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Nach der revolutionären Minolta 7000, brachte Minolta im gleichen Jahr auch die für professionelle Ansprüche konstruierte Minolta 9000 auf den Markt. Dies obwohl die 9000 bereits vor der 7000 fertig konstruiert war. Aber aus marketingtechnischen Gründen wurde die Markteinführung erst nach der 7000 vorgenommen.
Auf der Oberseite der 9000 ist übrigens in der Tat ein Schnellschalthebel zu sehen. Der Motor war nicht eingebaut und musste separat in Form des MD-90 gekauft werden. Er schaffte bis zu 5 Bilder/s. Dieser wurde übrigens von einem Nickel-Cadmium Akkupack gespiesen und nicht etwa, wie bei anderen Herstellern üblich, von Trockenbatterien. Alternativ stand auch noch ein etwas langsamerer Winder zur Verfügung. Die Minolta 9000 ist somit die einzige jemals gebaute Autofokus-Spiegelreflexkamera mit manuellem Filmtransport (ausser Pentax ME F und Nikon F3 AF, die aber eher nur Versuchsballone oder Technologieträger waren). Sie war auch die allererste Profi SLR mit Autofokus, die mit einem umfangreichen AF-Objektivsortiment aufwarten konnte. Zur Nikon F3 AF von 1982 gab es ja nur einige wenige AF Objektive.
Das Gehäuse der 9000 ist sehr robust und fast komplett aus Metall gefertigt. Der Verschluss gehörte damals zum besten was auf dem Markt erhältlich war und bot 1/4000 s als kürzeste Verschlusszeit und eine 1/250 s Blitzsynchronzeit. Der Belichtungsmesser arbeitete mit mittenbetonter Integralmessung. Alternativ stand auch noch eine Spotmessung zur Verfügung.
Um den professionellen Anspruch zu unterstreichen, lieferte Minolta zum Spitzenblitzgerät Program 4000 AF einen zusätzlichen Batteriegriff CG-1000 mit Schiene. Damit wurde das Aufsteckblitzgerät zum leistungsfähigen TTL gesteuerten Stabblitzgerät. Die Verbindung zum Gehäuse erfolgte ohne Kabel mittels Kontakte auf der Unterseite der Kamera. Natürlich besass die Minolta 9000 auch einen herkömmlichen Blitzsynchronanschluss für normale Stabblitzgeräte.
Der mit der 7000 eingeführte neue A-Mount wurde auch bei der 9000 und allen folgenden Minolta Spiegelreflexkameras verwendet. Der A-Mount wird bis heute in den Sony Alpha SLT Kameras verbaut. Sony hat bekanntlich 2006 das Kamerageschäft von Konica-Minolta übernommen, nachdem Minolta bereits 2003 mit Konica fusioniert hatte.
Fotos: kleinbildkamera.ch