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Simon Kleinwechter
Der Baum im Stuhl – Szenografie einer gestalterischen Position zur Nachhaltigkeit
An sieben lebenden Bäumen wird der Entwurf eines Holzstuhls visualisiert, ohne die Bäume fällen zu müssen. Diese Arbeit thematisiert mit bildhauerischen und inszenatorischen Mitteln sowie aus kritischer Perspektive die Konsequenzen gestalterischer Tätigkeit.
Zunächst wurde ein Holzstuhl entworfen, der nie gebaut worden ist, sondern dessen Fragmente und konstruktiven Elemente einzeln an sieben Fichten herausgearbeitet wurden. Dem Betrachter soll das Objekt im «Werden» erfahrbar gemacht werden. Diese Erfahrung findet am Ort der Ressource statt. Dazu sind die konstruktiven Werkteile für den Stuhl an Ort und Stelle freigelegt worden. In drei Bäume sägte Simon Kleinwechter, ohne diese zu fällen, Kanthölzer und Bretter hinein. Die Teile werden jedoch nicht weggenommen, sondern stehen «in den Bäumen», sozusagen als «in der Ressource gefrorener Moment der Produktion».
Vier weitere Bäume nutze der Designer, um ein anamorphes Modell des Stuhls anzufertigen. Die perspektivisch korrekte Gestalt des Objektes kann lediglich aus einer einzigen Position gesehen werden.
Die bei der Umsetzung des Projektes genutzten und aufgewendeten Mittel sind in einer Bilanz dokumentiert. Diese Bilanz des Prozesses wurzelt in der Idee, klassische Instrumente industrieller Fertigungen in abstrakter Form nachzubilden und verstärkt durch die Installation erfahrbar zu machen.
Simon Kleinwechter
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