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Sport- und Freizeitbauten – Attraktion Flugrutsche
Obwohl das Freibad ein Familienbad ist, bot sich bis zu den Sanierungsmassnahmen für die Nichtschwimmer unter den Gästen keine Gelegenheit, erste Schwimmzüge in einem sicher abgetrennten Nichtschwimmerbecken durchzuführen. So stellte sich die Forderung nach einer sinnvollen Unterteilung der bestehenden Wasserfläche, und das vorhandene Schwimmbecken wurde innerhalb der bestehenden Kontur mithilfe von zwei selbst tragenden Edelstahlbeckenwänden in zwei separate Becken unterteilt.
Erhöhung der Badequalität
Um die Badequalität innerhalb der nun getrennten Becken zu erhöhen, erfolgte eine umfangreiche Beckensanierung. Da der das gesamte Becken umschliessende Beckenkopf in Fliesenauskleidung gravierende Schäden aufwies und die Betonrinne nicht den heutigen Normen entsprach, wurde dieser vollständig rückgebaut und durch einen neuen Edelstahlbeckenkopf ersetzt. Um die Baukosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, wurden das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken in unterschiedlichen Ausführungen ausgekleidet. Aufgrund der hohen Beanspruchung des Bodens wurde für das Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertiefe von 0,90 bis 1,20 m eine neue Beckenauskleidung aus Edelstahl gewählt. Das Schwimmer- und Sprungbecken mit einer Wassertiefe von 1,90 bis 3,90 m hingegen wurde als Kombi-Lösung ausgeführt. So wurde wie im Nichtschwimmerbecken die Beckenrinne aus Edelstahl gefertigt, Wände und Boden wurden allerdings mit Schwimmbadfolie ausgekleidet. Im Bereich der Technik wurde die Beckendurchströmung vollständig erneuert. Das Nichtschwimmerbecken erhielt eine Einströmung über Bodenkanäle, während das Schwimmerbecken mit seitlichen Einströmdüsen ausgestattet wurde.
Für Profis und Hobby-Schwimmer
Im Schwimmerbecken konnten die bestehenden acht 25-m-Schwimmbahnen erhalten bleiben, sodass weiterhin auch Sportschwimmer ihre Bahnen ziehen können und das Panoramabad für sportliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Weiterhin wurden die Startblöcke erneuert, und das Schwimmerbecken erhielt ein neues 1-m-Sprungbrett. Der Sprungturm mit einer 3-m- und einer 5-m-Plattform konnte erhalten bleiben und wurde saniert.
Verbesserte Aufenthaltsqualität
Mit den Sanierungsmassnahmen sollte die Aufenthaltsqualität des Bades erhöht werden. Da ein Freibad nicht nur von der Badelandschaft, sondern auch vom Aussenbereich profitiert, wurde dieser in Zusammenarbeit mit Wiebold Landschaftsarchitekten aufgewertet. Dabei konnte die vorhandene Tribüne erhalten bleiben. Sie wurde lediglich mit einem neuen Belag ausgestattet und in Teilbereichen durch Liegeflächen aus Holz ergänzt. Darüber hinaus wurde die Wegführung zum Kleinkinderbecken und zur Liegewiese durch neue Treppenanlagen optimiert. Eine Kleingastronomie wurde direkt an der Badeplatte am Zugang des Freibades positioniert. Am Springerbecken wurde eine Holzsitzfläche für Zuschauer ergänzt, von der aus die Besucher freien Blick auf den Sprungturm haben.
Neue Bade-Attraktionen
Nach der nur acht Monate andauernden Sanierungsmassnahme wartet das Freibad in Georgsmarienhütte nicht nur mit einem neuen Aussenbereich, sondern auch mit neuen Bade-Attraktionen auf. So wurde am Nichtschwimmerbecken eine 3 m breite und rund 10 m lange Wellenrutsche installiert, über die sowohl kleinen als auch grossen Badegästen ein tolles Rutschenerlebnis geboten wird. In der neuen Schaukelgrotte können Badegäste mithilfe ihrer Bewegung das Wasser zum Schaukeln bringen. Das eigentliche Highlight stellt nach der Sanierung allerdings die neue Rutsche am Springerbecken dar. Sie befördert mutige Badegäste innerhalb von Sekunden in das 3,90 m tiefe Landebecken. Durch die Idee, den bestehenden Sprungturm zur Montage einer Flugrutsche zu nutzen, konnten auch hier Kosten eingespart werden. Über die 5-m-Plattform des Turms ist die Rutsche zu erreichen. Die Lastabtragung des Podests und der Rutsche erfolgt hierbei über zwei Stützen. Direkt neben der Flugrutsche wurde ein von aussen zugängliches Beckenfenster saniert. Dieses ermöglicht den Badegästen, das Rutschenspektakel aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu beobachten.