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Die Amerikaner sind mit einer Handvoll aufstrebender Stars an die WM nach Finnland gereist, unter ihnen Thomas Bordeleau, der Sohn des einstigen SCB-Stars Sébastien Bordeleau. Der jüngste dieser Newcomer kreierte die grösste Medienresonanz. Luke Hughes ist erst 18-jährig und der jüngste dreier Brüder, die alle in die NHL wollen. Jack Hughes spielt bereits eine Hauptrolle bei den New Jersey Devils, dem Team des Schweizer Captains Nico Hischier. Die Devils haben sich im Draft auch schon die Rechte an Luke Hughes gesichert.
Hughes erzählte in den letzten Tagen in Tampere eine Geschichte. Dass er Bilder eines Dinners gesehen hat zu Ehren von Dr. George Nagobads, der im November seinen 100. Geburtstag feierte und 1980 in Lake Placid beim «Miracle on Ice» Physio im USA-Team gewesen ist. Auch den in die Jahre gekommenen Goalie Jim Craig, den «Hexer» des «Miracles», sah er bei dieser Gelegenheit.
Und Hughes wurde klar, wie lange es her ist, dass die USA an Titelkämpfen Gold geholt haben. Er nahm sich vor, alles daran zu setzen, dass es endlich auch bei den Erwachsenen (und nicht nur bei den U18- oder U20-Junioren) wieder klappt mit Gold für die Amerikaner.
Wenn es in Tampere 42 Jahre nach dem Olympia-Gold von Lake Placid und 89 Jahre seit dem letzten WM-Titel von 1933 gleich klappen würde, wäre das wohl ein neuerliches «Miracle» (Wunder). Aber die Amerikaner denken aus Prinzip gross. Im letzten Vorrundenspiel setzten sie sich gegen Norwegen 4:2 durch, mussten dabei aber zittern, obwohl sie bereits nach sieben Minuten 2:0 führten.
Zuvor besiegte das Team von Trainer David Quinn zwar Schweden, verloren aber auch gegen Finnland und Tschechien und setzten sich gegen Österreich erst in der Verlängerung durch. Alles in allem hinterliessen die jungen und talentierten US-Boys bislang einen zwiespältigen Eindruck.
Bei Olympia in Peking blieben die Amerikaner in der Vorrunde ungeschlagen und scheiterten im Viertelfinal mit Pech im Penaltyschiessen an der Slowakei. Vor einem Jahr in Riga gewannen die USA wieder einmal eine Medaille (Bronze). Und in Finnland schlugen sie die starken Schweden (3:2 n.V.). «Wenn wir gut spielen, dann können wir hier alle Teams schlagen», sagt Adam Gaudette von den Ottawa Senators, einer der 20 NHL-Akteure im US-Kader.
Auf Gaudette müssen die Schweizer achten. Mit drei Toren und zwei Assists war er bislang der produktivste USA-Stürmer. Gegen die Schweden legte er mit zwei Goals und einem Assist die Basis zum Sieg. Gaudette: «Richtig ist, dass wir mit einem unerfahrenen Team in Finnland sind. Aber viele haben etwas zu beweisen. Für viele, wie auch für mich, verlief die Saison frustrierend. Es ist ein cooles Gefühl, an der Weltmeisterschaft zu stehen und festzustellen, dass ich immer noch in der Lage bin, gutes Hockey zu spielen.» (pre/sda)
Dieser Tage jährt sich Jan Ullrichs historischer Gesamtsieg bei der Tour de France 1997 zum 25. Mal. Pünktlich zu diesem Jubiläum produzierte die ARD eine mehrteilige Dokumentation über den Aufstieg und Fall des einstigen Rad-Stars.