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Eine schadhafte und eine erbauliche Zukunftsschau
Von Daniel Muhl
Wenn wir eingehend darüber diskutieren würden, ob es wirklich von Vorteil ist, wenn wir die Zukunft kennen, dann würden wir auch sehr schnell einmal realisieren, dass es nicht nur Vorteile hat, wenn man in die Zukunft sehen kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ist es überhaupt möglich, künftige Ereignisse vorauszusagen?
- 2 Inwiefern würde es überhaupt Sinn machen, wenn wir die Zukunft kennen würden?
- 3 Eine schadhafte und eine erbauliche Zukunftsschau
- 4 Eine positive Zukunftsschau
Ist es überhaupt möglich, künftige Ereignisse vorauszusagen?
Zuerst möchte ich die Frage beleuchten, ob wir überhaupt die Möglichkeit haben, zukünftige Geschehnisse erkennen zu können? Aus naturwissenschaftlicher Sicht kann man vielleicht sagen, dass gewisse Entwicklungsprozesse absehbar sind, wenn man die Motive derer kennt, die auch wirklich das Sagen haben. Die Staaten, die Börse und viele Firmen entwickeln z. B. sofort neue Strategien, wenn ein neuer amerikanischer Präsident gewählt wurde. Sie alle versuchen seinen neuen Kurs einzuschätzen und infolgedessen passen sie ihre Strategie-Konzepte an.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht versucht man ein drohendes Erdbeben ein paar Stunden vorherzusagen, aber für die Seismologen ist das nach wie vor sehr schwierig. Die Menschheit kann das Wetter für 2-3 Tage mittlerweile sehr gut voraussagen, aber ein Meteorologe würde sich kaum trauen, die Wettersituation in 6 Monaten vorauszusagen. Der Einschlag eines großen Meteoriten kann man vermutlich auch eine gewisse Zeit voraussagen, wenn man ihn zuvor erkannt und seine Laufbahn auch richtig berechnet hat. Wissenschaftler können also teilweise mögliche, unmittelbar bevorstehende Naturereignisse voraussagen, aber es wird dann schwierig, wenn ein unauffälliger und kaum registrierter Mensch plötzlich durchdreht und einen Amoklauf vollzieht.
Langfristige Entwicklungen lassen sich nur sehr vage voraussagen. Die meisten Wissenschaftler sind sich darin einig, dass die Erde immer wärmer wird, weil das in den letzten Jahrzehnten genau gemessen werden konnte. Durch diese langfristigen Messungen kann man auch sagen, dass die Erde in 20 Jahren noch wärmer wird; es sei denn, es schlägt ein Meteorit ein, der ganze Kontinente in eine Aschewolke hüllt und eine neue Eiszeit entstehen lässt. Die Voraussage, dass die Erde immer wärmer wird, stimmt also nur dann, wenn keine anderen Ereignisse, diese Entwicklung stört.
Mit anderen Worten: „Zuverlässige Aussagen über die längerfristige Zukunft kann man aus wissenschaftlicher Sicht nicht machen, man kann lediglich mögliche Tendenzen aufzeigen!“ Aus mathematischer und physikalischer Sicht könnte man sagen, dass nur derjenige in die Zukunft blicken kann, der über der Zeit steht! Wenn es also ein Wesen gibt, das nicht an die Zeit gebunden ist, dann könnte es – sofern es wollte – ganz zuverlässige Auskunft über die Zukunft machen!
Für mich ist klar: „Gott der Schöpfer steht über Raum und Zeit und Er kann sehr wohl sagen, wie die Zukunft aussieht und was in der Vergangenheit geschah. Er kann uns auch sagen, was sich außerhalb unserer sichtbaren Welt befindet. Gott gibt uns für die Zukunft die Informationen, die wir brauchen und die Informationen, die wir nicht brauchen, bzw. die uns schaden, die gibt Er uns nicht!
Inwiefern würde es überhaupt Sinn machen, wenn wir die Zukunft kennen würden?
