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Erste genaue Karte des K2. Kartenautor Charles Jacot-Guillarmod
Erste genaue Karte des K2
Am 31. Juli 1954 wurde der K2 von einer italienischen Expedition erstmals bestiegen. Bereits 40 Jahre früher hatte ein Schweizer Topograf die erste genaue Karte des K2 gezeichnet.
Charles Jacot-Guillarmod, 1868–1925, war ein talentierter Topograf und dank seines Könnens unter anderem mitverantwortlich für die Felsdarstellung im Topograﬁschen Atlas der Schweiz 1:25 000 bzw. 1:50 000, der so genannten Siegfriedkarte – und dadurch auch in den heutigen Landeskarten. 1914 verliess er das damalige Eidgenössische Topo-graﬁsche Bureau, heute swisstopo. Noch im gleichen Jahr erstellte er auf der Basis von terrestrischen Fotos seines Cousins und Himalayaforschers Dr. Jules Jacot-Guillarmod, 1868–1925, sowie des unübertroffenen fotograﬁschen Bildmaterials von Vittorio Sella 1 die « topograﬁsche Skizze » des Chogori oder K2. Die Originalzeichnung im Massstab 1:50 000 mit einer Äquidistanz von 100 m bildete die erste genaue Karte eines Himalayamassivs. Sie wurde 1925 lithograﬁert und im Bulletin de la Société Neuchâteloise de Géographie publiziert.
Charles Jacot-Guillarmod gehörte zu einer neuen Generation von Topografen, die sich nicht mit der Zeichnung der Messtischblätter begnügten, sondern die selber auch die so genannten Stecherpausen für den Kupferstich anfertigten. Die Qualität der Felszeichnung beruhte auf einer gezielten Ausbildung durch die beiden Geologen Arnold Escher von der Linth und dessen Nachfolger Albert Heim sowie Professor Fridolin Becker an der ETH Zürich. a
Hans-Uli Feldmann, Mur ten 1 Vittorio Sella, einer der grössten Bergfotografen, war Mitglied des italienischen Teams unter der Leitung des Herzogs der Abruzzen, das im Jahr 1909 eine Besteigung des K2 über den Südostgrat versuchte.
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