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„Wir haben die Station in einem viertel Parem erreicht.“
„Gehen Sie unter Warp, wenn wir nur noch 2 Kevn von der Station entfernt sind.
„Ie Riov, ich höre und gehorche.“
An der Con stand ein erfahrener alter Mann, der seine letzte Reise machte und ihm wurde die Ehre zu teil ein letztes Mal das Schiff zu fliegen. So wie das Schiff aus dem unter Warp war, würde er es per Handsteuerung an die Station andocken. Er hatte nun das Ende seiner Dienstzeit erreicht und ein anderes Schiff würde ihn nun nach ch’Havran fliegen, wo er den Geschäften seiner Familie nachgehen würde.
Er hatte aus diesem Grund seine Gala-Uniform angelegt, die schwer mit Orden behangen waren. Er war ein sehr guter Navigationsoffizier gewesen und wer auch immer seinen Platz einnehmen würde, er würde sehr große Fußstapfen auszufüllen haben.
Immer wieder schaute ich zu ihm herüber, Sorak tr’Kreno war sein Name. Sein Haar fing an zu ergrauen und seine Haut wurde schon faltig, aber sein Blick war jung und seine Bewegungen schnell und sicher.
So stolz er auch aussah, sah man in seinen Augen dennoch Trauer. Mehr als 50 Jahre diente er der Thi Galae und davon mehr als 14 Jahre auf der Aehallh.
„Ich gehe jetzt unter Warp“ sagte er.
„Sie haben die Kontrolle, tr’Kreno.“
„Ie, meine Riov.“ Und zu mir gewandt: „Bringen Sie die Station auf den Schirm.“
„Ssuaj.“
Schwarz mit funkelnden Lichtern, sie hob sich kaum vom Sternenhintergrund ab, so erschien die Station auf dem Hauptschirm.
„Wir werden gerufen.“
Er schaute sich zur Riov um, sie nickte kurz.
„Öffnen Sie einen Kanal.“
„Aefvadh, die ChR’ Aehallh ist ruhmreich ins Reich zurückgekehrt.“
„Aefvadh ChR’ Aehallh, wir haben Sie erwartet. Die Andockdaten werden Ihnen übermittelt.“
„Ssuaj, ChR’Aehallh Ende.
Das Gesicht des OPS-Offiziers der Station verblasste und die Station erschien wieder auf dem Sichtschirm. Mittlerweile nahm sie den gesamten Schirm ein und einzelne Details wurden sichtbar. Rhythmisch blinkende Lichter wiesen uns den Weg zur Andockstation, die für uns reserviert war. Tr’Kreno’s Hände fuhren schnell aber sicher über das Sensorfeld der Navigation und das Schiff reagierte fast augenblicklich darauf. Was für ein Gefühl musste das sein, ein Schiff dieser Größe seinen Willen mit den Händen aufzuzwingen. Und was für eine Erfahrung gehörte dazu, ein Schiff dieser Größe in eine relativ kleine Andock-Box zu manövrieren.
Nun waren wir schon so naher, dass wir in die Station hineinschauen konnten und wir bemerkten, dass an den Aussichtsloungen viele Personen befanden, die sich den Anblick eine andocken Warbirds nicht entgehen lassen wollten.
Nicht mal mehr ein Ewa später.
„Das Schiff ist angedockt.“
„Die Systeme werden auf ein Minimum heruntergefahren.“ Entgegnete ich.
Die Riov erhob sich: „Brückencrew, Ehrenformation.“
Sie stellte sich vor tr’Kreno, die rechte Hand zur Faust geballt und an die linke Brust gelegt. In der Reihenfolge der Ränge stellte sich die gesamte Brückencrew in einer Reihe neben die Riov und nahmen die gleiche Haltung ein.
„Sorak tr’Kreno, ich entlasse Sie aus dem Dienst der Thi Galae. Sie haben dem rihannischen Volk lange und loyal gedient, dafür dankt Ihnen das Volk der Rihannsu.“
Etwas steif und mit stolz erhobenem Kopf schritt er die Reihe ab, ein verdächtiges Glitzern in den Augen…
Die Aehallh hatte ohne weitere Vorkommnisse die Station Rhedhi aerhh’rihan am Rande des Imperiums erreicht. Niemand hatte sie sowohl auf Seiten der Föderation noch innerhalb des Reichsterritoriums gestoppt oder auch nur gescannt. Insofern beschränkte sich derzeit das Wissen um die Anwesenheit der Aehallh nur auf das Stationspersonal. Und damit es so blieb befahl Arrhae den Funkverkehr von der Station nach außen zu überwachen und Verdächtiges abzufangen und ihr sofort Bescheid zu geben.
Nachdem die Riov nun einen getreuen Soldaten, Sorak tr’Kreno, aus den Diensten der Aehallh entlassen hatte, gab es noch einiges zu tun, bevor auch sie von Bord gehen und das Durcheinander betrachten konnte, welches durch die Ankunft des gewaltigen Warbirds hier verursacht wurde. Trotzdem die Station schon einige Zeit in Betrieb war, kam es nur sehr selten vor, daß man hier etwas derartiges wie die Aehallh bewundern konnte, so weit ab von den normalen Handelsrouten und potentiellen Konfliktherden. Denn obwohl die Föderation und die klingonische Grenze beinahe um die Ecke lagen, war die Gegend bisher recht ruhig.
Alle wichtigen Vorkehrungen waren schließlich getroffen worden, die Hauptenergie war abgeschaltet und die Systeme, die wegen der Reparatur nicht deaktiviert werden mussten, wurden durch die Energie der Station gespeist. Auch alles weitere war soweit geregelt, daß auch sie die Brücke nun verlassen konnte.
Einen ehrenhaften Abschied für die Gefallenen würde es nicht geben – noch nicht – da es üblich war, diesen nur im Orbit ch’Rihans zu vollziehen, denn der Kommandant hatte die Aufgabe, die unter ihm gefallenen Soldaten persönlich in ihre Heimat zu bringen.
Ihre Schritte lenkten sie nach einem kleinen Rundgang über einige Decks zu ihrem Quartier, wo sie erfreut feststellte, daß es ihrem Diener wohl ergangen war trotz der Probleme, die das Schiff in den letzten Tagen verkraften musste.
Sie duschte kurz, legte eine frische Uniform an – es gab, bevor sie sich einige Zeit ausruhen konnte, einiges mit der Stationsleitung zu besprechen – und machte sich mit Ndeian, der auch die Aufgabe eines Leibwächters erfüllte, auf den Weg zur Station.
Die Hektik, die dort in den Gängen und auf der Promenade herrschte, war größer, als sie angenommen hatte. Viele Zivilisten auch unterschiedlichster Rassen wirkten wie Farbkleckse in der Masse, aber ihr fielen auch etliche junge rihannische Gesichter in Uniform auf. Dabei erinnerte sie sich daran, daß erst vor kurzem ein Programm der Personalabteilung der Galae gestartet worden war, demnach die Abgänger der Akademie jetzt ihren ersten Dienst hier verrichteten. Dieser Umstand kam ihr allerdings gelegen.
Im Kontrollzentrum Rhedhi aerrh’rihans traf sie glücklicherweise auf den größten Teils des Führungsstabes, der aufgrund ihres Erscheinens auch augenblicklich Haltung annahm.
