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Wiesenbau. Auf einem von
Ried
(Moos) umgebenen
Moränenhügel Mauerreste der ehemaligen Moosburg, die von Hartmann dem Aelteren von
Kiburg um 1254 als Witwensitz für seine
Gemahlin Margaretha von Savoyen erbaut worden war.
Nach deren Tod kam sie an
das HausHabsburg und soll im Sempacherkrieg von
den Zürchern ausgebrannt worden sein. Um 1395 verpfändete dann Burkhard von
Schlatt die wieder in
Stand
gesetzte Burg an seinen Schwager Johannes
Schwend von Zürich,
worauf sie im Mai 1444 während des alten Zürichkrieges von neuem zerstört
wurde.
Den Zugang
zur Burg verteidigten einst drei Gräben und ein Vorwerk.
(Kt. Aargau,
Bez. Zofingen).
512 m. Gem. und Dorf, am rechten Ufer der
Suhr und an der Grenze gegen den Kanton Luzern;
4,5 km ssö. der Station
Schöftland der elektrischen Bahn
Aarau-Schöftland. Telephon; Postwagen
Schöftland-Triengen. 71
Häuser, 452 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Kirchleerau. Ackerbau, Viehzucht und Milchwirtschaft. Viehhandel, Käserei. Eine Tabak- und Zigarrenfabrik,
eine Ziegelei. Kleine Wasserheilanstalt, die nur von den Bewohnern der umliegenden Gebiete besucht wird. Gehörte wie
Kirchleerau
einst zur Gemeinde
Rued, der auch der Kirchensatz zustand. Gräber mit Skeleten.
Das Gebiet des Piz Schumbraida (3123 m) bildet die Wasserscheide zwischen Donau, Etsch und Adda. Die breite
und zum Teil sumpfige Thalschwelle Dössradond zwischen Val Vau und den MünsterAlpen liegt nur 2240 m hoch und erschliesst
ein zwar sehr einsames, aber schönes u. freundliches Gebiet von botanisch höchst bemerkenswerten Alpweiden
(Alp Sprela 2134 m, Alp Mora 2087 m; beide zu Münster im Münsterthal gehörig). Die Thalsohle hat noch einigen Waldwuchs
(Legföhren und Arven), während die umrahmenden Bergketten, besonders der S.-Seite, einen wilden und düsteren Charakter
tragen.
Die Gesteinsformationen des Thales sind Trias und Verrucano; dieser letztere deckt unter dem Schutt auf
Dössradond den Gneis, der zwischen Piz Schumbraida und Mont Praveder nach SO. streicht und von Casannaschiefer begleitet ist.
Die Thalsohle besteht, soweit die Schuttmassen dies erkennen lassen, meist aus Verrucano, dem auf beiden Seiten die untern
und mittlern Triasbildungen muldenartig aufruhen. Die grössern Höhen setzen der Arlbergdolomit, die
obere Rauhwacke und der Hauptdolomit zusammen. Am Joch zwischen Piz Schumbraida und Mont Praveder enthält die Rauhwacke etwas
Eisenglanz und Brauneisenerz. Wo das Thal der MünsterAlpen, ein Längsthal, zum Val Mora, einem ausgesprochenen Querthal,
umbiegt, hören die älteren Triasglieder bald auf und werden Rauhwacke und Hauptdolomit anscheinend
alleinherrschend.
Durch Val Mora kann man nach San Giacomo di Fraele und von da über Alpisella nach Livigno und dem Berninapass, oder auch durch
Valle di Fraele nach Bormio hinüber gelangen. In diesen abgelegenen und schauerlichen Gebirgsschluchten werden an schwer
zugänglichen Stellen manchmal Waffen und Reste menschlicher Skelete gefunden, Ueberreste aus der Zeit,
da Georg
Jenatsch unter Herzog Rohan 1635 die kaiserlichen Truppen in blutiger Schlacht besiegte.