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Edvard Grieg (1843-1907) - Sechs Lieder, op. 48
1. Gruss (Heinrich Heine)
2. Dereinst, Gedanke mein (Emanuel Geibel)
3. Lauf der Welt (Ludwig Uhland)
4. Die verschwiegene Nachtigall (Walther von der Vogelweide)
5. Zur Rosenzeit (Johann Wolfgang von Goethe)
6. Ein Traum (Friedrich Bodenstedt)
Der norwegische Komponist Edvard Grieg hatte in Leipzig studiert und sprach selber gut Deutsch. Schon als junger Mann fühlte er sich zur deutschen Romantik hingezogen. In seinen sechs Liedern (op. 48), welche hauptsächlich 1884 und 1889 entstanden sind, vertonte er deutsche Gedichte aus Klassik und Romantik – in norwegischer Übersetzung. Es sind Gedichte, die sich um erfüllte und unerfüllte Liebe ranken. Meist schlicht gehalten, folgt die Musik der Sprachmelodie und steht ganz im Dienste der Dichtung. Edvard Grieg schrieb alle seine Lieder für seine Frau Nina, die er auch als die einzige wahre Interpretin akzeptierte.
Johannes Brahms (1833-1897) - ausgewählte Lieder
1. Ach, wende diesen Blick, op. 57 Nr. 4
2. Auf dem Kirchhofe, op. 105 Nr. 4
3. Feldeinsamkeit, op. 86 Nr. 2
4. Sapphische Ode, op.94 Nr. 4
Johannes Brahms war als Pianist und Komponist einer der bedeutendsten deutschen Vertreter der musikalischen Romantik. Sein Werk umfasst mit Ausnahme des Musiktheaters nahezu alle Gattungen der Musik. So hat er unter anderem ca. 300 Lieder komponiert – verteilt auf einen Zeitraum von 45 Jahren. Damit gilt er als der bedeutendste Liedkomponist nach Schubert. Für Brahms bedeutete die Rückbesinnung auf das Volkslied ein entscheidender Schritt auf seinem künstlerischen Weg in die Zukunft. Zu seinen bekanntesten Stücken gehört das Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht“, das den Status eines echten Volksliedes erreicht hat. Brahms vereinigt in seinen Liedern melodisches Empfinden mit einer tiefgreifenden Interpretation des Textes.
Franz Liszt (1811 – 1886) - ausgewählte Lieder
1. Ein Fichtenbaum steht einsam
2. Es muss ein Wunderbares sein
3. Vergiftet sind meine Lieder
4. Über allen Gipfeln ist Ruh
Franz Liszt war einer der berühmtesten Klaviervirtuosen und zugleich einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Der grösste Teil seines Gesamtwerkes ist der Klavierliteratur zuzuordnen. Er hat daneben auch über 70
Lieder mit Klavierbegleitung komponiert, denen mehrheitlich französische oder deutsche Gedichte zugrunde liegen. Liszt war ein Bewunderer und Kenner von Schubert und Schumann. Anders als die beiden entwarf er seine Lieder
kompositorisch gleichsam vom Klavier her. Die melodische Linie der Singstimme ist bei ihm vorwiegend Teil des Klaviersatzes. Lange blieben die Lieder von Liszt unbeachtet; eine erste Darbietung von 39 Liedern fand erst 1911 zu den Liszt-Feiern in Berlin statt. Nebenbei erwähnt: Im Jahre 1856 hat Liszt zusammen mit seinem künftigen Schwiegersohn Richard Wagner St. Gallen besucht und in der neu erbauten Kantonsschule eigene Werke dirigiert.
