Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/981

Die Auswirkungen des Klimawandels sind für diejenigen mit am stärksten spürbar, die am wenigsten dazu beigetragen haben: Kleinbauern und -bäuerinnen im Globalen Süden.
Die veränderten Wettermuster bedrohen ihre Existenzgrundlagen. Fair Trade unterstützt sie darin, sich an die Auswirkungen von Klimaveränderungen anzupassen, Treibhausgase zu reduzieren und ihre kleinbäuerliche und saisonal ausgerichtete Anbauweise ressourcenschonend weiterzuentwickeln.
Der Klimawandel verursacht enorme Veränderungen im Wettermuster. Kleinbauern und -bäuerinnen im Globalen Süden leiden unter diesen Auswirkungen: Die veränderten Wettermuster führen zu Dürren, Überschwemmungen, veränderten oder ausfallenden Reife- und Erntemuster, neuen Schädlingen, Unkraut und Krankheiten. Dies betrifft nicht nur die Kleinbauern und -bäuerinnen, sondern oft die nationale Wirtschaft, da diese in vielen Ländern des globalen Südens auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft basiert.
Die Priorität muss weg von der grossflächigen, industriellen Landwirtschaft und in erster Linie hin zu einer Handelsgerechtigkeit für Kleinbauern und -bäuerinnen verlagert werden, die es ihnen ermöglicht die Klimakrise zu überstehen. Dies wird zunehmend auch in der unabhängigen Forschung belegt, zuletzt in dem jüngsten UN-Bericht der IFAD (International Fund for Agricultural Development im November 2020).
Fair Trade hilft Resilienz aufzubauen
Zwölf Millionen Hektar produktives Land werden jedes Jahr allein durch Wüstenbildung und Dürre unfruchtbar – davon sind mehr als eine Milliarde Menschen betroffen. Um die Anfälligkeit gegenüber dem Klimawandel zu vermindern, muss die Anpassungsfähigkeit der Kleinbauern und -bäuerinnen erhöht werden. Fair Trade unterstützt sie bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen und fördert ihre Resilienz. Mit gemeinsamen Trainings wird versucht die Landwirtschaft anpassungsfähiger zu machen und Ernährungs- und Einkommenssicherheit zu stärken.
Die Senkung der Treibhausgasemissionen
Die aktuellen Entwicklungen und Prognosen der klimatischen Veränderungen verdeutlichen, dass die Treibhausgasemissionen dringend gesenkt werden müssen. Fair-Trade-Produkte zeichnen sich neben der Einhaltung von Sozialstandards durch die Beachtung diverser Umweltkriterien aus, unter anderem die Senkung der Treibhausgasemissionen. Durch den weitestgehenden Verzicht auf Flugtransport ergibt sich mitunter das grösste Reduktionspotenzial entlang der Lieferkette in den Bereichen Anbau und Produktion. Dies wurde von Fair-Trade-Organisationen erkannt und gemeinsam mit den Bauern und Bäuerinnen werden bereits Lösungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen umgesetzt.
Unser Konsum – unser Klima
Fair-Trade-Produkte werden mit ein paar wenigen Ausnahmen per Schiff transportiert; Schätzungen gehen davon aus, dass 98 Prozent der Fair-Trade-Mengen als Seefracht befördert werden. Da in der Ökobilanz der Anbau und die Verarbeitung für den grössten Anteil der Treibhausgasemissionen eines Produktes verantwortlich sind und nicht der Transport, stellen saisonale Produkte aus dem Fairen Handel auch aus ökologischer Sicht sinnvolle Alternativen im Warenkorb dar und helfen den Menschen im Globalen Süden eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln.
Quelle: Suisse Fair Trade