Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0429.jsonl.gz/689

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00228 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 2 3. Mai 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Figi Fankhauser Rechtsanwälte Rennweg 10, 8022 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1963, verheiratet, jedoch getrennt lebend, und Mutter zweier erwachsener Söhne, absolvierte zusätzlich zur obligatorischen Schule die Wirtschaftsmittelschule und schloss diese mit einem Diplom ab. Da nach arbeitete sie mit längeren familienbedingten Unterbrüchen bei unter schiedlichen Arbeitgebern im kaufmännischen Bereich ( Urk. 7/32/2). Ab April 2015 war sie als Payroll Advisor für die Y.___ AG tätig, wobei dieses Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per Ende November 2017 gekündigt wurde ( vgl. Urk. 7/3, Urk. 7/6, Urk. 7/8 ). Mit dem Hinweis auf eine Depressions erkrankung meldete sich die Versicherte am 2 7. Juli 2017 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge Erkundigungen zur Erwerbs biografie ein ( Urk. 7/1, Urk. 7/5, Urk. 7/8, Urk. 7/28 f.) und nahm Berichte und Atteste der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/2, Urk. 7/14, Urk. 7/16-18, Urk. 7/25, Urk. 7/35 ) sowie die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu den Akten ( Urk. 7/9/1-14). Sodann prüfte die IV-Stelle die Gewährung von Massnahme n der Arbeitsvermittlung, kam indessen zum Schluss, dass solche nicht angezeigt seien (vgl. Urk. 7/ 31 f. ). Des Weiteren holte die IV-Stelle das interdisziplinäre Gut achten der Z.___ GmbH, Medizinische Abklärungsstelle A.___ (nachfolgend: MEDAS - A.___ ), vom 1 3. Januar 2020 ein ( Urk. 7/58). Am 4. Mai 2020 beantworteten die Experten zusätzliche Fragen ( Urk. 7/65). Mit Vorbescheid vom 1. Juli 2020 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie das Leistungsgesuch abzuweisen gedenke ( Urk. 7/70). Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob die Versicherte Einwände ( Urk. 7/71, Urk. 7/78). Mit Verfügung vom 4. März 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2 = Urk. 7/83). 2. Gegen die Verfügung vom 4. März 2021 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1 2. April 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr spätestens ab dem 1. April 2018 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales und umfassendes poly disziplinäres Obergutachten unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 in Auftrag zu geben ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Davon wurde der Beschwerdeführerin am 2 7. Mai 2021 Kenntnis gegeben ( Urk. 8 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihres Entscheides aus, die durch geführten Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der bisher ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor eingeschränkt sei. In dieser Tätigkeit bestehe laut dem eingeholten ärztlichen Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Da s betreffende Arbeitsverhältnis indessen bestehe zwischenzeitlich nicht mehr. In einer dem gesundheitlichen Zustand angepassten Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 %. Diese Beurteilung sei seitens des regionalen ärztlichen Dienstes ( RAD ) geteilt worden. Zu beachten sei, dass nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Nach dem stationären Klinikaufenthalt habe die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung nicht konsequent fortgesetzt. Es liege ein Ver meidungsverhalten vor und die Arbeitsfähigkeit werde vor allem durch soziale Belastungsfaktoren (Trennung vom Ehemann, Sorge und Ängste in Bezug auf die Ehe und die weitere persönliche Zukunft, erschwerte Kindheit) ausgelöst. Diese Faktoren rechtfertigten aus rechtlicher Sicht indessen keinen Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung. Nebst der konsequenten Fortführung der Psychotherapie werde empfohlen, die Schlafhygiene zu optimieren. Es sei wichtig, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln. Ferner sei eine Gewichtsreduktion an gezeigt. Die Beweiskraft des Gutachtens werde durch den Umstand, dass Rück fragen an die Gutachter gestellt worden seien, nicht beeinträchtigt. Der medizinisch relevante Sachverhalt sei hinreichend geklärt worden. Eine Ober begutachtung sei unnötig ( Urk. 2 S. 1 f.). In der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausführungen zur Sache ( Urk. 6). 2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, es seien nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden, wider spreche den tatsächlichen Gegebenheiten. Dies ergebe sich insb esondere aus den Darlegungen der behandelnden Psychoth erapeuten gemäss Beschwerdebeilage ( Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. C.___, Klinischer Psychologe, vom Medizinischen Zentrum D.___ ; vgl. Urk. 3/3). Nachweislich befinde sie sich aktuell in zahlreichen T herapien. Es liege eine Erkrankung im Sinne der Invalidenversicherung vor. E ine Schadenminderungspflicht sei ihr im Übrigen nie auferlegt worden. Zu beachten sei ferner, dass die Verwaltung rechtsprechungsgemäss von einer attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht abweichen dürfe, wenn die Ärzte die Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt hätten und deren Beurteilung nachvollziehbar sei. Vorliegend habe selbst der RAD mit seiner Ein schätzung, «ist für den 1. Arbeitsmarkt realitätsfremd» eine Erwerbsunfähigkeit ane rkannt. Der Anspruch auf eine ganze Rente sei demgemäss ausgewiesen. Aus gehend vom Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 10. April 2017 und der An meldung zum Leistungsbezug vom 2 7. Juli 2017 sei der Rent enanspruch spätestens ab dem 1. April 2018 entstanden. Vorliegend sei zwar ein poly disziplinäres Gutachten eingeholt worden, doch habe selbst die Beschwerde gegnerin dieses als mangelhaft e ingestuft. So habe s ie festgestellt, das Gutachten weise etliche und zum Teil schwere Rechtschreibefehler auf (u.a. textli che Ent stellungen wie «…» anstelle von X.___ ). Auch auf andere Schwächen habe die Beschwerdegegnerin hingewiesen und sie sei zum Schluss gekommen, das Gutachten sei korrekturbedürftig. Die von ihr selber nachträglich vor genommene Ressourcenprüfung vermöge ein mangelhaftes Gutachten nicht zu heilen. Das Gutachten sei nicht verwertbar. Nachweislich sei der massgebende medizinische Sachverhalt unter Verletzung der Untersuchungsmaxi me un genügend abgeklärt worden ( Urk. 1 S. 13 ff. Rz 6 f.). 3. 3.1 3.1.1 Die Experten de r MEDAS A.___, Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. F.___, F acharzt für Neurologie, Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und lic. phil. H.___, Fachpsychologe für Neuropsyc hologie FSP, erstatteten am 13. Januar 2020 das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten ( Urk. 7/58). Einleitend führten die Experten aus, aus den Akten ergebe sich, dass bei der Beschwerdeführerin seit 1995 eine depressive Symptomatik bestehe. Allerdings habe diese die Arbeitsfähigkeit über Jahre nicht tangiert. In den Berichten genannt würden sodann zahlreiche weitere Belastungsfaktoren wie Gewichtszunahme, Probleme mit der Mutter und der Schwester, Infekt nach einer Operation an der Achillessehne, Trennung vom Ehemann, Arbeitsbelastung, Kündigung. Zum Zeitpunkt des Austritts aus der stationären Behandlung in der Klinik I.___ im Februar 2018 sei der Gesundheitszustand gebessert gewesen und es habe nur noch ein e leichte depressive Symptomatik bestanden. Die von den behandelnden Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ attestierte voll ständige Arbeitsunfähigkeit stehe dazu in einem erheblichen Kontrast. Eine leit liniengerechte Weiterb ehandlung nach dem Klinikaufenthalt habe nicht statt gefunden. Vor diesem Hintergrund seien sowohl die medizinische Situation als auch die Arbeitsfähigkeit unklar. Bei der Beurteilung der aus gesundheitlicher Sicht zumutbaren erwerblichen Belastung sei von der seit April 2015 ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor für die Y.___ AG auszugehen, wobei das Arbeitsverhältnis auf Ende November 2017 aufgelöst worden sei. Die Beschwerdeführerin habe im Lohnbüro gearbeitet und die Tätigkeit habe auch den Kontakt mit dem Bereich HR sowie mit den Geschäftssitzen von Y.___ im Aus land beinhaltet (Urk. 7/58/3). 3.1.2 Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachte r (1) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken; ICD-10 F06.7) im Rahmen von psychischen und somatischen Problemen, (2) eine anhaltende affektive Störung ( Dysthymie ; ICD-10 F34.1), (3) eine nicht näher bezeichnete Essstörung (Binge Eating -Störung; ICD-10 F50.9), (4) eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), (5) einen chronischen Spa nnungskopfschmerz im Sinne und i m Zusammenhang mit einer Somatisierungssymptomatik bei verminderter Stressbelastbarkeit und (6) ein schweres Schlafapnoe-Syndrom mit Maskendyskomfort. Folgende Diagnosen ordneten die Experten denjenigen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu: (1) eine ehemalige primäre episodische Migräne, seit zirka 2014 nur noch spora disch und geringgradi g auftretend, (2) anamnestische Angabe einer oro mandibulären Dysfunktion, im klinischen Befund aber ohne entsprechende Druckdolenz über den Kiefergelenken oder der T emporalmuskulatur, a m Kopf schmerz aber möglicherweise tendenziell beteiligt, nicht aber relevant, (3) eine arterielle Hypertonie, (4) eine Adipositas, (5) ein en Status nach Lungenembolie vor zirka 30 J ahren, (6) eine Hypercholesterinämie und (7) ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ( Urk. 7/58/7). 3.1.3 Die funktionellen Auswirkungen der gestellten Diagnosen umschrieben die Experten aus psychiatrischer Sicht dahingehen d, dass in Anlehnung an den Mini-ICF-APP von mittelgradigen Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur An wendung fachlicher Kompetenzen, der Durchhaltefähigkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie der Spontan-Aktivitäten und von leichten Ein schränkungen in den übrigen Bereichen auszugehen sei. Trotz festgestellter psy chisch-neuropsychologischer Defizite sei insbesondere das Vermeidung s verhalten im Rahmen der psycho-sozialen Probleme und der motivationale n Schwierigkeiten ein Hindernisfaktor, speziell in Bezug auf die berufliche Inte gration. Die neuropsychologischen Defizite zeigten sich darin, dass die Beschwerdeführerin im Altersvergleich mehr Mühe habe, sich visuell-räumlich Zusammenhänge vorzustellen und mental zu manipulieren. Wenn sie auf mehrere Aufgaben gleichzeitig achten müsse, sei sie etwas langsamer. Sie könne sich nur eine ein ge schränkte Menge an sprachlichen und visuellen Informationen merken. So könne sie sich längere Instruktionen nicht vollständig merken oder vor gezeigte Handlungsabläufe nur unzureichend aufnehmen. Auch ermüde sie im Verlauf der mehrstündigen Untersuchung rascher als erwartet. In den übrigen untersuchten Bereichen hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, sich alleine und pünktlich an einen anderen Ort zu begeben. Sie sei freundlich, in allen Modalitäten orientiert, gepflegt und sie zeige ein der jeweiligen Situation angepasstes Verhalten. Sie lasse sich nicht übermässig rasch ablenken. Sie könne lesen und sprechen und sie verstehe, was man ihr sage. Sie bearbeite Aufgaben in einem üblichen Tempo. Schwierigkeiten bestünden diesbezüglich nur bei Multitasking-Aufgaben. Sie könne visuell -räum liche Zusammen h änge erfass en und motorisch umsetzen, beispielsweise etwas nach einem Plan zusammensetzen. Sie sei in der Lage, Neues zu lernen, zu behalten und frei anhand von Stichworten wiederzuerkennen. Sie sei fähig, gut definierte Probleme zu lösen (Analyse und Planung), eigen e Ideen zu entwickeln und flexibel zwischen ihr bekannten Tätigkeiten zu we chseln. Aus neurologischer Sicht sollten sodann wegen des Schlafapnoe-Syndroms keine monotonen Arbeiten durchgeführt werden. Aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht schliesslich seien keine eigenständigen Einschränkungen zu objektivieren (Urk. 7/58/7 f.). 3.1.4 Bezüglich der ins Gewicht fallenden Persönlichkeitsaspekte führten die Gutachter aus, es zeige sich bei der Beschwerdeführerin eine vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen und es bestünden auch negativistische Akzente. Konflikte und Misserfolge beein trächtigten das Selbstwertgefühl der Beschwerdeführerin, was sich in Empfind lichkeiten und Selbstentwertung zeige. Insbesondere unter Belastung könne ein kohärentes Selbstbild nicht immer aufrechterhalten werden. Die Beschwerde führerin neige zu übermässigem Essen aus Frustration und auch zum Rückzug. Trennungen könne die Beschwerdeführerin nur schwer ertragen, was dazu führe, dass sie Bindungen aufrechterhalte, die nicht in ihrem Interesse seien oder die ihr schadeten. Zu den Belastungsfaktoren gehöre ihr schwieriges Bindungsverhalten vor dem Hintergrund des in der Kindheit erlebten strengen und strafenden Vaters und der Mutter, die sich nur wenig für sie interessiert habe. Auch in ihrer Ehe habe die Beschwerdeführerin nur wenig Verständnis erfahren. Nach langjährigen Problemen sei es 2014 schliesslich zur Trennung gekommen, da der Ehemann sich einer anderen Frau zugewandt habe. Die Trennung habe die Beschwerde führerin stark belastet, insbesondere wegen der Sorgen um ihre persönliche und finanzielle Zukunft. Bis 2017 habe die Beschwerdeführerin noch gearbeitet und danach bis 2019 Krankentaggelder bezogen ( Urk. 7/58/8). 3.1.5 Hinsichtlich der Konsistenz falle das Vermeidungsverhalten der Beschwerde führerin und ihre unzureichende Motivation für eine adäquate Therapie sowohl in psychiatrischer als auch in somatischer Hinsicht ins Gewicht. Bezüglich der bisherigen Tätigkeit sei insbesondere aufgrund der psychiatrischen und neuro psychologischen Beeinträchtigungen von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % auszugehen. Seitens der behandelnden Ärzte sei retrospektive, das heisst ab April 2017 zunächst eine Arbeitsfähigkeit von 60 % attestiert worden sowie ab November 2017 dann eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Dies sei nicht nach vollziehbar. Ab dem genannten Zeitpunkt sei vielmehr von der anlässlich der Begutachtung evaluierten Arbeitsfähigkeit von 50 % bezüglich der bisherigen Tätigkeit auszugehen, mit Ausnahme stationärer Behandlungszeiten. Für eine Tätigkeit, die Rücksicht auf die gesundheitliche Beeinträchtigung nehme, sei hin gegen von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % auszugehen. Retrospektiv gelte dies seit April 2017, abgesehen von stationären Behandlungszeiten. Entscheidend da für, dass auch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestehe, seien die psychischen und neuropsychologischen Defizite. In der Interaktion mit den somatischen Diagnosen komme es zu keiner weiteren Addition von Teilarbeitsunfähigkeiten. Therapeutisch hätten sich die psycho therapeutisch- psychoedukativen und soziotherapeutischen Ansätze bewährt und diese seien auch weiterhin notwendig. Dies habe insbesondere die stationäre Hospitalisation in der Privatklinik I.___ gezeigt. Die Behandlung sei jedoch offensichtlich nicht in der gewünschten Form und unmittelbar im Anschluss an den Klinikaufenthalt weitergeführt worden. Dasselbe gelte für die Verhaltens massnahmen in Bezug auf die Schlafhygiene. Unter Berücksichtigung des bis herigen Verlaufs und der prognostischen Faktoren könne der konsequente Therapieerfolg aus psychiatrischer Sicht in rund einem Jahr beurteilt werden. Das Schlafapnoe-Syndrom stehe auch im Zusammenhang mit der Adipositas. Eine Optimierung der Schlafhyg iene, aber auch weitere Versuch e, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln, sei wichtig. Damit im Zusammenhang sei auch eine deut liche Gewichtsabnahme angezeigt (Ur k. 7/58/8 f.). 3.2 3.2.1 Nach Erstattung des Gutachtens gelangte die Beschwerde gegn erin mit Schreiben vom 2 3. Januar 2020 mit Ergänzun gsfragen an die Ärzte der MEDAS A.___. Sie bat namentlich um eine Erläuterung, wie sich die gestellten Diagnosen im Ein zelnen auf die Arbeitsfähigkeit als Payroll Advisor auswirkten. Ferner sollten die Gutachter sich dazu äussern, inwiefern zwischen einem obstruktiven und einem schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 2 3. Januar 2020 darauf hin, das Gut achten weise verschiedene Rechtschreibefehler auf (z.B. «…» anstelle von Y.___ ; Urk. 7/61/1). 3.2.2 In der Stellungnahme vom 4. Mai 2020 hielten die MEDAS-Gutachter Dr. E.___ und Dr. F.___ fest, erhebliche Fehler hätten sich im Gutachten auch nach wiederholter Prüfung w eder in orthografischer noch in stilistischer oder inhalt licher Hinsicht entdecken lassen. Es handle sich um einige Tippfehler, ins besondere im neuropsychologischen Teilgutachten ( Urk. 7/65/1 f.). Des Weiteren führten die Gutachter aus, die im Rahmen der Ergänzungsfragen angesprochenen Aspekte seien in den Ausführungen der Teilgutachten bereits erläutert worden. Z u ergänze n sei, die angestammte Tätigkeit als Payroll Advisor umfasse die Durchführung der Gehaltsabrechnungen und die diesbezügliche Schulung der Kunden sowie darüberhinausgehend beratende Aufgaben, um allen Beteiligten genaue und zeitnahe Informationen zu allen Aspekten im Zusammenhang mit den Gehaltsabrechnungen verschaffen zu können. Aus der Kompl exität der Auf g abe heraus leite sich auch die versicherungsmedizinische Beurteilung ab, wobei den neuropsychologischen Defiziten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zukomme. Letztere würden wiederum durch das Schlafapnoe-Syn drom und die Dysthymie beeinfluss t und versursachten in ihrer Gesamtheit die Leistungsdefizite. Die Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms könne gestellt wer den, wenn innerhalb einer Stunde mindestens zehn Apnoen mit einer Dauer von jeweils zehn Sekunden aufträten. Die Anzahl der Apnoen von über zehn Sekun den Dauer werde als Apno e-Index (AI) bezeichnet. Neben den Apnoen könnten während des Schlafs auch Phasen auftreten, in denen der Atemfluss und die Atemaktivität zwar nicht aussetzten, aber eingeschränkt seien. Dies bezeichne man als Hypopnoe. Die Anzahl der Apnoen und Hy popnoen würden als Apnoe- Hypopno e -Index ( AHI) bezeichnet und zur Einteilung des Schweregrades des Schlafapnoe-Syndroms herangezogen. Bei einem AHI zwischen 28 und 30 werde von einem mittelgradigen und bei einem AHI über 30 von einem schwergradigen Schlafapnoe-Syndrom gesprochen. Sowohl die Diagnose des Schlafapnoe-Syn droms als auch diejenige des schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Masken dyskomfort seien korrekt, wobei die erste Diagnose noch keinen Schweregrad beinhalte. Im Zusammenhang mit der Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms sei im Gutachten insbesondere auch der Aspekt der Inkonsistenzen hinsichtlich Therapie und Compliance erörtert worden. Bei der Beschwerdeführerin bestehe nur eine geringe Bereitschaft, sich auf eine effektive CPAP-Behandlung einzu lassen. Sie selbst habe berichtet, die Maske beim Nachtschlaf nicht regelmässig anzulegen, da sie auf dem Sofa schlafe, während sich die CPAP-Maske an ihrem Bett befinde. Angesichts dieses Verhaltens müsse mit Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit gerechnet w erden. Eine weitere Folge davon seien auch die neuropsychologisch festgestellten kognitiven Störungen. Darauf sei im Gutachten hingewiesen worden. Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom könnten kognitive Defizite, aber auch affektive Schwankungen entwickeln und sie seien unter and e rem auch von einer erhöhten Sterblichkeit bedroht, wenn sie keine effektive Therapie akzeptierten und diese regelmässig anwendeten. In diesem Zusammenhang sei im Gutachten wiederholt von Schlafhygiene gesprochen worden. Hi erzu gehörten insbesondere gere gelte Schlafzeiten sowie ein gelüfteter, dunkler und ruhiger Raum. Auch bestimmte «Zu-Bett-geh-Rituale» seien wichtig. Von Bedeutung sei sodann bei Über gewichtigen eine Gewichtsreduktion. Diese Grundsätze, die zur Verbesserung der subjektiven Müdigkeit und der neuropsychologischen Defizite erforderlich seien, habe die Beschwerdeführerin bislang ausser Acht gelassen. Ursächlich dafür seien ein deutliches Vermeidungsverhalten und auch motivationale Faktoren. Die Ess störung, die Persönlichkeitsakzentuierung und auch die Kopfschmerzen hätten einen indirekten Einfluss auf den Zustand der Beschwerdeführerin und ihr Aktivitätsniveau. Für sich allein genommen hätten sie aber keine quantitative Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Bei der Dysthymie träten d ie depressiven Symptome nicht periodisch auf, sondern sie seien anhaltend. Bei einer Dauer von mindestens zwei Jahren könne von einer chronischen Depression gesprochen werden. Auf grund der anamnestisch en Angaben und der Dokumentation sei bei der Beschwerdeführerin von einer seit den neunziger Jahren bestehenden Dysthymie auszugehen. D ie depressive Symptomatik bei der Beschwerdeführerin sei sowohl chronifiziert als auch im Verlauf fluktuierend. Teilweise habe sie sich gebessert, mehrheitlich sei sie aber gleichmässig vorhanden. Verschlechterungen korrelierten mit jeweils einhergehenden kritischen Lebensereignissen. Im Vorder grund stünden aber psychosoziale Probleme, Sorgen und Ängste in Bezug auf ihre Ehe und die persönliche Zukunft, was es bei der Beurteilung der Limitationen zu berücksichtigen gelte ( Urk. 7/65/2-4). 3.3 3.3.1 Die behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ äusserten sich in der Stellungnahe vom 7. Dezember 2020 zum Gutachten der MEDAS A.___. Sie führten aus, im Gutachten sei die medi kamentöse Behandlung durch das Medizinische Zentrum D.___ als nicht leitliniengerecht beurteilt worden, was nicht gerechtfertigt sei. S eit Juni 2012 finde eine Behandlung mit Einzel therapie in wöchentlichen Abständen statt, wobei im Zuge dieser Behandlung auch verschiedene Medikamente zum Einsatz gekommen seien. Ferner habe zwei mal eine stationäre Behandlung stattgefunden. Zu einer Besserung sei es bisher trotzdem nicht kommen. Insbesondere habe sich entgegen der Auffassung im Gutachten der Zustand nach der stationären Behandlung in I.___ nicht gebessert. Bereits nach einer Woche sei der Zustand wieder gewesen wie zuvor. Mit der im Gutachten gestellten Diagnose einer Dysthymie würden die Vor diagnosen ignoriert und die klinischen Verschlechter ungen bagatellisiert. Die wesentlichen Befunde sprächen gegen diese Diagnose. Die Stimmung der Beschwerdeführerin sei deutlich depressiv und resigniert und die Vitalgefühle seien deutlich gestört. Sie sei affektiv blockiert, die Gestik und die Mimik seien gespannt. Kognitiv falle eine Verminderung respektive Verlangsamung von Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung auf. Bezüglich der gescheiterten beruflichen Massnahmen sei zu beachten, dass bei der Beschwerde führerin eine starke Müdigkeit vorhanden sei, sie die persönliche Hygiene ver nachlässige und täglich Kopfschmerzen habe. Bereits nach den Therapiesitzungen sei die Beschwerdeführerin vollkommen erschöpft, könn e praktisch nur noch liegen und verfalle vor dem Fernsehen in Gedankenkreisen. Darüber hinaus bestehe ein Messie-Syndrom, welches im Gutachten weder inhaltlich noch diagnostisch erfasst worden sei. Schlichtweg falsch sei die Einschätzung im Gut achten, die Arbeitsfähigkeit werde durch die depressiven Symptome nicht tangiert ( Urk. 3/3 S. 2 f.). A ls D iagnosen nannten die behandelnden Ärzte abschliessend (1) eine rezidi vierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode ohne psycho tische Symptome (ICD-10 F33.2) mit/bei schwerer Vernachlässigung und Gewalt erfahrung in der Kindheit sowie M essie-S ymptome, (2) eine ab h ängige Per sö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) respektive ein Verdacht auf eine schizoide Persö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1 ), (3) Adipositas per magna (ICD-10 E66.0; BMI = 41) und (4) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken im Rahmen von psychischen und soma tischen Problemen). Zuletzt habe die Beschwerdeführerin in einem Lohnbüro gearbeitet. Diese Anstellung sei ihr aufgrund der Red uktion des Pensums von 80 auf 60 % gekündigt worden. Danach habe die Symptomatik bis heute zuge nommen. Nicht einmal einen Bewerbungskurs habe die Beschwerdeführerin mehr absolvieren können. Die Compliance und die Motivation seien allerdings gut. Trotz jahrelanger stationärer und ambulanter Behandlung sei die Beschwerde führerin vollständig antriebslos im Rahmen der Depression, was eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, auch für angepasste Tätigkeiten. Selbst der Haushalt sei nur mit der Hilfe der Spitex zu bewältigen ( Urk. 3/3 S. 4 ). 3.3.2 Im vorangehenden Bericht vom 1 5. Oktober 2018 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ zur Hauptsache übereinstimmende Diagnosen gestellt. Keine Erwähnung fand seinerzeit die leichte neuro psychologische Störung, stattdessen waren die Ärzte damals von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen ( Urk. 7/35/4). Zum damaligen psychopathologischen Befund lässt sich dem Bericht entnehmen, die Beschwerdeführerin sei äusserlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientier t. In der Kontaktaufnahme sei sie abwarten d, im Spontanverhalten aktiv. Die Stimmung sei deutlich depressiv-resigniert und affektiv kontrolliert. Im Gesprächsverlauf sei die Beschwerdeführerin mitteilungsaktiv. S ie wein e dabei viel. Kognitiv falle eine Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis auf, ebenso bestehe eine auffällige Vergesslichkeit und Unschlüssigkeit. Das Denken sei indessen formal beweglich, inhaltlich problemzentriert, mit Einschränkungen lenkbar und es bestünden keine Anhalts punkte für ein psychotisches Erleben. Auch Suizidgedanken bestünden nicht, weder aktuell noch anamnestisch. Schliesslich attestierten die behandelnden Ärzte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 7/35/ 2 u. 5). 3.3.3 Im Bericht vom 1 2. Juni 2017 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ weitgehend übereinstimmende psychopathologische Befunde erwähnt, waren aber stattdessen nicht von einer schweren, sondern von einer mittelschweren Episode im Rahmen der auch damals schon diagnostizierten rezidivierenden depressiven Episode und einer damals bestehenden Arbeitsfähig keit von 60 % auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgegangen und hatten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf für umsetzbar erachtet, auf grund der günstigen Prognose als Folge der hohen Motivation und der familiären Ressourcen ( Urk. 7/9/13 f.). 4. 4.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 4.2 Das Gutachten der MEDAS A.___ vom 1 3. Januar 2020 umfasst die von den Expertinnen und Experten des MEDAS A.___ nach Fallvorlage (vgl. Urk. 7/39, Urk. 7/41) als relevant erachteten Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin ( Urk. 7/58/87 ff.), Neurologie ( Urk. 7/58/48 ff.) und Psychiatrie ( Urk. 7/58/64 ff.). Ferner veranlassten die Expertinnen und Experten im Zuge der Begutachtung eine neuropsychologische Abklärung ( Urk. 7/58/99 ff.). Den Abschluss der Begutachtung bildete die interdisziplinäre Konsensbeurteilung ( Urk. 7/58/3 ff.). Die Expertinnen und Experten verfügten über die jeweils erforderlichen Qualifikationen. Die Beschwerdeführerin konnte bei den Untersuchungen ihre Beschwerden ausführlich schildern und der Begutachtung liegt eine für die betreffenden Fachrichtungen spezifische Anamneseerhebung zu Grunde. Die Expertise erfolgte sodann nach Einsicht in die zur Verfügung stehenden Vorakten ( Urk. 7/58/11 ff.). Damit erweist sich das Gutachten formal als für die streitigen Belange umfassend und auf allseitigen Untersuchungen beruhend. Erforderlich ist darüber hinaus, dass es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung en der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen) 4.3 4.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie, aufgrund des Gutachtens könne nicht davon ausgegangen werden, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine ver wertbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Davon sei selbst der RAD ausge gangen ( Urk. 1 S. 14 f Rz 6.6-8 ). Die Beschwerdeführerin bezieht sich hier bei auf eine Äusserung von RAD-Arzt PD Dr. med. univ. J.___, Facharzt fü r Neurologie, vom 1 4. Mai 202 0. PD Dr. J.___ hatte festgehalten, gemäss MEDAS-Gutachten sei bezüglich einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus zugehen. Die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, angepasst sei insbe sondere eine Tätigkeit ohne Zeitdruck, sei mit Blick auf den ersten Arbeitsmarkt allerdings realitätsfern ( Urk. 7/69/7). 4.3.2 Effektiv hielt der psychiatrische Experte der MEDAS A.___, Dr. E.___, fest, ange passt sei eine Tätigkeit ohne Zeitdruck und ohne Multitasking sowie mit gelegentlichen Pausen bei Überforderung ( Urk. 7/58/85). Auch in der inter disziplinären Beurteilung gelangten die Gutachter zum Schluss, es bestünden namentlich Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur Pla nung und Strukturierung von Aufg aben, bezüglich der Umstellfähigkeit, bezüglich der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen und bezüglich der Ent scheidungsfähigkeit. Auch die festgestellten leichten Beeinträchtigungen neuropsychologischer Art (vgl. Urk. 7/58/9 ff.) gaben Anlass zum Schluss, dass mit einer rascheren E rmüdung gerechnet werden müsse ( Urk. 7/58/7). Dies lässt das Erfordernis, im Rahmen der Ausübung einer angepassten Tätigkeit sollte kein Zeitdruck herrschen, als nachvollziehbar erscheinen. Nicht nachvollziehbar ist indessen die Einschätzung des RAD-Arztes, das Erfordernis einer Tätigkeit mit geringem Zeitdruck sei auf dem erste n Arbeitsmarkt nicht umsetzbar. 4.3.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis ). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätig keiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst mithin auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vi eler: Urteile des Bundesgericht s 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung ist im Übrigen nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden versicherung, 3. Auflage 2014, Rn 132 zu Art. 28a). 4.3.4 Der Umstand, dass gemäss MEDAS-Gutachten für die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit im Umfang eines 90%-Pensums lediglich in Frage kommt, wenn sie ohne Zeitdruck arbeiten kann, schliesst die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach dem Gesagten keineswegs aus. Das Erfordernis des geringen Zeitdrucks erfordert vom Arbeitgeber ein gewisses Ent gegenkommen. Mit einem solchen kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres gerechnet werden. 4.4 4.4.1 Des Weiteren macht d ie Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung geltend, die Therapierbarkeit und die prognostische Besserungs fähigkeit eines Leidens schlössen die Zusprechung einer Rente nicht aus ( Urk. 1 S. 13 f. Rz 6.3 f.). Dem ist im Grundsatz nicht zu widersprechen. Weder schliessen bei psychischen Gesundheitsschäden intakte therapeutische Optionen den An spruch auf Leistungen schlechterdings aus, noch führen ungünstige Therapie optionen ohne Weiteres zu deren Zusprechung. Vielmehr ist der betreffende As pekt zusammen mit den übrigen Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1) zu beurteilen. Erst dadurch lässt sich der Anspruch auf Leist ungen rechtsgenüglich ermitteln. 4.4.2 Sofern die Beschwerdeführerin aus ihrem Argument folgert, es stehe ihr trotz der von den Gutachtern genannten Behandlungsoptionen ( Urk. 7/58/9) eine Rente zu, greift dies aber jedenfalls zu kurz. Erforderlich ist eine Gesamtbetrachtung im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens. In seiner jüngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht hinsichtlich depressiver Leiden im mittelgradigen Bereich betont, die invalidisierende Wirkung sei hier besonders sorgfältig zu prüfen. Es dürfe nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit zu bewirken (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 1 5. Mai 2017 E. 4.3). Ge mäss BGE 148 V 49 ist sodann bei leicht- bis mittelgradiger Ausprägung eines depressiven Leidens ohne nennenswerte Interferenz durch psychiatrische Komorbid itäten und bei intaktem Therapiep otential insbesondere die Dauer haftigkeit des Gesundh eitsschadens in Frage gestellt, da ein solches Leiden nicht als schwergradig eingestuft werden kann. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (E. 6.2.2). 4.5 4.5.1 Ferner macht d ie Beschwerdeführerin namentlich unter Bezugnahme auf die psychiatrischen Untersuchungsergebnisse im MEDAS-Gutachten geltend, es sei ein neues Gutachten nötig. Sie weist darauf hin, die Feststellung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens habe anhand ein e s strukturierten Beweis verfahrens zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin selber habe das Gutachten der MEDAS A.___ als mangelhaft beurteilt und es den Gutachtern zur Korrektur vor gelegt. Weder dies noch die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ressourcenprüfung vermöge das Gutachten zu heilen ( Urk. 1 S. 15 f. Rz 7.1-4). 4.5.2 Anders als die MEDAS-Gutachter gehen d ie behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus, wobei für sie als limitierender Faktor die Depression im Vordergrund steht (vgl. Urk. 3/3 S. 4). Die behandelnden Ärzte beschrie ben in der Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 allerdings die von ihnen diagnostizierte schwere Episode im Rahmen der d epressiven Störung nicht nachvollziehbar ( Urk. 3/3 S. 3). Auch der frühere Bericht vom 1 5. Oktober 2018 enthält keine überzeugende Herleitung der auch damals schon diagnostizierten schweren depressiven Episode ( Urk. 7/35/4 f.). D ie von den behandelnden Therapeuten erwähnten Befunde für die Diagnose einer schweren depressiven Episode gemäss ICD-10 F33.2 (richtig: F32.3; Urk. 3/3 S. 3 f. ) korrelieren nicht respektive nur unvollständig mit den jenigen, die gemäss ICD-10 die Diagnose einer schweren depressiven Episode rechtfertigen. In einer schweren depressiven Episode zeigt die betroffene Person meist eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit, es sei denn Hemmung sei das führende Symptom. Es kommt zum Verlust des Selbstwertgefühls und es herrschen Gefühle von Nutzlosigkeit oder Schuld vor. In besonders schweren Fällen besteht ein hohes Suizidrisiko (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien. 1 0. Aufl., Bern 2015, S. 174). Aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten ergibt sich weder, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit vorhanden ist respektive war, noch das Gegenteil davon, eine vorherrschende Hemmung. Ebenso verneinten die behandelnden Ärzte das Vorhandensein von Suizid gedanken, womit eine akute Suizidalität klar ausgeschlossen wurde. Auch im Übrigen fehlt es an der leitliniengerechten Herleitung der gestellten Diagnose, namentlich an der Darlegung, ob und in welchem Ausmass das für die Diagnose vorausgesetzte somatische Syndrom gegeben ist (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 170 f. und S. 174). Z uvor, das heisst im Bericht vom 1 2. Juni 2016 an den Taggeldversicherer der Beschwerdeführerin, war noch eine mittelgradige depressi ve Episode diagnostiziert und eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 60 % auf 80 % prognostiziert worden ( Urk. 7/9/13 f. ). Weswegen sich der Zustand in der Folge derart deutlich sowie anhaltend verschlechtert haben soll und ohne jede Aussicht auf eine Besserung dauerhaft eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, ergibt sich aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten nicht hin reichend, zumal die stationäre Behandlung in der Klinik I.___ gegen Ende 2017 bis Anfang 2018 zeigte, dass mittels einer Intensivierung der Behandlung durch aus eine Besserung erreichbar war. Insbesondere konnten im Rahmen der stationären Behandlung erfolgreich Ansätze erarbeitet werden, um ungünstige Handlungsmuster und Gewohnheiten zu erk ennen und zu vermeiden (Urk. 7/58/12 f.). Abweichend von den behandelnden Ärzten stellte der MEDAS-Experte Dr. E.___ die Diagnose einer Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 ( Urk. 7/58/80). Mit Blick auf die diagnostischen Leitkriterien (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.) hat der Gutachter seine Diagnose anhand der er hobenen Befunde und der anamnestischen Angabe n nachvollziehbar dargelegt, dabei auch die abweichende Auffassung der behandelnden Therapeuten gewürdigt ( Urk. 7/58/80 ff.) und seine Standpunkte in der ergänzenden Stellung nahme vom 4. Mai 2020 erneut erörtert ( Urk. 7/65/3 f.). Vor diesem Hintergrund kann die Schlussfolgerung nachvollzogen werden, dass bei der Beschwerde führerin eine chronifizierte und fluktuierende depressive Symptomatik vor herrscht, die im Verlauf zum Teil gebessert hat, mehrheitlich jedoch gleichmässig vorhanden war, abgesehen von Verschlechterungen aufgrund von kritischen Lebensereignissen ( Urk. 7/65 / 4). 4.5.3 Die behandelnden Therapeuten stellten zusätzlich die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60.7, wobei diese Diagnose zunächst die Ärzte der Klinik I.___ gestellt hatten ( Urk. 3/3 S. 4; vgl. Urk. 7/58/12). Zu den diagnostischen Leitlinien von Persönlichkeitsstörungen zählen namentlich (1) eine deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahr nehmung und Denken sowie in den Beziehungen zu anderen, (2) ein andauerndes, nicht auf Episoden beschränktes auffälliges Verhaltensmuster und (3) ein B eginn d er Störungen immer in der Kindheit oder der Jugend und eine M anifest ation auf Dauer im Erwachsenenalter (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 276 f.). Ein derartiges Verhaltensmuster haben die behandelnden Thera peuten weder im erforderlichen Ausmass noch in lebensgeschichtlicher Hin sicht ausreichend beschrieben und hergeleitet. Auch in den Darlegungen der Ärzte der Klinik I.___ finden sich keine konkreten Anhaltspunkte für die Validität dieser Diagnose (vgl. Urk. 7/58 /12 f., Urk. 7/58/66 f.). Den auffälligen Persönlichkeits aspekten (vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende und auch negativistische Züge) wurden im MEDAS-Gutachten nachvollziehbar mit der Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen Rechnung getragen ( Urk. 7/58/76, Urk. 7/58/80). 4.5.4 Eine detaillierte Prüfung der im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens massgeblichen Indikatoren ( BGE 141 V 281 E. 4.3.1) findet sich nicht im Gut achten. Die Beschwerdegegnerin hielt allerdings im Rahmen ihrer Ressourcen prüfung fest, aufgrund des MEDAS- Gutachtens sei mit der Dysthymia und der Persönlichkeitsakzentuierung keine schwerwiegende psychische Erkrankung aus gewiesen ( Urk. 7/69/8). Bei der Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 handelt es sich diagnosebedingt u m eine nicht schwergradig ausgeprägte psychische Erkrankung. Das Leiden ist geprägt von leichten bis höchstens mittelgradigen depressiven Phasen (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.). Bei der Persönlichkeitsakzentuierung gemäss ICD-10 Z73.1 sodann handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnah me des Gesundheitswesens führen und als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens fallen (Urteil des Bundes gerichts 8C_570/2008 vom 4. Mai 2009 E. 4.2.5). Der Würdigung der Beschwerdegegnerin ist somit beizupflichten. Auch vor dem Hintergrund des weitgehend intakten sozialen und familiären Beziehungsnetzes und der viel fältigen Aktivitäten mit regelmässigen Reisen innerhalb der Schweiz und im Aus land mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehr, ist davon auszugehen, dass kein schwergradig ausgeprägtes psychisches Leiden vorliegt ( Urk. 8/58/74 f.). Aufgrund der Feststellungen im MEDAS-Gutachten steht sodann nicht das depressive Leiden im Vordergrund, sondern das ausgeprägte Vermeidungs verhalten. Praxisgemäss (BGE 148 V 49) bedarf es in einer solche n Konstellation, das heisst beim Vorliegen eines wenig ausgeprägten depressiven Leidens gewichtiger Gründe, um von einer invalidisierenden Erkrankung auszugehen. Solche sind hier nicht ersichtlich. Die MEDAS-Gutachter legten dar, dass mit einer leitliniengerechten psychiatrischen Behandlung nach wie vor und konkret Aus sicht auf eine Besserung besteht ( Urk. 7/58/9, Urk. 7/58/83 f.). Der gegenteiligen Auffassung der Beschwerdeführerin, die sich auf die Beurteilung der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ stützt, kann nicht gefolgt werden. Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weswegen auf die von den behandelnden Ärzten anerkannte Besserung im Zuge der Behandlung in der Klinik I.___ gleichsam unvermeidbar eine sofortige Ver schlechterung folgte ( Urk. 3/3 S. 2), die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf trotz Behandlung vollständig antriebslos blieb ( Urk. 3/3 S. 4) und damit eine erneute Besserung schlechterdings nicht mehr im Bereich des Möglichen lag. 4.5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beurteilung im MEDAS-Gutachten auf psychiatrischem Fachgebiet zu überzeugen vermag. Die von der Beschwerde führerin unter Bezugnahme auf die Darlegungen der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ geäusserte Kritik vermag daran nichts zu ändern. Eine erneute Begutachtung, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt, ist demgemäss nicht angezeigt. 4.6 Sowohl die MEDAS-Experten als auch die behandelnden Therapeuten der Beschwerdeführerin stell ten leichte neuropsychologische Störung en fest, insbe sondere in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und visuell-räumliches Denken, und sie gingen davon aus, dass sich diese a uf die Arbeitsfähigkeit aus wirken ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Insofern besteht Übereinstimmung zwischen Gutachte r n und den behandelnden Ärzten. Es ist nachvollziehbar, dass sich diese Störungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit auswirken (Urk. 7/58/7 f.). Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde dies hinreichend nachvollziehbar dargelegt ( Urk. 7/58/107 ff.). 4.7 Auch im Übrigen ergeben sich an der Beurteilung der MEDAS-Gutachter keine ins Gewicht fallenden Zweifel. Übereinstimmend mit den MEDAS-Gutachtern nannten auch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ die Adipositas per magna als Diagnose, wobei sie dieser ebenfalls keinen unmittelbar en Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumassen ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Zu den weiteren von den MEDAS-Gutachtern genannten Diagnosen ( Urk. 7/58/7) erfolgten seitens der Beschwerdeführerin keine konkreten Einwände. 4.8 Die ergänzende gutachterliche Stellungnahme enthält Ausführungen zum Schlafapnoe-Syndrom der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin wünschte eine Erläuterung dahingehend, inwiefern zwischen den Diagnosen eines obstruktiven und derjenigen eines schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei ( Urk. 7/61/1). I n der ergänzenden gutachterlichen Stellung nahme vom 4. Mai 2020 äusserten sich der psychiatrische Experte Dr. E.___ und der neurologische Gutachter Dr. F.___ hierzu ( Urk. 7/65/2). Trotz ihrer Erläuterung ist weiterhin offen, weswegen im Gutachten nebst der Diagnose eines schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Maskendyskomfort, die insbesondere die Ausprägung des Leidens zum Ausdruck bringe, zusätzlich auch die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom s genannt wurde (Urk. 7/58/7). Eine nochmalige Rückfrage erübrigt sich aber. Praktisch v on Belang ist, dass durch das Gutachten dargetan und im Übrigen auch unbestritten ist, dass das fragliche Leiden befundmässig ausgewiesen ( Urk. 7/58/52) und dass ihm im Zusammen hang mit dem Maskendyskomfort ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt worden ist ( Urk. 7/58/ 61 f. ). 4.9 Die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ hoben im Besonderen die von ihnen als krankhaft gewürdigte chronische Unordnung zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Sinne eines Messie-Syndroms hervor ( Urk. 3/3 S. 2 und S. 4), jedoch fehlt es an Darlegungen, wie sich dies auf die erwerblichen Fähigkeiten konkret auswirkt (Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/35/4). Die im Jahr 2018 und ebenso davor im Jahr 2017 noch diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung ( Urk. 7/9/13, Urk. 7/35/4) taucht im Bericht vom 7. Dezember 2020 ohne weitere Erläuterung nicht mehr auf ( Urk. 3/3 S. 4). Auf den von den MEDAS-Gutachtern beschriebenen Problembereich des Vermeidungsverhaltens und der motivationalen Schwierigkeiten ( Urk. 7/58/8, Urk. 7/58/83) gingen die behandel nden Therapeuten gar nicht ein, sondern bejahten ohne weitere Begründung eine gute Motivation und Compliance ( Urk. 3/3 S. 4). Insgesamt ist die von den behandelnden Therapeuten durchwegs attestierte vollständige Arbeitsunfähigkei t ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4; vgl. auch Urk. 7/16-18) für jegliche Tätigkeit so nicht hinreichend abgestützt, zumal noch im Jahr 2017 bei diagnostizierter mittelgradiger depressiver Episode und somatoformer Schmerz störung, Adipositas per magna und Kopfschmerzproblematik eine Arbeitsfähig keit von 6 0 % und eine baldige Steigerung derselben prognostiziert worden war ( Urk. 7/9/13 f.). In der Gesamtschau entsteht der Eindruck, dass von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ jeweils entsprechend der effektiv aus geübten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Im Juni 2017 war die Beschwerdeführerin noch im Ausmass von 60 % arbeits tätig gewesen ( Urk. 7/9/13 f., Urk. 7/2). Nach dem Verlust dieser Stelle im November 2017 arbeitete die Beschwerdeführerin nicht mehr, wobei die behandelnden Thera peuten seither eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten ( Urk. 7/35/2, Urk. 7/16-18, Urk. 3/3 S. 4). Zu beachten ist auch, dass die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Bericht vom 1 2. Juni 2017 unter Fort führung der Behandlung im Verlauf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit für realisierbar gehalten hatten. Damit im Zusammenhang erachteten sie auch eine Gewichtsabnahme für angezeigt, falls nötig in stationärem Rahmen ( Urk. 7/9/14). Aus welchen Gründen die Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf aus obje ktiven Gründen doch nicht gesteigert werden konnte, sondern sich nach Ansicht der Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Gegenteil zu eine r voll ständige n Arbeitsunfähigkeit entwickelte und trotz weiterhin günstiger Prognose auf diesem Niveau verharrte ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4), blieb ohne Erklärung. Eine a uf medizinische Gesichtspunkte abgestützte Bewertung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ liegt mithin nicht vor. 4.10 Die Beschwerdeführerin rügte schliesslich, das MEDAS-Gutachten weise verschiede ne und zum Teil schwere redaktionelle Fehler auf, die insgesamt zu dessen Unverwertbarkeit führten ( Urk. 1 S. 15 Rz 7.3). Zusätzlich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Gutachten sei trotz Mahnung durch die Beschwerdegegnerin nicht innert einer als statthaft zu bezeichnenden Frist vor gelegt worden ( Urk. 1 S. 6 f. Rz 5.8.1 und S. 9 Rz 5.8.6). Bei der MEDAS A.___ ging der Gutachtensauftrag am 2 8. Februar 2019 ein und fertig gestellt wurde das Gutachten am 1 3. Januar 2020 ( Urk. 7/43, Urk. 7/58). Diese Zeitspanne für die Durchführung der Untersuchungen und die Redaktion des Gutachtens kann objektiv betrachtet nicht als ausserordentlich lange bezeichnet werden. Gleiches gilt betreffend die Beantwortung der zusätzlichen Fragen (Urk. 7/61, Urk. 7/65). Was sodann die redaktionellen Fehler betrifft, so existieren solche, was auch die Gutachter einräumten ( Urk. 7/65/1 f.), jedoch nicht in einer Weise und Häufung, dass dies das Gutachten als solches in Frage stellen würde. 4. 11 4.11.1 Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten fallen vor rangig die aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht festgestellten B eeinträchtigungen ins Gewicht ( Urk. 7/58/8 f.). Für die angestammte Tätigkeit, verstanden als solche im kaufmännischen Sektor im Personal- und Buch haltungsbereich ( Urk. 7/6/2, Urk. 7 /58/109), gingen die MEDAS-Gutachter bezogen auf den Zeitpunkt der Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % aus, bezogen auf ein volles Erwerbspensum. Retrospektiv erachteten sie die von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ im Juni 2017 attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % für plausibel, mit Ausnahme der Zeiten stationäre r Behandlung ( Urk. 7/9/14, Urk. 7/58/8). Für eine angepasste T ätigkeit, verstanden als solche, die auf die kognitiven Einschränkungen R ücksicht nimmt ( Urk. 7 /58/108), in der ohne Zeitdruck gearbeitet werden kann, die keine Auf gaben im Sinne des Multitasking und kein monotones A rbeiten erfordert und in der die Möglichkeit besteht, Erholungspausen ein zu legen ( Urk. 7/58/62, Urk. 7/58/85, Urk. 7/58/110), gingen die Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus ( Urk. 7/ 58/8). Eine nur in geringem Grad beeinträchtigte Arbeits fähigkeit in einer Tätigkeit, die auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nimmt, erweist sich als grundsätzlich überzeugend. 4.11.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert, der neuropsychologische Gutachter habe die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit auf ein halbes Prozent genau an gegeben, diejenige für eine angepasste Tätigkeit aber nicht näher definieren können ( Urk. 1 S. 8 Rz 5.8.3). Lic. phil. H.___ hielt fest, er gehe davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit noch ein Pensum von 50 % möglich sein sollte. Die Leistung sei in dieser Zeit nur geringfügig, das heisst um etwa 15 % eingeschränkt, was rein rechnerisch ein Pensum von mindestens 42,5 % ergebe ( Urk. 7/58/109). Hinsichtlich des zumut baren Pensums in einer angepassten Tätigkeit hielt lic. phil. H.___ fest, sei von einer höheren Präsenzzeit auszugehen. Die Leistungsfähigkeit sei nur noch minim, das heisst um etwa 5 % eingeschränkt, da die Beschwerdeführerin selber und auch ihr Arbeitgeber für die reibungslose Bewältigung des Alltages einen etwas höheren Aufwand betreiben müssten. Die genaue Bewertung der Präsenz zeit sei anlässlich der interdisziplinären Konsensbesprechung vorzunehmen ( Urk. 7/58/110). Die Analyse der Darlegungen des Neuro psychologen zeigt zum einen, wie der rein rechnerische Wert für die Arbeitsfähigkeit in de r bisherigen Tätigkeit zustande kam, und zum anderen zeigt sich, dass er sehr wohl eine Bewertung der Rest arbeitsfähigkeit im dem Sinne vornahm, dass er von einer nur geringfügig limitierten R estarbeitsfähigkeit ausging, deren genauere Bewertung er aber der interdisziplinären Konsensbeurteilung vorbehielt. Diese Darlegungen sind nicht zu beanstanden. Im Ergebnis massgebend sind die Feststellungen gemäss der Konsensbeurteilung unter Beteiligung aller an der Begutachtung mitwirkenden Expertinnen und Experten. 4.11.3 Die Beschwerdeführerin wendet auch ein, die Beschwerdegegnerin hätte ihr für den Fall der Leistungsverweigerung eine Schadenminderungspflicht auferlegen müssen ( Urk. 1 S. 14 Rz 6.4). Sie unterziehe sich zahlreich en Therapien, weswegen von einer konsequenten Behandlung auszugehen sei ( Urk. 1 S. 16 Rz 7.4). Da die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der limitierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgte, diese mithin nicht vom Ergebnis einer vorgängig durchzuführenden ärztlichen Behandlung ab hängt, drängte es sich für die Beschwerdegegnerin nicht auf, die Beschwerde führerin zur Aufnahme der gebotenen Behandlung aufzufordern und für die Zeit bis zum Erreichen des Behandlungserfolges einen allfälligen Leistungsanspruch zu prüfen. Zusammenfassend ergibt die Würdigung der zur Beurteilung des medizinischen Sachver haltes vorhandenen Beweismittel, dass auf das Gutachten der MEDAS A.___ abzustellen und von einer A rbeitsfähigkeit von 90 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist, 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Beschwerdeführerin von einer Teilerwerbs tätigkeit von 80 % und einer Haushalttätigkeit von 20 % aus und hielt im Übrigen fest, es liege kein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden vor, weswegen auf einen Einkommensvergleich und eine Haushaltabklärung verzichtet werden könne ( Urk. 7/69/9). Die Qualifikation blieb unbestritten. Der Invaliditätsgrad ist demnach nach Massgabe von Art. 27 bis IVV zu ermitteln. D ie um 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit hat eine Erwerbs einbusse in entsprechendem Umfang zur Folge. I n Beziehung gesetzt zum Ein kommen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit unter Ver wertung ihrer Restarbeitsfähigkeit zumutbarerweise erzielen könnte, ergibt sich Gewissheit über die effektiv e Erwerbseinbusse und damit den Invaliditätsgrad. 5.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo thetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.3 Die Beschwerdeführerin meldete sich im Juli 2 017 zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). D em Bericht des Medizinischen Zentrums D.___ vom 1 2. Juni 2017 ist zu entnehmen, dass ab dem 1 0. April 2017 eine Arbeitsunfähigkeit vo n 40 % bestand ( Urk. 7/9/13). Die Experten der MEDAS A.___ bestätigten sodann, dass die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auch weiterhin andauerte und sich ab November 2017 auf 50 % erhöhte ( Urk. 7/58/8). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ent steht d er Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gelten dmachung des Leistungsanspruchs, sofern zu diesem Zeitpunkt das Warte jahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG abgelaufen ist. Wie erwähnt begann d ie Wartezeit mit ein er Arbeitsunfähigkeit von 40 % im April 2017 zu laufen. Ab November 2017 erhöhte sich die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % und ver blieb auf diesem Niveau, so dass Ende März 2018 das Wartejahr erfolgreich bestande n war. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG verstrichen. Der frühestmögliche Rentenbeginn ist somit der April 201 8. 5.4 An ihrer Stelle bei der Y.___ AG erzielte die Beschwerdeführerin gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) im letzten Anstellungsjahr, das heisst 2017, von Januar bis November ein Einkommen von Fr. 46'721.--, was hochgerechnet auf das gesamte Jahr Fr. 50'968.-- entspricht ( Fr. 46'721. -- : 11 x 12; Urk. 7/28/2). Dieses Einkommen bezieht sich auf das damals geleistete Arbeitspensum von 80 % ( Urk. 7/6/2). Angepasst an die Nominallohn entwicklung bis 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von F r. 51' 212.-- ( Fr. 50'968. -- : 2’ 719 x 2' 732 ; Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; ab rufbar im Internet). 5.5 Eine angepasste Tätigkeit wird nicht ausgeübt. Konkrete Werte zur Bestimmung des Invalideneinkommens stehen nicht zur Verfügung. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Der Zentralwert der Frauenlöhne der Schweizerischen Lohn strukturerhebung betrug im Jahr 2016 Fr. 4' 832.-- (Kompetenzniveau 2 = praktische Tätigkeiten, namentlich Datenverarbeitung und A d ministration, Bedienen von Maschinen und elektronischen G eräten ). Angepasst an die betriebs übliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2018 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.0 4.01; ab rufbar im Internet) und an die Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; abrufbar im Internet) resultiert bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % ein Invalideneinkommen von Fr. 48’590.-- pro Jahr ( Fr. 4' 832.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2'719 x 2'732 x 0,8 ). Gründe für einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen ( BGE 126 V 75 ) wurden weder geltend gemacht noch sind solche offenkundig (vgl. hierzu auch nachstehende E. 5.7). Die Differenz zwischen dem Validen- und dem Invalideneinkommen beläuft sich auf Fr. 2'622.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 5 % entspricht ( Fr. 2'622.-- x 100 % : Fr. 51'212.-- ; zur Rundungsregel vgl. BGE 130 V 121 ). Bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % beträgt der Invaliditätsgrad 4 % (5 % x 0,8). 5.6 Auf eine Haushaltabklärung verzichtete die Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/69/9). Ob sich eine solche aufgedrängt hätte, kann hier offenbleiben. An gesichts des Invaliditätsgrades für den Erwerbsbereich ergibt sich auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, wenn von einer - hier nicht gerechtfertigten - vollständigen Einschränkung im Haushalt und damit von einem gewichteten Invaliditätsgrad von 20 % im Aufgabenbereich ausgegangen würde. Der Gesamtinvaliditätsgrad betrüge diesfalls 25 %. 5.7 5.7.1 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwert barkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4). 5.7.2 Bekannt war das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit m i t der Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 1 3. Januar 2020 (vg l. dazu BGE 143 V 431 E. 4.5.1 ). Zu diesem Zeitpunkt stand die am 9. Mai 1963 geborene Beschwerdeführerin in ihrem 5 7. Lebensjahr. Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieben ihr somit noch gut sieben Jahre. Die trotz des Gesundheitsschadens vorhandenen erwerblichen Ressourcen können entsprechend der Beurteilung im MEDAS-Gutachten in einem hohen Pensum verwertet werden und die Beschwerdeführerin ist unter Berück sichtigung der bestehenden Einschränkungen auf einem breiten Feld möglicher Tätigkeiten einsetzbar. Bis zur Aufgabe der letzten Stelle bei der Y.___ AG per Ende November 2017 war sie mit Ausnahme von wenigen Jahren stets in den Arbeitsmarkt integriert ( Urk. 7/28). Die von der Beschwerdegegnerin in die Wege geleiteten Eingliederungsmassnahmen scheiterten sodann nicht an objek tiven Hürden, sondern daran, dass sich die Beschwerdeführerin seinerzeit zu solchen Massnahmen nicht im Stande fühlte ( Urk. 7/32/2). Aus objektiver Sicht liegen mithin keine Gründe vor, um die Selbsteingliederungsfähigkeit tatsächlich zu ver neinen. Bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind d ie Anstellungs chancen der Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund der Berufsbiografie, ange sichts der noch nicht langen Absenz vom Arbeitsmarkt (bezogen auf den Zeit punkt der Begutachtung), aufgrund der relativ hohe n Restarbeitsfähigkeit und mit Blick auf die bestehenden Einschränkungen, die weiterhin einen breiten Fächer an Einsatzmöglic hkeiten offen lassen, vielmehr als intakt zu bewerten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2016 vom 1 0. Juli 2017 E. 4.5 betreffend eine versicherte Person im 6 0. Altersjahr und mit breiter Berufserfahrung). 5.8 Zusammenfassend ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde gegnerin einen Rentenanspruch verneint und das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich demgemäss als unbegründet, was zu deren Abweisung führt. 6. Gemäss Art. 61 lit. f bis ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerde verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver weige rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver si cherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tobias Figi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber FehrWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00228 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 2 3. Mai 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Figi Fankhauser Rechtsanwälte Rennweg 10, 8022 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1963, verheiratet, jedoch getrennt lebend, und Mutter zweier erwachsener Söhne, absolvierte zusätzlich zur obligatorischen Schule die Wirtschaftsmittelschule und schloss diese mit einem Diplom ab. Da nach arbeitete sie mit längeren familienbedingten Unterbrüchen bei unter schiedlichen Arbeitgebern im kaufmännischen Bereich ( Urk. 7/32/2). Ab April 2015 war sie als Payroll Advisor für die Y.___ AG tätig, wobei dieses Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per Ende November 2017 gekündigt wurde ( vgl. Urk. 7/3, Urk. 7/6, Urk. 7/8 ). Mit dem Hinweis auf eine Depressions erkrankung meldete sich die Versicherte am 2 7. Juli 2017 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge Erkundigungen zur Erwerbs biografie ein ( Urk. 7/1, Urk. 7/5, Urk. 7/8, Urk. 7/28 f.) und nahm Berichte und Atteste der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/2, Urk. 7/14, Urk. 7/16-18, Urk. 7/25, Urk. 7/35 ) sowie die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu den Akten ( Urk. 7/9/1-14). Sodann prüfte die IV-Stelle die Gewährung von Massnahme n der Arbeitsvermittlung, kam indessen zum Schluss, dass solche nicht angezeigt seien (vgl. Urk. 7/ 31 f. ). Des Weiteren holte die IV-Stelle das interdisziplinäre Gut achten der Z.___ GmbH, Medizinische Abklärungsstelle A.___ (nachfolgend: MEDAS - A.___ ), vom 1 3. Januar 2020 ein ( Urk. 7/58). Am 4. Mai 2020 beantworteten die Experten zusätzliche Fragen ( Urk. 7/65). Mit Vorbescheid vom 1. Juli 2020 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie das Leistungsgesuch abzuweisen gedenke ( Urk. 7/70). Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob die Versicherte Einwände ( Urk. 7/71, Urk. 7/78). Mit Verfügung vom 4. März 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2 = Urk. 7/83). 2. Gegen die Verfügung vom 4. März 2021 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1 2. April 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr spätestens ab dem 1. April 2018 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales und umfassendes poly disziplinäres Obergutachten unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 in Auftrag zu geben ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Davon wurde der Beschwerdeführerin am 2 7. Mai 2021 Kenntnis gegeben ( Urk. 8 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihres Entscheides aus, die durch geführten Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der bisher ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor eingeschränkt sei. In dieser Tätigkeit bestehe laut dem eingeholten ärztlichen Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Da s betreffende Arbeitsverhältnis indessen bestehe zwischenzeitlich nicht mehr. In einer dem gesundheitlichen Zustand angepassten Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 %. Diese Beurteilung sei seitens des regionalen ärztlichen Dienstes ( RAD ) geteilt worden. Zu beachten sei, dass nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Nach dem stationären Klinikaufenthalt habe die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung nicht konsequent fortgesetzt. Es liege ein Ver meidungsverhalten vor und die Arbeitsfähigkeit werde vor allem durch soziale Belastungsfaktoren (Trennung vom Ehemann, Sorge und Ängste in Bezug auf die Ehe und die weitere persönliche Zukunft, erschwerte Kindheit) ausgelöst. Diese Faktoren rechtfertigten aus rechtlicher Sicht indessen keinen Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung. Nebst der konsequenten Fortführung der Psychotherapie werde empfohlen, die Schlafhygiene zu optimieren. Es sei wichtig, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln. Ferner sei eine Gewichtsreduktion an gezeigt. Die Beweiskraft des Gutachtens werde durch den Umstand, dass Rück fragen an die Gutachter gestellt worden seien, nicht beeinträchtigt. Der medizinisch relevante Sachverhalt sei hinreichend geklärt worden. Eine Ober begutachtung sei unnötig ( Urk. 2 S. 1 f.). In der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausführungen zur Sache ( Urk. 6). 2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, es seien nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden, wider spreche den tatsächlichen Gegebenheiten. Dies ergebe sich insb esondere aus den Darlegungen der behandelnden Psychoth erapeuten gemäss Beschwerdebeilage ( Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. C.___, Klinischer Psychologe, vom Medizinischen Zentrum D.___ ; vgl. Urk. 3/3). Nachweislich befinde sie sich aktuell in zahlreichen T herapien. Es liege eine Erkrankung im Sinne der Invalidenversicherung vor. E ine Schadenminderungspflicht sei ihr im Übrigen nie auferlegt worden. Zu beachten sei ferner, dass die Verwaltung rechtsprechungsgemäss von einer attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht abweichen dürfe, wenn die Ärzte die Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt hätten und deren Beurteilung nachvollziehbar sei. Vorliegend habe selbst der RAD mit seiner Ein schätzung, «ist für den 1. Arbeitsmarkt realitätsfremd» eine Erwerbsunfähigkeit ane rkannt. Der Anspruch auf eine ganze Rente sei demgemäss ausgewiesen. Aus gehend vom Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 10. April 2017 und der An meldung zum Leistungsbezug vom 2 7. Juli 2017 sei der Rent enanspruch spätestens ab dem 1. April 2018 entstanden. Vorliegend sei zwar ein poly disziplinäres Gutachten eingeholt worden, doch habe selbst die Beschwerde gegnerin dieses als mangelhaft e ingestuft. So habe s ie festgestellt, das Gutachten weise etliche und zum Teil schwere Rechtschreibefehler auf (u.a. textli che Ent stellungen wie «…» anstelle von X.___ ). Auch auf andere Schwächen habe die Beschwerdegegnerin hingewiesen und sie sei zum Schluss gekommen, das Gutachten sei korrekturbedürftig. Die von ihr selber nachträglich vor genommene Ressourcenprüfung vermöge ein mangelhaftes Gutachten nicht zu heilen. Das Gutachten sei nicht verwertbar. Nachweislich sei der massgebende medizinische Sachverhalt unter Verletzung der Untersuchungsmaxi me un genügend abgeklärt worden ( Urk. 1 S. 13 ff. Rz 6 f.). 3. 3.1 3.1.1 Die Experten de r MEDAS A.___, Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. F.___, F acharzt für Neurologie, Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und lic. phil. H.___, Fachpsychologe für Neuropsyc hologie FSP, erstatteten am 13. Januar 2020 das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten ( Urk. 7/58). Einleitend führten die Experten aus, aus den Akten ergebe sich, dass bei der Beschwerdeführerin seit 1995 eine depressive Symptomatik bestehe. Allerdings habe diese die Arbeitsfähigkeit über Jahre nicht tangiert. In den Berichten genannt würden sodann zahlreiche weitere Belastungsfaktoren wie Gewichtszunahme, Probleme mit der Mutter und der Schwester, Infekt nach einer Operation an der Achillessehne, Trennung vom Ehemann, Arbeitsbelastung, Kündigung. Zum Zeitpunkt des Austritts aus der stationären Behandlung in der Klinik I.___ im Februar 2018 sei der Gesundheitszustand gebessert gewesen und es habe nur noch ein e leichte depressive Symptomatik bestanden. Die von den behandelnden Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ attestierte voll ständige Arbeitsunfähigkeit stehe dazu in einem erheblichen Kontrast. Eine leit liniengerechte Weiterb ehandlung nach dem Klinikaufenthalt habe nicht statt gefunden. Vor diesem Hintergrund seien sowohl die medizinische Situation als auch die Arbeitsfähigkeit unklar. Bei der Beurteilung der aus gesundheitlicher Sicht zumutbaren erwerblichen Belastung sei von der seit April 2015 ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor für die Y.___ AG auszugehen, wobei das Arbeitsverhältnis auf Ende November 2017 aufgelöst worden sei. Die Beschwerdeführerin habe im Lohnbüro gearbeitet und die Tätigkeit habe auch den Kontakt mit dem Bereich HR sowie mit den Geschäftssitzen von Y.___ im Aus land beinhaltet (Urk. 7/58/3). 3.1.2 Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachte r (1) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken; ICD-10 F06.7) im Rahmen von psychischen und somatischen Problemen, (2) eine anhaltende affektive Störung ( Dysthymie ; ICD-10 F34.1), (3) eine nicht näher bezeichnete Essstörung (Binge Eating -Störung; ICD-10 F50.9), (4) eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), (5) einen chronischen Spa nnungskopfschmerz im Sinne und i m Zusammenhang mit einer Somatisierungssymptomatik bei verminderter Stressbelastbarkeit und (6) ein schweres Schlafapnoe-Syndrom mit Maskendyskomfort. Folgende Diagnosen ordneten die Experten denjenigen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu: (1) eine ehemalige primäre episodische Migräne, seit zirka 2014 nur noch spora disch und geringgradi g auftretend, (2) anamnestische Angabe einer oro mandibulären Dysfunktion, im klinischen Befund aber ohne entsprechende Druckdolenz über den Kiefergelenken oder der T emporalmuskulatur, a m Kopf schmerz aber möglicherweise tendenziell beteiligt, nicht aber relevant, (3) eine arterielle Hypertonie, (4) eine Adipositas, (5) ein en Status nach Lungenembolie vor zirka 30 J ahren, (6) eine Hypercholesterinämie und (7) ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ( Urk. 7/58/7). 3.1.3 Die funktionellen Auswirkungen der gestellten Diagnosen umschrieben die Experten aus psychiatrischer Sicht dahingehen d, dass in Anlehnung an den Mini-ICF-APP von mittelgradigen Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur An wendung fachlicher Kompetenzen, der Durchhaltefähigkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie der Spontan-Aktivitäten und von leichten Ein schränkungen in den übrigen Bereichen auszugehen sei. Trotz festgestellter psy chisch-neuropsychologischer Defizite sei insbesondere das Vermeidung s verhalten im Rahmen der psycho-sozialen Probleme und der motivationale n Schwierigkeiten ein Hindernisfaktor, speziell in Bezug auf die berufliche Inte gration. Die neuropsychologischen Defizite zeigten sich darin, dass die Beschwerdeführerin im Altersvergleich mehr Mühe habe, sich visuell-räumlich Zusammenhänge vorzustellen und mental zu manipulieren. Wenn sie auf mehrere Aufgaben gleichzeitig achten müsse, sei sie etwas langsamer. Sie könne sich nur eine ein ge schränkte Menge an sprachlichen und visuellen Informationen merken. So könne sie sich längere Instruktionen nicht vollständig merken oder vor gezeigte Handlungsabläufe nur unzureichend aufnehmen. Auch ermüde sie im Verlauf der mehrstündigen Untersuchung rascher als erwartet. In den übrigen untersuchten Bereichen hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, sich alleine und pünktlich an einen anderen Ort zu begeben. Sie sei freundlich, in allen Modalitäten orientiert, gepflegt und sie zeige ein der jeweiligen Situation angepasstes Verhalten. Sie lasse sich nicht übermässig rasch ablenken. Sie könne lesen und sprechen und sie verstehe, was man ihr sage. Sie bearbeite Aufgaben in einem üblichen Tempo. Schwierigkeiten bestünden diesbezüglich nur bei Multitasking-Aufgaben. Sie könne visuell -räum liche Zusammen h änge erfass en und motorisch umsetzen, beispielsweise etwas nach einem Plan zusammensetzen. Sie sei in der Lage, Neues zu lernen, zu behalten und frei anhand von Stichworten wiederzuerkennen. Sie sei fähig, gut definierte Probleme zu lösen (Analyse und Planung), eigen e Ideen zu entwickeln und flexibel zwischen ihr bekannten Tätigkeiten zu we chseln. Aus neurologischer Sicht sollten sodann wegen des Schlafapnoe-Syndroms keine monotonen Arbeiten durchgeführt werden. Aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht schliesslich seien keine eigenständigen Einschränkungen zu objektivieren (Urk. 7/58/7 f.). 3.1.4 Bezüglich der ins Gewicht fallenden Persönlichkeitsaspekte führten die Gutachter aus, es zeige sich bei der Beschwerdeführerin eine vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen und es bestünden auch negativistische Akzente. Konflikte und Misserfolge beein trächtigten das Selbstwertgefühl der Beschwerdeführerin, was sich in Empfind lichkeiten und Selbstentwertung zeige. Insbesondere unter Belastung könne ein kohärentes Selbstbild nicht immer aufrechterhalten werden. Die Beschwerde führerin neige zu übermässigem Essen aus Frustration und auch zum Rückzug. Trennungen könne die Beschwerdeführerin nur schwer ertragen, was dazu führe, dass sie Bindungen aufrechterhalte, die nicht in ihrem Interesse seien oder die ihr schadeten. Zu den Belastungsfaktoren gehöre ihr schwieriges Bindungsverhalten vor dem Hintergrund des in der Kindheit erlebten strengen und strafenden Vaters und der Mutter, die sich nur wenig für sie interessiert habe. Auch in ihrer Ehe habe die Beschwerdeführerin nur wenig Verständnis erfahren. Nach langjährigen Problemen sei es 2014 schliesslich zur Trennung gekommen, da der Ehemann sich einer anderen Frau zugewandt habe. Die Trennung habe die Beschwerde führerin stark belastet, insbesondere wegen der Sorgen um ihre persönliche und finanzielle Zukunft. Bis 2017 habe die Beschwerdeführerin noch gearbeitet und danach bis 2019 Krankentaggelder bezogen ( Urk. 7/58/8). 3.1.5 Hinsichtlich der Konsistenz falle das Vermeidungsverhalten der Beschwerde führerin und ihre unzureichende Motivation für eine adäquate Therapie sowohl in psychiatrischer als auch in somatischer Hinsicht ins Gewicht. Bezüglich der bisherigen Tätigkeit sei insbesondere aufgrund der psychiatrischen und neuro psychologischen Beeinträchtigungen von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % auszugehen. Seitens der behandelnden Ärzte sei retrospektive, das heisst ab April 2017 zunächst eine Arbeitsfähigkeit von 60 % attestiert worden sowie ab November 2017 dann eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Dies sei nicht nach vollziehbar. Ab dem genannten Zeitpunkt sei vielmehr von der anlässlich der Begutachtung evaluierten Arbeitsfähigkeit von 50 % bezüglich der bisherigen Tätigkeit auszugehen, mit Ausnahme stationärer Behandlungszeiten. Für eine Tätigkeit, die Rücksicht auf die gesundheitliche Beeinträchtigung nehme, sei hin gegen von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % auszugehen. Retrospektiv gelte dies seit April 2017, abgesehen von stationären Behandlungszeiten. Entscheidend da für, dass auch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestehe, seien die psychischen und neuropsychologischen Defizite. In der Interaktion mit den somatischen Diagnosen komme es zu keiner weiteren Addition von Teilarbeitsunfähigkeiten. Therapeutisch hätten sich die psycho therapeutisch- psychoedukativen und soziotherapeutischen Ansätze bewährt und diese seien auch weiterhin notwendig. Dies habe insbesondere die stationäre Hospitalisation in der Privatklinik I.___ gezeigt. Die Behandlung sei jedoch offensichtlich nicht in der gewünschten Form und unmittelbar im Anschluss an den Klinikaufenthalt weitergeführt worden. Dasselbe gelte für die Verhaltens massnahmen in Bezug auf die Schlafhygiene. Unter Berücksichtigung des bis herigen Verlaufs und der prognostischen Faktoren könne der konsequente Therapieerfolg aus psychiatrischer Sicht in rund einem Jahr beurteilt werden. Das Schlafapnoe-Syndrom stehe auch im Zusammenhang mit der Adipositas. Eine Optimierung der Schlafhyg iene, aber auch weitere Versuch e, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln, sei wichtig. Damit im Zusammenhang sei auch eine deut liche Gewichtsabnahme angezeigt (Ur k. 7/58/8 f.). 3.2 3.2.1 Nach Erstattung des Gutachtens gelangte die Beschwerde gegn erin mit Schreiben vom 2 3. Januar 2020 mit Ergänzun gsfragen an die Ärzte der MEDAS A.___. Sie bat namentlich um eine Erläuterung, wie sich die gestellten Diagnosen im Ein zelnen auf die Arbeitsfähigkeit als Payroll Advisor auswirkten. Ferner sollten die Gutachter sich dazu äussern, inwiefern zwischen einem obstruktiven und einem schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 2 3. Januar 2020 darauf hin, das Gut achten weise verschiedene Rechtschreibefehler auf (z.B. «…» anstelle von Y.___ ; Urk. 7/61/1). 3.2.2 In der Stellungnahme vom 4. Mai 2020 hielten die MEDAS-Gutachter Dr. E.___ und Dr. F.___ fest, erhebliche Fehler hätten sich im Gutachten auch nach wiederholter Prüfung w eder in orthografischer noch in stilistischer oder inhalt licher Hinsicht entdecken lassen. Es handle sich um einige Tippfehler, ins besondere im neuropsychologischen Teilgutachten ( Urk. 7/65/1 f.). Des Weiteren führten die Gutachter aus, die im Rahmen der Ergänzungsfragen angesprochenen Aspekte seien in den Ausführungen der Teilgutachten bereits erläutert worden. Z u ergänze n sei, die angestammte Tätigkeit als Payroll Advisor umfasse die Durchführung der Gehaltsabrechnungen und die diesbezügliche Schulung der Kunden sowie darüberhinausgehend beratende Aufgaben, um allen Beteiligten genaue und zeitnahe Informationen zu allen Aspekten im Zusammenhang mit den Gehaltsabrechnungen verschaffen zu können. Aus der Kompl exität der Auf g abe heraus leite sich auch die versicherungsmedizinische Beurteilung ab, wobei den neuropsychologischen Defiziten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zukomme. Letztere würden wiederum durch das Schlafapnoe-Syn drom und die Dysthymie beeinfluss t und versursachten in ihrer Gesamtheit die Leistungsdefizite. Die Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms könne gestellt wer den, wenn innerhalb einer Stunde mindestens zehn Apnoen mit einer Dauer von jeweils zehn Sekunden aufträten. Die Anzahl der Apnoen von über zehn Sekun den Dauer werde als Apno e-Index (AI) bezeichnet. Neben den Apnoen könnten während des Schlafs auch Phasen auftreten, in denen der Atemfluss und die Atemaktivität zwar nicht aussetzten, aber eingeschränkt seien. Dies bezeichne man als Hypopnoe. Die Anzahl der Apnoen und Hy popnoen würden als Apnoe- Hypopno e -Index ( AHI) bezeichnet und zur Einteilung des Schweregrades des Schlafapnoe-Syndroms herangezogen. Bei einem AHI zwischen 28 und 30 werde von einem mittelgradigen und bei einem AHI über 30 von einem schwergradigen Schlafapnoe-Syndrom gesprochen. Sowohl die Diagnose des Schlafapnoe-Syn droms als auch diejenige des schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Masken dyskomfort seien korrekt, wobei die erste Diagnose noch keinen Schweregrad beinhalte. Im Zusammenhang mit der Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms sei im Gutachten insbesondere auch der Aspekt der Inkonsistenzen hinsichtlich Therapie und Compliance erörtert worden. Bei der Beschwerdeführerin bestehe nur eine geringe Bereitschaft, sich auf eine effektive CPAP-Behandlung einzu lassen. Sie selbst habe berichtet, die Maske beim Nachtschlaf nicht regelmässig anzulegen, da sie auf dem Sofa schlafe, während sich die CPAP-Maske an ihrem Bett befinde. Angesichts dieses Verhaltens müsse mit Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit gerechnet w erden. Eine weitere Folge davon seien auch die neuropsychologisch festgestellten kognitiven Störungen. Darauf sei im Gutachten hingewiesen worden. Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom könnten kognitive Defizite, aber auch affektive Schwankungen entwickeln und sie seien unter and e rem auch von einer erhöhten Sterblichkeit bedroht, wenn sie keine effektive Therapie akzeptierten und diese regelmässig anwendeten. In diesem Zusammenhang sei im Gutachten wiederholt von Schlafhygiene gesprochen worden. Hi erzu gehörten insbesondere gere gelte Schlafzeiten sowie ein gelüfteter, dunkler und ruhiger Raum. Auch bestimmte «Zu-Bett-geh-Rituale» seien wichtig. Von Bedeutung sei sodann bei Über gewichtigen eine Gewichtsreduktion. Diese Grundsätze, die zur Verbesserung der subjektiven Müdigkeit und der neuropsychologischen Defizite erforderlich seien, habe die Beschwerdeführerin bislang ausser Acht gelassen. Ursächlich dafür seien ein deutliches Vermeidungsverhalten und auch motivationale Faktoren. Die Ess störung, die Persönlichkeitsakzentuierung und auch die Kopfschmerzen hätten einen indirekten Einfluss auf den Zustand der Beschwerdeführerin und ihr Aktivitätsniveau. Für sich allein genommen hätten sie aber keine quantitative Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Bei der Dysthymie träten d ie depressiven Symptome nicht periodisch auf, sondern sie seien anhaltend. Bei einer Dauer von mindestens zwei Jahren könne von einer chronischen Depression gesprochen werden. Auf grund der anamnestisch en Angaben und der Dokumentation sei bei der Beschwerdeführerin von einer seit den neunziger Jahren bestehenden Dysthymie auszugehen. D ie depressive Symptomatik bei der Beschwerdeführerin sei sowohl chronifiziert als auch im Verlauf fluktuierend. Teilweise habe sie sich gebessert, mehrheitlich sei sie aber gleichmässig vorhanden. Verschlechterungen korrelierten mit jeweils einhergehenden kritischen Lebensereignissen. Im Vorder grund stünden aber psychosoziale Probleme, Sorgen und Ängste in Bezug auf ihre Ehe und die persönliche Zukunft, was es bei der Beurteilung der Limitationen zu berücksichtigen gelte ( Urk. 7/65/2-4). 3.3 3.3.1 Die behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ äusserten sich in der Stellungnahe vom 7. Dezember 2020 zum Gutachten der MEDAS A.___. Sie führten aus, im Gutachten sei die medi kamentöse Behandlung durch das Medizinische Zentrum D.___ als nicht leitliniengerecht beurteilt worden, was nicht gerechtfertigt sei. S eit Juni 2012 finde eine Behandlung mit Einzel therapie in wöchentlichen Abständen statt, wobei im Zuge dieser Behandlung auch verschiedene Medikamente zum Einsatz gekommen seien. Ferner habe zwei mal eine stationäre Behandlung stattgefunden. Zu einer Besserung sei es bisher trotzdem nicht kommen. Insbesondere habe sich entgegen der Auffassung im Gutachten der Zustand nach der stationären Behandlung in I.___ nicht gebessert. Bereits nach einer Woche sei der Zustand wieder gewesen wie zuvor. Mit der im Gutachten gestellten Diagnose einer Dysthymie würden die Vor diagnosen ignoriert und die klinischen Verschlechter ungen bagatellisiert. Die wesentlichen Befunde sprächen gegen diese Diagnose. Die Stimmung der Beschwerdeführerin sei deutlich depressiv und resigniert und die Vitalgefühle seien deutlich gestört. Sie sei affektiv blockiert, die Gestik und die Mimik seien gespannt. Kognitiv falle eine Verminderung respektive Verlangsamung von Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung auf. Bezüglich der gescheiterten beruflichen Massnahmen sei zu beachten, dass bei der Beschwerde führerin eine starke Müdigkeit vorhanden sei, sie die persönliche Hygiene ver nachlässige und täglich Kopfschmerzen habe. Bereits nach den Therapiesitzungen sei die Beschwerdeführerin vollkommen erschöpft, könn e praktisch nur noch liegen und verfalle vor dem Fernsehen in Gedankenkreisen. Darüber hinaus bestehe ein Messie-Syndrom, welches im Gutachten weder inhaltlich noch diagnostisch erfasst worden sei. Schlichtweg falsch sei die Einschätzung im Gut achten, die Arbeitsfähigkeit werde durch die depressiven Symptome nicht tangiert ( Urk. 3/3 S. 2 f.). A ls D iagnosen nannten die behandelnden Ärzte abschliessend (1) eine rezidi vierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode ohne psycho tische Symptome (ICD-10 F33.2) mit/bei schwerer Vernachlässigung und Gewalt erfahrung in der Kindheit sowie M essie-S ymptome, (2) eine ab h ängige Per sö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) respektive ein Verdacht auf eine schizoide Persö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1 ), (3) Adipositas per magna (ICD-10 E66.0; BMI = 41) und (4) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken im Rahmen von psychischen und soma tischen Problemen). Zuletzt habe die Beschwerdeführerin in einem Lohnbüro gearbeitet. Diese Anstellung sei ihr aufgrund der Red uktion des Pensums von 80 auf 60 % gekündigt worden. Danach habe die Symptomatik bis heute zuge nommen. Nicht einmal einen Bewerbungskurs habe die Beschwerdeführerin mehr absolvieren können. Die Compliance und die Motivation seien allerdings gut. Trotz jahrelanger stationärer und ambulanter Behandlung sei die Beschwerde führerin vollständig antriebslos im Rahmen der Depression, was eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, auch für angepasste Tätigkeiten. Selbst der Haushalt sei nur mit der Hilfe der Spitex zu bewältigen ( Urk. 3/3 S. 4 ). 3.3.2 Im vorangehenden Bericht vom 1 5. Oktober 2018 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ zur Hauptsache übereinstimmende Diagnosen gestellt. Keine Erwähnung fand seinerzeit die leichte neuro psychologische Störung, stattdessen waren die Ärzte damals von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen ( Urk. 7/35/4). Zum damaligen psychopathologischen Befund lässt sich dem Bericht entnehmen, die Beschwerdeführerin sei äusserlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientier t. In der Kontaktaufnahme sei sie abwarten d, im Spontanverhalten aktiv. Die Stimmung sei deutlich depressiv-resigniert und affektiv kontrolliert. Im Gesprächsverlauf sei die Beschwerdeführerin mitteilungsaktiv. S ie wein e dabei viel. Kognitiv falle eine Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis auf, ebenso bestehe eine auffällige Vergesslichkeit und Unschlüssigkeit. Das Denken sei indessen formal beweglich, inhaltlich problemzentriert, mit Einschränkungen lenkbar und es bestünden keine Anhalts punkte für ein psychotisches Erleben. Auch Suizidgedanken bestünden nicht, weder aktuell noch anamnestisch. Schliesslich attestierten die behandelnden Ärzte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 7/35/ 2 u. 5). 3.3.3 Im Bericht vom 1 2. Juni 2017 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ weitgehend übereinstimmende psychopathologische Befunde erwähnt, waren aber stattdessen nicht von einer schweren, sondern von einer mittelschweren Episode im Rahmen der auch damals schon diagnostizierten rezidivierenden depressiven Episode und einer damals bestehenden Arbeitsfähig keit von 60 % auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgegangen und hatten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf für umsetzbar erachtet, auf grund der günstigen Prognose als Folge der hohen Motivation und der familiären Ressourcen ( Urk. 7/9/13 f.). 4. 4.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 4.2 Das Gutachten der MEDAS A.___ vom 1 3. Januar 2020 umfasst die von den Expertinnen und Experten des MEDAS A.___ nach Fallvorlage (vgl. Urk. 7/39, Urk. 7/41) als relevant erachteten Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin ( Urk. 7/58/87 ff.), Neurologie ( Urk. 7/58/48 ff.) und Psychiatrie ( Urk. 7/58/64 ff.). Ferner veranlassten die Expertinnen und Experten im Zuge der Begutachtung eine neuropsychologische Abklärung ( Urk. 7/58/99 ff.). Den Abschluss der Begutachtung bildete die interdisziplinäre Konsensbeurteilung ( Urk. 7/58/3 ff.). Die Expertinnen und Experten verfügten über die jeweils erforderlichen Qualifikationen. Die Beschwerdeführerin konnte bei den Untersuchungen ihre Beschwerden ausführlich schildern und der Begutachtung liegt eine für die betreffenden Fachrichtungen spezifische Anamneseerhebung zu Grunde. Die Expertise erfolgte sodann nach Einsicht in die zur Verfügung stehenden Vorakten ( Urk. 7/58/11 ff.). Damit erweist sich das Gutachten formal als für die streitigen Belange umfassend und auf allseitigen Untersuchungen beruhend. Erforderlich ist darüber hinaus, dass es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung en der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen) 4.3 4.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie, aufgrund des Gutachtens könne nicht davon ausgegangen werden, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine ver wertbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Davon sei selbst der RAD ausge gangen ( Urk. 1 S. 14 f Rz 6.6-8 ). Die Beschwerdeführerin bezieht sich hier bei auf eine Äusserung von RAD-Arzt PD Dr. med. univ. J.___, Facharzt fü r Neurologie, vom 1 4. Mai 202 0. PD Dr. J.___ hatte festgehalten, gemäss MEDAS-Gutachten sei bezüglich einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus zugehen. Die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, angepasst sei insbe sondere eine Tätigkeit ohne Zeitdruck, sei mit Blick auf den ersten Arbeitsmarkt allerdings realitätsfern ( Urk. 7/69/7). 4.3.2 Effektiv hielt der psychiatrische Experte der MEDAS A.___, Dr. E.___, fest, ange passt sei eine Tätigkeit ohne Zeitdruck und ohne Multitasking sowie mit gelegentlichen Pausen bei Überforderung ( Urk. 7/58/85). Auch in der inter disziplinären Beurteilung gelangten die Gutachter zum Schluss, es bestünden namentlich Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur Pla nung und Strukturierung von Aufg aben, bezüglich der Umstellfähigkeit, bezüglich der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen und bezüglich der Ent scheidungsfähigkeit. Auch die festgestellten leichten Beeinträchtigungen neuropsychologischer Art (vgl. Urk. 7/58/9 ff.) gaben Anlass zum Schluss, dass mit einer rascheren E rmüdung gerechnet werden müsse ( Urk. 7/58/7). Dies lässt das Erfordernis, im Rahmen der Ausübung einer angepassten Tätigkeit sollte kein Zeitdruck herrschen, als nachvollziehbar erscheinen. Nicht nachvollziehbar ist indessen die Einschätzung des RAD-Arztes, das Erfordernis einer Tätigkeit mit geringem Zeitdruck sei auf dem erste n Arbeitsmarkt nicht umsetzbar. 4.3.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis ). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätig keiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst mithin auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vi eler: Urteile des Bundesgericht s 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung ist im Übrigen nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden versicherung, 3. Auflage 2014, Rn 132 zu Art. 28a). 4.3.4 Der Umstand, dass gemäss MEDAS-Gutachten für die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit im Umfang eines 90%-Pensums lediglich in Frage kommt, wenn sie ohne Zeitdruck arbeiten kann, schliesst die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach dem Gesagten keineswegs aus. Das Erfordernis des geringen Zeitdrucks erfordert vom Arbeitgeber ein gewisses Ent gegenkommen. Mit einem solchen kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres gerechnet werden. 4.4 4.4.1 Des Weiteren macht d ie Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung geltend, die Therapierbarkeit und die prognostische Besserungs fähigkeit eines Leidens schlössen die Zusprechung einer Rente nicht aus ( Urk. 1 S. 13 f. Rz 6.3 f.). Dem ist im Grundsatz nicht zu widersprechen. Weder schliessen bei psychischen Gesundheitsschäden intakte therapeutische Optionen den An spruch auf Leistungen schlechterdings aus, noch führen ungünstige Therapie optionen ohne Weiteres zu deren Zusprechung. Vielmehr ist der betreffende As pekt zusammen mit den übrigen Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1) zu beurteilen. Erst dadurch lässt sich der Anspruch auf Leist ungen rechtsgenüglich ermitteln. 4.4.2 Sofern die Beschwerdeführerin aus ihrem Argument folgert, es stehe ihr trotz der von den Gutachtern genannten Behandlungsoptionen ( Urk. 7/58/9) eine Rente zu, greift dies aber jedenfalls zu kurz. Erforderlich ist eine Gesamtbetrachtung im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens. In seiner jüngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht hinsichtlich depressiver Leiden im mittelgradigen Bereich betont, die invalidisierende Wirkung sei hier besonders sorgfältig zu prüfen. Es dürfe nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit zu bewirken (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 1 5. Mai 2017 E. 4.3). Ge mäss BGE 148 V 49 ist sodann bei leicht- bis mittelgradiger Ausprägung eines depressiven Leidens ohne nennenswerte Interferenz durch psychiatrische Komorbid itäten und bei intaktem Therapiep otential insbesondere die Dauer haftigkeit des Gesundh eitsschadens in Frage gestellt, da ein solches Leiden nicht als schwergradig eingestuft werden kann. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (E. 6.2.2). 4.5 4.5.1 Ferner macht d ie Beschwerdeführerin namentlich unter Bezugnahme auf die psychiatrischen Untersuchungsergebnisse im MEDAS-Gutachten geltend, es sei ein neues Gutachten nötig. Sie weist darauf hin, die Feststellung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens habe anhand ein e s strukturierten Beweis verfahrens zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin selber habe das Gutachten der MEDAS A.___ als mangelhaft beurteilt und es den Gutachtern zur Korrektur vor gelegt. Weder dies noch die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ressourcenprüfung vermöge das Gutachten zu heilen ( Urk. 1 S. 15 f. Rz 7.1-4). 4.5.2 Anders als die MEDAS-Gutachter gehen d ie behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus, wobei für sie als limitierender Faktor die Depression im Vordergrund steht (vgl. Urk. 3/3 S. 4). Die behandelnden Ärzte beschrie ben in der Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 allerdings die von ihnen diagnostizierte schwere Episode im Rahmen der d epressiven Störung nicht nachvollziehbar ( Urk. 3/3 S. 3). Auch der frühere Bericht vom 1 5. Oktober 2018 enthält keine überzeugende Herleitung der auch damals schon diagnostizierten schweren depressiven Episode ( Urk. 7/35/4 f.). D ie von den behandelnden Therapeuten erwähnten Befunde für die Diagnose einer schweren depressiven Episode gemäss ICD-10 F33.2 (richtig: F32.3; Urk. 3/3 S. 3 f. ) korrelieren nicht respektive nur unvollständig mit den jenigen, die gemäss ICD-10 die Diagnose einer schweren depressiven Episode rechtfertigen. In einer schweren depressiven Episode zeigt die betroffene Person meist eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit, es sei denn Hemmung sei das führende Symptom. Es kommt zum Verlust des Selbstwertgefühls und es herrschen Gefühle von Nutzlosigkeit oder Schuld vor. In besonders schweren Fällen besteht ein hohes Suizidrisiko (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien. 1 0. Aufl., Bern 2015, S. 174). Aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten ergibt sich weder, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit vorhanden ist respektive war, noch das Gegenteil davon, eine vorherrschende Hemmung. Ebenso verneinten die behandelnden Ärzte das Vorhandensein von Suizid gedanken, womit eine akute Suizidalität klar ausgeschlossen wurde. Auch im Übrigen fehlt es an der leitliniengerechten Herleitung der gestellten Diagnose, namentlich an der Darlegung, ob und in welchem Ausmass das für die Diagnose vorausgesetzte somatische Syndrom gegeben ist (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 170 f. und S. 174). Z uvor, das heisst im Bericht vom 1 2. Juni 2016 an den Taggeldversicherer der Beschwerdeführerin, war noch eine mittelgradige depressi ve Episode diagnostiziert und eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 60 % auf 80 % prognostiziert worden ( Urk. 7/9/13 f. ). Weswegen sich der Zustand in der Folge derart deutlich sowie anhaltend verschlechtert haben soll und ohne jede Aussicht auf eine Besserung dauerhaft eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, ergibt sich aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten nicht hin reichend, zumal die stationäre Behandlung in der Klinik I.___ gegen Ende 2017 bis Anfang 2018 zeigte, dass mittels einer Intensivierung der Behandlung durch aus eine Besserung erreichbar war. Insbesondere konnten im Rahmen der stationären Behandlung erfolgreich Ansätze erarbeitet werden, um ungünstige Handlungsmuster und Gewohnheiten zu erk ennen und zu vermeiden (Urk. 7/58/12 f.). Abweichend von den behandelnden Ärzten stellte der MEDAS-Experte Dr. E.___ die Diagnose einer Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 ( Urk. 7/58/80). Mit Blick auf die diagnostischen Leitkriterien (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.) hat der Gutachter seine Diagnose anhand der er hobenen Befunde und der anamnestischen Angabe n nachvollziehbar dargelegt, dabei auch die abweichende Auffassung der behandelnden Therapeuten gewürdigt ( Urk. 7/58/80 ff.) und seine Standpunkte in der ergänzenden Stellung nahme vom 4. Mai 2020 erneut erörtert ( Urk. 7/65/3 f.). Vor diesem Hintergrund kann die Schlussfolgerung nachvollzogen werden, dass bei der Beschwerde führerin eine chronifizierte und fluktuierende depressive Symptomatik vor herrscht, die im Verlauf zum Teil gebessert hat, mehrheitlich jedoch gleichmässig vorhanden war, abgesehen von Verschlechterungen aufgrund von kritischen Lebensereignissen ( Urk. 7/65 / 4). 4.5.3 Die behandelnden Therapeuten stellten zusätzlich die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60.7, wobei diese Diagnose zunächst die Ärzte der Klinik I.___ gestellt hatten ( Urk. 3/3 S. 4; vgl. Urk. 7/58/12). Zu den diagnostischen Leitlinien von Persönlichkeitsstörungen zählen namentlich (1) eine deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahr nehmung und Denken sowie in den Beziehungen zu anderen, (2) ein andauerndes, nicht auf Episoden beschränktes auffälliges Verhaltensmuster und (3) ein B eginn d er Störungen immer in der Kindheit oder der Jugend und eine M anifest ation auf Dauer im Erwachsenenalter (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 276 f.). Ein derartiges Verhaltensmuster haben die behandelnden Thera peuten weder im erforderlichen Ausmass noch in lebensgeschichtlicher Hin sicht ausreichend beschrieben und hergeleitet. Auch in den Darlegungen der Ärzte der Klinik I.___ finden sich keine konkreten Anhaltspunkte für die Validität dieser Diagnose (vgl. Urk. 7/58 /12 f., Urk. 7/58/66 f.). Den auffälligen Persönlichkeits aspekten (vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende und auch negativistische Züge) wurden im MEDAS-Gutachten nachvollziehbar mit der Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen Rechnung getragen ( Urk. 7/58/76, Urk. 7/58/80). 4.5.4 Eine detaillierte Prüfung der im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens massgeblichen Indikatoren ( BGE 141 V 281 E. 4.3.1) findet sich nicht im Gut achten. Die Beschwerdegegnerin hielt allerdings im Rahmen ihrer Ressourcen prüfung fest, aufgrund des MEDAS- Gutachtens sei mit der Dysthymia und der Persönlichkeitsakzentuierung keine schwerwiegende psychische Erkrankung aus gewiesen ( Urk. 7/69/8). Bei der Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 handelt es sich diagnosebedingt u m eine nicht schwergradig ausgeprägte psychische Erkrankung. Das Leiden ist geprägt von leichten bis höchstens mittelgradigen depressiven Phasen (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.). Bei der Persönlichkeitsakzentuierung gemäss ICD-10 Z73.1 sodann handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnah me des Gesundheitswesens führen und als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens fallen (Urteil des Bundes gerichts 8C_570/2008 vom 4. Mai 2009 E. 4.2.5). Der Würdigung der Beschwerdegegnerin ist somit beizupflichten. Auch vor dem Hintergrund des weitgehend intakten sozialen und familiären Beziehungsnetzes und der viel fältigen Aktivitäten mit regelmässigen Reisen innerhalb der Schweiz und im Aus land mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehr, ist davon auszugehen, dass kein schwergradig ausgeprägtes psychisches Leiden vorliegt ( Urk. 8/58/74 f.). Aufgrund der Feststellungen im MEDAS-Gutachten steht sodann nicht das depressive Leiden im Vordergrund, sondern das ausgeprägte Vermeidungs verhalten. Praxisgemäss (BGE 148 V 49) bedarf es in einer solche n Konstellation, das heisst beim Vorliegen eines wenig ausgeprägten depressiven Leidens gewichtiger Gründe, um von einer invalidisierenden Erkrankung auszugehen. Solche sind hier nicht ersichtlich. Die MEDAS-Gutachter legten dar, dass mit einer leitliniengerechten psychiatrischen Behandlung nach wie vor und konkret Aus sicht auf eine Besserung besteht ( Urk. 7/58/9, Urk. 7/58/83 f.). Der gegenteiligen Auffassung der Beschwerdeführerin, die sich auf die Beurteilung der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ stützt, kann nicht gefolgt werden. Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weswegen auf die von den behandelnden Ärzten anerkannte Besserung im Zuge der Behandlung in der Klinik I.___ gleichsam unvermeidbar eine sofortige Ver schlechterung folgte ( Urk. 3/3 S. 2), die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf trotz Behandlung vollständig antriebslos blieb ( Urk. 3/3 S. 4) und damit eine erneute Besserung schlechterdings nicht mehr im Bereich des Möglichen lag. 4.5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beurteilung im MEDAS-Gutachten auf psychiatrischem Fachgebiet zu überzeugen vermag. Die von der Beschwerde führerin unter Bezugnahme auf die Darlegungen der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ geäusserte Kritik vermag daran nichts zu ändern. Eine erneute Begutachtung, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt, ist demgemäss nicht angezeigt. 4.6 Sowohl die MEDAS-Experten als auch die behandelnden Therapeuten der Beschwerdeführerin stell ten leichte neuropsychologische Störung en fest, insbe sondere in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und visuell-räumliches Denken, und sie gingen davon aus, dass sich diese a uf die Arbeitsfähigkeit aus wirken ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Insofern besteht Übereinstimmung zwischen Gutachte r n und den behandelnden Ärzten. Es ist nachvollziehbar, dass sich diese Störungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit auswirken (Urk. 7/58/7 f.). Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde dies hinreichend nachvollziehbar dargelegt ( Urk. 7/58/107 ff.). 4.7 Auch im Übrigen ergeben sich an der Beurteilung der MEDAS-Gutachter keine ins Gewicht fallenden Zweifel. Übereinstimmend mit den MEDAS-Gutachtern nannten auch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ die Adipositas per magna als Diagnose, wobei sie dieser ebenfalls keinen unmittelbar en Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumassen ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Zu den weiteren von den MEDAS-Gutachtern genannten Diagnosen ( Urk. 7/58/7) erfolgten seitens der Beschwerdeführerin keine konkreten Einwände. 4.8 Die ergänzende gutachterliche Stellungnahme enthält Ausführungen zum Schlafapnoe-Syndrom der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin wünschte eine Erläuterung dahingehend, inwiefern zwischen den Diagnosen eines obstruktiven und derjenigen eines schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei ( Urk. 7/61/1). I n der ergänzenden gutachterlichen Stellung nahme vom 4. Mai 2020 äusserten sich der psychiatrische Experte Dr. E.___ und der neurologische Gutachter Dr. F.___ hierzu ( Urk. 7/65/2). Trotz ihrer Erläuterung ist weiterhin offen, weswegen im Gutachten nebst der Diagnose eines schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Maskendyskomfort, die insbesondere die Ausprägung des Leidens zum Ausdruck bringe, zusätzlich auch die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom s genannt wurde (Urk. 7/58/7). Eine nochmalige Rückfrage erübrigt sich aber. Praktisch v on Belang ist, dass durch das Gutachten dargetan und im Übrigen auch unbestritten ist, dass das fragliche Leiden befundmässig ausgewiesen ( Urk. 7/58/52) und dass ihm im Zusammen hang mit dem Maskendyskomfort ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt worden ist ( Urk. 7/58/ 61 f. ). 4.9 Die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ hoben im Besonderen die von ihnen als krankhaft gewürdigte chronische Unordnung zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Sinne eines Messie-Syndroms hervor ( Urk. 3/3 S. 2 und S. 4), jedoch fehlt es an Darlegungen, wie sich dies auf die erwerblichen Fähigkeiten konkret auswirkt (Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/35/4). Die im Jahr 2018 und ebenso davor im Jahr 2017 noch diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung ( Urk. 7/9/13, Urk. 7/35/4) taucht im Bericht vom 7. Dezember 2020 ohne weitere Erläuterung nicht mehr auf ( Urk. 3/3 S. 4). Auf den von den MEDAS-Gutachtern beschriebenen Problembereich des Vermeidungsverhaltens und der motivationalen Schwierigkeiten ( Urk. 7/58/8, Urk. 7/58/83) gingen die behandel nden Therapeuten gar nicht ein, sondern bejahten ohne weitere Begründung eine gute Motivation und Compliance ( Urk. 3/3 S. 4). Insgesamt ist die von den behandelnden Therapeuten durchwegs attestierte vollständige Arbeitsunfähigkei t ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4; vgl. auch Urk. 7/16-18) für jegliche Tätigkeit so nicht hinreichend abgestützt, zumal noch im Jahr 2017 bei diagnostizierter mittelgradiger depressiver Episode und somatoformer Schmerz störung, Adipositas per magna und Kopfschmerzproblematik eine Arbeitsfähig keit von 6 0 % und eine baldige Steigerung derselben prognostiziert worden war ( Urk. 7/9/13 f.). In der Gesamtschau entsteht der Eindruck, dass von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ jeweils entsprechend der effektiv aus geübten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Im Juni 2017 war die Beschwerdeführerin noch im Ausmass von 60 % arbeits tätig gewesen ( Urk. 7/9/13 f., Urk. 7/2). Nach dem Verlust dieser Stelle im November 2017 arbeitete die Beschwerdeführerin nicht mehr, wobei die behandelnden Thera peuten seither eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten ( Urk. 7/35/2, Urk. 7/16-18, Urk. 3/3 S. 4). Zu beachten ist auch, dass die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Bericht vom 1 2. Juni 2017 unter Fort führung der Behandlung im Verlauf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit für realisierbar gehalten hatten. Damit im Zusammenhang erachteten sie auch eine Gewichtsabnahme für angezeigt, falls nötig in stationärem Rahmen ( Urk. 7/9/14). Aus welchen Gründen die Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf aus obje ktiven Gründen doch nicht gesteigert werden konnte, sondern sich nach Ansicht der Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Gegenteil zu eine r voll ständige n Arbeitsunfähigkeit entwickelte und trotz weiterhin günstiger Prognose auf diesem Niveau verharrte ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4), blieb ohne Erklärung. Eine a uf medizinische Gesichtspunkte abgestützte Bewertung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ liegt mithin nicht vor. 4.10 Die Beschwerdeführerin rügte schliesslich, das MEDAS-Gutachten weise verschiede ne und zum Teil schwere redaktionelle Fehler auf, die insgesamt zu dessen Unverwertbarkeit führten ( Urk. 1 S. 15 Rz 7.3). Zusätzlich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Gutachten sei trotz Mahnung durch die Beschwerdegegnerin nicht innert einer als statthaft zu bezeichnenden Frist vor gelegt worden ( Urk. 1 S. 6 f. Rz 5.8.1 und S. 9 Rz 5.8.6). Bei der MEDAS A.___ ging der Gutachtensauftrag am 2 8. Februar 2019 ein und fertig gestellt wurde das Gutachten am 1 3. Januar 2020 ( Urk. 7/43, Urk. 7/58). Diese Zeitspanne für die Durchführung der Untersuchungen und die Redaktion des Gutachtens kann objektiv betrachtet nicht als ausserordentlich lange bezeichnet werden. Gleiches gilt betreffend die Beantwortung der zusätzlichen Fragen (Urk. 7/61, Urk. 7/65). Was sodann die redaktionellen Fehler betrifft, so existieren solche, was auch die Gutachter einräumten ( Urk. 7/65/1 f.), jedoch nicht in einer Weise und Häufung, dass dies das Gutachten als solches in Frage stellen würde. 4. 11 4.11.1 Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten fallen vor rangig die aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht festgestellten B eeinträchtigungen ins Gewicht ( Urk. 7/58/8 f.). Für die angestammte Tätigkeit, verstanden als solche im kaufmännischen Sektor im Personal- und Buch haltungsbereich ( Urk. 7/6/2, Urk. 7 /58/109), gingen die MEDAS-Gutachter bezogen auf den Zeitpunkt der Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % aus, bezogen auf ein volles Erwerbspensum. Retrospektiv erachteten sie die von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ im Juni 2017 attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % für plausibel, mit Ausnahme der Zeiten stationäre r Behandlung ( Urk. 7/9/14, Urk. 7/58/8). Für eine angepasste T ätigkeit, verstanden als solche, die auf die kognitiven Einschränkungen R ücksicht nimmt ( Urk. 7 /58/108), in der ohne Zeitdruck gearbeitet werden kann, die keine Auf gaben im Sinne des Multitasking und kein monotones A rbeiten erfordert und in der die Möglichkeit besteht, Erholungspausen ein zu legen ( Urk. 7/58/62, Urk. 7/58/85, Urk. 7/58/110), gingen die Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus ( Urk. 7/ 58/8). Eine nur in geringem Grad beeinträchtigte Arbeits fähigkeit in einer Tätigkeit, die auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nimmt, erweist sich als grundsätzlich überzeugend. 4.11.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert, der neuropsychologische Gutachter habe die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit auf ein halbes Prozent genau an gegeben, diejenige für eine angepasste Tätigkeit aber nicht näher definieren können ( Urk. 1 S. 8 Rz 5.8.3). Lic. phil. H.___ hielt fest, er gehe davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit noch ein Pensum von 50 % möglich sein sollte. Die Leistung sei in dieser Zeit nur geringfügig, das heisst um etwa 15 % eingeschränkt, was rein rechnerisch ein Pensum von mindestens 42,5 % ergebe ( Urk. 7/58/109). Hinsichtlich des zumut baren Pensums in einer angepassten Tätigkeit hielt lic. phil. H.___ fest, sei von einer höheren Präsenzzeit auszugehen. Die Leistungsfähigkeit sei nur noch minim, das heisst um etwa 5 % eingeschränkt, da die Beschwerdeführerin selber und auch ihr Arbeitgeber für die reibungslose Bewältigung des Alltages einen etwas höheren Aufwand betreiben müssten. Die genaue Bewertung der Präsenz zeit sei anlässlich der interdisziplinären Konsensbesprechung vorzunehmen ( Urk. 7/58/110). Die Analyse der Darlegungen des Neuro psychologen zeigt zum einen, wie der rein rechnerische Wert für die Arbeitsfähigkeit in de r bisherigen Tätigkeit zustande kam, und zum anderen zeigt sich, dass er sehr wohl eine Bewertung der Rest arbeitsfähigkeit im dem Sinne vornahm, dass er von einer nur geringfügig limitierten R estarbeitsfähigkeit ausging, deren genauere Bewertung er aber der interdisziplinären Konsensbeurteilung vorbehielt. Diese Darlegungen sind nicht zu beanstanden. Im Ergebnis massgebend sind die Feststellungen gemäss der Konsensbeurteilung unter Beteiligung aller an der Begutachtung mitwirkenden Expertinnen und Experten. 4.11.3 Die Beschwerdeführerin wendet auch ein, die Beschwerdegegnerin hätte ihr für den Fall der Leistungsverweigerung eine Schadenminderungspflicht auferlegen müssen ( Urk. 1 S. 14 Rz 6.4). Sie unterziehe sich zahlreich en Therapien, weswegen von einer konsequenten Behandlung auszugehen sei ( Urk. 1 S. 16 Rz 7.4). Da die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der limitierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgte, diese mithin nicht vom Ergebnis einer vorgängig durchzuführenden ärztlichen Behandlung ab hängt, drängte es sich für die Beschwerdegegnerin nicht auf, die Beschwerde führerin zur Aufnahme der gebotenen Behandlung aufzufordern und für die Zeit bis zum Erreichen des Behandlungserfolges einen allfälligen Leistungsanspruch zu prüfen. Zusammenfassend ergibt die Würdigung der zur Beurteilung des medizinischen Sachver haltes vorhandenen Beweismittel, dass auf das Gutachten der MEDAS A.___ abzustellen und von einer A rbeitsfähigkeit von 90 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist, 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Beschwerdeführerin von einer Teilerwerbs tätigkeit von 80 % und einer Haushalttätigkeit von 20 % aus und hielt im Übrigen fest, es liege kein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden vor, weswegen auf einen Einkommensvergleich und eine Haushaltabklärung verzichtet werden könne ( Urk. 7/69/9). Die Qualifikation blieb unbestritten. Der Invaliditätsgrad ist demnach nach Massgabe von Art. 27 bis IVV zu ermitteln. D ie um 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit hat eine Erwerbs einbusse in entsprechendem Umfang zur Folge. I n Beziehung gesetzt zum Ein kommen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit unter Ver wertung ihrer Restarbeitsfähigkeit zumutbarerweise erzielen könnte, ergibt sich Gewissheit über die effektiv e Erwerbseinbusse und damit den Invaliditätsgrad. 5.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo thetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.3 Die Beschwerdeführerin meldete sich im Juli 2 017 zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). D em Bericht des Medizinischen Zentrums D.___ vom 1 2. Juni 2017 ist zu entnehmen, dass ab dem 1 0. April 2017 eine Arbeitsunfähigkeit vo n 40 % bestand ( Urk. 7/9/13). Die Experten der MEDAS A.___ bestätigten sodann, dass die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auch weiterhin andauerte und sich ab November 2017 auf 50 % erhöhte ( Urk. 7/58/8). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ent steht d er Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gelten dmachung des Leistungsanspruchs, sofern zu diesem Zeitpunkt das Warte jahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG abgelaufen ist. Wie erwähnt begann d ie Wartezeit mit ein er Arbeitsunfähigkeit von 40 % im April 2017 zu laufen. Ab November 2017 erhöhte sich die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % und ver blieb auf diesem Niveau, so dass Ende März 2018 das Wartejahr erfolgreich bestande n war. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG verstrichen. Der frühestmögliche Rentenbeginn ist somit der April 201 8. 5.4 An ihrer Stelle bei der Y.___ AG erzielte die Beschwerdeführerin gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) im letzten Anstellungsjahr, das heisst 2017, von Januar bis November ein Einkommen von Fr. 46'721.--, was hochgerechnet auf das gesamte Jahr Fr. 50'968.-- entspricht ( Fr. 46'721. -- : 11 x 12; Urk. 7/28/2). Dieses Einkommen bezieht sich auf das damals geleistete Arbeitspensum von 80 % ( Urk. 7/6/2). Angepasst an die Nominallohn entwicklung bis 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von F r. 51' 212.-- ( Fr. 50'968. -- : 2’ 719 x 2' 732 ; Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; ab rufbar im Internet). 5.5 Eine angepasste Tätigkeit wird nicht ausgeübt. Konkrete Werte zur Bestimmung des Invalideneinkommens stehen nicht zur Verfügung. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Der Zentralwert der Frauenlöhne der Schweizerischen Lohn strukturerhebung betrug im Jahr 2016 Fr. 4' 832.-- (Kompetenzniveau 2 = praktische Tätigkeiten, namentlich Datenverarbeitung und A d ministration, Bedienen von Maschinen und elektronischen G eräten ). Angepasst an die betriebs übliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2018 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.0 4.01; ab rufbar im Internet) und an die Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; abrufbar im Internet) resultiert bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % ein Invalideneinkommen von Fr. 48’590.-- pro Jahr ( Fr. 4' 832.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2'719 x 2'732 x 0,8 ). Gründe für einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen ( BGE 126 V 75 ) wurden weder geltend gemacht noch sind solche offenkundig (vgl. hierzu auch nachstehende E. 5.7). Die Differenz zwischen dem Validen- und dem Invalideneinkommen beläuft sich auf Fr. 2'622.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 5 % entspricht ( Fr. 2'622.-- x 100 % : Fr. 51'212.-- ; zur Rundungsregel vgl. BGE 130 V 121 ). Bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % beträgt der Invaliditätsgrad 4 % (5 % x 0,8). 5.6 Auf eine Haushaltabklärung verzichtete die Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/69/9). Ob sich eine solche aufgedrängt hätte, kann hier offenbleiben. An gesichts des Invaliditätsgrades für den Erwerbsbereich ergibt sich auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, wenn von einer - hier nicht gerechtfertigten - vollständigen Einschränkung im Haushalt und damit von einem gewichteten Invaliditätsgrad von 20 % im Aufgabenbereich ausgegangen würde. Der Gesamtinvaliditätsgrad betrüge diesfalls 25 %. 5.7 5.7.1 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwert barkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4). 5.7.2 Bekannt war das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit m i t der Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 1 3. Januar 2020 (vg l. dazu BGE 143 V 431 E. 4.5.1 ). Zu diesem Zeitpunkt stand die am 9. Mai 1963 geborene Beschwerdeführerin in ihrem 5 7. Lebensjahr. Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieben ihr somit noch gut sieben Jahre. Die trotz des Gesundheitsschadens vorhandenen erwerblichen Ressourcen können entsprechend der Beurteilung im MEDAS-Gutachten in einem hohen Pensum verwertet werden und die Beschwerdeführerin ist unter Berück sichtigung der bestehenden Einschränkungen auf einem breiten Feld möglicher Tätigkeiten einsetzbar. Bis zur Aufgabe der letzten Stelle bei der Y.___ AG per Ende November 2017 war sie mit Ausnahme von wenigen Jahren stets in den Arbeitsmarkt integriert ( Urk. 7/28). Die von der Beschwerdegegnerin in die Wege geleiteten Eingliederungsmassnahmen scheiterten sodann nicht an objek tiven Hürden, sondern daran, dass sich die Beschwerdeführerin seinerzeit zu solchen Massnahmen nicht im Stande fühlte ( Urk. 7/32/2). Aus objektiver Sicht liegen mithin keine Gründe vor, um die Selbsteingliederungsfähigkeit tatsächlich zu ver neinen. Bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind d ie Anstellungs chancen der Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund der Berufsbiografie, ange sichts der noch nicht langen Absenz vom Arbeitsmarkt (bezogen auf den Zeit punkt der Begutachtung), aufgrund der relativ hohe n Restarbeitsfähigkeit und mit Blick auf die bestehenden Einschränkungen, die weiterhin einen breiten Fächer an Einsatzmöglic hkeiten offen lassen, vielmehr als intakt zu bewerten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2016 vom 1 0. Juli 2017 E. 4.5 betreffend eine versicherte Person im 6 0. Altersjahr und mit breiter Berufserfahrung). 5.8 Zusammenfassend ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde gegnerin einen Rentenanspruch verneint und das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich demgemäss als unbegründet, was zu deren Abweisung führt. 6. Gemäss Art. 61 lit. f bis ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerde verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver weige rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver si cherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tobias Figi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber FehrWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00228 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 2 3. Mai 2022

