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Für
pf schrieb
man in der althochdeutschen
Periode ph oder pph; unser jetziges ph, das wie f gesprochen wird, entspricht dagegen
dem lateinischen ph in den aus dem
Griechischen stammenden Wörtern, wie z. B.
Philosophie, lat. philosophia. In der jetzigen
deutschen
Orthographie ist daher das ph unberechtigt, außer in
Fremdwörtern und ist in deutschen Wörtern
neuerdings immer mehr abgekommen; die neue bayrisch-preußische
Orthographie läßt es noch in
Epheu (aus älterm Ebheu) zu,
nicht aber in
Adolf,
Westfalen,
[* 3] überhaupt, abgesehen von einigen
Namen, in keinem ursprünglich deutschen
Wort. Unser Schriftzeichen
für p hieß im Phönikischen
Pe
(»Mund«),
woraus der griechische
NamePi entstand. Die lateinische Form
des P ist aus der griechischen Γ, für welche später Π eingeführt wurde, entstanden.
die bedeutendste ihrer
Erfindungen, und
»Jakob van derNees« (das. 1847, 3 Bde.)
folgten. Mit einer gewissen
Breite
[* 12] und optimistischen Auffassung der Lebensverhältnisse verband die Verfasserin viel Feinheit
der
Beobachtung und klaren, sorgfältigen
Stil, so daß der bedeutende Erfolg ihrer
Romane nicht unberechtigt war.
Sie erschienen mehrmals gesammelt (zuletzt Stuttg. 1884, 12 Bde.).
»Relazione del viaggio di papa Pio VII etc.«
(das. 1833), welche Werke (Augsb. 1831-36, 6 Bde.)
auch deutsch erschienen. - Sein Großneffe Bartolommeo, geb. zu Benevent, ward 1875 ebenfalls zum Kardinal ernannt
und starb
Granulationen (spr. packjoni-), kleine warzige, zotten- oder kolbenförmige Auswüchse auf der Außenseite
der Spinnwebenhaut des Gehirns, vornehmlich im Verlauf der Längsspalte, welche vom spätern Kindesalter an fast
in allen Leichen gefunden werden, gewöhnlich aber keine größere Fläche bedecken und meist nicht über hirsekorn- oder hanfkorngroß
werden, jedenfalls aber keine Bedeutung bei Krankheiten haben. Die Pacchionischen Granulationen bestehen nur aus Bindegewebe
und höchstens spärlichen Gefäßen und sind nur dadurch bemerkenswert, daß durch sie das Schädeldach zuweilen verdünnt
oder gar durchwachsen wird.
(Pachtung, Pachtvertrag, Pachtkontrakt, Miet- und Pachtvertrag, lat. Locatio conductio), im allgemeinen derjenige
Vertrag, vermöge dessen der eine Kontrahent (Verpachter, Vermieter, lat. Locator) dem
andern (Pachter, Mieter, lat. Conductor) den Gebrauch eines Gegenstands (Pacht- und Mietobjekt) gegen
das Versprechen einer Gegenleistung (Pachtzins, Pachtgeld, Pachtschilling, Mietzins, Mietgeld, lat. Merces, Locarium) überläßt.
Nach deutschem Sprachgebrauch wird zwischen Pacht und Miete (s. d.) im engern Sinn so unterschieden, daß man mit Pacht vorzugsweise
die Überlassung einer fruchttragenden Sache, also z. B. eines Feldgrundstücks oder eines Komplexes von
fruchttragenden Sachen, insbesondere eines Landguts, eines Gasthauses u. dgl., zum Zweck der Fruchtziehung bezeichnet, ein Sprachgebrauch,
welchen auch der Entwurf eines deutschen bürgerlichen Gesetzbuchs (§ 503 ff.) beibehalten hat. Im einzelnen finden auf u.
Miete ebendieselben Rechtsgrundsätze Anwendung, nur daß bei fruchttragenden Sachen der Pachtschilling
auch in einem bestimmten Quantum oder in einem Quoteteil der eingeernteten Früchte (sogen. Teilpacht, Halbpacht, lat. Colonia
partiaria, franz. Métairie) bestehen kann.
Der Pachtvertrag nähert sich alsdann dem Gesellschaftsvertrag; ja, nach österreichischem Recht geht er geradezu in einen solchen
über. Die wesentlichen Verbindlichkeiten des Verpachters sind folgende: Er muß dem Pachter das Pachtobjekt
rechtzeitig übergeben und muß dafür einstehen, daß diesem der Genuß desselben die bedungene Zeit hindurch ermöglicht
werde. Er haftet dabei für jegliches Verschulden seinerseits und muß auch sogar für den Untergang und für die Verschlechterung
des Pacht- oder Mietobjekts aufkommen.
