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Willkommen in der Rettungsstation
Es ist immer ein bittersüsser Moment: die Ankunft von geretteten Orang-Utan-Waisen in den BOS-Rettungsstationen.
Einerseits sind die Kleinen herzig und wir freuen uns, dass wir ihnen eine Zukunft und Hoffnung auf ein freies Leben geben können.
Gleichzeitig ist es traurig. Denn die Mütter dieser Waisen wurden sehr wahrscheinlich getötet.
Neuzugang Baimah
Der kleine Orang-Utan Baimah (siehe Bild oben) ist erst 2 Jahre alt und wurde aus der illegalen Haustierhaltung gerettet. Das Weibchen musste Menschenkleider tragen und gezuckerte Erdbeermilch trinken. Kurz: Sie erlebte keine würdige und artgerechte Behandlung.
Zum Glück übergab die indonesische Behörde Baimah der BOS Foundation. Die medizinische Untersuchung zeigte, dass Baimah übergewichtig ist. Anfangs war sie verständlicherweise verängstigt aber langsam scheint es ihr besser zu gehen. Jetzt lebt die Waise im Babyhaus in Samboja Lestari und wird vom BOS-Team sorgfältig und professionell beobachtet.
Neuzugang Rabia
Auch der 2,5-jährige Rabia erlebte ein ähnliches Schicksal, bevor er der BOS Foundation übergeben wurde. Er war so lange in einem kleinen Käfig eingesperrt, dass er Schwierigkeiten hatte, zu laufen und seinen Körper zu bewegen. Er konnte nur ein paar Schritte gehen, bevor er umkippte.
Vor seiner Rettung wurde Rabia mit Reis, Schokoladenmilch und anderen Nahrungsmitteln gefüttert, die für Orang-Utans nicht geeignet sind. Trotz diesen nicht artgerechten Lebensbedingungen ist Rabia relativ gesund; sogar sein Haar ist dicht und sauber.
Neuzugang Segi
Über die Herkunft der 18 Monate alten Segi ist nicht viel bekannt. Sie ist gesund und hat sich sehr schnell in der Rettungsstation Nyaru Menteng eingelebt. Für ihr Alter ist sie sehr selbstständig, auch wenn sie immer noch gerne die Aufmerksamkeit der Ersatzmütter geniesst.
Obwohl Segi am liebsten allein ist, sieht man sie gelegentlich mit anderen jungen Orang-Utans wie Kinan, Avo und Kalanaman spielen. Von den Orang-Utans in ihrer kleinen Gruppe ist Segi die beste Kletterin, die andern können viel von ihr lernen.
Neuzugang Spanser
Der 2-jährige Spanser wurde 2 Monate illegal als Haustier gehalten. Auch das waren 2 Monate zu viel. Die Orang-Utan-Waise ist wie Baimah übergewichtig und muss sich an das artgerechte Essen in der Rettungsstation Nyaru Menteng erst wieder gewöhnen.
Spanser ist nicht dominant und ihm werden oft von seinen Gspänli in der Waldschule Früchte aus seinen Händen geschnappt. Die Ersatzmütter halten sich dann jeweils zurück, denn Spanser muss lernen, sich selbst zu verteidigen, wenn er jemals in der Wildnis leben will.
alle Bilder © BOS Foundation
Neuzugang Temon
Auch die kleine Temon wurde mehrere Wochen lang als Haustier gehalten. Wir vermuten, dass ihre Mutter bei einem Konflikt mit Menschen getötet wurde.
Temon war bei ihrer Ankunft in der Rettungsstation sehr nervös und ängstlich. Sie biss um sich und es dauerte einige Wochen, bis die Waise begann, ihrer Ersatzmutter zu vertrauern. Mittlerweile geht es Temon besser. Sie hat ihre Quarantäne hinter sich und ist mit gleichaltrigen Orang-Utans in einer kleinen Waldschulklasse.
Wir glauben daran, dass diese 5 Orang-Utans den Rehabilitationsprozess erfolgreich durchlaufen werden und dass Temon und Baimah in Samboja Lestari und Rabia, Segi und Spanser in Nyaru Menteng wertvolle Lektionen lernen werden. Wir sorgen dafür, dass sie eines Tages in die Freiheit entlassen werden können. Helfen Sie uns dabei?