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Positioniert neben dem hochfrequentierten Glattzentrum und umspült von einem dichten Strassen- und Geleisenetz, versteht sich das Richtiquartier als ein Stück Stadt.
Es ist um eine breite, leicht abgeknickte Strasse organisiert, die eine direkte Verbindung zwischen dem Ortzentrum und dem Einkaufszentrum herstellt. Dort, wo die Strasse abknickt, öffnet sich der dreieckförmige Quartierplatz. Fünf weitere, schmalere Strassen vervollständigen die Erschliessung des Quartiers, komplettieren sein geometrisches und räumliches Beziehungssystem, lassen es permeabel, ja geradezu porös erscheinen und verankern es mit seiner Umgebung.
Dieses feinmaschige Strassennetz spart grosse, unregelmässig geschnittene Baufelder aus, die als Blöcke mit weitläufigen begrünten Innenhöfen ausgebildet sind. So lebt das neue Richtiquartier aus der Spannung zwischen Strassen und Hofräumen, die verschiedene Dimensionen beinhaltet: Die Plätze und vor allem die Strassen sind vergleichsweise eng ähnlich denen einer historischen Stadt, die Höfe überraschend weit und licht. Analog dazu zeigen sich die Bauten entlang der Strassen eher streng und verschlossen während sie zu den Höfen offen und transparent sind. Aus diesem scharfen Kontrast und den Überraschungen, die es bereit hält, lebt das Quartier und bezieht seinen unverwechselbaren Charakter.
- Verfahren
- eingeladener Studienauftrag, 1. Preis
- Bauherrschaft
- Allreal-Gruppe
- Kenndaten
- bebaubare Fläche: 64'500 m²
Nutzfläche: 127'000 m²
- Kosten
- 800.0 Mio. CHF
- Zeitraum
- 2010–2014
- Verfasser
- Vittorio Magnago Lampugnani mit Jens Bohm