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Uerikon–Bauma-Bahn
|Kürzel||UeBB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1901-06-01|
|Mutiert||Ab 1948-10-03 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die vom Grossindustriellen und – als Präsident der Nordostbahn (NOB) – «Eisenbahnbaron» Adolf Guyer-Zeller initiierte UeBB war eine Aktiengesellschaft und nahm 1901 den Betrieb auf. Den Fahrdienst besorgte bis 1904 zunächst die Tösstalbahn (TTB), danach die UeBB selbst. Sie war Teil des dichten Bahnnetzes im Zürcher Oberland, kam aber nie aus den roten Zahlen heraus. Die sporadischen Betriebssubventionen leisteten primär Anliegergemeinden, doch reichten diese Beiträge bei Weitem nicht aus, um die Defizite zu decken. 1908 wurde 1 Mio. Franken an festen Anleihen in Aktien umgewandelt, womit die Zinslast sank. Gleichzeitig verzichteten die Gläubiger auf 229'000 Franken an geschuldeten Zinsen (in der Datenbank als «Betriebssubvention» gespeichert). Wie die in der Statistik ausgewiesenen Reserven angelegt wurden, ist angesichts der Betriebsergebnisse schleierhaft. Die finanzielle Lage der UeBB blieb anhaltend düster und verschlimmerte sich mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zusätzlich.
Guyer-Zeller träumte davon, «seine» Linie könne via Uerikon, Rapperswil und Chur Zufahrtsstrecke aus dem süddeutschen Raum zu einer noch zu erbauenden Ostalpenbahn durch Graubünden werden, die via Ofenpass bis nach Konstantinopel hätte führen sollen. Angetrieben wurden diese Gedankenspiele durch den schleichenden Zerfall des Osmanischen Reichs, wobei Guyer-Zeller darauf spekulierte, dass das kolonial ambitionierte Deutschland die spätere Türkei kontrollieren würde. Es blieb aber wie so oft beim Traum.
1948 ging die schwer defizitäre UeBB an die SBB über. Dabei wurde der grösste Teil der Strecke aufgehoben (Uerikon–Hinwil). 1969 schliesslich sistierten die SBB auch auf dem Reststück Hinwil–Bauma den Betrieb. Seit 1978 verkehren auf Teilabschnitten der ehemaligen UeBB Museums- bzw. Dampfzüge mit historischen Fahrzeugen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: