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AREAL HARDTURM, Wohnungsbau
CH-Zürich
Wettbewerb 6.Preis
2012
Die Lage des zu planenden Wohnungsbaus im Westen der Stadt Zürich ist bestimmt durch eine für Stadtränder typische Massstabsunterschiede.
Mit dem Entwicklungskonzept Zürich West werden die verbindenden Charakteristika der vorhandenen Strukturen und Potentiale hervorgehoben. Das neue Stadion bildet dabei den Stadteingang und Quartiersauftakt, an dessen Ostseite sich sodann grosse, im Massstab, dem Stadion verwandte Blockrandbebauungen anschliessen. Der direkt neben dem Stadion stehende Wohnungsbau ist einerseits in dieser Reihe der Blockrandbebauungen zu lesen. Andererseits fällt ihm die Rolle des Vermittlers zu, da er im Süden Raum für den Stadionplatz gibt.
Im Erdgeschoss entsteht zwischen den Erschliessungskernen eine - ohne störende Einschränkungen des an dieser Stelle sich geschickt reduzierenden Tragwerks - flexibel nutzbare Raumstruktur mit Kindergarten und Gewerbelokalen. In den sieben Obergeschossen sind 163 Wohnungen über 12 Zweispänner-Erschliessungskerne organisiert. Auf Grund der umgebenden Lärmbelastung sind alle Freiräume sowie der überwiegende Teil der Wohn- und Schlafräume jeder einzelnen Wohnung zum begrünten Innenhof ausgerichtet. Da die innere Fassadenfläche eines Blockrands naturgemäss kleiner ist als die äussere, ist zum Innenhof eine Struktur entwickelt worden, welche zusätzliche Zimmer auf der Innenseite des Blockrandes generiert und damit das Verhältnis ins Gegenteil verkehrt. Gleichzeitig ermöglicht die gefundene Struktur einen guten Schutz gegen Einblicke, sowie die Ausrichtung der Wohnungen auf die Hofdiagonale, sodass der Ausblick in Richtung Innenhof maximale Blickweiten ermöglicht. Im Aufeinandertreffen zwischen der äusseren, zur Fassade orthogonalen Struktur und der abgedrehten Innenhofstruktur, ergeben sich für die Durchwohnräume jeder Wohnung, eine natürliche Zonierung in zwei Teilbereiche - ohne auf die Vorzüge einer zweiseitigen Belichtung verzichten zu müssen. Die konstruktive Durchgängigkeit der Struktur bewirkt einerseits ein äusserst effizientes Tragsystem und andererseits einen hohen Wiederholungsgrad der die Vorfertigung vieler Gebäudeteile begünstigt. Alle Wohnungen der Vollgeschosse besitzen eine grosszügige Terrasse, die sich im Winter zu einem vollverglasten Wintergarten schliessen lässt und somit auch in den Übergangszeiten als Wohnraumerweiterung genutzt werden kann. Die winterliche Hüllfläche ist dadurch dramatisch kleiner als im Sommer.
GF 30'750m2
Bauherrschaftt
Stadt Zürich Amt für Hochbauten der Stadt Zürich, CH-Zürich