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Systematik
|Ordnung||Passeriformes|
|Familie||Corvidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Cyanocorax|
|Art||Cyanocorax yncas|
Beschreibung
Der Grünhäher ist etwa 30 cm groß und wiegt zwischen 66 und 110 Gramm. Er hat grüne Federn auf dem Rücken und blaue Federn im Nackenbereich. Sein Bauch ist blass gelblich-grün. Sein langer, schmaler Schwanz ist oben grün mit einer dunkleren, bläulichen Spitze, während die Unterseite gelb ist. Seine Kehle und sein Gesicht sind schwarz. Seine Wangen und Augenbrauen sind blau. Seine Augen sind gelb. Auf seiner Stirn befindet sich ein dunkelblauer Kamm, der sich manchmal bis zur Haube erstreckt. Ansonsten ist die Haube hellblau. Sein Schnabel ist schwarz, kurz und kräftig. Seine Beine sind rötlich-braun. Es gibt bei dieser Art keinen Geschlechtsdimorphismus.
Biologie
Der Grünhäher ist ein opportunistischer Vogel und Allesfresser. Er ernährt sich von Wirbellosen (Insekten, Würmern), Echsen, Beeren, Früchte und Samen.
Dieser Vogel ist tagaktiv. Der Grünhäher ist ein Baumbewohner, der seine Nahrung in kleinen Gruppen im Geäst oder im Unterholz sucht. Das Sozialverhalten unterscheidet sich zwischen der Population von Zentralamerika und der von Südamerika. Die Grünhäher in Zentralamerika sind solitär während der Paarungszeit und Schwarmtiere während dem restlichen Jahr, während die Tiere Südamerikas das ganze Jahr über sehr gesellig sind.
In Kolumbien bestehen Gruppen aus einem sich fortpflanzenden Paar und Assistenten, welche sich mit dem Schutz und der Nahrungssuche für die Brut beschäftigen. Der Schwarm ist sehr territorial und aggressiv gegenüber Raubtieren. Wenn ein Gruppenmitglied getötet wird, attackieren die anderen das verantwortliche Raubtier. Ihr Lautrepertoire ist sehr gross, wie bei den meisten Hähern.
Grünhäher sind monogam. Die zentralamerikanischen Tiere bauen ihre Nester alleine, während die südamerikanischen Grünhäher Kolonien bilden. Alle beide nisten in Bäumen, einige Meter über dem Boden. Immer baut das Paar das Nest aus Zweigen und Wurzeln, welches mit Moos, Flechten und Gras ausgestattet wird, gemeinsam. Das Weibchen legt zwischen drei und fünf Eier und brütet alleine. Während der Brut füttert das Männchen das Weibchen. Im Gegensatz dazu kümmern sich beide um die Jungtiere wenn sie mal ausgeschlüpft sind. Die Jungen können nach ungefähr drei Wochen fliegen und das Nest verlassen, aber sie werden noch drei weitere Wochen gefüttert. In der kolumbianischen Population bleibt der Nachwuchs mehrere Jahre bei den Eltern und hilft ihnen, die nächste Generation aufzuziehen.
Die Nester der Grünhäher in Zentralamerika werden oft von Rotaugenkuhstärlingen (Molothrus aeneus) parasitiert, einem Sperrling der Familie der Icteridae, der selbst keine Nester baut. Die Grünhäher bebrüten deren Eier und ernähren deren Jungtiere anstelle der eigenen.
Der Grünhäher hat die Fähigkeit zu sprechen und Werkzeuge zu benutzen, mit welchen er Insekten aus Baumstämmen herausfischt. Rabenvögel zählen zudem zu den intelligentesten Vögeln, denn einige unter ihnen haben ein Selbstbewusstsein (Elstern) oder sind fähig, Werkzeuge anzufertigen (Raben).
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Grünhähers ist auf zwei Regionen auf dem amerikanischen Kontinent aufgeteilt: Das erste Gebiet erstreckt sich von Südtexas bis nach Honduras und das zweite von Kolumbien über Venezuela, Ecuador, Bolivien bis nach Peru.
Der Grünhäher bewohnt tropische Wälder und bevorzugt offene Gegenden. Er ist daher häufig an Waldrändern, auf Lichtungen und in Waldgebieten mit Büschen und Sträuchern anzutreffen.
Bedrohung
Diese Art erscheint in der Kategorie „geringfügig bedroht“ der roten Liste der Internationalen Union für den Naturschutz (IUCN).
Der Grünhäher kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen.