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Nach der Übernahme des Social-Media-Dienstes durch den Tech-Milliardär wurden mehrere Top-Mangeri:innen unrühmlich entlassen. Das hat jetzt Konsequenzen.
In einem Rechtsstreit fordern vier ehemalige Twitter-Manager, darunter Ex-CEO Parag Agrawal, mehr als 128 Millionen Dollar von Tech-Milliardär Elon Musk. In einer am Montag (4. März) eingereichten Klage heißt es, sie seien unmittelbar nach der Übernahme des Dienstes durch Musk unter fadenscheinigen Gründen entlassen worden.
Umstrittene Entlassungen nach Milliardenkauf
Musk hatte die Manager unmittelbar nach Abschluss der Übernahme entlassen. Als Gründe wurden unter anderem "grobe Fahrlässigkeit" und "vorsätzliches Fehlverhalten" genannt. Musk hatte den Kurznachrichtendienst Twitter im Oktober 2022 für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Unmittelbar nach Abschluss der Übernahme entließ er die Manager. Als Gründe wurden unter anderem "grobe Fahrlässigkeit" und "vorsätzliches Fehlverhalten" genannt - die Kündigungsschreiben enthielten aber keine Beispiele dafür, hieß es in der Klage. Später seien Erfolgsprämien für Anwälte, die den zwischenzeitlich unwilligen Musk zum Twitter-Deal überredeten, und Bonuszahlungen an Mitarbeiter als Begründung angeführt worden.
Im Video: Von Kleinanleger angeklagt: Elon Musk bald nicht mehr reichster Mann der Welt?
Es geht um rund 128,6 Millionen Dollar
Die Manager verwiesen in der Klage auch auf Musks vor einigen Monaten erschienene Biografie, in der beschrieben wird, wie er sie schnell feuern wollte, bevor sie ihre Aktienoptionen einlösen konnten. Agrawal fordert rund 57,36 Millionen Dollar. Der ehemalige Finanzvorstand Ned Segal fordert knapp 44,5 Millionen Dollar und die ehemaligen Rechtsvorstände Vijaya Gadde und Sean Edgett 20 bzw. knapp 6,8 Millionen Dollar. Insgesamt kommt so eine Summe von rund 128,6 Millionen Dollar (rund 118,5 Millionen Euro) zusammen.
Musk lag schon Monate vor der Übernahme im Clinch mit dem Twitter-Management. Der Streit geht auf die Zeit vor der Übernahme zurück, als Musk und das Twitter-Management insbesondere über die Rolle von Vijaya Gadde in Konflikt gerieten. Der Tech-Milliardär warf Gadde politische Zensur vor und versuchte während des Übernahmeverfahrens erfolglos, ihre Entlassung zu erwirken.
Von Twitter zu X und wirtschaftliche Turbulenzen
Musk hat Twitter inzwischen in X umbenannt und will auf Basis des Dienstes eine Allzweckplattform u.a. für Kommunikation und Jobsuche aufbauen. Er räumte mehrfach ein, dass sich der Umsatz nach der Übernahme halbiert habe, weil große Werbekunden abgesprungen seien. Der Tech-Milliardär hat nach der Übernahme auch zu einem massiven Stellenabbau gegriffen.
- Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa