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Im Jahr 1967 erhielt die Zürcher Bahnhofstrasse ihren ersten Bankomaten. Aber schon 5 Jahre zuvor bevor es die automatischen 24 Stunden Geldautomaten gab, die heute als selbstverständlich gelten, eröffnete die schweizerische Kreditanstalt SKA (heute CS) einen Drive-in für Bankgeschäfte, die sogenannte Autobank.
Die Autobank wurde im Juni 1962 an der St. Peterstrasse 17 am Paradeplatz eröffnet. Die Kunden konnten mit ihrem Wagen direkt ohne auszusteigen an den Bankschalter fahren und ihre Transaktionen abwickeln. Die Autos fuhren in eine Schalterhalle mit Einbahnverkehr, welche einen in der Mitte angelegten Glaspavillon mit acht Bankschaltern beinhaltete. Sieben Schalter waren für Linkslenker Fahrzeuge ausgelegt und einer für Rechtsgelenkte.
Die Schalter waren speziell mit 35 mm dicken, kugelsicheren Panzerglas gesichert. “Die Anlage war die damals grösste und modernste Anlage Europas” schreibt der Historiker Joseph Jung in seiner 2000 erschienenen Geschichte der Schweizerischen Kreditanstalt.
Schon damals waren Parkplätze in der grössten Stadt der Schweiz Mangelware. Nach der Eröffnung der SKA Autobank folgte dann auch die Konkurrenz, die Schweizerische Bankgesellschaft (heute UBS), mit einem innenstädtischen Bank Drive-In, welche nur 5 Schalter hatte.
Leider setzte sich die Autobank nicht durch, da die neuen Bankomaten schnell an Popularität gewannen. Der Enthusiasmus war zu Beginn gross, aber das veränderte Kundenverhalten führte dann schlussendlich dazu, dass die Autobank 1983 wegen zu geringer Nachfrage geschlossen werden musste. Beide Autobanken wurden zu Konferenzräumen umgebaut.
© Bilder ETHZ / Credit Suisse Archiv