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Die für eine Grossbaustelle sehr begrenzten Flächen direkt beim Tunnelportal und die exponierte Lage hinsichtlich Naturgefahren in Göschenen führen dazu, dass die Installationen der Materialbewirtschaftung grösstenteils nach Airolo ausgelagert werden müssen. Nachfolgend beschriebene Flächen werden für die Baustelle benötigt.
Göschenen
Auf der Seite Göschenen wird eine Fläche von rund 138‘000 Quadratmeter für Installationen besetzt. Etwa 46 Prozent davon sind bereits asphaltiert oder bebaut; rund 18 Prozent sind unbewachsener Boden, etwa 22 Prozent Grünflächen (Wiesen und Weiden) und 14 Prozent Wald. Die Installationsflächen wurden grösstenteils bereits beim Bau der bestehenden Strassenröhre oder bei anderen Projekten genutzt und werden, wo möglich und sinnvoll, in geringerem Ausmass auch für die nachfolgende Sanierung der 1. Röhre verwendet.
Airolo
Auch auf der Südseite sind die Installationsflächen in Portalnähe eingeschränkt und es bestehen ebenfalls Risiken bezüglich Naturgefahren. Zwischen Airolo und Stalvedro müssen deshalb verschiedene auseinanderliegende Teilflächen beansprucht werden, wobei für Installationen eine Fläche von rund 480‘000 Quadratmeter verwendet werden. Die Zwischendeponie ist im Bereich der Bauinstallationen in Stalvedro vorgesehen, ausserdem werden während der Bauzeit kleinere Flächen in Quinto als Humus-Zwischenlager beansprucht.
Nachhaltigkeit der Installationen
Das ASTRA legt grosses Gewicht darauf, dass in Zusammenarbeit mit den lokalen und kantonalen Behörden für alle nötigen Installationen und Bauten nachhaltige Lösungen gefunden werden. Wo immer möglich, werden bestehende Gebäude genutzt. Wenn es sich einrichten lässt, sollen die direkt betroffenen Gemeinden aus den Bauarbeiten langfristigen Nutzen ziehen können.
Göschenen
Hier wird das nordseitige Infozentrum im bestehenden Bahnhofgebäude eingerichtet. Damit werden gute Voraussetzungen geschaffen, dass dieses zu einem Umsteige- und Begegnungszentrum von langfristig regionaler Bedeutung werden kann. Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens wurde für die Baustellenunterkünfte in Göschenen eine Lösung gefunden, die eine sinnvolle Nachnutzung ermöglicht. Das ASTRA wird zwei Parzellen kaufen. Die Unterkünfte für die Arbeiter werden auf einer Tiefgarage erstellt, welche für die Dauer der Baustelle genutzt wird und der Bevölkerung Ersatzparkplätze garantiert. Für die spätere Nutzung der Parzellen als Wohnraum gemäss den lokalen Bedürfnissen wird das ASTRA zusammen mit der Gemeinde Göschenen, dem Kanton Uri und Experten einen Projektwettbewerb durchführen. Zudem sind in Göschenen ebenfalls ökologische Ersatzmassnahmen vorgesehen, indem sich das ASTRA an einem kantonalen Projekt zur Landschaftsentwicklung im Göschenenalptal massgeblich beteiligt. Zur Beheizung der Mannschaftsunterkünfte wird vom Fernheizwerk der Heizwerk Gotthard AG eine neue Leitung gezogen, die nach Abschluss der Bauarbeiten bestehen bleibt und zur Beheizung von Wohnhäusern verwendet werden kann. Schliesslich soll eine für die Bauarbeiten nötige Brückenverbindung zum Bahnhof nach Abschluss der Bauarbeiten langfristig als Fussgängerpasserelle zur künftigen Talstation der Luftseilbahn Göschenen-Gütsch beibehalten werden. Östlich des Bahnhofs Göschenen sind ausserdem Schutzmassnahmen gegen Steinschlag und Lawinen vorgesehen, die ebenfalls bestehen bleiben.
Airolo
Die Überdeckung der Autobahn auf rund 1000 Metern sowie die Umgestaltung des Autobahnanschlusses im Zuge des Baus der zweiten Gotthardröhre bedeuten für das Dorf Airolo eine enorme Aufwertung und eine dauerhafte Steigerung der Lebensqualität für die Einwohnerinnen und Einwohner (vgl. Kap. 5.). Das südseitige Infozentrum wird im Bahnhofgebäude untergebracht werden. Für einen Teil der Bauarbeiter sollen im bestehenden Hotel Alpina Unterkunftsmöglichkeiten geschaffen werden. Ein dazu notwendiger Lawinen- und Steinschlag-Schutzdamm wird zu 50 Prozent durch das ASTRA finanziert.