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Das Gericht verurteilte die Frau zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren bei einer Probezeit von fünf Jahren, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Urteilsdispositiv hervorgeht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt hatte für die Frau eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert. Davon hätte sie ein Jahr absitzen sollen.
Die Beschuldigte hatte das Opfer 2013 in ihrer Funktion als Telefonverkäuferin kennengelernt und danach mehrfach besucht. Sie erzählte ihm jeweils von ihren Geldsorgen. Der Mann sagte bei der Zeugenbefragung Ende Mai vor Gericht: Ich hatte Erbarmen mit ihr. Bereits damals soll er ihr 36000 Franken gegeben haben, ein Strafverfahren wurde aber eingestellt. Der Kontakt brach ab.
Im Juli 2016 traten die beiden erneut in Kontakt und die Geschichte ging von vorne los. Der Senior gab ihr erneut Geld für Miete, Versicherungsschulden, Zahnsanierung, Auto oder für ihre zwei Kinder - laut Anklageschrift 278800 Franken.
Die Beschuldigte stritt vor Gericht zwar nicht ab, dass sie von dem Mann viel Geld erhalten habe. Aber ich sagte ihm immer offen, dass ich ein Casinoproblem habe und ihm das Geld nicht zurückbezahlen könne. Der Mann habe ihr dabei jeweils versichert, sie solle sich keine Sorgen machen, sie fänden sicher eine Lösung, er habe das Geld und er helfe ihr gerne. Vor Gericht sagte der Senior, er habe nie gewusst, dass die Frau spielsüchtig sei.
(sda)