Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/2558

Du hast eine Kündigung erhalten oder hast selbst gekündigt? In beiden Fällen möchtest du das Unternehmen wahrscheinlich im Guten verlassen. Du möchtest erhobenen Hauptes gehen, ein reines Gewissen haben und ein Arbeitszeugnis erhalten, das du neuen potenziellen Arbeitgebern zeigen kannst. Was alles sollest du tun, damit du mit einem guten Gefühl aus dem Unternehmen ausscheiden kannst?
Bei einer Kündigung gibt es Dinge, die du innerhalb des Unternehmens regeln musst und Dinge, die du für dich selbst in deinem Privatleben arrangieren musst. Beides ist wichtig, damit du eine gesichertere Zukunft nach deinem letzten Arbeitstag hast.
Nach der Kündigung: Was man im Unternehmen erledigen muss
Sich nach den Rechten informieren
Bevor du das Unternehmen verlässt, informiere dich über die Rechte, die du bei einer Kündigung hast. Informiere dich über verbleibende Ferientage, deine Kündigungsfrist, Anspruch auf eventuelle Bonuszahlungen, die Möglichkeit, Software und andere Gegenstände mitzunehmen und über ein eventuelles Wettbewerbsverbot. Die meisten Informationen dazu findest du in deinem Vertrag oder online, aber oftmals kannst du dich dazu auch bei deiner Personalabteilung erkundigen.
Den/die Vorgesetzte und das Team informieren
Im Fall einer Kündigung informiere zuerst deine(n) Vorgesetzte(n), dass du das Unternehmen verlassen wirst. Bedenke, dass deine Kündigungsfrist am ersten Tag des Folgemonats beginnt – es könnte daher ratsam sein, deine Kündigung am Ende des Monats und nicht am Beginn des Monats, bekannt zu geben.
Egal, ob du selber kündigst oder das Unternehmen deinen Arbeitsvertrag beendet, du solltest auf jeden Fall Vereinbarungen mit deinem Vorgesetzten über deinen letzten Arbeitstag treffen und abklären, wie und wann ihr den Rest des Teams darüber informiert. Du solltest bei der Bekanntmachung anwesend sein, auch wenn du entlassen wurdest, um sicherzugehen, dass alles korrekt kommuniziert wird und damit offene Fragen beantwortet werden können. Bedenke, dass das ein wichtiger Moment für dich ist, aber er kann auch grosse Auswirkungen auf das Team haben.
Den Pensionsplan und Versicherungen überprüfen
Erkundige dich bei deiner HR- oder Finanzabteilung, was mit deiner Pension und deiner Versicherung geschehen wird. Ab wann musst du dich selbst darum kümmern und welche Formulare musst du unterzeichnen, um das Kapital vom derzeitigen Arbeitgeber zu übertragen? Diese Dinge nehmen oft längere Zeit in Anspruch, daher ist es ratsam, dass du dich früh genug darum kümmerst.
Projekt und Know-how übergeben
Du hast mit diesem Team und an bestimmten Projekten über einen längeren Zeitraum gearbeitet, daher möchtest du die offenen Aufgaben bestmöglich hinterlassen und übergeben. Nimm dir ausreichend Zeit für eine saubere Übergabe an deinen Nachfolger oder eine dementsprechende Einschulung. Übergib nicht nur deine aktuellen Projekte, sondern archiviere auch ältere Dokumente und übermittle dein Know-how von vergangenen und zukünftigen Ereignissen in klarer Form. Notiere alle Links, die du oft verwendest, und mach eine Liste mit den jeweiligen Ansprechpartnern zu bestimmten Themen. Das könnte für deinen Nachfolger hilfreich sein.
Positiv (oder zumindest nicht negativ) bleiben
Wenn du das Unternehmen verlässt (egal, wer gekündigt hat), ist es völlig normal, dass du vielleicht mal Energie und Motivation verlierst. Denke jedoch an die Leute, die im Unternehmen bleiben werden. Versuche deshalb, positiv zu bleiben oder zumindest deine negativen Gedanken und Gefühle bei den Mitarbeitern im Unternehmen zurückzuhalten. Dieses Verhalten könnte deinem Image schaden, und wer weiss, wann du diesen Leuten wieder über den Weg läufst?
Ein Austrittsgespräch verlangen
Ein Austrittsgespräch mit deinem Vorgesetzten und/oder jemandem aus der Personalabteilung kann für beide Seiten hilfreich sein. Es hilft dir, etwas Dampf abzulassen und gibt dir die Möglichkeit, Feedback zu geben, bietet aber auch Zeit, über die positiven Dinge zu sprechen, die du während deiner Anstellung im Unternehmen getan und gelernt hast. Für den Manager oder HR-Vertreter ist es sehr hilfreich zu wissen, warum Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, was im Unternehmen gut läuft und wie sie sich in Zukunft verbessern können. Dieses Gespräch sollte während deiner letzten Arbeitswoche stattfinden. Du kannst bei diesem Gespräch offen und ehrlich sein, aber vergiss nicht, freundlich und korrekt zu bleiben.
Ein Arbeitszeugnis, Referenzen und ein Empfehlungsschreibenverlangen
Bitte deinen Abteilungsleiter um ein Arbeitszeugnis. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das oft von einem neuen Arbeitgeber angefordert wird, um zu überprüfen, wie erfolgreich du in deiner vorherigen Tätigkeit gearbeitet hast. Diese Bescheinigung kann bereits angefordert werden, wenn du noch angestellt bist, und sollte vom derzeitigen Vorgesetzten und der Personalabteilung unterzeichnet werden.
Bitte deinen Abteilungsleiter oder jemanden, mit dem du eng zusammengearbeitet hast, ob du deren Namen und Telefonnummer angeben kannst, falls ein neuer Arbeitgeber sich nach deiner Leistung erkundigen möchte. Bitte diese Leute auch um Empfehlungsschreiben und Referenzen für deine Social-Media-Profile und deinen Lebenslauf; das unterstreicht dein Image und die Vertrauenswürdigkeit deines Profils.
Gegenstände am letzten Arbeitstag zurückgeben
An deinem letzten Arbeitstag musst du viele Dinge abgeben, wie etwa Firmenware, den Firmenlaptop und das Diensthandy, deinen Batch oder Parkkarten. Überprüfe, wo du die angeforderten Dinge gelagert hast und ob du noch etwas organisieren musst, bevor du sie abgibst, wie etwa deine Telefonnummer zu übertragen oder deinen Firmenlaptop neu aufzusetzen.
Dank-E-Mail verfassen
Es ist dein letzter Tag, und du stehst kurz davor, das Büro zu verlassen? Das bedeutet, dass du sich von vielen Menschen verabschieden solltest, die du fast jeden Tag gesehen hast, wobei einige davon jetzt vielleicht sogar Freunde sind. Verabschiede dich gebührend von ihnen, wenn möglich persönlich und ansonsten per E-Mail. Denke daran, eine Möglichkeit hinzuzufügen, wie sie mit dir in Kontakt bleiben können, wie z.B. deine private E-Mail-Adresse, Telefonnummer und soziale Profile. Vergiss nicht, dass Networking eine der besten Möglichkeiten ist, jetzt oder in Zukunft einen neuen Job zu finden.
Nach der Kündigung: Dinge, die du für dich persönlich und ausserhalb des Unternehmens erledigen solltest
Dokumente für die Zukunft aufbewahren
Überprüfe deinen Vertrag, um zu klären, welche Dinge du behalten kannst und welche nicht, nachdem du das Unternehmen verlässt, denn es gibt sicher Dokumente und Projekte, die dein Portfolio aufwerten können, wenn du dich für einen neuen Job bewirbst und die dem Unternehmen keinen Schaden zufügen, wenn du sie kopierst. Wenn du dir unsicher bist, was genau du behalten kannst, dann kläre das zuerst mit deinem Manager, da du ja nichts Illegales machen willst. Vergewissere dich, dass du die Dokumente bekommst, bevor dein Account gesperrt wird.
Mach dir für dich selbst eine Liste von den wichtigsten Tools, die du in der Arbeit verwendet hast und notiere dir einige Anleitungen, wie du sie benutzt hast. Vergiss nicht, die wichtigsten von ihnen in deinem Lebenslauf anzugeben!
Sich über Arbeitslosengeld erkundigen
In der Schweiz ist die Arbeitslosenunterstützung besonders gut geregelt. Hier findest du mehr Information zu dem Registrierungsprozess für die Arbeitslosenversicherung. Registriere dich, sobald du weisst, dass du arbeitslos sein wirst. Du musst von dem Zeitpunkt an mit der Jobsuche beginnen, ansonsten wird deine Arbeitslosenunterstützung gekürzt. Warte nicht bis zu deinem letzten Arbeitstag!
Sich eine Auszeit nehmen
Sicherlich wäre es grossartig, wenn du schon einen neuen Job gefunden hättest. Bedenke aber, dass es sehr belastend sein kann, deinen alten Job zu verlassen. Die Kombination aus dem eigenen Job, der Übergabe und den Emotionen, die beim Verlassen des Unternehmens aufkommen, machen das Ganze vielleicht nicht so einfach für dich. Gib dir selbst etwas Raum und Zeit, um den alten Job hinter dir zu lassen und schaffe auf diese Art und Weise neue Energie und einen klaren Kopf, um dich bestmöglich auf deine neue Position einzulassen!
Mit der Jobsuche starten
Du hast noch keinen neuen Job gefunden? Nimm dir etwas Zeit, um herauszufinden, in welche Richtung du gehen möchtest, sprich vielleicht mit einem Karrierecoach, aktualisiere deinen Lebenslauf und dein Motivationsschreiben, durchforste Job-Webseiten und beginne, dich zu bewerben.