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Die Rotatorenmanschettenläsion
Die Rotatorenmanschette ist eine Sehnenkappe, welche sockenförmig den Oberarmkopf umfasst. Sie ist zum einen dafür zuständig, dass wir unsere Schulter so ausgiebig bewegen können, zum anderen stabilisiert sie die Gelenkkugel in der sehr flachen Pfanne.
Im Falle eines Risses, reisst die Sehne, entweder in sich oder vom Knochen ab. Dann kann der entsprechende Muskel seine Funktion nicht mehr ausüben. Der Riss entsteht entweder langsam (degenerativ) oder durch einen Unfall. Am häufigsten betroffen ist die Sehne unter dem Schulterdach die sog. Supraspinatussehne. Der Riss führt zu Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, aber auch Nachtschmerzen. Dazu kommt in gewissen Fällen ein Funktions- oder Kraftverlust. Der Riss wird in der klinischen Untersuchung und mittels einer zusätzlichen Röntgenabklärung, meist MRI, bestätigt.
Diese Risse können konservativ oder operativ behandelt werden.
Je nach Risskonfiguration kann von einem "stabilen" Riss ausgegangen werden. Dieser heilt zwar nicht von selbst, aber er vergrössert sich meist auch nicht. Nebst der Rissform spielen auch Alter, berufliche Anforderungen, wie auch sportliche Aktivitäten eine wichtige Rolle beim Entscheid der Therapieform.
Die konservative Behandlung beinhaltet Medikamente, Physiotherapie und gelegentlich Infiltrationen (Kortisonspritze ins Gelenk) der Schulter.
Bei der operativen Behandlung wird der Riss über eine sog. "mini-open"- Technik genäht oder refixiert. Dabei wird ein möglichst kleiner gewebeschonender Zugang gewählt. Die Operation wird in einer Vollnarkose durchgeführt und bedarf eines Spitalaufenthaltes von 2-3 Tagen.
Danach wird der Arm in einer Schlinge ruhiggestellt, kann aber sofort ohne Kraft bewegt werden. Dies, um die gefürchtete Schultersteife zu verhindern. Unmittelbar nach der Operation wird 1-2 mal wöchentlich eine Physiotherapie angeordnet. Nach 8-12 Wochen darf mit Kraftaufbau begonnen werden. Die volle Ausheilung bedarf, je nach Rissform, fast 6 Monate.