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Zeitgleich mit den Veranstaltungen zum Internationalen Tag des Personalausweises startet das Projekt „Digital Identities Design and Uses“ eine Evaluierung von digitalen Ausweissystemen, die in ganz Afrika eingesetzt werden.
Das Projekt „Digital Identities Design and Uses“ wird vom Centre for Internet and Society betrieben und vom Omidyar Network India unterstützt. Im Jahr 2019 entwickelte das Centre for Internet and Society einen Evaluierungsrahmen für digitale Identitäten, um digitale ID-Systeme weltweit anhand von drei Testarten zu untersuchen: rechtsstaatlich, rechtebasiert und risikobasiert.
Das Projekt wendet sich nun mit seinen Bewertungen Afrika zu. Es ist eine Partnerschaft mit Research ICT Africa eingegangen, einer Denkfabrik, die sich der Entwicklung einer nachhaltigen Informationsgesellschaft und digitalen Wirtschaft widmet. Gemeinsam arbeiten sie mit lokalen Partnern in zehn afrikanischen Unternehmen zusammen, um ihren Bewertungsrahmen auf die digitalen ID-Systeme anzuwenden.
„In jüngster Zeit wurden in vielen Ländern des afrikanischen Kontinents nationale Programme für digitale Identitätsnachweise rasch eingeführt, oft ohne ausreichende Regulierungsaufsicht oder Rechenschaftspflicht und in Ermangelung eines klaren Regelungsrahmens“, heißt es in der Ankündigung. Die Gruppe weist auf die Diskriminierung, den Ausschluss und die Überwachungsmöglichkeiten der eingeführten Systeme hin.
Die Ergebnisse auf Länderebene werden in ein öffentliches Repository“ afrikanischer digitaler ID-Systeme einfließen, und zwar in Form einer Website mit dem Titel State of Africa ID“, die Anmerkungen zu gesetzlichen, administrativen und gestalterischen Elementen digitaler ID-Systeme in den erfassten Ländern enthalten wird: Ghana, Kenia, Lesotho, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Südafrika, Tansania, Uganda und Simbabwe.