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Heidi Widmer (*1940) wuchs in Wohlen auf und begann als 18-Jährige in Genf eine Ausbildung in Malerei an der Ecole des Beaux Arts. Nach drei Jahren wechselte sie für fünf Jahre an die Accademia di Belle Arti in Rom und schloss die Ausbildung 1965 mit einem Lizenziat ab. In den Jahren 1967 und 1969 hatte sie ein Stipendium am Istituto Svizzero in Rom und begann anschliessend nach kürzeren Reisen in Europa und Tunesien, ausgedehnt die Welt zu bereisen, wobei sie im Aargau (Bremgarten, Wohlen) ein bescheiden ausgestattetes Atelier behielt.
Per Schiff fuhr sie nach New York und reiste von dort durch die USA und bis nach Feuerland (1969–71), spätere Reisen nach Indien oder Portugal, ab den 1990er-Jahren nach Südafrika, Libanon, Syrien, Moçambique, Sri Lanka, wo sie 2004 den Tsunami überlebte und anschliessend Hilfseinsätze tätigte (2010 Aargauer Rotkreuz-Preis). 1973 Beitritt zur Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer GSAMBA, Austausche mit den Künstlern im Ziegelrain Aarau, zahlreiche Einzelausstellungen, u.a. 1979 und 1981 im Foyer Aargauer Kunsthaus, zuletzt 2010 in der Villa Isler Wohlen und 2020 in der Bleichi Wohlen. Mit der Schriftstellerin Erika Burkart verband sie eine innige Freundschaft. Das Aargauer Kuratorium förderte sie mehrfach, 1993 mit einem Werkaufenthalt in Prag. Ihren Unterhalt verdiente sie auch mit Unterricht. Ausbildung in therapeutischem Malen (1977) und Kurse für Krebskranke und für Häftlinge der Strafanstalt Lenzburg, zwischen 1980 und 2003 Kleinpensum an der Berufsschule Brugg.
Atelierbesuch von ZEITGESCHICHTE AARGAU (Ruth Wiederkehr) bei der Künstlerin Heidi Widmer am 30. April 2020. Fotos: Nina Kohler