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Das Collegium musicum wurde 1692 gegründet. Ziel war zunächst, die Freude am Musizieren zu fördern und geistliche Musik zu pflegen. Im Unterschied zu den bereits früher gegründeten Collegia musica in anderen Schweizer Städten bestanden in Basel Verbindungen zur Kirche und zum Gymnasium sowie ein direkter Bezug zur Universität, wo seit dem 16. Jahrhundert Musik auch praktisch gelehrt wurde.
Mit der Einführung der Subskriptionskonzerte im Jahre 1748 wurden die Aktivitäten stark intensiviert und damit auch für Berufsmusiker und Instrumentenbauer attraktiver. 1752 bestand die Möglichkeit, 18 Berufsmusiker zu beschäftigen. Die aufgeführten Werke sind nur zum Teil durch indirekte Beschreibungen und erhaltene Musikalien bekannt.
Die Ende des Jahrhunderts ausbrechenden Revolutionswirren führten dazu, dass von 1799 bis 1803 keine Darbietungen stattfinden konnten.
Eng mit dem Collegium musicum verbinden sich die Namen der Holzblasinstrumentenmacher Schlegel mit Vater Christian (um 1667–1746) und Sohn Jeremias (1730–1792) sowie der Tasteninstrumentenbauer Vater Peter Fridrich Brosi (1700–1764) und Sohn Johann Jacob Brosy (1748–1816); letzterer war für den Unterhalt der Tasteninstrumente des Collegium musicum verantwortlich.