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Giana Riunda (Ligurien)
Die Giana Riunda, auch Quarantina Gialla genannt, stammt von 1883. Letzte Exemplare fand man bei einem Bergbauern in Aquasanta (Ligurien), wo 2008 die Züchtung mit Kleinstmengen wieder aufgenommen wurde.
Es ist eine spätreifende Sorte, mit geringer Erntemenge und sehr gutem, vollmundigen Geschmack.
Morella vor 1883 (Ligurien)
Geschichtlich sind keine Beweise vorhanden, sie stammt jedoch noch vor dem ersten Weltkrieg, von der französischen Violette aus dem 18. Jahrhundert ab.
Prugnona (Ligurien)
Die Prugnona wurde 1917 gefunden, ist jedoch älter als die Quarantina (1880).
Sie stammt von der englischen Fortyfold ab, ist jedoch eine lokale ligurische Variante. Sie gedeiht ideal in schwerer Erde, je höher, desto besser.
Die Prugnona ist rund-Kugelförmig, die Haut ist lila-violett-beige (einer Zwetsche ähnelnd), hat weisses Fleisch und besitzt eine feine Konsistenz, die feinste Struktur aller italienischen Kartoffelsorten. Mit dezentem Maroni-Aroma.
Quarantina bianca genovese (Ligurien)
Ist die älteste Sorte Liguriens und wurde 1880 selektioniert. Verwandt mit der Batraque blanche vom Ende des 17. Jahrhunderts und stammt vermutlich von der englischen „Fortyfold“ (1836) ab (Forty ist gelichbedeutend mit Quaranta).
Sie ist sehr fein im Korn und besitzt ein buttriges, delikates Kastanienaroma.
Turchesa (Abruzzen)
Ursprünglich ein wurde die Turchesa 1877 selektioniert.
Im Parco Nazionale del Gran Sasso, in den Abruzzen wurde die uralte Kartoffelvarietät Turchesa wiederentdeckt. Der Name erinnert an ihre charakteristische, intensiv violette Hautfarbe.
Viele ältere Personen der Region erinnern sich an diese aromatische Kartoffelsorte, die trotzdem von ihrem Tisch verschwand und verschollen blieb.
Die Wiederbelebung mit wenigen einzelnen Knollen startete in der ursprünglichen Anbauzone, an 15 unabhängigen Orten, um das Risiko einer vollständigen Auslöschung vorzukommen. Sie wird nach biologischen Anforderungen angepflanzt.