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In dieser einen Biologie-Vorlesung an der California State University waren die 234 Studenten womöglich aufmerksamer als in keiner anderen Stunde. Thema der Vorlesung: Genetik. Die Studenten mussten anhand eines Punnett-Quadrats, das ein Kreuz- oder Züchtungserbgenis vorhersagt, ihre Blutgruppe bestimmen.
Eine Studentin meldete sich darauf etwas verwirrt beim Professor. Ihre Mutter habe die Blutgruppe A, ihr Vater Blutgruppe 0. Sie selbst sei aber Typ AB. Eine unmögliche Kombination. Denn die A- und B-Gene sind beide dominant. Das 0-Gen ist rezessiv. Die Studentin müsste in der Theorie folglich Typ A oder 0 sein – und nicht Typ AB.
Der Professor bat die Studentin, sich die Blutgruppen ihrer Eltern nochmals bestätigen zu lassen. Denn er war sich sicher: Da muss ein Fehler vorliegen.
In der nächsten Vorlesung sprach besagter Professor die Studentin nochmals auf ihre Blutgruppe an. Und diese eröffnete darauf allen 243 Studenten, dass sie ein Kuckuckuskind sei. Ihre Mutter hatte vor 21 Jahren eine Affäre mit dem Bruder ihres Mannes und wurde von ihm schwanger. Erst nachdem sich die Studentin beharrlich nach den Blutgruppen ihrer Eltern erkundigte, erfuhr sie, dass sie von ihrem Onkel grossgezogen wurde.
Und es zeigt sich: Das ist nicht das erste Mal, dass Biologielehrer Anstoss zu Familienkrisen gegeben haben. Weil eine Kommilitonin die ganze Geschichte der 21-Jährigen Studentin auf Twitter erzählte, ging die Story viral. Worauf sich einige weitere User meldeten, die Ähnliches zu berichten wussten.
(ohe)