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"Noch nie hatte ich die Einsamkeit aus solcher Nähe gesehen." In den Erzählungen von Juan Gabriel Vásquez klaffen feine Risse in zwischenmenschlichen Beziehungen und entfalten eine enorme Zerstörungskraft: Auf einer Jagd begeht ein alter Mann Selbstmord, weil er in die Frau seines besten Freundes verliebt war. Von da an entzweit die Erinnerung an ihn die Eheleute. Die Ehe eines jungen Paares befindet sich in einer Krise, und während der Mann kurzzeitig Trost bei einer einsamen Witwe sucht, trifft seine Frau eine endgültige Entscheidung. Der Erbe eines berühmten Gestüts verbringt eine Nacht mit einer Pferdeärztin und erfährt beim Abschied, warum sie sich so sehr vor der Dunkelheit und dem Alleinsein fürchtet. Juan Gabriel Vásquez' Geschichten spielen im ländlichen Frankreich und Belgien. Seine Anliegen sind jedoch universaler Natur: Liebe und Abneigung, Einsamkeit, Verlust und Schuld. Mit allen sieben intensiven Erzählungen beweist der grosse Romancier, dass er auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. "Juan Gabriel Vásquez ist eine der grossen Offenbarungen der letzten Jahre." (La Vanguardia)
Portrait
Juan Gabriel Vásquez wurde 1973 in Bogotá geboren und studierte lateinamerikanische Literatur an der Sorbonne. Seine preisgekrönten Romane, Erzählungen und Essays wurden bisher in 16 Sprachen übersetzt. 2011 wurde Vásquez mit einem der wichtigsten Literaturpreise der spanischsprachigen Welt ausgezeichnet - dem Alfaguara-Literaturpreis. Juan Gabriel Vásquez lebt mit seiner Familie in Bogotá. Susanne Lange, geboren 1964 in Berlin, lebt in Barcelona. Für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Johann-Heinrich-Voss-Preis (2009). 2010 / 2011 war sie August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung an der FU Berlin. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören neben Juan Gabriel Vásquez u. a. Fernando del Paso, Federico García Lorca, Octavio Paz, Carmen Laforet, Juan Rulfo und Javier Marías.