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Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english): ________________________
Blockade Division Records.
Unfortunately these records were primarily on a very low level, individual navicerts and discussions of blacklisted firms.
Several memo's from the Foreign Economic Administration and the Ministry of Economic Warfare describing negotiations with the Swiss. (RG 169, Entry UD16, Box 3)
RG 169, Entry UD 16
einzelne Dokumente:
MEW an Halifax, 13.12.1944
[KOPIE]
"The Swiss have now granted in full our demands as regards exports in future except wireless sets for civilian use which cannot be regarded as important. By cutting of Rhine routes transit traffic has been reduced to small proportions. We have therefore to a large extent achieved objectives we had in view." Ist der Meinung, dass man die seit 1941 betriebene Politik des Zurückhaltens von Rohstofflieferungen an die Schweiz aufheben solle. Wenn Schweiz verspreche, "Swiss will undertake that these raw materials if they reach Switzerland before cessation of hostilities, will not result in increased deliveries to Germany. We imagine Swiss will readily give such an undertaking." "They [Schweizer] should be asked for an undertaking to reduce their exports to Germany pari passu with reductions in German deliveries after making necessary deductions to cover invisible exports." V.a. sollen "high priority goods" reduziert werden. Transit soll reduziert werden [Transit durch Schweiz oder nach Schweiz?]. Alliierte können nicht mit Militär zugunsten der französischen Transitlinien intervenieren. Aber das Militär könne nicht von seinem Hauptziel abweichen (sonst wird der Krieg verlängert, und das sei auch nicht im Interesse der Schweiz).
?, 24.11.1942, "State of Current Swiss Negotiations"
[KOPIE]
Paraphrase of Telegram: Secretary of State (Hull) an amerikanische Botschaft Bern, 27.4.1943
[KOPIE]
Hatten Diskussion mit BEW und den Briten. Man will Schweizer davon abhalten, den Deutschen Konzessionen zu machen. Gesandter soll (gemeinsam mit seinem britischen Kollegen) der Schweizer Regierung eine Paraphrase des folgenden übergeben: Schweizer haben offen informiert über die Verhandlungen mit Deutschland. Alliierte drücken ihre tiefe Besorgnis ("profound concern"). Schweizer hätten bei Verhandlungen in London den Willen gezeigt, die Exporte zu senken. Nun ist aber zu befürchten, dass sie sogar steigen. Dies werde das Militärpotential der Achse steigern und den Krieg verlängern. Dies werde die Haltung der USA, der Schweiz Importe zu ermöglichen, beeinflussen. Sie wünschen eine Absichtserklärung der Schweiz... "It will be observed by you that this course of action does not specify any particular measure which we require the Swiss to take and does not necessarily involve more than a temporary policy on our part. The securing of a reduction in undesirable exports to the enemy from Switzerland is our primary objective, but we intend to maintain as flexible a position as possible and to leave the Swiss free to choose their own means of bringing about the results which we desire."
Paraphrase of Telegram: Amerikanische Gesandtschaft Bern (Harrison) an Secretary of State, Washington, 6.5.1943
[KOPIE]
Hat mit seinem britischen Kollegen gesprochen. Schlägt folgende Kommunikation an Schweizer vor: 1) Kredit von 1941 war falsch. Ermöglicht den Deutschen Importe und verlängert den Krieg 2) Deshalb Befürchtung vor neuem Kredit in den laufenden Verhandlungen. Als Druckmittel würden Importerlaubnisse und Navicerts suspendiert. 3) Sie werden Suspendierung durchführen. 4) Falls Schweizer einlenken, werde Suspendierung aufgehoben. 5) Jede deutsch-schweizerische Verhandlung, die nicht den Schweizer Export substantiell reduzieren, werde als feindlich Haltung angesehen und sanktioniert. Dies sollte die Schweiz veranlassen, härter gegenüber den Deutschen aufzutreten.
Paraphrase of Telegram: Secretary of State (Hull) an Amerikanische Botschaft London, 15.6.1943
[KOPIE]
Schweizer wollen Verhandlungen mit Sulzer und Keller möglichst schnell in London wieder beginnen (sie haben ein Memorandum übergeben). Es wird dieses Memorandum zusammengefasst. Hulls Meinung: "It is felt by us that the Swiss must be under a misapprehension when they state that it is the intention of London to impose written conditions to the reopening of the negotiations. It would seem to us sufficient if the Swiss came to London ready to meet our desires in principle leaving the precise form of commitment to the negotiations." "An absolute prohibition of all credits may not necessarily be a sine qua non to a satisfactory solution if really satisfactory quotas for undesirable exports are obtained." Es wäre sinnvoll, ein Abkommen mit den Schweizern zu schliessen bevor sie eines mit den Deutschen schliessen. "If we refuse to meet the Swiss they may be discouraged to the point where they despair of reaching an agreement with us. This would weaken their desire to resist demand by the Germans."
