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Dass Jaguare (Panthera onca), Puma (Puma concolor) und Ozelot (Leopardus pardalis) in Brasilien nach wie vor gejagdt werden, ist keine Seltenheit, auch wenn sie unter Schutz stehen. Getötet werden die Tiere zum Teil aus Angst, wenn sie Höfen und Siedlungen zu nahe kommen, wegen ihres Fleisches und auch von Fazendeiros, die ihre Rinder bewahren wollen.
Erstaunlich ist im vorliegenden Fall die hohe Zahl der in einem Haus in Curionópolis (Bundesstaat Pará) gefundenen Kadaver. Sie sollen von mindestens 16 gefleckten Onças (Jaguar), zwei Suçuaranas (Puma) und einem Jaguatirica (Ozelot) stammen.
Vor allem die großen Wildkatzen Onça und Suçuarana leben einzeln und beanspruchen ein großes Revier. Ein Erlegen aus Gründen des Schutzes von Mensch und Tier ist daher fraglich, da die Jagd in einem großen Gebiet erfolgt sein muss.
Auch die Art wie Felle, Köpfe und Pfoten von den Kadavern getrennt wurden, lassen auf größeres Schema rückschließen. “Alles weist daraufhin, dass sie (die Festgenommenen) Mitglieder einer Organisation sind, die sich auf den Handel mit Wildtieren spezialisiert hat“, heißt es in einer Mitteilung des Umweltinstitutes ICMBio.
Ebenso sichergestellt wurden ein erlegter Kaiman und mehrere eingefangene und in Käfigen gehaltene Wildvögel sowie Gewehre, Fallen und Munition. Von den drei Männern sind zwei gegen Kaution bereits wieder freigelassen worden. Insgesamt wurden Bußgelder in Höhe von 594.000 Reais (umgerechnet derzeit etwa 167.000 Euro) verhängt.