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Thayer engagierte sich seit 1991 in der Abtreibungsklinik. Die Bezahlung war gut und sie dachte, sie würde etwas bewirken und Frauen «helfen». In ihrem ersten Arbeitsmonat wurde sie zur Ausbildung in eine Einheit integriert. «Ich war wirklich nicht auf das vorbereitet, was ich sah und erlebte.»
Im Nachhinein fragt sie sich, warum sie nicht umgehend aufhörte, nachdem sie «die schrecklichen Praktiken der chirurgischen Abtreibung gesehen hatte». Stattdessen arbeitete sie weiterhin bei den Familienplanungsprogrammen in einer Einrichtung, die zu dieser Zeit selber keine Abtreibungen durchführte.
Wie ein Videospiel
Alles änderte sich 2007, als ihre Institution telemedizinische Abtreibungen anzubieten begann. Das Verfahren, auch bekannt als «Webcam-Abtreibung», beinhaltet, dass eine Frau Abtreibungspillen einnimmt, während der Arzt den Prozess über eine Webcam und nicht vor Ort leitet und überwacht.
«Nonmedizinisches Personal wie ich und meine Angestellten, die ich eingestellt hatte, würden transvaginale Ultraschalluntersuchungen durchführen.» Sie habe diese Praxis, dass nicht-medizinische Person einen invasiven Eingriff durchführen, sofort in Frage gestellt. «Ich fragte meinen Chef immer wieder, ob das überhaupt legal sei. Sie sagten nur: 'Wenn du atmest, kannst du es tun, und wenn du ein Videospiel spielen kannst, ist es so ähnlich wie das Steuern eines Joysticks.' Ich war wirklich besorgt darüber.»
Vom «Feind» aufgenommen
Nachdem sie eine unerwartete Tragödie erlebte, besuchte Sue Thayer nach einiger Suche das «Faith Bible Christian Outreach Center» in Storm Lake. Die Gemeinde kannte sie, immerhin protestierten die Besucher dieser Gemeinschaft manchmal vor ihrer Klinik. Als sie der Gemeindeleitung sagte, erlebte sie Unterstützung. «Ich war eine alleinerziehende Mutter mit fünf Kindern und befand mich wirklich in einer Not. Sie haben mich aufgenommen und mir wirklich das Leben gerettet.»
Sie wurde ermutigt, dass Gott sie versorgen werde – was auch geschah.
Ein Pro-Life-Programm aufgebaut
Thayer gründete das «Cornerstone For Life Pregnancy Resource Center» in Storm Lake. Das ist ein Krisen- und Schwangerschaftszentrum, das kostenlose Ultraschall- und Schwangerschaftstests anbietet und jungen, alleinerziehenden Müttern hilft, Arbeit, Transport und Unterkunft zu finden.
Im laufenden Monat Dezember wird sie offiziell als neue Leiterin der «Outreach for 40 Days for Life» arbeiten, einer nationalen Basisorganisation, die landesweite Kampagnen durchführt.
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