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Wie Hubertus von Gemmingen in den «Freiburger Geschichtsblättern» schreibt, wurde bereits im 15. Jahrhundert in Freiburg Theater gespielt: 1460 ging «L’histoire de Joseph» über die Bühne.
Seit dem 15. Jahrhundert stand der Liebfrauenplatz den Stadtschulen und ab 1584 der Jesuitenschule für Theateraufführungen zur Verfügung. Bis Ende des 18. Jh. fanden in der Jesuitenschule (gemeint ist das Kollegium St. Michael, das 1596 eröffnet wurde) und im Kornhaussaal (heutige Grenette) Theateraufführungen statt.
Die Stücke wurden vorwiegend in lateinischer Sprache vorgetragen. Es waren also keineswegs Volksveranstaltungen, sondern dienten in erster Linie der Rhetorikschulung der Schüler.
1823: Erstes Stadttheater
Das Stadttheater wurde 100 Jahre genutzt, bis 1923 das private Livio-Theater im Perolles an seine Stelle trat. Gezeigt wurden sowohl deutsch- wie französischsprachige Aufführungen.
Doch eine eigentliche deutschsprachige Theatergeschichte setzte erst 1963 mit der Schaffung des Theaterausschusses der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft ein: Im November 1963 gastierte erstmals das Stadtheater Luzern mit Max Frischs «Andorra» in der Aula der Universität.
Seither hat «Theater in Freiburg» 248 Aufführungen organisiert. Jedes Jahr sechs.