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Haben Sie auch schon von den sekundären Pflanzenstoffen gehört? Und, wie gut sie für unsere Gesundheit sind? Das klingt vielversprechend, aber was sind sekundäre Pflanzenstoffe?
Bis heute sind über 100‘000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt. Davon kommen bis 10‘000 in Lebensmitteln vor. Sie sind Bestandteil von Gemüse, Salat, Früchten, Nüssen, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Sekundäre Pflanzenstoffe können Farbstoffe, Aromastoffe oder Gerüstsubstanzen von Pflanzen sein. Das heisst, jedes dieser Nahrungsmittel liefert unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe.
Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Abhängig ist er vom Reifegrad, der Jahreszeit, den Wachstums-, Ernte- und Lagerumständen, die die Pflanze durchlaufen hat.
Durch eine ausgewogene Mischkost essen wir tägliche zirka 1.5 Gramm an sekundären Pflanzenstoffen. Eine Empfehlung für eine tägliche Aufnahme ist wissenschaftlich nicht festgelegt.
Eine erhöhte Aufnahme der sekundären Pflanzensotten durch Zusatzpräparate bringt Ihnen keinen Vorteil. Studien zeigen sogar, dass ein Zuviel, negative Auswirkungen für den Organismus haben können. Zum Beispiel wird eine zu hohe Aufnahme von Beta-Carotin, aus der Gruppe der Carotinoide, mit erhöhtem Krebsrisiko verbunden, statt mit einer vorbeugenden Wirkung.
Wie viel ist gesundheitsfördernd?
Gestalten Sie Ihre Mahlzeiten gemüse-, früchte- und vollkornreich, so nehmen Sie ausreichend, aber nicht zu viel der sekundären Pflanzenstoffe auf. Die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung geben hierfür hilfreiche Angaben vor. Bauen Sie täglich in Ihren Speiseplan:
- 2 Portionen Früchte, als Richtmenge gilt eine Handvoll,
- 3 Portionen Salat oder Gemüse, als Richtmenge gilt eine Handvoll,
- 3 Portionen Stärkehaltiges oder Hülsenfrüchte, davon 2 als Vollkornprodukte und
- 30g Nüsse ein.
Die sekundären Pflanzenstoffe werden je nach Wirkung und chemischer Struktur in verschiedene Gruppen eingeteilt:
- Carotinoide
- Phytosterine
- Saponine
- Phenole wie Phenolsäuren, Pyhtoöstrogene und Flavonoide
- Monoterpene
- Glucosinolate
- Sulfide
- Protease-Inhibitoren
Lesen Sie in den nächsten Tagen ausführliche Steckbriefe der einzelnen sekundären Pflanzenstoffe.