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Simone Keller zeichne sich durch herausragende Virtuosität, grosse Spielfreude und soziales Engagement aus, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mit. Sie sei sowohl als innovative Künstlerin wie auch als Initiatorin unzähliger interdisziplinärer und soziokultureller Projekte tätig. Längst sei man national und international auf Simone Keller aufmerksam geworden.
Simone Keller pflegt ein breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten. Sie ist Mitglied zahlreicher experimenteller Ensembles wie dem Ensemble TZARA, dem Kukuruz-Quartett für wohlpräparierte Klaviere sowie dem Trio Retro Disco und initiiert immer wieder eigene Projekte.
Seit 2014 führt sie gemeinsam mit dem Regisseur Philip Bartels die Produktionsfirma ox&öl, die verschiedene interdisziplinäre Musiktheaterproduktionen entwickelt hat, unter anderem in Zusammenarbeit mit Schulklassen, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Erwerbslosen, Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund, wie es im Communiqué weiter hiess.
Simone Keller ist 1980 in Weinfelden geboren und dort aufgewachsen. Von 2000 bis 2006 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Zürich in der Klavierklasse von Hans-Jürg Strub und erlangte 2006 das Konzertdiplom. Sie hat für ihr Schaffen bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den IBK-Förderpreis 2019, den Conrad Ferdinand Meyer-Preis 2021 und den Schweizer Musikpreis 2022.
Der mit 20'000 Franken dotierte Thurgauer Kulturpreis wird am 24. August 2022 im Eisenwerk in Frauenfeld übergeben. Die Laudatio hält die Musikjournalistin Theresa Beyer.
(sda)