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In wissenschaftlichen Versuchen nahmen Frauen identische Schmerzen intensiver wahr als Männer. Ausserdem halten sie den Schmerz weniger lange aus und stufen den Reiz als schmerzhafter ein.
Geben Männer die Schmerzintensität vielleicht nur nicht zu? Denn die Gesellschaft erwartet vom starken Geschlecht Tapferkeit. Laut Wissenschaftler steckt mehr dahinter als soziokulturelle Rollenbilder. Eine Studie zeigt beispielsweise, dass sich die Pupillen von Frauen bei Schmerzen schneller weiten als die von Männer.
Auch die Geschlechtshormone beeinflussen das Schmerzempfinden: Das männliche Testosteron senkt es, das weibliche Östrogen ebenfalls. Jedoch schwankt der Östrogen-Spiegel im Verlauf des weiblichen Zyklus – und damit auch die Schmerzresistenz.