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LONDON (awp international) - Die mögliche Zusammenarbeit zwischen dem Stuttgarter Autobauer Daimler und dem französischen Wettbewerber Renault wird laut einem Pressebericht konkreter. Eine Vereinbarung über eine "symbolische" Überkreuzbeteiligung stehe kurz vor dem Abschluss, berichtet die "Financial Times" (FT/Donnerstag) mit Verweis auf mit der Situation vertraute Personen. Der Zeitung zufolge sollen die Hersteller jeweils knapp drei Prozent vom anderen Unternehmen übernehmen. Dabei würden sie unter der Grenze bleiben, ab der eine Beteiligung öffentlich gemacht werden muss, sagte ein Beobachter dem Blatt. Beide Autobauer wollten der Zeitung gegenüber keinen Kommentar abgeben.
Die Vereinbarung werde voraussichtlich im April mitgeteilt, hiess es weiter. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte in der Vergangenheit zugegeben, dass es Gespräche mit Renault gebe. Eine Entscheidung solle bis Ende Juni mitgeteilt werden. Bei den Gesprächen geht es laut "FT" um die Zusammenarbeit bei Kleinwagen, Transportern, Motoren und Elektrofahrzeugen. Renault plant zusammen mit seinem japanischen Allianzpartner Nissan eine der grössten Elektroautoflotten der Branche.
Zetsche hatte gesagt, bei einer möglichen erneuten Ausweitung der Produktfamilie bei der Kleinwagenmarke Smart sei ein Partner sinnvoll. Die übrigen Modelle der Marke, die sich derzeit auf das zweisitzige Ursprungsmodell beschränkt, waren wegen mangelnder Profitabilität eingestellt worden. Branchenexperten zufolge kann die Zusammenarbeit von Premium- und Volumenherstellern sinnvoller sein als die zweier Hersteller hochpreisiger Fahrzeuge. Die Verhandlungen zwischen Premiumherstellern gestalteten sich oft schwierig, da beide Seiten um ihr Markenimage besorgt seien./dct/tw
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