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Der aus der Antarktis nach Neuseeland verirrte Pinguin soll nach Meinung eines Experten wieder im Meer ausgesetzt werden, wenn er sich erholt. Das sei seine beste Überlebenschance, sagte John Cockrem von der neuseeländischen Massey-Universität am Dienstag.
Er hat die Kolonien der Kaiserpinguine in der Antarktis schon öfter wochenlang beobachtet und erforscht.
Noch ist der Kaiserpinguin mit dem Spitznamen "Happy Feet" bei weitem nicht fit. Er hatte vor einer Woche bei der Ankunft in den viel zu warmen Gefilden Neuseelands Sand gefressen - wohl in der irrigen Annahme, er stehe wie zu Hause auf Schnee.
Am Montag war ihm im Zoo von Wellington zum dritten Mal der Magen ausgepumpt worden. Er war am Dienstag nach Angaben des Zoos in stabiler Verfassung. Zuletzt hatte sich 1967 ein Pinguin nach Neuseeland verirrt, "Happy Feet" ist mindestens 3000 Kilometer geschwommen.
Den Pinguin per Schiff zurück in die Antarktis zu bringen, sei problematisch, sagte Cockrem. "Das würde Wochen dauern und den Vogel schwer unter Stress setzen", meinte er. Ausserdem könne "Happy Feet" Viren aus Neuseeland einschleppen.
In Neuseeland selbst gebe es keine Einrichtung, die einen Pinguin artgerecht versorgen könne. Deshalb sei das Aussetzen im Meer die beste Option. "Wir könnten ihn mit einem Satellitensender versehen und seine Reise verfolgen", erläuterte Cockrem.