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Zürich (awp) - Zurich Financial Services hat im Geschäftsjahr 2010 ein rückläufiges Ergebnis hinnehmen müssen, damit aber die Vorgaben der Analysten in etwa getroffen. Das Jahr war von hohen Schadenereignissen und ausserordentlichen Belastungen gekennzeichnet. Mit Blick auf die solide Kapital- und Solvenzposition der Gruppe soll den Aktionären eine etwas höhere Dividende ausgeschüttet werden.
Der Gewinn belief sich auf 3'434 Mio USD gegenüber 3'963 Mio USD (restated) im Vorjahr. Der operative Gewinn (Business Operating Profit - BOP) sank um 13% auf 4'875 (VJ 5'593) Mio USD, wie der Versicherer am Donnerstag mitteilte. Der Gesamtumsatz der Gruppe, also einschliesslich Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Managementgebühren, sank um 3% auf 67,7 Mrd USD. In Lokalwährungen blieb der Wert unverändert.
Den Aktionären wird die Ausschüttung einer Dividende im Umfang von 17 (16) CHF je Aktie vorgeschlagen. Die diesjährige Zahlung wird aus den Reserven aus Kapitaleinlagen geleistet und ist daher in der Schweiz nicht verrechnungssteuerpflichtig.
Der äusserst attraktive Dividendenvorschlag unterstreiche die Zuversicht in die Geschäftsstrategie der Zurich, wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert. Das breit diversifizierte Portfolio generiere einen starken Cashflow und ermögliche es, in einem schwierigen Umfeld zu bestehen.
In der Schadenversicherung (General Insurance) verschlechterte sich die Combined Ratio auf 97,9 (96,8)%. Der BOP in der Schadenversicherung sank um 23% auf 2'673 Mio CHF. Das Ergebnis sei von einer überdurchschnittlich hohen Schadenlast geprägt gewesen. Sie überstieg den letztjährigen Vergleichswert um mehr als 600 Mio USD.
Die Überschwemmungen in Australien lasten mit 100 Mio USD vor Steuern auf der Rechnung 2010. Allerdings sei die Einschätzung der Auswirkungen der im Januar 2011 erfolgten Überschwemmungen in den Regionen Brisbane und Victoria noch nicht abgeschlossen. Die Schätzungen für das Erdbeben in Chile konnte dagegen auf 175 Mio von bisher 200 Mio USD reduziert werden.
Die Bruttoprämien bei General Insurance gingen um 3% auf 33'066 Mio USD zurück. Dies habe mit der weiterhin rückläufigen Entwicklung der versicherten Werte von Kunden wegen der schwachen wirtschaftlichen Lage zu tun. Während des Jahres 2010 wurden aber durchschnittliche Prämiensatzsteigerungen von 2 Prozentpunkten erzielt.
Die Sparten Global Life und Farmers hätten zum kontinuierlichen Volumenwachstum und dank guter Gewinnmargen zum positiven Gruppenergebnis beigetragen, heisst es. Der BOP blieb mit 1'474 Mio USD praktisch auf Vorjahreshöhe. Der Wert des Neugeschäfts wuchs um 4% (+7% in LW) auf 817 Mio USD an. Die Gewinnmarge im Neugeschäft verbesserte sich auf 22,1 (21,3)%.
Positiv zur Entwicklung des Neugeschäfts habe der Banken-Vertriebskanal beigetragen, und auch der IFA-/Brokerkanal konnte Volumina und Margen vor allem über den Produktverkauf aus Italien und Grossbritannien ausbauen. Im Pensionskassengeschäft habe Corporate Life & Pensions ausserdem den Erfolgsweg fortgesetzt.
Bei Farmers Management wuchsen die Gebühreneinnahmen um 3% auf 2'778 Mio USD und der BOP um 8% auf 1'686 Mio USD. Im Bereich Andere, das hauptsächlich die Kosten der Konzernzentrale und der externen Finanzierung umfasst, verzeichnete ZFS einen um 190 Mio höheren operativen Verlust von 801 Mio USD.
Die Non-Core-Aktivitäten verzeichneten einen operativen Verlust von 157 Mio verglichen mit 290 Mio USD im Vorjahr. Der Verlust sei auf die bereits gemeldeten höheren Rückstellungen für Kreditausfälle von 330 Mio USD zurückzuführen.
Das Eigenkapital belief sich auf 32,0 (Ende 2009: 29,3) Mrd USD, mit einer Rendite zum BOP von 12,9 (17,2)%. Zum Reingewinn resultierte eine Rendite von 11,4 (16,1)%. Die Solvabilitätsrate lag bei 243% nach 245% Ende September.
Die Rendite auf den Kapitalanlagen der Gruppe wuchs gegenüber dem Vorjahr um 90 Basispunkte auf 4,1%. Die Gesamtanlagerendite, die auch nicht realisierte Gewinne und Verluste berücksichtigt, belief sich auf 5,4 (6,4)%. Die Nettogewinne aus Kapitalanlagen und Neubewertungen betrugen abzüglich Abschreibungen 898 Mio USD. Die nicht realisierten Nettogewinne, die im Eigenkapital enthalten sind, stiegen um 2,5 Mrd USD.
mk/uh
Zürich (awp) - Zurich Financial Services hat im Geschäftsjahr 2010 ein rückläufiges Ergebnis hinnehmen müssen, damit aber die Vorgaben der Analysten in etwa getroffen. Das Jahr war von hohen Schadenereignissen und ausserordentlichen Belastungen gekennzeichnet. Mit Blick auf die solide Kapital- und Solvenzposition der Gruppe soll den Aktionären eine etwas höhere Dividende ausgeschüttet werden.