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Meine Bienen:
Die in meiner Imkerei gehaltene Biene ist die sogenannte Kärntner Biene (Apis mellifera carnica) von uns Imkern auch Carnica genannt, ist eine natürlich entstandene Rasse. Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassegruppe und ist in den Regionen südlich der Alpen ursprünglich beheimatet. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde sie im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und hat dabei die nördlich der Alpen beheimatete dunkle Europäische Biene fast vollständig verdrängt. Ein Grund dafür war die grössere Volksstärke und der damit zu erreichende höhere Honigertrag.
Da die Carnica-Biene vom südöstlichen Alpenklima geprägt wurde, kommt sie mit unseren heissen Sommern und den kalten Wintern gut zurecht. Sie ist in England, Frankreich und Skandinavien kaum anzutreffen, da ihr die Feuchtigkeit und Unbeständigkeit des Meerklimas Schwierigkeiten bereitet. Die Kärntner Biene ist sanftmütig, solange man sie nicht allzu sehr „hässig“ macht, hat aber im Gegensatz zu einigen anderen Rassen einen erhöhten Schwarmtrieb.
Wachs:
Wachs wird von den Bienen in ihren Wachsdrüsen hergestellt und dient den Bienen als Baustoff für ihre Waben. In den Waben wird Honig oder Pollen eingelagert, oder wachsen darin junge Larven heran.
Das meiste Wachs bleibt in meiner Imkerei und wird zu neuen Mittelwänden verarbeitet. Diese dienen den Bienen als Grundlage beim Wabenbau. Ein kleiner Teil des so wertvollen Wachses wird für Salben und andere Produkte verwendet.
Propolis:
Propolis, auch Kittharz genannt, besteht aus dem Hatz von Knospen diverser Bäume und Sträucher, welche die Bienen mit eigenen produzierten Sekreten anreichern. Es ist das natürliche Antibiotikum des Bienenvolkes. Die Bienen überziehen ihren ganzen Wohnraum und die Waben mit einer sehr feinen Schicht Propolis, um Spalten und Löcher abzudichten und die Ausbreitung von Keimen zu verhindern. Propolis findet in der Naturheilkund vielseitige Verwendung.
Etwa zweieinhalb mal muss eine Biene rund um die Erde fliegen und dabei von drei bis fünf Millionen Blüten Nektar und Honigtau sammeln und verarbeiten, damit wir ein Kilogramm Honig bekommen.
Wussten Sie, dass die Bienen für die alten Ägypter aus den Tränen des Sonnengottes Ra entstanden und dass der hinduistische Gott Vishnu, der Bewahrer der Welt, als Blaue Biene neben dem Liebesgott in einer Lotusblume schläft?
Oder haben Sie gewusst, dass die Ernte des Imkers nur ca. 450-800 Gramm Wachs je Bienenvolk und Jahr beträgt? Selbst Imker glaubten lange Zeit, dass die Arbeitsbienen das Bienenwachs wie die Pollen auf dem Fluge sammeln und in den Bienenstock tragen. Erst im 18. Jahrhundert entdeckte man, dass die Bienen ihr Wachs in kleinen Plättchen selber herstellen. Durch den Kontakt mit den Pollen wird das ursprüngliche schneeweisse Wachs allmählich gelb und aromatisiert.
"Das kleinste aller Nutztiere schenkt dem Menschen
Nahrung, Süßstoff und Kerzenlicht"
Ralpf Dutli
(1954 - heute)