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Alljährlich kürt das «Time»-Magazin die 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Dieses Jahr finden sich auf der Liste so illustre Namen wie Donald Trump, Nicole Kidman, Meghan Markle, Prinz Harry - und Roger Federer. Der 36-Jährige wird sogar in der Kategorie der «Titanen» gelistet und steht damit neben Oprah Winfrey oder Elon Musk.
Als ob dies alleine nicht schon Ehre genug wäre, widmet «Time» dem Tennis-Maestro auch gleich noch das Cover der aktuellen Ausgabe. Zumindest eines von sechs.
— TIME (@TIME) 19. April 2018
«Er scheint von den Gesetzen des Alters ausgenommen»
Die Laudatio auf Roger Federer schreibt im US-Magazin kein geringerer als der Microsoft-Gründer Bill Gates. «Es ist kein Geheimnis, dass Roger Federer der grösste Tennisspieler aller Zeiten ist», beginnt der ehemals reichste Mann der Welt sein Loblied. Weiter bezeichnet der 62-Jährige Federer als übernatürlichen Athleten, der nicht nur physischen Gesetzen trotze, «er scheint auch von den Gesetzen des Alters ausgenommen».
Wie recht Gates damit hat, bewies Federer in den letzten rund eineinhalb Jahren. Als es niemand mehr erwartete, kehrte der Basler aus einer Verletzungspause zurück und gewann wieder Turnier für Turnier. Den Anfang machte er an den Australien Open 2017 mit dem Gewinn seines 18. Grand-Slam-Titels. Es folgten unter anderem ein Grand-Slam-Titel in Wimbledon 2017 sowie Anfang 2018 der 20. Grand-Slam-Titel in Australien. Im Februar wurde er sogar wieder zur Weltnummer 1 im Männertennis - aktuell rangiert er auf Platz 2 der ATP-Weltrangliste.
Roger Federer macht die Welt zu einem besseren Ort
Bill Gates lobt jedoch nicht nur die sportliche Seite von Roger Federer. Viele wüssten zwar nicht, was Roger neben dem Platz alles mache: «Ich hatte aber schon zweimal die Ehre, sein Doppel-Partner in einem Tennismatch zu sein, bei dem Geld für seine Stiftung gesammelt wurde.» Dabei habe er gelernt, wie engagiert Roger und sein Team daran arbeiten, die Situation armer Kinder zu verbessern. Damit spricht Gates auf die «Roger Federer Foundation» an. Roger wisse, dass dieses Engagement, gleich wie Tennis, Zeit und Disziplin erfordere.
Zum Schluss schreibt Bill Gates: «Es wird ein trauriger Tag für alle Fans, wenn er seinen Tennisschläger aus der Hand gibt. Aber wir alle finden Trost im Wissen, dass er sich verpflichtet hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.»