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Reisebus-Unglück am 13. März 2012 im Tunnel "Sierre"
In Tunnel "Sierre" der Nationalstrasse A9 in Siders/Sierre im Kanton Wallis ist am Dienstag, dem 13. März 2012, um 21.30 Uhr ein belgischer Reisebus schwer verunfallt: 28 Menschen sind bei diesem Unglück ums Leben gekommen. 22 Kinder sind unter den Toten. 24 weitere Kinder wurden verletzt.
Der Reisebus fuhr auf der Autobahn A9 westwärts von Siders in Richtung Sitten und verunfallte im Tunnel von Siders. Aus noch ungeklärten Gründen prallte der Reisebus in die Mauer einer Ausstellbucht. Der Reisebus befand sich nach Skiferien auf der Heimfahrt nach Belgien.
Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte die ganze Nacht über an. Die
Verletzten wurden mit Helikoptern und Ambulanzen in Spitäler der Kantone Wallis, Waadt und Bern eingeliefert. 200 Rettungsleute waren im Einsatz.
| Die Schweiz kondoliert den Familien der Opfer und dem belgischen Volk und Staat |
Die Schweizer Bundespräsidentin, Eveline Widmer-Schlumpf, hat mit grosser Bestürzung und Betroffenheit vom tragischen Busunglück, das sich gestern Abend im Wallis ereignet hat, erfahren. Im Namen der Schweiz drückt Sie gegenüber den Familien der Opfer dieses schrecklichen Unfalls sowie dem belgischen Volk und seiner Regierung ihre tiefe Trauer aus und entbietet Ihnen von ganzem Herzen ihr Beileid.
Beim Tunnel Sierre handelt es sich um ein 1999 in Betrieb genommenes, 2.5 km langes Infrastrukturwerk, welches in allen relevanten Punkten den geltenden, technischen Normen (insbesondere SIA 197/2) und Standards entspricht. Der Verkehr wird richtungsgetrennt geführt, in zwei Tunnelröhren, wobei die eine der anderen im Ereignisfall über die Querverbindungen als Fluchtweg dient. Das Tunnelwerk ist infolge der dortigen Topographie wie folgt zusammengesetzt: Von Brig her kommend durchfährt man zunächst einen kurzen bergmännischen Tunnel (Tunnel de Géronde), danach eine kurze Tagbaustrecke (beim Lac de Géronde), danach wieder einen kurzen, bergmännischen Tunnel und schliesslich eine 1.25km lange Tagbaustrecke.
Der Schaden an der Infrastruktur ist vergleichsweise gering. Der Tunnel konnte am Mittwoch am14. März um 7.40 Uhr wieder dem Verkehr übergeben werden.
Die Ereignisbewältigung lief und läuft nach den geltenden Handbüchern und somit in der ersten Phase in der Federführung des Katnons Wallis, unter der Leitung der dortigen Instanzen und des Regierungspräsidenten Jacques Melly bzw. nun unter der Leitung des Untersuchungsrichters. Das ASTRA dankt den Walliser Kollegen für die bisherige, professionelle Arbeit aller beteiligten Instanzen, von der Polizei über die Rettungskräfte bis zur Sanität und der Gebietseinheit. UVEK, Kanton und ASTRA sind aufeinander abgestimmt, wobei die kommunikative Federführung auf Stufe Bund bei der Bundeskanzlei liegt.
Übersichtsplan und Plan der Ausstellbucht
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