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Gedenken an Fluchtopfer
Mehr als 40'000 Menschen sind seit 1993 beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind ertrunken oder an Grenzübergängen erschossen worden. Die Aktion "Beim Namen nennen" gedenkt dieser Menschen und erinnert an die desolate Situation an den Aussengrenzen Europas und in Nordafrika, wo zurzeit Hunderttausende in Flüchtlingcamps unter katastrophalen Bedingungen leben. Die Corona-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft.
Die 24-Stunden-Aktion findet am 19./20. Juni in mehreren Städten statt, auch in Chur, wo Freiwillige in der Martinskirche die Namen von auf der Flucht Verstorbenen vorlesen. Auf Stoffstreifen geschrieben, werde diese anschliessend an der Aussenfassade angebracht. Grundlage der Aktion ist die List of Deaths der UNITED for Intercultural Action. 2020 verzeichnete diese Liste 40555 Todesfälle, 2021 werden es über 44 000 sein.
Organisiert wird die Aktion in und vor der Churer Martinskirche von Amnesty International (Gruppe Chur), der Reformierten Kirche Chur und der Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden (Fachstelle Migration). Die Aktion beginnt am Samstag um 11 Uhr, dauert bis Sonntag 11 Uhr und wird von verschiedenen Bündner Künstlerinnen und Künstlern begleitet. Den Abschluss bildet ein Gedenkgottesdienst, der live übertragen wird (Link folgt). Zudem wird ein Videoclip über die Aktion gemacht (Link folgt).
Rita Gianelli / Stefan Hügli
Fachstelle Migration