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Schauen wir uns den Sommerumsatz von zwei Unternehmen X und Y an, die beide am gleichen Urlaubsort ansässig sind.
Wenn wir direkt in X oder Y investieren, beeinflusst die Veränderung des Umsatzes den Gesamtertrag. Im Durchschnitt erzielen X und Y denselben Ertrag. Wir diversifizieren jedoch und investieren die Hälfte in X und die andere Hälfte in Y. Die Portfolioperformance kann wie folgt dargestellt werden.
Unsere Performance besteht jetzt aus der Hälfte von X und der Hälfte von Y, was fast gleichviel ist wie vorher. Die Volatilität hat jedoch wesentlich abgenommen, und unser Risiko-/Ertragsverhältnis hat sich wesentlich verbessert.
Wenn bekannt wird, dass X Eis und Y Schirme verkauft, ist klar, dass das Wetter bezüglich des Umsatzes der beiden Firmen ein bedeutender Risikofaktor ist, jedoch mit gegenteiliger Wirkung.
Faktoren, welche nicht auf alle Unternehmen gleich wirken, werden spezifisches Risiko genannt.
Da wir gleich viel Geld in X und Y investiert haben, haben wir das wesentliche spezifische Risiko der beiden Unternehmen ausgeschaltet und profitieren von der allgemeinen Tendenz beider Firmen. Jetzt werden die Umsätze nur noch von der Menge der Touristen, die Geld für Eis oder Schirme ausgeben, beeinflusst. Sozialwirtschaftliche Hintergrundsfaktoren wirken sich auf alle Unternehmen aus und werden Marktrisiko genannt.
Diese Faktoren beeinflussen ebenfalls die Schwankungen der Aktienkurse, da sie die allgemeine Markterwartung hinsichtlich zukünftiger Unternehmensergebnisse widerspiegeln.
Aktienkurse, die sich meistens in entgegengesetzte Richtungen bewegen, werden als negativ korreliert bezeichnet. Bei solchen Investitionen ist der Ausgleichseffekt der Diversifikation am ausgeprägtesten.
Diversifikationsvorteile können jedoch immer erzielt werden, wenn zwei Investitionen nicht genau positiv korrelieren.