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Mein Projekt besteht darin, dass ich einer Freundin helfe, ihr Herzensprojekt in die Realität umzusetzen. Ihr Name ist Eda Catak. Sie ist 32 Jahre alt, kommt aus Zürich und ihr Ziel ist es, sich im Eventmanagement selbstständig zu machen. Gemeinsam haben wir einen Businessplan entwickelt und ich habe ihr ein Logo kreiert und eine Webseite aufgebaut. Spezifisch möchte sich Eda erst einmal auf Konzerte fokussieren, denn ihre Leidenschaft ist die Musik. Wie bei jedem Herzensprojekt steckt auch hinter diesem eine Geschichte:
«Ich habe eine grosse Leidenschaft zur Musik. Für mich ist Musik Perfektion. Wenn man es nicht perfekt macht, dann soll man keine Musik machen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Ich bin eine grosse Musikliebhaberin und habe früher auch manchmal gesungen, habe aber dafür, dass ich eine schöne Stimme habe, nie etwas daraus gemacht.
Meine Eltern sind türkische Kurden, die ein Jahr vor meiner Geburt von der Türkei in die Schweiz geflüchtet waren. Es war für sie unmöglich, mir Gesangunterricht zu finanzieren. Das Einzige, was sie sich leisten konnten, war die Musikschule. Ich war überglücklich, als ich dorthin konnte!
Als es in der Musikschule darum ging, sich ein Instrument auszusuchen, wünschte ich mir, Klavierspielen zu lernen. Dies war mein grösster Traum! Leider kam das finanziell nicht infrage. Ich entschied mich darum für kein Instrument. Mein Motto war: Wenn nicht das, dann nichts. Ich war damals sehr enttäuscht und hoffte noch lange, irgendjemand würde mir helfen, weil es so unfair war und ich es so dringend wollte.
Als ich mit der Oberstufe fertig war, wurde ich in die Türkei geschickt, wo ich auch zur Schule gehen musste. Meine Familie wollte mich in ein normales Gymnasium stecken, doch ich hatte von einem Musikgymnasium gehört, das es dort gab und wollte unbedingt da hin. Meine Familie glaubte aber nicht an mein musikalisches Talent. Wie konnten sie auch – sie hatten mich nie singen gehört. Ich drängte dann so lange, bis sie mich für die Prüfung anmeldeten. Ich hatte nur zwei Monate Zeit, um mich darauf vorzubereiten. In diesen zwei Monaten eignete ich mir ein bisschen das Notenlesen an und lernte die Tonleiter. An der Prüfung musste ich die Tonleiter singen und noch andere Dinge machen, an die ich mich jetzt nicht mehr genau erinnern kann. Danach baten sie mich, ihnen ein Lied vorzusingen.
Ich konnte damals mit 14 Jahren kaum Türkisch, geschweige denn ein türkisches Lied singen. Ich sagte ihnen, dass ich kein türkisches Lied kenne, das ich vorsingen könnte. Sie fragten mich, welche Sprache ich denn gerne singen möchte und ich sagte Englisch. Also sang ich ihnen Fallin‘ von Alicia Keys vor (lacht). Währendem ich sang, hatte ich meine Augen geschlossen. Als ich fertig war und sie wieder öffnete, sah ich, wie die Prüfenden auch ihre Augen geschlossen hatten. Als sie ihre Augen wieder öffneten, sagte einer von ihnen zu mir: Sende zenci girtlağı var. Was auf Deutsch übersetzt heisst: Du hast eine Stimmfarbe wie eine schwarze Sängerin.
Ich bestand dann als Beste die Prüfung. Leider brach ich nach zwei Jahren ab und kehrte in die Schweiz zurück. So begann meine Gesangskarriere kurz und war dann auch wieder zu Ende. Heute denke ich: Hätte ich das Musikgymnasium fertiggemacht, hätte ich in Zürich das Konservatorium besuchen können und dann wäre wahrscheinlich alles etwas anders gekommen.
Obwohl ich nie ein Instrument gelernt habe, habe ich ein gutes Musikgehör. Ich bereue es, dass ich schlussendlich den Mut nicht hatte, etwas aus meiner Stimme zu machen.
