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Die Fondation Franz Weber setzt alle Hebel in Bewegung, um die Abschlachtung einer kleinen Herde afrikanischer Elefanten in einem Wildreservat in Südafrika zu verhindern.
Südafrika ist die Heimat von insgesamt rund 24 000 wildlebenden Elefanten. Die meisten von ihnen leben im berühmten Kruger-Nationalpark, der etwa so gross ist wie ganz Israel. Etliche der Elefanten des Landes leben allerdings in hunderten von kleinen eingezäunten privaten Reservaten. Dort hausen sie in beengten Verhältnissen und sind Trophäenjägern ausgeliefert. In den Nationalparks von Südafrika ist die Jagd zwar verboten, nicht jedoch in den privaten Reservaten.
Privates Reservat kämpft mit Überpopulation der Elefanten
Das Atherstone-Wildreservat ist ein solches privates Reservat. Aufgrund seiner geringen Grösse und der durch Fortpflanzung wachsenden Elefantenherden hat der Park seit einigen Jahren mit einer Überpopulation zu kämpfen. Die Betreiber des Reservats sehen sich daher genötigt, ihre überschüssigen Elefanten zu schlachten, es sei denn, die Tiere könnten in einen anderen Park umgesiedelt werden.
Fehlen Mittel zur Umsiedlung…
Die Umsiedlung wildlebender afrikanischer Elefanten ist allerdings eine Herkulesaufgabe, für die Teams von Veterinärexperten, Elefantenbiologen, Rangern, Spezialisten für Elefantentransporte sowie dutzende Tierbetreuer benötigt werden. Ein Hubschrauber ist erforderlich, um Betäubungspfeile auf die Elefanten abzuschiessen, die dann – die ganze Zeit komplett sediert – mit Kränen auf eine LKW-Flotte verladen werden müssen. Anschliessend werden die Elefanten über mehrere hundert Kilometer zu einem neuen sicheren Standort gebracht. Dort werden sie mit Funk-Halsbändern versehen, aus der Betäubung geweckt, freigelassen und langsam in ihre neue Umgebung eingegliedert.
…kommt es zum gnadenlosen Abschuss
Natürlich müssen all diese Massnahmen auch finanziert werden. Doch, unter anderem wegen des Ausbruchs von Covid-19, konnten die erforderlichen Gelder für das Umsiedlungsvorhaben nicht beschafft werden. Die kleine Familiengruppe starrte buchstäblich in den Lauf eines Gewehrs.
FFW stellt finanzielle Mittel zur Rettung der Tiere bereit
Nachdem ein dringender Appell zur Finanzierung und Unterstützung der komplexen Logistik der Umsiedlung lanciert worden war, sprang die Fondation Franz Weber (FFW) ohne Zögern in die Bresche, um die betroffenen Elefanten zu retten. Die finanziellen Mittel für die Rettung und den Transport von etwa acht Elefanten einer Familiengruppe sowie eines grossen Bullen werden von der FFW bereitgestellt. Die FFW arbeitet mit einer spezialisierten Organisation zur Wiedereingliederung von Elefanten – dem Elephant Reintegration Trust – zusammen, der dafür Sorge tragen wird, dass die Elefanten in einem anderen, deutlich grösseren, Reservat wieder angesiedelt werden. Hier können die Tiere den Rest ihres Lebens verbringen, ohne die Abschlachtung oder Trophäenjagd fürchten zu müssen.
- Dieser Artikel wurde erstmals im Journal Franz Weber 133 publiziert. Die PDF-Version aller bisheriger Journale finden Sie hier.
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