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Projekt
Geschichte
Die Masten der 380-kV-Leitung von Mettlen über den Lukmanier nach Lavorgo wurde in den Nachkriegsjahren aufgrund von Rohstoffknappheit aus Rohren der ehemaligen Versorungspipeline der Alliierten erstellt. Diese Rohre wurden zur Verbesserung der Tragfähigkeit ausbetoniert. Schon bald nach der Errichtung hat sich gezeigt, dass diese Bauweise dazu neigt von Innen zu korrodieren. Alpiq hat sich deshalb Ende der 1990er-Jahre für den Ersatz einzelner, durch die Korrosion besonders geschwächter, Masten auf dem bestehenden Trassee entschieden. Ende 2001 hat Alpiq diese Strategie geändert und das Plangenehmigungsgesuch zur Totalsanierung des Teilabschnittes Ingenbohl – Mettlen der 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen eingereicht. Mittlerweile ist ein Grossteil der Leitung saniert. Drei Abschnitte – Küssnacht am Rigi (SZ), Lauerz (SZ) und Eyschachen (UR) – sind im Plangenehmigungsverfahren noch hängig.
Per 3. Januar 2013 übernahm Swissgrid das Eigentum am gesamten 380-/220-kV-Übertragungsnetz der Schweiz. Die ehemaligen Eigentümer – darunter Alpiq – traten alle bestehenden Leitungen und Unterwerke sowie die angefangen Projekte der Netzebene 1 an Swissgrid ab. Seither sind also die Leitungen Amsteg –Mettlen und Mettlen – Plattischachen in Besitz von Swissgrid. Planung, Bau und Unterhalt aller Leitungen und Unterwerke erfolgen nun aus einer Hand.
Abschnitt Küssnacht am Rigi
Das Bundesgericht verfügte im Jahr 2011, dass für die 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen auf dem Gemeindegebiet von Küssnacht am Rigi eine Machbarkeitsstudie für eine Teilverkabelung zu erstellen sei. Swissgrid hat die geforderte Kabelstudie beim Bundesamt für Energie eingereicht und erachtet eine Teilverkabelung – wie sie vom Bundesgericht gefordert wurde – weder aufgrund der optischen Wirkung noch der Wirtschaftlichkeit als vertretbar.
Abschnitt Lauerz
Das Bundesverwaltungsgericht verfügte im Jahr 2011, dass für die 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen auf dem Gemeindegebiet von Lauerz eine Machbarkeitsstudie für eine Teilverkabelung zu erstellen sei. Swissgrid hat sich nach erfolgtem Eigentumsübertrag dieser Aufgabe angenommen und die Kabelstudie erstellen lassen.
Infolge der Hangrutschungen 2013 im Gebiet Windegg – Ober Rüti mussten für beide 380-kV-Leitungen Notmasten erstellt werden. Die bereits erstellte Machbarkeitsstudie «Teilverkabelung Lauerz» musste überarbeitet werden. Dabei wurden die Resultate der geologischen Abklärungen, die von GEOTEST im Auftrag des Kantons Schwyz durchgeführt wurden, berücksichtigt und die Vorgaben des ESTI zur «Erdbeben¬sicherung der elektrischen Energieverteilung in der Schweiz», die im Vernehmlassungsentwurf vorliegt, in die Studie aufgenommen.
Nach Prüfung dieser neuen Randbedingungen kommt Swissgrid zum Schluss, dass der Baugrund im Rutschgebiet weder für eine Freileitung noch für eine Kabelleitung geeignet ist und deshalb die studierte Variante «Durchstich Urniberg» nicht machbar ist. Die Leitung kann nicht mehr auf dem bestehenden Trassee geführt werden und muss verlegt werden.
Die alternative, ebenfalls in der Kabelstudie aufgezeigte, Linienführung entlang des Sees beurteilt Swissgrid aus Gründen der Einwirkungen auf andere Infrastrukturen (Strassen, Werkleitungen etc.) als nicht machbar. Eine Realisierung dieser Linienführung hätte erhebliche Behinderungen bis hin zu Totalsperrungen der Kantonsstrasse von Lauerz nach Schwyz zur Folge.
In diesem Abschnitt verläuft bergseits die parallel geführte 380-kV-Gotthardleitung. Sie ist durch den Hangrutsch von der gleichen Gefährdung betroffen und ist deshalb neu in das bestehende Projekt zu integrieren.
Abschnitt Eyschachen bei Altdorf
Die 380-/220-kV-Leitungen (Swissgrid) und die 132-kVLeitung der SBB werden auf dem Abschnitt Swissgrid Mast 9429 / SBB Mast 60 im Bereich SABA Attinghausen bis Swissgrid Mast 9440a / SBB Mast 81 im Bereich Giessenkanal auf einer Gesamtlänge von ca. 4,7 km auf einem neuen Trassee gebündelt und parallel zur Autobahn und zur Reuss geführt.