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MÜNCHEN (awp international) - Siemens kann auf einen Milliarden-Auftrag für Regionalzüge in Grossbritannien hoffen. Das Verkehrsministerium in London erklärte am Donnerstag, dass der Münchner Elektroriese zum bevorzugten Bieter ("preferred bidder") für die Modernisierung der sogenannten Thameslink-Strecke, die von Bedford über London nach Brighton führt, ausgewählt worden sei. Die Briten wollen insgesamt rund 7 Milliarden Euro in die 1988 eröffnete Strecke, in 50 Bahnhöfe und in neue Regionalzüge investieren. Geplant ist die Beschaffung von 1200 neuen Wagen. Siemens setzte sich damit gegen den Konkurrenten Bombardier durch.
Mit der Entscheidung sei ein Meilenstein auf dem Weg zur Auftragsvergabe erreicht, sagte der Chef der Siemens Division Mobility, Hans-Jörg Grundmann. "Aber wir sind noch nicht am Ziel. Die eigentlichen Verhandlungen beginnen jetzt." Über den Anteil, den Siemens für sich verbuchen könnte, wollte der Konzern keine Angaben machen. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich der Wert des Auftrags auf bis zu 4 Milliarden Euro summieren könnte.
Die ersten Züge sollen 2015 geliefert werden. Der Auftrag schaffe in Grossbritannien rund 2000 neue Arbeitsplätze, erklärte die britische Transportministerin Theresa Villiers in einer Mitteilung. Die Regierung wolle die Verhandlungen nun schnell abschliessen./sbr/DP/tw
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