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Seidenbandweberei. Bedeutende Ausfuhr von Brennholz
nach Basel.
Im Sommer beliebtes Ausflugsziel der Basler.
Von einem Hügel w. über dem Dorf schöne Aussicht auf Basel
und das Elsass.
Aus der Kirche von Hochwald stammt ein jetzt im Basler kunsthistorischen Museum befindliches Sakramentshäuschen in gotischem
Stil.
Alte Germanengräber bei der Ziegelscheuer. In der Umgebung von Hochwald hat man eocänen Kalkstein
mit Bruchstücken von Planorbis pseudoammonius aufgefunden, einem in der
Schweiz sehr seltenen Fossil, das aber anderswo (z. B.
bei Buchsweiler im Unter Elsass) häufiger auftritt.
Westl. unserer Abgrenzungslinie
Fondeierthal-Durannapass stehen graue Bündnerschiefer an, die wenig steile und abgerundete
Gipfelformen und von engen
Schluchten und wilden Runsen zerschnittene Hänge bilden, während ö. davon das Gebirge aus sehr
verschiedenen Gesteinen, besonders triasischen Kalken, Dolomit undSerpentin, aufgebaut ist und auch die
Gipfel durchschnittlich höher sind. Die Hochwanggruppe in unserer Umgrenzung hat mit ihren grossen Waldungen und Alpweiden
Voralpencharakter.
Die S.-Flanke ist steil und durch
Schluchten gegliedert; von der N.-Flanke zweigen einige Seitenkämme niederen Ranges ab,
die bald dachfirstförmig zugeschärft sind, bald als breite Bergrücken erscheinen. Die meist abgerundeten
Gipfel ragen nur wenig über die Kammlinien empor; nennenswert sind davon (von O.-W. gezählt) der
Kistenstein (2477 m), das
Matlishorn (2464 m), der
Kunkel (2418 m), Hochwang (2535 m), der
Montalin (2263 m) über
Chur und
Glattwang (2380 m) über
Jenaz.
Der Hochwang ist nicht nur der höchste Gipfel der Gruppe, sondern auch der zerrissenste, besonders an
seinem mit steilen Schieferwänden gegen
Valzeina abfallenden N.-Hang. Er bildet einen kleinen Bergstock für sich, zu dem
man noch den
Teufelskopf (2459 m) und
Gromserkopf (2395 m) rechnen kann. Der Hauptgipfel (2535 m) steht auf der Grenze zwischen
dem
Schanfigg einerseits und dem Thal von
Valzeina und
Jenazertobel andererseits. Sehr schöne Aussicht
auf einen weiten Gebirgskranz bis zum
Bernina- und Adulamassiv hin und auf einen grossen Teil des
Rheinthales bis
Disentis.
Von allen
Seiten her zugänglich, am leichtesten von
Furna im
Prätigau über die Alpweiden von
Zizers und
Igis in 4½
Stunden, oder auch von
Furna aus über den Sgärakamm (Wirtshaus, 3 km sw. über
Furna),
Wannenspitz,
Farneza und das Rothorn
in 3½ Stunden.
574 und 552 m. Zwei Gruppen von zusammen 6
Häusern,
etwas ö. der Strasse
Hochdorf-Rotenburg und 3,5 km nö. der Station Rotenburg der Linie
Luzern-Olten. 51 kathol. Ew. Bei Nieder
Hocken hat man im Jahre 1600 etwa 600 Stück Brakteaten (Blechmünzen) aufgefunden.
Hocken, Höcki bezeichnet ein Landgut
oder Landhaus.
oder
Schilthorn(Kt. Bern
und Wallis).
3297 m. Ziemlich bekannter Gipfel, in der dasBalmhorn mit der
Jungfrau verbindenden Kette zwischen dem
Lötschenthal und dem wilden
Gasterenthal. Wird oft bestiegen, am meisten und ohne
Schwierigkeit in 6 Stunden von
Ried imLötschenthal über den Lötschbergpassweg. Aussicht prachtvoll, dank seiner zentralen
Lage und der Nachbarschaft des düstern
Balmhorns, des majestätischen Lötschenthalgrates und des mächtigen
Bietschhorns.
Besteht aus einem Granitsockel, den dünne Dolomit- und Kalkschichten mit Verrucanoeinlagerungen und
zu oberst krystalline Schiefer überlagern. In den kleinen Thälchen am
SSO.-Hang der Kette steht der Granit überall an.
Spitze Sedimentmulde in krystallinem Gestein.
Stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, waren zuerst Eigentum des
Berner Schultheissen
Heinrich
Matten (1428-1508) und kamen nachher an die d'Affry in Freiburg.
Sind von einer niedrigen
Mauer umgeben.
Als der berühmte Ritter Melchior
Lussi nach der Heimkehr von seiner 1583 ausgeführten
Pilgerfahrt nach Jerusalem der
Welt entsagen und sich in das eben gestiftete Kloster zu
Stans zurückziehen
wollte, aber von seinen Verwandten daran gehindert wurde, erbaute er sich 1585 das Höchhaus.
Eine Nachahmung davon stand
im Schweizerdorf auf der Pariser Weltausstellung von 1900.