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solche
Farben, die eine mit ihnen überzogene
Fläche auf solche
Weise decken, daß die bereits vorhandene
Färbung dieser
Fläche an den
Stellen, wo die Deckfarbe aufgetragen ist, völlig verschwindet. Es ist
demnach für sie ein in der Flüssigkeit, mit der man die
Farben anreibt, völlig unlösliches und undurchsichtiges Material
erforderlich. Die Deckfarben stehen den durchscheinenden oder Lasurfarben (s. Saftfarben)
gegenüber, die wirkliche Lösungen sind und zu durchsichtigen oder durchscheinenden
Massen austrocknen und daher die Grundfarbe
oder eine andere bereits aufgetragene Färbung durchschimmern lassen. Es ist z. B.
das mit Öl angeriebene
Bleiweiß,
[* 2] die in Wasser verteilte chines.
Tusche eine Deckfarbe, das Gummigutt Lasurfarbe.
im Seehandelsrecht diejenigen
Güter, welche auf das
Verdeck des Schiffs verladen werden. Weil durch dieselben
die Gefahr entsteht, daß das Schiff
[* 6] überladen wird, und ferner durch sie dieSchiffsmannschaft in ihren
Arbeiten behindert werden kann, war früher die Deckladung nach manchen deutschen
Rechten dem Schiffer unbedingt verboten. Das Deutsche
[* 7] Handelsgesetzbuch Art. 567 verbietet dem
Verfrachter nur, ohne Genehmigung des
Abladers dessen
Güter auf das
Verdeck zu verladen
oder an die Seiten des Schiffs zu hängen.
Durch die
Übertretung dieses Verbots wird eine Haftpflicht des
Verfrachters gegenüber dem
Befrachter begründet.
Wenn aber die Verladung auf
Deckan sich eine Verletzung der dem Schiffer hinsichtlich ordnungsmäßiger Beladung obliegenden
Sorgfalt darstellt, haften trotz einer Genehmigung des
Abladers Schiffer oder
Reeder den Schiffs- und übrigen Ladungsinteressenten
für allen durch die Deckladung entstandenen Schaden. Von dem
Vorbehalt des Art. 567, daß die Landesgesetze die
Regel des Art. 567 für die Küstenschiffahrt außer Anwendung setzen können, hat keine deutsche Landesgesetzgebung Gebrauch
gemacht. Die engl. Praxis gestattet die Deckladung nur da, wo usancemäßig die
Güter auf
Deck verladen werden. Gewisse Holzdeckladungen
sind für die Winterszeit bei
Strafe verboten (Merchant Shipping
Act vom 15. Aug.,Sect. 24). Das franz.
Recht
(Code de commerce Art. 229) gestattet die Deckladung bei der kleinen Küstenschiffahrt (petit cabotage), während
es im übrigen ebenso wie das holländ., belg., portug.,
finländ.
Seerecht mit dem deutschen
Rechte im wesentlichen übereinstimmt.
In den Fällen der großen
Haverei (s. d.)
bleiben die
Beschädigungen und
Verluste der Deckladung nach Art. 710 des
Deutschen Handelsgesetzbuchs stets außer
Ansatz, im wesentlichen
auch nach den übrigen Seerechten, soweit sie die Deckladung nicht gestatten. Doch ist nach Holländ. Handelsgesetzbuch
Art. 733 für
Güter, welche ohne Zustimmung des
Abladers auf
Deck verladen sind,
Entschädigung für große
Haverei zu geben.
Die Deckoffizier tragen auf den Ärmeln des Rockes markierte Ärmelaufschläge (2-10 cm hoch) mit 3 Knöpfen. Die
Rang- und Brancheabzeichen auf der
Achselklappe sind aus matt plattiertem
Goldblech oder
Silberblech (Feuermeister
und Materialienverwalter) und bestehen aus unklarem
Anker
[* 10]
(Bootsmann), unklarem
Anker mit Z (Zeugfeldwebel), klarem
Anker
(Meister,
Materialienverwalter), klarem
Anker mit gekreuzten Kanonenrohren
(Feuerwerker), mit Zahnrad
(Maschinist), mit Zahnrad und T
(Mechaniker), mit gekreuzten Kohlenschaufeln (Feuermeister), klarem
Anker und Minengefäß, beide gekreuzt
(Torpeder).
Die Deckoffizierschule der deutschen Marine in Kiel
[* 11] hat den Zweck, geeignete
Unteroffiziere zu
Deckoffizieren (s. d.)
und technischen Offizieren und Ingenieuren auszubilden, und wird von Seeoffizieren geleitet. Es bestehen mehrere
Klassen zur
Ausbildung der Steuerleute und Bootsleute, sowie für die
Maschinisten.
