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Grundsätzlich gibt es im Körper 2 Arten von Fettgewebe. Zum einen das Unterhautfettgewebe (subkutanes Fettgewebe) und zum anderen das in der Bauchhöhle eingelagerte Fett (viszerales Fettgewebe). Ersteres ist das Fett, dass an Po und Hüfte angelagert ist und hauptsächlich als Energiespeicher für schlechte Zeiten dienst, isoliert und warmhält. Dieses Gewebe ist weitgehend passiv, also nicht stoffwechselaktiv. Anders sieht das beim viszeralen Fettgewebe aus. Es bildet mehr als 200 Botenstoffe und ist das grösste Drüsenorgan des Körpers.
Welche Aufgabe es erfüllt und warum es so viele Stoffe absondert ist noch nicht geklärt. Zu den zahlreichen Botenstoffen, die das Bauchfett freisetzt, gehören auch solche die den Blutdruck erhöhen und die Freisetzung des Hormons Insulin beeinflussen und Entzündungen auslösen können. Je mehr viszerales Fett vorhanden ist, desto mehr bestimmter Botenstoffe werden gebildet. Ein Übermass dieser Substanzen kann sich negativ auswirken und in Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Infarkte und Durchblutungsstörungen münden. Dadurch ist ein dicker Bauch gesundheitlich bedenklicher als etwas mehr Speck an den Hüften und Oberschenkeln.
Als Faustregel gilt ein Bauchumfang von mehr als 94 cm beim Mann und 80 cm bei der Frau als gesundheitlich bedenklich. Kritisch wird es ab 102 cm beim Mann und 88 cm bei Frauen.
Ob überschüssiges Fett viszeral oder subkutan gespeichert wird hängt neben der Veranlagung auch vom Stresspegel und den Lebensumständen ab. Bei einer hohen Stressbelastung wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, was wiederum auf Dauer zu einer vermehrten Einlagerung von Bauchfett führt. Generell haben Männer durch den höheren Testosteronspiegel eine grössere Neigung zur Bildung von Bauchfett als Frauen. Das Östrogen der Frauen senkt das Risiko zur Entstehung von Bauchfett. Das Fett wird bei Frauen bis zum Einsetzten der Wechseljahre vermehrt an Hüften und Po angelagert, nach den Wechseljahren aber auch als schädliches Bauchfett.
Um die Entstehung von zu viel Bauchfett zu verhindern oder vorhandenes Bauchfett zu reduzieren ist ein ganzheitliches Konzept sinnvoll. Eine grosse Bedeutung kommt der Ernährung zu. Sie sollte ballaststoffreich, entzündungshemmend, naturbelassen und frisch sein und die Kohlenhydrat- und Energieaufnahme dem Verbrauch angemessen sein. Auf Alkohol und Zigaretten am besten ganz verzichten. Daneben ist die Reduktion von Stress und ausreichend Bewegung und Schlaf wichtig.
Ist zu viel Bauchfett vorhanden sollte die zugeführte Kalorienmenge leicht unter dem Tagesbedarf liegen und mit Sport und viel Bewegung im Alltag kombiniert werden. Eine sehr gute Methode um Bauchfett zu reduzieren ist auch Intervallfasten. Intervallfasten bietet darüber hinaus viele weitere gesundheitliche Vorteile.
Die gute Nachricht: da das Bauchfett so stoffwechselaktiv ist baut der Körper es auch als erstes wieder ab wenn Energie benötigt wird. Es lohnt sich also etwas zu tun, der Gesundheit zu Liebe.