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Veröffentlicht am 04.03.2020
Seit dem Durchbruch, bei welchem Vitamin E-Acetat in den Lungen der erkrankten Personen festgestellt werden konnte, sinken die Zahlen von neuen EVALI Fällen in den USA stetig ab.
Dabei sagt das CDC aus, dass die mit mehreren Faktoren zusammen hänge:
„Durch die erhöhte Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Risiko, das mit der Verwendung von THC-haltigen E-Zigaretten oder Vaping-Produkten verbunden ist, erfolgte eine schnelle Reaktion der Bevölkerung wie auch der öffentlichen Ämter.“
„Es folgte die Entfernung von Vitamin E-Acetat aus den Produkten, sowie die Strafverfolgungsmassnahmen im Zusammenhang mit den illegalen Produkten.“
Die Diskussion und Berichterstattung um die EVALI Fälle ist verständlicherweise noch immer in vollem Gange. Oft werden hierfür jedoch Verallgemeinerungen genutzt, welche nur der halben Tatsache entsprechen. Aussagen wie "die Vorfälle lassen sich auf den Gebrauch von E-Zigaretten zurückführen" sind zwar keine Unwahrheit, jedoch als solches oft missverständlich und führen mehr zu Verunsicherung als zur Aufklärung.
Leider wird nicht klar verständlich kommuniziert, dass es sich bei den genutzten Produkten nicht um handelsübliche Liquids oder Geräte handelt, sondern um meist illegale und/oder manipulierte Produkte.
Schon vor der offiziellen Bestätigung durch das CDC wurde von der amerikanischen Bevölkerung berichtet, dass illegale und manipulierte Vape-Kartuschen in Umlauf seien. Die Dampfer-Community war hierbei besonders aktiv. Es wurden Bilder der gefälschten Kartuschen ins Internet gestellt und der Austausch von neuen Informationen floss stetig.
Erst jedoch durch die Bestätigung des CDC wurde offiziell belegt, was in Insider Kreisen bereits lange besprochen wurde. So wird in der kurzgefassten Übersicht des CDC die Verbindung zwischen THC-haltigen Liquids und den EVALI Fällen offiziell angesprochen:
"Nationale und staatliche Daten aus Patientenberichten und Tests von Produktproben zeigen, dass tetrahydrocannabinol (THC)-haltige E-Zigaretten oder Vaping-Produkte, insbesondere aus informellen Quellen wie Freunden, Familie oder persönlichen oder Online-Händlern, mit den meisten EVALI-Fällen in Verbindung stehen und eine wichtige Rolle bei dem Ausbruch spielen.“
So lautet auch die Empfehlung des CDC auf der offiziellen Webseite:
„Die CDC und die FDA empfehlen, dass Menschen keine THC-haltigen E-Zigaretten oder Vaping-Produkte verwenden, insbesondere nicht aus informellen Quellen wie Freunden, Familie oder von persönlichen oder Online-Händlern.“
„Vitamin E-Acetat sollte keiner E-Zigarette oder Vaping-Produkten zugesetzt werden. Darüber hinaus sollten den Produkten, einschließlich der im Einzelhandel erworbenen Produkte, keine anderen, nicht vom Hersteller vorgesehenen Substanzen hinzugefügt werden.“
Hierzu gibt das CDC eine weitere und spannende Empfehlung:
„Erwachsene, die nikotinhaltige E-Zigaretten oder Vaping-Produkte als Alternative zu Zigaretten verwenden, sollten nicht zum Rauchen zurückkehren; sie sollten alle verfügbaren Informationen abwägen und den Einsatz von FDA-zugelassenen Medikamenten zur Raucherentwöhnung in Betracht ziehen.
Wenn sie sich für die Verwendung von E-Zigaretten als Alternative zu Zigaretten entscheiden, sollten sie vollständig von Zigaretten auf E-Zigaretten umsteigen und sich nicht an einer längeren Periode des doppelten Gebrauchs beider Produkte beteiligen, die den vollständigen Rauchstopp verzögert.“
Für Auskünfte und bei Bedenken bezüglich EVALI solle man sich an medizinisches Fachpersonal wenden.
Natürlich ist die Forschung weiterhin in vollem Gange und wir können gespannt bleiben, wie sich dies weiter entwickeln wird. Es ist jedoch schön zu erkennen, das dies für das "normale" Dampfen eine etwas entlastende Richtung eingeschlagen hat.