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Ein Atherom ist eine gutartige Zyste, die dort entsteht, wo ein Haar in der Haut befestigt ist. In der Regel ist das Atherom harmlos – wenn es sich jedoch häufig entzündet oder stört, sollte der Arzt es entfernen.
Wenn in der Haut ein halbkugelförmiger, prallelastischer Knoten sichtbar ist, könnte es sich um ein Atherom handeln. Es besteht aus einer Kapsel, die mit Talg und / oder Horn gefüllt ist, und nimmt meist langsam an Grösse zu. Entzündet es sich, etwa, weil man versucht hat, es auszudrücken, fühlt es sich warm an, ist gerötet und es schmerzt. Befindet es sich das Atherom auf dem Kopf, spricht man oft von einem Talgzyste.
Ein Atherom wächst immer in der Nähe eines Haares. Jedes einzelne Haar ist in einer kleinen Hauteinstülpung verankert: im Haarfollikel. Haare beziehungsweise Haarfollikel finden sich nahezu am ganzen Körper – demnach können auch Zysten an den Haarfollikeln fast überall vorkommen.
Das Wort «Atherom» wird in der Fachwelt uneinheitlich verwendet: Für manche Ärzte ist es ein Oberbegriff für verschiedene Formen von Zysten an den Haarfollikeln, die sich optisch kaum voneinander unterscheiden. Andere Mediziner hingegen bezeichnen nur eine ganz bestimmte Zystenform als Atherom.
Versteht man ein Atherom als Oberbegriff für unterschiedliche Zysten, so fallen darunter die
Während sich die Epidermalzyste dort bildet, wo das Haar aus der Haut austritt, sind Trichilemmalzysten in tieferen Bereichen des Haarfollikels zu finden.
Wenn Sie vermuten, ein Atherom zu haben, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen, damit dieser andere Ursachen ausschliessen kann. Das Gleiche gilt, wenn Sie glauben, dass sich das Atherom entzündet hat.
Besonders wichtig: Versuchen Sie keinesfalls, ein Atherom auszudrücken. Andernfalls riskieren Sie, dass sich die Zyste entzündet
Was ist ein Atherom? Ein Atherom ist eine gutartige Zyste, die im Bereich der Haarfollikel entsteht, also dort, wo das Haar in der Haut befestigt ist.
Eine Zyste ist ein mit Gewebe ausgekleideter, kapselartiger Hohlraum, der mit unterschiedlichen Substanzen gefüllt sein kann. Im Volksmund spricht man häufig von einer Talgzyste, wenn ein Atherom gemeint ist, insbesondere, wenn es auf dem Kopf auftritt.
Das Wort «Atherom» wird nicht einheitlich verwendet. Viele Mediziner sehen es als Oberbegriff für unterschiedliche Zystenformen, die im Bereich der Haarfollikel auftreten. Demnach zählen dazu die
Epidermalzysten und Trichilemmalzysten sind optisch kaum voneinander zu unterscheiden.
Epidermalzysten wachsen direkt an der obersten, trichterförmigen Erweiterung des Haarfollikels, dem Haartrichter (sog. Infundibulum) – das ist die Stelle, an der das Haar aus der Haut austritt.
Die Zyste bildet sich aus Zellen der äusseren Hautschicht, der Epidermis. Das Innere des Atheroms enthält überwiegend eine breiige, käsig riechende Masse aus abgeschilfertem Hornmaterial, das zwiebelschalenartig angeordnet ist. Meist erkennt man auf der Epidermalzyste eine kleine Öffnung (sog. Porus), einen Ausführungsgang, der von aussen sichtbar ist.
Andere Begriffe für die Epidermalzyste sind Epidermoidzyste, Infundibulumzyste oder epitheliale Zyste.
Trichilemmalzysten sind auch unter dem Namen Talgzyste oder Griessknoten bekannt. Sie entstehen in tiefer liegenden Bereichen des Haarfollikels (dem sog. Trichilemm), die in Höhe oder unterhalb der Talgdrüse liegen. Das Innere der Zyste ist mit einer weisslichen Mischung aus Hornmaterial und Talg gefüllt.
