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(v. syr. Abba, »Vater«),
aus einem allgemeinen kirchlichen Ehrennamen entstandener Titel eines Klostervorstehers,
der bei manchen Orden
[* 4] Guardian, Prior, Rektor etc. heißt. Der Abt hat das Recht der Disziplin und der Vermögensverwaltung.
Gewählt wird er, wo nicht besondere Rechte entgegenstehen, von den Professen des betreffenden Klosters auf Lebenszeit oder,
wie bei den Bettelorden, auf bestimmte Jahre. Die Weihe geschieht mit Überreichung der Insignien, des Stabes, Ringes, der Mütze
und der Handschuhe.
Einige Äbte, z. B. die zu Korvei und Fulda,
[* 5] hatten volle bischöfliche Gewalt und eigne Diözesen, andre
(die infulierten Äbte) nur bischöfliche Titel und Insignien. Von diesen wirklichen (Regularäbten) sind zu unterscheiden
die Säkularäbte, welche nur die Abtei und ihr Einkommen als Benefizium erhalten hatten und sich durch einen Vikar vertreten
lassen mußten. Die Zahl derselben war besonders in Frankreich groß (s. Abbé). In der frühern Zeit gab es
auch Laienäbte, Ritter und Fürsten, denen die Einkünfte eines Klosters vom Landesherrn zugewiesen waren. Alle diese heißen
auch Kommendataräbte. Den Äbten entsprechen in den Nonnenklöstern Äbtissinnen, welche die Rechte, die sie als Frauen nicht
selbst ausüben können, durch einen Vikar verwalten lassen. - In der protestantischen Kirche ist der Titel
beibehalten für die Vorsteher einiger Stifter und hier und da als Ehrentitel.
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