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Am Ende fast aller meiner Texte, kommt nach der Unterschrift ‚(Der Wechselbalg)‘ eine horizontale Linie und dann der Titel ‚Abfall:‘. Darunter finden sich verschiedene Textfragmente, einzelne Worte und Textpassagen, die ich im eigentlichen Text nicht verwende. Sie sind dort als ‚Textabfall‘ deponiert.
Wenn ich also im Begriff bin, einen Text zu verfassen, passe ich Formulierung, Aufbau und Inhalt immer wieder an, bis ich mit dem eigentlichen Text zufrieden bin. Bei dieser Arbeit entsteht dieser besagte Abfall. Manchmal hole ich eine dieser Inhalte wieder aus dem Abfall und integriere sie wieder in den eigentlichen Text.
Nach und nach bildet sich so der jeweilig anfallende, mehr oder weniger grosse Abfallhaufen und daraus ein neuer, zufälliger Text, hinter dem ich nicht stehe. Ich distanziere mich ausdrücklich davon. Darum bezeichne ich ihn auch als Abfall. Auf der anderen Seite, finde ich es aber auch immer wieder spannend, interessant und lustig, was daraus entsteht. Darum lasse ich ihn auch unter dem Titel ‚Abfall:‘ stehen.
Schliesslich habe ich mich auf Grund von verschiedenen Rückmeldungen und Irritationen dazu genötigt gefühlt richtig zu stellen, was es mit dem Text unter ‚Abfall:‘ auf sich hat. Eigentlich, dachte ich, müsste man es ja merken, dass der Abfall eben Abfall ist, weil die Sätze z.T. abgebrochen sind oder nur einzelne Worte zusammenhanglos dort stehen, aber ich wurde eines besseren belehrt.
Wer also hingeht und glaubt, dass alles was unter ‚Abfall:‘ steht, meine Meinung ist, oder meint, dass es sich dabei um den eigentlichen Text handelt, oder dass es sich auch um einen, im Sinne meiner Aussage, ernsthaften Text handelt, liegt falsch. Es ist eben nur der Abfall, sonst nichts
(Der Wechselbalg)
Abfall:
wiederin dem ich diese Zeilen und Worte als Abfall bezeichne.es entsteht