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FIFA-Präsident Joseph Blatter hat von FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen bis Dienstagabend schriftliche Beweise für die erhobenen Vorwürfe gefordert.
Der Streit in der Chefetage des Weltfussballverbands FIFA geht weiter: Zen-Ruffinen wurde aufgefordert, die Vorwürfe zu belegen oder sofort zurückzuziehen. Die Exekutive der FIFA soll Anfangs Mai darüber beraten.
Der Generalsekretär der FIFA hatte Blatter am Wochenende Betrug bei den Präsidentschafts-Wahlen von 1998 vorgeworfen. Blatter war damals gewählt worden.
Laut Zen-Ruffinen war damals der Verbandspräsident von Haiti durch den Sportminister seines Landes an der Reise zur Wahl in Frankreich gehindert worden.
In Paris wurde aber dennoch eine Stimme für Haiti abgegeben. Und zwar durch einen engen Vertrauten von Jack Warner, dem gestern wiedergewählten Präsidenten des Verbandes Nord-/Mittelamerika und Karibik (CONCACAF). Jack Warner ist seinerseits ein guter Freund von Sepp Blatter.
"Laut Reglement hätte dieser Vertraute nicht für Haiti stimmen dürfen, weil er Bürger von Trinidad und nicht von Haiti ist", macht Zen-Ruffinen geltend. "Damit ist es ein ganz klarer Wahlbetrug."
swissinfo und Agenturen