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Die US-Sanktionen sind nur ein Faktor von vielen, die Irans Wirtschaft in die Krise geführt haben – hinzu kommen Misswirtschaft und Korruption.
Dieser Text von Mohssen Massarrat erschien im aktuellen Sonderheft
Edition N° 27 von Le Monde diplomatique.
Sämtliche Indikatoren, die den Zustand der iranischen Wirtschaft abbilden, sind negativ. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahrzehnt von 2008 bis 2018 zwischen 406 und 452 Milliarden US-Dollar, wenn man die fetten Jahre von 2010 bis 2013 unberücksichtigt lässt, in denen die Öleinnahmen drastisch angestiegen waren.
Das BIP pro Kopf ist im selben Zeitraum deutlich (von 5621 auf 5491 Dollar) zurückgegangen, was auch mit dem Bevölkerungswachstum zu tun hat. Die Inflationsrate bewegte sich in den letzten zehn Jahren zwischen 20 und 40 Prozent. Die Folge war eine drastische Senkung der Massenkaufkraft, was die ärmeren 70 Prozent der Bevölkerung am härtesten getroffen hat.
In diesem Jahrzehnt der Wirtschaftsflaute mussten zahlreiche Betriebe – in der Industrie wie in der Landwirtschaft – ihre Produktion einstellen. Die Arbeitslosenrate schwankte, blieb aber nach offiziellen Statistiken stets deutlich über 12 Prozent. Zurzeit sind etwa 6 Millionen Menschen arbeitslos, wobei die Arbeitslosigkeit bei den Frauen etwa doppelt so hoch ist wie bei den Männern. Besonders ausgeprägt …..