Einen umfassenden und detaillierten Blick in die Zukunft gewährt uns Gott nicht und er wäre aus mehreren Gründen auch nicht gut, weil eine umfassende und detaillierte Zukunftsschau verschiedene Reaktionen auslösen würde, die Gott nicht will:
- Wir Menschen würden versuchen, die negativen Ereignisse unseres Lebens zu umgehen und uns fast nur noch auf diese Umgehung konzentrieren. Allerdings würde ein tatsächlicher Blick in die persönliche Zukunft, eine Umgehung unmöglich machen, weil es sich in diesem Fall gar nicht um einen Blick in die Zukunft handeln würde.
- Wenn wir aber durch das Vorherwissen unser Schicksal nicht umgehen können, dann wären wir vor lauter Angst, vor den künftigen schweren Schicksalsschlägen, sehr wahrscheinlich völlig gelähmt! Aus einer ungereiften Position könnten wir das persönliche künftige Schicksal kaum ertragen, weil uns noch die nötigen Entwicklungsprozesse fehlen. Wenn ein junger Mensch, dem seine Gesundheit oberste Priorität hat, sehen würde, wie elend er an Krebs sterben wird, dann könnte ihn die Angst davor, in seinem Werdegang völlig lähmen.
- Die Hoffnung auf eine zeitnahe Wendung des Leidens, gibt uns auch mehr Kraft, die Gegenwart besser zu ertragen. Wenn wir aber von Anfang wüssten, dass unser Leiden über Jahrzehnte dauert, dann wäre das kaum auszuhalten.
Wie wir sehen, hat Gott gute Gründe, wenn Er uns in den allermeisten Fällen das persönliche Schicksal vorenthält und wir sollten nicht versuchen, durch eine außerbiblische Vorgehensweise, unsere Zukunft in Erfahrung zu bringen. Das heißt aber nicht, dass Gott uns gar nichts über unsere Zukunft sagt, wie später noch sehen werden.
Eine schadhafte und eine erbauliche Zukunftsschau
In der Bibel gibt es einige Fälle, wo Menschen in die Zukunft sehen wollten, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Hier muss man wissen, dass dies im okkulten und damönischen Bereich bis zu einem gewissen Grad möglich, aber hoch gefährlich, ist.
Weltpolitische Entscheidungen werden in der Unsichtbarkeit gefällt
Vor dem Thron Gottes gibt es verschiedene Ratsversammlungen, wo in der Unsichtbarkeit Entscheide gefällt werden. Durch diese Entscheide in der Unsichtbarkeit, sind auch die Engel- und Geisteswesen einige Zeit vor den künftigen Ereignissen darüber informiert, was als Nächstes geschehen wird (Hi 1 / 1Kö 22:19ff). Durch das Vorherwissen, über das die unsichtbaren Wesen verfügen, können Okkultisten, Totenbeschwörer, Wahrsager oder ein anderes Medium auch Dinge bis zu einem gewissen Grad vorhersagen.
Die Magd mit dem Wahrsagegeist
In Apg 16:16 ist von einer Magd die Rede, die einen Wahrsagegeist hatte (w. einen erkundenden Geist). Weil diese Magd in die unmittelbare Zukunft sehen konnte, war es vielen Geschäftsleuten möglich, erhebliche Gewinne zu machen. Es war in etwa so, wie wenn mir heute eine Person sagen könnte, wie hoch der Aktienkurs von verschiedenen Firmen in einer Woche ist. Damit könnte ich an der Börse fast nur Gewinne machen. Doch dieser Blick in die Zukunft fördert nur die Gier der Menschen. Da die Geldliebe die Wurzel alles Bösen ist, wird Gott uns keine Zukunftsblicke gewähren, die unsere Gier anstacheln.
Saul bei der Totenbeschwörerin
Ein weiteres negatives Beispiel finden wir bei Saul, der eine Totenbeschwörerin kontaktierte, weil er von Gott keine Anweisungen mehr bekam und ihm gegenüber schwieg (1Sam 28:7). Durch ihre okkulte Tätigkeit konnte sie einen Geist hervorholen, den Saul als den verstorbenen Samuel erkannte und der ihm seinen baldigen Tod prophezeite. Diese Weissagung löste in Saul eine große Niedergeschlagenheit sowie Kraftlosigkeit aus. Auch hier sehen wir die unseligen Auswirkungen einer okkulten Praxis, die der Herr verboten hat (3Mo 19:31).
