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© Markus Varesvuo
Grosse Vogelarten, die viel fliegen, nutzen die Technik des Segelfluges, um ihr hohes Körpergewicht energiesparend zu transportieren.
Meister des Segelfluges sind alle grossen Greifvögel und die Störche. Sie haben breite Flügel, womit sie Hangaufwinde oder thermische Aufwinde über Land ausnutzen können. In den Aufwinden schrauben sie sich in die Höhe. Sie überwinden dann gleitend weite Strecken bis zur nächste Stelle mit Aufwinden. In den böigen Winden des Meeres ist dieser Flügelbau zum Segeln nicht geeignet. Diese besonderen Windströmungen können nur von Möwen und Albatrossen mit ihren schmalen, langen Flügeln genutzt werden. Breitflügelige Segelflieger sind deshalb auf dem Zug auf den Landweg angewiesen.
Zu spektakulären Konzentrationen von ziehenden Segelfliegern kommt es an den berühmten Meerengen Gibraltar und Bosporus, wo je etwa 200 000 Greifvögel durchziehen. Von Asien her fliegt eine noch grössere Zahl sehr gedrängt am Ostrand des Schwarzen Meeres durch. In Israel wird der Durchzug an Greifvögeln im Herbst auf 2 Millionen geschätzt. Beim Weissstorch wandert die westliche Population (ca. 120 000 Tiere) über Gibraltar. Die östliche Population mit rund 400 000 Tieren zieht über den Bosporus und die Türkei nach Ägypten und weiter nach Süden.
© Schweizerische Vogelwarte Sempach
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