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Wirkstoff:Esketaminum (ut Esketamini hydrochloridum) 60.0 mg
Sonstiger Bestandteil:Methylis parahydroxybenzoas natricus (E 219) 1.14 mg
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.
KatzenKurznarkosen für diagnostische und therapeutische Eingriffe, sowie zur Einleitung von Inhalationsnarkosen. Dank schonender Wirkung auch zur Anästhesie von Risikopatienten geeignet.
HundeKurznarkosen für diagnostische und therapeutische Eingriffe, sowie zur Einleitung von Inhalationsnarkosen
PferdeZur Einleitung einer Anästhesie
Bei erhöhtem intrakraniellem Druck oder vor geplanten intraokulären Eingriffen.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem sonstigen Bestandteil.
Bei der Anwendung von Ketamin ist eine sorgfältige Überwachung der Vitalparameter erforderlich. Geeignete Massnahmen zur Wiederbelebung sind gegebenenfalls einzuleiten.
Ketamin passiert die Plazentaschranke und kann embryotoxisch wirken.
Vorsicht bei Neigung zu epileptischen Anfällen, Schädelhirntraumata, bei Nieren- und Leberfunktionsstörungen, bei nicht oder ungenügend behandelter Hyperthyreose (v.a. bei Katzen) sowie bei Glaukoma und perforierenden Augenverletzungen.
Vorsicht bei Herzpatienten mit möglicher Myokardischämie (insbesondere bei ausgeprägter Hypertrophie bei hypertropher Kardiomyopathie) und Vorliegen von Tachyarrhythmien.
Bei Eingriffen an Pharynx, Larynx oder Bronchien kann eine Intubation und künstliche Beatmung erforderlich sein.
Achtung: Gefahr eines Laryngospasmus
Kornea vor Austrocknung mit Augensalbe schützen.
Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. NICHT AN DAS STEUER EINES FAHRZEUGS SETZEN!
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Esketamin oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden. Eventuelle Spritzer sofort mit reichlich Wasser von der Haut und den Augen abwaschen.
Fetotoxische Wirkungen können nicht ausgeschlossen werden. Schwangere Frauen sollten den Umgang mit dem Produkt möglichst vermeiden.
Bei Keta-S sind keine zusätzlichen stereospezifischen Sicherheitsrisiken bekannt, die nicht schon vom Razemat her beachtet werden müssen. Nach Applikation des Razemates wurden folgende unerwünschte Wirkungen beobachtet: Nystagmus, Mydriasis, leichte Tendenz zu erhöhtem Skelettmuskeltonus, ev. Tachykardie und Blutdrucksteigerung, Salivation. Moderate Anorexie, Nausea und Vomitus können gelegentlich auftreten. Eine vorübergehende, leichtgradige Hypertension und eine Zunahme der Herzfrequenz werden häufig beobachtet. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll Keta-S mit Vorsicht angewendet werden, obwohl die Effekte beim S(+)-Enantiomer weniger ausgeprägt sind als beim Razemat.
Nach rascher intravenöser Injektion oder Überdosierung kann es zu Atemdepression oder sogar zu einer Apnoe kommen.
Bei Hunden kann es sowohl mit dem Razemat als auch mit S(+)-Ketamin während der Aufwachphase zu psychomotorischen Erregungszuständen kommen. Dagegen hilft die Verabreichung eines Benzodiazepins.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Sedativa und/oder Opioiden wird die Anästhesie verstärkt und die Erholungsphase kann sich verlängern.
Esketamin ist immer mit einem Sedativum und/oder einem Hypnotikum zu kombinieren!
Katzen3 - 6 mg/kg KGW i.v. oder i.m.
Bei alten oder kranken Katzen soll die Dosis reduziert und nach Wirkung verabreicht werden.
Beispiel:
Hunde2 - 3 mg/kg KGW i.v.
Bei alten oder kranken Hunden soll die Dosis reduziert und nach Wirkung verabreicht werden.
Beispiel:
Ein spezifisches Nachdosierungsschema wurde für Keta-S klinisch nicht untersucht.
PferdeEinleitung einer Allgemeinanästhesie: (1 -) 2 mg/kg KGW i.v.
Die zur Prämedikation angewendeten Präparate sollen auf den individuellen Patienten abgestimmt werden. Folgende Substanzen wurden in verschiedenen Studien mit S(+)-Ketamin kombiniert:
Alpha2-Agonisten (Romifidin, Xylazin und Medetomidin) mit oder ohne Acepromazin, Guaifenesin und Benzodiazepine (Diazepam, Midazolam).
ATCvet-Code: QN01AX03
Das S(+)-Enantiomer stellt bezüglich Analgesie die wirkungsvollere Komponente des Ketaminrazemates dar. Bei der Katze sind 0.6 mg/kg KGW S(+)-Ketamin äquipotent zu 1 mg/kg KGW des Razemates. Bei Ratten ist der therapeutische Index höher als der des Razemates sowie von R(-)-Ketamin.
S(+)-Ketamin hat gegenüber dem Razemat folgende Vorteile:
Die Wirkung tritt rasch ein und dauert je nach Applikationsart 10 bis 20 Minuten. Keta-S hat, wie das Ketamin-Razemat, eine leicht depressive Wirkung auf die Atmung, Herz und Kreislauf werden leicht stimuliert. Die Pharynx- und Larynx-Reflexe sowie der Skelettmuskeltonus bleiben erhalten. Keta-S besitzt eine grosse Sicherheitsbreite. Zur Anästhesie bei chirurgischen Eingriffen muss Keta-S mit anderen Inhalations- und Injektionsanästhetika kombiniert werden.
Acidum aceticum
Aqua ad iniectabilia
Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses: 28 Tage
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
5 Durchstechflaschen aus Braunglas zu 10 ml in Faltschachtel
Durchstechflasche aus Braunglas zu 50 ml in Faltschachtel
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.
Rehhagstrasse 83
3018 Bern
Tel.: 031 / 980 27 27
Fax: 031 / 980 27 28
<email-pii>
Swissmedic 57'152'003 5 × 10 ml
Swissmedic 57'152'004 50 ml
Abgabekategorie A: einmalige Abgabe auf tierärztliche Verschreibung (Achtung: Betäubungsmittelgesetz beachten!)
VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND / ODER DER ANWENDUNGDarf nicht abgegeben werden.
Dieser Text ist behördlich genehmigt.