Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/1842

In der Stadt Allahabad im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh stehen ganze Stadtteile unter Wasser.
KEYSTONE/AP/RAJESH KUMAR SINGH(sda-ats)
Mehr als 250 Menschen sind seit Juni bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen in Nordindien ums Leben gekommen. Grosse Teile der Hindu-Pilgerstadt Varanasi waren am Donnerstag überflutet.
Am schlimmsten betroffen sind die Bundesstaaten Bihar, Madhya Pradesh und Uttar Pradesh. Nach offiziellen Angaben musten seit Juni etwa 35'000 Menschen gerettet werden. Insgesamt seien mehr als drei Millionen Menschen betroffen.
"Die Situation ist sehr ernst", sagte Rakesh Ranjan von der Katastrophenschutzbehörde NDRF am Donnerstag. "Die Wasserpegel sinken einfach nicht. Die meisten Todesmeldungen stammen aus dieser und der vergangenen Woche." Mehr als 60 Rettungsteams seien im Einsatz.
Die überflutete Pilgerstadt Varanasi liegt am heiligen Fluss Ganges. Dessen Wasserstand war zuletzt so hoch, dass Teile der Altstadt nur noch per Boot zu erreichen waren. Seit 1978 stand das Wasser in der Stadt nicht mehr so hoch.
Die Einäscherungen von Toten, für die Varanasi berühmt ist, konnten nicht mehr wie gewohnt am Flussufer stattfinden. Der Fernsehsender NDTV zeigte, wie Angehörige stattdessen auf Dächern Begräbnisfeuer entzündeten.
sda-ats