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Um die negativen Folgen von Rückkehrgesprächen zu vermeiden, empfehlen Krause, Pfaff und Kaiser folgende minimalen Voraussetzungen für eine gelungene Einführung dieser organisatorischen Massnahme:
1. Gesprächsschulung für Vorgesetzte:
in der Befragung durch die WissenschaftlerInnen haben Vorgesetzte – manchmal nach anfänglichem Zögern – besonders Rolenspiele zur Gesprächsführung und den Erfahrungsaustausch über die Gespräche als hilfreich für die eigene Praxis empfunden.
2. Die Führungskräfte sollte darüber hinaus geschult werden über den Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit, insbesondere rbeitsbedingte Gesundheitsstörungen durch Stress.
3. den Führungskräften sollte Unterstützung in Form eines Expertennetzwerkes und einer Toolbox zur Verfügung gestellt werden.
4. die Gespräche sollten auf der Basis eines schriftlichen Leitfadens durchgeführt werden, welcher die Leitidee enthält und das standardisierte Vorgehen anhand von Fallbeispielen aufzeigt.
5. das Vorgehen für das Rückkehrgespräch – Anlass, Form & Inhalt – sollte standardisiert werden
6. die Art und Weise der Umsetzung des Gesprächskonzepts sollte vom Vorgesetzten transparent gemacht werden
7. die Vorgesetzten sollten über ein eigenes Budget zur Umsetzung allfälliger Massnahmen verfügen können.
Zusammenfassend scheint der Einsatz dieses personalpolitischen Instruments nur sinnvoll, wenn es auf die hohe Akzeptanz aller Beteiligten stösst und andere Instrumente die Rückkehrgespräche ersetzten könnten, z.B. erleichterte Arbeitsbedingungen nach längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz oder Berufs- und Laufbahnberatung.
Andernfalls wird lediglich der Präsentismus gefördert, d.h. die Mitarbeitenden sind zwar an ihrem Arbeitsplatz, aber erbringen allenfalls ein geringe Arbeitsleistung.