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Die wichtigsten Kurznews aus der weiten Welt des Sports.
Bernard Gonzalez, der 60-jährige Klubarzt des Ligue-1-Klubs Stade Reims, hat sich das Leben genommen.
Dies bestätigte der Klub mit einer emotionalen Mitteilung sowie einer Hommage des Klubpräsidenten via Twitter. Gonzalez hatte über 20 Jahre bei Stade Reims gewirkt.
Die französische Zeitung Le Parisien hatte online zuerst über die Tragödie berichtet. Demnach soll Gonzalez infolge einer Coronavirus-Erkrankung aus dem Leben geschieden sein. (dab/sda)
Die italienische Fussball-Serie A könnte bis in den Oktober dauern. Diese Meinung vertrat am Sonntag mit Gabriele Gravina der Präsident des nationalen Verbandes (FIGC) in einem Interview in der TV-Sendung 'Domenica Sportiva' auf dem italienischen Staatsender Rai. Sollte die Saison hingegen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht beendet werden (können), könnte das eine Reihe von Rechtskonflikten nach sich ziehen. Die Serie A pausiert wegen der Krise seit dem 9. März.
Einige Klub-Präsidenten haben angesichts der Zahlen von bisher rund 129'000 positiven Coronavirus-Fällen sowie an die 12'500 mit oder an einer Coronavirus-Erkrankung Verstorbenen bereits gemeint, dass die Saison abgebrochen werden sollte. «Die einzige ernsthafte Variante ist,», meinte Gravina hingegen, «dass die Saison 2019/20 beendet wird. Wir arbeiten an einer ganzen Reihe von möglichen Lösungen, um die Situation in bester Weise zu lösen.»
Den rechtlichen Weg bei Abbruch der Meisterschaft könnten nach Gravinas Meinung die Absteiger oder solche Teams einschlagen, die den Europacup verpassen. «Wir würden riskieren, dass die Meisterschaft im Gerichtssaal stattfindet.» Gravina fügte hinzu, dass der 17. Mai das Datum der Wiederaufnahme des Spielbetriebs sein könnte, erklärte aber auch, dass dies nur eine Hypothese sei. (sda/apa/ans)
Die Fussballer Spaniens haben die Profi-Liga des Landes wegen der Befürwortung von Kurzarbeit in den Vereinen aufgrund der Corona-Krise kritisiert. Es sei «merkwürdig», dass LaLiga solche Massnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie unterstütze, wo sie doch immer die gute finanzielle Situation der Klubs hervorgehoben habe, heisst es in einer Medienmitteilung der Profis der 1. und 2. Liga, die von der Spielergewerkschaft AFE veröffentlicht wurde.
Die Meisterschaften seien nur ausgesetzt und nicht abgesagt worden, wird betont. Man werde alles tun, um die Arbeitsrechte aller Spieler zu garantieren. In ihrer Mitteilung betonten die Profis auch, dass sie den Wettkampf nicht wieder aufnehmen würden, so lange es keinen diesbezüglichen «ausdrücklichen Entscheid der Behörden» gebe.
Die Antwort des LaLiga-Chefs liess nicht lange auf sich warten. «Die Spieler und andere wissen, dass die wirtschaftliche Kontrolle der LaLiga mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus nichts zu tun hat», schrieb Javier Tebas auf Twitter. (bal/sda/dpa)
Die Fussballprofis der englischen Premier League lehnen einen Lohnverzicht wegen der Coronavirus-Krise in Höhe von 30 Prozent ab.
Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung mit einem solchen Schritt rund 200 Millionen Pfund (rund 240 Millionen Franken) über einen Zeitraum von zwölf Monaten an Steuergeldern verloren gingen. «Das würde auf Kosten unseres nationalen Gesundheitsdienstes NHS oder anderen staatlich-unterstützten Diensten gehen», teilte die PFA mit.
Die 20 Klubs der Premier League haben sich zuvor darauf verständigt, die Spieler um einen Lohnverzicht von 30 Prozent zu bitten. Sollte die Saison nicht beendet werden können, müsste die Liga womöglich 762 Millionen Pfund (913 Millionen Franken) an die Fernseh-Rechteinhaber zurückzahlen. (bal/sda/dpa)
Der frühere Schweizer Nachwuchs-Internationale Aleksandar Prijovic ist laut serbischen Medienberichten wegen des Verstosses gegen die Ausgangssperre während der Coronavirus-Pandemie in Belgrad zu drei Monaten Hausarrest verurteilt worden. Der 29-jährige Serbe, der in der Ostschweiz aufgewachsen ist und derzeit bei Al Ittihad in Saudi-Arabien unter Vertrag steht, wurde am Freitag verhaftet, nachdem er sich mit 19 anderen Menschen entgegen der Bestimmungen in einem Hotel getroffen hatte.
Vor wenigen Wochen hatte sich schon Prijovics Nationalmannschaftskollege Luka Jovic von Real Madrid um das Ausgangsverbot foutiert. (bal/sda)
Die Ende Januar tödlich verunglückte Basketball-Legende Kobe Bryant ist in die Hall of Fame aufgenommen worden. Dies wurde am Samstag bekanntgegeben. Neben Bryant gehörten weitere NBA-Grössen wie Tim Duncan oder Kevin Garnett zu den neun auserwählten Persönlichkeiten im Basketball.
Bryant war Ende Januar mit seiner 13-jährigen Tochter Gianna und sieben weiteren Menschen beim Absturz eines Helikopters nahe Los Angeles ums Leben gekommen. Der Superstar spielte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers und führte den Klub zu fünf Meistertiteln. Auch Duncan feierte fünf Mal den NBA-Titel, Garnett war einmal erfolgreich.
