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Krankheiten und Verletzungen
Alkohol kann je nach Konsummenge und -muster viele Krankheiten, Unfälle und Leiden verursachen. Zu viel Alkohol kann praktisch jedes Organ schädigen. Je mehr Alkohol getrunken wird, desto grösser sind die Risiken und desto grösser die möglichen Schädigungen. Regelmässiger Alkoholkonsum in grösseren Mengen erhöht das Risiko für alkoholbedingte Krankheiten wie Krebs, Leberzirrhose und psychische Krankheiten. Das Risiko zum Beispiel für Mund-, Rachen-, Speiseröhren- und Brustkrebs steigt mit zunehmender Konsummenge signifikant an. Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Krebsrisiko vor allem dort, wo der Alkohol direkten Kontakt mit den Organen hat (Mund, Rachen, Speiseröhre). Wer bei einer Gelegenheit grosse Mengen konsumiert, geht ein stark erhöhtes Risiko für Unfälle und gewaltbedingte Verletzungen ein, wovon insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sind.
Durch den Konsum von zu viel Alkohol steigt auch das Herzinfarktrisiko, denn Alkohol erhöht den Blutdruck. Regelmässig hoher Alkoholkonsum kann zu Hirnschäden führen und psychische Erkrankungen wie Depressionen und Psychosen begünstigen. Zudem schwächt übermässiger Alkoholkonsum das Immunsystem, und schon massvoller Alkoholkonsum kann den Verlauf bestehender Krankheiten – sowohl von Infektionskrankheiten (von Grippe bis HIV) wie auch von chronischen Krankheiten (Bluthochdruck, Leberzirrhose etc.) – negativ beeinflussen.
Es gibt zwar Hinweise dafür, dass bei gesunden erwachsenen Menschen leichter bis moderater (ein bis zwei Gläser pro Tag) Alkoholkonsum das Erkrankungs- und Sterberisiko für gewisse Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes Typ II senkt, aber nur dann, wenn das leichte bis moderate Trinkmuster nicht durch Rauschtrink-Episoden unterbrochen wird.