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Al Franken ist Senator im US-Bundesstaat Minnesota und gehört der demokratischen Partei an. Der 66-Jährige ist auf Twitter sehr aktiv – und äusserte sich in den vergangenen Wochen auch zur «#MeToo-Bewegung». Sexuelle Belästigung und Gewalt seien nicht akzeptierbar, twitterte Franken etwa vor zwei Wochen.
Sexual harassment and violence are unacceptable. We all must do our part to listen, stand with, and support survivors.— Sen. Al Franken (@SenFranken) 23. Oktober 2017
Doch nun werden gegen ihn selber Vorwürfe laut. Die Fernsehmoderatorin Leeann Tweeden schreibt heute Dienstag, dass Franken sie sexuell belästigt habe.
Im Jahr 2006 seien sie zusammen auf Tournee gewesen, um die US-Truppen zu unterhalten. Franken habe einen Sketch geschrieben, bei dem es zu einem Kuss zwischen ihr und ihm kommen sollte. Er habe sie immer wieder dazu gedrängt, die Kuss-Szene zu proben.
Zuerst habe sie verneint, irgendwann sei es dann aber doch zur Probe gekommen. Sie habe gehofft, dass sie noch Zeit habe, den Mund wegzudrehen, doch «er steckte aggressiv die Zunge in meinen Mund».
Und das war nicht alles. Nach ihrer zweiwöchigen Tournee sei sie erschöpft ins Flugzeug gestiegen und sofort eingeschlafen. Als sie in den USA angekommen seien, habe sie dann die Fotos des Trips angesehen und dabei ein Bild entdeckt, auf dem Franken ihr an die Brüste fasst.
Franken hat zu den Vorwürfen Stellung genommen. Er sagt: «Ich erinnere mich sicherlich nicht mehr genau an die Probe, aber ich entschuldige mich aufrichtig bei Leeann. Was das Foto betrifft, es war lustig gemeint, war es aber nicht. Ich hätte das nicht tun sollen.» (cma)
Aufgrund der Aktualität fand der Point de Presse mit Experten des Bundes schon am Montag statt am Dienstag statt. Anne Lévy, Direktorin Bundesamt für Gesundheit BAG, sagte dabei: «Wichtig ist für uns im Moment, dass wir die 5. Welle, welche Delta verursacht in den Griff kriegen. Warum? Wir müssen unbedingt vermeiden, dass wir gleichzeitig eine Zirkulation von Delta und Omikron verhindern.»