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Der Bildwinkel ist abhängig von der Sensorgrösse und der Brennweite. Er definiert, welcher Teil einer Szene auf dem Sensor abgebildet werden kann. Je kleiner die Brennweite, desto grösser der Bildwinkel. Je grösser die Brennweite, desto kleiner der Bildwinkel.
Bildwinkel
Weshalb müssen Sie sich beim Fotografieren mit dem Bildwinkel befassen? Stellen Sie sich eine Szene vor, zum Beispiel eine weitläufige Landschaft. Formen Sie mit Ihren Fingern einen rechteckigen Rahmen und schauen Sie durch diesen auf die Landschaft. Bewegen Sie den Rahmen näher zu sich und wieder weiter weg. Wenn Sie den Rahmen weiter weg halten, passt viel weniger der Landschaftsszene in Ihren Finger-Rahmen, als wenn Sie den Rahmen näher an Ihr Auge führen. Sie verändern den Bildwinkel.
Unterschiedliche Bildwinkel (und Brennweiten)
Stehen Sie vor einer schönen Kirchenfassade und haben wenig Platz, so benötigen Sie zum Abbilden der gesamten Fassade einen grossen Bildwinkel und eine kurze Brennweite.
Fotografieren Sie dagegen im Zoo einen Wolf in einem weitläufigen Gehege, können Sie mit einem kleinen Bildwinkel und einer langen Brennweite das Tier grossformatig abbilden.
Während der Bildwinkel unserer Augen etwa dem einer 50-mm-Brennweite entspricht (ca. 47 Grad), so schrumpft ein Bildwinkel einer 200-mm-Brennweite auf 12 Grad. Eine 10-mm-Weitwinkelbrennweite dagegen bringt es auf einen 130 Grad grossen Bildwinkel.
Der Bildwinkel ist abhängig von der verwendeten Brennweite und der verwendeten Sensorgrösse. Während die Brennweite eines Objektives an einer anderen Kamera mit kleinerem Bildsensor gleich bleibt, ändert sich durch den kleineren Sensor der Bildwinkel. In der Digitalfotografie spricht man vom Crop-Faktor (to crop = zuschneiden).
Es macht also durchaus Sinn, sich mit den Regeln des Bildwinkels vertraut zu machen. So können Sie mit Ihrem Auge abschätzen, mit welcher Brennweite Sie ein Motiv fotografieren müssen.
Bildwinkel verändert sich:
- Je kleiner der Sensor, desto kleiner der Bildwinkel.
- Je kürzer (kleiner) die Brennweite, desto grösser der Bildwinkel. Sie bekommen viel auf Ihr Bild. Objektive mit kleiner Brennweite nennt man Weitwinkel-Objektive.
- Je länger (grösser) die Brennweite, desto kleiner der Bildwinkel. Sie bekommen viel weniger mit auf ihr Bild, können so ein Detail herausformen. Objektive mit grosser Brennweite nennt man Teleobjektive.
- Je näher Sie an ein Motiv herangehen, desto kleiner wird der Bildwinkel. Es passt weniger auf Ihr Bild.
- Je weiter Sie von einem Motiv zurücktreten, desto grösser wird der Bildwinkel. Es passt mehr auf Ihr Bild.
Unterschiedliche Bildwinkel
Die folgenden Bilder sind vom gleichen Ort aus aufgenommen. Lediglich die Brennweite – und damit der Bildwinkel – wurde verändert:
Mit einem Zoom-Objektiv können Sie die Brennweite – und damit natürlich den Bildwinkel – aus dem Stand heraus verändern.
Seitencode: DT274