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Manchmal ertappt man sich bei der menschlich sehr verständlichen Regung, nun müsse es doch einmal besser werden.
von Karl-Jürgen Müller*
Am Samstag, den 13. Mai 2017, wurden solche Regungen erneut eines Besseren belehrt. Unverfroren folgt die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) auch heute noch dem 1895 erschienenen Hauptwerk von Gustave Le Bon, «Die Psychologie der Massen».
Dort ist zu lesen:
«Die reine, einfache Behauptung ohne Begründung und jeden Beweis ist ein sicheres Mittel, um der Massenseele eine Idee einzuflößen. Je bestimmter eine Behauptung, je freier sie von Beweisen und Belegen ist, desto mehr Ehrfurcht erweckt sie. […] Die Behauptung hat aber nur dann wirklich Einfluss, wenn sie ständig wiederholt wird […] Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird. […] Wenn eine Behauptung oft genug und einstimmig wiederholt wurde, […] so bildet sich das, was man eine geistige Strömung nennt, und der mächtige Mechanismus der Ansteckung kommt hinzu. Unter den Massen übertragen sich Ideen, Gefühle, Erregungen, Glaubenslehren mit ebenso starker Ansteckungskraft wie Mikroben.»
NZZ, Gustave Le Bon und Edward Bernays
Oder soll man einen geistigen Nachfahren von Le Bon zitieren, den…..