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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2022.00104 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 19. Dezember 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler Weber Wyler von Gleichenstein, Business Tower Zürcherstrasse 310, Postfach, 8501 Frauenfeld gegen Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen Beschwerdegegnerin Zustelladresse: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Rechtsdienst Personenversicherung Postfach 99, 8010 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war seit dem 1. Januar 1998 als IT Project Officer bei der Y.___ AG, Zürich, angestell t und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia ) gegen die Folgen von Berufs- und Nicht berufsunfällen versichert ( Urk. 12/ 1 und Urk. 12/2/4 Ziff. 3 ). Gemäss Schadenmeldung vom 10. September 2019 erlitt der Versicherte am 24. Juli 2019 bei einem Wal d spaziergang zwei Zeckenbisse in der Kniekehle rechts sowie am linken Oberschenkel ( Urk. 12 / 2 /4 Ziff. 4-6 und Ziff. 9 ). Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 als Diagnose eine n Verdacht auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ( FSME ; Urk. 12/9 Ziff. 5 ). Die se Diagnose wurde in der Folge von der weiterbehandelnden Dipl. Ärztin A.___, Fachärztin für Neurologie, Privatklinik B.___, in ihrem Bericht vom 18. September 2019 bestätigt (Urk. 12/16/2-4). Die Helvetia kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Weiter veranlasste sie bei m Neuropsychologen lic. phil. C.___ und bei Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, MEDAS Neurologie E.___, ein bidiszipli näres Gutachten, welches am 18. und am 23. März 2021 erstattet wurde (Urk. 12/164 und Urk. 12/ 166/23-42 ). Mit Verfügung vom 22. Juli 2021 (Urk. 12/196) verneinte die Helvetia einen natürlichen und adäquaten Zusammenhang zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom 24. Juli 2019 mit überwiegender Wahr scheinlichkeit ab dem 1. Mai 2021 und eine über diesen Zeitpunkt hinaus bestehende Leistungspflicht. Die vom Versicherten dagegen am 26. August 2021 mündlich vorgetragene Einsprache (Urk. 12/211) wies die Helvetia mit Einspracheentscheid vom 12. April 2022 ab (Urk. 12/226 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 24. Mai 2022 Beschwerde gegen den Einspracheent scheid vom 12. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien von der Vorinstanz zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen zu treffen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm über den 1. Mai 2021 hinaus die vollen gesetzlichen Leistungen zu erbringen, also rückwirkend ab 1. Mai 2021 Taggelder und die Übernahme der Heilungskosten, eventuell eine Invalidenrente und gegebenenfalls eine Integritätsentschädigung (Urk. 1 S. 2). Am 28. Juni 2022 (Urk. 7) reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte ein (Urk. 8/5a-5b). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2022 (Urk. 10) beantragte die Helvetia, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. September 2022 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (Urk. 14) ein, und die Beschwerdegeg nerin erstattete am 31. Oktober 2022 ihre Duplik (Urk. 18), was dem Beschwerde führer am 1. November 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall begriffs gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG), wobei massgebend ist, ob aufgrund der fachärzt lichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2019 vom 16. Mai 2019 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1. 4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.4). Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/ bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_499/2020 vom 19. Novem ber 2020 E. 2.2.1). Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge nommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/ aa ; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 von zwei Zecken gebissen worden sei, woraufhin sich eine FSME entwickelt habe. Damit seien die in Art. 4 ATSG beschriebenen Unfallbegriffsmerkmale erfüllt (S. 9 lit. B. Ziff. 2 ). Aus dem Bericht von Dipl. Ärztin A.___ vom 25. Mai 2021 und dem neurologischen Gutachten von Dr. D.___ vom 23. März 2021 ergebe sich, dass keine organisch nachweis baren Funktionsausfälle bestünden. Die FSME sei bereits anlässlich der Laborun tersuchung im September 2019 nicht mehr floride und die E EG-Untersuchungen in diesem Zeitraum seien unauffällig gewesen. Zudem sei auch die MRI-Untersuchung aus dem Jahr 2020 ohne pathologischen Befund gewesen. Die derzeit geltend gemachten neuropsychologischen Beschwerden könnten nicht mit apparativen/bildgebenden Untersuchungen bestätigt werden, so dass von einer Wiederholung dieser Untersuchung in antizipierter Beweiswürdigung abgesehen werden könne (S. 11 ff. Ziff. 8 lit. a-c). Unter Berücksichtigung der bestehenden Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 8C_835/2018 vom 23. April 2019, 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015 ) sei davon auszugehen, dass der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Mai 2021 nicht mehr gegeben gewesen sei (S. 13 f. lit. c). Die Einstellung der Leistungen per 1. Mai 2021 sei somit rechtens. Darüber hinaus bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (S. 14 Ziff. 9). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass es sich bei der durch Zeckenbiss übertragenen FSME um eine Infektionskrankheit mit komplexem Krankheitsbild handle (S. 9 Rz. 10). Gemäss der behandelnden Ärztin seien seine Symptome voll kongruent zur Grunderkrankung einer FSME beziehungsweise deren Folgen (S. 10 Rz. 13). Auf das neurologische Gutachten von Dr. D.___, welches sich auf das neuropsychologisch e Gutachten von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 stütze, könne nicht abgestellt werden (S. 10 ff. Rz. 14.1-2, S. 12 ff. Rz. 15.1 -2, S. 17 Rz. 15.5 ). Laut dem behandelnden Neuropsychologen habe das M RI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen. D ie Symptomatik inklusive der nicht vollständige n Defekthei lung sei en kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 14 ff. Rz. 15.2-4). Auch ein Experte für Zeckenerkrankungen habe bestätigt, dass seine Beschwerden ganz eindeutig auf die durchgemachte FSME zurückzuführen seien (S. 17 f. Rz. 17). Davon gingen sämtliche behandelnden Ärzte aus. Sowohl der natürliche als auch der adäquate Kausalzusammenhang seien erfüllt (S. 18 Rz. 18). Verwiesen sei auf einen Fall des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen aus dem Jahr 2012 (S. 18 Rz. 19 ). Er sei sodann seiner Schadenminderungspflicht vollumfänglich nachgekommen, und eine Aggravation sei ihm bisher nie unterstellt worden (S. 19 f. Rz. 20-21, S. 21 Mitte ). Seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwer degegnerin für die Folgen der FSM E -Infektion sei keine entscheidende Änderung des medizinischen Sachverhaltes eingetreten, welche eine Leistungseinstellung zu begründen vermöchte (S. 21 Mitte). Die von der Beschwerdegegnerin getätigten Sachverhaltsabklärun gen seien insgesamt ungenügend (S. 21 unten). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 10) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer auf den eigentlichen Grund für die Einstellung der Leistungen kaum eingegangen sei. Sie - die Beschwerdegegnerin – habe einen Kausalzu sammenhang vor allem gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verneint und dazu auf zwei entsprechende Urteile des Bundesgerichts verwiesen. Hinzuweisen sei auf BGE 115 V 133, wonach die Rechtsprechung nach psychischer Fehlentwicklung zur Anwendung gelange. Bei der eigentlichen Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges habe es in der Regel mit der Fest stellung sein Bewenden, dass es sich bei ein e m Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall handle, womit der adäquate Kausalzusammenhang von vornherein zu verneinen sei. Es werde auf das erst kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichts 8C_727/2021 vom 21. April 2022 E. 3.2.2 verwiesen (S. 3 f.). 2.4 Mit seiner Replik (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Unterlagen aus dem Verfahren bei der Invalidenversicherung ein und wies darauf hin, dass die IV-Stelle ihn aufgrund der durchgemachten FSME als invalidisiert betrachte und ihm eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 86 % zugesprochen wer de (S. 2 f.). Im Unterschied zu den Urteil en des Bundesgerichts 8C_734/2021 und 8C_727/2021 sei es in seinem Fall nie zu einer kognitiven Erholung gekommen (S. 4). 2.5 In ihrer Duplik (Urk. 18) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass aus der Tatsache allein, dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente zugesprochen habe, er nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. S o handle es sich bei der Invalidenversicherung im Gegen satz zur Unfallver sicherung um eine finale Versicherung, und ob die Beschwerden des Beschwer deführers unfallkausal seien, habe für die Leistungspflicht der Invalidenversiche rung keinerlei Bedeutung. Beim Beschwerdeführer lägen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor. Die FSME sei bereits seit Jahren nicht mehr floride, was bedeute, dass die typischen Symptome einer FSME wie Kopfschmer zen oder Fieber nicht mehr vorliegen oder beklagt würden (S. 2 Mitte). Zudem habe der Beschwerdeführer selbst geschildert, dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren kaum - jedenfalls nicht namhaft - verbessert habe und eine solche namhafte Verbesserung auch nicht zu erwarten sei. Die Voraussetzungen für einen Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG seien somit erfüllt, womit der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang geprüft werden müsse (S. 2 unten f.). Das Bundesgericht habe nun im Urteil 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 seine Rechtsprechung aus dem Urteil 8C_727/2021 vom 21. A pril 2022 bestätigt. Der Beschwerdeführer habe sich zur klaren Rechtsprechung nicht geäussert (S. 3 Mitte ). 3. 3. 1 Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt Dr. Z.___ nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 12/9) als Diagnose einen Verdacht auf eine FSME (Ziff. 5). Dr. Z.___ führte aus, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, vor einer Woche am linken Oberschenkel proximal einen Zeckenstich erlitten zu haben (Ziff. 2). Der Allgemeinzustand sei schlecht, und der Beschwer deführer leide an Schweissausbrüchen (Ziff. 2-3). Vom 29. Juli bis 15. September 2019 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 8). 3. 2 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 1 2 /16/2-4) folgende Diagnosen (S. 1): - FSME, mit Erstmanifestation (EM) Ende Juli 2019 - initiale Symptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: Geminderte Belastbarkeit, zum Teil Belastungsdyspnoe, psychomotorische Verlangsamung, Reduktion der Konzentration und der Aufmerksamkeitsspanne - Labor: FSME Immunglobulin M ( IgM ) positiv, bezüglich Borreliose keine Aussage aktuell möglich - MRI Neurokrani um September 2019: A ls Residuen nach FSME fänden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Globus ( Gl. ) Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstöru ng oder e pilepsietypische Potenziale (E TPs ) - Status nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - leichtes Ziehen in der Nackenmuskulatur seit dem Trauma - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum des Universitätsspitals F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass nach Analyse von anamnestischen Angaben, klinischer Untersuchung, Laborergebnissen und MRI-Befund der Patient aktuell unter der residuellen Symptomatik nach der stattgehabten FSME-Infektion leide. Aktuell stünden als residuelle Symptome die Minderbelastbarkeit, eine Belastungsdyspnoe, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, psychomotorische Verlangsamung und erhöhte Reizbarkeit im Vordergrund (S. 3 oben). Bei der durchgeführten Laborkontrolle hätten sich folgen de auffällige Befunde gezeigt: L eichte Lymphozytopenie, eine Monozytose, eine Eosinophil i e, ein erhöhtes Ferritin sowie eine positive Serologie für FSME IgM. Im Vergleich zur Voruntersuchung würden die Antikö rp er langsam abnehmen. Das Immunglobulin G ( IgG ) sei weiterhin nicht nachweisbar, und die Aussage bezüg lich der Borreliose weiterhin nicht möglich. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich aktuell eine leichte Standataxie im Romberg-Stehver such und eine leichte psychomotorische Verlangsamung gezeigt. Ansonsten sei der Befund regelrecht (S. 3 Mitte). Diagnostisch ergänzend sei eine MRI-Untersuchung des Kopfes und ein e EEG erfolgt, Letztere ohne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstörung oder eine epileptische Aktivität. Im MRI hätten sich als Residuen nach FSME geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits gezeigt. Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass sie den Patienten zum aktuellen Zeitpunkt no ch nicht als arbeitsfähig sehe (S. 3 Mitte). 3. 3 Dipl. - Psych. G.___, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, klinischer Neuropsychologe GNP, Rehabilitation H.___, nannte in seinem n europsycho logische n Bericht vom 8. Oktober 2019 (Urk. 1 2 /36) als Diagnose ein postenze phalitisches Syndrom (ICD-10 F07.1) mit mittelgradiger neuropsychologischer Funktionsstörung, die durch eine erhebliche Belastbarkeitsminderung und Verlangsamung charakterisiert sei sowie durch Funktionseinschränkungen vor allem in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnis (S. 4 oben). Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung seien aktuell aus neuropsychologischer Sicht noch nicht vorhanden, auch nicht im Homeoffice (S. 4 Mitte). Es sei dem Beschwerdeführer geraten worden, vorerst auf die aktive Teilnahme am Strassen verkehr zu verzichten (S. 4 unten). Sowohl die Verhaltensbeobachtung, als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen (trotz im V erlauf massiv verlangsamter Reaktionszeiten) und die Symptomvalidierungsverfahren hätten keinerlei Hinweise auf Aggravation oder Simulation oder motivationsbedingte Minderleistung ergeben (S. 3 Mitte). 3. 4 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 13. Dezember 2019 (Urk. 1 2 /40) nach Untersuchung des Beschwerdeführers am 25. November und 6. Dezember 2019 folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSM E, mit EM Ende Juli 2019 - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Temperaturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfind lichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte psychomotorische Verlangsamung, mittelgradige neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedäch t nis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, aktuell IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019 und November 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, Herdstörung oder ETPs - i ntermittierend ziehende Schmerzen in den Knien und Ellenbogen b eidseits - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass aufgrund noch immer ausgeprägten neurokognitiven Defiziten des Beschwerdeführers nach stattgehab ter FSME und neu aufgetretenen k örperlichen Symptomen im Sinne von ziehenden Schmerzen in den Ge lenken und einem Schwächegefühl am 6. Dezember 2019 eine Liquor untersuchung durchgeführt worden sei, welche jedoch keinen Hinweis auf einen laufenden Entzündungsprozess gezeigt habe. Die Serologie spreche nicht mehr für die aktiv laufende Entzündung, aber für die stattgehabte. Sie betrachte den Patienten weiterhin nicht als arbeitsfähig. Die weitere intensive rehabilitative Behandlung im ambulanten Setting werde fortgesetzt (S. 2 unten). 3. 5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegner in, Dr. med. I.___, praktischer Arzt, Neurologe und Verhaltensneurologe; J.___ University School of Medicin e (vgl. Urk. 12/180 S. 1), führte in seiner Beurteilung vom 19. Dezem ber 2019 (Urk. 12/43) aus, dass die FSME mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge der beiden Zeckenbisse im Juli 2019 sei. Die Liquoranalyse habe sp ezifisch IgG gegen FSME gezeigt. Dies deute darauf hin, dass der Prozess no ch nicht ganz abgeschlossen sei. Im MRI seien die Läsionen im Pallidum und Pulvinar nicht mehr aktiv, daher sollte die Genesung voranschreiten. Eine Begutachtung sei noch nicht notwendig. Eine Teilarbeitsfähigkeit (um 50 %) sollte ab Januar 2020 möglich sein. 3. 6 Dr. I.___ führte in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2020 (Urk. 12/56) aus, dass er gestützt auf das Standortgespräch vom 7. Januar 2020 und den darin enthaltenen Angaben über die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers die Fort führung der Arbeitsunfähigkeit als zielführend erachte. Es bestehe ein solider multidisziplinärer Plan. An der Motivation des Beschwerdeführer s bestünden keine Zweifel. Er erhole sich von einer leichten Enzephalitis durch FSME. Dr. I.___ führte aus, dass er die MR-Befunde als relevante strukturelle Korrelate zu den Beeinträchtigungen sehe, insbesondere die bilaterale Schädigung des Pulvinars (Ziff. 1). Für eine 10-wöchige intensive ambulante Rehabilitation könne die Kostenzusage erteilt werden (Ziff. 2). 3. 7 Dipl.-Psych. G.___ nannte in seinem neuropsychologischen Bericht vom 23. April 2020 (Urk. 1 2 /66) als Diagnose ein postenzephalistisches Syndrom mit leichter neuropsychologischer Funktionsstörung, die sich vor allem in einer ausgeprägten Belastbarkeitsminderung und in einer erhöhten Störanfälligkeit für gelerntes verbales Material zeige (S. 4 unten). Mittlerweile seien erste Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung aus neuropsychologischer Sicht zu erkennen. Für eine Stunde könne von einer guten Leistungsfähigkeit ausgegan gen werden, danach sei auch nach einer Pause von einem reduzierten Arbeits tempo, Ermüdung und einem erhöhten Fehlerrisiko auszugehen. Eine Tätigkeit von mehr als zwei Stunden sei aus neuropsychologischer Sicht aktuell noch nicht realistisch (S. 5 oben). Die leistungsbezogenen Minimalanforderungen für die aktive Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr seien erfüllt worden (S. 5 Mitte). Empfohlen werde zunächst ein therapeutisches Arbeitstraining in einer entsprechenden Einrichtung mit Schwerpunkt auf administrative Täti gkeiten (S. 5 unten). Dipl.-Psych. G.___ hielt fest, dass s owohl die Verhaltensbeobachtung als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen und auch ein Symptomvalidierungsverfahren keinerlei Hinweise auf eine Aggravation, Simu lation oder motivationsbedingte Minderleistungen ergeben hätten (S. 3 unten). 3. 8 Am 18. März 2021 erstattete lic. phil. C.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neuropsychologisches Gutachten (Urk. 1 2 /164). Lic. phil. C.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer am 11. März 2021 untersucht habe (S. 1 Ziff. 1.1). R ein formal, also ohne Berück sichtigung des Validitätsaspekte s, habe sich eine insgesamt mittelgradige neur opsychologische Störung gezeigt ( S. 16 oben). Es lägen jedoch mehrere klare Hinweise vor, welche gegen die Validität der erhobenen Befunde sprächen (S. 16 Mitte). In den durchgeführten Leistungsva lidierungsverfahren hätten sich d urchgehend auffällige Befu nde er geben. Gemäss den Kriterie n von Slick et al. (1999) müsse von einer wahrscheinlichen negativen Antwortverzerrung ausgegangen werden. Die rein formal als mittelgradige neuropsychologische Störung beschriebenen Befunde könnten in dieser Form als nicht authentisch gewertet werden. Aus Sicht des Unterzeichnenden sei es plausibel, dass zum Zeitpunkt der letzten neuropsychologischen Untersuchung im April 2020 noch eine leichte neuropsychologische Störung mit Belastbarkeits minderung bestanden habe (S. 16 unten f.). Ob und in welchem Schweregrad beim Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt noch authentische neuropsycholo gische Beeinträchtigungen oder eine verminderte Belastbarkeit bestünden, könne bei nicht gegebener Befundvalidität nicht fundiert beurteilt werden. Es könne folglich auf neuropsychologischem Gebiet keine Diagnose gestellt werden. Ebenso seien das Erstellen eines fundierten Belastbarkeitsprofils und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich (S. 17 oben). Bei nicht gegebener Befundvalidität sei es auf neuropsychologischem Gebiet unklar, ob eine dauernde Schädigung der Integrität vorliege (S. 21 Ziff. 8.8.1). 3. 9 Am 23. März 2021 erstattete Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neurologisches Gutachten (Urk. 12/166/23-42) unter Berücksichtigung des neuropsychologischen Gutachtens von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 (Urk. 12/164). Dr. D.___ stellte folgende Diagnosen (S. 16 Ziff. 7): - FSME im Juli 2019 mit graduell leichtem enzephalitischem Verlauf - subjektiv anhaltende neuropsychologische Beschwerden mit Fatigue symptomatik ; fraglich authentisch bei hoch auffälliger Leistungs-/Symptomvalidierung Dr. D.___ führte aus, dass sich bei der aktuellen klini sch-neurologischen Unter suchung bis auf eine leichte, funktionell nicht relevante Unsicherheit im Strich gang und Blindstrichgang keine pathologischen Auffälligkeiten gefunden hätten. Neuropsychologischerseits hätten keine validen Befunde erhoben werden können (S. 16 Ziff. 8.3.1). Aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage könne nicht differenziert werden, welche Diagnosen mit und welche Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (S. 16 Ziff. 8.4). Ebenso könne aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage nicht differenziert werden, welche der erhobenen Befunde überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 24. Juli 2019 stünden (S. 17 Ziff. 8.5.1). Aus diesem Grund könne auch nicht beantwortet werden, ob krankhafte Vorzustände mitwirkten (S. 17 Ziff. 8.5.2). Dr. D.___ hielt fest, dass ausgehend von den aktenkundigen n europsychologischen Vorbefunden ab dem Datum des Zeckenstichs in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Ab der neuropsychologischen Unter suchung vom 22. April 2020 und damals festgestellter leichter neuropsycholo gischer Störung und Belastbarkeitsminderung sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, überwiegend aufgrund eines reduzierten zeitlichen Pensums, auszugehen. Der weitere Verlauf und die aktuelle Arbeitsfähigkeit könn t e n aus neurologisch-neuropsychologischer Sicht aufgrund der bestehenden Inkonsistenzen bei fehlender Validität der erhobenen Befunde in de n Leistungs-/Symptomvalidie rungsverfahren nicht beurteilt werden (S. 17 f. Ziff. 8.6.1). Bei f ehlender Validität der neuropsychologischen Befunde bei hoch auffälligen Leistungs-/Beschwerde validierungsverfahren könne auch keine Angabe zu einem Integritätsschaden gemacht werden (S. 19 Ziff. 8.8.1). 3. 10 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 2 5. M ai 2021 (Urk. 12 /1 79 ) folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSME, mit EM Ende Juli 2019 - als Folge Verdacht auf symptomatische N arkolepsie und chronisches Fatigue-Syndrom - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfi ndlichkeit, erhöhte Reizbarkeit, mittelschwere neurokognitive Defizite - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, im Verlauf IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv, am ehesten unspezifisch - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung, Beta-Amyloid 1-42 niedrig - MRI Neurokranium September 2020 : O hne pathologischen Befund - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019, November 2019 und April 2021 : O hne Hinweise auf eine Allgemeinver änderung, Herdstörung oder ETPs - Therapie: Status nach intensiver Ergo- und Physiotherapie ( Rehabilitation H.___ ); 1. Status nach Therapie mit Nootropil, darunter Schlafstö rungen, abgesetzt; 2. Status nach Therapie mit Amantadin, ohne spürbare Wirkung; 3. Therapie mit Escitalopram, ohne gewünschten Effekt; 4. Modafinil, aufgrund von Unwohlsein und arterieller Hyper tonie abgesetzt; 5. Februar bis Mai 2021 Therapie mit Aricept, ohne positive Wirkung; 6. aktuell Therapie mit Tebokan - aktuell Verdacht auf Einschlafmyoklonien - i ntermittierend auftretende ziehende Schmerzen in den Knien und Ellen bogen b eidseits - serologisch keine Hinweise auf eine Borreliose - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa vier Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum Unispital F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ hielt fest, dass sie den Patienten am 12. April und am 25. Mai 2021 erneut in der neurologischen Sprechstunde untersucht und beraten habe (S. 1). Der Beschwerdeführer habe über einen unveränderten Zustand berichtet. Die Leistungsschwäche und ein erhöhter Schlaf- und Erholungsbedarf persistierten weiterhin. Er könne sich nicht lange konzentrieren, und der Schlaf bedarf liege aktuell bei 14 bi s 15 Stunden am Tag (S. 2 oben). Bei erhöhtem Schlafbedarf sei dem Patienten die Untersuchung in einem Schlaflabor empfohlen worden (S. 2 Mitte). 3. 11 Dr. I.___ führte in seiner neurologischen Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (Urk. 12/180) zum Gutachten der Neurologie E.___ aus, dass bedauerlich sei, dass es der neuropsychologische Gutachter dabei belassen habe, eine « uninterpretierbare » neuropsychologische Leistung vom Beschwerdeführer erhoben zu haben, dies vor allem aufgrund der Ergebnisse der Symptomvalidie rung. Es wäre hilfreich gewesen, den Beschwerdeführer mit dieser Analyse zu konfrontieren und ihm eine Wiederholung der Tests oder eine Erweiterung durch andere Test s anzubieten. Die Konfrontation des Beschwerdeführers mit seinen neuropsychologischen Leistungen respektive den Ergebnissen der Symptomvali dierung hätte durch eine Befragung Dritter erweitert werden und wahrscheinlich zum Vorschlag einer psychiat rischen Abklärung führen müssen. Das abgelie f erte Ergebnis der Begutachtung sei für die Beantwortung der Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang, der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit, der Heilbehand lung sowie des Integritätsschadens nicht hilfreich. Die Gutachter hätten sich die Arbeit in dieser H insicht leicht gemacht und die Folgen ihrer mangelhaften Abklärung - d ie Entscheidungsunmöglichkeit der Beschwerdegegnerin - nicht berücksichtigt (S. 2 unten). 3. 12 Die mit dem Verfahren des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung betraute Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. K.___, Fachärztin für Neurologie, führte in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vgl. Feststellungsblatt Invalidenversicherung, Urk. 15/9 S. 11) aus, dass vor dem Hintergrund der initialen Signalanhebung im MRI in Regionen, die eine Rolle für die Verarbeitung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis spielten, die andauernde chronische Fatigue mit leichten kognitiven Defiziten medizinisch nachvollziehbar sei. Die auffällige Symptomvalidierung im bidisziplinären Gutachten stehe hier in keinem Widerspruch. Aussagekräftiger sei die konsistente Angabe von hoher Arbeitsmotivation und gelebtem Engagement während des Belastbarkeitstrainings. Eine psychische Überlagerun g sei durchaus nachvollzieh bar, werde aber weder von der jahrelang behandelnden Neurologin noch vom Psychologen explizit aufgeführt. Alle weiteren Berichte seien konsistent. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass keine zusätzliche psychiatrische Diagnose bestehe. Eine Verbesserung durch eine Behandlung sei unwahrschein lich. Die aufgeführten Funktionseinschränkungen seien neurologisch gut nachvollziehbar. Die Therapieversuche seien regelrecht gewesen und hätten bisher zu keinem andauernden Therapieerfolg geführt. Dr. K.___ führte aus, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Projektleiter mit Führungsverantwortung nicht mehr leidensgerecht sei. Leistungseinschränkend sei die chronische Fatigue mit rascher mentaler Minderbelastbarkeit, fehlender Flexibilität und weniger die leichte neuropsychologische Störung. Daher sei auch eine angepasste Tätigkeit nur im reduzierten Pensum entsprechend den Ergeb nissen des Belastbarkeitstrainings im Umfang von 2.45 Stunden an vier Arbeits tagen ab frühestens dem Ende des Belastbarkeitstrainings (10. November 2020) überwiegend wahrscheinlich. 3. 13 Dipl.-Psych. G.___ führte in seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2022 (Urk. 3/4) zum neurologischen und neuropsychologischen Gutachten vom 18. respektive 23. März 2021 aus, dass er nur schwer nachvollziehen könne, weshalb die Gutachter keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem heutigen Zustandsbild des Beschwerdeführers und dem Zeckenbiss vom 24. J uli 2019 mit nachfolgender FSME sähen. So habe das MRI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen, womit belegt sei, dass es sich nicht nur um eine Meningitis, sondern um eine Enzephalitis gehandelt habe. Sowohl seiner Erfahrung nach als auch gemäss der Fachliteratur sei die Symptomatik inklusive die nicht vollständige Defektheilung kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 1 unten f.). Dipl.-Psych. G.___ führte weiter aus, dass der von lic. phil. C.___ geäusserte Vorwurf der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers, im schlimmsten Fall der Aggravation/Simulation, aus seiner Sicht nicht haltbar sei (S. 2 Mitte). Das Gutachten sei aus näher dargelegten Gründen mangelhaft (S. 2 ff.). 3. 14 Dipl. Ärztin A.___ führte in ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2022 (Urk. 3 / 3) aus, dass sie die Einschätzung der Gutachter, wonach kein kausaler Zusammen hang zwischen dem Zustand des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis mehr gegeben sei, nicht teile. Die Diagnose einer FSME habe ohn e Zweifel bestätigt werden können. Von Anfang an hätten beim Patienten die neuropsychologischen Veränderungen, vor allem psychomotorische Verlangsamung, mittelschwere neuro-kognitive Defizite, extreme Müdigkeit und erhöhter Schlafbedarf im Vordergrund seines Leidens gestanden. 20 % der Betroffenen mit einer enzepha litischen Verlaufsform, wie sie beim Beschwerdeführer gegeben sei, müssten mit einer Defektheilung rechnen. Mehr als 50 % der FSME-Patienten wiesen neuro logische Folgeerscheinungen auf, darunter Schlaf-Wachrhythmus-Störungen und zirkadiane Störungen (S. 1 Frage 1). Die genannten Auffälligkeiten könne man dem postencephalitischen Syndrom zuordnen. Ein solches sei in einer Studie bei 42 % der Patienten sechs Monate nach der ak uten Erkrankung und bei 33 % der Patienten zwei bis sieben Jahre nach der akuten FSME beschrieben worden. Die Postulierung von den Helvetia Mitarbeitern eine s fehlenden Zusammenhangs zwischen den persistierenden, störenden Defiziten und stattgehabter FSME sei nicht korrekt und könne nicht akzeptiert werden (S. 2 oben). Weiter hielt Dipl. Ärztin A.___ fest, dass die Symptome, welche der B eschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt angebe, voll kongruent seien zu der Grunderkrankung einer FSME und den Folgen davon. Die Wiederherstellung der cerebralen Leistungen könne Monate und sogar Jahre dauern. Die fehlenden residuellen Zeichen in der MRI-Kontrolle seien kein Grund, die bestehenden störenden Symptome zu bestreiten. Es würden bei teils schweren psychischen Erkrankungen mit erheb licher Behinderung als Folge oft keinerlei Veränderungen im MRI des Neuro kraniums gesehen. Darauf dürfe man sich nicht ganz verlassen. Von Seiten der betreuenden Therapeuten sei zu keinem Zeitpunkt der Verdacht auf eine mögliche Simulation geäussert worden. Zudem habe die neuropsychologische Unter suchung, welche im Jahr 2020 erfolgt sei, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Befund vom Jahr 2019 gezeigt, was auch gegen eine Aggrava tion/Simulation spreche (S. 2 Frage 2). 