Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/1376

Courtesy: NOOA
Why are we still eating bluefin tuna?
Paul Greenberg argues:
Reason No. 1: Confusingly, there is more than one species of bluefin
Reason No. 2: Every fish, even one in serious trouble, can have a good year, which can cause bad decision-making by regulators
Reason No. 3: The Atlantic bluefin trade involves dozens of countries, and a consumer boycott would have to be global to be effective
Source: http://theseamonster.net/2011/11/why-are-we-still-eating-bluefin-tuna
Warum essen wir immer noch Blauflossenthun?
Wer regelmässig Fisch isst, wird hin und weder mit Informationen von Umweltorganisationen konfrontiert, wenn nicht gar von einem wohlmeinenden Freund ermahnt, diese oder jene Fischart zu meiden, weil sie dem Aussterben nahe ist.
Bei manchen Arten hat das funktioniert, aber ausgerechnet beim Blauflossen-Thun nicht. Der stärkste Schwimmer im Meer ist höchst bedroht. Warum gerade er?
Grund 1: Es gibt mehr als eine Art von Blauflossen-Thun.
Es gibt den atlantischen, den pazifische und den südlichen Bluefin. Dabei kommt es oft zu Verwechslungen, auch mit der Art des Grossaugen-Thuns. Aber alle diese Arten sind bedroht. In den USA kommt vor allem der pazifische auf den Tisch; einige sagen, weil sein Bestand noch am stärksten sie, andere hingegen monieren, man wisse noch nicht einmal, wie gross er eigentlich ist.
Grund 2: Unterschiedlich gute Jahrgänge
Jede Fischart hat gute und weniger gute Jahre, denn die Vermehrung eines Bestands hängt von zahlreichen und wechselnden Bedingungen ab. Die Regierungen neigen beim Festlegen von Fangquoten zu sehr kurzsichtigen Entscheidungen; wenn ein Bestand gerade zunimmt, erhöhen sie die Quote, anstatt dem Bestand die Zeit zu lassen, sich voll zu entwickeln. Grosse Raubfische wie der Thun brauchen hierfür mehrere Jahre. Wenn, wie im Fall des Atlantischen Bluefin, der Bestand zuvor mehrere schlechte Jahre hatte, ist die Heraufsetzung der Quote nach einem einzigen guten Jahr schlicht unverantwortlich.
Grund 3: Internationaler Handel
Der Handel mit Bluefin umfasst Dutzende von Ländern. Um wirksam zu werden, müsste ein Boykott des Bluefin-Handels international durchgeführt werden. Aufgrund der divergierenden Interessen der beteiligten Staaten ist dies bis auf weiteres illusorisch.
Paul Greenberg in http://www.fourfish.org
Kommentar:
Das Problem ist nicht lösbar, indem statt Blauflossen- nun einfach andere Thunarten stärker befischt und konsumiert werden. Auch der Verzicht auf Thunfisch jeder Art ist wenig sinnvoll, wenn er einfach durch andere Fischarten ersetzt wird. Solange der Fischkonsum generell zu hoch ist, wird er nach und nach jede Art gefährden.
Mehr dazu: http://www.fair-fish.ch/wissen/gesundheit