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Das
Bild
der
Woche
2017
West-Portal im Konstanzer Münster. Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion,Schwanden)
Klassenjahrgang 1934
(5./6. Klasse bei Emil Feldmann)
Bildlegende:
1. Reihe v.r.n.l.:Ruth Fischli, Gertrud Rössler, Paula Landolt, Rösli Fischli, Rita Lampe, Helen Vogel, Elsy Fischli, Margrith Härri, Felizitas Elber, Helen Rickli ("Volksblatt")
2. Reihe: v.r.n.l.: Elsy Oswald, Anni Hauser, Heidi Felber, Raphaela Schwitter, Annemarie Rusterholz, Ria Gallati, Henrietta Guggiari, Frieda Fischli, Nerina Fischli
3. Reihe: v.r.n.l.: Hildi Schwitter, Hortenisa Fleisch, Bethli Walser, Marlies Landolt, Margrith Landolt, Frieda Schwitter, Lehrer Emil Feldmann
4. Reihe: v.r.n.l.: Fritz Feldmann, Paul Hauser "Feuerstein", Erwin Müller, Helmuth Gallati, Hans Beeler, Herbert Feldmann, Fritz Landolt, Hermann Gallati, Sepp Müller, (Hasläpuurä)
Die letschtä Tääg im Jahr…
Zwüschet Wiänacht und Nüüjahr
sind ganz gschpässig Tääg;
vollnig Büüch, ä Huuffä Waar,
Gletscher uffem Wääg.
p Fäschtääg sind etz ja dä durä,
g Cheerichtsegg sind voll;
Gwüssnig sind etz uff dr Schnurä,
Schwiinä tuät’s! Momoll!
Fraagä mag-mä si etz gaad:
«Und, we isch es gsii?»
«Mängs gag-guät und anders schaad!»
Nimm’s, we’s gsii isch, hii.
-y.
Bilder:
Die Weihnachtskrippe in der Hilariuskirche in Näfels
...Blasius Braun...schrieb schon früh, dass das Hochaltarbild von Wyrsch wohl das Weih-nachtsgeheimnis malerisch unvergleichlich darstelle. Um aber auch die Kinder vom Weih-nachtsereignis zu begeistern, sei eine figürliche Darstellung zu schaffen...“[1]
Die Adressaten und Auslöser zur Anschaffung einer Weihnachtskrippe waren also die Kin-der. Die Krippe wird seit 1920 jedes Jahr auf Weihnachten auf dem Marienaltar aufgestellt und speziell beleuchtet. Auf Epiphanie (6. Januar, Dreikönigen) werden auch die heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar hinzugefügt.
Sehr beträchtlich war der Anschaffungspreis. Er wurde mit den anderen Daten in der Tagespresse veröffentlicht:[2]
Die Krippe wurde gespendet! Aus einem Brief[3] an die "Freunde der Geschichte von Nä-fels" geht hervor, dass die Krippe von der Witwe des Unternehmers Jean Landolt und dem engsten Verwandtenkreis gestiftet wurde und Familienbeziehungen nach Süddeutsch-land reichten. Pfarrer Braun, der offenbar in dieser Familie wohlgelitten war, war seinerseits mit dem Künstler Karl Kuolt befreundet, der mitunter im Pfarrhaus zu Gast war. Der bärtige Hirte mit der Kräze auf der rechten Seite der Krippe sei wahrscheinlich nach einer Zeich-nung von Fridolin Anton Schwyter geformt. Eine Rötelzeitung, die als Vorlage gedient ha-ben könnte, ist heute noch in Privatbesitz der Nachkommen Landolts.
[1] Näfelser Brauchtum im Jahresablauf...Seite 85
[2] Glarner Volksblatt, 28. Dezember 1920
[3] Brief Marie Therese Landolt-Hauser an den Präsidenten der Freunde der Geschichte von Näfels vom 14. Dezember
1998.
Publiziert in: Hauser Fridolin (Fridli Osterhazy): Näfelser Geschichte(n), Näfels 2005, Seiten 64ff.
(Eine detaillierte Würdigung der speziellen Krippe ist unter "Dies und Das" in Vorbereitung.)
Professor Karl Kuolt (1879-1937)
Geboren 3. April 1879 in Spaichingen (Deutschland)
Besuch der Münchern Kunstschule
und der Münchner Kunstakademie.
Schuf eine grosse Anzahl bekannter Denkimäller und Kapellen in ganz Süddeutschland.
Weltbekannt sind die Kuolt-Weihnachtskrippen.
Donnerstag, 14. Dezember 2017
"Rorate caeli desuper
et nubes pluant justum.."
"Tautet, Himmel den Gerechten,
und Wolken regnet ihn herab.
Rorate-Ämter - Lichter im Dunkeln in Erwartung des Christkinds
Montag, 11. Dezember 2017
Klaus- und Weihnachtsmarkt in Lichtensteig
oder
Wo der Näfelser Karl Müller-von Friedberg 1792-98 Vogt des St. Galler Fürstabtes war
Noch immer hängt ein Hauch von Geschichte im schmucken Städtchen Lichtensteig im Toggenburg und erinnert auch an den Näfelser Karl Müller-von Friedberg, den späteren Gründerlandammann des Kantons St. Gallen, Er war von 1792 bis 1798 Toggenburger Landvogt des Fürstabtes von St. Gallen.
Dieses Städtchen, dass sich "Ministadt im Toggenburg" nennt, pflegt einen besuchenswer-ten Klaus- und Weihnachtsmarkt seit Jahrzehnten. Ich habe diesen Markt aus Gwunder gestern besucht und wurde nach herrlichem Schneegestöber von einem Bindfadenregen mit viel Wasser und einem eisigen Wind, der durchs Städtli blies, getauft. Dennoch mag ich die Initiative der Lichtensteiger über den grünen Klee loben. Der Markt ist ein Bijou, der echte Weihnachtsfreude aufkommen lässt und durch seine Vielfalt überrascht. Allerdings, aber ein verkraftbares Manko: an keinem Stand gab es einen Schirm zu kaufen...
Ein paar Erinnerungsbilder erinnern die Vorweihnachtstradition von Lichtensteig, besonders erwähnenswert: der "Koffermarkt" in der Kalberhalle des Rathauses, der Auftritt des "Kägifretli-Kinderchors" und der "Gospel Niederuzwil" auf dem Goldenen Boden, wo zwei richtige Kamele im Kreise schritten, die ungezählten originellen Weihnachtsverkaufsstände mit tausend Idee und Kostbarkeiten, die Wurst- und Gourmetstände an allen Ecken und die gemütliche Gaststuben.
Sonntag, 10. Dezember 2017
Just mit dem Samichlaus kam auch der erste Schnee
Willi PIanta-Schwitter - ein echter Älpler ist nicht mehr
Diesen Sommer verstarb Willi Pianta-Schwitter, der jahrzehntelang die Alp Obersee-Rauti bewirtschaftete, 82-jährig. Er war auch ein eindrucks-voller Redner an Gemeindeversammlungen und ein leidenschaftlicher Jäger und Schütze.
An der diesjährigen Alpfahrt trug die Leitkuh, das Bild von Willi Pianta-Schwitter dem Sennten voraus. Ein letztes Mal, war Willi, so wenigstens bildlich dabei.
Mit etwas Verspätung sollen seine Todesanzeige, der von seinem älte-sten Sohn Willi in Mundart verfasste und am Abschiedsgottesdienst vor-getragene Nekrolog und ein Bild der Staafelhütte, in der er jeweils auf dem Unterstaafel gesennt hatte, hier festgehalten werden.
Wir werden Willi Pianta-Schwitter ein ehrendes Andenken bewahren.
verfasst und am Abschiedsgottesdienst vorgetragen von Willi Pianta iun.
Ä komischä Namä, aber am Willi sini Grosselterä sind ebä nach em erschtä Wältchriäg vum Puschlav a Zürisee zogä. Dett isch'r am 10. April 1935 uf d Wält chu. Mit dä Gschwüschtertä Sepp, Marie und Hans isch er ächläi usserhalb vu Wädäschwil uufgwachsä. Wänn'r albig ä so ver-zellt hätt, was si alls aagschtellt händ, öppä-n-ä dr Nachpüri d Wäsch im Sand paniärt und wider uufghängt oder i dr Chiisgruäb d Isäbahnwägäli bärgab luu, chamä drvuu uusguu, as'r ä glücklichi Chindhäit gkaa hätt.
Viil isch'r bim Naachpuur äm Kari Buumä gsii und hätt dett d Lantwirt-schaft kännä und liäbä gleernet und wo-n-'r uss dr Schuäl chu isch, isch klaar gsii, är wiirt Puur.
Naa dr Schuäl isch'r mit füfzächni a di eerscht Schtell im Chloschter Wurmsbach chuu. Äimaal im Munet ä Sunntig frii. Det isch'r dä zwäi Jahr gsii, bis'r wiiter zogä-n-isch.
Im Früälig 53 isch'r des eerscht Maal uff ds Riät chuu. I denä Jahr isch'r
ämaal ä Summer im Niedersee z Alp gsii, zwee Winter i dr Landwirt-schaftlichä Schuäl z Pfäffikä und immer wider uf dr Schiffärä z Chnächt. Dett hätt'r under anderem durä ganzä Kantu hinderä und fürä gmischtet und äsoo Land und Lüüt kännä gleernet. Är hätt dä-n-öppä verzellt: „Dä isch mä-n-äm Määndig Morgä g'gangä und äm Samstig Aabed häi chuu.“ Oder ämaal z Züri undä, zmitzt i dr Schtatt, wo-n'r mit zwäi Fuäder Schtrauh dr Häiwäg nümmä gfundä hätt, dä isch'r äifach uff-änä Poli-zischt, wo anärä Chrüüzig dr Vercheer greglet hätt, zuägfarä und hätt gfraaget, wo's ids Glaarnerland gaht. Deer hätt dä-n-a zwee Kollegä pfiffä und diä hän'nä bis a d Stattgränzä eskortiärt.
