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Es braucht etwas Geduld und eine Portion Glück, um die Waldohreule zu sichten. Den Tag verschläft sie auf einem Baum sitzend. Mit ihrem gelblich-braunen Gefieder mit einer dunklen rindenähnlichen Marmorierung ist sie dabei gut getarnt. Ihr leiser, rauer Ruf, ein kurzes «Hu», ist nicht weit zu hören. Die dumpfen Balzrufe hört man in Februar- und Märznächten. In der Dämmerung wird sie aktiv und geht auf Mäusejagd. Sie ist eine vorzügliche Jägerin. Ihr Erfolgsrezept liegt wie bei allen Eulenarten in ihrem einzigartigen Gefieder, welches einen nahezu geräuschlosen Flug erlaubt. Ihre Beute spürt sie mit ihrem guten Gehör auf. Besonders auffällig und namensgebend sind die grossen, oft aufgestellten Federohren. Entgegen der Bezeichnung dienen diese nicht zum Hören. Es sind vielmehr verlängerte Kopffedern. Die Fortpflanzung der Waldohreulen ist stark mit der Grösse der Mäusepopulation gekoppelt. Sie brüten einmal im Jahr von März bis Juni. Die Jungen schlüpfen nach 25-30 Tagen und verlassen nach 2 bis 3 Wochen noch flugunfähig und im Daunenkleid das Nest. «Unsere» Waldohreule wohnt im Winter in Schönenberg. Wohin sie jeweils im Sommer und Herbst zieht, entzieht sich unserer Kenntnis.