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Der Arbeitgeber hat - wenn dies notwendig ist - den Arbeitnehmenden zumutbare persönliche Schutzausrüstungen PSA zur Verfügung zu stellen. Der Arbeitnehmer ist seinerseits verpflichtet, die ihm zur Verfügung gestellten PSA zu benützen und ihre Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen.
So stellt sich immer die Frage, ob die Sicherheit von Personen beim Arbeiten im Bereich von Gewässern gewährleistet ist? Das Arbeiten im Bereich von Gewässern ist mit besonderen und oft unterschätzten Gefahren verbunden. Wegen der erschwerten Bedingungen haben Unfälle häufig gravierende Folgen. In der Statistik der SUVA stehen Stürze ins Wasser an oberster Stelle.
Nebst den technischen oder baulichen Massnahmen ist das Tragen einer Schwimmweste bei Arbeiten am Wasser von der SUVA vorgeschrieben. Schon ab einer Wassertiefe von 40 cm oder bei Übersetzfahrten ist ein ausnahmsloses Tragen von Rettungswesten Pflicht. Es scheint besonders schwierig zu sein, Arbeitnehmende zum Tragen einer Schwimmweste, vorallem Feststoffwesten, zu motivieren. Dabei schreibt etwa die Bauarbeitenverordnung klar vor, dass bei Arbeiten an Gewässern Schutzmassnahmen zu treffen sind. Vor diesem Hintergrund sind Feststoffwesten, die nur eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit zulassen, fehl am Platz.
Die SUVA schreib sogar vor:
Zitat: Es sind automatisch funktionierende Rettungswesten einzusetzen (SN EN ISO 12402-X, früher EN 396). Es wird empfohlen, nur Westen mit mindestens 150 N Auftrieb (EN ISO 12402-3/-2) zu verwenden. Bei Gefahr von Funkenflug, Schweissperlen oder grosser Hitze sind Westen mit spezieller Beschichtung zu tragen.
Nie eine Rettungsweste unter einem Auffanggurt (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, PSAgA) tragen, vorallem wenn es sich um ein aufblasbares Modell handelt. Vorsicht beim Einsatz von Auffangsystemen und mitlaufenden Auffanggeräten! Ein Sturz ins Wasser ist möglichst zu verhindern, und die Seile dürfen nicht im Wasser sein (Gefahr, mitgerissen zu werden).
Nebst der Mindestanforderung von 150 N ist auch eine 275 N Klasse verfügbar. Diese Klasse eignet sich vor allem dann, wenn schwere Arbeitskleidung getragen wird. Bei einem Sturz ins Wasser können sich in imprägnierter Kleidung Luftblasen bilden. Sind diese am Rücken, benötigt die aufgeblasene Rettungsweste ein zusätzliches Volumen an Luft, um die Person in die ohnmachtsichere Position zu bringen.