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Im Seitenarm des Flusses taucht ein Eisvogel nach Nahrung, auf Kiesbänken wachsen Pionierpflanzen und im nahe gelegenen Tümpel surren Libellen und Steckmücken: Auen sind lebendig und ständig im Wandel, da Überschwemmungen diese Landschaften immer wieder verändern.
Auenlandschaften liegen an Bächen und Flüssen. Flussarme und isolierte Tümpel wechseln sich mit trockenen Sandinseln, Kiesbänken, Hochstaudenfluren, dichten Gebüschen und Wäldern ab. Hochwasser gestalten solche Auengebiete um: Lebensräume werden zerstört, entstehen aber an anderen Orten wieder neu.
Die Vegetation der Auenlandschaft gliedert sich in drei Zonen: Die Zone nahe am Flussbett wird häufig überflutet, weshalb hier vor allem Kraut- und andere Pionierpflanzen wachsen. Etwas weiter entfernt wachsen Weichholzauen, die seltener überschwemmt werden, sodass Pioniergehölze wie Weiden oder Erlen gedeihen. Jene Gebiete, die nur bei Spitzenhochwasser überflutet werden, die Bäume jedoch wegen dem hohen Grundwasserspiegel dauernd nasse Füsse haben, nennt man Hartholzauen: Hier gedeihen Eschen, Ahorn, Ulmen, sowie zum Teil Buchen, Eichen und Fichten.
Alpine Auen
In der Schweiz gibt es nicht nur Tieflandauen, sondern auch alpine Auen. Zu diesen zählen die Gletschervorfelder und die alpinen Schwemmebenen - also die regelmässig überflutete und vorgelagerte Ebene der Gletscherbachmündung. Hier lässt sich wie in tieferen Lagen ein charakteristischer Übergang vom Wasser zum Land erkennen, der durch den Wechsel von Überflutung, Erosion und Sedimentation bedingt ist.
Die alpinen Auen sind im Unterschied zu den tiefer gelegenen Auen noch weitgehend unberührt – deshalb sollten wir sie auch weiterhin vor menschlichen Eingriffen schützen.
Diese Karte zeigt verschiedenen Auengebiete entlang der Rhone. Klicke das Bild an, um es zu vergrössern oder hier, um auf die interaktive Karte des Bundes zu landen. Dort kannst du alle Auengebiete der Schweiz sehen. Um die Erklärung zu den verschiedenen Farben anzuzeigen, klicke auf das rote Rädchen, dann auf das "i".
An der WSL…
… gehen wir der Frage nach, ob Biotope von nationaler Bedeutung wie Trockenwiesen und – weiden, Auen, Moore, Amphibienlaichgebiete ausreichend geschützt werden. Dafür beobachten wir die Pflanzen- und Tierwelt dieser Gebiete über lange Zeiträume und können eine negative Veränderung der Biotope früh erkennen.