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Die Märkte würden das Risiko unterschätzen, dem die Weltwirtschaft durch das Coronavirus ausgesetzt ist: «Es wird eine ganze Reihe von Auswirkungen geben, die über das erste Quartal hinausgehen». Dies sagte UBS-Präsident Axel Weber in einem «Bloomberg»-Interview am Rande des G-20-Gipfels in Riad. Entsprechend müssten die Behörden Massnahmen prüfen – beispielsweise den Unternehmen gewisse Steuererleichterungen bieten oder Nofallfinanzierungen gewähren.
Seinen Schätzungen zufolge wird das globale Wachstum durch die Krankheit massiv beeinflusst: Es könnte von 3,5 Prozent auf 0,5 Prozent sinken. Auch werde China im ersten Quartal ein negatives Wachstum verzeichnen. Den Angaben zufolge war dies zuletzt 1990 der Fall.
Allerdings: Laut dem UBS-Präsidenten haben chinesische Zentralbank und auch andere Notenbanken in Asien einen Handlungsspielraum, der über die blosse Anpassung der Zinssätze hinausgeht. «Sie führen ein ziemlich strenges Kontrollsystem der Investitionsquoten. Und sie könnten dieses vorübergehend liberalisieren und versuchen, Investitionen in Gang zu bringen», sagte Weber.
Er fügte hinzu, dass der Handlungsspielraum mit dem Vorbehalt verbunden sei, innovative Massnahmen einzusetzen – sowie fähig zu sein, ein höheres Risiko in der expansiven Geldpolitik zu übernehmen.
(ccr)