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Blütensträucher, Blumenzwiebeln
u. a. bedürfen einiger Zeit der Ruhe, ehe sie zu ungewöhnlicher Zeit in Blüte
[* 8] gebracht, d. h. getrieben, werden können.
Letztere, Hyazinthen, Tulpen, Krokus u. a., pflanzt man, nachdem sie bereits mehrere Wochen außerhalb der
Erde zugebracht, in Töpfe mit leichter Erde und gutem Wasserabzug, gräbt sie dann sortenweise 50 cm tief im Erdboden ein oder
stellt sie im kühlen, dunkeln Keller auf, bis sie genügend Wurzeln gebildelt ^[richtig: gebildet] haben, was man bemerkt,
wenn man den Topf mit der Zwiebel zwischen den Fingern der linken Hand
[* 9] umkippt; dann kann man sie sofort
warm stellen, gibt ihnen aber eine Papierhaube, um durch Abschluß des Lichts den Blütenschaft zu verlängern; Krokus müssen
aber im Keller angetrieben werden.
Blütensträucher werden erst kalt und nach und nach wärmer gestellt, auch öfters durch Spritzen angefeuchtet;
Staudenblumen dürfen nicht vor Sichtbarwerden der Blüte warm stehen. Gemüsepflanzen zieht man zuerst im besondern Kasten
an und bringt sie genügend entwickelt in einen andern, inzwischen warm angelegten Kasten. Gurken u. a. treibt man auch im
Gewächshaus. Für das Treiben von Obst, auch Erdbeeren, hat man besondere Häuser, in denen die Sträucher, Bäumchen
und Pflanzen nach und nach wärmer und feuchter gehalten werden. Ananasfruchtpflanzen kommen sofort ins warme Haus, am besten
mit Unterwärme von Mist, Baumwollabfällen und ausgekochtem Hopfen,
[* 10] die wie beim Mistbeet (s. d.) vorbereitet werden.