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Mit der Coronavirus-Pandemie, welche die Weltwirtschaft hart trifft, erhält das im Kuppelsaal des Bundeshauses angebrachte Motto des Bundes «unus pro omnibus omnes pro uno» (Einer für alle, alle für einen) nun seine volle Bedeutung. Während die Unternehmen aller Branchen durch die Massnahmen des Bundesrates drastische Umsatzeinbrüche verzeichnen, organisieren sich Kräfte, um rasch Lösungen zu finden.
Einige Banken lockern ihre Kriterien: Amortisation der von jedem KMU beantragten Kredite, Garantien für die Bereitstellung von Liquidität, Lockerung der Kriterien für das Risikomanagement, Aussetzung oder sogar Verschiebung der vertraglichen Amortisation usw.
Die Dachverbände bleiben auch nicht untätig: Nach dem Beispiel des «Centre patronal vaudois» oder der «Association romande des hôteliers» fordert die Mehrheit der Berufsverbände der Schweizer Wirtschaft und des Tourismus eine Aussetzung der Zahlung der direkten Bundessteuern und der Mehrwertsteuer-Vorauszahlungen sowie der Kantons- und Gemeindesteuern. Im Bereich der Kurzarbeit wird eine Ausgleichszahlung bei Kurzarbeit beantragt, wenn das Unternehmen seine Tätigkeit nicht normal ausüben kann, weil es behördlich angeordnete Schutzmassnahmen durchführt. Die Ausdehnung der Ausgleichszahlung bei Kurzarbeit auf Arbeitnehmer, die aufgrund der Schliessung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen zu Hause bleiben müssen, auf Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen und auf Zeitarbeitnehmer mit Kurzarbeitausgleichs-Zahlungen bis zum Ende des vereinbarten Arbeitsverhältnisses gehört ebenfalls zu den notwendigen Massnahmen; ebenso wie die Gelder der Hilfsfonds für Selbständige und Unternehmensleiter, die keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen besitzen, zu verwenden.
Gemäss einer Umfrage von HôtellerieSuisse vom 10. März 2020, deren Ergebnisse von den Professoren Scaglione und Schegg des Tourismusinstituts der HES-SO Wallis-Valais interpretiert wurden, beläuft sich der prognostizierte Umsatzverlust für die Monate Februar und März allein für die Schweizer Hotellerie auf 250 bis 450 Millionen Franken. Das Ausmass dieser wirtschaftlichen Auswirkungen gibt eine gute Vorstellung von der schwierigen Situation, in der sich das Hotelgewerbe befindet. Gemäss dem Zentrum für Wirtschaftsforschung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (KOF) zeichnen sich drei Szenarien ab: Das erste ist, dass die Schweizer Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2020 eine Rezession erlebt, sich dann aber langsam erholt. Im weichen Szenario wird der wirtschaftliche Schaden schneller abnehmen, im negativen Szenario wird er viel ausgeprägter sein.
Es zeigt sich nun, dass sich die Schweiz organisiert, um nicht wirtschaftlich einzubrechen; so funktionieren die Rädchen eines Systems, das sich angesichts einer Pandemie zu vereinen weiss. Es bleibt abzuwarten, wie lange und ob die vom Bundesrat getroffenen Massnahmen den Erwartungen der Wirtschaft gerecht werden!
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