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Panzernashorn - Rhinoceros unicornis
Barttrappe - Houbaropsis bengalensis
Sunda-Marabu - Leptoptilos javanicus
© 2001 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)
Im Norden Nepals, entlang der Grenze zu China, ragen fünf der sieben höchsten Berge unseres Planeten in den Himmel, darunter der Mount Everest, der mit 88048 Metern den absoluten Höhenrekord hält. Sie alle sind Teil des enormen Himalaja-Gebirges, an dessen Südflanke Nepal liegt.
Es ist darum wenig überraschend, dass wir beim Begriff «Nepal» vor unserem geistigen Auge eine Hochgebirgslandschaft mit ewig schneebedeckten Bergen, kahlen Gebirgstälern und felsenreichen Hochweiden sehen. In der Tat liegen über drei Viertel der insgesamt 147 000 Quadratkilometer messenden Landesfläche in mehr als 1500 Metern Höhe ü.M. Im Süden allerdings fällt Nepal zur Gangesebene hin bis auf 100 Meter ü.M. ab. Dort herrscht ein tropisches Monsunklima mit ergiebigen Sommerregen; dort werden Reis, Hirse, Zuckerrohr, Tabak, Jute usw. angebaut; und dort gedeiht in den vom Menschen noch verschonten Naturlandschaften eine üppig grüne Pflanzendecke, welche einer reichen Tierwelt eine Lebensgrundlage bietet.
In der Tarai, wie die von Flussläufen durchzogene, saisonal überflutete, zum Einzugsgebiet des Ganges gehörende Aufschütt-Ebene am südlichen Fuss des Himalajas heisst, leben beispielsweise das Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)
, die Barttrappe (Houbaropsis bengalensis)
und der Sunda-Marabu (Leptoptilos javanicus)
. Von ihnen soll hier berichtet werden.
Das Panzernashorn
Das Panzernashorn gehört innerhalb der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla) zur Familie der Nashörner (Rhinocerotidae), welche weltweit nur fünf Arten umfasst, von denen drei in Asien und zwei in Afrika vorkommen.
Das Panzernashorn ist eine eindrucksvolle Erscheinung, schwerer als alle anderen Landsäugetiere mit Ausnahme des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana)
, des Asiatischen Elefanten (Elephas maximus)
, des Breitmaulnashorns (Ceratotherium simum)
und besonders grosser Flusspferde (Hippopotamus amphibius)
. Die Kopfrumpflänge beträgt bei erwachsenen Männchen um 3,6 Meter, die Schulterhöhe um 1,8 Meter und das Gewicht um 2,2 Tonnen. Die Weibchen sind kleiner: Sie erreichen eine Länge um 3,4 Meter und wiegen um 1,7 Tonnen. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen tragen auf ihrer Schnauze ein einzelnes, dunkles Horn, welches maximal 50 Zentimeter lang wird.
In der Tarai, welche in ihrem ursprünglichen Zustand aus einem Mosaik von Grasländern, Waldungen und Sumpfgebieten besteht, halten sich die Panzernashörner vor allem in Regionen mit Hochgrasfluren auf. Von Weibchen mit Jungen abgesehen führen sie ein weitgehend einzelgängerisches Leben. Sie streifen in Wohngebieten von zwei bis acht Quadratkilometern Grösse umher, welche mit den Streifgebieten anderer Artgenossen beiderlei Geschlechts stark überlappen. Zwischen den Individuen einer lokalen Population bestehen unterschiedliche Beziehungen. Es gibt diverse Grade der Vertrautheit und Duldsamkeit bzw. Unsicherheit und Unduldsamkeit.
