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Impingement ist ein Begriff, der häufig verwendet wird. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie ‘Einklemmen’. Im Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach verlaufen Sehnen, die für die Beweglichkeit und Funktion der Schulter von großer Wichtigkeit sind. Außerdem findet man dort einen Schleimbeutel (Bursa subacromialis), der wie ein Gleitkissen zwischen Knochen und Sehnen fungiert. Die genetischen Anlagen (Anatomie) von Schulter-dach und Oberarmknochen, das heißt der Aufbau und die Struktur sind maßgebliche Faktoren dafür, ob ein Impingement-Syndrom begünstigt wird.
So gibt es am Oberarmknochen, Knochenhöckerchen (Tuberculi majus & minus), an denen die Sehnen der Rotatorenmanschette ansetzen. Diese können bei bestimmten Bewegungen am Schulterdach anschlagen und ein Einklemmen der Sehnen und des Schleimbeutels verursachen.
Dieser Raum kann aus verschiedenen Gründen (Verknöcherungen, Sehnenbeschaffenheit, etc.) zu eng werden und ein müheloses Gleiten der Strukturen beeinträchtigen. Als Folge dieser Einengung werden die Weichteile eingeklemmt und durch die Bewegung chronisch gereizt, was wiederum eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis), im schlimmsten Fall sogar Sehneneinrisse, mit sich bringen kann. Zieht man sich z. B. dicke Schafwollsocken an und steigt man damit in enge Tanzschuhe, kann man nach einer gewissen Zeit Blasen oder Reizungen bekommen.
Behandlung
Als nicht-operative Maßnahme können im ersten Schritt NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) verabreicht werden. Diese Medikamente werden zur Schmerzlinderung und als Entzündungshemmer eingesetzt. Sie können hochdosiert über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen eingenommen werden, um den Teufelskreis zu durchbrechen, da eine Entzündung meist eine Schwellung und damit eine weitere Verengung zu Folge haben kann.
Sollte eine Behandlung mit NSAR keine Wirkung zeigen, können Kortisoninjektionen in die betroffene Stelle verabreicht werden. Begleitend zur medikamentösen Behandlung kann eine Physiotherapie eingeleitet werden. Gelenkzentrierende Übungen sind hier eine häufig gesetzte Maßnahme. Hier wird versucht den Oberarmkopf am Platz zu halten, ohne dass er nach oben wandert und am Schulterdach ‘anschlägt’.
Helfen weder Medikamente noch Physiotherapie ist über einen minimalinvasiven Eingriff mittels Arthoroskop nachzudenken. Bei der Operation wird der Schleimbeutel und entzündetes Gewebe entfernt, und auch der Teil des Schulterdaches abgeschliffen (Acromioplastik), der für die Einklemmung mitverantwortlich ist. Dadurch wird der Raum vergrößert und verhindert das ‘Anschlagen’ der Knochenteile aneinander.