Ebenfalls in diesem Jahr in die Hall of Fame aufgenommen wurde der ehemalige FIBA-Generalsekretär Patrick Baumann. Der Basler wurde vom internationalen Komitee als Direktwahl ausgewählt. Baumann erlag 2018 überraschend mit 51 Jahren einem Herzinfarkt. (sda/dpa)
Der frühere honduranische Präsident und Fussballfunktionär Rafael Callejas ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Seine Partei Partido Nacional veröffentlichte am Samstag auf Twitter eine entsprechende Mitteilung seiner Witwe Norma Gaborit de Callejas. Zu den Umständen gab es zunächst keine Angaben. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf einen Cousin des Ex-Präsidenten, bei Callejas sei im Jahr 2018 Leukämie festgestellt worden. Er starb demnach in den USA.
Der konservative Callejas war bereits während der Militärdiktatur Ende der 1970er Jahre Landwirtschaftsminister gewesen, bevor er das mittelamerikanische Land von 1990 bis 1994 regierte. Später war er viele Jahre lang Chef des Fussballverbands von Honduras (Fenafuth).
Im Jahr 2015 wurde er im Rahmen des grossen Fifa-Skandals der Korruption angeklagt. Vor einem Gericht in New York räumte er nach damaligen Angaben seiner Anwälte Betrug und Verschwörung ein. Callejas soll für Fernsehrechte über die Qualifikationsspiele vor der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien 1,6 Millionen US-Dollar erhalten haben. Der Fussall-Weltverband Fifa sperrte ihn 2016 lebenslang für sämtliche Fussballtätigkeiten. (sda/dpa)
Mick McCarthy, der seit November 2018 im Amt war, ist nicht mehr Irlands Nationaltrainer. Der Verband kündigte den Wechsel zu U21-Trainer Stephen Kenny an. McCarthy sollte eigentlich Ende März seine Mannschaft im Euro-2020-Playoff gegen die Slowakei coachen, nachdem Irland in der Vorrunde hinter der Schweiz und Dänemark Platz 3 belegt hatte. (sda)
Neymar hat nach einem Medienbericht fünf Millionen Real, umgerechnet rund 920'000 Franken, für den Kampf gegen das Coronavirus in seinem Heimatland Brasilien gespendet. Der Fernsehsender SBT berichtete, ein Teil des Geldes gehe an das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, der Rest an einen Solidaritätsfonds, der von dem mit Neymar befreundeten Moderator Luciano Huck geleitet wird.
Huck, der in den vergangenen Jahren immer wieder als möglicher brasilianischer Präsidentschaftskandidat gehandelt wurde, hatte unlängst in Online-Netzwerken verkündet, dass er Spenden für Armenviertel in Rio de Janeiro sammeln wolle. Neymars Sprecher wollten sich nicht zum Fernsehbericht über die Grossspende des bei Paris Saint-Germain unter Vertrag stehenden Stürmerstars äussern. Spenden würden nie kommentiert, hiess es. (pre/sda)
Die wirtschaftliche Lage vieler Vereine in der ersten und zweiten deutschen Bundesliga ist laut dem deutschen Fachmagazin «kicker» dramatischer als bisher bekannt. Demnach droht 13 der 36 Profivereine – darunter vier Erstligisten – wegen der Corona-Pandemie die Insolvenz noch in dieser Saison. Das Fachmagazin beruft sich auf Zahlen, die auf der Video-Mitgliederkonferenz der Deutschen Fussball Liga (DFL) am Dienstag den Vertretern der Profivereine mitgeteilt worden sind.
Das erschreckende Ergebnis resultiere aus der Bestandsaufnahme der 36 Vereine, die sie zu ihrer aktuellen Lage bei der DFL hinterlegt haben. Um diese Unterlagen hatte die DFL die Klubs zuvor gebeten. Ausgehend von diesen Zahlen gestalte sich vor allem die Situation in der 2. Liga dramatisch. Sieben Vereine sollen schon Ende Mai Insolvenz anmelden müssen, falls bis dahin der Spielbetrieb nicht aufgenommen und somit die vierte Rate der Medienpartner nicht fällig wird. Die letzte Tranche aus dem aktuellen Medienvertrag wäre im Falle einer regulär gespielten Saison Anfang Mai gezahlt worden.
In der Bundesliga soll ein Klub akut bedroht sein. Er könne seinen Verpflichtungen nur noch bis Mai nachkommen. Drei weitere Vereine müssten im Juni den Konkursverwalter bestellen. Wie der «kicker» weiter berichtet, haben bisher bereits zwölf Klubs ihre Gelder aus der vierten Fernsehrate an Kreditinstitute und andere Partner abgetreten, um laufende Rechnungen zu bezahlen. (pre/sda)
Hansi Flick bleibt längerfristig Trainer von Bayern München. Die Zusammenarbeit wird um drei Jahre verlängert. Flick wird mit dem neuen Vertrag, der bis Ende Juni 2023 gültig sein wird, für seine erfolgreiche Arbeit beim Rekordmeister belohnt. Das Engagement des ehemaligen Co-Trainers, der im November die Nachfolge von Niko Kovac angetreten hatte, war davor bis Sommer vorgesehen.
«Der FC Bayern ist mit der Arbeit von Hansi Flick sehr zufrieden. Die Mannschaft hat unter ihm eine sehr gute Entwicklung genommen. Sie spielt attraktiven Fussball, der sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. «Wir sind der einzige deutsche Verein, der noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist. Dazu gefällt mir die Art, wie er die Mannschaft führt. Seine menschlichen Qualitäten überzeugen, seine Empathie spricht für ihn. Der FC Bayern vertraut Hansi Flick, und wir sind überzeugt, dass wir mit ihm auch in der Zukunft unsere Ziele erreichen werden.» (abu/sda)
Bundesligist Eintracht Frankfurt mit Trainer Adi Hütter kehrt nach zweiwöchiger Quarantäne in den Trainingsbetrieb zurück.
