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Interview mit Hermann Suter im 'Sarganserländer'
Hermann Suter, Historiker und Präsident der Gruppe Giardino, über Entwicklungen in der Schweizer Armee, ihre Schwächung seit derVolksabstimmung von 2003, und über die Unfähigkeit einer 100000er- Armee, das Land zu schützen.
Hermann Suter, Sie sind auf Aufklärungstour zum Thema Schweizer Armee, was hat Sie dazu bewogen?
Suter: Zwar hat die bürgerliche Mehrheit der Bundesversammlung im September 2011 eine Armee mit 100 000 Armeeangehörigen und ein Budget von 5 Milliarden statt 4,4 Mia. in Planung gegeben. Das Volk stimmte jedoch am 18. Mai 2003 mit 76 Prozent Ja über eine Armee von 220 000 Mann ab. Mit 100 000 kann die Armee ihren Bundesverfassungsauftrag gemäss Artikel 58 nicht mehr erfüllen. Diese «neue Armee» verkommt zu einer Rumpf-Überwachungsarmee, die die Sicherheit für Land und Leute nicht gewährleistet. Ich habe den Eindruck, dass Schweizer Volk und Teile des Parlaments noch nicht erfasst haben, was da abläuft, wie das Abstimmungsresultat zurechtgebogen und unsere Sicherheit grobfahrlässig behandelt wird. Deshalb will ich informieren und aufklären.
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