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Arme (Körperteil)
Assoziation: - Stärke,- Bereit sein.
Fragestellung: - Wofür bin ich bereit, oder worauf bereite ich mich vor? Was bin ich zu geben oder zu empfangen bereit?
Psychologisch:
Der Arm und die Hand gehören ganz eng zusammen. Arme stehen im Traum generell für die Fähigkeit, das Leben zu gestalten, sich tätig selbst zu verwirklichen, etwas zu schaffen, zu verändern oder zu zerstören. Erscheint ein Arm im Traum, so steht er symbolisch für die Fähigkeit und die Grundlage des Handelns. Dementsprechend kann man den Verlust oder die Lähmung eines Armes deuten. Weiteres stehen Arme für das Behütetsein, wobei oft der Wunsch vorliegt, wieder Kind zu sein, um von den Armen der Mutter beschützt zu werden. Im negativen symbolisieren sie auch Angst vor den Armen die zuschlagen, was sich in der entsprechenden Begleitsymbolik äußert.
Spezielle Deutungen dieses Symbols lassen die folgenden Begleitumstände zu:
Außerdem muß man noch die unterschiedliche Symbolik von recht und links (siehe unter diesen Stichwörtern) berücksichtigen, wenn man nur einen Arm im Traum wahrnimmt.
- Wer sich den Arm verletzt, ist also in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt.
- Kräftige Arme umschreiben das Zupacken im Beruf wie im Privatleben, das zum Erfolg führt.
- Zu kurz geratene Arme deuten auf Mutlosigkeit hin, weil alles mißlingt.
- Zu lange können kleine, aber wichtige Details nicht erfassen,
- schwache oder dürre lassen in mancher Beziehung Hilflosigkeit erahnen.
- Nach einer alten Volksweisheit sollen stark behaarte Arme auf Geldzuwachs hinweisen (da bekommen wir unser 'Moos').
- Und schließlich sind Arme, die uns umschlingen, jene Helfer, die uns 'unter die Arme greifen'.
- Eigene Arme kündigen im Traum oft schwere Arbeit an.
- Nur ein Arm kann auf Hemmungen oder andere Hindernisse im Leben hinweisen, zu deren Bewältigen man sich zu schwach fühlt.
- Gebrochene Arme können auf bevorstehende große Streitigkeiten und Verlusten hinweisen.
- Amputation (siehe unter diesen Stichwort) eines Armes ist als Anzeichen für Beschränkungen der eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu verstehen.
Artemidoros:
Kräftige, schöne Arme verheißen geschäftlichen Erfolg, besonders Handwerkern und Leuten, die sich durch Tauschgeschäfte ihren Lebensunterhalt verdienen. Dagegen droht jedem, der in Angst lebt, eingekerkert zu werden, ernste Gefahr. Ich will nun, Teil für Teil, über die Arme sprechen. Befällt die Oberarme ein Leiden, bedeuten sie Trauer,- sind es die Unterarme, vereiteln sie Geschäfte, die man gerade abwickeln will, und berauben uns der Helfer. Ich hörte einmal von einem Sachkundigen eine Auslegung, die mir einleuchtet, weil sie, wie ich feststellte, den Traumerfüllungen entspricht. Sollte meine Darstellung irgend jemand nicht überzeugen, so mag der Betreffende sich selbst daraus einen Vers machen. Es bedeutet nun, wie jener ausführte, die rechte Hand das, was man erst erwirbt, die linke das bereits Erworbene,- denn die Rechte betätigt sich im Zupacken, die Linke ist mehr auf das Bewahren hin angelegt. Es gibt eine alte Unterscheidung, die das Wahre trifft und folgendermaßen lautet: Die rechte Hand bezeichnet den Sohn, den Vater, den Freund und denjenigen, von dem wir in der Umgangssprache im übertragenen Sinn zu sagen pflegen: 'Er ist seine rechte Hand!',- die linke bedeutet die Gattin, die Mutter, die Schwester, die Tochter. Träumt nun jemand, er habe eine Hand eingebüßt, so wird er eine von den Personen, die durch sie bezeichnet werden, verlieren. Allgemein bedeuten beide Hände zusammen die Handwerke, Handschriften und Reden,- die Handwerke, weil diese mittels der Hände ausgeübt werden, Handschriften, weil diese schlechthin 'die Hände' heißen (cheir bedeutet sowohl Hand als auch Handschrift, Unterschrift = cheirographon), Reden, weil man während des Redens gestikuliert. Ein Allkämpfer, der in den olympischen Spielen sowohl den Ring- wie den Allkampf bestreiten wollte, träumte, seine beiden Arme wären zu Gold geworden. Er errang in keiner Konkurrenz den Siegeskranz,- denn er sollte starre und unbewegliche Arme haben, als wären sie aus Gold.
