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MIP oder MIN
MIP = Maximum Intensitätsprojektion
MIN = Minimum Intensitätsprojektion
Die Maximum Intensitätsprojektion (MIP) ist ein Visualisierungsverfahren, bei dem der Stapel aller (Bild)Schichten aus einer bestimmten Blickrichtung betrachtet wird. Es wird jeweils der Punkt mit dem höchsten Dichtewert (abhängig von der gewählten Fensterung) dargestellt, der zwischen dem Betrachter und einer gedachten Projektionsfläche hinter dem Schichtstapel liegt.
Das heißt, alle Punkte die in Blickrichtung vor oder hinter einem dichteren Punkt liegen werden nicht dargestellt (= Informationsverlust!). Somit bleibt zwar die Dichteinformation, die Tiefeninformation geht aber verloren. Die Methode wird vor allem für die Darstellung von MR-Angiographien benutzt, weil man hier nur die kontrastreichen Gefässe darstellen möchte
Je nach Wahl der Rekonstruktionsparameter gehen die Informationen der Quellbilder verloren. MIPs eignen sich daher nicht für das Erstellen eines genauen Befundes, sondern lediglich zur Visualisierung der anatomischen Zusammenhänge.
Die Minimum Intensitätsprojektion (MIN) ist im Prinzip das gleiche Verfahren wie die MIP. Allerdings wird an Stelle des Punktes mit der höchsten Dichte der Punkt mit der niedrigsten Dichte im Schichtstapel dargestellt. Die MIN wird vor allem im Bereich der Lunge zur Darstellung der Trachea und der Bronchialäste verwendet.