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/ Forschung
Mehr körperliche Aktivität für weniger Unruhe im Klassenraum
Der aktuelle Forschungsstand unterstützt einen Einfluss körperlicher Aktivität auf die akademische Leistung von Kindern und Jugendlichen. Diese Leistung wird nicht nur von individuellen Voraussetzungen in der Konzentration und Aufnahmefähigkeit beeinflusst, sondern auch von der Situation im Klassenraum.
In der aktuellen Studie haben Sportwissenschaftler des DSBG in Kooperation mit der Fakultät der Psychologie der Universität Basel untersucht, ob zwischen der körperlichen Aktivität und dem Verhalten im Klassenraum ein Zusammenhang besteht. Dazu wurde das Unterrichtsverhalten von 113 Schülerinnen und Schülern mit Videokameras aufgezeichnet und anschliessend in erwünsch-
tes und unerwünschtes Verhalten kategorisiert. Zudem absolvierten die Teilnehmenden der Studie kognitive Tests, um einen möglichen Einfluss verschiedener kognitiver Funktionen auf den Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität und dem Unterrichtsverhalten weiterführend zu untersuchen.
Die Ergebnisse unterstützen, dass aktive Schülerinnen und Schüler weniger unerwünschtes Verhalten im Klassenraum zeigen. Diese Verbindung erklärte sich teilweise über eine bessere Inhibitionsleistung und war am stärksten für Unruhe im Sinne von unnötigem Lärm ausgebildet. Diese Befunde müssen in einem Experiment zunächst bestätigt werden, bevor körperliche Aktivität zur Verbesserung des Unterrichtsverhaltens empfohlen werden kann.
Die Studie wurde im British Journal of Educational Psychology online-first publiziert:
Ludyga, S., Gerber, M., Brand, S., Möhring, W., & Pühse, U. (2021). Do different cognitive domains mediate the association between moderate‐to‐vigorous physical activity and adolescents’ off‐task behaviour in the classroom? British Journal of Educational Psychology, e12445.