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Die aktuelle Schwäche folgt auf einen starken Vormonat. Im Dezember waren die Aufträge noch um 5,2 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit Juli 2014 nicht mehr. Vor diesem Hintergrund seien die Januar-Zahlen zu relativieren, kommentiert Stefan Kipar, Experte bei der Bayerischen Landesbank.
Zudem sei der jüngste Rückgang zum Grossteil auf die stark schwankenden Grossaufträge zurückzuführen. "So verzeichnete Airbus nach über 300 Neuaufträgen zum Jahresende im Januar lediglich Bestellungen für zwei Flugzeuge", schreibt Kipar. Die Auftragsschwäche sollte demnach nur begrenzte Auswirkungen auf die Produktion im Januar haben. Entsprechende Zahlen werden am Mittwoch veröffentlicht.
Ralph Solveen, Experte bei der Commerzbank, spricht von einem "Ausreisser nach unten". Ungeachtet der Auftragsschwäche rechnet Solveen daher mit einer Zunahme der Industrieproduktion im Januar gegenüber dem Vormonat um drei Prozent. "Damit stünden die Zeichen weiterhin auf ein deutliches Plus beim Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal."
Im Januar gingen die Aufträge sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland zurück. Das Minus im Inland war mit 10,5 Prozent aber deutlich grösser. Die Aufträge aus dem Ausland gingen um 4,9 Prozent zurück. Sowohl bei Investitionsgütern als auch bei Vorleistungs- und Konsumgütern sanken die Aufträge./tos/bgf/she
(AWP)