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DMZ – KULTUR ¦ Walter Fürst ¦
Der schweizerisch-amerikanische Schauspieler russischer Herkunft wurde als kahlgeschorener Held und Bösewicht zum Leinwand-Star des internationalen Films. Außerdem war der "Oscar"- Preisträger auch als Autor und Regisseur tätig. Als König von Siam in "Der König und ich" gelang ihm 1950 der internationale Durchbruch. Mit Filmklassikern wie "Die zehn Gebote", "Die Glorreichen Sieben" oder "Der König und ich" hatte Yul Brynner seine größten Erfolge. Er arbeitete auch für die UNESCO und war für US-Präsident John F. Kennedy Sonderbeauftragter der Aktion "Food for Peace"...
Yul Brynner wurde am 12. Juli 1915 auf der russischen Insel Sachalin im japanischen Meer geboren.
Brynners Vater Boris war ein schweizerisch-mongolischer Techniker, seine Mutter Marousia Blagavidova war die Tochter eines russischen Arztes. Über China kam Yul Brynner als Jugendlicher nach Paris. Nachdem er von der Schule verwiesen wurde, schlug er sich dort als Sänger und Zirkusartist durch. Brynner wurde Mitglied eines Zigeunerorchesters. Von 1933 bis 1937 verdiente er sich, bis zu einem schweren Unfall, als Trapezkünstler. 1940 reiste er mit einem Wandertheater in die USA. 1949 feierte er sein Filmdebüt in "Die Rauschgiftbrigade". Indes wurde Brynner auch als Regisseur für mehrere Episoden der Serien "Studio One", "Life with Snarky", "Sure As Fate" und "Danger" verantwortlich.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges startete Brynner 1945 seine Theaterkarriere am New Yorker Broadway, wo er im Jahr 1950 mit dem Musical "Der König und ich" seinen Durchbruch hatte. In der Verfilmung dieses Musicals spielte Brynner im Jahr 1956 ebenfalls mit und erhielt dafür den "Oscar" für die beste Hauptrolle. Im gleichen Jahr war er in dem Bibelfilm "Die zehn Gebote" zu sehen. Sein Markenzeichen wurde im Jahr 1960 seine Glatze, als er in "Testament des Orpheus" spielte. Im gleichen Jahr erschien sein Buch "Bring Forth the Children". Yul Brynner wirkte in einer Reihe erfolgreicher Filme mit, unter anderem war er in "Anastasia" mit Ingrid Bergman zu sehen. Er spielte in "Die Brüder Karamasow" an der Seite von Maria Schell, in "Die glorreichen Sieben", "Kennwort: Morituri" und in "Westworld".
Zwar waren die Rollen Brynners nicht sehr vielfältig, dennoch avancierte er zu einem der erfolgreichsten Darsteller Hollywoods, der häufig als intelligenter Bösewicht auftrat. Auch beim Fernsehen fasste er Fuß und spielte nach Musical und Film auch in der Serien-Verfilmung von "Der König und ich". Nach Film- und Fernseharbeiten kehrte Yul Brynner im Jahr 1977 mit einer Neuinszenierung von "Der König und ich" an den Broadway zurück und schaffte ein umjubeltes Comeback. Bis zu seinem Tod stand Brynner wieder auf der Theaterbühne und gab im Jahr 1985 eine große Abschiedsvorstellung. Seine Popularität nutzte Brynner unter anderem, um sich für die Rechte der Zigeuner einzusetzen und Menschenrechtsorganisationen zu unterstützen.
Kurz vor seinem Tod war er noch einmal vor die Kamera getreten. Er sprach sich in einem Werbefilm gegen das Rauchen aus.
Yul Brynner starb am 10. Oktober 1985 in New York an Lungenkrebs.
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