im Gesicht des Sams Wünsche erfüllen. Das ist auch der Grund, weshalb das Sams nur auf Herrn Taschenbier hört, wenn er «Ich wünsche,…» vor sein Anliegen setzt. Jedoch geht bei jedem Wunsch ein blauer Fleck weg. Am Ende des Buchs hat das Sams noch zwei Flecken im Gesicht. Herr Taschenbier weiss, dass das Sams nach einer Woche wieder gehen muss. Er wünscht sich eine Waschmaschine, die dann auch gleich per Post geliefert wird. Doch als Herr Taschenbier die Maschine anschalten will, findet er keinen Knopf oder Hebel. Er fragt das Sams, wie man sie einschaltet. Das Sams muss feststellen, dass sich Herr Taschenbier keinen Knopf oder Hebel gewünscht hat. Schnell sagt Herr Taschenbier, dass er gerne einen Knopf hätte, doch es geschieht nichts. Sie müssen zusammen feststellen, dass die beiden Punkte keine einzelnen Punkte waren, sondern ein Doppelpunkt, der für grosse Wünsche geeignet ist. Somit war der letzte Wunsch aufgebraucht und das Sams muss ihn jetzt verlassen. Beide hoffen, dass es bald wieder eine Woche mit allen Ereignissen gibt und dass sie sich bald wiedersehen.
Mir gefällt, dass Paul Maar das Buch mit einem guten Humor geschrieben hat. Ich finde es lustig, wie das kleine, freche Sams alle verspottet und immer den richtigen Spruch und den richtigen Reim bereit hat, um die andere Person noch wütender zu machen.
Dieser Abschnitt ist typisch für den Roman:
Am Donnerstag wachte Herr Taschenbier von alleine auf. «Nanu», sagte er, «Weder Wecker klingeln noch Samssingen? » Er blinzelte nach der Uhr und stellte fest, dass es schon elf war. «Hätte ich denn singen sollen? », fragte das Sams. Es hatte Herrn Taschenbiers Gürtel an der Vorhangstange festgebunden und schaukelte daran hin und her. «Natürlich nicht. » Herr Taschenbier gähnte und reckte sich. «Ich fühle mich richtig schön ausgeschlafen. » «Habe ich mir gedacht», meinte das Sams schaukelnd. «Ich habe ganz leise gespielt. »
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Das einzige was man braucht, ist der richtige Humor. Das Buch ist einfach geschrieben. Man kann das Buch auch Kinder, die noch nicht lesen können, vorlesen.