I derä Ziit hätt'r dä üüseri Muäter kännä gleernet. Am 11. Jäner 1964 füährt'r sini Bruut Therees Schwiiter zum Truualtar. Äs Jahr speeter, am 14. Jäner 1965 hätt das glüggli Paar miich überchuu und de Gschichtä uss ds Vaters Chindhäit händ si äsoo oder ähndli widerholt. Naadisnaa sind nuch ds Therees, dr Maartiin und ds Judith derzuä chuu und häm-mi underschtützt.
Zur damaligä Ziit hätt üüserä Vatter sis Gält als Schofföör und uffem Buu verdiänet. Ä bsunderi Ehr isch für üüseri Elterä gsii, wo dr Vatter Schwii-ter gfraget hätt, öb si gäärä dr Hoof uffem Riät wüüred übernih. Abglooffä isch daas äsoo: D Eltärä händ für ä Grossvatter dr Gadä gmacht, wil'r Uufall kaa hätt. Dä sig'r ämaal amä-n-Abed abä chuu und häig gsäit: "Wänder puurnä?" Si häiget si äso aagluäget und jaa gsäit.
Dä sig nüüt meh gredt woordä derüber und öppä drii Munet schpeeter sig dr Grossvatter chuu und häig gsäit: "Moorä-n-äm zwäi chaa-mä gu ver-schriibä.
Äm 7. April 1972 händ si dä mitänand dr Hoof übernuu. Viil Aarbet isch aagschtandä und dangg demm, as üüseri Muäter näbet üüs viär Chind immer nuch voll mitgschaffet hätt, hätt dr Vatter viil chännä sälber reno-wiärä und buuä und näbäbii nuch ächlä gu schaffä.
1980 hätt'r chännä d Rautialp übernih, wo-mer hütt nuch sind. Im Früälig wänn's g aabäret hätt, isch'r albig derufä gu luägä, öb's nuch Schnee hätt, wä-mer z`Alp gsii sind, isch'r albig äm Sunntig i-nes Kaffi chuu, hätt i ds Chessi inä gluäget und gsäit: "Händer nuch Milch?", dä han-i albig gsäit: "Geesch-s ja."
Wääred dr Vatter früäner gschwungä-n-und gschossä hätt, hätt-nä-n-äis Hobbi fascht dur des ganz Läbä begläitet. D Jagd isch sini Liidäschaft gsii. Mit-em Gäisser Sepp, äm Gäisser Fränz und äm Fischli-Zäiä Sepp hätt'r äsoo mängi schüüni Schtund im Obersee- und Schwänditaal ver-braacht. Diä Ziit hätt'r chännä gnüüssä, wil'r gwüsst hätt, as p Muäter dähäimä dr Charä schläiggt.
g Chind wäärdet grosss und plötzli wiir-p-mä Grossvatter. Zwüschet 1992 und 2007 sind de 13 Groosschind uf d Wält chuu und är hätt fascht jedes Jahr chännä anä Taufetä. Das eerscht Groosschind, d Michaeela, hätt'r dä gad amänä Puurächränzli i dr Doorfturnhallä chännä verschwellä, und am Morgä am zwäi hätt'r dä mit-em Schtützler Frigg und äm Blitzger Hilari nuch äs Wettchlätterä dur g Chlätterschtange-n-ufä gmachet.
p Muäter hätt mängmaal gsäit: "Das isch des eerscht Maal gsii, as-i uhni Vatter ha häi müäsä."
g Groosschind, daas sind de jungä Lüüt da voornä i dr Tracht. Zum 70gischtä Gebuurtstaag hämmer-em ä Fotti mit dä Grossschind i dr Tracht gschänggt und d Elterä händ ä Risäfreud gka. Zum 80gischtä händ-dä Groosschind vu siich uus gsäit, das mache-mer nuch ämaal.
Mir händ üüs alli aagsträngt, äm Vater ä schüüs Geburtstagsgschängg
z machä; aber äm mäischtä Freud hätt er wider a sinä Änggel gkaa. Drumm händ alli hütz nuch ämäl d Tracht aa.
Uffem Hoof schtaht ä Generaziunäwächsel aa. 1993 händ üseri Elterä dr Hof ä miir übergii. Dr Vater hät si bruäflich müäsä veränderä. Mit 58gi uufhöörä schaffä gaht ja nüüd. Är hätt ä mobiili Schnapsbrännerii chännä übernii und isch uff d Schtöör. Das hätt-em gfallä. Är isch i dr ganzä Regiu Maarch und Hööf und im Glaarnerland underwägs gsii. Wo-n-'r dä gseh hätt, as dr Maartiin Inträssä a dr Brännerii hätt, hätt'r siis Gebiät nuch vergrössäret und ä moderneri Brännerii gkauft, as'r öppä-n-ä Zuäkumft hätt. Uss derä Ziit hätt'r nuch ä Huuffä Kontäggt und Fründ-schaftä, wo bis zletscht beschtandä händ.
Mit 70gi hätt'r dä p Brännerii äm Maartiin übergii und isch erschtä Heuer und Chäsverchäufer woordä.
D Eltärä sind nur nuch trännt fort, as au ja immer öpper ummä isch, nur nuch zum Heuä und Jassä händ-si ds Chääsgschäft hoggä luu. Är hätt albig gmeint: "Das isch äs Glügg für üüs, mer händ immer ä chlä Bsuäch.
Sust hätt'r immer gsäit: "Wänn-er mi bruuched, chänder ruäfä." Das häm-mer dänn au gmachet. Schriinerä, umbuuä, z Alp guu, Taxifahrtä für g Groosschind, wo vum Uusgang häi wänd, er isch äifach immer daa gsii, wä-mä-nä p brucht hätt. Und wänn nüüt loos gsii isch, hätt'r allerhand uffem Compiuter gschuäschtäret. Im Winter hätt mä-nä fascht nümmä uss dr Schtubä p braacht, will'r hätt müäsä Schiifarä, Langlaufä, Schi-schprinä, Biatloon, Noordischi Kombinaziuu und was au immer im Fäärnseh luägä. Natüürli hätt'r i dä letschtä Jahr ds Alter au langsam gmerggt und äs isch nümmä-n-alles äso ring g'gangä. Aber zum ächlä Traggtoor farä hätt's nuch glanget.
Äm Früälig hätt'r dä nuch ä nüüs Schpilzüüg überchuu, ä nüüä Traggtoor. A Traggtoor mit Chnöpf und Schalter, schtatt ä Ganghebel äs Display, wo d' muäsch luägä, was überhaupt iigschaltä-n-isch oder nüüd. Das isch ä groossi Usäforderig gsi. "Aber daas wili schu nuch leernä“ hätt'r gsäit. Är hätt-si dä bereits schu alles vum Mechaniker erchläärä luu, wo dr Tragg-toor nuch nüd ämal chuu gsii isch, und wo-n-'r dä-n-uffem Schträssli hin-derem Huus Probefaartä gmacht hätt, isch häi, hätt derüber naachä-tänggt, isch wider chuu gu luägä und uusprobiärä. Wo dr Heuet losgangä isch, hätt'r voll Schtolz wider chännä farä.
Äm 18. Juni hämmer im Staafel uff dr Alp nuch mit dr ganzä Famili ä schüünä Sunntig verbracht. Mä hätt-em aagseh, as öppis nüd stimmt. Am Määntig hätt'r dä d Diagnoosä Chräbs überchuu und är hätt-si ent-schlossä, all de nöötigä Therapiiä in Aagriff z nhi. Und trotz chliinä Uufs und Aabs isch-em i derä Ziit rächt guät gangä, es hätt guät uusgseh.
Nach-emä chuurzä Schpitaaluufenthalt händ-sich sini Bluätwärt am Dun-schtig, 17. August deräwääg gschnäll verschlechtäret, as'r hätt müäsä dobä bliibä. Beräits äm Morgä vum 18. August hämmer vum Schpital Pricht überchuu, as dr Vatter uff dr Intensiivschtaziuu liit. Är hätt ä Lungä-n-entzündig und ä Bluätvergiftig überchuu, wil siis Imuunsyschteem kä-n- Abwehr meh hätt chännä büütä. Dr Vater isch mit allnä nöötigä Medika-mänt versorgt woordä, aber d Töggter händ gsäit, äs liggi nümmä i irnä Händ. Äm Samstig Namitaag am drüü isch üüserä Vatter dänn fridlich iigschlaaffä.
Miir alli händ i denä zwee Tääg Ziit gka zum Abschiid nih und hän'-nä chännä uff siim letschtä Wääg begläitä. Schü isch, as'r äigentli bis zwee Tääg vorem Schtäärbä glüggli, zfridä und uhni Schmärzä hätt chännä läbä.
Mir tangget ä-n-allnä, wo üüserä Vatter dur siis Läbä begläitet händ und siis Läbä für-nä äsoo läbeswärt gmacht händ.
Zwei Erinnerungsbilder an Willi Pianta wie er leibte und lebte. Eine imposante Persönlich-
keit, optimistisch und aufgestellt, "wärchig", aber auch Gemüts- und Familienmensch. Gerne halten wir ihn so in lieber Erinnerung. (Foto. zvg)
Freitag, 24. November 2017
Höher zu dir, mein Herr!
oder
Viele Wegen führen zum Himmel
Schnappschüsse von Richard Arnold
Heute Freitag, 24. November 2017 zirka zehn Uhr wurde ein hochmoderner Kran mit Hebe-korb durch das enge Portal in die Hilariuskirche gezirkelt und zwei Elektrofachleute in die Höhe gehievt. Was Laien nicht wissen: auf der Stukkatur-Ballustrade führen von unten nicht sichtbare Elektroleitungen vom vorderen Teil der Kirche bis zur Orgelempore. Was früher auf schwindelerregenden Leitern oder mit Gerüsten erreicht werden musste, schaffen heute elektronisch gesteuerte Kräne.
Bizarre, ungewohnte Bilder von Elektroarbeiten in schwindelnder Höhe. Die Equipe von Elektro-Künzle Näfels ist im Einsatz. Der Kran ist eingemietet. Kabel sind noch im Einsatz, irgenwann wird alles über WLAN (kabellos) gesteuert werden.