3. 1 5 Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 8. Juni 2022 (Urk. 8/5a) als Diagnose eine FSME mit Residualheilung (S. 1). Dr. L.___ führte aus, dass aufgrund der vorliegenden Beschwerden und der Serologie mit Eindeutigkeit ein Status nach durchgemachter FSME festgestellt werden könne. Die bestehenden, invalidisierenden neurofunktionellen Defizite seien eine typische Folge der FSME mit Hirnparechymbefall (Enzephali tis) wie diese im MRI des Neurok raniums habe dokumentiert werden können (S. 3 unten f.). Eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME finde innerhalb von zwei Jahren statt. Später, und damit auch im vorliegenden Fall, könne nicht mehr mit einer Beschwerdebesserung gerechnet werden (S. 3 oben). 4. 4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in Folge von im Juli 2019 erlittenen Zeckenbissen an einer FSME erkrankte. Rechtsprechungsgemäss erfüllt der Zeckenstich sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, weshalb eine Leistungspflicht für die damit verbundenen Infektionskrankheiten ( Lyme -Krankheiten, Enzepha litis) und deren Folgen besteht (BGE 122 V 230). Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die weiterhin gel tend gemachten Beschwerden ( wie die geminderte Belastbarkeit, de n massiv erhöhte n Schlafbedarf und die neuro-kognitiven Veränderungen im Bereich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis ) auch über den 1. Mai 2021 hinaus leistungspflichtig ist. 4.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Leistungen über den 1. Mai 2021 hinaus im Wesentlichen damit, dass zu diesem Zeitpunkt keine orga nischen Ursachen der vom Beschwerdeführer geltend gemachten neuropsycholo gischen Einschränkungen mehr ausgewiesen seien, weshalb unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen deren Adäquanz entfalle (vorstehend E. 2.1, E. 2.3 und E. 2.5). Zu diesem Vorgehen der Leistungs einstellung äusserte sich der Beschwerdeführer trotz mehrfachem Schriftenwech sel nicht eingehend. E r stellte sich auf den Standpunkt, dass seine Beschwerden gemäss den Ausführungen sämtlicher konsultierter Fachpersonen kongruent zu einer durchgemachten FSME seien (vorstehend E. 2.2, E. 2.4). 4.3 Was den von der Beschwerdegegnerin per 1. Mai 2021 festgelegten Endzustand anbelangt, ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Dipl. Ärztin A.___ hielt in ihrem Ber icht vom 22. März 2021 eine Stag nation der störenden Symptome im Verlauf zu Februar 2021 fest (Urk. 12/153 S. 2 Mitte) und führte auch in ihrem Folgebericht vom 25. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 10 ) aus, dass der Beschwerde führer über einen unveränderten Zustand berichtet habe. Insbesondere machte jedoch der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerde (vorstehend E. 2.2) geltend, dass seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwerdegegnerin für die Folgen der FSME-Infektion keine entscheidende Änderung des medizinische n Sachverhalts eingetroffen sei. Zudem lässt sich den Akten und den Ausführungen der behandelnden Ärzte entnehmen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an sämtliche Therapien wahrgenommen hatte, ohne dass sich mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit eine relevante Besserung eingestellt hätte. So scheiterte n sowohl das vom 11. August bis 16. November 2020 als auch das vom 3. Januar bis 2. April 2022 über die IV-Stelle durchgeführte Belastbarkeitstraining an der mangelnden Belastbarkeit des Beschwerdeführers ( Urk. 3/7, Urk. 12/97, Urk. 12/111 -112 ). Zudem hielt Dr. L.___ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2022 (vorstehend E. 3.15) fest, dass eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME innerhalb von zwei Jahren stattfinde und später nicht mehr mit einer Besserung gerechnet werden könne. Diese Aussage bestätigte er auch in seinem Schreiben vom 23. Juni 2022 (Urk. 8/5b S. 1 Mitte). Damit ist vorliegend von einem Endzustand auszugehen und die Beschwerdegegnerin ist befugt, die Adäquanz frage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1). 4. 4 Dem von der Beschwerdegegnerin zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes eingeholten bidisziplinären Gutachten von lic. phil. C.___ und Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, vom März 2021 (vorstehend E. 3. 8-9 ) ist aus den nachfolgend dargelegten Gründen der Beweiswert (vorstehend E. 1. 5 ) abzu sprechen. S elbst der beratende Arzt der Beschw erdegegnerin, Dr. I.___, befand in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 11 ) das Gutachten als ungenügend und ging als Folge von der Entscheidungsunmöglich keit der Beschwerdegegnerin aus. So blieben die zentral zu klären gewesenen Fragen zum Bestehen, Ausmass und der Unfallkausalität der vom Beschwerde führer weiterhin g eklagten Beschwerden offen, nachdem lic. phil. C.___ auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung geschlossen hatte. In Anbetracht dessen, dass sich in den Akten bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers bei lic. phil. C.___ keinerlei Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerdeschilde rung ergaben, insbesondere Dipl.-Psych. G.___ nach im Oktober 2019 und im April 2020 durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen den Beschwerdeführer als kooperativ mitarbeitend beschrieb en hatte und keinerlei Hinweis auf eine Aggravation oder Simulation feststellen konnte ( vorstehend E. 3.3 und E. 3.7 ), und sich auch im Rahmen der von der IV-Stelle Zürich vom 11. August bis 16. November 2020 durchgeführten beruflichen Eingliederungsmass nahmen keine derartigen Hinweise ergaben (Urk. 12/111 S. 3 Ziff. 6), erweist sich die Schlus sfolgerung von lic. phil. C.___ als vorschnell. Die mangelhafte neuropsychologische Begutachtung durch lic. phil. C.___ schlägt sich sodann auch im neurologischen Gutachten von Dr. D.___ nieder. Überdies erscheinen gewisse Formulierungen in der Wiedergabe der Aktenlage durch Dr. D.___ tendenziös. So gab Dr. D.___ den Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. Z.___ vom 18. September 2019 in der Weise wieder, als dass er ausführte, dass der Beschwerdeführer vor der Erstbehandlung am 7. August 2019 «angeblich» von einer Zecke in den linken Oberschenkel gestochen worden sei (Urk. 12/166 /23-42 S. 2 Ziff. 2), ohne dass Dr. Z.___ selbst den Zeckenstich in seinem Bericht derart in Frage gestellt hätte (vorstehend E. 3.1). Auch die von Dr. D.___ getätigte Wiedergabe des Berichtes von Dipl. Ärztin A.___ vom 18. September 2019 (vorstehend E. 3.2) erweist sich als nicht korrekt, indem er ausführte, dass Letztere die im MRI des Schädels vom 13. September 2019 ersichtlichen Befunde lediglich als «mögliche» Residuen einer FSME gedeutet habe (Urk. 1 2 /166 /23-42 S. 3 Mitte). Die Formulierung, wonach Dipl. Ärztin A.___ nur von «möglichen» Residuen einer FSME ausgegangen wäre, findet sich so in ihren Berichten nicht. Vielmehr qualifizierten sowohl Dipl. Ärztin A.___ als auch die das MRI beurteilenden Radiologen (Urk. 12/165/2) den Befund vom 13. September 2019 als Residuen nach einer FSME. Weiter hielt Dr. D.___ auch fest, dass der Beschwer deführer ein «Schleudertrauma» erlitten habe (Urk. 12/166 /23-42 S. 3 unten). Weshalb er diese Diagnose in Anführungszeichen wiederg a b, erschliesst sich nicht klar, im Kontext obiger Bemerkungen zur Wiedergabe der Vorakten ist aber nicht auszuschliessen, dass er dieses Ereignis ohne nähere Begründung ebenfalls bezweifelte. 4. 5 Selbst die Beschwerdegegnerin stützte sich abschliessend nicht auf das von ihr eingeholte Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ ab, sondern ging von einem nicht objektivierbar en Beschwerdebild aus und nahm infolgedessen die Adäquanzprüfung bei nicht organisch ausgewiesenen Beschwerdebildern entsprechend der Praxis bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall vor. Entgegen der Ansicht der Beschwerdege gnerin (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3 und E. 2.5 ) vermag der Hinweis auf verschiedene Urteile des Bundesgerichts, wo eine Leistungseinstellung eines Versicherers für geltend gemachte Beschwerden nach einem Zeckenstich geschützt worden ist, nicht von einer rechtsgenüglichen Abklärung des medizinischen Sachverhaltes zu entbinden. In sämtlichen von der Beschwerdegegnerin genannten Entscheiden des Bundesgerichts lag nämlich im Unterschied zum vorliegenden Fall des Beschwerdeführers eine beweiskräftige medizinische Expertise zur Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes, namentlich zum Bestehen und der Kausalität der Beschwerden, vor. Beizupflichten ist der Beschwerdegegnerin dahingehend, dass im Urteil des Bundesgerichtes 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015, welches auch im Urteil 8C_727/2021 vom 21. April 2022 in E. 3.2.2 zitiert wurde, unter E. 3 festgehalten wurde, dass, wenn die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen s eien, die Adäquanz gesondert zu prüfen s ei. Dies erfolge bei psychischen Beschwerden nach einem Schreckereignis gemäss der allgemeinen Adäquanzformel. Gleich sei bei Beschwerden als direkte Folge eines zeckenstichbedingten Leidens entschieden worden. Letztere Formulierung erweist sich jedoch m it Blick auf die dann in E. 3 zitierte Rechtsprechung als unpräzise. So wurde zu dieser Feststellung unter anderem auf das Urteil des Bundesgericht s U245/99 vom 17. Mai 2001 E. 4 und E. 6 verwiesen. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass bei der durch einen Zeckenstich in diesem Fall verursachte n Lyme -Borreliose eine differenzierte Trennung zwischen den auf die Erkrankung zurückzuführenden typischen Symptomen ( Müdigkeit, Malaise, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiser keit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhoe ), gegebenen falls auch eine s Chronic Fatigue -Syndroms ( nach Ausschluss anderer Krankheits bilder), und allfälligen Beeinträchtigungen der Psyche erfolgte. Zu den psychischen Beschwerden wurde sodann festgehalten, dass diese, damit sie als Auswirkung der Infektionskrankheit qualifiziert werden könn t en, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sein müssten. Die Adäquanz könne diesfalls - wie bei den somatischen Beschwerden - ohne weiteres bejaht werden, wenn die Infizierung mit dem Borreliose-Erreger nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung, wozu in erster Linie die wissenschaftlichen Erkenntnisse gehör t en, einen Erfolg von der Art des eingetre tenen zu bewirken verm öge. Allfällige andere psychische Beschwerden, für welche der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens eine Teilur sache darstell e, seien hingegen im Sinne von sekundären Folgen der Erkrankung in Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen. Festgehalten wurde weiter, dass die Qualifikation der psychischen Beschwerden als dir ekte Auswirkungen der Erkrankung oder aber als sekundäre Folge davon b eziehungsweise reine psychische Erkranku ng aufgrund der ärztlichen Berichte zu erfolgen habe. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass nicht einfach sämtliche nach einer FSME-Infektion aufgetretenen Leiden nach der Rechtsprechung zur psychischen Fehlentwicklung abzuhandeln sind, sondern nur allfällig aufgetretene psychische Leiden, was einer ärztlichen Beurteilung des Beschwerdebildes bedarf. In E. 6 wurde sodann deutlich festgehalten, dass für direkte Folgen der Erkrankung der adäquate Kausalzusammenhang nicht unter dem Gesichtspunkt einer p sychischen Fehlentwicklung nach Unfall, sondern nach der normale n Adäquanzformel zu beurteilen sei. Damit hat es, entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ( vorstehend E. 2.3 ), bei der Prüfung des adäquaten Kausal zusammenhanges eben nicht bei sämtlichen nach einem Zeckenbiss aufgetrete nen Beschwerden damit sein Bewenden, dass es sich bei einem Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall hand elt, womit der adäquate Kausalzusammen hang von vornherein zu verneinen sei, sondern nur bei ärztlich ausgewiesenen psychischen Beschwerden, welche nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Auch im von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort vorgebrachten Urteil des Bundesgericht s 8C_727/2021 vom 21. April 2022 geht es um depressive Symptome nach einer durchgemachten FSME (E. 3.1.1 ), ohne das s noch relevante kognitive Defizite vorgelegen hätten (E. 3.1.4). F ür die Beurteilung, ob hinsichtlich der noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers und de n im Sommer 2019 erlittenen Zeckenstich en noch ein Kausalzusammenhang besteht, ist damit eine fundierte medizinische Grundlage unabdingbar. Dabei werden auch hinsichtlich des Fatigue-Syndroms allfällige andere Krankheitsbilder auszuschliessen und bei Hinweisen auf eine psychische Überlagerung eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen sein, wie dies auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. I.___ festhielt (vorstehend E. 3. 11 ). Offen blieb auch die Frage, in welchem Zusammenhang die im MRI des Schädels vom 1 3. September 20 19 (Urk. 12/165/2) sichtbaren strukturellen Veränderung en, welche im Folge-MRI vom 30. September 2020 (Urk. 12/165/1) nicht mehr erkennbar waren, zu den persistierenden neuropsychologischen Einschränkungen des Beschwerdeführers stehen. Vorliegend kann auch nicht einfach auf die im Rahmen der Kritik am Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ erfolgte n Einschätzung en zur Kausalität d urch die behandelnden Fachpersonen Dipl.-Psych. G.___ (vorstehend E. 3.13), Dipl. Ärztin A.___ (vorstehend E. 3.14) sowie Dr. L.___ (vorstehend E. 3.15) abgestellt werden, zumal das Gericht bei der Beweiswürdigung praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen ( BGE 135 V 465 E. 4.5). Daran, dass sich vorliegend der medizinische Sachverhalt nicht schlüssig beurteilen lässt, würde auch der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug der IV-Akten (Urk. 14 S. 2) nichts ändern. So lässt sich dem Feststellungsblatt (Urk. 15/9) nicht entnehmen, dass eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung erfolgt wäre, und wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte (vorstehend E. 2.5), gilt es hier auch Aspekte der Kausalität zu beurteilen, welche im Rahmen einer Beurteilung für die Invalidenversicherung nicht relevant sind. Die Ausführungen von RAD-Ärztin Dr. K.___ in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vorstehend E. 3.12) erweisen sich für das vorliegende Verfahren im Hinblick auf die zu klärenden Fragen als zu wenig detailliert, als dass darauf abgestellt werden könnte. 4. 6 Aufgrund des Gesagten lässt sich zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 1. Mai 2021 weder das tatsächlich vorhandene Ausmass der Beschwerden noch deren Kausalität zum Unfallereignis vom Juli 2019 beurteilen. Der Sachverhalt erweist sich damit als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochte ne Einspracheentscheid (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur fundierten medizi nischen Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach Einholung eines e xternen Gutachtens neu über den Leistungs anspruch de s Beschwerdeführers verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Dem Beschwerdeführer steht ausgangsgemäss eine Prozesse nt schädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG), welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Ent sprechend ist ihm eine Prozessentschädigung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) auszurichten. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 2. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler - Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2022.00104 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 19. Dezember 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler Weber Wyler von Gleichenstein, Business Tower Zürcherstrasse 310, Postfach, 8501 Frauenfeld gegen Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen Beschwerdegegnerin Zustelladresse: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Rechtsdienst Personenversicherung Postfach 99, 8010 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war seit dem 1. Januar 1998 als IT Project Officer bei der Y.___ AG, Zürich, angestell t und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia ) gegen die Folgen von Berufs- und Nicht berufsunfällen versichert ( Urk. 12/ 1 und Urk. 12/2/4 Ziff. 3 ). Gemäss Schadenmeldung vom 10. September 2019 erlitt der Versicherte am 24. Juli 2019 bei einem Wal d spaziergang zwei Zeckenbisse in der Kniekehle rechts sowie am linken Oberschenkel ( Urk. 12 / 2 /4 Ziff. 4-6 und Ziff. 9 ). Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 als Diagnose eine n Verdacht auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ( FSME ; Urk. 12/9 Ziff. 5 ). Die se Diagnose wurde in der Folge von der weiterbehandelnden Dipl. Ärztin A.___, Fachärztin für Neurologie, Privatklinik B.___, in ihrem Bericht vom 18. September 2019 bestätigt (Urk. 12/16/2-4). Die Helvetia kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Weiter veranlasste sie bei m Neuropsychologen lic. phil. C.___ und bei Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, MEDAS Neurologie E.___, ein bidiszipli näres Gutachten, welches am 18. und am 23. März 2021 erstattet wurde (Urk. 12/164 und Urk. 12/ 166/23-42 ). Mit Verfügung vom 22. Juli 2021 (Urk. 12/196) verneinte die Helvetia einen natürlichen und adäquaten Zusammenhang zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom 24. Juli 2019 mit überwiegender Wahr scheinlichkeit ab dem 1. Mai 2021 und eine über diesen Zeitpunkt hinaus bestehende Leistungspflicht. Die vom Versicherten dagegen am 26. August 2021 mündlich vorgetragene Einsprache (Urk. 12/211) wies die Helvetia mit Einspracheentscheid vom 12. April 2022 ab (Urk. 12/226 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 24. Mai 2022 Beschwerde gegen den Einspracheent scheid vom 12. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien von der Vorinstanz zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen zu treffen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm über den 1. Mai 2021 hinaus die vollen gesetzlichen Leistungen zu erbringen, also rückwirkend ab 1. Mai 2021 Taggelder und die Übernahme der Heilungskosten, eventuell eine Invalidenrente und gegebenenfalls eine Integritätsentschädigung (Urk. 1 S. 2). Am 28. Juni 2022 (Urk. 7) reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte ein (Urk. 8/5a-5b). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2022 (Urk. 10) beantragte die Helvetia, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. September 2022 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (Urk. 14) ein, und die Beschwerdegeg nerin erstattete am 31. Oktober 2022 ihre Duplik (Urk. 18), was dem Beschwerde führer am 1. November 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall begriffs gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG), wobei massgebend ist, ob aufgrund der fachärzt lichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2019 vom 16. Mai 2019 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1. 4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.4). Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/ bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_499/2020 vom 19. Novem ber 2020 E. 2.2.1). Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge nommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/ aa ; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 von zwei Zecken gebissen worden sei, woraufhin sich eine FSME entwickelt habe. Damit seien die in Art. 4 ATSG beschriebenen Unfallbegriffsmerkmale erfüllt (S. 9 lit. B. Ziff. 2 ). Aus dem Bericht von Dipl. Ärztin A.___ vom 25. Mai 2021 und dem neurologischen Gutachten von Dr. D.___ vom 23. März 2021 ergebe sich, dass keine organisch nachweis baren Funktionsausfälle bestünden. Die FSME sei bereits anlässlich der Laborun tersuchung im September 2019 nicht mehr floride und die E EG-Untersuchungen in diesem Zeitraum seien unauffällig gewesen. Zudem sei auch die MRI-Untersuchung aus dem Jahr 2020 ohne pathologischen Befund gewesen. Die derzeit geltend gemachten neuropsychologischen Beschwerden könnten nicht mit apparativen/bildgebenden Untersuchungen bestätigt werden, so dass von einer Wiederholung dieser Untersuchung in antizipierter Beweiswürdigung abgesehen werden könne (S. 11 ff. Ziff. 8 lit. a-c). Unter Berücksichtigung der bestehenden Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 8C_835/2018 vom 23. April 2019, 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015 ) sei davon auszugehen, dass der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Mai 2021 nicht mehr gegeben gewesen sei (S. 13 f. lit. c). Die Einstellung der Leistungen per 1. Mai 2021 sei somit rechtens. Darüber hinaus bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (S. 14 Ziff. 9). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass es sich bei der durch Zeckenbiss übertragenen FSME um eine Infektionskrankheit mit komplexem Krankheitsbild handle (S. 9 Rz. 10). Gemäss der behandelnden Ärztin seien seine Symptome voll kongruent zur Grunderkrankung einer FSME beziehungsweise deren Folgen (S. 10 Rz. 13). Auf das neurologische Gutachten von Dr. D.___, welches sich auf das neuropsychologisch e Gutachten von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 stütze, könne nicht abgestellt werden (S. 10 ff. Rz. 14.1-2, S. 12 ff. Rz. 15.1 -2, S. 17 Rz. 15.5 ). Laut dem behandelnden Neuropsychologen habe das M RI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen. D ie Symptomatik inklusive der nicht vollständige n Defekthei lung sei en kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 14 ff. Rz. 15.2-4). Auch ein Experte für Zeckenerkrankungen habe bestätigt, dass seine Beschwerden ganz eindeutig auf die durchgemachte FSME zurückzuführen seien (S. 17 f. Rz. 17). Davon gingen sämtliche behandelnden Ärzte aus. Sowohl der natürliche als auch der adäquate Kausalzusammenhang seien erfüllt (S. 18 Rz. 18). Verwiesen sei auf einen Fall des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen aus dem Jahr 2012 (S. 18 Rz. 19 ). Er sei sodann seiner Schadenminderungspflicht vollumfänglich nachgekommen, und eine Aggravation sei ihm bisher nie unterstellt worden (S. 19 f. Rz. 20-21, S. 21 Mitte ). Seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwer degegnerin für die Folgen der FSM E -Infektion sei keine entscheidende Änderung des medizinischen Sachverhaltes eingetreten, welche eine Leistungseinstellung zu begründen vermöchte (S. 21 Mitte). Die von der Beschwerdegegnerin getätigten Sachverhaltsabklärun gen seien insgesamt ungenügend (S. 21 unten). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 10) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer auf den eigentlichen Grund für die Einstellung der Leistungen kaum eingegangen sei. Sie - die Beschwerdegegnerin – habe einen Kausalzu sammenhang vor allem gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verneint und dazu auf zwei entsprechende Urteile des Bundesgerichts verwiesen. Hinzuweisen sei auf BGE 115 V 133, wonach die Rechtsprechung nach psychischer Fehlentwicklung zur Anwendung gelange. Bei der eigentlichen Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges habe es in der Regel mit der Fest stellung sein Bewenden, dass es sich bei ein e m Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall handle, womit der adäquate Kausalzusammenhang von vornherein zu verneinen sei. Es werde auf das erst kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichts 8C_727/2021 vom 21. April 2022 E. 3.2.2 verwiesen (S. 3 f.). 2.4 Mit seiner Replik (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Unterlagen aus dem Verfahren bei der Invalidenversicherung ein und wies darauf hin, dass die IV-Stelle ihn aufgrund der durchgemachten FSME als invalidisiert betrachte und ihm eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 86 % zugesprochen wer de (S. 2 f.). Im Unterschied zu den Urteil en des Bundesgerichts 8C_734/2021 und 8C_727/2021 sei es in seinem Fall nie zu einer kognitiven Erholung gekommen (S. 4). 2.5 In ihrer Duplik (Urk. 18) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass aus der Tatsache allein, dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente zugesprochen habe, er nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. S o handle es sich bei der Invalidenversicherung im Gegen satz zur Unfallver sicherung um eine finale Versicherung, und ob die Beschwerden des Beschwer deführers unfallkausal seien, habe für die Leistungspflicht der Invalidenversiche rung keinerlei Bedeutung. Beim Beschwerdeführer lägen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor. Die FSME sei bereits seit Jahren nicht mehr floride, was bedeute, dass die typischen Symptome einer FSME wie Kopfschmer zen oder Fieber nicht mehr vorliegen oder beklagt würden (S. 2 Mitte). Zudem habe der Beschwerdeführer selbst geschildert, dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren kaum - jedenfalls nicht namhaft - verbessert habe und eine solche namhafte Verbesserung auch nicht zu erwarten sei. Die Voraussetzungen für einen Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG seien somit erfüllt, womit der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang geprüft werden müsse (S. 2 unten f.). Das Bundesgericht habe nun im Urteil 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 seine Rechtsprechung aus dem Urteil 8C_727/2021 vom 21. A pril 2022 bestätigt. Der Beschwerdeführer habe sich zur klaren Rechtsprechung nicht geäussert (S. 3 Mitte ). 3. 3. 1 Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt Dr. Z.___ nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 12/9) als Diagnose einen Verdacht auf eine FSME (Ziff. 5). Dr. Z.___ führte aus, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, vor einer Woche am linken Oberschenkel proximal einen Zeckenstich erlitten zu haben (Ziff. 2). Der Allgemeinzustand sei schlecht, und der Beschwer deführer leide an Schweissausbrüchen (Ziff. 2-3). Vom 29. Juli bis 15. September 2019 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 8). 3. 2 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 1 2 /16/2-4) folgende Diagnosen (S. 1): - FSME, mit Erstmanifestation (EM) Ende Juli 2019 - initiale Symptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: Geminderte Belastbarkeit, zum Teil Belastungsdyspnoe, psychomotorische Verlangsamung, Reduktion der Konzentration und der Aufmerksamkeitsspanne - Labor: FSME Immunglobulin M ( IgM ) positiv, bezüglich Borreliose keine Aussage aktuell möglich - MRI Neurokrani um September 2019: A ls Residuen nach FSME fänden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Globus ( Gl. ) Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstöru ng oder e pilepsietypische Potenziale (E TPs ) - Status nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - leichtes Ziehen in der Nackenmuskulatur seit dem Trauma - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum des Universitätsspitals F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass nach Analyse von anamnestischen Angaben, klinischer Untersuchung, Laborergebnissen und MRI-Befund der Patient aktuell unter der residuellen Symptomatik nach der stattgehabten FSME-Infektion leide. Aktuell stünden als residuelle Symptome die Minderbelastbarkeit, eine Belastungsdyspnoe, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, psychomotorische Verlangsamung und erhöhte Reizbarkeit im Vordergrund (S. 3 oben). Bei der durchgeführten Laborkontrolle hätten sich folgen de auffällige Befunde gezeigt: L eichte Lymphozytopenie, eine Monozytose, eine Eosinophil i e, ein erhöhtes Ferritin sowie eine positive Serologie für FSME IgM. Im Vergleich zur Voruntersuchung würden die Antikö rp er langsam abnehmen. Das Immunglobulin G ( IgG ) sei weiterhin nicht nachweisbar, und die Aussage bezüg lich der Borreliose weiterhin nicht möglich. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich aktuell eine leichte Standataxie im Romberg-Stehver such und eine leichte psychomotorische Verlangsamung gezeigt. Ansonsten sei der Befund regelrecht (S. 3 Mitte). Diagnostisch ergänzend sei eine MRI-Untersuchung des Kopfes und ein e EEG erfolgt, Letztere ohne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstörung oder eine epileptische Aktivität. Im MRI hätten sich als Residuen nach FSME geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits gezeigt. Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass sie den Patienten zum aktuellen Zeitpunkt no ch nicht als arbeitsfähig sehe (S. 3 Mitte). 3. 3 Dipl. - Psych. G.___, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, klinischer Neuropsychologe GNP, Rehabilitation H.___, nannte in seinem n europsycho logische n Bericht vom 8. Oktober 2019 (Urk. 1 2 /36) als Diagnose ein postenze phalitisches Syndrom (ICD-10 F07.1) mit mittelgradiger neuropsychologischer Funktionsstörung, die durch eine erhebliche Belastbarkeitsminderung und Verlangsamung charakterisiert sei sowie durch Funktionseinschränkungen vor allem in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnis (S. 4 oben). Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung seien aktuell aus neuropsychologischer Sicht noch nicht vorhanden, auch nicht im Homeoffice (S. 4 Mitte). Es sei dem Beschwerdeführer geraten worden, vorerst auf die aktive Teilnahme am Strassen verkehr zu verzichten (S. 4 unten). Sowohl die Verhaltensbeobachtung, als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen (trotz im V erlauf massiv verlangsamter Reaktionszeiten) und die Symptomvalidierungsverfahren hätten keinerlei Hinweise auf Aggravation oder Simulation oder motivationsbedingte Minderleistung ergeben (S. 3 Mitte). 3. 4 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 13. Dezember 2019 (Urk. 1 2 /40) nach Untersuchung des Beschwerdeführers am 25. November und 6. Dezember 2019 folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSM E, mit EM Ende Juli 2019 - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Temperaturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfind lichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte psychomotorische Verlangsamung, mittelgradige neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedäch t nis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, aktuell IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019 und November 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, Herdstörung oder ETPs - i ntermittierend ziehende Schmerzen in den Knien und Ellenbogen b eidseits - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass aufgrund noch immer ausgeprägten neurokognitiven Defiziten des Beschwerdeführers nach stattgehab ter FSME und neu aufgetretenen k örperlichen Symptomen im Sinne von ziehenden Schmerzen in den Ge lenken und einem Schwächegefühl am 6. Dezember 2019 eine Liquor untersuchung durchgeführt worden sei, welche jedoch keinen Hinweis auf einen laufenden Entzündungsprozess gezeigt habe. Die Serologie spreche nicht mehr für die aktiv laufende Entzündung, aber für die stattgehabte. Sie betrachte den Patienten weiterhin nicht als arbeitsfähig. Die weitere intensive rehabilitative Behandlung im ambulanten Setting werde fortgesetzt (S. 2 unten). 3. 5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegner in, Dr. med. I.___, praktischer Arzt, Neurologe und Verhaltensneurologe; J.