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Emil Frey Racing - die Wiederbelebung einer Firmentradition
Ein Dokument
Zürich (ots) - Der Entscheid, den Versuch zu wagen, mit einer eigenen Abteilung innerhalb der Emil Frey AG im Automobilsport wieder tätig zu werden, ist uns leicht gefallen. Die Emil Frey AG ist eine Familiengesellschaft, die dem Automobil- und Motorradrennsport immer grosse Aufmerksamkeit entgegengebracht hat. Warum? Der Rennsport ist eine nicht wegzudenkende Plattform, auf der Entwicklungen getestet werden, welche die Serienfahrzeuge schlussendlich sicherer, komfortabler und qualitativ besser machen.
Emil Frey hat seine Motorräder im Rennsport getestet, Walter Frey seine MINI Cooper und Toyotas und Lorenz Frey versucht jetzt mit einem Emil Frey GT3 Jaguar, der ältesten Markenvertretung der Emil Frey Gruppe, Erfahrungen zu sammeln.
Mit einigen Gleichgesinnten aus den Kreisen der Emil Frey Gruppe und dem bekannten Tuner Bemani, kreierte er ein Team, aus dem schlussendlich die Emil Frey Racing Abteilung hervorgehen soll. Eine Wiederbelebung eines Teams, welches schon in den 30er-, 70er-, und 80er Jahre bestanden hat.
Für eine Firma, welche sich auf die Fahne geschrieben hat «Fachmann im Automobilgewerbe» zu sein, gehört in der einen oder anderen Form laut Lorenz Frey auch der Rennsport dazu.
Emil Frey Racing - die Geschichte
Emil Frey gründete die Firma 1924. Er begann mit einer Fahrrad- und Motorradwerkstatt. Ab 1927 kamen mit SS Swallow (heute Jaguar) die ersten Automobile dazu. Es folgten Rennsport-Tätigkeiten mit verschiedenen Motorradmarken und - unter anderem - Siegen im grossen Preis von Europa in Genf sowie im bedeutenden Klausenrennen. Die Aufrechterhaltung der motorsportlichen Tätigkeit folgte bis 1935.
Emil Frey hat die von ihm gefahrenen Maschinen auch selbst präpariert. Nach dem 2. Weltkrieg nahm er in den 50er-Jahren auch an Rallys mit Jaguar und Austin Fahrzeugen sowie an Leistungs- und Schönheitstests teil.
Mitte 60er-Jahren bis Mitte 80er-Jahre erfolgte der Aufbau einer Emil Frey Rennabteilung, welche die erfolgreichsten Mini Cooper S tunte, die auch von Emil Freys Nachfolger, Walter Frey, gefahren wurden. Grosse Erfolgsserien mit Schweizer Meistertitel mit Triumph Dolomite und Toyota Celica kamen hinzu. Emil Frey Racing war auch im Formel-Rennsport und auf internationalem Parkett erfolgreich. Walter Frey bestritt Rennen in der Formel 3 und der Formel 2. Von 1990 bis 2012 wurde die Rennsportpromotion auf die verschiedenen Marken und in unabhängige Teams ausgelagert. Ab 2012 erfolgt nun der Versuch des Wiederaufbaus einer Racing Abteilung.
Das Projekt Emil Frey GT3 Jaguar
Die Klasse GT3 ist heute die kompetitivste Klasse für seriennahe Gran Turismo Sportwagen. Mit der Entwicklung und dem Bau des zukünftigen Emil Frey Racing Team Fahrzeugs wurde das Familienunternehmen Bemani Motorenbau AG beauftragt. Bemani entwickelte den Emil Frey GT3 Jaguar auf der Basis des aktuellen Jaguar XK. Das Unternehmen ist ein äusserst erfolgreicher Tuner. Mitte der 80er-Jahre setzten Toyota Schweiz und Bemani den erfolgreichen Toyota Corolla in der Schweizer Meisterschaft und der Tourenwagen Europameisterschaft ein. Darauf folgten weitere erfolgreiche Jahre mit einem selbst entwickelten Toyota Supra in der Tourenwagen-EM und der DTM.
Emil Frey Racing - Zielsetzung und Programm
Die Begeisterung für den Motorsport und das von ihm ausgehende Momentum sind seit der Gründung durch Emil Frey im Jahre 1924 wichtige Eckpfeiler der Unternehmungsphilosophie der Emil Frey Gruppe.
Daran will das Unternehmen anknüpfen und mit Lorenz Frey und dem wiederbelebten Emil Frey Racing Team ab 2012 ein neues Kapitel schreiben.
