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Den Investoren solle vielmehr versichert werden, dass ein Ende der Zeit der lockeren Geldpolitik noch längst nicht bevorstehe, erfuhr Reuters aus Gesprächen mit sechs Insidern rund um den EZB-Rat. Überrascht von den Börsen, die begonnen haben, für Anfang nächsten Jahres auf eine Zinsanhebung zu spekulieren, würden Top-Notenbanker derzeit zögern, vor Juni weitere Änderungen in der Kommunikation vorzunehmen. Die Informationen bewegten die Märkte: Der Euro büßte auf 1,0750 Dollar ein von zuvor 1,0782 Dollar.
Die Euro-Notenbank hatte auf ihrer Zinssitzung Anfang März aufgrund günstigerer Konjunkturperspektiven für die Euro-Zone eine Passage aus ihrem geldpolitischen Ausblick gestrichen. Sie bekräftigte nicht mehr, dass sie, wenn erforderlich, alle innerhalb ihres Mandats verfügbaren Instrumente nutzen werde. Die Gefahr, dass langfristig sehr negative Szenarien Wirklichkeit würden, habe abgenommen, hatte EZB-Präsident Mario Draghi den Schritt begründet.
Überinterpretierte Nachrichten
Aber an den Börsen wurde dies nicht so aufgenommen wie erhofft. Es sollte kommuniziert werden, dass die Risken abgenommen haben. "Aber der Markt nahm dies auf als einen Schritt hin zum Ausstieg," sagte ein Insider. "Die Nachricht wurde stark überinterpretiert." An der Börse hatten damals die Renditen von Staatsanleihen angezogen und Investoren begannen darauf zu setzen, dass im ersten Quartal 2018 womöglich schon eine Anhebung der Zinsen möglich sei.
Eine kleine Änderung in der Wortwahl könne leicht zu unverhältnismäßigen Reaktionen führen, sagte ein weiterer Insider. "Es gibt ein Kommunikationsrisiko und ich würde für Stabilität argumentieren."
(Reuters)