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Schule und Aula Dietlikon
Auftraggeber Politische Gemeinde Dietlikon
Auftragsart Öffentlich
Nutzung Schulbauten / Kulturbauten
Jahr 2008
vormals François Fasnacht Architekten BSA SIA ETH
Die Gemeinde Dietlikon führte im Jahr 2000 einen Studienauftrag durch, um Projektvorschläge für einen Neubau für Vereins- und Parteianlässe sowie kulturelle Aktivitäten zu erlangen. Das Vorhaben wurde durch ein Legat der Nachkommen von Alexander Bertea, eines in die USA ausgewanderten ehemaligen Bewohners Dietlikons unterstützt.
Als einziges der im Studienauftrag eingegebenen Projekte sieht der realisierte Neubau vor, die vorgegebenen Nutzungen aufzuteilen. Die zwei neuen Gebäude korrespondieren in ihrer Massstäblichkeit mit dem umgebenden Dorfkern, welcher dicht, aber kleinmassstäblich bebaut ist. Gleichzeitig werden so Aussenräume geschaffen, welche in ihrer Art und Dimension dem Dorfkern entsprechen.
Das grosse Haus wird hauptsächlich für schulische Zwecke und Vereine genutzt, während im kleinen Haus Jugendnutzungen angeordnet sind. Grundsätzlich steht die Nutzung des Dorftreffs jedoch der gesamten Bevölkerung offen.
Die äussere Materialisierung und Farbgebung des Dorftreffs bezieht sich auf die Material- und Formensprache der Scheunen und Nebenbauten der unmittelbaren Umgebung, aber auch auf Bilder amerikanischer Architektur. Die zwei Gebäude präsentieren sich als einfache, mit Satteldächern gedeckte Baukörper mit farbig gestrichenen Holzfassaden. Durch die Verwendung von zwei unterschiedlichen Farbtönen wird das Konzept der masstäblichen Eingliederung weiterverfolgt.
Das Gebäudeinnere kontrastiert mit dem zweiteiligen, ländlich anmutenden Äusseren. Es herrschen Sichtbeton, eine zum Äusseren komplementäre Farbpalette und fugenloser Industriebelag vor.
Der Erschliessungsbereich ist als fliessender Raum zwischen den pro Geschoss unterschiedlich angeordneten Körpern in Beton ausgebildet. In der Farbigkeit der Türen kündigt sich die vielfältige Charakteristik der Nutzräume an.
Die Nutzräume sind an den Wänden und Decken farbig behandelt, wobei entsprechend der jeweiligen Nutzung, Raumgrösse und Raumform unterschiedliche Farbtöne zur Anwendung kommen. Die Palette umfasst Blau- und Grüntöne in insgesamt sechs Farbschattierungen. Die Farben werden übergreifend eingesetzt; sie kommen also sowohl im grossen als auch im kleinen Haus vor. Damit können von den Benutzern auch auf kleinem Raum die unterschiedlichsten Farbstimmungen erlebt werden.