Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/187593

<h2>SubmittedText<h2><p>Wie der Bundesrat weiss, ist es schwierig, die nötigen Personalbestände für die Umsetzung der WEA, sprich für die Effizienz und Glaubwürdigkeit unseres Verteidigungssystems, zu gewährleisten. Daher wird er beauftragt, zusätzlich zu den anderen Massnahmen, die bereits getroffen worden oder vorgesehen sind, um den Militärdienst attraktiver zu gestalten, eine nachhaltige Promotionskampagne über die SRG und allgemein die öffentlichen Medien zu führen. Diese Kampagne soll es der Armee ermöglichen, jenen Personen, die nicht von Gesetzes wegen zum Militärdienst verpflichtet sind, namentlich jungen Frauen, dessen vorteilhafte Möglichkeiten aufzuzeigen. Auch die Männer im Rekrutierungsalter könnten mithilfe dieses dynamischen Instrumentes die unterschiedlichen Facetten der militärischen Einsatzmöglichkeiten besser verstehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Meinung, dass eine ausreichende Alimentierung eine unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee darstellt.</p><p>Hingegen teilt der Bundesrat nicht die Meinung, dass eine breitangelegte Werbekampagne zur Erhöhung der Rekrutierungszahlen der Armee angebracht ist. Jeder Schweizer ist gemäss Artikel 59 der Bundesverfassung verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Der Bundesrat vertraut sowohl dem Rekrutierungsprozedere der Schweizer Armee als auch den entsprechenden, vor der Rekrutierung durchgeführten Informationstagen der Kantone.</p><p>Für eine breitangelegte Werbekampagne zur Erhöhung der Rekrutierungszahlen der Armee, wie sie der Motionär vorschlägt, fehlen zudem die rechtlichen Grundlagen.</p><p>Der Vergleich mit den Armeen von Norwegen und Schweden ist insofern mit Vorsicht zu geniessen, als deren Rekrutierungs- und Dienstleistungsmodelle nicht eins zu eins mit unserem vergleichbar sind.</p><p>Fakt ist: Die Armee macht bereits heute das, was ihr möglich ist, um junge Schweizerinnen von einem freiwilligen Engagement in der Armee respektive zukünftige Stellungspflichtige von der Vielseitigkeit der Armee zu überzeugen. Konkret sind dies Auftritte an Publikumsmessen, öffentliche Veranstaltungen der grossen Verbände und Tage der Angehörigen an Schulen sowie vom Zentrum Elektronische Medien der Armee gestaltete Videoclips.</p><p>Ferner stehen aktuelle Druckerzeugnisse zum Thema Weiterentwicklung der Armee zur Verfügung, und die Armee partizipiert an ausgewählten, öffentlichen Grossveranstaltungen ("Museumsnacht Bern 18") oder veranstaltet solche gar mit ("Thun meets Army &amp; Air Force" 2016); die Armee betreibt auch einen Instagram-Account und konzipiert Apps, um die Zielgruppe der 15- bis 19-jährigen Schweizerinnen und Schweizer zu erreichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.