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Beim augengesteuerten Autofokus stellt die Kamera stets darauf scharf, worauf der Fotografierende gerade im Sucher blickt. Bereits die Canon EOS 5 von 1992 (sowie spätere Modelle) hatte ein ähnliches (Eye Control) Autofokussystem, das mit Augensteuerung auf fünf Fokuspunkte mehr oder weniger gut funktionierte. (Canon war übrigens nicht die erste Kameramarke, hat aber als einzige Marke die AF-Augensteuerung gleich in einer Reihe von SLRs implementiert. Mit dem augengesteuerten Autofokus liess sich damals der AF-Punkt schneller auf eine bestimmte Stelle platzierten, als wenn man ihn per Mehrwegtaste oder per Joystick positionierte.)
Nun scheint Canon diese Technologie wieder für ihre spiegellosen Systemkameras aufgreifen zu wollen, was aus dem japanischen Patent 2019-129461 und einem Artikel der Canon News hervorgeht.
Im Prinzip soll die neue augengesteuerte Scharfeinstellung nicht viel anders funktionieren als das frühere «eye controlled autofocus» der analogen Kameramodelle: Die Ermittlung der Blickrichtung und -entfernung erfolgt mittels zweier Infrarotleuchten, welche auf das Auge gerichtet sind, und eines CCD-Sensors, der die Blickrichtung der Pupille wahrnimmt sowie die Entfernung zum Objekt im Sucherbild abgleicht. Allerdings dürfte dieses Prinzip mit moderner Elektronik und CCD- anstatt CMOS-Technologie sehr viel zuverlässiger funktionieren als dies vor knapp dreissig Jahren der Fall war. Ob wir dieses Feature bald in einer neuen Canon-Kamera finden ist fraglich. Aber immerhin zeigt das Patent, dass sich die Canon Forschung und Entwicklung mit dieser Thematik befasst.
Quelle und weitere Infos: Canon News