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Samhain – oder Halloween, Allerheiligen, Allerseelen – war für mich immer ein wichtiger Feiertag. Ich behe zwar keinen der Feiertage mit “grossen” Ritualen etc., das liegt mir nicht.
Dennoch: Es ist das Ende meines Jahres. Die Zeit mich intensiver um mich, mein Heim zu kümmern beginnt. Schon immer war ich im dunklen Halbjahr kreativer, schaffensdurstiger und lebte “intensiver”.
Jedes Samhain hat seinen eigenen Sinn und Zweck. So war ich vor zwei Jahren frisch schwanger und musste meinen geliebten Kater beerdigen. Letztes Jahr drehte sich alles um den bevorstehenden Umzug – und ich musste meinen zweiten geliebten Kater beerdigen.
Ende, Anfang, Neubeginn.
Und dieses Jahr? Ich hoffe, es dreht sich NICHT um das Ende. Aber ich werde die nächste Zeit nutzen mich meinen Ängsten zu stellen. Es ist Zeit. Den momentan beschäftigen mich viele Fragen und Gedanken, die ich aber fast sofort wieder verdränge…
Welche, realistischen, Chancen hat mein Vater noch? Soll ich darauf bestehen das er mich zum nächsten Termin im Krankenhaus mitnimmt? Soll ich, um mich besser zu fühlen, dem Arzt sein Versagen, sein Fehlverhalten vorhalten? Würde ich mich danach besser fühlen? Will ich überhaupt wissen in welchem Stadium sich der Hirntumor befindet? Wie gehe ich mit der Möglichkeit um das ich meinen geliebten Papa nicht mehr lange haben könnte? Das er möglicherweise in absehbarer Zeit sterben wird? Will ich überhaupt eine Prognose hören? Wie kann ich im Zusammenhang mit den Kindern mit meinen Ängsten und meiner Traurigkeit umgehen? Was wird aus meinen Kindern ohne ihren (neben GG) grössten Helden? Wie wird sich das Verhältnis zu meinem (Stief-)Mami verändern? Was kann ich tun um meinen Eltern zu helfen?
Ja, ich muss da ran. Es lähmt mich.