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Wie anderswo in der Schweiz herrscht auch im Kanton Zürich Fachkräftemangel. Nun scheint allerdings gerade das kantonale Migrationsamt Personen, die Ausbildung in Berufen mit ausgewiesenen Fachkräftemangel absolvieren, Steine in den Weg zu legen.
Bekannt ist folgender Fall: Eine Studierende aus einem Drittstaat, die über eine B-Bewilligung verfügt, die sie zur Erwerbstätigkeit berechtigt, studiert an der Fernfachhochschule Schweiz in einem Bachelor-Gesundheitsstudiengang. Dieses Studium unterliegt dem Gesundheitsberufegesetz, das den Studierenden diverse Auflagen vor, während und nach dem Studium auferlegt. So muss die betroffene Studierende im Rahmen ihres Studiums auch obligatorische Praxismodule absolvieren. Für ein solches Praktikum wurde sie an der UZH eingeteilt. Die UZH musste die Bereitschaft, das Praxismodul durchzuführen, aufgrund einer Intervention des kantonalen Migrationsamtes allerdings wieder zurückziehen. Die Begründung des Migrationsamtes lautete, Studierende aus Drittstaaten müssten in einem anderen Land an einer Universität immatrikuliert sein, um an der UZH ein Praktikum (maximal 4 Monate) absolvieren zu können. Unabhängig vom beschriebenen Einzelfall scheinen derart restriktive Vorschriften des kantonalen Migrationsamts vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in Gesundheitsberufen nicht sinnvoll.
Daher bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Aus welchen Gründen wendet das kantonale Migrationsamt bei Studierenden aus Drittstaaten derart restriktive Vorschriften in Ausbildungen und Studiengängen in Berufen mit ausgewiesenen Fachkräftemangel an?
- Ist der Regierungsrat nicht auch der Meinung, dass die Vorschriften des kantonalen Migrationsamtes gerade in Berufen mit ausgewiesenen Fachkräftemangel möglichst unbürokratisch sein sollten?
Sibylle Marti
Andreas Daurù
Michèle Dünki-Bättig