Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/2913

Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
2. April 2002 - 30. Juni 2009 im FCSG. -- 194 (173 NLA/15 Cup/6 UI-Cup) Spiele und 81 (64 NLA/13 Cup/4 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. April 2002 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Basel.
Alex Tachie-Mensah war nach Charles Amoah der zweite Ghanaer bei den Espen. Nach 1952 hat wohl kein anderer Spieler mehr Tore erzielt für den FCSG als Alex. Trotzdem erhielt der Stürmer im Vergleich zu anderen Grössen verhältnismässig wenig Anerkennung - vor allem auch im Blick zurück. Das liegt auch daran, dass der FSCG im zweiten Jahr nach dem Meistertitel langsam ins Schlingern geriet und weit davon entfernt war, sich nur schon einen Europacup-Platz zu sichern. Tachie-Mensah hatte sich dabei nicht viel vorzuwerfen, auch wenn er sich sagen lassen musste, die Effizienz sei seine grosse Schwäche. Bei seiner Tor-Bilanz darf hingegen gelobt werden, wieviele Chancen er sich herausarbeitete.
Als der Stürmer, zu Beginn in der Schweiz von Xamax nur "Alex" genannt, während der Finalrunde im Frühling 2002 aus Neuenburg nach St. Gallen wechselte, stand zwar mit Ionel Gane ein noch immer formstarker weiterer Angreifer in der Mannschaft. -- Doch waren die vielen Abgänge der Meistermannschaft inklusive des Trainers immer mehr zu spüren. Mit der Verpflichtung von Tachie-Mensah wurde somit auch versucht, einen Gegentrend zu bewirken. -- Das erste Tor für die Espen glückte Tachie-Mensah in seinem fünften Match in Grün-Weiss, als er im St. Jakob-Park schon in der 5. Minute den Führungstreffer erzielte und damit zum für lange Zeit letzten Auswärtssieg gegen Basel (2:1) beitrug. -- Es blieb sein einziges Goal bis zur Sommerpause.
Im düsteren Herbst 2002 begann der Wert von Tachie-Mensah zu wachsen. Als vor dem Auswärtsspiel gegen YB feststand, dass die Espen in die Auf-/Abstiegsrunde müssen, zeigten sie eine der besseren Leistungen - angeführt vom Ghanaer, der den Ausgleich erzielte und den Siegtreffer einleitete. Dieser 2:1-Sieg nährte die Zuversicht, dass der FCSG im Frühling trotz Liga-Reduktion bestehen sollte. -- Zum Start in die Auf-/Abstiegsrunde traf Alex beim 4:2-Heimsieg gegen Luzern doppelt - das Resultat sollte richtungsweisend sein. Tachie-Mensah traf in den vier folgenden Spielen je einmal, der Verbleib in der NLA wurde letztlich komfortabel gesichert.
Nach 14 Meisterschafts-Toren in seinem ersten vollen Jahr mit St. Gallen folgten 17 in der Saison 2003/04, was sein Bestwert bleiben sollte und Platz 3 in der Torschützenliste der Liga bedeutete (gemeinsam mit Richard Nuñez/GC und Leandro/YB und hinter Stéphane Chapuisat/YB und Mohamed Kader/Servette). -- Der FCSG erlebte drei mittelmässige Saisons, wie sie vorerst in der neuen 10er-Liga typisch sein sollten: Mal in Abstiegsgefahr, dann wieder in leichter Hoffnung auf einen Europacup-Platz. -- Ende August 2004 wurde Tachie-Mensah von Basels Boris Smiljanic mit einem Ellbogenschlag ausser Gefecht gesetzt: Wegen eines Nierenrisses und Milz-Anrisses musste Tachie-Mensah zwei Monate pausieren, hatte aber noch Glück, dass die Folgen nicht schwerwiegender waren. Jedoch tat sich Alex auch im Frühling noch schwer, erzielte erst in den letzten drei Runden nochmals zwei Tore und hatte am Ende mit 6 das niedrigste Saisontotal seiner Zeit in der Schweiz.
Nati-Aufgebot und WM-Teilnahme
Weit besser gelang ihm der Start in die folgende Saison unter Ralf Loose. In der zweiten Runde glückte Tachie-Mensah auswärts gegen Aarau zwischen der 39. und 74. Minute ein Hattrick, der FCSG gewann 4:1. Erster Torschütze war dabei Eric Hassli, der mit dem Ghanaer ein eindruckvolles Sturmduo bildete. -- Auch wenn 2005/06 für den FCSG erneut durchzogen war - Tiefpunkt war die Cup-Niederlage in Küssnacht am Rigi - brachte sie Tachie-Mensah im Frühling Aufgebote für sein Nationalteam. Am 1. März wurde er gegen Mexiko eingewechselt (0:1, in Frisco, Texas). Nach einem weiteren Testspiel gegen den französischen Ligue-1-Vertreter OGC Nice wurde Alex von Nationaltrainer Ratomir Djukovic gar ins WM-Kader aufgeboten. -- Ghana hatte sich erstmals überhaupt für eine WM qualifiziert.
Tachie-Mensah wusste, dass er in Deutschland wohl nur als "Joker" Einsatzchancen haben würde; im Angriff waren Matthew Amoah (damals Borussia Dortmund) und Asamoah Gyan (damals bei Modena) gesetzt. -- Beim Startspiel der "Black Stars", der 0:2-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Italien in Hannover, wurde Alex in der 89. Minute für Gyan eingewechselt. Im dritten Gruppenspiel wurde Tachie-Mensah erneut eingewechselt; der 2:1-Sieg gegen die USA brachte die Achtelfinal-Qualifikation. Dort traf Ghana in Dortmund auf Brasilien und unterlag 0:3. Das Resultat war ernüchternd, doch Ghana hinterliess insgesamt einen guten Eindruck. Spätestens gegen Brasilien traf dies auch auf Tachie-Mensah zu, der in den letzten 20 Minuten für Matthew Amoah ins Spiel kam und einigen Aufwand trieb, wenigstens noch den Ehrentreffer zu erzielen.
Die WM brachte Tachie-Mensah für einen möglichen Transfer ins Gespräch. Vor allem französische Klubs sollen sich um ihn bemüht haben. In der Schweiz wurde er mit dem FC Thun in Verbindung gebracht, wohl weil seine Ehefrau aus dem Bernbiet stammte. Der Stürmer liess sich davon überzeugen, seinen Marktwert in St. Gallen zu steigern, stattdessen gelang der Verkauf von Eric Hassli nach Valenciennes. -- Neuer Sturmpartner war nun Francisco Aguirre, der im zweiten Heimspiel der Saison Basel im Alleingang "abschoss" (3:2). Zwei Wochen später wurde mit dem FC Zürich der Meister 3:1 geschlagen, diesmal erzielte Tachie-Mensah zwei Tore. Der FCSG hatte endlich wieder einmal gegen die Top-Teams der Liga gewonnen, das Sturmduo ergänzte sich prächtig. Im Espenmoos herrschte neue Zuversicht, die Qualifikation für den UEFA-Cup war in Griffweite.
