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Gegen die roten Bullen war an diesem Wochenende in Imola kein Kraut gewachsen. Max Verstappen gewann den Grand Prix der Emilia-Romagna vor seinem Teamkollegen Sergio Perez. Der Niederländer krönte damit ein perfektes Wochenende. Verstappen holte sich nicht nur die Poleposition, er gewann auch das Sprint-Rennen vom Samstag und fuhr am Sonntag die schnellste Runde des Rennens.
Es war der erste Red-Bull-Doppelsieg seit 2016, als in Malaysia Daniel Ricciardo vor Verstappen gewann.
Erfolgreiches Wochenende für Alfa Romeo in Imola: Valtteri Bottas gewann für den Hinwiler Formel-1-Rennstall gleich zwölf WM-Punkte. Am Samstag klassierte sich der 32-jährige Finne im Sprintrennen im 7. Rang, am Sonntag steigerte sich der Nachfolger von Kimi Räikkönen noch und wurde gar Fünfter.
Und es hätte noch durchaus besser werden können: Auf George Russell im Mercedes auf Rang 4 fehlten nur gerade 0,675 Sekunden, aufs Podest zu Lando Norris im McLaren-Mercedes waren es gut acht Sekunden. Ungefähr genau soviel, wie Bottas beim missglückten Reifenstopp einbüsste, als das rechte Vorderrad blockierte.
Bottas bescherte dem Hinwiler Rennstall das beste Ergebnis seit 2012. Damals war Kamui Kobayashi in Japan Dritter im BMW-Sauber geworden. In der Teamwertung verbesserte sich Alfa Romeo mit jetzt 25 Zählern in den 5. Rang, Bottas ist mit 24 Punkten WM-Achter. Zum Vergleich: 2020 holte Alfa Romeo nur acht, 2021 ebenfalls nur 13 WM-Punkte.
Weniger gut lief es in Imola Zhou Gangyu. Am Samstag im Sprintrennen schied der 22-jährige Chinese schon in der ersten Runde nach einer Kollision mit Pierre Gasly (Alpha Tauri-Honda) aus, am Sonntag reichte es nach dem Start aus der Boxengasse zu Rang 15.
Lewis Hamilton erlebte einmal mehr ein Wochenende zum Vergessen. Der siebenfache Weltmeister blieb in Imola ausserhalb der Punkte und musste gar die Schmach über sich ergehen lassen, von Max Verstappen – aufgrund der Pace und nicht etwa wegen eines Crashs – überrundet zu werden.
Es war das erste Mal seit 2009, dass Hamilton überrundet wurde und das Rennen nicht in den Punkten beendete. Die Leistung war so schwach, dass sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen gezwungen sah, sich persönlich beim Briten zu entschuldigen.
Die Ernüchterung bei Hamilton ist so gross, dass er bereits jetzt sagt: «Ich bin raus aus der Weltmeisterschaft, das ist klar.»
Nach dem guten Saisonstart hatte Ferrari grosse Hoffnungen für das Heimrennen in Imola, doch es wurde zur grossen Enttäuschung. Das Rennen von Carlos Sainz war noch in der ersten Runde beendet, als er von Daniel Ricciardo im McLaren berührt wurde und daraufhin im Kiesbett landete.
«Ich habe den Preis für Ricciardos Fehler bezahlt», sagte Sainz nach dem Rennen enttäuscht. Ricciardo sah das wohl ähnlich und suchte nach Rennschluss die Ferrari-Quartiere auf, um sich bei Sainz zu entschuldigen.
Charles Leclerc lag derweil fast das ganze Rennen auf Podestkurs. Am Ende riskierte der Monegasse aber zu viel. In der Variante Alta fuhr der Ferrari-Pilot über die Bordsteine, hob ab, drehte sich und landete in der Wand. Leclerc konnte das Rennen nach einem zusätzlichen Boxenstopp zwar noch auf dem sechsten Rang beenden, aber das Podest war weg.
Für Fans, die das Rennen von Imola beim Schweizer Fernsehen schauten, gab es eine Premiere: Erstmals kommentierte Nico Müller, selbst Rennfahrer in der DTM und der Formel-E, einen Formel-1-GP.
that’s… first F1 commentator weekend done & dusted ✅🎤— Nico Mueller (@nico_mueller) April 24, 2022
I enjoyed the actionpacked Imola Grand Prix & hope you did too! 🙏🏻🇮🇹
headphones off & helmet back on now, can’t wait for the next few intense weeks of racing 👊🏻🔥#nm51 #fullpull #racing #passion #srf #f1 #dtm #fiawec #gtwc pic.twitter.com/jbVq1Anm5c
Ersten Reaktionen zufolge kam die Premiere beim Publikum sehr gut an. Twitter-User lobten die Kompetenz und Professionalität des 30-jährigen Berners.
Nico Müller scheint ja ein Kommentatorennaturtalent zu sein. 🤩— Amadé Fries 💉💉P💉M (@amadedotch) April 24, 2022
Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.
Die durch einen Punkt getrennten Manchester City und Liverpool lieferten sich zum Abschluss der Saison ein spektakuläres Fernduell. Während die Liverpooler einen 0:1-Rückstand gegen Wolverhampton früh wettmachten und schliesslich die Pflicht mit dem 3:1 erfüllten, stolperte Manchester City fast gegen Aston Villa, das von der Liverpooler Legende Steven Gerrard trainiert wird.