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Hallo Bianca,
wirklich sehr spannend, was Du schreibst! In vielen (guten) amerikanischen NEM scheint automatisch häufig eh nur die aktivierte Folsäure enthalten zu sein. Mein "Lieblings-NEM", das Neurochondria von Thorne, was ich mittlerweile, mehr oder weniger regelmäßig, seit fast 4 Jahren nehme, enthält ebenfalls die aktivierte Form. Im LEF-Mix ist leider nur die "normale Form" drin... Da hätte ich mir mehr erwartet!
Interessant, weil ich früher stark unter Migräne litt, und die wohl u.a. auch (zusammen mit einer Leberüberlastung, Übersäuerung, usw.) mit einem erhöhten Histaminaufkommen assoziiert war. Damals nahm ich neben Paspertin, Paracetamol, Zink-Histidin, usw., noch regelmäßig handelsübliche Folsäure aus der deutschen Apotheke.
Hier steht auch etwas dazu, dass (normale) Folsäure offensichtlich auch von Histamin-Patienten schlecht vertragen wird:
Bis heute ist kein Medikament bekannt, das die DAO-Aktivität deutlich zu erhöhen vermag. Die beste Wirkung in der Therapie aller histaminbedingten Beschwerden, seien es Allergien, Histaminintoleranz oder psychische Beschwerden zeigt eine streng histaminfreie Diät sowie Antihistaminika und Supplementierung mit Vitaminen und Spurenelementen.
Therapie von histaminbedingten Erkrankungen und Histaminintoleranz
Ø Bei Histaminmangel ist die Supplementierung mit Zink, Mangan, Vitamin C, Vitamin B3, Vitamin B12 und Folsäure sehr erfolgreich. Die Folsäure, zusammen mit Vitamin B12 erhöht das Histamin im Blut und Zink ermöglicht die normale Speicherung von Histamin in den Basophilen und im Gehirn.
Ø Bei den Histadelie-Patienten (zu viel Histamin) verschlechtert sich der Zustand nach Verabreichung von Folsäure eindeutig. Diese Patienten sprechen jedoch gut auf Supplementierung mit Methionin und Kalzium, kombiniert mit Mangan und Zink an. Da das Kupfer den Abbau von Serotonin, Dopamin und Histamin fördert, kann man einen zu hohen Histamin-Blutwert mit vorsichtiger Kupfer-Supplementierung und gleichzeitigen Zink- und Mangan-Gaben reduzieren.
Ø Die wirksamste Ernährung für Patienten mit hohem Histamin dürfte eine eiweissarme, Vitamin C reiche Kost mit ausreichend Gemüse und Obst sein. Auch die Einnahme von Vitamin B12, das natürlicher Antagonist der Folsäure ist, kann hilfreich sein, in schweren Fällen gibt man Phenytoin (ein Antikrampfmittel) als Folsäure-Hemmer.
Ø Oligomeres Procyanidin (OPC) ist das wirksamste Antioxidationsmittel überhaupt. 1985 konnte in einer japanischen Studie gezeigt werden, dass OPC die Freisetzung und Synthese von Histamin verhindert, indem es die Aktivität des Enzyms Histidin-Decarboxylase hemmt.
Ø Weihrauchextrakt mit Boswelliasäure kann als entzündungshemmender Naturstoff verhindern, dass Entzündungs-mediatoren (auch Histamin) synthetisiert oder freigesetzt werden. Boswelliasäure hemmt das Enzym 5-Lipoxygenase und dadurch die Synthese von Leukotrienen, die eine wichtig Rolle als Entzündungsvermittler spielen, und erzielt so sehr gute Resultate bei der Behandlung von allergischen Erkrankungen.
Quelle: Biog. amine neu
Bin schon sehr gespannt auf Deinen Laborbericht!
Viele Grüße
Binnie