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Für das Jugendorchester Freiburg beginnt am Sonntag die Saison 2015/2016. Théophanis Kapsopoulos, der Gründer und Leiter der Streicherformation, hat für die 45. Spielzeit ein Programm aus acht Konzerten zusammengestellt, dessen roter Faden der grosse Wolfgang Amadeus Mozart ist (siehe FN vom 5. Oktober).
Beim Auftaktkonzert gelangen drei Opern-Ouvertüren Mozarts zur Aufführung: jene von «Idomeneo», «La Clemenza di Tito» und der «Zauberflöte». Dazwischen gibt es Ausflüge ins späte 19. und ins frühe 20. Jahrhundert: mit Max Bruchs Cellostück «Kol Nidrei» und mit Arthur Honeggers Cellokonzert. Cellosolist ist dabei der 29-jährige Deutsche Maximilian Hornung.
Die Choroper «Idomeneo» wurde 1781 in München uraufgeführt und handelt vom kretischen König Idomeneus, der nach seiner Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. Zehn Jahre nach «Idomeneo» fand in Prag die Uraufführung von «La Clemenza di Tito» statt, einer Oper in zwei Akten um die Grossmut des römischen Kaisers Titus. Beide Ouvertüren sind lebhafte, kurze Allegros. Ebenfalls 1791 kam in Wien die «Zauberflöte» erstmals auf die Bühne. Die berühmte Ouvertüre hatte Mozart erst ganz zum Schluss geschrieben, nachdem er die Arbeit an der «Zauberflöte» vorübergehend unterbrochen hatte–um «La Clemenza di Tito» zu beenden.
Das kurze Stück «Kol Nidrei» schrieb Max Bruch 1880 für die jüdische Gemeinschaft von Liverpool. Der deutsche Komponist liess sich dabei von Traditionen der jüdischen Musik leiten. Arthur Honeggers Cellokonzert von 1929, das nur selten aufgeführt wird, sei «eine Viertelstunde puren Glücks», schreibt das Jugendorchester. Solist Maximilian Hornung könne damit die ganze Bandbreite seines Instruments ausloten und sein Talent unter Beweis stellen.
Aula Magna,Universität Miséricorde, Freiburg. So., 25. Oktober, 17 Uhr.