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Münsingerin Joana Hählen mit bisher bestem Weltcupresultat
Die Schweizer Abfahrerinnen demonstrieren beim Saisonfinale in Courchevel noch einmal ihre Stärke. Joana Hählen, Michelle Gisin und Lara Gut-Behrami werden in dem von der Amerikanerin Mikaela Shiffrin gewonnenen Rennen Zweite, Vierte und Fünfte.
Es war ein Rennen der knappen Abstände. Die ersten fünf klassierten sich innerhalb von 16 Hundertsteln. 43 Hundertstel Rückstand reichten Priska Nufer zweieinhalb Wochen nach ihrem ersten Weltcup-Sieg in Crans-Montana lediglich noch zum 9. Platz.
Joana Hählen, die gemeinsam mit der Österreicherin Christine Scheyer Zweite wurde, durfte lange darauf hoffen, es ihrer Teamkollegin Nufer gleichzutun. Die beiden Bestzeiten hatten bis zu Mikaela Shiffrin Bestand, die erst mit der Nummer 21 ins Rennen ging – zu einem Zeitpunkt, bei dem die Entscheidung im Normalfall gefallen ist. Die Amerikanerin startete so spät, weil sie in diesem Winter im Weltcup erst die Abfahrten in Lake Louise in Kanada Anfang Dezember bestritten hatte und ohne Spitzenresultat geblieben war.
Hählen verpasste ihren ersten Weltcup-Sieg um eine Zehntelsekunde. Für die Berner Oberländerin war es der dritte Podestplatz auf dieser Ebene. Vor gut zwei Jahren war sie innert zehn Tagen in den Abfahrten in Bansko in Bulgarien und in Rosa Chutor in Russland Dritte geworden. Michelle Gisin schaffte in ihrer fünften Weltcup-Abfahrt in diesem Winter als Vierte eine Saisonbestleistung. In Cortina war die Obwaldnerin Sechste geworden. Lara Gut-Behrami zeigte als Fünfte eine starke Reaktion auf ihre vielfältigen Probleme im Verlaufe dieser Saison, die sie zuletzt zum Startverzicht in den Riesenslaloms in Lenzerheide und in Are in Schweden bewogen hatten.
Olympiasiegerin Corinne Suter, die noch eine kleine Chance auf den Gewinn des Abfahrts-Weltcups besass, verpasste mit dem 19. Platz Weltcup-Punkte. Sofia Goggia genügte damit der 12. Rang, um sich überlegen zum dritten Mal die kleine Kristallkugel zu sichern.
Shiffrin tat mit dem dritten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt einen grossen Schritt Richtung vierten Gesamtsieg. Vor allem aber zeigte sie, dass sie ihr kolossales Tief, das sie an den Olympischen Spielen in Peking von einer Enttäuschung in die andere schlittern liess, endgültig überwunden hat.
Als Führende baute die Amerikanerin ihren Vorsprung auf die zweitplatzierte Slowakin Petra Vlhova um 100 auf 156 Punkte aus. Die Slalom-Olympiasiegerin musste sich mit dem 16. Rang bescheiden und ging leer aus. In den finalen Rennen werfen nur die Plätze 1 bis 15 Punkte ab.
(text:sda/bild:keystone)