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"Petra Morsbach durchdringt und verdichtet in ihren Romanen unsere gegenwärtigen Wirklichkeiten", heisst es in der Begründung der Jury. "Die Prosa des Lebens wird in ihrer Poesie aber nicht aufgehoben, sondern konsequent vorgeführt." Ihre Bücher seien poetische Massarbeit und ihre Figuren nicht nur lebensnah, sondern lebendig.
Die Preisträgerin wurde 1956 in Zürich geboren. Sie studierte in München Theaterwissenschaften, Psychologie und Slawistik sowie Regie in Leningrad. Nach Jahren als Dramaturgin und Regisseurin publizierte sie 1995 im Eichborn-Verlag ihren ersten Roman "Plötzlich ist es Abend". Seither lebt Morsbach als freie Schriftstellerin am Starnberger See. In diesen Tagen erscheint ihr neuester Roman "Justizpalast" im Münchner Knaus Verlag.
Der mit 5500 Euro dotierte Roswitha-Preis erinnert an die erste deutsche Schriftstellerin, die Kanonissin Roswitha von Gandersheim, die im 10. Jahrhundert im Stift Gandersheim Legenden, Dramen und historische Gedichte schrieb.
(SDA)