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Kevin Brumann (Ehrendingen) reitet momentan von einer Erfolgswelle zur nächsten. Der erst 14-jährige Jungspund holte sich bereits in seinem ersten Jahr bei den Junioren 125 den Schweizer Meistertitel, nachdem er letztes Jahr noch den Titel in der Mini 85 Kategorie für sich entscheiden konnte. Seine Saison in Zahlen ausgedrückt: Zehn von elf möglichen Tagessiegen und 21 von 22 möglichen Laufsiegen. Nur im ersten Saisonrennen in Payerne musste der Aargauer einmal einen 4. Rang hinnehmen, ansonsten war er schlicht unantastbar.
Auch am Wochenende in Cournillens fand die Konkurrenz im letzten Rennen der Schweizer Meisterschaft kein Mittel gegen den Yamaha-Piloten, auch wenn er dieses Mal mehr kämpfen musste als auch schon. Im ersten Lauf feierte Brumann noch einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, im 2. Lauf aber musste er das Feld nach einem Sturz in der ersten Runde von hinten aufrollen. Obwohl er die Meisterschaft schon längst in der Tasche hatte, gab er nicht klein bei, pflügte durchs Feld und eroberte sich in der letzten Runde die Führungsposition von Billy Roux (Chevroux) zurück.
Dieses Rennen bezeugte ein weiteres Mal, dass er nicht nur über grosses Talent verfügt, sondern auch die richtige Einstellung besitzt, später Mal ein erfolgreicher Spitzensportler werden zu können. Sein Weg wird ihn nächstes Jahr in die Europameisterschaft führen.
Kampf bis zur Zielflagge
Ganz anders präsentierte sich die Ausgangslage im Women Cup. Bei den Damen war vor dem letzten Rennen in Cournillens die Entscheidung um den Meistertitel noch nicht gefallen. Geschuldet war diese Situation der verkorksten Saison von Überfliegerin Virginie Germond (Bernex). Die Genferin ist Vollprofi, fährt in der Weltmeisterschaft und hat in der Schweiz normalerweise keine Gegnerinnen. Im Frühjahr verletzte sich Germond allerdings bei einem schweren Sturz. Danach konnte sie nicht ganz an ihre Form anknüpfen, gewann zwar trotzdem weiterhin Rennen, doch die Aura der Unbesiegbaren schien verflogen.
Als erste Herausforderin kristallisierte sich schnell einmal Sandra Keller (Schlatt) heraus. Die Zürcherin trat in Cournillens mit zwei Punkten Vorsprung auf Germond an, die sich zudem mit einer Verletzung am Daumen herumplagte. Trotzdem preschte Germond im ersten Lauf gleich an die Spitze, Keller nahm sogleich die zweite Position ein. Während der gesamten Renndauer folgte Keller ihrer Konkurrentin wie ein Schatten, doch das entscheidende Überholmanöver wollte ihr nicht gelingen. Germond gewann den ersten Lauf knapp und ging somit mit einem einzigen Punkt Vorsprung auf Keller in den zweiten Lauf.
Brisant: Wer im letzten Rennlauf der Saison die Nase vorne haben würde, würde die Meisterschaft gewinnen. Wiederum fuhr die Genferin bei Start davon, wieder heftete sich Keller ans Hinterrad von Germond. Doch auch diesmal konnte Keller keinen Angriff auf die Leaderin erfolgreich abschliessen. So konnte Virginie Germond ihren Titel verteidigen.mw