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Dr. Danny Faulkner: Man glaube nun nicht, dass die Kreationisten auf alles eine Antwort haben. Es gibt viele verblüffende Probleme, die wir innerhalb unserer Voraussetzungen zuerst noch studieren müssen. Das grösste ist das Problem der Fortpflanzung des Lichtes. Einfach ausgedrückt scheint die Grösse des Universums mehrere Milliarden Lichtjahre zu umfassen. Wie können wir aber so weit entfernte Objekte beobachten, wenn das Universum nur einige tausend Jahre alt ist? Es wurden mehrere Lösungen für dieses Problem vorgeschlagen, aber keine davon befriedigt mich ganz. Mein primäres Interesse ist die stellare Astronomie, das Studium der Sterne. Die Schöpfungswissenschaftler haben bisher sehr wenig Zeit damit verbracht, um genau zu diskutieren, was das Schöpfungsmodell über die Sterne zu sagen hat. Ich freue mich auf diese Aufgabe.
Quellen:
- Danny Faulkner, The young faint Sun paradox and the age of the solar system, TJ 15(2): 3–4, August 2001,
Intelligent Design = Wissenschaft?
ID ( Intelligent Design) ist eine Alternative zur Evolutionstheorie. Sie wird mit folgenden Argumenten oft abgelehnt:
- ID basiere auf einem religiösen Dogma,
- ID sei keine wissenschaftlich anerkannte Methode,
- ID könne man nicht testen,
- ID könne man nicht wiederholen,
- der Anschein von Schöpfung in der Biologie bedeute nicht, dass Schöpfung tatsächlich abgelaufen sei,
- ID-Vertreter könnten in wissenschaftlichen Peer-Reviewed (begutachteten) Zeitschriften nichts veröffentlichen. Ihr wissenschaftliches Niveau sei ungenügend.
In seinem Buch „Signature in the Cell“ entgegnet Stephen C. Meyer wie folgt (Seiten 403-414):
1. ID basiert auf empirischen Beobachtungen, nicht auf einem religiösen Dogma.Dass es in den Zellen digital codierte Informationen gibt, ist ein Hinweis für intelligente Schöpfung. Weitere Bestätigungen für ID sind die „nicht reduzierbare Komplexität“, welche man in den molekularen Maschinen entdeckt hat, die feine Abstimmung der Gesetze und Konstanten in der Physik, die feine Abstimmung unserer irdischen Umgebung, das Informationsverarbeitungs-System in den Zellen und sogar das Phänomen, das als Homologie (Ähnlichkeit) bekannt ist. Kritiker können diese Argumente zwar ablehnen aber sie können nicht widerlegen, dass sie auf allgemein anerkannten Beobachtungen der Natur beruhen. Weil der Ausdruck „Wissenschaft“ eine Aktivität bedeutet, in der Theorien entwickelt werden, um die Beobachtungen in der Natur zu erklären, hat man guten Grund, die auf empirischer Beobachtung basierende Theorie von ID als wissenschaftliche Theorie anzuerkennen.
2. Die Befürworter von ID benützen bewährte wissenschaftliche Methoden. ID beruht nicht nur auf der Anwendung von einer einzigen Methode wissenschaftlicher Diskussion, sondern von zwei Methoden, welche die Kriterien bestimmen, die auf Grund der beobachteten Fakten entscheiden, ob eine Hypothese unterstützt wird oder nicht. Wir wenden die Methode der mehrfach konkurrierenden Hypothesen an, durch die ich folgerte und begründete, welches die beste Erklärung für die Entstehung der biologischen Information ist. Diese Methode ist in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen die Standardmethode der wissenschaftlichen Argumentation. Die Vertreter von ID haben zusätzliche Kriterien erarbeitet, mit denen man intelligent geschaffene Systeme identifizieren kann. Dembski (1) hat dazu eine vergleichende Bewertungsmethode entwickelt – er nennt sie „Erklärungsfilter“ - zur Führung der Untersuchung und um den Forschern bei der Entscheidung zu helfen, welche der drei Erklärungen „Zufall, Notwendigkeit oder Schöpfung“ sie als gültig erachten.
