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In Montmartre führt die schillernde Madame Rose das schäbige Hotel Bijou und lässt ihre Tochter Simone als Zimmermädchen schuften. Simone verguckt sich in den Strassenhändler François, aber der hat nur Augen für die Lebedame Gisèle. Doch diese ist eine Komplizin des eiskalten Ganoven Victor, der mit Rose schon einige Dinge gedreht hat. Als Gisèle sich in François verliebt und Rose versucht, Victor übers Ohr zu hauen, spitzen sich die Dinge mörderisch zu.
Altmeister Jacques Feyder übernahm bei diesem Film noir die künstlerische Leitung; Regie führte Marcel Blistène.
«Mit seinem derben, geradewegs burlesken Humor erinnert Macadam teils noch an den französischen Vorkriegsfilm und weist mit seiner neuen Generation aufstrebender Schauspieler – namentlich Meurisse und Signoret als skrupelloses Betrügerpaar – bereits in die 50er-Jahre. (...) Die junge Simone Signoret spielt die Rolle der vollends abgebrühten Edelprostituierten Gisèle mit dem auch später für sie so typischen unverkrampften Esprit.» (Matthias Merkelbach, der-film-noir.de)
«Ich hatte in Macadam mitgespielt, weil die Rolle der Hure unbesetzt war: Hätte es darin eine Rolle als Laborantin oder Nonne gegeben, hätte ich versucht, mir die Laborantin oder die Nonne zu schnappen! Zufällig war ich in der Rolle als Hure sehr gut.» (Simone Signoret: Ungeteilte Erinnerungen, Heyne 1979)
Drehbuch: Jacques Viot
Kamera: Louis Page
Musik: Marguerite Monnot, Jean Wiener
Schnitt: Isabelle Elman
Mit: Françoise Rosay (Madame Rose), Andrée Clément (Simone), Simone Signoret (Gisèle), Paul Meurisse (Victor Ménard), Jacques Dacqmine (François), Félix Oudart (L'Hertier)
96 Min., sw, Digital SD, F