«Wir müssen uns an die Vorgaben halten, weshalb wir nur in ganz kleinen Gruppen mit maximal drei Spielern trainieren. Wir sollten das aber positiv sehen. Ich freue mich, dass wir die Zeit und die Möglichkeit haben, ganz individuell mit den Jungs zu reden und zu trainieren», sagte Hütter.
Bei den Hessen waren zwei Spieler und zwei Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Eintracht hatte daher alle Spieler, Trainer, Funktionäre und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. «Die Jungs freuen sich darauf, nach dem Heimtraining mit dem Fahrrad und den Stabilisationsübungen endlich wieder auf dem Platz zu stehen und gegen den Ball treten zu dürfen», berichtete Hütter. (abu/sda)
Der von Belgiens Liga-Vorstand getroffene Entscheid, die Saison nach 29 von 30 Runden abbrechen und auf die Playoffs verzichten zu wollen, stösst UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sauer auf.
«Ich denke, das ist nicht der richtige Weg. Solidarität ist doch keine Einbahnstrasse. Man kann nicht nach Hilfe fragen und dann einfach selbst entscheiden, wie es gerade passt», sagte der 52-jährige Slowene in einem Interview im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF, das vorab übermittelt worden war.
Ceferin drohte Belgien und möglichen Nachahmern mit dem Ausschluss aus den europäischen Klubwettbewerben in der nächsten Saison. Zuvor hatte die UEFA ihren Mitgliedsverbänden trotz der Corona-Krise von einem Abbruch der nationalen Meisterschaften zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. (dab/sda)
Anders als in Deutschland, Spanien und Italien haben sich die Profis der Premier League in der Corona-Krise immer noch nicht zu Lohnkürzungen bekannt. «Wir sind uns der öffentlichen Meinung bewusst, dass die Spieler die Gehälter von nicht spielenden Mitarbeitern zahlen sollten», teilte die Spielergewerkschaft PFA mit.
Am Donnerstagabend waren Gespräche mit der Premier League über dieses Thema ergebnislos beendet worden. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hatte die Spieler der Premier League aufgefordert, Lohnkürzungen zuzustimmen.
Allerdings gibt es nach Informationen des britischen Senders «Sky Sport News» den Vorschlag, dass Spieler vorerst auf bis zu 25 Prozent ihres Gehalts verzichten. Das Geld könnten sie komplett oder teilweise erstattet bekommen, wenn die Premier League vor Zuschauern oder hinter verschlossenen Türen fortgesetzt wird. Der Spielbetrieb in England ist vorerst bis zum 30. April unterbrochen. (abu/sda/dpa)
Die Tour de Suisse findet in diesem Jahr nicht statt. Die Organisatoren der Schweizer Landesrundfahrt sehen sich infolge der Coronavirus-Pandemie zu diesem Entscheid gezwungen.
Die 84. Ausgabe der Tour de Suisse hätte am Sonntag, 7. Juni, mit einem Einzelzeitfahren in Frauenfeld starten sollen. Eine Woche später wäre die zur World Tour zählende Rundfahrt mit der Königsetappe in Andermatt zu Ende gegangen. (abu/sda)
Die UEFA hat ihren Mitgliedsverbänden in der Corona-Krise von einem Abbruch der nationalen Fussballligen abgeraten. Das geht aus einem Brief der Europäischen Fussball-Union hervor, aus dem die Nachrichtenagentur AP zitierte. Man sei «zuversichtlich, dass Fussball in den kommenden Monaten zu den Bedingungen der Behörden wieder starten kann und jede Entscheidung, die inländischen Wettkämpfe aufzugeben, zu diesem Zeitpunkt, verfrüht und nicht gerechtfertigt ist», hiess es darin.
Die UEFA arbeitet derzeit daran, mit den europäischen Ligen eine Lösung für das Saisonende zu finden. Europa League und Champions League stecken in der K.o.-Phase fest. Möglicherweise sollen die Bewerbe im Juli oder August beendet werden. In Belgien war am Donnerstag die Entscheidung gefallen, die Saison nach 29 der 30 Hauptrunden-Spieltage abzubrechen und auf die Play-offs zu verzichten. Der FC Brügge soll zum Meister proklamiert werden. (ram/sda)
Wendy Holdener muss sich einen neuen Trainer suchen. Wie das Portal «skinews.ch» schreibt, legt Holdeners bisheriger Coach Werner Zurbuchen seine Tätigkeit nach fünf Jahren nieder, um mehr Zeit für die Familie zu haben.
Wer auf den Berner folgt, ist noch offen. Einem Bericht der italienischen Website «neveitalia.it» zufolge klopfte Holdener bereits bei Livio Magoni, dem Trainer von Petra Vlhova, an. Dieser habe sich allerdings mit der Slowakin bereits auf eine Zusammenarbeit bis zu den Olympischen Spielen 2022 in Peking verständigt. (abu/sda)
Auch NHL-Profi Roman Josi zeigt sich in Zeiten des Coronavirus solidarisch. Der Schweizer Captain der Nashville Predators hat 20'000 Dollar an eine Organisation gespendet, die Hungerleidende im US-Bundesstaat Tennessee mit Nahrung versorgt.
«Ich spende an Second Harvest, weil sie einen so guten Job machen und Menschen helfen, die es derzeit brauchen», liess sich Josi in einer Mitteilung der Predators zitieren. Durch die Spende des Schweizers könnten rund 80'000 Mahlzeiten an bedürftige Kinder, Familien und Senioren verteilt werden, liess die Hilfsorganisation verlauten. (abu/sda)
Ein Komitee des britischen Parlaments fordert Gehaltsreduktionen bei den Fussball-Profis der englischen Premier League. Sollten die Spieler beziehungsweise deren Arbeitgeber diesem Ansinnen nicht nachkommen, könnten die betreffenden Vereine mit einer Strafsteuer belegt werden.
