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Benjamin Raich hat zum zweiten Mal den Riesenslalom von Adelboden auf der schwierigsten Piste der Welt gewonnen. Bester Schweizer war Didier Cuche als 7., Didier Défago wurde 9.
Dieser Weltcup-Anlass in Adelboden ist nur die erste von zahlreichen Veranstaltungen des internationalen Sports in der Schweiz.
Benjamin Raich ist zurück. Der Österreicher gewann wie im Vorjahr den Riesenslalom auf dem Chuenisbärgli in Adelboden und feierte seinen insgesamt 25. Weltcup-Sieg.
Raich war im ersten Lauf bereits auf den ersten Zwischenrang gefahren. Dank einem perfekten zweiten Lauf holte er fast eine Sekunde Vorsprung (0,85) auf den zweiten heraus, den Italiener Massimiliano Blardone. Dritter wurde der Norweger Aksel Lund Svindal.
Der Schweizer Didier Cuche, der zu den Favoriten zählte, schaffte es vor 21'200 Zuschauern trotz einem 5. Zwischenrang nicht auf das Podest und kam auf den 7. Platz.
Anschluss geschafft
Cuche lieferte nach dem 4. Rang in Beaver Creek aber wiederum Zeugnis davon ab, dass er auch im Riesenslalom den Anschluss an die Besten endgültig wieder geschafft hat.
Kurz nach dem Rennen zeigte er sich etwas enttäuscht: "Mein Ziel war mindestens ein Platz unter den ersten fünf. Ich hätte dem Publikum etwas bieten wollen", sagte er noch ausser Atem.
Gespaltenes Verhältnis
Der Neuenburger hat zum "Chuenisbärgli", wie die Adelbodner ihren Hausberg Kuonisbergli offiziell genannt haben wollen, ein gespaltenes Verhältnis.
2002 feierte er da seinen ersten (und einzigen) Riesenslalom-Sieg, ein Jahr später schied er als Leader des ersten Laufes aus, und am 4. Januar 2005 erlitt er im Training auf dem Zielhang einen Kreuzbandriss, der ihm praktisch zwei Saisons seiner Karriere raubte.
Auch Didier Défago, der neunter wurde, hat zu Adelboden eine besondere Beziehung. 2005 führte er erstmals in seiner Karriere das Klassement an, ehe ihn das gleiche Schicksal ereilte wie Cuche 2003.
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Die Geschichte der Skirennen in Adelboden ist älter als der Weltcup, der seit 1967 stattfindet. 1955 fand das erste Rennen statt, damals noch ein Slalom.
Der erste Sieger hiess Martin Julen und war der Vater des späteren Olympiasiegers Max Julen. 1958 fand der erste Riesenslalom statt, wieder mit einem Schweizer Sieger: Roger Staub.
Später, im Rahmen des Weltcups, wurden die Schweizer Sieger rarer, dafür trugen alle klingende Namen: Werner Mattle (1972), Heini Hemmi (1977), Pirmin Zurbriggen (1983 und 1987), Michael von Grünigen (1993 und 1996) sowie Didier Cuche (2002).
Fakten
Key Facts:
1. Benjamin Raich (Ö) 2:25,29.
2. Massimiliano Blardone (It) 0,85 zurück
3. Aksel Lund Svindal (No) 1,00
7. Didier Cuche (Sz) 1,59
9. Didier Défago (Sz) 1,89
16. Daniel Albrecht (Sz) 2,36
Ausgeschieden: Marc Berthod