Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/1861

Angeregt durch die diversen Berichterstattungen möchte ich kurz darlegen, wieso Ecopop meiner Ansicht nach eher als EcoFLOP tituliert werden sollte:
Man stelle sich vor: Herr Chemieforscher benötigt für seinen Innovationsbetrieb eine zusätzliche hochqualifizierte Fachkraft, findet in der Schweiz aber keine entsprechend qualifizierte Person auf dem Arbeitsmarkt. Nach Annahme der Ecopopinitiative könnte es sehr gut sein, dass es plötzlich heisst: „Lieber Herr Chemieforscher, leider darf auf Grund der bereits erreichten Einwanderung von 0,2 % der Wohnbevölkerung pro Jahr niemand mehr in die Schweiz kommen.“ Dieses kleine Beispiel zeigt: Herr Chemieforscher, Frau Ingenieur oder wer auch immer könnten nach Annahme einer solch starren Einwanderungsbeschränkung also bei einem (in gewissen Branchen bereits realen) Fachkräftemangel nicht mehr Ihre freien Stellen besetzen. Es gibt in der Initiative keine Möglichkeit zur Anpassung dieser starren Einwanderungsquote!
Doch die starre Einwanderungsquote ist nicht das einzig absurde an der Vorlage. Ecopop verlangt, dass 10 % der Entwicklungshilfe-Gelder in freiwillige Familienplanung fliessen soll. Im Klartext: Die Schweiz, welche bisher in armen Ländern Bildungsprojekte ankurbelte und Menschenrechte bekannt machte soll dort plötzlich Kondome verteilen. Wie diese Präservative den Einwanderungsdruck in die Schweiz beeinflussen sollen ist mir sehr schleierhaft…
Kurz gesagt: NEIN zu Ecopop, weil die Initiative unserem Wohlstand schadet und Kondome verteilen definitiv nicht die Zuwanderung beeinflusst.