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Franz Schubert – Kammermusikreihe in den 20er Jahren
Die nächsten Blogbeiträge drehen sich um das zentrale Werk in den nächsten Konzerten der Jungen Zürcher Harmoniker: Das Quartett „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert (1797 – 1828). Schubert komponierte das faszinierende Werk gegen Ende seines kurzen Lebens, im Jahr 1824.
„Ich fühle mich als den unglücklichsten, elendsten Menschen auf der Welt, jede Nacht, wenn ich schlafen geh, hoff ich, nicht mehr zu erwachen.“ Mit diesem Klageruf wandte sich Franz Schubert am 31. März 1824 an den Malerfreund Leopold Kuppelwieser. Nicht nur der grosse Misserfolg der drei Opern, welche er in den Jahren 1821 und 1822 komponierte, machte ihm zu schaffen, sondern auch sein Gesundheitszustand verschlechterte sich ab 1822 rasch. Er musste wegen Syphilis behandelt werden und neigte immer mehr zu alkoholischen Exzessen. Doch selbst in diesem Zustand war seine Schaffenskraft unvermindert. Nachdem er 1823 den berühmten Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ beendet hatte, wendete er sich 1824 mehreren Kammermusikwerken zu. Wie er in einem Brief beschrieb, wollte er sich so den Weg zu einer grossen Sinfonie bahnen, die grosse C-Dur Sinfonie. In den folgenden Jahren entstanden so unter anderem das Quartett in a-Moll und G-Dur, das Oktett in F-Dur, wie auch das Quartett in d-Moll, welches 1826 privat uraufgeführt wurde, vermutlich jedoch bereits 1824 fertig geschrieben worden war. Komplettiert wird der Kammermusikzyklus durch das Streichquintett in C-Dur (D956), welches 1827 ein Jahr vor seinem Tod entstand. Er starb am 19. November nach zwei Wochen anhaltenden Fiebers vermutlich an der Folge von Typhus
Erfahren Sie mehr über das Quartett in d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ in unserem nächsten Blog!