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Im Mittelpunkt der Zeremonie stand eine kurze Rede des Schulkommandanten Hans Schori. Dieser bedankte sich für die Freiburger Gastfreundschaft, die der Rekrutenschule zuerst auf der Oberen Matte und seit 1951 in der Kaserne La Poya gewährt wurde. Die abtretenden Rekruten ermahnte er, auch in den letzten Tagen diszipliniert zu bleiben, da «Blick und Blicke auf sie gerichtet sind». Ein offener Seitenhieb gegen die grösste Schweizer Tageszeitung.
Der Wegzug der Rekrutenschule erfolgt aufgrund der Neuen Armee XXI. Die Übermittlungssoldaten werden neu an drei verschiedenen Orten ausgebildet, unter anderen in Thun. Die Freiburger Kaserne wird jedoch weiterhin rege genutzt. Neu wird sie von den Logistiktruppen gebraucht.
An der Feier nahmen alle Rekruten teil, die, begleitet von Musik des «Seelandspiels», auf dem Platz einmarschierten. Unter den geladenen Gästen befand sich Staatsrat Claude Grandjean, dem Schori symbolisch die Schlüssel der Kaserne übergab. Ebenfalls symbolisch war der gewählte Ort: vis-à-vis der alten Kaserne.
Der Zuschaueraufmarsch blieb relativ gering, was nicht verwunderlich ist an einem Montagnachmittag. Immerhin gingen einige Fenster auf, als die Musik zum ersten Mal einsetzte.
Es wurden die Nationalhymne und ein letzter Fahnenmarsch gespielt. Ein Trompeter spielte einen Ehrensalut aus einem Fenster der Kaserne, dann folgte der Abmarsch der Truppen und derjenige der geladenen Gäste zum Apéro. Kurz und schlicht trotz langer Tradition.