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Das Militärvelo gilt heute noch als Kult- und Liebhaberobjekt. «Perlen aus dem Archiv» blickt zurück.
Vor über 125 Jahren gründete die Schweizer Armee eine Radfahrertruppe. Zunächst mussten die Soldaten ihr Velo selbst mitbringen. Erst 1905 wurde ihnen ein Armeevelo zur Verfügung gestellt. Wie die Kavallerie galten die Radfahrer als Eliteeinheit in ihrer Funktion als Nachrichtenübermittler und Kuriere. Mehrere von ihnen schafften es bis in den Generalsrang, einer wurde sogar Bundesrat: Finanz- und Ex-Verteidigungsminister Ueli Maurer befehligte ein Radfahrer-Bataillon. 1924 wurden sie zur Kampftruppe umgewandelt. Sie waren zeitweise mit Maschinengewehr, Raketenrohr, Panzerabwehr-Lenkwaffe, Sturmgewehr und Panzerfaust bewaffnet. 2003 wurde die Truppe abgeschafft, weil sie als leicht verwundbar galt. Doch das hat dem Militärvelo als Kult- und Liebhaberobjekt keinen Abbruch getan.