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Weisheitszähne ziehen
Der dritte Backenzahn (Weisheitszahn) bricht als letzter Zahn durch den Kiefer. Findet er im Kiefer nicht genügend Platz, bleibt er ganz im Kieferknochen stecken (Retention) oder bricht nur zum Teil durch (Teilretention).
Ein (teil-)retinierterter Weisheitszahn kann z.B.
- Entzündungen des umgebenden Knochens und der Schleimhaut verursachen,
- von einer Zyste umgeben sein (die bei Infektionen bis zum Abszess führen kann),
- einen Krankheitsherd darstellen,
- von dem entzündliche Prozesse im Körper ihren Ausgang nehmen können,
- Gesichtsschmerzen (Neuralgien) verursachen,
- Druck auf die Zahnreihe ausüben,
- diese verschieben und/oder die Wurzeln benachbarter Zähne schädigen (der Erfolg kieferorthopädischer Massnahmen zur Zahnregulierung kann dadurch gefährdet sein).
- das überkronen des letzten Backenzahns, das Eingliedern einer Brücke oder einer Unter- bzw. Oberkieferprothese erschweren oder verhindern.
Die Weisheitszahn-Entfernung:
In örtlicher Betäubung, seltener in Narkose, wird die Schleimhaut über dem Kiefer abgelöst, der Kieferknochen wird mit dem Bohrer abgetragen, der Weisheitszahn freigelegt und mitunter auch nach Trennung in mehrere Teile mit einem Hebel oder einer Zange entfernt. Zum Ableiten des Wundsekrets im Unterkiefer wird, falls nötig, ein kurzer Stoff- oder Gummistreifen in die Wunde eingelegt und die Schleimhaut vernäht.