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Neuchâtel–Cortaillod–Boudry
|Kürzel||NCB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1892-09-16|
|Mutiert||Ab 1901-01-01 Tramways de Neuchâtel|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1892 eröffnete und dampfbetriebene NCB war eine Aktiengesellschaft, wobei sich der Kanton Neuenburg mit einer Subvention von 400'000 Franken massgeblich am Anlagekapital beteiligte. Die NCB wurde zwar von der Statistik nicht bei den Tramways aufgeführt, sondern bei den Normalbahnen, doch da sie 1901 mit den Tramways de Neuchâtel (TN) fusionierte, haben wir sie entsprechend umgeteilt. In der Tat hatte aber die NCB weniger den Charakter eines (innerstädtischen) Trams als vielmehr denjenigen einer Regionalbahn. Dies belegen etwa die vergleichsmässig geringe Verkehrsdichte von rund 25 Zügen täglich oder die für Trams ungewöhnlich langen Zugskompositionen (Wagenachsen pro Zug) sowie die Tatsache, dass die NCB über mehr Güter- als Personenwagen verfügte. Die staatliche Unterstützung hatte ihren Grund darin, dass man in Neuenburg mit der relativ weitmaschigen Erschliessung durch die Jura–Simplon-Bahn (JS) unzufrieden war. 1898 kam die NCB-Zweiglinie Neuenburg Hafen–Bahnhof hinzu, die im Gegensatz zur restlichen Strecke, auf der man Dampfzüge einsetzte, elektrisch mit Motorwagen betrieben wurde. Den Fahrdienst der NCB besorgte bis 1900 die Jura Neuchâtelois-Bahn (JN) auf Rechnung der Eigentümerin.
Zwar wuchsen die Erträge der NCB an, und ihre Betriebsergebnisse lagen stets im leicht positiven Bereich, aber ihre finanzielle Situation blieb anhaltend prekär. Spätestens mit der Kapitalaufnahme zur Finanzierung der Streckenverlängerung von 1898 konnte die NCB angesichts der Betriebsergebnisse die Zinsen nicht mehr aufbringen. Dazu kam, dass die Tramways de Neuchâtel (TN) 1899 eine elektrifizierte Linie nach Serrières eröffneten, die praktisch parallel zur NCB-Strecke verlief. Um konkurrenzfähig zu bleiben, hätte die NCB ebenfalls auf Elektrizität umstellen müssen, doch dazu fehlte das Geld.
Auf den 1. Januar 1901 fusionierte die NCB mit den TN und fiel somit als selbständiges Unternehmen aus der Statistik. Die Baukosten blieben unverändert (keine Abschreibungen). 1902 wurde die Linie elektrifiziert.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: