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Nach dem 3:0 im Playoff-Hinspiel gegen Dinamo Zagreb steht Sheriff Tiraspol kurz davor in die Champions League einzuziehen.
Überraschend, da die Republik Moldau eines der ärmsten Länder Europas ist, könnte man denken. Das Land verharrt als ehemalige Sowjetrepublik zum Teil in kommunistischen Strukturen. Eine breite Fussballbewegung entwickelt sich kaum.
Zuhause konkurrenzlos
Tiraspols Abschneiden ist jedoch keine Sensation, nimmt man den Klub unter die Lupe. «Sheriff» ist der Name des mächtigsten Konzerns des Landes. Sheriff heisst Sheriff, weil das Unternehmen zunächst eine Security-Firma war. Heute ist es eine riesige Gemischtwarenkette.
Die Firma gibt für den Fussball viel aus. Die neue Arena in Tiraspol kostete 200 Millionen Dollar, mehr also als das Wankdorf. Auf Moldauer wird kaum mehr gesetzt, man kauft Spieler aus der ganzen Welt zusammen.
Auf nationaler Ebene ist Sheriff konkurrenzlos. In der Saison 2020/21 holte es 99 von möglichen 108 Punkten. Das Torverhältnis lautete 116:7. Nun steht der Klub vor dem grössten Erfolg der Geschichte.