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Ein wesentliches Argument ist die Klimapolitik. Dies geht aus der im vergangenen Jahr erschienen NEA-Studie über Kernenergie und das Kyoto-Protokoll hervor. 2002 deckten in den Mitgliedländern die 362 Kernkraftwerkseinheiten rund 24% des Elektrizitätsbedarfs. Drei Einheiten nahmen die Produktion neu auf, zwei wurden stillgelegt und sieben waren im Bau (Eines in Japan, zwei in Südkorea und zwei in der Slowakischen Republik). In den Ländern mit einem offenen Strommarkt erwiesen sich Lebensdauerverlängerungen und Leistungserhöhungen wieder als besonders kostengünstige und oft auch billigste Massnahmen, um die Stromerzeugungskapazität zu erhöhen. Die Sicherheitsbilanz der Kernkraftwerke im OECD-Raum war weiterhin sehr gut. Damit dies so bleibt, unterstützt die OECD entsprechende Massnahmen. Schwerpunkte waren im Berichtsjahr der Dialog mit der Öffentlichkeit, die Weiterentwicklung von Leistungsindikatoren für nukleare Sicherheit wie auch die Qualität der Behördenaufsicht, die Kompetenzerhaltung, der Schutz gegen gewaltsame äussere Einwirkungen sowie Bewilligungsfragen bei der Stilllegung und während der Entwicklung neuer Reaktorsysteme. Auf dem Strahlenschutzgebiet verfolgte die NEA in Zusammenarbeit mit der Internationalen Strahlenschutzkommission ICRP das Projekt weiter, ein näher an der Praxis orientiertes, stets auf den letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhendes System von Empfehlungen aufzubauen und veröffentlichte dazu einen Bericht. Im Abfallbereich war die NEA an internationalen Expertenberichten über geologische Lagerprojekte in Belgien, Frankreich, der Schweiz und den USA beteiligt. Dort wurde mit der Bewilligung des Yucca-Mountain-Projekts der grösste sichtbare Fortschritt erreicht.
Quelle
P.B. nach OECD-NEA Medienmitteilung, 26. Juni 2003