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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Hans-Peter Höhener:
Die handgezeichneten Karten Hans Conrad Eschers von der Linth in der Zentralbibliothek Zürich
Cartographica Helvetica 29 (2004) 5–15
Zusammenfassung:
Mit dem grössten Flussbauwerk im 19. Jahrhundert, der Linth-Korrektion, schuf sich Hans Conrad Escher von der Linth (1767–1823) ein Lebenswerk. Seine grosse Leidenschaft waren aber die Berge. Auf unzähligen Reisen durch die Schweiz zeichnete er über 900 Panoramen und Ansichten. Etwas weniger bekannt sind die ca. 60 handgezeichneten Karten, die heute in der Kartensammlung der Zentralbibliothek Zürich aufbewahrt werden.
In der Literatur haben bis jetzt nur vereinzelte Karten Eschers Erwähnung gefunden. Die meisten seiner Karten tragen weder Datum noch Unterschrift. Fast immer fehlen auch Angaben zum Massstab und zu den Vorlagen bei kopierten Karten. Sie beruhen meist auf der Grundlage der damals besten gedruckten Karten, so zum Beispiel den Blättern des Atlas Suisse. Nur einige wenige Karten sind eigenhändige Routenaufnahmen Eschers.
Die Vorlagen wurden nicht genau abgezeichnet; dies war schon deshalb nicht möglich, weil Escher das Gelände meist mit dem Pinsel malte und so die Schraffen des Kupferstiches nicht kopieren konnte. Die plastisch gestalteten Karten weisen ähnlich dem Atlas Suisse unterschiedlich schattierte Reliefformen auf. Bei den Ortschaften interessierten ihn in erster Linie deren Lage und Namen, während er sich bei den Details auf das Nötigste beschränkte. Es ist nicht erwiesen, warum Escher selbst Karten zeichnete. Möglich ist, dass er die Karten selber nicht besass, dass er für seine Wanderungen handlichere Ausschnitte bevorzugte oder dass er sich die topographischen Grundlagen der Gebiete, die er durchwandern und erforschen wollte, auf diese Weise memorierte. Einzelne Karten zeichnete Escher für militärische oder politische Zwecke, z.B. Karten der schweizerischen Grenzgebiete.
In diesem Beitrag werden sämtliche bekannten Karten Eschers aufgelistet und am Beispiel einiger Karten die verwendeten Grundlagen analysiert.
Bibliographische Anmerkung