„Riov tr’Selaya“, offensichtlich hatte er Arrhaes Ankunft auf der Ops erwartet, denn normalerweise verweilte er während seiner Dienstzeit sicherlich in seinem Büro und lenkte die Geschicke der Station von dort aus, „ich habe hier den Schadensbericht meines Chefingenieurs.“ Sie überreichte ihm das PADD. „Kümmern Sie sich darum, daß die Aehallh oberste Priorität bei den Reparaturen durch ihr technisches Personal hat. Und ich gehe nicht davon aus, daß es bei der Kooperation mit den Ingenieuren meines Schiffes Probleme gibt.“ Oft genug war dergleichen aufgetreten, weshalb sie mit ihrer Bemerkung wenn möglich etwas vorbeugen wollte.
Kurz überflog der Riov das PADD und gab es danach an seinen leitenden Ingenieur weiter.
„Ich denke, das kriegen wir auf die Reihe. Gibt es sonst noch etwas?“
„Wir haben leider einige Defizite in der Crew zu beklagen. Da mir allerdings zu Ohren gekommen ist, daß Sie junge Rekruten an Bord haben, dürfte es an sich keine Schwierigkeiten geben, Ersatz zu finden.“ Und sie blickte ihn fragend und mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
„Ihre Informationen sind korrekt. Ich werde Ihnen so bald wie möglich eine Liste jener Rekruten zukommen lassen ebenso wie jemanden aus der Verwaltung, der ihr Ansprechpartner sein wird.“
„Ich bitte auch darum, daß ich einen Zeitplan für die Reparaturen bekomme, sobald die Abstimmung erfolgt ist“, wandte sie sich an den Ingenieur.
„Das werde ich, Riov.“
„Ich danke Ihnen“, richtete sie sich wieder an tr’Selaya, neigte leicht den Kopf und wandte sich zum Gehen.
„Sie sollten eine Pause einlegen, Sie sehen recht müde aus“, wandte sich ihr Diener förmlich an Arrhae, während sie im Turbolift unterwegs zurück zur Promenade waren.
Ein Seufzer war die Antwort und die Überlegung, ob sie es sich jetzt leisten konnte. Aber Ndeians eindringlicher Blick ließ ihr keine Wahl.
„Also gut ...“, und zum ersten Mal seit langer Zeit zeigte sich ein sanftes Lächeln in ihrem Gesicht. „T’Riuurren an tr’Navok.“
„Was kann ich für Sie tun, Riov?“
„Treffen Sie sich bitte morgen früh, acht Uhr, mit mir im Besprechungsraum. Es geht um die Auswahl der neuen Offiziere.“
„Verstanden.“
„T’Riuurren Ende“, und der Kanal schloß sich wieder.
Zwischenzeitlich hatten sie das Promenadendeck erreicht und Ndeian deutete in Richtung eines Lokals, das gut gefüllt zu sein schien. Offenbar handelte es sich um das Casino, das größte Etablissement der Station, wo sich nahezu alles traf.
Und so mischten sie sich nicht unbedingt unerkannt unter die Leute. Denn schnell hatte zumindest die Bedienung begriffen, wer eben ihr Lokal betreten hatte und waren sofort zur Stelle. Es hatte schon etwas für sich, Riov zu sein. Und sie genoß einmal die angenehme Seite ihres Ranges.
Das ganze entwickelte sich zu einer äußerst unangenehmen Situation für mich. Es war sicherlich nicht förderlich, wenn ich mich mit einer Händlerin abgab, die illegal ihren Geschäften nachging. Die beste und vor allem sicherste Lösung wars es wohl schnell zu verschwinden. Also stand ich auf und ging so unauffällig wie möglich an den beiden Frauen vorbei in Richtung Ausgang. Dort drehte ich mich nochmal kurz um und betrachtete die Szene. Die beiden waren immer noch am diskutieren.
Als ich das Casino verlassen hatte machte sich in mir Enttäuschung breit. Da hatte ich es endlich einmal geschafft einer attraktiven Frau ein eindeutiges Angebot zu machen und dann musste so etwas passieren...
=A= Auf der Station =A=
Ich machte mich auf den Weg zu meinem Quartier. Für diese Uhrzeit war ungewöhnlich viel los in den Gängen. Auch die Turbolifte waren Hoffnungslos überfüllt. Was war denn jetzt wieder los?
Irgendwann unterwegs wurde ich fast über den Haufen gerannt. Es war ein Kadett aus meiner Staffel.
„Komm ganz schnell zum Flugdeck! Sowas hast du noch nicht gesehen!“, rief er im Vorbeilaufen.
Aber ich kam gar nicht mehr dazu zu fragen, was genau los ist. So wie es aussah musste ich das wohl selbst herausfinden. Also ging ich zum Flugdeck.
=A= Flugdeck =A=
Vor den riesigen Scheiben durch die man in den Hangar sehen konnte hatte sich ein unglaublicher Auflauf gebildet. Die halbe Station hing da an den Scheiben. Von ganz hinten hatte ich überhaupt keine Chance irgendwas zu sehen. Da musste ich mich wohl etwas nach vorne arbeiten. Mit Einsatz meiner Ellbogen und durch mehrmaliges deuten auf meine Uniform konnte ich mich schließlich bis zur Scheibe vorarbeiten. Und was ich dann sah, war wirklich unglaublich und ich konnte die aufgeregte Menge verstehen.
Einige Decks unterhalb des Beobachtungsdecks hing ein gewaltiges Schiff im Hangar. Ein Warbird der D’Deridex – Klasse. Der Anblick war beeindruckend. Ich hatte noch nie eins dieser Schiffe gesehen, geschweige denn geflogen. Auf der Akademie fliegt man eigentlich maximal Schiffe der Raptor- oder Griffin-Klasse. Aber auf den Warbirds diente die Elite des Imperiums.
Ich betrachtete noch eine Weile diesen imposanten Raubvogel, bevor mir das Gedrängle zu viel wurde und ich mich auf den Weg in mein Quartier machte.
Die Aufregung um die Händlerin hat sich etwas gelegt als die beiden Rihannsu das Casino verliesen, wahrscheinlich um die Sache im Büro der Beamtin zu klären.
Terrh wurde grad' in ein Kadettengespräch über den Schwierigkeitsgrad der Kampfjägersimulation verwickelt als das ganze Etablissement für einen kurzen Augenblick in Stille viel, in der man das Herzklopfen seines Nachbarn hören könnte. Es war weg so schnell wie es kam und da war nur eine Erklärung: Jemand, der sehr wichtig ist, hat den Raum betreten.
Terrh überwältigte den Instinkt sich sofort umzudrehen. Lieber folgte er den Blicken der Beistehenden und wartete auf den richtigen Augenblick.
Der wichtige Unbekannte kam langsam näher und näher, Terrh könnte schon sehen wie einige Offiziere in der Nähe salutieren.
"Also ein Offizier, wahrscheinlich hochrangig oder zumindest bekannt und geehrt..."
Er war schon ganz hinter ihm. Er geht vorbei. Jetzt. Jetz ist die passende Möglichkeit...
Terrh, mit einem uninteressierten Gesichtsausdruck, drehte ein Bischen den Kopf.
Ein Riov sagten die Rangabzeichen an der Uniform. Aber wenn er genauer hinsah, stellte er fest, es war viel mehr EINE Riov. Und er stand ihr im Weg.
Sie war fast einen Kopf kleiner als Terrh aber so war es fast mit allen anderen hier. Ihre Blicke trafen aufeinander und sie studierten sich gegenseitig.