Talgzyste kommt wesentlich seltener vor als Epidermalzysten. Talgzyste treten in manchen Famillien gehäuft auf.
Eine Epidermalzyste befindet sich oberhalb der Stelle, an der die Talgdrüse in den Haarkanal mündet – Trichilemmalzysten wachsen in tieferen Hautbereichen unterhalb oder auf Höhe der Talgdrüse.
Ein Atherom ist als halbkugeliger, prall-elastischer Knoten in der Haut sichtbar, der in der Regel keine Schmerzen bereitet. Atherome können wenige Millimeter bis zu mehrere Zentimeter gross werden – manchmal erreichen sie das Volumen eines Tennisballs. Meist ist ein Atherom hautfarben, nur selten ist es pigmentiert.
Die oft als echtes Atherom oder Talgzyste bezeichnete Trichilemmalzyste ist in 9 von 10 Fällen auf der Kopfhaut zu finden. Der Talgzyste kann langsam wachsen und bleibt in vielen Fällen lange Zeit unbemerkt. Ist er grösser, kann die darüber liegende Haut unbehaart sein.
Epidermalzysten sind Atherome, die einzeln oder zu mehreren nahezu am ganzen Körper auftreten können – überall dort, wo sich Haarfollikel befinden. Vornehmlich wachsen die Knoten jedoch
Im Gegensatz zum Talgzyste kann die Epidermalzyste eine kleine Öffnung aufweisen (sog. Porus), aus der auch Inhalt austreten kann.
Hat sich das Atherom entzündet, kann es bei Berührung schmerzen. Weitere typische Symptome: Ein entzündetes Atherom ist gerötet und fühlt sich warm an.
Ein Atherom erkennt der Hautarzt meist anhand der typischen Symptome: Unter der Haut fühlt er einen sichtbaren, prall-elastischen Knoten. Der Knoten ist ausserdem auf der Haut als halbkugelige Erhebung sichtbar.
Optisch kann selbst der Arzt kaum unterscheiden, welche Form des Atheroms vorliegt. Hinweise gibt ihm jedoch die Lage des Atheroms: Die Trichilemmalzyste (Talgzyste) tritt fast immer am Kopf auf, während die Epidermalzyste auch am restlichen Körper zu finden ist, insbesondere im Gesicht und am Rücken. Meist befindet sich auf der Epidermalzyste eine kleine Öffnung (sog. Porus), die von aussen sichtbar ist. Eine Trichilemmalzyste weist keine solche Öffnung auf.
Ein Atherom kann unterschiedliche Ursachen haben – je nachdem, um welche Form des Atheroms es sich handelt. Mediziner unterscheiden dabei oft zwischen Trichilemmalzysten (Talgzyste) und Epidermalzysten.
Jedes einzelne Haar ist in einer kleinen Hauteinstülpung befestigt, dem Haarfollikel. Neben jedem Haarfollikel befindet sich eine Talgdrüse, die in den Follikel mündet und jedes Haar mit Talg versorgt. Der Talg gibt den Haaren Glanz, hält die Haut geschmeidig und schützt vor äusseren Einflüssen.
Eine Trichilemmalzyste ist ein Atherom, das auf Höhe oder unterhalb der Talgdrüse wächst. Der Talgzyste bildet sich, wenn der Ausführungsgang einer Talgdrüse an einer bestimmten Stelle verstopft, zum Beispiel, wenn kleine Hautzellen den Weg versperren. Der Talg kann nicht mehr zum Haar gelangen, die Talgdrüse produziert jedoch weiter. Im Laufe der Zeit staut sich immer mehr Talg an, der Grundstein für ein Atherom ist gelegt.
Eine Epidermalzyste bildet sich im Gegensatz zum Talgzyste in der obersten Hautschicht am Haartrichter, dort, wo das Haar aus der Haut tritt.
Der sichtbare Teil der Oberhaut besteht aus einer Hornschicht. Diese Schicht setzt sich vor allem aus hornbildenden Zellen zusammen, den Keratinozyten. In tieferen Hautschichten werden regelmässig neue Keratinozyten produziert, welche nach und nach an die Hautoberfläche gelangen, wo sie normalerweise in Form von Hornschuppen abgestossen werden.
