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Der Kanton Aargau misst von einigen Bächen und Flüssen seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Pegelstände und Wassertemperaturen. Aus den Pegelständen wird der Abfluss berechnet und online publiziert.
Datengrundlagen
Echtzeitdaten
Der Kanton Aargau betreibt ein modernes, automatisiertes hydrometrisches Messnetz, mit welchem Messdaten von Wasserstand, Abfluss, Wassertemperatur, Grundwasser und Niederschlag in Echtzeit auf dem Internet publiziert und visualisiert werden.
Die Echtzeitdaten werden vollständig automatisiert erhoben und an eine zentrale Datenbank transferiert. Aus regelmässig nachgeführten Wasserstand-Abfluss Beziehungen (sog. P/Q-Beziehungen) werden ebenfalls automatisiert aus Pegelständen die Abflussmengen berechnet und zeitnahe mit weiteren Verarbeitungsschritten auf dem Web publiziert.
Die Echtzeitkarte von Niederschlag, Abfluss, Wasserstand und Wassertemperatur ermöglicht das computer-gestützte Monitoring von Wasserinformationen in kurzen Zeitintervallen. Alle vom Kanton betriebenen hydrometrischen Stationen sind so nachgerüstet worden, dass dieser Vorgang online geschieht und auf zeitintensive, manuelle Datenerhebung vor Ort verzichtet werden kann.
Historische Daten
In der Vergangenheit erhobene Daten sind relevant für Aussagen zur gegenwärtigen und zukünftigen hydrologischen Situation. Sie bilden die Grundlage für statistische Auswertungen.
Mit historischen Daten lassen sich auch langjährige Muster und Trends aus den Daten für verschiedene Zwecke und Fragestellungen ableiten. Die historischen Daten des Kantons Aargau reichen teilweise bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück.
Historische Abflussdaten (Tages-, Monats- und Jahresmittel, et cetera) zu den Aargauer Gewässern werden in Form von standardisierten Jahrbüchern bereitgestellt. Im Falle von Niederschlägen liegen detaillierte Jahresberichte vor.
Hochwasserstatistik / Niederschlagsstatistik
Mit Hilfe der Hochwasserstatistik lassen sich Trends im langjährigen Hochwasserverhalten, als auch Wiederkehrperioden von Hochwasserereignissen ermitteln. Die Resultate dienen ersten groben Einschätzungen der Hochwasserwahrscheinlichkeiten. Die Niederschlagsstatistik gibt Aufschluss über Tagessummen und Intensitäten und bietet Informationen zu einzelnen Niederschlagsereignissen.
Die Ausgabe der Resultate der Hochwasserstatistik erfolgt in Form eines zweiseitigen Datenblattes. Auf der ersten Seite sind jeweils statistische Kennwerte und ein Säulendiagramm mit den Jahresmaxima der jeweiligen Beobachtungsperiode zu finden, wie sie auch in den entsprechenden Jahrbüchern veröffentlicht werden. Auf der zweiten Seite werden die Hochwasserwahrscheinlichkeiten graphisch als Frequenzdiagramm dargestellt und die Kenngrössen zur gewählten Verteilungsfunktion angegeben. Ebenso werden die Wiederkehrwerte für die in der Praxis gebräuchlichsten Jährlichkeiten aufgeführt. Es gilt zu beachten, dass diese in einzelnen Fällen von denjenigen der Gefahrenkarte abweichen können. Zusätzlich finden Sie dort auch Informationen zur verwendeten Berechnungssoftware, wie auch Angaben zu allfälligen Besonderheiten.
Bei den Niederschlagsstatistiken stehen drei Datenblätter zu den Tagessummen, den Intensitäten und den grössten Ereignissen zur Verfügung. Bei den Tagessummen werden auch die jährliche Summenkurve und die jährlichen Niederschlagssummen über die ganze Auswertungsperiode angezeigt. Bei den Intensitäten liegt der Fokus auf den grössten Ereignissen in Bezug auf unterschiedliche Intervalle (10, 20, 30, 60, 120 und 240 Minuten) während des entsprechenden Jahres, respektive der gesamten Auswertungsperiode. Detaillierte Informationen zu den grössten Niederschlagsereignissen werden in den Datenblättern zu den Ereignissen angeboten.