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Solanum Dulcamara, der Bittersüss, wächst an Ufern von Gewässern und an anderen feuchten Standorten in Europa und Asien. Diese Pflanze hat eine lange medizinische Geschichte und geht bis ins Römische Reich zurück. Der Ausgangsstoff zur Herstellung des homöopathischen Mittels wird aus den frischen Trieben und Blättern vor der Blüte zubereitet.
Dulcamara hat allgemein einen Bezug zu Wasser und Feuchtigkeit. Die Pflanze wächst an feuchten Standorten und heilt Krankheiten, welche durch Einwirkung von Feuchtigkeit entstanden sind, z.B. nach dem Sitzen auf kaltem, feuchtem Boden. Erkältung in kalt-feuchtem Wetter oder nach Durchnässung im Regen.
Beachten Sie, dass Rhus toxicodendron auch bei Beschwerden nach Durchnässung angezeigt ist. Der Unterschied zwischen den beiden Mitteln besteht darin, dass bei Rhus toxicodendron ein überhitzter Körper durchnässt und erkältet wurde. Z.B. wenn jemand während einer sportlichen Aktivität von Regen- oder Schneeschauer durchnässt wurde. Bei Dulcamara ist das nicht der Fall. Dieser Patient ist z.B. beim Warten auf den Bus im Schneematsch gestanden und hat sich so eine Erkältung zugezogen.
Häufig entwickeln sich Dulcamara-Zustände in den Jahreszeiten, wo heisse Tage von kalten Nächten abgelöst werden, wie im Spätsommer und Herbst. Charakteristisch ist das Gefühl des Patienten, sich erkältet zu haben.
Folgen von:
Kälte, Feuchtigkeit, feucht-kaltem, regnerischem Wetter, Durchnässung, Schwimmen oder Waten in kaltem Wasser, Sitzen auf feucht-kaltem Boden, Abkühlung.
Modalitäten:
V : Kälte, Feuchtigkeit, Regen.
B : Wärme, warme Anwendungen.
Indikationen:
Allergien, Augenentzündung, Blasenentzündung, Durchfall, Fieber, Fieberbläschen, Gelenkentzündung, Grippe, Gürtelrose, Harnverhalten, Husten, Menstruationsbeschwerden, Muskelschmerzen, Ohrschmerzen, rheumatische Beschwerden (akute), Schwangerschaftsbeschwerden.