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<h2>SubmittedText<h2><p>In der Schweiz wird dem Bereich der aufkommenden Technologien wie der künstlichen Intelligenz, der Neurowissenschaft, der Synthetischen Biologie, dem Quantencomputing und dem Öko-Engineering zunehmend Interesse entgegengebracht. Die Schweiz hat beträchtliche Vorteile, insbesondere verfügt sie über hochqualifizierte Humanressourcen, angesehene akademische Institutionen und Forschungseinrichtungen, innovative KMU und eine hochgebildete Bevölkerung.&nbsp;</p><p>Doch trotz dieser Vorteile steht die Schweiz vor der grossen Herausforderung, die Innovationen, die in diesem Bereich gemacht werden, zu industrialisieren und in unsere Wirtschaftsstruktur zu integrieren.</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wie beabsichtigt der Bundesrat, die wachsenden Unternehmen (Scale-ups) aktiv zu unterstützen, die im Bereich der aufkommenden Technologien tätig sind, damit die Innovation und die Schweizer Industrie in diesen Bereichen gestärkt werden?</li><li>Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um der Schweiz in diesen strategischen Sektoren einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil zu verschaffen?</li></ol><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; text-align:justify; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass neuen Technologien, deren Entwicklung oder Anwendung noch weitgehend unverwirklicht ist (Emerging Technologies), eine </span><a name="_Hlk155591518"><span style="font-family:Arial">grosse Bedeutung für Strukturwandel, Wohlstand und die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen </span></a><span style="font-family:Arial">zukommen kann. Die Schweiz ist bei vielen dieser Technologien in einer guten Ausgangslage. Die starke Forschung, gerade in technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen, zeigt sich auch in einer grossen Anzahl erfolgreicher Start-ups, die oft dem Hochschulbereich entstammen. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; text-align:justify; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; text-decoration:underline">Zu Frage 1:</span><span style="font-family:Arial"> </span><a name="_Hlk155591882"><span style="font-family:Arial">In der Forschungs- und Innovationsförderung hat die Schweiz einen stärkeren Bottom-up-Fokus als andere Länder. Angesichts der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklungen haben sich die damit verbundene Autonomie der BFI-Akteure sowie das flexible und thematisch offene Förderinstrumentarium bewährt. </span></a><a name="_Hlk155592003"><span style="-aw-bookmark-end:_Hlk155591882"></span><span style="font-family:Arial">In diesem Rahmen kommt auch der Förderung neuer Technologien eine grosse Bedeutung zu. Gemäss Schätzungen von Innosuisse dürften in der Standardprojektförderung von den laufenden Innovationsprojekten etwa 25% einen Zusammenhang mit Emerging Technologies haben. Speziell hervorzuheben ist </span></a><span style="font-family:Arial">die Flagship Initiative, welche systemische Innovation und disziplinübergreifende Zusammenarbeit fördert, mit dem Ziel, aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern, die für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft relevant sind. Die Ausschreibung 2023 widmete sich z.B. disruptiver Lösungen für die Transition zu einer Netto-Null-Welt. Darüber hinaus stehen weitere Instrumente der Innosuisse zur Verfügung, die spezifische Bedürfnisse der Förderung neuer Technologien adressieren, so etwa die Innovation Booster, die Networking Event Series, die Projektförderung für Start-ups oder das Start-up Coaching, welches Unterstützung bis hin zur Umsetzung einer Wachstumsstrategie (Scale-up) bietet. </span><a name="_Hlk155592084"><span style="font-family:Arial">Wo konkreter Handlungsbedarf identifiziert wird, kann der Bundesrat die Forschungsförderungsinstitutionen und die Innosuisse zudem beauftragen, einzeln oder gemeinsam Sonderprogramme oder themenorientierte Förderprogramme durchzuführen (Beispiele sind der Aktionsplan Digitalisierung 2019-2020 oder die Quanteninitiative). Ausserdem unterstützt der Bund Technologiekompetenzzentren</span></a><span style="font-family:Arial">, die mit Hochschulen und der Wirtschaft auf einer nichtkommerziellen Basis zusammenarbeiten und so den Wissens- und Technologietransfer auch von neuen Technologien fördern.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; text-decoration:underline">Zu Frage 2:</span><span style="font-family:Arial"> Die Schweiz ist mit dem bei Frage 1 dargestellten Ansatz sehr erfolgreich. Angesichts des zur Verfügung stehenden Instrumentariums, das auch gezielte thematische Förderung ermöglicht, und in Anbetracht der aktuellen Finanzlage sieht der Bundesrat derzeit keinen Bedarf und keinen Spielraum für zusätzliche Strategien oder Instrumente. Jedoch</span><span style="font-family:Arial; color:#ff0000"> </span><span style="font-family:Arial">beobachtet er die Entwicklungen neuer Technologien und wie andere Länder auf diese reagieren. Dafür nehmen beispielsweise die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW oder die Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung TA-Swiss auf regelmässiger Basis eine Bewertung der technologischen Entwicklungen und des Handlungsbedarfs bezüglich neuer Technologien vor.</span></p></div>