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FAQ zu Kollagen
1. Was ist Kollagenhydrolysat? Was sind Kollagenpeptide?
Der Begriff Kollagenhydrolysat beschreibt durch physikalische Bearbeitung (z. B. Hitze, Säure) behandeltes Kollagen. Durch die Behandlung wird die ursprüngliche dreidimensionale Struktur des Kollagens aufgebrochen und in kleinere Bruchstücke (Peptide) zerkleinert. Gewisse hochwertige Kollagen- Qualitäten werden ausserdem durch natürliche Enzyme gezielt zusätzlich zerkleinert. Die dadurch entstehenden noch kleineren Bruchstücke werden als «bioaktive Kollagenpeptide» bezeichnet; sie sind wasserlöslich und können vom Körper gut aufgenommen werden.
2. Was bewirkt die Einnahme von Kollagen als Supplement?
Die Einnahme von Kollagenpeptiden in entsprechenden Dosierungen fördert nach einer gewissen Zeit nachweislich die Kollagenproduktion des Körpers. Die genauen Wirkmechanismen sind nicht bekannt; vermutlich ist das vermehrte Auftreten der Kollagenbruchstücke im Blut für das Ankurbeln der Produktion verantwortlich.
3. Was für Kollagentypen kommen im menschlichen Körper hauptsächlich vor?
Kollagene sind unser häufigster Proteintyp und machen rund einen Drittel aller Proteine in unserem Körper aus. Im menschlichen Körper kommen v. a. drei Kollagentypen vor, abhängig vom jeweiligen Gewebe und von der Funktion.
- Typ-1-Kollagen: besonders in Haut, Sehnen, Bändern und Knochen; zentral für die Zugfestigkeit und die Struktur des Gewebes
- Typ-2-Kollagen: v. a. Bestandteil der Knorpel, welche die Gelenke auskleiden, sowie des Glaskörpers unserer Augen; wichtig für Struktur und Dämpfung (Knorpel)
- Typ-3-Kollagen: Wände von Blutgefässen, innere Organe (z. B. Darm und Gebärmutter); wichtig für Struktur und Festigkeit von Organen und Gefässwänden
4. Wie ist Kollagen aufgebaut?
Die wichtigsten Bausteine des Kollagens sind die drei Aminosäuren Glycin (über 30%), Prolin und Hydroxyprolin. Ausserdem finden sich noch Hydroxylysin und gewisse andere Aminosäuren, aber in viel geringerem Ausmass. Die spezifische Anordnung und Menge der jeweiligen Aminosäuren können leicht variieren – je nach Aufbau und Funktionen des jeweiligen Kollagens in verschiedenen Geweben. So bildet Typ-1-Kollagen meistens dicke, feste Fasern, Typ-2- und Typ-3-Kollagen eher lockere bzw. dünnere Fasern. Die molekulare Zusammensetzung ist aber sehr ähnlich.
5. Wie wichtig ist der Kollagentyp bei Supplementen mit Kollagenhydrolysaten bzw. bioaktiven Kollagenpeptiden?
Für die Herstellung von Supplementen mit Kollagenpeptiden wird das verwendete Kollagen so stark bearbeitet und zerkleinert, dass die ursprüngliche dreidimensionale Struktur (Fasertyp) nicht mehr ersichtlich ist. Da die häufigsten Kollagene in unserem Körper sich in Bezug auf ihre Hauptbestandteile (Glycin, Prolin, Hydroxyprolin) sehr stark ähneln, verschwindet so das wichtigste Unterscheidungsmerkmal. Es bleiben höchstens kleine Unterschiede, was den geringeren Rest der enthaltenen Aminosäuren sowie weiterer Bestandteile angeht.
6. Wie sieht es aus mit UC-IITM aus Typ-2-Kollagen?
Hier besteht ein wichtiger Unterschied zu den Kollagenhydrolysaten bzw. bioaktiven Kollagenpeptiden, denn für die Herstellung des patentierten UC-IITM wird das nicht denaturierte Typ-2-Kollagen in stabilisierter Form eingesetzt.
