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Exodus International war von 1976 bis 2013 eine Dachorganisation von christlichen Gruppen vor allem in Nordamerika und Kanada, die unterschiedliche Hilfsangebote für Christen mit homosexuellen Empfindungen machten. Im Jahr 2006 wurde die Anzahl dieser Gruppen und Dienste in Nordamerika und Kanada mit 250 und in weiteren 17 Ländern mit 150 angegeben. Die Ausrichtung und Angebote der einzelnen Gruppen und Dienste war sehr unterschiedlich: Seelsorge, Therapie, Selbsthilfe, Informationsdienste. Als Dachorganisation dieser Gruppen bot Exodus eine Vernetzungsstruktur an, eine übergeordnete Öffentlichkeitsarbeit, verschiedene Hilfen beim Aufbau von Gruppen, Informationen sowie jährliche Grosskonferenzen. Geleitet wurde Exodus International jeweils von einem Präsidenten und seinem Leitungsteam (Board of Directors). Gründer und erster Präsident war Frank Worthen. Von 2001 bis 2013 amtierte Alan Chambers als Präsident.
1995 hatte sich aus Exodus International als übergeordneter Dachorganisation und mit dem Fokus besonders auf Gruppen ausserhalb Nordamerikas Exodus Global Alliance gegründet. In diesem Dachverband war auch Exodus International bis kurz vor der Auflösung Mitglied. Mitglied war ebenfalls Exodus Europe, das sich aber 2005 aufgelöst hat. Seit 2007 haben sich die Gruppen in Europa unter dem Dachverband LinC – Live in Christ zusammengeschlossen.
Als Präsident von Exodus International war Alan Chambers zuletzt dadurch intern in die Kritik geraten, dass er bei verschiedenen Anlässen plötzlich die Veränderbarkeit sexueller Orientierungen infrage stellte und auch bei anderen Fragen des Umgangs mit sexueller Orientierungen in christlichen Kreisen eine offenere Haltung zeigte. In der Folge begannen verschieden Gruppen, sich aus dem Dachverband zurückzuziehen, darunter auch die Therapeuten-Organisation NARTH (National Association for Research and Therapy of Homosexuality). Die Entwicklung führte schliesslich dazu, dass sich das Board of Directors um Alan Chambers im Juni 2013 auflöste und so das Ende von Exodus International verkündete. Chambers tritt seitdem öffentlich als Kritiker von Veränderungs- und Therapieangeboten für homosexuell Empfindende auf.
Weiterhin bestehen die Dachverbände Exodus Global Alliance (darunter auch Exodus Asia Pacific, Exodus Brasil und Exodus Latinoamerica) und LinC Europa. Die vielen unterschiedlichen Dienste und Gruppen in Nordamerika, die alle ihre Arbeit fortsetzen, haben sich teilweise zu neuen Netzwerken zusammengefunden, darunter insbesondere Restore Hope Network, Hope for Wholeness network und Overcomers network.
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