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Solaranlage
Das ursprüngliche Vorhaben hatte vorgesehen den Überlauf des bestehenden Reservoirs, welcher neben dem bestehenden Brunnen zu Tal plätscherte, für den Antrieb einer Kleinturbine zu nutzen. Geringere Wassermengen, zufolge reduzierter Ergiebigkeit der speisenden Quellen sowie die Nutzung des Überlaufs der Quellen zur Realisierung eines Löschwasserreservoirs, im Zusammenhang mit den Brandschutzmassnahmen auf dem Waffenplatz St. Luzisteig, liessen die vorgesehene Nutzung zur Energieproduktion nicht mehr zu.
Wir entschlossen uns daher, eine Erweiterung der bestehenden Solaranlage ins Auge zu fassen. Diese Erweiterung umfasste nicht nur eine massive Vergrösserung der bestehenden Panelflächen, sondern auch eine Verlegung der Verteil- und Batterieanlage über dem seinerzeitigen Jauchekasten auf dem Niveau Erdgeschoss des Brunnenhauses. Mit dieser Erweiterung erfolgte der Einbau eines Stromwandels von der bisherigen Niederspannungsanlage auf eine 220 Voltanlage. Die gesamten Installationen wurden durch den Verein selbst mit eigenen Leuten unter Leitung von Rolf Hartmann durchgeführt, so dass lediglich der Kauf der technischen Komponenten unsere Rechnung belastete.
Dank dieser Neuanlage sind wir heute in der Lage, die Beleuchtung des Brunnenhauses (Wirtschaft) sowie den Betrieb von elektrischen Kleingeräten, Bohrmaschinen, Holzbearbeitungsgeräten sicher zu stellen.
WC Umbau
Mit Aufnahme des Restaurationsbetriebes in der Guscha-Wirtschaft stellte sich für den Verein das Problem einer ausreichend dimensionierten Abortanlage. Zum damaligen Zeitpunkt wählten wir, mangels einer eigentlichen Abwasseranlage, das System einer Trockenabortanlage wie sie vom damaligen EMD im Schiessplatz Cholloch am Ricken erstellt worden war . Mit der glücklicherweise stetig steigenden Besucherzahl, gelangte unsere Anlage bald einmal an deren Kapazitätsgrenze. Parallel dazu zeigte sich auch, dass aus Gründen der Sauberkeit und Hygiene eine andere Lösung gesucht und gefunden werden musste.
Der Generalversammlung des Vereins wurde in der Folge ein Projekt mit Kostenvoranschlag eines Neubaus der Anlage vorgelegt. Ziel: Teilverwendung der bisherigen Trockenabortanlage und Neubau je einer WC Anlage für Frauen und Männer im Untergeschoss (im ehemaligen Stall) der Trockenabortanlage unter Reduktion derselben auf zwei Einheiten.
Das heisst, diese neue WC Anlage ist nur bei Betrieb der Wirtschaft geöffnet. Ausserhalb der Öffnungszeiten der Wirtschaft ist die bisherige Trockenabortanlage im Betrieb.
Gleichzeitig wollten und mussten wir auch die Abwasserproblematik lösen. Dies erfolgte durch Verlegung eines Kunststofftanks, im Bereiche des alten, bestehenden Jauchekastens. Der Platzbedarf führte zwangsläufige zu einer Vergrösserung der bestehenden Umfassungsmauern. So wurde dann zweiseitig eine Stützmauer betoniert, welche mit einer Bruchstein-Vormauerung verblendet worden ist.
Durch diese Massnahme ergab sich auch eine notwendig gewordene Erweiterung des Werkplatzes vor dem Magazin, mit einem Wasseranschluss für den mobilen Elektrobetonmischer.
Der Bau der WC-Anlage samt Anpassungen der Trockenabortanlage erforderte nebst den erbrachten Eigenleistungen einen Mitteleinsatz in der Grössenordnung von zwei bis drei Brutto-Ertragsjahren in unserer Guschawirtschaft.
Dendrochronologie
Von den beauftragten Experten, Diplom-Ingenieur Raimund Rhomberg, (Architektur) und Dr. Klaus Pfeifer (Labor für Dendro(chrono)logie) wurde die Aufgabenstellung zur Datierung der Besiedlung der Guscha wie folgt umschrieben, (Wortlaut aus dem Originalbericht):
Unsere Absicht war es anhand der vorerwähnten Untersuchungen einen ersten Einblick in die Bautypologie von Wohn- und Wirtschaftsbauten (Ställe, Scheunen) zu erhalten und den zeitlichen Rahmen der so lesbaren Entwicklungsschritte von vermuteten, älteren Gebäudeanlagen abzustecken.
