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- Die 3 Schweizer Athleten erleben in der Stehend-Kategorie bei der Entscheidung in der Super-Kombination in Yanqing eine herbe Enttäuschung.
- Nach den starken Zwischenrängen 2, 4 und 6 ist einzig noch Robin Cuche als Achter im Schlussklassement zu finden.
- Auch in der Monoski-Konkurrenz bekunden Pascal Christen und Murat Pelit Pech und scheiden im 2. Lauf aus.
Der 3. Wettkampftag der Paralympics hätte durchaus wieder zu einem Schweizer Jubeltag werden können. Denn es war angerichtet in der Super-Kombination: Bei Halbzeit des Wettkampfs durfte mit dem 2. Medaillengewinn in Peking geliebäugelt werden.
Dank starken Leistungen in der Speed-Disziplin, dem Super-G, hatten sich Théo Gmür als Zweiter im Zwischenklassement, Robin Cuche als Vierter und Thomas Pfyl als Sechster eine vorzügliche Ausgangslage erarbeitet.
Den Anfang vom Ende machte Pfyl
Doch dann folgte später am Tag der Slalom – und für das Schweizer Trio eine kollektive Ernüchterung. Der Lauf von Pfyl, eigentlich ein ausgewiesener Slalomspezialist, bedeutete der Anfang vom Ende. Der 35-Jährige, der 2006 in Turin schon je eine Silber- und Bronzemedaille bei Winterspielen hatte erobern können, kam nie richtig auf Touren und fädelte früh ein.
Der übernächste Athlet am Hang von Yanqing war Teamkollege Cuche. Der Romand konnte seinen Vorsprung nicht verwalten, verlor stattdessen bis ins Ziel deutlich Zeit und musste am Ende mit Schlussrang 8 Vorlieb nehmen. Damit ergatterte sich Cuche nach Rang 6 im Super-G immerhin sein 2. Diplom bei der Paralympics-Ausgabe 2022, war mit dieser Ausbeute aber nicht zufrieden. Sein Rückstand auf den Champion Arthur Bauchet betrug fast sechseinhalb Sekunden. Der Franzose reüssierte vor Santeri Kiveri (FIN) und Adam Hall (NZL).
Derweil stach auch der letzte Schweizer Trumpf nicht: Gmür patzte unterwegs mehrfach, überquerte zwar abgeschlagen die Ziellinie, wurde hinterher aber aus der Wertung gestrichen. Der Bronze-Gewinner der Abfahrt zwei Tage zuvor wirkte hinterher völlig entkräftet und freut sich nun auf eine Pause bis zum letzten Renneinsatz im Riesenslalom.
Auch sitzend zwei Ausfälle
Aus Schweizer Sicht war hinterher die Luft auch in der Monoski-Entscheidung draussen. Pascal Christen, nach dem 1. Durchgang auf Position 7 gelegen, setzte den Ausfall-Reigen nahtlos fort. Auch Murat Pelit, der schon am Vormittag im Super-G als 17. von 18 Klassierten keine grossen Stricke hatte zerreissen können, taucht nicht im Schlussklassement auf.
Gold sicherte sich der Halbzeit-Führende Jesper Pedersen aus Norwegen. Er verwies die beiden Niederländer Jeroen Kampschreur und Niels de Langen auf die folgenden Podestplätze.
Weitere Entscheidungen auf der Piste
Im Feld der Frauen gingen die Goldmedaillen an Anna-Lena Forster aus Deutschland (sitzend), an die Schwedin Ebba Aarsjoe (stehend) und bei den sehbeeinträchtigten Athletinnen an Henrieta Farkasova aus der Slowakei.
Schliesslich feierte auch Italien dank Giacomo Bertagnolli einen Sieg: Der 23-Jährige setzte sich bei den Sehbeeinträchtigten vor Johannes Aigner (AUT) und Neil Simpson (GBR) durch.