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15 Jahre des Konfliktes und der Instabilität haben unweigerlich zu Armut und einer grossen Zahl von Geflüchteten und intern Vertriebenen geführt.
Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als 1 SFR pro Tag. Die Phasen der Nahrungsmittelknappheit verursachen Mangelernährung, insbesondere bei Kindern.
Nur 2% der Landflächen in Somalia eignen sich zur landwirtschaftlichen Nutzung. Die seit vier Jahre wütende Dürre hat die Lage in einem bereits verarmten Land noch verschlimmert, denn nur sehr wenige Menschen haben einen angemessenen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen.
Somalia litt mehr als zwei Jahrzehnte lang unter Bürgerkrieg, und ist zudem stark anfällig für Dürren und Überschwemmungen, die die Gemeinden regelmässig heimsuchen. Im Laufe der grausamen Dürre, die im Jahr 2011 in der Region herrschte, verloren infolge der Hungersnot mehr als 250 000 Menschen ihr Leben. Mehr als eine Million somalischer Flüchtlinge, die vor bewaffneten Konflikten fliehen, wurden am Horn von Afrika registriert, während die Jugendarbeitslosigkeit explodiert und mit 67% einen der weltweit höchsten Werte verzeichnet.
|1 Million intern|
Vertriebene
|60% der Kinder, die alt genug sind,|
um zur Schule zu gehen,
haben diese Möglichkeit nicht
|300 000 Kinder unter|
5 leiden unter
Mangelernährung
Islamic Relief führt seit 1996 in Somalia Kampagnen zur Nahrungsmittelverteilung durch. Im Jahr 2006 eröffnete die Organisation dann ein Büro vor Ort, und stellte im Rahmen ihrer Ramadan- und Kurbanprogramme Lebensmittelpakete und Fleisch für arme Familien bereit.
Die Einrichtung des Büros ermöglichte die Realisierung von Nothilfe- und Entwicklungsprojekten. Die von Islamic Relief durchgeführten Projekte sind seitdem auch auf die Bereiche Gesundheit, Existenzgrundlagen, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene ausgeweitet worden. Der Fokus lag hierbei auf dem Wohlergehen der Kinder, insbesondere durch Zugang zu Bildung und die Unterstützung, die Waisenkindern dank des Patenschaftsprogrammes zuteilwird. 30 000 Kinder konnten die Schule besuchen und es wurde ein Institut zur Ausbildung von Lehrern erbaut.
Islamic Relief arbeitet auch in den Vertriebenenlagern innerhalb des Landes. Die Aktionen umfassen hierbei Hygienekampagnen zur Prävention gegen die Ausbreitung von Krankheiten, die Errichtung von Latrinen, die 57 000 Menschen zugutekommen, und das Bohren und die Reparatur von Wasserleitungsnetzen. Ein Gesundheitszentrum, das lebensnotwendige Dienste für Vertriebene und mangelernährte Kinder leistet, wurde ebenso erbaut.
Islamic Relief Schweiz konnte den Einsatz in Somalia mit der Durchführung von Nothilfeprojekten unterstützen. Unser Büro hat dank eines zwölfmonatigen allgemeinen Ernährungsprogrammes eintausend von der Dürre und den Konflikten betroffenen Familien die Verbesserung des Zugangs zu Nahrungsmitteln, zu sanitären Einrichtungen und zu Wasser für ermöglicht. Ausserdem hat unser Büro die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung angesichts der dürrebedingten Krisen gefördert. Die Unterstützung eines Hilfsprogrammes für Frauen und Kinder hat durch die Gewährleistung von gesundheitlichen Diensten inklusive prä- und postnataler Versorgung, Impfung, und der Erkennung und Behandlung von Krankheiten zur Verringerung der Sterblichkeitsrate von Müttern und Kleinkindern beigetragen.