Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03589.jsonl.gz/126

Marktbeobachter erklärten den Preisrückgang mit Spekulationen über die künftige Förderpolitik der in der Opec+ zusammengefassten Ölstaaten. In dem Verbund sind Mitgliedsländer der Opec vertreten und andere Förderstaaten wie Russland. Am Markt kursierten unbestätigte Meldungen, wonach grosse russische Ölkonzerne im kommenden Monat wieder einen Anstieg der Ölproduktion vorbereiten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete über entsprechende Pläne und berief sich auf zwei namentlich nicht genannte Quellen aus der russischen Ölindustrie.
Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies darüber hinaus auf die jüngste Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA). Demnach soll es in der zweiten Jahreshälfte einen massiven Anstieg der Nachfrage nach Rohöl aus der Opec geben. "Der Ölmarkt steuert also auf ein klares Angebotsdefizit zu", sagte Weinberg. Der Commerzbank-Experte geht davon aus, dass die OPEC+ auf einem für Mittwoch angesetzten Treffen des technischen Komitees JMMC eine Rücknahme der Produktionskürzungen ab August um zwei Millionen Barrel pro Tag beschliessen dürfte./jkr/bgf/jha/
(AWP)