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Im ersten Halbjahr 2018 wurden in der Schweiz 7820 Asylgesuche eingereicht; dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von 14,3 Prozent. Ein Rückgang von 23,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet der Juni, mit insgesamt 1246 Gesuchen (2017: 1634). Trotz der rückläufigen Asylgesuchszahlen bleibt die Entwicklung in den Konfliktregionen und auf den Migrationsrouten unsicher.
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erledigte im Juni 2270 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 419 Nichteintretensentscheide (379 auf Grundlage des Dublin-Abkommens) gefällt, 589 Personen erhielten Asyl und 766 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 875 auf 15 737 zurück.
Im Juni sind 573 Personen kontrolliert aus der Schweiz ausgereist oder wurden rückgeführt. Die Schweiz hat bei 551 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 176 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 585 Personen ersucht, 127 Personen wurden der Schweiz überstellt.
Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden im Juni waren Eritrea mit 222 Gesuchen (−52), Afghanistan mit 122 Gesuchen (+31), Syrien mit 112 Gesuchen (–2), Georgien mit 101 Gesuchen (+12) und Sri Lanka mit 71 Gesuchen (+15).
Resettlement-Programm
Im Juni sind im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) 104 Personen angekommen. Mit dem Bundesratsbeschluss vom Dezember 2016 wurde die Aufnahme von 2000 Opfern des Syrienkonflikts innerhalb von zwei Jahren beschlossen. Bis Ende Juni 2018 hat die Schweiz 972 Personen aufgenommen. Das Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem seiner Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.
Am 27. Juni 2018 sind zudem 37 Personen im Rahmen der humanitären Sofortmassnahme Libyen aus Niger in die Schweiz eingereist. Aufgrund der Einreise per Ende Monat werden diese Personen aus erfassungstechnischen Gründen erst im Juli in der Statistik ausgewiesen. Eine erste Gruppe von 40 Personen kam im April 2018 an. Einige weitere Personen werden in den nächsten Wochen erwartet. Die Schweiz hatte sich im Dezember 2017 bereit erklärt, im Rahmen einer dringlichen humanitären Sofortmassnahme bis zu 80 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen, die das UNHCR aus ihrer prekären Lage in Libyen evakuiert.
Monitoring Wegweisungsvollzug im Asylbereich
Die Asylstatistik zum zweiten Quartal 2018 enthält das Monitoring Wegweisungsvollzug im Asylbereich, das seit 2016 einmal jährlich veröffentlicht wird. Dieses Monitoring gibt unter anderem Auskunft über die Anzahl der Vollzugsfälle nach Kanton sowie die Entwicklung der Vollzugsfälle nach Herkunftsstaat. Erstmals werden im Monitoring diejenigen Dublin-Fälle ausgewiesen, in denen das SEM keine Bundespauschalen mehr ausrichtet. Dies entspricht einem Gesetzesartikel (Art. 89b AsylG), der im Oktober 2016 in Kraft getreten ist.
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