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Cahn studierte an der Universität Zürich Klavier, Gesang und Rechtswissenschaften und schloss mit einer Dissertation mit dem Titel "Der Theaterintendant - Seine rechtliche Stellung in Theorie und Praxis" ab. Mit 26 Jahren ging er als Verantwortlicher für internationale Kontakte zum Symphonischen Orchester in Beijing.
Danach war er Casting Director für die Finnische Nationaloper, leitete die Oper am Stadttheater Bern und das Zürcher Kammerorchester. Mit nur 34 Jahren wurde er zum Intendanten an die Flämische Oper in Antwerpen und Gent berufen.
Aviel Cahn gelte als Vertreter eines Musik- und Tanztheaters, das stets im Bezug zu seiner städtischen Umgebung stehe, teilte das Genfer Opernhaus am Donnerstag mit. Dank ihm habe sich die Flämische Oper Antwerpen neuen Kunstformen geöffnet, engagierte innovative Künstlerinnen und Künstler engagiert und neue Publikumsschichten erschlossen.
Unter Cahns Leitung wurde die Flämische Oper vielfach ausgezeichnet. Sie ist das einzige Opernhaus, dass drei Mal als eines der sechs besten Opernhäuser weltweit bei den International Opera Awards in London nominiert wurde.
Für Lorella Bertani, Präsidentin des Vorstands der Fondation du Grand Théâtre de Genève, ist Cahn die ideale Wahl: "Er hat bewiesen, dass er ein Opernhaus leiten, den budgetären Herausforderungen standhalten und mit allen Beteiligten verhandeln kann. Wir sind sicher, dass er das jetzige Publikum verzaubern und neue Zuschauer gewinnen wird."
Aviel Cahn kennt das Grand Théâtre seit seiner Kindheit, wie er sagt. Und nach zehn langen Jahren im Ausland sei er froh, wieder in die Schweiz zurückkehren zu können.
(SDA)