Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03400.jsonl.gz/1057

Im Bereich der Naturwissenschaften und der Mathematik haben wir uns im November den Zahlen und Mengen zugewandt. In verschiedenen Spielen und Angeboten haben wir uns mit Mengen und Zahlen auseinandergesetzt. Es ging darum, die Reihenfolge der Zahlen kennenzulernen, verschiedene Mengen zu unterscheiden, analoge Zahlen zu erkennen und zu benutzen und darum Objekte zu sortieren. Kinder erkennen schon früh verschiedene Mengen. So reagieren bereits Säuglinge unterschiedlich auf kleine und grosse Mengen, indem sie sie unterschiedlich lange anschauen, dies jedoch nur, wenn der Mengenunterschied genug gross ist, in einem Verhältnis von mindestens 1:2. Auch das Verständnis von Eins-zu-Eins-Zuordnung von Objekten ist eine wichtige Erkenntnis bei der Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten. Diese Eins-zu-Eins-Zuordnung erleben Kinder oft im Alltag, eine Socke kommt an einen Fuss, für zwei Füsse brauchen wir also zwei Socken oder beim Mittagessen brauchen wir für vier Kinder vier Teller, Gabeln, Löffel und Gläser. Schnell erkennen Kinder, dass zwei Kekse für drei Kinder nicht ausreichen werden.
Im Kleinkindalter lernen die Kinder die Zahlenwörter und ihre feste Reihenfolge kennen. Dazu kommt das Kardinalitätsprinzip, welches aussagt, dass das zuletzt genannte Zahlenwort der Gesamtsumme der Objekte entspricht. Diese Fähigkeiten stellen die Grundvoraussetzungen für das korrekte Zählen und vergleichen von Mengen dar.
Verfasserin: Linda
Quelle: Herber, Viktoria/ Pauen, Sabina (2009): Vom Kleinsein zum Einstein. Cornelsen Verlag, 1. Auflage