Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/76057

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Was hat der Bundesrat zur (teilweisen) Erfüllung der Motion Ernst Sieber 93.3370 für die Schaffung eines Selbsthilfedorfes für ausstiegswillige Drogenabhängige unternommen?</p><p>2. Ist der Bundesrat endlich bereit, diese Motion ernst zu nehmen und geeignete, wirkungsvolle Massnahmen zugunsten von ausstiegswilligen Süchtigen im Sinne des Grundanliegens der Motion zu ergreifen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. In seiner Stellungnahme zur Motion Sieber 93.3370, "Selbsthilfedorf für ausstiegswillige Drogenabhängige", hat der Bundesrat die damals bestehenden Lücken in der Versorgung Drogenabhängiger benannt und seinen Willen zum Ausdruck gebracht, die Idee eines "Drogendörflis" zu prüfen und im Falle eines positiven Ergebnisses im Rahmens seiner Möglichkeiten zu unterstützen.</p><p>Dank den koordinierten Bemühungen von Kantonen und Bund verfügt die Schweiz mittlerweile über ein Angebot in der Suchthilfe, das in Bezug auf Qualität, Diversifikation, Dichte und Zugänglichkeit im internationalen Vergleich als beispielhaft gilt. Hinweise auf Angebotslücken oder gar eine Unterversorgung gibt es derzeit keine.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass er das Grundanliegen der Motion Sieber, wirkungsvolle Massnahmen zugunsten von ausstiegswilligen Süchtigen zu ergreifen, nachhaltig umgesetzt hat. Er hat mit der nationalen Koordinationsstelle für stationäre Suchteinrichtungen, der Initiierung und befristeten finanziellen Unterstützung von neuen Angeboten der stationären Suchthilfe, der Entwicklung und Einführung eines Qualitätssicherungssystems für Suchteinrichtungen und der Einrichtung einer Ombudsstelle für die Suchthilfe das Anliegen des "Drogendörflis" auf eine andere Art umgesetzt und deshalb dem Parlament im Geschäftsbericht 2002, Band IV (03.001) beantragt, die Motion als erfüllt abzuschreiben. Das Parlament ist denn auch diesem Antrag gefolgt.</p>  Antwort des Bundesrates.