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Der
Klimawandel bringt Nutzen und Schaden
Nach Einschätzungen der Experten wird der Klimawandel "Gewinner" und "Verlierer" hervorbringen. Der Sahel und Sahara Raum in Afrika, die Küstenregionen entlang der Weltmeere und die reichhaltige Inselwelt im Pazifischen Ozean werden voraussichtlich zu den "Verlierern" der weltweiten Klimaerwärmung gehören. Der sich abzeichnende Anstieg des Meeresspiegels wird zahlreiche Küstenabschnitte unbewohnbar machen. Die notwendige Anpassung der Infrastruktur wird in anderen Küstenregionen hohe Kosten verursachen. In den ariden und halbariden Gebieten Afrikas wird noch mehr Kulturland verloren gehen. Hunger, Krankheiten und Armut werden in diesen heute schon stark betroffenen Gebieten noch weiter ausbreiten.
Andererseits führt der Klimawandel dazu, dass der Energie bedarf zu Heizzwecken in einigen Regionen reduziert wird. Längere Vegetationsperioden werden die Ernteerträge in diesen Gebieten anwachsen lassen. Das schmelzende Meereis macht Transportwege frei, was zu geringeren Transportkosten führen wird. In einigen Gebieten werden sich die Vor- und Nachteile der Klimaentwicklung voraussichtlich die "Waage" halten. Wohlhabende Menschen und Staaten werden sich der Entwicklung anpassen können. Arme Länder und Staaten werden unter noch grösseren Druck geraten.
Temperaturen
Der Ausstoss von Kohlenwasserstoff-Gasen (Treibhausgase) ist hauptverantwortlich für die gegenwärtig messbare Klimaerwärmung. Die globalen Temperaturen haben sich im Mittel bereits um ein halbes Grad erhöht.
Falls nicht sofort wirksame Mittel gegen den CO2-Ausstoss ergriffen werden, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 75%, dass sich die globalen Mitteltemperaturen in den nächsten 50 Jahren um 2 bis 3 Grad erhöhen werden.
Für eine Erhöhung um 5 Grad Celsius in der gleichen Periode liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%.
Einfluss auf die Umwelt
Das Abschmelzen der Gletscher (Gletscher) wird das Überschwemmungsrisiko in den tieferen Regionen erhöhen.
Die Erträge aus dem landwirtschaftlichen Anbau werden sich verringern, vor allem in Afrika.
Das Steigen des Meeresspiegels wird rund 200 Millionen Menschen endgültig aus ihren angestammten Siedlungsgebieten vertreiben.
Rund 40% aller Tierarten drohen auf der Welt auszusterben.(Antarktis: Pinguine in Gefahr)
Die extremen Wetterereignisse (klimatische Extremereignisse) wie Stürme, Trockenheit, Regenfälle usw. werden zunehmen.
Die Wüsten werden sich weiter ausbreiten (Ausbreiten der Wüsten). Die Dauer der Trockenzeiten und die Stärke der Regenfälle usw. werden zunehmen.
Häufigkeit von warmen Perioden und Hitzewellen steigt in den meisten Landgebieten.
Häufigkeit von Ereignissen mit starken Niederschlägen steigt in den meisten Landgebieten. (klimatische Extremereignisse)
Landflächen, welche von Dürren und Trockenheit heimgesucht werden, steigen.
Aktivität von tropischen Wirbelstürmen (Hurrikane) nimmt zu.
Häufigkeit von Ereignissen im Zusammenhang mit dem steigenden Meeresspiegel nimmt zu (Tsunami sind dabei nicht berücksichtigt). (Klima-Risiko-Index 2009 )
Niederschlagsmengen werden zu einer stärkeren Anreicherung der Grundwasservorkommen und zu ausgedehnteren Überschwemmungen (Hochwasser) führen. Beide Auswirkungen werden zu besseren Lebensbedingungen für Krankheitserreger führen und damit die Ausbreitung von Wasser abhängigen Krankheiten und Seuchen begünstigen.( Gesundheit und Konflikte)
Der Mangel an Trinkwasser in gewissen Region wird dazu führen, dass viele Menschen aus den betroffenen Regionen flüchten und sich in sichereren Gebieten niederlassen werden. Der Migrationsdruck und das damit zusammenhängende Konfliktpotenzial für ethnische oder wirtschaftlich-soziale Auseinandersetzungen wird steigen.(A Climate of Conflict Klimakonflikte 2007)