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*1957, Detroit, MI
Stein für Stein hat sich Janiva Magness (*1957, Detroit, MI) seit den frühen 1990-er Jahren ihre beeindruckende Karriere aufgebaut. Tausende von Kilometern hat sie dafür zurückgelegt, auf unzähligen Club- und Festivalbühnen gesungen.
Sieben Blues Music Awards und 14 tolle Alben sprechen für sich. Eine grosse Rolle spielten letztlich die schweren Schicksalsschläge, die sie in ihrem Leben zu bewältigen hatte, und die sie bis heute voller Emotionen in die stimmliche Umsetzung und leidenschaftliche Phrasierung in Gesang und Musik giesst. "Wenn es keine wahre Geschichte ist, ist sie sinnlos", sagt Janiva, die ein halbes Leben lang "Dämonen" aus ihrer Jugend bekämpft hat.
Sie verlor innert kurzer Zeit beide Elternteile durch Selbstmord, wurde durch ein Dutzend Pflegefamilien geschleust. Im Alter von 17 Jahren wurde sie schwanger, musste dann aber das Kind zur Adoption freigeben. Sie sei damals unfähig gewesen, zu lieben und habe oft auf der Strasse gelebt, erzählt sie heute.
Stabilität und kreative Erlösung fand sie schliesslich durch ein Konzert von Otis Rush. "Otis spielte, als ob sein Leben davon abhinge. Es gab eine völlig verzweifelte, absolute Intensität. Ich wusste, das war es, was ich brauchte." Geprägt wurde sie als Musikerin zuerst von der Blues- und Country-Plattensammlung ihres Vaters und dem wunderbaren Motown-Pop-Soul der Stadt Detroit.
Sie begann als Backgroundsängerin unter anderem für Kid Ramos und R.L. Burnside. 1986 zog sie nach Los Angeles. 10 Jahre später erschien ihr erstes Album. Mittlerweile baut sie brillante Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und verbindet das Echo von Memphis Rhythm & Blues, klassischer Soul- und Americana-Musik mit zeitlosen Themen der Liebe und sehr zeitgenössischen Texten des Protests.