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Erwachsene können ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder Berufsattest (EBA) erlangen, ohne die entsprechende berufliche Grundbildung absolviert zu haben, indem sie direkt die Abschlussprüfung (Qualifikationsverfahren) ablegen. Das sieht Artikel 32 der Verordnung über die Berufsbildung vor. Dazu müssen diese Erwachsenen eine mehrjährige Praxiserfahrung im angestrebten Beruf nachweisen. Sie verfügen somit bereits über die erforderliche Berufspraxis, die sie als nicht ausgebildete Mitarbeitende erworben haben. Ihr theoretisches Wissen weist aber oft grosse Lücken auf. Bevor sie die Prüfung ablegen, müssen sie sich deshalb die berufskundlichen und allgemeinbildenden Kenntnisse des angestrebten Berufs aneignen.
Um einen Berufsabschluss via Abschlussprüfung für Erwachsene zu erlangen, müssen sich die Kandidatinnen und Kandidaten zur Prüfung anmelden, sich vorbereiten und die Prüfung bestehen.
Vorgehen
Für die Zulassung zur Abschlussprüfung (Qualifikationsverfahren) muss das offizielle Gesuchsformular ausgefüllt werden.
Dem Formular sind Fotokopien der Arbeitszeugnisse (und des Zwischenzeugnisses des derzeitigen Arbeitgebers) sowie von bereits erworbenen Diplomen und Zeugnissen beizulegen. Aufgrund der zugestellten Unterlagen entscheidet das kantonale Berufsbildungsamt, ob die Kandidatin oder der Kandidat zur Abschlussprüfung im angestrebten Beruf zugelassen wird. Zudem wird durch das Amt entschieden, welche Prüfungen abzulegen sind.
Prüfung
Die Fächer und die Richtlinien für das Bestehen der Abschlussprüfung, das Qualifikationsverfahren, sind in den jeweiligen Verordnungen über die berufliche Grundbildung festgehalten. Nach bestandener Prüfung wird das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ oder Berufsattest EBA verliehen.
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