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<h2>SubmittedText<h2><p>Bei offiziellen Anlässen der Bundesstellen ist es anscheinend üblich, ausländische Weine zu trinken. Dass die Angestellten des Bundes in der grossen Auswahl verschiedener Weine, die unsere Winzerinnen und Winzer produzieren, nicht fündig werden, ist verwunderlich, zumal es sich um Qualitätsweine handelt, die zu angemessenen Preisen angeboten werden.</p><p>Selbstverständlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Wahl für einen privaten Apéro vollkommen frei. Bei Jahresversammlungen oder ähnlichen Anlässen ist die Forderung nach Schweizer Weinen allerdings nicht übertrieben. Wir haben erreicht, dass weltweit in unseren Botschaften Schweizer Wein serviert wird. Da wäre es doch verwunderlich, wenn uns dies in unserem eigenen Land nicht gelingen sollte.</p><p>Aus diesem Grund stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wäre es nicht vernünftig und gerecht, auf offiziellen Veranstaltungen Schweizer Weine zu servieren, auch wenn sich auf diesen Veranstaltungen keine ausländischen Gäste befinden?</p><p>2. Ist der Bundesrat dazu bereit, eine derartige Empfehlung auszusprechen, z. B. über das Eidgenössische Personalamt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Nach der Annahme der Motionen Darbellay 10.3820, "Pflicht zum Ausschank von Schweizer Weinen in den Botschaften", und Hurter 10.3838, "Offizielle Schweizer Anlässe im Ausland mit Schweizer Wein und Spirituosen", am 23. Dezember 2011 im Parlament hat das EDA beschlossen, ein neues Konzept für die Beschaffung von Schweizer Wein zu offiziellen Zwecken zu erarbeiten. Das Konzept, das sich zurzeit noch in der Testphase befindet, soll demnächst kommuniziert und offiziell umgesetzt werden.</p><p>Das Protokoll des EDA seinerseits stellt strikt sicher, dass an offiziellen Besuchen ausländischer Gäste (unabhängig von Rang und Gast), die von Bundesrat, Bundespräsident bzw. -präsidentin oder Vorsteher bzw. Vorsteherin des EDA eingeladen wurden, ausschliesslich Schweizer Weine serviert werden. Darüber hinaus bemühen sich die Departemente, auch bei anderen offiziellen Anlässen in der Schweiz, an denen keine ausländischen Gäste teilnehmen, Schweizer Weine zu fördern und zu servieren. Als Beispiel ist die jährliche Konferenz der Schweizer Botschafter zu nennen, an der ausschliesslich Schweizer Wein angeboten wird.</p><p>2. Der Bundesrat verpflichtet sich, bei der Förderung von Schweizer Weinen an offiziellen Anlässen in der Schweiz mit gutem Beispiel voranzugehen, selbst wenn keine ausländischen Gäste daran teilnehmen. Er erachtet es jedoch als nicht angemessen, Empfehlungen in diesem Sinne für von der Bundesverwaltung organisierte offizielle Anlässe zu erarbeiten.</p>  Antwort des Bundesrates.