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ERLÄUTERUNG
«Der Kanton Zürich führt ein kantonsweites Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten Wildhütern ein, in welchem die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes im Vordergrund steht.»
«Im Vordergrund stehen» bedeutet, dass primär eine natürliche Regulierung des Wildtierbestandes angestrebt wird. Sollte es in Ausnähmefällen notwendig werden, dennoch regulierend in den Bestand einzugreifen, so geschieht dies ausschliesslich durch professionell ausgebildete Wildhüter.
«Dieses Wildtier-Management ersetzt die Jagd (Hobbyjagd, Milizjagd). Das Eingreifen bei kranken oder verletzten Wildtieren erfolgt somit ausschliesslich durch vom Kanton angestellte Wildhüter. Bei Schäden durch Wildtiere (z.B. durch Wildschweine an landwirtschaftlichen Kulturen) haftet der Kanton, sofern die zumutbaren Massnahmen zur Schadensverhinderung respektive Schadensminderung durch die Landbesitzer getroffen wurden.»
Bereits heute sind die Land- und Forstwirte dazu verpflichtet, Schutzmassnahmen gegen Wildschäden zu treffen. Ansonsten wird der Schaden, der durch jagdbare Wildtiere entsteht, nicht oder nur zum Teil aus dem Wildschadenfonds bezahlt. Für nicht jagdbare Wildtiere werden sie schon heute vollumfänglich vom Kanton entschädigt.
«Die Wildhut kann nur dann regulierend eingreifen, wenn alle anderen erdenklichen Schutzmassnahmen nicht erfolgreich waren. Die anzuwendenden Massnahmen werden durch eine unabhängige Fachkommission bestimmt.»
Wurden alle möglichen Schutzmassnahmen getroffen, welche die Fachkommission für angemessen hielt, und diese nicht zielführend waren, kann die Wildhut regulierend eingreifen, um weitere Schäden durch Wildtiere zu verhindern.
«Diese [unabängige Fachkommission] besteht paritätisch aus Wildhütern, Wildtierbiologen, Veterinären und Vertretern aus Tier- sowie Artenschutzorganisationen.»
Diese Zusammensetzung der Fachkommission soll einer Verflechtung oder einem Interessenkonflikt vorbeugen.
«Die Kommissionsmitglieder werden alle 4 Jahre durch den Kantonsrat bestimmt. Bei Annahme der Initiative hat die Umsetzung einschliesslich der erforderlichen Gesetzesanpassungen innert 2 Jahren zu erfolgen.»
Die Umsetzung der Initiative, welche in Form einer allgemeinen Anregung eingereicht wurde, erfolgt durch die zuständige Direktion des Kantons Zürich. Wie andere Beteiligte, zum Beispiel die Gemeinden, eingebunden werden, liegt im Ermessen und in der Verantwortung des Kantons.
Wird die Initiative «Wildhüter statt Jäger» angenommen, sorgen Wildhüterinnen und Wildhüter für ein schonendes tierschutzkonformes Wildtier-Management. Der Kanton Genf und die Stadt Zürich machen es vor:
Professionelles Wildtier-Management geschieht nicht auf Grund von Eigeninteressen! Wissenschaftliche Erkenntnisse sowie eine professionelle Zusammenarbeit aller Nutzergruppen sorgen dafür, dass einvernehmliche Lösungen gefunden werden.