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Der Traum von einer weltumspannenden Sprache ist kein neuer. Bereits im Jahre 1887 veröffentliche der Augenarzt Ludwik Lejzer Zamenhof ein Grundmodell einer internationalen Sprache, die wir als Esperanto kennen. Die sogenannte Plansprache Esperanto gilt bis heute in keinem Land der Welt als Amtssprache. Und trotzdem interessieren sich immer wieder Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und Sprachräume für Esperanto. Sichere Zahlen dazu, wie viele Menschen Esperanto beherrschen, gibt es nicht. Die Angaben schwanken entsprechend zwischen 100.000 und zehn Millionen weltweit, was sicherlich nicht allzu viel ist.
Folgt man den Grundlagen der Entwicklung einer international anerkannten und funktionierenden Plansprache, dann müsste sich eine solche laut Zamenhof durch folgende drei Ziele auszeichnen:
- Sie muss von jedem Menschen verhältnismässig leicht erlernt werden können.
- Wer diese Sprache erlernt hat, muss diese sofort im Sprachverkehr mit anderen Nationalitäten einsetzen können (dürfen).
- Die Welt muss von dieser Sprache lebendigen Gebrauch machen.
Bis heute scheinen weder die Ziele dieser Grundlagen umgesetzt, noch ist Esperanto so weit verbreitet, dass man sich damit mit grosser Sicherheit irgendwo verständlich machen könnte. Dennoch kann man nicht von einem Scheitern der Idee von einer weltumspannenden Sprache ausgehen. Immer wieder beschäftigen sich Menschen mit der Plansprache Esperanto und vielleicht bedarf es nur eines international anerkannten Anstosses, damit Esperanto endlich zur weltumspannenden Sprache eingesetzt werden kann. Die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg sind ermutigend, wenn auch nicht weltumspannend berauschend. Immerhin gibt es in mittlerweile 71 Ländern der Erde Esperanto-Landesverbände (Erhebung 2013). Die Schweizerische Esperanto-Gesellschaft vertritt um die 170 Mitglieder.
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