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Aus zwei kleinen Fleischmann Lokomotiven entstanden, die Tenderlok Bauart Mallet.
Bei der ersten Lok wird das Gehäuse zwischen Kessel und Führerhaus getrennt.
Der Fahrwerkrahmen wird hinter den Bremsklötzen der zweiten Achse gekürzt.
Die Radstromkontakte habe ich belassen, sie sollen später wieder zur Stromaufnahme herangezogen werden.
Bei der zweiten Lok wird nach abnehmen des Gehäuses und Demontage des Gestänges und der Lampen die Pufferbohle abgetrennt. Da das Gestänge nur gesteckt ist, lässt es sich sehr leicht demontieren.
Das Fahrwerk wird an den zuvor abgetrennten Stellen mit etwas Sekundenkleber zusammen gesetzt. Ein aufgesetztes Kunststoffplättchen verstärkt die Klebestelle.
Das neue Fahrwerk ist damit bereits fertig.
Wer kennt sie nicht, die kleine von Fleischmann, die Lok 7. Aus zwei dieser Loks sollte nun eine werden, eine Tenderlok der Bauart Mallet. Den Anstoss zum Umbau gab letztlich die Tatsache, dass zum einen schon zwei Modelle vorhanden waren und zum anderen die eine davon ein defektes Getriebe hatte.
Die Arbeiten am Gehäuse werden etwas umfangreicher. Zuerst habe ich das Führerhaus umgebaut. Dazu wird beim Überbleibsel der ersten Lok (im Bild rechts) die Rückwand abgetrennt. Am Führerstand der zweiten Lok wird die Rückwand samt Tür abgetrennt.
Bevor ich mich an den Umbau wagte, habe ich das geplante Modell als Computersimulation erstellt. Dies um abzuschätzen, ob die Lok in den Proportionen ein stimmiges Bild abgibt. Die Lok hat zwar kein echtes Vorbild, soll aber doch einen realen Eindruck vermitteln.
Die zwei Umbau-Kandidaten im Bild. Bei der einen Lok hat der Umbau mit dem entfernen der Gestänge sowie der Lampen auf der Pufferbohle und dem ausbauen des Motors und Getriebes bereits begonnen.
Das "Modell" gefiel mir soweit sehr gut. Es zeigte aber auch, dass am Gehäuse einiges zu machen ist. Das Führerhaus sollte nach vorne verschoben und der Kessel an der Front etwas zurück versetzt werden.
Das kürzere Teil kann nun umgdreht angesetzt werden. Der Vorbau am Führerhaus, der wegen des Motors nötig ist, wird hier - leicht schräg abgefeilt - gleich zum Kohlekasten.
Das ganze ergibt schliesslich ein grösseres und weiter vorne sitzendes Führerhaus.
Fehlt noch der Mittelteil. Der Kessel von Lok 2 muss hier passend zugefräst und gefeilt werden, damit Vorder- und Mittelteil zu einem Stück zusammengesetzt werden können. Schornstein und Glocke wurden entfernt. Das Bild zeigt alle drei bearbeiteten Gehäuseteile.
Die Gehäuseteile sind soweit parat zum zusammenbauen.
Am Kohlenkasten muss noch eine Rückwand angebaut werden. Diese wird aus einem Plastikstück zugeschnitten.
Die Gehäuseteile habe ich mit Sekundenkleber zusammen gesetzt und anschliessend die Nahtstellen verschliffen.
Die erhabenen Lokschilder habe ich plan geschliffen.
Jetzt kann das gehäuse zur Probe aufgesetzt werden - es passt!
Gehäuse und Fahrwerk wurden nun noch neu lackiert und neue Lokschilder angebracht.
Die Lampen können wieder angesetzt und mit einem feinen Pinsel nachlackiert werden.
Jetzt kann auch das Gestänge wieder eingebaut werden.
Die Lok ist fertig zusammen gebaut. Auf der Pufferbohle habe ich ein Riffelblech (ein Kartonteil aus dem heimischen Drucker) aufgesetzt. Der Führerstand hat noch neue Aufstiegsleitern erhalten.
Die Rückwand am Kohlekasten entstand aus einem Stückchen Kunststoff. Auch hier sind die Lampen neu angesetzt und lackiert worden. Es fehlt nur noch ein bisschen Kohle auf dem Kasten.
Die Mallet ist fertig zur Probefahrt. Die als Ed 2 x 2/2 7881 nummerierte Lok hat zwar kein reales Vorbild, macht aber in ihrer "Schweizer" Lackierung gar kein so schlechtes Bild.