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Nach einer kurzen Einführung in die sokratische Gesprächsführung erarbeiten wir anhand von Beispielen das Wesen und die Anwendungsmöglichkeiten dieser Gesprächsführung. Davon ausgehend versuchen wir "philosophieren, aber wie" zu definieren und anhand von Rollenspielen machen wir erste Erfahrungen darin.
Prof. John Mikhail (Georgetown University) wird in einer zweiteiligen Gastvorlesung zum Thema "The Sense of Justice, Private Interest, and Public Duty in the Age of Trump" auf fundamentale Fragen der Grundrechte, Demokratie und Verfassungsstaatlichkeit eingehen.
Was macht mich als Mensch aus? Was wäre ich ohne Körper, ohne "Shell"? Was wäre ich ohne Geist, ohne "Ghost"? Auf existenzielle Fragen, denen sich die heutige Technikphilosophie theoretisch annimmt, müssen die Cyborgs im Anime "Ghost in the Shell" (1995) ganz praktische Antworten suchen.
Unter den Geisteswissenschaften hat es kein Fach leicht, sich allgemein gegen die "nützlichen" und berufsorientierten Fächer wie BWL oder Recht zu behaupten. Die Philosophie jedoch hat es besonders schwer, weil niemand so recht zu wissen scheint, was sie eigentlich macht.
Schauspiel nach der Erzählung von Max Frisch. Neben einem Aufenthalt in dem Bergen – im Valle Maggio, abgeschnitten nach einem Unwetter – beschreibt «Der Mensch erscheint im Holozän» das Verhältnis des Menschen zur Zeit der mit dem Tod endet uns zum Ausgangspunkt zurück bringt.
Die 1975 verstorbene politische Theoretikerin Hannah Arendt, gespielt von der Schauspielerin Fabienne Hadorn, Jahrgang 1975, kommt zu Wort und stellt in einer Art Poetry-Slam-Vortrag ihre Thesen vor: Denken ohne Geländer, Die Banalität des Bösen und Die Pflicht zum Ungehorsam.
Seit der Dichterkritik Platons ist Literatur ein Thema der Philosophie. Was passiert mit uns, wenn wir literarische Texte lesen? Wie steht es um deren Wahrheitsgehalt? Vermittelt Literatur Erkenntnis? Literarische Texte entführen uns in andere Welten, aber was für Welten sind das?
Pubertät. Midlife-Crisis. Pensionierung. Lappalien verglichen mit der Phase, in der man erstmals Salate auf Partys mitbringt. Davon und vielem mehr singen und erzählen die beiden Mittzwanziger und begnadeten Alltagsphilosophen in ihrem Programm „Steil-geh-Tour“.
Nach den einzelnen Veranstaltungen treffen sich alle Veranstalter ab 21.00/22.00 Uhr im Stall 6 (Meetingpoint) zum Kennenlernen und und lauschen zur späteren Stunde den philosophischen Beats von Neejay.
In der Filterblase sind wir allein mit unserem Ausschnitt der Welt. Die Filterblase ist unsichtbar. Sie lässt sich nicht umgehen und wir wollen nicht raus. Filterblase ist Schweizer Wort des Jahres 2016.
Was heisst lieben? Und bin ich fähig dazu? Wie weiss ich, dass ich zufrieden bin? War ich es jemals? Wie gehe ich mit dem (eigenen) Tod um? Gibt es einen Sinn oder braucht es den erst gar nicht? Und was kann die Kunst dazu beitragen? – Für alle, die sich von Zeit zu Zeit mit diesen oder ähnlichen Fragen konfrontiert wiederfinden, wartet ein kurzweiliges audiovisuelles Erlebnis – garantiert horizonterweiternd!
Jeder weiss, wieviel ein Franken wert ist und doch ist die Wertigkeit des Geldes so abstrakt, dass man nur schwer erklären kann, was der Wert eines Franken wirklich ist. Darüber möchte in meinem Vortrag sprechen, wie sich unsere Wahrnehmung des Wertes verändert.
“Erst das Sprechen, das die Schrift in sich aufhebt, befreit die menschliche Rede von der Lüge, sie sei schon menschlich.” (Th. W. Adorno, “Minima Moralia”)
Unter Bedingungen des Internets wird sprechendes Denken neu gedacht und gesprochen. Live und in Farbe nur in Zürich! Online: überall
Laut Sokrates (470-399 v. Chr.) gelangt jeder durch eigenes Denken zu Einsicht und Lösungen. Er selbst sah seine philosophische Arbeit nur als Geburtshilfe (Mäeutik). Ziel dieses Workshops ist es, einen Einblick in Kunst der sokratischen Gesprächsführung auf praktische und spielerische Weise kennen zu lernen.
Philosophische Texte sind trocken und langweilig? Mitnichten!? Der NeeJay krächzt, ächzt, singt, rappt und schreit Originalzitate von Philosophen aller Epochen zu tanzbaren Beats. Auf dem Besten aller möglichen Dancefloors feiern wird die Lange Nacht der Philosophie, damit sie nie enden möge.
Tangotanzen ist mehr als nur Bewegung auf Musik und lässt viele Aspekte des Lebens und der menschlichen Beziehungen entdecken. Im Workshop betrachten wir verschiedene Aspekte, unter anderem das Vertrauens und die Kommunikation.
