Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/156574

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht eine geschlechtsspezifische Budgetanalyse der Abteilung "Jugend und Sport" im Bundesamt für Sport (Baspo) darzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Betrachtet man die Sportaktivität der Jugendlichen getrennt nach Geschlecht, so fällt auf, dass Mädchen generell deutlich weniger Sport treiben als Knaben. Neueste Untersuchungen zeigen, dass - unabhängig vom Geschlecht - die Sportaktivität nach dem 13. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt (Sport Schweiz 2014: Kinder- und Jugendbericht, Publikation in Vorbereitung). Dieser Befund ist auch in den Teilnahmezahlen von "Jugend und Sport" abgebildet, indem die Teilnahmeraten der Knaben generell höher sind als jene der Mädchen (Verhältnis 60 zu 40 Prozent). Bemerkenswert ist dabei, dass etwa in den beliebten Sportarten wie Lagersport und Trekking, Schneesport, Turnen, Schwimmsport und Leichtathletik der prozentuale Anteil der Mädchen in etwa gleich oder höher ist als jener der Knaben (Observatorium Sport und Bewegung, Indikator 1.5, Stand 2014).</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass sich eine geschlechterspezifische Budgetanalyse des Bereichs "Jugend und Sport" des Bundesamtes für Sport (Baspo) nicht aufdrängt. Die Verteilung der Mittel im Bereich von "Jugend und Sport" erfolgt nach klaren rechtlichen Vorgaben. Jede qualifizierte Trägerschaft eines Kurses oder Lagers, die ein Angebot in den zugelassenen Sportarten macht, hat Anspruch auf die Ausrichtung von klar umschriebenen Subventionsleistungen. Diese Leistungen differenzieren nicht zwischen den Geschlechtern. Was die Frage der Gleichstellung im Sport betrifft, sind die Bundesbehörden nicht untätig. So ist der vom Baspo organisierte Magglinger Tag 2015 ("Landsgemeinde des Schweizer Sports") dem Thema "Frauen im Sport" gewidmet.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.