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Bis zu den Leichtathletik-Europameisterschaften in München im Jahr 2022 kannte man Ditaji Kambudnji vor allem als kleine Schwester der erfolgreichen Sprinterin Mujinga Kambundji. An der EM in München trat die damals 20-Jährige aber endgültig aus dem Schatten ihrer grossen Schwester.
Über 100 m Hürden gelang ihr ein veritabler Exploit: Mit einer Zeit von 12,74 Sekunden gewann Kambundji die Bronzemedaille. Dass sie mit dieser Zeit vier Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestleistung an der WM in Eugene blieb, störte die Bernerin nicht. Sie meinte gegenüber SRF:
Simon Ehammer war vor seinem ersten Triumph im Mehrkampf kein unbeschriebenes Blatt. Schon im Sommer 2020 liess er mit guten Resultaten im Zehnkampf aufhorchen, nach der pandemiebedingten Wettkampfpause vergab Ehammer jedoch zwei Topplatzierungen mit Nullern im Stabhochsprung.
Die Silmermedaille im Siebenkampf an der Hallen-WM in Belgrad im Jahr 2022 kam deshalb relativ unerwartet. In seiner Zitterdisziplin, dem Stabhochspringen stellte der 22-Jährige in Belgrad gar seine persönliche Bestleistung von 5,10 Meter auf. Auch im Hochsprung und im 60-Meter-Sprint stellte der Ostschweiezr eine neue persönliche Bestzeit auf.
Auch nach seinem zweiten Platz an der Hallen-WM blieb Ehammer auf der Erfolgsspur: Im selben Jahr folgten eine Bronzemedaille im Weitsprung an der WM in Eugene und EM-Silber im Zehnkampf.
Bis zu den Olympischen Spielen in Tokio im Jahr 2021 hatte die Schweiz im Schwimmen erst einmal olympisches Edelmetall geholt – 37 Jahre zuvor hatte Etienne Dagon in Los Angeles Gold gewonnen. In Tokio gab es für die Schweizer Schwimmer sogar deren zwei. 24 Stunden nach Jérémy Desplanches über 200 m Lagen doppelte der Tessiner Noè Ponti nach und holte die Bronzemedaille über 100-Meter Delfin.
Ponti hatte sein Potential mit seinem Sieg an der Juniorenweltmeisterschaft über 50 m Delfin bereits angedeutet. Dass der 20-Jährige Tessiner auf der grösstmöglichen Bühne die erste Tessiner Olympiamedaille seit 1984 holen sollte, war dann aber doch eine Überraschung – eine der sehr positiven Sorte aus Schweizer Sicht.
Am 23. Juni 2017 gelang dem 17-jährigen Nico Hischier aus Naters im Wallis etwas, das vorher noch nie einem Schweizer gelungen war: Er wurde im jährlichen NHL-Draft an erster Stelle von den New Jersey Devils gezogen. Hischier hatte zuvor bereits eine Saison in einer der besten kanadischen Jugendligas für die Halifax Mooseheads gespielt. Heute ist Hischier bei den Devils aus New Jersey eine wichtige Stütze und trägt die Captainbinde.
Im anschliessenden Interview meinte der sichtlich überwältigte und noch wenig interview-erprobte Walliser: «Ich weiss immer noch nicht, was ich sagen soll, und bin froh, dass es vorbei ist.»
2009 holte die Schweiz ihren ersten und bisher einzigen Fussball-Weltmeistertitel – wenn auch nur in der U17-Kategorie. Im Final gewinnt das Team des Trainers Dany Rieser 1:0 gegen den Gastgeber aus Nigeria und entfacht in der Schweiz eine kleine Euphoriewelle. Plötzlich kennen alle die Namen der Titelhelden, Janick Kamber oder Nassim Ben Khalifa zum Beispiel. Es war sogar die Rede von einer goldenen Generation.
Nicht alle aus dem Weltmeisterteam schafften später den Durchbruch. Nassim Ben Khalifa ist das beste Beispiel dafür, dass überdurchschnittliches Talent in der Jugend nicht in jedem Fall zu einer erfolgreichen Karriere führt. Der Waadtländer schaffte zwar noch den Sprung in die Bundesliga zum Vfl Wolfsburg, verschwand dann aber über einen Abstecher zu YB langsam in der Versenkung. Heute spielt er in Japan bei Sanfrecce Hiroshima.
Andere Namen des erfolgreichen U17-Teams blieben der Schweizer Nationalmannschaft bis heute erhalten: Ricardo Rodriguez, Granit Xhaka und Haris Seferovic.
Der Titelgewinn kam zwar unerwartet, einer hatte aber von Anfang an daran geglaubt. Granit Xhaka meinte vor dem Turnier: «Ich packe genug Kleider ein bis zum Final. Ich will Weltmeister werden.»
Lara Gut-Behrami ist heute nicht mehr aus dem Skizurkus wegzudenken. Mit 37 Weltcupsiegen, drei Olympia-Medaillen und acht Mal Edelmetall an Weltmeisterschaften gehört sie zu den erfolgreichsten Schweizer Skifahrerinnen.
Bereits in ihrer allerersten Weltcup-Abfahrt fährt sie mit erst 16-Jährige aufs Podest. Und wie. Kurz vor der Ziellinie stürzt die Tessiner Ausnahmekönnerin – landet als Drittschnellste aber trotzdem noch auf dem Podest.
Lara Gut-Behrami war damals bereits ein Versprechen für die Zukunft. Dass sie dieses Versprechen aber bereits in ihrer ersten(!) Abfahrt einlösen würde, konnte niemand ahnen.
Begleitet von den Worten «Flieg Simi, fliieg» des Fernsehmoderators flog der 20-Jährige Simon Ammann zu Olympiagold auf der Normalschanze. Kurze drei Tage später kürte er sich mit dem Sieg auf der Grossschanze gar zum Doppelolympiasieger. Vor den olympischen Spielen hatte der Bauernsohn auf der Normalschanze noch nie einen Wettkampf gewonnen.
Noch stärker als die gezeigten Flüge dürfte den Zuschauenden vor dem Fernseher aber das legendäre Siegerinterview in Erinnerung geblieben sein.
Und jetzt ihr! Welche überraschenden Siege sind euch in Erinnerung geblieben? Erzählt es uns in den Kommentaren.
Torhüter Pauli Jaks schrieb am 29. Januar 1995 Geschichte: Als erster Schweizer absolvierte der Goalie eine Partie in der NHL. Nach 20 Minuten lagen seine Los Angeles Kings 1:4 gegen die Chicago Blackhawks zurück, als der ehemalige Ambri-Junior eingewechselt wurde und neben Grössen wie Wayne Gretzky agierte. Er kassierte zwei Gegentore zum 3:6-Endstand. Es blieb Jaks' einziger Einsatz.