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Bulldogge von erstochenem Abgeordneten gewinnt Hundewahl
Im Gedenken an den getöteten britischen Abgeordneten David Amess ist dessen Hund Vivienne zum «Westminster Dog of the Year» des Parlamentsbetriebs gekürt worden.
Das drei Jahre alte Tier habe die Abstimmung mit hohem Vorsprung gewonnen, teilte der Ausrichter The Kennel Club am Donnerstag in London mit.
Premierminister Boris Johnson und mehrere Parlamentarier hatten die Abgeordneten zur Wahl der Französischen Bulldogge aufgerufen. «Glückwunsch, Vivienne. David wäre sehr stolz», twitterte Johnson nun.
Amess war am 15. Oktober während einer Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis in der südostenglischen Grafschaft Essex erstochen worden. Der 25 Jahre alte mutmassliche Täter wurde wegen Mordes angeklagt.
Der Parlamentarier aus der ostenglischen Stadt Southend galt als grosser Tierfreund und Verfechter von Tierrechten. «Jedes Mal, wenn ich ins Zimmer komme, wirft sich Vivienne auf mich, legt sich auf den Rücken, die Beine in die Luft, um gestreichelt zu werden», hatte Amess die Bewerbung für Vivienne begründet. «Aber vorher bringt sie immer ein Spielzeug mit - sie ist ein grosszügiges, gebendes Wesen.»
Der Wettbewerb soll hundebezogenen Themen im Parlament und verantwortungsvolle Hundehaltung fördern. Kennel-Club-Chef Mark Beazley sagte, der Wettbewerb sei eigentlich eine unbeschwerte und unterhaltsame Veranstaltung. Mit Blick auf Amess betonte Beazley aber auch: «Es ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Freude zu zeigen, die Hunde in unser Leben bringen können und das Bewusstsein für die erforderlichen Massnahmen sowohl im Parlament als auch ausserhalb zu schärfen.»