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General Hotze
General Hotze ist in Richterswil geboren und stammt aus einer Dynastie von Ärzten. Sein Vater ist als sogenannter Feldscher im Dienst von ausländischen Armeen. So werden im 18. Jahrhundert die Militärärzte bezeichnet, die Verwundete auf den Schlachtfeldern pflegen. Auch Hotzes Bruder macht sich einen Namen als Arzt. Johann Konrad Hotze hingegen zieht es nach seiner Schulzeit am Collegium Carolinum in Zürich zum Studium an der Universität von Tübingen. Anschliessend tritt er in die Fussstapfen seiner Vorfahren und schlägt eine militärische Laufbahn ein. Er bleibt Zeit seines Lebens unverheiratet.
Steile militärische Karriere
1758 wird er Fähnrich in der Armee des Herzogtums Württemberg. Weil nur Männer von adligem Geblüt Offizier werden können, benennt er sich kurzerhand in «von Hotze» um. In dieser Zeit finden viele kriegerische Auseinandersetzungen statt – der junge Hotze klettert schnell die Karriereleiter in der Armee empor. Im Jahr 1765 verlässt er die württembergische Armee als Rittmeister, weil der Herzog seinen Offizieren keinen Sold mehr bezahlen kann. In der Folge bietet Hotze seine Dienste dem König von Preussen an. Aber auch dieser steckt in Geldnöten. Nach einem Einsatz in der russischen Armee wechselt er 1777 in die österreichische Armee, wo er ab 1778 Major im Kürassierregiment wird, einer Abteilung der Kavallerie. Von da an nennt er sich Friedrich Hotze. In den folgenden Jahren nimmt er in Europa an vielen Kriegen teilt. Bei der Erstürmung der als uneinnehmbar geltenden Weissenburger Linien, welche das Elsass zwischen Rhein bei Lauterbourg und den Vogesen bei Wissembourg bezeichnet, macht er sich verdient und wird 1793 mit dem Maria-Theresien-Orden ausgezeichnet. 1797 wird er zum Kommandeur des Maria-Theresien-Ordens ernannt und erlangt damit die höchste Auszeichnung, die ein österreichischer Offizier zu dieser Zeit erreichen kann.
Kampf um die Schweiz und Tod bei Schänis
1798 marschieren französische Truppen in die Schweiz ein. Sie befinden sich zu dieser Zeit im Krieg mit einer Koalition bestehend aus Österreich, England, Russland, Portugal, Neapel und der Türkei. Die Schweiz wird zum Kriegsschauplatz fremder Armeen. General Hotze kämpft unter österreichischer Flagge. Er soll zusammen mit den Russen die Stellung Toggenburg-Walensee-Vorderrheintal-Tessin halten. Auf der anderen Seite der Linth liegen die französischen Truppen unter General Massena. In der Nacht vom 24. auf den 25. September 1799 überqueren zwei französische Bataillone schwimmend die Linth. General Hotze geht davon aus, dass nur eine kleine Anzahl Soldaten über die Linth gekommen ist. Daraufhin begibt er sich auf einen Erkundungsritt, auf dem er in den frühen Morgenstunden des 25. Septembers 1799 überrascht und getötet wird. Die österreichischen Truppen sind nach dem Tod ihres Generals führungslos und ziehen sich aus dem Gebiet zurück. Damit muss die Bevölkerung weiterhin die französische Besatzung erdulden. General Hotze wird auf dem Friedhof bei der Pfarrkirche in Bregenz beigesetzt. Das General Hotze gesetzte Denkmal wird anlässlich der Strassenkorrektion Schänis-Ziegelbrücke im Jahr 1988 an seinen heutigen Standort in der Nähe der St. Sebastianskapelle versetzt. Das Original aus stark erodiertem Sandstein befindet sich im Historischen Museum St. Gallen.