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Kubatur
Kubatur
13384 mᶟ
Baubeginn
April 2009
Fertigstellung
September 2011
ArchitektIn / Achitektenteam
Baserga Mozzetti
Bauingenieur
Ingegneri Pedrazzini Guidotti sagl
STÄDTEBAULICHE UND ARCHITEKTONISCHE ASPEKTE
Die neue Turnhalle fügt sich in das Schul- und Museumsareal von Chiasso ein und nimmt Bezug auf die verschiedenen Elemente der Umgebung. Das Projekt kennzeichnet sich durch das auf quadratischem Grundriss basierende Hauptvolumen und durch den Sockel, der über das Terrain hinausragt. Während die Turnhalle keine spezifische Orientierung aufweist und sich als öffentliches Gebäude zeigt, reagiert der Sockel auf die verschiedenen Situationen und topographischen Divergenzen: In Richtung Norden zu den Schulbauten und dem öffentlichen Parkplatz ist er Zugangsterrasse, Richtung Süden führt eine Freitreppe zum Park und im Osten begrenzt er den Strassenraum und den Platz. Er übernimmt ausserdem die Höhe der öffentlichen Einrichtungen des m.a.x. Museums und Spazio Officina, wobei der Brunnen als Übergangselement dient. Die Wahl der punktuellen Tragstruktur auf allen Seiten erlaubt die Separation des oberen Teils der Halle vom Sockel, die dadurch entstehende Öffnung sorgt für eine grosszügige Belichtung und schafft die Verbindung zwischen Innen- und Aussenraum.
TRAGWERK
Die Tragstruktur des Untergeschosses (Ebene der Halle) besteht aus einer teilweise im Boden versenkten Betonwanne, umgeben von einem etwas erhöhten Sockel. Wegen des hohen Grundwasserspiegels musste die Betonwanne wasserdicht (System „Weisse Wanne") und mit einer Verstärkung (Träger in der Form eines Kreuzes) konstruiert werden. Oberhalb des Sockels reduziert sich das Tragwerk auf vier Doppelpfeiler in V-Form, je in der Mitte der Fassaden. Diese tragen die oberen Betonscheiben, auf welche sich die Deckenstruktur stützt. Die Horizontalkräfte werden ebenfalls durch diese Betonscheiben, die zusammen als steifen Rahmen funktionieren, aufgefangen.
BETON
Um die Schlichtheit und den eher strukturell als oberflächlichen Ausdruck des Projekts hervorzuheben, haben wir uns für den "klassischen", natürlich-grauen Beton und Schalungen aus Holz entschieden. Um ein grosszügiges Schalungsmuster zu erhalten, haben wir mit den grösstmöglichen Schalungsplatten von 5m x 1m gearbeitet.
ENERGETISCHE OPTIMIERUNG
Das Gebäude entspricht dem Minergiestandard. Wert gelegt haben wir auf eine natürliche Belichtung der Halle, den Einsatz natürlicher Materialien, ein kompaktes Volumen und die Nutzung der Sonne.