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Salathé von Arisdorf BL
Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Blau über goldenem Dreiberg drei sechsstrahlige, goldene Sterne überhöht von silbernem Hauszeichen überdeckt von silbernen Majuskel "S".
Beim Namen Salathé stand ein Sultan Pate
Salathé Übername zum Rufnamen Salatin arabischen Ursprungs nach dem Sultan Sālah adDīn; dieser Rufname wurde vereinzelt auch in der christlichen Namengebung aufgenommen. Er könnte – ähnlich wie Sarasin – auch einem Teilnehmer an einem Kreuzzug gegeben worden sein. Die Schreibung ohne Akzent Salathe ist im Historischen Lexikon vorherrschend; die Schreibung mit accent aigu «é» ist wohl jüngeren Datums und romanisiert den Namen. Ist in der Schweiz nur in beiden Basel alteingesessen.
Die Aufnahme der Hugenotten im deutschen Refuge
Die Hugenotten (reformierte Christen) als religiöse Minderheit waren in ihrer (katholischen) französischen Heimat jahrzehntelangen Drangsalen und Verfolgungen ausgesetzt. König Ludwig XIV. von Frankreich erließ im Oktober 1685 das Edikt von Fontainebleau, das faktisch die Ausübung des protestantischen Glaubens in Frankreich untersagte. Daraufhin verließen ca. 170.000 reformierte Christen ihre Heimat trotz des Verbots der Krone. Sie begaben sich als Glaubensflüchtlinge in das sogenannte Refuge, vor allem in die benachbarten Niederlande oder auf dem Seeweg nach England, aber auch in deutsche Territorien, bzw. in kleineren Kontingenten in die USA, nach Kanada und nach Südafrika, wo sie den Weinanbau einführten.
Aus den protestantischen Hochburgen im Süden Frankreichs flüchteten viele Familien in die Schweiz. Ungefähr 40.000 Réfugiés zogen weiter nach Schaffhausen, Basel und rheinabwärts bis Frankfurt am Main, das zur Drehscheibe des Refuge wurde. Von dort erfolgte die Weiterreise in deutsche Fürstentümer und zwar vor allem nach Brandenburg-Preußen, das ca. 20.000 Réfugiés aufnahm. In Berlin war um 1700 jeder 4. Einwohner ein französisch sprechender Flüchtling. Knapp 4.000 Hugenotten gingen nach Kassel und gründeten im nördlichen Hessen ländliche Kolonien, andere nach Erlangen und andere Orte in Franken, nach Friedrichsdorf/Taunus, Offenbach und Neu-Isenburg ins südliche Hessen, in die Hansestädte und andere Zielgebiete. Die deutschen Fürsten privilegierten die Réfugiés mit Steuer- und Zunftfreiheit, selbständigen französisch-reformierten Kirchengemeinden und eigener Rechtspflege.
Die Aufnahme der Flüchtlinge in ihrem Gastland wurde selten zeitgleich, häufiger historisierend, bildlich dargestellt.
Repros: Gil-René d’Heureuse. Texte: Jochen Desel
Das Hugenottenkreuz
Das weltweit verbreitete Hugenottenkreuz ist besonders in Frankreich zu einem Erkennungszeichen der reformierten Christen geworden.
Familie Salathé seit 100 Jahren in Hüttwilen
Nach der Einwanderung in die Schweiz als Hugenotten ca. im Jahre 1670, liess sich unsere Familie im Raum Basel nieder und wurde in Arisdorf BL eingebürgert. 1923 kam Wilhelm Salathé durch die Heirat mit Emma Schär von Rheinfelden in die Ostschweiz nach Hüttwilen und kaufte einen Landwirtschaftsbetrieb. Dazu gehörten auch Reben. Seither widmet sich unser Familienbetrieb, auf 30 Aren in der Halde der Erbgemeinschaft Salathé welche von Angela und Rolf Minder bewirtschaftet werden, und 30 Aren von Astrid und Charly Salathé-de Groot im Stadtschryber. Unsere Reben im Stadtschryber sind die Ältesten in Hüttwilen und bereits über 50 Jahre alt. Im Stadtschryber, dem bekanntesten Rebberg im Weinbaudorf Hüttwilen, reifen die Trauben durch unsere sorgfältige Pflege zu bester Qualität und werden zu unseren Rotweinen gekeltert. Die Trauben aus dem Rebberg Halde sind verantwortlich für unseren Federweissen „Blanc de Noir“ und den Perlwein "kiss me".