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Dies geht aus dem “Job-Stress-Index 2016” hervor, den die Gesundheitsförderung Schweiz in Zusammenarbeit mit der Universität Bern und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) erstellte. Befragt wurde dafür im Frühling dieses Jahres online 2973 Erwerbstätige zwischen 16 und 65 Jahren.
Die Erhebung zeigt, dass ein Viertel aller Erwerbstätigen (25,4 Prozent) Stress hat, wie Gesundheitsförderung Schweiz am Donnerstag mitteilte. Diese Menschen können die Belastungen am Arbeitsplatz nicht mit anderen Faktoren wie zum Beispiel Wertschätzung, Handlungsspielraum oder Unterstützung durch Vorgesetzte abfedern.
Fast die Hälfte der Befragten (46,3 Prozent) befindet sich im sensiblen Bereich, das heisst, ihre Ressourcen reichen noch knapp aus, um die Belastungen auszugleichen. Nur gerade bei 28,3 Prozent ergibt sich eine Situation am Arbeitsplatz, die im grünen Bereich liegt.
Ausserdem fühlt sich jeder vierte Erwerbstätige am Arbeitsplatz ziemlich oder sehr erschöpft. Vollzeit-Arbeitende sind mehr betroffen als Personen mit Teilzeitstellen, zwischen 25- und 39-Jährige eher als ältere und Führungskräfte weniger als Menschen ohne Führungsverantwortung.
Der Grad der Erschöpfung sei ein wichtiger Indikator für das Befinden der Arbeitenden: Je grösser der Stress, desto grösser die Erschöpfung und desto grösser die gesundheitlichen Folgen. Erschöpfung sei damit auch ein Hinweis für eines mögliches zukünftiges Burn-Out.
Gesundheitsförderung Schweiz schätzt die Kosten für die Unternehmen, die durch Stress und Erschöpfung am Arbeitsplatz entstehen, auf rund 5,8 Milliarden Franken. Rund 4,9 Milliarden Franken davon entstehen, weil die Erwerbstätigen weniger gut arbeiten, wenn sie gesundheitliche Probleme haben, rund 0,9 Milliarden fallen durch Arbeitsausfälle an.
Der Job-Stress-Index wurde zum dritten Mal durchgeführt. Gemäss Gesundheit Schweiz bestätigen die Ergebnisse 2016 die zwei vorhergegangenen Erhebungen.
(SDA)