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Heute muss in energiereicher Luft gegen Abend mit heftigen Gewittern gerechnet werden.
Dabei besteht vor Allem die Gefahr von Starkregen. Durch die wahrscheinlich langsame Verlagerung der Zellen kommen lokal bis zu 50 mm Starkregen in eins bis zwei Stunden zusammen, was zu lokalen, kurzzeitigen Überschwemmungen führt. Zudem sind lokal mässiger Hagel und Sturmböen möglich.
Das Wettermodell „Cosmo“, welches die Entwicklung von Niederschlägen vorhersagt, rechnet derzeit damit, dass die stärkste Gewitteraktivität in der Westschweiz zu erwarten ist, während das gesamte Warngebiet von den aus Süden kommen Zellen verschont werden soll. Das eine Gewittergebiet soll über den Voralberg, das andere über den Zürichsee vorbeiziehen. Ob das eintrifft? Ich bezweifle, dass es im Warngebiet heute ruhig bleibt. Wir werden sehen, wer Recht hat.
UPDATE 16:40: Es befindet sich eine Trockenschicht im ersten Kilometer über dem Boden. Diese kann im Falle eines Gewitters Sturmböen verursachen und Hagel ermöglichen. Derzeit gibt es verbreitet Gewitter im Graubünden, im Albulatal besteht die Gefahr von Sturzbächen. Nun hat es über dem Appenzellerland „gezündet“ was wird wohl daraus? Die Zellen werden es schwer haben, die trocken-warme Luftschicht über dem Boden, die wie ein Deckel wirkt, zu durchbrechen, doch wenn sie es schaffen, werden sie wahrscheinlich recht kräftig.
UPDATE 17:09: Derzeit bestehen keine warnwürdigen Gefahren im Warngebiet. Eine kleine Zelle schwächelt in der Region Appenzell vor sich hin und wird wahrscheinlich ein schwäches bis mässiges Gewitter bleiben. Nördlich von Schaffhausen zieht derzeit eine Zelle auf deutschem Boden in die Bodenseeregion, eigentlich zieht sie völlig gegen die erwartete Zugrichtung, dies hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sich an ihrer Südflanke optimalere Bedingungen für Gewitter herrschen, als im Norden, anders kann ich es nicht erklären. Würde sie so weiterziehen, könnte sie im Bodenseeraum neue Gewitter aktivieren.