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Mein Sohn kommt das erste Mal nicht mit einem Buch, sondern mit einem Spiel aus der Bibliothek zurück. Das bedeutet: Ich mache mir einige Gedanken darüber, wie ich mit dieser neuen Situation umgehen soll. Die Spielwelt der Kinder suggeriert ihnen, dass sie neue „Gadgets“ ohne Zeitverzug verwenden sollen. Die (geschaffenen) Bedürfnisse müssen sofort befriedigt werden. Wohl wissend um diesen Mechanismus trete ich zuerst in diesen Kreislauf hinein. Das Spiel wird nicht sofort installiert. Da es sich um ein etwas fünf Jahre altes Programm handelt, mussten wir beim Installieren zuerst einen Windows-Zusatz herunterladen. Es funktionierte nicht. Erst im zweiten Anlauf fanden wir heraus, dass wir eine falsche Version des Windows-Programmes verwendet hatten.
Nach zwei Anläufen und anderthalb Stunden setzte sich mein Sohn vor den Bildschirm. Er merkte, dass das Spiel die komplexe Welt von An- und Abflug abbildete. Es reicht nicht aus, einige schnelle Klicks zu machen. Diesen Prozess mit ihm zu überdenken und ihn darin zu begleiten, darin sehe ich meine Aufgabe als Vater. Dazu kommt das Gespräch über die Selbststeuerung. Wie begrenze ich mich? Wie schalte ich ab, auch wenn ich es spannend finde? Wie gelingt mir der Ausstieg? Was geht in mir ab?