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In Bern fand der traditionelle Ostermarsch statt. Der «Spaziergang für den Frieden» stand dieses Jahr im Zeichen des Kriegs in der Ukraine. 800 bis 1000 Menschen besammelten sich am frühen Nachmittag im Eichholz an der Aare, wie ein Reporter von Keystone-SDA berichtete.
Der Ostermarsch führte entlang der Aare, in Sichtweite zur ukrainischen Botschaft am Helvetiaplatz vorbei in die Stadt, und endete auf dem Münsterplatz. Dort fanden als Abschluss Auftritte von mehreren Rednern und Rednerinnen statt.
Aufgerufen hatten knapp 40 Organisationen aus linken und kirchlichen Kreisen. Zum Ukraine-Krieg gibt es innerhalb der Friedensbewegung unterschiedliche Standpunkte. Umstritten sind insbesondere die Waffenlieferungen des Westens in die Ukraine.
Für Frieden und gegen nukleare Aufrüstung
Ostermärsche gibt es in der Schweiz und Deutschland seit den 1960er Jahren. Unter dem Motto «Frieden schaffen ohne Waffen» wurde jahrelang gegen die atomare Aufrüstung protestiert. Seit der US-Invasion im Irak 2003 beteiligten sich jedes Jahr einige hundert Menschen am Marsch von der Aare in die Berner Altstadt.
Der diesjährige Ostermarsch in Bern ist der erste seit 2019; die letzten beiden Ausgaben fielen wegen der Corona-Pandemie aus. Das diesjährige Motto «Klima schützen, Frieden schaffen» wurde noch vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine festgelegt.
Der Zusammenhang zum Klima sei offensichtlich, heisst es in einem Aufruf zur Kundgebung. Die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen werde spürbar. Zudem spiele die Schweiz beim Handel mit fossilen Energieträgern eine zentrale Rolle und müsse ihre Verantwortung wahrnehmen.