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Nach Abschluss der Teamevents standen für die Schweizer SpielerInnen in Belgrad die Einzel-, Mixed- und Doppel-Wettkämpfe der 45 teilnehmenden Nationen auf dem Programm. Das beste Schweizer Ergebnis erreichte Mauro Schärrer mit Sara Devos (Belgien) im Mixed- und mit Tal Israeli (Israel) im Doppel-Wettbewerb mit dem Einzug im die 1/8-Finals. Im Einzel erreichte der Neuhauser NLA-Spieler die TOP32 und schied dort früher als erwartet und nach einer 2:0 und 8:6-Führung gegen Hannes Hörmann (Deutschland) nach einer 2:4-Niederlage aus.
Bei den U15-Mädchen konnte Akhyata Patra an ihre zuvor schon im Teamwettbewerb gezeigten starken Leistungen anknüpfen. In den Gruppenspielen verlor sie zuerst gegen Victoria Pustaj (Kroatien) 5:11, 12:10, 12:14 und 7:11 und gewann das zweite Einzel gegen Beate Haraldseid (Norwegen) 11:4, 8:11, 11:9 und 11:5 und qualifizierte sich so für die Hauptrunde. Dort unterlag sie in der Runde der besten 128 gegen Alexandra Duminic (Moldawien) 11:8, 11:9, 11:13, 2:11, 7:11, 8:11. Nach der 2:0-Satzführung kippte das Spiel im dritten Satz in der Verlängerung zuungunsten von der 12-jährigen Neuhauser Schülerin. Im Mixed unterlag Patra an der Seite von Bastian Meyer (Deutschland) in der ersten Hauptrunde in einem ausgeglichenen Spiel knapp gegen Elsen/Pashley (Luxemburg/England) mit 11:6, 10:12, 8:11, 11:6 und 8:11. Im U15-Mädchen-Doppel blieb das Schweizer Duo Patra/Ulrich gegen Jovanoska/Kovachovska (Nord-Mazedonien) bei der 0:3-Niederlage ohne Siegeschance.
In der U19-Knaben-Serie startete der Neo-Neuhauser Chaitanya Vepa mit einem 3:1-Sieg gegen Arturs Spalis (Lettland) gut in die Gruppenspiele. Auch im zweiten Spiel blieb er mit einem 3:1-Erfolg gegen Gene Wantz aus Luxemburg erfolgreich. Im Spiel um den Gruppensieg unterlag er anschliessend dem Türken Mehmet Ali Karaboga 9:11, 5:11 und 6:11. Trotz dieser Niederlage qualifizierte er sich für die Hauptrunde. In der ersten Hauptrunde verlor er am Folgetag gegen den Tschechen Vit Kadlec 7:11, 5:11, 10:12 und 7:11. Auch im Mixed-Doppel war für ihn zusammen mit seiner Schweizer Partnerin Nina Tulli in der ersten Hauptrunde Endstation nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Belik/Hrabicova (Tschechien). Im Doppel erreichte Vepa an der Seite von Timothy Falconnier die Runde der letzten 64. Gegen Avivi/Shushan (Israel) verloren das Schweizer Duo 6:11, 8:11 und 10:12.
An seiner letzten Jugend-EM wollte Mauro Schärrer seine sehr guten internationalen Resultate bestätigen, was ihm vor allem im Einzel nicht gelungen ist. Im Mixed-Doppel spielte er zusammen mit der Belgierin Sara Devos, die mit kurzen Noppen auf der Vorhand agiert, sehr gut auf. Obwohl Schärrer/Devos erstmals zusammen spielten, harmonierte das Duo bestens und besiegte in ihrem ersten Spiel Aivatidis/Fotiadou (Griechenland) klar mit 11:6, 11:5 und 11:4. In der 3. Hauptrunde wurde das Schweizerisch-Belgische Duo gegen Petek/Hoogeveen (Kroatien/Holland) dann deutlich mehr gefordert. Nach der knappen 9:11-Niederlage im ersten Satz legten Schärrer/Devos zu und siegten 11:8, 11:8 und 11:6 und erreichten so den 1/8-Final. Dort warteten mit Chirita/Kaufmann (Rumänien/Deutschland) ein sehr starkes Mixed als nächster Gegner. Im ersten Satz gab es eine klare 4:11-Niederlage, im zweiten Satz steigerten sich Schärrer/Devos (11:8) und glichen zum 1:1 aus. Im dritten Satz führten Schärrer/Devos 9:7 und verloren den Satz in der Verlängerung mit 10:12. Im vierten Satz blieb das Spiel weiter sehr ausgeglichen. Zum Schluss verloren Schärrer/Devos 8:11 und die Partie trotz sehr guter Leistung somit 1:3. Ein kleiner (schwacher) Trost folgte zwei Tage später – Schärrer/Devos hatten gegen den späteren Mixed-Europameister verloren!
Im U19-Doppel trat Mauro Schärrer erstmals mit Tal Israeli (Israel) an. Im ersten Einsatz in der 2. Hauptrunde harmonierte das Duo schon recht gut – gegen Hold/Larsen (Dänemark) gab es zum Auftakt einen 3:1-Erfolg. In der 3. Hauptrunde kamen Schärrer/Israel richtig in Fahrt und liessen den Engländern Green/Thomis beim 11:3, 11:1 und 11:3-Sieg nicht den Hauch einer Chance. Am Folgetag machte der Schweiz-Israelischen Paarung dann aber das Pech einen dicken Strich durch die Rechnung. Tal Isreali verletzte sich beim Einspielen zum Einzel – er rutschte aus, stürzte und verletzte sich am Schlüsselbein. Israeli war von seiner Verletzung sichtlich handicapiert, versuchte trotzdem noch weiterzuspielen bevor er dann für das Doppel schweren Herzens w.o. geben musste.
Weil Mauro Schärrer aufgrund seiner Weltranglisten-Position im Einzel gesetzt war, griff er erst in der 2. Hauptrunde in das Geschehen ein. Zum Auftakt gegen Mathias Larsen (Dänemark) wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und erzielte mit einer soliden Leistung einen klaren 4:0-Sieg. Beim 11:5, 11:6, 11:8 und 11:7 hatte er das Spiel gut unter Kontrolle und zog so in die 3. Hauptrunde ein. In der Runde der letzten 32 traf er am Folgetag auf den Deutschen Hannes Hörmann, gegen den er vor längerer Zeit einmal gewonnen hatte. Schärrer startete gut in die Partie und gewann die ersten zwei Sätze 11:8 und 14:12. Im dritten Satz verlief das Spiel bis zur 8:6-Führung von Schärrer ähnlich wie die ersten zwei Sätze. Dann machte Schärrer sechs Fehler in Folge und gab diesen Satz 8:12 ab. Obwohl er alles versuchte, konnte er seine Blockade nicht lösen und fand in der Folge nicht mehr in sein Spiel zurück. 4:11, 6:11 und 8:11 verlor er die nächsten drei Sätze und das Spiel 2:4. «Mauro hat dieses Spiel mehr verloren als es der Gegner gewonnen hat» so das Fazit von seinem Coach Pedro nach dieser enttäuschenden Niederlage. «Ich weiss nicht weshalb ich in diesem Spiel nicht meine Top-Leistung abrufen konnte und das Spiel nach der Führung noch so aus der Hand gegeben habe» so der ebenso enttäuschte Schärrer nach seinem Out im Einzel. «Ich werde das noch genauer analysieren und aus dieser Erfahrung etwas für die Zukunft lernen», so der bald 19-jährige Schweizer Tischtennisspieler zum Abschluss.