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Keine Sanktionen gegen Djokovic
Novak Djokovic muss für seine schriftliche Äusserung zum Kosovo nach seiner Erstrunden-Partie am French Open keine Sanktionen befürchten.
Novak Djokovic muss für seine schriftliche Äusserung zum Kosovo nach seiner Erstrunden-Partie am French Open keine Sanktionen befürchten.
Der Internationale Tennisverband (ITF), der die Oberaufsicht über die Grand-Slam-Turniere hat, betonte am Mittwoch, dass «politische Äusserungen» von Spielern nicht verboten seien.
Nach seinem Dreisatz-Erfolg gegen Aleksandar Kovacevic am Montag hatte Djokovic die zur Tradition gewordene Unterschrift auf eine TV-Kamera zu einer Botschaft genützt. «Kosovo ist das Herz von Serbien. Stoppt die Gewalt!», hatte er auf die Linse geschrieben und damit eine Diskussion ausgelöst.
«In den Verhaltensregeln für die Grand Slams gibt es keinen Passus, der politische Äusserungen untersagt», teilte die ITF mit und bestätigte, einen Brief des kosovarischen Tennisverbandes erhalten und weitergeleitet zu haben. Er habe als Sohn eines im Kosovo geborenen Vaters einfach seine Unterstützung für die Serben im Kosovo ausdrücken wollte, hatte sich Djokovic verteidigt. Dort sind in den letzten Tagen bei Unruhen mehrere Menschen verletzt worden. «Ich bin kein Politiker und will keine Debatte auslösen», sagte der Serbe, der in Paris mit einem 23. Grand-Slam-Titel alleiniger Rekordhalter werden könnte. Am Mittwochabend spielte er seine 2. Runde gegen Marton Fucsovics.
In Frankreich gab es dennoch Kritik an Djokovic. Die französische Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra bezeichnete dessen Aktion als «nicht angemessen» und dass sich so etwas «nicht wiederholen» solle.