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Der US-Leitindex, der breit angelegte S&P 500 und der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite erreichten bereits im frühen Handel Bestmarken. Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gewann der Dow dann 0,56 Prozent auf 22 531,50 Punkte. Der S&P 500 legte um 0,29 Prozent auf 2526,72 Punkte zu. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq Composite rückte um 0,16 Prozent auf 6506,521 Punkte vor, während der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,06 Prozent auf 5975,568 Zähler nachgab. Sein Rekordhoch hatte er Mitte September bei knapp unter 6013 Punkten erreicht.
In der US-Industrie hatte sich die Stimmung im September von bereits hohem Niveau aus weiter verbessert und den höchsten Stand seit gut 13 Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex ISM war um 2,0 Punkte auf 60,8 Zähler geklettert, während Bankvolkswirte mit einer Eintrübung gerechnet hatten. Ausserdem hatten die Bauausgaben im August nach einem kräftigen Rückgang im Vormonat wieder zugelegt, und zwar etwas stärker als erwartet.
Unter den Einzelwerten legten nach dem Massaker in Las Vegas vor allem Aktien von Waffenherstellern zu. Antrieb dafür dürften Erwartungen sein, dass sich nun noch mehr Amerikaner mit noch mehr Waffen zwecks Selbstverteidigung oder aus Sorge vor einer möglichen Verschärfung des Waffengesetzes eindecken könnten. Die Papiere von American Outdoor Brands Corp. (AOBC) , des Herstellers von Smith & Wesson, rückten um 3,87 Prozent vor, die von Sturm, Ruger & Company Inc. gewannen 4,16 Prozent und Vista Outdoor Inc. stiegen um 2,92 Prozent. Während eines Musikfestivals hatte ein Mann aus einem Zimmer des zu MGM Resorts International gehörenden Hotels "Mandalay" auf die Konzertbesucher geschossen und mindestens 58 Menschen tödlich getroffen. Mehr als 500 wurden nach bisherigen Angaben zudem verletzt.
Die Aktien von MGM Resorts büssten 4,83 Prozent ein. Die Papiere des Wettbewerbers Wynn Resorts wurden in Mitleidenschaft gezogen und verloren 1,99 Prozent.
Eine Analystenabstufung drückte auf die Aktien von PepsiCo , die daraufhin 1,86 Prozent verloren. Das Analysehaus Jefferies hatte seine Kaufempfehlung für die Papiere des Getränkekonzerns einkassiert und darauf hingewiesen, dass sich das Geschäft in Nordamerika abschwäche.
Gewinne nahmen Anleger bei den am Donnerstag noch fulminant an der Nasdaq gestarteten Anteilscheinen des Streaming-Spezialisten Roku mit. Nachdem die Papiere an ihrem ersten Handelstag um fast 68 Prozent in die Höhe geschnellt waren und am Freitag noch ein Plus von rund 13 Prozent draufgesattelt wurde, gaben sie nun um etwas mehr als 10 Prozent nach./ck/he
(AWP)