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Die Gesamtsumme, die in diesen US-Wahlkampf investiert wurde, übersteigt das Haushaltsbudget von über hundert Ländern auf der Welt. Gemäss einer Schätzung des Washingtoner Center for Responsive Politics (CRP) von letzter Woche haben die KandidatInnen der Präsidentschafts- und Kongresswahlen insgesamt vierzehn Milliarden US-Dollar für ihre Kampagnen gesammelt. Das ist, mitten im Pandemiejahr 2020, ein neuer Rekord – und mehr als in den Jahren 2012 und 2016 zusammen. Ein weit grösserer Teil des Geldes ging an demokratische KandidatInnen.
Das betrifft zunächst den Präsidentschaftswahlkampf, in den gemäss CRP Joe Biden etwa eine Milliarde und Donald Trump etwa 600 Millionen US-Dollar investiert haben. Schon im Vorwahlkampf der DemokratInnen haben allein die beiden schwerreichen Kandidaten Michael Bloomberg und Tom Steyer weit über eine Milliarde in den eigenen Misserfolg investiert. Interessant ist auch ein Blick auf die grössten Spenden aus der Wirtschaft: Während von der Börse über die Banken bis hin zur Elektronik- und Unterhaltungsindustrie in sämtlichen Wirtschaftszweigen mehrheitlich Biden unterstützt wurde, favorisierte die Immobilienbranche Trump.
Über sieben Milliarden US-Dollar flossen landesweit in die Kongresswahlkämpfe. Insgesamt kam dabei fast doppelt so viel Geld von einzelnen GrosspenderInnen, wie durch die unzähligen Kleinspenden zusammenkam. In den letzten Wochen wurden auf demokratischer Seite nochmals riesige Summen aus dem ganzen Land in einzelne demokratische Senatsrennen gepumpt, insbesondere in drei: Während es in Arizona reichen könnte, dürfte es neben South Carolina auch in Maine unglaublich teure Wahlniederlagen geben.