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Militärdienstleistende Frauen in internationalen Armee-Einsätzen
3003 Bern, 29. Juni 1999
Medieninformation
Militärdienstleistende Frauen in internationalen Armee-Einsätzen
Rund 280 weibliche Angehörige aus dem Rotkreuzdienst und der Armee haben in
Bern erstmals gemeinsam an einem freiwilligen Rapport teilgenommen. Thema
war der Einsatz von Frauen in friedenserhaltenden Operationen.
Der erste Einsatz von Frauen in einer friedenserhaltenden Operationen
erfolgte 1989 im Rahmen der Medical Unit in Namibia. Seither absolvierten
weibliche Armeeangehörige zahlreiche weitere Einsätze als Blau- oder
Gelbmützen. Weibliche Offiziere waren auch bereits erfolgreich in
Militärbeobachtereinheiten tätig.
Brigadier Doris Portmann, Chef der Frauen in der Armee, verwies auf den
sicherheits- politischen Bericht 2000 des Bundesrates, der u.a.
Friedensförderung und Krisenbewältigung in Zusammenarbeit mit dem Ausland
als eine der Aufgaben unserer Armee bezeichnet.
Beim Einsatz von Blau- oder Gelbmützen waren und sind Frauen nötig und sehr
erwünscht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Frauen welche Dienst als
Angehörige der Armee oder des Rotkreuzdienstes leisten, für Auslandeinsätze
hochmotiviert und teilweise bereits mit dem dortigen militärischen Leben
vertraut sind.
Der gemeinsame Informationsrapport diente dazu, militärdienstleistende
Frauen aus erster Hand über die Einsatzmöglichkeiten zu informieren und zu
motivieren, sich für einen solchen Friedensdienst zu melden.
Oberst Beatrice Magnin, Chef des Rotkreuzdienstes, zeigte auf, wie
fachtechnisches, kompetentes und versiertes Können im medizinischen Bereich
friedensfördernde Aktionen wirkungsvoll unterstützen kann. Die guten
Erfahrungen in Namibia und der Westsahara, wo viele
Rotkreuzdienst-Angehörige im Einsatz waren, seien der beste Beweis dafür.
Zur Zeit sind militärdienstleistende Schweizerinnen in friedenserhaltenden
Missionen namentlich in Bosnien-Herzogvina, in Albanien und in Montenegro im
Einsatz.
Abschliessend gab Brigadier Doris Portmann der Hoffnung Ausdruck, dass
inskünftig der Anteil der Frauen in friedenserhaltenden Operationen,
entsprechend der nach wie vor zunehmenden Zahl der weiblichen Rekruten,
steigen werde.
EIDGENÖSSISCHES DEPARTEMENT FÜR VERTEIDIGUNG, BEVÖLKERUNGSSCHUTZ UND SPORT
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