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Wer im Rahmen seines Studiums eines oder mehrere Semester im Ausland verbringt, ist im Berufsleben deutlich seltener von Arbeitslosigkeit bedroht. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der EU über das Erasmus-Programm, an dem die Schweiz bis zum Ende des letzten Jahres als komplett gleichberechtigter Partner teilgenommen hatte.
Mittel- und langfristig deutlich bessere Jobchancen
Die Arbeitslosenquote der Absolventen, die einen Teil ihres Studiums im Ausland verbracht haben, war fünf Jahre nach dem Abschluss um 23 Prozent geringer als von den Personen, die sich gegen einen entsprechenden Schritt entschieden hatten, so die Untersuchung. Noch drastischer fallen die Unterschiede bei der Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit aus: Diese Bedrohung wird durch den Auslandsaufenthalt halbiert.
Bessere “Arbeitsmarktsfähigkeit” durch Auslandsstudium
Die Studie folgert, dass die “Arbeitsmarktsfähigkeit” durch ein Auslandsstudium massgeblich verbessert wird. Der entsprechende Personenkreis sei flexibler, durchsetzungsfähiger und eher bereit, sich an neue Herausforderungen anzupassen. Was nicht namentlich genannt wird, aber wohl auch eine Rolle spielen dürfte: Auslandsstudierende sprechen meist eine Fremdsprache ausgezeichnet.
Die Schweiz ist derzeit nicht volles Mitglied vom Erasmus-Nachfolger “Erasmus+”, sondern fördert Auslandsaufenthalte derzeit in Eigenregie. Ziel ist aber die volle Mitgliedschaft, wie der Bundesrat mehrfach betont hat.