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Ein Totalabriss und Neubau des im Volksmund «Fleischkäse» genannten Erweiterungsbaus aus den 1980er-Jahren könnte negative Auswirkungen auf die den Altbau tragenden Eichenpfähle haben und das Gebäude abkippen lassen, wie das Opernhaus am Dienstag mitteilte.
Die Pfähle und die so genannte Wanne, der Baugrubenabschluss, in der der Erweiterungsbau vor dem Zürichsee geschützt liegt, sollen erhalten werden. Laut der Empfehlung eines Architekturbüros liesse sich auch darüber hinaus ein Teil des Bestandes erhalten.
Lassen sich die Wanne und allenfalls weitere bestehende Elemente erhalten, führt dies zu einer deutlichen Verbesserung der Ökobilanz des Projekts. Auch finanzielle und terminliche Gründe sprechen für diese Variante.
Ein Nachteil ist, dass sich bei der Beibehaltung der Wanne keine zusätzlichen Untergeschosse bauen lassen. Die zusätzlichen Flächen, die das Opernhaus braucht, müssen also oberirdisch realisiert werden.
Mit dem im vergangenen Frühjahr gestarteten Projekt «Zukunft Oper» soll die in der ersten Hälfte der 2030-Jahre fällige Sanierung des historischen Opernhauses und des Erweiterungsbaus geplant werden. Dabei soll auch sichergestellt werden, dass das Opernhaus künftig über deutlich mehr Platz als bisher verfügt.
Aufstockung als Zwischenlösung
Um die Platzprobleme des Opernhauses schon vor Beginn des grossen Sanierungs- und Neubauprojektes zu mildern, soll der bestehende Erweiterungsbau diesen Sommer aufgestockt werden. Dies unter der Voraussetzung, dass gegen die im Dezember vergangenen Jahres erteilte Baubewilligung keine Rekurse eingehen.
Die temporäre, eingeschossige Holzkonstruktion hat eine Nutzfläche von 330 Quadratmetern. Der Dachaufbau kostet knapp 4,6 Millionen Franken.