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Die Westtangente Wetzikon ist seit vielen Jahren im kantonalen Richtplan eingetragen, wie der Kanton Zürich meldet.
Sie sollte die Zentren von Ober- und Unterwetzikon vom Durchgangsverkehr entlasten. Der vorgesehene Strassenverlauf habe sich jedoch aus umweltrechtlicher Sicht als nicht bewilligungsfähig erwiesen.
Aus diesem Grund werde das Projekt nicht weiterverfolgt. Die geplante Westtangente Wetzikon hatte das Ziel, die Gebiete um den Bahnhof, die Bahnhofstrasse und Unterwetzikon verkehrlich zu entlasten, um im Zentrum weitere städtebauliche Entwicklungen zu begünstigen.
Weiter sollte die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes rund um die Motoren- und Industriestrasse erhöht werden. Eine gemeinsame Planung des Kantons und der Stadt Wetzikon im Jahre 2017 bestätigte die positive Wirkung der Westtangente, weshalb der Kanton die Planungen fortführte.Die im kantonalen Richtplan festgelegte Linienführung der Westtangente führt im Norden auf einem kurzen Abschnitt durch die national geschützte Moorlandschaft des Pfäffikersees.
Die bisherige Planung ging davon aus, dass der Schutzperimeter nach Vorliegen des Strassenprojekts geringfügig angepasst werden könnte. Die Kompetenz für diese Anpassung liegt beim Bund.
Aus diesem Grund habe der Regierungsrat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) um eine Beurteilung der Situation gebeten. Das BAFU kommt nun zum Schluss, dass sowohl die Anpassung des Perimeters wie auch der Bau der Westtangente in der geplanten Form nicht zulässig sind.
Das BAFU stützt sich in seinen Ausführungen insbesondere auf das Urteil des Bundesgerichts zum Lückenschlussprojekt der Oberlandautobahn aus dem Jahre 2012, in welchem es sowohl Bauten innerhalb des Schutzperimeters wie auch eine Anpassung des Perimeters selbst weitgehend ausgeschlossen hatte. Eine Verschiebung der Linienführung kommt nicht in Frage, da das bestehende Siedlungsgebiet erheblich tangiert würde.
So müssten verschiedene Gebäude, die erst 2011 erstellt wurden, zumindest teilweise abgebrochen werden. Deshalb kommt die Volkswirtschaftsdirektion zum Schluss, dass auf die Weiterführung des Projekts Westtangente Wetzikon verzichtet wird.In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wetzikon werde nun nach stadtverträglichen Lösungen zur zukünftigen Abwicklung des Verkehrs gesucht.
«Die klaren Aussagen des zuständigen Bundesamts lassen keinen Zweifel, dass dieses Projekt wie geplant nicht mehr umgesetzt werden kann», sagt Regierungsrätin Carmen Walker Späh – und betont: «Ich werde mich für weitere Optimierungen des Strassennetzes und vor allem für die rasche Realisierung des Lückenschlussprojekts der Oberlandautobahn einsetzen. Damit können Unterwetzikon und die Umgebung des Bahnhofs vom Durchgangsverkehr entlastet werden.» .
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