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Die Schweizer erleiden an der U20-WM die dritte Niederlage in Serie und müssen um den Einzug in die Viertelfinals bangen. Das Team von John Fust verliert gegen Schweden 1:5.
Die Rechnung für die Schweizer ist einfach: Holt Tschechien gegen Russland höchstens zwei Punkte, sind sie weiter und treffen im Viertelfinal auf Kanada oder die USA. Gewinnen die Tschechen nach 60 Minuten, bestreitet die SIH-Auswahl die Abstiegsrunde, in der sie in einer Best-of-3-Serie gegen Deutschland oder Titelverteidiger Finnland um den Verbleib in der höchsten Division kämpft.
Die Partie gegen Schweden hat der jungen Schweizer Mannschaft vor Augen geführt, was ihr zu einer absoluten Topnation fehlt. Der grösste Unterschied lag in den "Special Teams". Während die Skandinavier vier Tore im Powerplay erzielten - in den ersten beiden Überzahlsituationen trafen sie nach fünf respektive elf Sekunden -, nutzten die Schweizer keine ihrer fünf Möglichkeiten. Selbst während einer 90 Sekunden dauernden Phase mit zwei Mann mehr brachten sie nichts Zählbares zu Stande.
Überhaupt gelang der Fust-Equipe seit dem 5:2-Sieg zum Auftakt gegen Tschechien (2 Tore in Überzahl) kein Powerplay-Treffer mehr und kassierte es danach acht Gegentore im Boxplay. Mit solchen Zahlen sind Erfolge auf diesem Niveau nur schwer zu erreichen. Gruppensieger Schweden zum Vergleich hat total neun Tore in Überzahl geschossen und keinen Gegentreffer in Unterzahl zugelassen. Ein weiterer Unterschied zu den besten auf dieser Stufe ist die Schussqualität.
Dabei hätte die Partie gegen Schweden für die Schweizer nicht besser beginnen können, gingen sie doch in der 4. Minute durch einen Weitschuss von Yannick Rathgeb, der in der 33. Minute vorzeitig unter die Dusche musste, in Führung. Zwar mussten sie nur 83 Sekunden später den Ausgleich hinnehmen, sie spielten aber mit den Skandinaviern im ersten Drittel auf Augenhöhe. Tim Wieser (7.) und Kevin Fiala (17.) vergaben ausgezeichnete Chancen zur erneuten Führung. Erst nach dem zweiten Powerplay-Tor der Schweden zum 2:1 (24.) war ein Unterschied zu sehen. Doch insgesamt hielten die Schweizer bei fünf gegen fünf Feldspielern gut mit. Zum Matchwinner des Siegerteams avancierte Oskar Lindblom, der drei Tore erzielte.
SDA-ATS