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Massnahmenplan
Die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) verlangt für eine grosse Zahl von Stoffen und Anlagen die Einhaltung vorsorglicher Emissionsgrenzwerte. Diese müssen unabhängig von der aktuellen Luftqualität eingehalten werden.
Die verlangte Luftqualität kann aber vorab beim Stickstoffdioxid (in der Nähe leistungsstarker Strassen, in dicht besiedelten Gebieten) und bezüglich Ozon (landesweit und flächendeckend) nicht erreicht werden. Auch für Feinstaub (PM10) sind in grösseren Gebieten die Immissionsgrenzwerte überschritten.
In der Regel sind Überschreitungen von Immissionsgrenzwerten durch eine Vielzahl von Einzelquellen und Quellengruppen bedingt. Der Thurgau, wie alle Kantone, hat einen Massnahmenplan erstellt. Darin wird aufgezeigt, welche Quellen in welchem Umfang zur Grenzwertüberschreitung beitragen und welche Massnahmen dagegen zu treffen sind. Im Massnahmenplan 1993 waren rund 60 Einzelmassnahmen aufgelistet. Er wurde im Jahre 2005 aktualisiert. Zur Zeit werden um die 25 Massnahmen in vier Handlungsbereichen umgesetzt. Auch Öffentlichkeitsarbeit gehört dazu.
Die Handlungsbereiche sind
- Massnahmen, die gleichzeitig mehrere Schadstoffe betreffen,
- Massnahmen mit Wirkungsschwerpunkt Ozonbelastung,
- Massnahmen mit Wirkungsschwerpunkt Feinstaubbelastung und die
- Massnahmen, die noch vom ersten Massnahmenplan aus dem Jahre 1993 stammen.
Das Amt für Umwelt ist beauftragt, die Umsetzung der Massnahmen zu koordinieren. Vollzugsberichte finden Sie unter den Downloads / Luftreinhaltung.