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Die Sensler Meisterschaften über 300 m liegend lockten am Samstag trotz Coronakrise eine erfreuliche Anzahl Gewehrschützinnen und -schützen in den Schiessstand von Wünnewil-Flamatt. Einzig im Feld E kämpfen nur sechs Teilnehmer um die begehrten Medaillen. Bei angenehmem Spätsommerwetter schienen die Bedingungen perfekt – allerdings nur zu Beginn. Ein plötzlich aufkommender böiger Wind stellte die Schützen vor Probleme.
Im Vorprogramm mussten 40 Wettkampfschüsse auf die Scheibe A10 abgegeben werden. Die zehn Besten des Vorprogramms qualifizierten sich im Feld A für den Meisterfinal, in den Feldern D und E machten jeweils die fünf besten Schützen die Medaillen unter sich aus. Im Meisterfinal mussten zehn einzeln kommandierte Schüsse auf Zehntelwertung geschossen werden. Das Total des Meisterfinals sowie 10 Prozent der Punkte aus dem Vorprogramm ergaben zusammen das Schlussresultat.
Tochter und Vater auf dem Podest
Im Feld A war der Meisterfinal eine sehr spannende Sache, die Führung wechselte beinahe von Schuss zu Schuss. Ab der Mitte des Finals drehte aber Titelverteidiger Roger Siffert (Heitenried) auf und gewann mit 1,3 Punkten Vorsprung die Goldmedaille. Silber holte sich Samira Baeriswyl (Alterswil), die einzige Frau im Feld A. Mit 0,5 Punkten Rückstand auf seine Tochter sicherte sich Mario Baeriswyl (Alterswil) die Bronzemedaille. Wie knapp die Entscheidung im Kampf um Bronze war, zeigten die Resultate. Zwischen dem dritten und sechsten Platz betrug die Differenz lediglich 0,4 Punkte.
Zwei Premieren
Im Feld D gewann Heribert Andrey (St. Ursen) die Goldmedaille. Titelverteidiger Erich Bertschy (Plasselb) schoss mit 100,8 Punkten zwar das höchste Resultat im Meisterfinal aller Felder, seinen Rückstand aus dem Vorprogramm konnte er aber nicht ganz wettmachen. Mit 0,4 Punkten Rückstand holte er Silber, vor Mario Brülhart (Wünnewil-Flamatt).
Gallus Risse (Heitenried) gewann im Feld E seinen ersten Sensler Meistertitel und verwies Gilbert Andrey (St. Ursen) um 0,8 Punkte auf den Silberplatz. Als Dritter schaffte es der Karabinerschütze Josef Neuhaus (Wünnewil-Flamatt) aufs Podest. Pech hatte Jeanny Buntschu (Tafers). Nach sieben Schüssen lag sie noch auf Medaillenkurs, den achten Schuss gab sie aber erst nach den erlaubten 50 Sekunden ab. Mit einer Nuller-Wertung rutschte sie ans Tabellenende.kb/ms