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Durch ihre Allgegenwärtigkeit und außerordentliche Lästigkeit hat die Stubenfliege schon seit ältesten Zeiten auf sich aufmerksam gemacht. Erst seit dem 19. Jahrhundert sieht man sie nicht nur als lästiges Insekt, sondern vor allem als Überträger zahlreicher Krankheiten.
Die Stubenfliege ist ein typischer Vertreter der Synanthropen, der aus den Tropen stammt und in der gemäßigten Zone nur dank des Menschen überleben kann. Ursprünglich war sie wohl eine koprophage, sich in den Exkrementen der tropischen Wiederkäuer entwickeln-de Art. Nach Europa und in weitere klimatisch ungünstige Regionen ist sie als Begleiter des Menschen und seiner Nutztiere vorgedrungen.
Ihre Anpassungsfähigkeit erlaubte ihr nicht nur die Entwicklung in Exkrementen und Mist, sondern auch in menschlicher Nahrung und in Abfällen.
Das Weibchen, das man vorn Männchen am robusteren Hinterleib und an der breiteren Stirn unterscheiden kann, beginnt schon 4 - 8 Tage nach dem Schlüpfen mit dem Eierlegen. Etwa 120 Eier werden in einem einzigen oder mehreren Häufchen abgelegt; dieser Vorgang wiederholt sich nach einigen Tagen. Insgesamt legt ein Weibchen ungefähr 600 Eier. Die Larven haben ein charakteristisch abgerundetes Körperende. Sind sie ausgewachsen, verwandeln sie sich in rotbraune Puparien, die das ausgewachsene Individuum ähnlich wie bei anderen Fliegen mit einem besonderen Gebilde am Kopf öffnet. Die Entwicklung dauert bei warmem Wetter etwa drei Wochen.
Die Stubenfliege ist heute vor allem auf dem Land häufig, wo sie im Mist, im Kompost und in organischen Abfällen Nahrung findet. In den Städten sind die-se Fliegen auch keine Seltenheit. Aus hygienischer Sicht stellt die Stubenfliege eines der gefährlichsten Lebewesen überhaupt dar. Durch ihren ausdauern-den Flug zwischen Nahrungsmitteln, Fäkalien, Abfällen und wieder Nahrungsmitteln und ihre Fähigkeit, große Entfernungen zu überwinden, wird sie zum gefährlichen Überträger zahlreicher Infektions- und Parasitenkrankheiten.
Vorbeugung:
Fliegendraht in den Fenstern; geeignete Aufbewahrung und rechtzeitige Beseitigung von Abfällen.