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Das Slavische Seminar der Universität Basel
Ein historischer Abriss
1910
wird an der Universität Basel das Institut für Indogermanische Sprachwissenschaft gegründet, aus dem später das Slavische Seminar hervorgeht.
1923
übernimmt Elsa Mahler (1888-1970) das im Rahmen der Indogermanistik neu geschaffene Lektorat für russische Sprache.
1938
wird Elsa Mahler zur Extraordinaria für russische Sprache und Literatur ernannt. Unter Elsa Mahler wird durch grosses persönliches Engagement der Grundstein für die heutige Institutsbibliothek gelegt. Dank ihrer zahlreichen Kontakte zur Pariser Emigrantenszene gelingt es Elsa Mahler, einen Teil von Marina Cvetaevas handschriftlichem Nachlass nach Basel zu holen.
1958
Nach der Emeritierung von Elsa Mahler wird der Theologe und Ostkirchenspezialist Fritz Lieb im Jahr 1958 zeitweilig Vorsteher des Russischen Seminars. Lieb vermacht später der UB seine umfangreiche Sammlung russischer Literatur mit zahlreichen Erstausgaben und Rarissima des 18.-20. Jahrhunderts (s. unter ).
1963
wird Rudolf Bächtold (geb. 1917) zum Extraordinarius für Geschichte der slavischen Völker und ihrer Sprachen ernannt.
1964
entscheidet sich Hildegard Schroeder (1914-1978) zwischen drei Rufen an die Universitäten Köln, Erlangen und Basel für die Nachfolge der inzwischen zum Lehrstuhl für slavische Philologie aufgewerteten Professur von Frau Mahler. Unter Hildegard Schroeder werden Sprachlektorate für Russisch, Polnisch, Tschechisch, Serbokroatisch und Bulgarisch eingerichtet, die bisher rein russische Bibliothek wird zu einer slavischen ausgebaut.
1980
tritt Peter Thiergen (geb. 1939) die Nachfolge von Hildegard Schroeder an. In dieser Zeit wird in Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz ein ständiger Gastlehrauftrag für slavische Sprachwissenschaft eingeführt.
1989
tritt Andreas Guski (geb. 1943) die Nachfolge von Peter Thiergen an. In den neunziger Jahren werden die Sprachlehraufträge stundenmässig aufgestockt, das sprachwissenschaftliche Gastlehrdeputat wird auf vier Wochenstunden erweitert, eine Mediothek und eine TV-Satellitenanlage werden eingerichtet, die Bibliothek wird modernisiert.
2005
wird in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar (Professur für Osteuropäische Geschichte) der neue integrierte Bachelor-Studiengang "Osteuropa-Studien" eingeführt, der über den geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Kernbereich hinaus auch gesellschaftswissenschaftliche, wirtschaftliche und kunstwissenschaftliche Inhalte anbietet. Ähnlich strukturiert ist auch das neue BA-Studienfach "Osteuropäische Kulturen". Neu bietet das Slavische Seminar neben literatur- und sprachwissenschaftlichen auch filmwissenschaftliche Lehrveranstaltungen an.
2006
beginnt das neue Master-Studienfach "Slavistik" das in vier verschiedenen Varianten studiert werden kann. Seit 2006 verfügt das Slavische Seminar über eine Bibliotheks-Aussenstelle am Rheinsprung 9 sowie einen zusätzlichen Arbeitsraum am Totengässlein 3.
2007
Der langjährige Seminarvorsteher Prof. Dr. Andreas Guski wird emeritiert. Interimistisch wird das Seminar 2008 von Prof. Dr. Heiko Haumann (Lehrstuhl für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar) geleitet.
2009
Zum neuen Professor für Slavische und Allgemeine Literaturwissenschaft wählt der Universitätsrat im August 2008 Prof. Dr. Thomas Grob (geb. 1961), der die Leitung des Seminars im FS 2009 übernimmt.
2014
Zum HS 2014 zieht das Seminar einen Hof weiter ins "Schöne Haus" am Nadelberg 8.
2016
Prof. Dr. Thomas Grob wird im HS 2016 Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät.
2017
Fachbereichsleiter Prof. Dr. Thomas Grob wird im HS 2017 Vizerektor Lehre der Universität Basel. Er wird in der Lehre vertreten durch Prof. Dr. Heinrich Kirschbaum.