3. ID ist eine überprüfbare Theorie. Zunächst vergleicht man ihre Erklärungskraft mit derjenigen der konkurrierenden Theorien. ID erklärt die Entstehung von biologischer Information besser als ihre materialistischen Konkurrenten (Kapitel 15) und hat damit einen wichtigen wissenschaftlichen Test bestanden. Die ID-Theorie wird getestet wie alle anderen historischen Theorien, nämlich auf Grund unserer Kenntnis der Ursache und Wirkungs-Struktur unserer Welt. Die Bewertung der „Ursächlichen Angemessenheit“ (causal adequacy) bestimmt die historische wissenschaftliche Diskussion und hilft herauszufinden, welche Hypothese die beste Erklärungskraft besitzt. Wenn eine Theorie Gründe angeben kann, die den fraglichen Effekt produzieren, erfüllt sie diesen Test der ursächlichen Angemessenheit. Wie andere historische wissenschaftliche Theorien macht ID Aussagen über die Gründe für vergangene Ereignisse, dadurch wird sie durch unsere Kenntnisse von Ursache und Wirkung überprüfbar. Ausserdem lehrt uns unsere Erfahrung, dass eine intelligente Instanz nicht nur bekannt ist, sondern auch die einzige bekannte Instanz ist, die spezifizierte, digital codierte Information erzeugen kann. Die ID Theorie hat in diesem Buch zwei kritische Tests bestanden: den Test der ursächlichen Angemessenheit und der ursächlichen Existenz (Kapitel 15). Weil ID diese Tests bestanden hat, meine ich, dass sie die beste Erklärung für das Rätsel der DNS ist.
Zellen- und Genom-Biologen haben entdeckt, dass die angeblich unnütze Junk-DNS (welche keine Proteine codiert):
a) das kopieren der DNS reguliert, (2)
b) die Transkription (Umschreibung) reguliert,
c) Stellen für die programmierte Neuordnung von genetischem Material markiert,
d) die richtige Faltung und Wartung der Chromosomen beeinflusst,
e) Interaktionen der Chromosomen steuert,
f) RNA-Aufbereitung, Verarbeitung und Spleissung steuert,
g) die Translation (Übersetzung) beeinflusst,
h) die embryologische Entwicklung steuert,
i) die DNS repariert,
j) bei der Immunabwehr oder beim bekämpfen von Krankheiten hilft.
Die Regionen im Genom welche keine Proteine codieren, funktionieren ganz ähnlich wie das Betriebssystem eines Computers der mehrere Operationen gleichzeitig ausführen kann.
4. ID ist ein Beispiel für historische wissenschaftliche Diskussion.
4.1. Ein bestimmtes historisches Ziel wird verfolgt. Historische Wissenschaften befassen sich mit den Fragen „Was geschah?“ oder „Was verursachte dieses Ereignis? Wie ist ein bestimmtes natürliches Merkmal entstanden?“ Fragen von der Form „Wie funktioniert die Natur normalerweise?“ oder „Wie ist dieses generelle Phänomen entstanden?“ werden hingegen nicht gestellt. Die ID Theorie versucht Antworten zu geben auf Fragen wie: „Wie sind bestimmte natürliche Merkmale entstanden – wie beispielsweise die digital codierte spezifizierte Information in der Zelle.
4.2. Eine bestimmte logische Form von Schlussfolgerung wird angewendet. Die Schlussfolgerungen von ID beruhen auf einem vergangenen nicht beobachtbaren Grund (in diesem Fall ein Moment von schöpferischer geistiger Tätigkeit) von gegenwärtigen Anhaltspunkten in der Natur, wie zum Beispiel die spezifizierte Information in der DNS, die nicht reduzierbare Komplexität von bestimmten biologischen Systemen und die Feinabstimmung der Gesetze und Naturkonstanten in der Physik.
4.3. Ein besonderer Typ von Erklärung. Die historischen Wissenschaften liefern meistens kausale Erklärungen für besondere Ereignisse, nicht gesetzesähnlich Beschreibungen oder Theorien, welche beschreiben, wie bestimmte Phänomene – wie Kondensation oder Kernspaltung - auftreten. In historischen Erklärungen wird die wichtigste Erklärungsarbeit durch vergangene Ereignisse geleistet, nicht durch Gesetze oder allgemeine physikalische Eigenschaften. Schöpfungstheorien stützen sich auf einen Akt oder auf Akte eines Agenten und betrachten diese Akte als begründende Ereignisse, um den Ursprung von gegenwärtigen Befunden oder Anhaltspunkten zu erklären.
4.4. Historische Wissenschaftler benützen die Anwendung der Methode von mehreren sich konkurrierenden Hypothesen. Sie prüfen die Hypothesen durch gegenseitiges Vergleichen ihrer Erklärungskraft.
Die ID-Theorie besitzt somit die wichtigsten Eigenschaften einer historischen Wissenschaft, Grund genug, sie als wissenschaftlich zu betrachten.
