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Nathalie von Siebenthal gewann in Pyeongchang gleich bei ihrem ersten Einsatz ein olympisches Diplom. Die Bernerin klassierte sich im Skiathlon über 2x7,5 km beim Sieg der Schwedin Charlotte Kalla im 6. Rang.
Bei ihrem ersten Auftritt überhaupt an Olympischen Spielen zeigte Von Siebenthal im Alpensia Centre eine starke Vorstellung. Die Berner Oberländerin hielt sich stets in den vordersten Positionen und befand sich bis kurz vor Schluss im Kampf um die Medaillen. Am Ende fehlten ihr zum Podest 7,5 Sekunden.
Von Siebenthal, vor einem Jahr in Lahti im Skiathlon WM-Vierte, führte das Feld während der zweiten 7,5 km im Skating-Stil gar an. Die Schweizerin verfügte über hervorragendes Material an den Füssen ("ein Traumski"), zudem kam ihr entgegen, dass das Tempo während des Klassisch-Abschnitts weniger hoch war als erwartet.
Von Siebenthal realisierte für Swiss-Ski das zweitbeste Resultat in einem Frauen-Rennen an Olympischen Spielen nach dem 4. Rang von Christine Gilli-Brügger vor 30 Jahren in Calgary über 20 km.
Die erste Goldmedaille bei den 23. Winterspielen sicherte sich Charlotte Kalla. Die Schwedin, für viele nach ihrem Sieg beim Skiathlon-Weltcup in Lillehammer Anfang Dezember als Topfavoritin gestartet, verwies die Rekordweltmeisterin Marit Björgen aus Norwegen um 7,8 Sekunden auf Platz 2. Bronze ging an die Finnin Krista Pärmäkoski.
Für Kalla, die nach 12 km das Tempo entscheidend verschärfte, ist es das dritte Olympia-Gold. 2010 gewann sie über 10 km Skating, vier Jahre später in Sotschi triumphierte die 30-Jährige mit der schwedischen Staffel.
Nadine Fähndrich, die zweite Schweizer Starterin, klassierte sich im 27. Rang.
Foto NordicFocus