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Auf Reddit meldet sich eine wütende, verzweifelte Frau bei der Leserschaft und bat um Rat. Sie sagt, sie überlege sich, sich von ihrem Mann nach zwei Jahren Ehe zu trennen. Der Grund: Er möchte ihr gemeinsames Kind nach seiner Ex-Freundin benennen. Auch nach endlosen Diskussionen lasse er sich nicht umstimmen. Er behaupte sogar, sie würde die Situation nicht so streng sehen, wenn die Schwangerschafts-Hormone nicht dazwischenfunken würden.
Weiter beschrieb die aufgebrachte Frau, dass es nicht der Name irgendeiner Ex-Freundin sei. Sondern der Name derjenigen, die er am meisten und längsten geliebt habe. Es habe wegen dieser Ex sogar am Anfang ihrer Beziehung Probleme gegeben. Er habe nie versucht, zu verstecken, dass er noch Gefühle für die Ex hatte. Das Problem habe sich erst gelöst, als die Ex in eine andere Stadt zog. Doch wie es aussieht hat er immernoch Gefühle für sie.
Die Geschichte wäre ja nur halb so schlimm, wenn die Frau nicht schon im siebten Monat schwanger wäre. Weiter erzählt sie, dass er seinen Fehler nicht einsehen möchte. Er fragte sie dann, wieso er denn nicht das erste Kind und sie das Zweite benennen könne? Als sie ihn gefragt hat, wieso er genau diesen Namen möchte, antwortete er: «Weil die Beziehung mit meiner Ex nicht hielt, ich mich aber für immer an sie erinnern möchte».
Schlimmer gehts nicht. Der Hilfeschrei der Frau erheilt innert kürzester Zeit viele Reaktionen. Alle versicherten der Frau, dass sie ein Recht hat, sich aufzuregen und dass das nicht nur die Hormone sind. Jemand schrieb: „Gib nicht auf! Benenne deine Tochter auf keinen Fall nach der Ex deines Mannes!“ Jemand anderes rät ihr: «Lass dich von ihm scheiden und gib deiner Tochter deinen Namen. Immer, wenn sie ihren Vater besucht, wird er sich an dich erinnern müssen».
Es gab aber auch Lösungsvorschläge, die die Ehe vielleicht retten könnten: Das Kind könnte zum Beispiel mehrere Vornamen bekommen und der mittlere wäre derjenige der Ex.
Die schwangere Frau bevorzugt jedoch die Lösungsvorschläge, die eine Scheidung beinhalten. Und sie ist nicht einmal die einzige, der so etwas passierte. Eine andere Userin schrieb nämlich:
«Ich bin ein Mädchen, das nach der Ex meines Vaters benannt wurde (meine Mutter wusste nichts davon) und ich hassse meinen Namen abgrundtief. Er erzählte mir den Grund meiner Namenswahl. Grundsätzlich ist es ja ein schöner Name, aber wenn ich an den Grund denke, wieso ich so heisse, könnte ich kotzen.»
Lisa hat nach der bestandenen Matur ein Praktikum bei Blick am Abend begonnen. Gerne lässt sie ihr Interesse für Musik, Kunst und Nachhaltigkeit in ihre Texte einfliessen.