___ University School of Medicin e (vgl. Urk. 12/180 S. 1), führte in seiner Beurteilung vom 19. Dezem ber 2019 (Urk. 12/43) aus, dass die FSME mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge der beiden Zeckenbisse im Juli 2019 sei. Die Liquoranalyse habe sp ezifisch IgG gegen FSME gezeigt. Dies deute darauf hin, dass der Prozess no ch nicht ganz abgeschlossen sei. Im MRI seien die Läsionen im Pallidum und Pulvinar nicht mehr aktiv, daher sollte die Genesung voranschreiten. Eine Begutachtung sei noch nicht notwendig. Eine Teilarbeitsfähigkeit (um 50 %) sollte ab Januar 2020 möglich sein. 3. 6 Dr. I.___ führte in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2020 (Urk. 12/56) aus, dass er gestützt auf das Standortgespräch vom 7. Januar 2020 und den darin enthaltenen Angaben über die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers die Fort führung der Arbeitsunfähigkeit als zielführend erachte. Es bestehe ein solider multidisziplinärer Plan. An der Motivation des Beschwerdeführer s bestünden keine Zweifel. Er erhole sich von einer leichten Enzephalitis durch FSME. Dr. I.___ führte aus, dass er die MR-Befunde als relevante strukturelle Korrelate zu den Beeinträchtigungen sehe, insbesondere die bilaterale Schädigung des Pulvinars (Ziff. 1). Für eine 10-wöchige intensive ambulante Rehabilitation könne die Kostenzusage erteilt werden (Ziff. 2). 3. 7 Dipl.-Psych. G.___ nannte in seinem neuropsychologischen Bericht vom 23. April 2020 (Urk. 1 2 /66) als Diagnose ein postenzephalistisches Syndrom mit leichter neuropsychologischer Funktionsstörung, die sich vor allem in einer ausgeprägten Belastbarkeitsminderung und in einer erhöhten Störanfälligkeit für gelerntes verbales Material zeige (S. 4 unten). Mittlerweile seien erste Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung aus neuropsychologischer Sicht zu erkennen. Für eine Stunde könne von einer guten Leistungsfähigkeit ausgegan gen werden, danach sei auch nach einer Pause von einem reduzierten Arbeits tempo, Ermüdung und einem erhöhten Fehlerrisiko auszugehen. Eine Tätigkeit von mehr als zwei Stunden sei aus neuropsychologischer Sicht aktuell noch nicht realistisch (S. 5 oben). Die leistungsbezogenen Minimalanforderungen für die aktive Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr seien erfüllt worden (S. 5 Mitte). Empfohlen werde zunächst ein therapeutisches Arbeitstraining in einer entsprechenden Einrichtung mit Schwerpunkt auf administrative Täti gkeiten (S. 5 unten). Dipl.-Psych. G.___ hielt fest, dass s owohl die Verhaltensbeobachtung als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen und auch ein Symptomvalidierungsverfahren keinerlei Hinweise auf eine Aggravation, Simu lation oder motivationsbedingte Minderleistungen ergeben hätten (S. 3 unten). 3. 8 Am 18. März 2021 erstattete lic. phil. C.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neuropsychologisches Gutachten (Urk. 1 2 /164). Lic. phil. C.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer am 11. März 2021 untersucht habe (S. 1 Ziff. 1.1). R ein formal, also ohne Berück sichtigung des Validitätsaspekte s, habe sich eine insgesamt mittelgradige neur opsychologische Störung gezeigt ( S. 16 oben). Es lägen jedoch mehrere klare Hinweise vor, welche gegen die Validität der erhobenen Befunde sprächen (S. 16 Mitte). In den durchgeführten Leistungsva lidierungsverfahren hätten sich d urchgehend auffällige Befu nde er geben. Gemäss den Kriterie n von Slick et al. (1999) müsse von einer wahrscheinlichen negativen Antwortverzerrung ausgegangen werden. Die rein formal als mittelgradige neuropsychologische Störung beschriebenen Befunde könnten in dieser Form als nicht authentisch gewertet werden. Aus Sicht des Unterzeichnenden sei es plausibel, dass zum Zeitpunkt der letzten neuropsychologischen Untersuchung im April 2020 noch eine leichte neuropsychologische Störung mit Belastbarkeits minderung bestanden habe (S. 16 unten f.). Ob und in welchem Schweregrad beim Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt noch authentische neuropsycholo gische Beeinträchtigungen oder eine verminderte Belastbarkeit bestünden, könne bei nicht gegebener Befundvalidität nicht fundiert beurteilt werden. Es könne folglich auf neuropsychologischem Gebiet keine Diagnose gestellt werden. Ebenso seien das Erstellen eines fundierten Belastbarkeitsprofils und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich (S. 17 oben). Bei nicht gegebener Befundvalidität sei es auf neuropsychologischem Gebiet unklar, ob eine dauernde Schädigung der Integrität vorliege (S. 21 Ziff. 8.8.1). 3. 9 Am 23. März 2021 erstattete Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neurologisches Gutachten (Urk. 12/166/23-42) unter Berücksichtigung des neuropsychologischen Gutachtens von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 (Urk. 12/164). Dr. D.___ stellte folgende Diagnosen (S. 16 Ziff. 7): - FSME im Juli 2019 mit graduell leichtem enzephalitischem Verlauf - subjektiv anhaltende neuropsychologische Beschwerden mit Fatigue symptomatik ; fraglich authentisch bei hoch auffälliger Leistungs-/Symptomvalidierung Dr. D.___ führte aus, dass sich bei der aktuellen klini sch-neurologischen Unter suchung bis auf eine leichte, funktionell nicht relevante Unsicherheit im Strich gang und Blindstrichgang keine pathologischen Auffälligkeiten gefunden hätten. Neuropsychologischerseits hätten keine validen Befunde erhoben werden können (S. 16 Ziff. 8.3.1). Aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage könne nicht differenziert werden, welche Diagnosen mit und welche Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (S. 16 Ziff. 8.4). Ebenso könne aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage nicht differenziert werden, welche der erhobenen Befunde überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 24. Juli 2019 stünden (S. 17 Ziff. 8.5.1). Aus diesem Grund könne auch nicht beantwortet werden, ob krankhafte Vorzustände mitwirkten (S. 17 Ziff. 8.5.2). Dr. D.___ hielt fest, dass ausgehend von den aktenkundigen n europsychologischen Vorbefunden ab dem Datum des Zeckenstichs in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Ab der neuropsychologischen Unter suchung vom 22. April 2020 und damals festgestellter leichter neuropsycholo gischer Störung und Belastbarkeitsminderung sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, überwiegend aufgrund eines reduzierten zeitlichen Pensums, auszugehen. Der weitere Verlauf und die aktuelle Arbeitsfähigkeit könn t e n aus neurologisch-neuropsychologischer Sicht aufgrund der bestehenden Inkonsistenzen bei fehlender Validität der erhobenen Befunde in de n Leistungs-/Symptomvalidie rungsverfahren nicht beurteilt werden (S. 17 f. Ziff. 8.6.1). Bei f ehlender Validität der neuropsychologischen Befunde bei hoch auffälligen Leistungs-/Beschwerde validierungsverfahren könne auch keine Angabe zu einem Integritätsschaden gemacht werden (S. 19 Ziff. 8.8.1). 3. 10 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 2 5. M ai 2021 (Urk. 12 /1 79 ) folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSME, mit EM Ende Juli 2019 - als Folge Verdacht auf symptomatische N arkolepsie und chronisches Fatigue-Syndrom - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfi ndlichkeit, erhöhte Reizbarkeit, mittelschwere neurokognitive Defizite - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, im Verlauf IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv, am ehesten unspezifisch - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung, Beta-Amyloid 1-42 niedrig - MRI Neurokranium September 2020 : O hne pathologischen Befund - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019, November 2019 und April 2021 : O hne Hinweise auf eine Allgemeinver änderung, Herdstörung oder ETPs - Therapie: Status nach intensiver Ergo- und Physiotherapie ( Rehabilitation H.___ ); 1. Status nach Therapie mit Nootropil, darunter Schlafstö rungen, abgesetzt; 2. Status nach Therapie mit Amantadin, ohne spürbare Wirkung; 3. Therapie mit Escitalopram, ohne gewünschten Effekt; 4. Modafinil, aufgrund von Unwohlsein und arterieller Hyper tonie abgesetzt; 5. Februar bis Mai 2021 Therapie mit Aricept, ohne positive Wirkung; 6. aktuell Therapie mit Tebokan - aktuell Verdacht auf Einschlafmyoklonien - i ntermittierend auftretende ziehende Schmerzen in den Knien und Ellen bogen b eidseits - serologisch keine Hinweise auf eine Borreliose - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa vier Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum Unispital F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ hielt fest, dass sie den Patienten am 12. April und am 25. Mai 2021 erneut in der neurologischen Sprechstunde untersucht und beraten habe (S. 1). Der Beschwerdeführer habe über einen unveränderten Zustand berichtet. Die Leistungsschwäche und ein erhöhter Schlaf- und Erholungsbedarf persistierten weiterhin. Er könne sich nicht lange konzentrieren, und der Schlaf bedarf liege aktuell bei 14 bi s 15 Stunden am Tag (S. 2 oben). Bei erhöhtem Schlafbedarf sei dem Patienten die Untersuchung in einem Schlaflabor empfohlen worden (S. 2 Mitte). 3. 11 Dr. I.___ führte in seiner neurologischen Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (Urk. 12/180) zum Gutachten der Neurologie E.___ aus, dass bedauerlich sei, dass es der neuropsychologische Gutachter dabei belassen habe, eine « uninterpretierbare » neuropsychologische Leistung vom Beschwerdeführer erhoben zu haben, dies vor allem aufgrund der Ergebnisse der Symptomvalidie rung. Es wäre hilfreich gewesen, den Beschwerdeführer mit dieser Analyse zu konfrontieren und ihm eine Wiederholung der Tests oder eine Erweiterung durch andere Test s anzubieten. Die Konfrontation des Beschwerdeführers mit seinen neuropsychologischen Leistungen respektive den Ergebnissen der Symptomvali dierung hätte durch eine Befragung Dritter erweitert werden und wahrscheinlich zum Vorschlag einer psychiat rischen Abklärung führen müssen. Das abgelie f erte Ergebnis der Begutachtung sei für die Beantwortung der Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang, der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit, der Heilbehand lung sowie des Integritätsschadens nicht hilfreich. Die Gutachter hätten sich die Arbeit in dieser H insicht leicht gemacht und die Folgen ihrer mangelhaften Abklärung - d ie Entscheidungsunmöglichkeit der Beschwerdegegnerin - nicht berücksichtigt (S. 2 unten). 3. 12 Die mit dem Verfahren des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung betraute Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. K.___, Fachärztin für Neurologie, führte in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vgl. Feststellungsblatt Invalidenversicherung, Urk. 15/9 S. 11) aus, dass vor dem Hintergrund der initialen Signalanhebung im MRI in Regionen, die eine Rolle für die Verarbeitung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis spielten, die andauernde chronische Fatigue mit leichten kognitiven Defiziten medizinisch nachvollziehbar sei. Die auffällige Symptomvalidierung im bidisziplinären Gutachten stehe hier in keinem Widerspruch. Aussagekräftiger sei die konsistente Angabe von hoher Arbeitsmotivation und gelebtem Engagement während des Belastbarkeitstrainings. Eine psychische Überlagerun g sei durchaus nachvollzieh bar, werde aber weder von der jahrelang behandelnden Neurologin noch vom Psychologen explizit aufgeführt. Alle weiteren Berichte seien konsistent. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass keine zusätzliche psychiatrische Diagnose bestehe. Eine Verbesserung durch eine Behandlung sei unwahrschein lich. Die aufgeführten Funktionseinschränkungen seien neurologisch gut nachvollziehbar. Die Therapieversuche seien regelrecht gewesen und hätten bisher zu keinem andauernden Therapieerfolg geführt. Dr. K.___ führte aus, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Projektleiter mit Führungsverantwortung nicht mehr leidensgerecht sei. Leistungseinschränkend sei die chronische Fatigue mit rascher mentaler Minderbelastbarkeit, fehlender Flexibilität und weniger die leichte neuropsychologische Störung. Daher sei auch eine angepasste Tätigkeit nur im reduzierten Pensum entsprechend den Ergeb nissen des Belastbarkeitstrainings im Umfang von 2.45 Stunden an vier Arbeits tagen ab frühestens dem Ende des Belastbarkeitstrainings (10. November 2020) überwiegend wahrscheinlich. 3. 13 Dipl.-Psych. G.___ führte in seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2022 (Urk. 3/4) zum neurologischen und neuropsychologischen Gutachten vom 18. respektive 23. März 2021 aus, dass er nur schwer nachvollziehen könne, weshalb die Gutachter keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem heutigen Zustandsbild des Beschwerdeführers und dem Zeckenbiss vom 24. J uli 2019 mit nachfolgender FSME sähen. So habe das MRI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen, womit belegt sei, dass es sich nicht nur um eine Meningitis, sondern um eine Enzephalitis gehandelt habe. Sowohl seiner Erfahrung nach als auch gemäss der Fachliteratur sei die Symptomatik inklusive die nicht vollständige Defektheilung kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 1 unten f.). Dipl.-Psych. G.___ führte weiter aus, dass der von lic. phil. C.___ geäusserte Vorwurf der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers, im schlimmsten Fall der Aggravation/Simulation, aus seiner Sicht nicht haltbar sei (S. 2 Mitte). Das Gutachten sei aus näher dargelegten Gründen mangelhaft (S. 2 ff.). 3. 14 Dipl. Ärztin A.___ führte in ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2022 (Urk. 3 / 3) aus, dass sie die Einschätzung der Gutachter, wonach kein kausaler Zusammen hang zwischen dem Zustand des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis mehr gegeben sei, nicht teile. Die Diagnose einer FSME habe ohn e Zweifel bestätigt werden können. Von Anfang an hätten beim Patienten die neuropsychologischen Veränderungen, vor allem psychomotorische Verlangsamung, mittelschwere neuro-kognitive Defizite, extreme Müdigkeit und erhöhter Schlafbedarf im Vordergrund seines Leidens gestanden. 20 % der Betroffenen mit einer enzepha litischen Verlaufsform, wie sie beim Beschwerdeführer gegeben sei, müssten mit einer Defektheilung rechnen. Mehr als 50 % der FSME-Patienten wiesen neuro logische Folgeerscheinungen auf, darunter Schlaf-Wachrhythmus-Störungen und zirkadiane Störungen (S. 1 Frage 1). Die genannten Auffälligkeiten könne man dem postencephalitischen Syndrom zuordnen. Ein solches sei in einer Studie bei 42 % der Patienten sechs Monate nach der ak uten Erkrankung und bei 33 % der Patienten zwei bis sieben Jahre nach der akuten FSME beschrieben worden. Die Postulierung von den Helvetia Mitarbeitern eine s fehlenden Zusammenhangs zwischen den persistierenden, störenden Defiziten und stattgehabter FSME sei nicht korrekt und könne nicht akzeptiert werden (S. 2 oben). Weiter hielt Dipl. Ärztin A.___ fest, dass die Symptome, welche der B eschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt angebe, voll kongruent seien zu der Grunderkrankung einer FSME und den Folgen davon. Die Wiederherstellung der cerebralen Leistungen könne Monate und sogar Jahre dauern. Die fehlenden residuellen Zeichen in der MRI-Kontrolle seien kein Grund, die bestehenden störenden Symptome zu bestreiten. Es würden bei teils schweren psychischen Erkrankungen mit erheb licher Behinderung als Folge oft keinerlei Veränderungen im MRI des Neuro kraniums gesehen. Darauf dürfe man sich nicht ganz verlassen. Von Seiten der betreuenden Therapeuten sei zu keinem Zeitpunkt der Verdacht auf eine mögliche Simulation geäussert worden. Zudem habe die neuropsychologische Unter suchung, welche im Jahr 2020 erfolgt sei, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Befund vom Jahr 2019 gezeigt, was auch gegen eine Aggrava tion/Simulation spreche (S. 2 Frage 2). 3. 1 5 Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 8. Juni 2022 (Urk. 8/5a) als Diagnose eine FSME mit Residualheilung (S. 1). Dr. L.___ führte aus, dass aufgrund der vorliegenden Beschwerden und der Serologie mit Eindeutigkeit ein Status nach durchgemachter FSME festgestellt werden könne. Die bestehenden, invalidisierenden neurofunktionellen Defizite seien eine typische Folge der FSME mit Hirnparechymbefall (Enzephali tis) wie diese im MRI des Neurok raniums habe dokumentiert werden können (S. 3 unten f.). Eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME finde innerhalb von zwei Jahren statt. Später, und damit auch im vorliegenden Fall, könne nicht mehr mit einer Beschwerdebesserung gerechnet werden (S. 3 oben). 4. 4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in Folge von im Juli 2019 erlittenen Zeckenbissen an einer FSME erkrankte. Rechtsprechungsgemäss erfüllt der Zeckenstich sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, weshalb eine Leistungspflicht für die damit verbundenen Infektionskrankheiten ( Lyme -Krankheiten, Enzepha litis) und deren Folgen besteht (BGE 122 V 230). Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die weiterhin gel tend gemachten Beschwerden ( wie die geminderte Belastbarkeit, de n massiv erhöhte n Schlafbedarf und die neuro-kognitiven Veränderungen im Bereich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis ) auch über den 1. Mai 2021 hinaus leistungspflichtig ist. 4.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Leistungen über den 1. Mai 2021 hinaus im Wesentlichen damit, dass zu diesem Zeitpunkt keine orga nischen Ursachen der vom Beschwerdeführer geltend gemachten neuropsycholo gischen Einschränkungen mehr ausgewiesen seien, weshalb unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen deren Adäquanz entfalle (vorstehend E. 2.1, E. 2.3 und E. 2.5). Zu diesem Vorgehen der Leistungs einstellung äusserte sich der Beschwerdeführer trotz mehrfachem Schriftenwech sel nicht eingehend. E r stellte sich auf den Standpunkt, dass seine Beschwerden gemäss den Ausführungen sämtlicher konsultierter Fachpersonen kongruent zu einer durchgemachten FSME seien (vorstehend E. 2.2, E. 2.4). 4.3 Was den von der Beschwerdegegnerin per 1. Mai 2021 festgelegten Endzustand anbelangt, ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Dipl. Ärztin A.___ hielt in ihrem Ber icht vom 22. März 2021 eine Stag nation der störenden Symptome im Verlauf zu Februar 2021 fest (Urk. 12/153 S. 2 Mitte) und führte auch in ihrem Folgebericht vom 25. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 10 ) aus, dass der Beschwerde führer über einen unveränderten Zustand berichtet habe. Insbesondere machte jedoch der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerde (vorstehend E. 2.2) geltend, dass seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwerdegegnerin für die Folgen der FSME-Infektion keine entscheidende Änderung des medizinische n Sachverhalts eingetroffen sei. Zudem lässt sich den Akten und den Ausführungen der behandelnden Ärzte entnehmen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an sämtliche Therapien wahrgenommen hatte, ohne dass sich mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit eine relevante Besserung eingestellt hätte. So scheiterte n sowohl das vom 11. August bis 16. November 2020 als auch das vom 3. Januar bis 2. April 2022 über die IV-Stelle durchgeführte Belastbarkeitstraining an der mangelnden Belastbarkeit des Beschwerdeführers ( Urk. 3/7, Urk. 12/97, Urk. 12/111 -112 ). Zudem hielt Dr. L.___ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2022 (vorstehend E. 3.15) fest, dass eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME innerhalb von zwei Jahren stattfinde und später nicht mehr mit einer Besserung gerechnet werden könne. Diese Aussage bestätigte er auch in seinem Schreiben vom 23. Juni 2022 (Urk. 8/5b S. 1 Mitte). Damit ist vorliegend von einem Endzustand auszugehen und die Beschwerdegegnerin ist befugt, die Adäquanz frage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1). 4. 4 Dem von der Beschwerdegegnerin zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes eingeholten bidisziplinären Gutachten von lic. phil. C.___ und Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, vom März 2021 (vorstehend E. 3. 8-9 ) ist aus den nachfolgend dargelegten Gründen der Beweiswert (vorstehend E. 1. 5 ) abzu sprechen. S elbst der beratende Arzt der Beschw erdegegnerin, Dr. I.___, befand in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 11 ) das Gutachten als ungenügend und ging als Folge von der Entscheidungsunmöglich keit der Beschwerdegegnerin aus. So blieben die zentral zu klären gewesenen Fragen zum Bestehen, Ausmass und der Unfallkausalität der vom Beschwerde führer weiterhin g eklagten Beschwerden offen, nachdem lic. phil. C.___ auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung geschlossen hatte. In Anbetracht dessen, dass sich in den Akten bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers bei lic. phil. C.___ keinerlei Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerdeschilde rung ergaben, insbesondere Dipl.-Psych. G.___ nach im Oktober 2019 und im April 2020 durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen den Beschwerdeführer als kooperativ mitarbeitend beschrieb en hatte und keinerlei Hinweis auf eine Aggravation oder Simulation feststellen konnte ( vorstehend E. 3.3 und E. 3.7 ), und sich auch im Rahmen der von der IV-Stelle Zürich vom 11. August bis 16. November 2020 durchgeführten beruflichen Eingliederungsmass nahmen keine derartigen Hinweise ergaben (Urk. 12/111 S. 3 Ziff. 6), erweist sich die Schlus sfolgerung von lic. phil. C.___ als vorschnell. Die mangelhafte neuropsychologische Begutachtung durch lic. phil. C.___ schlägt sich sodann auch im neurologischen Gutachten von Dr. D.___ nieder. Überdies erscheinen gewisse Formulierungen in der Wiedergabe der Aktenlage durch Dr. D.___ tendenziös. So gab Dr. D.___ den Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. Z.___ vom 18. September 2019 in der Weise wieder, als dass er ausführte, dass der Beschwerdeführer vor der Erstbehandlung am 7. August 2019 «angeblich» von einer Zecke in den linken Oberschenkel gestochen worden sei (Urk. 12/166 /23-42 S. 2 Ziff. 2), ohne dass Dr. Z.___ selbst den Zeckenstich in seinem Bericht derart in Frage gestellt hätte (vorstehend E. 3.1). Auch die von Dr. D.___ getätigte Wiedergabe des Berichtes von Dipl. Ärztin A.___ vom 18. September 2019 (vorstehend E. 3.2) erweist sich als nicht korrekt, indem er ausführte, dass Letztere die im MRI des Schädels vom 13. September 2019 ersichtlichen Befunde lediglich als «mögliche» Residuen einer FSME gedeutet habe (Urk. 1 2 /166 /23-42 S. 3 Mitte). Die Formulierung, wonach Dipl. Ärztin A.___ nur von «möglichen» Residuen einer FSME ausgegangen wäre, findet sich so in ihren Berichten nicht. Vielmehr qualifizierten sowohl Dipl. Ärztin A.___ als auch die das MRI beurteilenden Radiologen (Urk. 12/165/2) den Befund vom 13. September 2019 als Residuen nach einer FSME. Weiter hielt Dr. D.___ auch fest, dass der Beschwer deführer ein «Schleudertrauma» erlitten habe (Urk. 12/166 /23-42 S. 3 unten). Weshalb er diese Diagnose in Anführungszeichen wiederg a b, erschliesst sich nicht klar, im Kontext obiger Bemerkungen zur Wiedergabe der Vorakten ist aber nicht auszuschliessen, dass er dieses Ereignis ohne nähere Begründung ebenfalls bezweifelte. 4. 5 Selbst die Beschwerdegegnerin stützte sich abschliessend nicht auf das von ihr eingeholte Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ ab, sondern ging von einem nicht objektivierbar en Beschwerdebild aus und nahm infolgedessen die Adäquanzprüfung bei nicht organisch ausgewiesenen Beschwerdebildern entsprechend der Praxis bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall vor. Entgegen der Ansicht der Beschwerdege gnerin (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3 und E. 2.5 ) vermag der Hinweis auf verschiedene Urteile des Bundesgerichts, wo eine Leistungseinstellung eines Versicherers für geltend gemachte Beschwerden nach einem Zeckenstich geschützt worden ist, nicht von einer rechtsgenüglichen Abklärung des medizinischen Sachverhaltes zu entbinden. In sämtlichen von der Beschwerdegegnerin genannten Entscheiden des Bundesgerichts lag nämlich im Unterschied zum vorliegenden Fall des Beschwerdeführers eine beweiskräftige medizinische Expertise zur Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes, namentlich zum Bestehen und der Kausalität der Beschwerden, vor. Beizupflichten ist der Beschwerdegegnerin dahingehend, dass im Urteil des Bundesgerichtes 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015, welches auch im Urteil 8C_727/2021 vom 21. April 2022 in E. 3.2.2 zitiert wurde, unter E. 3 festgehalten wurde, dass, wenn die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen s eien, die Adäquanz gesondert zu prüfen s ei. Dies erfolge bei psychischen Beschwerden nach einem Schreckereignis gemäss der allgemeinen Adäquanzformel. Gleich sei bei Beschwerden als direkte Folge eines zeckenstichbedingten Leidens entschieden worden. Letztere Formulierung erweist sich jedoch m it Blick auf die dann in E. 3 zitierte Rechtsprechung als unpräzise. So wurde zu dieser Feststellung unter anderem auf das Urteil des Bundesgericht s U245/99 vom 17. Mai 2001 E. 4 und E. 6 verwiesen. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass bei der durch einen Zeckenstich in diesem Fall verursachte n Lyme -Borreliose eine differenzierte Trennung zwischen den auf die Erkrankung zurückzuführenden typischen Symptomen ( Müdigkeit, Malaise, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiser keit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhoe ), gegebenen falls auch eine s Chronic Fatigue -Syndroms ( nach Ausschluss anderer Krankheits bilder), und allfälligen Beeinträchtigungen der Psyche erfolgte. Zu den psychischen Beschwerden wurde sodann festgehalten, dass diese, damit sie als Auswirkung der Infektionskrankheit qualifiziert werden könn t en, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sein müssten. Die Adäquanz könne diesfalls - wie bei den somatischen Beschwerden - ohne weiteres bejaht werden, wenn die Infizierung mit dem Borreliose-Erreger nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung, wozu in erster Linie die wissenschaftlichen Erkenntnisse gehör t en, einen Erfolg von der Art des eingetre tenen zu bewirken verm öge. Allfällige andere psychische Beschwerden, für welche der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens eine Teilur sache darstell e, seien hingegen im Sinne von sekundären Folgen der Erkrankung in Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen. Festgehalten wurde weiter, dass die Qualifikation der psychischen Beschwerden als dir ekte Auswirkungen der Erkrankung oder aber als sekundäre Folge davon b eziehungsweise reine psychische Erkranku ng aufgrund der ärztlichen Berichte zu erfolgen habe. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass nicht einfach sämtliche nach einer FSME-Infektion aufgetretenen Leiden nach der Rechtsprechung zur psychischen Fehlentwicklung abzuhandeln sind, sondern nur allfällig aufgetretene psychische Leiden, was einer ärztlichen Beurteilung des Beschwerdebildes bedarf. In E. 6 wurde sodann deutlich festgehalten, dass für direkte Folgen der Erkrankung der adäquate Kausalzusammenhang nicht unter dem Gesichtspunkt einer p sychischen Fehlentwicklung nach Unfall, sondern nach der normale n Adäquanzformel zu beurteilen sei. Damit hat es, entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ( vorstehend E. 2.3 ), bei der Prüfung des adäquaten Kausal zusammenhanges eben nicht bei sämtlichen nach einem Zeckenbiss aufgetrete nen Beschwerden damit sein Bewenden, dass es sich bei einem Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall hand elt, womit der adäquate Kausalzusammen hang von vornherein zu verneinen sei, sondern nur bei ärztlich ausgewiesenen psychischen Beschwerden, welche nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Auch im von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort vorgebrachten Urteil des Bundesgericht s 8C_727/2021 vom 21. April 2022 geht es um depressive Symptome nach einer durchgemachten FSME (E. 3.1.1 ), ohne das s noch relevante kognitive Defizite vorgelegen hätten (E. 3.1.4). F ür die Beurteilung, ob hinsichtlich der noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers und de n im Sommer 2019 erlittenen Zeckenstich en noch ein Kausalzusammenhang besteht, ist damit eine fundierte medizinische Grundlage unabdingbar. Dabei werden auch hinsichtlich des Fatigue-Syndroms allfällige andere Krankheitsbilder auszuschliessen und bei Hinweisen auf eine psychische Überlagerung eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen sein, wie dies auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. I.___ festhielt (vorstehend E. 3. 11 ). Offen blieb auch die Frage, in welchem Zusammenhang die im MRI des Schädels vom 1 3. September 20 19 (Urk. 12/165/2) sichtbaren strukturellen Veränderung en, welche im Folge-MRI vom 30. September 2020 (Urk. 12/165/1) nicht mehr erkennbar waren, zu den persistierenden neuropsychologischen Einschränkungen des Beschwerdeführers stehen. Vorliegend kann auch nicht einfach auf die im Rahmen der Kritik am Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ erfolgte n Einschätzung en zur Kausalität d urch die behandelnden Fachpersonen Dipl.-Psych. G.___ (vorstehend E. 3.13), Dipl. Ärztin A.___ (vorstehend E. 3.14) sowie Dr. L.___ (vorstehend E. 3.15) abgestellt werden, zumal das Gericht bei der Beweiswürdigung praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen ( BGE 135 V 465 E. 4.5). Daran, dass sich vorliegend der medizinische Sachverhalt nicht schlüssig beurteilen lässt, würde auch der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug der IV-Akten (Urk. 14 S. 2) nichts ändern. So lässt sich dem Feststellungsblatt (Urk. 15/9) nicht entnehmen, dass eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung erfolgt wäre, und wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte (vorstehend E. 2.5), gilt es hier auch Aspekte der Kausalität zu beurteilen, welche im Rahmen einer Beurteilung für die Invalidenversicherung nicht relevant sind. Die Ausführungen von RAD-Ärztin Dr. K.___ in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vorstehend E. 3.12) erweisen sich für das vorliegende Verfahren im Hinblick auf die zu klärenden Fragen als zu wenig detailliert, als dass darauf abgestellt werden könnte. 4. 6 Aufgrund des Gesagten lässt sich zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 1. Mai 2021 weder das tatsächlich vorhandene Ausmass der Beschwerden noch deren Kausalität zum Unfallereignis vom Juli 2019 beurteilen. Der Sachverhalt erweist sich damit als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochte ne Einspracheentscheid (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur fundierten medizi nischen Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach Einholung eines e xternen Gutachtens neu über den Leistungs anspruch de s Beschwerdeführers verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Dem Beschwerdeführer steht ausgangsgemäss eine Prozesse nt schädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG), welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Ent sprechend ist ihm eine Prozessentschädigung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) auszurichten. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 2. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler - Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2022.00104 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 19. Dezember 2022

