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Viele Leute behaupten, die Sportart Unihockey erfunden zu haben. Die wahren Wurzeln der Sportart liegen aber in den späten 50er Jahren in den USA. Junge Leute spielten in einer Halle mit Plastikstöcken und einer leichten Plastikscheibe. Dieses Spiel damals nannte sich „floorhockey" und das erste Turnier wurde in 1976 in Michigan gespielt. Als die Sportart nach Europa kam wurde die Scheibe bald durch einen leichten Plastikball ersetzt. Die neue Sportart „Unihockey" wurde erstmals in den frühen 70er Jahren in Schweden, dort vorallem in Schulen und in Freizeitvereinen gespielt. Damals wurde auf kleine Tore und ohne Torhüter gespielt. Unihockey wurde bald sehr beliebt und in den späten 70er Jahren breitet sich die Sportart mehr und mehr in ganz Europa aus. Inden frühen 80er Jahren wurden in verschiedenen Ländern Nationale Verbände gegründet. Dadurch wurden Strukturen geschaffen, die zu einer schnellen, organisierten Verbreitung dieser neuen Sportart "Unihockey" führten. Im Jahr 2000 zählte man weltweit über 3200 Vereine und mehr als 150'000 lizenzierte Spieler in organisierten Landesverbänden. Schweden, Finland die Schweiz und Tschechien dominieren die internationale Spielszene. Im Jahr 2016 umfasste der Internationale Unihockeyverband 74 Mitgliedsnationen, die auf 5 Kontinenten verteilt sind: In 4500 Klubs zählt man bereits 320'000 lizenzierte Spielerinnen und Spieler.
Unihockey wird in einer Turnhalle auf dem 20 x 40 Meter grossen Grossfeld (5 gegen 5 Spieler plus Torhüter) oder auf dem 14 x 24 Meter grossen Kleinfeld (3 gegen 3 plus Torhüter) mit circa 1 Meter langen Kunststoff-Stöcken gespielt. Die Junioren spielen auf dem Kleinfeld bis zum Alter von etwa 13 Jahren und wechseln danach in Grossfeld-Teams (U16, U18, U21), die Aktiven spielen hauptsächlich auf dem Grossfeld, es gibt aber auch Kleinfeld-Meisterschaften (mit wenig Bedeutung in der Öffentlichkeit).
Unihockey ist eine sehr schnelle und dynamische Sportart, vorbildlich aber auch in den Bereichen Fairplay, Respekt und Prävention (Gewalt, Drogen). Für Anfänger ist es relativ einfach zu Erlernen (deshalb gibt es auch viele Quereinsteiger aus anderen Sportarten). Für Unihockey braucht es nur einen geringen Materialaufwand (Stock & normale Sportkleidung).
Der Schweizer Unihockey Verband (Swiss Unihockey) wurde im Jahre 1986 gegründet. Derzeit gibt es über 30‘000 lizenzierte Spielerinnen und Spieler in der Schweiz, womit Unihockey auf Rang 3 hinter Fussball und Volleyball, aber noch vor Eishockey oder Handball liegt bezüglich der Anzahl Aktivspieler. Mehr als die Hälfte der Lizenzierten sind jünger als 19 Jahre alt.
Die Schweizer Nationalmannschaft hält sich konstant auf Rang 3 der Weltrangliste, hinter Schweden und Finnland und knapp vor Tschechien. Die Weltmeisterschaft findet jährlich statt, abwechselnd Männer und Frauen. In den grössten Ligen (CH, SWE, FIN, CZE) wird Unihockey mit professionellen Trainern und halbprofessionellen Spielern betrieben. Schweizer Spitzenteams (NLA) trainieren täglich, das Fanionteam von Floorball Fribourg (NLB) drei bis vier mal pro Woche.
Anzahl Zuschauer an Unihockeyspielen in der Schweiz: Ungefähr 300 pro Spiel (Qualifikation NLA), ausnahmsweise 600 (Playoffs) bis 8‘000 bei dem Superfinal 2017. Bei Floorball Fribourg: 260 Zuschauer im Durchschnitt, aber 800 waren bei 3. Aufstiegspiel 2017 gegen Olten dabei.