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Leserbrief – Adrian Heeb aus Kreuzlingen kann sich für das Projekt auf der Festwiese nicht erwärmen. Da er aber kein Verhinderer sein wollte, hatte er sich bei der letzten Abstimmung enthalten.
Es wird immer wieder geschrieben, dass ein demokratischer Volksentscheid zu akzeptieren sei, auch wenn es nur fünf Stimmen Unterschied gab. Ich habe mich bei dieser Abstimmung enthalten. Ich konnte mich für das Projekt an diesem Standort nicht erwärmen. Wollte andererseits nicht der Verhinderer sein, nachdem man nach x Jahren endlich eine Lösung gefunden hatte. Ich sagte mir, wenn eine Mehrheit das will, dann ist es halt so. Ebenso hatte ich Mühe, dass hier zwei Sachen verknüpft wurden (Parkhaus und Stadthaus), welche nichts miteinander zu tun haben. Ebenso hätte man auch noch ein neues Busterminal dazupacken können. Wie mir ging es vielen Leuten. Ich kann problemlos mehr als fünf Leute benennen, die ebenso stimmten und die das im Nachhinein bereuten. Ein so grosses Projekt sollte von einer klaren Mehrheit getragen werden und nicht von einem Zufallsmehr.
Es gibt viele Abstimmungen, bei denen die Fakten in die gewünschte Richtung zurechtgebogen werden. Erinnern sie sich noch an den Netzbeschluss von 2012? Dort wurde gesagt, die Bodensee-Thurtal-Strasse koste 800 Millionen. Nun sollen es über 1.5 Milliarden sein. Würden sie da immer noch mit Ja stimmen? Also bitte argumentieren sie nicht mit dem Volkswillen. Es war vielmehr der Wille der Behörden, denen fast jedes Mittel recht ist, um Abstimmungen zu gewinnen. Wenn das Volk dieses teure und überdimensionierte Stadthaus immer noch will, so wird das am 7. März bestätigt und alle können schon mit sparen für die zukünftigen Steuerrechnungen beginnen.