Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03450.jsonl.gz/914

Das Wichtigste in Kürze
- Bereits zuvor hatte US-Präsident Joe Biden angekündigt, vier weitere Kreditinstitute, darunter auch Russlands zweitgrösste Bank VTB, mit noch weitergehenderen Sanktionen zu belegen, die sie ebenfalls aus dem US-Finanzmarkt und Währungssystem ausschliessen.
Dazu erklärte das Finanzministerium: «Russische Finanzinstitutionen führen weltweit täglich Währungsgeschäfte im Wert von 46 Milliarden US-Dollar aus, von denen 80 Prozent in US-Dollar passieren. Die grosse Mehrheit dieser Transaktionen wird nun unterbrochen.» Mit den zuvor angekündigten Massnahmen seien nunmehr rund 80 Prozent aller russischen Bankvermögen Ziel von Sanktionen, so das Ministerium.
Im Weissen Haus sagte ein stellvertretender nationaler Sicherheitsberater, Daleep Singh, die mit Bündnispartnern abgestimmten Sanktionen hätten die russische Wirtschaft bereits bei ihrer Ankündigung schwer getroffen. Der Rubel und die Börse seien gefallen, die Refinanzierungskosten der Regierung deutlich gestiegen. «Diese Auswirkungen werden mit der Zeit zu höherer Inflation, höheren Zinsen, niedrigerer Kaufkraft, niedrigeren Investitionen, weniger Produktivität, weniger Wachstum und niedrigeren Lebensstandards in Russland führen», sagte er.
Die US-Regierung kündigte auch strikte Exportkontrollen für Russland an, die rund 50 Prozent aller Hightech-Importe Moskaus betreffen sollen, darunter zum Beispiel auch der Ankauf von Halbleitern. Die USA hatten bereits am Dienstag den Handel mit russischen Staatsanleihen verboten und Sanktionen gegen zwei Banken verhängt.