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Regional
Der Kanton Bern veröffentlicht die Liste jener Trinkwasserfassungen, in denen die Höchstwerte für Chlorothalonil-Metaboliten im Rahmen von amtlichen Messungen im Jahr 2019 überschritten wurden, wie der Kanton Bern mitteilt.
Er stützt sich dabei auf das Öffentlichkeitsprinzip und anerkennt damit die Bedeutung der Thematik für die bernische Bevölkerung. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Chlorothalonil sei in der Schweiz seit Anfang Jahr verboten.Die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion habe einem Gesuch der «Berner Zeitung» um Akteneinsicht stattgegeben.
Sie publiziert – gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip – die Liste jener Trinkwasserfassungen im Kanton Bern, in denen die Höchstwerte für Metaboliten von Chlorothalonil im Rahmen von amtlichen Messungen im Jahr 2019 überschritten wurden. Die Daten finden sich auf der Webseite des Kantonalen Laboratoriums Link öffnet in einem neuen Fenster..
Sie zeigen Überschreitungen im Seeland und in der Region Oberaargau; ebenfalls zu hoch waren die Werte in einzelnen Gebieten in der Region Bern-Mittelland, Gürbetal und Unteres Emmental.Die heute (6. Februar 2020) publizierten Daten wurden in den Trinkwasserfassungen zwischen April und November 2019 erhoben. Sie zeigen Momentaufnahmen aus dem vergangenen Jahr und bilden nicht in jedem Fall die Qualität des Trinkwassers ab, das zurzeit aus dem Wasserhahn fliesst.
Dies lasse sich am Beispiel der Messungen des Verbands Emmental Trinkwasser vom 21. Oktober 2019 zeigen, dessen Grundwasserfassungen Altwyden und Fraubrunnen (Pumpwerk 1 und 2) momentan nicht verwendet werden. Die beiden Pumpwerke Fraubrunnen 1 und 2 werden frühestens im Juni wieder eingesetzt, um den höheren Wasserbedarf im Sommer abzudecken.
Die Fassung Altwyden dient nur noch als Notwasser. Die Grundversorgung des Verbands Emmental Trinkwasser werde durch die Quelle und das Grundwasser in Rüederswil sichergestellt; beide seien einwandfrei und erscheinen darum nicht auf der Liste.Um festzustellen, ob die Chlorothalonil-Rückstände im Trinkwasser nach dem Verbot abnehmen, werden die Wasserversorger weitere Proben erheben.
Wasserversorger mit zu grossen Rückständen besprechen das weitere Vorgehen mit dem Kantonalen Laboratorium oder mit dem Amt für Wasser und Abfall. Der Schutz des Grundwassers und eine einwandfreie Qualität des Trinkwassers haben für die Behörden oberste Priorität.
Der Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter sei kein toxikologisch begründeter Wert, sondern entspreche dem Vorsorgeprinzip. Die Konsumentinnen und Konsumenten können davon ausgehen, dass der Genuss von Trinkwasser im Kanton Bern unbedenklich sei und dass keine erhöhte Gefahr für die Gesundheit besteht.
Mit der konsequenten Umsetzung des Vorsorgeprinzips solle sichergestellt werden, dass das Trinkwasser im Kanton Bern auch weiterhin von sehr guter Qualität ist..
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