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Elemente
Amerikanische
Altertümer. Während in der Alten Welt die prähistorischen Perioden tausend, resp. Tausende von Jahren hinter uns liegen, reichen dieselben in Amerika [* 2] ungleich näher an die Jetztzeit heran, nämlich bis zu der Einwanderung der weißen Rasse, bis zum Beginn also etwa der Neuzeit. Wie in der östlichen Hemisphäre, so liegen auch für die westliche Erdhälfte zahlreiche Beweise für das hohe Alter des Menschen vor. So fand schon 1838 Lund menschliche Reste vereint mit solchen ausgestorbener Tiere in den Höhlen der Provinz Minas Geraës in Brasilien. [* 3]
Vermischt mit den Knochen [* 4] von Mastodon und Mammut wurden Reste menschlicher Thätigkeit in Missouri durch Koch und in Iowa und Nebraska durch Aughey nachgewiesen. In Kalifornien finden sich in den goldführenden Sanden und Kiesen menschliche Werkzeuge [* 5] mit den Knochen diluvialer Tierformen, wie Elephas, Mastodon, Pferd, [* 6] Löwe, Lama, vermischt. Steinäxte und Lanzenspitzen sind ferner in Mexiko [* 7] in quartären Ablagerungen mit Knochenteilen des Elephas Colombi gefunden. In Südamerika [* 8] sind am Rio de la Plata [* 9] in den Pampasablagerungen Argentiniens durch Ameghino eine große Zahl von Beobachtungen gemacht worden, welche die gleichzeitige Existenz des Menschen und jetzt ausgestorbener Tierformen, unter ihnen namentlich des Megatherium, des Mylodon und Glyptodon, erwiesen haben.
Einen weitern
Beweis für das hohe
Alter des
Menschen auf dem
amerikanischen
Kontinent liefern die zahlreichen Muschelhaufen
(entsprechend unsern Kjökkenmöddings) an den verschiedensten
Punkten der
amerikanischen
Küsten. In
Nordamerika
[* 10] finden wir solche Muschelberge (shell-mounds) längs der
Küsten des Atlantischen
Ozeans und des
Golfs von
Mexiko in einer
Länge
und
Breite
[* 11] von zuweilen mehr als 100
m und einer
Höhe von über 10 m. Ebenso
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forlaufend
häufig finden sich diese Kjökkenmöddings an der pazifischen Küste Nordamerikas, vermischt mit Knochenwerkzeugen, steinernen Pfeilspitzen, Steinhämmern und zuweilen selbst menschlichen Knochenteilen. Ganz ähnliche Ablagerungen sind ferner in Nicaragua, [* 13] im Mündungsgebiet des Orinoko, in Guayana, namentlich aber in Brasilien (Sambaqui) nachgewiesen sowie endlich auch an den Ufern der größern Flußläufe und Binnenseen.
Sehr charakteristisch sind die Mounds, [* 14] meist regelmäßig angelegte, aus Steinen und Erdreich errichtete Wälle oder Hügel von kreisrunder, ovaler, viereckiger, zuweilen auch vieleckiger oder dreieckiger Gestalt. Sie finden sich bald unregelmäßig zerstreut, bald reihenweise geordnet und besitzen eine Höhe von wenigen Zentimetern bis zu 30, in einzelnen Fällen sogar bis nahezu 100 m bei einem Durchmesser bis zu 300 m. Ihre Hauptverbreitung finden die Mounds in den Thälern des obern Mississippi, Missouri und Ohio bis hinab zu den Golfstaaten.
