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(21.12.2020, aktualisiert 7.3.2021) Swissmedic hat die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und von Moderna gegen COVID-19 in der Schweiz im Rahmen einer „rollenden Begutachtung“ zugelassen. Zu beachten ist, dass mit einem Abstand von 17-21 Tagen eine zweite Impfdosis fällig ist. Inzwischen gibt es Hinweise, dass die Impfung mit Pfizer/BioNTech auch davor schützen soll, das Virus weiterzugeben.
HLI-Schweiz beobachtet fortlaufend die Informationen, welche über die in der Schweiz verwendeten Impfstoffe erhältlich sind. Zunächst die gute Nachricht. Der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna wurden nicht mit Zelllinien aus abgetriebenen Föten produziert. Es erfolgten hingegen Tests der entwickelten Impfstoffe mit solchen Zelllinien. Allerdings handelt es sich um eine völlig neue Impfstoffklasse mit einem gentechnischen Verfahren, das bisher noch nie beim Menschen angewandt wurde. Die Impfstoffe von AstraZeneca sowie Johnson & Johnson wurden hingegen mit Zelllinien aus abgetriebenen Föten produziert. Die US-Bischofskonferenz rät, auf die Impfstoffe von Pfizer/NioNTech bzw. Moderna auszuweichen. Wer nicht zur Personengruppe mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 gehört, sollte vorerst weitere Ergebnisse über die Folgen der Impfung abwarten und sich mit den bekannten Massnahmen gegen eine Ansteckung schützen.
Genesene mit SARS-CoV-2 infizierte Personen: Laut einer Untersuchung, die im renommierten Magazin Science publiziert wurde, sollen diese Personen während 5 bis 8 Monaten gegen eine erneute Infizierung durch das Coronavirus immun sein. Eine Impfung drängt sich somit wenigstens im Zeitraum bis zu fünf Monaten nach der Infektion für diese Personengruppe nicht auf.
Keine moralische Verpflichtung, sich impfen zu lassen
Die Glaubenskongregation hat am 20.12.2020 in einer Note (siehe Nr. 5) mit ausdrücklicher Billigung von Papst Franziskus erklärt, „dass die Impfung in der Regel keine moralische Verpflichtung ist und daher freiwillig sein muss. […] Diejenigen, die eine Impfung aus Gewissensgründen ablehnen, müssen sich darum bemühen, mit anderen Mitteln und Verhaltensweisen zu vermeiden, dass sie zu Überträgern des Virus werden.“
Nebenwirkungen / Ausschlusskriterien betreffend Pfizer/BioNTech-Impfstoff
Schwangere Frauen, Frauen vor einer Schwangerschaft: Die britische Regierung hat unterdessen empfohlen, dass schwangere Frauen den kürzlich von Pfizer zugelassenen Impfstoff nicht erhalten sollten und für zwei Monate nach der Impfung eine Schwangerschaft vermeiden sollten.
Allergiker: Die große klinische Studie, die zur Unterstützung der Impfstoffzulassung verwendet wurde, schloss Personen mit einer „Vorgeschichte einer schweren unerwünschten Reaktion im Zusammenhang mit dem Impfstoff und/oder einer schweren allergischen Reaktion (z. B. Anaphylaxie) auf eine Komponente der Studienmedikation“ aus.
Bei den zwei Personen in Grossbritannien, die einen allergischen Schock nach der Impfung erlitten, wird eine Reaktion auf den Inhaltsstoff Polyethylenglykol (PEG) vermutet. PEG kommt in Medikamenten und kosmetischen Produkten häufig vor und gilt als „verstecktes Allergen“.
Daher sollten nicht nur Personen, die auf Impfstoffe allergisch sind, sondern prinzipiell alle Personen mit einer Vorgeschichte einer schweren allergischen Reaktion vorerst auf eine Impfung verzichten.
Gebrechliche alte Patienten: Die norwegische Arzneimittelbehörde hat laut Medienberichten aufgrund von 13 Todesfällen nach Nebenwirkungen der kurz zuvor durchgeführten Impfungen ihre Impfempfehlung geändert. Alle Todesfälle ereigneten sich bei gebrechlichen, alten Patienten in Pflegeheimen. Alle sind laut der Arzneimittelbehörde über 80 Jahre alt und einige über 90 Jahre alt.
