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Ayurveda bedeutet "die Lehre vom Leben". Die über 4000 Jahre alte Heilkunde wird seit rund 70 Jahren von Universitätsprofessoren in Indien neu erschlossen und damit unserem westlichen Denken nähergebracht.
Das fünfjährige Studium zum ayurvedischen Arzt umfasst verschiedene Spezialgebiete. Ayurveda ist ein klar wissenschaftlicher und komplexer Ansatz zur Harmonisierung der Lebensprozesse.
Die Behandlung richtet sich also nicht allein nach dem Krankheitsbild oder den Symptomen, sondern wird individuell entsprechend der Konstitution des Patienten gestaltet. So kennt Ayurveda beispielsweise über 20 verschiedene Diabetesarten.
Die Therapie zielt darauf ab, die Grundkonstitution zu stabilisieren, die Verdauung zu stärken und Gifte zu eliminieren. Sie aktiviert damit die Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Heillehre basiert auf der Vorstellung von drei Biokräften (Vata, Pitta, Kapha), sieben Gewebearten, von einem vielschichtigen Gefässsystem sowie von drei psychischen Hauptkräften (Sattwa, Rajas, Tamas).
"Ayurveda ist das Wissen darüber, was angemessen und unangemessen ist, welche Lebensbedingungen glücklich oder traurig machen, was sich günstig oder ungünstig im Hinblick auf ein langes Leben auswirkt" (2000 jähriges Zitat von Charaka).