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Wenn ich den Economist lese, dann beginne ich meistens mit dem Nachruf auf den letzten Seiten. So auch gestern, als ich eine November-Ausgabe aufschlug, die mir Thom dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. Die Ernüchterung und Erschütterung war gross, als ich feststellen musste, dass von mir unbemerkt zwei grosse der Computerwissenschaft die Bühne still und leise verlassen hatten: Dennis Ritchie und John McCarthy starben am 8. bzw. 24.Oktober 2011. Beides Mathematiker (natürlich), beides Koryphäen auf ihrem Gebiet. Ritchie hat die Programmiersprache C erfunden (für Hacker), McCarthy die Sprache LISP (für Über-Hacker). Ritchie hat mit C das grossartige Betriebssystem UNIX geschrieben, McCarthy wollte mit LISP einen intelligenten Computer bauen (Stichwort: artificial intelligence). LISP ist unglaublich elegant und mächtig, C ist unglaublich praktisch (in den Händen von jemandem, der weiss, was er tut).
Ritchie und McCarthy werden uns fehlen.
Interessant: am heutigen Tag (14.Januar 2012) hält eine andere Legende der Informatik einen Vortrag im Audimax der ETH Zürich: Donald Knuth. Sein Beitrag trägt den Titel: All Questions Answered.
Geht hin, wenn ihr Zeit habt.
Auch wieder so ein schöner Satz aus einem Economist-Nachruf (auf Dan Warren und Fred Shuttlesworth):
[… in 1963 police fire-hoses smashed him against a wall.] Again, God said: “Not yet.”