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Paris - Von seinem Chalet in Gstaad aus setzt Starregisseur Roman Polanski seine juristische Offensive gegen die französische Presse fort. Von einer Zeitung und zwei People-Magazinen verlangt er Schadenersatz, weil sie Fotos von ihm und seiner Familie publiziert haben.
Der französisch-polnische Regisseur wirft dem "Journal du Dimanche" und den Magazinen "VSD" und "Voici" vor, das Recht auf sein eigenes Bild und das Recht auf Privatsphäre verletzt zu haben und fordert von ihnen je 75'000 Euro.
Die Fotos zeigen Polanski bei der Ankunft in seinem Gstaader Ferienhaus, wo ihn seine Frau und die zwei Kinder in Empfang nehmen. Die drei Publikationen verteidigten die Veröffentlichung als legitim. Die Bebilderung sei "angemessen" ausgefallen.
Bereits vergangene Woche hatte ein Pariser Richter Polanskis Klage wegen Verletzung der Privatsphäre gegen die Zeitung "Le Parisien" geprüft. Sein Urteil soll am Freitag verkündet werden.
Hunderte Journalisten und Fotografen aus aller Welt hatten Anfang Dezember tagelang vor Polanskis Chalet in Gstaad ausgeharrt, um Bilder und Informationen des französisch-polnischen Doppelbürgers zu erhalten.
Polanski war am 26. September in Zürich festgenommen worden. Seit dem 4. Dezember wartet er in seinem Ferienhaus in Gstaad auf eine mögliche Auslieferung in die USA. Polanski soll 1977 eine damals 13-Jährige vergewaltigt haben. Nach kalifornischem Recht muss er in den USA mit einer Haftstrafe von maximal zwei Jahren rechnen.
SDA-ATS