Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/1933

Wenn Sie zu Wassereinlagerungen neigen, sollten Sie sich vor Stress in Acht nehmen, denn dieser kann sie schnell verschlimmern! Beide sind mit einem hormonellen Ungleichgewicht verbunden und vertragen sich nicht gut.
Dass Stress einen Einfluss auf Ihr Problem hat – das übrigens vor allem Frauen betrifft – erstaunt mich nicht. In der prämenstruellen Phase und während der Perimenopause liegt der Grund für Wassereinlagerungen in einem hormonellen Ungleichgewicht: ein Östrogenüberschuss und eine unzureichende Produktion von Progesteron.
Stress wiederum erhöht die Ausschüttung der zwei Hormone Kortisol und Aldosteron in der Nebenniere, welche die Ausscheidung von Natrium in der Niere hemmen und diejenige des Gegenspielers Kalium beschleunigen. Dies erklärt auch, weshalb gewisse Menschen infolge von Behandlungen mit Kortikoiden (Kortison und -derivate) aufgeschwemmt aussehen.
Essgewohnheiten zur Begrenzung von Wassereinlagerungen
Trinken Sie genügend: mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit in Form von Wasser und harntreibenden Kräutertees (Birke, Brennnessel, Kleines Habichtskraut, Löwenzahn, Moor-Spierstaude usw.). Wenn Ihnen dies anfangs schwer fällt, können Sie die Flüssigkeitszufuhr langsam steigern, damit sich Ihr Körper daran gewöhnt.
Konsumieren Sie gleichzeitig weniger Salz (auch verstecktes in Käse, kaltem Fleisch, Beutelsuppen und -saucen, Fertiggerichten, Konserven usw.). Ersetzen Sie Kochsalz durch ein Salz mit Kaliumchlorid und bringen Sie das Aroma von Speisen durch Zugabe von reichlich Kräutern zur Geltung.
Achten Sie zudem auf eine grosszügige Versorgung mit Kalium: Die besten Quellen sind Früchte und Gemüse (frisch, roh oder kurz gekocht), Vollkorngetreide und -produkte (Brot, Teigwaren) sowie als Nahrungsergänzung Weizenkeime und Hefe.
In Phasen mit hohem Stresspegel empfehle ich Ihnen ein Vitamin-B6-Präparat (100 mg pro Tag) sowie eine Mischung aus basischen Salzen mit Kalium. Bei Stress steigt der Vitamin-B-Bedarf (u. a. von B6, das harntreibend wirkt), ebenso wie der Säuregehalt im Körper.