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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Hält er die Unterstützung, die junge Schweizer Sporttalente heute durch den Bund erhalten, für ausreichend?</p><p>2. Welche Massnahmen hat der Bund getroffen, um das Problem des Finanzausgleiches der Sportschulkosten, mit dem sich die jungen Sportlerinnen und Sportler konfrontiert sehen, auf nationaler Ebene zu lösen, und welche Resultate liegen vor?</p><p>3. Der Bund gewährt heute, insbesondere durch das Programm "Sport Scholarship", Beiträge zur Unterstützung junger Sporttalente. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass diese Beiträge erhöht werden sollten?</p><p>4. Besteht die Möglichkeit, junge Sporttalente, die aus bescheidenen Verhältnissen stammen, dank der Einführung eines zur Finanzkraft der Eltern proportionalen Beitrages zusätzlich zu unterstützen?</p><p>5. Eine Möglichkeit der Unterstützung des Schweizer Spitzensports bestünde darin, jungen Sporttalenten Darlehen zu gewähren, die im Falle von mit einer Gewinnsumme dotierten Sporterfolgen zurückbezahlt werden müssten. Dadurch würden die Bundesfinanzen nicht allzu sehr belastet. Was hält der Bundesrat von solchen Darlehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat die Wichtigkeit der leistungsorientierten Nachwuchsförderung erkannt und entsprechende Massnahmen getroffen. Speziell zu erwähnen sind dabei die Nachwuchsförderung im Rahmen von Jugend+Sport und die Unterstützung der Sportverbände durch den Bund mit der Auflage, mindestens einen Drittel der Mittel für die Nachwuchsförderung einzusetzen.</p><p>Im Rahmen der Umsetzung des Konzeptes des Bundesrates für eine Sportpolitik in der Schweiz hat der Bund zudem 2003 zusammen mit Swiss Olympic die nationale Lenkungsstelle "Swiss Olympic Talents" eingerichtet. Ziel dieser Lenkungsstelle ist die Schaffung einer durchgehenden Förderkette für junge Athletinnen und Athleten. Sie beinhaltet Massnahmen wie das Talenterfassungsprojekt "Talent Eye", das Präventionsprogramm "cool and clean", die Ausrichtung von "Sport Scholarships" (Beiträge zur Mitfinanzierung von Trainingsauslagen), die Zertifizierung von Sportschulen sowie die zentrale Begleitung der Berufssportlerlehre.</p><p>2004 wurde zudem die Spitzensportler-RS neu strukturiert. Sie erlaubt es jungen Athletinnen und Athleten, nach ihrer militärischen Grundausbildung 13 Wochen in Magglingen unter qualifizierter Leitung in ihrer Sportart zu trainieren. Ab 2005 haben Spitzensportler überdies die Möglichkeit, ihre Wiederholungskurse in Magglingen zu absolvieren.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Engagement des Bundes für die leistungsorientierte Nachwuchsförderung im Rahmen der Möglichkeiten hoch ist. Er ist davon überzeugt, dass die getroffenen Massnahmen langfristig Früchte tragen werden.</p><p>Der Bundesrat beantwortet die konkreten Fragen wie folgt:</p><p>1. Ja. Der Bund investiert zurzeit jährlich über 9 Millionen Franken in die leistungsorientierte Nachwuchsförderung. Davon entfallen rund 6 Millionen auf die Nachwuchsförderung im Rahmen von Jugend+Sport, 2 Millionen auf die für den Nachwuchs bestimmte Unterstützung der Sportverbände und 1 Million Franken für die weiteren Massnahmen der nationalen Lenkungsstelle "Swiss Olympic Talents". Diese wird zusätzlich von Swiss Olympic und der Stiftung Schweizer Sporthilfe unterstützt. Das Präventionsprogramm "cool and clean", das sich an Nachwuchssportler richtet und ebenfalls durch diese Lenkungsstelle koordiniert wird, wird mit etwa 4,5 Millionen Franken aus dem Tabakpräventionsfonds finanziert.</p><p>2. Der Bund setzte und setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Frage des Schulgeldausgleiches auf interkommunaler und -kantonaler Ebene gelöst wird. Die Zuständigkeit hierfür liegt jedoch bei den Kantonen und den Gemeinden, die Koordination erfolgt durch die Erziehungsdirektorenkonferenz. Die von ihr initiierte interkantonale Vereinbarung für Schulen mit strukturierten Angeboten für Hochbegabte wurde bisher von neun Kantonen unterzeichnet, allerdings werden noch nicht alle Angebote von allen unterzeichnenden Kantonen anerkannt.</p><p>3. Aktuell stehen jährlich 600 000 Franken für "Sport Scholarships" zur Verfügung, davon stammen 400 000 Franken aus Bundesmitteln. Eine Erhöhung dieser Mittel steht nicht zur Diskussion. Die "Sport Scholarships" sind ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung, dürfen aber nicht isoliert betrachtet werden.</p><p>4. Die heutige Regelung der Ausrichtung von "Sport Scholarships" zeichnet sich u. a. durch die Einfachheit ihrer Handhabung aus. Eine Abstufung der Unterstützung, je nach wirtschaftlicher Situation der Eltern eines Athleten, würde einen administrativen Mehraufwand mit sich bringen, der in keinem Verhältnis zu den geleisteten Beiträgen stehen würde.</p><p>5. Die Idee von Darlehen, die im Fall eines finanziell lukrativen Erfolges rückzahlbar würden, wäre an sich interessant. Angesichts der unterschiedlichen Kommerzialisierungsmöglichkeiten in den verschiedenen Sportarten wären aber die effektiven Geldrückflüsse gering.</p>  Antwort des Bundesrates.