Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/1765

Fighting: Silber für Nicolaes Baez
Nach einer schwierigen Periode für Nicolas Baez, zeigte er bereits mit seinem 3. Platz am diesjährigen Grand Prix de Paris, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Nun wollte er an der Kontinentalmeisterschaft beweisen, dass er immer noch zu den besten Kämpfern in Europa gehört.
In seinem ersten Kampf musste er gegen Donny Donker (NED) antreten, gegen den er bereits zwei Mal in Folge verloren hatte. Aber nicht dieses Mal. Nicolas dominierte den Kampf und gewann knapp mit 9:8 Punkten.
Im Halbfinale kämpfte er gegen Maxime Courillon, einen starken Kontrahenten aus Frankreich, den er schon am Grand Prix de Paris knapp mit einem Punkt schlagen konnte. Mit einem komfortablen 10-7 Sieg zeigte er, dass er einen weiteren Schritt gemacht hat und zog ins Finale ein.
Dort begegnete er Nikola Trajkovic aus Serbien, einen schwer zu schlagenden Kämpfer mit einem enormen Kampfgeist. Nicolas hat alles gegeben, aber einige Situationen im Finale liessen den Sieg zu Gunsten des serbischen Ju-Jitsuka ausfallen.
Trainer Michel van Rijt freute sich sehr für Nicolas und ist sehr stolz auf seine Leistung: «Wir haben einen anderen Weg eingeschlagen, einen anderen Kampfstil, und es braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen. Nicolas hat heute gezeigt, dass er versucht, sich diesen Kampfstil anzueignen und das hat sich mit einer Silbermedaille ausgezahlt. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um diesen Stil zu seinem zu machen. Ich freue mich auf die Zukunft.»
Ne Waza: Silber für Ilke Bulut, Bronze für Anaïs Vintalas und Amanda Schurtz
Ilke Bulut ging, wie Nicolas Baez, am ersten Tag der EM an den Start. In seinem ersten Kampf konnte er seinen israelischen Kontrahenten nach Punkten schlagen. Auch die zweite Runde, das Halbfinale, gewann Ilke verdient gegen einen Belgier nach Punkten und zog in das Finale ein. Lange Zeit lag er in seinem Finalkampf in Führung und musste sich auf Grund eines Vorteils für seinen Gegner leider doch noch in den letzten Sekunden geschlagen geben.
Anaïs Vintalas, die Bronzemedaillengewinnerin des Vorjahres, griff ebenfalls am ersten Tag der EM ins Wettkampfgeschehen ein mit dem Ziel, erneut eine Medaille mit nach Hause zunehmen. Sie startete ihren Wettkampf souverän gegen eine Deutsche, die sie durch Aufgabe bezwang. Anschliessend musste sie sich leider im zweiten Kampf gegen eine Israelin geschlagen geben und wird somit zweite in ihrem Pool. Der zweite Platz im Pool bescherte ihr dennoch einen Platz im Halbfinale, das sie gegen eine Französin nach Punkten verliert. Somit verpasste sie den Final, aber kann sich mit einem weiteren 3. Platz auf dem Podium etablieren.
Besonders erfolgshungrig ging Amanda Schurtz an den Start, die sich in den vergangenen Wettkämpfen häufig mit einem 5. Platz knapp neben dem Podium wiederfand. In einem guten ersten Duell gewinnt sie gegen eine Deutsche nach Punkten. Das anschliessende Halbfinale verliert sie gegen die amtierende Europameisterin aus Israel durch Aufgabe. Somit landete sie erneut im kleinen Finale mit dem Ziel, dieses Mal die Bronzemedaille zu gewinnen. Gegen die amtierende Vizeweltmeisterin aus Deutschland zeigte Amanda einen super Kampf und kann nach einem starken Turnier sich die lang ersehnte Medaille ergattern.
Kampfrichter
Neben den erfolgreichen Athlet:innen repräsentiert mit Linus Bruhin an der EM auch ein erfahrener Kampfrichter die Schweiz. Linus ist die gesamte Woche an der EM im Einsatz und darf seine Fähigkeiten als internationaler Kampfrichter am höchsten europäischen Anlass unter Beweis stellen.