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Der Cloud-Security-Hersteller Zscaler stellt den „Exposed“ Report 2021 vor, dem ersten globalen Bericht über den Zustand von Angriffsflächen in Unternehmen. Basierend auf Daten, die zwischen Februar 2020 und April 2021 erhoben wurden, bietet diese Studie erstmals Einblick in die Auswirkungen der Angriffsflächen während der COVID-19-Pandemie.
Zscaler zeigt auf, dass die Angriffsflächen von Unternehmen mit dem zunehmenden Angebot von Remote-Arbeitsplätzen und damit verteilten Arbeitskräften wachsen. In Verbindung mit der zunehmenden Abhängigkeit von Public Cloud-Diensten und angreifbaren Enterprise-VPNs wurden grosse Organisationen, die keine Zero Trust-Sicherheit verwenden, anfälliger für Angriffe auf das Netzwerk. "Exposed" identifiziert die häufigsten Trends der Angriffsflächen nach Geografie und Unternehmensgrösse und beleuchtet die Branchen, die am stärksten von Public Cloud-Angriffen, Malware, Ransomware und Datenschutzverletzungen betroffen sind. Auch wenn Schwachstellen die Angriffsoberfläche von Unternehmen jeder Grösse betreffen, sind grosse internationale Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern aufgrund ihrer verteilten Belegschaft, Infrastruktur und einer grösseren Anzahl von zu verwaltenden Anwendungen stärker gefährdet. Um das Ausmass des Problems besser zu verstehen, analysierte der Report Organisationen in allen geografischen Regionen und teilte die Ergebnisse aus 53 Ländern zum besseren Verständnis in drei Regionen auf - Amerika, EMEA und APAC.
EMEA in Gefahr
Obwohl laut Studie 59 Prozent der untersuchten Unternehmen in Nord- und Südamerika angesiedelt waren, liegt EMEA jedoch mit 164 CVE-Schwachstellen an der weltweiten Spitze des Gefährdungspotenzials. Unternehmen in der EMEA-Region hatten die meisten exponierten Server, mit durchschnittlich 283 und 52 gefährdeten Public Cloud-Instanzen pro Unternehmen. Sie setzten eher veraltete SSL/TLS-Protokolle ein und hatten im Durchschnitt ein höheres Risiko von CVE-Schwachstellen. Hinter EMEA folgten Nord- und Südamerika mit 132 CVEs (20 Prozent weniger als in EMEA) und APAC mit durchschnittlich 80 möglichen CVE-Schwachstellen (51 Prozent weniger als in EMEA). Obwohl der Bericht zeigte, dass Unternehmen in EMEA ihre Infrastrukturen am weitesten exponierten, wiesen alle Regionen Schwachstellen auf. Deshalb ist es für IT-Teams unabhängig von ihrem Headquarter entscheidend, ihre Angriffsfläche zu minimieren und das Gefährdungspotenzial auszuschalten, wobei Best Practises bei der Implementierung von Zero Trust-Sicherheit helfen können.
Top exponierte Branchen
Zusätzlich zu den geografischen Daten wurden die Angriffsflächen von Unternehmen nach Branchen aufgeschlüsselt, um festzustellen, welche Organisationen am ehesten ins Visier von Cyber-Kriminellen geraten können. Der Bericht analysierte Unternehmen aus 23 verschiedenen Branchen und fand heraus, dass Telekommunikationsunternehmen am anfälligsten sind und die höchste durchschnittliche Anzahl an veralteten Protokollen in ihren Servern aufwiesen. Darüber hinaus hatten diese Unternehmen im Durchschnitt den dritthöchsten Anteil an ungeschützten Servern im Internet, was das Risiko erhöht, von Cyberkriminellen für DDoS- und Ransomware-Angriffe mit Double Extortion ins Visier genommen zu werden. Der Bericht zeigt auch, dass das Gastgewerbe - einschliesslich Restaurants, Bars und Lebensmitteldienstleister - im Durchschnitt die meisten exponierten Server und Public-Cloud-Instanzen aufwies; AWS-Instanzen waren dabei 2,9-mal häufiger exponiert als alle anderen Cloud-Anbieter. Da die COVID-19-Pandemie viele Restaurants dazu veranlasst hat, Online-Bestellungen anzubieten, hat die schnelle Einführung digitaler Zahlungssysteme die Risiken für Unternehmen und ihre Kunden erhöht.
Drei Schritte zur Verringerung der Angriffsfläche
Angesichts der täglich steigenden Zahl von Cyberangriffen müssen IT-Teams in Unternehmen ihre Angriffsfläche in eine umfassenden Sicherheitsstrategie einbeziehen. Ohne tiefgreifende Sicherheitsmassnahmen, wie ein Zero Trust-Modell, können digitale Transformationsinitiativen und die Cloud-Migration neue Angriffsvektoren schaffen und den Geschäftsbetrieb, den Ruf und die Sicherheit der Mitarbeiter gefährden. Obwohl kein Ansatz vollständig greift, gibt Zscaler die folgenden Tipps zur Minimierung von Risiken im Unternehmensnetzwerk:
- Angriffsfläche erkennen: Die Kenntnis über die Angriffsoberfläche ist der Schlüssel zur effektiven Risikominderung. Da immer mehr Anwendungen in die Cloud verlagert werden, ist es von entscheidender Bedeutung, die Netzwerkzugriffspunkte zu kennen, die dem Internet ausgesetzt sind. Unternehmen sollten daran denken, dass alles, was von Mitarbeitern gefunden und erreicht werden kann, potenziell auch Kriminellen einlädt.
- Kenntnis der potenziellen Schwachstellen durch VPNs und Firewalls: Im Zeitalter der Cloud und von Mobilität vergrössern diese Perimeter-basierten Technologien die Angriffsfläche erheblich. Unternehmen sollten sich über die neuesten Updates der CVE-Datenbank auf dem Laufenden halten. Sie müssen sicherstellen, dass sie die Unterstützung für ältere TLS-Versionen von Servern entfernen, um das Risiko zu verringern.
- Zero Trust unterstützt dabei Apps für Angriffe unsichtbar zu machen: Anwendungen, die durch die Zscaler Zero Trust Exchange-Plattform geschützt sind, sind nicht sichtbar oder auffindbar und beseitigen so eine Angriffsfläche. Die Plattform hilft IT-Sicherheitsteams, Zero Trust in jedes digitale Unternehmen zu bringen, stärkt den sicheren Webzugang und vereinfacht die Einführung von Zero Trust-Richtlinien erheblich.