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Die Forschungsgruppe "Medienpsychologie und Medienwirkung" beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit zentralen Themen der Rezeptions-, Selektions- und Wirkungsforschung, häufig mit Bezug auf Schweizer Medienangebote und ihre Wirkung auf das Schweizer Publikum. Im Mittelpunkt stehen die Selektion und Rezeption von Medienangeboten und deren Wirkung auf Gefühle, Denk- und Urteilsprozesse, Wissen, und Handlungen. Dabei konzentriert sich die Forschung auf zwei Schwerpunkte: Persuasionsforschung und Emotionsforschung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung beider Schwerpunkte (z.B. die Rolle von Emotionen in der Persuasion).
Beim Schwerpunkt „Persuasionsforschung" geht es etwa um folgende Fragen:
- Wie beeinflussen Medienangebote die öffentliche Meinungsbildung?
- In welcher Weise wirken sie verstärkend, abschwächend oder meinungsändernd aus?
- Welche Schutzmechanismen wenden Rezipienten gegen Persuasionsversuche an und wann kommen sie zum Einsatz?
- Welche Handlungsabsichten und Handlungen resultieren aus diesen Medienwirkungen (z.B. Kaufverhalten, Abstimmungsverhalten)?
- Wie beeinflussen emotionalisierte Persuasionsversuche die Meinungsbildung
Beim Schwerpunkt Emotionsforschung werden beispielsweise folgende Fragen untersucht:
- Wie werden emotionale Medieninhalte vom Publikum wahrgenommen?
- Welche Rolle spielen Emotionen bei der Verarbeitung von Medienbotschaften?
- Wie regulieren Rezipienten ihre Emotionen bei der Nutzung von Medienangeboten und wie bewältigen sie emotional belastende Mediennutzungssituationen?
- Reagieren emotionale Rezipienten anders auf emotionale Medienangebote als Menschen, die im Alltag eher wenig emotional sind und werden dadurch mögliche Wirkungen verstärkt?
Forschungspraktisch stehen Schweizer Medienangebote bzw. Kampagnen und ihre Wirkung im Fokus (häufig im Vergleich mit anderen europäischen Staaten und/oder der USA). Die Forschungsfragen werden vor allem in folgenden Anwendungsgebieten untersucht:
- Politische Kommunikation (z.B. Meinungsbildung zur Schweizer Politik; Schweizer Abstimmungskampagnen)
- Prosoziale Kommunikation (z.B. Kommunikation zu Nachhaltigkeit im Schweizer Tourismus Tabakpräventionskampagnen in der Schweiz)
- Werbekommunikation (z.B. Product Placement, Wirkung von Fondsprospekten)
- Unterhaltungskommunikation (z.B. Eudaimonische Unterhaltung, Mortality Salience)