UV.2022.00104

UV.2022.00104

UV.2022.00104 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan

Urteil vom 19. Dezember 2022

Urteil vom 19. Dezember 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler Weber Wyler von Gleichenstein, Business Tower

Weber Wyler von Gleichenstein, Business Tower Zürcherstrasse 310, Postfach, 8501 Frauenfeld

Zürcherstrasse 310, Postfach, 8501 Frauenfeld gegen

gegen Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen

Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Zustelladresse: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG

Zustelladresse: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Rechtsdienst Personenversicherung

Rechtsdienst Personenversicherung Postfach 99, 8010 Zürich

Postfach 99, 8010 Zürich Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war seit dem 1. Januar 1998 als IT Project Officer bei der Y.___ AG, Zürich, angestell t und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia ) gegen die Folgen von Berufs- und Nicht berufsunfällen versichert ( Urk. 12/ 1 und Urk. 12/2/4 Ziff. 3 ). Gemäss Schadenmeldung vom 10. September 2019 erlitt der Versicherte am 24. Juli 2019 bei einem Wal d spaziergang zwei Zeckenbisse in der Kniekehle rechts sowie am linken Oberschenkel ( Urk. 12 / 2 /4 Ziff. 4-6 und Ziff. 9 ). Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 als Diagnose eine n Verdacht auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ( FSME ; Urk. 12/9 Ziff. 5 ). Die se Diagnose wurde in der Folge von der weiterbehandelnden Dipl. Ärztin A.___, Fachärztin für Neurologie, Privatklinik B.___, in ihrem Bericht vom 18. September 2019 bestätigt (Urk. 12/16/2-4). Die Helvetia kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Weiter veranlasste sie bei m Neuropsychologen lic. phil. C.___ und bei Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, MEDAS Neurologie E.___, ein bidiszipli näres Gutachten, welches am 18. und am 23. März 2021 erstattet wurde (Urk. 12/164 und Urk. 12/ 166/23-42 ).

