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Am 14. Mai 2008 ist der russische Schriftsteller Juri Rytchëu ist 78-jährig in St. Peterburg gestorben. Von der Halbinsel Tschukotka stammend, fand er mit seinen Beschreibungen des Lebens der indigenen Völker im russischen Norden auch im Westen viele Leser. Bis zur Perestroika galt Rytchëu als regiemegetreuer Autor und wurde als solcher vom sowjetischen Staat gefördert. In seinen späteren Romanen übte er dann allerdings deutliche Kritik am «stillen Genozid» der indigenen russischen Völker. Er ist der einzige Vertreter der sogenannten Nationalliteraturen der indigenen Völker des russischen Nordens, der es geschafft hat, auch international eine gewisse Bekanntheit zu erlangen, Zu seinen bekanntesten Werken gehören «Die Suche nach der letzten Zahl» oder «Die Reise der Anna Odinzowa».
Rytchëus Bücher können im Unionsverlag (www.unionsverlag.com) bezogen werden.