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Aphthen sind schmerzhafte, runde oder ovale Schleimhautschäden im Mundraum. Gelegentlich treten Aphthen auch im Genitalbereich auf. In den meisten Fällen sind Aphthen harmlos und heilen ohne Folgen wieder ab – sie können das Wohlbefinden jedoch erheblich beeinträchtigen, insbesondere, wenn sie immer wiederkehren.
Aphthen zählen zu den häufigsten Krankheiten der Mundschleimhaut. Sie können einmalig oder immer wiederkehrend auftreten. Ist Letzteres der Fall, spricht man auch von habituellen Aphthen.
Eine Aphthe erkennt man an einem gelblich bis grauweissen Belag, der meist von einem entzündlichen roten Hof umgeben ist. Die Grösse der schmerzhaften Bereiche kann variieren – während manche Aphthen so gross wie ein Stecknadelkopf sind, weisen andere einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern auf.
Die Ursache immer wiederkehrender Aphthen ist nicht bekannt; fast immer bleibt ungeklärt, wie die schmerzhaften Schleimhautschäden entstanden sind. In den meisten Fällen sind die Betroffenen ansonsten gesund. Als mögliche Ursachen werden beispielsweise Faktoren wie Eisenmangel oder eine Empfindlichkeit gegen bestimmte Lebensmittel diskutiert, aber auch psychische Belastungen oder mechanische Verletzungen im Mundraum kommen infrage. Zudem treten Aphthen familiär gehäuft auf. Dass Aphthen durch Viren oder Bakterien verursacht werden, konnte man bisher nicht belegen.
Aphthen können auch im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen auftreten, so zum Beispiel im Rahmen der Gefässerkrankung Morbus Behçet.
Eine spezielle Behandlung der Aphthen ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Therapie beschränkt sich darauf, die Symptome zu lindern und den Heilungsverlauf zu beschleunigen. Hierfür können desinfizierende oder schmerzlindernde Mundspülungen, Lutschtabletten oder Gels hilfreich sein. Zudem sollte man vorübergehend auf Nahrungsmittel verzichten, die die Schmerzen verstärken könnten, so zum Beispiel auf Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze. In schweren Fällen muss der Betroffene Medikamente mit sogenannten Glukokortikoiden gegen die Aphthen einnehmen.
Aphthen (fälschlicherweise auch: Aphten) sind schmerzhafte, oberflächliche Schädigungen der Schleimhaut, die zumeist im Mundraum vorkommen, aber auch auf der Genitalschleimhaut entstehen können. Eine Aphthe ist in der Regel rund oder oval und übersteigt meist nicht den Durchmesser einer Linse, kann aber in Einzelfällen auch bis zu drei Zentimeter gross werden.
Treten Aphthen über Jahre bis Jahrzehnte hinweg immer wieder auf, spricht man von habituellen (habituell = gewohnheitsmässig, öfter auftretend) oder auch chronisch rezidivierenden Aphthen.
Von solitären Aphthen (akut-solitären Aphthen) spricht man, wenn es sich nur um eine einzelne Aphthe handelt oder wenn nur wenige Aphthen auftreten und nicht wiederkehren.
Als sogenannte Bednar'sche Aphthe bezeichnet man kleine Verletzungen der Mundschleimhaut bei Säuglingen, die zum Beispiel durch das Saugen an der Flasche entstehen. Sie entstehen meist im Bereich des harten Gaumens.
Manchmal entwickelt sich eine Aphthe an der Zungenunterfläche oder am Zungenbändchen von kleinen Kindern, wenn diese häufig mit herausgestreckter Zunge husten – so zum Beispiel bei Keuchhusten. Diese Form der Aphthe ist daher auch als Keuchhustengeschwür oder auch Fede-Riga'sche Aphthe bekannt.
Die immer wiederkehrenden, sogenannten habituellen Aphthen kommen sehr häufig vor. Aphthen zählen zu den häufigsten Krankheiten der Mundschleimhaut. Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis zehn Prozent der Bevölkerung einmal in ihrem Leben von wenigstens einer Aphthe betroffen.
An habituellen Aphthen leiden vorwiegend Frauen. Aphthen treten familiär gehäuft auf.
Aphthen können viele Ursachen haben – in den meisten Fällen bleibt jedoch ungeklärt, wie die schmerzhaften Schleimhautschäden im Mundraum entstanden sind.
