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Vielleicht sind Wortstudien vor allem deshalb eine häufige und reichhaltige Ursache für exegetische Fehlschlüsse, weil viele Prediger und Bibellehrer gerade einmal genug Griechisch beherrschen, um Konkordanzen oder vielleicht noch ein paar andere Hilfsmittel zu benutzen. Man hat wenig Gefühl für die griechische Sprache. Folglich ist die Versuchung gross, zu zeigen, was man im Studium gelernt hat: zumeist ziemlich viele lexikalische Informationen, aber unbeachtet bleiben die Einschränkungen, die der Kontext auferlegt. Die Lösung liegt natürlich darin, nicht weniger, sondern mehr Griechisch zu lernen und in Linguistik mindestens ein Grundwissen zu erwerben.
D. A. Carson. Stolpersteine der Schriftauslegung. Betanien Verlag: Oerlinghausen 2007. (62)
P. S. Das Buch ist ein ausgezeichnetes (und entlarvendes) Hilfsmittel für den Ausleger.