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Der Titel von Claudia Haydts Vortrag „Konfrontation(en) in Osteuropa“ ließ vermuten, es gehe um den Ukraine-Konflikt. Doch die Soziologin, die Mitglied im Vorstand der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) ist, berichtete auf dem IMI-Kongress am Wochenende über die Situation in der früheren Sowjetrepublik Moldawien, wo ebenfalls unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen.
Seit den 1990er Jahren besteht ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Moldawien, erläuterte die Referentin vor über 100 Interessierten im Schlatterhaus. Das Land ist allerdings seit einem Bürgerkrieg in der ersten Hälfte der 1990er Jahre gespalten: Der westliche Teil hat enge historische Beziehungen zu Rumänien und ist eher EU-orientiert, das östliche Transnistrien ist de facto eine unabhängige Region und befindet sich unter russischem Einfluss – politisch wie militärisch.
Die EU brauche die Republik Moldau, wie das Land offiziell genannt wird, „zur vorgelagerten Grenzsicherung“. Im Zuge….