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Auch eine nur wenig vergrösserte Prostata kann den Abfluss aus der Blase einengen und die typischen Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrösserung hervorrufen. Sind die verfügbaren Medikamente (zum Beispiel Alphablocker) bei gutartiger Prostatavergrösserung nicht ausreichend wirksam oder unvertäglich, so kann eine operative Einkerbung der Prostata (bipolare Prostatainzision, TUIP) durchgeführt werden.
Der kurze Eingriff kann in Vollnarkose oder auch unter Spinalanästhesie erfolgen. Hierbei wird die Prostata mit Hilfe eines über die Harnröhre eingeführten optischen Instrumentes und einer Vaporisationssonde an drei Positionen eingeschnitten und die Abflussbahn aus der Blase wieder eröffnet. Blutungen aus eröffneten Gefäßen werden mit elektischem Strom gestillt. Nach dem Eingriff wird ein Dauerkatheter wird eingelegt und danach für wenige Tage belassen. Nach Entfernung des Katheters ist die Blasenentleerung wieder ungestört und mit gutem Harnstrahl möglich. Der Vorteil der bipolaren Prostatainzision (TUIP) ist es, dass bei vielen Männern die Fähigkeit zum Samenerguss erhalten bleibt.