Im Gegensatz zu den anderen grossen Ligen verzichten in der Premier League bislang erst Klubangestellte und ein Trainer - Bournemouths Eddie Howe - freiwillig auf Teile ihres Gehalts. Gespräche zwischen der Premier League und der Spielergewerkschaft über eine Gehaltsreduktion waren am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen. (abu/sda/apa/reu)
ZSC-Verteidiger Tim Berni hat beim NHL-Team der Columbus Blue Jackets einen Entry-Level-Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Damit scheint bestätigt, dass der 20-Jährige nächste Saison den Schritt nach Nordamerika wagt. Sein Vertrag mit den Lions läuft im Sommer aus.
Berni wurde von den Blue Jackets 2018 in der sechsten Runde an 159. Stelle gedraftet und war beim Team auch schon im Prospect-Camp. Diese Saison hat er beim ZSC mit vier Toren und sieben Assists in 45 Spielen einen neuen persönlichen Punkterekord aufgestellt. (abu)
Roger Federer gewährte in einem kurzen Video einen weiteren Einblick in seinen Corona-Alltag. Im eingeschneiten Zuhause in Valbella filmte sich Federer dabei, wie er mit dem Tennisracket aus kurzer Distanz den Ball gegen eine Wand spielt.
«Spielen gegen die Wand, wie in alten Zeiten», kommentierte Federer. Zuhause aktiv zu bleiben und das beste aus der Situation zu machen, sei sehr wichtig, die Vorgaben der lokalen Behörden zu befolgen, aber ebenso, so Federer weiter. Er trainiere jetzt noch ein bisschen oder gehe kurz joggen.
Durch die Absage des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon und der kompletten Rasensaison wird sich das geplante Comeback des 38-Jährigen nach seiner Knie-Operation im Februar verzögern. Mit einer Rückkehr nach Wimbledon zu einem späteren Zeitpunkt rechnet Federer jedoch fest. «Ich kann es kaum erwarten, im nächsten Jahr zurück zu sein. In Zeiten wie diesen lernen wir unseren Sport umso mehr zu schätzen», schrieb er am Tag der Wimbledon-Absage. (abu/sda)
Der südkoreanische Internationale Son Heung-Min von Tottenham Hotspur plant laut englischen Medien, in seinem Heimatland vier Wochen Militärdienst zu leisten, während der Spielbetrieb in der englischen Premier League wegen der Coronavirus-Pandemie ruht.
Der Klub aus London hat seinem Stürmer, der sich im Februar den Arm gebrochen hatte, vor kurzem erlaubt, aus nicht näher genannten «persönlichen Gründen» nach Hause zu fliegen. In Südkorea ist der Militärdienst verpflichtend und dauert 21 bis 24 Monate. Weil Son aber mit Südkorea bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewann, wurde er von der Dienstpflicht befreit.Einen vierwöchigen Kurzdienst muss der frühere Bundesliga-Stürmer dennoch leisten. Der Spielbetrieb in der Premier League ruht seit dem 9. März und ist noch mindestens bis am 30. April unterbrochen. (sda/dpa/afp)
Einen vierwöchigen Kurzdienst muss der frühere Bundesliga-Stürmer dennoch leisten. Der Spielbetrieb in der Premier League ruht seit dem 9. März und ist noch mindestens bis am 30. April unterbrochen. (abu/sda/dpa/afp)
Ob die Tour de France stattfinden kann, steht in den Sternen. Klar ist aber, dass sie nicht ohne Zuschauer durchgeführt wird. Tour-Chef Christian Prudhomme erteilte entsprechenden Gedankenspielen, die jüngst Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu aufgeworfen hatte, eine Absage. In der Diskussion sei vielmehr eine Verschiebung des Rennens.
Noch wird aber am Starttermin 27. Juni in Nizza festgehalten. Der Veranstalter ASO hat sich als Deadline für den Entscheid den 15. Mai gesetzt. (ram/sda/dpa)
Turnstar Simone Biles lässt eine Teilnahme bei den um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen in Tokio offen. «Mental wird es herausfordernd, sich ein weiteres Jahr durchzukämpfen», sagte die 23-jährige Amerikanerin der Nachrichtenagentur AP. Den Fuss vom Gas zu nehmen und neu zu starten sei schwer, weil «ich dabei war, den Tank zu leeren. Nun müssen wir Wege finden, ihn wieder zu füllen». Biles ist vierfache Olympiasiegerin und 19-fache Weltmeisterin. (ram/sda/dpa)
Bayern München hat Jérôme Boateng gebüsst. Der Verein bestrafte den Verteidiger, weil er sich trotz der geltenden Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte.
Boateng soll am Dienstag ohne Genehmigung seines Arbeitgebers München verlassen haben. Über die Höhe der Busse ist nichts bekannt. Das Geld soll Spitälern in München zugute kommen. (dab/sda)
Das Coronavirus sorgt für die Absage eines weiteren Sport-Grossanlasses. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon kann wegen der Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Verschiebung wurde im Kreis der Organisatoren zwar ins Auge gefasst, konnte aber als Option nicht umgesetzt werden. Wegen der Verlegung der Olympischen Sommerspiele ins kommende Jahr wäre ein neuer Termin im August möglich gewesen. Demgegenüber stand aber auch die Frage im Raum, ob die Corona-Pandemie zu jenem Zeitpunkt einen normalen Betrieb zugelassen hätte.
