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Dass sich nach dem unverhofften Welterfolg des «Lolita»-Romans 1958/59 die Filmindustrie für den Stoff interessieren würde, war unvermeidlich. Dass sich schon 1958 kein Geringerer als der Regisseur Stanley Kubrick die Filmrechte gesichert hatte, war ein Glücksfall. Dass Kubrick Nabokov aufforderte, das Drehbuch selbst zu schreiben, war ein Akt des Respekts für Autor und Werk. Kubrick nannte es das beste Drehbuch, das je in Hollywood entstanden sei und verwendete dann doch nur dessen dramaturgische Grundlinie und ein paar seiner Szenen.
Seinerseits sah Nabokov Kubricks Film mit höchst gemischten Gefühlen, obwohl er sich stets höflich über ihn äusserte, und tröstete sich damit, dass das Drehbuch als solches ja erhalten und intakt geblieben sei. Erst 1973 jedoch konnte es in Amerika als Buch erscheinen, ein Jahr nachdem es Nabokov endlich gelungen war, sich den Text zur Veröffentlichung freigeben zu lassen. Dieser Band der Werkausgabe präsentiert jenes publizierte Drehbuch erstmals in deutscher Sprache und darüber hinaus, rekonstruiert aus dem Typoskript, zum ersten Mal überhaupt alle jene Passagen, die Nabokov seinerzeit unter dem Druck Kubricks widerstrebend gestrichen hatte.
Portrait
Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919-1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922-1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen, meist unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937-1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und in Paris, seit 1940 in den USA. 1961-1977 wohnt Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er stirbt am 2. Juli 1977.
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Zweifelsohne hat LOLITA einen Nerv getroffen, seinerzeit und auch jetzt noch beschreibt er literarisch ein Thema, über das man eigentlich nicht nachdenken möchte. Dass Nabokov schreiben kann ist definitiv ein großes Plus der Geschichte. Viel mehr gibt es meines Erachtens nicht zu sagen.
Lolita
von einer Kundin/einem Kunden am 30.10.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)
Der Hammer. Der Stil des Erzählers lässt sich meines Erachtens gut lesen, ist bissig und ironisch. Humbert Humbert hält große Stücke auf sich. Man kann sich nie sicher sein, ob das, was er erzählt, auch wirklich so passiert ist. Ständig habe ich zwischen den Zeilen versucht, die wirkliche Lolita zu finden und nicht nur das Bild ...
Der Hammer. Der Stil des Erzählers lässt sich meines Erachtens gut lesen, ist bissig und ironisch. Humbert Humbert hält große Stücke auf sich. Man kann sich nie sicher sein, ob das, was er erzählt, auch wirklich so passiert ist. Ständig habe ich zwischen den Zeilen versucht, die wirkliche Lolita zu finden und nicht nur das Bild von ihr, das Humbert Humbert zeichnet.
Der Roman enthält unglaublich viele Referenzen auf andere literarische Werke und auf die damalige Popkultur sowie französische Sätze. Deshalb für mich manchmal schwer zu verstehen, aber glücklicherweise annotiert und übersetzt.
Ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)
Ein MUSS in jeder Bibliothek, sprachlich, inhaltlich und emotional. Das beste Buch in meinem Tolino!