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Morbus Parkinson wurde zuerst 1817 von James Parkinson beschrieben. Seitdem ist bekannt, dass es unterschiedliche Verläufe von Parkinson mit unterschiedlichen Symptomen geben kann. Unterschieden wird zwischen dem familiären Parkinson-Syndrom, der idiopathischen und symptomatischen Form.
Die Prävalenz liegt bei den über 65 jährigen bei knapp zwei Prozent. Während diese Krankheit häufig bei älteren Patienten auftritt gibt es auch Erstmanifestationen, die bei unter 50 jährigen oder jünger auftreten. Ein berühmtes Beispiel dafür ist der Schauspieler Michael J. Fox, der im Alter von 30 Jahren an Parkinson erkrankte. Auch Cassius Clay alias Muhammad Ali leidete an Morbus Parkinson und ist war einer der bekanntesten Betroffenen. Durch prominente Persönlichkeiten wie ihn hat die Krankheit Parkinson eine breite Öffentlichkeit bekommen.
Die pathologische Ursache für Parkinson konnte in vielen Gehirnen nach dem Tod des betroffenen Menschen nachgewiesen werden. Die Forschung konnte allerdings immer noch nicht klären, wodurch diese Veränderungen tatsächlich ausgelöst werden.
Die Ursache für Parkinson könnten die sogenannten Lewy-Körper sein: Ablagerungen in Zellen des Gehirns, die für die Dopamin-Produktion zuständig sind. Aufgrund dieser Ablagerungen gehen diese Nervenzellen langsam zu Grunde und es kann kein Dopamin mehr hergestellt werden. Dieser Dopaminmangel führt dazu, dass die aktivierende Wirkung der Basalganglien auf die Grosshirnrinde nachlässt.
Die Ablagerungen entstehen aufgrund fehlgefalteter Proteine, die nicht korrekt aus dem Zellinneren transportiert werden können.
Obwohl Parkinson verschiedene Erscheinungsformen haben kann, in verschiedenen Schweregraden vorkommt und in unterschiedlichen Stadien verläuft, gibt es Leitsymptome, die der Krankheit zugeordnet werden können. Die sogenannte Parkinson-Trias. Sie beschreibt die Symptome Akinese/Bradykinese, Rigor und Tremor. Alle drei beschreiben Bewegungsstörungen. Die Akinese oder Bradykinese beschreibt die Bewegungslosigkeit, bzw. die Verlangsamung der Willkürmotorik. Der Rigor eine gesteigerte Grundspannung. Der Tremor ist ein unwillkürliches Zittern, das sich gleichmässig, aber mit verschiedener Intensität zeigen kann.
Zu den Leitsymptomen können weitere Bewegungsbeeinträchtigungen kommen. Wie eine Störung der Körperhaltung, Standunsicherheit und Beeinträchtigungen der Mimik, die zu dem sogenannten und für Parkinson typischen Maskengesicht führen. Zu den Einschränkungen der Bewegungsabläufe, kommen auch degenerative Veränderungen der Psyche, wie Konzentrationsstörungen oder Demenz. Ausserdem können Parkinson-Patienten depressiv sein, unter Schluckstörungen oder schmerzhaften Missempfindungen bei Berührung leiden.
Diese Symptome können auftreten, müssen aber nicht alle zusammen in Erscheinung treten. Sie können anhand der UPDRS, der Unified Parkinson's Disease Rating Scale, von einem Neurologen beurteilt werden. Auf diese Weise kann der Experte für neurologische Erkrankungen den Schweregrad, den Verlauf und das Stadium der Parkinson-Krankheit richtig einschätzen. Nur so kann die Erkrankung richtig und effektiv behandelt werden.
Neben der Parkinson-Trias ist die eintretende Demenz im Verlauf der Parkinson-Erkrankung eines der gefürchtetsten Symptome. Sowohl von dem Patienten, der weiss, was ihn im Verlauf der Erkrankung erwartet, als auch für die Angehörigen, die mit den geistigen und körperlichen Veränderungen umgehen können müssen. Der Verlust des geistigen Vermögens, als auch die Einschränkung der Mobilität macht vielen Patienten sehr viel Angst, da beides auch ein Abhandenkommen des selbstbestimmten Lebens bedeutet.
Insbesondere die Beeinträchtigung der Bewegungsabläufe kann durch Medikamente gut behandelt werden. Hierfür verschreibt der Neurologe dem Patienten Medikamente, die das nicht mehr oder zu wenig erzeugte Dopamin ersetzen können. Dadurch kann die Störung des Bewegungsablaufs weitestgehend behoben werden. Diese Medikamente müssen regelmässig und zu bestimmten Tageszeiten eingenommen werden, damit der erwünschte Effekt erzielt werden kann. Bei Parkinsonpatienten mit der Parkinson-Trias, bei denen man ein starkes Zittern, einen sehr langsamen und unsicheren Gang, sowie eine Körperneigung nach vorne beobachten kann, kann eine richtig eingestellte Medikation eine fast vollständige Aufhebung der Symptomatik bewirken. Parkinson gehört also zu den Krankheitsbildern, bei denen eine medikamentöse Behandlung eine direkte und sichtbare Verbesserung bewirken kann.
Ausserdem kann zum Beispiel eine Physiotherapie oder Krankengymnastik die eingeschränkten Bewegungsabläufe verbessern. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass jede Behandlung von einem erfahrenen Neurologen begleitet wird, um den Verlauf der Erkrankung beobachten zu können und einzugreifen, wenn das notwendig wird. Parkinson ist zwar nach wie vor unheilbar und das Fortschreiten der Erkrankung im Alter immer noch nicht aufzuhalten, doch mit der richtigen Medikation und einer begleitenden Therapie kann der Verlauf durchaus positiv beeinflusst werden und der Patient kann gut mit der Krankheit leben.