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Thurgau – Der Kanton Thurgau kauft für das Jahr 2013 beim Verein Solarstrom-Pool Thurgau 500 000 Kilowattstunden Solarstrom. Das ist eine Verdoppelung des Bezugs gegenüber den Jahren 2011 und 2012. Durch die Reduktion des Preises pro Kilowattstunde von 60 auf 30 Rappen bleibt der Aufwand mit 150 000 Franken gleich hoch wie in den Vorjahren.
Seit einigen Jahren bieten viele lokale Elektrizitätsversorgungsunternehmen ihren Kundinnen und Kunden an, den Elektrizitätsbedarf ganz oder teilweise mit erneuerbarem Strom zu decken. Im Sinne einer Vorbildrolle hat der Regierungsrat bereits im Jahr 2008 beschlossen, in den Jahren 2009 und 2010 je 200 000 und in den Jahren 2011 und 2012 je 250’000 Kilowattstunden Strom vom Verein Solarstrom-Pool Thurgau zu beziehen. Mit dem Erlös aus dem Stromverkauf fördert der Verein die Erstellung weiterer Fotovoltaikanlagen, wodurch ein Multiplikatoreneffekt erreicht wird.
Aus diesem Grund erachtet der Regierungsrat das Angebot des Solarstrom-Pools als sinnvoll und kauft im Jahr 2013 500’000 Kilowattstunden Solarstrom. Damit leistet der Kanton einen spürbaren Beitrag zur Förderung von Solaranlagen. Die Finanzierung der Kosten erfolgt wie bis anhin über den Energiefonds. Das Ziel, bis zum Auslaufen der jetzigen Kernkraftwerke möglichst viel Strom aus erneuerbaren Energien zu produzieren sowie der Wille von Regierungsrat und Grossem Rat, die Produktion von erneuerbaren Energien voranzutreiben, rechtfertigen es, einen Teil des Strombedarfs der kantonalen Verwaltung aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Die Deckung eines Teils des Strombedarfs der kantonalen Verwaltung mit Solarstrom entspricht einer Massnahme des Konzepts des Regierungsrates zur verstärkten Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Die Verdoppelung der Menge des Solarstroms leistet zudem einen beachtlichen Anteil zur Erreichung des Ziels im genannten Konzept, wonach der Bedarf an nicht erneuerbaren Energien in kantonalen Gebäuden pro Jahr um 1,5 Prozent sinken soll.