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Das Stück: Der grüne Kakadu
Im „Der grüne Kakadu“ von Arthur Schnitzler begeben wir uns am Vorabend der Französischen Revolution in eine berüchtigte Pariser Spelunke, die bei „noch“ Adligen beliebt ist. Der Wirt, ein ehemaliger Theaterdirektor, hat aus der Konkursmasse seines bankrotten Theaters, die Schauspieler gerettet, die nun diesen schummrigen Ort mitten im Leben bespielen. Es geht um Wahrheit und Lüge und schnell wird klar, dass überhaupt nicht klar ist, was Sein und was Schein ist. Mit dem erfolgten Sturm auf die Bastille nimmt das Stück eine überraschende Wende.
Der Autor: Arthur Schnitzler
geboren am 15. Mai 1862, gestorben am 21. Oktober 1931
Der große österreichische Dramatiker Arthur Schnitzler wurde 1862 in Wien als Sohn eines Arztes geboren. Auch er selbst absolvierte nach dem Gymnasium ein medizinisches Studium, promovierte zum Dr. med. und arbeitete zunächst als Assistenzarzt eines Wiener Klinikums, später als Arzt in seiner eigenen Praxis. Die literarische Tätigkeit spielte bereits seit 1880 eine Rolle in seinem Leben. Er war mit literarischen Größen seiner Zeit wie Hugo von Hofmannsthal und Richard Beer-Hofmann befreundet und zählte mit seinen Erzählungen und Dramen zu den Kritikern des K.u.K.-Systems.
Vor allem seine Dramen, in denen er mit großer Sensibilität die psychische Befindlichkeit seiner Figuren porträtiert und damit indirekt den Blick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen lenkt, trugen zu seiner Berühmtheit bei. Zu den bekanntesten seiner Bühnenstücke, die auch heute noch häufig auf europäischen Bühnen aufgeführt werden, gehören »Liebelei« (1895), »Reigen« (1896/97) und »Professor Bernhardi« (1912). Auch seine Erzählungen und Novellen zählen zur Weltliteratur und zeichnen sich durch innovative Darstellungsformen wie den inneren Monolog (»Leutnant Gustl«, 1900) aus. Seine »Traumnovelle« (1925) wurde 1999 zur Grundlage von Stanley Kubricks Kinofilm »Eyes Wide Shut«.
Die Regisseurin: Marie-Louise Lienhard Ullrich
Schauspielerin, Bewegungs- und Theaterpädagogin lebt im Arlesheim und St.Ursanne.
Verschiedene Engagements an Häusern in Deutschland, am joli-théâtre, Junges Theater Basel, Freilichtproduktion in Brüglingen, Scala Bühne, Bühne am Goetheanum und anderen Orten.
Vor und nach der Geburt ihrer sieben Kinder diverse Weiterbildungen in den Bereichen Theater, Tanz, Akrobatik, Sprache, Musik und vielem anderem.
Seit über 30 Jahren Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen an Schulen in der Region u.a. Sekundarschule Arlesheim, Rudolf Steiner Schule Aesch (zuerst gemeinsam mit Georg Darvas, danach einige Jahre in alleiniger Verantwortung, Musicals, 8.- und 12.-Klass-Spiele), an verschiedenen Gymnasien (Münster, Leonard, Freies Gymnasium). 2013 Gründung des Jugend Theater Arlesheim (ursprünglich Reformierte Kirche Arlesheim, seit 2016 in eigener Verantwortung).
Seit 2019 sozial-theaterpädagogische Gesamtprojekte in der Bergschule Avrona im Engadin (u.a.“Les Misérables“).