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Schröpfen
Das Schröpfen ist ein Therapieverfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei dem Schröpfgläser, auch Schröpfköpfe genannt, auf die Haut angesaugt werden. Durch den Saugeffekt werden die aktivierenden und gesundheitsfördernden Effekte erklärt.
Die Schröpfgläser haben unterschiedliche Durchmesser und auch die Glasdicke kann stark variieren. Meistens wird der Rücken des Patienten geschröpft, wobei ein Schröpfen im Sitzen nur bei dünnwandigen Schröpfgläsern möglich ist.
Durch Zufuhr von Hitze oder einer Pumpe wird ein Unterdruck in den Gläsern erzeugt, wodurch sich diese fest an der Haut ansaugen und unterschiedliche körperliche Prozesse in Gang bringen.
Man unterscheidet trockenes Schröpfen, blutiges Schröpfen und Schröpfmassage.
Wenn die Haut vor der Therapie unbehandelt ist, spricht man vom trockenen Schröpfen. Werden hingegen die Hautareale unter den Schröpfgläsern vorsichtig angeritzt oder gestochen, spricht man vom blutigen Schröpfen, da sich Blut in den Gläsern ansammelt.
Bei der Schröpfmassage wird die Haut vor dem Schröpfen eingeölt und die Gläser auf der Haut verschoben, wobei die Saugwirkung beibehalten wird.
Dr. med. Karsten Ostermann M.A.
Das Schröpfen sollte nur von erfahrenen Therapeuten angewendet werden. In einem integrativen Gesamtkonzept eingebettet, können die gesundheitsfördernden Wirkungen des Schröpfens genutzt werden.