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Ansicht der Stadt Luzern von Süden, Ausschnitt, 1597
Die Kapellbrücke reichte als Wehrgang vom Freienhof am linken bis zur Peterskappelle am rechten Ufer und funktionierte so als Klammer zwischen den anderen Teilen der Stadtbefestigung. Rechts im Bild: die nicht mehr existierende Hofbrücke.
Kupferstich Martinus Martini
Einmündung der Kapellbrücke in das Gewölbe des Freienhofs, um 1830
Heute ist der Platz neben der Jesuitenkirche leer, der Freienhof wurde 1948 abgerissen.
Unbekannter Zeichner
Das linke Reussufer nach der Aufschüttung des Jesuitenquais, 1835
Bei der Erstellung des Quais wurde die Verbindung mit dem Freienhof gelöst und der südliche Brückenkopf abgebrochen.
Lithographie A. Cuvillier, Paris
Projekt für eine neue Seebrücke (Standortvariante, nicht realisiert), 1864
Kapellbrücke und Peterskapelle wären bei der vorgeschlagenen Streckenführung der neuen Brücke abgebrochen worden.
Plan Bauinspektor Samuel Senn, Centralbahningenieur Alois Nager, Gebrüder Benckiser
Retuschierte Innenansicht mit hervorgehobenem Bilderzyklus, 1890er-Jahre
Die Brüstung des ehemaligen Wehrganges ist auf der Seeseite höher gezogen.
Unbekannter Fotograf
Kapellbrücke vor dem Bau des Rathausquais, um 1895
Am gegenüberliegenden Reussufer: erhöhte Schiffsdurchfahrt.
Unbekannter Fotograf
Aufgang zur Schiffsdurchfahrt, 1898
Früher war das einzige für Schiffe passierbare «Tor» in die Stadt durch ein Schutzgatter (Grendel) abgesperrt.
Niklaus Hinder, Luzern
Unmittelbar nach dem Bau des Rathausquais: ehemalige Schiffsdurchfahrt, 1899
Der erhöhte Teil lag nun, für Schiffe unpassierbar, über der Strasse und wurde anschliessend zurückgebaut.
Unbekannter Fotograf
Marktnauen auf der Rückfahrt vor der Kapellbrücke, um 1900
Nach Aufhebung der Schiffsdurchfahrt (1899) kam es zu Beschädigungen der Brücke durch Marktfahrer. 1904 wurde mit dem Einbau eines Hängewerks eine neue, breite Durchfahrt geschaffen.
Unbekannter Fotograf
Innenansicht gegen den südlichen Brückenkopf, um 1900
Gaslaterne: Die Umstellung auf elektrische (Strassen-) Beleuchtung erfolgte ab 1907.
Emil Synnberg, Luzern
Innenansicht gegen Norden, um 1900
Rechts im Bild: der 1863 eröffnete Souvenirshop der Witwe Louise Schnarrwyler-Rickenbach.
Unbekannter Fotograf
Souvenirshop von aussen mit Wasserturm, um 1960
Hier befand sich ein Abgang zum Schiffsteg unter der Brücke.
Unbekannter Fotograf
1938/39: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenarm (I)
Alle paar Jahrzehnte müssen angefaulte Holzteile der Brücke ersetzt werden.
Hans Bucher, Luzern
1938/39: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenarm (II)
Ersetzt: u.a. 6 Pfosten, 120 m Tträger, 150 m Handbalken, 200 m Brüstung.
Baudirektion der Stadt Luzern
1938/39: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenarm (III)
Einrammen eines neuen Pfahls.
Holzbauunternehmung A. J. Eggstein Söhne & Cie., Luzern
1953: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (I)
Ähnliches Bild wie das vorangegangene, aber 20 Jahre später: Sanierungsarbeiten wegen eingeknicktem Pfeiler und instabilen Jochen.
Rolf Heinzelmann, Tiefbauamt Stadt Luzern
1953: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (II)
Über drei Jochen musste die Brücke komplett abgetragen werden.
Tiefbauamt Stadt Luzern
1953: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (III)
Wiederverwendbare Teile wurden auf den neuen Unterbau montiert.
Tiefbauamt Stadt Luzern
1969: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (I)
Für die Erneuerung des Unterbaus musste der ganze Oberbau vom Wasserturm bis zum Rathausquai abgebrochen und grossenteils ersetzt werden. 166 m3 neues Eichen- und 96 m3 Tannenholz wurden verbaut.
Unbekannter Fotograf
1969: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (II)
Mosaik: Kombination von alt und neu in der Binder-Konstruktion.
Unbekannter Fotograf
1969: Erneuerungsarbeiten am nördlichen Brückenkopf (III)
Aufrichtebäumchen des Unternehmens Eggstein, das bereits die Erneuerungsarbeiten 1938/39 und 1953 durchgeführt hatte.
Asl, Lausanne
Brand der Kapellbrücke (I), Nacht vom 17. auf den 18. August 1993
Das Feuer war vermutlich auf einem der unter der Brücke vertäuten Boote ausgebrochen, die Brandursache wird aber bis heute kontrovers diskutiert.
