Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/3865

Am 25. November 2018 stimmt der Kanton Bern über die Steuergesetzrevision 2019 ab. Im Info diskutieren die SP-Präsidentin und Grossrätin Ursula Marti (NEIN) und der SVP-Grossrat und Gememeindepräsident von Zollikofen Daniel Bichsel (JA) live über das neue Unternehmenssteuerregime:
Die linken Parteien im Kanton Bern befürchten ein grosses Loch in der Staatskasse, falls die Steuerrevision durch kommt. Die bürgerlich dominierte Regierung und die Mehrheit des Grossen Rates empfehlen ein JA zur Gesetzesrevision. Würde die Steuergesetzrevision angenommen, müssten grossen Unternehmungen (mit einem Gewinn über 63’000 CHF) weniger Gewinnsteuern zahlen. Das würde zu jährlichen Steuerausfällen beim Kanton Bern (ca. 103 Mio. CHF) und bei den Berner Gemeinden (ca. 58 Mio. CHF) führen.
Daniel Bichsel (SVP) argumentiert, dass der Kanton Bern in der schweizweiten Rangliste der steuergünstigen Kantone einen besseren Platz einnehmen würde. Und er bringt das typisch bürgerliche Argument: „weniger Steuern = mehr Arbeitsplätze“. Ursula Marti (SP) hält entgegen und sagt, dieser Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen sei absurd. Ein Kanton sei für Unternehmungen vor allem attraktiv, wenn die Infrastruktur gut sei und es genug Fachkräfte habe. Bei einem Steuerausfall müsse der Staat bei der Infrastruktur und der Bildung sparen: