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Mein lieber Freund!
Ich hatte zwar im Sinne, selbst erst nach meiner Ankunft in Berlin ein Logis für mich auszuwählen. Da ich nun aber nicht weiß, wie frühe oder wie spät ich dorthin kommen werde und mir auch unbekannt ist, ob sich die Studenten in Berlin vielleicht frühe schon der besten Logis versichern und da ferner meinen Eltern sehr viel daran gelegen zu sein scheint, daß ich gesunde und gute Zimmer in Berlin bewohne, so möchte ich Dich bitten, mein Lieber, ein Logis für mich auszusuchen unter den Linden oder in einer der Straßen, die Du mir übereinstimmend mit meinem Freunde Pölchau angerathen hast. Ich wünsche ein Studierzimmer mit einem daneben sich befindenden Schlafzimmer. Das einzige, was zu beachten ich Dich noch bitten möchte, ist, daß die Fenster nicht gegen Norden sehen und das Zimmer nicht durch e. eisernen Ofen geheizt wird. Sehr viel liegt mir daran, mit Dir im gleichen Hause oder wenigstens möglichst nahe bei Euch zu wohnen. Sollte sich in demselben Hause, in dem Du für mich ein Logis auswählen wirst, ein anderes artiges ebenfalls aus 2 Zimmern bestehendes befinden, so bittet Dich Blumer, es für ihn in Beschlag zu nehmen.
Mehr schreibe ich Dir nicht; wir wollen dann dafür desto mehr reden.
Auf Wiedersehen!
Dein
Alfred Escher
Was den Preis anbetrifft, so ist es mir ziemlich gleichgültig, einen etwas hohen zu zahlen. Wenn nur d. Logis gesund & schön ist u bequem liegt.
Sollten sich in allen Zimmern eiserne Ofen befinden, so würde ich mich natürlich auch darein fügen; oder ich müßte es vielmehr.