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|Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 9. Oktober 2012 die vom Alpenparlament am 26. April 2011 eingereichte Petition vorgeprüft.

Die Petenten verlangen vom Parlament, dass die sogenannten Chemtrails" über schweizerischem Luftraum per sofort eingestellt werden.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, der Petition keine Folge zu geben.
1.
Inhalt der Petition
Die 2668 Unterzeichnenden sind über den Zustand des schweizerischen Luftraums besorgt. Insbesondere würden sogenannte Chemtrails" die Luft beschmutzen, indem sie den Himmel mit chemisch angereicherten Stoffen wie Barium oder Aluminium besprühen. Dies werde gemäss Petenten in naher Zukunft zum Beispiel zu Missernten und Wasserknappheit führen.
Aus diesen Gründen fordern sie den Bundesrat und das Parlament auf, dass über die technischen Luftbewegungen" Klarheit geschaffen werde. Insbesondere fordern die Petenten, dass
- Chemtrails" per sofort eingestellt werden,
- Fluggesellschaften, die den schweizerischen Luftraum überfliegen, keine chemischen Zusätze mitführen dürfen und
- die Verursacher solcher Luftverschmutzungen mit einer Geldstrafe von mindestens 10 Millionen Franken gebüsst werden.
2.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission hat sich ausführlich mit Thema Chemtrails" befasst. Gemäss Petenten handelt es sich dabei um künstliche Kondensstreifen, die durch das systematische Versprühen von Chemikalien aus Flugzeugen erzeugt werden. Die Kommission stellt fest, dass seit Jahren Dokumente im Umlauf sind, die behaupten, dass diese absichtlichen Emissionen durchgeführt würden, um zum Beispiel der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Die Kommission befand jedoch, dass diese Hypothese jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehre. Damit schliesst sich die Kommission den Antworten des Bundesrats auf die Interpellationen Recordon 07.3387 (Luftfahrzeugemissionen) und Baettig 11.3530 (Geoengineering gegen Klimaerwärmung. Bewertung der Risiken und der lokalen Auswirkungen) an. Die Kommission möchte zudem darauf hinweisen, dass eine unbewilligte und systematische Versprühung von Chemikalien in der Schweiz verboten sei. Auch seien aufgrund der permanenten Kontrolle des Luftraums solche Emissionen praktisch unmöglich. Zudem werden Flugzeuge regelmässig Kontrollen unterzogen. Dementsprechend ist ein Beimischen von fremden Substanzen in diesem stark kontrollierten Segment unvorstellbar.
Was die Erklärung der geordneten Kondensstreifen betrifft, so ist bekannt, dass sich hinter den Flugzeugen bei genügend hoher Luftfeuchtigkeit künstliche Wolken ausbilden können. Diese bestehen aus Wassertröpfchen und treten meist auf einer Flughöhe von 8 bis 12 km auf. Da diese Höhe vom Flugverkehr am intensivsten genutzt wird, können Muster entstehen, die vom Boden aus wie geordnete Streifen aussehen. Die Kommission betont zudem, dass nicht alle Flugzeuge auf dieser Höhe Kondensstreifen hinterlassen. So können nämlich zwei Flugzeuge unter denselben Bedingungen, aufgrund verschiedener Triebwerke, verschiedene bis keine Streifen produzieren.
Die Kommission ist sich bewusst, dass der globale Luftverkehr durch seine gasförmigen Emissionen zur Veränderung der atmosphärischen Zusammensetzung beiträgt. Dabei muss jedoch zwischen üblichen Emissionen wie Kohlendioxid einerseits und angeblich beigesetzten Aluminium- oder Bariumelementen andererseits unterschieden werden. Die bekannten Abgase bestehen fast ausschliesslich aus heisser Luft und das darin enthaltene Kohlendioxid sei kein beigesetzter Schadstoff, auch wenn er zur Klimaveränderung beitrage.
Aufgrund dieser Überlegungen empfiehlt die Kommission, der Petition keine Folge zu geben.