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Drebo ist kein Würfelspiel im klassischen Sinn, denn der Würfel wird nur ganz selten geworfen. Meist dreht er sich von einer Position zur nächsten und bestimmt dadurch das nächste Feld zum Ankreuzen. Um seine Ziele zu erreichen, nutzt man seine Joker oder dreht sich in eine gute Position auf dem Spielplan.
Für Drebo benötigen alle Teilnehmenden einen eigenen Wertungszettel und der muss unterschiedlich sein. In der Schachtel befinden sich 8 verschiedene Wertungsblätter. Zentral auf dem Tisch liegt ein kleiner Spielplan aus, mit bunten Feldern und einem normalen Würfel in der Mitte. Um zu starten, wirft man den Würfel ein Mal und legt ihn an seine Startposition. Von nun an führen alle reihum einen Spielzug durch. Der Würfel wird dabei meist gekippt. Beim Werten auf dem eigenen Blatt sind allerdings immer alle Spielenden beteiligt. Bei Drebo gibt es also keine Wartezeiten.
Auf den Wertungsblättern findet man kleine quadratische Felder mit Farben und Zahlen. Die Ausgangslage ist bei allen Spielenden verschieden. Drebo funktioniert ähnlich wie Bingo. Runde für Runde kreuzt man ein Feld ab, mit dem Ziel, eine Reihe, eine Spalte, eine Diagonale oder sämtliche Felder einer Farbe anzukreuzen. Eine solche 5er-Kombination nennt man Drebo.
Die Vorgaben liefert der Würfel. Die aktive Person kippt den Würfel um eine Position zur Seite. Die nun ausliegende Kombination aus Zahl und Farbe ruft man laut in die Runde: Grün 5! Nun dürfen alle auf ihrem Zettel ein Feld mit der grünen 5 ankreuzen. Runde für Runde kippt der Würfel auf dem kleinen Spielplan weiter und nennt neue Farben und Zahlen. Ein direktes Zurückdrehen ist übrigens nicht erlaubt.
Passt eine Kombination nicht in die eigene Planung auf dem Wertungszettel, so aktiviert man einen Joker, den man ab der nächsten Runde nutzen darf. Als Joker darf man den Würfel drehen, bevor man ihn kippt. Damit erreicht man seine Wunschzahl schneller. Oder man schiebt den Würfel, ohne ihn zu kippen, auf ein diagonales Feld. Als passiver Spieler kann man einen Würfelwert mit dem dritten Joker um 1 erhöhen oder verkleinern.
Wer gewinnen will, muss drei Drebos schaffen, drei unterschiedliche Ziele erreichen. Wer den ersten oder den zweiten Drebo zuerst erreicht, erhält ein Kreuz beim Blitzsymbol. Die Kreuze dort entscheiden bei einem spielerischen Gleichstand am Ende. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich als Joker dort schon während der Partie zusätzliche Blitze sichern. Mit jeder Joker-Aktivierung verzichtet man aber auf ein Ankreuzen auf dem Wertungsblatt.
Auf der Rückseite des Würfel-Spielplans gibt es eine B-Seite, mit neuen Farbanordnungen. Zudem rutscht der Würfel dort an einigen Stellen ein Feld weiter statt zu kippen. In den Eckfeldern platziert man ihn nach einem erneuten Wurf wieder in der Mitte des Spielplans. Neben den 8 unterschiedlichen Wertungszetteln ist die B-Seite eine zweite Möglichkeit, um Drebo leicht zu verändern.
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Fazit zu Drebo
Einfacher Mechanismus, hohe Aktivität, schneller Spieleinstieg – Drebo passt hervorragend in die Reihe der Funbot-Spiele, in der zuletzt Magic Rabbit oder GAP für Aufmerksamkeit sorgten. Der Würfel wird ein wenig zweckentfremdet – man kippt ihn häufig. Das bringt gewisse Vorteile: Man sieht die nächsten Zahlen voraus, nun müssen nur noch die Farben stimmen. Auf dem eigenen Wertungszettel verschafft man sich eine möglichst gute Ausgangslage, füllt Reihen und Spalten und sucht sich Felder, die man gleich doppelt nutzen kann. Die Joker verlocken zu einem Verzicht beim Ankreuzen. Aber jeder Verzicht bringt die Mitspielenden eine Zahl voran. Will man das Risiko eingehen? Drebo ist ein schnelles, kleines Familienspiel, bei dem alle immer aktiv beteiligt sind. Würfelkippen, ankreuzen, Ziele erfüllen. Es fühlt sich an wie Bingo, bei dem ein kippender Würfel die nächsten Werte ankündigt. Das geht ganz einfach und in kurzer Spielzeit. Die Mischung stimmt!
Fakten zu Drebo
Autoren: Tim Rogasch & Ronald Hild | Illustrationen: Arnold Reisse | Verlag: FunBot
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 15 – 30 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Komplette 5er-Kombis
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie