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Das Schlüsselerlebnis welches zur Vereinsgründung führte
Ein Beitrag vom Verein Santé Burkina-Suisse
1994 unternahm ich (Regina Patrizzi, Präsidentin des Vereins Santé-Burkina Suisse) mit einer kleinen Reisegruppe eine Reise nach Mali. Der Reiseleiter war vertraut mit dem Land und seiner Bevölkerung. Immer wieder wurden wir mit der extremen Armut der Menschen konfrontiert. In einem Dorf wurde uns eine „Gebärstation“ gezeigt: ein circa 10 m2 grosser Raum mit einem kaputten Bett und einem alten Plastikkessel. Ich als Ärztin war erschüttert und beschloss nach meiner Rückkehr, etwas zu tun, um direkt vor Ort helfen zu können.
Ich merkte rasch, dass ich allein nichts ausrichten konnte. In Biel trat ich in den Vorstand eines kleinen Vereins ein, der ein Dorf in Burkina Faso unterstützte und machte dort während sechs Jahren Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen dem von einem einheimischen Pfarrer gegründeten Verein in Burkina Faso und unserem Verein in der Schweiz. Im Jahr 2001 reiste ich mit meinem Mann erstmals nach Burkina Faso. Wir kamen täglich in Kontakt mit der Bevölkerung, besuchten verschiedene Einrichtungen und konnten uns täglich von der grossen Armut der Bevölkerung und dem Engagement unseres Freundes, Pfarrer Michel Nikiéma, überzeugen.
2001 gründete ich mit meinem Mann Peter Schöchlin und ein paar Freunden in Winterthur unseren Verein Santé Burkina-Suisse. Wir nahmen Kontakt auf mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk SAH (jetzt Solidar Suisse), dessen Projekte in Burkina Faso uns sinnvoll erschienen. Die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe war uns von Anfang an wichtig. Unser Verein ist konfessionell neutral und in Burkina profitieren Anhänger verschiedener Ethnien und Religionen von unseren Projekten. Durch die Vermittlung des SAH hatten wir Kontakt mit der grossen einheimischen Bauernorganisation Association Manegdbzanga AM, welche sehr gut vernetzt mit verschiedenen Ngo’s, dem Staat und mit der Bevölkerung mehrerer Dörfer im Sektor Bildung, Landwirtschaft und Gesundheit zusammenarbeitet und vor allem auch die Frauen fördert, was uns sehr wichtig erscheint.
Unsere Projekte sind übersichtlich, gut geplant, die Anfragen erfolgen immer mit einem sehr exakten, gut nachvollziehbaren Budget, und wir erhalten regelmässig Rückmeldungen über den Stand der Ausführung. Alle unsere Projekte wurden stets vollumfänglich ausgeführt und sind nachhaltig. Zu den Projektverantwortlichen entstand im Verlauf der Jahre ein freundschaftliches Vertrauensverhältnis, und wir konnten uns stets von deren grossem Engagement überzeugen.
Wir haben einen konstanten und treuen Spenderstamm. Unsere Spender sind fast ausschliesslich Freunde und Bekannte. Erfreulicherweise sind im Vorstand auch jüngere Leute, welche die Gründer mit der Zeit ablösen können. Wir suchen vermehrt neue, auch jüngere Spender und Mitglieder, die unseren Verein mittragen helfen, die Mitarbeit ist ehrenamtlich.
In einem privaten Verein kann ich genau dasjenige Projekt unterstützen, dass mir dringend und sinnvoll erscheint. Ich kenne die Menschen, denen die Unterstützung zu Gute kommt. Durch den direkten Kontakt entsteht eine Beziehung, ich bin nicht nur der Gebende, sondern erhalte auch sehr viel. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich erfahre viel von der fremden Kultur, werde durch sie bereichert und kann viel lernen. Als Spender eines privaten Hilfswerks nehme ich an diesen persönlichen Kontakten teil. Ich sehe genau, was mit meiner Spende gemacht wurde.
Wir freuen uns auf Sie, damit wir auch in Zukunft Projekte realisieren können.