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Die Studien zur Wirkung der Sportlerwäsche sind widersprüchlich. Ein aktuelles Experiment mit 20 Läufern fand keinen Nutzen.
Die meisten Patienten tragen sie nur, wenn es unbedingt nötig ist, viele Sportler dagegen schwören darauf. Sie erhoffen sich von der Kompressionswäsche schnellere Wettkampfzeiten und weniger müde Muskeln. Tatsächlich haben einige frühere Studien positive Effekte gefunden.
Die speziell designte Sportlerwäsche kann den Blutfluss im Muskel und zum Herzen befördern und die Muskelvibrationen beim Sport reduzieren. In einem Experiment mit Skifahrern half solche Beinwäsche den Sportlern, tiefer in der Hocke zu bleiben. Andere Versuche zeigten indes keine leistungssteigernden Effekte.
Einen weiteren Dämpfer bekommt die Kompressionswäsche nun aus den Labors an der «Ohio State University». Dort rannten zwanzig Läufer jeweils 30 Minuten lang auf einem Laufband, einmal mit und zwei Tage später ohne Kompressions-Beinlinge. Von diesen gab es zwei Typen, schwächere und stärkere.
Minutiös zeichneten Kameras die Muskelvibrationen während des Laufens auf, und vorher und nachher wurde die Beinkraft und die Sprunghöhe der Athleten gemessen. Tatsächlich reduzierte die Wäsche die Muskelvibrationen markant. Dies führte aber nicht dazu, dass die Beinmuskeln weniger ermüdeten.
Trotzdem sei es möglich, dass die Kompressionswäsche einen Nutzen habe, der in Experimenten nicht messbar sei, sagt der Studienleiter Ajit Chaudhari. Die (von der Firma Nike gesponserte) Studie habe zumindest keinen Hinweis dafür gefunden, dass das Tragen von Kompressionswäsche schade.