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Untertitel: Die Äthiopierin unterbietet den Streckenrekord um über eine Minute
FürZenebech begann das Rennen zu verhalten. Deshalb nahm sie ihr «Schicksal» ab dem zweiten Kilometer selbst in die Hand und zog davon. Bei Kilometer 6,8 hatte die 20-Jährige bereits 25 Sekunden Vorsprung auf Leah Malot (Ken) und eine Minute auf deren Landsfrau und Vorjahressiegerin SusanKurui, welche diesmal Dritte wurde. Dieser Vorsprung sollte sich in der Folge kontinuierlich vergrössern. Nach 10,5 Kilometern war ihr Polster auf Malot bereits auf über eine Minute angewachsen.
Tola Zenebech zeigte sich unmittelbar nach dem Zieleinlauf etwas überrascht, dass sie keine Gegenwehr hatte: «Ich kenne Malot und Kurui. Ich habe nicht mit so einem einfachen Rennen gerechnet.» Sie sei in guter Form.
Treppenläufe und Sprünge
Sicher ein Grund für diese tolle Frühform von Tola Zenebech ist ein verändertes Wintertraining. Dabei wurde zum ersten Mal viel Wert auf den Muskelaufbau gelegt. Dies hatte sie in den Jahren zuvor praktisch komplett vernachlässigt. Die schmächtige Zenebech stemmte aber keine Gewichte, sondern trainierte in Form von Sprüngen und Treppenläufen. Dieser Kraftzuwachs zahlte sich nun am Kerzerslauf bereits ein erstes Mal aus.
Bahn hat Vorrang
Für Zenebech hat in dieser Saison die Bahn Vorrang. Dank ihrer hohen Grundschnelligkeit liegen ihr insbesondere die 5000 m und die 3000 m. Ab Mai wird die Äthiopierin Tempo trainieren für Rennen über die 1500 m. Starts sind für die «Athletissima» in Lausanne und für das internationale Meeting vonLuzern geplant.