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Insgesamt schafften sechs Parteien in dem Hochgebirgsland an der Grenze zu China den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung unter den mehr als 3,6 Millionen Berechtigten lag in dem Land mit grosser Politikverdrossenheit nach mehreren Revolutionen bei rund 33 Prozent. Im Oktober vorigen Jahres hatte es nach einer umstrittenen Parlamentswahl einen gewaltsamen Umsturz gegeben. Deshalb wurde die Abstimmung nun wiederholt. Insgesamt bewarben sich Kandidaten aus 21 Parteien um die 90 Mandate im Parlament.
Am Freitag hatten die kirgischen Behörden 15 Menschen wegen angeblicher Umsturzpläne festgenommen. Der Wahltag blieb zunächst ruhig. Präsident Sadyr Schaparow entliess erst vor fünf Wochen die Regierung. Der 52-Jährige hatte das völlig verarmte Land im April per Referendum von einer Parlaments- zurück in eine Präsidialrepublik geführt. Mit der neuen Verfassung ging auch ein Ausbau von Schaparows Vollmachten einher.