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Europameisterschaft Wildwasserrennsport 2017 Skopje
Der Auftakt zu den Europameisterschaften in Skopje (Mazedonien) ist dem Schweizer Team geglückt. Die Bruggerin Sabine Eichenberger wurde im Einerkanadier über die klassische Distanz Europameisterin. Sie konnte sich mit einem sehr knappen Vorsprung vor der Italienerin Cecilia Panato und der tschechischen Favoritin Karolina Paloudova durchsetzen. Bereits vor genau zwanzig Jahren wurde die Bruggerin auf der Isère (FRA) zum ersten Mal Europameisterin, damals aber noch im Kajak. Nach einem weiteren EM-Titel 2011 im Kajak, war es für Sabine Eichenberger ihr erster EM-Sieg im Einerkanadier.
Nicht zufrieden mit ihrem Rennen war die Solothurnerin Melanie Mathys. Sie verpasste das angestrebte Podest und klassierte sich auf dem sechsten Rang. Neue Europameisterin wurde die Tschechin Klara Hricova. Sabine Eichenberger wäre für das Kajakrennen ebenfalls selektioniert gewesen, verzichtete aber auf einen Start, da das Rennen der Einerkanadier sehr kurz danach angesetzt wurde. Diese Taktik hat sich mit dem Gewinn des EM-Titels ausgezahlt.
Auch der Sempacher Fabio Gretener bei den Kanadiern verlor viel Zeit auf den tschechischen Sieger Andrej Rolenc und klassierte sich auf dem 14. Rang.
Nachdem Sabine Eichenberger über die klassische Distanz Europameisterin im Einerkanadier wurde, konnte die Solothurnerin Melanie Mathys im Sprint zuschlagen. Sie schaffte den angestrebten Sprung aufs Siegerpodest und klassierte sich hinter den beiden Französinnen Claire Bren und Lise Vinet auf dem dritten Rang. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille erreichte sie ihre Zielsetzungen für diese Europameisterschaft und konnte sich nach dem für sie eher entäuschenden sechsten Rang im klassischen Rennen vom Donnerstag klar steigern.
Bereits die Qualifikationsläufe am Samstag Morgen liefen für die Solothurnerin hervorragend. Schon im ersten Lauf schaffte sie als Zweite hinter der Italienerin Mathilde Rosa die direkte Qualifikation für den Finallauf und konnte sich so in Ruhe auf den entscheidenden Finallauf vorbereiten. Da im Finallauf in der umgekehrten Reihenfolge gestartet wurde, kam beim Zieleinlauf von Melanie Mathys noch einmal Spannung auf, da sie die beiden vor ihr gestarteten Französinen nicht schlagen konnte und die Qualisiegerin noch am Start war. Mathilde Rosa konnte aber die Solothurnerin nicht mehr vom Podest stossen und damit stand der Medaillengewinn fest. Nach der WM-Silbermedaille 2013 und der WM-Bronzemedaille 2016 jeweils im Sprint ist es bereits die dritte Sprintmedaille für die Solothurnerin.
Die neue Europameisterin über die klassische Distanz, Sabine Eichenberger, verpasste nach einer verhaltenen Fahrt im ersten Qualilauf die direkte Qualifikation für den Final und musste den Umweg über den zweiten Qualifikationslauf nehmen. Im Final lief es der Bruggerin aber optimal und sie konnte sich gegenüber ihrer Qualifikationszeit klar steigern. Am Schluss reichte es ganz knapp nicht aufs Podest. Acht Hundertstelssekunden trennten sie von der drittplatzierten Französin Cindy Coat. Gewonnen wurde das Rennen von der Italienerin Marlene Ricciardi vor ihrer Teamkollegin Cecilia Panato.
Keinen guten Tag erwischte Fabio Gretener im Einerkanadier. Der Sempacher verpasste als 21. der Qualifikation seine Ziele für die EM klar. Nach dem 16. Rang im klassischen Rennen war vom Sprintspezialisten eine Steigerung erwartet worden.
Mit den zwei EM-Medaillen konnte das kleine Schweizer Team die Erwartungen mehr als erfüllen und kann mit weiteren Medaillenhoffnungen in die Weltcupserie starten, die am Pfingstwochenende auf der Muota beginnen wird.