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Studien zur CO2-Speicherung belegen, dass die am besten erhaltenen Teile des Amazonasgebiets von den indigenen Völkern bewirtschaftet werden1. Die Landtitelprogramme zielen darauf ab, den Landbesitz der indigenen Gemeinschaften juristisch abzusichern, damit sie ihr Territorium vor den Gerichten verteidigen und schützen können. Diese Programme sind ressourcenintensiv und dementsprechend kommt der Unterstützung durch NGOs grosse Bedeutung zu.
Eine Fläche vom Ausmass der Westschweiz bereits juristisch abgesichert
In Peru fällt die Verbriefung des indigenen Landbesitzes seit 2010 in den Kompetenzbereich der regionalen Regierungen. Diese verfügen aber allzu oft nicht über die notwendigen personellen und wirtschaftlichen Ressourcen. Verschiedene Regionalregierungen haben daher CEDIA, eine lokale Partnerorganisation von Nouvelle Planète mit 35-jähriger einschlägiger Erfahrung, mit der Schulung des ministeriellen Personals im Bereich der Verfahren zur Anerkennung des indigenen Landbesitzes betraut. Dies ermöglichte es, die Anerkennung der Landrechte nach einer über zehnjährigen Pause wieder aufzunehmen. Seit 2012 hat CEDIA den Landbesitz von 67 indigenen Gemeinschaften verbrieft. Die entsprechende Landfläche beträgt insgesamt 893 276 Hektaren, ist also beinahe so gross wie die Fläche der Westschweiz. Nouvelle Planète hat die Arbeit von CEDIA in hohem Masse unterstützt.
Ausdehnung des Programms auf abgelegene Gebiete
CEDIA will auf dieser Linie weitermachen und den Landbesitz von 18 weiteren indigenen Gemeinschaften im Departement Loreto, genauer im Unterlaufgebiet des Ucayali verbriefen. Diese isolierte Region, deren Entfernung von Iquitos auf dem Flussweg rund 350 km beträgt, steht unter hohem Druck vonseiten zahlreicher Holzfirmen. Letztere betreiben mit illegalen Methoden einen regelrechten Ressourcen-Raubbau. Zu ihrer Rechtfertigung führen sie oft an, dass die örtlichen Gemeinschaften nicht Landeigentümer seien.
Die indigenen Gemeinschaften sind daher darauf angewiesen, dass ihr Landbesitz juristisch abgesichert wird. Nur so können sie ihr Territorium schützen. Das Verfahren umfasst für jede Gemeinschaft eine sozioökonomische Untersuchung, eine Volkszählung sowie die topographische Erfassung ihres Landes. Zudem muss der Boden anhand von Bodenproben entsprechend seiner Nutzungseignung klassiert werden. Sodann wird anhand der GPS-Daten eine offizielle Karte angefertigt. Schliesslich müssen die verschiedenen Dokumente vom Landwirtschaftsministerium genehmigt werden, bevor es die Grundbriefe ausstellt und den Verantwortlichen der verschiedenen Gemeinschaften übergibt.
Schutz einer Fläche von der Grösse des Kantons Neuenburg
Die Verbriefung des indigenen Landbesitzes setzt die Teilnahme mehrerer Spezialisten im Bereich Georeferenzierung voraus. Die Reisespesen der Arbeitsgruppe sind angesichts der Abgelegenheit der Region hoch. Von Iquitos aus dauert die Bootsreise zehn Stunden. Das Projektbudget beläuft sich auf CHF 128 500.–. Durch die Verbriefung des Landbesitzes dieser 18 Gemeinschaften könnte eine Fläche von 100 000 Hektaren geschützt werden, was mehr als die Fläche des Kantons Neuenburg darstellt. Pro Hektare belaufen sich die Kosten auf CHF 1.28!
Mit einer Spende von CHF 91.- ermöglichen Sie den Schutz einer Fläche im Ausmass von 100 Fussballfeldern.
Damit Ihre Spende diesem Projekt zugutekommt, schreiben Sie einfach „Ucayali“ auf Ihren Einzahlungsschein.
Für Ihre Hilfe danken wir Ihnen jetzt schon ganz herzlich. Es ist wichtig, präventiv zu handeln, bevor es zu spät ist.
■ Jeremy Narby
Übersetzt von Marina Bentele