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Bringen Sie die beiden grössten Offshore-Rennen der Welt – das eine solo, das andere mit Besatzung – zusammen auf das gleiche Boot, und Sie erhalten noch spektakulärere Projekte, einen attraktiven Kalender, und nicht zuletzt ein bislang nie erreichtes sportliches Niveau. Die Nachricht kam am Montag: Das Volvo Ocean Race und die IMOCA Klasse haben ihren historischen Schulterschluss bekanntgegeben.
Es war allen bewusst: das Volvo Ocean Race, so wie wir es bisher gekannt haben, ist am Ende seines Zyklus angekommen. Das grösste Crew-Rennen der Welt war auf der Suche nach sich selbst; von den ersten Wochen an und insbesondere nach der Kontroverse, die auf den Weggang seines CEO Mark Turner und die Begrabung seines Multi-Flying-Projekts für die In-Shore-Etappen folgte, konnte es die Zeichen der nachlassenden Dynamik nicht mehr verbergen. Das tragische Verschwinden von John Fisher im Pazifik trug ebenfalls das seine dazu bei, dass das aktuelle Boot, das von vielen Seglern als zu exponiert angesehen wird, nicht mehr geschätzt wird. Trotz dieser gemischten Bilanz konnte das Volvo Ocean Race 2017-2018 sein Publikum mit einem Sieger begeistern, der erst am Ende der letzten Etappe feststand: nämlich mit dem Triumph von Charles Caudreliers’ Dongfeng, dem Team übrigens, mit welchem Justine Mettraux die Etappen 4 und 10 mitgesegelt ist.
„Das Beste aus beiden Welten“
Die Ankündigung einer Heirat mit der IMOCA-Klasse für 2021 könnte als historischer Wendepunkt für die Hochseeregatten dienen. Mit einer Vendée Globe, die immer noch sehr „französisch“ ist, und dem Volvo Ocean Race, das bei den Angelsachsen sehr beliebt ist, würden wir noch viel komplettere und vielseitigere Sportprojekte erhalten. Die Skipper haben die Möglichkeit, ihr Boot bei einer Soloregatta einzusetzen, und es dann im folgenden Jahr an eine Crewkonfiguration anpassen. So würde der IMOCA-Circuit gestärkt und zieht neue Sponsoren an, die dank dieser neuen Formel ihre Bekanntheit erhöhen könnten. Natürlich müssen einige Herausforderungen bewältigt werden, wie beispielsweise die Anpassung der Konfiguration der Boote oder die Festlegung der spezifischen IMOCA-Messregeln für das Volvo Ocean Race. Aber die Aussicht, dass die Besatzungen foilende IMOCAs an ihre Grenzen bringen, noch dazu das Ganze von Anbord-Reportern übertragen, reicht aus, um einem das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen!