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Das genaue Entstehungsdatum ist nicht bekannt. Der älteste noch sichtbare Teil (Rundturm) wurde frühestens Mitte 13.Jh. errichtet. Als Gründer der Burg kommen die Bischöfe von Basel und die Grafen von Neuenburg-Blamont in Frage. 1284 wurde die Burg urkundlich erstmals aufgeführt, als Graf Thiebald von Neunburg den Ritter Richard von Vendlincourt mit Montvoie belehnte. Während des 14.Jh. kam die Burg, vermutlich durch Erbrecht, an die Herren von St. Aubin. Um 1360 wurde die Burg zerstört. Truppen aus den Städten Pruntrut und St. Ursanne stürmten die Burg und machten sie dem Erdboden gleich. Nach einem langen Rechtsstreit um die Wiedergutmachung des Schadens sprach der Bischof von Basel dem um sein Zuhause gebrachten Burgherren 550 Goldgulden zu und half ihm beim Wiederaufbau der Anlage. Als Pfand bis zur Auszahlung der Summe erhielt der Geschädigte das Dorf Vendlincourt. Erneute Angriffe durch die Bewohner von Pruntrut und St. Ursanne auf die Burg, welche jedoch fehlschlugen. Hinter diesen erneuten Angriffen stand der Bischof von Basel, selbst auf die Burg erpicht. Im 15.Jh. gelang es dem Bischof trotzdem, die Ansprüche der Grafen von Neuenburg-Blamont auf Montvoie als nichtig erklären zu lassen. 1426 gelangte Montvoie über Johanna von St. Aubin an ihren Mann, Heinrich von Boncourt. 1432, nach ihrer zweiten Heirat mit Theobald von Tavannes, kam das Lehen in dessen Hände. Die Herren von Tavannes bauten Burg und Herrschaft immer mehr aus. Es gelang ihnen jedoch nicht, die Herrschaft Montvoie der landesherrlichen Macht des basler Bischofs zu entziehen. Es folgte ein langer Rechtsstreit, der 1496 am Hofgericht von Rottweil zu Gunsten des Bischofs ausfällt. Während des 16. und 17.Jh. verschiedene Lehnsträger. Ob die Burg während des 30-jährigen Krieges zerstört wurde, ist nicht sicher. Jedenfalls setzte nach der Aufgabe der Anlage der Zerfall ein.
Sichtbar sind, zum Teil imposante, Partien der Ringmauer mit 5 Flankierungstürmen, datierend vom Ende des 15./ Anfang des 16.Jh., Grundmauern von verschiedenen Gebäuden und des Hauptturmes, sowie spärliche Spuren der äusseren Ringmauer zur Doub hin. Die Burgruine ist in sehr schlechtem Zustand. Der Mauermantel ist an mehreren Stellen abgerutscht, so dass der Mauerkern frei liegt. Dadurch schreitet der Zerfall noch schneller voran. Wenn nicht bald Sanierungsmassnahmen getroffen werden, rutschen auch die letzten grösseren Mauerzüge ab und nur noch Grundmauern der einst imposanten Anlage werden übrig bleiben.
Die Burg ist jederzeit zugänglich. Sie liegt ca. 500m vor der Häusergruppe Montvoie (im Mittelalter war das Dorf wesentlich grösser). Die Ruine liegt direkt an der Verbindungsstrasse in einer starken Kurve. Vom Mauerwerk ist fast nichts zu erkennen, jedoch ist der Burghügel am Weg sehr markant. Zur Ruine gelangt man über einen schmalen Weg, welcher um den Hügel herum führt (sehr schwer erkennbar im Gelände und in schlechtem Zustand). Achtung!! In der Ruine herrscht Steinschlag und Einsturzgefahr.