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Sprengstoff-Fabrikation
In der Zeit vor 1870 setzte sich die Gotthardbahn immer klarer gegen andere Alpenbahnprojekte durch. Der Baubeginn für den Tunnel von Göschenen nach Airolo war nur noch eine Frage der Zeit. Eben hat Alfred Nobel, der berühmte Erfinder und Unternehmer, einen hochwirksamen Sprengstoff auf der Basis von Nitroglyzerin, das Dynamit, erfunden.
Es war der spätere Stifter des Nobelpreises persönlich, der dann 1873 in Isleten die Fabrik zur Herstellung des Explosivstoffes plante und einrichten liess. Das junge Unternehmen hatte grossen Erfolg.
Tonnenweise wurde der Sprengstoff zu der Tunnelbaustelle unter dem Gotthardpass transportiert, aus der 1882 der mit 15 km damals längste Eisenbahntunnel der Welt resultierte.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Blütezeiten der Fabrik, speziell während Phasen mit grossen Tunnelbauprojekten, aber auch während den Kraftwerkbauten mit den langen unterirdischen Wasserleitungen, die dafür nötig waren. In den Kriegszeiten bot auch der Bau der unterirdischen Festungsanlagen viele Absatzmöglichkeiten.
Die Cheddite heute
Neue Emulsionssprengstoffe und die Verdrängung des Sprengstoffs durch mechanischen Vortrieb bei den Tunnelbaustellen bewirkten eine starke Reduktion des Verbrauchs an gelatinösen Sprengstoffen, wie sie während weit über hundert Jahren in Isleten hergestellt wurden. Parallel dazu ging ein Preiszerfall durch in- und ausländische Konkurrenz einher.
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