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In einem mehrjährigen Versuch wurde von einem Team der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) untersucht, wie sich die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung auf die Regenwürmer auswirkt. Dabei hat sich gezeigt, dass sich eine reduzierte Bodenbearbeitung im Frühjahr und im Herbst positiv auswirkt auf die Anzahl Würmer im Boden.
Bild: Dodo-Bird
Im Frühjahr und Herbst sind die Regenwürmer besonders aktiv in den oberen Erdschichten und deshalb auch besonders gefährdet. Eine schonende oder reduzierte Ackerbearbeitung während diesen Jahreszeiten ist deshalb besonders wichtig. Im Sommer (Hitze) und im Winter (Kälte) verziehen sie sich in tiefere Erdschichten und sind deshalb weniger stark gefährdet.
Versuche mit Direktsaaten – statt dem maschinellem Pflanzen – haben sich als schonender erwiesen. Diese Anbauweise wird beim biologischen Landbau und in der integrierten Produktion häufiger angewandt als in der konventionellen Landwirtschaft.
Neben der Bodenbearbeitung stellen auch andere Faktoren eine Gefährdung der Regenwürmer dar. So beispielsweise Pflanzenschutzmittel, die für sie giftig sind. Eine Reihe dieser Mittel (Wirkstoffe: Carbofuran, Terbufos) ist glücklicherweise inzwischen vom Markt verschwunden. Mineraldüngung und die Beschaffenheit des Bodens (z.B. Verdichtung) können das Leben der Regenwürmer ebenfalls beeinträchtigen.
Die schonendste Behandlung für Regenwürmer besteht darin, den Boden während Frühjahr und Herbst möglichst wenig zu bearbeiten und keine Verdichtung des Bodens zu verursachen (z.B. bei der Arbeit mit Maschinen auf nassen Böden).
Wenn von dem Regenwurm die Rede ist, ist das nicht ganz richtig. Es gibt verschiedene Arten, die sich in unterschiedlichen Erdschichten bewegen. Der häufigste und bekannteste ist der Tauwurm (Lumbricus terrestris), der sich in grosse Tiefen graben kann. Der Tauwurm ist übrigens 2011 zum Tier des Jahres gewählt worden (von Pro Natura). Endogäische Arten, die sich durch ihre Farbe (rosa bis graublau) von anderen unterscheiden, leben in den Wurzelbereichender obersten Bodenschicht. Epigäische Arten sind klein und rötlich gefärbt. Sie leben in der Streuschicht des Bodens (z.B. Laub) und ernähren sich von organischen Abfällen.
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