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Territoriale Energieplanung – Leitfaden für Gemeinden
Immer mehr Gemeinden richten eine territoriale Energieplanung ein. Es mangelt jedoch nicht an Schwierigkeiten bei der Konzeption und Umsetzung. Ein neuer praxisorientierter Leitfaden, der vom «Centre de Recherche Énergétiques et Municipales» (CREM) entwickelt wurde, bietet eine Reihe von Instrumenten zur Unterstützung der Gemeinden bei ihrer Arbeit.
Da immer mehr Gemeinden eine territoriale Energieplanung entwickeln, hat das «Centre de Recherches Énergétiques et Municipales» (CREM) mit Sitz in Martigny einen praktischen Leitfaden zu ihrer Unterstützung veröffentlicht. Um den Bedürfnissen bestens gerecht zu werden, wurde er auf Basis einer Umfrage erarbeitet, die bei rund hundert Gemeinden des Kantons Waadt durchgeführt wurde. Diese Umfrage ermöglichte es, die Ziele, die Gemeinden bei der Ausarbeitung einer solchen Planung verfolgen, aber auch die Hauptschwierigkeiten, auf die sie stossen, besser zu identifizieren. Drei Gemeinden wurden während des Projekts aktiv unterstützt. Auf der Grundlage der Umfrage und der Arbeit mit diesen drei Gemeinden wurden fünf Instrumente entwickelt, die im Leitfaden vorgestellt werden. Sie umfassen sowohl die Datenerhebung als auch die Entwicklung oder Auswahl von Massnahmen sowie die Überwachung ihrer Wirksamkeit.
Eine der Pilotgemeinden war die Stadt Morges, die Massnahmen auswählen wollte, um mit der Umsetzung ihrer Energieplanung zu beginnen. Zu diesem Zweck organisierte das CREM einen partizipativen Prozess in Zusammenarbeit mit der Energieabteilung und der Stadtverwaltung. Das Ziel war, die Grundlagen für einen Aktionsplan zu schaffen, der in Bezug auf die gewählten Ziele wirksam ist, einfach zu kommunizieren ist und den Möglichkeiten der Stadt entspricht. Der aus dieser Erfahrung resultierende Prozess wird in Werkzeug 3 («Die Behörden stärker in die Planungsphase einbeziehen») und Werkzeug 4 («Massnahmen auswählen und priorisieren») des Leitfadens beschrieben. Auch die Gemeinde Montreux beteiligte sich aktiv am Projekt. Für letztere war die Umsetzung der territorialen Energieplanung bereits operationell, insbesondere durch den 2015 verabschiedeten kommunalen Energierichtplan (PDCen). Die Partnerschaft konzentrierte sich daher auf die Umsetzung spezifischer Massnahmen, insbesondere auf eine bessere Kenntnis der potenziellen Energieakteure im Gebiet. Eine georeferenzierte Bestandsaufnahme von Gebäuden mit einem signifikanten Potenzial zur Senkung ihres Energieverbrauchs, kombiniert mit einer Bestandsaufnahme von Eigentümern mit einem potenziellen Interesse an der Sanierung ihrer Immobilien, ermöglichte es, die geeignetsten Interessengruppen zu identifizieren und mit ihnen die Möglichkeiten einer gebündelten energetischen Sanierung zu erörtern. Das erste Instrument des Leitfadens («Die Eigentümer besser kennenlernen») ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Montreux.
Die Entwicklung des Leitfadens fand im Rahmen des Interreg-Projekts «Integrated and Multi-level Energy models for the Alpine Space» (IMEAS) statt, das von 2016 bis 2020 Partner aus dem gesamten Alpenraum zusammenführte. Das Projekt konzentrierte sich darauf, Wissen und Fähigkeiten der Regionen in Energiefragen zusammenzuführen, mit dem Ziel, effiziente Instrumente zur Energieplanung zu entwickeln. Der schweizerische Teil des Projekts wurde vom Kanton Waadt, den Gemeinden Montreux, Morges und Gland sowie vom Bund finanziert.
Der Leitfaden (auf Französisch) ist auf der CREM-Website verfügbar.