Bitteres Karrieneende
Immerhin durften die Espen im Sommer 2008 wieder einmal im UI-Cup starten. Trotz Hinspiel-Sieg in Moldawien schied der FCSG gegen Dacia Chisinau aus. -- Vier Tage später verloren die Espen auch das Super-League-Startspiel auswärts gegen die Grasshoppers 0:2. Alex hatte alleine drei "Hundertprotzentige" vergeben. Noch schwerer für die Mannschaft wog jedoch, dass Tachie-Mensah in der Schlussphase verletzt ausschied. Die Diagnose war niederschmetternd: Luxations-Fraktur samt Bänderriss und Syndesmosenriss am rechten Sprunggelenk. Bis Ende Jahr, hiess es, würde er ausfallen. -- Der FCSG geriet in eine sportliche Krise, die zum Abstieg führte. -- Tachie-Mensah kehrte noch im Dezember zurück, bis Ende März kam er noch zu sechs Teil-Einsätzen. Mitte April 2008 wurde bekanntgegeben, dass ihm Metallplatten und Schrauben entfernt würden und er erst in der nächsten Saison wieder einsatzfähig sein würde. -- Doch es kam zu Komplikationen, ein Infekt machte zusätzlich zu schaffen. Alex kämpfte lange um ein letztes Comeback. Im Mai 2009 erfolgte die fünfte Operation. -- Die nächste Rehabilitation hätte nochmals lange gedauert, die Ärzte konnten ihm aber keine Garantie geben, dass es nochmals reichen würde. Schliesslich musste er den Rücktritt erklären.
Tachie-Mensah, der als fitter Spieler seine Torerfolge gerne mit spektakulären Rückwärtssalti feierte, wurde Spezial-Trainer für den Offensiv-Bereich im FC Frauenfeld und übernahm im Verein auch die A-Junioren, später die U15 des Team Thurgau im Junioren-Spitzenfussball. -- Seit Sommer 2014 ist Tachie-Mensah Trainer der AS Calcio Kreuzlingen in der 2. Liga.
Vor dem FCSG
Alex Tachie-Mensah spielte in seiner Heimat für die Cape Coast Ebusua Dwarfs. Vier Jahre, bevor er im Sommer 2000 in die Schweiz kam, soll sich ein deutscher Bundesligist um ihn bemüht haben. Alex' Vater legte jedoch sein Veto ein, ihm war sein Sohn noch zu wenig reif. Schliesslich konnte Nicolas Geiger den Transfer zu Xamax einfädeln. -- Tachie-Mensah gab sein NLA-Debüt am 19. Juli 2000 gegen Basel und benötigte nach seiner Einwechslung nach der Pause nur fünf Minuten für sein erstes Tor (Xamax gewann 2:0). -- Die nächsten Tore liess Alex dreieinhalb Wochen später im Heimspiel gegen den FCSG folgen, als er nach 0:1-Rückstand für den 2:1-Sieg der Rot-Schwarzen sorgte. Es war die erste von 14 NLA-Tor-Doubletten (davon 10 für die Espen, nebst dem Hattrick in Aarau). -- Im Sommer 2001 fanden Xamax und die Dwarfs lange keine Einigung über den Verbleib von Tachie-Mensah, obwohl er betonte, wie wichtig ihm ein Verbleib in Neuenburg ist, weil nicht schon nach einem Jahr beurteilt werden könne, wie gut er sei. -- Tatsächlich lief es ihm im Herbst 2001 richtig gut, er erzielte 13 der 28 Tore, trotzdem musste Xamax erneut in die Auf-/Abstiegsrunde. -- Tachie-Mensah gehörte am Afrika-Cup in Mali im Januar 2002 zu Ghanas Nationalteam, das im Viertelfinal an Nigeria scheiterte. Alex kam in mindestens zwei Vorrundenspielen zum Einsatz. -- Vor seinem Transfer in die Ostschweiz erzielte Tachie-Mensah für Xamax in 58 NLA-Spielen 26 Tore - das brachte ihm am Ende ein Karriere-Total von 89 Toren in 231 Spielen.
1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 9 (8 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. August 2012 beim 1:1 gegen die Grasshoppers.
Igor Tadic kam vom SC Kriens zu den Espen. Sein Wechsel wurde bereits im Januar offiziell. Um Kriens im Abstiegskampf helfen zu können, einigten sich die Klubs darauf, dass er erst im Sommer in die Ostschweiz zieht. -- Tadic führte im Herbst 2011 mit 15 Treffern in 16 Spielen die Torschützenliste der Challenge League an; in der Rückrunde kamen nur noch zwei weitere Tore hinzu, Tadic war Ende mit 17 Toren gemeinsam mit Moreno Merenda und Shkelzen Gashi zweitbester Goalgetter der Liga. -- Kriens stieg gemeinsam mit vier weiteren Teams ab.
In St. Gallen konnte Igor Tadic nicht Fuss fassen, erhielt aber auch nur zu selten die Chance, sich zu beweisen. Immerhin erzielte er in 12 Einsätzen mit der U21 in der 1. Liga Promotion 12 Tore. -- Am Ende der für den FCSG erfolgreichen Saison einigte sich der Stürmer und der Klub, den Vertrag aufzulösen.
Tadic wechselte schliesslich zum Servette FC, für den er in 27 Challenge-League-Spielen 11 Tore erzielte und damit gemeinsam mit Geoffrey Tréand erfolgreichster Schütze der Genfer war. Den Wiederaufstieg verpassten die Grenats indes deutlich. -- Im Sommer 2014 wechselte Tadic zum Ligakonkurrenten FC Schaffhausen. Der FCS spielte zwar nurmehr im Mittelfeld der Tabelle, Tadic aber wurde mit 19 Treffern Liga-Toschützenkönig. -- Auch im Herbst 2015 war Tadic mit Abstand bester Schaffhauser Torschütze - für 9 der 20 Goals zeichnete er verantwortlich. Dann aber stoppte ihn ein Kreuzbandriss. -- Erst im Oktober 2016 kam er zum Comeback. Tadic schoss noch zwei Tore, darunter das einzige Tor in Winterthur, das den einzigen Sieg im zweiten Saisonviertel bedeutete. -- Noch vor Weihnachten wurde bekannt, dass der Stürmer ab Anfang 2017 für den Ligakonkurrenten Wohlen spielen wird.
