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Heliothek

Der bulgarische Meister Peter Deunov schrieb und komponierte mystische Lieder, die bei Prosveta erhältlich sind.
MUSIK UND GESANG
Die von Omraam Mikhaël Aïvanhov präsentierte « synoptische Tafel » vermittelt einen Überblick über die menschliche Struktur, sowie über die dieser Struktur entsprechenden Aktivitäten. Sie zeigt, wie das geistige Leben, genau wie dies beim physischen Leben der Fall ist, unterhalten werden muss, und zwar entsprechend den verschiedenen feinstofflichen Prinzipien, aus denen der Mensch gemacht ist.
In der Längsspalte « Aktivität » entsprechen dabei Gesang, Musik und Harmonie dem Herzen und dem Bewusstsein. Dies erklärt, warum es in einer geistigen Lehre so wichtig ist, zusammen zu singen. Das Singen ernährt das Herz, die Gefühle und auch den Sinn für die Einheit.
“Die neuen Methoden einer spirituellen Schule lehren uns, gemeinschaftlich zu leben. Indem wir zusammen singen, machen wir bereits eine grosse Arbeit, um in Einklang zu schwingen, uns aufeinander einzustimmen und uns zu harmonisieren; alle sind bereit, ihre Schwingungen, ihre Aura zu vereinen, ohne dass dabei der Einzelne seine Individualität und Freiheit verliert.“ (Auszug aus einem Vortrag vom 5. August 1975)
|"Es gibt Leute, die behaupten, sie könnten eine bestimmte Musik nicht hören, weil sie sie ""nicht verstehen"". Aber was hat das zu bedeuten? Bei der Musik ist es nicht das Verständnis das zählt, sondern die Empfindungen, welche man unter dem Einfluss der Schwingungen und der Harmonie der Töne erlebt. Versteht man denn das Zwitschern der Vögel, das Murmeln der Quellen und Bäche oder das Rauschen des Windes in den Zweigen? Nein, aber man ist davon wunderbar berührt und ergriffen und eben darauf kommt es an.|
Aus denselben Gründen ist es besser die Lieder immer in der Sprache zu singen, in der sie geschrieben wurden, auch wenn man den Sinn der Worte nicht versteht. Denn es besteht eine Beziehung zwischen den Worten und der Melodie. Eine Übersetzung zerstört diese Beziehung. Die Musik ist nicht dazu da, um verstanden, sondern um gefühlt zu werden. Selbst wenn sie von Worten begleitet ist, ist der Sinn der Worte zweitrangig. Beobachtet also die Zustände, in welche euch die gehörte Musik versetzt. Diese Zustände können euch bei eurer spirituellen Arbeit helfen. (Tagesgedanke von dem 15. August 2004)
"Die Musik ist nicht nur ein Zusammenfügen von Klängen, die durch Instrumente erzeugt wurden. Die Musik existiert im Menschen bereits als eine Harmonie zwischen seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Jedes harmonische Einvernehmen der Gedanken, Gefühle und Handlungen ist Musik. Das Ideal des Geistschülers besteht darin, diese Harmonie in sich selbst zu verwirklichen, um danach mit allen Wesen auf der Erde und im gesamten Universum in Harmonie zu gelangen. In unserer Bruderschaft ist die Harmonie die eigentliche Basis unserer gemeinsamen Arbeit; zuerst innere Harmonie und danach Harmonie mit allem, was existiert. Deshalb haben wir ein ganzes Repertoire von mystischen Liedern. Diese Lieder sind magische Schlüssel: Sie öffnen uns die Welt der Harmonie. " (Tagesgedanke von dem 15. August 2010)
Die Musik ist ein wunderbares Werkzeug, um uns das verlorene Paradies, das heisst, unsere innere Harmonie, wiederfinden zu lassen. Wir sind fähig, sowohl die sogenannte „niedere Welt“ zu betreten, die sich durch Dissonanz, Missklang und Lärm offenbart, als auch, in eine höhere Welt zu gelangen, die durch Harmonie, innere Stille, Lebendigkeit und Düfte genährt wird. Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst werden, können wir uns mit den Kräften der höheren Welt verbinden und dadurch zum Kanal für starke, wohltuende Ströme werden.
