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Seit 1990 verfügt die UNESCO über einen Sektor Kommunikation und Information, in dessen Rahmen sie sich für den Zugang zu Information und Wissen für alle, den Einsatz von Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor und die Förderung der Pressefreiheit einsetzt.
Die UNESCO ist der Auffassung, dass der Aufbau inklusiver Wissensgesellschaften entscheidend ist für eine nachhaltige Entwicklung der Menschen und der Wirtschaft. Unter inklusiven Wissensgesellschaften versteht die UNESCO Gesellschaften, deren Mitglieder nicht nur in der Lage sind, sich Informationen zu beschaffen, sondern auch fähig sind, Informationen in Wissen und Konzepte umzuwandeln, so dass sie zur wirtschaftlichen und sozialen Weiterentwicklung der Gemeinschaft beitragen.
Die UNESCO ist die einzige Organisation der Vereinten Nationen, deren Auftrag darin besteht, das Recht auf freie Meinungsäusserung zu schützen. Sie fördert deshalb freie und unabhängige Medien als Abbild der kulturellen Vielfalt und des Pluralismus. Mit derselben Absicht unterstützt die UNESCO aktiv den Schutz von Medienschaffenden und organisiert Sensibilisierungskampagnen zur Beendigung der Straflosigkeit von Verbrechen gegen Medienschaffende.
Darüber hinaus ist die UNESCO mit ihrem Programm «Memory of the World» (MOW) ein wichtiger Akteur bei der Bewahrung des Weltdokumentenerbes. Das Programm führt ein Register, mit dem bedeutende Güter des dokumentarischen Erbes der Menschheit geschützt werden. Das MOW-Programm widmet sich auch der Digitalisierung von Dokumenten und der Konservierung digitaler Archive.