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Dem Uno-Hilfswerk für die Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) fehlen die Mittel, um etwa eine Million Menschen im Gazastreifen ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das Hilfswerk warnt vor einem Chaos.
"Ein Grossteil der Menschen ist wirklich von dieser Nahrungsmittelhilfe abhängig. Wenn das wegfällt, dann gibt es ein dramatisches Chaos inklusive Hunger", sagte der UNRWA-Direktor im Gazastreifen, Matthias Schmale, der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).
60 Prozent jenes Budgettopfs, aus dem die Nahrungshilfen bezahlt werden, waren bisher durch Zahlungen aus den USA abgedeckt, die nun in dem Bereich laut Schmale nichts mehr leisten wollen.
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten die Hilfen der USA für die Palästinenser solange eingefroren lassen, wie diese nicht zu Friedensverhandlungen mit Israel bereit sind.
Die US-Regierung hatte zuletzt 65 Millionen Dollar der Zahlungen für das UNRWA auf Eis gelegt. Es ist gut die Hälfte der ersten Tranche der für dieses Jahr vorgesehenen US-Hilfen an UNRWA. Die übrigen 60 Millionen Dollar würden aber ausgezahlt, teilte das US-Aussenministerium mit.
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge wurde 1949 gegründet und unterstützt nach eigenen Angaben fünf Millionen Palästinenser in den Autonomiegebieten ebenso wie in Syrien, Jordanien und im Libanon. Es betreibt unter anderem Spitäler und Schulen.
Israel kritisiert UNRWA und wirft ihm einseitige Parteinahme für die Palästinenser vor. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte kürzlich die Schliessung der Uno-Agentur.