Ebenso muß der Verpachter dem Pachter den Schaden ersetzen, welcher den letztern durch etwanige Mangelhaftigkeit
der Sache bei deren Gebrauch trifft, wofern ihm dabei der Vorwurf einer Unredlichkeit, z. B. eines geflissentlichen
Verhehlens, oder einer Nachlässigkeit zur Last gelegt werden kann. Dem Mieter ist gestattet, das Mietobjekt weiter zu vermieten
oder zu verpachten (Aftermiete, Afterpacht, Sublocatio). Eine Eigentümlichkeit des Pachtvertrags im engern
Sinn ist es ferner, daß dem Pachter auch heute noch bei unverschuldeten Unglücksfällen ein Nachlaß an dem Pachtgeld (remissio
mercedis) gewährt wird.
Hierüber bestehen mancherlei partikularrechtliche Vorschriften; auch wird zuweilen in den Pachtverträgen darüber Bestimmung
getroffen; meistens aber läßt man spezielle Bestimmungen in den Verträgen weg und verlangt weder, noch
gewährt man Remissionen. Endlich ist noch zu bemerken, daß die Grund- und Gebäudesteuern und die etwanigen sonstigen Abgaben
von dem Verpachter zu tragen sind. Was dagegen die Verbindlichkeiten des Pachters anbelangt, so hat derselbe namentlich das
Pachtgeld rechtzeitig zu entrichten.
Bei größern Pachtungen wird nicht selten die Vorausbezahlung des Pachtzinses (Pachtvorschuß, Pachtpränumeration)
ausbedungen, oder der Pachter muß eine Pachtkaution leisten. Außerdem steht dem Vermieter gemeinrechtlich an dem Mobiliar
(invecta et illata) des Mieters und dem Verpachter eines Landgrundstücks an den eingeernteten Früchten des Pachters ein
gesetzliches Pfandrecht in Ansehung des von letzterm zu entrichtenden Pachtzinses zu. Ferner haftet der
Pachter für jedes Verschulden, welches ihm zur Last fällt, also namentlich auch für die dadurch der Sache zugefügten Beschädigungen,
während er für die bloße Wertverminderung, welche durch die naturgemäße Abnutzung des Pachtobjekts verursacht wird, nicht
aufzukommen braucht.
Wesentlich ist ferner die Verpflichtung zur Zurückgabe der gemieteten Sache nach Beendigung des Mietverhältnisses.
Bei Gutspachtungen wird dem Pachter das vorhandene Inventar gewöhnlich zu einer bestimmten Taxe übergeben mit der Verpflichtung
zum taxgemäßen Ersatz etwaniger Abgänge. Namentlich ist bei dem zum Gutsinventar gehörigen Vieh der sogen. »eiserne«
Bestand zu erhalten (Eisernviehvertrag, Contractus socidae). Die Endigung des Pachtvertrags erfolgt durch den
Ablauf
[* 46] der entweder beim Vertragsabschluß bestimmt festgesetzten oder auf Kündigung gestellten Pachtzeit; doch kann derselbe
auch nach Eintritt dieses Endtermins durch beiderseitige stillschweigende Übereinkunft (relocatio tacita) fortgesetzt werden.
Ohne vorgängige Kündigung und Kündigungsfrist und vor Ablauf der festgesetzten Mietzeit kann der Verpachter das Vertragsverhältnis
aufheben wegen Mißbrauchs derSache durch den Pachter, wegen einer notwendigen, den Gebrauch hindernden
Reparatur, wegen zweijährigen Rückstandes des Pachtzinses und wegen ganz dringenden eignen Bedürfnisse. Der Pachter ist
hierzu befugt wegen wesentlicher Mangel des Pachtobjekts, die dessen Gebrauch hindern oder doch wesentlich erschweren und
beeinträchtigen, und wenn er durch die Säumnis des Verpachters am rechtzeitige und geeigneten Gebrauch
der verpachteten Sache gehindert wird.
Verfällt der Pachter in Konkurs, so kann nach der deutschen Konkursordnung (§ 17 f.) sowohl der Verpachter
als der Masseverwalter aufkündigen, während, wenn der Gemeinschuldner verpachtet hatte, der Vertrag durch den Verkauf der
Sache im Konkursverfahren beendigt wird. Außerdem wird der Pachtvertrag noch durch den Untergang des Gegenstandes
beendigt. Wenn man endlich auch noch den freiwillige Verkauf des Mietobjekts als einen Beendigungsmodus des Mietvertrags bezeichnet
(»Kauf bricht Miete«),
so ist dies so zu verstehen, daß der Käufer einer vermieteten Sache sich nicht an den Mietvertrag zu
kehren braucht, so daß also der Mieter dem Käufer weichen muß, unbeschadet jedoch seiner Ansprüche
auf Entschädigung gegenüber dem Vermieter, der durch den Verkauf des Mietobjekts seiner vertragsmäßigen Verpflichtungen
keineswegs enthoben wird. Ist der Pachtvertrag zu einem erblichen Nutzungsrecht umgestaltet, so spricht man von Erbpacht (s. d.)
im Gegensatz zur Zeitpacht.
