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Dass sich das Zweibatzen-Brötchen von 1817 mit einem geografisch weit entfernten Ereignis verbinden lässt, gibt ihm einen aktuellen Touch. Es führt uns vor Augen, dass historische Prozesse oft in einem globalen Zusammenhang stehen und sich der berühmte "Flügelschlag eines Schmetterlings am anderen Ende der Welt" tatsächlich dramatisch auf Natur und Mensch auswirken kann.
Doch unabwendbare Naturkatastrophen sind selten die alleinige Ursache für Hunger und Armut. Die Massenarmut in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hing auch mit einem starken Bevölkerungswachstum und einem strukturellen Wandel in der Landwirtschaft und Industrie zusammen. Das fortwährende Problem bestand darin, dass die ärmeren Bevölkerungsschichten ihr gesamtes Geld für das Allernötigste an Nahrung ausgeben mussten.
Ein nicht gegessenes Brot 2019? Das ist nicht erstaunlich und kein museumswürdiger Einzelfall. 56 Prozent an produziertem Brot gehen heute verloren; mehr als die Hälfte an Brot wird nicht verzehrt, sondern entsorgt.