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Wie aus dem am Donnerstag in Wien veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht, rechnet das Ölkartells im zweiten Quartal mit der schwächste Nachfrage nach Opec-Öl seit etwa 30 Jahren. Demnach dürften in den Monaten April bis Juni etwas weniger als 20 Millionen Fass pro Tag nachgefragt werden. Für März gehen Experten von einer Opec-Produktionsmenge von 28 Millionen Fass pro Tag aus bei einer möglichen Kapazität von täglich etwa 34 Millionen Fass.
Damit wäre die die Nachfrage nach Opec-Öl im zweiten Quartal so niedrig wie seit dem Jahr 1989 nicht mehr, hiess es weiter. Das Ölkartell hatte zuletzt versucht, gemeinsam mit anderen Ölländern gegen den Einbruch der Nachfrage vorzugehen und eine Senkung der Fördermenge um etwa 10 Millionen Fass pro Tag für die Monate Mai und Juni beschlossen.
Das entspricht etwa einem Zehntel der globalen Ölproduktion. Selbst wenn die Opec-Staaten die beschlossene Förderkürzung konsequent einhalten würden, wäre die Fördermenge des Kartells im zweiten Quartal immer noch höher als die prognostizierte Nachfrage.
Für das gesamte Jahr 2020 rechnet die Opec mit einem Rückgang der globalen Nachfrage um 6,8 Millionen Fass pro Tag. Damit wird die Entwicklung weniger pessimistisch eingeschätzt, als von Experten der Internationalen Energieagentur (IEA). Der Interessenverband von Industriestaaten hatte am Mittwoch für das laufende Jahr einen Einbruch der Nachfrage im laufenden Jahr von 9,3 Millionen Fass pro Tag für das laufende Jahr prognostiziert.
(AWP)