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Das Wichtigste in Kürze
- An mehreren Orten in Lausanne ist der Boden mit Dioxin und Furan belastet.
- Zur Sicherheit wurde der Zugang zu neun Gebieten nun eingeschränkt.
- Es stellt jedoch keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar.
Im oberen Teil der Stadt Lausanne sind an mehreren Standorten erhöhte Dioxin- und Furanwerte nachgewiesen worden. Für die Bevölkerung besteht keine unmittelbare Gefahr. Der Zugang zu neun Gebieten wurde aus Sicherheitsgründen eingeschränkt.
Die Verschmutzung mit den Umweltgiften wurde auf dem Gelände der Stadt zwischen Chailly und La Sallaz festgestellt. Dies im Rahmen des agro-ökologischen Parkprojekts.
«Der Fall ist ernst, aber wir befinden uns nicht in einer alarmierenden Lage.» Dies sagte die zuständige Stadträtin Natacha Litzistorf am Mittwoch vor den Medien.
Keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung
Nach diesem Befund wandte sich die Stadt an den Kanton, der weitere Analysen an 49 Standorten in der Nähe durchführte. Wenn die üblichen Vorsichtsmassnahmen eingehalten würden, stellten diese Altlasten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar, sagte Litzistorf.
Die Kontaminierung hänge wahrscheinlich mit der ehemaligen Verbrennungsanlage Vallon zusammen, die 2005 ihren Betrieb eingestellt habe. Insgesamt wird an 18 Standorten der verordnete Grenzwert von 100 ng/kg (Nanogramm Toxizitätsäquivalent pro Kilogramm Boden) überschritten. An neun sensiblen Plätzen werden nun Sofortmassnahmen ergriffen.
Dies geschieht insbesondere zum Schutz von Kleinkindern, bei denen die Gefahr besteht, dass sie Erde verschlucken. «Ein Kind müsste aber täglich Erde aufnehmen, damit dies eine Gefahr darstellen würde.» Dies sagte Professor David Vernez, Leiter der Abteilung für Gesundheit, Arbeit und Umwelt an der Unisanté.
«Moleküle heften sich nicht an das Gemüse»
Das mit Dioxin verschmutzte Gebiet umfasst möglicherweise auch private Gärten. Die Behörden empfehlen, Gemüse zu waschen und zu schälen und nach der Gartenarbeit die Hände zu waschen.
«Die Moleküle heften sich nicht an das Gemüse», sagte der Professor. Vom Verzehr von Kürbisgewächsen wird abgeraten. Dioxin reichere sich in tierischen Fetten an. Es sei besser, den Verzehr von Fleisch oder Eiern von Hühnern zu vermeiden, die auf diesen Flächen produziert wurden.
Damit die Aufnahme gesundheitsschädlich oder langfristig sogar krebserregend sein könne, müsste man eine erhebliche Menge zu sich nehmen. Und zwar viermal pro Woche über das ganze Jahr hinweg, beschwichtigten die Behörden.
«Es ist nicht Seveso», sagte der Chef des Umweltdepartements, Cornelis Neet. Dies in Anspielung auf den folgenschweren Chemieunfall mit Dioxin in Norditalien in den 1970er-Jahren.