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Aktuell hat ASEM 53 Teilnehmer: 31 Mitglieder stammen aus der europäischen Gruppe (die 28 EU-Staaten, die EU als Organisation, Norwegen und die Schweiz) und 22 Mitglieder aus der asiatischen Gruppe (die zehn ASEAN-Staaten, das ASEAN-Sekretariat, Australien, Bangladesch, China, Indien, Japan, Kasachstan, die Mongolei, Neuseeland, Pakistan und Russland und Südkorea). Die 51 ASEM-Mitgliedstaaten (ohne die EU und ASEAN) vereinen 60 Prozent der Weltbevölkerung und knapp 60 Prozent des Bruttoweltprodukts auf sich. Die Schweiz ist seit 2012 ASEM-Mitglied. Der Schweizer Botschafter in Singapur vertritt die Schweiz im Gouverneursrat der Asien-Europa-Stiftung (ASEF).
Plattform für den Dialog der beiden Weltregionen
Die ASEM-Staats- und Regierungschefs treffen sich alle zwei Jahre zu einem Gipfeltreffen, um die Prioritäten des ASEM festzulegen. Die Gipfel finden abwechselnd in Asien und in Europa statt. Darüber hinaus treffen sich ASEM-Mitglieder weltweit in regionalen Gruppen auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen, u. a. auf Ministerebene und auf der Ebene hochrangiger Beamter, um diverse thematische Fragen zu erörtern. Das ASEM ist keine internationale Organisation. Ein Sekretariat gibt es nicht. Die ASEF ist die einzige ständige Einrichtung im ASEM-Prozess.
Das ASEM wurde 1996 ins Leben gerufen. Mit der Gründung wollten die asiatischen und die europäischen Länder die Beziehungen zwischen den beiden Weltregionen vertiefen und eine Plattform für den Austausch über die neuen globalen Gegebenheiten der 1990er-Jahre und die Aussichten für das kommende Jahrhundert schaffen. Im November 1994 schlugen Singapur und Frankreich das Konzept eines Asien-Europa-Gipfels vor, der Möglichkeiten für den Aufbau einer neuen Partnerschaft zwischen den beiden Weltregionen prüft. Der erste ASEM-Gipfel wurde 1996 in Bangkok (Thailand) abgehalten.