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Helene «Helli» Stehle wurde 1939 als erste Radiosprecherin beim Landessender «Beromünster» engagiert. Ursprünglich hatte sie eine Schauspielkarriere eingeschlagen und war 1929-1932 Mitglied des Ensembles des Stadttheaters Basel. Ihre Pläne, die Schauspielkarriere in Deutschland fortzusetzen, wurden durch den Nationalsozialismus durchkreuzt.
Bereits seit 1928 hatte sie beim Radiostudio Basel beim Hörspiel gearbeitet. 1939 wurde sie endgültig beim Radio engagiert und zwar in der Männerdomäne «Radiosprecher».
Strenge Ausbildnerin
Der Einstieg wurde ihr dadurch erleichtert, dass viele Kollegen in den Aktivdienst eingezogen worden waren und beim Radio Personalknappheit herrschte. Später avancierte Stehle zur Chefsprecherin. In dieser Funktion engagierte und bildete sie Generationen von Moderatorinnen und Moderatoren aus, darunter bekannte Stimmen wie Peter Richner oder Christoph Schwegler.
Sie sei eine strenge, aber korrekte Lehrmeisterin gewesen, erinnert sich Christoph Schwegler: «Sie legte einen wahnsinnigen Wert auf den Umgang mit der Sprache, sowohl Dialekt wie Hochsprache.» Helli Stehle wirkte auch weiterhin bei verschiedenen Hörspielproduktionen mit, auch als Regisseurin.
Radio nicht vermisst
1967 liess sich Helene Stehle pensionieren. Das Radio habe sie danach nie vermisst, sagte sie später. Allerdings wurde sie immer wieder von ihr unbekannten Menschen darauf angesprochen, die sie an ihrer Stimme erkannten. Nächstes Jahr hätte Helli Stehle ihren 110. Geburtstag feiern dürfen. Am Wochenende ist sie in Basel verstorben.
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