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Nach einem Beben der Stärke 6,8 liegen Teile der historischen Altstadt von Marrakesch in Trümmern. Es wurden bisher über 2000 Tote gezählt, die meisten in den entlegenen Dörfern des Atlasgebirges. König Mohammed VI. ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
Eine Familie sitzt am Samstag nach dem Erdbeben vor ihrem zerstörten Haus im Dorf Moulay Brahim südlich von Marrakesch.
Mosa'ab Elshamy / AP
Viele Menschen waren nach der Hitze des Tages noch wach, um die kühlen Abendstunden zu geniessen, als sich das Erdbeben ereignete. Vermutlich hätte das Beben der Stärke 6,8 sonst in Marrakesch und anderen Städten und Dörfern im Zentrum Marokkos noch mehr Opfer gefordert. Doch auch so wurden im Atlasgebirge und in den angrenzenden Regionen laut der Regierung bisher mindestens 2000 Tote gezählt. Mehr als 2000 Menschen wurden teilweise schwer verletzt, geht aus Zahlen des marokkanischen Innenministeriums in der Nacht zum Sonntag hervor. Das ganze Ausmass der Katastrophe dürfte erst mit der Zeit klar werden. Das Beben in der Nacht auf Samstag war das tödlichste seit mehreren Jahrzehnten in Marokko. Viele Menschen im Erdbebengebiet verbrachten bereits die zweite Nacht im Freien in Unsicherheit und Trauer.