Durch seine zwei Naturen (die Personalität als Natur der niederen Welt und die Individualität als Natur der höheren Welt) steht der Mensch zwischen diesen zwei Welten. Er muss den besten Weg für seine Weiterentwicklung erkennen und begreifen, dass es von ihm selbst abhängt, ob sich die Tore des Himmels oder der Hölle öffnen.
Taschenbuchriehe Izvor : "Die Psyche des Menschen" (P0222DE)
Die Arbeit in der Einweihungslehre besteht darin, unsere Individualität zu entwickeln, um uns geistig zu bereichern und zu veredeln, damit wir der Menschheit helfen können, und die Musik ist ein Mittel, um dies zu erreichen.
"Musik ist nicht nur eine Abfolge angenehmer Klänge; Musik besteht aus Schwingungen und Kräften. Mit ihr dringt man in gewisser Weise in die Welt der Magie ein: Man kann die Macht dieser Klangschwingungen nicht nur dazu verwenden, um sich in den Raum zu erheben, sondern auch, um schöpferisch zu sein. Die Musik erleichtert die mentale Arbeit. Anstatt das Denken umherschweifen zu lassen, muss man, im Gegenteil, bewusst sein und es mobilisieren, um etwas Großes und Schönes in seinem Inneren und in der Welt zu verwirklichen. Ihr sagt, ihr hättet Schwierigkeiten zu meditieren. Hier ist eine Methode: Konzentriert euch auf ein lichtvolles, erhebendes Bild, dann wird euch die Musik sehr hoch, in eine Welt des Lichts und der Schönheit mitreißen. Ihr spürt sie wie eine tragende Kraft. Lernt, die Macht der Klänge zu benutzen." (Tagesgedanke von dem 23. March 2012)
"In einer Einweihungsschule hat die Musik und vor allem der Gesang eine große Rolle zu spielen. Da wir beim Gesang selbst das Instrument sind, das des Klang erzeugt hat das Singen auf uns, auf unseren physischen Körper, aber auch auf unsere feinstofflichen Körper eine sehr starke Wirkung. Durch das Singen senden wir Wellen und Kraftströme aus, die Formen in uns erzeugen. Deswegen ist es so wichtig, die mystische Wirkung des Gesangs wieder zu entdecken, indem wir unsere gesamte Aufmerksamkeit nicht nur auf die Melodie, sondern auch auf die Worte richten. Und vor allem müssen wir lernen, bei dem, was wir singen, eine Auswahl zu treffen. Das Wort erschafft Welten und diese Welten können sich sehr lange aufrechterhalten. Man weiß nie, bis wann die Wirkung eines Wortes andauern wird. Was soll man also denken über die Musik, die man in unserer heutigen Zeit immer mehr hört, über eine hysterische Musik, die noch durch zerstörerische und gewalttätige Worte unterstrichen wird? Man sollte die Wirkung der Musik und vor allem die Wirkung von Gesang niemals unterschätzen." (Tagesgedanke von dem 30. August 2009)
"Die Musik und der Gesang sind, genau wie das Gebet, eine spirituelle Nahrung. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch daran gewöhnt, zu singen. Natürlich kann man sich auch damit begnügen, ein Konzert zu besuchen oder zu Hause Musik zu hören. Aber es ist doch ein enormer Unterschied, ob man selber singt oder ob man nur jemandem beim Singen zuhört. Denkt daran, was es für einen Unterschied macht, ob man selber isst, oder ob man anderen nur beim Essen zuschaut: Sie genießen und man selbst hat nichts! Danach stehen sie auf, sind voller Energie und arbeiten, während man selbst kaum in der Lage ist, sich aufzuraffen. Nun, genau den gleichen Unterschied kann man feststellen zwischen selber singen und dem Gesang nur zuhören. Während wir singen, verbindet sich das Innerste unseres Wesens mit der Welt der Harmonie – natürlich unter der Voraussetzung, dass wir die richtigen Lieder auswählen. Die anderen hingegen können sich innerlich kaum aufraffen, weil ihnen die durch die Harmonie bereitgestellte Nahrung fehlt." (Tagesgedanke von dem 7. September 2009)
