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Nach einer Besinnung in der Jakobskirche verlassen wir die Stadt Germersheim und wandern Richtung Rhein. Beim Rheinufer entdecken wir Reste einer ehemaligen Festung. Auf einer dort angebrachten Tafel wird die Grösse der ursprünglichen Anlage deutlich sichtbar.
Die königlich-bayerische Festung Germersheim war Teil eines Festungssystems im Westen Deutschlands zum Schutz vor befürchteten französischen Angriffen. Der Bau wurde 1834 begonnen und 1861 vollendet.
Seit 1878 war die Festung Standort des kgl. bay. 17. Infanterie-Regiments "Orff" der Bayerischen Armee. Infolge des Vertrages von Versailles wurde die Festung zum grössten Teil geschleift.
Wir erreichen den Rhein, dem wir am Radweg Richtung Süden folgen.
Bei der ehemaligen Ziegelei Sondenheim machen wir einen Kaffihalt. Dabei gibt es Gelegenheit, sich in der alten Ziegelei umzusehen.
Entlang dem Rhein, dann am Uferdamm wandern wir weiter Richtung Süden.
Wir verlassen den Rhein und gehen Richtung Westen nach Hördt.
Die Kirche von Hördt. Der Vorplatz der Kirche ist unser Picknickplatz.
Die Geschichte des Dorfs Hördt ist geprägt von seinem Kloster, dem 1103 gegründeten Augustiner-Chorherrenstift und seiner Propstei. Von der Klostermauer ist ein 15 m langes und 2,50 m hohes Stück erhalten geblieben. Für 1171 sind Besuche der Hildegard von Bingen nachgewiesen.
Im Dreissigjährigen Krieg wurden die Mönche vertrieben und das Kloster säkularisiert.
Im Inneren der sonst nüchternen Kirche finden wir diesen schönen Barockaltar und zu meiner grossen Freude entdecke ich auf der rechten Seite eine Nepomukstatue. Klicken Sie darauf!
Zwischen Hördt und Rülzheim erfrischt uns ein kurzer Regensschauer.
Wir erreichen Rülzheim.
Erstmals wird der Ort Rülzheim im Jahre 774 erwähnt. Rülzheim gehörte zum Bistum Speyer. Die Deutsch-Ordensritter waren die Landesherren in Rülzheim.
Wir bewundern viele schöne Riegelhäuser.
Die Kirche St. Mauritius von Rülzheim. Der auf spätgotischem Unterbau errichtete Westturm stammt aus dem Jahr 1498. Das heutige Langhaus wurde 1767 erbaut und später erweitert.
Von Rülzheim nach Herxheim führt der Jakobsweg über endlos lange gerade Wege durch einen Wald.
Endlich ist der Etappenort erreicht.
Das Schönstattzentrum Marienpfalz in Herxheim dient uns als Herberge.
Dieses Madonnenbild hat in der Schönstattbewegung eine besondere Bedeutung und ist hier überall anzutreffen.
Die Schönstattbewegung ist eine internationale, geistliche Erneuerungsbewegung und eine Vereinigung von Gläubigen in der katholischen Kirche mit apostolischer Ausrichtung. Ursprungsort wie geistlicher Mittelpunkt ist Schönstatt, ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz. Die föderal aufgebaute Bewegung wird koordiniert durch das sogenannte Generalpräsidium, das seinen Sitz in Schönstatt hat.
Das Ziel des Gründers Josef Kentenich war es, der Kirche und dem Glauben der Christen ein neues, modernes Gesicht zu geben. Schönstatt kann als Vision Kentenichs verstanden werden, wie die Kirche in Zukunft aussehen könnte, wenn sie nicht verstauben, sondern weiterhin Menschen zu Jesus Christus führen will. Quelle: Wikipedia
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