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Nun ist es soweit. Dies ist unser letzter Beitrag. Deswegen geht es darin um das Aushängeschild von Schaffhausen, das Kantonswappen! Es stellt einen schwarzen, auf den Hinterläufen stehenden Widder auf gelbem Hintergrund dar. Der gelbe Hintergrund ist in der Wappenkunde eigentlich golden. Das Wappen ist auf das Jahr 1049 zurückzuführen, denn von diesem Jahr stammt die älteste Version. Die offizielle Beschreibung des Wappens lautet: „In Gold ein springender schwarzer Widder mit roter Zunge, goldener Krone und Mannheit, goldenen Hörnern und Hufen“.
Danke für die schöne Zeit und die positiven Rückmeldungen. Mit einer solchen Community, wie ihr es seid, hat es uns noch mehr Spass gemacht, diesen Blog zu führen. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft.
Das Kloster Allerheiligen oder auch Salvator-Kloster genannt, wurde im Jahr 1049 gegründet. Der Bau des Nellenburger Eigenklosters war 1064 vollendet. Es war ein sogenanntes Benediktinerkloster. Das Kloster wurde im Laufe der Zeit immer grösser und mächtiger. Zu Beginn bestand das Kloster nur aus einer dreischiffigen Basilika, einem Querhaus, einer Doppelturmfassade, dem Kreuzgang und den Konventsgebäuden. Über viele Jahre lang wurde das Kloster immer mehr erweitert und vergrössert. Im Investiturstreit verzichteten die Nellenburger auf ihre Rechte und das Kloster wurde direkt dem Papst unterstellt. 1095 war der Bau des Münsters auf den bestehenden Fundamenten abgeschlossen.
Nach einer auch für das Kloster bewegten Geschichte setzte sich 1529 in Schaffhausen die Reformation durch. Das Kloster wurde aufgelöst und die Klosterbibliothek in die Stadtbibliothek integriert. Nicht zu vergessen ist das Museum Allerheiligen, das im Verlauf der Zeit ebenfalls an das Kloster angebaut wurde. Wollen Sie mehr über den Bau des Klosters erfahren, dass klicken Sie hier. Heute ist das Kloster Allerheiligen für den Kreuzgang bekannt, in dem man zum Beispiel gemütlich den Mittag geniessen kann. Er wird auch für viele Märkte wie den Weihnachtsmarkt verwendet.
Zunfhaus von der Zunft «Gesellschaft zun Kauflaute»
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Im 15. Jahrhundert entstanden die Zünfte von Schaffhausen. Ein Teil der Schaffhauser Zünfte waren ursprünglich Handwerksvereinigungen. Der kleinere Teil wurde vom Stadtadel gegründet. Die Zünfte sowie auch die Gesellschaften prägten Jahrhunderte lang das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt Schaffhausen. Doch die Zünfte übernahmen nie die Macht über die Stadt. In den umliegenden Städten wie zum Beispiel Basel war dies nämlich so. Zuerst wollte die Stadtregierung nicht, dass die Handwerker sich einer Zunft anschliessen. Doch nach den Schlachten bei Sempach und Näfels fielen viele Stadtadelige. Dies nutzen die Handwerker, um das Recht des Beitrittes in eine Zunft zu gewinnen. Von der Präsenz der Zünfte zeugen die heute noch bestehenden Zunfthäuser.
Zunfthaus von der Zunf «Rüden»
Augenschein – Schaffhauser Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert – Museum zum Allerheiligen – gezeichnet von J.Jakob Beck
Eine Ruine anstatt dem Munot, kann man sich nicht vorstellen. Im 19. Jahrhundert wurde der Munot als Steinbruch benutzt, um in der Stadt neue Altstadthäuser zu bauen.
Johann Jakob Beck ein bekannter Zeichner, Maler und Kantilehrer aus Schaffhausen wollte dies ändern. Bereits 1826 beseitigte er zusammen mit seinen Schülern die Büsche und Sträuchern von der Zinne. Doch bald schon benötigte er mehr Mittel um den Munot zu renovieren. Durch Spenden von Freunden, Bürgern und des Stadtrates konnte er die weitere Renovation fortsetzen. Dieser Kreis von Gönnern und Freunden wurde dann zum Munotverein.
Johann Jakob Beck war nicht nur der Retter des Munots, auch hat er viele andere Bauwerke der Stadt in Form von Zeichnungen festgehalten. Einige seiner Werke sind im Museum zum Allerheiligen untergebracht.
