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Die 2,75 Millionen Stimmberechtigten Bosnien-Herzegowinas waren am Wochenende aufgerufen, die Staatsführungen und Parlamente des Staates und der beiden Teilstaaten zu wählen. Die zweiten Wahlen seit dem Bürgerkrieg verliefen ohne Zwischenfälle und in weitgehend entspannter Atmosphäre. Mit ersten Ergebnissen wird morgen gerechnet.
Obwohl zu Beginn der Abstimmung in über 100 Wahllokalen die Wählerlisten zunächst fehlerhaft waren, lag die Beteiligung nach OSZE-Angaben bei 70 bis 80 Prozent der Wähler im Lande und im Exil. Eine OSZE-Sprecherin teilte gestern in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo mit, die fehlenden Unterlagen seien am Morgen vervollständigt worden. Nach Angaben von Wahlbeobachtern blieb lediglich ein Wahllokal am Sonntag geschlossen. Die OSZE als Wahlorganisator entschuldigte sich für die Pannen, die auf «menschliches und technisches Versagen» zurückzuführen seien. In der kroatischen Hauptstadt Zagreb berichtete die Wahlaufsicht, unter den Flüchtlingswählern habe die Beteiligung bei 30 bis 35 Prozent gelegen. Aus dem jugoslawischen Bundesland Montenegro wurden nur 13 Prozent gemeldet und aus dem Bundesland Serbien 17,5 Prozent.