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Die Washingtoner Experten prognostizierten am Freitag vorvergangener Woche eine globale Ernte von 318,9 Mio t; das wären 0,3 Mio t mehr als der in der noch laufenden Vermarktungssaison erzielte Rekord. Dabei korrigierten sie vor allem ihre bisherige Prognose für das eigene Land nach oben, und zwar um 1 Mio t auf jetzt 105,7 Mio t. Das Ministerium begründete dies mit dem Argument, dass die US-Erntefläche mit voraussichtlich 34,2 Mio ha um 0,8 % höher ausfallen dürfte als noch im Juni erwartet.
Derweil hat sich der Zustand der Bohnenkulturen in den Vereinigten Staaten zuletzt etwas verschlechtert: Im Rahmen der amtlichen Bonitierung wurden am 12. Juli insgesamt 62 % der Flächen in den Hauptanbaugebieten in die Klassen „gut“ bis „hervorragend“ eingestuft. Der Vergleichswert aus der Vorwoche hatte noch um 1 Prozentpunkt höher gelegen, während sich der Vorjahreswert auf 72 % belaufen hatte. Mit Blick auf den Handel hob das USDA seine Prognose für die EU-Sojabohnenimporte im Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016 um 0,3 Mio t auf 13,1 Mio t an, und zwar aufgrund einer in gleichem Maße höher erwarteten Verarbeitungsmenge der Ölmühlen und einer wahrscheinlich steigenden Nachfrage nach Sojaschrot in der Gemeinschaft. Die Sojaschroteinfuhren sollen in dieser Periode 20,1 Mio t erreichen. Im noch bis Ende September dauernden Vermarktungsjahr dürfte die EU dem USDA zufolge schätzungsweise 13,0 Mio t Sojabohnen und 19,6 Mio t Sojaschrot importieren.