Vorbehalte gegen den Impfstoff von Moderna
Gegenüber dem in der Schweiz am 12. Januar 2021 von Swissmedic zugelassenen Impfstoff von Moderna sind einige Vorbehalte zu machen. Er gehört ebenso zur neuen Impfstoffklasse mit einem gentechnischen Verfahren wieder Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Allerdings soll laut Lifesitenews die Zelllinie HEK 293 aus einem abgetriebenen Fetus ausgiebig für die Erforschung, die Entwicklung, die Produktion und die Tests des neuen Impfstoffes gegen COVID-19 verwendet worden sein.
Bei der Studie, auf deren Basis durch die FDA die Notzulassung des Impfstoffes von Moderna erfolgte, sollen teilweise gravierende Nebenwirkungen aufgetreten sein. Allein schon aus diesem Grund ist es ratsam, vorerst weitere Ergebnisse über die Folgen der Impfung abzuwarten.
Kategorische Ablehnung der Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson
Die momentan in der Schweiz noch nicht zugelassenen Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson sind mit Zelllinien aus abgetriebenen Föten hergestellt worden. Da voraussichtlich eine Ausweichmöglichkeit besteht, sollte man sich aus ethischen Gründen nicht mit diesen Impfstoffen impfen lassen (vgl. Dignitas personae Nr. 35). Die Schweiz hat im Oktober 2020 einen Liefervertrag mit AstraZeneca abgeschlossen!
Quellen, neueste zu oberst:
Geinitz C., Heer T., Lindner R., Dämpfer für BioNTech, FAZ vom 15.01.2021
Die Norwegische Arzneimittelbehörde hat 13 Todesfälle untersucht, die möglicherweise mit dem Coronaimpfstoff von Pfizer/BioNTech zusammenhängen. Allen Verstorbenen ist gemeinsam, dass sie alt und gebrechlich waren. Originalartikel: https://www.fvn.no/norge%20og%20verden/i/Qm51Lx/legemiddelverket-knytter-13-doedsfall-til-bivirkninger-av-vaksinen vom 14.01.2021
Swissmedic, Swissmedic erteilt die Zulassung für den Covid-19 Impfstoff von Moderna. 12.01.2021
Dan M.J. et al., Immunological memory to SARS-CoV-2 assessed for up to 8 months after infection. Science vom 6.1.2021, DOI: 10.1126/science.abf4063.
Swissmedic, Swissmedic erteilt Zulassung für den ersten Covid-19-Impfstoff in der Schweiz. Medienmitteilung vom 19.12.2020
CDC, COVID-19 Vaccines and Severe Allergic Reactions. (19.12.2020, aktualisiert: 4.03.2021)
Stellungnahme der deutschen allergologischen Gesellschaften AeDA (Ärzteverband Deutscher Allergologen), DGAKI (Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie), GPA (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin), Schwere allergische Reaktionen nach COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech in Großbritannien. 17.12.2020
BAG, Coronavirus: Impfung. Siehe: Reservationsverträge mit Impfstoffherstellern
Charlotte Lozier Institute: Analysis of COVID-19 Vaccine Candidates (aktualisiert: 3.03.2021)
CDC (Centers for Disease Control and Prevention der USA)
Interim Clinical Considerations for Use of mRNA COVID-19 Vaccines Currently Authorized in the United States (06.01.2021, aktualisiert: 5.03.2021)
COVID-19 ACIP Vaccine Recommendations (22.12.2020, aktualisiert 2.03.2021)
Moderna
Local Reactions, Systemic Reactions, Adverse Events, and Serious Adverse Events: Moderna COVID-19 Vaccine (20.12.2020, aktualisiert 22.02.2021)
Pfizer-BioNTech
The Advisory Committee on Immunization Practices’ Interim Recommendation for Use of Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine — United States (December 2020, erratum 29.01.2021).
Interim Clinical Considerations for Use of Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine (14.12.2020, aktualisiert 5.03.2021)
Grading of Recommendations, Assessment, Development, and Evaluation (GRADE): Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine (11.12.2020, aktualisiert 15.12.2021)
Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion Dignitas personae (2008) Nr. 35.