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In 365 Tagen umrundet die Erde einmal die Sonne. Während dieser Reise verändert sich die Sonneneinstrahlung auf den Erdball und mit ihr die Temperatur. Licht und Temperatur sind wichtige Einflussfaktoren auf die Vegetation und Tierwelt der Erde.
Die Erdachse ist gegenüber der Reisebahn um die Sonne (der Ekliptik) um 23.5º gekippt. Die Erde neigt daher bei einer Umrundung einmal stärker die nördliche Halbkugel der Sonne zu und einmal mehr die südliche Halbkugel.
Auf die der Sonne zugeneigten Erdoberfläche fallen die Sonnenstrahlen jeweils steiler ein, was den Boden stärker zu wärmen vermag. Die Sonne beschreibt einen hohen Bogen am Himmel und ist insgesamt länger sichtbar → Wir erleben die langen, warmen Sommertage (Abbildung, linke Seite).
Wenn die Nordhalbkugel der Sonne abgeneigt ist, fallen bei uns die Sonnenstrahlen sehr flach auf die Erde und können die Oberfläche weniger stark erwärmen. Die Sonne steht tief am Himmel und der Tagbogen, den sie beschreibt ist deutlich kürzer → Es ist Winterzeit (Abbildung, rechte Seite).
Die Sonne und die Erde von der ISS aufge-nommen.