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Ein Affe kämpft verzweifelt um seine Freiheit und sein Leben. Schuld daran ist die Palmöl-Produktion.
Es ist eine herzzerreissende Szene: Ein Orang-Utan in Indonesien stürmt verzweifelt auf einen Bagger zu, der dabei ist, den letzten Baum in seinem Revier zu fällen. Alles um ihn herum ist bereits zerstört. Zwei Männer versuchen, den Affen mit Stöcken zu verjagen, während er hilflos Schutz unter den Trümmern sucht.
Die Tierschutzorganisation «International Animal Rescue» nahm das Video nach eigenen Angaben vor fünf Jahren auf und veröffentlichte es kürzlich auf ihrem Facebook-Profil. Den Affen konnten sie retten – im Gegensatz zu vielen seiner Artgenossen. Etwa 150'000 Orang-Utans sollen in den letzten 15 Jahren von Menschen getötet worden sein.
Nirgendwo schreitet die Waldzerstörung derart schnell voran wie in Asien. In Indonesien werden jährlich über zwei Millionen Hektar Wald gerodet. Ein grosser Teil davon fällt Palmölplantagen zum Opfer. Der begehrte Rohstoff wird in unzähligen Lebensmitteln wie Margarine und Süssigkeiten, in diversen Kosmetikprodukten und immer öfter auch zur Herstellung von Treibstoff verwendet.
Indonesien und Malaysia sind für 80 Prozent der Weltproduktion von Palmöl verantwortlich. Schätzungen gehen davon aus, dass pro Sekunde ein halbes Fussballfeld Wald abgerodet wird. Das bedroht nicht nur die Affen, sondern unser gesamtes Klima.