Die Ausarbeitung des Berichtes bzw. die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgte zum einen über die Bauforschung, d.h. eine gefügekundliche Analyse sowie durch die Dendrochronologie ausgehend von einem Jahrringanalytischen Datierungsverfahren.
Säge
Nach Sicherung des „Altbestandes des Sägengebäudes“ Sanierung des Fassadenmauerwerks und der Neueindeckung des Daches ergab eine erste Grobkostenaufstellung einen Betrag der die finanziellen Mittel des Vereins in jedem Falle gesprengt hätte. Nach Erstellung einer Dokumentation unseres Wirkens auf Guscha und aufgrund der ersten Resultate unserer Beitragsgesuche an eine Vielzahl von potenziellen Donatoren, haben wir uns aktiv an die Umsetzung des Vorhabens „Wiederinbetriebnahme der Säge im Guschnertobel“ gemacht. Angefangen mit der hydrologischen Untersuchung und der Messung der im Jahresdurchschnitt zur Verfügung stehenden Wassermengen. Dabei gelangte eine Messeinrichtung unter dem Namen Dreieckswehr (nach Thompson) zur Anwendung. Diese Messeinrichtung in Form eines grossen Holztroges mit einem Dreiecksausschnitt wurde uns von der vorherigen Verwendungsstelle, der Rinerhornbahn, Davos, durch das Ingenieurbüro Foidl, Hegland + Partner AG zur Verfügung gestellt. Die Messung ergab eine durchschnittliche Wassermenge von 24.5 Liter/Sekunde.
In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Foidl, Hegland + Partner AG wurde aufgrund der vorerwähnten Daten ein Projekt einer Wasserfassung bei der Stadt Maienfeld und gleichzeitig ein Gesuch zur Wasserentnahme beim Kanton eingereicht. Mit Datum 3.5.2005 wurde uns die Bewilligung zur Erstellung der Fassung basierend auf die Departementsverfügung vom 12.4.2005 (BAB–Verfahren) und mit Datum 12.4.2005 die Bewilligung zur Wasserentnahme durch den Kanton erteilt, letztere Bewilligung berechtigt den Verein Pro Guscha bis zum 30.11.2015 zur Entnahme von Wasser aus dem Guschatobel.
Bedingt durch die weiteren Untersuchungen und Planungen, wie auch insbesondere durch notwendigen Schritte zur Sicherung der erforderlichen Finanzmittel zur Realisierung des Projektes Säge, gingen weitere drei Jahre ins Land, was zu einem Gesuch um Fristerstreckung der Baubewilligung führte. Diese Bewilligung wurde uns mit Beschluss des Stadtrates vom 14.1.08 erteilt.
Nachdem der Einbau des Gatters und des Sägewagens Wirklichkeit wurde, ging es um die Bestimmung der notwendigen Leistung zum Betrieb der Säge.
Dabei wurde mit einer Notstromgruppe sowie einem Elektromotor die notwendige Leistung gemessen und daraus folgend die notwendige Druckhöhe der Wassersäule bestimmt, woraus sich der theoretische Standort der Fassung errechnen liess.
Im Frühsommer 2008 wurde bekannt, dass auch die Waffenplatzverwaltung im Rahmen der Brandschutzmassnahmen eine Wasserfassung im Guschnertobel ins Auge fasste, da der bisherige Zulauf (Überlauf der bestehenden Quellen) keinen längeren Wasserbezug aus dem in den siebziger Jahren erstellten Reservoir zuliess und daher zur wirkungsvollen Brandbekämpfung eine Zuleitung aus dem Guschnertobel notwendig machte. Verhandlungen zwischen VBS und Verein Pro Guscha führten zu einer einvernehmlichen Lösung, welche den Interessen beider Seiten in hohem Masse entgegen kam.
Man einigte sich darauf, dass die Fassung und Zuleitung aus dem Guschatobel federführend durch das VBS geplant und ausgeführt werde. Der Verein Pro Guscha verpflichtete sich im Gegenzug, den budgetierten Betrag für die Erstellung der Fassung und Zuleitung bis zur Säge zu übernehmen. Der Betrieb und Unterhalt wird jedoch künftig durch das VBS erbracht. Die für den Berieb der Säge notwendigen Massnahmen zur Entsandung des Wassers (Entsandungsschacht) wurden bereits durch den Verein übernommen.
