Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/1738

Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
In unregelmässigen Zeitabständen entstehen neuartige Grippeviren, gegen welche den meisten Menschen die Antikörper zur Abwehr fehlen. In einem solchen Fall kann es zu einer Grippepandemie kommen, d.h. zu einer weltweiten Ausbreitung der Krankheit innerhalb weniger Monate. Es hat in der Vergangenheit und im letzten Jahrhundert mehrere solche Pandemien gegeben. Die bekannteste war die Spanische Grippe, die jüngste die pandemische Grippe (H1N1) 2009. Von allen Pandemien war auch die Schweiz betroffen.
Grippe-Pandemien, d.h. das Auftreten eines neuartigen Influenzavirus, gegen welches ein Grossteil der Bevölkerung nicht immun ist und das sich von Mensch zu Mensch überträgt, findet in unregelmässigen Abständen immer wieder statt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts traten vier Influenza-Pandemien auf: die schwerste war die sogenannte „Spanische Grippe" 1918/1919, die durch ein besonders virulentes Virus vom Subtyp A/H1N1 verursacht wurde und weltweit während dreier Wellen zwischen 50 und 100 Millionen Todesopfer forderte (Letalität ca. 2-4%). Die nächste Influenza-Pandemie trat 1957/58 auf, auch bekannt als „Asiatische Grippe". Sie wurde durch ein Virus vom Subtyp A/H2N2 verursacht. Man schätzt, dass rund 20% der Weltbevölkerung bei dieser Pandemie erkrankten (Letalität ca. 0.4%). Zehn Jahre später trat bereits die nächste Influenza-Pandemie auf. Bei der „Hongkong-Grippe" 1968/69 wurde das A/H2N2-Virus der „Asiatischen Grippe" durch ein neues A/H3N2-Virus verdrängt (Letalität leicht tiefer als 57/58). Dieser Subtyp zirkuliert seither weltweit. 1977 verbreitet sich ein seit 1957 nicht mehr zirkulierender A/H1N1-Subtyp, via China und Russland erneut weltweit, insbesondere bei Kindern. Diese Pandemie führte jedoch zu keiner merklichen Übersterblichkeit. Auch konnte dieses A/H1N1-Virus von 1977 das saisonale A/H3N2-Virus nicht verdrängen, und so zirkulierten beide Subtypen 32 Jahre lang nebeneinander.
2009 hat ein neuartiges von Mexiko ausgehendes A/H1N1-Virus (anfänglich als „Schweinegrippe" bezeichnet) eine vergleichsweise milde Pandemie ausgelöst. Diese letzte Pandemie wurde im August 2010 durch die Weltgesundheitsorganisation WHO für beendet erklärt. Das neue Virus hat die bisherigen A/H1N1-Grippeviren verdrängt. Der A/H3N2-Subtyp von 1968/69 zirkuliert jedoch weiter
Zukünftige Situation: Die genetische Veränderlichkeit der Influenza A-Viren (Antigen-Shift) wird auch in Zukunft zum Auftreten von neuen Stämmen und Subtypen führen, gegen welche ein Grossteil der Menschen nicht immun sind. Wann ein solch neues Virus und somit die nächste Pandemie auftritt, lässt sich kaum vorhersagen.
Ende Inhaltsbereich