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Seit 2010 ist Johann Schneider-Amann Vorsteher im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Vor seiner Wahl zum Bundesrat am 22. September 2010, war der FDP-Nationalrat als erfolgreicher Unternehmer tätig. Bevor Schneider-Amann Anfang der 1980er Jahre in das Maschinenbauunternehmen seines Schwiegervaters einstieg, absolvierte der Sohn eines Emmentaler Tierarztes ein Studium in Elektrotechnik an der ETH Zürich. Zwischen 1982 und 1983 holte sich Schneider-Amann das Rüstzeug zum Unternehmensführer und erwarb einen Master of Business Administration an der renommierten Schule INSEAD in Fontainebleau in der Nähe von Paris.
Dabei lag dem überzeugten Wirtschaftsliberalen der heimische Werkplatz stets am Herzen. Trotz Internationalisierung und Vergrösserung des Unternehmens seines Schwiegervaters, setzte Schneider-Amann weiterhin auf den Werkplatz Schweiz und verlagerte die Produktion nicht ins Ausland. In den 1990er Jahren brachte er die 800 Arbeitsplätze in der Schweiz erfolgreich durch die damalige Krise und konnte diese auch noch auf 1200 ausbauen.
Während sich Schneider-Amann politisch immer wieder klar gegen den Ausbau des Sozialstaates aussprach, den Steuerwettbewerb unterstützte und gegen die Einführung eines Mindestlohns und für liberale Ladenöffnungszeiten plädierte, geniesst der heutige Bundesrat auch Sympathien von Seite der Linken. So wurde seine Wahl zum Bundesrat 2010 auch von den Gewerkschaften begrüsst. Dies unter anderem weil der Vater zweier Kinder als Mann der Taten und als Unternehmer mit realwirtschaftlicher Erfahrung wahrgenommen wurde. Dieses Image erarbeitete er sich unter anderem mit der Rettung der Bieler Firma Mikron im Jahr 2003.