Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03212.jsonl.gz/1150

(Membranae mucosae), bei den Wirbeltieren weiche, samtartige, sehr gefäß- und nervenreiche, schleimabsondernde
Häute, welche die größern und kleinern nach außen sich öffnenden Höhlen und Kanäle des Körpers (Luftwege,
Verdauungskanal, Urogenitalkanal und deren Anhänge) auskleiden. An den äußern natürlichen Öffnungen dieser Höhlen geht
die Schleimhaut allmählich in die äußere Haut
[* 3] über, so daß keine deutliche Grenze zwischen beiden zu finden ist.
Die S. sind sehr häufig der Sitz von Krankheiten; doch neigen die S. einiger Organe (Luftwege, Verdauungskanal) im ganzen mehr
zu Erkrankungen hin als die S. mancher andrer Organe (z. B. der Harnwege). Die häufigste Krankheit der
S. ist der Katarrh; seltener sind die S. der Sitz verschiedener Geschwüre, so besonders die Kehlkopf- und Rachenschleimhaut
der Sitz syphilitischer, die Darmschleimhaut der Sitz tuberkulöser, typhöser und andrer Geschwüre. Sämtliche S., besonders
aber die Rachenschleimhaut, können auch die kruppöse und diphtheritische Affektion zeigen.