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Legislaturindikator: Impact der wissenschaftlichen Publikationen der Schweiz
Auszug aus dem Legislaturziel 6: In den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation belegt die Schweiz weltweit einen Spitzenplatz. Diesen gilt es bei zunehmendem internationalen Konkurrenzdruck zu erhalten. Der Bundesrat setzt sich dafür ein, die Positionierung der Schweiz als international anerkannter wettbewerbsfähiger Denk- und Werkplatz zu stärken. Dazu gehört auch die langfristige Sicherung der Forschungs- und Bildungskooperation.
Bedeutung des Indikators: Forschung, Entwicklung und Technologie gelten als bedeutende Motoren der Innovationstätigkeit und fördern die Wettbewerbsfähigkeit einer Wirtschaft. Das wichtigste Mittel zur Verbreitung des durch wissenschaftliche Forschung gewonnenen Wissens ist die Publikation von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Wirkung dieser Publikationen („Impact“) wird anhand der Anzahl Zitierungen durch andere Forschende gemessen. Damit lässt sich die Stellung eines Landes im weltweiten Vergleich oder in einem bestimmten Forschungsbereich ermitteln. Es steht also nicht das Publikationsaufkommen im Vordergrund, sondern die Wirkung dieser Publikationen im internationalen Vergleich.
Der Indikator zeigt den Impact der schweizerischen wissenschaftlichen Publikationen im internationalen Vergleich.
Quantifizierbares Ziel: Die Schweiz bleibt in der Wissenschaft und Forschung unter den führenden Nationen.
Kommentar
Ende der 2000er-Jahre lag der Impact der schweizerischen wissenschaftlichen Publikationen über dem weltweiten Mittelwert und hat sich seither erhöht. Im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 lag die Schweiz um 18 Prozentpunkte über dem weltweiten Mittelwert und befand sich auf der Weltrangliste über sämtliche wissenschaftliche Publikationen hinter den USA und Grossbritannien auf Platz 3.
Die Schweiz brachte im Zeitraum 2011-2015 insgesamt 173‘000 Publikationen hervor, was einem weltweiten relativ tiefen Publikationsaufkommen von 1,1% entspricht. Wird hingegen die Anzahl der Publikationen pro Einwohnerin bzw. Einwohner gewichtet, so zählte die Schweiz zu den produktivsten Ländern: Mit 4‘286 Publikationen pro Jahr auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner belegte sie den ersten Platz, gefolgt von Dänemark, Island, Australien, Finnland und den Niederlanden. Die USA, das Land mit dem höchsten Publikationsaufkommen weltweit (22,9%), platzierte sich auf dem 17. Rang.
Der Impact der Schweizer Publikationen liegt in beinahe allen Forschungsbereichen deutlich über dem weltweiten Mittel. Den tiefsten Impact weist der Bereich „Geisteswissenschaften und Kunst“ aus und liegt als einziger unterhalb des weltweiten Durchschnitts. In den Bereichen „Landwirtschaft, Biologie und Umweltwissenschaften“, „Life Sciences“, "Physik, Chemie, Erdwissenschaften", "Technische und Ingenieurwissenschaften, Informatik" und "klinische Medizin" weisen die schweizerischen Publikationen seit Beginn der untersuchten Zeitspanne einen Impact auf, der weit über dem weltweiten Durchschnitt liegt.
Die Schweizer Forschenden sind international vernetzt. Von den mit anderen Institutionen realisierten Publikationen wurden 84% im Zeitraum 2011-2015 mit internationalen Partnern verfasst. Dieser Anteil ist im betrachteten Zeitraum insgesamt gestiegen. Die Schweiz platzierte sich in den letzten Jahren im internationalen Vergleich jeweils auf den ersten Rängen. Der europäische Raum war im Zeitraum 2011-2015 der wichtigste Forschungspartner der Schweiz, wobei die Publikationen am häufigsten mit den Nachbarländern Italien, Deutschland und Frankreich verfasst wurden.