Besonders reich ausgestattet ist Ohio mit noch jetzt 10,000 Hügeln und 1500 ringförmig erbauten Erdwällen. In dem Grenzgebiet von Iowa und Illinois finden sich, ganz abgesehen von den Ringwällen, mehr als 2500 Mounds. Die Verbreitung derselben erstreckt sich aber auch weit über Utah, Arizona hin bis nach Kalifornien, nach Oregon und in das Washingtonterritorium einerseits, anderseits nach S. bis gegen Guatemala [* 15] und Honduras [* 16] hin. Ohne nähere Kenntnis von der Rassenangehörigkeit der Erbauer dieser Erdhügel hat man dieselben Moundbuilders genannt und wohl mit den nahuatlakischen Bewohnern Altmexikos in Verbindung gebracht. Dagegen hat Samuel Havens die wohlbegründete Ansicht vertreten, daß die Vorfahren der jetzigen Indianer die Urheber jener Bauten gewesen seien, wie denn auch noch 1800 über der Leiche eines Omahahäuptlings ein solcher Mound errichtet wurde, und wie auch am obern Missouri noch frisch aufgeworfene Erdwerke nachgewiesen worden sind.
Nach Squier und Davis unterscheidet man:
1) Verteidigungswerke, aus Erde und Steinen erbaut und aus Wällen und Gräben, vorgeschobenen Werken, Kasematten und unterirdischen Gängen bestehend. Dieselben sind an strategisch wichtigen Punkten, namentlich an der Vereinigungsstelle zweier Stromläufe, errichtet. So sind St. Louis, New Madrid, Cincinnati an der Stelle solcher alten Befestigungen erbaut. Diese Ringwälle besitzen oft eine Ausdehnung [* 17] von mehreren Meilen und erreichen eine Höhe von mehr als 200 m. 2) Tempelringe, Erdwälle, in Thalgründen und am Fuß von Hügeln und Bergen, [* 18] repräsentieren geheiligte Bezirke, Versammlungsorte des Volks zu religiösen Zwecken oder aber Wohnplätze der Priester. Sie umfassen nicht selten ein Areal von nahezu 40 Hektar und sind von hohen Erdaufwürfen und Gräben bald in Kreisen, bald in Quadraten oder Achtecken umgeben.
3) Die Tempelhügel (nach andern Wohnplätze der Häuptlinge); »rund, oval, vieleckig oder quadratisch, erheben sie sich zuweilen in Stufen oder Terrassen, und gemeiniglich führt eine Rampe auf ihren Gipfel«. Diese Hügel, von denen einige einen Umkreis von 300 m und eine Höhe bis zu 100 m besitzen und auf ihrem Gipfel eine Plattform von mehr oder weniger großer Ausdehnung zeigen, finden sich namentlich in Ohio, Kentucky, Missouri, Tennessee. Einer der bedeutendsten ist Monk's Mound bei Cahokia in Illinois gegenüber St. Louis. Inmitten von 60 kleinern, 10-12 m hohen Erdhügeln erhebt sich derselbe in vier Terrassen bis zu 30 m Höhe, ist an der Basis 220 m lang, 170 m breit und an der Plattform entsprechend 90 u. 40 m; er enthält 700,000 cbm Erde.
4) Die Opferhügel (sacrificial mounds), in eckiger oder runder Form erbaut, umschließen aus Steinplatten oder Thon errichtete kleine oder große altarähnliche Bauten. Diese Bauwerke hat man als Altäre aufgefaßt, weil dieselben ebenso wie in ihrer Nähe gelegene Artefakte (Pfeilspitzen, Äxte, Pfeifen, Schmuckgegenstände, Geschirr, Knochennadeln u. dgl.) die deutlichsten Spuren der Einwirkung des Feuers erkennen lassen. Möglicherweise indessen sind in diesen Hügeln nichts andres als Stätten der Leichenverbrennung [* 19] zu erkennen.
