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Das Meereis in der Arktis dehnt sich im Winter aus und erreicht im März das Maximum. In diesem Jahr wurde die geringste maximale Ausdehnung seit Messbeginn verzeichnet.
Jeden Winter dehnt sich die Eisdecke im Arktischen Meer in Richtung Süden aus. Im März erreicht sie jeweils die maximale Ausdehnung. Diesen Winter wurde die geringste maximale Ausdehnung seit Messbeginn gemessen und löst damit den letztjährigen Negativrekord knapp ab. Am 24. März 2016, dem Tag der maximalsten Ausdehnung, waren 14,52 Millionen Quadratkilometer des Nordpolarmeeres mit Eis bedeckt. Letztes Jahr waren es nur gerade 13’000 Quadratkilometer mehr, schreibt das National Snow and Ice Data Center (NSIDC).
Mark Serreze, Direktor des NSIDC, meint, dass er noch nie einen solch warmen, verrückten Winter in der Arktis erlebt habe. Zwischen Dezember und Februar wollte es einfach nicht kalt werden. Beinahe in jeder Region lagen die Temperaturen zwei bis sechs Grad über dem monatlichen Mittelwert. Als eine der Ursachen werden die warmen Atlantischen Meeresströmungen genannt.
Seit 2005 verzeichnet das NSIDC beinahe jährlich Negativrekorde.