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Ein Kommentar von François Mercier, Verantwortlicher für Rohstoffe und Menschenrechte bei Fastenaktion
Heute hat unsere brasilianische Partnerorganisation Justiça nos Trilhos (JnT, Gerechtigkeit auf Schienen) mit Unterstützung von Fastenaktion den Bericht «Steuertricks durch Bergbauunternehmen: Was bleibt den Gemeinden» veröffentlicht. Der Bericht analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Estrada de Ferro Carajás (EFC, Carajás-Eisenbahn), einer fast 900 km langen Eisenbahnstrecke, die Vales Eisenerzmine in Carajás mit dem Hafen von São Luís verbindet.
Schweiz zentral für Steuervermeidung
Vale ist der mit Abstand grösste Exporteur von brasilianischem Eisenerz. Durch die Analyse von Daten der brasilianischen Regierung konnte JnT aufzeigen, dass die Exporte von Eisenerz systematisch falsch berechnet werden. Während das Eisenerz hauptsächlich nach China exportiert wird, wird es zunächst, zu einem Preis weit unter dem internationalen Kurs, an Zwischenhändler in der Schweiz verkauft. Dieses System verschafft dem Bergbauunternehmen Steuervorteile.
Mit der Unterstützung von Fastenaktion prangert JnT diese Situation an und setzt sich für eine transparentere Umverteilung der Steuern zugunsten der betroffenen Gemeinden ein. Auf die Fragen von Justiça nos Trilhos ob der Exporteur von Eisenerz Steuervermeidung betreibe, verneint Vale und schiebt nach, dass sie an der Verbesserung der Sicherheit an der Bahnstrecke arbeiten.
Steuertricks durch Bergbauunternehmen: Was sagen die Anwohner:innen der Bahnlinie? (englische Untertitel)