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Seit Beginn der Unruhen in Tunesien haben 9000 nordafrikanische Migranten die süditalienische Insel Lampedusa erreicht. Dies sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni in einem Fernseh-Interview am Dienstagabend.
160 Migrantenboote landeten demnach auf der Mittelmeer-Insel. Die bisher letzten 55 tunesischen Migranten wurden am späten Dienstag von der Küstenwache aufgegriffen und in Sicherheit gebracht.
Maroni sprach von einer "beispiellosen Situation". Er versicherte jedoch, dass die Regierung einen Plan entworfen habe, um die Notstandslage zu bewältigen. "Wir müssen in der Lage sein, einem weiteren, massiven Flüchtlingsstrom Stand zu halten. Dabei müssen wir auch stets die Menschenrechte berücksichtigen", sagte Maroni.
Italien will in den nächsten Tagen nahe der tunesischen Grenze ein Transitlager für mindestens 50'000 Flüchtlinge aus Libyen errichten. Damit sollen jene, die vor den Bürgerkriegswirren in Libyen fliehen, Hilfe, Nahrung und medizinische Versorgung erhalten.
SDA-ATS