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Als ich 2006 das Konzept für den Bahnwanderweg im Urner Reusstal erstellte, plante Karl Holenstein von der Denkmalpflege SBB, das Wärterhaus Eggwald zu einem kleinen Museum zum Thema "Bahnwärter am Gotthard" auszubauen.
Zu diesem Zeitpunkt war dieses das letzte noch nicht verkaufte Bahn-Wärterhaus an der Bergstrecke. Die Gründe hierfür waren einerseits die Abgeschiedenheit und die nur über einen Bergpfad mögliche Zugänglichkeit, und andrerseits der schlechte Zustand der Bausubstanz.
Weil im Bereich der obersten Ebene bei Wassen weitere spannende Bahnobjekte vorhanden sind (Kellerbach-Viadukt, Wärterbude Entschigtal, Obere Entschigtal-Galerie, Wärterhaus Meienkreuz, Obere Meienreussbrücke) und um das Wärterhaus Eggwald, bei einer allfälligen Realisierung des Museums, zugänglich zu machen, plante ich zwischen Göschenen und Wassen eine Variante des Bahnwanderweges, welche auf der Höhe der oberen Ebene blieb und das Wärterhaus Eggwald mit einbezog.
Das grösste Hindernis stellte das Tal des Rohrbaches dar.
Da die Bahnbrücke der einzig mögliche Übergang darstellt, schlug ich vor, den damals auf der Baustelle existierende Hilfssteg zu übernehmen oder oben auf der Tunnelbrücke einen Steg zu erstellen und so den Wanderweg über das Rohrtal zu führen.
Die für dieses Anliegen zuständige Stelle der SBB lehnte damals ein solches Ansinnen kategorisch ab.
Zwischen dem Wärterhaus Eggwald und der alten Sustenstrasse beim Meienkreuztunnel existieren zwar mehrere Zugänge zu den Bahn-Objekten, allerdings fehlt eine Verbindung entlang der Bahntrasse.
Gemäss meinem Vorschlag könnten diese durchaus realisiert werden, würden allerdings die Erstellung einiger Teilstücke neuen Wanderweges erfordern.
bezüglich des Weges zwischen Eggwald und Meienkreuz
Links die Objekte entlang der obersten Ebene. (Blau: vorhandene Wege, grün: zu erstellende Teilstücke)
Inzwischen wurde das Wärterhaus Eggwald restauriert und kann als Ferienhaus gemietet werden.
(Siehe Download-Link unten)
Mit grosser Überraschung stellte ich kürzlich anlässlich einer Wanderung fest, dass auch der Übergang über die Rohrbachbrücke realisiert wurde.
Blick über die Rohrbachbrücke mit den seitlichen Zäunen und den Übergängen über die Verstärkungserhebungen.

Von der Brücke ergibt sich ein spannender Blick in das bergseitige Rohrtal ...

... und hinunter auf den alten Saumweg mit der sichtbaren Tunneldecke des Rohrbachtunnels (oberster Drittel bei Beginn des Schattens)
Auf der Nordseite führt eine Wendeltreppe hinunter an den Fuss der Tunnelbrücke.