Ein erster grosser Schritt war die Entwicklung des Emil Frey GT3 Jaguar, der inzwischen diverse Erprobungsfahrten und ein erfolgreiches erstes Testrennen in Le Castellet (30.6./1.7.12) absolvieren konnte.
Der kürzlich fertiggestellte Emil Frey GT3 Jaguar befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Offizielle Rennpremiere wird er beim 24 Stunden-Langstreckenklassiker von Spa mit den Piloten Fredy Barth, Gabriele Gardel, Rolf Maritz und Lorenz Frey feiern. Für ein junges Team mit neuer Infrastruktur und einem neuen Fahrzeug bedeutet dies ein sehr ehrgeiziges Unterfangen und eine riesige Herausforderung, auf die seit Monaten akribisch hingearbeitet wird. Trotzdem wäre eine Zielankunft nach 24 Stunden für alle Beteiligten ein Erfolg. Zumal die ausschliesslich GT3-Fahrzeugen vorbehaltenen 24h von Spa das bisher bestbesetzte und härteste GT3-Rennen der Geschichte sind. Danach stehen für 2012 weitere Rennen zur Blancpain Endurance Series auf dem Programm, um das Fahrzeug schon in seiner Testphase mit der direkten Konkurrenz vergleichen zu können und so schnellstmöglich konkurrenzfähig zu machen:
22.September 2012, Nürburgring (D)
13. Oktober 2012, Navarra (E)
Allein für das 24 Stunden Rennen in Spa sind 80 GT3-Fahrzeuge von 13 Herstellern eingeschrieben. Zum letzten Lauf der Blancpain Endurance Series in Le Castellet starteten 54 GT3-Teams von 10 Herstellern.
Für das Emil Frey Racing Team gilt es bei den ersten Rennen 2012 in erster Linie Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu vermeiden, eine Standortbestimmung anzustellen und die Zielflagge zu sehen. Mittelfristig werden Weiterentwicklungen des Fahrzeugs zu einem konkurrenzfähigen Mitstreiter auf internationalem Parkett der GT3 Meisterschaften vorgenommen sowie die dazugehörenden Einsätze in noch zu bestimmenden Rennserien. Zudem wird die Möglichkeit zur Herstellung von weiteren Fahrzeugen für Kundenteams eruiert.
Emil Frey Racing - Technik und Team
Die Basis des in Eigenregie entwickelten Emil Frey GT3 Jaguar lieferte der aktuelle Jaguar XK mit dem als Saugmotor in der Serie 385 PS leistenden 5.0-Liter-V8-Motor (90).
Das serienmässige Leichtmetall-Chassis wurde den Anforderungen des Rennsport angepasst, verstärkt und so ausgebildet, dass es eine optimale Fahrerposition, einen tieferen Schwerpunkt, die Transaxle-Positionierung des Getriebes vor der Hinterachse und die Aufnahme von Hilfsrahmen für die neukonstruierten Radaufhängungen erlaubt. Bei den Fahrwerkskomponenten (Federn und Dämpfer) konnte auf die grosse Rennerfahrung und den 7-Post-Prüfstand des Spezialisten KW zurückgegriffen werden.
Die Stahlverstärkungen des Chassis entsprechen ebenso den FIA-Vorgaben wie der integrierte Sicherheitskäfig aus besonders hochwertigem Stahl. Das Gewicht des Emil Frey GT3 Jaguar wurde konsequent reduziert und die Gewichtsverteilung des Fahrzeugs optimiert. Das Homologations-gewicht liegt bei 1200 kg.
Für Anpressdruck sorgt ein Aeropaket, bestehend aus einem Frontsplitter, einem optimierten, flachen Unterboden, einem Diffusor und dem in den Dimensionen von der FIA vorgegebenen Heckflügel. Das Triebwerk wurde nach den Vorgaben des Reglements optimiert und mit neuen Systemen für den Ansaug- und Abgastrakt versehen. Es verfügt über eine indirekte Benzineinspritzung und eine Trockensumpfschmierung. Motormanagement, Instrumentierung sowie Sensorik und Daten-aufzeichnung von Motor und Chassis stammen von Bosch. Die Motorleistung beträgt rund 550 PS, die Maximaldrehzahl liegt bei 7500/min. Die exakten Leistungsdaten ergeben sich aus dem von der FIA nach der Homologierung vorgegebenen Luftmengen-Begrenzer.
Die Bremsanlage besteht aus vorne 380 mm und hinten 355 mm grossen Scheiben aus Stahl und 6-Kolben-Zangen von Alcon. Das sequenzielle 6-Gang-Renngetriebe kommt von Ricardo und die besonders leichten, einteiligen Rennfelgen liefert BBS. Das Lenkrad ist abnehmbar, der Karbon-Rennschalensitz stammt von Recaro.
