Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/1135

Das Magazin N°51/52 – 17. Dezember 2016
1 — Was ist der Sinn des Lebens?
Der Sinn des Lebens verbirgt sich hinter diesen drei Fragen: Was ist der richtige Zeitpunkt? Wer ist der wichtigste Mensch? Was soll ich tun? Der richtige Zeitpunkt ist der Augenblick. Nur über ihn haben wir Gewalt. Der wichtigste Mensch ist der, mit dem uns der Augenblick zusammenführt; denn niemand kann wissen, ob wir es noch je mit einem anderen zu tun haben werden. Das wichtigste Werk ist, dieser Person Gutes zu erweisen – denn nur dazu ist der Mensch ins Leben gesandt worden.
Leo N. Tolstoi, russischer Schriftsteller, in: «Die drei Fragen»
2 — Wie erfrage ich beiläufig den Namen einer Person, der ich eben vorgestellt wurde?
Kennt ja jeder: Auf einer Party wird man jemandem vorgestellt, versteht den Namen nicht richtig oder vergisst ihn sofort wieder. So fragt man charmant nach: «Wie heisst du schon wieder?» Die Person nennt etwas brüskiert ihren Vornamen, darauf sagen Sie: «Das weiss ich doch! Ich mein den Nachnamen.»
Philip Gertsch, Lehrer
3 — Welches ist das wichtigste Schulfach?
Deutsch. Die wichtigsten gesellschaftlichen Fragen werden sprachlich verhandelt, entsprechende Fertigkeiten sind für den Aufbau beruflicher und privater Kompetenzen bedeutsam. Wer über Sprache nachdenkt, versteht sich selbst besser. Kann die Schule einen Zugang zur Literatur vermitteln, erhalten Lernende ein Instrument, um Kontingenz zu reflektieren. Kontingenz bedeutet übrigens, darüber nachzudenken, dass alles, was ist, auch anders sein könnte. Was gibt es Wichtigeres, um sich in der Welt zu orientieren?
Philippe Wampfler, Gymnasiallehrer, schulesocialmedia.com
4 — Wie deute ich meine Träume?
Träume sind Botschaften des Unbewussten. Sie sind immer auf die eigene Lebenssituation bezogen und müssen deshalb auch immer aus dieser heraus gedeutet werden. Dazu wird zuerst das Geschehen im Traum analysiert und anschliessend versucht, eine Brücke zum Wachleben zu schlagen. Am besten beginnen Sie beim Grundgefühl im Traum: Was ist die gefühlsmässige Essenz des Traumes? Wo begegnet mir diese Empfindung in der Realität? Auf diese Lebenssituation wird der Traum vermutlich bezogen sein.
Nun gilt es, Fragen nach dem eigenen Verhalten im Traum zu stellen: Bin ich aktiv oder passiv? Kenne ich das Verhalten aus der Realität, oder überrasche ich mich selbst? Letzteres könnte auf bisher unentdeckte Kompetenzen und Charaktereigenschaften hinweisen. Diese erscheinen im Traum manchmal auch in Form von Personen, die in der Realität nicht existieren. Falls bekannte Personen im Traum vorkommen, muss man sich nach der Art der Beziehung zu ihnen fragen. Wenn es beispielsweise Diskrepanzen zur realen Beziehung gibt: Wie könnten diese begründet sein? Stellen Sie sich derartige Fragen, werden Sie intuitiv spüren, wie der Traum zu deuten ist.
Renate Daniel, Programm-direktorin des C.G. Jung Instituts , Zürich
5 — Wie beende ich eine Beziehung?
Ehrlich, aber nicht zu ehrlich. So ehrlich, dass die andere Person die Möglichkeit hat, Sie zu hassen, aber nicht so ehrlich, dass sie anfängt, sich selbst zu hassen.
Miranda July, Schriftstellerin («Zehn Wahrheiten»)
6 — Wird Essen wirklich schneller kalt, wenn wir pusten?
