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Lorbeer
Der Echte Lorbeer hat sich, aus Vorderasien kommend, über den Mittelmeerraum bis zum pazifischen nordwestlichen Nordamerika verbreitet.
Da er nur bedingt winterhart ist, überlebt er nur im Rheinland, am Bodensee und klimatisch ähnlich milden Gebieten Deutschlands mit Winterschutz ganzjährig ausgepflanzt im Freien. Auf Helgoland findet man einige große ausgepflanzte Exemplare, die seit den 1980er-Jahren erfolgreich ohne Winterschutz gedeihen. In raueren Gebieten kann er nur als Kübelpflanze gehalten werden. Als ausgepflanzte Freilandpflanze gedeiht er auch in Südirland und übersteht aufgrund der klimatischen Verhältnisse die dortigen Winter problemlos.
Inhaltsstoffe
In der Frucht (Fruct. Lauri) kommen ätherische und fette Öle vor. Werden die Früchte gepresst und ausgekocht, so ergibt sich ein Gemenge, das Oleum Lauri (Lorbeeröl) genannt wird. Es ist durch Chlorophyll grün gefärbt und ist eine salbenartige, bei 36 °C schmelzende Masse. Im Einzelnen enthält die Frucht bis zu 30 % fettes Öl und etwa 1 % ätherisches Öl (Terpene, Sesquiterpene, Alkohole und Ketone).
Das Blatt enthält 1,3 % ätherisches Öl (Ol. Lauri folii), darin 45 % Cineol, 12 % Terpene, 3–4 % Sesquiterpene, 3 % Methyleugenol und weiter α- und β-Pinen, Phellandren, Linalool, Geraniol und Terpineol. Stoffe (G/O).
Verwendung
Der Echte Lorbeer wird als Gewürzpflanze verwendet: Das Aroma der Blätter des Lorbeerbaums passt zu Suppen, Eintöpfen, Fleischgerichten, aber auch zu Fisch. Die Blätter dienen auch zum Würzen eingelegter Gurken und Heringe, für Sülzen und zur Essigaromatisierung. Lorbeerblätter sind Bestandteil des Bouquet garni in der französischen Küche.
In der gesamten Pflanzenwelt existieren Pflanzenarten mit aromatischen Blättern. Viele davon werden als Lorbeer bezeichnet, obwohl sie geschmacklich mit dem Echten Lorbeer kaum Ähnlichkeit zeigen. Hierzu gehören der Indische Lorbeer (Cinnamomum tamala), der Westindische Lorbeer (Pimenta racemosa), der Indonesische Lorbeer (Syzygium polyanthum), der Kalifornische Lorbeer (Umbellularia californica) und der Mexikanische Lorbeer (Litsea glaucescens). Die meisten dieser Pflanzen werden nur in ihrem Herkunftsgebiet genutzt.
Lorbeerfrüchte (Fructus Lauri) wurden früher in hautreizenden Salben verwendet.
Außerdem wurden sie als Insektenrepellent und als Antiparasitikum in Salbe verwendet, zum Beispiel gegen Läuse und Krätzemilben. Wegen der Möglichkeit einer allergischen Kontaktdermatitis ist die Anwendung der Salbe aus medizinischer Sicht allerdings nicht unbedenklich. Ferner wird Fruct. Lauri beim Milchvieh gegen Euter-Erkrankungen und als Brunstmittel für Kühe und Schweine verordnet.
Lorbeeröl ist eine butterartige, grünliche Masse, die bei circa 30 °C schmilzt und durch Auspressen der erwärmten und zerkleinerten Lorbeerfrüchte gewonnen wird.[6] Auch durch Destillation von Lorbeerblättern kann Lorbeeröl gewonnen werden. Es besteht zu circa 95 Prozent aus fettem Öl und zu 5 Prozent aus ätherischem Öl. Lorbeeröl dient medizinisch zum Einreiben, wird eingesetzt bei Prellungen, Verstauchungen und rheumatischen Beschwerden und bei Hämatomen. Bei Pferden fördern hyperämisierende Einreibungen am Huf das Hornwachstum. Außerdem findet das Öl heute Anwendung als Duftkomponente in der Parfümerie und für Liköre. Lorbeeröl enthält auch die zur Körperreinigung, Hautpflege und Heilung eingesetzte Aleppo-Seife, je nach Rezeptur einen Ölanteil von zwei bis 60 Prozent bei der Herstellung.
Es wurde behauptet, dass der Echte Lorbeer zu Trance und Bewusstseinsstörungen führt, wenn er in größeren Mengen genossen wird. Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht belegt. So wird vermutet, dass die Visionen der Priesterinnen des Orakel von Delphi durch den Genuss von Lorbeer beeinflusst waren. Im Mittelalter galt Lorbeer als Heilmittel gegen die Pest. Außerdem stand Lorbeer im Ruf, vor Zauber und Feuer zu schützen.
