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Aufgrund des altershalben Rücktritts unseres langjährigen Oboendozenten Kurt Meier baut die Hochschule Luzern ab dem kommenden Herbstsemester mit den international renommierten Oboisten Martin Frutiger (Dozent) und Ivan Podyomov (Lehrbeauftragter) neue Oboenklassen auf. Als neuen Dozenten für Violine konnte die Hochschule Luzern den erfahrenen niederländischen Violineprofessor Peter Brunt gewinnen. Er besetzt die Vakanz von Sebastian Hamann, der seit letztem Herbst eine Professur an der Musikhochschule Freiburg innehat und sein Pensum in Luzern abbaut.
Martin Frutiger, 1977 in Bern geboren, schloss sein Oboenstudium an der Hochschule der Künste Bern mit Auszeichnung ab. Das Meisterklassendiplom absolvierte er an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Günther Passin. Von 2001 bis 2003 spielte er im Rahmen der Karajan-Akademie bei den Berliner Philharmonikern. Seit 2004 ist er Solo-Englischhornist im Tonhalle-Orchester Zürich.
Martin Frutiger ist mehrfacher Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs. Im Juni 2000 gewann er den ersten Preis am internationalen Oboenwettbewerb der Händelfestspiele in Halle an der Saale, 2001 ebenfalls den ersten Preis am «Concours National d'Execution Musicale» (CNEM) in Riddes. Am ARD-Musikwettbewerb 2002 in München erhielt Martin Frutiger den Bärenreiter-Urtext-Preis und im Oktober 2003 gewann er am Sony-Oboenwettbewerb in Tokio den zweiten Preis.
Als Solist trat Martin Frutiger u.a. mit dem Berner und dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Slowakischen Radiosinfonieorchester, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Münchener Kammerorchester, dem Kammerorchester Basel und der Philharmonie in Sibiu (Rumänien) auf. Im Januar 2007 war er Solist in Stanislaw Skrowaczewskis Englischhornkonzert mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung des Komponisten.
Martin Frutiger unterrichtet zurzeit noch als Dozent für Englischhorn und Oboe d'amore an der Zürcher Hochschule der Künste. Ab September 2015 ist er Dozent für Oboe an der Hochschule Luzern, wo er eine eigene Klasse aufbaut.
www.martinfrutiger.ch
Der Russe Ivan Podyomov (Jahrgang 1986) absolvierte seine musikalische Ausbildung an der berühmten Gnessin-Akademie in Moskau bei Ivan Pushetchnikov sowie am Konservatorium in Genf bei Maurice Bourgue.
Ivan Podyomov weist als junger Solist bereits eine beträchtliche Karriere vor: Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, so gewann er u.a. 2011 den ARD-Musikwettbewerb in München, 2010 den Markneukirchen-Wettbewerb und den Genfer Musikwettbewerb, 2009 den Sony-Oboenwettbewerb in Karuizawa (Japan) und 2008 den Wettbewerb im Rahmen des Internationalen Musikfestival Prager Frühling.
Seine Konzerttätigkeit begann in der Berliner Philharmonie für Deutschlandradio Kultur mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin im Jahr 2009. Es folgten Rezitals und Solokonzerte u.a. am Lucerne Festival, an den Salzburger Festspielen, am Festival Prager Frühling, am Festival Radio France et Montpellier, oder an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Er konzertierte als Solist mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Philharmonieorchester Tokio, dem Münchener Rundfunkorchester, dem Sinfonieorchester Stavanger oder dem Münchener und dem Genfer Kammerorchester. Ausserdem spielte Ivan Podyomov regelmässig als Gast-Solooboist im Orchestra Mozart Bologna und im Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado und Bernard Haitink.
Seit 2014 ist Ivan Podyomov Solooboist der Bamberger Symphoniker. Ab dem Herbstsemester 2015 unterrichtet er in einem Lehrauftrag an der Hochschule Luzern.
www.podyomov.com
Der Violinist Peter Brunt, geboren 1961, studierte am Konservatorium von Amsterdam bei Davina van Wely und Herman Krebbers. Weitere Studien führten ihn an die Juilliard School nach New York zu Dorothy Delay und nach Salzbug zu Sandor Vegh. Er wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. gewann er 1981 in Holland den Nationalen Violinwettbewerb «Oskar Back».
Peter Brunt konzertierte als Solist mit zahlreichen Orchestern. Das Violinkonzert «Glenz» des Komponisten Willem Jeths wurde extra für ihn geschrieben und mit der Amsterdam Sinfonietta unter Leitung von Lev Markiz aufgenommen.
Während vier Jahren war Peter Brunt Mitglied des Royal Concertgebouw Orchestra, wo er die zweiten Geigen anführte. Von 1991 bis 2001 war er Konzertmeister der Amsterdam Sinfonietta. Seither ist er gefragter Gast-Sologeiger, u.a. beim Rotterdam Phiharmonic Orchestra, dem Netherlands Chamber Orchestra und der Amsterdam Sinfonietta.
Als Gründungsmitglied des renommierten Osiris Trio konzertierte Peter Brunt in weltberühmten Konzerthäusern wie der Carnegie Hall in New York, dem Wiener Konzerthaus, der Kölner Philharmonie oder der Wigmore Hall in London.
Peter Brunt unterrichtet seit vielen Jahren Violine an den Konservatorien von Den Haag und Amsterdam und hat eine grosse Anzahl sehr erfolgreicher Geigerinnen und Geiger ausgebildet. Ab September 2015 baut er als Dozent für Violine ein Klasse an der Hochschule Luzern auf.
www.brunthijmans.nl