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Oltens Bahnhofsbüffet war am 7. April 1895 Schauplatz der Gründungsversammlung des Schweizer Fussballverbands. Von den nur 11 angemeldeten Klubs waren gerade 7 physisch anwesend. Aus heutiger Sicht pikant: GC vertrat den FC Basel, der den Zürchern das Stimmrecht übertrug.
Anfänglich wurde der Ball flach gehalten
Pikant war auch, wie wenig es ursprünglich zu tun gab. Die vorerst einzige Aufgabe des Vereinspräsidenten war es, die Fussballregeln bei der FA in England zu besorgen und auf Deutsch zu übersetzen. Als daraus der Wunsch nach einer Meisterschaft entstand, winkte der SFV zuerst ab. Sein Argument: So viele Spiele sind den Klubs nicht zuzumuten – auch finanziell.
Sternstunden in Paris
Zur ersten Meisterschaft unter Führung des SFV kam es 1898/99 schliesslich doch. Und 1905 absolvierte auch die Nati ihr erstes Länderspiel. Bei der Premiere gegen Frankreich in Paris resultierte eine 0:1-Niederlage.
Erstes Highlight in der SFV-Geschichte waren die Olympischen Spiele 1924 in Paris. Weils es noch keine WM gab, wurden hier die Weltbesten erkoren – und die Schweizer gewannen sensationell Silber. Damit hatten sie selbst nicht gerechnet. Schon vor dem Final stand die Nati ohne Geld und Hotel da. Erst Spendenaufrufe in der Schweizer Heimat ermöglichten den Verbleib in Paris.
1938 war wieder Frankreichs Hauptstadt Kulisse einer Sternstunde der Nati. Adolf Hitlers Regierung hatte sich eben erst Österreich einverleibt, und damit auch dessen talentierteste Fussballer. Die Schweiz blieb davon unbeeindruckt und kickte Grossdeutschland im WM-Achtelfinal mit 4:2 aus dem Turnier.
Neben solchen Höhenflügen gab es in 125 Jahren SFV aber auch Talsohlen zu durchqueren. So beendete die WM-Teilnahme 1994 nicht weniger als 28 Jahre Durststrecke ohne Teilnahme an einem Grossanlass. Auch zeitgenössische Tragödien wie die spanische Grippe oder die Weltkriege tangierten den SFV.