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«Es ging mir näher als gedacht», kommentierte der vierfache Olympiasieger den Abschied als Wettkämpfer von Davos. Von Tränen war er beim Interview zwar weit entfernt, aber er habe schlecht geschlafen. "Und wenn man dann wach im Bett liegt, sind die Gedanken an das letzte Rennen präsent. Er kenne diese Art der Schlaflosigkeit eigentlich nicht, zumal er ja schon viele wichtige Rennen bestritten habe.
Cologna blickt auf knapp 15 Jahre mit Renneinsätzen im Landwassertal zurück. In Davos hatte er im Weltcup im Februar 2007 mit Platz 52 und 2:24 Minuten Rückstand auf Toni Livers, der damals seinen einzigen Weltcupsieg feierte, debütiert. Danach ging es aber steil bergauf. Im Januar 2009 lief er bereits mit der Schweizer Fahne in der Hand als Tour-de-Ski-Sieger auf der Alpe Cermis ein. Für einen Sieg in Davos reichte es nie - weder im Sprint noch über die Distanz. Aber 2019 winkte er immerhin noch als Dritter vom Podest.
Der Bündner machte keinen Hehl daraus, dass er noch deutlich von der gewünschten Olympiaform entfernt ist. Beim Heim-Weltcup schaffte es der 15-km-Olympiasieger der letzten drei Spiele nur in den 24. Rang. Dabei verlor der 35-Jährige happige 1:42 Minuten auf den norwegischen Sieger Simen Hegstad Krüger. Er wollte auch die schlaflose Nacht nicht als Begründung gelten lassen.
«Es war zäh, das spürte ich von Beginn an», schilderte Cologna den Rennverlauf. Auf die Besten verlor er bis km 10 kontinuierlich an Zeit, mit einer schwachen Schlussrunde wurde er noch einmal zusätzlich durchgereicht. So büsste er beispielsweise auf den Teamkollegen Candide Pralong auf der letzten Schlaufe 25 Sekunden ein. Der Walliser überzeugte als schnellster Swiss-Ski-Athlet mit Platz 16 und sicherte sich damit die Olympia-Qualifikation. Neben diesem Duo verpassten alle anderen Schweizer die Punkteränge. So auch Jonas Baumann (33.), dem im Vorfeld die beste Klassierung zugetraut wurde.
Cologna will nun mit einem Trainingsblock vor der Tour de Ski die Lücke zu den Besten verkleinern. Beim Etappen-Rennen mit sechs Starts wird er auch die Rennhärte erhalten. Der vierfache Sieger der Tour de Ski bewies in der Vergangenheit oft, dass ihn diese Strapazen, sofern er in der Erholung gesund bleibt, für den Saisonhöhepunkt auf ein höheres Level hieven können.
Die Phalanx der Norweger durchbrach einzig der Russe Sergej Ustjugow als Dritter. Simen Hegstad Krüger setzte sich mit 22,9 Sekunden überlegen vor Johannes Hösflot Klaebo, dem Sprintsieger vom Samstag, durch. Dahinter folgten Ustjugow und drei weitere Norweger.