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Die CranioSacral Therapie entstand aus der
Osteopathie, die zu Beginn des 20. Jahrhundert’s vom amerikanischen
Arzt Dr. Andrew Still entwickelt wurde. Ein Grundsatz der Osteopathie,
der in die CranioSacrale Therapie übernommen wurde, besagt, dass die Struktur
die Funktionen eines Körpers bestimmt. Je harmonischer die verschiedenen
Strukturen sind, desto besser können die Energien, die Lebenskraft fliessen
und desto harmonischer funktioniert unser Körper.
Der Osteopath Dr. William Garner Sutherland (1873-1954) vertiefte die Erkenntnisse und formulierte die Grundthesen der Cranialen Osteopathie. Seine Arbeit beruht auf der Erkenntnis, dass die einzelnen Schädelknochen ständig in feiner Bewegung sind. Dies bedeutet, dass - entgegen der damaligen medizinischen Auffassung - die Schädelnähte auch beim erwachsenen Menschen nicht starr zusammengewachsen sind und folglich zwischen den Nähten Bewegung möglich ist.
Nach weiteren Forschungen konnte gezeigt werden, dass die feinen, rhythmischen Bewegungen der einzelnen Schädelknochen durch die Zirkulation der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) hervorgerufen werden, und dass bei Unterdrückung dieser Bewegungen funktionale Störungen wie Migräne und Depressionen auftreten.
Aus diesem Wissen heraus wurden Techniken entwickelt, wie man Schädelknochen, Membranen, Wirbelsäule und Kreuzbein behandeln kann, damit die Zirkulation des Liquors wieder optimal verläuft.
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts befasste sich ein anderer amerikanischer Forscher und Osteopath intensiv mit dem CranioSacralen Rhythmus: Dr. John E. Upledger. Eine Berufung an die Michigan State University verschaffte ihm einen zusätzlichen Anreiz. Er gab als Erster seine Erkenntnisse und Lehren an Nicht-Osteopathen weiter.
Ausgehend von ihrem Ursprungsland USA, wird die CranioSacral Therapie auch in Europa gelehrt und praktiziert. Durch die Verbindung dieser Wissenschaft mit Meditation werden Bewusstsein, Wachstum und Transformation mit einbezogen. Das Wiedererleben tiefer Harmonie und Geborgenheit wird möglich, wo Körper, Geist und Seele nicht getrennt sind.