Aktiv sind die Panzernashörner im allgemeinen während der Nacht, am frühen Vormittag und dann wieder am späteren Nachmittag. Während der heissen Stunden des Tages ruhen sie zumeist in einer Suhle oder im Schatten von Bäumen. Ihre Kost besteht zur Hauptsache aus Gräsern, und zwar vor allem aus schilfartigen Hochgräsern. Daneben verspeisen sie allerlei Kräuter, Stauden, Wasserpflanzen, Blätter und Zweige. Bei den meisten Futterpflanzen dient die Oberlippe als Greifwerkzeug. Die Pflanzen werden damit ergriffen und abgerissen oder aber den Kauzähnen zugeschoben und dann abgebissen.
Die Fortpflanzung der Panzernashörner ist nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Nach einer Tragzeit von etwa 16 Monaten bringt das Weibchen gewöhnlich ein einzelnes Junges zur Welt. Dieses wiegt bei der Geburt 60 bis 70 Kilogramm. Es wird von seiner Mutter etwa ein Jahr lang regelmässig gesäugt. Danach nimmt es zunehmend feste Nahrung zu sich, erhält immer weniger Muttermilch und wird schliesslich im Alter von ungefähr 1,5 Jahren entwöhnt. Allerdings bleibt es weiterhin an der Seite seiner Mutter. Erst im Alter von etwa drei Jahren, kurz bevor die Mutter das nächste Junge zur Welt bringt, löst es sich von ihr. Allerdings geschieht dies selten freiwillig: Die Mutter muss ihr halbwüchsiges Junges zumeist mit Gewalt vertreiben. Die Lebenserwartung der Panzernashörner ist recht hoch: In Menschenobhut haben mehrere Individuen ein Alter von mehr als vierzig Jahren erreicht. Der Alterrekord liegt bei 47 Jahren.
Wie bei ihren afrikanischen und südostasiatischen Vettern stellt das heutige Verbreitungsgebiet des Panzernashorns nurmehr einen winzigen Rest des ursprünglichen Areals dar. Man glaubt, dass die Art einst in einem breiten Gürtel quer durch den Norden des Indischen Subkontinents verbreitet gewesen war vom östlichen Pakistan im Westen bis zur indisch-burmesischen Grenze im Osten. Schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die Art aber aus dem heutigen Pakistan und den nordwestlichen Bereichen Indiens verschwunden, und im ganzen übrigen Verbreitungsgebiet waren die Bestände massiv zurückgegangen.
Verschiedene Faktoren hatten zu dieser Situation geführt. Hauptursache war gewiss die stete Ausbreitung der menschlichen Bevölkerung und die damit einhergehende grossflächige Umwandlung des Nashorn-Lebensraum in Kulturland gewesen. Aber auch die Jagd hatte eine wichtige Rolle gespielt. So waren selbst im 19. Jahrhundert noch Prämien auf den Kopf des Panzernashorns ausgesetzt, weil dieses hin und wieder Schäden in Teeplantagen und anderen Pflanzungen anrichtete.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand das Panzernashorn schliesslich am Rand der Ausrottung. Damals überlebten in Nepal und Indien insgesamt wohl keine hundert Individuen mehr. Im allerletzten Moment wurden die längst fälligen Massnahmen zur Rettung des Panzernashorns getroffen: 1910 wurde die Nashornjagd in beiden Ländern vollständig verboten. Zudem richtete man grosse Schutzgebiete ein, um die letzten Tiere nicht den Wilderern auszuliefern.
Erfreulicherweise vermochten sich die winzigen Restbestände in beiden Ländern allmählich zu erholen, und heute schätzt man, dass es wieder etwa 2000 Individuen in freier Wildbahn gibt. Rund die Hälfte hiervon lebt im 430 Quadratkilometer grossen Kaziranga-Nationalpark im nordindischen Bundesstaat Assam. In Nepal beherbergt der 930 Quadratkilometer grosse Royal-Chitwan-Nationalpark etwa 450 Individuen. Ferner existiert ein ausgewilderter Bestand von derzeit ungefähr vierzig Panzernashörnern im 970 Quadratkilometer grossen Royal-Bardia-Nationalpark ganz im Westen Nepals.
