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setzt sich nach NW. zum Sattelhorn (3745 m) fort, an das sich die schon beschriebene Bietschhornkette anschliesst, senkt sich zur Lötschenlücke (3204 m) u. zieht über den Anengrat (höchster Punkt in 3681 m) zum Mittaghorn (3895 m), dem Schlussglied der Kette des Petersgrates. Die ö. Abschnitte der Ketten des Bietschhorns und Petersgrates bilden mit dem Anengrat zusammen die Umrandung eines dem Hauptring angegliederten zweiten Firn- u. Gletschergebietes, dessen Eismassen sich schliesslich alle zum Lötschengletscher vereinigen.
Vom Mittaghorn an biegt die Kammlinie des Hauptringes nach NO. aus und trägt der Reihe nach die Ebnefluh (3964 m), das Gletscherhorn (3982 m) und die Jungfrau (4166 m), die westlichste Spitze des über der Kleinen Scheidegg aufragenden Dreigestirns Eier, Mönch und Jungfrau. Am Mönch (4105 m) wendet sich die Umrandung des zentralen Zirkus nach O., während der den Eiger (3975 m) tragende Wall die Linie Jungfrau-Mönch in der Richtung der Tangente nach NO. fortsetzt und mit dem Felsgipfel des Hörnli (2706 m) über dem Unter Grindelwaldgletscher abbricht.
Der Eiskamm des Fieschergrates, der vom Mönch an den zentralen Ring nach O. fortsetzt, endigt an den in der Richtung des Kammes hintereinander liegenden zwei Spitzen des Gross Fiescherhorns (4049 m) und Hinter Fiescherhorns (4020 m), sendet aber vorher noch eine Felszunge nach NO., die das Klein Fiescherhorn oder Ochs (3905 m) und das Grindelwalder Grünhorn (3121 m) trägt und den weiten Grindelwalder Fieschergletscher auf der rechten Seite umwallt (links die Ausläufer des Eiger).
Vom oben genannten Mittaghorn bis zum Hinter Fiescherhorn bildet die Kammlinie des zentralen Ringes die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Rhone und Aare. Verfolgen wir vom Hinter Fiescherhorn aus die Hauptkammlinie weiter, so sehen wir sie bald nach S. ablenken, über das Klein Grünhorn (3927 m), Gross Grünhorn (4047 m) und Grüneckhorn (3869 m) ziehen und endlich an der Felspyramide des Kamm (3870 m) ihren Abschluss finden. Wie schon bemerkt, stehen Kamm und Dreieckhorn gleich riesigen Torpfeilern links und rechts vom Abfluss des Grossen Aletschgletschers aus dem zentralen Firngebiet. An den Kamm schliessen sich nach S. noch die Walliser Fiescherhörner an, die in den ringsum vergletscherten Gipfeln des Schönbühlhorns (3864 m) und des Gross und Klein Wannehorns (3905 und 3717 m) ihre bedeutendsten Höhen erreichen. Endlich müssen wir noch des etwa 15 km langen Felskammes gedenken, der vom Klein Wannehorn nach S. abzweigend das linke Ufer des Grossen Aletschgletschers begleitet und auf dieser Strecke durch die Lücke des berühmten Märjelensees (2367 m) unterbrochen ist, um sich jenseits von Neuem zu heben, im weltbekannten Aussichtsberg des Eggishorns 2934 m zu erreichen und schliesslich in breiten Alpweidenterrassen zur Rhone niederzusteigen.
Eine Reihe von meist ausserordentlich schwierig zu begehenden Gletscherpässen unterbricht die Umfassungsmauer des zentralen Firngebietes. Wir nennen sie in der gleichen Reihenfolge, die wir bei der Aufzählung der Gipfel beobachtet haben: die Lötschenlücke (3204 m), führt ins Lötschenthal;
das Ebnefluhjoch (3750 m), zwischen Mittaghorn und Ebnefluh;
das Lauitor (3700 m), zwischen Gletscherhorn und Jungfrau, führt nach Lauterbrunnen;
das Jungfraujoch (3470 m), zwischen Jungfrau u.
