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Im zentralindischen Yavatmal wurden 2017 innert 12 Wochen etwa 800 Landarbeiter schwer vergiftet, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausbrachten.
Über zwanzig von ihnen starben. Ein dafür verantwortliches Insektizid stammt aus der Schweiz: 2017 exportierte Syngenta 126,5 Tonnen des Wirkstoffs Diafenthiuron aus der Schweiz, 75 Tonnen davon nach Indien. Diesen Wirkstoff verwendet Syngenta für das Pestizid Polo. Er ist hierzulande wegen seiner Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt längst verboten.
Die Recherche von Public Eye zu der Vergiftungswelle in Indien: www.giftexporte.publiceye.ch
Das ändert sich mit der Initiative:
Die in der Konzernverantwortungsinitiative vorgesehene verbindliche Sorgfaltsprüfung würde Syngenta verpflichten, in ihren Geschäftsabläufen Risiken für Menschen und Umwelt zu identifizieren und geeignete Gegenmassnahmen zu ergreifen. In Bezug auf die Verwendung von giftigen Pestiziden in einem Kontext wie jenem in Yavatmal könnte das Unternehmen nur zu einem Schluss kommen, wie die Reportage zeigt: Eine gefahrenlose Anwendung kann nicht sichergestellt werden. Der Verkauf müsste eingestellt werden.