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Weil der Österreicher Vincent Kriechmayr führt, fällt die Entscheidung im Kampf um den Disziplinensieg wie in der Abfahrt erst in einem Monat beim Weltcup-Finale in Saalbach. Grund zur Nervosität gibt es für Odermatt kaum: Bleibt es beim 3. Platz des Schweizers und beim Sieg von Kriechmayr, geht Odermatt mit 81 Punkten Vorsprung in den letzten Super-G.
Odermatt verlor in dem wegen heikler Sichtverhältnisse auf den Reservestart verkürzten Rennen 19 Hundertstel auf Kriechmayr, der ihm und den meisten anderen Konkurrenten auf den letzten 16 Sekunden mehr als drei Zehntel abnahm. Zum zweitplatzierten Kanadier fehlten Odermatt zwei Hundertstel, ebenfalls bloss zwei Hundertstel hinter ihm folgte der Kanadier Cameron Alexander.
Wiederum habe er in der Tommy-Moe-Kurve, der Schlüsselstelle auf der Olympiastrecke von 1994, Mühe gehabt, ärgerte sich Odermatt im SRF-Interview. «Ich wollte die Kurve wie ‹Vince› (Kriechmayr - die Red.) höher anfahren und mehr investieren, und das klappte zum dritten Mal in dieser Woche nicht.» Dennoch dürfte Odermatt zum 13. Mal in den letzten 14 Super-Gs auf das Podest steigen und schafft er es in Kvitfjell im achten Anlauf zum ersten Mal in die Top 3.
Zweitbester Schweizer ist Arnaud Boisset auf Platz 7, gefolgt von Stefan Rogentin im 11. Rang. Der Schweizer Aufsteiger Franjo von Allmen, zuletzt Dritter in Garmisch-Partenkirchen, liegt auf Platz 16 und klassiert sich damit zum ersten Mal in einem Weltcup-Super-G nicht in den Top 15, bei dem er ins Ziel kam. Niels Hintermann, der Gewinner der Abfahrt am Samstag, wird die Top 30 verpassen.
(sda)