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Lange Tradition: Die Geschichte des Snus-Konsum in Schweden
Begebt euch heute mit uns auf eine kleine Zeitreise und erfahrt alles über die Geschichte von Snus.
1637: Snus wurde das erste Mal namentlich erwähnt. Dies bestätigen Dokumente über eine Lieferung von Finnland nach Schweden.
18. Jahrhundert: Tabak war zu dieser Zeit ein Luxusprodukt. Deshalb wurde er auch fast ausschliesslich von Adeligen konsumiert. Schon damals wurde er in aufwendig gestaltete Dosen verpackt und galt deshalb als beliebtes Geschenk und Mitbringsel.
Ende des 18. Jahrhunderts: Den Schweden gelang es endlich, Tabak in grossen Mengen anzubauen. Lange und teure Lieferwege gehörten somit der Vergangenheit an.
1789 – 1799 (frz. Revolution): In ganz Europa kam es damals zu drastischen politischen Veränderungen. Snus galt immer noch als Luxusgut des mittlerweile verhassten Adels, weshalb der Konsum fast zum Erliegen kam.
Anfang des 19. Jahrhunderts: Anstatt Snus weiterhin zu schnupfen, wurden Tabakblätter in Kaffeemühlen kleingemahlen. Das feine Granulat wurde nun unter die Oberlippe geschoben.
19./20. Jahrhundert: Die Produktion von Snus wurde zunehmend manufaktiert. Im Jahr 1919 kam es sogar zu einer Rekord-Umsatz-Menge von rund 7.000 Tonnen! Rein statistisch gesehen hat jeder Schwede damals also 1,2 Kilogramm Snus konsumiert.
2. Weltkrieg: Die Produktion von Snus geht wieder zurück, da der meiste Tabak lieber für die Herstellung von Zigaretten verwendet wird.
1960er Jahre: Forscher bestätigen, dass das Rauchen einer Zigarette viel schädlicher als der Konsum von Snus ist. Die Produktion von Snus steigt wieder an.
1970er Jahre: Die bekannten und beliebten Portionsbeutel werden eingeführt. Sie erleichtern den Konsum von Snus und sind zugleich viel hygienischer.
Heute: Nicht nur in Schweden geht der Snus-Konsum wieder steil bergauf.