Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/194823

<h2>SubmittedText<h2><p>Soeben ist Bundesrat Schneider-Ammann von einer Wirtschafts- und Wissenschaftsmission nach China zurückgekehrt. Gemäss Medienberichten konnte sich der Bundesrat mit dem chinesischen Wissenschaftsminister auf eine weitere Verstärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit einigen.</p><p>- In welchen konkreten Bereichen hat der Bundesrat eine verstärkte Kooperation mit dem chinesischen Wissenschaftsminister vereinbart?</p><p>- Beinhaltet diese auch medizinische Bereiche?</p><p>- Wenn ja, welche konkret?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz und China haben 1989 ein Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit unterzeichnet. Ab 2004 haben beide Regierungen gemeinsame Pilotprojekte im Forschungsbereich unterstützt. Seit 2008 findet ein regelmässiger Dialog im Bereich der Wissenschaft statt, und das Sino-Swiss Science and Technology Cooperation Program wurde in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie lanciert. Auf Schweizer Seite hat das SBFI die ETH Zürich beauftragt, Kooperationsinstrumente zu entwickeln, um beispielsweise die Mobilität von Doktoranden, die Organisation von Konferenzen oder die Schaffung von Forschungsnetzwerken zu erleichtern. Für gemeinsame Projektausschreibungen ist der Schweizerische Nationalfonds (SNF) zuständig. Seit 2008 wurden etwa 300 Zusammenarbeitsprojekte unterstützt. Einige Instrumente stehen allen Fachrichtungen offen, andere haben vorgegebene Themen, die entsprechend den Prioritäten und Interessen der beiden Wissenschaftsgemeinschaften festgelegt werden. Die Themen der letzten gemeinsamen Projektausschreibungen des SNF waren "Materialwissenschaften" und "Umweltingenieurwissenschaften". In der Vergangenheit fanden Konferenzen zur translationalen Medizin statt. Beim Treffen in Peking wurde Minister Wang zu einem Besuch in die Schweiz eingeladen. Er hat die Einladung angenommen. Bei dieser Gelegenheit sollen allfällige neue Kooperationsinstrumente oder gemeinsame Forschungsthemen diskutiert werden. Die Auslandmissionen ermöglichen zudem den Mitgliedern der Delegation, direkte Kontakte mit ihren Partnern vor Ort zu pflegen, was bei dieser Mission zum Beispiel für die Universität Zürich und die Universität Jiaotong in Schanghai der Fall war.</p>