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Die arabische Dynastie der Saud existiert etwa seit 1735 und ist seit 1932 die Königsfamilie des Königreichs Saudi-Arabien, das im selben Jahr gegründet wurde. Die britische Elite unterstütze die Machtübernahme der Sauds bereits seit dem Jahr 1915 (Quelle). Die britische Königsfamilie hat bis heute diplomatischen Kontakt zur saudischen Königsfamilie (Quelle: 1 und 2). Das Haus Saud besteht aus etwa 15000 lebenden Familiemitgliedern (sie bekommen sehr viele Kinder), deren gesamt Vermögen auf 1,4 Billionen US-Dollar geschätzt wird (Quelle).
Die Sauds sind eng mit der Bin Laden Familie verbunden, die zu den reichsten saudischen Familien gehört. Die Bin Laden Familie besitzt den Baukonzern Saudi Binladin Group. Das bekannteste Mitglied der Familie ist Osama bin Laden, das ehemalige Oberhaut der Al-Qaida. (Quelle)
Enge verbündete der Sauds sind die Königsfamilien der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Oman und Jordanien. Enger diplomatischer Kontakt besteht zudem zu den Königsfamilien von Katar und Bahrain. All diese Länder waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts britische Kolonien/Protektorate (Quelle). Alle diese Länder, bis auf Jordanien, sind reich an Erdöl. Alle diese Länder gehören zur Arabischen Liga, die vermutlich einflussreichste internationale Organisation der arabischen Elite. Alle diese Königsfamilien haben Kontakt zu der britischen Königsfamilie und teilweise auch zu anderen europäischen Königsfamilien. Neben diplomatischen Treffen gibt es auch gegenseitige Besuche auf Hochzeiten und Beerdigungen.
Ich glaube die europäischen und die arabischen Königsfamilien sind sich einig, dass die Monarchien in den ölreichen Staaten erhalten bleiben sollen und die arabischen Monarchen im Interesse der Rohstoff-Elite über das Öl wachen sollen. Die arabischen Monarchen erhalten dafür Schutz (beispielsweise wurde Saddam Hussein erst nach dem Angriff auf den kleinen Ölstaat Kuwait international geächtet). Die Staaten Katar, Kuwait und Bahrain sind kleiner als die Schweiz und wären im Kriegsfall auf Schutz angewiesen, den sie sicherlich auch bekommen würden.
Mindestens 9 Prinzen aus dem Haus Saud waren an der britischen „Royal Military Academy Sandhurst“, die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Alle Königsfamilien der ölreichen Monarchien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen.
Öl
Saudi Arabien ist das Land mit den 2. grössten bekannten Erdölreserven der Welt (stand 2019) und war der grösste Ölexporteur der letzten Jahre. Das Land mit den grössten bekannten Reserven ist Venezuela. Aber vermutlich ist die Antarktis das eigentliche Land mit den grössten Öl- und Rohstoffreserven. Das grösste Erdöl- und Erdgasunternehmen Saudi-Arabiens ist Saudi Aramco. Mit einem Wert von 1.8 Billionen Dollar ist es das wertvollste Unternehmen der Welt und das wertvollste Unternehmen der letzten 200 Jahre. 2019 meldete Aramco einen Nettogewinn von 111,1 Milliarden Dollar und ist damit aktuell das profitabelste Unternehmen der Welt. Der Inhaber ist die saudische Regierung/Königsfamilie.
Finanzwesen
Zur Zeit entstammen etwa 5000 lebende Prinzen der Dynastie der Saud, die alle grosszügige Alimente vom Staat erhalten. Mehrere sind als Unternehmer und Finanzinvestoren tätig oder arbeiteten für saudischen Banken und Unternehmen. Die saudischen Banken sind die grössten des Nahen Ostens. Manche Prinzen arbeiteten aber auch für westliche Banken, wie die Citigroup. Der grösste Teil der grossen saudischen Banken ist im Besitz des Staates, also der Königsfamilie. Einige sind aber auch mit folgenden westlichen Banken verbunden, die Teilweise auch Anteile besitzen:
- Die Citigroup, die drittgrösste Bank der USA
- Die britische HSBC, die grösste Bank Europas.
- Die Credit Agricole, die zweitgrösste Bank Frankreichs.
Die drei Länder sind diejenigen, die die meisten Waffen an Saudi-Arabien verkaufen. Danach kommen Spanien, Schweiz, Deutschland und Italien. Saudi-Arabien ist somit ein wichtiger Kunde der westlichen Rüstungs-Elite.
Die erste Bank des Königreichs war die 1926 gegründete Saudi Hollandi Bank, die bis heute in Betrieb ist. 2016 änderte sie ihren Namen in Alawwal Bank um. Ursprünglich war sie ein Zweig der „Niederländische Handelsgesellschaft“, welche vom niederländischen König Wilhelm I. gegründet wurde. Später war die Bank mit der niederländischen ABN Bank verbunden, welche aus der „Niederländische Handelsgesellschaft“ entstand. Die niederländische Elite kontrolliert zur hälfte Shell, den grössten Ölkonzern der westlichen Welt, der seit über 75 Jahren in Saudi-Arabien aktiv ist.