Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/1108

Lego bringt im August ein Spielset mit drei Forscherinnen auf den Markt. Entworfen hat sie eine Geochemikerin. Die Berufe der Spielfiguren waren bei Lego bisher Männern vorbehalten.
In einem neuen Spielset, das unter dem Namen «Forschungsinstitut» («Research Institute») in den Verkauf kommen soll, forschen jetzt eine Paläontologin an einem Dinosaurierskelett, eine Astronomin im Weltraum und eine Chemikerin im Labor.
Die drei Forscherinnen für das Spielset entwarf Ellen Kooijman, eine Geochemikerin aus Stockholm. Sie reichte ihre Figuren bei Lego Ideas ein. Auf dieser Onlineplattform können Fans Vorschläge für Lego-Figuren machen.
Eine Lego-Jury entscheidet halbjährlich, welcher der Vorschläge, die online über 10'000 Unterstützerinnen und Unterstützer erhalten, weiterverfolgt wird.
Lego wurde in der Vergangenheit immer wieder dafür kritisiert, dass die Spielsets zu wenig und zu klischeehafte Frauenfiguren enthalten. Aufsehen erregte Anfang dieses Jahres weltweit der Brief einer Siebenjährigen an den Spielzeughersteller.
Darin beschwerte sie sich, die weiblichen Lego-Figuren seien langweiliger als die männlichen, weil sie weniger Abenteuer erlebten und weniger interessanten Berufen nachgingen. Frauen wollten sich nicht nur frisieren und shoppen gehen.
Martina Augenstein von Lego Deutschland sagte gegenüber der «Welt», in der Vergangenheit hätten Lego-Spielsets eher Jungen angesprochen. Seit einigen Jahren achte Lego nun darauf, mehr weibliche Figuren in die Sets zu integrieren.