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Unter Very High Frequency werden Frequenzen im Bereich von 30 MHz (d.h. oberhalb des Kurzwellenbands) bis 300 MHz bezeichnet, in der deutschen Sprache wird dieser Frequenzbereich auch als Ultrakurzwellen benannt.
In diesem Bereich senden verschiedene Funkdienste: Der UKW-Rundfunk, der gemeinhin gemeint ist, wenn man von „UKW“ spricht, deckt den Bereich von 87,5 - 108 MHz ab.
In Deutschland wurde zunächst nur der Bereich von 87,5 - 100 MHz für den UKW-Rundfunk genutzt, ab 1964 wurde der Bereich bis 104 MHz und ab 1968 bis 108 MHz erweitert, frühe UKW-Radios decken manchmal nicht den gesamten heute zugelassenen UKW-Rundfunkbereich ab.
In Osteuropäischen Staaten (ausser in der DDR) wurde der Bereich 65,9 - 73,1 MHZ für den UKW-Rundfunk eingesetzt, das sogenannte OIRT-Band wird heute teils noch parallel zum internationalen UKW-Rundfunkband weiter verwendet.
In Japan wird für den UKW-Rundfunk der Bereich 76 - 90 MHz genutzt, eine Erweiterung bis 95 MHz ist geplant. Auf den höheren Frequenzen arbeiteten Fernsehsender, deren Tonsignal mit den weiter nach oben reichenden UKW-Radios gehört werden konnte.
Im zweiten Weltkrieg wurden VHF-Frequenzen zwischen 30 und 88,5 MHz in zunehmendem Masse für die militärische Kommunikation eingesetzt, die verwendete Frequenzmodulation war weniger störungsanfällig, erlaubte den Einsatz einer Rauschsperre, hatte aber einen erhöten Frequenzbedarf.
Der VHF-Bereich wird von zahlreichen Organisationen genutzt, die in Deutschland unter dem Begriff Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zusammengefasst sind. Das Abhören der Kommunikation von Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr, Forstdiensten, etc. ist ohne entsprechende Autorisierung illegal und wurde jahrelang streng geahndet.
Umso mehr war das Abhören der „verbotenen“ Frequenzen immer das Ziel von oftmals jüngeren Hörern. Empfänger, welche diese „illegalen Frequenzen“ abdeckten, wurden als „Exportgeräte“ angeboten. Der Verkauf wurde zugelassen, um einen Empfänger vor der Ausreise in ein Land, in dem der Einsatz legal war, erwerben zu können.
Die Rechtssprechung war hier in den deutschsprachigen Ländern etwas unterschiedlich.
Behördenfunk spielte sich zum einen im BOS 4m-Band zwischen 68 und 87,5 MHz ab, zum andern kam das BOS 2m-Band zwischen 165 - 174 MHz zum Einsatz. Im 2m-Betriebsfunkband 146 - 174 MHz durften mit entsprechender Zulassung auch Betriebsfunkaktivitäten stattfinden.
Nicht zu verwechseln ist das BOS 2m-Band mit dem von 144 - 146 MHz (in gewissen Weltregionen 144 - 148 MHz) reichenden 2m-Amateurfunkband, auf dem lizenzierte Funkamateure ihren Funkverkehr führen dürfen.
Im unteren VHF-Bereich lagen die Fernsehsender des VHF-Band I des analogen Fernsehens mit den in den deutschsprachigen Ländern genutzten Kanälen 2, 3 und 4; der Tonträger liegt jeweils 5,5 MHz oberhalb des Bildträgers.
Im oberen VHF-Bereich lagen die Fernsehsender des VHF-Bands III des analogen Fernsehens. Im Bereich zwischen 174 und 230 MHz liegen die Kanäle 5 - 12 nach der CCIR-Norm, auch hier liegt der Tonträger 5,5 MHz höher als der Videoträger.
Mit der Abschaffung des analogen terrestrischen Fernsehens sind in diesem Bereiche noch Kabelfernsehnetze aktiv, terrestrisch wird der Frequenzbereich für das digitale DAB (digital audio broadcasting) genutzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Flugfunk vom Kurzwellen- in den VHF-Bereich verlegt, als einziger Funkdienst arbeitet der Flugfunk in diesem Band mit Amplitudenmodulation.
Für den Sprechfunk wird der Frequenzbereich 118 - 137 MHz genutzt, ursprünglich im 50 kHz, dann im 25 kHz und heute im 8,33 kHz - Kanalraster, so dass die Anzahl verfügbarer Frequenzen vervielfacht werden konnten.
Der Bereich 108 - 118 MHz wird von Funkfeuern genutzt, den VOR (VHF Omnidirectional Radio Range) - Baken; die Gleitwegsender für den instrumentenkontrollierten Landeanflug arbeiten um UHF-Bereich von 328 - 335 MHz.