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- So wie der Nebel durch die Verdunstung vom Meer entsteht und das Meer nicht mehr zeigt, so ist auch das Wort, das sich von der Seele loslöst, für die Seele ein Schleier.
- Es ist ein erhabenes Unternehmen über die Weisheit sprechen zu wollen, eine grosse Sache, sich mit ihr zu beschäftigen. Doch ist die Erzählung immer noch ein Schleier der Wahrheitssonne.
- Die Welt ist wie ein Schaum. Die Eigenschaften Gottes sind wie das Meer, doch der Schaum, das heisst die Welt, wurde zum Schleier der Farben und Schönheit des Meeres.
- Versuche den Schaum aufzulösen, damit du die Schönheit des Meeres sehen kannst. Du bleibst dagegen beim Schaum des Meeres haften. Du weisst nicht, du weisst es nicht, dass der Schaum dir das Meer nicht zeigt.
- Verliere dich nicht in den Äusserlichkeiten, in den Bildern und Schönheiten, die vergänglich sind in dieser Welt, grüble nicht und bilde keine Meinungen über sie. Diese Bilder, diese Äusserlichkeiten, die du siehst, werden mit der Zeit vergehen und verschwinden.
- Sowie die Haare der Geliebten das Gesicht verdecken und ihre Schönheit nicht zeigen, so bedecken auch die Buchstaben und die Worte die Essenz. Deshalb muss die Schale der Buchstaben zerschlagen werden.
- Du glaubst, dass irgendein Traum die Schleier lüftet; wirf diesen Traum aus deinem Herzen weg. Denn gerade dieser Traum selbst ist ein Schleier für dich.
- Die existierende Welt, wie sie sich zeigt, gibt es doch nicht wirklich. Diese nichtexistierende Welt ist ein Werk Gottes, sie ist eine Erscheinungsform. Doch sowohl dieses Werk als auch diese Erscheinungsformen verschleiern die Schönheit des Schöpfers.
- So sehr auch dieses Geschöpf, das Mineraliengeschöpf, ein Krümchen, nur einen Bruchteil von Schems aus Tebriz ausmacht, wird dieser Bruchteil zum Schleier der Seele und zeigt die eigentliche Mine nicht.
Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 1, Gedicht Nr. 283
Firuzanfer, Band 2, 921
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can