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Am 21. Dezember 2017 fand die dritte „Nationale Konferenz für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung“ statt. Diese war das letzte von drei Treffen und folgt den Konferenzen vom 26. Januar und vom 18. Mai 2017. Die Nationale Konferenz geht auf einen parlamentarischen Auftrag zurück und bot Gelegenheit, gemeinsam mit den nationalen Dachorganisationen, Vertretern der Praxis sowie mit den direkt betroffenen Personen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die berufliche Eingliederung von Personen mit Beeinträchtigungen aufzuzeigen.
An der dritten Nationalen Konferenz haben Vertreter/innen von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behindertenorganisationen, Ärzteschaft, Sozial- und Privatversicherungen, Kantonsbehörden und Bundesämtern eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, mit der sie sich dazu bekennen, in den nächsten Jahren:
- die im Rahmen der Nationalen Konferenz gemeinsam erarbeiteten Massnahmen und Ansätze zu unterstützen,
- im Rahmen ihrer Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten und in der Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren, die Entwicklung und die Umsetzung der identifizierten Massnahmen und Ansätze zu unterstützen,
- die Netzwerkarbeit, die Entwicklung von Good Practice, den Austausch und den Wissenstransfer im Folgeprozess der Nationalen Konferenz konkret und gezielt weiterzuverfolgen.
Die gemeinsame Erklärung und die gemeinsam erarbeiteten Handlungsansätze bilden die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von konkreten Massnahmen im Folgeprozess der Nationalen Konferenz. Die Handlungsansätze gliedern sich rund um fünf Schwerpunkte:
- die Förderung von branchenspezifischen Zusammenarbeitsvereinbarungen für die berufliche Eingliederung,
- die Einführung gemeinsamer Instrumente, die ein koordiniertes Vorgehen zwischen Arbeitgebenden, Arbeitnehmenden, Ärzteschaft und Versicherern bei Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmenden ermöglichen,
- die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Annäherung von Psychiatrie und Arbeitswelt,
- die Förderung des Erwerbs, der Zertifizierung und der Anerkennung beruflicher Kompetenzen von Menschen mit Beeinträchtigungen durch die Branchen,
- die Förderung von Anreizsystemen für Arbeitgeber zur Anstellung und Weiterbeschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen.
Die Arbeiten im Rahmen der Konferenz stützten sich auf politische (strategische Ziele des Übereinkommens der UNO über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, der Behindertenpolitiken von Bund und Kantonen und der Sozialversicherungen), theoretische (Erkenntnisse aus der Literatur), praxisbezogene (Analyse von Good-Practice-Beispielen) und partizipative Grundlagen (aktiver Einbezug der wichtigsten Eingliederungspartner/innen und von direkt betroffenen Personen).
Förderung innovativer Projekte
Die Handlungsansätze umfassen den Stand der Arbeiten bis zur dritten Konferenz. Weitere Handlungsansätze sind jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen: Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) sind bereit, im Nachfolgeprozess weitere Massnahmen auf Basis von konkreten Projekten zu prüfen.
Berichte im Zusammenhang mit der Nationalen Konferenz
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Letzte Änderung 20.06.2018