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Zürich (awp) - Nestlé sieht derzeit keine Notwendigkeit mehr, die Verkaufspreise zu erhöhen. 2008 verzeichnete Nestlé sowohl ein gutes Wachstum bei den Volumen als auch Preiserhöhungen. "Daher ist die Vergleichsbasis für 2009 sehr hoch, während die Preise infolge teilweise nachgebender Rohstoffnotierungen nicht mehr erhöht werden müssen", sagte CEO Paul Bulcke in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "La Tribune" wie auch der Westschweizer "Le Temps" (Ausgabe 02.11.).
Bulcke bezeichnete die langfristige Strategie von Nestlé als weiterhin gut. So habe Nestlé u.a. die Entwicklung von Produkten, die breit positioniert werden sollen, verstärkt. Diese Produkte seien ursprünglich für Wachstumsmärkte bestimmt gewesen, das entsprechende Geschäftsmodell soll nun auch für die reiferen Märkte angepasst werden, wie Bulcke weiter sagte.
"Das Wachstum erreichen wir über Volumensteigerungen. Das ist dann sehr interessant, wenn wir keine Volumenerhöhungen zur Verteidigung unserer Marktposition anstreben müssen, sondern nach unseren Präferenzen", so der CEO weiter. In den vergangenen Jahren hätten die gestiegenen Rohmaterialkosten teilweise über den Preis weiter gegeben werden können.
Gegenüber "The Wall Street Journal" (Ausgabe 02.11.) gab Bulcke zu, im vergangenen Jahr zu spät auf Preissenkungen der Konkurrenz reagiert zu haben. Viele Konkurrenten hätten die Preise in einem zu grossen Umfang gesenkt, als dass wir mitziehen wollten. "Wir hätten aber schneller auf diese Aktionen reagieren müssen, nicht nur bei den Preisen, sondern auch damit, die Gefahren der Situation zu identifizieren."
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