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Warum haben Pandas ein schwarzweisses Fell? Bis heute sind sich Forscherinnen und Forscher uneinig: Sind sie so besser getarnt, oder hilft es ihnen im Gegenteil, bei der Partnersuche aufzufallen? Oder erkennen sie sich an den Augenflecken? Fest steht: Das Fellmuster des Grossen Pandas ist einzigartig.
Grosse Pandas leben in Berggegenden in China. Sie bevorzugen lichte Laub- und Nadelwälder, in denen viel Bambus wächst.
Pandas ernähren sich fast nur von Bambus. Da dieser kaum satt macht, müssen sie täglich 9 bis 18 Kilogramm davon fressen. Um so viel Bambus zu suchen, brauchen sie entsprechend Zeit. Pandas verbringen etwa die Hälfte des Tages mit der Nahrungssuche.
Pandas halten keine Winterruhe, denn Bambus gibt es das ganze Jahr über.
Grosse Pandas sind Einzelgänger, und jeder hat sein eigenes Revier. Nur Weibchen mit ihrem Jungen leben zusammen. Ausserdem bleiben Männchen und Weibchen ein paar Tage oder Wochen während der Paarungszeit beieinander. Dann treffen manchmal auch männliche Pandas aufeinander, wenn sie ein Weibchen suchen.
Die Tiere nehmen ihre Umgebung vor allem über die Nase wahr und verständigen sich mit Duftbotschaften. Weibchen hinterlassen zum Beispiel ihren Duft über den Urin oder eine Drüse, um den Männchen zu zeigen, dass sie sich paaren möchten.
Pandabärinnen bringen ihre Jungen in Felshöhlen oder hohlen Bäumen zur Welt. Oft sind es zwei Junge. Doch wenn das Erstgeborene gesund ist, zieht die Mutter nur dieses auf.
Die Jungen sind nur etwa so gross wie Hamster. Sie sind rosa, nackt und blind. Ihr schwarzweisses Fell bekommen sie mit etwa drei Wochen.
Erst wenn das Junge etwa 17 Monate alt ist, verlässt es die Mutter und sucht sich sein eigenes Revier.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Grossen Pandas zwar wieder zugenommen. Trotzdem bleiben sie gefährdet. Am meisten bedroht sind die Tiere, weil ihr Lebensraum zerstückelt ist: Strassen, Schienen, Häuser und Äcker trennen die Gebiete, in denen die verschiedenen Pandas zu Hause sind. Sie leben sozusagen auf Waldinseln und können nicht zueinander gelangen, um sich zu vermehren.
Auch für junge Pandas ist es oft gefährlich, ein neues Revier zu suchen, wenn sie Strassen überqueren müssen oder sich in Dörfern verirren.
Der WWF sorgt dafür, dass wieder mehr Waldstücke miteinander verbunden werden. Und er setzt sich für Schutzgebiete ein, in denen die Grossen Pandas leben können. Das hat dem Panda geholfen, dass er heute nicht mehr vom Aussterben bedroht ist.
Früher jagten Wilderer den Grossen Panda. Der WWF hat mitgeholfen, Parkwächter auszubilden. Die sorgen dafür, dass niemand die Pandabären jagt, und China bestraft die Wilderer härter als früher. Deshalb ist die Wilderei heute keine grosse Gefahr mehr für die Pandas.
Ausserdem sucht der WWF gemeinsam mit den Bewohnern der Dörfer Möglichkeiten, damit sie den Wald nicht abholzen müssen, sondern schonend nutzen können.