Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03237.jsonl.gz/450

Zum Kommentar von Bruno Tüscher, Münchwilen, NFZ vom 17.09.2020
Bahnlinien werden da gebaut, wo es etwas zu transportieren gibt, d. h. da, wo es Leute gibt, die die Waren benötigen. Der Hochrhein ab Basel ist nur schwach bevölkert, verglichen mit dem schweizerischen Mittelland. Eine Hochrhein-Bahnlinie war deshalb nie eine ernsthafte Option, wohl aber eine möglichst direkte Verbindung der beiden grossen Städte Zürich und Basel. Diese Strecke wurde 1875 in Betrieb genommen. Die Bözberglinie, wie man sie auch nennt, ist jedoch aus energetischer Hinsicht nicht optimal, da die Züge am Bözberg 100m überflüssige Höhendifferenz überwinden, die sie dann auf der relativ steilen Talfahrt nach Brugg wieder abbremsen müssen. Wenn man bedenkt, dass der Grossteil der Importgüter und Transitgüter über den Rheinhafen Basel und die Bözberglinie in die Schweiz kommt, so gibt es da noch etliches zu verbessern. Was es da aus energetischer Hinsicht braucht, ist ein Jura-Basistunnel von Frick nach Aarau.
EDGAR MÜLLER, LAUSANNE