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So werden die ersten zwei Gänge eines Schwingfests bezeichnet. Dazu gehören jeweils auch die Spitzenpaarungen des ersten Gangs.
Ein Hauptschwung mit unzähligen Ausführungsmöglichkeiten und Kombinationen.
Auch hier gilt ein absolutes Verbot von Doping und der Verwendung von unerlaubten Substanzen.
Ein Regelverstoss, der mit einer Viertelnote Abzug bestraft wird.
Schwingerpaarungen werden an Festen nicht ausgelost, sondern vom Einteilungskampfgericht eingeteilt.
Ein Schwinger kann vom Kampfgericht zu einem Freigang (Zusatzgang) verpflichtet werden.
Das Grifffassen wird stehend durchgeführt und hat feste Regeln. Wie die Schwinger beim Gegner Griff fassen, wird vom Kampfrichter streng überwacht. Er gibt das «Gut» und erklärt den Gang für eröffnet.
Der Hüftschwung ist einerseits ein Hauptschwung und anderseits Ausgangslage für verschiedene Kombinationen. Beim Hüfter wechselt der Schwinger seinen linken Griff und fasst von oben den Gurt des Gegners. Mit der rechten Hand fasst er den linken Oberarm des Gegners, springt mit der linken Hüfte möglichst tief unter den Gegner und hebt ihn durch Strecken der Beine vom Boden, beugt sich gleichzeitig tief nach vorn und wirft ihn mit einem heftigen Ruck kopfüber auf den Rücken.
Die regionalen Verbände sind sehr um die Nachwuchsförderung bemüht. Immer im September führt der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) zusammen mit der Migros einen nationalen Schwinger Schnuppertag durch. Über 100 Schwingklubs organisieren Schnuppertage in der Schweiz, die im Durchschnitt von über 1000 Knaben und Mädchen besucht werden.
Die besten Schwinger erhalten einen Kranz und dürfen sich Kranzschwinger nennen.
Der Soundtrack eines jeden Schwingfests.
Hauptpreis beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest.
Bewertet werden die Gänge auf einer Notenskala von 8.25 bis 10.00.
Dieser Regelverstoss gibt Notenabzug.
Als Plattwurf gilt ein Wurf auf den Rücken, ohne dabei den Gegner am Boden nachdrücken zu müssen; er ist vergleichbar mit einem Ass im Tennis. Ein Plattwurf gibt die maximale Note, 10.00.
Nach vier Gängen müssen die schwächeren Teilnehmer den Wettkampf beenden, einen Kranz bekommen nur die stärksten 15–18 Prozent.
Das Schwingen hat ein strenges Regulativ, das vom ESV überwacht wird.
Es gibt rund 100 Schwünge und Gegenschwünge. Unterschieden werden Stand-, Flanken- und Bodenschwünge.
Auf dem Täfeli werden die Nummern der kämpfenden Schwinger angezeigt.
Die Täfeli werden von den Täfeli-Kindern stets gewendet, sodass alle die Nummern sehen können.
Ein einfacher Schwung, bei dem der Schwinger eine rasche Kurzfinte macht, blitzschnell nach links oder rechts dreht, um dann mit dem Bein hinter die Beine des Gegners zu
kommen und ihn dann mit der Kraft des Oberkörpers direkt auf den
Rücken zu werfen.
Die Schwinger sind in fünf Teilverbänden und Klubs organisiert.
Der Wyberhaken ist ein Stand- und Hakenschwung, der aus dem Stand heraus geführt wird. Dabei geht der Angreifer übers Kreuz mit dem Fuss zwischen die Beine und hakt sich ein. Die Legende erzählt, die in den Krieg ziehenden Männern hätten ihren daheim gebliebenen Frauen diesen Schwung beigebracht, um sich gegen aufdringliche Feinde zu wehren.
Der Stoff, aus dem die Hosen sind.
Voll im Trend: Immer mehr Jugendliche wollen die Traditionssportart lernen. Die Migros unterstützt die Nachwuchsförderung des Eidgenössischen Schwingerverbands sowie das Königscamp, in dem Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren während fünf Tagen (4.–8. August 2014) den Schwingsport kennenlernen können. Wo? Natürlich im Tal der Könige, im schönen Toggenburg.