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Ein poppiger Countrysong hat bei den Grammys richtig abgeräumt. Lady Antebellum hat am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles gleich vier der begehrtesten Musikpreise der Welt für ihr Stück "Need You Now" - als Song und als gleichnamige Platte - bekommen.
"Need You Now" wurde in zwei der drei wichtigen Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des Jahres 2010. Damit wurden einmal die Interpreten und einmal Komponisten und Texter des Liebesliedes geehrt - jeweils das Trio aus Tennessee.
Der Titel - nicht hundertprozentig Country, sondern sehr poppig - bekam auch noch die Preise als bester Countrysong und beste Country-Darbietung. Die Band aus Nashville hatte sich vor nicht einmal fünf Jahren gebildet.
Arcade Fire mit bester Platte
Beste Popsänger des Jahres wurden Lady Gaga und Bruno Mars. Die 24-jährige New Yorkerin bekam den Preis für "Bad Romance" von ihrem Album "The Fame Monster", der ein Jahr ältere Rhythm-and-Blues-Musiker aus Hawaii für "Just The Way You Are".
Beste Popgruppe wurde Train. Die drei erhielten für den eingängigen Song "Hey, Soul Sister" den Preis als "Bestes Duo/Beste Gruppe". Beste Platte wurde "The Suburbs" von der kanadischen Independent-Band Arcade Fire.
Enttäuschende Favoriten
Lady Gaga bekam insgesamt drei der kleinen goldenen Grammophone, ansonsten enttäuschten die Favoriten. Mars war sechsmal nominiert, bekam aber nur einen Preis. Eminem machte aus zehn Nominierungen nur zwei Grammys. Katy Perry legte wieder eine pompöse Bühnenshow hin, geehrt wurde sie nicht.
Teeniestar Bieber ist zwar gerade mit einem Konzertfilm ausserordentlich erfolgreich und begeisterte zusammen mit Usher das Publikum in Los Angeles. Aber auch er ging preislos nach Hause.
Grammy für Wahlzürcherin Cecilia Bartoli
Die Wahlzürcherin Cecilia Bartoli erhielt einen Grammy für ihr Kastratenarien-Album "Sacrificium". Sie gewann in der Kategorie Beste klassische Gesangsdarbietung, in der sie schon 2002 einen Grammy holte.
Die 1966 in Rom geborene Mezzosopranistin ist mit dem Schweizer Bariton Oliver Widmer verheiratet und lebt in der Nähe von Zürich. Auf der Doppel-CD "Sacrificium" und dem zugehörigen Beiheft erinnert sie an die Kunst und die Leiden der Kastratensänger des 18. Jahrhunderts.
SDA-ATS