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Die vom Menschen verursachte, zunehmende Lichtverschmutzung ist ein bekannter Gefährdungsfaktor für nachtaktive Tiere. In der Schweiz ist der seltene Ziegenmelker seit den 1970-iger Jahren in stetigem Rückgang begriffen und stark gefährdet. Die letzte sich fortpflanzende Population befindet sich im Kanton Wallis. Erste von Experten begründete Schutzmaßnahmen in früher besiedelten Brutgebieten waren bis ins Jahr 2000 erfolgreich. Allerdings blieben neuere zusätzliche Maßnahmen wirkungslos. Nachtschwalben sind gegenüber Licht außerordentlich empfindlich, weil ihre spezielle Retina an ein Leben in Dunkelheit adaptiert ist. Wir vermuteten, dass nicht das Angebot an Nahrung, vor allem Nachtfalter, für den Ziegenmelker ein limitierender Faktor ist, sondern dass künstliches Licht erfolgreiches Jagen und eine Wiederbesiedlung von renaturierten Brutplätzen verhindert.
» Lichtverschmutzung erschwert die Wiederbesiedlung renaturierter Habitate des Ziegenmelkers im Wallis (wissenschaftliche Publikation)