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Band 113. Solothurn II. Die Stadt Solothurn II. Profanbauten
Solothurn als «Ambassadorenstadt» oder gar als «schönste Barockstadt der Schweiz» verstehen zu wollen, entspricht einer verbreiteten, aber einseitigen Betrachtungsweise. Der neue Band zu den profanen Baudenkmälern gibt ein differenzierteres Bild der gewachsenen Stadt mit ihren Wurzeln in römischer Zeit. Er bildet den Mittelteil der geplanten Kunstdenkmäler-Trilogie zur Stadt Solothurn, die mit dem 1994 publizierten ersten Band (Stadtanlage, Wehrbauten, Brunnen und Denkmäler) begann. Die Bearbeitung umfasst das gesamte Stadtgebiet mit der Altstadt, der Vorstadt und den Aussenquartieren, die sich teilweise aus älteren Siedlungsansätzen entwickelt haben. Der topografisch gegliederte Band bietet einen Überblick über den Baubestand von Solothurn, indem er eine Auswahl der historisch und typologisch wichtigsten Baudenkmäler beschreibt. So werden nicht nur ehemalige barocke Landsitze wie das heutige Bischofspalais oder prächtige Stadtpalais wie das Reinerthaus dargestellt, sondern auch einfachere Wohnhäuser, Ökonomiebauten, Zunfthäuser, traditionsreiche Gasthäuser, ehemalige Chorherren- und Kaplaneihäuser des St.-Ursen-Stifts sowie ehemalige Gewerbebauten am Stadtbach. Auch zusammenhängende Wohnquartiere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wie sie beim West- und beim Hauptbahnhof entstanden, fehlen nicht. Ausserdem erfahren öffentliche Bauten wie das Rathaus, der Zeitglockenturm oder das Alte Spital ihre längst fällige baugeschichtliche Abhandlung und umfassende Würdigung.