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Seit anderthalb Jahren schreibt der Spezialist für Sterbebegleitung Edwin Spieard, dass Menschen, die plötzlich sterben, innerhalb von zwei Tagen stark verfärbt und geschwollen sind. „Glücklicherweise beginnen nun auch andere Bestattungsunternehmen, ein Muster zu erkennen“, schreibt er in den sozialen Medien.
Spieard stellt fest, dass die Verstorbenen in einigen Fällen nach zwei Tagen nicht mehr zu erkennen sind. In seinem Unternehmen verzeichnet er einen „enormen Anstieg“ dieser anschwellenden Verstorbenen, 259 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten des Jahres 2021. Deswegen wird er demnächst Gespräche mit einem bekannten Pathologen aufnehmen, um zu prüfen, ob es rechtlich möglich ist, das Blut und das Gewebe dieser Verstorbenen weiter zu untersuchen.
Er sagt, er schaffe es nicht mehr, Verstorbene wieder salonfähig zu machen. Seine Geräte verstopfen bei der Entwässerung und Einbalsamierung. Da die Zahlen so dramatisch angestiegen sind, würde er gerne wissen, was die Ursache dafür ist.
„Der Pathologe ist wie ich auch sehr daran interessiert, warum das Blut plötzlich zähflüssig ist und viele Gerinnsel enthält“, sagt Spieard.
Diese Muster sind auch im Ausland zu beobachten. Der US-amerikanische Einbalsamierer und Bestattungsunternehmer Richard Hirschman sagte letzte Woche in einem Gespräch mit Daniel Bobinski von Keep the Republic, dass das Blut von Verstorbenen seit 2021 eine andere Farbe und Beschaffenheit hat. In einigen Fällen scheint das Blut Sandkörner oder ähnliches wie einen „Kaffeesatz“ zu enthalten, so Hirschman.
Der Einbalsamierer stellte außerdem fest, dass immer mehr Menschen sterben, die rätselhafte Blutgerinnsel in ihrem Körper haben. Auch der britische Bestattungsunternehmer John O’Looney beschäftigt sich mit den Gerinnseln.