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Autor: Aline Laube
Bilder: Sina und Aline Laube
Am Wochenende vom 3./4. September fanden in Genf die Schweizermeisterschaften in den Kategorien U20 und U23 statt.
Silas Zurfluh wurde Schweizermeister über 1500m und Zweiter über 800m, Michelle Gröbli wird Vize-Schweizermeisterin über 400m
Samstag:
Der erste Startschuss des Tages fiel für Fabio Wolf, der den LCR über 400mH vertrat. Fabio lief ein starkes Rennen und erzielte nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern qualifizierte sich auch für das Final.
Wenig später ging es für Michelle Gröbli, Sina Laube und Suhely Durgauhee an den Start über 400m. Im ersten Vorlauf standen Michelle und Sina am Start. Michelle gewann ihren Vorlauf souverän mit 55,34 und sicherte sich somit einen Platz im Final. Sina startete sehr mutig in Rennen, musste leider aber auf den letzten 100 Metern etwas dafür büssen und hatte mit schweren Beinen zu kämpfen. Mit ihrer Zeit von 62.51 war sie sichtlich unzufrieden, unter anderem auch, weil eine Finalqualifikation anhand bereits gelaufener Zeiten greifbar gewesen wäre. Suhely Durgauhee startete anders als Sina eher verhaltener ins Rennen. Auf der zweiten Streckenhälfte kam sie den anderen 400m-Läuferinnen immer näher und beendete das Rennen in 64,14, was einer neuen Saisonbestleistung entspricht. Auch wenn Suhely nicht ganz glücklich war über den Rennverlauf, darf sie wirklich stolz auf sich sein. Als nächstes standen die Läufe über 800m an. Dort startete Aline Laube in der Kategorie U20W am Start. Wie schon ihre grosse Schwester startete auch Aline eher schneller ins Rennen, bekam aber auf der Zielgeraden sehr schwere Beine und rettete sich mit 2:26,45 ins Ziel. Den ersten SM-Tag beendete Silas Zurfluh mit einem Vorlauf über 800m. Silas lief taktisch klug und qualifizierte sich mühelos für den Finallauf am Sonntag.
Sonntag:
Wie auch am Samstag machte Fabio für den LCR den Auftakt in den Wettkampf. Schon um 10:30 Uhr fiel sein Startschuss über 110mH. Fabio lief eine starke Zeit von 16.49s und blieb mit dieser Leistung nur 14 Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit.
Weiter ging es mit dem ersten Final. Silas, der am Sonntag einen Doppelstart geplant hatte, startete in einem starken Feld über 1500m. Auf den ersten zwei Runden jagte Silas den Zuschauenden einen gewaltigen Schrecken ein. Obwohl er die schnellste Bestzeit über 1500m hatte aus dem Teilnehmerfeld, lag er nach 100 Metern ganz hinten im Feld. Doch Silas und seine Trainer blieben ruhig, und so rollte er nach der Hälfte des Rennens langsam, aber sicher das Feld von hinten auf und liess immer mehr seiner Konkurrenten hinter sich. Mit einer sehr starken letzten Runde und einem fulminanten Sprint aus der Kurve konnte der Innerschweizer alle anderen Läufer überholen und gewann den Schweizermeistertitel über 1500m.
Auf das Rennen von Silas folgte das Final von Fabio über 400mH. Fabio gelang ein guter Start – bereits nach 150 Metern konnte er zu einem Läufer auf der Aussenbahn aufschliessen. Auch alle weiteren Hürden erwischte er problemlos. Bei der letzten Hürde blieb Fabio leider mit dem Fuss hängen, konnte sich zwar zuerst abfangen, aber verlor schliesslich doch das Gleichgewicht und stürzte wenige Meter vor dem Ziel. Fabio aber reagierte schnell, rappelte sich auf und beendete sein Rennen trotz allen Umständen in starken 60.41 Sekunden.
Fabio war im Ziel sichtlich enttäuscht über das Endergebnis, aber sein Resultat spricht stark dafür, dass eine neue Bestzeit über 400mH nur so auf ihn wartet.
Als nächstes folgte eine grosse Überraschung. Eine 400m Finalistin verzichtete auf ihren Startplatz, was bedeutete, dass Sina nachrutschen konnte. Diese Nachricht machte Sina nur 75min vor dem Start zuerst absolut sprachlos, zum Glück hatte sie aber das Wettkampf Tenue vor Vortag noch dabei und so konnte sie Michelle unerwartet Gesellschaft leisten.
Der Startschuss fiel, Michelle kam gut aus den Startpflöcken, konnte sich sogleich vorne im Feld platzieren und heftete sich an die Fersen der Nidwaldnerin Julia Niederberger. Michelle lief ein fantastisches Rennen, in dem sie sich nicht nur die Silbermedaille sicherte, sondern auch erneut die 54 Sekunden Marke knackte und eine neue Bestzeit von 53.70 Sekunden aufstellte! Sina startete, mitgezogen von den anderen Läuferinnen in diesem starken Feld, noch schneller als am Vortag. Obwohl der Finalstart für sie eher unerwartet kam, verkraftete sie die schnellen ersten 200 Meter sehr gut und erreichte die Ziellinie in 61.72s.
Am letzten Start der Schweizermeisterschaften stand erneut Silas an der Linie, dieses Mal aber über 800m. Silas startete zuerst ungewollt vorsichtig ins Rennen, konnte aber schnell zur Spitzengruppe aufschliessen und lauerte bereits nach 300 Metern hinter dem Podest. In der zweiten Runde forcierte Silas das Tempo nochmals und überholte ausgangs Kurve nach 500 Metern zuerst den dritten und kurz darauf auch den zweiten Läufer. In der Zielkurve konnte er den Abstand zu seinen Verfolgern noch ausbauen und erreichte das Ziel als Zweiter in einer grossartigen Zeit von 1:51.09, womit er bereits seine zweite Medaille für den Tag gewann und auch seine alte persönliche Bestzeit um eine knappe Sekunde pulverisierte.
Mit diesen grossartigen Leistungen wurde das spannende und tolle Wochenende beendet.