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Kapitel 8
Das Rätsel der fehlenden Forschungen
“1948 begannen die ersten Schriften von Mr. Hubbard über die Natur des Lebens und des menschlichen Geistes in privaten Kreisen zu zirkulieren. Sie gingen von einer Hand zur anderen und es sprach sich bald herum, daß er einen revolutionären Durchbruch erzielt hatte ...” (L. Ron Hubbard, Der Mensch und sein Werk, 1986)
* * * * *
Nach ihrer Heirat in Maryland kehrten Hubbard und seine junge Braut nach Kalifornien zurück und fanden dort ein Apartment in Laguna Beach, einem Badeort auf halbem Weg zwischen Los Angeles und San Diego, der von Künstlern und Schriftstellern favorisiert wurde. John Steinbeck lebte hier, als er seinen ersten großen Roman Tortilla Flat schrieb. Dies war ein Faktor, den Ron zweifellos in Erwägung zog, als er einen Ort suchte, um sich niederzulassen und seine Karriere als Autor wieder aufzunehmen.
Das Problem jedoch war, daß er sich weder niederlassen noch schreiben konnte. In der Tat, wenn man von seiner anschwellenden Akte in der Veteranen-Administration (VA) ausgeht, richtete Ron seine literarischen Talente wohl eher auf die eifrige Jagd nach einer größeren Pension aus. Am 19. September humpelte er in das ärztliche Zentrum der VA in Los Angeles mit einer jämmerlichen Litanei jetzt schon bekannter Beschwerden: “Meine Augen sind sehr empfindlich gegen das helle Sonnenlicht, ich kann nur kurze Zeit lesen und habe schwere Kopfschmerzen ... Meine Magenprobleme zwingen mich zu einer sehr strikten Diät – ich kann nur Milch, Eier, Hackfleisch und passiertes Gemüse essen ...Ich ermüde sehr schnell und mir wird übel, wenn ich härter arbeite ... Meine linke Schulter und Hüfte, ja eigentlich die ganze linke Seite wird gequält von Arthritis – ich kann nicht an einem Schreibtisch oder bei einer Schreibmaschine sitzen ...”
Und wieder schienen die Ärzte keine größeren Beschwerden finden zu können als eine verkalkte Schleimbeutelentzündung, einen Hauch von Arthritis in seinen Gelenken, der ihn offenbar zu einem 'humpelnden Gang' zwang und einer 'minimalen Deformation im Zwölffingerdarmbereich'. Im Untersuchungsbericht ist vermerkt, daß es keine Narben oder Anzeichen von Schußverletzungen oder ähnlichen Wunden gab.[1]
Ron konnte vermutlich von Glück reden, daß die VA keinen Zugang zu seinen privaten Tagebüchern hatte, denn dort wurde ein ganz anderes Bild gezeichnet. Diverse Seiten waren mit 'Affirmationen' vollgekritzelt, von denen sich viele mit seiner Gesundheit beschäftigten. Wäre er nur etwas umsichtiger gewesen, hätten die Affirmationen als eine Versuch gesehen werden können, seine Leiden zu erleichtern bzw. sich durch reine Willenskraft zu heilen, denn in manchen von ihnen schien er sich selbst davon überzeugen zu wollen, daß es ihm gut ging:
“Deine Geschwüre sind unbedeutend und beeinträchtigen Dich nicht. Du kannst alles essen.”
“Du hast eine einwandfreie Hüfte. Sie schmerzt niemals.”
“Deine Schulter schmerzt nie.”
“Deine Stirnhöhlenprobleme sind nichts.”
Zum Schaden für seinen Platz in der Nachwelt ging er des öfteren weiter ins Detail. So gestand er, daß seine Magenprobleme ihm nur als Mittel gedient hatten, um Bestrafung in der Marine zu vermeiden, seine schlechte Hüfte war eine Pose und seine Fußverletzung nur ein Alibi: “Ich brauche die Verletzung nicht länger. Das ist in Ordnung. Ich habe perfekte und schöne Füße.” Einige der Affirmationen trugen allerdings den düsteren Stempel Aleister Crowleys, wie z. B. “Die Menschen sind deine Sklaven” oder “Du kannst gnadenlos sein, wann auch immer Deine Absichten gestört werden – und Du hast das Recht gnadenlos zu sein.”
Die Ärzte der VA hätten diese Lektüre unzweifelhaft sehr spannend gefunden, vor allem auch deswegen, weil sie einen faszinierenden Einblick in Hubbards Psyche und seine Einstellung zur VA boten: “Wenn Du Leuten erzählst, daß Du krank bist, dann hat das keinen Effekt auf Deine Gesundheit. Und in den Untersuchungen der VA erzählst Du ihnen wie krank du bist; Du schaust krank aus, wenn sie dich untersuchen; und Du wirst eine Stunde nach der Untersuchung wieder gesund und lachst über sie. Egal, welche Lügen Du anderen erzählst, sie haben keinen physischen Effekt auf Dich. Du verschlechterst niemals Deinen Gesundheitszustand dadurch, daß Du sagtst, daß es Dir schlecht geht. Du kannst Dich niemals anlügen.”[2]
Im Oktober hatte Hubbard wieder einmal nur mehr ein paar Dollar in der Tasche, und als ihm ein Freund einen Gelegenheitsjob als Bootsbetreuer im Yachtclub auf der Insel Santa Catalina anbot, griff er zu. Nach knapp sechs Wochen in Laguna Beach packte Sara klaglos ihre Koffer und bereitete sich vor weiterzuziehen. Mit dieser Situation sollte sie in den nächsten Monaten nur allzu vertraut werden.
Während seines Aufenthalts im Catalina Island Yacht Club raffte sich Ron auf, einen Artikel über Fischerei in der lokalen Zeitung Catalina Islander zu schreiben, doch war dies seine einzige publizierte Arbeit 1946. Am 14. November schrieb er der VA vom Yacht-Club aus, um sich darüber zu beschweren, daß seine letzten zwei Pensionsschecks nicht weitergeleitet worden waren. “Ich brauche dieses Geld, so wenig es auch ist, sehr dringend und weiß es zu schätzen, wenn sie die Angelegenheit dringlich behandeln.”
Eine Woche später schrieb er erneut an die VA um zu erklären, warum er bei einer weiteren Untersuchung nicht erschienen war, die bereits im Oktober angesetzt worden war. “Ich konnte mich zu der angesetzten Untersuchung nicht melden, weil ich sowohl krank als auch pleite war ... Ich hoffe sehr, Sie können mir etwas zusätzliches Geld für meine Pension auftreiben, denn ich esse dieser Tage nicht sehr gut und auch der Job, den ich grade habe, wird bald beendet sein.”[3]
Der Job war aus, und Anfang Dezember fanden sich Ron und Sara in New York, wo sie im Hotel Belvedere, 48. Straße West, abgestiegen waren. Am 8. Dezember schrieb Ron auf dem Notizpapier des Hotels eine Bestätigung, daß er die Einberufung zu einer weiteren Untersuchung erhalten hatte. Er erklärte seinen Aufenthalt in den teuren Hotel damit, daß er sagte, er hätte einen Freund, der ihm die Reise zurück in den Osten finanziert hatte, um im Gegenzug von ihm Tips für eine bevorstehende Expedition zu erhalten.
