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- Im kleinen Adriastaat Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl klar gewonnen.
- Schon im ersten Wahlgang kam er nach Auszählund von 97 Prozent der Stimmen auf 54 Prozent der Stimmen und erreichte das erforderliche absolute Mehr.
- Bei der zersplitterten Opposition mit sechs Kandidaten erreichte Mladen Bojanic mit 33 Prozent den zweiten Platz.
- Drei weitere Vertreter der Opposition erhielten nicht einmal ein Prozent der Stimmen.
Der 56-jährige Milo Djukanovic war mit wenigen Ausnahmen seit 1991 entweder Regierungs- oder Staatschef von Montenegro. Ausserdem führt er die sozialistische Regierungspartei. Die Opposition wirft ihm vor, den Kleinstaat wie seinen Familienbesitz zu führen. Er herrsche autoritär und habe sein Millionenvermögen auf zweifelhafte Weise mit seiner Nähe zur Mafia aufgebaut.
Blick nach Westen
Für die USA und die EU bleibt Djukanovic trotz aller Kritik der wichtigste Ansprechpartner und steht für die Bindung zum Westen. Der politische Übervater hatte Montenegro im letzten Jahr trotz erbitterten Widerstandes des einstigen Verbündeten Russland in die Nato geführt. Brüssel hat einen EU-Beitritt für 2025 in Aussicht gestellt.
In seiner eigenen Partei ist der bisher starke Mann inzwischen auch nicht mehr unumstritten. Er werde mit dem Präsidentenamt versuchen, einen weiteren drohenden Machtverfall zu stoppen, erwarteten die meisten Kommentatoren des Landes.