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DMZ – BLICKWINKEL ¦ Liselotte Hofer ¦
KOMMENTAR
Es gibt viele Fragen, die man sich zur Traumdeutung stellen kann.
Zum Beispiel: Wie funktioniert eine Psychoanalyse mit Traumdeutung?
Warum wird diese Methode angewandt? Ist es gesund, wenn man viel träumt? Wozu braucht die Psyche Träume?
Sind Träume wirklich nur Schäume?
Nein, Träume sind Botschaften aus dem Unbewussten. Was wollen sie uns mitteilen?. Sie sind eine verschlüsselte Form von Wahrheit und unbewusstem Wissen des Träumenden. Sie decken auch Unbewusstes in Beziehungen auf.
Die berühmten Psychoanalytiker Sigmund Freud und Carl Gustav Jung zum Beispiel haben in der Psychoanalyse auch Traumdeutung angewandt.
Freuds Psychoanalyse durch Traumdeutung:
Freud stellte eine neuartige Traumtheorie vor. Er schrieb das Buch "Die Traumdeutung".
Darin wird der Zusammenhang zwischen den Träumen und persönlicher Lebensgeschichte in den Vordergrund gestellt. Die Erstausgabe des Buches erschien am
4.November 1899, wurde aber auf das Jahr 1900 vordatiert.
Dieses Buch ist eines der meistgelesenen und einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.
Freuds Buch Traumdeutung gilt als das grundlegende Werk der Psychoanalyse. Freud sagte, der Traum
sei der Wächter oder Hüter des Schlafes. Weil schlafstörende Regungen in Form einer Wunscherfüllung beseitigt werden.
Die Traumdeutung ist der Königsweg zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.
Weil sich in unseren Träumen verdrängte aktuelle Wünsche manifestieren.
Träume sind auch aus der Kindheit stammende Wünsche, die durch die Trauminhalte in entstellter Form als erfüllt dargestellt werden.
Freud sagte, dass Träume eine Bedeutung haben, die sich analytisch erschliessen lässt. Die Analyse von Träumen ermöglicht es, unbewusste Wünsche bewusst zu machen. Und genauso können auch die infantilen Wurzeln der eigenen Psyche aufgezeigt werden. So erreicht man die Bewusstmachung unbewusster Konflikte.
Carl Gustav Jungs Psychoanalyse durch Traumdeutung:
C.G. Jung verstand den Traum als unmittelbar werdende Darstellung der inneren Wirklichkeit des Träumenden. Bei der Psychotherapie ging er folgendermassen vor:
Der Träumer wurde zuerst zu seinen persönlichen Assoziationen zu den verschiedenen Traumbildern befragt. Falls dem Träumer nichts dazu einfiel, konnte man eine bestimmte Prozedur anwenden, Amplifikation nannte Jung diese.
Dies geschah durch Anwendung von Mythen und Volksmärchen.
Jung kam zu dem Schluss, dass unser Unbewusstes grob in zwei Bereiche unterteilt werden kann.
Erstens in die Archetypen und zweitens in das kollektive Unbewusste.
Jung glaubte im Gegensatz zu Freud, dass Träume unsere Entwicklung und unser Wachstum fördern können.
Träume kompensieren häufig unsere bewusste Haltung. Sie ergänzen uns und deuten so in Richtung Ganzheit und Entfaltung.
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