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旅瑞华人艺术家罗明君讲座：”身份”
Luo Mingjun “Identity”
时间：2018年8月10日 , 18:30
地点：Loft corner @ Colab (top floor) Sihlquai 131, 8005 Zürich
主持：孙慕蘭
海报：汪弢
摄影：梁睿哲
德语报道：江天
中文报道：杨晴川
瑞中建筑师和艺术家协会SCAA八月的活动中，罗明君女士给听众展示了自己穿梭在两种文化之间的生活和工作。这次非常个人的回顾聚焦于她对“身份”的追求，并展示了她通过各种技术媒介和表现题材找到了自己“身份”的道路 – 并砥砺前行。
Beim SCAA August-Event führte Luo Ming Jun die Zuhörer anhand ihrer Werke durch das Leben einer Künstlerin, die zwischen zwei Kulturen lebt und arbeitet. Dieser sehr persönliche Rückblick thematisierte ihre Suche nach “Identity” und zeigte wie vielfältig Luo mittels verschiedener Techniken und Motive ihren Weg zur eigenen Identität beschritten hat – und weiterhin beschreitet.
讲座开始，罗明君展示了她30多年前在中国湖南完成艺术学习时的第一部作品。那时，罗明君便显示出独特的一面。她意识到与其他艺术家相比她更钟爱日常的“生活化”的艺术。然而她在学校学到的传统技术并不足以表达自己，便于1985年开始探索拼贴画创作，成为最早在中国进行此类创作的人之一。这可能在今天看起来微不足道，但却是中国艺术史历史背景下迈出的重要一步。因文化大革命封锁，中国艺术家几十年来一直不知道西方艺术界发生了什么。当旧时代最终解体，出现了八五新潮运动 – 这是中国当代艺术的转折点。同样在湖南也出现了艺术团体：罗明君创立了“0-艺术团”，并撰写了宣言的前言。 1986年，她和该团成员进行了为期六个月的西藏之旅，为参加展览进行准备。在这次旅行中，她遇到了未来的丈夫 – 一个瑞士人 – 并于1987年搬到了瑞士比尔。（因罗明君的缺席，旅行展览遗憾无局而终）
Luo zeigte Bilder aus der Zeit, als sie in Hunan, China ihr Kunststudium abschloss und sie erste eigene Arbeiten anfertigte. Schon damals zeichnete sich ab, dass Luo eine ganz eigene Handschrift trug. Sie merkte, dass sie im Gegensatz zu den anderen Künstlern eher alltägliche “leise” Kunst kreierte. Die ihr beigebrachten Techniken reichten ihr nicht aus, um sich auszudrücken, und so war sie 1985 eine der ersten, die in China Arbeiten in Form von Collagen anfertigte. Was heute als etwas Unbedeutendes erscheinen mag, ist vor dem geschichtlichen Hintergrund ein wichtiger Schritt in der chinesischen Kunstgeschichte. Nach der Abschottung durch die Kulturrevolution hatten chinesische Künstler über Jahrzehnte keine Vorstellung davon, was in der Kunstwelt des Westens passiert war. Als sich China schliesslich öffnete, entstand die 85 New Wave Bewegung – ein Wendepunkt für die chinesische zeitgenössische Kunst. Auch in Hunan gab es Künstlergruppen: Luo gründete die “0-Art-Group” mit und verfasste das Vorwort des Manifests. 1986 machte sie zusammen mit der Gruppe eine sechsmonatige Reise nach Tibet, um eine Ausstellung vorzubereiten. Dort traf sie ihren späteren Ehemann – einen Schweizer – und zog daraufhin 1987 in die Schweiz nach Biel. (Die Ausstellung fand niemals statt.)
