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Überblick
Tabakkonsum in der Schweiz stark verbreitet
In der Schweiz raucht ein Viertel der Bevölkerung ab 15 Jahren Tabak und zwar mehrheitlich in Form von Zigaretten. Etwa 18% der Bevölkerung rauchen täglich und 7% gelegentlich. Der Anteil Rauchender hat zwischen 2001 und 2008 abgenommen, scheint aber seither stabil zu sein. Gleichzeitig weisen die zur Verfügung stehenden Daten darauf hin, dass die durch täglich Rauchende konsumierte Menge seit 2000 stetig abgenommen hat. Die durchschnittliche Anzahl gerauchter Zigaretten hat sich jedoch bei den täglich Rauchenden in den letzten Jahren stabilisiert (2015 täglich 13.4 Zigaretten).
Passivrauchen ist in der Schweiz weiterhin ziemlich verbreitet. Eine von drei Personen ist mindestens eine Stunde wöchentlich dem Passivrauchen ausgesetzt (33.4%), während immerhin 3% der Nicht-Rauchenden mindestens eine Stunde pro Tag dem Passivrauch ausgesetzt sind.
Die zur Verfügung stehenden Daten zum Ausmass des Tabakkonsums in den Nachbarländern der Schweiz (Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich) weisen auf ähnlich hohe Anteile Rauchender oder sogar leicht höhere Anteile hin, insbesondere in Frankreich.
Junge Personen und Männer stärker betroffen
Bei näherer Betrachtung der Verteilung des Tabakkonsums fallen markante Unterschiede auf. Der Anteil Rauchender ist bei den 20- bis 24-Jährigen am höchsten (37.3%). In Bezug auf das Einstiegsalter zeigt die HBSC-Befragung 2014 bei 11- bis 15-Jährigen, dass der Anteil der (wöchentlich) Rauchenden bei den 11-Jährigen noch ziemlich gering ist (Jungen 0.6%, Mädchen 0.1%), aber bei 15-jährigen Jungen bereits 11.9% erreicht sowie 9.0% bei den gleichaltrigen Mädchen. Unter Erwachsenen sind die geschlechterspezifischen Unterschiede noch stärker ausgeprägt: Während fast drei von zehn Männern rauchen (29.0%), sind es bei den Frauen etwas mehr als zwei von zehn (21.2%).
Beträchtliche gesundheitliche und finanzielle Folgen
Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten der Anteil Rauchender und die Anzahl gerauchter beziehungsweise verkaufter Zigaretten tendenziell abgenommen hat, zeigt sich in Bezug auf die Problemlast noch kein Hinweis auf eine merkliche Abnahme.
Tabakkonsum ist immer noch die wichtigste vermeidbare Todesursache in der Schweiz. Im Jahr 2012 konnte gemäss Berechnungen des Bundesamtes für Statistik fast einer von sieben Todesfälle dem Tabakkonsum zugeschrieben werden (rund 9'500 Todesfälle). Nach den gleichen Schätzungen stieg die jährliche Anzahl der dem Tabak zuzuschreibenden Todesfälle im Zeitraum von 1995-2012 an. Die drei Haupttodesursachen waren Lungenkrebs (26.9% aller dem Tabak zugeschriebenen Todesfälle im 2012), chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (15.3%) und koronare Erkrankungen (15.2%).
Basierend auf Schätzungen für das Jahr 2000 beliefen sich die durch den Tabakkonsum verursachten sozialen Kosten auf 1.5 Milliarden Franken für die direkten Kosten und 4.0 Milliarden Franken für die indirekten Kosten. Eine Schätzung der direkten und indirekten Kosten in Verbindung mit Passivrauchen wurde für das Jahr 2006 vorgelegt: Diese Kosten erreichten 252 Millionen Franken.
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