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Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Tschechischen Republik sind sehr gut und problemlos. Bilaterale Besuche auf Präsidentenebene und Ministerebene sind in den letzten Jahren häufig geworden (zwischen zwei und fünf Mal jährlich). Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern entwickeln sich erfreulich. Die Tschechische Republik ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Zentraleuropa und regional das zweitwichtigste Land für Schweizer Investoren. Zwischen den beiden Ländern besteht ein intensiver Kulturaustausch.
Die Beziehungen sind zudem auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene sehr eng. Nach dem Ende des Prager Frühlings (1968) hatten rund 10'000 Tschechoslowaken als Flüchtlinge in der Schweiz Aufnahme gefunden. Diese tragen zu einer engen Vernetzung auf verschiedenen Gebieten (Kultur, Forschung, Städte/ Gemeindepartnerschaften, Wirtschaft) bei. Teilweise kehren die Kinder dieser Emigranten nun wieder nach Tschechien zurück. Tatsächlich gibt es wohl kaum ein anderes Land, mit dem die Schweiz durch historisch verursachte Migrationswellen in dieser speziellen Art verknüpft ist.
1992 trennten sich Tschechien und die Slowakei. Die Schweiz anerkannte die beiden neuen Staaten Anfang 1993 und nahm mit ihnen diplomatische Beziehungen auf.
Während der Übergansphase der 1990er Jahre war die Tschechische Republik ein Schwerpunktland der schweizerischen Osthilfe. Der Bund unterstützte eine Reihe von Projekten mit insgesamt CHF 50 Mio. Als Mitglied der Europäischen Union (EU) gehört Tschechien zu den Empfängern des Schweizer Beitrags für die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU.