Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03107.jsonl.gz/2224

Thomas von Waltersberg
Lebensbeschreibung[1]
thomas von Waltersberg stammte aus der Nidwaldner Familie, deren Sitz am Buochserhorn lag und die dem Kloster Engelberg eng verbunden war, vor allem als Ministeriale des Klosters. Als ersten kennen wir Peter von Waltersberg seit 1219, der sich seit 1229 Ritter (miles) nannte. Als seine Enkel dürfen wir die Brüder Johann I. und Thomas von Waltersberg bezeichnen. Beide kommen in Engelberger Urkunden mehrfach vor, der erste 1325 und 1328 als Landrichter oder Ammann, während Thomas ca. 1330 ins Kloster eintrat. Johann II., also Neffe des Thomas, trat immer mehr als führender Nidwaldner Politiker auf und wurde 1370 Landamann. Er heiratete Margaretha, Tochter des einflussreichen Jost von Moos in Luzern, wird damit Schwager des Führers der Luzerner Politik, Petermann von Gundoldingen. Die Waltersberg traten in der Folge in enge Verbindung mit den in Obwalden mächtig gewordenen Hunwil sowie den Tottikon, die zwar aus Küssnacht stammten, aber sich bald auch in Nidwalden festzusetzen wussten. Durch diese engen Verbindungen kamen die Waltersberger bei ihren Landsleuten immer mehr in den Ruf eines ungesunden Strebertums. Johann von Waltersberg wurde mit seinem Anhang als Landammann gestürzt und 1382 das Opfer einer demokratischen Bewegung, die ihn in Nidwalden unmöglich machte. Er begab sich mit seinen Verwandten nach Luzern, wo er von neuem zu Amt und Würde kam. Thomas von Waltersberg kommt in den Urkunden seit 1315 noch mehrfach vor, so am 1. Mai 1315 in einem Brief des Werner von Attinghausen an seinen Bruder Johann ("Thoman und Johans von Walterberg gebruodere")[2], so am 11. November 1327 als Thomas von Waltersberg, Sohn des Johann von Waltersberg.[3] 1330 trat Thomas ins Kloster Engelberg ein, vermutlich schon in höherem Alter. Im Verzeichnis der Konventualen von 1331 wird er bereits aufgeführt. Von Bedeutung für Thomas ist der Eintrag im Nekrolog von 1491 zum 1. Januar: "Hemma im Bodme uxor Thomae de Waltersberg".[4] Das erklärt auch den späten Eintritt ins Kloster, da er erst nach dem Tod der Gattin Hemma den Weg ins Kloster fand, nachdem er vorher doch eine geachtete Stellung im politischen Leben eingenommen hatte. Er scheint nicht mehr lange im Kloster gelebt zu haben. Sein Todestag ist auf den 27. Januar angesetzt.
Einzelnachweise
- Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
- Geschichtsfreund 8, 1852, S. 39.
- "Johannes von Waltersberg, Her Johanns sin sun, Ritter, Thomas sin bruoder"
- StiBiEbg cod. 11, f. 1r.
Bibliographie
- Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 71.
- StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.