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Nutzung von Google Ads durch Suchtprävention und -hilfe
5.12.2023 / Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hat die Agentur Feinheit einen Bericht zur Nutzung von Google Ads durch Organisationen der Suchtprävention und der Suchthilfe erstellt. Der Bericht beleuchtet Missstände, mit denen Sucht-Fachstellen konfrontiert sind, wenn sie Google Ads nutzen möchten: Während Anbieter von legalen Produkten mit Suchtpotential – z.B. aus der Glücksspiel- oder Alkoholindustrie – praktisch ungehindert Anzeigen schalten können, blockiert Google seit Jahren bezahlte Werbung von Organisationen aus der Suchtprävention und -hilfe. So verunmöglicht Google es diesen Fachstellen und -organisationen, bezahlte Kampagnen über Google-Ads aufzuschalten, die das Wort «Sucht» enthalten. Auf der Videoplattform YouTube darf der Begriff zudem weder im Videotitel, im Beschrieb noch als animierter Text im Video selbst erscheinen. Das Aufmerksam-Machen auf Hilfsangebote oder das Platzieren von Präventionsbotschaften sind massiv erschwert.
Der Bericht beinhaltet verschiedene Empfehlungen für Fachorganisationen, wie sie die Restriktionen umgehen können, beispielsweise durch alternative Videoplattformen oder Social-Media-Kanäle wie Tiktok und Instagram. Zudem richtet sich Feinheit mit vier Forderungen direkt an Google und fordert das Unternehmen auf, ihr Regelwerk für den Schweizer Markt anzupassen.