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Claudio Soliva-Wolf wuchs in Chur auf und erwarb an der Bündner Kantonsschule sowohl das Maturitätszeugnis als auch das Lehrerpatent. Nach kurzer Tätigkeit als Primarlehrer studierte und doktorierte er an der Universität Zürich.
Seine wissenschaftlichen Interessen waren breit gefächert. Ursprünglich der juristischen Romanistik zuneigend, arbeitete er sich später in alle Zweige der deutschen Rechtsgeschichte ein. Sein Hauptaugenmerk galt dabei der Geschichte des neueren Privatrechts.
1965 habilitierte sich Claudio Soliva-Wolf mit einer auch international beachteten Arbeit über das eidgenössische Stadt- und Landrecht des Zürcher Bürgermeisters Jakob Leu.
1968 wurde er zum Assistenzprofessor für schweizerische und deutsche Rechtsgeschichte, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit sowie Übungen im Privatrecht an der Universität Zürich gewählt. 1974 erfolgte seine Beförderung zum Extraordinarius ad personam, 1980 seine Beförderung zum Ordinarius ad personam. 1980 übernahm er zudem ein Extraordinariat an der Hochschule St. Gallen. Von 1986 bis 1988 bekleidete er das Amt des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. 1995 wurde er emeritiert und zugleich zum Honorarprofessor ernannt.
Claudio Soliva-Wolf entfaltete eine intensive und ausgedehnte Lehrtätigkeit, und sein Unterricht fand grosse Anerkennung. Dasselbe gilt auch für seine zahlreichen Arbeiten zur Rechtsgeschichte. Auch ausserhalb der Universität setzte er sich für sein Fachgebiet ein. Zu nennen sind insbesondere seine Mitarbeit in der Rechtsquellenkommission des Schweizerischen Juristenvereins und die Leitung der Bibliographie zur Schweizer Rechtsgeschichte.