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Sunao Tawara
* 5. Juli 1873 in Aki (Landkreis Kunisaki, Präfektur Ōita); † 19. Januar 1952 in Nakatsu
Sunao Tawara, ein japanischer Pathologe, ist am 5. Juli 1873 in Aki geboren. Er wird 1892 von Tawara Shuntō, einem praktizierenden Arzt, adoptiert und nach Tokio zum Studium der englischen und deutschen Sprache geschickt. Anschließend besucht er zur Vorbereitung eines Studiums an der Kaiserlichen Universität Tokio ein Elitegymnasium, das er 1897 abschließt. Im folgenden Jahr beginnt er ein Studium der Medizin, arbeitet nach dem Abschluss ab 1901 als Assistent in der Abteilung für Hautkrankheiten, ab Mai 1902 in der Inneren Medizin. Sunao Tawara wechselt 1903 nach Berlin, auf Empfehlung von Kokubo Keisaku nach Marburg an das Pathologische Institut der Philipps-Universität Marburg zu Ludwig Aschoff. Er beschäftigt sich mit der Myocarditis, den Ganglienzellen, dem sogenannten Atrioventrikular-Verbindungsbündel und entdeckt den Aschoff-Tawara-Knoten. 1906 kehrt Sunao Tawara nach Japan zurück und wird zum Assistenzprofessor für Pathologie an der Medizinischen Hochschule Fukuoka (später: Kaiserliche Universität Kyūshū) ernannt, einer Zweigstelle der Kaiserlichen Universität Kyōto. 1908 promoviert er an der Universität Tokio und wird Ordinarius der Pathologie in Fukuoka. Hier wirkt er bis zu seiner Emeritierung 1933. Sunao Tawara stirbt am 19. Januar 1952 in Nakatsu.
Bekannt ist Sunao Tawara durch das Eponym Aschoff-Tawara-Knoten und den Fachbegriff His Bündel.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Sunao Tawara u.a. mit Tawara Shuntō, Kokubo Keisaku, Ludwig Aschoff.
Quellen
http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/471.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Tawara_Sunao