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Stein des Anstosses ist, dass Kalifornien im Juli den auf Glyphosat basierenden Monsanto-Unkrautvernichter Roundup auf eine Liste krebsverursachender Chemikalien gesetzt hat. Zudem verlangt der Bundesstaat, dass Glyphosat-Produkte ab Sommer nächsten Jahres mit entsprechenden Warnhinweisen versehen sind. Dies wollen die Kläger verhindern. Sie bestreiten derartige Krebsgefahren.
Monsanto-Manager Scott Partridge erklärte, die geforderten Hinweise verbreiteten falsche Informationen und lösten ungerechtfertigterweise öffentliche Besorgnis und Verwirrung aus. Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" ist.
In der EU endet die aktuelle Glyphosat-Genehmigung am 15. Dezember. Über eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Verlängerung um weitere fünf Jahre haben die Mitgliedstaaten noch nicht entschieden. In der Schweiz arbeitet die Bundesverwaltung an einem Bericht dazu.
Gemäss dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) erfüllt Glyphosat alle Anforderungen, die für eine Zulassung als Pflanzenschutzmittel in der Schweiz erfüllt sein müssten. Doch wird die EU sich dereinst für ein Glyphosat-Verbot aussprechen, würde die Schweiz "den genauen Sachverhalt" überprüfen müssen.
Glyphosat wird seit 40 Jahren auf Feldern eingesetzt. Unstrittig ist, dass der Wirkstoff eine Gefahr für die Artenvielfalt darstellt. Untersuchungen von europäischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden sowie aus Kanada und Japan sehen allerdings keine Gefahren für Menschen und Umwelt bei sachgemässen Einsatz der Chemikalie.
(AWP)