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Alles über den Jahrgang 2021
2021?
Ein anspruchsvoller Jahrgang in Bordeaux. Nach einer Reihe von grossen Jahrgängen ist 2021 kompliziert. Die Rotweine durchschnittlich weniger extravagant, auch wenn es sehr schöne und unerwartete Ergebnisse gibt. Die Weissweine jedoch können mit wunderbaren Erfolgen aufwarten.
Die Degustation in Bordeaux in der letzten Aprilwoche ermöglichten es, sich ein genaueres Bild vom Jahrgang 2021 zu machen. Die klimatischen Bedingungen waren schwierig: Frost im April, starke Regenfälle im Juni und Juli, mangelnde Wärme im August ... Die erste Feststellung ist, dass er sehr heterogen ist. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Schlössern sind sehr gross. Es gibt nur sehr wenige Top-Bewertungen und die Anzahl der mit «aussergewöhnlich» (92-95/100) bewerteten Weine hat sich im Vergleich zu 2019 oder 2020 halbiert. Insgesamt muss man bei den «kleinen» Châteaux vorsichtig sein.
Rotweine präsentieren sich farbintensiv, aromatisch mit einem niedrigen Alkoholgehalt. Die besten Weine sind ausgeglichen mit feinen und edlen Tanninen. 2021 ist ein Cabernet-Jahrgang und viele Châteaux haben den Anteil von Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc in ihren Assemblagen erhöht. Diejenigen, die erfolgreich waren, haben viel aussortiert und eliminiert, weshalb ihre Produktion sehr gering sein wird. Auf weniger erfolgreiche Weine sollte verzichtet werden, da sie entweder verwässert sind oder zu viel Säure im Abgang aufweisen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2021 ein durchschnittlicher Rotweinjahrgang ist, aus dem einige gute, manchmal sogar ausgezeichnete Ausnahmen hervorgehen.
Im Gegensatz dazu weisen die Weissweine zum Teil wirklich aussergewöhnliche Erfolge auf. Diese Art von Sommer ohne Trockenheit und übermässige Hitze bekommt der Qualität der trockenen Weissweine gut.
Wie sieht es mit den Preisen aus?
Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch kein Trend erkannt werden. Wir gehen davon aus, dass die Preise stabil bleiben. Die hoch bewerteten Weingüter mussten so viele Opfer beim Aussortieren und der Selektion bringen, dass ihre Produktionen sehr klein sind. Der Markt wird aber genau nach diesen Weinen fragen. Sie werden teuer verkauft werden und die Zuteilungen werden nicht ausreichen.
Weitere Einzelheiten zum Jahrgang 2021 finden Sie unter Der Jahrgang 2021 in Bordeaux von Prof. Laurence Geny und Prof. Axel Marchal vom Institut des Sciences de la Vigne et du Vin der Universität Bordeaux, Forschungseinheit OenologieHome