Weiter nach hinten hätte das Turnier nicht verschoben werden können, da die Rasenplätze bei tieferen Temperaturen und mehr Schatten schnell rutschig werden. Zudem werden die Tage dannzumal kürzer, was auch die zur Verfügung stehende Zeit fürs Spielen beeinflussen würde. Mit Ausnahme der beiden grössten Plätze mit schliessbaren Dächern verfügen die Courts in Wimbledon über kein Flutlicht. Das seit 1877 ausgetragene Turnier konnte zuvor einzig während der zwei Weltkriege nicht stattfinden. (ram/sda)
Die UEFA hat nach einer Videokonferenz mit seinen 55 Mitgliedern keinen neuen Zeitplan für seine Wettbewerbe vorgegeben. Das Exekutivkomitee entschied aber, dass im Juni weder Länderspiele noch die Playoff-Partien für die EM 2020 stattfinden sollen.
Die Spiele der Champions League und der Europa League bleiben wie bis anhin auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Achtelfinal ist mit dem FC Basel noch ein Schweizer Klub vertreten. Gemäss einem ZDF-Bericht wurde bei der Videokonferenz auch über die Möglichkeit diskutiert, den Europacup bis mindestens im Juli pausieren zu lassen. Damit hätten die nationalen Ligen mehr Zeit, ihre Meisterschaften zu beenden. (ram/sda/dpa)
Fangruppen zweier weissrussischer Fussballvereine haben ihre Anhänger dazu aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie nicht mehr zu den Spielen zu gehen. Die Fans des Klubs Njoman Hrodna schrieben auf Instagram: «Uns fällt der Entscheid sichtlich schwer, das Team nicht weiter unterstützen zu können. Aber die Gesundheit der Menschen ist das Wichtigste.»
Ähnlich äusserte sich die Fangruppe von Schachzjor Salihorsk. Die Spiele sollten erst dann wieder besucht werden, wenn es die epidemiologische Situation zulasse. An die Anhänger auch anderer Sportarten appellierte sie: «Gehen Sie nicht ins Stadion, und setzen Sie sich keinem übermässigen Risiko aus. Überlegen Sie, ob Ihr freier Tag die Gesundheit Ihrer Kinder und Eltern dies wert ist.» Trotz breiter Kritik aus dem Ausland laufen die Fussballspiele der nationalen Meisterschaft weiter. Auch in anderen Sportarten gibt es Wettkämpfe. Präsident Alexander Lukaschenko hat die Gefahr einer Ansteckung bisher stets heruntergespielt. (ram/sda)
Der in der MotoGP fahrende Andrea Iannone ist wegen Dopings für 18 Monate gesperrt worden. Der Italiener war im November 2019 bei einem Test im Zuge des vorletzten WM-Rennens, dem Grand Prix von Malaysia, positiv auf das anabole Steroid Drostanolon getestet worden. Seine noch nichts rechtskräftige Sperre läuft bis zum 16. Juni 2021.
Das im WADA-Regulativ aufgeführte Strafmass für ein Erstvergehen mit Anabolika sieht eine Sperre von vier Jahren vor. Das abgeschwächte Urteil der Disziplinarkommission des Internationalen Motorrad-Verbandes steht wohl im Zusammenhang mit Iannones Begründung für sein Fehlverhalten. Der Italiener führt den positiven Befund auf den Verzehr von kontaminiertem Fleisch zurück. Er hat angekündigt, das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten. (ram/sda)
Der Formel-1-Rennstall Racing Point firmiert in der nächsten Saison wie erwartet unter einem neuen Namen. Die Equipe geht dannzumal als Werkteam des Automobil-Herstellers Aston Martin an den Start.
Treibende Kraft hinter den Umstellungen ist der kanadische Unternehmer Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance derzeit Stammfahrer bei Racing Point ist. «Wir sehen die Formel 1 als eine zentrale Säule der globalen Marketingstrategie», sagte Geschäftsmann Stroll. Er hatte zuvor eine erhebliche Summe in den Aston-Martin-Konzern gepumpt. (abu/sda)
Der TV-Rechteinhaber von Spaniens La Liga rechnet mit einem Neustart der Meisterschaft im Juli und ausschliesslich mit Geisterspielen. La Liga ist wegen der Corona-Krise seit dem 10. März unterbrochen, elf Runden sind noch ausstehend. «Ich glaube nicht, dass es allzu schwierig ist, elf Partien in zwei Monaten zu absolvieren», sagte Jaume Roures, Geschäftsführer der Mediengruppe Mediapro.
Allerdings steht dieser Plan auf wackligen Beinen, wie Roures zugab. «Wenn ein Spieler zum Beispiel am 20. Juli positiv getestet wird, können wir das Handtuch werfen und uns von dieser Saison verabschieden. Wir müssen alles dafür tun, um so etwas zu vermeiden, aber wenn es passiert, ist die Party vorbei.» Ein Saisonabbruch würde laut Roures einen Verlust von 700 Millionen Euro zur Folge haben. (abu/sda)
Der Streaming-Anbieter DAZN hat angeblich den diversen Sport-Ligen in seinem Portfolio mitgeteilt, für abgesagte oder verschobene Events nicht zu bezahlen. Das berichtete das «Sports Business Journal». DAZN wolle kein Geld mehr überweisen, weil aufgrund der Corona-Krise im Moment keine Klarheit darüber bestehe, wann die betreffenden Wettbewerbe fortgesetzt werden könnten.
In den vergangenen Tagen tauchten bereits Berichte auf, wonach der Streaming-Dienst viele Abonnenten verloren habe. DAZN zeigt in der Schweiz unter anderem Spaniens La Liga oder die deutsche Bundesliga sowie ausserhalb des Fussballs unter anderem die nordamerikanische Profiligen NBA, NFL und MLB. (abu/sda/apa/reu)
In der NBA haben Verhandlungen über die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Spieler begonnen. Nach Informationen des amerikanischen TV-Senders ESPN würde jede Partie der Qualifikation, die wegen der Pandemie nicht mehr gespielt werden kann, die Basketballer aus der stärksten Liga der Welt etwa ein Prozent ihres Jahreseinkommens kosten.
