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Häufig gestellte Fragen zur Endoskopie (FAQ)
Dies hängt a) von der Lokalisation, d.h. vom zu untersuchenden Abschnitt des Magen-Darmtraktes ab, sowie b) davon, ob es eine rein diagnostische oder auch therapeutische Untersuchung darstellt. Rein diagnostisch dauert eine Magenspiegelung normalerweise ca. 15-30 Minuten und beinhaltet auch die Beurteilung des Zwölffingerdarms und der Speiseröhre. Eine Dickdarmspiegelung, zum Beispiel zur Vorsorge, dauert ca. 20-40 Minuten.
Zur Vorsorge ist eine Dickdarmspiegelung unabhängig von Beschwerden und/oder Erkrankungen bei jedem Menschen ab dem 50. Lebensjahr indiziert. Hierbei werden Läsionen abgetragen aus denen später Krebs entsteht bzw. entstehen kann und dadurch Lebenszeit verlängert.
Bei sogenannten Alarmsymptomen (z.B. ungewollte Körpergewichtsabnahme) ist eine Endoskopie – unabhängig vom Alter - zeitnah indiziert. Eine obere Endoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (=Oesophago-Gastro-Duodenoskopie)) sollte bei Bluterbrechen sowie anhaltenden Beschwerden im Sinne von Schluckbeschwerden oder Erbrechen durchgeführt werden. Bei Blut im Stuhl oder chronischem Durchfall ist eine Dickdarmspiegelung indiziert. Aber auch bei Patienten und Patientinnen ohne Alarmsymptome kann eine endoskopische Abklärung zielführend und als essentieller Teil der Diagnostik wertvoll sein. Dieses kann z.B. bei Verdauungsbeschwerden, die trotz Einnahme Magensäurehemmender Medikamente fortbestehen, der Fall sein.
Endoskopie bedeutet übersetzt «Hineinsehen», d.h. es wird eine Untersuchung des Körperinneren, des Magen-Darm-Traktes durchgeführt. Bei einer Endoskopie wird ein biegsamer Gummischlauch, ein sog. Endoskop in den Verdauungstrakt eingeführt, entweder durch den Mund oder durch den Darmausgang. Die neueste Generation an Endoskopen ermöglicht mit ausgezeichneter Licht-und Bildqualität und sehr guter Auflösung eine exzellente Beurteilung der Schleimhaut. Heutzutage kann mit verschiedenen Endoskopen (inkl. sog. Spiral-Enteroskop) die gesamte Strecke vom Mund bis zum After/Anus erreicht und in hoher Qualität beurteilt werden.
Für eine Dickdarm-Spiegelung muss der Darm gereinigt werden. Wir bitten Sie, 2 Liter Moviprep zu bestimmten Zeiten vor der Untersuchung zu trinken. Zusätzlich sollten Sie 1 Liter einer Flüssigkeit Ihrer Wahl zu sich nehmen. Eine Alternative ist die Vorbereitung mit Picoprep bei der Sie 2 Mal eine kleinere Menge einer anderen Vorbereitungslösung trinken. Vor der Darmspiegelung sollten Sie für drei Tage auf rohes Gemüse und rohes Obst verzichten. Eine detaillierte Anleitung wird jedem Patienten bzw. jeder Patientin vorab schriftlich postalisch zugestellt.
Ja dies ist ohne Problem möglich und ist eine sehr effiziente Herangehensweise, wenn die Indikation für Magen- und Dickdarmspiegelung besteht.
In der Regel ist eine endoskopische Untersuchung nicht schmerzhaft. Es kann sein, dass Patienten bzw. Patientinnen ein gewisses Unwohlsein oder Druckgefühl verspüren, wenn das Endoskop durch den Mund oder den Anus eingeführt wird. In der Regel wird der Eingriff mithilfe eines Lokalanästhesiesprays oder –gel durchgeführt, um diese Beschwerden zu verhindern. Ferner wird ein Betäubungsmittel verabreicht, damit der Patient bzw. die Patientin während des Eingriffs schläft und entspannt ist. Insgesamt ist eine Endoskopie für die meisten Patienten bzw. Patientinnen ein relativ schnelles und einfaches Verfahren mit minimalen bzw. meist gar keinen Beschwerden.
