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EMM – Enterprise Mobility Management
Definition und Geschichte
Definition von EMM
Die rasante Entwicklung des BYOD-Modells (Bring Your Own Device), gemäss dem Mitarbeiter ihre Mobilgeräte für geschäftliche Zwecke überall nutzen können, trug dazu bei, dass Unternehmen mit dem daraus resultierenden Problem der Trennung von geschäftlichen und privaten Daten konfrontiert wurden. Als Unternehmen hatte man zu Beginn der BYOD-Ära keine Kontrolle über kritische Unternehmensdaten und konnte die Sicherheit in Unternehmensnetzwerken nicht ganzheitlich gewährleisten. Um die Kontrolle über die eigenen Daten und die Sicherheit zurückzugewinnen, brauchte es einen Ansatz, die eine Enterprise Mobility (Unternehmensmobilität) ohne Gefährdung der Privatsphäre des Geräteeigentümers ermöglichte. Dieses Konzept bezeichnete man als Enterprise Mobility Management oder kurz EMM. EMM steht also im Softwarebereich für EMM-Software, -Lösungen bzw. EMM Suites, die die Verwaltung von Mobilgeräten, Desktops, Apps und Content ermöglichen und sensible Unternehmensdaten absichern.
Von MDM zu EMM
Enterprise Mobility Management (EMM) ging aus dem Mobile Device Management (MDM), wo sich alle Aufgaben um die Verwaltung von mobilen Geräten und einen sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten über mobile Geräte drehten. Mit der Zeit sind mehrere Use Cases entstanden, die eine geräteübergreifende Lösung für das Management der Enterprise Mobility benötigten. MDM wird ab diesem Zeitpunkt als eine Komponente von EMM betrachtet.
Auch der Gartner-Bericht von 2018 „Magic Quadrant for Enterprise Mobility Management Suites“ zeigt diese Entwicklung von MDM zu EMM, wo nun der Begriff Enterprise Mobility Management Suite verwendet wird, während in den früheren Berichten der Begriff Mobile Device Management Suite verwendet wurde.
Laut Forrester Research ermöglicht eine EMM Suite heute die Wahlfreiheit und Autonomie der Mitarbeiter bei der Nutzung mobiler Geräte und schützt das Unternehmen gegen Bedrohungen.
Komponenten, Funktionen und Anbieter
Komponenten einer EMM Suite bzw. EMM Software
Je nach Hersteller umfasst eine EMM Suite eine Vielzahl von integrierten Komponenten wie
- Mobile Device Management (MDM)
- Mobile Application Management (MAM)
- Mobile Content Management (MCM)
- Komponenten des Identity und Access Management (IAM).
Mit Hilfe eines Dashboards ist der Systemadministrator in der Lage, den Status aller kritischen EMM-Komponenten verfolgen zu können. Eine EMM-Lösung kann sowohl auf eigenem Unternehmensserver (On Premises) oder in einer Cloud eingerichtet und betrieben werden.
Wichtigste Funktionen einer EMM Suite
Je nach Komponentenumfang bietet eine EMM Suite für iOS, Android, Mac OS oder Windows 10 folgende Funktionen:
- Mobile Apps mit E-Mail, Kontakten, Kalender und Aufgaben für iOS- und Android-Geräte
- Zugriff auf Daten über E-Mail-, LAN- und CMS-Systeme
- Verschlüsselung, Verwaltung und Absicherung der Daten zwischen dem Mobilgerät und den Backend-Systemen eines Unternehmens
- Verteilung unternehmenseigener Apps sowie Apps von Drittanbietern
- Web-Browser für Mobilgeräte
- Zugriff auf interne Content-Repositories wie SharePoint usw.
- Trennung von privaten und geschäftlichen Arbeitsräumen
- Datenschutzkontrollen
- Beschränkung des Zugriffs auf das Unternehmensnetzwerk für nicht verwaltete bzw. nicht konforme Geräte
- Verwaltung von Kiosks, Kassensystemen und Gerätebeständen
Vorteile eines EMM-Systems für Unternehmen
Zu den Vorteilen eines EMM-Systems gehören u.a.:
- Sicheres Abspeichern von Daten in der Cloud
- Datensicherheit und Verhindern von Datenverlusten
- Höhere Produktivität und optimierte Arbeitsabläufe
- Einhaltung der Datenschutzrichtlinien für private Geräte und Compliance
- Sicherer Zugriff auf Unternehmensdaten von einem beliebigen Gerät aus
- Schnelle Einbindung von neuen Mitarbeitern und Geräte