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Der französische Sternekoch Joël Robuchon ist am Montag im Alter von 73 Jahren in Genf an einem Krebsleiden gestorben. Robuchon begann seine Ausbildung 1960 im Restaurant Relais de Poitiers. Sechzehn Jahre später wurde er bereits als «bester Handwerkskünstler Frankreichs» ausgezeichnet. Im Jahr 1984 errang Robuchon mit seinem damaligen Pariser Gourmet-Restaurant «Jamin» die Michelin-Topbewertung von drei Sternen. Sechs Jahre später wurde er vom Gastronomieführer Gault&Millau zum «Koch des Jahrhunderts» ernannt – eine Ehre, die ausser ihm nur Paul Bocuse, Frédy Girardet und Eckart Witzigmann zuteile wurde.
Im Jahr 2000 kehrte er der Drei-Sterne-Welt demonstrativ den Rücken und machte stattdessen mit Kochsendungen im Fernsehen die Feinschmecker-Küche in Frankreich populär. Später schuf er eine weltweite Gastronomiegruppe mit Häusern in den USA, London und Asien. In Paris trägt unter anderen das Zwei-Sterne-Lokal «L'Atélier de Joël Robuchon - St. Germain» seinen Namen. Im Millionärsparadies Monaco steht ebenfalls ein Zwei-Sterne-Haus.
Mit seinen Restaurants sammelte der Spitzenkoch im Laufe seines Lebens 24 Michelin-Sterne – so viele wie kein anderer Koch weltweit. Berühmt wurde Robuchon zu Beginn der 80er-Jahre mit Kartoffelbrei. Im Laufe seines Lebens verwandelten sich seine Gerichte immer mehr zum Ausgefallenen – Trüffel und Kaviar zählten zu seinen Lieblingszutaten.