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Gemäss einer ABB-Pressemitteilung handelt es sich um ein Lizenzabkommen, welches Eskom das nichtauschliessliche Recht gibt, HTR-Technologie zum Reaktorenbau einzusetzen sowie Brennelemente herzustellen und zu verkaufen. ABB und Siemens werden Eskom Beratungsdienstleistungen auf den Gebieten Auslegung und Entwicklung anbieten. ABB bezeichnet das Abkommen als einen ?Meilenstein? für die zukünftige Zusammenarbeit. Bereits 1996 hat Eskom der HTR GmbH einen Auftrag für eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie und einen Sicherheitsbericht erteilt.
Im Januar 1998 hatte Eskom angekündigt, sie wolle auf Basis der HTR-Technik eine neue Linie modularer und kleiner Kugelhaufenreaktoren mit inhärenten Sicherheitseigenschaften entwickeln. Grundlage dafür sei die in Europa und den USA in den 60er Jahren entwickelte Technik, die sich damals zwar technisch bewährt habe, aber aufgrund äusserer Einflüsse sich wirtschaftlich nicht etablieren konnte.
Im August 1998 ging Eskom einen Schritt weiter und kündigte Pläne zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung an. Der Entscheid zur Realisation des Projektes wird laut Eskom getroffen, wenn die endgültige Reaktorauslegung die Zulassung erhält sowie die Umweltverträglichkeit und die Wirtschaftlichkeit überzeugen.
Einen gewissen Rückschlag musste das südafrikanische HTR-Projekt letzen Dezember verzeichnen, als die südafrikanische Regierung in einem Weissbuch festhielt, das Land brauche frühestens im Jahr 2007 wieder zusätzliche Stromerzeugungskapazität. Allerdings hielt das Papier die Kernenergie als Option offen.
Quelle
H.K. nach Pressemitteilung der ABB Reaktor GmbH, Mannheim, Deutschland, vom 29. April 1999