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Die Unabhängigkeits-Befürworter mussten zuletzt einen Dämpfer hinnehmen: Das oberste britische Gericht entschied im November, dass Schottland nicht ohne Zustimmung aus London eine Volksabstimmung abhalten darf - was die Pläne für ein Unabhängigkeitsreferendum im kommenden Jahr zunächst auf Eis legt. Sturgeon hatte zuvor für diesen Fall angekündigt, stattdessen die nächste britische Parlamentswahl als De-facto-Referendum zu betrachten.
Nach dem Gerichtsurteil stieg einer Umfrage zufolge die Zustimmung der Schottinnen und Schotten für eine Loslösung vom Vereinigten Königreich: In einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Panelbase im Auftrag der "Sunday Times" gab knapp die Hälfte der befragten Schotten (49 Prozent) an, für die Unabhängigkeit ihres Landes zu sein - drei Prozentpunkte mehr als noch vor einigen Monaten. 45 Prozent würden demnach mit Nein stimmen, der Rest war unentschieden.
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will ihr Land aus dem Vereinigten Königreich und zurück in die Europäische Union führen. Ihre Argumentation: Der Brexit habe die Situation so verändert, dass ein neues Referendum stattfinden müsse. 2014 hatte eine Mehrheit der Schotten sich gegen die Unabhängigkeit entschieden./swe/DP/he
(AWP)