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Radon
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Jährlich gehen zwischen 200 und 3oo Lungenkrebstodesfälle auf die Belastung der Raumluft durch Radon zurück. Radon ist ein im Boden produziertes, natürliches Edelgas. Es ensteht in der Uranzerfallsreihe. Beim natürlichen Zerfall von Uran entsteht u.a. Radium und daraus wiederum Radon. Radonatome können weiter zu Polonium, Blei und Wismuth zerfallen. Auch diese Radonfolgeprodukte sind radioaktiv und schweben in der Raumluft. In Innenräumen lagern sie sich allmählich an Gegenständen, Staubpartikeln und feinsten Schwebeteilchen an. Beim Atmen können Sie in die Lunge geraten und sich auf dem Lungengewebe ablagern und dieses bestrahlen was anschliessend zu Lungenkrebs führen kann.
Je durchlässiger der Untergrund, desto eher kann Radongas bis zur Erdoberfläche aufsteigen. Daher ergeben sich grosse lokale Unterschiede. Grundsätzlich kann Radon überall vorkommen. In der Schweiz sind die höchsten Radonkonzentrationen hauptsächlich in den Alpen und im Jura vorhanden, aber auch im Mittelland gibt es vereinzelt hoch belastete Gebiete.
Ob Radongas in Gebäude eindringt, hängt in erster Linie davon ab, wie dicht ein Gebäude gegenüber dem Untergrund ist. Undichte Stellen in der Gebäudehülle sind u.a. Risse und Fugen in Wand und Boden, Durchführung von Kabeln und Rohre oder auch Kellerböden aus Erde oder Kies.