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Niki Lauda hat die Formel 1 stark mitgeprägt. Ein Ereignis brannte sich für immer und ewig in die Geschichte des Motorsports ein. Am 1. August 1976 ging der Ferrari des Österreichers auf dem Nürburgring in Flammen auf. Lauda atmete giftige Dämpfe ein, die die Lunge verätzten. Er erlitt zudem Verbrennungen, die bis zu seinem Tod sein äusseres Erscheinungsbild prägten.
Da habe ich mir gedacht: So nicht mit mir. Das war gut so und motivierte mich, am Leben zu bleiben.
Lauda war damals 27 Jahre alt, Weltmeister und Titelverteidiger. Er wurde als Gegenentwurf zu seinem Herausforderer James Hunt angesehen. Dieser galt als Lebemann und Playboy der Formel 1 der damaligen Zeit. Doch auch der technikbesessene und disziplinierte Perfektionist Lauda war kein Kind von Traurigkeit:
Kimi (Räikkönen, die Red.) mag ab und zu mal einen trinken. Aber wir haben früher nach jedem Rennen gesoffen.
Die Mutter hat mich geküsst, der Vater war glücklich.
Mit dem dramatischen Unfall ging er stets humorvoll um, wie folgende Anekdoten und Sprüche belegen:
Nachdem ich in meinem Beruf nur vom rechten Fuss lebe, ist es mir egal, wie ich ausschaue.
Lauda war der Inbegriff des Stehaufmännchens. Bereits 42 Tage nach seinem schlimmen Crash bestritt er den GP Italien. Er wurde mit blutenden Wunden Vierter.
Wir mussten uns damit auseinandersetzen, dass wir vielleicht morgen nicht mehr da sind. Wir lebten schneller. Intensiver.
Ich werde fürs Fahren und nicht fürs Parken bezahlt.
1979 trat Lauda nach 171 Rennen, 25 GP-Siegen und 3 WM-Titeln zurück:
Ich habe es satt, blöd im Kreis herumzufahren.
So leidenschaftlich er auch Rennen fuhr, an erster Stelle kam für ihn nicht der Sport:
Die Formel 1 ist immer noch die zweitschönste Sache der Welt.