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Nach ihrem Gesangsstudium an der Leipziger Musikhochschule «Felix Mendelssohn Bartholdy» wurde die in der Nähe von Chemnitz geborene Sopranistin Ricarda Merbeth zunächst an die Städtischen Bühnen Magdeburg und anschliessend an das Deutsche Nationaltheater Weimar engagiert. Von 1999 bis 2005 gehörte sie dem Ensemble der Wiener Staatsoper an, der sie bis heute regelmässig verbunden ist und die sie mittlerweile zur Kammersängerin ernannt hat. Dort interpretierte sie vor allem Partien von Mozart (Figaro-Gräfin und Donna Anna in Don Giovanni), Wagner (u. a. Eva in den Meistersingern, Elsa im Lohengrin und Sieglinde in der Walküre) sowie Richard Strauss (Marschallin im Rosenkavalier, Chrysothemis in Elektra und die Titelpartie in Daphne). Bereits im Jahr 2000 konnte Ricarda Merbeth ihren Einstand bei den Bayreuther Festspielen feiern: Zunächst war sie auf dem Grünen Hügel als Freia im Rheingold zu erleben, in den folgenden Jahren übernahm sie dann die Partien der Gutrune in der Götterdämmerung, der Elisabeth im Tannhäuser und seit 2013 der Senta im Fliegenden Holländer. Einladungen führten sie ausserdem an die Dresdner Semperoper, die Deutsche Oper Berlin und die Bayerische Staatsoper. Ihre erste Fidelio-Leonore sang Ricarda Merbeth 2011 am Opernhaus Zürich. Als Marie in Bergs Wozzeck debutierte sie Ende 2015 an der Mailänder Scala, und mit Wagners Isolde, die sie im Frühjahr 2016 erstmals an der Hamburgischen Staatsoper gestaltete, wagte sie einen ersten Schritt ins hochdramatische Fach, dem kommendes Jahr mit der Brünnhilde im Ring ein zweiter folgen wird. Auch als Interpretin zeitgenössischer Werke ist Ricarda Merbeth hervorgetreten, so zuletzt im Mai 2016 als Goneril in Aribert Reimanns Lear an der Opéra National de Paris. Konzerte brachten sie mit Dirigenten wie Vladimir Fedoseyev, Bernard Haitink und Philippe Jordan zusammen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 2. September 2007 als Freia in Wagners Rheingold in einer konzertanten Aufführung mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott.
August 2016