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* 1915, † 1990, Architekt. Er prägte mit seinen Kirchbauten die moderne katholische Kirchenarchitektur mit.
Walter Rieger absolvierte bei Anton Higi eine Lehre als Bauzeichner und arbeitete anschliessend in dessen Architekturbüro weiter. Als Anton Higi 1938 zum Zürcher Stadtrat gewählt wurde, übernahm Walter Rieger die Bauführung der sich im Bau befindlichen Kirche St. Martin Zürich-Fluntern. In dieser Zeit nahm Rieger auch das Architekturstudium an der Technischen Hochschule Stuttgart auf, das er dann beim Beginn des Zweiten Weltkriegs abbrechen musste.
Zusammen mit Ferdinand Pfammatter
erreichte Walter Rieger 1946 den zweiten Preis beim Architekturwettbewerb für die katholische Kirche St. Felix und Regula, Zürich-Hard. Der Bau des katholischen Knabenschulhauses Sumatra in Zürich ermöglichte die Gründung des gemeinsamen Architekturbüros von Pfammatter und Rieger, das sie in den Jahren 1948 bis 1967 betrieben. In der Zeit von 1948 bis 1967 schufen Rieger und Pfammatter neben zahlreichen Renovationen, Um- und Anbauten insgesamt 11 Kirchen, 11 Schulhäuser, einen Kindergarten und 9 Geschäftshäuser.
Kirche St. Felix und Regula, Ansicht von der Hardstrasse.
Nach der Trennung von Ferdinand Pfammatter und der Auflösung des gemeinsamen Architekturbüros realisierte Walter Rieger in den Jahren 1979–1981 sein wohl wichtigstes alleiniges kirchliches Bauvorhaben durch die Renovierung von St. Peter und Paul, Zürich-Aussersihl. Es ist dies die erste katholische Kirche der Stadt Zürich, die nach der Reformation und der Abspaltung der christkatholischen Kirche auf Zürcher Grund realisiert wurde. Durch diese Renovation und den Neubau der stilistisch an die neogotische Kirche angepasste St. Annakapelle
trug Walter Rieger massgeblich zum harmonischen Gesamtbild der Mutterpfarrei aller Stadtzürcher Kirchen bei. [wiki]
Werkkatalog (Auswahl)
1955/56 St.-Anna-Kapelle, Wädenswil