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Geschichte
Andreas Amrhein (1844-1927), Benediktiner der Abtei Beuron (D), ein gebürtiger Gunzwiler (bei Beromünster/LU), leitete 1884 in Reichenbach (D) die Gründung eines Missionsklosters ein, das bald in die Nähe von Emming bei München verlegt wurde und unter dem Namen St. Ottilien in aller Welt bekannt wurde. Er war überzeugt, die Benediktiner sollten für Afrika, wo Deutschland im 19. Jh. Kolonien besass, Missionare und Kulturträger sein, wie dies zur Zeit der grossen Mönchsmissionare Augustin, Willibrord, Kolumban, Gallus, Bonifaz u.a. (6. bis 8. Jh.) in grossem Ausmass der Fall war.
1919 wurde von St. Ottilien aus in Uznach das „Benediktusheim“ eröffnet. Von hier bemühten sich die Mitbrüder in der Schweiz um personelle und finanzielle Hilfe für die Missionen in Ostafrika. Als die Aufhebung unserer Klöster und ein neuer Weltkrieg drohte, wurde 1937 in Freiburg i. Ue. das "Benedictinum" als Studienhaus gegründet und eingerichtet. Dieses Haus wurde 1947 eine selbständige Gemeinschaft und P. Notker Mannhart zum ersten Prior ernannt. Da mit der Zeit die beiden Häuser in Uznach und Fribourg den Bedürfnissen der wachsenden Gemeinschaft nicht mehr entsprachen, wurde in Uznach ein neues Kloster gebaut und im Herbst 1963 bezogen. 1964 folgte auf P. Prior Notker P. Benno Hegglin, der unsere Klostergemeinschaft während der Zeit des II. Vatikanums und dessen Umsetzung leitete. In diesen Jahren konnte sich das monastische und missionarische Leben in den neuen Gebäuden entfalten, obwohl immer noch der in der Bundesverfassung verankerte „Klosterartikel“ unterschwellig die Arbeit einschränkte. Mit der Abstimmung im Jahre 1973 war der Weg frei zur Abteierhebung. Diese erfolgte im Jahre 1982, zusammen mit der Wahl von P. Ivo Auf der Maur zum 1. Abt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zur Erreichung des 75. Lebensjahres 1999. Nebst vielen anderen Aufgaben fiel in diese Zeit der Bau der neuen Klosterkirche.
Von 1999 bis 2009 leitete Abt Marian Eleganti die Geschicke der Abtei. Mit der Ernennung zum Weihbischof von Chur am 7. Dezember 2009 legte er sein Amt als 2. Abt von St. Otmarsberg nieder. Nach einer Übergangszeit von drei Jahren wählte die Gemeinschaft am 9. März 2013 P. Emmanuel Rutz zum 3. Abt.