In den Verhandlungen soll demnach vor allem geklärt werden, wie Spielern, beginnend mit der Gehaltsrunde Mitte April, schon weniger bezahlt werden kann. Vermieden werden soll, dass die Profis zunächst weiter komplett bezahlt werden und der NBA am Ende Geld zurückgeben müssen.
Im Tarifvertrag der NBA mit der Spielergewerkschaft NBPA ist nach Angaben von ESPN bereits geregelt, dass Spieler auf Gehalt verzichten, sollten Partien wegen höherer Gewalt nicht ausgetragen werden können. Eine Pandemie fällt in diese Kategorie. Die NBA pausiert wegen des Coronavirus seit dem 11. März. (abu/sda/dpa)
Der ehemalige deutsche Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki engagiert sich in der Coronavirus-Krise und hilft im Norden von Texas sozialen Einrichtungen mit Spenden.
Der ehemalige NBA-Profi bei den Dallas Mavericks hat über seine US-Stiftung, die Dirk Nowitzki Foundation, unter anderem 100'000 Dollar an die «North Texas Food Bank» gespendet. Laut Mitteilung auf der Stiftungs-Homepage vom Dienstag wolle Nowitzki seiner Rolle als Vorbild gerecht werden. (abu/sda/dpa)
Die Teambesitzer der National Football League haben sich auf eine Reform der Playoffs geeinigt. In der Top-Liga des American Football werden ab der kommenden Saison 14 statt 12 der insgesamt 32 Teams in die K.o.-Runde einziehen.
Die Aufstockung der Teams in der Knockout-Phase zieht derweil eine weitere Anpassung nach sich. Neu erhalten nur noch die beiden besten Teams der regulären Spielrunde, die Leader der NFC und AFC, in den Playoffs ein Freilos. Bislang wurde dies den jeweils beiden besten Teams gewährt. Die Aufstockung ist die erste Playoff-Reform seit 1990, als von zehn auf zwölf Teams erhöht worden war. (ram/sda/dpa)
Die internationale Gewerkschaft der Fussballprofis (FIFPro) zeigt sich darüber besorgt, dass trotz der Corona-Pandemie in Weissrussland weiter Fussball gespielt wird. Das sei nicht nachvollziehbar, sagte Europa-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann. Das Land ist das einzige in Europa, in welchem die Profiliga nicht pausiert. Fans in den Stadien hätten zwar am vergangenen Wochenende Desinfektionsgel für die Hände bekommen, aber nur wenige Schutzmasken getragen, sagte Baer-Hoffmann.
Der in Weissrussland engagierte österreichische Fussballer Darko Bodul hatte die Aufnahme der Meisterschaft als «schockierend» bezeichnet. «Als wir hörten, dass die Liga startet, war es ein harter Schlag», sagte er gegenüber dem Onlineportal «Laola». Baer-Hoffmann sagte, auch wenn die FIFPro in Weissrussland keine Mitgliedsgewerkschaft habe, werde er nun «Lobbyarbeit» betreiben, damit weitere Vorsichtsmassnahmen beim Fussball ergriffen werden. (ram/sda/dpa)
Mit Roman Josi sorgt in der NHL trotz des Unterbruchs ein Schweizer für positive Nachrichten. Der 29-jährige Berner wird von Mitspielern und Konkurrenten zum drittbesten Verteidiger der Liga gewählt. Von den 520 Stimmen der NHL-Profis gingen nicht ganz zehn Prozent auf das Konto des Captains der Nashville Predators.
Einzig Victor Hedman (37,88 Prozent) von den Tampa Bay Lightning und John Carlson (21,35 Prozent) von den Washington Capitals erhielten mehr Zuspruch als Josi. Im Vorjahr hatte der Schweizer noch Platz 5 belegt. Von allen NHL-Verteidigern war Josi bis zum Unterbruch der zweitproduktivste Skorer, mit 16 Toren und 49 Assists in 69 Spielen.
Die Auszeichnung als bester Stürmer sicherte sich Connor McDavid von den Edmonton Oilers vor seinen beiden Landsmännern Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) und Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche). (ram/sda)
Die FIFA hat angesichts des Ausmasses der Coronavirus-Krise finanzielle Hilfe für Verbände, Vereine und Spieler angekündigt. Der Fussball-Weltverband bestätigte einen Bericht der «New York Times», der den Plan zur Einführung eines Notfallfonds öffentlich machte. «Die FIFA befindet sich in einer starken finanziellen Situation und es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um ihnen in ihrer Not zu helfen», schrieb die FIFA in einem Communiqué. Derzeit prüft die FIFA Möglichkeiten, «um die Fussballgemeinschaft auf der ganzen Welt zu unterstützen».
Eine Summe für die Hilfsaktion nannte die FIFA noch nicht. Die Reserven des Weltverbandes belaufen sich auf derzeit rund 2,5 Milliarden Franken. «Das genaue Format und die Einzelheiten dieser Unterstützung werden derzeit in Absprache mit den FIFA-Mitgliedsverbänden, den Konföderationen und anderen Interessengruppen geprüft und erörtert», hiess es. Die «New York Times» hatte von einem Hilfspaket «über mehrere hundert Millionen Dollar» geschrieben. (ram/sda)
Die Corona-Krise hat in der Slowakei jetzt den ersten Spitzenklub in die Pleite getrieben. Der Traditionsverein MSK Zilina musste Konkurs anmelden – und gab «uneinsichtigen Spielern» dafür die Schuld. Wie die Klub-Führung auf der Homepage des Vereins mitteilte, hätten sich die Spieler geweigert, nach der Einstellung des Spielbetriebs vorübergehend auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.
