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Interview mit Daniel Häni im €URO, Magazin für Wirtschaft und Geld:
«Was soll am Ende dieses politischen Prozesses stehen? Was soll das Grundeinkommen bringen?
Die Befreiung der Arbeit! Es geht um das Menschlichste der Welt, nämlich selbst zu bestimmen, was ich tue. Wenn wir das zulassen, setzen wir Kreativität und Innovation frei. Wir können das Korsett der weisungsgebundenen
Erwerbsarbeit ablegen und damit den Rohstoff des 21. Jahrhunderts — die Kreativität — freilegen. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist das Mittel, den Rohstoff zu fördern. Das Ziel ist mehr Freiheit in der Arbeit. Das Mittel dazu die Freiwilligkeit.
Freiheit? Ist ein Grundeinkommen nicht eher paternalistisch, nach dem Motto: Der Staat sorgt für alle seine Kinder. Entmündigt man nicht die Menschen?
Im Gegenteil. Das Grundeinkommen befähigt die Menschen, Dinge abzulehnen, die sie nicht tun wollen. Das macht sie unabhängiger, souveräner und versetzt sie in die Lage, verantwortlicher zu entscheiden. Wenn ich mich bewusst gegen gewisse Tätigkeiten und für andere entscheiden kann, habe ich auch weniger Ausreden. Ich habe mehr Verantwortung für meine Entscheidungen. Das Grundeinkommen bedeutet durch die Existenzsicherheit mehr Freiheit und durch die Freiheit mehr Verantwortung.»