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Kopfläuse
Die Kopfläuse sind weltweit verbreitet. Ueberall können kleine begrenzte Epidemien auftreten, die sich teilweise nur sehr mühsam, nach langem und ausdauerndem Einsatz eindämmen lassen.
Kopfläuse sind kleine, flügellose Insekten, etwa 3 mm gross und mit blossen Augen nur sehr schwer zu erkennen. An ihren 6 Beinen befinden sich Krallen, mit denen sie ausgezeichnet in den Haaren herumklettern können, sie können weder springen noch fliegen.
Kopfläuse benötigen für ihre Entwicklung menschliches Blut als Nahrung, das sie nach einem Einstich mit einem Saugrüssel alle 2 bis 3 Stunden aus der Kopfhaut saugen. Eine Laus legt in ihrem 3-wöchigen Leben ca. 60 bis 80 ovale, ungefähr 0,8 mm grosse Eier (Nissen). Diese werden mit einer Art Leim an die Haare geklebt. Nach etwa 1 Woche schlüpfen die Lause aus.
Wie ekommt man Kopfläuse?
Ein Befall mit Kopfläusen ist entgegen der landläufigen Meinung keine Schande und kein Zeichen von mangelnder Hygiene. In den meisten Fällen werden die Kopfläuse von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Übertragung ist aber auch über Jacken, Mützen etc. möglich.
Woran erkennt man einen Kopflausbefall?
Wenn die Kopfhaut ständig juckt und man sich häufig kratzt, sollten die Haare bei allen Personen einer Lebensgemeinschaft genau untersucht werden. Die Kopfläuse selber sind schwierig zu erkennen. Die Eier (Nissen) sind jedoch leicht zu finden. Sie sehen aus wie Haarschuppen, kleben aber fest am Haarschaft und sind - im Gegensatz zu Schuppen - nur schwer zu entfernen. Am häufigsten findet man Nissen an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken.
Weitere Massnahmen
Die Kinder sollen die Köpfe nicht zusammenstrecken und einander die Haare nicht nach Läusen absuchen. Kleider und Textilien (Bett- und Leibwäsche, Frotteetücher, Haarbänder, Kopfbedeckungen und anderes) bei mindestens 70o bis 80o waschen. Hitzeempfindliche Stoffe/Materialien tiefkühlen, wenigstens 24 Stunden bei minus 20o. Kamm und Bürsten mit heissem Seifenwasser gründlich und 10 Minuten lang reinigen. Oberbekleidung und sämtliche Stoff-/Plüschtierchen sowie Kissen in einen gut schliessbaren Plastikbeutel stecken und während 4 Wochen belassen. Böden, Polstermöbel, textile Autokopfstützen und -polster von losen Haaren durch gründliches Staubsaugen gut reinigen; der Staubsaugersack ist anschliessend fachgerecht zu entsorgen.
Kontrolle
Die Kinder sind 2-mal wöchentlich auf Lausbefall zu kontrollieren. Hierzu st das Haar Strich für Strich zu scheiteln und bei guter Beleuchtung mit einer Leselupe zu untersuchen.
Wie wird man die Kopfläuse wieder los?
Wichtig ist, nicht lange zuzuwarten. Die Bekämpfung der Kopfläuse erfolgt durch spezielle Schampoos. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten und lesen Sie bitte genau die Hinweise auf der Packungsbeilage durch. Die Gebrauchsanweisung ist gewissenhaft zu befolgen. Das Medikament muss zudem korrekt gelagert werden (beispielsweise gehört Prioderm in den Kühlschrank). Die Behandlung ist später zu wiederholen - lesen Sie den Packungsprospekt des Präparates genau durch. Das Medikament soll auf die trockenen oder höchstens leicht angefeuchteten Haare gegeben und gut in die Kopfhaut und die kopfhautnahen Haare einmassiert werden. Haare dann langsam befeuchten, damit das Schampoo reichlich schäumt.
Es ist besonders darauf zu achten, dass ausreichend Schaum auf dem Hinterkopf und hinter den Ohren ist. Beachten Sie ebenfalls die Einwirkzeit. Nach dem Auswaschen mit einem frischen Frotteetuch etwas trocknen. Gleicher Vorgang unmittelbar anschliessend wiederholen. Danach die Haare mit einem Nissenkamm kämmen. Haare an der Luft trocknen lassen. Keinen Fön benützen. Während 3 bis 4 Tagen keine anderen Schampons verwenden, ausserdem keine Haarfestiger, Tönungsmittel oder Haarpflegemittel. Keine Spülungen mit Essigwasser. Übernehmen Sie bitte als Eltern die Behandlung mit dem Spezialschampoo bei Ihren Kindern, lassen Sie die Kinder dies somit nicht selber ausführen. Die übrigen Familienmitglieder und allfällige Kontaktpersonen sind gleichzeitig zu behandeln, auch wenn sie nicht mit Kopfläusen befallen sind. Für die Durchführung der Behandlungsmassnahmen sind Sie als Eltern verantwortlich. Der Schularzt oder Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin stehen Ihnen beratend zur Verfügung.