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Was ist MSM?
MSM ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. Der Stoff gehört in die Gruppe der organischen Schwefelverbindungen (Sulfone). Methylsulfonylmethan ist in pflanzlichen aber ebenso in tierischen Produkten zu finden. In relativ großer Menge ist es beispielsweise in Milch und Kaffee enthalten.
Hinweis: Schwefelverbindung werden beim erhitzen zerstört, weshalb gekochte Nahrung nicht ausreichend zur Schwefelversorgung des Körpers beiträgt. Deshalb ist ein Rohkost-Anteil in der Ernährung wichtig.
Wie wirkt MSM?
MSM macht speziell das Kollagen und den Knorpel geschmeidiger. Erhöht in dem Sinne die Flexibilität des Bindegewebes und somit die Beweglichkeit des Körpers. Es zudem hat eine schmerzlindernde und entgiftende Wirkung. Der in MSM enthaltene Schwefel ist Teil der Knorpelstruktur, so dass knorpelaufbauende Effekte wahrscheinlich sind. Nachgewiesen sind die Effekte aber bisher nicht.
MSM ist ein sehr sicheres Mittel und hat keine Nebenwirkungen. Empfohlen werden Dosierungen bis 1.500 mg täglich. Die Kombination von MSM mit anderen Naturheilmitteln wie Glucosamin hat sich in Untersuchungen als vorteilhaft erwiesen. Die Aufnahme von MSM wird durch die Ergänzung mit Vitamin C unterstützt.
Vergleich zu DMSO
MSM ist ein sogenanntes “Metabolit“, also ein vom Körper verstoffwechseltes Zwischenprodukt. Der Ausgangsstoff von MSM ist DMSO (Dimethylsulfoxid).
DMSO ist als Arzneimittel intensiv erforscht worden. Da DMSO im Magen sofort in MSM umgewandelt wird, geht man davon aus, dass dieselben Effekte auch durch MSM erzielt werden können. Die Forschungen zu DMSO sind aber bei weitem nicht so zahlreich wie die zu MSM.
DMSO wird sehr oft in Cremes und Salben verwendet. Da DMSO die menschliche Haut sehr leicht durchdringen kann, werden mit seiner Hilfe Wirkstoffe aus Salben sehr viel schneller in das Blut geleitet. Es hat ebenso entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkungen.
DMSO hat aber den Nachteil, dass es bei oraler Einnahme zu unangenehmen Ausdünstungen (Geruch nach Fisch und Knoblauch) führt. Bei Anwendung als Salben wird sehr oft von Hautreizungen berichtet. DMSO wird als Arzneimittel eingeordnet, MSM ist als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert, man kann es rezeptfrei kaufen.
Wirksamkeit laut Studien
Präparate mit Methylsulfonylmethan werden bereits seit Längerem in den Vereinigten Staaten in Form von Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose verwendet. Dennoch gab es bis 2006 keine Studien, welche die Wirkung dieses Sulfons untersuchten.
Im Jahr 2006 führten Wissenschaftler eine kleine Studie durch, die aufzeigen sollte, ob MSM bei Arthrosepatienten wirksam war oder nicht. An der Studie nahmen fünfzig Männer und Frauen im Alter zwischen 40 und 76 Jahren teil.
In dieser Studie wussten weder die behandelnden Ärzte noch ihre Patienten, ob sie das Mittel erhielten oder lediglich ein Placebo.
Zwölf Wochen lang nahmen die Arthrosepatienten zweimal am Tag drei Gramm MSM bzw. drei Gramm eines Placebos zu sich.
Im Ergebnis berichtete die MSM-Gruppe, dass die Schmerzen weniger stark waren, ebenso die Gelenkfunktion gesteigert wurde.
Dadurch nahm auch die Lebensqualität der Patienten im Alltag stark zu.
Eine andere Studie wertete alle veröffentlichten Untersuchungen zur Rolle von MSM bei der Arthrosebehandlung aus. In der Summe konnten 168 Patientenergebnisse zur Wirkung von MSM bei Osteoarthritis berücksichtigt werden.
Die Schmerzlinderung war auch in dieser Studie nachweisbar, dennoch konnten die Daten dafür nicht statistisch abgesichert werden. Die Einzelstudien hatten häufig methodische Unterschiede in Hinblick auf die bestmögliche Dosis oder die Behandlungsdauer.
Funktionsverbesserung und Schmerzreduktion durch MSM
Eine neuere Arbeit aus 2011 bestätigt nun die Pilotstudie von Kim und Kollegen aus 2006: MSM kann bei Arthrosepatienten sowohl die Beweglichkeit verbessern als auch die Schmerzen lindern.
Bei identischem Versuchsaufbau nahmen in der 2011 veröffentlichten Studie 49 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 90 Jahren teil3. Die Ärzte und Patienten wussten nicht, ob sie MSM bekamen oder lediglich das Placebo. Die eingesetzte Dosierung lag unterhalb jener aus dem früheren Versuch. Die Teilnehmer erhielten zweimal am Tag je 1,125 g MSM oder das Placebo. Am ersten Tag, nach weiteren sechs Wochen sowie nach zwölf Wochen (am Ende der Untersuchung) wurden die Patienten zu ihrem Schmerzempfinden sowie nach der subjektiven Beweglichkeit der betroffenen Gelenke befragt.
In denjenigen Patienten, die mit MSM behandelt wurden, trat eine Verbesserung der Beweglichkeit sowie zeitgleich eine geringere Schmerzbelastung auf. Die beobachteten Effekte waren vergleichsweise klein, sodass abzuwarten ist, ob Methylsulfonylmethan tatsächlich eine relevante klinische Wirkung bei Arthrose entfaltet, so die Wissenschaftler.
MSM bei Arthritis von Mäusen
Eine Tierversuchs-Studie aus dem Jahr 2013 könnte nun möglicherweise diesen Beweis liefern. Ein japanisches Forscherteam untersuchte den Einfluss von MSM auf den Knorpelabbau bei arthritischen Mäusen. Dabei stellten sie fest, dass eine angemessene Aufnahme von MSM durchaus Knorpelschäden verringern kann. Nichtsdestotrotz könnte zukünftig Vorsicht geboten sein, denn MSM in größeren Mengen kann schwere Atrophien der Organe auslösen, wie das Mausmodell verdeutlichte.
Sinnvolle, begleitende Ergänzung bei
Steifheit, Arthrose, Rheuma, hoher körperlicher Aktivität, Schmerzen, Regeneration nach OPs, Unfällen oder Ähnliches, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Hämorrhoiden, Krebstherapie, Stoffwechselstörungen, Entgiftung, Organschäden, Darmerkrankungen (ausser Colitis ulzerosa)
MSM wie einnehmen?
Schwefel ist sehr hitzeempfindlich! Grundsätzlich hat es genug Schwefel in unserer Nahrung, allerdings wird dieser beim Erhitzen zerstört. Deshalb ist ein grosser Rohkostanteil in der Ernährung sinnvoll.
Die Aufnahme des MSM wird von Vitamin C begleitet. Es lohnt sich also die Einnahme von MSM mit Vitamin C zu kombinieren.
Quellen: