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Albträume gehören bei Kindern zum nächtlichen Erleben dazu, und oft verschwinden sie von selbst wieder. Trotzdem können Eltern ihr Kind unterstützen, wenn es angstvolle Träume hat.
Den Albtraum erkennen
- Der Traum geht mit starken negativen Gefühlen einher und führt häufig zum Erwachen.
- Das Kind ist nach dem Aufwachen in der Regel rasch orientiert.
- Der Albtraum findet häufig in der zweiten Nachthälfte statt. Er ist vom Aufschrecken abzugrenzen, das rund eine Stunde nach dem Einschlafen stattfinden kann.
Nach dem Aufwachen aus dem Albtraum
Eltern können ihr Kind trösten, indem sie die Ängste ernst nehmen. Gerade jüngere Kinder (vier- bis fünfjährig) können nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Darum:
- Körperliche Nähe wirkt beruhigend.
- Nach dem Trauminhalt fragen.
- Sicherheit vermitteln: Hinter dem Vorhang, im Schrank oder unter dem Bett nachschauen und zeigen, dass keine Gefahr droht.
- Versichern, dass die Eltern bei einem erneuten Albtraum sofort da sind.
- Bei Bedarf im elterlichen Bett schlafen lassen. Diese Massnahme ist jedoch nur kurzfristig sinnvoll – langfristig hilft sie dem Kind nicht, seine Ängste selbst zu bewältigen.
Vor dem Schlafen
Schlafrituale einführen – zum Beispiel eine beruhigende Gute-Nacht-Geschichte erzählen.
- Ein Nachtlicht hilft dem Kind, sich zu orientieren, wenn es aufwacht.
- Mit einem Kuscheltier im Bett fühlt sich das Kind nachts weniger einsam.
- Stress verhindern oder reduzieren (zum Beispiel angstmachende Fernsehsendungen).
Wann braucht es therapeutische Hilfe?
Erlebt ein Kind:
- häufig (einmal wöchentlich oder mehr)
- und über einen längeren Zeitraum (einen Monat) Albträume
- und/oder führen die Träume zu einer deutlichen Beeinträchtigung in einem oder mehreren Lebensbereichen (Angst vor dem Einschlafen, Grübeln über das Geträumte, Konzentration lässt nach oder schulische Leistungen sinken)
ist es ratsam, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Behandlung in Anlehnung an die IRT-Methode
- Den Albtraum zeichnen.
- Das Bild verändern: Das Kind fragen, was es ins Bild einzeichnen kann, damit es weniger Angst hat. Eltern machen dabei möglichst wenige Vorgaben. Der Traumverlauf muss nicht der Wirklichkeit entsprechen.
- Mit dem Kind täglich über zwei Wochen anhand des Bildes über die veränderte Traumgeschichte reden (nicht vor dem Einschlafen, sondern im Verlauf des Tages).
- Ziel: Das Kind setzt sich aktiv mit seinen Ängsten auseinander und findet selbst eine Lösung, diese zu bewältigen.