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Welches sind die Ziele?
Die angestrebten Ziele einer Besatzaktion sind normalerweise die folgenden:
- Die Folgen der Veränderungen des Lebensraums oder der Überfischung kompensieren (Kompensationsbesatz)
- Eine verschwundene Art wiedereinführen oder die Wiederherstellung einer Population beginnen (Stützbesatz)
- Das Fischereiinteresse eines Wasserlaufs vergrössern
- Den Fischereiertrag künstlich erhöhen (Attraktionsbesatz)
Die meistverbreitete Besatztechnik ist die, junge Forellen auszusetzen. Dies geschieht entweder direkt in einen für die Fischerei geöffneten Fluss, oder über die Zwischenstation eines Aufzuchtbaches. Diese Technik hat zum Ziel, die Veränderungen des Lebensraums zu kompensieren und den Fischereiertrag zu vergrössern. Dagegen sollte der «Attraktionsbesatz», der die Bestände künstlich verändert, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung vermieden werden.
Die Bundesgesetzgebung über die Fischerei (verfügbar bei www.admin.ch) verpflichtet, jeglichen Besatz den verantwortlichen kantonalen Ämtern zu melden. Ausserdem verbietet sie jegliche Einführung von nicht-einheimischen Fischen in den natürlichen Lebensraum, sowie jeglichen Transport von Fischen von einem Einzugsgebiet ins andere.
Der Besatz mit Hilfe von Brutkästen
Diese Art von Besatz besteht aus dem direkten Aussetzen von befruchteten Eiern in die Gewässer. Es gibt verschiedene Eingrabungs- oder Deponierungs-Systeme. Durch dieses Vorgehen wird die natürliche Dynamik der embryonalen Entwicklung, die von den aktuellen Wetter- und Wasserbedingungen abhängig ist, berücksichtigt.
Projekt Glâne
Das Amt für Wald und Natur des Kantons Freiburg hat im Jahr 2015 eine Studie an die Hochschule für Landschaft, Technik und Architektur (hepia) und die Stiftung „Maison de la Rivière“ in Auftrag gegeben, um die Fischbestände und der Erfolg der Aufzucht und der natürliche Vermehrung in der Glâne, einer der grössten Bäche im Kanton Freiburg, zu beurteilen. Des Weiteren erlaubt es, den ökologischen Zustand des Gewässers vor der Wiederherstellung der Migration (Schaffung von Fischpässen) und den geplanten Revitalisierungen zu erhalten. Schliesslich zeigt die Studie auch, ob sich der Fischbestand, seit der Verschmutzung im Jahr 2011, erholt hat.
Zusätzliche Informationen
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