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Die Herzkranzgefässe versorgen den Herzmuskel mit Blut und Energie. Der Verschluss eines Kranzgefässes kann plötzlich und unerwartet durch ein Gerinnsel verursacht werden, das sich häufig auf eine schon vorhandene Einengung aufpfropft. Ein solcher Verschluss kann zum Herzinfarkt führen.
Kommt es zum Verschluss eines Kranzgefässes, kann der Infarkt verhindert oder zumindest in seiner Grösse beschränkt werden, wenn das Gefäss schnell wieder eröffnet wird. Ein verschlossenes Kranzgefäss kann entweder mit einem Medikament, welches das Gerinnsel auflöst (Thrombolyse), oder heute als wirksamer beurteilt, mit Ballon- und Stentbehandlung wieder eröffnet werden. Beide Behandlungsmethoden sind nur in Spitälern verfügbar und umso wirksamer, je schneller sie eingesetzt werden.
Wichtig beim Herzinfarkt: Schnell erkennen und schnell behandeln!
Der Schmerz beim Herzinfarkt wird als stark und vernichtend empfunden. Er dauert mehr als 15 Minuten, ist hinter dem Brustbein oder auf der linken Brustseite lokalisiert. Der Schmerz strahlt häufig in die Arme, den Hals, den Oberbauch und den Rücken aus.
Die Schmerzen lösen oft Angst aus und nehmen bei Belastungen noch zu. Oft wird der Infarktschmerz von Schweissausbrüchen, Übelkeit oder gar Erbrechen, Atemnot und Blässe begleitet.
Was tun:
Bewahren Sie Ruhe !!!
Den Betroffenen auf den Boden legen, Oberkörper so weit wie möglich aufrichten. Krawatte und enge Kleidungsstücke lockern. Diese Position entlastet das Herz und macht dem Patienten das Atmen leichter. Er sollte auf einer festen Unterlage liegen, falls es zum Herzstillstand kommt und eine Herzdruckmassage gemacht werden muss. Diese ist auf weichen Unterlagen kaum durchzuführen.
Sofort den Haus- oder Notfallarzt rufen Falls dieser nicht erreichbar ist oder in schweren Situationen sofort die Sanität alarmieren (Tel. 144)
Den Betroffenen nicht alleine lassen.