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Im Geist istder alte Mann auf einer Reise, und die Gespenster lassen ihm keine Ruhe. Schatten huschen über jede Einstellung, lassen ihre Namen in die Ritzen der Zeit gleiten, lauern in jeder Schublade, hinter jedem Fenster, wie dieser tote Baum im Hof oder die Zusammenkunft der Krähen im Schnee. Das Tagebuch aus dem Jahr 1996 beginnt wie zufällig mit den Worten: «Ich bin glücklich, meine Kamera wieder gefunden zu haben. Nun kann ich filmen. Aber ich weiss nicht was». Auf der Suche nach Bildern, auf der Suche nach einem Gegenstand macht sich die Erinnerung wie eine Hure an ihn heran, und der Film nimmt ohne das Zutun des Autors und trotz der Unordnung in den inneren Bildern Gestalt an. ImLaufe der Zeit wird sich Frank der abgrundtiefen Zeit bewusst, die sich in seinen Bildern übermässig kundtut und die sich diesen Welten der allzu bedeutungsvollen Gegenstände entgegenstellen möchte. Er bittet einen Freund, das Wort Erinnerung von einer Glasscheibe zu entfernen. Es ist nur ein Wort; doch findet der Freund das traurig. The Present ist eine schmerzliche Chronik, die mit diesen paar Worten endet: «I've lost. And so what? That's the question».
Yann-Olivier Wicht