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Mit Marcin Cichy und Igor Pudlo aus Wroclaw, Polen, als Skalpel unterwegs, hat das Label Ninjatune einen Act in den Artist-Roster aufgenommen, welcher ebenso zu seinem sonstigen Output passt, wie er gleichzeitig als exotische Perle daraus hervorsticht.
Zwei passionierte Sammler der Scherben, die die kreative Jazz-Szene Polens in den 60er und 70er-Jahren hervorbrachte, lernten sie sich in einem Plattenladen kennen, wo sie ihre gemeinsame Leidenschaft für die lebendige, zum Teil unter dem Kommunismus als den Staat unterwandernd wahrgenommene und verbotene Musik feststellten.
Als sie 2000 DJ Vadim für ein polnisches Hip Hop-Magazin interviewten, konzentrierte sich das Gespräch bald auf Samples, obskure Breaks und die Musikszene Polens, mit dem Resultat, dass sie Vadim auf die Russian Percussion-Tour durch Polen einlud, wo sie an vier Plattenspielern brillierten.
Die in der Folge an Ninjatune gesandte Demo-CD-R «Polish Jazz» führte zum Vertrag mit dem Label, welches bis zur Veröffentlichung ihres Debuts «1958» letztes Jahr vier seiner «Solid Steel»-Radioshows vom Duo bestreiten liess, und die limitierte EP «Sculpture» herausbrachte, welche, kaum veröffentlicht, ausverkaufte.
Die Errungenschaft der beiden, welche ihr Werk als «Ambient Jazz mit Hip Hop-Produktion» umschreiben, ist wohl der respektvolle Umgang mit dem Grundmaterial, aus welchem sie gleichzeitig etwas völlig neues schaffen, zeitgenössisch und mit einem leichten Humor – Musik, die in der Tat in den selben Label-Katalog gehört wie das Cinematic Orchestra, Amon Tobin oder Coldcut.