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Immer wieder wurde Weinfelden von Hochwassern überschwemmt - nicht immer von der Thur verursacht, sondern auch vom Giessen, wie im Jahre 1876.
In der Weinfelder Chronik lesen wir:
"Die zweite Juniwoche des Jahres 1876 war für Weinfelden wie für weite Gegenden unseres Landes eine verhängnisvolle: Überschwemmungen, wie man sie noch nicht erlebt hatte, der Ort war nur noch eine Halbinsel; die Thur bildete bis Amlikon einen einzigen See, Keller und Stallungen mit Wasser füllend.
Die Parterrelokale musste man räumen; was man konnte, wurde in die oberen Stockwerke befördert, da das Wasser in die nieder gelegenen Lokale und Wohnungen zu Fenstern herein lief.
In Bussnang hatte das Wasser Häuser weggeschwemmt, auch das Notariatsbureau samt Büchern, Zivilstands- und anderen Akten. Sie wurden in Rüdlingen am Rhein in einer Kiste gefunden und dann wieder in ihre Heimat spediert."
Des einen Freud, des andern Leid: auf dem Marktplatz sind viele Knaben in Waschzubern "Schiffli gefahren", ähnlich wie auf dieser Foto von Hans Baumgartner.
Nach diesem Hochwasser wurde dann die Thurkorrektion an die Hand genommen, die 1890 fertiggestellt wurde.