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Numidia
Der Frachter wurde 1901 in Schottland gebaut und eingewässert. Mit knapp 138 Meter Länge war es für die damalige Zeit ein wahrer Gigant und sein Untergang erregte viel Aufmerksamkeit. Anfang Juli 1901 wurde das Dampfschiff in England mit dem Ziel Kalkutta mit Schienen und Räder für den Bau der indischen Eisenbahn beladen. Gegen 2 Uhr morgens lief die ‚Numidia‘ vor Big Brother auf das Riff auf. Die eigentliche Unglücksursache konnte nie geklärt werden; es wird aber vermutet, dass der zweite Steuermann, der zu dieser Zeit das Kommando hat, wohl eingeschlafen sein muss. Das Schiff sass mit dem Bug auf dem Riffplateau auf, und alle Versuche, es wieder vom Riff zu ziehen, scheiterten. Die Mannschaft wurde auf die Insel evakuiert und die Ladung von anderen Schiffen übernommen. Nach einigen Wochen konnte das Schiff Wind, Wasser und Wellen nicht mehr standhalten. Es zerbrach vor den mittleren Aufbauten in zwei Teile. Das Heck sackte über die Riffkante und lehnt nun schräg mit dem Kiel nach unten am Riff. Der Bug wurde im Laufe der Zeit von Wind und Wellen richtiggehend zerrieben und ist mit dem Riffdach verschmolzen.
Am Riffdach befinden sich in 10 Meter Tiefe Teile der Ladung und des Bugs. Hart- und Weichkorallen überziehen das Riff. Auf etwa 20 Meter Tiefe bilden Stahlgerüst samt Reling mit Davits eine wunderbare Fotokulisse. In etwa 80 Meter Tiefe liegt die Schraube am Meeresgrund.
Die ‚Numibia‘ ist eines der schönsten Wracks weltweit. Die ursprüngliche Grüsse des Schiffes und sein prächtiger Korallenbewuchs sorgen mit grosser Wahrscheinlichkeit dafür, im Blauwasser Haien zu begegnen, was für eine unvergleichliche Atmosphäre sorgt.