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Mit Cauda-equina (lat. Pferdeschweif) bezeichnet man den letzten Abschnitt des Rückenmarks, der „Nervenautobahn“ die in der Wirbelsäule liegt. Die Nerven, die der Cauda-equina entstammen, sind für die Motorik und Sensibilität der Hinterbeine, des Schwanzes und für die Ausscheidungsorgane wie Blase und Schließmuskel des Enddarms zuständig.
Wenn diese Nerven beschädigt oder in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, entsteht das Cauda-equina-Syndrom. Meist handelt es sich um Quetschungen der Nerven. Je nach Ausmaß und Lage des Schadens kommt es zu unterschiedlichen Symptomen, die einzeln aber auch in Kombination auftreten können: Überempfindlichkeit der Lendengegend, Unlust sich zu bewegen, Schmerzen beim Aufstehen, Springen, Treppensteigen oder Anheben des Schwanzes, ständiges Belecken und Beknabbern des Schwanzes, des Hinterns und des Genitales, schleppender Gang bis hin zu Lähmungen der Hinterbeine. Außerdem kann es auch zur Lähmung des Schwanzes, zu Harnabsatzstörungen und zu Kotinkontinenz kommen.
Für das Cauda-equina-Syndrom gibt es viele Ursachen: angeborene Verengungen des Wirbelkanals, Entwicklungsstörungen der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, altersbedingte Knochenzubildungen, Verletzungen usw. Auch ein instabiler Übergang von der Lendenwirbelsäule zur Kreuzbein kann die Funktion der Cauda-equina beieinträchtigen.
Die Diagnose des Cauda-equina-Syndroms ist nicht immer einfach zustellen, denn auch andere Krankheiten, wie z.B. Arthrosen des Hüftgelenks oder Prostataerkrankungen, können ähnliche oder gleiche Symptome bewirken. Für eine exakte Diagnose und vor allem für eine einigermaßen sichere Aussage über die Chancen einer Besserung sind daher manchmal aufwändige Untersuchungsmethoden, wie Myelographie, Computertomographie, Magnetresonanzdarstellung oder andere erforderlich.
Wenn der Hund nur wenige Beschwerden hat, ist es eventuell ausreichend seine Bewegung über vier Wochen einzuschränken. Das bedeutet Leinenzwang, nicht Springen und nicht Treppen steigen. Schwimmen und physiotherapeutische Übungen beschleunigen den Heilungsprozess.
Leidet der Hund aber unter Bewegungsstörungen, sollte er schnell operiert werden. Die Operationsmethode richtet sich nach der Ursache und Ausmaß des Cauda-equina-Syndroms. Das Prinzip der unterschiedlichen Methoden ist jedoch das gleiche: die Engstellen werden beseitigt, damit die Nerven nicht mehr gequetscht werden können.
Je schlechter es dem Hund vor der Operation ging, desto schlechter sind auch die Aussichten auf Erfolg. Wichtig ist aber auch, wie lange der Hund schon unter dem Cauda-equina-Syndrom vor der Operation litt. Je eher ein Cauda-equina-Syndrom erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf eine Besserung.