Die Ursache für immer wiederkehrende Aphthen (sog. habituelle oder chronisch rezidivierende Aphthen) ist nicht bekannt. Die Schleimhautreaktionen sind möglicherweise auf eine Immunreaktion des Körpers zurückzuführen, deren Entstehung jedoch unklar ist. Meist sind die Betroffenen ansonsten gesund und es ist keine konkrete Ursache für die Aphthen zu erkennen. In manchen Fällen scheinen jedoch bestimmte Einflüsse eine Rolle zu spielen. Diskutiert werden auslösende Faktoren wie:
Dass Viren oder Bakterien die Ursache sein könnten, wurde zwar diskutiert, jedoch bislang nicht belegt.
Aphthen können auch im Rahmen von anderen Erkrankungen auftreten. Hierzu zählen zum Beispiel:
Menschen mit einer HIV-Infektion leiden häufiger unter wiederkehrenden Aphthen. Zudem kann die Einnahme von Medikamenten (z.B. durch entzündungshemmende Medikamente) eine Ursache für die Entstehung von Aphthen sein.
Die Ursachen einzeln auftretender, nicht wiederkehrender Aphthen (sog. solitäre Aphthen) sind vielfältig. Mögliche Auslöser sind:
Bednar'sche Aphthen sind die Folge von kleinen Verletzungen der Mundschleimhaut bei Säuglingen, die zum Beispiel durch das Saugen an der Flasche entstehen. Sie treten meist im Bereich des harten Gaumens auf.
Manchmal entstehen Aphthen an der Zungenunterfläche oder am Zungenbändchen von kleinen Kindern, wenn diese häufig mit herausgestreckter Zunge husten – so zum Beispiel bei Keuchhusten (sog. Keuchhustengeschwür oder auch Riga'sche Aphthe). In diesem Fall ist eine mechanische Reizung die Ursache.
Aphthen weisen charakteristische Symptome auf. Die schmerzhaften Stellen im Mund sind in der Regel kreisrund oder oval und übersteigen eher selten die Grösse einer Linse. Sie befinden sich auf der Schleimhaut der Mundhöhle, auf der Zunge (v.a. am Zungenrand), auf den weichen Teilen des Gaumens oder dem Zahnfleisch (Gingiva).
Seltener sind Aphthen nicht im Mund, sondern auch auf der Schleimhaut im Genitalbereich zu finden.
Die ersten Symptome einer Aphthe sind oft Missempfindungen wie Brennen oder Spannen an der betroffenen Stelle – entweder im Mund oder im Genitalbereich. Nach etwa 24 Stunden rötet sich die Stelle und es entwickelt sich ein flacher Schleimhautdefekt mit einem gelblich bis grauweissen Belag aus Fibrin, einem faserigen Eiweiss, das bei der Blutgerinnung entsteht. Die Aphthe ist meist von einem entzündlichen roten Hof umgeben. Die Grösse der Aphthen kann variieren – von der Grösse eines Stecknadelkopfs bis hin zu Aphthen, die einen Durchmesser bis zu drei Zentimetern aufweisen.
Immer wiederkehrende, sogenannte habituelle Aphthen (auch: chronisch rezidivierende Aphthen) zeichnen sich dadurch aus, dass sie über Jahre bis Jahrzehnte hinweg in Intervallen von Wochen bis Monaten erneut auftreten. Oft befinden sich dabei mehrere schmerzhafte Aphthen gleichzeitig im Mund, die meist nur so gross wie ein Stecknadelkopf sind, jedoch auch bis zu drei Zentimeter gross werden können.
Es können drei Haupttypen der habituellen Aphthen unterschieden werden, die sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen:
Um bei Verdacht auf Aphthen eine Diagnose zu stellen, inspiziert der Arzt zunächst den Mundraum oder auch den Genitalbereich, wenn die Beschwerden dort vorliegen. In der Regel erkennt der Arzt Aphthen an ihrem typischen Aussehen und dem Verlauf, so dass die körperliche Untersuchung für die Diagnose oft ausreicht.
Nur in Einzelfällen ist es hilfreich, weitere Untersuchungen durchzuführen. Wenn die Aphthen immer wiederkehren oder besonders gross sind, muss der Arzt prüfen, ob unter Umständen eine andere Erkrankung vorliegt. So ist es beispielsweise möglich, dass Aphthen im Rahmen von Krankheiten wie etwa Morbus Behçet auftreten. Auch im Zusammenhang mit Keuchhusten können Aphthen durch mechanische Reizung entstehen, wenn kleine Kinder zum Beispiel mit herausgestreckter Zunge husten.
