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Eine ShakeMap bildet die durch ein Erdbeben ausgelösten Bodenerschütterungen an jedem Punkt der Schweiz ab. Die mit Hilfe von Seismometern registrierten Daten werden in Echtzeit an den Schweizerischen Erdbebendienst in Zürich überliefert. Dort fliessen die Werte in ein geophysikalisches Modell ein, welches innerhalb von ungefähr fünf Minuten automatisch eine ShakeMap erstellt.
Der nachfolgend abgebildeten ShakeMap liegt als Szenario ein Erdbeben bei Basel mit einer Magnitude von 6.6 zugrunde. Ein ähnliches Beben mit verheerenden Auswirkungen ereignete sich an derselben Stelle am 18. Oktober 1356. In der Region Basel wird im Durchschnitt alle 1‘500 bis 2‘500 Jahre ein vergleichbares Erdbeben erwartet. Der Stern kennzeichnet das Epizentrum des Erdbebens. Die Einfärbungen widerspiegeln, wie stark die Bodenbewegungen an bestimmten Orten ausfallen würden und welche möglichen Schäden dies nach sich zöge.
Die Einfärbung der ShakeMap leitet sich von der Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98) ab, welche als Massstab dient, um Auswirkungen von Erdbeben europaweit zu vergleichen. Das im Szenario abgebildete Erdbeben hätte nahe des Epizentrums eine Intensität von IX erreicht und damit zerstörerische Schäden verursacht sowie die ansässige Bevölkerung in Panik versetzt.