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HAVANNA - Von wegen tot: Der Máximo Líder straft alle Gerüchte Lügen.
In schöner Regelmässigkeit tauchen Gerüchte über Fidel Castros Tod auf – und werden in ebenso schöner Regelmässigkeit widerlegt. Da Castro seit März nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen war und es zudem versäumt hatte, Venezuelas Wahlsieger Hugo Chávez zu gratulieren, schossen erneut die Gerüchte über seinen Tod ins Kraut.
So liess sich der einstige kubanische Revolutionsführer dazu nötigen, öffentlich aufzutreten. Castro brachte am Samstagnachmittag einen Besucher, den ehemaligen venezolanischen Vizepräsidenten Elías Jaua, zum Hotel Nacionál in Havanna. Dort unterhielt er sich nach Auskunft der Direktorin eine halbe Stunde mit Angestellten. Seit März war Castro nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.
Jaua berichtete der Nachrichtenagentur AP von seinem fünfstündigen Treffen mit Castro und zeigte Bilder davon. Er bestätigte auch, dass ihn Castro persönlich ins Nacionál begleitet hatte. «Er war so freundlich, mich zum Hotel bringen», sagte Jaua. «iIch hab nicht mal Kopfschmerzen», soll Castro gesagt haben.
Die Direktorin des Hotels Nacionál, Yamila Fuster, hatte zuvor bestätigt, dass Castro sich eine halbe Stunde mit Angestellten unterhalten habe. Fuster hatte den ehemaligen kubanischen Präsidenten aber nicht persönlich getroffen.
Doch das staatseigene Hotel berichtete offiziell von dem Treffen Castros mit den Angestellten. «Sie haben mir gesagt, er habe gut ausgesehen. Er trug ein kariertes Hemd und einen Hut», sagte sie.
Auch zwei nahestehende Familienmitglieder hatten den Gerüchten jüngst widersprochen. Seine Schwester Juanita Castro sagte der AP, die Berichte über seinen Tod seien «blanke Gerüchte» und «absurd». Sein Sohn Alex berichtete einer Wochenzeitschrift, dass es seinem Vater «gut geht und er seinen Alltagsgeschäften nachgeht».
Trotzdem: Fidel Castro ist krank – was ihn vor sechs Jahren zum Rücktritt bewogen hat. Die nächsten Gerüchte dürften deshalb nur eine Frage der Zeit sein. (SDA/num)