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Was bedeutet Opiatabhängigkeit?
Mehr über die Substanzen und Wirkung
Opiate und Opioide sind sehr stark wirkende Schmerz- und Betäubungsmittel mit einem hohen Suchtpotenzial. Während es sich bei Opiaten im engeren Sinne um jene Mittel handelt, die Opium oder Opiumalkaloide – insbesondere Morphin – enthalten, bezeichnet der Begriff Opioide alle morphinähnlich wirkenden Substanzen. Morphin ist das älteste und relevanteste Opioid und gilt in der Schmerztherapie als Referenzsubstanz, an der die schmerzstillende Wirkung der anderen Opioide gemessen wird.
Um Opiate handelt es sich bei folgenden Substanzen
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Heroin / Dimethylmorphin (Diaphin®)
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Morphin (Sevre-Long®, MST®, Sevredol®)
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Hydromorphin (Palladon®)
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Buprenorphin (Subutex®, Temgesic®, Transtec®)
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Methadon / Levomethadon (Polamidon®)
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Pethidin (Pethidin®, Dolantin®)
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Tilidin (Valoron®)
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Tramadol (Tramundin®, Tramal ®)
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Codein (Codocontin®)
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Oxycodon (Oxycontin®, Targin®, Oxynorm®)
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Fentanyl (Fentanyl MAT®, Actiq®, Effentora®)
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...und weitere.
Im Ausland werden teilweise andere Handelsnamen verwendet.
Chemisch unterscheidet man die natürlichen Opioide (Morphin, Codein, Thebain, Papaverin, Noscapin), die halbsynthetischen Opioide (Heroin, Hydromorphon, Nicomorphin, Dihydrocodein, Hydrocodon, Buprenorphin) und die synthetischen Opioide (Methadon, Dextromoramid, Tilidin, Pethidin, Pentazocin).
Das Resultat für den Erkrankten ist immer das gleiche: die tägliche Dosis kann nicht gestoppt werden, ohne schwere oder sogar lebensbedrohliche Entzugssymptome auszulösen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Abhängigkeit aus einem illegalen Drogenkonsum resultiert (Drogenpatienten) oder sich auf dem Boden einer chronischen Schmerzerkrankung entwickelt (Schmerzpatienten). Der Entzug unter Narkose mit der OPIOSTOP-Behandlung funktioniert für beide Arten der Abhängigkeit.
Diese Substanzen können mit OPIOSTOP nicht behandelt werden
Nicht zu den Opiaten oder Opioiden gehören Kokain, Amphetamine (Crystal Meth), Cannabis, Alkohol, Benzodiazepine, Ecstasy (MDMA) oder andere halluzinogene Partydrogen. Diese können mit OPIOSTOP nicht behandelt werden.
TYPISCH BEI DROGENPATIENTEN
Die Abhängigkeit dominiert das Leben der Betroffenen und setzt häufig eine Abwärtsspirale mit einer zunehmenden Perspektivlosigkeit in Gang. Typisch sind Verlust der Lebensqualität und Selbstbestimmung, Verlust der Arbeit, Isolation, psychiatrische Folgeerkrankungen, Infektionen und finanzielle Probleme.
Angst vor dem Entzug
Das früher erlebte Hochgefühl, die Wärme und das Gefühl der Vollständigkeit und Liebe verschwinden mit Dauer der Abhängigkeit. Am Ende geht es nur noch darum, einen Entzug unter allen Umständen zu vermeiden, da er grosses körperliches Leid auslöst. Was bleibt, ist die Angst vor dem Entzug.
AUSWIRKUNG OPIATABHÄNGIGKEIT
Der dauerhafte Gebrauch von Opiaten erzeugt nicht nur eine körperliche Abhängigkeit, die sich in massiven körperlichen Entzugserscheinungen beim Absetzen der Substanz äussert. Sie führt auch zu starken biochemischen Veränderungen im Nervensystem. Das Gleichgewicht zwischen unseren körpereigenen, natürlichen Opioiden (den Endorphinen) und den Opioidrezeptoren wird massiv gestört.
Die Vorstellung, dass ein erfolgreicher Entzug und die Abstinenz vom Opioid die Krankheit unmittelbar heilt, ist falsch. Die gestörte Balance im Gehirn wird damit nicht behoben, es bleibt über Jahre hinweg ein Verlangen nach dem Opioid, da die positiven Eigenschaften der Endorphine aufgrund dieses Ungleichgewichtes ihre volle Wirkung nicht entfalten können.
Sucht vs. Abhängigkeit
Wichtig für das Verständnis der OPIOSTOP-Behandlung ist deswegen die strikte Unterscheidung zwischen Abhängigkeit (dependency) und Sucht (addiction). Abhängigkeit entspricht dem nicht unterdrückbaren «Hunger», der direkten körperlichen Abhängigkeit. Sucht hingegen entspricht der willentlich steuerbaren «Lust» auf die euphorisierenden Wohlfühleffekte der Opioide, resp. dem «Kick» oder dem «Flash».
OPIOSTOP behandelt nur die Abhängigkeit
Mittels der OPIOSTOP-Behandlung kann ausschliesslich die Abhängigkeit behandelt werden. Der Behandlungserfolg steht in direktem Zusammenhang zu den jeweiligen Anteilen Abhängigkeits- oder eben Suchtmechanismen des Konsumverhaltens des Betroffenen.
START IN EIN OPIATFREIES LEBEN
Die Erfahrungen zeigen, dass bei der Mehrheit der Patienten das Phänomen der Abhängigkeit überwiegt. Durch die individuelle Blockade der Opioidrezeptoren während der Narkose wird die natürliche Balance zwischen Opioid und Rezeptor neu etabliert und damit das sonst typische «Craving» oder «Reissen» das unstillbare Verlangen nach dem Opioid, fast vollständig verhindert.
Dies dürfte die Erklärung für die guten Resultate der OPIOSTOP-Behandlung sein. Fast alle erfolgreich behandelten Patienten hatten bereits mehrere Entzugsbehandlungen und -therapien hinter sich. Erst durch OPIOSTOP gelang aber der erfolgreiche Start in ein drogenfreies Leben.
Eignet sich die Behandlung für Sie?
Sowohl Betroffene als auch Angehörige dürfen jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen, um sich unverbindlich über das Verfahren zu informieren. Gerne beantworten wir Ihre Fragen.
Interessieren Sie sich bereits konkret für den Opiatentzug unter Narkose? Um festzustellen, ob Sie sich für die OPIOSTOP-Behandlung eignen, können Sie unseren ärztlichen Fragebogen ausfüllen und einsenden, damit wir Ihre Situation realistisch einschätzen können.