Beim Thema Tierversuche überschneiden sich Ethik, Wissenschaft und öffentliche Kontroverse. Im Vortrag unternimmt der Tierphilosoph Markus Wild eine philosophische Vermittlung der verschiedenen Perspektiven.
Das Prinzip des Wirtschaftswachstums ist in Anbetracht schwindender Ressourcen zunehmend fragwürdig. Die Idee der Suffizienz bietet sich als zukunftsträchtige Alternative an. Was bedeutet sie in Theorie und Praxis?
Wir alle wissen, was für einen nachhaltigen Lebensstil nötig wäre. Wir kennen die Möglichkeiten, wir kennen die Notwendigkeit und doch bleiben wir lieber in den gewohnten Alltagsmustern hängen. Gleicht das einem Suchtverhalten? Und wenn ja, was können wir gemeinsam unternehmen?
Der Kommunismus, so Brecht, sei das Einfache, das schwer zu machen ist. Wie aber kann Kommunismus gedacht werden und welche Aktualität könnte diesem Denken heute (noch) zukommen? Was steht mit ihm auf dem Spiel? Diesen Fragen will die Veranstaltung anhand verschiedener Positionen nachgehen.
Es gibt verschiedene Arten des Engagements: ein Einsatz im Quartiersverein, Arbeit im Flüchtlingscamp, Spenden an eine NGO. Was tun? „Hauptsache, man tut etwas!“ – Effektive Altruisten würden vehement widersprechen. Sie versuchen, nicht irgendwie zu helfen, sondern so viel Gutes wie möglich zu tun.
Braucht es einen inneren Wandel oder gar eine spirituelle Orientierung, damit sich im Denken und Handeln Gemeinschaftswerte widerspiegeln? Christian Felber spricht
über den Zusammenhang zwischen Spiritualität und Gemeinwohl.
'Identitätspolitik' ist in aller Munde - aber was versteht man darunter? wer betreibt sie? was will sie? wie funktioniert sie? was sind ihre Irrtümer? Wir widmen diesem brisanten Thema eine Veranstaltung mit zwei Eingangsreferaten und viel Raum für kontroverse Diskussion.
Die Existenzphilosophie, vertreten von Martin Heidegger und Jean-Paul Sartre und vielen anderen, war eine wichtige Denkbewegung in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Sie ist - in veränderter Form - höchst aktuell in unserer heutigen Situation.
Nach welchen Grundsätzen und Werten gestalten wir unser Leben? Wie selbstbestimmt führen wir unser Leben? Welchen Zwängen sind wir unterworfen? Wie gehen wir damit um? Was zeichnet ein gutes Leben aus?
Wie gelingt es, aus dem Stehgreif eine Szene zu spielen - und dabei Spannung aufzubauen und Spielfreude zu entwickeln? Mittels ein paar Grundregeln des professionellen Improvisierens. Als Szenenmaterial nehmen wir philosophische Ideen und Figuren unter die Lupe.
Wie ist es, Philosophie zu lesen? Muss man schweigen, um Hegel verstehen zu können? Wie oft muss man sich von Deleuze zurecht weisenlassen, um seinen Sinn zu erahnen? Möchte man mit Hannah Arendt zur Vernunft der Griechen zurückzukehren?
Seit es Suchmaschinen gibt, finden wir nicht mehr, was wir suchen, sondern etwas anderes. Auf jeden Fall eine Vielfalt. Dies können wir als lästig oder als bereichernd empfinden. Wie können wir die Serendipität für unsere Zwecke besser nutzen?
Wir legen dar, was wir unter possessiver Vernunft verstehen. Wir zeigen auf, wie sich diese erkenntnistheoretisch, ökonomisch und lebenspraktisch manifestiert und stellen sie zusammen mit den Anwesenden in Frage. Wir stellen u.a. Bezüge zu Vertretern der Kritischen Theorie her.
Günter Fröhlich behandelt in 24 philosophischen Etüden verbreitete und häufig unreflektierte Meinungen zum Menschen sowie seinem Verhältnis zu sich selbst, zur Welt und zur Kultur. Ein Buch zum Denken-Üben! Buchvorstellung, Lesung und Diskussion!
Welches Recht haben Staaten, andere Menschen auszugrenzen? Welche Pflichten haben sie gegenüber Migranten? Welche gegenüber Schutzsuchenden? Wir werden diese und verwandte Fragen auf Grundlage historischer und aktueller philosophischer Texte diskutieren.
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“. Doch wer sind die Anderen? Was bedeutet Gleichheit? Warum sind nur manche reich? Einige Ware, andere Personen? Die Philosophie bietet viele Antworten, doch wie lässt sich das grosse Thema der Gerechtigkeit in der Praxis umsetzen?
Bilder und Fotografien ziehen Menschen in den Bann und schaffen visuelle Vertrautheit mit Dingen und Orten, die wir nie mit eigenen Augen gesehen haben. Welche Vorstellungen von der Welt vermittelt uns die moderne digitale Fotografie? Wie beeinflussen diese Vorstellungen unser Verhältnis zur Welt?
Wie absolute Freiheit in Terror, Revolte in Repression umschlägt, lässt sich paradigmatisch an der Französischen oder auch der Russischen Revolution illustrieren - ein Teufelskreis, angesichts dessen sich umso dringlicher die Frage nach alternativen Perspektiven stellt.