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Alle unsere Schuhe sind traditionell rahmengenäht, eine klassische, früher sehr häufig angewandte Technik, die heute weltweit nur noch von wenigen Schuhproduzenten beherrscht und angewendet wird ? nicht zuletzt, weil sich schnellere und damit kostengünstigere Methoden der Schuhherstellung weitgehend durchgesetzt haben, ohne dass dadurch die Qualität besser geworden wäre. Nur rund 1% aller Schuhe weltweit sind rahmengenäht!
Ziel bei der Herstellung ist es, das Oberteil mit der Schuhsohle so zu verbinden, dass der Schuh dennoch weich, elastisch, bequem und trotzdem robust und langlebig wird. Möglich wird dies durch das Rahmennähen, indem man zwei separate Nähte in der Verbindung von Oberteil und Laufsohle verwendet, die beweglich und zugleich robust sind.
Wurden sie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ausschließlich in Handarbeit gefertigt, revolutionierte der Amerikaner Charles Goodyear Junior 1872 mit seinen ersten Goodyear-Maschinen in England die rahmengenähte Machart. Die Fabrikfertigung ließ die Produktionszahlen deutlich steigen und den Preis dabei fallen.
Ziel bei der Herstellung ist es, das Oberteil mit der Schuhsohle so zu verbinden, dass der Schuh dennoch weich, elastisch, bequem und trotzdem robust und langlebig wird. Möglich wird dies durch das Rahmennähen, indem man zwei separate Nähte in der Verbindung von Oberteil und Laufsohle verwendet, die beweglich und zugleich robust sind.
1. Zuerst werden die Lederinnenfutter und Verstärkungen an den Kappen, Ferse und Oberleder zu einem Schuhschaft vernäht.
2. Dieser Schaft wird wiederum mit der Innensohle und dem Rahmen (einem umlaufenden Lederband) vernäht.
3. Schliesslich wir mit einer Doppelnaht der Lederrahmen mit der Laufsohle verbunden.
Bei dieser Art der Verarbeitung bleibt zum einen das Schuhinnere frei von spürbaren, störenden Nähten, zum anderen isoliert eine zwischen Lederbrand- und Lederlaufsohle aufgetragene Korkschicht den Schuh gegen Kälte. Diese Korkschicht dämpft ausserdem Ihren Auftritt und bildet durch Druck und Wärme ein eigenes Fussbett.
Rahmengenähte Schuhe sind im Vergleich zu herkömmlich verarbeiteten Schuhen wesentlich langlebiger und beweglicher.
2. Zuverlässigkeit: Es entsteht eine stabile und belastbare Rahmenkonstruktion. Die Korkausballung zwischen Brand- und Laufsohle isoliert gegen Kälte und Feuchtigkeit, und Ihr Fuss wird beim Laufen und bei hoher Belastung ideal abgefedert.
3. Passform: Die stabile verankerten Fersenkappen in der Sohle stützen den Fuss.
4. Reparaturfreundilchkeit: Neue Laufsohlen können problemlos von einem guten Schuhmacher ausgewechselt werden. Somit halten gut gepflegte Schuhe gerne mal bis zu 10 Jahren und sind auch für Ihr Portemonnaie eine sinnvolle Investition.
5. Ökologie: Nach einem langen Lebenszyklus verrotten die verwendeten Naturmaterialien rahmengenähter Schuhe und hinterlassen keinerlei Schadstoffe.
Im Laufe der Zeit wurden alternative Bezeichnungen für die rahmengenähte Machart verwendet wie zum Beispiel "rahmenvernäht", die meist nur eine echte rahmengenähte Machart vortäuschen sollen und in Wirklichkeit durchgenähte Schuhe (Blake-genäht) sind. Hierbei werden über die Durchgenähte Brandsohle noch eine Deckbransohle geklebt, wodurch diese Naht nicht mehr sichtbar wird. Das sogenannte Blake-Rapid-Verfahren ist weit verbreitet und ist für die Produzenten vor allem aus Kostengründen lukrativ, verfehlt jedoch den Qualitätsstandart im Sinne des Konsumenten.