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Die Präraffaeliten waren eine in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England zusammengekommene Gruppe von Künstlern. Diese prägten den nach ihnen benannten Präraffaelismus, einen Stil, der stark beeinflusst war von den Malern des italienischen Trecento und Quattrocento und von den deutschen Nazarenern - aber auch von Künstlern der italienischen Renaissance wie Botticelli und insbesondere Raffael, obwohl die Präraffaeliten jene bereits ablehnten. Präraffaelitisch, also vorraffaelitisch, bezieht sich auf die anfängliche Ablehnung des als klassisch empfundenen Werks Raffaels. Als vorbildlich wurde vielmehr die Kunst des späten Mittelalters herausgestellt und mit der Forderung nach naturalistischer Darstellung der Natur verbunden, wobei letztere sich wiederum auf eine Auseinandersetzung mit der jungen Fotografie bezog. Fasziniert waren die Präraffaeliten von der Klarheit und Strenge der spätmittelalterlichen italienischen Kunst des Trecento und Quattrocento, die sie der als barock empfundenen akademischen Kunst der Zeit vorzogen. Vor allem in der Werkstatt-Praxis der Frührenaissance-Maler fanden die Präraffaeliten - wie auch vor ihnen bereits die Nazarener - ihr Vorbild. Der historische Bezug sollte dabei nicht in ein l'art pour l'art münden, sondern die Gesellschaft verändern helfen. (Wiki) Illustriert mit S/W-Abbildungen und 14 S/W-Tafeln.
Nachdruck der Originalauflage von 1900.
Taschenbuch
01.02.2016
104
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