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Abhängigkeit
Eine Abhängigkeit von Kokain entwickelt sich bei regelmässigem Konsum sehr schnell. Dabei steht die psychische Abhängigkeit meist im Vordergrund.
Warnzeichen die auf eine mögliche Kokainabhängigkeit hinweisen können
Nach der Weltgesundheitsorganisation wird eine Kokainabhängigkeit diagnostiziert, wenn während der letzten 12 Monate mindestens drei der nachfolgend aufgeführten Kriterien gleichzeitig vorhanden waren:
- Es besteht ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, Kokain zu konsumieren.
- Es besteht eine verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums.
- Es kann eine Toleranz nachgewiesen werden, d.h. es sind zunehmend höhere Dosen erforderlich, um die gleiche Wirkungen hervorzurufen, die zuvor durch niedrigere Dosen erreicht wurde.
- Andere Vergnügungen oder Interessen werden zugunsten des Substanzkonsums zunehmend vernachlässigt. Ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
- Der Kokainkonsum wird trotz nachweisbarer eindeutiger schädlicher körperlicher, sozialer oder psychischer Folgen fortgesetzt.
Das "binge"-Muster ist ein typisches Konsummuster
Die Abhängigkeit von Kokain äussert sich zumeist nicht durch einen regelmässigen, täglichen Konsum der Substanz, sondern durch das sogenannte „binge“-Muster. Dieses Muster ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einige Tage intensiven Konsums grosser Mengen eine Phase erschöpfter Abstinenz folgt. In dieser Phase glauben Betroffene ihren Konsum im Griff zu haben und jederzeit aufhören zu können. Auf die konsumfreien Tage folgt wieder ein „Kokain-binging“, also der intensive Mehrfachkonsum von Kokain. Dieses Konsummuster kann nach kurzer Zeit zu Entkräftung des Körpers, grippeähnliche Gliederschmerzen, Gewichtsverlust und chronischem Schnupfen führen.