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Unklar ist der Ursprung des Glockenhauses, das einige Meter vom Kirchturm entfernt an die Kirchenmauer, welche den Kirchhof umgibt und wie befestigt erscheint. Das Glockenhaus soll eine Schenkung der Gräfin Bertha von Strassberg gewesen sein und wird sogar mit der Königin Bertha von Burgund in Zusammenhang gebracht.
Von der heute noch im Glockenhaus hängenden Glocke wird gesagt, dass sie eine Schenkung der Herzogin von Longeville oder Nemours gewesen sei. Sie trägt die Jahrzahl 1692 und wurde gegossen von Abraham Gerber in Bern. Diese Glocke muss eine bereits früher daselbst gehangene Glocke ersetzt haben, denn im Taufrodel von Oberwil findet sich eine Notiz von Pfarrer Buri, der 1672 bis 1687 dort amtete, lautend:
„Die gloggen, so im gloggenhus hanget ist gegossen worden im 1533 jar“
Von den zwei Glocken im heutigen Kirchturm gleicht die eine derjenigen im Glockenstuhl sehr und trägt die Jahrzahl 1696. Die zweite Glocke im Kirchturm stammt aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Sie trägt die Jahrzahl 1512.
Paul Eggenberger und Heinz Kellenberger, die beiden tätigen Archäologen, schreiben in Dokumentation über die Kirche von Oberwil:
Dass vor allem die Akten des Staates Bern Auskunft geben. So erfahren wir, dass 1479 eine neue grosse Glocke gegossen wird.
Anderseits wird noch geschrieben, dass für die von der Gräfin Bertha von Strassberg geschenkte Glocke wegen ihrer Grösse ein besonderes Glockenhaus gebaut worden sei, weil die Glocke wegen ihrer Grösse im Kirchturm keinen Platz fand