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Die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit der Fotopapiere gelingt Mitte der1880er Jahre, vor allem jener Papiere, welche die Bezeichnung «Gaslight» tragen. Die neue Bezeichnung deutet auf neue Gas-und Stromlichtquellen hin, die sich in der Vergrösserungstechnik schnell durchsetzen.
Generell geht man davon aus, dass sich die Vergrösserungstechnik erst mit den höher empfindlichen Bromsilber-Gelatine-Papieren durchsetzte, doch gibt es viele Beweise, dass bereits in den 1850er Jahren erste Bilder vergrössert wurden.
Der französische Optiker Noël Paymal Lerebours soll der erste gewesen sein, der bereits 1853 mit der Vergrösserungstechnik experimentierte. 1855 erprobte August Bertsch ein neues chemisches Rezept und vergrösserte eine Serie von vier Bildern «der weisse Zaun» nach Negativen mit nur 7 cm Seitenlänge. Er ist der Erfinder einer kleinen Kamera aus Metall mit welcher die Aufnahmen gemacht wurden, deren Negative mit dem dazugehörenden «Magnaskop» vergrössert werden.
Der belgische Fotograf Désiré van Monckhoven, der bedeutende Beiträge zur Fotografie geleistet hatte, erfand 1860 ein heliostatisches Vergrösserungsgerät, das sich mit einem Spiegel versehen war, der sich immer nach der Sonne richtete. 1857 hat der Amerikaner David Woodward in Baltimore das Vergrösserungsgerät in Form einer Zauberlaterne weiterentwickelt, wobei die Sonne als Lichtquelle diente. Auch dem Waadtländer-Franzose Edouard Delessert gelingen im 1860 bereits die ersten Vergrösserungen mit Sonnenlicht.
Illustration:
Vertikaler Vergrösserungsapparat, Gilles-Faller, Paris, um 1920
Der vertikale Vergrösserungsapparat, dessen Handhabung viel funktioneller ist, erschien um 1910 in zahlreichen Modellen, sowohl für Amateure als auch für Profis. Das sensible Fotopapier wird unter einen Vergrösserungsrahmen oder unter eine Glasplatte und unter den Vergrösserungsapparat gelegt. Das Fotonegativ wird zwischen Lichtbox und Optik eingelegt. Nun wird Vergrösserungsverhältnis und Scharfstellung gewählt, und anschliessend erfolgt der Bildabzug. Der Vergrösserungsapparat ist mit einer Quecksilberlampe ausgestattet. Diese Maschine war Eigentum Gertrude Fehrs, Begründerin und erste Direktorin der Fotografieschule in Vevey. Zuvor gründet Fehr die Schule Publiphot in Paris, auf dessen Inventarliste dieser Vergrösserungsapparat figurierte