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Die Organisation
Ab 1846 siedelten sich in der Region Valdivia vor allem deutsche Auswanderer an. Diese Tatsache verhalf der Stadt zum Wirtschaftsaufschwung. Es entstanden die erste Brauerei Chiles, das erste Stahlwerk, Waggonbauindustrien, Holzverarbeitungsbetriebe, Gerbereien und die erste Honigproduktion. Heute hat die Región de los Ríos - deren Hauptstadt Valdivia ist - die Vorreiterrolle als Industriezentrum längst verloren, so dass nun mehrheitlich Kleinbetriebe das Bild der Stadt prägen. Während der Diktatur in Chile (1973-1989) wurden Genossenschaften von KleinproduzentInnen als subversiv bezichtigt und verfolgt. Dank der Initiative des Bistums Valdivia kam es Ende der 1970er Jahre zur Gründung der Stiftung Fundesval, die u.a. demokratische Strukturen aufrecht erhalten und mit der Förderung der Bienenzucht der einheimischen Bevölkerung (mehrheitlich Kleinbauern aus dem indigenen Volk der Mapuche) zu Verdienstmöglichkeiten verhelfen wollte. Inzwischen leben die Menschen rund um Valdivia fast ausschliesslich von der Imkerei oder von der Landwirtschaft. Mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, hat Fundesval ihren Mitgliedern Mitte der 1990er Jahre vorgeschlagen, den Betrieb aufzukaufen und selbst zu leiten. Gleichzeitig wurden die ersten Kontakte zu europäischen Fair-Handelsorganisationen geknüpft. 1998 kam es dank eigenen Investitionen der Mitglieder und der Unterstützung durch verschiedene Fair-Handelsorganisationen zur Gründung der Genossenschaft Apicoop. Zur Schaffung weiterer Verdienstquellen bemüht sich Apicoop um die Entwicklung neuer Produkte. Apicoop vermarktet inzwischen Honig von drei weiteren Imkergruppen in Chile und gilt heute als der viertgrösste Honigexporteur des Landes. Durch den Verkauf von rund 1000 Tonnen Honig pro Jahr – mehrheitlich an den Fairen Handel – ermöglicht Apicoop den Mitgliedern und seinen Familien würdige Zukunftsperspektiven und die Möglichkeit in den Anbau weiterer
Produkte zu investieren.
Das Produkt
claro bezieht von Apicoop den cremigen und aromatischen Wildblütenhonig Los Lagos sowie den Ulmoblüten-Honig, der seinen ganz besonderen Geschmack den Blüten zweier südchilenischer Bäume, Ulmo und Tiaca, verdankt. Beide Produkte sind in zertifizierter Fairtrade Qualität erhältlich.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Verbesserung der Unterkünfte der Mitglieder und der Schulbildung der Kinder
- Verringerung der Analphabetenrate in der Región de los Ríos
- Sicherer Absatzmarkt und kostendeckender Preis, dadurch werden Investitionen zwecks Qualitätsverbesserung und Diversifikation ermöglicht