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Special Olympics World Tennis Invitational
Santo Domingo 2018
Eingerahmt von einer imposanten und attraktiven Eröffnungsfeier am 11. November und einer ebenso eindrücklichen Schlussfeier am 16. November 2018 wurde das grosse Tennisturnier in Santo Domingo ausgetragen. Die First Lady der Dominikanischen Republik und viele hochrangige Vertreter des Staates und Special Olympics International, u.a. mit Timothy Shriver, erwiesen den Spielen die Ehre. «STAND UP FOR INCLUSION» war das Moto dieses ersten Einladungsturniers im Rahmen das 50-jährigen Bestehens von Special Olympics. 230 Spielerinnen und Spieler aus 30 Nationen nahmen daran teil. Die Organisatoren wurden unterstützt von einer grossen Zahl von Volenteers und diversen staatlichen Organisationen. Die Veranstalter verdienen den Respekt und den Dank dafür, dass sie diese für die Domenikanische Republik wichtige Veranstaltung unter zum Teil schwierigen Umständen sehr gut organisiert haben.
Die Delegation von Special Olympics Switzerland wurde von der Tennisgruppe von Procap Behindertensport Zug gestellt: Nicole Wicki, Antonio Barukcic, Christoph Meienberg, Flavio Völlm und den Betreuern Patrick Völlm und Max Meienberg. Sie haben sich vor der Eröffnung des Turniers in Punta Cana akklimatisiert, bevor sie am 9. November nach Santo Domingo reisen. An diesem Turnier in der schönen Anlage des Parque del Este wurde kein Divisoning im herkömmlichen Rahmen durchgeführt.
Die Gruppeneinteilung erfolgte aufgrund der vorgängig eingereichten ITN Ratings. Jeder Teilnehmende konnte im Einzel und Doppel je zwei Spiele bestreiten. Nicole Wicki und Flavio Völlm spieleten nur im Einzel: Nicole konnte eine Silbermedaille in Empfang nehmen und der junge Flavio erreichte bei seinem ersten Einsatz an einem Grossanlass den vierten Platz. Antonio Barukcic und Christoph Meienberg erkämpften sich im Doppel in einer starken Gruppe die Silbermedaille. Das Einzelturnier wurde am Donnerstag durch langanhaltende Regenfälle mehrmals unterbrochen und konnte am Freitag jedoch rechtzeitig vor der Schlussfeier abgeschlossen werden. Bei der Medaillenzeremonie wurde Antonio die Bronzemedaille überreicht und Christoph konnte aus den Händen des Schweizer Botschafters Urs Schnider die Silbermedaille in Emfpang nehmen. Anlässlich des Unified Events am Dienstagabend konnte Christoph mit prominenten Mitgliedern von Special Olympics International am Plausch Turnier mitspielen.
Am Samstagmittag reiste die Delegation mit schwerem Gepäck, vielen Eindrücken und ziemlich müde nach Punta Cana. Vor dem Abflug am späten Abend genossen die Spieler, Coaches und die mitgereisten Familienangehörigen noch einige Stunden in einer sehr schönen Anlage an einem herrlichen Strand.
20. November 2018 / Max Meienberg
Vorbereitungstraining in Punta Cana Vor der Eröffnungsfeier Einmarsch ins Stadion
v.l.n.r.: Flavio Völlm, Patrick Völlm, (Coach),
Nicole Wicki, Max Meienberg (Coach),
Christoph Meienberg, Antonio Barukcic
Nicole Siegerehrung mit der First Lady der Dominikanischen Republik, Antonio
Frau Candida Montilla de Medina
Das Doppel aus Costa Rica war stärker als Antonio und Christoph Christoph vor dem Einsatz im Prominenten Doppel, er spielte mit Ausflug in die Altstadt von Santo Domingo
Mary Davis, CEO Special Olympics International, 3. v.r.
Christoph Flavio mit seinem Vater und Coach, Patrick Völlm Nicole und der Schweizer Der Botschafter freut sich mit Christoph
Botschafter Urs Schnider
Das ZUWEBE Trio freut sich über die Medaillen Entspannung in Punta Cana vor dem Heimflug
Tennisgruppe von Procap Sport Zug reist in die Dominikanische Republik
Schwitzen statt ausspannen auf der Ferieninsel
Eine Tennisspielerin und drei Tennisspieler vertreten die Behindertenorganisation Procap Zug
an einem Grossanlass in der Karibik. Dabei gilt es, nicht nur gegnerische Spieler zu bezwingen.
Christoph Meienberg, Nicole Wicki, Max Meienberg (Coach), Flavio Völlm und Antonio Barukcic
(von links) werden am 3. November in Richtung Dominikanische Republik aufbrechen.
