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Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile eines Wasserenthärters
Ein Unternehmen von
Raphael Breitschmid
7 min Lesezeit
Alles über Wasserenthärter
Warum sollte ich ein Wasserenthärter installieren? Brauche ich ihn wirklich? Was bringt er mir? Was sind die Effekte auf meine Gesundheit und auf mein Haus?
Es ist sehr schwierig, sich im Internet eine Meinung über Wasserenthärter zu bilden, da es so viele widersprüchliche Informationen zu diesem Thema gibt.
In diesem Artikel erfahren Sie, ob ein Wasserenthärter für Ihr Zuhause sinnvoll ist. Lassen Sie uns dieses komplexe Thema Schritt für Schritt beleuchten:
1. Was ist ein Wasserenthärter?
Ein Wasserenthärter ist ein Gerät, das die “Härte” des Wassers reduziert. Die Wasserhärte misst die Konzentration von Kalk (hauptsächlich Kalzium und Magnesium) im Wasser.
Anders gesagt, entnimmt der Wasserenthärter dem Wasser Kalzium- und Magnesium-Ionen, und das Wasser wird «weich». Aber was bedeutet das und wozu soll das gut sein? Dazu kommen wir gleich.
2. Wie funktioniert ein Wasserenthärter?
Bevor Sie sich für die Installation eines Wasserenthärters entscheiden, sollten Sie verstehen, wie diese Anlage funktioniert.
Das Wasser, das in Ihr Haus gelangt, ist mit Mineralien und gelösten Metallen, hauptsächlich Kalzium und Magnesium, angereichert.
Die Kalzium- und Magnesium-Ionen sind für Kalkablagerungen in Ihrem Haus verantwortlich. Je mehr dieser Ionen das Wasser enthält, umso härter ist das Wasser. Hartes Wasser kann Schäden in Ihrem Haus verursachen.
Um dies zu verhindern, können Sie an der Wasserzuleitung im Haus einen Wasserenthärter installieren.
Das harte Wasser fliesst durch einen Behälter, in dem sich mit Natrium-Ionen angereicherte Kunstharzkügelchen befinden. Die Harzkugeln «fangen» die Kalzium- und Magnesium-Ionen im Wasser ein und ersetzen sie durch Natrium-Ionen. Dieser Vorgang nennt sich Ionenaustausch.
Das Wasser fliesst nun ohne Kalk und mit etwas Natrium angereichert in die Wasserleitung.
Aber:
Die Natrium-Ionen der Harzkügelchen werden mit der Zeit von den Kalzium- und Magnesium-Ionen verdrängt. Ist das Kunstharz mit Kalzium und Magnesium gesättigt, findet kein Ionenaustausch mehr statt.
Um dies zu verhindern, wird das «erschöpfte» Harz regelmässig durch Kochsalzlösung (Regenationssalz) regeneriert. Dadurch werden die Magnesium- und Kalzium-Ionen wieder entfernt und die Harzkügelchen mit Natrium-Ionen aufgeladen.
Das Regenerierwasser wird in den Abwasserkanal geleitet und der Prozess kann weiterlaufen. Der Regenerationsvorgang erfolgt bei Enthärtungsanlagen automatisch.
3. Vorteile: Warum sollte ich einen Wasserenthärter installieren?
Die Harzkügelchen müssen regelmässig regeniert werden, damit der Ionenaustausch funktioniert. Diese Reingiung verbraucht Wasser, das in den Abwasserkanal geleitet wird. Nach der Installation eines Enthärters kann sich der Wasserverbrauch deshalb um rund 10% erhöhen. Neuere, effiziente Geräte können diesen Anstieg jedoch auf 3% reduzieren.
Erfordert regelmässige Wartung
Die Anlage muss regelmässig mit Salz gefüllt und das Harz desinfiziert werden, um die Vermehrung von Bakterien zu vermeiden (gilt nur für Wasserenthärtungsanlagen mit Ionenaustausch – siehe unten).
Fachleute sind der Meinung, dass diese Geräte nicht wirklich Wasserenthärter sind. Sie funktionieren mit elektrischen Impulsen bzw. elektromagnetischen Feldern, welche die Struktur des Kalks ändert. Auf diese Weise wird die «Ablagerungsfähigkeit» von Calcium und Magnesiumionen verringert, ohne diese zu entfernen. Diese Geräte brauchen weder Salz noch Chemikalien. Ihre Wirksamkeit ist jedoch sehr umstritten.
CO2-Enthärter
Diese sieht man noch relativ selten. Sie funktionieren durch Einspritzen einer kleinen Dosis CO2 in das Wasser. Das Kohlendioxid wandelt Kalk in wasserlösliche Kalzium – Magnesiumbikarbonate um. Die Mineralien bleiben somit im Wasser. Die CO2-Enthärter brauchen weder Salz noch Chemikalien und generieren kein Abwasser.