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Skunks
(Stinktierfelle). Das Stinktier ist ein iltisgroßes Waldtier Nordamerikas, von wohlgefälligem Äußern, aber gefürchtet wegen seines abscheulichen Geruchs, der ihm als Verteidigungswaffe dient, indem es einen, in einer Drüse befindlichen, stinkenden Saft mittels seines langen grobhaarigen Schweifes dem Feinde entgegenschleudert. Erst nach vielen Versuchen hat man vor 20 Jahren Mittel gefunden, die Felle zu entstänkern, und sie sind daher ein verhältnismäßig neuer Marktartikel.
Das Tier (Mephitis putorius) lebt im Norden der Vereinigten Staaten, besonders häufig in Ohio, dann auch in Michigan, Illinois und Britisch-Amerika. Die Felle sind 38 cm lang und 19 cm breit. Das 4 cm lange dunkelbraune oder schwärzliche Haar gibt die allgemeine Färbung, die jedoch unterbrochen wird durch zwei auffällige weiße Streifen, welche vom Kopfe zu beiden Seiten des Rückens bis zum Schwänze hinlaufen. Diese, übrigens auch grobhaarigen, hellen Partien werden ausgeschnitten und nur die dunkeln Teile benutzt, die zusammengesetzt ein angenehmes und beliebtes Pelzwerk geben. Die Felle kommen daher jetzt in wachsender Menge nach Europa und die jährliche Einfuhr beträgt schon über 600000 Stück; im Jahre 1879 wurden ¶
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sogar 760000 Stück in europäischen öffentlichen Auktionen angeboten. Die Preise in Leipzig sind gegenwärtig von 3-12 Mk. das Stück. Abnehmer und Konsumenten sind besonders die Russen und Polen. Das Fangen der Tiere geschieht mit abgerichteten Hunden und ist immer ein widerwärtiges Geschäft, zu welchem sich nur Leute finden, wenn die Ware nicht allzu gering bezahlt wird. - Zoll: Die Felle sind zollfrei, das fertige Pelzwerk daraus wird gem. Tarif Nr. 28 a oder b verzollt.