Paraphrase of Telegram: Amerikanische Botschaft London an Secretary of State, Washington, 20.6.1943
[KOPIE]
Für BEW und State Departement. Es wurde gesagt, dass die Schweiz in Washington Kontakt suchte, um London und Washington gegeneinander auszuspielen. Rest Verfahrensfragen (wie vorgehen)... Man soll erst nach Verhandlungsabschluss mit den Schweden mit der Schweiz verhandeln.
Paraphrase of Telegram: Amerikanische Gesandtschaft Bern (Harrison) an Secretary of State Washington, 22.4.1943
[KOPIE]
Er referiert die US-Haltung: man wolle alle Exportlizenzen und Navicerts suspendieren, damit die Schweiz ihr "existing 'liquidation' Abkommen" mit Deutschland breche und damit sie gegenüber Deutschland in Berlin härter aufträten. Seine Meinung: Schweizer werden nicht mit Deutschland brechen, auch weil Schweiz von Deutschland importmässig abhängig sei. Wenn Schweiz härter auftreten müsse, so besteht Gefahr, dass sie sich nicht durchsetzen können, dann müssten Alliierte Sanktionen ergreifen, dann könnte Deutschland Druck auf die geschwächte Schweiz ausüben, und das wäre schlussendlich schlimmer für die Alliierten. "It is my belief that wie should confine ourselves for the present to a joint expression of our dissatisfaction in strong but general terms, and pending some indication of German reaction to the present Swiss position, which should be shortly forthcoming, not go into specific details of the exact measures of retailiation which we have in mind except perhaps in oral explanation of these measures."
Paraphrase of Telegramm: MEW an Britische Botschaft Washington, 20.4.1943
[KOPIE]
Antwort auf anderes Telegramm (Wie geht man nach dem schweizerisch-deutschen Abkommen gegen die Schweiz vor). 1) Druckmittel gegen die Schweiz ist Rückzug aller Exportlizenzen und Navicerts. Dies soll v.a. alles Warnung dienen denn als eine ständige Strafmassnahme [?] 2) Verfahrensfragen... 3) Man soll sagen, dass dies eine neue Situation sei in den alliierten Beziehungen zu Deutschland. 4) Auch Lizenzen für Güter für die Schweizer Armee würden zurückgezogen. 5) Man soll Schweizer mündlich informieren, dass man auch gedenke, den enemy content zu senken (als Drohung). 6) Das Embargo soll Güter für humanitäre Zwecke nicht berühren.
Paraphrase of Telegramm: MEW an Britische Botschaft Washington, 19.4.1943
[KOPIE]
Schweizer Gesandter habe ein Memorandum über die schweizerisch-deutschen Verhandlungen übergeben (an Parliamentray Secretary). Dieser habe geantwortet: 1) "H.M.G. took an extremely serious view of these arrangements regarding credit to enemy." 2) Bei gewonnenem Krieg werden die deutschen Ressourcen zuerst für Reparationen der besetzten Länder herhalten müssen. Staaten, die Deutschland Kredit gewährt haben, stünden zuunterst auf der Liste ("bad debts"). 3) Wünscht sehr schnell Gespräche. "In the meantime he hoped the Minister [Schweizer Gesandte] would leave his Government in no doubt that keeping down of arms and machinery exports to the Axis in the immediate future was the first objective of our Economic Warfare policy in relation to Switzerland."
Acheson, William T. Stone, Guy Thorold (British Embassy) an Frederick M. Eaton (U.S. Executive Secretary, Combined Raw Materials Board, War Production Board, Washington), 4.4.1944
[KOPIE]
Um von der Schweiz weitere Konzessionen zur Reduzierung des Exports nach Deutschland zu erhalten, will man ihr industrielle Rohstoffe anbieten. Eaton wird um seine Meinung gefragt (was kann man realistischerweise überhaupt anbieten). Dann Aufzählung und Kommentierung der Verhandlungspunkte bzw. -ziele.
Department of State [Unterschrift unleserlich] an Crowley, 15.1.1945
[KOPIE]
Es wurde folgende Politik beschlossen: 1) "For political reasons and for reasons arising out of the benefits to us of Switzerland's neutral position and furture potential usefulness in the economy of Europe it is inadvisable to place too great pressure upon the Swiss government at this time in order to attain pure economic warfare objectives." 2) Grossbritannien unterstützt diese Haltung. 3) Schweizer sollen informiert werden, dass die alliierte Haltung im Laufe des Krieges sich ändern kann; dass sie die September-Forderungen nicht vollständig erfüllt hätte; dass in den Januar-Verhandlungen weitere Forderungen kommen, insb. Transit; "that in supply and other economic matters the Swiss demands would receive sympathetic consideration in the light of Swiss willingness and ability to meet Allied demands." Die US-Botschaft in London und die US-Gesandtschaft in Bern hätten auf diesen Kurswechsel (siehe Punkt 1) gedrängt. Schweizer hätten eine alliierte Delegation nach Bern gebeten, USA damit einverstanden. Man solle auf der Basis der halbjährlichen Revision des War Trade Agreements verhandeln. Ziel: "to offer [...] both raw materials and transit rights across France in return for export reductions in Annex I of the War Trade Agreement and in inter-Axis transit traffic with particular reference to southbound coal shipments."