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Tel Aviv/Kairo - Ägypten bemüht sich um eine Wiederaufnahme der Nahost-Friedensverhandlungen. Sowohl Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas reisten am Sonntag zu getrennten Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak nach Kairo.
Mubarak betonte vor den Gesprächen mit Netanjahu und Abbas die "Notwendigkeit, adäquate Bedingungen für die Gründung zweier Staaten" vorzubereiten, wie die ägyptische Nachrichtenagentur Mena meldete.
Vor seiner Abreise aus Jerusalem hatte Netanjahu gesagt, dass bei den Gesprächen darüber diskutiert werde, auf welchen Wegen die "direkten Friedensgespräche" zwischen Israel und den Palästinensern wieder aufgenommen werden könnten. Konkrete Ergebnisse wurden bei dem Gespräch aber nach Angaben von Beobachtern vor Ort nicht erzielt.
Die Arabische Liga verlangte schriftliche Garantien für die Palästinenser vor einer Wiederaufnahme der direkten Friedensgespräche. Die Araber seien im Gegensatz zur US-Regierung nicht der Meinung, dass alle Probleme in direkten Verhandlungen zu lösen seien, sagte Liga-Chef Amr Mussa.
"Es gibt keinen Automatismus für den Übergang von indirekten zu direkten Verhandlungen, wenn es in den Bereichen Sicherheit und Grenzen keine Fortschritte gibt", sagte Mussa weiter.
Kontakt nur über VermittlerDie Friedensverhandlungen liegen seit Israels Militäreinsatz im Gazastreifen im Dezember 2008 auf Eis. Derzeit haben Israel und die Palästinenser nur über Vermittler Kontakt. Massgeblich an den Vermittlungsbemühungen beteiligt ist auch der US-Sonderbeauftragte George Mitchell.
US-Präsident Barack Obama und Netanjahu hatten nach einem Treffen im Weissen Haus vergangene Woche gesagt, sie hofften auf direkte Gespräche noch vor dem Auslaufen eines israelischen Baustopps im Westjordanland im September. Die Palästinenser fordern von Israel einen vollständigen Siedlungsstopp und die vollständige Rückgabe aller nach dem Krieg von 1967 annektierten Palästinensergebiete.
SDA-ATS