Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/1732

Cowboys & Aliens: Interview mit Harrison Ford
Wir trafen Indy, Han Solo und Col. Woodrow Dolarhyde und sprachen mit ihm über die guten alten Zeiten, seinen Pilotenschein und über einen möglichen fünften Indiana Jones.
"Wo ist mein Pferd?"
OutNow.CH (ON): Wieso wolltest du bei Cowboys & Aliens mitmachen?
Harrison Ford (HF): Das Skript hat mir gefallen, denn der Film ist etwas, was ich noch nie gemacht hatte. Weiter klang es sehr unterhaltsam.
ON: Was für einen Einfluss hatte die Genremischung Sci-Fi-Western auf deinen Entscheid, bei diesem Projekt mitzumachen?
HF: Nicht einen grossen, es war vor allem auch die Figur des Col. Woodrow Dolarhyde, welcher während des Filmes eine interessante emotionale Entwicklung durchmacht.
ON: Was hat dir bei den Dreharbeiten zu Cowboys and Aliens am meisten Spass gemacht?
HF: Es machte mir Freude, wieder einmal draussen in der Natur zu arbeiten.
ON: Du besitzt ja den Pilotenschein. Bist du während der Dreharbeiten, die fernab von den grossen Städten stattfanden, zum Set geflogen?
HF: Ich bestand sogar darauf, dass ich hinfliegen durfte. Mit meinem Helikopter brauchte ich nur 15 bis 20 Minuten für die Strecke, während man mit dem Auto 90 Minuten unterwegs war.
ON: Wann hast du entschieden, dass du fliegen möchtest?
HF: Ich fing damit während des Colleges an. Doch schon bald ging mir das Geld für die Fluglektionen aus, weshalb ich damit aufhören musste. Irgendwann gehörten mir dann mal Flugzeuge, und ich entschied, dass ich lieber im Cockpit sitzen wollte als auf den "hinteren" Plätzen.
ON: Was bedeutet für dich die Überreichung des Goldenen Ehrenleoparden am Locarno Film Festival für dein Lebenswerk?
HF: Ich weiss es zu schätzen, aber es bedeutet auch, dass ich alt werde.
ON: Gab es Zeiten in deiner Karriere, an denen du daran dachtest, das Filmbusiness hinter dir zu lassen?
HF: Ich liebe es allgemein, zu arbeiten, und vor allem liebe ich diese Arbeit, welche ich mache. Deshalb hatte ich nie solche Gedanken.
ON: Gibt es Unterschiede zwischen dem Hollywood von früher und dem von heute?
HF: Ich bin glücklich, dass ich meine Karriere starten konnte, als die Branche auf der Höhe ihres Schaffens war. Damals gingen die Leute viel mehr ins Kino, und ich konnte mit tollen Regisseuren und Schauspielern zusammenarbeiten. Heute schaust du Filme vor allem zu Hause. Der Branche geht es deshalb nicht mehr so gut wie früher.
ON: Kriegst du von deinen Kindern eigentlich Feedback zu deinen Filmen?
HF: Wir reden nicht viel darüber. Es ist einfach nur meine Arbeit, und damit hat es sich.
ON: Hast du einen Favoriten bei den alten Westernhelden?
HF: Ich schätze allgemein gute Arbeit. Diese Frage zu beantworten ist schwierig, denn ich schaue nicht viele Filme, bin kein fleissiger Kinogänger.
ON: Viele Leute sehen dich als ihr Idol und haben immer noch Bilder von dir an ihrer Wand. Hattest du das früher auch?
HF: Sowas in der Art nicht. Aber ich las viele Biografien, und derjenige, der mich am meisten beindruckt, ist Abraham Lincoln. Meine Helden waren nie Filmhelden.
ON: Was sind deine Zukunftspläne?
HF: Ich möchte sehr gerne weiterarbeiten. Genaue Pläne habe ich jedoch nicht.
ON: Würdest du gerne mehr Bösewichte spielen?
HF: Nicht unbedingt Bösewichte, aber mehr Charakterrollen. Wenn du den Leading man gibst, dann hast du eine gewisse Last auf dir, weil du das ganze Publikum auf deiner Seite haben und allen sympathisch sein musst.
ON: Wie sieht es mit einem fünften Indiana Jones aus?
HF: Wenn das Drehbuch stimmt, wäre ich froh, dabei zu sein. Aber das liegt nicht in meinen Händen. Das ist George Lucas? Aufgabe.
Cowboys & Aliens startet am 25. August in den Schweizer Kinos.
Quelle: OutNow.CH
Artikel zum Thema
Links zum Thema:
Kommentare zum Artikel
Kommentar schreiben
3 Kommentare
Die Antworten waren schon ziemlich lang... sie bestehen zwar nur aus einem Satz, den er aber jeweils so laaaaaaaangsam herunterleierte, dass es doch gefühlte 5 Minuten dauerte. :P
Er hat sich übrigens am Anfang noch entschuldigt, dass er starken Jetlag habe... obs wirklich nur daran lag weiss ich nicht.
Man kennt ihn ja als Grummli. Von dem her überraschts nicht, dass er keine langen Antworten gegeben hat...
Also das ist mit Abstand das langweiligste Interview von den Dreien... Scheint fast, als hätte der gute Harrison keine grosse Lust gehabt.