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Wangental: Niederwangen, Oberwangen, Thörishaus
Das Wangental wird häufig mit der «Schlacht bei Wangen» (610 n. Chr.) in Verbindung gebracht. An einem Wangas genannten Ort besiegten alemannische Einheiten ein burgundisches Heer. Die Historiker sind sich jedoch über die genaue Lage des Gefechtes nicht einig. Handelt es sich um Wangen bei Olten, Wangen an der Aare oder Niederwangen, wo auch Kriegergräber aus der Zeit gefunden wurden?
Weiter brachten archäologischen Ausgrabungen (1935) oberhalb der Schule (Im Forst) die Überreste eines mächtigen Wohnturms zutage. Die bernfeindliche Einstellung des Ritters von Wangen führte im März 1298 zur Zerstörung dieser Burg.
Erste Erwähnungen von Ortschaften im Wangental gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Diese Siedlungen lagen im Mittelalter an den alten Verkehrswegen, wie z. B. die sehenswerte Mühle von Oberwangen (um 1580).
Die Entfaltung des Wangentals setzte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dank dem Bau der Eisenbahn, ein: 1860 wurde die Hauptachse in die Westschweiz (Stationen in Nieder- und Oberwangen sowie Thörishaus) eröffnet. Im 20. Jahrhundert brachte ab 1981 die neu erbaute Autobahn A12 weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbe und Industrie.
Östlich von Niederwangen entsteht zurzeit eine 2009 vom Kanton als herausragendes Projekt ausgezeichnete Wohnsiedlung. Es handelt sich um das grösste Siedlungsprojekt im Grossraum Bern.
Ausserhalb der Bebauungszonen liegen die Weiler Herzwil, Liebewil und Mengestorf. Sie bewahren einen eindrücklichen alten Baubestand und grossartige Ortsbilder.
Literatur: Hannes Steiner, «Wangen, (Schlacht bei)», in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). Version vom 21.08.2013
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