Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03170.jsonl.gz/1397

Nach dem Frühstück fahren wir nach Larnaca. Unterwegs halten wir am Salzsee von Larnaca, wo wir inmitten eines Palmenhains die Hala-Sultan-Tekke von außen besichtigen können, eines der hochrangigsten islamischen Heiligtümer und bekanntes Pilgerziel. Im Zentrum der Stadt Larnaca, die seit der Bronzezeit einer wichtige Hafenstadt ist, besuchen wir die St. Lazarus-Kirche, mit der schönsten Ikonostase der Insel und die berühmte Palmenpromenade. Gegen Mittag Weiterfahrt zu den Ausgrabungen von Salamis, die bedeutendste archäologische Stätte auf Zypern. Diese Stadt soll im Jahre 1184 v. Chr. von dem Troja-Kriegsheimkehrer Teukros gegründet worden sein, hatte in der Antike bereits 100.000 Einwohner und war 2 Jahrtausende lang ökonomisch, politisch und kulturell die wichtigste Stadt der Insel. Während des 1. und 3. Jhd. n. Chr. erlitt die Stadt mehrmals schwere Erdbebenschäden, im Jahr 647 wurde sie von arabischen Invasoren dem Erdboden gleichgemacht und diente bis zu ihrer Wiederauferstehung am Ende des 19. Jhd. hauptsächlich als Steinbruch. Vom etwa 5 km² großen Stadtgebiet sind heute nur kleine Teile freigelegt. Wir sehen ein Gymnasium mit Palästra, römische Bäder, Reste eines Aquädukts, das aus 60 km Entfernung das Trinkwasser für die Stadt herbeigeführt hatte und vor allem das Theater, eines der größten des gesamten Mittelmeerraums und gegenwärtig während des Sommers wieder Aufführungsort für griechische Tragödien. Gang zum St. Barnabas Kloster, wo im 5. Jhd. der Nationalheilige Barnabas nach seinem Märtyrertod mit dem Evangelium in der Hand begraben aufgefunden wurde. Barnabas, der ein gebürtiger Zypriote war und Jesus während seines Auslandsstudiums in Jerusalem kennen gelernt hatte, kam 45 n. Chr. mit Paulus nach Zypern. Sie verkündeten hier das Evangelium und bildeten die erste Gemeinde auf der Insel. Zweiter Besichtigungspunkt des Tages ist Famagusta, das auf Grund seines natürlichen Tiefwasserhafens insbesondere während des gesamten Mittelalters eine hervorragende Rolle gespielt hat. Nach dem Fall der christlichen Königreiche und Festungen im Nahen Osten lief (auch auf Grund päpstlicher Anweisung) ein Großteil des Handels Süd- und Westeuropas über diesen Hafen; der Reichtum der hier Ansässigen war nach zeitgenössischen Berichten unüberbietbar. Wir besichtigen die Bollwerke und Mauern der Stadt, darunter den sog. Othello-Turm (In Shakespeares Drama wird Othello, Oberbefehlshaber der Streitkräfte Venedigs, nach Zypern entsandt, um einen bevorstehenden Angriff der osmanischen Flotte abzuwehren. Auf der Insel spielt sich dann die Eifersuchtstragödie ab, die mit der Ermordung seiner jungen Frau endet.). Dann Gelegenheit zu einem Bummel durch die mittelalterliche Altstadt. Rückkehr nach Limassol (Tagesdistanz ca. 300km).