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Die Schuld Kubas stammt noch aus der Sowjet-Zeit: Mit 276 Millionen Dollar steht der Inselstaat bei den Tschechen in der Kreide. Eine Altlast aus der Zeit, in der die USA die Geldströme nach Kuba zu blockieren versuchten.
Die kubanische Regierung würde das Geld nun gerne mit einem der seltenen Güter abstottern, an denen auf dem Inselstaat kein Mangel herrscht: Rum. Das bestätigt Michal Zurovec, der Sprecher des tschechischen Finanzministeriums, der Nachrichtenagentur AP.
Tschechien würde den Vorschlag prüfen, sagte Zurovec, hätte es aber lieber, Kuba bezahlte – zumindest einen Teil der offenen Rechnung – cash.
Das jahrelange US-Embargo hat zu einem riesigen kubanischen Schuldenberg geführt: Rund 24,7 Milliarden Dollar müsste die Castro-Regierung an verschiedene Kreditgeber zurückzahlen. Staaten wie Russland, Japan, Mexiko und mehrere europäische Länder haben in den vergangenen Jahren schon über 40 Milliarden Dollar abgeschrieben.
Falls Tschechien auf den Rum-Deal eingeht, wäre der Bedarf an Zuckerrohrschnaps in dem osteuropäischen Land für die nächsten 100 Jahre gedeckt. (bih)Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 21.12.2016