Zur Zystenbildung kommt es, wenn Zellen der Oberhaut (epidermale Zellen) rasch wachsen beziehungsweise sich rasch vermehren (sog. Zellprofileration) und die Mündung eines Haarfollikels verschliessen. Ist dies der Fall, können die Hornschuppen nicht mehr an die Oberfläche gelangen. Je mehr Hornmassen sich ansammeln, desto grösser wird das Atherom.
Eine Epidermalzyste kann ausserdem im Rahmen einer Hautverletzung auftreten, nämlich dann, wenn winzige Teile der Oberhaut tief in die Wunde gelangen. Dies kann auch nach einer Entzündung oder bei schwerer Akne der Fall sein. Im Inneren der Wunde können die Zellen wachsen und Hornmassen bilden, die nicht an die Oberfläche geraten können.
Bedarf ein Atherom immer einer Therapie? Nicht unbedingt. Wenn sich ein Atherom häufig entzündet, wie dies insbesondere oft bei Epidermalzysten der Fall ist, sollte man es herausoperieren lassen. Auch bei Trichilemmalzysten (Talgzyste), die sich wiederholt entzünden, ist eine Operation ratsam. In der Regel erfolgt der Eingriff unter lokaler Betäubung der entsprechenden Hautpartie.
Wichtig dabei: Ein Atherom sollte der Arzt möglichst vollständig entfernen. Verbleiben Reste in der Haut, kann es erneut auftreten. Die Operation wird der Arzt meist dann durchführen, wenn die Zyste gerade nicht entzündet ist.
Wenn das Atherom stört – etwa beim Haarekämmen – oder als kosmetisches Problem empfunden wird, kann man es ebenfalls entfernen lassen.
Entzündete Atherome sollten auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden. Bei einem entzündeten Atherom verschreibt der Arzt gegebenenfalls Antibiotika, damit die Entzündung abklingt, und entfernt es dann vollständig in einem zweiten Schritt.
Suchen Sie den Arzt auf, wenn …
Atherome werden oft langsam grösser. Je nach Lage und Grösse können sie im weiteren Verlauf störend sein, beispielsweise beim Haarekämmen. Manche der Betroffenen empfinden ein immer grösser werdendes Atherom unter kosmetischen Gesichtspunkten als unschön.
Trichilemmalzysten (Talgzyste), die tiefer in der Haut liegen, neigen nur selten zu Infektionen. Epidermalzysten hingehen können sich häufiger entzünden und aus einer kleinen Öffnung eine weissliche Substanz absondern.
Wurde ein Atherom nicht vollständig entfernt, sodass Kapselreste in der Haut verblieben sind, kann das Atherom erneut auftreten.
Wenn sich ein Atherom aufgrund einer Infektion entzündet, kann sich im Inneren Eiter ansammeln – ein Abszess entsteht. Der Abszess kann die Grösse einer Faust erreichen. Ein entzündetes Atherom ist gerötet, schmerzt und fühlt sich warm an. Um den Abszess zu behandeln, eröffnet der Arzt mit einem Skalpell die betroffene Stelle. Den Eiter lässt er über eine sogenannte Drainage abfließen – so werden andere Gebiete nicht mit dem Erreger infiziert. Anschliessend entfernt er das entzündete Gewebe und säubert die Wunde. Gegebenenfalls wird der Arzt den Abszess zusätzlich mit einem Antibiotikum behandeln.
Entzündliche Veränderungen an Trichilemmalzysten können in seltenen Fällen zu teilweise sehr grossen, geröteten Geschwulsten auf der Kopfhaut führen (sog. proliferierende Trichilemmalzyste).
Wie bei allen chirurgischen Eingriffen können auch nach einer Atherom-Entfernung Probleme auftreten, so etwa stärkere Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. In der Regel handelt es sich jedoch um eine kleine Operation, die ohne Komplikationen verläuft.
Einem Atherom können Sie nicht vorbeugen. Um zu verhindern, dass sich ein bestehendes Atherom entzündet, gilt: Versuchen Sie keinesfalls, das Atherom auszudrücken, etwa mit den Fingern! Sie riskieren sonst, dass Bakterien in die Zyste gelangen.