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Ein Freund hat mich auf das Interview von Alfred Längle, einem langjährigen Weggefährten Frankls, aufmerksam gemacht. Frankl hatte mit Längle gebrochen, worüber dieser sich auch im Interview äussert. Ob Frankl ein Freund des Risikos gewesen sei, wollte die Interviewerin wissen. Längle:
Frankl war sehr ängstlich, mit einem Zug zum Zwänglerischen. Um seine Höhenangst zu überwinden, das schreibt er ja in seiner Autobiografie, hat er Kletterpartien unternommen und versucht, die Angst bei den Hörnern zu packen, ihr ins Gesicht zu lachen. Er war ein ängstlicher Mensch. Einmal hatte er über Kopfweh geklagt und da besorgte ich ihm ein homöopathisches Mittel. Er hat es nicht angerührt, aus Angst, es könnte ihn vergiften. Der chemisch-pharmazeutischen Industrie hat er vertraut, aber vor etwas Unbekanntem wie der Homöopathie fürchtete er sich.
Hier findet sich das Interview der Wiener Zeitung.