(spr. -tschūka), Hauptstadt des mexikan. StaatsHidalgo, 2550 m ü. M., in einem Gebirgspaß, mit fruchtbarer
Umgebung, hat einen Regierungspalast, eine Kathedrale, ein litterarisches Institut und (1880) 12,500 (mit Umgebung 21,943)
Einw. Die Stadt liegt im berühmten Bergbaurevier Reál del Monte, und 1881 waren 85 Gruben und 4 großartige Amalgamierwerke
in Thätigkeit. Die von Engländern gegründete Bergbaugesellschaft hat ihre Gruben durch einen 6,8 km
langen Tunnel
[* 53] entwässert, der von den Gruben (3050 m) über Pachuca nach Omiltãn (2500 m) führt. Eine Eisenbahn führt von Pachuca nach
Tula.
Forschungsexpeditionen, die inzwischen ausgesandt worden waren, um die günstigste Richtung für einen Schienenstrang ausfindig
zu machen, bezeichneten als solche eine Linie, die, von Omaha ausgehend, sich im allgemeinen in der Nähe
des 41. Breitengrades hielt, und daraufhin beschloß der Kongreß inmitten des Bürgerkriegs den Bau durch zwei
Privatgesellschaften ausführen zu lassen. Da sich das Unternehmen aber nach damaliger Ansicht unter keinen Umständen
rentieren konnte, so bewilligte man diesen Gesellschaften eine zinsenfreie Anleihe von 49,453,100 Doll. und 25 Mill. Acres (10,117
qkm) in Regierungsländereien.
Dieser Strang ist 410 km lang und führt in 866 m Meereshöhe durch den 3002 m langen Stampedetunnel. Von St. Paul bis zum
Pugetsund ist die Entfernung 3117 km, von New York nach St. Paul 2127 km, so daß sich die gesamte Entfernung
auf 5244 km beläuft. Dieses Unternehmen hatte von Anfang an mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, trotz einer Schenkung
von 47 Mill. Acres (19,019 qkm) Land und eines Wegerechts von 200 Fuß auf jeder Seite der Schienenbahn. Bereits 1864 konzessioniert,
wurde der Bau doch erst 1870 in Angriff genommen, aber schon 1873, nachdem erst 1287 km fertig gestellt
waren, infolge des Bankrotts der Gesellschaft eingestellt.
(lat.), Friedensstiftung, insbesondere die Zurückführung eines im Krieg oder Aufruhr begriffenen Landes
in den Friedensstand, sei es auf gütlichen Weg oder durch Gewalt. In Frankreich hießen im 16. Jahrh.
Édits de pacification die
¶
»La regina di Cipro« (1846) und »Niccolò de' Lapi«
(1873 aufgeführt). Außerdem schrieb Pacini 35 Oratorien und Kantaten, viele Messen etc. und war auch als Musikschriftsteller
thätig. Interessant ist seine Autobiographie: »Le
[* 80] mie memorie artistiche« (1865; zu Ende geführt
von Cicconetti, 1875).
2) Filippo, Anatom, geb. zu Pistoja, studierte in Florenz
[* 81] und Pisa,
[* 82] dozierte dann über 40 Jahre in der medizinischen
Fakultät zu Florenz und starb daselbst. Er entdeckte 1835 die nach ihm benannten, aber schon
von Vater aufgefundenen Nervenendigungen (s. Haut,
[* 83] S. 232).
Derselbe wurde in Kassel
[* 88] einem Verhör (aber ohne Folter) unterworfen, wobei sich einige seiner Angaben als falsch erwiesen;
jedoch konnte er nicht zum Widerruf seiner Aussage, daß er die Originalurkunde mit den Siegeln der Fürsten
in Händen gehabt, gebracht werden; Philipp beharrte daher bei seinem Verdacht und erzwang durch Vermittelung von Pfalz und Trier
[* 89] eine Geldentschädigung von Kurmainz und Bamberg
[* 90] für seine Rüstungen.
[* 91] Pack entfloh in die Niederlande,
[* 92] wurde aber hier nach
mehrjährigem Abenteurerleben auf HerzogGeorgs Betrieb verhaftet und 1537 hingerichtet. Die Packschen
Händel hatten aber eine
Gereiztheit und Verbitterung auf beiden Seiten, auch beim Kaiser, hervorgebracht, welche lange nachwirkten.
Marcus, röm. Tragiker, geb. 220 v. Chr. zu Brundisium, Schwestersohn und Schüler des Ennius, lebte meist in
Rom, wo er als Maler und tragischer Dichter seinen Unterhalt erwarb; starb um 130 in Tarent. Er bildete meist griechische Tragödien
(besonders von Sophokles und Euripides) frei nach, daneben bearbeitete er vaterländische Stoffe (praetextae) und ward durch
sein Pathos und die kräftige, bilderreiche Sprache
[* 103] Schöpfer des tragischen (d. h. vorwiegend rhetorisch gefärbten) Stils
in der römischen Litteratur (Sammlung der Fragmente in Ribbecks »Tragicorum romanorum fragmenta«, Leipz.
1871).