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Bulimie bleibt meistens länger unerkannt als Anorexie, weil sich das Körpergewicht von Bulimikern/innen weniger stark verändert als bei Anorektikern/innen. Kommt hinzu, dass viele Verhaltensweisen von Bulimikern/innen ausserhalb der Öffentlichkeit stattfinden und dadurch unbemerkt bleiben.
Wer an Bulimie leidet:
- wirkt vordergründig selbstbewusst und selbstsicher (perfekte Fassade), fühlt sich aber nicht so
- hat in der Öffentlichkeit normale Essgewohnheiten
- hat keine geregelten Mahlzeiten
- verbietet sich süsse und fettige Nahrungsmittel in der Öffentlichkeit, isst diese aber heimlich und unkontrolliert, hat dabei ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle und schämt sich
- hortet Lebensmittel, hat aber gleichzeitig Angst davor, Lebensmittel zu Hause zu haben
- reguliert ihr/sein Gewicht z.B. mit Erbrechen, übermässigem Sport oder Rauchen
Wenn nur eines dieser Anzeichen auf jemanden zutrifft, muss das noch lange nicht bedeuten, dass diese Person an einer Bulimie leidet. Je mehr Anzeichen aber zutreffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bulimie vorliegt.
Für eine professionelle Diagnose zieht man am besten eine qualifizierte Fachperson bei: z.B. einen Arzt oder eine Ärztin, eine/n Psychiater/in oder eine/n Psychologen/in.