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Inhalt
Anlass für die Restaurierung
Das Gemälde musste wegen aufstehenden Farbschollen, Ablösungen bis hin zu Farbschichtverlusten in regelmässigen Abständen in das Restaurierungsatelier des Kunsthauses Zürich genommen werden.
Die Heizperiode im Winter 2002/2003, bei der in Folge der Bauarbeiten über einen langen Zeitraum die Luftbefeuchtung ausfiel, führte zur Schrumpfung der Leinwand und hat damit zu verheerenden Farbschichtablösungen beigetragen. Dabei bewirkten Veränderungen der Temperatur und der relativen Luftfeuchte eine Dehnung beziehungsweise eine Schrumpfung des Gewebes. Die Malschicht war Bewegungen ausgesetzt, die bei einem grossformatigen Werk, wie dem vorliegenden Gemälde, zu Abhebungen der Malschicht führten.
Problematik
Trotz früher Festigungsmassnahmen war es erneut zu
Ablösungen der Farbschicht vom Bildträger gekommen.
Besonders die gelben und die orangefarbenen Bereiche waren
davon betroffen. Dieses Phänomen und weitere maltechnische Besonderheiten am Gemälde von Robert Delaunay gaben während der Restaurierung Anlass, Proben dieser Farbschichten am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich untersuchen zu lassen. Durch die Analysen erhofften wir uns Aufschluss über Bindemittel und farbgebende Pigmente. Das Wissen um die Experimentierfreude von Robert Delaunay bei der Wahl seiner Materialien, vor allem seit den 1930er Jahren, verstärkte unser Interesse an den Ergebnissen.
Frühere Restaurierungen
Das Gemälde wurde bereits 1979, 1989 und 1991 restauriert.
Im Jahresbericht 1979 vom Kunsthaus Zürich findet sich ein Bericht zur Restaurierung und Konservierung des Gemäldes. Demnach waren schon bei früheren Restaurierungsarbeiten gefährdete Stellen mit Wachs gefestigt und eine dicke Firnisschicht aufgetragen worden. Das Wachs und die «hässlich, speckige Firnisschicht» wurden 1979 im Restaurierungsatelier des Kunsthauses reduziert und aufstehende Schollen mit BEVA 371, einem thermoplastischen Wachs-Harz-Klebstoff, gefestigt. Einige Fehlstellen mussten gekittet und retuschiert werden. Die gelben, orangefarbenen und roten Farbpartien waren bereits zu diesem Zeitpunkt nachgedunkelt. 1989 und 1991 mussten aufstehende Farbschollen erneut mit BEVA 371 fixiert werden.