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In der Schweiz hat der Anteil der Bevölkerung, der sich gemäss den nationalen Empfehlungen genügend bewegt, von 2002 bis 2017 von 62,2% auf 75,7% zugenommen. Bei den Männern hat der Anteil über den gleichen Zeitraum um 10,6 Prozentpunkte auf 77,8% zugenommen, bei den Frauen um 15,9 Prozentpunkte auf 73,6%. Der Anteil der Männer, der gemäss Bewegungsempfehlungen genügend aktiv ist, ist auch im Jahr 2017 signifikant höher als derjenige der Frauen, obwohl sich diese Differenz über den gesamten Zeitraum verringert hat. Zudem steigt der Anteil genügend aktiver Personen über beide Geschlechter mit zunehmendem Bildungsniveau an.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Sich genügend zu bewegen trägt zu einem guten körperlichen und geistigen Wohlbefinden bei und reduziert das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Osteoporose, einige Krebserkrankungen und Depressionen. Körperliche Aktivität hilft, Übergewicht vorzubeugen.
Die Verringerung bestimmter Risikofaktoren in den letzten 20 Jahren (Abnahme des Salzkonsums und der sitzenden Lebensweise) hat zum Rückgang der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen beigetragen. Auch Verbesserungen in der Medizintechnik haben eine wichtige Rolle gespielt und fast so viel wie die Prävention zu den gewonnenen Lebensjahren beigetragen (Vinci et al., 2021). Prävention und Technologie sind somit zwei Schlüsselfaktoren aus Sicht der öffentlichen Gesundheit.
Als ausreichende körperliche Bewegung für Erwachsene gelten heute gemäss Empfehlung des Bundesamts für Sport (BASPO) zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport mittlerer Intensität oder aber 75 Minuten Sport oder Bewegung mit hoher Intensität.
Dieser Indikator gibt den Anteil der 15-jährigen und älteren, in einem Privathaushalt lebenden Bevölkerung an, der körperlich mindestens unregelmässig aktiv (unregelmässig aktiv/regelmässig aktiv/trainiert) ist und damit eine Aktivität entsprechend der Bewegungsempfehlung aufweist. Zudem wird die Verteilung des Bewegungsverhaltens in der Bevölkerung dargestellt.
Er beruht auf dem Index ACTPHY5 der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB). Die Berechnungen basieren auf einer Kombination von Fragen der SGB über die Intensität und die Häufigkeit der ausgeübten körperlichen Aktivität. Der Indikator unterscheidet folgende fünf unterschiedliche Bewegungsverhalten:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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