Donnerstag, 23. November 2017
Näfelser unterrichtet
…Bundesrat Johann Schneider-Ammann
…und
…die Bildungsministerin von Liechtenstein Dominique Gantenbein
Bundesrat Schneider-Ammann ist begeistert von der «ETH-Equipe»
Johann Schneider-Ammann, Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung besuchte am Montag (20.11.2017) die ETH Zürich. Er informierte sich zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung und zeigte sich als grosser Bewunderer der Hochschule.
(ETH News, www.https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen...)
Radio
Lichtenstein berichtete...
Das Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht an der ETH Zürich unter-stützt Primar- und Sekundarstufen mit einem Projektangebot beim Ausbau des Informatik-unterrichts. Im Fokus stehen Programmieren, Algorithmen, Sicherheit und Datendarstel-lung. Das Angebot umfasst Weiterbildung der Klassenlehrperson sowie Unterrichtseinhei-ten direkt an den jeweiligen Schulen. Damit wird den Schülerinnen und Schülern ermög-licht, die digitale Welt zu verstehen und zu lernen, sie selbst zu gestalten und somit die Rolle des Produzenten einzunehmen...
(Radio Liechtenstein, www.radio.li)
Mittwoch, 22. November 2017
"Der Friede ist allweg in Gott"
10 Jahre Pilgerfahrt ins Flüeli Ranft
Pfarrer Gebhard Jörger leitete zu zehnten Mal die überpfarreiliche Abendwallfahrt zu Bruder Klaus
Am Dienstagabend, 21. November 2017 führte Pfarrer Gebhard Jörger, Niederurnen, zum zehnten Mal eine stattliche Pilgergruppe ins Flüeli Ranft, diesmal gewissermassen zum Abschluss des Bruderklausenjahres (600 Jahre: "Niklaus von Flüe 1417-23017. Mystiker, Mittler, Mensch".). Nach gemütlicher Fahrt mit dem "Mächler-Car" unter der sehr angeneh-men und versierten Führung von Chauffeur Pirmin Bamert mit Pilgern aus Näfels, Oberur-nen, Niederurnen und Bilten auf den Parkplatz von Flüeli konnte nach dem Abstieg in die Ranft der traditionelle "Friedensgottesdienst" punkt 20 Uhr beginnen, Pfr. Gebhard Jörger assistiert von Pastoralassistent Markus zelebrierte. Seine hervorragende Predigt wird auf dieser Seite im vollen Wortlaut noch eingerückt werden.
Nach dem Besuch der Klause, wo Niklaus von Flüe, der zwanzig Jahre seines Lebens als Eremit, Mystiker und Rater hier verbracht haben soll, konnte, wer mochte, in rabenschwar-zer, frischkühler Nacht eine Kerze entzünden und beim Kerzenstand hinterlassen. Dann ging's zu wärmendem Trunk, Sandwich und Gipfeln und gemütlichem Beisammensein ins Restaurant "Tschiferli", ehe die unverwüstliche Truppe durch sternenklare Nacht und durch die bereits weihnachtlich wirkende, durch Lichter der Dörfer erhellte Landschaft ins Glarner-land zurückkehrte.
Auch das nächste Jahr ist eine Abendpilgerfahrt ins Obwaldnerland vorgesehen.
Die Fotos stammen von Rita Beeler-Reichmuth, Pfarreisekretärin, die den Anlass muster-gültig organisiert hatte.
Schnappschüsse
Predigt
von Pfarrer Gebhard Jörger (1)
gehalten
in der Bruderklause Kapelle Flüeli Ranft
am 21. November 2017
Liebe Mitchristen,
die strengen Regeln der Berufung und Sendung der Jünger, wie wir sie in den Evangelien an verschiedenen Stellen erfahren, haben in ihrer Wirkungsge-schichte den Unterschied von Laien und Klerikern bewirkt.
Die einen sollen ihr Christsein in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft leben. Die anderen, die in der engeren Nachfolge von Jesus sind, sollen auf Familie, Besitz und Welt verzichten und ganz frei werden für Gott und den Dienst an den Menschen.
Ein Blick in die Kirchengeschichte zeigt schnell, dass Macht und Reichtum auch dem Klerus nicht fremd geblieben sind, dass die hohen Ideale der eigenen Nach-folge für viele zu hoch waren und sind. Die grossen Reformen in der Kirche zeigen aber auch, dass das Leben in der Kirche dort aufblüht, wo der Mensch nach dem Willen von Gott fragt und seiner Berufung mehr Raum gibt als den Erwartungen, die von aussen an ihn herangetragen werden oder ihn innen fixieren. Die Laien sind während langer Zeit in der Kirchengeschichte reine Stati-sten gewesen, keine Subjekte des Glaubens, sondern Objekte der Seelsorge, wenn überhaupt. Sie waren eingeladen zu beten, die Sakramente zu empfangen und Geld zu spenden. Ihre Berufung beschränkte sich auf die Unterstützung des Klerus.
Diese Entwicklung lässt sich nicht mit den Anfängen rechtfertigen. Natürlich hat das Amt in der Kirche eine wichtige Bedeutung, Der Mangel an Priester- und Or-densnachwuchs ist sehr bedrückend. Aber die Berufung zum Priester und zum geweihten Leben ist nicht die einzige Berufung. Sie ist nicht die ausschliessliche Art und Weise der Nachfolge Christi. Berufung hat nur eine Quelle, aber viele verschiedene Wege. Die meisten Märtyrer und Bekenner in der alten Kirche sind Laien gewesen. Der römische Soldat unter dem Kreuz spricht als Heide und Laie das erste Bekenntnis, vor dem Apostel Thomas. Der heilige Mauritius, der als einer der ersten den christlichen Glauben in unser Land gebracht hat, war Laie. Die Entscheidung für Christus und ihr Bekenntnis waren Verkündigung des christlichen Glaubens mit grosser Wirkung. Sie lebten aus der Taufe das gemein-same Priestertum aller Gläubigen.
Am Vorabend der Reformation war das Bedürfnis der Laien gross, eine per-sönliche Haltung zu Religion und Glauben zu finden. Einer von ihnen war Niklaus von Flüe. Als wohlhabender Bauer, angesehener Politiker, Hauptmann und Richter und als Familienvater nahm er den Glauben zum Kriterium seines Den-kens und Handelns. Nach zwanzigjähriger Ehe rang er sich mit dem Einver-ständnis seiner Frau Dorothea zur Nachfolge Christis als Gottesfreund durch. Er wollte zuerst jener Bewegung von Laien mit mystischer Tradition in der Gegend von Strassburg beitreten. Aber durch Visionen geleitet, kehrte er zurück in seine engere Heimat und lebte die letzten zwanzig Jahre seines Lebens fünf Minuten von seiner Familie entfernt im Ranft als Einsiedler ein wundersames Leben.
Sicher belegt sind das Fastenwunder, die völlige Enthaltsamkeit von jeglicher Nahrung, seine zahlreichen Visionen, das Radsymbolbild, das ihm eine Hilfe auf der Suche nach dem einig Wesen, dem Urgrund der Welt war, und verschiedene Briefe an Regierungen und Mächtige mit Stellungnahmen zu aktuellen Proble-men. Aus allem kommt uns ein wahrer Gottesmann und Zeuge eines tiefen Glaubens entgegen, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Wirklichkeit steht und der den Sinn für das politisch Machbare nicht verloren hat, gerade weil er das Göttliche tief erfahren durfte. Seine Botschaft ist zeitlos: Gehorsam gegen-über Gott, nicht ein Gehorsam, der gefordert wird, um den Menschen klein zu halten oder zu unterdrücken, sondern einer, der hilft, den Sinn des Lebens zu finden, ein Gehor-sam, der jeder Berufung zu Grunde liegt.
Die römische Kirche hat damals im 15. Jahrhundert die Zeichen der Zeit nicht er-kannt. Sie missachtete die Botschaft dieser frommen Laien und verdächtigte ihre Lehre als gefährlich, weil nicht kontrollierbar. Zu eng waren Machtinteressen und Verkündigung verbunden. So wurde sie mitschuldig an der grössten Tragödie des christlichen Abendlandes: an der Glaubensspaltung. Diese Schuld räumte Papst Hadrian VI. in seinem Schuldbekenntnis, das er in Nürnberg 1523 hat verlesen lassen ein, leider zu spät.
Mehr als fünfzig Jahre sind es her, seit die Kirche im zweiten vatikanischen Kon-zil das Miteinander des Gottesvolkes wieder entdeckt und propagiert hat. Alle sind zur Mitarbeit am Reich Gottes berufen. Alle sind – wie es im Text des Konzils heisst – zur Heiligkeit berufen. Das Konzil wollte die Vielfalt der Berufungen wie-der ins Bewusstsein bringen. Die Hierarchie kann es sich nicht länger leisten, auf den Reichtum der Charismen und Kompetenzen zu verzichten, die die Menschen einbringen. Gott will offensichtlich eine Kirche, die nicht bloss aus ‚oben‘ und ‚unten‘, aus Spendern und Empfängern besteht, sondern aus einem Miteinander, wo alle empfangen und alle etwas geben. Je nach ihren Möglichkeiten. Berufung ist Berufung zum Dienst und nicht zu Macht.
Niklaus von Flüe hat lange gelitten. Dieses Leid hat zur Veränderung geführt. Woran leiden wir heute in unserer Kirche? Wie gross muss der Leidensdruck werden, damit sie sich verändert von unserer Kirche zur Kirche des Herrn?
Niklaus von Flüe blieb Laie. auch als Mystiker, Gottsucher und Ratgeber. In der ersten Hälfte seines Lebens hat er seine Berufung in Familie, Beruf und Politik wahrgenommen. In den letzten zwanzig Jahren seines Lebens hat er diese Rolle abgelegt und sich vor allem zurückgezogen. Manche sprechen von Weltflucht, weil er ein Laie war und weil in den Augen vieler die Laien in die Welt gehören. Aber es war keine Weltflucht, denn immer mehr kam nun die Welt zu ihm um Rat zu holen, um zu erfahren, was der Wille von Gott sei. Das war seine Berufung. Ihm haben wir Schweizer unsere Heimat zu verdanken, denn ohne seine Inter-vention bei der Tagsatzung der alten Eidgenossenschaft 1481 hätten sich die Kantone in einem mörderischen Bürgerkrieg gegenseitig vernichtet. Seine Inter-vention war ein Plädoyer gegen Egoismus und Raffgier, für Solidarität, Gerech-tigkeit und einen vernünftigen politischen Frieden. Es wurde zum Fundament unseres Selbstverständnisses und unserer Selbständigkeit. Es ist gut, wenn wir uns immer wieder daran erinnern.
Niklaus von Flüe ist ein Beispiel dafür, dass Gott beruft und die Rollen verteilt. Eine betende Kirche steht im Dialog mit Gott, und sie ermöglicht den Dialog in der Gemeinschaft. Dialog besteht nicht bloss im Reden, sondern auch im Hin-hören. Die Brunnenvision des Bruder Klaus birgt eine tiefe Erkenntnis: Der Brun-nen ist er selbst, Bruder Klaus, und auf unsere je eigene Berufung bezogen, können wir sagen: Der Brunnen sind wir. Wie der Brunnen geben wir nur weiter, was wir von der Quelle empfangen. Gott gibt, wem er geben will, aber an uns ist es, es sprudeln zu lassen. Gehorsam bedeutet hier: empfangen und weiterge-ben. Wir alle sind berufen!
Amen.
(1) Pfarrer Gebhard Jörger beruft sich inhaltlich auch auf Quellen des Wallfahrts-Sekreta- riates in Sachseln.
Montag, 20. November 2017
Wer kennt noch wen?
"Einkehrtag" in der Bergwirtschaft "Obersee" ob Näfels
Dieser Tage stellte mir Paul Stähli eine seltenes Erinnerungsbild - wahrscheinlich eines Sonntagsausflugs - aus dem Jahr 1932 (ca.) zu, mit der Bitte um Ergänzung von Namen der Abgebildeten, soweit noch bekannt. Das Bild ist heute rund 85-jährig. Einziger "Überlebender" könnte der Herr im Strohhut, möglicherweise Dr. iur. Vital Hauser, sein. In der Bildlegende sind einige Namen erwähnt und zum Teil vermutet.
Das Bild ist eine Trouvaille und gibt etwas von der damaligen Obersee-Romantik wieder. Der Obersee und die gleichnamige Wirtschaft waren ein begehrtes Ziel für Sonntagnachmittag-Ausflüge!
1 ?, 2 Hermine Schuler-Müller (Schützenhof), 3 ?. 4 Jules Feldmann, 5 ?, 6 ?, 7 ?, 8 evtl. Emil Hauser, 9 Ida Stähli-Müller (Schützenhof), 10 Dominik Tremp, 11 ?, 12 evtl. Frau Müller-Feldmann, Gattin von Florin Müller iun. Kunstmaler, 13 ?, 14 ?, 15 ?, 16 Vital Hauser (Dorfarzt), 17 evtl. René Hauser, Sohn von Vital Hauser, 18 ? 19 ? 20 ? 21? 22. evtl. Ida Müller-Hauser (Tochter von Albert Hauser, Zimmermeister, Ehefrau von Fritz Müller, Leh-rer), 23 evtl. eine Tochter von Fritz Landolt-Hauser, Oberrichter, Gempräsident, . Regie-rungsrat, 24 ?. 25 ?. 26 evtl. Dr. Vital Hauser, Sohn von Vital Hauser, Dorfarzt. (Man be-achte im Hintergrund der zeitgemässe Oldtimer.)
Auf der Rückseite der Fotografie sind die Namen, vermutlich eine Bestellliste für den Ser-vice, wie folgt erwähnt:( Pauil Stähli ist der Auffassung, dass diese Zahlen Bestellungen für die Fotos sind.)
Vital je
Tremp Tschudi 1
Fischli Hänni 1 Hess 1
Lehrer Juli 2 Schwitter 1 1
Hauser Emil 1 B. Feldmann 1
Müller Juli 1 1 Juli 1
Walcher 1 1 Babet 1
Schellenberg 2 Berta 1
Hauser Beuge 1 Nann 1
Geschw. Landolt 2 1 Lydia 1
Schellenberg 1 1
Weber 1 1
Worni 1 1
Kostproben des fotografierenden Sakristans
oder
Wie schön doch unsere Heimat ist!
Fronalpstock und rechts unten Mürtschenstöcke (Foto: Richard Arnold)
Richard Arnold, Sigrist und Sakristan in Näfels, hat diese Bilder eingefangen! Sie geben die Landschaftsstimmung beim ersten Wintereinbruch 2017 wieder.
Der Fronalpstock ob Mollis ist 2124 Meter hoch, die Mürtschenstöcke 2441 m ü. M.
Wiggis (2283 m ü. M.), Rautispitz (2283 m ü. M.) , Bärenstich (1665 m ü. M.).
Der bekannte Radiomann Benno Kälin, Einsiedeln/Bern ist nicht mehr!
Benno Kälin ist in Einsiedeln aufgewachsen, war aber vornehmlich in Bern wohnhaft und vielseitig kulturell tätig. In den letzten Jahren wirkte er kulturell auch in seinem Heimatdorf
Einsiedeln wacker mit.
Sein jüngsten Aktivitäten waren die Produktion des Dok-Films "Foti Fränzel, Einsiedler Bil-dergeschichten aus 70 Jahren" und "Von Mönchen und Pilgern, Leben im Kloster Einsie-deln".
Die DVD-Taufe des ersteren Film findet am 30. November 2017 in der Cineboxx in Einsiedeln statt.
R I P
Mittwoch, 8. November 2017
Aller Äbte Jahrzeit in St. Gallen
Bilderbogen (Fotos: M. Hauser, Zug)
Diese Porträts hängen während des Jahres im Musiksaal. Es sind Ölgemälde, die an die Zeiten der Fürstabtei erinnen. Die Fürstabtei wurde 1805 aufgehoben, der Kanton St. Gallen gegründet. Erster Landammann war der Näfelser Karl Müller-von Friedberg.
Ende Oktober 2017
Glarner Zivilschutz im Einsatz in Bondo
Ein gewaltiger Bergsturz von Bondo ereignete sich an der Nordflanke des Piz Cengalo (3369 m. ü. M) in den Bergeller Alpen im Kanton Graubünden. Nach vorherigen Felsabbrüchen und Muren 2011 und 2012 kam es am 23. August 2017 zum grössten Bergsturz in Graubünden seit Jahrzehnten. Murgänge durch das Tal Val Bondasca erreichten den etwa vier Kilometer entfernten Ort Bondo im Bergell und führten dort zu Evakuierungen und Zerstörungen. (aus: Wikipedia, abgerufen 5.11.2017)
Angeblich sollen rund 4 Millionen Kubik Gestein und Schlamm zu Tale gestürzt sein und verwüsteten - siehe Bild - die Landschaft.
Eine Welle der Solidarität in der ganzen Schweiz bemüht sich um Hilfe mit Medienaufrufen, Geldsammlungen und HIlfsmassnahmen. Zivilschutz und Armee sind engagiert im Einsatz.
Auch aus dem Glarnerland sind Zivilschutztruppen hilfreich dabei. Handy Fotos meines Enkels Cyrill Schwitter dokumentieren deren Einsatz.
Bildaufnahmen vom Einsatz in den letzten Oktobertagen. Nach wie vor sind umfang-reiche Räumarbeiten im Gange. Cyrill, sonst schneidiger Banker in Schale und Krawatte, hier in Zivilschutzmontur hoch am Steuer mächtiger Räummaschinen. Unten in lässiger Stellung am Geländewagen des Zivilschutzes und der Schweizer Armee. (Fotos: Cyrill Schwitter, Handy)
Trouvaille
Vor 66 Jahren
Ruodi am Bach
Historisches Dialekt-Schauspiel
in acht Bildern mit Prolog und Epilog
von Melchior Dürst nach Benedikt Müller
Uraufführung in der Dorfturnhalle am 13. Januar 1951
Fotoserie: Josef Hauser, Fahrtsplatz
Rekonstruierte Spielerliste
(für Hinweise, Ergänzungen und Korrekturen bin ich sehr dankbar)

