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Allgemein definiert ist Farbenblindheit eine Sehschwäche für Farben. Wenn du farbenblind bist, kannst du entsprechend keine Farben erkennen. Die Farbenblindheit ist jedoch differenzierter zu betrachten, denn es gibt eine Farbschwäche und eine Farbfehlsichtigkeit. Die Farbschwäche zeigt sich als Rot-Grün-Schwäche. Du kannst beide Farbtöne nicht sehen, andere Farben jedoch schon. Zwei von drei Farbrezeptoren im Auge sind defekt. Ein ähnlicher Effekt tritt auch bei Astigmatismus auf. Durch die Hornhautverkrümmung werden Lichtstrahlen nicht in einem Punkt, sondern auf einer Linie gebündelt. Eine totale Farbenblindheit ist eine autosomal-rezessive Krankheit und erblich bedingt. Menschen, die daran leiden, sehen nur Graustufen. Die Erkrankung der Netzhaut wird Achromatopsie genannt. Sie bewirkt in der Regel auch eine mangelnde Sehschärfe und Überempfindlichkeit bei hellem Licht. Auch die Farbschwäche ist genetisch bedingt und beruht auf einer Fehlbildung der Sinneszellen. Diese lässt sich jedoch korrigieren, wenn du eine Rot-Grün-Brille trägst. Die Modelle gibt es von verschiedenen Marken, so von Pilestone, Enchroma und Colorlite. Du kannst über den Test mit Ishihara-Farbtafeln herausfinden, ob du eine Rot-Grün-Schwäche hast. Der Sehtest wurde 1917 von dem Augenarzt Shinobu Ishihara entwickelt und erfolgt mit Tafeln und Bildern, auf denen verschiedene farbige Punkte zu sehen sind. Wenn deine Sicht normal ist, kannst du durch das Unterscheiden von Rot und Grün die dortigen Motive erkennen. Wenn du eine Farbschwäche hast, nimmst du sie nicht wahr.
Deine Netzhaut enthält vier Arten von Sinneszellen, die für die Lichtverhältnisse zuständig sind, und drei Arten, die für die Farben zuständig sind. Diese werden Zapfen genannt und erlauben die Wahrnehmung
Ursachen für eine Rot-Grün-Schwäche sind nicht korrekte Ausbildungen dieser Zapfen. Das kann sowohl die blauen, die roten als auch die grünen Zapfen betreffen. Eine Rot-Grün-Schwäche zeigt sich verschieden in der Art, Farben zu sehen. Dabei ist das Farbspektrum mehr oder weniger eingeschränkt. Bei einer Rot-Grün-Schwäche nimmst du beide Farbtöne gleich wahr. Da die Schwäche von Geburt an vorhanden ist, weisst du nicht, wie die Farbwelt ansonsten aussieht und bemerkst auch keine tatsächlichen Einschränkungen. Neben der Rot-Grün-Schwäche gibt es, in Abhängigkeit der betroffenen Zapfen, auch die Blau-Blindheit. Bei einer Grünschwäche sind die Grüntöne weniger intensiv, bei einer Rotschwäche die roten Farbtöne. Auch die Unterscheidung fällt schwerer. Auswirkungen zeigen sich dann bei anderen Farbtönen, darunter bei der Wahrnehmung von Gelb oder Braun.
Eine Brille für Farbenblinde hilft dir, die Farbschwäche zu überbrücken und so Farben in einem normalen Verhältnis zu erkennen. Das ist allerdings nur bei hellem Tageslicht möglich, daher trägst du die Brille wie eine Sonnenbrille (so wirkt sie auch optisch). Die Brille ist dazu gedacht, deine Sicht zu verbessern, wobei sie bei jedem anders wirkt, da die Farbschwäche individuell mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Eine Heilung der Farbschwäche ist durch die Brille allerdings nicht möglich.
Die Brillen gibt es für Farbschwächen und für Farbenblindheit. Sie sorgen durch dafür, dass das Gehirn die Signale der Augen korrigiert und Farben richtig wahrnimmt. Das Buntsehen basiert hier auf der farbigen Beschichtung der Gläser. Diese besteht aus vielen einzelnen Schichten, die jeweils eine bestimmte Wellenlänge des Lichts reflektieren. Sie gleichen die Farbschwäche aus, indem sie die Wellenlängen trennen und die störende Farbe herausfiltern. Damit wird das Gehirn getäuscht, sodass es ihm möglich ist, die gefilterten Lichtsignale als wirkliche Farbtöne wahrzunehmen. Zwar kann die Brille die Farbsehschwäche nicht heilen, beim Absetzen hält der Effekt jedoch eine Weile an. Die Farbtöne der Brille sind verschieden und als Filter gedacht.
