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Mattea Meyer, *1987, Politikerin, Nationalrätin, Co-Präsidentin SP Schweiz
Mattea Julia Meyer ist eine Schweizer Geographin und Politikerin der Sozialdemokraten. Seit 2015 ist Meyer Nationalrätin. Seit 2020 präsidiert sie gemeinsam mit Cédric Wermuth (AG) die SP.
Mattea Meyer wurde in Basel geboren, wuchs aber grösstenteils in Winterthur auf. Sie studierte Geschichte, Geographie und Politikwissenschaften (Bachelor) an der Universität Zürich und arbeitete nebenbei als Assistentin in einer international tätigen Anwaltskanzlei. Während eines Auslandsemesters an der Université Aix-Marseille, das von Streiks der Professorinnen und Studierenden geprägt war, lernte sie zwar weniger französisch als geplant, dafür aber umso mehr die Vorzüge des südfranzösischen Flairs kennen.
Im Herbst 2015 schloss sie den Master in Wirtschafts- und Humangeographie an der Universität Zürich ab. Von 2012 bis 2015 arbeitete sie als persönliche Mitarbeiterin von Nationalrat Cédric Wermuth und Nationalrätin Marina Carobbio.
Ihr Engagement im politischen Bereich begann 2005 bei den JUSO und in der SP. Als Co-Präsidentin der JUSO Kanton Zürich und anschliessend als Vize-Präsidentin der JUSO Schweiz lernte sie das politische Handwerk kennen. Die politische Heimat fand Meyer seit 2005 in der SP Winterthur. Elf Jahre lang übernahm sie die Geschäftsleitung und amtete von von 2014 bis zu ihrem Rücktritt im März 2019 als Co-Präsidentin.
2010 rutschte sie in den Gemeinderat von Winterthur nach. Ein Jahr später, 2011, wurde sie als jüngste Kantonsrätin in den Zürcher Kantonsrat gewählt. Dort war sie die ersten zwei Jahre Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) und anschliessend vertratt sie die SP in der Kommission für Wirtschaft und Abgabe (WAK).
Daneben engagiert sie sich im Vorstand der Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich (SPAZ). Den Karrieresprung schaffte die in Winterthur wohnhafte junge Politikerin im Herbst 2015. Bei den Gesamt-Erneuerungswahlen wurde Mattea Meyer für die SP in den Nationalrat gewählt. Dort vertritt sie die SP in der Finanzkommission.
Matteas politische Leitlinien lauten: «Ich bin überzeugt, dass die Schweiz solidarisch, grosszügig und hoffnungsvoll sein kann. Ein Land für alle statt für wenige. Als SP-Politikerin und Nationalrätin engagiere ich mich mit Leidenschaft für gerechte Steuern statt Steuerprivilegien, für gelebte Gleichstellung statt veraltete Rollenbilder und für eine menschenwürdige Migrationspolitik.»
|Politische !Amter und Mandate

|August 2009 - März 2013
||Mitglied GL JUSO Schweiz: von August 2009 bis März 2013; ab 2010 Vizepräsidentin|
|Mai 2010 - Mai 2011||Legislative der Gemeinde Winterthur (Grosser Gemeinderat)|
|Mai 2011 - November 2015||Legislative des Kantons Zürich (Kantonsrat)|
|März 2014 - März 2019||Co-Präsidium SP Winterthur|
|seit Mai 2014||Mitglied GL SP Kt. Zürich|
|seit Dezember 2015||Mitglied Nationalrat|
|seit Oktober 2020||Co-Präsidium SP Schweiz|
Bericht aus der SI vom 22.10.2015
MATTEA MEYER, 27, SP ZÜRICH
Geht es um Mattea Meyer, geizen die Medien nicht mit Lob: Überfliegerin! Shootingstar! Und das ist nicht einmal übertrieben. Obwohl Meyer erst 27 Jahre alt ist, hat sie schon zehn Jahre politische Erfahrung: Mit 17 trat sie der SP bei, mit 22 kam sie in den Winterthurer Gemeinderat, mit 23 in den Kantonsrat. Und jetzt der Nationalrat! «Es ist überwältigend», sagt Meyer.
Die Politikerin wohnt in einer kleinen Zwei-Zimmer-Dachwohnung im linken Winterthurer Quartier Veltheim - wo die SP bei den Wahlen mehr als 30 Prozent der Stimmen geholt hat. In der Küche stehen Blumen vom Wahlsonntag. Zum Mittagessen wärmt sie Spaghetti mit Tomatensauce vom Vorabend. «Ich esse nur sehr wenig Fleisch», sagt Meyer.
Die linken Überzeugungen kommen nicht von ungefähr. Meyers Vater hat als Agraringenieur lange Zeit Biobauern beraten, die Mutter ist ausgebildete Kindergärtnerin und arbeitet als Bibliothekarin. Beide haben selbstverständlich immer SP gewählt. Meyers Lieblingsbuch als Kind war «Die rote Zora». «Es hat mir gefallen, wie eine starke junge Frau zusammen mit anderen gegen Ungerechtigkeit kämpft.» Das will sie nun auch in Bern tun. «Es kann nicht sein, dass die Schere zwischen den Reichen und den Armen immer mehr aufgeht.»
SP mit neuer Doppelspitze
Im Hebrst 2020 wurden Mattea Meyer und Cédric Wermuth an die Spitze der SP gewählt. Sie beerben das Amt von Christian Levrat. Damit verfügen die Sozialdemokraten neu über ein Doppelpräsidium.