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Die Geschichte der Landwirtschaft ist so alt wie die Menschheit selbst. Während in ganz frühen Jahren die Erdbewohner sich hauptsächlich auf des Sammeln von Früchten und Beeren und das Jagen von wilden Tieren beschränkten, entwickelte sich nach und nach der gezielte Ackerbau und die Viehhaltung. Bei uns in der Schweiz kam die Landwirtschaft mit den ersten Einwanderer vor rund 8'000 Jahren auf.
Zwischen dazumal und heute liegen zahlreiche Entwicklungsstufen. Während in früheren Jahren die Landwirtschaft vorwiegend der Selbstversorgung der Familie diente, wird heute der grösste Teil der Produkte verkauft. Und während im Mittelalter über 90 Prozent der Bevölkerung in der landwirtschaftlichen Produktion tätig waren, sind es zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch knapp vier Prozent. Doch eines ist gleich geblieben: Die Bauern haben eine ganz spezielle Verbindung zu ihrem Land und zu den Jahreszeiten.
Die Krise, in der sich die Landwirtschaft heute befindet, ist nicht die erste in der Geschichte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Ertragslage der Bauern ebenfalls äusserst unbefriedigend. Durch die Industrialisierung verschärfte sich der Konkurrenzdruck enorm und wegen den fehlenden Kreditmöglichkeiten litten die Bauern unter starker Verschuldung. Zur Armut der Bauern trugen dazumal zudem die schlechte Ausbildung und die Inexistenz der Beratung bei.