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Die Bedingungen für das 41. Dagmerseller Radquer waren aussergewöhnlich und ähnelten eher einem Strassen- als einem Radquerrennen. Das schöne Wetter und der trockene Boden sorgten für sehr schnelle Rennen. Im Rennen der Herren Elite führte dies dazu, dass bis zur zweitletzten Runde noch fünfzehn Fahrer um den Sieg mitkämpfen konnten, den sich am Ende schliesslich Schweizermeister Lars Forster sicherte. Anders bei den Frauen: Hier realisierte Jasmin Egger-Achermann einen ungefährdeten Solosieg.
Für den Auftritt des Tages sorgte der aktuelle Schweizermeister Lars Forster. Nach seiner Verletzungspause bestritt er in Dagmersellen das erste Rennen in dieser Saison. An dem Ort, wo er zu Beginn des Jahres Schweizermeister wurde. Während er sich damals noch in einer regelrechten Schlammschlacht abmühen musste, präsentierte er sich diesmal auch bei trockenen Bedingungen stark.
Aufgrund der herrschenden Umstände blieb das Rennen lange offen. Immer wieder versuchten verschiedene Fahrer mit einer Attacke die Vorentscheidung zu suchen. Diese fiel jedoch erst im allerletzten von 12 Anstiegen, als Lars Forster attackierte. Mit seinem Sieg holte er sich nicht nur den angekündigten Podestplatz beim Comeback, sondern bewies gleichzeitig auch, dass er zwei Wochen vor den Schweizermeisterschaften bereit für die Titelverteidigung ist.
Hinter Lars Forster wurde der Belgier Braam Merlier Zweiter und Lukas Flückiger wurde Dritter. Für Flückiger ist es bereits der sechste Podestplatz in Dagmersellen. Zum Sieg hat es allerdings noch nie gereicht und so bleibt es vorerst bei drei zweiten Plätzen und drei dritten Plätzen.
Weniger gut lief es für den Lokalmatadoren Lukas Winterberg. Anstatt wie in der Vergangenheit bei seinem Heimrennen mit einer starken Platzierung zu glänzen musste er sich nach dem Rennen mit Rang 15 begnügen. Eine rausgesprungene Kette kurz vor dem Ende der zweitletzten Runde zwang ihn vom Rad und so verlor er im entscheidenden Moment den Anschluss an die Spitzengruppe. Anders als geplant war der Rennausgang auch für den französischen Rekordsieger Francis Mourey. Der achtfache Sieger von Dagmersellen kämpfte sich auf der sehr schnellen Strecke auf den sechsten Platz.
Bei den Frauen konnte Egger-Achermann ihre bemerkenswerte Serie fortsetzen und feierte in Dagmersellen den achten Podestplatz in Serie. Bereits in der ersten von sieben Runden konnte sie sich absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel auf über eineinhalb Minuten ausbauen. Hinter ihr belegten Olivia Hottinger und Rebecca Gariboldi die Ränge zwei und drei.
Im Rennen der U19/Amateure/Masters gab es aus regionaler Sicht gleich zwei Podestplätze zu feiern. Hinter Dario Thoma, der sich mit einer Attacke in der zweitletzten Runde entscheidend vom Rest absetzen konnte, erreichte der in Dagmersellen wohnhafte Adrian Muri den zweiten Platz und der Gunzwiler Marcel Achermann wurde Dritter.