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Kritisches Volkstheater
Das See-Burgtheater macht aktuelles, kritisches Volkstheater und erobert Zuschauer, die sonst das Theater meiden. Im demokratischen Theater sitzt der Apfelbauer neben dem Universitätsprofessor. Was gesagt wird, soll auch verstanden werden. Und so lange sich der Menschen für sein Bild interessiert, kann das Theater lebendig und interessant sein. Seit 1994 leiten Leopold Huber und Astrid Keller das See-Burgtheater, seit 1999 unterstützt von einem Trägerverein.
Die Dreigroschenoper
Ein Stück von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill.
Jonathan Peachum, Inhaber der Firma Bettlers Freund, hat Sorgen. Seine Tochter ist nicht nach Hause gekommen. Sie feiert mit dem Gangster Mackie Messer Hochzeit. Der Polizeichef Tiger Brown erscheint als Gratulant. Peachum und seine Frau wollen Mackie an die Polizei ausliefern. Polly warnt ihren Mann vor der drohenden Verhaftung. Dieser flieht umgehend – jedoch nicht in die Berge, sondern ins Hurenhaus. Jenny, eine der Huren und seine Ex-Geliebte, verrät Mackie. Brown muss ihn verhaften. Im Gefängnis verhilft ihm seine Geliebte Lucy, die Tochter des Polizeichefs Brown, zur Flucht. Mackie wird erneut verhaftet. Doch kurz vor der Hinrichtung erscheint Brown als berittener Bote und verkündet, dass Mackie nicht nur begnadigt, sondern in den Adelsstand erhoben wird. Die Handlung kreist um den Konkurrenz- und Existenzkampf verschiedener «Geschäftsleute». «Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie, was ist das Ausrauben einer Bank gegen die Gründung einer Bank?»
Bertolt Brecht
Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren und starb 1956 in Ost-Berlin. Er ist einer der grössten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater begründet und umgesetzt. Zu seinen bekanntesten Werken nebst der «Dreigroschenoper» zählen: «Leben des Galilei», «Mutter Courage und ihre Kinder», «Der kaukasische Kreidekreis».
Kurt Weill
Kurt Weill benutzte in seiner genialen Musik zur «Dreigroschenoper» Elemente aus Jazz und Tango, Blues und Jahrmarkts-Musik und garnierte sie mit ironischen Seitenhieben auf Oper und Operette. Zwei bekannte Songs daraus: «Und der Haifisch der hat Zähne», «Eifersuchtsduett».