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Grundsätzlich sollte, bevor du überhaupt dein Bleistift spitzt, alles genau mit dem Auftraggeber besprochen werden. Zu Beginn deiner Karriere kann es aber durchaus zu diesem Patzer kommen. In diesem Falle solltest du mindestens eine Vergütung für die Anzahl der bis jetzt geleisteten Arbeitsstunden erhalten.
Beispielsweise schreibst du in deinen Rechnungstext: «Schade, kann die Zusammenarbeit nicht weitergeführt werden, (…) Anbei erhalten Sie die Abschlussrechnung mit dem verrechneten Aufwand, den ich als Illustrator/in hatte.»
Wichtig ist, dass du alles Im Vornherein abmachst und dass eine offene Kommunikation mit dem Auftraggeber gepflegt wird. Du kannst zum Beispiel in der Offerte die verschiedenen Arbeitsschritte aufführen. Dabei wird für den Kunden und auch für dich ersichtlich, welches Honorar er dir nach welchen Arbeitsschritten schuldig wäre. So fällt es dir bei einer Absage nach der Auftragsbestätigung leichter, den richtigen Betrag als Ausfallhonorar zu berechnen.
Kleiner Tipp: Die Faustregel besagt, dass du bei Ausfall des Auftrages sicher die bis jetzt geleisteten Stunden oder sogar bis zu 50% des gesamten Auftragspreises verrechnen kannst. Das Ausfallhonorar ist dazu da um deine geleisteten Stunden und das Risiko zu decken. (Du hast in der Zwischenzeit vielleicht eine Anfrage für einen weiteren Auftrag erhalten, ihn aber nicht angenommen.) Wichtig: Die Illustration, die in dieser Zeit entstanden ist bleibt in deinem Besitz. Der Auftraggeber hat dich ‚nur’ für deinen Arbeitsaufwand entschädigt und nicht die Nutzungsrechte eingekauft!