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Das in einem bestimmten Moment Notwendige findet sich immer flüchtig und fragmentarisch hart an der Grenze des gerade noch oder gerade schon Sagbaren (und also Denkbaren).
Viel gibt es dort nie zu sagen. Mag sein, nicht einmal Wesentliches für die Zeit.
Im Rückblick jedoch wird es trotzdem als das im damaligen Zeitpunkt Notwendige erscheinen. Warum das so ist? Vielleicht, weil die Grenze des gerade noch oder gerade schon Sagbaren mehr über die zeitgenössische Bewusstseinslage sagt als die mächtigen Sprachflüsse der Mainstream-Diskurse.
(22. + 25.06.1993; 13.11.2001; 11.10.2017)
Wenn Intellektuelle schreiben, müssen sie versuchen, das Notwendige möglichst gut, also schön zu sagen, um verstanden zu werden. Literatinnen und Literaten dagegen tun das Umgekehrte: Sie versuchen immer von neuem, ihr Schöngesagtes für die Kanonisierungsfunktionäre der Öffentlichkeit als notwendig erscheinen zu lassen. Das ist der Grund für mein Ressentiment gegen ihr Gewerbe.
(09.01.2008; 11.10.2017; 17.06.2018)