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Die Mastopathie ist eine gutartige Brusterkrankung, bei der sich das Brustgewebe verändert. Oft kommen Symptome wie ein Spannungs- und Schweregefühl in der Brust oder Brustschmerzen vor. Auch Knoten und Zysten können sich in der Brust bilden.
Die Ursache ist vermutlich ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron. Eine Behandlung ist nicht immer nötig, sondern nur bei ausgeprägten Beschwerden. Zum Einsatz kommen unter anderem Medikamente, welche die Symptome lindern.
Die Mastopathie ist eine gutartige Erkrankung der weiblichen Brust, bei der sich das Brustgewebe umbildet. Sie betrifft in der Regel Frauen im gebärfähigen Alter. Die Ursache der Mastopathie liegt in einem Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone. Betroffene Frauen haben einen Überschuss an Östrogen und zugleich einen Mangel am Gelbkörperhormon Progesteron.
Die Mastopathie kann sehr unangenehm werden. Sie äussert sich durch Symptome wie Schwellungen der Brust, Brustspannen und Brustschmerzen. Zudem ist die Brust besonders druck- und berührungsempfindlich. Meist setzen die Beschwerden etwa eine Woche vor dem Beginn der Menstruation ein und betreffen meistens beide Brüste.
Es gibt verschiedene Formen und Schweregrade der Mastopathie – je nach Art der Veränderung des Drüsengewebes:
Die Mastopathie kann individuell unterschiedlich schwer ausgeprägt sein. Fachleute unterscheiden verschiedene Schweregrade von I bis III. Die Grade II und III sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Brustkrebs (Mammakarzinom) verbunden. Eine Mastopathie können Gynäkologinnen und Gynäkologen in der Regel durch das Abtasten der Brust, eine Ultraschalluntersuchung und Mammografie feststellen. Manchmal ist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) nötig.
Die Mastopathie kann zwar sehr unangenehm sein, erfordert aber in der Regel keine besondere Behandlung. Die Beschwerden wie die Brustschmerzen lassen sich jedoch mit Medikamenten lindern. Die gute Nachricht ist, dass die Symptome meist mit dem Beginn der Wechseljahre verschwinden. Die Veränderungen bilden sich dann zurück, weil der Östrogenspiegel sinkt. Frauen mit einer höhergradigen Mastopathie sollten ihre Brüste regelmässig selbst abtasten und die Veränderungen ärztlich kontrollieren lassen.
Die Mastopathie ist eine sehr häufige gutartige Erkrankung der Brust. Man schätzt, dass mehr als 50 Prozent aller Frauen zwischen 30 und 55 Jahren mehr oder weniger stark von den Brustveränderungen betroffen sind. Die Mastopathie gilt daher als die häufigste Brustdrüsenerkrankung überhaupt. Seltener erkranken jüngere oder ältere Frauen. Meistens leiden sie an der fibrozystischen Mastopathie, bei der sich sowohl das Bindegewebe als auch die Drüsenzellen vermehren.
Der Östrogenspiegel ist zu hoch. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Entweder produziert der Körper zu grosse Mengen an Östrogen oder der Östrogenspiegel ist normal und es herrscht ein Mangel an Progesteron. Dann ist die Menge an Östrogen im Verhältnis zum Gelbkörperhormon Progesteron zu hoch. Beide Hormone sind am weiblichen Zyklus massgeblich beteiligt.
Auch andere Hormone können an der Entstehung der Mastopathie beteiligt sein. So kann ein erhöhter Spiegel an Prolaktin oder männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) im Blut das hormonelle Gleichgewicht zu Gunsten des Östrogens verschieben. Auch eine gestörte Schilddrüsenfunktion mit einem Mangel an Schilddrüsenhormonen kann verantwortlich sein.
Über diesen Umweg der Hormonproduktion können auch einige Medikamente die Mastopathie begünstigen. Beispiele sind manche Antidepressiva oder herzstärkende Medikamente mit Digitalis.
Dieses aus dem Lot geratene Gleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone sorgt jedenfalls dafür, dass sich das Brustgewebe verändert. Da vorwiegend Frauen im gebärfähigen Alter von der Mastopathie betroffen sind, liegt eine Beteiligung der beiden Hormone Östrogen und Progesteron nahe. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Symptome im Verlauf des Zyklus zu- und abnehmen sowie nach dem Einsetzen der Wechseljahre abklingen.
Die Symptome der Mastopathie sind von Frau zu Frau verschieden. Zudem können sie individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die häufigsten Beschwerden sind:
Die Symptome verändern sich mit dem weiblichen Zyklus: Sie setzen etwa eine Woche vor dem Beginn der Menstruation ein und klingen dann mit dem Einsetzen der Regelblutung wieder ab. Bei den meisten Frauen mit Mastopathie sind beide Brüste betroffen.
