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Shinrin Yoku
kommt aus Japan und bedeutet «ein Bad in der Atmosphäre des Waldes zu nehmen», «Baden in der Waldluft» oder vereinfacht «Waldbaden». Schon Mitte 1600 galt der Akasawa Natural Forest in Japan mit seinen über 300 Zypressen als Erholungswald. Er wurde unter Schutz gestellt und 1970 offiziell als Erholungswald benannt.
Shinrin Yoku wurde 1982 von Tomohide Akiyama, Leiter der japanischen Forstverwaltung, erstmals als Begriff vorgeschlagen. 1982 hat das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei “forest bathing trip” als gesunden Lebensstil vorgeschlagen.
In Japan wird Shinrin Yoku seit 1982 vom staatlichen Gesundheitswesen gefördert. Seit 1990 wurden in Experimenten die physiologischen Auswirkungen des Waldbadens untersucht. 2012 wurde ein eigener medizinischer Forschungszweig gegründet: forest medicine. Dr. Qing Li ist zur Zeit der Präsident der Japanischen Gesellschaft für Wald-Medizin. Mittlerweile werden weltweit viele Forschungen im Bereich Wald- und Gesundheit gemacht.
Heute ist Waldbaden / Shinrin Yoku in Japan, Südkorea und in Deutschland als präventive Methode zur Stressbewältigung anerkannt. Auch in anderen Ländern wie z.B. Australien und USA ist Waldbaden sehr bekannt und erfolgreich.
Die japanischen Schriftzeichen für Shinrin Yoku stellen einen Wald, ein Gehölz/kleines Wäldchen und ein Bad (oft auch als fliessendes Wasser symbolisch übersetzt) dar.