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Das Hause Habsburg stellte Anspruch auf das ganze Mittelland. Schon 1295 schloss Solothurn deshalb ein Bündnis mit der mächtigeren Nachbarstadt Bern. Nach seiner Niederlage am Morgarten plante Erzherzog Leopold von Österreich einen Rachefeldzug, der über Solothurn und Bern die Waldstätte von Westen her angreifen sollte. Den Anfang bildete im Herbst 1318 die sechswöchige Belagerung von Solothurn, die jedoch erfolglos abgebrochen wurde. Dieser Erfolg dürfte durch einen Kompromiss zustande gekommen sein, betrieb Solothurn in den nächsten Jahren doch eine recht wechselvolle Politik, teils für, teils gegen Österreich.
1382 unternahm das Haus Habsburg durch den Grafen von Neu-Kiburg einen letzten Versuch, Solothurn zu unterwerfen. Der Bauer Hans Roth von Rumisberg vereitelte jedoch den nächtlichen Anschlag auf die Stadt.
Um 1430 konnte sich Solothurn als wirklich frei betrachten und führte denn auch bis zum Dreissigjährigen Krieg mit Stolz den Namen "freie Reichsstadt" und im Wappen den Reichsadler.