Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03397.jsonl.gz/923

Während zwei Jahren wurde an zwei verschiedenen Standorten am Jurafuss ein Versuch durchgeführt, um die Auswirkungen von Trockenperioden auf den Futterbau (Trockensubstanz und Nährwert) und auf die Beziehungen zwischen Boden und Pflanzen zu untersuchen. Der Trockenstress wurde mit Hilfe von Folientunnels simuliert. Der Gehalt an Lignocellulose (ADF) und der Gehalt an wasserlöslichen Kohlenhydraten waren die beiden Parameter für den Nährwert, die durch Trockenstress am stärksten beeinflusst wurden. Die Schwankungen des ADF-Gehalts korrelierten eng mit Ertragsminderungen (kleinere Pflanzen sind weniger reich an Fasern). Der Rohprotein-Gehalt schwankte dagegen unter Trockenheit nur geringfügig. Dies lässt sich mit antagonistischen Wirkungen erklären: Die negativen Auswirkungen im Bereich der Stickstoffversorgung wurden durch die Verzögerung des Wachstums kompensiert (Verdünnungseffekt). Der Phosphor-Kreislauf wurde durch die Trockenheit beeinflusst, wobei die Wirkungen je nach der Verfügbarkeit des Phosphors (P) im Boden ziemlich unterschiedlich ausfielen. Ein späterer Trockenstress (nach der Wachstumsspitze) hatte einen ausgeprägteren Einfluss als ein früherer Trockenstress (während der Wachstumsspitze). Der Versuch erlaubte es, den Einfluss von Trockenperioden in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, wobei gezeigt wurde, dass die dadurch verursachten Schwankungen des Ertrags und der Futterqualität in der gleichen Grössenordnung liegen wie die natürlichen Schwankungen über die einzelnen Jahre.
Fromental und Goldhafer sind typische, auch für Futterbaumischungen geeignete Heuwiesengräser. Von vier geprüften Fromental- und drei Goldhafersorten wird es wohl nur eine neue Sorte von Fromental auf die Liste der empfohlenen Sorten schaffen.
Pflanzenbau
Stevenel P., Wendling M., Brabant C., Suss H., Savoyat C., Dierauer H., Mascher F., Charles R.
Das FiBL und Agroscope haben Brotweizensorten auf Ertrags- und Qualitätsstabilität untersucht. Es zeigte sich, dass die Sortenwahl an den Standort angepasst werden muss und dass ein hohes Ertragspotenzial nicht mit einem hohem Proteingehalt einhergeht.
Angepasste und leistungsfähige Futterpflanzensorten sind wichtig für das Grasland Schweiz. Bastardraigras ist ein vielseitiges Futtergras, das in den letzten 30 Jahren dank Züchtungsfortschritt ertragreicher, ausdauernder und krankheitsresistenter wurde.