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Samstag, 09.03.2019
11:00 - 14:00 Uhr
keine Anmeldung erforderlich
Kosten: gratisOpenAir
Die Lebensmittelhändler verkaufen stetig mehr vegane Produkte. Mittlerweile stehen vegane Gerichte auf der Karte vieler Restaurants. Doch noch immer werden Hühner, Kühe, Schweine und andere Tiere ausgenutzt und geschlachtet. Viele Menschen wissen, dass Schlachttiere in ihrem kurzen Leben und während ihres grausamen Todes leiden – verdrängen es aber. Weniger bekannt ist das Tierleid in der Eier- und Milchproduktion, die ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen auf Gewinnmaximierung anstatt auf das Wohl der Tiere ausgerichtet ist: In der Eierproduktion werden männliche Küken bei vollem Bewusstsein geschreddert. In der Milchindustrie müssen Kühe dauernd Kälber gebären, damit sie durchgehend Milch geben. Sobald die „Milchleistung“ nachlässt werden sie nach einem Fünftel ihrer natürlichen Lebenserwartung umgebracht. Ihre Kälber werden umgehend von ihren Müttern getrennt und nach kurzer Mast geschlachtet.
Vielen ist auch nicht bewusst, dass diese Industrie der Ausbeutung auch schlimme Folgen für den Menschen hat: Um eine Kalorie aus Fleisch zu erzeugen, werden bis zu 17 Kalorien aus Pflanzen benötigt. Tiere müssen also viel mehr Nahrungsmittel fressen, als sie Fleisch liefern. Diese Verschwendung ist unter anderem dafür verantwortlich, dass es weltweit immer noch Menschen, vor allem Kinder, gibt, die verhungern, obwohl genügend Lebensmittel produziert werden, um alle zu ernähren – wenn Gersten, Soja, Weizen und Mais direkt von Menschen verzehrt würden, anstatt als Tierfutter verwendet zu werden. Ausserdem sind die, in der Mast verwendete, Antibiotika und die, bei dieser konstengünstigen Massentierhaltung und dem Tiertransporten entstehenden Stresshormone sehr negativ auswirkend für die Gesundheit der Konsumenten.
Für einen besseren Umgang mit Menschen und Tieren gleichermassen setzen sich die Aktivisten von “Anonymous for the Voiceless” ein. Bei einem „Cube“ verbergen die Aktivisten ihre Gesichter hinter Guy-Fawkes-Masken, die als Symbol für Widerstand bekannt sind, und stellen sich Seite an Seite zu einem Würfel auf. Sie tragen Bildschirme mit Aufnahmen aus Ställen und Schlachthäusern aus der Schweiz und Tafeln mit der Aufschrift „Truth/Wahrheit“. Andere Aktivisten stehen bereit um interessierte Personen bei Bedarf anzusprechen und ihr Anliegen zu erklären.
Jürg Möckli, Schaffhausen