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Seit dem Sommer 2021 herrscht für das Betreten und die Teilnahme an Innenräumen und -aktivitäten (Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen usw.) eine Zertifikatspflicht. Was versteht man unter Zertifikatspflicht? Gilt diese Regelung auch am Arbeitsplatz? Und wer kommt für die Kosten auf? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Zertifikatspflicht
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Unter Zertifikatspflicht versteht man die Pflicht, ein Zertifikat vorzuweisen, welches eine Covid-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung oder ein negatives Testergebnis (die sogenannte 3G-Regelung: Geimpft, Genesen, Getestet) dokumentiert.
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Seit dem 1. Juni 2021 braucht es ein Zertifikat für die Teilnahme an Grossveranstaltungen ab 1000 Personen und in Clubs, Diskotheken und Tanzveranstaltungen (roter Bereich). Diese Pflicht wird ab dem 13.09.2021 ausgeweitet.
Orte mit Zertifikatspflicht:
- Innenbereiche von (Hotel-)Bars und Restaurants.
- Freizeit-, Sport und Unterhaltungsbetriebe, wie Theater, Kinos, Casinos, Schwimmbäder, Museen, Zoos usw.
- Veranstaltungen im Innenbereich (Konzerte, Sportveranstaltungen, Vereinsanlässe, Privatanlässe wie Hochzeiten ausserhalb von Privaträumen).
Ausgenommen sind Veranstaltungen unter 30 Personen, bei denen sich die teilnehmenden Personen alle kennen und die in abgetrennten Räumlichkeiten in beständigen Gruppen durchgeführt werden (z.B. Sporttrainings oder Musikproben).
Ausgenommen sind zudem religiöse Veranstaltungen, Bestattungsfeiern, Veranstaltungen im Rahmen der üblichen Tätigkeit und der Dienstleistungen von Behörden, Treffen eablierter Selbsthilfegruppen und Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung mit unter 50 Personen. Für diese Anlässe gilt u.a. Maskenpflicht im Innern mit Kontaktdatenerhebung.
Ganz ausgenommen bleiben Treffen von Parlamenten und Gemeindeversammlungen.
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Ab 1. Oktober 2021 müssen Personen, die sich testen lassen, um für private Zwecke ein Zertifikat zu erhalten, den Test selber bezahlen.
Die Möglichkeit zur kostenlosen Impfung besteht jedoch weiterhin.
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Nein, dies wird vom Bund nicht verlangt. Der Arbeitgeber muss nun entscheiden, ob er im Rahmen seiner Fürsorgepflicht und des Schutzkonzepts eine Zertifikatspflicht einführt. Die Überprüfung des Zertifikats ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Diese muss sachlich gerechtfertigt sein. Zudem müssen die Arbeitnehmenden (bei Vorhandensein: Personalkommissionen) vorgängig konsultiert und die Umsetzung des Testkonzepts muss schriftlich dokumentiert werden.
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Das Ergebnis der Überprüfung des Zertifikats darf vom Arbeitgeber nicht für andere Zwecke verwendet werden. Zudem darf es zu keiner Benachteiligung zwischen geimpften und genesenen sowie ungeimpften Arbeitnehmenden kommen.
Bei einer öffentlich-rechtlichen Institution muss eine gesetzliche Grundlage für die Bearbeitung von Gesundheitsdaten vorliegen, um eine Zertifikatspflicht einzuführen.
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Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Kosten einer Massnahme übernehmen, die dieser anweist. Somit für die Einführung einer Zertifikatspflicht für Mitarbeitende dazu, dass indirekt der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmenden einen Test verlangt. Organisiert der Arbeitgeber diese Tests nicht, gilt die benötigte Zeit als Arbeitszeit und entsprechende Kosten können über Spesen abgerechnet werden.
Der Arbeitgeber darf - statt die Kosten für die Tests zu übernehmen - eine Alternative anbieten. Vorstellbar wäre, dass Mitarbeiter mit Zertifikat ohne Maske arbeiten dürfen, die anderen jedoch weiterhin eine Maske tragen müssen. Das homeoffice für Mitarbeitende ohne Zertifikat wäre eine weitere mögliche differenzierende Massnahme.
Der Bund übernimmt die Kosten nur für die repetitiven Tests.
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Ja. Die übrigen Schutzmassnahmen gelten weiterhin.
Letzte Aktualisierung: 9.9.2021
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