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Aarberg war ein wichtiger Durchpass für die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Norden. Die meisten kamen mit Schiffstransporten von Schiff von Bern. Viele machten hier Halt, logierten bei Privaten oder in den Gasthäusern Krone und Falken. So wohl auch die 137 Exulanten, die am Dienstag, dem 8. September 1687, das Schiff Richtung Büren bestiegen.
«Darzwischen sind von Berngrosse Schiffvoll reformierte Flüchtling hier zu beherbergen usgestigen, da man hier gegastiert in den Wirtshäusern und verbraucht, laut ferndrigen Uszugs zur Kronen hier 38 Kronen 151/4 Batzen, besagt Uszugs für dis Jahr allda zur Kronen 30 Kronen, zum Falken nach ferndrigen Uszugs 13 Kronen, besagt Uszugs für dis Jahr zum Falken 8 Kronen, 15 Batzen 1. Kreuzer. Item Herr Burgermeister allhie hat den Fuhrleuten, die von hier reformierte Franzosen nach Büren geführt, zahlt 3 Kronen».
Auszug aus dem Bericht des Aarberger Pfarres Niklaus Ulrich
Historisch bedeutsame Orte:
Gasthaus Krone und Gasthaus Falken, wo Durchreisende untergebracht wurden.
Das Landvogteischloss (Landvogt Viktor von Erlach) und das Pfarrhaus (Pfarrer Niklaus Ulrich), wo hochgestellte Personen beherbergt wurden. Im Rathaus entschieden die stätischen Amtleute (z.B. der zuständige Pfrundvogt Georg Kistler), wo die Flüchtlinge untergebracht wurden.
Eine eigentliche Ländte scheint es nicht gegeben zu haben. Eine günstige Landestelle befand sich wohl unmittelbar unterhalb der Holzbrücke.
Aarberg um
1640 (Kupferstich von Matthäus Merian, 1642)
Das auf einer Aareinsel gelegene Städtchen zählte Ende
des 17. Jahrhunderts gegen 250 Einwohner.