Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/2011

Ist der Breitrandkäfer Dytiscus latissimus Linnaeus, 1758 (Coleoptera: Dytiscidae) in der Schweiz ausgestorben?
Der Breitrandkäfer Dytiscus latissimus Linnaeus, 1758 ist der grösste Schwimmkäfer Europas. Er besiedelt flache, nährstoffarme Seen und Teiche, mit einem möglichst breiten Röhrichtgürtel an den Ufern und in der Flachwasserzone. Vor allem die Zerstörung seiner Habitate hat dazu geführt, dass die Art heute überall selten geworden ist und in der Schweiz gemäss der Roten Liste als vom Aussterben bedroht gilt. Recherchen in Museen haben ergeben, dass die Art zuletzt 1976 im Raum Katzensee / Hänsiried (Kanton Zürich) noch vorkam. 2015 wurden insgesamt 11 Gewässer im Katzenseengebiet, Mettmenhasliseegebiet sowie Neeracherried auf ein rezentes Vorkommen von Dytiscus latissimus mit beköderten Reusenfallen untersucht. Die Art konnte dabei nicht nachgewiesen werden. Insgesamt wurden 93 Wasserkäfer von acht verschiedenen Arten erfasst, darunter drei Rote Liste-Arten. Die drei häufigsten Käferarten waren Cybister lateralimarginalis, Dytiscus marginalis und Hydrophilus piceus. Obwohl aktuelle Vorkommen der sehr schwer nachzuweisenden Art Dytiscus latissimus nach wie vor nicht völlig ausgeschlossen werden können, sind die Ergebnisse dieser Untersuchung doch ein weiteres Indiz dafür, dass die Art in der Schweiz oder zumindest im Raum Zürich ausgestorben ist.