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Höhepunkt der Pferdesporttage des Reitvereins Beromünster war das ZKV R-Championat, wo 27 Paare zum Titelkampf am Start standen. Als letzter Reiter im Stechparcours schaffte André Muff mit Uber die Bestzeit und jubelte unter dem Applaus seiner Vereinskollegen nach dem letzten fehlerfreien Sprung.
Als Fünfter im R/N 125 mit Diarolus Athletic und Sieger im R/N 120 mit Carino Athletico am Freitag ging Pascal Bucher am Sonntag als einer der Favoriten in den Parcours. Das R/N 125 vor der Championatsprüfung beendete er mit Diarolus auf dem Ehrenplatz hinter der Siegerin Corina Knuchel mit Quantums Qualita. Doch seine Siegesserie der letzten Wochen wurde in Beromünster jäh unterbrochen.
Der Letzte war der Erste
Nach dem zweiten verkürzten Umgang im R 130 des ZKV R-Championats waren sieben Paare ohne Abwurf, sodass es in einem Stechen über fünf Hindernisse um die Medaillen ging. Als Erster in der Barrage blieb Stephan Hellmüller mit Colomera von Hof fehlerfrei. Pascal Bucher nahm eine sehr enge Wendung vom Oxer auf die folgende Zweierkombination und musste einen Abwurf in Kauf nehmen.
Die drei Besten auf dem Podest (v. l.): Tiziana Realini (2.), Sieger André Muff und Stephan Hellmüller (3.).
Dies bedeutete für ihn und Cayman Athletic den fünften Schlussrang, und dies mit der weitaus schnellsten Zeit von 26.42 Sekunden. Marco Moser nahm mit Deluga den längeren Weg zum Doppel, was einige Sekunden kostete und für ihn den vierten Platz bedeutete. Es fehlten noch zwei Paare bis fest stand, wer den Titel nach Hause nehmen würde. Tiziana Realinis Wallach Verygood Delacense machte seinem Namen alle Ehre und ging «very good» durch den Parcours. Als Schnellste setzte sie sich an die Spitze, aber nur kurz. Denn es war André Muff mit seinem zuverlässigen Schimmel Uber, der ihre Zeit fehlerfrei unterbot.
Medaillensammlung komplett
Sein Jubel war gross, denn mit diesem Sieg komplettierte Muff seine Medaillensammlung im ZKV
R-Championat. 2016 gewann er Bronze, letztes Jahr Silber und nun stand er zuoberst auf dem Treppchen. «Ich fühle mich mega», war seine erste Reaktion auf den Sieg. Denn sein 17-jähriger Holländerwallach Uber war in den vergangenen zwei Monaten verletzt und wurde zum Auftakt des Turniers am Freitag zum ersten Mal wieder eingesetzt. Was mit einem zehnten Rang im R/N 125 gut klappte. Am Sonntag hoffte Muff dann einfach, dass er den Parcours zweimal gut meistern würde: «Ich hätte nie damit gerechnet, aber das zeigt seine einmalige Einstellung.» Er habe schon viele Pferde geritten, aber einen wie Uber gäbe es nur einmal. «Man reitet mit ihm in den Parcours und merkt einfach: er will. Manchmal muss ich nur steuern, das ist ein herrliches Gefühl.»
Lob für ihre Pferde
Die Silber- und Bronzegewinner freuten sich ebenso über ihren Erfolg. «Mein Verygood ist ein pures Talent», kommentierte Realini ihren Ehrenplatz. Er sei ein Pferd, dass sich wohl jeder wünscht. Mit vierjährig kaufte sie ihn noch «grün» und bildete den braunen Franzosenwallach selber aus. «Und jetzt mit seinen neun Jahren ist er einfach phänomenal.» Ähnlich kommentierte Stephan Hellmüller seinen dritten Platz. «Etwas Zeit verlor ich, weil ich nicht so schnittige Wendungen machte. Aber ich reite erst seit Kurzem auf dieser Höhe, daher bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat.» Seine zehnjährige Stute Colomera von Hof stammt aus eigener Zucht und wurde von ihm und den Mitarbeitern auf dem Hof ausgebildet. Und über ihren Charakter sagt er lachend: «Sie ist super lässig und eine Kampfsau.»
(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 27/2018)
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