Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/192412

<h2>SubmittedText<h2><p>Ich frage den Bundesrat an:</p><p>1. Wann werden die Tunnels der Bahnlinie Basel-Laufen-Delémont-Moutier saniert bzw. für Doppelstockzüge ausgebaut?</p><p>2. Was spricht dagegen, dieses Versprechen im kommenden Ausbauschritt einzulösen?</p><p>3. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass eine weitere Verzögerung seitens der SBB der Glaubwürdigkeit abträglich wäre?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Aus Kapazitätsgründen ist geplant, die Jurasüdfusslinie sowie die Linie Basel-Delémont-Biel ab 2035 mit doppelstöckigem Rollmaterial zu betreiben. Für Basel-Moutier gilt die Vorgabe, dass bei Tunnels und Brücken, die saniert werden müssen, ein ausreichendes Lichtraumprofil für den Einsatz von Doppelstockzügen sicherzustellen ist. Diesem Auftrag haben die SBB im Zuge des ordentlichen Substanzerhalts nachzukommen.</p><p>In der Botschaft zum Ausbauschritt 2035 des strategischen Entwicklungsprogramms Eisenbahninfrastruktur sind Investitionen von 173 Millionen Franken für die Profilerweiterung explizit genannt (vgl. Botschaft 18.078, Anhang 3), welche über die Leistungsvereinbarung zum Substanzerhalt der SBB finanziert werden.</p><p>2./3. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Profilausbau der Strecke Basel-Moutier zwar wichtig, aufgrund des erst ab 2035 vorgesehenen Einsatzes von Doppelstockzügen jedoch nicht dringend ist. Die Integration des Profilausbaus in den ordentlichen Substanzerhalt ist deshalb aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller, als diesen vorzuziehen. Bei Tunnels und Brücken, die bis 2035 keinen Unterhaltsbedarf aufweisen, haben die SBB den Auftrag, separate Projekte zum Profilausbau zu realisieren. Die SBB halten ihr Versprechen ein, sofern die Umsetzung bis spätestens 2035 abgeschlossen ist.</p>  Antwort des Bundesrates.