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Die Wettkämpfe um die Luzerner Meisterschützen fanden in den Gewehrkategorien traditionellerweise in Dagmersellen statt. In acht verschiedenen Kategorien hatten sich die besten Schützinnen und Schützen im Verlauf des Jahres durch ihr Abschneiden an verschiedenen Qualifikationswettkämpfen für den Final qualifiziert.
In der Königskategorie Sportwaffen Aktive traten die besten 30 Schützinnen und Schützen des Jahres gegeneinander an. Zunächst wurden zwei Halbfinal-Ablösungen absolviert. Aus diesen schafften 15 Schützen den Sprung in den Final. Die im Halbfinal erzielten Resultate wurden mitgenommen und zählten genauso zur Endabrechnung wie das Final-Resultat. Mit starken 98 Punkten das beste Ergebnis im Final erzielte Christian Fischer von der FSG Altbüron. Zusammen mit den hervorrangen 99 Punkten im Halbfinal sicherte er sich mit 197 Punkten überlegen erstmals den Titel als Luzerner Meisterschütze. Auf dem 2. Rang folgte Patrick Amrein vom WV Ebikon. Er erzielte im Final gar 99 Punkte, lag in nach 95 Punkten im Halbfinal schliesslich aber doch drei Zähler hinter Fischer zurück. Punktgleich mit Patrick Amrein war Bettina Bereuter (SV Ruswil). Sie klassierte sich aufgrund des um einen Punkt weniger hohen Finalresultats aber hinter Amrein auf dem 3. Rang.
Gute Resultate bei guten Bedingungen
In den weiteren Kategorien entwickelten sich ebenfalls spannende Ausmarchungen. In der Kategorie Ordonnanzwaffen Aktive Feld E ging Cornel Erni (SV Ruswil) mit 192 Punkten (95 im Halbfinal; 97 im Final) als neuer Meisterschütze hervor. Er lag in der Schlussrangliste vor Thomas Bleuler (SG Perlen) mit 190 Punkten (96/94) und Franz Kneubühler (Lindenberg Schützen Hämikon) mit 189 Punkten (94/95). Dieser verwies den punktgleichen Roman Morgenthaler (FSG Richenthal) aufgrund des um einen Punk höheren Finalresultats auf den 4. Rang.
Im Final der Kategorie Ordonnanzwaffen Aktive Feld D ging der Sieg mit 97 Punkten klar an Pius Hüsler von der FSG Nottwil. Josef Achermann (SV Buttisholz, 94) und Franz Fischer (SG Root, 93) sicherten sich die weiteren Podestplätze.
Auch die Veteranen ermittelten am Samstag in Dagmersellen ihre Meisterschützen. In der Kategorie Sportwaffen gewann Erwin Stalder vom SV Willisau-Land mit starken 196 Punkten vor Werner Gissler (WV Ebikon, 194) und Beat Dahinden (SG Rothenburg, 193). In der Kategorie Ordonnanzwaffen Feld D ging der Sieg ebenfalls an einen Schützen des SV Willisau-Land. Willy Albisser setzte sich mit 97 Punkten vor Heinz Röthlin (FS Obernau, 96) und seinem Vereinskollegen Beat Arnold durch.
Und in der Veteranen-Kategorie Ordonnanzwaffen Feld E heisst der neue Luzerner Meisterschütze Franz Brun von den Schützen Malters. Mit 187 Punkten lag er knapp vor einem Duo der der FSG Altbüron: Alex Steiner (186) und Philipp Bossert (185) klassierten sich auf den Rängen 2 und 3.
Silvan Christen und Alex Baumann siegen beim Nachwuchs
In den beiden Kategorien der Nachwuchsschützen (U21) gingen die Titel der Luzerner Meisterschützen an Silvan Christen (FSG Roggliswil-Pfaffnau) in der Kategorie Sportwaffen und an Alex Baumann (Lindenberg Schützen Hämikon) in der Kategorie Ordonnanzwaffen. Christen setzte sich mit 96 Punkten klar vor seinem Vereinskollegen Lars Steinmann (93) durch. Auf Platz 3 kam Armin Stalder (FS Obernau, 90). Alex Baumann behielt ebenfalls mit 96 Zählern knapp vor Ivan Zemp (MSG Uffikon, 95) und Janine Frei (WV Pfaffnau, 92) die Oberhand. «Die Wettkämpfe sind reibungslos und unfallfrei verlaufen. Die Bedingungen waren sehr gut, da praktisch kein Wind ging. Einzig die zwischenzeitlich wechselnden Lichtverhältnisse in einigen Ablösungen stellten die Schützen vor gewisse Herausforderungen», fasste Thomas Jordi vom Vorstand des Luzerner Kantonalschützenvereins LKSV den Wettkampftag zusammen.
Hauchdünne Entscheidung bei den Pistolenschützen
Gleichentags wie die Gewehrschützen in Dagmersellen ermittelten die Pistolenschützinnen und –schützen in Grosswangen ebenfalls ihren Meiserschützen auf die 50-Meter-Distanz. Dabei setze sich Alex Huber (FSV Luzern) mit 377 Punkten (193 im Halbfinal, 184 im Final) ganz knapp durch. Hinter dem neuen Meisterschützen folgten drei Teilnehmer mit den exakt gleichen Halbfinal- und Finalresultaten. Martin Berner (Zentroniker Wolhusen), Walter Arnold (PK Weggis) und Peter Kammermann (Zentroniker Wolhusen) hatten alle sowohl im Halbfinal als auch im Final 188 Punkte und somit ein Total von 376 Zählern erzielt. Um die Vergabe der Medaillen musste deshalb gestochen werden: Hierbei sicherte sich Martin Berner mit einer 10 im ersten Schuss die Silbermedaille. Bronze ging an Walter Arnold, der nach einer 9 im ersten Schuss des Stechens dank einer 10 im zweiten Schuss vor Peter Kammermann (9, 8) blieb. (Patrik Birrer)