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Der indische Software-Riese Wipro will in den nächsten eineinhalb Jahren bis zu einer Milliarde Dollar für Übernahmen investieren. Dies sagte Wipro-Chairman Azim Premji in einem Interview in New York. Wipro ist nach Tata Consultancy Services und Infosys die Nummer drei der indischen "IT-Elefanten".
Auf Premjis Radar sind Firmen, die auf Analytics, Mobile Solutions oder Cloud-Computing spezialisiert sind oder IT-Dienstleister mit einer guten Position bestimmten Branchen (Gesundheitswesen, Finanzindustrie, Energie und Retail). Geografisch konzentrieren sich Wipros Expansionspläne auf den Nahen Osten, Asien und Nordeuropa.
Wipro, die zu einem grossen Teil der Familie Premji gehört, hat unlängst die indische Börse enttäuscht. Der Konzern ist auf Software-Entwicklung, Business Process Outsourcing, Consulting und Produktentwicklung spezialisiert. Erst vor wenigen Tagen gab Wipro die Übernahme eines australischen Spezialisten für Datenanalyse bekannt.
Der Konzern beschäftigt heute 120'000 Mitarbeitende aus 70 Ländern. Im letzten Geschäftsjahr setzte der Konzern gegen sieben Milliarden Dollar um. Die Firma wurde 1945 als Hersteller von Pflanzenölen gegründet. Der heutige Chairman Azim Premji
übernahm 1966 die damals für indische Verhältnisse noch kleine Firma im Alter von erst 21 Jahren, nachdem sein Vater einem Herzinfarkt erlegen war. Unter Premjis Führung wurde aus dem lokalen Hersteller ein Weltkonzern. (hc)