Während er in New York war, besuchte Ron natürlich auch seine alten Science-Fiction Freunde; einer von ihnen stellte ihm Sam Merwin vor, der zu dieser Zeit die Gruppe der 'Thrilling' Magazine herausgab. “Ich fand ihn sehr amüsant”, erinnerte sich Merwin, “und kaufte einige Geschichten von ihm. Das war schon ein Typ. Ich wußte immer, daß er über alle Maßen darauf bedacht war, das große Geld zu machen – er sagte oft, daß die beste Möglichkeit dazu wäre, einen Kult zu starten.”[4]
Ron rief auch seinen alten Freund und Mentor John W. Campbell in dem altbekannten Büro im Street und Smith Gebäude an. Campbell freute sich, den Kriegsheimkehrer Ron wieder zu sehen; er hatte ihm ein Jahr zuvor geschrieben[5] und ihn um Beiträge gebeten (“Astounding ist auf Schleuderkurs. Ich brauche – und zwar dringend – Geschichten. Egal wie lang.”) und auch jetzt drängte er Ron, sich wieder an die Arbeit zu machen. Er sagte, daß er ständig Briefe von Lesern bekam, die nachfragten, wann das Magazin wieder Geschichten von L. Ron Hubbard veröffentlichen würde. Bevor er das Haus wieder verließ, hatte Ron eine Vereinbarung angenommen, eine Geschichte von 5000 Worten für Air Trails and Science Frontiers über die Konsequenzen einer Mondlandung zu schreiben; dieses Magazin war erst kürzlich von Campbell auf den Markt gebracht worden.
Trotz seiner schlechten Sicht, des Rheumatismus, der Geschwüre und allen anderen Leiden schaffte es Hubbard, einen phantasievollen und informativen Text zusammenzustellen. Er prophezeite, daß die erste Mondlandung innerhalb der nächsten 5-10 Jahre stattfinden würde und argumentierte, daß eine lunare Militärbasis enormen strategischen Wert haben würde. “Man kann mit vollem Recht davon ausgehen, daß die Nation die Welt beherrschen wird, die den Mut, die Intelligenz und die industrielle Umsetzbarkeit aufbringen, die für den Bau einer Mondbasis nötig sind.”
“Die Festung im Himmel”, geschrieben von Captain B.A. Northrup, war die Titelgeschichte in der Ausgabe von Air Trails vom Mai 1947. Der Grund, warum Hubbard nicht seinen eigenen Namen verwendete, war tief im Text vergraben. Obwohl er den Text mit beeindruckenden und Respekt einflößenden Details über die Zusammensetzung und Umgebung des Mondes ausgestattet hatte, konnte er der Möglichkeit einer weiteren Selbstbeweihräucherung einfach nicht widerstehen. In einem Teil, in dem er die technischen Probleme, den Mond mit einer Rakete zu erreichen, diskutierte, schrieb er: “Überall auf der Welt haben Menschen sich von Zeit zu Zeit Gedanken über Raketen gemacht. Ich erinnere mich, daß 1930 der Autor und Ingenieur L. Ron Hubbard einen Raketenmotor entwickelt und getestet hat – ohne es an die große Glocke zu hängen – der dem V2 an Antrieb weit überlegen ist, ohne derart kompliziert zu sein.”
Campbell war immer noch ein sorgfältiger Herausgeber und Verfechter von Exaktheit. Wenn er glaubte, daß sein Freund 1930 im Alter von 19 Jahren Raketenantriebe entwickelte, war er zudem außerordentlich naiv. Es ist jedoch wahrscheinlicher, daß er ein Auge zudrückte, um Ron bei Laune zu halten in der Hoffnung, daß dieser bald auf die Seiten von Astounding zurückkehren würde.
Ron und Sara blieben nur ein paar Wochen in New York. Anfang des Jahres 1947 waren sie wieder am Umziehen, diesmal in die reizlose Umgebung von Stroudsburg, Pennsylvania, südlich der Ponoco Mountains. Dort erfüllte Ron Campbells Hoffnungen, indem er Das Ende ist noch nicht da schrieb; es ging darin um den Versuch eines jungen Atomphysikers die Welt zu retten, indem er ein neues philosophisches System entwickelte. Es wurde in drei Teilen im Laufe des Jahres in Astounding herausgegeben, doch fand die Story nicht dieselbe Anerkennung wie mache der früheren Geschichten Rons.
Am 14. April reichte die schon lange leidende Polly in Port Orchard, Washington, die Scheidung aufgrund von Vernachlässigung und Nicht-Unterstützung ein. Sie wußte immer noch nicht, daß ihr Ehemann wieder geheiratet hatte; sie wußte nicht einmal, daß er mit einer anderen Frau lebte. Doch das sollte sich bald ändern.
Drei Wochen, nachdem Polly die Scheidung eingereicht hatte, verursachte Ron einen Skandal in der Familie, indem er mit Sara in die 'Hügelspitze' einzog. “Das war ein Schlag ins Gesicht seiner Mutter”, sagte seine Tante Marnie. “Hub und May mißbilligten das zutiefst. Das war sehr schwierig für sie, denn Polly und die Kinder lebten ja bei ihnen. Die Familie klammerte es aus – man sprach nie darüber. Als Ron Sara auf die 'Hügelspitze' brachte, sagte ich zu meiner Schwester: 'Nun Midgie, wir mochten ihn als Kind, aber jetzt ist er uns völlig fremd'.”[6]
Die Familie wäre wohl noch schockierter gewesen, hätten sie gewußt, daß Ron Sara geheiratet hatte; nur Rons Freund Mac Ford wußte Bescheid und er schwieg. “Ich traf Ron eines Abends zufällig, als er die Kinder ins Theater von Bremerton brachte”, sagte Ford. “Wir hatten uns seit Kriegsbeginn nicht mehr gesehen und als wir uns in der Lobby unterhielten, erwähnte er, daß er wieder geheiratet hatte. Ich fand das seltsam, denn ich wußte ja, daß er von Polly nicht geschieden war, doch ich sagte nichts, denn ich wollte mich nicht einmischen.”[7]
Hubbard reichte am 1. Juni sein Einverständnis zur Scheidung ein und am 23. Juni wurde eine einstweilige Verfügung erlassen. Polly bekam das Sorgerecht für die Kinder; Ron sollte die Kosten des Prozeßes übernehmen und für jedes Kind monatlich 25 $ an Alimenten bezahlen. Da sie Ron kannte, hegte Polly keine großen Hoffnungen, daß er die Zahlungen (wenn überhaupt) regelmäßig leisten würde.
Ron und Sara verließen die 'Hügelspitze' wieder im Juli und kehrten nach Kalifornien zurück – in einen gemieteten Wohnwagen auf einem Parkplatz in der schäbigsten Gegend Nord-Hollywoods, wo Ron die erste der populären 'Old Doc Methusalem'-Geschichten zu schreiben begann – verwegene Stories über einen Soldaten des Lichts und seinen ergebenen vierarmigen Sklaven Hippocrates, der in einem goldenen Raumschiff im Weltall herumreiste und ganze Zivilisationen vor Krankheit und Tod rettete und nebenbei noch despotische interplanetarische Diktatoren stürzte.
