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(wap) Noch gibt es in der Schweiz keinen bestätigten Fall des Coronavirus. Dies erklärte Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, an einer Medienkonferenz am Freitag. Sollte ein Fall auftauchen, bestehe ein mit den Kantonen abgesprochener Notfallplan: «Die Person würde vollständig isoliert, ihre Kontaktpersonen kämen in Quarantäne.» Verantwortlich hierfür seien die kantonalen Behörden, mit denen man in intensivem Kontakt stehe.
Bereits in Quarantäne befinden sich die zehn Schweizer, die letzte Woche aus China ausgeflogen wurden. Sie werden noch eine Woche in der isolierten Anlage in Südfrankreich verbringen. Bei keinem von ihnen sei der Virus bestätigt worden, sagte Hans-Peter Lenz vom Krisenmanagementzentrum des Departements des Inneren. «Alle sind gesund, wenn auch nicht alle gleich glücklich», präzisierte er. Laut den französischen Behörden verhielten sie sich ausserordentlich diszipliniert. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe angeboten, den Rücktransport nach der Quarantäne zu organisieren, acht der zehn Betroffenen hätten Interesse angemeldet.
Die Flugverbindungen nach China werden vorderhand aufrecht erhalten. Es gebe keine Pläne, Flüge in die Schweiz zu stoppen, sagte Daniel Koch. Die Passagiere müssten aber eine Kontaktkarte ausfüllen, mit denen sie im Notfall schnell auffindbar wären. Hans-Peter Lenz wies darauf hin, dass die regulären Flüge aus China eventuell in Zukunft eingestellt werden könnten. Ausreisewilligen Schweizern in China rate man deshalb auszufliegen, solange dies noch gehe.