Deshalb sei nichts anderes übrig geblieben, als die 17 teuersten Profis sofort zu entlassen. Der Verein könne sich ihre Gehälter unter den Krisenbedingungen einfach nicht mehr leisten, hiess es in der Mitteilung. Dass der Klub nach der vorläufigen Pleite einen Neuanfang plant, schloss die Vereinsführung nicht aus. (ram/sda/dpa)
Der Spielbetrieb in Deutschlands Bundesliga und der 2. Bundesliga bleibt wegen der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fussball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu. Ursprünglich war die Pause bis zum 2. April angesetzt worden.
Falls möglich, plant die DFL den Spielbetrieb am ersten Mai-Wochenende mit Geisterspielen wieder aufzunehmen und die Saison zu Ende zu bringen. Dies ist beim heutigen Video-Meeting der 36 Klub-Bosse aus der ersten und zweiten Bundesliga bestimmt worden. Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist völlig offen. In Deutschland gelten aufgrund der Pandemie zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben, die auch über den April hinaus Bestand haben könnten.
«Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen», sagte DFL-Chef Christian Seifert auf einer Pressekonferenz. «Das bleibt auch noch einige Zeit so.» Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet, «wie wir nach dieser Krise wieder aufstehen und weiterarbeiten können.» (pre/zap)
Ajax Amsterdam hat den Vertrag mit Abdelhak Nouri (22)aufgelöst, will sich aber weiter um seinen am Gehirn verletzten Ex-Spieler kümmern. Der niederländische Mittelfeldspieler war am 8. Juli 2017 im österreichischen Zillertal bei einem Testspiel gegen Werder Bremen zusammengebrochen und hatte einen Herzstillstand erlitten.
Aus einer mangelhaften Versorgung resultierten dauerhafte Hirnschäden, da das Gehirn Nouris über längere Zeit nicht mit Sauerstoff versorgt war. Seither hat Ajax weiter den Lohn gezahlt, nun läuft Nouris Vertrag aber aus. Der niederländische Rekordmeister steht mit dessen Familie wegen einer Lösung für die Zukunft in Kontakt. Nach Jahren im Spital befindet sich Nouri daheim in einem für seine Bedürfnisse adaptierten Raum.
«Wir akzeptieren unsere Verantwortung und Verpflichtung für die Konsequenzen daraus», hatte Ajax-Geschäftsführer Edwin van der Sar schon 2018 eine Mitverantwortung des Klubs eingestanden. (sda/apa/reu)
Eintracht Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic gibt Entwarnung bei den vier Teammitgliedern, deren Coronavirus-Test positiv war. «Es geht ihnen wirklich sehr gut, sie waren alle schnell über den Berg. Einer von den vier hat gar nichts mitbekommen», sagte der 48-Jährige im Interview mit hessenschau.de. Zwei Spieler und zwei Betreuer des Bundesligaklubs sind betroffen.
Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League war am 12. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit Eintracht Frankfurt daheim dem FC Basel mit 0:3 unterlegen. Die medizinische Abteilung des FCB hatte nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls bei der Eintracht Kontakt mit den Amtskollegen in Frankfurt aufgenommen. Vom Klub aus der Super League wurde bislang kein Coronavirus-Fall gemeldet. (sda/dpa)
Die sechsfache Ironman-Weltmeisterin Natascha Badmann (53) und ihr Lebenspartner Toni Hasler sind wegen der Coronavirus-Pandemie an ihrem langjährigen Trainingslager-Domizil Gran Canaria blockiert. «Trotz bezahlten Flügen sitzen wir wie beispielsweise andere Rad-Touristen wegen entsprechenden Streichungen fest. Und langsam wird es ungemütlich, weil auch die Versorgungslage für die Menschen hier nicht mehr absolut gewährleistet scheint», sagte Hasler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Badmann und Hasler befinden sich aktuell auf einem kleineren privaten Anwesen in der Region von Maspalomas in einer Art Zwangs-Isolation. Sie dürfen sich nur auf dem Anwesen ohne Einschränkungen bewegen. Denn Spaziergänge oder Outdoor-Training werden mit beträchtlichen Bussen geahndet, weil in ganz Spanien seit gut zwei Wochen der mit einer Ausgangssperre verbundene Notstand herrscht. (sda)
Auf dem Gelände des US Open gibt es demnächst 350 temporäre Spital-Betten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York.
Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von täglich 25'000 Essenspaketen genutzt werden. Verteilt werden diese unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder. (dab/sda/dpa)
Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt die NBA den Ansatz von Wissenschaftlern, Patienten mit dem Blutplasma von Menschen zu behandeln, die die Infektion überstanden haben. Neben einer Geldspende in Höhe von 100'000 Dollar an ein entsprechendes Projekt hat die NBA auch ihre Spieler um Hilfe gebeten. Basketballer, die die Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben, sollen sich eine Blut- und Plasmaspende überlegen. Ob diese Methode, die nicht neu ist, hilft, ist allerdings nicht erwiesen. (pre/sda)
Der in den USA inhaftierte ehemalige brasilianische Fussballfunktionär José Maria Marin kann unter anderem wegen der Ausbreitung des Coronavirus entlassen werden. Das ordnete ein Gericht in New York am Montag an. Nach Berichten brasilianischer Medien nutzte die Verteidigung die Covid-19-Pandemie, das fortgeschrittene Alter (87) und die gesundheitlichen Probleme als Argumente für eine vorzeitige Freilassung. Bezirksrichterin Pamela Chen in New York stimmte dem Eilantrag der Marin-Anwälte unter den angeführten Argumenten am Montag zu. Zudem habe Marin bereits rund 80 Prozent seiner Strafe abgesessen und «gelte nicht als gewalttätig», erklärte sie.
