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Montreux, Schweiz. 1. Juni 2016. Grosse Spannung am letzten Spiel des zweiten Tages. Ein Zusammentreffen zwischen den Neuankömmlingen Thailand und den erfahrenen Serbinnen endete mit 2:3 zu Gunsten der Thailänderinnen (25-16, 19-25, 21-25, 25-20, 13-15). Dass Körpergrösse nicht das alles entscheidende Kriterium für professionellen Volleyball ist, bewiesen die Thailänderinnen mit einer Leistung sondergleichen.
Die Südosteuropäerinnen eröffneten mit einem starken Spiel und holten sich einen gewissen Vorsprung. Währenddessen schaffte es das thailändische mit ihrem flinken Spiel den Serbinnen ihre Führung streitig zu machen. Diese behielten die Giganten vom Balkan jedoch für den Grossteil des Spiels. Es gelang den Thailänderinnen in der zweiten Hälfte des Spiels nicht, den Angriffen von Mina Popovic und Ana Bjelica ausreichend Widerstand zu leisten. Die Serbinnen leisteten sich gegen Ende des Satzes einige Eigenfehler, welche das thailändische Team ausnutzen konnte. Schliesslich entschieden jedoch die Südosteuropäerinnen den Satz für sich mit 25-16.
Der zweite Satz begann ausgeglichener. Die Thailänderinnen kämpften mit den soliden Blocks der serbischen Verteidigung, glichen dies aber mit ihrer flexiblen Koordination und Technik ab. So zeigte Publikumsliebling Thailand sein energetisches Spiel und erspielte einen Vorsprung von 4 Punkten, bevor der 2011 Europameister diesen binnen einiger kurzer Spielzüge wieder auflöste. Es begann ein heftiger Kampf um die Führung, den beide Teams mit allen Mitteln der Kunst ausführten. Sah es einmal danach aus, dass die Thailänderinnen die Oberhand gewannen, gelang es den Serbinnen erneut aufzuholen. So auch beim 17-18 Vorsprung, der von der serbischen Seite angefochten wurde. Nachdem aber Platz 6. der FIVB Weltrangliste mit 19-21 einen beachtlichen Vorsprung aufbauen konnten, gewannen sie dieses Set 19-25.
Die dynamische und vor allem offensive Spielweise Thailands wurde im dritten Satz weitergeführt. Die Serbinnen bemühten sich, das Spiel langsamer zu gestalten, und beförderten den Ball in die Lücken der thailändischen Verteidigung. Damit gelang es Zoran Terzics Team wiederholt, Gleichstand zu schaffen. Doch genau wie im zweiten Satz, liessen sich die Südostasiatinnen nicht einschüchtern. Ab der Mitte des Spiels konnte das thailändische Team schliesslich einen bequemen Vorsprung aufbauen, den die Serbinnen mit aller Macht zu zerschlagen versuchten. Die serbische Seite kam dem tatsächlich, auch dank Service-Fehlern der Thailänderinnen sehr nahe - der Satz endete aber 21-25 für Thailand.
Im vierten Satz kehrte die serbische Mannschaft den Spiess um und begann, die thailändische Defensive zu durchlöchern. Dieses Mal erspielten sich die Südosteuropäerinnen einen nennenswerten Vorsprung. Thailands Team reagierten darauf mit den bewährten Rezepten, bestehend aus flinken Finten und Angriffen. Dies erwies sich als suboptimale Strategie. Nach dem zweiten Timeout reduzierten die Thailänderinnen den Punkteunterschied, schafften es jedoch nicht, die Führung zu übernehmen. Nach dem 20-15, das sich auskristallisiert hatte, gelang den Protegées von Danai Sriwacharamaytakul wieder, den Serbinnen gefährlich nahe zu kommen. Schliesslich schafften es die Südosteuropäerinnen mit 25-20 erneut ins Trockene.
Von Müdigkeit konnte auch im abschliessenden Satz nicht die Rede sein, denn beide Teams gaben ihr Bestes. Die Serbinnen hielten ihre langen Bälle aufrecht, doch schon früh setzte sich Thailand mit ihrem schnellen Spiel durch. Die Südostasiatinnen hielten mit nicht nachlassender Energie ihre Gegnerinnen auf Trab und bewiesen, dass sie die Leistung vom zweiten Satz wiederholen konnten. Thailand gewann den fünften Satz knapp mit 13-15.
Nach diesem knappen Sieg wartet nun morgen mit dem Spiel gegen die Niederlande ein weiterer grosser Brocken auf sie. Ob sie wohl auch diese Giganten bezwingen werden? Es bleibt spannend.