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Unterhaltung
Tarot im goldigen Schokoladenformat zum Mitnehmen
Diese sehr herzige Ausgabe des Aleister Crowley Thoth Tarot in Gold sieht aus wie eine Tafel Schweizer Schokolade und beinhaltet doch so viel mehr, als eine Schokolade einem geben kann. Sowohl Karten als auch ein klitzekleines Sachbuch mit der Bechreibung der 78 Karten finden sich in diesem Set des Königsfurt Urania Verlages, der auch auf Pendel, Runen und andere schöne Esoterika spezialisiert ist. Das Mini-Buch beinhaltet neben einer Beschreibung des Kartenlegens und der Karten selbst auch Texte von Aleister Crowley und Lady Frieda Harris, die lange Zeit unzugänglich waren. Die Originalbilder wurden für diese Ausgabe des Tarot in einem aufwendigen Verfahren neu fotografiert. Ein Vorwort von Hymenaeus Beta geleitet zu den Worten und Vorträgen von Crowley und Harris.
Der Zorn des Peliden Achilleus
"Thelema" lautet die vom 1875 in Leamington Spa geborenen Crowley kreierte Philosophie, die im Wesentlichen das Individuum ins Zentrum seiner Betrachtungen stellt. 1904 wurde Crowley in Kairo ein Buch diktiert, das ein neues Zeitalter (Aeon) anbrechen sah. Nicht mehr Osiris, sondern der Gott Horus sollte im neuen Aeon den Ton angeben. Die Verbindungen des Tarot zur Kabbalah sollten erst verschleiert werden, aber Crowley enthüllte diese dann, indem er den Schlüssel zu dem "Pfad, den der Tarot auf so wundervolle Weise darstellt, allgemein zugänglich machte", schreibt Beta im Vorwort. Nachdem Crowley einige der Tarot-Karten dann anders bezeichnete, begegnete er 1937 Frieda Harris, in der er eine willige Partnerin fand, die allerdings schon verheiratet war mit Sir Harris, einem Liberal Party Abgeordneten im englischen Parlament. Als Soror Tzaba trat sie auch dem Ordo Templi Orientis und dem A..A.. Orden bei und musste dann für Crowley bis zu acht verschiedene Versionen jeder der 78 Karten visuell umsetzen.
Der Zorn des Peliden Achilleus
Am schwierigsten sei die Umsetzung des Merkur-Trumpfes gewesen, Atu I, betitelt auch als "Der Magier", "Der Gaukler" oder "Der Magus". Auf die Frage eines Kindes bei einer Ausstellung der Tarot-Karten in der Öffentlichkeit, was denn Lust bedeute, soll Aleister Crowley geantwortet haben: "Nun, du musst das damit verbundene Gefühl verstehen. Wie fühlst du dich denn, wenn du eine hübsche Schokolade siehst, hopp, schon holst du sie dir & wie gut sie doch schmeckt. Dies ist ein Bild davon, was du für diese Schokolade empfindest!".