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Probleme mit einem uralten Softwaresystem bei Hewlett-Packard. 2000 Verkäufer ohne Provision.
Eine schöne Geschichte fanden wir heute im 'Wall Street Journal'. Ungefähr 2000 Verkäufer von HP, so die Zeitung in einem gut recherchierten Artikel, warten seit bis zu sieben Monaten auf ihre Verkaufsprovision.
Schuld ist ein "Legacy"-System, also eine alte Software-Einzelanfertigung, namens "Omega". Das gute Omega, mit dem Verkaufsprovisionen ausgerechnet werden, stammt aus der Übernahme von Compaq im Jahre 2002. Doch Compaq hatte das System selbst schon übernommen, nämlich von DEC. Der Highend-Server-Hersteller war 1998 von Compaq geschluckt worden. "Omega" wurde also irgend einmal zwischen 80er Jahren und 1998 entwickelt und kann nun die Daten der immerhin 23'000-köpfigen HP-Verkaufsmannschaft offenbar nicht mehr schlucken.
HP habe eben über die Jahre viele verschiedene Verkaufsmannschaften integriert und "tausende von komplexen internen Systemen geerbt", sagte eine HP-Sprecherin zum 'Journal'. Bereits 2008 lehnte sich HP-Verkaufsleiter Randy Runk etwas weit aus dem Fenster, als er an einem Verkäufermeeting in Texas versprach, Provisionen würden künftig rechtzeitig ausbezahlt. Doch noch am 8. Juni 2009 musste Randy Runk sich bei seinen geplagten Verkäufern für Verspätungen bei der Auszahlung von Provisionen entschuldigen.
"Omega" wird auch bei HP Schweiz eingesetzt. Von Problemen ist uns aber nichts bekannt.
Wie sagt der Volksmund? "Des Schusters Kinder haben die löchrigsten Schuhe." (Christoph Hugenschmidt)