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«Ihre Freiheit war bereits vorher erheblich eingeschränkt und sie haben daher nur einen erschwerten Zugang zu wichtigen lebensrettenden Diensten», teilte Reshma Azmi, stellvertretende Länderdirektorin von Care Afghanistan, am Montag mit. Die Menschen benötigten dringend Unterstützung.
Seit mehr als zwei Jahren sind in Afghanistan die Taliban wieder an der Macht. Das Land ist wegen seiner repressiven Politik, die vor allem Frauen und Mädchen diskriminiert, international politisch isoliert.
Am Samstagmorgen hatten mehrere Erdbeben die afghanische Grenzprovinz Herat nahe dem Iran erschüttert. Die beiden schwersten Beben hatten laut der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 6,3. Am Montag folgte ein weiteres Beben der Stärke 4,9. Das Ministerium für Katastrophenhilfe bezifferte die Zahl der Toten bislang auf mehr als 2400, das UN-Nothilfebüro OCHA sprach von mehr als 1000 Toten.
Unterdessen gingen die Rettungsarbeiten weiter. Am stärksten betroffen war der Bezirk Sindadschan, nordwestlich von Herat. Der Sender Tolo News berichtete, dort seien in einem einzigen Dorf 80 Prozent der Bevölkerung ums Leben gekommen. Ein Hirte sagte dem Sender, er habe während des Erdbebens ausserhalb des Dorfes Schafe gehütet. Als er wiederkam, seien acht Mitglieder seiner Familie tot gewesen. «Mein Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern mit ihren Kindern, sie alle waren hier», sagte er.