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Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) hat im Juni den europäischen Drogenbericht 2022 veröffentlicht. Nach der Gesamteinschätzung der EMCDDA sind die Verfügbarkeit und der Konsum von Drogen in der gesamten EU nach wie vor hoch, auch wenn es zwischen den einzelnen Ländern erhebliche Unterschiede gibt. Ungefähr 83,4 Mio. oder 29 % der Erwachsenen in der EU haben schätzungsweise schon einmal eine illegale Droge konsumiert, wobei mehr Männer (50,5 Mio.) als Frauen (33,0 Mio.) über den Konsum berichten. Die am häufigsten konsumierten Substanzen sind Cannabis, Kokain (3,5 Mio.), gefolgt von MDMA, Amphetamine und Heroin oder ein anderes illegales Opioid. Opioide machen immer noch den grössten Anteil der dem illegalen Drogenkonsum zugeschriebenen Schäden aus, da sie bei etwa 75 % der für 2020 in der EU gemeldeten tödlichen Überdosierungen gefunden wurden.