Im August, der Monat, in dem die erste Folge von Das Ende ist noch nicht da in Astounding erschien, nahm sich Ron einen Literatur-Agenten. Forrest Ackerman war keiner der großen Hollywood Agenten mit dicker Zigarre, sondern ein junger Mann mit dicker Hornbrille, der süchtig nach Science Fiction war, seit er im Alter von neun Jahren zum ersten Mal ein Heft von Amazing Stories in den Händen gehalten hatte.
'Forrie' Ackerman würde eines Tages der stolze Besitzer der weltgrößten Sammlung von Sci-Fi Magazinen sein und in Los Angeles in einem roten Cadillac mit SCI-FI auf der Nummerntafel herumfahren, doch 1947 kämpfte er immer noch darum seine Leidenschaft zu Geld zu machen, indem er Sci-Fi Autoren dazu überredete, sich von ihm vertreten zu lassen. Damals 30 Jahre alt, hatte er Hubbard schon einmal vor 10 Jahren in Shep's Shop getroffen, einem Second-Hand Laden auf dem Hollywood Boulevard, der auf Sci-Fi spezialisiert war.
“Ich stöberte 1937 eines Abends in Shep's Shop herum, als ich mit diesem rothaarigen jungen Mann ins Gespräch kam, der mir erzählte, daß er einen Weltrekord im Segelfliegen hielt. Er sagte, sein Name sei L. Ron Hubbard, und sehr viele seiner Abenteurgeschichten wären in Groschenromanen veröffentlicht worden. Ich fragte ihn dann, ob er jemals versuchte hätte, Science Fiction zu schreiben, und er meinte 'nein, seltsamerweise nicht'. Doch dann begann er dort im Geschäft eine Sci-Fi Geschichte zu entwickeln, die in Kalifornien 25.000 Jahre in der Zukunft spielte, während einer zweiten Eiszeit. Ich habe diese Geschichte zwar nie gedruckt gesehen, doch scheint diese Idee bei ihm Wurzeln geschlagen zu haben ... “
Ackerman gefiel sich in dem Glauben, daß ihr kurzes Zusammentreffen in Shep's Shop der Anstoß für Ron Hubbard war, Science Fiction zu schreiben. Seine erste Aktion für seinen neuen Autoren war, ein Zusammentreffen mit G. Gordon Dewey und Peter Grainger zu organisieren, zwei Geschäftsmänner aus LA, die sich Richtung Publikation verändern wollten. Das Treffen war nicht sonderlich erfolgreich: Es gab lose Diskussionen über den Ankauf von Rechten zu einigen von Hubbards Geschichten, doch wurde nichts fixiert. Danach bot Ron Forrie an, ihn zurück zu seinem Apartment in New Hampshire zu fahren. Diese Fahrt würde Ackerman nie vergessen, denn auf dem Weg begann Ron ihm die unglaubliche Geschichte zu erzählen, wie er während des Krieges auf einem Operationstisch gestorben war.
“Ich kann mich erinnern, daß er so eine alte Klapperkiste von Auto hatte und Tabak kaute. Während der Fahrt öffnete er immer wieder mal die Wagentür mit einer Hand und spuckte Tabaksaft raus auf die Straße. Als wir bei meiner Wohnung ankamen, saßen wir noch weiter draußen im Auto, während er mit seiner Geschichte fortfuhr. Es war nach fünf Uhr morgens, die Sonne kam schon hoch, bis er damit fertig war.
Im Grunde erzählte er mir, daß er sich nach seinem Tod in Form eines Geistes erhoben hatte und auf den Körper zurückschaute, den er zuvor noch eingenommen hatte. Jenseits davon sah er ein großes prächtiges Tor mit kunstvollen Verzierungen, etwa so wie man sie in Bagdad oder im alten China sehen könnte. Nachdem er dorthin geschwebt war, öffnete sich das Tor, und dahinter konnte er eine Art Omnigramm sehen, auf dem alle Fragen der Menschheit erklärt wurden. Alle Fragen, die die Philosophen durch die Zeitalter beschäftigt hatten – Wann begann die Welt? Gibt es einen Gott? Wohin werden wir gehen? - wurden dort beantwortet. All diese Informationen überfluteten ihn, und während er sie absorbierte, gab es eine seltsame Aufregung in der Luft und er spürte, wie er von einer Art langer Nabelschnur zurückgezogen wurde. Er sagte “Nein, nein, jetzt noch nicht!”, doch er wurde trotzdem zurückgezogen. Nachdem die Tore sich geschlossen hatten, realisierte er, daß er wieder in seinen Körper zurückgekehrt war. Er öffnete seine Augen und sah eine Krankenschwester über ihm, die ihn besorgt anschaute. Und als dann ein Chirurg den Raum betrat, sagte Ron: “Ich war tot, oder?” Der Arzt schaute die Schwester giftig an, als ob er ihr sagen wollte: “Was hast du denn dem erzählt?” Doch Ron sagte: “Nein, nein, ich weiß, daß ich tot war.”
“Wenn ich Filmregisseur wäre, hätte ich wohl große Schwierigkeiten, den nächsten Teil der Geschichte entsprechend realistisch umzusetzen. Laut Ron sprang er vom Operationstisch, lief zu seiner Quonset Hütte, schnappte sich zwei Stöße Papier und zwei Liter dampfenden schwarzen Kaffee und schrieb die nächsten 48 Stunden wie im Fieber ein Werk namens Excalibur oder Das schwarze Schwert.”
“Nun, er behielt das Manuskript und als er die Marine verließ, bot er es einigen Verlegern in New York an, wurde jedoch ständig abgelehnt. Man meinte, es sei zu radikal, ein zu großer Quantensprung. Wenn es eine Variante von Freud, Jung oder Adler gewesen wäre und man hier und dort ein paar Verbesserungen anbringen könnte, wäre es akzeptierbar, doch so war es allem anderen zu weit voraus. Weiter sagte Ron, als er das Manuskript anbot, wurden die Leute, die es gelesen hatten entweder verrückt oder begingen Selbstmord. Das letzte Mal, als er es einem Herausgeber gezeigt hatte, saß er angeblich mit diesem zusammen im Büro, um auf den Kommentar des Lektoren zu warten, der es gelesen hatte. Der Lektor kam ins Büro, knallte das Manuskript auf den Schreibtisch und stürzte sich daraufhin aus dem Fenster.”
“Ron wollte mir nicht mehr über Excalibur erzählen, außer daß jegliche Furcht von einem abfallen würde, wenn man es gelesen hätte. Ich konnte mir nicht vorstellen, was daran falsch sein sollte, oder weswegen jemand dann Selbstmord begehen würde.”[8]
Ackerman nahm ihm die Geschichte nicht ab, war jedoch beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und Überzeugungskraft, mit der Ron die Story erzählte. Er erkannte als angehender Literaturagent auch, daß Excalibur genau die Art von Geschichte wäre, mit der man ein neues Literaturunternehmen in die Höhe bringen könnte.
Später an diesem Morgen rief er Gordon Dewey und Peter Grainger an, wiederholte ihnen Rons Geschichte und fragte sie, ob sie einen Blick auf das Manuskript werfen wollten. Sein gezielter Hinweis auf das potentielle Risiko diente nur dazu, ihren Gusto weiter anzuheizen. “Sie waren verrückt darauf, es zu sehen”, sagte Ackerman. “Ich erinnere mich, wie Dewey sagte 'Keine Kombination von Worten, Ideen oder Philosophien kann diese Wirkung auf mich haben'!”
