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Verrechnungssteuer: Travail.Suisse erfreut über Nein der Stimmbevölkerung
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, freut sich über das Nein der Stimmbevölkerung zur Abschaffung der Verrechnungssteuer. Die Bevölkerung hat sich von den Scheinargumenten der Befürworter nicht täuschen lassen und hat verstanden, dass die Reform einseitig den Finanzplatz und ausländische Vermögende begünstigt, gleichzeitig aber die Steuerehrlichkeit untergräbt und zu Steuerausfällen für die öffentliche Hand führt.
Die Abschaffung der Verrechnungssteuer hätte zu massiven Steuerausfällen geführt und diese wiederum zwangsläufig zu Kürzungen der öffentlichen Leistungen, beispielsweise bei der Bildung, dem öffentlichen Verkehr oder im Gesundheitswesen. Denis Torche, Leiter Finanzpolitik: «Nach dem heutigen Nein und dem Nein zur Abschaffung der Stempelsteuer im Februar 2022, müssen die Wirtschaftskreise nun begreifen, dass Steuerprojekte, die einseitig das Kapital begünstigen, aussichtslos sind.»
Steuerprojekte, die Privilegien für eine kleine Minderheit schaffen und diese von der Allgemeinheit bezahlen lassen, sind zum Scheitern verurteilt und nicht im Interesse der Arbeitnehmenden. Travail.Suisse hat sich immer für eine Stärkung des Werkplatzes eingesetzt und empfiehlt zur Entlastung der Arbeit unter anderem eine stärkere Besteuerung von Finanztransaktionen.