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Mit einer offiziellen ersten Sprengung haben am 10. März 2010 in der Installationskaverne in Sigirino die Hauptarbeiten für den Vortrieb am Ceneri-Basistunnel begonnen.
„Mit der Aufnahme der Sprengarbeiten beginnen nun auch am Ceneri-Basistunnel die eigentlichen Vortriebsarbeiten“, sagte Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung von AlpTransit Gotthard AG. „Die Vision einer Flachbahn durch die Alpen rückt damit immer näher.”
Der Sprengvortrieb wird durch die Arbeitsgemeinschaft Condotte Cossi ausgeführt. Dieses Konsortium setzt sich aus den Firmen Società italiana per Condotte d’acqua SpA (Roma), Cossi SpA (Sondrio) und Cossi SA (Lugano) zusammen.
Während den nächsten Monaten werden Installationen, die für den Vortrieb der beiden Tunnelröhren des Ceneri-Basistunnels benötigt werden, eingerichtet. Bis im Herbst 2010 sollte die Baustelle für den Vollbetrieb bereit sein.
Die Ausbruch- und Sicherungsarbeiten sowie die anschliessenden Ausbautätigkeiten dürften bis im Jahr 2016 beendet sein. Anschliessend wird die Bahntechnik eingebaut. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Ceneri-Basistunnels ist auf Ende 2019 geplant.
Mit einer Länge von 15.4 km zwischen dem Nordportal Vigana bei Camorino und dem Südportal in Vezia ist der Ceneri-Basistunnel nach dem Gotthard- und dem Lötschberg-Basistunnel das drittgrösste Tunnelprojekt in der Schweiz. Nur mit dem Ceneri-Basistunnel als Fortsetzung und Ergänzung des Gotthard-Basistunnels wird die neue Gotthardbahn zu einer durchgehenden Flachbahn für den Güterverkehr durch die Schweiz.
Stand der Arbeiten am Gotthard-Basistunnel
Gesamthaft sind bis jetzt fast 95% der rund 151,8 km Schächte, Stollen und Tunnelröhren des Gotthard-Basistunnels ausgebrochen. Der erste Hauptdurchschlag im 57 km langen Gotthard-Basistunnel wird voraussichtlich im Herbst 2010 in der Oströhre stattfinden. Hier müssen die Mineure zwischen Sedrun und Faido nur noch rund 3 km ausbrechen.
Der Vortrieb in der Weströhre befindet sich rund 400 m hinter dem Ostvortrieb. Ende letzter Woche ist die Tunnelbohrmaschine in der Weströhre auf eine geologische Störzone getroffen. Nach einem Gesteinsniederbruch musste der Vortrieb vorläufig eingestellt werden. Zurzeit werden die Massnahmen zur Durchörterung des Niederbruchbereichs festgelegt. Es wird mit einem Vortriebsunterbuch von bis zu 4 Wochen gerechnet. Auf das Terminprogramm und damit auf die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels Ende 2017 hat der Niederbruch keine Auswirkungen.