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Der Schweizer, der als zweitletzter Athlet ans Gerät musste, packte seine Chance am Schopf, nachdem vor ihm fünf Finalisten, unter anderen auch Topfavorit Louis Smith aus Grossbritannien, gestürzt waren. Mit 14,900 Punkten kam Baumann nahe an seine Wertung aus der Qualifikation heran.
Für den 21-jährigen Aargauer war es die dritte EM-Medaille der Karriere nach Silber am Barren 2015 in Montpellier und Team-Bronze am Samstag in Bern. Baumann ist der erste Schweizer seit 1996 und Donghua Li, der an internationalen Titelkämpfen am Pauschenpferd eine Medaille gewinnt.
Weniger gut lief es Baumann am Barren, an dem ihm bereits zum Auftakt der Übung zwei Fehler unterliefen, womit der Traum von einer weiteren Medaille früh platzte. Noch schlechter lief es Pablo Brägger, der nach einem guten Beginn das Gerät verlassen musste.
Am Boden und am Reck hatte Brägger Pech bekundet und eine Medaille jeweils knapp verpasst. Am Reck unterlief ihm beim Durchschub mit halber Drehung der gleiche Fehler wie in der Qualifikation, weshalb er am Ende nur auf dem undankbaren 4. Platz landete und eine Medaille damit vergab.
Am Boden verpasste Brägger die Wiederholung seines Erfolgs aus dem Vorjahr in Montpellier, als er Bronze geholt hatte, ebenfalls nur knapp. Mit 15,100 Punkten fehlten Brägger am Ende als Fünfter nur zwei Zehntel zur Bronzemedaille. Gold holte der erst 19-jährige Russe Nikita Nagorni.
Nicht nach Wunsch lief es auch Benjamin Gischard am Sprung. Der 20-jährige aus Herzogenbuchsee, der mitten in seinen Maturitätsprüfungen steht, brachte beide Sprünge nicht zum Stand und beendet den Final auf dem achten und letzten Rang. Gewonnen wurde der Wettkampf vom Ukrainer Oleg Wernjajew.
(SDA)