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Riechen gehört zu den Sinnen, die chemische Stoffe wahrnehmen, d.h. sie gehören zu den "chemischen Sinnen", zur Chemosensorik. Riechmoleküle, die von den Dingen um uns herum freigesetzt werden, aktivieren spezielle Nervenzellen in der Nase. Diese wiederum übermitteln Signale an das Gehirn, wo letztlich Riecheindrücke wahrgenommen, bzw. erkannt werden. Riechzellen (olfaktorische Sinneszellen) werden durch Gerüche aktiviert, zum Beispiel durch den Geruch von frischem Brot, Rosenduft oder Schweissgeruch. Die Riechzellen liegen überwiegend geschützt in einem kleinen Gebiet im Nasendach, zwischen den Augäpfeln. Von dort werden die Signale über die Riechfasern des Riechnerven (Nervus olfactorius) direkt an das Gehirn weitergeleitet.
Die meisten Riechstörungen haben bestimmte Ursachen wie Viruserkrankungen der oberen Atemwege (post-infektiöse Riechstörung) oder Schädelverletzungen (z. B. Sturz, Unfall mit Schädelhirntrauma; posttraumatische Riechstörung). Weitere häufige Ursachen sind Nasenpolypen und andere Erkrankungen der Nasennebenhöhlen oder selten Störungen im Hormonhaushalt. Eine Änderung des Riechvermögens kann selten auch durch bestimmte Chemikalien oder Medikamente ausgelöst werden. Im Verlauf einer Strahlentherapie z.B. bei Tumoren im Kopf-/Halsbereich werden ebenfalls derartige Störungen beobachtet.Mit fortschreitendem Alter finden sich immer häufiger Riechstörungen; selten kann eine Riechstörung auch das Frühsymptom neurologischer Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson) darstellen.Sehr selten (1 von 8000 Neugeborenen) wird ein angeborenes Fehlen des Geruchssinnes beobachtet, bei Mädchen häufiger als bei Jungen. In seltenen Fällen können angeborene Riechstörungen in Zusammenhang mit anderen Krankheiten auftreten. Deshalb sollten die Kinder einem Arzt vorgestellt werden, um z.B. das seltene Kallmann-Syndrom zu erkennen.