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Die Schweiz
steht für Präzision (wie das Schweizer Uhrwerk), aber auch für die typische Gastlichkeit und Gemütlichkeit, wie man sie so
nur in der Schweiz erlebt: Bei Raclette oder Fondue, im Chalet am Berg und im typisch Schweizer Hotel. Die Berge sind hier irgendwie besonders hoch, der
Schnee besonders weiß und die Bergseen besonders klar ...
Heidi, Fondue, Lebenslust!
Die Schweiz, mit einer maximalen Ausdehnung von Nord nach Süd von 220 km und von West nach Ost 348 km, das sind fünf geografische Räume, die klimatisch große
Unterschiede aufweisen: der Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender
; die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der
höchste unter ihnen isdie Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m, damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste
Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die
Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee
(580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland
und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23,73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze
(19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen
sind der Neuenburgersee (215,20 km²), der Vierwaldstättersee (113,72 km²) und der Zürichsee (88,17 km²).
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz
befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein
fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen
Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernardino-Passes an der Grenze zum Tessin.
Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen
Bundesland Vorarlberg bis in den
Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem
grossen Teil die Grenze zu Deutschland. Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall. Im weiteren
Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône
entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am
westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im
Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Osten und verlässt die Schweiz bei Vinadi, passiert die bekannten Tiroler
Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau, welche ins Schwarze Meer mündet. Der Ticino, Namensgeber des Kantons Tessin,
entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst nach Süden durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet
schliesslich in den Po, der ins Mittelmeer mündet.
Klima
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich, bedingt durch Höhen- und geografische Lage.
Die Temperaturen
in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei
rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im
Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort ist Locarno-Monti mit
einem Jahresmittel von 11,5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7,5 °C.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise.
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben
wichtige Funktionen als Lawinen- Bannwald und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura
und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte
Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.