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Reorganisation von Sozialdiensten
Für die Reorganisation eines Sozialdienstes werden die Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse und Verhaltensweisen unter Anwendung des 3-Phasen-Modells des Veränderungsprozesses nach Kurt Lewin überprüft. Sie beruht auf den Erkenntnissen des Veränderungsmanagements dessen Aufgaben, Massnahmen und Tätigkeiten in drei Phasen unterteilt sind. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass die Erwartungen nicht mehr der Realität entsprechen.
Das generelle Ziel der ersten Phase (Unfreezing) besteht darin, die nach Veränderung strebenden Kräfte zu stärken und zu unterstützen und so ein Veränderungsbewusstsein zu induzieren. Bildlich gesehen steht dabei das Auftauen des bestehenden «eingefrorenen» Gleichgewichtes oder des zuvor erreichten Zustands, der auch wiederum aus einem vorangegangenen Change-Prozess hervorgerufen worden sein kann.
In der zweiten Phase, der Veränderungsphase (Moving), werden Lösungen generiert, neue Verhaltensweisen ausprobiert und das Problem in Teilprojekten gelöst. Der Status Quo wird verlassen und es wird eine verändernde Bewegung zu einem neuen Gleichgewicht vollzogen.
Ziel der dritten Phase, dem Wieder-Einfrieren (Refreezing), ist die Implementierung der gefundenen Problemlösungen und damit der zumindest vorläufige Abschluss des Veränderungsprozesses. Die durchgeführten Veränderungen der Stabilisierung müssen zur dauerhaften Integration in das Gesamtsystem wieder eingefroren werden. Der neue Gleichgewichtszustand soll so vor der Macht der Gewohnheit geschützt und stabilisiert werden.