Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/2196

Das jüngst erschienene Buch „The Father Effect“ des Amerikaners John Finch zeigt den unersetzbaren Wert des Vaters für den Lebenserfolg seiner Kinder. Basierend auf dem gleichnamigen Film versteht sich das Buch als ein Hilfsangebot für alle Männer und Frauen, die ihren Vater durch Scheidung, Tod oder Desinteresse verloren haben. Darüber berichtete ChristianPost.com am 24. Oktober 2017.
Am Ursprung all unserer sozialen Probleme stehe die Vaterlosigkeit, erklärte Finch gegenüber „Christian Post“. Die Wunden, die jemandem von seinem Vater zugefügt würden, seien besonders schmerzhaft; und fast alle Personen, die er kennengelernt habe, hätten eine solche Wunde. Er schreibt, dass gemäss Erhebungen amerikanischer Behörden Kinder, die ohne Vater aufwachsen, fünfmal häufiger Selbstmord begehen. Zudem ist bei ihnen die Wahrscheinlichkeit, dass sie von der Schule verwiesen werden, siebenmal höher, die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Vergewaltigung begehen, elfmal höher, und die Wahrscheinlichkeit, im Gefängnis zu landen, gar 15-mal höher.
Finch, heute 49, verlor seinen Vater mit elf Jahren durch Suizid. Als Jugendlicher und junger Erwachsener suchte er die fehlende väterliche Bestätigung auf verschiedenen Wegen, u.a. im Alkoholismus. Diese „Vater-Wunde“, wie er sie nennt, bestimmte sein Leben während fast dreissig Jahren. Für Finchs Weg der Heilung war sein christlicher Glaube von zentraler Bedeutung.
„Ein Vater ist für ein Kind kein optionales Extra“, ist Finch überzeugt. „Nichts kann die schützende Kraft seiner Stimme und Berührung ersetzen. Egal, wie grossartig die Mutter ist, sie kann den Vater nicht ersetzen.“ Finch ermutigte Männer dazu, ihren Söhnen und Töchtern zu zeigen, dass sie sie lieben. „Einen Vater zu haben, dessen Stimme in das Leben eines Kindes hineinspricht, verändert alles und gibt Stabilität, Sicherheit und Schutz.“
Finch selbst hatte seinen Vater mit elf Jahren durch Selbstmord verloren. Aber erst als er selbst drei Töchter grosszuziehen hatte, realisierte er, dass deren Zukunft davon abhing, dass es ihm gelänge, seine schwierige Vergangenheit zu bewältigen. Nötig war, dass er einerseits seinem Vater vergeben konnte, und anderseits sich selbst, kein fehlerloser Vater zu sein.
Finch ist Gründer von EcouragingDads.com, einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen, die positive Geschichten teilen, um Väter zu ermutigen.