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Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Filter sind Schnipsel, die wechselnde Sichtweisen bei der Bewegung im und durch das Internet zum Thema haben. Wie ein Kleinkind, das lernt, dass sich vorwärts zu bewegen mehr bedeuten kann als nur das Ziel auf einer geraden Linie zu erreichen, sollten wir unterschiedliche Begriffe finden für unterschiedliche Weisen, sich in einem nonlinearen System zu bewegen», so die Künstler selbst.
Der zweite Filter, filter: mille miglia baut, wie filter: four letter words auf dem Prinzip des Spiels auf. Hier ist das alte Brettspiel Labyrinth: Ein lustiges Autorennen eine Referenz wie auch ein Würfellaufspiel eines Oldtimerrennens durch Bayern und Österreich. Verknüpft mittels Hyperlinks wird von Studer / van den Berg eine interaktive Bildkarte generiert, die sich «befahren» lässt. Der Link des Hypertextes wird hier auf das Bild übertragen, als Vorläufer dessen, was sich bei Studer / van den Bergs späterer Arbeit in der Fortbewegungsweise eines Point-and-click-Spielmechanismus zeigen wird.
(Text: Sabine Himmelsbach)
Monica Studer, (*1960), Zürich, Schweiz, und Christoph van den Berg, (*1962), Basel, Schweiz, leben und arbeiten in Basel.
Zusammenarbeit als Künstler seit 1991, Internet Projekte seit 1996. 2003 Gastprofessur für Neue Medien an der Kunsthochschule Kassel.