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Die 'SonntagsZeitung' wärmte gestern eine alte Geschichte um Swisscom wieder auf. Es geht um eine Untersuchung der Wettbewerbskommission (Weko), die bereits im Oktober 2005 eröffnet worden ist
. Swisscom soll anderen Providern im Rahmen der Wholesale-Services zu hohe Preise für die ADSL-Dienste verrechnet haben. Swisscom wird vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und dem eigenen Tochterunternehmen Bluewin tiefere Preise verrechnet zu haben als der Konkurrenz.
Der stellvertretende Direktor der Weko, Patrik Ducrey, sagte gegenüber der 'SonntagsZeitung', am Ende der Untersuchung könne eine "Busse resultieren". Gegenüber inside-it.ch sagt Ducrey, die Zeitung habe einfach nachgefragt, welche Verfahren noch offen seien – und voilà. Neue Informationen zu diesem Verfahren gibt es nicht. Die Weko kann auch noch nicht abschätzen, wie hoch eine allfällige Busse sein könnte.
Gegen Swisscom laufen zudem weitere Verfahren. Eines betrifft Rabattschemen bei den Wholesale-Preisen, die Bluewin bevorteilt haben sollen. Laut der 'SonntagsZeitung' dürfte dieses Verfahren eingestellt werden.
Aufhänger der 'SZ'-Geschichte ist die Busse der Weko von vergangenem Februar
. Swisscom Mobile soll 333 Millionen Franken zahlen, weil vom 1. April 2004 bis Ende Mai 2005 die Terminierungsgebühren für die Konkurrenten anscheinend zu hoch waren und das Unternehmen gegen das Kartellgesetz verstossen habe. Swisscom will die Verfügung vor dem Bundesverwaltungsgericht bzw. in letzter Instanz vor Bundesgericht anfechten. (Maurizio Minetti)