IV.2021.00228

IV.2021.00228

IV.2021.00228 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Wilhelm

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Wilhelm

Urteil vom 2 3. Mai 2022

Urteil vom 2 3. Mai 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Figi

vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Figi Fankhauser Rechtsanwälte

Fankhauser Rechtsanwälte Rennweg 10, 8022 Zürich

Rennweg 10, 8022 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1963, verheiratet, jedoch getrennt lebend, und Mutter zweier erwachsener Söhne, absolvierte zusätzlich zur obligatorischen Schule die Wirtschaftsmittelschule und schloss diese mit einem Diplom ab. Da nach arbeitete sie mit längeren familienbedingten Unterbrüchen bei unter schiedlichen Arbeitgebern im kaufmännischen Bereich ( Urk. 7/32/2). Ab April 2015 war sie als Payroll Advisor für die Y.___ AG tätig, wobei dieses Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per Ende November 2017 gekündigt wurde ( vgl. Urk. 7/3, Urk. 7/6, Urk. 7/8 ). Mit dem Hinweis auf eine Depressions erkrankung meldete sich die Versicherte am 2 7. Juli 2017 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge Erkundigungen zur Erwerbs biografie ein ( Urk. 7/1, Urk. 7/5, Urk. 7/8, Urk. 7/28 f.) und nahm Berichte und Atteste der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/2, Urk. 7/14, Urk. 7/16-18, Urk. 7/25, Urk. 7/35 ) sowie die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu den Akten ( Urk. 7/9/1-14). Sodann prüfte die IV-Stelle die Gewährung von Massnahme n der Arbeitsvermittlung, kam indessen zum Schluss, dass solche nicht angezeigt seien (vgl. Urk. 7/ 31 f. ). Des Weiteren holte die IV-Stelle das interdisziplinäre Gut achten der Z.___ GmbH, Medizinische Abklärungsstelle A.___ (nachfolgend: MEDAS - A.___ ), vom 1 3. Januar 2020 ein ( Urk. 7/58). Am 4. Mai 2020 beantworteten die Experten zusätzliche Fragen ( Urk. 7/65). Mit Vorbescheid vom 1. Juli 2020 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie das Leistungsgesuch abzuweisen gedenke ( Urk. 7/70). Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob die Versicherte Einwände ( Urk. 7/71, Urk. 7/78). Mit Verfügung vom 4. März 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2 = Urk. 7/83).

1. X.___, geboren 1963, verheiratet, jedoch getrennt lebend, und Mutter zweier erwachsener Söhne, absolvierte zusätzlich zur obligatorischen Schule die Wirtschaftsmittelschule und schloss diese mit einem Diplom ab. Da nach arbeitete sie mit längeren familienbedingten Unterbrüchen bei unter schiedlichen Arbeitgebern im kaufmännischen Bereich ( Urk. 7/32/2). Ab April 2015 war sie als Payroll Advisor für die Y.___ AG tätig, wobei dieses Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per Ende November 2017 gekündigt wurde ( vgl. Urk. 7/3, Urk. 7/6, Urk. 7/8 ). Mit dem Hinweis auf eine Depressions erkrankung meldete sich die Versicherte am 2 7. Juli 2017 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge Erkundigungen zur Erwerbs biografie ein ( Urk. 7/1, Urk. 7/5, Urk. 7/8, Urk. 7/28 f.) und nahm Berichte und Atteste der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/2, Urk. 7/14, Urk. 7/16-18, Urk. 7/25, Urk. 7/35 ) sowie die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu den Akten ( Urk. 7/9/1-14). Sodann prüfte die IV-Stelle die Gewährung von Massnahme n der Arbeitsvermittlung, kam indessen zum Schluss, dass solche nicht angezeigt seien (vgl. Urk. 7/ 31 f. ). Des Weiteren holte die IV-Stelle das interdisziplinäre Gut achten der Z.___ GmbH, Medizinische Abklärungsstelle A.___ (nachfolgend: MEDAS A.___ ), vom 1 3. Januar 2020 ein ( Urk. 7/58). Am 4. Mai 2020 beantworteten die Experten zusätzliche Fragen ( Urk. 7/65). Mit Vorbescheid vom 1. Juli 2020 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie das Leistungsgesuch abzuweisen gedenke ( Urk. 7/70). Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob die Versicherte Einwände ( Urk. 7/71, Urk. 7/78). Mit Verfügung vom 4. März 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2 = Urk. 7/83). 2. Gegen die Verfügung vom 4. März 2021 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1 2. April 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr spätestens ab dem 1. April 2018 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales und umfassendes poly disziplinäres Obergutachten unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 in Auftrag zu geben ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Davon wurde der Beschwerdeführerin am 2 7. Mai 2021 Kenntnis gegeben ( Urk. 8 ).

2. Gegen die Verfügung vom 4. März 2021 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1 2. April 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr spätestens ab dem 1. April 2018 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales und umfassendes poly disziplinäres Obergutachten unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 in Auftrag zu geben ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Davon wurde der Beschwerdeführerin am 2 7. Mai 2021 Kenntnis gegeben ( Urk. 8 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihres Entscheides aus, die durch geführten Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der bisher ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor eingeschränkt sei. In dieser Tätigkeit bestehe laut dem eingeholten ärztlichen Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Da s betreffende Arbeitsverhältnis indessen bestehe zwischenzeitlich nicht mehr. In einer dem gesundheitlichen Zustand angepassten Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 %. Diese Beurteilung sei seitens des regionalen ärztlichen Dienstes ( RAD ) geteilt worden. Zu beachten sei, dass nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Nach dem stationären Klinikaufenthalt habe die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung nicht konsequent fortgesetzt. Es liege ein Ver meidungsverhalten vor und die Arbeitsfähigkeit werde vor allem durch soziale Belastungsfaktoren (Trennung vom Ehemann, Sorge und Ängste in Bezug auf die Ehe und die weitere persönliche Zukunft, erschwerte Kindheit) ausgelöst. Diese Faktoren rechtfertigten aus rechtlicher Sicht indessen keinen Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung. Nebst der konsequenten Fortführung der Psychotherapie werde empfohlen, die Schlafhygiene zu optimieren. Es sei wichtig, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln. Ferner sei eine Gewichtsreduktion an gezeigt. Die Beweiskraft des Gutachtens werde durch den Umstand, dass Rück fragen an die Gutachter gestellt worden seien, nicht beeinträchtigt. Der medizinisch relevante Sachverhalt sei hinreichend geklärt worden. Eine Ober begutachtung sei unnötig ( Urk. 2 S. 1 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihres Entscheides aus, die durch geführten Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der bisher ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor eingeschränkt sei. In dieser Tätigkeit bestehe laut dem eingeholten ärztlichen Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Da s betreffende Arbeitsverhältnis indessen bestehe zwischenzeitlich nicht mehr. In einer dem gesundheitlichen Zustand angepassten Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 %. Diese Beurteilung sei seitens des regionalen ärztlichen Dienstes ( RAD ) geteilt worden. Zu beachten sei, dass nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Nach dem stationären Klinikaufenthalt habe die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung nicht konsequent fortgesetzt. Es liege ein Ver meidungsverhalten vor und die Arbeitsfähigkeit werde vor allem durch soziale Belastungsfaktoren (Trennung vom Ehemann, Sorge und Ängste in Bezug auf die Ehe und die weitere persönliche Zukunft, erschwerte Kindheit) ausgelöst. Diese Faktoren rechtfertigten aus rechtlicher Sicht indessen keinen Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung. Nebst der konsequenten Fortführung der Psychotherapie werde empfohlen, die Schlafhygiene zu optimieren. Es sei wichtig, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln. Ferner sei eine Gewichtsreduktion an gezeigt. Die Beweiskraft des Gutachtens werde durch den Umstand, dass Rück fragen an die Gutachter gestellt worden seien, nicht beeinträchtigt. Der medizinisch relevante Sachverhalt sei hinreichend geklärt worden. Eine Ober begutachtung sei unnötig ( Urk. 2 S. 1 f.). In der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausführungen zur Sache ( Urk. 6).

In der Beschwerdeantwort vom 2 6. Mai 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausführungen zur Sache ( Urk. 6). 2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, es seien nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden, wider spreche den tatsächlichen Gegebenheiten. Dies ergebe sich insb esondere aus den Darlegungen der behandelnden Psychoth erapeuten gemäss Beschwerdebeilage ( Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. C.___, Klinischer Psychologe, vom Medizinischen Zentrum D.___ ; vgl. Urk. 3/3). Nachweislich befinde sie sich aktuell in zahlreichen T herapien. Es liege eine Erkrankung im Sinne der Invalidenversicherung vor. E ine Schadenminderungspflicht sei ihr im Übrigen nie auferlegt worden. Zu beachten sei ferner, dass die Verwaltung rechtsprechungsgemäss von einer attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht abweichen dürfe, wenn die Ärzte die Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt hätten und deren Beurteilung nachvollziehbar sei. Vorliegend habe selbst der RAD mit seiner Ein schätzung, «ist für den 1. Arbeitsmarkt realitätsfremd» eine Erwerbsunfähigkeit ane rkannt. Der Anspruch auf eine ganze Rente sei demgemäss ausgewiesen. Aus gehend vom Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 10. April 2017 und der An meldung zum Leistungsbezug vom 2 7. Juli 2017 sei der Rent enanspruch spätestens ab dem 1. April 2018 entstanden. Vorliegend sei zwar ein poly disziplinäres Gutachten eingeholt worden, doch habe selbst die Beschwerde gegnerin dieses als mangelhaft e ingestuft. So habe s ie festgestellt, das Gutachten weise etliche und zum Teil schwere Rechtschreibefehler auf (u.a. textli che Ent stellungen wie «…» anstelle von X.___ ). Auch auf andere Schwächen habe die Beschwerdegegnerin hingewiesen und sie sei zum Schluss gekommen, das Gutachten sei korrekturbedürftig. Die von ihr selber nachträglich vor genommene Ressourcenprüfung vermöge ein mangelhaftes Gutachten nicht zu heilen. Das Gutachten sei nicht verwertbar. Nachweislich sei der massgebende medizinische Sachverhalt unter Verletzung der Untersuchungsmaxi me un genügend abgeklärt worden ( Urk. 1 S. 13 ff. Rz 6 f.).

