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Jenůfa ist in eine missliche Lage geraten. Sie ist schwanger, aber ihr Geliebter bekennt sich nicht zum Kind und will sie nun auch nicht mehr heiraten. Ihre Stiefmutter ist so sehr um den Ruf ihrer Ziehtochter besorgt, dass sie das heimlich geborene Kind umbringt. Dennoch gibt es eine Art Happy End, die psychologischen Extremzustände lösen sich in Liebe und Vergebung auf.
Leoš Janáček schrieb mehrere Jahre an Libretto und Musik seiner dritten Oper, die Tatjana Gürbaca bereits im Mai 2022 als Koproduktion am Grand Théâtre de Genève inszenierte. Ihr Ansatz betont die Entwicklung der Hauptfigur vom Mädchen zur Frau und favorisiert eine wertfreie Darstellung menschlicher Regungen. (SB)