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Versuch 2:
Die Scheibe
undurchdringbare Dunkelheit
spiegelt beharrlich – ihr Gesicht.
Versuch 1:
Geschirrklappern in der Mensa,
Sonnenuntergangsröte zwischen verdunkelten Blätterwolken,
auf der Glasscheibe – ein Überschneiden der Welten.
Geschirrklappern in der Mensa,
verdunkelter Himmel zwischen verdunkelten Blätterwolken,
auf der Glasscheibe – die Aussenwelt verschwindet.
Anhand von Versuch 1 und 2 kann man deutliche Unterschiede sehen. Versuch 1 ist weniger fokussiert, besteht aus ca. 10 Elementen für 2 Zeilen, sozusagen ein vollgestopftes Gerümpelzimmer, durch das man kaum hindurchgehen kann. Es gibt eine Atmosphäre wider. In Bezug auf den Gehalt stellt es jedoch Behauptungen auf, die es nicht einlösen kann. Versuch 2 ist fokussierter, besitzt mehr Tiefenschärfe und kann auf mehrere Arten gelesen werden, obwohl es sehr einfach gehalten ist. Dass zusätzliche Bedeutungen sich erst durch einen zweiten und dritten Blick offenbaren, so leicht übersehen werden können und dass derjenige, der genauer hinschaut, eine Belohnung davonträgt, ist das, was es so faszinierend und sehr kostbar macht.