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Kaum ist Flash dabei, sich durchzusetzen, geht die Entwicklung bereits in Richtung Halbleiterspeicher. Welche Technologien sind dabei in Ihren Augen am vielversprechendsten?
Kurt Gerecke: Es handelt sich dabei um Halbleiterspeichertechnologien, die in die Kategorie der Storage Class Memories eingeordnet werden. Dies sind kurzfristig die Phase Change Memories (PCMs), deren Blütezeit für das Jahr 2016 prognostiziert wird. PCMs werden bereits heute schon in grossem Masse in Smartphones verbaut. PCMs bieten ein Antwortzeitverhalten im oberen Nanosekundenbereich bei wesentlich höheren Kapazitäten im Vergleich zum Flash-Speicher und halten rund 10 Millionen Schreibzyklen aus. Ebenso spielen die Spin Torque Transfer RAMs (STT-RAMs) eine Rolle und könnten den PCMs in wenigen Jahren Konkurrenz machen. Die Spin-Torque-Technologie erlaubt es, magnetische RAMs (MRAM) mit wesentlich kleineren Strukturen und damit wesentlich höheren Kapazitäten zu erzeugen. Im längerfristigen Bereich, also in etwa fünf bis sechs Jahren, könnten Racetrack Memories der Speichertyp der Zukunft werden. Der IBM-Forscher Stuart Parkin hat ja erst kürzlich den ersten Prototypen Racetrack 1.0 auf der Electronics in Washington vorgestellt. Die Fertigung des Chips wurde in einer CMOS-Produktionslinie durchgeführt. Für die Nanodrahtstruktur wurde auf einem Wafer eine Nickel/Eisen-Legierung aufgebracht und dann mit Hilfe einer Belichtungsmaske die Drahtstrukturen herausgeätzt. Das wirklich Beindruckende war das Antwortzeitverhalten des Chips: Gerade mal 20 bis 32 ns und damit sehr nahe am DRAM.