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Autor: URS HAENNI
Le Mouret «Diese Wahlen hören heute Abend für mich auf. Ich ziehe mich zurück zugunsten von Maurice Ropraz und einer bürgerlichen Mehrheit im Staatsrat.» Mit diesen Worten hat gestern Markus Ith seinen Verzicht auf eine Teilnahme an einem zweiten Wahlgang für den Staatsrat bekannt gegeben.
«Do Ith für Maurice und die FDP», forderte Ith die Anwesenden der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der FDP gestern in Le Mouret auf.
Maurice Ropraz nahm das Votum von Ith auf und motivierte die Parteimitglieder, sich für den zweiten Wahlgang zu mobilisieren. «Die Linke repräsentiert einen Drittel des Parlaments, zwei Drittel sind Mitte-Rechts. Da ist die Forderung nur legitim, dass auch die Regierung bürgerlich bleibt», sagte Ropraz.
Kantonalpräsident Jean-Pierre Thürler dankte Markus Ith für seinen verantwortungsvollen Entscheid und sagte: «Die FDP strebt keinen zweiten Sitz mehr an. Für uns geht es nun darum, die Kampagne fortzusetzen, um den FDP-Sitz zu verteidigen.»
Vorstand darf verhandeln
Der Vorstand hat von der Versammlung die Kompetenz erhalten, Verhandlungen mit anderen Parteien aufzunehmen, um möglicherweise eine gegenseitige Wahlempfehlung auszusprechen. «Ich sage noch nicht, mit wem wir uns absprechen. Das ist nun Sache des Vorstandes», so Thürler. Auf eine entsprechende Frage aus der Versammlung sagte er aber: «Ich persönlich mache keinen Schritt, um Kontakt mit Albert Bachmann aufzunehmen. Wir können mit Bachmann keinen Dialog führen.»
Thürler sagte gegenüber der Versammlung aber auch, dass man am liebsten keinen zweiten Wahlgang mehr will. Für ihn hat das Volk gesprochen und sieben Personen auf die ersten sieben Plätze gesetzt. Mit Ropraz als Siebtklassiertem gibt es für die FDP keinen Grund mehr, daran etwas zu ändern.
Laut dem ehemaligen FDP-Präsidenten Charly Haenni werde es wohl vor allem auf die SVP ankommen, ob es zu einem zweiten Wahlgang kommt. «Die SVP will wohl, aber das Resultat von Page rechtfertigt einen zweiten Wahlgang nicht.» Wenn die SVP das Resultat vom Sonntag anerkenne, dann könnte sich auch die Linke mit dem Erreichten zufriedengeben, so Haenni.