Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03310.jsonl.gz/1953

2015 - Okt.
Im Oktober gab es viele Tage ohne Sonne, also eine etwas schwierige Zeit für Hobby-Fotografen... Hier trotzdem ein paar Eindrücke von den bunten Farben, späten Früchten und Herbstsamen, vorbereiteten Knospen und Uferlandschaften.
Und hier noch zwei nicht sehr offensichtliche Naturphänomene:
1.) Kormorane kamen plötzlich in Scharen und haben auf der Fridolinsinsel die Enten, Nilgänse und Krähen vertrieben. Anstelle der letzteren haben sie die Baumkronen in Besitz genommen:
2.) Am 25.10. waren grosse Schwärme von Krähen zu beobachten. Sie drehten sich in Scheiben- oder Zylinderform und stiegen ständig auf, bis man sie nicht mehr sehen konnte. Dann entstand ein neuer Schwarm, der drehend aufstieg und dem sich von unten her weitere Vögel zugesellten. Es war ein langes Schauspiel:
Die feinen, unscharfen Punkte oben rechts im Bild stellen die Vögel dar, die bereits wesentlich weiter aufgestiegen waren. An den Flugbildern war zu erkennen, dass es sich um Krähen handelte, jedoch nicht um welche Art.
Von der Rabenkrähe ist bekannt (Wikipedia) dass sie in gemässigten Zonen ein überwiegender Standvogel ist und nur im Winter gelegentlich in wärmere Regionen zieht.
Mitteleuropäische Saatkrähen ziehen zu etwa 60 % in klimatisch günstigere Gebiete ab, wobei die Flugdistanzen in der Regel 1000 Kilometer nicht überschreiten (siehe Wikipedia). Die meisten Saatkrähen bleiben bis Ende September/Mitte Oktober im Brutgebiet und treten erst dann den Zug an, der von längeren Rast- und Ruhepausen unterbrochen werden kann. Zusätzlich zu diesem Zugverhalten sind Saatkrähen imstande, bei sehr ungünstigen Witterungen so genannte Wetterfluchten durchzuführen, die in alle Himmelsrichtungen führen können.