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zooschweiz - Verein wissenschaftlich geleiteter zoologischer Gärten der Schweiz
zoosuisse - Association des parcs zoologiques suisses gérés de façon scientifique
Am 13. Mai schlüpften in La Garenne die ersten Waldrappen. Mehrere Jahrhunderte lang hatte sich diese Art in der Westschweiz nicht mehr vermehrt. Der Waldrapp brütete natürlich in der Schweiz. In der Mitte des 16. Jahrhunderts hat der berühmte Schweizer Naturforscher Conrad Gessner sie in seinem Hauptwerk Historiae animalium beschrieben. Der Waldrapp war zu diesem Zeitpunkt bereits selten geworden und lebte noch in ein paar Alpentälern. Der Vogel kam auch im Gebiet des Juras vor. Von Ausgrabungen stammen Überreste der Art in den Kantonen Solothurn und aus dem Aargau, in Lebensräumen, die heute noch vorhanden sind. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die Art aus Mitteleuropa vollständig verschwunden. Die Ursache seines Verschwindens war die Jagd nach Fleisch, das als Delikatesse galt, und seine Eier, die aus den Nestern gesammelt wurden. Heute ist der Kahlkopfibis einer der am meisten gefährdeten Vögel der Welt. Vor dreissig Jahren ist die Wildpopulation in der Türkei ist verschwunden. Waldrappe überleben derzeit nur in der Natur an der Atlantikküste Marokkos, wo nur noch einige hundert Individuen leben.
Zu Beginn der 2000er Jahre wurde ein erstes Wiederansiedlungsprogramm unter Verwendung von Vögeln, die in Zoos gezüchtet wurden, in Andalusien, Südspanien, initiiert. Eine zweites Wiederansiedlungsprojekt wurde dann in den Alpen Österreichs und Deutschlands gestartet, und hoffentlich auch bald in der Schweiz. Wie bereits in den 1970er Jahren für den Bartgeier, beteiligt sich der Zoo La Garenne nun auch für die Zucht der Waldrappe. Die Gruppe von La Garenne besteht aus Vögeln aus dem Zoo Basel und dem Natur- und Tierpark Goldau sowie aus tschechischen und portugiesischen Zoos. Der Erfolg bei der Wiederansiedlung des Bartgeiers in die Alpen erforderte jahrzehntelange Anstrengungen. Die Arbeit für den Waldrapp hat gerade erst begonnen.