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«Derzeit treffen wir eine Vorauswahl der fast 1500 eingegangenen Vorschläge in allen Landessprachen», heisst es auf «nameexoplanet». Vom 15. Oktober bis am 10. November läuft auf derselben Webseite die öffentliche Abstimmung über eine Auswahl der zwölf besten Vorschläge.
Einzelpersonen und Gruppen aus der Schweiz durften ihre Vorschläge für Planet und Stern einreichen. Eine Kommission aus Personen aus dem professionellen und ameteurastronomischen Bereich trifft nun aufgrund eines Kriterienkatalogs eine Vorauswahl.
Grösser als der Jupiter
Die Schweizer Bevölkerung darf den Namen «ihres» Exoplaneten und des Sterns «HD130322» bestimmen. Eine einmalige Aktion, heisst es auf der Webseite.
Der Exoplanet «HD130322 b» ist etwas grösser als der grösste Planet des Sonnensystems, der Jupiter, und umkreist einen anderen Stern als die Sonne. Der «HD130322 b» hat rund 15 Prozent mehr Masse als der Jupiter und gehört zur Klasse der «heissen Jupiter», da er seinen Stern in nur geringem Abstand alle 10,7 Tage umkreist. Für das Leben, wie wir es kennen, ist er eher nicht geeignet.
Die Astronomie revolutioniert
Der Planet wurde im Jahr 1995 von einem Genfer Astronomenteam um Michel Mayor entdeckt. In diesem Jahr haben Mayor und Didier Queloz den Nobelpreis für Physik dafür erhalten.
Die Auszeichnung teilen sich die beiden mit dem Kanadier James Peebles, der wichtige Grundlagen der physikalischen Kosmologie gelegt hat. Mit der Entdeckung des Exoplaneten haben Mayor und Queloz die Astronomie revolutioniert und damit das Feld für die Exoplanetenforschung begründet.
(red.)