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Grosse Wohnungen werden seltener. Besonders in den Städten macht sich der Platzdruck bemerkbar. Das ist die Quintessenz der neu veröffentlichten Zahlen vom Bundesamt für Statistik (BFS).
Doch wie sieht es im Detail aus? In welchem Kanton haben die Bewohner am meisten Platz? Hier eine Übersicht zur Wohnsituation in der Schweiz in 7 interaktiven Grafiken:
Ein Appartement ist im Kanton Thurgau im Schnitt 115 Quadratmeter gross. Damit sind im Ostschweizer Kanton die Wohnungen im Schnitt am grössten. Auf der anderen Seite der Tabelle befinden sich die beiden Kantone Basel-Stadt und Genf. Hier sind die Wohnungen im Durchschnitt nur noch 80 beziehungsweise 86 Quadratmeter gross.
Ein Blick auf den historischen Verlauf zeigt: Die Wohnungen werden tatsächlich wieder kleiner, aber erst seit der ersten Hälfte der 2000er-Jahre. Damals wurden noch Wohnungen mit einer Fläche von durchschnittlich 135 Quadratmeter gebaut. In den letzten sechs Jahren (2011 bis 2017) lag der Schnitt nur noch bei 115 Quadratmeter.
Die kleinsten Wohnungen wurden in den 60er-Jahren gebaut. Damals lag der Schnitt bei nur 83 Quadratmetern.
Wohnungen mit ausschliesslich ausländischen Bewohnern sind im Schnitt 28 Quadratmeter kleiner wie solche, die ausschliesslich von Schweizern bewohnt werden. Zwar hat sich die durchschnittliche Wohnfläche bei beiden Gruppen vergrössert, diejenige der Schweizer hat sich aber prozentual mehr vergrössert als jene der Ausländer.
Beim verfügbaren Platz pro Person ist die Liste gleich aufgebaut wie bei den grössten Wohnungen. Im Thurgau und in Schaffhausen haben die Einwohner am meisten Platz, in Basel und in Genf am wenigsten.
Im Kanton Zürich drücken die teils grösseren Wohnungen ausserhalb der Städte den Schnitt etwas in die Höhe. Trotzdem bleibt der Kanton hinter dem Schweizer Durchschnitt zurück.
In absoluten Zahlen wurden für lange Zeit immer weniger Wohngebäude mit mehr als vier Etagen gebaut. Zwischen 1961 und 1970 wurden zum Beispiel noch 15'040 solcher Gebäude gebaut, zwischen 1991 und 2000 nur noch 7912.
Seit den 2000er-Jahren ist jedoch wieder eine Trendumkehr zu beobachten. So wurden nur in den sieben Jahren (2011 bis 2017) bereits 7202 Wohnhäuser mit vier und mehr Etagen gebaut.
Das Einfamilienhaus bleibt das meistverbreitete Wohnobjekt der Schweiz. 2017 gab es in der Schweiz 993’887 Einfamilienhäuser. 118'380 dieser Häuser stehen auf Zürcher Kantonsgebiet, das ist schweizweiter Spitzenwert.
Anteilsmässig am meisten Einfamilienhäuser stehen aber in Glarus. Hier machen sie 72 Prozent aller Wohngebäude aus. Am geringsten ist dieser Anteil im Kanton Nidwalden mit nur 35 Prozent. Schweizer Durchschnitt ist 57 Prozent.
Wohnungen mit nur einem Bewohner sind besonders in den Städten keine Seltenheit. Im Kanton Basel-Stadt lebt in fast der Hälfte aller Wohnungen nur ein Bewohner. Im Kanton Freiburg auf der anderen Seite der Liste beträgt dieser Anteil hingegen nur knapp 30 Prozent.
Anteilsmässig am meisten Wohnungen mit mehr als fünf Bewohnern gibt es im Kanton Genf (3,4 Prozent aller Wohnungen) und in Appenzell Innerrhoden (3,2 Prozent aller Wohnungen).