Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/1693

Nathalie, wie schätzt du die Langlauf-Infrastruktur in der Schweiz gegenüber den anderen Ländern ein?
Nathalie: Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, unter anderem mit dem Nationalen Leistungszentrum in Davos. Der Aufschwung ist sicher im Zusammenhang mit dem Erfolg und der Bekanntheit von Dario Cologna entstanden. Die Schweiz kann sicher mit anderen Top-Ländern mithalten.
Wie sieht dein persönliches Sommertraining aus? Ist das NLZ in Davos ein Thema für dich?
Nathalie: Momentan bin ich bei der Familie auf der Alp mit allen Tieren. Ich heue und melke gerne und bin einfach gern auf dem Bauernhof. Mein Training absolviere ich oft im Tal, ich habe dort sehr gute Möglichkeiten mit Roll-Ski, Jogging und auch Krafttraining. Unsere Alp liegt auf 1700m.ü.M, das kommt sicher meinen Leistungen im steileren Gelände zu Gute, da ich nach den Trainings wieder auf die Alp hinaufjoggen oder fahren muss. Dadurch besitze ich auch eine sehr hohe VO2 max. Ich war dieses Jahr noch nie im NLZ in Davos. Wenn ich dort trainieren möchte, dann müsste ich auch dort wohnen. Es ist sicher eine gute Sache mit dem Roll-Ski-Laufband, welches sehr gute Messungen und Daten für gezielte Auswertungen bietet, aber ich fokussiere mich eher auf Bergläufe und Roll-Ski Skating und muss somit nicht unbedingt nach Davos gehen.
Wie genau hat deine Karriere begonnen?
Nathalie: Mein Vater war Langlauf JO Trainer der Region Saanenland. Ich habe 5 Geschwister und bin die Dritte. Die zwei Älteren haben wegen ihm begonnen in der JO und später bin dann auch ich dazu gestossen. Wir nahmen zuerst an regionalen Rennen teil und waren dort schnell an der Spitze. Danach gingen wir an die schweizerischen Rennen, dort war ich auch vorne dabei. Anschliessend bestritten wir den Continental Cup, dort war ich auch vorne und qualifizierte mich für den Weltcup und seither bin ich eigentlich nur noch am Weltcup unterwegs.