5. ID stellt eine spezifische Frage an die Evolutionsbiologie. Nämlich: Wie ist der Anschein von Schöpfung entstanden? Sowohl Darwin als auch die Evolutionsbiologen Ayala, Dawkins und Lewontin anerkennen, dass die biologischen Organismen den Anschein von Schöpfung zeigen. Die meisten von ihnen glauben trotzdem, dass dieser Anschein eine Illusion sei, denn sie sind überzeugt, dass der Mechanismus der natürlichen Selektion zusammen mit zufälligen Veränderungen dafür verantwortlich ist, den lebenden Organismen den Anschein von Schöpfung zu geben.
Wenn die Feststellung „Jupiter besteht hauptsächlich aus
Methangas“ ein wissenschaftlicher Vorschlag ist, so ist die Feststellung „Jupiter besteht nicht hauptsächlich aus Methangas“ ebenso ein wissenschaftlicher Vorschlag. Die Verneinung des Vorschlages macht keinen unterschiedlichen Typ aus ihm. „Der Anschein von Schöpfung kommt nicht von einer tatsächlichen Schöpfung“ und die Behauptung „Der Anschein von Schöpfung kommt tatsächlich von Schöpfung“ sind nicht zwei verschiedene Vorschläge, es sind zwei verschiedene Antworten zur selben Frage. Wenn einer dieser Vorschläge wissenschaftlich ist, ist es der andere ebenso.
6. ID wird unterstützt von begutachteter wissenschaftlicher Literatur. Die Kritiker von ID behaupten oft, dass die Befürworter von ID nicht in der Lage seien, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in begutachteten wissenschaftlichen Zeitschriften zu veröffentlichen. Aus diesem Grund sei ID keine wissenschaftliche Theorie. Dies wird begründet mit der Behauptung, es gebe keine Veröffentlichungen der Befürworter von ID in wissenschaftlich anerkannten Zeitschriften. Dies stimmt nicht. Denn im Jahr 2004 publizierte ich (Meyer) eine Arbeit zur Förderung von ID in einer einflussreichen wissenschaftlichen Zeitschrift. 2005 erschien das Buch von Behe „Darwin’s black box“ im Free Press Verlag in New York. Dembski’s „The design inference“ erschienen in der Cambridge University Press. Beide waren begutachtet. Dazu haben Schöpfungs-Befürworter wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, in denen sie dafür eingetreten sind, dass ID in begutachteten Artikeln und Büchern behandelt wird. Man hat in den Berichten von wissenschaftlichen Konferenzen über ID geschrieben. Seit der Publikation meines Artikels in 2004 (3) sind verschiedene andere wissenschaftliche Artikel zugunsten von ID in begutachteten wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen.
Ergebnis
Meyer schreibt: „Als ich die Frage prüfte, ob ID als wissenschaftliche Theorie betrachtet werden könne, wurde mir klar, dass die Antwort auf diese Frage von der Definition von Wissenschaft abhängig ist. Wenn ich sowohl allgemeine Definitionen als auch die methodologische Praxis der historischen Wissenschaften anwendete, wurde klar, dass es viele gute Gründe dafür gibt, ID als eine wissenschaftliche Theorie zu betrachten.“ (4)
Referenzen:
(1) Dembski, The Design Inference: Eliminating Chance Through Small Probabilities, Cambridge University Press, 1998, 36.
(2) Von Sternberg und Shapiro, How repeated Retroelements Format Genome Function, Cytogenetic and Genome Research 110 (2005): 108-116
(3) Stephen C. Meyer, Intelligent Design: The Origin of Biological Information and the Higher Taxonomic Categories
Proceedings of the Biological Society of Washington
August 4th, 2004.Deutsche Übersetzung dieses Artikels: www.intelligente-schoepfung.ch/images/stories/schoepfung/intsch.pdf
(4) Stephen C. Meyer, Signature in the Cell (Unterschrift in der Zelle) DNA and the Evidence for Intelligent Design (DNS und die Belege für Intelligent Design). Harper One, New York, 2009, 611 Seiten, Seite 414.
Befürworter der Evolution haben in den vergangenen Jahren oft behauptet, dass das menschliche Auge nicht von einem intelligenten Schöpfer geschaffen worden sein könne. Denn die lichtempfindlichen Zellen im menschlichen Auge befinden sich unterhalb von zwei Schichten von Nervenzellen – und dadurch, so glaubte man, würde das Licht durch diese Nervenzellen abgeschwächt. Ein intelligenter Schöpfer hätte das besser konstruiert, war die allgemeine Meinung. Nun hat sich jedoch herausgestellt, dass die sogenannten „Müllerzellen“, von denen man bislang nur wusste, dass sie eine Stützfunktion haben, auch die Funktion hocheffizienter Lichtleiter erfüllen. Diese Müllerzellen leiten das Licht zwischen den Nervenzellen zu den lichtempfindlichen Zellen in der Retina weiter. Da die lichtempfindlichen Zellen direkt über den Blutgefässen liegen, werden sie besser gekühlt und können zudem besser mit Energie versorgt werden. Das menschliche Auge ist somit optimal aufgebaut.
