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Bei Halogenlampen handelt es sich um künstliche Lichtquellen, die eine brillante, natürliche, fast dem Tageslicht ähnliche Beleuchtung erzeugen. Das Halogenlicht ist weißer als das der Kompaktleuchtstofflampe oder von LEDs. Deshalb werden sie häufig eingesetzt, wenn eine gute Ausleuchtung wichtig ist, zum Beispiel bei Warenpräsentationen.
Die Maßeinheit für die Farbtemperatur des Lichts lautet Kelvin (K) und wird bei vielen Leuchtmitteln angegeben. Als grobe Orientierung gilt, dass Farbtemperaturen über 4.000 K als kalt (weiß/bläulich) und niedrige Temperaturen (gelblich bis rötlich) als warm wahrgenommen werden. Eine Glühlampe mit strahlend weißem Licht zum Beispiel hat eine (warmweiße) Farbtemperatur von etwa 2.700 K.
Ein weiterer Vorzug ist die lange Lebensdauer der Halogenlampe mit bis zu 3.000 Stunden, was der bis zu dreifachen Lebensdauer einer herkömmlichen Glühbirne entspricht. Der Wirkungsgrad einer Halogenlampe liegt bei etwa acht Prozent. Sogenannte Eco-Halogen-Lampen schneiden noch besser ab.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die herkömmliche Glühfadenlampe inzwischen fast völlig von moderneren Leuchtmitteln abgelöst worden. Es gibt nur noch wenige spezielle Einsatzgebiete, in denen die „alten“ Glühlampen zulässig sind. Hintergrund ist der sehr schlechte Wirkungsgrad der herkömmlichen Leuchtmittel, bei denen ein Glühdraht mittels Stromdurchfluss zum Leuchten gebracht wird. Die aufgewendete Energie wird nur zu circa fünf Prozent in Lichtstrahlung umgewandelt; somit gehen rund 95 Prozent als Wärmeabstrahlung „verloren“. Zudem fließt ein hoher Einschaltstrom. Die mittlere Lebensdauer beträgt nur rund 1.000 Stunden. Vor allem wegen der schlechten Energiebilanz herkömmlicher Glühbirnen trat im Jahr 2009 ist die EG-Verordnung 244/2009 in Kraft, die das stufenweise Aus für herkömmliche Glühlampen einleitete. Der Verkauf bereits in Verkehr gebrachter Glühlampen war weiterhin erlaubt. Ein Nachteil von Halogenlampen ist ihr höherer Preis, der sich jedoch aufgrund ihrer längeren Lebensdauer mittelfristig amortisiert.
Bei einer Halogenlampe wird der Glaskolben mit Edelgas gefüllt und mit Halogenen (Jodid oder Bromid) angereichert. Dadurch werden die an der Glühwendel verdampfenden Wolframatome gebunden und dieser wieder beigefügt. Diese Technologie führt zu der höheren Lebensdauer der Halogenlampe im Vergleich zur herkömmlichen Glühfadenlampe. Hinzu kommt eine bessere Lichtausbeute. Durch eine Infrarot-Beschichtung des Kolben-Inneren kann die Lebensdauer nochmals verdoppelt werden. Die genannte Beschichtung ist lichtdurchlässig, reflektiert aber die Wärmestrahlung zurück auf die Glühwendel, was die Wärmeabstrahlung nach außen verringert und die Lampe insgesamt effizienter und langlebiger macht.
Halogenlampen sind sowohl als Niedervolt-Halogenlampen als auch als Netzspannungs-Halogenlampen (Hochvolt-Halogenlampen) erhältlich. Sie können entweder an 12-Volt-Niederspannung oder an Netzspannung angeschlossen werden. Einige spezielle Halogenlampen benötigen zum Betrieb ein Vorschaltgerät.
Im Bereich der Halogenlampen gibt es viele verschiedene Sockel-Bauformen. In der Regel können Halogenlampen ohne Werkzeug eingesetzt und ausgetauscht werden.
