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weitere Fortschritte
Um alle Regionen und wichtigen Epochen des Juras zu repräsentieren, wurde noch eine Figur hinzugefügt. Somit sind es nun 30 an der Zahl. Davon haben wir mittlerweile 21 Figuren fertig gestellt, fotografiert und in die Transportkisten verpackt. Im April erfolgt der erste Transport nach St-Imier mit einigen der Figuren.
Da die fertigen Fotos noch nicht veröffentlicht werden sollen zeigen wir hier wieder einige Einzelteile. Einen Eindruck kurz vor der Fotosession geben diese Bilder:
1350
Auch wenn die älteste bisher gefundene Hose eines Reiters rund 3200 Jahr alt ist, wurden noch im 14. Jahrhundert statt einteiligen Hosen vorzugsweise 2 einzelne Beinlinge getragen. Diese wurden entweder an einem separaten Gurt oder wie bei unserer Figur an der Bruche - einer grosszügigen Unterhose - festgebunden.
Unsere Beinlinge sind aus krappgefärbter Wolle, die Bruche aus Leinen.
1735 Porrentruy
Diese Figur stellt einen Soldaten der Garnison oder Infanterie Compagnie des Bischof Porrentruy dar. Es ist in unserer Reihe der erste mit einer kompletten Uniform, welche relativ detailiert vorgeschrieben war und auch vom Bischof bezahlt wurde. Briefwechsel und Quittungen zeugen vom Stoffeinkauf, der Fertigung und weiteren Details.
Die Hose aus blauem Tuch, gefüttert mit Leinen ist bereits fertig. Im Gegensatz zu den späteren "Culotte" mit Latz wurde diese vorne mit einem geknöpften Schlitz geknöpft. Diese Schliessart ist im Prinzip nicht viel anders als heutige geknöpfte Hose. Damit man sich trotz der engen Beine gut bewegen und sich vor allem auch setzten konnte, war der Schnitt um das Gesäss weit. Auch die Vorderseite war im Schritt daher eher unansehlich. Da die Gilets jedoch lange waren und den oberen Teil der Hosen komplett verdeckten, war das nicht schlimm. Erst als die Gilets kürzer wurden und mehr von der Hose preisgaben hat sich der vorne flachere Latz durchgesetzt.
Das Gilet ist noch ohne Taschenpatten und die Ärmel sind unfertig. Auf dem letzten Bild ist gut der Unterschiede zwischen den zwei Arten von Knopflöchern zu sehen. Vom Hals auf die Höhe der Taschen sind die Knopflöcher echt, das heisst dass die Knöpfe geschlossen werden können. Darunter sind die Knöpfe und auch die Knopflöcher nur zur Dekoration. Die unteren Knopflöcher sind daher nur gestickt, ohne dass ein Loch durch den Stoff geschnitten wurde.
1852
Den Tornister der eigentlich schon fertig war, haben wir nun noch ein wenig umgebaut. In letzter Minute konnten wir ein Original finden welches wir besichtigen konnten. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Original, sondern sogar um ein Muster mit Etikette. Solche Muster konnten sich die Sattler im Zeughause ansehen, damit die Tornister möglichst einheitlich waren.
Auch bei den Gamaschen konnten wir noch ein paar Gamaschen finden welches der Beschreibung im Reglement entspricht. So haben wir die Riemchen für die oberen 3 Knöpfe nach dieser Art angebracht.
Daneben haben wir für das Bajonett eine Scheide nach einem Original - ebenfalls ein Muster - angefertigt.
Das letzte Bild zeigt das geweisselte Bandelier mit Kapseltasche und der Raumnadel.
1970
Auch jüngere Objekte sind nicht immer leicht im Original zu bekommen. So haben wir zwei Verpackungsröhren für Gewehrgranaten rekonstruiert. Während die Röhre selber ein simpler Karton ist, besteht der Deckel aus geprägtem Metall mit Aufkleber. Den Deckel haben wir galvanoplastisch kopiert, geschwärzt und mit einen nachgedruckten Aufkleber versehen.