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DER KARIBISCHE LITERATURNOBELPREISTRÄGER DEREK WALCOTT IST GESTORBEN
17.03.2017 Der am 23. Januar 1930 in Castries (St.Lucia) geborene lucianisch-britische Dichter, Schriftsteller, Dramaturg und Nobelpreisträger Derek Walcott (Bild) ist am 17. März 2017 in Gros Islet (St.Lucia) gestorben.
Foto: Jorge Mejía peralta, 2012 - CC-Lizenz: Attribution 2.0 Generic - Zur Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Derek_Walcott,_VIII_Festival_Internacional.jpg
His monumental poetry, such as his 1990 epic Omeros, a Caribbean reimagining of The Odyssey, secured him an international reputation which gained him the Nobel prize in 1992. Walcott also had an accomplished theatrical career, being the writer and director of more than 80 plays that often explored the problems of Caribbean identity against the backdrop of racial and political strife.
Derek Walcott, whose intricately metaphorical poetry captured the physical beauty of the Caribbean, the harsh legacy of colonialism and the complexities of living and writing in two cultural worlds, bringing him a Nobel Prize in Literature, died early Friday morning at his home near Gros Islet in St. Lucia.
William Grimes
Ein Homer der Karibik
«Gut, dass alles fort ist, ausser ihrer Sprache, / die alles ist.» Mit diesen Zeilen fasst Derek Walcott so viel von seiner Dichtung zusammen. Die Ambiguität der Wörter lässt Raum zuallererst für die postkoloniale Lesart: Gut, dass sie fort sind, all die Spanier, Niederländer, Franzosen, Briten, die die Karibik, die Heimat Walcotts, gemeinsam und sukzessive ihrer Kultur beraubten. Was sie zurückliessen, ist die Sprache, Englisch, deren sich Walcott schreibend bedienen muss - ob er will oder nicht. Insofern ist sie alles. Und da jegliche Welterfahrung über Sprache läuft, ist er auch darin gefangen: Nur in der Sprache des Empire kann er seine Welt entziffern und poetisch weitergeben.
Bruno von Lutz
Der in St. Lucia geborene Autor galt als Weltpoet und als Mittler zwischen karibischem Lebensgefühl und westlicher Kulturtradition. In seinem Werk ist die Karibik immer präsent. Das Meer ist ein wiederkehrendes Motiv, aber auch Mythen und Mundart seiner Heimatinsel durchziehen die mehr als 20 Gedichtbände.
hvw/sda
"Saint Lucia verliert einen nationalen Schatz", heißt es in dem Nachruf der Stiftung für kulturelle Entwicklung des Inselstaats. "Unsere Nation ist zweifellos stolz und geehrt, ihn einen wahren Sohn von St. Lucia nennen zu dürfen."
Er werde "für ein poetisches Werk großer Leuchtkraft" ausgezeichnet, das von der historischen Vision eines multikulturellen Engagements getragen werde, begründete das Nobel-Komitee seine Entscheidung. Für Walcott sei wichtig gewesen, dass die mündliche Tradition seines Landes auch in Schriftform zu einem "Meer von Gedanken und Emotionen" werde, urteilte der US-Autor und Herausgeber Arthur Vogelsang.
Mort de Derek Walcott, Prix Nobel de littérature 1992
Elevé dans la minorité protestante d'une île à majorité catholique et de culture francophone, son œuvre poétique s'inscrit au cœur de ces confluences et de ces contradictions.
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Poem reading by Derek Walcott, Nobel Laureate in Literature
Saint Lucia's Nobel Laureate Derek Walcott interview on his extended poem "Omeros"
Tiepolo's Hound: A Reading by Derek Walcott
Nobel Laureate Derek Walcott on his life and work
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