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Capra hircus angorensis
Die Angoraziege kommt ursprünglich aus der Provinz Ankara, Türkei. Bis zum Jahre 700 bestrafte der Sultan per Dekret jene mit dem Tode, die versuchten lebende Ziegen aus dem Land zu exportieren. Als Geschenk an einen amerikanischen Ingenieur für seine geleistete Arbeit, gelangten die ersten Angoraziegen in die USA.
Heute gibt es grosse Aufzuchtsfarmen in Texas, Kalifornien, Südafrika, Australien, Frankreich und China. „Mohair“ hat einen natürlichen Glanz, ist sehr strapazierfähig und hält schön warm. Nicht umsonst heisst „Tiftik“ in Türkisch die Diamantfaser. Man hat sie dann „Mohair“ genannt, um sie nicht mit „Angora“ zu verwechseln, dass ja aus den Haaren der Kaninchen gewonnen wird. Eine Verwandte der Angoraziege ist die Kaschmirziege. Aus Kaschmir werden Luxusstoffe gewoben, aber auch Sitzbezüge etc.
Im Tessin gibt es seit einigen Jahren etwa ein Dutzend Ziegen. Sie sind sehr genügsam. Man kann sie gut auf unseren Alpweiden halten. Die Ziege ist etwas kleiner und gedrungener als die anderen Milchziegen. Sie werden zweimal pro Jahr geschoren und man erhält eine Faser von etwa 10-20cm Länge, mit einem Ertrag zwischen 3-5kg pro Kopf.
Das Mohair der Pro Verzasca kommt aus einer Schafherde oberhalb von Gerra Gambarogno, die den Sommer auf der Alp Mügaia über Sonogno im Verzascatal verbringt. Die Verarbeitung der Wolle gleicht jener der Wolle der Pro Verzasca: Schur auf dem Hof der Züchterin, Waschen im Wool-Ti Zentrum von Gordola, Färben mit natürlichen Produkten in Sonogno und Karden auch in Sonogno. Die Wolle wird von Hand gesponnen, was schwieriger ist, da sie glatter ist als Schafwolle. Eine Herausforderung für die Spinnerinnen.
Die Schur …