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US-Streitkräfte müssen Gürtel enger schnallen
- Aktualisiert am Dienstag, 25. Februar 2014, 13:47 Uhr
Truppenabbau, Kampfjets durch Drohnen ersetzen und Stützpunkte schliessen: Die Supermacht USA dreht bei der Armee an der Sparschraube. Nach den Plänen von US-Verteidigungsminister Chuck Hagel soll sie auf die kleinste Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg schrumpfen.
Die Budgetkürzungen im US-Haushalt machen auch nicht vor den Streitkräften halt. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat drastische Einsparungen beim Militär angekündigt. Das Heer mit derzeit 520'000 aktiven Soldaten solle um rund 15 Prozent verkleinert werden, sagte der Pentagonchef. Die Truppenstärke würde dadurch auf unter 450'000 Soldaten sinken und wäre damit so gering wie zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Zahl der Reservisten und Nationalgardisten werde gekappt.
Hagel kündigte an, die Marineinfanterie von 190'000 auf 182'000 Soldaten zu verkleinern. Bei der Luftwaffe soll die gesamte Flotte der A-10-Kampfjets stillgelegt werden, was Milliarden einspare. Die berühmten U-2-Spionageflugzeuge sollen komplett durch unbemannte Drohnen ersetzt werden. Die Marine müsse die Hälfte der 22 Kreuzer weitgehend aus dem Verkehr ziehen, bis das Geld da sei, um sie zu modernisieren. In Europa ist schon sehr bald die Schliessung weiterer Stützpunkte möglich.
Widerstand im Kongress
Die Vorschläge sind Teil des Budgetentwurfs von US-Präsident Barack Obama, der in der kommenden Woche vom Weissen Haus vorgelegt werden soll. Hagel sagte, die Kürzungen seien nach eingehenden Gesprächen mit der Militärführung beschlossen worden.
Es ist unklar, ob der Kongress die Einschnitte billigen wird. Konservative Abgeordnete, Vertreter der Rüstungsindustrie und Veteranenverbände hätten schon Widerspruch angemeldet, berichtete die «New York Times».
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