Die Geschicke des Emil Frey Racing Team werden von Fredy Barth und Lorenz Frey geleitet. Ziel ist es, die Einsatzmannschaft mit möglichst vielen Emil Frey Mitarbeitenden fachkompetent zu ergänzen. Einen Bestandteil des Teams bildet zudem die Bemani Motorenbau AG, welche über die Konstruktion des Emil Frey GT3 Jaguar hinaus auch bei den Renneinsätzen tatkräftig mitwirkt.
Emil Frey Racing - Die Piloten
Fredy Barth
Mit Talent, Ausdauer und viel harter Arbeit hat sich der 32-jährige Zürcher Fredy Barth zum professionellen Autorennfahrer, Teamchef und Fahrinstruktor entwickelt. Neben hoher Grundschnelligkeit zeichnet er sich durch viel technisches Verständnis aus. Nach dem Gewinn der legendären Ecole Winfield in Frankreich verfolgte der ehemalige Kart-Fahrer eine Karriere im Formel Rennsport, um dann in den Tourenwagensport und die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC zu wechseln. Inzwischen hat er sich mit Langstreckenrennen auf Aston Martin auch im GT-Bereich hohe Kompetenz angeeignet.
Geboren am 5. Dezember 1979 in Lausanne (VD) Sternzeichen: Schütze Beruf: Rennfahrer Lieblingsrennstrecke: Nürburgring Nordschleife Lieblingssport: Motorsport, Basketball
Gabriele Gardel
Der Tessiner Rennfahrerprofi kam über Kart, Formel 3 und Formel 3000 in den GT-Sport. 2005 wurde er mit einem Ferrari FIA GT1-Weltmeister. 2010 gewann er die GT1-Klasse der Le Mans Series und holte sich in Le Mans den GT-Klassensieg. 2011 gewann er in Le Mans mit einer Corvette erneut die Klasse GTE-Am.
Geboren am 22. Oktober 1977 in Milano (I), Wohnort Lugano (TI) Sternzeichen: Waage Doppelbürger Schweiz/Italien Beruf: Autorennfahrer Lieblingsrennstrecke: Spa (B) Lieblingssport: Motorsport, Fallschirmspringen
Rolf Maritz
Der charismatische Autoprofi Rolf Maritz ist ein Urgestein der Schweizer Autoszene. Nach Rennsportaktivitäten in seiner Jugendzeit machte der inzwischen 61-Jährige seine Leidenschaft zum Beruf und wurde Fahrinstruktor. Als Chefinstruktor des Driving Center Schweiz, bei Sportfahrerkursen und beim Coaching begeistert er seine Schüler seit 26 Jahren mit enormer Fahrzeugbeherrschung. Jetzt nimmt er nochmals die Herausforderung an und wechselt für Emil Frey Racing ins Renncockpit.
Geboren am 5. August 1950 in Losdorf (SO) Sternzeichen: Löwe Beruf: Fahrinstruktor Lieblingsrennstrecke: Mugello (I) Lieblingssport: Motorsport, Reitsport
Lorenz Frey
Der 22-jährige Zürcher Student Lorenz Frey hat zweifellos Benzin im Blut. Durch die Historie seiner Familie wurde er schon früh mit dem Rennsportvirus infiziert. Mit Fredy Barth leitet er das neue Emil Frey Racing Team und steht diesem auch als Fahrer zur Verfügung. Bisher sammelte er Rennerfahrungen mit GT-Fahrzeugen (Aston Martin, Lotus), Renntourenwagen (Toyota Procar, Mitsubishi Evo, Subaru WRX STI) und auch im Schweizer Suzuki Grand Prix.
Geboren am 20. August 1990 in Zürich Sternzeichen: Löwe Beruf: Student Lieblingsrennstrecke: Nürburgring Nordschleife Lieblingssport: Motorsport, Hockey, Jagd
Das Unternehmen Emil Frey Gruppe
Die Emil Frey Gruppe ist eine 1924 gegründete Familiengesellschaft, bei der sich alles um Automobile und Motorräder dreht. Sie versucht auch noch heute dem von Firmengründer Emil Frey 1935 verfassten Kundenbrief und Firmencredo treu zu bleiben: «Wir verkaufen Qualitätsprodukte zu fairen Preisen. Wir leisten fachmännische Arbeit zu fairen Preisen. Wir bedienen alle Kunden prompt und gewissenhaft».
Das von Emil Frey und seinem Sohn Walter Frey aufgebaute Unternehmen ist einer der grössten Schweizer Autoimporteure und eines der bedeutendsten privaten Autounternehmen Europas.
Die Emil Frey Gruppe ist auch in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen und Ungarn im Automobilbereich tätig.
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