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Der
Barmherzigkeitsrosenkranz hat das Leben meines Mannes gerettet
Ich erinnerte mich an die Worte, die Jesus an die hl. Schwester Faustine richtete, dass nämlich jeder, der dieses Gebet voll Vertrauen betet, erhört werden wird!
Dieser Tag war ganz gewöhnlich, alles Routine. Mein Mann war
in der Arbeit und ich kümmerte mich um den Haushalt. Ich wollte ein
leckeres Abendessen vorbereiten und anschließend hatten wir vor,
einen angenehmen Abend zu zweit zu verbringen. Wir waren seit ein paar
Monaten verheiratet und alles lief sehr gut. In zwei Wochen sollten wir
unser erstes gemeinsames Osterfest begehen. Ich war zwar sehr besorgt,
weil ich keine Arbeit hatte, doch ich betete zu Gott in diesem Anliegen
und dankte für alles, was ich hatte - einen liebevollen Mann, ein
gemütliches Haus und nette Schwiegereltern. Als ich das Abendessen
zubereitete, wurde ich etwas unruhig, denn mein Mann war noch nicht Zuhause,
und er gab mir immer Bescheid, wenn er sich verspätete. Ich wollte
ihn schon anrufen, als das Telefon klingelte. Ich erkannte den Arbeitskollegen
meines Mannes an der Stimme, der mir sagte, mein Mann hätte sich unwohl
gefühlt und sie hätten den Krankenwagen rufen müssen. Am
Anfang verstand ich gar nicht, was man mir sagte: Dass mein Mann nicht
in der Lage gewesen wäre, selbstständig zu reden, nur schlecht
Atem holen konnte und der Krankenwagen ihn ins Krankenhaus gebracht hätte...
Drei Minuten später lief ich schon die Straße entlang zum Taxistand.
Ich kam im Krankenhaus an, wo man mich sofort in einen Raum führte,
wo eine Ärztin und zwei Pfleger den Kranken untersuchten. Mein Mann
war blass, an den Wangen lief ihm kalter Schweiß herunter. Als er
mich bemerkte, versuchte er zu lächeln und flüsterte: „Verzeih,
jetzt hast du wegen mir Probleme..." Jede Berührung verursachte ihm
Schmerzen, er hatte eiskalte Hände und blaue Lippen. Die Ärztin
meinte, das sehe nach einem Magengeschwür aus, war sich aber über
die Quelle der Schmerzen unsicher. Man fuhr meinen Mann von einem Untersuchungsapparat
zum nächsten und röntgte seinen ganzen Körper. Ich
hielt unterdessen den Rosenkranz in meinen Händen und versuchte zu
beten. Jede halbe Stunde hörte ich eine neue Diagnose:
Geschwür, Bauchspeicheldrüsenentzündung, eine Infektion...
Dies war das beste Krankenhaus, und mein Mann war am Morgen vor der Arbeit
noch gesund und fröhlich gewesen...
Als man den Kranken auf die Intensivstation brachte und an Apparate anschloss, fühlte ich, wie auch mir die Luft zum Atmen wegblieb. Stunden vergingen... Ich betete den Rosenkranz, bat Gott um Hilfe. Morphium brachte meinem Mann etwas Erleichterung; er versuchte, mit mir zu reden, zu lächeln. Vor Mitternacht fragte mich der Arzt: „Können Sie die Eltern ihres Mannes anrufen? Das sieht nicht gut aus..." Das bedeutete: Mein Mann lag im Sterben, und sie wussten nicht warum... Man wollte operieren und schloss das Schlimmste nicht aus. Ich rief meine Schwiegereltern an; ich versuchte ruhig zu reden, konnte es aber nicht. „Papa, ihr müsst ins Krankenhaus kommen!", war das Einzige, was ich
mit verweinter Stimme sagen konnte. Als man meinen Mann in den OP-Saal fuhr, drückte er meine Hand mit seinen eiskalten Fingern und flüsterte: „Verzeih, ich liebe Dich sehr, bete!"
Ich war alleine im Zimmer für die Familien der Patienten, die sich auf der Intensivstation befanden. Ich kniete nieder und begann den Barmherzigkeitsrosenkranz zu beten. Ich betete aus ganzem Herzen und mit vollem Vertrauen auf den Herrn. Ich erinnerte mich so gut an die Worte, die Jesus an die hl. Schwester Faustine gerichtete hatte, dass jeder, der dieses Gebet mit Vertrauen betet, erhört werden wird! Es kam mir so vor, als würden Stunden vergehen. Schließlich tauchte ein Arzt auf und sagte, dass die Ursache der inneren Blutung bei meinem Mann eine geplatzte Milz wäre. Mein Mann hatte vier Liter Blut verloren und sein Leben war weiterhin in Gefahr...
Kurz danach kamen die verzweifelten Eltern meines Mannes an. Meine Schwiegermutter fragte noch von der Türschwelle aus: „Lebt er noch?" Wir fielen uns in die Arme und begannen, gemeinsam für den Ehemann und Sohn sowie das ganze Ärzte-Team und die Krankenschwestern im OP-Saal zu beten. Nach einer zweiundeinhalbstündigen OP kam der Chirurg zu uns und sagte: „Der Patient lebt, aber ihm wurde die Milz entfernt. Sein Zustand ist stabil."
Am Karsamstag kehrte mein Mann nach Hause zurück. Unser erstes gemeinsames Osterfest war das glücklichste in unserem ganzen Leben.
Ich glaube fest daran, dass durch das Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes unsere Herzen sich für die heilende Liebe Jesu öffneten und das Leben meines Mannes gerettet wurde.
Ich erinnerte mich so gut an die Worte, die Jesus an die hl. Schwester Faustine gerichtete hatte, dass jeder, der dieses Gebet mit Vertrauen betet, erhört werden wird!
Anja
(Quelle: "Liebt einander!", Nr. 2- 2015, S. 39f., Kloster St. Gabriel, 99894 Leinatal/Altenbergen) - LINK: liebt-einander.org