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Seit seinem Weltmeistertitel im Jahr 2012 konnte der Fricktaler an Titelkämpfen keine Einzelmedaille mehr gewinnen. Entsprechend gross war seine Freude: “Ich war das ganze Rennen konzentriert, wählte sichere Routen und konnte am Schluss nur noch rennen.” Der Sprintwettkampf in Jesenik, vorwiegend in parkähnlichem Gelände, forderte die Athleten sowohl technisch als auch physisch. Nicht weniger als 130 Höhenmeter mussten auf der 3,4 Kilometer langen Bahn überwunden werden.
Zwei Sekunden hinter Kyburz und eine Sekunde hinter dem Schweden Gustav Bergman lief der Oberaargauer Florian Howald überraschend zur Bronzemedaille. Es ist sein erstes Edelmetall an internationalen Elite-Titelkämpfen. Der 24-Jährige sprach von einem perfekten Lauf: “Ich hatte von Anfang an alles im Griff, es war einfach nur super.”
Ohne Medaille blieb der sechsfache Weltmeister und sechsfache Gesamtweltcupsieger Daniel Hubmann. Der gebürtige Thurgauer erreichte den 5. Rang und zeigte sich mit seiner persönlichen Leistung im Grossen und Ganzen zufrieden, auch wenn er sich eine Medaille erhofft hatte. Unwesentlich hinter Daniel Hubmann klassierte sich sein jüngerer Bruder Martin Hubmann im 7. Rang. Mit zwei Medaillen, einem Diplom und einem weiteren Top-10-Platz lieferten die Schweizer Männer eine sehr gute Teamleistung ab.
Bei den Frauen verteidigte Judith Wyder ihren Europameistertitel von 2014 erfolgreich. Die 27-Jährige sicherte sich die Goldmedaille in einem äusserst knappen Rennen. Die Ukrainerin Nadja Wolynska wurde mit fünf Sekunden Rückstand Zweite.
Für Wyder ist es der vierte EM-Titel im Einzel und die zweite Medaille an den Titelkämpfen in Tschechien. Am Samstag hatte sie Bronze mit der Sprintstaffel gewonnen. Wyder hatte nur kleine Unsicherheiten zu verzeichnen, blieb ansonsten aber fehlerfrei.
Die Tessinerin Elena Roos sicherte sich mit Platz 6 erstmals ein EM-Diplom. Nicht im Final vertreten war Rahel Friederich. Die gebürtige Baslerin hatte in der Qualifikation am Vormittag irrtümlich den neunten Posten ausgelassen.
(SDA)