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Bis vor kurzem haben sie Bücher herausgegeben, Veranstaltungen organisiert, Kulturzentren geleitet: Nun ist ihr Land im Krieg, die Fortsetzung ihrer Arbeit ungewiss: Wie geht es Kulturvermittler*innen in der Ukraine, wie und unter welchen Umständen können sie ihre Arbeit fortsetzen? Und vor welcher Verantwortung stehen Institutionen hier in der Schweiz, welche Rolle können sie spielen?
Evgenia Lopata leitet das Literaturfestival Meridian in Czernowitz und den gleichnamigen Verlag. In den letzten Jahren hat sie viele Lesereisen ukrainischer Autor*innen im deutschen Sprachraum organisiert. 2015 wurde sie von der Schwarzkopf-Stiftung als «Junge Europäerin des Jahres» ausgezeichnet, 2021 stand sie in der Ukraine auf der Forbes-Liste der «30 under 30». Sie lebt in Czernowitz. Kateryna Mishchenko ist Schriftstellerin, Verlegerin und Übersetzerin. Sie war Herausgeberin von «Prostory», einer Zeitschrift für Kunst, Literatur und Gesellschaftskritik, und ist Mitbegründerin und Herausgeberin des ukrainischen Verlags Medusa in Kiew. Seit einigen Wochen ist sie in Berlin.
Evgenia Lopata und Kateryna Mishchenko sind per Zoom zugeschaltet, Kateryna Botanova wird von der Bühne des Literaturhauses aus mit ihnen sprechen: Die ukrainische Kuratorin, Kulturkritikerin und Autorin lebt seit einigen Jahren in Basel, seit 2014 ist sie Ko-Kuratorin des Festivals Culturescapes. Sie war Direktorin des Foundation Center for Contemporary Art in Kiew sowie Gründerin und Chefredaktorin des Online-Journals für zeitgenössische Kultur «Korydor». Im Herbst 2022 sollte sie die Eröffnungsausstellung «Organic Communities» für das Jam Factory Art Center in Lviv kuratieren.