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Die spanische Regierung rechnet auch für das laufende Jahr mit einem deutlichen Schrumpfen der Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2013 wohl um 1,3 Prozent zurückgehen.
Im kommenden Jahr könne dann wieder ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent erreicht werden, hiess es am Freitag bei der Vorstellung neuer Hochrechnungen durch mehrere Minister der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy.
Die Prognose für das Haushaltsdefizit verschlechterte sich deutlich. Es soll in diesem Jahr bei 6,3 Prozent des BIP liegen, während die EU eigentlich ein Maximum von drei Prozent vorschreibt. Bislang war die spanische Regierung von einem Haushaltsdefizit von 4,5 Prozent für 2013 ausgegangen.
Die Defizit-Quote von drei Prozent wird Spanien nach den jüngsten Berechnungen der Regierung in Madrid auch in den Jahren 2014 und 2015 überschreiten, erst 2016 sei eine Rückkehr unter die Drei-Prozent-Marke absehbar. Die Staatsverschuldung dürfte im laufenden Jahr auf 91,4 Prozent steigen, bis 2016 sogar auf 99,8 Prozent.
Die staatliche Statistikbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Zahl der Arbeitslosen sei in Spanien auf mehr als sechs Millionen, die Quote auf 27,16 Prozent gestiegen. In den Berechnungen der Regierung heisst es nun, für 2014 sei mit einer Arbeitslosenquote von 26,7 Prozent zu rechnen, für 2015 mit 25 Prozent. Die viertgrösste Volkswirtschaft der Eurozone befindet sich seit Ende 2011 in der Rezession.
SDA-ATS