Geschichte
Die Herkunft des botanischen Gattungsnamens für den Baum (Laurus) ist unbekannt, dagegen erinnert die altgriechische Bezeichnung daphne (δάφνη) daran, dass sich die Nymphe Daphne in einen Lorbeerstrauch verwandelte, um den Nachstellungen Apolls zu entgehen. Dieser trug als Zeichen seines Kummers über die nicht erwiderte Liebe einen aus Zweigen gewundenen Lorbeerkranz.
In einigen Sprachen Südosteuropas und des Nahen Ostens wurde der griechische Name des Lorbeers übernommen: Hebräisch aley daphna (עלי דפנה), türkisch defne, albanisch dafinë, bulgarisch dafinov list (дафинов лист), rumänisch dafin. Im Neugriechischen hat sich der Name ohnehin erhalten (δάφνη, Aussprache: dafni).
Beim Einzug als erfolgreicher Triumphator in die Stadt Rom war der Feldherr mit Lorbeer bekränzt (Corona triumphalis). Mit dem Übergang zum Kaiserreich trugen auch die römischen Kaiser einen Lorbeerkranz, und später erhielten ihn auch Sieger bei Spielen. Der Lorbeerkranz steht bis heute sprichwörtlich für eine besondere Auszeichnung. Er gilt als Symbol des Ruhmes, Sieges und Friedens. Im angelsächsischen Raum gibt es den offiziellen Titel des poet laureate („lorbeergekrönter Dichter“).
Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland. Sie wird vom Bundespräsidenten vergeben und wurde ursprünglich von Theodor Heuss (1950) gestiftet.
Laurus nobilis ist auch Namensgeber für den Laureus World Sports Awards, der auch als Sport-Oscar angesehen wird.
Text aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Lorbeer
Das Loorbeeröl
Lorbeeröl ist aufgrund seiner antiseptischen und die Durchblutung steigernden Eigenschaften seit langer Zeit im Orient bekannt.
Es hemmt eine Talgdrüsenüberfunktion, weshalb Seifen und Lotionen mit Lorbeeröl besonders wirkungsvoll bei unreiner Haut, Akne oder auch bei Schuppen sind.
Lorbeeröl hat aber auch eine vitalisierende Eigenschaft auf unsere Hautzellen, weshalb es äußerst effektiv gegen Schuppenflechte hilft, jedoch ebenfalls für normale Haut geeignet ist. Lorbeere verleiht der Haut eine frische und besonders lebendige Erscheinung.
Lorbeeröl hat eine gute Wirkung auf das Lymphsystem, so können Einreibungen mit Lorbeeröl geschwollene Lymphknoten spürbar entlasten.
Das Öl wurde traditionell verwendet, um Verdauungsbeschwerden zu mildern, es ist bekannt als antiseptisches, antimikrobielles, schleimlösendes und antiinfektiöses ätherisches Öl.
Es unterstützt die Atmung und das Immunsystem, besonders wenn man einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist. Vorteilhaft ist diese Wirkung auch auf Reisen, wenn man in fremden Ländern unterwegs ist.
Ferner gilt Lorbeeröl als Mittel bei rheumatoider Arthritis, es ist bekannt als Antidepressivum und wird auch gerne in hautpflegenden Produkten wie Cremes und Salben eingesetzt.
Sagen und Sagenhaftes zur Lorbeere
Die Lorbeere war Apollon, dem Sohn Jupiters, geweiht. Apollon war im antiken Griechenland der Gott des Lichts, stand auch für die sittliche Reinheit und er war auch der Schutzherr des Orakels von Delphi.
Lorbeeröl wird oft als Einreibung eingesetzt. Es hilft aber auch besonders gut zur Vertreibung von Fliegen, die den Duft so gar nicht mögen. In südlichen Ländern streichen zum Beispiel Fleischer die Fenster und Türen ihrer Metzgereien mit Lorbeeröl ein, damit die Fliegen draußen bleiben.
Lorbeeröl hat eine rückfettende Wirkung, es öffnet die Hautporen. Es hat eine desinfizierende, beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf die Haut. Es wirkt stark rückfettend auf die Haut, ist also auch bei trockener Haut anwendbar.
Die antiseptische Wirkung kann bei Schuppenflechten helfen, auch bei verschiedenen Allergien, bei Ekzemen und kann auch bei Akne angewandt werden. Das Lorbeeröl stärkt den Magen, es fördert die Verdauung.
Lorbeeröl weckt innere geistige Energien und schafft Klarheit. Es ist frisch und aromatisch, es ist kräftig und schenkt uns Kraft. Es vertreibt Verwirrung und Unklarheit, es wirkt beruhigend, begeisternd, erdend, beglückend und harmonisiert. Es schenkt uns mehr geistige Beweglichkeit, es stärkt unser Selbstvertrauen.
Lorbeeröl hat u. a. folgende Eigenschaften:
Begeisternd
Beglückend
Beruhigend
Depressionsmildernd
Erdend
Für die Hautpflege
Geistige Beweglichkeit
Geruchsneutralisierend
Harmonisierend
Innere Sicherheit
Konzentrationsfördernd
Mehr Selbstvertrauen
Text aus: http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/lorbeer.htm