Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03367.jsonl.gz/63

Wegen der gegenseitigen Strafzölle waren die Soja-Exporte aus den USA nach China bereits im vergangenen Jahr um die Hälfte zurückgegangen. Peking sucht nun nach neuen Lieferanten, um die Futtertröge der mehr als 500 Millionen Schweine und Rinder in China zu füllen. Der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten könnte dazu beigetragen haben, dass die seit 20 Jahren andauernden Verhandlungen zwischen China und Argentinien nun abgeschlossen wurden.
Soja dient vor allem als Tiernahrung. In den vergangenen Jahren sind Millionen Chinesen in die Mittelschicht aufgestiegen und können sich nun Fleisch leisten. Selbst bauen die Chinesen immer weniger Soja an, weil der Import deutlich günstiger ist. Seit 2000 ging die Anbaufläche um rund 25 Prozent zurück.
Argentinien ist weltweit der grösste Exporteur von Sojamehl, mit erwarteten Ausfuhren von 26 Millionen Tonnen im laufenden Jahr. China verarbeitet jährlich über 70 Millionen Tonnen Sojamehl als Schweine- und Rinderfutter. Der grösste Teil der Soja-Importe stammt bislang aus Brasilien./jg/DP/jsl
(AWP)