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Seit dem 11. September 2001 setzen die USA Folter als Verhörmethode im Kampf gegen den Terror ein. Weniger bekannt ist, dass die CIA schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg damit begann, mit Ärzten Foltermethoden wissenschaftlich zu erforschen. Mit Hilfe renommierter Universitäten und mit der Unterstützung der verschiedenen Regierungen wurden umfangreiche psychiatrische Versuche an häufig völlig ahnungslosen Patienten durchgeführt.
Allen Dulles, damals neuer Direktor der CIA, beschrieb 1953 bei einem Alumni-Treffen an der Universität Princeton die „abscheulichen Foltermethoden der Sowjets“. Was er seinen ehemaligen Kommilitonen in seinem Vortrag jedoch nicht verriet: Er selbst plante zu diesem Zeitpunkt bereits ein umfangreiches Forschungsprogramm, das es möglich machen sollte, bei Verhören Gedankenkontrolle zu erlangen. Heutige psychologische Verhörtechniken beruhen auf den Ergebnissen dieser Arbeiten wie etwa Folter durch Sinnesentzug. Sie werden als „weiße Folter“ oder „saubere Folter“ bezeichnet, weil sie im Gegensatz zu körperlicher Folter keine sichtbaren Spuren hinterlassen.
Anhand von Archivmaterial und aktuellen Dokumenten sowie durch Gespräche mit Historikern, Geheimdienstexperten und Politikwissenschaftlern, aber auch mit Opfern von medizinischen Folterexperimenten beleuchtet der Dokumentarfilm die Geschichte der ersten Forschungsprogramme an der McGill University bis zur Anwendung der Praktiken in Afghanistan, Irak und mittlerweile auch innerhalb der US-Landesgrenzen. Beleuchtet werden unter anderem der Folterskandal im Gefängnis Abu Ghraib und die Praxis der Isolationshaft in Guantanamo, wo Häftlinge jahrelang in Käfigen leben mussten, ohne das Tageslicht zu sehen.
Regie: Auberi Edler