Suchen Sie Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen auf, welche sich mit gut- und bösartigen Veränderungen der Brust bestens auskennen. Man befragt Sie zunächst zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese). Wichtig sind zum Beispiel folgende Punkte:
Ihre Antworten liefern schon erste Hinweise auf die Ursachen der Beschwerden. Dann folgt eine Tastuntersuchung, bei der man beide Brüste sorgfältig mit den Händen abtastet. Veränderungen wie Knoten oder Verhärtungen lassen sich so aufspüren. Zudem überprüfen Ärztinnen und Ärzte, ob eventuell vorhandene Knoten verschiebbar sind.
Dann schliesst sich eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) beider Brüste an. Im Ultraschall lassen sich flüssigkeitsgefüllte Hohlräume wie Zysten gut erkennen. Auch andere gutartige Brusterkrankungen wie Fibroadenome lassen sich so abgrenzen.
Manchmal ist eine Mammografie hilfreich. Diese Methode arbeitet mit Röntgenstrahlen und macht das Brustgewebe sichtbar. Sie deckt unter anderem Mikroverkalkungen auf, die auf eine bösartige Brusterkrankung hindeuten können.
In manchen Fällen folgt zur Sicherheit eine Gewebeentnahme (Biopsie). Ein Pathologe oder eine Pathologin analysiert die Gewebeprobe anschliessend unter dem Mikroskop. Gut- und bösartige Zellen lassen sich so unterscheiden. Eine Pathologin oder ein Pathologe kann auch erkennen, in welchem Ausmass sich die Zellen verändert haben. Unterscheiden sich die Zellen deutlich von normalen, gesunden Zellen, heissen sie „atypische“ oder „untypische“ Zellen. Der Fachbegriff für die Erkrankung ist „atypisch proliferierende Mastopathie“. Solche Zellen neigen eher dazu, sich bösartig zu verändern und zu entarten. Daher ist das Risiko für Brustkrebs erhöht.
Die Veränderungen in der Brust können verschiedene Ausmasse annehmen. Man teilt sie in drei Schweregrade ein:
Auch wenn das Brustkrebsrisiko sehr gering ist – Frauen mit einer Mastopathie Grad II oder III sollten sich regelmässig ärztlich untersuchen lassen. Veränderungen lassen sich so rechtzeitig diagnostizieren. Und für eine Brustkrebserkrankung gilt: Je früher man sie entdeckt, desto besser ist sie behandelbar und desto höher sind auch die Heilungschancen.
Einer Mastopathie können Sie kaum vorbeugen. Bislang sind keine Massnahmen bekannt, mit denen sich die Mastopathie verhindern liesse. Auch gibt es keine speziellen Massnahmen zur Früherkennung der Mastopathie. Ratsam ist es jedoch für alle Frauen, Ihre Brüste sorgfältig mindestens einmal pro Monat selbst abzutasten. Die meisten Frauen entwickeln ein gutes Gespür für ihre Brüste und mögliche Veränderungen. Suchen Sie immer zeitnah Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen auf, wenn Sie Symptome verspüren oder Brustveränderungen feststellen.
Bei einer Mastopathie Grad II und III sind regelmässige Kontrollen ratsam. Denn es besteht ein leicht erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Durch die Früherkennung lässt sich ein Mammakarzinom oft schon im Frühstadium aufspüren.
Der Verlauf und die Prognose bei einer Mastopathie sind in den meisten Fällen gut. Die Symptome setzen einige Tage vor der Menstruation ein und verschwinden nach dem Einsetzen der Regelblutung wieder. Allerdings geht es mit dem nächsten Zyklus dann wieder von vorne los. Die gute Nachricht ist jedoch, dass mit dem Beginn der Wechseljahre auch die Beschwerden der Mastopathie ausbleiben.
Manche Frauen erleben allerdings einen schwereren Verlauf der Mastopathie. Bei den Graden II und III besteht ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dennoch entwickelt sich aus den Veränderungen in der Brust nur sehr selten tatsächlich Brustkrebs. Die Frauen selbst und ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte sollten die Veränderungen im Blick behalten und regelmässig kontrollieren.
Man behandelt die Mastopathie nicht unbedingt. Ob eine Therapie nötig ist, hängt von der Art und dem Ausmass der Beschwerden ab. Allerdings können die Symptome sehr unangenehm sein und die Lebensqualität beeinträchtigen. Daher ist es sinnvoll, Frauen bei ausgeprägten Beschwerden zu behandeln. Die Therapie soll in erster Linie die Symptome lindern und das Ungleichgewicht zwischen dem Östrogen und Progesteron beheben.