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Hanna Ruch ist seit Oktober 2013 Mitglied im UFSP Sprache und Raum.
Projekt: Akkommodation in Dialektkontaktsituationen
Dialekt- und Sprachkontakt gelten als wichtige Faktoren für Sprachwandel. Short-term accommodation (kurzfristige Anpassung) kann zu long-term accommodation (langfristiger Dialektanpassung) werden, wenn der Kontakt häufig genug stattfindet und die Einstellungen des Sprechers günstig sind (Trudgill 1986). Obwohl in den letzten Jahren zahlreiche Forschungsprojekte zu sprachlicher Konvergenz und phonetischer Imitation durchgeführt worden sind, ist über sprachliche Anpassungsphänomene in Dialogen zwischen Sprechern unterschiedlicher Dialekte noch wenig bekannt.
In diesem Projekt wird Akkommodation im Dialektkontakt untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, welche phonetischen Merkmale übernommen werden und welche nicht, welche Rolle die Salienz der entsprechenden Merkmale spielt, und wie die Einstellungen der Sprecher die Akkommodationsprozesse beeinflussen. Diese Fragestellungen werden anhand von Dialogen zwischen Sprechern des Bündner- und des Zürichdeutschen untersucht. Diese Dialekte unterscheiden sich sowohl in segmentalen (z.B. a-Qualität, Realisierung von wortinitialem k) als auch in suprasegmentalen Merkmalen (z.B. Sprechgeschwindgkeit, Prosodie). Längerfristiges Ziel des Projekts ist es, short-term accommodation mit long-term accommodation innerhalb eines Sprechers zu vergleichen, um zu untersuchen, ob und inwiefern kurz- und langfristige sprachliche Anpassungen ähnlichen Mustern folgen.
Projektleitung: Hanna Ruch
In Zusammenarbeit mit: Tamara Rakic, Lancaster University; Srdjan Dragojevic (wissenschaftlicher Hilfsassistent)
Finanzierung: UFSP Sprache und Raum