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Das Hauptziel des Probebetriebs, die Verarbeitung von leicht radioaktiven Abfällen mit der Plasmaanlage, wurde im vorgesehenen Umfang erreicht. Dabei wurden aus allen Schweizer Kernkraftwerken Abfälle in eine Glasmatrix eingeschmolzen und in Stahlbehälter eingegossen, die in endlagerfähige Fässer eingebracht wurden. Bei einzelnen Abgüssen wurden zudem Proben entnommen. Lediglich gegen Ende der Kampagne stellte sich eine Unterdruckverschlechterung in der Abgasstrecke der Anlage ein. Die letzten 22 Fässer mit radioaktiven Rückständen, die aus Medizin, Industrie und Forschung stammten, wurden deshalb zwar eingeschmolzen, aber nicht mehr abgegossen. Der Abguss dieser Rückstände wird zu Beginn der nächsten Kampagne vorgenommen, die gegen Ende Jahr vorgesehen ist. Sobald die Anlage abgekühlt ist, wird mittels einer genauen Inspektion der Anlage die Ursache der Unterdruckverschlechterung abgeklärt und behoben. Der Betrieb der Anlage wurde von der Sicherheitsbehörde begleitet.
Beim Zwilag-Plasmaofen handelt es sich um eine Pilotanlage. Mit dieser weltweit ersten Anlage werden leicht radioaktive Abfälle mit einem Hochleistungs-Plasmabrenner bei einigen tausend Grad Celsius thermisch zersetzt oder aufgeschmolzen. Mit diesem neuen Verfahren wird ein chemisch resistenter, schwer auslaugbarer Abfallkörper hergestellt, der für die spätere Lagerung in geologischen Formationen über gute Eigenschaften verfügt. Darüber hinaus wird auch das Volumen verringert. Beim abgeschlossenen Probebetrieb konnte das Abfallvolumen durchschnittlich um einen Faktor sechs verkleinert werden.
Source
M.A. nach Zwilag, Medienmitteilung, 6. April 2005