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Die Volksinitiative gegen den LP21 ist ein Leerlauf
Erstaunlich, was alles über den Lehrplan 21 behauptet wird! Im Kanton Solothurn wird bereits seit über 20 Jahren mit Lernformen wie Arbeits- oder Wochenplänen gearbeitet, welche in einzelnen Unterrichtsequenzen das selbständige Lernen von schulisch schwachen und starken Kindern fördern.
Der LP 21 nimmt diese bewährte Thematik auf und gewährleistet nach wie vor Methodenfreiheit inklusive Frontalunterricht. Ebenso hält der LP 21 explizit fest, dass die Lehrperson die zentrale Person für die Gestaltung und Führung des Unterrichts sowie für die pädagogische und fachliche Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bleibt. Tatsache ist, dass das zu erreichende Wissen im LP 21 sogar prominenter festgehalten wird. Zudem soll das Wissen so angewendet werden, dass ein vertieftes Verständnis möglich ist (Kompetenzorientierung). Ca. 70% Prozent der Lehrpersonen im Kanton Solothurn unterstützen in einer Befragung des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Solothurn LSO den LP21. Die im Leserbrief erwähnte Befragung im Kanton Aargau wurde vom Initiativkomitee gegen den LP21 durchgeführt und deckt einen Bruchteil der Aargauer Lehrpersonen ab. Im Kanton Solothurn stammt der jetzt gültige Lehrplan aus dem Jahre 1992. Eine notwendige Überarbeitung dieses Lehrplanes, wie sich die Initianten im Kanton Solothurn vorstellen, würde zusätzliche massive Kosten für den Kanton verursachen und einen einheitlichen Deutschschweizer Lehrplan verhindern.