Die Barttrappe
Die Barttrappe gehört innerhalb der Ordnung der Kranichvögel (Gruiformes) zur weltweit 25 Arten umfassenden Familie der Trappen (Otididae). Sie ist ein mittelgrosses Mitglied ihrer Sippe, wobei für einmal die Weibchen etwas grösser sind als die Männchen: Erstere weisen ein Gewicht von 1,7 bis 2,2 Kilogramm und eine Kopfrumpflänge von knapp 70 Zentimetern auf, während letztere 1,2 bis 1,7 Kilogramm auf die Waage bringen und im allgemeinen um 64 Zentimeter lang sind.
Wie das Panzernashorn ist die Barttrappe eine Charakterart der Tarai-Region. Sie bewohnt in der Regel feuchte, mit Gebüschen durchsetzte Grasländer und hält sich dort vorzugsweise in Bereichen mit kurzem Büschelgras auf. Auf die Nahrungssuche geht sie stets tagsüber und stellt sich dann eine abwechslungsreiche Kost aus allerlei pflanzlichen und tierlichen Stoffen zusammen. Zu nennen sind vor allem Schösslinge, Blüten, Samen und Beeren, ferner Heuschrecken, Käfer und andere Wirbellose. Manchmal erbeutet sie aber auch eine kleine Schlange oder eine kleine Echse.
Die Fortpflanzung fällt bei der Barttrappe zur Hauptsache in die Monate Mai und Juni. Wie alle männlichen Trappen zeigt der Barttrappenhahn ein reiches Balzverhalten. Letzteres beginnt damit, dass er sich am Boden hoch aufgerichtet hinstellt und die verlängerten Federn an Kehle und Brust bartartig sträubt. Darauf erhebt er sich plötzlich mit geräuschvollen Flügelschlägen etwa drei bis vier Meter in die Luft. Dann segelt er langsam dem Boden zu und äussert durchdringende «Chiik»-Rufe. Befindet er sich noch etwa einen Meter über dem Boden, flattert er erneut ein kurzes Stück steil nach oben, nur um danach abrupt mit halb geschlossenen Flügeln zu Boden zu gehen.
Zwar wendet das Männchen viel Energie auf, um die örtlichen Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Von Vaterpflichten will es aber nichts wissen; die Aufzucht der Jungen obliegt allein dem Weibchen. Dieses legt sein Nest eine am Boden freigescharrte Mulde gut versteckt in besonders dichtem Gras an. Dort hinein legt es seine ein bis zwei Eier. Die Jungen schlüpfen nach einer Brutzeit von 25 bis 28 Tagen. Sie sind weit entwickelte Nestflüchter: Wenige Stunden nach der Geburt verlassen sie bereits das Nest und folgen ihrer Mutter nach. Diese betreut ihren Nachwuchs liebevoll. Ständig lenkt sie die Aufmerksamkeit der Jungen auf irgendwelche Nahrungsdinge, und in den Ruhephasen sowie nachts nimmt sie sie fürsorglich «unter ihre Fittiche».
Die jungen Barttrappen sind im Alter von vier bis fünf Wochen bereits flugfähig, obschon sie dann erst halbwüchsig sind. Im Herbst sind sie ausgewachsen und trennen sich alsbald von ihrer Mutter. Soweit wir wissen, schreiten die jungen Weibchen im Alter von einem Jahr erstmals zur Brut. Bei den Männchen dürfte es hingegen mehrere Jahre dauern, bis sie mit ihrer Balz Weibchen zu beeindrucken und ihr Erbgut weiterzugeben vermögen.
