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Eine gute Durchmischung verschiedener Arten in Wäldern führt dazu, dass Bäume besser wachsen. Was bisher eine Hypothese war, konnte an der ETH von der Professur Waldökologie mit einem Computermodell nachgewiesen werden.
Die These, dass Bäume produktiver sind, das heisst, besser wachsen in artenreichen Gemeinschaften, bestand schon seit längerem. Die Schwierigkeit bestand jedoch, diese Hypothese nachzuweisen. In Realität hätte das entsprechende Experiment hunderttausende von Bäumen benötigt und mehrere Jahrzehnte gedauert. Versuche mit Keimlingen von Gehölzen wurden gemacht, die jedoch nicht auf erwachsene Bäume übertragen werden können, gemäss Harald Bugmann, Professor für Waldökologie an der ETH Zürich.
Mit Hilfe eines Computermodells, das ursprünglich für einen ganz anderen Bereich entwickelt wurde, gelang es die Artenvielfalt und das Baumwachstum zu simulieren. Im Modell erfasst wurden 30 Baumarten.
Ein artenreicher Wald hat zahlreiche Vorteile. Jede Baumart hat ein anderes Wurzelsystem, damit ergibt sich ein komplexes Geflecht, das den Boden stabilisiert und vor Erosion schützt.
Diese Erkenntnisse sind für Schutzwälder in den Alpen wertvoll. Sie bedeuten aber auch, dass naturnaher Waldbau produktiver ist als eine industrielle Waldbewirtschaftung, was bisher nicht bewiesen werden konnte.
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