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Die Geschichte von Yulia
«Mein Name ist Yulia. Mein Sohn Dima und ich kommen aus der Stadt Kramatorsk. Nach der russischen Invasion wurde die Stadt jeden Tag fürchterlich beschossen.
Der Vater meines Sohnes wird seit 2014 vermisst, als wir den ersten Krieg durchleben mussten und unter Besatzung standen. Auch damals mussten wir die Stadt für eine Weile verlassen, aber sie wurde befreit und wir konnten nach Hause zurück.
Leider haben wir seinen Vater nie wieder gefunden.
Diesmal haben mein Sohn und ich die Ukraine in einem Auto verlassen, das uns mein Vater gegeben hat. Wir haben vier Nächte im Auto geschlafen, ohne zu wissen, was wir nur tun sollen.
Dann haben wir eine Familie in Arlesheim (BL) gefunden, die uns Hilfe angeboten hat.
Wir sind jedem, der uns geholfen hat sehr dankbar.
Als wir am 31.März ankamen, war für mich am schwierigsten, nicht mit meiner Familie und meinen Freunden in der Ukraine sprechen zu können. Als uns dann noch das Geld ausging, mussten wir auf die Hilfe anderer, wie den Verein "FROM BASEL WITH LOVE", vertrauen.
Alleine hätte ich nicht überleben können. Jeden Monat gebe ich 140 Franken für den ÖV aus, weil ich zu Deutschkursen fahre, damit ich später einen Job finden kann. Den Rest vom Geld geben wir für die Einkäufe aus.
Leider können wir es uns nicht leiste,n Kleider zu kaufen, aber wir haben auch hierfür Hilfe gefunden.
Mein Sohn kann einmal in der Woche als Assistent arbeiten, ich habe leider immer noch keine Arbeit gefunden. Ich versuche so schnell wie möglich, die Sprache zu lernen, so dass ich auch arbeiten gehen kann.
Ich möchte jedem, der uns geholfen hat, danken. Wir danken euch aus tiefstem Herzen und beten, dass dieser Horror bald enden wird. Meine Eltern sind immer noch in Kramatorsk und ich habe wirklich Angst um sie und die anderen Menschen, die noch Stadt geblieben sind, die weiterhin angegriffen wird.
Nach allem das wir durchgemacht haben, bin ich innerlich in keiner guter Verfassung.
Ich bin ein starker Mensch und werde meinem Kind zuliebe durchhalten.
Aber manchmal ist es so schwer. Wir haben alles verloren. Unser Zuhause, den guten Job, das ruhige und glückliche Leben.»