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Die Grossratsmitglieder Antoinette de Weck (FDP, Freiburg) und Marc-Antoine Gamba (CVP, Freiburg) fordern in einer Motion, dass sich der Staatsrat beim Bund für Zusammenarbeitsprojekte von medizinischen Fachpersonengruppen einsetzen soll, die sowohl den Patienten als auch der Qualität und der Wirtschaftlichkeit zugutekommen – wie etwa das in den letzten Jahren angewandte Freiburger Modell der pharmazeutischen Betreuung in den Pflegeheimen.
Doch die Kantonsregierung empfiehlt diese Motion zur Ablehnung. Sie betont in ihrer Antwort, dass sie einen neuen Artikel des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) in ihrer Vernehmlassungsantwort begrüsst habe, der es erlauben soll, abweichend vom KVG innovative, kostendämpfende Projekte durchzuführen. Dieser sogenannte Experimentierartikel habe das gleiche Ziel wie die von der Motion geforderten Änderungen. Diese sei dadurch gegenstandslos geworden.
«Ein Nonsens»
Das System der pauschalen Abrechnung der Medikamente für Bewohner von Pflegeheimen im Kanton habe sich 15 Jahre lang bewährt, so der Staatsrat. Die Abschaffung dieses Systems wäre seiner Meinung nach «ein Nonsens, der sich den Versicherten, die jedes Jahr höhere Prämien zahlen müssen, nur schwer erklären lässt, vor allem in einer Zeit, wo alles Mögliche versucht wird, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu bremsen».