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in Berlin die Gebäude des zoologischen Gartens, die Bodenkreditaktienbank im Stil der Florentiner Paläste, die Mitteldeutsche
Kreditbank in ähnlichem Stil, die Villa von der Heydt, Villa Ravené und viele Privatgebäude außerhalb Berlins.
1) Leopold, Historienmaler, geb. zu Offenbach, wurde anfangs von
seinem Vater unterrichtet und kam dann in das Städelsche Institut zu Frankfurt a. M.,
wo ihn Jakob
Becker, Passavant, der Kupferstecher Eugen
Schäffer und von 1850 an Ed.
Steinle unterrichteten, unter denen besonders
der letztere auf die
Wahl und die Ausführung der Stoffe seines
Schülers großen Einfluß übte. Seinem viel versprechenden
Debüt, einer Scene aus der Geschichte der Ruth (1856), folgten eine Heimsuchung Mariä für eine Dorfkirche
in Baden und einige Bilder nach Erzählungen Brentanos («Chronika eines fahrenden
Schülers»).
Nachdem er 1858 Bayern und Tirol bereist hatte, beteiligte er sich mehrere Jahre lang an
Steinles Fresken im Treppenhaus des
Museums zu Köln. Von 1864 bis 1870 beschäftigten ihn vorzugsweise zwölf Zeichnungen zu Schillers «Glocke»,
die von der Akademie in Wien mit dem Preis gekrönt wurden, während er in der Zwischenzeit auch eine Reise in die Schweiz
machte, um Illustrationen zu Scheffels «Ekkehard» zu entwerfen. Unter seinen
übrigen Bildern erwähnen wir noch: einen weniger gelungenen Grafen von Habsburg und die für den
Baron
v. Erlanger und den
Baron v. Schack in München gemalten Bilder aus der Sage von der Geburt Karls d. Gr.
Neuerdings illustrierte er Shakespeares «Wintermärchen».
2) Wilhelm, Landschaftsmaler, geb. 1830 zu Hamburg, widmete sich anfangs der Lithographie,
ging 1855 nach Wien, wo er die Landschaftsmalerei ergriff, lebte dann acht Jahre in München und ließ
sich zuletzt in Düsseldorf nieder. Seine großenteils aus der Schweiz und den deutschen Hochgebirgen, aber auch aus Mittel-
und Norddeutschland entnommenen Landschaften sind vedutenartig aufgefaßt, ohne große Poesie, aber naturwahr und von ansprechendem
Kolorit; z. B. aus den letzten Jahren:
das Lauterbrunner Thal, Morgen
am Hintersee, die Rampenwand bei Rosenheim in Bayern, der Hundstod von der Gotzenalpe gesehen, Fernsicht ins bayrische Gebirge,
Mühle am
Bach etc.
1) Alfons, Genremaler, geb. zu München, besuchte die dortige
Akademie, wo er Arthur v. Ramberg und
Lindenschmit zu Lehrern hatte, sein Talent überaus rasch entwickelte
und durch eins seiner ersten Bilder: der Schäfflertanz in München zur Zeit der Pest, große Erwartungen erregte, die durch
die folgenden Bilder: das Pflegekind und die 1879 ausgestellte Caritas (Kostümbild aus dem Ende des 15. Jahrh.),
nicht getäuscht wurden.
2)
Friedrich, Schlachtenmaler, geb. zu München, widmete sich
zwar anfangs auf der dortigen Akademie der Malerei, bildete sich aber ohne Lehrer weiter. Seine ersten künstlerischen Versuche
waren
Genre- und Altarbilder, die nur mäßiges Glück hatten. Als er aber den deutsch-französischen Krieg als Offizier in
der bayrischen Armee mitmachte, wurde er dadurch auf das seinem Talent am meisten zusagende Feld nicht
nur des Soldatenlebens im allgemeinen, sondern der Schlachtenmalerei insbesondere geführt, worin er dadurch so Vorzügliches
leistet, daß er stets nach eigner, persönlicher Anschauung verfährt, so daß seine Bilder das volle Gepräge der Wahrheit
an sich tragen. Es sind teils Genrescenen und Episoden, z. B. die Schleichpatrouille
(1871), der Kampf in den
Straßen von Bazeilles bei Sedan, Bivouak bei Ingolsheim vor der Schlacht bei Wörth, teils größere
Kämpfe, z. B. die meisterhafte Schlacht bei Sedan (1873), die
in die Neue
Pinakothek zu München kam, und die wohl noch wahrheitsgetreuere, auch im Landschaftlichen und in der Beleuchtung
sehr gelobte Erstürmung der Höhen von Fröschweiler.
Julius, Landschaftsmaler, geb. zu Berlin, bezog 1863 die dortige
Akademie und war Schüler der Maler
SchützeundHerm.
Schnee. 1873 vertauschte er Berlin mit München, wo er sich namentlich
nach Ad.
Lier, dessen
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mehr
Stimmungsbilder ihm am meisten zusagten, und nach der Natur weiter bildete. Die Motive seiner Stimmungslandschaften entnimmt
er meistens den Hochgebirgen Oberbayerns und Tirols, z. B.: Gegend um Trafoi mit den Gletscherpartien
des Ortlers, aufziehendes Gewitter (Motiv vom Hochplateau der Jurakette) und 25 andre Hochalpenbilder der Ausstellung von 1879. Auch
aus dem Norden Deutschlands und von der Westküste Schleswigs (Insel Sylt) sowie aus seiner märkischen
Heimat brachte er sehr entsprechende Stimmungsbilder.