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Programm:
21:30 Jlin (live)
22:45 Stíne Janvin (live)
23:30 Peder Mannerfelt (live)
00:45 Kia Mann (DJ-Set im Foyer)
Die Stimme als Bindeglied eines internationalen line-ups. Sowohl bei Jlin als auch bei Peder Mannerfelt hat sie eine tragende Rolle als Quelle von Samples. Bei Stíne Janvin ist sie sogar Ausgangspunkt und zentrales Element für ihre sehr physischen Auftritte.
Jlin (Jerrilynn Patton aus Gary, Indiana) hat 2015 mit ihrem ersten Album «Dark Energy» der aktuellesten Entwicklung der elektronischen Musik einen massgebenden Meilenstein hinzugefügt. Wurzelnd in dem in Chicago entstandenen Sub-Genre Footwork, hat Jlin eine eigene musikalische Sprache entwickelt, die sie von allen anderen elektronischen Produzent*innen unterscheidet. Ihre hyperrhythmischen, von Stimmsamples durchzogenen, sich halsbrecherisch gebärdenden Tracks zwischen Aggression und Euphorie sind unverkennbar. Das erkannte nicht nur ein Nerd-Publikum sondern auch die Fachpresse, und so fand man «Dark Energy» auch in den Jahreslisten von Magazinen, die sich nicht ausschliesslich um elektronische Musik bemühen (#1 Album of the Year in Wire und #2 Electronic album in Rolling Stone). Ihre Musik wurde für Fashion Shows eingesetzt, Aphex Twin spielte sie in seinen DJ-Sets und Holly Herndon wurde auf sie aufmerksam und begann mit ihr zu arbeiten. Zwei Jahre später schaffte es Jlin mit dem Nachfolgealbum «Black Origami» noch weitere Kreise zu ziehen und landete in allen relevanten Jahrescharts in Höchstpositionen (Unter anderem #2 in Spex, #4 in Wire, #12 im deutschen Rolling Stone). «The Future.» (Los Angeles Times)
Peder Mannerfelt hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten elektronischen Produzenten Schwedens entwickelt. Für das neue Album «Plunge» von Fever Ray zeichnet er bei zwei Dritteln der Songs für die Produktion verantwortlich, den Einstiegstrack hat er mitgeschrieben. Als Remixartist verfeinerte er Songs von Massive Attack, Lykke Li und Pole. «Power Ambient» ist ein Begriff der im Zusammenhang mit seiner Musik schon gefallen ist. Sie zeichnet sich aus durch eine dichte, vielschichtige Atmosphäre, schwere Basslinien und einen Hang zu exzentrischen Sounds und Samples. Nach den einschlägigen Festivals wie CTM und Berlin Atonal kommt er nun nach Bern an die lange Nacht der elektronischen Musik!
Die norwegische Soundkünstlerin Stíne Janvin arbeitet vor allem mit ihrer Stimme und mit audiovisuellen Mitteln. Sie wird in Bern ihr Werk «Fake Synthetic Music» (wird demnächst beim Label PAN veröffentlicht) zum Besten geben. Dabei geht es um ein sehr performativ gestaltetes Ausloten ihrer Stimme unter Einsatz von psychoakustischen Sounds. Ein herausforderndes und berauschendes Erlebnis.