"Platz für den Riov, Equatorium!" es wahr eine strenge mänliche Stimme, aber Terrh schenkte ihr keine Aufmerksamkeit. Ohne den Blickkontakt mit ihr zu verlieren, machte er einen Schritt zur Seite, damit sie um ihm herum an die Bar könnte.
"Das war Riov Arrhae t'Riuurren von der Aehallh. Sie sollen ihre Mission beendet zu haben und sind hier um Proviant und neue Crew zu holen." bemerkte Aschro als sie ihn schon nicht hören könnte.
"Na dann hoffen wir, dass ich einen guten Eindruck machte und sie einen Taktik-Sicherheitsoffizier braucht." erwiderte Terrh.
Als t'Riuuren endlich einen Drink bekam, verrirte ihr Blick zu Terrh. Er hob sein Glass, natürlich, als ob sie sich gut kannten und er auf ihr Wohl trinken wollte. Die Riov erwiderte automatisch die Geste und dann wandte sich dem Geschpräch, der in ihrer Nähe statt fand, zu.
Nun wusste ich an welchem Gift er verstorben war, nun war es einer meiner Aufgaben das Warum herauszufinden. Man hatte mich reaktiviert.
Auf der ChR’ Blutschwinge war ich inaktiv, nur Chefin der Krankenstation. Aber hier war ich, zumindest inoffiziell, Ri’or des Tal Shiar und so ganz nebenbei Leiterin der Medizinischen Station.
Mein Ansprechpartner war aber nicht der Leiter der Station, sondern der Wirt der kleinen Bar, mit dem Namen „Eisn“, auf dem Promenadendeck.
Ich hatte eine entsprechende Nachricht erhalten und war nun auf dem Weg zur Bar, in der ich sicherlich Stammgast werden würde. Da die „Einladung“ eine nicht sehr hohe Priorität hatte, hatte ich etwas Zeit und schlenderte gemächlich über das Promenadendeck. Ich nahm mir sogar die Zeit einen Moment zu verweilen und das Treiben zu beobachten. Die vielen fremdartigen Gesichter, ohne Sklavenhalsreifen, da es sich um Gäste der Station handelte. Nach der langen Zeit auf der ChR’Blutschwinge war das ein völlig ungewohntes Bild für mich und ich ließ es auf mich wirken. Irgendwann viel mir auf, das die Menge nicht mehr scheinbar unkoordiniert durcheinander lief, sondern dass es eine Strömung gab.
„…eridex… ockt an… ehallh…“
Aus den Bruchstücken reimte ich mir zusammen, dass wohl ein Schiff der d’Deridex-Class gerade die Station erreicht hatte und nun andocken würde. Es handelte sich um die stolze ChR’Aehallh, in terranischer Sprache übersetzt: Alptraum.
Und das sind sie und ihre Crew wahrhaftig, ein Alptraum für ihre Gegner.
Kurz ging ich im Geiste meine private Schiffsdatenbank durch, aber mir wollte der Name des Leiters der Krankenstation der Aehallh nicht in den Sinn kommen.
Kurz nur runzelte ich die Stirn, dann ging ich weiter und schon bald stand ich scheinbar unentschlossen in der Bar.
Mit einem strahlenden Lächeln kam ein unverschämt gutaussehender Rihannsu auf mich zu. Man könnte glatt meinen er mache Werbung für ein terranisches Zahnpflege-Hilfsmittel, so breit lächelte er.
„Meine verehrte Dr. t’Ptraval, wie sehr freue ich mich, dass sie mein bescheidenes Etablissement mit Ihrer Anwesenheit beehren.“
Er war so auffällig in seinem Verhalten, dass er schon wieder unauffällig war. Eine wirklich gute Tarnung.
Ich beschloß, ein völlig ausdruckloses Gesicht zu wahren und wartete erstmal ab, was er wirklich von mir wollte.
„Bitte folgen Sie mir, ich führe Sie herum. Sie werden nichts zu beanstanden haben. Es ist alles in einwandfreien Zustand. Bitte unterlassen Sie es auf keinen Fall die Küche zu inspizieren, sie werden begeistert sein.“
Ah… ich sollte so tun, als wollte ich die kleine Bar inspizieren, gute Idee
Ich schaute ihn streng an:“ Es wäre äußerst höflich, wenn Sie sich mir erstmal vorstellen würden, wie es die Sitte gebietet.“
„Ich bitte um Vergebung, nennen Sie mich einfach Nadur.“
„Gut Nadur, dann zeigen Sie mir mal ihre anderen Räumlichkeiten.“
Er deutete eine Verbeugung an, ging voraus und ich folgte ihm.
Als sich die Tür zur Küche hinter uns schloß drehte er sich wieder zu mir um und ich hatte das Gefühl, einem völlig anderen Mann gegenüberzustehen. Sein Gesicht war wie eine gefrorene Maske und sein Blick war kälter als flüssiger Stickstoff.
Seine Hand berührte einen Sensor und ein leiser Klick kündigte an, dass die Türe fest verschlossen war und der Raum mit Sicherheit abhörsicher war.
„Ri’or t’Ptraval, Sie wurden reaktiviert. Im Laufe Ihrer Ermittlungen werden Sie im vollen Umfang auf die Daten der Station zurückgreifen können. Für alle Fragen ihrerseits stehe ich ihnen voll zur Verfügung. Mehr müssen Sie jetzt nicht wissen.“
„Ie, ich höre und gehorche.“
Wieder berührte er den Sensor und die Tür entriegelte sich wieder. Kaum waren wir wieder im Gastraum angelangt, war er wieder einfach nur Nadur, mit dem strahlendsten Lächeln, das ich je bei einem Rihannsu sah.
Wieder in meinem Büro auf der Krankenstation angekommen, blinkte das Symbol einer Nachricht Klasse 2 auf dem Bildschirm.
„Computer: Nachricht Klasse 2 wiedergeben.“
Auf dem Bildschirm änderte sich die Ansicht und das Symbol der ChR’Aehallh erschien. Es war eine Nachricht von Rokar tr’Cael, Leiter der Krankenstation der ChR’Aehallh. Er möchte die Daten der in Frage kommenden Equatorien haben, die möglicherweise für einen Einsatz auf der ChR’Aehallh qualifiziert sind.
Nach einem viertel Parem hatte ich eine entsprechende Liste zusammengestellt und an die Krankenstation der ChR Aehallh übermittelt…
Terrh war gegangen, also wurde es auch für Ashro Zeit zu verschwinden, was mit der Händlerin passieren würde, wird man sicher noch erfahren. Er begab sich also in Richtung Promenadendeck um ein wenig zu flanieren. Er ging ein wenig spazieren, da fiel ihm ein das ein Schiff die Aehallh an der Station angedockt hatte, er sah dies als eine gute Gelegenheit auf der Karriereleiter eine Sprosse nach oben zu steigen, also machte er sich auf den Weg Erkundungen einzuholen welche Posten noch zu besetzen sind.
"Vieleicht hätte ich das letzte Glass rauslassen sollen" dachte sich Terrh.
Der Grund zu diesen Überlegungen war ein leichtes Problem mit Gleichgewicht. Unter anderen Umständen wäre das nichts, aber bei einem Nahkampftraining war es zu spüren.
Wie könnte er nur vergessen, dass ihn das hier noch erwartet. Als er im Raum ankam, waren selbsverständlich alle schon da. Alle bis auf den Instruktor, glücklicherweise.
