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Wenn die Sonne bei gutem Wetter tief über dem Horizont steht, kommt es natürlicherweise zu einem Schattenwurf. Dieser ist im Bereich des Rotors bewegt und kann als störend empfunden werden. Der Effekt tritt vor allem im Nahbereich der Windkraftanlage auf, wenn der Betrachter, die Windkraftanlage und die Sonne in einer Linie stehen.
Kurz nach Sonnenaufgang trifft der Schatten westlich von der Windenergieanlage auf den Boden. Bei höher steigender Sonne rückt der Schatten näher an die Windenergieanlage und entfernt sich nachmittags wieder in östliche Richtung. Die Schattenwurfeffekte nehmen mit zunehmender Distanz in ihrer Intensität ab. Bei der hier geplanten Anlage sind sie im ungünstigsten Falle bis ca. 1000 m wahrnehmbar. In weiterer Distanz nimmt die Deutlichkeit stark ab, ein Schattenwurf ist aber rechnerisch noch nachweisbar.
Die Überprüfung des Schattenwurfes ist ein fester Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung. Da für Schattenwurf in der Schweiz derzeit noch keine Norm besteht, sind die Kantone dazu übergegangen, deutschen Normen anzuwenden. Diese sehen vor, dass die maximale Schattenwurfdauer von Windkraftanlagen für ein Wohnhaus insgesamt 30 Stunden im Jahr und 30 Minuten am Tag nicht überschreiten sollte. Dabei ist zu beachten, dass diese Daten sich immer auf einen klaren Himmel beziehen. 30 Jahresstunden Schatten reduzieren sich so unter Einbezug unseres Wetters auf 8 Jahresstunden.
Der Schattenwurf kann über ein entsprechendes Programm gut simuliert werden. So kann bereits vor der Errichtung der Windkraftanlagen deren Positionierung ideal angepasst werden. Über die Parksteuerung kann der Schattenwurf zudem weiter reduziert werden. Dazu können die Anlagen bei Überschreitung der Grenzwerte automatisch abgestellt werden.