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Ab diesem Freitag fordert das Schweizer Davis-Cup-Team Russland in der Qualifikation für die Finalrunde im November. «Bluewin» hat vor dem Duell mit der teaminternen Nummer zwei im russischen Team, Daniil Medvedev, gesprochen.
Das bereits in der Schweiz angekommene russische Davis-Cup-Team macht vor der ersten Begegnung des neuen Davis-Cup-Formats einen entschlossenen Eindruck. Insbesondere die Nummer zwei im Team, Daniil Medvedev, scheint hochmotiviert nach Biel gekommen zu sein, warnt aber davor, den Gegner aus der Schweiz zu unterschätzen.
Zwar sind die Russen gegen diese Schweizer Auswahl der haushohe Favorit, stellen sie doch mit Khachanov (ATP 11), Medvedev (ATP 16), Donskoy (ATP 96) und Rublev (ATP 100) gleich vier in der Weltrangliste besser klassierte Akteure als der Schweizer Teamleader Henri Laaksonen (ATP 141). Aber Medvedev warnt: «Wir haben in anderen Davis-Cup-Partien schon gegen schwächere Mannschaften gespielt und verloren», sagt der in Monaco wohnhafte Russe in nahezu perfektem Französisch.
«Es ist gut, dass Roger und Stan nicht hier sind»
Ausserdem weiss Medvedev, dass sich einige Spieler im Schweizer Team selbst übertreffen können, wie zum Beispiel Henri Laaksonen. «Laaksonen kann unglaubliches Tennis spielen, wie beispielsweise gegen Alex de Minaur. Das war ein Match auf Top-30-Niveau. Wenn er also so aufspielt, wird es nicht einfach.»
Trotzdem: Diese Schweizer Auswahl ist nicht wirklich mit dem Davis-Cup-Sieger 2014 vergleichbar. Ist die Absage von Roger Federer und Stan Wawrinka für das russische Team denn eher ein «Schnäppchen» oder doch eine Enttäuschung? «Als Sportler möchte ich immer gewinnen und gegen die besten Spieler der Welt spielen. Aber gut, wir wollen die Begegnung gewinnen und uns für die die Finalrunde in Madrid qualifizieren. Deshalb ist es gut, dass Roger und Stan nicht hier sind», erklärt Medvedev lächelnd.
Obwohl sich Medvedev in der aktuellen Form wohl auch vor den beiden Schweizer Tennisgrössen nicht verstecken müsste. Nach einem starken Saisonstart mit nur zwei Niederlagen gegen Djokovic und Nishikori kommt der gebürtige Moskauer mit viel Selbstvertrauen nach Biel. Trotzdem scheint er den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren. «Ich setze mir kein Ziel, ich möchte einfach immer weiterkommen und jedes Spiel gewinnen, das ich spiele.» Es gilt zu hoffen, dass ihm das an diesem Wochenende nicht gelingen wird.