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Bis jetzt sah es für die beiden bisherigen Bündner Ständeräte nach einem Spaziergang aus. Von anderen Kandidaten weit und breit keine Spur. Bis am Wochenende der Bündner Parteipräsident Heinz Brand in der Zeitung «Südostschweiz» eine kleine Bombe platzen liess: Man überlege sich eine Kandidatur.
Die Begründung auch gegenüber Radio SRF: Graubünden müsse eine «klar bürgerliche Delegation» nach Bern schicken. Nur wenn Stimmen gebündelt werden, könne Graubünden die anstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen meistern. Dafür setzt die Partei auf eine Listenverbindung mit anderen bürgerlichen Parteien, um dem bisherigen grünliberalen Nationalrat Josias Gasser den Sitz abzujagen.
Das wäre ein erfreulicher Nebeneffekt.
Wenn dieser freiwerdende Sitz an die SVP gehe, wäre dies «ein erfreulicher Nebeneffekt», sagt Heinz Brand am Sonntag im Interview mit Radio SRF. Wenn aber die anderen bürgerlichen Parteien – angesprochen sind FDP, BDP und CVP – nicht bei einer Listenverbindung mitmachen würden, dann überlege sich die SVP eine Ständeratskandidatur.
Damit würde die SVP die Sitze von zwei klar bürgerlich positionierten Ständeräten angreifen: Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP). Ein zusätzlicher Sitz für den Bürgerblock wäre damit nicht gewonnen, sehr wohl aber ein Sitz für die eigene Partei. Die SVP Graubünden will bürgerliche Politiker in Bern, und zwar am liebsten die eigenen Leute. Wenn nötig, auf Kosten der anderen bürgerlichen Parteien.