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Als die Verantwortlichen bemerkten, dass heute Nacht in Pratteln BL Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid aus einer Produktionsanlage ausliefen, wurde diese unverzüglich abgeschaltet. Verletzte gab es nicht.
Ein Teil des intensiv riechenden Abluftgemischs entwich gegen 3.20 Uhr durch Dachfenster des Gebäudes in Richtung eines Nachbarunternehmens. Darauf wurde die Industriefeuerwehr alarmiert, wie das Unternehmen in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Der Einsatztrupp dichtete in der Folge einen Haarriss in einer Leitung sowie die Dachluken ab.
Messungen ausserhalb des Gebäudes ergaben in der Folge keine Hinweise auf die beiden ausgetretenen Stoffe. Die Ursache für den Materialschaden wird untersucht, das Rohrstück sei bereits ausgetauscht worden.
CABB beliefert Kunden in der Agro- und Pharmaindustrie. Das Unternehmen ist auf die Herstellung und Vermarktung von Chlor- und Schwefelverbindungen spezialisiert. In Pratteln werden jährlich rund 570'000 Tonnen Feinchemikalien produziert wie etwa Bestandteile von Pflanzenschutzmitteln diverser Hersteller.
In den vergangenen Jahren sorgte das Unternehmen mehrfach mit Vorfällen für negative Schlagzeilen, zuletzt etwa im Frühjahr 2013, als eine ätzende und stark Nebel bildende Chemikalie ausgetreten war. (SDA/stj)Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 13.12.2016