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Im Jahr 1685 hob König Ludwig XIV. das Edikt von Nantes auf, das den französischen Reformierten, den Hugenotten, die Ausübung ihres Kultus gestattet hatte. Vor die Alternative gestellt, bestraft zu werden oder zum Katholizismus überzutreten, flohen Tausende Hugenotten aus Frankreich. Die reformierten Orte der Eidgenossenschaft wurden zu einem bevorzugten Fluchtziel v.a. der Hugenotten aus Südostfrankreich. Das gilt auch für die Waldenser, die Reformierten aus dem Herzogtum Savoyen-Piemont, die dort zur gleichen Zeit ebenfalls verfolgt wurden. Die Stadt St.Gallen sah sich unter Druck, Solidarität mit den Glaubensgenossen zu üben. Das Referat geht den Fragen nach, wie viele Hugenotten zeitweilig in St.Gallen Aufnahme fanden, wie sie hier lebten, was nachher mit ihnen geschah und wer von ihnen allenfalls zeitlebens in der Gallusstadt blieb.
Ende des 17. Jahrhunderts flohen Tausende Reformierte aus Frankreich und Nordwestitalien in die Schweiz. Marcel Mayer, Stadtarchivar der politischen Gemeinde St.Gallen, schildert, wie sich diese frühneuzeitliche Migration auf die Stadt St.Gallen auswirkte.
Referat von 18.00 bis 19.00 Uhr