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Das können der Armstumpf, die Beine oder die Lippen sein, wie Forscher um Tamar Makin vom britischen University College London im Fachblatt "Current Biology" schreiben.
Die Neurowissenschaftler liessen 17 Menschen, die nur mit einer Hand geboren wurden, verschiedene alltägliche Arbeiten verrichten: eine Flasche öffnen, einen Bleistift anspitzen, ein Geschenk einpacken. Die Probanden behalfen sich dabei mit anderen Körperteilen.
Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) sahen sich die Wissenschaftler an, welche Hirnregionen während der Tätigkeiten aktiv waren.
Die Forscher stellten fest, dass während der Tätigkeiten diejenigen Hirnregionen, die üblicherweise das Steuern der fehlenden Hand übernehmen würden, aktiv sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die einarmige Versuchsperson eine Flasche zwischen die Beine klemmt, um sie mit der vorhandenen Hand zu öffnen.
Wenn der Mund oder der handlose Arm zum Öffnen genutzt wird, leuchten bei der fMRT ebenfalls die handtypischen Regionen im motorischen Cortex auf. Diese Regionen entsprechen bei Menschen mit zwei Händen der nicht bevorzugten Hand, also der linken Hand bei einem Rechtshänder.
Funktion statt Körperteil
Bei Menschen mit einer fehlenden Hand ist also die zugehörige Hirnregion auch bei der Bewegung verschiedener anderer Körperteile aktiv. "Wenn das richtig ist, bedeutet dies, dass wir die Organisation des Gehirns missverstanden haben: Sie basiert nicht auf Körperteilen, sondern auf Funktionen", wird Makin in einer Mitteilung der Fachzeitschrift zitiert.
Allerdings schränkt sie gleich wieder ein, dass dies nur eine Arbeitstheorie sei. Ihre Arbeiten könnten aber für eine bessere Verwendung von Prothesen nützlich sein.