Ruodi am Bach

Fritz Schwitter, Weibels, Giessenbrücke

Vogt Walter von Stadion

Martin Müller-Landolt, Bicotin

Rosalia

Raphaela Feldmann-Schwitter, Sigerschten

Uoli

Karl Fischli, Villäggen

Balz, Burgknecht

Josef Stucki-Fischli, Züggeri

Magrerth Ruodis Frau

Elsy Schwitter-Feldmann, Coiffeurs

Tolder Untervogt

Emil Naef, Bildhauer

Zigeunerin

Winifred Hauser-Worni

Trommler

Josef Grögli

Glarner

Werner Hauser-Felber

Glarner

Ernst Hauser, Tenor

Glarner

Julius Hauser-Gisler, Wiigartäjuli

Glarner

Hans Gallati-Bürgler, Begg-Galäti-Hans

Glarner

Alois Gallati, Briefträger, Glaseraläwis

Glarner alt

Jules Feldmann. Stächerjules

Glarner alt

Arnold Müller, Briefträger, Taugernöldi

Burgbesatzung

Arnold Krieg-Spieler, Lehrer

Burgbesatzung

Pascal Lüthi-Schwitter, Höfli

Burgbesatzung

?

Burgbesatzung

?

Frau

Maria Landolt-Fischli, Villäggen

Frau

Ida Müller-Hauser, Zimmermaabärtis

Frau

Mathilda Bühler-Hauser

Kinder

Peter Müller, Lilahaus

Kinder

Urban Schwitter, hinter der Rauti

Kinder

Othmar Landolt, Briefträgers, Bruder v. Tschüli

Kinder

Bertram Hauser, Wegwarte?

Kinder

Elisabeth Hauser, Wegwarte

Kinder

Elisabeth Schwitter, Coiffeur

Kinder

Lina Leiser, bei der Kirche

Kinder

Mädchen?

Frau

Alma Wyrsch, Unterdorf

Regie

Melchior Dürst

Regie II

Fritz Müller-Hauser, Lehrer

Bühnenbild

Koni Fischli-Müller ?

