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Die Meute
Der zweite Band des Rougon-Macquart-Zyklus spielt zu Beginn der 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts in Paris, wohin Aristide Rougon mit Frau und Kindern seinem älteren Bruder Eugéne gefolgt ist. Er will sich, nachdem er mit seinen ihn in Plassans umtreibenden republikanischen Schwärmereien abgeschlossen hat und nun ein grossbürgerliches Dasein anstrebt, die Beziehungen Eugénes, der als Helfer Napoleons III bei dessen Umsturz inzwischen ein Ministeramt bekleidet, zu Nutze zu machen.
Eugéne bringt Aristide in der Pariser Baubehörde unter, in der er, sich nun Saccard nennend, bald in führender Stellung tätig ist und sich so durch genaue Kenntnis der Unterlagen einen Überblick über die geplante Umgestaltung der Stadt verschaffen kann. Als seine Frau plötzlich stirbt, sieht er sich durch die Wiederverheiratung mit Renée, Tochter aus reichem Hause, in die Lage versetzt, an den mehr und mehr um sich greifenden Börsen- und Grundstückspekulationen teilzunehmen, und zählt durch künstlich hochgetriebene Entschädigungszahlungen für von ihm vorher erworbene Immobilien, die der Umgestaltung des Stadtbildes weichen müssen, bald schon zu den wohlhabenden Bürgern von Paris.
Während er seinen Geschäften nachgeht, führen Renée und Maxim, sein Sohn aus erster Ehe, ein zunehmend protziges Leben, bei dem sich Stiefmutter und Stiefsohn näher kommen und ein Verhältnis miteinander beginnen, das von Aristide, der seine zweite Ehe nur aus kommerziellen Gründen eingegangen ist, toleriert wird. Durch diverse Fehlkalkulationen in Geldnot geraten, strebt er die Verheiratung Maxims mit der hässlichen und kränkelnden Tochter eines der reichsten Männer der Stadt an, die Renée vergeblich zu durchkreuzen versucht. In ihr Elternhaus zurückflüchtend stirbt sie resigniert an Gehirnhautentzündung.