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In der Schweiz ist die Anzahl Todesfälle pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner (Mortalitätsrate) durch Herz-Kreislaufkrankheiten in den letzten Jahrzehnten stark gesunken, von 442 im Jahr 2000 auf 276 im Jahr 2015. Dieser Trend, der auch international nachzuweisen ist, lässt sich auf verbesserte Therapien, einen gesünderen Lebensstil und auf eine Abnahme der Risikofaktoren zurückführen. Experten befürchten jedoch eine Trendumkehr beim Risikofaktor Übergewicht. Bei den Hospitalisierungen sind keine grösseren Veränderungen über die Zeit zu finden.
Im Jahr 2015 sind etwa ein Drittel aller Todesfälle und 10 Prozent aller Hospitalisierungen auf Herz-Kreislaufkrankheiten zurückzuführen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Herz-Kreislaufkrankheiten haben weltweit einen grossen Anteil an den wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten (NCD). Zu den Herz-Kreislaufkrankheiten gehören die ischämischen Herzkrankheiten wie Angina pectoris und Herzinfarkt, die cerebrovaskulären Krankheiten (v.a. Hirnschlag), Bluthochdruck und weitere Erkrankungen des Herzens und der Gefässe. In der Schweiz, wie in vielen Ländern, sind Herz-Kreislaufkrankheiten die häufigste Todesursache, wobei sie vor allem im Alter dominieren. Viele Menschen leben auch mit Beeinträchtigungen, zum Beispiel mit Lähmungen nach einem Hirnschlag oder mit einer einschränkenden Herzschwäche nach einem Herzinfarkt.
Die «Dämpfung des durch nichtübertragbare Krankheiten bedingten Anstiegs der Krankheitslast» ist das erste übergeordnete Ziel der NCD-Strategie der Schweiz. Todesfälle und Hospitalisierungen weisen auf das Ausmass der Belastung der Bevölkerung durch Herz-Kreislaufkrankheiten hin. Hospitalisierungen sind aber nur als Indiz für diese Last zu verstehen, denn nicht alle Personen mit einer entsprechenden Krankheit werden hospitalisiert und zudem fehlen Angaben zu den negativen Auswirkungen der Erkrankung auf das praktische Leben, sei es zuhause oder bei der Arbeit.
Definition
Ni: Zahl der Personen in der Altersgruppe i der europäischen Standardbevölkerung 2010
ri: Altersspezifische Rate der Altersgruppe i je 100‘000 Einwohner und Einwohnerinnen
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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