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Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird oft als Mutter aller russischen Städte bezeichnet. Bereits dieser Umstand deutet auf viele historische Gemeinsamkeiten mit Russland hin. Gegründet im 5. Jahrhundert, gewann die Stadt am Dnjepr rasch an Bedeutung. Im Jahre 988 führte Grossfürst Wladimir das Christentum ein. Kiew wurde Machtzentrum im ersten eigentlichen russischen Staatsgebilde, der so genannten Kiewer Rus. Es folgte eine über 200 Jahre dauernde Blütezeit, bevor die Mongolen Kiew im Jahre 1240 besetzten und total zerstörten. Später gerät Kiew zuerst unter litauische Herrschaft, dann unter polnische. Im 17. Jahrhundert wird die Ukraine mit Russland vereinigt. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist das 2,7 Millionen Einwohner zählende Kiew Hauptstadt der unabhängig gewordenen Ukraine.
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