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Verbreitungsgebiet: Australien nördliches West-Australien, nördliches Nord-Territorium, nördliches und östliches Queensland sowie ganz im Norden von Neu-Süd-Wales
Lebensraum: Offene Eukalyptuswälder, Savannen und Trockensteppen, dicht bewachsene Pandanus-Bestände im Küstenbereich. Hält sich stets in der Nähe von Wasser auf und badet sehr gern
Nahrung: Grassamen, Pflanzenteile, Insekten (vor allem zur Jungenaufzucht, hauptsächlich Termiten)
Größe: 17 cm
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Prachtfinken
Gattung: Grasfinken
Art: Spitzschwanzamadine Poephila acuticauda Gould
Unterart: Rotschnäblige Spitzschwanzamadine (Poephila acuticauda hecki)
Das Gefieder der Rotschnäblichen Spitzschwanzamadine ist rosenholzbraun gefärbt. Der ovale Kehllatz, das Flankenband und der Schwanz, dessen beiden
mittleren Federn als haardünne Spiesse enden, sind schwarz. Bei den Weibchen sind Kehllatz und Flankenband meistens weniger ausgedehnt, der Schnabel ist etwas heller rot.
Da ausschliesslich Männchen singen, ist es das sicherste Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter. Junge Männchen üben bereits ab 38. Tag.
Spitzschwanzamadinen sind sehr gesellig. In kleinen oder grösseren Gruppen fliegen sie gemeinsam zum Baden, Trinken und auf die Futtersuche und kommen auf bestimmten Bäumen oder Sträuchern zur Gefiederpflege einschliesslich gegenseitigem Kraulen zusammen. Geschlafen wird in einfachen Nestern. „Verlobte“ Paare und solche die schon gebrütet haben, halten auch ausserhalb der Brutzeit zusammen und sind fast immer beieinander zu sehen. Nicht nur bei der Balz, sondern auch sonst wird die Begrüssung von viel „Geschwafel“ und emsigem Kopfnichten begleitet.
Brutbiologie:
Die Brutnester werden dickwandig und meist mit Einschlupfröhre gebaut. Sie werden in unterschiedlicher Höhe im Gezweige der Bäume, im Gebüsch oder auch im Grasdickicht errichtet. Tags wechseln sich die Partner beim Brüten ab, nachts sitzen sie meistens gemeinsam im Nest, wobei das Weibchen das Gelege von 4 - 6 Eiern bedeckt. Nach rund zwei Wochen schlüpfen die Jungen, nach weiteren drei Wochen verlassen sie das Nest, schlafen aber noch lange zusammen mit den Eltern darin.
Spezielles:
Spitzschwanzamadinen haben das schnelle Saugtrinken von allen australischen Prachtfinken am perfektesten entwickelt. Dies befähigt sie dazu mehr Wasser in kürzerer Zeit aufnehmen zu können, wodurch sie der Gefahr durch Angriffe von Falken und anderen Feinden schneller entgehen.
Literatur / Quelle:
Das Prachtfinken-Buch, Horst Bielfeld, Verlag Ulmer