Vor dem FCSG
Auch wenn er in Kriens die Nummer 10 trug, war Tadic lange mit der 11 verbunden. -- Schon in den beiden Jahren zuvor war Tadic jeweils treffsicherster Krienser. 13 Tore (davon 11 in der Qualifikation) trug er in der Saison 2008/09 in der 1. Liga zum Wiederaufstieg bei, obwohl er erst im Januar von Zug 94, für das er im Herbst auch schon 11 Tore schoss, nach Kriens zurück kehrte. In der Challenge League waren es in der Saison 2009/10 und 2010/11 jeweils 11 Tore.
Der in Serbien geborene Igor Tadic begann beim FC Steinhausen, für den er bis 2005 noch in der 3. Liga spielte. -- Im Januar 2006 Aufstieg in die 1. Liga zu Zug 94. -- In der Saison 2006/07 ist Tadic mit 11 Toren bereits bester Goalgetter der Zuger. -- Abermals 11 Treffer bedeuteten auch in der Saison 2007/08 den Bestwert bei Zug 94, und mit noch einmal 11 Goals vor seinem Wechsel nach Kriens im Herbst 2008 war Tadic erneut erfolgreichster Schütze im damals von Patrick Bühlmann trainierten Team. -- Bis zum Wechsel zum FCSG blieb der "Torschütze vom Dienst" Halbprofi und arbeitete jeweils vormittags als Bauspengler.
Seit 1. Juli 2014 im FCSG. -- Bisher 91 (80 NLA/11 Cup) Spiele und 24 (20 NLA/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen den BSC Young Boys.
Yannis Tafer war im Sommer 2014 nach Mickaël Facchinetti der zweite Spieler aus Lausanne, den der FCSG verpflichtete.
Lausanne-Sport hatte den Stürmer nach Saisonstart im Sommer 2012 von Olympique Lyonnais übernommen. -- Tafer hatte die Saison davor wegen einer Verletzung komplett verpasst und hatte deshalb keine Aussichten auf einen Platz im Team des französischen Spitzenklubs. -- Den äusserst bescheiden gestarteten Waadtländern verhalf Tafer - nebst anderen späten Neuverpflichtungen - zu einem deutlichen Aufschwung und zum letztlich komfortabel erreichten Klassenerhalt. Tafer gefiel vor allem als Vorbereiter. -- In seiner zweiten Super-League-Saison steigerte sich der Franco-Algerier nochmals. Auch wenn Lausanne-Sport den Abstieg nicht mehr verhindern konnte, hatte Tafer gemeinsam mit Yoric Ravet auf sich aufmerksam machen können und die zu Beginn abgeschlagenen Lausanner nach einem Trainerwechsel im Herbst nochmals beflügelt. Am Ende hatten Tafer und Ravet, die im selben Vorort von Grenoble aufwuchsen, je 8 Saisontore erzielt. Für Lausanne-Sport bestritt Tafer 56 Super-League-Spiele und erzielte 9 Tore.
Bei Olympique Lyonnais debütierte Tafer am 9. Februar 2009 in der Ligue 1. Zwei Tage vor seinem 18. Geburtstag wurde er in der Schlussphase beim 3:1-Auswärtssieg in Nizza eingewechselt. -- Die Hoffnung, ein "zweiter Benzema" zu sein, sollte sich aber nicht erfüllen. Bei Lyon kam er auf 15 Spiele in der Ligue 1. Als er im August 2010 an den Toulouse FC ausgeliehen wurde, brachte er es dort auf 17 Einsätze.
Den Vergleich mit Karim Benzema, der wie Tafer algerischer Abstammung ist und im Nachwuchs von Lyon ausgebildet wurde, hatte auch mit seinen Auftritten in Junioren-Nationalteams zu tun. Als Frankreich im Juli 2010 die U19-EM gewann, gehörte Tafer zu den prägenden Akteuren. Bei 0:1-Pausenrückstand wurde er eingewechselt und leitete den 1:1-Ausgleich gegen Spanien ein. Die "Bleuets" schlugen die Iberer 2:1, nachdem sie zwei Jahre zuvor als U17 gegen denselben Gegner im Endspiel 0:4 unterlegen waren. Auch jenen Final in der Südürkei hatte Tafer bestritten. Im letzten Vorrundenspiel der U17-EM von 2008 gegen die Schweiz (mit den St. Gallern Michael Lang und Sven Lehmann) hatte Yannis Tafer beide Tore zum 2:0-Sieg Frankreichs erzielt.
Ab 1. Juli 2017 im FCSG.
Gjelbrim Taipi spielte vor seinem Wechsel nach St. Gallen für eine halbe Saison beim FC Schaffhausen, für den er in 16 Spielen 3 Tore erzielte. -- Schaffhausen war zu dem Zeitpunkt Tabellenletzter, hatte aber mit Murat Yakin einen neuen Trainer, der die Rettung schon fast garantierte. -- Tatsächlich legte Schaffhausen eine überragende zweite Saisonhälfte hin, wurde am Ende Vierter und war in der "Rückrundentabelle" die Nummer 1 der Challenge League. -- Daran hatte auch Taipi, der bis zu einer Gelbsperre zwölf Mal in der Startformation stand, seinen Anteil (total 16 Spiele für Schaffhausen). -- Schon vor Saisonende stand für den Albaner fest, dass er wechseln würde.
Zuvor spielte Taipi seit 2013 beim FC Wil. -- Bei seinem Debüt in der Challenge League am 21. Juli auswärts gegen Chiasso (3:0-Sieg) traf er zur 1:0-Führung. -- Drei Jahre lang war Taipi im Bergholz als Regisseur Stammspieler, auch in der ersten Saison unter den türkischen Investoren, die die Mannschaft massiv aufrüsteten. -- Im Sommer 2016 kam es zum Bruch. Als Wil in der ersten Cup-Runde auswärts gegen Stade Lausanne-Ouchy scheiterte, gehörte er zu drei Spielern, die darauf aussortiert wurden. Erst im Winter wurde der Vertrag aufgelöst, der Mittelfeldspieler verabschiedete sich nach 98 Meisterschaftsspielen und 16 Toren aus Wil.
Geboren in Bujanovac im gewesenen Jugoslawien, nahe der Grenze zu Kosovo, begann Taipi als Junior beim KF Tërnoci, für den er als 17-Jähriger in die 1. Mannschaft. -- 2011 zog er ein Angebot von Shkëndija Tetovo anderen Offerten aus Westeuropa vor. -- Für den Klub aus dem albanischsprachigen Teil Mazedoniens bestritt er in zwei Jahren 58 Spiele in der höchsten Liga (6 Tore). -- Zwischen 2012 und 2014 bestritt Taipi zudem 9 U21-Länderspiele für Albanien.