Das Vorkommen der Barttrappe ist bis heute etwas rätselhaft. Die am besten bekannte Population ist im Grenzgebiet zwischen Nepal und Indien beheimatet sowie in angrenzenden Regionen des nordöstlichen Indiens. Allerdings ist die Population innerhalb dieses Gebiets sehr fleckenhaft verbreitet und umfasst schätzungsweise nur 300 bis 400 erwachsene Individuen. Davon leben in Nepal (unter anderem im Royal-Chitwan-Nationalpark) etwa 100. Die Barttrappe ist ferner regelmässig im südlichen Kambodscha und im südlichen Vietnam anzutreffen, doch scheint sie dort nicht zu brüten. Zwar ist man überzeugt, dass diese Population nicht mit derjenigen in Indien und Nepal zusammenhängt; zu gross ist die Distanz. Wo sich deren Brutgebiet befindet, ist aber bis heute schleierhaft.
Der Sunda-Marabu
Der Sunda-Marabu gehört wie die Barttrappe einer kleinen Vogelfamilie an, nämlich der weltweit 19 Arten umfassenden Familie der Störche (Ciconiidae) aus der Ordnung der Stelzvögel (Ciconiiformes). Wie alle seine Vettern ist er ein langbeiniger Schreitvogel. Seine Standhöhe beträgt etwa 1,2 Meter.
Der Sunda-Marabu hat ein wesentlich weiteres Verbreitungsgebiet als das Panzernashorn und die Barttrappe: Es erstreckt sich über das ganze südliche und südöstliche Asien von Indien und Sri Lanka ostwärts bis Borneo und Java. Und auch hinsichtlich seines Lebensraums unterscheidet er sich deutlich vom Panzernashorn und von der Barttrappe. Er bewohnt zur Hauptsache Feuchtgebiete in Küstennähe, besucht allerdings auch überschwemmte Grasländer und Sumpfgebiete im Binnenland, beispielsweise in der nepalesisch-indischen Tarai-Region.
Der Sunda-Marabu ernährt sich ausschliesslich von Tieren: Er fängt vor allem Fische, Amphibien, Reptilien, Krebstiere und Nagetiere, nimmt aber gelegentlich auch Teile frischtoter Tiere zu sich. Bei der Beutesuche schreitet er gemächlich umher, beobachtet aufmerksam seine Umgebung und packt immer wieder mit seinem massiven Schnabel zu.
Der Nachzucht widmet sich der Sunda-Marabu während der Wintermonate. Er ist ein Koloniebrüter, der sein grosses, unförmiges, aus Ästen und Zweigen bestehendes Nest in einer etwa 15 bis 30 Meter hohen Baumkrone baut. Das Gelege besteht aus zwei bis vier Eiern, welche von beiden Altvögeln partnerschaftlich während rund dreissig Tagen bebrütet werden. Die Jungen kommen praktisch nackt zur Welt, tragen aber schon bald ein dichtes weissliches Daunenkleid. Beide Eltern versorgen ihre nimmersatten Jungen unermüdlich mit Futter. Im Alter von etwa zwei Monaten sind die jungen Sunda-Marabus flügge, begleiten in der Folge ihre Eltern noch ein paar Wochen lang bei deren Streifzügen und machen sich schliesslich selbständig. Wie alle Störche können sie ein recht hohes Alter erreichen. In Menschenobhut sind einzelne Individuen schon über dreissig Jahre alt geworden.
Der Sunda-Marabu ist erheblich weiter verbreitet und seine Gesamtpopulation ist wesentlich grösser als die des Panzernashorns und die der Barttrappe. Aber auch er hat in den vergangenen Jahrzehnten massive Bestandseinbussen erlitten. Die Hauptursachen sind Lebensraumverlust und Bejagung. Der Sunda-Marabu steht deshalb ebenfalls auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Allerdings wird er als «verletzlich» eingestuft, während das Panzernashorn und die Barttrappe als «bedroht» gelten.