Mönch, führt nach Lauterbrunnen;
das Mönchjoch (3618 m), führt nach Grindelwald;
die Grünhornlücke (3305 m), s. vom Grünhorn, führt zum Walliser Fieschergletscher;
endlich, zwischen Mönch und Eiger, das Eigerjoch (3619 m).
Das Hinter Fiescherhorn ist der Ausgangspunkt der Finsteraarhornkette im engern Sinne, die zuerst über einen Eis- und Felskamm zum Agassizhorn (3956 m) nach O. zieht, dann nach SO. umbiegt, sich zum Agassizjoch (3850 m) senkt und endlich zur gewaltigen steilen Pyramide des Finsteraarhorns (4275 m) sich aufschwingt. Das Finsteraarhorn hat der ganzen mächtigen Gebirgsgruppe seinen Namen gegeben und steigt dem Matterhorn ähnlich aus den ringsum um etwa 1000 m tiefer gelegenen Firngebieten mit derart steilen Felswänden zum Himmel auf, dass der Schnee an ihnen kaum zu haften vermag.
Während das Finsteraarhorn nach SO. zwischen Walliser Fiescherfirn und Studerfirn den mit dem Rothorn (3549 m) endigenden Felssporn vorschiebt, streicht die Kammlinie der Hauptkette nach O. fort, trägt über einem Eisgrat das Studerhorn (3637 m) und erreicht das Ober Aarhorn (3642 m), an dem sich die Kette in zwei, den Ober Aargletscher zwischen sich einschliessende Arme spaltet. Der die Wasserscheide zwischen Rhone und Aare fortsetzende S.-Arm zieht zunächst auf eine kurze Strecke direkt südlich, biegt dann aber plötzlich nach O. ab und endigt mit abnehmender Höhe über der Grimsel.
Von seinen Gipfeln mögen genannt werden das Rothorn (3458 m), Löffelhorn (3098 m) und das Gross und Klein Sidelhorn (2881 und 2766 m). Nach S. lösen sich von diesem Arm in beinahe rechtem Winkel eine Reihe von Seitenzweigen ab, die kleine, von zur Rhone gehenden Wildbächen entwässerte Querthäler unter sich einschliessen. Der westlichste dieser Seitenzweige geht vom Rothorn aus und spaltet sich selbst bald wieder in einen das linke Ufer des Walliser Fiescherhorns begleitenden, das Hinter u. Vorder Galmihorn (3482 und 3524 m) und das schöne Wasenhorn (3457 m) tragenden W.-Zweig und einen O.-Zweig.
Der andere vom Ober Aarhorn sich lösende Arm begleitet das linke Ufer des Unter Aargletschers u. das rechte des Ober Aargletschers; er zieht über das Grunerhorn (3510 m) zum Scheuchzerhorn (3471 m), das den Felssporn des Escherhorns (3080 m) nach N. zum Unter Aargletscher vorschiebt, biegt allmählig nach O. um und steigt über den Tierberg (3202 m), den Hinter Zinkenstock (3042 m) und Vorder Zinkenstock (2922 m) bis zur Vereinigung der beiden dem Ober und Unter Aargletscher entspringenden Quellbäche der Aare ab.
Die Kette des Finsteraarhorns wird ausser vom Agassizjoch noch vom Fiescherjoch (ca. 3600 m; zwischen Hinter Fiescherhorn und Klein Fiescherhorn), Studerjoch (3428 m) und Ober Aarjoch (3233 m) überschritten.
Der ganze nö. Abschnitt der s. Hälfte der Finsteraarhorngruppe bildet sozusagen eine eigene Gebirgsmasse, die man nach ihrem höchsten Punkt die Schreckhorngruppe nennen kann. Von den eben beschriebenen Gebieten trennt sie eine im Zickzack verlaufende, aber im Ganzen doch der Richtung SO.-NW. folgende Senke, die nur durch den die Strahlegghörner mit der Kette des Finsteraarhorns verbindenden Sattel des Finsteraarjoches (3390 m) unterbrochen erscheint. Dieser Sattel ist das einzige Verbindungsglied der Schreckhorngruppe mit den übrigen Abschnitten der Finsteraarhorngruppe. N. vom Finsteraarjoch wird die eben genannte Senke von dem seine Schmelzwasser zur Schwarzen Lütschine sendenden Unter Grindelwaldgletscher, s. davon von dem gewundenen Finsteraargletscher und dem ihn fortsetzenden Unter Aargletscher erfüllt.
