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DEUTSCHER FILM
|DER
DEUTSCHE

FILM
|Helene Odilon
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Die Schauspielerin Helene Odilon wurde als Helene Petermann in Dresden geboren.
Ihre Theaterlaufbahn startete sie in Chemnitz, es folgten Engagements in Berlin und Wien.
Sie feierte schnell Triumphe auf der Bühne und erlangte grosse Popularität. Diese führte sie bis nach England und die USA.
Beim Film trat sie nur einmal in Erscheinung mit der Produktion "Nach der Premiere" (14) mit Richard Grossmann und Eugenie Werner.
Filmreif war auch ihr Privatleben.
Sie war mit dem Schauspieler Alexander Girardi verheiratet, welcher jedoch sehr eifersüchtig war und dazu auch allen Grund hatte.
Helene Odilon schaffte es schliesslich, mit dem Psychiater Julius Wanger-Jauregg, mit dem sie befreundet war, Alexander Girardi in eine Nervenanstalt einliefern zu lassen.
Nur dank der Hilfe der Schauspielerin Katharina Schratt konnte sich Alexander Girardi rehabilitieren.
Viele Jahre später widerfuhr ihr selber ein ähnliches Schicksal. Nach einem Schlaganfall 1903 war sie teilweise gelähmt und verfiel in Depressionen.
Ihre Verwandten veranlassten daraufhin, Helene Odilon unter Vormundschaft zu stellen, um deren nicht unerhebliches Vermögen zu schützen. Odilon musste mehrere Jahre gegen diesen Beschluss ankämpfen.
Als sie 1916 erblindete, nutzte ihr Umfeld die Situation aus und veruntreute ihr Vermögen, Helene Odilon wurde bettelarm und lebte in einem Altenheim - noch keine 60 Jahre alt.
1925 kam sie in ein Hospiz in Dresden, ab 1928 lebte sie im neueröffneten Badener Altersheim, wo sie elf Jahre später verstarb und von ihren Leiden erlöst wurde.
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