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Wer war Pilates?
Joseph Hubert Pilates wird 1883 in Mönchengladbach (D) geboren. Er leidet bereits als Kind unter Asthma, Rachitis und rheumatischem Fieber. Sein Gesundheitszustand aber auch seine Freude an Bewegung führen schon früh zu einem besonderen Körperbewusstsein. Er beginnt in jungen Jahren seinen Körper zu kräftigen und beschäftigt sich mit der “Bewegungslehre”.
1912 geht er nach England und arbeitet dort als Boxer und Selbstverteidigungstrainer. 1914 wird er als Deutscher in England interniert. In dieser Gefangenschaft arbeitet er als Krankenpfleger und entwickelt dort seine späteren Studiogeräte, indem er mithilfe von Bettfedern versucht die Verletzten zu kräftigen. Joseph Pilates entwickelt früh eine funktionelle Vorstellung von Rehabilitationsprozessen. Er lässt Menschen mit Verletzungen an einem Körperteil, durchaus den restlichen Körper trainieren und führt damit eine schnellere Genesung herbei. Nach Kriegsende kommt Pilates nach Deutschland zurück und lässt sich vom Tanz und unterschiedlichen Trainingsformen wie Yoga und verschiedenen Kampfsportarten inspirieren. 1926 emigriert Joseph Pilates in die USA und lernt auf der Überfahrt seine spätere Frau Clara kennen. Die Erfahrung seiner Frau als Krankenschwester führt zu einer sanfteren und rehabilitativ ausgerichteten Weiterentwicklung seines Konzeptes. Sie eröffnen in New York ein Studio im selben Gebäude wie das New York City Ballett. Er nennt seine Methode Contrology und trainiert Tänzer, Schauspieler und interessierte Klienten. Joseph Pilates stirbt 1967, im Alter von 84 Jahren an einer Lungenunterfunktion. Bis an sein Lebensende trainiert er seine Schüler und sich selbst. Die Genialität seines Konzeptes führte letztlich dazu, dass das Pilates Training heute ein wichtiger Bestandteil im Gesundheits- und Fitnessbereich geworden ist.
Fazit / Zitat
“Nach 10 Trainingsstunden spürst Du den Unterschied, nach 20 siehst Du ihn und nach 30 hast Du einen völlig neuen Körper”.
Joseph Pilates
Was genau umfasst “Pilates”?
Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining. Die in der Körpermitte liegende Muskulatur des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt angesprochen. Die Übungen werden ruhig, fließend, präzise und sehr konzentriert ausgeführt. Dabei wird Atemtechnik, Kraftübungen und Stretching in harmonisch fliessenden Bewegungen kombiniert. Die Stabilität von Becken und Schultern werden gezielt angesprochen. Bei regelmäßigem Training erhält man einen geschmeidigeren Körper, eine gute Haltung und eine neue Körperwahrnehmung. Verletzungen werden vermieden, das Allgemeinbefinden verbessert sich.