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Projekt Berufsausbildung in Nordost Sri Lanka
Allgemeine Ziele des Projekts
Die Hauptzielsetzung ist, die auf den Fähigkeiten und Fertigkeiten basierenden Chancen zur nachhaltigen Erzeugung von Einkommen für Jugendliche zu verbessern. Die Berufsbildung soll mit dem Ziel gestärkt werden, die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Zielgruppe sind insbesondere Jugendliche aus den Gebieten in Nord- und Ost Sri Lanka.
Um das zu erreichen fördern wir den Aufbau einer zweckmässigen Infrastruktur, die Initiierung einer lokalen Trägerschaft zum Betrieb der Berufsschulen und bieten qualitativ hochstehenden Ausbildungen (6 Monate bis 1 Jähriger Diplomlehrgang; Kurse), welche auf die örtlichen Ausbildungsstandards Rücksicht nehmen, aber auch punktuell durch Know-how aus der Schweiz ergänzt wird.
Aktuelle Situation in Sri Lanka
Nachdem im Frühling 2009 die militärische Offensive der sri-lankischen Armee gegen die Rebellen der LTTE (Tamil Tigers), zu Ende ging, galt mit der Zerstörung der LTTE der jahrelang anhaltende Konflikt in Sri Lanka als beendet. Dieser Sieg der Regierungskräfte über die LTTE hat jedoch seine Spuren in der Zivilgesellschaft hinterlassen. Viele Zivilpersonen wurden durch die Kriegshandlungen verletzt oder gar getötet. Zurück blieben viele Verletzungen, Behinderungen, zerstörte Familien, Waisen, mittellose Menschen, zerstörte Infrastrukturen, Arbeitslosigkeit und ein minimaler Ausbildungsstandard.
Nach dem Krieg kehrten viele wieder zurück in ihre Dörfer im tamilischen Nordosten des Landes. Doch die singhalesische Regierung verfügt nicht über die Mittel, den notleidenden Menschen im tamilischen Gebiet zu helfen. Hinzu kommt, dass nur sehr wenige internationale Hilfsorganisationen wieder in Sri Lanka tätig sind. Denn in der Zeit des Wiederaufflammen des Bürgerkrieges wurden viele internationale Organisationen des Landes verwiesen oder es wurde ihnen schlichtweg zu gefährlich und sie verliessen das Land von sich aus.
Seit dem 25.Mai 2009 ist nun der Krieg offiziell beendet. Trotzdem ist die Situation für viele Tamilen noch immer gefährlich. Der demokratische Wiederaufbau des Nordostens geht schleppend voran. Zusätzlich ist das tamilische Gebiet wirtschaftlich und infrastrukturell stark unterentwickelt.
Angesichts dieser Situation möchte die Swiss Tamils Aid Sri Lanka ihre Erfahrung, ihre lokalen Kontakte und Partnerschaften zu anderen NGOs nutzen, um effizient gegen die herrschende Not in Sri Lanka zu handeln.
Die politische Lage in Sri Lanka
Nach Beendigung des Bürgerkriegs im Mai 2009 und dem Überstehen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, hat die wirtschaftliche Entwicklung in Sri Lanka seit 2010 mit durchschnittlich 8,0% realem Wachstum erheblich an Fahrt gewonnen. Dies gilt jedoch nicht für den bürgerkriegsversehrten Norden und Osten, wo beim Wiederaufbau von Infrastruktur und der Wiederbelebung von privatwirtschaftlichen Engagements zwar bereits Erfolge, aber nach wie vor grosse Defizite zu verzeichnen sind. Auch ist immer noch nicht absehbar, wann in dieser Region die Verwaltung vom Militär in zivile Hände übergehen wird.
Die offizielle Arbeitslosenquote Sri Lankas ist seit Kriegsende massiv gesunken und liegt knapp unter 5%. Die Zahlen aus dem Norden und Osten fehlen jedoch. Sie sind aber gemäss Einschätzungen vieler Hilfswerke sehr hoch. Vor allem die unzureichenden Fähigkeiten und Fertigkeiten der Arbeitenden führen zu einer hohen Arbeitslosenquote und zu zunehmender Armut.
Wie steht es um die Berufsausbildung in Sri Lanka?
