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Das Schweizer Nationalteam hat das erste von zwei Testspielen gegen Weltmeister Russland trotz einer starken Leistung mit 3:4 nach Verlängerung verloren. Bis in die 59. Minute führten die Schweizer 3:2, ehe die Russen die Partie noch drehten.
Eine Vierminutenstrafe gegen Timo Helbling wurde den Schweizern schliesslich zum Verhängnis. Der Neuzuzug des SC Bern kassierte 49 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit eine Strafe. Und die Russen liessen sich die Gelegenheit nicht nehmen. In der 64. Minute schoss Sergej Mosjakin, der bereits das 1:0 im Powerplay erzielt hatte, den Siegtreffer. Er besiegelte damit die erste Heimniederlage gegen die Russen nach zuletzt vier Siegen und seit sechs Jahren (2:4 an der WM in Bern).
Immerhin fünf Russen, die vor einem Jahr in Minsk Weltmeister geworden waren, standen der Schweizer Auswahl gegenüber. Doch das Team von Trainer Glen Hanlon versteckte sich nicht. Nach einem verhaltenen Startdrittel (0:0) glichen die Schweizer zweimal aus und gingen durch das erste Länderspiel-Tor des erneut starken Gaëtan Haas in der 57. Minute gar 3:2 in Führung. Der Bieler lenkte nach einer Druckphase der Schweizer - begünstigt auch durch ein Powerplay - einen Schuss von Reto Suri ab. Doch nur knapp zwei Minuten danach und 90 Sekunden vor dem Ende reagierte Russland mit dem Ausgleich.
Den Start hatten die Schweizer verschlafen. Nachdem Damien Brunner nach zehn Sekunden beinahe das 1:0 gelungen war, hatten es die Schweizer primär Daniel Manzato zu verdanken, dass sie nicht frühzeitig in Rückstand gerieten. Der Torhüter des HC Lugano wehrte allein im ersten Drittel 17 Schüsse ab und zeigte dabei mehrere tolle Paraden. Wie bereits letzte Woche im ersten Vergleich mit Finnland (4:1) bewies er, dass er für die WM zu einer Alternative werden könnte.
Erst in der 27. Minute musste sich Manzato ein erstes Mal geschlagen geben. Doch die Schweizer bewiesen Charakter. Suri glich nur eine Minute danach wieder aus. Und auch auf das 1:2 (43.) wussten die Schweizer eine Antwort. Julian Walker, der letzte Woche bereits gegen die Finnen getroffen hatte, drückte den Puck zum nicht unverdienten neuerlichen Ausgleich (48.) über die Linie. Nicht zuletzt wegen der Undiszipliniertheit von Helbling mussten die Schweizer am Ende aber dennoch geschlagen vom Eis.
Am Freitag haben die Schweizer in La Chaux-de-Fonds Gelegenheit zur Revanche. Wie beim ersten Länderspiel in Genf seit über sechs Jahren (5457 Zuschauer) wird auch im Neuenburger Jura eine grosse Kulisse erwartet. (si)
Die wohl irrsinnigste Attacke der WM-Geschichte könnte noch ein Nachspiel haben. SCB-Stürmer Thomas Rüfenacht hat erst hinterher gemerkt, dass er hätte sterben können.
Der Schreck sitzt Thomas Rüfenacht noch immer in den Knochen. «Ich hätte sterben können.» Er mag nicht ausschliessen, dass die ganze Sache ein Nachspiel haben wird.
Niemand bemerkte die Szene. Nicht die Zuschauer. Nicht die Schiedsrichter. Nicht die Spieler. In der 28. Minute der Partie gegen die Slowenen ist Thomas Rüfenacht in einer Rangelei bei der Spielerbank verwickelt.
Da tritt von der Seite Ziga Jeglic mit dem scharf wie ein Messer geschliffenen Schlittschuh nach dem Hals des Schweizers. Es …