Die Gruppe des Schreckhorns gehört in ihrer Gesamtheit zum Einzugsgebiet der Aare. Ihr westlichster Abschnitt besteht aus einer von SO.-NW. ziehenden Kette, die im S. mit der steilwandigen Pyramide des Abschwung (3143 m) beginnt und in der riesigen Schartenmauer der Lauteraarhörner sich fortsetzt. Deren höchster Gipfel, das Lauteraarhorn (4043 m), schiebt nach W. einen Fels- und Eisgrat vor, der sich am Strahleggpass (3351 m) nach S. wendet, unter dem Namen Mittelgrat oder Strahlegghörner (3482 m) parallel zur Kette der Lauteraarhörner streicht und mit der Nassen Strahlegg (3488 m) endigt. In der Hauptkette folgen auf die Lauteraarhörner das Gross und Klein Schreckhorn (4080 und 3497 m), die beide mit ihren dunkeln Felsabstürzen die beiden Grindelwaldgletscher überragen und von denen das Gross Schreckhorn der höchste Gipfel dieses ö. Abschnittes der Finsteraarhorngruppe ist.
Mit dem Mettenberg (2998 m) fällt diese Hauptkette zum Grindelwald ab. Von dem zwischen beiden Schreckhörnern stehenden Nässihorn (3749 m) zweigt nach NO. ein Eisgrat aus, über dessen tiefsten Punkt der Lauteraarsattel (3156 m) führt und der sich jenseits davon in zwei Arme spaltet. Der S.-Arm streicht zunächst auf etwa 4 km Länge nach SO., trägt als bedeutende Gipfel das Ankenbälli (3605 m) und Ewigschneehorn (3331 m), wendet sich dann über das Hubelhorn (3256 m) und den Kamm der Hühnerstöcke (3348 m) nach O. und endigt mit dem Bächlistock (3270 m). Hier neue Spaltung in drei weitere Zweige, deren (von S. an gezählt) erster und zweiter nur kurz sind, nach O. ziehen, den Bächligletscher zwischen sich einschliessen und am Aarelauf abbrechen. Der erste (rechtes Ufer des Bächligletschers) trägt das Brandlammhorn (3115 m), ¶
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die Brunberghörner (2984 m) u. den Juchlistock (2586 m), der zweite (linkes Ufer des Bächligletschers) den Diamantstock (2800 m) und Aelplistock (2895 m). Der dritte der vom Bächlistock ausstrahlenden Zweige ist etwa 12 km lang, geht der Aare nahezu parallel nach N., trägt das Hühnerthälihorn (3181 m), das Ritzlihorn (3282 m), den langen Kamm der Gallauistöcke (2894 m), das Bettlerhorn (2133 m) und findet über der Einmündung des Urbaches in die Aare seinen Abschluss.
Der nach N. orientierte zweite Arm der jenseits des Lauteraarsattels sich vollziehenden Spaltung hebt sich zunächst zum Berglistock (3657 m), senkt sich darauf zum Berglijoch (3141 m) und geht wiederum in zwei Kämmen auseinander, deren einer die stolze Gruppe der Wetterhörner trägt und deren anderer sich am Renfenhorn mit der das Urbachthal im W. begleitenden Kette verknüpft (während die gegenüberliegende Seitenmauer dieses Thales von den schon erwähnten Gallauihörnern gebildet wird).
Die Masse der Wetterhörner besteht aus drei in der Richtung nach NW. aufeinander folgenden Gebirgsstöcken, dem Rosenhorn (3691 m), Mittelhorn (3708 m) und Wetterhorn (3703 m), welch' letzteres seinerseits wieder einen im Wellhorn (3196 m) gipfelnden Kamm nach NO. vorschiebt. Wetter- und Wellhorn scheiden mit ihren drohenden Felswänden die Grosse Scheidegg im W. von dem Rosenlauigletscher im O. Beide Gehängeflanken der Wetterhörner sind mit mächtigen Firnfeldern umpanzert, die auf der einen Seite den Ober Grindelwaldgletscher, auf der andern den Rosenlauigletscher zu Thal senden.
