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Alfredo Rota gewann das Degen-Weltcupturnier in Bern gegen Landsmann und Weltmeister Paolo Milanoli. Der WM-Zweite Basil Hoffmann war als Neunter bester Schweizer.
Alfredo Rota, der Weltranglisten-Vierte entschied das italienische Linkshänder-Finalduell gegen den Vorjahressieger und Weltmeister Paolo Milanoli mit 15:11 zu seinen Gunsten.
Basil Hoffmann erreichte zum vierten Mal in dieser Saison die letzten 16 an einem Degen-Weltcupturnier. Am 38. GP Bern realisierte der Bieler als Neunter sein bislang bestes Abschneiden an diesem Anlass.
Ebenfalls in den Achtelfinals scheiterte Schweizer Meister Benjamin Steffen, der gegen den erfahrenen schwedischen Weltklassefechter Peter Vanky (Bern-Sieger 2000) mit 12:15 den Kürzeren zog.
Insgesamt standen sechs Schweizer am Finaltag im Einsatz. Neben dem gesetzten Hoffmann und Benjamin Steffen hatten noch der Olympia-Vierte Marcel Fischer sowie Michael Kauter und die ehemaligen Olympia-Teilnehmer Daniel Lang und Nic Bürgin die Runde der letzten 64 erreicht.
Hoffmann war bereits im Vorjahr am Deutschen Jens Pfeiffer gescheitert. Damals war das Verdikt mit 9:15 diskussionslos. Diesmal lag Hoffmann mit 13:11 in Führung, verlor am Ende aber mit 14:15. "Es war ein taktisches Versagen", meinte der 26-jährige Real- und Sekundarlehrer, "im Finish hätte ich nicht so offensiv die Entscheidung suchen müssen."
EM nur Zwischenstation
Hoffmann wird vor dem ersten diesjährigen Saisonhöhepunkt, den Europa-Meisterschaften von Ende Juni in Moskau, noch die Schweizer Meisterschaften in Bern, die Weltcupturniere in Legnano (It/Einzel und Teamweltcupturnier) sowie Stockholm bestreiten. Die CISM- Titelkämpfe von Mitte Juni werden für ihn dann zumindest zur EM- Einzel-Generalprobe.
Ob die Schweiz im Männer-Teamwettbewerb von Moskau überhaupt antreten wird, ist noch ungewiss. "Die meisten anderen Länder beschicken die EM in diesem Jahr nur mit B-Teams", weiss Fecht- Nationalcoach Rolf Kalich, der in Bern wegen seines 30. Hochzeitstages fehlte.
Auch die Schweiz würde in Russlands Hauptstadt nicht in Bestbesetzung antreten können, denn der Olympia-Vierte Marcel Fischer und Benjamin Steffen werden aus Studiengründen fehlen. "Die Prioritäten richten sich klar nach den Weltmeisterschaften vom August in Lissabon", sagt Kalich.
Schliesslich hat die Schweiz ihren letztjährigen Ruhm von Nîmes zu verteidigen, als man mit drei Degen-WM-Medaillen die erfolgreichste Degen-Nation der Welt war. Und gleichzeitig für die erfolgreichsten Schweizer Fecht-WM aller Zeiten sorgte.
Der GP Bern wird nächstes Jahr erst Anfang Juni ausgetragen, um eine Terminkollision mit dem Weltcup-Turnier von Tunis zu vermeiden. Deshalb fehlten in diesem Jahr in Bern auch die besten französischen Degenspezialisten. Daneben waren von den Top-Nationen im Männerdegen noch die besten Degenspezialisten aus Russland, Estland und Kuba abwesend.
swissinfo und Richard Stoffel (Si)