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Gewusst? Im deutschen Wuppertal gibt es eine Schwebebahn. Genauer: ein «spurgeführtes Verkehrsmittel, bei dem das Fahrzeug unterhalb des tragenden, starren Fahrwegs an mindestens zwei Punkten hintereinander hängend angebracht ist und aufgrund dieser hängenden Konstruktion um eine Längsachse oberhalb des Fahrzeugs pendeln kann» (danke, Wikipedia).
Was rein ästhetisch heute noch als eher futuristisch erscheint, ist im Falle Wuppertals ein alt-ehrwürdiges historisches Wahrzeichen: Bereits 1901 wurde die Bahn eröffnet. Und im Jahr 1950 sprang ein Elefant aus einem der Waggons.
Am 21. Juli 1950 liess der in der Stadt gastierende Zirkus Althoff seinen halbwüchsigen Elefanten Tuffi zu Werbezwecken mit der Schwebebahn fahren. Tuffi selbst war aber wenig begeistert ob der Idee. Aufgrund der ungewohnten Geräusche und Schwingungen wurde das Wildtier zunehmend nervöser, bis es schliesslich durch die Seitenwand des Zuges brach und neun Meter tief in die Wupper sprang.
Glücklicherweise verletzte sich der mehrere Tonnen schwere Tuffi dabei nur leicht und lebte weitere 39 Jahre lang. Zwei mitfahrende Reporter und ein weiterer Mitfahrer trugen ebenfalls leichte Blessuren davon.
Zirkusdirektor Althoff und der verantwortliche Leiter der Verkehrsabteilung der Wuppertaler Stadtwerke, der die Fahrt genehmigt hatte, erhielten in einem Gerichtsverfahren Geldstrafen wegen Transportgefährdung; die Schwebebahn sei als Transportmittel für Elefanten ungeeignet, so die Feststellung des Gerichts.
Die leicht bizarren Fotos des Unfalls sind übrigens allesamt nachbearbeitete Bilder und Fotomontagen der Fünfzigerjahre. Beim Unfall befanden sich sämtliche Reporter in der Bahn und keiner am Ufer der Wupper, um diesen Zwischenfall zu fotografieren.
Heute schmückt ein Bild eines kleinen Elefanten eine Hauswand am Unfallort. Ausserdem benutzt die Wuppertaler Milchverarbeitung heute noch den Namen Tuffi für ihre Produkte.
(obi)
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