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Vor der Marienkirche gab es in Nebikon zwei Sakralbauten. Die später abgerissene Kapelle St. Antonius der Einsiedler, sowie die immer noch bestehende Kapelle unserer Lieben Frau von Einsiedeln an der Schürgasse.
Unserer Lieben Frau von Einsiedeln: In den 1930er-Jahren wurde der Ruf laut, die Antoniuskapelle sei zu erweitern oder durch eine grössere zu ersetzen. Im März 1936 stellte der Altishofer Pfarrer Kurmann als Bauherr dem Gemeinderat von Nebikon das Gesuch um Erteilung einer Baubewilligung. In den folgenden Monaten jedoch kämpfte das Projekt mit Schwierigkeiten. Der Bund stellte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine Subvention von 4500 Franken in Aussicht – falls Kanton und Gemeinde ebenfalls einen Betrag übernehmen. Beide lehnten aus finanziellen Gründen ab. Im Juli 1936 beschloss die Gemeindeversammlung dann doch die Subventionen der Kapelle, Anfang März 1937 erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung. Am 11. März begannen die Arbeiten, 1938 wurde der Kapellenbau eingeweiht. Er wird bis heute regelmässig genutzt.