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Zwei humanitäre Organisationen arbeiten in der Region Vrancea für ein gemeinsames Ziel zusammen: Hilfe zur Selbsthilfe!
erschienen im Ziarul de Vrancea
am 31. Dezember 2019
Die Osteuropahilfe «Triumph des Herzens», eine humanitären Organisation mit Sitz in der Schweiz und die Niederlassung des Roten Kreuzes in Vrancea haben eine gemeinsame Aktion durchgeführt: „Freude schenken an Weihnachten!"
Im November und Dezember 2019 hat die Osteuropahilfe insgesamt 4 Sattelschlepper mit humanitärer Hilfe an das Rote Kreuz in Vrancea gesandt, welche an bedürftige Menschen und Familien, aber auch an öffentliche sozialen Einrichtungen wie das Bezirkskrankenhaus, Schulen, Kindergärten, etc. weitergegeben wurde.
Die von Freiwilligen des Roten Kreuzes in Vrancea durchgeführte Verteilung der humanitären Hilfe umfasste zwei Sattelschlepper mit Krankenbetten und medizinischem Equipment, welche dem Krankenhaus in Vidra übergeben wurden. Weitere Hilfsgüter und vor allem Weihnachtsgeschenke wurden den Familien und Kindern aus der Gemeinde Focșani und Marasesti überbracht. Zwei weitere Sattelschlepper mit Hilfsgütern sind für Januar 2020 geplant, welche durch das Rote Kreuz für den dringendsten Bedarf in der Region verteilt wird.
Die zentrale Zielsetzung der Zusammenarbeit zwischen der Osteuropahilfe und dem Roten Kreuz besteht darin, die Integration und soziale Fähigkeit junger Menschen zu fördern , damit sie ihr Schicksal selber in die Hände nehmen können. Es geht darum, lokale soziale Infrastruktur aufzubauen und Selbsthilfeprogramme zu initiieren, damit die Nachhaltigkeit der humanitären Hilfe gewährleistet ist.
Die Osteuropahilfe liefert hochwertige Kleidung und Schuhe für Erwachsene und Kinder, Kinderbekleidung, Bettwäsche, Hygieneartikel, Kinderspielzeug, Fahrräder, Kinderwagen, Teppiche, Geschirr und Nähmaschinen, welche vorwiegend für die Unterstützung vieler sozialschwacher Familien verwendet werden. Aber auch Büro- und Wohnmöbel, Krankenbetten, medizinische Geräte, Rollstühle, Krücken für Spitäler, sowie Schulmöbel und Computer für Schulen und viele weitere Artikel für Familien und soziale Einrichtungen. Unzählige Tonnen solcher Hilfsgüter wurden bisher nach Rumänien geliefert.
Das Rote Kreuz in Vrancea hofft auf eine dauerhafte Partnerschaft mit der Osteuropahilfe, vor allem in Anbetracht der Bedeutung und Größe der humanitären Hilfe (ca. 20 humanitäre Transporte pro Jahr), mit denen die örtlichen Institutionen unterstützt werden können. Sehr viele bedürftige Menschen und Familien in der Region Vrancea benötigen dringend Hilfe. Viele von ihnen leben in minimalsten Verhältnissen, insbesondere die Roma-Familien, welche oft nur ein Dach über dem Kopf haben, jedoch kaum über Wohnungseinrichtung und Haushaltsgegenstände verfügen.
„Der Beginn des Jahres 2020 bedeutet für uns diesmal mehr als gewöhnlich“, betont Rodica Davidean, Leiterin des Roten Kreuzes in Vrancea. „Es ist der Beginn eines neuen Jahrzehnts, welche eine neue Partnerschaft bringt, die mehr als nur Hoffnung verspricht. Die Zusammenarbeit mit der Osteuropahilfe wird massgeblich zur Erreichung unserer Mission beitragen, schutzbedürftige Menschen in Krisengebieten zu unterstützen. Durch das gemeinsame humanitäre Engagement wird menschliches Leid gelindert und es gibt uns die Mittel in die Hand, damit wir wesentlich zum Schutz von Gesundheit und zur Förderung der Achtung der Menschenwürde beitragen können. Gemeinsam helfen wir Menschen, sich gegenseitig zu helfen. Das Rote Kreuz ist der Garant dafür, dass all diese humanitären Aktivitäten zum Wohle der Gemeinschaft durchgeführt werden.“
Rodica Davidean, eine Kämpferin für die benachteiligten Menschen in der Region Vrancea
Rodica Davidean, Leiterin des Roten Kreuzes in Focsani, setzt sich mit Herz und Blut für die Menschen in der Region Vrancea ein. Mit einem grossen Team an freiwilligen Helferinnen und Helfern kümmert sie sich um vernachlässigte Menschen, Roma-Familien und Jugendliche, aber auch um die Bedürfnisse der Spitäler, Schulen, Alters- und Kinderheime in einer Region mit 346 Ortschaften und fast 390'000 Einwohnern.
Sie weiss, wie entscheidend die Hilfe ist, die sie durch humanitäre Organisationen wie unsere erhält, damit sie den Menschen und sozialen Einrichtungen helfen kann, wo der Staat keine Mittel zur Verfügung stellt. Im Dezember hat sie den schweizerischen Botschafter, Arthur Mattli, in Bukarest getroffen und ihm über die Zusammenarbeit mit der Osteuropahilfe berichtet.
Eine Sache, die ihr besonders am Herzen liegt und für die sie sich in den letzten Wochen und Monaten besonders eingesetzt hat, betrifft die Besteuerung von humanitären Gütern aus der Schweiz. Als EU-Land gelten in Rumänien die Zoll-Bestimmungen der Europäischen Union, welche klar und eindeutig sagen, dass auf humanitäre Güter weder Zoll- noch Einfuhrsteuern erhoben werden dürfen. Ein Erlass aus dem Jahr 2017 erlaubt es den rumänischen Zollbeamten jedoch, in eigener Autorität Zölle und Abgaben auf humanitäre Güter zu erheben, so dass je nach Destination, von den Empfängern für aus der Schweiz eingeführte Hilfsgüter zusätzliche Abgaben zu bezahlen sind.
Rodica Davidean hat in den letzten Wochen erreicht, dass das rumänische Finanzamt ingesamt 4 Entscheidungen erlassen hat, welche das Rote Kreuz vollständig von diesen Abgaben entheben. In einem weiteren Schritt hat sie die rumänischen EU-Abgeordneten aufgefordert, die Steuerbefreiung für die Einfuhr von humanitären Gütern endlich auch für alle übrigen Empfänger in Rumänien durchzusetzen. Wir sind ihr im Namen aller rumänischen Hilfsorganisationen und Empfänger unserer Hilfe von Herzen dankbar für ihren mutigen und entschlossenen Einsatz!