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Die Spionageaffäre Snowden wird wieder zur Chefsache im amerikanisch-russischen Verhältnis. US-Präsident Barack Obama wollte mit seinem russischen Kollegen wegen des Falls telefonieren, wie das Präsidialamt in Washington mitteilte.
Stunden zuvor hatte der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden in Russland politisches Asyl beantragt. Nach Angaben eines russischen Politikers ist der 30-Jährige, der umfangreiche Spionageaktivitäten amerikanischer und britischer Geheimdienste enthüllt hatte, bereit, die Forderungen Putins zu erfüllen, den USA nicht länger zu schaden.
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Obamas Sprecher Jay Carney sagte, die US-Regierung sei mit vielen Staaten im Gespräch, um Snowdens Auslieferung zu erreichen. Der IT-Spezialist, dem in der Heimat ein Prozess wegen Spionage droht, hat in vielen Ländern um Asyl gebeten.
Seit seiner Flucht aus Hongkong vor drei Wochen wird der Amerikaner im Transitbereich des Moskauer Flughafen Scheremetjewo vermutet. Die sozialistischen Präsidenten von Bolivien, Nicaragua und Venezuela hatten Snowden ebenfalls Asyl angeboten.
(tke/sda)