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Zum 300. Geburtsjahr von Leopold Mozart
Die Stadtkirche Aarburg kann mit dem Lift an der Nordseite erreicht werden (Bärengasse gegenüber Aarburg Optik) oder über die Treppe an der Südseite.
3 Zeitgenossen – 3 sehr unterschiedliche Stile
- Michel Corrette (1707–1795)
Offertoire A-Dur/a-Moll
- Leopold Mozart (1719–1787)
Sonate F-Dur
Molto allegro – Andante – Presto/Andante grazioso
- Johann Ludwig Krebs (1713–1780)
Toccata und Fuga a-Moll
Michel Corrette lebte in Paris, seine frühe Orgelmusik orientiert sich stilistisch klar an den Formen der barocken Vorbildern Couperin und Daquin. Nebst Suiten und Noëls im traditionellen Stil komponierte er später einige Offertoires, in denen Einflüsse des neueren Musikstils erkennbar sind. Wie Leopold Mozart war Corette auch Violinist und verfasste eine vielbeachtete Violinschule.
Auch Leopold Mozart wuchs noch in der Tradition der Barockmusik auf. Als Mitglied der Salzburger Hofkapelle komponierte er zunehmend im damals modernen galanten Stil der Frühklassik, wie wir in auch vom jungen Joseph Haydn kennen. Heute sieht man in Leopold fast nur noch den Vater des legendären Wolfgangs, er war aber selber ein produktiver Komponist und bedeutender Musikpädagoge. Die Sonate F-Dur ist eine der drei Sonaten, die Leopold Mozart für Tasteninstrumente komponiert hat.
Johann Ludwig Krebs war ein Schüler von Johann Sebastian Bach und gilt als der bedeutendste deutsche Orgelkomponist seiner Generation. Auch Krebs entwickelte sich im Laufe seines Lebens vom Barockkomponisten zu einem wichtigen Vertreter des empfindsamen frühklassischen Stils. In seiner Orgelmusik vermischen sich moderne Stilelemente mit barocken Formen. In der Toccata erkennt man deutlich den Einfluss seines Lehrers, in der Fuga gibt es sogar Passagen, die an Bachs Vorbild Buxtehude erinnern.
Live Aufnahme des Konzerts. Als Zugabe ein Servus von Wolferl.