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Gamay ist eine leichte, rote Rebsorte, die hauptsächlich im Beaujolais heimisch ist.
Gamay ist aus einer spontanen Verbindung zwischen Pinot Noir und Gouais Blanc im Burgund entstanden. Die ertragreiche Sorte wurde dort im 14. Jahrhundert vertrieben, weil man befürchtete, sie würde die edlere Pinot Noir bedrängen. Gamay fand im südlicheren Gebiet Beaujolais eine Heimat, die heute noch, trotz des Desasters mit Beaujolais Nouveau in den 1970/80er-Jahren, an Gamay festhält. Kaum ein anderes Weingebiet setzt derart kompromisslos auf eine Sorte.
Von Gamay gibt es verschiedene Varietäten, auch Färbertrauben. Die Sorte schlägt früh aus (ist also spätfrostgefährdet), reift rasch und kann früh gelesen werden. Sie ist ideal geeignet für nördliche Rebgebiete und wird auch in der Schweiz gerne angebaut, vor allem im Wallis und in der Waadt. In beiden Kantonen mischt man Gamay nach unterschiedlichen Regeln mit Pinot Noir; Dôle im Wallis und Salvagnin in der Waadt. Der reinsortige Ausbau hat in der Schweiz zugenommen. Gamay ist heller und leichter als andere rote Sorten und wird gemeinhin unterschätzt.