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Graltshausen wurde erstmals im Jahr 1245 als Gralshusen schriftlich erwähnt. Im Frühmittelalter lag das Dorf in der Konstanzer Bischofshöri und gehörte bis 1798 zur Vogtei Eggen. Der Weiler Lanzendorn aber war bis 1798 ein Hohes Gericht, das dem eidgenössischen Landvogt im Thurgau hoch- und niedergerichtlich unterstand.
Von 1803 bis 1864 gehörte Graltshausen zur Munizipalgemeinde Hugelshofen, von 1866 bis 1994 zu jener von Berg, bevor das Dorf 1995 in die Politische Gemeinde Berg eingegliedert wurde. Kirchlich gehört Graltshausen seit jeher zur Pfarrei Alterswilen, wobei seit der Reformation die Katholiken dem Berger Gotteshaus angehören.
Der Ackerbau wurde im 19. Jahrhundert von Viehzucht, Milchwirtschaft und Obstbau abgelöst. Im Jahr 1889 wurde die Käsereigenossenschaft Graltshausen-Altishausen gegründet, welche bis zum Jahr 2004 Bestand hatte und somit die letzte Käserei in der Gemeinde Berg betrieb. Bis heute wird der bäuerliche Charakter des abseits der Verkehrswege liegenden Graltshausen durch die Landwirtschaft und eine seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestehende Forstbaumschule geprägt.