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Kevin Spacey outet sich wegen Belästigungsvorwurf Diese Stars stehen zu ihrer Homosexualität
Kevin Spacey outete sich über Twitter mehr oder weniger freiwillig als homosexuell. Das, nachdem er des Missbrauchs an einem 14-Jährigen beschuldigt wurde. Sein Coming-Out wird von vielen als Ablenkungsmanöver angesehen.
Neil Patrick Harris, 44, wurde als Frauenschwarm Barney Stinson in der Erfolgsserie «How I Met Your Mother» zum Weltstar. Ganz anders als sein Charakter in der Sendung ist der Schauspieler im echten Leben schwul. Dies gab er 2006 gegenüber «people.com» bekannt. Mit den Worten: «Ich bin stolz, sagen zu können, dass ich ein sehr zufriedener, schwuler Mann bin, der sein Leben in vollen Zügen geniesst.» Harris lebt mit seinem Ehemann David Burtka (der ebenfalls in HIMYM mitspielte) und den siebenjährigen Zwillingen Harper Grace und Gideon Scott in New York. Die beiden wurden von einer Leihmutter ausgetragen.
Jim Parsons, 44, mimt seit 2007 den verrückten Physiker Sheldon Cooper in «The Big Bang Theory». In seiner Rolle ist er zu Liebe nicht fähig, privat hingegen schon. Seit 14 Jahren ist Parsons mit Todd Spiewak, 40, liiert. Seit Mai dieses Jahres sind die beiden verheiratet. Der Schauspieler outete sich gegenüber der Öffentlichkeit im Jahr 2012. In einem Interview über ein Theaterstück, in dem er mitwirkte, erwähnte er ganz nebenbei, dass er schwul sei und einen langjährigen Partner habe.
Wentworth Miller, 45, wurde 2005 durch «Prison Break» zum TV-Star. Von Beginn seiner Karriere an haben die öffentlichen Medien viel über seine sexuelle Orientierung spekuliert. Erst 2013 sprach er Klartext, als er eine Einladung zum Filmfestival in St. Petersburg offen ablehnte. In einem Brief, der auf der Webseite der «Gay & Lesbian Alliance Against Defamation» (GLAAD) erschien, schrieb er: «Ich will nicht in ein Land reisen, das Menschen wie mich diskriminiert» und outete sich so als schwul.
Ian McKellen, 79, ist seit Ende der 50er-Jahre als Theater- und Filmschauspieler aktiv. Die Rolle des Gandalf in «Der Herr der Ringe» brachte ihm weltweiten Ruhm. McKellen verkündete seine Homosexualität bereits 1988 im britischen Radio. Er tat dies, als er sich offen gegen ein vorgeschlagenes Gesetz aussprach. Dieses hätte das Leben von Schwulen und Lesben in seiner Heimat Grossbritannien erschwert. Der Schauspieler ist seither aktives Mitglied und Sprachrohr der LGBT-Gemeinschaft.
Anthony Rapp, 46, begann seine Schauspielkarriere Ende der 80er-Jahre. Nach vielen kleineren Rollen ist er seit kurzem auch einem breiteren Publikum als Lieutenant Paul Stamets aus der Science-Fiction-Serie «Star Trek: Discovery» bekannt. Rapp gab 1997 gegenüber dem «Oasis Magazine» bekannt, «in erster Linie schwul» zu sein. Der Schauspieler erzählte «Buzzfeed» vorgestern Sonntag, dass Kevin Spacey, 58, ihn im Jahr 1986 sexuell belästigt habe. Daraufhin outete sich dieser selbst als schwul.
Der «Will & Grace»-Star Sean Hayes, 47, wollte jahrelang nie über seine sexuelle Orientierung sprechen. In einem Interview mit «The Advocate» im Jahr 2010 kam dann die Wende. Dort erzählte er, er habe nie ein Problem gehabt, zu sich zu stehen. Zudem finde er, dass er einen monumentalen Beitrag zum Erfolg der Schwulenbewegung in den USA leistete. 2014 heiratete Hayes seinen Langzeitpartner Scott Icenogle, 48.
Auch unter den Damen Hollywoods ist Homosexualität immer seltener Tabuthema. So ist zum Beispiel Jodie Foster, 54, seit 1993 mit Frauen liiert. Ihre Beziehung zu Cydney Bernard, 64, hielt 15 Jahre. Die beiden haben die zwei Söhne Charles, 19, und Chistopher, 16, zusammen. 2013 lernte sie die Fotografin Alexandra Hedison, 44, kennen. Ein knappes Jahr später gaben sich die beiden das Jawort. Foster, die sehr zurückgezogen lebt, hat erstmals 2007 in einer Rede beim «Women in Entertainment Breakfast» über ihre damalige Lebensgefährtin gesprochen und sich damit öffentlich zu ihrer Homosexualität bekannt.
Die «Sex and the City»-Schauspielerin Cynthia Nixon, 51, sieht sich als bisexuell. Von 1988 bis 2003 war sie mit Danny Mozes, 51, zusammen. Mit ihm hat sie Tochter Samantha, 20, und Sohn Charles Ezekiel, 14. Im Jahr 2004 verliebte sie sich in die Bildungsaktivistin Christine Marinoni. 2012 kam dann die Hochzeit. Nixon nahm im Jahr 2007 Stellung zu ihrer sexuellen Orientierung: «Ich habe mich nicht verändert. Ich bin lediglich eine Frau, die sich in eine andere Frau verliebt hat. Es fühlte sich kein wenig seltsam an.»
Der «Juno»-Star Ellen Page, 30, bekannte sich im Februar 2014 als lesbisch. In einer emotionalen Rede im Rahmen einer Menschenrechtskampagne für die LGBT-Jugend erzählte sie, dass sie jahrelang zu viel Angst hatte, sich zu outen. Darunter hätten sowohl ihre Seele, ihre psychische Gesundheit, wie auch ihre Beziehungen gelitten. Das wolle Page anderen jungen Leuten ersparen. Sie macht ihnen deshalb Mut, selbst mit ihrer sexuellen Orientierung an die Öffentlichkeit zu gehen.
Der «Two and a Half Men»-Star Holland Taylor, 74, (r.) outete sich erst vor knapp zwei Jahren als Lesbe. In einem Radio-Interview mit «WNYC» erzählte sie, dass sie die meisten ihrer Beziehungen mit Frauen einging. Zudem sei sie derzeit mit einer jüngeren Frau zusammen. Später wurde klar: Ihre Partnerin ist Schauspielkollegin Sarah Paulson, 42 (l.). Taylor und der 32 Jahre jüngere «American Horror Story»-Star sind seit 2015 ein Paar. Die beiden sollen bereits über Hochzeit sprechen.