Ja. Zwei Effekte führen beim Pusten zur Abkühlung. Die warme Luftschicht direkt oberhalb unseres Kaffees, zum Beispiel, hat ungefähr die Temperatur der Flüssigkeit und wird beim Pusten durch kühlere Luft ausgetauscht, was zu einer schnelleren Abkühlung führt. Diesen Effekt gibt es auch bei einem heissen Löffel, den man anpustet. Bei heissem Wasser kommt dazu, dass der Wasserdampf direkt oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche durch das Pusten schneller abgeführt wird und sich so die Verdampfungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit erhöht. Eine erhöhte Verdampfungsgeschwindigkeit führt wieder zu einer schnelleren Abkühlung. Auch wenn man den Einfluss des Pustens natürlich nicht so einfach quantifizieren kann, wird das Warten auf die Abkühlung durch Pusten in jedem Fall kurzweiliger.
Ruth Signorell, Professorin im Laboratorium für Physikalische Chemie, ETH Zürich
7 — Warum heben Fussballer vor dem Ausführen des Eckballs einen Arm?
Bei den meisten «stehenden Bällen» ist die Spielauslösung standardisiert. Falls mehrere Varianten einstudiert wurden, was im Profibereich Usus ist, muss der Schütze durch ein Signal den Mitspielern anzeigen, welche Variante gespielt wird. Bei Cornern gibt es eine Reihe von Handzeichen – einen Arm hoch, beide Arme hoch, Hand auf die Eckfahne legen. Beim FCB hiess zum Beispiel «ein Arm hoch»: Ball geht auf den zweiten Pfosten.
Benjamin Huggel, Ex-Profi
8 —Wenn ich heute eine Aktie kaufen will für mein Neugeborenes, damit es mit 18 ein hübsches Vermögen hat: welche sollte es sein?
Buy and hold: Kaufen Sie Aktien eines Unternehmens, dem Sie vertrauen – vielleicht ein Unternehmen aus Ihrer Heimatstadt? –, und schauen Sie möglichst lang nicht auf die Performance.
Warren Buffett, Investor (in einem Interview mit CNBC, Mai 2016)
9 — Wie leite ich ein Meeting?
Kommt drauf an, um was für ein Meeting es sich handelt. Statusmeetings müssen kurz und strukturiert sein. Solche Meetings führe ich gern im Stehen, sie dauern selten länger als fünfzehn Minuten. Bei formellen Meetings wie Verwaltungsratssitzungen ist das Wichtigste eine sorgfältige Vorbereitung: Was ist das Ziel? Wie komme ich dahin? Man muss den Ablauf taktisch durchdenken: Soll ich mit den leichten Themen einsteigen oder gleich zum Kern kommen? Wie ist das Zeitbudget, was sind die wichtigen Unterlagen? Offene Meetings wiederum sollen den Gedankenaustausch fördern oder Probleme herausschälen. Offene Meetings brauchen weniger eine strikte Leitung als vielmehr eine kluge Moderation.
Immer gilt: In jedem Meeting kann ein Terrorist sitzen. Das sind destruktive Zyniker, die das Meeting unterwandern oder andere Teilnehmer lächerlich machen. So domestiziert man Sitzungsterroristen: Man kann sie in der Sitzung direkt konfrontieren und fragen: Warum machst du das? Man kann Sitzungsregeln aufstellen. Man kann sie durch eine Sitzordnung steuern (am besten platziert man Sitzungsterroristen neben oder vis-à-vis dem Vorsitzenden). Oder man spricht sie zwischen zwei Meetings an und versucht, an ihre Vernunft zu appellieren. Denn: Selbst Sitzungsterroristen gehen eigentlich gern an Sitzungen und sind an kon-struktiven Ergebnissen interessiert.
Peter Kurer, Verwaltungsratspräsident von Sunrise
10 — WARUM STARRT DER MENSCH AUFS MEER?
Weil er denkt: «Boh, ist das gross.
Riesengross … Ja meiner Treu.
Sagenhaft. Wie geht das bloss?
So viel Wasser, oioioi …
Also guck ich da mal hin …
Wie die Leute hier am Strand,
Wo ich jetzt im Urlaub bin.