5) Grabhügel (burial mounds), besonders zahlreich vertreten, besitzen die Form unsrer Hünengräber. Man findet die Reste der Leichen mit und ohne Totengaben, in liegender, gekrümmter oder hockender Lage, mit Steinen oder Erdreich überdeckt, in Grabkammern oder Steinsärgen beigesetzt. Auch für den Brauch der Leichenverbrennung liegen mehrfach Beweise vor. Als Beigaben dienten Gefäße, steinerne Pfeifen, Pfeilspitzen, Messer [* 20] und sonstige Gerätschaften und Waffen [* 21] sowie Schmucksachen [* 22] aus Muschelschalen oder Kupfer. [* 23] Die einzelnen Hügel umschließen zuweilen 500 und mehr Skelette. Eine besonders merkwürdige Form dieser Erdaufwürfe ist diejenige der animal mounds, welche, oft nur wenige Zentimeter, selten mehr als 2 m über die Umgebung hervorragend und aus erdumworfenen Steinmassen erbaut, die Gestalt von Tieren oder Menschen nachahmen. Dieselben finden sich namentlich in Iowa, Ohio, Illinois, Missouri, Indiana, vor allem aber in Wisconsin.
Unter den Artefakten, welche sich in diesen Erdaufwürfen gefunden haben, sind zunächst vielfach kunstvoll gestaltete Gefäße (Krüge [* 24] und Flaschen, mit Hälsen versehene Gefäße, Henkeltöpfe, Schüsseln und Becken, Trinkbecher, nicht selten mit kunstvoller Ornamentik) aus mit Sand oder Muschelsplittern vermischtem und verschieden gefärbtem Thon hervorzuheben. Daneben finden sich Pfeifenköpfe, die Gestalt der verschiedensten Tiere nachahmend, aus Thon gebrannt oder aus Schiefer, Speckstein, Marmor, Porphyr geschnitten.
Zahlreich vorgefundene Röhren [* 25] aus gebranntem Thon oder aus Stein oder Kupfer hat man als zu jenen Köpfen gehörig angesehen. Diese Skulpturen zeugen von aufmerksamer Beobachtung, und die Ausführung ist um so bewunderungswürdiger, als jenen Bildschnitzern nur sehr mangelhafte Werkzeuge zur Verfügung standen. Von Metallen scheinen die Hügelbauer im wesentlichen nur Kupfer und Silber und zwar letzteres nur in Form von dünnen Plättchen zur Plattierung des Kupfers bearbeitet zu haben.
Man hat Messer, Äxte, Meißel, [* 26] Pfeil- und Lanzenspitzen von Kupfer, zum Teil von vortrefflicher Arbeit, gefunden; daneben Armbänder, Halsbänder, runde Scheiben, Kugeln und andre Schmucksachen. Steinerne Waffen, Pfeilspitzen, Speerspitzen, Messer und Äxte finden sich neben Gerätschaften aus Zähnen, Knochen, Muscheln [* 27] sowie Schmuckgegenständen aus Steinen, Holz [* 28] und Knochen. Auffallend erscheinen Pfeilspitzen aus Obsidian, dessen Verbreitung auf die Gebirgsregionen des Westens beschränkt ist. Außer dem Kupfer hat man in einigen Hügeln Bleierz vorgefunden, nie aber Gold [* 29] oder Eisen. [* 30] Grob gewebte Gewänder, Bastgewebe, aus Tierhaaren verfertigte Stoffe sowie zusammengenähte Leder scheinen einigen Funden zufolge zur Bekleidung gedient zu haben. Aus alledem ergibt sich, daß die Hügelbauer sehr zahlreich und ein Volk mit festen Wohnsitzen waren, bei welchem in vielen wesentlichen Dingen eine völlige Übereinstimmung herrschte. Wann sie ihre ¶
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Blütezeit gehabt, wird schwerlich jemals ausgemacht werden; daß eine solche aber weit zurückliegt, ergibt sich aus zwei Umständen. Die Urwälder, welche sich innerhalb mancher Umwallungen und Einfriedigungen und auf vielen Mounds erheben, weisen auf mindestens 1000 Jahre zurück. Ferner liegen die alten Denkmäler niemals auf den jüngsten Flußterrassen, sondern auf den ältern. Die Hügelbauer führten offenbar dieselben auf, ehe die Flüsse [* 32] im W. sich ihr gegenwärtiges Strombett gegraben hatten. Sie waren in dem weiten Gebiet von Wisconsin bis Florida heimisch, aber nicht etwa auf einer hohen Zivilisationsstufe angelangt, standen vielmehr hinter jener weit zurück, zu welcher die Mexikaner und Peruaner sich emporgearbeitet hatten, während sie die meisten heutigen Indianerstämme der Waldregion wie der Prärien übertrafen.