Nur die
Feuerwerker werden auf der Oberfeuerwerkerschule
in
Berlin
[* 12] ausgebildet. (S. Direktion des Bildungswesens der Marine.)
in der
Befestigungskunst alle
Mittel, die gegen das
Auge
[* 13] des Gegners oder auch gegen seine Feuerwirkung schützen;
sie heißen im erstern Fall
Schirme oder
Masken.
[* 14] Deckung gegen die Feuerwirkung bestehen entweder aus einer
Wand (stehende Deckung, Schutzwehr) oder aus einem geschoßsicher eingedeckten
Bau (liegende Deckung, Hohlbau). Als
Schirme
(Masken) lassen
sich
Baum- und Strauchpflanzungen,
Einfriedigungen aller Art, Getreidefelder, in die Erde eingegrabene
Äste und
Sträucheru.
dgl. sowie sämtliche stehende Deckung benutzen. Zur Herstellung von Deckung sind
verwendbar: Erde, Holz,
[* 15]
Steine
(Mauerwerk), Eisen,
[* 16]
Wolle, Matratzen,
Betten,
Dünger und Schnee.
[* 17] Da Erde der
Wirkung der Feuerwaffen bei genügender
Stärke
[* 18] am längsten widersteht und meist in genügender Menge vorhanden ist, so wird
sie bei Befestigungsanlagen am häufigsten verwendet. Erddeckungen müssen gegen Gewehrfeuer
¶
forlaufend
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0,?5 (Sand) bis 1,50 in (torfigcr, mooriger Boden), ! gegen Sprengstückc und Shrapneltugeln 0,40^1 m, z gegen Geschosse
[* 20] dcr
Feldgeschütze 3-^4 in, gegen Gc- ! schösse dcr Festungs- und Belagerungsgeschütze 5- 7 in stark sein. Dünger bietet etwas
weniger Wider- stand als Erde. Festgestampfter Schnee sichert bei ! 1,75 in, Korngarben sichern bei etwa 5 in
Stärke ! Hegen Gewebrfeuer; Schnee von 8 in stärke gegen ^euer ans Feldgeschützen. Holz von 1 in und M auer - wert von 0,5
in Stärke sichern gegen Gcwcbrfcuer, Mauern von 1 in Stärke auch gegen nicht anhalten- des Fencr aus Feldgeschützen. Die
stehenden Deckung beißen Brustwehren, wenn sie die auf die Front, Schultcrwebren, wenn sie dic auf die Schulter (Flantc), Nückenwehren,
wenn sie die auf den Rücken der Truppen gerichteten Geschosse ausfan- gen sollen.
Sie müssen vor dem feindlichen Längs- (Enfilier-)feuer gesichert sein durch Anlage von Tra- verse n und V o
n n e t s. LiegendeD. (aus Mauer - werk, Eisen oder Holz, zum Teil mit Erdvcrstärlung) sind Unterkunftsräume zum dauernden^
Gebrauch oder Unterstände zum vorübergehenden Schutz. Deckung sind entweder tote, das sind solche, die nur dem Zwecke
der Sicherung nichtfcchtender ^trcit- kräfte oder Strcitmittcl dienen, oder verteidi- qungs fähig e,
die außerdem zur Abgabe des Feuers eingerichtet sind.
Man feuert über die Deckung binwcg, Feuer über Bank (großes Gesichtsfeld, geringere Deckung); oder durch diefelbe hindurch, Feuer durch
Scharten (befchränktes Gesichtsfeld, größere Deckung). Die Anschlags- oder Fcucrhöhe beträgt für liegende, kniende, stehende
Schützen: 0,30 ni, 0,W in, 1,40 iii, sür Feldgeschütze 1 m, für Festungs- und Be- lagerungsgeschütze
1,00 bis 2,40 in. Ist die Deckung höher, so sind beim Feuern über Bank binter ibr Auftritte (Bankette) für die Schützen, Gefchützbänke
für die Gefchütze anzubringen. In Bezug auf dic G re n ze n d e r F e u e r w i rk u n g einer hinter
Deckung aufgestellten Truppe (Infanterie oder Artillerie) ist folgendes zu beachten.
Die Feuerwir- kung würde eine ideale sein, wenn (innerhalb der Tragweite der betreffenden Feuerwaffen) das ganze Vorgclände
fo unter Feuer genommen werden könnte, daß an keinem Punkte desselben der sich näbernde Angreifer Deckung fände.
Denkt man sich einen Schützen mitten in einer freien Ebene stehend, so kann er durch beliebiges Drehen und Wenden innerhalb
der wagercchten Ebene sein Gewehr nach jedem beliebigen Punkt richten, er kann also mit seinem Feuer die ganze wagercchtc
Ebene beherrschen.
