Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03564.jsonl.gz/1026

Der US-Handelsminister hat der US-Regierung empfohlen, deutliche Schritte gegen den isländischen Walfang zu unternehmen. Vor wenigen Tagen bestätigte nun Präsident Obama, den isländischen Finnwalfang durch eine deutliche Warnung zu beenden. Die USA würden zögere nicht, eine Reihe von Massnahmen gegen Island zu ergreifen, wenn der grausame Handel nicht für immer beendet würde.
Finanzierung gemeinsamer Projekte stoppen
Während die angekündigten Massnahmen keine Handelssanktionen gegen Island enthalten, so setzt die Entscheidung des Präsidenten, Island möglicherweise die Finanzierung im Rahmen gemeinsamer Projekte in der Arktis zu entziehen und Termine mit isländischen Beamten abzusagen, Island unter Druck, die Zukunft seiner Walfangindustrie langfristig zu überdenken.
Nach wie vor Handelssanktionen
Auch wenn Island in diesem Sommer keine Finnwale gejagt hat, wofür es die geschrumpften Märkte in Japan nach dem Tsunami März verantwortlich macht, hat das Land keinerlei Andeutungen gemacht, seine Finnwaljagd für immer zu beenden. Wenn Island die Jagd auf Finnwale jedoch wieder aufnimmt, wird Präsident Obama einen unverzüglichen Bericht seiner Regierungsbeamten anfordern, der gewichtige wirtschaftliche Massnahmen der USA gegen Island für die Zukunft vorschlagen wird. Seit Island den kommeruiellen Walfang 2006 wieder aufgenommen hat, erlegten die Waljäger 240 gefährdete Finnwale und 186 Zwergwale. Die Schiffsladungen von Walprodukten sind seit 2008 ebenso angestiegen und Island hat mehr als 1000 Tonnen Walfleisch, – speck und –öl (im Wert von mehreren Millionen US-Dollar) nach Japan, Norwegen, die Färöer Inseln und sogar illegal nach Lettland und Weissrussland exportiert.