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Spuren von Radioaktivität in Lebensmitteln aus Osteuropa nachweisbar
Das Kantonale Laboratorium hat Lebensmittelimporte aus Osteuropa auf Radioaktivität und Kennzeichnung geprüft. Bezüglich Radioaktivität entsprachen alle 29 kontrollierten Proben den rechtlichen Bestimmungen. Fünf Proben wurden wegen Kennzeichnungsmängeln beanstandet.
29 Lebensmittelimporte aus Osteuropa wurden in Grossverteilern und im Detailhandel im Kanton Basel-Stadt erhoben. Die Produkte stammten aus verschiedenen osteuropäischen Ländern wie der Türkei, Serbien, Kosovo, Nordmazedonien oder Kroatien.
In neun Proben konnte Radiocäsium nachgewiesen werden. Die höchste Konzentration wurde in einem Schwarztee aus der Türkei gemessen, die zweithöchste in einem Buchweizentee aus Kroatien. In diesen neun Proben wurde ebenfalls Radiostrontium detektiert. Die höchste Konzentration wurde im bereits genannten Türkischen Schwarztee nachgewiesen. Die zweithöchste Konzentration Radiostrontium wurde in einem Heidelbeer-Fruchtsaftgetränk aus dem Kosovo nachgewiesen. Im Schwarztee aus der Türkei konnte zudem Radiopolonium festgestellt werden. Alle gemessenen Werte lagen jedoch unter den lebensmittelrechtlichen Höchstwerten.
Fünf Produkte wiesen einen oder mehrere Fehler in der Kennzeichnung auf. Bei vier Produkten war die Angabe der Nährwerte fehlerhaft. Bei zwei Proben fehlte die Adresse des Herstellers, Importeurs oder Verkäufers. Weitere Kennzeichnungsmängel betrafen das Produktionsland, die Sachbezeichnung, die genaue Angabe von Lebensmittelzusatzstoffen, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Schriftgrösse.
Die Untersuchung der Lebensmittel aus Osteuropa ergab keine zu beanstandenden Befunde betreffend Radioaktivität. Künstliche Radioaktivität kann jedoch bis heute nachgewiesen werden. Das Monitoring von Lebensmitteln aus Osteuropa wird daher fortgesetzt.