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Bei der gemeinnützigen Stiftung «Instituto Noos» habe Prinzessin Cristina als eines von fünf Vorstandsmitgliedern alle Entscheidungen mitbeschlossen und sich somit schuldig gemacht. Dies sagte Diego Torres bei seiner Vernehmung vor Gericht am Samstag in Palma de Mallorca aus. Torres ist der ehemalige Geschäftspartner von Iñaki Urdangarin. Die beiden sind wegen Betrugs angeklagt. Sie stehen unter anderem im Verdacht, als Chefs von «Noos» Steuergelder in Millionenhöhe unterschlagen und Fördergelder auf private Konten abgezweigt zu haben.
Die Anweisung der Royals habe gelautet, «den Schein zu wahren», sagte Torres weiter. Die Aktivitäten von «Noos» habe das Königshaus «gekannt und beschützt».
Mallorquiner haben genug von Prinzessin Cristina und Gatte Iñaki
Wegen des Korruptionsverdachts verloren die zweitälteste Tochter von König Juan Carlos und ihr Mann unter anderem «ihre» Strasse auf Mallorca. Die beiden sind Herzöge von Palma de Mallorca. Die Mallorquiner hatten von ihren Herzögen offensichtlich genug: Sie wechselten die Schilder «Rambla dels Ducs de Palma» (Allee der Herzöge von Palma) aus und ersetzten sie im Zentrum der Insel-Hauptstadt mit neuen Tafeln – die Strasse heisst nun «La Rambla».
Der 45-jährige Urdangarin, ein früherer Handballstar, soll am 23. Februar erneut vor den Richter. Der Schwiegersohn des Königs hat bisher die meisten Vorwürfe zurückgewiesen und Torres die Verantwortung zugeschoben.
Erster Finanzskandal der spanischen Monarchie
Der Finanzskandal wurde vor gut einem Jahr aufgedeckt. Urdangarin ist der erste Angehörige des Königshauses in der Geschichte der spanischen Monarchie, der in einem Finanzskandal als Beschuldigter vor Gericht erscheinen muss. Der König selbst soll mit dem Skandal nichts zu tun haben.