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Abu Simbel - Historisches Bild
Ägypten leidet seit jeher unter Wassermangel und periodisch auftretenden Fluten. Zur Regulierung des Wassers werden Staudämme errichtet. Der gewaltigste ist der Assuan-Staudamm. Mit seinem Bau wurde 1960 begonnen. Er trat an die Stelle eines ersten Damms, der zwischen 1898 und 1902 errichtet worden war und den Zweck hatte, das jährliche Hochwasser so zu regulieren, dass in der anschliessenden Niedrigwasserphase ausreichend Wasser für die bereits auf ganzjährige Kanalbewässerung umgestellten Felder verfügbar war. Der neue Staudamm sollte erheblich mehr Wasser stauen und damit die Folgen auch längerer Dürreperioden mildern. Zusätzlich sollte er das gestaute Wasser für die Stromerzeugung nutzbar machen. Der auf diese Weise entstandene Nasser-See hat eine Länge von 500 Kilometern. Daher war nicht nur die Umsiedlung von etwa 50’000 nubischen Einwohnern erforderlich, sondern auch die Rettung der beiden Tempel von Ramses dem II. in Abu Simbel. Dafür wurde ein gewaltiges Projekt in Gang gesetzt. Unter der Leitung der Unesco wurden die Heiligtümer zerlegt und an einem höher gelegenen Ort wieder zusammengesetzt. 1968 konnte dieses Projekt im September abgeschlossen werden.
Das Foto stammt von 1966. Es zeigt die Demontage von Ramses II. in Abu Simbel. (Foto: Keystone/AP/Str.)
Das Foto stammt von 1966. Es zeigt die Demontage von Ramses II. in Abu Simbel. (Foto: Keystone/AP/Str.)