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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Stadt Mailand hat ihre Kandidatur für die Weltausstellung 2015 eingereicht. Die Weltstadt, die uns - von unseren Landesgrenzen aus betrachtet - am nächsten ist, bewirbt sich damit um ein Projekt von riesigem Ausmass, das auch der Schweiz sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus kultureller Sicht eine einmalige Chance bietet. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien sind sehr gut, obgleich die Unterschiede zwischen den beiden Ländern die Lösung gemeinsamer Probleme bisweilen behindern. Eine Weltausstellung wenige Kilometer jenseits der südlichen Landesgrenze wäre eine ideale Plattform für eine weitere Annäherung. Deswegen bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Kandidatur Mailands für die Weltausstellung 2015?</p><p>2. Ist er bereit, die Kandidatur zu unterstützen? Wenn ja, wie?</p><p>3. Gab es schon erste Kontakte zwischen den Mailänder Gemeindebehörden und den schweizerischen Bundesbehörden? Wenn ja, wie sind die Gespräche verlaufen?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, die zuständigen Behörden des Kantons Tessin in die Diskussionen um eine Unterstützung der Kandidatur Mailands einzubeziehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im März 2008 wird die Generalversammlung des Bureau international des expositions (BIE) den Austragungsort für die Weltausstellung 2015 bestimmen. Die Türkei, mit der Stadt Izmir, und Italien, mit der Stadt Mailand, sind die beiden offiziellen Kandidaten.</p><p>Wir können folgendermassen auf die Fragen der Interpellation antworten:</p><p>1. Die Delegierten der Schweiz beim BIE beurteilen die Kandidatur von Mailand als sehr attraktiv und professionell. Mailand plant in seiner Umgebung zahlreiche Infrastrukturprojekte, die auch für die Schweiz wichtig sein könnten.</p><p>2. An ihrer Sitzung vom 25. Oktober 2007 hat die Kommission von Präsenz Schweiz beide Kandidaturen eingehend studiert und über die Schweizer Stimmvergabe entschieden. Das Reglement des BIE sieht eine geheime Wahl vor, und die Schweiz wird aus Respekt gegenüber den beiden offiziellen Kandidaten den Schweizer Entscheid nicht bekanntgeben.</p><p>3. Das EDA hat am Forum Expo 2015 in Mailand vom 25. und 26. Juni 2007 teilgenommen und mehrere Delegationen aus Mailand empfangen, u. a. im Oktober 2007 diejenige von Bürgermeisterin Letizia Moratti, um sich im Detail über die italienische Kandidatur informieren zu lassen und mögliche Synergien mit der Schweiz zu evaluieren. Das EDA hat auch am zweiten Forum Expo 2015 in Mailand vom 4. und 5. Februar 2008 teilgenommen.</p><p>4. Es ist zurzeit nicht möglich, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Zuerst muss die Wahl des Austragungsortes durch das BIE abgewartet werden. Der Bundesrat wird dann beauftragt sein, die Zweckmässigkeit einer Schweizer Teilnahme an der Weltausstellung 2015 zu prüfen. Wenn diese Prüfung zu einem positiven Entscheid für eine Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung führen sollte, wird auch eine Zusammenarbeit der Eidgenossenschaft und des Tessins mit den mailändischen Organisatoren im Hinblick auf mögliche Synergien geprüft werden.</p>  Antwort des Bundesrates.