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Der Zahl der Gäste nahm ab Mitte der 1950er Jahre stark zu. Direktor Binz und sein Team prüften daher neue Lösungen zur Erhöhung der Personenkapazität der Züge. Im Fokus standen die neuen Doppeltriebwagen.
Erste Abklärungen
1959 beförderte die Gornergrat Bahn erstmals über eine Million Passagiere. Das waren rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Um mit den Besucherströmen mitzuhalten, nahm die Gornergrat Bahn bereits 1961 vier weitere Leichtmetalltriebwagen in Betrieb.
In Anbetracht des weiterhin wachsenden Verkehrs musste Bankdirektor Binz aber zusätzliche Lösungen prüfen. Eine Idee war die Beschaffung von Doppeltriebwagen. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) und der Brown Boveri & Cie in Baden wurde das neue Design untersucht.
Doppelte Kapazität
Die neuen Doppeltriebwagen bestanden aus zwei unter sich gekuppelten Einzelwagen. Diese konnten von einem Führerstand aus gesteuert werden. Es war folglich möglich, mit einem Zug und einem Lokomotivführer 230 Passagiere auf 120 Sitz- und 110 Stehplätzen zu befördern. Das waren mehr als doppelt so viele wie in einem einfachen Triebwagen.
Eine überzeugende Lösung
Die Abklärungen ergaben, dass die Konstruktion von Doppeltriebwagen weitgehend unter der Verwendung der gleichen Bauelemente möglich ist, die sich bereits bei den bestehenden Leichtmetalltriebwagen bewährt hatten. Zudem bestätigten die Lieferanten, dass mit einheitlichen Ersatzteilen für die alten und neuen Züge Kontinuität gewährleistet war. Die Doppeltriebwagen boten also eine elegante Lösung, um die Effizienz zu steigern und die Personenkapazität drastisch zu erhöhen.
Zustimmung im Verwaltungsrat
1962 präsentierte Direktor Binz diese Lösung dem Verwaltungsrat, der der Beschaffung zu CHF 2.4 Mio zustimmte. Im Juni gab die Gornergrat Bahn die Bestellung von zwei Doppeltriebwagen mit der Typenbezeichnet «Bhe 4/8» in Auftrag.
Nach Durchführung verschiedener Tests und Probefahrten wurden die neuen Züge (Nummern 3041 und 3042) am 28. Dezember 1965 in Betrieb genommen.
Eine weitere Neubestellung
Die neuen Doppeltriebwagen bewährten sich bestens. Deshalb bestellte die Gornergrat Bahn zwei weitere Wagen (Nummern 3043 und 3044) des gleichen Typs.
Aufgrund der bereits gemachten Erfahrungen waren diese Modelle mit diversen Neuerungen wie elektrohydraulisch funktionierende Falttüren und abmontierbare Skiträger ausgestattet. Die Inbetriebnahme erfolgte 1974.