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Beim Australian Open in Melbourne führt am 100-Jahr-Jubiläum kein Weg am Titelverteidiger und grossen Favoriten vorbei, dem Schweizer Roger Federer.Dieser Inhalt wurde am 25. Januar 2005 - 11:31 publiziert
Bei den Frauen setzt die Schweiz ihre Hoffnung auf die Schultern von Patty Schnyder und Emmanuelle Gagliardi.
Am 1. Februar des letzten Jahres hatte Roger Federer nach nur 2 Stunden und 15 Minuten den Russen Marat Safin an die Wand gespielt und den zweiten Grandslam-Sieg seiner Karriere gefeiert: das Australian Open.
"Der erste Satz war entscheidend", analysierte kurz später ein glücklicher Federer, kurz bevor er zur 23. Nummer 1 des Welttennis aufrückte. Es war der Start zu einer aussergewöhnlich erfolgreichen Saison.
Unbestrittene Nummer 1
Ein Jahr später regiert "König Roger" die Welt des gelben Balls ohne ernsthafte Gegnerschaft. Elf Turniere (davon drei Grandslams) hat er 2004 gewonnen. An den US-Masters in Houston, wo sich die acht Besten der Welt messen, war seine Dominanz überwältigend.
In Lobreden wird Federer bereits als einer der besten Tennisspieler aller Zeiten bezeichnet. Für ihn wird es daher nicht einfach, dieses Jahr noch besser zu werden. Doch das Wort "unmöglich" scheint er nicht zu kennen.
Mit seinem unerschütterlichen Vertrauen hat Federer dieses Jahr begonnen, wie er letztes beendet hatte: mit Siegen.
In Doha hat er den 23. Titel seiner Karriere geholt. Auch der Sieg im Exhibition-Turnier der Australian Open im Melbourner Stadtteil Kooyong ging an – Federer. Dies gegen die Nummer 2 der Welt, Andy Roddick.
Losglück
Federer feilt weiterhin an seiner Technik, nun mit dem neuen Coach Tony Roche. Fit hält er sich mit seinem Freund und Sparringpartner Pierre Paganini.
Und das Glück scheint Federer auch in der Ziehung der Partien für die Australian Open gnädig zu sein. Zumindest die Halbfinals sollte er ohne Schwierigkeiten erreichen.
Schnyder könnte profitieren
Bei den Frauen schafft die Absenz von Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne wie die ihrer Landsfrau Kim Clijsters und der Amerikanerin Jennifer Capriati Platz für Überraschungen.
Die Baslerin Patty Schnyder – Halbfinalistin der Australian Open 2002 – könnte davon profitieren und auf den Courts von Melbourne Park eine gute Leistung bringen. Ihr erster Einsatz ist am Dienstag gegen die Ukrainerin Juliana Fedak.
Schnyder, Nummer 14 der Weltrangliste, hat das Jahr ebenfalls gut begonnen: Mit einem Sieg in Gold Coast, dem neunten Turniersieg ihrer Karriere. In Sydney ist sie jedoch in den Viertelfinals an der Russin Elena Dementieva gescheitert, auf die sie auch in Melbourne wieder treffen könnte.
Ebenfalls am Dienstag trifft schliesslich die Genferein Emmanuelle Gagliardi in ihrer ersten Partie auf die Französin Nathalie Dechy. Keine leichte Aufgabe.
swissinfo, Mathias Froidevaux
(Übertragen aus dem Französischen: Christian Raaflaub)
Fakten
Das Australian Open – dieses Jahr zum 100 Mal – ist das erste der vier Grandslam-Turniere des Jahres.
Es folgen Roland-Garros (Paris), Wimbledon und das US-Open.
Titelverteidiger bei den Männern ist der Schweizer Roger Federer.
Bei den Frauen ist es die Belgierin Justine Henin-Hardenne (derzeit verletzt).
In Kürze
Federer ist der erste, der in den letzten elf Jahren drei Grandslam-Turniere gewonnen hat. Zuletzt hatte dies der Amerikaner Pete Sampras geschafft.
Insgesamt nehmen drei Schweizerinnen und Schweizer teil (Roger Federer, Patty Schynder und Emmanuelle Gagliardi).
Die anderen Schweizer Spielerinnen und Spieler hatten weniger Glück: Stanislas Wawrinka, Marco Chiundinelli, Ivo Heuberger, Timea Bacsinszky und Marie-Gaïané Mikaelian konnten sich nicht qualifizieren.
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