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EBWE sieht Fortschritte bei der Altlastensanierung in Tadschikistan und Kirgistan
Zentralasien war seit Mitte der 1940er-Jahre eine wichtige Uranproduktionsregion in der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere in den Berggebieten oberhalb des Flusses Syrdarja und des Fergana-Tals, wo sich die Staatsgebiete Kirgistans, Kasachstans, Tadschikistans und Usbekistans treffen. Der Uranbergbau und die Erzaufbereitung in Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan führten zu einer grossen Menge radioaktiv kontaminierten Materials, das in Bergbauhalden gelagert wurde. Diese blieben nach der Schliessung der meisten Minen Mitte der 1990er-Jahre unsaniert zurück. Auf Antrag der Europäischen Kommission richtete die EBWE 2015 den «Environmental Remediation Account for Central Asia» (ERA) ein, um die Sanierung dieser Standorte zu finanzieren.
Das Rahmenabkommen zwischen der EBWE und den einzelnen Ländern bildet die rechtliche Grundlage für ERA-Projekte. Mit dem Inkrafttreten des Abkommens mit Tadschikistan können nun auch dort solche Projekte durchgeführt werden.
Laut EBWE wurde zudem ein Vertrag über Sanierungsarbeiten in Schekaftar in Kirgistan, das sein Rahmenabkommen mit der Bank 2017 ratifiziert hatte, abgeschlossen.
Der Bergbaukomplex Schekaftar umfasst drei stillgelegte Bergwerke und acht Entsorgungsgebiete, die etwa 700’000 m3 Abfälle aus dem Bergbau enthalten. Deponien mit radioaktivem Taubgestein befinden sich rund um das Dorf und neben einer Schule und stellen ein Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, sagte die EBWE. Die ersten Sanierungsarbeiten werden sich auf die Schliessung von sechs Schächten und die Verlagerung von fünf Halden auf eine bestehende Deponie an einem abgelegeneren Ort konzentrieren.
Der ERA wird durch Beiträge der Europäischen Kommission, Belgiens, Norwegens, Litauens, der Schweiz und der USA unterstützt.