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Das Staudammprojekt auf der Göscheneralp ist eines von national 15 Wasserkraftvorhaben, welche prioritär realisiert werden sollen. Auf diese hatte sich 2021 ein runder Tisch unter der damaligen Energieministerin Simonetta Sommaruga geeinigt.
Wie das Kraftwerk Göschenen am Donnerstag mitteilte, prüfte es mit der Miteigentümerin CKW und weiteren Experten, wie hoch der Damm erhöht werden solle. Im Kosten-Nutzen-Verhältnis habe eine Erhöhung um 15 Meter besser abgeschlossen als 8 oder 10 Meter, erklärte CKW-Sprecher Marcel Schmid gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Erddamm aufschütten
Der Göscheneralpsee liegt 1800 Meter über Meer und fasst 75 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Speicherinhalt könnte gemäss Mitteilung mit einer Dammerhöhung um 15 Meter um 28 Prozent vergrössert werden. Gestaut wird der See nicht von einer Mauer, sondern von einem 155 Meter hohen Erddamm. Dieser würde durch deine Aufschüttung nicht nur höher, sondern auch dicker werden.
Die Stromproduktion lässt sich mit der ins Auge gefassten Dammerhöhung nur geringfügig erhöhen, wie das Kraftwerk Göschenen mitteilte. Laut Schmid liegt das daran, dass insgesamt nicht mehr Wasser zur Verfügung stehen wird.
Der Vorteil der Dammerhöhung wäre, dass ein Teil der Stromproduktion vom Sommer auf den Winter verlagert werden könnte. Wasser, das heute im Sommer, wenn der See voll ist, verstromt werden muss, könnte dank des grösseren Speichervolumens für den Winter zurückbehalten werden.
Das Kraftwerk Göschenen geht davon aus, dass, mit einem 15 Meter höheren Damm in der gesamten Reusskaskade (Kraftwerken in Göschenen, Wassen und Amsteg) die Produktion von rund 60 Gigawattstunden Strom vom Sommer auf den Winter verlagert werden könnte. Damit würden im Winter rund 16 Prozent mehr Strom produziert werden können.
Versorgungssicherheit stärken
Die Dammerhöhung würde damit direkt die Versorgungssicherheit der Schweiz im Winter stärken, hiess es in der Mitteilung. Dies sei nötig, weil sich grössere Engpässe abzeichneten.
Das Kraftwerk Göschenen geht indes davon aus, dass das Vorhaben «wirtschaftlich äusserst herausfordernd» sein wird, selbst unter einer Berücksichtigung einer Förderung von 60 Prozent der anrechenbaren Investitionen.
Im Vorprojekt soll deswegen nicht nur die technische, sondern auch die wirtschaftliche Machbarkeit geprüft werden. Auch ökologische Aspekte werden ein Thema sein. Das Vorprojekt solle die Basis für einen fundierten Entscheid schaffen, teilte das Kraftwerk Göschenen mit.
Die Bauarbeiten dürften gemäss der Mitteilung nicht vor 2026 starten. Die Kraftwerke Göschenen rechnen mit einer Bauzeit von vier bis fünf Jahren.
Am Kraftwerk Göschenen ist die CKW mit 50 Prozent beteiligt. Die SBB hält 40 Prozent, der Kanton Uri 10 Prozent.