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Nebel - eine Wolke wie fast jede andere
Nebel ist nichts anderes als eine Wolke (in der Luft schwebende Wassertröpfchen), aber nicht irgendeine Wolke. Es handelt sich um die tiefste Wolke, die man finden kann, denn sie bildet sich in Bodennähe. Aber vor allem ist es eine Frage der Sichtweise, denn man spricht von Nebel, wenn die Sicht weniger als einen Kilometer beträgt.
Die Cumulus-Wolke, in der sich eine Person auf einem Berg in 3000 m Höhe befindet, ist somit ebenfalls Nebel. Aber wenn von Nebel die Rede ist, ist oft eine mehr oder weniger ausgedehnte Wolkendecke in Bodennähe gemeint.
Strahlungsnebel
In der Schweiz tritt Nebel im Flachland meistens im Herbst und Winter auf. Dabei handelt es sich üblicherweise um Strahlungsnebel. Der Nebel bildet sich in der Nacht bei unbewölktem Himmel und schwachem Wind. Die Luft kühlt sich in Bodennähe ab und es entsteht eine Inversionsschicht, denn die dichte, kalte Luft kann nicht nach oben steigen. Wenn die Luft abkühlt, wird sie gesättigt, und der Wasserdampf kondensiert, um dann eine dünne Nebelschicht zu bilden, die sich allmählich ausdehnt und verdickt.
Damit Strahlungsnebel entsteht, sind einige Zutaten erforderlich. Die Luft muss ausreichend feucht sein, es darf kein Wind wehen und es müssen genügend Kondensationskerne (wie beispielsweise Aerosole) vorhanden sein, damit sich Wassertröpfchen bilden können. Zudem muss der Himmel unbewölkt sein, um die nächtliche Abkühlung zu begünstigen.
Die langen Nächte im Herbst und Winter, begünstigen die Nebelbildung. Daher tritt Nebel am häufigsten zwischen Oktober und Januar auf. Gemäss den Statistiken von 1981 bis 2010, gab es im Oktober durchschnittlich neun Nebeltage in Zürich-Kloten und vier in Genf-Cointrin. In den Alpen und im Tessin, ist Nebel im Schnitt seltener.
Nebel wird immer seltener
Im Schweizer Mittelland aber auch in anderen Regionen Europas, hat die Nebelhäufigkeit in den vergangenen 30 Jahren abgenommen. Eine Analyse der Beobachtungsdaten, der Monate September bis November, in Zürich-Kloten, für den Zeitraum 1971 bis 2014, zeigt diesen rückläufigen Trend (siehe Abbildung unten). Es gibt von Jahr zu Jahr erhebliche Schwankungen, wie bei den meisten meteorologischen Parametern. Im Durchschnitt gab es 30 Nebeltage im Zeitraum 1971-1990 und 25 Nebeltage im Zeitraum 1995-2014.