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Das Projekt ist als explorative Studie über die Bewältigung des Alter(n)s im ländlichen Raum am Beispiel einer Gemeinde im Goms angelegt.
Die Region Goms ist eine der 14 von Bevölkerungsverlusten betroffenen schweizerischen Alpenregionen; hier wird der demografische Wandel besonders gut sichtbar: Junge Leute wandern ausbildungs- und arbeitsbedingt in die Zentren ab, während gleichzeitig über 50-Jährige, meist gut situierte Menschen aus anderen Regionen der Schweiz für ihre Dritte Altersphase zuwandern. Die daraus resultierenden Veränderungen im quantitativen Generationenverhältnis haben für die ältere Bevölkerung unmittelbare Auswirkungen, was die Unterstützung und Betreuung durch die Familienmitglieder betrifft. Zuden sind, aufgrund der infrastrukturellen Situation Angeboten für Senioren und Seniorinnen oft nicht niederschwellig angelegt oder, bei Mobilitätseinschränkungen, schwierig erreichbar.
Die spezielle Situation in ländlichen Regionen kann zum einen in Bezug auf die beiden Dimensionen Nähe/Distanz (räumlich und emotional im Hinblick auf Kontakte) sowie Abhängigkeit/Unabhängigkeit (Betreuung, Zugang zu Dienstleistungen) betrachtet werden. Gleichzeitig wirkt sich die Organisation des ländlichen Raumes in Bezug zu Naturraum und Infrastruktur direkt auf die Qualität der Alltagsaktivitäten der älteren Bewohnerinnen und Bewohner aus.
In dieser Fallstudie wurden mittels qualitativer Interviews Daten zur Region und der Situation älterer Menschen im Dorf erhoben. Leitende Fragen waren dabei:
• Was bedeutet es in einem Dorf alt zu werden, wenn sich die Zusammensetzung der Bevölkerung durch Ab- und Zuwanderung verändert?
• Wie wird die individuelle Altersplanung unter den gegebenen Umständen gestaltet?
Die Ergebnisse der Studie wurden und werden an Tagungen vorgestellt und diskutiert.