Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/2882

Pollen
Klima und Pflanzen
Die Zusammensetzung der Vegetation ist eng an das Klima einer Region angepasst. Je nach Feuchtigkeit, Niederschlag und Temperatur gedeihen und siedeln sich unterschiedliche Pflanzen an. Das Klima hat deshalb auch einen entscheidenden Einfluss auf das Vorkommen von Pflanzen mit allergenen Pollen.
Klima und Pflanzen
In Mitteleuropa sind die sechs wichtigsten Pflanzengruppen die Gräser, Birken, Hasel, Erlen, Eschen und der Beifuss. Im kühleren Alpenklima gedeiht z.B. die Hasel und die Esche nicht mehr und Beifuss kommt kaum mehr vor. Aufgrund der tiefen Temperatur produzieren die Pflanzen in den Alpen meist auch weniger Pollen, so dass dort die Pollensaison viel kürzer und schwächer ist.
Das Mittelmeerklima kennt andere Pflanzenarten, die wichtig für Allergien sind: Olivenbaum, Zypresse und Glaskraut (Parietaria). Die enge Verknüpfung mit der Temperatur lässt uns fragen, welche Auswirkungen eine Klimaänderung auf die Allergiesituation haben wird.
Klimaänderung - was wissen wir
Die Temperatur ist in den letzten 100 Jahren in der Schweiz um rund 1.3–1.6°C angestiegen. Diese Zunahme ist grösser als im globalen Mittel (0.6°C). Klimatologen erwarten bis zum Jahr 2050 eine Temperaturzunahme von 3°C im Sommer und 2°C im Winter. Die Niederschläge werden im Sommer abnehmen und im Winter etwas zunehmen. Modelle zeigen, dass gegen Ende des 21. Jahrhunderts jeder zweite Sommer so warm und/oder so trocken sein wird wie der Hitzesommer 2003. [weiter ]