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Die Geschichte des Monte Verità
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts steht das Tessin dem urbanisierten, industrialisierten und technisierten Norden als Antithese gegenüber. Der oberhalb von Ascona gelegene Hügel Le Monesce (wie der Monte Verità ursprünglich genannt wurde) bot seit jeher fruchtbaren Nährboden für Lebens- und Gesellschaftsreformen sowie gelebte Alternativen.
Unter den Erstbegründern Henri Oedenkoven und Ida Hofmann stand der Monte Verità ganz im Zeichen welt-verbesserischer Ideale wie der Frauenemanzipation, kooperativen Systemen und neuen Erziehungsformen. Auch der Vegetarismus spielte eine grosse Rolle dabei.
Die Vorstellung einer idealen, schöpferischen Gesellschaft schuf einerseits ein besonderes, landschaftliches Mikroparadies und schlug sich andererseits durch ihre utopische Radikalität selbst in die Flucht.
Nach dem Auszug 1920 der Gründer nach Brasilien blühte kurz die Zeit der Bohèmiens. Aussenseiter aus ganz Europa, Künstler, Kommunisten, Schriftsteller, Maler und Dichter, aber auch Emigranten aus zwei Weltkriegen bevölkern den Berg der Wahrheit, bevor mit Baron Eduard von der Heydt einer der grössten Sammler zeitgenössischer Kunst und aussereuropäischer Kulturen den Monte Verità erwirbt und zur Residenz umgestaltet. Von ihm geht der ursprüngliche Auftrag der Errichtung eines Hotels im Bauhaus-Stil aus und auch das Japanische Teehaus muss ganz in seinem asiatisch-affinen Sinne gewesen sein.
Heute ist die Stiftung Monte Verità, in deren Obhut der Berg steht, im Besitz des Kantons Tessin.
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Monte Verità "Der Ort an dem unsere Stirn den Himmel berührt..."