So viel Wasser … Allerhand …
Und die Wellen. Rolleroll.
Ja, wo kommen die wohl her ?
Eine nach der andern. Toll.»
Darum starrt der Mensch aufs Meer.
Thomas Gsella, Dichter
11 — Wie beobachte ich jemanden unbemerkt?
Wollen Sie jemanden unauffällig beobachten, dürfen Sie niemals in Augenkontakt zu der Person treten. Auch langes Anstarren von hinten ist tabu: Der oder die Beobachtete würde den Blick spüren und Sie entdecken. Stattdessen lassen Sie den Blick schweifen, schauen ab und zu in Richtung der Zielperson, vielleicht auf den Oberkörper oder die Arme, und beschäftigen sich dann wieder mit anderem, beispielsweise Ihrem Mobiltelefon. Ziel ist, sich möglichst natürlich zu verhalten. Hilfsmittel wie in Filmen – Schnäuze, Hüte, Zeitungen – wecken Aufmerksamkeit. Auch sehr attraktive Menschen haben Schwierigkeiten, unbemerkt zu bleiben. Ihnen empfehle ich, sich ausserhalb des Blickfeldes der Zielperson zu bewegen – das heisst ausserhalb eines Radius, der ungefähr der Uhrzeigerstellung von zehn vor zwei entspricht. Zudem gilt: Je weniger Leute um die Zielperson herum sind, desto weiter müssen Sie sich von ihr entfernen. Sonst fallen Sie zu schnell auf. Und je mehr Leute die Zielperson umgeben, desto näher müssen Sie aufschliessen. Am besten beobachtet man aber sowieso immer in einer Gruppe – und wechselt sich so oft wie möglich ab!
Bruno Strebel, Geschäftsführer Akademie für Privatdetektive
12 — Was mache ich, wenn ich zum Tanz aufgefordert werde, aber nicht tanzen kann?
Am besten schauen Sie erst einmal bei den anderen Paaren ab, wie man sich in Tanzhaltung begibt. Ja nicht platt vor den Partner hinstehen – und nicht auf den Boden schauen! Nun gilt: Weil es für jeden ein eigenes links und rechts gilt, nicht an links und rechts denken. Ab jetzt gibt es nur noch die eine und die andere gemeinsame Seite – wie Steuerbord oder Backbord –, und dorthin «tritt» man nun auch gemeinsam hin. Jetzt die Schritte wie im Spiegelbild mittanzen, nicht dagegen. Und Unsicherheiten mit Humor angehen!
Marianne Kaiser, Tanzlehrerin für die Debütanten und Debütantinnen des Zürcher Opernballs
13 — Welcher ist der schönste Ort der Schweiz?
Im Westen des Kronbergs erstreckt sich auf Appenzell Ausserrhoder und St. Galler Gebiet gegen den Hemberg zu eine Fläche, die unflächiger nicht sein könnte, ein Högerland, aus dessen Saftgrün die Nagelfluh bleckt; als Kind, in der Nähe aufwachsend, stellte ich mir vor, dass dumme Pilzsammler über die Kanten stürzen, um auf Nimmerwiederfinden im Schummer uneinsehbarer Gruben zu verschwinden; dazu passt, dass manche der Geländekämme in ihrer Längsachse wie mit dem Messer zerschnitten sind, auf der einen Seite Samt, auf der anderen grauschwarze Bösartigkeit. Die Hügel, die in dem Gebiet aus dem Boden schiessen und lustige Namen wie Hochfläschen tragen, können mit ihrer Keckheit den Schrecken nicht kompensieren; sie wirken übrigens, als hätte vor Urzeiten eine Hormonspritze ihr Wachstum ausgelöst; sie sehen aus, als hätte ein irres Kind sie im Sandkasten geformt, unrealistisch, total übertrieben. Und mitten in dem Szenario liegt das Ofenloch.
