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Jesus benutzte Bilder aus dem Lebensalltag und aus der Natur, um den Menschen eine Vorstellung davon zu vermitteln, was er mit dem Reich Gottes meinte. Er verglich es mit einem Weizenfeld, das der Bauer anlegt und sät. Wenn die Arbeit des Bauern getan ist, wächst der Weizen dann ohne menschliches Zutun. Er erzählte von einer Frau, die mit wenig Sauerteig eine grosse Menge Teig so durchsäuert, dass sie damit Brot backen kann. Oder er sprach von der Senfpflanze, die aus einem winzigen Samen zu einem kleinen Baum heranwächst.
Ich kann nachvollziehen, was Jesus mit diesen Bildern sagen wollte. Ein Erlebnis aus der Bahnhofkirche hat bei mir zu einem tieferen Verständnis beigetragen. Die Floristin brachte – wie jeden Freitag – den Blumenstrauss für die folgende Woche. Die Blüten der Osterglocken waren noch geschlossen (s. Bild oben). Aber mit jedem Tag waren an dem Strauss mehr Blüten offen, und am Mittwoch, als die Osterglocken alle blühten, hat eine Besucherin der Kapelle gemeldet, dass sie sich sehr über die schönen Blumen freue (s. Bild unten).
Die Floristin hat uns mit ihrem Sachverstand einen Strauss zusammengestellt, der jeden Tag schöner wurde. Auch für das Reich Gottes soll ich mich einsetzen mit allem, was ich weiss und kann. Und mit der Kraft Gottes kann aus meinem Tun etwas Schönes und Grosses werden.