Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03484.jsonl.gz/90

Tipp Nummer 5 ist Die Schachnovelle von Stefan Zweig. Obwohl es sich bei diesem Werk um einen altbekannten Klassiker handelt, ist folgender Tipp für Lesefaule (aber nicht nur ;-). Die Geschichte wurde von Thomas Humeau farbig als Graphic Novel adaptiert, also heisst es:
Achtung Verbrennungsgefahr!
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt auf einem Dampfer. Der Ich-Erzähler erfährt dort, dass der Schach-Weltmeister Mirko Czentovic an Bord ist. Der ebenfalls anwesende McConnor nutzt die Chance und fordert den jungen Mann zu einer Partie heraus. Czentovic gewinnt nach wenigen Zügen. Bei einer Revange meldet sich schliesslich ein weiterer Mann, Dr. B., aus dem Publikum. Durch die spontane Hilfe des Unbekannten endet die Partie im Unentschieden. Das Interesse des Ich-Erzählers ist jedoch geweckt. Er fängt Dr. B. am Abend ab beginnt ihm seine ganze Lebensgeschichte zu erzählen…
Die Schachnovelle ist die letzte und zugleich auch bekannteste Novelle des deutschen Schriftstellers Stefan Zweig. Er verfasste sie zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil. Der Autor konnte und wollte sich nicht mit dem nationalsozialistischen Regime identifizieren, weshalb er sich mit seiner Frau dorthin zurückgezogen hatte. Ein Jahr später nahm er sich aus diversen Gründen das Leben.
Die Schachnovelle ist eine beliebte Schullektüre, die so einige Deutschlehrer als Interpretationsaufgabe aufgeben. Meiner Meinung nach gehört die Novelle zu einer der besten im 20. Jahrhundert. Süffig und einigermassen leicht zu lesen, jedoch genug komplex, um auch die historischen Hintergründe zu verstehen. Eine durch und durch interessante Lektüre, für historisch Interessierte, die sich auch gerne mit einem verbildlichten Klassiker befassen.
Die als Graphic Novel bearbeitete Schachnovelle steht in der GIBZ Mediathek bei den Graphic Novels unter HUME (für den Zeichner Thomas Humeau)
Tipp & Text: Jana Leu