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Rund 15 000 Menschen in der Schweiz leiden an der Parkinson Krankheit. Zwei von drei Betroffenen berichten im Laufe der Erkrankung über Blasenprobleme oder eine Harninkontinenz. Häufig nehmen die Beschwerden im Verlauf der Erkrankung zu. Schon im Frühstadium, spätestens aber beim Auftauchen von Beschwerden wird eine neuro-urologische Untersuchung empfohlen.
Die Parkinson Erkrankung geht mit einem Mangel des Botenstoffes Dopamin in bestimmten Arealen des Gehirns einher. Diese Störungen des Dopaminstoffwechsels im zentralen Nervensystem haben neben den klassischen Bewegungsstörungen auch Auswirkungen auf die Steuerung des vegetativen Nervensystems, die sich Blasen- und Darmfunktionsstörungen äussern können.
Zwei von drei Betroffenen haben Blasenprobleme im Laufe der Erkrankung. Häufig beklagt werden verstärkter Harndrang, häufiges Wasserlassen am Tag und in der Nacht und in vielen Fällen auch ein unfreiwilliger Harnverlust. Hierbei kommen zwei sich gegenseitig verstärkende Faktoren zum Tragen: Zum einen haben viele Betroffene eine Parkinson-bedingte überaktive Blase und zum anderen kann die krankheitsbedingte Verlangsamung des Gehens das rechtzeitige Erreichen der Toilette erschweren oder gar unmöglich machen. So führt in den meisten Fällen eine Harninkontinenz die Patienten in die neuro-urologische Sprechstunde. Da es sich bei den meisten Betroffenen um ältere Menschen handelt, kommen bei Frauen und bei Männern noch alterstypische Symptome und Veränderungen des Harntraktes hinzu, die nicht selten die Abklärung und Therapie erschweren. Von einer Parkinson Erkrankung betroffene Frauen bemerken wie auch viele ihrer nicht von der Krankheit betroffenen Altersgenossinnen, eine Belastungsinkontinenz, während Männer nicht selten an den typischen Beschwerden einer vergrösserten Prostata leiden. Beide Faktoren können die parkinson-typischen Blasenbeschwerden verstärken oder aber bestimmte Behandlungsoptionen beeinträchtigen.