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Auf übermässigen Stress reagiert der menschliche Körper automatisch. Damit ist der Körper – wie schon bei unseren Vorfahren – bereit, zum Kampf oder zur Flucht. Wenn körperliche Stressreaktionen jedoch über längere Zeit andauern, kann dies zu Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Verdauungsproblemen, Müdigkeit oder zu chronischen Kopfschmerzen führen. Längerfristig kann eine Schwächung des Immunsystems und die höhere Anfälligkeit für Infektionen die Folge sein.
Über die Sinnesorgane gelangen die Informationen über Stressfaktoren (Stressoren) in das Grosshirn und das limbische System. Mit Hilfe von Botenstoffen werden die Informationen den weiteren Organen übermittelt. Auf der Achse Hypothalamus/Hypophyse/Nebennierenrinde erfolgt ein komplexer Vorgang, der dazu führt, dass der Körper die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausschüttet. Diese Hormone versetzen dem Körper einen Energieschub: Die Atemfrequenz erhöht sich, Herz und Kreislauf werden belastet, der Blutdruck steigt, und die Sauerstoffzufuhr wird erhöht. Es wird mehr Blut in die Muskeln gelenkt und die Muskeln spannen sich an. Andererseits werden Körperfunktionen wie die allgemeine Wahrnehmung oder die Magen-Darm-Tätigkeit zurückgefahren.