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Als Sahel-Land im westlichsten Teil Afrikas am Atlantik hatte Senegal 2016 fast 15,4 Millionen EinwohnerInnen, davon rund 23% in der Region Dakar und 40% in ländlichen Gebieten.
Der Fischereisektor ist eine wichtige Tätigkeit, die etwa 2 % des BIP ausmacht und 600'000 direkte Arbeitsplätze schafft. Der Sektor leidet jedoch unter einer extrem hohen Verlustquote nach dem Fang, die je nach Fall zwischen 20 % und 50 % liegt.
Auch wenn das Wirtschaftswachstum des Landes ermutigend ist, liegt die Armutsquote im Senegal nach wie vor bei über 40%.
Die ländliche Gemeinde Ndande ist die Hauptpartnerin des CEAS-Abfallwirtschaftsprojekts im Senegal. Dank des CEAS und seiner PartnerInnen hat die Gemeinde ihre Sammelquote auf rund 80% erhöht, während sie 2010 bei Null lag. Die 27’000 EinwohnerInnen der Gemeinde zahlen eine Gebühr und die Gemeinde investiert einen Teil ihres Budgets in die Verwaltung der Infrastrukturen. 16 Personen, davon die Hälfte Frauen, fanden einen Arbeitsplatz im Sortierzentrum.
Viele Kontakte wurden geknüpft und so sollen andere senegalesische Gemeinden von diesen Erfahrungen profitieren können. Im Herbst 2017 liessen sich VertreterInnen aus rund zehn Ländern bei einem von der Re-Source-Plattform, deren Mitglied CEAS ist, organisierten Austauschtreffen von diesem Modell inspirieren.
Gemeinsam mit seinen ForschungspartnerInnen hat das CEAS ein auf Fischereiprodukte abgestimmtes Trocknermodell entwickelt. Es ermöglicht die Verarbeitung von Fisch und Schalentieren unter stark verbesserten Hygienebedingungen. Als qualitativ besser anerkannt, wird das Endprodukt der Verarbeiterinnen teurer verkauft, was ihr Familieneinkommen deutlich erhöht.
Dank einer Partnerschaft mit der Nationalen Agentur für erneuerbare Energien sind nun fünf Fischereihäfen mit diesen Trocknungsanlagen ausgestattet.
Das CEAS konzentriert sich nun auf die allgemeine Optimierung des Betriebs von Fischereihäfen sowie auf das Räuchern von Fischen, eine weitere traditionell angewandte Technik, die jedoch viele Probleme aufwirft, sowohl in Bezug auf die verbrannten Holzmengen als auch auf die Gesundheit des Personals.
Koordinatorin: Fatou Faye
cosn[at]ceas.ch