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Kanadischer Dollar und norwegische Krone in Seitwärtsspanne gefangen…
Die Ölpreise hatten dafür gesorgt, dass der kanadische Dollar und die norwegische Krone im Januar Tiefstände erreichten, die seit einem Jahrzehnt nicht mehr verzeichnet wurden. In den letzten fünf Monaten erlebten beide Währungen im Vergleich zu ihren größten Pendants jedoch einen Aufschwung, der ebenfalls von den Ölpreisen angetrieben wurde.
Die robuste Zunahme der Ölnachfrage in Indien und den USA führte in Verbindung mit zahlreichen Angebotsstörungen zu einer positiven Verschiebung des Gleichgewichts auf dem globalen Rohölmarkt, was den wirtschaftlichen Ausblick von Kanada, Norwegen und anderen erdölexportierenden Ländern deutlich aufhellte.
Seit der Ölpreis Anfang Juni die psychologisch wichtige Schwelle von 50 USD/Barrel erreicht hat, entwickelt er sich aber zusammen mit dem kanadischen Dollar und der norwegischen Krone eher seitwärts, da die gemischten Gefühle, die den Markt beherrschen, und die Sorgen über ein Wiederaufleben der Produktion ausgeprägte Preisausschläge in beide Richtungen zur Folge haben.
Was den Ausblick des kanadischen Dollar und der norwegischen Krone anbelangt, so dürfte der Ölpreis deren künftigen Verlauf prägen, da sich am geldpolitischen Kurs der Länder in näherer Zukunft vermutlich nichts ändern wird.
Ölpreise von der Nachfrage unterstützt
Als die Rohöl-Benchmarks nach oben kletterten, verstärkten sich auch die Befürchtungen, dass die flexible USSchiefergasbranche im Zuge der zunehmenden Wirtschaftlichkeit die Produktion anheben könnte.
Immerhin besitzt sie einen enormen Vorrat gebohrter, aber nicht erschlossener Quellen, auf den sie kurzfristig und bequem zurückgreifen kann.
Doch spielt dieses Szenario wahrscheinlich erst bei rund 55 USD/Barrel eine größere Rolle, und selbst dann sind die Effekte eher relativ kurzfristiger Natur, da sich diese Quellen bekanntermaßen schnell erschöpfen.
Das übergeordnete fundamentale Bild des Rohölmarkts bleibt eigentlich weiterhin positiv, da die Zahl der Angebotsstörungen weltweit hoch ist und die Reservekapazitäten der OPEC überdehnt erscheinen (s. Abb. 1).
Die Ölpreise haben daher das Potenzial, sich in den kommenden Monaten nach oben zu schieben. Der Handel könnte zugleich an Volatilität gewinnen, wenn das Niveau von 55 USD/Barrel in Sichtweite rückt.
Widerstand voraus
In den kommenden Monaten könnten der kanadische Dollar und die norwegische Krone gegenüber dem Euro an Wert gewinnen, da die expansive Geldpolitik und die positive Risikobereitschaft die Gemeinschaftswährung wahrscheinlich weiter unter Druck setzen.
Die Währungspaare EUR/CAD und EUR/NOK nähern sich derzeit ihren gleitenden 50-Tages- und 100Tages-Durchschnitten an.
Beide Linien könnten für einen steigenden Euro wichtige Widerstandsbereiche darstellen, die es erst zu überwinden gilt.
Quelle: ETFWorld.ch