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Die Schweizermeisterschaft der Fährtenhunde im Glarnerland war ein Heimspiel für die Deutschen Schäferhunde: 12 der 15 startenden Vierbeiner gehörten dieser Rasse an. Der Beste: „Leck du Boidamont“ von Albert Perler.
Die Arbeit an sich ist unspektakulär, dafür umso eindrücklicher: Der Hund, von seinem Besitzer an einer 10-Meter-Leine geführt, folgt, die Nase dicht am Boden, einer drei Stunden alten, von einer Fremdperson gelegten Fährte. Diese ist 1800 Schritte lang, hat mehrere Winkel, führt über Wiesen und Felder und ist unterwegs mit 7 Gegenständen bestückt, die der Hund anzeigen muss.
„Es ist eine ruhige Arbeit, bei der der Hund ganz klar die Hauptrolle spielt“, so Richter Jean-Michel Steiger aus Pully. Will heissen: Der Besitzer darf hinten an der Leine keinen Einfluss nehmen auf den Hund. „Was auch wenig Sinn macht, da der Hundeführer ja sowieso nicht weiss, wo die Fährte liegt“, so Steiger.
Jedes Team hatte zwei solcher Fährten auszuarbeiten. „Würde man diese alle zusammenhängen, gäbe das eine Länge von rund 47 Kilometern“, so Fritz Knecht, Präsident der organisierenden Ortsgruppe Tödi des Schweizerischen Schäferhundeclubs. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Teilnehmerfeld auf 15 Teams beschränkt, die sich im Vorfeld qualifizieren mussten.
Mit 92 erzielten Punkten auf der ersten und 94 Punkten auf der zweiten Fährte sicherte sich Albert Perler mit seinem „Leck du Boidamont“ den Sieg. Der Zweitplatzierte, Daniele Lüdi, erreichte mit zweimal 93 Punkten die gleiche Punktzahl - „der Titel wird in einem solchen Fall demjenigen Team mit dem höheren Einzelresultat vergeben“, so Prüfungsleiter Peter Reding.
Rangliste