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Leider muss der Schweizerische Fischerei-Verband den Hinschied seines früheren Zentralpräsidenten Werner Widmer (31.3.1944 - 5.11.2016) bekannt geben. Der Verstorbene wirkte von 2001 bis 2009 als Zentralpräsident. Der SFV entbietet seinen Angehörigen sein Beileid.
Werner Widmer übernahm das Präsidium des Schweizerischen Fischerei-Verbands im Jahre 2001 als Quereinsteiger. Dank dem eingespielten Team der Geschäftsleitung und der Unterstützung durch den langjährigen Geschäftsführer Tobias Winzeler arbeitete er sich rasch ein.
In seine Amtszeit fiel der Start diverser Projekte, die die Fischereipolitik der folgenden Jahre neu ausrichten sollten:
Die Revision der Tierschutzgesetzgebung des Bundes mündete in die Ausbildung zum Sachkundeausweis und der Organisation des Netzwerks Anglerausbildung.
Die Fischereiberatungsstelle Schweiz FIBER wurde aufgebaut.
Werner Widmer knüpfte dank seinen Sprachkenntnissen persönliche Kontakte zum Tessiner Fischereiverband, dessen Beitritt zum SFV jedoch erst noch reifen sollte.
Trotz seines stark auf Konsens ausgerichteten Stils scheute er sich nicht, den damaligen internen Streit zweier Fischereivereine bzw. –verbände im Kanton Genf zur Chefsache zu erklären, was mit dem Ausschluss eines der Gruppierungen aus dem SFV endlich Ruhe brachte.
Unter dem Präsidium von Werner Widmer wurde an der DV in Brunnen im Jahre 2004 die Lancierung der Volksinitiative „Lebendiges Wasser“ beschlossen. Es gelang ihm, weitere bedeutende Umweltorganisationen ins Boot zu holen. Am 3. Juli 2006 konnten dem Bund die sensationelle Anzahl von 162‘511 Unterschriften übergeben werden. Damit war die Grundlage für den erzielten Kompromiss bei der Revision des Gewässerschutzgesetzes gelegt.
Alle, die mit Werner Widmer zusammengearbeitet haben, erinnern sich gerne daran, dass er vor allem auch ein guter Kamerad war.