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Solide Leistung gegen schwedischen Spitzenringer reichte nicht!
Nicolas Christen startete für die Schweiz in der Gewichtsklasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil und erhielt von den 26 Startenden den starken Schweden Knut Zackarias Tallroth, seinem Aussehen nach ‹der Wikinger› genannt, zugelost. Der letztjährige WM-Dritte ging mit viel Elan in den Kampf, doch der Schattdorfer konnte ihm im Standkampf Paroli bieten. Wegen einer Passivität nach gut einer Minute musste Nicolas Christen in die Bodenlage, woraus mittels Durchdreher die ersten beiden Punkte für den Nordländer resultierten. Eine weitere Aktion, wiederum ausgehend von einer Bodenlage, brachte dem Schweden erneut mit einem Durchdreher mit dem Halbzeitpfiff die 5:0 Führung ein. Die zweiten drei Minuten waren ausgeglichen, wobei dem Schweden durch ein Foul Punkte richtigerweise nicht zugesprochen wurden. So resultierte gegen den 30-jährigen Routinier eine Punkteniederlage.
Nicolas Christen zeigte sich kurz nach dem Kampf enttäuscht, sieht aber bereits wieder nach vorne und bereitet sich auf die letzte Qualifikationsmöglichkeit anfangs Mai in Istanbul vor. Sein Wettkampf in der gleichen Gewichtsklasse wird am Freitag, 06. Mai 2016, stattfinden.
Der Schattdorfer kann international mit sehr guten Kämpfern über die volle Wettkampfzeit mithalten, doch braucht es noch einen oder besser zwei Griffe, die im Angriff Erfolg bringen, sprich zu Punkten führen können.
Der Schwede verlor seinen Viertelfinalkampf gegen den Vertreter aus Rumänien und späteren Sieger dieses Turnieres klar. In der Hoffnungsrunde siegte Knut Zackarias Tallroth gegen den Norweger nach Punkten und konnte um Bronce gegen den Ringer aus Litauen kämpfen. Diesen Fight dominierte der Schwede, forcierte aber zu stark und lief dem Gegner wenige Sekunden vor Kampfende ins offene Messer und verlor nach Punkten. Der Litauer seinerseits konnte dann gegen den Amerikaner um die Olympiaqualifikation ringen und gewann klar mit 5:0 Punkten, was ihn in Rio auflaufen lässt!
Von der Gewichtsklasse bis 66 kg qualifizierten sich die Vertreter von Rumänien, Finnland und Litauen. Alle anderen, noch nicht qualifizierten Nationen haben in zwei Wochen die letzte Möglichkeit, sich das Ticket nach Rio zu holen. Zwei Startplätze sind noch zu vergeben.
Der zweite Schweizer Greco-Ringer, Damian Dietsche aus Kriessern, verlor seinen Startkampf in der Gewichtsklasse bis 75 kg gegen den Chinesen und nachmaligen Finalisten in der ersten Wettkampfhälfte durch technische Unterlegenheit, wobei der Ostschweizer mit einem wunderbaren Hüftwurf mit 4:0 Punkten in Führung gehen konnte. In der Hoffnungsrunde traf Dietsche auf den Polen, welchem er nach gut zweieinhalb Minuten ebenfalls mit techn. Unterlegenheit den Vortritt lassen musste.