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Still und heimlich hat sie sich in die Schauspiel-Elite Hollywoods hochgearbeitet. Das beweist ein Blick auf die laufenden Projekte von Rooney Mara, 27. Auf ihren Durchbruch als Lisbeth Salander in «The Girl With The Dragon Tattoo», der Verfilmung des ersten Buches von Stig Larssons «Millenium»-Trilogie, folgen die grossen Angebote.
An der Seite von Ryan Gosling, Christian Bale und Natalie Portman spielt sie in «Lawless» mit, der 2013 in die Kinos kommen soll. In «Side Effects» von Star-Regisseur Steven Sonderbergh hat sie sich die Hauptrolle ergattert, neben ihr spielen Jude Law, Channing Tatum und Catherine Zeta-Jones mit. Und dann ersetzt sie noch Carey Mulligan in einem bisher unbenannten Streifen von Spike Jonze. Ihr Filmpartner da: Joaquin Phoenix.
Derzeit ist Rooney in Park City in Utah, wo sie am diesjährigen Sundance Film Festival mit Casey Affleck den Film «Ain't Them Bodies Saints» vorstellt. «Ich fühle mich deshalb ein wenig... schizophren!», sagt sie in der aktuellen «Vogue». «Es ist seltsam, von einem Charakter zum anderen zu springen.» Vor allem, weil sie sich oft irgendwann mit ihren Filmfiguren identifiziere und sich derart in Rollen reinsteigere.
ERFOLG DANK MUT ZUR VERÄNDERUNG
Mit der Hauptrolle in «The Girl With The Dragon Tattoo» (deutscher Titel: «Verblendung») hat sie einen Mega-Coup gelandet: Rooney Mara setzt sich beim Casting gegen namhafte Schauspielerinnen wie Natalie Portman und Scarlett Johansson durch. An der Seite von Daniel Craig mimt sie Lisbeth Salander, die computerverrückte Punkerin aus Stig Larssons «Millenium»-Trilogie.
Rooney lässt sich dafür in jedes Ohrläppchen vier Löcher stechen, bekommt ein Augenbrauen- und ein Brustwarzenpiercing. Die Augenbrauen werden aufgebleicht und die Haare schwarz gefärbt. Für ihre Darstellung wird sie mit einer Golden-Globe- und einer Oscar-Nomination belohnt.
Sie selbst sei allerdings nicht ganz so glücklich mit sich, wie sie erzählt. Bei all den Premieren sei sie heimlich rausgeschlichen. Den Film habe sie sich dann in einer öffentlichen Vorstellung in Manhattan angeschaut. «Ich wollte wirklich alleine sein!» Einzig ihr Freund Charlie McDowell, 29, habe sie begleiten dürfen.
START ALS SCHAUSPIELERIN & CHARITY-LADY
Rooney Mara, die bürgerlich Patricia Rooney Mara heisst und sich bis 2011 Tricia Mara nennt, kommt aus einer einflussreichen Familie: Ihr Grossvater väterlicherseits war einst Mitinhaber der American-Football-Mannschaft New York Giants. Derzeit ist ihr Vater Chris Mara der Vize-President der Spielerauswahl-Sektion. Rooney hat drei Geschwister: Daniel, Conor und Kate, die selbst auch als Schauspielerin tätig ist.
Nach ihrem High-School-Abschluss reist Rooney als Backpackerin für vier Monate in die südamerikanischen Länder Bolivien, Ecuador und Peru. An der Universität studiert sie Psychologie und internationale Sozialpolitik. Danach gründet sie die Wohltätigkeitsorganisation «Faces of Kibera», die sich für Waisenkinder in den Slums von Kibera, Nairobi, einsetzt. «Es gibt so viele Menschen, die Hilfe brauchen und die diese aber nicht kriegen. Deshalb habe ich meine eigene Charity-Organisation gegründet», erklärt Rooney.
Neben ihrem Studium und ihrem Einsatz für den guten Zweck beginnt Rooney ihre Schauspielkarriere: Zuerst erhält sie kleine Nebenrollen in Fernsehserien wie «Law & Order», im Teenie-Film «Tanner Hall» spielt sie dann erstmals eine Hauptrolle. Die weiteren Hauptrollen schnappen ihr dann aber immer andere Jungschauspieler weg: In «Dare» geht sie an Emmy Rossum, in «The Winning Season» an Emma Roberts.
Dennoch gelingt es Rooney, sich zu etablieren, obwohl sie nie wirklich eine Schauspielschule besucht hat. Die Schauspielerei sei für sie «Learning by Doing», sagt Rooney.