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Msoke ist ein Musiker, der sich seit Jahren in der Schweizer Reggae Szene bewegt. Er erzählt von seinen Diskriminierungserfahrungen und setzt sich in seiner Musik für Selbstverwirklichung ein.
Im Rahmen vom internationalen Tag gegen Rassismus geben wir PoCs eine Stimme, um über das Thema Rassismus zu sprechen. Mit Msoke sprachen wir über Rassismus in der Schweizer Musik Szene.
Msoke ist in der Schweiz geboren, doch spielt er mehr Konzerte im Ausland, zum Beispiel in Deutschland, als in der Schweiz. Wir sprachen über kulturelle Aneignung als rassistischer Akt speziell im Reggae und über Aktivismus in seiner Musik. Msoke ist ein trans Mann und erlebte in seinem Leben Diskriminierung auf verschiedenste Art und Weisen. Er erzählt von den damit verbundenen Problematiken und wie er damit lebt.
Auf die Frage, ob er rassistische Situationen in der Schweizer Musik Szene erlebt, erklärt Msoke, dass er durch das Erleben von intersektionaler Diskriminierung gar nicht genau sagen kann, weswegen er in jener Situation genau diskriminiert wird.
Er spricht von einer Grauzone in seiner Wahrnehmung, da er bei jeglichem ausweichenden und abwertenden Verhalten gegenüber ihm analysiert und interpretiert. Als ehemalige lesbische Frau und als PoC, wie jetzt als trans Mann erfährt Msoke viel Diskriminierung und das vor allem aus seiner Kultur. Rassistische Diskriminierung in der "Black Music", ein paradox, dass für Msoke Normalität ist.
Msoke macht tanzbare Musik. Reggae und Dancehall als Genre haben eine Historie, die geprägt ist von schweren Themen wie die Sklaverei und Kolonialismus, sowie der Befreiung davon.
Er spricht in seinen Lyrics Themen wie Selbstverwirklichung an und kämpft gegen fehlende Offenheit gegenüber Geschlechtsidentität und Sexualität.
Zum Thema kulturelle Aneignung als rassistischer Akt innerhalb von Reggae erwähnte Msoke den Gebrauch von "Patwa".
Mit Ausnahme von weissen Menschen innerhalb der Kultur, wie dem Musiker Gentleman. "Patwa" ist die Sprache des Reggaes. Den Gebrauch von afrikanischer und auch jamaikanischer Sprache stuft Msoke als problematisch ein.
Hat die Schweizer Musikszene ein Rassismus Problem? Abschliessend kann Msoke aus seiner Sicht aus aufgeführten Gründen keine klare Antwort geben. Klar ist aber, dass die Schweiz in Sachen Offenheit gegenüber von Menschen noch einiges vor sich hat.
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