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Exfoliativer kutaner Lupus erythematodes
Exfoliativer kutaner Lupus erythematodes (ECLE), auch bekannt als Schmetterlingsflechte, wurde beim Deutsch Kurzhaar und anderen Vorstehhunden wie den Braque de Bourbonnais bereits mehrfach diagnostiziert. Die genetische Ursache dieser Erkrankung ist noch nicht bekannt. Betroffene Hunde entwickeln typischerweise im Alter von acht Monaten klinische Symptome. ECLE-betroffene Hunde haben übermässig viele Schuppen, die zuerst im Gesicht auftreten, dann in den Ohren und auf dem Rücken und schliesslich auf den ganzen Körper übergreifen können. Im Laufe der Erkrankung beginnen die Haare auszufallen und die Haut verliert ihre Pigmentierung, vor allem um die Lippen und am oberen Teil der Schnauze. Die Läsionen verschlimmern sich und Hunde entwickeln eine starke Schuppung über den größten Teil des Körpers. Einige Hunde entwickeln große schmerzhafte Geschwüre an Rumpf oder Beinen. Aufgrund der vielen Hautveränderungen und des "überforderten" Immunsystems sind diese Hunde anfällig für bakterielle Hautinfektionen. Die Lymphknoten können recht groß werden, oft größer als ein Golfball. Die meisten betroffenen Hunde zeigen an einem Tag Lahmheit auf einem Bein und am nächsten Tag Lahmheit auf einem anderen Bein. Die Diagnose erfolgt durch die Untersuchung von Hautbiopsien unter dem Mikroskop. Die Erkrankung ist häufig so schwer, dass betroffene Hunde eingeschläfert werden müssen.
Wir möchten die genetischen Risikofaktoren für ECLE weiter erforschen und einen Gentest entwickeln, mit dem Anlageträger sicher erkannt werden können. Hierfür benötigen wir EDTA-Blutproben von möglichst vielen betroffenen Tieren sowie deren Eltern und Geschwister. Wir bitten hierzu Züchter, Besitzer und niedergelassene Tierärzte um ihre Mithilfe und die Einsendung von Proben.