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Komplex verarbeitete Lebensmittel erhöhen das Risiko, an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie unter Beteiligung der kanadischen University of Hamilton. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Krankheitsdaten und Ernährungsgewohnheiten von rund 116 000 Menschen aus 21 Ländern analysiert.
Erwiesen ist, dass die Zahl der chronischen Darmerkrankungen seit Jahrzehnten zunimmt – in den Industrieländern und den wirtschaftlich aufsteigenden Staaten Ostasiens. Die Studie konnte den Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankungsrisiko herausstellen: Demnach haben Menschen, die täglich eine bis vier Portionen Fertignahrung zu sich nehmen, gegenüber Menschen, die weniger als eine Portion pro Tag verzehren, ein um 67 Prozent erhöhtes Risiko, an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu erkranken.
Besonders gesundheitsgefährdend sind laut der Studie Erfrischungsgetränke, gesüsste oder stark gesalzene Lebensmittel sowie industriell verarbeitetes Fleisch. Doch nicht nur raffinierter Zucker und Salz setzen der Gesundheit zu. Auch künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Aromen, Stabilisatoren und Emulgatoren schaden der Darmgesundheit. Sie stehen im Verdacht, die Darmflora zu beeinträchtigen und die Schleimhaut zu schwächen, sodass die Darm-Blut-Schranke verändert wird. In der Folge können Entzündungsreaktionen im Darm entstehen.