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(Lucy)
Gespannt sah Lucy aus den Fenstern des Zuges. Noch nie war sie in einem Zug gefahren. Bloss im Waisenhaus, hatten sie in der Schule schon mal davon gesprochen. Alles rauschte so schnell an ihr vorbei. Sie war sich zwar sicher, dass ihr Schlitten schneller war, aber im Himmel, bekam man die Schnelligkeit nicht so sehr mit, wie in einem Zug.
Nach langer Zeit, die Lucy wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen war, kamen sie am Zielort an. Gemeinsam mit Norwen und Pierre stieg sie aus. Danach mussten sie noch eine Weile laufen. Doch dann kamen sie schliesslich zu einem riesigen Haus mit einem grossen Garten, in dem viele Tische standen. Im Garten hatte es neben einem Springbrunnen, ein paar Blumen und vielen Bäumen auch einen Felsen, mit einem sehr schönen Wasserfall und darunter einen See. Und am See schloss sie ein Bächlein an, welches durch den ganzen Garten und noch weiter floss. Ein wenig weiter vorne, als dort, wo das Bächlein aus dem See entsprang, führte eine Brücke über den Bach.
Sie liefen auf die Türe des Hauses zu. An der Türfalle hing ein Schild mit der Aufschrift: Geschlossen. Pierre öffnete die Türe und drehte das Schild um. Dann traten sie ein.
(Norwen)
Es gab eine wundervolle Empfangshalle mit einer Rezeption. Wie Pierre ihnen im Zug erklärt hatte, war sein Restaurant nicht bloss ein Restaurant, sondern auch ein Hotel. Trotzdem hatte Norwen nicht damit gerechnet, dass es so ein Luxushotel war. Und das ganze gehörte tatsächlich Pierre! Während er und Lucy alles bestaunten, zeigte er ihnen ihre Zimmer.
Sie beide hatten eine eigene Suite mit einem grossen Badezimmer, einem grossen Fernseher und einem Sofa. Der Luxus nahm in diesem Zimmer einfach kein Ende. Ihre Zimmer befanden sich gleich nebeneinander und waren durch eine abschliessbare Türe verbunden.
“Also ihr dürft heute gratis hier übernachten und morgen bringe ich euch zum Bahnhof. Ihr wisst ja jetzt noch nicht so genau wo der Bahnhof ist. Um die Tickets zu kaufen, habe ich dann leider keine Zeit mehr, das müsst ihr morgen selber tun”, erklärte Pierre ihnen. Dann reichte er ihnen einen Zettel. “Wenn euch langweilig ist, könnt ihr runter in die Küche gehen. Wenn ihr ihnen diese Zettel zeigt, wissen sie, dass ihr meine Gäste seid und werden euch zeigen, wie ihr euch in der Küche nützlich machen könnt. Vielleicht dürft ihr auch etwas kochen. Aber jetz muss ich Arbeiten gehen. Ich möchte aber, dass ihr heute beide zum Abendessen in der Arbeitercafetteria erscheint. Bis dann.”
Mit diesen Worten verabschiedete er sich.
(Lucy)
Sie wollten später in die Küche, aber zuerst, wollten sie nun noch ihre Zimmer ganz auskundschaften und den Luxus voll und ganz geniessen. Neben dem Fernseher von ihren Zimmern fanden sie jeweils noch eine Schüssel Süssigkeiten vor. Die Badewanne im Badezimmer glich schon fast einem Pool. Natürlich gingen sie sofort Baden. Danach schmissen sie sich im Bademantel vor den Fernseher in Lucys Zimmer und schauten sich an, was es für Filme gab. Währenddessen hielten sie beide eine Schüssel mit Süssigkeiten in den Armen und assen sich satt. Was für ein Luxus!
Nach einer Weile beschlossen sie in die Küche zu gehen. Aber bevor sie die Küche fanden. Mussten sie sich noch ein wenig umherirren, da sie nicht genau wussten, wo die Küche lag.
(Norwen)
Als sie die Küche betraten, fanden sie sich plötzlich in einem Gewusel von vielen Köchen wieder. Zum Glück hörten sie schon nach kurzer Zeit, wie Pierre nach ihnen rief. Von der anderen Seite der grossen Küche winkte er ihnen zu. Sofort liefen sie zu ihm. Als sie zu ihm kamen, teilte er ihnen ein paar Aufgaben zu. Sie schnitten, schälten und hackten. Dann trug Pierre ihnen auf, dass sie beim Tische decken helfen sollten, denn schon viele Leute hatten bereits reserviert. Es waren sehr viele und das, obwohl das Restaurant nur für zweieinhalb Tage geschlossen gewesen war. Nun wollten unbedingt alle herkommen.
Eine nette Frau namens Marie, die Kellnerin war, zeigte ihnen wie man Servietten zu verschiedenen Tieren oder einfach normal faltete. Die Tiere waren für die Kinder und die langweiligen für die Erwachsenen. Es machte Spass, dauerte aber lange, bis sie alle gefaltet hatten, da sie alles alleine machen mussten. Die Kellner mussten wieder in die Küche und dort aushelfen. Als sie fertig waren, kamen schon die Gäste.
(Lucy)
Danach bekamen Lucy und Norwen beide einen Kellneranzug und halfen beim Servieren. Natürlich konnten sie es nicht ganz so elegant wie die anderen Kellner und Kellnerinnen. Doch sie versuchten sich ein wenig von den anderen Kellnern abzuschauen.
Doch langsam bekamen sie richtig Hunger. Und während sie immer weiter Essen servierten, durften sie keinen Bissen essen. Der reinste Horror. Erst spät am Abend, als alle Gäste gegangen waren, durften sie in der Cafeteria essen gehen.
Das Essen war wirklich köstlich und es hatte sich gelohnt dafür zu arbeiten. Dann mussten sie ins Bett damit sie für die morgendliche Reise fit waren.
Folgendes Kapitel erscheint nächsten Sonntag.