Alexander der Große und die Orakel
Die außerbiblische Geschichte berichtet uns ähnliche Gegebenheiten, die historisch natürlich umstritten sind. So lesen wir bei Alexander dem Großen, dass Pythia, als das Orakel von Delphi, zu ihm Folgendes sagte: „Lass ab von mir, du bist doch unüberwindlich, Junge!“ (Quelle: Wikipedia) Auch das Orakel von Siwa bestätigte durch den Oberpriester, dass Amun (der ägyptische Wind- und Fruchtbarkeitsgott) dem Alexander die künftige Weltherrschaft zusprach (Quelle: Wikipedia).
Allerdings wurde der Siegeszug von Alexander dem Großen schon vor seiner Geburt durch die Bibel vorausgesagt. Die Ausleger sind sich darin einig, dass der Ziegenbock von Dan 8 ein Bild auf Alexander ist. Dadurch hatten natürlich auch die Engelwesen bereits einen Einblick in das künftige Geschehen zwischen Griechenland und dem medisch-persischen Großreich (Dan 8:20-21).
„The Simpsons“ und Donald Trump
Das Phänomen der Wahrsagung und der außerbiblischen Prophetie, die uns Menschen schadet, kennen wir aber auch aus der Neuzeit! Eine der erfolgreichsten Zeichentrickfilm-Serien in den USA hieß „The Simpsons“. Ich habe mir nie eine ganze Sendung angeschaut, weil ich bereits nach den ersten Minuten, die Sendung als völlig primitiv empfand. Erstaunlicherweise war sie die Zeichentrickfilmserie, die in den USA am längsten lief. Mittlerweile ist bekannt, dass bereits im Jahre 2'000 eine Sendung ausgestrahlt wurde, wo von einem amerikanischen Präsidenten Trump die Rede ist (siehe hier). 2'015 wurde eine Simpsons-Serie ausgestrahlt, die bereits erstaunliche Details zum Wahlerfolg von Donald Trump zeigt, die dann auch tatsächlich in Erfüllung gingen (siehe hier). Ich weiß nicht, ob es sich bei diesem YouTube-Video um ein „Fake“ (eine Fälschung) handelt, aber dass die Simpsons-Serie von einem Präsident Trump spricht, ist eindeutig erwiesen und es finden sich auch noch andere Hinweise auf die Zukunft in dieser Serie. Diese Zeichentrickserie wurde von Matt Groening geschaffen, der auch den Comic „Life in Hell“ (Leben in der Hölle) schrieb (Quelle: Wikipedia). Er selbst bezeichnet sich als Agnostiker und er sagte einmal:
- „Wenn ich gefragt werde: ‚Gibt es einen Gott?‘ ‚Wenn es einen Gott gibt, sprechen alle Anzeichen dafür, dass er mich hasst.“
Damit unterstellt er dem allmächtigen Gott das böseste Motiv, das es gibt und wenn er damit Satan meinte, dann wäre die Aussage natürlich zutreffend!
Diese Fakten lassen vermuten, dass der Erfinder und die Macher der Simpsons von einem Wahrsagegeist inspiriert waren, der Hinweise auf die Zukunft gab.
- Nebenbei bemerkt: Der Autor von „Die Akte Trump“ behauptet, dass Donald Trump mit vielen Kriminellen zu tun hatte. Sollte er Recht behalten, ahne ich Böses für die nächsten Jahre (siehe hier)! Der Name Donald kommt aus dem Keltischen und heißt so viel wie „Herrscher der Welt“ (siehe hier).
Mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft
Diese ganze Sache hat aber auch einen Nebeneffekt „Die Gesellschaft gewöhnt sich langsam daran, dass es Geistesmächte gibt, die in die Zukunft schauen können. Wenn in den nächsten Jahren immer mehr biblische Prophezeiungen vor unseren Augen in Erfüllung gehen, dann wird das die Leute nicht mehr sonderlich berühren, da sie sagen, dass es Weissagungen und Prophezeiungen in den unterschiedlichsten Bereichen gibt.
Allerdings heben sich die Prophezeiungen der Bibel ganz wesentlich von allen anderen Weissagungen ab. Damit komme ich zu einer positiven Zukunftsschau.
