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In «69/96» geht es um die Wiederaufnahme der Ausstellung «1969», die Bob Nickas anfangs der 80-er Jahre in New York kuratierte. In «1996» wird die Historisierung von Kunstwerken auf eine überspitzte Art und Weise thematisiert. Wie lässt sich die Kunst einer bestimmten Zeit charakterisieren? Wie der Titel schon verspricht, wird hier ein zeitlicher Kontrast zum Inhalt.
Fredi Fischli, Niels Olsen und Bob Nickas, der aus der Generation von deren Eltern stammt, wählen Kunstwerke aus der Zeit der Kindheit aus. Gelingt diesem spielerischen Konzept, etwas über eine Zeitlichkeit in der Kunst auszusagen?
Für Fredi Fischli und Niels Olsen steht das Jahr 1996 für kommerzialisierte Popkultur und für einen rasanten Zuwachs an Bildwelten. Die drei Künstler Silvie Fleury, Michel Majerus und Albert Oehlen sind dafür präzise Positionen, die sowohl in den 90-er Jahren als auch heute von grosser Bedeutung sind. Bob Nickas hingegen wählt vierundvierzig Kunstler aus dem Jahr 1969 aus. Er beschreibt in seiner Auswahl eine Zeit, in der Kunst von ephemerer Natur ist. In Vitrinen präsentiert er Partituren und Dokumentationen von früher Performance- und Konzeptkunst.