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Hintergrund
Sucht man nach möglichen Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, die durch Verengungen oder Verstopfungen der Herzkranzgefässe hervorgerufen wird, ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens während einer Belastungssituation erforderlich. Bei Verstopfungen oder höhergradigen Einengungen in den Herzkranzgefässen werden Störungen der Pumpfunktion erkennbar, die in Ruhe (noch) nicht vorhanden sind.
Eine Dobutamin- Stress- Echokardiographie ist erforderlich, wenn der Patient sich nicht ausreichend belasten kann oder wenn das EKG in Ruhe bereits krankhaft verändert ist.
Ablauf
Die Belastung des Herzens wird mit einem Medikament (Dobutamin) durchgeführt, wodurch ein schneller und kräftiger Herzschlag hervorgerufen wird, ohne dass der Patient dabei selber aktiv sein muss (z. B. Fahrrad fahren). Dadurch bleibt die Bildqualität während der Untersuchung von hoher Qualität. Für diese Untersuchung ist es notwendig, einen Zugang (Venenverweilkanüle) über eine Hand- oder Armvene zu legen.
Für eine möglichst hohe Aussagekraft der Untersuchung müssen einige Medikamente (z.B. Beta-Blocker) über mehrere Tage pausiert werden. Über die Untersuchung wird jeder Patient vorher ausführlich aufgeklärt. In der Regel dauert die Untersuchung etwa 30 Minuten, eine Nachbeobachtung ist nicht erforderlich.
Aussagen
Mit einer diagnostischen Genauigkeit von 85-90% werden Durchblutungsstörungen des Herzens erkannt. Die Genauigkeit einer Stress-Echokardiographie ist somit höher als die Genauigkeit des Belastungs-EKG (ca. 70-85%).
Durch diese Untersuchung lässt sich die Notwendigkeit einer Herzkatheteruntersuchung überprüfen, oder, bei schon bekannten Verengungen der Kranzgefässe, testen, ob ein Eingriff wie eine Ballondilatation/Stentimplantation oder gar eine Bypass-Operation notwendig ist.