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Grenzwissenschaften - Parapsychologie
(Anm.d.Erf.: Der Artikel stammt von Max Bartholet, Asuncion / Paraguay, nacherzählt von Rudolf Passian aus der Zeitschrift "Wegbegleiter" vom März/April 1999, Nr. 2, IV. Jahrgang, S. 90 ff.)
Erdbeben und Schutzengelbeistand
Bericht von Max Bartholet, Asuncion / Paraguay, nacherzählt von Rudolf Passian.
Mein Freund Max Bartholet aus Asuncion tut viel für unseren WB; die dortigen Abonnenten gehen allesamt auf sein "Konto". Er war es auch, der mir Anfang Oktober vorigen Jahres die Reise nach Asuncion ermöglichte, um dort einen Vortrag zu geben.
Während unseres mehrtägigen Beisammenseins erzählte mir Freund Max von einer Begebenheit, die er während einer Autofahrt in den peruanischen Anden am 30. Mai 1970 erlebte. Damals ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 7 - 8 (nach der Richterskala), mit rund 70'000 Todesopfern! Mit vier Personen im Auto befand sich mein Berichterstatter damals auf dem Heimweg von den Anden-Mineralbädern von Churin nach Sayan Huacho (spr. Huatscho). Freund Max erzählt:
"Es war nachmittags gegen 16 Uhr, als plötzlich ein Felsblock durch die Luft flog! Ich bremste, und auf einmal schüttelte sich das Auto wie ein Esel! Wir befanden uns in 2500 m Höhe. Instinktiv fuhr ich ein paar Meter zurück, mit dem Heck zu einem Felsen. Oder war es doch nicht instinktiv? Denn ich fühlte mich regelrecht gezogen, d.h. gedrängt, dieses Manöver zu vollziehen...
Und das war unsere Rettung! Ein Felsbrocken von Hausgrösse fiel auf die Strasse! - Plötzlich wurde es finster. Als nach etwa 20 Minuten die Sonne wieder ein wenig die Staubwolke durchdrang, war alles von einer dicken grauen Staubschicht bedeckt.
Das Beben hatte aufgehört, wir verliessen den Wagen. Ein Stück vor uns: ein zertrümmertes Auto mit neun Leichen! Allein im Nachbartal, welches man "die peruanische Schweiz" nennt, gab es an die 40'000 Tote. Dort war ein Gletscherteil vom Nevado Huascaràn in den darunter liegenden Bergsee gestürzt, so dass hierdurch eine gewaltige Schlammlawine ausgelöst wurde, die das ganze Tal hinunterfegte und das Dorf Ranrahirca praktisch unter sich begrub. Es war ein schreckliches Unglück für die Betroffenen!" Die Strasse war unbefahrbar geworden. Es blieb nichts anderes übrig, als die Nacht in einer Höhle zu verbringen, oberhalb ihres Autos. Es gab dann noch einige Nachbeben.
Mein Freund war infolge eines früheren schweren Autounfalls (1967) ziemlich gehbehindert, grössere Strecken vermochte er nicht zu laufen. Etwa einen halben Kilometer bergwärts waren ein paar armselige Hütten zu sehen. Anderntags begab man sich dorthin und fand Unterschlupf bei armen alten Leuten. Man bekam etwas zu essen und "übernachtete" im Hühnerstall. Das Dorf hiess Pacchotingo (spr. Packtschotingo).
Nach fünf Tagen wurden sie von einem Suchtrupp der Firma meines Freundes gefunden. Es ging nun zu Fuss die zerstörte Strasse hinab, plus einer Übernachtung mit Leichengeruch. Schnaps half etwas dagegen. Erst viel weiter unten, in der Talsohle, konnte man für meinen gehbehinderten Freund ein Pferd organisieren, für die restlichen Kilometer bis zum Fahrzeug der Firma.
Max und seine vier Mitreisenden waren, unverletzt, mit dem Schrekken davongekommen... Nach einem Monat war die Strasse soweit geräumt, dass Freund Max zu seinem Auto kommen konnte. Er besuchte jenes betagte peruanische Ehepaar und nahm ihnen Dunlop-Schlafmatratzen mit, denn ihre Schlafstellen waren hart und dürftig. - Grosse Freude!
Die Sache hatte später ein rührendes Nachspiel: Jener alte Mann war abgestürzt und in ein Spital eingeliefert worden. Dort phantasierte er von seinem "ausländischen Sohn". Man fand in seinem armseligen Kleidungsbündel die Visitenkarte von Max B. und verständigte ihn telefonisch. Er eilte hin. Als der Alte ihn sah, strahlte er auf und starb...
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Letzte Änderung am 9. August 2000