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Am Samstag, 23. Juni 2018 machte sich eine kleine Gruppe von drei Kämpfern mit Coach Regine auf den Weg zum Internationalen Turnier im Glaspalast in Sindelfingen. Es galt, sich auf diesem sehr stark besetzten Turnier mit unbekannten Gegnern zu messen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Am Samstag startete Spencer Reichardt mit einem Doppelstart in der Altersklasse U15 in der niedrigsten Gewichtskategorie -34 kg, mit insg. elf Teilnehmern. Nach einem Freilos musste er sich dem Deutschen Gusselnikov geschlagen geben. In der Trostrunde konnte Spencer eine Wazaari-Führung nicht über die Runden bringen; sein ungarischer Gegner Brodocz schaffte sieben Sekunden vor Schluss den Ausgleich und bewies im anschliessenden Golden Score Nervenstärke. Am Ende Platz sieben – hier wäre deutlich mehr möglich gewesen, aber die U13 stand ja noch an…
Nach dem Wiegen für Sonntag gab es Pizza und WM-Deutschland-Spiel, incl. Tippspiel und «Strafe» für die Verlierer: Regine und Spencer mussten am nächsten Morgen das Frühstück servieren.
Am Sonntag wurden die hochmotivierten Judoka auf dem Weg zur Halle noch von einer auf der Landstrasse durchziehenden Schafherde an der Weiterfahrt gehindert und kamen etwas später als geplant an. Nach einem intensiven Aufwärmtraining, begannen die Kämpfe der Altersklasse U13. Gino Lutz startete -37 kg nicht gut ins Rennen, er unterlag im ersten Kampf dem Deutschen Köksel und machte sich im Hoffnungslauf auf den langen Weg in Richtung Bronzemedaille. Hier gewann er trotz Fussverletzung drei Kämpfe in Folge mit Ippon gegen starke Gegner und wurde erst von einem sehr souveränen bayrischen Judoka mit Wurf und Armhebel (regelkonform) gestoppt. Insgesamt resultiert ein guter 7. Platz in einem starken Feld aus 25 Teilnehmern.
Spencer Reichardt konnte in der U13 eine Gewichtsklasse tiefer als am Vortag, -31kg, starten und erste Ippon-Siege gegen die Deutschen Jakob und Deckert einfahren. Erst im Halbfinale wurde er vom Deutschen Kwantaliani gestoppt. Im kleinen Finale machte Spencer mit dem Freiburger Judoka Postica kurzen Prozess und gewann nach 30 Sekunden Kampfzeit mit einem Festhalter verdient die Bronzemedaille. Eine starke Leistung in einem Feld von 20 Teilnehmern.
Ivan Matej Gjorgiev konnte nicht in seiner angestammten Altersklasse U11 antreten, wagte sich aber in die U13 vor. In der Gewichtsklasse -28kg gab es dort nur fünf Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden – eine Medaille schien in Reichweite. Ivan bewies sich als Konterspezialist, konnte aber auch seine gefährlichen Linkswürfe gut zur Geltung bringen. Drei seiner vier Kämpfe beendete er vorzeitig mit Ippon, im letzten Kampf unterlag er einem gut gesetzten Selbstfallwurf. Nun begann das grosse Rechnen, schlussendlich gab es zwei Kämpfer mit je drei Ippon-Siegen – im direkten Vergleich lag Ivan jedoch vor seinem holländischen Gegner Utczyk und konnte bei der Rangverkündigung strahlend einen Pokal entgegennehmen.
Alles in allem kann man mit den Resultaten und den Kampferfahrungen an diesem stark besetzten Turnier sehr zufrieden sein; die Judoka des JC St. Gallen_Gossau bewiesen eindrücklich, dass sie in ihrer Altersklasse durchaus international mithalten können. Und lustig war’s obendrein.
25.06.2018/rg