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Zürich, 10.07.2017
Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot hat die Abschaltung von bis zu einem Drittel der französischen Atomreaktoren in Aussicht gestellt. Die Regierung will den Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion bis 2025 auf 50 Prozent senken.
Um das zu erreichen müsse "eine gewisse Anzahl" von Reaktoren abgeschaltet werden, sagte Hulot am Montag dem Radiosender RTL. Dies werde "vielleicht bis zu 17" Reaktoren betreffen.
Frankreich ist bislang hochgradig von der Atomkraft abhängig: Die 58 Reaktoren des Landes produzieren rund drei Viertel des französischen Stroms. Das 2015 verabschiedete Energiewende-Gesetz sieht vor, diesen Anteil bis 2025 auf 50 Prozent zu senken.
Experten sehen dies als schwierig an. Die Produktionskapazitäten auf Basis fossiler Rohstoffe gehen seit Jahren zurück, der Ausbau erneuerbarer Energien verläuft nur zögerlich.
Der französische Atompark ist in die Jahre gekommen. Um die Lebensdauer der Reaktoren zu verlängern, sind Milliardeninvestitionen notwendig. Besonders umstritten ist das älteste AKW Fessenheim in der Nähe der deutschen Grenze. Dort kommt es immer wieder zu Pannen und Zwischenfällen.
Laut aktueller Planung soll Fessenheim stillgelegt werden, sobald im nordfranzösischen Flamenville ein neuer Druckwasserreaktor vom Typ EPR in Betrieb sein. Dafür peilt der Betreiber EDF das Jahr 2019 an.