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Es sind die SF, die bei diesem Verkauf Mitte September einen würdigen Durchschnittspreis retteten. Nichts natürlicher als das, denn die "SF" sind die Königinnen des Emmentals, ebenso wie die "Code 60" im Simmental.
Für einen fremden Beobachter kann es eine große Überraschung gewesen sein, dass eine SF-Kuh der dritten Kalbung den Top-Preis (Rekordpreis) des Vormittags gegen einige schöne Holstein oder Red Holstein der zweiten Kabung zugeschlagen bekam. Aber so ist das hier nunmal: Wir lieben bestätigte Kühe, die schönsten Kühe, deren Langlebigkeit oft auch ein starkes Kaufsargument ist ... warum also daran etwas ändern, selbst wenn sie in der dritten Kalbng sind?
Es war jedoch eine RH, die den besten Preis gewann: KUBA, von Delago und Tochter von Robert (einer Linie HR Swiss par excellence) gewann den Preis und die Lorbeeren dieser Versteigerung, mit einem Zuschlagspreis bei 4150 CHF. Sie wurde von Hansueli Kohler aus Häusernmoos (BE) vorgestellt.
Nach ihr verkauften sich mehrere schöne SF zwischen 3600 und 3950 CHF. Solche Preise sind in diesen schwierigen Zeiten auf dem Schweizer Viehmarkt bewundernswert. Zum Beispiel TIROLA (Tochter des Bullen PIEROLET), präsentiert von Bernhard Beer aus Landiswil (BE), die 3950 CHF erzielte. Ein sehr guter Preis für eine frisch gekalbte Erstgebärende. PIEROLET ist auch der Vater einer anderen SF, TRAUBE (Nr. 10, Foto), die den Besitzer für die Summe von 3850 CHF wechselte. Ein ziemlich starker Preis für eine dritte Kalbung, sogar mit 36 kg Milch.
Um die Wahrheit nicht zu verheimlichen muss erwähnt werden, dass viele Lose unversteigert in den Stall zurückgeschickt wurden. Dies war bei Tieren mit wenig guter Qualität der Fall, aber auch bei guten Kühen, deren Mindestpreis nicht der heutigen Realität des aktuellen Milchviehmarktes der Schweiz entsprach.
Die Besitzer, die sich von guten Kühen trennen müssen, tun dies zweifelsohne mit einer gewissen Wehmut im Herzen, wie derjenige, der eine O'KALIBER-Tochter einer Kuh von ACME für 2800 CHF ziehen lassen musste (davon natürlich noch abgezogen die Anmeldegebühr sowie seine Zeit, das Tier vorzubereiten und an den Ort des Verkaufes zu bringen, was ihm nicht vergütet wird ....). Zitieren wir noch, ohne die Absicht das Messer in der Wunde zu drehen, den Fall einer frisch gekalbten ARMANI - ihrem zweiten Kalb - mit einer Produktion von 36 kg, die bei 2800 CHF unverkauft blieb.