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Familienwappen-Nachweisdatei
Die Dokumentation enthält Hinweise auf Familienwappen mit Bezug zum Kanton Zürich, die in Publikationen erwähnt oder abgebildet sind, und auf Familienwappen in Sammlungen, die im Staatsarchiv aufbewahrt werden. Der Fokus liegt
hauptsächlich auf Wappen von Familien der ehemaligen Zürcher Landschaft.
Detailinformationen:
Um Auskünfte über das Vorhandensein von Familienwappen erteilen zu können, ist im Staatsarchiv im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte eine umfangreiche Nachweisdatei aufgebaut
worden. Sie enthält Hinweise, wo Informationen zu einem bestimmten Familienwappen zu finden sind, sowohl in der vorhandenen Literatur als auch in den folgenden, im Staatsarchiv aufbewahrten Wappensammlungen:
- Monumenta Heraldica Turicensia (1930 begonnen, wird immer noch geäufnet);
- Wappensammlung Friedrich Hegi (StAZH W I 38), angelegt um 1920, enthält vor allem Familienwappen an Gebäuden und auf Ofenkacheln (Aquarelle von Walter Naef-Bouvin);
- Wappensammlung Hans Kläui (W I 80.90 – W I 80.96), angelegt zwischen 1948 und ca. 1990, mit vielen Wappenbearbeitungen und Neuschöpfungen für Familien der Zürcher Landschaft;
- „Figurenregister der Wappen Zürcherischer Geschlechter von Stadt und Landschaft“, erstellt von Julius Müller (Original im Landesmuseum, Reproduktion im Staatsarchiv vorhanden).
Als im Jahr 1930 zum Anlegen der Wappensammlung „Monumenta Heraldica Turicensia“ im Staatsarchiv aufgerufen wurde, galt das Interesse zuerst hauptsächlich älteren Wappenbelegen von Familien der Zürcher Landschaft. Es wurde damals auch die Regel aufgestellt: „Die in den gedruckten Wappenbüchern enthaltenen Wappen … sind nicht aufzunehmen.“ Noch heute werden neue, bis anhin unbekannte Familienwappen in die Sammlung integriert, darunter viele Neuschöpfungen der letzten Jahrzehnte, aber auch alte Belege aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.
Die Städte Zürich und Winterthur kennen eine reiche heraldische Tradition seit dem Spätmittelalter. Die Wappen der alten Bürgerfamilien sind schon früh in Wappenbüchern publiziert worden. In die Nachweisdatei sind die Informationen aus den folgenden Wappenpublikationen eingearbeitet:
- Zürcher Wappenbuch von Dietrich Meyer und Conrad Meyer, Zürich 1605/1674.
- Jakob Kull: Wappentafel der löblichen Bürgerschaft der Stadt Zürich 1854.
- Jean Egli: Neues historisches Wappenbuch der Stadt Zürich. Zürich 1860.
- Jean Egli: Der ausgestorbene Adel von Stadt und Landschaft Zürich. Zürich 1865 (Nachtrag zu den seit 1859 in der Stadt Zürich eingebürgerten Geschlechtern).
- Jean Egli: Neues historisches Wappenbuch der Stadt Zürich. Zürich 1869.
- Wappen der löblichen Bürgerschaft von Winterthur. Zürich 1855.
Weitere Wappenbelege zu alten Bürgerfamilien der Städte Winterthur und Zürich sind nur in Auswahl aufgenommen worden (vor allem in jenen Fällen, wo Publikationen systematisch auf zürcherische Familienwappen hin durchgesehen wurden). Auf die Aufnahme von spätmittelalterlichen Adelswappen wurde in der Regel verzichtet.
Die Nachweisdatei bezieht sich auf den Kanton Zürich. Sie enthält im Prinzip Wappen von Familien, die in einer Zürcher Gemeinde das Bürgerrecht besitzen oder besassen, von altverbürgerten Familien wie auch von Neubürgern. Von der Regel abgewichen wird bei der Wappensammlung Hans Kläui. Der Historiker Hans Kläui hat neben unzähligen Zürcher Familienwappen auch Wappen von Familien aus anderen Kantonen bearbeitet. Die Nachweisdatei erschliesst die ganze Wappensammlung Hans Kläui und damit auch die Wappen aus andern Kantonen.
Das Führen von Familienwappen ist eine Privatangelegenheit. Das Staatsarchiv kann nur Familienwappen nachweisen, die öffentlich bekannt geworden sind. Die Nachweisdatei kann deshalb nie vollständig sein. Sie wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.