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Madagaskar ist vielseitig – landschaftlich, bezüglich seiner einmaligen Flora und Fauna, und auch kulturell.
In Madagaskar leben 18 ethnische Volksgruppen. Alle sprechen – mehr oder weniger – die gleiche Sprache: Madagassisch. Alle blicken – weitgehend – auf den gleichen kulturellen Hintergrund. Dabei gibt es regional unterschiedliche Sitten, Traditionen und Bräuche.
Die grösste Volksgruppe in Madagaskar sind die Merina im Hochland, gefolgt von den Betsimi-saraka an der Ostküste und den Betsileo im südlichen Hochland. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Madagaskars gehören zu einer dieser drei Ethnien.
Die viehhaltenden Sakalava sind eine weitere grosse Gruppe, die sich entlang der Westküste angesiedelt hat.
Ebenfalls an der Westküste Madagaskars leben die Vezo, das Fischervolk. Man sagt: „Die Vezo leben mit dem Gesicht zum Meer und dem Rücken zum Land.“ Die Vezo sind ein kleines halbnomadisches Volk, das an der südlichen Westküste, zwischen Tulear und Morondava, lebt. Ihre Bindung zum Meer ist sehr eng: es ist Arbeitsplatz und Lebensraum, Versorgungsweg und Schutz gegen Feinde. Bis heute leben die Vezo sehr traditionell. Männer wie Frauen fischen auf offener See mit Harpune, Netz und Speer. Ihre Boote werden laka genannt; sie sind Arbeitsplatz und Transportmittel, sowie während der Wanderphasen auch ihr Zuhause.