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Seit der Einführung der Bilateralen sei die Schweizer Wirtschaft auch pro Kopf schneller gewachsen als in den vorangehenden Jahren, heisst es in einer am Dienstag publizierten Studie des Verbands. Der Blick auf die "Erfolgsgeschichte" der Bilateralen sei allerdings durch die Finanzkrise und die Frankenstärke verdeckt worden.
Ohne den Wachstumseffekt der bilateralen Verträge würde sich das Schweizer BIP pro Kopf gemäss den Studienautoren "selbst nach einer konservativen Schätzung" auf einem um 5,7% tieferen Niveau bewegen. "Damit hätte der durchschnittliche Einwohner der Schweiz jedes Jahr rund 4'400 CHF weniger zur Verfügung." Das durch die bilateralen Verträge ausgelöste Mehrwachstum habe auch entscheidend dazu beigetragen, dass das Pro-Kopf-Wachstum der Schweiz der schwachen Entwicklung im aussenwirtschaftlichen Umfeld seit 2008 - insbesondere im Euroraum - ziemlich erfolgreich habe trotzen können.
Die bilateralen Verträge mit der EU stehen im Umfeld der Debatte um die Personenfreizügigkeit mit der EU immer wieder in der Kritik. Skeptiker - zuletzt etwa im Februar eine Studie der SVP-nahen Weltwoche - argumentieren immer wieder dahingehend, dass der Nutzen der Bilateralen gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf nur gering sei.
(AWP)