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In den Niederlanden werden circa 131 Gramm Gemüse pro Tag pro Person gegessen. Erwachsene (145 Gramm) verzehren mehr Gemüse als Kinder (79 Gramm). Der Gemüsekonsum nimmt mit zunehmendem Alter zu. 83 % des Gemüses wird beim Abendessen und 11 % beim Mittagessen verzehrt, so die Daten des niederländischen Ernährungszentrums.
Gemüse kommt auf verschiedenen Wegen zu uns. Einige Gemüsesorten werden aus der ganzen Welt importiert, andere werden in den Niederlanden direkt angebaut. Wenn wir uns das Angebot an frischen Produkten beim Gemüsehändler, auf dem lokalen Markt oder in den Supermärkten ansehen, gibt es eine große Auswahl. Die Zubereitung von Blattgemüse, Knollengewächsen, Kohl, Zwiebeln und Sprossen ist ein interessanter Prozess.
Die niederländische Saatgutzucht verbessert sich ständig, um das Wachstum und die Ernte von Gemüse zu ermöglichen. Das Unternehmen Bejo Zaden in Warmerhuizen, Niederlande, mit Niederlassungen in mehr als dreißig Ländern, ist führend in der Züchtung, der Produktion und dem Handel mit Gemüsesaatgut. Für die Saatgutzüchtung ist viel Forschung erforderlich, und Bejo verwendet zu diesem Zweck Testklimakammern. In diesen Testkammern wird der Einfluss von z.B. Temperatur, Feuchtigkeit und Beleuchtung auf die Entwicklung des Saatguts untersucht.
Frost Klimaattechniek mit Sitz in Stompetoren ist spezialisiert auf die Lieferung und Installation von Klimakammern. Speziell für Bejo hat das Unternehmen seine Kräfte mit JUMO gebündelt. In den Niederlanden ist Effizienz der Schlüssel zur Saatgutzüchtung. Deshalb ist es wichtig, alle Faktoren, die das Wachstum von Saatgut beeinflussen können, zu überwachen und bei Bedarf anzupassen. Für diesen Prozess verfügt Bejo über Klimakammern, die zu Testzwecken genutzt werden können. Eine dieser Kammern ist die 9-Kammer-Klimakammer. Zu diesem Zweck hat sich Bejo auf die Suche nach einem Ersatz gemacht. Frost Klimaattechniek wurde gebeten, das Design der alten Kammer als Grundlage für die neue Kammer zu nehmen.
Für die Steuerung der neuen Prüfklimakammer mit 9 Fächern sind spezielle Kenntnisse erforderlich. Temperatur und Luftfeuchtigkeit wurden in der jetzigen Kammer gemessen, daher wird dies auch die Grundlage für die neue Kammer sein. Außerdem muss die neue Kammer mit Erweiterungsmöglichkeiten für die Erwartungen der neuen Anwendungen ausgestattet sein. Insbesondere wird es möglich sein, die gewünschte Untergrenze der Temperatur zu senken. Um das Saatgut zu drehen, ist jedes Fach mit einer Rollenbank ausgestattet. Der Wunsch von Bejo ist die Möglichkeit der Nutzung einer zentralen Steuerung, die in Form einer SPS-Steuerung mit intuitiv bedienbarem HMI realisiert wurde. Bei der Beleuchtung wünschte sich Bejo LED-Module in den verschiedenen Fächern anstelle der Standardleuchten.
Die SPS-Technik in Kombination mit der Steuerungstechnik erfordert spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten. Die jahrelange Erfahrung in dieser Branche hat dafür gesorgt, dass Frost JUMO mit der Steuerung des neuen 9-Kammer-Klimaschranks bei Bejo beauftragt hat: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung werden pro Fach geregelt. Das Ziel ist, dass diese Größen pro Fach beliebig eingestellt werden können, ohne dass es zu Kondensationsproblemen kommt. In jedem Fach soll so der eingestellte Temperaturgradient sowohl im positiven als auch im negativen Bereich erreicht werden können.
Neben dem individuellen Heizen, Kühlen, Befeuchten und Trocknen regelt und steuert der JUMO mTRON T die Lüftungsgeschwindigkeit und steuert die Walzen und die Lichtintensität je Fach.
Die Zusammenarbeit von Frost und JUMO hat bei Bejo zu einer Anlage geführt, die alle relevanten kältetechnischen und elektrischen Anforderungen erfüllt. Der Entwurf und die Ausarbeitung sorgen für höchste Zuverlässigkeit der Anlage und sind gleichzeitig zukunftsweisend. Der Schrank ist für den Einbau eines Doppelverdichters vorbereitet. Der Schwerpunkt liegt auf Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Bedienerfreundlichkeit. Dies trägt zur Forschung bei, die mehr Einblick in die physiologischen Aspekte des Bejo-Saatguts gibt, was zu Ertragssteigerungen, Ertragssicherheit und verbesserter Produktqualität führen kann.