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Kiffen von Joints mit einem THC-Gehalt über ein Prozent ist in der Schweiz grundsätzlich für Jugendliche bis 18 Jahre strafbar. Cannabiskonsum bei Erwachsenen führt seit Oktober 2013 nicht mehr zu einer Anzeige, sondern wird über das Ordnungsbussensystem geahndet, sofern die Person nicht mehr als 10 g Cannabis mit sich führt. Bei Jugendlichen macht die Polizei im Kanton Zürich einen Rapport an die Jugendstaatsanwaltschaft und benachrichtigt die Eltern. Die Strafen reichen von einer schriftlichen Ermahnung (Verweis) bis hin zu einem mehrmonatigen Freiheitsentzug. In der Praxis häufig ist auch die Verpflichtung zur Teilnahme an einem Kurs zum Umgang mit Cannabis. Wird im Verlaufe eines Strafverfahrens klar, dass Jugendliche intensiv oder seit längerer Zeit Cannabis konsumieren, klärt die Jugendanwaltschaft im Gespräch mit den Jugendlichen und den Eltern ab, weshalb Cannabis konsumiert wird, ob ein Suchtverhalten vorliegt und ob sich negative Auswirkungen dieses Suchtverhaltens zeigen. Im Rahmen dieser behördlichen Untersuchungen kann von der zuständigen Jugendanwaltschaft zusätzlich zur Strafe eine sogenannte Schutzmassnahme angeordnet werden. Es gibt vier verschiedene Arten von Schutzmassnahmen, welche in ihrer Ausgestaltung wiederum verschieden sind: Aufsicht, Persönliche Betreuung (Im Rahmen einer persönlichen Betreuung kann beispielsweise ein Sozialpädagogischer Familieneinsatz oder eine Tagesstruktur angeordnet werden), Ambulante Behandlung (zum Beispiel eine Psychotherapie), Unterbringung (stationäre Massnahme, zum Beispiel in einer Klinik).