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Castello Romitorio
Majestätische Brunello mit einem Touch Kunst.
Das nur 3 km Luftlinie vom Städtchen Montalcino entfernte Castello Romitorio hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Einst war es Gefängnis für desertierte christliche Soldaten zu römischen Zeiten, dann Tempel, Festung, Kloster, Schloss, Herrschaftshausund zuletzt Unterschlupf für Schäfer und ihre Herden. 1984 wurde die Ruine samt brachliegender Weinberge vom zeitgenössischen italienisch-US-amerikanischen Künstler Sandro Chia erworben (seine Werke der Transavantgarde schafften es bis ins New Yorker Guggenheim Museum!). Das Castello wurde in der Folge wiederinstandgesetzt, und in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre wurden die ersten Reben gepflanzt. Sandro Chia verwendete dafür hauptsächlich die berühmten und qualitativ hochwertigen Sangiovese-Klone von Biondi-Santi (BBS 11) und Il Poggione.
Sämtliche Brunello-Weinberge von Castello Romitorio befinden sich im Nordwesten der Appellation auf Höhenlagen von 250-450 m ü. M., was den Weinen von Romitorio die typische Frische verleiht. Die Böden bestehen hier aus dem regionstypischen Galestro (Schiefergestein), Ton und Kalk. Die umliegenden Wälder und Flüsse sorgen zudem für kühlende Einflüsse in den Rebbergen. 2005 wurde der Weinkeller in seiner jetzigen Form fertiggestellt und Sandro Chias Sohn Filippo (studierter Filmemacher) folgte dem Ruf seines Vaters. Mittlerweile leitet der umtriebige und charmante Filippo erfolgreich die Geschicke von Castello Romitorio. Das Traubengut für die Spitzenweine von Romitorio werden nach der manuellen Ernte nochmals auf dem Sortiertisch streng selektioniert. Die anschliessende Reifung erfolgt zum Teil in französischen Barriques und zum Teil in grossen Holzfässern. Auf sämtlichen Etiketten von Castello Romitorio finden sich übrigens Kunstwerke von Sandro Chia.
Sandro Chia - Künstler und Winzer aus Leidenschaft.
Sandro Chia ist 1946 in Florenz geboren und war einer der Hauptvertreter der postmodernen italienischen Transavantgarde. Diese hat sich in Italien in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre entwickelt und galt als sinnliche Gegenströmung zur spröden Intellektualisierung der damaligen Kunst. Er unterhielt in den 1980er und 1990er Jahren ein Atelier in New York, wo er als Künstler seine erfolgreichste Zeit erlebte. Doch zog es ihn wieder zurück in seine Heimat, wo er seit 1999 zusammen mit seiner Familie im Castello Romitorio bei Siena lebt, und seine beiden grössten Leidenschaften miteinander verbinden kann: Wein und Kunst.