Theoretisch Ja. Dabei gilt zu betonen, dass erfreulicherweise in der Regel diagnostische und therapeutische endoskopische Untersuchungen unproblematisch und wie ursprünglich geplant verlaufen. Komplikationen bei rein diagnostischen Endoskopien sind sehr selten und meist nicht schwerwiegend. Leichte Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen werden mit Infusionen behandelt und der Patient / die Patientin kann beschwerdefrei nach Hause gehen.
Mittel-/schwere Komplikationen wie Blutungen oder Riss der Schleimhaut, können häufig auch während der gleichen Untersuchung endoskopisch behandelt und versorgt werden.
Extrem selten treten schwere Komplikationen wie z.B. Perforationen auf, die mit einer Bauchspiegelung (einer sogenannten Laparoskopie) einer chirurgischen oder anderweitigen Behandlung bedürfen.
Im Bauchzentrum des Inselspitals sind die wesentlichen Fachdisziplinen der Bauchorgane in einer Klinik zusammengefasst, nämlich Fachärzte bzw. Fachärztinnen für Magen-/Darm-, für Leber-, für Bauchspeicheldrüsen-und Stoffwechselerkrankungen/Übergewicht und für Chirurgie. Alle Mitarbeiter:innen im Bauchzentrum arbeiten gemeinsam entlang denselben Leitlinien, Algorhythmen und sogenannten «standard-operating-procedures» D.h. sollte bei Ihnen eine Erkrankung eines Bauchorganes diagnostiziert werden oder bestehen, erhalten Sie innerhalb einer Klinik effektiv, zeitnah, unkompliziert und fachkompetent eine umfassende, zielführende Betreuung und Behandlung.
Sie können als Patient bzw. Patientin auf verschiedenen Wegen einen Termin für eine Endoskopie bei uns erhalten. Zum einen über Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin mit Möglichkeit via online Anmeldeportal oder als Patient bzw. Patientin unter folgendem Link.
Ebenso sind wir auch persönlich via Mail (<email-pii>), Fax (031 632 59 99) oder telefonisch für Sie erreichbar (031 632 59 00).
Für die Durchführung einer Endoskopie müssen Sie nüchtern sein das heisst für 6 Stunden sollten Sie auf feste Nahrung und für zwei Stunden auf Flüssigkeiten verzichten. Sollte bei Ihnen eine Darmspiegelung durchgeführt werden, gelten zudem zusätzliche Regeln hinsichtlich der Ernährung in den Tagen vor der Untersuchung.
Um die Untersuchung für Sie möglichst angenehm zu gestalten und optimale Untersuchungsbedingungen zu schaffen, werden wir Ihnen vor und während der Endoskopie ein Schlafmittel verabreichen. Da Ihre Reaktionszeit bis 24h nach Beendigung der Untersuchung eingeschränkt sein kann, dürfen Sie für 24h keine Motorfahrzeuge lenken. Somit brauchen Sie für die Rückreise zwingend eine fahrtüchtige Begleitung. Alternativ empfehlen wir eine An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr.
Nach einer rein diagnostischen Magen- oder Darmspiegelung dürfen Sie direkt nach der Untersuchung wieder essen und trinken. Ein erstes Getränk servieren wir Ihnen gerne bereits im Aufwachraum. Gewisse Untersuchungen und Interventionen verlangen eine kurzzeitige Anpassung der Kost, der/die für Sie verantwortliche Arzt/Ärztin wird Sie nach der Untersuchung entsprechend informieren.
Sobald Sie nach der Untersuchung ausreichend wach sind, wird der/die für Sie verantwortliche Arzt bzw. verantwortliche Ärztin mit Ihnen ein Austrittsgespräch mit Erläuterung der Untersuchungsbefunde führen. Eine Kopie des Untersuchungsberichtes können wir Ihnen bei Austritt bei Bedarf gerne direkt mitgeben. Sollten im Rahmen der Endoskopie Gewebeproben entnommen worden sein, müssen diese zuerst gefärbt und durch die Kolleginnen und Kollegen der Pathologie unter dem Mikroskop beurteilt werden. Nach 3-4 Arbeitstagen ist in den meisten Fällen mit einem Resultat zu rechnen.