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Huawei-Mitarbeiter arbeiteten mit chinesischem Militär zusammen
dj
27.6.2019
Neue Enthüllungen bringen Huawei in Erklärungsnot. Mitarbeiter des Tech-Giganten haben mit der Volksbefreiungsarmee gemeinsame Sache gemacht.
Zahlreiche Huawei-Mitarbeiter haben eng mit der chinesischen Volksbefreiungsarmee zusammengearbeitet. Wie «Bloomberg» berichtet, waren bei mindestens zehn Forschungsprojekten sowohl aktive Huawei-Angestellte also auch diverse Angehörige der Armee beteiligt.
Zu den Forschungsprojekten gehört etwa eines, bei dem Emotionen in Videokommentaren erkannt werden soll — eine Technik, die potenziell für die Zensur eingesetzt werden könnte. Ein anderes Projekt befasst sich mit der Analyse von Satellitenbildern, auch mit offensichtlichem Nutzen für das Militär. Die Projekte wurden von «Bloomberg» in öffentlich zugänglichen Datenbanken entdeckt, so dass potenziell noch viel mehr Zusammenarbeit unentdeckt bleiben könnte.
Huawei distanziert sich
Die Enthüllung bringt die Huawei-Führung in Erklärungsnot. Das Unternehmen betont immer wieder, man sei vom chinesischen Staat unabhängig. Vor allem die USA nehmen das Huawei nicht ab und führen die vermeintliche Kollaboration Huaweis mit der Regierung als Hauptgrund für die auferlegten Sanktionen an.
Huawei versucht sich denn auch von der Zusammenarbeit zu distanzieren. Dem Unternehmen seien eventuelle Veröffentlichungen von Mitarbeitern in deren «individuellen Rollen» nicht bekannt. Möglicherweise liefere man zivile Geräte an die Armee, man habe aber keinerlei Forschungskollaborationen mit irgendeiner mit dem Militär verbundenen Institution.