Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/2869

Unter dem Eindruck des überwältigenden Erfolgs der Harnröhrenbänder für die Behandlung der Belastungsinkontinenz bei Frauen wurden in den letzten Jahren auch Harnröhrenbänder und Schlingen für Männer mit Belastungsinkontinenz entwickelt und in ersten Studien erprobt. Insbesondere Männer mit ungewolltem Harnverlust nach einer Prostataoperation scheinen von dieser Methode zu profitieren. Hintergrund ist die Beobachtung, dass sich die Harnröhre nach einer Prostataentfernung aus der Verankerung im Beckenboden lösen und absinken kann, und so der Verschlussmechanismus nicht mehr optimal funktioniert.
Das Prinzip der Harnröhrenbänder besteht nun darin, ein Kunstoffband unter der Harnröhre zu platzieren und ihr so ein einer Hängematte ähnliches Widerlager zu schaffen. Diese Hängematte verhindert ein Absinken der Harnröhre beim Husten oder bei körperlicher Aktivität und sorgt so für einen verbesserten Verschluss. Die ersten Studien zeigen ermutigende Resultate, etwas zwei Drittel der Operierten können mit einem Erfolg der Operation rechnen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist eine ausführliche Abklärung der Ursachen und des Ausmasses der Inkontinenz.