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Angesichts der rapiden Ausbreitung der Ebola-Epidemie schlägt die Regierung Liberias Alarm. «Liberia sieht sich einer ernsthaften Bedrohung seiner nationalen Existenz gegenüber», sagte Verteidigungsminister Brownie Samukai am Dienstag in einer Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat.
Das Gesundheitssystem Liberias sei der Epidemie nicht gewachsen, sagte Samukai. Sein Land verfüge weder über eine ausreichende Infrastruktur noch über das nötige Fachpersonal und die finanziellen Mittel, um die Ausbreitung der Krankheit wirksam zu bekämpfen.
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, rief die internationale Gemeinschaft zu einem grösseren Engagement im Kampf gegen das tödliche Virus auf. Die derzeitigen Anstrengungen seien nicht ausreichend. Die USA haben derzeit den Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat inne.
Nach Angaben der WHO steckten sich seit März in den drei am schwersten betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 4269 Menschen mit Ebola an. 2288 von ihnen starben. Zudem sei in den kommenden drei Wochen mit tausenden neuen Ebola-Fällen zu rechnen, vor allem in Liberia, das allein 1224 Ebola-Tote zu beklagen hat.
Liberia, Guinea und Sierra Leone gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Freitag gefordert, die Hilfen für die betroffenen Staaten um 600 Millionen Dollar aufzustocken. (viw/sda/afp)