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Worum geht es? Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, steht an diesem Dienstag den zweiten Tag hintereinander wegen seiner Russland-Kontakte dem US-Kongress Rede und Antwort. Nachdem Kushner am Montag vor dem Geheimdienstausschuss des Senats illegale Absprachen mit Vertretern Moskaus abgestritten hatte, wird er diese Strategie nun aller Voraussicht nach vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses verfolgen – erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Was hat Kushner bisher zugegeben? Dass er bei vier Anlässen Kontakt mit russischen Vertretern hatte. «Alle meine Handlungen waren korrekt und geschahen im normalen Verlauf der Ereignisse eines sehr einzigartigen Wahlkampfes», sagte er in einer öffentlichen Erklärung nach seiner Anhörung vor dem Senatsausschuss.
Was bestreitet Kushner? Dass er mit einer ausländischen Regierung konspiriert habe. Er wisse auch von niemandem aus Trumps Wahlkampflager, der dies getan habe. Kushner sagte, Trump habe die Wahl gewonnen, weil er den besseren Wahlkampf geführt und die bessere Botschaft gehabt habe. Jeder, der anderes behaupte, verhöhne Trumps Wähler.
Warum interessieren Kushners Russland-Kontakte? Kushner rückte zuletzt wieder verstärkt in den Fokus, nachdem ein Treffen mit einer russischen Anwältin bekannt geworden war. An diesem hatten der älteste Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., Kushner und der ehemalige Wahlkampfchef Paul Manafort teilgenommen. Trump Jr. hatte in das Treffen eingewilligt, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war.
In einer E-Mail an ihn ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Dies gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.