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Die vom Verteidigungsdepartement (VBS) beauftragten Experten raten von einer Bergung der über 8000 Tonnen in Schweizer Seen versenkten Munition ab. Diese wäre "mit grossen Risiken und Kosten verbunden", lautet das Fazit.
In ihrem am Dienstag publizierten Bericht begründen die Experten den Befund mit der durch eine Bergung ausgelösten Schädigung des heute intakten ökologischen Gleichgewichts im Thunersee, wo mit 4600 Tonnen die grösste Munitionsmenge lagert. Am oberen Brienzersee demonstrierten sie ihre Erkenntnisse vor Ort.
Bei einer Bergung würden grosse Mengen Sediment aufgewirbelt. Dies brächte den Sauerstoffgehalt des Sees nachhaltig durcheinander und hätte "erhebliche Folgen für das Ökosystem". Demgegenüber gebe es gar keinen Sanierungsbedarf für das Seewasser, lautet der Befund.
Die Wasseranalysen ergaben, dass die gefährdungsrelevanten Stoffe TNT, Dinitrobenzol, Quecksilber und Blei im Thunersee auch mit neusten Messmethoden nicht nachgewiesen werden können. Ein Worst-Case-Szenario bei Stofffreisetzung zeige zudem, dass die Grenzwerte der Altlastenverordnung auch in Zukunft nicht erreicht werden könnten.