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Federers Leistung war ähnlich grossartig wie im verlorenen Wimbledonfinal gegen Djokovic. Der Unterschied? "Diesmal habe ich den Matchball verwertet", erklärte der Schweizer im Platzinterview strahlend.
Vor allem bei eigenem Aufschlag trat Federer äusserst dominant auf. Im ersten Satz gab er nur gerade drei Punkte ab und selber hätte er durchaus mehr als das eine Break zum 2:1 machen können. Im zweiten Durchgang kam Djokovic beim Stand von 2:1 zu seiner einzigen Breakchance, die der Schweizer aber mit einem perfekten Punkt - zwei druckvolle Vorhand-Bälle und zum Abschluss ein einfacher Volley - abwehrte. Gleich darauf nahm er selber dem Serben den Service ab.
Nach nur 72 Minuten hatte Federer den Sieg im Trockenen - den ersten gegen Djokovic seit dem zweiten Gruppenspiel bei den ATP Finals 2015. Der letzte Erfolg in einem Spiel, in dem es für den Serben gegen das Ausscheiden ging, datiert sogar von August 2015 un dem Final in Cincinnati. Vor allem aber nahm Federer Revanche für die äusserst unglückliche Niederlage nach zwei Matchbällen bei eigenem Aufschlag in Wimbledon.
Nach den durchzogenen ersten beiden Partien mit der Niederlage gegen Dominic Thiem und dem Sieg gegen Matteo Berrettini hatten nur weniger Experten auf einen Erfolg des 38-jährigen Baslers gesetzt. Federer, der von einer Art "Erstrunden-Schluckauf" gesprochen hatte, war aber überzeugt, dass er sich mit Fortdauer des Turniers würde steigern können - und er behielt recht.