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Das HIT-Gebäude für das e-Science Lab ist Teil der dritten Erweiterungsphase auf dem Campus Hönggerberg der ETH Zürich und befindet sich nahe der Nordwestecke des Areals. Es folgt der schon im ursprünglichen Masterplan angelegten Grundgeometrie aus einzelnen Gebäudekomplexen, welche sich in einen weitgehend orthogonalen Strassenraster einfügen. Der fünf- und sechsgeschossige Neubau besteht aus einem winkelförmigen Baukörper entlang der Hauptstrassen im Norden und Osten, an den sich ein weiterer Winkel anschliesst – und zwar dergestalt, dass die Gesamtstruktur einerseits das Rechteck der Parzelle und die imaginäre Quaderform des Volumens andeutet und sich andererseits Richtung Süden und Westen in Form von Höfen öffnet. Auf diesen Seiten wären Erweiterungsbauten denkbar. Eine Eingangssituation mit Blick in den ersten Hof ergibt sich durch die zweigeschossige Öffnung auf der Ostseite.
Vom Durchgang aus gelangt man links in die Cafeteria, über der sich die Schulleitung befindet, nach rechts in den Haupteingangsbereich des HIT-Gebäudes. Hörsäle und Seminarzonen sind im östlichen Teil des Nordflügels angeordnet, während die Forschungsbereiche u-förmig den nordwestlichen Hof umgeben.
Ein Stahlbeton-Skelettbau mit aussteifenden Kernen bildet die Tragstruktur des Neubaus und garantiert dank der Trennung von Konstruktion und Installation die Flexibilität der Nutzung. Die Aussenhaut des neuen Gebäudes besteht aus einer durchgängigen Glasfassade mit Kastenfenstern. Ein matt-metallischer Farbauftrag im Siebdruckverfahren oszilliert je Geschoss zwischen opak und transparent und lässt einen Farbverlauf entstehen, welcher die Deckenstirnen und Rouleaus verdeckt und – im diffusen Bereich – als Sonnenschutz wirkt.
Das überarbeitete Projekt sieht stattdessen einen Wechsel von Brüstungsverkleidungen und Festverglasungen mit schmaleren Lüftungsflügeln vor. Die grünlichen Gläser sind mit dunklen Streifen versehen – auf Höhe der Fenster aufgrund der Rahmen, im Brüstungsbereich als rhythmisches Element, das ondulierende Farbverläufe in der Horizontalen entstehen lässt. Die regelmässigen Streifenmuster der Fallarm-Markisen überlagern und steigern die Wirkung des Rhythmus noch.
Text: Hubertus Adam