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Die Komax Gruppe hat im ersten Halbjahr 2017 den Bestellungseingang deutlich gesteigert: Er beläuft sich auf CHF 224.4 Millionen und liegt damit 22.2% über dem Vorjahresergebnis (CHF 183.6 Millionen). Der konsolidierte Umsatz beträgt CHF 194.7 Millionen und befindet sich damit annähernd auf Vorjahresniveau (CHF 196.4 Millionen). Komax hat in diesem Jahr die Rechnungslegung von IFRS auf Swiss GAAP FER umgestellt. Dadurch sind in den Vorjahreszahlen die Zahlen der ehemaligen Business Unit Medtech enthalten, die Komax nach dem ersten Quartal 2016 verkauft hat. Ohne die Business Unit Medtech betrug im ersten Halbjahr 2017 das interne Umsatzwachstum 8.7%.
Verzögerte Umsatzerwirtschaftung
Die Book-to-Bill-Ratio liegt bei hohen 1.15, da Komax zwar diverse Bestellungen bereits produziert hat, diese jedoch noch nicht ausgeliefert werden konnten und damit noch nicht in den Umsatz eingeflossen sind. Dies betrifft sowohl grössere Anlagen als auch in der Schweiz produzierte Serienmaschinen für den stark wachsenden asiatischen Markt.
Das betriebliche Ergebnis (EBIT) erreichte CHF 25.4 Millionen (Vorjahr: CHF 30.5 Millionen) bei einer EBIT-Marge von 13.1% (Vorjahr: 15.5%). Höhere Abschreibungen, die Einführung des neuen ERP-Systems sowie die aufgrund des höheren Umsatzes, der Akquisitionen und der Investitionen in den Marktausbau markant gestiegenen Mitarbeiterzahl wirkten sich auf die Kostensituation aus. Die Fremdwährungen hatten auf den Umsatz einen Einfluss von –0.9% und auf den EBIT von –0.4 Prozentpunkten. Der ausserordentliche Aufwand ist höher als im Vorjahr, da Komax das gewährte Darlehen an eine assoziierte Gesellschaft um CHF 1.9 Millionen wertberichtigte. Diese belastete das Gruppenergebnis nach Steuern (EAT), das CHF 18.6 Millionen betrug (Vorjahr: CHF 22.9 Millionen).
Unterschiedliche Marktdynamik
„Der Bedarf an Automatisierungslösungen nimmt weiter zu und unsere Kunden sind bestrebt, manuelle Tätigkeiten auf Maschinen zu verlagern“, berichtet Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe, über das positive Marktumfeld. Insbesondere im Raum Asien/Pazifik und in Europa (inkl. Afrika) war diese Dynamik im ersten Halbjahr 2017 hoch, was sich an den deutlich gestiegenen Nettoerlösen (exkl. Business Unit Medtech) von +5.5% bzw. +15.8% zeigte. Unter den Erwartungen blieb hingegen Nord-/Südamerika (–5.8%). Dort ist seit Monaten eine Zurückhaltung bei Investitionen spürbar. Im ersten Halbjahr hat Komax in den USA nicht rentable Aktivitäten eingestellt und entsprechend Personal abgebaut.
Gewinn von Marktanteilen
„Nach dem letztjährigen Verkauf der Business Unit Medtech fokussiert die Komax Gruppe ausschliesslich auf das Wire-Geschäft. Dabei strebt Komax an, ihre führende Position im Kerngeschäft nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen“, bekräftigt Beat Kälin, Verwaltungsratspräsident der Komax Gruppe, die ambitiöse Zielsetzung. Die vorliegenden Halbjahreszahlen mit dem sehr hohen Bestellungseingang sind ein Beleg dafür, dass dies gelungen ist und Komax stärker als der Markt wachsen konnte.
Starkes Wachstum drückt auf Profitabilität
Zum erfolgreichen Ausbau der Marktposition beigetragen hat unter anderem die sehr erfolgreiche Markteinführung der neuen Maschinenplattform Alpha 530/550 im Kerngeschäft von Komax (Crimp to Crimp). Die neuen Maschinen haben die bisherigen Produkte, die in der Herstellung seit Jahren optimiert waren, schneller abgelöst als erwartet. Dieser Ablöseprozess, der im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stark veränderte Produktmix sowie das intensive Wettbewerbsumfeld haben die Profitabilität entsprechend belastet. „Wir sind bestrebt, die Produktivität möglichst schnell zu steigern und damit die Profitabilität kontinuierlich zu verbessern“, erklärt CEO Matijas Meyer. „Zudem investieren wir weiterhin überdurchschnittlich stark in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau der Marktorganisation, damit wir dank neuen Lösungen auch künftig Markt- und Technologieführer bleiben.“ Komax hat im ersten Halbjahr 2017 CHF 16.7 Millionen in Forschung und Entwicklung investiert. Dies sind 30% mehr als im Vorjahr.
