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In 12 Staaten besteht besonders hohes Risiko
Am grössten ist das Risiko, nicht mehr zur Schule zurückzukehren, laut dem Bericht in zwölf Staaten, die überwiegend in West- und Zentralafrika liegen. Aber auch der Jemen und Afghanistan zählen dazu. Die überwiegende Zahl dieser Länder hat ohnehin eine niedrige Schulbesuch-Quote, vor allem bei Mädchen und Kindern aus ärmeren Familien. In 28 weiteren Staaten sind Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dauerhaft der Schule fernzubleiben und von den langfristigen Folgen wachsender sozialer Ungleichheiten betroffen zu sein.
Die Auswirkungen der Schulschliessungen sind – nebst dem Mangel an Bildung – weitreichend: Viele Kinder verlieren mit der Schule einen sicheren Aufenthaltsort, an dem sie mit Freunden spielen können, wo sie eine Mahlzeit bekommen und Zugang zu Gesundheitsdiensten haben. Zudem fällt eine wichtige Kontrollfunktion weg: Oftmals sind es Lehrer, die als Erste bemerken, wenn ein Kind unter häuslicher Gewalt leidet.
Kinder laufen Gefahr, in Teufelskreis gefangen zu sein
Die Pandemie verstärkt den Teufelskreis aus Risiken wie Kinderarbeit, geschlechtsspezifischer Gewalt und Teenager-Schwangerschaften. Diese Risiken erhöhen sich, je länger Kinder der Schule fernbleiben. Gleichzeitig machen dieselben Risiken eine Rückkehr zur Schule unwahrscheinlicher. Zusammen mit dem starken Rückgang an Ausgaben für Bildung könnte der COVID-19-Ausbruch somit Millionen von Kindern die Zukunft verbauen.
„Wenn wir diese Bildungskrise geschehen lassen, wird dies langfristige Folgen für die Kinder haben“, so Emmenegger weiter. „Das Ziel, bis zum Jahr 2030 allen Kindern Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu gewähren, würde in weite Ferne rücken. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich COVID-19 dem in den Weg stellt.“