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Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel „Nach 30 war die Luft draussen“ geschrieben. Ich stehe mit meiner Beobachtung nicht alleine, dass sich manche nach einer geistlich aktiven Studentenzeit "einparkieren" und an Spannkraft einbüssen.
- Beschreibe deinen Zustand und halte ihn in Form eines Briefes fest.
- Versuche eine zentrale Frage, die daraus hervorgeht, zu formulieren.
- Breite diesen Brief zuerst vor Gott aus. Ruf Ihn deiner Ratlosigkeit wegen an.
- Nimm diesen Zustand ernst! Es handelt sich um eine Krise und gleichzeitig eine Chance zum Wachstum. (Was sind deine Regungen deinen Zustand zu ignorieren?)
- Frage einige erfahrene ältere Menschen, denen du es abnimmst, dass sie freudig mit Jesus unterwegs sind, um Rat.
- Beobachte dich während eines Tages: Wann ändern sich deine Gefühle? Von was wirst du angezogen? (Umfassender: Woran hängt dein Herz?)
- Verfügst du über eine Idee, wie du mit 50, 60, 70 Jahren sein willst? Wohlgemerkt: Es geht nicht um berufliche Errungenschaften, sondern um deinen Charakter. Geeignet ist dazu die Prüffrage: Würde ich mit einem solchen Menschen gerne zusammen sein?
- Vernachlässige auf keinen Fall die geistlichen Übungen. Bitte Gott, deine Freude zu erneuern. Nimm deine Gefühle wahr ohne dich von ihnen steuern zu lassen.
- Ziehe dich nicht aus der Gemeinschaft der anderen Christen zurück. (Du wirst in solchen Phasen besonders gut sehen, woran es auch bei anderen mangelt. Halte auch dies fest.)
- Bedenke, dass es unterschiedliche Lebensjahreszeiten gibt. Je nach familiärer und beruflicher Auslastung werden die Gefühle schwanken. Freue dich über jedes Anzeichen der Besserung.
John Piper hat sich in seinem Buch „Wenn die Freude nicht mehr da ist“ ausführlich mit dieser Frage beschäftigt (siehe meine Zusammenfassung).