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|1983 (Ohne festen Austragungsort)

Datum: 10.08. – 04.11.1983
Anzahl Spiele: 24
Anzahl Tore: 55
Teilnehmende Länder: 10
Teams: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay, Venezuela
Copa-Sieger: Uruguay
Final: Brasilien – Uruguay 1:1
Durchschnitt der Zuschauer: 45’667
Torschützenliste
1983
Zum dritten Mal in Folge wurde die Copa América ohne festen Austragungsort veranstaltet. Diesmal gab es keine Überraschungen. Uruguay errang den Titel und zog mit nun 12 Titeln gleich mit Argentinien. Diesen letzten erreichte die Mannschaft aus Uruguay dank der Anstrengungen von Enzo Francescoli, Carlos Aguilera und Rodolfo Rodríguez.
In der ersten Phase überrannten die Uruguayer mit Abstand Chile und Venezuela. Brasilien eliminierte Argentinien zum dritten Mal in Folge, und Peru garantierte sich ebenfalls einen Platz im Semi-Finale, an dem ausserdem der Champion Paraguay teilnahm. Nachdem sie an den Peruanern vorbeigezogen waren, schlugen die Uruguayer die brasilianische Seleção des Trainers Carlos Alberto Parreira in der Entscheidungspartie. Leão, Renato Gaúcho und Sócrates waren keine Hindernisse für Francescoli, den besten Spieler des Turniers. In Montevideo Sieg der uruguayischen Mannschaft mit 2:0, was nach dem darauf folgenden 1:1 in Salvador den Uruguayern den Titel bescherte. Der Peruaner Franco Navarro schoss vier Tore und errang den Titel als bester Schütze
1987 Argentinien
Nach vier flexiblen Veranstaltungen und 20 Jahren Bestehens, kehrte man 1987 mit der Copa América zu einem festen Veranstaltungsort zurück. Ausserdem kam eine Neuformulierung des Turniers zur Anwendung. In obligatorischer Gegenwart der zehn CONMEBOL-Mitgliedsländer wurde beschlossen, dass das Turnier ab sofort in einem Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden solle, mit Fernsehübertragungen nach Europa und Nordamerika. Die Argentinier, als Gastgeber dieser Veranstaltung, enttäuschten ihre Fans und verloren im Halbfinale gegen Uruguay, das sich seinen 13. Titel im Endspiel gegen Chile sicherte. Die Wettkampfbedingungen waren dieselben wie jene der letzten Veranstaltungen – nur wurden Halbfinale und Endrunde mit einer einzigen Partie entschieden. Auf diese Weise mussten die Uruguayer nur zweimal aufs Spielfeld, um den Titel zu gewinnen – denn sie waren die Champions aus dem letzten Turnier.
Brasilien enttäuschte, weil in der ersten Phase eliminiert Unter dem Kommando von Carlos Alberto Silva stand ein Team, das Careca, Dunga und Romário in seinen Reihen hatte, aber die erlebten einen historischen Beschuss von Chile mit 4:0. Die Chilenen klassifizierten sich fürs Halbfinale – dort eliminierten sie Kolumbien, in dessen Mannschaft sich der Torhüter Hiquita und der Mittelfeldspieler Valderrama hervortaten – letzterer wurde zum besten Spieler dieses Turniers gewählt.
1989 Brasilien
Brasilien brach ein Tabu von 40 Jahren, als es seinen vierten Titel bei der Copa América von 1989 gewann! Es war Gastgeber des Turniers im Andenken an 75 Jahre “Confederação Brasileira de Futebol“. Die Seleção hatte Romário und Bebeto im Team, die fünf Jahre später Brasilien zur vierfachen Weltmeisterschaft führen würden. In Anwesenheit der zehn Mitglieds-Nationen der CONMEBOL erfuhr die Veranstaltung eine weitere Veränderung im Wettbewerbssystem: Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt, und Uruguay, Titelträger von 1987, wurde gezwungen, die erste Phase durchzuspielen. Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay klassifizierten sich als die zwei Besten in ihrer jeweiligen Schlüsselpartie und gingen in ein Finale ohne Überraschungen. Alle spielten gegen alle, und Brasilianer wie Uruguayer hielten sich nicht zurück und gewannen die Partien gegen Paraguay und Argentinien.
Dann, im Finale, sahen sich die Brasilianer, dirigiert von Sebastião Lazaroni einem Uruguay gegenüber, in dessen Team Ruben Sosa und Francescoli den Ton angaben – in einem Maracanã, besetzt von 170.000Zuschauern! Romário schoss das Siegestor, aber nicht ihm gehörte der Titel des besten Torschützen, sondern seinem Kameraden Bebeto – mit sechs Toren – auch nicht der Titel des besten Spielers, denn der wurde an Sosa aus Uruguay vergeben.
1991 Chile
Argentinien war diesmal wieder am Zug und sicherte sich den Titel der Copa América 1991, als sein Nationaltrainer Alfredo Basile eine besonders schlagkräftige Elf mit nach Chile brachte – mit den Sturmspitzen Batistuta, Cannigia und Diego Simeone. Damit zogen die Argentinier wieder mit den Uruguayern gleich: 13 Titel insgesamt bei der Copa América.
Das Wettkampf-System wurde beibehalten, und in der ersten Phase blieben Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien übrig – sie klassifizierten sich für die “Endspiel-Vier“. Jedoch gleich nach der ersten Runde erstickten die Argentinier den brasilianischen Enthusiasmus mit 3:2. Im darauf folgenden Spiel erholten sich die Brasilianer, kommandiert von Trainer Falcão, indem sie Kolumbien und Chile besiegten – jeden mit 2:0. Aber die Argentinier liessen nicht locker, und nach einem Unentschieden 0:0 gegen die Chilenen und einem Sieg 2:1 gegen Kolumbien, sicherten sie sich den Titel – bester Spieler wurde Leonardo Rodriguez und bester Torjäger Gabriel Batistuta, mit sechs Toren.
1993 Ecuador
Zum ersten Mal öffnete die Copa América ihre Türen auch für Auswahlmannschaften ausserhalb von Südamerika, und Mexiko, sowie die USA, nahmen an dem Turnier in Ecuador teil. Gleich nach der Eröffnung ging die mexikanische Mannschaft furchtlos zur Sache und beendete die Begegnung als Vize-Champion.
Die 12 teilnehmenden Mannschaften wurden für die erste Phase in drei Gruppen unterteilt – die ersten drei Sieger jeder Gruppe und die zwei besten Drittplatzierten kamen ins Viertel-Finale, das nach eleminatorischen Regeln ausgetragen wurde – ebenso das Halbfinale und das Endspiel.
Mit Cracks wie Goycochea, Batistuta, Redondo und Simeone war Argentinien Favorit – und schlug Brasilien im Viertel-Finale nach einem Spielstand von 6:5 beim Elf-Meter-Schiessen 1:1. Die brasilianische Seleção hatte bereits während der Anfangsphase enttäuscht, als sie gegen Chile verlor und endete auf dem zweiten Platz im Turnier.
Im Halbfinale überrundete Argentinien Kolumbien – auch beim Elf-Meter-Schiessen – und die Mexikaner besiegten die Ecuadorianer mit 2:0. Im Endspiel hatten die Mexikaner keine Chance gegen die Argentinier, die mit zwei Toren von Batistuta gewannen 2:0. Benjamin Galindo, der Vize-Champions wurde bester Spieler.