Als Junior ab der Saison 1996/1997 und bis 30. Juni 2001 im FCSG. -- 3 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. November 1998 beim 0:0 gegen Servette.
Damiano Tamanti war Nachwuchsspieler im FCSG und kam in der Schlussphase der Qualifikation im Herbst 1998 zu drei Einsätzen in der NLA. -- Der Offensivspieler kam in der Folge wieder im Nachwuchs zum Einsatz und wechselte im Juli 2001 zum FC Gossau in die 1. Liga, im Juli 2002 zum FC Arbon. -- Später im FC St. Margrethen.
Damiano Tamanti war bereits Junioren-Internationaler, als er vom "Team Thurgau" aufs Espenmoos wechselte. -- 1997 Teilnehmer an der U16-EM in Deutschland (gemeinsam mit Vincenzo Zinnà), in der die SFV-Auswahl im Halbfinal gegen Österreich im Penaltyschiessen scheiterte und im Spiel um Platz 3 dem Gastegeber unterlag.
1. Juli.2001 bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 21 (19 NLA/1 Cup/1 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Juli 2001 bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen den FC Zürich.
Oscar Tato wurde nach dem Abgang von Marco Zwyssig verpflichtet. Der Spanier aus Basel wechselte von der AC Bellinzona aus Espenmoos. -- Tato schied in seinem 2. Einsatz für die Espen in der 17. Minute verletzt aus - mit einem Kreuzbandriss. Das Comeback gab der Innenverteidiger erst ein Jahr später. -- Im Sommer 2003 unter den zahlreichen von Heinz Peischl aussortierten Spielern. -- Oscar Tato begann als Junior im FC Concordia Basel. -- 1996 Wechsel zu Servette. Für die Genfer bestritt er in drei Saisons 17 NLA-Spiele und wurde 1999 Schweizer Meister. -- Danach ab Sommer 1999 zwei Saisons in Bellinzona (47 Spiele in NLB und Auf-/Abstiegsrunde). -- 2003 unterschrieb Tato bei seinem Stammclub FC Concordia. Und verletzte sich kurz nach Saisonstart erneut am Kreuzband. -- Bis 2006 konnte Tato noch insgesamt 36 NLB-Spiele für "Congeli" bestreiten, beendete dann seine Profi-Laufbahn und wechselte zum FC Black Stars Basel.
1. Juli 1994 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 50 Spiele (46 NLA/4 Cup) und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 beim 0:3 in Luzern.
Julio Tejeda wechselte von seinem Stammklub FC Monthey, wo er bereits unter Uwe Rapolder spielte, aufs Espenmoos. -- Der kampfstarke Mittelfeldspieler verpasste in seiner ersten Saison in St. Gallen fast die ganze zweite Saisonhälfte wegen Rückenproblemen. -- Im zweiten Jahr schaffte er den Durchbruch, auch beflügelt vom optimalen Saisonstart der Mannschaft. -- Sein einziges Meisterschaftstor für den FCSG war im Juli 1995 das 1:0 beim 4:0-Auswärtssieg auf dem Letzigrund. -- Der FCZ wiederum war es, der Tejeda ein Jahr später weglockte. -- Von finanziellen Sorgen geplagt, wurde mit der Vertragsverlängerung in St. Gallen zu lange zugewartet.
Julio Tejeda spielte zwei Saisons im FC Zürich (61 NLA-Spiele/1 Tor) und wechselte 1998 zum aufstrebenden FC Lugano. -- Im Tessin brachte es Tejeda, inzwischen Verteidiger, nach gutem Start wegen Verletzungen nur zu 16 NLA-Spielen. -- Im Sommer 1999 am Kreuzband operiert, erfuhr er im Januar 2000 eine Stunde vor dem Trainingsstart, dass Trainer Morinini nicht mehr auf ihn zähle. -- Schliesslich konnte er Ende Februar ein Leihgeschäft zu Etoile Carouge einfädeln. -- Mit den Genfern konnte er den Abstieg in die 1. Liga jedoch nicht verhindern. -- Ab Sommer 2000 im FC Bex (1. Liga). -- 2001 zurück zum FC Monthey, wo er auch als Trainer begann. -- Später als Trainer im FC Bex, bei Martigny-Sports (1. Liga) FC Massongex und seit Sommer 2011 erneut im FC Bex (2. Liga interregional).
Zu ersten NLA-Einsätzen kam Tejeda im Herbst 1991 im FC Sion, der am Ende der Saison (im Frühling 1992) seinen ersten Meistertitel feierte. -- Weil dem Klub das Geld ausgegangen war und ihm nicht die volle versprochene Meisterprämie gezahlt werden konnte, bat Tejeda darum, an seinen FC Monthey ausgeliehen zu werden. -- In der Saison 1992/93 gelang unter Rapolder der Aufstieg in die NLB, er selbst folgte dem Trainer, der ihn nach eigener Aussage am meisten geprägt hatte, in die Ostschweiz.
Der Spanier aus dem Unterwallis, Linksfüsser, defensiv stark, Freistossspezialist, bewies auch reichlich Nehmer-Qualitäten, die sich u.a. in mehreren Nasenbeinbrüchen zeigten.
27. Februar 1990 bis Anfang Januar 1991 im FCSG. -- 16 (10 NLA/1 Cup/5 Intertoto-Cup) Spiele und 1 Tor im Intertoto-Cup für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. März 1990 bei der 0:1-Heimniederlage gegen Lugano.
Jorge Walter Theiler wurde vom CA Newell's Old Boys zuerst bis Saisonende ausgeliehen. Mit dem Klub aus Rosario wurde er 1988 argentinischer Meister. -- Nach Daniel Raschle hatten die Verantwortlichen der Espen einen zweiten Doppelbürger in Südamerika ausfindig gemacht. -- Doch ganz anders als Raschle konnte der Abwehrspieler Theiler die Erwartungen nicht erfüllen. -- Das hatte seinen Ursprung in den Schwierigkeiten, den Schweizer Pass zu erhalten. Zwar kam aus dem Heimatkanton seiner Vorfahren, dem Wallis, rasch eine Bestätigung, doch blieb das Gesuch offenbar lange in Bern liegen. Theiler belastete unerwartet das Ausländerkontingent - folglich gehörte er im Frühling 1990 meist als "überzähliger Ausländer" nicht dem Aufgebot an. -- Bei seinem NLA-Debüt spielte Theiler anstelle des gesperrten Urs Fischer Libero. Ansonsten bewies er meist in der Nachwuchsmeisterschaft (NLC), dass er eine wertvolle Verstärkung sein könnte. -- Theiler wurde im Sommer vom FCSG fest verpflichtet und erhielt einen Einjahresvertrag. Im Herbst 1990 hingegen hatte Theiler mit einer Fersenentzündung zu kämpfen und fehlte öfter verletzt. -- Zum Start in die Vorbereitung im Januar 1991 wurde bekannt, dass Theiler nicht aus Argentinien zurückkehren wird und der Vertrag aufgelöst worden sei.
