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Zürich 25 Januar 1876.
Hochverehrter Herr & Freund!
Hoffentlich werden Sie immer mehr von den Schmerzen erlöst, welche der Eisunfall Ihnen bereitet hat. Ein Trost für diese Schmerzen liegt in dem Gedanken, daß der Unfall leicht noch viel schlimmere Folgen hätte haben können.1
Hr. Feer-Herzog, mit dem ich mich in der Angelegenheit Menabrea2 in Verbindung gesetzt, & ich theilen vollkommen Ihre Ansicht, daß der Verwaltungsrath der GotthardbahnHrn. Menabrea ersuchen soll, auf seinem Entlassungsbegehren nicht beharren zu wollen.3 Ich möchte Sie also bitten, Hrn. Melegari4 von der Absicht des Präsidium's des Verwaltungsrathes & der Direction, in der angegebenen Weise zu | verfahren, Kenntniß geben zu wollen. Ich nehme an, die Italienische Regierung werde sich in Folge einer solchen Mittheilung beruhigen.
Bis zu diesem Augenblicke habe ich die bewußten Vorlagen des technischen Centralbureau's nicht erhalten. Vorläufig habe ich vernommen, der Kostenvoranschlag auf Grundlage des innerhalb der Schranken des internationalen Vertrages entworfenen Projectes werde sich (Zinsen & die Beschaffungskosten für das noch erforderliche Capital, zu 10% gerechnet, (?) inbegriffen) auf – 300 Millionen Franken belaufen!!5 Ich brauche wohl nicht zu sagen, daß diese Mittheilung einstweilen ganz unter uns bleiben soll.
Ich hoffe gegen Ende dieser Woche nach Bern kommen & mich wieder einmal mündlich mit Ihnen besprechen zu können, wornach ich mich recht eigentlich sehne.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Herzlich
Ihr
Dr A Escher