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Chinesische Behörden haben im Oktober innerhalb von nur 5 Tagen 11 Millionen Einwohner der Hafenstadt Qingdao auf das Coronavirus getestet, nachdem bei einem Taxifahrer und mehreren Hafenarbeitern eine Infektion festgestellt worden war. Nach einem Bericht im New England Journal of Medicine konnte eine Epidemie auch ohne Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhindert werden.
In China ist das Infektionsgeschehen mittlerweile offenbar unter Kontrolle. Bei importierten Fällen schrecken die Behörden nicht vor aggressiven Massnahmen zurück. Am 10. Oktober war bei einem Taxifahrer ein Test positiv ausgefallen. Auch seine Frau wurde positiv getestet, ebenso ein Tuberkulosepatient in einer Klinik. Als Quelle der Infektion wurden zwei Dockarbeiter ermittelt.
Weil die Gesundheitsbehörden einen unkontrollierten Ausbruch befürchteten, wurde ein Massenscreening der gesamten Bevölkerung durchgeführt. An 4000 Orten wurden Testzentren eingerichtet. Insgesamt hat man so 9 weitere Infektionen gefunden, die alle miteinander in Verbindung standen. Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung wurde während der Tests kaum eingeschränkt. Die Bewohner mussten allerdings eine Maske tragen.