1. X.___, geboren 1967, war seit dem 1. Januar 1998 als IT Project Officer bei der Y.___ AG, Zürich, angestell t und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia ) gegen die Folgen von Berufs- und Nicht berufsunfällen versichert ( Urk. 12/ 1 und Urk. 12/2/4 Ziff. 3 ). Gemäss Schadenmeldung vom 10. September 2019 erlitt der Versicherte am 24. Juli 2019 bei einem Wal d spaziergang zwei Zeckenbisse in der Kniekehle rechts sowie am linken Oberschenkel ( Urk. 12 2 /4 Ziff. 4-6 und Ziff. 9 ). Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allge meine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 als Diagnose eine n Verdacht auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis ( FSME ; Urk. 12/9 Ziff. 5 ). Die se Diagnose wurde in der Folge von der weiterbehandelnden Dipl. Ärztin A.___, Fachärztin für Neurologie, Privatklinik B.___, in ihrem Bericht vom 18. September 2019 bestätigt (Urk. 12/16/2-4). Die Helvetia kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Weiter veranlasste sie bei m Neuropsychologen lic. phil. C.___ und bei Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, MEDAS Neurologie E.___, ein bidiszipli näres Gutachten, welches am 18. und am 23. März 2021 erstattet wurde (Urk. 12/164 und Urk. 12/ 166/23-42 ). Mit Verfügung vom 22. Juli 2021 (Urk. 12/196) verneinte die Helvetia einen natürlichen und adäquaten Zusammenhang zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom 24. Juli 2019 mit überwiegender Wahr scheinlichkeit ab dem 1. Mai 2021 und eine über diesen Zeitpunkt hinaus bestehende Leistungspflicht. Die vom Versicherten dagegen am 26. August 2021 mündlich vorgetragene Einsprache (Urk. 12/211) wies die Helvetia mit Einspracheentscheid vom 12. April 2022 ab (Urk. 12/226 = Urk. 2).

Mit Verfügung vom 22. Juli 2021 (Urk. 12/196) verneinte die Helvetia einen natürlichen und adäquaten Zusammenhang zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom 24. Juli 2019 mit überwiegender Wahr scheinlichkeit ab dem 1. Mai 2021 und eine über diesen Zeitpunkt hinaus bestehende Leistungspflicht. Die vom Versicherten dagegen am 26. August 2021 mündlich vorgetragene Einsprache (Urk. 12/211) wies die Helvetia mit Einspracheentscheid vom 12. April 2022 ab (Urk. 12/226 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 24. Mai 2022 Beschwerde gegen den Einspracheent scheid vom 12. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien von der Vorinstanz zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen zu treffen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm über den 1. Mai 2021 hinaus die vollen gesetzlichen Leistungen zu erbringen, also rückwirkend ab 1. Mai 2021 Taggelder und die Übernahme der Heilungskosten, eventuell eine Invalidenrente und gegebenenfalls eine Integritätsentschädigung (Urk. 1 S. 2). Am 28. Juni 2022 (Urk. 7) reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte ein (Urk. 8/5a-5b). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2022 (Urk. 10) beantragte die Helvetia, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. September 2022 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (Urk. 14) ein, und die Beschwerdegeg nerin erstattete am 31. Oktober 2022 ihre Duplik (Urk. 18), was dem Beschwerde führer am 1. November 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19).

2. Der Versicherte erhob am 24. Mai 2022 Beschwerde gegen den Einspracheent scheid vom 12. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien von der Vorinstanz zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen zu treffen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm über den 1. Mai 2021 hinaus die vollen gesetzlichen Leistungen zu erbringen, also rückwirkend ab 1. Mai 2021 Taggelder und die Übernahme der Heilungskosten, eventuell eine Invalidenrente und gegebenenfalls eine Integritätsentschädigung (Urk. 1 S. 2). Am 28. Juni 2022 (Urk. 7) reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte ein (Urk. 8/5a-5b). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2022 (Urk. 10) beantragte die Helvetia, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. September 2022 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (Urk. 14) ein, und die Beschwerdegeg nerin erstattete am 31. Oktober 2022 ihre Duplik (Urk. 18), was dem Beschwerde führer am 1. November 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).

1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall begriffs gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG), wobei massgebend ist, ob aufgrund der fachärzt lichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2019 vom 16. Mai 2019 E. 2.2.2 mit Hinweisen).

Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall begriffs gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG), wobei massgebend ist, ob aufgrund der fachärzt lichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2019 vom 16. Mai 2019 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.).

1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1. 4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.4).

1. 4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.4). Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/ bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_499/2020 vom 19. Novem ber 2020 E. 2.2.1).

Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/ bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_499/2020 vom 19. Novem ber 2020 E. 2.2.1). Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge nommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/ aa ; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).

Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge nommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/ aa ; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1).

1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 von zwei Zecken gebissen worden sei, woraufhin sich eine FSME entwickelt habe. Damit seien die in Art. 4 ATSG beschriebenen Unfallbegriffsmerkmale erfüllt (S. 9 lit. B. Ziff. 2 ). Aus dem Bericht von Dipl. Ärztin A.___ vom 25. Mai 2021 und dem neurologischen Gutachten von Dr. D.___ vom 23. März 2021 ergebe sich, dass keine organisch nachweis baren Funktionsausfälle bestünden. Die FSME sei bereits anlässlich der Laborun tersuchung im September 2019 nicht mehr floride und die E EG-Untersuchungen in diesem Zeitraum seien unauffällig gewesen. Zudem sei auch die MRI-Untersuchung aus dem Jahr 2020 ohne pathologischen Befund gewesen. Die derzeit geltend gemachten neuropsychologischen Beschwerden könnten nicht mit apparativen/bildgebenden Untersuchungen bestätigt werden, so dass von einer Wiederholung dieser Untersuchung in antizipierter Beweiswürdigung abgesehen werden könne (S. 11 ff. Ziff. 8 lit. a-c). Unter Berücksichtigung der bestehenden Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 8C_835/2018 vom 23. April 2019, 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015 ) sei davon auszugehen, dass der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Mai 2021 nicht mehr gegeben gewesen sei (S. 13 f. lit. c). Die Einstellung der Leistungen per 1. Mai 2021 sei somit rechtens. Darüber hinaus bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (S. 14 Ziff. 9).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 von zwei Zecken gebissen worden sei, woraufhin sich eine FSME entwickelt habe. Damit seien die in Art. 4 ATSG beschriebenen Unfallbegriffsmerkmale erfüllt (S. 9 lit. B. Ziff. 2 ). Aus dem Bericht von Dipl. Ärztin A.___ vom 25. Mai 2021 und dem neurologischen Gutachten von Dr. D.___ vom 23. März 2021 ergebe sich, dass keine organisch nachweis baren Funktionsausfälle bestünden. Die FSME sei bereits anlässlich der Laborun tersuchung im September 2019 nicht mehr floride und die E EG-Untersuchungen in diesem Zeitraum seien unauffällig gewesen. Zudem sei auch die MRI-Untersuchung aus dem Jahr 2020 ohne pathologischen Befund gewesen. Die derzeit geltend gemachten neuropsychologischen Beschwerden könnten nicht mit apparativen/bildgebenden Untersuchungen bestätigt werden, so dass von einer Wiederholung dieser Untersuchung in antizipierter Beweiswürdigung abgesehen werden könne (S. 11 ff. Ziff. 8 lit. a-c). Unter Berücksichtigung der bestehenden Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 8C_835/2018 vom 23. April 2019, 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015 ) sei davon auszugehen, dass der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Mai 2021 nicht mehr gegeben gewesen sei (S. 13 f. lit. c). Die Einstellung der Leistungen per 1. Mai 2021 sei somit rechtens. Darüber hinaus bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (S. 14 Ziff. 9). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass es sich bei der durch Zeckenbiss übertragenen FSME um eine Infektionskrankheit mit komplexem Krankheitsbild handle (S. 9 Rz. 10). Gemäss der behandelnden Ärztin seien seine Symptome voll kongruent zur Grunderkrankung einer FSME beziehungsweise deren Folgen (S. 10 Rz. 13). Auf das neurologische Gutachten von Dr. D.___, welches sich auf das neuropsychologisch e Gutachten von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 stütze, könne nicht abgestellt werden (S. 10 ff. Rz. 14.1-2, S. 12 ff. Rz. 15.1 -2, S. 17 Rz. 15.5 ). Laut dem behandelnden Neuropsychologen habe das M RI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen. D ie Symptomatik inklusive der nicht vollständige n Defekthei lung sei en kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 14 ff. Rz. 15.2-4). Auch ein Experte für Zeckenerkrankungen habe bestätigt, dass seine Beschwerden ganz eindeutig auf die durchgemachte FSME zurückzuführen seien (S. 17 f. Rz. 17). Davon gingen sämtliche behandelnden Ärzte aus. Sowohl der natürliche als auch der adäquate Kausalzusammenhang seien erfüllt (S. 18 Rz. 18). Verwiesen sei auf einen Fall des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen aus dem Jahr 2012 (S. 18 Rz. 19 ). Er sei sodann seiner Schadenminderungspflicht vollumfänglich nachgekommen, und eine Aggravation sei ihm bisher nie unterstellt worden (S. 19 f. Rz. 20-21, S. 21 Mitte ). Seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwer degegnerin für die Folgen der FSM E -Infektion sei keine entscheidende Änderung des medizinischen Sachverhaltes eingetreten, welche eine Leistungseinstellung zu begründen vermöchte (S. 21 Mitte). Die von der Beschwerdegegnerin getätigten Sachverhaltsabklärun gen seien insgesamt ungenügend (S. 21 unten).

2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass es sich bei der durch Zeckenbiss übertragenen FSME um eine Infektionskrankheit mit komplexem Krankheitsbild handle (S. 9 Rz. 10). Gemäss der behandelnden Ärztin seien seine Symptome voll kongruent zur Grunderkrankung einer FSME beziehungsweise deren Folgen (S. 10 Rz. 13). Auf das neurologische Gutachten von Dr. D.___, welches sich auf das neuropsychologisch e Gutachten von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 stütze, könne nicht abgestellt werden (S. 10 ff. Rz. 14.1-2, S. 12 ff. Rz. 15.1 -2, S. 17 Rz. 15.5 ). Laut dem behandelnden Neuropsychologen habe das M RI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen. D ie Symptomatik inklusive der nicht vollständige n Defekthei lung sei en kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 14 ff. Rz. 15.2-4). Auch ein Experte für Zeckenerkrankungen habe bestätigt, dass seine Beschwerden ganz eindeutig auf die durchgemachte FSME zurückzuführen seien (S. 17 f. Rz. 17). Davon gingen sämtliche behandelnden Ärzte aus. Sowohl der natürliche als auch der adäquate Kausalzusammenhang seien erfüllt (S. 18 Rz. 18). Verwiesen sei auf einen Fall des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen aus dem Jahr 2012 (S. 18 Rz. 19 ). Er sei sodann seiner Schadenminderungspflicht vollumfänglich nachgekommen, und eine Aggravation sei ihm bisher nie unterstellt worden (S. 19 f. Rz. 20-21, S. 21 Mitte ). Seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwer degegnerin für die Folgen der FSM E -Infektion sei keine entscheidende Änderung des medizinischen Sachverhaltes eingetreten, welche eine Leistungseinstellung zu begründen vermöchte (S. 21 Mitte). Die von der Beschwerdegegnerin getätigten Sachverhaltsabklärun gen seien insgesamt ungenügend (S. 21 unten). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 10) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer auf den eigentlichen Grund für die Einstellung der Leistungen kaum eingegangen sei. Sie - die Beschwerdegegnerin – habe einen Kausalzu sammenhang vor allem gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verneint und dazu auf zwei entsprechende Urteile des Bundesgerichts verwiesen. Hinzuweisen sei auf BGE 115 V 133, wonach die Rechtsprechung nach psychischer Fehlentwicklung zur Anwendung gelange. Bei der eigentlichen Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges habe es in der Regel mit der Fest stellung sein Bewenden, dass es sich bei ein e m Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall handle, womit der adäquate Kausalzusammenhang von vornherein zu verneinen sei. Es werde auf das erst kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichts 8C_727/2021 vom 21. April 2022 E. 3.2.2 verwiesen (S. 3 f.).

2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 10) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer auf den eigentlichen Grund für die Einstellung der Leistungen kaum eingegangen sei. Sie - die Beschwerdegegnerin – habe einen Kausalzu sammenhang vor allem gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verneint und dazu auf zwei entsprechende Urteile des Bundesgerichts verwiesen. Hinzuweisen sei auf BGE 115 V 133, wonach die Rechtsprechung nach psychischer Fehlentwicklung zur Anwendung gelange. Bei der eigentlichen Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges habe es in der Regel mit der Fest stellung sein Bewenden, dass es sich bei ein e m Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall handle, womit der adäquate Kausalzusammenhang von vornherein zu verneinen sei. Es werde auf das erst kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichts 8C_727/2021 vom 21. April 2022 E. 3.2.2 verwiesen (S. 3 f.). 2.4 Mit seiner Replik (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Unterlagen aus dem Verfahren bei der Invalidenversicherung ein und wies darauf hin, dass die IV-Stelle ihn aufgrund der durchgemachten FSME als invalidisiert betrachte und ihm eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 86 % zugesprochen wer de (S. 2 f.). Im Unterschied zu den Urteil en des Bundesgerichts 8C_734/2021 und 8C_727/2021 sei es in seinem Fall nie zu einer kognitiven Erholung gekommen (S. 4).

2.4 Mit seiner Replik (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Unterlagen aus dem Verfahren bei der Invalidenversicherung ein und wies darauf hin, dass die IV-Stelle ihn aufgrund der durchgemachten FSME als invalidisiert betrachte und ihm eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 86 % zugesprochen wer de (S. 2 f.). Im Unterschied zu den Urteil en des Bundesgerichts 8C_734/2021 und 8C_727/2021 sei es in seinem Fall nie zu einer kognitiven Erholung gekommen (S. 4). 2.5 In ihrer Duplik (Urk. 18) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass aus der Tatsache allein, dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente zugesprochen habe, er nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. S o handle es sich bei der Invalidenversicherung im Gegen satz zur Unfallver sicherung um eine finale Versicherung, und ob die Beschwerden des Beschwer deführers unfallkausal seien, habe für die Leistungspflicht der Invalidenversiche rung keinerlei Bedeutung. Beim Beschwerdeführer lägen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor. Die FSME sei bereits seit Jahren nicht mehr floride, was bedeute, dass die typischen Symptome einer FSME wie Kopfschmer zen oder Fieber nicht mehr vorliegen oder beklagt würden (S. 2 Mitte). Zudem habe der Beschwerdeführer selbst geschildert, dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren kaum - jedenfalls nicht namhaft - verbessert habe und eine solche namhafte Verbesserung auch nicht zu erwarten sei. Die Voraussetzungen für einen Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG seien somit erfüllt, womit der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang geprüft werden müsse (S. 2 unten f.). Das Bundesgericht habe nun im Urteil 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 seine Rechtsprechung aus dem Urteil 8C_727/2021 vom 21. A pril 2022 bestätigt. Der Beschwerdeführer habe sich zur klaren Rechtsprechung nicht geäussert (S. 3 Mitte ).

2.5 In ihrer Duplik (Urk. 18) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass aus der Tatsache allein, dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente zugesprochen habe, er nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. S o handle es sich bei der Invalidenversicherung im Gegen satz zur Unfallver sicherung um eine finale Versicherung, und ob die Beschwerden des Beschwer deführers unfallkausal seien, habe für die Leistungspflicht der Invalidenversiche rung keinerlei Bedeutung. Beim Beschwerdeführer lägen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor. Die FSME sei bereits seit Jahren nicht mehr floride, was bedeute, dass die typischen Symptome einer FSME wie Kopfschmer zen oder Fieber nicht mehr vorliegen oder beklagt würden (S. 2 Mitte). Zudem habe der Beschwerdeführer selbst geschildert, dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren kaum - jedenfalls nicht namhaft - verbessert habe und eine solche namhafte Verbesserung auch nicht zu erwarten sei. Die Voraussetzungen für einen Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG seien somit erfüllt, womit der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang geprüft werden müsse (S. 2 unten f.). Das Bundesgericht habe nun im Urteil 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 seine Rechtsprechung aus dem Urteil 8C_727/2021 vom 21. A pril 2022 bestätigt. Der Beschwerdeführer habe sich zur klaren Rechtsprechung nicht geäussert (S. 3 Mitte ). 3.

3. 3. 1 Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt Dr. Z.___ nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 12/9) als Diagnose einen Verdacht auf eine FSME (Ziff. 5). Dr. Z.___ führte aus, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, vor einer Woche am linken Oberschenkel proximal einen Zeckenstich erlitten zu haben (Ziff. 2). Der Allgemeinzustand sei schlecht, und der Beschwer deführer leide an Schweissausbrüchen (Ziff. 2-3). Vom 29. Juli bis 15. September 2019 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 8).

3. 1 Der am 7. August 2019 erstbehandelnde Arzt Dr. Z.___ nannte in seinem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 12/9) als Diagnose einen Verdacht auf eine FSME (Ziff. 5). Dr. Z.___ führte aus, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, vor einer Woche am linken Oberschenkel proximal einen Zeckenstich erlitten zu haben (Ziff. 2). Der Allgemeinzustand sei schlecht, und der Beschwer deführer leide an Schweissausbrüchen (Ziff. 2-3). Vom 29. Juli bis 15. September 2019 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 8). 3. 2 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 1 2 /16/2-4) folgende Diagnosen (S. 1):

3. 2 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 1 2 /16/2-4) folgende Diagnosen (S. 1): - FSME, mit Erstmanifestation (EM) Ende Juli 2019

FSME, mit Erstmanifestation (EM) Ende Juli 2019 - initiale Symptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, erhöhte Reizbarkeit

initiale Symptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: Geminderte Belastbarkeit, zum Teil Belastungsdyspnoe, psychomotorische Verlangsamung, Reduktion der Konzentration und der Aufmerksamkeitsspanne

Klinik aktuell: Geminderte Belastbarkeit, zum Teil Belastungsdyspnoe, psychomotorische Verlangsamung, Reduktion der Konzentration und der Aufmerksamkeitsspanne - Labor: FSME Immunglobulin M ( IgM ) positiv, bezüglich Borreliose keine Aussage aktuell möglich

Labor: FSME Immunglobulin M ( IgM ) positiv, bezüglich Borreliose keine Aussage aktuell möglich - MRI Neurokrani um September 2019: A ls Residuen nach FSME fänden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Globus ( Gl. ) Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits auf DIR, T2, FLAIR

MRI Neurokrani um September 2019: A ls Residuen nach FSME fänden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Globus ( Gl. ) Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstöru ng oder e pilepsietypische Potenziale (E TPs )

EEG September 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstöru ng oder e pilepsietypische Potenziale (E TPs ) - Status nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren

Status nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - leichtes Ziehen in der Nackenmuskulatur seit dem Trauma

leichtes Ziehen in der Nackenmuskulatur seit dem Trauma - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle

v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum des Universitätsspitals F.___ ohne Hinweise auf die Ursache

Abklärung im Schwindelzentrum des Universitätsspitals F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund

MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass nach Analyse von anamnestischen Angaben, klinischer Untersuchung, Laborergebnissen und MRI-Befund der Patient aktuell unter der residuellen Symptomatik nach der stattgehabten FSME-Infektion leide. Aktuell stünden als residuelle Symptome die Minderbelastbarkeit, eine Belastungsdyspnoe, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, psychomotorische Verlangsamung und erhöhte Reizbarkeit im Vordergrund (S. 3 oben).

Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass nach Analyse von anamnestischen Angaben, klinischer Untersuchung, Laborergebnissen und MRI-Befund der Patient aktuell unter der residuellen Symptomatik nach der stattgehabten FSME-Infektion leide. Aktuell stünden als residuelle Symptome die Minderbelastbarkeit, eine Belastungsdyspnoe, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, psychomotorische Verlangsamung und erhöhte Reizbarkeit im Vordergrund (S. 3 oben). Bei der durchgeführten Laborkontrolle hätten sich folgen de auffällige Befunde gezeigt: L eichte Lymphozytopenie, eine Monozytose, eine Eosinophil i e, ein erhöhtes Ferritin sowie eine positive Serologie für FSME IgM. Im Vergleich zur Voruntersuchung würden die Antikö rp er langsam abnehmen. Das Immunglobulin G ( IgG ) sei weiterhin nicht nachweisbar, und die Aussage bezüg lich der Borreliose weiterhin nicht möglich. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich aktuell eine leichte Standataxie im Romberg-Stehver such und eine leichte psychomotorische Verlangsamung gezeigt. Ansonsten sei der Befund regelrecht (S. 3 Mitte). Diagnostisch ergänzend sei eine MRI-Untersuchung des Kopfes und ein e EEG erfolgt, Letztere ohne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstörung oder eine epileptische Aktivität. Im MRI hätten sich als Residuen nach FSME geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits gezeigt. Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass sie den Patienten zum aktuellen Zeitpunkt no ch nicht als arbeitsfähig sehe (S. 3 Mitte).

Bei der durchgeführten Laborkontrolle hätten sich folgen de auffällige Befunde gezeigt: L eichte Lymphozytopenie, eine Monozytose, eine Eosinophil i e, ein erhöhtes Ferritin sowie eine positive Serologie für FSME IgM. Im Vergleich zur Voruntersuchung würden die Antikö rp er langsam abnehmen. Das Immunglobulin G ( IgG ) sei weiterhin nicht nachweisbar, und die Aussage bezüg lich der Borreliose weiterhin nicht möglich. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich aktuell eine leichte Standataxie im Romberg-Stehver such und eine leichte psychomotorische Verlangsamung gezeigt. Ansonsten sei der Befund regelrecht (S. 3 Mitte). Diagnostisch ergänzend sei eine MRI-Untersuchung des Kopfes und ein e EEG erfolgt, Letztere ohne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, eine Herdstörung oder eine epileptische Aktivität. Im MRI hätten sich als Residuen nach FSME geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus beidseits und im Pulvinar thalami beidseits gezeigt. Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass sie den Patienten zum aktuellen Zeitpunkt no ch nicht als arbeitsfähig sehe (S. 3 Mitte). 3. 3 Dipl. - Psych. G.___, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, klinischer Neuropsychologe GNP, Rehabilitation H.___, nannte in seinem n europsycho logische n Bericht vom 8. Oktober 2019 (Urk. 1 2 /36) als Diagnose ein postenze phalitisches Syndrom (ICD-10 F07.1) mit mittelgradiger neuropsychologischer Funktionsstörung, die durch eine erhebliche Belastbarkeitsminderung und Verlangsamung charakterisiert sei sowie durch Funktionseinschränkungen vor allem in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnis (S. 4 oben). Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung seien aktuell aus neuropsychologischer Sicht noch nicht vorhanden, auch nicht im Homeoffice (S. 4 Mitte). Es sei dem Beschwerdeführer geraten worden, vorerst auf die aktive Teilnahme am Strassen verkehr zu verzichten (S. 4 unten). Sowohl die Verhaltensbeobachtung, als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen (trotz im V erlauf massiv verlangsamter Reaktionszeiten) und die Symptomvalidierungsverfahren hätten keinerlei Hinweise auf Aggravation oder Simulation oder motivationsbedingte Minderleistung ergeben (S. 3 Mitte).

