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Dettaglio
MAISSEN, Alfons
Cronologia
1930-1980c
Quantità, volume o dimensione
251 Magnetbänder, 109 Pilaphon-Platten
Soggetto produttore
MAISSEN, Alfons
Nota biografica
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D48697.php
Ambiti e contenuto
Sammlung von rätoromanischen Volksliedern. Die Lieder sind zwischen den 1930er und 1960er-Jahre in ganz Graubünden aufgenommen worden.; Zum Nachlass Alfons Maissens gehört eine alle Idiome umfassende Sammlung von rund 1'500 rätoromanischen Volksliedern. Die Lieder sind zwischen den 1930er und 1960er-Jahre in ganz Graubünden aufgenommen worden. Das frühe Material befindet sich auf 100 Gelatine-Platten, die späteren Aufnahmen auf 138 Tonbändern. Ergänzend dazu stellte Maissen Notenblätter zusammen und verfasste erläuternde Texte. Der Nachlass Maissen umfasst im Wesentlichen folgende vier Bestände: 1) Sammlung Hanns In der Gand, der ab 1931 im Auftrag der SGV in der Surselva forschte und Aufnahmen machte. Es liegen zwanzig eingeschriebene Briefe mit Bündeln von Notenblättern vor, die In der Gand jeweils nach Basel verschickt hatte. Seine Aufnahmemethodik kann im ersten Band der Rätoromanischen Volkslieder (S. LXIII) nachgelesen werden; 2) Sammlung Tumasch Dolf, Sammler von romanischen Volksliedern. Kernstück sind handschriftlich verfasste Notenblätter zu rund 1'000 Liedern. Dolf begann seine Sammeltätigkeit 1913 im Auftrag des in Fribourg tätigen Universitätsprofessoren Caspar Decurtins und führte sie später im Auftrag der SGV weiter. Dolf beschreibt seine Arbeit im ersten Band der Rätoromanischen Volkslieder (S. LXX); 3) Aufnahmen von Gian Gianett Cloetta aus Bergün und aus zwei Engadiner Ortschaften. Die rund 300 Lieder beinhaltende Sammlung entstand ursprünglich aus eigenem Antrieb, wurde mit der Zeit dann von der SGV aktiv unterstützt und gefördert; 4) Sammlung Alfons Maissen, die im Rahmen des SGV-Mandats zwischen 1938 und 1944 entstand. Die ersten Aufnahmen wurden auf 100 doppelseitig bespielten Zelluloid-Platten festgehalten, dann erfolgte der Wechsel auf Magnetbänder, von denen 138 Stück vorliegen. Die Volksliedsammlung aus dem Nachlass Maissen zeichnet sich insgesamt durch eine ausserordentlich grosse Vielfalt aus. Zahlreich sind Liebeslieder, Kinderlieder und Wiegenlieder. Aber auch andere Gattungen wie Soldatenlieder, Scherzlieder (heitere Lieder für die Jugendlichen), Burschenlieder für die Knabenschaften (die in der Surselva verbreiteten Cumpignia da mats), Tanzlieder oder brauchtümliches Liedgut wie Nachtwächterrufe, Fasnachtslieder, Dreikönigslieder, u.a. sind präsent. Dazu kommen geistliche Lieder. Jedes Lied bildet in sich eine Einheit. Balladenartige Lieder enthalten oft viele Strophen (nicht selten 15 und mehr) mit Erzählcharakter. Interessant sind die typisch alpenländischen Melodiebildungen: Dreiklangsmelodik und einfache Stufenmelodik, aber auch melodische Modulationsfloskeln, einfache Sprachrhythmen und komplexere Rhythmusfiguren (z.B. bei Tanzliedern). In den Liederbüchern wie Juhè, Il Grisch, Da cumpignia und in den Schulbüchern sind noch einige wenige dieser Lieder zu finden. Die meisten aber sind seither verloren gegangen. Man bedenke, dass die Tonaufnahmen der 1930er-Jahre zum Teil von 70-jährigen Sängerinnen und Sängern stammten, die ihre Lieder mitunter noch im 19. Jahrhundert erlernt hatten. Das einstimmige, einfache Gesellschaftslied wurde in der Folge von den vierstimmigen Liedsätzen für gemischte Chöre und Männerchöre verdrängt. Eine analoge Entwicklung vollzog sich im Bereich des geistlichen Volkslieds.
Condizioni di riproduzione
Die Aufführungs- und Reproduktionsrechte an sämtlichen Tonmaterialien respektive Audiodateien liegen bei der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde, Basel.
Lingua della registrazione
Romancio
Strumenti di ricerca
Das während Jahrzehnten erhobene und gesammelte Tonmaterial blieb zu Lebzeiten Maissens unveröffentlicht. In einem Projekt des Instituts für Kulturforschung Graubünden ikg, das von 2006 bis 2009 lief, bereitete der Churer Kantonsschullehrer und Musiker Iso Albin den gesamten Nachlassbestand an Liedaufnahmen sachgerecht auf. Er legte eine Datenbank an, in der die Gesangsaufnahmen mit den entsprechenden handschriftlichen Notenblättern sowie mit weiterführenden Informationen zu Form, Funktion, Verbreitung und Entstehungskontext verknüpft werden konnten. Das Projekt wurde von der Kulturförderung Graubünden, vom Dicziunari Rumantsch Grischun (DRG) und vom Legat Anton Cadonau unterstützt.
Pubblicazioni
Iso Albin et al.: Die Sammlung Maissen. Chur, Glarus: Somedia Buchverlag, 2014