Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03270.jsonl.gz/557

«Bamboléo» lief 1987 in Strandcafés, Bars und Freiluftdiscotheken rund ums Mittelmeer rauf und runter. Touristen brachten das Lied mit in ihre Heimatländer und von dort aus startete binnen kürzester Zeit ein Eroberungszug rund um die Welt – der Sommerhit schlechthin war geboren! Sein Urheber: die Gipsy Kings. Ihre Geschichte begann aber bereits in den 1970er-Jahren, als sich die Söhne des Flamencosängers José Reyes zu einer Band zusammenschlossen, zu der sich später drei Baliardo-Brüder gesellten. Nach unzähligen Auftritten an Hochzeiten, an Parties und auf den Strassen Südfrankreichs, wohin ihre Vorfahren während des spanischen Bürgerkriegs ausgewandert waren, veröffentlichte die Truppe zwei Alben. Ihre energetischen Flamencorhythmen zogen aber nur wenig Aufmerksamkeit auf sich.
Später reicherten die Gipsy Kings ihren Sound mit Einflüssen aus Lateinamerika, dem mittleren Osten und Nordafrika an. Mit dem so entstandenen «Rumba Gitano» schufen sie eine eigene musikalische Stilrichtung und übertrafen auch nach dem ersten Hit alle Erwartungen: Allein in den Jahren 1989/90 erhielt die Gruppe Gold- und Platinauszeichnungen in 15 Ländern. Ihr neustes Werk «Savor Flamenco» wurde bei den Grammy Awards 2014 als bestes Weltmusikalbum ausgezeichnet. Die beiden Songwriter und Produzenten Nicolas Reyes und Tonino Baliardo sind noch heute die Aushängeschilder der Gruppe.