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Das menschliche Skelettsystem hat sich im Laufe der Evolution entwickelt und ermöglicht dem Menschen durch eine Stabilität und Beweglichkeit den aufrechten Gang.
Mit 206 bis 212 knöchernen Elementen umfasst das Skelettsystem eine sehr hohe Anzahl Knochen. Die Anzahl variiert, da insbesondere Hand, Fuss und Wirbelsäule unterschiedlich viele Knochen enthalten können.
Aufbau der Knochen
Knochenteile, welche innerhalb eines Gelenks liegen, sind von einer Knorpelschicht bedeckt, sodass die auftretende Reibung reduziert wird. Für den Zusammenhalt der Knochensubstanz, die zusätzliche Verfestigung und die ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen sorgt eine Bindegewebehaut, auch Periost genannt. Diese Haut, welche ein Netz aus Blutgefässen enthält, überzieht die Knochenrinde, die Kompakta. Sie dient zusätzlich als Schutz der Kompakta und ermöglicht den Ansatz von Bändern und Sehnen.
Die Kompakta geht in das schwammähnlich strukturierte Gerüstwerk aus feinen Knochenbälkchen, die sogenannte Spongiosa, über. Diese Konstruktion sorgt für die grosse Stabilität des Knochens bei relativ geringem Gewicht. Der Hohlraum zwischen den Knochenbälkchen bildet die Markhöhle des Knochens, welche vom Endost, der inneren Knochenhaut, ausgekleidet wird. Hier befindet sich das Knochenmark, welches mit zunehmendem Lebensalter in den meisten Knochen durch gelbes Fettmark ersetzt wird.
Die Knochen übernehmen verschiedene Aufgaben
Für die verschiedenen Formen der Belastung, denen wir unsere Körper aussetzen, ist jeder Knochen so aufgebaut, dass er eine ganz bestimmte Art der Bewegung abfangen kann. Jeder Knochen hat somit seine eigene Funktion, welche er als Teil des gesamten Skeletts übernimmt.
Zusätzlich übernehmen die Knochen eine Schutzfunktion von innen heraus. Der Brustkorb beispielsweise fungiert als Schutzschild für das Herz und die Lunge, der Schädelknochen hingegen liegt als starke Festung um unser Gehirn. Knochen dienen zudem der Kraftweiterleitung bei Bewegungen, und nicht zuletzt werden die roten Blutkörperchen im Knochenmark produziert. Zusammengefasst lassen sich die Knochenfunktionen in Formgebung, Bewegung, Protektion, Mineralstoffwechsel und Blutbildung unterteilen.
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