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so um seine Längenächse gedreht wird, dass die Spitzen der Häkchen gegen die Iris gerichtet wer– den, worauf dann die Pincette so weit geöffnet wird, dass die beiden Häkchen sich wenigstens eine Linie von einander entfernen; die Häkchen werden nun in die Iris gesenkt, die Pincette geschlossen und zugleich gelinde angezogen. Beim Abziehen müssen die Hakenspitzen abwärts ge– richtet werden, um die Kapsel und die Linse nicht zu verletzen. Durch Senkung des Grisses macht man die Häkchen aus der Iris, welche hier eben– falls aus der Hornhautwunde hervorgezogen wird, los *). Bei sehr beengter vorderer Augenkammer ist es schwierig, den einfachen oder doppelten Haken, da nach gemachtem Hornhautschnitt die wässe– richte Feuchtigkeit ausfliesst, und die Iris an die Hornhaut sich anlegt, bis an die Stelle, an wel– cher die Ablösung vollführt werden soll, zu brin– gen. Gräfe *) hat durch seine sinnreiche Erfin– dung diese Operationsmethode leichter und sicherer in der Ausführung gemacht. Das Instrument wird Coreoncion genannt. Der Hakendecker, der vor – und rückwärts geschoben werden kann, verbirgt das einfache oder doppelte Häkchen, so, dass wenn die Iris durch die Häkchen gefasst ist, diese unter sich und mit dem Hakendecker pin
4) Beer (i. a. W. 2: B. S. 2o4) beschreibt das Verfahren, vermöge dessen, mittels einer durch die vordere Augenkammer geführten gekrümmten Nadel die Ablösung der Iris vollführt wird. Das Reisinger'sche Verfahren, welches er in vielen Fällen angewandt hat, schien er für das vorzüglichere zu halten. Jäger hält das einfache Häkchen für das zweckmässigste Werkzeug bei Verrichtung der Iridodialysis, wobei er beim Anziehen die Spitze desselben nach abwärts stellt, damit das Linsensystem nicht verletzt. werde, und die günstigen Resultate, die er durch dieses Verfahren erhält, scheinen seine Ansicht zu rechtfertigen.
2) Jüngken, a. a. O.
cettenartig wirken, wobei die Häkchen so versteckt sind, dass jeder Anstoss beim Zurückziehen des Instrumentes aus der Hornhautwunde verhütet wird. Langenbeck ) hat ein ähnliches Instrument empfohlen, welches aus einem feinen Häkchen und einer goldenen Röhre gebildet ist; das erstere läuft in letzterer. Man mag sich des einen oder des andern Coreoncion bedienen, so besteht die Operation in Verrichtung des kleinen Hornhautschnittes, in der Fortführung des bedeckten Häk– chens durch die vordere Augenkammer bis zum Ciliarrande der Iris, in der Stellung der Spitze des Häkchens gegen die zu fassende Stelle, in der Ent– blösung und Einhakung desselben, in der Drehung des Instrumentes halb um seine Achse, in dem Decken des Häkchens, und dem allmähligen Zurückziehen des Instrumentes, so dass der Prolapsus Iridis gebildet wird *). Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Entzündung, welche der Ablösung der Iris vom Ciliarligamente folgt, wenn die Operation nach dem Langenbeck'schen Verfahren verrichtet wird, gewöhnlich unbedeutend und ohne üble Folgen ist,
1) Neue chir. Bibl. 1. B. 3tes u. 4tes St. Ein sehr geeignetes Instrument erfand Schlagintweit (über den gegenwärtigen Zustand der künstlichen Pupillenbiidung in Deutschland. München, 1818), welches er Iriankistron benennt. -
2) JWagner (a. a. O.) empfiehlt ein eigenes Instrument, welchem er die Benennung Nadelzange (forceps acuformis) gegeben hat. Er führt dieses geschlossen durch die vordere oder hintere Augenkammer ein, öffnet es an der Stelle, wo die Pupille gebildet werden soll, bakt es ein, schliesst es, und geht dann damit allmählig zurück, wobei er trachtet die Iris in die gemachte Wunde einzuklemmen. Geht er durch die hintere Augenkammer ein, so wird vorläufig die Linse reksinirt. Emden (de Raphiancistro, novo Instrumento ad novam Cosemorphoseos methodum perficiendam. Göttingae, 4818) räth die Pupille mit einem auf einer Nadel ausruhenden Häk
und die Pupille ihre gehörige Grösse behält, nicht in eine kleine am Ciliarrand befindliche Spalte sich verwandle, wenn die Iris in die Hornhautwunde eingeklemmt, und durch diese so festgehalten wird, dass sie sich nicht zurückzuziehen vermag"). Diese Operation ist angezeigt, wenn die durch Entzündung exsudirte Lymphe sich über den klei– nen Ring der Iris fortsetzt. Die Iridectomie könnte in einem solchen Falle nicht mit Erfolg gemacht werden. Hat das Exsudat bis zum Ciliarligament sich fortgesetzt, was aus dem bläulichten Ringe um die Cornea herum, und der sehr alienirten Farbe und Structur der Iris erkannt wird, dann möchte wohl die Iridotomie der Iridodialyse vorzu ziehen seyn, da hier die Iris eher zerreisst, als sich ablösst. Wird auch durch das Einreissen der