3. 3 Dipl. Psych. G.___, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, klinischer Neuropsychologe GNP, Rehabilitation H.___, nannte in seinem n europsycho logische n Bericht vom 8. Oktober 2019 (Urk. 1 2 /36) als Diagnose ein postenze phalitisches Syndrom (ICD-10 F07.1) mit mittelgradiger neuropsychologischer Funktionsstörung, die durch eine erhebliche Belastbarkeitsminderung und Verlangsamung charakterisiert sei sowie durch Funktionseinschränkungen vor allem in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnis (S. 4 oben). Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung seien aktuell aus neuropsychologischer Sicht noch nicht vorhanden, auch nicht im Homeoffice (S. 4 Mitte). Es sei dem Beschwerdeführer geraten worden, vorerst auf die aktive Teilnahme am Strassen verkehr zu verzichten (S. 4 unten). Sowohl die Verhaltensbeobachtung, als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen (trotz im V erlauf massiv verlangsamter Reaktionszeiten) und die Symptomvalidierungsverfahren hätten keinerlei Hinweise auf Aggravation oder Simulation oder motivationsbedingte Minderleistung ergeben (S. 3 Mitte). 3. 4 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 13. Dezember 2019 (Urk. 1 2 /40) nach Untersuchung des Beschwerdeführers am 25. November und 6. Dezember 2019 folgende Diagnosen (S. 1):

3. 4 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 13. Dezember 2019 (Urk. 1 2 /40) nach Untersuchung des Beschwerdeführers am 25. November und 6. Dezember 2019 folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSM E, mit EM Ende Juli 2019

Status nach FSM E, mit EM Ende Juli 2019 - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Temperaturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfind lichkeit, erhöhte Reizbarkeit

initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Temperaturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfind lichkeit, erhöhte Reizbarkeit - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte psychomotorische Verlangsamung, mittelgradige neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedäch t nis)

Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte psychomotorische Verlangsamung, mittelgradige neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedäch t nis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, aktuell IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv

Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, aktuell IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung

Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR

MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019 und November 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, Herdstörung oder ETPs

EEG September 2019 und November 2019: O hne Hinweise auf eine Allgemeinveränderung, Herdstörung oder ETPs - i ntermittierend ziehende Schmerzen in den Knien und Ellenbogen b eidseits

i ntermittierend ziehende Schmerzen in den Knien und Ellenbogen b eidseits - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren

S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle

v or etwa drei Jahren rezidivierende Schwindelanfälle Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass aufgrund noch immer ausgeprägten neurokognitiven Defiziten des Beschwerdeführers nach stattgehab ter FSME und neu aufgetretenen k örperlichen Symptomen im Sinne von ziehenden Schmerzen in den Ge lenken und einem Schwächegefühl am 6. Dezember 2019 eine Liquor untersuchung durchgeführt worden sei, welche jedoch keinen Hinweis auf einen laufenden Entzündungsprozess gezeigt habe. Die Serologie spreche nicht mehr für die aktiv laufende Entzündung, aber für die stattgehabte. Sie betrachte den Patienten weiterhin nicht als arbeitsfähig. Die weitere intensive rehabilitative Behandlung im ambulanten Setting werde fortgesetzt (S. 2 unten).

Dipl. Ärztin A.___ führte aus, dass aufgrund noch immer ausgeprägten neurokognitiven Defiziten des Beschwerdeführers nach stattgehab ter FSME und neu aufgetretenen k örperlichen Symptomen im Sinne von ziehenden Schmerzen in den Ge lenken und einem Schwächegefühl am 6. Dezember 2019 eine Liquor untersuchung durchgeführt worden sei, welche jedoch keinen Hinweis auf einen laufenden Entzündungsprozess gezeigt habe. Die Serologie spreche nicht mehr für die aktiv laufende Entzündung, aber für die stattgehabte. Sie betrachte den Patienten weiterhin nicht als arbeitsfähig. Die weitere intensive rehabilitative Behandlung im ambulanten Setting werde fortgesetzt (S. 2 unten). 3. 5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegner in, Dr. med. I.___, praktischer Arzt, Neurologe und Verhaltensneurologe; J.___ University School of Medicin e (vgl. Urk. 12/180 S. 1), führte in seiner Beurteilung vom 19. Dezem ber 2019 (Urk. 12/43) aus, dass die FSME mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge der beiden Zeckenbisse im Juli 2019 sei. Die Liquoranalyse habe sp ezifisch IgG gegen FSME gezeigt. Dies deute darauf hin, dass der Prozess no ch nicht ganz abgeschlossen sei. Im MRI seien die Läsionen im Pallidum und Pulvinar nicht mehr aktiv, daher sollte die Genesung voranschreiten. Eine Begutachtung sei noch nicht notwendig. Eine Teilarbeitsfähigkeit (um 50 %) sollte ab Januar 2020 möglich sein.

3. 5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegner in, Dr. med. I.___, praktischer Arzt, Neurologe und Verhaltensneurologe; J.___ University School of Medicin e (vgl. Urk. 12/180 S. 1), führte in seiner Beurteilung vom 19. Dezem ber 2019 (Urk. 12/43) aus, dass die FSME mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge der beiden Zeckenbisse im Juli 2019 sei. Die Liquoranalyse habe sp ezifisch IgG gegen FSME gezeigt. Dies deute darauf hin, dass der Prozess no ch nicht ganz abgeschlossen sei. Im MRI seien die Läsionen im Pallidum und Pulvinar nicht mehr aktiv, daher sollte die Genesung voranschreiten. Eine Begutachtung sei noch nicht notwendig. Eine Teilarbeitsfähigkeit (um 50 %) sollte ab Januar 2020 möglich sein. 3. 6 Dr. I.___ führte in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2020 (Urk. 12/56) aus, dass er gestützt auf das Standortgespräch vom 7. Januar 2020 und den darin enthaltenen Angaben über die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers die Fort führung der Arbeitsunfähigkeit als zielführend erachte. Es bestehe ein solider multidisziplinärer Plan. An der Motivation des Beschwerdeführer s bestünden keine Zweifel. Er erhole sich von einer leichten Enzephalitis durch FSME. Dr. I.___ führte aus, dass er die MR-Befunde als relevante strukturelle Korrelate zu den Beeinträchtigungen sehe, insbesondere die bilaterale Schädigung des Pulvinars (Ziff. 1). Für eine 10-wöchige intensive ambulante Rehabilitation könne die Kostenzusage erteilt werden (Ziff. 2).

3. 6 Dr. I.___ führte in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2020 (Urk. 12/56) aus, dass er gestützt auf das Standortgespräch vom 7. Januar 2020 und den darin enthaltenen Angaben über die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers die Fort führung der Arbeitsunfähigkeit als zielführend erachte. Es bestehe ein solider multidisziplinärer Plan. An der Motivation des Beschwerdeführer s bestünden keine Zweifel. Er erhole sich von einer leichten Enzephalitis durch FSME. Dr. I.___ führte aus, dass er die MR-Befunde als relevante strukturelle Korrelate zu den Beeinträchtigungen sehe, insbesondere die bilaterale Schädigung des Pulvinars (Ziff. 1). Für eine 10-wöchige intensive ambulante Rehabilitation könne die Kostenzusage erteilt werden (Ziff. 2). 3. 7 Dipl.-Psych. G.___ nannte in seinem neuropsychologischen Bericht vom 23. April 2020 (Urk. 1 2 /66) als Diagnose ein postenzephalistisches Syndrom mit leichter neuropsychologischer Funktionsstörung, die sich vor allem in einer ausgeprägten Belastbarkeitsminderung und in einer erhöhten Störanfälligkeit für gelerntes verbales Material zeige (S. 4 unten). Mittlerweile seien erste Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung aus neuropsychologischer Sicht zu erkennen. Für eine Stunde könne von einer guten Leistungsfähigkeit ausgegan gen werden, danach sei auch nach einer Pause von einem reduzierten Arbeits tempo, Ermüdung und einem erhöhten Fehlerrisiko auszugehen. Eine Tätigkeit von mehr als zwei Stunden sei aus neuropsychologischer Sicht aktuell noch nicht realistisch (S. 5 oben). Die leistungsbezogenen Minimalanforderungen für die aktive Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr seien erfüllt worden (S. 5 Mitte). Empfohlen werde zunächst ein therapeutisches Arbeitstraining in einer entsprechenden Einrichtung mit Schwerpunkt auf administrative Täti gkeiten (S. 5 unten). Dipl.-Psych. G.___ hielt fest, dass s owohl die Verhaltensbeobachtung als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen und auch ein Symptomvalidierungsverfahren keinerlei Hinweise auf eine Aggravation, Simu lation oder motivationsbedingte Minderleistungen ergeben hätten (S. 3 unten).

3. 7 Dipl.-Psych. G.___ nannte in seinem neuropsychologischen Bericht vom 23. April 2020 (Urk. 1 2 /66) als Diagnose ein postenzephalistisches Syndrom mit leichter neuropsychologischer Funktionsstörung, die sich vor allem in einer ausgeprägten Belastbarkeitsminderung und in einer erhöhten Störanfälligkeit für gelerntes verbales Material zeige (S. 4 unten). Mittlerweile seien erste Ressourcen für eine berufliche Wiedereingliederung aus neuropsychologischer Sicht zu erkennen. Für eine Stunde könne von einer guten Leistungsfähigkeit ausgegan gen werden, danach sei auch nach einer Pause von einem reduzierten Arbeits tempo, Ermüdung und einem erhöhten Fehlerrisiko auszugehen. Eine Tätigkeit von mehr als zwei Stunden sei aus neuropsychologischer Sicht aktuell noch nicht realistisch (S. 5 oben). Die leistungsbezogenen Minimalanforderungen für die aktive Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr seien erfüllt worden (S. 5 Mitte). Empfohlen werde zunächst ein therapeutisches Arbeitstraining in einer entsprechenden Einrichtung mit Schwerpunkt auf administrative Täti gkeiten (S. 5 unten). Dipl.-Psych. G.___ hielt fest, dass s owohl die Verhaltensbeobachtung als auch die interne Konsistenz der erbrachten Leistungen und auch ein Symptomvalidierungsverfahren keinerlei Hinweise auf eine Aggravation, Simu lation oder motivationsbedingte Minderleistungen ergeben hätten (S. 3 unten). 3. 8 Am 18. März 2021 erstattete lic. phil. C.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neuropsychologisches Gutachten (Urk. 1 2 /164). Lic. phil. C.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer am 11. März 2021 untersucht habe (S. 1 Ziff. 1.1). R ein formal, also ohne Berück sichtigung des Validitätsaspekte s, habe sich eine insgesamt mittelgradige neur opsychologische Störung gezeigt ( S. 16 oben). Es lägen jedoch mehrere klare Hinweise vor, welche gegen die Validität der erhobenen Befunde sprächen (S. 16 Mitte). In den durchgeführten Leistungsva lidierungsverfahren hätten sich d urchgehend auffällige Befu nde er geben. Gemäss den Kriterie n von Slick et al. (1999) müsse von einer wahrscheinlichen negativen Antwortverzerrung ausgegangen werden. Die rein formal als mittelgradige neuropsychologische Störung beschriebenen Befunde könnten in dieser Form als nicht authentisch gewertet werden. Aus Sicht des Unterzeichnenden sei es plausibel, dass zum Zeitpunkt der letzten neuropsychologischen Untersuchung im April 2020 noch eine leichte neuropsychologische Störung mit Belastbarkeits minderung bestanden habe (S. 16 unten f.). Ob und in welchem Schweregrad beim Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt noch authentische neuropsycholo gische Beeinträchtigungen oder eine verminderte Belastbarkeit bestünden, könne bei nicht gegebener Befundvalidität nicht fundiert beurteilt werden. Es könne folglich auf neuropsychologischem Gebiet keine Diagnose gestellt werden. Ebenso seien das Erstellen eines fundierten Belastbarkeitsprofils und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich (S. 17 oben). Bei nicht gegebener Befundvalidität sei es auf neuropsychologischem Gebiet unklar, ob eine dauernde Schädigung der Integrität vorliege (S. 21 Ziff. 8.8.1).

3. 8 Am 18. März 2021 erstattete lic. phil. C.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neuropsychologisches Gutachten (Urk. 1 2 /164). Lic. phil. C.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer am 11. März 2021 untersucht habe (S. 1 Ziff. 1.1). R ein formal, also ohne Berück sichtigung des Validitätsaspekte s, habe sich eine insgesamt mittelgradige neur opsychologische Störung gezeigt ( S. 16 oben). Es lägen jedoch mehrere klare Hinweise vor, welche gegen die Validität der erhobenen Befunde sprächen (S. 16 Mitte). In den durchgeführten Leistungsva lidierungsverfahren hätten sich d urchgehend auffällige Befu nde er geben. Gemäss den Kriterie n von Slick et al. (1999) müsse von einer wahrscheinlichen negativen Antwortverzerrung ausgegangen werden. Die rein formal als mittelgradige neuropsychologische Störung beschriebenen Befunde könnten in dieser Form als nicht authentisch gewertet werden. Aus Sicht des Unterzeichnenden sei es plausibel, dass zum Zeitpunkt der letzten neuropsychologischen Untersuchung im April 2020 noch eine leichte neuropsychologische Störung mit Belastbarkeits minderung bestanden habe (S. 16 unten f.). Ob und in welchem Schweregrad beim Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt noch authentische neuropsycholo gische Beeinträchtigungen oder eine verminderte Belastbarkeit bestünden, könne bei nicht gegebener Befundvalidität nicht fundiert beurteilt werden. Es könne folglich auf neuropsychologischem Gebiet keine Diagnose gestellt werden. Ebenso seien das Erstellen eines fundierten Belastbarkeitsprofils und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich (S. 17 oben). Bei nicht gegebener Befundvalidität sei es auf neuropsychologischem Gebiet unklar, ob eine dauernde Schädigung der Integrität vorliege (S. 21 Ziff. 8.8.1). 3. 9 Am 23. März 2021 erstattete Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neurologisches Gutachten (Urk. 12/166/23-42) unter Berücksichtigung des neuropsychologischen Gutachtens von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 (Urk. 12/164). Dr. D.___ stellte folgende Diagnosen (S. 16 Ziff. 7):

3. 9 Am 23. März 2021 erstattete Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, sein neurologisches Gutachten (Urk. 12/166/23-42) unter Berücksichtigung des neuropsychologischen Gutachtens von lic. phil. C.___ vom 18. März 2021 (Urk. 12/164). Dr. D.___ stellte folgende Diagnosen (S. 16 Ziff. 7): - FSME im Juli 2019 mit graduell leichtem enzephalitischem Verlauf

FSME im Juli 2019 mit graduell leichtem enzephalitischem Verlauf - subjektiv anhaltende neuropsychologische Beschwerden mit Fatigue symptomatik ; fraglich authentisch bei hoch auffälliger Leistungs-/Symptomvalidierung

subjektiv anhaltende neuropsychologische Beschwerden mit Fatigue symptomatik ; fraglich authentisch bei hoch auffälliger Leistungs-/Symptomvalidierung Dr. D.___ führte aus, dass sich bei der aktuellen klini sch-neurologischen Unter suchung bis auf eine leichte, funktionell nicht relevante Unsicherheit im Strich gang und Blindstrichgang keine pathologischen Auffälligkeiten gefunden hätten. Neuropsychologischerseits hätten keine validen Befunde erhoben werden können (S. 16 Ziff. 8.3.1). Aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage könne nicht differenziert werden, welche Diagnosen mit und welche Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (S. 16 Ziff. 8.4). Ebenso könne aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage nicht differenziert werden, welche der erhobenen Befunde überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 24. Juli 2019 stünden (S. 17 Ziff. 8.5.1). Aus diesem Grund könne auch nicht beantwortet werden, ob krankhafte Vorzustände mitwirkten (S. 17 Ziff. 8.5.2). Dr. D.___ hielt fest, dass ausgehend von den aktenkundigen n europsychologischen Vorbefunden ab dem Datum des Zeckenstichs in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Ab der neuropsychologischen Unter suchung vom 22. April 2020 und damals festgestellter leichter neuropsycholo gischer Störung und Belastbarkeitsminderung sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, überwiegend aufgrund eines reduzierten zeitlichen Pensums, auszugehen. Der weitere Verlauf und die aktuelle Arbeitsfähigkeit könn t e n aus neurologisch-neuropsychologischer Sicht aufgrund der bestehenden Inkonsistenzen bei fehlender Validität der erhobenen Befunde in de n Leistungs-/Symptomvalidie rungsverfahren nicht beurteilt werden (S. 17 f. Ziff. 8.6.1). Bei f ehlender Validität der neuropsychologischen Befunde bei hoch auffälligen Leistungs-/Beschwerde validierungsverfahren könne auch keine Angabe zu einem Integritätsschaden gemacht werden (S. 19 Ziff. 8.8.1).

Dr. D.___ führte aus, dass sich bei der aktuellen klini sch-neurologischen Unter suchung bis auf eine leichte, funktionell nicht relevante Unsicherheit im Strich gang und Blindstrichgang keine pathologischen Auffälligkeiten gefunden hätten. Neuropsychologischerseits hätten keine validen Befunde erhoben werden können (S. 16 Ziff. 8.3.1). Aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage könne nicht differenziert werden, welche Diagnosen mit und welche Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (S. 16 Ziff. 8.4). Ebenso könne aufgrund der nicht validen neuropsychologischen Befundlage nicht differenziert werden, welche der erhobenen Befunde überwiegend wahrscheinlich oder nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 24. Juli 2019 stünden (S. 17 Ziff. 8.5.1). Aus diesem Grund könne auch nicht beantwortet werden, ob krankhafte Vorzustände mitwirkten (S. 17 Ziff. 8.5.2). Dr. D.___ hielt fest, dass ausgehend von den aktenkundigen n europsychologischen Vorbefunden ab dem Datum des Zeckenstichs in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Ab der neuropsychologischen Unter suchung vom 22. April 2020 und damals festgestellter leichter neuropsycholo gischer Störung und Belastbarkeitsminderung sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, überwiegend aufgrund eines reduzierten zeitlichen Pensums, auszugehen. Der weitere Verlauf und die aktuelle Arbeitsfähigkeit könn t e n aus neurologisch-neuropsychologischer Sicht aufgrund der bestehenden Inkonsistenzen bei fehlender Validität der erhobenen Befunde in de n Leistungs-/Symptomvalidie rungsverfahren nicht beurteilt werden (S. 17 f. Ziff. 8.6.1). Bei f ehlender Validität der neuropsychologischen Befunde bei hoch auffälligen Leistungs-/Beschwerde validierungsverfahren könne auch keine Angabe zu einem Integritätsschaden gemacht werden (S. 19 Ziff. 8.8.1). 3. 10 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 2 5. M ai 2021 (Urk. 12 /1 79 ) folgende Diagnosen (S. 1):

3. 10 Dipl. Ärztin A.___ stellte in ihrem Bericht vom 2 5. M ai 2021 (Urk. 12 /1 79 ) folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach FSME, mit EM Ende Juli 2019

Status nach FSME, mit EM Ende Juli 2019 - als Folge Verdacht auf symptomatische N arkolepsie und chronisches Fatigue-Syndrom

als Folge Verdacht auf symptomatische N arkolepsie und chronisches Fatigue-Syndrom - initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfi ndlichkeit, erhöhte Reizbarkeit, mittelschwere neurokognitive Defizite

initiale Sy mptomatik: Kopfschmerzen, indulierende subfebrile Tempe raturen, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen, Lichtempfi ndlichkeit, erhöhte Reizbarkeit, mittelschwere neurokognitive Defizite - Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis)

Klinik aktuell: G eminderte Belastbarkeit, erhöhter Schlafbedarf, leichte neuro-kognitive Veränderungen (betroffen seien hauptsächlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis) - Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, im Verlauf IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv, am ehesten unspezifisch

Blut-Labor: I nitial FSME IgM positiv, im Verlauf IgG positiv, IgM negativ; für Borrelien IgM Screen positiv, am ehesten unspezifisch - Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung, Beta-Amyloid 1-42 niedrig

Liquor-Labor: L eicht erhöhte s Eiweiss, Zellzahl normal, keine Hinweise auf Neuroborreliose, keine Schrankenstörung, Beta-Amyloid 1-42 niedrig - MRI Neurokranium September 2020 : O hne pathologischen Befund

MRI Neurokranium September 2020 : O hne pathologischen Befund - MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR

MRI Neurokranium September 2019: A ls Residuen nach FSME f änden sich geringe fleckige Signalintensitätsstörungen im Gl. Pallidus b eidseits und im Pulvin ar t halami beidseits auf DIR, T2, FLAIR - EEG September 2019, November 2019 und April 2021 : O hne Hinweise auf eine Allgemeinver änderung, Herdstörung oder ETPs

EEG September 2019, November 2019 und April 2021 : O hne Hinweise auf eine Allgemeinver änderung, Herdstörung oder ETPs - Therapie: Status nach intensiver Ergo- und Physiotherapie ( Rehabilitation H.___ ); 1. Status nach Therapie mit Nootropil, darunter Schlafstö rungen, abgesetzt; 2. Status nach Therapie mit Amantadin, ohne spürbare Wirkung; 3. Therapie mit Escitalopram, ohne gewünschten Effekt; 4. Modafinil, aufgrund von Unwohlsein und arterieller Hyper tonie abgesetzt; 5. Februar bis Mai 2021 Therapie mit Aricept, ohne positive Wirkung; 6. aktuell Therapie mit Tebokan

Therapie: Status nach intensiver Ergo- und Physiotherapie ( Rehabilitation H.___ ); 1. Status nach Therapie mit Nootropil, darunter Schlafstö rungen, abgesetzt; 2. Status nach Therapie mit Amantadin, ohne spürbare Wirkung; 3. Therapie mit Escitalopram, ohne gewünschten Effekt; 4. Modafinil, aufgrund von Unwohlsein und arterieller Hyper tonie abgesetzt; 5. Februar bis Mai 2021 Therapie mit Aricept, ohne positive Wirkung; 6. aktuell Therapie mit Tebokan - aktuell Verdacht auf Einschlafmyoklonien

aktuell Verdacht auf Einschlafmyoklonien - i ntermittierend auftretende ziehende Schmerzen in den Knien und Ellen bogen b eidseits

i ntermittierend auftretende ziehende Schmerzen in den Knien und Ellen bogen b eidseits - serologisch keine Hinweise auf eine Borreliose

serologisch keine Hinweise auf eine Borreliose - S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren

S tatus nach Schleudertrauma vor etwa 20 Jahren - v or etwa vier Jahren rezidivierende Schwindelanfälle

v or etwa vier Jahren rezidivierende Schwindelanfälle - Abklärung im Schwindelzentrum Unispital F.___ ohne Hinweise auf die Ursache

Abklärung im Schwindelzentrum Unispital F.___ ohne Hinweise auf die Ursache - MRI damals ohne pathologischen Befund

MRI damals ohne pathologischen Befund Dipl. Ärztin A.___ hielt fest, dass sie den Patienten am 12. April und am 25. Mai 2021 erneut in der neurologischen Sprechstunde untersucht und beraten habe (S. 1). Der Beschwerdeführer habe über einen unveränderten Zustand berichtet. Die Leistungsschwäche und ein erhöhter Schlaf- und Erholungsbedarf persistierten weiterhin. Er könne sich nicht lange konzentrieren, und der Schlaf bedarf liege aktuell bei 14 bi s 15 Stunden am Tag (S. 2 oben). Bei erhöhtem Schlafbedarf sei dem Patienten die Untersuchung in einem Schlaflabor empfohlen worden (S. 2 Mitte).

