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Kinshasa - Bei der Explosion eines Tanklastwagens im Osten von Kongo-Kinshasa sind nach offiziellen Angaben mindestens 220 Menschen getötet und 110 weitere verletzt worden. Der Lastwagen sei umgestürzt und habe Feuer gefangen, sagte der Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Marcellin Cisambo, am Samstag.
Daraufhin sei ein Feuerball durch den Ort Sange gezogen. Die meisten der Opfer seien in einem Kino gewesen oder hätten in ihren Häusern gerade das WM-Fussballspiel Uruguay gegen Ghana angeschaut. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend auf der Strasse zwischen der Provinzhauptstadt Bukavu und Uvira, einer Stadt nahe der Grenze zu Burundi.
Der Unfall habe sich offenbar wegen überhöhter Geschwindigkeit ereignet, sagte ein Polizeibeamter. Nach der Explosion fingen demnach dutzende mit Stroh bedeckte Lehmhäuser Feuer. In Sange herrsche "völlige Trauer", sagte der Beamte. Viele Kinder hätten sich nach dem Unfall um den Lastwagen versammelt, bevor dieser in die Luft gegangen sei.
Der Tanklastzug soll zu dem Zeitpunkt rund 50'000 Liter Benzin geladen haben. Die Strassen des Landes in Zentralafrika sind nach Jahren des Krieges in notorisch schlechtem Zustand.
Bei der Explosion starben nach jüngsten Angaben des kongolesischen Roten Kreuzes mindestens 221 Menschen, darunter 61 Kinder und 36 Frauen. 214 weitere Menschen erlitten Brandverletzungen. Die UNO-Mission im Kongo rechnete damit, dass die Opferzahl weiter
Die Vereinten Nationen begannen den Angaben zufolge damit, Verletzte in Spitäler zu fliegen.
SDA-ATS