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Institut Kunst / Master
Tomaz Gnus
Fokus dazwischen / Laser Cuts
- Fokus dazwischen
Die Arbeit Fokus dazwischen geht von den Materialien aus, die es zur Herstellung eines Feldstechers braucht. Die optischen und mechanischen Teile, sowie die für den Zusammenbau benötigten Schrauben, Schraubenzieher und Fette sind auf zwei Plexiglasscheiben angeordnet. In der oberen, grünen Scheibe wurden die Formen der Teile ausgeschnitten. Zwischen den Scheiben und dem Sockel befindet sich ein Zwischenraum. Die Produktion des gezeigten Feldstechers wurde im Jahr 1991 eingestellt. Die Teile und Werkzeuge erhielt ich damals von meiner Mutter, da sie in der Montageabteilung der Herstellerfirma gearbeitet hatte. Die Arbeit Fokus dazwischen erinnert einerseits an eine vergangene Produktion und verweist andererseits auf einen potentiellen, zukünftigen Zusammenbau, durch den die Teile erst ihre eigentliche Funktion erhalten würden. Der Feldstecher ist von mir in einem Zustand zwischen Produktion und ursprünglicher Funktion belassen, jenem Zustand, in dem er sich die vergangenen 25 Jahre befand.
- Laser Cuts
Die Frage nach An- und Abwesenheit, nach dem Unterschied zwischen Funktion und Anwendung von Technologie, sowie der Grenze und Abgabe von Kontrolle sind die Ausgangspunkte der Serie Laser Cuts. Das Licht des Laser-Cutters durchdringt, zerstört und erschafft gleichzeitig Neues: Die freigesetzte Energie lässt Materie verdampfen, ermöglicht Transparenz und hinterlässt Spuren. In der herkömmlichen Anwendung des Laser-Cutters, der bei der Produktion von Musterbauteilen eingesetzt wird, sollen eben diese Spuren vermieden werden. Die von mir eingesetzten Leinwände werden meist in gefaltetem Zustand bearbeitet. Dadurch lässt die Energie des Lasers bei den tieferen Schichten nach, so dass sich die Musterung und die Löcher verändern. Die Arbeiten Laser Cuts bilden eine Art Membran, welche die Durchdringung des gebündelten Lichtes dokumentiert und sind Resultate meiner experimentellen Auseinandersetzung mit dieser Thematik.