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Leben
1916 - 1919
Baumann ist der Hauptinitiant der Künstlervereinigung "Das Neue Leben". Zusammen mit
Otto Morach, Niklaus Stoecklin und Alexander Zschokke richtet er im April 1918 ein
Gesuch an den Basler Kunstverein. Die vier Künstler planen in der Kunsthalle eine
"expressionistische Ausstellung". Baumann ist vom Tessin aus die treibende Kraft der
Künstlergruppe. In dienstfreien Zeiten zeichnet, aquarelliert und malt er viel.
Die bevorstehenden Ausstellungen treiben ihn an. Mit viel Geschick verhandelt er
für die erste Ausstellung in der Basler Kunsthalle. Die Eröffnung findet in einem
politisch brisanten Zeitpunkt, nur wenige Tage vor dem Generalstreik, statt. Es
werden mehr als 250 Werke von 22 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Neben den
Initianten sind Arp, Bailly, Brügger, Lüthy, Mense und Picabia die bekanntesten.
Es folgen weitere Ausstellungen in Zürich, Bern und nochmals Basel. Zu der Ausstellung
erscheint ein bebilderter Katalog sowie ein Manifest von Baumann mit dem Untertitel
"Für die neue Bewegung in der Kunst", in dem es unter anderem heisst:
"Wir glauben nur an eine Kunst. Es gibt für uns nicht den nach Graden eingeteilten Unterschied von sogenannter freier, dekorativer oder kunstgewerblicher Kunst. Wir unterscheiden Kunst oder Nichtkunst."