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In den Sommermonaten zeigt das Museum Haus Konstruktiv auf vier Stockwerken eine umfassende Einzelschau des international viel beachteten deutschen Künstlers Imi Knoebel (*1940 in Dessau, DE, lebt in Düsseldorf, DE). Knoebel, der zwischen 1964 und 1971 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studierte und u.a. mit Imi Giese, Blinky Palermo und Jörg Immendorff der legendären Klasse von Joseph Beuys angehörte, bildete bereits während der Studienjahre eine radikal minimalistische Formensprache aus. Zu Beginn von Imi Knoebels Laufbahn stellte das Werk des russischen Suprematisten Kasimir Malewitsch einen wichtigen Bezugspunkt dar. In Ablehnung jeglicher Abbildfunktion entwickelte er einen autonomen Ansatz, mit dem er zu einer vorwiegend seriellen Arbeitsweise gelangte, die von einem haptischen Einsatz der Farbe, einem geometrischen Formenvokabular und einer insgesamt schlichten Materialästhetik geprägt ist. Im Erdgeschoss des Museum Haus Konstruktiv inszeniert Knoebel mit Raum 19 III (1968/2006) die dritte Version seines Schlüsselwerks: ein ortsspezifisch arrangiertes Environment, das aus dem reichhaltigen Konvolut seiner Werke aus Hartfaserplatten schöpft und im Wesentlichen sein dreidimensionales Skizzenbuch darstellt.