Das Angebot bei Conrad bietet Ihnen mehr als 300 verschiedene Halogenlampen und somit eine professionelle Auswahl, mit der Sie vielfältige Beleuchtungs- und Präsentationsaufgaben lösen können. Die Halogenlampen sind im Menü unseres Online-Shops selektierbar nach:
- Preis
- Neuheiten und Angeboten, hier auch mit dem schadstoffarmen Herstellungsanforderungen RoHS laut EU-Richtlinie
- Verfügbarkeit in den Conrad-Filialen
- Marken
- Leistung im Vergleich: Angabe der Leistung in einem Wert, der dem herkömmlicher Leuchtmittel entspricht. Damit erhalten Sie eine grobe Vergleichsmöglichkeit. Der Leistungsbereich reicht von 7 bis 2.000 Watt.
- Leuchtfarbe: in den meisten Fällen warmweiß, dazu einige Modelle mit kaltweißer, roter und silberner Farbe
- Kategorie: Unterscheidung zwischen Halogen, Eco-Halogen und Keramik-Metallhalogendampf-Entladungslampen
- Leistung: die tatsächliche Leistungsaufnahme der Halogenlampe von 5 bis 2.000 Watt
- Sockel: diverse Bauformen als Buchstaben-Zahlen-Kombinationen zur Kennzeichnung von Schraub-, Steck- oder Bajonett-Sockeln
- Betriebsspannung: von 6 bis 240 Volt.
- Bauform: Sie beschreibt das äußere Erscheinungsbild in Glühlampen-, Kerzen-, Kolben-, Reflektor-, Stab- und Tropfenform. Hinzu kommen einige Lampen in Spezialformen und die Bezeichnung als Stiftsockel.
Was ist beim Austausch von Halogenlampen zu beachten?
- Arbeiten an Netzspannung dürfen nur von ausgebildeten Fachleute vorgenommen werden.
- Der Wechsel von Leuchtmitteln sollte nur im ausgeschalteten, spannungslosen Zustand erfolgen.
- Beim Austausch von defekten Halogenleuchten sorgt schon die Bauform des Sockels dafür, dass das richtige Leuchtmittel ersetzt wird.
- Verwenden Sie stets Halogenlampen gleicher Leistungsparameter, da das Betriebsnetz oft für bestimmte Leistungen elektrisch abgesichert ist.
- Lösen und befestigen Sie die Halogenlampen ohne grobe mechanische Gewalt.
- Der Glaskolben eines Leuchtmittels sollte nicht mit bloßen Fingern berührt werden. Das Hautfett setzt sich am Glas ab, brennt ein und macht die Lampe über kurz oder lang unbrauchbar.
- Bei Glasbruch einer Halogenlampe sollte der betroffene Raum 30 Minuten lang gelüftet werden. Zum Entfernen von Glassplittern sollten Sie Schutzhandschuhe benutzen (nicht den Staubsauger verwenden).
- Halogen-Leuchtmittel erfordern keine besonderen Entsorgungsmaßnahmen.
Ist eine Umrüstung von konventionellen auf Halogenlampen ohne weiteres möglich?
Da Halogenlampen mit allen Sockelformen herkömmlicher Glühlampen zur Verfügung stehen, können sie diese oft einfach ersetzen. Auf vielen Verpackungen ist eine Leistungsangabe aufgedruckt, die die Leistung der Halogenlampe mit der von herkömmlichen Lampen vergleicht.
Wie lange halten Halogenlampen?
Die Lebensdauer von Halogenlampen erreicht normalerweise Werte von circa 3.000 Stunden. Es gibt Modelle mit Standzeiten zwischen 10.000 und 20.000 Betriebsstunden, wobei die Werte in den Datenblättern oft an eine prozentuale Ausfallquote gekoppelt sind. Ein weiteres Merkmal ist die maximal mögliche Einschalthäufigkeit, die im unteren fünfstelligen Bereich liegt.
Wie kann ich eine defekte Halogenlampe erkennen?
Bei Leuchtmitteln mit Glühfaden gibt es nur zwei Betriebszustände: intakt oder defekt.
Eine mögliche Fehlerquelle ist Korrosion am Sockel oder in der Fassung der Halogenleuchte. Das führt zu verringerter Lichtausbeute und/oder Flackern. Korrosion kann unter Umständen dazu führen, dass sich Lampen nicht mehr aus der Fassung lösen lassen, was den Austausch weiterer elektrischer Bauteile nach sich ziehen kann.
Bei Leuchtmitteln mit Vorschaltgeräten machen sich Fehler durch Flackern, abnehmende Lichtleistung bis hin zum Totalausfall bemerkbar.