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Die Freiherren von Grünenberg
Zweimal waren die Mitglieder des Historischen Vereins des Kantons Bern zu Gast auf dem Schlossberg in Melchnau mit der heutigen Ruine der Freiherren von Grünenberg, ihrem Stammsitz: für die Versammlung 1951 sowie am Sonntag, 20. Juni 1999, ebenfalls für die Hauptversammlung. Über 70 Mitglieder folgten 1999 den ordentlichen Traktanden, bis dann die Reihe an mich kam mit einem Vortrag über die Freiherren von Grünenberg.
Die Freiherren von Langenstein gründeten zusammen mit ihrem Verwandten Arnold von Kapfenberg 1194 das Kloster St. Urban. Im Laufe der Zeit hatten sie eine ausgedehnte, unabhängige Herrschaft aufgebaut. Ihre Erben, die Freiherren von Grünenberg, prägten im 13. und 14. Jahrhundert die Geschichte der ganzen Gegend, bis sie einen Teil ihres Gebietes an Bern verkauften.
Im Anschluss an den offiziellen Teil orientierte Dr. Daniel Gutscher die Anwesenden über die Baugeschichte der Burg Grünenberg und die archäologischen Arbeiten der letzten Jahre. Lukas Wenger stellte im folgenden Vortrag die Geschichte und die europaweiten Verbindungen der Familie von Grünenberg und ihre schwierige Position zwischen Bern und Habsburg vor. Am Nachmittag nahm ein grosser Teil der Mitglieder an den ausgezeichneten Führungen durch das Dorf Melchnau und die Burgruine Grünenberg teil.2
Inhalt: Nach einer Einleitung behandle ich die Gegend des Oberaargaus und die Vorfahren der Freiherren von Grünenberg. Der Hauptteil beschäftigt sich mit der Familie von Grünenberg: 1218 – ein Glanzpunkt zu Beginn, die Teilung der Familie in zwei Zweige, der Ausgleich mit den Nachbarn (Mitte 13. Jh.) sowie die guten Beziehungen zur Berner Oberschicht. Einen Wandel bringen die neuen Beziehungen in den Aargau und zu Habsburg, was zu einer Hochblüte der Grünenberg 1340 bis 1375 führt. Mit dem Ende des Rittertums zeichnet sich ein beginnender Niedergang auch bei den Grünenberg ab, aufgehalten vom letzten Glanz unter Wilhelm von Grünenberg. Eine Zusammenfassung beschliesst den Vortrag.