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Erbe '89 - Politisierung der Erinnerung
Symbolhaft wurde in den letzten 30 Jahren immer wieder auf die Wende 1989 Bezug genommen: im Rahmen der „Montagsdemonstrationen“ gegen die HARTZ-IV-Gesetzgebung, auf den „Montagsmahnwachen“ während des russisch-ukrainischen Krieges, auf den Demonstrationen von PEGIDA, die sich unter dem Ruf „Wir sind das Volk“ versammelten und zuletzt im Rahmen der Landtagswahlkämpfe in Sachsen und Thüringen, die unter dem Slogan „Vollende die Wende“ antraten. Ende November findet in Leipzig eine Tagung unter dem Titel ’Erbe 89: Politisierung der Erinnerung - Deutungsversuche und Erklärungsansätze’ statt. Die Tagung macht die verschiedenen Formen von Re-Aktualisierung und Politisierung der Erinnerung an ’89 zum Ausgangspunkt. Im Interview spricht die Referentin Greta Hartmann über die Bedeutung der Thematik und die Motivation, eine Tagung unter diesem Motto zu organisieren.