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Nach monatelangen Kämpfen haben sich Regierung und Rebellen in der Republik Kongo-Brazzaville auf einen Waffenstillstand geeinigt. Am Samstag unterzeichneten die Parteien eine entsprechende Vereinbarung.
Die Übereinkunft sieht vor, dass die Rebellen in der umkämpften Region Pool ihre Waffen abgeben und dann mit staatlicher Hilfe wirtschaftlich und sozial in die Gesellschaft reintegriert werden. Dies teilten Vertreter beider Seiten mit.
Die Regierung des langjährigen Präsidenten Denis Sassou-Nguesso soll die Pool-Region wieder unter ihre Kontrolle nehmen. Geflohene Zivilisten sollen dorthin zurückkehren können.
Eine Friedensvereinbarung aus dem Jahr 2003 zwischen Sassou-Nguessos Regierung und Rebellenführer Frederic Bintsamou war im April kollabiert, weil die Rebellen aus Protest gegen die Wiederwahl des Präsidenten erneut zu den Waffen gegriffen hatten.
Erdöl als Schlüsselfaktor
Für das Land hatten die Kämpfe desaströse wirtschaftliche Auswirkungen: Der Landweg zwischen der im Inland gelegenen Hauptstadt Brazzaville und der Küste mit der Erdölmetropole Pointe-Noire war unterbrochen. Wegen der fallenden Erdölpreise waren Wirtschaft und Staatsfinanzen des Förderlandes ohnehin in einem schlechtem Zustand.
"Der Waffenstillstand ist eine gute Nachricht in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage nicht sehr gut ist", sagte Regierungssprecher Thierry Moungalla. Von Rebellenseite verlautete, die Vereinbarung sollte noch am Samstag in Kraft treten.
Der inzwischen 73-jährige Sassou-Nguesso ist seit Jahrzehnten der starke Mann der Republik Kongo. Der frühere Marxist regierte von 1979 bis 1992 und erneut seit 1997. Die Opposition hatte seine Wahlsiege angezweifelt und von Betrug gesprochen.