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Heiligfeld
Impressionen Heiligfeld
Beschreibung
Die Wohnkolonie Heiligfeld, vollendet 1955, umschliesst eine grosszügige Grünfläche, deren Gestaltung typisch für die 1950er-Jahre ist. Das Heiligfeld ist Teil des Grünzuges Letzigraben, der den Friedhof Sihlfeld mit dem 1949 eröffneten Freibad Letzigraben und dem Sportplatz Utogrund verbindet.
Entwicklung
Im Gegensatz zu den beiden ersten Etappen, die noch in konventioneller Zeilenbauweise erstellt wurden, sah der damalige Stadtbaumeister Albert H. Steiner bei der dritten Etappe eine verstärkte Differenzierung der Gebäudehöhen vor. So entstand auf einer aufgefüllten Kiesgrube ein vielfältiges Ensemble, das unter anderem zwei zwölfgeschossige Turmhäuser, die ersten Hochhäuser in Zürich, vorsah. Auf dem schwierig zu bebauenden Gelände im Strassendreieck Badenerstrasse, Letzigraben und Brahmsstrasse komponierte er die Bauten am Rande der Kiesgrube entlang zu den Strassen. Im Zentrum entstand eine grosszügige, zusammenhängende Grünfläche, die den angrenzenden Wohnsiedlungen als Erholungsraum dient.
Der Freiraum der Siedlung wurde als öffentlich zugängliche Park- und Spielanlage gestaltet. Die konzeptionelle Urheberschaft der Aussenanlage geht auf das damalige Hochbauamt zurück, der Beitrag der Landschaftsarchitekten Gustav und Peter Ammann beschränkte sich auf die Bepflanzung. Ein organisch wirkendes, mit Natursteinplatten gestaltetes Wegesystem schafft vielfältige Verbindungen zwischen Wohnbauten und den das Areal umschliessenden Strassenzügen. Birken- und Föhrengruppen setzen markante Akzente.
Für den Spielplatz und den Schlittelhügel zeichnete der Architekt Alfred Trachsel verantwortlich, der vermutlich auch die Wegeführung, die Ruheplätze und die Geländemodellierung konzipierte. Der Spielplatz im Heiligfeld gilt als Pionierleistung im damaligen Spielplatzbau in der Schweiz.
2003 wurden die Aussenanlagen saniert und teilweise erneuert. Der Spielplatz erhielt seinen markanten Kletterturm.
Nutzung
- Quartierpark mit grosser Spiel- und Liegewiese, Pergola, Sitzbänken
- Spielplatz mit Turm, Rutschbahn, Kletterwand, Kinderschaukel, Basketballkorb, Pingpong, Volleyballnetz, Brunnenanlage, Sandkasten
Besonderes
Die als Gartendenkmal inventarisierte Siedlung spiegelt die Eleganz und die Schnörkellosigkeit der späten 1950er-Jahre und wirkt bis heute frisch und grosszügig.
Ein weiteres Werk von Gustav und Peter Ammann ist das benachbarte Freibad Letzigraben.
Wegbeschrieb
Badenerstrasse, Letzigraben, Brahmsstrasse
Tram Nr. 2 bis Letzigraben
Tram Nr. 3, Bus Nr. 33, 72 bis Krematorium Sihlfeld