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Seit beinahe 200 Jahren finden sich erotische Darstellungen auf Spielkarten.
Dabei war es immer eine Frage der gesellschaftlichen Konventionen und des erwarteten Publikums, ob solche Darstellungen nur angedeutet, oder sehr explizit waren.
Raymond Peynet, * 1908 in Paris, + 1999 in Mougins.
Seinen Ruhm verdankt er vor allem seinem Liebespaar, "Les Amoureux" das er 1942 erfand. Die Dame wird von einem schüchternen Verehrer mit Fransenfrisur und steifem Hut umworben.
Das Motiv erscheint auf verschiedensten Gegenständen und Materialien, von Briefmarken bis Champagner-Ettiketten.
Für das Kartenspiel lässt Peynet seine Figuren in leicht erotisiernden Szenen auftreten. Die sonst sehr zurückhaltende Dame erscheint sogar "oben ohne". Peynet hat bei diesem Kartenspiel auch das Prinzip der Verwandlungskarten angewandt, Kreuz als Bärtchen, 2 Karos als BH usw.
Giuseppe Zaccaria, bekannter unter seinem Pseudonym Pino Zac, * 1930 in Trapani, + 1985 in L'Aquila, war ein Grafiker und Regisseur in Italien.
Die "Eroticartes", entstanden 1983, zeigen erotische, schon fast pornografische Szenen. Die Bildkarten sind zweiköpfig, Könige, Damen und Buben farbig. Die Zahlenkarten sind überwiegend einköpfig, Farben nur sehr sparsam eingesetzt.↑ zum Seitenanfang
Das Spiel zeigt, auf den vier Farben wiederkehrend, cartoon-artige Zeichnungen eines Paares beim Sex in verschiedenen Stellungen. Es existiert mit roter oder schwarzer Rückseite.