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Swissmint würdigt Blasmusik
Heute lanciert die Eidgenössische Münzstätte Swissmint zwei neue
Sondermünzen. Die Silbermünze mit dem Titel «Blasmusik» würdigt das kulturelle Schaffen der Schweizer Blasmusikszene. Die Goldmünze «Gottardo 2016» ist der Einweihung des neuen Gotthard-Basistunnels gewidmet.
Landauf, landab gebe es kaum ein grösseres Fest, an dem nicht eine Blasmusikformation für gute Stimmung sorge, schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement. Mit ihren Auftritten bereicherten die Vereine das Dorf und Stadtleben und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Bevölkerung. Die Schweiz geniesse zu Recht den Ruf, ein Land der Blasmusiken zu sein.
Fast in jedem Dorf und jeder Stadt gibt es mindestens eine Blasmusikformation. Im Unterschied zu anderen Ländern, deren zivile Blasmusikvereine die Besetzung der Militärmusik imitieren, trifft man in der Schweiz vor allem auf Harmoniemusiken (mit Holz- und Blechblasinstrumenten), ferner auf reine Blechbesetzungen, Metallharmonien (mit Blech- und Saxophoninstrumenten) sowie auf Brass Bands nach englischem Vorbild.
Bereits im späten 18. und im frühen 19. Jahrhundert wurden in Nachahmung der militärischen Korps die ersten zivilen Blasmusikvereine gegründet. 1862 führten einige davon in Zofingen ein Musikfest durch, das zur Gründung des «Eidgenössischen Blechmusikvereins» führte. Heute gehören dem Schweizer Blasmusikverband SBV 2‘000 Vereine unterschiedlicher Grösse an.
Mit der Lancierung der neuen 20-Franken-Silbermünze «Blasmusik», die von Remo Mascherini aus Belp entworfen wurde, erfahren die Blasmusikvereine und der Schweizer Blasmusikverband eine besondere Wertschätzung.