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Sabrina
Regie: Billy Wilder
Darst.: Audrey Hepburn, Humphrey Bogart, William Holden, Walter Hampden, John Williams, Martha Hyer, Joan Vohs, Marcel Dalio, Marcel Hillaire u.a.
Die Larrabees gehören zu den reichsten Familien auf Long Island. Sie haben zwei Söhne, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Linus, der ältere der beiden, führt das Familienunternehmen und ist ein Workaholic, während David ein notorischer Playboy ist und nur seinen Vergnügungen nachgeht. Sabrina, die Tochter des Chauffeurs der Larrabees, ist unsterblich in David verliebt, doch dieser hat keine Augen für die unscheinbare Dienstbotentochter. Um über ihren Liebeskummer hinwegzukommen, schickt sie der Vater nach Paris. Als sie nach zwei Jahren nach Long Island zurückkehrt, ist aus dem unbeholfenen und schüchternen Landei eine strahlende und selbstbewusste Schönheit geworden. David ist sogleich hingerissen von Sabrina, doch Linus hat andere Pläne für seinen Bruder: Er will ihn mit Elizabeth Tyson, Tochter eines reichen Zuckerfabrikanten und Millionenerbin, verheiraten. Um Sabrina von David fernzuhalten, beginnt der eingefleischte Junggeselle Linus ebenfalls mit ihr auszugehen. Wie auch «Funny Face» und «Love in the Afternoon» erzählt «Sabrina» eine klassische Aschenputtel-Geschichte. Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig und waren teilweise chaotisch. So täuschte Audrey Hepburn Krankheit vor, damit Billy Wilder das Drehbuch für den nächsten Drehtag fertigschreiben konnte. Humphrey Bogart zeigte offen, dass er weder für Wilder noch für Hepburn und Holden Sympathien empfand, dafür funkte es umso mehr zwischen den beiden Letzteren. Obwohl die legendäre Edith Head mit einem Oscar für das beste Kostümdesign ausgezeichnet wurde, stammte der Grossteil von Audreys Garderobe vom französischen Modeschöpfer Hubert de Givenchy. Es war ihre erste Zusammenarbeit, die sich in weiteren Filmen erfolgreich fortsetzte; auch privat verband die beiden eine lebenslange Freundschaft. Ihre kultivierte Eleganz, die sie Givenchy verdankte, machte sie zum unverwechselbaren Star und zur Stilikone, die Hollywoods Frauentypus veränderte. Auch die Presse lobte die strahlenden junge Schauspielerin; in der Vogue war zu lesen: «Audrey Hepburn hat das kollektive Bewusstsein und den Zeitgeist so von sich eingenommen, dass sie in puncto Schönheit einen neuen Massstab gesetzt hat und inzwischen jedes zweite Gesicht dem ‹Hepburn-Look› ähnelt.»