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Hottinger Literaturgespräche — Charles Linsmayer im Gespräch mit Hortensia von Roten über Iris von Roten
Gesprächsreihe über die Schweizer Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
Als Iris von Roten 1958 ihr Buch mit dem provokanten Titel «Frauen im Laufgitter» publizierte und darin die Gleichstellung der Frau forderte, avancierte sie zur meistgehassten Frau der Schweiz und wurde sogar von den Frauen geächtet. So dass sie sechs Monate in die Türkei reiste und da Material für ein zweites Buch sammelte. Später wandte sie sich der Malerei zu, und als sie auch daran durch eine Augenkrankheit gehindert wurde, suchte sie am 11. September 1990 mit 73 Jahren den Tod. Erst spät nahm die Schweiz, unter anderem dank Yvonne-Denise Köchlis Biografie von 1992, ihr Buch wirklich zur Kenntnis, und längst ist klar, dass es in seiner Bedeutung für die Frauenbewegung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Hortensia von Roten ist die Tochter von Iris und Peter von Roten und wird aus ihrer persönlichen Sicht von ihrer Mutter erzählen.