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In seiner Komödie entlarvt Carl Sternheim mit scharfer Zunge die Doppelmoral der bourgeoisen Gesellschaft. - Eine in aller Öffentlichkeit gerutschte Damenunterhose - der tyrannische Hausherr fürchtet um Ansehen und Stellung…
«Die Hose» ist das erste Stück des wohlhabenden Bankierssohns Carl Sternheim, das Max Reinhardt vom Deutschen Theater begeistert annimmt. Doch schon der Titel erregt Anstoss und der Polizeipräsident hat «aus Gründen der Sittlichkeit» sofort ein Verbot erlassen.
Doch die Komödie besiegelte den endgültigen Durchbruch des Dramatikers. Sie eröffnete den Zyklus «Aus dem bürgerlichen Heldenleben», in dem Sternheim als «Arzt am Leib seiner Zeit» die verlogene bourgeoise Gesellschaft seiner Zeit einer scharfen satirischen Analyse unterzog. - «Hinter der Maske von Sittlichkeit und Moral nichts als lüsterner Trieb und egoistische Gier…»
Ein Lust-Spiel. «Die Hose» ist eine der besten Komödien der deutschen Literatur. Scharfzüngig, doppelbödig lustig und absurd. - Sternheims Hose ist eine schlicht geniale Komödie.