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Die «Schweizerische Koalition für den Internationalen Strafgerichtshof» rief anlässlich des Welttages für internationale Gerichtsbarkeit am 17. Juli den Bundesrat in einem offenen Brief dazu auf, den Handel mit «schmutzigem» Gold aus der Demokratischen Republik Kongo zu unterbinden und zu untersuchen, welche Unternehmen mit Sitz in der Schweiz in den Handel mit illegal abgebauten Ressourcen verwickelt sind. Die Einnahmen aus dem illegalen Abbau von Bodenschätzen tragen zur Finanzierung des bewaffneten Konflikts im Kongo bei.
Eine im Juni 2005 veröffentlichte Studie von Human Rights Watch hat aufgezeigt, dass Unternehmen mit Sitz in in der Schweiz in den Handel mit illegal ausgebeuteten Ressourcen aus dem Kongo involviert sind. Milizen und internationale Unternehmen profitierten von den Goldvorkommen im Nordosten des Landes, während die Bevölkerung unter ethnischen Säuberungen, Folter und Vergewaltigungen zu leiden hätte. Der 159seitige Bericht «The Curse of Gold» (Der Fluch des Goldes) dokumentiert, wie lokale bewaffnete Gruppierungen, die um die Kontrolle der Goldminen und Handelswege kämpfen, Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen begingen. Finanziert hätten sie ihre Aktivitäten und ihre Waffenkäufe durch Gewinne aus dem Goldverkauf.
Human Rights Watch verfolgte die Spur des schmutzigen Goldes vom Kongo nach Uganda, wo es an die Goldmärkte in Europa und weltweit verschifft wird. Der Bericht besagt, dass der Schweizer Metallverarbeitungsbetrieb Metalor Technologies das Edelmetall von Uganda kaufte. Nachdem die Menschenrechtsorganisation das Unternehmen mit den Fakten konfrontiert hatte, erklärte Metalor am 20. Mai 2005, dass es kein Gold von Uganda mehr kaufen würde.
- Medienmitteilung der «Schweizerischen Koalition für den Internationalen Strafgerichtshof» vom 17. Juli 2005 (pdf, 2 S.)
- Offener Brief an den Bundesrat vom 17. Juli 2005 (pdf, 4 S.)
- The Curse of Gold
Studie von Human Rights Watch vom Juni 2005
- Switzerland: Unaccounted Gold?
Ausschnitt aus der HRW-Studie vom Juni 2005
19.07.2005