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Am 12.05.2023 fand eine Exkursion der Teilnehmer des Proseminars über Heinrich Bullinger nach Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Grosse statt.
Dem Thema des Proseminars entsprechend ging es bei der Exkursion in Zürich um Heinrich Bullinger, den Zürcher Reformator zweiter Generation, und um die Reformationsgeschichte: Die Exkursion führte nach Zürich, wo der Zwingli-Nachfolger Heinrich Bullinger gewirkt hat. Im Zentrum stand eine aktuelle Ausstellung im Zürcher Grossmünster zum Thema «500 Jahre Disputation in Zürich». STH-Gastdozent Dr. Gergely Csukás, der die Ausstellung neben anderen vorbereitet hat, betreute die Exkursion und gab den Teilnehmenden eine Führung. Die Ausstellung bestand aus verschiedenen Büchern wie z. B. Verschriftlichungen von Disputationen oder seltenen Bibelausgaben aus der Zeit der Reformation.
Disputationen waren eine Art Debatte, welche vor allem zu Beginn der Reformation ein fruchtbares Mittel waren, um die Überzeugungen der Reformatoren zu verbreiten. Disputiert wurde z. B. über das Abendmahlsverständnis, die Frage nach dem Fasten oder über die Bilder in den Kirchen. Die Reformatoren traten im Streitgespräch gegen wichtige römisch-katholische Führungsmächte wie z. B. Johannes Eck an. In vielen Fällen gewannen die Reformatoren, und somit wurde beispielsweise in Zürich der Weg für die Reformen Zwinglis geebnet.
Der Höhepunkt des Ausfluges war ein gemeinsames Wurstessen in der Altstadt vor der Froschauer Druckerei. Alle Teilnehmer verspeisten im Vorhof des Gebäudes eine mitgebrachte Wurst in Anlehnung an das Wurstessen, welches 1522 am 1. Fastensonntag stattfand. Mehrere Anhänger der Reformation verstiessen damals gegen die Fastenvorschriften, indem sie das Fleischverbot missachteten. Sie wollten dadurch deutlich machen, dass Gottes Wort, die Bibel, über menschlichen Traditionen und Satzungen steht.
Julia Späth, Bachelor-Studentin der STH Basel