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Die meisten modernen Bildschirme bieten mehrere Anschlüsse, so wie auch die PCs und Laptops mehrere Möglichkeiten bieten, Monitore anzuschliessen. Den meisten Anwendern verstehen unter den Abkürzungen HDMI, DP, DVI, VGA und USB-C relativ wenig. Die meisten geben sich zufrieden, wenn sie ein passendes Kabel finden, um den Bildschirm anzuschliessen. Dabei lohnt sich die Überlegung, welche Anschlüsse was bieten.
HDMI – Erste Wahl für den Anschluss an den Fernseher
HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist eine der weitverbreitetsten Anschlussmöglichkeiten unterschiedlicher Multimedia-Systeme. Grund ist, dass dieser Standard für unkomprimierte Video- und Audio-Signale ausgelegt ist. HDMI wurde 2002 eingeführt, heute zumeist in den Versionen 1.4 und 2.0 zu finden. Letztere erlaubt beispielsweise die Übertragung einer 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde und eine stärkere Farbsättigung (HDR). Einige Notebooks und viele Digitalkameras verfügen über Mini-, respektive Micro-HDMI Anschlüsse, einer verkleinerten Variante. Für die Verbindung von PC, respektive Mediacenter und Fernseher ist HDMI die erste Wahl.
(Mini)DP – Erste Wahl bei mehreren Bildschirmen
DisplayPort (DP) liegt mit der verbreitetsten Version 1.2 leistungstechnisch zwischen HDMI 1.4 und 2.0. Neuere Versionen – 1.3 oder 1.4 – erlauben Übertragungsraten, die Auflösungen bis zu 8k ermöglichen. Grösster Vorteil dieses Standards ist die Möglichkeit, mehrere Bildschirme in Serie zu schalten (Multi-Streaming). So wird der erste Bildschirm am Notebook angschlossen und der zweite Bildschirm am ersten. Zusätzlich hat Apple, später zusammen mit Intel, den Mini DisplayPort entwickelt, der heute bei Notebooks und Desktops sehr verbreitet ist. Verwirrend ist hier jedoch, dass Apple bei neueren Geräte eine identisch aussehende Schnittstelle namens Thunderbolt einbaut (der Unterschied liegt im Blitz neben dem Anschluss). Ein Thunderbolt Anschluss funktioniert auch als DP. Umgekehrt ist es jedoch nicht möglich Thunderbolt Geräte an einem DP Anschluss zu betreiben. Der DP-Stecker hat im Gegensatz zu HDMI auch einen Verriegelungsmechanismus, der eine zuverlässigere Verbindung zwischen PC und Anzeigegerät gewährleistet.
DVI – Standard für PC und Monitor
DVI (Digital Visual Interface) ist der Standard für den Anschluss zwischen PC und Bildschirm zurzeit. DVI gibt es in verschiedenen Ausführungen, die allesamt auf die Videoübertragung abzielen. Die leistungsstärkste DVI-Version erlaubt eine Übertragungsrate, die für die normalen Anforderungen ausreichend sind, aber mit neuen Multimediatechnologien an Grenzen stösst. DVI wird damit nach und nach abgelöst werden.
VGA – Der Klassiker
VGA (Video Graphics Array) ist bereits seit mehreren Jahrzehnten als Standard verbreitet. Er setzt auf analoge Übertragung und erlaubt eine maximale Auflösung von 1‘920 x 1‘080 – und ist damit für heutige Ansprüche veraltet. Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einem Projektor, ist heute ein VGA- Anschluss noch notwendig oder empfehlenswert.
USB-C / Thunderbolt 3 – Die beste Lösung für die Zukunft
Der jüngste Spross im Steckersalat ist der USB (Universal Serial Bus) Version C. Im Unterschied zu den heute weitverbreiteten Anschlüssen ist USB-C verdrehsicher. Es spielt also keine Rolle wie der Stecker eingesteckt wird. USB-C wird als neuer Standard nach und nach eine Reihe von bisherigen Anschlüssen bei Laptops ersetzen, inklusive dem Anschluss für das Netzteil. Die Vielseitigkeit und schnellen Datenübertragungsraten – auch unter Druck des Konkurrenzstandards Mini DisplayPort – machen USB-C zur besten Möglichkeit für den Anschluss eines externen Bildschirms an einen Laptop.
Aber Vorsicht: Auch Thunderbolt 3 nutzt den USB-C-Anschluss. Über den gleichen Stecker können also verschiedene Datenübertragungstechniken betrieben werden. Je nach Gerät stehen aber nicht alle Funktionen zur Verfügung. Vor dem Kauf eines Geräts mit USB-C Anschluss, sollte also unbedingt abgeklärt werden, welche Funktionen implementiert sind.