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Die Frauen-Tennisorganisation WTA will wegen der zeitweise verschwundenen chinesischen Spielerin Peng Shuai vorläufig keine Turniere mehr in China ausrichten. Wie reagiert man auf die neuesten Entwicklungen auf Seiten der ATP, der globalen Vereinigung der Männer?
«Wir wissen, dass der Sport einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben kann», sagte ATP-Chef Andrea Gaudenzi. Der Verband sei aber «generell der Meinung, dass wir mit einer globalen Präsenz die besten Chancen haben, Chancen zu schaffen und etwas zu bewirken».
Tross würde erst im Herbst in China Halt machen
Der Weltranglisten-Zweite Daniil Medwedew äusserte sich wie folgt zum Thema: «Wenn nächste Woche ein Turnier in China stattfände, würde sich niemand wohlfühlen». Das nächste ATP-Turnier sei aber im Herbst.
«In vielen Ländern gibt es Probleme, und doch spielen wir in den meisten von ihnen Tennisturniere», ergänzte der Russe. Anders als Medwedew hatte die Nummer 1 Novak Djokovic den China-Boykott der WTA zuvor gelobt: «Ich unterstütze die Position der WTA voll und ganz, weil wir nicht genug Informationen über Peng Shuai haben», sagte er.
ITF: Alles muss ans Licht kommen
Auch der Internationale Tennisverband ITF äusserte sich zur Causa Peng Shuai. Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach, der auch als ITF-Vizepräsident amtet, unterstützt die Haltung.
Seine Organisation kommunizierte folgendes Statement: «Der Internationale Tennisverband als Dachverband des Tennissports setzt sich für die Rechte aller Frauen ein. Unser Hauptanliegen bleibt das Wohlergehen von Peng Shuai. Die von der Spielerin erhobenen Vorwürfe müssen aufgeklärt werden. Wir werden weiterhin alle Bemühungen unterstützen, die zu diesem Zweck unternommen werden, sowohl öffentlich als auch hinter den Kulissen.»