Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/266382

<h2>SubmittedText<h2><p>Das BFS hat Daten über die Entwicklung des Personalbestands in Schweizer Spitälern zwischen 2020 und 2021 nach Personalkategorien publiziert. Gesamthaft ist der Personalbestand im Erhebungszeitraum um 28% gewachsen. Die Entwicklung der verschiedenen Berufsgruppen verläuft sehr unterschiedlich: die Zunahme beim Pflegepersonal beträgt 21%, beim übrigen medizinischem Personal 34% und bei der Ärzteschaft 39%. Das grösste Wachstum verzeichnet das Verwaltungspersonal mit einer Zunahme um 45%.</p><p>&nbsp;</p><p>Swiss Nurse Leaders hat im Januar 2024 den CNO-Barometer 2023 publiziert, der mit PwC Schweiz zusammen erstellt wurde. Über 85% der befragten Pflegedirektorinnen nennen den Fachkräftemangel als Hauptherausforderung. Über die Hälfte gab an, in ihrer Organisation habe im Jahr 2022 Pflegepersonal gefehlt, um die Arbeitslast in der gewünschten Qualität leisten zu können.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Welches sind die Gründe für das enorme Wachstum des Verwaltungspersonals?</li><li>Wie ist es zu erklären, dass das gesamte Pflegepersonal nur halb so stark gewachsen ist wie die Ärzteschaft? Welche Folgen hat diese Entwicklung auf die Pflege der Patienten?</li><li>Welche Folgen hat das geringe Wachstum in der Pflege auf die Pflegequalität, die Arbeitsbedingungen, die Berufszufriedenheit und die Berufsverweildauer? Sind die Datendes BFS und von Swiss Nurse Leaders ein Indiz dafür, dass die Zahl der Bettenschliessungen in Spitälern weiter zunehmen wird? Was sind die Folgen für die Patienten?</li><li>Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus den Daten im Hinblick auf die Botschaft der zweiten Etappe der Verbesserung der Arbeitsbedingungen?</li></ol>