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Der Europäische Feuerwaffenpass (EFWP) ist für jeden Jäger und Sportschützen bestimmt, die ihre Waffen temporär, vorübergehend in einen Schengen-Staat zur Ausübung eines Hobbys oder Sportveranstaltung aus- und wieder einführen. Er ist nicht gültig für die definitive Ein- oder Ausfuhr einer Schusswaffe. Der Europäische Feuerwaffenpass ist höchstens fünf Jahre gültig und kann jeweils um zwei Jahre verlängert werden.
Auf einer Karte können maximal 13 Waffen registriert werden. Falls erforderlich, können mehrere Antragsformulare ausgefüllt werden (Formular auf 6 Waffen beschränkt). Der Antragsteller ist nicht auf einen europäischen Feuerwaffenpass beschränkt.
Die Kosten für die Ausstellung des Europäischen Feuerwaffenpasses sind in der Gebührenliste des Kantons Wallis geregelt.
Der Antrag, der an die Behörde des Wohnkantons gerichtet wird, muss folgende Dokumente enthalten:
– Auszug aus dem Strafregister, der vor weniger als drei Monaten ausgestellt wurde
– Kopie eines offiziellen und gültigen Ausweises
– Zwei aktuelle Passfotos
– Für Ausländer, ohne Niederlassungsbewilligung, eine offizielle Bescheinigung des Wohnsitz- oder Herkunftslandes betr. die Waffenbesitzberechtigung im Heimatstaat.
> Gesuch um Ausstellung eines Europäischen Feuerwaffenpasses für die vorübergehende Ausfuhr von Feuerwaffen in einen Schengen-Staat
> Gesuch um Ausstellung eines Europäischen Feuerwaffenpasses für unmündige Sportschützen
Regelung bei Erbschaften (Vererbung)
Feuerwaffen
Wer eine Feuerwaffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil einer Feuerwaffe durch Erbschaft erhält, muss innerhalb von sechs Monaten beim Waffenbüro eine Genehmigung für den Erwerb von Feuerwaffen beantragen, es sei denn, er veräussert die Feuerwaffe während dieser Zeit an eine berechtige Person. Im Sinne des Gesetzes umfasst die Veräusserung bzw. der Besitzübertrag den Kauf, Tausch, die Schenkung, Miete und Gebrauchsleihe, also jegliche Form der Übertragung.
Ausnahmebewilligung von Feuerwaffen für Sportschützen, Sammler und Museen
Für Waffen, die einer Ausnahmebewilligung unterliegen, muss der Vertreter der Erbengemeinschaft innerhalb von sechs Monaten eine «globale» Ausnahmebewilligung einholen.
- wenn die Waffen zum Zeitpunkt der Erbteilung nicht dem gesetzlichen Vertreter zugeschrieben werden, wird für die Einreichung eines Antrags auf eine «globale» Ausnahmebewilligung eine neue Frist von sechs Monaten gesetzt. Der Vertreter der Erbengemeinschaft muss die für Sammler geltenden Bedingungen und Pflichten erfüllen, d.h. die sichere Verwahrung (Panzerschrank) nachweisen und ein aktuelles Waffenverzeichnis führen.
- Der Vertreter der Erben muss das kantonale Waffenbüro innerhalb von 30 Tagen über die Erbteilung informieren.
- Nach der Erbteilung kann die zuständige Behörde den Vertreter der Erbengemeinschaft verpflichten, eine neue Ausnahmebewilligung zu beantragen.
Verbotene Waffen (Ausnahmebewilligungen)
Wer Waffen, wesentliche Waffenteile, besonders konstruierte Waffenteile oder Waffenzubehör, die einem Verbot nach WG Art. 5 Abs. 1 unterliegen, durch Erbschaft erhält, muss innerhalb von sechs Monaten eine Ausnahmebewilligung beantragen, es sei denn, er veräussert die betreffenden Waffen innerhalb dieser Frist an eine berechtigte Person.
Die Bedingungen für die Erteilung einer Bewilligung zum Waffenerwerb und einer Ausnahmebewilligung müssen erfüllt sein.
Feuerwaffen mit Vertrag Art. 11 WG
Wer eine Feuerwaffe der Kat. C erbt, die mit einem schriftlichen Vertrag erworben werden kann (z.B. Karabiner, Repetiergewehre (ohne Unterhebel- u. Vorderschaftrepetierer u. Halbautomaten), Jagdwaffen usw.), muss sämtliche notwendigen Daten (Kopie eines Inventars der betreffenden Waffen und des Erbscheins) innerhalb von sechs Monaten direkt an das Waffenbüro senden. Alternativ kann die Waffe innerhalb dieser Frist einer berechtigten Person übertragen werden, wobei eine Kopie des schriftlichen Vertrags innert 30 Tagen an das Waffenbüro weitergeleitet werden muss.