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Blockierter Zyklus - und Eiterstau (Pyometra)?
Bildbeschreibung und Interpretation
Eine RedHolstein-Kuh von hinten. Ihr Schwanz wird zur Seite gehalten. Man erkennt nichts Auffälliges: Geschlossene Scham mit leichten Fältchen, etwas eingesunkener After, kein Ausfluss. Diese Kuh ist augenscheinlich nicht in Brunst.
Ursachen
Eine gesunde Gebärmutterschleimhaut produziert etwa am 17. Tag des Zyklus das Hormon Prostaglandin, um eine neue Brunst zu starten. Schädigen Entzündungsprozesse die Schleimhaut, kann sie dieses Hormon nicht mehr bilden. Das bedeutet, dass die Kuh nicht wieder in Brunst kommt. Wenn es sich um eine eitrige Entzündung handelt, sammelt sich der Eiter im Inneren des Organs. Man merkt ihn von aussen allerdings nicht, da der Muttermund durch den blockierten Zyklus verschlossen ist und bleibt. Manchmal sind mehrere Liter eitriger Flüssigkeit in der Gebärmutter eingeschlossen (Pyometra), was die Wand der Gebärmutter überdehnt. Trotz der zum Teil grossen Eitermenge sind betroffene Kühe nur selten sichtbar krank.
Ziel
Eine Kuh mit gesunder Gebärmutter, die wieder tragend wird.
Massnahme
Manchmal sind mehrere Liter eitriger Flüssigkeit in der Gebärmutter eingeschlossen (Pyometra). Diese lässt sich allerdings bei einer rektalen Untersuchung ertasten, wobei ungeübte Untersuchende sie auch mit einer Trächtigkeit verwechseln können. Mit einem Ultraschallgerät lässt sich der Eiter gut darstellen und von einer tragenden Gebärmutter eindeutig unterscheiden. Um die Gebärmutter zu entleeren, ist die erste Massnahme den Zyklus wieder in Gang zu bekommen. Dein(e) Tierärzt*In gibt dazu eine Spritze, durch die eine Brunst ausgelöst wird. Meist braucht es mehrere Zyklen bis sich das Organ wieder vollständig gereinigt hat.