Dipl. Ärztin A.___ hielt fest, dass sie den Patienten am 12. April und am 25. Mai 2021 erneut in der neurologischen Sprechstunde untersucht und beraten habe (S. 1). Der Beschwerdeführer habe über einen unveränderten Zustand berichtet. Die Leistungsschwäche und ein erhöhter Schlaf- und Erholungsbedarf persistierten weiterhin. Er könne sich nicht lange konzentrieren, und der Schlaf bedarf liege aktuell bei 14 bi s 15 Stunden am Tag (S. 2 oben). Bei erhöhtem Schlafbedarf sei dem Patienten die Untersuchung in einem Schlaflabor empfohlen worden (S. 2 Mitte). 3. 11 Dr. I.___ führte in seiner neurologischen Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (Urk. 12/180) zum Gutachten der Neurologie E.___ aus, dass bedauerlich sei, dass es der neuropsychologische Gutachter dabei belassen habe, eine « uninterpretierbare » neuropsychologische Leistung vom Beschwerdeführer erhoben zu haben, dies vor allem aufgrund der Ergebnisse der Symptomvalidie rung. Es wäre hilfreich gewesen, den Beschwerdeführer mit dieser Analyse zu konfrontieren und ihm eine Wiederholung der Tests oder eine Erweiterung durch andere Test s anzubieten. Die Konfrontation des Beschwerdeführers mit seinen neuropsychologischen Leistungen respektive den Ergebnissen der Symptomvali dierung hätte durch eine Befragung Dritter erweitert werden und wahrscheinlich zum Vorschlag einer psychiat rischen Abklärung führen müssen. Das abgelie f erte Ergebnis der Begutachtung sei für die Beantwortung der Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang, der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit, der Heilbehand lung sowie des Integritätsschadens nicht hilfreich. Die Gutachter hätten sich die Arbeit in dieser H insicht leicht gemacht und die Folgen ihrer mangelhaften Abklärung - d ie Entscheidungsunmöglichkeit der Beschwerdegegnerin - nicht berücksichtigt (S. 2 unten).

3. 11 Dr. I.___ führte in seiner neurologischen Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (Urk. 12/180) zum Gutachten der Neurologie E.___ aus, dass bedauerlich sei, dass es der neuropsychologische Gutachter dabei belassen habe, eine « uninterpretierbare » neuropsychologische Leistung vom Beschwerdeführer erhoben zu haben, dies vor allem aufgrund der Ergebnisse der Symptomvalidie rung. Es wäre hilfreich gewesen, den Beschwerdeführer mit dieser Analyse zu konfrontieren und ihm eine Wiederholung der Tests oder eine Erweiterung durch andere Test s anzubieten. Die Konfrontation des Beschwerdeführers mit seinen neuropsychologischen Leistungen respektive den Ergebnissen der Symptomvali dierung hätte durch eine Befragung Dritter erweitert werden und wahrscheinlich zum Vorschlag einer psychiat rischen Abklärung führen müssen. Das abgelie f erte Ergebnis der Begutachtung sei für die Beantwortung der Fragen zum natürlichen Kausalzusammenhang, der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit, der Heilbehand lung sowie des Integritätsschadens nicht hilfreich. Die Gutachter hätten sich die Arbeit in dieser H insicht leicht gemacht und die Folgen ihrer mangelhaften Abklärung - d ie Entscheidungsunmöglichkeit der Beschwerdegegnerin - nicht berücksichtigt (S. 2 unten). 3. 12 Die mit dem Verfahren des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung betraute Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. K.___, Fachärztin für Neurologie, führte in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vgl. Feststellungsblatt Invalidenversicherung, Urk. 15/9 S. 11) aus, dass vor dem Hintergrund der initialen Signalanhebung im MRI in Regionen, die eine Rolle für die Verarbeitung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis spielten, die andauernde chronische Fatigue mit leichten kognitiven Defiziten medizinisch nachvollziehbar sei. Die auffällige Symptomvalidierung im bidisziplinären Gutachten stehe hier in keinem Widerspruch. Aussagekräftiger sei die konsistente Angabe von hoher Arbeitsmotivation und gelebtem Engagement während des Belastbarkeitstrainings. Eine psychische Überlagerun g sei durchaus nachvollzieh bar, werde aber weder von der jahrelang behandelnden Neurologin noch vom Psychologen explizit aufgeführt. Alle weiteren Berichte seien konsistent. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass keine zusätzliche psychiatrische Diagnose bestehe. Eine Verbesserung durch eine Behandlung sei unwahrschein lich. Die aufgeführten Funktionseinschränkungen seien neurologisch gut nachvollziehbar. Die Therapieversuche seien regelrecht gewesen und hätten bisher zu keinem andauernden Therapieerfolg geführt.

3. 12 Die mit dem Verfahren des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung betraute Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. K.___, Fachärztin für Neurologie, führte in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vgl. Feststellungsblatt Invalidenversicherung, Urk. 15/9 S. 11) aus, dass vor dem Hintergrund der initialen Signalanhebung im MRI in Regionen, die eine Rolle für die Verarbeitung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis spielten, die andauernde chronische Fatigue mit leichten kognitiven Defiziten medizinisch nachvollziehbar sei. Die auffällige Symptomvalidierung im bidisziplinären Gutachten stehe hier in keinem Widerspruch. Aussagekräftiger sei die konsistente Angabe von hoher Arbeitsmotivation und gelebtem Engagement während des Belastbarkeitstrainings. Eine psychische Überlagerun g sei durchaus nachvollzieh bar, werde aber weder von der jahrelang behandelnden Neurologin noch vom Psychologen explizit aufgeführt. Alle weiteren Berichte seien konsistent. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass keine zusätzliche psychiatrische Diagnose bestehe. Eine Verbesserung durch eine Behandlung sei unwahrschein lich. Die aufgeführten Funktionseinschränkungen seien neurologisch gut nachvollziehbar. Die Therapieversuche seien regelrecht gewesen und hätten bisher zu keinem andauernden Therapieerfolg geführt. Dr. K.___ führte aus, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Projektleiter mit Führungsverantwortung nicht mehr leidensgerecht sei. Leistungseinschränkend sei die chronische Fatigue mit rascher mentaler Minderbelastbarkeit, fehlender Flexibilität und weniger die leichte neuropsychologische Störung. Daher sei auch eine angepasste Tätigkeit nur im reduzierten Pensum entsprechend den Ergeb nissen des Belastbarkeitstrainings im Umfang von 2.45 Stunden an vier Arbeits tagen ab frühestens dem Ende des Belastbarkeitstrainings (10. November 2020) überwiegend wahrscheinlich.

Dr. K.___ führte aus, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Projektleiter mit Führungsverantwortung nicht mehr leidensgerecht sei. Leistungseinschränkend sei die chronische Fatigue mit rascher mentaler Minderbelastbarkeit, fehlender Flexibilität und weniger die leichte neuropsychologische Störung. Daher sei auch eine angepasste Tätigkeit nur im reduzierten Pensum entsprechend den Ergeb nissen des Belastbarkeitstrainings im Umfang von 2.45 Stunden an vier Arbeits tagen ab frühestens dem Ende des Belastbarkeitstrainings (10. November 2020) überwiegend wahrscheinlich. 3. 13 Dipl.-Psych. G.___ führte in seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2022 (Urk. 3/4) zum neurologischen und neuropsychologischen Gutachten vom 18. respektive 23. März 2021 aus, dass er nur schwer nachvollziehen könne, weshalb die Gutachter keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem heutigen Zustandsbild des Beschwerdeführers und dem Zeckenbiss vom 24. J uli 2019 mit nachfolgender FSME sähen. So habe das MRI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen, womit belegt sei, dass es sich nicht nur um eine Meningitis, sondern um eine Enzephalitis gehandelt habe. Sowohl seiner Erfahrung nach als auch gemäss der Fachliteratur sei die Symptomatik inklusive die nicht vollständige Defektheilung kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 1 unten f.). Dipl.-Psych. G.___ führte weiter aus, dass der von lic. phil. C.___ geäusserte Vorwurf der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers, im schlimmsten Fall der Aggravation/Simulation, aus seiner Sicht nicht haltbar sei (S. 2 Mitte). Das Gutachten sei aus näher dargelegten Gründen mangelhaft (S. 2 ff.).

3. 13 Dipl.-Psych. G.___ führte in seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2022 (Urk. 3/4) zum neurologischen und neuropsychologischen Gutachten vom 18. respektive 23. März 2021 aus, dass er nur schwer nachvollziehen könne, weshalb die Gutachter keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem heutigen Zustandsbild des Beschwerdeführers und dem Zeckenbiss vom 24. J uli 2019 mit nachfolgender FSME sähen. So habe das MRI vom 13. September 2019 eine eindeutige Beteiligung des Gehirns nachgewiesen, womit belegt sei, dass es sich nicht nur um eine Meningitis, sondern um eine Enzephalitis gehandelt habe. Sowohl seiner Erfahrung nach als auch gemäss der Fachliteratur sei die Symptomatik inklusive die nicht vollständige Defektheilung kongruent zur Grunderkrankung einer FSME (S. 1 unten f.). Dipl.-Psych. G.___ führte weiter aus, dass der von lic. phil. C.___ geäusserte Vorwurf der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers, im schlimmsten Fall der Aggravation/Simulation, aus seiner Sicht nicht haltbar sei (S. 2 Mitte). Das Gutachten sei aus näher dargelegten Gründen mangelhaft (S. 2 ff.). 3. 14 Dipl. Ärztin A.___ führte in ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2022 (Urk. 3 / 3) aus, dass sie die Einschätzung der Gutachter, wonach kein kausaler Zusammen hang zwischen dem Zustand des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis mehr gegeben sei, nicht teile. Die Diagnose einer FSME habe ohn e Zweifel bestätigt werden können. Von Anfang an hätten beim Patienten die neuropsychologischen Veränderungen, vor allem psychomotorische Verlangsamung, mittelschwere neuro-kognitive Defizite, extreme Müdigkeit und erhöhter Schlafbedarf im Vordergrund seines Leidens gestanden. 20 % der Betroffenen mit einer enzepha litischen Verlaufsform, wie sie beim Beschwerdeführer gegeben sei, müssten mit einer Defektheilung rechnen. Mehr als 50 % der FSME-Patienten wiesen neuro logische Folgeerscheinungen auf, darunter Schlaf-Wachrhythmus-Störungen und zirkadiane Störungen (S. 1 Frage 1). Die genannten Auffälligkeiten könne man dem postencephalitischen Syndrom zuordnen. Ein solches sei in einer Studie bei 42 % der Patienten sechs Monate nach der ak uten Erkrankung und bei 33 % der Patienten zwei bis sieben Jahre nach der akuten FSME beschrieben worden. Die Postulierung von den Helvetia Mitarbeitern eine s fehlenden Zusammenhangs zwischen den persistierenden, störenden Defiziten und stattgehabter FSME sei nicht korrekt und könne nicht akzeptiert werden (S. 2 oben). Weiter hielt Dipl. Ärztin A.___ fest, dass die Symptome, welche der B eschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt angebe, voll kongruent seien zu der Grunderkrankung einer FSME und den Folgen davon. Die Wiederherstellung der cerebralen Leistungen könne Monate und sogar Jahre dauern. Die fehlenden residuellen Zeichen in der MRI-Kontrolle seien kein Grund, die bestehenden störenden Symptome zu bestreiten. Es würden bei teils schweren psychischen Erkrankungen mit erheb licher Behinderung als Folge oft keinerlei Veränderungen im MRI des Neuro kraniums gesehen. Darauf dürfe man sich nicht ganz verlassen. Von Seiten der betreuenden Therapeuten sei zu keinem Zeitpunkt der Verdacht auf eine mögliche Simulation geäussert worden. Zudem habe die neuropsychologische Unter suchung, welche im Jahr 2020 erfolgt sei, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Befund vom Jahr 2019 gezeigt, was auch gegen eine Aggrava tion/Simulation spreche (S. 2 Frage 2).

3. 14 Dipl. Ärztin A.___ führte in ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2022 (Urk. 3 3) aus, dass sie die Einschätzung der Gutachter, wonach kein kausaler Zusammen hang zwischen dem Zustand des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis mehr gegeben sei, nicht teile. Die Diagnose einer FSME habe ohn e Zweifel bestätigt werden können. Von Anfang an hätten beim Patienten die neuropsychologischen Veränderungen, vor allem psychomotorische Verlangsamung, mittelschwere neuro-kognitive Defizite, extreme Müdigkeit und erhöhter Schlafbedarf im Vordergrund seines Leidens gestanden. 20 % der Betroffenen mit einer enzepha litischen Verlaufsform, wie sie beim Beschwerdeführer gegeben sei, müssten mit einer Defektheilung rechnen. Mehr als 50 % der FSME-Patienten wiesen neuro logische Folgeerscheinungen auf, darunter Schlaf-Wachrhythmus-Störungen und zirkadiane Störungen (S. 1 Frage 1). Die genannten Auffälligkeiten könne man dem postencephalitischen Syndrom zuordnen. Ein solches sei in einer Studie bei 42 % der Patienten sechs Monate nach der ak uten Erkrankung und bei 33 % der Patienten zwei bis sieben Jahre nach der akuten FSME beschrieben worden. Die Postulierung von den Helvetia Mitarbeitern eine s fehlenden Zusammenhangs zwischen den persistierenden, störenden Defiziten und stattgehabter FSME sei nicht korrekt und könne nicht akzeptiert werden (S. 2 oben). Weiter hielt Dipl. Ärztin A.___ fest, dass die Symptome, welche der B eschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt angebe, voll kongruent seien zu der Grunderkrankung einer FSME und den Folgen davon. Die Wiederherstellung der cerebralen Leistungen könne Monate und sogar Jahre dauern. Die fehlenden residuellen Zeichen in der MRI-Kontrolle seien kein Grund, die bestehenden störenden Symptome zu bestreiten. Es würden bei teils schweren psychischen Erkrankungen mit erheb licher Behinderung als Folge oft keinerlei Veränderungen im MRI des Neuro kraniums gesehen. Darauf dürfe man sich nicht ganz verlassen. Von Seiten der betreuenden Therapeuten sei zu keinem Zeitpunkt der Verdacht auf eine mögliche Simulation geäussert worden. Zudem habe die neuropsychologische Unter suchung, welche im Jahr 2020 erfolgt sei, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Befund vom Jahr 2019 gezeigt, was auch gegen eine Aggrava tion/Simulation spreche (S. 2 Frage 2). 3. 1 5 Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 8. Juni 2022 (Urk. 8/5a) als Diagnose eine FSME mit Residualheilung (S. 1). Dr. L.___ führte aus, dass aufgrund der vorliegenden Beschwerden und der Serologie mit Eindeutigkeit ein Status nach durchgemachter FSME festgestellt werden könne. Die bestehenden, invalidisierenden neurofunktionellen Defizite seien eine typische Folge der FSME mit Hirnparechymbefall (Enzephali tis) wie diese im MRI des Neurok raniums habe dokumentiert werden können (S. 3 unten f.). Eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME finde innerhalb von zwei Jahren statt. Später, und damit auch im vorliegenden Fall, könne nicht mehr mit einer Beschwerdebesserung gerechnet werden (S. 3 oben).

3. 1 5 Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 8. Juni 2022 (Urk. 8/5a) als Diagnose eine FSME mit Residualheilung (S. 1). Dr. L.___ führte aus, dass aufgrund der vorliegenden Beschwerden und der Serologie mit Eindeutigkeit ein Status nach durchgemachter FSME festgestellt werden könne. Die bestehenden, invalidisierenden neurofunktionellen Defizite seien eine typische Folge der FSME mit Hirnparechymbefall (Enzephali tis) wie diese im MRI des Neurok raniums habe dokumentiert werden können (S. 3 unten f.). Eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME finde innerhalb von zwei Jahren statt. Später, und damit auch im vorliegenden Fall, könne nicht mehr mit einer Beschwerdebesserung gerechnet werden (S. 3 oben). 4.

4. 4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in Folge von im Juli 2019 erlittenen Zeckenbissen an einer FSME erkrankte. Rechtsprechungsgemäss erfüllt der Zeckenstich sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, weshalb eine Leistungspflicht für die damit verbundenen Infektionskrankheiten ( Lyme -Krankheiten, Enzepha litis) und deren Folgen besteht (BGE 122 V 230). Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die weiterhin gel tend gemachten Beschwerden ( wie die geminderte Belastbarkeit, de n massiv erhöhte n Schlafbedarf und die neuro-kognitiven Veränderungen im Bereich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis ) auch über den 1. Mai 2021 hinaus leistungspflichtig ist.

4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in Folge von im Juli 2019 erlittenen Zeckenbissen an einer FSME erkrankte. Rechtsprechungsgemäss erfüllt der Zeckenstich sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, weshalb eine Leistungspflicht für die damit verbundenen Infektionskrankheiten ( Lyme -Krankheiten, Enzepha litis) und deren Folgen besteht (BGE 122 V 230). Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die weiterhin gel tend gemachten Beschwerden ( wie die geminderte Belastbarkeit, de n massiv erhöhte n Schlafbedarf und die neuro-kognitiven Veränderungen im Bereich Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis ) auch über den 1. Mai 2021 hinaus leistungspflichtig ist. 4.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Leistungen über den 1. Mai 2021 hinaus im Wesentlichen damit, dass zu diesem Zeitpunkt keine orga nischen Ursachen der vom Beschwerdeführer geltend gemachten neuropsycholo gischen Einschränkungen mehr ausgewiesen seien, weshalb unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen deren Adäquanz entfalle (vorstehend E. 2.1, E. 2.3 und E. 2.5). Zu diesem Vorgehen der Leistungs einstellung äusserte sich der Beschwerdeführer trotz mehrfachem Schriftenwech sel nicht eingehend. E r stellte sich auf den Standpunkt, dass seine Beschwerden gemäss den Ausführungen sämtlicher konsultierter Fachpersonen kongruent zu einer durchgemachten FSME seien (vorstehend E. 2.2, E. 2.4).

4.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Leistungen über den 1. Mai 2021 hinaus im Wesentlichen damit, dass zu diesem Zeitpunkt keine orga nischen Ursachen der vom Beschwerdeführer geltend gemachten neuropsycholo gischen Einschränkungen mehr ausgewiesen seien, weshalb unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen deren Adäquanz entfalle (vorstehend E. 2.1, E. 2.3 und E. 2.5). Zu diesem Vorgehen der Leistungs einstellung äusserte sich der Beschwerdeführer trotz mehrfachem Schriftenwech sel nicht eingehend. E r stellte sich auf den Standpunkt, dass seine Beschwerden gemäss den Ausführungen sämtlicher konsultierter Fachpersonen kongruent zu einer durchgemachten FSME seien (vorstehend E. 2.2, E. 2.4). 4.3 Was den von der Beschwerdegegnerin per 1. Mai 2021 festgelegten Endzustand anbelangt, ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Dipl. Ärztin A.___ hielt in ihrem Ber icht vom 22. März 2021 eine Stag nation der störenden Symptome im Verlauf zu Februar 2021 fest (Urk. 12/153 S. 2 Mitte) und führte auch in ihrem Folgebericht vom 25. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 10 ) aus, dass der Beschwerde führer über einen unveränderten Zustand berichtet habe. Insbesondere machte jedoch der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerde (vorstehend E. 2.2) geltend, dass seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwerdegegnerin für die Folgen der FSME-Infektion keine entscheidende Änderung des medizinische n Sachverhalts eingetroffen sei. Zudem lässt sich den Akten und den Ausführungen der behandelnden Ärzte entnehmen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an sämtliche Therapien wahrgenommen hatte, ohne dass sich mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit eine relevante Besserung eingestellt hätte. So scheiterte n sowohl das vom 11. August bis 16. November 2020 als auch das vom 3. Januar bis 2. April 2022 über die IV-Stelle durchgeführte Belastbarkeitstraining an der mangelnden Belastbarkeit des Beschwerdeführers ( Urk. 3/7, Urk. 12/97, Urk. 12/111 -112 ). Zudem hielt Dr. L.___ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2022 (vorstehend E. 3.15) fest, dass eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME innerhalb von zwei Jahren stattfinde und später nicht mehr mit einer Besserung gerechnet werden könne. Diese Aussage bestätigte er auch in seinem Schreiben vom 23. Juni 2022 (Urk. 8/5b S. 1 Mitte). Damit ist vorliegend von einem Endzustand auszugehen und die Beschwerdegegnerin ist befugt, die Adäquanz frage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).

