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Autor: Marc Zürcher
Kakasana, die Stellung der Krähe, vermittelt ein Gefühl von Leichtigkeit und Freude. Das Asana vermittelt Mut und Selbstvertrauen und hilft, Zweifel und Ängste zu überwinden. Auf der körperlichen Ebene kräftigt die Stellung die Arme, die Handgelenke und die Schultern sowie die Bauchmuskulatur. Das Asana fördert den Gleichgewichtssinn, indem es dir ein Gefühl für deinen Körperschwerpunkt vermittelt. Es erfordert einiges an Hüftbeweglichkeit.
Es handelt sich um eine Stellung für fortgeschrittene Yogaschüler:innen, sie braucht entsprechend einiges an Geschicklichkeit und Kraft, insbesondere aber geduldiges Üben. Häufig ist es eher eine mentale Hemmung, die dich hindert, die Stellung zu meistern. Sei wohlwollend mit dir selbst und lasse dir Zeit; Körper und Geist müssen bereit sein für dieses Asana.
Bringe die Hände flach auf die Matte, etwa eine Fusslänge vor den Zehenspitzen. Die Ellbogen sind breit, die Finger gespreizt und die Hände leicht nach innen gedreht. Lege die Oberarme tief unten an die Schienbeine. Nun hebst du die Fersen und kommst auf die Fussballen. Schiebe den Körperschwerpunkt langsam weiter nach vorne. Spüre, wie das Gewicht von den Füssen auf die Hände übertragen wird. Du brauchst die Füsse nicht anzuheben, sie lösen sich langsam von selbst und nur die Zehen bleiben auf der Matte.
Dein Blick ist leicht nach vorn gerichtet. Denke dich nach vorn und nicht auf den Boden. So verhinderst du, dass du mit dem Kopf auf die Matte kippst. Falls du Angst hast, kannst du ein Kissen vor dich legen. Löse sorgfältig einen Fuss nach dem andern von der Matte. Sind die Füsse ganz in der Luft, strecke die Zehen nach hinten. Versuche 5 Atemzüge in der Balance zu bleiben und komme dann langsam zurück auf die Füsse.
Die ganze Asana-Serie inklusive Vorbereitungsstellungen für die Krähe ist in der aktuellen Ausgabe 1/23.