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Robert Frank erhält Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award
12.02.2012 Robert Frank wird am 27. April 2012 im Berner Stadttheater für sein Lebenswerk geehrt.
Der 88jährige Zürcher, der mit seiner Dokumentation "The Americans" Fotogeschichte geschrieben hat, erhält - ein Jahr nach René Burri - den mit 20'000 Franken dotierten Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award.
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Robert Frank erhält Swiss Press Photo Preis für sein Lebenswerk
Die Stiftung Reinhard von Graffenried wird am 27. April 2012 dem Schweizer Fotografen Robert Frank den Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award in Bern überreichen.
Der 1924 in Zürich geborene Robert Frank hat mit seinem ausserordentlichen Werk die Fotografie des 20. Jahrhunderts massgeblich beeinflusst.
Das 1959 zum erstenmal
publizierte Fotobuch "Die Amerikaner" ist und bleibt eine Referenz für eine
Vielzahl anderer Fotografen und kann als Dokumentation einer ganzen
Zivilisation angesehen werden.
Robert Frank lebt mit seiner Frau, der Bildhauerin June Leaf, in New York. Er
ist der zweite Schweizer Fotograf, der den Preis der Fondation Reinhard von
Graffenried im Wert von CHF 20'000 erhält. Letztes Jahr konnte René Burri den
Preis in Empfang nehmen.
An der Preisverleihung im Berner Stadttheater werden auch die Schweizerischen
Medienpreise für Lokaljournalismus und die anderen Swiss Press Photo Awards
vergeben.
Robert Frank - Kurzbiografie
Robert Frank wurde 1924 in Zürich geboren. Sein Vater war deutscher
Staatsbürger, der wegen seiner jüdischen Herkunft staatenlos gewordenen war,
seine Mutter war gebürtige Baslerin.
Robert Frank absolvierte eine Fotografenlehre in Zürich und Genf. Zwischen 1941 und 1947
arbeitete er als Standfotograf für verschiedene Filmproduktionen.
Nach seiner Ankunft in den USA machte Frank für kurze Zeit Modefotos für "Harper's
Bazaar", bevorzugte aber die Reportagefotografie. Seine Bilder wurden in
Schweizer Zeitschriften ("DU", "Camera", "NZZ") und international (u.a. "Life", "Look",
"Paris-Match", "Stern") publiziert. Für seine Auftraggeber reiste er vor allem in
Südamerika und Europa herum.
"Die Amerikaner"
1954 bewarb sich Robert Frank für das Stipendium der Guggenheim Stiftung, das er ein
Jahr später erhielt. Während zwei Jahren reiste er mit seiner Leica durch
Nordamerika und machte unzählige Aufnahmen. Daraus las er für sein Fotobuch 83
Fotos aus. Dieses Werk wurde 1958 zuerst in Frankreich von Robert Delpire unter dem
Titel "Les américains" herausgegeben und anschliessend 1959 in den USA mit einem
Vorwort von Jack Kerouac. Der unbestechliche Blick und das sichere Gefühl für
Komposition des Fotografen machen das Buch zum bislang wohl wichtigsten Fotobuch überhaupt.
Beatniks
In den 1960er-Jahren widmete sich Frank vor allem dem Film. Er drehte den auf einem Theaterstück von Kerouac basierenden Film "Pull My Daisy" (1959) mit Allen Ginsberg. Danach folgte der Dokumentarfilm "Cocksucker Blues" (1972) über die Rolling Stones.
In den 1980er-Jahren kehrte Robert Frank zur Fotografie zurück. 2009/10 zeigten die National Gallery of Art in Washington und das Jeu de Paume in Paris eine grosse Retrospektive.
mgt
Kontakt:
Michael von Graffenried
Tel +33 9 51 51 24 50
<email-pii>