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Den dreimonatigen Feldzug des thailändischen Premierministers Thaksin Shinawatra gegen Aufputschpillen wertet die Regierung als "riesigen Erfolg". 280 000 Konsumenten und Kleinhändler hätten sich gestellt und würden in Entziehungslager geschickt, 1765 Großhändler und 15 244 Kleinhändler seien verhaftet worden. 10 von 75 Provinzen, auf deren Gouverneuren enormer Erfolgsdruck lastete, melden 100 Prozent der Händler als verhaftet oder tot, 40 weitere Provinzen melden mehr als 90, viele weitere mehr als 80 Prozent.
Der Preis der als Ya-Ba bekannten Amphetaminpillen war im Laufe der Kampagne auf fünf bis sieben Euro gestiegen, hat sich aber längst wieder halbiert. Das spricht nicht dafür, dass über vier Fünftel aller Schwarzhändler verhaftet sind. 15,5 Millionen Pillen, die von der Polizei seit Februar beschlagnahmt wurden, entsprechen nach manchen Schätzungen gerade der Menge, die in Thailand in fünf Tagen geschluckt wird.
Wahrscheinlich wurden im Verlauf der Kampagne rund 3000 Menschen getötet, ohne dass Schuldige dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Menschenrechtsorganisationen vermuten, dass die Polizei hinter vielen der Todesfälle steht. Laut Amnesty International werden die Morde nicht ernsthaft untersucht. Der 12. Juni soll ein internationaler Protesttag gegen Menschrechtsverletzungen im thailändischen "Krieg gegen Drogen" werden. Konkrete Aktionen kurzfristig über die Website www.cannabislegal.de