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Frómista
Frómista
ist ein sehr bekannter und sehenswerter Ort am Jakobsweg in der
Provinz Palencia der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.
Bravo Lozano nennt als Bewohner der ersten Ansiedlung auf dem
Gebiet des heutigen Frómista den keltischen Stamm der Vakzäer,
ihnen folgten die Westgoten, die Frómista zu einem bedeutenden
Ort ausbauten.
Im Zug der maurischen Invasion Spaniens wurde Frómista zerstört
und blieb wegen sich verschiebender Frontverläufe über ein
Jahrhundert unbesiedeltes Niemandsland. Erst im 10. Jahrhundert
kehrten Menschen in die zur Wüstung verfallene Stadt zurück.
1066 gründete Dona Mayor, Gräfin von Kastilien und Frau des
navarrischen Königs Sancho III. Mayor, hier ein
Benediktinerkloster und zieht sich nach dem Tod ihres Mannes
dorthin zurück. Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert dem Kloster
San Zoilo in Carrión de los Condes unterstellt, seinen einzigen
Überrest stellt die Kirche San Martín dar, eine der wichtigsten
romanischen Kirchen am Jakobsweg.
1190 wurde in Frómista Petrus Gonzáles geboren, dieser später
seliggesprochene Dominikanermönch ist in Spanien und Portugal
als Sant Elm oder San Telmo bekannt.
Frómista ist aber nicht nur für Pilger ein wichtiger Ort sondern
ein muss auch für Architekturliebhaber.
Romanische Kirche San Martín, 11. Jahrhundert
Das Gebäude ist eins der besten Beispiele der romanischen
Architektur in Spanien. Ihr Bau wurde von Doña Mayor in Auftrag
gegeben, Witwe des Königs von Navarra Sancho Mayor. Seit ihrem
Bau hat die Kirche den Pilgern des Jakobswegs als Ort der
Besinnung gedient.
Der
Bau besteht aus drei Schiffen, von denen jedes mit einem
Tonnengewölbe und Gurtbögen ausgestattet ist. An der Stirnseite
befinden sich drei runde Apsiden, und das Querhaus hat eine
polygonale Vierung. Besonders schön sind die Säulenkapitelle mit
reichhaltigen pflanzlichen und ikonographischen Motiven. Die
Fassade bietet eine Besonderheit, die an den deutschen Stil
erinnert: zwei runde Türme zu beiden Seiten des Eingangs. Im
Inneren der Kirche befindet sich ein Bild des gekreuzigten
Christus von besonders hohem Wert.
Kirche San Pedro. Romanik/Gotik
Die
Kirche verfügt über einen viergliedrigen Turm und ein
Renaissance-Portal, das 1560 von Juan de Escalante entworfen
wurde. Der Innenraum gliedert sich in fünf Abschnitte und drei
Schiffe. Der Hochaltar ist das Werk des Francisco Trejo und
stammt aus dem Jahr 1636. Besonders erwähnenswert sind die
Kreuzabnahme der kastilischen Schule des Juan Valmaseda und zwei
Skulpturen des San Pedro und des San Pablo. Hier befindet sich
auch das Museum von Frómista.
Kirche Santa María del Castillo, Gotik/Renaissance
Die
Kirche wurde im Stil der Spätgotik erbaut. Die drei Schiffe sind
durch Säulen und Gewölbe voneinander getrennt. Die Kirchentore
stammen aus der Renaissance. Besonders bemerkenswert ist der
Hochaltar mit Malereien auf Holz aus dem 15. Jahrhundert.