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Jean-Baptiste Labat war ein jesuitischer Missionar und Plantagenbesitzer des 17. und 18. Jahrhunderts, der seine Reisen in den asiatischen Grossraum ausführlich dokumentierte. Ein gewisser Antoine Leroux-Préville kaufte die Zuckerrohrplantage am Roche-Fluss, wo der J.M Rhum heute noch herkommt, von dem Geistlichen im Jahr 1790 auf. Später ging das Anwesen an Jean-Marie Martin über, dessen Initialen in der Marke verewigt sind. Das hat auch einen guten Grund – immerhin war Martin der erste Besitzer der Plantage Fonds-Préville, der sich von der Massenzuckerproduktion abwandte und auf die Rumherstellung spezialisierte. Zwar befindet sich die Marke heutzutage längst nicht mehr in den Händen seiner Nachkommen (der Betrieb gehört seit 1915 zur Maison Bellevue), allerdings verblieb man dabei, den Rum mit den Initialen seines Begründers zu kennzeichnen. Das Zuckerrohr stammt zu 100% aus eigenem Anbau, was die Produktionsmengen auf natürliche Weise begrenzt und die Distillerie de Fonds-Préville zur kleinsten in ganz Martinique macht. Die Pflanzen gedeihen in einem einzigartigen Mikroklima an den Hängen des Mount Pelées, im äussersten Norden der Insel bei Macouba. Hier wirken sich mehrere begünstigende Faktoren wie der nährstoffreiche vulkanische Boden, der konstante Wasserzufluss, der vom Meer heraufwehende Wind und die hohe Luftfeuchte auf die Qualität aus. Die Pressung erfolgt innerhalb von einer Stunde nach der Ernte, während die Destillation in einer kreolischen Kupfersäule stattfindet. Nach einer dreimonatigen Ruhephase in Stahltanks wird der Rum dann entweder auf Trinkstärke gebracht und abgefüllt, oder auf 60% gebracht und in Eichenfässern gelagert.
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