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Sun hat offenbar grosse Pläne für ihr Unix-Betriebssystem Solaris. Das Server-Betriebssystem soll neue Märkte erobern und für die Anwender so allgegenwärtig werden wie Java. Dies ist die Hoffnung von Marc Hamilton, Vizepräsident von Suns Solaris-Marketing-Abteilung. Er denkt dabei insbesondere an Desktops oder Embedded-Systeme. Dort kommt Solaris, wenn überhaupt, nur sehr vereinzelt zum Einsatz, während Linux vor allem im Embedded-Bereich äusserst
populär ist.
Zur Steigerung der Popularität hofft Sun vor allem auf das Projekt «Indiana», mit dem Entwicklern ein leichterer Zugang zu Solaris gewährt werden soll. Erste Resultate soll man Anfang 2008 sehen können. Zudem möchte Sun die Verbreitung von Solaris an Universitäten fördern, indem Studenten kostenlos an Trainings teilnehmen können und Support erhalten. Ausserdem soll die Anzahl von Solaris unterstützter Hardware-Plattformen gesteigert werden und ähnliche Partnerschaften, wie sie Sun bereits mit IBM besiegelt hat, mit Anbietern wie HP oder Dell geschlossen werden.
Knatsch um ZFS
Zwischen Sun und Network Appliance (NetApp) ist ein seit Jahren glimmender Streit entbrannt. Sun wirft NetApp vor, gegen drei Patente Suns zu verstossen, worauf NetApp nun vor Gericht gezogen ist. Dort fordert NetApp die Feststellung, dass es nicht gegen die Patente von Sun verstosse, und will sie zudem für ungültig erklären lassen. Ausserdem wirft NetApp Sun vor, mit dem Dateisystem ZFS gegen insgesamt zehn NetApp-Patente zu verstossen.