Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/2655

Ichenhausen Filmtheater
Geschichte
- Nach dem Kriege erwarb die aus Sachsen stammende Wirtin Martha Peukert das ehemals jüdische Wohn- und Geschäftshaus in der Wiesgasse 12. Da Ichenhausen in der Gastronomie jedoch keine Nische mehr zu bieten schien, kam sie auf die Idee, es mit einem Kino zu versuchen. Da der Vorbesitzer des Anwesens in der Wiesgasse Viehhändler gewesen war, befanden sich hinter dem Haus noch die Stallungen. Diese ließ Frau Peukert in den Jahren 1946 und 1947 zum Kinosaal mit 275 Plätzen umbauen. Das Kino verpachtete sie an den Lichtspielunternehmer Ottheinrich Hensel aus Ulm. Am 8. Oktober 1947 startete das Kino mit dem Eislauffilm Der weiße Traum in die Nachkriegsära.
- Hensel betrieb das Ichenhauser Lichtspieltheater bis etwa 1960. Dann übernahm es der Schwiegersohn von Frau Peukert, Herr Ludwig Gay, für ein knappes Jahr
- Am Neujahrstag 1961 übernahm Josef Schick, der 1949 in München die Bildwurfmeister-Prüfung abgelegt hatte und von 1949 bis 1957 Filmvorführer bei Hensel gewesen war, als Pächter das Ichenhauser Kino. Den Auftakt bildete ein Wildwestfilm. Schick betrieb das Kino bis 1967 und plante dann die Übergabe an seine Tochter, die aber plötzlich erkrankte und 1967 starb.
- An Ostern 1967 gab Josef Schick mit Doktor Schiwago seine letzte Vorstellung. aus: Gerhard Böck
Die benachbarten Kommunen Burgau, Leipheim und Jettingen hatten eigene Kinos, doch sie sind längst Geschichte, und auch in Ichenhausen erlosch 1986 für immer das Licht on the silver screen. Von den zwei Günzburger Filmtheatern handelt folgender Beitrag. [[1]]