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England Der Schauspieler setzt sich für die Begnadigung von 49’000 homosexuelle Männer ein
Der Film „The Imitation Game“ ist derzeit ein grosser Hit und sahnt weltweit diverse Preise ab. Es ist die Geschichte des britischen Mathematikers Alan Turing, der während des Zweiten Weltkriegs den Enigma-Code der Deutschen knackte und wenige Jahre später wegen seiner Homosexualität verurteilt wurde.
In der Rolle des Alan Turing begeistert der Schauspieler Benedict Cumberbatch, bislang als Sherlock Holmes in der gleichnamigen TV-Serie bekannt. Der Darsteller setzt sich nun im realen Leben mit der Problematik des Films auseinander.
Als die Queen vor zwei Jahren Alan Turing posthum begnadigte, muss ihr wohl entgangen sein, dass neben dem Mathematiker noch 49'000 weitere homosexuelle wegen „grober Anstandslosigkeit“ verurteilt wurden. Schätzungen zufolge sollen von ihnen noch 15'000 am Leben sein.
Benedikt Cumberbatch veröffentlichte im „Guardian“ einen offenen Brief, in dem er die Regierung ohne Umschweife auffordert, alle Männer, ob lebend oder verstorben, zu begnadigen, die bis zur Legalisierung der Homosexualität 1967 verurteilt wurden.
Den Brief unterzeichneten weitere Prominente, wie etwa der Entertainer Stephen Fry sowie der Regisseur von "The Imitation Game", Morten Tyldum. (dd)
Bild: Black Bear Pictures