Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/148

Parallel zum Aufbau des internationalen Experimentalreaktors Iter im französischen Cadarache arbeiteten zwei der sieben Iter-Partner – Europa und Japan – während der vergangenen sieben Jahre gemeinsam an der Montage der deutlich kleineren Fusionsanlage JT-60SA. Standort dieses Iter-Begleiters ist das japanische National Institute for Quantum and Radiological Science and Technology (QST) in Naka. Laut QST wurde die Montage am 31. März 2020 abgeschlossen. Die Betriebsvorbereitungen können jetzt beginnen.
Die Aufgabe des JT-60SA ist es, den Experimentalreaktor Iter zu ergänzen und die Datenbasis für ein späteres Demonstrationskraftwerk zu vergrössern. Deutlich vor dem Iter-Start will man bis zu hundert Sekunden lange Hochleistungs-Plasmapulse untersuchen, wozu die Anlage mit supraleitenden Magnetspulen ausgerüstet ist, in denen der Strom nahezu verlustfrei fliesst.
Japanisch-europäisches Abkommen
Die anschliessende Nutzung der Anlage regelt eine kürzlich unterzeichnete japanisch-europäische Vereinbarung. Sie garantiert, dass die EU – die mehrere hundert Millionen Euro in den Aufbau von JT-60SA investiert hat – eine privilegierte Rolle bei der wissenschaftlichen Auswertung der Anlage einnehmen kann.
Quelle
M.A. nach IPP, Medienmitteilung, 7. April 2020