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Unter einer Hydrozele versteht man eine Flüssigkeitsansammlung im Bereiche des Hodensackes. Oftmals ist es für den Laien schwierig, eine solche „Hodenschwellung“ von einem grossen Leistenbruch (Inguinoskrotalhernie) zu unterscheiden. Dies ist aber von entscheidender Bedeutung, da die Behandlung völlig unterschiedlich ist. Die Ursache für einen Wasserbruch ist oft unbekannt (z.B. angeboren), ursächlich können aber Entzündungen des Hodens oder Nebenhodens oder ein Trauma dafür verantwortlich sein.
Therapeutisch sind konservative Behandlungsmethoden (z.B. Punktion, Verödung etc.) oftmals nicht ausreichend, so dass eine Operation notwendig ist.
Die sich im Hodensack angesammelte Flüssigkeit wird i.d.R. vom (entzündeten) Nebenhoden aus produziert. Falls eine solche Entzündung konservativ mit Antibiotika und/oder abschwellenden Medikamenten nicht zur Abheilung gebracht werden kann, bleibt der Wasserbruch bestehen. Falls dieser Beschwerden verursacht, ist ein chirurgisches Vorgehen meistens nicht zu umgehen. Bei jungen Patienten mit noch bestehendem Kinderwunsch erfolgt normalerweise die Entfernung der die Flüssigkeit enthaltenden Hodenhüllen (Hydrozelenresektion), ohne jedoch den Nebenhoden zu entfernen. Hierbei besteht allerdings die Möglichkeit (ca. 5%), dass sich die Hydrozele wieder neu bildet, da die eigentliche „Ursache“ der Wasseransammlung, der Nebenhoden, noch vorhanden ist. Bei älteren Patienten erfolgt üblicherweise die Entfernung des Nebenhodens (Spermienreservoir), der Hoden selbst bleibt unangetastet.
Die Nebenhodenentfernung (Epididymektomie) hat den Vorteil, dass die Hydrozele verschwindet, nachteilig (v.a. bei jüngeren Patienten) ist die Tatsache, dass auf der operierten Seite eine Situation besteht wie nach einer Sterilisation (Unterbindung). Deshalb ist es wichtig, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapiemöglichkeiten mit dem behandelnden Arzt genau zu besprechen.