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Sie eine "schlechte Premierministerin" zu nennen ist völlig in Ordnung, nicht aber, sie für ihre Emotionen auszulachen.
Am Freitag traf ein, was erwartet wurde: Die britische Premierministerin Theresa May gab ihren Rücktritt bekannt. Sie bleibt noch bis zum 7. Juni Chefin der Tories, danach soll jemand anders übernehmen.
Theresa May spaltet die Meinungen. Viele schätzen ihren unermüdlichen Einsatz für einen geordneten Brexit, andere kritisieren, dass sie gar nichts erreicht habe. Der britische Nachrichtenmoderator Eylon Levy setzte einen Tweet ab, der genau diese Ambivalenz einfangen soll:
Nun ja ... Twitter-Nutzer sahen das ein bisschen anders. Das Foto ging schnell viral. Der Text blieb derselbe, das Foto wurde ausgetauscht. Und zwar durch fiktive Bösewichte und Diktatoren wie etwa: ...
This is such a haunting image, whatever you think about John Terry as a man, it's hard not to feel sorry for him on a human level. He had such hubris that as a centre back he chose to take the penalty that would win his team the Champions League and he missed. pic.twitter.com/Pbyrddgfr3— Paddy Power (@paddypower) 26. Mai 2019
Danach wurde die Diskussion über Mays Amtszeit erst recht gestartet. Levy, der Verfasser des Ursprungstweets, appellierte an die Leute, dass sie sich zusammenreissen sollten.
Come on, Twitter, grow up. May is childless and an orphan, and has the whole country ridiculing her as a failure or actively spewing bile at her. She's now going to be an extremely lonely person in horrid conditions. Have a heart.— Eylon Levy (@EylonALevy) 24. Mai 2019
Owen Jones, ein Kolumnist des Guardians, sah es anders: «Theresa May zeigte weder bei Windrush, noch Grenfell so viele Emotionen. Schlussendlich vergoss sie nur wegen ihrer eigenen Karriere Tränen.»
(jaw)