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Ich liege erstickt im Bett und fühle, wie ich nach der Diphterie-Krankheit meinen kleinen sechsjährigen Körper verlasse und sehe die Buntstifte, von OBEN, neben mir liegen, höre, wie nach einem Arzt gerufen wird. Ein großes weißes Licht kommt auf mich zu und ich höre viele bekannte Stimmen um mich. Sie begrüßen mich freundlich: "Endlich kommst Du auch". Die Schönste war die kleine Glockenstimme, sie tönte, wie wenn an Weihnachten die Tür mit ihrem Klingeln aufgemacht wird, und eine wohlige Wärme umhüllte mich, als ob ich aus eisiger Kälte in eine warme Stube geführt würde. "Wir gehen jetzt durch den Tunnel", sagte ein weißer Engel, "hab keine Angst". Er nahm mich an der Hand und meinte gleich darauf, indem er meine Hand wieder losließ: "Du darfst zurück". "Warum?" "Es gibt noch eine Aufgabe für Dich, später wirst Du es erklärt bekommen." Ich höre die Stimme des Arztes, nachdem ich eine Spritze bekommen habe, und bin sehr traurig wieder zurück.
Diese Geschichte durfte ich 40 Jahre später einem Arzt, der sich in meinen kleinen Edelsteinladen verirrt hat, erzählen. "Ich will zu einem Vortrag in Burgnähe", sagte er und kaufte eine meiner neuen Engelkarten. Als er sie mir zeigte, fragte ich ihn: "Hatten Sie auch ein Nahtoderlebnis?" "Warum?" fragte er zurück. "Sie haben die Karte mit dem Tunnel genommen". "Waren Sie auch davor? Wie kamen Sie da hin?"
Zögernd begann er zu erzählen. Er raste mit seinem Sportwagen auf der Autobahn. Plötzlich stand er neben zwei Polizisten und hörte sie sagen: "Da kommt keiner lebend raus ..." Das rote Auto war ein zusammengequetsches Paket vor ihnen.
Wir bedankten uns und ich wurde von ihm zu einer Sonntagsmatinee eingeladen.
30 Jahre später sah ich in der Fernsehsendung "Nachtcafé" zum Thema Nahtod mehrere Personen ihre Erlebnisse schildern. Alle sehr stimmig, nur nicht mit meinem Erlebnis, denn als Kind erlebt man es als Geschenk.