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Von dem Moment an, als Adam erschaffen wurde, konnte er Gott einen vollkommenen Austausch an Liebe und Verherrlichung in allem geben, alles in der Zeit, denn er besaß die Gabe des Göttlichen Willens.
Beim Sündenfall verlor Adam seine Gabe und war dann nur mehr fähig, Gott mit seiner begrenzten menschlichen Fassungskraft zu entsprechen, nicht mit der unbegrenzten Fähigkeit des Göttlichen Willens, der er sich vorher erfreut hatte.
Jesus sagte Luisa, dass, als Er Adam erschuf, er in den Willen Adams den Göttlichen Willen gestellt hatte. Der Göttliche Wille „wohnte“ hier nur, weil Adam dem zugestimmt hatte, indem er selbst erlaubte, von Gott auf jede Weise belebt zu werden: seine Gedanken, Worte, Blicke, Schritte, Bewegungen, Atemzüge und Herzschläge, usw.
Aus diesem Grund waren alle Akte Adams (seine Gedanken, Worte, Blicke, Schritte, Bewegungen, Atemzüge und Herzschläge, usw.) von göttlicher Ordnung, denn er stimmte zu, dass die Gottheit alles mit ihm tat. Weil die Gottheit alles in ihm tat, waren Adams Akte vollkommen, und gaben vollkommene Verherrlichung und vollkommene Entsprechung der Liebe ihrem Schöpfer.
Das heißt nicht, dass Adam keinen freien Willen gehabt hätte. Im Gegenteil, Adam stimmte kontinuierlich zu, der Gottheit die Freiheit zu geben, in ihm auf diese Weise zu wirken. (Das bedeutet nicht, dass Adam mit göttlicher Natur geschaffen wurde. Er war immer ein Geschöpf, aber ein Geschöpf, das einwilligte, vom Schöpfer in jeder Hinsicht belebt zu werden).
Der menschliche Wille wird von Jesus wie ein leeres Glas gezeigt, in dem das Wasser des Göttlichen Willens wohnt. Es war von Gott so beabsichtigt, dass dies die andauernden Umstände des Menschen seien. Der menschliche Wille war nicht dafür geschaffen, vom Göttlichen Willen isoliert zu werden. Bis zum Fall wirkte der Göttliche Wille in jedem Aspekt von Adams Wesen.
Mit der Gabe des freien Willens konnte Adam sich zu jeder Zeit von dieser göttlichen Fähigkeit, Gott vollkommen zu verherrlichen, leer machen. Tatsächlich, er entleerte sich selbst dieser Gabe, als er die verbotene Frucht nahm.
Wie wir die Gabe des Göttlichen Willens empfangen
Um die Gabe des Göttlichen Willens zu empfangen, braucht man den Wunsch, sie zu empfangen, und die Entscheidung, dem eigenen menschlichen Willen kein Leben mehr zu geben.
Jesus sagte: „…du brauchst keine Wege, noch Türen, noch Schlüssel, um in Meinen Göttlichen Willen einzutreten…. Damit die Geschöpfe eintreten können, bedarf es nur der Entfernung des Kieselsteins ihres eigenen Willens… Eine Seele braucht Ihn nur zu ersehnen, und alles ist getan. Mein Wille vollbringt das Werk…“ (16. Feb. 1921)
Die Goldene Regel lautet deshalb: Wir ersehnen diese Gabe und Jesus macht die ganze Arbeit.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass, wenn man die Gabe ersehnt hat, nachdem man beschlossen hat, seinen eigenen Willen zu opfern, es Jesus ist, der die ganze Arbeit macht. Nur Jesus kann einen Göttlichen Akt tun. Wir bleiben immer Geschöpf.
