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Systematik
|Ordnung||Passeriformes|
|Familie||Nectariniidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Cinnyris|
|Art||Cinnyris venustus|
Beschreibung
Der Gelbbauchnektarvogel ist eine etwa 10cm grosse Art mit einem nach unten gebogenen Schnabel. Im Vergleich zum Halsbandnektarvogel ist er größer und hat einen längeren Schnabel. Der Gelbbauchnektarvogel weist einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auf. Die Männchen sind sehr farbenfroh. Sie haben einen gelben Bauch (bei manchen Unterarten auch weiß oder orange). Ihre Stirn, ihr Kinn und ihre Brust sind violett-purpur und stark glänzend. Auf dem Rücken und am Kopf haben sie außerdem grün- oder blaugrün- glänzende Bereiche. Ihre Flügel sind braun und ihr Schwanz ist schwarz. Die Weibchen sind kleiner als die Männchen und haben ein unauffälligeres Gefieder ohne Glanz. Ihre oberen Körperteile sind graubraun mit einigen Grüntönen, während die unteren Körperteile blassgelb sind (die Farbe kann hier je nach Unterart variieren). Ihre Flügel sind braun und ihr Schwanz ist schwarz. Über den Augen haben sie eine gelbe Augenbraue.
Biologie
Der Gelbbauchnektarvogel ist eher am Morgen und am Ende des Tages aktiv, kann aber auch nachts nach Nahrung suchen, da er ein gutes Sehvermögen besitzt. Er lebt in der Regel in kleinen Gruppen und ist eher sesshaft. Seine Hauptbeschäftigung besteht darin, von Blüte zu Blüte zu ziehen, um Nektar zu finden.
Er ernährt sich von Nektar und kleinen Insekten, die er im Flug fängt oder die er findet, indem er mit seinem Schnabel den Boden durchsucht. Es gelingt ihm sogar, sich vom Nektar von Tapinanthus globiferum zu ernähren. Diese Pflanze hat geschlossene Blüten, die der Gelbbauchnektarvogel mit seinem Schnabel öffnen kann.
Der Gelbbauchnektarvogel ist eine monogame Art. Das Weibchen baut das Nest allein (was durchschnittlich 15 Tage Arbeit erfordert) und befestigt es meist an hohen Gräsern oder Ästen. Das Nest hat eine ovale Form und wird mittels Spinnenfäden zusammengehalten. Sie legt darin 1-3 Eier ab, die sie 14 Tage lang ausbrütet. Von Zeit zu Zeit unterbricht sie die Brutarbeit, um Nahrung zu suchen. Während dieser Zeit verteidigt das Männchen das Territorium des Paares. Nach dem Ausschlüpfen füttern Weibchen und Männchen die Jungtiere gemeinsam.
Es kommt vor, dass ihr Nest von Klaas-Kuckucksvögeln parasitiert wird.
Lebensraum
Der Gelbbauchnektarvogel kommt im Osten und Südosten Afrikas vor: Senegal, Eritrea, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Tansania, …
Man findet ihn in offenen Wäldern, Savannen und in landwirtschaftlichen Gebieten. Er stellt keine großen Ansprüche an seinen Lebensraum.
Bedrohung
Diese Art ist nicht bedroht. Die meisten Populationen befinden sich sogar in bereits geschützten Gebieten.