Theiler unterschrieb schliesslich beim CA River Plate und spielte später noch für San Lorenzo de Almagro und ab 1993 wieder für die Newell's Old Boys. -- Bei Newell's gab er 1983 sein Profidebüt. Nach dem Meistertitel von 1988 war die darauf folgende Copa Libertadores - der Meistercup Südamerikas - Theilers grösster Erfolg als Aktiver, auch wenn der Final gegen Nacional Montevideo verloren ging. Nach dem 1:0 zuhause verlor Newell's das Rückspiel in Uruguay 0:3. -- Theiler verteidigte damals an der Seite des später dreimaligen WM-Teilnehmers Roberto Sensini, im Angriff hatte er in Gabriel Batistuta einen Teamkollegen, der eine noch glanzvollere Karriere vor sich hatte. -- Lange Zeit galt Theiler als der Verteidiger, der in der Klubgeschichte von Newell's die meisten Tore erzielte (17 in 240 Spielen). -- Jorge Theiler bestritt einige A-Länderspiele für Argentinien. An der U20-WM von 1983 in Mexiko schaffte es Theiler mit Argentinien bis in den Final (0:1-Niederlage gegen Brasilien).
Jorge Theiler wurde Trainer, war zuerst im Nachwuchsbereich von Newell's und von River Plate tätig, im Profibereich war er Cheftrainer bei Instituto de Córdoba und in Paraguay beim Club Libertad (Asunción). -- Dazwischen war Theiler im argentinischen Verband (AFA) Assistent des U20-Nationaltrainers Hugo Tocalli. In dieser Funktion erlebte er 2007 in Kanada ein zweites Mal einen U20-WM-Final, diesmal gewann Argentinien den Titel und hatte in Sergio Agüero den Torschützenkönig. -- Theiler war bei der AFA auch Trainer der U15-Auswahl. -- Inzwischen ist er wieder im Nachwuchsbereich seines Stammklubs Newell's tätig.
1. Juli 2014 bis 2. Juli 2016 im FCSG. -- 43 (40 NLA/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. August 2014 im Spiel der 1. Cup-Hauptrunde beim 3:0-Sieg in Baden.
Pascal Thrier war zusammen mit Marco Aratore die erste Neuverpflichtung im Hinblick auf die Saison 2014/15. -- Der Verteidiger kam vom FC Schaffhausen. -- Zuvor spielte Thrier zwar nie in der höchsten Liga, weshalb sein Engagement manche erstaunte.
Er brachte aber die Erfahrung von über 200 Spielen in der Challenge League mit. -- Zunächst musste sich Thrier gedulden, erst in der 9. Runde beim 2:2 in Vaduz Mitte September kam er erstmals in der Meisterschaft zum Zug. -- Die resultatmässig leichte Enttäuschung in Liechtenstein war aber Start zu einer Serie von 7 Super-League-Spielen ohne Niederlage, die den FCSG vor einem missratenen Saisonstart bewahrte. -- Und Thrier zeigte sich dabei der höchsten Liga mehr als gewachsen. -- Auch wenn er immer wieder einmal mit der Reservistenrolle Vorlieb nehmen musste (und dies klaglos hinnahm).
Im Frühling 2016 wurden die Einsätze seltener; auf der anfangs für ihn vorgesehenen Position auf der rechten Abwehrseite hatte ihm der junge Silvan Hefti den Rang abgelaufen. -- Thrier bewies zuvor aber auch, dass er auch fürs Abwehrzentrum eine wichtige Stütze sein kann. -- Im Herbst 2015 gab es gar eine Serie von Spielen, in denen St. Gallen nur punktete, wenn Thrier auf dem Feld stand. -- Letztlich kam es aber zur vorzeitigen Vertragsauflösung, womit Pascal Thrier zum FC Aarau in die Challenge League wechseln konnte.
Pascal Thrier startete seine Profikarriere im Sommer 2006 beim FC Winterthur, bei dem er bald zum Leistungsträger wurde. -- Drei Jahre später holte ihn der ambitioniertere Ligakonkurrent FC Lugano, wo er Teamkollege von Philippe Montandon wurde. Mit den Bianconeri lieferte er in der ersten Saison dem FCSG einen Zweikampf im Aufstiegsrennen. -- Lugano wurde Zweiter und scheiterte in der Barrage am FC Luzern. -- Ebenso ein Jahr später, als Lugano den Kantonsrivalen Bellinzona nicht verdrängen konnte. -- In der Saison 2012/13 beim FC Wohlen, ein Jahr später zum FC Schaffhausen, der als Aufsteiger in der zweithöchsten Liga lange um die Promotion in die Super League spielte.
Erster Junioren-Klub war der FC Thalwil. -- Beim FC Red Star stieg er 2005 in die 1. Mannschaft auf, die damals zur Spitze der 1. Liga gehörte.
1. Juli 1988 - 5. Juli 1993 und 6. April 1999 bis 30. Juni 2001 im FCSG. -- 180 (161 NLA/11 Cup/8 Intertoto-Cup) Spiele und 21 (17 NLA/3 Cup/1 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Mai 1989 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:1 gegen Malley.
Pascal Thüler konnte zwei grosse Phasen der FCSG-Geschichte auf dem Rasen mitgestalten: er gehörte dem grossen Team um Ivan Zamorano an und kehrte vor der Meistersaison aufs Espenmoos zurück. -- Wie Marc Zellweger war Thüler zu Beginn seiner Profikarriere Stürmer und etablierte sich später als (linker) Aussenverteidiger.
Thüler kam 1988 vom FC Arbon, wechselte nach dem Abstieg 1993 vorerst leihweise zu den Grasshoppers. -- Mit den Grasshoppers in der ersten Saison (93/94) Cupsieger und danach dreimal Schweizer Meister (94/95, 95/96 und 97/98), zweimal für die Champions League qualifiziert. -- 135 NLA-Spiele in den fünf Jahren für GC, insgesamt 296 NLA-Spiele (21 Tore). -- 1998 vom MSV Duisburg mit einem Dreijahres-Vertrag verpflichtet, wurde aber beim Bundesliga-Klub nie eingesetzt, und kehrte im April 1999 zum FCSG zurück.
