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So unbekümmert konnte man wohl nur noch im letzten Jahrhundert malen: Serge Brignoni (1903-2002) steht vor der Leinwand, taucht den Pinsel in Lasur und wischt über ein Bild auf der Staffelei. Das transparente Weiss legt sich über leuchtendes Rot und Blau, und während er malt, kommentiert der Paradesurrealist der Schweizer Kunst, er müsse eine bessere Balance zwischen den Farbtönen finden. Während der Filmer Peter Münger ab und zu wagt, eine Frage zu stellen, doziert Brignoni mit aller Gelassenheit darüber, wie er Schwerpunkte und Kontraste setzt, eine Bildgeometrie schafft, Harmonien sucht und an der Natur interessiert ist.