Der Ex-CBF-Präsident war im Dezember 2017 zu 41 Monaten Haft verurteilt worden wegen Verbrechen aus seiner Zeit an der Spitze des Brasilianischen Fussballverbandes zwischen 2012 und 2015: organisierte Kriminalität, Betrug und Geldwäscherei. Im Mai 2015 gehörte Marin zu jenen Funktionären, die in einem Hotel in Zürich festgenommen wurden, was den grossen Fifa-Skandal auslöste. (pre/sda)
Der HC Lugano ehrt Julien Vauclair für seine grossen Verdienste für den Verein und wird seine Rückennummer 3 zurückziehen. Der Verteidiger hatte nach dem abrupten Saisonende im Alter von 40 Jahren seine Aktivkarriere beendet. Der gebürtige Jurassier ist der achte Lugano-Spieler, dessen Trikotnummer unters Hallendach der Resega gezogen wird. Nach seinem Rücktritt vom Spitzensport wird er im Klub die Rolle des Chef-Scouts übernehmen.
Vauclair wechselte 1997 aus der Romandie nach Lugano und hielt dem Klub mit Ausnahme eines dreijährigen Abstechers nach Nordamerika (1 NHL-Spiel, 236 AHL-Spiele) stets die Treue. In 20 Saisons mit dem HC Lugano bestritt er 939 Meisterschaftsspiele und wurde zweimal Schweizer Meister. Er nahm an drei Olympischen Spielen und elf Weltmeisterschaften teil und gehörte 2013 zum Schweizer Team, das in Stockholm die WM-Silbermedaille gewann. Obendrein wurde Vauclair ins Allstar-Team des Turniers gewählt. (pre/sda)
Die UEFA wird am Mittwoch den möglichen internationalen Fahrplan wegen der Coronavirus-Krise besprechen. Der Dachverband lud die Generalsekretäre der 55 Mitgliedsverbände für Mittwochmittag zu einer Videokonferenz ein. Bei der Diskussion gehe es um die Wettkämpfe für Nationalmannschaften und Klubs auf europäischer Ebene sowie Angelegenheiten wie Spielerverträge und das Transfersystem. Zwei eingesetzte Arbeitsgruppen prüfen derzeit unter anderem mögliche Optionen, um die Wettkämpfe zum Abschluss zu bringen. Die UEFA hatte bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.
Wegen der Coronavirus-Krise sind alle europäischen Klub-Wettbewerbe ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, in der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden. (pre/sda)
World Athletics begrüsste die Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio in den Sommer 2021 und kündete zugleich an, dass die Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Eugene auf das Jahr 2022 verlegt werden. «Dies gibt unseren Athleten die Zeit, die sie brauchen, um wieder ins Trainings- und Wettkampf-Geschehen zu finden. Jeder muss flexibel und kompromissbereit sein, und zu diesem Zweck arbeiten wir jetzt mit den Organisatoren der Leichtathletik-WM in Oregon an neuen Terminen im Jahr 2022.» Die Titelkämpfe in Eugene sollten ursprünglich vom 6. bis 15. August 2021 stattfinden.
Lobende Worte für den Entscheid des IOC fand auch der Weltverband der Schwimmer. Die FINA ist vom IOC-Beschluss direkt betroffen, denn die vom 16. Juli bis 1. August 2021 in Fukuoka geplanten Weltmeisterschaften fallen in die neu festgelegten Olympia-Wochen. «Die FINA wird sich nun mit dem OK der Schwimm-WM, mit Interessenvertretern wie Athleten, Trainern, nationalen Verbänden, Fernsehpartnern und Sponsoren beraten, um die geeignetste Lösung zu finden», schrieb die FINA in einem Communiqué. (pre/sda)
Die Spieler des FC Barcelona haben sich darauf entschieden, während der Coronavirus-Krise und der deshalb entstandenen Fussball-Pause auf 70% ihres Lohnes zu verzichten. Dies gab Superstar Lionel Messi auf Instagram bekannt.
«Der Wille war bei uns immer da, den Lohn zu kürzen, wir verstehen, dass es sich um einen Ausnahmezustand handelt», so Messi. Zudem rief er seine Follower dazu auf, die Hoffnung trotz der schwierigen Situation nicht zu verlieren: «Wir werden bald aus dieser Situation rauskommen, wir werden es gemeinsam schaffen.»
Bereits zuvor hatten die Katalanen im Kampf gegen das Coronavirus ihre Vereinsanlagen den Behörden zur Verfügung gestellt und der katalanischen Regierung 30'000 Schutzmasken geliefert. Messi selbst spendete eine Million Euro für ein Spital in Barcelona und eines in seiner Heimat Argentinien. (dab/sda/apa)
Die wegen der Coronavirus-Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio werden am 23. Juli kommenden Jahres eröffnet und enden am 8. August. Auf diesen Termin einigten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat an einer Exekutivsitzung des Organisationskomitees.
Die Sommerspiele sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres stattfinden, die Eröffnung der Paralympics war für 25. August geplant gewesen. Der Grossanlass war vor einer Woche wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie ins 2021 verlegt worden. Die zentralen Fragen rund um die beispiellose Verschiebung des grössten Sportereignisses der Welt soll eine Krisengruppe beantworten. (dab/sda/dpa)
Laut dem Internationale Zentrum für Sportstudien in Neuenburg (CIES), das von der FIFA unterstützt wird, zieht die Coronavirus-Krise für Klubs und Spieler eine beträchtliche Wertminderung nach sich. So wird der globale Transferwert der Spieler um 28 Prozent zurückgestuft. Das heisst von aktuell 32,7 Milliarden Euro auf 23,4 Milliarden Euro.
Als krasses Beispiel verringert sich den Berechnungen zufolge der Transferwert von Paul Pogba, dem französischen Weltmeister in den Reihen von Manchester United, von 65 auf 35 Millionen Euro. Allerdings fliessen in diese Bewertung neben der Coronavirus-Krise auch die Vertragsdauer sowie die zuletzt gezeigten Leistungen ein. (pre/sda)