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Dass wir aufs Jahr 2022 bezogen aktuell ein einstelliges KGV haben. Und wenn man das mal mit CompuGroup vergleicht, denen seit Jahren ein historisches KGV von 30-35 zugebilligt wird, ist sicher nicht vermessen, von Cegedim 100-150% Kursanstieg in den nächsten zwei Jahren zu erwarten.
----------- the harder we fight the higher the wall
Bisher war ich der Annahme, dass es bei der Aktivierung von Entwicklungskosten kein Wahlrecht gibt, daher habe ich gefragt.
IAS 38 sagt: "Entwicklungskosten sind nur dann zu aktivieren, wenn die technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder Eigennutzung nachgewiesen ist. D.h. das Unternehmen muss beabsichtigen und fähig sein, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen, sowie den Nachweis darüber erbringen können, wie der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird. [IAS 38.57]"
Meine Vermutung ist daher, dass der Vergleich mit Nemetschek nicht zutreffend ist. Alle richten sich nach den gleichen Buchhaltungsregeln. Die vielen Wahlrechte aus der guten alten HGB-Welt sind abgeschafft. Denkt ihr das nicht?
EBIT und EBITDA sind zweifelsohne sehr wichtige Kennzahlen, weil diese über die Entwicklung des operativen Geschäfts Auskunft geben. Die Marktkapitalisierung damit ins Verhältnis zu setzen, ergibt für mich bisher allerdings wenig Sinn.
Ausgehend von der Annahme, dass der Börsenkurs die künftigen "Gewinne" eines Unternehmens widerspiegelt, kann ja als Basis nur der (ausschüttungsfähige) Gewinn nach Zinsen und Steuern relevant sein (zzgl. Cash). Warum ist für euch das EBIT relevant für das KGV?
relevant fürs KGV wäre. Natürlich wird das über den Überschuss berechnet.
Die Frage der Vergleichbarkeit war doch aber das Thema. Da kann man ähnliche Geschäftsmodelle grundsätzlich natürlich nur anhand der gleichen Kennzahlen vergleichen, also Ebitda vs Ebitda oder Ebit vs Ebit oder Überschuss vs Überschuss.
Bei Cegedim und Compugroup halte ich aber wie erwähnt den Vorsteuergewinn (EBT) für am sinnvollsten, weil es Unterschiede gibt, was die Aktivierung der Entwicklungskosten, der Special items, der Abschreibungshöhe und Zinsen gibt. Auch sind manchmal noch Unterschiede zu sehen, was die neuen IFRS-Regeln betrifft, die ja Cegedim auch gerade erst eingeführt hat, so dass sich das Ebitda nochmals erhöhte (rund 16 Mio nach meiner Berechnung). Das heißt, es bliebe nur EBT oder Überschuss zu vergleichen, weil im Ebt alle Sonderfaktoren enthalten sind bzw. sich ausgleichen. Da es aber auch unterschiedliche Steuerquoten gibt, halte ich das EBT für am sinnvollsten, um die operativen Margen bzw. die Leistungsfähigkeit umfassend vergleichen zu können. Wobei es natürlich kein Nachteil für Cegedim ist, wenig Steuern zu zahlen. Sieht man ja schließlich auch im Cashflow.
Jedenfalls ist Cegedim egal bei welchem Vergleich viel günstiger, beim Ebitda noch deutlicher als beim Ebt, aber eben auch beim EBT unter Berücksichtigung aller Besonderheiten.
Was die IFRS-Regeln betrifft, gibt es ein bisschen Spielraum wohl immer, wobei das ja zunehmend ausgeräumt werden dürfte. Aber aktuell ist ja immer die Frage, wer denn definiert, ob man fähig ist den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn entweder zu nutzen oder zu verkaufen? ? Das wird sich sicherlich mit der Zeit einpendeln, spielt aber für obige Aussage zur Vergleichbarkeit des EBT eh keine Rolle.
