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Bzgl. der "gut dual-adaptierten Programmen" ist zu sagen, daß es sowas im Prinzip nicht wirklich gibt. Es gibt Anwendungen, die sauber multithreaded programmiert sind. Diese profizieren dann von einer zweiten CPU als Anwendung selbst (das gilt sogar für solche Kunststückchen wie bspw. beim Pentium IV, der dank Hyperthreading zwei CPU-Cores "vorgaukelt"). Programme, die nicht auf Multithreading ausgelegt sind, profitieren erstmal nicht direkt von einer zweiten CPU (sogar im Gegenteil: normalerweise sind diese in solchen Situationen bei Vorliegen ansonsten gleichwertiger Systemdetails bedingt durch den Verwaltungs-Overhead sogar langsamer) allerdings kann das System insgesamt "responsiver" sein, da die andere CPU für andere Prozesse respektive Threads zur Verfügung steht.
Das Ganze wird aber schnell akademisch, wenn man noch weitere Grössen berücksichtigt, wie bspw. die Speicheranbindung der CPUs (eigene Anbindung je CPU == Performance-Vorteil bei hoher Lokalität des abzuarbeitenden Codes, gemeinsamer Zugriff auf das RAM == Performance-Vorteil, wenn Threads durch den Scheduler des Betriebsystems auf beide CPUs verteilt werden, da ansonsten RAM-Inhalte "teuer" umgelagert werden müssten). Fakt ist, daß die Mehr-CPU-Maschinen keine Nachteile für "Multi-Prozessor-*un*optimierte" Software mitbringen und ihre Vorteile im Vergleich zu gleich hoch getakteten Single-CPU-Maschinen dann ausspielen können, wenn viele Threads parallel laufen (weil dann Hintergrundprozesse, der Finder, etc. auch noch "Luft zum Atmen" haben)
Eins noch: Bitte bedenken, daß der "kleinste" aktuelle Dual-G5 im Prinzip derselbe kastrierte G5 1,6 Ghz Single-CPU ist, der in Restbeständen wohl noch erhältlich zu sein scheint: Lahme Speicheranbindung, nur PCI 2.2 aber kein PCI-X, weniger maximaler Hauptspeicher aber halt jetzt 2 CPUs anstatt einer.
Mit dem steht man in ein paar Jahren ähnlich schlecht da wie mit dem ersten G4 damals (dem Yikes, einem Zwitter aus G3 und G4)
Gruss,
Thomas Kaiser
als Antwort auf: [#92360]