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Weniger Vandalismus an Schulanlagen: Die Präventionsmassnahmen zeigen Wirkung
Das Schulamt der Stadt Bern zieht eine positive Zwischenbilanz zu den Massnahmen gegen Vandalismus an Schulanlagen. Alle fünf Schulen, die an dem Pilotversuch beteiligt sind, haben im Rahmen der ersten Phase des Pilotprojekts von August bis November 2007 deutlich weniger Schäden fest-gestellt. Von April bis Juni 2008 läuft die zweite Phase des Versuchs.
Vergangenen Sommer hat die Direktion für Bildung, Soziales und Sport ein Massnahmenpaket zur Vorbeugung von Vandalismus an Schulanlagen lanciert. Ausschlaggebend dafür waren die stetig steigenden Kosten für die Instandstellung der Anlagen im Zusammenhang mit Vandalenschäden gewesen. Das Paket sah bauliche Massnahmen sowie die Sperrung und Bewachung der Schulanlagen an den Wochenenden vor. Dunkle und unübersichtliche Bereiche der Schulanlagen wurden durch bessere Beleuchtung und das Zurückschneiden von Bäumen und Büschen aufgehellt und so gestaltet, dass sie besser überblickbar sind. Zudem wurden Verbotstafeln aufgestellt, die den Aufenthalt auf dem Schulareal zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen verbieten. Vorwiegend an den Wochenenden bewacht die Securitas die Einhaltung des Verbots. Die Kosten für die baulichen Massnahmen betrugen für die fünf am Pilotversuch beteiligten Schulhäuser rund 90 000 Franken, für die Bewachung rund 30 000 Franken.
Positive Rückmeldungen der Schulleitungen
Die fünf Schulhäuser Bethlehemacker, Hochfeld, Manuel, Stapfenacker und Steigerhubel, die regelmässig Vandalenschäden zu verzeichnen hatten, haben sich an der ersten Phase des Pilotversuchs von August bis November 2007 beteiligt. Die Evaluation dieser ersten Phase hat erfreuliche Resultate gebracht. An den drei Schulanlagen Bethlehemacker, Hochfeld und Stapfenacker waren keine neuen Schäden festzustellen, an den Anlagen Manuel und Steigerhubel wurden insgesamt noch drei Vorfälle registriert. Entsprechend positiv fällt das Feedback der Schulleiterinnen und Schulleiter aus: Das Verbot und die Bewachung haben zu einer massiven Verbesserung beigetragen.
Im gleichen Zeitraum haben andere Schulen, die nicht am Pilotprojekt der Direktion für Bildung, Soziales und Sport beteiligt sind, weiterhin eine grosse Anzahl Schäden festgestellt. An der Schulanlage Bümpliz/Höhe etwa wurden zehn Scheiben eingeschlagen und diverse Schmierereien festgestellt. Das Kleefeld Schulhaus registrierte Beschädigungen im Umfang von mehreren tausend Franken. Ob sich infolge der vorbeugenden Massnahmen bei ausgewählten Schulanlagen Vandalenakte allenfalls auf andere Schulen verlagern, wird nun während der zweiten Phase des Pilotversuchs noch näher geprüft.
Weiteres Vorgehen
Nach dem erfolgreichen Zwischenfazit folgt nun die zweite Phase des Pilotversuchs von April bis Juni 2008, die unter gleichen Vorzeichen ablaufen wird wie die erste Phase. Nach dem Abschluss des insgesamt sechsmonatigen Versuchs wird bei den Schulleitungen eine zweite Umfrage durchgeführt. Nach der Auswertung legt die Direktion für Bildung, Soziales und Sport das weitere Vorgehen fest.