Ackerman informierte Ron über diese guten Neuigkeiten, doch Hubbard, plötzlich und nicht charakteristisch für ihn – verlegen, weigerte sich, das Manuskript herauszugeben. “Er sagte, es sei in einem Banktresor und würde auch da bleiben. Ich denke, er war ziemlich aufrichtig. Er schien mir wie ein Mann, der zuviele Leute gesehen hatte, die verrückt geworden waren oder Selbstmord begangen hatten, der schon genug Gewissensbisse hatte. Ich habe das Manuskript nie gesehen oder einem Verleger gezeigt. Tatsächlich habe ich auch nie jemanden getroffen, der gesagt hätte, daß er das Manuskript gesehen hätte.”
Trotz Forries unermüdlichen Bemühungen verdiente Ron 1947 als Autor bei weitem nicht das, was er zum Überleben gebraucht hätte. Nach Das Ende ist noch nicht da verkaufte er zwei Old Doc Methusalem Geschichten an Astounding, eine Kurzgeschichte 'Das Gesetz des Killers' an New Detective und eine weitere The Chee-Chalker an Five Novels Monthly. Sein Einkommen aus diesen fünf Geschichten reichte nicht einmal aus, um sich selbst selbst über Wasser zu halten, geschweige denn seine derzeitige Frau, seine Ex-Frau und seine zwei Kinder zu versorgen.
Im Oktober entdeckte Ron, daß er 90 $ Unterhaltsbeihilfe von der VA bekommen könnte, wenn er sich an einem College einschrieb. Prompt schrieb er sich als Student am Geller Theater Workshop an der Ecke Fairfax und Wiltshire Road ein, war jedoch immer noch dazu entschlossen, eine bessere Invalidenrente für sich herauszuholen. Zwei Wochen später schrieb er wieder einen Brief an die VA in Los Angeles, zweifellos in der Absicht, die bürokratischen Herzen zu erweichen, indem er das pathetisches Bild eines konfusen und hilflosen Veteranen am Rande des totalen Zusammenbruchs zeichnete:
Gentlemen,
dies ist eine Bitte um Behandlung ... Nachdem ich nun zwei Jahre versucht habe, mich im zivilen Leben wieder zurechtzufinden und daran gescheitert bin, muß ich gestehen, daß ich es überhaupt nicht schaffe, meine Fähigkeiten wieder zu erlangen. Mein letzter Arzt meinte, daß es sehr hilfreich sein könnte, wenn ich von einem Psychiater oder Psychoanalytiker untersucht oder sogar behandelt werden würde. Gegen Ende meiner Dienstzeit vermied ich aus Stolz jegliche geistige Untersuchungen in der Hoffnung, daß die Zeit meinen Geist, von dem ich allen Grund habe anzunehmen, daß er ernstlich betroffen ist, wieder ins Gleichgewicht bringen würde. Ich kann mich nicht aus langen Perioden von Depressionen und Suizidneigungen befreien; mir wurde erst kürzlich klar, daß ich diese zuerst besiegen muß, bevor ich hoffen kann, überhaupt wieder ganz gesund zu werden. Ich kann jetzt die Schule und meine kleinen Arbeiten aufgrund vielfältiger Verpflichtungen nicht aufgeben, um mich in eine Klinik zu begeben, doch glaube ich, daß eine ambulante Behandlung erfolgreich sein könnte. Doch kann ich mir eine solche nicht leisten.
Würden Sie mir bitte helfen?
Mit freundlichen Grüßen
L. Ron Hubbard[9]
Man muß der VA zugute halten, daß sie auf diesen dramatischen Hilferuf mit lobenswerter Geschwindigkeit antwortete; es wurden Vorbereitungen für eine weitere Untersuchung Hubbards im Birmingham VA Hospital in Van Nuys getroffen. Zu dieser Zeit war seine ärztliche Akte schon hoffnungslos durcheinander, da er inzwischen so viele verschiedene Versionen seiner Dienstzeiten, der Verletzungen und Leiden angegeben hatte. Er nahm die Gelegenheit wahr, eine weitere Verletzung zu seiner Akte hinzuzufügen; er behauptete, daß er auf einem Schiff namens USS Pennant 1942 von einer Leiter gefallen sei und sich dabei seinen Rücken, die Hüfte, das linke Knie und die rechte Ferse verletzt habe.
Während er noch auf die Ergebnisse der Untersuchungen wartete, bekam Ron neue Schwierigkeiten, da die VA von ihm 51 $ zurückforderte, die ihm zuviel an Studienunterstützung ausbezahlt worden waren – er hatte nämlich am 14. November das College verlassen mit der Behauptung, zu krank für weitere Studien zu sein, hatte jedoch die Studienbeihilfe bis Ende des Monats kassiert.
“Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich diese 51 $ zurückzahlen soll”, jammerte er in einem Brief an die VA vom 27. Januar 1948, “ denn ich habe nur noch 28,50 $ in der Tasche, die bis zum Ende des nächsten Monats reichen müssen. Seit ich die Schule Mitte November verlassen habe, habe ich aus verschiedenen Quellen 115 $ verdient – ungefähr 40 $ mit dem Verkauf von zwei kleinen Stücken an Magazine im November und einer Schuldenrückzahlung von einer Forderung von 75 $. So setzen sich meine Einkünfte zusammen, bis auf den Verkauf einer Schreibmaschine heute für die oben erwähnten 28,50 $. Meine Ausgaben bestehen aus 27 $ pro Monat Wohnwagenmiete und 80 $ für den Lebensunterhalt für mich und meine Frau, incl. Benzin, Zigaretten und allen weiteren Nebenkosten. Ich habe hohe Schulden und konnte bisher auch keinen Job finden; doch versuche ich, an meine Vorkriegsbeschäftigung als Schriftsteller anzuknüpfen. Ich bin bei schlechter Gesundheit und ich habe das Gefühl, daß wenn ich nur ein wenig finanzielle Unterstützung bekommen würde, ich eine in Auftrag gegebene Geschichte schreiben und so meine Finanzen wieder in Ordnung bringen könnte. Dies würde ungefähr drei Monate dauern und selbst dann könnte ich nicht garantieren solvent zu sein. Gibt es in der VA irgendeinen Fonds für Stipendien, Darlehen oder andere Finanzierungsformen, sodaß ich wieder auf die Beine komme?”
Doch auch bei dieser hoffnungsvollen Anfrage kam nichts heraus. Einige Tage später trafen Rons ärztliche Untersuchungsberichte ein, und auch sie gaben wenig Anlaß, auf eine Erhöhung seiner Pension zu hoffen. Wie schon zuvor wurde nichts Ernstes diagnostiziert, abgesehen von der bekannten Arthritis und einer Muskelentzündung. Nicht einmal das Zwölffingerdarmgeschwür konnte mehr nachgewiesen werden; und es gab auch keinen Nachweis von irgendwelchen Verletzungen, die er sich beim angeblichen Sturz von der Leiter zugezogen hatte.
