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Albedo ist ein Fachbegriff, den Geografen, Physikerinnen oder Meteorologen kennen. Wegen der zunehmenden Klimaerwärmung ist er aber auch in der Umgangssprache immer öfters zu hören.
Die Albedo bestimmt, wie stark eine Oberfläche Strahlen abweist oder aufnimmt. Das kennen wir alle: In der prallen Sonne wird es unter einem weissen T-Shirt weniger warm als unter einem schwarzen.
Veränderte Albedo auf grossen Flächen
Das weisse Shirt wirft die Sonnenstrahlen zurück, während schwarzes Material sie aufnimmt und sich damit erwärmt. Je heller die Oberfläche, desto mehr Lichtstrahlung wirft sie zurück und entsprechend hoch ist ihre Albedo.
Fatal wird es, wenn sich die Albedo auf grossen Flächen verändert – wie in der Arktis. Eis und Schnee haben – kaum überraschend – eine sehr hohe Albedo. Sehr reiner, frischer Schnee reflektiert das Licht fast zu 90 Prozent.
Die Meeresoberfläche hingegen hat eine tiefe Albedo, nur rund 3 bis 5 Prozent. Das Wasser absorbiert die Lichtstrahlen fast vollständig und speichert ihre Wärme.
Eisfreier Ozean
Wenn nun das Eis wegen der Klimaerwärmung schmilzt, gibt es mehr offenes Wasser. Dieses wiederum erwärmt sich wegen seiner niederen Albedo – und dies lässt das Eis noch schneller schmelzen.
Es entwickelt sich ein immer rasanter laufender Teufelskreis, auch als Eis-Albedo-Rückkopplung bekannt. Er führt dazu, dass in 10 bis 20 Jahren im Sommer der arktische Ozean oftmals eisfrei sein wird, prophezeien die Klimaforscher.