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geb. --.--.----
Erythromycin und Tacrolimus beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhte Tacrolimus-Konzentrationen und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Erythromycin ist ein mässig starker Hemmer von CYP3A4, welches massgeblich am Stoffwechsel von Tacrolimus beteiligt ist. In Kombination kann es zu erhöhten Tacrolimus-Konzentrationen kommen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einem Fallbericht stieg die Tacrolimus-Konzentration nach Start einer Therapie mit Erythromycin von 9.8ng/ml auf >60.0ng/ml [Padhi ID, 1997].
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist die Kombination dennoch erforderlich, sollte die Tacrolimus-Konzentration im Vollblut überwacht werden, damit gegebenenfalls die Dosis angepasst werden kann. Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie werden empfohlen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018