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Er war, neben Captain Kirk, einer der Helden meiner Jugend: David Carradine, der westwandernde Kung-Fu-Kämpfer Caine aus jener Fernsehserie, deren Wurfsterne wir aus Messingblech nachbauten. Später habe ich ihn dann in unzähligen B-Pictures gesehen, sein Gesicht wurde immer faltiger, er glich immer mehr seinem Vater. Mit 222 Filmtiteln als Schauspieler in der ImdB gehört er zu den Darstellern, die einfach jeder und jede mindestens einmal im Leben irgendwo gesehen hat. Und spätestens mit seiner Denkmalrolle als Bill in Quentin Tarantinos Kill Bill war er auch für die nächste Generation wieder ein Gesicht.
Irgendwie ist er Zeit seines Lebens die Video-Ausgabe von Clint Eastwood geblieben. Er hat unzählige Male den schweigsamen Kämpfer gespielt, Regie geführt, Bücher geschrieben, und er hat mindestens einmal auch eine ganz grosse, wunderbare Rolle gespielt, als Folksänger Woodie Guthrie in Hal Ashbys Bound for Glory von 1976. Jetzt wurde der 72jährige in Thailand in einem Hotelzimmer unter leicht bizarren Umständen tot aufgefunden, wie die BBC gemeldet hat. Der Tod, den ihm die von Uma Thurman gespielte namenlose Braut in Kill Bill 2 beschert hat, war wohl doch schöner. Und seinem Kinomythos näher.