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Es gibt Menschen, die meinen, andere vor zu viel Weihnachtsstress bewahren zu müssen. «Macht Euch doch nicht so viel Mühe.», sagen sie: «Das ganze Drum-und-dran hat eh nichts mit wirklichen Weihnachten zu tun.»
Heute ist Namenstag des Nikolaus, der zu Beginn des 4. Jahrhunderts Bischof der Stadt Myra war, die an der Südküste der heutigen Türkei liegt. Er liebte die Menschen und ganz besonders die Kinder. Er lebte keineswegs stressfrei, denn er sorgte sich immer darum, dass es seinen Mitmenschen gut ging. Es wird zum Beispiel erzählt, wie er drei Töchtern eines armen Mannes half. Weil der Vater seine Töchter ohne Mitgift nicht verheiraten konnte, bestand die Gefahr, dass sie zur Prostitution gezwungen wurden. Nikolaus hatte ein stattliches Vermögen geerbt. Sein Mitleid war so gross, dass er nacheinander jeder dieser Töchter einen Goldklumpen durchs Fenster warf.
Auf Grund dieser und vieler anderer Geschichten wurde Nikolaus zum Gabenbringer schlechthin in der Adventszeit.
Kürzlich habe ich mit einer Grossmutter über das bevorstehende Weihnachtsfest gesprochen. Sie wollte, dass das geplante Familientreffen für ihre Kinder, deren Partnerinnen und Partnern und für die Enkel ein guter Anlass wird. Ich spürte, wie diese Frau ihren Nachkommen mit dieser Einladung ihre Liebe zeigen wollte. Ich spürte ebenfalls, wie anspruchsvoll und schwierig das war, weil sich jedes Kind in eine andere Richtung entwickelt hatte. Am meisten aber spürte ich, dass sie mit diesem Beisammensein etwas von der Liebe konkret werden lassen wollte, die für sie mit der Geburt von Jesus in diese Welt kam.
Für mich hatten die Bemühungen dieser Frau sehr wohl etwas mit Weihnachten zu tun.