27 Einsätze und 3 Tore in der Meistersaison, wobei er 10-mal ein- und 12 ausgewechselt wurde. -- Nach dem Meistertitel hat Thüler nur noch das Auftaktspiel in Lugano bestritten (15. Juli 2000), fehlte danach wegen Verletzungen und schaffte den Sprung zurück ins Team nicht mehr. -- Im Sommer 2001 dem österreichischen Bundesliga-Klub Schwarz-Weiss Bregenz ausgeliehen. -- Im März 2002 dem NLB-Klub FC Vaduz geliehen. -- Im Sommer 2002 schloss sich Thüler schliesslich dem FC Kreuzlingen an. -- Im April 2003 kehrte er zu seinem Stammklub FC Arbon zurück, wo er vorerst als Spielertrainer den Weg ins Coaching einleitete.
Ab Sommer 2004 zwei Saisons Nachwuchs-Trainer im FC Schaffhausen, seit 2006 wieder in Diensten des FCSG. -- Als Chef Préformation koordinierte Thüler die Ausbildung der jüngeren Nachwuchs-Jahrgänge und ist Trainer der U15. -- Ab März 2011 in ähnlicher Funktion (offiziell "Leiter Ausbildung") im Bündner Fussballverband, wobei Thüler die durch die Zusammenarbeit zwischen FCSG und BFV immer noch im Umfeld der Espen bleibt.
1. Juli 1993 bis 31. Dezember 1994 im FCSG. -- 42 (21 NLA/17 NLB/4 Cup) Spiele und 16 (2 NLA/13 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.
Tamas Tiefenbach kam von Ujpest Budapest und bildete nach dem Abstieg zusammen mit Radoslaw Gilewicz ein Sturmduo, das massgeblich an der sofortigen Rückkehr ins "Oberhaus" beteiligt war. -- Bei seinem Einstand traf Tiefenbach dreimal (zum 1:0, 2:0 und 4:0). -- Mit 21 Toren (13 in der Qualifikation, 8 in der Auf-/Abstiegsrunde) war Tiefenbach hinter Gilewicz erfolgreichster FCSG-Torschütze der Saison 93/94. -- Er war auch Schütze des 1:0-Führungstreffer beim 1:1 in Yverdon am 30. April 1994, das vorzeitig die NLA-Rückkehr sicherte. -- Nach dem Aufstieg musste Tiefenbach immer öfter auf der Tribüne Platz nehmen, da er "überzähliger Ausländer" war. -- Anfang Januar 1995 war dann klar, dass Tiefenbach zurück zu seinem Stammklub Ujpest wechseln würde. -- Im Sommer 1995 zurück auf dem Espenmoos, konnte aber Trainer Uwe Rapolder nicht mehr überzeugen. -- Auch im Sommer 1996 war Tiefenbach nochmals in der Vorbereitung im FCSG, aber auch Rapolders Nachfolger Roger Hegi wollte den Stürmer nicht mehr im Kader.
Schliesslich wurde Tiefenbach im Sommer 1997 vom in die Bundesliga aufgestiegenen SC Austria Lustenau verpflichtet. -- 2000/2001, nach dem Abstieg der Austria, an den FC Admira Wacker Mödling ausgeliehen. -- Ein Jahr später zurück bei Austria Lustenau. -- Auch die letzten Stationen als Aktiver hatte Tiefenbach in Vorarlberg, zuerst beim VfB Hohenems in der Regionalliga, später beim FC Bizau (Vorarlbergliga, vierthöchste Stufe, 2006/2007 Torschützenkönig der Liga). -- Später beim VfB Hohenems Nachwuchs-Koordinator. -- In der Saison 2012/13 Trainer der U20 des FC Wil. -- Dann war Tiefenbach wieder bei Austria Lustenau als Nachwuchs-Koordinator tätig. -- 2017 verliess Tiefenbach Vorarlberg. Er folgte dem vormaligen Austria-Cheftrainer Lassaad Chabbi (dem Vater des Spielers Seifedin, der im Herbst 2016 in St. Gallen spielte) zum in die Erste Liga abgestiegenen SV Ried. Bei den Oberösterreichern ergänzte er das Trainerteam unter anderem als Konditionstrainer.
Tamas Tiefenbach machte als 18-jähriger seine ersten Erfahrungen in der Schweiz. -- Im Februar 1991 wurde er als dritter Ungare vom damaligen NLB-Klub FC Bulle verpflichtet. -- Sein Gastspiel im Greyerzerland war von kurzer Dauer, Tiefenbach wurde Ende April ausgewiesen, nachdem er bei einem Ladendiebstahl erwischt wurde (er soll einen Liter Öl und ein Kilo Brot gestohlen haben).
Als Junior und bis 30. Juni 2001 sowie 1. Juli 2003 bis 26. Januar 2004 im FCSG. -- 3 (2 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Dezember 1999 beim 2:0-Heimsieg gegen den Servette FC.
Enzo Todisco, seit jüngstem Junioren-Alter im FCSG, kam in der Meistersasison zu zwei Teileinsätzen in der NLA. -- Beim Debüt gegen Servette ersetzte der Stürmer in der 85. Minute Pascal Thüler. -- 2001 dem in die NLB aufgestiegenen FC Vaduz ausgeliehen, für den er 16 Meisterschaftsspiele bestritt. -- Ein halbes Jahr später in der Winterpause dem FC Schaffhausen geliehen, mit dem Todisco im Sommer 2002 die Rückkehr in die NLB schaffte. -- In seiner ersten kompletten NLB-Saison in Schaffhausen in 32 Spielen 5 Tore. -- Dazu im Cup-Viertelfinal einziger Torschütze beim Sieg über den FCSG. -- Im Halbfinal fehlte er jedoch gesperrt.
Im Sommer 2003 zurück zum FCSG, wo er am 20. September 2003 im Schweizer Cup zu einem dritten Spiel im Fanionteam des FCSG kam. -- Im 2:0 gewonnenen Spiel der 1. Hauptrunde bei Chur 97 wurde Todisco in der 82. Minute für Tranquillo Barnetta eingesetzt.
Im Januar 2004 wieder zum FC Schaffhausen, erneut geliehen, später definitiv verpflichtet. -- Nun feierte Enzo Todisco im Sommer 2004 den NLA-Aufstieg des FC Schaffhausen. -- Am 31. Juli versetzte er den Espen einen tiefen Stich, als er beim vielumjubelten 3:2-Sieg wie Teamkollege Daniel Senn je ein Tor gegen den Ex-Klub erzielte. -- Todisco schaffte mit dem FC Schaffhausen zweimal den Klassenerhalt und blieb auch nach Abstieg 2007 treu. -- Seit 2009 im FC Gossau, mit dem er ein Jahr später in die 1. Liga abstieg. -- Total 203 Spiele in der NLA/NLB, davon 162 für den FC Schaffhausen.
