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Um es auf den Punkt zu bringen, britische und neuseeländische Forscher haben bereits 1989 entdeckt, dass in Baby-Matratzen giftige Gase gebildet werden können, an denen schon im 19. Jahrhundert Babys gestorben sind. Und das geht so: ein ganz normaler Pilz, der im Haushalt häufig vorkommt (Scopulariopsisbrevicaulis, auch Arsenpilz genannt), entwickelt in Verbindung mit bestimmten, normalerweise harmlosen Stoffen extrem giftige Gase (Nervengift). Bei den genannten Stoffen handelt sich um Verbindungen aus Antimon, Arsen oder Phosphor.
Konnte noch nicht alles lesen, dachte mir aber, dass es ein gutes Thema wäre, um es hier zu thematisieren ...
Das klingt durchaus plausibel, und vielleicht ist das nun des Rätsels Lösung um den plötzlichen Kindstod.
Bisher gibt es eine Menge Vermutungen, aber keine Gewissheit, was Ursache sein könnte:
Ursachen
Die meisten Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod sind bekannt, die tatsächlichen Ursachen aber noch nicht. Es gibt jedoch Hinweise auf eine genetische Disposition, die in Kombination mit weiteren Einflüssen zum plötzlichen Kindstod führen kann. Je älter das Kind wird, desto geringer ist das Risiko, dass es am plötzlichen Kindstod stirbt.
Man nimmt an, dass mehrere Faktoren zusammentreffen müssen, damit der plötzliche Kindstod eintritt. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen:
Ein sehr niedriges Alter der Mutter (unter 20 Jahre)
Mehrlingsgeburten
Frühgeburten
Rauchen während der Schwangerschaft oder Stillzeit
Drogenkonsum innerhalb der Familie
Niedriger sozialer Status
Bauchlage des Kinds
Kein Stillen
Überwärmung des Babys im Kinderbett
In 80 Prozent der Fälle hat das Baby in Bauchlage geschlafen, als es am plötzlichen Kindstod starb. Als weitere mögliche Ursachen für den plötzlichen Kindstod kommen eine Unreife des Atemantriebs und eine schwere Erweckbarkeit des Säuglings in Frage. Darüber hinaus vermutet man, dass so genannte Enteroviren, welche unter anderem zu Herzmuskelentzündungen führen können, eine Rolle bei der Entstehung des plötzlichen Kindstods spielen könnten.
konkrete biologische Ursache für den plötzlichen Kindstod gefunden. Sie entdeckten Veränderungen im Stammhirn der betroffenen Babys, dem Teil des Gehirns, der willentlich nicht beeinflussbare Prozesse steuert, etwa Blutdruck, Herzschlag und Körpertemperatur.
Erhöhte Anzahl bestimmter Nervenzellen
Die Wissenschaftler führten Autopsien an den Gehirnen von 41 Babys durch. 31 waren am plötzlichen Kindstod gestorben. Zehn waren ebenfalls überraschend zu Tode gekommen, allerdings durch andere Ursachen. Im Stammhirn der 31 Kinder fanden die Wissenschaftler eine deutlich erhöhte Anzahl von Nervenzellen, die den Botenstoff Serotonin herstellen und freisetzen. Serotonin ist eines von etwas 100 Hormonen im menschlichen Gehirn, das Informationen von einer Zelle zur anderen transportiert.
Das Serotoninsystem im Stammhirn hilft dabei, die Atmung und die Empfindlichkeit gegenüber Kohlendioxid zu regeln. Wenn ein Baby auf dem Bauch schläft oder die Bettdecke über seinem Gesicht liegt, besteht die Gefahr, dass es statt frischer sauerstoffhaltiger Luft, verbrauchte Atemluft wieder einatmet. „Ein normales Kind würde in diesem Fall aufwachen, den Kopf drehen und schneller atmen, wenn der Kohlendioxid-Spiegel im Körper steigt“, erklärt Hannah Kinney. Aber im Fall der Kinder, die am plötzlichen Kindstod sterben, sind diese natürlichen Reflexe durch die Veränderungen im Serotoninsystem gestört.
