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In der Schweiz werden die Schafe im Frühling und im Herbst geschoren. Mit der elektrischen Schermaschine dauert diese Arbeit heute nur noch wenige Minuten. Bis im Jahr 2010 konnte die Vliese (Wollfell) an die Schweizerische Inlandwollzentrale im bernischen Niederönz geliefert werden, wo sie verarbeitet wurde. Aufgrund des Wandels in der Landwirtschaftspolitik in den letzten Jahren musste jedoch diese Verarbeitungszentrale ihre Tore schliessen. Seither gibt es verschiedene Sammelstellen für Wolle in der Schweiz. Die Wolle fliesst anschliessend in verschiedene Produktionen wie Matratzen oder Dämmstoffe. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben synthetische Fasern die Wolle weitgehend vom Markt verdrängt. Der Weltmarktpreis ist so tief, dass die Schafhalter mit dem Erlös aus dem Verkauf der Wolle kaum noch die Schärkosten bezahlen können. Trotzdem müssen die Schafe geschoren werden, da dies eine wichtige Pflegemassnahme ist.