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Nach Schätzungen des Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) gibt es rund 20‘000 atomare Sprengköpfe auf der Welt. Davon besitzen allein die USA und Russland jeweils fast die Hälfte. Frankreich, Grossbritannien und die Volksrepublik China sind jeweils im Besitz von einigen hundert. Diese fünf Staaten gelten als offizielle Atommächte und haben 1968 den Atomwaffensperrvertrag initiiert: Neben der Erlaubnis, Kernenergie friedlich zu nutzen, untersagt er den Unterzeichnerstaaten die Verbreitung von Kernwaffen und verpflichtet sie zur Abrüstung. Die Umsetzung kommt jedoch nur langsam voran.
Insgesamt wurde der Vertrag bis heute von rund 190 Ländern unterschrieben. Die meisten davon sind nicht im Besitz von Atomwaffen und verzichten mit der Unterschrift auf eine atomare Rüstung. Nicht unterschrieben haben den Vertrag die Länder Indien, Pakistan und Israel, obwohl sie nach eigenen Angaben in Besitz von Nuklearwaffen sind, bereits Atomwaffentests durchgeführt haben oder, wie im Fall von Israel, der Besitz von Atomwaffen durch Spionage an die Öffentlichkeit gelangte. Man spricht dabei von sogenannten faktischen Atommächten.
Nordkorea war 2003 aus dem Vertrag ausgetreten und ist seit kurzem im Besitz von spaltbarem Material, wie seit dem ersten Atomtest 2006 bekannt ist. Und auch der Iran wird trotz unterzeichnetem Vertrag von Seiten der USA und der EU verdächtigt, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Die iranische Regierung weist diese Vorwürfe aber regelmässig zurück.