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Aus der Vogelperspektive sieht der Schlund aus wie eine Kindheitserinnerung. Wie ein kleines, von einem Knallerchen herausgesprengtes Loch in einer vertrockneten Wiese. Doch die Vogelperspektive täuscht. Erde oder Wasser rieselt in die endlos scheinende Tiefe: Die Öffnung im sibirischen Niemandsland ist riesig. Zwischen 40 bis 80 Meter soll der Durchmesser sein.
Wie die Sibirian Times schreibt, ist das Loch auf der Halbinsel Jamal vermutlich vor zwei Jahren entstanden. Entdeckt worden ist es aber erst vor kurzem. Der Ingenieur Konstantin Nikolaev filmte das Naturphänomen von einem Helikopter aus.
Seit Mittwoch untersuchen nun mehrere Wissenschaftler und ein Angehöriger des Katastrophenamts den Krater. Durch Wasser- und Bodenproben wollen sie herausfinden, weshalb sich die Erde so plötzlich auftat.
Bis jetzt wird vermutet, dass der Krater das Resultat einer unterirdischen Gasexplosion ist. Ausgelöst durch die Erderwärmung.
Wissenschaftlerin Anna Kurchatova vermutet laut «Sibirian Times», dass mit dem Auftauen des Permafrosts in der Region in Eis eingeschlossenes Gas freigesetzt wird und sich dieses mit Sand und Wasser zu einem explosiven Gemisch verbindet.
(tog)