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Das Vorhofflimmern ist meist ungefährlich aber dennoch eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung und muss behandelt werden.
Beim Vorhofflimmern kommt es in den Vorhöfen zu einem elektrischen “Gewitter„ - die Koordination der Herzmuskelfasern geht verloren. Die schnelle und völlig ungeordnete Aktivität der Vorhöfe hat zur Folge, dass auch die Ventrikel nicht mehr regelmässig erregt werden.
Die Vorhöfe pumpen das Blut nicht aktiv weiter, wodurch die Gesamtleistung des Herzens um rund zwanzig Prozent abfällt. Die Ventrikel können diesen Verlust wettmachen, doch auf die Dauer kann die Überlastung zur Herzinsuffizienz (Herzschwäche) führen.
Die unangenehme Empfindung beim Vorhofflimmern entsteht durch die Unregelmässigkeit des Pulses. Der gleichmässige Takt des Sinusknotens fällt aus. Die Herzfrequenz ist zudem insgesamt sehr variabel, manchmal zu schnell (140/Min. und mehr), manchmal zu langsam (unter 50/Min.), was Schwindelgefühle hervorrufen kann.
Eine Komplikation des Vorhofflimmerns ist die Dilatation (Erweiterung) der Vorhöfe. Das durch die Ausweitung in den Vorhöfen langsamer fliessende Blut kann an den Rändern gerinnen und einen Thrombus (Gerinnsel) bilden. Löst sich ein solches Gerinnsel, so wird es mit dem Blutstrom fortgetragen, bis es in einem Gefäss steckenbleibt. Diese Embolien können schwerwiegende Folgen für das betroffene Organ haben (Hirnschlag).
Manchmal tritt ein Vorhofflimmern nur vorübergehend bei Fieber auf. Wenn eine Herzerkrankung zugrunde liegt, wird sich die Behandlung als erstes auf diese konzentrieren. Das Vorhofflimmern kann zudem bei einer Überfunktion der Schilddrüse und nach übermässigem Alkoholkonsum auftreten.
Bei Vorhofflimmern treten Beschwerden wie Palpitationen (Herzklopfen), Schwächegefühle, Kurzatmigkeit und ein unangenehmes Gefühl in der Brust auf. Die individuelle Empfindlichkeit und die Wahrnehmungsschwelle variieren von Tag zu Tag.
Text mit freundlicher Genehmigung von der Schweizerischen Herzstiftung.