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Deswegen seien Schweizerinnen und Schweizer bei neuen Kontakten eher zurückhaltend, so Samochowiec in einem am Montag veröffentlichten Interview mit «Blick». Sie fürchteten, auch bei nur beiläufigen Kontakten das Gegenüber «an der Backe» zu haben. Das führe dazu, dass die Schweiz zu den Ländern gehöre, in denen es besonders schwierig sei, Freunde zu finden. «Denn sollte es zur Freundschaft kommen, möchten sie verlässliche Freunde sein. Das verpflichtet.»
Entgegen der Annahme, dass Einsamkeit vor allem ältere Menschen betreffe, seien eher jüngere davon betroffen, sagte Samochowiec. «Obwohl sie mehr Freunde haben und diese häufiger sehen als die älteren Leute.»
Das GDI veröffentlichte am Montag die im Auftrag des Migros-Kulturprozents durchgeführte Studie «In guter Gesellschaft». Freundschaft ist demnach sowohl für den Einzelmenschen als auch für die Gesellschaft von grosser Bedeutung, sie macht zufriedener und gesünder. Viele Freunde zu haben, heisst aber nicht unbedingt, weniger einsam zu sein.