Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/3325

- Anwendungen
- Analytik
- Emissions- & Immissionsmessung
- Frosten & Kühlen
- Inertisieren
- Klinische Diagnostik
- Kontrollierte & modifizierte Atmosphären
- Kryogenes Gefrieren von Rohrleitungen
- Lasertechnik
- Lyophilisation – VERISEQ® Nucleation
- Prozesschemie
- Sauerstoffanreicherung
- Schmelzen & Wärmeanwendungen
- Schweissen & Schneiden
- Spritzgiessen, Schäumen, Formen & Extrudieren
- Trockeneis- & Oberflächenreinigung CRYOCLEAN®
- Wärmebehandlung
- Wasserbehandlung
Eine Probe wird in der mobilen Phase (Trägergas) über eine stationäre Phase (fest oder flüssig) bewegt.
Durch unterschiedlich starke Wechselwirkung der Probenkomponenten mit der stationären Phase erfolgt die Auftrennung an der Phasengrenze zwischen mobiler und stationärer Phase. Entsprechend Ihrer physikalischen/ chemischen Eigenschaften werden die einzelnen Probenkomponenten verschieden lange zurückgehalten.
Im weiteren Verlauf bilden sich Bereiche (Fraktionen/Banden) gleicher Substanzen oder Substanzgruppen, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit von der mobilen Phase weitertransportiert werden.
Am Säulenende können die einzelnen Komponenten der Probe als Reinsubstanzen entnommen oder einem entsprechenden Detektor zugeführt werden.
Das Detektorsignal erscheint am Schreiber als Ausschlag (=Peak). Die einzelnen Peaks lassen sich den verschiedenen Probenkomponenten zuordnen.
Mit einigen substanzspezifischen Detektoren können mittlerweile Messungen im Konzentrationsbereich bis ppt reproduzierbar gemessen werden.
Funktionsprinzip der wichtigsten Detektoren
a) WLD: Wärmeleitführungsdetektor
Die Probenkomponenten gelangen nacheinander mit dem Trägergas aus der Trennsäule in den Messkanal des Detektors. Ein zweiter Kanal dient als Referenzkanal und wird nur von reinem Trägergas durchströmt. In beiden Kanälen befinden sich elektrisch beheizte Widerstandsdrähte.
Durch die einzelnen Probenkomponenten verändert sich die Wärmeleitfähigkeit im Messkanal. Die veränderte Wärmeableitung an den Widerstandsdrähten bewirkt eine Temperatur- und damit eine Widerstandsänderung in den Drähten.
Diese Änderung vergleicht man mit dem Widerstandswert der Drähte des Referenzkanals, der nur von reinem Trägergas durchströmt wird.
Eine «Wheatstone'sche Brückenschaltung» wandelt die Widerstandsänderung in ein Strom-/Spannungssignal um.
Dieses Signal ist der Konzentration der Probenkomponente (mg/ml) im Trägergas der Messzelle direkt proportional.
b) FID: Flammen-Ionisations-Detektor
Die einzelne Probenkomponente (der Eluent) gelangt mit dem Trägergasstrom aus der Trennsäule in den Detektor. Direkt am Säulenende befindet sich die Brennerdüse.
Je nach Trägergas (H2, He, N2) mischt man vor dem Detektor Wasserstoff und synthetische Luft zu.
In der Flamme bilden sich Ionen und freie Elektronen.
Die geladenen Teilchen bewirken einen messbaren Strom zwischen Düse (Kathode) und der zylinderförmigen Anode.
Es fliesst ein erhöhter Strom im Vergleich zum Signal der reinen Trägergas/Brenngas-Flamme. Diese Signaldifferenz gibt Auskunft über die Probenmenge, die pro Zeiteinheit (mg/s) den Detektor passiert.
c) ECD: Elektroneneinfang Detektor
Die einzelnen Komponenten der Probe gelangen nacheinander mit dem Gasstrom aus der Trennsäule in den Detektor.
Schnelle Beta-Teilchen aus einer radioaktiven Ni63-Quelle treffen auf die Moleküle des Träger-bzw. Make-up-Gases und erzeugen durch Stossionisation freie langsame Elektronen, die zwischen den beiden Elektroden einen messbaren Strom bewirken.
Elektrophile (elektroneneinfangende) Probenkomponenten vermindern die Anzahl der langsamen Elektronen.
Die Verringerung des Elektronenstroms (im Vergleich zu einem Signal ohne Probenkomponenten) ist proportional der Menge der elektrophilen Probenkomponenten (mg/s), die pro Zeiteinheit den Detektor passieren.
Anforderung an die Gasqualität bei der Gaschromatographie
An Betriebsgase für Detektoren sind besonders hohe Anforderungen bezüglich ihrer gleichbleibend hohen Reinheit zu stellen. Ein geringer Gehalt z. B. an Kohlenwasserstoffen im Betriebsgas ist eine entscheidende Voraussetzung für einen geringen Rauschpegel und geringen Drift des Ausgangssignals eines Flammenionisationsdetektors.
Für eine Reihe von Messaufgaben wird daher Wert gelegt auf Synthetische Luft mit einem Gesamt-KW-Gehalt < 0,1 vpm und einem NOx-Gehalt < 0,1 vpm.

|Hochreine Betriebsgase und ein entsprechendes Gasversorgungssystem sind neben einer exakten Probenpräparration die wichtigsten Voraussetzungen für die störungsfreie und zuverlässige Analytik mit modernen Messgeräten.|