Der vom Berglijoch nach NO. ausstreichende zweite Kamm bildet einen Schnee- und Eisgrat mit einigen aufgesetzten Felsspitzen und trennt den Rosenlaui- vom Gauligletscher. In seiner Mitte ist in ihn die wenig tiefe Scharte der Wetterlimmi (3182 m) eingeschnitten; an seinem O.-Ende verwächst er, wie bereits bemerkt, mit der das Urbachthal auf der linken Seite bogenförmig begleitenden Kette, die im S. mit dem felsigen Tellengrat (2824 m) beginnt, im Hangendgletscherhorn (3294 m) ihren höchsten Gipfel hat, mit der dreieckigen Pyramide des Renfenhorns (3272 m) weit nach W. ausbiegt und dann über Dossenhorn (3140 m), Gstellihorn (2857 m), die Engelhörner (2783 m), die Hohjägiburg (2641 m) und Jägiburg (2500 m) nach NO. zieht, um schliesslich unter das Aarethal zu tauchen.
B. Die nördliche Hälfte der Finsteraarhorngruppe
unterscheidet sich von der eben beschriebenen südlichen sowohl in ihrem landschaftlichen Charakter wie in ihrem geologischen Aufbau (der später eingehend behandelt werden wird) ganz wesentlich. Keiner ihrer Gipfel erreicht 3000 m, woraus folgt, dass mit ganz unbedeutenden Ausnahmen auch keine Gletscher und Firnfelder sich ausbilden können. Bezeichnend für das Ganze ist dessen Zusammensetzung aus zahlreichen, nach allen Richtungen hin streichenden kleinen Felsketten, die teils isoliert für sich bleiben, teils wieder miteinander verschmelzen und die einer Einteilung nach grossen Zügen ziemliche Schwierigkeiten entgegensetzen.
Diese n. Hälfte der Finsteraarhorngruppe kann in ein Dreieck zusammengefasst werden, dessen von S.-N. laufende Grundlinie der nahezu gerade Lauf der Kander bildet und dessen nach O. gerichtete scharfe Spitze in den Winkel zwischen Reichenbach und Aare zu liegen kommt. Eine Reihe von Querthälern durchschneidet das so umgrenzte Gebiet; ihr bedeutendstes ist das der Lütschine, das sich aus dem von S. herkommenden Lauterbrunnenthal und dem von O. herabsteigenden Lütschinenthal im engern Sinne oder dem Grindelwald zusammensetzt.
Daneben verdient auch noch das Kienthal, ein linksseitiger Ast des Kanderthales, genannt zu werden. Unsere Beschreibung gliedern wir der Uebersichtlichkeit wegen nach diesen Thalfurchen, derart, dass wir zuerst das Gebiet zwischen der Kander und dem Kienthal, dann dasjenige zwischen Kienthal und Lauterbrunnenthal, darauf die zwischen beiden Lütschinen (Lauterbrunnenthal und Grindelwald) sich erhebende Bergmasse und endlich das ganze Stück ö. der Schwarzen Lütschine als Einheiten betrachten werden.
Zwischen dem Lauf der Kander und dem Kienthal erhebt sich eine der Form nach einem liegenden T zu vergleichende Gebirgsmasse. Der horizontale Ast dieses T streicht über dem Oeschinenthal von W.-O. und beginnt im W. mit der trotzigen Pyramide der Birre (2511 m), um über das Zahlershorn (2745 m) die Wittwe oder das Dündenhorn (2865 m) zu erreichen, das im Schnittpunkt der beiden Aeste des T liegt und zugleich die höchste Spitze dieses Gebietes ist. Auf der anderen Seite des Dündenhorns setzt sich der horizontale Balken dieses T mit einem am Hohtürli (2707 m) endigenden Felskamm fort. Der nach N. zu gerichtete vertikale Ast des T trägt in seiner Mitte das Aermighorn (2745 m) und sendet einige wenig wichtige Verzweigungen nach O. aus. Parallel mit dem vertikalen Balken des T streicht im selben Gebiet eine weitere, kleine Kette, die im Giesenengrat (2379 m) gipfelt und im N. mit dem Gerihorn (2132 m) abschliesst.
