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Tokio - Ein neuseeländischer Tierschützer ist wegen Behinderung japanischer Walfänger in Tokio zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Pete Bethune, Mitglied der streitbaren Tierschutzgruppe "Sea Shepherd", sei in vier von fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo News am Mittwoch meldete.
Richter Takashi Tawada sagte bei der Urteilsverkündung, Bethune habe ein Crew-Mitglied angegriffen, die japanische Walfang-Mission gestört und insgesamt aus egoistischen Gründen gehandelt. Bethune muss nun damit rechnen, aus Japan ausgewiesen zu werden.
Die Tierschützer hatten wie jedes Jahr versucht, die japanische Walfangflotte im Südpolarmeer zu stören. Das Begleitschiff der Japaner rammte dabei das Schnellboot von Aktivist Bethune. Es wurde schwer beschädigt und sank.
Nach dem Zwischenfall fuhr Bethune mit einem Jet-Ski zu dem Walfangschiff, kletterte an Bord und forderte Entschädigung für sein Boot. Bis zur Rückkehr nach Japan blieb der 45-Jährige an Bord und wurde schliesslich festgenommen.
Die japanische Walfangflotte tötet jedes Jahr Hunderte der Meeressäuger zu "wissenschaftlichen Zwecken", wie es offiziell heisst. Das ist die einzige Ausnahme, die das Moratorium der Internationalen Walfangkommission von 1986 zulässt.
SDA-ATS