Iris eine geräumige Pupille gebildet, so darf man
niemals Hoffnung zur Erhaltung derselben fassen, da sie sich in Kurzem immer schliesst. Der Fall, in welchem ein Kapselnachstaar, oder Kapsellin
senstaar allenthalben mit der Uvea verbunden,
oder die Pupillensperre durch einen Eiter – oder Blutstaar gesetzt ist, wird ebenfalls als die Iridodialyse indicirend aufgestellt !). Die Linse wird hier gleichzeitig aus der neuen Pupille removiert *). Die Iridodialyse ist vorzüglich indicirt, wenn die Hornhaut bis auf eine kleine Stelle unheilbar verdunkelt ist. Hier muss, wie Langenbeck lehrt, der Schnitt in einem undurchsichtigen Theile gesetzt werden *).- . Ein Verfahren, welches die Iridotomie mit der Iridodialysis verbindet, ist jenes, welches Donegana aufgestellt hat, von Wagner Iridotomedialysis benannt. Die sichelförmige Nadel, entwe– der durch die Hornhaut oder durch die Sclero– tica eingeführt, wird da eingesenkt, wo die vikäre Pupille angelegt werden soll, die Iris wird vom Ciliarligamente abgezogen, und dann vom abgelössten Ciliarrande aus bis zum Centrum eingeschnitten*). Baratta ) bemerkt, in einigen Fällen einen günstigen Erfolg beobachtet zu haben. Assalini“) hat die Ablösung der Iris vom Ciliarligamente mit der Ausschneidung eines Stückchens derselben, demnach die Iridodialysis mit der Iridectomie verbunden, ein Verfahren, welches von J/Wagner die Benennung Iridectomedialysis erhalten hat. Zur Verrichtung dieser Operation braucht man eine besondere Zange. Der Hornhautschnitt muss gross genug seyn, um die
chen durch die hintere Augenkammer eingehend zu bilden. Es soll, nachdem die Nadel in der hintern Kammer steht, die Depression gemacht, und dann erst die Iris vom Ciliarligamente abgelösst werden. Die Iris wird in die Wunde der Sclerotica hineingezogen. Dzond (kurze Geschichte des klinischen Institutes für Chirurgie und Augenheilk. auf der Univers. zu Halle etc. Halle, 1818) verrichtet die Abtrennung der Iris vom Ciliarligamente mit einem zangenförmigen Instrumente. Der spitze Arm soll bei Pupillensperre durch die Iris gestochen, und beim Schlicssen der Zange von dem andern Griffe bedeckt werden. Bei nicht geschlossener Pupille sind an dem Instrumente beide Arme gleichförmig.
*) Scarpa (i a. W. 2. B. S. 163 ), der durch die Sclerotica eingieng, beobachtete immer ein Zurückziehen der Iris, vermöge dessen die Pupille sich zur fadenförmigen Spalte schloss. ."
4) Ich wage nicht zu entscheiden, ob hier die Iridotomie nicht den Vorzug verdienen möchte.
2) /Peller (über künstliche Pupillen S. 37) glaubt, dass die neuerfundenen Hakenmaschienen nicht geeignet sind, die cataractöse Linse gleichzeitig aus der Pupille zu removiren. Die Erfahrung widerlegt diese Behauptung.
3) Beer, i. a. W. 2. B. S. 2o4. 4) Della Pupilla artificiale Ragionamento. Milano, 18.09. 5) I. a. W. 2. B. S. 258. s
6) Untersuchungen über die künstl. Pupille, übers. von Pönitz. Dresden, 1813.
Zange mit Leichtigkeit einführen zu können. Ist die Kapsel eines Linsenstaares mit der Iris ver– wachsen, oder die Pupille durch eine Pseudomembrane verschlossen, dann wird mit der Spitze der Zange der Staar durchbort, der bewegliche Arm der Zange bis zum Rande der Hornhaut, oberhalb des innern Augenwinkels, fortgeschoben, die Iris gefasst, und vom Ciliarbande gelösst. Bei gänzlicher Verschliessung wird die Iris gefasst, vom Ciliarligamente abgezogen. Der hervorgezogene Theil wird mit der Dawiel'schen Schere weggeschnitten. Autenrieth ) hat einen neuen Weg dem Einfal– len der Lichtstrahlen eröffnet, indem er ein Stück– chen der Sclerotica, uuu ein Sehloch zu bewir– ken, ausschnitt, eine Methode, welche die Benennung Sclerotikectomia erhalten hat. Sie ist für den Fall, in welchem Iris und Hornhaut gänzlich alienirt, die übrigen Theile des Auges aber noch normal sind, vorgeschlagen. An der Stelle der Sclerotica, an welcher die Nadel zur Reclination eingeführt wird, werden zwei halbeliptische, in ihren Winkeln zusammentreffende, Schnitte gebildet, das von demselben umschriebene Stückchen der Sclerotica wird mittelst eines Zängchens gefasst, und mit der Daviel'schen Schere ausgeschnitten, so dass eine ovale oder trianguläre Oeffnung entsteht. Die andern Häute werden an der Stelle des Ausschnittes ebenfalls abgetragen, damit die Lichstrahlen den Glaskörper berühren können. Die an Thieren angestellten Versuche berechtigen zu einiger Hoffnung. - Beer, den ich diese Operation verrichten sah, erlangte hievon für seinen Patienten keinen Nutzen. Selten besteht der Zustand gänzlicher Zerstörung der Iris und Cornea bei normaler Beschaffenheit der übrigen Theile des Auges, Die reproducirte Narbe