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Erfolgreichste Schweizer Athletin in Aserbaidschan war Giulia Steingruber. Die St.Galler Turnerin gewann gleich zweimal Gold (am Sprung und Boden) sowie je einmal Silber (im Mehrkampf) und Bronze (am Schwebebalken).
Das Highlight aus seiner Sicht sei gleich der erste Wettkampftag an den ersten Europa-Spielen gewesen, so Ralph Stöckli. Der Chef de Mission von Swiss Olympic durfte sich nach den drei Goldmedaillen sogar kurz an der Spitzenposition im Medaillenspiegel erfreuen.
Am Ende rangierte die Schweiz (7/4/4) im 13. Rang unter 50 Nationen. «Wenn wir vergleichbare Nationen betrachten, ist das eine tolle Platzierung. Wir dürfen stolz darauf sein, dass überdurchschnittlich viele unserer Sportler ihr Potenzial abrufen konnten. Dank der Erfolge hatten wir im Team eine sehr gute Stimmung», sagt Stöckli, der aber gleichzeitig bedauerte, dass «diese Erfolge in der Schweiz vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit fanden».
«Ich möchte, dass es zu einer zweiten Austragung der Europa-Spiele kommt», sagt Stöckli. Er spricht allerdings auch davon, dass «es zu einer intensiven Auseinandersetzung über die Sportarten-Zusammensetzung kommen muss. Das EOC (Europäische Olympische Komitee) muss besorgt sein, dass in den Sportarten möglichst die besten Athleten teilnehmen.»
Der sportliche Stellenwert in Baku war von Sportart zu Sportart höchst unterschiedlich. Im Judo und Ringen, wo gleichzeitig die EM stattfand, war die kontinentale Elite lückenlos vertreten. In anderen Wettbewerben wie Mountainbike und Triathlon, wo die Schweizer extrem dominant auftraten, verzichteten hingegen einige Topathleten auf die Reise nach Aserbaidschan.
In den zwei olympischen Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen fehlte die Elite gar gänzlich. Das fast 70'000 Zuschauer fassende Olympiastadion kam neben Eröffnungs- und Schlussfeier nur in den Genuss eines drittklassigen Team-EM-Events. Im ebenso neu erstellten Baku Aquatics Centre gelangten einzig Nachwuchs-Wettkämpfe zur Austragung.
Um die ersten Europa-Spiele durchzuführen, unternahm Aserbaidschan einen enormen Aufwand. Bezüglich Infrastruktur, die wohl mehrere Milliarden Franken gekostet haben dürfte, scheute die autokratische Staatsführung des öl- und erdgasreichen Landes im Kaukasus keine Kosten.
«Auch die Wettkampfabläufe haben grundsätzlich funktioniert. Aserbaidschan hat den Sportlern sehr gute Rahmenbedingungen geboten», stellt der ehemalige Spitzencurler Stöckli dem Gastgeber eine gute Note aus. An die teilweise andere Kultur in diesem Land müsse man sich anzupassen wissen. (si)
Nein, ein No-Name ist Roger Federer vor seinem Wimbledon-Achtelfinal gegen Pete Sampras längst nicht mehr. In Mailand hatte er im Februar dank eines Finalsiegs gegen Julien Boutter seinen ersten Turniersieg gefeiert. Die Experten sind sich sicher: Der talentierte, zopftragende Baselbieter mit der starken Vorhand wird bald einmal von Weltranglisten-Position 15 in die Top 10 vorrücken.