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Es ist ein aussergewöhnlicher Zufall. Gleich beide Kandidaten, die im peruanischen Yungar für den Posten des Bürgermeisters kandidieren, tragen historisch belastete Vornamen: Hitler Alba Sánchez und Lenin Vladimir Rodríguez Valverde.
Mit ihren berühmten Namensvettern wollen beide nichts zu tun haben: «Ich bin der gute Hitler», sagt Alba gegenüber dem peruanischen Raidosender RPP. Seinem Vater, der ihn so benannt hatte, sei der historische Hintergrund des Namens nicht bewusst gewesen. Der Vater habe den Namen gewählt, weil er international klinge.
Der Wahlkampf in Yuangar nimmt von aussen betrachtet groteske Züge an. «Volles Vertrauen für Hitler» steht auf Plakaten, grosse Hitler-Graffitis prangen auf den Hauswänden und hunderte Menschen ziehen durch die Strassen mit T-Shirts, auf denen steht: «Somos Hitler - wir sind Hitler.»
Sein Gegenkandidat Lenin Vladimir Rodríguez Valverde scheint in den Strassen Yungars weniger präsent zu sein. Er ist neu auf der Politbühne und hatte im Vorfeld der Wahl bereits versucht, seinen Gegenspieler Hitler mit einer Wahlklage zu torpedieren. Er scheiterte damit jedoch und tritt nun zur Wahl an.
Anfang Oktober kommt dann aus, ob der neue Bürgermeister im peruanischen Dörfchen Yungar Hitler oder Lenin heisst.