Wir kommen zum Teilstück zwischen Kienthal und dem Thal der Weissen Lütschine (Lauterbrunnenthal). Hier fällt uns zunächst im S. ein halbkreisförmiger, nach N. zu konkaver Gebirgsbogen auf. Am Schilthorn (2973 m), dem höchsten Gipfel der gesamten N.-Hälfte der Finsteraarhorngruppe, vereinigen sich von NW. und NO. her die beiden Bogenstücke dieses Hufeisens. Der NW.-Arm springt zunächst mit der Kilchfluh (2834 m) nach innen vor, erreicht dann das Gross Hundhorn (2932 m) und begleitet als langer felsiger Kamm die rechte Seite des Kienthales; der NO.-Arm streicht über den Schwarzgrat, setzt sich im Schwarzbirg (2758 m) fort und endigt breit zwischen Sausbach und Weisser Lütschine.
Dieser Halbkreis umfasst, wie schon bemerkt, nur den s. Abschnitt des Gebietes zwischen Kienbach und Weisser Lütschine; die übrige Hälfte erfüllen eine Reihe von mehr vereinzelt stehenden kleinen Gebirgsstöcken. Deren bedeutendster ist der sternförmige Stock des Morgenberghorns (2251 m), dessen drei Strahlen mit unter sich nahezu gleichen Winkeln nach NW., SO. und NO. auszweigen. Der NW.-Strahl, der kürzeste und niedrigste der drei, bildet den rechtsseitigen Abschluss des zum Kienthal ausmündenden Suldthales.
Der SO.-Strahl senkt sich vom zentralen Morgenberghorn an zunächst zu dem vom Suldthal ins Saxetenthal hinüberführenden Pass des Tanzbödeli (1880 m) und steigt dann über die Schwalmernhörner bis zu seinem Gipfelpunkt, dem Höchst Schwalmern (2727 m), stetig an, um hier seinerseits sich nach drei Seiten zu verzweigen: nach SW. mit dem im Mittel 2500 m hohen, über dem Bochtenbach (Zufluss zum Kienbach) endigenden felsigen Schwalmerngrat, nach S. mit einem das Hohganthorn (2776 m) tragenden und am Drettenhorn (2806 m) mit einer kleinen, der Innenseite des bereits beschriebenen Hufeisens vorgelagerten Kette im rechten Winkel verschmelzenden Kamm und endlich mit einem vom Höchst Schwalmern nach O. abgehenden, an den Lobhörnern (2523 und 2570 m) nach N. umbiegenden und die Sulegg (2412 m) und den Bellenhöchst (2094 m) tragenden Ast, der nach O. noch einige kleine Ausläufer entsendet und zusammen mit dem SO.- und NO.-Strahl des Morgenhorns das reizende Saxetenthal einschliesst.
Der NO.-Strahl des Sternes ist ein etwa 8 km langer steiniger Kamm der zuerst Leissigengrat (2035 m), dann Därligengrat (1822 m) heisst, an Höhe beständig abnimmt, über der kleinen Alluvionsebene des Bödeli endigt und das Saxetenthal vom Thunersee trennt. Im gleichen Gebiet können noch zwei zwischen Suld- und Kienthal von SW.-NO. streichende kleine Ketten erwähnt werden, deren südliche im Dreispitz (2522 m) gipfelt und über rasenbestandene Rücken einerseits mit dem schon genannten Schwalmerngrat, andererseits mit der nördlichen der beiden kleinen Ketten, der im Wetterlattehorn (2011 m) gipfelnden Standfluh, verschmilzt.
In dem von den beiden Armen der Lütschine und der Kleinen Scheidegg umschlossenen Raum erhebt sich ein Berggebiet, das ebenfalls mit einem dreistrahligen Stern verglichen werden kann. Vom Mittelpunkt, dem berühmten Aussichtsberg des Männlichen (2345 m), zweigt der Hauptstrahl dem Thal der Weissen Lütschine parallel nach S. aus, trägt den Tschuggen (2523 m) und das Lauberhorn (2475 m) und senkt sich schliesslich zur kleinen Scheidegg (2066 m) ab.
Die beiden andern, viel weniger wichtigen Strahlen ¶