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- Bei der zweiten und letzten Debatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden wollen die Organisatoren mit einer Stummschalt-Taste für ein geregeltes Wortgefecht sorgen.
- Trumps Wahlkampfteam lehnte die Änderung ab und sprach von Voreingenommenheit der zuständigen Kommission.
- Das erste Duell Ende September war chaotisch verlaufen. Die beiden Bewerber beleidigten sich mehrfach gegenseitig und fielen sich immer wieder ins Wort.
Nach dem unübersichtlichen ersten TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden werden die Regeln für ihr nächstes Zusammentreffen angepasst. Teilweise soll das Mikrofon eines Kandidaten stummgeschaltet werden während der andere spricht, wie die zuständige unabhängige Kommission US-Medien zufolge am Montagabend mitteilte.
Meistens beide Mikrofone an
Mit dieser Massnahme sollen gegenseitige Unterbrechungen der Kandidaten bei der Debatte am Donnerstag (Freitagmorgen MESZ) reduziert werden.
Zu jedem neuen Themenkomplex dürfen Trump und Biden wie gehabt jeweils zwei Minuten Stellung nehmen, aber dabei wird jetzt nur das Mikrofon des Kandidaten eingeschaltet sein, dem der Moderator das Wort erteilt.
Für jedes Thema sind rund 15 Minuten Gespräch vorgesehen. Für den Grossteil des TV-Duells werden daher beide Mikrofone eingeschaltet bleiben, um einen Austausch der Ideen zu gewährleisten, wie die Kommission erklärte. Man hoffe, dass die Kandidaten dabei die Sprechzeit ihres Gegenübers respektieren würden, «um zum Vorteil der Zuschauer einen zivilen Austausch zu fördern», hiess es weiter.
Unterbrüche und chaotische Szenen
Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, der Präsident werde trotz der «Regeländerung in letzter Minute» an dem TV-Duell teilnehmen. Er warf der unabhängigen Kommission vor, parteiisch zu sein. Bidens Wahlkampfteam äusserte sich zunächst noch nicht. In der ersten Debatte Ende September hatte Trump Biden sehr häufig unterbrochen, was zu teils chaotischen Szenen führte. Auch Biden unterbrach Trump mehrfach, der Moderator schien teils hilflos.
Ursprünglich waren drei TV-Duelle zwischen Trump und Biden geplant gewesen. Das zweite wurde jedoch abgesagt: Die Kommission hatte wegen Trumps Covid-19-Erkrankung das Format geändert und wollte die Kandidaten anstatt einer persönlichen Begegnung online zusammenschalten. Trump lehnte das ab.