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David Lama war zum Klettern geboren. Sein Vater, ein nepalesischer Bergführer, und seine Mutter, eine österreichische Krankenschwester, förderten seine Fähigkeiten und schon im Alter von fünf Jahren entdeckte der legendäre Everest Alpinist Peter Habeler Davids „außergewöhnliches Talent am Felsen“. Mit 15 Jahren hatte der Junge die Kletterwelt im Sturm erobert und bewies, dass Peter mit seiner Einschätzung richtig lag. Im Alter von zwölf Jahren war David der jüngste Kletterer in der Geschichte des Sports, der eine 8b+ absolvierte. Anschließend gewann er zweimal sowohl die Europameisterschaft im Jugendweltcup als auch die Jugendweltmeisterschaften. Nachdem er in die Erwachsenenwertung aufgestiegen war, wurde David der jüngste Sportler, der jemals einen IFSC-Weltcup sowohl im Lead-Klettern als auch im Bouldern gewann. Bis 2011 gewann David zahlreiche weitere Wettbewerbe. Doch nach und nach verlagerte er seinen Schwerpunkt auf Freeclimbing und den Alpinsport. Als einige Erstbegehungen erfolgreich absolviert waren, wollte er sich einen lang gehegten Traum verwirklichen: die freie Begehung der Kompressorroute am Cerro Torre. Dieser Meilenstein der alpinen Klettergeschickte brachte ihm und seinem Partner Peter Ortner bei den Piolet d'Or Awards 2013 eine Auszeichnung ein. David glaubte an das Prinzip, dass man große Ziele nur erreicht, wenn man akribisch daran arbeitet, ohne einen einfacheren Plan B in der Hinterhand zu haben. Auch Rückschlage, wie am Cerro Torre, konnte er akzeptieren, wohlwissend, dass er im Stande war, etwas Außergewöhnliches zu erreichen.