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Dr. John Hennessy, Präsident der Universität Stanford, verkündete die Zusammenarbeit zwischen führenden wissenschaftlichen und technischen Institutionen sowie grossen Unternehmen, zu denen Exxon Mobil, General Electric und Schlumberger gehören. In gemeinsamen Forschungsanstrengungen aller Teilnehmer sollen Technologien entwickelt werden, die ein globales Energiesystem mit bedeutend niedrigeren Treibhausgasemissionen als heute ermöglichen. Dazu wird die Universität Stanford, der die Leitung des Global Climate and Energy Projects (G-CEP) obliegt, weltweit führende Wissenschaftler ansprechen, die zusammen mit den privatwirtschaftlichen Unternehmen diese Energietechnologien erforschen sollen.
Die Unternehmen, die bislang eine Beteiligung zugesagt haben, beabsichtigen während der nächsten zehn Jahre bis zu USD 225 Mio. in das Projekt zu investieren. Davon übernimmt Exxon Mobil, das weltweit grösste private Mineralölunternehmen, bis zu USD 100 Mio.; General Electric, Weltmarktführer auf dem Gebiet der Elektrizitätserzeugungstechnologien und -dienstleistungen, hat USD 50 Mio. vorgesehen und Schlumberger, ein global arbeitendes Technologie-Serviceunternehmen, USD 25 Mio. Im fortgeschrittenen Forschungsstadium hofft die Universität, weitere global tätige Unternehmen gewinnen zu können. E.ON, der grösste private Energiekonzern Europas, hat bereits seine Absicht signalisiert, ebenfalls USD 50 Mio. beizutragen und dem Programm zusammen mit anderen europäischen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft beizutreten.
G-CEP wird sich insbesondere mit der Ermittlung der meistversprechenden Technologien zur Energieversorgung mit niedrigen Emissionen und hoher Effizienz befassen. Geplant sind zudem Forschungsarbeiten zur Überwindung von Hürden, die einem Grossteil vielversprechender, bereits existierender, aber auch zukünftiger Technologien auf dem Weg zu ihrer kommerziellen Nutzung weltweit entgegenstehen, damit ihre Durchsetzung beschleunigt werden kann. Auf der Aufgabenliste stehen auch die Entwicklung möglicher Lösungen für solche Problemfelder, die der nächsten Generation bei einer weiten Verbreitung entgegenstehen könnten, wie Kosten, Leistung, Sicherheit, rechtliche Vorschriften und Akzeptanz der Konsumenten.
Sowohl Energiequellen und -systeme als auch deren Einsatz werden untersucht, wie weiterentwickelte Verkehrssysteme, Stromerzeugungssysteme mit niedrigerem Treibhausgasausstoss, Herstellung, Verteilung und Anwendung von Wasserstoff, Herstellung, Verteilung und Anwendung von Kraft- und Treibstoffen auf Biomassebasis, fortschrittliche Nukleartechnologien, Quellen erneuerbarer Energie (Wind und Sonne), CO2-Trennung, -Bindung und -Lagerung, Speicherung und Übertragung von Elektrizität, verbesserte Ausnutzung von Kohle, Forschung und Entwicklung bei Verbrennungsvorgängen, Geo-Technik und infrastrukturelle Voraussetzungen.
Einen Grossteil der Forschungsarbeiten werden die Ingenieure und Wissenschafter in Stanford durchführen. Den globalen Gegebenheiten der Forschungsarbeit im Energiebereich entsprechend, werden sich jedoch bekannte Institutionen aus der ganzen Welt ebenso anschliessen wie privatrechtliche Unternehmen aus Nordamerika, Europa und Asien. G-CEP unterscheidet sich von anderen privatwirtschaftlich finanzierten Forschungsinitiativen, weil die Wissenschaftler den geistigen Freiraum haben, die gesamte Breite möglicher Technologien im Energiebereich zu sondieren und nach zielführenden Problemlösungen zu suchen.
Quelle
D.S. nach Mitteilung Universität Stanford vom 20. November 2002