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Kristoff mit Kraftakt zum Sieg in Flandern
- Sonntag, 5. April 2015, 17:28 Uhr
Nach einer 26 km langen Flucht hat der Norweger Alexander Kristoff seinen Fluchtgefährten Niki Terpstra in Schach gehalten und die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden. Es ist der erste Sieg für einen Norweger beim Klassiker.
Noch nie hatte ein Norweger den Klassiker in Flandern gewinnen können. Und der erste norwegische Triumph wollte auf den 264,5 km von Brügge nach Oudenaarde hart erarbeitet werden: Am Kruisberg, rund 26 km vor dem Ziel, vermochte Alexander Kristoff als einziger Fahrer auf einen Angriff von Paris-Roubaix-Sieger Niki Terpstra zu reagieren.
Sprint von der Spitze aus
Das Duo harmonierte bis kurz vor dem Ziel gut, wobei Katjuscha-Fahrer Kristoff je länger je mehr den Hauptteil der Führungsarbeit verrichtete. Peter Sagan und Greg Van Avermaet sassen dem Duo auf den letzten Kilometern im Nacken.
Kristoff zog sein Ding durch, lancierte in Oudenaarde den Sprint von der Spitze aus und konnte bald erkennen, dass Terpstra zu keinem Konter mehr fähig war. Der Norweger hatte seine starke Form bereits mit acht Saisonsiegen unter Beweis gestellt, in der Vorwoche gewann er die Rundfahrt «Drei Tage von de Panne» dank drei Etappensiegen. Er avancierte bei der Flandern-Rundfahrt zum Nachfolger von Fabian Cancellara, welcher das traditionsreiche Rennen 2010, 2013 und 2014 hatte gewinnen können.
Elmiger auf Rang 10
In Abwesenheit von Cancellara, der wegen seines Sturzes in Harelbeke pausieren muss, zeigte Martin Elmiger ein starkes Rennen. Der Schweizer war in der Verfolgergruppe einer der aktivsten Fahrer und belegte zum Schluss den 10. Rang. Es ist für den 36-jährigen Zuger die zweitbeste Klassierung bei der Flandern-Rundfahrt nach seinem 9. Platz im Jahr 2009.
Van Avermaet rettete die belgische Radsport-Ehre mit dem 3. Rang - seit 2001 stand immer ein Belgier auf dem Podest der Flandern-Rundfahrt. Mitfavorit Peter Sagan musste mit Platz 4 vorlieb nehmen.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 5.4.2015, 15:00 Uhr.