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Das Wichtigste in Kürze
- IOC-Chef Thomas Bach sprach am Sonntag mit der Tennis-Spielerin Peng Shuai.
- Die 35-Jährige wurde in den vergangenen Tagen vermisst.
- Sie warf dem Ex-Vize-Ministerpräsidenten Chinas vor, sie vergewaltigt zu haben.
IOC-Präsident Thomas Bach habe am Sonntag rund eine halbe Stunde mit der dreifachen Olympia-Teilnehmerin Peng Shuai gesprochen. Dies erklärte das Internationale Olympische Komitee. Sie sei «erleichtert zu sehen, dass es Peng Shuai gut ging», erklärte IOC-Vertreterin Emma Terho.
In den vergangenen Tagen hatte es international Besorgnis um Peng gegeben. Sie war nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden, nachdem sie am 2. November im Onlinedienst Weibo Vorwürfe gegen den ranghohen kommunistischen Parteifunktionär Zhang Gaoli erhoben hatte.
Die 35-Jährige warf dem heute über 70-jährigen Ex-Vize-Ministerpräsidenten vor, sie in der Vergangenheit zum Sex gezwungen zu haben. Peng und Zhang hatten über Jahre eine Beziehung mit Unterbrechungen geführt.
Öffentlicher Umgang mit sexuellem Missbrauch
Pengs Vorwürfe gegen Zhang markierten eine Wende im öffentlichen Umgang mit sexuellem Missbrauch durch mächtige Männer in China. Die Me-Too-Bewegung hatte bis dahin die oberste politische Ebene der Volksrepublik nicht erreicht.
Die meisten Chinesen dürften von Pengs Vorwürfen allerdings nichts erfahren haben. Zwar hatten Internetnutzer Screenshots von Pengs entsprechendem Weibo-Beitrag gemacht. Auch diese wurden aber von den Zensurbehörden gelöscht.