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Das Läppen (Honen) ist Spanen mit losem, in einer Flüssigkeit oder Paste verteiltem Korn (Läppgemisch), das auf einem meist formtragenden Gegenstück (Läppwerkzeug) bei möglichst ungerichteten Schneidbahnen der einzelnen Körner geführt wird. Dabei drücken sich die einzelnen Kornspitzen ins Werkstück und Läppwerkzeug ein und hinterlassen feine, kraterförmige, ungerichtete Bearbeitungsspuren.
Läppen ist ein Fein und Feinstbearbeitungsverfahren bei dem
- Hohe Oberflächengüten (bis 0.1 µm)
- Extreme Formgenauigkeiten
- Enge Masstoleranzen (bis IT 1)
unabhängig von der Werkstoffhärte erreicht werden können. Geläppte Flächen haben ein mattglänzendes Aussehen und zeichnen sich bei Beanspruchung durch geringeren Verschleiss aus. Die Standzeit von Messern und Rakeln kann somit erhöht werden. Durch das Läppen sind fast alle Werkstoffe (Metalle, NE-Metalle und Beschichtungen) bearbeitbar, Voraussetzung ist jedoch ein homogenes feines Gefüge und Werkstoffe die sich nicht durch ihr Eigengewicht oder Belastung plastisch verformen.
Planläppen ist das Läppen ebener Flächen (z. B. Industriemesserklingen, Rakelklingen, Dichtflächen oder Hartmetallwerkzeuge). Die Werkstücke werden dazu auf der Einscheiben-Läppmaschine in die Abrichtringe gelegt und so bewegt, dass sowohl die Werkstücke als auch die Läppscheibe gleichmässig abgetragen werden.
Das Läppen wird hauptsächlich für die Bearbeitung harter Oberflächen (gehärteter Stähle und Keramik) eingesetzt, z. B. Industriemesser, Klingen und Rakel, wo Mass- und Formtoleranzen von wenigen Mikrometern gefordert sind.