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Der Z. stand in den deutschschweiz. Städten, der prévôt, échevin, maître oder roy in den französischsprachigen Städten an der Spitze der ma. Zünfte. Er wurde im Allgemeinen jährlich gewählt und häufig von sechs Beisitzern unterstützt. Z. und Sechser bildeten das oberste Zunftgremium, das über Verstösse gegen zunfthandwerkl. Normen und innerzünftige Streitigkeiten entschied. In den Zunftstädten, in denen die Zünfte im Verlauf des 14. und 15. Jh. die verfassungsmässigen Träger der städt. Politik geworden waren, stellten die Z. die Mehrheit der Räte neben den Angehörigen des Adels und des Patriziats. Ihre Wahl erfolgte durch die ganze Zunft oder durch das Gremium der sich selbst ergänzenden Sechser. Zürich und Basel kannten die Stellung der Oberstzunftmeister, die mit den Bürgermeistern die sog. Häupter bildeten.
Autorin/Autor: Katharina Simon-Muscheid