Hallo Marcel,
kennst du das Buch von Viera Scheibner, Impfungen, Immunschwäche und Plötzlicher Kindstod? Eine sehr sorgfältige Analyse der Zusammenhänge. Atemzüge von Babys wurden vor und nach den Impfungen aufgezeichnet. Bei den geimpften Kindern fingen häufig bald nach den Impfungen Atemaussetzer an. Sie entwickelte mit einem Kollegen ein Aufzeichnungsgerät, um Todesfälle vermeiden zu helfen. Es hat sich aber nicht durchgesetzt. Vielleicht wollen zu viele, dass da kein Zusammenhang besteht.
Gruß, Horaz
Risikogruppen von SIDS
Säuglinge, die bereits eine Episode von ALTE durch rechtzeitiges Eingreifen überstanden haben
Das Riskio ist um etwa das 2,5fache in Familien erhöht, in denen bereits SIDS Fälle (etwa bei Geschwistern) aufgetreten sind
Kinder, bei denen im Schlaflabor Atemunregelmäßigkeiten festgestellt wurden
Kinder drogenabhängiger Mütter
Kinder mit starkem Untergewicht bei der Geburt
Der früher oft genannte Risikofaktor Frühgeburt taucht in neuen Studien nicht mehr als eigener Faktor auf.
Bei Frühgeborenen, die mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm auf die Welt gekommen sind, besteht nur bei zusätzlichen Erkrankungen (z.B. Lungenkrankheiten) ein erhöhtes Risiko.
Auch eine verlangsamte Erweckbarkeit aus dem Schlaf, auffallende Bewegungsarmut und hohes, schrilles Schreien sollen mit einem erhöhten Risiko verbunden sein.
Vorbeugung von SIDS
Seitdem die Bauchlage beim Schlafenlegen des Säuglings als Risikofaktor erkannt und nicht mehr empfohlen wurde, konnte die Häufigkeit des plötzlichen Kindstods um über 50% gesenkt werden. Verschiedene Risikofaktoren sind bekannt, die das Auftreten eines plötzlichen Kindstods begünstigen
Säuglinge sollten im 1.Lebensjahr in Rückenlage schlafen. Die Bauchlage und möglichst auch die Seitenlage sollte man vermeiden, da sie weniger stabil ist und sich einige Kinder möglicherweise in die Bauchlage rollen können. Gemäß einer Umfrage im Raum Bern werden noch immer etwa 60% der Kinder auf die Seite gelegt.
Der Kopf des Babys sollte nicht durch Bettzeug bedeckt werden können. Es wird empfohlen, den Säugling so zu legen, dass die Füße am Bettende anstehen, um so ein Rutschen unter die Bettdecke zu vermeiden.
Babys sollten nicht auf weichen Unterlagen oder mit Kopfpolster schlafen.
Säuglinge sollen im elterlichen Schlafzimmer, aber im eigenen Bett schlafen.
Säuglinge und Kinder sollten sowohl vor als auch nach der Geburt in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Rauchen in der Schwangerschaft beeinträchtigt die Entwicklung des Babys und stellt ein Risiko für den plötzlichen Säuglingstod dar.
Raumtemperatur und Bettdecke sollten so gewählt werden, dass es für das Kind angenehm, d.h. weder zu warm noch zu kalt ist. Nach dem ersten Lebensmonat benötigt ein Baby in der Wohnung im Prinzip nicht mehr Bekleidung als ein Erwachsener. Zum Schlafen genügen eine Windel, ein Schlafanzug und eine dünne Decke. Die ideale Raumtemperatur liegt bei etwa 18°C. Wärmedecken sind für Babys nicht geeignet.
