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Die Tradition des Handauflegens geht weit zurück, ihr Ursprung liegt sozusagen im Dunkel der Geschichte. Sie entwickelte sich wohl parallel mit der Akupunktur, deren Ursprünge sich bis ins 5. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen lassen – hier finden sich erste Hinweise im Norden Chinas, als sich Ackerbauern im Hwangho-Tal niederzulassen begannen.
Die ersten Stadtkulturen in China entwickelten sich um 1.700 vor Christus, um 1.500 vor Christus dann gab es einen richtigen Boom im Fernen Osten. In China nahmen die ideographische Schrift und der Brahma-Kult ihren Anfang, in Nordindien entwickelten sich Anfänge der Veden als älteste indische Literatur. Das »Ayurveda« ( = Wissen vom Leben) ist ein Zusatz des »Athrva-Veda« und hat hier seinen Ursprung. Um diese Zeit finden sich erste Hinweise auf Yoga.
Ca. 800 vor Christus entstehen die Upanishaden, religiöse Texte in Sanskrit verfasst, der heiligen Sprache Indiens.
Anfänge des Shintoismus lassen sich bis 660 vor Christus nachverfolgen, um 600 vor Christus lebte Lao Tse, der Begründer des Taoismus.
Ungefähr zeitgleich um 500 vor Christus begründet Buddha die Lehre des Buddhismus und Konfuzius seine Lehre.
Die Zeit von 350 bis 200 vor Christus kann als eine besondere Periode im chinesischen Denken bezeichnet werden. Hier bilden sich die taoistische und die konfuzianische Rechtsschule, es gibt wissenschaftliche Entdeckungen. Außerdem entwickeln sich erste Grundlagen und philosophische Konzepte des Qi-Gong (damals: Dao-yin), und der chinesische Einfluss in Japan wird größer.
Mit der Zeitenwende durch Christi Geburt beginnt die westliche Zeitrechnung, allmählich entwickeln sich die Kulturen in China und Fernost. Der Buddhismus verbreitet sich, die philosophischen und religiösen Strömungen insbesondere im Qi-Gong vermischen sich und verschmelzen miteinander.
Um 500 nach Christus werden tibetische Übungen populär, die chinesische Heilkunst breitet sich über Japan aus.
Um 600 nach Christus wird der Buddhismus Staatsreligion in Japan. um 640 erreicht er Tibet. Lhasa wird gegründet, die Lama-Medizin beginnt.
Um 700 nach Christus schreibt Sima Cheng-zhen »Die essentielle Bedeutung der Aufnahme des Qi«, die Selbstmassage wird verfeinert.
Um die erste Jahrtausendwende entsteht der Begriff »Qi-Gong«, bis dahin hieß diese Anwendung Dao-yin. Die japanische Silbenschrift bildet sich, Buddhismus und Shintoismus beeinflussen sich immer stärker gegenseitig.
Ab 1370 nach Christus nimmt Qi-Gong – und hier besonders seine medizinische Variante – einen erheblichen Aufschwung und wird immer populärer.
Hieraus entwickelt sich um 1450 »Te-ate«, bei dem Heilung durch Handauflegen praktiziert wird.
Ab 1650 ist Qi-Gong etabliert mit dem Schwerpunkt indischer und tibetischer Meditationen und Übungen.
Um 1900 begründet Mikao Usui sein System der Gesundheitsvorsorge und Heilung; die »Usui Shiki Reiki Ryoho Gakkai« (Usui-Reiki-Heilungsgesellschaft) entsteht.
Seit 1949 stehen in China die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und die westliche Medizin gleichberechtigt nebeneinander. In diesem Zusammenhang wird Qi-Gong immer beliebter und erstmals mit modernen Mitteln erforscht.
Zur Info: »Qi« ist die chinesische Schreibweise, »Ki« die japanische. Beides bedeutet »Energie« im Sinne der Schöpfungsenergie, die in allem ist und alles durchdringt und am Leben erhält.