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Die Forschung in der Klassischen Homöopathie umfasst wie in jedem medizinischen Fachgebiet verschiedene Aspekte.
In der Grundlagenforschung wird an verschiedenen Modellen (Zellen, Pflanzen, Tiere) untersucht, ob homöopathisch potenzierte Substanzen eine spezifische Wirkung zeigen. In der „Homeopathic basic research experiments database HomBRex " sind 1310 Originalarbeiten erfasst, die insgesamt 1772 Experimente beschreiben. Clausen et al. kommen in ihrer Übersichtsarbeit zu den Daten aus HomBRex zur Schlussfolgerung, dass viele Experimente zwar positive Resultate für Hochpotenzen zeigen, dazu aber oft unabhängige Untersuchungen zur Bestätigung dieser Resultate fehlen.
Die klinische Forschung umfasst Studien zur Wirkung (efficacy) und Wirksamkeit (efficiency). Dabei werden die üblichen Studiendesigns und Methoden der konventionellen Medizin verwendet, wobei es umstritten ist, ob sich randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudien RCT zum Nachweis der Wirkung (efficacy) von ganzheitlichen Therapiesystemen wie der Klassischen Homöopathie eignen [Kienle et al. ]. Um den spezifischen Besonderheiten der Klassischen Homöopathie gerecht zu werden, ist es wünschenswert bei Durchführung einer RCT das Studiendesign entsprechend anzupassen. In der Berner Studie zur homöopatischen Behandlung von Kinder und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefzititsyndrom ADS ist dies exemplarisch umgesetzt worden [Frei et al. ]. In der CORE-Hom Datenbank sind aktuell 1117 klinischen Studien zur Homöopathie erfasst.
Weitere Forschungsbereiche sind die epidemiologische Forschung, die untersucht, welche Patienten aus welchen Motiven zu welchem Zeitpunkt Klassische Homöopathie nutzen und ökonomische Studien zur Frage der Wirtschaftlichkeit.
Ein wichtiger Teil der homöopathischen Forschung beinhaltet die Entwicklung neuer Medikamente. Um die Charakteristika und Wirkung dieser Medikamente zu erforschen werden weltweit homöopathische Arzneimittelprüfungen (homeopathic pathogenetic trials) durchgeführt. Ein Beispiel für ein moderenes Prüfungsprotokoll findet sich in der Arbeit von Teut et al. In der Datenbank „provings.info " finden sich Informationen zu 3250 Arzneimittelprüfungen.
In der "Berner Umschau" informiert das IKOM in kompakter Form über aktuelle Studien aus dem Bereich der Komplementärmedizin und aus medizinischen «Randgebieten» abseits der klinischen Forschung. Sie wird viermal pro Jahr als Printversion und für Abonnenten auch in elektronischer Form erscheinen. Der SVHA hat die ersten 2 Gratisversionen unten aufgeschaltet.
Berner Umschau 1/2017
Berner Umschau 2/2017
Berner Umschau 4/2016
Berner Umschau 3/2016
Berner Umschau 2/2016
Berner Umschau 1/2016
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