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Coleman war seit 1986 bei der UBS beschäftigt. Laut «Bloomberg» trat Coleman per sofort zurück. Er werde während der nächsten Monaten Senior Berater bleiben, heisst es in einem internen Memo.
Colemans Verantwortlichkeiten hat Neal Shear, Global Head of Securities, übernommen. Er kam vor zwei Monaten von Morgan Stanley.
Laut UBS-Insidern wollte sich Coleman seit längerem von Wall Street zurückziehen. Vor 15 Monaten schon wollte er kündigen, nachdem seine Familie ins 1500 Kilometer entfernte Alabama gezogen war. Alex Wilmot-Sitwell, co-Leiter der UBS Investment Bank, überredet ihn aber, bei der Bank zu bleiben.
Aus gutem Grund. «Wir waren damals in einem sehr fragilem Zustand», wird eine Person, die mit der Sache vertraut ist, in der «Financial Times» zitiert. «Es wäre für uns schädlich gewesen, wenn er damals gegangen wäre». Laut der Zeitung verlässt Coleman nun die UBS nach der Auszahlung des Bonus für 2009.
UBS lässt Coleman nun ziehen
Insofern ist es kein schlechtes Zeichen, wenn sich die UBS jetzt den Abgang «Top Shots» aus dem Wertschriftenhandel leisten kann. Die Erträge aus dem Aktiengeschäft sanken bei der UBS im Jahr 2009 zwar um 4,8 Prozent auf 4,94 Milliarden Franken. Das Geschäft machte aber fast dreiviertel der Erträgen des Investment Bankings aus.
Coleman übernahm die co-Führung des Aktiengeschäftes im Jahr 2005, seit 2008 war er dessen alleiniger Leiter.
Die UBS war bis vor zwei Jahren der grösste Aktienhändler der Welt. Eine Tatsache, der vom ehemaligen UBS-VR-Präsidenten Marcel Ospel immer herausgestrichen wurde. Im Jahr 2007 hatte die Bank laut einer Studie von Morgan Stanley und Oliver Wyman noch einen Marktanteil von 10 Prozent am weltrweiten Aktienhandel. Dieser fiel im zweiten Halbjahr auf 6,4 Prozent zurück.
Die UBS will im ganzen Aktiengeschäft (Cash-Aktien, Derivate, Prime Brokerage) Ende Jahr wieder unter den drei Top-Playern sein.
Die Aktie der UBS stieg am Dienstagmorgen um fast 1 Prozent. In diesem Jahr hat sie 3 Prozent zugelegt, die Aktie der Konkurrentin Credit Suisse wie auch der Swiss Market Index um je 5,3 Prozent.