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Autogenes Schwinden
Bei der Reaktion von Zement mit Wasser wird Wasser chemisch gebunden. Durch diese Reaktion kommt es zum chemischen Schwinden. Ursache ist das geringere spezifische Volumen von chemisch und physikalisch gebundenem Wasser gegenüber dem von freiem Wasser. Wenn kein überschüssiges Wasser für die Zementhydratation vorhanden ist, wird das Porenwasser stufenweise verbraucht. Damit entsteht leerer Porenraum und die innere relative Feuchte sinkt (Selbstaustrocknung). Dies führt zu Kapillarspannungen, welche wiederum eine äussere Volumenkontraktion, das autogene Schwinden, bewirken. Das autogene Schwinden unterscheidet sich vom Trocknungsschwinden dahingehend, dass es ohne Feuchtabgabe an die Umgebung, stattfindet. Das autogene Schwinden ist erst bei Betonen mit w/z<0.45 wichtig und ist umso grösser, je kleiner der w/z ist.
Eine effiziente Methode um autogenes Schwinden zu reduzieren, ist interne Nachbehandlung. Gesättigte leichte Gesteinskörnung oder superabsorbierende Polymere werden dem Beton zugegeben um die kapillaren Poren im Beton mit Wasser gefüllt zu halten und dabei die Kapillarspannungen und somit das Schwinden zu reduzieren.