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Eine Brücke zwischen zwei Kulturen
Trotz der lebhaften Debatten im Vorfeld ihres Baus hat die Poyabrücke seit ihrer Einweihung im Oktober 2014 den Grossteil der Bevölkerung für sich eingenommen: Die Freiburgerinnen und Freiburger lieben ihre Brücken. Die Schrägseilbrücke verkörpert die grosse Tradition der Hängebrücken und führt auf einer Länge von 851,6 Metern über die Saane. Sie weist drei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr und eine Spur für Fussgänger und Velofahrer auf. Die Brücke soll die Altstadt entlasten, aber auch die deutsch- und französischsprachigen Teile des Kantons besser aneinander binden. Sie folgt damit der grossen Freiburger Tradition und ist eine Brücke zwischen zwei Regionen und zwei Kulturen.
Im Gegensatz zu den Hängebrücken, die von zwei an beiden Ufern verankerten grossen Stahlseilen getragen werden, ist der Fahrbahnträger von Schrägseilbrücken an mehreren Seilen aufgehängt, die schräg von einem Pfeiler gespannt werden.
Mit dem Bau der Poyabrücke konnte ein Grossteil des Verkehrs rund um die Kathedrale St.Nikolaus zu ihrem Schutz umgeleitet werden. Dieses gotische Bauwerk wurde zwischen 1283 und 1490 erbaut.
Die Poyabrücke ist die Schrägseilbrücke mit der grössten Spannweite in der Schweiz.
DIE POYABRÜCKE IN ZAHLEN:
Brückenlänge 851,6 m
Gesamtbreite der Fahrbahnplatte 19,25 m
Mittlere Höhe der Fahrbahnplatte (über dem Saanetal) 70 m
Zentrale Spannweite des Bauwerks 196 m
Spannweite der seitlichen seilverspannten Felder 86 m
Höhe der beiden im Boden verankerten Pfeilern 110 m (70 m zwischen Saane und Fahrbahn / 40 m über der Fahrbahnoberfläche)
Höhe der Schnutzbarrieren 2,5 m
Gedeckter Abschnitt 160 m
Die voraussichtlichen Kosten für das gesamte Poyaprojekt belaufen sich auf 211 Millionen Franken.
Am 10. Oktober 2014 wurde die Brücke eingeweiht.