Seit 1. Juli 2016 im FCSG. -- Bisher 31 (24 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Young Boys.
Nzuzi Toko Bundebele war der zweite Sommer-Neuzugang des FCSG und spielte zuvor bis März 2016 bei Eskisehirspor in der türkischen Süper Lig.
Bestens bekannt in der Schweiz war Toko aus seiner Zeit bei den Grasshoppers. -- Am 5. Oktober 2008 und noch vor dem 18. Geburtstag debütierte der Mittelfeldspieler in der Super League. Beim 1:1 gegen die Grasshoppers wurde er in der 87. Minute für Davide Callà eingewechselt. -- Den Durchbruch schaffte Toko im Frühling 2010. Ab dem 6. März wurde er in 14 Spielen hintereinander eingesetzt; er erhielt darauf den ersten richtigen Profivertrag. -- Dabei stürmten die Zürcher in jenen Wochen Richtung Tabellenspitze, nachdem sie Anfang der Saison für eine Runde gar im letzten Rang klassiert waren. Am Ende gab es Platz 3 und die Europacup-Qualifikation.
Bei den Grasshoppers hat sich Toko nicht mehr verdrängen lassen, auch unter Sforzas Nachfolgern Uli Forte und Michael Skibbe blieb der kamerunisch-schweizerische Doppelbürger unverzichtbar. -- Grösster Erfolg mit GC war der Cupsieg im Mai 2013, wobei Toko beim im Penaltyschiessen gewonnenen Cupfinal gegen Basel erst in der Verlängerung eingewechselt wurde. -- Mit einem Total von 143 Spielen verabschiedete sich Toko 2014 aus der Schweiz in Richtung England. -- 7 Tore hatte er erzielt, darunter den Siegtreffer beim 2:1-Sieg in St. Gallen im August 2010. Viel mehr als durch eigene Torerfolge gefiel Toko mit seiner Vorarbeit und als laufstarker Arbeiter im Mittelfeld.
Toko wechselte nach England zum Brighton & Hove Albion FC, der davor den Aufstieg in die Premier League knapp verpasste. -- Unter dessen neuen Trainer Sami Hyypiä war im jedoch kein Glück beschieden. Auch wegen Verletzungen lief er für die Seagulls einzig in einem Ligacup-Spiel auf. -- Im Januar 2015 wurde der Vertrag mit Brighton aufgelöst. Toko wechselte in die Türkei zu Eskisehirspor. Michael Skibbe, sein letzter Trainer bei GC, war kurz zuvor zum anatolischen Süper-Lig-Klub zurück gekehrt. -- Nach einem guten Frühling gerieten die "anatolischen Sterne" im Herbst 2015 in Abstiegssorgen. Skibbe verliess den Klub schon im Oktober, Toko ein halbes Jahr später, nachdem kein Lohn mehr bezahlt wurde.
Tokos erster Juniorenklub war der Ballspielclub Zürich, danach spielte er für den SC YF Juventus, ehe er in die U13 des Grasshopper Clubs wechselte. -- Sein Debüt in der U21 von GC in der 1. Liga gab Toko übrigens als 16-Jähriger im Gründenmoos, im September 2007 gegen die U21 des FCSG.
Toko ist nach Martin Angha der zweite Stadtzürcher im FCSG mit kongolesischen Wurzeln. -- Er ist in Kinshasha geboren und kam als Fünfjähriger mit seiner Familie in die Schweiz. -- Im Kreis 4 im Langstrassenquartier aufgewachsen, war er ein "Sans Papiers", als er der den Schritt in den Profifussball schaffte. -- Mit dem Erhalt des Schweizer Bürgerrechts war er schliesslich drängte sich für Pierluigi Tami auf, ihn in die U21-Nati zu berufen. Am 25. März 2011 debütierte er in der ältesten Junioren-Nati des SFV beim 2:1-Sieg im Testspiel in Saudi-Arabien - und war gleich Torschütze zum 1:0. -- Total 13 U21-Länderspiele (2 Tore). -- Davor bestritt Toko 2010 3 Länderspiele für die Demokratische Republik Kongo (1 Tor), sein Debüt für die "Leoparden" gab er ebenfalls in einem Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien im Mai 2010. -- 2013 gehörte er dem vorläufigen Aufgebot Kongos für den Afrika-Cup an, wurde aber wieder gestrichen. Im März 2013 kam er im WM-Qualifikationsspiel gegen Libyen zu seinem 4. Länderspiel für Kongo.
1. Juli 2014 bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 56 (51 NLA/5 Cup) Spiele und 5 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen die Young Boys.
Geoffrey Tréand kam vom Servette FC in die Ostschweiz. -- Den Franzosen aus dem grenznahen Annemasse wollten die Espen schon ein Jahr zuvor verpflichten. Damals entschied sich Tréand jedoch, seinen Grenats nach dem Abstieg in die Challenge League wieder auf die Beine zu helfen. -- Mit dem Wiederaufstieg wurde es für Servette nach bescheidener Rückrunde nichts. Tréand selbst war als Mittelfeldspieler mit 11 Treffern gemeinasam mit dem Ex-St. Galler Igor Tadic erfolgreichster Schütze der Genfer, dazu bereitete er weitere 6 Tore vor.
Tréand brachte neuen Schwung ins St. Galler Offensivspiel, er hatte sich auf Anhieb einen Stammplatz gesichert und fühlte sich offensichtlich wohl bei seinem ersten Engagement in der Deutschschweiz. Auf seine Kosten musste Roberto Rodriguez, davor öfter von der Bank aus zuschauen. -- Den ersten Torerfolg feierte Tréand beim 3:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers am 24. September 2014, dem Abend, als die Aufnahme in den "Club of Pioneers" gefeiert wurde. Nur 190 Sekunden benötigte Tréand um die Flanke von Yannis Tafer mit herrlicher Direktabnahme zu verwerten. -- Dreieinhalb Wochen später traf Tréand in Aarau zum 3:0-Endstand - bei diesem Spiel hatten erstmals drei verschiedene Franzosen (Stéphane Besle, Yannis Tafer) in einem Spiel für die Espen geskort.
