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Gewöhnliches Kammgras (Cynosurus cristatus L.)
crételle, crested dog's tail
Das Kammgras bildet kleine Horste mit oft kurzen unterirdischen Ausläufern. Man trifft es in Dauerweiden an, vom Tiefland bis in höhere Lagen, wo es an die Stelle des Englischen Raigrases tritt.
Abb.1. Kammgras (Cynosurus cristatus)
Wichtigste Merkmale
Die Blätter sind oberseits stark gerillt, die Unterseite ist glatt und glänzend. Sie sind zugespitzt und haben oft zwei seitliche Druckstellen in der oberen Blatthälfte. Das jüngste Blatt ist gefaltet. Das Blatthäutchen ist 1-2 mm lang, vorne am Halm leicht hinaufgezogen. Der Triebgrund ist gelbbraun.
Die Ährenrispe (5-10 cm lang) besteht aus samentragenden Ährchen (Abb. 1), die jeweils neben einem kammförmigen Fächer (deshalb der Name Kammgras) von leeren Spelzen sitzen. Die Deckspelzen enden in einer kurzen Grannenspitze.
Standort- und Bewirtschaftungsansprüche
Kammgras kommt in wenig intensiv genutzten Dauerweiden vor: in tieferen Lagen in Englisch Raigras Kammgrasweiden, in höheren Lagen in Goldpippau-Kammgrasweiden.
Die Halme werden von den Weidetieren oft verschmäht, liefern aber für die Bestandeserneuerung wichtige Samen.
Futterbaulicher Wert
Die blattreichen Kammgräser liefern ein von den Tieren geschätztes Futter. Die Futterqualität ist mittelmässig (Schubiger et al. 1998). Kammgras ist nicht ertragreich.
Wichtigste Krankheiten
Schwarzrost (Puccinia graminis)
Ansaaten mit Schweizer Sorten
Kammgras findet in Mischungen für höhere Lagen und Dauerweiden Verwendung (Standardmischungen für die Schweizer Landwirtschaft). In der schweizerischen Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen findet man auch Eintäge für Kammgras.
Literatur
Dietl W, Lehmann J, Jorquera M, 1998. Wiesengräser. Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale Zollikofen
Schubiger FX, Bosshard HR, Lehmann J, 1998. Nettoenergiegehalt von Futtergräsern. Agrarforschung 5 (5): 245-248.