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Wie kann man BGM erklären bzw. bezeichnen?
Als BGM wird ein Managementsystem bezeichnet, durch das dauerhaft, also nachhaltig, gesundheitsförderliches Arbeiten im Unternehmen installiert und gewährleistet wird.
Welches ziel hat BGM?
BGM hat die nachhaltige Änderung der Verhältnisse (Verhältnisprävention) und des Verhaltens (Verhaltensprävention) zum Ziel.
Welches sind die acht wesentlichen Aspekte des BGM in Verbindung mit der betrieblichen Gesundheitsförderung?
- Aufbau einer lernenden Organisation, die sich kontinuierlich zum Wohle der Beschäftigten weiterentwickelt
- Integration des BGM in bestehende Managementsysteme
- Berücksichtigung von BGM Elementen in der Personal-und Organisationsentwicklung
- Verbesserte Nutzung und Förderung des Human-und Sozialkapitals durch den Einsatz spezifischer Methoden
- Fördern der Mitarbeiterbeteiligung und Mitsprache der Beschäftigten bei der Gestaltung betrieblicher Prozesse
- Untertützen von gesundheitsförderlichen Elementen in allen Führungsebenen
- stärken einer positiven Grundeinstellung
- Aufstellen einfacher einzuhaltender Regeln
- Transparente Unternehmensentscheidungen
- Pflegen der Unternehmenskultur mit Werten und Regeln
- Umsetzung von Einzelprojekten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
Welche Rolle spielt das BGF im Rahmen des Qualitätsmanagement?
BGF ist als Teilprozess des Qualitätsmanagements zu verstehen und unterliegt so auch den Anforderungen an eine hohe Qualität sowie an eine systematische Umsetzung und ständige Verbesserung . Für die betroebliche Gesundheitsförderung bedeutet das eine strategische und konzeptionelle Vorgehensweise mit dem Ziel der Qualitätssicherung und kontinuierlichen Verbesserung.
Skizzieren sie zwei in der Praxis häufig angewandte Qualitätsmanagementmodelle und nenen sie die wesentlichen unterschiede?
Zu den bekanntesten Qualitätsmanagementsystemen zählt die Normenreihe DIN ES ISO 9000 ff. Diese sogenannte Zertifizierungsnorm beinhaltet Forderungen, wie Qualitätsmanagementmodelle gestaltet sein sollen. Ein ebenfalls weit verbreitetes und von vielen Organisationen für das Qualitätsmanagement herangezogenes Modell ist das "European Foundation for Quality Management" (EFQM). Das EFQM-Modell bewertet im Unterschied zur ISO Norm neben den Strukturen und Prozessen vor allem die Ergebnisse. Das EFQM-Modell hat den Vorteil, dass nichtnur bereits feststehende Strukturen wie bei der ISO-Norm bewertet werden, sondern auch eine Grundlage für einen schrittweisen, kontinuierlichen Verbesserungsprozess geboten wird.
Nach dem EFQM Modell werden die Qualitätskriterienin sechs Bereich aufgeteilt. Nennen sie diese sechs Bereiche.
1. Unternehmenspolitik
2. Personalwesen und Arbeitsorganisation
3. BGF-Planung
4. Soziale Verantwortung
5. Umsetzung BGF
. Ergebnisse der betrieblichen Gesundheitsförderung
Wie können sie die Qualität eines BGM Systems einfach feststellen und welche Vorteile ergeben sich daraus?
Die Einschätzung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität eines aktuellen Gesundheitsmanagements eignen sich für die Praxis Fragebögen zur Selbstbewertung. Die Selbstbewertung (Selbstaudit) hilft, Stärken, Schwächen und Verbesserungspotentiale der Organisation erkennbar zu machen und die BGF Politik gezielt darauf auszurichten. Darüber hinaus zeigt der Selbstcheck, welches Qualitätsniveau mit den eigenen Maßnahmen erzielt wird. Das Selbstaudit erleichtert, Prioritäten für künftige Maßnahmen anzuleiten und ermöglicht Leistungsvergleiche mit anderen Organisationen (Benchmarking)
Die Geschäftsleitung ist von der Umsetzung eines BGM-Systems nicht überzeugt. Wie argumentieren sie?
Bei der Argumentation sind folgende konkrete Nutzenaspekte von BGM klar herauszustellen:
- Starke Mitarbeiterbindung möglich. Vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels
- Kostensenkung durch Senkung der Fluktuation
-Stärkung des Unternehmensimage
-Verbesserung von Gesundheit, Motivation und Produktivität der Beschäftigten
- Stärkung des Unternehmenserfolgs durch effizienteren Einsatz von Sach-,Sozial-, und Humankapital