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Israel und Kosovo haben am Montag offiziell ihre Vereinbarung zur Normalisierung der Beziehungen bekräftigt. Der europäische Staat wird die erste muslimische Mehrheitsnation sein, die eine Botschaft in Jerusalem einrichtet.
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde die Zeremonie, die eigentlich in Israel stattfinden sollte, kurzerhand auch historisch, da zum ersten Mal die Aufnahme diplomatischer Beziehungen in einer Live-Übertragung via Zoom erfolgte.
Israels Aussenminister Gabi Ashkenazi bemerkte, dass „wir in den Beziehungen zwischen Israel und dem Kosovo Geschichte machen. Ich danke den Vereinigten Staaten dafür, dass sie uns helfen, Beziehungen zu Staaten aufzubauen, zu denen wir in der Vergangenheit keine Beziehungen hatten. Dies sind Beziehungen, die den Nahen Osten verändern werden.“
Seine kosovarische Amtskollegin Meliza Haradinaj-Stublla bezeichnete den Anlass als eine „goldene Seite in der Geschichte des Volkes des Kosovo.“
Ashkenazi und Haradinaj-Stublla unterzeichneten in Jerusalem bzw. Pristina eine gemeinsame Erklärung zur Aufnahme von Beziehungen, woraufhin die Formulare per E-Mail zur zweiten Unterschrift verschickt wurden.
Der israelische Minister erklärte, er habe den „formellen Antrag des Kosovo zur Eröffnung einer Botschaft in Jerusalem genehmigt.“
Der Kosovo wird erst das dritte Land der Welt sein, das eine Botschaft in Israels Hauptstadt eröffnet, nachdem die Vereinigten Staaten und Guatemala ihr diplomatisches Personal verlegt haben.
Laut dem Sender N12 verfügt Pristina bereits über ein Grundstück im Zentrum Jerusalems, das derzeit renoviert wird, bevor es in die neue Botschaft umgewandelt wird.