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Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO)
Die WIPO ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Genf, welche seit 1974 den Status einer UN-Sonderorganisation besitzt. Gegründet wurde die Organisation durch das "Übereinkommen zur Errichtung der Weltorganisation für geistiges Eigentum", das am 14. Juli 1967 in Stockholm unterzeichnet wurde und 1970 in Kraft trat. Die Schweiz unterzeichnete das Übereinkommen 1970. Ziel der WIPO ist es, den Schutz des geistigen Eigentums durch die Zusammenarbeit der Staaten und die Kooperation mit anderen internationalen Organisationen weltweit zu fördern und die administrative Zusammenarbeit zwischen den Verbänden für den Schutz des geistigen Eigentums sicherzustellen.
Durch das Übereinkommen wurden die folgenden drei Führungsorgane eingesetzt: die Generalversammlung, die Konferenz und der Koordinierungsausschuss. Der Chef des Sekretariats (auch Internationales Büro genannt) wird von der Generalversammlung gewählt.
Der Bereich des geistigen Eigentums umfasst insbesondere den gewerblichen Rechtsschutz und das Urheberrecht. Das Urheberrecht bezieht sich hauptsächlich auf Werke der Literatur, Musik, Kunst und Photographie sowie auf audiovisuelle Werke. Der gewerbliche Rechtsschutz umfasst vor allem Erfindungen, Marken, Designs und Industriemodelle sowie Herkunftsbezeichnungen.
Angesichts der Entwicklungen im Bereich der Informationsgesellschaft und des elektronischen Geschäftsverkehrs muss sich die WIPO vermehrt mit den damit verbundenen Fragen bezüglich des geistigen Eigentums befassen, insbesondere mit der Beziehung zwischen Marken und "Domain Names". In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die nationalen "Domain Names" für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein von der Zürcher Stiftung SWITCH verwaltet und zugewiesen werden.
Das BAKOM und die WIPO
Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) vertritt die Interessen der Schweiz bei der WIPO.
Das BAKOM verfolgt die Arbeiten der WIPO in seinem Zuständigkeitsbereich, d.h. auf dem Gebiet des Urheberrechts (Medien) und der "Domain Names" (Internet-Protokolle).