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Annahmeverzug
Der/die Arbeitnehmer/in will arbeiten, die Firma bietet aber den notwendigen Rahmen nicht.
Annahmeverzug liegt vor, wenn der/die Arbeitgeberin..
- den/die Arbeitnehmer/in nicht arbeiten lässt
- Massnahmen zum Schutz des/der Arbeitnehmenden nicht umsetzt
- Vorbereitungsarbeiten unterlässt
- dem/der Arbeitnehmer/in den Zutritt zu den Geschäftsräumlichkeiten verwehrt oder verunmöglicht
Auch wenn Aufträge ausbleiben oder Werkstoffe nicht geliefert werden, liegt Annahmeverzug vor.
Tritt ein Teil der Belegschaft in Streik und wird dadurch der Betrieb verunmöglicht, haben die arbeitswilligen Mitarbeitenden Anspruch auf Lohnfortzahlung, die Streikenden jedoch nicht.
Der Lohn muss für die Zeit geleistet werden, für welche der/die Arbeitnehmer/in die Arbeitskraft angeboten hat respektive auf Abruf zur Verfügung gestanden hat.
Grundsätzlich ist der volle Lohn geschuldet.
Der/die Arbeitgebende kann dem/der Arbeitnehmer/in vorübergehend Arbeit in einem anderen Betrieb vermitteln. Die geschuldete Lohnfortzahlung darf dann um den dort erzielten Lohn gekürzt werden. Die Kürzung darf auch dann vorgenommen werden, wenn der/die Arbeitnehmer/in das Arbeitsangebot ausschlägt.
Spesen gelten als Auslagenersatz und sind während der Zeit ohne Arbeit nicht geschuldet. Effektive Spesen fallen ohnehin keine an, pauschale Spesen können pro rata temporis gekürzt werden.