Dieses Erinnerungbild liess mir Caroline Hauser-Leiser, Chur, zukommen. Wir be-
suchten den gleichen Kindergarten und die 1./2. Klasse, später die Parallelklassen.
Caroline auf dem Bild ist Fünftklässlerin.
Die beiden "Theaterspilerinnen" Caroline Leiser und Elisabeth Schwitter, Coiffeurs, vor dem Elternhaus des Josef Schwitter (hinter dem alten Konsumgebäude, später zügelten Schwitters in die heute nicht mehr existierende Häuserreihe im Dorf mit den Gärtchen vis-à-vis des Häusertrakts Flury, Hirschhorn und Coiffeurbude von Josef Schwitter).
Sie sind als Kinder im Spiel "Ruodi am Bach" auf den obigen Fotos wiederzuer-kennen..
Zum Bild: Die meisten "Mäitli" hatten da-mals noch Zöpfe und trugen Röcke. Die ab-gebildeten Kleider sind Theatermontur und sollten historisch in 14. Jahrhundert hin-weisen.
(Foto: Caroline Hauser-Leiser, Chur)
Der Autor und Regisseur vom "Ruodi am Bach"
Dürst, Melchior
geboren 12. April 1886 Glarus,
gestorben 20. September 1950 Glarus
katholisch, Bürger von Glarus
Sohn des Lehrers Josua
Heirat 1912 mit Louise Schmid, Tochter des Ludwig
Ausbildung im Lehrerseminar Kreuzlingen
1906-1915 Primarlehrer
1915-1948 Gewerbelehrer in Glarus9
1923 gründete er das Glarner Heimatschutztheater, das er bis 1948 leitete.
Er verfasste Dialektschauspiele ("Ruodi am Bach" 1950, "Das Fähnlein der sieben Auf-rechten" 1950) und zahlreiche Artikel zum Heimatschutztheater und seinen Autoren ("August Corrodi als Dramatiker" 1944, "Geschichte des Dialekt-Theaters der deutsch-sprachigen Schweiz mit einer tabellarischen. Zusammenfassung" 1950) sowie zu theater- und aufführungstechnischen. Problemen ("Regisseur, Schauspieler und Bühnenbild im Volkstheater"
Literatur: Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon 4, 652 (mit Werkverzeichnis)
Autor dieser Kurzbiographie: Prof. Dr. Georg Thürer
Publiziert im Historischen Lexikon der Schweiz
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D11760.php
Schüleraufsatz nach dem Spiel (5. Primarklasse bei Lehrer Balz Schmuckli)
«Ruodi am Bach»
Am Samstag Nachmittag um 3 Uhr wurden Freiheitspiel durchgeführt. Das Theater wurde in 8 Akte eingeteilt. In diesem Spiel wird die Eroberung der Burg Stadions dargestelt. Einer der Mitspieler war «Ruodi am Bach».
Im ersten Akt sahen wir Ruodis Stube, darin waren seine Frau und die Kinder. Es war Abend. Bald kam der Vater nach Hause. Die Kinder beteten das Abendgebet und gingen dann ins Bett. Vater Ruodi prüfte die Armbrust, die an der Wand hing. Es klopfte, die Toch-ter Rosali ging zur Tür, herein trat Ueli Gallati, der Liebster Rosalis. Er erzählte, dass der Vogt Leute überrannt und eingesperrt habe. Als dieser heimkehrte, prüfte Ruodi die Hal-barde, ob sie geschliffen sei.
Im zweiten Akt sahen wir den Vogt Stadion, der auf seine Knechte wartete. Sie brachten den Stucki von Urnen. Als ihn der Vogt neckte, hielt ihm Stucki die Schandtaten vor. Da geriet der Vogt in Wut und gedachte, sich an Stucki zu rächen.
Nun folgte der dritte Akt. In der Nacht kamen die Glarner zusammen. Auf dem Bürgli zu Glarus wählten sie Ambühl zu ihrem Anführer. Sie schworen einander treu zu bleiben. Ruodis Büblein war krank. Da wollte Rosali Wasser holen. Doch da kamen die Soldaten, und nahmen sie gefangen. Nun kam Ruodi heim, da flog ein Pfeil vor ihm nieder. Daran war ein Zettel befestigt. Darauf stand: «Rosali gefangen! Ich beschütze es. Balz!» Balz war ein eidgenössisch gesinnter Soldat.
Der vierte Akt folgte nun. Der Dolder verlas, dass er nachmittags Steuern einziehe. Auf der Burg wollte der Vogt Rosali als Frau gewinnen, aber sie willigte nicht ein. Da geriet Stadion in Wut und wollte sie erstechen. Schon kam Balz gesprungen. Er riss die Türe auf und rief: «Herr Vogt, Herr Vogt, die Glarner kommen!» Balz musste nun Rosali bewachen. Der Vogt nahm sein Schwert und ging. Doch getäuscht! Es war nicht so, denn die Holunderstauden schienen es nur.
Am andern Morgen, also am 14. November, hörte man Kriegsgeschrei. Wirklich, die Glar-ner kamen dahergestürmt und überstiegen die Burgmauern. Stadion konnte nur mit knap-per Not fliehen. Die Soldaten des Vogts flohen auch. Nur Balz blieb auf der Burg, er holte Rosali.
Nun wurde gefeiert und gefestet. Auch wurde eine Letzimauer erbaut und an Lichtmess galt es, für die Freiheit zu kämpfen. Der Vogt Stadion zog mit einem Heer gegen die Glarner, um das Land zurückzuerobern. Aber die Glarner wehrten sich tapfer; zuletzt gewannen sie doch noch. Balz, der auch kämpfte, eilte in Ruodis Haus, um Kunde zu bringen. Er erzählte seinen Angehörigen, dass Ruodi den Vogt Stadion erschlagen hat. Er selber aber sei ver-wundet.
Nach einer Weile brachten sie ihn, den Kopf verbunden. Sie setzten ihn auf den Stuhl. Dort sprach er noch einige Worte und starb.
Bald danach wurde der Bund mit den Eidgenossen geschlossen und der Brief verlesen. Am gleichen Tag feierten Ueli und Rosali Hochzeit.
Nun war das Spiel zu Ende.
Trouvaille
Beni Giberstein und Jacques Chirac
oder
Vom "Polenweiher" auf Sulzboden
zum internationalen DIM-Strumpffabrikanten
Eine unglaubliche Geschichte: der Mann links im Bild ist Bernard Giberstein, 1941 polnischer Internierter in der Schweiz und Agronomie-Student im Internierten Hochschullager der ETH in Winterthur ist nach unglaublich spannender Biografie und dreifacher Verhaftung durch die Nazi-Gestapo, da er jüdischer Abstammung war, zu einem der erfolgreichsten Modepioniere in Paris und weltweit geworden. Er erfand den Nylonstrumpf "DIM", Abkürzung für "Dimanche" in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts und weitete die Marke "DIM" zu einem breiten Assortiment von Strumpf auf Unterkleider für Damen und Herren aus.
Im Bild mit dem späteren französischen Staatspräsident Jacques Chirac.
Beni Giberstein war einer der polnischen Internierten-Studenten, die in einem Sommerlager den Schuttsammler auf Sulzboden geschaffen haben. Der Schuttsammler wird im Volls-mund "Polenweiher" genannt. Eine Gedenktafel an der Staumauer erinnert daran.
Zitat; "...Giberstein devient un des industriels les plus admirés de France..." Das hätte sich der Mann nie träumen lassen, als er auf Sulzboden in schweisstreibender Arbeit noch Steine schleppte.
Text: in: "L'avenier.net, Autor: Bruno Malter, publiziert: 7. Oktober 2016".
2015 ist zu Ehren von Bernard Giberstein und die Firma DIM ein Dokumentarfilm von 52 Minuten Länge erschienen unter dem Titel: "L'histoire glamour de DIM"
Beachten Sie auch den Beitrag unter Dies+Das 2017 ab 24.9. 2017.
Orignalbildlegende:
Bernard Giberstein a côtoyé quelques grands du monde: Golda Meir, François Mitterrand et, sur cette photo, Jacques Chirac, loin encore d’imaginer qu’un jour, il deviendrait président de la République.-Gilbert GIBERSTEIN (Bernard Giberstein hatte Kontakt mit einigen Grossen der Welt: Golda Meir, François Mitterand, auf diesem Bild, Jacques Chirac, lange bevor man sich vorstellte, dass er einst Präsident der Republik Frankreich werden würde.)