"Wenn wir singen, kommt physiologisch gesehen von der Kehle bis zum Zwerchfell hinunter etwas Mächtiges in Bewegung, und die Stimme bricht hervor. Aus diesem Grunde befreit das Singen von inneren Spannungen und Druck. Was weiß man von den Engeln? Sie werden als singende Geschöpfe mit Flügeln dargestellt. So wie die Vögel: Beide, Engel und Vögel, rufen die Vorstellung von Leichtigkeit wach, von fliegen und von singen. Deshalb müssen wir singen, wenn wir uns von allem Belastenden befreien wollen. Von wie vielen mentalen Kümmernissen könnten sich die Menschen durch Gesang heilen! Denn diese Schwingungen lösen dunkle Wesen auf, die sich an sie heften wollen. Singen ist ein Ausdruck von Leben, das Leben an sich ist nichts anderes als Gesang. Und was gibt es Wichtigeres und Belebenderes, als sich erfolgreich von der belastenden Atmosphäre zu befreien, die uns umgibt und sich in die Regionen zu begeben, wo alles harmonisch, lichtvoll und leicht ist?" (Tagesgedanke von dem 10. Juli 2012)
"Wenn ihr alle zusammen singt, sagt euch, dass ihr nicht nur die Möglichkeit zu einer Arbeit an euch selbst habt, sondern auch an der ganzen Welt. Tatsächlich breitet sich die Harmonie, die ihr erschafft, nach und nach aus und beeinflusst alle Geschöpfe im All. Mit einer individualistischen Philosophie, mit individualistischem Streben, kann man da einen Chor bilden? Nein, man singt solo, das ist alles. Zu mehreren hingegen bildet man einen Chor. Allein arbeiten und nur für sich selbst, das reicht nicht aus. Natürlich soll jeder individuell arbeiten – denn eine Kollektivität soll aus gut entwickelten Individuen bestehen –, aber ohne jemals die Bedeutung der Kollektivität aus dem Auge zu verlieren. Die neue Philosophie verwirft nicht die alte, die der individuellen Vervollkommnung, die individuelle Vervollkommnung jedoch sollte immer dem Wohl aller dienen können. Vielleicht habt ihr noch nicht daran gedacht, und doch: Einem Chor anzugehören, ist eine Lehre für unsere gesamte Lebensführung." (Tagesgedanke von dem 25. September 2011)
"Wenn ein Chor singt und vor allem wenn er heilige Lieder singt, geschieht die Vereinigung der beiden Prinzipien, der männlichen und weiblichen Stimmen sehr hoch oben in der Welt von Seele und Geist. Und diese Vereinigung bleibt nicht unfruchtbar. Sie erzeugt nicht nur Freude, Frieden und Fülle für jene, die singen und für jene, die zuhören, sondern es werden auch Energieströme freigesetzt, die den Raum durchqueren und die Atmosphäre der Erde reinigen. Durch den Gesang könnt ihr also eine Arbeit von höchster weißer Magie verwirklichen. Aber dafür müsst ihr an euch arbeiten, um euch von den Elementen zu befreien, die euch in den niederen Regionen zurückhalten, um schließlich nach dieser absoluten Reinheit zu streben, die das ganze Wesen beflügelt. Eure Stimmen erzeugen dann Energieströme, die, indem sie sich oben vereinigen, himmlische Wesen zur Welt bringen werden." (Tagesgedanke von dem 26. April 2005)