Achten Sie auf mögliche Strangulationen durch Schnüre oder Ketten und auf sichere Gitterabstände (4,5–7,5 cm) des Gitterbettes.
Wenn möglich, sollte länger als 2 Monate gestillt werden.
Impfungen haben keinen Zusammenhang mit der Häufigkeit des plötzlichen Kindstodes. Eine Studie aus Schweden berichtet nach einer Abnahme der Impfhäufigkeit gegen Keuchhusten einen Anstieg der SIDS-Rate. Nach Vorziehen dieser Impfung vom dritten auf den zweiten Lebensmonat ging die SIDS-Rate wiederum zurück.
Schnuller dürften einen positiven Effekt haben, also eine Gefährdung des Kindes vermindern.
Eine Schlafüberwachung durch einen Heimmonitor ist nur bei ausgewählten Risikokindern sinnvoll. Die Effektivität des Monitorings ist unbewiesen, da auch moderne Geräte mit intelligenten Algorithmen in der Überwachung Lücken zeigen.
Eltern sollten in der Herzmassage und Mund- zu Mund-Beatmung unterrichtet und geübt sein.
Eine routinemäßige Untersuchung im Schlaflabor wird nicht empfohlen, sondern sollte sich auf Risikogruppen beschränken.
Der plötzliche Kindstod ist nicht ansteckend.
Gehen Sie regelmäßig zu den Mutter-Kind-Pass Untersuchungen!
Neuere Theorien zur Ursache von SIDS
Eine Studie der Universität von Manchester nennt ein bestimmtes Bakterium (Helicobacter pylori) als möglichen Cofaktor.
Eine Innsbrucker Forschergruppe hat einen möglichen Zusammenhang zwischen jener Atemschwäche, die zum plötzlichen Kindstod führt und der angeborenen Überaktivität eines bestimmten Ionenkanals (SK3) in Nervenzellen entdeckt.
Gebrauchte Matratzen waren nach einem Bericht von Forschern aus Glasgow im „Medical Journal“ möglicherweise mitverantwortlich für den plötzlichen Kindstod. Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang, wenn die Matratzen nicht innerhalb der eigenen Familie "vererbt" worden waren, sondern von anderen Familien weitergegeben wurden. Im Verdacht standen Bakterien, die in gebrauchten Matratzen in hohen Konzentrationen vorkommen. Diese Untersuchung konnte noch nicht bestätigt werden.
Eine spezielle Herzrhythmusstörung (verlängertes QT-Syndrom) wird gehäuft bei SIDS-Opfern vermutet. Überlegungen zu Gemeinsamkeiten mit diesem sogenannten Long-QT-Syndrom bieten sich also an. Bei positiver Familienanamnese (SIDS oder QT-Syndrom) erscheint es demnach sinnvoll, EKG-Untersuchungen vorzunehmen und ggf. eine Therapie einzuleiten. (SCHWARTZ, P. J. u. Mitarb.; New Engl. J. Med. 1998).
Eine Bonner Gruppe um Dr. Dettmeyer hat Herzgewebeproben untersucht und konnte verstärkt Enteroviren nachweisen (Coxsackie-Viren, Parvovirus B19). Von Enteroviren weiß man, dass sie Herzmuskelentzündungen und Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.
www.kinderarzt.at/lexikon/252.html#Ursachen
Als meine Kinder klein waren, sollte man sie unbedingt auf den Bauch legen, damit sie nicht evtl. an Erbrochenem ersticken konnten. So ändern sich die Zeiten.
Hallo Admin und Co.
Zu meiner Ausbildungszeit 2002 ( Kinderpflege), da war grad der Schwerpunkt der Überhitzung des Kindes und das damitige verbundene Alleingelassensein des Kindes, als Grund benannt wurden.Die Kinder wurden oft ohne Beruhigung ins Bett gelegt,was ihr Adrenalin und ihre Temperatur zusätzlich erhöhten.Wir lernten damals In der Kinderplegerausbildung das es der Grund sei + noch die Bauchlage.Uns wurde diese Erklärung "eingetrichtert". Vom Impfen rate ich auch eher ab...