Spirituell:
Der Arm symbolisiert Ihre Fähigkeit, all Ihre Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse auszudrücken, diese zu verwirklichen oder auch zu zerstören.
Volkstümlich:
(arab. ) :
- Die Oberarme mit ihren Muskeln bedeuten den Bruder oder den obersten und besten Knecht.
- Träumt jemand, seine Arme seien erschlafft, gebrochen oder erkaltet ..., ist es der rechte Arm, wird das Unglück noch größer sein ...,- in allen seinen Wünschen enttäuscht, wird er den Bruder oder den obersten und besten Knecht verlieren.
- Kuriert er die Arme mit Erfolg, wird er schnell Leiden und Lasten abschütteln.
- Träumt einem, daß seine Arme kräftiger und stärker geworden sind, wird er in allem, was er erhofft und begehrt, Kraft und Erfolg haben.
- Sind an seinen Armen mehr Haare gewachsen als vordem, wird er seinen Besitz vermehren,- ein Armer wird reich werden.
- großen oder starke haben: deutet auf viel Arbeit,-
- kleinen haben: Armut,-
- behaarte Arme: du wirst es mit rücksichtslosen Gegnern zu tun haben,-
- breitet jemand die Arme für einem aus: man soll nicht zurückhaltend sein und Gelegenheiten, die sich einem bieten, ausnutzen,-
- der auf der rechten Seite fehlt: ein Todesfall naher Verwandter,-
- der auf der linken Seite fehlt: Tod eines entfernten Verwandten,-
- heben: Es geht mit dir aufwärts. Lasse nicht nach im Eifer!
- senken: Du mußt deine Zeit abwarten. Nichts übereilen.
- brechen: Not und Gefahr in Aussicht,- man sollte sich für Streitigkeiten innerhalb der Familie hüten,- Warnung vor unbesonnenem Handeln,-
- Armbinde tragen: Größte Vorsicht und Pflichterfüllung ist geboten.
(europ.) :
- seinen eigenen sehen: schwere Arbeit,-
- von besonderer Größe: schwere Zeiten, schwere Arbeit,-
- starke und kräftige Arme: Macht, Ehre und Gesundheit,-
- einen kleine haben: Lustbarkeit,-
- schwacher: zeigt Erkrankung von Bruder oder Schwester an,-
- lange: schwere bevorstehende Arbeit,-
- kurze: Warnung vor einem Vorhaben, wozu vielleicht die Mittel nicht ausreichen werden,-
- erheben: die Verhältnisse sind nicht frei von fremden Einflüssen,-
- entblößte: Gewinn, Fund, Erbschaft, Einkommen,-
- sich einen brechen: deine Tätigkeit ändert sich,- unbesonnene Handlungen,- Uneinigkeit,- Zank und Streit in der Familie,-
- gebrochene: Verlust, Gefahr, Bedrohung,-
- steifen haben: Geldverlust aufgrund schlechter Gesundheit,-
- verlieren: ein Todesfall in der Familie,-
- amputierter: bedeutet Trennung und Scheidung,- sich vor Täuschungen und Betrug in acht nehmen müssen,-
- nur einen haben: man leidet unter quälenden Hemmungen,-
- behaart: Lotteriegewinn, vermögen in Aussicht,-
- jemand breitet seine Arme für Sie aus: gute Gelegenheiten bieten sich, die man nutzen sollte, womöglich greift ein Freund einem unter die Arme.
(ind. ) :
Träumt eine Frau davon, prophezeit es Glück ihrem Mann.
- Die Oberarme mit ihren Muskeln bedeuten den Bruder oder erwachsenen Sohn.
- Träumt der Kaiser, seine Arme seien größer und kräftiger geworden, weist das auf seine Macht, die im Kampf gegen seine Widersacher noch erstarken wird,- hat er einen Sohn oder Bruder, wird er an ihnen die Freude erleben, die er sich wünschte. Ein einfacher Mann wird ebenso auf seinen Sohn oder Bruder stolz sein und zu Vermögen kommen.
(Siehe auch 'Körper', 'Amputation')
- Dünkt es den Kaiser, daß seine Arme kraftlos, schlaff oder gebrochen sind, wird es seinem Kriegsvolk an Mark und Kraft fehlen, oder Krankheit und Unheil werden, wie gesagt, über Sohn oder Bruder kommen,- ebenso wird es einem Mann aus dem Volke ergehen: Krankheit, Plagen und Armut werden seinen Bruder oder Sohn treffen,- eine Frau wird sich von ihrem Mann lossagen oder gar Witwe werden.