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Nach der von der US-amerikanischen Festplatten- und Speicherprodukt-Herstellerin Western Digital eingereichten Klage hat jetzt ein Richter seine Entscheidung zu der geplanten Veräusserung der Chipsparte von Toshiba vertagt. Er ordnete eine neue Anhörung für den 28. Juli an, nachdem beide Seiten ihre Argumente vorgetragen hatten.
Das im kalifornischen Irvine beheimatete Western Digital wollte mit einer einstweiligen Verfügung den Verkauf von Toshibas Chipsparte verhindern. Das Unternehmen hatte im Juni eine entsprechende Klage beim Superior Court in Kalifornien eingereicht. Vor einem Verkauf an ein Drittunternehmen solle ein anhängiges Schiedsverfahren abgewartet werden. Die Amerikaner sind der Ansicht, dass sie einem Verkauf zustimmen müssten. Western Digital, das gemeinsam mit den Japanern das wichtigste Chip-Werk von Toshiba betreibt, will die Sparte selbst kaufen.
Toshiba hat mittlerweile ein von der japanischen Regierung angeführtes Konsortium als bevorzugten Bieter für seine Chipsparte ausgewählt. Toshiba will mindestens 18 Milliarden Dollar für die Sparte haben. Die Japaner wollen den Deal so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen, um sich mit dem Erlös nach der Insolvenz der US-Kraftwerkstochter Westinghouse neu zu formieren.