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Das Leipziger Streichquartett wurde 1988 gegründet: Drei seiner Mitglieder gehörten damals als Stimmführer dem Leipziger Gewandhausorchester an. Sie studierten bei Gerhard Bosse in Leipzig, holten sich Rat beim Amadeus-Quartett in London und vervollkommneten ihr Spiel in der Zusammenarbeit mit Hatto Beyerle und Walter Levin. Bereits 1991 konnte das Quartett den ARD-Musikwettbewerb in München gewinnen und erhielt den Brüder-Busch-Preis; 1992 folgte ein Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Stiftung. Seit nunmehr 23 Jahren veranstaltet das Ensemble seine eigene Konzertreihe «Pro Quatuor» in Leipzig, in deren Rahmen sämtliche Streichquartette der Ersten und der Zweiten Wiener Schule zu Gehör gelangten. Auch thematisch ausgerichtete Konzertzyklen gehören zu den Spezialitäten des Leipziger Streichquartetts, das mittlerweile in über vierzig Ländern aufgetreten ist. Zu den künstlerischen Partnern der Vier zählten und zählen die Pianisten Alfred Brendel, Menahem Pressler, Andreas Staier und Christian Zacharias, die Sopranistinnen Juliane Banse und Christiane Oelze, der Bariton Olaf Bär und die Klarinettisten Karl Leister und Giora Feidman. Das Repertoire des Leipziger Streichquartetts umfasst rund dreihundert Werke von hundert Komponisten, darunter auch Zeitgenossen wie Beat Furrer, Cristóbal Halffter, Wolfgang Rihm, Steffen Schleiermacher oder Jörg Widmann. Fast neunzig CD-Einspielungen mit einer stilistischen Bandbreite von Mozart bis Cage dokumentieren die Arbeit des Quartetts. Allein fünfmal erhielt das Leipziger Streichquartett den «ECHO Klassik», hinzu kamen Auszeichnungen wie der «Preis der deutschen Schallplattenkritik», der «Diapason d’Or», der «Premios CD Compact» und der «Indie Award». Seit 2009 spielt das Leipziger Streichquartett im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. Im heutigen Konzert wird Conrad Muck der Primarius sein.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL in der Quartettformation am 25. August 2012 mit Werken von Mozart, Isaac, Halffter und Beethoven.
Juli 2015