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Beim in-vitro Kontrakturtest werden kleine Stücke der Muskulatur im Labor untersucht. Die Muskelstücke werden in kleinen Streiffen in ein Testbad eingehängt und dort mit einem Strom gereizt. Der Strom stimuliert den Muskel, sodass dieser alle 2 Sekunden zuckt. Dieses Zucken gilt als Kontrolle, dass der Muskel noch reaktionsfähig ist.
Anschliessend wird dem Testbad ein Medikament zugegeben und kontrolliert, wie sich der Muskel darauf verhält. Als Testmedikamente brauchen wir Halothan (ein Narkosemedikament), sowie Koffein. Beide Medikamente führen bei Muskeln von MH empfindlichen Personen dazu, dass sich der Muskel zusammenzieht (kontrahiert). Kontrahiert sich der Muskel bei einer bestimmten Konzentration von Halothan und/oder Koffein mit 0.2 Gramm oder mehr, so gilt der Test als positiv, das heisst es liegt eine MH Empfindlichkeit vor.
Dieser Test ist sehr aufwändig und es sind zwei Personen während mehrerer Stunden mit dem Test beschäftigt. Die Testung muss sofort nach der Muskelentnahme durchgeführt werden, damit der Muskel auch noch in der Lage ist, sich zusammen zu ziehen. Aus diesem Grund muss die Muskelentnahme in Basel stattfinden.
Das Koffein, welches für den Test verwendet wird ist übrigens in einer so hohen Konzentration, wie sie beim Trinken von Kaffee (Espresso, Ristretto etc) nicht erreicht wird. MH empfindliche Personen dürfen also ganz ohne Probleme Kaffee trinken.
Wichtig zu erwähen ist, dass Sie uns bei der Anmeldung zur Diagnostik aktuelle Diagnosen und aktuelle Medikamente angeben müssen. Ebenso ist es wichtig, dass in den 3 Monaten vor dem Test kein anderer operativer Eingriff durchgeführt wurde (Ausnahme sind kleine Eingriffe an der Haut)
Wir haben Ihnen einen typischen Tagesablauf einer Muskelbiopsie zusammengestellt.