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In den kommenden drei Wochen könnten weitere Kandidaturen eingereicht werden, über die dann in einem "offenen, leistungsorientierten und transparenten" Verfahren entschieden werde, hiess es in einer Erklärung des Weltbank-Vorstands.
Der seit 2012 amtierende Präsident Kim ist nicht unumstritten. Anfang August hatte die Mitarbeitervereinigung der Weltbank in einem offenen Brief harsche Kritik an ihm geübt. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine "Führungskrise", welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, hiess es darin.
Die rund 15'000 Mitarbeiter zählende Vereinigung beklagte Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche, interne Unzufriedenheit und ein Übergewicht der USA.
Kims Amtszeit läuft noch bis Mitte kommenden Jahres. Einer informellen Regelung zufolge stellten bislang die USA den Weltbankpräsidenten, während die Europäer den Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestimmen durften.
Der Weltbank-Vorstand betonte nun in seiner Erklärung, dass Nominierungen für den Spitzenposten "allen Ländern offen stehen".
Kim ist studierter Arzt und war früher Rektor der US-Elitehochschule Dartmouth College. Er ist der erste Weltbank-Präsident, der nicht aus Politik oder Finanzwelt rekrutiert wurde.
(AWP)