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Sevilla, frisch gekrönter, dreifacher Europa-League-Sieger, bot Barcelona, dem spanischen Meister, im Final der Copa del Rey von Anfang an die Stirn. Marc-André ter Stegen im Barça-Tor war im Estadio Vicente Calderon in Madrid von Anfang an gefordert und wartete mit Glanzparaden auf.
Wie sehr Barcelona unter Druck stand, zeigte sich besonders in der 37. Minute, als Gerard Piqué im Mittelfeld ein Kopfballduell gegen Vicente Iborra verlor und Kevin Gameiro alleine auf das Gehäuse der Katalanen ziehen konnte. Javier Mascherano konnte den Sevilla-Stürmer nur noch mit einem Foul zurückhalten und wurde so zurecht des Feldes verwiesen.
In Überzahl wurde Sevilla noch mehr zur spielbestimmenden Mannschaft, die kurz nach der Pause Pech hatte bei einem Pfostenschuss von Ever Banega. Die technischen Fähigkeiten der Barcelona-Offensive sind aber so aussergewöhnlich, dass sie ebenfalls immer wieder gefährlich wurde. Erschwerend kam aber in der 55. Minute hinzu, dass sich Luis Suarez nach einer mutmasslichen Muskelverletzung im Oberschenkel auswechseln lassen musste.
So wurde das Spiel hektischer und hektischer, Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande hatte alle Hände voll zu tun und insbesondere in der Schlussphase der regulären Spielzeit viele Karten zu verteilen. Zur vielversprechendsten Chance vor der Verlängerung kam Lionel Messi, dessen Freistoss aus aussichtsreicher Position in der 92. Minute war aber nicht gut genug, um Sevillas Goalie Sergio Rico zu bezwingen.
Linksverteidiger Jordi Alba ermöglichte Barça den 28. Gewinn der Copa del Rey und den vierten in den letzten acht Jahren. Alba traf im Final in Madrid in der 7. Minute der Verlängerung mit einem prächtigen Schuss auf Vorarbeit von Lionel Messi.
Kurz vor dem Schlusspfiff erzielte Neymar das 2:0. Auch hier war Messi der Vorbereiter.
In der ewigen Bestenliste der Cup-Triumphe baute Barcelona seinen Vorsprung aus. Athletic Bilbao folgt mit 23, Real Madrid mit 19 Siegen. Für den Europa-League-Gewinner Sevilla wäre es der sechste Cup-Erfolg gewesen. (cma/drd/sda)