Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03583.jsonl.gz/2328

Dass die Partie live auf Youtube übertragen wurde, liess die Anspannung bei den Damen noch leicht steigen. So war Lioness auch gleich nach dem Bully im Ballbesitz und machte sofort Druck. Bereits in der ersten Minute kam es zu einem gefährlichen Abschluss, doch Goalie Marianne Knellwolf lenkte den Ball mit dem Helm ab. Lioness sicherte sich weiterhin grössere Spielanteile, doch beide Teams kamen zu einigen Torchancen. Die Appenzellerinnen liessen sich in der eigenen Hälfte einige Male ausspielen, zu einem Gegentreffer führte dies aber glücklicherweise nicht. Die Damen kämpften tapfer um jeden Ball und wurden in der 13. Minute mit einem Tor durch Lea Fritsche (Assist G. Graf) belohnt. Kurz darauf gab es eine 2-Minuten-Strafe gegen Appenzell, Lioness fackelte nicht lange und nutzte das Überzahl-Spiel zum Gegentreffer. Zürich blieb weiterhin gefährlich und spielte den Ball immer wieder in die Ecke und versuchte von dort aus vors Tor zu ziehen, doch die Appenzeller Verteidigung hielt stand. In der 19. Minute stürmte Viviane Manser im Alleingang auf den gegnerischen Torwart zu und versenkte den Konter gekonnt zum 2:1.
Das Ziel für den weiteren Spielverlauf war schnell gefunden: Das Spiel in der eigenen Hälfte sollte sicherer werden und die Appenzellerinnen wollten sich nicht mehr von Lioness ausspielen lassen. Das Vorhaben klappte und die Damen zeigten in der Defensive eine deutlich bessere Leistung als im ersten Drittel und konnten so einige schöne Konter rausholen. In der 26. Minute war es erneut Lea Fritsche, die auf Pass von Bernadette Brander ein Tor erzielte. Zürich liess sich im zweiten Drittel immer mehr in die eigene Hälfte drängen. Ronja Graf versuchte es in der 29. Minute im Alleingang auf das gegnerische Tor, wurde jedoch durch einen Sturz abgebremst. Den direkten Gegenkonter nutzten die Zürcherinnen zum 3:2 Anschlusstreffer. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die zweite Pause.
Appenzell startete stark in das letzte Drittel und hatte bereits kurz nach dem Anpfiff zwei vielversprechende Chancen. Das Spiel gestaltete sich mittlerweile recht ausgeglichen. In der 42. Minute erzielte Zürich mit einem Pass in den Slot das 3:3. Die Damen des UHA fingen sich jedoch schnell wieder und brillierten mit deutlich mehr Ballbesitz als in den vorigen Dritteln und so schoss Lea Fritsche auf Pass von Corina Zwingli zum 4:3. Zwei Minuten später war es Alina Fritsche, die nach einem Freistoss das fünfte Tor erzielen konnte. Die Appenzellerinnen zeigten weiterhin ein starkes Defensiv-Spiel. Doch Zürich setzte noch einmal an und erzielte mit einer schönen Einzelleistung das vierte Goal: Spielstand 5:4 für Appenzell. Nach einer 2-Minuten-Strafe gegen die Zürcherinnen in der 48. Minute, hiess es für Appenzell, den Ball zu halten und das Spiel sauber über die Zeit zu bringen. Nach ein paar nervenaufreibenden letzten Sekunden konnte der UH Appenzell mit 5:4 gewinnen und macht somit den wichtigen Schritt auf den ersten Platz der Tabelle.