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Auf den Spuren der Deutschen Geschichte in Erfurt
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Das Ständesystem, das jedem Menschen seinen
in der Gesellschaft zuwies, war das Markanteste am Mittelalter. Unumstritten an der Spitze stand der
, dem sich der Adel und die geistliche Oberschicht des Reiches unterzuordnen hatten.
Die nächste Sprosse auf der Ständeleiter bildeten Mönche und
. Der Beruf des Ritters entstand ab dem 9. Jahrhundert, als die Kriegsführung zu Pferd immer bedeutender wurde. Die Soldaten mit Schlachtross und Rüstung waren für ihre Kriegsherren äußerst wichtig, weshalb sie weitreichende Privilegien genossen.
Im 12. Jahrhundert erlebte das Rittertum seine Blütezeit, doch bereits 200 Jahre später begann der Abstieg des edlen Standes. Mit dem Aufkommen von Söldnerheeren und neuen
wie dem englischen Langbogen wurden die Ritter allmählich bedeutungslos.
Wiederum eine Stufe tiefer befand sich im Mittelalter die Schicht der
. Sie machten nicht nur den mit Abstand größten Teil der Bevölkerung aus, sondern waren auch die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft. Allerdings gab es auch unter den Bauern große Unterschiede – von frei bis unfrei, von bettelarm bis vermögend.
Quasi als gesellschaftlicher Kitt zwischen den einzelnen Ständen diente das Vasallentum. Ein Mitglied eines niederen Standes war in der Regel Vasall (Gefolgsmann) eines Ranghöheren. Der Gefolgsmann schwor seinem
bedingungslose Treue und Gehorsam. Dazu gehörte unter anderem auch, dass der Vasall Abgaben entrichtete und für den Herrn in den Krieg zog. Im Gegenzug verlieh dieser seinem Untergebenen Land und beschützte ihn.
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