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Wahrscheinlich ist der Begriff Cellulite jeder Frau ab 30 geläufig. Wer nicht zu den glücklichen 20 % der Frauen zählt, die von diesem nicht gerade ästhetischen Hautbild betroffen sind, hat dieses Phänomen sicher bei einer ihrer Geschlechtsgenossinnen, bei Freundinnen, Bekannten oder Verwandten beobachten können. Cellulite äussert sich in Form von kleineren oder grösseren Dellen und Erhebungen auf der Haut, zumeist am Oberschenkel, an den Hüften, am Po und Bauch. Es ist ein typisches Merkmal der Frauenhaut ab einem gewissen Alter. Im Volksmund wird dieses Haut bild der sinnigerweise auch „Orangenhaut“ genannt, weil es entfernt an die Unebenheiten auf der Schale dieser Frucht erinnert. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Krankheit, sondern vielmehr um eine geschlechtsspezifische und harmlose, gleichwohl eher unschöne Hautauffälligkeit.
Welches sind Ursachen von Cellulite?
Genetisch und auch hormonell bedingt ist die weibliche Haut etwas anders aufgebaut als die männliche. Zum einen ist das Bindegewebegeflecht in der Lederhaut bei Frauen unilateral angeordnet, und daher elastisch und dehnbar, dafür aber viel weniger fest als bei Männern. Evolutionsbedingt hat sich dies so entwickelt, um bei einer Schwangerschaft die extreme Überdehnung der Haut ohne Risse zu überstehen. Zum anderen enthält die weibliche Unterhaut bedeutend mehr Anteile an Unterhautfettgewebe als beim Mann, und es ist auch oberflächlicher angesetzt. Wenn dieses Fettgewebe sich nun prall auffüllt, so wird langsam ein stetiger Druck im Gewebe aufgebaut, der die Durchblutung hemmt und den Lymphabfluss behindert. Beide Auswirkungen bewirken eine gegenseitige Verstärkung dieses Effekts: Gewebsflüssigkeit staut sich an. Steigt der Druck, und ist gleichzeitig das Bindegewebe vergleichsweise schwach, so können Teile des Fettgewebes durch die Lücken im Kollagengeflecht der Lederhaut hindurch nach aussen gedrückt werden. Je nachdem, welches die individuellen Gegebenheiten sind, schreitet dieser Prozess langsamer oder schneller voran.
Kann Cellulite verhindert werden?
Wenn man sich die Ursachen, die zu Cellulite führen, bewusst macht, so liegen die Gegenmassnahmen, die ergriffen werden um diesen Vorgang einzudämmen, eigentlich schon auf der Hand. Zuallererst muss getrachtet werden, das Bindegewebe der Lederhaut zu stärken. Das kann mit Sport, regelmäßiger Bewegung und Gymnastik erreicht werden. Des Weiteren ist danach zu trachten, durch angepasste, massvolle Ernährungsweise die Befüllung des Unterhautfettgewebes in Grenzen zu halten. Schon diese beiden Massnahmen können das Entstehen von Cellulite weit hinauszögern, bzw. das Voranschreiten dieses Hautbildes merklich abbremsen. Schliesslich, Als weitere Unterstützung wäre es schliesslich förderlich, die Durchblutung zu stimulieren sowie den Lymphabfluss anzukurbeln. Dies kann durch endermologische Massage geschehen. All diese Massnahmen sind bereits im Vorfeld, vor Auftreten, hilfreich, um Cellulite gar nicht erst richtig entstehen zu lassen, bzw. um bereits im Frühstadium ein Fortschreiten zu bekämpfen. Bei einer bereits ausgeprägten Cellulite sind diese unterstützenden Schritte jedoch nur noch bedingt zielführend.
Wie kann Cellulite bekämpft werden?
Es gibt Fachleute, die behaupten, gegen Cellulite sei kein Kraut gewachsen. Das wird nicht ganz stimmen, denn die bereits genannten Gegenmassnahmen haben sehr wohl unterstützende Wirkung, wenn sie auch in fortgeschrittenem Stadium nicht wirklich helfen können, das Cellulite-Hautbild zu verbessern. Eine effektivere Bekämpfungsweise ist dagegen eine Liposuction im Unterhautfettgewebe. Zwar ist es ein operativer Eingriff, der gewisse Risiken birgt, der aber gute Erfolge zeigen kann, wenn er fachgerecht durchgeführt wird. Natürlich muss dabei getrachtet werden, das Fett tief genug abzusaugen, damit nicht tiefer liegendes Fettgewebe im Anschluss umso leichter hochrutschen kann. Auch gilt es, parallel zu einer Fettabsaugung einer bestehenden Bindegewebsschwäche entgegenzuwirken, denn es reich oft nicht aus, allein das Fettgewebe zu reduzieren. Auch ist es dringend anzuraten, zur Förderung der Hautdurchblutung sowie zur Verbesserung des Abflusses von Lymphflüssigkeit eine regelmässig stattfindende Endermologie-Therapie anzuwenden. Diese hat nebenbei auch ein weiteres Abschwellen der Fettzellen zur Folge.
Was bewirkt eine Liposuction bei Cellulite?
Eine behutsame Absaugung des Unterhautfettgewebes findet flächig in den Problemzonen statt. Durch die Fettabsaugung wird einerseits Fettvolumen reduziert, andererseits wird gleichzeitig auch der Druck im Gewebe, der für das Durchdrücken der Fettzellen verantwortlich war, herabgesetzt. Insgesamt wird durch Liposuction auch eine bessere Durchblutung erreicht. Dort, wo es Dellen gibt, werden vertikale Bindegewebsstränge mit der Skalpell-Kanüle durchtrennt, damit sich die Haut anheben kann. Zur Nivellierung dieser Vertiefungen kann gegebenenfalls Eigenfett unterspritzt werden. Bei der Fettabsaugung wird ausserdem danach getrachtet, dem Bindegewebe gezielt kleine Verletzungen zuzufügen. Dies bewirkt die Anregung des Kollagenwachstums. Das Bindegewebsgeflecht regeneriert sich, wird fester und wächst im Idealfall mit dem Fettgewebe zusammen. So können sich keine isolierten Fettgewebsinseln und Fettpolster bilden, und die Haut wird zusätzlich gestrafft. Das Resultat ist meistens gut bis sehr gut: Fettzellen drücken nicht mehr durch die Dermis nach aussen, und grobe Unebenheiten auf der Haut verschwinden in der Regel weitgehend. Die Hautoberfläche glättet sich. Das Ergebnis hält meist über Jahre an.