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Mediziner unterscheiden mehrere Stadien der Erkrankung:
- Initialstadium: Durch die verminderte Durchblutung verzögert sich das Wachstum im Hüftkopfkern. Der Gelenkspalt zwischen Hüftkopf und Gelenkpfanne erscheint im Röntgenbild verbreitert.
- Kondensationsstadium: Knochengewebe des Hüftkopfs stirbt ab. Der Körper beginnt mit ersten "Reparaturprozessen", bei denen sich der Knochen verdichtet. Es bilden sich feine Risse und Brüche im Gewebe (Mikrofrakturen). Das Kondensationsstadium dauert etwa 6 bis 12 Monate.
- Fragmentationsstadium: Teile des Hüftkopfes zerfallen, der Hüftkopf flacht ab und kann aus der Gelenkpfanne herausragen. Diese Phase hält etwa 1,5 bis 2 Jahre an.
- Reparationsstadium: Der Hüftkopf baut sich wieder auf.
- Ausheilungsstadium: Der Hüftkopf ist wieder vollständig aufgebaut – entweder mit oder ohne Deformierung.
Bis zum Ausheilungsstadium ist der Hüftkopf nicht voll belastbar.
Häufigkeit
Morbus Perthes ist eine relativ häufige Hüfterkrankung bei Kindern. Die Diagnose stellt der Arzt in der Regel bei Kindern zwischen 3 und 12 Jahren, die meisten von ihnen sind etwa 5 bis 6 Jahre alt.
Schätzungen zufolge ist etwa eines von 1.200 Kindern von Morbus Perthes betroffen, wobei die Angaben zur Häufigkeit je nach Literatur voneinander abweichen.
Die kleinen Patienten sind vorwiegend Jungen: Sie erkranken viermal häufiger als Mädchen. Zudem betrifft Morbus Perthes insbesondere Kinder aus der weissen Bevölkerung.