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GESCHICHTE
Auf der Suche nach einer Kunst, befreit von kulturellen und sozialen Bedingungen, überzeugt von der kreativen Fruchtbarkeit der Torheit, schuf der französische Maler Jean Dubuffet (1901-1985) im Jahre 1945 eine Sammlung von Art Brut, ein von ihm zu jener Zeit erfundenes und definiertes Konzept. Er sieht in dieser marginalen Schöpfung eine „Operation reiner Kunst, roh, in allen seinen Phasen vom Autor neu erfunden, von nur ihren eigenen Impulsen.“ Im Jahr 1964 initiierte er die Veröffentlichung von Art Brut Broschüren, schrieb die ersten acht Titel, wobei die Veröffentlichung bis heute anhält. Im Jahr 1971 schenkte er seine Sammlung der Stadt Lausanne: 5.000 Werke, 133 Schöpfer. Die Kollektion der Art Brut ist für die Öffentlichkeit seit dem 26. Februar 1976 zugänglich.
KOLLEKTION Art Brut HEUTE
Als Erbe der Sammlung, die im Jahr 1945 kreiert worden war und von internationaler Bedeutung in diesem Gebiet ist, hilft die Collection de l’Art Brut die Bekanntheit der Stadt Lausanne und des Kantons Waadt in der Schweiz und im Ausland zu fördern.
Als erste Sammlung von Art Brut weltweit, hat sie enge Verbindungen zu anderen Mutterinstitutionen, die sich dieser Form des Ausdrucksstandards gewidmet haben, aufgebaut und ein Netzwerk für den Austausch, die Inspiration und die Zusammenarbeit entwickelt. Seit ihrer Gründung hat die Art Brut-Sammlung hart für die Anerkennung der Art Brut gearbeitet:
• erhebliche Bereicherung der Sammlungen,
• fast 100 herausragende, thematische oder temporäre Ausstellungen
• Herausgabe von mehr als 60 Büchern oder Monographien und Veröffentlichung von Dokumentarfilmen
• Kooperation und Ausleihe von Werken auf nationaler und internationaler Ebene
Das Museum verfügt nun über mehr als 70.000 Werke von 1000 Autoren.
Fast 700 Werke sind in der ständigen Ausstellung in den Hallen des Schlosses von Beaulieu, eigens dafür organisiert auf 4 Etagen.
Die Collection de l’Art Brut verfolgt weiterhin seine Mission der Entdeckung, der Erforschung und des Erhalts dieser dissidenten Kreationen. Sie wird aktiv in ihren verschiedenen Aktivitäten durch die Gesellschaft der Freunde der Art Brut (AAAB) unterstützt.