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Gegen 9.40 Uhr fallen die Titel der Swiss Re um 1,4% auf 85,80 CHF, Zurich büssen 1,3% auf 286,20 CHF ein. Der Gesamtmarkt (SMI) fällt im Zuge der neuen Provokation aus Nordkorea um 0,7%.
Bereits am Vortag wurden erste Schaden-Schätzungen herumgereicht. So hat der Rückversicherungsbroker BMS die gesamtwirtschaftlichen Schäden auf deutlich über 10 Mrd USD veranschlagt, wovon rund 5 Mrd versichert sein dürften. Die Experten vom Analysedienst CoreLogic rechnen derweil allein mit versicherten Immobilienschäden im Volumen von 1 bis 2 Mrd USD.
Die ZKB gibt zu bedenken, dass es für eine klare Abschätzung noch zu früh sei - zumal das Schadenereignis noch nicht vorüber ist. Da "Harvey" in der Golfregion verharre, dürfte es in der Grossregion um Houston in den nächsten Tagen weitere Niederschläge geben und die Überschwemmung noch zunehmen, vermutet Analyst Georg Marti.
Allerdings könne "Harvey" mit früheren Hurrikan-Ereignissen verglichen und damit ein möglicher Schaden für die Swiss Re abgeleitet werden, so der ZKB-Experte weiter. Es sei nicht davon auszugehen, dass "Harvey" ein ähnliches Ausmass wie "Kathrina" 2005 erreichen werde. Damals belief sich der Schadenaufwand für die Swiss Re auf rund 2,5 Mrd USD. "Harvey" könne aber möglicherweise gravierender sein als "Sandy" im Jahr 2015 (900 Mio Schäden für Swiss Re). Einen Schaden in diesem Ausmass könne die Swiss Re mit der sehr guten Kapitalausstattung zwar gut verkraften, der Jahresgewinn würde aber stark beeinträchtigt, so der Analyst.
dm/rw
(AWP)