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Es war die Lerche
Ein heiteres Trauerspiel mit Musik in zwei Teilen von Ephraim Kishon
Uraufführung: 1973 Habimah National Theater in Tel Aviv
Deutschsprachige Erstaufführung: 1974/1975 Schauspielhaus Zürich
Der Inhalt
„Romeo und Julia“, das grösste Liebespaar aller Zeiten. „Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern...?“ Wer kennt nicht diese liebenden Worte. Doch ihre Liebe konnte nur durch den dramatischen Tod der beiden ihren mystischen Charakter erhalten und zur Vollkommenheit gelangen. Doch was wäre geschehen, wenn Julia rechtzeitig erwacht wäre und die beiden noch lebten?
Genau diese Geschichte erzählt Kishon in seiner Satire „Es war die Lerche“. Selbst das bekannteste Liebespaar der Weltgeschichte bleibt nicht von den täglichen Streitereien des Ehealltags verschont. Der Ballettlehrer Romeo und die Hausfrau Julia sind zudem mit ihrer pubertierenden Tochter geschlagen. Diese hat nur Verachtung für ihre Eltern übrig.
Herr Montague hat nur noch Augen für seine Bettflasche Lisa. Und Frau Montague-
Tochter Lucretia verliebt sich in den unablässlich dichtenden „Willie“ und die beiden wollen in die Welt hinaus ziehen um zu erfahren, was Liebe ist. Womit Romeo aber gar nicht einverstanden ist. „Kommt nicht in Frage. Vergiss nicht, dass der Kerl deine Mutter und mich beinahe umgebracht hat.“
Weitere Personen der Handlung sind Pater Lorenzo und die alte Amme von Julia. Das Stück wird durch zahlreiche Zitate aus Shakespeare-
Die Personen im Stück
Romeo Montague, Ballettlehrer
Pater Lorenzo, ein Franziskaner vom gleichen Schauspieler dargestellt
Julia Montague-
Lucretia, ihre und Romeos Tochter von der gleichen Schauspielerin dargestellt
Ehemalige Amme von Julia von der gleichen Schauspielerin dargestellt
William Shakespeare, verstorbener Dichter
Der Autor
Ephraim Kishon, geboren am 23. August 1924 in Budapest als Ferenc Hoffmann, gestorben am 29. Januar 2005 in Meistersrüte ( Appenzell Innerrhoden, ) war ein israelischer Satiriker ungarischer Herkunft. Er gilt als einer der bedeutendsten Satiriker des 20. Jahrhunderts.
Ephraim Kishon über sich selbst:
"... 23.8.24 in Ungarn geboren, neugeboren 1949 in Israel. Zu viele Schulen. Zu viele Arbeitslager: ungarische, deutsche, russische. Verheiratet. Drei Kinder. Sechs Theaterstücke, die außer in Israel auch in mehreren anderen Ländern aufgeführt werden, zum Beispiel in Deutschland und sogar in Japan. Bücher in insgesamt 33 Sprachen, darunter hebräisch, englisch, deutsch, ungarisch, italienisch, türkisch, dänisch, holländisch, chinesisch, japanisch etc. Schrieb regelmäßig satirische Glossen unter dem Titel "Chad Gadja" (Das Lämmchen) für Israels meist verbreitete Tageszeitung "Ma`ariv" (Abend). Leitetete eine eigene Kleinkunstbühne, die "Grüne Zwiebel". Schreibt Theaterstücke aus Liebe. Macht Filme als Hobby. Liebt Schmiedearbeit, Schach und Torbergs deutsche Übersetzungen seiner Geschichten. Lebt in Tel Aviv als freier Schriftsteller, nachdem er sich zuvor als freier Schlosser im Kibbuz, freier Garagenbesitzer und in einer Reihe anderer freier Berufe betätig hat."