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Julia und ihr Mann Leonid (40) sind einfache Bauern aus dem südukrainischen Dorf Lidijewka. Sie haben zwei Kinder – Sohn Sergej (5) und Tochter Aljona (7). Im Herbst 2007 ist dem kleinen Sergej ein schreckliches Unglück widerfahren: Ein Pferd hat ihn mit dem Huf am Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Die Ambulanz brachte ihn in die Reanimationsabteilung des regionalen Spitals in Nikolajew, wo er drei lebenswichtige Operationen über sich ergehen lassen musste. Beim Unfall hatte er sich schwerste Schädelverletzungen zugezogen: einen eingedrückten Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung. Das Kind fiel für fünf Tage ins Koma, und seine Lungen versagten. Sergej benötigte dringend teure Medikamente, um überhaupt weiterleben zu können. Die Chirurgen hingegen brauchten eine kostspielige Spezial-Metallplatte zur Verstärkung seiner zertrümmerten Stirn. Für die Eltern war die ganze Behandlung sowie die letzte Operation unerschwinglich. Sie haben alle ihre Ersparnisse aufgebraucht und das eigene Vieh verkauft, um die drei ersten Operationen bezahlen zu können. Alles, was die Familie für den Unterhalt ihres Lebens hatte, war weg. Darum bat Julia durch SOS GERASJUTA gutherzige Menschen aus der Schweiz um Hilfe. Dank ihrer Spende erhielt der kleine Sergej die notwendigen Arzneien und konnte operiert werden. Die Rehabilitation ist langwierig, es wird dauern, bis die Metallplatte allmählich mit den Knochen verwächst. Sergej muss noch immer täglich Medikamente einnehmen, um wieder ganz gesund zu werden.