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Mit der touristischen Entwicklung von Zermatt war es für die Angestellten der Gornergrat Bahn oft schwer, geeigneten Wohnraum zu finden. Deshalb erbaute das Unternehmen in den 1970er Jahren ein Wohnhaus für Angestellte.
Angespannte Wohnsituation
Mit der zunehmenden Entwicklung von Zermatt als internationaler Tourismusdestination wurde der Wohnraum in Zermatt knapp. In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war dies vor allem für die Angestellten der Bergbahnen ein Problem. Um als Arbeitgeberin attraktiv zu sein, musste der Verwaltungsrate der Gornergrat Bahn bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Nur wenn genügend Wohnungen, Studios und Angestelltenzimmer verfügbar waren, konnte die Bahn auch auswärtige Fachkräfte rekrutieren.
Bahneigenes Wohnhaus
Der Verwaltungsrat reagierte auf die angespannte Situation und beauftragte den Bau eines Wohnhauses für Angestellte. 1972 begann der Bau auf der bahneigenen Parzelle etwas oberhalb der Getwingbrücke über die Vispa und gleich neben dem Eingang zum Depotstollen der Gornergrat Bahn. Bereits ein Jahr später war der Rohbau des Gebäudes erstellt.
Gornerhaus
Anfangs September 1974 konnten zahlreiche Angestellte das "Gornerhaus" mit 9 Wohnungen, 3 Studios und 9 Angestelltenzimmern beziehen. Wir sprachen dazu mit Meinrad Heynen, einem ehemaligen Bewohner des Gornerhauses:
Als Meinrad bei der Gornergrat Bahn zu Arbeiten begann, wohnte er zuerst in einem kleinen Zimmer im Obergeschoss des Gornergrat-Depots, ab 1977 dann in einem der Angestelltenzimmer im Gornerhaus. 1979 heiratete er und das junge Paar konnte eine 2 ½-Wohnung in Gornerhaus beziehen. 1983 schliesslich wechselten sie in eine 4 ½-Wohnung im dritten Stock.
Wie Meinrad ebenfalls erzählte, waren die Wohnungen auf einem für damalige Verhältnisse sehr guten Standard. Speziell erwähnte er die günstigen Mietpreise für die Mitarbeitenden, der Name «Dienstwohnungen» war deshalb berechtigt. Von beiden Wohnungen hatten sie eine schöne Matterhornsicht. Als er 1988 das Unternehmen verliess, musste er auch die Wohnung aufgeben, da diese Mitarbeitenden vorbehalten waren.
Neueröffnung im Jahr 2023
2022 startete die Totalsanierung des inzwischen in die Jahre gekommenen Wohnhauses mit den aktuell 17 Wohnungen. Diese umfasste den Rückbau des gesamten Hauses in den Rohbau und eine Altlastensanierung. Seit dem 1. März 2023 vermietet BVZ Asset Management AG die neuen Wohnungen. Wie in der Vergangenheit gibt sie den interessierten Mitarbeitenden der Bahn den Vorrang.