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Hallo Thomas (Thogen),
vielen Dank für Deine klaren Worte. Der erste Beitrag hierzu ließ mich an der bisher erlebten professionellen Qualität dieses Forums zweifeln. Solche Antworten gehören hier nicht her und zeugen davon, dass der Autor des Beitrages keine Ahnung von dem Thema hat.
Ich habe mehrere Bücher zum Thema Layout und Typografie (z.B. den Willberg). Leider wird auf meine Frage darin nicht so explizit eingegangen. Deine Antwort deckt sich mit meiner Erfahrung, dass die Korrekturleserin meines Buches spaltenweise lesen wollte und dann verwirrt war, weil der Text inhaltlich nicht zusammenpasste (ich schrieb nämlich oberhalb des Bildes rechts weiter, weil es bisher technisch nur so möglich war - ohne ID).
Noch ein Wort zum Thema Überwachung. Ja, es gibt eine Art Bücherpolizei. Würde es sich um ein Handbuch handeln, dass ich im Auftrag eines Kunden erstelle, dieser abnimmt und bezahlt, dann wäre mir unter Umständen egal, was der Leser des Handbuches über meine Typografie denkt. Ich habe aber ein Werk vor mir, dass es über 30 Jahre gibt und weiter geben - also verkauft - werden soll. Ich möchte durch jegliches Detail das Buch verbessern, nicht nur inhaltlich, sondern auch typografisch usw. Wenn ein Leser sich im Lesefluss gestört fühlt und die Fortsetzung erst suchen muss, wird er bei gleichem Inhalt den Lesestoff als schwerer verständlich betrachten als bei einem typografisch sinnvoll gesetzten Text. Er wird es schlechter bewerten und weniger empfehlen. Das gleiche gilt für Zeilenabstand (Durchschuss), Schriftgröße, Laufweite usw. Die Bücherpolizei ist also der Käufermarkt und der Strafzettel ist der geringere Verkauf. Und um in dem Bild zu bleiben, so wie ein Gängster nicht aus dem Gefängnis kommt, kommt das Buch nicht mehr aus dem Bücherladen - es wird zum Ladenhüter.
Da es aber in der Tat nicht schön ist, wenn der Lesefluss durch ein Bild oder eine Tabelle mitten auf der Seite unterbrochen wird (hier stimme ich eindeutig zu), habe ich bisher solche "Unterbrecher" oben oder unten auf die Seite positioniert. Das werde ich auch weiterhin praktizieren. Aber es ist oft notwendig, ein schmales langes Bild direkt an der Stelle, wo es im Text angesprochen wird, zu platzieren. Und für meine jetzige Umstellung von Wordperfect auf InDesign muss ich im Rahmen der Konzeptfindung diese Fragen vorab klären.
Vielen Dank für die Beiträge.
Erik
als Antwort auf: [#473224]