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Die Pflege und Zucht von Sonnenbarschen ist verboten.
Sonnenbarsche bedrohen die einheimische Tierwelt
Der Sonnenbarsch ist kein einheimischer Fisch. Die in den Flüssen und Seen nachgewiesenen Exemplare stammen aus früheren Besatzmassnahmen oder wurden durch Privatpersonen ausgesetzt. Letzteres geschieht leider auch heute noch. Selbst im Internet werden die Fische gelegentlich angeboten. Dabei ist doch der Handel mit Sonnenbarschen untersagt. Aufgrund der geringen Grösse spielt der Sonnenbarsch weder für die Berufs- noch für die Freizeitfischer eine Rolle. Manche Leute Pflegen die Fische jedoch im Aquarium, was ebenso verboten ist. Ebenso dürfen sie nicht in Gartenteichen ausgesetzt werden.
Eingeführt wurden die Sonnenbarsche vorwiegend um die Jahrhundertwende. In Europa waren beispielsweise Grossbritannien, Rumänien, Ungarn und natürlich auch die Schweiz mit ihren Nachbarländern davon betroffen.
Von den drei Arten, die in Mitteleuropa ausgesetzt wurden, hat sich allerdings nur der Gewöhnliche Sonnenbarsch durchgesetzt. Er ist heutzutage in vielen Schweizer Gewässern anzutreffen. Zudem ist weiterhin eine Ausbreitung des unerwünschten Fremdlings zu verzeichnen. Sie sind deswegen nicht gerne gesehen, weil die Fische insbesondere der Brut von anderen Nutzfischen gefährlich werden.
Woher stammen die Sonnenbarsche?
Ursprünglich waren die Gewöhnlichen Sonnenbarsche im zentralen und östlichen Nordamerika beheimatetet. Der Lebensraum dieser Fische sind warme, pflanzenreiche und strömungsarme Uferbereiche von Flüssen und Seen. Im Sommer halten sie sich in 1-2 m Tiefe auf, im Winter leben sie in tieferen Lagen.
Die Gewöhnlichen Sonnenbarsche sind Raubfische. Sie erbeuten kleinere Fische, Frösche, Kaulquappen, Schnecken, Würmer, Kleinkrebse und Wasserinsekten.
Keine Teichfische
In unseren Breiten wachsen die Jungfische wegen der oft zu niedrigen Temperaturen eher langsam heran. Die Geschlechter lassen sich auch bei älteren Exemplaren meist nicht gut unterscheiden. Jüngere Tiere sind oft prächtiger gefärbt, im Alter nimmt die Färbung ab. Darüberhinaus beeinflusst das Wohlbefinden die Farbintensität. Nach strengen Wintern können vor allem die älteren Exemplare sterben.
Die Sonnenbarsche sind nahe mit den Echten Barschen verwandt und deswegen auch arge Räuber. Die Durchschnittsgrössen liegen zwischen 10 bis 15 cm – selten grösser. Die Tiere suchen warme und sonnige Gewässerabschnitte auf, in denen sie sich meistens im Flachwasserbereich aufhalten. Deswegen werden sie gerne in Gartenteichen ausgesetzt, was der Natur ebenfalls sehr schadet.
Verbotene Aquarienhaltung
Sonnenbarsche könnten in gut bepflanzte Aquarien, mit sauberem, sauerstoffreichem Wasser gepflegt werden. Allerdings erhalten nur öffentliche Einrichtungen, wie Zoologische Gärten, eine Haltebewilligung.