Eine positive Zukunftsschau
Einblicke in die persönliche Zukunft
Es gibt Einblicke in die Zukunft, die uns helfen, die richtigen Entscheidungen für das persönliche Leben zu fällen und um die künftigen Ereignisse besser zu überstehen. Diese Einblicke gewährt uns nur der allmächtige Gott. Er zeigt uns, was es für persönliche Auswirkungen hat, wenn wir Ihn nicht fürchten und auf Seine Gebote achten (Jes 57:11-14 / 5Mo 28:15). Er allein weiß, welche Einblicke uns nützen und welche uns schaden. In den allermeisten Fällen gewährt uns Gott keine Einblicke in das persönliche Schicksal, sondern vielmehr in jene Dinge, die auf uns zukommen, wenn wir dies oder jenes praktizieren. Wer sich nach einem egoistischen und genussreichen Leben ausrichtet, der wird das Verderben und den Tod ernten! Das prophezeit Gott jedem Menschen. Allerdings sehen dann die Auswirkungen des Verderbens unterschiedlich aus. Gott prophezeit auch jedem Menschen, dass er Frieden und Leben haben wird, wenn er seine Sünden bekennt und wenn er sein Leben Gott anvertraut. Aber diese Vorhersagen sind allgemein gültig und wirken sich im Einzelnen unterschiedlich aus. Einblicke in ein detailliertes und ganz persönliches Schicksal gibt Gott eher selten. Wenn Er es macht, dann nur, um uns zu helfen, das Bevorstehende besser zu überstehen oder um uns vor etwas zu warnen. So wurde dem Paulus vorausgesagt, dass er in Jerusalem gefangen genommen wird (Apg 21:11).
Einblicke in die Zukunft, die Viele betrifft
In der Apostelgeschichte hatte Gott durch Agabus eine Hungersnot vorausgesagt, die dann zur Notlinderung der Brüder in Judäa beitragen sollte (Apg 11:28-29). Auch hier geschah die Voraussage zum Nutzen derer, die es hörten, glaubten und bewahrten.
Wir brauchen nur die Einblicke in die Zukunft, die Gott uns gibt, weil alle anderen Weissagungen letztlich schädlich sind. Gott ist der Einzige, der uns nicht nur die unmittelbar bevorstehende Zukunft voraussagen kann, sondern auch Dinge, die noch Jahrtausende entfernt sind. Er hat schon vor mehr als 3'000 Jahren vorausgesagt, dass Sein Volk unter alle Nationen zerstreut wird und von dort auch wieder gesammelt und zurückgeführt wird (5Mo 4:27 / 5Mo 28:36-37 / 5Mo 30:3 / Jer 16:15 / Jer 23:8). Diese Vorhersagen gingen vor unseren Augen in Erfüllung (Staatsgündung Israels 1948). Er ist der Herr der Geschichte und durch Jesaja sagt Er den Menschen:
- Jes 45:21 - Tut kund und bringt herbei; ja, beraten mögen sie sich miteinander! Wer hat dies von alters her hören lassen, lange zuvor es verkündet? Nicht ich, der HERR? Und es ist sonst kein Gott außer mir; ein gerechter und rettender Gott ist keiner außer mir!
Ganz zu Beginn der Offenbarung Jesu Christus schreibt Johannes durch den Heiligen Geist:
- Offb 1:3 - Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung (w. Prophetie) und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.
Wer die Offenbarung liest, begegnet sehr vielen Geschichten, die einen äußerst gruseligen Eindruck machen und da stellt sich schon die berechtigte Frage, warum man als glückselig bezeichnet wird, wenn man diese Worte liest?
Leider wird die Menschheit immer gottloser, egoistischer, böser und grausamer! In einem solchen Zustand kann die Menschheit nicht in das Reich Gottes eingehen. Es braucht die schweren Erziehungswege Gottes, in die auch wir hinein geraten. Menschen, die sich in diesen Gerichtszeiten befinden, können als glückselig bezeichnet werden, wenn sie die Worte der Prophetie hören, kennen und bewahren, weil sie dadurch wissen, dass der „Herr der Geschichte“ diese Dinge vorausgesagt hat und weil ihnen dadurch auch bewusst ist, dass dies nicht das Letzte ist! Das Letzte hat Johannes in der Offenbarung auch vorhergesagt:
- Offb 21:3-5 - 3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht [zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.