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Heute (14.6.18) haben wir im Naturlehrgebiet die Raupe des Grossen Gabelschwanzes gefunden! Der ca.7 cm grosse Nachtfalter ist unaufällig weiss/grau gefärbt. Die Raupe ist sehr gross, bunt und auffällig! Sie ernährt sich hauptsächlich von den Blättern der Zitterpappel.
Die Raupen haben ein bemerkenswertes Abwehrverhalten. Sie ziehen den Kopf in das erste Brustsegment ein und strecken dem Feind den roten Bereich darum herum und die Scheinaugen entgegen. Durch das Einziehen wird die Raupe auch wesentlich dicker. Zusätzlich können sie aus dem Doppelschwanz am Hinterleibsende je einen langen, roten Schlauch ausstülpen, die zitternde Bewegungen vollführen können. Wenn die Raupe weiter gereizt wird kann sie aus einem Spalt an der Unterseite des Kopfes Ameisensäure, die in einer Drüse produziert wird, ca. 30 Zentimeter weit spritzen!
Die Raupen werden ca. 80 Millimeter lang und haben einen sehr plumpen Körperbau. Sie sind leuchtend hellgrün gefärbt und haben eine schwarzbraune, weiss umrandete Rückenzeichnung, die in der Körpermitte dreieckig zur Körperseite verläuft. Der Kopf ist dunkel, darum herum ist der Körper auffallend rosarot und aussen hell gefärbt. Auf der Oberseite dieses Rings finden sich zwei schwarze Scheinaugen. Die Brustbeinpaare sind schwarz und hell geringelt. Der Hinterleib endet in einer Schwanzgabel mit zwei langen, dunkel gefärbten Spitzen, aus denen rote Fäden ausgestülpt werden können!
Die Verpuppung erfolgt an Holz- und Rindestücken, wobei die Raupen aus abgekauten Holzteilchen einen so perfekten Kokon an das Holzstück bauen, dass man sie nicht sieht, wenn man nicht weiss, dass sie da sind! Dazu kommt, dass die fertigen Kokons hart wie Stein werden und - vielleicht abgesehen von einem Specht - kaum ein Vogel oder anderer Fressfeind an die Puppe im Innern gelangen kann.