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Der Netzwerkriese will überflüssige Entscheidungsgremien abschaffen und sich auf fünf Kernbereiche konzentrieren.
Cisco hat gestern Änderungen in der Unternehmensstruktur bekannt gegeben. Ziel sei es, die Verkaufs-, Service- und Engineering-Einheiten fit zu machen für die fünf Bereiche, die für Cisco derzeit im Fokus stehen. Nachdem Cisco das Geschäft mit den Flip-Kameras geschlossen hat
und sich so weitgehend aus dem Consumer-Segment verabschiedet hat, konzentriert sich der Netzwerk-Riese auf Router und Switches, Video, Collaboration, Rechenzentrums-Virtualisierung und Cloud sowie auf Architekturen für Business Transformation.
Cisco will die Strukturen so ändern, dass wichtige Entscheide schneller gefällt werden können. In Zukunft will das Unternehmen auf gewisse Gremien verzichten, welche mittlerweile bloss noch als Zeitfresser gelten. Das 'Wall Street Journal' schreibt treffend, Cisco wolle die Bürokratie reduzieren. Immerhin hatte Cisco bislang fast 50 interne "Boards", die an ein Dutzend weitere Gremien berichteten. Die Zahl der Gremien wurde zuletzt reduziert, in Zukunft soll es nur noch deren drei geben. Auch "Boards" soll es weniger geben.
Zudem soll es künftig nur noch drei geographische Regionen geben: Amerika, EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) sowie die Sammelgruppe Asien, Pazifik, Japan, China. Weitere Änderungen betreffen die Field Operations und die Services-Leistungen. Der grosse Teil der Änderungen wird in den nächsten 120 Tagen umgesetzt. Zum Start des neuen Geschäftsjahres am 31. Juli 2011 soll eine neue Verkaufs-Organisation loslegen.
Bei Cisco Schweiz waren keine weiteren Informationen erhältlich. Da Cisco nächste Woche die Zahlen veröffentlicht, dürfen die Verantwortlichen keine Aussagen machen. Die beiden letzten Quartale von Cisco waren eher enttäuschend, während Konkurrenten wie Juniper und Hewlett-Packard mit ihren Zahlen aus dem Networking-Business überzeugen konnten. (mim)