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Im Guldental finden wir die beiden Dörfer Mümliswil und Ramiswil, die zusammen seit jeher eine Gemeinde bilden. Eingebettet zwischen der zweiten und der dritten Jurakette liegt dieses Tal mitten im Solothurner Jura. In Ramiswil leben ungefähr 450 Einwohner. Man fühlt sofort, dass hier die Landwirtschaft im täglichen Leben noch einen hohen Stellenwert hat. Rings um den kleinen Ort finden wir zahlreiche Bauernhöfe. Wer nicht in der Landwirtschaft tätig ist, muss sich seinen Arbeitsplatz grösstenteils auswärts suchen.
Im Jahr 1985 fanden sich in Ramiswil einige Liebhaber des traditionellen schweizerischen Jodelgesangs zusammen. Sie hatten die Idee, in ihrem Dorf einen Jodlerklub zu gründen. Es brauchte den Mut und die Kraft einiger Unentwegter, die ersten Hürden zu überwinden. Am 24. Januar 1986 fand schliesslich am Fuss des Scheltenpasses im Restaurant Guldenthal die Gründungsversammlung statt. Folgende Personen sind im Protokollbuch als Gründer des Jodlerklubs Ramiswil eingetragen:
Ackermann Annelies Lisser Ueli Nussbaumer Manfred
Ackermann Erich Lisser Urs Probst Kurt
Ackermann Heini Meyer Hugo Thomann Fritz
Christ Markus Müller Marius Vogel Hans
Disler Martin Müller Roman Wäfler Peter
Kamber Kurt Nussbaumer Dorli
Mit der Vereinsgründung übernahm Martin Disler für die ersten zehn Jahre das Amt des Präsidenten. Ihm folgte Fritz Thomann für weitere zehn Jahre. Danach stand Thomas Christ an der Vereinsspitze. Nach drei Jahren übergab er das Amt an Roger Meyer, welcher auf Ende 2014 seine Demission als Präsident einreichte. Als Nachfolger wurde Peter Bader gewählt. Seit Januar 2017 präsidiert Fredi Meyer den Verein.
Der ortsansässige Peter Brotschi stellte sich bei der Vereinsgründung als Dirigent zur Verfügung. Walter Sägesser, Otto Kaderli, Ruth Hammer-Lisser, Susanne Rudolf von Rohr, Oskar Bader, Mischa Fluri (ad Interim) und Béatrice Lehner waren in der Folge für die musikalische Leitung des Chores verantwortlich. Ihnen folgte ab Sommer 2014 Walter Stadelmann, der auch heute noch für die musikalische Leitung verantwortlich ist. Mit seiner hervorragenden Arbeit holte er den Chor wieder aus seinem Tief heraus und klassierte sich mit ihm am Westschweizerischen Jodlerfest im Juli 2015 in Saas Fee, im Juni 2016 am NWSJV in Rothrist und im Juni 2017 Eidg. Jodlerfest in Brig jeweils in der Klasse „sehr gut“.
Schon bald nach der Vereinsgründung trat der Klub dem Nordwestschweizerischen und dem Eidgenössischen Jodlerverband bei. Mitte Juni 1989 besuchte der Klub in Brugg das erste Jodlerfest des eigenen Unterverbandes. Ein Jahr später nahm er in Solothurn erstmals an einem eidgenössischen Jodlerfest teil.
Der Chor erlebte über all die Jahre viel Freude. Unzählige schöne Erlebnisse und gesellige Stunden tragen auch heute noch zu einem schönen und harmonischen Klubleben bei. Am Eidgenössischen Jodlerfest 2002 in Fribourg erreichte der Klub erstmals mit einem „sehr gut“ die Höchstklasse. Die Freude darüber bescherte viele glänzige Augen. Bei den folgenden beiden Jodlerfesten in Grenchen und Aarau konnte der Chor diese gute Leistung wiederholen.
Aber auch sehr traurige Ereignisse blieben den Vereinsmitgliedern nicht erspart. Im Frühjahr 2007 verlor der Klub durch einen tragischen Verkehrsunfall Kurt Probst und nur zehn Tage später durch Krankheit Beat Husistein. Die beiden Kameraden hinterliessen eine grosse und sehr schmerzhafte Lücke. Es dauerte sehr lange, bis sich der Chor von diesem schweren Schicksalsschlag wieder langsam erholen konnte.
Glücklich ist der Verein über die zahlreichen jungen Jodlerinnen und Jodler in seinen Reihen. Das Durchschnittsalter liegt gegenwärtig unter 45 Jahre.
In den ersten Vereinsjahren wurden mit viel Herzblut Theater aufgeführt. Seit mehr als einem viertel Jahrhundert führt nun der Jodlerklub Ramiswil die Chilbi durch. Dieser volkstümliche Anlass findet jeweils anfangs August in Ramiswil am Fusse des Passwangs statt. Die weit herum bekannte Chilbi wird stets von vielen treuen Freunden besucht. Selbst bei schlechtem Wetter kommt im Festzelt unter den Gästen immer eine heimelige und gesellige Stimmung auf.