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Über den Konjunkturzyklus soll der Umsatz um jährlich vier bis sieben Prozent steigen statt wie bisher um drei bis fünf Prozent, wie ABB am Dienstag vor dem Investorentag mitteilte.
Das Plus setze sich zusammen aus einem organischen Wachstum von drei bis fünf Prozent und einem akquisitionsgetriebenen Wachstum von einem bis zwei Prozent. Bei der operativen Marge nimmt sich ABB ab 2023 nun mindestens 15 Prozent vor. Bisher hatte der Konzern aus Zürich ab 2023 einen Wert in der oberen Hälfte der Spanne von 13 bis 16 Prozent angepeilt. In dem von der Corona-Krise geprägten Geschäftsjahr 2020 kam ABB auf 11,1 Prozent.
"In den letzten 24 Monaten hat ABB bei der Implementierung ihrer dezentralen Organisationsstruktur und Verbesserung der Umsatzqualität solide Fortschritte erzielt", lässt sich CEO Björn Rosengren am Dienstag in einer Mitteilung anlässlich eines Investorentages zitieren. "Wir sind jedoch noch nicht da, wo wir sein wollen."
Update zu Devestitionen
ABB gibt anlässlich eines Kapitalmarkttages auch ein Update zum Stand der geplanten Veräusserungen. Demnach ist nach wie vor geplant, bis im Sommer 2022 die Division Turbocharging über ein Spin-off an die bestehenden Aktionäre oder einen Verkauf zu veräussern. Welcher Weg gewählt werde, hänge ausschliesslich davon ab, welcher die grösste Wertschöpfung verspreche.
Ausserdem sei für das zweite Halbjahr 2022 die Veräusserung der Division Power Conversion geplant. Und die Division E-Mobility soll nach wie vor an die Börse gebracht werden.
Die rechtliche Trennung von dieser Division soll im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden, bei günstigen Marktbedingungen könnte dann eine Kotierung an der Schweizer Börse im ersten Halbjahr 2022 angestrebt werden. ABB beabsichtigt weiterhin, eine Mehrheitsbeteiligung an E-Mobility zu behalten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Weiter geht ABB davon aus, fünf oder mehr kleine bis mittlere Akquisitionen jährlich zu tätigen. Finanziert werden sollen diese mit der "anhaltend starken Cashflow-Generierung".
(Reuters/AWP)