Peter Spichtig, Luzern
Brand der Kapellbrücke (II)
Souvenirshop: Das Feuer fand an den Souvenirs reichlich Nahrung.
Peter Spichtig, Luzern
Brand der Kapellbrücke (III)
Brandbekämpfung, u.a. mit dem Ölwehr-Boot «Blitz».
Lorenz Fischer, Luzern
Brand der Kapellbrücke (IV)
Das Feuer hat sich schon weit über die Brücke vorgefressen.
Peter Spichtig, Luzern
Brand der Kapellbrücke (V)
Die Flammen im Bereich des Souvenirshops waren nur sehr schwer zu löschen.
Peter Spichtig, Luzern
Brand der Kapellbrücke (VI)
Auf der Bahnhofstrasse aufgestellte Drehleiter mit Wasserwerfer.
Lorenz Fischer, Luzern
Brand der Kapellbrücke (VII)
Vom Oberbau der Brücke existierten beim Wasserturm bald nur noch glimmende Reste.
Peter Spichtig, Luzern
Brand der Kapellbrücke (VIII)
Der Wasserturm mit seinem markanten Obergaden konnte gerettet werden.
Lorenz Fischer, Luzern
Brand der Kapellbrücke (IX)
Verkohltes Gerippe am Morgen danach.
Lorenz Fischer, Luzern
Zwei verbrannte Bildtafeln
43 von 110 Gemälden konnten nach der Brandnacht geborgen werden, 12 davon jedoch komplett zerstört.
SIK, Zürich
Brand der Kapellbrücke (X)
Schadensbild, wie es sich aus der Luft präsentierte.
Valair, Luzern
Abbrucharbeiten (I)
Montage eines Sicherheitsnetzes.
Tiefbauamt Stadt Luzern
Abbrucharbeiten (II)
Unter dem verbrannten Oberbau kam der grösstenteils intakte Unterbau zum Vorschein.
Unbekannter Fotograf.
Abbrucharbeiten (III)
Nicht mehr brauchbare Elemente wurden entfernt.
Unbekannter Fotograf
Abbrucharbeiten (IV)
Im Dezember 1993 standen nur noch die wiederverwendbaren Teile des Unterbaus.
Kurt Bieri, Rothenburg
Beginn des Wiederaufbaus, Februar 1994
Auf dem Ponton der Kran der bewährten Firma Eggstein.
Kurt Bieri, Rothenburg
Verkohltes Hängewerk über der Schiffdurchfahrt
Der Fachwerkträger von 1969 vor der Demontage, Dezember 1993.
Tiefbauamt Stadt Luzern
Neues Hängewerk über der Schiffsdurchfahrt
Montage, Februar 1994.
Tiefbauamt Stadt Luzern
Neue Sandsteinquader warten auf den Einbau
Die Pfeiler unter dem südlichen Brückenarm bestanden immer schon aus Stein.
Unbekannter Fotograf
Die Baustelle auf der Höhe des Wasserturms
Zimmerleute legen Hand an.
Stephan Wicki, Luzern/Zürich
Fertiger Dachstuhl
Anbringung neuer Dachlatten.
Stephan Wicki, Luzern/Zürich
Eine nicht alltägliche Baustelle
Blick vom Wasserturm zur Jesuitenkirche.
Lorenz Fischer, Luzern
Verbindung von alt und neu
Einblattung einer Diagonalstrebe im Pfosten.
Tiefbauamt Stadt Luzern
Gänzlich neuer Oberbau auf bestehendem Unterbau
An neuem Material wurde «nur» 150 m3 Tannen- und 11 m3 Eichenholz gebraucht (vgl. Bild 19).
Marlène Zelger, Stans
Aufrichtefeier
Schmutziger Donnerstag, 1994.
Tiefbauamt Stadt Luzern
Dachdeckerarbeiten am nördlichen Brückenarm, Februar 1994
Vom Berner Werkhof konnten 35'000 alte Biberschwanzziegel bezogen werden.
Kurt Bieri, Rothenburg
Dachdecker bei der Arbeit
Unterfütterung der nicht überlappend verlegten Ziegel mit Holzschindeln.
Marlène Zelger, Stans
Holzschindeln zwischen altem Gebälk und Ziegeln
Bleibt der natürliche Faserlauf erhalten, sind Schindeln dauerhafter. Daher werden sie auch heute noch von Hand gespalten.
Unbekannter Fotograf
Kurz vor der Eröffnung
Mosaik: Eine Kombination von alt und neu, wie sie bereits bei früheren Erneuerungen entstanden war (vgl. Bild 20).
Stephan Wicki, Luzern/Zürich
Einweihung am 14. April 1994
Besuch von Fritschi mit Gefolge.
Lorenz Fischer, Luzern
Harmloses Feuer bei den Eröffnungsfeierlichkeiten
Kajak vor der geschmückten Kapellbrücke.
Lorenz Fischer, Luzern
Bei der Eröffnung: Comics im Giebel
Später wurde der gerettete und restaurierte Teil der Brückenbilder wieder aufgehängt.
Marlène Zelger, Stans
Nach der Wiedereröffnung
Die Brücke ist für den Fussverkehr wieder frei gegeben.
Tiefbauamt Stadt Luzern