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Mit dem Gebäude für das kantonale Gymnasium in Nyon 1988 wurde Vincent Mangeat über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt. Geprägt von Praktika in Paris, Unterricht bei Jean Prouvé und Assistenzzeit bei Hans Brechbühler und Pierre Foretay an der EPF Lausanne vermittelt das Werk Mangeats zwischen zwei architektonischen Epochen, jener der Tessiner «Tendenza» der 70er Jahre und derjenigen der 90er Jahre mit ihren Exponenten in der Deutschschweiz. Immer aber bleibt sein Werk eigenständig und gleichsam in der Westschweiz verwurzelt. Von seinem ersten Wohnhaus in Evolène (1969) bis zu laufenden Projekten, u. a. zu einem «Maison de l’écriture» (Haus der Schriftsteller) am Fusse des Jura liegt heute ein reiches architektonisches Werk vor, das sich im Leben und Wirken des Architekten die Waage hält mit seiner permanenten und wertvollen Lehrtätigkeit.
Lehre und Theorie beeinflussen Studenten in ihrer zukünftigen architektonischen Ausrichtung und ebenso herrscht gewöhnlich eine Wechselbeziehung im Schaffen des Lehrers selbst: Theoretische Auseinandersetzung und Arbeit mit den Studenten beeinflussen seine Entwürfe und Bauten und umgekehrt befruchtet seine praktische Tätigkeit die Lehre.
Im vorliegenden, ca. 240-seitigen Buchband werden diese zwei spannenden Wirkungsfelder von Vincent Mangeat mit Textbeiträgen, Plänen, Skizzen, Fotos und Diagrammen dargestellt und beleuchtet.
Textbeiträge: Léo Biétry, Vincent Mangeat