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Die Hörlösung für Gehörlose oder schwer hörgeschädigte Personen
Implantate werden operativ in das Ohr eingesetzt und eignen sich für gehörlose oder schwer hörgeschädigte Personen, die keine normalen Hörgeräte verwenden können. Bei Beschwerden am Aussenohr und im Gehörgang kann das Tragen von Ohrpassstücken zu Komplikationen führen oder ganz ausgeschlossen sein. Daher kann Patienten, die keine Hörgeräte und die damit verbundene Hörkraftverstärkung nutzen können, oft durch das Einsetzen eines Implantats geholfen werden, wodurch eine Verbesserung der Hörfähigkeit erzielt wird. Da jedes Implantat seinen eignenen Indikationsbereich hat, den das Gehör erfüllen muss, damit es überhaupt in Frage kommt, benötigt es im Vorfeld eine genaue Abklärungen durch einen Hörgeräte-Akustiker, einen Ohrenarzt sowie allenfalls durch eine Klinik. Auch die Kostenträger werden im Vorfeld ermittelt, sei es die Krankenkasse, eine Sozialversicherung oder andere.
Ein knochenverankertes Hörsystem kann zur Behandlung bestimmter Formen von schwerwiegendem konduktivem Hörverlust eingesetzt werden. Diese Technologie besteht aus einem externen Soundprozessor und einem winzigen Titanimplantat, das hinter dem Ohr eingesetzt wird. Dieses Implantat verwächst nach ca. drei Monaten fest mit dem Knochen. Wenn das Implantat einverheilt ist, ist der Soundprozessor mit dem Knochen verbunden und das Implantat kann Schwingungen empfangen und via den Knochen weiter an das Innenohr leiten. Über den Weg der Knochenleitung gelangen die Geräusche in das Innenohr, wobei der Gehörgang bzw. das Mittelohr umgangen wird.
Ein Cochlea Implantat (CI) wird eingesetzt bei tauben oder resthörigen PatientenInnen (auch Kindern), die mit herkömmlichen Hörgeräten nicht oder nicht ausreichend versorgt werden können. Wesentliche Voraussetzung ist, dass der Hörnerv nicht von der Hörschädigung betroffen ist. Im Gegensatz zu konventionellen Hörgeräten braucht es für ein solches Implantat einen operativen Eingriff, bei dem eine Elektrode in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt wird. Die Elektroden stimulieren den Hörnerv direkt und erzeugen bei den TrägerInnen Hörempfindungen unterschiedlicher Art. Das CI ist kein Ersatz des Ohres und auch kein künstliches Gehör.
Ein Mittelohr-Implantat (MEI) ist ein kleines Hilfsgerät, welches ins Mittelohr eingesetzt und mit dem ovalen Fenster oder der Hörknöchelchen verbunden wird. Der Hauptunterschied zwischen Mittelohrimplantaten und Hörgeräten ist die Tatsache, dass kein Speaker benötigt wird. Das Implantat überträgt Geräusche an das Innenohr, mit Hilfe eines Mikrofons, das hinter dem Ohr befestigt ist. Das Mikrofon wandelt Geräusche in mechanische Vibrationen um und sendet diese an den Teil des Gerätes, der sich im Mittelohr befindet. Das Gerät liegt auf der Haut hinter dem Ohr und wird von einem einoperierten Magnet gehalten der sich unter der Haut befindet.