Aktuell sind die Brillen für Farbenblinde noch ohne Sehstärke erhältlich. Möglich ist allerdings, dass du in der Brillenfassung die Spezialgläser und darunter Kontaktlinsen trägst. Wenn die Lichtverhältnisse optimal sind, ist es mit der Brille und den Kontaktlinsen möglich, die Farben wieder komplett wahrzunehmen und gleichzeitig alles in der gewünschten Sehstärke zu erkennen. Anders sieht das natürlich in Innenräumen oder bei Dämmerung aus.
Neben den Brillen sind auch Kontaktlinsen eine gute Alternative, um die Ursachen der Farbschwäche zu korrigieren. Die Linsen stimulieren ebenfalls durch Farbfilter die Stäbchen und Zapfen im Auge und gleichen fehlende Farbtöne und Pigmente aus. Die Anzahl der wahrnehmbaren Farbpigmente steigt von etwa zweitausend auf sechstausend. Solche Kontaktlinsen sind bei einem Augenoptiker erhältlich.
Von Pilestone gibt es High-Tech-Brillen, die dir ermöglichen, Farben wieder ganz naturgetreu zu erleben. Dabei wird durch die weiterentwickelte Technologie die Farbenblindheit nicht nur korrigiert, sondern mit der Brille ist auch das Bestehen eines Farbenblindtests möglich. Pilestone stellt die Brillen für Farbenblinde in Entwicklungslaboren her.
Das Ophthalmoskop gehört zur standardmässigen Ausstattung in der Augenheilkunde. Mit diesem handlichen Gerät sucht der Augenarzt mit einem speziellen Verfahren nach Erkrankungen des Auges, indem er in den Glaskörper hineinsieht. Die Ophthalmoskopie, auch als Funduskopie und Augenspiegelung bekannt, wird aber auch von Medizinern anderer Fachgebiete verwendet. Grund dafür sind die feinen Adern in der Netzhaut, an denen ein Arzt auch erkennen kann, ob ein Patient beispielsweise durch Bluthochdruck oder Diabetes bereits Schäden an den blutführenden Gefässen davon getragen hat. Die Verwendung eines Ophthalmoskops bedarf einiger Erfahrung, weil es nicht ganz einfach ist, hinter der Pupille den Augenhintergrund auszuleuchten.
Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko für Sehstörungen und Krankheiten an den Augen deutlich zu. Um vor allem schwerwiegende Krankheiten, wie die bis zur Erblindung führende Makuladegeneration, frühzeitig zu erkennen, sind regelmässige Untersuchungen beim Augenarzt empfehlenswert. Du kannst dein Sehvermögen aber auch selbst testen: Der Amsler-Gitter-Test ist aufgrund seiner Einfachheit schnell zu Hause durchzuführen. Was das Amsler Gitter ist, wann sich ein Test lohnt, welche Erkrankungen du damit erkennst und bei welchen Symptomen eine ärztliche Behandlung notwendig ist, erfährst du im folgenden Ratgeber. Ausserdem erläutern wir, welche Behandlungsoptionen es bei der Makuladegeneration gibt.
Die Regenbogenhautentzündung, auch Iritis genannt, gehört in der westlichen Welt zu den häufigsten entzündlichen Krankheiten der Augen. Sie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die ohne Behandlung zu schweren Komplikationen führen kann. Die häufigsten Ursachen, mögliche Risikofaktoren, die die Entzündungen begünstigen können, typische Symptome, Therapiemöglichkeiten und vieles mehr zu diesem Thema, haben wir für dich zusammengefasst.
Ein erhöhter Augendruck kann das Risiko für verschiedene Augenkrankheiten steigern und zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Doch welche Ursachen gibt es für den erhöhten Innendruck, welche Symptome verraten ihn und gibt es sinnvolle Methoden für Therapie und Früherkennung? Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Augendruck haben wir nachfolgend für dich zusammengestellt.
Du möchtest dir eine neue Brille zulegen? Dann benötigst du nicht nur Werte wie Dioptrien, Sphäre und Zylinder, sondern auch die sogenannte Pupillardistanz. So wird der Abstand von der Mitte der Pupillen bis zu deinem Nasenrücken bezeichnet. Dieser Augenabstand ist bei der Brillenherstellung wichtig, denn nur so ist gewährleistet, dass sich der Brillenglasmittelpunkt direkt vor deinen Pupillen befindet und du scharf sehen kannst.
„Visus“ ist der lateinische Begriff für die Sehstärke oder Sehschärfe. Hierbei handelt es sich um einen messbaren Wert, der angibt, wie gut jemand seine Umwelt visuell wahrnehmen kann. Der Visus ist zum Beispiel dann wichtig, wenn du dir eine Brille anfertigen lässt. In der Augenheilkunde spielt der Visus ebenfalls eine wichtige Rolle. Welche das ist und wie der Visus definiert ist, erfährst du im folgenden Text.