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Beim HCD erreichte die Abwesenheitsliste einen neuen negativen Höhepunkt. Verletzungsbedingt oder Krankheitshalber reisten die Bündner ohne Fora, Schneeberger, Knak, Bristedt, Senn, Stransky und den gesperrten Peltonen nach Rapperswil. Wegen diesen Personalsorgen wurde kurzfristig der französische Nationalspieler mit Schweizer Lizenz, Enzo Guebey für zwei Spiele von den ZSC Lions ausgeliehen. Und um es vorwegzunehmen, Guebey zeigte nicht nur eine solide und defensiv fehlerlose Partie, sondern verhalf dem HCD auch mit einem Treffer zu einem Punkt.
Das Startdrittel war lange geprägt durch wenig Aufregendes. Davos liess defensiv wenig bis gar nichts zu, offensiv schoss man zwar doppelt so viel auf das gegnerische Tor wie das Heimteam (8:4 Torschüsse im 1. Drittel), meist aber aus grosser und deshalb eher ungefährlicher Distanz. Es war das typische Spiel zweier Mannschaften, die beide primär nicht früh in Rückstand geraten wollten. Auch die ersten beiden Powerplays, je eines gegen Davos (3. Spielminute) und eines gegen die Lakers (4.), änderten da nichts an der Gesamtsituation. Erst die dritte ausgesprochene Strafe gegen Hammerer, eine notabene sehr hart gepfiffene, nutzte das Heimteam neun Sekunden vor Ablauf des Überzahlspiel durch einen Slapshot von Tyler Moy zur Führung (20.).
Der HCD antwortete auf fast identische Art und Weise, ebenfalls im Powerplay durch Enzo Corvi. In Stransky-Manier schloss der Center nach einem Querpass von Tomas Jurco zum Ausgleich ab (24.). Danach neutralisierten sich ich die beiden Mannschaften wieder mehrheitlich. Rapperswil kam in einem weiteren Überzahlspiel dem zweiten Führungstreffer vorerst am nächsten (28.), für Davos hatte Ambühl bei einem Solovorstoss eine gute Möglichkeit (35.).
Es war wohl typisch für diese Partie, dass eine Einzelleistung zum nächsten Treffer führte. Nico Dünner war es, der sich hinter dem Kasten von Aeschlimann von seinem Gegenspieler löste, mit dem Puck vors Gehäuse drippelte und aus kürzester Distanz ungestört einnetzte (37.). Für einmal war die Davoser Defensive nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe gewesen und schon lag man wieder im Rückstand.
Es lief bereits die siebte Minute im Schlussdrittel, bis der HCD eine echte Chance auf den erneuten Ausgleich in einem weiteren Überzahlspiel bekam. Zuvor waren die Davoser Offensivbemühungen eher lau. Wie schon vor dem Langnau-Spiel mühte sich der HCD meist etwas ideenlos und ohne grosse Durchschlagskraft ab. Bis der bereits erwähnte Enzo Guebey, zwar ebenfalls aus grosser Distanz, aber dafür einmal mit dem nötigen Wettkampfglück, via Ablenker eines Rappi-Verteidigers zum Ausgleich traf (54.). Da es bei keiner der beiden Mannschaften einen weiteren Lucky-Punch gab, musste die Partie in der Verlängerung entschieden werden.
Enzo, dieses Mal wieder der mit Nachnamen Corvi, hatte da bereits nach wenigen Sekunden die Möglichkeit, den Zusatzpunkt mit nach Davos zu nehmen. Nyffeler verhinderte dies aber mit einem Big Save. Genauso wie Aeschlimann nur wenig später gegen Cervenka. Die Entscheidung hätte auch in den folgenden Minuten auf beiden Seiten fallen können. Davos tat eher mehr für den Sieg, der Treffer gelang dann aber Tyler Moy, nachdem er einen Rebound an Aeschlimann vorbeidrückte (64.).
Bereits am Samstagabend stehen unsere Spieler wieder auf dem Eis. Im Heimspiel gegen den EHC Biel will man sofort auf die heutige Niederlage reagieren.
Tickets sind wie immer ONLINE und an der Tageskasse erhältlich.
Quelle: HCD-Onlineredaktion Foto: SCRJ Lakers