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Die Automobil-Ikone Lee Iacocca ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Iacocca war einer der ganz Grossen in der US-Automobilindustrie.
Er galt nicht nur als einer der Väter des legendären Ford Mustang. Dem visionären Manager wird auch zugeschrieben, Chrysler im Jahr 1980 vor der Pleite bewahrt zu haben. Jetzt trauert die Branche.
Fiat Chrysler (FCA) würdigte in einer Mitteilung am Dienstagabend die Rolle, die Iacocca als Chef des Chrysler-Konzerns spielte. «Er war einer der grossen Führer unseres Unternehmens und der gesamten Autoindustrie», hiess es in der Mitteilung. Iacocca habe eine «historische Rolle» dabei gespielt, Chrysler durch die Krise zu führen.
In den 1970er-Jahren war der visionäre Manager Chef des US-Automobilkonzerns Ford. Iacocca gilt als einer der Väter des legendären Ford Mustang, der bis heute produziert wird. Die «Washington Post» berichtete unter Berufung auf die Tochter Lia Iacocca Assad, Lee Iacocca sei in Kalifornien an den Folgen von Parkinson gestorben.
Iacocca hatte eine steile Karriere in der Automobilindustrie hingelegt, im Alter von nur 36 Jahren war er bereits zum Vizepräsidenten von Ford aufgestiegen. Nachdem er 1978 von einem der Nachfahren des Firmengründers entlassen worden war, wurde er bald darauf Chef von Chrysler.
1980 rettete er den Autobauer vor dem Aus und kürzte sein Gehalt auf einen Dollar pro Jahr. 1992 ging Iacocca in den Ruhestand.
In seiner aktiven Zeit war Iacocca so populär wie sonst wenige Automogule in Amerika. Bekannt war er für sein Marketing-Gespür. Berühmt wurde er in den 1980ern etwa mit seinen Werbespots mit eingängigen Slogans. «Wenn Sie ein besseres Auto finden können, kaufen sie es!», lautete einer seiner TV-Sprüche. Zudem schrieb Iacocca zwei Bestseller und wurde sogar als möglicher Präsidentschaftskandidat gehandelt.
Chrysler fusionierte 1998 mit Daimler-Benz. Ex-Chrysler-Chef Iacocca zeigte sich damals verärgert, dass ihn der damalige DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp nicht wieder reaktivierte. Iacocca wollte als Berater oder Sprecher zu dem Autobauer zurückkehren. «Um ehrlich zu sein, ich hätte meinen rechten Arm dafür gegeben», sagte er in einem Interview der Tageszeitung «Detroit News».
2007 verkaufte Daimler die Mehrheitsbeteiligung an der Chrysler-Gruppe. Vor knapp fünf Jahren fusionierte Chrysler dann mit dem italienischen Autobauer Fiat. (sda/awp/dpa)