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Die Waldenser
Die Waldenserbewegung wurde von Waldes oder Valdesius, einem reichen Kaufmann aus Lyon, um das Jahr 1170 gegründet. Dieser verzichtete auf seinen Reichtum und verschenkte seine Güter den Armen, um selbst ein Leben in Armut zu führen. Die Bewegung predigte das Evangelium nach der Weisung Jesu in der Bergpredigt. Im Konzil zu Verona 1184 wurden die Waldenser exkommuniziert und als Ketzer gebannt. Trotz der Verfolgung verbreiteten sie sich in Südfrankreich, Spanien, Italien, im Elsass, in der Schweiz und in Deutschland. Im 14. Jahrhundert erreichten die Waldenser Ungarn, Böhmen, Mähren und Pommern und traten in Kontakt mit den Hussiten.
1532 schloss sich die Waldenserbewegung der Schweizer Reformation an. Seitdem gilt sie als Kirche reformierten Bekenntnisses.
Die Chiesa evangelica di lingua italiana entstand ab 1880 in Zürich durch die Missionierung der italienischen Immigrierten. Sie vereint verschiedene Traditionen der evangelischen Kirchen.