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Antworten und Anregungen von Adrian Beney aus seinem Artikel im PF (Professional Fundraising):
Im Juni berichtete PF (Professional Fundraising) exklusiv über das Ergebnis der neuen Untersuchung zu den verschiedenen Fundraising Methoden. Fundraising bei Gross-Spendern und Stiftungen ist, nicht überraschend, am profitabelsten. Zeitschriftenwerbung und Directmail hingegen sind am wenigsten rentabel. Daraus abzuleiten, dass sich alle in Zukunft vor allem auf Gross-Spender (GS) und Stiftungen konzentrieren sollten, sei laut Adrian Beney, Direktor von Iain More Associates Ltd jedoch naiv. Die Anzahl GS sei beschränkt, deren Spenden-Kapazität sowie Neigung zum Geben sei ebenso schwierig einzuschätzen wie auch potenzielle Gross-Spender überhaupt zu finden.
Wer ist nun der zukünftige Gross-Spender einer Organisation: ein potenzieller GS aus der „Rich List" oder ein bestehender Spender, der seit 5 Jahren monatlich £10 spendet? Beney schreibt, dass wohltätige Organisationen oft auf einer Fülle von Spender-Informationen sitzen und diese nicht nutzen (können). Zumal bekannt ist, dass eine Spende die primäre Indikation für die Neigung zu weiteren Spenden ist. Somit seien nicht Listen gefragt sondern konsistente Informationen und die umsichtige Nutzung derselben.
Ab welchem Betrag wird ein Spender zum sog. Gross-Spender?
Beney meint, dies sei eine Ressourcen-Frage und keine Fundraising-Frage. Denn wenn eine Organisation über genügend potenzielle Gross-Spender verfüge, dann sei die eigentliche Frage: verfügt die Organisation über genügend GS-Fundraiser?
Wie stark sollen Public Fundraising und GS-Fundraising zusammenarbeiten?
Directmail und viele andere der so genannten „ineffizienteren" Methoden des Fundraising sind wichtig für den Erfolg eines GS-Programms („lifeblood" - Herzblut). In vielen Organisationen jedoch arbeiten die Teams vom Public-Fundraising und GS-Fundraising nicht zusammen. Im Gegenteil, Listen von Spendern und potenziellen Spendern werden geheim gehalten. Beney hat in seiner Firma die Regel aufgestellt, dass Fundraiser potenzielle Spender im GS-Bereich innerhalb von 3 Monaten kontaktieren (besuchen) müssen, ansonsten bleibt der Kontakt in der Liste der Spender, die weiter über Directmail (DM) informiert werden. Einige argumentieren, dass regelmässige Spender nicht mehr ins DM-Programm gehören; ein Monatsspender könnte beim Besuch des GS-Fundraisers auf sein bestehendes regelmässiges Spendenengagement hinweisen und nicht bereit sein, mehr zu tun. Es sei jeodch nicht wahrscheinlich, schreibt Beney, dass ein Spender der monatlich 10 £ gebe, sich von einer Spende von 10'000 £ abhalten lässt. Zudem kann der GS-Fundraiser dank den bestehenden DM-Kontakten an eine bereits bestehende Beziehung anknüpfen.
Directmails mögen wohl, isoliert betrachtet, nicht so rentabel sein wie andere Instrumente. Als Treibhaus und "lifeblood" (auch) für Großspender, müssen DM-Programme in einem neuen Licht gesehen werden.