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Der Planet Ranther (D-530598-5) ist vor allem wegen folgender Merkmale bekannt: seine hohe Luftfeuchtigkeit und seine gigantischen Baeume. Die geringe Schwerkraft des Planeten sowie seine besonders fruchtbaren Boeden ermoeglichen den Baeumen ihre fantastische Groesse; sie erreichen Hoehen bis zu 300 Meter und Durchmesser zwischen 20 und 30 Metern. Durch die normalen Ausscheidungen der Baeume gelangen so grosse Mengen Wasser in die Atmosphaere, dass sich das Klima in ein regelrechtes Treibhaus verwandelt hat, das Pflanzen der verschiedensten Sorten praechtig gedeien laesst. Zum Nachteil fuer Ranthers Bewohner wird mit den in besonders grossen Mengen vorhandenen Hoelzern kein interstellarer Handel betrieben (obwohl auf manchen Planeten wirklich gute Preise zu erzielen waeren), denn die kostspieligen Transporte vom abseits gelegenen Ranther wuerden sich letztendlich nicht rentieren.
Die vorteilhaften Eigenschaften von Ranthers Boden, Gravitation und Atmosphaere ueberzeugte verschiedene interstellare Kartelle, dass durch die Umwandlung des Planeten in eine Argrarwelt grosse Profite zu machen waeren. Aus diesem Grund boten sie den Bewohnern Ranthers an, dieses Projekt zu finanzieren, allerdings unter der Bedingung, dass ihnen ein erfolgversprechender Plan zur Rhodung des Planeten vorgelegt wird.
Die Groesse der Baeume macht das Faellen leider aeusserst beschwerlich, was die voellige Rodung des Planeten durch die Kolonisten verlangsamt. In Jarhundert der Kolonialisierung Ranthers konnte nur mit groesster Muehe Land zur Bewirtschaftung aufbereitet werden, und die Bevoelkerung konnte immer nur soweit anwachsen, wie es ihr gelang, bebaubares Land zu gewinnen.
Die schnelle Rodung der Waelder wuerde es ermoeglichen, riesige Teile Ranthers in Anbaugebiete seltener Nahrungsmittel umzuwandel, deren Ertragsmengen auf kaum einem anderen Planeten zu erreichen sind. Aus diesem Grund wird General Contructin LIC bei der Erprobung ihres neuen Holzfaell-AGF von den Einheimischen in jeder erdenklichen Beziehung unterstuetzt - nicht zuletzt, weil General Construction als Gegenleistung die Holzfaellfahrzeuge zu einem reduzierten Preis anzubieten gedenkt.
Die Spieler werden von einem Repraesentanten der planetaren Regierung angesprochen. Die Regierung braucht dringend ausserplanetarische Hilfe beim Stoppen eines Holzfaell-AGF, das ausser Kontrolle geraten ist und auf seinem jetzigen Kurs in voraussichtlich drei Tagen eine der Haupt- staedte des Planeten durchqueren wird.
Der Holzfaeller befindet sich in 720 km Entfernung von der Stadt und hat eine Geschwindigkeit von 10 Kilometer pro Stunde. Die Maschine ist dreissig Meter lang und besitzt vier Kettenantriebssysteme. Der Spiel- leiter sollte Gelaendeartentabellen fuer Tierbegegnungen sowie Reich- weiten zum Sichten des Holzfaellers erschaffen.
Beim ersten Zusammentreffen mit dieser Maschine werden sich die Spie- ler darueber wundern, dass nichts an dem AGF einen Einsatz als Holzfaell- maschine vermuten laesst; weder Saegevorrichtungen noch Entrindungssche- ren oder Greifarme sind vorhanden.
Dieses angebliche Holzfaell-AGF ist in Wirklichkeit eine Kriegsmaschi- ne, die ihre ersten Tests in unbewohnten Gebieten dieses Planeten zu absolvieren hat. Seine Bewaffnung besteht aus einem auf der Oberseite hinten angebrachten Automatikgeschuetzturm und zwei vorn montierten Laserkanonen (diese entsprechen Lasergewehren mit doppelter Staerke). Diese Maschine wurde mit einer neuen, besonders leichten Legierung gebaut, die fuer alle Panzerabwehrwaffen undurchdringlich ist. Die Schwachpunkte des AGF sind der vordere Windschutz, der Turm und die hintere, fast nicht zu erkennende Einstiegsluke. Da sich der Turm auf der Oberseite des AGF befindet, gibt es nahe am Fahrzeug einen toten Winkel, innerhalb dessen die Charaktere vor der Automatikkanone sicher sind. Sobald sich die Spieler im Inneren der Maschine befinden, werden sie erkennen, dass der Innenraum aus zwei Ebenen besteht; der Kommandoraum liegt vorn in der oberen Ebene. Die beiden Besatzungsmitglieder sind durch Laserschuesse getoetet worden. Der Bordcomputer, urspruenglich programmiert, um Feinde am Eindringen in das Gefaehrt zu hindern, eliminierte waehrend einer Funktionsstoerung die Crew. Der Autopilot wird seinen Weg geradeaus fortsetzen und auf alles schiessen, was sich in der Naehe bewegt.
Beschleissen die Spieler, das AGF von aussen anzugreifen, sollte der Spiel- leiter folgende erfolgsverspechende Moeglichkeiten in Betracht ziehen: Antriebslaufketten zerstoeren, Kippen der Maschine mit Hilfe von Sprengmitteln oder das Herbeifuehren einer Kursaenderung.
Die Bezahlung wird zwischen der Regierung Ranthers und den Spielern ausgemacht. Sicherlich ist noch ein zusaetzliches Taschengeld drin, wenn sie General Constructions wegen Testens einer Kriegsmaschine auf einem bewohnten Planeten erpressen. Die Spieler koennen aber auch erwaegen, diese Tatsache den Imperialen Behoerden mitzuteilen.
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