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- In Visp ist im Dezember eine Einigung über die Sanierung der mit Quecksilber belasteten Böden getroffen worden: Private Eigentümer müssen sich nicht an den Kosten beteiligen.
- Die Sanierungskosten werden auf insgesamt rund 51 Millionen Franken geschätzt.
- Nun fordert eine Interessensgemeinschaft eine Entschädigung für die Grundeigentümer, die ihre Böden während Jahren nur eingeschränkt benutzen können.
Die Lonza AG übernimmt mit 47,5 Millionen Franken den grössten Teil der Kosten in den Siedlungs- und Landwirtschaftszonen. Den Rest übernehmen der Kanton Wallis und die Gemeinden.
Die Sanierung der durch Quecksilber verschmutzten Grundstücke hat in den Wohnquartieren von Raron und Visp Ende November begonnen.
Die IG Quecksilber fordert nun, dass nun Grundeigentümer entschädigt werden müssen, die ihre Flächen seit vier Jahren nur eingeschränkt benutzen könnten. Dies werde für Vorplätze und Gärten noch während Monaten, wenn nicht Jahren, der Fall sein, schreibt sie in einer Mitteilung.
Der Grossgrundkanal, welcher der Gemeinde gehört, müsse ebenfalls gereinigt werden, machte die IG weiter geltend. Ausserdem müsse die Frage geklärt werden, was geschehe, wenn versiegelte oder überbaute Böden künftig freigelegt würden. Ob der vereinbarte Kostenverteiler dann auch für diese Flächen gelte, fragt sich die IG Quecksilber.
Quecksilber im Wallis
Die Verschmutzung war Mitte 2010 bei Vorarbeiten für den Bau der Autobahn A9 entdeckt worden. Das Quecksilber stammt von der Lonza, die zwischen 1930 und 1970 den Grossgrundkanal mit industriellen Abwässern belastet hatte.