Eine Forschergruppe am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung an der Universität Leipzig hat (2006) entdeckt, dass die Netzhaut (Retina) im menschlichen Auge nicht „verkehrt“ aufgebaut ist, wie das bisher oft behauptet wurde. In dieser Debatte hat man unter anderem auch immer wieder die Augen der Tintenfische erwähnt, die im Gegensatz zu unseren Augen die „richtige“ Reihenfolge der Zellschichten aufweisen. Es wurde behauptet, dass unsere Augen daher nicht von einem intelligenten Schöpfer stammen könnten.
Im menschlichen Auge enthalten die obersten Schichten der Netzhaut Nervenzellen. Darunter befinden sich die lichtempfindlichen Zäpfchen und Konen. Weil nun die Nervenzellen über den Zäpfchen und Konen liegen, würden sie das Licht unter normalen Umständen abschwächen und die Sehkraft dadurch beeinträchtigen. Aus diesem Grund sagten sich die Evolutionsforscher, dass diese Anordnung nicht von einem intelligenten Schöpfergott geschaffen worden sein könne.
Die neuen Forschungsergebnisse an der Universität Leipzig haben nun jedoch gezeigt, dass fast keine Streuung und nur geringer Verlust von Licht stattfindet. Man hat festgestellt, dass die sogenannten Müllerzellen neben ihrer Stützfunktion auch eine lichtleitende Funktion besitzen. Diese Müllerzellen leiten das Licht von der vorderen Netzhautoberfläche zu den Lichtsinneszellen in der hinteren Netzhaut, ähnlich wie bei einem Glasfaserkabel (Figur 7).
Somit gelangt das Licht fast unabgeschwächt zwischen den Nervenzellen hindurch auf die lichtempfindlichen Zellen. Weil die „Müller-Zellen“ konisch sind, wird das Licht gesammelt statt zerstreut. Das bedeutet, dass die Sehfähigkeit durch diese Anordnung der Nervenzellen, Müller-Zellen, Zäpfchen und Konen einen optimalen Wert erreicht.
Figur 7
Dass die lichtempfindlichen Zellen zu unterst liegen, ist ausserdem sinnvoll, weil sie am meisten Energie benötigen – mit der sie optimal versorgt werden, wenn sie direkt über den Blutgefässen liegen. Dazu kühlen die Blutgefässe die lichtempfindlichen Zellen und steigern dadurch die Sehfähigkeit. Beim Tintenfisch sind die Zellschichten umgekehrt angeordnet, weil der Tintenfisch im kühlen Wasser lebt. Hier ist es in der Tat sinnvoller, die lichtempfindlichen Zellen zuoberst zu platzieren, da der Augapfel vom Wasser gekühlt wird.
Kurzum: Der unterschiedliche Aufbau des menschlichen Auges und des Tintenfischauges gewährleisten für beide Lebewesen eine optimale Sehfähigkeit und zeigen die sorgfältige Planung eines intelligenten und vollkommenen Schöpfers unserer Augen.
Referenzen:
- http://www.pnas.org/cgi/content/short/104/20/8287
Kristian Franze et al.
- David E. Stoltzmann, The Specified Complexity of Retinal Imagery,
CRSQ 43/1, June 2006, Seiten 4--12.
- Sylvia Baker, Seeing and believing, Genesis Agendum, 2004
- Bilder: http://www.pnas.org/cgi/content/full/0611180104/DC1#F5
Ein Beispiel für Intelligente Schöpfung (ID)
Das menschliche Auge ist eine Kugel von etwa 2,5 Zentimeter Durchmesser. In ihrem Innern bildet die Netzhaut den lichtempfindlichen Teil, der nicht nur hell und dunkel unterscheiden kann, sondern auch die Farben „sieht“. Die Netzhaut enthält etwa 120 Millionen Stäbchen, welche schwarz-weiss- empfindlich sind und etwa 6 Millionen Zapfen, welche die Farben wahrnehmen. Das heisst, dass das ganze Bild in etwa 126 Millionen Bildpunkte unterteilt wird. Eine moderne Digitalkamera ist ähnlich aufgebaut wie das Auge. Sie hat aber nur etwa 8 Millionen Bildpunkte (Pixel), liegt daher noch weit unter dem, was wir in unseren Augen haben. Was Auge und die Digitalkamera vergleichbar machen, ist die Auflösung des Bildes in einzelne Bildpunkte. Die Informationen der einzelnen Bildpunkt werden in elektrische Signale umgewandelt und dienen dazu, in unserem Bewusstsein das Bild zu reproduzieren. Beim Auge ist es das Gehirn, welches das Bild bewusst macht, bei der Digital-Kamera ist es der Bildschirm, der das Bild wiedergibt.