Als Nicole Wicki vor sechs Jahren mit Tennis spielen begann, war ihr Ziel klar: «Ein Star werden!» Die 24-jährige Baarerin ist auf gutem Weg dazu: Vor drei Jahren gewann sie an den Special Olympics Sommerspielen in Los Angeles die Bronzemedaille auf ihrer Leistungsstufe. Gleiches gelang ihr dieses Jahr an einem Turnier in Lenzerheide.
In der Woche vom 5. November wird Wicki sich am Tennis Weltturnier der Special Olympics in Santo Domingo erneut auf internationalem Parkett messen. Sie ist Teil der vierköpfigen Gruppe der Behindertenorganisation Procap Sport Zug, die daran teilnehmen wird. Die Steinhauser Christoph Meienberg (42) und Antonio Barukcic (18) sowie der Zürcher Flavio Völlm (15) komplettieren das Quartett. Meienberg spielt auf der stärksten Leistungsstufe - er ist auch in der regulären Schweizer Interclubmeisterschaft aktiv und R7 klassiert. Am Samstag werden die vier Spieler, ihre zwei Coaches und Familienangehörige die Reise in die Dominikanische Republik antreten. Die ersten Tage werden sie im bekannten Küstenort Punta Cana weilen, um sich an die Zeitumstellug und die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen.
Roger Federer stand am Anfang
Die Zuger Tennisgruppe, die total 13 Aktive umfasst, trainiert einmal wöchentlich im Chamer Sportcenter Zugerland unter der Anleitung von Sven Ockin eines Profitrainers. Nicole Wicki war das nicht genug. Zusätzlich nimmt sie dienstags Privatstunden. Ihre Faszination am Tennis entdeckte die Zuwebe Mitarbeiterin, als sie ein Match von Roger Federer schaute. «Danach googelte ich und fand die Procap Tennisgruppe. Nach den ersten Trainings fand ich das cool», sagte sie. Für das Turnier in Santo Domingo, bei dem pro Match ein Satz gespielt wird, hat sie sich keine Rangierung als Ziel vorgenommen. «Ich will mein Bestes geben», sagt sie. Das bedingt, dass sie ihre Nervosität in den Griff kriegt, die ihr manchmal einen Strich durch die Rechnung machen würde.
Im Gegensatz zu Roger Federer darf Wicki sich während der Spiele - bei den Seitenwechseln - mit ihrem Coach austauschen, was ihr dabei hilft. Ihr Coach ist Max Meienberg (72), der Vater von Christoph. Er erklärt, dass bei den Behindertenturnieren eine Menge Zeit auf die Einteilung der Leistungsstufen verwandt wird, damit die Voraussetzungen für alle Teilnehmer fair sein würden. Meienberg war bereits an den besagten Sommerspielen 2015 in Los Angeles als Coach dabei. Wegen der 24-Stunden-Betreuung der Spieler seien diese Reisen auch für die Betreuer ein Belastungstest. Einer jedoch, dem sie sich - wie die Spieler dem sportlichen - mit Freude aussetzen würden.
Schweizer Special Olympics Tennis Delegation von Procap Behindetensport Zug
Vor einer langen Reise zu einem grossen Abenteuer
Eine Tennisspielerin und drei Tennisspieler der Tennisgruppe von Procap Behindertensport Zug reisen im November 2018 zum SPECIAL OLYMPICS WORLD TENNIS INVITATIONAL TOURNAMENT in die Dominikanische Republik.
v.l.n.r.: Nicole, Flavio, Christoph und Antonio
Vom 9. bis 16. November 2018 findet in Santo Domingo das Special Olympics Welt Tennis Turnier statt. 300 Spielerinnen und Spieler aus 30 Ländern werden an diesem Turnier teilnehmen. Um faire und spannende Spielezu ermögliche, treten bei Special Olympics Wettkämpfen die Athletinnen und Athleten in homogenen Leistungsgruppen gegen Spielerinnen und Spieler mit einem vergleichbaren Leitungsniveau an.
Nicole, Flavio, Antonio und Christoph sind Mitglieder der Tennisgruppe von Procap Behindertensport Zug. Mit zwei Coaches und einigen Familienangehörigen fliegen sie am 3. November in die Dominikanische Republik. In Punta Cana können sie sich zuerst einige Tage an das karibische Klima gewöhnen. Die Delegation von Special Olympics Switzerland reist dann am 9. November 2018 weiter in die Hauptstadt Santo Domingo. Noch vor der Eröffnungsfeier am 11. November werden im Nationalen Tenniscenter die ersten Einteilungsrunden gespielt. Bis am 16. November bestreiten die Spielerin und die Spieler viele Matches, verbunden mit grossen physischen und psychischen Herausforderungen in einer fremden Umgebung. Hoffentlich werden ihre Einsätze mit schönen Erlebnissen, interessanten Begegnungen und Medaillen belohnt, bevor sie am 17. November nach Hause fliegen.
Für Procap Behindertensport Zug
Max Meienberg