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Die Ameise.
Ich fragte mal eine 17-jährige Athletin, was sie später mal werden wolle. “Etwas im Management“ war ihre Antwort. Was sie zu managen gedenke, fragte ich sie. “Na einfach managen, irgendwas”, war die Antwort.
Da fiel mir die Geschichte der Ameise wieder ein. Für alle Möchtegernmanager schreibe ich diese Geschichte auf. Damit sie daraus lernen…..so hoffe ich.
Eine kleine Ameise kam alle Tage zu früh zur Arbeit und fing gleich zu arbeiten an. Sie war produktiv und sehr zufrieden. Ihr Chef, eine Löwin, war erstaunt, dass die Ameise unbeaufsichtigt arbeitete. Sie dachte: wenn sie so viel leistet ohne Supervision, würde sie dann nicht noch mehr leisten unter permanenter Aufsicht. Also stellte er eine Kakerlake ein, die sehr viel Erfahrung hatte mit Supervisionen. Außerdem konnte diese wundervolle Berichte verfassen. Als erstes stellte die Kakerlake einen Zeitrecorder auf, um die Arbeitszeiten der Ameise zu erfassen. Zudem brauchte die Kakerlake eine Sekretärin, um ihr zu helfen, die Berichte zu verfassen und sie stellte auch noch schnell eine Spinne ein, um das Berichtenarchiv zu verwalten und die Telefongespräche zu kontrollieren. Das war der Moment wo die Kakerlake einen Computer und einen Laserprinter kaufte und eine Fliege einstellte, die die Informatik verwalten sollte. Die Ameise, noch vor kurzem produktiv und strahlend, verzweifelte immer mehr wegen dem enormen Papierkram und den unzähligen Sitzungen, die ihr ihre Arbeitszeit verschlangen.
Die Löwin aber war sehr zufrieden über die Berichte der Kakerlake und bat sie außerdem, die Produktion und die Tendenzanalyse in einer Grafik zu verarbeiten. Anlässlich der Berichte war es an der Zeit, so fand die Löwin, am Arbeitsplatz der Ameise einen Sektorverantwortlichen zu ernennen. Dieser Posten bekam eine Grille, die als erstes einen ergonomischen Stuhl anschaffte für ihr Büro und einen Spannteppich verlegen ließ. Auch sie brauchte einen Computer und eine Assistentin, die einen strategischen Plan ausarbeiten musste um die Arbeit der Ameise zu optimalisieren und das Arbeitsbudget der Ameise zu kontrollieren.
Die Ameise war nicht mehr zum Lachen zumute und ärgerte sich täglich sichtlich mehr und mehr. Auf Grund ihres Verhaltens wurde die Ameise daraufhin abgemahnt von der Löwin und bekam einen Vermerk in ihrer Personalakte.
Das war der Moment, wo die Grille ihrem Chef, die Löwin, davon überzeugen konnte, dass das Arbeitsklima unbedingt untersucht werden sollte. Anlässlich des anschließenden Berichtes und nachdem sie die Arbeitsbelastung studiert hatte, stellte die Löwin fest, dass die Abteilung, wo die Ameise arbeitete, einen Teil der Produktivität eingebüßt hatte. Durch Vermittlung eines “head hunters” gelang es ihr, eine Eule vertraglich an sich zu binden. Sie war dafür bekannt, eine erstklassige Beraterin zu sein. sie sollte einen “Audit” (https://de.wikipedia.org>wiki>Audit ) machen und eine Lösung der Problematik vorschlagen.
Die Eule lief drei Monate durch die Büros umher und verfasste einen enorm dicken Bericht in dem sie zu dem Schluss kam, dass das Unternehmen zu viel Personal beschäftigte.
Daraufhin entschloss sich die Löwin das Unternehmen zu reorganisieren. Wegen “einem Mangel an Motivation und einer konfliktauslösenden Attitüde” kündigte sie die Ameise.
Die Ameise ließ sich aber nicht unterkriegen und gründete mit grossen Erfolg ein SUOP (ein Selbständiges Unternehmen Ohne Personal), dass sehr erfolgreich all die Arbeiten übernahm, für die ihr früherer Arbeitgeber keine Zeit mehr hatte nach der Reorganisation.