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Das Napfgebiet
Allein schon anhand des feinen Gewässernetzes, lässt sich der Baustil des Napfgebietes erkennen. Bäche und Flüsse haben die Nagelfluhmassen, die von einer Ur - Aare bei ihrer Mündung ins Molassemeer angehäuft wurden, regelrecht ziseliert. Die grossen Bäche schufen radikale Hauptfurchen, die kleineren verzweigen sich in unzählige Rinnsale, und schliesslich fliesst das Wasser durch einen fast kreisförmigen Talgürtel mit der Kleinen und der Grossen Emme und vielen anderen Gewässer weg. Tief greifen die Sohlen der Täler und Tälchen ins Gestein. das sind die Gräben, von denen smaragdgrüne Wiesenflächen beidseits gegen die bewaldeten Hänge aufsteigen. Haben wir auf steilem Fusspfad einen Tobelhang überwunden, so lockert sich das Waldkleid wieder auf gerundeten Eggen, wo stattlichere und ausgedehntere Güter liegen, deren Fenster noch in der Abendsonne blinken, wenn die Gräben schon längst in dämmrige Schatten gehüllt sind. Die Bergweiden im Gipfelgebiet werden nur noch im Sommer genutzt. Von den höchsten Kämmen reicht die Rundsicht vom Säntis bis zu den Berner Alpen und über Mittelland und Jura bis zu den Vogesen.