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Einen Tag nach dem Gold von Marcel Fischer im Degen-Fechten hat die Radrennfahrerin Karin Thürig im Zeitfahren die bronzene Auszeichnung gewonnen.
Thürig absolvierte die 24 km in einer Zeit von 31:55, 44 Sekunden langsamer als die Siegerin.
Olympia-Gold holte Leontien Zijlaard van Moorsel aus Holland, Silber ging an die Amerikanerin Dede Demet-Barry.
Auf der Strecke vom Badeort Vouliagmeni nach Agia Marina und zurück wies Thürig bereits bei halber Distanz die drittbeste Zwischenzeit auf.
Den Rückstand von 11 Sekunden auf Dede Demet-Barry (USA) vermochte die Schweizerin auf dem Rückweg nicht aufzuholen. Er wuchs im Gegenteil noch um 8 Sekunden an.
Schweizerin in Top-Form
Sie befinde sich in Top-Form, erklärte Karin Thürig am Vortag des Zeitfahrens. Dies bestätigte die zweifache Duathlon-Weltmeisterin auf einem Rad-Parcours, auf dem es von Bedeutung war, grosse Gänge in Schwung zu halten.
Dies gelang Karin Thürig, obwohl die beiden ersten Plätze ausserhalb ihrer Reichweite blieben. Die Bronzemedaille stellte für sie eine Genugtuung für die auf Athen konzentrierten Vorbereitungen dar.
Das Bewegungstalent war nur noch selten dazu gekommen, laufen oder schwimmen zu gehen.
Zweite olympische Auszeichnung im Frauenradsport
Thürig widmete sich früher dem Triathlon und Duathlon. Um an den Olympischen Sommerspielen teilnehmen zu können, konzentrierte sich die 32-jährige Athletin seit anderthalb Jahren auf den Radsport.
Ihre Bronzemedaille stellt die zweite olympische Auszeichnung einer Schweizer Frauenradsportlerin in der Geschichte der Spiele dar.
Vor vier Jahren in Sydney war Barbara Blatter im Mountainbike Dritte geworden.
Thürig wird am Samstag in der Einzelverfolgung auf der Bahn die Qualifikation und gegebenenfalls die 1. Runde zu überstehen haben.
Für Priska Doppmann hingegen, die am Mittwoch auf Rang 9 fuhr, sind die Spiele beendet. Sie verpasste ein olympisches Diplom um 10 Sekunden.
swissinfo, Gaby Ochsenbein