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Mit dem Diplom der Fachklasse Werbegrafik schliesst Gérard Ifert seine Berufsbildung an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel (heute Schule für Gestaltung) ab und beginnt seine berufliche Karriere 1949 in Paris als Assistent bei der Gestaltung von Wanderausstellungen des Marshallplans ( European Recovery Program). Zwei Jahre später kehrt er zurück nach Basel und entwickelt zwischen 1952 und 1953 für J.R. Geigy eine Werbekampagne zum Thema Pflanzenschutz in abgelegenen Dörfern und Bergtälern mit zwei Fahrzeugen als Kino und Ausstellungsraum.
Wieder in Paris, widmet er sich persönlichen Arbeiten: der abstrakten Fotografie und der Architekturreportage. Gleichzeitig ist er Entwerfer für Drucksachen, im Bereich Möbeldesign, ist verantwortlich für die Präsentationstechnik am amerikanischen Kulturzentrum in Paris und gestaltet Ausstellungen, unter anderem für das Stedelijk Museum in Amsterdam. 1962 erhält er den Auftrag zur Gestaltung von drei Abteilungen im Sektor «Les échanges» für die Expo 64 in Lausanne. Eigens hierfür eröffnet er wiederum ein Atelier in Basel . 1964 ist er zurück in Paris. Er konzipiert eine Ausstellung für die Unesco, entwirft Räume für Empfänge und Modeschauen sowie eine fahrbare Werbekampagne für Prisunic und arbeitet ausserdem für kulturelle Institutionen wie das Kunstmuseum Grenoble und das Centre Georges-Pompidou.
Während dreier Jahrzehnte lehrt er an diversen Pariser Gestalterschulen. Als Gastprofessor an der Universität Cincinnati, Ohio, referiert er 1980 über interaktives Gestalten in Grafik, Design und Ausstellungstechnik. Auch in seinem Buchprojekt «Kunst und Erfindungsgeist» wird dies zu seinem bevorzugten Forschungsthema. Er konstatiert: «Die stetige Entwicklung liegt in der Natur, und die Energie dazu liefert die Menschheit. Bewegt durch das Lebensziel: die bestehende Situtation zu verbessern. Somit wird jeder Einzelne Hoffnungsträger für die Zukunft.»