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Der Anfang
Am Anfang der Baugenossenschaft Vitasana standen vier stadtbekannte Akademiker. Sie gründeten diese am 14. Februar 1944. In einer Zeit von Arbeitslosigkeit, Wohnungsmangel, politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Hoffnungslosigkeit setzten sie eine Idee des Fabrikbesitzers Fritz Baumberger in die Tat um. Ein Bauer aus Schwamendingen hatte dem bekannten Liegenschaftenhändler sein Land zum Kauf angeboten. Es entstanden 45 Einfamilienhäuser am Burriweg und 9 Mehrfamilienhäuser an der Wallisellenstrasse in Schwamendingen. Die ersten Mieter bezogen die neuen Heime im Oktober 1945. Die Vitasana begann zu leben.
Die Gründung der Vitasana war keine Pionierleistung. In den vierziger Jahren entstanden die meisten der heute 146 Baugenossenschaften der Stadt Zürich. Aber es war unternehmerisch ein mutiger Schritt. Was mit der Hoffnung auf Gewinn begonnen wurde, wurde nach wenigen Jahren zu einer gemeinnützigen und sozialen, von der Stadt Zürich unterstützten Baugenossenschaft.
Sturm und Drang
Nach der 1.-3. Etappe am Burriweg und der Wallisellenstrasse erfolgte in den ersten 10 Jahren der Genossenschaft eine rasante Entwicklung. Im Jahre 1949 konnten an der Winterthurer- und Glattwiesenstrasse in der 4. Etappe 54 Wohnungen und 40 EFH bezogen werden. Im Jahre 1952 kamen in der 5. Etappe 72 Wohnungen in den sechsstöckigen "Hochhäusern" mit Lift an der Luegislandstrasse hinzu. 10 Jahre nach der Gründung war die Vitasana auf 369 Wohneinheiten angewachsen.
Konsolidierung
Danach ging es in etwas gemächlicherem Tempo weiter. 1978 wurde als letzter "Altbau" die Alterssiedlung Roswiesenstrasse mit 30 Kleinwohnungen realisiert. Gleichzeitig begannen die ersten grösseren Renovationen der Anfangsbauten. Um den veränderten Wohnbedürfnissen Rechnung zu tragen, wurden in den Jahren 1990 und 1998 bei ganzen Blöcken Wohnungen zusammengelegt respektive Grundrissveränderungen vorgenommen. Ab 1991 wurde ebenfalls bei sich bietender Gelegenheit bei einzelnen Wohnungen die bisher kleine Stube mit einem Schlafzimmer zu einem grossen Wohnzimmer "verschmolzen", womit bereits eine starke Attraktivitätssteigerung für die entsprechende Wohnung realisiert wurde.
Sprung nach draussen und erste Ersatzbauten
1995 wagte sich die Vitasana erstmals ausserhalb von Schwamendingen, da in Schwerzenbach auf Baurechtsland der Gemeinde zwei Doppel-MFH mit 38 grosszügigen Neubauwohnungen realisiert werden konnten.
Im Jahre 2001 erfolgten die ersten Ersatzbauten. Am Burriweg wurden die ersten EFH ersetzt durch grosszügige Doppel-Maisonetten ("das gestapelte Reihenhaus"). Im Jahre 2007 folgten im Gebiet Kronwiesen die ersten Minergiebauten, und zwar wurden ganz bewusst anstelle der alten EFH wiederum EFH gebaut, welche aber entsprechend den Bedürfnissen der Zeit und im Bewusstsein der Südanflüge konzipiert wurden.
Die Gegenwart
Im Jahr 2012 folgten die nächsten Ersatzneubauten mit Bezug 1. Halbjahr 2013. Und zwar wurden fünf MFH mit veralteten Grundrissen, ein Ladengebäude und sechs Reihen-EFH im Rahmen der Arealüberbauung "Luegisland Süd" ersetzt durch neue MFH mit rund 106 grosszügigen und modernen 2½- bis 4½-Zimmerwohnungen im Minergie P Standard, damit auch für das Segment der Ein- und Zweipersonenhaushalte vermehrt neuzeitlicher Wohnraum angeboten werden kann. Ebenfalls entstand im ersten MFH bei der Tramhaltestelle noch je ein Laden- und Bürostockwerk. In den Büros finden die Spitex Schwamendingen und die Vitasana-Verwaltung einen neuen Sitz.
Ab 2016 entstand in ähnlichem Sinne die Überbauung "Luegisland Nord": nördlich der Luegislandstrasse wurden 18 Reihen-EFH und ein Kindergartengebäude durch 64 moderne und grosszügige Wohnungen in MFH und einen Doppelkindergarten mit Hort ersetzt. Bezug der Neubauten Mai bis Juli 2018.
Die Zukunft
Im Jahr 2018 sind die mit unserem Land zur Zeit möglichen Projekte im wesentlichen abgeschlossen. Falls sich die Möglichkeit des Landerwerbs in Schwamendingen und Umgebung zu einem vernünftigen Preis ergibt, sind wir an der Errichtung von weiteren gemeinnützigen Wohnungen sehr interessiert. Ausserhalb sind wir wegen der Gefahr der Verzettelung eher zurückhaltend.
Die Vitasana in Zahlen
Heute umfasst die Vitasana 601 Wohneinheiten (wovon 103 subventioniert sind) auf einer Fläche von rund 70'000 Quadratmetern Land und beherbergt etwa 1'400 Menschen. Die Bilanzsumme beträgt gut 185 Mio. Franken, die Gebäudeversicherungssumme rund 205 Mio. Franken.
Die Genossenschaft wird geleitet von einem siebenköpfigen Vorstand und hat in Verwaltung und Hauswartung zwölf vollamtliche Mitarbeiter.
Zielsetzungen
Die Bauten der Baugenossenschaft Vitasana sollen jeder spekulativen Verwendung dauernd entzogen sein. Das genossenschaftliche Gedankengut und die gegenseitige Solidarität werden gefördert und gepflegt.
Mit einer zurückhaltenden Mietzinspolitik wollen wir Familien, Paaren und Einzelpersonen günstigen und der Zeit angepassten Wohnraum zur Verfügung stellen.
Die Mietzinserträge sollen dazu verwendet werden, dass der Wohnraum gut unterhalten und stetig erneuert und den Bedürfnissen der Zeit angepasst werden kann.
Durch die Langfristplanung kann eine effiziente Verwendung der finanziellen und personellen Ressourcen gewährleistet werden und die Mieter kommen nicht unter Zugzwang. Der rechtzeitige Entscheid für einen Ersatzneubau anstelle einer Renovation wird nach wirtschaftlichen Kriterien gefällt.