Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03250.jsonl.gz/2271

Belinda Bencic ist nach fünf Monaten zurück in der Schweiz. Mit dem Auto kehrten die US-Open-Halbfinalistin des letzten Jahres und ihr Freund und Fitnesstrainer am Donnerstag aus der Slowakei, wo sie die Corona-Pause verbrachten, zurück. Am Samstag spielt Bencic mit ihren Fed-Cup-Teamkolleginnen den Pro Cup, ein Exhibitionturnier in Biel.
Danach spielt die 23-jährige Ostschweizerin erstmals seit sechs Jahren Interclub. Das weitere Programm ist aber noch in der Schwebe - wie vieles in der Welt des Sports. Sie hat viel auf Sand trainiert in den letzten Monaten - auch, weil noch alles andere als sicher ist, dass Bencic nach New York für das von Cincinnati transferierte Turnier und das US Open reist. «Es gibt noch so viele Fragezeichen», erklärt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Erst einmal müssten die Organisatoren klarmachen, ob die Turniere angesichts steigender Covid19-Zahlen in den USA überhaupt stattfinden könnten. «Aber am meisten hängt es davon ab, ob sie uns wirklich garantieren können, dass wir alle gesund bleiben und sicher sind in dieser Bubble.» Erst dann werde sie sich detailliert mit der Teilnahme oder Absage befassen. Die Punkte für die letztjährige Halbfinalqualifikation bleiben aber so oder so in der Wertung.
Ansonsten hat Bencic die lange Pause gut überstanden. Besser sogar, als sie es selbst gedacht hatte. «Ich habe das Tennis mega vermisst, aber das Reisen überhaupt nicht», stellt sie fest. Zufrieden ist sie auch mit dem Erleichterungsfonds für die schlechter klassierten Spielerinnen - auch wenn Bencic findet, man hätte schon früher mehr für diese machen sollen. «Es ist irgendwie schade, dass es eine Pandemie benötigte, um zu zeigen wie schlecht es diesen geht.» Sie plädiert für eine Reduktion der Preisgelder für Halbfinal, Final oder den Turniersieg und dafür mehr Geld für die ersten Runden und die Qualifikation.