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Christian Baur wurde am 3. März 1929 in Basel geboren. Nachdem er seine obligatorische Schulzeit beendet hatte, begann er eine dreijährige Lehrzeit als Photograph im Atelier der Brüder Hermann, Reinhold und Willy Eidenbenz in Basel. Doch unbewusst zeichnete sich das Interesse an der Fotogafie schon früher ab; Christian Baur war denn auch auf den Familienphotos immer dasjenige Kind unter den vier Geschwistern, welches das Etui der legendären "Fünf Franken-Box" trug.
Im Atelier Eidenbenz, das für die damalige Zeit sehr modern eingerichtet war und aus heutiger Sicht als Vorläufer der Werbeagenturen betrachtet werden kann, wurden ihm in Eigenverantwortung Arbeiten zugewiesen, unter anderem Reproduktionsarbeiten für Werke der Künstlervereinigung "Gruppe 33" (insbesondere der Werke von Otto Abt, Paul Camenisch). Später kamen Arbeiten hinzu für Architekten, Grafiker, Ingenieure und die Industrie. Nach der Lehre bei Eidenbenz trat er eine Stelle bei der "Cinégram" in Genf (zur damaligen Zeit das grösste Filmlabor in der Schweiz) an, was ihm entgegenkam, da er sich sehr für das sich (nach dem Krieg) in Bewegung gesetzte Medium Film interessierte, insbesondere für die Filme des italienischen Neorealismus. Zurück in Basel gründete er zusammen mit Peter Moeschlin, den er im Atelier Eidenbenz kennen gelernt hatte, das Fotoatelier "Atelier Moeschlin und Baur".
Im Jahr 1953 erwarb Christian Baur dann seine erste Kleinbildkamera, die er als seine private Kamera benutzte, und schoss damit die zur Versteigerung gelangenden Bilder. Sie begleitete ihn auf Reisen v.a. nach Italien, Frankreich, Schottland, ehemaliges Jugoslawien, Griechenland und die USA. Ab 1967 arbeitete er als selbständiger Fotograf in den Bereichen Werbe-, Industrie- und Kunstfotografie. Im Bereich der Kunstfotografie sind zu erwähnen die Aufnahmen für den Sammlungskatalog vom Museum Tinguely, insbesondere der Skulpturen von Tinguely. Aber auch zahlreiche Künstlerportraits bereichern sein Werk (so. z.B. von Joseph Beuys, Robert Ryman, Lenz Klotz, Bernhard Luginbühl, usw.).
Mit der Ausstellung "Rückblenden" wurde im Jahre 2004 seine "inoffizielle, private Fotografie", quasi als persönliches Skizzenbuch des Christian Baur, im Tinguely Museum in Basel ausgestellt; allesamt dezidiert ausgewählt Momentaufnahmen.
Literatur:
Museum Tinguely (Hrsg.), Rückblende - Christian Baur Fotografien, Basel 2004.