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Nach einem furiosen Start holte Servette einen Sieg in einem emotionsreichen Spiel in Neuenburg.
Seit eineinhalb Monat hatten die Servettiens nicht mehr in der Super League gespielt. Seit mehr als acht Jahren hatten sie Xamax nicht mehr besiegt. In Neuenburg hatten sie seit 2003 nicht mehr gewonnen. Trotz dieser unendlichen Wartezeiten war es notwendig zu zeigen, dass es im Fussball sehr schnell gehen kann.
Das zeigten die Servettiens, und wie! Vierzehn Sekunden nach Anpfiff landete der Ball bereits im Netz! Rouiller hatte einen Diagonalball auf Stevanovic geschlagen, der auf den Kopf von Kone flankte (1., 0-1). Nach diesem furiosen Start der Genfer wurden die Gastgeber allmählich gefährlicher. Frick musste sich nach einem Schuss von Nuzzolo ein erstes Mal lang machen, bevor er die Grenat nach einem Eckball befreite.
In der darauffolgenden halben Stunde verlief das Spiel mehrheitlich im Mittelfeld, aber beide Mannschaften erarbeiteten sich gefährliche Torchancen. Der Eindruck war, dass man näher am 1-1 als am 0-2 stand. Allerdings war es tatsächlich Tasar, der den Abstand vergrösserte. Er profitierte davon, dass ein Neuenburger den Ball in die Füsse von Stevanovic spielte, um kurz vor der Halbzeit den zweiten Treffer der Partie zu erzielen (44., 0-2). Die Grenat konnten sich glücklich schätzen.
Im eigenen Stolz verletzt reagierten die Neuenburger unmittelbar nach der Pause. Trotz einer erneuten Parade von Frick konnte Kamber das Anschlusstor erzielen (47., 1-2). Die Partie war schon in der ersten Hälfte intensiv, mit diesem Treffer wurde sie nochmals angetrieben und die Genfer waren dem Ausgleich ausgesetzt. Aber Kamber, der seine Mitspieler wieder auf Kurs gebracht hatte, benachteiligte sie zehn Minuten später nach regelwidrigem Einsteigen gegen Tasar. Er wurde logischerweise des Platzes verwiesen. Das verlieh den Genfern neue Kräfte und Tasar sah seine Abnahme knapp am Pfosten vorbeigehen.
In der 75. Minute hätte Kone sich und seinen Mitspielern Erleichterung verschaffen können, wenn er nach seinem 50-Meter-Sololauf den gegnerischen Torhüter überwunden hätte, doch Walthert entschied das Duell für sich. Deswegen blieb die Bedrohung eines rotschwarzen Ausgleichs bis zum Schlusspfiff erhalten und es schien auch Tatsache, als Nuzzolo am zweiten Pfosten allein vor dem leeren Tor stand. Der erfahrene Neuenburger konnte allerdings diese Torchance nicht verwerten und Servette holte somit seinen ersten Sieg in der neuen Maladière.
Dank dem gleichzeitigen Sieg von Luzern in Zürich übernimmt Servette den 4. Platz und hat nun 16 Punkte Vorsprung auf den Barrageplatz, den Xamax aktuell belegt. Am nächsten Sonntag empfangen die Geiger-Spieler den FC Thun im Stade de Genève.
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