Wie bereits erwähnt, wird im Auge das Bild, das man sieht, in elektrische Signale umgewandelt. Eine sehr grosse Zahl von Nervenfasern leitet die Signale von der Netzhaut in verschiedene Schichten des Gehirns. Erst im Gehirn entsteht die Wahrnehmung des Bildes, welches wir mit dem Auge betrachten. Das bedeutet, dass jede einzelne Nervenfaser für einen bestimmten Bildpunkt zuständig ist. Sie muss daher im Gehirn an die Stelle führen, die genau dem selben Bildpunkt entspricht wie auf der Netzhaut. Andernfalls würde nur ein wirres Bild wahrgenommen. Wie ist es nun möglich, dass beim Wachstum eines Lebewesens jede einzelne der hunderttausenden von Nervenfasern von der Netzhaut zum richtigen Ort im Gehirn führen? Wäre es möglich durch „Versuch und Irrtum“ jede einzelne Nervenfaser an die richtige Stelle zu leiten? Nun ist zwar die Verbindung vom Auge zum Gehirn in Wirklichkeit nicht so einfach, wie wir es hier angenommen haben. Aber grundsätzlich ist die Wahrnehmung eines Bildes zwingend darauf angewiesen, dass die einzelnen Bildpunkte durch die Nervenfasern nicht miteinander vertauscht werden.
Der Nervenstrang zwischen Auge und Gehirn ist daher ein komplexes System, das von Anfang an richtig gebaut sein muss. Es kann sich nicht durch Versuch und Irrtum bilden. Die Sehgrube im Auge (die Stelle mit der höchsten Sehschärfe) enthält etwa 15'000 Pixel. Deren Signale werden in der Netzhaut zusammengefasst und über etwa 120 Nervenfasern zum Hirn geleitet. Die Anzahl der möglichen verschiedenen Verbindungen zum Gehirn ergibt eine Zahl, die höher ist als 1080 (eine Eins mit 80 Nullen). So gross ist etwa die Anzahl von Atomen im ganzen Universum. Das ist eine Zahl, die jedes Vorstellungsvermögen sprengt. Doch die gesamte Netzhaut enthält nicht nur 15'000 Pixel, sondern 126'000'000. Deren Signale werden zwar in der Netzhaut auf etwa 1'000'000 reduziert. Aber ein zufälliges Zustandekommen der Ordnung dieser Nervenfasern darf als „unmöglich“ bezeichnet werden. Es bedarf einer genialen intelligenten Instanz, welche in der DNS das Programm für die Herstellung des hochgradig geordneten Nervenstranges geschrieben hat. Die Ingenieure haben zwar etwas Ähnliches in die Digitalkamera eingebaut, doch das noch weit leistungsfähigere Auge ist bei jedem Menschen aus „blinden“ Zellen gewachsen! Dass der Zufall hier eine Rolle gespielt haben soll, ist schlichtweg undenkbar.
Im übrigen bestehen die selben Probleme im ganzen Körper von Menschen und Tieren. Denn jede Nervenfaser, die von einem Muskel ins Gehirn führt, muss dort an einer ganz bestimmten Stelle enden, sonst geraten die Befehle nicht an die richtigen Muskeln und es entsteht ein Durcheinander im Bewegungsablauf. Und jede Nervenfaser, die von einer druckempfindlichen Zelle ins Gehirn geht, muss dort an der richtigen Stelle enden, denn sonst würde zum Beispiel eine Berührung an einer falschen Stelle registriert. Wir würden total verwirrt.
Könnte es sein, dass ein uns unbekannter Prozess die Position der Nervenfasern so leitet, dass sie am richtigen Ort im Gehirn ankommen? Das macht das Ganze nicht einfacher. Im Gegenteil, ein solcher Prozess müsste erst recht von einer übergeordneten Intelligenz stammen. Diese müsste auch die Organisation des Gehirnes genau kennen. Also ist der Schluss naheliegend, dass ein intelligenter Schöpfer das Programm zum Bau des Nervensystems gemacht hat.
Referenzen:
- D.F. Stoltzmann, The specified Complexitiy of Retinal Imagery, CRSQ 43/1, June 2006, Seiten 4-12 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
- Lönnig: http://www.weloennig.de