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"Kurzfristig wird ein signifikanter Anstieg der Inflation erwartet. Um Ansteckungseffekte in der Preisbildung zu verhindern und die Teuerungsrate wieder in den Bereich des Inflationsziels zu bringen, hat sich der Verwaltungsrat zu der Zinserhöhung entschieden", teilte die Zentralbank zur Begründung mit. Angestrebt wird eine Inflationsrate um die 3 Prozent.
Zum Jahresbeginn war der Benzinpreis in Mexiko um bis zu 20 Prozent angehoben worden. Der Schritt war Teil der Liberalisierung des bislang streng regulierten Energiemarkts. Bislang wurde der Benzinpreis vom Staat festgelegt. Jetzt wird er nach und nach freigegeben und soll künftig von Angebot und Nachfrage bestimmt werden.
Wegen des Wahlsiegs von Donald Trump in den USA und der Unsicherheit über die Zukunft des Freihandels in der Region war auch die Landeswährung Peso zuletzt erheblich unter Druck geraten. Trump will das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln oder aufkündigen. Zudem drohte er hohe Steuern auf mexikanische Produkte an.
Zuletzt hatte der Peso zwar wieder etwas an Boden gut gemacht, er ist aber noch immer deutlich schwächer als vor der US-Wahl. Am Donnerstag kostete der US-Dollar 20,41 Peso. Mitte Januar lag er bei fast 22 Peso. "Angesichts der Unsicherheit im externen Marktumfeld könnte die Landeswährung weiter abwerten", warnten die Notenbanker./dde/DP/he
(AWP)