Jedoch geht die Bürokratie manchmal seltsame und unergründliche Pfade. Trotz der Ergebnisse seiner jüngsten Untersuchungen trugen Rons verwirrende Akte und seine Hartnäckigkeit endlich doch Früchte. Am 27. Februar erhielt er einen Brief vom örtlichen VA-Büro mit der guten Neuigkeit, daß seine Erwerbsunfähigkeit nun auf 40 % heraufgesetzt würde und demzufolge seine Pension sich auf 55,20 pro Monat erhöhte.[10] Damit konnte US-NR Lieutenant Hubbard zufrieden sein.
Forrest Ackerman, der nicht merkbar reicher durch die zehn Prozent Kommission von Rons Veröffentlichungen geworden war, blieb nichtsdestotrotz in gutem Kontakt mit Hubbard. Eines Nachmittags stapfte Ron die Stufen zu seinem Apartment hinauf, der Schweiß tropfte ihm unter seinem Strohhut hervor, und er erklärte Forrie, daß er Geld brauchte um die Stadt zu verlassen, da seine Ex-Frau wegen der Alimente hinter ihm her war; Forrie gab ihm alles, was er in seiner Geldbörse hatte – 30 $. “Für mich war das damals ein kleines Vermögen”, erinnerte sich Ackerman.
Eine Zeitlang hatte Forrie versucht, Ron davon zu überzeugen, zu den Treffen der Los Angeles Fantasy und Science Fiction Society zu kommen; Ackerman war natürlich Gründungsmitglied. Die Treffen wurden jeden Donnerstag Abend im Keller eines kleinen Hotels auf der South Bixel Street in Downtown Los Angeles abgehalten. Autoren besuchten sie oft im Hinblick auf künftige Story-Verkäufe.
Ron tauchte das erste Mal am 15. April bei einem 'LASFAS' Treffen auf und wurde als Ehrengast gebeten, ein paar Worte an die Mitglieder zu richten. In einer improvisierten Rede gab er einige Informationen über sich und seine Arbeit zum besten, erwähnte, daß es ihm 'peinlich' wäre, nur etwa 5000 Worte pro Tag schreiben zu können und streifte auch kurz sein philosophisches Werk Excalibur, das er in einem Banktresor versperrt hatte, als er 'endlich realisierte, wie gefährlich es war'.
“Die wirkliche Überraschung des Abends”, so berichtet das Clubmagazin, “ereignete sich, als Hubbard über seinen Freund Arthur J. Burks sprach. Jemand erwähnte Burks' Story 'Survival', die zu einer der besten gezählt wurde, als sie im Jahr 1938 in Marvel Tales erschienen war. “Survival?” fragte Hubbard. “Ich erinnere mich nicht, daß ich das gelesen habe. Worum gings da?” Die Geschichte drehte sich um eine Invasion Amerikas durch 'die gelben Männer des Ostens', sagte man ihm. “Was?” meinte Hubbard. “Und wie entkamen sie dieser Gefahr?” Indem sie sich unter der Erde verbargen, sagte man ihm. Mr. Hubbard war davon überrascht. In der Tat sagte er: “Guter Gott! Dieser Hund! Wartet nur, bis ich den in die Finger bekomme ... “ Er erklärte seinen Ausbruch so: “1938 schrieb ich ein Drehbuch, das auf einer Geschichte namens 'Survival' basierte. Es ging darum, daß Amerika von einer Invasion der gelben Männer des Ostens betroffen war. Sie entkamen, indem sie sich unter der Erde verbargen! Ich gab diese Geschichte zusammen mit vier anderen einem Agenten zum Verkauf. Er verlor sie angeblich. Und jetzt find ich heraus, daß Burks genau so eine Geschichte geschrieben und verkauft hat.”[11]
Unter den Fans, die an diesem Abend zugegen waren, befand sich auch ein junger Telefonist namens Arthur Jean Cox. Er gab zu, daß er vom ersten Treffen mit dem berühmten Ron Hubbard einen zwiespältigen Eindruck hatte: “Er war ein amüsanter, lebhafter, anregender und dynamischer Mann, der die Konversation dominierte, obwohl ich den Eindruck hatte, daß er in der ersten halben Stunde im Clubraum mehr Lügen erzählte, als zuvor im ganzen Monat erzählt worden waren. Er sprach viel über seine Vergangenheit – ich habe die Geschichte vom Polarbären, der auf sein Boot sprang, vorher schon dutzende Male gehört – doch ich hatte den Eindruck, daß das alles nur Phantasie war.”
“Zu der Zeit war er einer der bekanntesten Science-Fiction Autoren in ganz Amerika, mit Sicherheit in den Top-Ten. Die meisten Clubmitglieder waren sehr jung und erstarrten in Ehrfurcht vor ihm, doch ich mochte ihn nicht. Sein Gesicht war pockennarbig, als ob er in seiner Kindheit die Windpocken gehabt hätte, und ich dachte, daß er wie ein Wolf aussah; er hatte etwas raubtierartiges an sich.”[12]
Hubbard kehrte zwei Wochen später zur Los Angeles Science Fiction Society zurück, um über Unsterblichkeit und die Zukunft der Medizin zu sprechen. Er hatte angefangen sich für Medizin zu interessieren, erklärte er einer gebannt lauschenden Menge, nachdem er aufgrund von Kriegsverletzungen einmal acht Minuten lang 'gestorben' war. Er wurde 'mithilfe von verschiedenen Notfallmaßnahmen' wieder ins Leben zurückgeholt. Während seiner Genesung hatte er genug Zeit, um seine natürliche Neugier zu befriedigen und er war zu der Überzeugung gelangt, daß Biochemiker dazu fähig waren, das Leben bis zu einer 'begrenzten Unsterblichkeit' zu verlängern. Er machte eine dunkle Andeutung, daß Josef Stalin nur durch ein spezielles Serum am Leben erhalten wurde, das von den Russen entwickelt worden war.
Danach demonstrierte Ron mit einem Repertoire von Wald- und Wiesentricks sein überraschendes Talent als Hypnotiseur. Er hypnotisierte fast jeden im Clubraum: Ein junger Mann schaute mit äußerster Überraschung auf seine Hand – er war davon überzeugt, daß er ein Paar Miniaturkängurus in seinen Händen hielt; ein anderer zog schnell seine Schuhe aus, als er das Gefühl hatte, daß der Fußboden warm würde; und ein dritter verbrachte zehn sehr lustige Minuten an einem imaginären Telefon und war damit beschäftigt, einen hartnäckigen und nicht existierenden Autoverkäufer abzuwimmeln.
Es ist wahrscheinlich, daß Hubbard von Jack Parsons gelernt hat zu hypnotisieren und er schien keine Schwierigkeiten damit zu haben hypnotische Trance zu induzieren – alles, was er bei manchen Leuten tun musste war, bis drei zu zählen und dann mit dem Finger zu schnippen. Doch manchmal vergaß er, Leute wieder aus dem hypnotischen Zustand zurückzuholen. Er sagte zu Cox' jüngerem Bruder Bill, daß er jedesmal einschlafen sollte, wenn er (Hubbard) sich an der Nase kratzen würde. Unter Hypnose befolgte dieser das Kommando pflichtgemäß. Doch später am Abend kratzte sich Hubbard geistesabwesend an der Nase, während er inmitten einer Gruppe von Bewunderern stand – und Bill Cox kollabierte unmittelbar darauf; er fiel glücklicherweise in die Arme von Forrest Ackerman, der hinter ihm stand.
