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Viele werden das wahrscheinlich kennen, dass sie sich in bestimmten Situationen hin und wieder wünschen, im Körper des anderen Geschlechts zu stecken. Als Frau, wenn man mal wieder einen Handwerker bräuchte oder die jährliche Autoinspektion ansteht. Als Mann, wenn man mit Stärke nicht weiterkommt, stattdessen aber Sensibilität oder ein herzliches Lächeln helfen könnte. Nun, es ist so wie es ist und wir sind, wer wir sind. Doch für viele ist dies nicht nur Wunschdenken in bestimmten Situationen, sondern vielmehr ein persönliches Lebensgefühl. "Transgender" kennen dieses Gefühl nur zu gut, allerdings nicht nur sporadisch. Doch was bedeutet das genau und wie leben sie wirklich?
Was steht dahinter?
Der Begriff "Transgender" setzt sich aus zwei Worten zusammen - aus dem Lateinischen "trans" = jenseitig und aus dem Englischen "gender" = soziales Geschlecht. Damit werden Menschen bezeichnet, beziehungsweise sie beschreiben sich selbst so, die sich jenseits der Norm, sowohl im Hinblick auf die Geschlechterrolle oder auch in Bezug auf die sozialen Geschlechtsmerkmale bewegen. Als Norm dient hier die Weltsicht (auch Heteronormativität) der Heterosexualität. Umgangssprachlich könnte man sagen, diese Personen fühlen sich im falschen Körper geboren. Mit ihrem tatsächlichen biologischen Geschlecht können sie nicht wirklich viel anfangen, sie können sich nur wenig oder sogar in keinster Weise damit identifizieren.
Hierbei steht der Begriff "Transfrauen" für Menschen, die als Mann geboren wurden, in der Gesellschaft ihr soziales Geschlecht aber so ausrichten, dass bestimmte Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden, die als typisch weiblich gelten. Im umgekehrten Fall sind "Transmänner" im Körper einer Frau geboren, leben ihr soziales Geschlecht aber durch ihr Verhalten in einer männlichen Rolle aus.
Den meisten ist die gesellschaftliche Anerkennung ihrer angenommenen Rolle sehr wichtig. So ist es auch nicht untypisch, dass sie sich selbst nur als "Person" des identifizierten Geschlechts (Frau/Mann) bezeichnen. Einige gehen sogar noch weiter und wollen sich weder einer Geschlechtskategorisierung beziehungsweise Geschlechtszuweisung unterwerfen. So sind hier auch "Transsexualität" und "Transvestitismus" als weitere Unterbegriffe zu finden.
Im Wandel der Zeit
Tatsächlich lassen sich in fast allen Kulturen solche "Geschlechterwechsel" finden. Die Ursprünge liegen hierbei aber meistens in einem anderen Zusammenhang - willentlich die Grenzen des jeweiligen Geschlechts zu umgehen, um beispielsweise als Frau in Männerverkleidung Soldat zu werden oder einer religiösen oder strafrechtlichen Verfolgung zu entkommen. So wird unter anderem gesagt, dass die Verbrennung von Jeanne d´Arc auch im Zusammenhang damit gestanden haben soll, weil sie keinen Eid ablegen wollte, dass sie niemals wieder Männerkleidung anziehen würde.
In der heutigen Zeit gibt es kaum noch Gesetze, die solch einen Rollenwechsel unter Strafe stellen, da es kaum noch eine rituelle Basis oder eine entsprechende Notsituation hierfür gibt. Hier ist es eher eine innere Notwendigkeit, weil sie die zugewiesene Geschlechterrolle als Belastung empfinden, oftmals sogar als nicht lebenswert.
Was in einer herkömmlichen Travestie-Show als Unterhaltung dient, ist in vielen Fällen die Möglichkeit, seine innere Einstellung auch im Aussen zu leben. Als Zuschauer ist dies nicht unbedingt zu erkennen, da alles gekonnt einstudiert ist. Dabei ist es das innere Lebensgefühl, was sie dadurch nach aussen tragen können. Für einige oftmals die passende Alternative, um sich befreien zu können. Doch nicht in allen Fällen ist dies ausreichend.
Transgender zu sein, ist kein einfacher Weg
Tatsächlich kann uns das Leben hin und wieder Steine in den Weg legen. Manche sind kleiner, andere sehr viel grösser. Nicht immer fällt es uns leicht, diese beiseite zu räumen. In einigen Fällen fühlen wir uns hilflos, sind unzufrieden mit uns und unserem Leben. Transgender kennen dieses Gefühl meist nur zu gut. Es begleitet sie jeden Tag des Lebens. Oft versuchen sie jahrelang, manchmal auch jahrzehntelang, der geforderten Norm zu entsprechen. Doch nur wenige schaffen es, sich selber auch in dieser Rolle wohlzufühlen. Auf Dauer kann solch ein gelebter Konflikt beispielsweise zu Suchtproblemen, psychosomatischen oder psychischen Krankheiten kommen. Es ist also höchste Zeit eine Entscheidung für sich selbst zu treffen.
Für viele steht so nach einer gewissen Zeit ein einziges Ziel fest, und zwar medizinische geschlechtsangleichende Massnahmen durchführen zu lassen, denn nur so ist im gesetzlichen Sinne möglich, seinen Vornamen und Personenstand offiziell ändern zu lassen. Doch tatsächlich ist dies ein harter und langer Weg, den es sich aber durchaus zu gehen lohnt.
Neben mentaler Unterstützung von Familie und Freunden, kann hier auch ein Coach oder Therapeut weiterhelfen. Solch eine externe Unterstützung macht es leichter, die notwendigen Schritte zu einem neuen Leben zu gehen. Weitere Motivation bietet beispielsweise auch Blockadenlösung oder Hypnose. Niemand muss sich dafür schämen, solch eine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist, endlich das wahre Leben zu leben.
Im telefonischen Beratungsgespräch zwischen Kunde und Berater werden weder medizinische Diagnosen noch therapeutische Ratschläge erteilt. Die Beratung ersetzt in keinem Fall die durch den Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten verordnete Medikation, Konsultation oder Therapie. In keinem Fall wird von selbigen abgeraten. Es werden weder zukünftige Erfolge noch Versprechen bezüglich der gesundheitlichen Verfassung in Aussicht gestellt oder angepriesen. Die telefonische Energiearbeit erfolgt freiwillig und mit persönlicher Zustimmung.
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