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Bald wird es ein Jahr her, seit die Zeitschrift BIOSCIENCE eine weitere „Warnung der Wissenschaftler der Welt vor Klima-Notfall“ veröffentlicht hat. Die Warnung wurde von mehr als 11 Tausend Wissenschaftlern aus 153 Ländern unterzeichnet. Anerkannte Autoritäten in ihren Fachgebieten, viele Nobelpreisträger erklärten, dass sich die Klimakrise viel schneller entwickelt als es zu erwarten war, und bald die Menschheit unsägliches Leid ertragen wird.
In der Tat, der Mensch und die Natur sind im Konfliktgebiet. Das stetige Bevölkerungswachstum, die Entwicklung der Industrie und der Landwirtschaft, darunter der Viehzucht, haben dazu geführt, dass in den letzten 50 Jahren die Temperatur im Südwesten der Antarktis um 2.5 Grad Celsius gestiegen ist, die Eismassen der Antarktis schrumpfen und das Tempo dieses Schrumpfens immer zunimmt. Die Temperatur von Dauerfrostboden im Alaska und Westsibirien auch steigt. Die Wissenschaftsgemeinde führt eine laufende Überwachung der Eisfläche in der Arktis, Grönland und der Antarktis, und die Überwachungsergebnisse sind besorgniserregend. Diese Sorgen teilen immer mehr Menschen auf der Welt. Während vor zehn Jahren 38% Prozent der US-Bevölkerung der Meinung waren, dass keine Globalerwärmung passieren wird, sinkt jetzt der Prozent solcher Skeptiker direkt vor den Augen.
Der Temperaturanstieg führt zum Anstieg des Meeresspiegels, regionalen Veränderungen in den Niederschlagsverläufen, Hitze und Wüstenausdehnung. Die Ergebnisse der UN-Untersuchungen zeugen davon, dass die Menschheit bald die Grenze überschritten kann, hinter der die Folgen der Klimawandel irreversibel werden.
Die Umweltforschungen, die der mehreren „Warnungen an die Menschheit“ vorausgingen, wurden seit Jahrhunderten geführt und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder aufgenommen, als dem Club of Rome der Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ vorgelegt wurde, in dem heißt es, dass das Bevölkerungswachstum und das Konsummuster schließlich zu einer schrecklichen Krise für die Menschheit führen werden. Seit 1972 wurde eine Reihe aktualisierter Berichten veröffentlicht, in denen Sorgen über den Klimawandel immer stiegen.
Derzeit wurde ein Konsensus über die Ursachen der Globalerwärmung erreicht. Als Hauptursache gelten Treibhausgasemissionen, hauptsächlich der Wasserdampf-, CO2-, Methan- und Stickoxid-Ausstoß. Während der Wasserdampf ein natürliches Treibhausgas ist, werden die steigenden Konzentrationen von CO2, Methan und Stickoxid durch die anthropogenen Faktoren beeinflusst. Aufgrund der Analyse von den Luftblasen in den uralten Gletschern wurde festgestellt, dass die Erdatmosphäre mehr Methan enthält, als je zuvor in den letzten 400 000 Jahren. Dabei hat Methan ein Treibhauspotential, das mindestens 20-mal höher ist als das von Kohlendioxid. Stickstoffoxid trägt fast 300-mal so stark zu dem Treibhauseffekt bei wie Kohlendioxid.
Eine offenkundige Schwierigkeit der Situation besteht darin, dass die Hauptquelle von Treibhausgasen die Landwirtschaft ist, die den ganzen Planeten mit Nahrungsmitteln versorgt. Das stetige Bevölkerungswachstum bestimmt eine dauerhafte Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, wobei ein Großteil der Bevölkerung immer noch unter Mangelernährung leidet. Daraus läßt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass das aktuelle Produktionsniveau nicht unverhältnismäßig hoch ist und ohne Geburtenkontrolle nicht begrenzt sein kann. Die Idee der Geburtenkontrolle wird in den meisten Gesellschaften als unethisch angesehen.
Der Ausweg aus dieser schwierigen Situation ist die im Kyoto – Protokoll bestimmte Begrenzung der Treibhausgasemissionen. Als eine grundlegende Vorgehensweise, um diese Begrenzung durchzusetzen, gilt die weit verbreitete Einführung von Technologien, die den Ausstoß von Treibhausgasen in die Luft verhindern könnten.
Im Jahr 2015 gründeten die Geschäftsleute Ovik Mkrtchyan und Mkhitar Mkhitaryan eine Firma SIA EGG ENERGY. Sie übernahm die Entsorgung von Hühnerkot, Produktionsabfälle Balticovo Unternehmens, des größten Geflügelzuchtunternehmens in Nordeuropa. Das Unternehmen produziert mehr als 800 Millionen Eier pro Jahr, 70% davon wird in mehr als 20 Länder exportiert. Der organische Abfall einer so großen Geflügelwirtschaft hätte zu einer echten Umweltzeitbombe werden können, aber glücklicherweise ist es nie dazu gekommen. Die verantwortungsvolle Position des Unternehmens sieht die Entsorgung von Hühnerkot vor.
Hühnerkot wird mit der Anwendung von modernen Technologien zu Biogas verarbeitet, das auf die Bedürfnisse der Verbraucher ausgerichtet ist. Biogasabfälle werden zur Herstellung von hocheffizienten Düngemitteln in der biologischen Landwirtschaft verwendet. Die Biogasproduktion ist die effektivste Methode zur Vermeidung von Methan- und Stickstoffoxid-Emissionen, deshalb sind die Aktivitäten eines kleinen europäischen Unternehmens von globaler Bedeutung. Die Abfallprodukte, die eine bedeutende Umweltgefahr darstellen, werden zu Wärme, Strom und Düngemitteln verarbeitet, und zusätzlich zu dem globalen Nutzen für die ganze Menschheit bringt dieses Geschäft auch Gewinn.
Der Europäische Geschäftsmann Ovik Mkrtchyan erzählt: „die Wahrheit ist, wenn das Verhalten der Unternehmergemeinschaft nicht verändert wird, werden sich die bedrohlichen Szenarien des Klimawandels verwirklichen. Leider hat die Gesellschaft die wirkliche Gefahr des Klimawandels noch nicht begriffen. Die globale Umweltkatastrophe wird als ein mögliches Ereignis der fernen Zukunft wahrgenommen. Das stimmt nicht. Der von der Treibgasemissionen verursachte Temperaturanstieg kann zu einem massiven Methanausstoß aus den Wassersäulen des Ozeans und aus den Dauerfrostboden führen. Falls dies nicht vermieden wird, werden wir Zeugen eines katastrophalen Klimawandels innerhalb einer Generation. Es ist höchste Zeit zu handeln.“
Dieses und weitere Beispiele der erfolgreichen Umsetzung der modernen Verarbeitungstechnologien zeugen davon, dass sich die Menschheit der Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen bewusst ist. Womöglich werden die apokalyptische Prognosen des Klimawandels nie wahr.