Eigentümliche Reste einer prähistorischen Bevölkerung [* 33] finden sich in den plateauförmigen Gebirgserhebungen von Colorado, Utah, Neumexiko und Arizona. Inmitten dieses jetzt von Wüsten und Steppen eingenommenen Gebiets fanden die Europäer an zahlreichen Stellen umfangreiche, aus Stein erbaute Stadtansiedelungen vor, zusammengesetzt aus mehrere Stockwerke hohen, geräumigen Häusern, die alle Anzeichen eines hohen Alters an sich trugen. Holmes unterscheidet unter diesen »Pueblos«:
1) die Lowlands oder eigentlichen Pueblos, in mathematisch regelmäßigen Formen aus zugehauenen Steinen oder aus Luftziegeln erbaut, vorwiegend in Flußniederungen in der Nähe des Wassers, doch auch auf schwer zugänglichen Höhen der Sandsteinplateaus und nach Cabeza bisweilen die Stadt Mexiko an Größe übertreffend;
2) die Cave-Dwellings oder Höhlenbauten, in natürlichen Höhlungen der Kreideformation [* 34] an steil abstürzenden Thalgehängen in der Weise angelegt, daß der Zugang dieser Höhlen durch Steinmauern verschlossen wurde mit Auflassung nur einer Öffnung, die gleichzeitig als Thür und Fenster diente. Ähnliche Bauten sind endlich 3) die Cliff-houses oder Riffhäuser, als befestigte Plätze an besonders schwer zugänglichen Abstürzen in natürlichen, durch Menschenhand aber später erweiterten Höhlungen angelegt.
Außer diesen Häusern und Höhlenwohnungen finden sich in jenen Gebieten nicht selten aufrechte Steinkreise nach Art unsrer Cromlechs sowie einzeln stehende, meist runde Türme, offenbar als Wachttürme am Eingang der Cañons und auf isolierten Felsspitzen errichtet. In den Pueblos fand man thönerne, nicht selten bemalte, ja in einigen Fällen sogar mit einer metallischen Glasur und mit erhabenen Verzierungen sowie mit Figuren von Menschen und Tieren (namentlich Vögeln, speziell der Eule) versehene Geschirre, polierte Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen aus Feuersteinen, Quetschsteine zum Zerkleinern von Getreide, [* 35] ferner Schmuckgegenstände in Form von Perlen, Muscheln aus dem Pazifischen Ozean, Amulette aus Stein etc.
Von metallenen Gegenständen haben sich ausschließlich einige Kupferringe vorgefunden. Als Hinterlassenschaften der alten Bewohner dieser Gegend dürfen die zahlreichen Felsmalereien und Skulpturen angesehen werden, welche in Form von Zeichnungen von Menschen und verschiedenen Tieren die Felswände oder isolierten Steinblöcke bedecken. Zahlreiche derartige Petroglyphen finden sich auch in Kalifornien, Oregon und östlich vom Mississippi, aber auch in Süd- und Mittelamerika, wo dieselben in Guayana, am Orinoko, in Venezuela, [* 36] am Rio Negro, in Brasilien, in Chile, [* 37] Peru, Kolumbien sowie auf dem Isthmus von Darien und in Nicaragua nachgewiesen sind.
Vgl. Andree, Ethnographische Parallelen und Vergleiche (Stuttg. 1878).
