Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03361.jsonl.gz/151

B.B. King hiess eigentlich R.B. King: 1925 wurder er als Riley B. King in Itta Bena (Mississippi) geboren. 1946 folgte er seinem legendären Cousin, dem Blues-Sänger und Gitarristen Bukka White, nach Memphis (Tennessee) und arbeitete für die Radiostation WDIA als DJ. Dort erhielt er den Spitznamen «Beale Street Blues Boy» oder kurz «Blues Boy» – oder noch kürzer «B.B.»
Unverkennbarer Sound und Stil
B.B. King war nach T-Bone Walker und Lowell Fulson einer der ersten Gitarristen, der den Blues auf der elektrischen Gitarre spielte. Mit seinem unverkennbaren Sound und Stil beeinflusste er unzählige spätere Blues- und Rockgitarristen. Als stimmgewaltiger Sänger entwickelte er mit seinem Gospel-Feeling den ursprünglich schlichten ländlichen Folk- oder Country-Blues zum jazzigen, swingenden, bläsergeprägten «Urban Blues».
Kings erste Nr.1 in den R&B-Charts war 1951 der von Lowell Fulson inspirierte «Three O'Clock Blues». Bis 1992 folgten über 70 weitere Hits, aber sein einziger Top-Ten-Erfolg in den Pop-Charts kam erst 1970 mit «The Thrill Is Gone». Ein epochales Dokument war 1965 das Album «Live at the Regal», aufgenommen im Regal Theatre in Chicago.
Gern gesehener Gast in der Schweiz
Seit seinem ersten Konzert am Montreux Jazz Festival 1979 wurde B.B. King zum regelmässigen Gast auf Schweizer Bühnen – nicht weniger als 19 Mal spielte er allein in Montreux. Sein letztes Konzert auf Schweizer Boden fand im Sommer 2012 im Rahmen von «Live at Sunset» in Zürich statt.
B.B. King litt seit über 20 Jahren an Diabetes Typ 2. Noch 2014 spielte er über 70 Live-Konzerte, im Oktober 2014 erkrankte er auf Tour und musste die restlichen acht Konzerte wegen Erschöpfung und Dehydration absagen. Anfang April wurde der Musiker in ein Spital in Los Angeles eingeliefert, wurde aber nach einigen Tagen wieder entlassen. Gestern Donnerstag nun verstarb B.B. King.