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Insgesamt sanken ausländische Direktinvestitionen im Jahr 2016 um 2% auf 1,75 Bio USD. Besonders Unternehmen in Irland, der Schweiz und Deutschland hätten den Geldbeutel im vergangenen Jahr zugehalten, so die UNCTAD.
Die Direktinvestitionen von Schweizer Unternehmen schrumpften um 71% auf 31 Mrd USD. Damit fällt die Schweiz unter den grössten Direktinvestoren gegenüber dem Vorjahr von Platz 6 auf 12.
Der grösste Direktinvestor bleiben die USA mit 299 Mrd USD, minimal weniger als im Vorjahr. Überhaupt nicht nachgelassen dagegen hat das Interesse chinesischer Firmen an Käufen und Investitionen im Ausland.
Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt hat im vergangenen Jahr die direkten Auslandsinvestitionen um 44% auf 183 Mrd USD gesteigert, wie die UNCTAD weiter berichtete. An dritter Stelle folgte Holland, darauf Japan und Kanada.
Ausländische Direktinvestitionen sind Kapitalanlagen von Unternehmen in anderen Staaten. Dazu zählen zum Beispiel der Bau eigener Werke, Kooperationen mit heimischen Partnern oder der Kauf von Aktienpaketen. Die Investoren versuchen so, niedrigere Produktionskosten auszunutzen, Wechselkursrisiken zu umgehen und einen besseren Marktzugang im Zielland zu erhalten.
AM MEISTEN GELD FLIESST IN USA
Laut UNCTAD profitierten Industrieländer von wachsenden Direktinvestitionen: Diese stiegen dort um 5% auf 1 Bio USD. Im Rest der Welt wurde insgesamt weniger investiert: minus 14%. Besonders betroffen waren Asien und Lateinamerika.
An der Spitze stehen nach wie vor die USA, die 391 Mrd USD Direktinvestitionen empfingen. Wegen schon bestehender Verträge schnitt Grossbritannien trotz Brexit mit 254 Mrd USD Direktinvestitionen als zweitgrösster Empfänger ab.
Die Schweiz dagegen büsste beim Empfang von Direktinvestitionen ein. Im Jahr 2015 war die Schweiz noch der drittgrösste Empfänger. Laut UNCTAD zeigt sich hier die Volatilität von Investitionen in Ländern mit vielen Hauptsitz- und Finanzverwaltungs-Funktionen.
SCHWEIZ FÜHREND BEI MEGA-FUSIONEN
Die Schweiz war 2016 bei zwei der weltweit zehn grössten Fusionen und Übernahmen involviert - die letztes Jahr noch nicht komplett vollzogen wurden. Mit dem 44 Milliarden-Dollar-Deal zwischen Syngenta und Chemchina sowie mit der 30 Mrd schweren Übernahme von Actelion durch Johnson& Johnson.
Die UNCTAD, die den Handel zwischen Industrie- und Entwicklungsländern fördern will, rechnet mit einem Aufwärtstrend. Das Hoch von 2007 werde aber längst nicht erreicht. Im laufenden Jahre erwartet die UNCTAD ein globales Plus von 5% bei den Direktinvestitionen.
cf/
(AWP)