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Wie 20min berichtet, produziert Japan seit heute, gut 15 Monate nach der Katastrophe in Fukushima, wieder Atomstrom. Die Regierung hatte im Juni die Inbetriebnahme von zwei Reaktoren genehmigt, um eine Stromknappheit im Sommer zu vermeiden. Gegen diese Entscheidung der Regierung war es zu beispiellosen Anti-Atom-Demonstrationen in Tokio gekommen.
Nach dem Unglück im März 2011 hatte Japan alle 50 betriebsbereiten Reaktoren für Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen. Damals hatten ein schweres Erdbeben sowie ein anschliessender Tsunami zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Eins geführt, was in grossen Mengen Radioaktivität freisetzte.
Ein Untersuchungsausschuss des japanischen Parlaments kommt zudem in einem heute vorgelegten offiziellen Bericht zum Schluss, dass das Atom-Unglück in Fukushima vermeidbar gewesen wäre. Die Katastrophe sei zwar vom Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 ausgelöst worden; dennoch könne „der folgende Unfall im Atomkraftwerk Fukushima Eins (…) nicht als ein Naturdesaster angesehen werden. Es war ein schwerwiegendes Desaster von Menschenhand“. Der Unfall sei vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Die Auswirkungen hätten zudem durch effektivere Massnahmen verringert werden können. Im AKW war es damals zu einer dreifachen Kernschmelze gekommen, Zehntausende von Menschen mussten fliehen.
Bild: Kawamoto Takuo (Wikimedia Commons)