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Paris - Der Firmengründer der Westschweizer Kaffee-Kapsel-Herstellerin Ethical Coffee Company, Jean-Paul Gaillard, hat sich mehr Kapital beschafft: Er steckt weitere 50 Millionen Franken in die Produktion der Kapseln.
Der Walliser hat nach dieser dritten Kapitalerhöhung für die Entwicklung des Unternehmens zwei mögliche Standorte im Visier: Zum einen Industrie-Räumlichkeiten in Genf, zum anderen könnte er in die Räume der Brauerei Cardinal in Freiburg einziehen. Diese hat vor ein paar Wochen bekannt gegeben, den Standort ins aargauische Rheinfelden zu verlagern. "Wir werden uns in den nächsten Tagen entscheiden", sagte Jean-Paul Gaillard am Mittwoch vor Medien in Paris.
Der zweite Unternehmens-Standort soll im kommenden Februar eröffnet werden. Man werde sich für denjenigen Kanton entscheiden, aus dem das bessere Angebot komme. Doch machte Gaillard keinen Hehl draus, dass ihm Genf eigentlich lieber wäre. Es sei näher gelegen am französischen "Chambéry", wo sich der andere Standort des Unternehmens befindet.
Ethical Coffee Company stellt Kapseln her für die französische Supermarktkette Casino. Weil diese auch in die Kaffee-Maschinen passen von Nestlé, hat der Lebensmittelkonzern das Unternehmen wegen Patentrechtsverletzung verklagt. Nestlé geht auch gegen das US-Unternehmen Sara Lee juristisch vor, das in Frankreich seit April Kaffeekapseln unter der Marke L'Or vertreibt.
Nestlé war mit Nespresso Vorreiter bei dem in Kapseln portionierten Kaffee und hat das Produkt mit rund 1700 Patenten geschützt.
SDA-ATS