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Der Stellenabbau bei der Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) geht weiter. Nach rund 2500 Stellen im letzten Jahr werden zusätzlich rund 300 Arbeitsplätze gestrichen.
Per Ende 2001 hatte die CSFB 25'000 Personen beschäftigt. Der Stellenabbau erfolge in allen Bereichen, auf allen Ebenen und in allen Regionen, sagte CSFB-Sprecher Paul Rimer am Dienstagabend. Er begründete den Schritt mit der anhaltenden Schwäche an den Finanzmärkten.
1,6 Mrd. Franken Reinverlust
Bereits bei der Bilanz-Medienkonferenz vom 12. März hatte die Credit Suisse Group (CSG) weitere Kosteneinsparungen durch Stellenabbau angetönt. Die Credit Suisse First Boston schrieb im vergangenen Geschäftsjahr angesichts der schwierigen Finanzmärkte einen Reinverlust von 1,6 Mrd. Franken.
Bis Ende Geschäftsjahr 2001 hat der Finanzdienstleistungs-Konzern im Investment Banking 2500 Stellen gestrichen. Dieser Abbau stand im Zusammenhang mit der Integration der US-Bank Donaldson Lufkin & Jenrette und dem Kostensparkurs des neuen CSFB-Chefs John Mack.
CSFB nimmt 1,85 Mrd. Dollar auf
Credit Suisse First Boston USA will an den internationalen Kreditmärkten Mittel über insgesamt 1,85 Mrd. Dollar aufnehmen. Dazu soll eine fünfjährige Emission über 1,5 Mrd. Dollar emittiert werden.
Weiter teilte die CSFB am Dienstag mit, zudem solle die bestehende 6,50%-Anleihe mit Laufzeit bis Januar 2012 um 350 Mio. Dollar aufgestockt werden.
Die ausstehenden Verbindlichkeiten von CSFB USA werden den Angaben zufolge von den Ratingagenturen Moody's Investors Services mit "Aa3" und Standard & Poor's (S&P) mit "AA minus" eingestuft.
Die zur CS-Group gehörende CSFB ist die vierte grosse Investmentbank innerhalb weniger Wochen, die Mittel aufnimmt. Zuvor hatten dies bereits Morgan Stanley, Merrill Lynch und Lehman Brothers getan.
swissinfo und Agenturen