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«Women and Investing»
01.11.2017 - Mitteilung
Neue Studie von UBS Wealth Management zum unterschiedlichen Investitionsverhalten von Frauen und Männer und dessen Folgen für die Individuen
Eine neue Studie von UBS Wealth Management zeigt auf, dass, bei Fortbestand der gegenwärtigen Situation, viele Frauen vermehrt langfristig investieren und längerfristige Risiken in ihr Portfolio aufnehmen müssen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Die Studie stellt dar, wie Anlageentscheidungen und Verhaltensweisen das finanzielle Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern verstärken, zusätzlich zu Faktoren wie Einkommensunterschieden und Erwerbsunterbrüchen sowie der höheren Arbeitsflexibilität und längeren Lebenserwartung.
Üblicherweise unterscheiden sich Frauen und Männer hinsichtlich ihrer Anlageentscheidungen und ihres Anlageverhaltens. Untersuchungen zeigen, dass Frauen traditionell weniger risikofreudig sind und das Vertrauen in die eigenen Anlageentscheidungen tendenziell weniger ausgeprägt ist. Dies obwohl Studien belegen, dass Frauen, im Vergleich zu Männern, über umfangreiches Finanzwissen verfügen und eine hohe Finanzdisziplin aufweisen.
Mangelnde Risikobereitschaft bedeutet oftmals, dass man nicht in der Lage ist, die längerfristig erforderlichen Renditen zu erwirtschaften. Das Selbstvertrauen in Finanzfragen zu steigern, kann dabei helfen, die finanziellen Ziele zu erreichen und im Alter den Lebensstandard zu wahren: ein geeigneter Anlageansatz kann die Entwicklung der finanziellen Verhältnisse einer Person lebenslang beeinflussen.
Die Studie zeigt anhand von Modellrechnungen, wie sich die Vermögenssituation von Frauen typischerweise darstellen kann:
- Frauen verfügen während ihres Lebens durchschnittlich über deutlich weniger Vermögen, und Pausen im Erwerbsleben sowie das Bedürfnis nach mehr Flexibilität im Job erschweren die Vermögensbildung zusätzlich.
- Die Annahme eines Gehaltsunterschieds von 10% führt dazu, dass eine Frau im Alter von 85 Jahren über 38% weniger Vermögen verfügt als ein Mann im selben Alter.
- Bei Berücksichtigung eines kurzen Erwerbsunterbruchs im obigen Beispiel verfügt die Frau im Alter von 85 Jahren über 43% weniger Vermögen als Männer im selben Alter.
- Die Modellrechnung zeigt auch, dass für Frauen mit Teilzeit-Arbeitsverhältnis sowohl bei der beruflichen Entwicklung als auch beim Vermögensaufbau zusätzliche Nachteile resultieren.
- Da Frauen im Durchschnitt eine längere Lebenserwartung haben, wird es für sie noch schwieriger, den Lebensstandard nach der Pensionierung beizubehalten, weil ihr Vermögen über einen längeren Zeitraum ausreichen muss.
- Das Problem verschärft sich weiter, wenn Frauen Anlagen getätigt haben, die lediglich bescheidene Renditen abwerfen (z. B. 1% pro Jahr).