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Die Ausgangslage war insofern speziell, als mit George Foreman der klare Favorit antrat. Seit vielen Jahren hatte er keinen Kampf mehr verloren, und die meisten Boxkämpfe gewann er gleich in der ersten Runde. Mit seinem hammerharten Schlag liess er seine Gegner Sterne sehen, noch bevor der Kampf so richtig begonnen hatte.
Sein Gegner Muhammad Ali galt überdies mit seinen 32 Jahren bereits als alt. Die Wetten standen denn auch 3 zu 1 für Foreman. Andererseits war Ali ein äusserst charismatischer Mann, der schon im Vorfeld das Publikum für sich gewinnen konnte. Und er war ein gewiefter Taktiker.
Heute vor 46 Jahren erklang schliesslich die Glocke zur ersten Runde. Foreman ging sogleich zum Angriff über, und Ali beschränkte sich weitgehend auf die Verteidigung. Foreman gelang es kaum, Alis Deckung zu öffnen, sodass er seine gefürchteten Schläge nicht landen konnte. Ali dagegen nutzte seine Schnelligkeit, um in günstigen Momenten schnell ein, zwei Kopfschläge zu platzieren. Alis Taktik war klar. Er wollte den Kampf in die Länge ziehen und dadurch Foreman ermüden.
Diesem gelang der entscheidende K.o.-Schlag nicht in der ersten und auch nicht in der zweiten Runde. Als auch am Ende der vierten Runde der Kampf noch nicht entscheiden war, prophezeite ein Co-Kommentator, dass Ali innerhalb der nächsten vier Runden gewinnen würde.
In der achten Runde war es dann auch tatsächlich soweit. Kurz vor Schluss konnte Ali ein paar harte Treffer an Foremans Kopf landen. Dieser ging zu Boden, und Muhammad Ali war gelungen, was vor ihm erst einer geschafft hatte: Er konnte den Weltmeistertitel zurückerobern und strafte so das Sprichwort «They never come back» Lügen. Foreman war zweifellos der Stärkere. Ali aber der Schlauere. Köpfchen muss man haben!