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Letzte Veröffentlichung: Combi, Buenos Aires: Emecé, 2008
«Die Ankleidepuppe lag neben ein paar leeren Kartons auf dem Bürgersteig. Antonio sah sie, als er eines Nachmittags aus der Bank kam. Er zögerte und beschloss schliesslich, sie mit nach Hause zu nehmen. Als er die Station Constitución erreichte, bemerkte er, dass fast alle ihn anstarrten, aber eine Ankleidepuppe liess sich ja schwer verstecken. Im Zug, der ihn nach Temperley bringen würde, überraschte ihn dann, dass ihm eigentlich ein Fahrschein für die Ankleidepuppe fehlte, und er genierte sich, dem Schaffner nur einen zu reichen, als fehlte ihm tatsächlich ein zweiter.» Aus: «Alicia», Erzählung aus der Anthologie «Die Nacht des Kometen», hrsg. von Marion Dick, Verlag edition 8, 2010
Wir möchten uns den Turm von Carl Gustav Jung anschauen gehen, den er 1922 zu bauen begann, um dort zu meditieren, zu lesen und zu schreiben. Zwar wissen wir, wie man nach Bollingen kommt, aber wir haben nicht mehr als eine vage Beschreibung, wie der Weg zum Haus zu finden ist.
Ein Mann geht dem Zürichsee entlang. Er ist barfuss und sucht nach einem Weg mit sanftem Kies. Eine gewisse Müdigkeit umgibt ihn. Es ist nicht die Müdigkeit des Lebens, die auf seinen Schultern lastet, es muss etwas Grösseres sein.
Als ich erfuhr, ich könne wieder in die Schweiz kommen, freute ich mich sehr. Im Jahre 2010 war ich auf Einladung der Stiftung Pro Helvetia zwei Monate in Genf gewesen und aus dieser Zeit habe ich immer noch sehr schöne Erinnerungen.
An einem neuen Buch zu schreiben und gleichzeitig diese Einladung des Literaturhauses und der Stiftung PWG zu erhalten, ist wirklich ein Segen. So ein Friede, hier innezuhalten, in einem ruhigen Quartier und doch nahe bei allem, was man braucht.