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In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Entfernung zum nächsten Coiffeursalon 600 Meter und zur nächsten Bäckerei 1800 Meter. Mehr als 80% der Bevölkerung wohnt höchstens einen Kilometer vom nächsten Lebensmittelgeschäft entfernt und mehr als 95% hat einen Waldzugang innerhalb von zwei Kilometern Distanz. Am nächsten liegen die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, wobei eine Qualifizierung hinsichtlich Häufigkeit und Schnelligkeit der Verbindungen unterbleibt. Ebenfalls besonders gut erreichbar sind wiederum häufig aufgesuchte Betriebe wie Gaststätten sowie obligatorische Schulen oder Lebensmittelläden. Auch Coiffeursalons und Garagen/Tankstellen sind nahe gelegen.
Regionale Disparitäten
Im ländlichen Raum sind für alle Dienstleistungsarten überdurchschnittlich lange Wege. Lediglich der Zugang zum Wald ist für die Einwohner des ländlichen Raums im Durchschnitt kürzer. Allerdings sind die Distanzen zu den häufig aufgesuchten Dienstleistern - wie Gaststätten sowie obligatorische Schulen oder Lebensmittelläden - im städtischen Gebiet rund halb so lang wie im ländlichen Gebiet. Noch grösser werden diese Disparitäten bei den – in der Regel seltener aufgesuchten – Angeboten im Kultur- oder Gesundheitsbereich. Das kann man auch im Bereich Freizeit beobachten: Während in städtischen Gebieten das nächste Schwimmbad oder der nächste Strand im Durchschnitt weniger als zwei Kilometer entfernt ist, müssen die Menschen in ländlichen Gebieten mehr als dreimal so weit fahren. Um eine Schule der Sekundarstufe II besuchen zu können, müssen Personen aus dem ländlichen Gebiet gar fünfmal so lange Wege zurücklegen wie solche aus dem städtischen Gebiet.
Kumulierte Distanzen für andere Dienstleistungen
Weiterführende Informationen
Tabellen
Publikationen
Daten
Karten
Methodologie
Die detaillierte Methodik wird auf der Seite der Dienstleistungen für die Bevölkerung vorgestellt.
Definitionen
Die Stadt/Land-Typologie 2012 ist von der Gemeindetypologie 2012 mit 9 Kategorien abgeleitet (s. weiter oben), welche die Gemeinden der Schweiz nach Dichte-, Grösse- und Erreichbarkeitskriterien unterscheidet. Im Gegensatz zur vorhergehenden Stadt/Land-Typologie, die auf der Agglomerationsdefinition aus dem Jahr 2000 beruht, werden nicht zwei, sondern drei Typen unterschieden: Neben einer städtischen und einer ländlichen Kategorie gibt es auch einen Typ «intermediär», der sowohl städtische wie auch ländliche Merkmale aufweist. Dieser Ansatz erlaubt es, die heutigen Gegebenheiten auf angemessene Art und Weise abzubilden.
Die 3 Typen der Stadt/Land Typologie 2012:
1. Städtisch (urbane Zentren und Agglomerationsgemeinden)
2. Intermediär (dichter periurbaner Raum und ländliche Zentren)
3. Ländlich (Periurbane Gemeinden geringer Dichte und ländliche Gemeinden)