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Die Rheinflotte der Schweiz zählte im Jahr 2011 155 Schiffe. Diese bewältigen natürlich nicht den gesamten Rheinverkehr von und nach der Schweiz, stellen aber eine gewisse Unabhängigkeit in der Versorgung über den Rhein sicher.
Auf dem Rhein verkehrt eine Vielzahl von Schiffen, die für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden.
Am weitesten verbreitet sind Motorschiffe. Diese können bis zu 4000 t aufnehmen und verfügen über eine Triebkraft von bis zu 3000 kW. Je nach Ladungsart spricht man vom Gütermotorschiff (GMS) für die trockenen Stück- und Massengüter oder vom Tankmotorschiff (TMS) für flüssige Ware.
Viele Motorschiffe sind gleichzeitig zum Schieben von Schubleichtern eingerichtet. Diese verfügen im Allgemeinen über keine Besatzung und sind steuerlos. Auch hier gibt es Leichter für Trocken- und Flüssiggut.
Ein GMS oder TMS kann bis zu sechs Leichter gleichzeitig schieben. Der daraus entstehende Koppelverband darf maximal 230 Meter lang und 34,2 Meter breit sein. In den Schweizerischen Rheinhäfen verkehren derartige Verbände eher selten, hier dürfen maximal vier Leichter gekoppelt sein.
Bei den Fahrgastschiffen wird unterschieden zwischen Kabinenschiffen, die im internationalen Langstrecken-Verkehr mit Schlafgelegenheit an Bord eingesetzt werden, und Ausflugsschiffen im regionalen Tages-Verkehr.
Schleppboote nehmen keine Ladung auf sondern dienen zum Schleppen anderer Schiffe. In den Schweizerischen Rheinhäfen kommen diese zur Anwendung, wenn die Hochwassermarke von 700 cm überschritten wird. Dann nämlich müssen einmotorig betriebene Schiffe die so genannte Schlepphilfe in Anspruch nehmen. Die Schiffe Lai da Tuma und Vogel Gryff unterstützen die Motorschiffe bei der Fahrt zu Berg.