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Die Behörden in Singapur haben Geldstrafen gegen britische Banken verhängt. Bereits im Sommer waren mehrere Schweizer Banken zur Kasse gebeten worden. Im Fall geht es um Korruption in Milliardenhöhe.
Im Milliardenskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB haben die Behörden im benachbarten Singapur Geldstrafen gegen zwei britische Banken verhängt.
Wegen Verstosses gegen das Anti-Geldwäsche-Gesetz müsse die Standard Chartered Bank umgerechnet 3,4 Millionen Euro zahlen und die Coutts Bank 1,6 Millionen Euro, teilte die zuständige Behörde am Freitag mit. Bei Standard Chartered hätten die nötigen Schutzmassnahmen «deutliche Schwächen» gezeigt. Der Coutts Bank wurde vorgeworfen, zu unachtsam gegenüber einem politisch aktiven Kunden gewesen zu sein.
Milliarden bleiben verschwunden
Die Behörde in Singapur erwog darüber hinaus auch, einem früheren Banker der US-Grossbank Goldman Sachs ein Berufsverbot von zehn Jahren in dem Stadtstaat zu erteilen. Er soll falsche Angaben zum Konto des Staatsfonds 1MDB gemacht haben. Im Juli hatte Singapur bereits Strafen gegen die Schweizer Banken UBS und Falcon Bank verhängt. Ein früherer Verantwortlicher der Schweizer Bank BSI wurde in November zu viereinhalb Monaten Haft verurteilt.
Im Skandal um den malaysischen Staatsfonds geht es um unterschlagene Gelder: Verwandte und Vertraute des malaysischen Regierungschefs Najib Razak sollen mit Geld aus dem Fonds unter anderem Luxuswohnungen in New York und Gemälde von Van Gogh gekauft haben. Mehrere Milliarden Dollar verschwanden in dunklen Kanälen. Der Fonds ist mittlerweile hoch verschuldet.
(sda/gku/cfr)