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Nachdem ich in der ersten Saisonhälfte mehrere Rennen aus gesundheitlichen Gründen auslassen musste, freute ich mich, im Februar und März wieder mehr Wettkämpfe zu laufen. Die energieraubende Rückreise von den Junioren-Weltmeisterschaften in den USA zurück in die Schweiz forderte zwar einige Tage Erholung, doch schon bald konnte ich den Trainingsalltag wieder aufnehmen.
Ich fühlte mich gut und entschied, bereits am übernächsten Wochenende beim Continental Cup in Arber (GER) wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Dort standen 3 Wettkämpfe auf dem Programm: Der Auftakt am Freitag bildete ein Klassisch-Sprint: Dieser ging bei mir ziemlich in die Hosen (-> Rangliste Sprint). Am Tag darauf erwischte ich dafür beim 10 km Skating Rennen ein umso besseres Rennen. Ich erreichte den tollen 10. Rang mit nur 30 Sekunden Rückstand auf den Sieger 🙂 -> Rangliste 10 km Skating
Das Klassisch Rennen über 15 km am Sonntag wurde als Verfolgung vom Samstag-Wettkampf durchgeführt. Trotz meiner guten Ausgangslage gelang mir leider kein gutes Rennen. Ich versuchte zwar, Rang um Rang zu verteidigen, doch im Verlauf des Rennens musste ich viele Athleten vorbeiziehen lassen. -> Rangliste 15 km Klassisch
Offenbar war ich doch nicht so frisch und erholt wie ich mir erhofft hatte. Weil sich dieses Gefühl auch im Verlauf der darauffolgenden Woche nicht wesentlich verbesserte, verzichtete ich auf eine Teilnahme am Swiss Cup in Campra. Es ist natürlich immer schade, Wettkämpfe auszulassen, doch in meinem Fall ermöglichte mir das Forfait für Campra, mich komplett zu erholen und eine Art Neuaufbau zu machen. Die zwei Wochen bis zum Engadin Skimarathon konnte ich optimal nutzen und ich war richtig heiss auf die verbleibenden Wettkämpfe im März.
Der Engadin Skimarathon ist für mich immer ein sehr spezielles Rennen. In diesem Jahr wollte ich beim Marathon mein Bestes geben und gleichzeitig den Wettkampf geniessen. Bis St. Moritz konnte ich an der etwa 30-köpfigen Spitzengruppe dranbleiben https://puttygen.in , doch im Stazerwald gingen erste Lücken im Feld auf und so fand ich mich in Pontresina in der ersten Verfolgergruppe wieder. Schlussendlich wurde ich glücklicher 56. (-> Rangliste) und mein Ziel, das Rennen zu geniessen, hatte ich voll erreicht.
Ich konnte mich wirklich sehr gut von den Marathon-Strapazen erholen und reiste bereits am nächsten Donnerstag nach Seefeld. Beim Continental Cup Final im österreichischen Wintersportort nahe Innsbruck stand eine Minitour an. Voller Vorfreude und mit viel Überzeugung startete ich am Freitag beim Prolog Skating über 3.3 km. Ich hatte zwar noch nie zuvor einen Wettkampf über diese spezielle Distanz (weder Sprint noch Distanz) bestritten, doch ich konnte mir das Rennen gut einteilen und war auf Top 10 Kurs. Doch dann passierte das Missgeschick: Mit Beinen voller Laktat rutschte ich in einer schnellen Abfahrt kurz vor dem Ziel auf einer Eisfläche aus und stürzte. Zwar blieben das Material und ich unversehrt, doch natürlich war das gesamte Tempo weg und so verlor ich viele Plätze (-> Rangliste Prolog).
Das war zwar sehr schade im Hinblick auf die Mini-Tour, wo jede Sekunde aller drei Rennen zählt, doch gleichzeitig freute ich mich über meine gute Form. Vor lauter Übermut, die am Vortag verlorenen Sekunden aufzuholen, startete ich am Samstag wohl etwas zu schnell in den 10 km Klassisch Wettkampf, weshalb ich mich auf der zweiten Streckenhälfte nicht mehr entscheidend steigern konnte. -> Rangliste 10 km Klassisch
Beim abschliessenden 15 km Skating Verfolgungs-Rennen als Abschluss der Mini-Tour gab es für mich nur mehr ein Ziel: Vollgas! Ich wollte so viele Ränge wie möglich gut machen und startete dementsprechend zügig. Die Verhältnisse waren wirklich alles andere als optimal, denn über Nacht hatten starke Regenfälle mehrere grosse Wasserlachen auf der Loipe hinterlassen. Doch die Rennstrecke ist ja bekanntlich für alle dieselbe und so konnte ich einen Athleten nach dem andern überholen. Nach einem grossen Fight und der drittschnellsten Tageszeit erreichte ich den 10. Gesamtrang, womit ich sehr zufrieden bin 🙂 -> Rangliste 15 km Skating
Voller Motivation startete ich auch am nächsten Wochenende an den Schweizermeisterschaften in Tschierv. Für einmal gelang mir ein guter Sprint-Prolog in der klassischen Technik und in den Heats ist immer viel möglich. Im Final lief ich auf den fünften Platz, womit ich zufrieden war. -> Rangliste Sprint
Persönlich bedeutete dieser Sprint für mich in erster Linie eine super Vorbelastung für den Wettkampf vom Samstag: Das 30 km Klassisch Massenstart Rennen gilt quasi als die Königsdisziplin auf unserer Altersstufe und ich freute mich riesig auf mein erstes Rennen dieser Länge (neben dem Skimarathon). Bei frühlingshaften Temperaturen hatten wir 12 Runden à 2.5 km zu absolvieren und schon kurz nach dem Start zog sich das Feld in die Länge. Runde für Runde musste ein Athlet abreissen lassen und schliesslich waren nur noch Livio Matossi und ich an der Spitze. Während einigen Kilometern wechselten wir uns gut ab, doch dann versuchte ich das Tempo zu verschärfen und konnte tatsächlich eine Lücke reissen. Dieser erfolgreiche Ausreissversuch gab mir nochmals viel Energie für die letzten paar Runden, doch ganz ohne Krämpfe schaffte auch ich es nicht ins Ziel. Es war ein super cooles Rennen für mich und die Belohnung erhielt ich in der Form des Schweizermeistertitels! -> Rangliste 30 km Klassisch
Noch war meine Saison allerdings nicht zu Ende: Am Sonntag stand der Team-Sprint auf dem Programm, wo ich zusammen mit Yanik Pauchard für den Skiclub Zuoz startete. Es war für uns eine grosse Ehre, den Skiclub an so einem Wettkampf als Team zu vertreten und nach einem guten Halbfinal holten wir uns im Final die Silbermedaille! Vielen Dank Yanik für dieses coole Rennen 🙂