Von 1907 bis 1909 wurde auf dem Randen das Pumpspeicherwerk Engeweiher gebaut. Es war das erste Speicherkraftwerk der Schweiz. Das Besondere am Bau des Weihers war, dass es mehrheitlich Handarbeit war. Nach dem Bau wurde das Wasser in der Nacht über eine 2‘200 Meter lange Röhre vom Rhein in den Weiher gepumpt. Dieses Wasser wird in Spitzenzeiten wieder in den Rhein abgelassen und dadurch gewinnen wir Strom.
Für die Bevölkerung wurde der Engeweiher ein beliebtes Wanderziel für Wochenendspaziergänge. Er ist auch bekannt für die vielen Enten und grossen Welse, die sich im Wasser tummeln.
Was wäre Schaffhausen ohne seine prächtigen Erker?
Die Zentren des Deutschen Erkerbaus waren die Fränkischen Städte wie Nürnberg. Schaffhausen ist die nördlichste Schweizer Stadt, die mit der Kunst des Erkerbaus in Berührung kam. Was die Schaffhauser Altstadterker noch besonders macht, ist die Vielfalt der Baustile. In anderen Städten erlahmte der Erkerbau im Frühen 18. Jahrhundert während er in Schaffhausen eine weitere Blütezeit erlebte.
Der Prunken Erker an der Vorstadt 17 am Haus zum goldenen Ochsen ist einer der berühmtesten Erker in Schaffhausen. Oben im Bild zusehen. Er wurde im Jahre 1609 erbaut. Er ist mit den verschiedensten Elementen verziert. Insbesondere an den Brüstungsfeldern (unter den Fenstern) stehen fünf Frauengestalten, welche die fünf menschlichen Sinnen darstellen. Vielleicht erkennen Sie die fünf Sinne an den Frauen.
Das Quiz, in dem Sie herausfinden mussten wo sich der Bock befindet, wurde souverän gelöst. Der Bock befindet sich vor dem Eingang zum Museum Allerheiligen und so auch beim Münster.
Wir suchen den Standort von diesem prächtigen Bock.
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Das älteste noch erhaltene Bauwerk unserer Stadtbefestigung bildet den westlichen Abschluss der Stadt. Hier zwängte sich der gesamte Verkehr von der Schifflände über die Vordergasse zum Rheinfall für den weiteren Transport. Dazumal, im Jahre 1273 nannte man das Tor bereits «zem obern tor». Ursprünglich war das Obertor ein Wohnturm der Adelsfamilie Fridbolt und nur halb so hoch. 1580 verkaufte die Adelsfamilie den Wohnturm an die Stadt. Diese baute das Obertor aus und bauten in das Hinterhaus eine Folterkammer ein. Mit Bewilligung des Rates eröffnete Hans Konrad von Waldkirch im Haus die erste Druckerei in Schaffhausen. 1662 erwarb der Kartograph Heinrich Peyer die Druckerei für seine Arbeiten.
Fotograf: Tobias Baumgartner 18.01.2016
Die Ursprüngliche Höhe des Obertors kann man heute noch an der Fassade auf halber Höhe erkennen. Auch das Obertor hatte vor sich ein Bollwerk. Es war rechteckig und stand auf einer Schanze zwischen zwei überbrückten Gräben (heutiger Verkehrskreisel). Im 19. Jahrhundert wurde auch dieses Bollwerk geschleift.
Augenschein – Schaffhauser Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert – Museum zum Allerheiligen
Gegen Schwaben bildet der Bogenturm den Abschluss der mittelalterlichen Stadtbefestigung, daher der Name. Auf Bild 2 ist das mächtige Bollwerk zu sehen, das wie der Munot im 16. Jahrhundert angelegt und im 17. Jahrhundert erweitert wurde. Diese ausgedehnte und malerische Anlage bestand aus zwei Innenhöfen. Das Bollwerk vor dem Schwabentor wurde 1867 geschleift (abgerissen). Heute steht an dieser Stelle eine wichtige Strassenkreuzung.
1932 wütete ein Feuer im Schwabentor. Das Innere und das Dach mussten restauriert werden. Das Mansardendach wurde durch ein Zeltdach ersetzt.
Seit 1933 findet man auf dem Schlussstein den Text «LAPPI TUE D´AUGE UF», der die Schaffhauser Bürgern zur Vorsicht im Schaffhauser Strassenverkehr mahnen soll.
Fotograf: Tobias Baumgartner 18.01.2016
Augenschein – Schaffhauser Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert – Museum zum Allerheiligen