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In der Nacht auf Sonntag (01:32 GMT) wurden hunderttausende Menschen an der chilenischen Küste aufgeschreckt: Ein starkes Erbeben mit 6,7 auf der Richterskala ereignete sich gemäss Berechnungen der US-Erbebenwarte in der Nähe von Coquimbo in einer Tiefe von 53 Kilometern. Das Erdbeben war in Valparaiso, O'Higgins, in der Hauptstadt Santiago, Atacama und in Coquimbos spürbar.
Laut der chilenischen Erdbebenwarte gab es zwei Todesopfer: Sie sind an Herzinfarkten in Folge des Erbebens gestorben. Auf den Autobahnen kam es zu Erdrutschen. Der Gebirgspass Paso de Agua Negra zwischen Chile und Argentinien wird sicherheitshalber für den Sonntag gesperrt.
Kurzzeitig wurde eine Tsunami-Warnung ausgesprochen, die Bewohner von Coquimbo und dem benachbarten Serena, einer etwa 500 Kilometer von Santiago entfernten Küstenstadt, ergriffen daraufhin die Flucht in die Höhe.
Die Warnung konnte kurze Zeit später aufgehoben werden. In Coquimbo ereignete sich im September 2015 ein Tsunami nach einem Erdbeben der Stärke 8,3. Dabei wurden rund ein Dutzend Menschen getötet.
Das jüngste Erbeben verursachte einen grossflächigen Stromausfall: 200‘000 Menschen waren bis zum Sonntagmorgen ohne Strom.