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Die spezielle Schweinehaltung im „Stolba-Familienstall“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethologie der Universität Zürich im Jahr 1991realisiert. Es ist ein grosszügiger, heller und tierfreundlicher Offenfrontstall. Die Tiere leben in Familiengruppen zusammen. Sie haben eine eingestreute Liegefläche, ein Aktivitätsareal und Auslauf ins Freie. Er ist so eingerichtet, dass die Schweine ihr natürliches Verhalten ausleben können.
1997 wurde uns der Tierschutzpreis der Elisabeth-Rentschler-Stiftung für vorbildliche Schweinehaltung verliehen.
Unsere 12 Mutterschweine und der Eber sind meist Kreuzungstiere der Rassen Edelschwein und Pietrain. Der Zucht- und Mastbetrieb bildet ein natürlicher Kreislauf.
Tierportrait vom Edelschwein
Das Edelschwein ist in der Schweiz die häufigste vertretene Schweinerasse. Als besonderes Merkmal besitzen die Edelschweine die typischen Stehohren. Sie gelten als sehr robust, haben eine gut ausgebildete Schulter-, Rücken- und Stotzenparty.
Tierportrait vom Pietrainschwein
Die Schweinerasse Pietrain stammt ursprünglich aus der Gemeinde Pietrain in Belgien, in den Jahren um 1920. Es entstand eine Zucht aus französischen und belgischen Landrassen. Grund der Kreuzung war die hervorragende Fleischfülle und die geringen Fettanteile. Die Zucht erfolgte in den 1920er Jahren. Die Wurfgrösse liegt bei acht bis zehn Ferkel. Die Tiere haben Stehohren und sind entweder weiss oder grau grundiert und unregelmässig schwarz und braun gefleckt.
Die Fütterung
Schweine sind richtige Feinschmecker.
Es ist wichtig den Schweinen ein schmackhaftes Futter mit allen wichtigen Inhaltstoffen vorzusetzen. Schlüsselfaktor sind die Inhaltstoffe Energie und Eiweiss. Darum werden sie vorwiegend mit gemahlenem Biogetreide; Gerste, Triticale, und Soja gefüttert. Die Schweine erhalten täglich zusätzlich Raufutter. Unter Raufutter versteht man rohfaserreiches Futter, wie Gras, Grassilage, Heu oder Stroh. Die Schweine brauchen für ihr natürliches Verhalten täglich neues Beschäftigungsmaterial, wie Stroh, Heu, Äste./Die Schweine können mit Raufutter, im Gegensatz zum Rindvieh, zu wenig Nährstoffe für ein normales Wachstum aufnehmen.