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Im Lake Mead, rund 50 Kilometer südöstlich von Las Vegas, ist ein Fass mit menschlichen Überresten entdeckt worden. Der niedrige Wasserstand des grössten Stausees der USA habe den grausigen Fund freigelegt, wie «CNN» berichtet.
Eine Person, die sich am Sonntagnachmittag am See aufhielt, habe das Fass gefunden, wird Ray Spencer, Leutnant der Mordkommission der Las Vegas Metropolitan Police, zitiert. Die Person habe auch die menschlichen Überreste in dem Fass gesehen. Infolge Korrosion seien diese zu Tage getreten.
Wohl nicht die einzige Leiche im Lake Mead
Die örtliche Polizei geht davon aus, dass die Leiche seit Jahrzehnten im Lake Mead liegt. Aufgrund persönlicher Gegenstände schlossen sie darauf, dass der noch nicht identifizierte Mensch in den 1980ern Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Weitere Angaben machten die Behörden nicht.
«Der See hat sich in den letzten 15 Jahren dramatisch entleert», so Spencer weiter. «Und es ist wahrscheinlich, dass wir weitere Leichen finden werden, die im Lake Mead deponiert wurden».
Wasserstände auf Rekordtief
Die nahegelegene Casino-Hochburg Las Vegas war in den 80er-Jahren als Brutstätte der organisierten Kriminalität bekannt, schreibt «Spiegel Online». Es werde angenommen, dass Mafia-Killer ihre Opfer auch im Lake Mead verschwinden liessen.
Der Lake Mead staut den Colorado River flussabwärts des Grand Canyon. Etwa 25 Millionen Menschen in Arizona, Nevada, Kalifornien und Mexiko sind auf sein Wasser angewiesen. Aufgrund einer durch den Klimawandel verursachten Dürre geht dieses Reservoir in alarmierendem Tempo zur Neige. Am Montag lag der Wasserstand des Sees auf dem niedrigsten Stand seit seiner Auffüllung in den 1930er Jahren.
(osc)