Eine ungleich höhere Entwickelung führen uns die Altertümer der vier großen Kulturkreise vom Hochland von Mexiko hinab bis zum Titicacasee, des toltekisch-mexikanischen, des yucatekischen, des inkaperuanischen und desjenigen der Tschibtscha Cundinamarcas, vor. Zu den wichtigsten Denkmälern dieser Art gehören die beiden Pyramiden bei San Juan de Teotihuacan, im Thal [* 38] von Mexiko, und das Monument von Cholula, eins der ältesten Denkmäler des Landes. Andre Pyramiden merkwürdiger Struktur finden sich zu San Christobal Teohantepec, zu Santa Cruz del Quiche, bei Xochicalco, in Guatasco, bei Cuernavaca und anderwärts.
Ruinen ganzer Städteanlagen (casas piedras) finden sich zu Tusapan, bei Papantla in Veracruz, bei Mapilca in derselben Gegend,
zu Tehuantepec, in der Provinz Oajaca, in dem vielfach beschriebenen Palenque und zu Ocosingo in der Provinz Chiapa, zu Copan in
Honduras, zu La Quemada bei Villa Nueva im S. von Zacatecas, ferner in der Provinz Vera Paz, am Rio Gala. Großartig
sind die Monumente zu Uxmal (dem alten Itzalane), zu Jabah, Zayi (Salli), Chichen, Itza, Tuloom u. v.
amerikanische O. in Yucatan sowie zu
Mitla in Oajaca, welche, obgleich höchst wahrscheinlich älter als die aztekische Herrschaft, doch die
amerikanische Kunst in ihrer höchsten Entwickelung zeigen.
Vgl. Kingsborough, Antiquities of Mexico (Lond. 1829, 4 Bde.).
Grundform für die gesamte Architektur Mexikos und des mittlern Amerika ist die Pyramide, und zwar tritt dieselbe am kenntlichsten in den religiösen Monumenten, weniger sichtbar in Tempelbauten und Palästen hervor. Die Teokallis (Gotteshäuser), gewissermaßen zu riesiger Größe emporgebaute Altäre, sind stets vierseitige, genau nach den Weltgegenden orientierte, oben abgestumpfte Pyramiden, auf welchen sich häufig noch andre Baulichkeiten erhoben (s. Tafel »Baukunst [* 39] I«, [* 31] Figur 1-3). Sie steigen entweder in einfachen, schiefen Flächen empor, oder erheben sich in mehreren (höchstens acht) großen Absätzen, die entweder besondere Terrassen bilden, oder bloß durch herumlaufende, gewöhnlich verzierte und kassettierte Gurtungen angedeutet werden.
Zur Scheitelfläche führen an einer oder mehreren Seiten breite und steile Treppen; [* 40] bisweilen laufen Treppen oder Aufgänge auch zickzackförmig von einem Absatz zu dem andern. Rings um die Teokallis befanden sich die Wohnungen der Priester und andre für den Götterkultus nötige Räume. Als Schmuck der Wandflächen ist nur geradliniges, wenn auch zum Teil reich und mannigfaltig zusammengesetztes Kassettenwerk, Mäanderzüge, Zickzacks u. dgl., angewendet. In ihrer Hauptform bilden die zu ebener Erde oder auf einfachen Terrassen oder auf den Scheiteln der Teokallis errichteten Gebäude einfache, viereckige Massen mit geradlinig überdeckten Portalen und viereckigen Pfeilerstellungen, über denen sich oft ein friesartiger, reich ornamentierter Aufsatz erhebt.
Die Bedachung ist entweder horizontal oder durch stufenförmig übereinander geschichtete Steinplatten gebildet, daher sie einen bedeutenden Innenbau vermissen lassen. Die skulpturelle Ausschmückung der Bauten Mexikos und Mittelamerikas besteht in Reliefs und frei stehenden Statuen. Eine Anzahl kolossaler Götzenbilder wurde 1850 von Squier auf den Inseln des Nicaragua- und Managuasees entdeckt. In neuerer Zeit sind namentlich die Entdeckungen großartiger Ruinenstädte in Honduras und Yucatan epochemachend gewesen. In ¶