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Luzerner Sinfonieorchester
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
«Christus am Ölberge», Oratorium op. 85
Es muss ein umwerfendes Erlebnis gewesen sein, dieses Wiener Mammutkonzert in der Karwoche am 5. April 1803. Nicht nur «Christus am Ölberge» erklang zum ersten Mal, auch die zweite Sinfonie sowie das dritte Klavierkonzert mit Beethoven höchst persönlich am Flügel kamen in dieser «Akademie» zur Uraufführung. Und als wäre das noch nicht genug, erklang zudem noch Beethovens erste Sinfonie. Durchaus verständlich, dass der bei den letzten Proben anwesende Fürst Lichnowsky die erschöpften Musiker immer wieder mit Butterbroten, kaltem Fleisch und Wein versorgen musste. Die Reaktionen auf die neue Sinfonie fielen zwar eher zwiespältig aus: «Sehr schön, doch das Ganze zu zerdehnt», schrieb ein Rezensent und meinte zudem, die erste Sinfonie habe «mehr Wert» als die zweite, wobei es allerdings «an brillanten Schönheiten» nicht fehle. «Christus am Ölberge» wurde als «im Ganzen gut» befunden und stiess auf positive Publikumsresonanz, wobei es sich der Rezensent nicht verkneifen konnte, die hohen Eintrittspreise für diese «Akademie» zu monieren. Man sieht: Beethoven war sich seines Werts durchaus bewusst.