Ost Sri Lanka: Nach dem Ende des Bürgerkrieges beginnt nun langsam der Tourismus an der tamilischen Küste in den Distrikten Trincomalee und Batticaloa Fuss zu fassen. Dies kann als Zeichen des Aufbruchs gedeutet werden. Nichtsdestotrotz ist die Küste Ost Sri Lankas gegenüber dem Gebiet in Südwest Sri Lanka wirtschaftlich und infrastrukturell unterentwickelt: Es herrscht an vielen Orten Armut, die Infrastruktur ist noch nicht auf demselben Standard wie im Westen oder Süden des Landes und die Ausbildungsmöglichkeiten sind beschränkt. Diese Divergenz zwischen dem wirtschaftlichen Aufschwung, unter anderen ausgelöst durch den aufkommenden Tourismus und der Armut in dieser Region, birgt viel Konfliktpotential. Vielen Menschen fehlen zum Teil die notwendigen Qualifikationen, um in diesem dynamischen Tourismusbusiness mitzuhalten. Ausbildungsangebote sind in dieser Region unzureichend: Einerseits gibt es einige Ausbildungsangebote, die aber wegen der Armut nicht finanziert werden können, anderseits werden viele Berufsausbildungen nicht angeboten.
Nord Sri Lanka: In Nord Sri Lanka sind nun seit Kriegsende alle Gebiete wieder zugänglich. Vor allem das ländliche Gebiet um die ehemalige LTTE (Tamil Tigers) Stadt Kilinochchi ist sehr arm. In den Jahren der Abschottung von der Aussenwelt wurde das Gebiet nur unzureichend mit der notwenigen Infrastruktur ausgerüstet. Da Berufsausbildung sehr schwierig anzubieten war sind nun viele Bewohner dieser Gegend nicht oder schlecht ausgebildet und finden deshalb keinen Zugang zum Markt. Nach und nach werden in den Ortschaften des Nordostens Marktplätze und zerstörte Schulen, medizinische sowie andere soziale Einrichtungen wieder aufgebaut oder neu errichtet. Doch finden sich nur schwerlich qualifizierte Fachpersonen, die bereit sind unter diesen Umständen dort zu leben und zu arbeiten. In der Regel wandert die junge, qualifizierte Bevölkerung in die größeren Städte Jaffna, Mannar und Vavuniya oder gleich in die Hauptstadt Colombo oder gar ins Ausland ab.
Warum Bildung?
Ein Graben zwischen den aufstrebenden singhalesischen Teilen des Landes und der Rückständigkeit der tamilischen Gebiete ist vorhanden. Zwar versucht der Staat durch Tourismus die ehemaligen Kriegsgebiete wieder attraktiver zu machen und ihnen somit Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung des Landes zu gewähren. Die wenigsten Tamilen haben jedoch eine ausreichende Ausbildung oder können auch nur Englisch sprechen. Die Schulen in der Region waren schlecht, die Menschen dementsprechend schlechter ausgebildet, die ethnische Kluft wird verschärft durch die soziale Kluft. Wer soll dann den Service in Fünfsternehotels übernehmen? Hotels bemühen sich durchaus um Personal aus der Gegend, doch nur ein paar einheimische Frauen kehren das Gelände, Kellner und Manager stammen von auswärts.
Dieses Projekt zielt darauf ab, mit erschwinglichen Kursen von kurzer Dauer eine flexible und auf die Erfordernisse ausgerichtete Ausbildung zur Erlangung entsprechender Fähigkeiten und Fertigkeiten anzubieten. Die Kurse werden an geeigneten Orten durchgeführt, und die Ausbildung erfolgt durch Ausbildungsdienstleister, die sich zeitlich auf die Auszubildenden einstellen. Die Ausbildungsmethoden sind an eine praktische Betätigung gekoppelt, ganz im Sinne des dualen Bildungssystems der Schweiz (Berufslehre).
STA hilft jungen Menschen, in Nordost Sri Lanka, sich nach ihrer schulischen Ausbildung berufliche Fertigkeiten anzueignen. Wir bauen berufliche Aus- und Weiterbildungscamps auf und sorgen für eine qualitativ hochstehende Berufsausbildung, welche wir in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und mit Know-how von Schweizer Fachleuten erreichen.
Allgemeine Ziele des Projekts
- Lancierung eines Grossprojekts
- Die Hauptzielsetzung ist die auf den Fähigkeiten und Fertigkeiten basierenden Chancen zur nachhaltigen Erzeugung von Einkommen für Jugendliche zu verbessern. Es soll die Berufsbildung gestärkt werden, mit dem Ziel, die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Zielgruppe sind insbesondere Jugendliche aus den Gebieten Nord- und Ost Sri Lanka.
- Um das zu erreichen fördern wir den Aufbau zweckmässiger Infrastruktur, die Initiierung einer lokalen Trägerschaft zum Betrieb der Berufsschulen und wir bieten qualitativ hochstehende Ausbildungen (6 Monate bis 1 Jähriger Diplomlehrgang; Kurse), welche auf die örtlichen Ausbildungsstandards Rücksicht nimmt, die aber auch punktuell durch Know-how aus der Schweiz ergänzt wird.