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Kleines heimisches Raubtier
von RoliRanger
Letzte Woche kreuzte ein Hermelin meinen Weg am Pfäffikersee. Das Hermelin gehört zur Familie der Marder und zählt zu den kleinsten Raubsäugetieren. Im Kanton Zürich sind Hermeline geschützt.
Das Hermelin ist ein Einzelgänger und braucht einen vielfältigen Lebensraum. Es liebt reich strukturierte Gebiete, die viel Deckung bieten: Waldränder, Baumgruppen, Hecken, Steinhaufen und offene Bachläufe mit hohen Stauden. Seine natürlichen Feinde sind Greifvögel, aber auch grössere Raubtiere, wie der Steinmarder oder Fuchs können ihm gefährlich werden.
Das Sommerfell ist auf der Oberseite braun und weiss auf der Unterseite. Im Winter erkennt man das Hermelin an seinem weissen Winterfell. Nur die schwarze Schwanzquaste bleibt immer gleich.
Aufgrund der kleinen Grösse und der Körperform muss das Hermelin alle 3 bis 4 Stunden fressen. Seine Lieblingsbeute sind Schermaus andere kleinere Säuger oder Wirbeltiere. Die Nahrung wird auf ausgedehnten Streifzügen (Distanzen von 10 bis 15 Kilometer) aufgestöbert. Das Hermelin ist sehr beweglich und kann auch Tiere überwältigen, die viel grösser sind. Es tötet seine Beute mit einem blitzschnellen Biss in die Hinterhaupt-Nacken-Region und schleift die Beute in ein Versteck.
Hermeline paaren sich im Spätfrühling. Nach der Paarung wird die Entwicklung des befruchteten Eis unterbrochen (Keimruhe). Erst im folgenden Frühjahr nistet es sich in der Gebärmutter ein und entwickelt sich rund einen Monat weiter. Im April/Mai kommen sechs bis neun Jungtiere nackt und blind zur Welt. Sie verlassen die Familie zwischen Juli und Dezember. Die Lebenserwartung beträgt nur ein bis zwei Jahre.
Link zu Wieselnetz (Projekt zur Förderung der Kleinkarnivoren)