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Samariterverein Magden
Am 1. Juli 1888 wurde in Aarau der Schweizerische Samariterbund aus der Taufe gehoben. Die Veranstaltung weiterer Kurse, die Gründung neuer Samaritervereine und die Vereinheitlichung des Samariterwesens zählten zu den dringendsten Aufgaben. Als selbstständige Organisation und mit eigener Verwaltung schloss sich der Samariterbund dem Schweizerischen Zentralverein vom Roten Kreuz an.
Gründung Magdener Samariterverein kurz vor Kriegsausbruch
Vom 29. Januar bis zum 1. April 1939 fand in Magden ein Samariterkurs statt. Im Verlaufe dieses Kurses wurde der Wunsch nach einem eigenen Samariterverein grösser. Zehn Tage nach dem Abschluss-Examen wurde zur Gründungsversammlung eingeladen, die wie folgt protokolliert ist: "11. April 1939, abends 20.00 Uhr, im Schulhaus. Vorsitz: Tagespräsident Arthur Roniger. Anwesend: sieben Samariter, zwölf Samariterinnen. Entschuldigt: Otto Hahn. Traktanden: Eröffnung und Wahl des Tagesbüros, Besprechung und Genehmigung der Statuten, Wahlen des Vorstandes, der Revisoren, der Bibliothekarin und des Vereinsweibels, Verschiedenes.
Als Aktivmitglieder melden sich zwölf Samariterinnen Alice Lützelschwab, Hilde Graf (Maisprach), Anna Kaiser, die beiden Lehrerinnen Margrit Obrist und Ella Hiltmann, Elsa Holer, Sophie Holer, Anna Stäubli, Rosa Roniger, Hanny Schneider, Berta Flückiger, Alice Schneider-Schneider und acht Samariter Josef Senger, Karl Lützelschwab, Franz Hahn, Alois Holer, Emil Stalder, Arthur Roniger, Otto Hahn und Karl Bürgi an".
Grosser Einsatz während des Zweiten Weltkrieges
Die Mitglieder des sehr jungen Vereins wurde der Abteilung Sanität der neu gegründeten Ortswehr zugeteilt. Im März 1940 besuchte Emil Stalder in Thalwil den Hilfslehrerkurs. Er war somit in der Lage, selbst Samariter auszubilden. Auf Verlangen des Roten Kreuzes führten die Mitglieder des Samaritervereins Einzüge für die Nationalspenden, für die Kriegsflüchtlinge durch, sammelten Wäsche für die Armee, entrichteten eine Obolus an die Unkosten beim internationalen Gefangenenaustausch, riefen zu vermehrten Blutspende-Aktionen auf.
Notzeiten verstärken Zusammengehörigkeitsgefühl
Die Mitgliederzahl verdoppelte sich auf 45. Nach 1945 waren es noch 39, beim 50-Jahr-Jubiläum 1989 24 und heute sind es 22.
Schlichte Jubiläumsfeier im reformierten Kirchgemeindehaus im Gässli
Am Freitagabend, dem 7.4.1989, feierten die Samariter das 50-Jahr-Jubiläum ihres Vereins auf Ihre Weise: schlicht, aber fröhlich. Der Magdener Schülerchor umrahmte die Darbietung des ersten Teiles mit erfrischenden Weisen. Präsident Leo Wirth begrüsste Gründerinnen und Gründer, die zahlreich anwesende Prominenz, Delegationen der Samaritervereine Rheinfelden, Kaiseraugst und alle anderen Gäste.
Heutige Aktivitäten im Verein
Es werden 10 Fachübungen an einem Dienstagabend einmal im Monat durchgeführt, um unser Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Einmal im Jahr treffen sich die Samaritervereine Rheinfelden, Kaiseraugst und Magden zu einer Feldübung. Im September findet eine Exkursion statt, wo wir Institutionen im Bereich Samariterwesen besichtigen. Seit 1971 werden in Magden zweimal im Jahr Blutspende-Aktionen mit durchschnittlich
120 Spender durchgeführt. Bei diversen Veranstaltungen sind wir vor Ort um kleinere und grössere Verletzungen zu behandeln. Seit 2003 gehören wir dem Sanitätszug der Feuerwehr an.
Auch finden jedes Jahr Nothilfekurse mit den Abschlussklassen statt. Zudem bietet der Verein Nothilfe-, Samariter- und CPR-Kurse an.
Der Flohmarkt im Januar ist seit 1993 ein Anlass der viele Auswärtige nach Magden lockt. Das Vergnügen darf bei diesen Leistungen nicht zu kurz kommen. Für den
geselligen Teil sorgt im Sommer die Vereinsreise und mit dem gemütlichen
Chlaushock schliessen wir das Jahr ab.
Literatur, Quellen und Anmerkungen
- Vereinschronik 1989 zum 50-jährigen Jubiläum