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Streamingdienste gehören mittlerweile zum Standard in der Musik- und Filmbranche – Angebote wie Netflix und Spotify, um zwei prominente Beispiele zu nennen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Fernseher mit Smart-TV-Funktionen haben die notwendigen Apps und Technologien oft schon direkt an Bord, alternativ gibt es diverse spezialisierte Geräte, beispielsweise Googles Chromecast und Amazons Fire TV-Stick.
Die Aufgabe von Streaming-Sticks besteht in der drahtlosen Übertragung (dem Streamen) von beispielsweise Medieninhalten wie Videos, Musik und Bildern aus dem Internet und dem Heimnetzwerk auf den Fernseher. Die Sticks laufen mit Betriebssystemen wie Android und iOS und nutzen in der Regel drahtlose Transferoptionen wie Bluetooth und WLAN.
DLNA
Für die direkte Medienübertragung innerhalb eines Heimnetzwerkes eignen sich DLNA-kompatible Geräte am besten. DLNA steht für ,,Digital Living Network Alliance" und ist ein Standard, der bestimmte Datenformate für Datenübertragungen festlegt, um innerhalb eines Netzwerks hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zu erreichen. Das ermöglicht unter anderem, Filme in Blu-Ray-Qualität abzuspielen. Die Datenabfrage erfolgt über eine zentrale Festplatte, die sich in einem DMS (Digital Media Server) befindet. Der Server-Standort ist im Endeffekt unerheblich, solange alle Geräte über das Netzwerk per DLNA-Standard kommunizieren. Ein weiterer Vorteil ist die herstellerunabhängige Verfügbarkeit. Die Übertragungen sind plattformübergreifend möglich. Ein bekanntes Beispiel für ein DLNA-kompatibles Gerät, das auch als Server genutzt werden kann, ist die PlayStation 4.
Bluetooth
Die Bluetooth-Verbindung wurde ursprünglich für die Übertragung kleiner Datenmengen zwischen zwei Endgeräten entwickelt. Mittlerweile verfügt nahezu jedes Gerät über eine Bluetooth-Schnittstelle. Lautsprecher und Kopfhörer streamen Musik vom Smartphone, Dateien werden vom Computer auf das Tablet geladen, und Notebooks tauschen Daten in Echtzeit untereinander aus. Verglichen mit den Transferraten von WLAN-Verbindungen gehört die Bluetooth-Schnittstelle zu den langsamen Übertragungsarten. Aufgrund des Komprimierungsvorgangs während der Übertragung wird die Qualität einer Audioquelle hörbar gemindert. Um dieses Problem zu beseitigen, haben Hersteller den aptX-Standard entwickelt. Damit wird durch eine spezielle, nahezu verlustfreie Komprimierung und Dekomprimierung eine hohe Qualität der Datenübertragung erreicht.
NFC
Hinter der Abkürzung steht die Bezeichnung ,,Near Field Communication“, zu Deutsch ,,Kurzweg-Kommunikation“. Der Verbindungstyp ist seit rund fünf Jahren auf dem Markt und wird hauptsächlich in Smartphones und mittlerweile beim Zahlungsverkehr verwendet. Wer schon einmal an einer Kasse kontaktlos mit der EC-Karte gezahlt hat, hat NFC bereits genutzt. Im elektrotechnischen Bereich ist die Verbindung nur zur Koppelung zweier Gerät gut, da sie eine äußerst kurze, stabile Reichweite hat.
Die Aufgabe beider Modelle ist dieselbe: das Streamen von Inhalten aus dem Internet oder dem Heimnetzwerk auf den Fernsehbildschirm via App. Die Boxen haben etwas mehr Leistung als Streaming-Sticks.
Können alle Streaming-Sticks und -Boxen in der gleichen Qualität streamen?
Nein. Entscheidend sind die technischen Parameter. Alpha-Versionen der Sticks und Boxen erlaubten bis vor nicht allzu langer Zeit beispielsweise nur eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel, was dem sogenannten HD-Ready-Format entsprach. Wurden höhere Auflösungen angepeilt, kamen Bildverzerrungen zustande oder die Dateien wurden erst gar nicht abgespielt. Moderne Modelle eignen sich beinahe durchweg für Full-HD-Ausstrahlungen mit 1920 x 1080 Pixeln. Zur Sicherheit sollte dennoch ein Blick auf die unterstützten HD-Formate geworfen werden. Im Falle einer Nutzung mit 4k-Formaten (3840 x 2160 Pixel) empfiehlt es sich, leistungsstarke Geräte zu nutzen.
Der Bedienkomfort hat ebenfalls einen technischen Aspekt: Je hochwertiger die Hardware im Stick oder in der Box, desto kürzer sind die Ladezeiten und die Reaktion auf Ein- und Ausgabe-Befehle mit der Fernbedienung.
AirPlay
AirPlay wurde von Apple entwickelt und richtet sich ausschließlich an Nutzer des Apple-Betriebssystems. Nutzer von Geräten mit Android-OS haben zwar die Möglichkeit, durch bestimmte Apps eine stabile und funktionierende Verbindung über AirPlay aufzubauen, müssen aber in der Regel auf viele Features und Funktionen verzichten. Zudem können bei asynchronen Updates Verbindungsprobleme auftreten. AirPlay für Apple-Nutzer macht jedoch genau, was es soll – streamen in guter Qualität bei einfacher Bedienung.
Multiroom
Wie der Name bereits suggeriert, spricht man von Multiroom, wenn raumübergreifendes Streamen von Medien auf mehrere Endgeräte zeitgleich stattfindet.
Alexa-Sprachsteuerung
„Smart-Home“ liegt im Trend und bezeichnet eine Vernetzung von Geräten in einem Haushalt. Beispielsweise können Heizung, Beleuchtung, Musikanlage, Fernseher, Computer, Herd, Waschmaschine und viele weitere Komponenten über ein Smartphone bedient werden, solange alle Komponenten im Netzwerk angemeldet sind und über die nötige Netzwerkfähigkeit verfügen. Das Besondere ist, dass dies durch die Nutzung von Apps (und geschützter Logins) auch dann funktioniert, wenn Sie sich selbst außerhalb des Hauses befinden. Die Alexa-Sprachsteuerung erleichtert den Bedienprozess, indem sie Sprachbefehle wie ,,Alexa, mach den Fernseher an“' annimmt und ausführt.
Miracast
Miracast ist ein offener Standard, mit dem sich beispielsweise zwei Bildschirme synchronisieren lassen, vergleichbar mit der „Bildschirm duplizieren“-Funktion von Windows. Bezeichnungen anderer Hersteller für die gleiche Funktion lauten ,,Screen Mirroring“ (Samsung) oder,,Wireless Display“ (Intel). Die Funktionalität entspricht in etwa der von AirPlay.