Steht man auf dem kilometerweit entfernten Säntis und schaut hinüber, sieht man, wie an dieser Stelle das bewaldete Gelände absinkt, nein, kollabiert, ohne dass auszumachen ist, was genau vor sich geht. Wer ins Ofenloch will, warte bis zum Sommer. Frühling ist schlecht, weil der junge Necker, der dem Loch entspringt und nach Unwettern schweflig riecht, in der Schneeschmelze zu viel Wasser führt.
Der Weg vom Ampferenboden her ist ein Nichtweg, man bewegt sich mal im Fluss selber und mal am erdigen, bröckeligen, krautigen Hang, wobei man grobe Blöcke überkraxelt, rutscht und flucht. Hinten ist man pflotschnass, was gar nichts macht, weil das Staunen alles auslöscht. Dies ist das Ende der Welt. Huflattich. Findlinge. Moderndes Schwemmholz. Moos. Geschliffene Kiesel. Kleine Höhlen. Riesel-bäche. Endlos aufsteigende Molassewände. Und direkt vor Augen ein Nagelfluhriegel mit Wasserfall. Das Ofenloch ist das Loch abseits der Zeit, das Loch zum Verkriechen und Vergessen, das immerwährende Loch. Es ist Endstation. Der schönste Ort der Schweiz ist es.
Thomas Widmer, Zentralorgan des schweizerischen Wanderwesens
14 — Was ist ein nützlicher Ratschlag für einen jungen Menschen am Anfang seiner Karriere?
Meine grösste Stärke war, dass ich überall als Erster aufgetaucht bin. Die Mitarbeiter machte das wahnsinnig, aber so hatte ich Zeit, die Lage zu sondieren, und war immer im Vorteil.
Barack Obama, Präsident (in einem Video, Oktober 2016)
15 — Wie lernt ein Schweizer perfektes Hochdeutsch?
Regelmässig gurgeln! Mindestens einmal täglich und mit immer weniger Flüssigkeit, bis das R auch auf dem Trockenen gelingt – und zwar am Gaumen gebildet und nicht mehr mit der Zungenspitze. Das rollende R, wie es in unserem Dialekt verwendet wird, hemmt einen schnellen und schlanken Sprachfluss. Womit wir auch gleich beim zweiten Tipp sind: Sprechen Sie morgens die Nachrichten eines x-beliebigen norddeutschen Radiosenders mit – ohne über den Inhalt nachzu-denken, einfach drauflos, nahezu synchron. Das schult das Ohr, ölt den Sprechapparat und macht Ihrem schweizerischen Singsang den Garaus.
Zu guter Letzt ist noch die höchste Hürde zu überwinden, die psychologische: Sie können und Sie dürfen das! Sie müssen nicht auf Ihrem schwerfälligen Akzent beharren, um sich von den Schwaben abzugrenzen. Sie bleiben Schweizer, auch wenn man es Ihnen nicht mehr gleich anhört. Der sportliche Ehrgeiz, Ihre deutsche Aussprache zu perfektionieren, bedeutet keinen Landesverrat.
Andreas Stadler, Schauspieler und Drehbuchautor, kommt aus Bern, lebt in Berlin
16 — Wie lernt ein Deutscher Schweizerdeutsch?
Kein Problem! Schweizerdeutsch ist doch eine leichte Sprache, besonders für Deutsche. Man hängt einfach ein «li» an jedes Wort, und schon gehts los. «Teppichli» zum Beispiel oder «Fahrradli» oder «Küchenschrankli». Grundregel 2: Sätze immer in der ansteigenden Intonation ausklingen lassen, so als wäre es eine Frage. Beispiel: «Ich muss mein Testamentli machen, weil ich Krebsli habe?» Wichtig: Beim Sprechen keine Miene verziehen. Der muffige Gesichtsausdruck gehört dazu. Grundregel 3: Wenig reden. Am besten gar nicht. Und: Testament machen, bevor man den ersten Satz auf Schweizerdeutsch sagt.
Christian Kämmerling, wurde vor 50 Jahren Schweizer
17 — Wie sollte ich Mich am Telefon melden, wenn ich im Display sehe, wer der Anrufer ist?
