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Auch du wirst nachher nicht mehr alleine schlafen wollen.
Auch wenn wir als Kind nach der gruseligen Erzählrunde die nächsten drei Nächte bei den Eltern im Bett schlafen mussten, konnten wir trotzdem nie weghören. Jetzt solltest du aber alt genug sein, damit dir die folgenden fünf Geschichten hoffentlich keine Albträume bescheren.
Es ist Samstagabend, der Wind pfeift um die Ecken des alten Häuschens, in dem Angela wohnt, und bei jedem Schritt, den sie macht, knarzen die Dielen. Auf einmal klingelt das Telefon. Etwas nervös nimmt sie den Hörer ab, immerhin ist es bereits nach Mitternacht. Es knackt kurz in der Leitung, dann ertönt eine Stimme: «Hier ist der Mann mit dem blutigen Finger. Ich bin in zehn Minuten vor deinem Haus.» Total verängstigt legt Angela den Hörer auf und geht ins Wohnzimmer.
Als sie beinahe eingedöst ist, klingelt wieder das Telefon. Zitternd nimmt sie ab und hört die Stimme sagen: «Ich bin der Mann mit dem blutigen Finger. In fünf Minuten bin ich vor deinem Haus!» Panisch legt Angela den Hörer auf. Jetzt klingelt plötzlich die Haustür. Mit klopfendem Herzen öffnet sie diese einen Spaltbreit. Ein grosser Mann steht draussen, das Gesicht vom Schatten einer Kapuze verdeckt, in der rechten Hand hält er einen langen Stock. Mit brummiger Stimme sagt er: «Ich bin der Mann mit dem blutigen Finger.» Angela ist kurz davor ohnmächtig zu werden, als er anfügt: «Hast du ein Pflaster für mich?»
Es lebte einmal eine alte Frau in einem kleinen Häuschen. Sie war schon lange verwitwet und ihre Kinder besuchten sie nur noch selten. Aber sie besass einen Hund, den sie über alles liebte. Dieser schlief immer unter ihrem Bett und bevor die Frau einnickte, streckte sie die Hand unters Bett, damit ihr treuer Begleiter diese ablecken konnte. Auch an jenem verhängnisvollen Abend vollzog sie dieses Ritual. Doch sie konnte einfach nicht einschlafen. Von irgendwo her hörte sie ein leises Tropfgeräusch. Irgendwann hatte sie genug, quälte sich ächzend aus dem Bett und machte sich auf die Suche nach der Ursache des Geräuschs.
Als sie die Badezimmertür öffnete erstarrte sie vor Schock. Ihr Hund hing tot von der Decke und aus einer klaffenden Wunde tropfte Blut auf die Badezimmerkacheln. Ihr entfuhr ein lauter Schrei und sie stürmte die Treppe hinunter, um die Polizei zu alarmieren. Als sie ihre Haustür öffnen wollte, sah sie einen angeklebten Zettel. Als sie ihn las, wich jegliche Farbe aus ihrem Gesicht. Auf dem kleinen Papierfetzen stand: «Auch Mörder können Hände lecken!»
Ein Mann fährt zu später Stunde auf einer abgelegenen Landstrasse mit seinem Auto. Es nieselt leicht und die Strassen sind menschenleer. Plötzlich sieht er in der Ferne eine Gestalt am Strassenrand stehen. Als er näher kommt, sieht er eine junge Frau, die eine Mitfahrgelegenheit sucht. Aus Mitgefühl nimmt er sie mit. Sie nennt ihm die Adresse ihres Elternhauses, das zufälligerweise auf der Route des Mannes liegt. Je näher der Zeiger auf Mitternacht zugeht, umso unruhiger wird sie. Da sie zittert, bietet ihr der Mann seine Jacke an, die sie dann auch anzieht.
Als die Uhr des Autos Mitternacht anzeigt, ist das Mädchen plötzlich weg. Der Mann fährt noch einmal den Weg zurück, da er nicht glauben kann, dass sie sich in Nichts aufgelöst haben kann. Doch er findet sie nicht mehr. Nachdenklich und ängstlich fährt er zu der Adresse, die sie ihm angegeben hat. Vor dem Haus wartet bereits ein Ehepaar mit Tränen in den Augen. Als er ihnen die Situation schildert, antwortet der Mann: «Das macht unsere Tochter jedes Jahr an ihrem Todestag.» Einige Tage später findet man auf dem Friedhof die Jacke des Mannes. Sie liegt auf ihrem Grabstein.
Es lebte einmal ein kleines Mädchen, Anna, gemeinsam mit ihrer Mutter in einem alten Häuschen mitten im Wald. Sie war ein glückliches Kind und spielte gerne draussen. An jenem Tag peitschte aber draussen der Regen an die Fensterscheiben und Anna blieb deshalb im Haus. Sie spielte gerade mit ihren Puppen, als sie die Stimme der Mutter hörte, die sie nach unten rief.
Anna legte ihre Puppen beiseite und wollte die Treppe hinuntergehen. Plötzlich hielt sie inne, als sie aus dem Nebenzimmer ihre Mutter sagen hörte: «Geh nicht runter Schatz, ich habe die Stimme auch gehört!»
Die Mutter einer vierköpfigen Familie kauft jeden Morgen im Blumenladen für jedes Familienmitglied eine Rose. Eines Tages ist aber die Verkäuferin verschwunden und ein seltsamer Mann steht hinter dem Tresen. Als sie nach den Rosen fragt, meint der Mann, sie hätten nur noch schwarze zu verkaufen. Die Frau willigt ein, da sie nicht mit ihrer Tradition brechen möchte. Sie stellt am Abend jedem der Familienmitglieder die Rose auf den Nachttisch.
Nach der ersten Nacht ist plötzlich die Tochter verstorben, nach der zweiten der Sohn und am Morgen des dritten Tages erwacht die Frau neben ihrem toten Mann. In der Folgenacht legt sie sich ein Messer unters Kopfkissen. Mitten in der Nacht kommt aus der Rose ein schwarzer Arm und will nach ihrem Hals greifen, die Frau erwacht, zieht ihr Messer und schneidet den Arm ab. Am nächsten Morgen sind plötzlich alle Rosen weg. Sie geht in den Blumenladen um neue Blumen zu kaufen und trifft wieder auf den seltsamen Mann. Doch etwas ist anders – ihm fehlt der rechte Arm.
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Floskel, Floskel, trallala – doch es steckt einiges dahinter. Eltern zeigen mittels einfacher Vorher-Nachher-Bilder, wie schwer es ist, Eltern zu sein.
Der Instagram-Account @gottoddlered sammelt Bilder aus der Social-Media-Community, die auf sehr einfache Art und Weise aufzeigen sollen, inwiefern sich das Leben ändert, wenn man Eltern wird. So viel einem der eigene Nachwuchs auch geben kann, so viel fordert er auch ein.
Nicht nur der Schlafrhythmus verändert sich zum Knapperen, auch sonst stellen die kleinen Zöglinge so ziemlich alles auf den Kopf. Und lassen das frühere Ich plötzlich ganz unschuldig und naiv aussehen.
Schiebe den Regler hin und …