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In den 70er Jahren herrschte im Uhrenland Krisenstimmung. Die fernöstliche Konkurrenz überflutete den Markt mit ihren Produkten. Vor allem die billigen Quarzuhren waren erfolgreich. Diese Technologie war zwar in der Schweiz erfunden worden. Die Industrie verkannte jedoch die Marktchancen und setzte weiterhin auf Mechanik. Abgesehen von Rolex und Patek Philippe, denen es sehr gut ging, waren Kurarbeit und Firmenschliessungen in der Schweiz an der Tagesordnung. Mitte 1970 waren nur noch 13% der weltweit produzierten Uhren "swiss made"
Und dann kam SWATCH. Diese Marke hat massgeblich zur Rettung der Schweizer Uhrenindustrie beigetragen.
1983 fusionierten die beiden Konzerne ASUAG und SSIH. Die Swatch wurde in Zürichlanciert. Und dies stellte sich als die erfolgreichste Markeneinführung des 20. Jahrhunderts heraus. Die dünnste Quarzuhr der Welt: nur 51 Einzelteile in einem stylish designten Plastikkörper. Bereits im ersten Jahr wurde diese 800.000 Mal verkauft!
Heute ist die Swatch Group grösster Uhrenkonzern der Welt. Sie produziert geschätzte 16 Mio. Stück pro Jahr.
Wie kam es zu diesem Erfolg?
Die Swatch ist nicht einfach eine Uhr. "Aus einem exklusivenStatussymbol wurde eine Spassuhr für alle, sie sprach sowohl die Kinder an als auch die Milliardäre", sagte Hublot-Chef Jean-Claude Biver. Aus Plastik, bunt und unkonventionell. Sie war anders. Sie revolutionierte den Uhrenmarkt, nicht nur den in der Schweiz.
Was ist mit Ihnen? Tragen Sie auch gelegentlich eine Swatch?
Quellen: https://www.handelzeitung.ch/panorama/swatch-bunt-und-billig-zum-erfolg
Müller, R. | Zäch, G.c. "Swiss Brands", MIDAS, 2020
https://wikipedia.org/wiki/Swatch