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Akute Osteomyelitis bei Kindern: Frühe orale Antibiose möglich
Eine retrospektive Kohortenstudie ist der Frage nachgegangen, ob ein früher Wechsel von der iv-Antibiose auf orale Antibiotika eine sichere und effektive Alternative zur lange dauernden intravenösen Antibiotikaverabreichung ist.
In der retrospektiven Kohortenstudie wurden die Daten von 1'969 Kindern mit einer akuten Osteomyelitis analysiert. Studienendpunkt war die Rate an Therapiemisserfolgen bei Kindern, welche früh orale Antibiotika erhielten im Vergleich zu lange intravenös therapierten Kindern.
1'021 Kinder erhielten lange iv-Antibiotika, 948 wurden früh auf orale Antibiotika umgestellt. Therapiemisserfolge mussten bei 5% in der iv-Gruppe und bei 4% in der oral-Gruppe verzeichnet werden. Eine Assoziation zwischen Therapiemisserfolg und Art der Antibiotikaverabreichung war nicht nachweisbar. 3.4% der lange iv-Behandelten mussten wegen einer Komplikation aufgrund des Zentralvenenkatheters erneut hospitalisiert werden.
Konklusion de Autoren: Ein rascher Wechsel von iv auf orale Antibiotika ist bei Kindern mit einer akuten Osteomyelitis nicht mit mehr Misserfolgen assoziiert als die lange iv-Verabreichung und birgt kein Risiko für Komplikationen aufgrund des Zentralvenenkatheters.
Link zur Studie
Pediatrics 2009;123:643-652 - Zaoutis T et al
16.02.2009 - dde