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FIFA-Präsidentschaftswahl - Exekutivkomitee-Mitglied Chuck Blazer aus den USA hat den suspendierten Funktionären Mohamed bin Hammam und Jack Warner Bestechung "von Beginn" des Präsidentschafts-Wahlkampfs in der FIFA vorgeworfen.
"Es war eine Verschwörung der beiden von Anfang an", sagte Blazer in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Vorwürfe aus dem Lager bin Hamamms, der Skandal sei von FIFA-Präsident Joseph Blatter inszeniert worden, um dessen Wiederwahl am Mittwoch gegen bin Hammam zu sichern, seien eine "absolute Dummheit". Blazer erwartet weitere Enthüllungen. Es habe auch andere Mitglieder der Karibischen Fussball-Union (CFU) gegeben, die bestechlich gewesen seien.
Blazer hatte mit Informationen an FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke den Stein ins Rollen gebracht. Bin Hammam und Warner sollen gegen den Ethikcode der FIFA verstossen haben, indem sie beim Treffen der CFU am 10. und 11. Mai versucht haben sollen, für die Wahl bin Hammams zum FIFA-Präsidenten Stimmen zu kaufen. Valcke zeigte die möglichen Verfehlungen bin Hammams daraufhin bei den internen Ermittlern an.
Die Ethikkommission der FIFA hatte am Sonntagabend die Exekutivmitglieder bin Hammam und Warner suspendiert, Blatter aber von Vorwürfen entlastet. Auch die zwei CFU-Offiziellen Debbie Minguell und Jason Sylvester wurden vorläufig suspendiert. Nachdem bin Hammam bereits zuvor seine Präsidentschafts-Kandidatur zurückgezogen hatte, gilt eine vierte Amtszeit des 75-jährigen Blatters als sicher.
Der suspendierte Vizepräsident Warner erhob unterdessen neue Anschuldigungen gegen Blatter. Der Schweizer habe der CONCACAF ein "Geschenk" von einer Million Dollar zukommen lassen, um das Geld "nach eigenem Ermessen" zu verwenden, behauptete Warner in einer Pressemitteilung. Diese Information habe er auch der Ethikkommission übermittelt, erklärte der 68-jährige Funktionär aus Trinidad & Tobago, gleichzeitig Präsident des Kontinentalverbandes CONCACAF.
SDA-ATS