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Rauch ergänzt fett gedruckt: «Der Whistleblower ist nicht irgendwer: Nicolas Betticher (62), bestens vernetzter Pfarrer in Bern, einstiger Mitarbeiter von Bundesrätin Ruth Metzler (59) und ehemaliger Generalvikar des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg.»
Wikipedia definiert den Begriff «Whistleblower» wie folgt: «Ein Whistleblower (im deutschen Sprachraum in der Vergangenheit und heute zunehmend auch wieder Informant, Hinweisgeber, Enthüller oder Aufdecker) ist der Anglizismus für eine Person, die für die Öffentlichkeit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang veröffentlicht» und, auf einen konkreten Fall bezogen: «Sie (sc. Amanda Pollard) ging dann mit ihrem internen Wissen an die Presse und wurde damit zur Whistleblowerin.»
Gegenüber «kath.ch» streitet Nicolas Betticher jedoch kategorisch ab, ein Whistleblower zu sein. Auf die Frage «Herr Betticher, haben Sie den Brief an den SonntagsBlick weitergeleitet?» gibt er zur Antwort: «Nein, ich habe mich immer an das Berufsgeheimnis gehalten. Bei dem Brief handelt es sich um eine interne Kommunikation an den Vatikan über Missstände in der Schweizer Kirche, die zu untersuchen sind. Ich nehme zur Kenntnis, dass mein internes Schreiben den Weg an die Medien gefunden hat. Da es an die Öffentlichkeit gelangt ist, nehme ich dazu aber natürlich Stellung.»
Da stellt sich unweigerlich die Frage: Wer von den beiden liegt mit dem 8. Gebot im Clinch? Von der Redaktionsstube aus schwierig zu beantworten, das Zielfoto wird entscheiden müssen.