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Die Anlagestiftung Ethos empfiehlt den Holcim-Aktionären, die geplante Kapitalerhöhung und damit die Fusion der Unternehmen Holcim und Lafarge an der ausserordentlichen Generalversammlung am 8. Mai abzulehnen. Holcim sei alleine besser gestellt als die neue Einheit, um langfristig Wert zu schaffen, heisst es in einer Beurteilung.
Zudem würde sich die Corporate Governance der neuen Gruppe stark verschlechtern, heisst es weiter. Als Beleg dafür nennt Ethos die geplante Zusammensetzung des Aufsichtsgremiums mit zwei Co-Präsidenten und einem neuen Verwaltungsrat, in dem weniger als die Hälfte der Mitglieder unabhängig ist. Ein erhebliches Risiko stelle auch die Integration der dezentralen Funktionsweise von Holcim und der zentralisierten Organisation von Lafarge dar.
Keine detaillierte «Due Diligence»
Die beantragte Fusion von Holcim und Lafarge sei nicht im Interesse der Aktionäre und einer Mehrheit der anderen Anspruchsgruppen von Holcim, so das Fazit der Anlagestiftung. Dies sei das Ergebnis der Analyse der gelieferten Dokumente und mehrerer Kontakte mit Vertretern des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung des zukünftigen Unternehmens.
Kritisiert wird weiter, dass Holcim keine detaillierte «Due Diligence» für die Aktiven von Lafarge vorgenommen hat und dass die erstellten «Fairness Opinions» nicht veröffentlicht werden.
(awp/tno)