Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/1085

Wer Paris besucht, für den ist der Eiffelturm eigentlich Pflicht, denn die Aussicht von der obersten Plattform bietet einen fantastischen Ausblick auf die Stadt an der Seine. Um nach oben zu kommen bieten sich zwei Möglichkeiten an: Die Sportlichen können den Eiffelturm über die insgesamt 1665 Treppenstufen erklimmen oder man wählt den bequemeren Weg und nutzt die neun Aufzüge.
Für die ganz sportlichen Paris-Besucher ist eine Teilnahme am Lauf «La Verticale de la Tour Eiffel», der jeweils im März stattfindet sicherlich sehr interessant. Hierbei handelt es sich um einen abendlichen Vertikallauf, bei dem die Teilnehmer schnellstmöglich vom Boden bis zur dritten Etage des Eiffelturms 1665 Stufen hinauflaufen müssen. Die Teilnehmerzahl ist stark begrenzt und liegt in der Regel bei rund 100 Läufern. 2017 nahmen 40 bekannte Läufer, 78 Amateurläufer und 10 Wildcard Läufer am Eiffelturmlauf teil. Der aktuelle Rekord liegt bei den Männern bei 7 Minuten und 48 Sekunden und bei den Frauen bei 9 Minuten und 44 Sekunden.
Weniger angefressene sollten jedoch lieber die Aufzüge benutzen, das ist nicht nur bequemer, sondern man hat oben auch noch genug Luft um die Aussicht zu geniessen. Von den gesamthaft neun Aufzügen befinden sich fünf in den Turmpfeilern, die zwischen dem Eingang und der zweiten Etage verkehren. Es handelt sich dabei um doppelstöckige Schrägaufzüge, die sich dem variablen Neigungswinkel von 54 bis 76 Grad der Turmpfeiler anpassen. Die Kapazität des Aufzugs im Nordpfeiler beträgt 920 Personen pro Stunde, der im Ost- und Westpfeiler schafft 650 Personen. Der kleine Aufzug zum Restaurant kann maximal zehn Personen pro Fahrt befördern. Der Warenaufzug im Südpfeiler kann wahlweise 30 Personen oder vier Tonnen Güter pro Fahrt transportieren.
Ab der zweiten Etage geht es dann mit vier vertikalen Liften weiter bis zur obersten Aussichtsplattform. Bis zum Jahr 1983 handelte es sich dabei um hydraulische Fahrstühle. Sie benutzten anstelle eines Gegengewichts zwei gegenläufige Fahrkörbe, die sich gegenseitig im Gleichgewicht hielten. Dieses Prinzip erforderte, dass die Besucher auf halber Höhe – etwa auf 228 Meter – die Kabinen wechseln mussten. 1983 wurden die 100 Jahre alten Aufzüge durch elektrische ersetzt, die die Passagiere ohne umsteigen nach oben bringen. Pro Stunde kann diese Anlage bis zu 1140 Personen befördern.
Zwar bringen die Fahrstühle die Besucher schnell nach oben auf die oberste Aussichtsplattform, trotzdem sollte man beim Besuch des Eiffelturm genug Zeit einplanen, denn ohne Warteschlangen geht gar nichts. Und noch ein Tipp: Buchen Sie die Tickets für den Lift im Internet, so ersparen Sie sich wenigstens das Warten vor den Kassen.