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Wegen eines unzulässigen Aktiendeals ist der frühere Swiss-Life-Finanzdirektor Dominique Morax vom Zürcher Obergericht zum zweiten Mal zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt worden. Anstatt 391'000 Franken muss der Ex-Manager jedoch dem Kanton Zürich über eine Million Franken abliefern.
Verurteilt wurde der 65-Jährige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Das erste Urteil des Obergerichts in dem Fall war vom Bundesgericht zurückgewiesen worden. Das oberste Schweizer Gericht hatte der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft Recht gegeben, die eine deutlich höhere Ersatzforderung verlangte.
Gemäss dem nun am 24. Juli gefällten und am Montag veröffentlichten Urteil, muss Morax dem Kanton Zürich einen widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil von 1'072'123 Franken abliefern.
Auch von den vier Mitbeschuldigten verlangt das Gericht erheblich höhere Geldbeträge zugunsten des Staates. Alle fünf Beschuldigten müssen zusammen 3,37 Millionen Franken abliefern, im ersten Urteil waren es noch 1,89 Millionen Franken weniger.
Bei der rechtlichen Würdigung gab es nichts Neues. Morax hatte sich vor über zehn Jahren als Finanzchef der Rentenanstalt (heute: Swiss Life) zusammen mit mehreren Mitgliedern der Konzernleitung ungerechtfertigt bereichert.
Sie operierten mit einer Beteiligungsgesellschaft mit dem Namen «Long Term Strategy». Sie erwarben im Jahr 2000 die Aktien zum Preis von 10 Franken statt zum effektiven Wert von 20,76 Franken. 2001 verkauften sie die Aktien mit Gewinn zurück an die Rentenanstalt. (whr/sda)