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25.08.2020 – 13:55
MINDACT-Studie legt erhebliche Kosteneinsparungen für Gesundheitssysteme durch MammaPrint® dar
Eine im European Journal of Cancer veröffentlichte Analyse
Die Nutzung des genetischen Testverfahrens MammaPrint erweist sich im Vergleich zu einer ausschließlich klinischen Bewertung als kostenwirksam
Agendia, Inc., ein auf dem Gebiet der Präzisionsonkologie für Brustkrebs weltweit führendes Unternehmen, gab die Veröffentlichung länderübergreifender Kostenanalysen der richtungsweisenden MINDACT-Studie im European Journal of Cancer bekannt. Diesen Analysen ließ sich entnehmen, dass adjuvante mittels MammaPrint® durchgeführte Chemotherapie-Strategien dem Gesundheitswesen in fünf der sechs bewerteten Länder zu Kosteneinsparungen verhalfen. Die 70-Gen-Untersuchung auf das Rückfallrisiko bei Brustkrebs erwies sich in allen sechs Ländern als kostenwirksam.
Die gesamte Untersuchung, die den Titel "Cost-Effective Analysis of the 70-Gene Signature Compared to Clinical Assessment in Breast Cancer, based on a randomized controlled trial" (etwa "Eine kostenwirksame Analyse der 70-Gen-Signatur im Vergleich zu einer klinischen Bewertung bei Brustkrebs auf Basis einer randomisierten kontrollierten Studie") trägt, ist hier zugänglich.
Als MammaPrint zur sicheren Kontrolle einer Chemotherapie-Deeskalation bei klinischen ER+/HER2-Hochrisiko-Brustkrebspatienten eingesetzt wurde, konnten jährliche Kosteneinsparungen für das Gesundheitssystem der USA (244 Millionen Dollar), Belgiens (4,2 Millionen Euro), Frankreichs (24,7 Millionen Euro), Deutschlands (45,1 Millionen Euro) sowie der Niederlande (12,7 Millionen Euro) erwirkt werden.
"Seit der Veröffentlichung ihrer fünfjährigen Datenanalyse im Jahr 2016 konnte die MINDACT-Studie MammaPrints klinischen Nutzen weiterhin manifestieren", so Bastiaan van der Baan, Chief Clinical und Business Development Officer von Agendia. "Die Studie bietet einen Einblick sowie zusätzliche Beweise für den Gesamtwert des Tests, der Gesundheitssysteme rund um den Globus entlastet. Es ermutigt uns zu erkennen, dass MammaPrint Patientinnen nicht nur die Toxizität einer Chemotherapie erspart, sondern Gesundheitssysteme zusätzlich von den damit verbundenen finanziellen Ausgaben befreit."
Mit Hilfe der wachsenden Sammlung an Forschungsergebnissen der MINDACT-Studie, die von der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) finanziert wird, bietet Agendia Patientinnen und ihren Ärzten jene Daten, die für die fundiertesten und individuellsten Entscheidungen hinsichtlich einer Brustkrebsbehandlung ausschlaggebend sind. Im Gegensatz zu einer rein klinischen Bewertung können die von MammaPrint zusätzlich dargelegten Informationen Mediziner zu deeskalierten Patientenbehandlungen befähigen, während parallel dazu erhebliche Kosteneinsparungen für die weltweit größten Gesundheitssysteme erreicht werden können.
Informationen zur MINDACT-Studie
MammaPrint, die 70-Gen-Untersuchung auf das Rückfallrisiko bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, wird durch klinische Evidenz der Stufe 1A durch MINDACT, eine richtungsweisende, von EORTC (EORTC-10041/BIG3-04) finanzierte Studie unterstützt. Der Studie konnte entnommen werden, dass Erkrankte, die klinisch gesehen als Hochrisiko-Patienten gelten, mit einem laut MammaPrint geringem Risiko ihre Behandlungen entschärfen und ohne Chemotherapie auskommen können. Langzeitdaten aus der Nachbeobachtung von MINDACT, die auf der Jahrestagung 2020 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurden, bestätigten und untermauerten die 2016 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Erkenntnisse.
Die MINDACT-Studie rekrutierte 6.693 Brustkrebspatienten. Bei einer nach fünf Jahren stattfindenden Reevaluierung zeigte die Studie, dass der Einsatz von Chemotherapien bei aus klinischer Sicht als Hochrisiko-Patienten eingestuften Erkrankten durch die mit der MammaPrint 70-Gen-Expressionsignatur durchgeführten Tumoranalysen und Reklassifizierungen um 46 % reduziert werden konnte. Diese Patienten wurden durch das genetische Testsystem als genomisch gesehen risikoarm reklassifiziert. Neunjährige Folgedaten werden im Form eines detaillierten Berichts im Herbst 2020 veröffentlicht und MINDACT nach wie vor als positive Deeskalationsstudie für die Chemotherapie bestätigen. Darüber hinaus wird MammaPrints klinischer Nutzen bei der Ermittlung der Notwendigkeit einer Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen weiterhin verdeutlicht werden.
Informationen zur Studie stehen hier zur Verfügung.
Informationen zu Agendia
Agendia ist ein Präzisionsonkologie-Unternehmen, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Brustkrebspatientinnen im Frühstadium und ihren Ärzten jene Informationen bereitzustellen, die benötigt werden, um die fundiertesten Entscheidungen für den vollständigen Behandlungsweg treffen zu können. Das Unternehmen bietet derzeit zwei im Handel erhältliche Genom-Profiltests an, die von höchster klinischer und praxisgerechter Evidenz unterstützt werden. Sie bieten umfassende Genominformationen, die zur Ermittlung der wirksamsten Brustkrebsbehandlungen für die jeweiligen Patienten eingesetzt werden.
MammaPrint®, die 70-Gen-Untersuchung auf das Rückfallrisiko bei Brustkrebs, ist der erste derartige von der FDA zugelassene Test, der von prospektiven Ergebnisdaten mit Peer Review unterstützt wird und sowohl in nationale als auch internationale Behandlungsrichtlinien aufgenommen wurde. Die BluePrint®-Prüfung (80 Gene) zur Erkennung des molekularen Subtypen ist ein im Handel erhältlicher Test, der die zugrunde liegende Tumorbiologie auf die Ursachen für das Tumorwachstum untersucht. Gemeinsam liefern MammaPrint® und BluePrint® ein umfassendes Genomprofil, um Ärzte bei ihren prä- und postoperativen Behandlungsentscheidungen zu unterstützen.
Durch die Entwicklung neuartiger, evidenzbasierter Genomtests und Forschungsarbeiten sowie der gleichzeitigen Erstellung eines Datendepots zur Behandlung von Brustkrebs möchte Agendia Patientenergebnisse optimieren und die sich verändernden klinischen Bedürfnisse von Brustkrebspatienten und ihren Ärzten bei jeder einzelnen Behandlungsstufe - von der Erstdiagnose bis hin zu einem krebsfreien Leben - unterstützen.
Die Untersuchungen von Agendia können an Stanzbiopsien oder Operationspräparaten durchgeführt werden und die Ergebnisse stehen in 5 bis 7 Tagen zur Unterstützung prä- und postoperativer Behandlungsentscheidungen bereit. Ausführliche Informationen zu den Assays von Agendia sowie zu laufenden klinischen Studien finden Sie unter www.agendia.com.
Pressekontakt:
Terri Clevenger
Westwicke/ICR Healthcare PR
Tel.: 203 856 4326 <email-pii>