初到瑞士，据罗明君描述，前三年是一个非常困难的时期。在多次参观博物馆和画廊之后，她对自己作为艺术家的身份感到十分困惑，她亲自描述：“感觉大学毕业以后刚刚形成的认知，都被瞬间撕成碎片。”一方面她无法近距离达到欧洲大师的作品水平，同时她成了一名母亲，不得不学习一种全新的语言，她也没有办法回到往昔的生活。 今天她认为这是一个礼物，作为母亲的职责给她留下很少自由支配的时间，以致难以继续油画创作。 她意识到必须以简单省时的方式进行工作，她更换了创作方式。 凭借墨水和宣纸，她进入了一个新的世界。在住宅区的儿童游乐场，她遇到了Bernhard Fibicher（1997-2005伯尔尼艺术馆馆长）。他带着她参加了许多艺术展览，并建立了许多重要的新联系。
Die darauffolgenden drei Jahre beschrieb Luo als eine sehr schwierige Zeit. Nach vielen Besuchen in Museen und Galerien war sie ernüchtert über ihren eigenen Stand als Künstlerin. Sie sah sich nicht imstande den europäischen Meisterwerken nahe zu kommen. Sie wurde Mutter, musste eine völlig neue Sprache erlernen und es gab für sie auch keinen Weg zurück in ihr altes Leben. Heute sieht sie es als eine Gebung, dass ihre Aufgaben als Mutter ihr so wenig Zeit liessen, dass an Ölmalerei nicht zu denken war. Sie realisierte, dass sie auf einfache zeitsparende Art arbeiten musste und wechselte die Technik. Mit Tusche und chinesischem Papier bestückt, tauchte sie in eine neue Welt ein. Auf dem Kinderspielplatz lernte sie Bernhard Fibicher (1997-2005 Direktor der Kunsthalle Bern) kennen. Er nahm sie auf Kunstausstellungen mit und beide konnten wichtige neue Kontakte knüpfen.
国外的生活让罗明君回归中国传统 – 乡愁的表达。她以“老子”哲学为题，特别是“道德经”的81个段落。1992年，罗明君有机会在比尔中心的Pasquart展出。她在一个空间的三面白墙上写满了道德经。这是老子道德经，第一次以黑色墨汁填充在一个空间中，然而由于字体大小及墙面的限制，道德经并未抄写完成。在伯尔尼，她通过40个单独的小牌子上写下后续的段落，继续完善着这个作品。1996年，她再次通过补上缺失的段落，完成了这个系列作品。这次她在地板上铺满了抄写的纸张，并在房间的后墙上放了一面镜子，以鼓励游客踏进满是纸张的地面。 “哲学1-3”系列阐述了罗明君在艺术作品中如何与观众互动，并逐渐体悟到，作品在不同的时间可以呈现出不同的形式，这也展示出艺术创作自我进化的生命力。她的作品在瑞士很受欢迎，甚至教堂也邀请她进行装置艺术展览。罗明君开始意识到，瑞士对她的艺术创作，提供了一个非常包容且开放的环境。
Gerade im Ausland zog es Luo zur chinesischen Tradition – ein Ausdruck von Heimweh. Sie beschäftigte sich mit der Philosophie des Laozi, insbesondere der Schrift des Daodejing mit ihren 81 Passagen. 1992 hatte Luo die Möglichkeit im Bieler Centre Pasquart auszustellen. Sie versah drei nackte Wände mit chinesischen Schriftzeichen. Es waren die ersten Passagen von Laozi, die in schwarzer Tinte den Raum füllten. In Bern setzte sie das Werk fort, indem sie 40 einzelne Tafeln mit weiteren Passagen beschriftete. 1996 führte sie das Werk mit den fehlenden Passagen zu Ende. Diesmal tapezierte sie den Boden mit etlichen Seiten und stellte einen Spiegel an die Rückwand des Raumes, um Besucher zum Durchlaufen zu ermuntern. Die Serie “Philosophy 1-3” verdeutlichte, wie Luo in ihrer Kunst den Betrachter miteinbezog und entdeckte, dass ein Werk zu verschiedenen Zeiten verschiedene Formen annehmen konnte, sich wie sie selber weiterentwickelte.Ihre Werke fanden positiven Anklang in der Schweiz und sie wurde auch von Kirchen angefragt, Installationen zu machen. Luo merkte, dass die Schweiz ihrer Kunst gegenüber sehr offen war.
