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In den zwei Trainings am Donnerstag und Freitag lag Lara Gut als Zweite jeweils um fünf Hundertstel hinter der Tagesbestzeit zurück. Am Renntag gab exakt diese Marge den Ausschlag zu ihren Gunsten. Die 25-jährige Tessinerin siegte vor Sofia Goggia, die zum achten Mal in diesem Winter auf dem Podest stand. Gewonnen hat die Italienerin allerdings noch nie.
Mit ihrem 23. Triumph im Weltcup, dem fünften in diesem Winter, rückte Titelverteidigerin Gut im Kampf um die grosse Kristallkugel ganz nahe an Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin, in Cortina nicht am Start, liegt nach 24 von 37 Saisonrennen nur noch 30 Punkte voraus (1053:1023).
Dank ihrem ersten Abfahrtssieg seit Ende Februar (in La Thuile) hielt Gut auch die Spannung im Disziplinenweltcup aufrecht. Sie verkürzte ihren Rückstand auf Ilka Stuhec auf noch 77 Punkte. Die Slowenin, welche die ersten drei Saison-Abfahrten gewonnen hat, klassierte sich in Cortina mit 0,47 Sekunden Rückstand im 3. Rang. Ausstehend sind nur noch die Abfahrten in Jeongseon, die Olympia-Hauptprobe für die nächstjährigen Winterspiele in Südkorea, und beim Weltcup-Finale in Aspen.
Die weiteren Schweizerinnen konnten in Cortina nicht überzeugen und blieben ausserhalb der ersten 15. Fabienne Suter verlor eineinhalb, Corinne Suter sogar fast zwei Sekunden auf Siegerin Gut.
Gar ohne Punkte blieb Lindsey Vonn. Die Amerikanerin, im Vorjahr in Cortina in beiden Rennen siegreich, war am Freitag im Abschlusstraining bei einem Sprung im oberen Teil gestürzt und im Sicherheitsnetz gelandet. Exakt das Gleiche passierte auch im Rennen, wobei die eben erst von einer Verletzung zurückgekehrte Vonn wiederum Glück hatte und unverletzt blieb.
Ihr Abfahrts-Comeback gab am Samstag Anna Veith. Die Österreicherin klassierte sich mit rund eineinhalb Sekunden Rückstand knapp ausserhalb der Top 15.
Am Sonntag findet in Cortina d’Ampezzo noch ein Super-G statt.
(SDA)