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Klimawandel: Was er für die Landwirtschaft bedeutet
IPCC AR5 Kurzreport-Serie
Der vorliegende Kurzreport ist Teil einer Serie, in der die wichtigsten Ergebnisse des AR5 für einzelne Branchen und Sektoren zusammengefasst werden.
Kernergebnisse Klimawandel und Landwirtschaft:
- Der Klimawandel hat in einigen Teilen der Welt bereits die Ernteerträge sinken lassen. Mit dem weiteren Temperturanstieg wird sich diese Entwicklung voraussichtlich verschärfen. Betroffen sind unter anderem Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais und Reis.
- An einige Veränderungen infolge des Klimawandels können sich Landwirte anpassen, doch es gibt Grenzen. Bei einer Erderwärmung von 3°C oder mehr (ein Wert, wie er bei weiter ungebremstem Treibhausgasausstoß bis Ende dieses Jahrhunderts erwartet wird), wird Projektionen zufolge in direkter Äquatornähe eine Anpassung nicht mehr machbar sein.
- Im Jahr 2010 stammten etwa zehn bis zwölf Prozent der durch menschliche Aktivitäten verursachten Treibhausgase aus der Landwirtschaft. Sie ist außerdem die größte Quelle einzelner Treibhausgase wie Methan oder Lachgas.
- Zu den Klimaschutzmöglichkeiten des Agrarsektors gehört die Minderung von Emissionen, die durch Landnutzungsänderungen, Bodenbewirtschaftung und Viehhaltung entstehen. Außerdem können Biomasse und Böden Kohlendioxid sogar aufnehmen und speichern. Der Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung anstelle fossiler Energieträger kann unter bestimmten Bedingungen den gesamtwirtschaftlichen Ausstoß von Treibhausgasen verringern.
- Ein verändertes Verbraucherverhalten könnte die landwirtschaftlichen Emissionen deutlich stärker senken als technische Maßnahmen. Zum Beispiel wäre es erfolgversprechend, wenn weniger Lebensmittel weggeworfen würden, emissionsintensive Lebensmittel tierischen Ursprungs (wie Fleisch oder Milchprodukte) stärker durch pflanzliche Produkte ersetzt würden und in Regionen mit übermäßigem Konsum weniger verbraucht würde.
Source: Diese Publikation wurde erarbeitet und herausgegeben von der European Climate Foundation (ECF), Sustainable Fisheries Partnership (SFP) sowie von der Judge Business School (CJBS) und dem Institute for Sustainability Leadership (CISL) der Universität Cambridge. Das Projekt wurde von der ECF initiiert und finanziert und vom CISL gefördert.
Die deutsche Ausgabe wird von klimafakten.de herausgegeben.