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Rezept 1 Erdbeertörtchen (aus Kochbuch von 1920):
Man legt kleine Förmchen mit Zuckerteig aus, stellt 1 leeres, sauberes Förmchen in das mit Teig ausgelegte, damit der Teig beim Backen seine Form behält, drückt es an und backt so die Törtchen. Oder man füllt sie mit gedörrten Erbsen oder Bohnen, die man nach dem Backen entfernt.
Man legt dann folgende Fülle erhöht hinein: Für 8-10 Stück werden 3-4 Eiweiss zu Schnee geschlagen und 150-200g feiner Zucker und 2 Tassen erlesene und gewaschene Erdbeeren darunter meliert. Man streicht die Fülle glatt, bestreut sie mit Zucker und stellt die Törtchen noch so lange in den Ofen, bis sie oben hellgelb sind.
Oder
Man füllt die gebackenen Törtchen mit rohen, gewaschenen Erdbeeren, bestreut sie mit feinem Zucker und garniert sie mit Meringuemasse. Man bestaubt sie mit feinem Zucker und stellt sie in den Ofen, bis sie hellgelb sind.
Rezept 2 Erdbeertörtchen (aus Kochbuch von 1932):
Variante 1: Erdbeeren werden in blindgebackene Törtchen aus Mürbeteig gefüllt, mit gesüsster Erdbeersulze* übergossen und zum Erstarren beiseitegestellt.
Variante 2: Zuckerteig, Erdbeeren, Rahm. – Mit Zuckerteig ausgelegte Tortenförmchen werden blind gebacken, nach Erkalten mit gezuckerten Erdbeeren gefüllt und mit Schlagrahm serviert.
*Erdbeersulze: 1 1/2 Pfd Erdbeeren mit Wasser 5-10 Minuten kochen, in ein feines Haarsieb geben und den Saft ohne Druck ablaufen lassen. 1 kleine Tasse Wasser, 8 Blatt Gelatine, 3 Esslöffel Zucker, 1 kleine Tasse Saft, 1 Esslöffel Zitronensaft, 1 Eiweiss. – Die Gelatine wird in kaltem Wasser 3 Minuten eingeweicht, dann mit Wasser im warmen Wasserbad aufgelöst und unter den gezuckerten und erwärmten Beerensaft gemischt. Ist die Flüssigkeit nicht ganz klar und durchsichtig, klärt man sie, indem man sie mit einem zerklopften Eiweiss aufkochen und 10-15 Minuten zugedeckt stehen lässt, danach giesst man sie durch ein Tuch. Wenn das Gelee fest ist, verwendet man es nach Wunsch zum Auffüllen von Fruchttörtchen, als Garnitur von kalten Pudding usw.
Rezept 3 Erdbeertorte (aus Kochbuch von 1920):
Vom Zuckerteig wallt man einen 2 cm dicken Boden in der Grösse der Torte aus, setzt ringsum vom gleichen Teig einen gerollten Streifen als Rand und backt den Boden halb fertig. Unter den Schnee von 6 Eiern merliert man 200g Zucker. 1/3 vom Schnee stellt man beiseite; unter den anderen Teil mischt man 1 – 1 1/2 Pfund erlesene, gewaschene und gut abgetropfte Erdbeeren. Diese Masse legt man auf den halbgebackenen Boden, streicht sie glatt und verziert mit dem zurückbehaltenen Schnee mittels Spritzsack und Sterntülle die Torte. Man bestreut sie mit feinem Zucker und stellt sie noch 15-20 Minuten in einen schwach heissen Ofen. Die Torte kann mit frischen Erdbeeren ausgarniert werden.
Rezept 4 Erdbeertorte (aus Kochbuch von 1920):
Eine Tortenform wird mit Zuckerteig ausgelegt, so dass ringsum noch ein 2-3 cm hoher Rand ist. 6 Eiweiss werden zu steifem Schnee geschlagen, 250g feiner Zucker und 250g geschälte, gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, etwas abgeriebene Zitronenschale und 1 Pfund Erdbeeren werden darunter meliert. Man füllt die Masse in die mit Teig ausgelegte Form und backt sie in mittlerer Hitze langsam.
(auf die gleiche Art kann eine Traubentorte hergestellt werden)
Rezept 5 Erdbeertorte (aus Kochbuch von 1913):
150 g Butter, 250 g Zucker, 5-6 Eier, 300 g Mehl, 500 g Erdbeeren. – Die Butter wird schaumig gerührt, der Zucker gut daruntergemischt, dann die Eigelb, und das Ganze 10 Minuten gerührt. Man mengt das Mehl dazu bis der Teig fest, doch nicht zum Wallen ist. Es wird in eine bebutterte Springform gelegt und darin gut auseinander gedrückt, bis er Boden und Rand des Bleches deckt, dann bäckt man die Torte bei mittlerer Hitze im Ofen hellgelb. Sie wird darauf sorgfältig aus der Form genommen und erkalten gelassen. Schöne reife Erdbeeren werden gewaschen, getrocknet und in nicht zu dicker Schicht auf den Kuchen gelegt, der steifgeschlagene, etwas gesüsste Eierschnee dick auf die Erdbeeren gestrichen oder durch den Spritzbeutel darauf gespritzt und der Kuchen noch einmal (auf dem Blech ohne Rand) im Ofen gelb werden lassen.
Ein hübsches Aussehen gewinnt die Torte durch Verzierung des Schnees. Mittels eines spitzen Hölzchens werden Vertiefungen in den Schnee gemacht und verschiedene Figuren gebildet.