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Ablauf des Ehevorbereitungsverfahrens
Um ein Vorbereitungsverfahren der Ehe beginnen zu können, wenden sich die Heiratswilligen zunächst einmal an das für ihren Wohnort zuständige regionale Zivilstandsamt. Falls sich Brautleute mit dem regional zuständigen Zivilstandsamt sprachlich nicht verständigen können, müssen sie für die Ehevorbereitung einen Dolmetscher zum Gespräch mitbringen, der mit den angehenden Eheleuten jedoch nicht verwandt sein darf.
Beim Zivilstandsamt wird dann zunächst die Ehefähigkeit der Verlobten überprüft. Hierbei müssen die Brautleute vor dem Zivilstandsbeamten erklären, dass sie nicht in gerader Linie miteinander verwandt sind, also weder Geschwister noch Halbgeschwister sind. Ferner müssen sie erklären, dass sie weder in einer noch bestehenden Ehe oder eingetragenen Partnerschaft leben und alle vorgelegten Dokumente vollständig, richtig und auch aktuell sind.
Für den Fall, dass einer der Brautleute das Schweizer Bürgerrecht nicht besitzt, wird die Aktenprüfung der ausländischen Unterlagen vom zuständigen regionalen Zivilstandsamt vorgenommen. Dabei kann diese die ausländischen Unterlagen auch an die kantonale Aufsichtsbehörde im Zivilstandswesen zur Prüfung der Akten weiterleiten. In diesem Ersttermin müssen die Brautleute dann auch alle von Ihnen erfassten Daten nochmals kontrollieren und bestätigen. Ferner werden sie über die bürgerrechtlichen und auch namensrechtlichen Folgen einer Eheschließung informiert.
Wenn das Ehevorbereitungsverfahren abgeschlossen ist, können die Verlobten dann einen Heiratstermin vereinbaren. Generell kann eine Trauung innerhalb von drei Monaten stattfinden, nachdem das Ehevorbereitungsverfahren positiv abgeschlossen wurde. Für den Fall, dass die Brautleute ihre Heirat in einem anderen regionalen Zivilstandsamt in der Schweiz durchführen wollen, wird für dieses regionalen Zivilstandsamt eine Trauungsermächtigung ausgestellt.