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Menschen, die sexuelle Gewalt erlebt haben, brauchen Hilfe von erwachsenen Personen. Aber auch als Jugendliche(r) kannst du viele Dinge tun, die helfen.
Wenn eine Freundin, ein Kollege oder ein Familienmitglied dir von sexueller Gewalt erzählt, die sie/er erlebt hat, hilfst du ihr/ihm am besten, wenn du dich an einige einfache Verhaltensregeln hältst.
- Höre dieser Person zu.
- Hilf ihr, sich zu schützen.Manchmal ist die Gefahr nach einem sexuellen Übergriff noch nicht vorüber. Wenn die Person bedroht oder verfolgt wird, ist es wichtig, dass sie geschützt wird.
Es gibt Schutzhäuser, falls die Person einen sicheren Ort braucht. Wende dich an eine Opferhilfeberatungsstelle, damit die Berater/-innen dort weiterhelfen können. Ruf in akuten Gefahrensituationen die Polizei an (Telefon 117).
- Ermuntere sie dazu, sich Hilfe zu holen und sich an eine Opferhilfeberatungsstelle zu wenden.Oft wissen Angehörige, Freundinnen und Freunde nicht, wie sie Opfern von sexueller Gewalt helfen können.
Ausserdem gibt es Fragen, über die nur Fachleute Bescheid wissen: Ist eine Strafanzeige sinnvoll oder nicht? Wie macht man eine Strafanzeige? Kann die Person allein mit den Folgen der sexuellen Gewalt fertig werden? Braucht sie eine Psychotherapie? Müssen die Eltern Bescheid wissen?
In den Opferhilfeberatungsstellen arbeiten Fachleute, die diese Fragen beantworten können und viel Erfahrung mit den Folgen sexueller Übergriffe haben.
Und wenn sich die Person nicht helfen lassen möchte? – Dann musst du das erst mal respektieren. Aber es ist gut, wenn du mit jemandem darüber redest.