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Vor zweieinhalb Jahren waren zwölf Topklubs mit ihrer geplanten europäischen Super League noch gescheitert. Neben dem Fan-Widerstand lag dies vor allem an den Drohungen der UEFA und der FIFA, Spieler und Klubs, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, aus nationalen Ligen oder von internationalen Turnieren auszuschliessen. Nun entschied der Europäische Gerichtshof, dass diese angedrohten Ausschlüsse gesetzeswidrig seien.
Sehr zur Freude des Unternehmens «A22 Sports Management». Dieses wurde von Real Madrid und dem FC Barcelona – den einzigen Klubs, die den Plan der Super League weiterhin offiziell verfolgen – beauftragt, ein neues Konzept für die Super League auszuarbeiten. Besonders der grosse Kritikpunkt, dass diese Liga eine geschlossene Gesellschaft darstellen würde, sollte beseitigt werden.
Wenige Stunden nachdem der Gerichtsentscheid getroffen wurde, stellte A22-CEO Bernd Reichart das neue Konzept vor. Laut diesem sollen drei Ligen geschaffen werden, in denen insgesamt 64 Klubs vertreten sind.
Innerhalb der Gruppen spielt dann jeder Klub je einmal zu Hause und auswärts gegen jeden anderen Klub, wodurch 14 Gruppenspiele zu absolvieren sind. Das sind sechs Partien mehr, als in der Champions League ab der neuen Saison geplant sind. Auch in der Super League ist im Anschluss eine K.o.-Phase angedacht. Hier wird jedoch erst in den Viertelfinals eingestiegen.
Für diese Viertelfinals sind in den oberen beiden Ligen jeweils die Plätze 1 bis 4 aus beiden Gruppen qualifiziert, in der Blue League, in der es vier Gruppen gibt, nur die Plätze 1 und 2. Die Viertel- und Halbfinals werden ebenfalls in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Der Final findet wie aus den UEFA-Wettbewerben bekannt an einem neutralen Ort statt.
Um die Durchlässigkeit der Liga zu garantieren, gibt es Auf- und Absteiger. In der Star und der Gold League sind dies die beiden Gruppenletzten, welche durch die Finalisten der Liga darunter ersetzt werden. Wer in der Blue League also den Final erreicht, spielt in der darauffolgenden Saison in der Gold League.
So bleiben am Ende der Saison jeweils 14 der 16 Klubs in der Star League, während zwei davon durch Klubs aus der Gold League ersetzt werden. In der zweithöchsten Liga wird immerhin ein Drittel der 16 Klubs ersetzt. Am grössten ist die Durchlässigkeit aber in der Blue League. Hier sollen 22 neue Teams hinzustossen. Zwei steigen aus der Gold League ab, die restlichen Plätze sollen basierend auf den Leistungen in den nationalen Meisterschaften vergeben werden.
Wie diese ausgewählt würden, wurde noch nicht näher bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass die Spieltage unter der Woche stattfinden sollen, damit die Teilnehmer weiterhin in den nationalen Ligen vertreten sein können.
Das Konzept beinhaltet aber nicht nur für den Männerfussball eine Neuerung. Auch dem Frauenfussball soll eine neue Plattform geboten werden. Hier soll ebenfalls eine europäische Super League geschaffen werden. Diese würde zwei Ligen umfassen.
Das System würde genauso funktionieren wie in der Star und der Gold League der Männer. Aus der Gold League würden dann jeweils vier Teams absteigen und basierend auf den Leistungen aus den nationalen Meisterschaften ersetzt.
Eine erfreuliche Neuerung für die Fussballfans soll die Streaming-Plattform «Unify» sein – falls sie tatsächlich so umgesetzt wird, wie angekündigt. Denn auf dieser sollen alle Spiele der Super League, sowohl jene der Männer wie jene der Frauen, gratis übertragen werden. Als Vorbild dienen hier unter anderem Netflix oder Spotify, die ihre Inhalte mit Werbungen günstiger oder gar kostenlos anbieten. «Unify» solle ebenfalls werbefinanziert sein, die Einnahmen sollen zu 100 Prozent unter den teilnehmenden Klubs verteilt werden.
4:6, 3:6 – aus der Traum von der Finalteilnahme. Patty Schnyder verliert gegen die Spanierin Conchita Martinez und scheidet beim WTA-Turnier in Charleston (South Carolina/USA) aus.