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Athen fordert Reparationen von Deutschland (vgl. NZZ v. 30. 10. 2018, S. 5) — Auszug:
“Eine Kommission des griechischen Parlaments hat schon im August 2016 eine Untersuchung abgeliefert, die nach Aussage des Abgeordneten der regierenden Linkspartei Syriza Costas Douzinas einen Überblick über die Schäden gibt, die während der Besatzung an Land und Leuten verursacht worden sind. Der Bericht schätzt sie auf 288 Milliarden Euro. Es sei klar, dass Athen die Kampagne nicht habe führen können, während es das finanzielle Rettungsprogramm der EU und Berlins durchexerziert habe, sagt Douzinas. Der Bericht soll im EU-Parlament, vor dem Europäischen Rat und bei der Uno vorgestellt werden. Nach Informationen des «Spiegels» soll die Bundesregierung aufgefordert werden, auf Reparationsverhandlungen mit Griechenland einzutreten. Sollte dies nicht geschehen – wovon auszugehen ist –, werde der Internationale Gerichtshof angerufen.”
Die Staatsverschuldung der Griechen beträgt aktuell rund 350 Mrd. € oder fast 180% des BIP.
Wenn die Deutschen nun endlich diese 288 Mrd. € leisten, dann reduziert sich die Schuld Griechenlands auf 62 Mrd. € — also auf schwache 30% des BIP. Damit ist Griechenland vermutlich das am wenigsten verschuldete EU-Land. Ha!