Adrenalin ist ein gutes Stichwort. Das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Der Adrenalinspiegel steigt wohl auch extrem nach Impfungen, duch andere chemische Belastungen. Man braucht dann viel mehr Nährstoffe, um die Gifte unbeschadet verarbeiten zu können.
nachdem ich "Greifen und Begreifen" gelesen habe, bin ich überzeugt, dass der Furchtlähmungsreflex mit dem plötzlichen Kindstod im Zusammenhang steht. Auch hier wird zu viel Adrenalin produziert - im Gegenzug fehlen die Nährstoffe zur Regulierung. Wenn dann noch Impfungen, andere Belastungen dazu kommen, dann kann so ein kleiner Mensch überfordert sein.
Der plötzliche Kindstod ist eine extreme Reaktion. Eine nicht so extreme Folge kann ADS und/oder Autismus sein.
Der FPR tritt intrauterin (in der Gebärmutter) in der 5. Lebenswoche des Embryos auf. Er soll ab der 9. embryonalen Lebenswoche vom Moro-Reflex abgelöst werden. Er wird als Schreckreflex durch Umweltreize ausgelöst.
Der Embryo zieht sich als Antwort auf Berührung zurück. Sobald er dazu in der Lage ist, wendet er den Kopf ab und die Augen schließen sich.
Möglicherweise ist der Rückzugsreflex ein Vorläufer des Tauchreflexes, der eine Bradykardie (langsamer Herzschlag) und dadurch die Verlangsamung des Stoffwechsels auslöst, um das Gehirn vor Sauerstoffmangel zu schützen.
Er wir in Verbindung gebracht mit dem Erstarren mancher Tierjunge (Kaninchen), die sich bei Gefahr durch Bewegungslosigkeit schützen.
Wenn der FPR nicht vollständig vom Moro-Reflex abgelöst wird, entwickelt sich die reife Schreckreaktion (Strauss-Reflex) nur unvollständig. Nach GODDARD (2003) kann nur ein vollständig entwickelter Moro-Reflex die Rückzugsreflexe hemmen, ansonsten bleiben beide Reflexe aktiv.
Die spätere Reaktion besteht aus einem Erstarren (Bewegungsunfähigkeit und Unfähigkeit zu Sprechen, erschwertes Schlucken) mit Bradykardie, Atemstillstand, Absinken des Blutdrucks und der Temperatur) Erschlaffen des Muskeltonus (Muskelspannung), und extremer Angst. Die Reaktion kann so stark werden, dass lebensbedrohende Zustände wie Schock, die Unfähigkeit auszuatmen oder Ohnmacht auftreten können. Der plötzliche Kindstod ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Folge der FPR-Reaktion.
Bei Erschrecken durch auditive (das Gehör betreffend), taktile (Berührungs-), propriozeptive (die Tiefen- oder Eigensensibilität betreffend) oder visuelle (das Sehen betreffend) Reize, wird die Person blass, kurzer Atemstillstand beim Ausatmen, der Herzschlag verringert sich, der Blutdruck fällt ab und sie ist nicht in der Lage, sich zu bewegen. Der Muskeltonus ist verringert und das Schmerzempfinden herabgesetzt. Der FPR ist nicht durch den Kortex (Großhirnrinde = Bewusstsein) zu kontrollieren, er ist auf der subkortikalen (unbewusst) Ebene aktiv (KAADA in GODDARD, 2003).
Die Angstschwelle ist erniedrigt und die Person ist schnell gestresst. Das überschießende Erleben von Schreck versetzt insbesondere das Kind in einen Zustand der Angst vor der Angst. Die Reaktion des Erstarrens mit kurzer Atemlähmung und der Unfähigkeit zu reagieren, ist äußerst unangenehm und rückt die Person in die Nähe des Todes.