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Elektro-akustische Sounddesignperformances mit Coleman Goepfert und Vincent Glanzmann
In der Auseinandersetzung in der aktuellen Arbeit von Coleman Goepfert der letzten Jahre stand vor allem die Wechselbeziehung des physischen Gitarrenspiels und der elektronischen Verfremdung im Fokus. In seinen elektro-akustischen Sounddesignperformances pflegt Vincent Glanzmann einen sorgfältigen und verspielten Umgang mit Mikrophonen und Perkussionselementen.
Die gemeinsame Arbeit zwischen Goepfert und Glanzmann entstand dank dem Projekt online_remixes. Dabei ging es um Remixes von zwei Solotracks. Glanzmann erhielt von Goepfert eine Spur und umgekehrt. Somit hatte jede Partei zwei Spuren zur Verfügung. Diese Spuren wurden unabhängig voneinander übereinander gelagert, geloopt, rückwärts gespielt oder sonst verfremdet und abgemischt.
Nun wird diese Arbeit im neuesten Projekt digital_cuts verfeinert. Das bereits sehr vielfältige Klangmaterial wird neu geordnet. Das Chaos erhält Struktur dank rhythmischer Raster und Zeitfelder. Es wird gelegentlich mit Stoppuhr oder Clicktracks gearbeitet. So können gewünschte, musikalische Formen genauer umgesetzt werden. Ästhetisch betrachtet finden dann präzise Schnitte und Übergänge zwischen den Klängen der beiden Musiker statt. Diese abrupten und stets koordinierten Wechsel zwischen Perkussion, Gitarre und Elektronik stehen oft im Fokus der Komposition.
Coleman Goepfert; guitars’n’pedals’visuals Vincent Glanzmann; drums’n’mics’patches
Mit freundlicher Unterstützung: Aargauer Kuratorium, Stadt Baden, Stadt Zürich