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Im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh hat eine Frau ein Kind mit zwei Köpfen, drei Händen und zwei Herzen zur Welt gebracht. Grund für die Fehlbildung ist nach Aussage der Ärzte eine selten auftretende Dizephalie – zwei Feten teilen sich dann im Mutterleib unvollständig, Körperteile und Organe treten zweifach auf.
Oft überleben die Kinder die Geburt nicht – anders aber in Madhya Pradesh, wo Medien den Jungen als «Wunderbaby» feiern. Wegen seines kritischen Zustands wurde das Kind, das noch keinen Namen trägt, allerdings in das Krankenhaus in der Stadt Indore überwiesen, wo es streng überwacht werden soll.
Ob das Kind als eine Person oder wie siamesische Zwillinge behandelt werde, sei noch unklar, berichtet die «India Times». Eine Operation zur Trennung sei bislang nicht geplant. Der Mutter sei in der Schwangerschaft mitgeteilt worden, dass sie Zwillinge erwarte.
Siamesische Zwillinge, die das Säuglingsalter überleben, sind nur wenige bekannt. In den USA wurden 1990 Abby und Brittany Hensel geboren, die sich einen Torso teilten, aber jeweils einen eigenen Kopf, Herz und Wirbelsäule hatten. Jede von ihnen steuerte einen Arm und ein Bein. Ein dritter Arm wurde ihnen früh entfernt. Die Hensels gingen im üblichen Alter zur Schule, machten auch einen Führerschein – und wurden durch Auftritte in Talkshows und eine Dokumentation bekannt.
Der Begriff «siamesische Zwillinge» geht auf Eng und Chang Bunker zurück. Die Brüder wurden 1811 in Siam geboren, dem heutigen Thailand, und emigrierten 1829 in die USA. Dort waren sie mit zwei Schwestern verheiratet und zeugten fast zwei Dutzend Kinder. (red)
Wenn Patienten beispielsweise an Herzproblemen leiden, können Ärzte mittels eines einfachen Elektrokardiogramms (EKG) feststellen, ob ein Infarkt vorliegt oder ob der Patient Herzrhythmusstörungen hat. Ungleich schwieriger ist die Diagnose, wenn es sich um eine psychiatrische Erkrankung wie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Autismus handelt. Diese werden meist subjektiv auf der Grundlage von Befragungen der Patienten und allenfalls der Angehörigen diagnostiziert – objektive Messmethoden fehlen in diesen Fällen.