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Blausee.
So heissen eine Reihe von Alpenseen, die schon ihres Namens wegen von Fremden und Touristen oft besucht werden und dadurch Anlass zur Entstehung von Gasthäusern gegeben haben. Am bekanntesten das Blauseeli von Kandergrund und der Lac Bleu d'Arolla.
Jeder
See hat seine nur ihm eigene
Farbe des Wassers, die bald schwarz, bald grün, bald blau ist.
Schwarzes
Wasser zeigen im
Allgemeinen die torfigen
Seen, grünes die grosse Mehrzahl der grossen und kleinen
Seen, blaues grosse
Becken wie Gardasee,
Lac d'Annecy,
Genfersee, Achensee, dannaber auch einige Miniaturseen, wie das
Blauseeli von
Kandergrund,
der
Lac Bleu d'Arolla oder
Gouille Perse, der Obwaldner
Blausee, der Blausee im
Rappenthal (Wallis)
etc. Bekannt ist auch der sogenannte
«Blaue Strahl» beim senkrechten Niederblick von der Hametschwand (höchster Punkt des
Bürgenstockes) in den
Vierwaldstättersee.
Blau erscheint nur ein See mit ganz reinem Wasser, während die geringste Mischung mit torfigem oder schlammigem Wasser die Farbe nach Grün, Braun oder endlich Schwarz hinüberspielen lässt. So sind denn auch die «Blauen Seen» durch ihre Durchsichtigkeit ausgezeichnet. Im Garda- und Genfersee liegt die Grenze der Sichtbarkeit eines hellen Gegenstandes (z. B. eines weissen Tellers) in senkrechter Richtung gemessen, 21,5 m unter dem Wasserspiegel; sie beträgt 34 m in horizontaler Richtung im Blauseeli von Kandergrund und übersteigt 60 m im Lac Bleu d'Arolla. Diese beträchtliche Durchsichtigkeit rührt davon her, dass das Licht auf eine grosse Distanz durchgeht, wobei die blauen Strahlen am wenigsten absorbiert werden und so die Farbe des klaren Wassers zum herrlich glänzenden Azurblau umwandeln. Prachtvoll ist in einem solchem Wasser das Spiel der Farben, indem die Dispersion das weisse Licht zerlegt und es bei jedem Wellenschlag in allen Farben des Regenbogens aufleuchten lässt.