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Chronologie der Basler TWF
In Italien, Frankreich, Dänemark, Österreich, Norwegen und anderen Ländern wurde die TWF nie zugelassen.
In der BRD wurde die TWF 1952 in Kassel eingeführt und 1971 aufgrund der Kritik von R. Ziegelbecker (u.a. an den Kasseler "Erfolgsberichten") wieder eingestellt.
1974 wurde zwar eine Ausnahmeregelung über die TWF in das Lebensmittelgesetz aufgenommen. Dies geschah aber ohne vorherige Anhörung von Sachverständigen in letzter Minute vor der Beschlussfassung des Gesetzes. In der Folge hat sich auch kein deutsches Bundesland bereit erklärt, eine TWF zuzulassen. In der Bundestagsdebatte 1986 haben sich die SPD und die GRÜNEN kategorisch gegen die TWF ausgesprochen und auch die FDP hat sich kritisch und gegen eine allgemeine Einführung geäussert mit dem Hinweis, dass die Sache wissenschaftlich äusserst umstritten sei.
In Schweden wurde die TWF 1960 gesetzlich zugelassen, 1971 aber durch das Schwedische Parlament wieder verboten.
In den Niederlanden wurde die TWF 1953 begonnen, um 1970 waren bereits rd. 4 Millionen Niederländer von der TWF betroffen. 1976 wurde die TWF jedoch mit Königlichem Dekret wieder verboten und eingestellt.
(Es ist bemerkenswert, dass der Kariesbefall bei den niederländischen Kindern zur Zeit der Durchführung der TWF (1974) viel höher war als Jahre nach Absetzen der TWF (1985). Auch in Graz hatte die Karies während der Durchführung der langjährigen Fluortablettenaktion (1957-1973) signifikant zugenommen und bald nach Einstellung der Fluortablettenaktion (1973) wider signifikant abgenommen (1975-1981). Überdies war der Kariesbefall und der Kariesrückgang bei den Grazer Volksschülern nach Absetzen der Fluortabletten etwa gleich gross wie bei den Basler Volksschülern mit TWF und sonstigem "Fluor-Kult").
In Grossbritannien und Irland wird die TWF zwar durchgeführt, ist aber inzwischen ebenfalls umstritten.
Auch in der DDR ist die TWF mittlerweilen heftig umstritten und der geplante Ausbau des Fluoridierungsnetzes wurde inzwischen gestoppt.
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