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Rabih Mroué ist eine führende Stimme der kulturellen Diaspora des Libanon. In seinem vielbeachteten Werk beschäftigt er sich mit der umstrittenen Erinnerung an den libanesischen Bürgerkrieg, den Arabischen Frühling und die syrische Revolution. Theater, Kunst und Literatur umfassend, bewegt sich sein Werk an der Schnittstelle von fiktiven persönlichen und politischen Geschichten, Medienkritik und Konzepten von Autorschaft: in Form von Gesprächen, Geständnissen, Befragungen und Berichten hinterfragt Mroué unablässig Sichtweisen und Sprechakte. Diese Anthologie beleuchtet anhand von 20 Interviews Mroués Schaffen der vergangenen 20 Jahre und erscheint anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung 2020. Neue Gespräche und ein einleitender Essay des Kurators Nadim Samman zeichnen ein Porträt des Künstlers.
RABIH MROUÉ (*1967, Beirut) ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker, bildender Künstler und Mitbegründer des Beirut Art Center. Derzeit ist er stellvertretender Direktor der Münchner Kammerspiele. Seine international ausgezeichneten Arbeiten wurden in Einzelausstellungen im MoMA New York (2015), SALT, Istanbul (2014), der documenta 13, und in Gruppenausstellungen im Institute of Contemporary Art Boston (2018) oder im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2017) gezeigt. Mroué lebt und arbeitet in Berlin.
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