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Eine Mutation ist eine Veränderung in der Erbinformation, der Gene. Bei Reben kommt Mutation häufig vor. Bei nur kleinen Abweichungen vom «Original» spricht man von einer «Variante» oder einer «Spielart». Sind die Unterschiede augenfällig, wird der Mutant als eigenständige Rebsorte betrachtet. Nicht alle Reben neigen zu Mutation. Es gibt aber solche, bei denen diese Eigenschaft schon zu vielen neuen Sorten geführt hat. So entstanden z.B. Weissburgunder und Grauburgunder durch Mutation aus der Spätburgunder-Rebe. Auch die Familie der Muskateller-Rebe ist bekannt für ihre Neigung zur Mutation. Zwei Beispiele von Mutation in jüngster Zeit sind die Kernling-Rebe, die aus dem Kerner entstand und die Findling-Rebe aus der Müller-Thurgau. Dass sich die Eigenschaften des Mutanten als besser erweisen, ist aber eher selten. In über 90% der Fälle ist das Resultat der Mutation minderwertiger als sein «Erbonkel». Häufig hat sich die Traubenfarbe durch Mutation geändert. Und zwar eher von dunkel nach hell, wie auch in der genannten Burgunder-Mutation. In der Antike war noch die überwiegende Anzahl der Rebsorten rot, aus denen viele weisse durch Mutation hervorgingen. Ein Klon ist übrigens etwas anderes: Durch vegetative Vermehrung entsteht ein Duplikat. Bei einer Kreuzung oder Züchtung wiederum entsteht aus zwei Rebsorten in geschlechtlicher Vermehrung eine neue Rebsorte.