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Am 19. März hat Tepco bestätigt, dass sich im Druckbehälter des Reaktors 1 kaum mehr Brennstoffe befinden. Der Betreiber des AKW Fukushima I hat mit Hilfe von Myon das Inneren des Reaktors 1 untersuchen lassen und festgestellt, dass die geschmolzenen Brennstoffe fast alles auf den Boden des Reaktorbehälters gefallen waren. Ob sie den Betonboden auch geschmolzen haben ist noch unklar.
Am nächsten Tag hat die Universität Nagoya das Ergebnis von einer Untersuchung vom Reaktor 2, bei der ebenfalls mit Myon den inneren Raum durchgeleuchtet wurde, veröffentlicht. Die Menge der Brennstoffe in dem Reaktor 2 ist auch weniger, als es sein sollte, somit wurde hier auch eine Kernschmelze bestätigt.
Inzwischen wurde gemäss Tokyo Zeitung auch die Menge des radioaktiven Cäsiums, das ins Meer gelangt ist, offen gelegt. Nach Tepco‘s Berechnung beläuft es sich seit April 2014 auf 742 Milliarden Bq. Das ist dreimal mehr als jährlicher Zielwert (220 Milliarden Bq), den Tepco selbst festgelegt hat.
Die Tokyo Zeitung berichtet weiter, dass Tepco angesichts des unkontrollierbaren kontaminierten Wassers rund 70 Milliarden Yen (ca. 560 Millionen Franken) zum Fenster hinausgeworfen haben. Die Betreiberfirma hat zum Beispiel vom französischen Industrie-Konzern Areva eine Dekontaminationsanlage für rund 32 Milliarden Yen gekauft, die im Juni 2011 in Betrieb genommen wurde. Sie wurde jedoch nach drei Monaten wieder abgeschaltet, weil sie nicht richtig funktioniert hat.