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Sieben Eier legten und bebrüteten die Königspinguine im Zoo Zürich heuer. Ein Ei war unbefruchtet, aus sechs schlüpften Jungtiere – so viele wie noch nie in der nunmehr dreissigjährigen Geschichte der Zürcher Brutkolonie! Ein Küken starb beim Schlupf, ein anderes erlag einer Infektion, was den Erfolg etwas schmälert. Aber vier Küken wachsen heran, was wir erst einmal erleben durften, im Jahr 2001.
Die familiären Beziehungen in der Kolonie unserer Königspinguine sind ziemlich spannend – und verwirrend. So gibt es zum Beispiel zwei Dreiecksgeschichten:
Ein Männchen etwa hat sich gleichzeitig mit zwei Weibchen liiert, die sich gegenseitig aber nicht ausstehen können. Beide Weibchen hatten ein Ei. Das eine Weibchen «verlor» ihr Ei (mehr dazu unten), beim anderen Weibchen schlüpfte ein Küken. Wenn die Mutter des Kükens sich entfernt, darf das andere Weibchen dieses Küken neben «ihrem» Partner füttern.
Beim anderen Trio sind die beiden Weibchen schon länger eng befreundet. Auch hier legten beide ein Ei. Das Männchen im Bunde «fand» (siehe oben) dann noch ein weiteres Ei, und so betreuten sie zu dritt drei Eier. Die Probleme begannen, als zwei Küken schlüpften und ein Weibchen beide betreuen wollte. Die Tierpfleger entschärften die Situation, indem sie dem noch brütenden Weibchen das dritte Ei, das sich als unbefruchtet erwies, wegnahmen und ihr stattdessen das zweite Küken (aus dem «gefundenen» Ei) unterschoben. Dieses Küken starb leider im Alter von zwanzig Tagen. Das überlebende Küken des Trios wird nun von drei Elterntieren mit Futter versorgt.
Da das «Klauen» von Eiern oder gar Jungtieren unter Königspinguinen durchaus ein Thema ist, haben zwei Paare sich zugeneigter Männchen je ein Gipsei erhalten. Das wird den Zuchterfolg nicht erhöhen, bringt aber den Tieren Beschäftigung und Ruhe in die Kolonie.
Königspinguine kommunizieren auch akkustisch. Wie ihre Stimme tönt, kann man hier anhören:
Der Zoo Zürich ist der schweizerische Sitz des Antarctic Research Trust ART. Der ART ist eine Forschungsorganisation, die sich für den langfristigen Schutz der Pinguine, Albatrosse und deren Lebensräume in der Antarktis einsetzt. Mit selbst entwickelten GPS-Recordern, die den Tieren an den Federn befestigt werden, erforscht der ART das bisher unbekannte Wanderverhalten der Pinguine. So versteht man immer besser, wo die Tiere auf Nahrungssuche gehen, in welche Tiefen sie tauchen und was sie fressen. Mit diesen Daten setzt sich der ART dafür ein, dass die für Pinguine wichtigen Regionen und Fischbestände geschützt werden.
Bei den Königspinguinen haben wir noch freie Patenplätze! Wer Pinguingotte oder -götti werden möchte, folgt dem Link:
Pinguin
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