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Übersicht Milbenallergie
Die Hausstaubmilben-Allergie
Etwa 10 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Allergie (Überempfindlichkeit), die durch die Hausstaubmilben (lateinisch Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae benannt) verursacht wird bzw. durch deren Ausscheidungsprodukt, den Milbenkot.
Durch Einatmen dieser Milbenallergene, aber auch durch Hautkontakt können bei entsprechender Veranlagung Krankheitssymptome ausgelöst werden, wie Rhinitis (chronischer Schnupfen), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Asthma (Atemnot) und Neurodermitis (atopisches Ekzem).
Der Arzt stellt die Diagnose einer Hausstaubmilbenallergie mittels Befragung (Anamnese), Untersuchung und Haut- oder Bluttest.
Die Hausstaubmilben
Hausstaubmilben sind winzig kleine, etwa 0,3 mm grosse, nur mit dem Mikroskop sichtbare, spinnenartige, eigentlich harmlose Tierchen. Sie sind natürliche Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung und kommen in jedem – auch noch so sauberen – Haushalt vor. Sie leben nicht auf dem Menschen, sondern in seiner Nähe in textilen Gegenständen, wie Kissen, Matratzen, Decken, Teppichen, Polstermöbeln, aber auch in Kleidung, Stofftieren usw. Lediglich in Höhenlagen von über 1200 m sind kaum mehr Hausstaubmilben vorhanden, da dort die Luft zu kalt und zu trocken ist. Deshalb kann der Milbenallergiker nur durch einen Aufenthalt im Gebirge den Milben entfliehen.
Die Milben ernähren sich vor allem von Hautschuppen. Der lateinische Name Dermatophagoides heisst Hautfresser! Von den Hautschuppen, die ein Mensch täglich verliert, können bis zu 300000 Milben satt werden. Eine Milbe lebt etwa 80 Tage und produziert während dieser Zeit ungefähr 1000 allergene Kotbällchen. Eine weibliche Milbe legt im Laufe ihres Lebens etwa 60 Eier, weshalb die Milbenpopulation schnell wächst.
Die Milbenallergene unterliegen einem Jahreszyklus, da die Milben zum Leben und Sichvermehren eine hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen benötigen. Die Luftfeuchtigkeit für das Gedeihen der Milben muss über 50 Prozent sein, optimal sind für sie 60 bis 80 Prozent. Auch fühlen sie sich wohl bei Temperaturen über 22°C, optimal sind für sie 25 bis 30°C. Deshalb gedeihen die Milben mit Beginn der frühsommerlichen Temperaturen besonders gut und vermehren sich in den Sommermonaten stark. Im Herbst, mit Beginn der Heizperiode und der trockeneren Luft, nehmen die optimalen Lebensbedingungen der Milben wieder ab. Parallel erreicht die Milbenallergenkonzentration im Herbst ein Maximum, da sich über die Sommermonate viel Milbenkot angesammelt hat. Diese 10 bis 40 µm grossen Milbenkotbällchen trocknen durch die trockene Heizluft aus und zerfallen in viel kleinere allergene Teilchen, die eingeatmet werden und beim Milbenallergiker die bekannten Beschwerden verursachen.
Die Sanierungsmassnahmen
Da die Milben die Ursache für die Beschwerden sind, ist es wichtig, dass der Milbenallergiker in seinem Wohnbereich die Milbenbesiedelung so weit als möglich reduziert. Er muss in seinem Haushalt für die Milben solch schlechte Lebensbedingungen schaffen, dass sie weder leben noch sich vermehren können. Zusätzlich ist es wichtig, dass der Milbenallergiker sich gegen die Milben und deren Allergene abschirmt.
Denn durch grösstmögliche Befreiung des Wohnbereiches von Milbenallergenen (= Milbensanierung) und die Vermeidung eines Kontaktes
- werden die allergischen Krankheitssymptome eindeutig gebessert
- wird das Wohlbefinden des Milbenallergikers (Patienten) gesteigert
- wird der Medikamentenbedarf reduziert
Für die Milbe ist das Bettinnere ein wahres Paradies. Es ist dort dunkel, feucht (durch das natürliche Schwitzen des Schläfers) und warm, auch menschliche Hautschuppen sind als Nahrung reichlich vorhanden. Eine Matratze kann über eine Million Milben enthalten!
Deshalb ist bei Hausstaubmilbenallergie die Bettsanierung die erste und wichtigste Massnahme. Der Milbenallergiker muss zuallererst die Allergenquelle «Bett» ausschalten, damit er im Bett geschützt ist. Schläfer und Milben müssen voneinander abgeschirmt werden, sodass weder Allergene vom Bettinneren nach aussen zum Schläfer gelangen können, aber auch keine Hautschuppen vom Schläfer zu den Milben ins Bettinnere. Auch müssen Milben daran gehindert werden, dass sie ins Bettinnere eindringen und sich dort vermehren können. All dies kann einfach, aber äusserst wirksam mit unseren milben- und allergendichten Bettüberzügen Mission:Allergy erreicht werden.
Wichtig sind aber auch weitere Sanierungsmassnahmen im Schlaf- und Wohnbereich, da Milben nicht nur im Bett, sondern in vielen textilen Gegenständen vorhanden sind. Es gibt eine Reihe von Ansatzmöglichkeiten für eine Milbensanierung des gesamten Wohnbereiches. Denn man weiss, dass die Milben eine grosse Luftfeuchtigkeit zum Leben benötigen, warme Temperaturen lieben, das Licht meiden, sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen ernähren, die Gesellschaft von Schimmelpilzen schätzen und textile Gegenstände als Lebensraum bevorzugen. Somit gibt es eine Reihe von Massnahmen, den Milben das Leben schwer zu machen und ihnen die Lebensbedingungen zu entziehen. Auf den folgenden Seiten sagen wir Ihnen, wie Sie das erreichen können.
Bei Hausstaubmilbenallergie ist die Bettsanierung die erste und wichtigste Massnahme. Wichtig sind aber auch weitere Sanierungsmassnahmen im Schlaf- und Wohnbereich. Ratschläge und Tipps hierzu finden Sie in dieser Website.