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Die Parteien von Basel-Stadt haben sich für die Nationalratswahlen zu drei Listenverbindungen zusammengeschlossen: Rotgrün bleibt vereint, während das rechte Lager und eine breite Allianz der bürgerlichen Parteien sowie der Mitte getrennt antreten.
Im Gegensatz zu den letzten Wahlen haben sich die traditionellen bürgerlichen Parteien LDP und FDP mit den Parteien der politischen Mitte zusammengeschlossen. Entstanden ist eine grosse Listenverbindung mit 13 Parteien und Gruppierungen, wie aus dem Basler Kantonsblatt vom Samstag hervorgeht. Auf dieser Listenverbindung finden sich neben der FDP, LDP und CVP sowie deren Jungparteien die GLP, ebenfalls mit ihrer Jungpartei, die BDP sowie eine Frauenliste der FDP, eine Gewerbeliste der LDP und eine Liste, die sich CVP 60+ nennt.
Erklärtes Ziel dieser breiten Liste ist es, die Wiederwahl der BastA!-Vertreterin Sibel Arslan zu verhindern. Die linke Politikerin hatte vor vier Jahren den CVP-Vertreter verdrängt.
Listenverbindung des rotgrünen Lagers
Das rotgrüne Lager hat sich erneut zu einer Listenverbindung zusammengeschlossen. Auf dieser finden sich neben der SP und dem Bündnis der Grünen und der BastA! die jeweiligen Jungparteien, die Piratenpartei sowie zwei linksgrüne Listen, die sich «Die Alternativen» und «Integrale Politik» nennen. Die Juso treten mit einer Frauen- und einer Männerliste an.
Die SVP hat sich mit der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) zusammengeschlossen. Mit auf der Liste befinden sich die Junge SVP, die SVP-Frauen und eine Liste mit der Bezeichnung «SVP Neue Heimat Schweiz». Ohne Listenverbindung treten die beiden Rechtsaussenparteien Pnos und «Volksaktion gegen zu viele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat» (VA) an.
133 Kandidierende auf 28 Listen
Insgesamt treten 133 Kandidierende im Wahlkampf um die fünf baselstädtischen Nationalratssitze an. Gegenüber den am 19. August vermeldeten Wahlvorschlägen hat sich diese Zahl um eine Person verringert. Eine Frau auf der VA-Liste hatte angegeben, gegen ihren Willen aufgeführt worden zu sein. Auf den Listen befinden sich 72 Männer und 61 Frauen. Der Frauenanteil beträgt damit knapp 46 Prozent.
Vier der fünf Nationalrätinnen und Nationalräte treten erneut zur Wahl an: SP-Vizepräsident Beat Jans, Christoph Eymann (LDP), Sibel Arslan (BastA!/Grüne) und Sebastian Frehner (SVP). Die SP-Vertreterin Silvia Schenker musste wegen der parteiinternen Amtszeitbeschränkung auf eine erneute Kandidatur verzichten.
Fünf Kandidierende für Ständerat
Für die Wahl in den Ständerat listet das Kantonsblatt fünf Kandidierende auf: Die gegenwärtige SP-Regierungsrätin Eva Herzog, die LDP-Grossrätin Patricia von Falkenstein, die SVP-Grossrätin Gianna Hablützel-Bürki sowie der Rechtsaussenpolitiker Eric Weber (VA) und der unabhängige Kandidat Marc Meyer bewerben sich um den einzigen baselstädtischen Sitz in der kleinen Kammer.
Neben den nationalen Wahlen steht in Basel-Stadt am 20. Oktober auch noch eine Ersatzwahl in den Regierungsrat an. Um den Sitz der zurücktretenden Regierungsrätin Herzog bewerben sich die drei Kandidatinnen Tanja Soland (SP), Nadine Gautschi (FDP) und Katja Christ (GLP) sowie VA-Vertreter Eric Weber, wie aus der Veröffentlichung des Kantonsblatts hervorgeht.