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Die Bank BSI zoffte sich mit ihrem ehemaligen Asienchef um ausstehende Bonuszahlungen. Der Streit vor einem Singapurer Gericht hat jetzt ein Ende gefunden.
Eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Tessiner Bank BSI und ihrem früheren Asienchef Hanspeter Brunner in Singapur wegen nicht ausbezahlter Boni ist offenbar beigelegt. Brunner habe seine Klage zurückgezogen, heisst es in einem Bericht der Nachrichtenagentur «Bloomberg». Einzelheiten der Einigung seien nicht veröffentlicht worden. Ein BSI-Sprecher wollte die Meldung am Freitag auf Anfrage zunächst nicht kommentieren.
In seiner am 4. Juli eingereichten Klage hatte Brunner geltend gemacht, dass die BSI Bonusvereinbarungen und die Trennungsvereinbarungen mit ihm nicht eingehalten habe. Dabei war es um mehrere 100'000 US-Dollar gegangen.
Rücktritt im März
Brunner war im März 2016 von seinem Posten als BSI-Asienchef zurückgetreten, nachdem die Vorwürfe wegen der Verwicklung der BSI Singapur in die Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB immer lauter geworden waren. Zudem wurden im südostasiatischen Stadtstaat Strafuntersuchungen gegen sechs ehemalige BSI-Banker eingeleitet, darunter auch gegen Brunner selbst.
Die BSI, die von der Konkurrentin EFG International übernommen wird, war Ende Mai wegen der Geschäfte mit der 1MDB von den Aufsichtsbehörden in der Schweiz und Singapur sanktioniert worden. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hatte die Auflösung der Bank verfügt und «unrechtmässig erzielte Gewinne» von 95 Millionen Franken eingezogen. In Singapur hatte die dortige Finanzmarktaufsicht MAS der BSI die Lizenz erzogen.
(sda/ise/ama)