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Dieser Indikator zeigt die Inzidenz, die Anzahl Fälle und die Letalität bei akutem Myokardinfarkt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in der Schweiz. Darunter fallen verschiedene Krankheiten des Kreislaufsystems wie die ischämischen Herzkrankheiten (Angina pectoris, akuter Myokardinfarkt), Herzinsuffizienz und Schlaganfall. Der akute Myokardinfarkt wird durch den Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefässe verursacht. Dadurch kommt es zu einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels, wobei ein Teil des Herzmuskelgewebes abstirbt.
Inzidenz: Standardisierte Fallzahl pro 100‘000 Einwohner/innen derjenigen Personen, welche aufgrund eines akuten Myokardinfarkts (ICD-10-Codes: I21–I22) hospitalisiert wurden oder gestorben sind.
Letalität: Verhältnis der Todesfälle durch akuten Myokardinfarkt (ICD-10-Codes: I21–I22) zur Zahl der Erkrankten (Anzahl Hospitalisierungen (ohne Todesfälle im Spital) oder Todesfälle).
Als akute Myokardinfarkts wurden Hospitalisierungen und Todesfälle mit einem ICD-10 Diagnosecode I21–I22 definiert. Eine detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens ist in Meyer (2008) zu finden.
Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:
Nij: Zahl der Personen in der Altersgruppe i und Geschlecht j in der Standardbevölkerung
rij: Alters- und geschlechtsspezifische Rate. Die Zahl der Fälle ist definiert als Hospitalisierungen mit akutem Myokardinfarkt abzüglich der Todesfälle im Spital und zuzüglich aller Todesfälle durch einen akuten Myokardinfarkt.
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat, 2013) verwendet.
Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Gamma-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Tiwari et al., 2006).
Die Letalität entspricht dem Anteil der Todesfälle aufgrund eines akuten Myokardinfarkts im Verhältnis zu allen Fällen von Myokardinfarkten (Hospitalisierungen und Todesfälle).