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Mehrfamilienhaus Güglia - Silvaplana
Die zu bebauende Parzelle hat die Form eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen Schenkel in südöstliche Richtung auf ihrer Länge ca. um ein Geschoss abfallend verlaufen. Die besonnte und Aussichtsfassade bildet die Hypotenuse.
Die Grundidee für die formale Ausgestaltung ist vom Ansatz her auf einem quadratischen Grundriss mit Zeltdach aufgebaut. Aus diesem Körper wird um 45° gedreht der nächstkleinere quadratische Grundriss mit Seitenlinie 30m herausgeschnitten und in die Baulinien der Grenzabstände eingefügt.
Dadurch entstehen auf allen Seiten Giebelfassaden mit ansteigenden Firstlinien und im Bereich der Hauptfassade gegen die Sonne und die Aussicht die grösste Fassadenfläche.
Es entsteht ein Volumen, dessen Form der eines Kristalls ähnelt.
EG
3. OG
1.-3. OG
Materialisierung: Das Dach soll in Schiefer eingedeckt werden, hat wenig Verschnitte und die Entwässerung folgt auf die jeweiligen Gebäudeecken.
Die Fassade soll in ihrer massiven Bauweise betont werden, welche durch strukturelle Öffnungen in Holz und Glas unterbrochen wird. Die Hauptfassade, welche einen Schnitt durch den Ursprungskörper darstellt, soll Holz und Glas als Gestaltungselemente aufweisen. Die Balkone sind als halb ein- bzw. ausspringende Räume definiert.
Ansicht Nord-West
Das Volumen schafft maximale Grundfläche bei minimaler Oberfläche, wobei die sonnenexponierte Seite die grösste Öffnung des Volumens schafft. Die innere Organisation der Struktur baut auf dem vorgenannten Konzept auf, mit zentraler Vertikalerschliessung, frei schalt- und zuweisbaren Zimmern zu den jeweiligen Wohnräumen. Die Erdgeschosswohnungen haben entsprechende Aussenräume, welche gänzlich voneinander getrennt sind. Als besonders flexibles Element bietet sich der Zimmerkörper in der Hauptfassade an, welcher schaltbare
2-Zimmerwohnunen besitzt, dessen Wohnräume jedoch auch in Zimmer verwandelt werden und den jeweilig seitlich angeordneten Wohnungen zugewiesen werden können. Die Parkierung erfolgt auf zwei Ebenen. Um Verkehrsraum zu sparen, sind sie unabhängig voneinander erschlossen mit einer gemeinsamen Einfahrt auf die Kantonsstrasse. Dieser Ort ist aus topographischer wie auch verkehrstechnischer Sicht prinzipiell die beste und logische Zufahrt zum Grundstück. An diesem Punkt ist die Zu- und Wegfahrt optimal. Die Gebäudetechnik liegt in der untersten Ebene direkt unter der Zufahrt. Ein Teil der Garagenplätze besitzt einen eigenen, direkt zugänglichen Abstellraum für Ski, Velo etc. So hat jede Wohnung mindestens einen entsprechenden Platz. Die teilweise auch als Hobbyräume nutzbaren Keller sind auf der Ebene 0 im hangseitigen Teil des Gebäudes angesiedelt. Der Fitness/Spa Bereich ist im Dachraum von oben belichtet angeordnet.