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Strobe Talbott, einflussreicher US-Meinungsmacher und auch Staatssekretär unter Bill Clintons Präsidentschaft, deklarierte Anfang der neunziger Jahre urbi et orbi den kommenden Triumph einer Weltregierung, gesteuert von «einer globalen Autorität», alias Global governance. Am 20. Juli 1992 schrieb er im Time Magazin: «Binnen der nächsten hundert Jahre wird Nationalität, so wie wir sie kennen, obsolet; alle Staaten werden eine einzige, weltweite Autorität anerkennen.»
Sollten wir uns über solch eine Entwicklung etwa Sorgen machen? Mitnichten! So die Antwort des mächtigen westlichen Opinion leaders. Denn, wie er erläuterte, im Grunde seien alle Staaten «soziale Konventionen», «Anpassungen an sich wandelnde Verhältnisse»; und er fügte hinzu, «egal wie permanent und sogar sakral» diese zu gegebener Zeit zu sein schienen, eigentlich seien sie alle ja «künstlich und vorübergehend». Eine subtilere Kriegserklärung an die souveränen Nationalstaaten, ja an die nationalen Gemeinschaften und Identitäten, an die Völker überhaupt, hätte man sich kaum vorstellen können.
Der gegenwärtige, seit 1991 begonnene, vor allem aber seit dem epochalen Sündenfall vom 24. März 1999 (seit Beginn des völkerrechtswidrigen und piratenhaften militärischen Überfalls der supra-nationalen herrschenden Elite gegen Serbien) losgegangene und sich stets verschärfende Krieg der sogenannten neuen Weltordnung gegen die Nationen läuft an drei Fronten ab:
Offensichtlich ist der letzte Begriff bloss eine modische sophistische Wortkonstruktion orwellschen Stils für den post- und supranationalen globalen Totalitarismus. •
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