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15. Dezember 2020
Offensichtlich handelt es sich um einen Specht. Auffällig ist der rote, weit nach hintenreichende Scheitel, die ovalen Schulterflecken und der hervorschimmernde rote Unterbauch, der gestreift ist. Dies deutet alles auf einen Mittelspecht hin. Auf dem Auflösungsbild fehlt im Unterschied zum Buntspecht ein durchgehender schwarzer Wangenstreif, der bis in den Nacken reicht. Der Kleinspecht kann wegen dem roten Unterbauch ausgeschlossen werden. Die Geschlechter sind beim Mittelspecht einander ähnlich. Jedoch reicht beim Männchen der rote Scheitel weiter in den Nacken. Auf dem Bild ist demzufolge vermutlich ein männliches Tier zu sehen. Auch dieses Foto entstand in Würenlos.
Der Mittelspecht ist ein sogenannter Suchspecht. Er ist auf alte Eichen und Buchen angewiesen. Sein Bestand ist gefährdet. Jedoch nimmt die Verbreitung nach dem Rückgang im 20. Jahrhundert wieder zu. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dazu gehören geringere Wintersterblichkeit, grösseres Nahrungsangebot infolge Klimaerwärmung, aber auch die Zunahme an Totholz. Wichtigste Massnahme zum Schutz des Mittelspecht ist, wenn altgewachsene Eichen in den Wäldern stehen bleiben. Birdlife führt ein spezifisches Artenförderprogramm für den Mittelspecht.