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Geburt mit PDA, Saugglocke & anderen Hilfsmitteln
Manchmal will es unter einer Geburt einfach nicht weitergehen, es kommt zu einem Geburtsstillstand. Um einen Kaiserschnitt zu vermeiden, können Hilfsmittel wie beispielsweise die Saugglocke oder eine Zange eingesetzt werden. Eine Periduralanästhesie (PDA) nimmt dagegen den Geburtsschmerz und sorgt dafür, dass sich die Mutter entspannen kann.
Was sind eigentlich Wehen?
Wehen sind im Prinzip nichts anderes als rhythmische Kontraktionen der Gebärmutter. Die Muskeln ziehen sich immer wieder zusammen und schieben auf diese Weise das ungeborene Kind durch den Geburtskanal aus dem Körper der Mutter heraus. Meist werden die Kontraktionen durch den Druck des Babyköpfchens auf den Muttermund ausgelöst. In der Regel liegt das Kind erst zum Ende der Schwangerschaft hin in Gebärposition, ergo mit dem Kopf nach unten. Zudem verstärkt sich der Wehen auslösende Druck, wenn sich das Kind im Bauch senkt. Die Geburt beginnt. Im Verlauf der Geburt nehmen die Wehen an Stärke und Dauer zu. Die stärksten Wehen sind schliesslich die Presswehen, die das Kind zum Schluss aus dem Geburtskanal herausdrücken.
Zange und Saugglocke als Geburtshelfer
Mitunter kommt es während einer Geburt zu einem Stillstand, beispielsweise weil die Mutter erschöpft ist oder das Kind im Geburtskanal nicht so recht vorankommt. In solchen Fällen greifen die Geburtshelfer manchmal zu einer Saugglocke beziehungsweise zu einer Zange, mit deren Hilfe das Baby sanft herausgezogen wird. Die Instrumente werden ergo zur Unterstützung der natürlichen Geburt und zur Vermeidung eines Kaiserschnittes verwendet. Allerdings kommen sie nur sehr selten, durchschnittlich bei etwa acht Prozent aller Geburten, zum Einsatz. Bevor Zange oder Saugglocke jedoch die Geburt unterstützen, wird meist ein Dammschnitt durchgeführt, um Platz für die Instrumente zu schaffen. Dies erfolgt in der Regel unter einer örtlichen Betäubung.
Die Saugglocke
Die Saugglocke wird am Hinterkopf des Kindes angesetzt. Anschliessend wird mit Hilfe einer Pumpe ein Unterdruck erzeugt, sodass sich das Instrument festsaugt. Nun kann das Kind vorsichtig und im Rhythmus der Wehen herausgezogen werden. Das Baby kann durch die Verwendung einer Glocke kleinere Verletzungen wie etwa eine Beule oder Hämatome am Kopf davontragen. Diese verheilen jedoch meist sehr schnell.
Die Zangengeburt
Im Vergleich zu einer Saugglocke ermöglichen Geburtszangen eine wesentlich sanftere Geburtshilfe, auch kommt es vergleichsweise seltener zu Verletzungen des kindlichen Köpfchens. Auch bei dieser Methode wird das Kind mit dem Rhythmus der Wehen aus dem Geburtskanal gezogen.
Schmerzlose Geburt mit Periduralanästhesie (PDA)
Dass eine Geburt mit Schmerzen verbunden ist, kann wohl als Binsenweisheit angesehen werden. Jede Frau nimmt Schmerzen jedoch anders wahr - und auch Geburtsschmerzen können sehr unterschiedlich ausfallen. Sind die Schmerzen sehr stark oder die Frau verspannt und ängstlich, so kann eine Periduralanästhesie (PDA) die Geburt erleichtern. Dabei handelt es sich um eine örtliche Betäubung, die über den Rückenmarkskanal verabreicht wird. Die Dosierung ist in der Regel so gering, dass das Kind davon kaum etwas bemerkt. In den meisten Spitälern wird eine PDA auf Wunsch der Patientin beziehungsweise im Zuge eines Geburtsstillstands verabreicht. Sinnvoll ist es, den Zugang und die erste Betäubung bereits zu Beginn der Geburt zu legen, damit die Wirkung zu den Presswehen hin nachlässt. Dann hat die Gebärende noch ausreichend Kraft, das Kind selbst herauszudrücken. Übrigens ist eine Geburt erst mit der Nachgeburt beendet, wenn die Plazenta vom Körper ausgestossen wird.