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Modeschöpfer René Lacoste
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René Lacoste war ein französischer Tennisspieler und Unternehmer. Seine legendären Polohemden mit dem kleinen Krokodil-Logo machten ihn weltbekannt und revolutionierten die Sportmode.
Zitat: „Innovation bedeutet, Risiken einzugehen.“
Jean René Lacoste wurde am 2. Juli 1904 in Paris als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Mit 15 entdeckte er das Tennisspielen für sich und wurde schon bald zu einem erfolgreichen Spieler – Angaben zufolge wohl weniger durch Talent als vielmehr aufgrund von harter Disziplin und strategischem Denken.
1925 gewann Lacoste seinen ersten Titel bei den Französischen Meisterschaften in Wimbledon und trug zwei Jahre später zum Gewinn des Davis Cup für das französische Team bei. Sowohl 1926 als auch 1927 wurde er zum besten Spieler ausgezeichnet. Aufgrund seiner Gesundheit zog er sich 1929 aus dem Sport zurück, startete in den 1930ern jedoch ein kurzes Comeback.
Während seiner Karriere erhielt Lacoste den Spitznamen „The Crocodile“. Gerüchten zufolge geschah dies, da er einmal vor einem Turnier um eine Tasche aus Krokodilleder gewettet hatte. Das Krokodil fand sich später auch auf den Blazern wieder, in denen Lacoste seine Spiele absolvierte.
Die Tenniskleidung der damaligen Zeit war zwar sehr elegant, jedoch auch sehr einschränkend und unbequem. 1933 gründete René Lacoste deshalb gemeinsam mit dem Textilhersteller André Gillier die „Société Chemise Lacoste“.
Die dort hergestellten Hemden, die Lacoste auch selbst bei seinen Spielen trug, waren in der damaligen Zeit revolutionär: Durch den weiteren Schnitt, den lockeren Kragen und die kurzen Ärmel stellten die Hemden beim Sport ein leichtes, bequemes Outfit dar, das endlich mehr Bewegungsfreiheit zuliess und dennoch stilvoll wirkte.
Alle Shirts wiesen über dem Markennamen ein aufgesticktes Krokodil mit geöffnetem Maul auf; damit war Lacoste eine der ersten Bekleidungsfirmen, die ihr Logo gut sichtbar auf der Kleidung anbrachte. Das klassische Polohemd, auch als „L 12.12“ bekannt („L“ steht für „Lacoste“, „1“ für den Stoff, „2“ für die kurzen Ärmel und „12“ für das ausgewählte Mustermodel) wurde fortan in Massenproduktion und ausschliesslich in Weiss hergestellt.
1963 übernahm René Lacostes Sohn Bernard die Geschäftsführung und führte die Firma zu grossem Erfolg. Zudem wurde das Angebot um Shorts, Schuhe, Lederwaren, Düfte, Brillen und Uhren erweitert.
Neben der ursprünglichen Hauptkollektion „Lacoste“ gibt es inzwischen auch die jüngere Linie „Lacoste L!VE“, die unter „Lacoste Sport“ vertriebenen Sportaccessoires und die „Lacoste Home“-Heimartikel.
Inzwischen zeigt sich die Marke verjüngt und moderner und stattet viele junge Tennis- und Golfspieler aus. Auch auf der New York Fashion Week ist Lacoste seit 2003 mit seinen Kollektionen vertreten.
René Lacoste starb am 12. Oktober 1996 in Südfrankreich. Neben Bernard hatte der Sportler und Unternehmer mit seiner Frau, einer professionellen Golfspielerin, zwei weitere Kinder. Ihre Tochter spielte ebenfalls erfolgreich Golf, Sohn Michael Lacoste leitet seit dem gesundheitlich bedingten Ausscheiden seines Bruders die Firma.
Artikel von: fashionpress.de
Artikebild: © Bibliothèque nationale de France, Wikimedia, public domain