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«Besonders beliebt sind Zigaretten und Schokolade», erzählte Schiffsführer Lagler im Jahr 1968. Seine Frau und er führten damals das erste Basler Proviantboot auf dem Rhein, einen schwimmenden Tante-Emma-Laden. Auf diese Weise wurden die Schiffe auf dem Rhein täglich mit frischer Ware versorgt.
Bevor es Kühlschränke und Gefriertruhen auf den Binnenschiffen gab, waren die sogenannten Proviantboote wichtig für die Schifffahrt. Sie verkauften den Schiffen Essen und Trinken, Zigaretten und Souvenirs, bei Bedarf lieferten sie gar Ersatzteile und Farbe für die Schiffe. Das Proviantboot legte am zu bedienenden Schiff an und die Crew konnte so bequem einkaufen.
Das Schweizer Fernsehen begleitete 1968 das Ehepaar Lagler-Hediger auf eine Rheinfahrt. Bereits mit 14 Jahren kam Lagler zur Schifffahrt, nach Kriegsende im Jahr 1945 wurde er Schiffsführer. «Man sagt übrigens Schiffsführer auf dem Rhein und nicht Kapitän», erklärte er. Ab 1949 arbeitete er als Lotse in Basel. «In erster Linie waren es die Kinder, die in die Schule kamen. Meine Frau konnte so zuhause bleiben», begründet es Lagler. Es war sein Bruder, der 1950 das erste Basler Proviantboot gründete. Doch bereits sechs Jahre später zog es diesen nach Amerika. Grund genug für den Schiffsführer, das Tante Emma-Boot im kalten Januar 1956 zu übernehmen. «Im Februar lag sechs Wochen lang Eis auf dem Rhein, wir mussten das Boot aus dem Eis sägen», erinnert er sich. Es sei eine schwierige Zeit gewesen. Doch die Mühe hatte sich gelohnt. Zwölf Jahre später florierte das Geschäft, ganze 1'400 Artikel waren auf dem kleinen Boot zu finden.Zum Sunntigsmimpfeli-Archiv
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