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Elise Stefanik ist mit 30 Jahren die jüngste Frau im Repräsentantenhaus.
Frauen-Rekord im US-Parlament
Im neuen US-Parlament, das Anfang dieses Jahres vereidigt wurde, sind 104 Frauen. Das sind so viele wie nie zuvor.
Der Frauenanteil bleibt trotzdem vergleichsweise tief. Er ist lediglich von 18 auf 19 Prozent gestiegen. Nur 104 der insgesamt 535 Parlamentsmitglieder sind Frauen. Im Senat ist der Frauenanteil gleich hoch geblieben: 20 der 100 Sitze haben Frauen inne. Im Repräsentantenhaus sind neu 84 der 435 Mitglieder Frauen. Das sind vier mehr als vor den Wahlen letzten Herbst. Zu den neu Gewählten gehört die 30-jährige Republikanerin Elise Stefanik. Sie ist die jüngste Frau, die je in das Repräsentantenhaus gewählt worden ist. Geschichte hat auch Mia Love geschrieben, die als erste schwarze Republikanerin einen Sitz im Parlament erobert hat.
Inakzeptables Schneckentempo
Wenn der Frauenanteil in diesem Schneckentempo weitersteige, dauere es mehr als zwei Generationen, bis der Kongress paritätisch zusammengesetzt sei, sagte Eleanor Smeal, Präsidentin der feministischen Stiftung «Feminist Majority Foundation». Das sei «inakzeptabel». Auf der Rangliste der Interparlamentarischen Union mit den Frauenanteilen in den grossen Parlamentskammern stehen die USA auf Rang 75 von 189 Ländern.
Ruanda vor Bolivien und Andorra
Weltweit den höchsten Frauenanteil hat weiterhin Ruanda mit 64 Prozent. In Ruanda gibt es für das Parlament eine Ergebnisquote von mindestens 30 Prozent. Auf der Rangliste der Interparlamentarischen Union folgen hinter Ruanda Bolivien (53 Prozent), Andorra (50 Prozent), Kuba (49 Prozent) und Schweden (45 Prozent). Schlusslichter sind arabische und kleine pazifische Staaten.
Deutschland ist mit einem Frauenanteil von gut 36 Prozent im Bundestag auf Rang 21. In Italien, Österreich und der Schweiz sind die Frauenanteile in der grossen Kammer etwas tiefer (alle um 31 Prozent).
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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