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Während früher sich im Allgemeinen nur die Frauen mit der Töpferei beschäftigten, wurden mithilfe von einigen Techniken während dem neolithischen Zeitalter zu einer unabhängigen Kunstform.
Ab Ende des Mittelalters begann sich die Töpferei in Aserbaidschan zu entwickeln. In dieser Epoche, welche bis zur Besetzung durch die Mongolen zurückreicht, war eine intensive Änderung in der Eigenschaft und Qualität dieser Kunst zu verzeichnen. Die Entstehung des mit den Füssen betriebenen Rades, der Beginn der Herstellung von farbigen Gefässen in verschiedenen Herstellungszentren, Herstellung von Blumentöpfen stellten ein geeignetes Umfeld zur Herstellung von hochwertigeren Tongefässen dar.
In dieser Epoche wurde in allen Städten und Regionen von Aserbaidschan die Herstellung von Ziegelsteinen, Tellern und Töpfen populär. Vor allem die in den Städten und Dörfern und in der Region Beylagan stattgefundenen archäologischen Ausgrabungen wurde festgestellt, dass die Herstellung von farbigen und ungefärbten Gefässen in jener Region ein hohes Niveau erreicht haben.
In den Archiven des Khanats und anderen schriftlichen Quellen sind Informationen über die Töpferei in Aserbaidschan in den Regionen Schamachi, Scheki, Ardabil, Tabris, Nachitschewan, Ganja, Guba, Ordubad u. a. angegeben. Wie aus diesen Informationen ersichtlich sind, wurden in vielen Dörfern und in Nuha des Khanats Scheki Gefässe aus Keramik hergestellt. Allein in der Stadt Scheki waren 29 Personen mit der Herstellung von Wasserkrügen beschäftigt.
Im Vergleich zu den anderen Khanats war das Wissen in Nachitschewan über die Herstellung von Gefässen aus Ton weiter entwickelt, doch diese Informationen sind miteinander nahezu identisch. Sobald einer der Töpfereien in Ordubad nicht mehr zu gebrauchen war, liess sich dieses im Khanat nieder. In den Quellen sind Angaben darüber, dass in der Region Tezekend/Täsäkänd des Khanats eine Töpferei des Herrschers von Nachitschewan zur Herstellung von Wasserkrügen aktiv war.
Es wird angenommen, dass auch in Baku eine Töpferei aktiv war. Die Tatsache, dass sich zahlreiche Lehmstätten um die Stadt befinden, war dies eine gute Quelle für die Herstellung von Gegenständen aus Lehm. Während einer Ausgrabung im Jahre 1946 durch V.N.Leviatov in der Burgregion der Stadt wurden zahlreiche bemalte und unbemalte Gefässe, Teller usw. aus dem 17. – 18. Jh. gefunden. Ein grosser Teil dieser Funde sind einheimische Produktionen.
Eines der wichtigen Zentren der Töpferei im Mittelalter war auch die Stadt Ganja. In einem der Quellen werden die Produkte der Töpfer aus Gence als sehr hochwertig eingestuft und diese als Künstler mit ”hoher Kenntnis“ eingestuft. Der hochwertige Lehm aus den umliegenden Dörfern wurde in den zwei grossen Töpfereien der Stadt zu hochwertigen Tonerzeugnissen bearbeitet.
Die Städte Tabris und Ardabil waren die eigentlichen Töpfereizentren. Die reichen Lehmvorkommen in der Nähe der Städte wurden wichtige Rohstofflieferanten für die Herstellung der Tonprodukte. Während der Zeit des Khanats wurde die Töpferei vorwiegend in Dörfern betrieben. Das Dorf Kuze Kunen in der Nähe von Tabris genoss seit jeher grosse Berühmtheit und setzte diese Tradition auch während der Epoche der Khanats fort. In den Dörfern Cecin, Talıb Kishlaghi, Dövletabad von Ardabil wurden Töne in verschiedenen Mengen zum Verkauf angeboten.
Die eigentlichen Herstellungszentren für Produkte aus Ton des Khanats von Guba waren die Dörfer Yenikend, Ispik und Möhüc.