Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/1756

Zum Buch:
Mit dem Ende des Kalten Krieges ist das globale sicherheitspolitische Umfeld volatil geworden. Innere und äussere Sicherheit werden in einer Zeit asymmetrischer Bedrohungen als eng miteinander verflochtene Materien verstanden. Internationale Entwicklungen prägen auch die Schweizer Sicherheitspolitik markant: Die Armee befindet sich seit 1995 in einem stetigen Umbauprozess. Gleichzeitig weist das Grenzwachtkorps seit Jahren Unterbestände auf. Eine Tendenz zur Übernahme von polizeilichen Aufgaben durch den Bund - insbesondere durch die Armee - wird sichtbar. Waren Truppen seit je her auch als Mittel ultima ratio für Interventionen im Inneren vorgesehen, wird die Infanterie derzeit zu einem sicherheitspolizeilichen Präventionsinstrument umgestaltet.
Die Wurzeln mancher institutioneller Herausforderung (Aufgabenteilung Bund-Kantone; grundrechtliche Fragen) liegen in der Zeit des jungen Bundesstaates nach 1848. Vorliegend wird untersucht, wie sich die Gewährleistung der inneren Sicherheit als zentrale Aufgabe der Eidgenossenschaft seit Bestehen des Bundes entwickelt hat. Allgemeine staats- und sicherheitsrechtliche Entwicklungen auf Verfassungs- und Gesetzesstufe werden skizziert, Konfliktfelder und Herausforderungen über eine längere Periode beleuchtet. Aus dieser weiten Perspektive wird schliesslich ein kritischer Blick auf aktuelle Lösungsansätze geworfen.
Zum Autor:
Der Autor kam 1977 im Fricktal als Sohn von Maria-Helena (Marlen) und Walter Müller († 1979) zur Welt und wuchs in Münchwilen (Kanton Aargau) auf. Im Anschluss an den Besuch der Primar- (Münchwilen) und der Bezirksschule (Rheinfelden) absolvierte er die Handelsmittelschule (Liestal). Nach dem Abschluss mit dem Eidgenössischen Handelsdiplom wurde ihm ermöglicht, mit dem erworbenen Rüstzeug innerhalb des basellandschaftlichen Schulsystems in eine 3. gymnasiale Klasse (Gymnasium Muttenz) überzutreten und so die Matura (Typus E) zu erlangen. Anschliessend beschloss er, sich in Basel für ein Studium der Rechtswissenschaften zu immatrikulieren. Nach einem Aufenthalt zur Verbesserung der zweiten Landessprache an der Universität Lausanne schloss er im Dezember 2004 seine Studien mit dem Lizentiat ab. Zwischenzeitlich hatte der Autor die Milizfunktion eines Nachrichtenoffiziers im Stab des Infanteriebataillons 56 erlangt. Ausserdem war er in der Jungen FDP des Kantons Aargau in verschiedenen Funktionen politisch aktiv (Präsident 2004 bis 2006). Seit 2005 ist er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. iur. Markus Schefer, LL.M. an der Juristischen Fakultät der Universität Basel tätig. Dies eröffnete ihm unter anderem die Gelegenheit, an der vierten Auflage des Lehrbuches „Grundrechte in der Schweiz“ (Bern 2008) mitzuarbeiten. Die Tätigkeit am Lehrstuhl Schefer wird ihm als interessante, lehrreiche und positive Zeit in Erinnerung bleiben. Vorliegende Arbeit ist hauptsächlich in den Jahren 2006 bis 2008 entstanden. Sie wurde von der Juristischen Fakultät der Universität Basel im Mai 2009 als Dissertation angenommen (summa cum laude). Um seine volle Unabhängigkeit zu wahren, hat der Autor die Aufnahme in eine juristische Reihe ausgeschlagen und statt dessen gemeinsam mit dem THESIS VERLAG publiziert.
Softcover | 598 S. | 2009