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Marie-Therese Hayoz-Burry erblickte am 10. Januar 1937 als Tochter des Albin Burry und der Rosa, geborene Mülhauser, das Licht der Welt. Als sie sieben Jahre alt war, starb ihre Mutter. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie bei der Familie Kessler-Jendly im Birch in Düdingen. Die Schule besuchte sie in Düdingen. Hier durfte sie auch die «Chränzlitracht» tragen und regelmässig bei religiösen Festen mitwirken, was ihr sehr viel bedeutete. Marie-Therese Hayoz-Burry war sehr gläubig, und sie hat ein inniges Gottvertrauen bewahrt.
Nach dem Besuch der Hauswirtschaftsschule und nach einigen kurzzeitigen Anstellungen fand sie eine ihr zusagende Arbeitsstelle in der Eisenwarenhandlung von Plaffeien, die von Linus und Theres Baeriswyl geführt wurde. Dort wirkte sie während 20 Jahren mit viel Eifer und Sachkenntnis als tüchtige Verkäuferin.
Im Alter von 39 Jahren heiratete sie den Witwer Othmar Hayoz aus Cordast. Die beiden nahmen Wohnsitz an der Bahnhofstrasse in Düdingen, später in St. Wolfgang. Als versierte Verkäuferin arbeitete sie noch teilzeitlich in der Eisenwarenhandlung Aeby in Tafers. Nachdem ihr Mann Othmar ins Pflegeheim Wolfacker eingezogen war, nahm sie neuen Wohnsitz im Zentrum «Drei Rosen». Später siedelte sie ebenfalls ins Pflegeheim über, fast ständig geplagt von schier unerträglichen Schmerzen als Folge einer Schulteroperation.
Ihr liebstes Hobby war das Fotografieren. Gelegentlich hielt sie auch Diavorträge. Sie war unglaublich belesen, vielseitig interessiert und informiert darüber, was in der nahen oder weiten Welt passierte. Und sie liebte die Politik. Sie hatte ein unglaublich gutes Gedächtnis. Sie kannte viele Menschen landauf und landab mit Namen, sie kannte ihre Vorfahren und die Bürgerorte. In Plaffeien wusste sie innerhalb von kurzer Zeit die Beinamen aller Familien; dies war von grossem Vorteil. Sie wäre gern Lehrerin geworden; aus verschiedenen Gründen war dies leider nicht möglich.
Am 27. November 2014 ist sie friedlich eingeschlafen. Ehre ihrem Andenken. Eing.