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Sachschaden
Sachschaden
Art. 12 UVG
Der Versicherte hat Anspruch auf Deckung der durch den Unfall verursachten Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen. Für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt.
Voraussetzung für die Übernahme von Sachschäden
Urteil 8C_818/2007 vom 6.8.2008 (Volltext)
Nicht eingesetzt (z. B. Zahnprothese in der Hosentasche) heisst kein Ersatzanspruch.
3.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, hat der Versicherte gemäss Art. 12 UVG Anspruch auf Deckung der durch den Unfall verursachten Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Kör-perfunktion ersetzen. Für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt. Die Unfallversicherung hat zudem nur für jene Sachschäden aufzukommen, die an Sachen im Sinne von Art. 12 UVG entstehen, die im Zeitpunkt des Unfalles tatsächlich eingesetzt waren bzw. getragen wurden (Ghélew/Ramelet/Ritter, Commentaire de la loi sur l'assurance-accidents [LAA], Lausanne 1992, S. 78).
4.1 Bezüglich der Zahnprothese hat die Vorinstanz für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführer sie im Zeitpunkt des Überfalles nicht eingesetzt hatte, sondern sie in der Hosentasche bei sich trug.
Sachen, die einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen
Beispiele
- Bein-, Arm- oder Handprothese
- Weibliche Brustprothese
- Künstliches Auge
Kleidungs- und Schmuckstücke
Schäden an Kleidern, Schuhen, Ringen oder anderen Schmuckstücken stellen keine Sachschäden im Sinne von Art. 12 UVG dar.
Wenn diese aber zum Zweck der Einleitung einer medizinischen Behandlung aufgeschnitten bzw. aufgetrennt werden müssen, schlägt Koordination Schweiz vor, Beiträge bis max. Fr. 500.00 zu vergüten.
Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen
Brillen: Beiträge bis max. Fr. 300.00 können ohne Abklärungen bezahlt werden. Bei Korrekturgläsern wird der Ersatz gleichwertiger Gläser übernommen. Allenfalls notwendige Anpassungen bzw. Visusbestimmungen können ebenfalls vergütet werden.
Kontaktlinsen sind den Brillen gleichgestellt.
Motorrad-, Taucher- und nicht korrigierte Sonnenbrillen sind nicht gedeckt.
Die Schädigung eines festsitzenden Zahnersatzes stellt eine Körperschädigung und keinen Sachschaden dar.
Es spielt keine Rolle, welcher Körperteil verletzt wurde. Die Körperschädigung gilt als Behandlungsbedürftig, wenn ein Arzt oder ein Samariter bemüht werden muss oder dessen Beizug von der Verletzung her zumindest angezeigt gewesen wäre.
Bruch einer Prothese
BGE 142 V 219 vom 08.03.2016 (Volltext)
Der Bruch einer Prothese stellt keinen Unfall im Rechtssinn dar, denn der Vorgang beschränkte sich auf ein Geschehen im Körperinnern und war überdies nicht ungewöhnlich (E. 4.3.2). Auch handelt es sich nicht um eine unfallähnliche Körperschädigung (E. 5.3).