Unverzichtbar: ausgewogene Schutzkonzepte
Panzernashorn, Barttrappe und Sunda-Marabu sind in einer Region unseres Planeten zu Hause, in welcher die menschliche Bevölkerung sehr gross ist und überdies schnell weiter anwächst und dabei immer mehr Raum für ihre Zwecke beansprucht. Für den längerfristigen Fortbestand der regionalen Fauna sind deshalb grossflächige und gut unterhaltene Schutzgebiete unerlässlich. Sollen diese Rückzugsgebiete einer möglichst breiten Palette einheimischer Tierarten optimalen Überlebensraum bieten, so muss das Schutzkonzept allerdings wohl durchdacht sein. Im Royal-Chitwan-Nationalpark haben beispielsweise Pflegeeingriffe zur Ausweitung der Hochgrasfluren zwar den Lebensraum des Panzernashorns vergrössert bzw. verbessert, gleichzeitig aber den der Barttrappe vermindert bzw. beeinträchtigt.
Den Bedürfnissen möglichst aller charakteristischen und nicht nur der augenfälligsten Tierarten gerecht zu werden, ist eine enorm schwierige Aufgabe, die sich weltweit den Verantwortlichen von Naturschutzgebieten stellt. Es gilt aber, diese Aufgabe überall nach bestem Wissen und Gewissen zu lösen, denn je mehr sich die menschliche Bevölkerung ausdehnt, desto bedeutsamer ist die Rolle, welche die Reservate und Nationalparks hinsichtlich der Erhaltung der biologischen Vielfalt unseres Planeten spielen.
Legenden
Das Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)
gehört zu den grössten und schwersten Landsäugetieren der Welt: Ausgewachsene Männchen weisen eine Kopfrumpflänge um 3,6 Meter und ein Gewicht um 2,2 Tonnen auf; die Weibchen sind etwas kleiner und leichter. Die Kost der mächtigen Tiere besteht zur Hauptsache aus Gräsern, insbesondere aus schilfartigen Hochgräsern.
Die jungen Panzernashörner kommen zumeist als Einzelkinder nach einer Tragzeit von etwa 16 Monaten zur Welt. Sie bleiben bis zum Alter von rund drei Jahren ständig an der Seite ihrer Mutter (links). Panzernashörner waren einst im Norden des Indischen Subkontinents weit verbreitet. Heute überleben nur noch etwa 2000 Individuen in ein paar Naturschutzgebieten Nepals und des nordöstlichen Indiens (Seite2: im Royal-Chitwan-Nationalpark, Nepal; links: im Kaziranga-Nationalpark, Assam; unten: im Manas-Reservat, Assam).
Bei der Barttrappe (Houbaropsis bengalensis)
, einem Mitglied der Sippe der Kranichvögel, sind die auffällig gefärbten Männchen (links) kleiner als die tarnfarbenen Weibchen (rechts): Letztere erreichen eine Kopfrumpflänge von nahezu 70 Zentimetern und bringen bis 2,2 Kilogramm auf die Waage. Die überaus seltenen Vögel ernähren sich als Gemischtköstler von vielerlei pflanzlichen wie tierlichen Stoffen.
Die männlichen Barttrappen zeigen zu Beginn der Fortpflanzungszeit auffällige Balzflüge. Dabei sträuben sie die verlängerten Federn an Kehle und Brust bartartig daher der deutsche Artname.
Der Sunda-Marabu (Leptoptilos javanicus)
, der zur Familie der Störche gehört und eine Standhöhe von etwa 1,2 Metern aufweist, ist über weite Bereiche des südlichen und südöstlichen Asien verbreitet. Er bewohnt Feuchtgebiete aller Art und ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Fröschen, Echsen, Krebsen und Nagern, manchmal auch von Aas.
Der Sunda-Marabu brütet in Kolonien auf mittelhohen Bäumen. Die Jungvögel schlüpfen nach einer Brutdauer von etwa einem Monat aus den Eiern und bleiben weitere zwei Monate lang im Nest. Dann erst sind sie flugfähig und können ihre Eltern bei deren Streifzügen begleiten.
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