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Alexander Pereira folgt an der Mailänder Skala auf Stéphane Lissner, der an die Opéra de Paris wechselt. Pereiras Vertrag mit den Salzburger Festspielen läuft noch bis 2016. Das Kuratorium hatte bis zuletzt betont, dass dieser Vertrag keine Nebentätigkeit erlaube. Eine Stellungnahme der Festspiele zur Scala-Entscheidung gab es bisher nicht.
Pereira einstimmig gewählt
In Mailand setzte sich Pereira – von 1991 bis 2012 Intendant des Zürcher Opernhauses – gegen mehr als 20 hochkarätige Kandidaten durch. Neben Pereira galten der Intendant des Piccolo Teatro in Mailand, Sergio Escobar, sowie der Intendant der Amsterdamer Oper, Pierre Audi, als Mitfavoriten im Rennen um Lissners Nachfolge.
Der Mailänder Bürgermeister und Scala-Präsident Giuliano Pisapia hat die Wahl Pereiras begrüsst. «Er ist die Person, die unserer Ansicht nach am geeignetsten ist, unser Juwel zu verwerten», betonte Pisapia.
Pereira sei vom Scala-Aufsichtsrat am Ende einer konstruktiven Debatte über die Zukunft des Opernhauses einstimmig gewählt worden, erklärte der Bürgermeister weiter. Pereiras internationale Erfahrung und seine Fähigkeit im Umgang mit Sponsoren seien Elemente, die für den Wiener gesprochen hätten.
Weniger Lohn für den neuen Intendaten
Pereiras fixer Gehaltsanteil wird um 25 Prozent geringer als die 350'000 Euro ausfallen, die der jetzige Intendant Stéphane Lissner erhält. Ausserdem soll Pereira in Mailand keine Wohnung bezahlt werden, teilte Pisapia mit. Lissners Jahresgehalt beträgt gemäss Medienberichten alles in allem 880'000 Euro.
Scala-Präsident Pisapia schloss nicht aus, dass es in der letzten Phase von Lissners Amtszeit zu einer Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Pereira bei der Planung der Saison 2015-2016 kommen werde.