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Finnland meldet das Verschwinden von Asylsuchenden aus Russland
In Finnland sind im vergangenen Jahr etwa 160 Personen verschwunden, die an der Ostgrenze des Landes einen Asylantrag gestellt hatten. Insgesamt wurden zwischen August und Dezember 1.323 Asylanträge an der Ostgrenze gestellt, davon rund 900 im November und über 300 im Dezember. Nach Angaben der finnischen Einwanderungsbehörde sind inzwischen 160 Personen spurlos aus den Aufnahmezentren verschwunden.
Der Leiter der Asylabteilung der finnischen Einwanderungsbehörde, Antti Lehtinen, sagte: „Die meisten dieser 160 Personen sind wahrscheinlich in ein anderes Land weitergereist, haben dort aber noch keinen Asylantrag gestellt. Alle Asylbewerber in Finnland haben ihre Fingerabdrücke für die Europäische Fingerabdruck-Datenbank abgegeben.
Am 11. Januar beschloss die finnische Regierung, die Schließung der Landgrenze zu Russland bis zum 11. Februar zu verlängern. Hintergrund sind Vorwürfe, Moskau habe Migranten und Asylsuchende an die Grenze getrieben, um Unruhe zu stiften und sich für den Beitritt Finnlands zum Militärbündnis NATO zu rächen. Der Kreml hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und den finnischen Schritt, mehrere Grenzübergänge zu schließen, als „eindeutig provokativ“ bezeichnet.
Hintergrund und Zahlen
Die finnische Einwanderungsbehörde registrierte zwischen August und Dezember 1.323 Asylanträge an der Ostgrenze des Landes. Im November wurden rund 900 Anträge gestellt, im Dezember mehr als 300.
Etwa 160 Personen, die einen Asylantrag gestellt haben, sind seitdem aus den Aufnahmeeinrichtungen verschwunden. Es wird vermutet, dass viele von ihnen in ein anderes Land weitergereist sind, dort aber noch keinen Asylantrag gestellt haben.
Die finnischen Behörden nehmen von allen Asylsuchenden Fingerabdrücke, um sie in der gemeinsamen europäischen Fingerabdruckdatenbank zu registrieren. Dies soll dazu dienen, den Aufenthaltsstatus der Asylsuchenden zu überprüfen und mögliche Mehrfachanträge zu identifizieren.
Reaktionen und Vorwürfe
Die Entscheidung der finnischen Regierung, die Schließung der Grenze zu Russland zu verlängern, hat zu Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt. Finnland wird vorgeworfen, mit der Schließung der Grenze auf angebliche Aktionen Moskaus zu reagieren, um Unruhe zu schüren. Russland hat diese Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und das Vorgehen Finnlands als provokativ bezeichnet.
Die genauen Hintergründe des Verschwindens der Asylsuchenden sind bislang unklar. Es wird jedoch vermutet, dass die Situation an der Grenze und die Unsicherheit über den weiteren Verbleib der Asylsuchenden zu ihrem Verschwinden beigetragen haben könnten.
Ausblick und Maßnahmen
Die finnische Regierung hat beschlossen, die Schließung der Grenze zu Russland zunächst bis zum 11. Februar aufrechtzuerhalten. Damit soll die Situation stabilisiert und die Sicherheit an der Grenze gewährleistet werden.
Die finnischen Behörden arbeiten eng mit anderen europäischen Ländern zusammen, um Informationen über vermisste Asylbewerber auszutauschen und ihren möglichen Aufenthaltsort zu ermitteln. Es wird erwartet, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird, um das Schicksal der vermissten Personen aufzuklären.
Die Situation an der finnisch-russischen Grenze und das Verschwinden von Asylsuchenden werfen Fragen nach der Effektivität der europäischen Asylpolitik und der Sicherheit in den grenznahen Aufnahmeeinrichtungen auf. Es ist wichtig, dass die betroffenen Länder weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Ursachen und Folgen dieses Vorfalls zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und den Schutz von Asylsuchenden zu gewährleisten.
Schlussfolgerung
Das Verschwinden von etwa 160 Asylsuchenden, die von Russland kommend an der Ostgrenze Finnlands eingereist waren, hat Besorgnis ausgelöst und zu Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt. Die finnischen Behörden arbeiten daran, das Schicksal der Vermissten aufzuklären und Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit an der Grenze zu gewährleisten. Der Vorfall wirft wichtige Fragen über die Wirksamkeit der europäischen Asylpolitik und die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Ländern auf. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.