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Die CIA (Central Intelligence Agency) der Vereinigten Staaten von Amerika besitzt womöglich Daten über Satoshi Nakamoto, die den mysteriösen Erfinder von Bitcoin enttarnen. Wie Motherboard berichtet, hat die CIA auf eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) eines Mitarbeiters des Portals, eine Antwort gegeben, die die Enttarnung vermuten lässt.
In dem Bericht heißt es, dass Daniel Oberhaus, Journalist bei Motherboard von der CIA eine Antwort erhalten hat, in der die CIA weder „bestätigen noch leugnen“ kann zu wissen, wer Satoshi Nakamoto ist. Diese Art von Antwort wird in den USA auch als „Glomar-Antwort“ bezeichnet. Die CIA ist berühmt dafür, diese Wendung zu verwenden, um die Veröffentlichungen von Informationen über offene Ermittlungen zu vermeiden. Das Fazit von Oberhaus ist deshalb (frei übersetzt):
Wenn also die Regierung tatsächlich weiß, wer Nakamoto ist, ist sie nicht allzu sehr daran interessiert, diese Informationen zu teilen.
Oberhaus Bemühungen folgen der Untersuchung von Blogger Alexander Muse, der 2016 behauptete, dass die National Security Agency (NSA) die wahre Identität von Nakamoto kenne.
Zwar sei Satoshi Nakamoto laut Muse mit größter Sorgfalt vorgegangen, seine Identität geheim zu halten, indem er „die neuesten Verschlüsselungs- und Verschleierungstechniken in seinen Mitteilungen“ verwendet hat. Dennoch habe Nakamoto einen Fehler gemacht, den er so nur schwer vorab erkennen konnte. Der mysteriöse Erfinder von Bitcoin schrieb Tausende von Posts und E-Mails über Bitcoin, von denen die meisten öffentlich zugänglich sind.
Laut Muses Blog verwendete die NSA bereits in 2016 „Stilometrie“, um den Bitcoin-Schöpfer darüber zu enttarnen. Die NSA war in der Lage Satoshis Schriften mit Billionen von Schreibproben von Menschen auf der ganzen Welt zu vergleichen. Zunächst durch PRISM, ein gerichtlich genehmigter Zugang zu Google- und Yahoo-Benutzerkonten und später durch MUSCULAR, womit die NSA Datenflüsse über Glasfaserkabel kopiert, sei die Enttarnung in weniger als einem Monat gelungen, indem die NSA Millionen von E-Mails und Daten mit den Schriften von Nakamoto verglich.
Muse behauptet weiterhin über seine Quelle herausgefunden zu haben, dass der Grund für diese Bemühungen darin zu sehen ist, dass die Obama-Regierung besorgt war, dass Satoshi ein Agent Russlands oder Chinas sei. Diesbezüglich schreibt Muse allerdings (frei übersetzt):
Die Kenntnis der Quelle würde der Verwaltung helfen, die Motive zu verstehen. Soweit ich das beurteilen kann, hat Satoshi keine Gesetze verletzt und ich habe keine Ahnung, ob die NSA feststellte, dass er ein Agent von Russland oder China oder nur ein japanischer Krypto-Hacker war.
Auch Muse weiß trotz seiner Quelle also nicht, wer Satoshi Nakamoto ist. Dennoch liegt die Vermutung aufgrund der neuen Erkenntnis dank Oberhaus nah, dass zumindest die NSA und die CIA die wahre Identität des Erfinders von Bitcoin kennen. Ob es eine Person oder eine Personengruppe ist, die Bitcoin geschaffen hat, sowie die Frage nach dem „Wer?“ bleibt für die Öffentlichkeit damit aber weiterhin eines der größten Geheimnisse in der Welt der Kryptowährungen.
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