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- Nur einen Tag nach der russischen Invasion der Ukraine wurde der Grand-Prix von Russland aus dem WM-Kalender gestrichen.
Die finanziellen Folgen für die Formel 1 seien überschaubar.
- Doch in Saudi-Arabien gehen die Rennen weiter. In einem Land, das in Jemen seit Jahren einen brutalen Krieg führt und dort für eine humanitäre Katastrophe verantwortlich ist. Auch Saudi-Arabien lässt Regierungskritiker verfolgen und töten.
Ein Rückzug der Formel 1 aus Saudi-Arabien hätte gewaltige finanzielle Einbussen zur Folge.
Diesen Vergleich machte Sportjournalist Elmar Brümmer am 28. März in der NZZ und am 26. März in der Süddeutschen Zeitung.
Die Formel 1 kassiere laut Deutscher Presseagentur für zehn Jahre 900 Millionen US-Dollar Antrittsprämien. Human Rights Watch habe dieses Engagement scharf kritisiert: «Saudi-Arabien hat immer wieder prominente Persönlichkeiten und internationale Grossveranstaltungen genutzt, um von seinen weit verbreiteten Menschenrechtsverletzungen abzulenken.» Mit vier Rennstrecken im Mittleren Osten kassiere die Formal 1 für jedes einzelne Rennen zwischen 50 und 70 Millionen Dollar Startgeld.
Mit ihrer Expansion in die arabischen Länder – wo der Rennsport keine Tradition hat – habe sich die Formel 1 ins «Dilemma zwischen Moral und Millionen manövriert», schreibt Brümmer.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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