Aussergewöhnlich war sein direkt verwandelter Freistoss in Luzern zum 1:0-Sieg im August 2015 in Luzern: Die Gastgeber dominierten den FCSG nach Belieben. Tréand, eben erst Vater geworden und davor an einer Innenbanddehnung leidend, schoss aus gut 20 Metern. Der Sieg rettete die Espen von einem völlig verpatzten Saisonstart. -- Dennoch stellte Trainer Jeff Saibene ein paar Wochen später sein Amt zur Verfügung. Unter Nachfolger Joe Zinnbauer hatte es Tréand schwerer. -- Er nahm den Kampf um den Platz in der Mannschaft wie schon unter Saibene sportlich hin. Als er in der Rückrunde nur noch zu 7 Teileinsätzen kam, war wohl auch für ihn selbst klar, dass er den FCSG lieber verlassen würde.
Der FC Aarau überzeugte Tréand noch vor Saisonende und gab ihm einen Zweijahresvertrag. -- Aarau hatte eine durchschnittliche Saison, Geoffrey Tréand aber war zweitbester Torschütze (10 Saisontreffer in 30 Spielen) und gehörte nicht nur deswegen zu den besseren Akteuren. -- Im Juni 2016 löste er den Vertrag in Aarau dennoch auf und kehrte zum Neuchâtel Xamax FCS zurück.
Schon als Xamaxien zur FCSG-Geschichte beigetragen
In seinem ersten Jahr bei Servette, in der Saison 2005/06, trug Tréand 15 Tore zum Aufstieg in die Challenge League bei (davon 2 in den Aufstiegsspielen gegen Herisau und Urania Genf). -- Tréand hatte sich auch in der zweithöchsten Liga schnell etabliert. Erst im März 2008 wurde er gestoppt; wegen eines Kreuzbandrisses fiel er neun Monate aus und verpasste mit einer Knöchelverletzung auch noch die Hälfte der Rückrunde.
Im Sommer 2010 holte der Neuchâtel Xamax FC Tréand in die Super League. -- Der Mittelfeldspieler fasste auch in der höchsten Liga schnell Fuss und wurde zu einem der Leistungsträger bei den Rouge et Noir. -- Sein zweites Tor in der Super League ging in die Klubgeschichte des FCSG ein: Die Espen bewiesen in der Nachspielzeit ihr Unvermögen, von gegnerischen Platzverweisen zu profitieren. Stattdessen kassierten sie gegen acht Neuenburger noch das 1:2 - erzielt von Tréand. -- Sechs Tage zuvor erzielte er im Cup-Halbfinal auswärts gegen den FC Zürich den Ausgleich zum 1:1 und verwandelte im Penaltyschiessen den ersten Elfer. Im 0:2 verlorenen Final gegen Sion wurde er nach der Pause für Sébastien Wüthrich eingewechselt. -- Inzwischen hatte der nachmalige Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew Einfluss genommen. Mit dem Tschetschenen steuerte Xamax ein paar Monate später in den Konkurs, Tréand wurde wie Wüthrich vom FC Sion übernommen. -- Für die Walliser kam Tréand in der Halbsaison nur zu 6 Einsätzen, im Sommer 2012 wurde er an Servette ausgeliehen. Auch seine 6 Tore in 30 Saisonspielen reichten nicht im Kampf gegen den Abstieg.
Mit 16 in der 1. Liga
Tréand schaffte es als Junior vom Etoile Carouge FC schon als 16-Jähriger zu ersten Einsätzen im Fanionteam, ab der Saison 2003/2004 spielte er regelmässig in der 1. Liga. -- Nebst Tréand hatte die Nummer zwei des Genfer Fussballs in jener Zeit mit Johan Djourou und Guilherme Afonso weitere Spieler, die zu beachtlichen Karrieren ansetzten - und in Thierry Cotting einen anerkannten Nachwuchs-Förderer als Trainer der 1. Mannschaft.
1. Juli 1995 bis 28. Februar 1996 und 1. Juli 1996 bis 31. Januar 2000 im FCSG. -- 128 (115 NLA/9 Cup/1 UI-Cup) Spiele und 3 (2 NLA/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen Lugano.
Ab Sommer 2017 wieder beim FC St. Gallen als Trainer der U21.
Dorjee Tsawa war Cupfinalist 1998 und Mitglied des Meisterkaders 2000. -- Er war sowohl in SFV-Nachwuchs-Auswahlen - Tsawa spielte 1993 an der U16-EM-Endrunde in der Türkei - als auch im Schweizer Profifussball der erste gebürtige Tibeter. -- Tsawa trat 1986 als 10-jähriger Junior dem FCSG bei, nachdem er zuvor bereits an seinem ersten Wohnort zwei Jahre für den FC Horgen spielte. -- 1994 bestritt Tsawa eine 1.-Liga-Saison mit dem SC Brühl, wohin er im Frühling 1996 nochmals für ein halbes Jahr ausgeliehen wurde. -- Nach der zweiten Rückkehr vom SC Brühl wurde Tsawa NLA-Stammspieler. -- In der Meistersaison kam er im Herbst noch immer auf 10 Einsätze, wechselte aber im Winter zum in die Abstiegsrunde verwiesenen FC Zürich.
Mit dem FCZ schaffte Tsawa erfolgreich den Klassenerhalt - und wurde Cupsieger. -- 2000/2001 spielte er eine NLB-Saison mit der AC Bellinzona. -- Dann bis 2003 bei Neuchâtel Xamax, war zuerst Stammspieler, wurde in der zweiten Saison aber nur noch 4 Mal eingesetzt. -- Ab September 2003 schliesslich drei Jahre im FC Schaffhausen, mit dem er in der ersten Saison den Aufstieg in die NLA feierte, und danach zweimal erfolgreich zum Klassenerhalt beitrug. -- Nach 269 Nationalliga-Spielen erhielt Tsawa im Sommer 2006 keinen neuen Vertrag mehr und fand in der Folge keinen Profiklub mehr.
Ab 2007 war Tsawa Nachwuchstrainer im FC Zürich. -- Im Januar 2011 übernahm wurde er im FCZ zum Cheftrainer der Frauen, die zuvor dreimal in Serie Meister waren. Unter Tsawa gab es nach einem Umbruch ab 2012 den nächsten Meistertitel, dem bis 2016 drei weitere folgten, und ebensoviele Cupsiege. Dazu einige Achtungserfolge im Europacup. -- Im Frühling 2017 gab er früh bekannt, bei den FCZ-Frauen aufzuhören. -- Schliesslich engagierte ihn der FCSG als Nachwuchs-Trainer, er übernahm die U21.
Tsawa hatte noch während der Profi-Laufbahn Ausbildungen im Sportmanagement und als Fitnesstrainer gemacht und war auch in seiner FCZ-Zeit in St. Gallen als Individual Trainer tätig.