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Der Einfluss von Personen- und Situationsmerkmalen auf die Wahrnehmung von Zivilcourage-Situationen
Der Ausgangspunkt für zivilcouragiertes Eingreifen liegt in der Wahrnehmung und Bewertung von relevanten Situationen. Die Wahrnehmung der Normverletzung und des Interventionsrisikos in einer konkreten Situation sind zentrale Determinanten von Zivilcourage. Während es viel Forschung zu situativen Einflüssen gibt, wurden personenseitige Determinanten bislang nur wenig untersucht. Daher wird in diesem Projekt besonderes Augenmerk auf personenseitige Determinanten der Wahrnehmung von Zivilcouragesituationen gerichtet. Im Rahmen einer Vignettenstudie wird der Einfluss von Wertorientierungen, sozialer Verantwortung und grundlegender Persönlichkeitsdimensionen untersucht. In einer Folgestudie wird die Wahrnehmung von Situationen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Niederlanden verglichen sowie zudem der Einfluss von weiteren Persönlichkeitsvariablen (Handlungs-/Lageorientierung, chronische Annäherungs-/Vermeidungsorientierung) analysiert. Die Ergebnisse heben die Bedeutsamkeit von Personenmerkmalen für die Wahrnehmung von Zivilcourage-Situationen hervor und ergänzen damit die bislang vorherrschende Perspektive in der Zivilcourageforschung, bei der situative Einflussfaktoren im Fokus standen.