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Letztes Wochenende fanden drei Europacup Rennen in Campra statt. Anlässlich dieser Rennen wurden auch die ersten beiden Sätze Schweizermeisterschafts-Medallien vergeben. Am Freitag stand ein Klassisch Sprint auf dem Programm, am Samstag ein 10km Klassisch Einzelstart-Rennen und am Sonntag ein 15km Skating-Rennen mit Handicapstart. Schweizermeisterschafts-Medallien wurden allerdings nur am Samstag und Sonntag in den Distanz Rennen verteilt.
Ich nahm das Renn-Wochenende mit einem guten Gefühl in angriff. Vor der JWM wollte ich nochmals gute Leistungen zeigen und damit auch nochmals Selbstvertrauen tanken. Das gelang mir fast nach Wunsch, am Freitag beim Klassisch Sprint konnte ich bereits einen guten Prolog laufen und qualifizierte mich als 7. für die Finalläufe. In einem Europacup Sprint war ich bisher noch nicht über den Viertelfinal hinaus gekommen, diese Bilanz wollte ich natürlich aufpolieren. Im Viertelfinal konnte ich mich dann auch spielerisch für die Halbfinals qualifizieren, ich konnte meinen Heat, in dem auch der Dominator dieser Saison Adrien Backscheider (FRA) drin war, für mich entscheiden. An diesem Tag gelang es mir taktisch sehr gut zu laufen, somit konnte ich auch den Halbfinal für mich entscheiden und stand plötzlich im Final eines Europacup Sprints. Ich fühlte mich nach wie vor sehr gut und konnte auch den Final voll durchziehen und schlussendlich musste ich mich nur von einem Deutschen auf der Zielgeraden geschlagen geben. Ich erreichte als zweiter im Sprint damit meinen zweiten Podestplatz der Saison im Europacup. Das gute Gefühl war damit auch durch ein super Resultat bestätigt worden.
Beim 10km Klassisch Rennen mit Einzelstart, wollte ich meine Leistung vom Vortag bestätigen. Da ich in dieser Disziplin in dieser Saison noch nicht glänzen konnte, war ich doppelt motiviert. Ich wollte ein gleichmässiges Rennen laufen und hinten raus nochmals zusetzen. Das gelang mir sehr gut, ich war während dem ganzen Rennen um die Positionen 7 bis 9, doch auf der letzten Runde konnte ich noch einen drauflegen und verbesserte mich noch auf den sehr guten 5. Platz. Ich lief die schnellste Schlussrunde des ganzen 75 köpfigen Feldes. Am Schluss fehlten dann auch nur 5 Sekunden zum Podestplatz. Dieses Rennen galt auch als Schweizermeisterschaft, ich klassierte mich als zweiter Schweizer 10 Sekunden hinter den Sieger und holte damit die Silbermedallie.
Der 15km Skating Wettkampf wurde dann mit den Zeitrückständen vom 10km Klassisch Rennen vom Vortag gestartet. Ich verlor 36 Sekunden auf den Italiener der gewonnen hatte und durfte damit erst 36 Sekunden nach ihm starten. Jedoch hatte ich nur 10 Sekunden Rückstand auf Platz 2. und der 3. und 4. starteten nur 5 und 2 Sekunden vor mir. Es bildete sich schnell eine 5 köpfige Gruppe und wir konnten den führenden Italiener bereits nach einer von drei Runden einholen. Von nun an war es ein taktisches Rennen, ich fühlte mich sehr gut und versuchte am Anfang der zweiten Runde eine Attacke zu setzen, ich konnte mich mit einem Österreicher leicht absetzen doch dieser half bei der Führungsarbeit nicht mit und somit musste ich das Unterfangen abbrechen. In der letzten Runde bestand die Spitzengruppe aus 7 Athleten. Der lange Schlussanstieg sollte die Entscheidung bringen, ein Italiener griff an und ich konnte nicht ganz folgen, nun waren 3 Athleten vor mir. Ich hatte zu viel Kraft beim Angriff in der zweiten Runde liegen gelassen und konnte nicht mehr ganz um die Podestplätze mitreden. Ich kam als 4. ins Ziel mit 4 Sekunden Rückstand auf den 3. Rang. Im Schweizermeisterschafts-Klassement war ich wieder zweiter und holte damit wieder die Silbermedallie.
Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende für mich und ich konnte sehr viel Selbstvertrauen für die Junioren WM tanken. Ich war der einzige Athlet im ganzen Feld, der in jedem Rennen in den besten 5 klassiert war und somit der konstanteste des Wochenendes. Diese Woche geht die Vorbereitung für die JWM in die letzte Phase und ich hoffe, dass ich meine Form noch ein bisschen steigern kann.