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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Gefühlsstörungen werden auch als Sensibilitätsstörungen bezeichnet. Dabei ist das Gefühl an den Extremitäten entweder quantitativ oder qualitativ verändert. Bei den quantitativen Veränderungen ist die Wahrnehmung von Reizen entweder vermindert - z.B. bei Nervenleitstörungen nach langjähriger Zuckerkrankheit oder bei Bandscheibenvorfällen - oder verstärkt. Bei qualitativen Gefühlsstörungen können normalerweise nicht schmerzhafte Berührungen bereits als Schmerz empfunden werden.
Gefühlsstörungen in den Extremitäten (Arme, Beine) können als verschiedene Missempfindungen auftreten:
Je nach Ursache sind beide oder nur eine Körperhälfte betroffen. Die Symptome können vorübergehend oder dauerhaft bestehen.
Schädigungen von Nerven (= Neuropathie) führen zu typischen Schmerzen, Gefühlsstörungen und Schwäche bis hin zu Lähmungen der Muskeln, die vom Nerven gesteuert werden. Sind viele Nerven betroffen, spricht man von Polyneuropathie (poly = viel), ist nur ein Nerv geschädigt von Mononeuropathie (mono = einzeln).
Begleitsymptome: Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelschwäche, Lähmungen.
Die häufigsten Ursachen für dauerhafte Nervenschädigungen, die zu Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen führen, sind die Zuckerkrankheit und Alkoholmissbrauch. Aber auch andere Erkrankungen des Nervensystems, des Bewegungsapparates (z.B. Bandscheibenvorfall), Durchblutungsstörungen, Hormonstörungen (insbesondere der Schilddrüse), Vitaminmangelsyndrome und viele weitere Ursachen können dahinterstecken. In manchen Fällen wird auch keine eindeutige Ursache gefunden.
Schädigungen einzelner Nerven (Mononeuropathie) werden meist durch Druck auf den Nerven (Nervenkompression), Entzündungen, Vergiftungen (Schwermetalle) oder durch Nervenverletzungen bei Unfällen oder Operationen verursacht.
Anfallsartiges und vorrübergehendes Kribbeln in den Extremitäten kann im Rahmen einer Migräne attacke, eines Krampfanfalls oder bei Hyperventilation (Stress, Panikattacke) auftreten.
Ursachen für Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen:
Generell trägt ein gesunder Lebensstil dazu bei, gewissen Erkrankungen vorzubeugen, die zu Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen führen können. Dies gilt besonders für die beiden Hauptverursacher einer Polyneuropathie - Diabetes und Alkohol.
Zur Reduktion der Risikofaktoren helfen folgende Massnahmen:
Gefühlsstörungen (Sensibilitätsstörungen) in den Extremitäten, die plötzlich auftreten, stark ausgeprägt sind, länger anhalten oder wiederholt auftreten, müssen vom Arzt abgeklärt werden. Zum Arzt sollte man auch, bei Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen nach einer Verletzung (Sturz, Schlag, etc.).
Notfall Schlaganfall
Ein plötzliches Taubheitsgefühl auf einer Körperhälfte (Arm, Bein, Gesichtshälfte oder im Mund), ist immer ein Alarmzeichen für einen möglichen Schlaganfall. Weitere Zeichen für einen Schlaganfall sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Seh- und Sprachstörungen sowie Lähmungserscheinungen. Auch wenn diese Symptome nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwinden, sollte man dringend ins Spital.
Welcher Arzt ist zuständig?
Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.
Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
Körperliche Untersuchung
Neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung erfolgt eine gründliche neurologische Untersuchung zur Beurteilung der Nervenfunktionen. Es werden Kraft, Reflexe, das Gefühlsempfinden und die Koordination geprüft.
Weitere Diagnostik/spezielle Untersuchungen
Mehr Informationen zur Abklärung (Diagnostik) finden Sie in den jeweiligen Krankheitsbildern
Die Behandlung bei Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen richtet sich nach der Ursache, wobei folgende Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen:
Behandlung der Grunderkrankung
Medikamente
Bei nervenbedingten Schmerzen helfen herkömmliche Schmerzmittel oft nicht. Eine Linderung kann aber in vielen Fällen durch Medikamente erreicht werden, die eigentlich zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva) oder von Krampfanfällen (Antiepileptika) eingesetzt werden. In schweren Fällen werden auch starke Schmerzmittel (sogenannte Opioide) vom Arzt verschrieben.
Weitere Therapieformen
Operation
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