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Dorothy Arzner: Pioneer, Queer, Feminist
FR 2023, 53', DCP, E/f. Regie Clara Kuperberg, Julia Kuperberg. Drehbuch Clara Kuperberg, Julia Kuperberg.
In ihrer aufschlussreichen Dokumentation zeichnen Clara und Julia Kuperberg mit viel Archivmaterial und mit Ausschnitten aus zwei Interviews mit Dorothy Arzner den einzigartigen Weg einer Frau nach, die sich in einem von Männern dominierten System durchsetzen konnte. Der Eintritt ist frei - Platzkarte erforderlich.
Dorothy Arzner begann ihre Karriere als Cutterin, bevor sie in den 1920er-Jahren als Regisseurin tätig wurde. Die Zensurbestimmungen – der berühmte Hays Code – waren noch nicht in Kraft getreten; Sex und Körper hatten auf der Leinwand freie Bahn. Selbst die grössten Tabus schreckten Regisseure und Drehbuchautoren nicht ab. Als echte feministische Pionierin, die dieses Etikett nie für sich beanspruchte, schuf sie überwiegend weibliche Charaktere: untypische, moderne Heldinnen, die zu allem bereit sind, um sich von ihrem vorbestimmten Schicksal loszusagen. Wie viele Frauen der damaligen Zeit geriet sie in Vergessenheit. Francis Ford Coppola nannte sie als seine Mentorin während seines Studiums an der UCLA, und Jodie Foster wurde in den letzten Jahren dazu bewegt, Arzner-Filme zu restaurieren.