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Weniger Thunfische, Makrelen und Schildkröten: Die Populationsgrössen vieler Meeressäuger, Seevögel und Fische haben sich laut dem WWF-Bericht «Living Blue Planet Report», Link öffnet in einem neuen Fenster in den letzten 40 Jahren halbiert. Die untersuchten Populationen von Thunfischen und Makrelen seien sogar um 74 Prozent eingebrochen. Bei Haien und Rochen sei jede vierte Art vom Aussterben bedroht.
Hauptursache ist laut der Analyse die Überfischung. Hinzu kommt die Zerstörung von Lebensräumen: Seegraswiesen und Mangrovenwäldern, die viele Arten an Küsten beherrbergen. Im Meer gelten derzeit drei Viertel der Korallenriffe, die vielen Arten eine Heimat geben, als bedroht.
«Unsere Meere brauchen dringend Erholung, um nicht vor unseren Augen zu kollabieren», sagt Karoline Schacht vom WWF. Der Verband fordert neben Massnahmen zum Klimaschutz auch Meeresschutzgebiet und eine nachhaltige Fischerei.
Weniger Überfischung im Norden
Vergangenes Jahr waren im Mittelmeer ganze 93 Prozent, im Schwarzen Meer 86 Prozent der untersuchten Bestände überfischt. Verbessert hat sich die Situation in den Gewässern Nordeuropas. Im Nordost-Atlantik und in der Nord- und Ostsee waren «nur» rund 50 Prozent der untersuchten Fischbestände überfischt. 2009 waren es noch 86 Prozent gewesen.