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Augendruck - was ist das und wie entsteht er?
Der grösste Teil des Auges besteht aus dem Glaskörper. Dieser Innere Teil des Auges ist mit einer dicklichen Flüssigkeit gefüllt, die fast ausschliesslich aus Wasser besteht (ca. 98%, der Rest ist Hyaluronsäure und Kollagenfasern, die die Konsistenz erzeugen). Der Glaskörper bzw. die Flüssigkeit hat zum einen die Funktion, dass der Lichtstrahl ungehindert bis zur Netzhaut auf der Rückseite des Auges gelangen kann. Wäre nichts in diesem Glaskörper würde er zusammenfallen oder zumindest in der Form variieren, was wiederum kein scharfes Sehen ermöglichen würde. Anders ausgedrückt hält er also den Abstand zwischen der Hornhaut, der Linse und der Netzhaut des Auges gleich. Deshalb ist die zweite Funktion des Glaskörpers die Aufrechterhaltung der Kugelform des Augapfels. Dieser Glaskörper, bzw. das darin enthaltene Kammerwasser sorgt also für eine möglichst stabile Form.
Als Augendruck (eigentlich Augeninnendruck) bezeichnet man den physikalischen Druck, der auf der Augeninnenwand lastet und die Hornhautoberfläche, also das Auge, gleichmässig glatt wölbt.
Das Kammerwasser wird vom Epithel des Ziliarkörpers aus Blutbestandteilen produziert. Jeden Tag gelangen so zwischen 3 und 9 ml neues Kammerwasser zwischen Iris und Augenlinse durch die Pupille in die Vordere und hintere Kammer des Auges und fliesst durch den sogenannten Schlemmschen-Kanal wieder via Venensystem ab.
Tonometrie bezeichnet die Verfahren dieser Messung. Die einerseits manuell durch leichtes Zusammendrücken des Auges mit einem Kontaktglas oder auch ohne Berührung (Abplattung der Hornhaut durch einen Luftstoss) gemessen wird durchgeführt werden. Der normale Augeninnendruck liegt etwa zwischen 10 und 21mmHg.
Ein zu hoher Druck kann entstehen, wenn weniger Kammerwasser abfliesst als produziert wird. Bleibt dieser Zustand längere Zeit bestehen, dann der Sehnerv geschädigt werden und ein Grüner Star entstehen. Es kann aber auch der umgekehrte Fall auftreten, wo ein zu tiefer Augeninnendruck, ein Niederdruckglaukom induzieren kann, was in Extremfällen bis zu einer Netzhautablösung oder einer Schrumpfung des Augenapfels führen kann.