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Die Gruppe der Bahnen mit Seilzug ist in der weiten Welt des technischen Spielzeugs klein und weit weniger alt, als etwa die der Bahnen auf Schienen. Seilbahnen tauchen auf dem Spielzeugmarkt in den 1940er-Jahren auf. Doch schon früher war es natürlich möglich, zwischen zwei Endpunkten ein fixes Seil zu spannen, an dem ein wie auch immer gestaltetes Wägelchen hing, das mit einem zweiten Seil in die Höhe gezogen und auch wieder zu Tal gelassen werden konnte. Spielzeug-Seilbahnen im Eigenbau wird es viele gegeben haben, erhalten geblieben sind die allerwenigsten.
Unter den Spielwarenkatalogen zwischen 1950 und 1970 gibt es wenige, in denen verschiedenste Bahnen am Seil nicht angepriesen werden. Es dominieren die Kabinen-Schwebebahnen für Personen, gefolgt von Waren-Transportbahnen. Die Hersteller von Spielzeug-Seilbahnen boten in der Regel Ein- oder Zwei-Kabinen-Bahnen ohne Zwischenmasten an, deren Tal- und Bergstationen je nach Budget der Käuferschaft ganz einfach mit Handkurbeln oder aber mit einem Elektromotörchen ausgestattet waren. Auch Gebäude an beiden Enden der Bahn waren eine Frage des Geldes. Anders als bei den Modelleisenbahnen etwa war eine massstäbliche und detailreiche Seilbahnspielerei nicht von Interesse.
Als Besonderheit ist etwa ein Skilift von 1951 zu nennen, welcher «jetzt neu mit automatischer Skifahrer-Abfahrt» ausgestattet war, wo die Sportler am oberen Ende automatisch vom Seil abgekoppelt wurden. Ein deutscher Hersteller stellte in den 1950er- und 60er-Jahren Mini-Bahnen in farbig lithografierten Blechlandschaften her, die mit einem aufzuziehenden Federwerk in Bewegung versetzt wurden. Hierbei ging es natürlich nicht um die Nutzbarkeit der Bahn, sondern um den Unterhaltungswert des Spielzeugs.
Bild: Aus Katalog Franz Carl Weber, 1951