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Die von der DEZA unterstützte Fondation Hirondelle begleitet den Aufbau und Betrieb unabhängiger Medien in Konflikt- und Nachkonflikt-gebieten. Durch die Übermittlung von unabhängiger, fundierter Information will die Stiftung den Frieden fördern und sowohl einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung wie auch zur Demokratisierung der Länder leisten. Ihr erstes Ziel ist es, das Recht auf Information zu vertreten. Radiostationen wie Radio Okapi in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Radio Gafsa in Tunesien und Radio Miraya im Südsudan nehmen dank der Unterstützung der Fondation Hirondelle ihre Rolle als glaubwürdige Medien wahr.
Schutz von Opfern im Vordergrund
Anlässlich der 150-Jahr-Jubiläen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der Unterzeichnung der ersten Genfer Konvention, haben die DEZA, die Fondation Hirondelle und das IKRK eine Partnerschaft lanciert. Deren Ziel ist es, mittels breit ausgestrahlten Radiosendungen zum Schutz der Opfer von bewaffneten Konflikten beizutragen. In lokale Sprachen übersetzte Kurzmeldungen und Interviews informieren von Gewalt geprägte Bevölkerungen über die Grundprinzipien des humanitären Völkerrechts (z.B. Schutz der Zivilbevölkerung und des medizinischen Personals, und Zugang zu Gesundheitsversorgung) sowie die Werte der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.
Radiointerview: Was ist humanitäres Völkerrecht? (en/fr)
Das durch die DEZA unterstützte Medienprojekt wird in drei aktuellen Krisengebieten in Afrika durchgeführt: in Mali, der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) und der DRK. Dabei arbeitet die Fondation Hirondelle eng mit lokalen Partnern zusammen. So kann die ursprünglich von Journalisten gegründete Schweizer Stiftung ein sehr grosses Publikum erreichen. Darunter sind neben einem grossen Teil der Zivilbevölkerung auch Sicherheitskräfte, bewaffnete Truppen, Behörden, Akteure des Justiz- und Strafvollzugssystems sowie unterschiedliche politischen Parteien.
Sensibilisierung für Rechte und Pflichten
Der Bevölkerung sowie den am Konflikt beteiligten Akteuren wird mit Radiospots aufgezeigt, an welchen Regeln, Rechten und Pflichten sie sich zu orientieren haben. Humanitäres Völkerrecht und seine konkrete Umsetzung, die Situation in Gefängnissen sowie der Umgang mit sexueller Gewalt sind einige der zehn Themen, welche die Sendungen aufnehmen.
Radiospot: Sexuelle Gewalt (en/fr)
Damit werden die Radiosender zu einer Quelle von Informationen für die betroffene Bevölkerung und zeigen Handlungsalternativen auf. So werden beispielsweise Menschen, die den Kontakt zu Familienangehörigen verloren haben, an ein Büro verwiesen, das sie bei der schwierigen Suche unterstützen kann.
Auch auf die Arbeit der humanitären Helfer haben die Spots einen Einfluss: Das vermittelte Wissen um die Bedeutung der Symbole des Roten Kreuzes oder des Roten Halbmondes erleichtert ihre tägliche Arbeit.