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Die Kirche von Langenbruck steht zusammen mit dem Pfarrhaus und dem Schulhaus zu einer Gruppe vereint auf einer dominierenden Anhöhe westlich der Hauptstrasse und oberhalb des alten Dorfkerns.
Die Kirche wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts um 1589/90 erbaut, nachdem man auf den Wiederaufbau der Johanneskappelle unterhalb des Dorfes verzichtet hatte. Der Neubau war ursprünglich ein rechteckiger Baukörper ohne Chor und mit Dachreiter. Letzterer wurde im Jahr 1828 durch einen hohen Flankenturm mit Zeltdach ersetzt. Gleichzeitig erneuerte man die Westempore und die Kanzel im klassizistischen Stil. Im Jahre 1853 wurde die Kirche um eine Fensterachse nach Osten verlängert und das Kirchendach darüber als Walm abgeschlossen. Zugleich erhielt dieser Teil eine der Westempore entsprechende Orgelempore, wodurch ein typischer Predigtraum entstand. Im Jahre 1892 wurde der Turm um ein Geschoss erhöht und sein Zeltdach durch einen schlanken Helm mit vier geschweiften Uhrgiebeln ersetzt.
Die Kirche selbst erstreckt sich als langer Baukörper mit Satteldach, Ostwalm und Westgiebel. Die Fassaden des Langhauses zeigen neun zweiteilige, hochsitzende Fenster mit Kehlprofilen und halbrunden Nasenbogenabschluss. Die Verlängerung des Schiffes nach Osten lässt sich am grösseren Fensterintervall und am unterschiedlichen Masswerk ablesen. Der Rhythmus der Fenteranordnung lässt sich am besten bei den vier alten Fenstern der Nordseite erkennen. Der Turm steht auf einem freien Vorplatz der Südseite ungefähr in der Mitte der Längswand. Sein Schaft bleibt ohne Giederung und öffnet sich oben in den gekuppelten Glockenfenstern. Den Abschluss bildet der achtseitige Helm mit den vier geschweiften Uhrengiebeln von 1892.
Der langgestreckte Innenraum wird von einer flachen Stuckdecke bedeckt. Seinen Westteil nimmt der Westlettner auf toscanischen Säulen ein. Der Ostlettner wich in neuerer Zeit einer Orgel. Zur Ausstattung gehört die grossartige Emporekanzel mit Applikationen, die einzige dieser Art im Kanton, und der steinerne Altar.
Gesamthaft betrachtet liegt der Kirche seit dem Umbau von 1853 durch die Betonung der Querachse und die Lage des Turmes und die Stellung der Kanzel sowie der Empore die Idee des protestantischen Predigtraumes zugrunde. Äusseres und Inneres bilden deshalb Teile dieser Gesamtkonzeption, die den alten Bau dazu verwendete. Im Detail sind es aussen die gekuppelten Fenster, die in ihrem Rhythmus und ihrer Form die Vermischung und den Übergang von der Gotik zum Barock zeigen. Im Innern ist es die Empireausstattung, die einzige des Kantons, die den vornehmschlichten Stil des aufstrebenden Bürgertums repräsentiert.