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Karzinoide verursachen neben allgemeinen tumorbedingten Beschwerden vor allem Symptome, welche durch ihre Hormonproduktion verursacht werden. Je nach Hormon ist die Symptomatik unterschiedlich.
Insulinome sind Insulin produzierende Tumore, welche Unterzuckerungen verursachen können.
Glukagonome sind Tumore, welche das Gegenhormon zum Insulin (Glukagon) produzieren. In der Regel entwickelt sich beim Patienten eine Blutzuckererkrankung (Diabetes Mellitus). Häufig werden typische Hautveränderungen gesehen.
Vipome produzieren vasoaktives intestinales Polypoptid (VIP) und verursachen Durchfälle.
Gastrinome produzieren Gastrin und verursachen dadurch eine hohe Magensäureproduktion und rezidivierende Magen-Darmgeschwüre.
Karzinoide im Darm treten vor allem im Dünndarm und im Appendix (Blinddarm) auf und produzieren Serotonin. Dieses gefässaktive Hormon verursacht eine plötzlich auftretende Rötung des Gesichtes (Flush), Herzrasen, Schweissausbrüche und Durchfälle.
Die Diagnose wird durch eine Computertomografie, MRI-Untersuchung, Magen-Darmspiegelung, sowie den Nachweis diverser Hormone bestätigt. Diese überschüssige Hormonbildung kann sowohl im Blut als auch im Urin nachgewiesen werden.
Endokrin aktive Tumoren können frühzeitig aus den klinischen Symptomen vermutet und durch gezielte Laboruntersuchungen des Blutes nachgewiesen werden. Inaktive Tumoren werden oft erst spät durch ihre Grösse oder infolge von Metastasen auffällig. Bildgebende Verfahren können die Lage des Tumors aufdecken: Sonografie, Computer- und Kernspintomografie, oder auch spezielle Szintigrafien wie die Somatostatin-Rezeptor-Szintigrafie.