Das Training began mit leichteren Übungen um den Körper in Fahrt zu bringen. Dann würde es schwieriger - alle bildeten Zweiergruppen und versuchten dem Instruktor zu zeigen was sie können.
Aber der schwierigste Teil kam zu letzt. Der Instruktor beeindruckt davon, wie Terrh mit Leichtigkeit seinen Sparringpartner immer wieder besiegt hat, gab ihm die Chance sein Können und Geschick gegen ihn zu beweisen.
Jetzt stand Terrh gegenüber einem erfahrenenem Krieger und war sich nicht sicher was er tun sollte. Entweder gibt er auf und akzeptiert die Schande oder er kämpft und wird wahrscheinlich eine blutige Nase davon tragen (er kannte sich gut, wenn er einmal anfängt, weiss er nicht, wann die Zeit zum Aufgeben gekommen ist). Das er vielleicht siegen könnte, stand nicht zur Debate.
Terrh entschied sich zu kämpfen...
Eine halbe Stunde später lag er auf einem Bett auf der Krankenstation. Er hat verloren. Der Man war noch besser als er dachte, wendiger und schneller als er erwartete, mit einer harten Rechten. Vielleicht wenn er keinen harten Tag hinter sich hätte oder nicht so viel getrunken hätte...
Ausreden, alles Ausreden.
"Wie sieht es mit meiner Rippe aus, Doktor?"
"Sie ist noch ganz aber sie sollten mehr aufpassen in der Zukunft, Equatorium."
Doktor t'Ptraval. Er sah sie schon Mal aus der Ferne, aber jetzt könnte er sich sie gut anschauen. Eigentlich nichts ungewöhnliches aber trotzdem war da etwas. Er hatte keine Ahnung wie, aber irgentwie war sie anders als alle Ärzte die er bis jetzt getroffen hat. Er hatte aber keine Lust sich damit weiter zu beschäftigen und lies es aus dem Kopf.
"Es könnte noch ein oder zwei Tage weh tun. Wenn sie dann noch immer Schmerzen haben, kommen sie zu mir."
"Also kan ich jetzt gehen?" fragte Terrh. Er richtete sich auf, aber blieb noch auf dem Bett sitzen.
Später am Abend, die Situation im Casino hatte sich längst normalisiert und kaum jemand nahm mehr Notiz von Arrhae, bis auf den Moment, wo sie zusammen mit Ndeian das Etablissement wieder verließ. Auf dem Weg zur Tür suchte sie den Rihannsu, der ihr einige Stunden zuvor demonstrativ im Wege gestanden hatte, doch offenbar war er bereits gegangen. Vermutlich ließ es der Dienstplan des Equatorium nicht zu, daß er bis spät in die Nacht seiner Freizeit nach hing.
Doch irgendetwas hatte sie an ihm beeindruckt, es war weniger seine beinah hünenhafte Statur als diese ruhigen und wachen Augen, die sie intensiv gemustert hatten. Und dann diese Geste – als würden sie sich jahrelang kennen und es etwas ganz normales wäre.
Schließlich aber verdrängte sie diese Gedanken. Es gab jetzt Wichtigeres.
Als die beiden Rihannsu die Aehallh gegen 2 Uhr Bordzeit wieder betraten, trennten sich ihre Wege. Arrhae war nun wieder der Riov des Schiffes und da sie selbst nach dem ausgiebigen Essen keine Müdigkeit verspürte, lenkte sie ihre Schritte Richtung Maschinenraum.
Zufrieden stellte sie dort fest, daß die Reparaturen bereits begonnen hatten. Bei dem leitenden Ingenieur des Schiffes, der sich zurzeit mit einem Techniker der Station unterhielt, erbat sie einen ersten Bericht. Offenbar gingen die Arbeiten gut voran, so daß sich die Aehallh tatsächlich nicht länger als nötig aufhalten musste. Zusätzlich übergab er ihr den gewünschten Zeitplan, der die Abstimmung mit dem Stationspersonal enthielt.
Nach einem kurzen Abstecher auf die Brücke senkte sich nach und nach doch Erschöpfung über ihren Geist und sie beschloß, zu Bett zu gehen. Der nächste Tag würde früh genug beginnen.
Reichliche fünf Stunden später wurde sie von Ndeian geweckt, doch von da an sollte es nur noch bergab gehen an diesem Tag – scheinbar waren die Elemente mehr als missgestimmt.
Während ihr Diener das Frühstück bereitete, gönnte sie sich eine warme Dusche – Wasser, ein Luxus, der nur höheren Offizieren zur Verfügung stand. Doch es barg auch eine Gefahr, denn als sie sich in der Kabine umdrehte, rutschte sie auf dem dünnen Flüssigkeitsfilm aus. Ein kurzer Schmerzensschrei entrang sich ihrer Kehle, als sie unsanft auf dem harten Boden aufschlug. Sofort war Ndeian zur Stellen, wollte ihr aufhelfen, doch an Bewegung war nicht zu denken. Vermutlich hatte sie sich den Rücken geprellt. Ndeian wollte die Krankenstation informieren, damit sie jemanden vorbei schicken sollten, doch diese Blöße wollte sich Arrhae nicht geben. Sie wartete lieber eine Stunde, bis der stechende Schmerz am Ende der Wirbelsäule vorübergehend abgeebbt war und ging, von Ndeian gestützt und leise fluchend selbst zur Krankenstation.
Rokar stellte dort fest, daß sie sich lediglich den Steiß geprellt hatte und gab ihr etwas gegen das Stechen. Des weiteren überreichte er ihr ein PADD mit den Informationen über die Rekruten, die er von Doktor t’Ptraval erhalten hatte.
Anschließend machte sie sich auf den Weg zu dem Gespräch mit Taev. Sie war ohnehin reichlich spät dran, doch länger als unbedingt nötig wollte sie ihn nicht warten lassen. Sie mochte Unpünktlichkeit nicht, sie empfand es als Anzeichen von Unzuverlässigkeit, und selbst war sie daher niemals unpünktlich, bis auf Momente, in denen höhere Gewalt ihre Finger im Spiel hatte.
„Es tut mir leid, daß ich Sie so lange hab warten lassen, Taev“, meinte sie, als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte. „Ich hatte einen kleinen Unfall.“
„Ich hoffe, es geht Ihnen gut?“
„Ja, danke“, sie nickte. Doch sie bemerkte auch, daß er offensichtlich mit seinen Gedanken woanders war. Er machte einen recht merkwürdigen Eindruck, als würde ihm etwas auf dem Herzen liegen. Tatsächlich war dem so.
„Ich bitte um meine Versetzung“, sagte er ruhig, nachdem er tief durchgeatmet hatte, „ich kann nicht länger der Io’Saehne dieses Schiffes sein.“
Und Arrhae verschlug es die Sprache.
„Ich habe mich auch bereits nach einem Ersatz umgesehen“, er legte ihr ein PADD vor, das eine Akte enthielt. „Natürlich werde ich weiterhin unter Ihnen meinen Dienst für die Galae verrichten, beispielsweise als Anetnen.“
Arrhae hatte seine Worte vernommen, doch sie mied seinen Blick, irgendwie konnte sie ihn nicht ansehen. Statt dessen betrachtete sie die Akte und las die erste Zeile: Equatorium Terrh tr’Lhoell – und brach in Lachen aus. Sie lachte laut und ausgelassen, es wirkte unpassend an dieser Stelle und bewirkte eine nervöse Veränderung in Taevs Mimik, doch es befreite auch von einer Menge Anspannung der letzten Zeit, obgleich es kein freundliches Lachen war. Als sie schließlich verstummt war, versank ihr Gesicht in ihren Händen und sie dachte nach.