Zudem kann es nötig sein, andere Krankheiten, die dem Erscheinungsbild von Aphthen sehr ähnlich sind, auszuschliessen, so zum Beispiel Herpes simplex oder Maul- und Klauenseuche.
Meist bedürfen Aphthen keiner speziellen Therapie, sondern heilen von allein wieder ab. Bei der Behandlung geht es lediglich darum, die Symptome zu lindern und die Heilung zu beschleunigen. Treten die Aphthen im Rahmen einer anderen Erkrankung auf (z.B. Morbus Behçet oder Morbus Crohn), muss diese behandelt werden.
Einzeln vorkommende, sogenannte solitäre Aphthen heilen meist rasch und ohne Narbenbildung wieder ab, eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig. Um Schmerzen zu lindern, kann es hilfreich sein, die betroffenen Stellen mit einer betäubenden Lösung (Lokalanästhetikum) zu betupfen, so zum Beispiel mit dem Wirkstoff Benzocain.
Wenn Sie unter Aphthen im Mundraum leiden, sollten Sie am besten auf Nahrungsmittel verzichten, die die Schmerzen verstärken könnten. Hierzu zählen beispielsweise Gewürze, Zitrusfrüchte, Obstsäfte oder alkoholische Getränke. Speisen wie Zwieback oder Brötchen können die angegriffene Schleimhaut irritieren, so dass Sie diese nur vorsichtig verzehrt werden sollten, solange sich Aphthen im Mund befinden. Besteht der Verdacht, dass ein bestimmtes Nahrungsmittel auslösend gewesen sein könnte, sollten Sie dieses meiden.
Beim Zähneputzen ist es wichtig, besonders vorsichtig vorzugehen. Achten Sie auf eine besonders gründliche Mundhygiene mit keimabtötender Mundspülung, damit sich keine Bakterien im gereizten Mundraum ausbreiten können.
Auch immer wieder auftretende, sogenannte habituelle oder chronisch rezidivierende Aphthen, können nur symptomatisch behandelt werden, da die eigentliche Ursache unbekannt ist. Die Behandlung verkürzt zwar die Heilungszeit, hat jedoch keine Auswirkungen auf den Zeitraum, in dem die Aphthen wiederkehren.
Folgende Mittel können hilfreich sein:
In schweren Fällen vom Major-Typ werden Aphthen nicht nur lokal behandelt. Zusätzlich muss der Betroffene glukokortikoidhaltige Medikamente einnehmen (sog. systemische Therapie).
Die meisten Aphthen heilen im Verlauf von zwischen einigen Tagen bis zwei Wochen ab.
Der Verlauf immer wiederkehrender Aphthen – sogenannter habitueller oder chronisch rezidivierender Aphthen – hängt unter anderem davon ab, um welchen Typ es sich handelt. Wenige kleine Aphthen (Minor-Typ) heilen in der Regel ohne Narbenbildung wieder ab, während grössere, tiefere Aphthen (Major-Typ) eine längere Heilungszeit von bis zu sechs Wochen benötigen und Narben zurücklassen können.
Habituelle Aphthen können lebenslang in Schüben immer wieder auftreten.
Beim sogenannten herpetiformen Typ entstehen die Aphthen über Jahre bis Jahrzehnte hinweg immer wieder erneut; nur selten ist der Betroffene völlig beschwerdefrei. Komplikationen kommen bei Aphthen nur selten vor. In schweren Fällen können bakterielle Infektionen entstehen, die mit Entzündungen einhergehen.
Aphthen können Sie nur begrenzt vorbeugen, denn die Ursachen für die schmerzhaften Schleimhautschäden im Mundraum beziehungsweise Genitalbereich sind weitgehend unbekannt.
Besteht der Verdacht, dass bestimmte Nahrungsmittel der Auslöser für Aphthen gewesen sein könnten – zum Beispiel Nüsse oder Tomaten –, sollten Sie diese in Zukunft möglichst meiden.
In manchen Fällen kann psychische Belastung Aphthen hervorrufen. Daher ist es wichtig, wenn Sie Stress vorbeugen beziehungsweise diesen abbauen.
Treten Aphthen öfter auf oder sind diese besonders gross, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen, um eine andere Erkrankung auszuschliessen.