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Entstanden ist ein Flickwerk aus pinken Fetzen, wenig emanzipierter Schnipsel, moralischer Eckchen und entsprechend harmonischem Rahmen. Ein Streifen, breiter als der Atlantik, oberflächlicher als jeder wikliche Quilt.
Sam (Dermont Mulroney) ist ein anständiger Junge und weil Finn (Winona Ryder) sein Mädchen und bereits 26 Jahre alt ist, plant er, sie über die Schwelle des von ihm gebauten Hauses und in die Ehe zu tragen. Doch Finn wäre kein modernes amerikanisches Girl, würde sie sich nicht Bedenkzeit ausbedingen, den Sommer bei ihrer Grossmutter auf dem Land und hinter der Doktorarbeit verbringen. Derweil treffen sich im Hause von Grossmutter Hy (Ellen Burstyn) und Tante Glady Joe (herausragende Anne Bancroft) fünf weitere Frauen, die einen Nähkreis bilden. Sie arbeiten gemeinsam an einer Hochzeitsdecke, dem Quilt (einer Steppdecke), der für Finn bestimmt ist. Während dieser gemeinsamen Stunden erzählen die verschiedenen Frauen sich Geschichten von ihren Lieben, Enttäuschungen und Hoffnungen. Allesamt heterosexuelle Geschichten, in denen die abwesenden Männer das Geschick der Frauen bestimmen. Schwestern werden miteinander betrogen, Schwimmkarrieren durch Kindererziehung und Plantschen im Biotop des trauten Heimes ersetzt, schwarze Mütter von den weissen Vätern verlassen.
Patchworkartig werden Finn die Episoden erzählt; kümmerliche Schicksale, in welchen sich die Frauen nach schwachen Männern ausrichten, sich an sie haltend selbst aufgeben.
Doch werden all die Erzählungen zu grauer Theorie, wie Finn im Schwimmbad von Leon (Johnathon Schaech), dem Typen "mit dem schönen Lächeln und dem noch schöneren Körper" angebaggert wird und doppelt in der Falle landet.
Schliesslich kommt es, wie es kommen muss.
Peter Ackermann
Angaben zum Film