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Das grosse Projekt einer Lagerhalle in Avenches kommt nicht zustande. Wie das Westschweizer Radio und das Fernsehen RTS gestern gemeldet haben, hat der schwedische Möbelkonzern Ikea das Projekt eines Logistikzentrums begraben. Der Vizesyndic von Avenches, Gaetan Aeby, bestätigte auf Anfrage die Nachricht. «Die Verantwortlichen teilten uns mit, dass sie es nicht mehr für möglich halten, den Zeitplan einzuhalten.» Beschwerden und mögliche archäologische Notgrabungen drohten, den Baubeginn zu verzögern, so Aeby.
Für die Gemeinde sei der Entscheid «enttäuschend». Im Zentrum wären rund 140 Arbeitsplätze angesiedelt worden. «Wir suchen nun nach einer anderen Möglichkeit, hier Stellen zu schaffen.» Die Gemeinde sei überzeugt, dass das betreffende Areal zwischen Bahnschienen und Hauptstrasse eine Chance darstellt.
Für den Internet-Handel
Das Projekt wäre ein Gemeinschaftswerk der Unternehmen Grisoni-Zaugg und Von Bergen gewesen. Ikea wollte von Avenches aus sein Westschweizer Online-Geschäft abwickeln. Mehr als die Hälfte der Fläche war für den Versand von Ikea-Produkten vorgesehen. Die Logistikhalle hätte 2018 in Betrieb gehen sollen (die FN berichteten). Ein Laden war nicht geplant.
Das Vorhaben sah den Bau einer Logistikhalle auf 20 000 Quadratmetern Land und von bis zu 26 Metern Höhe vor – eine immense Grösse, welche den Heimatschutz auf den Plan rief. Dieser wehrte sich gegen den Bau. Das Gebäude wäre zum Teil auf den Fundamenten der alten Stadtmauer der alten helvetischen Hauptstadt gelegen. Laut RTS sucht Ikea nun einen Standort im Kanton Freiburg.