"Mystische Lieder, die wir in dem Bewusstsein ihrer Kraft und in dem Wunsch singen, uns mit der kosmischen Ordnung zu harmonisieren, ziehen die Engel an. Sie nähern sich uns und sagen: »Das ist ein Ort für uns.« Sie beginnen, sich in den höheren Regionen unseres Gehirns niederzulassen, wohin sie auch ihre Instrumente, ihre Geigen, Harfen und so weiter mitbringen, und sie mischen sich mit unseren Stimmen. Wenn nun die finsteren Wesen, die dort noch unterwegs waren, die Gegenwart dieser königlichen Besucher spüren, begreifen sie, dass kein Platz mehr für sie ist, und sie entfernen sich. Ich erinnere mich an die Zeit, als es in den Dörfern und Städten Bulgariens noch Straßen-Musiker und -Sänger gab. Die Passanten gaben ihnen ein paar Münzen; und manchmal öffnete sich auch ein Fenster und das Gesicht eines hübschen Mädchens erschien, das lächelnd einige Geldstücke hinauswarf. Das ist ein Bild dessen, was in der spirituellen Welt geschieht. Wir singen unter den Fenstern der himmlischen Paläste und die Engel werfen uns Geldstücke zu: Elemente der Freude und des Lichts." (Tagesgedanke von dem 15. August 2012)
"Melodie, Harmonie, Symphonie... Eine Melodie kann auf einer Saite gespielt oder von einer Stimme gesungen werden. Dagegen müssen bei der Harmonie mehrere Saiten, mehrere Stimmen oder mehrere Instrumente beteiligt sein, deren Zusammensetzung eine ganze Wissenschaft ist. Die Melodie ist dem Herzen, dem Gefühl näher; die Harmonie mehr mit dem Intellekt, dem Gedanken verbunden. Aber weder die Melodie noch die Harmonie sind in sich vollkommen. Um die Vollkommenheit zu erreichen, muss es dem Herzen, das durch die Melodie spricht, gelingen, die Seele zu erwecken. Und der Intellekt, der sich in der Harmonie ausdrückt, muss den Geist erwecken. Mit der Seele und dem Geist betreten wir das Reich der Symphonie. In der Symphonie kann sich der Mensch wahrhaftig entfalten, denn sie berührt die kosmische Dimension des Seins. Die Symphonie stellt das ganze im Chor singende Universum dar: die Sphärenmusik." (Tagesgedanke von dem 22. Juli 2007)
"Die Berge, die Bäume, die Meere, die ganze Erde, aber auch die Sonnen, die Sterne – die ganze Schöpfung ist Musik. Diese Symphonie des ganzen Universums haben Poeten und Philosophen wie Pythagoras oder Platon »Sphärenharmonie« genannt. Alles, was existiert, sendet Töne aus, aber natürlich nicht Töne in dem Sinne, wie wir allgemein »Töne« verstehen. Die Sphärenharmonie ist eine Synthese aller Sprachen, derer sich die Schöpfung bedient, um sich zu offenbaren. In der Natur nehmen wir nicht nur Töne wahr, sondern auch Farben, Bewegungen, Düfte, Formen, denn unsere Sinnesorgane ermöglichen uns eine differenzierte Wahrnehmung der Dinge. Aber außer den fünf physischen Sinnen besitzen wir noch andere Organe, die fähig sind, eine Synthese all dieser Wahrnehmungen zu machen. In manchen außergewöhnlichen Momenten ist es möglich, die Schöpfung gleichzeitig als Töne, Farben, Formen, Bewegungen und Düfte wahrzunehmen. Die Sphärenharmonie betrifft nicht nur das Empfindungsvermögen. Sie ist auch ein Wort der Weisheit, das eine Richtung vorgibt, der man folgen soll und das die göttlichen Gesetze in die Seele desjenigen einprägt, dem das Privileg zuteil wurde, sie wenigstens ein Mal zu hören." (Tagesgedanke von dem 30. September 2012)