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"Ein deutlich festerer US-Dollar sorgt für Abgabedruck", beschreiben Rohstoffexperten der Commerzbank den Handel. Zuletzt wurde an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung in den USA höher eingeschätzt, was zu einem deutlichen Kursanstieg des Dollar zu anderen wichtigen Währungen führte. Eine starke amerikanische Währung macht das in Dollar gehandelte Rohöl in den Ländern ausserhalb des Dollarraums teurer und bremst die Nachfrage.
Händler erklärten den Preisrückgang ausserdem mit Äusserungen aus dem Iran. Das wichtige Förderland ist nach wie vor fest entschlossen, die Produktionsmenge an Rohöl zu erhöhen. Der Iran will wieder den Marktanteil erlangen, den das Land am Persischen Golf vor der Verhängung von Wirtschaftssanktionen inne hatte.
Zuvor wurden die Ölpreise noch durch Spekulationen auf Obergrenzen bei den Fördermengen von Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russlands gestützt. Ende September will sich das Ölkartell mit anderen Produzenten treffen, um über die Lage am Rohölmarkt zu beraten. Es geht vor allem um die Möglichkeit, mit Förderobergrenzen die Preise zu beeinflussen.
Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 45,75 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 47 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/stb
(AWP)