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Swiatek, die 2018 das Juniorenturnier von Wimbledon mit einem Finalsieg gegen die Schweizerin Leone Küng gewonnen hat und im WTA-Ranking derzeit noch an 54. Stelle geführt wird, hinterliess in Paris bislang einen ausgezeichneten Eindruck. Sie schlug unter anderen im Achtelfinal die Topfavoritin Simona Halep und gab in keiner ihrer sechs Partien mehr als fünf Games ab. Der vier Jahre älteren Podoroska fügte sie genauso deutlich die erste Niederlage nach 13 Siegen am Stück bei, wie sie zuvor auch die Vorjahresfinalistin Marketa Vondrousova und Halep aus dem Turnier geworfen hatte.
Nun ist Swiatek am French Open die erste polnische Finalistin seit Jadwiga Jedrzejowska vor 81 Jahren. In der 1968 lancierten Profi-Ära stand mit Agnieszka Radwanska 2012 in Wimbledon erst eine Polin im Final eines Grand-Slam-Turniers. Swiateks Gegnerin am Samstag ist die zweieinhalb Jahre ältere Sofia Kenin. Die als Nummer 4 gesetzte Amerikanerin mit dem unverkennbaren Ballwurf beim Service bezwang Petra Kvitova in 1:45 Stunden 6:4, 7:5 und könnte als erste Spielerin seit 2016 zwei Grand-Slam-Turniere in einem Jahr gewinnen. Kenin hatte im Januar am Australian Open triumphiert.
Leicht dürfte es für die ungemein ehrgeizige Kenin im Final gegen die in der Weltrangliste 48 Plätze weiter hinten stehende Swiatek nicht werden. Die beiden duellierten sich auf WTA-Stufe zwar noch nie, kennen sich aber aus Juniorinnen-Zeiten. Am French Open 2016 setzte sich Swiatek als Qualifikantin gegen die gesetzte Kenin durch. Das Turnier gewann am Ende die Schweizerin Rebeka Masarova, die inzwischen für Spanien spielt.
Am Freitag stehen in Paris die Halbfinals der Männer auf dem Programm. Um 14.50 Uhr spielt Rafael Nadal gegen den Thiem-Bezwinger Diego Schwartzman um seinen 13. Final am French Open, im Anschluss nimmt es Novak Djokovic mit Stefanos Tsitsipas auf.