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Das Theater war eine meiner frühen Lieben. Zu den ersten Autoren, die ich systematisch las, gehörten Henrik Ibsen und Friedrich Dürrenmatt. Ich begann auch bald, Theaterstücke zu schreiben, aber es kam nichts Gescheites dabei heraus. Und da ich die Gelegenheit bekam, Hörspiele zu veröffentlichen, hörte ich irgendwann mit den Theaterstücken auf. Einzig ein Philoktet-Projekt begleitete mich über Jahre, bis ich es schliesslich aufgab. Als eins meiner Hörspiele von einer freien Theatertruppe in Bern gespielt wurde, waren die Kritiken (des Stücks, nicht die Truppe) so miserabel, das meine Liebe zum Theater etwas erkaltete.
Mein Interesse für das Theater erwachte neu, als ich 1999 in Berlin «Murcks den Europäer» von Christoph Marthaler sah. Zum erstenmal seit Jahren hatte ich das Gefühl, ein Stück zu sehen, das etwas mit mir und meiner Zeit zu tun hatte. Als kurz darauf das Schauspielhaus Zürich anfragte, ob ich auch Theater schreibe, machte ich mich an die Arbeit und schrieb in einem halben Jahr zwei Stücke («Billy» und «Das Lied des Lammes» (vormals «Puffi»)) und später – als Auftragswerk – den Monolog «Die Planung des Planes».
Im Schauspielhaus Zürich aufgeführt wurde schliesslich «Après Soleil» (Februar 2003, Regie Christiane Pohle, deutsche Erstaufführung Nov. 2003 in Saarbrücken, Regie von Bettina Rehm ). Im April 2004 inszenierte Florian Fiedler am Schauspielhaus Hamburg das Auftragswerk «Der Kuss des Kohaku». Im November 2004 wurden «Die Töchter von Taubenhain» in den Theatern Luzern (Regie Christina Rast) und Osnabrück (Regie Kilian Hattstein) uraufgeführt. Weitere Projekte sind in Arbeit.