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Jean-Marie Lovey, der Bischof von Sitten, wendet sich mit einer Videobotschaft an die Glaubensgemeinschaft. Er ruft dazu auf, keine Angst zu haben und der Gemeinschaft gegenüber offen zu bleiben, sich nicht zurückzuziehen.
Es gehe zuerst einmal darum, «sich nicht der Angst hinzugeben», sagt Lovey in der Mitteilung. Denn die Angst verbreite ‹ein Virus der Panik›.» Und weiter: «Das bedeutet aber nicht, dass wir den Helden spielen sollen. Wer sich ohne Angst leichtsinnig dem Virus aussetzt, gefährdet alle anderen ernsthaft.» Neben der Angst solle auch ein «Rückzug auf sich selber» vermieden werden.
Die Pfarrgemeinschaften würden darunter leiden, dass sie gehindert werden sich zum Sonntagsgottesdienst zu treffen. Für die Christen sei es eine harte Prüfung, ohne diese «lebenswichtige und notwendige» Verbindung auszukommen. Jedoch solle man nicht der Versuchung unterliegen, sich zu verschliessen und andere zu vergessen.
Es sei wichtig, andere Möglichkeiten zu finden, den Glauben auszudrücken, wie Gebete, geistige Kommunion, Übertragung in Medien und sozialen Netzwerken oder dem Lesen der Bibel. Ausserdem solle man miteinander über Briefe, Telefon oder E-Mail in Verbindung bleiben.
Als weiteres Zeichen der Verbindung seien alle Christen eingeladen, jeden Donnerstagabend um 20.00 Uhr eine Kerze auf den Fenstersims zu stellen und miteinander zu beten.