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Joe Dassins Song aus den siebziger Jahren liegt uns noch in den Ohren:
“Coeur ouvert j’avais envie de dire bonjour à n’importe qui”. Das kommt nicht von ungefähr, denn seit der Öffnung des Louvrehofes durch Abtragung des Tuilerienpalastes durchlief die Strasse laufend eine Aufdatierung und Ausdehnung nach Westen. Heute reicht sie bis zur Défense, bei Napoleon erst bis zu seinem Arc de Triomphe. Die Place de la Concorde gibt den Auftrakt. Dann versinkt die Strasse quasi in einem lockeren Wald, flankiert von Elysée-Palast und Grand Palais. Es folgt die bekannte zum Schlendern geeignete Einkaufsmeile, die bis hinauf zum Arc reicht.
Das eine Bild zeigt die Champs Elysées als grossartige Verkehrsachse anfangs der sechziger Jahre (2 CV, Renault 4, VW Käfer) – gesäumt von mehreren Reihen von Alleebäumen. Das andere Bild veranschaulicht die Pläne von Stadtpräsidentin Anne Hidalgo für das Jahr 2030. Sie hat bereits Uferpartien der Seine zu Fussgängerzonen erklärt und macht sich jetzt an die grandiose Achse. Dieser konstante Drive zur Optimierung des öffentlichen Raums zeichnet Paris aus. Im Kontrast zu Dubai und Chengdu ist dies der europäische Weg. Gehen Sie an die neu gebaute Pfingstweid- oder die Hardstrasse (unter der Hardbrücke) und urteilen Sie selbst.