Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03360.jsonl.gz/549

Goldkehlchen
Wie soll man die werte Leserschaft von einer weiteren Singersongwriterin überzeugen? Ich könnte Namen wie Cat Power oder CocoRosie droppen und behaupten, dass die Kalifornierin Alela Diane den Weltschmerz ebenso tiefschürfend artikuliert. Ich könnte von Nick Drake-Gitarren erzählen, die wie Tränen an Alelas Stimme hinunterrinnen. Ich könnte häusliche Tätigkeiten wie Stricken oder Häkeln als Metaphern für die Sorgfalt bemühen, mit der hier Folkfäden gewoben werden. Ich könnte den Einsatz eines Kinderchors erwähnen. Ich könnte den Minimalismus von Piano und Lapsteel begrüssen. Ich könnte in der Repetition einzelner Phrasen Blueswurzeln entdecken. Ich könnte die Dringlichkeit und den Ausdrucksreichtum ihrer Stimme hervorheben. Ich könnte behaupten auf „The Pirates Gospel“ befinde sich Musik, mit der sich Piraten ebenso wie Priester identifizieren können.
Nichts von all dem würde Alela Diane gerecht.
Wahr ist einzig und allein diese Stimme:
„Can You Blame The Sky?“[audio:http://www.ravensingstheblues.com/mp3/Can_You_Blame_the_Sky.mp3]
„The Rifle“ (Amateur Live-Video – die Zoomfunktion entdeckt der Kameramann leider etwas spät)
Eine Reaktion
78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.