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29.10.2016Nishikori und Cilic kämpfen bei den Swiss Indoors um den Titel
Kei Nishikori und Marin Cilic bestreiten am Sonntag den Final an den Swiss Indoors in Basel. Der Japaner gewinnt gegen Gilles Muller, der Kroaten gegen Wawrinkas Bezwinger Mischa Zverev.
Die Halbfinals verliefen ähnlich. Beide Favoriten setzten sich am Ende durch, mussten aber schwierige Momente überstehen. Cilic, der 4:6, 7:5, 6:3 gewann, stand im zweiten Satz beim Stand von 4:4 und 5:5 insgesamt drei Breakbällen gegenüber. Ein Break hätte wohl die Vorentscheidung zu seinen Ungunsten bedeutet. Mischa Zverev, der Viertelfinal-Bezwinger von Stan Wawrinka, konnte seine Chancen aber nicht nutzen und das rächte sich prompt. Etwas später holte sich Cilic mit seinem ersten Breakball der Partie den zweiten Satz mit 7:5.
Cilic muss kämpfen
Zverev spielte wie schon am Freitag gegen Wawrinka eine starke Partie und brachte auch Cilic mit seinen Netzangriffen und Slice-Bällen ins Wanken. Er kam nie von seiner Taktik ab und befreite sich mit cleveren Spielzügen im dritten Satz auch aus argen Notlagen - bis zum achten Game. Da zog Cilic auf 5:3 davon. Obwohl der 29-jährige Deutsche, der ältere Bruder von Alexander, seinen zweiten ATP-Final nach jenem 2010 in Metz verpasst hat, kann er mit seiner Woche am Rheinknie zufrieden sein. Der Qualifikant wird in der Weltrangliste etwa 20 Plätze gut machen und auf Rang 52 vorstossen. Zudem darf er nächste Woche beim Masters 1000 in Paris-Bercy starten.
Cilic, der 2014 das US Open im Final gegen Nishikori gewann, bestreitet am Sonntag um 14.30 Uhr schon sein zweites Endspiel in der Schweiz. Im Mai unterlag er in Genf Wawrinka. Den einzigen Titel in diesem Jahr holte er beim Masters 1000 in Cincinnati. Ein Ziel hat Cilic, der Ende November mit Kroatien den Davis-Cup-Final gegen Argentinien bestreitet, schon mit dem Einzug in den Basler Final erreicht. Er wird am Montag im Jahresranking auf Platz 9 vorstossen, dem letzten Platz, der zur Teilnahme an den ATP Finals in London berechtigt. Diesen muss er nun nächste Woche in Paris-Bercy verteidigen, um dann tatsächlich zum zweiten Mal das Saisonfinale der besten acht zu bestreiten.
Nishikori wurde seiner Favoritenrolle gegen den 33-jährigen Muller mit viel Mühe gerecht. Der Aussenseiter spielte stark und setzte den Japaner mit seinem offensiven Spiel unter Druck. Im ersten Satz nahm er ihm vom 2:4 bis zum 6:4 zweimal den Aufschlag ab. Ein kleines Kunststück: Nishikori hatte in den ersten drei Partien in Basel, darunter im Viertelfinal gegen Juan Martin Del Potro, seinen Service nie abgeben müssen.
Nun gegen Cilic oder Zverev
Muller, der die beste Saison seiner Karriere zeigt, spielte in den ersten beiden Sätzen entfesselt auf und besass beim Stand von 5:4 im zweiten Umgang zwei Bälle, um den Match für sich zu entscheiden. Nishikori wehrte beide ab, einen davon mit einem schönen Lob. Im Entscheidungssatz zog der 26-jährige Asiate mit dem 4:2 entscheidend davon und liess sich danach nicht mehr stoppen.
Im Final trifft Nishikori entweder auf den Kroaten Marin Cilic (ATP 12) oder den Deutschen Mischa Zverev (ATP 72), der sich am Freitag gegen Stan Wawrinka durchgesetzt hat.
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