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In der Geschichte gab es auf Japan viele Einflüsse chinesischer Philosophien (Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus) woraus sich eine friedliche (Gesellschafts-) Ethik bildete.
Diese Ethik manifestiert sich durch das Training des Kampfes im Menschen, indem man lernt mit Gewalt umzugehen, und diese nicht zu verursachen.
Der Widerspruch zwischen friedlicher Philosophie und Kampf orientierter Methodik ist dabei nur scheinbar paradox. Die Effekte des Trainings sollen idealerweise zu einer friedlichen und aufrichtigen Grundeinstellung sowie einem von negativen Einflüssen unbeirrbaren Geist führen.
Voraussetzung für die äußere Ruhe und Beherrschtheit ist das Erreichen eines inneren Gleichgewichts.
Die Regeln und das Wissen der Meister sind für den Karateka daher die Richtschnur, an der entlang er fortwährend an seiner eigenen Vervollkommnung arbeitet.
Der Grundsatz eines jeden Karateka lautet: "Karate ni sente nashi" - "Es gibt keine erste Initiative im KaraTe". Das bedeutet, dass KaraTe nur als Reaktion auf einen Angriff gedacht ist, niemals als unbegründete Aktion aus sich selbst heraus. Dieser Grundsatz findet sich in allen Kata wieder, die immer mit einer Defensivbewegung beginnen.
Dieses, und vieles Andere was man im Training lernt, nutzt einem nicht nur im Kampf, sondern auch im wirklichen Leben.
Man erkennt, das KaraTe am Anfang ein Erlernen von (Kampf-) Techniken ist. In der späteren Entwicklung eines KaraTeKas ist es als Mittel zur Verteidigung zwar auch noch vorhanden, jedoch rückt dann das Arbeiten an der eigenen Person in den Vordergrund, und wird immer oberstes Ziel bleiben.
So werden durch das Zusammenwirken aller Momente der Übung im traditionellen KaraTe wichtige spezifische aber auch interdisziplinäre Grundlagen geschaffen, die von dem Trainierenden auf viele Lebensbereiche anwendbar sind.
Der in unseren Schulen gelehrte KaraTe Stil "GoJu Ryu Do" ist als langfristige, idealerweise lebenslange geistige, und körperliche Übung zu verstehen.