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In diesen Tagen erscheint das neue Bundesratslexikon, das mein akademischer Lehrer Urs Altermatt herausgibt. Ich erinnere mich noch gut an die erste Ausgabe von 1991. Meine erste Aufgabe als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Universität Freiburg war es damals, die deutschen Texte für die Übersetzung auf Französisch vorzubereiten und noch leicht anzupassen. Die Geschichte der Bundesrätinnen und Bundesräte begleitete mich durch meine ganze Zeit als Historiker an der Universität Freiburg. So verfasste ich meine Lizentiatsarbeit zum Zuger Bundesrat Philipp Etter. Die Familie Etter stellte mir den Privatnachlass zur Verfügung, der damals fein säuberlich in Bananenschachteln verpackt in und auf Schränken des schmalen, langen Büros von Pater Kassian Etter neben dem Physikzimmer im Kloster Einsiedeln lagerte. Damit öffnete die Familie die Dokumente erstmals der Wissenschaft.
Der Nachlass befindet sich längst im Zuger Staatsarchiv. Er wurde vom Historiker Thomas Zaugg professionell aufgearbeitet und für die Öffentlichkeit erschlossen. Meine Doktorarbeit, die eine Biografie über Philipp Etter hätte werden sollen, schloss ich leider nie ab. Thomas Zaugg wird jedoch mit seiner Dissertation über Philipp Etter bald soweit sein. Zusammen mit Thomas Zaugg schrieb ich im neuen Bundesratslexikon das Porträt über Philipp Etter neu. Damit findet meine wissenschaftliche Arbeit über den Zuger Bundesrat gewissermassen ein Ende.