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Rom - Die italienischen Bischöfe wollen am 9. November neue Regeln für Begräbnisse veröffentlichen. Wie die römische Tageszeitung "La Repubblica" berichtete, soll unter anderem ein Verbot für das Verstreuen der Asche der Verstorbenen ausgesprochen werden.
Das anonyme Verstreuen von Asche läuft nach Ansicht der Kirchenvertreter der Sinnausrichtung des christlichen Glaubens zuwider. "Die Bischöfe befürchten die Verbreitung eines neuheidnischen Geistes, der die Aschenverstreuung als Union des Verstorbenen mit dem 'grossen Geist' der Mutter Erde betrachtet", schrieb die Zeitung.
Verboten werde den Hinterbliebenen auch das Aufbewahren der Asche in einer Urne, um diese zu Hause aufzustellen. Die Bischöfe bewerteten dies als "Privatisierung und Banalisierung" des alten Rituals, den Toten zum Friedhof zu begleiten und den Abschied der Gemeinschaft zu zelebrieren.
Feuerbestattungen von Katholiken sollen dagegen weiterhin zugelassen werden. Die Kirche hatte diese Praxis lange Zeit strikt abgelehnt. Sie galt als Zeichen für die Leugnung der Auferstehung. Weil kirchenkritische Kreise wie Freimaurer und Marxisten sich zunehmend für die Verbrennung von Leichen stark machten, erliess der Vatikan vor rund 100 Jahren ein ausdrückliches Verbot.
Während des 2. Vatikanischen Konzils wurde dieses Verbot aber 1963 wieder aufgehoben.
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