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Freizeit Angebote
im Hotel Paladina
Marroni, die geniale Edel-Kastanie
Im Herbst können Sie auf dem Gelände des Hotel Paladina Marroni sammeln und selber auf dem Feuer rösten!
Aus Kastanien hergestellte Produkte
Mehl, Brot, Kuchen, Konfitüre, Flocken, Bier, Marron Glacés, als Beilage zu Wild, oder, am meisten bekannt: auf dem Feuer geröstet.
Hier können Sie hausgemachte Marronikonfi und andere Produkte bestellen.
Die Marroni ist in unseren Breitengraden vor etwa 2000 Jahren durch die Römer eingeführt worden.
Sie ist diejenige Baumart, die mehr als eine andere in Europa eine differenzierte und lebenswichtige Produktion erreicht hat, so wichtig, dass sie verdient hat, als «Brotbaum» anerkennt zu werden (die Kastanie war DAS Nahrungsmittel für mindestens 6 Monate im Jahr).
Die lebenswichtige Bedeutung, die diese Art auch in unseren Breitengraden hatte, ist durch die Benennung «Arbur» gekennzeichnet, die noch heute in den mundartlichen Formen allein für die gepfropften Bäume der Kastanienhaine zu finden ist. «Wo die Kastanie war, dorthin kam der Mensch; wo sich der Mensch ansiedelte, pflanzte er die Kastanie. Eine Pflanze die den Mensch begleitet und sich mit ihm integriert; es entstand somit eine wahrhafte Kastanienkultur. Auch unsere Region, der Malcantone, hat während Jahrhunderten hauptsächlich von der Kastanie gelebt: denn die Kastanie hat während Jahrhunderten Leben bedeutet.
Die Marroni ist eine typische Baumart der Alpensüdseite zwischen 200 – 1000 m.ü.M.
Die gesamte Fläche der südalpinen Kastanienwälder erreicht 26000 Hektaren. Nördlich der Alpen finden wir sie nur in den durch den Föhn beeinflussten Tälern. Die Marroni kann eine Höhe von 25-30m und ein Alter von mehr als 1,000 Jahre erreichen (Kastanie des Ätna benannt als «hundert Pferde«: etwa 2500 Jahre). Seine Blätter sind groß, am Rand gezähnt und dunkelgrün. Die Blüten erscheinen im Mai-Juni nach vollendeter Laubentwicklung. Die männlichen Blüten sind die längeren und auffallenden, die die Baumkronen der Kastanienwälder gelblich färben, während die weiblichen, kleiner und gewöhnlich zu zweit an der Basis der männlichen Blüten gruppiert, sich in Früchte umwandeln; die braunen Kastanien, die in den stacheligen Fruchthüllen enthalten sind.
Die Bestäubung geschieht durch den Wind und die Insekten, besonders durch Bienen (man muss nur an den wertvollen Kastanienhonig denken), Fliegen und kleine Insekten. Die Rinde ist glatt, olivgrün in der Jugendphase; runzlig, graubraun in fortgeschrittenem Alter. Die Wurzeln wachsen in der Tiefe und ermöglichen somit eine optimale Verankerung. Das Holz der Kastanie ist dauerhaft, elastisch, einfach zu verarbeiten und zu spalten, reich an Tannin und ein gutes Brennmaterial.
Die Marroni ist ein wenig überall zum Nachteil von anderen einheimischen Baumarten eingeführt worden. Mit der Zunahme der Vernachlässigung der Kastanienwälder beobachtet man die Wiederbesiedlung von einigen ursprünglichen Arten wie die Birke (Betula pendula), die Flaumeiche (Quercus pubescens), die Traubeneiche (Quercus Petraea) und die Zitterpappel (Populus tremula) in den ärmeren Standorten; die Linde (Tilia cordata), der Kirschbaum (Prunus avium), die Esche (Fraxinus excelsior) und der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) in den frischeren Standorten; die Buche (Fagus silvatica), die Fichte (Picea abies), die Lärche (Larix decidua) und die Waldföhre (Pinus silvestris) in den Randgebieten des Verbreitungsareals.
Mit dem Alter ist der Kastanienbaum zunehmend lichtbedürftig. Er verlangt dazu ein mildes Klima und reichliche Niederschläge, fürchtet die Früh- und Spätfröste.
Der optimale Boden sollte tiefgründig, locker, gut drainiert und reich an Nährstoffen (hauptsächlich Kalium) sein. Die Kastanie passt sich nicht an kalkhaltige und oberflächige Böden an.
Die Hauptkrankheit der Kastanie ist der durch einen Pilz verursachte Rindenkrebs. Im Jahre 1948, als er im Tessin signalisiert wurde, befürchtete man das Aussterben der Kastanien auf der Alpensüdseite, genau so wie es mit der amerikanischen Kastanie geschah. Auch deswegen sind verschiedene künstliche Wiederaufforstungen ausgeführt worden. Zu unserem Glück hat sie überlebt, dank einer höheren Resistenz der europäischen Art kombiniert mit der Erscheinung einer weniger virulenten Form des Pilzes.
Die am einfachsten zu beobachtenden Symptome im Falle von Krebsbefall sind die rot werdende Rinde und die Verwelkung der Blätter.