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Meret Schneider, Kandidatin Nationalrat, Grüne, Kanton ZH
Sind Sie für die Verlängerung des Anbaumoratoriums für gentechnisch veränderte Pflanzen in der Landwirtschaft?
Ja, ich bin für eine Verlängerung des Moratoriums auf unbestimmte Zeit.
Warum?
Weil die Gentech-Produktion zur Zeit von der Agroindustrie vorangetrieben wird, die industrielle Landwirtschaft damit gefördert wird und vermehrter Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen zu einer Verarmung des Saatgutes und der Biodiversität führt. Zudem sind alle heute auf dem Markt existenten Gentech-Pflanzen resistent gegen Pestizide oder produzieren selber Insektizide. Dies steht meinem Ziel einer nachhaltigen, möglichst pestizidfreien und auf Mischkulturen setzenden Landwirtschaft entgegen.
Müssen Produkte der neuen Gentechnikverfahren in jedem Fall als GVO gekennzeichnet werden?
Ja
Gesetzliche Regulierung der neuen Gentechnikverfahren (zB. CRISPR/CAS) und der daraus hergestellten Produkte?
Ja, ich bin für eine strenge Regulierung gemäss dem bestehenden Gentechnikrecht.
Wieso?
Bei einer offenen Regulierung profitiert primär die Agroindustrie. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die mit Mischkulturen und älteren Sorten produziert, verliert. Ausserdem ist eine volle Transparenz für Konsumierende wichtig.