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Schwarztee - der Tee, der fit macht
Schwarztee - Allgemeine Informationen
Laut einer Legende trank der chinesische Kaiser Shen Nung vor rund 5000 Jahren den ersten Schwarztee. Der Wind soll zufällig die Teeblätter in eine Tasse mit heissem Wasser geweht haben und dies trank dann der Kaiser. Ob die Geschichte so wirklich stimmt, weiss heute niemand, aber eins ist ganz sicherlich wahr, der Schwarztee gehört zu den beliebtesten Teesorten. Besonders bekannt sind die Schwarztee-Sorten Darjeeling und Assam aus Indien und der Ceylon aus Sri Lanka. Bei den Briten ist der Schwarztee fast schon ein Nationalgetränk, die Briten trinken den Schwarztee meistens mit einem Schuss Milch. Seit dem 19. Jahrhundert erobert der Tee Europa und er ist wegen seiner belebenden Wirkung und auch wegen seines Geschmacks sehr beliebt. Schwarztee hat einen sehr hohen Anteil an Koffein.
Die Herstellung von Schwarztee
Der Schwarztee wird aus der Teepflanze Camelia sinensis hergestellt. Die Teepflanze wird überwiegend in Indien, Sri Lanka und China angebaut. Die Teeblätter werden bei der ganzjährigen Ernte von Hand gepflückt. Werden die Blätter in der Zeit von Februar bis April geerntet, so wird der gewonnene Tee als First Flush bezeichnet und werden die Blätter in der Zeit von Juni bis Juli geerntet so wird der Tee Second Flush genannt, dieser ist kräftiger vom Geschmack. Der First Flush hat ein milderes Aroma.
Die Blätter werden nach dem Pflücken zwischen zehn und zwölf Stunden lang gewelkt. Nach dem Welken werden die Blätter getrocknet. Die Teeblätter verlieren bei diesem Vergang circa 30 Prozent ihrer Feuchtigkeit. Nach den beiden Vorgängen erfolgt das Rollen, die Blätter werden hierbei über eine Walze gerollt, dabei brechen die Zellwände. Beim Rollen kommt es zur Oxidation, die Oxidation wird beim Fermentieren verstärkt. Beim Fermentieren werden die Blätter für einige Stunden aufgeschichtet und mit Wasser befeuchtet. Bei der Fermentierung verlieren die Blätter ihre grüne Farbe und sie werden dunkelrot bis Braun. Nach Abschluss der Fermentation werden die Teeblätter unter Heissluft getrocknet und danach werden sie auf einem Rüttelsieb sortiert.
Die Inhaltsstoffe von Schwarzen Tee
Schwarztee enthält einen höheren Anteil an Koffein (Teein) wie grüner Tee. Der Koffein-Anteil ist allerdings niedriger wie bei Kaffee. Neben dem Koffein enthält der Schwarztee auch folgende Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Adenin, Kalzium, Fluor, Kalium, Kapillarschutzstoffe, Magnesium, Pantothensäure, Phosphat, Gerbstoffe, Theophyllin, Vitamin B1, Vitamin B2 und Eisen.
Die Ziehzeit beeinflusst die Wirkung
Die Wirkungsweise von Schwarztee hängt von der Ziehzeit ab. Lassen Sie den Tee zwei bis drei Minuten lang ziehen, so hat der Tee eine anregende Wirkung. Die Wirkung ist vergleichbar mit der vom Kaffee, nur verträgt der Magen den Tee besser als den Kaffee.
Lassen Sie den Tee zwischen drei und zehn Minuten ziehen, so hat er eine beruhigende und entspannende Wirkung. Der Inhaltsstoff Polyphenon wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus, dort wirkt er entspannend. Der Blutdruck wird durch den Kortisolgehalt gesenkt. Sollten Sie den Schwarztee länger wie zehn Minuten ziehen lassen, so schmeckt der Tee sehr bitter, das liegt an den freigesetzten Gerbstoffen. Für viele wird der Tee dann ungeniessbar. Allerdings haben die freigesetzten Gerbstoffe einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Die Gerbstoffe wirken entzündungslindernd, antibakteriell, schmerzlindernd und blutstillend. Die Stoffe lindern auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und sie helfen bei Durchfallerkrankungen.
Nicht nur die Ziehzeit entscheidet über die Wirkung des Schwarztees, sondern auch wie der Tee getrunken wird. Wird dem Tee Milch hinzugefügt, kann der Tee seine positiven Eigenschaften nicht entfalten, da die Milch zum Beispiel die Gerbstoffe bindet.
Das sollten Sie beachten und wissen
Schwarztee sollten Sie nicht direkt zu den Mahlzeiten trinken. Die Inhaltsstoffe vom Tee verbinden sich mit dem Eisen in der Nahrung und dies sorgt für eine erschwerte Eisenaufnahme. Menschen, die unter einem Eisenmangel leiden, sollten daher den Tee auf keinen Fall zu ihren Mahlzeiten trinken.
Schwarztee sollten Schwangere während der Schwangerschaft nach Möglichkeit nicht trinken. Der Tee ist für die werdende Mutter unbedenklich, aber der hohe Koffeingehalt kann das Ungeborene schädigen und es kann zu einer Früh- oder Fehlgeburt kommen. Der Tee hat eine harntreibende Wirkung und die werdende Mutter scheidet hierdurch auch die für das Kind wichtigen Nährstoffe frühzeitig aus. Das Koffein kann auch dazu führen, dass sich die Blutgefässe vom Ungeborenen verengen, was wiederum zu einem Sauerstoffmangel führen kann. Am besten ist es, wenn Schwangere auf den Genuss von Schwarztee verzichten.
u Artikel © Blue Mountain Media Schweiz
u Bild: © depositphotos.com