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Donald Trump hat die US-Präsidentschaftswahl für sich entschieden und wird damit der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Der umstrittene Republikaner entschied am frühen Mittwochmorgen wichtige Schlüsselstaaten für sich - darunter Florida, North Carolina und Ohio. Seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton gewann in Virginia und Colorado.
Die Siege Trumps kamen überraschend, er sicherte sich die meisten der umkämpften Wechselwähler-Staaten. Eigentlich war Clinton als Favoritin in die Wahl gegangen - unter den anfangs über 20 Bewerbern beider Parteien war sie die einzige mit weltpolitischem Ruf und langjähriger Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene. Fünf Gründe, warum sie Donald Trump nicht abschütteln konnte:
Grund Nummer 1: Sie unterschätzte Bernie Sanders
Hillary Clinton unterschätzte Bernie Sanders. Der Senator aus Vermont kam mit einem neuen, viel frischeren Politikansatz auf die Bühne, seine Kundgebungen waren wie Rockkonzerte. Die jungen Leute folgten ihm in Scharen. Clinton hatte darauf keine eindeutige Antwort - und musste sich Sanders im Vorwahlkampf noch erwehren, als Trump schon längst Richtung Wahl am 8. November blickte.
Grund Nummer 2: Altbackene Konzepte
Sie kommt mit altbackenen Konzepten daher. Der Wahlkampf der Frau, die seit 30 Jahren politisch aktiv ist, lief im Grunde nicht viel anders als der ihres Mannes Bill in den 1990er Jahren. Clinton entspricht nicht dem sehnlichen Volkswunsch nach Wandel.
Grund Nummer 3: Nicht vertrauenswürdig
Sie schaffte es nicht, ihr Glaubwürdigkeitsproblem abzuschütteln. Die Mehrheit der Amerikaner vertraut Clinton nicht. Selbst der nachweisliche Lügner Donald Trump wurde von vielen als vertrauenswürdiger eingeschätzt, auch weil er gezielt in Clintons offene Flanken stiess.
Grund Nummer 4: Die E-Mail-Affäre
Clinton konnte die Email-Affäre nie ganz beilegen, auch, weil sie nie reinen Tisch machte. Auch wenn in den nun veröffentlichten E-Mails kaum belastendes Material zu finden ist. Die halbseidenen Informationen rund um ihre Beraterin Huma Abedin und deren Mann Anthony Weiner oder Clintons Verflechtung von Regierungsamt und Privatinteressen ihrer Stiftung - all das nährte Zweifel an ihrer Integrität.
Grund Nummer 5: Beleidigung von Trumps Unterstützern
Clinton sagte, die Hälfte der Trump-Anhänger könne man in einen «Sack von Kläglichen» stecken. Dies zeige, wie verächtlich Clinton über seine weissen, wirtschaftlich hart getroffenen Unterstützer spreche, konterte Trump. Clinton ruderte zurück: Es sei nie eine gute Idee, etwas grob zu verallgemeinern.
Grund Nummer 6: Ihr Image
Clintons Persönlichkeit ist nicht die der volksnahen Führerin. Sie wird als eiskalte Karrierefrau wahrgenommen: berechnend, aber nicht liebevoll; scharfsinnig, aber nicht mitfühlend. Amerika strebt nach dem idealen Präsidenten. Ihr Image konnte Clinton jedoch nicht massgeblich verändern - trotz kräftiger Mithilfe der Familie um Ehemann Bill und Tochter Chelsea.
(sda/ccr)
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