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Fatale Fürsorge: Gewaltsame Todesfälle fremdplatzierter Kinder
Die Studie untersucht erstmals Tötungen und Suizide fremdplatzierter Kinder zwischen 1913 und 2012 in vier Kantonen. Neben der Beschreibung dieser Fälle wird der Einfluss relevanter Einstellungen der Beteiligten auf die Heim- und Pflegekinderaufsicht sowie auf die Fallbearbeitung der Behörden untersucht.
Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)
Im Projekt untersuchen wir Fälle gewaltsamen Todes von fremdplatzierten Kindern in vier Kantonen der Deutsch- und Westschweiz (1913–2012) sowie die Rolle der Behörden. Die Annahme lautet, dass negative Einstellungen gegenüber platzierten Kindern und beispielsweise positive Einstellungen gegenüber körperlicher Züchtigung als Erziehungsmassnahme das Risiko für platzierte Kinder erhöhen, eines gewaltsamen Todes zu sterben. Neben der Fallbeschreibung werden daher auch die Einstellungen untersucht, die der Aufsichtspraxis und der institutionellen Fallbearbeitung zugrunde liegen. Hierbei berücksichtigen wir die Sicht der verschiedenen beteiligten Akteure: Wir analysieren relevantes Quellenmaterial (z.B. Dossiers der Vormundschaftsbehörden) sowie rechtliche Bestimmungen und führen Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen.
Originaltitel
"Fatal care": Violent deaths of children in out-of-home care in four Swiss cantons between 1913 and 2012
Resultate