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Mit dieser Wette wäre man reich geworden. Wer vor 2 Wochen auf einen Miami-Final zwischen Jannik Sinner (ATP 31) gegen Hubert Hurkacz (ATP 37) getippt hätte, dürfte sich nun auf eine nette Summe auf dem Wett-Konto freuen.
Nicht, dass die beiden Finalisten Nobodys auf der Tour wären. Beileibe nicht. Aber mit Novak Djokovic und Rafael Nadal als grosse Abwesende standen andere Namen auf der Liste der Turnierfavoriten – und damit als Nachfolger von 2019er-Champion Roger Federer – zuoberst. Die Russen Daniil Medwedew und Andrej Rublew etwa oder Stefanos Tsitsipas. Doch dieses Trio scheiterte im Viertel- (Medwedew, Tsitsipas) respektive im Halbfinal (Rublew).
Für beide Neuland
So greifen am frühen Sonntagabend (Schweizer Zeit) sowohl Sinner als auch Hurkacz nach dem grössten Titel ihrer Karriere. Für beide Spieler wäre es der 3. Turniersieg auf der Tour.
Sinner hat 2020 in Sofia und 2021 in Melbourne zwei ATP-250-Turniere gewonnen. Daneben triumphierte der 19-jährige Südtiroler 2019 an den «Next Gen Finals» der besten Nachwuchsspieler. Hurkacz kann ebenfalls auf zwei Siege bei 250er-Events zurückblicken (Winston-Salem 2019 und Delray Beach 2021).
Hurkacz: Florida als gutes Pflaster
Die Sonne Floridas scheint Hurkacz gut zu bekommen. Zusammen mit dem Turnier in Delray Beach im Januar hat der 24-Jährige am Südostzipfel der USA bereits 10 Matches in Folge gewonnen. «Es bedeutet mir viel, hier im Final zu stehen», sagte Hurkacz nach seinem 6:3, 6:4 gegen Rublew im Halbfinal. «Nach meinem Sieg in Delray Beach hatte ich einige schwierige Matches.» Unter anderem verlor Hurkacz bei den Australian Open in der 1. Runde in 5 Sätzen gegen den Schweden Mikael Ymer.
Sinner: Auf den Spuren von Djokovic
Seinen Finalgegner kennt Hurkacz gut, hat er doch gemeinsam mit Sinner schon Doppel gespielt. «Das wird ein lustiger Match», freut sich der Pole.
Sinner könnte der erste Teenager seit Djokovic 2007 werden, der das Turnier in Miami gewinnt. «Es ist schön, hier im Final zu stehen. Aber es ist keine Garantie, dass man auch künftig erfolgreich ist. Es ist ein langer Weg. Ich weiss das, und mein Team weiss das», so Sinner.