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Am Mittwoch meldete die staatliche Veterinärbehörde in der Wojewodschaft Lubuskie im Osten Polens den 31. Fall der Afrikanischen Schweinepest. Dort sind bislang auch die meisten Ausbrüche in Nutztierbeständen festgestellt worden. Überwiegend handelt es sich um kleine Hofstellen, doch auch in dieser Woche hat es wieder einen Aufzuchtbetrieb mit etwa 2'000 Ferkeln getroffen.
Das Tempo der festgestellten Infektionen nimmt seit Juli rasant zu, Marktbeobachter in Polen sprechen von einer dramatischen Lage. Im bisherigen Verlauf dieses Jahres mussten im ganzen Land wegen der ASP-Fälle fast 50'000 Schweine getötet werden, das sind jetzt schon mehr als im gesamten Jahr 2019.
Im Vorjahr waren in Polen 48 ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen aufgetreten. Alle Betriebsgrössen waren betroffen - von Hofstellen mit zwei Schweinen bis zu einer Mastanlage mit 9'500 Tieren. Fast die Hälfte der Ausbrüche fand in der Wojewodschaft Warminsko-Mazurskie statt. Insgesamt mussten 2019 mehr als 35'000 Schweine getötet werden.
Die grössten Hotspots befinden sich in diesem Jahr in der Wojewodschaft Lubuskie mit einer grossen Häufung in Frampol, etwa 70 km südlich von Lublin. Mehrere Fälle gibt es ausserdem in der Wojewodschaft Warminsko-Mazurskie. In anderen Regionen handelt es sich bisher nur um Einzelfälle. Der zu Deutschland nächstgelegene Hof mit einem kleinen Schweinebestand befindet sich im Kreis Zielona Góra, etwa 50 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.