Gabriel Fauré (1845-1924) - L'horizon chimérique, op. 118
1. La mer est infinie
2. Je me suis embarqué
3. Diane, Séléné
4. Vaisseaux, nous vous aurons aimés en pure perte
Gabriel Fauré zählt zu den wichtigsten französischen Komponisten am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zum Höhepunkt seines Schaffens fand er in der Vokalmusik. Seine vier Lieder „L’horizon chimérique“ (der trügerische Horizont) stammen aus dem gleichnamigen Gedichtzyklus des französische Poeten Jean de La Ville de Mirmont. Im Ersten Weltkrieg meldete sich dieser freiwillig zum Dienst und kam 1914 im Alter von 28 Jahren auf dem Schlachtfeld ums Leben. Gabriel Fauré komponierte seinen letzten Liedzyklus im Jahre 1921. Er widmete das Werk dem
jungen Schweizer Bariton Charles Panzéra, welcher es im Mai 2022 zur Uraufführung brachte.
ÄNEAS HUMM - Biographie
Der junge Schweizer Bariton Äneas Humm schloss 2019 sein Studium an der renommierten Juilliard School New York mit dem MASTER OF MUSIC ab. An der Juilliard School lernte er bei Prof. Edith Wiens und wurde mit dem MITZI KO
Stipendium ausgezeichnet. Im Jahr 2022 erhielt der junge Sänger den Musikpreis OPUS KLASSIK als NACHWUCHSKÜNSTLER DES JAHRES. Nach Festengagements am Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe gehört Äneas Humm ab der Spielzeit 2022/2023 zum Ensemble des Theaters St. Gallen. Künftige Verpflichtungen umfassen u.a. eine Neuproduktion der Oper «DER ANONYME LIEBHABER» von Joseph Bologne als Ophémon, sein Rollendebüt als Dr. Falke in «DIE FLEDERMAUS» und Roucher in «ANDREA CHENIER» bei den St. Galler Festspielen. Außerdem sind mehrere Liederabende und Bachs «MATTHÄUSPASSION» mit dem Münchner Bachchor geplant. Darüber hinaus wird er auch für die europäische Erstaufführung der Oper «ANTONY AND CLEOPATRA» von John Adams als Agrippa ans Gran Teatre del Liceu in Barcelona zurückkehren. In der Spielzeit 2021/2022 gastierte Äneas Humm bereits in der Neuproduktion von Mozarts «ZAUBERFLÖTE» als Papageno am Theater St. Gallen und gab sein Rollen- und Haus-Debut als 2. Handwerksbursche in Bergs «WOZZECK» am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Darüber hinaus sang er am Saarländischen Staatstheater eine szenische «WINTERREISE» und übernahm eine Vorstellung als Harlekin in «ARIADNE AUF NAXOS». Am Badischen Staatstheater sang er in der preisgekrönten Inszenierung von Valentin Schwarz den Malatesta in «DON PASQUALE», ein Rollendebüt, welches von der Presse (BNN, Opernglas) äußerst gelobt wurde. Einen besonderen Erfolg konnte Äneas Humm auch in der Inszenierung von Martin G. Berger am Nationaltheater Weimar als Harlekin in «ARIADNE AUF NAXOS» verzeichnen, welche den Faust Award 2020 gewonnen hatte. In Weimar wurde ebenso Mozarts «COSI FAN TUTTE» einstudiert, in der Äneas Humm sein Debüt als Guglielmo hätten geben sollen. Pandemiebedingt ist es leider zu keiner Vorstellung gekommen. Im April 2019 sang der junge Bariton erstmalig Bachs «MATTHÄUSPASSION» auf einer Tour mit 6 Konzerten in den Niederlanden unter
Peter Dijkstra. Im Dezember 2019 folgten Konzerte mit Bachs «WEIHNACHTSORATORIUM» in der Tonhalle Zürich und Winterthur. Äneas Humm ist immer wieder gern gesehener Gast bei renommierten europäischen Klangkörpern unter
anderem den Bremer Philharmonikern, dem Musikkollegium Winterthur, der Deutschen Kammerphilharmonie, Nederlands Noordorkest und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland - Pfalz. Als gefragter Interpret von Liedern feiert er zurzeit besonders grosse Erfolge. So wurde er für seine Leistungen letztes Jahr in drei Kategorien für den OPUS
