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Im ersten Quartal 2020 verzeichnete die Schweiz aufgrund der guten Konjunkturaussichten eine relativ starke Zuwanderung, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang im zweiten Quartal sei in erster Linie auf die Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurückzuführen.
Nach Aufhebung der Einschränkungen zeigten sich im dritten und vierten Quartal Nachholeffekte. Insbesondere Studierende wanderten vermehrt zu. Aufgrund der Betriebsschliessungen in gewissen Branchen wanderten aber deutlich weniger Personen in die Schweiz ein, um hier eine befristete oder unbefristete Stelle anzutreten.
Die Pandemie, der schwierige Arbeitsmarkt und das allgemeine Klima der Unsicherheit führten dazu, dass im zweiten und dritten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr viel seltener ausgewandert wurde, was schliesslich die Ursache des hohen Wanderungssaldos war. Im letzten Quartal dagegen haben etwa gleich viele Ausländer und Ausländerinnen die Schweiz verlassen wie im Vergleichszeitraum 2019.
Einbürgerungen stark rückläufig
Ende Dezember 2020 lebten 2'151'854 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz, 1'470'945 Bürgerinnen und Bürger der EU/EFTA/UK und 680'909 Drittstaatsangehörige. Aus der EU, der EFTA und dem Vereinigten Königreich wanderten 98'043 Personen in die Schweiz ein, 487 mehr als im Vorjahr.
Dagegen kamen 4079 Drittstaatsangehörige weniger als 2019, nämlich 38'919 Personen. 70'270 Personen der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung verliessen die Schweiz, 9703 weniger als im Jahr davor.
33'873 Ausländerinnen und Ausländer wurden eingebürgert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 6073 Personen (-15,2 Prozent).