Das heisst, man findet noch die ursprüngliche Helix-Struktur des Proteins mit den spezifischen immunaktiven Oberflächen. Nur so kann die Substanz ihren vermutlich über immunologische Prozesse (orale Toleranz) ausgelösten Effekt auf Gelenkreparaturmechanismen entwickeln.
UC-IITM wird wegen seiner völlig anderen Eigenschaften und seines vermuteten Wirkmechanismus auch ganz anders dosiert, nämlich typischerweise in einer Tagesdosierung von 40 mg UC-IITM, was 10 mg stabilisiertem Typ-2-Kollagen entspricht.
Bioaktive Kollagenpeptide dosiert man hingegen 50–100-mal höher (2,5–5 g/Tag). Die Dosierung von Kollagenhydrolysat beträgt bis zu 10 g/Tag.
7. Was sind die Auflagen für Kollagen als Supplement tierischer Herkunft?
Kollagen für den Einsatz in Supplementen stammt meist aus der Haut von Rind, Schwein oder Fisch. Beim Einsatz von Rind wird durch strenge Kontrollen darauf geachtet, dass das Material für die Herstellung aus BSE-freien Quellen stammt. Tierärztliche Kontrollen und die Einhaltung europäischer Tierschutzauflagen sind dabei Standard. Es gelten selbstverständlich die gleichen strengen Auflagen wie in der Lebensmittelindustrie. Hinzu kommt, dass das Ausgangsmaterial für die Kollagenherstellung (Gewebe der Haut, Knorpel oder Knochen) natürlicherweise nicht mit BSE belastet ist.
Nach den spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs dürfen auch keine Antibiotika oder Konservierungsstoffe im Produkt vorhanden sein; dies wird mit Labortests zusätzlich überprüft.
Die Herstellung von hochwertigem Kollagen ist streng kontrolliert. Vertrauenswürdige Anbieter hochwertiger Produkte überprüfen zudem jede Charge vor dem Abfüllen auf weitere Verunreinigungen, sodass das Produkt den strengen Auflagen des Lebensmittelgesetzes entspricht.
Hochwertige Kollagene, z. B. bioaktive Kollagenpeptide, werden ausserdem in klinischen Studien untersucht – nicht nur was ihre Wirksamkeit, sondern auch ihre Sicherheit angeht.
8. Gibt es eine pflanzliche Alternative zu Kollagenpeptiden?
Echtes Kollagen (Hydrolysate, Kollagenpeptide) für den Einsatz in Supplementen oder in Kosmetik wird aus tierischen Geweben (meist Rind, Schwein oder Fisch) gewonnen. Eine gleichwertige pflanzliche bzw. vegane Alternative gibt es zurzeit noch nicht.
Es gibt auch Präparate, die aus einer Mischung von pflanzlichen Eiweisspeptiden oder aus Aminosäuren fermentierter Pflanzen (v. a. Glycin, Prolin) bestehen. Diese Präparate sind aber nicht gleichzusetzen mit Kollagenpeptiden; Peptide aus Pflanzenproteinen enthalten zwar auch Aminosäuren, aber nicht im gleichen Verhältnis und in derselben Zusammensetzung wie tierisches Kollagen. Die Aminosäure Hydroxyprolin kommt beispielsweise nicht in pflanzlichen Lebensmitteln vor, kann aber vom Körper aus Prolin gebildet werden, sofern ausreichend Vitamin C vorhanden ist.
9. Wie wird Kollagenpulver am besten eingenommen?
Kollagen kann zu jeder Tageszeit und mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden. Hochwertige Produkte mit bioaktiven Kollagenpeptiden lassen sich dank ihrer Qualität leicht in kalte oder warme Getränke sowie in halbfeste Speisen einrühren und sind geschmacksneutral. Eine regelmässige und ausreichend lange Supplementierung (mind. 4–6 Monate) ist entscheidend für den Effekt – der Aufbau von neuem Gewebe braucht Zeit!
Eine definierte Höchstzufuhrgrenze gibt es für Kollagen nicht. Kollagen gilt als gut verträglich und nebenwirkungsarm.
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