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In einer kurdischen Familie in Nordsyrien (Kobanê) geboren, nahm Miço Kendeş schon früh die Geschichten in sich auf, die er von seiner Großmutter hörte, und auch die Märchen und Epen, die erzählt wurden, wenn man abends in seinem Elternhaus beisammensaß. Daraus entwickelte er seine Leidenschaft für den Gesang.
Bouzouki und Tambura lernte er selbst spielen und bereicherte später seine musikalische Kultur, indem er das Oudspiel erlernte, sich in Aleppo eingehend mit Maqams und in Neuchâtel/Neuenburg mit der westlich-abendländischen Musik beschäftigte. Er sammelte und erfasste mehrere Hundert traditioneller kurdischer Gesänge, wählte darunter die authentischsten aus und interpretiert sie für uns mit seiner schönen Stimme und Vokaltechniken seiner Heimatregion.
Seine 2001 gegründete Gruppe besteht aus kurdischen Musikern, die aus Irak, Iran, der Türkei und Syrien stammen, und bietet epische Gesänge dar. Seine neue Formation möchte die Texte arabischer, iranischer und kurdischer Sufi-Dichter durch Musik und Tanz neu beleben. In Zusammenarbeit mit der iranischen Sängerin Sara Hamidi, dem Oudspieler Pejman Tadayon, der Choreografin Rana Gorgani und dem Tombakspieler Darius Soltani präsentiert Miço Kendeş ein originelles, bewegendes Projekt, das Tradition und Moderne verbindet.
In der Schweiz und am Rande seiner Konzerte bietet Miço Kendeş Amateuren und Profisängern Einzelunterricht und Kurse an.