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In der Schweiz ist es üblich, dass die Neugeborenen in den ersten 4 Stunden nach der Geburt das Vitamin K, auch bekannt unter dem Namen „Konakion“, verabreicht bekommen. Die Gabe wird am 3. – 4. Tag nach der Geburt, sowie nach 4 Wochen bei der U3 beim Kinderarzt wiederholt. Das Konakion ist eine Lösung von einem Milliliter Flüssigkeit. Diese wird dem Kind in den Mund getropft. Bei kranken oder sehr frühgeborenen Kindern mit einem Venenzugang, wird die erste Dosis meist injiziert und dann erst nach 4 Wochen die zweite und letzte Dosis per os (über den Mund) verabreicht. Die Verabreichungsformen unterscheiden sich aber auch von Land zu Land. So kommt es auch vor, dass das Vitamin K muskulär gespritzt wird oder in kleineren Dosen über mehrere Tage verabreicht wird. Doch was bewirkt man damit?
Vitamin K ist ein lebensnotwendiges Vitamin, welches bei der Blutgerinnung eine wesentliche Rolle spielt. Aufgenommen wird es durch die Nahrung. Bei einem Neugeborenen ist ein Mangel an Vitamin K normal, da in der Muttermilch nur wenig Vitamin K vorhanden ist. Zudem kann die unreife Leber des Babys nicht genug speichern. Deswegen ist es wichtig, dass das Vitamin K in kleinen Mengen, mehrmals substituiert wird.
Seit der Einführung der Vitamin-K-Prophylaxe 1994, konnten die durch Vitamin-K-Mangel entstanden Frühblutungen bei Neugeborenen, gänzlich verhindert werden. Die durch Vitamin-K-Mangel resultierenden Spätblutungen, konnten um mehr als 50% gesenkt werden.