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Ladysmith Black Mambazo Die Zusammensetzung des Namens ist auf den Umstand zurückzuführen, dass LBM bei früheren musikalischen Wettbewerben die Konkurrenz auf Grund ihrer mächtigen Stimmen symbolisch wie mit einer Axt umgehauen hat. Sie waren somit bei diesen Wettbewerben stets die Sieger (also der Platzhirsch oder eben der Schwarze Ochse). Während des Graceland Konzertes spricht Paul Simon ebendiese Bedeutung des Namens bei der Vorstellung von LBM an. Joseph Shabalala leitet den rein männlich besetzten Chor in der Tradition des Mbube und des Isicathamiya, des traditionellen Männer-Choral-Gesangs der Zulu.Joseph Shabalala gründete Ladysmith Black Mambazo 1964, nachdem er sechs Monate lang von perfekten Isicathamiya-Harmonien, träumte, den traditionellen Gesängen der Zulu. Bereits seit den 1950er-Jahren hatten viele der Mitglieder, zumeist Brüder und Cousins von Shabalala, gemeinsam unter dem Namen Ezimnyama Ngenkani (Die Schwarzen) gesungen, jedoch ohne überregionale Bekanntheit zu erlangen. 1986 schaffte Ladysmith Black Mambazo den internationalen Durchbruch durch die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Musiker Paul Simon für dessen LP Graceland. Paul Simon war 1985 nach Südafrika gereist, um schwarze Musiker für eine Zusammenarbeit zu finden. Die Aufnahmen fanden in London statt. Das erste Stück war Homeless, eine Komposition von Shabalala mit englischen Texten von Simon. Obwohl beide beschuldigt wurden, den Kulturboykott gegen Südafrika gebrochen zu haben,[7] wurde das Album zu einem der erfolgreichsten Alben der 1980er-Jahre. Dieser Erfolg ebnete auch anderen Künstlern den Weg für eine internationale Anerkennung, wie Stimela und den Mahotella Queens.[8]Nach Graceland arbeitete Simon als Produzent bei drei Alben für den amerikanischen Markt mit LBM zusammen: Shaka Zulu (1987), für das LBM ihren ersten Grammy in der Kategorie Weltmusik erhielten, Journey of Dreams (1988) und Two Worlds, Nelson Mandela bezeichnete die Mitglieder von Ladysmith Black Mambazo als kulturelle Botschafter Südafrikas.[11] 1993 bat Nelson Mandela LBM, ihn bei der Zeremonie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo zu begleiten. Auch bei der Vereidigung Mandelas als Präsident Südafrikas im Mai 1994 sang die Gruppe erneut.[12]
Im Mai 2002 wurde Shabalalas Frau Nellie ermordet, Shabalala selbst bei dem Versuch, sie zu schützen, an der Hand verletzt. Dies passierte während der Aufnahmen zu Wenyukela, dem ersten Album mit neuem Material seit Lihl Ixhiba Likagogo (2000).Viele der Stücke auf dieser CD setzen sich mit ethischen Themen wie Rassismus, dem Autofahren unter Alkoholeinfluss, den Gewalttätigkeiten während der Wahlen in Südafrika 1994, Fair Trade in Afrika und mit christlichen Themen auseinander. Wenyukela wurde zu einem neuen großen Erfolg und verkaufte sich allein in den USA sechs Millionen mal[14] und brachte der Gruppe ihren zweiten Grammy ein.Mit der CD Long Walk to Freedom feierten die Ladysmith Black Mambazo 2006 ihr 45-jähriges Bestehen, in dessen Verlauf die Gruppe 30 verschiedene Mitglieder hatte. 20 Jahre nach Graceland nahm LBM mit einer Vielzahl von Künstlern auf, darunter Zap Mama, Sarah McLachlan, Melissa Etheridge, Joe McBride, Natalie Merchant, Emmylou Harris, Taj Mahal und den südafrikanischen Künstlern Lucky Dube, Phuzekhemisi, Bhekumuzi Luthuli, Nokukhanya, Thandiswa, Vusi Mahlasela und Hugh Masekela.
1988: Grammy in der Kategorie Beste traditionelle Folk-Aufnahme für das Album Shaka Zulu 2005: Grammy in der Kategorie Bestes traditionelles Weltmusikalbum für das Album Raise Your Spirit Higher 2005: Kora All African Music Award in der Kategorie Traditionelle Gruppe des Jahres[16] 2014: Grammy in der Kategorie Bestes Weltmusikalbum für das Livealbum Singing for Peace Around the World