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Mit außerordentlichen Filmen hat der brasilianisch-argentinische Filmemacher Hektor Babenco zu Lebzeiten auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt wurde ein Dokumentarfilm über ihn und seinen Tod für das Rennen um einen Oscar ausgewählt. Antreten soll dieser 2021 in der Oscar-Kategorie der besten internationalen Filme.
”Babenco: Alguém Tem que Ouvir o Coração e Dizer: Parou” (frei übersetzt: ”Babenco: Jemand muss das Herz hören und sagen: Es hat aufgehört zu schlagen“), lautet der Titel der Dokumentation. Gedreht wurde sie von seiner Frau, der brasilianischen Schauspielerin Bárbara Paz.
Der Film dreht sich um das Leben Babencos, seine Werke und auch seinen Tod. Bei Festivals wie in Venedig (2019) oder Viña Del Mar in Chile (2020) ist er bereits prämiert worden. In Brasilien selbst hat die Coronavirus-Pandemie seine Ausstrahlung verzögert. In den Kinos des südamerikanischen Landes wird er erst ab 26. November zu sehen sein.
Babenco wurde 1946 in Argentinien geboren, hat später jedoch die brasilianische Staatsbürgerschaft angenommen. Mit Filmen wie unter anderen „Kuß der Spinnenfrau“ und „Carandiru“ hat er internationale Anerkennung erhalten. Gleiches gilt für seinen letzten Film ”Meu Amigo Hindu“ (My Hindu Friend). In Brasilien war dieser erst kurz vor Babencos Tod im Jahr 2016 zu sehen.
Ausgewählt wurde der Film als brasilianischer Beitrag für den Oscar von der Brasilianischen Akademie des Kinos von einer Jury aus professionellen der Filmbranche. Die Regierung war dieses Mal nicht beteiligt. Darüber, ob die Babenco-Doku tatsächlich einer der fünf Oscarkandidaten internationaler Filme sein wird, wird in den USA erst Mitte März entschieden. Die Brasilianer drücken Bárbara Paz aber schon jetzt die Daumen.