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Russische Regierung kündigt kohlenstoffarme Strategie an
Die neue Strategie zielt darauf ab, den Übergang Russlands zu einer diversifizierten wirtschaftlichen Entwicklung zu gewährleisten, die durch niedrige Treibhausgasemissionen gekennzeichnet ist. Die russischen Kernkraftwerke sollen 2030 voraussichtlich 225 TWh Strom produzieren – eine Steigerung von 8,1% gegenüber 2019 – und 2050 gar rund 260 TWh (+25%) erreichen.
Die Strategie skizziert zwei Hauptszenarien für eine kohlenstoffarme Entwicklung: das Basisszenario, das als Grundlage dient, und das Intensivszenario.
Das Basisszenario sieht eine weitgehende Steigerung der Energieeffizienz der russischen Wirtschaft und eine ausgewogene Waldbewirtschaftung einschliesslich einer Erweiterung des Waldschutzgebiets und einer erheblichen Verringerung der Abholzung vor. Die Kohlenstoffintensität der Wirtschaft soll bis 2030 um 9% und bis 2050 um 48% gegenüber 2017 verringert werden. Der Zielwert der Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 soll zwei Drittel des Niveaus von 1990 betragen. Der frühere Zielwert betrug noch drei Viertel.
Das Intensivszenario soll es Russland ermöglichen, in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts die CO2-Neutralität zu erreichen. Dieses Szenario sieht unter anderem eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen, eine gross angelegte Elektrifizierung und Digitalisierung von Verkehrs- und technologischen Prozessen in der Industrie sowie eine umfassende Waldbewirtschaftung vor.
Der Strategieentwurf umfasst zudem die Schaffung eines rechtlichen Rahmens und einer methodischen Grundlage für den technologischen Wandel der Wirtschaft, die Einführung einer nationalen Regulierung der Treibhausgasemissionen und die Schaffung eines Klimaüberwachungssystems.