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Kairo
Kairo
„Hast Du Kairo nicht erblickt, so hast Du die Welt nicht gesehen.“ Muhammed Abu Hamed, 1457
Gegründet über dem antiken Babylon, in der Nähe der Ruinen von Memphis, der Hauptstadt des alten Reiches; Kairo ist seit Jahrhunderten die grösste Stadt in Afrika. Das moderne Kairo umfasst zahlreiche Städte der Vergangenheit mit ihren Monumenten: die Pyramiden der Pharaonen, frühchristliche Klöster und Kirchen, die Zitadelle des Saladin und Moscheen mamelukischer und osmanischer Sultane. Fünftausend Jahre Kultur sind hier konzentriert, im Zentrum dreier Kontinente.
Kairo heisst auf arabisch "el Kacheira", die Siegreiche. Sie wird auch "Mutter der Welt" genannt. Kairo ist die Hauptstadt Ägyptens. Mit über 22 Millionen Einwohner ist sie die grösste Stadt von Afrika und zählt auch zu den grössten Agglomerationen der Welt. Kairo ist überbevölkert, hat ein unkontrolliertes Wachstum, eine chaotische Infrastruktur und weist eine grosse Wohnungsnot auf. In den dichtesten Altstadtvierteln von Kairo leben bis zu 140'000 Menschen pro Quadratkilometer auf engstem Raum zusammen! Die Strassen, Kanalisationen und Verkehrsmittel reichten eigentlich nur für 2-3 Millionen Menschen aus. In Kairo sind rund 2 Millionen Fahrzeuge zugelassen, die täglich die Strassen total verstopfen. Im Jahr 2000 rechnet man bereits mit 20 Millionen Einwohnern, dann wird eine Autofahrt quer durch die Stadt 10 Stunden dauern! Kairo weist einen der höchsten Verschmutzungsgrade auf der Welt auf. Die Luftverschmutzung ist so gross, dass man von der Zitadelle mit der Alabaster-Moschee aus nur noch ganz schwach die Pyramiden von Giseh sieht (wenn überhaupt).
Doch trotz der Hektik der Grossstadt trifft man überaus freundliche Menschen an. Mitten im Getümmel sitzen Männer am Strassenrand und trinken ein Glas Tee oder ein Moslem rollt seinen Gebetsteppich in aller Ruhe aus und gibt sich im Gebet ganz Allah hin. Inseln der Ruhe sind auch die zahlreichen Moscheen in der Stadt mit ihren über 400 Minaretten (Türmen), von wo aus der Muezin fünf Mal pro Tag zu den Gebeten aufruft. Kairo ist abstossend und anziehend zugleich. Hier prallen moderne und das ursprüngliche, orientalische aufeinander. Wer Kairo richtig besuchen will, muss sich Zeit lassen. Denn erst wenn man die Stadt näher kennen lernt man sie zu lieben! Wer Kairo nicht gesehen hat Ägypten nicht gesehen!!!
Tages-Rundfahrt: Pyramiden, Memphis, Sakkara
Wer nach Ägypten reist, der muss die Pyramiden von Giseh mit der berühmten Sphinx einfach gesehen haben. Gegen Eintritt kann man einzelne Pyramiden sogar betreten. Durch einen langen, engen Gang (Kopf einziehen), durch stickige, mufflige Luft, erreicht man schliesslich die Grabkammern. Nichts für jemand, der Platzangst hat. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, eine kleine Taschenlampe mitzunehmen. Rund 200 Meter hinter den Pyramiden hat es eine Aussichtsplattform, von wo aus man die Pyramiden gut fotografieren kann. Achtung: Vor allem bei diesem Aussichtspunktz, aber auch bei den Pyramiden werden zahlreiche Händler versuchen, Ihnen Souvenirs, Skulpturen, kühle Getränke oder ihre Kamele für einen kleinen Ausritt anzudrehen. Lassen sie sich nicht auf den Vorschlag ein, auf ein Kamel zu steigen, damit der Kamelführer ein Foto machen kann mit Ihnen auf dem Kamel; nur gegen ein teures „Bakshish“ lässt er sie wieder vom Kamel heruntersteigen.
Memphis, die legendäre Hauptstadt des alten Reiches Ägypten. Eine der ältesten Städte der Welt.
Sakkara, die Totenstadt von Djoser mit der Stufenpyramide. Hier erlebt man die Geschichte der ägyptischen Zivilisation von den Pharaonen bis zur griechisch-römischen Zeit.
Tages-Rundfahrt: Zitadelle, alt Kairo, Nationalmuseum
Das ägyptische National-Museum mit dem legendären Grabschatz des Tut anch Amun.
Zitadelle mit der grandiosen Alabaster-Moschee (Mohamed-Ali-Moschee)
Ev.orientalischer Bazar "Khan el Khalili"
Ägyptisches Nationalmuseum
Es ist eines der berühmtesten Museen der Welt mit einer einmaligen Sammlung von Altertümern, Mumien, Sarkophagen den sagenhaften Schätzen aus dem Grab des Tut Anch Amum. Alleine 14 Räume füllt dieser Grabschatz im ägyptischen Museum! Insgesamt werden in den Museumsräumen und in Archiven über 150'000 Objekte gelagert oder ausgestellt. Gegen einen zusätzlichen Eintritt kann man auch den Mumiensaal im ägyptischen Museum besuchen (lohnenswert!)
Kairo Tower
Der 187 Meter hohe Cairo-Tower mit der wundervollen Aussicht auf Cairo. Hier hat man einen herrlichen Ausblick über Kairo. Herrlich bei Sonnenuntergang. Möchte man im Restaurant im Tower essen, müssen die Essensbon am Eingang bezahlt werden. Schlechter Service, zum Teil lange Wartezeiten. Tip: vor dem Cairo Tower hat es ein gemütliches Gartenrestaurant, wo man gut und günstig isst!
Berühmte Moscheen in Kairo
Alabaster-Moschee oder Mohamed-Ali-Moschee
Innerhalb der Zitadelle. Mit ihrer Kuppel und dem 80 Meter hohen Minarett ist sie einer der schönsten Sakralbauten von Ägypten
Al Azhar-Moschee und Universität
Etwas oberhalb des Bazares Khan el Khalili: 988 wurde diese Moschee zur Universität erhoben, wo heute rund 150'000 Studenten aller gängigen Fachrichtungen studieren. Sie ist für den sunnitischen Islam (dem die meisten Ägyptern angehören) eine Art islamischer Vatikan. In „Fatwas“ (religiösen Gutachten) wird hier verbindlich entschieden, was den Muslimen erlaubt und was verboten ist.
Hussein Moschee direkt am Eingang zum Khan el Khalili.
Sultan Hassan-Moschee nahe der Zitadelle. Mit 81 Metern hat die prächtige Moschee das höchste Minarett von Kairo.
Ibn Tulun-Moschee: 2.älteste Moschee Kairos aus dem 9. Jahrhundert. Sie entstand an der Stelle, wo Prophet Abraham (auch im islam verehrt) seinen Sohn Isak hätte opfern sollen.
Pharaonen-Inseln
Die Alternative zum ägyptischen Museum! Man erlebt bildlich das alte Ägypten (z.T. etwas kitschig, aber lohnenswert!)
Mit einem pharaonischen Disneyland hat sich Ägyptens grösster Papyrushändler Dr. Hassan Ragab einen Kindheitstraum verwirklicht und eine touristische Einnahmequelle erschlossen. Auf dem Kanal der Mythologie fährt man in einem Boot durch das pharaonische Ägypten mit leibhaftigen Pharaonendarstellern, nachgebildeten Tempel, heiligem See etc. Man sieht verschiedene Pharaonen- und Götterstatuen. Anschliessend wird gezeigt, wie die Fellachen (Bauern) im alten Ägypten die Felder bestellten, wie gefischt wurde, wie die Tempelinschriften und Hieroglyphen entstanden, wie Tonkrüge oder Parfueme-Essenzen gemacht wurden etc. Anschliessend betritt man die Pharaonen-Insel, auf der der Luxor-Tempel im kleinen Stil nachgebaut wurde, sieht ägyptische Wohnhäuser etc.
