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Inhalt:
Die Crew gibt für Kes eine Überraschungsparty. Inzwischen stößt die Voyager auf ein Raumphänomen. Als Tuvok Janeway davon unterrichten will, spielt das Kommunikationssystem verrückt, bis es komplett ausfällt. Bald umgibt die Anomalie das ganze Schiff, so daß Tuvok sich entschließt, hindurchzufliegen. Kurz darauf fallen jedoch die Antriebssysteme aus.Als Kim sich auf den Weg zu Janeway macht, kann er das Holodeck nicht mehr finden. Janeway hat Probleme mit dem Turbolift, der sie nicht zur Brücke transportiert, selbst der Holodoc schafft es nicht, sich in die Krankenstation zurückzuprojizieren. Kes, Neelix, Kim, Paris und Torres treffen sich wieder im Holodeck und machen sich kurz darauf in Teams und mit Tricordern erneut auf den Weg. Hierbei gelingt es Torres endlich, den Maschinenraum zu erreichen.Kim und Janeway versuchen, durch eine Jeffries-Röhre auf die Brücke zu gelangen, als Janeway plötzlich von der Verzerrungswelle erfaßt wird. Kim kann Janeway befreien, aber Janeway verliert das Bewußtsein. Kim bringt sie zurück ins Holodeck. Dort landen auch Paris und Torres, welche versucht hatten, auf die Brücke zu beamen.Tuvok findet heraus, daß die Anomalie in wenigen Minuten das Schiff durchdringt. Versuche, die Anomalie mit einer Schockwelle aufzuhalten, beschleunigen nur deren Ausbreitung. Die Welle rollt über die Crew hinweg, doch jeder bleibt unverletzt. Auch Janeway kommt wieder zu sich. Janeway erkennt, daß die Anomalie eine fremde Intelligenz war, die eine Nachricht in der Datenbank hinterließ.
Kritik:
Eine wirklich ärgerliche Episode, die eins der unglaubwürdigsten Raumphänome in der Geschichte von Star Trek langweilig und kindisch abhandelte. So sehen viele "Twisted" als eine der schlechtesten Folgen an, sogar aus den Reihen der Produzenten von Star Trek hörte man Klagen. Hin und wieder tauchte sogar das Gerücht auf, die Folge hätte man bei Paramount für so schlecht befunden, daß man sie gar nicht senden wollte. Als wäre die Folge "Twisted" das behinderte Kind einer großen Familie bestehend aus gesunden Schönlingen, meldeten sich nach all den berechtigten Verrissen bald etliche Fans zu Wort, die "Twisted" für gut hielten. Manche behaupteten sogar allen Ernstes, "Twisted" sei die beste Folge der ersten Staffel!!! Selbst Schauspielerin Jennifer Lien lobte diese Episode, was doppelt überrascht. Zum einen ist nun mal "Twisted" eine wirklich schlechte Folge, zum anderen hat Jennifer Lien in dieser Episode noch nicht einmal eine besonders große Rolle, und in der Regel geben Schauspieler immer die Episoden als ihre Favoriten an, bei denen sie im Mittelpunkt standen.
Zurück zu "Twisted": Was zu Beginn noch ganz kurzweilig und durchaus witzig begann, entwickelte sich leider bald zu einer klischeetriefenden, nichtssagenden Episode, bei der man sich am Ende nur noch verwundert fragte, was das eigentlich sollte. Man sah die ganze Zeit zwei Crewmitglieder im Gleichschritt irgendwelche Gänge entlangmarschieren und sollte das offenbar spannend finden. Das Monitorbild, das eine verdrehte Voyager zeigte, erklärte noch lange nicht, weshalb die Architektur der Voyager völlig neu war. Denn die Voyager war nicht spiralförmig verdreht, sie war kerzengerade, nur die Räume wechselten ihre Plätze! Die Dialoge wirkten gezwungen und daher unpassend. Janeway lobt aus heiterem Himmel Kim. Tuvok und Chakotay fangen plötzlich unmotiviert einen Streit an... Die Autoren versuchten verzweifelt, sowas wie Dynamik in ein völlig verkorkstes Drehbuch zu bekommen, und scheiterten zusätzlich, indem sie nur seichte Klischees ablieferten. Auch Neelix' Eifersuchtsanfälle vermochten da eher zu nerven und waren garantiert nicht so witzig, wie sie wohl gemeint waren. Da verpuffte sogar der Holodoc-Gag wirkungslos, als dieser meinte: "I'm a doctor, not a bartender."Das wirklich Tragische ist, daß "Twisted" gegen Ende der ersten Staffel auftaucht und den bis dahin fast ausnahmslos positiven Eindruck unnötig trübte. Die Amerikaner hatten hier auch weniger Glück, denn ihnen blieb zwar "Twisted" in der ersten Staffel erspart, dafür wurde ihnen die Folge ziemlich zu Beginn der zweiten Staffel serviert, wodurch der ohnehin recht schwache Start der zweiten Staffel noch mehr in die Länge gezogen wurde.