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Geschlechteranteile in Kantons- und Regierungsrat
Mit der Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen konnten 1971 erstmals auch weibliche Mitglieder in den Kantonsrat gewählt werden. Der Anteil der Frauen im Kantonsrat steigt seither (fast) kontinuierlich. Ausnahmen bilden die Wahljahre 1991 und 1999, als nach der Wahl weniger Frauen im Rat Einsitz nehmen konnten als zuvor.
Wahlchancen von kandidierenden Frauen
Die Aussicht auf Erfolg bei einer Kandidatur für den Kantonsrat ist bei Frauen derzeit minim kleiner als bei Männern. 2011 stellten Frauen 34.1 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten. Im Kantonsrat sind sie nun mit 33.3 Prozent vertreten.
Die Diskrepanz zwischen dem prozentualen Anteil an kandidierenden und gewählten Frauen ist in den letzten 30 Jahren zurückgegangen. 1979 betrug der Frauenanteil bei den Kandidierenden 20,5 Prozent. Bei den tatsächlich Gewählten schrumpfte der Anteil dann auf 9,4 Prozent – 11,1 Prozent weniger. Diese Differenz hat sich 2011 auf 0.8 Prozent reduziert.
Regierungsrat
Die Bevölkerung im Kanton Zürich musste bis 1983 auf ein weibliches Mitglied in der Exekutive warten: 1983 wurde mit Hedi Lang (SP) die erste Frau in den Zürcher Regierungsrat gewählt. In der Amtsperiode 2003–2007 waren 4 Frauen und 3 Männer im Regierungsrat vertreten: Erstmals bildeten Frauen die Mehrheit. 2007 wurden Frauen gewählt. Bei der Ersatzwahl für Rita Furrer 2010 wurde Ernst Stocker gewählt, so dass der Regierungsrat von 5 Männern und 2 Frauen gebildet wurde. Das Geschlechterverhältnis von 5 Männern und 2 Frauen hat sich mit den Wahlen 2011 nicht verändert.