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Von Januar 2006 bis Dezember 2018 erzielten sie eine durchschnittliche Rendite von 3,1 Prozent pro Jahr (nach allen Gebühren). Die grossen Pensionskassen (über CHF 1 Mrd. verwaltete Vermögen) erwirtschafteten die höchsten durchschnittlichen Renditen von 3,5 Prozent über den betrachteten Zeitraum, gefolgt von den mittleren (CHF 300 Mio. bis 1 Mrd. verwaltete Vermögen) und den kleinen (unter CHF 300 Mio. verwaltete Vermögen) mit je 3,0 Prozent.
Über die kommenden Jahre rechnen wir mit durchschnittlich geringeren Renditen an den Finanzmärkten als in den vergangenen Jahren, einerseits wegen der konjunkturellen Lage, andererseits wegen der tiefen Zinsen.
Zurzeit ist der Umwandlungssatz für den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge mit 6,8 Prozent hoch angesetzt. Will man keine Querfinanzierung der Renten durch das Anzapfen des Kapitals der aktiven Generationen, müssten Pensionskassen künftig Jahr für Jahr eine Nettorendite von rund 5 Prozent erwirtschaften.
Weil dies illusorisch ist, kann der ungerechte Rentenklau an den Jungen nur durch eine Senkung des Umwandlungssatzes beendet werden.
Die tiefen Zinsen und die damit einhergehende Umverteilung zwischen den Generationen regen auch eine Diskussion über die Anlagestrategie von Vorsorgewerken und eine mögliche Erweiterung der BVG-Anlagerichtlinien an.
Die einen propagieren eine Lockerung dieser restriktiven Richtlinien, um den Vorsorgewerken im Tiefzinsumfeld genügend Spielraum zur Renditegeneration zu bieten und das Investieren in stärker schwankende Anlageklassen wie Aktien und alternative Anlagen zu ermöglichen.
Dies wäre aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts verkraftbar. Dem wird entgegengehalten, dass die Vorsorgeeinrichtungen wegen der steigenden Anzahl Rentner im Vergleich zu Aktivversicherten eine abnehmende Risikofähigkeit haben und so eine defensivere Anlagestrategie basierend auf Anleihen fahren sollten.
Bei der ersten Sichtweise steigt sowohl die Wahrscheinlichkeit, die Rentenverpflichtungen langfristig finanzieren zu können wie auch die einer zwischenzeitlichen Unterdeckung. Bei der zweiten Sichtweise ist es genau umgekehrt: Mit tiefen Anleiherenditen können die meisten Pensionskassen langfristig kaum ihre Rentenverpflichtungen decken, dafür ist das Risiko einer kurzfristigen Unterdeckung gering.
In beiden Fällen ist der «dritte Beitragszahler», der Kapitalmarkt, von grosser Bedeutung und innovative, alternative Investitionsmöglichkeiten sollten diskutiert werden.
Tiefe Zinsen haben durch den Mindestzins und den technischen Zins Auswirkungen auf die Versicherten und die Rentner. Diese Zinssätze beruhen auf Empfehlungen, die sich wiederum an der langfristigen Rendite des Pictet 25 BVG Index und den Renditen von Schweizer Staatsanleihen orientieren.
Der Pictet 25 BVG Index dürfte in Zukunft unter den erwarteten Renditeprognosen weniger Performance liefern als in der Vergangenheit. Auch die Zinsen von Schweizer Staatsanleihen werden nur langsam steigen.
So dürfte auch der Mindestzins wegen des Durchschnittseffekts vorerst weiter sinken und danach nur langsam oder kaum ansteigen. Folglich muss den Versicherten laut Gesetz nur wenig Rendite auf ihr Vorsorgevermögen gutgeschrieben werden. Und auch der technische Zinssatz dürfte kurz- bis mittelfristig kaum ansteigen.
Realisieren sich unsere tieferen Renditeerwartungen, werden auch die Wertschwankungsreserven in Zukunft langsamer steigen oder gar fallen. Um diese Realität zu reflektieren und den Vorsorgeeinrichtungen den nötigen Spielraum zur Ausübung ihrer Verpflichtungen gegenüber den Rentnern zu geben, werden die Umwandlungssätze im Überobligatorium weiter sinken.
Vorsorgeeinrichtungen und Versicherte müssen sich auf jeden Fall auf schwierigere Zeiten einstellen. Kurzfristig ist es wichtig, basierend auf den demografischen Strukturen und den gesetzlichen Möglichkeiten die Anlagestrategie zu optimieren und zu diversifizieren.
Langfristig gefragt ist innovatives und vor allem zukunftsorientiertes Denken – seitens der Vorsorgewerke, aber auch seitens der Politik.
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