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Alle anatomischen Merkmale der Arbeiterin sind beim Schlüpfen zwar festgelegt, die Drüsen entwickeln sich jedoch nach einem komplexen Muster erst später. Durch diese Gegebenheit verändert eine Arbeiterin im Verlauf ihres Lebens das Verhalten.
Frisch geschlüpfte Arbeiterinnen übernehmen in den ersten 2 Tagen die Zellreinigung am Brutnest (Zellenputzerin) und erweitern ihre Tätigkeit bis zum zwölften Tag mit Füttern der Brut und Versorgen anderer Arbeiterinnen und der Königin (Ammenbiene). Ab dem zwölften Tag fallen Arbeiten im Randbereich der Waben an. Sie nehmen Nektar von den Sammelbienen ab (Nektarabnehmerin) und lagern diesen ein, verstauen Pollen, sorgen für die Stockbelüftung und bauen Waben (Baubiene).
Im letzten Lebensabschnitt sind Arbeiterinnen fast ausschliesslich als Sammelbienen ausserhalb des Stockes unterwegs. Manche Arbeiterinnen werden im Übergang zu Altbienen zu Wächterinnen.
Die Lebensdauer einer Arbeiterin liegt im Sommer bei einem Monat und im Winter bei bis zu sechs Monaten.
Man unterscheidet Sommer- und Winterbienen.
Geht im Bienenvolk die Königin verloren und kann keine neue nachgezogen werden, beginnen nach einigen Wochen Arbeiterinnen Eier zu legen. Sie werden Afterköniginnen oder Drohnenmütterchen genannt. Arbeiterinnen sind zwar weiblich, können aber in ihren Eierstöcken maximal unbefruchtete Eier entwickeln, aus denen sich einzig Drohnen entwickeln. Das Volk geht zugrunde.
Solange eine Königin im Volk ist (weiselrichtig), hindern dessen Pheromone die Eiablage bei Arbeiterinnen.