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Serhij Zhadan und Juri Andruchowytsch gehören zu den bedeutendsten ukrainischen Gegenwartsautoren, die auch im deutschsprachigen Raum grosse Aufmerksamkeit geniessen. Im Philosophicum stellen sie Ausschnitte aus ihren jüngsten Werken vor. Serhij Zhadan spricht Gedichte aus dem Band «Marias Leben» und erzählt von seinem Roman «Mesopotamien», der im August im Suhrkamp Verlag erschienen ist und eine «leidenschaftliche Liebeserklärung an seine Heimatstadt» - Charkiw - ist. Die Helden des Romans sind Rebellen der Existenz, die in Zeiten der Verfinsterung und des Krieges um ihr Leben und die Liebe kämpfen. Juri Andruchowytsch liest aus «Lexikon der intimen Städte», das in deutscher Übersetzung vorliegt aber noch nicht veröffentlicht wurde. Das Gespräch führt die Literaturwissenschaftlerin Judith Schifferle. Sie beschäftigt sich bereits seit Jahren beruflich mit der ukrainischen Kultur und Literatur. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lyriktournee Meridian Czernowitz 2015 statt.
Juri Andruchowytsch wurde 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine geboren, dem früheren galizischen Stanislau. Er studierte Journalistik und begann als Lyriker. Er ist Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Andruchowytsch gilt als ein «Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur» und wurde für seine literarische Arbeit schon mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europöischen Völkerverständigung 2006. Daneben übersetzt er aus dem Russischen, Polnischen, Englischen und Deutschen. Von ihm erschienen sind auf deutsch u.a. die Romane «Perversion»(2011) und «Zwölf Ringe» (2007), der Essayband «Engel und Dämonen der Peripherie» (2007) sowie unter seiner Herausgeberschaft der Sammelband «Euromaidan» (2014).
Serhij Zhadan wurde 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren. Er studierte Germanistik und promovierte über den ukrainischen Futurismus. Seit 1991 gehört er zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw. Er publizierte zwölf Gedichtbände und sieben Prosawerke. Der Roman «Die Erfindung des Jazz im Donbass» (2012) wurde mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis und mit dem Brücke-Berlin-Preis 2014 ausgezeichnet und von der BBC gar als das «Buch des Jahrzehnts» betitelt. Jüngst erschien im Suhrkamp Verlag der Roman «Mesopotamien». Weitere Veröffentlichungen von ihm sind u.a. «Hymne der demokratischen Jugend» (2009) oder «Depeche Mode» (2007).
Im Rahmen der Lyriktournee Meridian Czernowitz 2015: Charkiw – Tscherniwzi – Lwiw – Metz – Paris – Brüssel – Luxemburg – Basel- Stans – Lenzburg – Zürich– Frankfurt am Main
In Kooperation mit der Internationalen Literarischen Korporation Meridian Czernowitz und in Kooperation mit dem Osteuropa-Forum Basel