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Im Jahre 1993 hatte Lis Hidber im Auftrag des damaligen
Missionsstationsleiter Hans Leu begonnen, auf dem Gelände von Oshikuku
eine Musikschule zu bauen. Als Land zur Verfügung gestellt wurde
die Abfallgrube der bestehenden Missionsschule. Anstelle von teuren
Ziegelsteinen standen als Baumaterialien lediglich leere Bierflaschen
und Zement zur Verfügung.
So sammelten Kinder und Jugendliche in der Halbwüste von Nambia
die Flaschen ein. Diese wurden danach mit dem Zement vermauert. Ein
weiterer Vorteil dieses billigen Baumaterials lag in der sehr guten
Isolation des Glases gegen Hitze und Kälte.
Als nächstes wurden die Fenster und Türrahmen eingebaut, der
Dachstuhl aufgesetzt sowie die Stromkabel verlegt. Die Dächer wurden
mit Savannengras nach einheimischer Tradition gedeckt.
Zu guter letzt wurden die Flaschenwände innen und aussen verputzt
und von einer Gruppe Jugendlicher, welche im Malen ausgebildet wurde,
verschieden bemalt. Je nach Gebrauch der Hütte, wie ein Piano-
und Trommelhaus, entstanden farbenprächtige Häuser. Diese
Künstler sind noch heute in ganz Namibia gefragt, um Schulhäuser,
Bierbuden und Kirchen zu bemalen.
Aber auch Instrumente waren nicht genügend vorhanden. Da es am
Anfang für die vielen Kinder viel zu wenig Musikinstrumente gab,
bastelten sie einfach aus Ölkanistern und Angelschnur eine Gitarre.
Aus Bambus wurden Flöten geschnitzt, von Sopran bis zur Bassgrösse.