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Fritz Stüssi
Fritz Stüssi (1874 – 1923) besuchte das Gymnasium in Zürich sowie die Zürcherische Musikschule, die er als Pianist und Komponist abschloss.
Danach setzte er sein Studium an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin fort (Kontrapunkt bei Reinhold Succo, Komposition bei Max Bruch).
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz übernahm Stüssi die Leitung verschiedener Chöre in Wädenswil, wo er 1898 auch Wohnsitz nahm. 1902 wurde er zum Organisten gewählt und prägte fortan das musikalische Geschehen in und um Wädenswil nachhaltig. 1914 wurde Stüssis Oratorium «Vergehen und Auferstehen» und 1921 der «28. Psalm» aufgeführt. Zwischen 1898 und 1912 übernahm Stüssi zudem die Leitung weiterer Chöre und Orchester in Uster, Männedorf, Rapperswil, Lachen, Richterswil, Thalwil und Zürich. Er war somit eine Art Musikkönig um den Zürichsee.
Die damit verbundene Arbeitsbelastung setzten Stüssis Gesundheit zu. Er verstarb am 14. März 1923 völlig unerwartet. Fritz Stüssi hinterlässt der Nachwelt rund 130 Kompositionen, unter anderem sechs Orchesterwerke, zwei Oratorien sowie diverse Kantaten, Motetten und Lieder. Das handschriftliche Notenmaterial seiner Werke wurde durch den Sohn des Komponisten, Prof. Dr. Fritz Stüssi, privat bis 1979 aufbewahrt, worauf dieses durch einen Enkel des Komponisten, Dr. Hans Kaspar Schulthess, im Einverständnis der Erben Stüssi der Zentralbibliothek Zürich übergeben wurde.
Als Enkel des Komponisten macht Dr. Ulrich Stüssi das Werk der Öffentlichkeit nun erstmals nach etwa 100 Jahren wieder bekannt.
Florian Helgath
Florian Helgath hat sich in kurzer Zeit als einer der führenden Chordirigenten der jüngeren Generation etabliert. Seit 2011 ist er Künstlerischer Leiter von ChorWerk Ruhr und der Zürcher Sing-Akademie seit 2017. Mit diesen Spitzenensembles erarbeitet er auf höchstem Niveau Chormusik aller Epochen, sowohl mit A cappella Musik als auch im chorsinfonischen Bereich.
Florian Helgath ist regelmässig zu Gast bei den führenden Vokalensembles und arbeitete mit renommierten Orchestern zusammen. Auftritte führten ihn in zahlreiche große Konzerthäuser, zu den Berliner Festspielen, Schwetzinger Festspiele, Audi Sommerkonzerte, Eclat Festival Neue Musik Stuttgart, Thüringer Bachwochen und insbesondere zur Ruhrtriennale, wo er zahlreiche zeitgenössische Musiktheaterproduktionen und verschiedene andere Projekte gestaltete.
Seine Diskografie beinhaltet diverse Einspielungen, die mit Preisen wie dem ICMA Award und ECHO Klassik ausgezeichnet bzw. für einen Grammy nominiert wurden.
Erste musikalische Erfahrungen sammelte Florian Helgath in seiner Heimatstadt bei den Regensburger Domspatzen und später an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Michael Gläser, Stefan Parkman und Dan Olof Stenlund, die ihn in seiner Entwicklung als Dirigent entscheidend prägten.
Florian Helgath folgte im Oktober 2020 einem Ruf als Professor an die Hochschule für Musik und Tanz in Köln und unterrichtet dort das Fach Chordirigieren in den Studiengängen Bachelor und Master.
Internationale Erfolge erzielte er als Preisträger des Eric Ericson Award 2006 in Schweden sowie beim Competition For Young Choral Conductors 2007 in Budapest.
Zürcher Sing-Akademie
Als sinfonischer Chor und A-cappella-Ensemble hat sich die Zürcher Sing-Akademie durch ihre musikalische und künstlerische Flexibilität sowie durch ihre inspirierenden Auftritte längst ihren Platz unter Europas professionellen Chören erarbeitet.
Das Schweizer Ensemble kann seit seiner Gründung im Jahre 2011 auf die Zusammenarbeit mit zahlreichen internationalen Spitzendirigenten wie Giovanni Antonini, Daniel Barenboim, Bernard Haitink, Pablo Heras-Casado, RenéJacobs, Paavo Järvi, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Jonathan Nott oder David Zinman zurückblicken. Seit der Saison 2017/18 ist Florian Helgath Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Zürcher Sing-Akademie.
