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Die ASD erwarb nur Steuer- und Mittelwagen von der Baselland Transport AG. Diese wurden für den Betrieb mit den Mitte der Achtzigerjahre neu beschafften Triebwagen angepasst. Am 20. Juni 1993 ist der Bt 431 in Aigle in Richtung Le Sépey unterwegs.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. –)
Die 1913 eröffnete Bahn Aigle–Sépey–Diablerets (ASD), französisch Chemin de fer Aigle–Sépey–Diablerets, führt von Aigle über Le Sépey nach Les Diablerets. Le Sépey ist ein Kopfbahnhof; alle Züge fahren zurück zum Keilbahnhof Les Planches, wo die Verzweigung nach Aigle bzw. Les Diablerets liegt. Die Adhäsionsbahn mit einer Maximalsteigung von 60 Promille wurde von Anfang an elektrisch betrieben, wobei die Nennspannung heute bei 1’500 Volt liegt (ursprünglich 1’350 V).
Die Nachkriegszeit überlebte die Bahn nur, weil die Strassenverbindung nach Les Diablerets nicht wintersicher war. Nach deren Ausbau verlangte die Eidgenossenschaft Anfang der Achtzigerjahre die Umlagerung des Verkehrs der ASD auf die Strasse. Der Kanton Waadt und die Region widersetzten sich dieser Forderung und sprachen einen Kredit von 17,9 Millionen Franken für die Erneuerung der Bahn. In der Folge verlängerte der Bund 1985 die Konzession.
Zusammen mit den Eisenbahngesellschaften Aigle–Leysin (AL) und Bex–Villars–Bretaye (BVB) bildete die ASD ab 1975 eine Betriebsgemeinschaft. 1977 stiess auch die Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn (AOMC) hinzu. 1999 fusionierten die vier Bahnen zur Transports Publics du Chablais (tpc).
Mit einem Investitionskredit von Kanton und Gemeinden konnte die ASD 1987 vier neue Triebwagen beschaffen und einige Gleiserneuerungen ausführen. Als Steuer- und Zwischenwagen erwarb die ASD günstig Fahrzeuge der Baselland Transport AG (BLT).
- blau-crèmer Neuanstrich
- Verschliessen der vorderen Stirnwandtüren
- Einbau eines neuen Führertisches
- Anpassungen an den Steuerstromkreisen
- Anpassungen der elektrischen, pneumatischen und mechanischen Kupplungen
- Einbau von Schienenbremsmagneten in beide Drehgestelle
Die Inbetriebsetzung erfolgte ab Juni 1987 als Bt 431 bis 433.
Der Bt 433 erfuhr 1997 einen Umbau zum Salonsteuerwagen Arst 433 «Chez Rose» und erhielt dabei unter anderem eine Dachrandverglasung auf der einen Wagenseite (!). Seither wechselte sein Aussenanstrich mehrfach und der Name «Chez Rose» verschwand wieder.
Als vierter Steuerwagen stiess anno 2000 der jahrelang abgestellte und nie in Betrieb genommene Bt 131 der AOMC (ex BTB/BLT-Bt 25) hinzu. Dieses Fahrzeug erfuhr dieselben Anpassungen wie die Bt 431 bis 433, wobei jedoch in Abweichung dazu die Stirnwandtüre belassen wurde.
Der Mittelwagen B 62 wurde 1987 als B 421 in Betrieb gesetzt. 1993 erfuhr er einen Umbau zum Salonwagen Ars 421. Wie der Arst 433 wechselte er sein Livrée seither mehrfach.
Die stets gut gepflegten Fahrzeuge trugen anfänglich einen gefälligen, blau-crèmen Anstrich, der im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes der tpc-Flotte zwischenzeitlich jedoch einem Livrée aus verschiedenen Grüntönen wich.