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"Zuwiderhandlungen können mit einer Geldstrafe von bis zu 300'000 Franken geahndet werden", erklärte der Genfer Staatsrat Serge Dal Busco bei einer Online-Medienkonferenz der Regierung. Ausnahmen können aus Gründen der Sicherheit oder eines überwiegenden öffentlichen Interesses erlaubt werden. Entsprechende Anträge werden von einem dreigliedrigen Gremium aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und dem Staat beurteilt.
Die Gewerkschaft Unia hatte die Regierungen in mehreren Kantonen dazu aufgefordert, einen Baustopp anzuordnen. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) ist hingegen der Ansicht, dass mit flächendeckenden Baustellenschliessungen niemandem gedient sei. Er will die Arbeiter auf den Baustellen mit hygienischen Massnahmen und organisatorischen Anpassungen vor dem Coronavirus schützen.
Staatsräte machen Tests
Weil sich der Genfer Kantonsarzt mit dem Coronavirus angesteckt hat, haben sich die sieben Mitglieder des Staatsrates ebenfalls testen lassen. "Wir warten auf die Ergebnisse", sagte Regierungspräsident Antonio Hodgers.
Zudem will der Staatsrat die Besuche in Spitälern so weit wie möglich einschränken. In Pflegeheimen werden diese gänzlich verboten. Ein Bewohner eines Genfer Pflegeheims sei der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, sagte Gesundheitsdirektor Mauro Poggia.
(AWP)