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Zum Thema der Sonnencremes kreisen viele Gerüchte. Die meisten Personen sind sich dessen bewusst, dass es wichtig ist, Cremes mit LSF im Sommer zu verwenden. Ist es aber ausreichend? Gibt es natürliche UV-Filter? Ist es möglich, sich durch die Scheibe zu sonnen? Wir widerlegen populärste Mythen und bestätigen Fakten zum Thema der Cremes mit UV-Filtern.
Doppelte „Portion“ Sonnencreme im Gesicht bedeutet doppelten Schutz – MYTHOS
Es ist eine falsche Annahme, dass uns die doppelte Anwendung von einer Creme mit LSF einen besseren Sonnenschutz garantiert. Beispiel: Viele Personen glauben, dass sie durch zweimaliges Auftragen eines Präparats mit LSF 25 einen Sonnenschutz auf Stufe 50 erhalten. Obwohl eine dickere Cremeschicht einen etwas besseren Schutz geben kann, bleibt der LSF-Wert gleich.
Himbeeröl ist natürlicher UV-Filter – MYTHOS
Es ist wahr, dass Himbeeröl eine antioxidative Wirkung und einen Einfluss darauf hat, wie schnell die Haut UV-Strahlung absorbiert, aber es bietet wenig Schutz vor Sonnenstrahlen. Sie dürfen Sonnencremes mit diesem Öl nicht ersetzen, weil Sie dann keinen Sonnenschutz bekommen. Außerdem kann es zum Sonnenbrand beitragen.
Anwendung von Sonnencremes blockiert die Produktion von Vitamin D – MYTHOS
Um den Organismus mit einer täglichen Dosis Vitamin D zu versorgen, setzen Sie einfach eine Hand dem Sonnenlicht für 15 Minuten aus. UV-Strahlen erreichen immer die Haut und tragen zur Synthese von Vitamin D durch den Organismus bei. Sonnenschutzcremes bieten keinen 100-prozentigen Sonnenschutz. Außerdem tragen wir es nicht jeden Tag am ganzen Körper auf und die Kleidung lässt UV-Strahlen durch.
Sonnencremes sollen Sommer wie Winter benutzt werden – FAKT
Schutzpräparate mit Lichtschutzfilter sollen bei jedem Verlassen des Hauses verwendet werden. Schädliche UVA-Strahlen wirken das ganze Jahr über, unabhängig von Wetter und Tageszeit (außer der Nacht). Sie dringen viel tiefer in die Haut als UVB-Strahlen ein.
Sonnenstrahlung dringt durch Scheiben ein – FAKT
Die ultraviolette UVA-Strahlung, die uns umgibt, dringt auch durch Fenster im Haus oder durch Autofenster ein. Es wird angenommen, dass eine einzelne Scheibe wie Lichtschutzfaktor 20 wirkt. Wir können uns diesbezüglich „durch die Scheibe“ sonnen, aber es dauert viel länger.
Mineralische UV-Filter sind sicherer und effektiver als chemische UV-Filter – MYTHOS
Wir teilen UV-Filter in mineralische und chemische Filter. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Sie unterscheiden sich in Zusammensetzung und Substanzen, die den Lichtschutz sichern. Kurz gesagt – mineralische Filter wirken wie ein „Schild“, das die Strahlen reflektiert, und chemische Filter absorbieren Sonnenstrahlen und wandeln sie in Wärme um. Mineralische UV-Filter zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach ihrer Anwendung eine weiße Schicht auf der Haut hinterlassen, während chemische Filter fast vollständig einziehen und farblos sein können.
Anwendung von Sonnencremes soll im Laufe des Tages wiederholt werden – FAKT
Nicht nur die Menge des Kosmetikprodukts und dessen LSF-Wert sind wichtig, sondern auch das erneute Auftragen des Sonnenschutzpräparats alle 2–3 Stunden tagsüber. Es ist wichtig, die Anwendung von Sonnencremes im Laufe des Tages zu wiederholen, weil die Cremes beim Schwimmen im Meer oder Schwimmbad und unter dem Einfluss von Schweiß ablaufen und verschmieren, also nicht mehr funktionieren (das betrifft hauptsächlich chemische UV-Filter).
Es gibt keinen großen Unterschied zwischen LSF 30 und LSF 50 – FAKT
Viele Studien haben bestätigt, dass der Lichtschutzfaktor 30 der Haut einen Sonnenschutz von 97 % sichert, und der Schutz eines Lichtschutzfaktors 50 auf einem Niveau von 98 % bliebt. Das bedeutet, dass es keinen deutlichen Unterschied zwischen diesen beiden Werten gibt. Den höchsten Schutz gegen die schädliche Wirkung von UV-Strahlen bieten derzeit Präparate mit LSF 50+. Höhere Werte wie LSF 100+ sind fraglich und kommen in der EU nicht vor.