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Commihalle, Stampfenbachstrasse 8, Zürich-Central
Wir kommen in den Genuss der grossartigen Zürcher Big Band, SMZ ! Zeitgeistige, grandiose Vokalnummern lassen die Musik der Altmeister, wie Ellington oder Basie, wieder aufleben!
Die SMZ ist Zürichs traditionsreichste Big Band und groovt sich durch die Jahrzehnte, frisch und jung wie nie zuvor. Bestehend aus professionellen Musikern sowie Amateuren, unter der Leitung des Posaunisten Adrian Weber. Er spielt zudem in verschiedenen Sinfonieorchestern, Big Bands und weiteren Formationen.
Unter seiner Leitung bietet die Band eine aufregende Mischung aus Big Band Standards verschiedener Epochen.
Der Jazz Circle sponsert Mitgliedern den Besuch des Konzerts mit Fr. 20.-.
Essen: A la carte, Bedingung: dass man um 18h im Lokal ist.
Die Musik des heutigen Jazz-Abends stammt aus der Zeit Ende der 50er Jahre. Die schwarze Sängerin Helen Humes und der schwarze Sänger Jimmy Rushing werden mit Aufnahmen aus den Jahren 1956-1960, begleitet von verschiedenen Formationen zu hören sein.Dave Brubeck mit seinem Quartett wird den Abend zusammen mit Jimmy Rushing beschliessen.
Jon Hendricks, einer der grössten Jazz Vokalisten der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts, starb am 22. Nov. 2017 im Alter von 96. Schon berühmt für
seine Entwicklung des sogenannten Vocalese Stils (Texte gesungen als Ausdruck der Instrumente einer Bläsergruppe) formierte er 1958 ein Trio mit Dave
Lambert und Annie Ross.
Schon vorher hatte er mit einem grösseren Chor versucht, die Arrangements des Count Basie Orchesters nachzubilden, aber erst mit dem Trio, zuerst durch Multitracking, gelang es, den richtigen Sound einzufangen. Annie Ross erkrankte wegen Narkotika-Missbrauchs und musste das Trio 1962 verlassen. Sie wurde durch Yolande Bavan, eine Sri Lankan, ersetzt. Dieses Trio blieb bis 1964 zusammen, als Dave Lambert ausschied, um nur zwei Jahre später bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden.
Schon im Januar 2000 präsentierte ich diese Gruppe und, da die Reaktion damals sehr positiv war, erlaube ich mir, diesen Vortrag mit einigen Ergänzungen zu wiederholen.
1950 heiratete Lorraine Max Gordon, den Besitzer des Village Vanguard im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Nach dessen Tod 1989 übernahm sie das
Management des Clubs.
Im Village Vanguard wurden unzählige Live-Konzerte mitgeschnitten, von Soloauftritten über Combos bis hin zur Thad Jones – Mel Lewis Big Band, die dort jeden Montag auftrat.
Freddie Brocksieper wurde in Konstantinopel geboren. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges emigrierte die Familie nach Deutschland.
Dem deutschen Volk war es verboten, die „Juden- und Niggermusik“ namens Swing zu hören. Das hinderte die Nazis aber nicht, zu Propaganda-Zwecken ein Orchester zu unterhalten, das genau diese Musik spielte. Meistes sass Freddie Brocksieper am Schlagzeug.
Während in Europa der Krieg tobte, konnte Brocksieper seine ersten Platten als Leiter einer Combo aufnehmen. Er erwies sich als kompetenter Drummer, der das Geschehen strukturiert, die Solisten antreibt und die Klangfarben ihrem Spiel anpasst. Es gab zu der Zeit kaum einen deutschen Schlagzeuger, der sein Geschäft so musikalisch betrieb wie er.
Nach dem Krieg wurde er Clubbesitzer und Gastronom, trat aber weiterhin live und bei Platteneinspielungen auf.
Da in der Präsentation über Archie Shepp vom 13. November 2017 nur ein geringer Teil des musikalischen Schaffens dieses grossartigen Saxofonisten
vorgestellt werden konnte, drängt es sich auf, ihm einen weiteren Abend zu widmen.
Es werden u.a. zu hören sein: ein Auszug aus einem Konzert am 21. Oktober 1967 im Rahmen der Donaueschinger Musiktage, ein Stück, welches Archie Shepp dem am 7. Januar 1999 verstorbenen grossen Bassisten Fred Hopkins widmet.
Mit dem Stück ,Round About Midnight' gedenkt Archie Shepp Thelonious Monk, der am 10. Oktober 2017 100 Jahre alt geworden wäre. Auch widmet er sich in einem weiteren Stück dem faszinierenden Sänger und Mundharmonika-Spieler Sonny Boy Williamson. Natürlich werden auch noch andere interessante Stücke zu hören sein, z.B. mit der grossartigen Sängerin Jeanne Lee.
Ort: Restaurant "Zur Rote Buech", Seestrasse 361, 8038 Zürich
Zeit: 19:30 Uhr
Traktanden
Jahresberichte, Mutationen, Abschluss Buchhaltung, Jahresrechung, Wahl Vorstand und Revisionsstelle Programm 2018, Budget, Mitgliederbeiträge und Verschiedenes Wahl Stimmenzähler und Protokollführer
Präsentation von Jazz-Schallplatten auf Schelllack, 3.Folge
Thomas Alva Edison erfand im Jahre 1877 das erste Gerät zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Musik und Sprache .Die Tonträger bestanden damals aus Schellack. Wie im Lexikon nachzulesen ist, bestand der Grundstoff aus verschiedenen Lacken; hergestellt aus dem Harz indischer Pflanzen, welches durch die Ausscheidungen der Lackschildlaus (Kerria lacca) entsteht.
Eine der ersten Schellack-Schallplatten wurde bereits im Jahre 1898 aufgenommen. Wie zum Beispiel die des Sängers A. Del Campo (Bariton) „O ma charmante“ auf Berliner Records.
Die älteste Platte auf Schellack in meiner Jazz-Schallplatten-sammlung stammt vom August 1923 .Es ist eine Aufnahme von Jelly Roll Morton mit einem Piano-Solo mit dem Titel: „Granpa`s Spells“ auf Jazz-Selection L104.
Ich wünsche viel Vergnügen beim Hören dieser heutzutage rar gewordenen Platten.
Beim Ausmisten bin ich über einen Stapel VHS-Kassetten mit Konzerten von Max Roach „The Greatest Ever on Drums“ (Umfrage von Leonard Feather bei 101 Musikern) gestolpert. Die
Zeit ist natürlich nicht spurlos an den Bändern vorbei gegangen. Aber die gebotene Musik ist so gut, dass ich glaube, die Digitalisierung habe sich gelohnt.
Er war ein äusserst vielseitiger Mann, er trat mit seinem Jazz Quartett auf, mit dem Doppelquartett (wo seine Tochter mitwirkte), er konzertierte mutterseelenallein oder mit einem ganzen Orchester aus Schlagzeugern. In Lugano hatte er einen Chor dabei und am Jazz Baltica Festival trat er im Duo mit Abdulla Ibrahim (Dollar Brand) auf.
Daneben sehen wir einige Ausschnitte aus Dokumentationen und Gesprächen.
Dieses Thema stand schon vor einem Jahr auf der Agenda, aber die Technik war dagegen. Hoffentlich klappt es dieses Mal.