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Stadträumlich ist die bestehende Setzung des neuen Hotel Aarauerhof als eine freigestellte Figur auf dem Bahnhofplatz entwickelt, die sich wiederum selber als Teil des Boulevards der Bahnhofstrasse versteht. Während das Bestandesgebäude von Justus Dahinden mit seiner ausgreifenden windmühlenartigen Disposition auf alle vier Seiten zielt - was tatsächlich im Konflikt steht mit der Position des Gebäudes zur Strasse und zum Bahnhof - nimmt das neue Gebäude mit der Anbindung an die Bahnhofstrasse und dem Bezug zum Bahnhofgebäude die parallelen Bewegungen von Strasse und Bahn auf und schwingt in Ost-West-Richtung auf dem Bahnhofplatz aus. Die planen Fassaden zu Strasse und Bahn thematisieren die horizontalen Bewegungen und zeigen als homogene mineralische Weissbetonoberflächen die Pendelbewegungen, während die beiden Platzfassaden als transparente und transluszente Elemente die entsprechende Tiefe aufbauen. Diese Fassaden verstärken die Pendelbewegungen durch die lamellenartige Fassadenstruktur, welche je Geschoss unterschiedlich gerichtet - als Lichtträger hell in den Stadtraum wirken. Die Horizontale mit den Bewegungen des Verkehrs wird zum Thema, es entstehen zwei unterschiedlich weit auskragende Situationen auf den Platz, welche die jeweiligen Zugänge zu Hotel und Kongressräumen formulieren. Die Nutzungen von Kongressräumen, Hotelzimmern und Wohnungen pendeln über diesem Erdgeschoss, gehalten durch eine intelligent entwickelte Tragstruktur, welche die beeindrucken Auskragung insbesondere zum Busbahnhof auf entspannte Art und Weise ermöglicht. Die insgesamt 82 Hotelzimmer folgen in Fläche und Disposition dem Programm. So entsteht ein ikonisches, aus dem Kontext entwickeltes Gebäude, das prominent den Platz besetzt, sich seiner Wichtigkeit für den Ort bewusst ist und klar die Öffentlichkeit eines Kongressgebäudes nach aussen trägt!