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May hatte in Aussicht gestellt, dass kein legal in Grossbritannien lebender EU-Bürger das Land nach dem EU-Austritt verlassen müsse. Demnach soll jeder eine Chance auf einen dauerhaft gesicherten Rechtsstatus bekommen. "Ich bleibe dabei, dass das ein ernsthaftes und faires Angebot ist", erklärte May nach Abschluss der Beratungen. Allerdings müsse die andere Seite ähnliche Zusagen auch für die Briten in der EU machen.
Auf eine Frage nach den skeptischen Reaktionen weiterer Gipfelteilnehmer entgegnete May: "Andere haben sehr positiv reagiert." Zweifel an ihrem Mandat für die Brexit-Verhandlungen nach der erlittenen Wahlschlappe konterte May mit dem Hinweis, 80 Prozent der britischen Wähler hätten für Parteien gestimmt, die das Votum für den EU-Austritt vor einem Jahr umsetzen wollten.
Österreichs Bundeskanzler Christian Kern hatte am Morgen zu Mays Vorschlägen gesagt: "Das ist einmal ein Anfang, aber das löst sicherlich noch nicht alle Probleme." Zur Lage des Landes ein Jahr nach dem Brexit-Referendum sagte er: "Die Analyse ist ganz klar: Grossbritannien hat sich da keinen Gefallen gemacht, bedauerlicherweise auch für Europa nicht." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor von einem "guten Anfang" gesprochen./vsr/hrz/DP/she
(AWP)