对于日常物品的描绘，一直是艺术家关注的焦点。 2006年，罗明君通过一张破碎口红的照片表达了衰老这个主题，这也是罗明君在生命中逐渐体会到的问题。在作品“离散”中，罗明君用一根红绳缝上一个切开的苹果，以表达一种不可言述的痛苦。
Die Darstellung von alltäglichen Gegenständen blieb immer ein Fokus der Künstlerin. 2006 thematisierte die Fotografie eines zerdrückten Lippenstifts das Altern, das Luo langsam an sich wahrnahm. Im Werk Diaspora nähte Luo einen aufgeschnittenen Apfel mit rotem Faden zusammen, um einen nicht malbaren Schmerz darzustellen.
2007年，罗明君第一次在中国举办艺术展。 那次展览中她意识到记忆中的家园已不再存在，然而过去的回忆并不能简单抹去。罗明君用浅色的硬铅笔绘制旧的家庭照片，或以学校的班级照片为题绘制油画。只有一种颜色，但她通过精确的光影描绘，生动的再现了青春。
2007 machte sie das erste Mal eine Kunstausstellung in China. Dort merkte sie, dass es das Zuhause aus ihren Erinnerungen zwar nicht mehr gab, dass aber Vergangenheit nicht einfach ausradiert werden konnte. Luo zeichnete alte Familienfotografien mit dem harten Bleistift nach oder stellte Ölgemälde vom Schulklassenfoto her. Mit nur einer Farbe liess sie die Figuren durch das präzise Spiel von Licht und Schatten wieder aufleben.
结婚后罗明君不得不舍去中国护照，更换为瑞士护照。 通过2008年的视频“身份”：用红线缝合中国和瑞士身份证，她表达了对自己身份的焦虑。当罗明君的父母去世后，对她来说，又一个与中国的联系不复存在了，但罗明君依然继续研究与中国的联系进行创作。漂泊是罗明君用她的作品“云”所述说的主体。 它就是它自己：云随风动，它飘在风中。
今天，55岁的罗明君女士，她的艺术生涯远未结束。 此刻，她已为自己的身份找到了一个空间，这是一个徘徊在两个世界之间的 “第三空间”。
Nach ihrer Heirat musste Luo ihren chinesischen Pass gegen den Schweizer Pass eintauschen. Den Verlust eines Teils ihrer Identität verarbeitete sie in dem Video “Identity” von 2008, in dem sie ihre chinesische und schweizerische Identitätskarten mit einem roten Faden zusammennähte. Als Luos Eltern verstarben, löste sich eine weitere Verbindung zu China auf, was Luo jedoch zu weiteren Arbeiten mit chinesischen Bezügen trieb. Das Treibenlassen ist etwas, das Luo mit ihren Wolkenbildern illustriert. Sie sind wie sie selbst: Sie gehen, wohin der Wind sie trägt.
Heute, mit 55 Jahren, ist Luo noch lange nicht am Ende ihres künstlerischen Schaffens. Doch hat sie inzwischen für ihre Identität, die zwischen zwei Welten schwebt, einen Raum gefunden – einen “Third Space”.
年代表：
80年代:
与众不同的灵气 – 国内创作的油画作品
1990-2000:
两种文化冲击中重新认识自己 – 水墨画和装置艺术
2000-2010:
在朴素生活中找到自己的“定位”与“身份” – 日常生活系列及展览“红尘”
2010以后:
在记忆中寻找过去缺席的自己 – 回归油画，家族记忆和云
近期创作:
思想的解放与自由 – 炭笔画
Timeline:
1980er:
“eine einzigartige Aura” – Ölgemälde aus der Zeit in China
1990-2000:
“Selbstbegegnung zwischen zwei Kulturen” – Tuschemalerei und Kunstinstallationen
2000-2010:
“Die Welt des Rot” – Den eigenen Platz und die eigene Identität im Alltag finden
nach 2010:
“Die Suche nach dem verlorenen Selbst” – Rückkehr zur Ölmalerei und der eigenen Geschichte
aktuell:
“Emanzipation und Gedankenfreiheit” – Holzkohlemalerei