Hubbard spielte Bill Cox aber auch mit einem grausamen posthypnotischen Trick übel mit. Während des Treffens nahm er Cox beiseite und sagte ihm, daß er am folgenden Nachmittag um zwei Uhr alles stehen und liegen lassen würde und Hubbard bei einem bestimmten Gebäude an der Ecke von Wilshire und Lucas Street treffen sollte. Hubbard wartete dort am nächsten Tag, als genau um zwei Uhr Cox auftauchte. Gemäß Hubbards Anweisungen konnte Cox seine Hände nicht aus den Taschen nehmen. Dann bekam er die Anweisung ein nahegelegenes Geländer festzuhalten, und er stellte fest, daß er es nicht mehr loslassen konnte. Während er darum kämpfte, seinen Griff zu lockern, sagte ihm Hubbard, daß das Geländer heißer und heißer werden würde, bis es rotglühend war. Cox krümmte sich dort schon in höchster Qual, bis Hubbard schließlich lachte, ihm auf die Schulter klopfte und sagte, daß er nach Hause gehen könnte und sich an keines der Geschehnisse erinnern würde.
Dieser Vorfall kam erst später ans Licht, denn ein Schriftstellerkollege von Hubbard, A.E. van Vogt, teilte dessen Interesse für Hypnose. Eines Abends bei einem LASFAS-Treffen beschrieb jemand einen speziell lebhaften Traum und Hubbard behauptete sofort, daß er dafür verantwortlich wäre; er sagte, daß dies eine Halluzination gewesen sei, die er verursacht hatte, als er 'in seinem Astralkörper herumbummelte'.
Van Vogt wollte diese Möglichkeit nicht ausschließen, doch glaubte er, daß es wahrscheinlicher war, daß Ron den Traum mit einer posthypnotischen Suggestion induziert hatte. Mit der Hilfe eines befreundeten professionellen Hypnotiseurs entschied er sich zu überprüfen, ob irgendwelche Mitglieder des Clubs von Hubbard hypnotisiert worden waren, ohne sich daran zu erinnern. Sie fingen mit Bill Cox an, versetzten ihn in eine tiefe Trance und hörten bald von der Qual, die Hubbard ihm verursacht hatte. Obwohl van Vogt das Ganze zutiefst mißbilligte, hielt er seltsamerweise trotzdem sehr viel von Hubbard.
In der Science-Fiction Welt zählte A.E. van Vogt zu den ganz Großen, und es war Hubbard, der ihn gegen Ende des Krieges zu einem Treffen einlud. Van Vogt wurde von Hubbard zu einem Dinner in Parsons Haus in Pasadena eingeladen und er war sofort von der Stärke von Hubbards Persönlichkeit gefangen genommen. Wie alle anderen um Hubbard fand er sich bald in der vagen Position eines Bittstellers. Sehr bald hörte auch er auf Hubbards Kommando.
“Als wir uns zum ersten Mal vorgestellt wurden, ergriff mich eine Stahlhand und drückte mich so fest, daß ich mich verkrampfte. Er war körperlich sehr stark und gut in Form. Er hatte das Kommando über ein Kanonenboot im Pazifik gehabt. Einmal segelte er direkt in den Hafen einer von den Japanern besetzten Insel auf den holländischen Ostindischen Inseln. Seine Überzeugung war, daß die Japaner die Boote nicht unterscheiden konnten, wenn man die Flagge einholte; also legte er an einem Dock an, ging an Land und streifte drei Tage umher. Jeder außer Hubbard war entsetzt; er war ohne Frage ein tapferer Mann.”
“Ich kannte seine Arbeten als Schriftsteller natürlich und schätzte sie. Er schrieb etwa eine Million Worte im Jahr mit unglaublichem Tempo direkt in die Schreibmaschine. Ich schätze, daß er ungefähr 70 Worte in der Minute schrieb. Es quoll einfach aus ihm heraus – ich habe Schreibkräfte in diesem Tempo arbeiten sehen, aber niemals einen Autoren. Ich war ein paarmal in seinem Apartment, als er sagte, daß er gerade noch eine Geschichte zu Ende bringen müßte. Er saß dann da und tippte ohne Pause und ohne aufzuschauen 20 Minuten lang am Stück. Das wäre für mich völlig unmöglich gewesen.”
“Wenn er am Abend ausging, dachte er sich einen Entwurf für eine Geschichte aus und warf mit Ideen um sich; er fragte die Leute am Tisch, was sie von diesem oder jenem halten würden. Am Ende des Abends hatte er die Geschichte im Kopf ausgearbeitet und wenn er dann nach Hause kam, verbrachte er die ganze Nacht mit schreiben. Er riß eine Seite nach der anderen aus der Schreibmaschine und warf sie auf den Fußboden. Sara erzählte mir, daß es ihr Job war, am Morgen diese Seiten einzusammeln und zu ordnen. Er hatte meist eine Notiz hinterlassen, wohin sie das Manuskript schicken sollte; er selbst warf nie mehr einen weiteren Blick darauf.”
“Er erzählte mir nie, wo er hypnotisieren gelernt hatte, doch war er sicherlich ein guter Hypnotiseur. Es gab Leute, die er aus dem Stand hypnotisieren konnte. Er redete ein paar Augenblicke mit ihnen, lenkte ihr Denken in eine bestimmte Richtung, und sagte dann einfach: 'Schlaf ein!' ”[13]
Hubbards Bemühungen, sein Talent in der Sci-Fi Society konstruktiver zu nutzen, waren weniger erfolgreich. Einmal hypnotisierte er ein Mitglied, das am nächsten Tag eine College-Prüfung hatte; er suggerierte die beste Note zu schreiben – ohne Erfolg. Ein weiterer Versuch jemandem zu helfen, der Schwierigkeiten beim Buchstabieren hatte, schlug ebenso fehl. Dann kam ein Fan zu Ron und fragte ihn, ob Hypnose auch bei seinen emotionalen Problemen helfen konnte. Rons lahmer Vorschlag dazu war, er sollte versuchen Dale Carnegie's Wie man sich Freunde macht und Menschen beeinflußt zu lesen.
In diesem Sommer 1948 kam Ron mit dem Gesetz in Konflikt. Ein unbedeutendes Mißverständnis über einen Scheck führte peinlicherweise dazu, daß er vom San Luis Obispo County Sheriff festgenommen wurde; seine Fingerabdrücke wurden aufgenommen, und er wurde wegen Diebstahls angeklagt. Gegen eine Kaution von 500 $ wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt, während die Umstände des Vergehens untersucht wurden. Am 19. August 1948 wurde er am San Gabriel Township Gericht angeklagt, wo er sich für nicht schuldig bekannte und auf ein Geschworenengericht verzichtete. Doch als es dann am 31. August zur Verhandlung kam, plädierte Hubbard auf schuldig und wurde mit einem Bußgeld von 25 $ belegt. Erstaunlicherweise konnte er sofort bezahlen.[14]
Ron erwähnte diesen Zwischenfall nie gegenüber seinen Freunden, und die Gerichtsakten wurden 1955 zerstört; so wird man also nie genau wissen, was eigentlich vorgefallen war. Er hatte außerdem Glück, daß keiner der lokalen Journalisten Science-Fiction Fan war, und daher bekam niemand mit, daß der L. Ron Hubbard, der da wegen Diebstahls angeklagt war, ein berühmter Sci-Fi Autor war.
