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Genetik
Genetische Methoden können heute zahlreiche im Artenschutz bislang unbeantwortete Fragen klären, wie etwa Inzucht und genetische Verarmung oder die Herkunft von Individuen, die ausserhalb des Verbreitungsgebiets auftauchen.
Beim Monitoring der drei Grossraubtierarten in der Schweiz helfen genetische Analysen verschiedene Fragen zu beantworten. Bei den wiederangesiedelten Luchspopulationen braucht es eine Überwachung der genetischen Variabilität, da sie aus wenigen Gründertieren entstanden sind. Seit 1991 werden zu diesem Zweck systematisch Luchsproben gesammelt und analysiert. Das erlaubt auch Einblick in Verwandtschaftsbeziehungen und dem Austausch von Individuen zwischen den Populationen.
Für den Wolf werden seit 1999 in der Schweiz systematisch Proben analysiert um Nachweise zu bestätigen. Häufig werden sogenannte nicht invasive Proben verwendet (Kot, Haare, Speichel, Urin), die keine Probenentnahme direkt am Tier erfordern. Zuerst werden Art und Herkunft des Tieres bestimmt; in einem zweiten Schritt das Individuum. Bei nicht invasiven Proben gelingt dies aber nicht immer, da die DNA oft nicht mehr intakt ist. Von Bären, die seit 2005 im Kanton Graubünden auftauchen, werden systematisch Proben für genetische Analysen gesammelt. Beim Bären stehen die individuelle Identifikation und die Bestimmung der Elternschaft im Vordergrund der Untersuchungen.