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Ed Sbragia
Als Ed aufwuchs, bedeutete Wein für seine Familie sowohl Lebensunterhalt als auch Lebensqualität. Eds Urgrossvater, ein Einwanderer aus der Toskana, hatte sich natürlich zu den um die Jahrhundertwende in Kalifornien florierenden Weingütern hingezogen gefühlt. Eds Vater erwarb schliesslich seine eigenen Weinberge in der Nähe von Healdsburg und baute Zinfandeltrauben für den Verkauf und die heimische Weinherstellung an.
In der toskanischen Tradition gehörte guter Rotwein zu jedem Familienessen. Die Weinberge bedeuteten für den jungen Ed harte Arbeit - Schneiden, Aufbinden, Ausdünnen und Ernten. Ed studierte Chemie an der Universität von Kalifornien in Davis und strebte eine Karriere in der Wissenschaft an. Aber sein familiärer Hintergrund machte ihn nach seinem Abschluss zu einem Spitzenkandidaten für eine Stelle in einem Weinbaulabor.
Schnell erkannte er, dass der Beruf des Winzers das war, was er wollte, und kehrte für einen Master-Abschluss in Önologie an die California State University in Fresno zurück. Nachdem er ein Jahr auf einem Weingut in Sonoma County gearbeitet hatte, erfuhr er von einer Stelle als Assistent des Weinmachers Myron Nightingale bei der Beringer Winery im Napa Valley. "Myron war mein grosser Lehrer. Er war der intuitivste Weinmacher, den ich je gekannt habe. Er verstand, dass die Weinbereitung einen subjektiven Input - ein Gefühl - erfordert, genau wie Malerei oder die Arbeit eines Bildhauers oder jedes andere Werk, dem man sich widmet". Ed verbrachte 32 Jahre als Weinmacher bei Beringer und erwarb sich dabei einen Ruf als Weltklasse-Weinmacher und gewann sogar zweimal die Auszeichnung Wein des Jahres des Wine Spectators; bis heute ist er der einzige Weinmacher, der dieses Kunststück mit einem Weiss- und auch mit einem Rotwein gelang.
Im Jahr 2006 kauften Ed und seine Frau Jane die alte Lake Sonoma Winery im Norden des Sonoma Countys, um seinen Traum zu verwirklichen und bei seinem Vater das Versprechen einzulösen, dereinst ein Familienweingut zu gründen. "Die Family Vineyards sind das Vermächtnis meines Vaters an mich und meine Kinder. Ich liebe dieses Land und die Herstellung von Wein aus ihm. Es unter dem Familiennamen abzufüllen, bestätigt all die Arbeit, die mein Vater für mich geleistet hat. Es ist etwas, das ich unbedingt tun wollte, um meinem Vater, Gino, meine Dankbarkeit zu zeigen. Da ist wohl bei Ed sehr viel von der italienischen Tradition hängengeblieben. Was per se ja nichts Schlechtes zu bedeuten hat!