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August Bebel, der "Kaiser der Arbeiter", war die Führungsfigur der deutschen Arbeiterbewegung von Mitte der 1860er-Jahre bis zu seinem Tod am 13. August 1913. Sein Weg vom einfachen Drechslergesellen zum Politstar des deutschen Kaiserreichs stand paradigmatisch für den Aufstieg der Arbeiterbewegung.
August Bebel hatte seit den 1880er-Jahren eine enge Beziehung zur Schweiz. Hier lebten seine Tochter und sein Schwiegersohn, hier verbrachte er seine Ferien. In Küsnacht, an der Goldküste, besass er von 1897 bis 1905 ein grosses Haus, danach hatte er Wohnungen in Zürich. Mit verschiedenen Schweizer Sozialdemokraten wie Herman Greulich, Otto Lang und Karl Manz-Schäppi pflegte Bebel einen freundschaftlichen Umgang. Bei August Bebels Beerdigung auf dem Friedhof Sihlfeld bildete sich der grösste Trauerzug in der bisherigen Geschichte Zürichs.
Dr. Jürgen Schmidt, Autor, Humboldt Universität Berlin
Dr. Urs Kälin, Archivar, Schweizerisches Sozialarchiv
Montag, 12. August 2013, 19 Uhr
Gelber Saal im Volkshaus
Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
> Flyer zur Buchvernissage (PDF, 2.7 MB)