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Philippe Allain, Sie waren früher bei der Armee. Wie sind Sie darauf gekommen, zur Polizei zu wechseln?
Meine frühere Arbeit als Berufsoffizier bei der Schweizer Luftwaffe hat mir gut gefallen. Trotzdem habe ich mich immer gefragt, wie ich meine Kenntnisse im Bereich der Sicherheit auch im Alltag anwenden könnte. Dann sah ich ein Inserat, wo die Kapo Freiburg einen Stabsoffizier suchte. So habe ich mich beworben …
Welche Aufgaben müssen Sie als Kommandant erfüllen?
Führen, planen, entscheiden, aber auch überzeugen … – und vor allem viel zuhören. Ich muss schauen, dass die Polizei das richtige Personal mit der besten Ausbildung hat. Ausserdem muss ich sicherstellen, dass die Polizei die Einsätze so durchführt, wie es von der Bevölkerung und den Behörden erwartet wird.
Was halten Sie von Hass gegen die Polizei? Wie gehen Sie damit um?
Ich kann diese Frage nicht wirklich beantworten. Manche rufen an, damit wir ihnen helfen oder um geschützt zu werden. Manche denken, dass wir nur Sorgen verursachen und dass unsere Arbeit nicht nötig ist. Ob Leute uns hassen? Wirklich hassen? Es sind sehr wenige; die meisten Leute haben Respekt vor uns. Aber ein Polizist weiss, dass er nicht immer geliebt wird.
Was sind aktuell die grössten Herausforderungen für die Polizei?
Für mich sind die grössten Herausforderungen, dass die Polizei zweisprachig (deutsch und französisch) ist, die Motivation des Personals, die Digitalisierung und dass die Bevölkerung überzeugt ist, dass die Polizei gute Arbeit leistet.
Was würden Sie heute sofort ändern, wenn Sie die Befugnis dazu hätten?
Ich würde alle, die die Polizei kritisieren, einmal zu uns bitten, damit sie sehen, wie schwierig es ist, bei der Polizei zu arbeiten. Das würde so manchem die Augen öffnen.