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Wie unterschiedlich Redewendungen in Italien gebraucht werden, das erfuhr der Deutsch-Italiener Sandro Mattioli schon in jungen Jahren: »Fanguhl!«, hörte er öfter als Begrüssung im Heimatort seines Vaters im Sommerurlaub, abruzzesischer Dialekt für »Vaffanculo!«. Mit diesem Ausruf bedenkt man eher seine Feinde denn seine Freunde, heisst er doch auf Deutsch übersetzt »Leck mich am Arsch!«. In diesem Fall ist dies jedoch eine durchaus liebevolle Begrüssung und Ausdruck der Überraschung, jemanden zu treffen.
Später zog Mattioli für mehrere Jahre nach Rom und perfektionierte seine Ausdrucksweise auch mit weniger vulgären Ausdrücken. Heute lebt er als Reporter und Autor in Berlin und schreibt regelmässig für renommierte Magazine, vor allem über die italienische Mafia.
Bisher erschienen von ihm bei CONBOOK der Fettnäpfchenführer Italien - Wie man so tut, als sei man Italiener. Ausserdem veröffentlichte er ein spannendes Buch über die Machenschaften einer internationalen Connection aus Mafia, Geheimdiensten und Unternehmern, die auch radioaktive Abfälle verschwinden liess, indem sie sie auf Schiffe verlud. Die Schiffe wurden dann im Mittelmeer versenkt, wo sie noch heute liegen.
Migrant aus Passion und Profession ist der Linguistik-Forscher Francesco Bianco, geboren und aufgewachsen in Italien und nun an der Universität von Olomouc in Tschechien. Er liebt den Sport, das Reisen und fremde Sprachen, das Essen, vor allem aber das Bier. Er hatte das Glück, gleich in allen drei Ländern gelebt zu haben, die für sich reklamieren, das beste Bier zu haben - Belgien, die Tschechische Republik und, natürlich, Deutschland. Römer qua Geburt, Heidelberger qua Adoption lebt er nun ein Vagabundenleben zwischen Olomouc und Grenoble.