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17.07.2020
Wenn eine neue Mitarbeiterin / ein neuer Mitarbeiter (Teilzeit oder Vollzeit) per 01.09.2020 mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag eingestellt wird, hat sie oder er dann ab September Anspruch auf KAE, wenn es ab Beginn ihres / seines Vertrages zu einem Arbeitsverlust kommt?
Unternehmen oder Saisonbetriebe, die ihr Personal jetzt rekrutieren müssen, um ihren Betrieb zu gewährleisten, und die zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns noch nicht oder nur teilweise öffnen können, haben im Falle von Kurzarbeit ab Vertragsbeginn Anspruch auf eine Entschädigung.
Grundsätzlich wird ein Arbeitsausfall nur dann berücksichtigt, wenn er unvermeidbar ist und der Arbeitgeber ihn nicht durch geeignete und wirtschaftlich tragfähige Massnahmen vermeiden kann. Das bedeutet somit, dass es nicht möglich ist, neues Personal einzustellen, ausser es besteht ein entsprechender Bedarf. Bevor die Zahl der Mitarbeitenden während der Inanspruchnahme der Kurzarbeitsentschädigung erhöht wird, sind die Betriebe grundsätzlich verpflichtet, zunächst zu prüfen, ob das vorhandene Personal die Aufgaben übernehmen kann, die vom einzustellenden Personal wahrgenommen werden sollten, um so Arbeitsausfälle zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Werden Mitarbeitende nach der entsprechenden Überprüfung eingestellt und erleiden sie später einen Arbeitsausfall, kann auch für sie ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend gemacht werden, sofern die anderen Kriterien erfüllt sind. Ausserdem ist zu beachten, dass Kurzarbeit für befristete Verträge nur bis am 31. August 2020 möglich ist (COVID-19-Verordung Arbeitslosenversicherung gültig bis am 31. August 2020).
Kann ein Betrieb, der keine KAE mehr beantragt, zum Beispiel in der Zeit von August bis September, weil dann Hochsaison ist und er gut arbeitet, anschliessend ab Oktober erneut einen Antrag auf KAE stellen, wenn er ab diesem Zeitpunkt wieder einen Rückgang seiner Aktivitäten verzeichnet und letztere nachweislich im Zusammenhang mit der Pandemie steht? Oder ist es ratsam, weiterhin Kurzarbeit zu beantragen, selbst wenn es während der Hochsaison keine Mitarbeitenden in Kurzarbeit gibt?
Während des Zeitraums von zwei Jahren (der für die meisten Betriebe am 01.03.2020 beginnt), kann 18 Monate lang Kurzarbeit geleistet werden. Es gibt keine Bedingung, dass der Arbeitsausfall jeden Monat eintreten muss.
Bitte beachten Sie, dass wir ab dem 01.09.2020 wieder zum normalen Verfahren für KAE zurückkehren, wie es vor der Gesundheitskrise angewandt wurde. Von da an werden die Voranmeldefrist von 10 Tagen und die Karenzfrist von 1 Tag wieder eingeführt (Bsp: Kurzarbeit ab dem 01.09.2020, der Antrag muss bis spätestens am 21.08.2020 gestellt werden + 1 Tag zu Lasten des Arbeitgebers).
Die Karenzfrist zu Lasten des Arbeitgebers beträgt ab dem 1. September 2020 einen Tag pro Abrechnungsperiode. Wie lange dauert eine „Abrechnungsperiode“?
Die Abrechnungsperiode dauert in der Regel einen Kalendermonat, unabhängig davon, an welchem Tag der Lohn ausbezahlt wird. 1 Tag pro (Kalender-)Monat.