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In der pflanzlichen Produktion seien im Vergleich zu dem sehr guten Ergebnis von 2014 weitere Zuwächse unwahrscheinlich. Zudem dürfte sich die Entwicklung der Veredelungswirtschaft verzögern, weil mit positiven Auswirkungen der erst kürzlich erfolgten und noch zu erwartenden Neuinvestitionen erst 2016 zu rechnen sei, erläuterten die Analysten. Nach ihrer Einschätzung wird auch die Ausfuhr von Agrar- und Ernährungsgütern das Vorjahresniveau kaum übertreffen können; 2014 lag der landwirtschaftliche Exporterlös mit voraussichtlich mehr als 17 Mrd $ (14,4 Mrd Euro) auf dem zweithöchstem Niveau aller Zeiten.
Bezüglich der Importe gehen die Moskauer Wissenschaftler für 2015 von einer weiteren Verringerung aus. Die russischen Agrareinfuhren könnten gegenüber 2014 um ein Sechstel auf etwa 30 Mrd $ (16,9 Mrd Euro) sinken, möglicherweise sogar noch deutlicher. Infolge politischer und makroökonomischer Entwicklungen stehe die Landwirtschaft seit Mitte des vergangenen Jahres unter der Einwirkung widersprüchlicher Faktoren, deren Ergebnis schwer einzuschätzen sei, kommentierten die Analysten. So habe das im August 2014 verhängte Einfuhrverbot für Lebensmittel aus mehreren Staaten zu einer Erhöhung der Agrarpreise und der Rentabilität der landwirtschaftlichen Erzeugung geführt.
Dies schaffe kurz- bis mittelfristig die Voraussetzungen für höhere Produktionsanteile heimischer Erzeuger. Andererseits hätten das Embargo und die deutliche Rubelabwertung eine Beschleunigung der „Lebensmittelinflation“ bewirkt, zu einer Verteuerung von Betriebsmitteln und Krediten geführt sowie für eine Schwächung der Nachfrage insbesondere nach Produkten tierischer Herkunft gesorgt.