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Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Mazeppa
Eugen Onegin
Michail Iwanowitsch Glinka
Eröffnet wird der Reigen mit Partien aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis (1840-1893) Oper Mazeppa (UA 1884), deren Libretto auf Puschkins historischem Poem Poltawa beruht. Maria, die den viel älteren Kosakenhauptmann Mazeppa liebt, beschwört dadurch den Zorn, die Verbannung und die Rache ihres Vaters Kotschubey an Mazeppa herauf. Die Intrige wendet sich jedoch gegen den Initianten selbst: Seine Tochter kann seine Hinrichtung durch den Zaren nicht mehr verhindern und verfällt dem Wahnsinn. Tschaikowski zitiert in Mazeppa ukrainische Volkslieder sowie Motive aus Glinkas Iwan Sussanin. Im Vordergrund aber steht – der depressiven Grundstimmung des Komponisten entsprechend – die zutiefst menschliche Tragödie Marias. «Ich könnte nie eine Oper wie Aida schreiben, weil ich Menschen brauche und keine Puppen», lässt Tschaikowski einmal verlauten. Es drängt ihn, in seinen Opern auf Konflikten beruhende, intime Dramen in Musik umzusetzen.
Iwan Sussanin
Dies ist ihm, der seinen Ruf als wichtigster russischer Komponist des 19.Jh.s in erster Linie seinem sinfonischen Schaffen verdankt, am überzeugendsten mit dem auch im Ausland populärsten seiner Opernwerke Eugen Onegin (UA 1879) gelungen, das er – aus Angst, die Handlung sei nicht bühnenwirksam genug - lediglich als Lyrische Szenen bezeichnete. Hier spannt sich der musikalische Bogen von lyrischer Beseeltheit bis zu leidenschaftlicher Ekstase. Die Handlung, die dem gleichnamigen Versroman Puschkins entstammt, erzählt von einem reichen, gelangweilten Grossstadt-Dandy, den eine Erbschaft aufs Land verschlägt, wo er die Liebe der jungen Tatjana verschmäht. Einer nichtigen Eifersuchtsszene wegen erschiesst er seinen Freund Lenski im Duell und wird Jahre später, als er doch noch seine Liebe zu (der inzwischen verheirateten) Tatjana entdeckt, von ihr, trotz ihrer ungebrochenen Gefühle für ihn, standhaft zurückgewiesen.
Michail Iwanowitsch Glinkas (1804-1857) stofflich ebenfalls durch Puschkin angeregte Oper Iwan Sussanin erzählt von den Heldentaten des Bauern Iwan Sussanin, der, um den russischen Zaren zu retten, zu Anfang des 17.Jh.s die polnischen Besatzer in unwegsame Wälder führte, aus denen sie nicht mehr herausfanden, und dafür von ihnen erschlagen wurde. Die 1835 innerhalb eines Jahres fertig gestellte Oper war die erste in Russisch gesungene klassische Oper Russlands. Da erstmals Menschen einfachster Herkunft im Zentrum eines solchen Werkes standen, riet man dem Komponisten, es in «Ein Leben für den Zaren» umzutaufen. Die Uraufführung in St.Petersburg in Anwesenheit des Zaren war denn auch ein triumphaler Erfolg. Das unmittelbarste Erlebnis dieser Oper vermitteln die gewaltigen Chorszenen in Glinkas ganz persönlicher, sehr russisch geprägter Musiksprache.
artesono symphony
Das Orchester artesono symphony wurde 2007 gegründet, und zwar von artesono – visions in concert, einem gemeinnützigen, unabhängigen Verein, der (durch Konzerte, musikalische Inszenierungen, Art-Fusion-Events, Workshops, Jugendmusiklager) junge, talentierte Musiker und Musikerinnen fördert und ihr künstlerisches Potenzial bündelt. Alle rund 60 Mitglieder des Orchesters verfügen über einen aussergewöhnlichen Leistungsausweis, studieren bei weltweit anerkannten Professoren oder sind bereits bei einem renommierten Orchester angestellt. (Weitere Informationen unter www.artesono.ch)