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Nach dem 6. Platz im Slalom ist ein Rennen vor Saisonende klar: Petra Vlhova gewinnt den Gesamtweltcup. Die grosse Kugel zu gewinnen erfordert Konstanz, Allroundfähigkeiten und ein starkes Nervenkostüm. Keine Athletin hat diese Kriterien in dieser Saison so erfüllt wie die Slowakin.
Der 25-Jährigen spielte im Saisonendspurt in die Karten, dass die Speedrennen beim Weltcupfinale in Lenzerheide dem schlechten Wetter zum Opfer fielen und so der zweitplatzierten Lara Gut-Behrami die Möglichkeit genommen wurde, Punkte gutzumachen. Auch kam der starken Technikerin entgegen, dass die technischen Disziplinen im Weltcup-Kalender übervertreten sind.
Kein Rennen ausgelassen
Trotzdem wäre es vermessen, nicht von einem verdienten Triumph zu sprechen. Der Gewinn der grossen Kugel ist für Vlhova der Lohn für ein unglaubliches Mammutprogramm, das sie in dieser Saison abgespult hat.
Die Slowakin liess in der gesamten Weltcup-Saison kein einziges Rennen aus. Dabei legte sie eine enorme Konstanz an den Tag. In 24 von 30 Rennen fuhr sie unter die ersten 12. Insgesamt 6 Mal stand sie zuoberst auf dem Podium, 4 weitere Podestplätze zieren ihr persönliches Saison-Palmarès. Zweimal schied sie aus.
Schon der Start in die Saison war der Allrounderin hervorragend geglückt: Dem dritten Rang in Sölden zum Auftakt in den Winter liess sie 3 Siege in Serie folgen. Die beiden Slaloms in Levi (FIN) und das einzige Parallel-Rennen in Lech-Zürs (AUT) wurden zur Beute der Slowakin.
Historischer Erfolg
Nach einer zwischenzeitlichen «Baisse» vor der WM in Cortina bewies Vlhova auch, dass sie über ein starkes Nervenkostüm verfügt. Just vor ihren Heimrennen in Jasna war sie Ende Februar in der Gesamtwertung von Gut-Behrami überholt worden.
Doch in der slowakischen Heimat meldete sich die 25-Jährige mit einem Sieg im Riesenslalom und einem 2. Platz im Slalom eindrücklich zurück. Eine Woche und 2 Slaloms in Are später stand die Slowakin wieder an der Spitze der Gesamtwertung.
Vlhova steht nach je einem 2. und 3. Platz in den vorherigen Saisons in der Sparte der Gesamtsiegerin erstmals zuoberst auf dem Podest. Für ihr Heimatland ist es ein historischer Triumph. Erstmals überhaupt gewinnt eine slowakische Skirennfahrerin den Gesamtweltcup.