Kurz darauf verließen Ron und Sara Kalifornien Richtung Savannah, Georgia, wo, wie Ron später behaupten würde, er eine weitere Stufe seiner Pionierarbeit in der Erforschung des menschlichen Geistes erklomm.
Innerhalb von ein paar Jahren wurde es für Ron unumgänglich, seine Karriere als Groschenromanautor herunterzuspielen und sich in der nüchterneren Rolle als Wissenschaftler, Philosoph und Guru zu präsentieren. Weniger wagemutige Menschen hätten vielleicht gezögert, solch eine radikale Metamorphose zu unternehmen, doch nicht Ron Hubbard, der sich mühelos den Anschein gab, als wäre sein ganzes Leben der Enträtselung der Geheimnisse der Psyche gewidmet.
Die Geschichte seiner Kindheit 'in der Wildnis von Montana' und seine Adoption als Blutsbruder bei einem Indianerstamm entwarf das Bild eines Jungen, der ungewöhnlich stark in Einklang mit der Natur und primitiven Kulturen war. Seine Lehrjahre bei einem 'persönlichen Studenten' von Freud, seine 'Wanderungen' im mystischen Osten und seine Expeditionen als Forscher suggerierten alle eine Erziehung und Karriere von außerordentlichen Dimensionen, die sich konstant dem Streben nach einem tieferen Verständnis der Geheimnisse des Lebens verschrieb. Das Schreiben von Science-Fiction wurde heruntergespielt zu nicht mehr als einem geeigneten Mittel, um seine 'Forschungen' zu finanzieren.
Während des 'Jahres', das er am Oak Knoll Marine Hospital verbracht hatte, betreute Ron, wie er später behauptete, die dortige medizinische Bücherei und hatte Zugang zu den ärztlichen Akten von Kriegsgefangenen. Er begann dann experimentelle Psycho-Analyse bei ehemaligen Kriegsgefangenen, indem er 'eine Parkbank als Behandlungszimmer benutzte', und er setzte seine Forschungen sogar noch intensiver während der Nachkriegsjahre fort. In Savannah, so sagte er, arbeitete er auf freiwilliger Basis als praktizierender Laie in einer psychiatrischen Klinik; dort half er mittellosen Patienten, die sonst niemand behandeln würde.
Es gab eigentlich keinen Grund, warum jemand die Wahrhaftigkeit von Hubbards Forschungen infrage stellen sollte, doch mußten seine Freunde verblüfft darüber sein, nichts darüber zu wissen. Mac Ford zum Beispiel, der in den 30ern soviel Zeit mit Ron verbracht hatte, mit ihm auf dem Puget Sund gesegelt war und oft genug bei einer Flasche Whiskey die ganze Nacht mit ihm durchdiskutierte, hatte niemals mitbekommen, daß sein Freund in irgendeine Art von Forschung involviert war. In den hitzigen und breitgefächerten Diskussionen in der Küche von Parsons Haus in Pasadena, dem idealen Forum für Hubbard um über seine Theorien zu sprechen, hatte er sie mit keinem Wort erwähnt. Alva Rogers hörte ihn zwar oft in seinem Zimmer auf einer Schreibmaschine tippen, doch es gab keinerlei Anzeichen, daß er etwas anderes als Science Fiction schrieb. Nicht einmal der liebenswürdige Forrest Ackerman wußte, daß Ron dabei war, das Schreiben von Science-Fiction zugunsten der Philosophie aufzugeben, obwohl er im Januar 1949 einen amüsanten Brief von seinem Klienten bekommen hatte, der auf diese Möglichkeit hindeutete.
Indem er Ackerman wie üblich als '4E' ansprach, schrieb Ron aus Savannah, daß er ein Büro in dem Gebäudekomplex auf der Dayton Street eingerichtet hatte, wo er gerade wohnte. Es war, so sagte er, ein sehr schöner Platz, der schnell zu einer Höhle des Lasters werden könnte, 'und deswegen sind nur Frauen über 16 zugelassen'. Er hatte sich ein Diktaphon zugelegt, mit dem Sara 'nach allen Regeln der Kunst' arbeitete; sie transkribierte nicht nur Science-Fiction, sondern auch sein Buch über 'die Ursachen und Heilungsmethoden von nervösen Spannungen', das er entweder Das dunkle Schwert oder Excalibur oder Die Wissenschaft des Geistes nennen wollte. Er schrieb so viel Science Fiction, daß Sara in 'Arbeitsanfällen' an den Manuskripten arbeiten musste. “Bisher jedoch”, witzelte er, “hat sie sich von jedem Anfall gut erholt.”
Wenn Ackerman diesen Brief nicht zu ernst genommen hat, konnte man ihm daraus keinen Vorwurf machen, denn der Tonfall war durchgehend witzelnd. Ron versprach, daß neben praktischen Hinweisen fürs tägliche Leben auch folgende Infomationen enthalten sein würden: 'Wie man Frauen vergewaltigt, ohne daß sie es merken; Selbstmordkommandos an seine Feinde weitergibt, während sie schlafen; den Arroyo Parkway für gutes Geld an den Bürgermeister verkauft und eine Methode entwickelt, den Kommunismus entweder zu schützen oder zu zerstören'. Er hatte sich noch nicht entschieden, fügte er lässig hinzu, ob er die katholische Kirche zerstören oder 'einfach eine neue gründen würde'.
Obwohl er in dieser Art fortfuhr und unter anderem auch PR-Gags vorschlug wie Leser unterschreiben zu lassen, daß sie den Autor nicht belangen würden, falls sie nach der Lektüre verrückt würden, war doch klar, daß er sich einen Erfolg von diesem Buch erwartete: “Dachte über einige interessante Publicity Möglichkeiten nach. Könnte einen Preis 10.000 $ dafür aussetzen, wenn jemand in irgendeinem Wissensgebiet gleiche Resulte erreichen kann. Ein Abdruck des Vorworts ist eigentlich alles, was man braucht, um Bestellungen massig hereinschneien zu lassen. Dieses Buch hat mehr Verkaufs- und PR Möglichkeiten als jedes Buch, von dem ich je gehört habe ... “
(Ungeachtet der Publicity Möglichkeiten war er wohl doch nicht so ganz von dem Erfolg des Buches überzeugt, denn kurz nach dem Brief an Forrie schrieb er an das Büro für Marine-Personal und bat um ein Transkript seiner Dienstzeiten, um für eine Lizenz in der Handelsschiffahrt anzusuchen. Er bat um schnelle Erledigung, da 'ich schon eine Koje habe, die auf mich wartet'.[15])
Die ersten Sci-Fi Fans wußten von L. Ron Hubbards Absicht, eine philosophische Abhandlung zu schreiben aufgrund eines Interviews mit ihm, das in der Ausgabe von Januar 1949 im Magazin Autoren - Märkte und Methoden erschien. Er erwähnte hier, daß er an einem 'Buch über Psychologie' arbeitete. Aber er fügte auch hinzu, daß er an einer Überarbeitung eines Broadway Stückes arbeitete, an nicht weniger als zehn (!) Geschichten und an einer Serie für Street und Smith.
