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Solidar Suisse setzt sich in Pakistan für die Rechte arbeitender Kinder ein. Dank neuen Gesetzen, einer Schule für arbeitende Kinder und besseren Einkommen für die Eltern können Kinder vermehrt eine reguläre Schulbildung absolvieren, statt ab jüngstem Alter zu arbeiten.
Das Projekt gegen Kinderarbeit in einem Slum von Lahore verlief sehr erfreulich: Insgesamt konnten 538 Kinder in eine von Solidar mitfinanzierte Schule integriert werden. 102 Mädchen und 83 Knaben konnten ganz von der Kinderarbeit befreit werden und die übrigen Kinder nehmen halbtags am Unterricht teil. Die Eltern arbeitender Kinder konnten dank Schulungen vermehrt den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn einfordern und fanden bessere Vermarktungsmöglichkeiten für ihre Produkte. Die höheren Einkommen wiederum erlaubten es ihnen, ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Lobbying für einen besseren Schutz der Kinder
Auch auf politischer Ebene wurde in den letzten Jahren einiges erreicht: So wurde im Bundestaat Punjab ein Gesetz erlassen, dass Kinderarbeit weiter erschwert (Punjab Restriction of Children’s Employment Act 2016) und der Missbrauch von Kindern wird konsequenter geahndet. Als Mitglied der Bewegung die sich für Kinderrechte einsetzt hat Solidar in Kooperation mit den Partnerorganisationen Labour Education Foundation (LEF) und Group Development Einfluss auf die Ausarbeitung, Ratifizierung und Implementierung von wichtigen neuen Gesetze gegen Kinderarbeit und gegen den Missbrauch von Kindern nehmen können.
Group Development wird sich mit Unterstützung von Solidar Suisse weiterhin auf lokaler und nationaler Ebene für Gesetzesänderungen einsetzen, welche die schulische Ausbildung für alle Kinder garantieren sollen.