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Microsoft hat ein Rahmenwerk für einen Standard zum Bau verantwortungsvoller KI veröffentlicht. Das vormals interne Dokument soll dem Software-Riesen dabei helfen, bessere und vertrauenswürdigere künstliche Intelligenzen zu entwickeln. Nach eigenen Angaben wollen die Redmonder mit dem Papier ihre "Erkenntnisse teilen, Feedback von anderen einholen und einen Beitrag zur Diskussion über die Entwicklung von Normen im Bereich der KI leisten".
Mit der Ankündigung des Rahmenwerks
hat Microsoft ausserdem bekanntgegeben, dass künftig die Nutzung von gewissen KI-Technologien einschränkt werde. Dazu zählt gemäss dem Entwickler eine Sprachtechnologie, die eine synthetische Stimme erzeugen kann, die fast wie eine menschliche Stimme klingt. Dabei sei es leicht vorstellbar, dass KI eingesetzt wird, um Personen akustisch zu imitieren oder Zuhörende zu täuschen, schreibt Microsoft in einem Blogeintrag.
Bei der Entstehung des Standards sei entschieden worden, dass der Kundenzugang zu diesem Dienst eingeschränkt und ein neues Kontrollsystem eingeführt wird. Dazu seien spezifische Anwendungsfälle definiert worden, in denen die Technologie eingesetzt werden darf, so der Blog. Man wolle verhindern, dass die KI missbraucht wird, sie aber gleichzeitig den Nutzen der Technologie erhalten.
Emotions-Erkennung eingestellt
Noch weiter als mit der synthetischen Stimme ist der Konzern gemäss dem Blogeintrag bei einer Software gegangen, die menschliche Emotionen oder Identitätsmerkmale erkennen sollte. Funktionen, die emotionale Zustände oder Geschlecht, Alter, Lächeln, Gesichtsbehaarung, Haare und Make-up ermittelten, seien eingestellt worden, so Microsoft. Weiter sei entschieden worden, dass Drittunternehmen, die Gesichter von Menschen scannen, keinen Zugang mehr zu der Technologie gewährt wird.
Diverse Experten hätten Microsoft darauf hingewiesen, dass es keinen wissenschaftlichen Konsens über die Definition von Emotionen gibt, und dass es schwierig sei, Schlussfolgerungen über verschiedene Anwendungsfälle, Regionen und Bevölkerungsgruppen hinweg zu verallgemeinern. Zudem hätten diese Funktionen auch grosse Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes ausgelöst.