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Kapelle zum Andenken an die Schlacht
am
Morgarten, die in der Nähe von Schornen geschlagen wurde und deren Jahrestag in der
Kapelle alljährlich am Sonntag nach
Martini im Beisein des Landesseckelmeisters und zweier Ratsherren gefeiert wird.
AlterTurm, ehemals Teil
der das Thal an dieser Stelle abschliessenden
Letzimauer, von der sich an beiden Thalgehängen noch einige Reste erhalten
haben.
Heimat des Geschlechtes der Schorno.
MartinSchorno zeichnete sich 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld derart aus,
dass ihn König Rudolf I. zum Ritter schlug;
6 andere Angehörige des Geschlechtes bekleideten die Würde
eines Landammannes, Josef Anton von Schorno focht in der Schlacht bei
Näfels als einer der Anführer, und Josef Karl von
Schorno war Gouverneur des Königreiches Neapel.
(Kt.,Amtsbez. und Gem. Bern).
566 m. Oestl. Aussenquartier der Stadt
Bern, auf einer Terrasse 70 m hoch über
der
Aare und zwischen den
Strassen von Bern
nach
Muri und nach
Ostermundigen. Man plant die Verbindung des
Quartiers
durch eine Drahtseilbahn mit dem Bärengraben. Zahlreiche
Villen, die besonders von Beamten bewohnt werden. Landgüter und
Landwirtschaft. Schulhaus. Privates Lehrerseminar. Am SO.-Ende des
Quartiers liegt der im Winter als Schlittschuhbahn benutzte
Egelmöslisee. 1289 fand hier zwischen Rudolf von
Habsburg und den Bernern ein Kampf statt, bei welchem
die in einen Hinterhalt gefallenen Bürger der Stadt geschlagen wurden und sich in die Stadt zurückziehen mussten, deren
Tore sie noch rechtzeitig schliessen konnten. Darauf folgte eine regelrechte Belagerung, die aber von Rudolf bald wieder
aufgehoben wurde.
(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2388 m. Der grössere der beiden Flüelaseen auf dem Scheitel des
Flüelapasses zwischen
Davos und
Süs, an der
W.-Seite der Bergstrasse. Etwa 400 m lang und zwischen 150 und 200 m breit. Das
Wasser ist
- im Gegensatz zum
Schwarzsee - weissgrün. Das in schweigender Einsamkeit liegende, ansehnliche Seebecken steht durch einen
kurzen Wasserstrang in Verbindung mit dem benachbarten
Schwarzsee. Beide
Seen haben keinen sichtbaren Abfluss, sondern es entspringt
der
Flüelabach von
Davos eine kurze Strecke n. des
Schottensees in einer kleinen Mulde, ähnlich wie der
Susascabach des Ostens s. vom
Schwarzsee. Auf der ganzen
W.-Seite des
Schottensees liegt Gneisschutt des vom
Flüela-Schwarzhorn
nach NW. verlaufenden hohen
Grates. Wenige Schritte ostwärts der
Seen sieht man ins Unter
Engadin hinab. Das Gletscherwasser
des
Schottensees enthält keine Fische. Seegrund ist Protogingneis, ein grobflaseriger granitischer Gneis
mit gequetschten Feldspatkrystallen und Quarzkörnern (Augengneis).
Auf der
O.-Seite erreicht ihn gewöhnlich
das
Eis, sonst liegt überall um seine Ufer Moränen- und Gehängeschutt.
Länge 250 bis gegen 300 m, Breite gegen 150 m.
Südl. der mit mächtigen Schuttmassen aufgefüllten Felsenschwelle, hinter welcher das abgelegene Seebecken sich ausbreitet,
entspringen in einer schmalen Schuttnische die Quellen des
Seebaches, einer Nebenader der jungen
Landquart.
Durch
dieses Thälchen und am Schottensee vorbei gelangt man über den
Gletscher und die
Seegletscherlücke ins vorarlbergische Fermuntthal
hinüber.
Der Schottensee ist ein Stau- oder Abdämmungssee, liegt in Gneis und Hornblendeschiefer, sowie
im Schutt dieser
Gesteine, hat weissgrünes Gletscherwasser und enthält keine Fische.
(Kt. St. Gallen,
Bez. Sargans).
2340 m. Kleiner
See von etwa 200 m Länge; liegt im n. Abschnitt der Gruppe
der
Grauen Hörner in einer durch Glazialerosion in den Verrucano eingeschnittenen karartigen Vertiefung am
W.-Hang des felsigen
Kammes, der sich vom
Wildsee nordwärts zum
Schwarzplangggrat erstreckt. Er wird durch den Abfluss des auf einer höhern Thalstufe
liegenden
Wildsees gespiesen. Sein Abfluss fällt in einer steilen Rinne auf die Alp Vermol hinunter und
fliesst dann in nw. Richtung durch das enge Gafarratobel der
Seez zu.
(Kt. Zürich,
Bez. Winterthur).
488 und 493 m. Gemeinde mit den beiden
Dörfern Unter und Ober Schottikon; 1,5 km ö. der Station
Räterschen der Linie
Zürich-Winterthur-St.
Gallen. Telephon. 49
Häuser, 253 reform. Ew. Kirchgemeinde
Elgg. Wiesenbau. Weder
eine Burgstelle noch Urkunden bezeugen die einstige Existenz der von Stumpf angenommenen Burg von Schottikon. 829: Scotinchova,
d. h. bei den
Höfen des Scoto oder Scoting.
oder
Schreienbach(Kt. Uri
und Glarus).
2050-800 m. 4,5 km langer linksseitiger Zufluss der
Linth; entspringt im
Hintergrund
der Fisetenalp am NO.-Fuss des
Gemsfayrenstockes, durchfliesst unter dem Namen Fisetenbach das zwischen
dem
Kammerstock und dem Rotstock eingebettete Thal dieser Alp zuerst in nö. und dann in ö. Richtung, betritt hierauf an
der Ausmündung dieses Thälchens unter dem Namen Schräienbach die unterste Terrasse der Alp Altenoren, wo er durch einen
hohen Moränenwall aus der östlichen Richtung nach N. abgelenkt wird, und stürzt sich endlich als prachtvoller
Wasserfall über eine 250 m hohe Malmkalkwand ins
Linththal hinunter, um sich unmittelbar nachher mit der
Linth zu vereinigen.