Taev dagegen wusste nicht, was er von diesem Ausbruch halten sollte und wartete, bis sie ihn doch endlich ansah.
„Sie meinen das ernst, nicht wahr?“
„Ie, Riov.“
„Warum?“ Warum nur drückt er sich vor der Verantwortung, er hätte längst Riov der Aehallh sein können mit Abkommandierung tr’Sikraths, doch offenbar gab es da etwas, daß er scheute, daß ihn nun auch diesen Schritt unternehmen ließ.
Doch er schwieg und ihre Miene verfinsterte sich.
„Nennen Sie mir einen Grund, erei’Arrain tr’Navok, und ich denke darüber nach!“
Stumm nickte er. Und Arrhae sah diesen Punkt vorerst für erledigt an – oder zumindest für verschoben.
Anschließend gingen sie die einzelnen Akten derer durch, die für die Crew der Aehallh in Frage kamen. Hauptsächlich befanden sich darunter Sicherheitskräfte, unter anderem Equatorium Ashro tr’Crast. Aber auch ein Navigator gehörte zu ihnen, Aldaris tr’Adun. Allesamt mit sehr guten Noten von der Akademie hierher gekommen, ihrer Meinung nach bereit für den ersten Einsatz im All. Aber wie bereit sie wirklich sein würden, daß würde sich noch herausstellen.
Nach recht kurzer Zeit war diese Besprechung schließlich beendet, doch Arrhae blieb sitzen und nahm wieder das PADD mit Terrhs Akte in die Hand. Ihn hatte sie absichtlich ausgelassen, um ihn wollte sie sich höchst persönlich kümmern.
Taev verstand die stumme Geste, erhob sich schließlich und wollte gehen, als Arrhae ihn noch einmal aufhielt.
„Einen guten Grund, Taev ... und einen ehrlichen!“
Er musterte sie, ging dann aber, weiterhin schweigend.
Sie musste dahinter kommen, was ihn bedrückte, warum er der Verantwortung so rigoros aus dem Weg ging, indem er seinen Posten aufgab, auf dem er seit Jahren dem Reich treue Dienste erwiesen hatte.
Nach einiger Zeit schob sie diese Spekulationen schließlich beiseite, es brachte ohnehin nichts. Stattdessen widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder der Akte und öffnete diese. Sie war nicht wenig überrascht, als sie das Bild des Rihannsu sah, der ihr am Vorabend im Casino im Weg gestanden und ihr später zugeprostet hatte. Sicherlich konnte das sehr interessant werden.
Auch er konnte sehr gute Ergebnisse von der Akademie vorweisen, entstammte einer guten Familie – Taevs Wahl war wohl wirklich nicht zufällig auf ihn getroffen. Eigentlich war er Taktikspezialist, aber es schadete sicher nicht, eine solche Person an ihrer Seite zu wissen.
Doch ob sie der Versetzung Taevs und der Einstellung Terrh tr’Lhoells als Io’Saehne zustimmte, musste sie sich gut überlegen.
Nach dem ihm dr. t'Ptraval etwas gegen den Schmerz gab, ist Terrh in sein Quartier gegangen. Es war ein harter Tag und er freuete sich auf das Bett. Doch einschlafen ging nicht so einfach da die Rippen immer noch etwas weh taten.
In seinen Gedanken kehrte ins Casino zurück. Das war also die Riov der Aehallh. Recht interessant. Und mit dem Gedanken ist er eingeschlafen...
Er träumte davon, wie es wäre, ein solches Schiff wie die Aehallh, einen Warbird in die Schlacht zu führen. Er kämpfte viele Kämpfe und mit Ruhm ist er immer siegreich in die Heimat zuruckgekehrt...
Wenn ihn am Morgen ein beependes Signal weckte, war er nicht ganz voll ausgeschlafen aber trotzdem fit für den Tag. Und ein interessanter Tag erwartete ihn auch.
Das Signal kam von der Computerconsole und bedeutete eine dringende Nachricht. Sein Dienstplan wurde geändert. Er sollte heute Dienst erst am Nachmittag haben doch Die auf der Ops haben entschieden, dass sein heutiger Dienst früh am Morgen beginnt und am Nachmittag wird er dann frei haben.
Der Nachricht nach war er schon 10 Minuten zu spät. Er brauchte noch 5 um in die Uniform zu schlüpfen und etwas noch schnell zu essen.
Weitere 3 Minuten später ging er schon durch die letzte Tür die ihn von der Ops trennte.
"9 Minuten. Nicht schlecht aber kein neuer Rekord." grüsste ihn der befehlshabende Offizier.
"Ich hab' die Nachricht..."
"Ich weiss, ich habe sie abgeschickt. Es gehört zur Ausbildung. Wir müssen Ihre Bereitschaft Notsituationen bewältigen zu können testen. Da sie schon da sind werden sie während dieser Schicht die taktische Station hier auf der Ops übernehmen."
"Ie."
Terrh erste Schicht als taktischer Offizier verlief langsam aber ohne Zwischenfälle. Und dafür war er dankbar. Er überlegte was er wohl tun würde wenn jemand die Station jetzt angreiffen würde. Wahrscheinlich käme da jemand um ihn abzulössen. Aber was wenn nicht? War er schon bereit für einen richtigen Kampf?
Langsam aber sicher kam das Ende der Schicht näher und näher und mit jedem Augenblick den er hinter seiner Konsole verbrachte, war er sich mehr und mehr sicher. Wenn das Ende tatsächlich kam, war er ein Bischen enttäuscht, dass es schon vorbei ist.
Trotzdem war er froh, dass er sich dann in seinem Quartier etwas niederlegen und was er Morgen nicht schafte, nachholen konnte.
Ein Tag war vergangen, seit Taev ihr sein Versetzungsgesuch unterbreitet hatte. Mittlerweile lag es sogar in schriftlicher Form vor, was bedeutete, daß es ihm wirklich ernst war. Nicht, daß Arrhae seine Aussage je als Witz aufgefasst hätte. Doch jetzt erlangte das ganze für sie unangenehme Realität. Zwar war sie sich sicher, daß er, würde Terrh ihren Anforderungen nicht genügen, bis dahin seine Pflicht als Io Saehne verrichten würde, bis sich jemand fand, der qualifiziert dafür war. Dennoch ging von seinem Wunsch eine gewisse Dringlichkeit aus, die sie nicht unbeachtet lassen durfte.
Die vergangene Nacht hatte sie schlaflos zugebracht, war in Gedanken versunken durch die Station gewandert und hatte überlegt, was sie tun sollte. Immer wieder war sie Terrhs Akte durchgegangen, hatte von der Stationsverwaltung Berichte über seine Übungen und Dienste gelesen – dennoch kam es ihr falsch vor, einen zukünftigen Fähnrich auf diesen Posten zu setzen.
Andererseits blieb ihr kaum eine Wahl und es war vielleicht auch einen Versuch wert. Doch hatte sie sich einmal damit abgefunden, fand sie wieder einen Punkt, der gegen dieses Vorhaben sprach und sie erneut zweifeln ließ.