Mein Ziel ist darum, hauptsächlich Konzerte zu veranstalten. Ich möchte nicht sagen, dass ich in Zukunft nie etwas anderes veranstalten werde wie zum Beispiel eine Hochzeit. Mein Herzensziel ist es aber, Konzerte zu veranstalten, da Musik meine Leidenschaft ist. Darin sehe ich einen Weg, trotzdem etwas mit Musik zu erreichen, auch wenn es nicht selbst als Musikerin ist.
Ich liebe es, an Konzerte zu gehen. Für mich sind Konzerte ein Wohlfühlort, wo man abschalten kann. Vor Corona war ich fast jedes Wochenende an einem Konzert.
Doch ich hasse es, wenn etwas unorganisiert ist! Wenn ich zum Beispiel den Star vorne nicht sehen kann, weil es zu überfüllt ist oder wenn es keine richtigen Plätze gibt. Ich war letztens an einem Konzert in einem Zürcher Klub und es war eine Katastrophe. Es war viel zu klein, es hatte viel zu viele Leute, ich habe nichts gesehen. Ich bin weinend dort hinausgelaufen, weil mich das so genervt hat und ich mir das so zu Herzen nahm.
Deshalb möchte ich eigene Konzerte organisieren. Ich möchte nicht, dass die Menschen weinend oder genervt aus meinen Konzerten hinauslaufen. In erster Linie geht es für mich darum, den Menschen einen schönen, sorgenfreien Abend zu bereiten. Ausserdem finde ich, die Schweiz ist zu verschlossen, was Musik betrifft. Ich höre gerne alle Arten von Musik. Ich möchte mich auf keine spezielle Musikrichtung beschränken. Es gibt Tausende von Musikerinnen und Musikern auf der Welt, die man nicht kennt, die man aber unbedingt gehört haben muss.
Ich habe erst mit 28 meine Berufsausbildung angefangen. Mit 31 Jahren habe ich die Handelsmittelschule abgeschlossen und gleich darauf den CAS in Eventmanagement absolviert – denn nach vielen Umwegen hatte ich endlich einen Plan! Den CAS Eventmanagement habe ich diesen Januar abgeschlossen.
Dass das alles ausgerechnet während der Coronazeit passiert, war nicht geplant. Aber es kommt mir eigentlich sehr gelegen. Mich stört die Situation mit Corona deshalb nicht, weil ich noch nicht ready bin. Im Gegenteil: So habe ich jetzt die Zeit, um mit dir (Lara) daran zu arbeiten, eine Webseite einzurichten und alles aufzubauen. Wir haben momentan keinen Zeitdruck. Ich denke, für mich bringt es Vorteile, wenn Konzerte erst nächstes Jahr wieder veranstaltet werden.
Ich bin dann nicht wie bestehende Veranstalter geschwächt, sondern ich bin vorbereitet und kann als Newcomerin gleich mitmischen und durchstarten. Ich bin sehr zuversichtlich, weil ich glaube, dass die Leute Sehnsucht nach Konzerten haben werden.
Mein Traum ist es, irgendwann ein Konzert auf dem Zürichsee zu veranstalten und wenn ich an solche Dinge denke, dann ist es, als hätte ich Schmetterlinge im Bauch, weil ich mich so darauf freue.»
Zum Projekt
Ausschnitte aus dem Businessplan:
Da die «Events» Seite sehr anspruchsvoll zu programmieren ist, habe ich zwei weitere Alternativen für diese Seite erstellt:
Und das ist schlussendlich die Webseite. Die Grundstruktur und Grundfunktion der Webseite steht, allerdings muss noch einiges an Feinschliff gemacht werden, um sie endgültig publik zu machen.
(hil)
Idee
Mein Projekt besteht darin, dass ich zusammen mit einer Freundin Eda, die sich in der Eventbranche selbstständig machen möchte, bei der Gründung ihres Start-ups helfe, um dies zu verwirklichen. Bei unserem ersten Meeting haben wir uns erst einmal überlegt, was das Ziel ist, beziehungsweise was wir realisieren wollen und was wir dafür brauchen. Das Ziel ist es, eine Eventagentur zu gründen. Dafür brauchen wir ein Businessplan, eine Webseite, Social Media Accounts, Logo, evtl. Werbevideo, Fotos und so weiter.
