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Die Geschichte der SBB E 3/3 begann bereits 1896 als die Schweizerische Centralbahn „SCB“ bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinefabrik „SLM“ in Winterthur zehn Stück einer weiter entwickelten dreiachsigen Rangierlokomotive bestellte. Diese neue Lok leistete ihren Dienst zur Zufriedenheit, weshalb die SCB bis Ende 1901 bereits 25 Maschinen dieses Typs im Betrieb hatte. Drei weitere waren bereits bestellt, wurden aber wegen der inzwischen vollzogenen Verstaatlichung direkt an die SBB geliefert.
Auch die Jura-Simplon-Bahn war mittlerweile auf diesen Loktyp aufmerksam geworden und bestellte 1901 ebenfalls 10 Maschinen. Diese und die drei noch von der SCB bestellten aber erst 1902 an die SBB gelieferten, erhielten durch andere Führerstandsfenster ein leicht anderes aussehen als die bisher gelieferten.
Da der Mangel an leistungsfähigen Rangierloks gross war liess die SBB bereits 1903 eine erste eigene Serie E 3/3 bauen, welcher noch etliche weitere folgten. Die von der SBB bestellten E 3/3 unterschieden sich äusserlich anfänglich praktisch nur durch ein nochmals leicht angepasstes Führerhaus von den ehemaligen "Privatbahnlokomotiven". Während der ganzen Bauzeit welche sich bis 1915 erstreckte gab es nach und nach diverse Änderungen und Verbesserungen. So wurde der Radstand ab Nummer 8480 von ehemals 3120 mm auf 3320 mm vergrössert. Die bekannte vordere Rangierplattform wurde bei E 3/3 8486 zum ersten Mal angebracht und später bei allen bereits im Dienst stehenden Loks dieses Typs nachträglich montiert. Einige der E 3/3 erhielten sogar Geschwindigkeitsmesser und durften deshalb im Streckendienst mit 50 km/h eingesetzt werden. Insgesamt wurden 83 dieser „Tigerli“ genannten vor allem im Rangierdienst eingesetzten Loks an die SBB geliefert.
Die bei der HEG erhaltene Lok 8485 wurde 1907 bei der Schweizerischen Lok- und Maschinenfabrik "SLM" in Winterthur bestellt und 1908 in Dienst gestellt. Sie ist somit die letzte SBB E 3/3 die ohne Rangierplattform gebaut wurde.
Ihren Dienst leistete sie zuerst im ehemaligen Kreis II, wo sie von mindestens 1925 bis mindestens 1935 dem Depot Basel zugeteilt war. In einer Statistik des Kreis II von 1939 war Lok 8485 hingegen nicht mehr aufgeführt. In welchen Kreis sie verschoben wurde ist zurzeit leider noch nicht bekannt. Ebenso wenig ist bekannt wo die Lok bis 1960 eingesetzt war. Gesichert ist hingegen die Angabe, dass Lok 8485 von 1960 - 1963 dem Depot Rorschach zugeteilt war und zumindest 1961 teilweise in Buchs (SG) eingesetzt wurde. Ende 1963 erfolgte die Ausrangierung und der Verkauf an die HOVAG in Ems. Als Werklok No. 3 leistete sie bis Mitte 1972 ihren Dienst bei den Emser Werken und wurde nach der Ablieferung der Dieselloks als Reservelok abgestellt. Nach dem Kauf durch einen Privaten gelangte die Lok im Juni 1974 zuerst zur Radsatzbehandlung nach Zürich und wurde im August zur vollständigen Revision in die Region Basel verschoben. Von 1977 - 1980 zog sie auf der Wutachtalbahn (auch Sauschwänzle Bahn genannt) die Dampfzüge der Eurovapor. Da sie aber für den Dienst mit den immer schwerer und länger werdenden Zügen nicht ideal war wurde sie ab 1981 in der alten Nordostbahn Remise in Koblenz abgestellt. 2002 konnte die Lok von der HEG übernommen und nach Delémont transportiert werden. Die Lok wurde durch die HEG zwischen 2006-2016 vollständig revidiert.
|Baujahr||1907|
|Hersteller||SLM|
|Dienstgewicht||35 t|
|Radstand||3320 mm|
|Länge über Puffer||8495 mm|
|Triebraddurchmesser||1040 mm|
|Dampfdruck||12 bar|
|Leistung||500 PS|
|Wasservorräte||4.2 m3|
|Kohlevorräte||1.7 t|
|Höchstgeschwindigkeit||45 – 50 km/h|
|Übernahme HEG||2002|
|Restauriert||2006 – 2016|
|Bemerkungen||Betriebsfähig|