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Kann Yoga eine Alternative sein, wenn Bewegung nicht möglich ist?
Eine neue Studie aus Australien zeigt Yoga als Alternative für gesunde Menschen aber auch für Menschen mit psychischen Störungen, wenn die Bewegung eingeschränkt ist. Dabei handelt es sich nicht um eine körperliche Einschränkung sondern um soziale Isolationen wie aufgrund einer Pandemie beispielsweise.
Ist Bewegung gut für die Psyche?
Bekannt und gesichert ist es schon lange, dass Bewegung nicht nur dem Körper sondern auch unserer Psyche gut tut. Was aber ist möglich in einer Zeit, wenn Fitnessstudios geschlossen sind und der Aufenthalt im Freien reduziert sowie der Kontakt mit anderen vermieden werden sollte?
Bessert bewegungsbasiertes Yoga die psychische Gesundheit?
Die Studie der University of South Australia, die in einer Zusammenarbeit mit der Federal University von Santa Maria, dem UNSW Sydney, dem Kings College London und der Western Sydney University entstand, zeigt, dass bewegungsbasiertes Yoga die psychische Gesundheit bei Menschen mit den verschiedensten psychischen Störungen deutlich verbessern kann.
Die leitende Wissenschaftlerin, UniSA-Doktorandin Jacinta Brinsley, sagt dass die Verbesserungen abhängig von der Regelmässigkeit und Dauer der Yoga-Praxis sind. Konkret handelt es sich um psychische Störungen wie posttraumatischen Stress, Angststörungen und Depressionen.
Zur Studie, die im Britischen Journal für Sportmedizin veröffentlicht wurde, gehören 19 Untersuchungen in sechs Ländern (China, Deutschland, Indien, Japan, Schweden, USA) mit insgesamt 1.080 Teilnehmern, in denen die Probanden eine formale Diagnose einer psychischen Störung besassen.
Was heisst bewegungsbasiertes Yoga?
Die Wissenschaftler definierten bewegungsbasiertes Yoga als eine Yoga-Praxis, in der mindestens 50 Prozent der Zeit Yoga-Haltungen (Asanas) praktiziert werden, in denen der Körper aktiv ist. Unerheblich war dabei, ob es sich um einzelne Yoga-Posen handelt oder um fliessende Übungsreihen.
Yoga für die psychische Gesundheit?
Die Yoga-Praxis kann damit für Menschen mit psychischen Störungen ein Hoffnungsschimmer sein um mit ihrer Erkrankung umzugehen, wenn andere Massnahmen wie sportliche Aktivitäten oder der Kontakt mit Menschen eingeschränkt sind. Zugleich haben oft Personengruppen, die sehr von der Yoga-Praxis profitieren könnten, nur einen kleinen Zugang lt. der Studienleiterin.
Die Studie könnte Anlass für eine Veränderung geben. Immerhin sind 450 Mio. Menschen weltweit von psychischen Problemen betroffen. In Australien sollen fast die Hälfte aller Erwachsenen – im Alter zwischen 18 und 85 Jahren – unter einer psychischen Erkrankung leiden.
Von Bewegung können gesunde wie auch kranke Menschen profitieren. Die Yoga-Praxis ist generell empfehlenswert, ebenso als Alternative, wenn sportliche Aktivitäten nicht möglich sind.