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hat der Verkäufer seine Positionen zwischen 30,40 und 30,65 verdoppelt. Das heißt aber auch, dass es aktuell im Bereich bis 30,80 nur einen einzigen Verkäufer gibt. Es liegen dort ausschließlich die ominösen Päckchen zu 250 Stück.
Endlich werden hier mal die Investigativanleger aktiv! Ich denke, ihr seid da etwas "ganz Grossem" auf der Spur. Es ist nicht auszuschliessen, dass mit diesem Geplänkel "die Zittrigen" herausgedrängt werden sollen, um dann den Weg frei für eine Übernahme zu machen. Da will ein "ganz Grosser" rein.
Du musst nicht in allen Threads zu diversen Aktien derzeit Anleger belehren, was für kleine Wichte sie doch sind, wenn sie über Dinge wie Orderbücher oder Shortseller spekulieren. Lass sie doch machen! Dafür sind Foren da, wenn man es nicht übertreibt, wie manchmal bei ein paar Aktien zum Thema Shorties.
Kein Mensch hat gesagt, hier sollen die Zittrigen rausgedrängt werden oder es käme eine Übernahme. Man wird doch aber mal das ungewöhnliche Orderbuch ansprechen dürfen, das es so bei Cegedim noch nie gab. Ich schließe lediglich daraus, dass das ein einziger Anleger ist, der hier geordnet seine Stücke ins Ask stellt. Und das macht man normalerweise in dieser Form nur, wenn man weiß oder ahnt, dass sie auch gehandelt werden. Sind schlicht Erfahrungswerte.
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Katjuscha
: big lebowsky, die Fantasie auf der Käuferseite
kommt von der fundamentalen Perspektive.
Ist ja hier alles schon öfter angeklungen. Muss man natürlich alles nicht glauben und kann es ganz anders sehen, wie Chaecka das gerne tut. Ja, vielleicht sind wir ja viel zu optimistisch, wenn wir 6-8% Wachstum in 2020 und 2021 erwarten. Die sonstigen Berechnungen zu Sonderfaktoren etc liegen aber klar auf dem Tisch bzw. im Finanzbericht.
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Scansoft
: Die Preise für Softwareunternehmen steigen
Wirklich in einem atemberaubenden Tempo und wir sitzen hier auf einem der mit Abstand günstigsten Titel in diesem Segment. Immer schön, wenn man bei seinen Positionen einen stetigen Nachkaufreglex besitzt...
----------- The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
Katjuscha
: ja schon unglaublich was da derzeit vor allem
für Übernahmeprämien gezahlt werden.
Wie gesagt, ich glaube Cegedim muss einfach nur etwas an der Finanzmarktkommunikation ändern. Wenn die Anleger mitbekommen, welche Perle sie bisher nicht kannten, dann wird das mit den steigenden Gewinnen ganz sicher eine Outperformance geben. Ist nur die Frage, wann und wie der Vorstand das kommunizieren wird.
Bin ja eher der vorsichtigere Typ, und bleibe erstmal bei meinem Kursziel von 43 ? fürs laufende Jahr, aber wenn ich mir anschaue, was am Markt in Sachen Bewertungen für ähnliche Aktien abläuft, könnte man Cegedim auch ohne weiteres jetzt schon bei 60 ? bepreisen. Das wäre immernoch nur die Hälfte von dem was manchmal gerade für Übernahmepreise gezahlt werden.
----------- the harder we fight the higher the wall
selbst wenn Cegedim irgendwann bei 100 EUR stehen würde, sehe ich keinen Verkaufsanlass, da man dann wahrscheinlich eine Dividendenrendite von 2-3% ausfweist und weiterhin noch über sehr viel Potential in den jeweiligen Geschäftsbereichen verfügt. Es ist wirklich ein sehr guter, konjunturunabhängiger und bald FCF starker Langläufer.
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