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Wien um 1905. Die Vorleserin Leopoldine Dur verliebt sich in einen berüchtigten Kunstmaler, der ihre Gefühle erwidert und gegen sein Image als Playboy und die Eifersucht seiner früheren Geliebten zu kämpfen hat.
Portrait
Hans Moser (1880-1964, eigentlich Johann Julier) war lange Zeit Schauspieler in der Provinz und scheinbar ohne Aussicht auf den großen Durchbruch. Erst mit fast 45 Jahren wurde er "entdeckt" und avancierte zu einem der wichtigsten österreichischen Schauspieler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1923 wurde er, fast zufällig, ans Wiener Revuetheater Ronacher engagiert. Und ebenso fast zufällig etablierte er sich im Wiener Kabarett mit der Nummer vom "Dienstmann", die ihn über Nacht schlagartig berühmt machte. Moser war Darsteller in zahlreichen Revuen des Wiener Kabaretts. Während der Nazi-Zeit wurde er von diesen als einer jener Schauspieler geduldet, die das Regime dringend brauchte, um das Volk bei Laune zu halten, obwohl er mit einer Jüdin verheiratet war. Mosers Frau musste schließlich emigrieren, Moser lebte jahrelang von der Familie getrennt in Wien. Nach dem zweiten Weltkrieg etablierte sich Moser als liebenswerter, grantiger alter Herr vor allem im österreichischen Film.