4.3 Was den von der Beschwerdegegnerin per 1. Mai 2021 festgelegten Endzustand anbelangt, ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Dipl. Ärztin A.___ hielt in ihrem Ber icht vom 22. März 2021 eine Stag nation der störenden Symptome im Verlauf zu Februar 2021 fest (Urk. 12/153 S. 2 Mitte) und führte auch in ihrem Folgebericht vom 25. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 10 ) aus, dass der Beschwerde führer über einen unveränderten Zustand berichtet habe. Insbesondere machte jedoch der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerde (vorstehend E. 2.2) geltend, dass seit der Leistungsanerkennung durch die Beschwerdegegnerin für die Folgen der FSME-Infektion keine entscheidende Änderung des medizinische n Sachverhalts eingetroffen sei. Zudem lässt sich den Akten und den Ausführungen der behandelnden Ärzte entnehmen, dass der Beschwerdeführer von Anfang an sämtliche Therapien wahrgenommen hatte, ohne dass sich mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit eine relevante Besserung eingestellt hätte. So scheiterte n sowohl das vom 11. August bis 16. November 2020 als auch das vom 3. Januar bis 2. April 2022 über die IV-Stelle durchgeführte Belastbarkeitstraining an der mangelnden Belastbarkeit des Beschwerdeführers ( Urk. 3/7, Urk. 12/97, Urk. 12/111 -112 ). Zudem hielt Dr. L.___ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2022 (vorstehend E. 3.15) fest, dass eine Besserung der Beschwerden nach einer FSME innerhalb von zwei Jahren stattfinde und später nicht mehr mit einer Besserung gerechnet werden könne. Diese Aussage bestätigte er auch in seinem Schreiben vom 23. Juni 2022 (Urk. 8/5b S. 1 Mitte). Damit ist vorliegend von einem Endzustand auszugehen und die Beschwerdegegnerin ist befugt, die Adäquanz frage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1). 4. 4 Dem von der Beschwerdegegnerin zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes eingeholten bidisziplinären Gutachten von lic. phil. C.___ und Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, vom März 2021 (vorstehend E. 3. 8-9 ) ist aus den nachfolgend dargelegten Gründen der Beweiswert (vorstehend E. 1. 5 ) abzu sprechen. S elbst der beratende Arzt der Beschw erdegegnerin, Dr. I.___, befand in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 11 ) das Gutachten als ungenügend und ging als Folge von der Entscheidungsunmöglich keit der Beschwerdegegnerin aus. So blieben die zentral zu klären gewesenen Fragen zum Bestehen, Ausmass und der Unfallkausalität der vom Beschwerde führer weiterhin g eklagten Beschwerden offen, nachdem lic. phil. C.___ auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung geschlossen hatte. In Anbetracht dessen, dass sich in den Akten bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers bei lic. phil. C.___ keinerlei Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerdeschilde rung ergaben, insbesondere Dipl.-Psych. G.___ nach im Oktober 2019 und im April 2020 durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen den Beschwerdeführer als kooperativ mitarbeitend beschrieb en hatte und keinerlei Hinweis auf eine Aggravation oder Simulation feststellen konnte ( vorstehend E. 3.3 und E. 3.7 ), und sich auch im Rahmen der von der IV-Stelle Zürich vom 11. August bis 16. November 2020 durchgeführten beruflichen Eingliederungsmass nahmen keine derartigen Hinweise ergaben (Urk. 12/111 S. 3 Ziff. 6), erweist sich die Schlus sfolgerung von lic. phil. C.___ als vorschnell.

4. 4 Dem von der Beschwerdegegnerin zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes eingeholten bidisziplinären Gutachten von lic. phil. C.___ und Dr. D.___, MEDAS Neurologie E.___, vom März 2021 (vorstehend E. 3. 8-9 ) ist aus den nachfolgend dargelegten Gründen der Beweiswert (vorstehend E. 1. 5 ) abzu sprechen. S elbst der beratende Arzt der Beschw erdegegnerin, Dr. I.___, befand in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2021 (vorstehend E. 3. 11 ) das Gutachten als ungenügend und ging als Folge von der Entscheidungsunmöglich keit der Beschwerdegegnerin aus. So blieben die zentral zu klären gewesenen Fragen zum Bestehen, Ausmass und der Unfallkausalität der vom Beschwerde führer weiterhin g eklagten Beschwerden offen, nachdem lic. phil. C.___ auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung geschlossen hatte. In Anbetracht dessen, dass sich in den Akten bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers bei lic. phil. C.___ keinerlei Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerdeschilde rung ergaben, insbesondere Dipl.-Psych. G.___ nach im Oktober 2019 und im April 2020 durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen den Beschwerdeführer als kooperativ mitarbeitend beschrieb en hatte und keinerlei Hinweis auf eine Aggravation oder Simulation feststellen konnte ( vorstehend E. 3.3 und E. 3.7 ), und sich auch im Rahmen der von der IV-Stelle Zürich vom 11. August bis 16. November 2020 durchgeführten beruflichen Eingliederungsmass nahmen keine derartigen Hinweise ergaben (Urk. 12/111 S. 3 Ziff. 6), erweist sich die Schlus sfolgerung von lic. phil. C.___ als vorschnell. Die mangelhafte neuropsychologische Begutachtung durch lic. phil. C.___ schlägt sich sodann auch im neurologischen Gutachten von Dr. D.___ nieder. Überdies erscheinen gewisse Formulierungen in der Wiedergabe der Aktenlage durch Dr. D.___ tendenziös. So gab Dr. D.___ den Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. Z.___ vom 18. September 2019 in der Weise wieder, als dass er ausführte, dass der Beschwerdeführer vor der Erstbehandlung am 7. August 2019 «angeblich» von einer Zecke in den linken Oberschenkel gestochen worden sei (Urk. 12/166 /23-42 S. 2 Ziff. 2), ohne dass Dr. Z.___ selbst den Zeckenstich in seinem Bericht derart in Frage gestellt hätte (vorstehend E. 3.1). Auch die von Dr. D.___ getätigte Wiedergabe des Berichtes von Dipl. Ärztin A.___ vom 18. September 2019 (vorstehend E. 3.2) erweist sich als nicht korrekt, indem er ausführte, dass Letztere die im MRI des Schädels vom 13. September 2019 ersichtlichen Befunde lediglich als «mögliche» Residuen einer FSME gedeutet habe (Urk. 1 2 /166 /23-42 S. 3 Mitte). Die Formulierung, wonach Dipl. Ärztin A.___ nur von «möglichen» Residuen einer FSME ausgegangen wäre, findet sich so in ihren Berichten nicht. Vielmehr qualifizierten sowohl Dipl. Ärztin A.___ als auch die das MRI beurteilenden Radiologen (Urk. 12/165/2) den Befund vom 13. September 2019 als Residuen nach einer FSME. Weiter hielt Dr. D.___ auch fest, dass der Beschwer deführer ein «Schleudertrauma» erlitten habe (Urk. 12/166 /23-42 S. 3 unten). Weshalb er diese Diagnose in Anführungszeichen wiederg a b, erschliesst sich nicht klar, im Kontext obiger Bemerkungen zur Wiedergabe der Vorakten ist aber nicht auszuschliessen, dass er dieses Ereignis ohne nähere Begründung ebenfalls bezweifelte.

Die mangelhafte neuropsychologische Begutachtung durch lic. phil. C.___ schlägt sich sodann auch im neurologischen Gutachten von Dr. D.___ nieder. Überdies erscheinen gewisse Formulierungen in der Wiedergabe der Aktenlage durch Dr. D.___ tendenziös. So gab Dr. D.___ den Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. Z.___ vom 18. September 2019 in der Weise wieder, als dass er ausführte, dass der Beschwerdeführer vor der Erstbehandlung am 7. August 2019 «angeblich» von einer Zecke in den linken Oberschenkel gestochen worden sei (Urk. 12/166 /23-42 S. 2 Ziff. 2), ohne dass Dr. Z.___ selbst den Zeckenstich in seinem Bericht derart in Frage gestellt hätte (vorstehend E. 3.1). Auch die von Dr. D.___ getätigte Wiedergabe des Berichtes von Dipl. Ärztin A.___ vom 18. September 2019 (vorstehend E. 3.2) erweist sich als nicht korrekt, indem er ausführte, dass Letztere die im MRI des Schädels vom 13. September 2019 ersichtlichen Befunde lediglich als «mögliche» Residuen einer FSME gedeutet habe (Urk. 1 2 /166 /23-42 S. 3 Mitte). Die Formulierung, wonach Dipl. Ärztin A.___ nur von «möglichen» Residuen einer FSME ausgegangen wäre, findet sich so in ihren Berichten nicht. Vielmehr qualifizierten sowohl Dipl. Ärztin A.___ als auch die das MRI beurteilenden Radiologen (Urk. 12/165/2) den Befund vom 13. September 2019 als Residuen nach einer FSME. Weiter hielt Dr. D.___ auch fest, dass der Beschwer deführer ein «Schleudertrauma» erlitten habe (Urk. 12/166 /23-42 S. 3 unten). Weshalb er diese Diagnose in Anführungszeichen wiederg a b, erschliesst sich nicht klar, im Kontext obiger Bemerkungen zur Wiedergabe der Vorakten ist aber nicht auszuschliessen, dass er dieses Ereignis ohne nähere Begründung ebenfalls bezweifelte. 4. 5 Selbst die Beschwerdegegnerin stützte sich abschliessend nicht auf das von ihr eingeholte Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ ab, sondern ging von einem nicht objektivierbar en Beschwerdebild aus und nahm infolgedessen die Adäquanzprüfung bei nicht organisch ausgewiesenen Beschwerdebildern entsprechend der Praxis bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall vor. Entgegen der Ansicht der Beschwerdege gnerin (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3 und E. 2.5 ) vermag der Hinweis auf verschiedene Urteile des Bundesgerichts, wo eine Leistungseinstellung eines Versicherers für geltend gemachte Beschwerden nach einem Zeckenstich geschützt worden ist, nicht von einer rechtsgenüglichen Abklärung des medizinischen Sachverhaltes zu entbinden. In sämtlichen von der Beschwerdegegnerin genannten Entscheiden des Bundesgerichts lag nämlich im Unterschied zum vorliegenden Fall des Beschwerdeführers eine beweiskräftige medizinische Expertise zur Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes, namentlich zum Bestehen und der Kausalität der Beschwerden, vor.

4. 5 Selbst die Beschwerdegegnerin stützte sich abschliessend nicht auf das von ihr eingeholte Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ ab, sondern ging von einem nicht objektivierbar en Beschwerdebild aus und nahm infolgedessen die Adäquanzprüfung bei nicht organisch ausgewiesenen Beschwerdebildern entsprechend der Praxis bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall vor. Entgegen der Ansicht der Beschwerdege gnerin (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3 und E. 2.5 ) vermag der Hinweis auf verschiedene Urteile des Bundesgerichts, wo eine Leistungseinstellung eines Versicherers für geltend gemachte Beschwerden nach einem Zeckenstich geschützt worden ist, nicht von einer rechtsgenüglichen Abklärung des medizinischen Sachverhaltes zu entbinden. In sämtlichen von der Beschwerdegegnerin genannten Entscheiden des Bundesgerichts lag nämlich im Unterschied zum vorliegenden Fall des Beschwerdeführers eine beweiskräftige medizinische Expertise zur Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes, namentlich zum Bestehen und der Kausalität der Beschwerden, vor. Beizupflichten ist der Beschwerdegegnerin dahingehend, dass im Urteil des Bundesgerichtes 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015, welches auch im Urteil 8C_727/2021 vom 21. April 2022 in E. 3.2.2 zitiert wurde, unter E. 3 festgehalten wurde, dass, wenn die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen s eien, die Adäquanz gesondert zu prüfen s ei. Dies erfolge bei psychischen Beschwerden nach einem Schreckereignis gemäss der allgemeinen Adäquanzformel. Gleich sei bei Beschwerden als direkte Folge eines zeckenstichbedingten Leidens entschieden worden.

Beizupflichten ist der Beschwerdegegnerin dahingehend, dass im Urteil des Bundesgerichtes 8C_208/2015 vom 17. Juni 2015, welches auch im Urteil 8C_727/2021 vom 21. April 2022 in E. 3.2.2 zitiert wurde, unter E. 3 festgehalten wurde, dass, wenn die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen s eien, die Adäquanz gesondert zu prüfen s ei. Dies erfolge bei psychischen Beschwerden nach einem Schreckereignis gemäss der allgemeinen Adäquanzformel. Gleich sei bei Beschwerden als direkte Folge eines zeckenstichbedingten Leidens entschieden worden. Letztere Formulierung erweist sich jedoch m it Blick auf die dann in E. 3 zitierte Rechtsprechung als unpräzise. So wurde zu dieser Feststellung unter anderem auf das Urteil des Bundesgericht s U245/99 vom 17. Mai 2001 E. 4 und E. 6 verwiesen. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass bei der durch einen Zeckenstich in diesem Fall verursachte n Lyme -Borreliose eine differenzierte Trennung zwischen den auf die Erkrankung zurückzuführenden typischen Symptomen ( Müdigkeit, Malaise, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiser keit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhoe ), gegebenen falls auch eine s Chronic Fatigue -Syndroms ( nach Ausschluss anderer Krankheits bilder), und allfälligen Beeinträchtigungen der Psyche erfolgte. Zu den psychischen Beschwerden wurde sodann festgehalten, dass diese, damit sie als Auswirkung der Infektionskrankheit qualifiziert werden könn t en, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sein müssten. Die Adäquanz könne diesfalls - wie bei den somatischen Beschwerden - ohne weiteres bejaht werden, wenn die Infizierung mit dem Borreliose-Erreger nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung, wozu in erster Linie die wissenschaftlichen Erkenntnisse gehör t en, einen Erfolg von der Art des eingetre tenen zu bewirken verm öge. Allfällige andere psychische Beschwerden, für welche der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens eine Teilur sache darstell e, seien hingegen im Sinne von sekundären Folgen der Erkrankung in Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen.

Letztere Formulierung erweist sich jedoch m it Blick auf die dann in E. 3 zitierte Rechtsprechung als unpräzise. So wurde zu dieser Feststellung unter anderem auf das Urteil des Bundesgericht s U245/99 vom 17. Mai 2001 E. 4 und E. 6 verwiesen. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass bei der durch einen Zeckenstich in diesem Fall verursachte n Lyme -Borreliose eine differenzierte Trennung zwischen den auf die Erkrankung zurückzuführenden typischen Symptomen ( Müdigkeit, Malaise, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiser keit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhoe ), gegebenen falls auch eine s Chronic Fatigue -Syndroms ( nach Ausschluss anderer Krankheits bilder), und allfälligen Beeinträchtigungen der Psyche erfolgte. Zu den psychischen Beschwerden wurde sodann festgehalten, dass diese, damit sie als Auswirkung der Infektionskrankheit qualifiziert werden könn t en, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sein müssten. Die Adäquanz könne diesfalls - wie bei den somatischen Beschwerden - ohne weiteres bejaht werden, wenn die Infizierung mit dem Borreliose-Erreger nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung, wozu in erster Linie die wissenschaftlichen Erkenntnisse gehör t en, einen Erfolg von der Art des eingetre tenen zu bewirken verm öge. Allfällige andere psychische Beschwerden, für welche der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens eine Teilur sache darstell e, seien hingegen im Sinne von sekundären Folgen der Erkrankung in Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen. Festgehalten wurde weiter, dass die Qualifikation der psychischen Beschwerden als dir ekte Auswirkungen der Erkrankung oder aber als sekundäre Folge davon b eziehungsweise reine psychische Erkranku ng aufgrund der ärztlichen Berichte zu erfolgen habe.

Festgehalten wurde weiter, dass die Qualifikation der psychischen Beschwerden als dir ekte Auswirkungen der Erkrankung oder aber als sekundäre Folge davon b eziehungsweise reine psychische Erkranku ng aufgrund der ärztlichen Berichte zu erfolgen habe. Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass nicht einfach sämtliche nach einer FSME-Infektion aufgetretenen Leiden nach der Rechtsprechung zur psychischen Fehlentwicklung abzuhandeln sind, sondern nur allfällig aufgetretene psychische Leiden, was einer ärztlichen Beurteilung des Beschwerdebildes bedarf. In E. 6 wurde sodann deutlich festgehalten, dass für direkte Folgen der Erkrankung der adäquate Kausalzusammenhang nicht unter dem Gesichtspunkt einer p sychischen Fehlentwicklung nach Unfall, sondern nach der normale n Adäquanzformel zu beurteilen sei.

Aus diesem Entscheid geht klar hervor, dass nicht einfach sämtliche nach einer FSME-Infektion aufgetretenen Leiden nach der Rechtsprechung zur psychischen Fehlentwicklung abzuhandeln sind, sondern nur allfällig aufgetretene psychische Leiden, was einer ärztlichen Beurteilung des Beschwerdebildes bedarf. In E. 6 wurde sodann deutlich festgehalten, dass für direkte Folgen der Erkrankung der adäquate Kausalzusammenhang nicht unter dem Gesichtspunkt einer p sychischen Fehlentwicklung nach Unfall, sondern nach der normale n Adäquanzformel zu beurteilen sei. Damit hat es, entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ( vorstehend E. 2.3 ), bei der Prüfung des adäquaten Kausal zusammenhanges eben nicht bei sämtlichen nach einem Zeckenbiss aufgetrete nen Beschwerden damit sein Bewenden, dass es sich bei einem Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall hand elt, womit der adäquate Kausalzusammen hang von vornherein zu verneinen sei, sondern nur bei ärztlich ausgewiesenen psychischen Beschwerden, welche nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Auch im von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort vorgebrachten Urteil des Bundesgericht s 8C_727/2021 vom 21. April 2022 geht es um depressive Symptome nach einer durchgemachten FSME (E. 3.1.1 ), ohne das s noch relevante kognitive Defizite vorgelegen hätten (E. 3.1.4).

Damit hat es, entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ( vorstehend E. 2.3 ), bei der Prüfung des adäquaten Kausal zusammenhanges eben nicht bei sämtlichen nach einem Zeckenbiss aufgetrete nen Beschwerden damit sein Bewenden, dass es sich bei einem Zeckenbiss um einen eigentlich leichten Unfall hand elt, womit der adäquate Kausalzusammen hang von vornherein zu verneinen sei, sondern nur bei ärztlich ausgewiesenen psychischen Beschwerden, welche nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als direkte Folge auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Auch im von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort vorgebrachten Urteil des Bundesgericht s 8C_727/2021 vom 21. April 2022 geht es um depressive Symptome nach einer durchgemachten FSME (E. 3.1.1 ), ohne das s noch relevante kognitive Defizite vorgelegen hätten (E. 3.1.4). F ür die Beurteilung, ob hinsichtlich der noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers und de n im Sommer 2019 erlittenen Zeckenstich en noch ein Kausalzusammenhang besteht, ist damit eine fundierte medizinische Grundlage unabdingbar. Dabei werden auch hinsichtlich des Fatigue-Syndroms allfällige andere Krankheitsbilder auszuschliessen und bei Hinweisen auf eine psychische Überlagerung eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen sein, wie dies auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. I.___ festhielt (vorstehend E. 3. 11 ). Offen blieb auch die Frage, in welchem Zusammenhang die im MRI des Schädels vom 1 3. September 20 19 (Urk. 12/165/2) sichtbaren strukturellen Veränderung en, welche im Folge-MRI vom 30. September 2020 (Urk. 12/165/1) nicht mehr erkennbar waren, zu den persistierenden neuropsychologischen Einschränkungen des Beschwerdeführers stehen.

F ür die Beurteilung, ob hinsichtlich der noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers und de n im Sommer 2019 erlittenen Zeckenstich en noch ein Kausalzusammenhang besteht, ist damit eine fundierte medizinische Grundlage unabdingbar. Dabei werden auch hinsichtlich des Fatigue-Syndroms allfällige andere Krankheitsbilder auszuschliessen und bei Hinweisen auf eine psychische Überlagerung eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen sein, wie dies auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. I.___ festhielt (vorstehend E. 3. 11 ). Offen blieb auch die Frage, in welchem Zusammenhang die im MRI des Schädels vom 1 3. September 20 19 (Urk. 12/165/2) sichtbaren strukturellen Veränderung en, welche im Folge-MRI vom 30. September 2020 (Urk. 12/165/1) nicht mehr erkennbar waren, zu den persistierenden neuropsychologischen Einschränkungen des Beschwerdeführers stehen. Vorliegend kann auch nicht einfach auf die im Rahmen der Kritik am Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ erfolgte n Einschätzung en zur Kausalität d urch die behandelnden Fachpersonen Dipl.-Psych. G.___ (vorstehend E. 3.13), Dipl. Ärztin A.___ (vorstehend E. 3.14) sowie Dr. L.___ (vorstehend E. 3.15) abgestellt werden, zumal das Gericht bei der Beweiswürdigung praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen ( BGE 135 V 465 E. 4.5).

Vorliegend kann auch nicht einfach auf die im Rahmen der Kritik am Gutachten der MEDAS Neurologie E.___ erfolgte n Einschätzung en zur Kausalität d urch die behandelnden Fachpersonen Dipl.-Psych. G.___ (vorstehend E. 3.13), Dipl. Ärztin A.___ (vorstehend E. 3.14) sowie Dr. L.___ (vorstehend E. 3.15) abgestellt werden, zumal das Gericht bei der Beweiswürdigung praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen ( BGE 135 V 465 E. 4.5). Daran, dass sich vorliegend der medizinische Sachverhalt nicht schlüssig beurteilen lässt, würde auch der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug der IV-Akten (Urk. 14 S. 2) nichts ändern. So lässt sich dem Feststellungsblatt (Urk. 15/9) nicht entnehmen, dass eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung erfolgt wäre, und wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte (vorstehend E. 2.5), gilt es hier auch Aspekte der Kausalität zu beurteilen, welche im Rahmen einer Beurteilung für die Invalidenversicherung nicht relevant sind. Die Ausführungen von RAD-Ärztin Dr. K.___ in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vorstehend E. 3.12) erweisen sich für das vorliegende Verfahren im Hinblick auf die zu klärenden Fragen als zu wenig detailliert, als dass darauf abgestellt werden könnte.

Daran, dass sich vorliegend der medizinische Sachverhalt nicht schlüssig beurteilen lässt, würde auch der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug der IV-Akten (Urk. 14 S. 2) nichts ändern. So lässt sich dem Feststellungsblatt (Urk. 15/9) nicht entnehmen, dass eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung erfolgt wäre, und wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte (vorstehend E. 2.5), gilt es hier auch Aspekte der Kausalität zu beurteilen, welche im Rahmen einer Beurteilung für die Invalidenversicherung nicht relevant sind. Die Ausführungen von RAD-Ärztin Dr. K.___ in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2021 (vorstehend E. 3.12) erweisen sich für das vorliegende Verfahren im Hinblick auf die zu klärenden Fragen als zu wenig detailliert, als dass darauf abgestellt werden könnte. 4. 6 Aufgrund des Gesagten lässt sich zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 1. Mai 2021 weder das tatsächlich vorhandene Ausmass der Beschwerden noch deren Kausalität zum Unfallereignis vom Juli 2019 beurteilen. Der Sachverhalt erweist sich damit als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochte ne Einspracheentscheid (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur fundierten medizi nischen Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach Einholung eines e xternen Gutachtens neu über den Leistungs anspruch de s Beschwerdeführers verfüge.

4. 6 Aufgrund des Gesagten lässt sich zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 1. Mai 2021 weder das tatsächlich vorhandene Ausmass der Beschwerden noch deren Kausalität zum Unfallereignis vom Juli 2019 beurteilen. Der Sachverhalt erweist sich damit als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochte ne Einspracheentscheid (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur fundierten medizi nischen Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach Einholung eines e xternen Gutachtens neu über den Leistungs anspruch de s Beschwerdeführers verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Dem Beschwerdeführer steht ausgangsgemäss eine Prozesse nt schädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG), welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Ent sprechend ist ihm eine Prozessentschädigung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) auszurichten.

5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Dem Beschwerdeführer steht ausgangsgemäss eine Prozesse nt schädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG), welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Ent sprechend ist ihm eine Prozessentschädigung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) auszurichten. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 2. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 2. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 3’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler

Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler - Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensSchucan