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Hormonelle Verhütungsmethoden
Die Antibaby-Pille, oder auch nur die „Pille“ genannt, ist eine der beliebtesten Verhütungsmethoden. Doch Pille ist nicht gleich Pille. Mittlerweile gibt es verschiedene Sorten, die sich nicht nur in ihrer Wirkungsweise unterscheiden. Nebst der Pille gibt es auch noch weitere hormonelle Verhütungsmethoden. Einige dieser Methoden, wie beispielsweise der Vaginalring oder auch die Spirale werden immer beliebter.
Die Antibaby-Pille – verschiedene Sorten
Die Kombinationspille
Die Kombinationspille ist die meist verwendete Pille in der Schweiz. Sie enthält die beiden Hormone Östrogen und Gestagen. Die Pille verhindert einerseits den Eisprung und wirkt anderseits auf die Veränderung des Zervixschleims und ist somit besonders sicher (Pearl Index 0.1 – 0.9).
Wirkweise der Kombinationspille
1. Der Eisprung wird unterdrückt, indem die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Produktion der Hormone FSH und LH vermindert. Diese Hormone sind für das Heranreifens des Ei's notwendig.
2. Dadurch produziert der Eierstock weniger Östrogen und Progesteron und die Gebärmutterschleimhaut wird nicht normal aufgebaut. Dies führt dazu, dass sich eine Eizelle kaum einnisten kann.
3. Das enthaltene Gestagen bewirkt eine Veränderung des Gebärmutterschleims im Muttermundkanal, sodass die Spermien nicht mehr in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können.
2. Dadurch produziert der Eierstock weniger Östrogen und Progesteron und die Gebärmutterschleimhaut wird nicht normal aufgebaut. Dies führt dazu, dass sich eine Eizelle kaum einnisten kann.
3. Das enthaltene Gestagen bewirkt eine Veränderung des Gebärmutterschleims im Muttermundkanal, sodass die Spermien nicht mehr in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können.
Bei den Kombinations-Pillen werden zwischen der Einphasen-Pille und den Mehrphasen-Pillen unterschieden.
Die Minipille
Die heutige Minipille oder Gestagenpille enthält nur das Hormon Desogestrel, jedoch kein Östrogen. Sie wirkt über die Veränderung des Zervixschleims und verhindert den Eisprung und/oder die Einnistung. Mit einem Pearl Index von 0.4 ist sie fast so sicher wie die Kombinationspille.
Es wird 28 Tage lang jeweils eine Pille eingenommen, ohne Einnahmepause. Dieses Präparat ist besonders für Frauen geeignet, die auf Östrogene mit Nebenwirkungen reagieren. Gestagenpillen können nach derzeitigen Erkenntnissen im Gegensatz zu Kombinationspillen auch während des Stillens eingenommen werden.
Alternativen zur Anti-Baby-Pille
Alternativen zur Pille wurden in den letzten Jahren immer beliebter. Es gibt folgende Alternativen zur Pille, welche ebenfalls über eine Veränderung der Hormone wirken:
- Verhütungsring
- Hormonpflaster
- Hormonspirale
- Hormonspritze
- Hormonimplantat
Der Verhütungsring und das Hormonpflaster werden hier kurz vorgestellt.
Der Verhütungsring
Der Verhütungsring, auch Vaginal- oder Monatsring genannt, ist ein Verhütungsmittel, welches mittels Hormonen den Eisprung verhindert. Im Unterschied zur Pille gelangen die Hormone Östrogen und Gestagen jedoch lokal über die Vaginalschleimhaut in den Blutkreislauf.
Dazu wird der flexible und transparente Kunststoffring vaginal eingeführt und nach drei Wochen wieder entfernt, worauf dann in der siebentägigen Ringpause die Menstruation eintritt. Der Ring kann ohne Wirkungsverminderung innerhalb von 24 Stunden für maximal drei Stunden aus der Scheide entfernt werden, zum Beispiel wenn er beim Geschlechtsverkehr stört. Er ist mit einem Pearl-Index von etwa 0.9 so sicher wie die Kombinationspille.
Das Hormonpflaster
In erster Linie werden durch die Hormone Östrogen und Gestagen der Eisprung und die Einnistung einer Eizelle verhindert. Durch die Verdickung der Schleimhaut im Gebärmutterhals wird zusätzlich das Eindringen von Samenzellen blockiert.
Das Hormonpflaster wird wie ein normales Pflaster auf eine saubere, trockene Hautstelle am Gesäss, Bauch, Rücken oder Oberarm geklebt. Die Anwendung erfolgt über drei Wochen, wobei ein Patch jeweils während sieben Tagen getragen wird. Es folgt dann eine pflasterfreie Woche, in der die Blutung eintritt. Nach diesen sieben Tagen wird ein neues Pflaster aufgeklebt, nach Möglichkeit an einer anderen Stelle.
Das Pflaster ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel (Pearl-Index ca. 0.9) und hält auch Wasser stand. Falls es sich dennoch ablöst, ist der Empfängnisschutz nach Ablösung 24 Stunden gewährleistet. In dieser Zeitspanne muss ein neues Pflaster aufgeklebt werden.
Was ist der Pearl-Index?
Der Pearl-Index steht für die Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen trotz Anwendung eines bestimmten Verhütungsmittels während einem Jahr schwanger werden. Je niedriger der Wert, desto sicherer ist die jeweilige Methode.
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Quellen:
- www.ch.fem.com/liebe-lust/news/verschiedene-arten-der-antibabypille-pillen-zur-verhuetung
- www.compendium.ch/home/de
- www.euroclinix.net/ch/verhuetung/antibabypille/vergleich
- www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/weitere-hormonelle-methoden/verhuetungspflaster/#c569
- www.feel-ok.ch/de_CH/jugendliche/themen/liebe_sexualitaet/themen/verhuetung/verhuetung/pille.cfm
- www.flexikon.doccheck.com/de/Orales_Kontrazeptivum
- www.medikamio.com/de-ch/medikamente/nuvaring/pil
- www.onmeda.de/verhuetung/pearl_index.html
- www.de.wikipedia.org/wiki/Verh%C3%BCtungsring