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Stump holt sich eine blutige Lippe und scheitert früh
Nach Fabienne Kocher wollte auch der zweite Ustermer Judoka in Tokio für Furore sorgen. Doch für Nils Stump war das Turnier bereits nach einem Kampf zu Ende.
Der olympische Wettkampf endet für Judoka Nils Stump in der Startrunde. Nach einem Freilos unterliegt der Ustermer dem Europameister Akil Gjakova mit Ippon.
Stump zeigte gegen den Kosovaren einen starken Auftakt, wurde schliesslich aber durch eine Verletzung aus dem Fokus gebracht. Der EM-Dritte von Lissabon riss sich die Lippe auf und musste den Kampf mit einem dicken Verband im Gesicht fortsetzen.
Gjakova, der Stump bereits an den Europameisterschaften im April die einzige Niederlage des Turniers beigefügt hatte, nutzte die Behinderung des Gegners aus und siegte nach 3:52 Minuten durch Ippon.
Kein Losglück
Stump hatte sich für den Wettkampf im Mutterland des Judo viel vorgenommen, ein Podestplatz schien für ihn nicht ausser Reichweite zu liegen. «An einem guten Tag ist alles möglich und ich kann jeden Gegner schlagen», sagte der 24-Jährige vor seinem Debüt an Olympischen Spielen selbstbewusst.
In Tokio meinte es aber das Losglück schlecht mit dem Ustermer. Mit Gjakova traf Stump sogleich auf einen Gegner, den er in nun vier Duellen nie bezwingen konnte.