Irgendwann weit nach Mitternacht stellte sie kurzzeitig diese Grübelleien ein und wandte sich anderen zu. Sie hatten mit ihrer vergangenen Mission dem Reich durchaus Ruhm und Ehre gebracht, allerdings teilte ihre Ansicht wohl nur die Galae. Der Geheimdienst vermutlich nicht. Und da sie aber deren Methoden kannte, wollte sie ihre Familie wenigstens warnen, was passiert war, daß sie im Falle des Falls nicht überrascht waren. Natürlich würde man ihnen nichts antun, dafür genoß Arrhae einen zu guten Ruf und den Schutz der Flotte. Aber in Schutzhaft konnte man sie allemal nehmen, sozusagen als Erpressung.
Über zwei Stunden hatte sie mit ihrem Mann Maiek darüber gesprochen, hatte sich nie Sorge bezüglich ihm oder ihrer Kinder anmerken lassen. Doch Maiek wusste, daß es in ihr anders aussah. Und er sicherte ihr auch zu, daß sie in seinen Augen richtig gehandelt hatte und sie voll und ganz unterstützen würde, würde es nötig werden.
Anschließend hatte sie sich entschloßen, sich ein wenig hinzulegen. Der kommende Tag würde zwar nichts Großartiges von ihr verlangen, doch ihr Vorhaben, sich mit Terrh persönlich in Verbindung zu setzen und sich ihn mal von der Nähe und in aller Ruhe anzuschauen, verlangte einen wachen Geist und keine dunklen Ringe unter den Augen. Allerdings war es schwieriger als gedacht, abzuschalten, so daß sie eine Stunde später, in der sie an die dunkle Decke ihres Quartiers gestarrt hatte, wieder aufstand und sich zum Holodeck begab.
Bis zu ihrem Dienstanfang hatte sie die Zeit schließlich damit verbracht, sich mit einem rihannischen Meister des Lachenden Todes zu messen, was ihr die nötige Ablenkung verschaffte. Zwischenzeitlich waren auch einige Ideen gereift, so daß sie nun mehr oder weniger erholt ihre Schicht beginnen konnte.
Der Aufenthalt an einer Starbase brachte es natürlich mit sich, daß nicht fortwährend auf der Brücke ihre Anwesenheit vonnöten war, wodurch sie die Gelegenheit bekam, ihren Technikern ein wenig auf die Nerven zu gehen. In allererster Linie beobachtete sie dabei aber die Fortschritte an der Tarnvorrichtung der Föderation, die offenbar ganz ordentlich waren. Vielleicht kamen sie sogar dazu, diese Wunderwerk der Feindestechnologie selbst demnächst auszutesten. Fragte sie nur, wohin sie ihr nächster Weg führen würde.
Gegen Abend, nachdem sie doch einige Stunden Schlaf gefunden hatte, setzte sie sich mit dem Stationscomputer in Verbindung und ließ sich den Aufenthaltsort von Terrh tr’Lhoell sagen. Glücklicherweise war sein Dienst nun endlich vorbei – sie hatte ihm seine erste Schicht in vollem Ausmaß gönnen wollen, andernfalls hätte sie ihn einfach irgendwann mittendrin zu sich bestellt – doch sein Tag noch lange nicht. Und so schickte sie ihm eine Mitteilung, sich unverzüglich auf der ChR Aehallh, im Besprechungsraum II einzufinden.
Keine zehn Minuten später stand er in der Tür des Besprechungsraumes und Arrhae bat ihn herein. Er wirkte abgekämpft und müde, immerhin hatte er eine lange Schicht hinter sich und eine nicht ganz einfache Suche nach dem richtigen Raum – die Aehallh war schon ein Stück verzweigter und komplexer als Rhedhi – doch er versuchte die Anzeichen von Schwäche aus seinem Erscheinungsbild zu tilgen und salutierte in Bestform vor der Riov. Mit einem Nicken nahm sie jenes zur Kenntnis und deutete schließlich weitläufig auf einen der Stühle am Tisch und bat ihn, sich zu setzen. Er wählte einen Platz, der nur einen Stuhl Abstand zu der Riov ließ, die am Stirnende des Tisches saß, und bewies dadurch Aufgeschlossenheit aber auch den nötigen Respekt ihr gegenüber. Arrhae nahm dies wohlwollend zur Kenntnis.
„Equatorium Terrh tr’Lhoell, Ihre Leistungen an der Akademie können sich durchaus sehen lassen. Doch glauben Sie, daß Sie diese Leistungen auch in Situationen bringen können, wenn es wirklich um etwas geht?“ Sie hatte vor, ihn zu verunsichern. „Sind Sie bereit, diese Leistung zu bringen, wenn es darum geht, einen Befehl zu befolgen, dem Sie persönlich nicht zustimmen, an Ihren Handlungen aber unzählige Leben hängen?“ Er sollte das volle Ausmaß von vornherein kennen lernen, so wie es durchaus auf ihn zukommen konnte. „Glauben Sie, daß Sie geeignet sind, als Offizier an Bord der Aehallh zu dienen?“
Sie setzte eine Pause, um ihren Worten die nötige Wirkung zu verleihen und ihn nachdenken zu lassen. Und sie war auf seine Reaktion gespannt.
Terrh kam gerade aus der Dusche raus, als die Computerkonsole in seinem Quartier angegangen ist. Eine Nachricht war eingekommen. Sie stammte von der Aehallh, von Riov Arrhae t'Riuurren. Er sollte sich unverzüglich - wie sonst - auf der Aehallh im Besprechungsraum II melden.
Anzuziehen dauerte nur einen Moment und auch der Weg zur Luftschleuse an der der Warbird angedockt war verging schnell, da er sofort einen Turbolift kriegte und auch das Promenadendeck war (so zu sagen) leer.
Er hatte eigentlich eine "Willkommen an bord"- oder zumindest eine "Was willst du hier"-zeremonie erwartet, doch niemand war dort. Da er eigentlich nach dem Weg fragen wollte stand er ein Weilchen da und überlegte wie er in den Beschprechungsraum kommt. Er kannte schon die Deckverteilung eines Warbirds, aber trotzdem, die Realität war etwas anderes. Er war sich nicht sehr sicher.
"Computer, wo befindet sich der Beschprechungsraum II?" fragte Terrh dann.
Die Antwort kam von einer Computerkonsole an der Wand neben ihm. Eine klasische digitale Computerstimme, sie beschrieb nicht nur wo sich der Raum befindet, sogar auch wie man dorthin zulangt.
Nach einer Turbolift fahrt und kurzem Irren in den Korridoren ist Terrh dann schliesslich zu der richtigen Tür gekommen. Er sah seine Uniform an, ob alles sitzt wie es soll, hat tief ein- und aus geatmet und ist schliesslich reingegangen.
Terrh salutierte vor der Riov, die ihm mit einem Nicken antwortete. Sie deutete auf die Stuhle die um den Tisch standen und bat Terrh sich zu setzen. Er übelegte nicht lange und wählte einen Platz, der nur ein Stuhl Abstand zu der Riov ließ, die am Stirnende des Tisches saß. Die ganze Zeit bis er sich setzte, blickte er die Riov an, ob er nicht ein Einzeichen der Unzufridenheit mit seiner Wahl in ihren Augen sehen kann. Es war dem nicht dem so, also entspannte er sich ein Bischen und wartete bis sie mit dem Reden anfängt.
„Equatorium Terrh tr’Lhoell, Ihre Leistungen an der Akademie können sich durchaus sehen lassen. Doch glauben Sie, daß Sie diese Leistungen auch in Situationen bringen können, wenn es wirklich um etwas geht?“ Sie hatte vor, ihn zu verunsichern.
