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Les Choses humaines
Regie: Yvan Attal
Darst.: Ben Attal, Suzanne Jouannet, Charlotte Gainsbourg, Pierre Arditi, Mathieu Kassovitz, Audrey Dana, Benjamin Lavernhe, Judith Chemla, Réjane Kerdaffrec u.a.
Alexandre Farel ist ein französischer Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und Sohn aus bestem intellektuellem Haus: Vater Jean ist ein bekannter TV-Moderator, Mutter Claire eine renommierte feministische Essayistin; ihm selbst scheint eine glänzende Zukunft sicher. Als er kurz nach Frankreich zurückkehrt, um an einer Preisverleihung für seinen Vater teilzunehmen und diese kurzfristig verschoben wird, lädt Claire den Sohn zum Abendessen ein. Sie lebt von Jean getrennt und möchte, dass Alexandre ihren neuen Lebenspartner Adam kennenlernt. Beim Abendessen ist auch Adams Teenager-Tochter Mila anwesend. Da sie und Alexandre sich auf Anhieb sympathisch sind, beschliessen die beiden, nach dem Essen eine Studentenparty zu besuchen, wo reichlich Alkohol fliesst. Am nächsten Morgen steht die Polizei in der luxuriösen Wohnung der Farels, in der Alexandre übernachtet hat, und nimmt ihn mit: Mila hat ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Basierend auf dem gleichnamigen, 2019 erschienenen Roman der französisch-tunesischen Schriftstellerin Karine Tuil (dt: Menschliche Dinge, 2020), die sich darin auf den Vergewaltigungsfall in Stanford von 2015 bezieht, entwickelt Yvan Attal in seinem siebten Spielfilm ein spannendes Gerichtsdrama, das den vertrackten Fall virtuos von allen Seiten beleuchtet. Nach «Ma femme est une actrice» (2001), «Ils se marièrent et eurent beaucoup d’enfants» (2003), «Do Not Disturb» (2012), «Ils sont partout» (2016) und «Mon chien stupide» (2019) ist «Les Choses humaines» Yvan Attals sechster Spielfilm, in dem seine Lebenspartnerin Charlotte Gainsbourg mitwirkt. Und gleichzeitig der vierte, in dem auch Sohn Ben Attal mitspielt: in der Hauptrolle als Sohn Alexandre. Jan Lumholdt schreibt auf cineuropa.org: «Im Laufe des in ein ‹Er›-, ein ‹Sie›- und in ein Prozesskapitel unterteilten Films blitzen immer wieder Schnipsel aus der Nacht des Vorfalls auf, werfen allmählich Licht auf das, was wirklich passiert ist. Während sowohl Thriller- als auch Melodrama-Territorien erforscht werden, lässt einen diese zweideutige, nie endende Horrorgeschichte mit einer Erkenntnis zurück: Es gibt keine Monster, sondern nur menschliche Wesen, die Entscheidungen treffen, die im falschen Moment wirklich monströs sein können.»