Weiterhin sehr solide finanzielle Basis
Die Komax Gruppe verfügt unverändert über ein starkes finanzielles Fundament. Dies zeigt sich am Eigenkapital per 30. Juni 2017 von CHF 239.3 Millionen (31. Dezember 2016: CHF 246.2 Millionen) und der Eigenkapitalquote von 63.3%. Der freie Cashflow betrug CHF –0.2 Millionen (Vorjahr: CHF –0.5 Millionen) und die Nettoverschuldung lag bei CHF 2.2 Millionen (31. Dezember 2016: Nettoguthaben von CHF 17.0 Millionen).
Diese finanzielle Basis ermöglicht Komax, das Unternehmen weiterhin der Strategie entsprechend weiterzuentwickeln. Mit dem im März 2017 getätigten Asset Deal mit Practical Solution hat Komax ihre Präsenz in Asien gezielt ausgebaut. Und mit der im Juni 2017 kommunizierten Akquisition der französischen Laselec SA, die im zweiten Halbjahr 2017 abgeschlossen wird, stärkt Komax künftig das Marktsegment Aerospace.
Investition in die Zukunft
Um das künftige Wachstum bewerkstelligen zu können, investiert Komax an diversen Standorten in die Infrastruktur. Das grösste Bauprojekt betrifft den Hauptsitz in Dierikon: Komax investiert über CHF 70 Millionen in ein neues Produktions- und Bürogebäude, das in der zweiten Jahreshälfte 2019 bezugsbereit sein sollte. Der Neubau wird eine Gesamtfläche von über 20’000 m2 aufweisen und dient dazu, die drei bisherigen Zentralschweizer Standorte in Dierikon zu vereinen.
Voraussichtlich bereits Ende 2018 sollten die beiden neuen Gebäude in Deutschland – von Komax SLE in Grafenau sowie von Kabatec in Burghaun – bezugsbereit sein. Der Erweiterungsbau bei Komax SLE in Grafenau wird die verfügbare Produktions- und Bürofläche deutlich vergrössern und damit die Voraussetzung schaffen, um das erwartete Wachstum für Sondermaschinen bewältigen zu können. Da auch die Nachfrage nach Bandagier- und Assembliertechnik stetig steigt, ist der geplante Neubau von Kabatec ebenfalls eine zukunftsträchtige Investition. Komax wird in diesem Jahr ihre beiden Unternehmen im Bereich Bandagiertechnik – Kabatec und Ondal Tape Processing – unter dem Namen Kabatec zusammenführen. Im nächsten Jahr werden alle Mitarbeitenden gemeinsam den neuen Standort beziehen.
Ausblick
Die Komax Gruppe ist nach wie vor sehr gut positioniert und ist gewillt, in einem wettbewerbsintensiven Umfeld ihre führende Marktposition weiter auszubauen. Dies im Einklang mit den strategischen Zielen 2017–2021. Aufgrund unseres hohen Auftragsbestandes und der weiterhin guten Dynamik in der Automobilindustrie gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr 2017 das vorliegende Halbjahresergebnis übertreffen werden.
Medienkontakt:
Roger Müller
Head Investor Relations / Corporate Communications
Tel. 041 455 06 16
<email-pii>
Die Komax Gruppe hat in der Schweiz insgesamt vier Entwicklungs- und Produktionsstandorte. In Dierikon stellt Komax Maschinen für die Kabelverarbeitung her. Gleichzeitig ist die Örtlichkeit Hauptsitz der Komax Gruppe. Am Standort Rotkreuz produziert Komax Montageautomationssysteme für elektrische und elektronische Komponenten, mechatronische Baugruppen, Solarzellen und -module sowie medizinaltechische Produkte. Komax in Stans hingegen ist spezialisiert auf Montageanlagen, Transfersysteme und Handarbeitsplätze für die Montageautomation. In La Chaux-de-Fonds produziert Komax schlüsselfertige, kundenangepasste Montageanlagen für Medizinalprodukte, Elektrokomponenten sowie Verbrauchsgüter und das hauptsächlich für die automatische Montage von Produkten mit hoher Stückzahl.
|Komax Holding AG (Firmenporträt)|
|Artikel 'Komax Gruppe: Ausbau der Marktposition: Bestellungseingang um über 22% gestiegen...' auf Swiss-Press.com|
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