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Die Top 10 der am meisten automatisierten Länder der Welt sind gemäss Studie: Südkorea, Singapur, Deutschland, Japan, Schweden, Dänemark, USA, Italien, Belgien und Taiwan. Laut Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics (IFR), bietet die Roboterdichte eine wichtige Vergleichsmöglichkeit, um die Unterschiede im Automatisierungsgrad der Fertigungsindustrie in verschiedenen Ländern zu bewerten. Aufgrund der boomenden Roboterinstallationen in Asien während der letzten Jahre weist die Region die höchste Wachstumsrate auf: Zwischen 2010 und 2016 lag diese pro Jahr durchschnittlich bei 9 Prozent. In Amerika sind es 7 Prozent und in Europa 5 Prozent.
Die Entwicklung der Roboterdichte in China war die dynamischste weltweit. Sie stieg von 25 Einheiten im Jahr 2013 auf 68 Einheiten im Jahr 2016. Heute liegt China weltweit auf Platz 23. Die chinesische Regierung will diese Entwicklung forcieren und bis 2020 in die Top 10 der am stärksten automatisierten Nationen der Welt aufsteigen. Bis dahin soll die Roboterdichte auf 150 Einheiten steigen. Bis 2020 sollen insgesamt 100 000 im Inland produzierte Industrieroboter verkauft werden (2017: 27 000 Einheiten chinesischer Roboterlieferanten, 60 000 Einheiten ausländischer Roboterlieferanten).
Die Republik Korea weist weltweit die mit Abstand höchste Roboterdichte in der Fertigungsindustrie aus. Die Roboterdichte übertrifft mit 631 Einheiten den globalen Durchschnitt um gut das Achtfache. Dieser Wert ist das Ergebnis der hohen Anzahl von Installationen in der Elektro-/Elektronik- und in der Automobilindustrie.
Singapur folgt an zweiter Stelle mit einer Rate von 488 Robotern pro 10 000 Mitarbeiter im Jahr 2016. Rund 90 Prozent der Roboter sind in der Elektronikindustrie installiert.
Japan rangiert auf Platz 4 der Welt: 2016 wurden 303 Roboter pro 10 000 Beschäftigte in der Fertigungsindustrie installiert – fast so viele wie im drittplatzierten Deutschland (309 Einheiten). Japan ist der weltweit führende Industrieroboterhersteller: Die Produktionskapazität der japanischen Zulieferer erreichte 2016 mit 153 000 Einheiten den höchsten jemals registrierten Wert. Heute decken japanische Hersteller 52 Prozent des weltweiten Bedarfs.
Die Roboterdichte in den USA stieg im Jahr 2016 auf 189 Einheiten an, womit das Land Platz 7 weltweit belegt. Seit 2010 hat die Modernisierung der inländischen Produktionsanlagen den Roboterabsatz angekurbelt. Hauptgrund für dieses Wachstum war der anhaltende Trend zur Automatisierung der Produktion, um die amerikanischen Industrien im internationalen Wettbewerb zu stärken und die Produktion im eigenen Land zu halten oder diese Produktion aus dem Ausland zurück zu holen. Die Automatisierung der Automobilindustrie mit Industrierobotern machte rund 52 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2016 aus. Der Roboterabsatz in den USA wird zwischen 2017 und 2020 um durchschnittlich 15 Prozent pro Jahr steigen.
Die Roboterdichte in Kanada stieg kontinuierlich auf 145 Einheiten im Jahr 2016 (Rang 13 weltweit) – ebenfalls hauptsächlich getrieben durch Installationen in der Automobilindustrie.
Mexiko ist vor allem eine Produktionsdrehscheibe für Automobilhersteller und Automobilzulieferer, die in die USA und zunehmend nach Südamerika exportieren. Mit einem Anteil von 81 Prozent im Jahr 2016 ist diese Industrie der mit Abstand grösste Abnehmer. Die Roboterdichte liegt weit unter dem Weltdurchschnitt von 74 Einheiten – aktuell bei 33 Einheiten und damit auf Platz 31 der Weltrangliste.
Das am stärksten automatisierte Land Europas ist Deutschland – mit 309 Einheiten im weltweiten Vergleich auf Platz 3. Der Jahresabsatz und der operative Bestand an Industrierobotern im Jahr 2016 hatten einen Anteil von 36 Prozent beziehungsweise 41 Prozent am gesamten Roboterabsatz in Europa. Zwischen 2018 und 2020 wird der jährliche Absatz aufgrund der steigenden Nachfrage in der allgemeinen Industrie und der Automobilindustrie weiter um durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr wachsen.
Frankreich hat eine Roboterdichte von 132 Einheiten (Platz 18 der Weltrangliste). Das liegt zwar deutlich über dem globalen Durchschnitt von 74 Robotern, ist aber im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ schwach. EU-Mitglieder wie Schweden (223 Einheiten), Dänemark (211 Einheiten), Italien (185 Einheiten) und Spanien (160 Einheiten) sind mit Industrierobotern im Fertigungsbereich stärker automatisiert. Die neue Regierung in Frankreich ist allerdings dabei, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im verarbeitenden Gewerbe zu stärken. Deshalb dürfte die Zahl der Roboterinstallationen in Frankreich 2017 um rund 10 Prozent steigen. Zwischen 2018 und 2020 ist mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate zwischen 5 und 10 Prozent zu rechnen.
Als einziges G7-Land liegt Grossbritannien mit 71 Einheiten bei der Roboterdichte unter dem Weltdurchschnitt von 74 Einheiten (Rang 22). Die allgemeine Industrie benötigt dringend Investitionen, um die Produktivität zu modernisieren und zu steigern. Die geringe Roboterdichte ist ein Indiz für diese Tatsache. Trotz der Entscheidung, die EU zu verlassen, werden derzeit viele Investitionspläne zur Kapazitätserweiterung und Modernisierung von Automobilunternehmen angekündigt.
Die osteuropäischen Länder Slowenien (137 Einheiten, Rang 16 der Welt) und die Slowakei (135 Einheiten, Rang 17 der Welt) weisen eine Roboterdichte auf, die sogar die Schweiz übertrifft (128 Einheiten, Rang 19 der Welt). Die Tschechische Republik liegt mit 101 Einheiten auf Platz 20 der Weltrangliste. Die Roboterlieferungen in Tschechien und der Slowakei hängen vor allem von der Nachfrage der Automobilindustrie ab. Slowenien ist unter den Balkanländern das führende Land: 60 Prozent der gesamten Lieferungen in dieser Region gingen an die Automobilindustrie (387 Einheiten); 33 Prozent mehr als im Jahr 2015. (msc)
IFR Statistical Department
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