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Gabrĭel
(hebr., d. h. Mann Gottes), nach der spätern jüd. Mythologie einer der Erzengel (s. d.). Er erscheint zuerst in der Apokalypse Daniels, dem er den Traum vom Widder und vom Ziegenbocke auslegt und die Weissagung von den 70 Jahrwochen mitteilt. Nach der christl. Sage über die Kindheit Jesu offenbart er dem Zacharias die Geburt des Johannes und der Maria die Geburt des Heilandes (Luk. 1, 11. fg.; 20 fg.). Nach den Rabbinen ist er der Todesengel für die Israeliten, dem alle israel. Seelen abgeliefert werden; nach dem Talmud der Fürst des Feuers und über den Donner und das Reifen der Früchte gesetzt. Er hat auf Jahwes Geheiß den Tempel [* 2] angebrannt, ehe Nebukadnezars Krieger ihn anzündeten. Nach der mohammed. Sage ist er einer der vier von Gott besonders begnadigten Engel, der die göttlichen Ratschlüsse aufzeichnet und nach dessen Eingebungen Mohammed den ganzen Koran schrieb.