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Peking - Der führende chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo ist zu einer ungewöhnlich hohen Haftstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Das Erste Mittlere Volksgericht in Peking befand den 53-Jährigen der "Agitation mit dem Ziel des Umsturzes der Regierung" für schuldig.
Das teilte sein Anwalt Ding Xikui am Freitag mit. Der 53-jährige Schriftsteller war vor rund einem Jahr wegen der Veröffentlichung der Charta 08 festgenommen worden.
Dabei handelt es sich um einen Aufruf für mehr Demokratie und Menschenrechte in China. Der Appell war anfangs von 300 Oppositionellen und danach von rund 10'000 Menschen unterzeichnet worden.
Am Mittwoch war Liu innerhalb einer zweieinhalbstündigen Anhörung der Prozess wegen "Anstiftung zum Umsturz" gemacht worden. Ob Liu gegen das Urteil Berufung einlegen wird, ist offen. Seit der Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz 1989 war der Oppositionelle bereits mehrfach in Haft.
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