Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/92324

<h2>SubmittedText<h2><p>Normung ist die planmässige, durch die interessierten Kreise von Industrie, Handel, Konsumenten usw. gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von Gegenständen und Verfahren zum Nutzen der Allgemeinheit. Sie stellt auch die Grundlage für eine Standardisierung der Terminologie und Beurteilungsmethoden bei E-Learning dar. Der Einfluss auf die Gesellschaft ist dementsprechend gross. Die Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Normen vollzieht sich zunächst auf der Stufe der einzelnen Länder und anschliessend zwecks Koordination und Vereinheitlichung auf internationaler Ebene.</p><p>Bis 2004 funktionierte das schweizerische Mitwirken im internationalen Umfeld konstruktiv und zielführend. Die Schweiz war vertreten durch die Schweizerische Normen-Vereinigung. Leider wurde die Zusammenarbeit vor einiger Zeit nicht mehr weitergeführt. Seither beteiligt sich die Schweiz nicht mehr am internationalen Zusammenwirken betreffend Normung.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Warum wurde die Mitarbeit der Schweiz auf internationaler Ebene eingestellt? Müsste diese in Zukunft nicht wieder aufgenommen werden?</p><p>2. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass bei einer Nichtteilnahme der Schweiz diese Gefahr läuft, ins Hintertreffen zu geraten, was mit wirtschaftlichen Nachteilen verbunden wäre?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Fragesteller ruft zu Recht die Auswirkungen der Normung für die Gesellschaft als Ganze und ihre Rolle in ihrer Funktion als Grundlage für die Standardisierung der Terminologie und der Beurteilungsmethoden im E-Learning in Erinnerung.</p><p>Was die diesbezügliche Mitarbeit der Schweiz auf internationaler Ebene anbetrifft, so wurden 2004 exploratorisch Kontakte zum Gremium IEC JTC 1 SC 36, "Information technology for learning, education and training" der Internationalen Organisation für Normung hergestellt. Ausgehend von den dabei gewonnenen Erkenntnissen wurde beschlossen, dass die Vertretung der Schweiz in diesem Gremium ab 2006 über den Beobachterstatus der Schweizerischen Normen-Vereinigung zu erfolgen habe.</p><p>Konkrete Hinweise der interessierten Kreise auf allfällige wirtschaftliche Nachteile dieser Lösung oder klar artikulierte Bedürfnisse, aus welchen hervorginge, dass neue Massnahmen in die Wege zu leiten sind, liegen dem Bundesrat nicht vor. Er sieht somit keine Veranlassung, beim internationalen Zusammenwirken im Bereich der Normung des E-Learning zu intervenieren.</p>  Antwort des Bundesrates.