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/ Forschung
Normdaten und standardisierte Verfahren für die retinale Gefässanalyse definiert
Die Sportmedizin der Universität Basel hat im Zuge der COMPLETE Studie Normdaten und Standardprozeduren für die statische und dynamische retinale Gefässanalyse definiert. Normdaten von einer gesunden Kohorte sind entscheidend, um zukünftig Patient*innen mit eingeschränkter mikrovaskulärer Gefässgesundheit von gesunden Personen zu unterscheiden. Standardverfahren sind nötig, um die Ergebnisse von Patient*innen in unterschiedlichen Kliniken oder Probandendaten aus verschiedenen Studien miteinander vergleichen zu können. Bisher fehlten sowohl die Normdaten als auch standardisierte Verfahren. Mehrere Arbeitsgruppen der Europäischen Gesellschafft der Kardiologen (ESC) hatten zuvor das Fehlen dieser Normdaten und einheitlicher Methoden kritisiert.
Die aktuelle Publikation schliesst diese beiden Lücken und ebnet den Weg zur Implementierung der statischen und dynamischen retinalen Gefässanalyse in die klinische Routine. Beide Verfahren können Struktur- und Funktionsveränderungen der kleinen Blutgefässe nicht-invasiv im Körper diagnostizieren und somit die Diagnose von Herz-Kreislauf Erkrankungen verbessern.
Die entsprechende Studie wurde von der Präventiven und Rehabilitativen Sportmedizin in einem Kooperationsprojekt gemeinsam durchgeführt und in Nature (Scientific Reports: IF 4) publiziert.
Lukas Streese, Giulia Lona, Jonathan Wagner, Raphael Knaier, Andri Burri, Gilles Nève, Denis Infanger, Walthard Vilser, Arno Schmidt‑Trucksäss & Henner Hanssen, Normative data and standard operating procedures for static and dynamic retinal vessel analysis as biomarker for cardiovascular risk. Sci Rep11, 14136 (2021).