„Sind Sie bereit, diese Leistung zu bringen, wenn es darum geht, einen Befehl zu befolgen, dem Sie persönlich nicht zustimmen, an Ihren Handlungen aber unzählige Leben hängen?“
„Glauben Sie, daß Sie geeignet sind, als Offizier an Bord der Aehallh zu dienen?“ Nach dieser Frage setzte sie eine Pause ein um ihren Worten die nötige Wirkung zu verleihen und wartete fast gespannt auf Terrhs Reaktion.
Drei Fragen auf einmal, aber Terrh hat schon vor vielen Jahren gelernt auf solche Situtionen zu reagieren.
"Ja." sagte er mit soviel selbstbewusstsein, wie er zu diesem Augenblick zur Verfügung hatte. Kurz aber effektiv sagte immer Terrhs Vater, doch die Riov hatte eine solch kurze Antwort nicht erwartet. Jetzt hat er sie ein Bischen verunsichert. Für einen Moment herrschte eine Stille, in der man auch eine Nadel fallen horen könnte. Als er sah, dass die Riov mit seiner Antwort unzufrieden ist und dabei ist etwas zu sagen, sprach er weiter.
"An ihre erste Frage wusste ich bis heute keine Antwort, doch nach der heutigen Schicht kann ich sagen, dass ich mir sicher bin, dass selbst in einer kritischen Situation würde ich meine Pflichten erfüllen ohne einen Fehler zu machen. Was die zweite Frage angeht, ich kann sie versichern, dass ich bereit bin meinem Riov bis in den Tod zu folgen, solange er nicht gegen das Imperium, seine Crew oder aus persönlichen Grunden gegen meine Familie vorgeht, selbst wenn ich einer anderer Meinung bin. Und zuletzt, ich glaube ich bin geignet als Offizier an Bord jedes Schiffes der Galae zu dienen."
Jetzt hat sich der Spiess umgedreht und Terrh wartete gespannt auf die Antwort von Riov t'Riuurren...
Für einen so jungen Rihannsu und noch nicht einmal Offizier hatte er wirklich Mumm in den Knochen. Er hatte die Riov daran gehindert, das Wort wieder zu ergreifen, nachdem sie mit seiner einsilbigen Antwort recht unzufrieden war. Doch damit zeigte er auch, daß er bereit war, sich durchzusetzen – eine Eigenschaft, die ihm zugute kommen würde, würde sie Taevs Ersuchen stattgeben.
Auch wusste er, Prioritäten zu setzen. Daß er ihr seine uneingeschränkte Loyalität zusicherte gefiel ihr schon einmal, auch wenn er den Fall einrechnete, daß sie gegen ihre eigenen Befehle verstieß oder zu Ungunsten des Imperiums entschied. Das war allerdings wohl in der allgemeinen Paranoia der Rihannsu verwurzelt.
Und er bewies, daß er Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen hatte, etwas, daß man nicht von jedem Offizier behaupten konnte. Er hatte ihr unvermittelt ins Gesicht gesagt, daß er für den Dienst auf der Aehallh geeignet sei.
Doch diese Einschätzung würde Arrhae selbst vornehmen. Dieses kleine Gespräch war lediglich ein Test gewesen und in ihren Augen hatte er bestanden.
Angesichts seiner letzten Worte hatte sie schmunzeln müssen, was bei ihm einen irritierten Gesichtsausdruck zur Folge hatte.
„Nun gut“, sie machte eine kleine Pause, „wir werden sehen, wie Sie sich halten werden. Bis auf weiteres entbinde ich Sie hiermit von Ihren Pflichten auf Rhedhi aerrh’rihan. Dafür melden Sie sich morgen früh 6 Uhr Bordzeit, pünktlich zum Schichtbeginn, auf meiner Brücke.“ Sie hatte vor, ihm ein wenig das Schiff zu zeigen. Und sie bekam bei diesem Gedanken das Gefühl, als sei er ein Schüler, jedoch nicht ihr möglicherweise zukünftiger Io’Saehne. Zugegebenermaßen war er das letztlich auch, schließlich war er noch Equatorium, doch er brachte die besten Voraussetzungen mit für einen steilen Karriereweg. Allerdings würde sie ihn vorerst im Unklaren darüber lassen, wie seine Zukunft an Bord der Aehhalh vielleicht aussah, nicht nur, weil sie noch nicht komplett feststand.
Nachdem sie nichts mehr gesagt hatte, hatte er ihre Worte mit einem Nicken quittiert und sie als Anlass genommen, das Gespräch als beendet zu betrachten. Deshalb hatte er sich erhoben und machte sich auf den Weg zur Tür.
„Bilden Sie sich allerdings nicht zuviel darauf ein, noch sind Sie nichts weiter als ein Kadett unter vielen!“ meinte sie noch, bevor er ging, doch ihre Augen sagten etwas anderes. Es sollte eine Herausforderung für ihn sein, sein Bestes zu geben, selbst während die Aehallh noch an der Station angedockt war.
Er nickte schließlich und ging – etwas aufgeregt, was der nächste Tag wohl bringen würde.
Tags darauf saß sie schon früh zeitig in ihrem Stuhl auf der Brücke und hatte die drei diensthabenden Offiziere mit ihrer Anwesenheit überrascht. Ihre Sorge bezüglich des Tal’Shiar und der Tarnvorrichtung an Bord hatte etwas nachgelassen, wenngleich ihre Wachsamkeit nach wie vor im höchsten Maße bestand. Doch bisher hatte kein auffälliger Subraumkommunikationsverkehr stattgefunden, der sie veranlasst hätte, etwas zu unternehmen.
Nun betrachtete sie in aller Stille die Konturen der Raumstation, während sich einige Berichte auf ihrem Schoß stapelten. Taev hatte ihr immer noch keine Antwort zukommen lassen, doch sie wollte ihn auch nicht drängen. Noch würden sie nicht ablegen, noch hatte er Zeit, nachzudenken.
Eine halbe Stunde nachdem sie die Brücke betreten hatte, erreichte auch Terrh diese und er war erwartungsgemäß in Begleitung zweier weiterer Equatorien erschienen, die nach der Meinung Taevs und Arrhaes zukünftig Brückendienst verrichten sollten – Ashro tr’Chrast und Aldaris tr’Adun. Kurz nach ihnen kam schließlich auch die reguläre Besatzung und löste die Nachtschicht ab. Dadurch war es nun ungewöhnlich voll auf der Brücke, doch Platzmangel herrschte noch lange nicht.
Taev trat schließlich auf sie zu und überreichte ihr ein PADD, doch es enthielt entgegen ihrer Erwartungen einen allgemeinen Lagebericht und den Statusreport über die Tarnvorrichtung.
„Guten Morgen“, sagte sie nach einiger Zeit, ohne den Blick zu heben. „Wenn die Aehallh ihre nächste Mission beginnt, werden Sie mit an Bord sein!“ Und sie meinte damit die jungen Rekruten, deren Augen sich unmerklich weiteten vor Freude. Nicht jeder von denen, die mit ihnen an Bord der Station gekommen war, würde einen solchen Schritt in dieser Geschwindigkeit schaffen. Und das erfüllte sie mit Stolz.
„Ich erwarte deshalb von Ihnen, daß Sie sich mit diesem Schiff vertraut machen. Wenn wir ablegen, sollten Sie die Aehallh besser kennen als sich selbst!“ Sie senkte wieder ihren Blick auf den Bericht, wo sie etwas Merkwürdiges bemerkt hatte. „Sie kennen Ihre Instruktionen, machen Sie sich an die Arbeit!“ merkte sie noch an, als sie ihren Sessel verließ.
