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Sie wissen, welche Wirkstoffe zur Behandlung eingesetzt werden.
Sie können besorgte Eltern kompetent über die unerwünschten Wirkungen aufklären.
Sie können die Wirkmechanismen der eingesetzten Wirkstoffe erklären.
Sie kennen die Anzeichen und Symptome einer Überdosierung der Stimulanzien.
Falleinleitung
Gerade haben Sie die Apotheke aufgeschlossen, als Frau Philipp, eine Stammkundin Mitte 30 die Apotheke betritt. Heute kommt sie alleine, gewöhnlich wird sie von ihren beiden Kindern begleitet, die binnen kurzem die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Erst letzte Woche sprang ihr 8-jähriger Sohn zur Begrüssung mit lautem Schrei auf die neben der Tür stehende Personenwaage und hüpfte ausgiebig darauf herum, bis er von seiner genervten Mutter heruntergezogen wurde. Etwas verlegen berichtet sie von Problemen mit ihrem Sohn, den sie immer weniger verstehe und mit dem der Umgang immer schwieriger werde. In letzter Zeit habe ihr die Lehrerin mehrfach kurze Mitteilungen über freches und aggressives Verhalten von Felix ins Hausaufgabenheft geschrieben. Zuhause wirke er zunehmend unzufrieden, geradezu unglücklich, was wohl auch damit zusammenhänge, dass die Kinder in der Nachbarschaft ihn oft nicht mitspielen liessen oder sich gleich ohne ihn verabredeten.
Ein Bericht im Fernsehen über hyperaktive Kinder habe sie sehr an ihren kleinen Felix erinnert und sie würde sich nun gerne über diese Krankheit mit dem Namen ADHS erkundigen.
Sie erklären ihr, dass diese Abkürzung für die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung stehe. Bei diesem Wort schaut die Kundin etwas verdattert, aber bei dem Hinweis, dass dies einfach nur bestimmte Verhaltensauffälligkeiten beschreibe wie zum Beispiel Unaufmerksamkeit, spontanes, unüberlegtes Handeln und Unruhe mit hohem Bewegungsdrang, nickt sie eifrig.