Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/2637

Die Zustände im Gefolge des 1. Weltkrieges hatten zu einer Entfremdung weiter Kreise von der kath. Kirche geführt. Der Klerus allein war nicht mehr in der Lage, die Situation zu meistern. Pius XI. rief deshalb mit der Enzyklika Ubi arcano 1922 die K. ins Leben. Der Papst forderte die nationalen Episkopate auf, das Laienapostolat zu fördern, generell die Laien zur aktiven Mitarbeit zu gewinnen. Der Schweizer Episkopat veranlasste den Schweizerischen Katholischen Volksverein (SKVV) 1926-27 zu einer Statutenrevision und zur offiziellen Unterordnung unter die Bischöfe. Auf dem 8. Schweiz. Katholikentag 1935 nannte Bf. Marius Besson den SKVV "Mittelpunkt und Repräsentant der K. für die Männer und Jungmänner in der Schweiz". Zudem bezeichnete die Bischofskonferenz 1937 den Schweizerischen Katholischen Frauenbund als offiziellen Repräsentanten des weibl. Zweiges. Die K. erwies sich nicht als der erwartete Jungbrunnen für den apolitisch gewordenen SKVV, der seit den 1950er Jahren an Bedeutung verlor. Dennoch gingen die Anhänger dieser Auffassung auch nach dem 2. Vatikanum im Tessin und in der Westschweiz ihren Aktivitäten nach. Seit 1994 repräsentiert die Tessiner Sektion die Schweiz im Rahmen des internat. Forums der K.
Literatur
– U. Altermatt, Katholizismus und Moderne, 1989
– TRE 18, 43-45
Autorin/Autor: Alois Steiner