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Das Fahrer-Duo von Mercedes fährt am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Grossbritannien die besten Rundenzeiten. Für Schlagzeilen sorgt aber vor allem Romain Grosjean, der zwei Unfälle baut.
Valtteri Bottas ist im zweiten Training vor Lewis Hamilton der Schnellste. Mit den Plätzen 1 und 2 in der Rangliste der zweiten Session bestätigten die Fahrer von Mercedes ihre Favoritenrolle. In Silverstone fanden Bottas und Hamilton primär dank tieferer Temperaturen wieder Bedingungen vor, die den silbernen Autos besser zusagen als zuletzt im Grand Prix von Österreich. Das Rennen in Spielberg, wo sich die dominierende Equipe zum ersten Mal in diesem Jahr hatte geschlagen geben müssen, war bei extremer Hitze ausgetragen worden.
Bottas war in Silverstone auf seiner besten Runde 69 Tausendstel schneller als Hamilton. Der in der WM-Gesamtwertung klar führende Weltmeister peilt am Sonntag seinen sechsten Sieg auf dem Rundkurs auf dem ehemaligen Militärflughafen an, womit er zum alleinigen Rekordgewinner in seinem Heimrennen werden würde.
Hinter Bottas und Hamilton reihten sich Charles Leclerc, der nur knapp zwei Zehntel auf den Finnen einbüsste, und Sebastian Vettel in den Ferrari ein, gefolgt von Pierre Gasly. Der Franzose hatte das Klassement nach dem ersten Training überraschend angeführt. Obwohl eine Bestzeit zum Auftakt nicht überbewertet werden soll, tat Gasly das Ergebnis gut. Weil er bisher die Erwartungen nach seinem Aufstieg vom Schwester-Team Toro Rosso nur ganz selten zu erfüllen vermochte, sah sich Gasly Kritik ausgesetzt. Zuletzt hatte er sich von Teamkollege Max Verstappen bei dessen Sieg in Spielberg sogar überrunden lassen müssen.
Alfa Romeo kommt noch nicht auf Touren
Im internen Duell der Fahrer des Teams Alfa Romeo behielt Kimi Räikkönen am Nachmittag die Oberhand. Der Finne war 17 Hundertstel schneller als Antonio Giovinazzi. Das reichte Räikkönen zu Rang 13. Der Italiener belegte Platz 17.
Das erste Training hatte für Räikkönen vorzeitig geendet. Der Finne wurde nach knapp der Hälfte der zur Verfügung stehenden 90 Minuten von einem Defekt im Verbrennungsmotor gestoppt. Die Mechaniker schafften den nötig gewordenen Wechsel des Antriebsstrangs rechtzeitig, so dass Räikkönen wenigstens in der zweiten Einheit das vorgesehene Programm abarbeiten konnte.
Grosjean sorgt für einen seltenen Aufreger
Im ersten Training sorgte Romain Grosjean für einen nicht alltäglichen Vorfall. Der für Frankreich startende Genfer landete bei der Boxen-Ausfahrt nach einem Dreher in der Leitplanke und beschädigte am Haas-Auto den Frontflügel.
Der Zwischenfall hinterliess offenbar Spuren. Kaum hatte der Romand Anlauf zu einer schnellen Runde genommen, hatte er auf der Strecke den nächsten Dreher zu beklagen.
Auch das Team Haas stand danach noch einmal unverhofft im Mittelpunkt. Bottas hatte irrtümlich den Standplatz vor der Garage der amerikanischen Equipe angesteuert. Die Crew nahm es mit Humor – und der Finne fuhr umgehend weiter.