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Die «Ice Bucket Challenge» löste im Sommer 2014 einen Hype im Internet aus. Nun soll die Aktion zugunsten von ALS-Kranken eine Neuauflage bekommen.
«Im vergangenen August wurde der 'Ice Bucket Challenge' viral», teilte die ALS Association mit Sitz in Washington mit. Durch die Aktion waren in den USA 115 Millionen Dollar (105 Millionen Franken) zusammen gekommen. «Und sie muss in jedem August wiederholt werden, bis ein Heilmittel gefunden wird.»
Die US-Organisation will Ende Juli im grossen Stil dazu aufrufen, die Aktion zu wiederholen. Teilnehmer hatten sich dabei in Internetvideos Eiswasser aus einem Kübel über den Kopf geschüttet - und zu Spenden für Menschen mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS aufgerufen. Viele Prominente hatten daran teilgenommen.
Wiederholung sinnvoll
Auch der Leiter der Berliner ALS-Ambulanz, Thomas Meyer, hält eine Wiederholung für sinnvoll. «Ich bin aber nicht sicher, inwieweit sich die Umstände und Erfolge der 'Ice Bucket Challenge' des letzten Sommers auch nur annäherungsweise wiederholen lassen.» Bis Mitte dieses Jahres kamen dort 150'000 Euro Spenden zusammen - im Jahr der «Ice Bucket Challenge» waren es 1.6 Millionen Euro.
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) führt zu Nervenzerstörungen und fortschreitenden Muskellähmungen. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Bisher lässt sich ALS mit Medikamenten nicht heilen.
Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit. Die Todesursache ist meist Atemlähmung. In der Schweiz sind nach Schätzungen der Schweizerischen ALS-Stiftung etwa 600 Menschen an ALS erkrankt, jedes Jahr werden 100 bis 150 neue Fälle diagnostiziert. (sda/dpa)