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Dort hatten wir in einem ausführlichen Bericht auf die Gefahren durch die unkontrollierte Einfuhr von Pflanzen aufmerksam gemacht. Aber wenn der britische Thronfolger dies majestätisch erklärt, bekommt die Thematik natürlich eine ganz andere Relevanz.
Der Prince of Wales adressierte seine Befürchtung, dass das Königreich zu einem Ödland werden könnte, wenn nicht rechtzeitig passende Vorsichtsmassnahmen getroffen würden. In seinem Fernsehinterview lud er Hobbygärtnerinnen und -Gärtner eindringlich dazu ein, Gartencenter bezüglich der dort gekauften Pflanzen zu befragen:
1. Woher kommen die Pflanzen?
2. Wurde deren Gesundheit geprüft oder die Pflanzen in Quarantäne gestellt?
3. Gibt es Richtlinien und Prozesse im Umgang mit biologischen Gefahren?
«Ich denke, die Schwierigkeit ist, dass die Gärtnereien jene sind, welche in Bezug auf Quarantänemassnahmen schneller agieren müssen», erklärt Charles. «Ich kaufe meine Bäume nun in einer Gärtnerei, die korrekte Quarantänemassnahmen sicherstellt. Aber das ist eine von wenigen; und dies ist ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir dringend Notfallmassnahmen vorsehen sollten. Wir haben keine Zeit zu verlieren.»
Naturschutz verstand man über Jahrzehnte als Projekt der Verringerung von Emissionen und der Pflege von Biotopen. Offensichtlich erwarten uns unter diesem Begriff neue Themen und Verantwortlichkeiten. In der Schweiz haben wir keine Instanz, die solche Forderungen quasi magistral verbreiten darf. Auch stellen sich uns als Binnenland differenziertere Herausforderungen. Trotzdem dürfen wir die Evaluation passender Massnahmen nicht ausschliesslich auf die Behörden abschieben.