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| Märtyrerakten - Die Akten des Hl. Pionius und seiner Genossen

17.
Nach diesen Worten sagte ein gewisser Rufinus, ein durch Beredsamkeit ausgezeichneter Mann: Sei ruhig Pionius! Was suchst du leeren Ruhm in eitler Prahlerei? Ihm antwortete Pionius: Hast du das aus deinen Geschichtsbüchern gelernt, zeigen dir das deine Handschriften? Solches hat der weise Sokrates von den Athenern nicht erlitten. Waren etwa Sokrates, Aristides und Anaxarchus Toren, waren sie soldatischem Übermut, der Kriegskunst und nicht vielmehr den Gesetzen ergeben, sie, die ebenso beredt wie gelehrt waren? Sie haben nicht mit hochtrabenden Worten und Wetteifer im Reden den Ruhm der Beredsamkeit gesucht, sondern sind durch ihre philosophische Wissenschaft zur Gerechtigkeit, zur Bescheidenheit und zur Mäßigung gelangt. Denn wenn es sich um das eigene Lob handelt, ist die Mäßigung ebenso zu loben, wie die Prahlerei häßlich ist. Als Rufinus diese Rede des Märtyrers gehört hatte, verstummte er, wie von einem Blitze getroffen.