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Zwischen dem 26. Juni und dem 15. August 2012 trafen beim Bundesamt für Kultur 236 Anmeldungen für den Eidgenössischen Wettbewerb für Literatur ein. Die literarische und sprachliche Vielfalt unter den eingegangenen Werken erlaubt es, eine positive Zwischenbilanz zu ziehen. Die französisch- und italienischsprachigen Werke sind im Vergleich zur Vertretung der Sprachgemeinschaften in der Bevölkerung[1] leicht übervertreten. 36% der eingereichten Werke sind auf Französisch (20.4% der Bevölkerung ist französischsprachig) und 12.5% der Werke auf Italienisch verfasst (6.5% der Bevölkerung ist italienischsprachig). Nur gerade neun E-Books wurden eingereicht. Mit 146 von 236 Anmeldungen sind Männer besser vertreten als Frauen. Der Altersunterschied zwischen dem jüngsten Autor (20 Jahre) und dem ältesten (93 Jahre) beträgt ganze 73 Jahre.
Die Entscheidung der Jury, den Wettbewerb so offen wie möglich zu gestalten, hat sich gelohnt. Dank der ausgezeichneten Vorbereitungsarbeit müssen nur einige ganz spezielle Fälle im Zusammenhang mit Übersetzungen bei der Vorbereitung der nächsten Ausgabe berücksichtig werden.
Weiteres Vorgehen
Diesen Herbst wird die Eidgenössische Jury für Literatur zwei Plenumssitzungen abhalten und dabei ihre Wahl treffen. Die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger der Eidgenössischen Literaturpreise, die mit einem Betrag von je 25‘000 Franken dotiert sind, werden am 3. Dezember 2012 bekanntgegeben. Ab Dezember und bis Mai 2013 werden für die Autorinnen und Autoren Lesungen in den verschiedenen Sprachregionen organisiert.
Preiskategorien
Die Verleihung der Eidgenössischen Literaturpreise findet im Mai 2013 während der Solothurner Literaturtage statt. Neben den im Dezember bekanntgegebenen Preisträgerinnen und Preisträgern der Eidgenössischen Literaturpreise würdigt das Bundesamt für Kultur im Mai bedeutende Persönlichkeiten der Schweizer Literaturszene.
Mit dem «Schweizer Literaturpreis» wird das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors ausgezeichnet. Der «Schweizer Übersetzungspreis» prämiert eine herausragende literarische Übersetzerin oder einen herausragenden literarischen Übersetzer. Der «Spezialpreis für Literatur» schliesslich würdigt eine Persönlichkeit, die sich auf einzigartige Weise für die Schweizer Literatur einsetzt, sei dies in der Vermittlung, dem Verlagswesen, der Produktion, der Literaturkritik, der Kulturpolitik oder dem Unterricht und der Forschung.
[1] Sprachenlandschaft in der Schweiz, Georges Lüdi, Iwar Werlen BFS, Neuchâtel 2005