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Hauptstadt eines neuen Kantons
Kirche Notre-Dame du Valentin
Nachdem katholische Gottesdienste in Lausanne 1536 abgeschafft worden waren, wurden sie ab 1798 in Privathäusern und ab 1812 im neuen Temple de la Mercerie gefeiert, der auch von anderen Konfessionen genutzt wurde. Unzufrieden mit dieser Situation liessen die Katholiken an der Avenue de l’Université eine Kirche bauen, die jedoch wegen eines Erdrutschs nie fertig gestellt wurde. 1832 leitete der Architekt Henri Perregaux die Bauarbeiten für ein neues Gebäude. Notre-Dame du Valentin ist somit die erste katholische Kirche, die nach der Reformation in Lausanne errichtet wurde.
1992 wurde sie von Papst Johannes-Paul II. zur Basilika erklärt. Sie ist das grösste der zehn katholischen Gotteshäuser der Stadt. Neoklassizistische Elemente herrschen vor. Ab 1932 wurde die Kirche unter der Leitung des Architekten Fernand Dumas einer Restauration und Erweiterung unterzogen, die ihr städtischere Ausmasse verlieh: Dem Gebäude wurden eine Monumentaltreppe, eine Säulenhalle und ein 38 Meter hoher Glockenturm angefügt. Einen Besuch lohnt vor allem das beeindruckende monumentale Fresko, mit dem der international renommierte italienische Maler Gino Severini 1934 den Chor geschmückt hat.