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Der Zugverkehr im Eurotunnel musste am Samstagmorgen während mehreren Stunden ausgesetzt werden. Im Verlaufe des Vormittags konnte der Bahnverkehr durch den 50 Kilometer langen Tunnel zumindest durch eine der beiden Röhre wieder vollständig aufgenommen werden. Der Betreiber des Tunnels weist zuletzt nur noch auf Verspätungen hin.
Am frühen Morgen versuchten rund 200 Flüchtlinge das gesicherte Gelände vor dem Tunneleingang in Calais zu stürmen. Mehr als 100 von ihnen drangen in den Tunnel ein. Einige der Flüchtlinge waren bereits 15 Kilometer weit vorgedrungen, als sie von der Polizei und anderen Sicherheitskräften gestoppt wurden.
Der Feuerwehr zufolge erlitten zehn Menschen, davon sieben Flüchtlinge, leichte Verletzungen.
Rund 3000 Flüchtlinge in Calais
Seit Ende Juni kamen in der Region um Calais nach Behördenangaben 13 Flüchtlinge bei dem Versuch ums Leben, nach Grossbritannien zu gelangen. Zuletzt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Flüchtling nahe dem Eurotunnel von einem Frachtzug überfahren.
In Calais sitzen mehr als 3000 Flüchtlinge fest, die meisten von ihnen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan. Sie hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder auf Zügen durch den Eurotunnel nach Grossbritannien zu gelangen.
Angesichts des Andrangs der Flüchtlinge wurden im Sommer die Sicherheitsmassnahmen am Hafen und am Eurotunnelgelände drastisch verschärft.