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Die Zeitschrift Eastern European Holocaust Studies (EEHS) ist eine frei zugängliche, von Experten rezensierte und multidisziplinäre wissenschaftliche Zeitschrift, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein umfassendes internationales Forum für theoretisch fundierte und empirisch begründete Originalforschungen auf dem Gebiet der Holocaust-, Genozid- und Kriegsstudien zu werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Zeitschrift liegt auf den komplexen Beziehungen zwischen Gewalt, Erinnerung und Nachkriegsverhandlungen sowie dem Nachhall des Holocaust in den verschiedenen nationalen und transnationalen Kontexten Europas.
Die EEHS soll Forschern, die sich mit der Geschichte des Holocausts und des Zweiten Weltkriegs in Mittel- und Osteuropa befassen, ein Forum bieten. Laut den Initianten soll die Zeitschrift damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass sowohl die moderne und zeitgenössische Geschichte dieses Gebiets als auch das Thema der Kriegsfolgen in die internationale akademische Szene aufgenommen werden.
„Die Einführung dieser neuen, innovativen und interdisziplinären wissenschaftlichen Zeitschrift soll nicht nur die schmerzlich vermisste akademische Forschung zu Schlüsselthemen der Geschichte des Holocaust in der Region anregen, sondern auch die grundlegenden Fragen der akademischen Narrative überdenken“, sagte Andrea Pető, Professorin an der CEU Wien und Chefredakteurin der EEHS.
Um Wissen über das Massaker von Babyn Yar im September 1941 zu sammeln und zu verbreiten, wurde kürzlich eine internationale Stiftung gegründet, die die Einrichtung des Holocaust-Gedenkzentrums Babyn Yar unterstützt. Diese Nichtregierungsorganisation baut das erste moderne Holocaust-Museum in Osteuropa auf und richtet ein Zentrum zur Erforschung der Tragödie ein, in dem umfangreiche wissenschaftliche und pädagogische Aktivitäten durchgeführt werden sollen.
Die wichtigste Aufgabe des Zentrums ist das Gedenken an die Opfer der Tragödie von Babyn Yar. Zwischen 1941 und 1943 töteten die Nazis in Babyn Yar zwischen 70.000 und 100.000 Menschen, darunter fast die gesamte jüdische Bevölkerung Kiews.
„Es gibt noch viele weiße Flecken in der Geschichte des ‚Holocaust durch Kugeln‘, bei dem viele Tausende von Juden in Osteuropa erschossen wurden. Die Zeitschrift wird die Arbeiten prominenter ukrainischer und internationaler Forscher veröffentlichen, die historische und interdisziplinäre Forschung zu wenig erforschten Themen betreiben“, sagte der Leiter der Verlagsprojekte des Holocaust-Gedenkzentrums Babyn Yar, Oleg Shovenko. „Die Zusammenarbeit mit einem bekannten und angesehenen Verlag wie De Gruyter wird dazu beitragen, diese Forschungen in Europa zu fördern.“
Martin Rethmeier, Redaktionsleiter Geschichte bei De Gruyter, sagte: „Wir fühlen uns sehr geehrt, mit dem Babyn Yar Holocaust Memorial Center zusammenzuarbeiten, um diese wichtige Zeitschrift herauszugeben und einen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Holocaust in Osteuropa zu leisten.“