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Der Chesapeake Bay Retriever
Unter den Retrievern, die bei der Gruppe Jagdhunde zu den Stöber- und Apportierhunden gezählt werden, sind die Labrador, die Golden- und die Flat Coated Retriever am bekanntesten und am Meisten verbreitet. Der Chesapeake Bay Retriever, der aus den USA stammt, ist hierzulande dagegen ziemlich unbekannt.
Die Chesapeake Bay ist eine lange und ausgedehnte Meeresbucht an der Nordwestküste des Atlantiks der Vereinigten Staaten. Der Chesapeake Bay Retriever hat seinen Namen von dieser Bucht, wo er ursprünglich und in erster Linie zur Jagd auf Wasservögel verwendet wurde.
Das Klima dort ist rau, heiss im Sommer, kalt im Winter. Man brauchte deshalb einen robusten Hund, der den Anforderungen der grossen Temperaturschwankungen ebenso gewachsen war wie der Wasserjagd in unwegsamem Gelände und in den Sümpfen.
Der eigentliche Ursprung des Chesapeake Bay Retriever ist nicht genau erforscht. Es handelt sich vermutlich um Kreuzungen verschiedener Retrieverarten, möglicherweise wurden auch Neufundländer und Jagdhunde der Indianer eingekreuzt. Man weiss indessen, dass im 18./19. Jahrhundert Hunde verwendet wurden, die dem heutigen Chesapeake bereits sehr ähnlich waren.
Klubgründung schon 1918
Im Jahr 1918 wurde in den USA der “ American Chesapeake Club “ gegründet. In der Folge verbreitete sich diese vielseitig einsetzbare Hunderasse bald über den ganzen Kontinent. Nur in Europa nahm man vom Chesapeake kaum Notiz. Einzelne Importe nach England folgten erst 1936 und die Rasse ist auf dem alten Kontinent bis heute eine seltene Erscheinung geblieben.
Ganz anders in den USA: Dort sind die Chesapeakes beliebte Jagd-, Gebrauchs- und Familienhunde.
Ausgeprägter Beschützerinstinkt
Der Chesapeake ist ein hervorragender Schwimmer. Sein Fell besitzt eine dichte, fettende Unterwolle, die ihn gegen Nässe besonders gut schützt. Daneben besticht er durch einen angenehmen Charakter, Intelligenz und grosse Treue zum Herrn und Heim.
Sein ausgeprägter Beschützerinstinkt lässt ihn zu einem zuverlässigen Hüter von Haus und Hof werden.
In den USA wird der Chesapeake auch als Polizei- und Drogensuchhund verwendet. Probleme hat es jedoch bei seinem Einsatz als Blindenführerhund gegeben. Durch den starken Beschützertrieb durfte sich seinem blinden Meister kaum mehr jemand nähern ohne angefletscht und warnend angeknurrt zu werden. Diese an und für sich positive Eigenschaft war eher hinderlich. Deshalb hat man schnell wieder darauf verzichtet, Chesapeake als Blindenführhunde auszubilden. Eine enge Familienbindung und viel Zuwendung lassen den Chesapeake zu einem Begleiter, Kameraden und treuen Freund eines jeden Menschen werden, der Verständnis und Einfühlungsvermögen zu ihm aufzubringen vermag.
Federica, 6 Monate
Federica, 15 Monate