Eine Lektion für das Leben: Sich selbst vergessen
Vom ersten Moment an, wenn eine Seele beschließt, das Leben im Göttlichen Willen zu umarmen, sie lernen müssen, sich selbst zu vergessen. Jesus sagt, dass es hier nur einen Weg gibt, das zu erreichen, und dass er für den Rest des Lebens praktiziert werden muss:
„Meine Tochter, damit die Seele fähig ist, sich selbst zu vergessen, muss alles, was sie tut oder zu tun hat, getan werden, als ob Ich es in ihr tun wolle. Wenn sie betet soll sie sagen: ‚Es ist Jesus, der beten will, und ich bete zusammen mit Ihm.’ Wenn sie arbeitet: ‚Es ist Jesus, der arbeiten will, es ist Jesus, der gehen will, es ist Jesus, der essen will, der schlafen will, der aufstehen will, der sich vergnügen will.’ Und so sollte es in allem für den Rest ihres Lebens sein, Irrtümer ausgeschlossen. Nur auf diese Art ist die Seele fähig, sich selbst zu vergessen. Nicht nur wird sie alles tun weil Ich es will, sondern weil Ich es tun will, wird sie Mich brauchen.“ (14. August 1912)
Alles sollte nun mit Bezug auf Jesus getan werden, denn Er ist es, der alles in uns tut, ausgenommen den Irrtum, d.i. die Sünde.
Was ist, wenn ich sündige?
Wenn wir sündigen, würden wir die Gabe des Göttlichen Willens verlieren. Dies deshalb, weil wir offensichtlich Jesus nicht sündigen lassen können. Wenn wir einen ernsthaften Akt der Reue erwecken, dann können wir Jesus bitten, uns die Gabe zurück zu schenken, und Er wird es tun.
Jesus sehnt sich so sehr danach, dass wir immer dieses Geschenk besitzen, dass Er gerne diese Gabe an uns zurückerstattet. Es ist nur durch die Gabe, die wir haben, dass Jesus einen vollkommenen Austausch der Liebe und Verherrlichung an den Vater durch das Geschöpf gewährleisten kann.
Wenn unsere Sünde von schwerwiegender Natur war – Todsünde – dann müssten wir zuerst zum Sakrament der Versöhnung gehen, und dann Jesus bitten, uns diese Gabe wieder zu geben.
Die Heiligen und die Gabe des Göttlichen Willens
Eine häufig gestellte Frage ist: „Aber haben nicht die Heiligen die Gabe des Göttlichen Willens besessen?“
Die Antwort ist: „Nein.“
Bis jetzt sind die Heiligen nur imstande gewesen, sich dem Willen Gottes anzugleichen, d. h. sie wurden mehr inne, was Gott von ihnen wollte, dass sie tun, und wie Er sie in ihrem täglichen Leben haben wollte; sie entsprachen, so gut sie konnten, Seinem Willen.
Wie auch immer, das Geschenk des Göttlichen Willens besteht nicht darin, Gottes Willen zu tun, sondern Gottes Willen zu besitzen, d. h. Gott Seinen eigenen Willen ausführen zu lassen, Ihn Selbst, in uns, durch unsere Zustimmung.
Das ist es, was Adam bis zu seinem Fall tat, und was Jesus in Seiner Menschheit während Seines ganzen Lebens auf Erden tat.
Jesus hebt bei Luisa hervor, welche die Gabe des Göttlichen Willens am 8. September 1889 empfing, dass dies den Beginn der Ära des Reiches des Göttlichen Willens auf Erden bezeichnet. Das Geschenk ist nun für jeden verfügbar.
Wie das Geschenk in der Heiligen Schrift angekündigt wurde
Die erste biblische Prophezeiung findet man in Genesis 3,15: diese Prophetie wurde von Gott gegenüber Satan ausgesprochen. Gott versprach das Kommen eines zukünftigen Erlösers, des Messias. Die Juden beteten um die Erfüllung dieser Prophetie und so kam Jesus.
Bevor Er die Erde verließ, gab Jesus eine weitere Verheißung, die Er in das eine Gebet legte, das Er uns lehrte: Das Vaterunser. Die Prophetie lautet: „Dein Reich komme; Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“
Mit anderen Worten: genauso wie die Heiligen im Himmel den Göttlichen Willen besitzen, mit dem sie Gott auf vollkommene Weise verherrlichen und Seiner Liebe vollkommen entsprechen, so haben die christlichen Generationen (auf Erden) um denselben Willen gebetet, damit man sich Seiner auf Erden erfreue wie im Himmel.
Auf diese Art haben wir (zu allen Zeiten) um eine Rückkehr unserer ursprünglichen Fähigkeit gebetet, um unserem Schöpfer vollkommen entsprechen zu können. Und deshalb hat Jesus diesen Schriften den Untertitel gegeben: „Der Ruf an das Geschöpf zurück in die Ordnung, den Platz und den Zweck, für den es von Gott erschaffen worden ist.“