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Tamedia hat drei Arbeitsgruppen eingesetzt, die eine vertiefte Zusammenarbeit von «Tages-Anzeiger» und «SonntagsZeitung» prüfen sollen. Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer bestätigte am Montag gegenüber dem Klein Report einen entsprechenden Bericht der «NZZ am Sonntag».
Mit dem Titel «Tamedia prüft grosse Fusion von Redaktionen», den die «NZZ am Sonntag» über den Bericht gesetzt hatte, zeigte sich Zimmer aber überhaupt nicht einverstanden. «Eine Zusammenlegung von `Tages-Anzeiger` und `SonntagsZeitung` ist kein Thema», sagte er zum Klein Report.
«Vielmehr geht es um eine gezielte Zusammenarbeit in den Ressorts Gesellschaft, Kultur und Wissen sowie in der Produktion», so Zimmer. Für jedes dieser drei Ressorts sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, der jeweils Vertreterinnen und Vertreter beider Redaktionen angehören.
Als «mögliches Vorbild» für die Zusammenarbeit verweist er auf das Ressort Sport, das bereits seit der Gründung der «SonntagsZeitung» beide Zeitungen bespielt. «Kern-Ressorts wie Nachrichten, Wirtschaft oder Recherche sind deshalb auch nicht Teil des Projektes», sagte Zimmer.
«Unser Ziel ist es, die Kräfte dort zu bündeln, wo durch gemeinsame Ressorts die Dossierkompetenz erhalten werden kann, ohne dass der eigenständige Charakter des `Tages-Anzeigers` oder der `SonntagsZeitung` in Frage gestellt wird», sagte der Tamedia-Sprecher.
Zimmer nennt es zwar nicht explizit, stellt aber auch nicht in Abrede, dass mit dieser Zusammenarbeit gespart werden soll. Dies war bereits vor einem Jahr Thema, als Tamedia das 34-Millionen-Franken-Sparpaket bekannt gab. 4,5 Millionen Franken würden innerhalb von drei Jahren bei der «SonntagsZeitung» eingespart, liess sich der Tamedia-Sprecher damals in der «Schweiz am Sonntag» zitieren.
Auf die Frage nach dem Zeitplan für das Projekt und den personellen Konsequenzen, die die geplante Zusammenarbeit mit sich bringen könnte, wollte Zimmer am Montag keine Auskunft geben, da mögliche Konsequenzen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar seien.