Ebcnfo kann er durch Heben und Senken der Mündung seines Ge- wehrs in der senkrechten Ebene sein Gewebr
auf jeden ! beliebigen Punkt richten, er beherrscht mit seinem Feuer also auch, und zwar in jeder beliebigen Rich- tung der
Windrose, dic ganze senkrechte Ebene. Dieses Verhältnis wird eingeschränkt, sobald wir uns den betreffenden
Sckützcn hinter einer Deckung (z. B. Schießschartenmaucr) stehend denken. Er wird
die wagcrcchtc Edene vor dcr Mauer jetzt nur so weit beherrschen, als die Seitenwände derselben ihm gestatten, sein Gewehr
nach rechts oder nach links zu richten (s. Vcstreichen).
Derjenige Raum der wagerechten Ebene vor derMauer, wohin er sein Gewehr nicht richten kann, ist für ihn
Un- b estr i ch ener N aum (s. d.). Ebenso wird er inner- halb des von ihm bestrichencn Raums
dcr wagc- vechten Ebene die senkrechte Ebene nur so weit be- hcrrschcn, als ihm Tcckc und Sohle der Eckarten die Hebung und
Senkung dcr Gcwchrmündung gc- stattcn. Denkt man sich scin Gewehr so tief gefcnkt, wie unier diesen
Umständen möglich, so nennt man die bei dieser Lage des Gewehrs sich ergebende Schuß- linie die Rasante.
Der ganze Teil der senkrechten Ebene, der unterhalb dieser Rasante liegt, ist für die Kugel dcs betreffenden Schützen nicht
erreichbar und wird toter Winkel genannt. Denkt man sich den Schützen z.B. hinter einem Erdwall, so sind die Grenzen
[* 21] seiner
Feuerwirkung weniger eng gezogen als in obigem Falle; er wird aber von der natür- lichen, d. h.
zur Deckung senkrechten Anschlagrichtung nur bis zu einem gewissen Winkel
[* 22] (für eine Reihe nebeneinander
stehender Schützen crfahrunasmäßig nicht über 30°) nach rechts oder nach links ab- weichen können; rechts und links
von ihm wird ein Teil der vor der Deckung befindlichen wagerechten .Ebene unbestrichcner Raum bleiben.
Ebenso wird es von dcr obern Breite
[* 23] und Gestaltung des Erd- walles abhängen, wie ticf der Schütze seine
Ge- webrmündung wird senken können, wie tief also die Rasante zu liegen kommt; ein Teil der senkrechten Ebene wird also für
den hinter dem Walle stehenden Schützen im toten Winkel bleiben. Toter Winkel und unbestrichcner Raum sind also zwei aus
der Natur dcr Deckung und der Tecknit des Schießens sich ergebende Momente, die die Beherrschung des Vorfeldes
durck das Fener des Verteidigers mehr oder weniger un- möglich machen.
Die Beseitigung oder doch Ein- schränkung dieser beiden Mängel ist die Haupt- aufgabe der meisten von der Befestigungstunst
in betreff dcs Aufrisses und Grundrisses der Deckung ge- troffenen Anordnungen. Eine zweite Aufgabe der Vcfestignng5tunst
bei der Anordnung einer Deckung ist die Sicherung desselben gegen das feindliche Feuer in wagercchter und senkrechter Richtung. (^.
Tcfilement.) Deckung, in der Fechtkunst
[* 24] die Mittel zur Ab- wehr dcc- feindlichen Stoßes oder Hiebes.
Dieselben beruhen zunächst in der Stellung des Körpers (s. Auslage), hauptsächlich aber in dcr mit der
eigenen Klinge auszuführenden Parade. Deckung beim Bajo- nettieren s. Vajonettfechtcn. Deckung (frz. convoi'wi'o. Provision; cngl.
pro vi?ion), im Handel die Zahlung oder Sicherheit, welche bei der Anweisnng (s. d.) dcr Assignant, bei dem Wechfel (s. d.)
dcr Aussteller dem Assignaten odcr Bezogenen leistet, weil dieser dcr Aufforderung, dem Dritten Zahlung zu
leisten oder zu versprechen, nach- kommt, nachzukommen hat oder uachgekommcn ist.
Wenn der Bezogene nicht schenken will oder nicht schuldct, hatcr Anspruch auf dieD. Er kann, nachdem er ohne Deckung gezahlt hat,
auf Ersatz klagen (Deckungs - klage); er braucht das Zahlungsversprechen ohne Deckung nicht abzugeben, also die Anweisung
oder den Wechsel nicht zu accepticren, wenn er solches dem Anweisenden nicht versprochen bat. Verschlechtern sick die Kreditverhältnisse
des letztern, sodaß der Angewiesene oder Bezogene bei ungcdecktcm Accept gefährdet scin würde, so kann er vor dem Accept
von solchem Versprechen zurücktreten wie beim Dar- lehnsvorvcrtrage ss. Darlehn). Die in Wechseln und
Acccptcn üblichen Klauseln «Wert erhalten» liefern keinen sichern Beweis, daß dic Deckung gewährt sei. Im voraus kann die Deckung in
bar, in Wechseln dritter Personen, in Hypotheken, Wertpapieren, Waren u. s. w. geleistet sein.