Umsetzung
Wir starteten mit dem Businessplan. Am ersten Tag also haben wir uns mit der SWOT-Analyse, Organigramm, Personas usw. beschäftig. Die nächsten paar Treffen arbeiteten wir hauptsächlich am Businessplan. Wir haben einige Stunden darin investiert, da wir alles gemeinsam gemacht haben. Zum Schluss habe ich ihn dann in Reinschrift geschrieben und im InDesign gelayoutet. Zwischendurch haben wir immer wieder nach einem Namen gebrainstormt.
Als der Businessplan fertig war, habe ich ein Moodboard für die Webseite gestaltet. Dort konnte Eda dann aussuchen, welche Farben und Schriften sie gerne für die Webseite hätte und in welchem Stil sie die Webseite haben soll. Wir haben sehr viel mit Pinterest gearbeitet und uns dort Ideen geholt.
Durch die Auswahl anhand des Moodboards habe ich dann einen ersten Dummy im Adobe XD (https://xd.adobe.com/view/825d581c-ef87-46de-8bcc-7d8c360d6060-d70e/?fullscreen) erstellt. Die Bilder dafür habe ich von Pexels verwendet.
Da wir aber zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen Namen hatten, wurde meine Arbeit etwas gebremst. Wir mussten desshalb möglichst schnell einen Namen finden, da die Webseite, Logo und Social Media Account sonst nicht gemacht werden konnten und ich langsam etwas in Zeitdruck kam. Obwohl wir so viele Stunden in den Namen investiert hatten, wurde er schlussendlich ziemlich simpel: «Events by Eda». Jedoch konnte ich dann endlich mit der eigentlichen Arbeit anfangen. Das heisst ich zeichnete ein Logo, bearbeitete es, setzte Social Media Accounts auf, schrieb die Texte für die Webseite und begann schlussendlich mit der Webseite. Bei den Social Media Accounts haben wir uns bewusst für nur drei Kanäle entschieden. Facebook, da sich dort viele Leute über Veranstaltungen und Events informieren. Instagram, um dort unsere Bilder und Videos hochzuladen und den Leuten etwas Einblick zu gewähren und Tiktok, weil dort Videos sehr schnell an Klicks gewinnen und wir so schnell viele Leute erreichen können.
Schwierigkeiten
Schwierigkeiten hatten wir ganz klar an der Namensfindung des Start-ups. Alleine dafür haben wir ca 10h investiert. Die Schwierigkeit lag darin, einen innovativen, speziellen, bedeutungsvollen Namen zu finden, denn es aber noch nicht gibt. Wir hatten viele kreative Namen, doch entweder waren diese schon vergeben oder sie waren zu unverständlich oder zu kompliziert auszusprechen. Schlussendlich haben wir uns dann für den Namen «Events by Eda» entschieden. Der ist zwar nicht sonderlich kreativ, dafür aber verständlich und das wichtigste, die Domain war noch nicht vergeben.
Doch dann begann schon die nächste Schwierigkeit, welche mich regelrecht zum Verzweifeln brachte. Ich hatte ja durch den Dummy eine genaue Vorstellung, wie die Webseite aussehen sollte. Auf WordPress habe ich dann einen Account mit der Domain erstellt und wollte mein Design dort umsetzten. Doch ist das bei WordPress viel komplizierter, als ich dachte, da man eigentlich nur mit den dort vorhandenen Themes arbeiten kann. Diese kann man zu einem gewissen Teil zwar abändern, aber noch lange nicht so, wie ich es gerne wollte. Mit einem Hintergrund als Farbverlauf und dreieckigen Kästchen habe ich mir das Programmierleben ziemlich erschwert. Da ich nach einigen Stunden überhaupt nicht weiterkam und ich langsam auch den Abgabetermin im Nacken hatte, habe ich mir dann Hilfe von einem Bekannten geholt, der sich gut mit WordPress auskennt. Schlussendlich hat er mir dann geholfen, die Webseite zu finalisieren.
