Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/1719

Seit der Gründung vor rund 250 Jahren hat sich bei Corralejo die Tequila-Herstellung kaum verändert: Ohne chemische Zusätze, ohne Farbstoffe, nur aus reinem Agavensaft wird Corralejo Tequila auch heute noch destilliert. Miguel Hidalgo, der auf der Hazienda geboren ist, leitet den Betrieb. Nur wenige Destillerien sind noch in Familienbesitz. Tequila @ Corralejo: Ein Jimador hackt mit der Coa die Blätter von den Agaven, wenn sie mindestens acht bis neun Jahre alt sind. Unter brennender Sonne Agavenblätter von den Rosetten abzustechen, die grosse Dornen haben, braucht eine besondere Technik und Kraft, denn eine Piña hat 20 bis 50 Kilogramm. Nach der Ernte wird sie gebacken, durch die Hitze verwandelt sich die Stärke in Zucker. Die nun schokoladebraunen Agavenherzen schmecken karamellig und nach eingelegten Marroni. Der Legende nach soll bei einem heftigen Gewitter ein Blitz in eine Agave eingeschlagen haben, so wurde bemerkt, dass erhitzte Agaven süss werden. Die im Ofen, spanisch Horno, gebackenen Herzen werden nun auf ein Förderband gelegt und von vier bis sechs Mühlen in die einzelnen Pflanzenfasern zerteilt, wobei der zuckersüsse Saft in Wannen aufgefangen wird, die Fasern werden mit Wasser berieselt, um sämtlichen Zucker auszuwaschen.