Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/172591

<h2>SubmittedText<h2><p>- Worauf gründet der Bundesrat die Aussage in der "Tagesschau" vom 12. September 2016, wonach die Zahlen an ausgebildetem Pflegepersonal erreicht seien und somit ein wichtiger Punkt der Fachkräfte-Initiative erledigt sei?</p><p>- Wie erklärt er sich die Diskrepanz zwischen dieser Aussage und den Zahlen des Versorgungsberichtes von GDK und OdA Santé, welcher bei der Diplompflege nur einen Erfüllungsgrad von 43,1 Prozent feststellt?</p><p>- Welche Massnahmen trifft der Bundesrat, um den alarmierenden Mangel in der Diplompflege zu reduzieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ausbildungsabschlüsse im Pflegebereich müssen differenziert betrachtet werden. Auf der Sekundarstufe II konnte im Rahmen des Masterplans Bildung Pflegeberufe die Anzahl Abschlüsse im Beruf Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ mehr als verdoppelt werden - von 1500 im Jahr 2007 auf 3900 im Jahr 2015. Der Nachwuchsbedarf wurde 2015 zu über 88 Prozent gedeckt. Damit wurde eine erste Zielsetzung weitgehend erreicht. Das Angebot an Ausbildungsplätzen auf der Sekundarstufe II wird laufend weiter erhöht.</p><p>Auf der Tertiärstufe (höhere Fachschulen und Fachhochschulen) konnte die Zahl der Eintritte in die Pflegestudiengänge in den letzten Jahren ebenfalls erhöht werden, wenn auch noch nicht so stark. Die Entwicklung der Abschlüsse auf der Sekundarstufe II wird sich indes in den kommenden Jahren auch positiv auf die Tertiärstufe auswirken.</p><p>Um noch mehr diplomierte Pflegefachpersonen zu gewinnen und im Arbeitsmarkt zu halten, wird der Bundesrat bis Ende Jahr über weitere Massnahmen entscheiden.</p>