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Ähnlich wie St. Rupert im österreichischen Salzburg oder auch Leopold und Florian, handelt es sich bei St. Leodegar um einen regional eng begrenzten Feiertag. Hintergrund für die Feiern, die Jahr für Jahr am 2. Oktober stattfinden, ist die Rolle des Leodegar als Schutzpatron von Luzern. Das Fest St. Leodegar gilt auch als Schutzengelfest, wenngleich keine direkte Verbindung zwischen dem Heiligen und dem Glauben an Schutzengel besteht.
Leodegar: Schutzpatron von Luzern
Warum wird St. Leodegar gefeiert?
Auf den ersten Blick besteht kaum ein Zusammenhang zwischen St. Leodegar und Luzern. Der spätere Heilige wurde 616 geboren und stammt möglicherweise aus der Region rund um das französische Poitiers. Dort war Leodegar zunächst als Abt tätig. Später folgte die Bischofswürde für Autun und eine Verbannung nach Luxeuil sowie später nach Fécamp in der Normandie. Die Verehrung, die Leodegar heute zu Teil wird, datiert auf sein Todesjahr 677 und verbreitete sich nach und nach von Autun über das Artois bis hin ins Elsass, Baden und schliesslich die heutige Schweiz. Die besondere Beziehung zu Luzern basiert auf dem Erwerb eines Benediktinerklosters unweit der Stadt durch die Abtei Murbach. Diese erweiterte das Patrozinium des Heiligen Mauritius um St. Leodegar, was sich bis heute gehalten hat. Es existieren jedoch noch eine Reihe anderer Schweizer und süddeutscher Städte, für die Leodegar der Schutzheilige ist. Beispiele hierfür sind Schliengen bei Lörrach, Bad Krozingen, Murg im Schwarzwald oder auch Pratteln, unweit von Basel.