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Unser Junioren-Obmann, Manuel Lorente, stand dem Homepage-Team Rede und Antwort.
Schauen wir zuerst zurück. Was ist Dein Fazit der Saison 2019/2020?
Ich bin unglaublich stolz auf die Leistungen der C-Junioren und B-Junioren. Die B-Junioren konnten im Herbst 2019 ohne Probleme den Klassenerhalt in der Coca-Cola-Junior-League (höchstmögliche Liga) sichern und die C-Junioren konnten als Aufsteiger aus der 1. Stärkeklasse gleich durchmarschieren und in die Promotion (zweithöchste Liga) aufsteigen. Dies ist vor allem auf die hervorragende Arbeit der Trainer zurückzuführen. Vor allem Tashi Garne (Trainer der C-Junioren) imponiert mir. Er ist immer konsequent und alles was er tut ist verbindlich. Er lebt das Geforderte den Junioren vor. Dies war sicherlich einer der Hauptgründe für den Aufstieg. Für mich ist klar: Disziplin beginnt beim Trainer.
Daneben hätte ich gerne die A-Junioren etwas anders organisiert. Aus den A-Junioren soll eine Leistungsmannschaft entstehen. Es braucht ein Gefäss zwischen der Junioren-Abteilung und der 1. Mannschaft. Hier haben wir sicherlich noch Potential. Dass es mit dem Aufstieg der A-Junioren von der 2. Stärkeklasse in die 1. Stärkeklasse nicht geklappt hat, ist sicherlich ein Wehrmutstropfen. Wobei man hier auch sehen muss, dass den A-Junioren acht (!) Spieler fehlten, welche trotz ihres jungen Alters bereits der 1. Mannschaft (3. Liga) angehörten. Dies wären natürlich allesamt Spieler gewesen, welche den Unterschied hätten ausmachen können.
Für die Frühlings-Meisterschaft wären wir perfekt vorbereitet gewesen. Und dann kam kurz vor dem Saisonstart die Corona-Pandemie und die ganze Frühlings-Meisterschaft wurde annulliert. Als ab dem 11. Mai 2020 unter strengen Auflagen gemäss dem Schweizerischen Fussball Verband (SVF) und dem Bundesamt für Sport (BASPO) der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden durfte, war für uns klar, dass wir unseren Junioren dieses Angebot machen möchten. Wir konnten allen Junioren, von den G-Junioren bis zu den A-Junioren, wieder ein geregeltes Training innerhalb der Vorgaben anbieten (keine Zweikämpfe, nur Passspiel, Ballführen und Koordination). Hier muss ich ein ganz besonderes Lob allen Trainern aussprechen, welche sich die Mühe machten diese besondere Form von Trainings vorzubereiten und auch die Vorgaben umzusetzen. Alle haben sich vorbidlich verhalten; sowohl die Trainer, wie auch die Junioren. Wir hatten trotz des frühen Trainingsstartes keinen einzigen Corona-Fall im Verein.
Auf die Saison 2020/2021 übernimmt der FC Glarus bei den C-Junioren und B-Junioren das „Team Glarnerland“. Wie kam es dazu?
Bekanntermassen traten wir vor einem Jahr (Sommer 2019) aus der Vereinigung „Team Glarnerland“ (TGL) aus, da wir feststellen mussten, dass die Organisation und die Strukturen des TGL nicht funktionierten und keine Besserung in Sicht war. Im Verlauf des Jahres war dies in den Vorstands-Sitzungen immer ein Thema. Uns störte vor allem, dass der Bereich Leistungssport im Fussball im Kanton Glarus vom TGL nicht mehr angeboten werden konnte. Vor allem bei den B-Junioren und C-Junioren müsste das TGL das Gefäss für den Leistungssport sein. Ab der U13 war jedoch seit Jahren nichts mehr im TGL vorhanden. Der FC Glarus wollte nun die Verantwortung übernehmen. Zuerst fanden Gespräche mit Erich Fischli (Präsident des FC Linth 04) statt, danach erstellte man gemeinsam ein Konzept, welchem die anderen Vereine schlussendlich diesen Frühling zustimmten. Nun befindet sich das TGL wieder in der Hand der Vereine, wie es ursprünglich auch mal angedacht war.
Welche Vorteile bestehen nun für die Junioren des FC Glarus, das sie nun unter dem Dach „Team Glarnerland“ spielen?