Das war nun die Frage. 1949, dem Jahr, in dem Hubbards 'Forschungen' angeblich die ersten Früchte trugen, begann er wieder in üppigem Ausmaß Stories zu schreiben: 'Der Pistolenboss von Tumbleweed' und 'Blut an seinen Sporen' für Thrilling Westerns, 'Der Gewehrmann' und 'Johnny, der Bändiger der Stadt' für Famous Westerns, 'Pest' und 'Das automagische Pferd' für Astounding, 'Jenseits des schwarzen Nebels' und 'Der Herrscher des Universums' für Startling Stories und viele andere.
Es verging 1949 kein Monat, ohne daß der Name L. Ron Hubbard auf dem Cover eines Groschenmagazins erschien. Nichtsdestotrotz begannen unter den Sci-Fi Fans Gerüchte zu kursieren, daß Ron Hubbard auch ein Buch über Philosophie schreiben würde und beabsichtigte, eine ganz neue 'Wissenschaft des Geistes' zu enthüllen. Was die Fans am meisten überraschte, war die Tatsache, daß Hubbard die Zeit gefunden hatte, eine derartige Wissenschaft zu entwickeln; es war unter den Sci-Fi Anhängern eine lang erwartete Entwicklung, daß einer aus ihren Reihen schließlich mit weltbewegenden Entdeckungen aufwarten würde. Viele der technologischen Entwicklungen der zurückliegenden 20 Jahre inklusive der Atombombe waren mit unheimlicher Genauigkeit von Sci-Fi Autoren vorausgesagt worden. Für die Fans war es daher nur logisch, daß Science Fiction auch eine neue Wissenschaft hervorbringen konnte.
Die Gerüchte bekamen noch zusätzlich Nahrung durch das Faktum, daß niemand seit Monaten Hubbard gesehen hatte – er hatte keines der letzten Meetings der Los Angeles Science Fiction Society besucht, noch war er in einem der Büros der Magazine in New York gewesen. Es hieß, daß er sich irgendwo in New Jersey versteckt hatte und daß John W. Campbell auf irgendeine Weise in seine Pläne involviert war. Doch wußte niemand genau, wo Hubbard war oder was er genau machte oder was es mit dieser neuen 'Wissenschaft' auf sich hatte, obwohl man sich allgemein einig darüber war, daß Hubbard an 'etwas großem' dran war, was immer das nun auch war.
Die ersten quälenden Details wurden in einem Editorial in der Dezember Ausgabe von Astounding Science Fiction enthüllt. Mit einem untrüglichen Sinn für Ankündigungen gab Campbell bekannt, daß ein Artikel über eine neue Wissenschaft namens Dianetik in Vorbereitung war. “Ihre Kraft ist fast unglaublich; es werden Beweise geliefert, daß der Verstand den Körper nicht nur komplett beherrschen kann, sondern es auch tatsächlich tut. Es werden deren klar definierte grundlegende Gesetze dargelegt, und so können physische Krankheiten wie Geschwüre, Asthma und Arthritis sowie alle weiteren psychosomatischen Krankheiten kuriert werden ... “ Auf der gegenüberliegenden Seite gab es durch einen sonderbaren Zufall eine Geschichte von L. Ron Hubbard mit dem Titel “Eine Dose Vakuum” über einen Witz, der dann aber zu bemerkenswerten wissenschaftlichen Entdeckungen führt.
Im Januar 1950 waren die Gerüchte bis ans Ohr von Walter Winchell gedrungen, dem Kolumnisten im New Yorker Daily Mirror. “Es kommt da im April etwas Neues namens Dianetik heraus”, schrieb er in seiner Kolumne vom 31. Januar. “Eine neue Wissenschaft, die mit der Konstantheit physischer Wissenschaften auf dem Gebiet des Geistes arbeitet. Von allen bisher bekannten Daten her wird sie so revolutionär für die Menschheit sein wie die Entdeckung und der Gebrauch des Feuers durch die ersten Höhlenmenschen.”
In der April-Ausgabe von Astounding kündigte Campbell an, daß der lang erwartete Artikel endlich bereit für die Veröffentlichung war: “Unsere nächste Ausgabe wird, denke ich, eine wegweisende Explosion im ganzen Land auslösen. Wir bringen einen 16.000 Worte Artikel mit dem Titel “Dianetik – Die Einführung in eine neue Wissenschaft” von L. Ron Hubbard. Dies wird, denke ich, die erstmalige Publikation dieses Materials werden. Es ist - und das versichere ich ihnen mit vollem Ernst - einer der wichtigsten Artikel, die jemals veröffentlicht wurden. In diesem Artikel berichtet Hubbard von seinen Forschungen über technische Fragen, wie der Verstand funktioniert, und es werden immens wichtige und grundsätzliche Entdeckungen dargelegt. Unter anderem:
Dies ist keine wilde Theorie und auch kein Mystizismus. Es ist eine kalte, präzise und technische Beschreibung, wie der Verstand funktioniert und wie man eine korrekte Funktionsweise wiederherstellt. Dies wurde an ungefähr 250 Fällen getestet. Und hier wird nur ein umfassender Anspruch gestellt: Die Methoden, die logisch aus diesen Beschreibungen entwickelt wurden, funktionieren. Die Technik der Erinnerungsstimulation ist so mächtig, daß die meisten Leute sich innerhalb von 30 Minuten nach Beginn der Therapie mit allen Details an ihre eigene Geburt erinnern können. Ich habe es beobachtet und die Technik selbst benutzt ...
Dies ist nicht nur ein Tatsachenartikel von höchster Wichtigkeit; es ist die Geschichte des letzten Abenteuers – die Erforschung der fremdesten aller terra incognita; des menschlichen Geistes. Es gibt kein seltsameres Abenteuer in den Arabischen Nächten als Hubbards Erfahrung mit seinen neuen Techniken, wenn er sich durch den seltsamen Dschungel verdrehter Gedanken innerhalb des menschlichen Geistes pflügt – und er dort dann jenseits der Zone des Wahnsinns einen technischen Mechanismus von unglaublicher Effizienz und Perfektion findet.”
Selten hat ein Herausgeber solch ein leidenschaftliches und gleichzeitig abstoßendes Empfehlungsschreiben zu Papier gebracht. Die Welt, oder zumindest die Welt des Science Fiction, wartete mit angehaltenem Atem.
[1] Untersuchungsbericht, Akte der VA, 19. September 1946
[2] Transkript – Prozeß Scientology gegen Armstrong
[3] Akte Hubbard, Veteranen Archiv
[4] Interview mit Merwin, Los Angeles, August 1986
[5] Die John W. Campbell Briefe, Band 1
[6] Interview mit Mrs. Roberts
[7] Interview mit Ford
[8] Interview mit Forrest Ackerman, Hollywood, 30. Juli 1986
[9] Akte Hubbard VA-Archiv
[10] ebenda
[11] Shangri-La, LASFAS Club Magazin, Nr. 6, Mai/Juni 1948
[12] Interview mit Arthur Jean Cox; Los Angeles, 18. August 1986
[13] Interview mit A.E. van Vogt, Los Angeles, 22. Juli 1986
[14] FBI Memo, 13.April 1967
[15] L. R. Hubbard, Marine-Akte