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Der Zöllner Zachäus war zu seiner Zeit ein reicher Mann. Er war clever und hat erfasst, dass man als Leiter beim Zoll schnelles Geld machen kann. Er hat seine Position auch ausgenützt, um Menschen am Zoll übers Ohr zu hauen. Ich stelle mir vor, dass er von Menschen umgeben war, die entweder getickt haben wie er selbst, oder von solchen, die vor ihm gebuckelt und ihm geschmeichelt haben um etwas von seinem Reichtum abzubekommen. Die Menschen, zu denen er eigentlich gehört hat, nämlich seine jüdischen Landsleute, haben ihn für einen Sünder gehalten und ihn gemieden.
Von Zachäus wird gesagt, er sei klein gewesen. Ich habe das immer so verstanden, dass er seine geringe Körpergröße durch Reichtum kompensieren wollte. Das ging nicht auf, denn ein Leben ohne echte Freunde ist kein erfülltes Leben. Es wird nicht erzählt, was ihm den Antrieb gegeben hat, aber Zachäus wollte Jesus sehen und er ist dazu auf einen Baum gestiegen. Und Jesus ist auf ihn zugegangen. In Jesus hat Zachäus den gefunden, der seinem Leben eine Wende gegeben hat.
Bei den «Australian Open» tummeln sich die größten Tennistalente. Sie sind alle reich und privilegiert, aber die nun dort sind, haben verinnerlicht, dass es bei den Privilegien Grenzen gibt.
Es ist die Aufgabe der Eltern, die Talente und die Selbstsicherheit eines Kindes zu fördern, aber auch ihre Aufgabe, Anstand und ein Gespür für angemessenes Verhalten zu vermitteln. Später übernehmen Freundinnen und Freunde diese Aufgabe. Was wird aus einem Jungen, dessen Eltern ihn vergöttern, die ihn mit Jesus gleichsetzen?
Ich wünsche Novak Djokovic, dass jemand vorbeikommt und sagt: Ich will Dich heute besuchen und mit Dir reden. Du bist nicht auf dem Tennisplatz gescheitert, sondern an Deiner Einstellung und an den falschen Freunden. Ich will mit Dir überlegen, wie Du es anders und besser machen kannst.
Uns allen wünsche ich, dass wir frei sind von Häme.