Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/103988

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Proteste um den Holzschlag im Nesslerwald bei Wabern haben bewusst gemacht, dass der Bund auch Waldeigentümer ist. Ich frage:</p><p>1. Welchen Umfang hat der Bundeswald insgesamt?</p><p>2. Welcher Bundesaufgabe dient der Waldeigentum des Bundes?</p><p>3. Wird Bundeswald, der keiner Bundesaufgabe dient, im Rahmen des kommenden Konsolidierungsprogramms veräussert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund und die bundesnahen Betriebe besitzen gemäss dem Schweizerischen Landesforstinventar 0,8 Prozent des Schweizer Waldes. Die wichtigsten Waldbesitzer innerhalb des Bundes sind das VBS sowie die SBB. Diese Wälder sind im Falle des VBS Teil von Truppenübungsplätzen (z. B. Luziensteig, Kanton Graubünden) oder der Sportanlagen in Magglingen (Kanton Bern). Die Wälder der SBB dienen vorwiegend als Schutzwälder für die Bahnlinien (z. B. Rigi-Nordlehne, Kanton Schwyz). Ein kleiner Teil des Bundeswaldes ist im Portfolio des Bundesamtes für Bauten und Logistik. Es handelt sich dabei um Wälder der Eidgenössischen Technischen Hochschulen für die Forstwirtschaftsausbildung und um Wälder der landwirtschaftlichen Forschungsanstalten.</p><p>Der Bundeswald dient gemäss obigen Ausführungen wichtigen Aufgaben des Bundes. Die Bedürfnisse der Nutzer werden dabei laufend überprüft. Sollten sich diese ändern und Wälder nicht mehr benötigt werden, werden sie verkauft. Angesichts des marginalen Anteils des Bundeswaldes an der gesamten Waldfläche sowie der sehr tiefen Bodenpreise würde ein Verkauf von Bundeswald kaum einen substanziellen Anteil an das Konsolidierungsprogramm liefern.</p>  Antwort des Bundesrates.