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Wegen Schändung und sexueller Handlungen mit Kindern hat das Zürcher Obergericht am Donnerstag einen 64-jährigen Mann zu einer teilbedingten dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Absitzen muss er davon ein Jahr. Er hatte jahrelang seine Tochter sexuell ausgebeutet.
Kurz vor dem Berufungsprozess hatte der Mann ein umfassendes Geständnis abgelegt. Dies, nachdem er vor dem Bezirksgericht Zürich von einem Teil der Vorwürfe nichts hatte wissen wollen.
Das Geständnis kam ihm nun beim Strafmass zu Gute: Das Bezirksgericht hatte den Schweizer zu einer unbedingten dreieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Mit der Senkung des Strafmasses um ein halbes Jahr wurde eine teilbedingte Verbüssung möglich, die dem nicht vorbestraften Mann zugestanden wurde.
1993 war der verheiratete Mann Vater einer Tochter geworden. Als sie sechs Jahre alt war, begann er mit den sexuellen Übergriffe, die er jahrelang verübte. Tatorte waren das Elternschlafzimmer, das Kinderzimmer, aber auch Waschküche oder Heizungsraum.
Als «Belohnung» schenkte der Vater das Mädchen jeweils zehn, zwanzig Franken, versprach ihm auch Glacé oder Autofahrten. Weil das Kind in der ersten Zeit gar nicht realisierte, was da vor sich ging, wurden die damaligen Taten als Schändung eingestuft.
Ob der Staatsanwalt das Urteil weiterzieht, ist noch unklar. Er hatte eine vierjährige unbedingte Freiheitsstrafe verlangt. Der Verurteilte selbst akzeptiert das Verdikt. Sein Verteidiger hatte für drei Jahre plädiert. (aeg/sda)