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Die Gemeinde gab der Bevölkerung zum Jubiläum gratis 800 Bäume ab. Heute einen Baum zu pflanzen heisse, etwas für die Zukunft zu tun, begründete sie die Aktion.
Die Siedlung Altdorf liegt leicht erhöht am Fuss des Gruonbergs. Der Sage nach erhielt sie ihren Namen «altes Dorf», weil die Einwohnerinnen und Einwohner diese zunächst wegen Steinschlägen verlassen und in die Talebene gezogen waren, von dort aber wegen Überschwemmungen wieder in ihr altes Dorf zurückgekehrt seien.
Seit über 2000 Jahren besiedelt
Menschen lebten im nördlichen Teil des Reusstals schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung im 13. Jahrhundert. Archäologen fanden im Bannwald oberhalb des Kapuzinerklosters eine Bronzenadel und Eisengeräte, die rund 400 Jahre vor Christus gefertigt worden waren.
Gegen Ende des 7. Jahrhunderts wanderten die Alemannen in das Tal ein und mischten sich mit der gallorömischen Bevölkerung. Bis Ende des 13. Jahrhunderts wurde der Talboden bis ans Reussufer urbar gemacht. Das Dorf, das an der Gotthardroute liegt, entwickelte sich zum wichtigen Marktflecken.
Drei Mal - 1400, 1693 und 1799 - wurde Altdorf durch Feuer weitgehend zerstört. 1798 drangen französische Truppen ins Dorf ein, es kam zu Plünderungen. Viele Menschen seien damals in den Bettelstand getrieben worden, erklärte die Gemeinde Altdorf in ihrem historischen Abriss zum 800-Jahre-Jubiläum.
Die Gotthardeisenbahn und die Elektrifizierung brachten im 20. Jahrhundert Industrien und Arbeitsplätze ins Tal. Heute leben in Altdorf 9900 Personen. Damit lebt jeder vierte Urner respektive jede vierte Urnerin in dem Hauptort.