Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03467.jsonl.gz/1623

Rockstars und Comedians performen auf der Strasse, im Park spielt die Philharmonie: Nach dem Corona-Koma blüht die Metropole gerade auf. Unsere Autorin war unterwegs in der Stadt.
«As Long as the Sun Lasts» – so nennt Alex Da Corte seine Skulptur, inspiriert von der Sesamstrasse und Alexander Calnders Mobiles. Zu sehen im Rahmen der «Met’s 2021 Roof Garden Commission» auf dem Iris and B. Gerald Cantor Roof Garden.
Foto: Tomothy A. Clary (AFP)
Gesenkten Hauptes stehen Menschen unter den Bäumen. Ein Pärchen hat beim Küssen innegehalten. Wellen von metallischem Klang erfüllen den Park. Ein Spaziergänger bleibt stehen. Dann bricht die Musik ab, Stille. Als ob eine Glocke zerbrochen wäre.
Zu jeder geraden Stunde erklingt in der Kirschenallee des Brooklyn Botanic Garden die Komposition «Loved» von Michael Gordon, die der virtuose Perkussionist David Cossin auf sieben Xylofonen eingespielt hat. Sie ist jenen Personen gewidmet, die während der Pandemie gestorben sind. Der Einlass zum Park ist dank Onlinereservationen so getaktet, dass man sich nicht allzu nahe kommt. Vorsichtig beginnt New York seine Wunden zu lecken und nach vorne zu schauen.