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Finanzinstitute haben Milliarden von Dollar für ihre Tricksereien mit verbrieften Hypothekarkrediten bezahlt. Aber nicht ein einziger Manager einer Grossbank ist verurteilt worden. Der abtretende Justizminister will das nun ändern.
Eric Holder (Bild) hat zwar die grossen Wall-Street-Banken gezwungen, zig Milliarden von Dollar für Bussen und Vergleiche zu bezahlen, weil sie in betrügerische Händel mit Subprime-Papieren involviert waren. Der Justizminister musste aber auch viel Kritik einstecken, weil unter seiner Amtsführung nicht ein einziger Bankenmanager vor Gericht gezerrt worden war.
Jetzt, kurz vor seinem Rücktritt, will Holder das ändern. Wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» am Mittwoch berichtete, hat Holder die Staatsanwälte aufgefordert, innerhalb der kommenden 90 Tage Grundlagen für den Entscheid zu schaffen, ob sie Anklagen gegen Individuen formulieren können.
Die Berichte würden dann an seine Nachfolgerin Loretta Lynch übergeben, die über das weitere Vorgehen entscheiden würde, sagte Holder.
Inzwischen wird auch die erste Anklage gegen einen Bankenmanager vorbereitet, wie es weiter hiess.
Ein früherer CEO soll vor Gericht
Und zwar gegen Angelo Mozilo, der frühere Präsident und CEO von Countrywide, einer Hypothekenbank, die 2008 von der Bank of America übernommen worden war.
Annähernd 17 Milliarden Dollar hat diese für die Beilegung von Klagen gegen sie und Countrywide im vergangenen August bezahlt. Mozilo selber bezahlte rund 67,5 Millionen Dollar an die SEC zur Beilegung von Investorenklagen.