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Die Dufourspitze ist mit 4634 Metern über Meer der höchste Punkt der Schweiz. Aber kennst du das Land mit dem höchsten Punkt auf nur 2,40 Metern über Meer? Und welche 34 Länder haben eigentlich einen höheren höchsten Punkt als die Schweiz?
Kürzlich stellten wir die tiefsten Punkte jedes Landes vor. Die Schweiz lag dabei auf Rang 19 der tiefsten Punkte:
Blicken wir auf die höchsten Punkte pro Land, erreichen wir mit der Dufourspitze (4634m) «nur» noch Rang 34. In acht Ländern liegt der höchste Punkt weniger als 100 Meter über dem Meeresspiegel, 172 Nationen erreichen an mindestens einem Ort mehr als 1000 Meter über Meer und lediglich vier knacken die 8000er Grenze: China, Nepal, Pakistan und Indien.
Wer die «Seven Summits» bestiegen hat, war auf den höchsten Punkten jedes Kontinents. Allerdings gehören je nach Aufteilung der Kontinente (Europa und Australien) andere Berge zu den Seven Summits, weshalb die gesamte Liste diese neun Berge umfasst (es sind dies natürlich auch die höchsten Punkte ihres Landes):
Auf der folgenden Karte findest du die höchsten Punkte aller Nationen und Gebiete. (Die Top-10-Länderliste gibt's unter Punkt 3).
Wo sich die Punkte genau befinden, zeigt diese Karte. Meist sind natürlich Berggipfel die höchsten Punkte eines Landes. Teilweise sind es aber auch nur Punkte, welche zu einem Gipfel im Nachbarsland führen (z.B. in Monaco) oder halt einfach ein «Hügel»:
Von den Ländern mit den höchsten Punkten liegen die ersten acht in Asien. Erst auf Position 9 und 10 schaffen es mit Argentinien und Chile noch zwei Vertreter eines anderen Kontinents auf die Liste – und dies mit den einzigen Bergen dieser Liste mit einer Höhe von unter 7000 Metern.
Den höchsten Punkt der Welt teilen sich Nepal und China mit dem Mount Everest. In China steht der Berg im Tibet, dessen Zugehörigkeit zu China völkerrechtlich umstritten ist. Tibet besitzt zwar seit 1959 eine Exilregierung, welche zwar von vielen Ländern unterstützt, international aber nicht anerkannt wird.
Übrigens: Auf Nepali heisst der Berg Sagarmatha, was soviel wie Himmelskönig bedeutet. Bei den Tibetern wird der Koloss Chomolungma (Göttin-Mutter) genannt.
Der zweithöchste Berg der Erde steht auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Er gilt für viele Alpinisten als der schwierigste der 14 8000er der Welt.
Der Name wurde 1856 von den Briten verpasst, welche die Gipfel des Karakorum-Gebirges aus der Ferne beurteilten. Das K steht daher für Karakorum, als höchster Berg (K1) schien der Masherbrum (7821m). Dieser Irrtum konnte aber bald widerlegt werden.
Auch der dritte Berg der Liste steht auf einer Grenze. Der Kangchendzönga trennt Nepal von Indien. Der «Kantsch» ist der dritthöchste Berg der Welt und der östlichste aller 8000er. Aus Respekt vor dem Glauben der lokalen Sikkims machen viele Bergsteiger vor dem eigentlichen Gipfel Halt. Kangchendzönga bedeutet in etwa: «Die fünf Schatzkammern des grossen Schnees.»
Der 40. höchste Berg steht auf der Grenze zwischen Bhutan und China (Tibet). Und: Der Gangkhar Puensum gilt als höchster nicht bestiegener Berg der Welt.
In Bhutan gilt seit 1994 ein Verbot für das Bergsteigen über 6000 Metern, weil dort Götter und Geister leben. Zuvor scheiterten einige Expeditionen. Und selbst eine Bergsteigergruppe mit einer Sonderbewilligung scheiterte 1998, da sie nur einen Nebelgipfel bestieg.
Nur der vierthöchste im Pamir-Gebirge, aber der höchste in Tadschikistan: der Pik Ismiol Somoni. Er wurde immer wieder umbenannt. Zwischenzeitlich hiess er Pik Stalin (1932-1962), dann Pik Kommunismus (1962-1998) und jetzt ist er nach dem «tadschikischen Vater der Nation», Ismail I. benannt.
Der zweithöchste Gipfel im Hindukusch-Gebirge steht nicht in Pakistan, sondern in Afghanistan. 1970 wurde er von einer österreichischen Gruppe erstmals mit Skiern bezwungen. Das bedeutete damals Höhenrekord. Übrigens: Im August 2018 stand mit Hanifa Yousoufi erstmals eine afghanische Frau auf dem höchsten Gipfel ihres Landes.
Wir bleiben auch bei Rang 7 auf einer Grenze. Dieses Mal zwischen China und Kirgisistan. Auf Russisch wird er in Anlehnung an den Zweiten Weltkrieg Pik Pobeda, was «Siegesgipfel» bedeutet, genannt. Der Dschengisch Tschokusu wird auch als nördlichster 7000er der Welt bezeichnet, auch wenn dies nicht ganz korrekt ist (Auflösung in Punkt 8).
Eigentlich ist der Khan Tengri nur 6995 Meter hoch. Aber die Eisdecke über dem Gipfel ragt bis 7010 Meter in die Höhe und gilt in seinem Fall für massgeblich. Darum gilt er als nördlichster 7000er der Welt. Der Gipfel steht übrigens in drei Nationen: China, Kirgisistan und Kasachstan, dessen höchster Berg er zugleich ist.
Der erste höchste Punkt eines Landes ausserhalb Asiens und zugleich auch der erste auf dieser Liste unter 7000 Metern: Der Aconcagua ist der höchste Berg Südamerikas sowie der südlichen Hemisphäre, gehört zu den Seven Summits und steht in Argentinien. Insgesamt ist er der 188. höchste Berg der Welt.
Die Herkunft des Namens ist nicht ganz klar. Einerseits könnte er «steinerner Wächter», andererseits «Schneeberg» bedeuten.
Zum Abschluss der Top 10 gibt's noch den höchsten aktiven Vulkan der Welt: der Nevado Ojos del Salado steht auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile. Er zählt zu den Second Seven Summits, was die zweithöchsten Berge jedes Kontinents sind (und schwieriger zu besteigen als die höchsten Gipfel).
Logisch, dass es bei einem Land, in welchem der höchste Punkt 2,4 Meter über Meer liegt, nicht einfach ist, diesen zu finden. Darum wagte sich 2013 «Digital Nomad» Andrew Evans für National Geographic auf die grosse Expedition, um diesen Gipfel erstens zu suchen und zweitens zu besteigen.
Er fasste seine Reise in 95 Sekunden zusammen. Ob er den höchsten Punkt erreichte, siehst du im Video unten: