Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/1262

Sakralbauten
Kirche S. Tumasch
Ein erster sakraler Bau wird von den Archäologen in karolingischer Zeit angesetzt. Urkundlich erstmals erwähnt wird die Kirche als Patrozinium St. Thomas im Jahre 1340. Die Kirche wurde 1491 ein weiteres Mal erweitert und mit drei Altären konsekriert. Der damalige Chor, erbaut im gotischen Stil, ist erhalten geblieben und dient heute als Sakristei. Die heutige barocke Kirche wurde zwischen 1687 und 1691 mit Ausnahme des erwähnten Chors völlig neu erbaut (siehe Abbildung).
Kapelle S. Fossa
Gemäss Inschrift an der Vorderfassade wurde sie im Jahre 1679 erbaut. Die Konsekration zu Ehren des heiligen Grabes erfolgte am 7. Juli 1683. Bereits 1736 wurde die Kapelle erstmals erweitert. 1774 wurde zwecks Erweiterung des Schiffes der Chor gekürzt und der ganze Sakralbau unter der Anleitung von Meister Giov. Ant. Barogi von Dardin erhöht. Ehemals besuchten jährlich um die 5000 Pilger die Wallfahrtskapelle und erflehten die Pietà um Hilfe und Trost.
Kreuz des hlg. Sebastian und hlg. Fabian
Zuhinderst in Curschetta, dort wo sich das Fundament mit dem Eisenkreuz befindet, stand früher eine kleine Kappelle, welche den beiden Heiligen Fabian und Sebastian geweiht war. Ein Dokument aus dem Jahre 1787 berichtet von dieser Kappelle. Am 24. April 1956 schlägt Bischof Christian Caminada vor, die baufällige Kappelle durch ein Holzkreuz zu ersetzen. 1967 wünscht Pfarrer Luis Derungs ein Steinkreuz zum Gedenken an das Heiligtum. Dreissig Jahre später – im Jahre 1997 – liess die Kirchgemeinde durch Herrn Luregn Derungs ein neues Kreuz erstellen. Am Vorabend der Auffahrt 1999, am 12. Mai, wurde das Eisenkreuz einge-weiht. Jedes Jahr am Vorabend zur Auffahrt pilgern die Sevgeiner in einer Prozession vom Piaz (Dorfmitte) bis zu s. Bistgaun, um dort unter freiem Himmel die hlg. Messe zu feiern.