Drei der erfahrenen, treuen Offiziere der Aehallh zeigten den Rekruten daraufhin ihre Plätze.
„Erei’Arrain tr’Navok, Sie haben das Kommando!“ Mit diesen Worten verließ sie die Einsatzzentrale.
Völlig erschöpft fiel ich an diesem Abend ins Bett. In den letzten Tagen konnte ich mich vor lauter Arbeit nicht mehr retten. Zusätzlich zu meinem Dienst musste ich viele Botengänge und ähnliches erledigen. Es war zum verzweifeln! Morgen würde ich aber dienstfrei haben. Endlich konnte ich mal ans ausschlafen denken. Aber anscheinend träumte ich schon...
Ich lag noch keine Stunde im Bett als eine Nachricht für mich eintraf:
„Equatorium Aldaris tr’Adun; melden sie sich morgen zum Beginn der Frühschicht auf der Brücke der ChR Aehallh!“
Diese Nachricht warf mich fast um. Was sollte ich so plötzlich auf diesem Schiff. Ich ahnte zwar etwas, aber es war zu unglaublich als dass es war sein könnte. Vorsichtshalber erkundigte ich mich bei der Personalabteilung und mir wurde meine Versetzung auf die Aehallh bestätigt. Natürlich freute ich mich wahnsinnig, aber eine kleine Vorwarnung wäre auch nicht schlecht gewesen. Aber das schien in der Galae eher unüblich zu sein...
Ich schickte sofort eine Nachricht an meine Mutter, um ihr die guten Neuigkeiten mitzuteilen. Danach legte ich mich wieder ins Bett. Vor lauter Aufregung kam ich aber nicht zum Schlafen. Zur Aufregung kam ein Stück weit aber auch die Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Ich würde wohl alles auf mich zukommen lassen müssen.
=A= ChR Aehallh =A=
Ich erfuhr, dass außer mir noch Terrh tr’Lhoell und Ashro tr’Chrast auf die Aehallh versetzt wurden. Zwei Kadetten, die kurz vor mir auf die Station gekommen sind. Zum Glück kannte Terrh den Weg. Als wir durch die Luftschleuse gingen und das Schiff betraten, begriff ich zum ersten Mal die Ausmaße des Schiffes. Alleine hätte ich mich hier wohl nie zurechtgefunden.
Als wir die Brücke betraten wurden wir sofort von der befehlsgewohnten Stimme der Riov begrüßt.
„Guten Morgen! Wenn die Aehallh ihre nächste Mission beginnt, werden Sie mit an Bord sein! Ich erwarte deshalb von Ihnen, daß Sie sich mit diesem Schiff vertraut machen. Wenn wir ablegen, sollten Sie die Aehallh besser kennen als sich selbst! Sie kennen Ihre Instruktionen, machen Sie sich an die Arbeit!“
Zu jedem kam ein Offizier und führte ihn an seine jeweilige zukünftige Station auf der Brücke.
Ich setzte mich an die Steuerkontrollen und ließ mir diese von einem älteren Offizier erklären. Es war ein großer Unterschied zwischen dem Simulator und der Realität. Und dieser Unterschied würde noch größer werden, sobald das Schiff wieder aufbrechen würde. Mit mir an der Steuerkonsole! Dieser Gedanke erfüllte mich auf der einen Seite mit Stolz; er verursachte aber auch ein Schwindelgefühl. Würde ich dieser Herausforderung gewachsen sein?
T’Shar wollte, nachdem ihr Tsch’ana mitteilte, das sie keine Handelsgenehmigung hätte, sofort deren Identititätskarte überprüfen. Es artete schließlich in eine langatmige Diskussion aus, da Tsch’ana die ihrige nicht bei sich trug und T’Shar ihr daraufhin einen Vortrag hielt, warum es wichtig ist, diese immer bei sich zu haben. Schlussendlich bat T’Shar Tsch’ana auf, ihr ins Büro zu folgen, um die Formalitäten zu erledigen.
Im Büro angelangt, erhielt T’Shar die Nachricht, dass die Aehallh eingetroffen sei und deswegen auch noch einige Formalitäten zu erledigen sind. Für Tsch’ana ein geeigneter Zeitpunkt sich zu entschuldigen und den Rückzug anzutreten.
Schon das zweite Mal in zwei Tagen betrat Terrh die Aehallh. Diesmal aber ging er nicht zu einem Gespräch mit der Riov, sondern zum Dienst.
Mit zwei anderen Equatorien betrat er die Brücke des Schiffes. Nach einem Moment Stille sprach die Riov von ihrem Stuhl.
„Guten Morgen. Wenn die Aehallh ihre nächste Mission beginnt, werden Sie mit an Bord sein!“
Das war schon die gute Nachricht. Jetzt erwartete Terrh die weniger gute.
„Ich erwarte deshalb von Ihnen, daß Sie sich mit diesem Schiff vertraut machen. Wenn wir ablegen, sollten Sie die Aehallh besser kennen als sich selbst!“
„Sie kennen Ihre Instruktionen, machen Sie sich an die Arbeit!“ merkte sie noch an, als sie ihren Sessel verließ.
Drei Offiziere näherten sich den drei Kadeten.
„Erei’Arrain tr’Navok, Sie haben das Kommando!“ Mit diesen Worten verließ Riov t'Riuurren die Einsatzzentrale.
Einer der Equatorien setzte sich unter Aufsicht eines der Offiziere an die Steuerkonsole, Aschro bekam einem Platz auf der taktischen Station...
„Hm, Aschro wird wohl der neue Amnei'saehne,“ dachte sich Terrh, doch da kam schon sein Aufsichtsoffizier auf ihn zu. Ein Erei'Arrain wie er erkennen konnte.
„Equatorium tr'Lhoell, ich bin Erei'Arrain tr'Navok,“ sagte er.
„Was ist meine aufgabe?“ fragte Terrh und sah dem ersten Offizier der Aehallh direkt in die Augen.
„Sie werden alle Waffenkammer inspezieren ob alles gemäss den Vorschriften ist und noch vor Schichtwechsel werden sie einen Bericht vorlegen.“
Terrhs Augen wurden hart, ein „Ie.“ kam doch aber durch seine Lippen. Er war sicher, dass man seine Unzufriedenheit in seinem Gesicht lesen konnte, doch er machte sich nichts draus. Tr'Navok soll doch wissen, wie er darüber fühlt. Vielleicht ist das die Strafe für sein fast freches Benehmen gegenüber der Riov gestern, oder aber eine Prüfung, ob er bereit ist auch minderwertigere Aufgaben mit sorgfalt zu meistern. Doch nichts davon konnte ändern, dass er unzufrieden war.
Keinen Siure später stand Terrh schon in einem Turbolift und war zur Deck 27, zur Haupt-Waffenkammer, unterwegs. Zwei Tarim, und einige Waffenkammer, später war er mit der Aufgabe fertig. Es war eine monotone Arbeit, aber sie war zumindest einfach. Es ging ganz schnell da, wie es sich für ein Schiff wie die Aehallh gehört, alles an seinem Platz war.
Terrh betrat die Brücke, doch der XO war nicht dort.
„Er ist bei Riov t'Riuurren.“sagte Aschro als Antwort für Terrhs unausgesprochene Frage. Also warten war angesagt...