Quelle: www.lavenir.net/cnt/dmf20161007_00892578/gembloux-en-ratant-sa-derniere-annee-en-agronomie-l-inventeur-du-dim-a-sauve-sa-vie
Dienstag, 17. Oktober 2017
75 Jahre OLMA Eintreichler
Angus aus dem Nordosten von Schottland. Kuh: 550-700 Kilogramm, Stier: 800-1000 Kilogramm. (Anzeigetafel) (Foto: OLMA Press)
Rennschweine - nach dem Rennen! (OLMA Press)
Ich hatte aus meiner subjektiven Sicht die besten Lehrer der Welt in Näfels. 1946 bis 1954, im Kindergarten, in der Dorfschule und in der Klosterschule Mariaburg.
v.l.n.r.: P. Gerardin Bernet, "Geri", P. Volkmar Sidler "Blitz", P. Gislar Schmuckli, "Gisi", P. Raymund Stocker, Präfekt, "Römi", P. Silvius Wyss, "Sämi", Sr. Alice Maria, Kindergarten, Arnold Krieg, 1./2. Klasse, Fritz Müller, Turnen Klosterschule, Hermann Bühler, 3./4. Klasse, Balz Schmuckli, 5./6. Klasse.
Freulerplast vor dem Zweiten Weltkrieg anno 1939. Ganz rechts altes Gebäude mit geschlossenem Rouleau: Laden des Elektrizitätswerkes Näfels. An der Mauer zwischen Freuerpalast und Eingangstor rechts drei Aushängekasten, vermutlich der Gemeinde Näfels. (Später hin "das Kästchen" an der Hofmauer nach Norden (Bahnhofstrasse)). Vor dem Freulerpalast ist nur ein schmaler Streifen gepflästert und mit Pflanzen und Töpfen geschmückt. Just neben dem Eingang steht eine damalige Limousine. Auffällig am Palast selber, einige Fenster sind zwar mit Blumen geschmückt, Fensterläden fehlen. Bis zwei Jahre zuvor, das heisst bis zur Fertigstellung des Altersheimes Letz waren im Freulerpalast ältere und behinderte Menschen untergebracht. Im Bild links befindet sich das 1953 abgebrochene Haus Hofstetter (Coiffeur), dahinter mit dunkler Fassade das Tolderhaus, damals bewohnt durch die Geschwister Feldmann ("ds Goodis").
Der Freulerpalast konnte um 1840 vom Tagwen erworben werden, nachdem die Familie Freuler ausgestorben war. Im Ostflügel (nicht sichtbar) befanden sich Gemeindebüros (Gemeindekanzlei, Gemeindeweibelbüro, Gemeindeverwaltung, Präsidentenzimmer und im oberen Geschoss das Gemeinderatszimmer. Im Dachgeschoss des Ostflügels waren die Wohnung des Hauswarts). Nach dem Kauf der Klosterschulanlagen 1985 nach dem Weg-zug der Kapuziner 1986, wurden das alte Klosterschulhaus und das Pfammatterschulhaus in Gemeindehäuser umgebaut und beherbergten das Bauamt, das Elektrizitätswerk, die Gemeindekanzlei, die Gemeindeverwaltung, das Betreibungsamt, das Zivilstandsamt und die Einwohnerkontrolle sowie den Gemeinderatssaal. Im ehemaligen Studiensaal befand sich die Installationsabteilung des EWN. Die frei werdenden Räume im Freulerpalast wur-den von der Stiftung Freulerpalast (Museum des Landes Glarus) für Sonderausstellungen genutzt. Die "Wöschhänggi" im obersten Geschoss wirbt für die Sonderausstellung "Historische Kleider".
Dienstag,3. Oktober 2017
Näfelser Ehrendamen Turnfest 1953
Soviel Charme vor dem Schlachtdenkmal gab es 1953 am grossen Turnfest auf der Sänd-lenwiese in Näfels. Erkennen Sie die einzelnen Grazien noch?
Näfelser Schönheiten strahlen als Ehrendamen um die Wette
v.l.n.r. Rita Lampe, Rosmarie Hauser+, Maria Landolt-Fischli, Elisabeth Hefti-Oswald, Cecile Schgör-Landolt, dahinter verdeckt Yvette Gallati-Gallati, Beatrice Weibel-Landolt, Patricia Hauser-Hauser, Trudy Schlittler-Zirngibel+, Amalia Sophie Landolt-Walser+, Lydia Schwitter-Fischli. (Foto: eigenes Archiv)
...und das Glarner Kantonalturnfest 32 Jahre früher... anno 1921
Das waren noch Zeiten... Näfels als Festort für Turner! Noch waren die Ehrendamen mo-disch anders gekleidet, man beachte die Fahnenburg. Noch waren die Bäume hnter der Denkmal kaum sichtbar. Der Festumzug war Ausdrucksform im Dorf, in der Gerbi, beim Hörnli. Auch die Musikuniformen sahen noch anders aus als heute. Die Sieger wurden von holder Hand gekrönt, ebenso die Vereinsfahnen... tempi passati! (Fotos: aus eigenem Fotoarchiv)
Trouvaille
Betriebsausflug der Firma F. Hauser-Vettiger, Kaffeerösterei Näfels
Fridolin Hauser-Vettiger
21. Juni 1878 bis 26. Januar 1967
Firmengründer
Mäzen der Studentenmusik Kloster Einsiedeln
Wegen des schmiedeisernen Tores mit den Initialen "H" und "V" (Hauser-Vettiger) auch "Heilige Vater" genannt.
Sein Sohn Dr. iur. Fridolin Hauser-Zech, war langjähriger Regoierungsrat des Kantons Glarus (Finanzdirektor)
Enkel Wolfgang Hauser führt heute das Familienunternehmen in Näfels
Fridolin Hauser-Vettiger, Inhaber der Kaffeerösterei Hauser-Vettiger, fünfter von rechts, mit seiner Belegschaft vor dem Einsiedler Kloster. Dritter von rechts Dr. Fridolin Hauser-Zech, Regierungsrat, der das Unternehmen weiterführte. Fridolin Hauser-Vettiger war ein grosser Förderer des Klosters, insbesondere ein grosszügiger Sponsor für die Studentenmusik.
Die beiden Statuen die den Treppenaufgang flankieren sind die Donatoren König Otto I., der Grosse (912-973), er schenkte dem Kloster die Insel Ufenau, und König Heinrich II. (973 oder 978 bis 1024).
(Ich werde versuchen, die Namen der Abgebildeten zu eruieren und nachzutragen.)
Montag, 18. September 2017
Klassentagung Stiftsschule Einsiedeln
1. Reihe: v.l.n.r.: P. Lorenz Moser, Roland Staub, Philipp Kümin, Alex Rothlin, Abt Urban
Federer, Rektor Johannes Eichrodt, Maurus Richard, P. Markus Steiner, Friedrich
Schmid, Toan Trung Dinh
2. Reihe: Margrith Wehrle, Brigitta Rothlin-Kälin, Martin Hiestand, Franziska Stäuble-Kälin,
Simon Stäuble-Kälin, Ivo Frei, ganz aussen Fridolin Hauser
3. Reihe: P. Lukas Helg, Sybille Keller-Senn, Sybille Van Veen-Bingisser, P. Patrick
Weisser, ganz aussen Susann Brandenberg Schätti,
4. Reihe: P. Basil Höfliger, Reto Linsi, Guido Jud, Henrik Czurda, Beat Fischli
5. Reihe: Roland Jud, Hans Helbling, Roger Zosso, Thomas Hegglin, Jürg Ebner.
Ich hoffe, die richtigen Namen zugeordnet zu haben. Gerne bitte ich um Hinweise bei notwendigen Korrekturen .
Hell markierte Namen = Lehrpersonen sowie Abt und Rektor
Nach fröhlicher Begrüssung, Mittagessen am Hof, Platzkonzert einer Formation der Studentenmusik unter Leitung von Lukas Meister, anschliessend Café und Dessert und Ausklang mit munteren Gesprächen.
Freitag, 15. September 2017
Luftschutz - die fast vergessene Truppe im Dorf
In Kriegszeiten, wenn die wehrpflichtigen Männer eingezogen wurden, blieben nur die nicht militärtauglichen oder bereits entlassenen Männer im Dorf. Tapferes leisteten die Mütter, die ihre Familien allein durchbringen mussten. Zum Schutz der Bevölkerung wurden die sogenannten HD (Hilfsdienste) lokal eingesetzt. Ein seltenes Erinnerungsbild ist mir diese Woche in die Hände geraten. Leider konn-te ich nicht mehr allen Abgebildeten ihren Familiennamen zuordnen. Für Ergän-zungen oder Hinweise, vielleicht auch Korrekturen, bin ich dankbar, wenn Sie die Rubrik "Kontakt" benutzen.
|Näfelser Luftschutzmannschaft im Zweiten Weltkrieg|

