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GESUNDHEITSSTATION
Seit 2007 führen wir eine Gesundheitsstation auf dem Gelände des CAFOR-Waisenhauses.
Wie lief es vorher?
Alle CAFOR–Kinder und die vielen Kinder des Projektes Familienpatenschaft erhalten medizinische Betreuung durch die von uns angestellten Krankenpfleger. Je nach Krankheitsfall werden die Kinder in die Stadt ins Krankenhaus gebracht. Alle erforderlichen Medikamente, Untersuchungen und Tests werden von der Stiftung Zoodo übernommen.
Wenn jemand vom Dorf erkrankt, begibt man sich in die Krankenstation des Dorfes (Dispensaire). Die Krankenstation von Lattou ist ca. 1 km von unserem Waisenhaus entfernt.
Wenn überhaupt jemand anwesend ist, wird der Patient kurz angeschaut und mit einem Rezept wieder weggeschickt. Da die erkrankte Person kein Geld zum Kauf von Medikamenten hat und sie sich zudem in die 7 km entfernte Stadt Koudougou begeben müsste um in eine der vier Apotheken gehen zu können, begibt sie sich niedergeschlagen wieder nach Hause.
Entweder können Mitglieder der Grossfamilie zusammen Geld auftreiben (Verkauf von Hühner oder Getreide), um einen Teil der Medikamente in der Stadt zu kaufen oder es wird nochmals mit traditionellen Medikamenten hantiert. Häufig wird auch nichts gemacht und der Patient stirbt an seiner Krankheit.
Wie läuft es seit der Eröffnung im Jahr 2007?
Mit der Eröffnung der CAFOR-Krankenstation
- erhalten die Patienten dreimal pro Woche eine fachmännische Behandlung (gratis)
- können günstige Medikamente an Ort und Stelle eingekauft werden
- der lange Weg in die Stadt, teils zu Fuss, entfällt
- werden Ratschläge erteilt, wo z.B. man sich melden kann, wenn man schlecht sieht oder wo man einen Aidstest machen kann
- wird den Dorfbewohnern «ein offenes Ohr» für medizinische Fragen und Probleme angeboten (bei einer eventuellen Krankenhauseinlieferung in Koudougou kann durch die Bekanntschaft der beiden Pädiatrie-Spezialisten eine bevorzugte Behandlung, auch in anderen Fachbereichen, ermöglicht werden).
Die Gesundheitsstation wurde für CHF 1‘879.00 angebaut.