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Haus « La Monaye » | Sugiez
Bauherrschaft: privat
Auftrag: direkt
Architektur: ds architecte
Mitarbeit: Dominique Schmutz
Bauleitung: ds architecte
Fotos: ds architecte
Nutzfläche: 175 m2
Bauvorhaben
Umbau des bestehenden Gebäudes mit Schaffung einer Familienwohnung im Erdgeschoss und einer zweiten Wohnung zur Miete auf dem Dachboden.
Entwurf
Das Renovierungsprojekt behielt seine architektonische Substanz sowie den Geist und die Identität des bestehenden Hauses. Als freistehendes Objekt prägt es die Landschaft maßgeblich. Von innen her ermöglichte es über die vier Kardinalpunkte die Verwirklichung kreisförmiger räumlicher Beziehungen.
Die von allen anderen Bauwerken isolierte Lage des Ortes zwischen dem Broye- Kanal und dem Mont Vully ermöglichte eine architektonische Entwicklung in einem Kreuzgrundriss. Mit der Hierarchisierung der inneren Verhältnisse nach außen machte dieser Plan einen zentralen Referenzraum möglich sowie die Entfaltung bzw. die Eindämmung der Landschaft. In der Verlängerung dieses Raumes wurden Loggias in das Volumen des Hauses eingefügt, um die Landschaft zu umreißen und zwei äußere Intimitätsbereiche zu schaffen, die vor den Elementen geschützt sind. Der Aufenthaltsbereich befindet sich im Zentrum der Komposition und ermöglicht an den Ecken eine direkte Verbindung zu den vier angrenzenden Räumen, wodurch ihre funktionale Konvergenz mit dem Wohnraum erreicht wurde. Diese Konfiguration ermöglichte die Erstellung von visuellen Folgen und gekreuzten Raumwahrnehmungen. Der Eingang befindet sich im südlichen Teil in einer Vertiefung des Gebäudevolumens. Dieser wird durch die Außen Treppe und den Einlegerahmen der oberen Treppe charakterisiert. Eine kleine Eintrittsschleuse im Erdgeschoss ermöglicht es, sich südwärts durch das Haus zu bewegen, um dann nach und nach in die verschiedenen Bereiche zu gelangen. Oben auf den Giebeln der Nord- und Südfassade befindet sich eine zweite Wohnung. Dabei wird das Volumen des Daches genutzt, um unterschiedliche Räume zu schaffen.
Die Fassaden, die sich deutlich voneinander unterscheiden, spiegeln die verschiedenen Räume wider, wobei die Hohlräume, die durch große Verglasungen entstanden sind und die Außenwände hinsichtlich der Größe der Öffnungen und der Zusammensetzung dem Geist des alten Gebäudes entsprechen.
Bau
Es wurden bevorzugt Roh- und Edelmaterialien verwendet. Der sandgestrahlte Beton des Gebäudesockels und der Fensterbretter besteht aus einer Mischung aus Jura-Stein und Weißzement, der den gelben Türen und Fensterverkleidungen der Winzerhäuser der Region entspricht. Die architektonischen Elemente widerspiegeln die örtlichen Gepflogenheiten, das heißt, dass der Gebäudekörper aus einer Doppelwand aus Backstein mit mineralischem Putz und einem Dach aus Ziegelsteinen aus naturroter Erde besteht.
Die lackierten Holzfenster, die eingelassenen Fensterläden und das große nicht durchbrochene Dach unterstreichen die Stabilität des Hauses, dem die Idee einer gewissen Dauerhaftigkeit zugrunde liegt.
Der schlichte Charakter der Innenräume steht im Kontrast zur einzigartigen Umgebung.