Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/85577

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen:</p><p>- ob das Gold-Standard-Label auf die CO2-Kompensationsprojekte der Stiftung Klimarappen oder einer anderen, gleichwertigen Organisation angewendet werden könnte;</p><p>- wie die Umsetzung solcher Kompensationen in der Schweiz bestmöglich gefördert werden könnte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat im März 2005 dem privatwirtschaftlichen Klimarappen als freiwilliger Massnahme der Wirtschaft zugestimmt. Seit Oktober 2005 erhebt die Erdölwirtschaft 1,5 Rappen pro Liter Benzin und Diesel. Die Einnahmen werden einer privaten Stiftung zugeführt, die emissionsreduzierende Projekte im In- und Ausland finanziert. Da es sich beim Klimarappen um eine freiwillige Massnahme handelt, obliegt die Wahl der Projekte ausschliesslich der Stiftung Klimarappen. </p><p>Die Sicherstellung der Qualität der ausländischen Zertifikate ist für den Bundesrat ein wichtiges Anliegen. Er setzt sich dafür ein, dass internationale Regeln bestehen, welche die Qualität der Klimaprojekte gewährleisten. Zurzeit engagiert sich die Schweiz in den internationalen Verhandlungen dafür, dass der Clean Development Mechanism, im Rahmen dessen Zertifikate für Klimaprojekte in Entwicklungsländern ausgestellt werden, überprüft und wo nötig verbessert wird.</p><p>Für die weitere Klimapolitik der Schweiz nach 2012 will der Bundesrat im Herbst 2008 eine Vernehmlassung durchführen, in der er sowohl inländische als auch ausländische Reduktionsmassnahmen zur Diskussion stellt. Sollte bei den internationalen Verhandlungen keine befriedigende Regelung für den Clean Development Mechanism gefunden werden, wird der Bundesrat die Möglichkeit entsprechender nationaler Standards erwägen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.