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Für Brettspiele braucht man immer mindestens ein Brett, auf dem ein Spielfeld aufgezeichnet ist, sowie Spielfiguren. Würfel sind nicht immer für ein Brettspiel nötig, ebenso wenig Karten, Spielgeld oder anderes Zubehör.
Brettspiele gibt es schon seit vor unserer Zeitrechnung. Bereits auf dem steinernen Königsthron Karls des Großen, der im Aachener Dom zu besichtigen ist, ist an einer Seitenplatte ein Mühlespiel eingeritzt. Das wurde vermutlich Ende des achten Jahrhunderts von Steinmetzen oder Fuhrleuten genutzt, bevor die einzelnen Marmorplatten zu einem Sitz für den Regenten zusammengefügt wurden. Ein Mühleplan ist nachweislich aus dem 14. Jahrhundert vor Christus.
Das Schachspiel in seiner jetzigen Form existiert ungefähr seit dem siebten Jahrhundert. Der beim Schach genutzte Spielplan wird auch für das Damespiel verwendet, das wahrscheinlich im zehnten oder elften Jahrhundert entwickelt wurde. Halma ist das jüngste Spiel der hier vorgestellten Spiele. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Alle drei Spiele werden von zwei Spielern bestritten.
Schach
Der Name des Königsspiels leitet sich von „Schah“ ab. Es wird mit 32 farblichen und von der Gestalt her unterschiedlichen Figuren gespielt. Dies sind jeweils acht Bauern, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer, eine Dame und ein König, die einmal in „Weiß“ und einmal in „Schwarz“ vorhanden sind. Die Figuren haben verschiedene Möglichkeiten, sich über das Spielfeld zu bewegen. Das Spielfeld besteht aus je 32 schwarzen und 32 weißen, also 64 Feldern, die abwechselnd abgebildet sind. Ziel ist, den König matt zu setzen, sodass diese Figur keinen Zug mehr ausüben kann.
Dame
Beim Damespiel hat jeder Spieler 32 schwarze oder weiße Spielsteine. Ziel ist, alle Steine des Gegners durch Überspringen oder Blockieren zu eliminieren.
Mühle
Jeder Spieler hat jeder Spieler neun schwarze oder weiße Damesteine. Ziel ist, alle Steine des Gegners zu eliminieren.