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Wenn ein Arbeitnehmer lediglich in Bezug auf die konkrete Stelle arbeitsunfähig ist (z.B. als Folge eines Arbeitsplatzkonflikts), im Übrigen aber arbeitsfähig wäre, spielt der Sperrfristenschutz (Art. 336c OR) nach neuerer Lehrmeinung und ersten diesbezüglichen Gerichtsentscheiden (z.B. Arbeitsgericht ZH, Entscheide 2014, Nr. 18) nicht. Die Sperrfristen wurden zum Schutz des arbeitsunfähigen Arbeitnehmers eingeführt, weil dessen Möglichkeiten zur Stellensuche während der Kündigungsfrist eingeschränkt sind. Ist der Arbeitnehmer aber in der Lage, während der Kündigungsfrist eine andere Stelle zu suchen, weil er nur in Bezug auf seine konkrete Stelle arbeitsunfähig ist, entfällt der Zweck der Sperrfrist und damit auch deren Anwendung.