Auch ein Punkt, der mir/uns Schwierigkeiten bereitet hatte, waren die Teamfotos auf der Webseite. Anfangs hatten wir keine genaue Vorstellung davon, was für eine Aussage und welches Corporate Design die Teambilder auf der Webseite haben soll. Desshalb haben wir uns dann für normale Halbkörperporträts entschieden.
Doch dann hatte Eda die Idee, dass wir unsere Teamfotos auf der Bühne oder auf den Publikumsstühlen machen könnten, um den Kunden zu vermitteln, dass die Mitarbeiter ganz nahe beim Event sind und viel Herzblut dort reinstecken. Sie setzte sich dann in den Kopf, dass sie die Bilder im Opernhaussaal machen möchte. Ich war sehr begeistert von dieser Idee. Leider scheiterte es an der Umsetzung, weil das Opernhaus aufgrund der Kurzarbeit und des Schutzkonzepts geschlossen war. Was man mit einer frühzeitigen Planung hätte verhindern können. Leider hatte Eda keine Alternative, die ihr gefiel und wir konnten deshalb keine Fotos machen. Als Platzhalter habe ich dann die Gesichter von uns beiden abgezeichnet.
Fazit
Reflektierend denke ich, ich hatte viel früher mit der Arbeit beginnen sollen. Zusätzlich hätten wir uns auch viel mehr einen Plan machen sollen, wo wir genau festgelegt hätten, wann, wie, wo, wer, was. Da wir beide noch nie zusammengearbeitet haben, wussten wir auch nicht, wie die andere Person arbeitet und funktioniert.
Einen Termin festzulegen war nicht mal das schwierigste, sondern dann auch effektiv zu arbeiten, funktionierte manchmal nicht so gut. Mit einem Plan hätte Eda auch alleine an einigen Dingen arbeiten können, wodurch wir viel Zeit gespart hätten, so haben wir die meisten Dinge zusammen gemacht oder ich alleine. Wiederum sehe ich dabei auch den Vorteil, dass ich von Anfang an ein Bestandteil dieses Start-ups war und ich bei jeder Entscheidung mitreden konnte und somit nichts passierte, was ich nicht wusste.
Ein weiteres Learning hatte ich mit der Kommunikation. Diese müssen wir auf jeden Fall noch verbessern. Mein Fehler dabei war, dass ich manchmal vergass das ich mit einer externen Person zusammenarbeite und diese nicht denselben Stress und Zeitdruck hat wie ich oder andere Mitstudenten, sondern dass sie ein Leben mit anderen Verpflichtungen und Terminen führte. Darum wurden manchmal auch gewisse Dinge, die ich unbedingt brauchte, nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit gemacht, was dann meinen Arbeitsprozess hinderte.
Zudem haben wir meistens nur über WhatsApp kommuniziert, wo man sich leicht missverstehen konnte. Das hat manchmal viel Zeit und Aufwand gekostet, da man sich mit einer besseren Kommunikation einige Dinge hatte sparen können. Was für mich manchmal auch etwas schwierig war, das Eda sich nicht gut entscheiden konnte und mir so keine klaren Angaben geben konnte. Beim Logo und auch beim Design habe ich dann schlussendlich einfach etwas gemacht, was ihr meiner Vorstellung nach gefallen könnte und hab es dann so umgesetzt. Sie hat die meisten Sachen dann auch auf Anhieb gut gefunden, was mir wiederum dann Spass an meiner Arbeit gemacht hat.
Da durch die fehlende Planung viel zeit verloren ging, konnte ich die Webseite noch nicht ganz so finalisieren, wie ich es mir vorgestellt hatte. Durch die fehlenden Teambilder zum Beispiel muss die Teamseite noch verborgen bleiben. Auch der „über uns“ Text ist noch nicht so zufriedenstellend, um ihn auf der Webseite platzieren zu können. Die Grundstruktur und Grundfunktion der Webseite steht, allerdings muss noch einiges an Feinschliff gemacht werden, um sie endgültig publik zu machen.