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In Vorfreude auf die erhoffte Goldmedaille ging “La Ola” durch das weite Rund. Wenige Augenblicke später betrug die Marge der 24-Jährigen aus Utrecht auf die zweitplatzierte Ivet Lalova-Collio aus Bulgarien im Ziel drei Zehntelsekunden.
Obschon die europäischen Titelkämpfe in ihrer Heimat stattfinden, sind diese für Schippers nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum grossen (Olympia-)Ziel im August. Das Poster-Girl der EM denkt längst nicht mehr nur in europäischen Dimensionen.
In die Königsdisziplin investierte die letztjährige 200-m-Weltmeisterin in den vergangenen Monaten viel Trainingsarbeit – mit dem Ziel, die Bewegungsabläufe beim Start zu verbessern. Um sich im Hinblick auf Rio nicht zu grosser Belastung auszusetzen, verzichtete Schippers zu Beginn der EM auf einen Start über 200 m.
Ein überraschendes Ende fand die EM-Siegesserie von Stabhochsprung-Olympiasieger Renaud Lavillenie. Der Franzose stieg erst bei 5,75 m ein, scheiterte bei dieser Höhe aber dreimal. Für den 29-Jährigen ging damit eine beeindruckende Serie zu Ende. 2010 in Barcelona, 2012 in Helsinki und vor zwei Jahren im Zürcher Letzigrund hatte er sich jeweils zum Europameister gekürt.
Aufgrund des Missgeschick Lavillenies ging die Goldmedaille nach Polen. Robert Sobera siegte vor dem Tschechen Jan Kudlicka – mit überaus bescheidenen 5,60 m. Bronze errang Robert Renner aus Slowenien (5,50).
Churandy Martina durfte sich derweil nur kurz über sein vermeintliches Titel-Double freuen. Der von seinen Landsleuten zunächst gefeierte 100-m-Europameister aus den Niederlanden wurde nach seinem Sieg über 200 m wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert. Gold ging damit an den Spanier Bruno Hortelano (20,45 Sekunden).
(SDA)