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Die Tour de Suisse 1981 konnte Beat Breu mit breiter Brust in Angriff nehmen. Kurz zuvor hatte der damals 23-jährige St. Galler die «Züri Metzgete» und eine Etappe des Giro gewonnen. Zudem war das Streckenprofil mit zwei Bergzeitfahren auf den begnadeten Bergfahrer ausgerichtet.
Schmutz greift an
Prompt übernahm Breu mit dem Sieg im Kampf gegen die Uhr am Balmberg das Leadertrikot. Doch auf der 6. Etappe von Genf nach Brig geschah das Unfassbare: Während er hinten im Feld herumdümpelte, griff vorne sein Teamkollege Gottfried «Godi» Schmutz an, kam weg und eroberte das gelbe Trikot.
Breus Kommentare wurden legendär: «Mit dem bin ich fertig. De isch gschtorbe für mich.» Auch als «Sauhund» bezeichnete er Schmutz, der ebenfalls eine starke Tour fuhr und schon nach der 1. Etappe erstmals Leader gewesen war.
Breu kontert
Auf der drittletzten Etappe, einem Bergzeitfahren auf den Monte Brè bei Lugano, schlug Breu zurück: Er siegte überlegen. «Es war eine Trotzreaktion auf das Geschehen in Brig. Ich bin einfach voll gefahren, ich hatte nichts zu verlieren», sagte er danach. Breu kleidete sich wieder in Gelb und trug das Trikot bis in die Rennbahn Oerlikon, dem damals traditionellen Ziel der Tour de Suisse.
Das Jahr 1981 bildete den Durchbruch in Breus Karriere. Im Jahr darauf glänzte er an der Tour de France, wo er gleich zwei Etappen gewann. Darunter jene auf die Alpe d'Huez. Seither ist dort eine Kurve nach ihm benannt.
1989, im Alter von schon fast 32 Jahren, konnte Breu die Tour de Suisse ein 2. Mal gewinnen. Im Herbst seiner Karriere verlegte er sich zunehmend auf Radquer und wurde 1994 gar Schweizer Meister.
Trotz seiner wiederholten geschäftlichen Misserfolge nach seiner Aktivkarriere geniesst Breu weiterhin grosse Popularität. Mit Godi Schmutz hat er sich inzwischen ausgesöhnt.