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<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bewusstsein, dass Sport und Bewegung für unsere Gesellschaft von grundlegender Bedeutung sind, nicht zuletzt, um unser Immunsystem zu stärken und die vielzitierte Volksgesundheit zu fördern, ist seit Ausbruch der Covid-19-Krise massiv gewachsen. Bewegung und Sport gelten heute als eine der wichtigsten beeinflussbaren Determinanten von Gesundheit, Lebensqualität und Lebenskompetenz. Umso wichtiger ist es, dass Bewegungs- und Sportförderung von staatlicher wie auch privater Seite möglichst gut koordiniert werden und dass wertvolles Wissen gesammelt und nutzbar gemacht wird. Das ist heute noch zu wenig der Fall. Das im Breitensport und in der Bewegungsförderung vorhandene Fach- und Organisationswissen ist auf unterschiedlichste Träger verteilt, und die Akteure in der Bewegungsförderung, im Gesundheitswesen und im Breitensport arbeiten zwar oft auf gleiche oder ähnliche Ziele hin, ohne aber voneinander zu wissen. In vielen Bereichen wie beispielsweise im Sportanlagenbau, bei der Sportmobilität, beim Ausbau von Bewegungsräumen, bei der Bewältigung von Nutzungskonflikten oder beim Zugang zur Natur für verantwortungsvolle Sport- &amp; Bewegungsaktivitäten wäre eine koordinierte Zusammenarbeit sinnvoll. Eine Fachstelle Breitensport wäre ideal geeignet, um die verschiedenen Akteure zu vernetzen sowie Wissen zu bündeln und es den Trägern des Breitensports im Rahmen von Beratungsleistungen zur Verfügung zu stellen.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb die folgenden Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Schaffung einer Fachstelle Breitensport geeignet ist, das Ehrenamt, die Freiwilligenarbeit und die Vereinsentwicklung wirksam zu unterstützen.</p><p>2. Falls ja: Ist der Bundesrat gewillt, eine solche Fachstelle Breitensport zu finanzieren? Wo würde er diese Fachstelle ansiedeln wollen?</p><p>3. Falls nein: Welche anderen zusätzlichen Massnahmen bevorzugt der Bundesrat, um Sport und Bewegung, insbesondere das lebenslange Sporttreiben von Erwachsenen, zu fördern?</p><p>4. Wie denkt der Bundesrat über eine interdepartementale Koordinationsgruppe, die den Austausch unter den relevanten Ämtern (insbesondere Bundesamt für Gesundheit und Bundesamt für Sport) fördert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Bedeutung von Sport und Bewegung hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Es lässt sich ebenfalls feststellen, dass die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung Sport- und Bewegungsaktivitäten zunehmend frei und ungebunden sowie ausserhalb der traditionellen Vereinsstrukturen ausübt. Swiss Olympic hat für den Bereich des organisierten Sports diese Entwicklungen aufgenommen und eine Stelle geschaffen, die die Entwicklung des vereinsbasierten Breitensports zum Ziel hat. Damit soll das Potential des organisierten Sports für die Gesundheit der Bevölkerung besser ausgeschöpft werden. Die Stelle setzt sich für die Vereinsentwicklung, das Ehrenamt und die Freiwilligenarbeit ein. Der Bundesrat begrüsst dieses Engagement von Swiss Olympic. Zusätzliche Koordinationsbestrebungen sollten aber nicht nur auf den Vereinssport fokussieren, sondern auch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das individuelle Sporttreiben und die Sicherung der nötigen Bewegungsräume zum Ziel haben. In Anbetracht dieser Überlegungen teilt der Bundesrat die Ansicht, dass die Koordination zwischen der Bewegungs- und Gesundheitsförderung sowie weiteren Akteuren im Bereich des Breitensports sowohl innerhalb wie auch ausserhalb von Vereinsstrukturen, verbessert werden sollte. Die Prüfung wie die Koordination, Vernetzung und der Wissensaustausch zur Weiterentwicklung der Sport- und Bewegungsförderung umgesetzt werden kann, ist im Aktionsplan Sportförderung des Bundesrates vom 26. Oktober 2016 für die zweite Realisierungsphase ab 2024 vorgesehen.</p><p>2/3. Der Bundesrat hatte damals aus Ressourcengründen weitere Massnahmen im Bereich der Breitensportförderung aufgeschoben. Er wird aber in Anbetracht der Ausführungen unter Ziffer 1 prüfen, welche Massnahmen aus dem Aktionsplan umgesetzt werden können, um so zu einer verbesserten Koordination im Breitensport beizutragen. Dabei werden die bisherigen Erfahrungen zahlreicher Organisationen aus der allgemeinen Sport- und Bewegungsförderung zu berücksichtigen sein sowie die Ergebnisse der Studie "Global action plan on physical activity, Standortbestimmung und Stakeholderanalyse Schweiz" konsultiert werden. Diese Stakeholder haben sich im Netzwerk hepa.ch, das vom Bundesamt für Sport (BASPO) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), der Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) sowie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) getragen wird, zusammengeschlossen.</p><p>4. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Sektoralpolitiken wurde in den vergangenen Jahren verstärkt. Es besteht bereits eine Zusammenarbeit unter den Bundesämtern. So ist ein Austausch zu Fragen der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten, zu den Programmen der Gesundheitsförderung Schweiz und der BFU aber auch zu den Themen Raum und Umwelt institutionalisiert. Das BASPO plant, bestehende Ressourcen zusätzlich für den Breitensport bereitzustellen und den Austausch mit anderen Bundesämtern weiter zu vertiefen. Sport- und Bewegungsförderthemen sollen stärker in den Fokus gerückt, gemeinsame Stossrichtungen definiert und allfällige Massnahmen entwickelt und umgesetzt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.