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Bärenwaisenprojekt "Urs"
Mai 2012
Sergey Kolchin
Sergey Kolchin ist ein 28-jähriger, Russischer Biologe (PHD from Russian Academy of Science, Vladivostok) den ich im August 2011 auf einem Filmshoot im Fernen Osten Russlands kennen lernte. Er erzählte mir damals von seinem Auswilderungsprojekt (2009-2010) mit drei durch die Wilderei verwaisten Asiatischen Schwarzbärenjungen nördlich von Khabarovsk und von seiner Idee eines Rehabilitationszentrums für verwaiste Jungbären (Braun- und Schwarzbären) aufzubauen. Und er teilte mir seinen Wunsch mit 2012 erneut ein Auswilderungsprojekt zu starten.
Das Projekt
Da sein Vorhaben für mich schon seit Jahren ein Thema ist und ich selber verwaiste Jungbären ausgewildert habe (Kamchatka und Alaska), hatten Sergey und ich einigen Gesprächsstoff.
Anfang 2012 erhielt Sergey von einer Tierschutzorganisation in Europa eine Zusage für finanzielle Unterstützung. Einige Wochen später wurde dieses Versprechen aus ökonomischen Gründen rückgängig gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sergey die Annahme der fünf verwaisten Jungbären, drei Braunbären (Ursus arctos lasiotus) und zwei Schwarzbären (Ursus thibetanus) bereits zugesichert. Diese Cubs sind heute verwaist weil ihre Mutter Opfer der Wilderei wurde.
Die Namen der drei Braunbären sind Urs und Nora und Njura für die beiden Weibchen. Die zwei Schwarzbärencubs wurden noch nicht benannt.
Ich lernte Sergey als einen sehr tüchtigen, vertrauenswürdigen und interessierten Menschen kennen der alles daran setzt solchen Jungbären, die ohne den Schutz der Mutter keine Chance zum überleben haben, zu helfen. Als ich seinen Hilferuf erhielt, entschied ich mich spontan und ohne zögern ihn und somit die Bearcubs finanziell zu unterstützen.
Spendenaktion
Innerhalb zwei Wochen, nachdem Verschicken einer Nachricht an alle meine Kontakte, kamen 25’000 CHF zusammen. Ich danke Euch allen von ganzem Herzen für Eure Mithilfe, ohne Euch wäre dieses Projekt nicht zustande gekommen.
Jeder gespendete Franken wird direkt ans Projekt gehen. Die Spenden werden für den Kauf von Baumaterialien, Werkzeug, Elektrozaun, Solarzellen, Batterie, Milchpulver und anderes Bärenfutter, Generator, Holzofen, Reisekosten, etc. eingesetzt.
Voraussichtlich werde ich im Oktober nach Kahabrovsk fliegen um Sergey zu besuchen. Wir werden darüber Sprechen wie und in welcher Form meine/Eure Unterstützung im Projekt weiterhin nötig sein wird. Es ist möglich, dass ich bei den Feldarbeiten 2013 selber mit dabei sein werde. Sobald der Zeitpunkt gekommen ist, werde ich Euch alle über den Verlauf dieses Projektes informieren und Euch auf dem Laufenden halten.
Die Auswilderung
Die Jungen wurden durch Wilderer während den Monaten März/April verwaist. Die von Bären besetzten Höhlen werden während der Winterruhe von Hunden aufgespürt die dann die Mutter aus ihren Erdlöchern locken. Der tötliche Schuss fällt lange bevor der Jäger das Geschlecht des Bären kennt oder ob sich da noch Jungbären im Dunkel der Höhle befinden.
Die Waisen werden ab Mai 2012 (in der Winterhöhle der Mutter im Februar 2012 geboren) in einer naturbelassenen Region in der Feldstation von Sergey nördlich von Khabarovsk aufwachsen. Die Jungen werden täglich auf Spaziergängen ihren neuen Lebensraum kennen lernen und von Woche zu Woche ausdehnen.
Der Kontakt zum Menschen wird auf ein Minimum reduziert, damit sich die Jungen nicht zu stark an Menschen gewöhnen. Aus diesen Gründen liegt der Ort abgelegen und wird öffentlich nicht bekannt gegeben – aus zusätzlichen Schutz der Bären. Auf diese Weise sind die Überlebenschancen, sobald die Bären ausgewildert werden, um ein vielfaches grösser. In dieser Region werden die Bären leider beides legal und illegal bejagt.
Die Cubs werden ihre erste Winterruhe in menschlicher Obhut verbringen, Draussen in künstlich angelegten Winterhöhlen. Je nach Verfassung und Nahrungsangebot werden die Jungen dann voraussichtlich in ihrem zweiten Frühling/Sommer (2013) ausgewildert.
Voraussichtlich werden im Frühling 2013 gleichzeitig neue verwaiste Bärenjunge angenommen.
Spendenaktion läuft noch
Obwohl wir für den Moment unser Spendeziel erreicht haben werden weiterhin Projektspenden angenommen. Dieses Geld wird dann auf’s nächste Jahr übertragen.
Die Bankinfos für eine Überweisung folgen:
Adresse: Raiffeisenbank Laegeren-Baregg; CH 5430 Wettingen
Konto-Inhaber: Bruno Sommerhalder (Reno’s Vater)
IBAN: <iban-pii>
SWIFT Code: RAIFCH22
Zusatz: Projekt verwaiste Bärenkinder
Kontakt: 056 437 4747, Fax 056 437 4777, <email-pii>
Ich danke Euch allen für die geschätzte Unterstützung, das Interesse und Eure Teilnahme an der Zukunft dieser Jungen, die ohne unsere Hilfe keine Chancen hätten!
Animals Rule!!!
Reno