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Die Krauchthalstrasse teilt vor Oberburg den Pleerwald. Ein Bach begleitet die südliche Strassenseite. Das Gelände ist zum Bach hin steil abfallend.
In der Nacht auf den 28. Mai 2010 erblickt Roman Gerber ein Feuer. Er macht sich auf in Richtung Krauchthalstrasse. Hier erkennt er den Ernst der Lage: Ein Auto ist nach der scharfen Rechtskurve beim Weiler Fennerhus von der Fahrbahn abgekommen und auf das ins Bachbett hinabführende Bord geraten. Dabei reisst es eine Eisenstange mit und kommt jenseits des Bachs auf der Seite liegend zum Stillstand. Flammen gehen auf.
Roman wuchtet mit der Stange die Frontscheibe ein, vernimmt ein Stöhnen und erblickt einen brennenden Mann. Nun zerrt er das rund 100 kg schwere Opfer ins Freie und löscht ihn mit seinem Pullover. Die Haut des Verunfallten ist jedoch schon zur Hälfte verbrannt. Der Retter versucht deshalb, ihn noch ein Stück weiter aus der Gefahrenzone zu schleppen, doch jetzt verlassen ihn die Kräfte.
Auch Roman Gerber hat sich bei seiner Rettungsaktion leichte Verbrennungen und Schnittwunden zugezogen. Herr Gerber hat rasch und unter Gefährdung seiner Gesundheit gehandelt. Ohne sein effizientes Wirken wäre der Lenker in seinem Auto bei vollem Bewusstsein verbrannt.