Tourneen führten den Chor nach Deutschland, Italien, Israel, in die Niederlande, in den Libanon, nach Taiwan und China sowie in diverse Hauptstädte Europas. Neben der langjährigen engen Partnerschaft mit dem Tonhalle-Orchester Zürich arbeitet der Chor mit verschiedenen ausgezeichneten Klangkörpern wie dem Freiburger Barockorchester, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Kammerorchester Basel, dem Musikkollegium Winterthur, der Hofkapelle München oder dem Barockorchester La Scintilla.
Die Zürcher Sing-Akademie präsentiert ausserdem regelmässig A-cappella–Programme; ein Schwerpunkt liegt dabei auf Werken von Schweizer Komponisten. Mit der Vergabe von Kompositionsaufträgen und Uraufführungen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Chorlandschaft.
Zahlreiche CD-Einspielungen haben dem Ensemble bereits Auszeichnungen und das Lob der Fachwelt eingebracht. Zuletzt erschienen sind Beethovens Chorfantasie
unter der Leitung von Pablo Heras- Casado und Webers Oper Der Freischütz
unter der Leitung von RenéJacobs, jeweils mit dem Freiburger Barockorchester bei Harmonia Mundi. 2022 ist die erste A-cappella-Einspielung des Chores bei Claves Records erschienen.
Hannah Morrison
, sopranoIngeborg Danz
, altoFabio Trümpy
, ténorKrešimir Stražanac
, bassJohanna Soller
, organZürcher Sing-AkademieZürcher KammerphilharmonieFlorian Helgath
, conductor
Formation - Zürcher Sing-Akademie
Sopran
Alice Borciani, Sonja Bühler, Margret Giglinger, Jenny Högström, Stefanie Knorr, Anne Montandon, Andrea Oberparleiter, Anja Scherg, Gunta Smirnova, Aya Tsujimoto, Ulla Westvik
Alt
Franziska Brandenberger, Franziska Gündert, Elisabeth Irvine, Anna Nero, Ursina Patzen, Isabel Pfefferkorn, Jennifer Reineke, Jane Tiik, Sarah Widmer, Anne-Kristin Zschunke
Tenor
Ulrich Amacher, Florian Feth, Gregory Finch, Christophe Gindraux, Tamás Henter, Matthias Klosinski, Sebastian Lipp, Tiago Oliveira, Eelke van Koot
Bass
Ekkehard Abele, Matija Bizjan, Yves Brühwiler, Kevin Gagnon, Fabrice Hayoz, Johannes Hill, Julián Millán, Jan Sauer, Peter Strömberg, Thomas Trolldenier
Formation - Zürcher Kammerphilharmonie
Violine 1
Stefan Tarara (KM), Oleksandra Fedosova, Lalitha Delparente, Melina Murray, Esther Ziegler, Diana- Maria Turcu, Anastasia Subrakova, Jaume Guri Batlle
Violine 2
Mihai Ilea, Andreea Binica, Maria Gloria Mihai, Christian Preotu, Rafayel Ter-Sahakyan, Ljuba Šumilina, Zeno Fusetti, Arianna Vicari
Viola
Lukas Kmit, Chiara Ludovisi, Andrii Tsyganov, Coralie Tschanz, Ilona Pohjola, Jordan Sian
Violoncello
Lara Barriga, Rosamund van der Westhuizen, Filip Szkopek, Julie Stier, Ilaria Del Bon, Javier López Escalona
Kontrabass
Petya Todorova, Fiona Cairns, Teresa Baur
Flöte
Aldo Christen, Carlotta Petri
Oboe
Jordi Bertran Sastre, Catarina Santos Jesus de Castro
Klarinette
Barnabàs Völgyesi, Kie Umehara
Fagott
Federico Loy, Adrià Sanchez Calonge
Horn
Romain Flumet, Clement Guignard, Annette Cox, Shinichiro Ishida
Trompete
Guillermo Casillas, Daniel Herrero
Posaune
Phillip Boyle, Andrius Pamorskis, Ian Veronese
Pauke
Adam Jeffrey
Einstudierung
Ulrich Stüssi
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