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Als ich mit dem Satz konfrontiert wurde «bald bist du deine Arbeit los, die Künstliche Intelligenz übernimmt», startete ich meine Recherchen über die drohende Konkurrenz. Soll die KI tatsächlich die menschliche Intelligenz ersetzen? Die Künstliche Intelligenz begleitet uns schon seit längerer Zeit durch den Alltag. Chatbots im Bereich der Kundenbetreuung, die Spracherkennung SIRI, Roboter in der Medizintechnik oder die autonome Fahrzeugsteuerung.
Die Frage «Was ist künstliche Intelligenz?» beantwortete OpenAI API (inklusive Tippfehler) folgendermassen:
Künstliche Intelligenz (KI) bezieht sich auf die Entwicklung von Algorithmen und Systemen, die menschenähnliches Denken und Verhalten imitieren oder simulieren können.
Es ist wichtig zu beachten, dass KI-Systemen nicht wirkliche «intelligent» sind, wie ein menschliches Gehirn es ist. Sie sind lediglich in der Lage bestimmte Aufgaben zu erledigen, für die sie programmiert wurden und können sich nicht selbstständig weiterentwickeln oder spontan neue Fähigkeiten erlernen.
Hat ein Computer wirklich dasselbe intellektuelle Wissen wie ein Mensch?
Die NZZ nannte Chat GPT eine «Trojanische Bombe», welche kulturelle und wissenschaftliche Verheerungen auslösen würde.
Die Künstliche Intelligenz ist eine Nachbildung der menschlichen Intelligenz. Das daraus entstandene Chat GPT ist ein Sprachmodell, welches Texte aufgrund der Eingaben von Menschen erstellt. Aktuell scheint mir Chat GPT eine reine Google Zusammenfassung zu sein und im Bereich der Recherchen ein zeitsparendes Tool.
Ist Chat GPT ein Hipe, eine Chance oder eine Bedrohung?
Möglicherweise ist es eine Mischung zwischen allen drei Substantiven. Aktuell wäge ich den Nutzen und den Schaden ab. Ich bin gespannt, ob ein Computer jemals in der Lage sein wird menschliche Leistungen wie spontane Anteilnahmen, Kreativität oder ein Mehrwert aus persönlichen Beziehungen nachzuempfinden.
An der Simulierung von persönlicher Kreativität und Gefühlen durch einen Computer zweifle ich ernsthaft. Einen Entwurf von Konzepten und Ideen vernünftig in eine Beziehung zu setzen, wird noch länger in menschlicher Hand bleiben. Als Werbetexter erreichen wir das Zielpublikum durch das Wecken von Emotionen. Diese Emotionen künstlich zu erzeugen erscheint mir momentan surreal.
Als Chance sehe ich Chat GPT im Bereich der Recherchen zu einem Thema. Das mühsame Zusammensuchen der Inputs fällt weg und eine Zusammenfassung wird mit einer Stichwortsuche pfannenfertig präsentiert. Diese Ergebnisse sind allerdings mit einer gesunden Vorsicht zu geniessen. Komplexe Themen bedürfen einer intensiven Recherche und ein Nachlesen im fachlichen Bereich. Hier ist eine rechtliche Absicherung des Inhaltes unabdingbar und nicht durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen.
Im Bildungsbereich der Volksschulen sehe ich Chat GPT ganz klar als Bedrohung. Texte werden nicht mehr selber geschrieben und die Grammatik bleibt auf der Strecke. Beim Korrekturlesen einiger Abschlussarbeiten habe ich festgestellt, dass sich die Deutsche Sprache in den Schulen klar verschlechtert. Einen grossen Einfluss auf diese negative Entwicklung ist sicher auf das Handy zurückzuführen. Nachrichten werden wie gedacht und in mundart verfasst. Manche Abkürzungen wie «LOL» oder «HAGD» brachten mich schon ins tiefe Grübeln. Die Vorstellung, dass zukünftig Aufsätze durch Chat GPT geschrieben werden, lösen bei mir grosses Bedenken aus.
Mach den Feind zum Freund
Mit diesem Vorsatz werde ich zukünftig Chat GPT als nützliches Arbeitsinstrument einsetzen. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz wird in grossen Schritten dahinziehen, wohin es führen wird wissen wir aktuell nicht.
Innerhalb von zwei Monaten haben sich weltweit über 100 Millionen Nutzende angemeldet, dies schaffte weder tik tok noch Instagram in dieser Zeit.
Wir erinnern uns an das Jahr 1991, als das World Wide Web der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Anfänglich kritisch betrachtet und heute nicht mehr wegzudenken – mit allen Vor- und Nachteilen.
Fazit
Ich fühle mich als Werbetexterin nicht angezählt und an meinem Stuhlbein sägt momentan nur eine kleine Laubsäge. Wer weiterhin individuelle und kreative Texte wünscht, sollte sich auch zukünftig auf die menschliche Intelligenz verlassen.