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Carter Hart ist Torhüter der kanadischen U20-Auswahl. Und offensichtlich ist er auch ein Mann mit festgelegten Ritualen. So will der 19-Jährige nach jedem Drittel stets der letzte Spieler sein, der das Eis in Richtung Garderobe verlässt.
Im WM-Viertelfinal gegen die Schweiz (8:2 für Kanada) will Hart dies ebenso handhaben. Doch er hat die Rechnung ohne Matteo Ritz gemacht. Der Schweizer Ersatztorhüter bleibt nämlich ebenfalls auf dem Eis, was den Kanadier dazu veranlasst, auf dem Eis beim Ausgang zu warten. Derweil dreht der Zamboni bereits gemütlich seine Runden.
Rund vier Minuten sind seit dem Ende des Drittels bereits verstrichen, als Carter Hart vermeintlich das Handtuch wirft. Der kanadische Goalie verlässt das Eis, bleibt aber im Kabinengang stehen. Als kurz darauf Ritz ebenfalls verschwindet, kehrt Hart kurz aufs Eis zurück, ehe er definitiv in die Garderobe geht.
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Doch wer hat nun dieses Wartespiel gewonnen? Wir finden ja, der Sieg geht an den Schweiz. Auch wenn Hart nicht in die Garderobe geht und nochmals zurückgekommen ist, so hat er das Eis dennoch vor Ritz verlassen. (abu)
Das Eishockey-Nationalteam steht an der WM in Dänemark in den Halbfinals. Die Schweizer besiegten Finnland nach einem 0:1-Rückstand bis zur 30. Minute mit 3:2. Im Halbfinal trifft die Schweiz am Samstag auf Kanada.
In magischen 235 Sekunden wurde das Fundament für den historischen Sieg gelegt. Gegen Finnland hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften seit 1972 nie mehr gewonnen. In den 46 Jahren seither gab es bloss an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary einen glückhaften 2:1-Sieg über die Suomi.
Mit Glück und Fortune hatte der Schweizer Sieg in Herning wenig zu tun. Die Schweizer rissen im zweiten Abschnitt die Initiative vehement an sich und wurden für ihre mutige Spielweise mit drei Toren …