Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03216.jsonl.gz/529

Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung und Harnverhaltung können auftreten.
Weitere Nebenwirkungen bei regelmässigem Konsum von Heroin: Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung, Verringerung der sexuellen Lust und eine potentiell lebensbedrohliche Reduktion der Atemfrequenz auf 2 bis 4 Atemzüge pro Minute (durch die Dämpfung des Husten- und Atemzentrums).
Hohe Dosen Heroin können tödlich sein, falls nicht sofort ärztliche Hilfe geholt wird!
Langzeitrisiken:
Die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und physischen Symptomen ist gross. Sobald sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die notwendige Substanzmenge zugeführt wird, treten 8 bis 12 Stunden nach der letzten Heroineinnahme körperliche Entzugserscheinungen ein. Entzugssymptome sind Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle.
Spezifische Risiken nach Konsumform:
Sniffen: Schädigung der Nasenscheidewände und -schleimhäute. Gefahr von Hepatitis-C-Ansteckungen
Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (die Lunge verklebt bei täglichem Konsum).
Spritzen: Venenentzündungen und Gefahr von Infektionskrankheiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze). Durch die Verunreinigungen im Heroin können Organschädigungen auftreten.
Methadon:
Das Medikament Methadon ist ein synthetisches Opioid und wird als Substitutionsmittel bei Heroinabhängigkeit verwendet. Bei User*innen, die Opiate nicht gewöhnt sind, kann der Konsum von Methadon schon in geringen Mengen lebensgefährlich sein (schwere Atemdepression, Erstickungsgefahr).