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Beobachtung der Gewässerqualität, Kampagne 2014: Die Liène
Seit 1990 führt die Dienststelle für Umweltschutz (DUS) des Kantons Wallis ein jährliches Beobachtungsprogramm der oberirdischen Gewässer durch. Diese Studien sind auch in Zusammenhang mit den Aktionsplänen der CIPEL zu sehen: «Schutz des Genfersees, seiner und Ufer und Zuflüsse, heute und morgen». Man will also eine gesamthafte Qualitätseinschätzung der Walliser Gewässer vornehmen, anhand von physikalisch-chemischen und bakteriologischen Wasseranalysen sowie von Kiesalgen-Untersuchungen und Untersuchungen der benthischen Fauna. Parellel dazu untersucht die DUS die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Gewässerqualität.
Im vorliegenden Bericht werden die Resultate präsentiert, die 2014 für die Liène und ihr Einzugsgebiet ermittelt wurden. Er liefert eine Synthese der physikalisch-chemischen und biologischen Analyseresultate, intepretiert diese und stellt sie anderen, bereits für das Wallis verfügbaren Daten gegenüber. Wo nötig, werden auch Empfehlungen für Massnahmen zur Erhöhung der gegenwärtigen Gewässerqualität abgegeben.
Die Resultate für die Liène zeigen für den oberen Teil des Einzugsgebiets eine insgesamt gute Wasserqualität an, trotz Defiziten bei den Abflussmengen infolge vorhandener Wasserkraftanlagen. In der Ebene, unterhalb der Einleitungen der ARA Ayent und des Weinbaugebiets, wird die Gewässerqualität dann aber durchschnittlich bis schlecht, wobei regelmässige Konzentrationen von Stickstoffverbindungen und Herbiziden (Unkrautvertilgern) festzustellen sind.Tweet