Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/17

Der Schauspieler veralberte deutschen Star-Regisseur
Was hat Will Smith bloß geritten, als er sich diesen Scherz einfallen liess: Der «Men in Black»-Star veralberte den renommierten deutschen Star-Regisseur Werner Herzog und unschuldiges Federvieh zugleich! Auf Instagram postete der Hollywood-Star ein Video, das ihn an einem Drehort in Mexiko zeigt, und schrieb dazu: «Das ist der Grund, warum bei Popeyes die Sandwiches ausgegangen sind.»
Popeyes ist eine amerikanische Schnellrestaurantkette, die überwiegend Geflügelprodukte herstellt. Dann sieht man Smith mit freilaufenden Hühnern und er sagt: «Wir sind hier in Mexiko, und das ist meine erste offizielle Arbeit mit Hühnern. Ich habe noch nie zuvor mit Hühnern gearbeitet.» Plötzlich rappt Will das Wort «Chickens» und ein Interview mit Werner Herzog erscheint, in dem der 77-Jährige auf Englisch erklärt: «Die Ungeheuerlichkeit ihres flachen Gehirns und ihrer Dummheit ist einfach überwältigend. Versuche einem Huhn in die Augen zu schauen. Die Dummheit, mit der es zurückstarrt, ist einfach verblüffend.» Plötzlich ploppt ein umherlaufendes Huhn auf, dem in einer Fotomontage Herzogs Kopf aufgesetzt wurde!
Eigentlich irre komisch, doch wie kommt Will Smith, der aktuell in dem Kino-Film «Bad Boys for Life» zu sehen ist, auf so eine Idee? Jedenfalls scheint der Hollywoodstar darüber im Bilde zu sein, dass der Filmemacher Herzog sich in seiner Laufbahn als «Hühner-Hypnotiseur» outete. «Zuerst beruhigst du das Huhn, danach legst du seinen Schnabel auf dem Boden auf und zeichnest anschliessend eine Linie mit Kreide, die vom Huhn wegführt. Nachdem du das Huhn freigelassen hast, wirst du sehen, dass es hypnotisiert ist», erklärte der gebürtige Münchner in einem älteren Video.
Womöglich hatten Smith und sein Spott-Opfer schon mal Kontakt? Erst im Januar dieses Jahres wurde Werner Herzog in Hollywood mit dem Ehrenpreis des renommierten Verbands der Kameraleute (ASC) ausgezeichnet. Herzog sei ein «wahrhaft einzigartiger Geschichtenerzähler», zitierte das Branchenblatt «Variety» in dem Zusammenhang den ASC-Vorsitzenden Kees van Oostrum. Mit dem «Board of Governors Award»-Ehrenpreis würdigt der Verband «American Society of Cinematographers» besondere Verdienste von Filmschaffenden, die selbst keine Kameraleute sind, aber die visuelle Kunstform und Kameraarbeit fördern.