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Musik über Mittag - Amerikanische Bläserquintette
- 25
Leonard Bernstein
Samuel Barber
David Maslanka
Die Gattung des Bläserquintetts verdankt ihre Entstehung paradoxerweise dem Untergang einer anderen Gattung - nämlich der aristokratischen Harmoniemusiken. Hier waren Oboen, Klarinetten, Fagotte und Hörner jeweils paarweise besetzt. Mit dem sinkenden gesellschaftlichen Einfluss der einst tonangebenden Aristokratie verschwanden auch die Harmoniemusiken, und an ihre Stelle traten klassische Bläserquintette mit Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn. Der Ahnherr dieser neuen Gattung hiess Antonio Rosetti, der um 1780 mit einem ersten Bläserquintett an die Öffentlichkeit trat. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreute sich die Gattung grosser Beliebtheit, dann aber verloren die Komponisten ihr Interesse daran. Erst im 20. Jahrhundert gab es ein Revival dank repräsentativen Werken u.a. von Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Carl Nielsen, Samuel Barber, Sándor Veress, Hans Werner Henze und Jean Françaix. Die Gattung ist längstens derart beliebt geworden, dass beherzte Bläser liebend gerne - und mit grossem Erfolg - bedeutende Werke für Bläserquintett arrangieren.