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Unidos da Tijuca hat für einen wahren Augenschmaus an der 2. Paradennacht 2022 auf der Samba-Avenida in Rio gesorgt. Erzählt hat sie die Legende des Guaraná, der Frucht aus dem Amazonas-Regenwald, aus der energetische Getränke hergestellt werden.
Erzählt wird die Legende vom Volk der Sateré-Mawé, dem indigenen Volk, das die Frucht der Rankpflanze kultiviert hat und auf das die Gewinnung des Getränkes zurückgeht.
Unidos da Tijuca hat damit nicht nur Religion und Kultur der Sateré-Mawé auf eindrucksvolle Weise vorgeführt, sondern ebenso die Wächter der Wälder und damit alle indigenen Völker Brasiliens geehrt.
Schon die Frontkommission hat überrascht. Aus dem Wagen tauchte plötzlich eine riesige Schlange auf, biss die Indianerin, die daraufhin schwanger wurde und den Jungen Kahu’ê geboren hat. Mit ihm wird ebenso das Volk Sateré-Mawé geboren.
Aufgewartet hat die Sambaschule ebenso mit imposanten Allegorien, wie der die das Paradies mit Jaguars, Schildkröte und Kaiman in Gelb-Blau dargestellt hat. Die beiden Farben standen dabei für die Dualität, Tag und Nacht, Sonne und Mond, Gut und Böse.
Aus den Tränen Kahu’ê werden schließlich die roten Guaraná-Früchte, die Augen gleichen, wenn sie reif sind. Auch die Bedrohung des Regenwaldes wurde dargestellt, in Form der Schlange Yurupari, die in der indigenen Mythologie für das Böse steht. Das Ende der Parade bildete jedoch die Wiedererstehung des Waldes und damit die Hoffnung.
Unidos da Tijuca und dem Karnevalesken Jack Vasconcelos ist mit ihrer Darbietung ein Meisterwerk gelungen.