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Schweickhardt gibt sich vor dem 22. Kerzerslauf selbstsicher
Stéphane Schweickhardt ist sich seiner guten Form sicher, wenn er sagt: «Wer am Samstag vor mir ist, läuft Rekord.» Kerzers gefällt dem Walliser, überhaupt die Freiburger Läufe: «Im Kanton Freiburg bin ich immer gut gelaufen», hält er fest.
Mit grosser Wut im Bauch hat Stéphane Schweickhardt nach den Schweizer Cross-Meisterschaften trainiert. Dort war er vom Tunesier Mehdi Khelifi geschlagen worden; dennoch wäre er für die Cross-WM in Frage gekommen, weil Khelifi international eben für Tunesien läuft. Zudem hatte Schweickhardt sein Interesse für die Cross-WM schon im Dezember offiziell angemeldet: «Nach der Cross-SM bekam ich vom Verband keinen Bescheid. Als ich nachfragte, hiess es, ich hätte das Niveau nicht, mein Vorsprung auf die übrigen Schweizer sei zu gering gewesen. Das hat mich sehr wütend gemacht. Haben denn die anderen, jüngeren Läufer kein Recht, sich zu verbessern?» Zudem habe er die Cross-SM als Mittel im Aufbau für den Olympia-Marathon benutzt; das habe man beim Verband auch gewusst.
Jedenfalls trainierte Schweickhardt vergangene Woche nach den SM mit der Wut als Motor: «Ich habe so gut trainiert wie noch nie in meinem Leben.» Das lässt für den Kerzerslauf einiges erwarten, sofern er sich mit dem Training nun nicht verbrannt hat: «Ich habe die Müdigkeit gespürt. Aber jetzt bin ich wieder gut.» Und zur Konkurrenz durch Vorjahressieger Chomobo sagt er: «Das ist gut. Ich denke, um zu siegen, muss man Rekord laufen.»
Schweickhardt lief den Paris-Marathon im Vorjahr in 2:13:33; die Olympialimite lautet 2:13:00; die will er nun am 16. April in Rotterdam knacken. Der Kerzerslauf wird ein Härtetest sein.
Vorjahressieger Chemobo ist heuer in der Region noch nicht in Erscheinung getreten. Ein weiterer Siegesanwärter wird sicher der Äthiopier Etiche Tesfaye sein; er gewann im Vorjahr am Greifensee und den Lausanne-Marathon; am Berner GP war er Zweiter.