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Landhaus Tribschen
Das Richard Wagner Museum Luzern ist heute an der ehemaligen Wohnstätte des Komponisten eingerichtet. Wagner mietete den Landsitz von 1866 bis 1872. Vermieter war Oberst Walter Am Rhyn. Die Luzerner Patrizierfamilie Am Rhyn konnte im 18. Jahrhundert das herrschaftliche Anwesen als Sommersitz erwerben.
Für sechs Jahre lebte Richard Wagner am Ufer des Vierwaldstättersees. Nachdem er 1872 seinen Wohnsitz nach Bayreuth verlegte und damit das «Tribschener Idyll» verlassen hatte, stand das Tribschener Landhaus für längere Zeit leer oder wurde über die Sommermonate als Ferienhaus vermietet. Erst 1931 erwarb die Stadt Luzern das Landhaus der Familie Am Rhyn mit dem 30'000 m2 umfassenden Park, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Gründung des Museums fand zwei Jahre später statt und seitdem ist im Erdgeschoss eine Ausstellung über Richard Wagner zu besichtigen.
Die Ursprünge des denkmalgeschützten Landhauses reichen allerdings bis ins 15. Jahrhundert zurück. Wahrscheinlich bewohnten im Spätmittelalter die «Herren zu Tripschen» das Gelände. Heute noch ist der Name des Quartiers nach ihnen benannt. Die derzeitige Aussenansicht des Gebäudes ist dem Jahr 1800 zuzuschreiben. Aus dieser Zeit stammen z.B. die für das Landhaus so typischen Fensterreihen. Ihre axialsymmetrische Anordnung könnte auf die Bauweise der Meisterfamilie Singer zurück zu führen sein.
Im ersten Obergeschoss wurde 1943 die Sammlung historischer Musikinstrumente von Heinrich Schumacher eingerichtet. 2009 wurde sie ausgelagert und ist nun im Haus der Instrumente in Kriens zu besichtigen. Das Museum nutzt die freien Räumen für wechselnde Sonderausstellungen im Zusammenhang mit Richard Wagner.
«Wie ich aufwachte, vernahm mein Ohr einen Klang, immer voller
schwoll er an, nicht mehr im Traum durfte ich mich wähnen, Musik
erschallte, und welche Musik.»