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Baron Wilhelm Theodor von Kalbermatten
Baron Wilhelm Theodor von Kalbermatten war am 15. November 1793 in Eijsden, Provinz Limburg, Niederlande als Sohn des Hauptmanns Joseph Louis von Kalbermatten (1747-1834) aus Visp und der Marie Estelle Bouyer aus Saintes, Frankreich, geboren worden. Im Jahr 1804 trat er als Kadett ins 6. Schweizer-Regiment de Preux in spanischen Diensten ein. Er diente 1804-1814 in Spanien, wo er bis zum Unterleutnant aufstieg, an mehreren Schlachten teilnahm und 1811 in Gefangenschaft geriet. Am 27. September 1814 wechselte er zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder, Theodosius, ins 4. Schweizer Linien-Regiment nach Frankreich.
Anlässlich der neuen Militärkapitulation zwischen Frankreich und der Schweiz trat Kalbermatten wiederum in französische Dienste ein. Am 22. September 1816 erfolgte seine Ernennung zum Leutnant der Grenadiere im 3. Bataillon des 8. Schweizer Garderegiments von Affry.
Kalbermatten blieb bis zur Entlassung der Schweizer Regimenter im Jahr 1830 in französischen Diensten und kehrte anschliessend in die Schweiz zurück.
In St. Maurice hatte er 1842 gegen die Radikalen die "Gazette du Simplon" mitgegründet, war 1844 Kommandant der "Alt Schweiz" in den Kämpfen gegen die "Junge Schweiz" im Wallis, Staatsratspräsident 1845/1846 und 1846/1847 und befehligte als General die Walliser Truppen im Sonderbundskrieg 1847.
Nach dem Sturz des Sonderbundes berief ihn Papst Pius lX. 1850 in seine Dienste. Im Kirchenstaat übernahm Kalbermatten als Brigadegeneral das Kommando über die päpstlichen Truppen. Mit diesen verteidigte er Pesaro und Ancona und fochte in der Schlacht von Castelfidardo. 1870, als italienische Truppen Rom angriffen, war er unter den Verteidigern Roms und Mitglied des päpstlichen Kriegsrates.
Er blieb in Rom, wo er am 25. Dezember 1875 starb, wie sein Bruder Theodosius reich mit päpstlichen, französischen und österreichischen Orden dekoriert