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Leni Robert (Jahrgang 1936) gehörte zu den Politikerinnen der ersten Stunde. Von 1971 bis 1976 war sie Berner Stadträtin, von 1977 bis 1986 Grossrätin und von 1986 bis 1990 schaffte sie das, was den Frauen im Kanton Bern zuvor verwehrt geblieben war: Sie holte für die Freie Liste einen Sitz in der Kantonsregierung.
Nun soll im Berner Rathaus ein Sitzungszimmer nach ihr benannt werden. Das Kantonsparlament überwies am Montag mit 87 zu 50 Stimmen eine Motion, die von Parlamentarierinnen aller Fraktionen ausser der SVP unterzeichnet wurde. Anlass bieten die Feierlichkeiten zu 50 Jahren Frauenstimm- und -wahlrecht.
Auch erste Grossrätinnen geehrt
Die Motion verlangt auch, dass die Sitzplätze der ersten zehn Grossrätinnen ein Schild mit eingraviertem Namen erhalten. Es sind dies Marie Boehlen und Ruth Hamm (SP), Odette Bretscher und Lise Renggli (FDP), Susanne Burke und Monika Etter (CVP) sowie Ruth Geiser-Imobersteg, Marion Kretz-Lenz, Agnes Sauser-Imobersteg und Hanni Schweizer (alle SVP).
Die Schweizer Stimmbürger sagten am 7. Februar 1971 Ja zum Frauenstimm- und -wahlrecht auf eidgenössischer Ebene. Auf Kantons- und Gemeindeebene wurde der Weg frei durch die klare Zustimmung in der Kantonsabstimmung vom 12. Dezember 1971.