Klassik nominiert, und mit dem Förderpreis des Deutschlandfunks ausgezeichnet. Seine CD EMBRACE wurde von BR Klassik ebenso als CD des Jahres erkoren, und von der Liste der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Seit Mai 2018 gibt Äneas Humm auch regelmäßig Liederabende mit dem weltweit bekannten Liedgestalter
Hartmut Hoell. Weitere enge Zusammenarbeit entstand über die Jahre mit Babette Hierholzer, Judit Polgar sowie Renate Rohlfing. Äneas Humm wird regelmäßig von internationalen Festivals für Liederabende gebucht, so gab er 2021 sein Debüt am Enescu Festival in Bukarest und im März 2022 im Beethoven Haus Bonn, des Weiteren tritt er oft am Musikfest Bremen auf und sang bereits während seines Studiums in der Carnegie Hall / Weill Recital Hall und in der Alice Tully Hall in New York. Im Dezember 2019 wurde Äneas Humm von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier ins Schloss
Bellevue eingeladen, um mit Beethoven-Liedern das Beethovenjahr 2020 einzuläuten.
CLAIRE PASQUIER - Biografie
Claire Pasquier ist seit über 20 Jahren erfolgreich als Musikerin tätig. Sie tritt solistisch als Pianistin auf und war Preisträgerin verschiedener Kammermusik Wettbewerbe. Als Korrepetitorin genoss Sie Engagements an der Victoria State Opera in Melbourne, am English National Opera Studio und am Royal Opera House in London, an der English
National Opera in Glyndebourne, bei der Pariser Fondation Royaumont, beim Israeli Vocal Arts Institute Tel Aviv in Zusammenarbeit mit der New Israeli Opera und der Metropolitan Opera New York, am Theater St.Gallen und bei den Bregenzer Festspielen. Heute arbeitet Claire Pasquier europaweit als freischaffende Pianistin und Begleiterin von verschiedenen Ensembles mit Sängerinnen und Sängern zusammen, aber auch mit Musikerinnen und Musikern sowie Orchestern, z.B. mit dem Sinfonieorchester St. Gallen, den Wiener Symphonikern und dem Musikkollegium Winterthur.
In Jahr 2008 hat sie die Künstleragentur «Absolutely Classical» für private Anlässe und Konzerte gegründet: www.absolutelyclassical.ch.
MATTHIAS FLÜCKIGER - Biografie
Matthias Flückiger, Schauspieler und Regisseur, geboren 1965 in Biel-Bienne, studierte nach der Matura von 1987- 1991 Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellenden Kunst „Mozarteum“ in Salzburg, Österreich. Das Studium schloss er mit Auszeichnung ab. Von 1991 bis 2001 war er Mitglied des Ensembles am Theater St.Gallen. Während dieser Zeit hatte er mehrere Gastengagements, u.a. in den USA, in Frankreich und in Deutschland. Seit 2001 ist er freischaffend tätig, mit Engagements u.a. in den Sophiensäle Berlin, am Theater Basel, Schlachthaus Bern, Theater Chur, Theater St.Gallen, Theater an der Winkelwiese Zürich, Theaterspektakel Zürich und seit 2015 regelmässig im Theater «parfin de siècle», St. Gallen, dessen Direktor er seit dem 1. Januar 2021 ist.
KONZERT & DINNER
So exquisit es aus dem Fazioli-Flügel klingt, so exquisit duftet es aus dem Buchenholzgrill des Restaurants Lagerhaus an derselben Adresse. Dort werden jeweils exklusiv für die Konzertbesucherinnen und -besucher im Anschluss an die Veranstaltung Drei-Gang-Menüs ab 45.00 Franken angeboten. Die Platzzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Wir bitten um zusätzliche Reservation.