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Die Gerüchte kursieren seit vergangenen Sonntag - jetzt ist es amtlich. Dominique Gisin, 29, beendet ihre Ski-Karriere und informierte die Öffentlichkeit am Donnerstagnachmittag an einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit dem Weltcupfinal im französischen Méribel.
«Für mich ist es ein sehr emotionaler Moment, ich reisse mich ganz fest zusammen. Es war eine wundervolle, verrückte Reise für mich. Heute ist der Tag an dem ich meinen Rücktritt bekanntgebe», sagte sie einleitend. Sie habe sich seit Sommer, Herbst damit beschäftigt. «Es war einfach nicht mehr das gleiche wie früher», begründete sie ihren Entscheid. «Ich habe mir überlegt, was ich in Zukunft besser machen könnte und mir ist nichts mehr in den Sinn gekommen.» Sie habe gemerkt, dass sie an ihre Grenzen gestossen sei. Am Ende bedankte sich Gisin bei ihrem Team, den Fans und ihren Angehörigen - und brach in Tränen aus.
Ihr Debüt an Weltcup-Rennen feierte Gisin am 2. Dezember 2005 mit 20 Jahren. Eineinhalb Jahre später holte sie ihre erste Podestplatzierung (2. Platz in Altenmarkt-Zauchensee). Es dauerte nochmals zwei Jahre, bis sie - ebenfalls in Österreich - ihren ersten ersten Platz holte. Höhepunkt ihrer Karriere ist zweifelsohne die Gold-Medaille an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Damals gewann sie zeitgleich mit der Slowenin Tina Maze. Im selben Jahr wurde sie wegen ihres Erfolgs in Russland zur Sportlerin des Jahres gewählt. Gisin hätte vermutlich noch mehr Medaillen, wenn Verletzungen sie nicht regelmässig ausser Gefecht gesetzt hätten. Wie zuletzt kurz vor der Weltmeisterschaft in Vail, als sie in Cortina stürzte und sich am Knie verletzte.
Langweilig dürfte Gisin nach dem Rücktritt nicht werden. Zum einen nimmt sie im Sommer ihr Physik-Studium wieder auf. Zum anderen hat sie viele Hobbys, die sie auf Trab halten. Sie spielt Golf (Handicap 10) und fliegt. Gisin hat das Privatpilot-Brevet.