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Hollywood-Legende Kirk Douglas im Alter von 103 Jahren gestorben
Hollywood-Star Kirk Douglas ist mit 103 Jahren gestorben. Sein Sohn, der Schauspieler Michael Douglas, teilte dies am Mittwoch (Ortszeit) auf Instagram und Facebook mit. Zudem bestätigte dies ein Agent des Stars in einer Stellungnahme.
«Mit unendlicher Trauer teilen mein Bruder und ich mit, dass Kirk Douglas heute im Alter von 103 Jahren von uns gegangen ist», schrieb Michael Douglas, der selbst einer der grössten Hollywoodstars ist. «Er war der Welt eine Legende, ein Schauspieler aus dem Goldenen Zeitalter des Films, der bis weit in seine Goldenen Jahre gelebt hat.»
Sein Vater habe ein «schönes Leben» gehabt und hinterlasse Filme für die künftigen Generationen, schrieb Michael Douglas. Er würdigte seinen Vater auch als Philanthropen, der sich für das Gemeinwohl und den Frieden in der Welt eingesetzt habe.
Lobende Worte
Aus der Filmbranche kamen umgehend zahlreiche Würdigungen. «Goodbye an eine Hollywood-Legende» schrieb die für die Oscars zuständige US-Filmakademie. Douglas habe bis an das Ende seines «wunderbaren Lebens» sein Charisma bewahrt, erklärte der Regisseur Steven Spielberg gegenüber dem Branchenblatt «Hollywood Reporter». «103 Jahre auf der Erde. Das klingt gut! Es war toll, mit Dir Zeit zu verbringen, Mann», schrieb der Schauspieler Danny DeVito.
Kirk Douglas drehte mehr als 80 Filme. Seine berühmteste Rolle war die des Sklavenanführers «Spartacus» in dem gleichnamigen Historienepos. Douglas drehte oft mit grossen Regisseuren wie Billy Wilder, Howard Hawks, Otto Preminger und Elia Kazan. Allein mit seinem Leinwandfreund Burt Lancaster stand er sieben Mal vor der Kamera - angefangen beim Gangsterdrama «14 Jahre Sing Sing» bis hin zu der Gaunerkomödie «Archie & Harry - Sie können's nicht lassen».
Drei Mal hatte der Sohn russischer Einwanderer Oscar-Chancen: in der Rolle des rücksichtslos-ehrgeizigen Boxers in «Zwischen Frauen und Seilen», als machtgieriger Produzent in «Stadt der Illusionen» und für sein Künstlerporträt «Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft». Die Filmakademie verlieh ihm schliesslich 1996 einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.
Verkraften des Alters
Nach einem schweren Schlaganfall 1996 war Douglas zuletzt nur noch selten in der Öffentlichkeit gesehen geworden. In seinem achten Buch - «Ein Fall von Glück - Mein neues Leben nach dem Schlaganfall» beschrieb er die schwierige Genesung. Die Frage, wie er sich mit 102 fühle und, ob ihm das Alter zu schaffen mache, hakte er im vorigen Jahr mit wenigen Worten ab. «Ich dachte nie, dass ich über 100 werde, aber ich verkrafte es schon.»
Im Januar 2018 kam er bei der Golden-Globe-Gala im Rollstuhl auf die Bühne, um den Preis für das beste Drehbuch anzukündigen