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Die Artenvielfalt wird ausschliesslich durch die Pflanzenvielfalt bestimmt. Nimmt diese ab, so nimmt auch die Vielfalt anderer Organismen ab. Bis anhin glaubte man, dass die Nahrungskette von "oben" her, also von den räuberischen Tieren her, bestimmt werde. Die nun vorliegenden Erkenntnisse krempeln diese Theorie vollständig um, gemäss einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Forschern der Uni Bern und Zürich.
Bild: Pflanzenvielfalt in Moorgebiet/WikiCommons
Ein internationales Forscherteam in Jena untersuchte während acht Jahren die Auswirkungen unterschiedlicher Pflanzenvielfalt auf die gesamte Nahrungskette. Die Vielfalt der Pflanzenarten steuert nicht nur die Artenvielfalt anderer Organismen, sondern auch deren Populationsdichte und deren Beziehungen mit anderen Organismen. Bei einer Erhöhung der Biomasse - zum Beispiel durch Düngung - werde die Artenvielfalt nicht erhöht. Dies könne nur durch eine grössere Pflanzenvielfalt erreicht werden. Diese Vielfalt wiederum ziehe sich kaskadenartig bis zu den höheren Ebenen der Nahrungskette hinauf.
Bei einer höheren Pflanzenvielfalt nimmt zwar auch die Zahl der Krankheitserreger und Parasiten zu, allerdings wird bei einer grösseren Artenvielfalt die einzelne Pflanze weniger befallen als bei einer Monokultur.
Die Forschenden werden künftig weitere Lebensbereiche wie Wald oder Wasser nach dem nachgewiesenen kaskadenartigen Diversitätseffekt überprüfen. Die beteiligten Forscher der Uni Bern und Zürich vermuten, dass sich gerade im Wasser die Arten weniger räumlich voneinander trennen lassen und deshalb möglicherweise stärker aufeinander einwirken.
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