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Für die chinesische Kampfkunst, die bei uns heute als Kung-Fu bekannt ist, existiert auch die wörtliche Übersetzung «Ode an den Frühling». Die Poesie dieser Formulierung hat sich «The Grandmaster» zu eigen gemacht – ein Epos über den legendären Yip Man (1893–1972), der in den Dreissigerjahren nach Hongkong floh, wo er später Bruce Lee unterrichtete. Allein die Kampfszenen sind ein Gedicht, eher praktizierte Philosophie als Prügelei. Der Rest des Films ist ebenfalls formvollendet; fabelhafte Grosseinstellungen, gedehnte Zeitlupenaufnahmen, kunstvolle Montagen – ein typischer Wong Kar-Wai, der natürlich auch seinem Lieblingsthema «vergebliches Sehnen» frönt: Eine konkurrierende Kämpferin offenbart Yip Man erst spät die tiefen Gefühle, die sie für ihn hegt.
— Ab 11. 7.: «The Grandmaster» von Wong Kar-Wai. Mit Tony Leung und Zhang Ziyi
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