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«Diese Kekse sind wunderschön!», bemerkte Basima. Sie holte ihr Handy hervor und schoss ein Foto von den Weihnachtskeksen, die ich eben auf den Kaffeetisch gestellt hatte. «Du machst zu viel Aufhebens um diese Kekse, Basima», schimpfte Fatima, unsere Gastgeberin. «Sie sind nun mal wunderschön», gab Basima zurück. «Ich liebe Weihnachten und ich liebe die Bibel. Du weißt, dass sie uns sagt, dass wir uns gegenseitig mit Güte und Vergebung behandeln sollen.»
Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. Ich hatte Basima eben zum ersten Mal getroffen. Nie zuvor hatte ich eine muslimische Frau so reden hören. «Dies wäre ein besseres Land, wenn sie die Bibel in unseren öffentlichen Schulen unterrichten würden», fuhr Basima fort.
Fatima reagierte mit einem Strom von Beleidigungen gegenüber Basima. Ich aber nahm Basimas Hand und sagte ihr, dass ich ihre Worte berührend fand. Fatima sah uns beide finster an. «Basima, diese Frau liebt dich nur, weil du Christ bist!» «Nein, ich bin eine Muslima», antwortete Basima ruhig, «aber ich liebe die Bibel. Was ist falsch daran, alle Heiligen Bücher zu lesen?» Daraufhin stürmte Fatima in die Küche.
«Woher kennst du die Bibel?», fragte ich Basima, «Besitzt du eine Kopie davon?» «Nein», antwortete sie, «ich habe sie nur im Internet gelesen. Aber ich merke, dass sie nicht verfälscht ist, wie es andere Muslime behaupten!» In diesem Moment kam Fatima mit einer Tasse Tee zurück und bestand darauf, dass wir das Thema wechselten.
Die Gelegenheit für Jüngerschaft
Später, als ich Fatimas Wohnung verließ, entschloss ich mich, einen Weg zu finden, um Basima zu ermutigen und zu begleiten, fern von feindlichen Ohren. Diese Gelegenheit hat sich bald gezeigt. Denn Basima hatte mir ein Gefäss voll Datteln gegeben, und der örtliche Brauch verlangte, dass ich dieses Gefäss ebenfalls mit einem kleinen Geschenk fülle und es ihr persönlich zurückgeben sollte.
Als ich es zu ihr nach Hause brachte, hielt Basima mein Handgelenk fest und zog mich hinein. «Kann ich deine Bibel sehen?», fragte sie sofort. Wir einigten uns, dass sie mich besuchen würde, damit ich ihr die Bibel zeigen konnte.
Als sie zwei Tage später kam, sprachen wir mehrere Stunden über Jesus. Alles, was sie über Jesus wusste, war, was man sie als Muslima glauben ließ – dass Gott Jesus in den Himmel nahm, ohne dass er sterben musste. Sie wusste nichts über seinen Tod und seine Auferstehung. «Jesus kam, um für unsere Sünden zu sterben», erklärte ich. Dann las ich ihr Johannes 10,18 vor: «Niemand nimmt [mein Leben] von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.»
«Hat Jesus das wirklich gesagt?», fragte Basima. «Der Koran sagt, dass er nicht gestorben ist, sondern dass Gott an seiner Stelle Judas ans Kreuz gesandt hat.» «Das ist ein großer Unterschied zwischen unseren beiden Büchern», sagte ich. «Aber Jesus musste sterben, um für unsere Sünden zu bezahlen, denn ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung der Sünden» (Hebräer 9,22b).
«Das sagt die Bibel wirklich?», fragte Basima erneut. Ich bat um ihr Handy und hatte mit ein paar Klicks die erste Seite vom Lukasevangelium in Arabisch auf Basimas Bildschirm. «Dies ist die Geschichte des Lebens Jesu», sagte ich zu ihr. «Hier kannst du alles über ihn lesen.» «Ich wollte das schon so lange lesen», hauchte Basima. «Ich liebe Jesus!» Sie hielt inne und fügte hinzu: «Wenn ich das lese, werde ich vielleicht Christ!» Darauf hielt sie ihr Telefon an ihr Herz gedrückt, als wäre es ihr wertvollster Schatz.
Naher Osten