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Nachdem die Schiedsrichterin einen Linienrichter-Entscheid zu Ungunsten von Belinda Bencic (WTA 14) überstimmt hatte, legte sich die 18-jährige Ostschweizerin mit der Offiziellen an. Sie war gegen die Russin Jekaterina Makarowa (WTA 23) nach einer 3:1-Führung 3:4 in Rückstand geraten und stand plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Bencic fand den Fokus jedoch schnell wieder und setzte sich dank drei Spielgewinnen in Folge nach 1:48 Stunden durch.
“Am Ende waren wir absolut ebenbürtig”, stellte sie nach getaner Arbeit fest. “Da ging es darum, wer nervöser und wer mental stärker ist.” Nicht zum ersten Mal zeigte sich der in Wollerau im Kanton Schwyz wohnhafte Teenager in dieser Domäne erstklassig. Während der neun Jahre älteren Russin beim dritten Matchball ein Vorhand-Fehler unterlief, befreite sich die Schweizerin in ihrem letzten Aufschlagspiel zweimal mit einem Ass aus einer brenzligen Situation.
Auf ein derart spannendes Ende hatte rund eine halbe Stunde lang gar nichts hingedeutet. Im ersten Satz agierte Bencic gegen die Linkshänderin überlegen. “Da habe ich sehr gut gespielt”, fand sie. “Allerdings lief bei ihr nicht viel zusammen. Dann hat sie sich aber deutlich gesteigert.” Makarowa gelang ihr erster Spielgewinn zum 1:0 im zweiten Satz, dank Breaks zum 4:2 und 6:2 glich sie in den Sätzen aus und machte den packenden Finish möglich. Die Moskauerin hatte noch im letzten Sommer den Top Ten angehört, konnte jedoch nach dem US Open wegen einer Beinverletzung kein Turnier mehr bestreiten.
Zum Auf und Ab im Spiel meinte Bencic mit einem schelmischen Lächeln: “Das ist doch im Frauentennis normal, nicht?” Normal wäre es auch, wenn sie nun am Donnerstag (10.00 Uhr) in ihren sechsten Final (zwei Turniersiege) einziehen würde. Sie trifft in den Halbfinals erstmals auf die Qualifikantin Monica Puig (WTA 94) von der Karibikinsel Puerto Rico.
(SDA)