Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03116.jsonl.gz/1593

An den Finanzmärkten wechseln sich gute Zeiten und schlechte Zeiten ab. Hier ein Überblick der letzten 50 Jahre.
Zuerst zu den guten Zeiten: Es gibt an den Finanzmärkten immer wieder Phasen, welche überdurchschnittlich hohe Erträge abwerfen. Aktuell, oder zumindest bis Ende 2019, befanden wir uns in so einer Phase. Seit Ende 2008 konnte man real (also nach Abzug der Inflation) mit Aktien 9.9% Rendite p.a. und mit Obligationen 2.8% Rendite p.a. erwirtschaften.
In den schlechten Zeiten davor, 2000 bis 2008, erzielte man mit Aktien -3.5% p.a. und mit Obligationen 3.0% p.a. Ein ausgewogenes Portfolio, bestehend aus Aktien und Obligationen, bewegte sich also seitwärts, per Saldo ohne reale Gewinne für den Anleger.
In der guten Zeit von 1984 bis 2000 waren die Finanzmärkte besonders erfreulich. Aktien erzielten eine Performance von 12.9% p.a. und Obligationen 2.8% p.a. Das Platzen der Dot-Com-Blase führte zu einem Ende dieser guten Zeit.
Die Phase von 1972 bis 1984 war eine lange Durststrecke. Die Inflation war überdurchschnittlich hoch, so dass real mit Aktien -1.3% p.a. und mit Obligationen 1.5% p.a. erzielt wurde. Somit auch eine Phase, in welcher ein klassisches Portfolio per Saldo nichts abwarf.
Wie man anhand der letzten 50 Jahre sieht, wechseln sich die guten und schlechten Zeiten ab. Kann man erkennen, wann dieser Phasenwechsel stattfindet? Den genauen Zeitpunkt zu bestimmen ist schwierig oder unmöglich. Man kann aber analysieren, wie die Eigenschaften der Märkte jeweils vor einer schwachen Phase waren: Die Aktien hatten eine überdurchschnittlich hohe Bewertung und die Realzinsen waren äusserst tief respektive negativ.
Und wie sieht es heute aus?
Leider sind einzelne Aktienmärkte überdurchschnittlich hoch bewertet und die Realzinsen negativ.
Wir müssen uns also auf eine schwache Phase vorbereiten. Schwach aber nur, wenn man eine klassische, passiv orientierte Strategie wählt. Wir fügen deshalb unseren Kundenportfolios Anlagen hinzu, von welchen wir vor allem in schlechten Zeiten einen Performancebeitrag erwarten. Zudem halten wir die Vermögensaufteilung in einem Portfolio nicht fixiert, sondern passen diese dynamisch dem erwarteten Marktumfeld an.
Gerne erläutern wir Ihnen unsere Gedanken in einem persönlichen Gespräch.
(Autor: Sergio Hartweger)
HINWEIS: Obiger Blogeintrag stellt keine allgemeine Anlageempfehlung dar. Ein Anlageentscheid sollte immer unter sorgfältiger Berücksichtigung der eigenen Risikoneigung und -fähigkeit gefällt werden. Wir helfen Ihnen gerne dabei.