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- In einem überraschenden Schritt hat der saudiarabische Kronzprinz den Israelis das Recht auf ihr Land zugesprochen.
- «Palästinenser und Israelis haben das Recht auf ihr eigenes Land», sagte Kronprinz Mohammed bin Salman in einem Interview mit «The Atlantic».
- Es sei ein Friedensabkommen notwendig, «um Stabilität für alle zu sichern und normale Beziehungen zu haben».
Das islamisch-konservative Königreich hat keine diplomatischen Beziehungen zu Israel, ist allerdings nach Einschätzung von Beobachtern grundsätzlich zu einer Normalisierung des Verhältnisses bereit. Gleichzeitig unterstützt es die Palästinenser.
Bin Salman sagte in dem Interview mit «The Atlantic» weiter, sein Land habe religiöse Sorgen wegen des Schicksals der heiligen Moschee in Jerusalem und wegen der Rechte der Palästinenser. Er fügte hinzu: «Wir haben keine Einwände gegen andere Menschen.»
Israel sei eine grosse und wachsende Wirtschaftsmacht und es gebe natürlich viele Interessen, die man miteinander teile. Wenn es Frieden geben würde, würde es viele gemeinsame Interessen zwischen Israel und den Ländern des Golf-Kooperationsrats wie Ägypten und Jordanien geben.
Mohammed bin Salman, Sohn von König Salman, gilt als eigentlicher starker Mann in dem sunnitischen Königreich. Bestimmt wird die aussenpolitische Doktrin des sunnitischen Königshauses vor allem von einem Faktor: der Konkurrenz zum schiitischen Nachbarn Iran, den Riad als Erzfeind betrachtet.