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Das teilten Wissenschaftler der Universität Cambridge mit. Wegen des Klimawandels könne Grossbritannien künftig zum Trüffel-Land werden. Grossbritannien sei der nördlichste Ort, an dem jemals ein Perigord-Trüffel gefunden wurde.
Die Universität Cambridge arbeitete für das Projekt mit der Firma Mycorrhizal Systems Ltd (MSL) zusammen. «Diese Zucht zeigt, dass die klimatische Toleranz von Trüffeln viel grösser ist als bislang gedacht, aber das ist wahrscheinlich nur wegen des Klimawandels möglich», sagte Paul Thomas von MSL.
Vor allem aus Frankreich, Spanien und Italien
Dem Unternehmen zufolge haben Dürren - ebenfalls eine Folge des Klimawandels - dem traditionellen mediterranen Lebensraum der Trüffel stark zugesetzt. Ausser in Frankreich wachsen Perigord-Trüffel vor allem in Italien und Spanien.
Einige Gegenden in Grossbritannien sind dagegen mittlerweile gut geeignet für den Anbau der Perigord-Trüffel, wie Thomas sagte. «Das Potenzial für die Industrie ist gewaltig.»
Teurer verkaufen
Die Wissenschaftler fügten dem Boden rund um die Wirtspflanze in Wales Kalk hinzu, um ihn weniger sauer zu machen. Der anschliessend gewachsene Perigord-Trüffel wurde bereits im März geerntet, nachdem Spürhund «Bella» ihn erschnüffelt hatte.
Der Prototyp wird aufbewahrt, aber alle nachfolgend wachsenden Pilze dürfen vom Bauern verkauft werden. Ein Kilogramm der Delikatesse kann in Grossbritannien bis zu 1900 Euro kosten. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin «Climate Research» veröffentlicht.