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Der Schirmerturm
Der vor die Mauer gestellte Turm misst im Grundriss 9,10 Meter x 7,25 Meter. Seine Höhe beträgt 27,5 Meter. Über einem Rundbogenfries mit zweimal vorkragenden Konsolen erheben sich die Zinnen, auf denen das Pyramidendach ruht. An der Nordseite wird der Rundbogenfries durch drei Konsolen unterbrochen, die einst einen Erker trugen.
Ein Brand am 13. Mai 1994 bot die Gelegenheit, die Baugeschichte des Schirmerturms zu klären. Es zeigte sich, dass der Turm um 1420 als gegen die Stadtseite offener Schalenturm erbaut worden war. Er verfügte über ein innen liegendes, gegen Osten geneigtes Pultdach. Die Entwässerung erfolgte über eine Reihe von Öffnungen in der Ostfassade, die heute noch sichtbar sind. Der Zinnenkranz war auch über der offenen Turmseite gemauert und lag hier auf Balken auf. Diese statisch gewagte Konstruktion dürfte dazu geführt haben, dass der Bau schon bald Schäden zeigte und die Schale noch im 15. Jahrhundert geschlossen, d.h. auf der Stadtseite zugemauert werden musste. Auch das Pultdach bewährte sich nicht. Es wurde zweimal erneuert, bis man sich vor 1513 entschloss, eine grundsätzlich neue Dachlösung zu suchen. Man setzte dem Turm ein pyramidenförmiges Dach auf, wie es bis zum Brand bestand und danach auch wieder rekonstruiert wurde.
Nach Meinung von Historikern soll dieser Turm zur Zeit des alten Zürcherkrieges um 1442 zum Durchgangstor der Zürichstrasse erhoben worden sein. 1658 sei das Tor vermauert, 1878 beim Bau des Museggschulhauses wieder geöffnet worden.
die Verwendung
Der Schirmerturm diente längere Zeit als Lager für die Stadtgärtnerei. 1930 wurde die Transformatorenstation für die Beleuchtung der Museggtürme eingebaut. Seit 1951 ist der Turm öffentlich zugänglich.