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Amazon hat die letzten 20 Jahre die Retail-Branche verändert und insbesondere die E-Commerce Branche stark geprägt. Von Anfang an hat man dabei insbesondere in die Logistik-Prozesse investiert. In den letzten Jahren hat man das nicht nur mit Software gemacht, sondern es wurden immer mehr Roboter angeschafft.
In Europa und der Schweiz scheint man diesbezüglich noch zurückhaltend. Man schätzt, dass ca. 5-10% der E-Commerce-Unternehmen in Europa und der Schweiz in den letzten Jahren in Roboter in der Logistik investiert haben. Dennoch gibt es auch hier Anzeichen dafür, dass der Einsatz von Roboter in der Logistik zunimmt. In der Schweiz hat bspw. Brack bereits vor Jahren ein vollautomatisiertes Lager aufgebaut und baut dieses nun auch suksessive aus. Im weitesten Sinne könnte man auch Self-Scanning Kassen als (kollaborative) Roboter bezeichnen. Zalando hat 2021 – 2022 in 1 (von aktuell 12) Logistik-Center (Lahr) die Anzahl Roboter von 8 auf 26 erhöht. Quelle.
Eine Statistik, wie sie von Ark Invest entwickelt wurde, wäre durchaus auch für den Schweizer E-Commerce interessant. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass spätestens 2030 mehr Roboter bei Amazon „angestellt“ sein werden als Menschen. Vermutlich bereits 2027.
Werden wir uns nochmals mit der Forderung von Bill Gates (und Teilen der SP Genf) auseinandersetzen müssen? Sie forderten bereits vor Jahren die Einführung einer Roboter-Steuer.
Bereits 2016 hat der Genfer Rechtsprofessors Xavier Oberson erwähnt, dass er eine Besteuerung von Robotern für sinnvoll erachte. Link.
Noch im November 2022 hat ein Team um Prof. Uwe Thümmel eine Studie publiziert. Er hält fest: „Ob Roboter besteuert oder subventioniert werden sollten, hängt von ihren spezifischen Auswirkungen auf die Löhne ab. (…) Da die Besteuerung von Robotern die Lohnungleichheit in einem Teil der Lohnverteilung erhöht, während sie die Löhne in anderen Teilen komprimiert, ist das Vorzeichen der optimalen Robotersteuer mehrdeutig. (…) Im optimalen Steuersystem sollten Roboter zunächst mit etwa 0,5 % subventioniert werden, um die Ungleichheit am unteren Ende der Lohnverteilung zu verringern. Wenn Roboter billiger werden und in größerem Umfang eingesetzt werden, ist es optimal, sie mit Steuersätzen von bis zu 1 % zu besteuern, um die Löhne an der Spitze zu drücken. Da jedoch die Effizienzkosten der Besteuerung von Robotern grösser werden, sinkt die optimale Robotersteuer schliesslich.“