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Wabern
Der Vorort Berns am südlichen Stadtrand zwischen Aare und Gurten entstand im 20. Jahrhundert aus den mittelalterlichen Bauerndörfchen Gross- und Kleinwabern. Durch die Gründung der Brauerei 1854, die als wichtigster Arbeitgeber galt, hatten sich in Wabern viele Arbeiter niedergelassen, was die Nähe des grossen «alten Schulhauses» (heute abgerissen) zur Brauerei erklärte.
Seit 1899 führte eine Standseilbahn von Wabern auf den Gurten. Neue öffentliche Verkehrsmittel wie das Tram von Wabern zum Hauptbahnhof Bern (ab 1894 via Weissenbühl, ab 1912 via Monbijou), und die Gürbetalbahn (ab 1901) beschleunigten in Grosswabern und am Gurten die Bautätigkeit.
Die Herrengüter, die ab den 1930er- bzw. 1950er-Jahren parzelliert und deren Herren-, Pächter- und Ökonomiebauten teils abgebrochen wurden, wichen u.a. der Erweiterung der Gartenstadt Gurtenbühl, der Grossüberbauung Bondeli-/Funkstrasse sowie dem Einkaufszentrum Maygut und der Schulanlage Lerbermatt. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts siedelten sich auch verschiedene Bundesämter hier an, so 1965 das Eidgenössosche Institut für Metrologie (METAS).
Hinter dem Gurtendörfli (im Aegerten) stand die erste der fünf hier zu nennenden Burgen auf Könizer Boden, deren bauliche Anlage trotz fehlenden Mauerwerks noch zu erkennen ist. Der Stammsitz der Herren von Egerdon, die urkundlich im 13. Jahrhundert nachweisbar sind, erhob sich hoch über dem Aare Tal.
Literatur
- Anne-Marie Dubler, «Wabern», in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). Version vom 28.10.2008
- Frieda Hurni, Aus Wabern Vergangenheit, Bern 1963
- Paul Hugger, Aus dem Bilderbuch eines Berner Landlehrers, Bern 1989
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