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Dieses Forschungsprojekt untersucht die aufkommenden Ideen von Fortschritt, Modernität und Entwicklung von 1955, als die Konferenz von Bandung den Weg zur Bewegung der Blockfreien Staaten ebnete, bis 1964, als der brasilianische Staatsstreich den brasilianischen Versuch, einen dritten Weg zu formulieren, praktisch beendete. In dieser Zeit sah sich Lateinamerika nicht nur mit sozialen und politischen Herausforderungen konfrontiert, sondern musste sich auch mit seinem Platz in einer neuen Weltordnung auseinandersetzen. Infolgedessen entbrannte ein Kampf um den "wahren Weg zur Entwicklung", wie Ernesto Che Guevara 1961 berühmt formulierte, und um die Frage, ob die Reform-, Revolutions- oder Modernisierungstheorie, wie sie von Washington vertreten wurde, die Lösung sein würde. Schließlich geht das Projekt der Frage nach, wie die lateinamerikanischen Visionen im weiteren Kontext der Dritten Welt und insbesondere der Bewegung der Blockfreien Staaten aufgenommen wurden, die gleichzeitig versuchte, eine Alternative zur Ost-West-Bipolarität zu formulieren und den Konsens des Kalten Krieges in Frage zu stellen.