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Ich liebe Verschwörungstheorien und ihren Variantenreichtum. Dass die US-Amerikaner 1969 nicht auf dem Mond, sondern in der Wüste von Nevada gefilmt und ihre Zwillingstürme 2001 selbst in Schutt und Asche gelegt haben sollen, ist bekannt; ans Herz gewachsen sind mir auch die Millionen, die schon mal von Ausserirdischen entführt wurden; und kürzlich informierte eine E-Mail, dass in Chemtrails, den scheinbar harmlosen Flugzeugkondensstreifen am Himmel, «wieder Gift über Deutschland versprüht» wurde.
Dank geschulten Fachpersonals bei der SVP und des nicht mehr existierenden Vereins zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis (n. m. e. VPM) beherrscht man die Kunst nicht nur im Ausland, wobei mir manche Argumentationskette nicht ganz ausgereift scheint.
So las ich im «Tages-Anzeiger», dass der n. m. e. VPM die Schweizer Naturpärke bekämpft, die vielfältige Kulturlandschaften erhalten und touristisch vermarkten sollen. «Zeit-Fragen», die Publikation des n. m. e. VPM, schreibt: «Die Errichtung von Naturpärken ist ein wesentlicher Teil der politischen Pläne der USA und der EU. (…) Nationalstaaten und ihre Grenzen sollen mit Hilfe der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie allmählich aufgelöst werden.»
An der Aushöhlung des Bankgeheimnisses sind Luchs, Wolf und Zwergohreule übrigens massgeblich beteiligt.