Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/239

Guillaume Bouillon, Student
„Das Leben eines Musikers gestaltet sich so, dass man den Abschluss seines Studiums kaum erwarten kann, bevor man sich ins Berufsleben stürzt.“
Warum haben Sie Lausanne für Ihr Studium gewählt?
GB | Meine Wahl fiel aus folgenden Gründen auf Lausanne: erstens unterrichtet Patrick Demenga, von dem ich schon viel gehört hatte, hier Violoncello. Zweitens ist die HEMU Lausanne Mitglied im Bologna-System und ermöglicht Abschlüsse, die europaweit anerkannt werden.
Was waren Ihre ersten Eindrücke bei Ihrer Ankunft in Lausanne?
GB | Ein Gefühl von Ruhe, mit den Bergen, dem See und einer freundlichen Atmosphäre. Lausanne ist eine Studentenstadt mit einer äusserst lebhaften Kunstszene, was mir sehr gefallen hat.
Was haben Sie gemacht, bevor Sie Ihr Hochschulstudium in Lausanne aufgenommen haben?
GB | Ich habe mehrere Diplome erworben. Zuerst habe ich am Konservatorium in Lille, dann an dem kleinen Konservatorium in Cambrai studiert und anschliessend mein Studium in Valenciennes fortgesetzt.
Mit welchen drei Begriffen würden Sie das Studienumfeld in Lausanne beschreiben?
GB | Lebendig, abwechslungsreich, offen.
Können Sie uns ein erinnerungswürdiges Ereignis aus Ihrem Studentenleben schildern?
GB | Die Möglichkeit, im OCL mitzuspielen, denn das Konservatorium organisiert alljährlich ein Konzert in Zusammenarbeit mit dem Lausanner Kammerorchester. Ich konnte bereits zweimal mitwirken und hatte so Gelegenheit, öffentliche Konzerte mit Profimusikern zu bestreiten. Wir spielten die Fünfte von Wagner und die Zweite von Rachmaninow.
Wie sehen Ihre Pläne nach Ihrem Studium aus?
GB | Das Leben eines Musikers gestaltet sich so, dass man den Abschluss seines Studiums kaum erwarten kann, bevor man sich ins Berufsleben stürzt. Anschliessend möchte ich gerne einen cleveren Mix aus Unterricht, Spielen im Orchester und Kammermusik anstreben.
Würden Sie nach Abschluss Ihres Studiums in Lausanne bleiben, wenn Sie könnten? Und falls ja, warum?
GB | Ja, falls sich die Möglichkeit bietet, würde ich gerne in Lausanne bzw. auf jeden Fall in der Schweiz bleiben. Hierfür gibt es zwei Gründe: ich liebe das Leben in der Schweiz mit der Natur, den Bergen und dem See. Ich bin wirklich ein Naturliebhaber. Der zweite Grund betrifft die künstlerischen Möglichkeiten, nicht nur in Bezug auf die Musik, sondern auch auf Malerei und Tanz. Lausanne hat eine sehr lebhafte Kunstszene.
Würden Sie Lausanne als Hochschulstadt empfehlen?
GB | Ja, denn es gibt hier viele Hochschulen, die auf internationaler Ebene bekannt sind. Die Musikhochschule bietet eine Ausbildung, die von anderen Konservatorien anerkannt wird, und verfügt über sehr gute Dozenten... das Ganze vor einer wunderbaren Landschaftskulisse.
Ihr schönstes Andenken an Lausanne?
GB | Da gab es wirklich viele...
Interview von | Tom Crawford