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Vertrieben von Bogerfunk.
Der Commander 6100DS wurde in Deutschland von Bogerfunk vertrieben und kam wohl auch noch unter anderen Bezeichnungen in den Handel. Es handelt sich um einen günstigen Allwellenempfänger, der durch die Abdeckung einiger „verbotener“ VHF - Frequenzbereiche und des günstigen Preises recht attraktiv erschien, qualitativ aber die Erwartungen nicht befriedigen kann. Auf Kurzwellen ist das Gerät nahezu untauglich…
Beim Commander 6100DS, der nur vom Erscheinungsbild her einige Ähnlichkeiten zum Sanwa 6090DF hat, handelt es sich um einen billigen Allwellenempfänger, der auch einige damals „verbotene“ Freuqenzbereiche im VHF-Bereich abdeckt und durch den Reiz des „Verbotenen“ einige Attraktivität erlangt hat.
Der Kofferempfänger mit seinem Kunststoffgehäuse misst 36 x 24 x 12 cm und bringt gut 2,5 kg auf die Waage, er kann mit 220 V Wechselstrom oder sechs UM-1 Monozellen betrieben werden.
An der Oberseite der Frontplatte finden sich links die rotleuchtende digitale LED-Frequenzanzeige, welche auch auf den Kurzwellenbereichen nur in 10 kHz auflöst, was den Wert zum Kurzwellenempfang extrem schmälert - die Anzeige wird nur dadurch brauchbar, dass die Eichmarken auf der Analogskala noch viel gröber und damit fast gänzlich unbrauchbar sind. Gleich daneben liegt das sehr empfindlich reagierende Feldstärkemessinstrument und ein Drucktaster zur Aktivierung der Skalenbeleuchtung.
Zur Rechten finden sich die horizontalen analogen Frequenzskalen, es ist hier noch der Negativpunkt hervorzuheben, dass das Gerät nur über einen einzigen Kurzwellenbereich verfügt, dieser ist auch der Frequenzskala auf zwei Zeilen verteilt, mit SW1 und SW2 bezeichnet, der Bandschalter hat dann aber auch nur eine Position für den gemeinsamen Kurzwellenbereich SW1/SW2, also auch hier mehr Schein als Sein.
Im unteren Bereich der Frontplatte finden sich neben dem Lautsprechergrill in der Mitte die Rändelschrauben und rudimentären Frequenzskalen der zwei Mehrgangpotis, welche zur Einstellung der beiden FM-Frequenzpresets dienen - ähnlich wie der Sanwa 6090 DF verfügt der Commander 6100DS über zwei UKW - Frequenz„speicher“. Der Bandschalter und der Hauptabstimmknopf mit einem konzentrischen kleinen Knopf als Feintrieb finden sich gleich daneben.
Darunter findet sich eine Reihe Schiebeschalter, neben dem Hauptschalter sind es die Schalter für Batterie/Netzbetrieb, den Frequenzzähler und die AFC und ein Schalter für reinen Verstärkerbetrieb, die Drehregler für die Rauschsperre SQUELCH, die Ton- und Lautstärkeregelung liegen gleich daneben. In einer untersten Reihe finden sich die Klinkenbuchsen für den Kopfhörer (mit 6,3 mm Klinkenstecker) und Ohrhörer (mit 3,5 mm Klinke), den Tonbandeingang und eine Aussenantenne.
Im Betrieb ist der Commander 6100DS unproblematisch, Hauptschalter auf ON und bei Netzbetrieb auf AC, Frequenzanzeige „DISPLAY“ auf „ein“, der Betriebsartenschalter für den einzigen Kurzwellenbereich auf SW1/SW2, mit dem Abstimmknopf kann nun bei 6,07 oder 6,08 das starke Signal der Deutschen Welle in Köln auf 6075 kHz aufgesucht werden. Im FM-Rundfunkband oder den VHF-Bändern gestaltet sich die Abstimmung genauso einfach, im AIR - Band können vielleicht Wetterberichte vom nächsten Flughafen aufgefanden werden, in den VHF-Bereichen tut sich nicht mehr so viel, seitdem die Fernsehsender den Bereich I im Analogbetrieb verlassen haben und die meisten „interessanten Funkdienste“ wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf abhörsichere digitale Bündelfunkverfahren umgestellt haben.
Rein auf der Kurzwelle betrachtet lässt die Empfangsqualität des Commander 6100DS stark zu wünschen übrig, zumindest eine Ablesegenauigkeit der digitalen Frequenzanzeige von 5 kHz oder besser wäre für einen brauchbaren Einsatz Mindestvoraussetzung, zudem ist der Kurzwellenbereich stark beschnitten.
Über die Qualitäten auf den FM-Bereichen kann ich keine Aussage machen.
Zusammenfassend ist der Commander 6100DS trotz seines recht imposanten, an die Geräte um den Panasonic RF-2800 erinnernden, Aussehens und der breiten Frequenzabdeckung kein brauchbarer Kurzwellenempfänger und passt höchstens als Abrundung und zur Dokumentation, „was alles als Weltempfänger verkauft wurde“ in die Sammlung.
Superhet mit analoger Frequenzaufbereitung und Frequenzzähler zur digitalen Frequenzanzeige.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.