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(griech.),
Apparat, welcher dazu dient, in den Schließungskreis eines galvanischen
StromsWiderstände
von bekannter
Größe nach Belieben einzuschalten, ohne den
Strom zu unterbrechen.
Wheatstones Rheostat (Fig. 1 u. 2) besteht aus
einer horizontal liegenden und um ihre
Achse drehbaren Steinwalze mit eingeschnittener Schraubenlinie, in welcher ein Metalldraht
verläuft. Das Ende desselben geht in die Steinwalze bis zu deren nicht durchlaufender Metallachse.
Auf einem Metallstab
a b, der horizontal neben der
Walze liegt, befindet sich ein Messingröllchen r, dessen
mit einer Rinne versehener
Rand gegen den Schraubendraht der
Walze drückt. Dreht man die
Walze mittels der
Kurbel
[* 7] h, so wird
das Röllchen, den Schraubenwindungen folgend, auf dem Metallstab verschoben, so daß
der durch die Klemmschraube
s eintretende
Strom von der
Achse der Steinwalze aus die Drahtwindungen bis zum Röllchen durchlaufen muß, um von hier durch
den Metallstab, dessen
Widerstand ebenso wie derjenige der
Achse unmerklich ist, zur Klemmschraube t zurückzukehren. Die Anzahl
der vom
Strom durchlaufenen Windungen wird an einer auf demStab ab
[* 8] angebrachten
Teilung abgelesen, Unterabteilungen
einer Windung mittels des Zeigers l an dem in 100 gleiche Teile geteilten
Umfang der
Walze. Der Stöpselrheostat von
Siemens
[* 1]
(Fig. 3) besteht aus einer zwischen zwei Brettern aufgestellten
Reihe von Drahtspiralen, deren
Widerstände 1, 2, 3, ...
Einheiten
betragen.
Über jeder
Spirale befindet sich eine dicke Messingplatte
a, b, c, ...; die erste a ist mit der Klemmschraube
k, die letzte d mit der Klemmschraube k' leitend verbunden. Das eine Drahtende jeder
Spirale ist an die darüber befindliche,
das andre an die nächstfolgende Messingplatte gelötet. An ihren gegenüberstehenden Seiten haben die
Platten halbkreisförmige
Ausschnitte, in welche messingene Stöpsel s eingesetzt werden können. Sind überall die Stöpsel eingesetzt,
so geht der
Strom von k nach k' ohne merklichen
Widerstand durch die dicken Metallplatten, ohne eine
Spirale zu durchlaufen.
Zieht man aber einen oder mehrere Stöpsel aus, so geht der
Strom durch die zugehörigen
Spiralen und erleidet
den ihnen entsprechenden
Widerstand. Die Rheostate werden gebraucht zur Regulierung der Stromstärke, bei der Bestimmung von
Leitungswiderständen, elektromotorischen
Kräften etc.; s.
Ohmsches Gesetz.
Doch war dieser Versuch, sich gegen die Strömung der Zeitrichtung zu stemmen, ebenso vergeblich wie der erste; vielmehr fand
der rhetorische Unterricht in immer weitern Kreisen Anklang, und seit der Augustischen Zeit erteilten ihn sogar Freigeborne
ohne Anstoß, während er sich früher ausschließlich in den Händen von Freigelassenen befunden hatte.
Außerdem besuchten die römischen Jünglinge griechische Städte, um dort die berühmten griechischen Redner zu hören.
Über die rhetorische Litteratur der Römer s. Römische Litteratur.
[* 15] Bis in die Kaiserzeit erteilten die Lehrer der Rhetorik
nur Privatunterricht; seit Vespasian erhielten sie von Staats wegen Besoldung wie die Grammatiker (s. d.).
Der Theorie der Alten zufolge zerfielen die Reden dem Stoff nach in Staatsreden, Gerichtsreden und Prunkreden. Nach dem Stil
unterschied man eine attische, asianische und rhodische Beredsamkeit; letztere hielt die Mitte zwischen der trocknen und nüchternen
Behandlung der sogen. Attiker und dem schwülstigen, blumenreichen Pomp der Asiaten (Asiani).
Sammlungen der griechischen Rhetoren veröffentlichten Walz (Stuttg. 1833-36, 9 Bde.)
und Spengel (Leipz. 1853-56, 3 Bde.),
der lateinischen Halm (das. 1863).