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Um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit sicherzustellen haben Klimaschutzprojekte verschiedene Standards und Zertifizierungen. Die gängigen Standards im Markt für freiwillige CO2-Kompensation sind folgende:
Der Clean Development Mechanism (CDM) oder auf Deutsch Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung wurde im Rahmen des Kyoto-Protokolls beschlossen. Im Rahmen dieses Mechanismus können Entwicklungsländer Massnahmen zur CO2-Emissionsminderung umsetzen und diese Einsparung zertifizieren. Die daraus resultierenden Zertifikate (Certified Emission Reductions, CERs) können in Industrieländern angerechnet werden. Auch Unternehmen und Privatpersonen können die zertifizierten Emissionsreduktionsgutschriften (Certified Emission Reductions, CERs) erwerben.
VCS, Verified Carbon Standard, Verra oder VCS ist der weltweit am meisten verwendete Standard zur freiwilligen CO2-Kompensation. VCS bestitzt daher eine grosse Marktrelevanz, besonders im Bereich Vermeidung von Entwaldung.
Emissionsminderungsprojekte aus 15 Projekttypen, unter anderem erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Aufforstung und Wiederaufforstung und Landwirtschaft, Industrie und Transport und sonstiges
Plan Vivo wurde 1994 in Chiapas in Mexiko gegründet, um die Situation der lokalen Bevölkerung im ländlichen Mexiko durch gemeinschaftliche Land- und Forstwirtschaft zu verbessern. An Plan Vivo Projekten haben sich Zehntausende von Kleinbauern beteiligt und unterstützen Dorfgemeinschaften ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, das Klima und Ökosysteme zu schützen. Bis März 2017 wurden im Rahmen diverser Projekte unter anderem über 138'000 Hektare Wald geschaffen und erhalten.
Wiederherstellung und Rehabilitation von Ökosystemen, Prävention von Ökosystem- Umwandlung, verbessertes Flächenmanagement
Der Goldstandard wurde vom WWF und weiteren Umweltverbänden (Heli International und SouthSouthNorth) in 2003 gegründet. Zu den Umweltaspekten kennzeichnet der Goldstandard zusätzliche soziale Ziele der UN zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen aus. Er gilt weltweit als strengster Zertifizierungsstandard da neben der Zusätzlichkeit der Klimaschutzprojekte zahlreiche weiter Kriterien erfüllt werden, die eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern sicherstellen soll. Der Goldstandard zertifiziert sowohl Klimaschutzprojekte auf Verpflichtungsmärkten wie auch solche für freiwillige Märkte.
Projekttypen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Aufforstung/Wiederaufforstung, klimaschonende Landwirtschaft, verbesserte Waldwirtschaft
Climate Action Reserve (CAR): Die Climate Action Reserve ist eine gemeinnützige Organisation in den USA, die Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen überprüft und zertifiziert. Sie verwendet verschiedene Protokolle, um die Emissionsminderungen zu verifizieren.
ISO 14064: Die ISO 14064 ist ein internationaler Standard für das Management von Treibhausgasemissionen. Sie umfasst die Messung, Überwachung und Verifizierung von Emissionen sowie die Erstellung von Inventaren und die Berichterstattung.
Der Climate, Community and Biodiversity Standard ist ein viel genutzter Zusatzstandard im freiwilligen Markt Hierbei untersucht der Zusatzstandard den Gesamtnutzen eines Projektes über die reinen Emissionsreduktionen hinaus mit speziellem Fokus auf den Erhalt der Artenvielfalt und die sozialen Auswirkungen in der Projektregion. Dieser Zusatzstandard findet vor allem bei Forst- und Landwirtschaftsprojekten seine Anwendung. Climate, Community and Biodiversity Standard kann nur in Kombination mit einem Standard, in der Regel VCS, Anwendung finden bzw. kann einem Zertifikat/Projekt hinzugefügt werden.
Auch der Social Carbon Standard ist ein sogenannter Zusatzstandard, der mit gängigen Standards kombiniert werden kann. Er hat somit keine eigene Methodologie und kann nur in Kombination mit einem anderen Standard Anwendung finden. Social Carbon Standard überprüft den zusätzlichen Beitrag einer nachhaltigen Entwicklung in der Projektregion. In sechs Kriterien werden die Auswirkungen auf die Biodiversität, auf finanzielle und natürliche Ressourcen sowie soziale Nachhaltigkeit bewertet.
Standards stellen sicher, dass Klimaschutzprojekte tatsächlich zur Verringerung von Treibhausgasen beitragen und so einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Standards dienen dazu: