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Holzschlitten «Zuger Geiss»
Holzschlitten aus hellem und unbehandeltem Holz. Die Kufen sind vorne zu zwei Hörnern hochgezogen und in der Mitte verstrebt. Die Kufen sind mit zwei Metallbügeln miteinander verbunden, was zusätzlichen Halt gibt. Die Sitzfläche besteht aus fünf angeschraubten Holzlatten. Vorne ist ein Textilband als Ziehleine befestigt.
Im 19. Jahrhundert stellten Zuger Wagnereien und Schreinereien die in der Zentralschweiz weit verbreiteten «Zuger Geissen» her. Bis in die 1990er Jahre verlassen diese Schlitten die Werkstatt des Wagners Albert Müller aus Unterägeri. Dieser hatte sein Handwerk bei Louis Weiss in Zug erlernt. Louis Weiss jun. betrieb ab 1938 an der Pilatusstrasse in Zug eine Skifabrik. Zeitweise produzierten hier zehn Arbeiter bis zu 600 Paar Skis pro Jahr. Neben Skier wurden ab 1962 auch die «Zuger Geissen» sowie Rennrodel für die Nationalmannschaften der Schweiz und Lichtenstein hergestellt. 1968 wurde der Betrieb der Skifabrik eingestellt.
Emil Schwerzmann (17.02.1899–24.10.1986) und Josephine Oppenhoff (20.08.1899–03.03.1944) heirateten 1924. Emil Schwerzmann-Oppenhoff war von 1932 bis 1969 Mitglied des Zuger Bürgerrats für die Konservative Volks- und Arbeiterpartei (die heutige CVP, bzw. «Die Mitte»). Er war Mitglied (1925–1974) sowie Präsident (1939–1974, Gründung der Stiftung «Museum in der Burg Zug») der Museumskommission Historisches Museum Zug. Diese Museumskommission wurde ab 1903 vom Bürgerrat eingesetzt, nachdem die Bürgergemeinde 1903 den Vertrag mit der «Sektion Zug des V-örtigen historischen Vereins» kündigt und das Historische Museum im Rathaus selber betreibt. Sein Vater war der Kantonsrat und Kantonsrichter Alois Schwerzmann (28.08.1857–03.01.1935). Viele Objekte in der Sammlung Museum Burg Zug stammen aus dem Nachlass von Emil Schwerzmann-Oppenhoff.