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25.08.2019 12:25:51

|Beschreibung|
Im Jahr 1621 legte Fürstabt Bernhard Müller den Grundstein für einen Klosterneubau auf der Wenkenrüti. Das alte Klostergebäude auf der Panneregg wurde davor von einem Feuer vollständig zerstört. In Rekordzeit standen Kirche und Konventflügel zum Bezug bereit.
1653 konnte von der Klostergemeinschaft die Überführung von Reliquien des Katakombenheiligen Leander aus Rom gefeiert werden. Die offenbar zu diesem Anlass entstandenen beiden Leander-Gemälde enthalten die älteste Darstellung von Wattwil.
Unruhige Zeiten erlebte das Kloster nach der Besetzung der Eidgenossenschaft durch die Franzosen im Mai 1798. Die Besatzer verursachen grosse Unkosten aber sie hielten sich an die Regel der Klausur.
Die Aufhebung der Abtei St. Gallen im Jahr 1805 hatte für das Kloster keine wesentlichen Nachteile.
1816/17 herrschte eine grosse Hungersnot, die Schwestern halfen der leidenden Bevölkerung in dem sie im Waschhaus des Klosters während fünf Monaten jeden Tag für 100 Personen Suppe kochten.
von 1980 bis 1996 betreute eine Schwesterngruppe die Feuermeldestelle für die Gemeinden Wattwil, Lichtensteig und Ebnat-Kappel.
Zuletzt lebten sieben Kapuzinerinnen im Kloster St. Maria der Engel, zu wenige um weitermachen zu können. 2010 verliessen die verbliebenen Schwestern das Kloster und wurden in anderen Klöstern aufgenommen.
Seit dem Frühjahr 2012 ist die "Fazenda da Esperança" im ehemaligen Kloster beheimatet. Es handelt sich um eine Wohngemeinschaft für junge Menschen in schwierigen Situationen – oftmals mit Suchtproblemen –, die sich wieder in die Gesellschaft integrieren wollen. Die Gemeinschaft bietet klare Strukturen, verlangt aber auch einiges von den Bewohnern. Die Fazenda basiert auf drei Säulen: der Gemeinschaft, der Arbeit und der Spiritualität.
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