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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Ist der Bundesrat bereit, sich bei den Kantonen, vor allem bei denen der Westschweiz, dafür einzusetzen, dass die Jugend unseres Landes an diesem sportlichen und kulturellen Anlass der Frankophonie nicht fehlt?</p><p>2. Ist er auch bereit, die Kandidatur der Schweiz für die Organisation eines der nächsten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Länder einzureichen, die das Französische gemeinsam haben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nachdem die Schweiz an den ersten zwei Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Länder, die das Französische gemeinsam haben, in Beobachterfunktion beigewohnt hatte, wurde sie am Gipfeltreffen von 1989 in Dakar als Mitglied aufgenommen. Die Schweiz feiert also dieses Jahr ihre zehnjährige Vollmitgliedschaft bei der Internationalen Organisation der Frankophonie. Auf Beschluss der eidgenössischen Räte vom 21. Dezember 1995 trat die Schweiz im Frühjahr 1996 der "Agence de coopération culturelle et technique"  - der künftigen "Agence intergouvernementale de la Francophonie"  - bei. Auch wenn der Einstieg der Schweiz bei der Frankophonie eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, so ist sowohl die geistige als auch die materielle Beteiligung unseres Landes an verschiedenen Gremien mit grossem Interesse aufgenommen worden. Die Beteiligung des Bundes an dieser Organisation - einer der wenigen internationalen Organisationen politischen Charakters, bei der die Schweiz Vollmitgliedschaft besitzt - ist eine Bestätigung des Engagements der Schweiz in der internationalen Gemeinschaft.</p><p>Was die Frankophonie-Spiele betrifft, so nahm die Schweiz an der Zweitauflage dieser Spiele teil, die 1994 in Paris stattfanden. Zu jenem Zeitpunkt hatten bestimmte betroffene sportliche und kulturelle Kreise auf den Aufruf der Dienste der Bundesverwaltung reagiert, während dann der Mangel an Interesse im Vorfeld der dritten Frankophonie-Spiele - teilweise eine Folge der finanziellen Belastungen, welche die betroffenen Kreise hätten auf sich nehmen müssen - dazu führte, dass die Schweiz 1997 auf die Entsendung einer Mannschaft nach Madagaskar verzichten musste.</p><p>1. Der Bundesrat gewährt der Beteiligung der Schweiz an den 2001 in Ottawa-Hull stattfindenden vierten Frankophonie-Spielen seine volle Unterstützung. Die politische Direktion des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten hat in dieser Hinsicht bereits Massnahmen ergriffen. Die Bundesbehörden haben sich an die betroffenen Kreise und insbesondere auch an die Westschweizer Kantone gewandt, um sie zur Motivation der sportlichen und kulturellen Kreise anzuregen. Je nach Interessenlage an einer Teilnahme an dieser Veranstaltung könnte der Bund - nach Massgabe des Finanzplanes - eine Beteiligung an der Finanzierung der Entsendung einer Schweizer Sport- und Kultur-Mannschaft nach Kanada ins Auge fassen.</p><p>2. Nach zehn Jahren Vollmitgliedschaft der Schweiz bei der Frankophonie ist es angebracht, dass die Schweiz Gastland eines der nächsten Gipfeltreffen der Frankophonie sein sollte. Die Tagungsorte der kommenden zwei Gipfeltreffen der Frankophonie sind bereits vergeben, nämlich Beirut für 2001 und wahrscheinlich Ouagadougou für 2003. Der Bundesrat kann deshalb eine Kandidatur erst für die nachfolgenden Gipfeltreffen einreichen, wobei für das Gipfeltreffen von 2005 bereits andere Länder ihr Interesse gemeldet haben.</p>  Antwort des Bundesrates.