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Die erste Mitgliederversammlung der JUSO Uri tagte am vergangenen Samstag. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Anlass online durchgeführt. Zu Beginn des virtuellen Treffens wurden die Unterlagen für die kommenden Abstimmungen im März diskutiert und anschliessend die Parolen gefasst. Als erstes wurde zur Einführung einer «E-ID» die Nein-Parole gefasst. «Die Idee ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung durch private Unternehmen ist nicht vertrauenswürdig», äussert sich Chiara Gisler: «Konzerne interessieren sich nur für ihre Profite und wir sollten ihnen nicht unsere persönlichen Daten dazu als Mittel anbieten.»
Zum Verhüllungsverbot wurde ebenfalls von den Mitgliedern der JUSO Uri einstimmig die Nein-Parole gefasst. «Die Motive dieser Initiative sind nichts als rassistisch», erklärt Naomi Brot dazu: «Die Anzahl an Personen, die sich aus religiösen Gründen verschleiert ist sehr gering. Man sollte sich wirklich auf die richtigen Probleme in der Gesellschaft konzentrieren und für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen kämpfen, anstatt Initiativen zu lancieren, um lediglich rassistische Propaganda zu verbreiten.»
Zuletzt wird das Freihandelsabkommen mit Indonesien diskutiert. «Wir dürfen den Schweizer Konzernen nicht den Weg ebnen, durch den erleichterten Handel mit einem Land mit unmenschlicher und umweltschädlicher Produktion, ihre Profite zu maximieren», äussert Céline Walker zu der Vorlage. Zu guter Letzt entscheidet sich die JUSO Uri auch bei dieser Abstimmung für die Nein-Parole mit einer Enthaltung.
Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung präsentiert Naomi Brot in einem Bildungs Input die marxistische Philosophie mit einer anschliessenden Diskussion. Mit einem Zitat von Karl Marx fasst sie das Referat zusammen «Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert. Es liegt an uns, sie zu verändern.»