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Die grosse Mehrheit der Jugendlichen findet nach der Lehre rasch eine Stelle. Knapp ein Fünftel ist jedoch im Zeitraum von zweieinhalb Jahren nach dem Abschluss mindestens einmal von Arbeitslosigkeit betroffen.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat erstmals die Laufbahn von Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre untersucht. Demnach treten 85 Prozent von ihnen spätestens drei Monate nach dem Abschluss die erste Arbeitsstelle an, wie das BFS am Dienstag mitteilte. Fast die Hälfte bleibt im Lehrbetrieb.
Rund 70 Prozent bleiben in den ersten drei Jahren nach dem Lehrabschluss ausschliesslich erwerbstätig. Gut ein Viertel der Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis, die sechs Monate nach dem Abschluss erwerbstätig waren, kehren zurück ins Bildungssystem, um beispielsweise eine Berufsmaturität oder eine zweite Ausbildung zu absolvieren.
Schwierigkeiten beim Arbeitsmarkteintritt
Obwohl die meisten Lehrabgänger direkt eine Stelle finden oder die Ausbildung fortsetzen, haben manche Mühe, auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. 19 Prozent sind innerhalb der ersten 30 Monate mindestens einmal als arbeitslos registriert. Dies ist besonders in der italienischsprachigen (38 Prozent) und der französischsprachigen Schweiz (28 Prozent) der Fall, während der Anteil in der Deutschschweiz (17 Prozent) deutlich geringer ist.
Der Anteil der als arbeitslos registrierten Personen mit Lehrzeugnis geht nach dem Abschluss zunehmend zurück. Nach sechs Monaten beträgt er 4 Prozent, nach 42 Monaten 2 Prozent. Jugendliche mit einer Ausbildung im Bereich «persönliche Dienstleistungen» sind 42 Monate nach Abschluss am häufigsten als arbeitslos registriert (3 Prozent). (sda)