Mit der Übernahme des TGL wollten wir vor allem den Fussball im Kanton stärken und nicht nur den FC Glarus. Die jüngsten Erfolge der B-Junioren, welche in der höchstmöglichen Liga (Junior-League) spielen, und der C-Junioren, welche in der zweithöchsten Liga (Promotion) antreten, erreichten wir ohne die Unterstützung des TGL. Unsere Strukturen sind und waren schon sehr weit gewachsen.
Wir können den Junioren Top-Trainer zur Seite stellen (bei den C-Junioren David Feldmann und Giuseppe Iacovacci und bei den B-Junioren Renato Micheroli, Tashi Garne und Kevin Sabato). Allesamt Trainer mit einem Leistungsausweis im Fussball und langjähriger Erfahrung. Wir bieten allen TGL-Junioren drei Trainings pro Woche an. Und mit der Verpflichtung von Josef Bajza konnten wir einen weiteren Top-Trainer für die Unterstützung und Stärkung der E-Junioren und D-Junioren gewinnen.
Was sind die Ziele für die anstehende Saison 2020/2021?
Bei den B-Junioren ist das Ziel ganz klar der Klassenerhalt in der Junior-League. Und die Chancen stehen sehr gut, dass dies ihnen auch gelingen wird. Die C-Junioren sollen auch den Aufstieg in die Promotion bestätigen und entsprechende Vorbereitungen treffen für einen allfälligen Aufstieg in die Junior-League in der Saison 2021/2022. Bei den D-Junioren erwarte ich eine Qualitätssteigerung auch Dank des Engagements von Josef Bajza.
Wichtig ist, dass wir weiterhin eine saubere Kommunikation zwischen dem Vorstand und den Trainern haben werden.
Ich habe den Anspruch, dass wir in Zukunft nur noch Trainer mit Trainer-Diplomen in den eigenen Reihen haben werden. Hier sind wir auf sehr gutem Wege. Wäre die Corona-Pandemie nicht dazwischen gekommen, hätten wir bereits jetzt bei den G-Junioren und F-Junioren neun (!) Trainer mit entsprechenden Trainer-Diplomen. Leider wurden die J&S Kurse im Monat Juni 2020 allesamt abgesagt. Die Trainer haben sich jedoch bereits wieder für die neuen Kurse in diesem Herbst angemeldet. So werden wir dann Ende Jahr 2020 dieses Ziel erreichen.
Ich bin auch unheimlich stolz, dass wir insgesamt 34 Junioren-Trainer in unseren Reihen begrüssen dürfen. Dies zeigt, dass die Organisation nicht so schlecht ist. Hier werde ich als Junioren-Obmann besonders vom Technischen Leiter der Junioren, Alessandro Cescato, unterstützt und bei den G-Junioren und F-Junioren nimmt mir Marc Eigenmann viel Arbeit ab.
Welche Baustellen bestehen aktuell noch in der Junioren-Abteilung des FC Glarus?
Wir möchten die Junioren weiterentwickeln. Dafür müssen wir im Staff fit sein. Hier möchte ich vor allem bei internen Weiterbildungen ansetzen. So können wir nicht nur die Junioren weiterentwickeln, sondern auch die Trainer.
Zudem möchte ich die Strukturen weiter festigen. Wir sind hier aber auf sehr gutem Wege.
Der Bereich „Athletik“ ist noch nicht so ausgebaut, wie ich es gerne hätte. Hier haben wir noch viel Potential.
Was sind die mittelfristigen Ziele des Junioren-Obmanns?
Ich gehe dabei von einer fünf Jahres-Planung aus. Das Ziel ist, dass wir im Jahr 2025 sowohl mit den C-Junioren, wie auch mit den B-Junioren in der Junior-League (höchstmögliche Liga) spielen werden. Geplant ist, dass wir dann eine starke A-Junioren-Mannschaft haben, welche als Unterstützung der ersten und zweiten Mannschaft dient.
Die Strukturen sollten bis dann, wie geplant, vollendet und gefestigt sein. Denn wenn die Strukturen gefestigt sind, dann werden wir Erfolg haben.
Ein weiteres Ziel ist, dass wir bis dahin bei den C-Junioren und B-Junioren jeweils ein zweites Team stellen können. So hätten wir pro Junioren-Kategorie jeweils ein Team im Leistungs-Fussball und ein Team im Breitensport.