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Die Soka Gakkai wurde 1930 als «Soka Kyoiku Gakkai» (werteschaffende Erziehungsgesellschaft) von den japanischen Pädagogen Tsunesaburo Makiguchi und Josei Toda gegründet. Die Laiengemeinschaft steht in der Tradition des japanischen buddhistischen Gelehrten Nichiren Daishonin (1222-1282). Auf der Basis des Lotos-Sutras lehrte er, dass die Rezitation seines Titels «Myoho Renge Kyo», des «Mystischen Gesetzes von Ursache und Wirkung», zur Erleuchtung führt. Daisaku Ikeda, seit 1960 Präsident der Soka Gakkai, verbreitete die Philosophie des Mahayana-Buddhismus in andere Länder. 1975 gründete er Soka Gakkai International als Dachverband der nationalen Religionsgemeinschaften. Sie zählt heute mehr als 12 Millionen Mitglieder. Die Mitglieder bemühen sich, kulturellen Austausch zu fördern und das humanitäre Gedankengut des Buddhismus zu vermitteln.
Die Gemeinschaft existiert in der Schweiz seit Anfang der 60er Jahren und zählt heute etwa 700 Mitglieder. Soka Gakkai Schweiz wurde 1989 als gemeinnütziger und unabhängiger Verein gegründet. Existierten im Kanton Luzern 2008 zwei Gruppen, so ist die Zahl auf gegenwärtig vier Gruppen angestiegen: je eine Gruppe in Kriens und Sursee-Sempach sowie zwei Gruppen in Luzern. Die Mitglieder treffen sich in privaten Räumen, um gemeinsam zu rezitieren und sich auszutauschen.
«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 09.01.2017