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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie stellt sich der Bundesrat zu einer Beibehaltung der ordentlichen Professur Ergonomie an der ETH Zürich?</p><p>2. Wie wertet der Bundesrat die sich aus einer Nichtbesetzung ergebenden Nachteile?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Absicht, den ETH-Bereich bezüglich seiner internationalen Entwicklung und der Wahrung seiner Konkurrenzfähigkeit zu unterstützen, haben Bundesrat und Parlament mit der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Revision des ETH-Gesetzes (AS 2003 4265) die Autonomie des ETH-Bereiches entscheidend gestärkt und die operative Einflussnahme der Bundesbehörden bewusst beschränkt. Der ETH-Rat legt die Organisation der beiden ETH und der Forschungsanstalten in den Grundzügen fest. Die sechs Institutionen beschliessen die Schaffung und Aufhebung von Unterrichts- und Forschungseinheiten weitgehend selbstständig.</p><p>1. Der Entscheid über die Beibehaltung der ordentlichen Professur für Ergonomie an der ETH Zürich fiel gemäss oben dargelegten Grundsätzen in die Zuständigkeit der ETH Zürich. Deshalb wird hier auf eine Stellungnahme des Präsidenten der ETH Zürich vom 8. September 2004 verwiesen. Darin wird festgehalten, dass das Gebiet der Ergonomie an der ETH Zürich nicht aufgegeben wird, auch wenn das Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie in seiner derzeitigen Form nicht weiter besteht. Ein substanzieller Teil des bisherigen Institutes wird in ein arbeitswissenschaftliches Zentrum eingebracht, dessen sozialwissenschaftlichen Bereich das derzeitige Institut für Arbeitspsychologie bildet. Trotz aktiver Suche ist es der ETH Zürich mangels geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten nicht gelungen, die Professur für Ergonomie wieder zu besetzen. Die Leitung des naturwissenschaftlich-medizinischen Bereiches des bisherigen Institutes ist noch offen, wobei die Variante Titularprofessur im Vordergrund steht. Nach Möglichkeit soll dies in Verbindung mit dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich erfolgen. Dieses Vorgehen erlaubt es laut dem Präsidenten der ETH Zürich, die bisherige Expertenfunktion aufrechtzuerhalten und die Lehre sowie die Mitträgerschaft des Nachdiplomstudiums Arbeit und Gesundheit sicherzustellen.</p><p>2. Da das Fachgebiet an der ETH Zürich nicht aufgegeben werden soll, ist der Bundesrat der Meinung, dass allfällige Nachteile aus der Nichtbesetzung der Ergonomieprofessur höchstens vorübergehender Natur sind.</p><p>Auf wissenschaftspolitischer Ebene ist mittelfristig die Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums für Arbeitsphysiologie und Gesundheitsmedizin zu prüfen. Der Bund hat in diesem Bereich eine besondere Verantwortung. Zurzeit ist aber noch offen, wie solche nationalen Aufgaben generell wahrgenommen werden sollen. Dabei gilt es auch den Einbezug der verantwortlichen und betroffenen Institutionen sowie die Gruppe der Interessensvertreterinnen und Interessensvertreter zu definieren. Die Weiterbehandlung des Themas ist im Rahmen der Vorbereitung der BFT-Botschaft 2008-2011 möglich.</p>  Antwort des Bundesrates.