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1) das höchste Gebirge der Pyrenäischen Halbinsel, bildet den Zentralteil der Bergterrasse
von Granada
[* 3] oder des bätischen Gebirgssystems erstreckt sich in einem flachen, nach Süden offenen Bogen
[* 4] durch den südlichen
Teil Spaniens (Granada) von O. nach W. und bedeckt bei einer Länge von 100 km einen Flächenraum von ungefähr 2750 qkm.
Das Gebirge ist ringsumher von tiefen und weiten Thälern umgeben und zerfällt in eine aus Glimmerschichten zusammengesetzte
Hauptkette (die Schieferalpen) und zwei Gruppen von Kalk- und Dolomitmassen (die Kalkalpen), welche sich auf dem Nordwest-
und dem Südabhang der Hauptkette emportürmen.
Die Kette der Schieferalpen erreicht in ihrer westlichen Hälfte, wo ihr durchschnittlich 3090 m hoher
Kamm sehr schmal ist, ihre höchste Erhebung. Es liegen hier nahe bei einander die erhabensten, meist pyramidal geformten Gipfel
und zwar von W. nach O.: der Cerro Caballo (3250 m), Picacho de Veleta (3470 m), Mulahacen (3554 m), Alcazaba (3412 m) und
Cerro de Vacares (3250 m) u. a. Dieser höchste Teil ist auf beiden Seiten von tiefen Thälern durchfurcht, in deren Schoß
Alpenseen liegen.
Die östliche Hälfte der Hauptkette ist niedriger und erreicht in ihrer höchsten Kuppe, demPico de Jeres, nur 3087 m. Von
den beiden Gruppen der Kalkalpen ist die nordwestlichste die umfangreichste; diese bildet ein wildes,
schroffes, zerrissenes Felsengebirge, welches in seinem höchsten Gipfel, dem Cerro Trevenque, bis 2277 m aufsteigt. Die südlichen,
durch das tiefe Poqueirathal in zwei Hälften geschiedenen Kalkalpen erheben sich nur bis zu 1790 m und haben eine viel geringere
Ausdehnung.
[* 5] Am meisten verzweigt sich das Gebirge nach Süden zu und bildet dort eine große Anzahl von
Thälern (s. Alpujarras). Im allgemeinen zeigt dasselbe weder die scharf zulaufenden, nadelförmigen Gipfel der mitteleuropäischen
Alpen
[* 6] noch die große Menge hoher Spitzen derPyrenäen, sondern viele sanft aufsteigende, gewölbte Rücken und am südlichen
Abhang meist üppige Vegetation. Der Fuß des Gebirges ist mit Öl- und Pomeranzenbäumen bepflanzt, dann
beginnt der Wein- und höher hinauf der Getreidebau. Die Schneegrenze ist im mittlern Durchschnitt nach N. zu 3350 m, nach Süden
zu 3500 m. Die S. bildet die Wasserscheide zwischen dem Stromgebiet des Guadalquivir einerseits und den Küstenflüssen des
Mittelländischen¶