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Der Kurienkardinal als Bischof von Basel hat mindestens einer schwerwiegenden Beschwerde über einen Priester nicht nachgegeben.
Der schweizerische Kardinal Kurt Koch hat sich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs in der Schweiz entschuldigt. Seiner Meinung nach wurden in der Vergangenheit zu viele Fehler von den Schweizer Bischöfen im Umgang mit Beschwerden über sexuellen Missbrauch begangen. In einem kürzlich veröffentlichten unabhängigen Untersuchungsbericht zum Missbrauch in der Schweizer Kirche wird auch Kurt Koch vorgeworfen, dass er als Bischof von Basel (1996 bis 2010) Vorwürfe des Missbrauchs gegen einen Priester weder an die Polizei noch an den Vatikan weitergeleitet hat. „Angesichts des heutigen Umgangs mit Missbrauch müssen wir zugeben, dass dies ein Fehler war und dass die Vorgehensweise nicht die richtige war.“
Laut dem Bericht von zwei Mitarbeitern der Universität Zürich ist der Geistliche 2019 verstorben. Ihm wird vorgeworfen, dass er ein neunjähriges Kind geküsst hat. Er hatte auch Minderjährige in die Sauna eingeladen und sie gebeten, sich bei Ausflügen auszuziehen. Das Bistum erhielt erstmals 2003 Kenntnis von den Beschwerden, aber es wurde keine Maßnahme ergriffen. Auch der Nachfolger von Kardinal Koch griff nicht ein.
Kurt Koch war von 1996 bis 2010 Bischof von Basel. Von 2007 bis 2009 war er auch Präsident der Schweizer Bischofskonferenz.