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Ausgangspunkt des architektonischen Konzepts war die landschaftlich einmalig schöne Situation der Halbinsel Buonas am Zugersee. Ein kräftig moduliertes Terrain, Waldstücke, Wiesenland, einzelne Bäume und zwei Landstrassen prägen den für den Neubau vorgesehenen Ort, den landschaftlichen Umraum des Schlosses zuvorderst auf der Landzunge. Der Entwurf interpretiert die ländliche Charakteristik des Ortes und akzentuiert sie.
Die Lage der Baukörper im Gelände setzt die Volumina zueinander in Beziehung und vereinzelt sie gleichwohl - in ihrer Verteilung und Form erinnern sie an mächtige Steine in der Landschaft. Das grösste Volumen, das eigentliche Kurszentrum, ist an den südlichen Rand der Mulde gerückt und überschaut mit einem Teil seiner Nutzungen den Hangrücken in Richtung See. Die beiden kleineren Baukörper, die Unterkunftsgebäude, liegen an den nördlichen und westlichen Rändern des Grundstücks. Kleinere oberirdische Kuben bilden die Garagenabfahrt und deren vereinzelte Belichtungs- und Belüftungselemente. Die Garage selbst ist wie ein mächtiger Findling in das Terrain eingelassen.
Die Form der Baukörper - zu unregelmässigen Vielecken verzogene Rechtecke - erlaubt eine Anpassung der Volumina an das komplex geformte Terrain. Im Gebäudeinnern entstehen aufgrund der feinen Abweichungen vom rechten Winkel spannungsreiche Zwischenräume, Hallen, Aufenthaltszonen und Foyers. Die der Dachentwässerung wegen geneigten und gefalteten Dachflächen formen die Kuben auch in der dritten Dimension zu ungleichmässigen Polyedern.
Die Materialität der neuen Baukörper ist folglich 'steinern'. Wie die Aussenwände bestehen auch die Dachflächen aus zweischaligem Beton. Mit unterschiedlichen Sand- und Kiesarten 'gefärbte' Betonschichten werden als ‘sedimenthafte’ Schichten in verschiedenen Stärken gegossen und lassen auf diese Weise den Prozess des Betonierens anschaulich werden. Mal unregelmässig, mal regelmässig angeordnete, mehrheitlich liegende Fenster unterstreichen das Konzept der horizontalen Schichtung der Baukörper. Ein äusseres, leicht farbig getöntes Glas als Schiebefenster ergibt wie bei einer Sonnenbrille einen ersten Sonnenschutz. Ein inneres Schiebefenster besorgt die Wärmedämmung und die Winddichtung.
Die Zufahrtswege zum Kurszentrum und die Gehwege zwischen den Häusern besitzen weiterhin die Merkmale von ländlichen Strassen oder Gartenwegen: Es sind gesplittete Asphaltstrassen und Kieswege. Die Umgebung, die Waldstücke, das Wiesenland und die vereinzelten Bäume bleiben unverändert. Dort, wo die Parkgarage in den Grund der Mulde eingelassen wird, soll eine leichte Aufschüttung und Nivellierung der Sohle erfolgen - eine Art neues, diesmal künstliches, kleines Feuchtgebiet. Birken werden als flachwurzelnde Bäume über den von Erde überdeckten Tiefbauten zu einem lichten Hain heranwachsen.