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Europäisches Interesse an einem Abwenden des Handelskrieges USA - China
Bei Gesprächen mit Firmenvertretern hat man manchmal das Gefühl, dass diese allfällige Auswirkungen eines Handelskrieges zwischen den USA und China zu wenig ernst nehmen. Weil es ja “nur” die Anderen betrifft.
Die Bank BNP Paribas hat dazu einen sehr interessanten Chart erstellt, aus dem klar hervorgeht, dass sich ein solcher Handelskrieg direkt auf Europa – und damit auch auf die Schweiz – auswirken würde. Oder umgekehrt: Gute Nachrichten für China sind gute Nachrichten für Europa. Das unterstreicht der Chart. Auf der vertikalen Achse ist die Veränderung der Exporterwartungen gegenüber dem Vorjahr aufgeführt. Die horizontale Achse zeigt, welchen Anteil Exporte nach China an den Gesamtausfuhren eines Landes ausmachen.
Es scheint einen Zusammenhang zu geben zwischen der Bedeutung des Exportmarktes China und der Verschlechterung der Exportaussichten. Deutschland (BD) ist am stärksten betroffen mit 7 % der Warenausfuhren, die in die Volksrepublik verkauft werden. Die Aussichten für die deutschen Unternehmen haben sich überdurchschnittlich eingetrübt. Und damit auch für die Schweiz, da Deutschland unser wichtigster Handelspartner ist.
Die Ausnahme von der Regel sind die Niederlande und Österreich. In diesen beiden Ländern hat sich die Stimmung ähnlich verschlechtert wie in Deutschland, obwohl deutlich weniger nach China exportiert wird. Die BNP-Ökonomen erklären das aber damit, dass 24 resp. 30 % der Exporte der beiden Länder nach Deutschland gehen, wo der China-Faktor zählt.