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Eigergletscher: Übersehenes Lichtsignal als Auslöser für Zugunfall
Die Kollision eines Personenzuges mit einer Schneefrässchleuder unterhalb der Station Eigergletscher ist darauf zurückzuführen, dass der Lokführer des Personenzuges das Zusatzsignal nicht wahrgenommen hat. Dies hätte signalisiert, dass er als Folgezug unterwegs ist und zusätzliche Vorsicht nötig ist. Auch ist keine Verständigung über die Anzahl und Reihenfolge der Züge erfolgt, so die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST.
Die Durchführung von Folgefahrten in Zugverbänden kann aus Sicht der SUST mit geringen Risiken erfolgen, unter der Voraussetzung, dass sämtliche für diesen Betriebsprozess geltenden Vorschriften beachtet werden. Die Untersuchung zeigte, dass bei lückenhafter Umsetzung der festgelegten Prozesse die beteiligten Personen rasch falsche Entscheidungen treffen.
Zum Zusammenstoss zwischen dem Personenzuges der Jungfraubahnen und der Schneefrässschleuder kam es am 8. Dezember 2020. Vor der Ausfahrt aus der Galerie im Gebiet Fallboden verlangsamte der Lokführer der Schneefrässchleuder seine Fahrt fast bis zum Stillstand, damit der Maschinenbediener die Fräsvorrichtung wieder ausfahren konnte. Noch bevor die Schneefrässchleuder wieder beschleunigte, fuhr der Personenzug auf diese auf und schob sie bis zum Stillstand rund 17 m weiter. Durch den Aufprall entgleisten die Schneefrässchleuder und das vordere Drehgestell des Personenzuges. Die beiden Lokführer, der Maschinenbegleiter sowie die neun Passagiere im Personenzug blieben unverletzt.
(text:pd&chl/bild:pd)