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Schilddrüse - Kleines Kraftwerk, grosse Wirkung, Artikel in der Zeitschrift «natürlich», Quelle: www.natuerlich-online.ch
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Der Schilddrüsenkrebs gehört zu den selteneren Krebsarten. Pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 750 Personen daran. Schilddrüsenkrebs kann auch im jüngeren Alter auftreten. Frauen sind öfter betroffen und machen etwa drei Viertel der Schilddrüsenkrebserkrankungen aus.
Die Schilddrüse liegt unterhalb des Kehlkopfs und bildet wichtige Hormone für den Stoffwechsel. Früher kam es aufgrund von Jodmangel öfters zu einer gutartigen Vergrösserung der Schilddrüse, einem sogenannten Kropf. Dank der Jodierung des Kochsalzes ist diese Erkrankung in der Schweiz praktisch verschwunden. Es gilt den Schilddrüsenkrebs von den gutartigen Veränderungen in der Schilddrüse zu unterscheiden.
Beim Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Unterteilt werden die Schilddrüsenkarzinome nach den Eigenschaften des Tumors und dem Aussehen der Krebszellen unter dem Mikroskop. Die sogenannten papillären und follikulären Formen wachsen langsam und sind weniger aggressiv. Diese zwei Krebsarten sind zum Glück viel häufiger als die aggressivste Form des Schilddrüsenkrebses, das medulläre Schilddrüsenkarzinom.
Der Schilddrüsenkrebs kann zu einer Vergrösserung der Schilddrüse oder zu Knoten oder Schwellungen im Halsbereich führen. Beschwerden beim Schlucken, Hustenreiz, Heiserkeit oder Atemnot können Anzeichen für einen Schilddrüsenkrebs sein.
Warum genau ein Schilddrüsenkrebs entsteht, ist nicht geklärt. Übermässige Röntgenstrahlung im Halsbereich, Jodmangel und eine gewisse familiäre Veranlagung gelten als Risikofaktoren. Bei radioaktiver Bestrahlung kommt es häufig zu Schilddrüsenkrebs. Diese Beobachtung konnte zum Beispiel bei der Katastrophe in Tschernobyl gemacht werden.