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Google lanciert seine Wikipedia-Konkurrenz.
Google hat seine bereits seit längerem
angekündigte Online-Enzyklopädie "Knol" online gestellt. Wie fast alle Google-Projekte wird auch Knol als "Beta-Test" bezeichnet, und dies dürfte sich wohl auch noch lange Jahre nicht ändern (Sogar Gmail ist schliesslich immer noch ein "Beta-Test").
Wie Wikipedia, der Überflieger unter den Online-Enzyklopädien, setzt Knol auf Freiwillige als Authoren der Artikel. Im Unterschied zu Wikipedia sind aber einzelne, klar identifizierte Authoren für einzelne Artikel verantwortlich. Die idee ist, dass sich die Schreiber so als Authoritäten auf einem bestimmten Gebiet profilieren können. Wenn sie erlauben, dass Google kontextsensitive Anzeigen in ihren Artikeln schaltet, können sie ausserdem auch etwas Geld verdienen, da ihnen ein Teil der Einnahmen zufliesst.
Viele Abhandlungen
Neben kürzeren, stichwortbezogenen Artikeln findet man in Knol auch viele längere Abhandlungen und Ratgeber, momentan zu so faszinierenden Themenbereichen wie dem korrekten Umgang mit verstopften Toiletten
("Einführung: Zahnschmerz wird im allgemeinen als stechender oder dumpfer Schwerz im oder um den Zahn herum empfunden".)
A Propos Zahnschmerz: Der grosse Nachteil von knol verglichen mit Wikipedia ist natürlich die momentan noch verschwindend kleine Zahl an Artikeln. Anscheinend haben die Google-Leute aber zumindest gute Kontakte zu medizinischen Fachleuten: Das Inhaltsverzeichnis
. (Hans Jörg Maron)