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AM ANFANG WAR DAS FEUER - DIE PFEIFE
Wie der Tabak selbst, so stammte auch das Tabakrauchen von den Eingeborenen der „neuen Welt“ ab.
Beim Entzünden ihrer Feuerstellen atmeten sie den aufsteigenden Rauch ein und kamen wahrscheinlich so
mehr oder weniger freiwillig auf den Geschmack. Schnell begriffen die damaligen Ureinwohner, dass unterschiedliche
Hölzer und Kräuter unterschiedliche Gerüche hervorriefen. Bald wurde es als Genuss empfunden, sich vor das
Feuer zu setzen und die verschiedensten Düfte einzuatmen. Ab diesem Zeitpunkt achteten die
Eingeborenen auch mehr auf das Material, das sie verbrannten.
Ein schlauer Mensch war es wohl, der alsbald auf die Idee kam, den Rauch einzufangen und zu konzentrieren.
Die Indianer zum Beispiel gruben sich Erdlöcher, füllten sie mit Tabakblättern und zündeten sie an. Danach deckten sie
Erde darüber, schoben einen hohlen Pflanzenstängel in die Erdkuhle und begannen daran zu ziehen. Eine ziemlich
unbequeme Art des Rauchens, da sie nur liegend oder in tief gebückter Haltung ausgeführt werden konnte.
Der Vorteil lag lediglich darin, dass bei zu viel Rauchgenuss die Gefahr des Umfallens ausblieb.
Die Eroberer der „neuen Welt“ kamen sicherlich schon mit den Vorreitern der heutigen Pfeife in Berührung.
Allen voran das Kalumet (Friedenspfeife) der Indianer. Der Sage nach, war es Manitu selbst, der seinen Stämmen des
Friedens Willen, diese Art des Rauchens auferlegte. Auch die Seeleute widmeten sich bald rege dieser Beschäftigung
und hatten viel Freude daran. Natürlich nur, wenn es nicht gerade um Leben oder Tod ging.
Die ersten Raucher auf europäischem Boden waren die Spanier. Ihr Tabakkonsum konzentrierte sich aber
hauptsächlich auf Cigarren. Wirklich übernommen und kultiviert, hatten die Engländer das Pfeiferauchen.
Endlich gesellschaftsfähig geworden, dauerte es nicht lange, bis der gesamte europäische Kontinent
Freude an dieser ruhigen und stilvollen Art des Rauchens fand.