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21.07.2004, 00:00 Uhr
Blackberry ziehts in die Welt
Nachdem der Blackberry-Handheld in den vergangenen fünf Jahren den USA-Markt aufgerollt hat, soll das mobilfunkfähige Gerät nun auch seinen Siegeszug ausserhalb des amerikanischen Kontinents antreten.
Vergangenen Monat hat die kanadische Vertreiberfirma Research in Motion [RIM]mit dem Verkauf in Irland, Jamaika, Neuseeland, den Philippinen und Schweden begonnen. Auch China und Australien stehen auf dem Plan.Ursprünglich nur für grosse Unternehmen und Organisationen gedacht, da nur diese die nötige Technik für die Einbindung in Server-Netzwerke hatten, wurde mittels Kooperationen mit Mobil-Telefonherstellern der Schritt in den Einzelhandel gewagt. Weltweit erfolgt die Distribution mittlerweile in über 1.300 Verkaufsstellen.
Experten sagen dem Unternehmen weiterhin ein grosses Wachstum voraus, da die derzeitige Expansion in vielen neuen Märkten konsequent betrieben wird. Europa soll im zweiten Halbjahr einer der Hauptschauplätze der Expansion sein, nächstes Jahr dann Asien.RIM lizenziert auch Blackberry-Technologie an Unternehmen, die früher als Konkurrenten galten. Dazu zählen mittlerweile Palm One, Nokia, Sony, Samsung und Motorola.Andere Elektronik-Konzerne wie Dell, Hewlett-Packard und Kyocera könnten RIM jedoch mit ähnlichen Geräten gefährlich werden, da deren Vertriebsmöglichkeiten weitaus grösser sind und RIM nicht mithalten kann.
RIM begann ursprünglich als Hersteller von einfachen Pagern. Im ersten Quartal dieses Jahres wurde ein Umsatz von 269,6 Mio. Dollar erzielt und der Gewinn stieg - im Vergleich zum Vorjahr - um ein Drittel auf 55 Mio. Dollar.Die Zahl der Blackberry-Benutzer stieg weltweit auf 1,34 Millionen.Die technische Umsetzung im Einzelhandel basiert auf dem Rezept der webbasierten Software, die den Handheld vom Zwang zur Anbindung an andere Firmen-Server entbindet.