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Die breit gefasste Geldmenge M3 wuchs zum Vorjahresmonat um 5,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das sind 0,2 Punkte mehr als die Wachstumsrate im Vormonat und 0,1 Punkte mehr, als Bankvolkswirte erwartet hatten.
Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 stieg ebenfalls an. Es erhöhte sich von 8,5 Prozent im November auf 8,8 Prozent im Dezember. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.
Das Wachstum der Kreditvergabe beschleunigte sich ebenfalls. An private Haushalte wurden 2,0 Prozent mehr Kredite vergeben als ein Jahr zuvor, verglichen mit einer Rate von 1,9 Prozent im Vormonat. An Unternehmen gingen 2,3 Prozent mehr Kredite als im Vorjahresmonat. Diese Rate hatte im November 2,1 Prozent betragen.
Die EZB versucht seit längerem, die Banken zu einer höheren Kreditvergabe zu bewegen. Dazu hat sie ihre Geldpolitik extrem gelockert, bislang jedoch mit begrenztem Erfolg. Ökonomen erklärten dies damit, dass die Notenbank nur beschränkten Einfluss auf die Geldschöpfung der Banken habe. Obwohl sich die Kreditvergabe in den letzten Monaten von extrem niedrigen Niveaus aus erholt hat, werde sie durch Faktoren gedämpft, die sich teils der EZB entziehen. Als Beispiele werden häufig die geringe Bonität der Kreditnehmer und die geringere Risikofreude der Banken als Folge einer schärferen Regulierung genannt.
(AWP)