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Heute vor 20 Jahren ist zum ersten Mal eine Pegasus-Rakete von Gran Canaria aus in den Weltraum gestartet und hat so 21 Urnen in Erdumlaufbahn gebracht. An Bord befand sich u.a. Asche von Timothy Leary, dem «LSD-Guru» der Hippie-Bewegung, und von Gene Roddenberry, dem Schöpfer von «Star Trek». Da die Transportkosten nicht gerade tief sind, wird stets nur eine Miniurne mit einem Bruchteil der Asche ins All geschickt. Das hat den Vorteil, dass, falls ein Flug ins All fehlschlägt, man noch Asche für einen zweiten Versuch übrig hat. So geschehen im Jahr 2008, als sich die erste Stufe nicht ordnungsgemäss von der zweiten Antriebsstufe löste und die Rakete in den Ozean stürzte.
Bei einem zweiten Versuch ein paar Jahre später landeten dann die sterblichen Überreste wie gewünscht im Orbit. 1998 wurde gar eine Mikrourne an Bord einer Mondsonde mitgeführt, die dann auf der Mondoberfläche aufschlug. Diese Teilasche stammte von Eugene Shoemaker, einem berühmten Astronomen, und sie wird nun sicher dort bleiben. Insgesamt acht solcher Weltraumbestattungen hat es mittlerweile gegeben. Diese Form der Bestattung ist also noch nicht zum Standard geworden.
Aber da ja ernsthaft an der Besiedlung des Weltalls geforscht wird, wird man sich auch dort mit dieser Thematik befassen müssen. Gut, wenn man jetzt schon Erfahrungen sammelt.