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mit diesem Namen belegen die Mineralogen den Alaunstein, der aus mehr oder weniger reinem Kalialaun
besteht, jedoch weniger Wasser enthält, als der künstliche Kalialaun. Der A. ist teils farblos, teils gelblich oder rötlich
und enthält in letzterem Falle Eisen; man benutzt ihn zur Alaunfabrikation. Fundorte sind: Tolfa bei Civita-Vechia, Puy de
Sancy in Frankreich, die Inseln Milo und Argentiera im griechischen Archipel und Beregszap in Ungarn;
neuerdings hat man den A. auch in Form knolliger Konkretionen in einem feinen Quarzsande bei Bennewitz in der Nähe von Würzen
gefunden. - Zollfrei.
oder Alaunstein, ein in ganz kleinen, drusenartig verbundenen Rhomboedern oder feinkörnigen Aggregaten ausgebildetes
Mineral, das prozentarisch aus 38,6 Schwefelsäure,
[* 5] 37 Thonerde, 11,4 Kali und 13 Wasser besteht und somit
die wesentlichen Bestandteile des Alauns in sich enthält; diese Zusammensetzung führt auf die Formel Al2(SO4)3,
K2SO4 + 2 Al2(OH)6. Es ist farblos oder weiß, lichtgelblich oder lichtrötlich, durchscheinend, mit der Härte
3,5-4 und dem spec.
Gewicht 2,7. Es findet sich deutlich erkennbar auf den Innenwänden der Poren und Zellen in grauen zersetzten
trachytischen Tuffen, die gewöhnlich nebenbei durch und durch mit Alunitsubstanz im feinst verteilten Zustande imprägniert
sind, und ist durch Einwirkung von Schwefelwasserstoff-Exhalationen auf diese Gesteine
[* 6] entstanden. So in Italien
[* 7] bei Piombino
und bei Tolfa unweit Civitavecchia, in Ungarn im Bereger und Zempliner Komitat, auf der griech. InselMelos,
am Mont-Dore in Frankreich. Bei Tolfa wird der Trachyttuff von 2 m mächtigen sich verzweigenden Adern des Alunit durchzogen. (S.
Alaun.)