Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03386.jsonl.gz/716

Im zeitigen Frühjahr (März, April) entschlüpft der überwinternden Bodenpuppe der Falter. Da der Nagelfleck keine Nahrung zu sich nimmt, beträgt sein Leben zwei bis drei Wochen. In dieser kurzen Zeit gilt es für das Männchen, ein Weibchen zu finden und zu begatten. Im April bis Mai legen die Weibchen ihre Eier vorzugsweise auf Buche oder Haselnuss. Das Aussehen der Raupen ist bemerkenswert. Im ersten Larvenstadium sind sie mit markanten, rot-weissen Dornen bewehrt. In den folgenden Stadien bilden sich diese mehr und mehr zurück, bis im letzten Stadium überhaupt keine Auswüchse oder Dornen erkennbar sind. Kurz vor der Verpuppung verfärbt sich die Rückenpartie der anfänglich hellgrünen Raupen in violettbraunen Farbtöne. Nachdem die Raupe einen geeigneten Platz gefunden hat, spinnt sie auf dem Boden ein lockeres Gespinst und verarbeitet dabei auch Blätter mit ein.
An lichten Waldrändern ist dieser mittelgrosse, orangebraune Augenspinner anzutreffen. Da seine Futterpflanzen (Buche, Haselnuss) weit verbreitet sind, ist er zum Glück noch ziehmlich häufig anzutreffen. Jedoch sieht man meistens nur das kleinere Männchen, das an sonnigen Tagen in einem schnellen Flug die meist im Wald regungslos sitzende Weibchen sucht.