Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/1771

Beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll ein Corona-Test im vergangenen Jahr schon vor einer Fernsehdebatte mit seinem damaligen Herausforderer Joe Biden positiv ausgefallen sein. Das schreibt Trumps damaliger Stabschef Mark Meadows in einem noch unveröffentlichten Buch, aus dem die britische Zeitung «Guardian» (Mittwoch) zitiert.
Einem Bericht der «New York Times» zufolge bestätigten zwei frühere Regierungsmitarbeiter Meadows Bericht über Trumps positiven Test vor der Debatte. Trump hingegen erklärte in einer Stellungnahme, «die Geschichte, dass ich vor oder während der ersten Debatte Covid hatte, ist Fake News».
Das TV-Duell vor der Wahl fand am 29. September statt. Am 2. Oktober gab das Weisse Haus bekannt, dass sich Trump mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Trump wurde noch am gleichen Tag in ein Militärkrankenhaus gebracht. Die schnelle Folge der Ereignisse zwischen dem positiven Test und der offenbaren Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts hatte schon im vergangenen Jahr Spekulationen ausgelöst, wonach Trump bereits länger infiziert gewesen sein könnte.
Meadows zufolge soll ein Test drei Tage vor der Debatte positiv ausgefallen sein, was einen Ausschluss bedeutet hätte. Trump sei aber «durch nichts» von dem Auftritt abzuhalten gewesen und habe kurz darauf ein negatives Ergebnis eines anderen Tests vorgelegt.
Meadows zufolge soll Trump in den Tagen bis zur Debatte etwas angeschlagen gewirkt haben. Er habe aber an seinen öffentlichen Terminen festgehalten. Auch unmittelbar vor seinem kämpferischen Auftritt in dem TV-Duell mit Biden soll Trump Meadows zufolge etwas geschwächt gewirkt haben. Der damalige Moderator Chris Wallace sagte später, die Kandidaten seien nicht unmittelbar vor dem Duell getestet worden. Trump verlor die Wahl im November schliesslich.
Biden, der seit Januar Präsident ist, reagierte am Mittwoch nicht direkt auf die Frage einer Journalistin, ob Trump ihn wegen seiner offenbar verheimlichten Infektion damals in Gefahr gebracht habe. «Ich denke nicht über den früheren Präsidenten nach», sagte Biden bei einem Auftritt im Weissen Haus lediglich. (saw/sda/dpa)
Noch immer sind einige Teile des Inselstaats Tonga in vulkanischen Staub gehüllt. Nach dem Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai türmte sich in der Luft im Südpazifik eine gigantische Aschewolke, die sich im Pazifikgebiet auch sechs Tage nach dem Ausbruch noch nicht komplett aus dem Staub gemacht hat. Satellitenaufnahmen zeigen nun, dass die Aschewolke gegen die australische Ostküste zieht.