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1907 Die "Valmaggina" fährt.
Am 23. September 1907 wurde nach zweijähriger Bauzeit die Maggiatalbahn, die "Valmaggina", eröffnet. "Die Bahn erschliesst eine romantische Talschaft und führt den Touristen in das Tessiner Hochgebirge hinein. Diese Linie ist 28 km lang und beginnt am S.B.B.-Bahnhof in Locarno. Bis Ponte Brolla benützt sie den gleichen Schienenstrang wie die Centovalli-Bahn. Dann schwenkt sie jedoch nach dem Norden ab ins Maggiatal. Nach kurzem berührt der Zug Avegno, durchkreuzt einige Male die Talstrasse und gelangt nach Gordevio. Von dort wieder rechts von der Strasse bis kurz vor Maggia, den Kirchhügel in grossem Bogen umfahrend; berührt dann Coglio, Giumaglio, Someo und Visletto, überbrückt nochmals die Maggia und folgt nun über Cevio dem rechten Flussufer bis Bignasco." Aus dem Prospekt "Locarno Lago Maggiore“, 10. Auflage von 1930. Aus Rentabilitätsgründen beschloss die Betreiberin der Vallemaggina, die FART, Ferrovie Autolinee Regionali Ticinese in Locarno, den Bahnbetrieb einzustellen und durch Autobusse zu ersetzen. Gegen den Willen der Mehrheit der Maggiataler. Der Beschluss der FART wurde 1965 vom Tessiner Kantonsparlament mit 32 zu 6 Stimmen gutgeheissen. Die letzte Fahrt der Vallmaggina am 28. November 1965 gedieh zum Fiasko: Nachdem der Zug um 18.04 Uhr Bignasco verliess, "wurden von wütenden Talbewohnern Scheiben eingeschlagen, Bänke demoliert, öfters die Notbremse gezogen und durch die beschädigten Scheiben Feuerwerkskörper abgefeuert. Mit gut einer Stunde Verspätung traf der letzte Zug in Locarno ein!" Das "Museo di Valmaggia" in Cevio zeigt eine Ausstellung der "Valmaggina", www.museovalmaggia.ch. Siehe auch www.valmaggina.ch