v.l.n.r.:
|1||Tschudi-Fulin||Josef||dr groossg'grindet Tschuudi|
|2||Müller||Samuel||dr Schtäi Sämi|
|3||?|
|4||Müller||Johann||dr Naazi Schang|
|5||Gallati||Karl||dr Trächsler Kari|
|6||Schwitter||Kaspar||ds Chlausä Chäpp|
|7||Feldmann||Adolf||dr Hüössäli Dölf|
|8||Schwitter-Müller||Johann||ds Kaffituni Johann|
|9||Fischli||Jules||ds Schtützlers Juli|
|10||Schwitter||Gerold||dr Hörali Gerold|
|11||Schwitter||Fridolin||dr Büürschtähölzler|
|12||Fischli||Josef||dr Määndig Sepp|
|13||Ackermann-Fischli||Reinhard||Maa vu ds Bluderis Angelika|
|14||Müller||Albert||dr Konsuum-Bärti|
|15||Feldmann||Albert||dr Ziperi-Bärti|
|16||Tschudi||Fritz||ds Profiitä Fritz|
|17||?|
|18||Landolt||Emil||ds Chüpferis Emiil|
|19||Schwitter-Kappeler||Julius||dr Wagner Juli|
|20||?|
|21||Hauser||Johann||ds Hasä Johann|
|22||?|
|23||?|
|24||Feldmann-Speck||Alfred||dr Schpäggä Freedi|
|25||Fluri-Artho||Alois||dr Fluri|
Montag, 11. September 2017
Fridolins-Spruch zur Fridolinspfeife
Von einem lieben Jugendfreund (wir sind im selben Quartier aufgewachsen und tragen den gleichen Vornamen "Fridolin") sind mir die untenstehenden Bilder zugestellt worden. Ich denke weniger wegen der Bilder, sondern vielmehr wegen des Sinnspruches, der den Bil-dern eine besondere Bedeutung gibt. Es sind Schnappschüsse, die er wie folgt kommen-tiert hat. "...Hier erhältst du ein kleines Gedicht, welches ich gestern im behäbigsten der Museggtürme in Luzern, im Nölliturm, im Inventar der "Krämergesellschaft genempt zem Saffran und zem Fritschi" zu Gesicht bekam..." "Fritschi" geht - wie auch "Frick" und "Fricktal" auf "Fridolin" zurück.
Text im rechten Bild:
"FRITSCHIPFEIFE
1942
Echter alter Ulmer Maserkopf in Silber gefasst, mit Birnbaumrohr, Hirschkrone und Horn-
mundstück.
Inschrift in Silber:
,,TOBACKEN SOLL DER FRIDOLIN
USS DIESEM ROHR VON RÄBEN,
WÄNN ÄR BY SINEM KOPF VOLL WYN
AM BÄRCHTOLDSTAG THUET LÄBEN."
Ausführung: Arthur Schmid, Luzern
Gravuren: Jean Kauffmann, Luzern
Geschenk von August am Rhyn, anlässlich seiner 25-jährigen Zunftratszugehörigkeit als
Zeugherr und Archivar."
Diese Aufnahme der Gebirgsfüsiliere 162 (siehe auf Mütze) ist eine spärliche Erinnerung der Grenzbesetzung im Ersten Weltkrieg. In der zweiten Reihe rechts sind mein Vater Fridolin und meine Onkel Josef (ganz aussen mit Gewehr) abgebildet. Beide sind zwischen 35-39 Jahre alt. Der fünfte in der gleichen Reihe von rechts ist Jakob Fäh, der zweite von links in derselben Reihe ist Trompeter Josef Probst. Er wohnte in seinen letzten Lebensjah-ren mit seiner Frau in der Dachwohnung unseres Hauses. Zweihinterste Reihe ganz links Fritz Grüninger, Fahrtsplatz (heute Maria Grüninger-Hauser). Die Schweizer Armee trug damals dunkelblaue Unformen und als Kopfbedeckung die runde Mütze mit Schieber. Auf dem Mützenband war in der Mitte die Einheit Nr. 162 zu erkennen. Gewiss sind noch mehrere Näfelser und Glarner Wehrmänner dabei, leider kann ich sie nicht identifizieren. Das Bild ist zwischen 103 und 106 Jahre alt. Die gleiche Truppe leistete auch in der Magadinoebene im Tessin Militärdienst.
Bilderreihe
Bild 1: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/der-1-weltkrieg/geschuetzdonner-in-hoerweite-basel-im-1-weltkrieg
Bilder 2-4: http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/2014/09/30/schweiz-armee-im-ersten-weltkrieg
Alle abgerufen am 7. September 2017
Sonntag, 3. September 2017
3000 Studentinnen und Studenten des STV am Zentralfest in Rheinfelden
Vom 1. bis 4. September 2017 stand die schmucke Stadt Rheinfelden erstmals in der Geschichte ganz im Zeichen des Schweizerischen Studentenvereins (Sch. StV.)
Rund 3'000 der insgesamt 7'500 Akademikerinnen und Akademiker aller Verbindunden trafen sich zu den viertägigen Festlichkeiten und Burschenherrlichkeiten in der Rheinstadt. Einen Einblick gewährt das umfassende und bunte Programm (siehe unten).
Die letzten Zentralfeste: 2012 in Brig, 2013 in Murten, 2014 in Sarnen, 2015 in Solothurn, 2016 in Schwyz.
Optionen für die nächsten Zentralfest sind bereits:
2018 Engelberg, 2019 St. Maurice, 2020 Wil, 2021 Einsiedeln, 2022 Sursee, 2023 Murten, 2025 Brig, 2026 Appenzell, 2027 Stans.
Ein Schnappschuss mit zwei Näfelsern mitten aus dem Fest erreichte mich per E-Mail: Br. Fidelis Schorer OFM v/o Jumbo (AKV Burgundia), Franziskanerkloster Näfels, und Markus Hauser v/o Perdu (AV Turicia Zürich), Zug, Näfelser Bürger.
Br. Fidelis Schorer OFM v/o Jumbo und Markus Hauser v/o Perdu. Wohl bekomms und prosit!
Was ist ein Zentralfest
Im Rahmen der Generalversammlung des Schweizerischen Studentenvereins treffen sich die Mitglieder aller Sektionen während eines verlängerten Wochenendes im Spätsommer in einer kleinen bis mittelgrossen Schweizer Stadt zum jährlichen geschäftlichen und freundschaftspflegenden Rahmenprogramm. Dieses sogenannte Zentralfest findet alljährlich an einem anderen Ort statt. Das Zentralfest wird umrahmt von einer Vielzahl von Anlässen, wissenschaftlichem Vortrag, Fackelumzug am Samstag, Cortège am Sonntag, Brandrede, Veteranenehrung, Requiem und Festmesse sowie den individuellen Stamm-Anlässen jeder Verbindung an ihrem für das Wochenende zugewiesenen Stammlokal.
Schwyz ist die Geburtsstätte des Schweizerischen Studentenvereins und war 1841 der erste Zentralfest-Ort.
Seither wurden auch im Aargau in Bremgarten (1882, 1892, 1944, 1981) und Baden (1900, 1925, 1954, 1974) Zentralfeste durchgeführt. Das einzige Zentralfest in den Kantonen Basel-Stadt oder Basel-Landschaft fand 1924 in Basel statt.
Erstmals in Rheinfelden
Ein Zentralfest in Rheinfelden hat bisher noch nie stattgefunden. Die Idee entstand im Jahr 2014 im gemeinsamen Gespräch von im Fricktal verankerten Unternehmern, Füh-rungspersönlichkeiten, Politikern und Geistlichen anlässlich verschiedener Veranstaltungen des Schw. StV. Als älteste Zähringer Stadt eignet sich Rheinfelden hervorragend. Die für das Zentralfest optimale Grösse und hohe Kompaktheit der historischen, malerischen Altstadt, der zentral gelegene Bahnhof, die zum Flanieren einladende autofreie Marktgasse und Rheinbrücke, die gut ausgebaute Gastronomie sowie die Ausrichtung als Tourismus-stadt sind nur einige Beispiele, weshalb das Organisationskomitee von der Realisierbarkeit eines hochstehenden, erfolgreichen Zen-tralfestes überzeugt ist. (Text: www.schw-stv.ch)
Quelle: www.zentralfest-rheinfelden.ch/de/programm
Freitag, 1. September 2017
Trouvaille - Wahlkampf für Franz Landolt-Rast
Diese Aufnahme aus dem Jahr 1942, lediglich eine Fotokopie, zeigt einen Schnappschuss aus dem Wahlkampf für Franz Landolt-Rast mit einer Plakattafel.
Links im Bild Franz Müller-Tschudi, Sattler, "Nazifranz", rechts Fritz Leuzinger, Gerbi, und Hans Hauser, "Holzschlegel-Hans". (Fotokopie von Franz Landolt iun.)
Historisches Lexikon der Schweiz
No 8 Landolt, Franz
Geboren 25.12.1901 Näfels, katholisch, von Näfels
Sohn des Melchior, Karderiearbeiters
Heirat 1922 mit Elisa Rast, Tochter des Albert, Landwirts
Landolt arbeitete als Seidenstoffdrucker
1935-65 Gemeinderat in Näfels
1929-42 Glarner Landrat der SP
1941-42 Kriminalrichter
1942-65 erster Glarner SP-Regierungsrat (Direktion des Innern)
1955-56 Landesstatthalter
1956-62 Landammann
1959-65 Nationalrat
1934-65 Präsident des kantonalen Gewerkschaftskartells
1946-63 Zentralvorstand des Schweizerischen Verbandes der Textil- und Fabrikarbeiter
Branchenpräsident der Färberei-, Druckerei- und Ausrüstereiarbeiter
Gestorben 8.7.1965 in Näfels.
Literatur
Glarus und die Schweiz, 1991, 80
D. Hösli, «Franz L., Regierungsrat 1942-1965», in 75 Jahre und so weiter, 1995, 07-110
F. Hauser (F. Osterhazy), Näfelser Geschichte(n) 1, 2005, 173, 237 f.
Autorin/Autor: Hans Laupper, Veronika Feller-Vest
Quelle: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D5416.php, abgerufen am 1. September 2017
Franz Landolt-Rast - erster einheimischer Näfelser Nationalrat
Als Franz Landolt-Rast 1959 vom Glarner Volk zum Nationalrat wählte, war er der bislang erste und einzige einheimische Näfelser im Bundesparlament.(1)
Seine politischen Sporen verdiente er nach lokalen und kantonalen Mandaten vielseitig ab und stieg bis zum Amt des Glarner Landammanns auf.
Er wurde als Sohn des Carderiearbeiters Melchior Landolt (1861-1926) und der Anna Schindler (1960-1940) geboren. Er war das jüngste
von vier Kindern. Nach dem Besuch der Primar- und Sekundar-schule lernte er Seidendrucker.
Als 28-jähriger wurde er als Sozialdemo-krat in den Landrat gewählt, dem er von 1929 bis 1942 angehörte. 1935 wählten ihn die Näfelser Stimmbürger in den Ge-meinderat, in dem 30 Jahre lang die Ge-
schicke des Rautidorfers mitgestaltete. Er war langjähriger Forstchef und während vier Amtsdauern Vizepräsident des Gemeinderates. (Vizepräsident wurde jeweils der mit der höchsten Stimmenzahl gewählte Gemeinderat, ein Gradmesser für die Popularität.) Dorfintern beteiligte er sich eifrig am Vereins- und Kulturleben und war einer der führenden Köpfe auch für die Fasnacht. Bei den Freulerfestspielen 1942 spielte er eine führende Rolle.
Die Landsgemeinde 1941 wählte ihn als Kriminalrichter und nur ein Jahr später als ersten Sozialdemokraten in den Regierngsrat. Er stand dem Departement des Innern vor. 1955 wurde er Landesstatthalter und war 1956-1962 Landammann. Dazwischen erkürte ihn das Volk anno 1959 zum Nationalrat.
1965 trat er sowohl vom Gemeinde-, Regierungs- und Nationalrat zurück und verstarb am 8. Juli des nämlichen
Jahres.
Franz Landolt war verheiratet mit der Bauerntochter Elise Rast (1899-1987) und Vater zweier Söhne (Bruno und Franz). Sein Grabmahl befindet sich auf dem Friedhof am südlichen Seitenausgang der Hilariuskirche.
Optisch blieb er seinen Zeitgenossen wegen seines aufrechten, strammen Ganges, der viel Stolz und Würde ausstrahlte, in bester Erinnerung. Landolt fuhr mit Überzeugung zeitle-bens und konsequent stets zweite Klasse bei der SBB.
Für das damals praktisch von den Konservativen und Chistlichsozialen dominierte Näfels
war die Wahl des Sozialdemokraten Franz Landolt eine Sensation, hatten doch die Mehr-
heitsparteien zweimal vergeblich versucht, ein nationales Mandat zu erkämpfen.
Quelle: Hauser Fridolin (Fridli Osterhazy). Näfelser Geschichte(n), Ein Beitrag zur Geschichten des Rautidorfes, Näfels 2005, Seite 237f.
(1) Erst 50 Jahre später, anno 2009, wurde der zweite einheimische Näfelser in den Nationalrat gewählt,
nämlich Martin Landolt *30. Juni 1968. BDP
Auswärtige Näfelser Parlamentarier waren:
Dr. Alfons Müller-Marzohl (1923-1997) Luzerner Nationalrat 1963-1983, CVP
Dr.Josef Landolt (1918-2002) Zürcher Nationalrat 1978-1987, CVP
Landammann Willi Hophan (1918-1991) Obwaldner Ständerat 1982-86, CVP
Erwähnenswert ferner:
Korpskommandant Dr. Josef Feldmann (1927-), FAK 4 1983-89
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"Agätäbroot und Füürälihäiss"
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Dezämber oder Chrischt-Munet
Sunntig, 3. Dezämber 2023
D Roosä blüät und schmöggt;
d Törä schtäched.
Glii tuät dr Schmutzli nümmä chnurä, äm letschtä Taag isch
ds Jahr dä durä.