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Vortrag von Adrian Notz, Direktor des Cabaret Voltaire, Zürich. Mit einer Führung von Magnus Wieland, Schweizerisches Literaturarchiv
Montag, 7. März 2016, 18.15 Uhr, Schweizerische Nationalbibliothek. Eintritt frei.
Emmy Hennings und Hugo Ball kamen 1915 aus München in das beschauliche Zürich in der neutralen Schweiz. Obschon damals der Erste Weltkrieg wütete, waren sie nicht direkt Kriegsflüchtlinge; sie kamen nach Zürich aus wirtschaftlichen Gründen, weil sie hofften dort Geld verdienen zu können, um nicht zu verhungern. In der Schweiz und in Zürich verkehrten sie in dieser Zeit zum einem im Varieté Milieu im Niederdorf, wie Hugo Ball das in seinem Roman Flametti beschreibt, und verdienten ihren Lebensunterhalt als Sängerin, Tänzerin, Diseuse und Pianist. Ebenso verkehrten sie in den Kreisen der Revolutionäre, wie Pazifisten, Anarchisten und Sozialisten, die sich in verschiedenen Lokale in Zürich zum Debattieren versammelten. Diese Milieus waren der Nährboden für die Eröffnung ihres eigenen Cabarets.
Am 5. Februar 1916 eröffneten sie zusammen das Cabaret Voltaire und schufen damit den Ort, an dem Dada geboren werden konnte. Obschon essenziell für Dada und die Genese von Dada, verliessen Ball und Hennings Dada allerdings schon nach etwas mehr als einem Jahr. Adrian Notz, Direktor des Cabaret Voltaire, versucht in seinem Vortrag die Rolle der Begründer Emmy Hennings und Hugo Ball in der Genese von Dada von 1916 bis 1917 im Cabaret Voltaire, dem Zunfthaus zur Waag und der Galerie Dada nachzuzeichnen, um aufzuzeigen, dass Dada ohne Ball und Hennings nur «Dadaismus» gewesen wäre.
Letzte Änderung 07.03.2016