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Die finanziell angeschlagene Insel-Republik muss als Teil des Rettungsabkommens ihre Goldreserven verkaufen.
Zypern und seine internationalen Kreditgeber schicken den Goldpreis auf Talfahrt: Nach Bekanntwerden der Vereinbarung, dass die finanziell angeschlagene Insel-Republik als Teil des Rettungsabkommens auch den grössten Teil seiner Goldreserven verkaufen muss, verzeichnete der Goldpreis auf Tagesbasis den größten Verlust seit fast zwei Monaten. Das Edelmetall verlor 1,7 Prozent an Wert und liegt damit nahe eines Zehnmonatstiefs.
Händler begründeten die starken Verluste mit der Furcht von Anlegern, dass auch andere von der Schuldenkrise besonders betroffene Staaten wie Griechenland oder Portugal zu Verkäufen von Goldreserven gezwungen werden könnten, was zu einem großen Angebot auf den Märkten führen würde.
Erster grösser Goldverkauf seit 2009
Die geplanten Goldverkäufe Zyperns gehen aus dem abschliessenden Text des Rettungsabkommens hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. Die Regierung in Nikosia hatte sich vor einigen Wochen mit seinen internationalen Geldgebern auf die an Auflagen geknüpften Milliarden-Hilfen verständigt. Im Gegenzug muss das Land auch seinen Bankensektor deutlich verkleinern und Anleger mit Einlagen von mehr als 100'000 Euro zur Kasse bitten.
Die zyprische Gold-Vereinbarung markiert den ersten grösseren Goldverkauf eines Eurozonen-Staates seit Frankreich 2009 rund 17,4 Tonnen des Edelmetalls abgestossen hatte. Zu aktuellen Preisen entspräche ein Wert von 400 Millionen Euro mehr als 10 Tonnen des Metalls.
(vst/tke/reuters)