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Wäre Anfang Juni gewählt worden, dann würden die SVP und die FDP als Siegerinnen aus den Wahlen hervorgehen. Die SVP wäre die wählerstärkste Partei, die FDP hätte gegenüber 2011 am stärksten zugelegt.
Die zweite Welle des GfS-Wahlbarometers von Claude Longchamp bestätigt die erwarteten Trends. Wäre zwischen dem 1. und 12. Juni gewählt worden, dann läge die SVP in Sachen Wähleranteil weit vor der SP und der FDP.
Die SVP erreicht mit 26,1 Prozent Wähleranteil 0.5 Prozentpunkte weniger als bei den Wahlen 2011, die FDP hingegen legt um ganze zwei Prozentpunkte an Wähleranteil auf 17,1 Prozent Wähleranteil zu. Dies trotz dem Wirbel, den die Lobbying-Affäre um die FDP-Nationalrätin und designierte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder verursacht hatte. «Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Debatte negativ auf die Wahlabsichten für die FDP ausgewirkt hat, ist ausgesprochen gering», schreibt Longchamp in der Interpretation der Ergebnisse.
Auch die SP vermag von 18,7 auf 19,3 Prozent Wähleranteil zulegen und bleibt damit zweitstärkste Partei. Die CVP und die Grünen hätten im Vergleich mit den Wahlen 2011 Wähleranteile verloren. Bereits zum dritten Mal hintereinander verliert die BDP, die noch auf einen Wähleranteil von 4,4 Prozent kommt. Die nächst schlechter abschneidende Partei sind die Grünliberalen.
Die Führung der SVP erklärt sich zu einem guten Teil damit, dass der grösste Anteil der vom GfS befragten Wählerinnen und Wähler die Migrationsthematik als grösstes und dringendstes Problem sehen und die meisten Wählenden der SVP in diesem Themenfeld auch am meisten Kompetenz zusprechen.
Was die GfS-Befragung auch zeigt: Die Befragten sehen im Migrationsbereich die Flüchtlings- und Asylfrage nicht als problematisch an. Nur 30 Prozent geben an, die Schweiz nehme ihrer Meinung nach zu viele Flüchtlinge auf. 65 Prozent der Befragten gaben an, die Schweiz nehme «gerade richtig» viele oder «zu wenige» Flüchtlinge auf.
(thi)