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Fabriken für Uhrenbestandteile. Messerschmiede. Fremdenverkehr und Hotelindustrie. Station für Wintersport mit nebelfreiem
und sonnigem Winterklima. Das Dorf ist noch verhältnismässig jung. Bis 1544 standen hier am
Rande eines
Sumpfes bloss einige
Hütten, worauf sich von
Le Lieu herkommende Leute an dieser Stelle niederliessen und den Boden urbar machten. Zu
Beginn des 17. Jahrhunderts erbaute man eine erste Kirche oder
Kapelle. Als sich 1646 ein grosser Teil der Gemeinde
Le Lieu
von dieser loslöste und zur selbständigen Gemeinde
Le Chenit konstituierte, wurde Le Sentier deren Hauptort.
Seither nahm der
Ort einen nicht unbeträchtlichen Aufschwung. 1688-1704 wurde Le Sentier zur eigenen
Pfarrei mit Pfarrhaus und Schule. 1725 entstand an Stelle der alten
Kapelle eine neue Kirche, an deren Bau sich die Bewohner
des Dorfes mit freiwilligen Frohnden beteiligten. Nach dem
Brand von 1898 wurde die Kirche neu erstellt und bildet jetzt mit
ihrem eleganten und schlanken Glockenturm eines der schönsten Gotteshäuser des Kantons. Vergl. Reymond,
L.
La ValléedeJoux.
Lausanne 1887.
Postbureau, Telegraph, Telephon. 271
Häuser, 1873 reform. Ew. Acker- und Obstbau, Viehzucht und Milchwirtschaft.
Baumwollweberei.
Tabak- und Zigarrenindustrie.
Konservenfabrik, Strickwarenfabrik, Giesserei und mechanische Werkstätte,
Glashütte, Papierfabrik,
Säge und
Mühlen.
Ziegelei und Korbwarenfabrik.
Hier lebte bei seinem Freund, dem aargauischen Oberrichter
und Dichter Dössekel, eine zeitlang (1860) der deutsche Dichter Josef Viktor von Scheffel. Im 9. Jahrhundert: Sewa, d. h.
«am See». Römische Mauern, Ziegel und Münzen am Emmert und Laubsberg.
Bei der Anlage eines
Rebberges
hat man Alemannengräber mit Tongefässen, Schmucksachen, Schwertern und durchlochten römischen Münzen aufgedeckt.
Die
Gegend von Seon zeichnet sich durch die gut erhaltenen und schönen Stirnmoränen des diluvialen Reussgletschers aus.