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Inhaltlich-Funktionale Evaluation II
Microsoft Academic Search MAS
Die Suchmaschine Microsoft Academic Search ist multidisziplinär und verfolgt neue Wege in der Suchmaschinentechnologie. Die Suchoberfläche ist übersichtlich gestaltet, die erweiterte Suche ist jedoch sehr knapp gehalten. Eine Suche mit Proximity-Operatoren ist nicht durchführbar. Es bietet sich die Möglichkeit, die Suchergebnisse mit Facetten weiter einzuschränken.
Stichproben haben ergeben, dass Bücher nur einen kleinen Teil der Quellen von MAS ausmachen, den Hauptteil bilden Zeitschriftenartikel oder Kongressberichte. 2012 hatte die Medizin den weitaus grössten Anteil an der Dokumentenbasis, gefolgt von Chemie, Biologie und Informatik.
Bei der Beurteilung der Relevanz der gestellten Suchanfragen wurde festgestellt, dass ca. die Hälfte der Suchergebnisse keinen Zusammenhang mit der Suchanfrage hatten. Dies ist auf die eigenmächtige Interpretation der Suchanfrage durch die Suchmaschine zurückzuführen, die die gestellten Suchanfragen teilweise veränderte. So wurde z.B. der Suchbegriff "personas" in "personal" verändert.
OAIster
Die Dokumentenbasis von OAIster wurde mittels einer thematischen Einschränkung auf das Thema Usability evaluiert. Anhand von 15 Suchanfragen wurden Aussagen über die Relevanz und das Ranking der Suchergebnisse gemacht. Folgende Erkenntnisse konnten die Studierenden aus der Evaluation ziehen:
- In deutscher Sprache scheint der Schwerpunkt auf Medizin und Psychologie zu liegen
- Bei einem Grossteil der Treffer wurde die Sprache nicht bestimmt, was auf Mängel in den Metadaten der Dokumentenbasis schliessen lässt
- Ältere Ausgaben desselben Titels wurden teilweise höher gerankt als aktuellere
- Orthographisch falsch geschriebene Suchanfragen werden nicht berücksichtigt, es werden auch keine alternativen Vorschläge angeboten
- Bei den meisten Suchanfragen wurden Treffer doppelt aufgeführt (ca. 1/3)
Swissbib
Bei der Evaluation des Metakatalogs Swissbib konnten diese Stärken festgestellt werden:
- Breite Abdeckung und grosse Dokumentenbasis durch Einbindung der Kataloge der Hochschulbibliotheken und der Nationalbibliothek
- Einfache Handhabung und verschiedene Suchoptionen
- Übersichtliche Darstellung
Hingegen zeigten sich folgende Schwächen:
- Viele Dubletten wegen den variierenden Erfassungsstandards der Bibliotheksverbünde
- Suche mit Schlagwörtern ist problematisch, da diese von den einzelnen Verbünden unterschiedlich erfasst werden