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Der 17. April 1932 war ein bewölkter, aber trockener und vor allem denkwürdiger Tag, denn Tazio Nuvolari gewann den GP Monaco beim Debüt des Alfa Romeo Werksteam Anonima Lombarda Alfa Romeo mit einem unglaublich schnellen Monza, knapp vor Rudolf Caracciola mit einem vergleichbaren Alfa. Der Deutsche gewann dadurch den begehrten Coupe Paloma, den Preis für den erfolgreichsten Privatfahrer im Feld. Rudolf hatte einen Kontrakt, aber fuhr noch nicht für die legendäre Marke aus dem Portello-Quartier in Mailand und hätte sogar gewinnen können, hätte er keine Probleme mit den Benzinleitungen seines 2,3 Liter Achtzylinder gehabt. Es war für Nuvolari also ein sehr knapper Sieg, Caracciola fuhr fast gleichzeitig über die Ziellinie. Auf dem Foto sieht man den Bugatti T51 des Privatfahrers Earl Howe, der schlussendlich als Vierter ins Ziel kam, hinter ihm Guy Bouriat (T51, Achter im Klassement) und Albert Divo (T51, neunter Platz).
Das Rennen war ein Fest für Alfa und Bugatti, ausserdem fuhren noch ein paar Maserati und ein Nacional Pescara mit. Diese spanische Marke, entwickelt mit der Unterstützung des Staates, war der Versuch eine Rolle im Autosport zu spielen. Und das gelang, denn 1931 gewann der Rennfahrer Juan Zanelli die Europäische Bergmeisterschaft. In Monaco hatte Zanelli weniger Glück, wegen technischen Problemen schied er vorzeitig aus. Der Favorit Louis Chiron drehte sich in der 30. Runde mit seinem Bugatti. Nuvolari profitierte direkt und übernahm die Führung und gab diese auch nicht mehr ab. Nach dreieinhalb Stunden waren von den 17 gestarteten Autos bei diesem 4. GP von Monaco nur noch zehn Autos im Einsatz.
Das erste Rennen 1929 war eine Sensation. So etwas war noch nie gezeigt worden und das Rennen war von Anfang an legendär. Die Teilnehmerzahl war auf 19 Autos limitiert und die Fahrer erhielten dafür eine persönliche Einladung. 1932 schickte der Teammanager Aldo Giovannini von Alfa Romeo drei Monza nach Monaco für die Renn-Asse Nuvolari, Campari und Borzacchini. Die Herren schätzten Caracciola falsch ein, als sie dachten der leichte, wendige und sehr schnelle Alfa wäre nichts für ihn und liessen ihn, trotz seines Vertrages noch nicht im Team zu.
Kleine Details am Rande: Sir Malcolm Campbell fuhr die Eröffnungsrunde und Pietro Ghersi von der Scuderia Ferrari mit einem Alfa Romeo Monza erschien nicht in Monaco. Na ja...