Ist die Person jemand, vor dem man Betrunkenheit verstecken müsste, sage ich meinen Nachnamen, fragend. «Ja, Brugger?» Ist es jemand, mit dem ich mich betrinken kann, schreie ich laut «YO!» und warte, bis reagiert wird am andren Ende.
Hazel Brugger, Slampoetin und Kolumnistin bei «Das Magazin»
18 — Welche Fremdsprache lernen Schweizer am leichtesten und welche am schwersten?
Aus der Spracherwerbsforschung wissen wir, dass die am leichtesten zu erlernende Sprache immer die ist, die etwa bis zum fünften Lebensjahr in der Umgebung des Kindes gesprochen wird. Dasselbe gilt für den Zweitspracherwerb: Für viele Schweizerdeutsche ist deshalb die Beherrschung des nah verwandten Standarddeutschen eine Selbstverständlichkeit (wenn auch nicht unbedingt leicht zu erlernen, da Sprechen und Schreiben gleichzeitig erworben werden müssen).
Wegen des sogenannten positiven Transfers werden Nachbarsprachen wie Niederländisch (das für das ungeübte Ohr ähnlich klingt wie Schweizerdeutsch) und das weit verbreitete Englisch wahrscheinlich von den meisten Deutschschweizern als «leicht erlernbar» eingestuft. Bei Englisch kommt der Einfluss der Medien sprachfördernd hinzu. Für Romands, Tessiner und Bündner sind die romanischen Sprachen am einfachsten zugänglich.
Am anderen Ende stehen Sprachen, die im Hinblick auf Laute, Wortschatz, Schrift und Grammatik weit entfernt sind von den Landessprachen. Typischerweise werden Chinesisch, Japanisch und Arabisch als die für Schweizer schwierigsten Fremdsprachen genannt, aber auch Ungarisch stellt eine Herausforderung dar.
Maureen Ehrensberger-Dow, Professorin für Übersetzungswissenschaft an der ZHAW
19 — Soll ich ein Haus kaufen?
Wer die Freiheit der eigenen vier Wände mehr schätzt als die damit verbundene Unfreiheit und bereit ist, viel dafür zu zahlen, soll kaufen. Häuser können ja auch wieder verkauft werden. Und dennoch: Wer ein Haus nur wegen der tiefen Zinsen oder als gute Investition kauft, macht sich unglücklich.
Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaft an der Universität St. Gallen
20 — Mit welcher methode lässt sich jedes System sabotieren?
— Bilden Sie Gremien und Arbeitsgruppen. Diese sollten so gross wie möglich sein – nie weniger als fünf Personen.
— Reden Sie oft, viel und langwierig. Illustrieren Sie Ihren Punkt mit ausführlichen Anekdoten und persönlichen Erfahrungen.
— Diskutieren Sie Nebensächlichkeiten so oft wie möglich.
— Feilschen Sie um exakte Formulierungen, diskutieren Sie Timings.
— Greifen Sie Themen auf, die am letzten Meeting beschlossen wurden, und hinterfragen Sie den Entscheid.
— Mahnen Sie zur Vorsicht, und ermuntern Sie Ihre Kollegen, «annehmbare» Entscheide zu treffen. Warnen Sie vor eiligen Entschlüssen: Mit solchen könne man später in Schwierigkeiten geraten.
— Lassen Sie wichtige Arbeiten von uneffektiven Mitarbeitern ausführen. Verlangen Sie Perfektion bei irrelevanten Aufgaben.
— Arbeiten Sie schlecht, und schieben Sie die Schuld auf die Ausrüstung, die Umstände, das Werkzeug. Beklagen Sie sich, dass Sie so nicht arbeiten können.
— Geben Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrung nie an neue Mitarbeiter weiter.
Auszug aus «Simple Sabotage Field Manual», einer 1944 vom Office of Strategic Services (dem Vorläufer der CIA) verfassten Anleitung, wie sich Zivilisten in den von Nazideutschland besetzten Gebieten verhalten sollten, um das System zu sabotieren
Noch mehr Fragen finden Sie hier: