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In den ersten sechs Monaten 2017 stieg der Nettoumsatz des Medikaments Raxone an Patienten mit der neurologischen Augenkrankheit LHON (Leber Hereditärer Optikusneuropathie) auf 10,9 Mio von 7,2 Mio im Vorjahr. Der Umsatzerlös beruhte vorwiegend auf Produktverkäufen an LHON-Patienten in Deutschland und Frankreich, wie Santhera am Dienstag mitteilt. Allerdings würden weitere Absatzmärkte zunehmend zum Wachstum beitragen. Aktuell werde Raxone in 17 Ländern Europas verkauft.
Dem stand ein höherer operativer Aufwand als Folge verstärkter kommerzieller und klinischer Aktivitäten gegenüber. Der operative Gesamtaufwand belief sich auf 30,5 Mio nach 22,6 Mio in der gleichen Vorjahresperiode. Der Entwicklungsaufwand nahm dabei aufgrund der Durchführung klinischer Studien in späten Entwicklungsstadien sowie Bearbeitung respektive Vorbereitung der Zulassungsanträge für DMD (Duchenne-Muskeldystrophie) auf 11,7 Mio von 8,1 Mio zu.
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen stiegen auf 12,6 Mio von 8,9 Mio und der Verwaltungs- und allgemeine Aufwand auf 6,1 Mio von 5,5 Mio. Darin enthalten ist unter anderen der Aufbau einer Tochtergesellschaft in Boston.
Somit weitete sich der operative Verlust auf 21,4 Mio von -17,2 Mio im Vorjahr aus. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 22,7 Mio CHF, verglichen mit einem Fehlbetrag von 18,0 Mio im Vorjahr.
Guidance für Raxone bestätigt
Per 30. Juni 2017 verfügte die Gesellschaft über frei verfügbare flüssige Mittel (liquide Mittel und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) im Umfang von 78,0 Mio verglichen mit 49,8 Mio per Ende 2016; Santhera platzierte im Februar eine Wandelanleihe in der Höhe von 60 Mio CHF. Damit verfüge die Gesellschaft über ausreichend finanzielle Mittel, um die die strategischen und operativen Pläne umzusetzen, lässt sich CEO Thomas Meier in der Mitteilung zitieren.
"Wir sind auf gutem Wege, unsere Ziele für 2017 zu erreichen", so Meier weiter. Entsprechend wird die bisherige Guidance, dass im Gesamtjahr mit einem Raxone-Umsatz zwischen 21 bis 23 Mio CHF gerechnet wird, bestätigt.
Im weiteren schreibt die Gesellschaft, dass das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) gegenwärtig Santheras Zulassungsantrag für Raxone bei Patienten mit DMD prüfe. Eine Stellungnahme seitens des CHMP werde in Kürze erwartet.
(AWP)