Der aktuelle Stand stellt sich heute (November 2016) wie folgt: Die Säge mit Antrieb durch eine Peltonturbine wurde am Guschatag 2012 in Betrieb genommen. Erste Bretter wurden gesägt und unseren Dickener Freunde ein «Erinnerungsbrett» auf die Heimreise mitgegeben. Seither sind wir daran die Mechanik zu Verfeinern und den Ausbau und die Einrichtung im Sägengebäude zu erneuern. Seites des Kantons wurde uns die Wasserentnahmebewilligung im März 2016 wieder um 10 Jahre erneuert.
Anmerkung zum Antrieb: Kosten und Betrieb liessen uns von der Errichtung eines oberschlächtigen Wasserrades absehen. Da das Werk nicht ganzjährig in Betrieb sein kann, wäre ein Wasserrad mit einem Durchmesser von rund sechs Metern nicht zu vertreten. Da das Gebäude im Tobel an einem schattigen und im Winter unwirtlichen Standort liegt.
Sanierung der tal- und ostseitigen Fassade des Guschaheims
Diese Sanierungsarbeiten samt der Wiederherstellung der seinerzeit angebrachten Malereien am Hauseingang und der Fenster im ersten Stockwerk wurden im Jahre 2011 abgeschlossen
Ausbau des Zimmers über der Küche im Brunnenhaus
Durch Umnutzung des Raumes über der Küche (ehemals Kinderzimmer), konnte ein Schlafzimmer u.a. für unsere Hilfswirte erstellt und durch den Einbau von Schränken konnte bei dieser Gelegenheit weiterer Stauraum für Wäsche geschaffen werden. Die Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen
Wiederherstellung der Laube mit Aussenzugang am Neuhaus "Rainhaus"
Hier wurde die defekte Strickwand an der östlichen Stallfassade erneuert und eine Zugangstüre in den Lagerraum für grössere Balken und Kanthölzer, durch einen externen Unternehmer erstellt. Die Baumeisterarbeiten zur Unterfangung des Mauerwerks und das Erstellen der Fundationen samt Stallboden haben wir in Eigenregie realisiert. Im neu erstellten ehemaligen Stall haben wir unser Magazin eingerichtet. Die Laube konnte Ende 2015 fertig gestellt werden. Die Belastungsprobe ist erfolgt (siehe Bild). Was bislang noch fehlte war die Schindeleindeckung des früheren Abortes unter der neuen Laube. Diese Arbeiten sind zwischenzeitlich ebenfalls abgeschlossen.
Auch gilt es nach wie vor, die bestehenden Bauten zu pflegen und zu unterhalten. Mehrheitlich wird dies durch Eigenleistungen unserer Mitglieder ausgeführt, sodass lediglich die Materialkosten zu finanzieren sind.
Für die Realisierung der im Moment der Verfassung dieses Berichts anstehenden Vorhaben rechnen wir, nebst den alljährlichen Unterhalts- und Sanierungskosten, zusätzlich mit einem Budget von rund CHF 120'000.- bis CHF 150'000.-
Um all diese Projekte und Vorhaben zu realisieren wir wie bereits in den vergangenen Jahren, ein persönlicher Grosseinsatz unserer Mitglieder vorausgesetzt. Nun ist es ein Faktum, dass auch unsere Mitglieder nicht jünger werden. Daher ist es uns ein permanentes Anliegen jüngere Mitglieder für den Einsatz auf Guscha zu gewinnen. Erfreulicherweise scheint uns dies zu gelingen. Mit jedem "Jungen" der Mitglied wird, besteht die Chance, dass unser Verein auch weiterhin eine Zukunft hat. Wir sind aber auch offen für neue Wege und andere Formen der Mitgliedschaft und Mitarbeit. Auch sind wir uns aber bewusst, dass unsere gesteckten Ziele nur mit Hilfe von ähnlichen Institutionen, Stiftungen und privaten Stiftern erreicht werden können.
Unser Wille und unser Einsatz ist nach wie vor ungebrochen, um das Werk auf Guscha weiterzuführen und die Siedlung der Nachwelt erhalten zu können.