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| Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)

Zweites Buch: Widerlegung des persischen Heidentums.
24.
Auch die Lichtkörper sind, wie wir oben gesagt haben, nichts Lebendiges und nicht Ursache des Guten oder des Bösen, sondern sie leisten allein den Dienst, zu dem sie verordnet sind. Wie Moses gesagt hat, Gott machte große Lichter und setzte sie an die Feste des Himmels, Lichtspender zu sein für die Erde (Gen. 1, 14 ff.). Daraus geht hervor, daß er sie allein geschaffen hat, daß sie Lichtspender seien, und zu Zeichen und Zeiten und Tagen und Monaten und Jahren. Nicht als Lebewesen, sondern als Lichtgestirne (schuf er sie), Lichtspender zu sein denen, die unter dem Himmel sind, und die Zeichen der Gotteserkenntnis zu zeigen und die des Regens und der Veränderungen der Lüfte. Wie auch unser Herr gesagt hat: „Wenn ihr am Morgen den Himmel gerötet sehet, sagt ihr, es wird Regen geben, und es gibt; und wenn der Südwind weht, sagt ihr, daß große Hitze kommen wird, und sie kommt“ (Lukas 12, 54).
Denn beim Aufgehen der Sonne nimmt die Luft die Feuchtigkeit des Wassers auf und schwingt sie gegen die Strahlen der Sonne, und weil die Luft noch nicht verdichtet ist und wolkig, hält sie nur ein wenig die Strahlen auf und rötet nur die Sonne, ohne sie zu verdunkeln. Daraus erhellt, daß dies ein Zeichen des Regens ist.
[S. 122] In ähnlicher Weise sucht der Mond, bedrängt von der Feuchtigkeit der Luft, die Feuchtigkeit von sich auszutreiben. Daher nähert sich ihm zwar die Feuchtigkeit, aber sie kommt nicht an ihn heran und bildet einen Hof rings um ihn sich lagernd. Daraus wird auch das Zeichen des Regens ersehen. Und nicht allein beim Monde, sondern auch an der Kerze, welche das kleinste Licht ist, zeigt sich dies.