Die Pharaonen-Insel findet man auf der Jacobs-Insel. Adresse: 3 Al-Bahr Al-A’zam street. Von der Insel Zamalek mit seinem Cairo-Tower fährt man auf der linken Nilseite den Nil hinauf (nächste oder übernächste Insel). Öffnungszeiten: täglich von 09.00 – 18.00 Uhr (Sommer bis 21.00 Uhr)
Prospekte über die Pharaonen – Inseln sind bei Sindbad-Reisen erhältlich. Informationen finden sich auch im Internet: http://pharaonicvillage.com/
Sound- and Light-Show bei den Pyramiden und der Sphinx
Sound- & Lightshow bei den Pyramiden von Giseh. Mit dröhnenden Stimmen werden Anekdoten aus dem alten Ägypten erzählt, dazu eine eindrückliche Lichtschau. Sehr eindrücklich, schon wegen der gewaltigen Kulisse der Pyramiden. Erkundigen Sie sich beim Eingang neben der Sphinx (oder an der Reception des Hotels oder bei örtlichen Reiseveranstaltern) nach Vorführungszeiten der deutschsprachigen Aufführungen. Infos finden sich auch im Internet: http://www.soundandlight.com.eg
Baron Empain Palace
Der Baron Empain Palace (auch Palais Hindou) ist ein 1905 fertiggestellter Palast in Heliopolis, einem Vorort von Kairo.
Der im hinduistischen Stil gehaltene Palast wurde von dem französischen Architekten Alexandre Marcel im Auftrag von Édouard Louis Joseph Empain in der Wüste erbaut. Für die Innenausstattung war Georges-Louis Claude verantwortlich. Erst 1908 begann man mit der Errichtung der Vorstadt Heliopolis, von der der Palast jetzt ein Teil ist.
Die Fassade des Palastes ist reich mit Skulpturen von Schlangen, Drachen und weiteren Figuren dekoriert. Künstler und Handwerker reisten aus Indonesien an. Das Gebäude verfügt über zwei Stockwerke sowie ein Souterrain. Dort befindet sich ein Familienmausoleum. Bis 1957 blieb der Palast im Besitz der Familie des Baron Empain und wurde in diesem Jahr an einem Saudi verkauft. Mittlerweile ist vieles von der alten Ausstattung verloren und der Palast gilt als Ort von Gespenstern.
Saint Samaan the Tanner - Saint Simon - Cave Church - Felsenkirchen
Eine sehr interessante Gegend die normal kein Touri zu sehen bekommt. Warum? Um zur Felsenkirche zu gelangen, muss man mit dem Auto oder auch zu Fuss durch das Müllviertel. Hier wird täglich der Müll Kairos durch Kopten getrennt. Gleichzeitig leben die Leute in diesen Häusern. Wer einmal dort war und die Luft gerochen hat kann es sich eigentlich nicht vorstellen. Hat man das Müllviertel passiert, erreicht man die Felsenkirche. Diese einzigartige Freiluft Kirche ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Die Felsenkirche der Zabbalin ist die grösste Kirche im Nahen Osten. Sie hat Platz für 20 000 Gläubige und erinnert optisch an ein griechisches Amphitheater. Die koptische Kirche in Ägypten bildet mit rund zwölf Millionen Gläubigen die grösste christliche Gemeinschaft im Nahen Osten. Die riesige Freiluft-Kirche ist wie ein Amphi-Theater in den Fels gebaut. Ausserhalb hat es noch verschiedene andere versteckte Kirchen. Ein Besuch ist sehr interessant und lohnenswert.
Dreampark
Der Dreampark ist der führende Vergnügungspark von Ägypten. Er wurde 1999 ausserhalb von Kairo, in der Stadt 6. Oktober (Von den Pyramiden Richtung Alexandria) erbaut. Zahlreiche abenteuerliche Bahnen und Anlagen sind auf dem Gelände des Dreamparkes zu finden. Es sind kaum Touristen hier anzutreffen, das Zielpublikum sind Ägypter. Innerhalb des Parkes gibt es auch noch einen Vergnügungspark für die Kinder (die Ägypter sind sehr kinder-liebend!). Vor allem Freitags, dem offiziellen Feiertag in Ägypten herrscht hier Hochbetrieb. http://www.dreamparkegypt.com
Hinfahrt mit dem Taxi. Achtung: den Taxi warten lassen und einen Preis vereinbaren. Oder auf gut Glück einen Taxi finden. Es gibt wenige offizielle Taxis beim Ausgang, doch sind diese teurer. Am besten man geht auf den Parkplatz und sucht eine Taxi, der gerade Gäste aus Kairo gebracht hat