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Hausbesuche können Pflegeheim- Eintritte vermeiden
|m -- Stuck AE, Egger M, Hammer A et al. Home visits to prevent nursing home admission and functional decline in elderly people: systematic review and metaregression analysis. JAMA 2002 (27. Februar); 287: 1022-8 [Link]|
|Zusammerfasser(in): Stefan Jenni|
|Kommentator(in): Shah Ebrahim|
|infomed screen Jahrgang 6 (2002)
, Nummer 5

Datum der Ausgabe: Mai 2002
Studienziele
Durch Hausbesuche bei älteren Leuten soll versucht werden, deren Gesundheitszustand und Fähigkeiten zu erhalten, dadurch den Eintritt in ein Pflegeheim zu vermeiden und die Mortalität zu senken. Es gibt verschiedene Untersuchungen zum Wert solcher präventiver Hausbesuche; die Ergebnisse sind aber sehr unterschiedlich. Mit dieser systematischen Übersicht sollte analysiert werden, ob und bei welchen Personen solche Interventionen wirksam sind.
Methoden
In einer systematischen Literatursuche wurden über 1'300 Studienzusammenfassungen gefunden und von 2 Autoren unabhängig evaluiert. 18 Studien erfüllten die Bedingungen: sie waren randomisiert und hatten geeignete Endpunkte, das Durchschnittsalter der Teilnehmenden war über 70 Jahre und es handelte sich nicht um spitalentlassene Personen oder um Personen in einem Rehabilitationsprogramm.
Ergebnisse
Die 18 Studien umfassten mehr als 13'000 über 65jährige Personen. Insgesamt war der Einfluss der Hausbesuche auf die Eintrittshäufigkeit in ein Pflegeheim gering und nicht signifikant. Eine signifikante Senkung der Eintrittshäufigkeit um 24% gelang nur in den 4 Studien, in denen 9 oder mehr Hausbesuche gemacht wurden. In den 6 Studien, in denen die Untersuchten medizinisch, psychosozial und in ihren alltäglichen Funktionen beurteilt worden waren, d.h. ein mehrdimensionales Assessment vorgenommen wurde, konnte eine Verschlechterung der alltäglichen Funktionen vermindert werden. Ein solcher Effekt war auch in dem Drittel der Studien mit der niedrigsten Mortalität der Kontrollgruppe zu verzeichnen. Bei dem Drittel der Studien mit den jüngsten Personen (73-77 Jahre) konnte auch die Mortalität um 24% verringert werden, nicht aber bei den älteren.
Schlussfolgerungen
Programme mit präventiven Hausbesuchen scheinen dann wirkungsvoll zu sein, wenn sie auf einem mehrdimensionalen Ansatz beruhen und wenn eine genügende Anzahl von Besuchen bei Personen in noch relativ gutem Allgemeinzustand gemacht werden. Eine Auswirkung auf die Mortalität ergab sich nur bei jüngeren Kollektiven. (PK)
In der vorliegenden sorgfältigen systematischen Übersicht zur bisher veröffentlichten Evidenz haben Stuck und Mitarbeiter zwei a-priori-Hypothesen untersucht: Erstens, dass eine mehrdimensionale, häufig wiederholte Beurteilung – im Bereich der Medizin, der Alltagsfunktionen, des psychosozialen sowie persönlichen Milieus – wirksamer wäre als andere Formen von Besuchen; zweitens, dass relativ gesunde Personen (mit geringem Mortalitätsrisiko) davon mehr als andere profitierten. Die Resultate der Untersuchung stützen diese Hypothesen, obwohl die wichtigsten Wirkungen in den untersuchten 18 Studien zusammengenommen mit einer relativen Verbesserung um bis zu 17% und 24% bis hin zu einer Verschlechterung um 1% und 9% kompatibel waren.
Shah Ebrahim
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Hausbesuche können Pflegeheim- Eintritte vermeiden (Mai 2002)
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