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Von den vorausgehenden Überlegungen während der Recherchevorbereitung hängt ab, welche Art von Information Sie ausfindig machen müssen. In einem nächsten Schritt überlegen Sie, in welchen Informationsquellen diese Art von Informationen zu finden ist. Benötigen Sie eine ausführliche Abhandlung unter Einbezug aller Aspekte eines Themas, dann brauchen Sie Monografien (Bücher). Oder eher den neuesten Stand der Diskussion eines spezifischen Aspekts eines Themas, dann brauchen Sie Zeitschriftenartikel. Vielleicht brauchen Sie Statistiken, allerneueste Daten aus laufenden Projekten oder eher Best-Practice Beispiele ? Dann müssen Sie auf das Internet zurückgreifen.
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationsquellen für das wissenschaftliche Arbeiten:
Informationsquellen für wissenschaftliche Arbeiten
- Wissenschaftliche Bücher von einzelnen Autoren und Autorinnen (Monographien) widmen sich einem einzelnen Thema. Dieses wird umfassend und unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungssituation bearbeitet. Monografien stellen zusammen mit Zeitschriftenartikeln die wesentliche Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit dar.
- Zeitschriftenartikel dokumentieren und diskutieren die neuesten Erkenntnisse eines Fachgebiets. Artikel aus peer-reviewed Zeitschriften werden von einer wissenschaftlichen Redaktion geprüft und gelten deshalb als besonders qualitativ hochstehend.
- HerausgeberInnenwerke (auch Sammelbände oder Festschriften, Handbücher etc.) werden immer wichtiger. Hier sind die HerausgeberInnen für die Gesamtkonzeption verantwortlich, die einzelnen Abschnitte sind jedoch von unterschiedlichen Autoren und Autorinnen verfasst.
- Handwörterbücher sind als Grundlage zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten sehr interessant. Oft werden sie von renommierten Fachgelehrten herausgegeben und geniessen einen sehr guten Ruf in den einzelnen Fachdisziplinen. Zudem werden diese Beiträge als Überblicksbeiträge abgefasst, was sehr hilfreich ist für die Strukturierung der eigenen Arbeit. Entsprechend ist es sinnvoll, mehrere Handwörterbücher möglichst früh beizuziehen.
- Lehrbücher bieten sich als Einstiegsliteratur an. Sie bieten einen breiten Überblick über den jeweiligen Themenbereich. Sie reichen als alleinige Informationsgrundlage nicht aus, weil vorwiegend jenes Wissen berücksichtigt wird, das unumstritten ist. Erkenntnisse, über die noch wenig bekannt ist, werden in Lehrbüchern meistens nur rudimentär behandelt. Lehrbücher sind daher hauptsächlich in der Frühphase einer Arbeit geeignet
- Forschungsberichte und andere Arbeitspapiere sowie Kongressberichte lohnen sich, um einen Überblick über den aktuellsten Stand der Forschung zu bekommen. Der Nachteil ist, dass derartige Forschungsberichte bzw. Arbeitspapiere häufig nicht publiziert sind und nur über das Internetgesucht werden können. Sie haben keine externen Prüfinstanzen (Begutachtungsverfahren, Empfehlungen der Herausgeber etc.) durchlaufen. Ihre Qualität ist also nicht in der gleichen Weise gesichert, wie Aufsätze aus renommierten Fachzeitschriften sowie Veröffentlichungen wissenschaftlicher Verlage. Sie müssen deshalb – wie andere Internetquellen auch – einer besonders kritischen Prüfung unterzogen werden.
- Open-Access-Publikationen : zunehmend werden wissenschaftliche Publikationen kostenfrei in sogenannten Repositorien von Universitäten und Hochschulen zugänglich gemacht. In Repositories werden Aufsätze, Monographien und Hochschulschriften der jeweiligen Institution, teilweise aber auch digitalisiertes Quellenmaterial publiziert und so im Internet zugänglich gemacht.
- Hinzu kommen neu auch Blogs, Foren und Social Media-Plattformen, welche auch für den wissenschaftlichen Diskurs und die Fachdiskussion von immer grösserer Bedeutung werden.
- Es gibt zahlreiche weitere Informationsquellen wie Zeitungsartikel, Statistiken, Jahrbücher, Kataloge, Informationen von Pressediensten, Informationen von verschiedenen Ämtern, Institutionen sowie Verbänden. Viele dieser Quellen sind im Internet verfügbar.