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Endnutzer-Lizenzen
Damit Ihre Forschungsergebnisse nicht nur frei zugänglich, sondern auch frei nachnutzbar sind, empfiehlt es sich, Open-Access-Publikationen unter einer freien Lizenz zugänglich zu machen. Auf diese Weise können rechtliche Unsicherheiten sowohl auf Seiten der Autorinnen und Autoren als auch auf Seiten der Leserinnen und Leser von vornherein ausgeschlossen werden.
Creative Commons
Die Creative-Commons-Urheberrechtslizenzen bieten Autorinnen und Autoren eine einfache, standardisierte Methode, Leserinnen und Lesern Verbreitungs- und Vervielfältigungsrechte an einem Werk einzuräumen. Nach dem Baukastenprinzip kann die gewünschte Lizenz aus den verfügbaren Modulen selbst zusammengestellt werden.
Obligatorisch bei allen CC-Lizenzen ist die Nutzung des Moduls "Namensnennung" (BY).
Darüber hinaus kann die Lizenz, je nach Wunsch, um die Module
- Weitergabe unter gleichen Bedingungen (SA)
- keine Bearbeitung (ND)
- keine kommerzielle Nutzung (NC)
ergänzt werden.
Beispiel: CC-Lizenz mit den Modulen "Namensnennung" sowie "keine kommerzielle Nutzung".
Lizenzen für OA-Publikationen
Die unter Open-Access-Verlagen am weitesten verbreitete Lizenz ist CC-BY (Creative Commons Namensnennung). Diese Lizenz ermöglicht die uneingeschränkte Vervielfältigung, Verbreitung, Veröffentlichung, Abwandlung und kommerzielle Nutzung eines Werkes. Sowohl BioMed Central als auch PLoS, sowie eine zunehmende Anzahl weiterer Open-Access-Zeitschriften, verwenden diese als Standardlizenz.
Die Verwendung von CC-BY hat den Vorteil, dass durch diese Lizenz keinerlei zukünftige Nutzungsarten von vornherein ausgeschlossen werden. Autorinnen und Autoren tendieren oft dazu, eine kommerzielle Nutzung ihrer Werke auszuschliessen, indem sie eine CC-BY-NC-Lizenz wählen. Dabei gilt es jedoch zu bedenken, dass damit auch die Nutzung ihrer Werke in nicht-kommerziellen Angeboten, wie zum Beispiel der Wikipedia, verhindert werden kann, wenn diese für ihre Inhalte wiederum eine liberalere Lizenz voraussetzen.
Die Open Access Scholarly Publishers Association (Link verlässt diese Seite) (OASPA) hat in einer ausführlichen Erklärung Stellung bezogen, wieso aus ihrer Sicht die Verwendung von CC-BY im Kontext von Open Access anderen Lizenztypen (Link verlässt diese Seite) vorzuziehen ist.
Andererseits gibt es auch Stimmen, die davor warnen, CC-BY als Standardlizenzmodell für wissenschaftliche Publikationen zu fordern. Einige Wissenschaftler und Verleger befürchten, dass ein (unbedingtes) Festhalten an CC-BY das Entstehen erfolgreicher Open-Access-Geschäftsmodelle für Monographien verhindern könnte.
Einen guten Einstieg in die Pro- und Kontra-CC-BY-Debatte bietet der folgende Artikel:
Graf, K, Thatcher, S. (2012). Point & Counterpoint: Is CC BY the Best Open Access License?.Journal of Librarianship and Scholarly Communication 1(1):eP1043. http://dx.doi.org/10.7710/2162-3309.1043 (Link verlässt diese Seite).
Weitere Informationen
Im Research Collection Handbuch (Link verlässt diese Seite) finden Sie weitere Informationen, die Sie bei der Wahl einer Lizenz für Ihr Werk unterstützen sollen, sei es bei einer Publikation in einer Open-Access-Zeitschrift oder bei einer Publikation in einem Open Access Repository.