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Automatische Sendegarnitur SU-ZG-SL 200a

überarbeitet am 22.10.2016

Von der Firma Moser - Baer in Sumiswald, gleichenorts existiert heute noch das Feinmechanik / Elektronikunternehmen Mobatec und der (Zentral-)Uhrenhersteller Mobatime (von dem unter anderem die Schweizer Bahnhofsuhren mit dem springenden Sekundenzeiger stammen), wurde in den vierziger Jahren ein Schnelltelegraphiesystem entwickelt, das in der Schweizer Armee zu Ausbildungszwecken und möglicherweise auch im Schnelltelegraphie - Funkbetrieb eingesetzt wurde.
Die Sendegarnitur SU-ZG-SL 200a, auf den Kisten steht zum Teil die Abkürzung AMS,
zum Teil "Automat. Morseausrüstung Moser",
stammt von der Uhrenfabrik Moser-Baer, Sumiswald. Die Geräte tragen auf
"a" endende Bezeichnungen.
Mit dem Streifenlocher SL 200a, der in einer separaten Kiste B (mit Zubehör 48,5 kg)
untergebracht ist und vom Stromversorgungsgerät mit 110 V Wechselspannung
versorgt wird, wird zunächst ein Lochstreifen mit dem zu sendenden Text erstellt.
Im Zeichengeber wird der Lochstreifen so eingelegt, dass das zweite Loch
eines Morse-"Strichs" nach vorn zu liegen kommt, in der Unterlagen wird empfohlen,
den Start des Streifens bei der Erstellung mit einem Pfeil zu markieren.
Der Zeichengeber und das Stromlieferungsgerät SU 200a, welches die notwendige
Betriebsspannung von 110 Volt bereitstellt, sind in einer zweiten grossformatigen Kiste, als A bezeichnet,
untergebracht, welche ebenfalls 43,5 kg auf die Waage bringt.
Ich wäre an weiterführenden Unterlagen und Informationen, wo dieses Gerät eingesetzt worden war, interessiert. Meines Wissens wurde damit nie Schnelltelegraphie auf drahtlosem Weg betrieben, in der Beschreibung steht allerdings, dass Ersatz- Papierrollen in der Streifenlocherkiste "nur beim Einsatz auf Funkstationen" vorhanden waren.
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© Martin Bösch 20.6.2016