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Das revidierte Umweltschutzgesetz sowie die zugehörige Verordnung über Belastungen des Bodens schreiben neu auch den Schutz des Bodens vor physikalischen Belastungen, die die Bodenfruchtbarkeit langfristig beeinträchtigen, vor. Darunter fallen Bodenverdichtungen infolge mechanischer Belastungen. Die praktische Umsetzung des physikalischen Bodenschutzes führt insbesondere in der Landwirtschaft zu Konflikten, da für eine effiziente Bewirtschaftung oft schlagkräftige, aber schwere Maschinen eingesetzt werden. Bodenverdichtungen entstehen durch Zusammendrückung und Scherung, das heisst, plastische Deformationen. Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse aus vier Feldversuchen vor, in denen die vertikale Verformung des Bodens unter den Fahrzeugen in situ gemessen wurde. Die Setzungen der Bodenoberfläche wurden mit einem geodätischen Nivellement erfasst, diejenigen in tieferen Schichten des Bodenprofils mit einem neuen hydrostatischen Messsystem zur Unterflurnivellierung. In zwei Feldversuchen fuhren Raupenbagger über trockenen Boden, in den zwei anderen Versuchen hat ein Zuckerrübenvollernter sehr feuchte Böden befahren. Im trockenen Boden herrschte die elastische Verformung vor, in tieferen Schichten betrug die plastische Setzung nur wenige Zentimeter (max. 6 mm in 30 cm and 2 mm in 50 cm). Im Gegensatz dazu wurden im feuchten Boden bis in eine Tiefe von 60 cm Setzungen von 14 bis 24 mm erfasst. Die Grösse der Setzungen reduzierte sich von der Bodenoberfläche bis in tiefere Schichten. Dennoch blieb die Verformung über die ganze Beobachtungszeit, die im Maximum 12 Tage betrug, hinaus bestehen. Zudem wurde der Effekt mehrfacher Befahrung mit dem Oberflächen-Nivellement geprüft. Vier Überfahrten verursachten eine fast doppelt so grosse Setzung als eine einzige Überfahrt. Auch diese Oberflächenverformung blieb über die gesamte Beobachtungszeit hinaus bestehen. Aus diesen Feldversuchen kann geschlossen werden, dass in dieser kombinierten Messmethode ein grosses Potenzial für ein Langzeit-Monitoring zur Erfassung einer eventuellen mechanischen Regeneration des Bodens von Verdichtungen steckt.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.