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In den frühen 1970er Jahren kamen die ersten Urlauber auf die Malediven. Diese hatten schon einige Ansprüche, was die Regierung dazu ermunterte endlich auch in das Tourismusgeschäft einzusteigen. Heute betreibt man einen mehr oder weniger sanften Tourismus auf der Insel mit nicht mehr als 800.000 Besuchern im Jahr. Die meisten Resort-Inseln sind in Privatbesitz und auf ihnen stehen kleine Hotels mit wenigen Zimmern. Dies bedeutet aber dennoch große Umweltprobleme für die Inseln. Denn der anfallende Müll und das Altöl aus den Dieselgeneratoren, die für den Strom auf den Inseln sorgen, wird meist im Meer entsorgt. Damit dies nicht geschieht, gibt es inzwischen strenge Auflagen. Jede Resort-Insel muss daher über eine eigenen Müllverbrennungsanlage und eine Meerwasserentsalzungsanlage verfügen. Doch noch immer hakt es auf den meisten Inseln.
Kein Massentourismus von Beginn an
Auf den Malediven hat man nie angedacht, dass man Massentourismus zulässt. Dabei dauerte es recht lange bis überhaupt die ersten Urlauber auf die Inseln kommen konnten. Zunächst waren die Malediven im Visier der Holländer, die von dort aber sehr schnell vertrieben wurden. Anschließend gelang es den Briten hier eine Kolonie zu errichten. 1965 wurden die Malediven in die Unabhängigkeit entlassen. Schon zuvor hatte sich die Bevölkerung nicht für eine Republik ausgesprochen, sondern für ein Sultanat. Die Briten behielten hier aber auch noch nach der Unabhängigkeit die Oberhand und führten ab 1942 bis in die späten 1970er Jahre ein Netz von Militärflughäfen hier weiter. Auch in Zukunft wird es aber auf den Malediven keinen Massentourismus geben.