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Die erste Erfindung der Gasturbine datiert aus dem Jahr 1791, als der Engländer John Barber sich seine Maschine patentieren liess. Obgleich sie nicht realisiert werden konnte, beschrieb er detailliert das Prinzip.
An der Wende zum 20. Jahrhundert nahmen die Ingenieure in Europa und Amerika die Idee der Gasturbine wieder auf. Mangelnde theoretische Grundlagen, fehlende Materialien und Verfahren zur Herstellung liessen es jedoch nicht zu, eine zuverlässige Gasturbine mit gutem Wirkungsgrad zu bauen. Unter der Führung von Adolf Meyer gelangen der Firma Brown Boveri & Cie. in den 1930er Jahren wesentliche Verbesserungen, so dass 1939 die weltweit erste Kraftwerks-Gasturbine erfolgreich gebaut, an der Landesausstellung in Zürich vorgeführt und später in Neuchâtel über 62 Jahre betrieben werden konnte.
Schon 1988 hatte die Vereinigung amerikanischer Maschinenbau-Ingenieure ASME der Gasturbine von Neuenburg den Ehrentitel einer "Technical-Historical Landmark" verliehen. Seit dem 4. Juni 2007 kann
sie auf dem Werksgelände der Firma General Electric in Birr besichtigt werden.
Der 80. Geburtstag der ersten Kraftwerks-Gasturbine der Welt wurde am 6. Juli 2019 in Birr (AG) gebührend gefeiert. Umrahmt wurde der Anlass durch die Vorträge von Dietrich Eckardt zur frühen Entwicklungsgeschichte von Kraftwerks- und Flug-Gasturbinen, von Michael Ladwig zu künftigen Entwicklungen der General Electric Gasturbinen, sowie von Jürg Schmidli zur neuen 538 MW Gasturbine von Ansaldo Energia. Die Besichtigung der ersten Kraftwerks-Gasturbine der Welt sowie die Besichtigung des Ansaldo Gasturbinen Prüfstandes mit der neusten Generation von Kraftwerks-Gasturbinen, zeigte auf eindrückliche Weise die technische Entwicklung der letzten 80 Jahre auf diesem Gebiet.
Die Zeit wurde aber auch genutzt, um sich fachlich auszutauschen und Kontakte zu pflegen. Beeindruckt vom Erlebten liessen die Teilnehmer den Tag bei einem Nachtessen im Hotel du Parc in Baden ausklingen.