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Der italienische Dirigent Enrique Mazzola ist designierter Musikdirektor der Lyric Opera of Chicago. Er ist als Experte für Belcanto-Oper sowie für französisches und frühes Verdi-Repertoire bekannt und weltweit gefragt. Seit der Saison 2018.2019 ist er Erster Ständiger Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin und von 2012.2013 bis 2018.2019 war er Künstlerischer Leiter des Orchestre National d'Île de France. Im Oktober 2018 wurde er zum Chevalier de l'ordre des Arts et des Lettres ernannt, was seinen bedeutenden Beitrag zum Musikleben in Frankreich widerspiegelt.
Wichtige Engagements der Saison 2019.2020 waren Auftritte an der Lyric Opera of Chicago (Luisa Miller), dem Opernhaus Zürich (Don Pasquale, Neuproduktion), bei den Wiener Symphonikern für Konzerte im Musikverein und bei den Bregenzer Festspielen, an der Deutschen Oper Berlin (Le Prophète und Dinorah), mit dem Orchestre Symphonique de Quebec, an der Glyndebourne Festival Opera (L’Elisir d‘amore), mit dem Taiwan Philharmonic und dem NFM Wroclaw sowie sein Debüt mit der Staatsphilharmonie Nürnberg. Anschliessend dirigierte Mazzola das London Philharmonic Orchestra sowohl in London als auch auf Tournee.
In den letzten Spielzeiten gab er u.a. bemerkenswerte Debüts bei den Salzburger Festspielen,der Wiener Staatsoper, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Oslo Philharmonic, der Royal Northern Sinfonia, dem New Japan Philharmonic, dem Taipei Symphony, dem Brussels Philharmonic und dem Swedish Radio Symphony Orchestra. Wiederkehrende Engagements gab es u.a. an der Metropolitan Opera (La fille du régiment), am Opernhaus Zürich (Turco in Italia, Maria Stuarda, Il Barbiere de Sevilla, I Puritani), bei den Bregenzer Festspielen (Rigoletto und zuvor Rossinis Mosé in Egitto), beim Scottish Chamber Orchestra, beim London Philharmonic Orchestra, an der Deutschen Oper Berlin und viele andere mehr.
Seine letzte Saison mit dem Orchestre National d'Île de France umfasste mehrere Aufnahmen, darunter Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 mit Cédric Tiberghien und Werke von Respighi, für deren Interpretationen Mazzola international gefeiert wurde.
Ausserdem widmet sich Mazzola regelmässig der Arbeit mit jungen Musikern, u. a. von der Accademia Teatro alla Scala, der Académie de l'Opéra national de Paris, dem Opernstudio der l'Opéra national du Rhin, der Accademia del Maggio Musicale Fiorentino, und dem Codarts of Rotterdam, und gab Meisterkurse im Dirigieren für Studenten des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon.
Enrique Mazzola war Gast bedeutender europäischer Festivals. Er leitete zum Beispiel den hochgelobten Falstaff beim Festival Aix-en-Provence und musizierte bei den Münchner Opernfestspielen, dem Rossini Opera Festival und der Biennale von Venedig. Von 1999 bis 2003 war Mazzola künstlerischer und musikalischer Leiter des Cantiere Internazionale d'Arte in Montepulciano, wo er zahlreiche symphonische Konzerte und neue Opernproduktionen mit dem Royal Northern College of Music Symphony Orchestra dirigierte.
Als versierter Interpret zeitgenössischer Musik hat er mehrere Uraufführungen für das ONDIF in Auftrag gegeben und dirigiert. So leitete er die Uraufführung von Collas Il processo an der Scala, Il re nudo von Luca Lombardi am Teatro dell'Opera di Roma, Medusa von Arnaldo de Felice an der Bayerischen Staatsoper, Isabella von Azio Corghi beim Rossini Opera Festival und viele andere Premieren mit grossen europäischen Orchestern.