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(19.07.2023) Der Aufwind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt scheint seit dem Jahresbeginn abzuflauen. Der Swiss Job Market Index, der quartalsweise von Adecco und der Universität Zürich veröffentlicht wird, gibt an, dass die Beschäftigung im zweiten Quartal 2023 zum zweiten Mal in Folge ein Nullwachstum aufweist.
Im Jahresvergleich erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal jedoch um 5%. In der lateinischen Schweiz legte das Stellenangebot gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 11% zu, während das Plus in der Deutschschweiz nur 4% beträgt.
Laut Marcel Keller, der bei Adecco für den Schweizer Markt zuständig ist, "beklagen viele Unternehmen weiterhin einen Personalmangel. Dies scheint die Nachfrage nach Fachkräften trotz der konjunkturellen Eintrübung zu stützen."
Allerdings sind nicht alle Berufe gleichermassen von der Entwicklung betroffen. Für einige Berufsgruppen bleibt die Lage günstig, unter anderem für "Fachkräfte Bau und Ausbau" (z.B. Trockenbauer oder Maler; +20%), "Fachkräfte Montage und Hilfskräfte" (z.B. Baumaschinenführer und Küchenhilfen; +15%) sowie "Fachkräfte Handwerk und Industrie" (z.B. Polymechaniker; +14%).
Dagegen hat sich der Arbeitsmarkt für die Gruppe "Hochschulberufe Informatik" deutlich verschlechtert (-20%). Diese Berufe leiden unter einem Abwärtstrend, der sich schon seit dem vierten Quartal 2022 bemerkbar macht. Laut den Autoren der Studie haben viele Arbeitgeber dieser Branche Personal abgebaut oder zumindest keine Neueinstellungen mehr vorgenommen.
Nachdem der Swiss Job Market Index im Frühjahr 2020 seinen tiefsten Stand innert einem Jahrzehnt erreicht hatte, ging es bis zu einem neuen Rekord Ende 2022 steil aufwärts. Seitdem hat sich der Index auf einem hohen Niveau stabilisiert.
Letzte Änderung 19.07.2023