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Am 15. Januar stimmt die Bevölkerung von Roveredo zum ersten Mal über die neuen Pläne für das Dorfzentrum ab. Dort, wo früher die A13 das Dorf zerschnitt, soll ein neuer Dorfkern entstehen.
Bei der Konsultativ-Abstimmung geht es um ein 60-Millionen-Projekt der Zuger Baufirma Alfred Müller. Sie hatte mit dem Projekt «Roveredo Viva» einen Wettbewerb der Gemeinde gewonnen.
- Geplant sind ein Dutzend Gebäude, unter anderem mit 100 neuen Wohnungen, einer Tiefgarage für 250 Autos und zwei öffentlichen Plätzen.
- Die Baufirma will 60 Millionen Franken investieren.
- Die Gemeinde überlässt der Baufirma 9600 Quadratmeter für 540'000 Franken. Dafür baut der Investor die beiden öffentlichen Plätze, die Strasse dazwischen sowie die nötige Erschliessung.
Kritik am Bodenpreis und an der Planung
Die Kritiker des Projekts haben sich in den vergangenen Wochen auf Facebook organisiert. Anna Cattaneo wohnt und arbeitet in Roveredo. Bei diesem Tauschgeschäft würde der Boden im Zentrum zu billig verkauft und stehe in keinem vergleichbaren Verhältnis zu den versprochenen Leistungen.
Unklar sei auch, was die Folgen für Roveredo seien, wenn ein komplett neues Quartier entstehe. Es sei nicht klar, ob es zusätzliche Schulen brauche, was die Kosten seien und wieviel die neuen Steuerzahler dazu beitragen würden.
Die Kritiker fordern deshalb einen Marschhalt und eine detailliertere Planung. Anna Cattaneo selber würde es begrüssen, wenn die Gemeinde das Heft selber in die Hand nimmt, anstatt das gesamte Projekt einem privaten Investor zu überlassen.
Der Gemeindevorstand hat in der Abstimmungsbotschaft bereits angekündigt, dass man bei einem Nein die Verhandlungen mit dem jetzigen Investor abbrechen würde.
SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs