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Der Energieversorger Vattenfall prüft, ob für seine Onshore-Windenergieanlagen hölzerne Türme eingesetzt werden können. Dazu will das Unternehmen mit der schwedischen Holztechnologie-Firma Modvion kooperieren. Die Partner haben eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, ein Geschäftsentwicklungsprojekt zur Bewertung der Gebäudetechnologie und der Kommerzialisierung durchzuführen, in dessen Rahmen Holztürme an Vattenfall geliefert werden sollen.
Laut Vattenfall hat Modvion im April 2020 Modvion in Björkö bei Göteborg den ersten hölzernen Turm, der 30 Meter hoch ist, errichtet. 2022 soll der erste kommerziell nutzbare Turm gebaut werden.
25 Prozent weniger CO2
Während ihres Lebenszyklus verursachen Windturbinen nur geringe Mengen an klimaschädlichen Emissionen. Etwa ein Viertel der bei der Herstellung der Windenergieanlagen anfallenden Klimaauswirkungen sind dem Turm zuzuschreiben, der normalerweise aus Stahl und manchmal aus Beton gefertigt ist. Auch in der Zukunft soll Stahl in vielen Teilen von Windenergieanlagen eingesetzt werden, allerdings könnten Holztürme eine wichtige Ergänzung dazu werden, schreibt Vattenfall. Durch den Bau und Einsatz von Holztürmen liessen sich die Kohlendioxidemissionen der Herstellung von Windenergieanlagen um rund 25% reduzieren. Darüber hinaus soll zertifiziertes und nachhaltiges Holz verwendet werden, was unter anderem bedeutet, dass neue Bäume gepflanzt werden.
Quelle und Bild: Vattenfall