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Um das Jahr 20 n. Chr. wurde ca. 500 Meter nordwestlich des heutigen Seeb ein römischer Gutshof gebaut.
Für das Herrenhaus fanden 6 grössere Umbauten statt. Es war nach Nordwesten orientiert und im Endausbau 82.4 x 56.7 Meter gross. Es bestand aus einem Mitteltrakt, einem Westflügel mit der Badeanlage und Wohnräumen und einem Ostflügel. Entlang des Mitteltraktes und der Innenseite der beiden Flügel war je ein Porticus angebaut.
Innerhalb des Pars Urbana (Wohnteil) befanden sich zwei weitere Nebengebäude. Eines davon hatte einen Töpferofen. Zusätzlich gab es hier ein weiteres Badegebäude mit mehreren Räumen, wovon zwei einen Hypokaust aufwiesen.
Im Pars Rustica (Wirtschaftsteil) befanden sich weitere Gebäude. Zuerst waren auf beiden Seiten der Hofmauern, direkt an die Trennmauer zwischen Pars Urbana und Pars Rustica angrenzend, zwei Viehpferche. Danach folgte je ein weiteres Ökonomiegebäude. In den entfernten Ecken der Pars Rustica befanden sich je kleinere Wirtschaftsbauten. Von beiden Seiten des Mitteltraktes führte je ein offener Korridorporticus zur Trennmauer zwischen Pars Urbana und Pars Rustica. Hier befand sich ein Brunnenhaus.
Die Umfassungsmauer konnte bei der Ausgrabung noch auf einer Fläche von 395 x 197 Meter gefasst werden. Vermutlich reichte Sie an den südlich des Herrenhauses gelegenen Seeber See, welcher im 19. Jahrhundert zugeschüttet wurde.
Die Funde waren sehr zahlreich. Darunter befanden sich unter anderem: Mosaiken, ein Säulenkapitell, Plattenelemente aus Ton und Juramarmor, eine Jupiterbüste. Auch Keramik, Votivbeilchen, Werkzeuge und anderes wurden gefunden.
Der Gutshof wurde um das Jahr 250 n. Chr. zerstört, jedoch mindestens teilweise weiterbenutzt.
Der Westflügel der Villa Rustica ist heute in einem Schutzbau konserviert, der Töpferofen ebenfalls. Einige weiteren Mauern wurden ebenfalls konserviert. Andere wurden mit Platten markiert.
Kurzbeschreibung:
|Was||ja/nein||Bemerkung|
|Im Gelände Sichtbar||Ja|
|Informationstafel||Ja|
|- mit Detailinformationen||Ja|
|- mit Skizze(n)||Ja|
|Beschilderung||Ja|
|Schutzbau||Teilweise||Der Westflügel und die Töpferei sind in einem Schutzbau|
|Immer zugänglich||Teilweise||Der Schutzbau hat wie folgt geöffnet: Ostern bis Ende Oktober, Samstag 13.00 – 17.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr. Ausser Regentage Durch Fenster können die Bauten jedoch gut eingesehen werden Der Rest ist immer zugänglich|
|Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung||Nein|
|Weiteres|
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