2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, es seien nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden, wider spreche den tatsächlichen Gegebenheiten. Dies ergebe sich insb esondere aus den Darlegungen der behandelnden Psychoth erapeuten gemäss Beschwerdebeilage ( Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. C.___, Klinischer Psychologe, vom Medizinischen Zentrum D.___ ; vgl. Urk. 3/3). Nachweislich befinde sie sich aktuell in zahlreichen T herapien. Es liege eine Erkrankung im Sinne der Invalidenversicherung vor. E ine Schadenminderungspflicht sei ihr im Übrigen nie auferlegt worden. Zu beachten sei ferner, dass die Verwaltung rechtsprechungsgemäss von einer attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht abweichen dürfe, wenn die Ärzte die Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt hätten und deren Beurteilung nachvollziehbar sei. Vorliegend habe selbst der RAD mit seiner Ein schätzung, «ist für den 1. Arbeitsmarkt realitätsfremd» eine Erwerbsunfähigkeit ane rkannt. Der Anspruch auf eine ganze Rente sei demgemäss ausgewiesen. Aus gehend vom Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 10. April 2017 und der An meldung zum Leistungsbezug vom 2 7. Juli 2017 sei der Rent enanspruch spätestens ab dem 1. April 2018 entstanden. Vorliegend sei zwar ein poly disziplinäres Gutachten eingeholt worden, doch habe selbst die Beschwerde gegnerin dieses als mangelhaft e ingestuft. So habe s ie festgestellt, das Gutachten weise etliche und zum Teil schwere Rechtschreibefehler auf (u.a. textli che Ent stellungen wie «…» anstelle von X.___ ). Auch auf andere Schwächen habe die Beschwerdegegnerin hingewiesen und sie sei zum Schluss gekommen, das Gutachten sei korrekturbedürftig. Die von ihr selber nachträglich vor genommene Ressourcenprüfung vermöge ein mangelhaftes Gutachten nicht zu heilen. Das Gutachten sei nicht verwertbar. Nachweislich sei der massgebende medizinische Sachverhalt unter Verletzung der Untersuchungsmaxi me un genügend abgeklärt worden ( Urk. 1 S. 13 ff. Rz 6 f.). 3.

3. 3.1

3.1 3.1.1 Die Experten de r MEDAS A.___, Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. F.___, F acharzt für Neurologie, Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und lic. phil. H.___, Fachpsychologe für Neuropsyc hologie FSP, erstatteten am 13. Januar 2020 das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten ( Urk. 7/58). Einleitend führten die Experten aus, aus den Akten ergebe sich, dass bei der Beschwerdeführerin seit 1995 eine depressive Symptomatik bestehe. Allerdings habe diese die Arbeitsfähigkeit über Jahre nicht tangiert. In den Berichten genannt würden sodann zahlreiche weitere Belastungsfaktoren wie Gewichtszunahme, Probleme mit der Mutter und der Schwester, Infekt nach einer Operation an der Achillessehne, Trennung vom Ehemann, Arbeitsbelastung, Kündigung. Zum Zeitpunkt des Austritts aus der stationären Behandlung in der Klinik I.___ im Februar 2018 sei der Gesundheitszustand gebessert gewesen und es habe nur noch ein e leichte depressive Symptomatik bestanden. Die von den behandelnden Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ attestierte voll ständige Arbeitsunfähigkeit stehe dazu in einem erheblichen Kontrast. Eine leit liniengerechte Weiterb ehandlung nach dem Klinikaufenthalt habe nicht statt gefunden. Vor diesem Hintergrund seien sowohl die medizinische Situation als auch die Arbeitsfähigkeit unklar. Bei der Beurteilung der aus gesundheitlicher Sicht zumutbaren erwerblichen Belastung sei von der seit April 2015 ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor für die Y.___ AG auszugehen, wobei das Arbeitsverhältnis auf Ende November 2017 aufgelöst worden sei. Die Beschwerdeführerin habe im Lohnbüro gearbeitet und die Tätigkeit habe auch den Kontakt mit dem Bereich HR sowie mit den Geschäftssitzen von Y.___ im Aus land beinhaltet (Urk. 7/58/3).

3.1.1 Die Experten de r MEDAS A.___, Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. F.___, F acharzt für Neurologie, Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und lic. phil. H.___, Fachpsychologe für Neuropsyc hologie FSP, erstatteten am 13. Januar 2020 das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten ( Urk. 7/58). Einleitend führten die Experten aus, aus den Akten ergebe sich, dass bei der Beschwerdeführerin seit 1995 eine depressive Symptomatik bestehe. Allerdings habe diese die Arbeitsfähigkeit über Jahre nicht tangiert. In den Berichten genannt würden sodann zahlreiche weitere Belastungsfaktoren wie Gewichtszunahme, Probleme mit der Mutter und der Schwester, Infekt nach einer Operation an der Achillessehne, Trennung vom Ehemann, Arbeitsbelastung, Kündigung. Zum Zeitpunkt des Austritts aus der stationären Behandlung in der Klinik I.___ im Februar 2018 sei der Gesundheitszustand gebessert gewesen und es habe nur noch ein e leichte depressive Symptomatik bestanden. Die von den behandelnden Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ attestierte voll ständige Arbeitsunfähigkeit stehe dazu in einem erheblichen Kontrast. Eine leit liniengerechte Weiterb ehandlung nach dem Klinikaufenthalt habe nicht statt gefunden. Vor diesem Hintergrund seien sowohl die medizinische Situation als auch die Arbeitsfähigkeit unklar. Bei der Beurteilung der aus gesundheitlicher Sicht zumutbaren erwerblichen Belastung sei von der seit April 2015 ausgeübten Tätigkeit als Payroll Advisor für die Y.___ AG auszugehen, wobei das Arbeitsverhältnis auf Ende November 2017 aufgelöst worden sei. Die Beschwerdeführerin habe im Lohnbüro gearbeitet und die Tätigkeit habe auch den Kontakt mit dem Bereich HR sowie mit den Geschäftssitzen von Y.___ im Aus land beinhaltet (Urk. 7/58/3). 3.1.2 Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachte r (1) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken; ICD-10 F06.7) im Rahmen von psychischen und somatischen Problemen, (2) eine anhaltende affektive Störung ( Dysthymie ; ICD-10 F34.1), (3) eine nicht näher bezeichnete Essstörung (Binge Eating -Störung; ICD-10 F50.9), (4) eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), (5) einen chronischen Spa nnungskopfschmerz im Sinne und i m Zusammenhang mit einer Somatisierungssymptomatik bei verminderter Stressbelastbarkeit und (6) ein schweres Schlafapnoe-Syndrom mit Maskendyskomfort. Folgende Diagnosen ordneten die Experten denjenigen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu: (1) eine ehemalige primäre episodische Migräne, seit zirka 2014 nur noch spora disch und geringgradi g auftretend, (2) anamnestische Angabe einer oro mandibulären Dysfunktion, im klinischen Befund aber ohne entsprechende Druckdolenz über den Kiefergelenken oder der T emporalmuskulatur, a m Kopf schmerz aber möglicherweise tendenziell beteiligt, nicht aber relevant, (3) eine arterielle Hypertonie, (4) eine Adipositas, (5) ein en Status nach Lungenembolie vor zirka 30 J ahren, (6) eine Hypercholesterinämie und (7) ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ( Urk. 7/58/7).

3.1.2 Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachte r (1) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken; ICD-10 F06.7) im Rahmen von psychischen und somatischen Problemen, (2) eine anhaltende affektive Störung ( Dysthymie ; ICD-10 F34.1), (3) eine nicht näher bezeichnete Essstörung (Binge Eating -Störung; ICD-10 F50.9), (4) eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), (5) einen chronischen Spa nnungskopfschmerz im Sinne und i m Zusammenhang mit einer Somatisierungssymptomatik bei verminderter Stressbelastbarkeit und (6) ein schweres Schlafapnoe-Syndrom mit Maskendyskomfort. Folgende Diagnosen ordneten die Experten denjenigen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu: (1) eine ehemalige primäre episodische Migräne, seit zirka 2014 nur noch spora disch und geringgradi g auftretend, (2) anamnestische Angabe einer oro mandibulären Dysfunktion, im klinischen Befund aber ohne entsprechende Druckdolenz über den Kiefergelenken oder der T emporalmuskulatur, a m Kopf schmerz aber möglicherweise tendenziell beteiligt, nicht aber relevant, (3) eine arterielle Hypertonie, (4) eine Adipositas, (5) ein en Status nach Lungenembolie vor zirka 30 J ahren, (6) eine Hypercholesterinämie und (7) ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ( Urk. 7/58/7). 3.1.3 Die funktionellen Auswirkungen der gestellten Diagnosen umschrieben die Experten aus psychiatrischer Sicht dahingehen d, dass in Anlehnung an den Mini-ICF-APP von mittelgradigen Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur An wendung fachlicher Kompetenzen, der Durchhaltefähigkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie der Spontan-Aktivitäten und von leichten Ein schränkungen in den übrigen Bereichen auszugehen sei. Trotz festgestellter psy chisch-neuropsychologischer Defizite sei insbesondere das Vermeidung s verhalten im Rahmen der psycho-sozialen Probleme und der motivationale n Schwierigkeiten ein Hindernisfaktor, speziell in Bezug auf die berufliche Inte gration. Die neuropsychologischen Defizite zeigten sich darin, dass die Beschwerdeführerin im Altersvergleich mehr Mühe habe, sich visuell-räumlich Zusammenhänge vorzustellen und mental zu manipulieren. Wenn sie auf mehrere Aufgaben gleichzeitig achten müsse, sei sie etwas langsamer. Sie könne sich nur eine ein ge schränkte Menge an sprachlichen und visuellen Informationen merken. So könne sie sich längere Instruktionen nicht vollständig merken oder vor gezeigte Handlungsabläufe nur unzureichend aufnehmen. Auch ermüde sie im Verlauf der mehrstündigen Untersuchung rascher als erwartet. In den übrigen untersuchten Bereichen hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, sich alleine und pünktlich an einen anderen Ort zu begeben. Sie sei freundlich, in allen Modalitäten orientiert, gepflegt und sie zeige ein der jeweiligen Situation angepasstes Verhalten. Sie lasse sich nicht übermässig rasch ablenken. Sie könne lesen und sprechen und sie verstehe, was man ihr sage. Sie bearbeite Aufgaben in einem üblichen Tempo. Schwierigkeiten bestünden diesbezüglich nur bei Multitasking-Aufgaben. Sie könne visuell -räum liche Zusammen h änge erfass en und motorisch umsetzen, beispielsweise etwas nach einem Plan zusammensetzen. Sie sei in der Lage, Neues zu lernen, zu behalten und frei anhand von Stichworten wiederzuerkennen. Sie sei fähig, gut definierte Probleme zu lösen (Analyse und Planung), eigen e Ideen zu entwickeln und flexibel zwischen ihr bekannten Tätigkeiten zu we chseln. Aus neurologischer Sicht sollten sodann wegen des Schlafapnoe-Syndroms keine monotonen Arbeiten durchgeführt werden. Aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht schliesslich seien keine eigenständigen Einschränkungen zu objektivieren (Urk. 7/58/7 f.).

3.1.3 Die funktionellen Auswirkungen der gestellten Diagnosen umschrieben die Experten aus psychiatrischer Sicht dahingehen d, dass in Anlehnung an den Mini-ICF-APP von mittelgradigen Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur An wendung fachlicher Kompetenzen, der Durchhaltefähigkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie der Spontan-Aktivitäten und von leichten Ein schränkungen in den übrigen Bereichen auszugehen sei. Trotz festgestellter psy chisch-neuropsychologischer Defizite sei insbesondere das Vermeidung s verhalten im Rahmen der psycho-sozialen Probleme und der motivationale n Schwierigkeiten ein Hindernisfaktor, speziell in Bezug auf die berufliche Inte gration. Die neuropsychologischen Defizite zeigten sich darin, dass die Beschwerdeführerin im Altersvergleich mehr Mühe habe, sich visuell-räumlich Zusammenhänge vorzustellen und mental zu manipulieren. Wenn sie auf mehrere Aufgaben gleichzeitig achten müsse, sei sie etwas langsamer. Sie könne sich nur eine ein ge schränkte Menge an sprachlichen und visuellen Informationen merken. So könne sie sich längere Instruktionen nicht vollständig merken oder vor gezeigte Handlungsabläufe nur unzureichend aufnehmen. Auch ermüde sie im Verlauf der mehrstündigen Untersuchung rascher als erwartet. In den übrigen untersuchten Bereichen hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, sich alleine und pünktlich an einen anderen Ort zu begeben. Sie sei freundlich, in allen Modalitäten orientiert, gepflegt und sie zeige ein der jeweiligen Situation angepasstes Verhalten. Sie lasse sich nicht übermässig rasch ablenken. Sie könne lesen und sprechen und sie verstehe, was man ihr sage. Sie bearbeite Aufgaben in einem üblichen Tempo. Schwierigkeiten bestünden diesbezüglich nur bei Multitasking-Aufgaben. Sie könne visuell -räum liche Zusammen h änge erfass en und motorisch umsetzen, beispielsweise etwas nach einem Plan zusammensetzen. Sie sei in der Lage, Neues zu lernen, zu behalten und frei anhand von Stichworten wiederzuerkennen. Sie sei fähig, gut definierte Probleme zu lösen (Analyse und Planung), eigen e Ideen zu entwickeln und flexibel zwischen ihr bekannten Tätigkeiten zu we chseln. Aus neurologischer Sicht sollten sodann wegen des Schlafapnoe-Syndroms keine monotonen Arbeiten durchgeführt werden. Aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht schliesslich seien keine eigenständigen Einschränkungen zu objektivieren (Urk. 7/58/7 f.). 3.1.4 Bezüglich der ins Gewicht fallenden Persönlichkeitsaspekte führten die Gutachter aus, es zeige sich bei der Beschwerdeführerin eine vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen und es bestünden auch negativistische Akzente. Konflikte und Misserfolge beein trächtigten das Selbstwertgefühl der Beschwerdeführerin, was sich in Empfind lichkeiten und Selbstentwertung zeige. Insbesondere unter Belastung könne ein kohärentes Selbstbild nicht immer aufrechterhalten werden. Die Beschwerde führerin neige zu übermässigem Essen aus Frustration und auch zum Rückzug. Trennungen könne die Beschwerdeführerin nur schwer ertragen, was dazu führe, dass sie Bindungen aufrechterhalte, die nicht in ihrem Interesse seien oder die ihr schadeten. Zu den Belastungsfaktoren gehöre ihr schwieriges Bindungsverhalten vor dem Hintergrund des in der Kindheit erlebten strengen und strafenden Vaters und der Mutter, die sich nur wenig für sie interessiert habe. Auch in ihrer Ehe habe die Beschwerdeführerin nur wenig Verständnis erfahren. Nach langjährigen Problemen sei es 2014 schliesslich zur Trennung gekommen, da der Ehemann sich einer anderen Frau zugewandt habe. Die Trennung habe die Beschwerde führerin stark belastet, insbesondere wegen der Sorgen um ihre persönliche und finanzielle Zukunft. Bis 2017 habe die Beschwerdeführerin noch gearbeitet und danach bis 2019 Krankentaggelder bezogen ( Urk. 7/58/8).

3.1.4 Bezüglich der ins Gewicht fallenden Persönlichkeitsaspekte führten die Gutachter aus, es zeige sich bei der Beschwerdeführerin eine vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen und es bestünden auch negativistische Akzente. Konflikte und Misserfolge beein trächtigten das Selbstwertgefühl der Beschwerdeführerin, was sich in Empfind lichkeiten und Selbstentwertung zeige. Insbesondere unter Belastung könne ein kohärentes Selbstbild nicht immer aufrechterhalten werden. Die Beschwerde führerin neige zu übermässigem Essen aus Frustration und auch zum Rückzug. Trennungen könne die Beschwerdeführerin nur schwer ertragen, was dazu führe, dass sie Bindungen aufrechterhalte, die nicht in ihrem Interesse seien oder die ihr schadeten. Zu den Belastungsfaktoren gehöre ihr schwieriges Bindungsverhalten vor dem Hintergrund des in der Kindheit erlebten strengen und strafenden Vaters und der Mutter, die sich nur wenig für sie interessiert habe. Auch in ihrer Ehe habe die Beschwerdeführerin nur wenig Verständnis erfahren. Nach langjährigen Problemen sei es 2014 schliesslich zur Trennung gekommen, da der Ehemann sich einer anderen Frau zugewandt habe. Die Trennung habe die Beschwerde führerin stark belastet, insbesondere wegen der Sorgen um ihre persönliche und finanzielle Zukunft. Bis 2017 habe die Beschwerdeführerin noch gearbeitet und danach bis 2019 Krankentaggelder bezogen ( Urk. 7/58/8). 3.1.5 Hinsichtlich der Konsistenz falle das Vermeidungsverhalten der Beschwerde führerin und ihre unzureichende Motivation für eine adäquate Therapie sowohl in psychiatrischer als auch in somatischer Hinsicht ins Gewicht. Bezüglich der bisherigen Tätigkeit sei insbesondere aufgrund der psychiatrischen und neuro psychologischen Beeinträchtigungen von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % auszugehen. Seitens der behandelnden Ärzte sei retrospektive, das heisst ab April 2017 zunächst eine Arbeitsfähigkeit von 60 % attestiert worden sowie ab November 2017 dann eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Dies sei nicht nach vollziehbar. Ab dem genannten Zeitpunkt sei vielmehr von der anlässlich der Begutachtung evaluierten Arbeitsfähigkeit von 50 % bezüglich der bisherigen Tätigkeit auszugehen, mit Ausnahme stationärer Behandlungszeiten. Für eine Tätigkeit, die Rücksicht auf die gesundheitliche Beeinträchtigung nehme, sei hin gegen von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % auszugehen. Retrospektiv gelte dies seit April 2017, abgesehen von stationären Behandlungszeiten. Entscheidend da für, dass auch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestehe, seien die psychischen und neuropsychologischen Defizite. In der Interaktion mit den somatischen Diagnosen komme es zu keiner weiteren Addition von Teilarbeitsunfähigkeiten. Therapeutisch hätten sich die psycho therapeutisch- psychoedukativen und soziotherapeutischen Ansätze bewährt und diese seien auch weiterhin notwendig. Dies habe insbesondere die stationäre Hospitalisation in der Privatklinik I.___ gezeigt. Die Behandlung sei jedoch offensichtlich nicht in der gewünschten Form und unmittelbar im Anschluss an den Klinikaufenthalt weitergeführt worden. Dasselbe gelte für die Verhaltens massnahmen in Bezug auf die Schlafhygiene. Unter Berücksichtigung des bis herigen Verlaufs und der prognostischen Faktoren könne der konsequente Therapieerfolg aus psychiatrischer Sicht in rund einem Jahr beurteilt werden. Das Schlafapnoe-Syndrom stehe auch im Zusammenhang mit der Adipositas. Eine Optimierung der Schlafhyg iene, aber auch weitere Versuch e, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln, sei wichtig. Damit im Zusammenhang sei auch eine deut liche Gewichtsabnahme angezeigt (Ur k. 7/58/8 f.).

3.1.5 Hinsichtlich der Konsistenz falle das Vermeidungsverhalten der Beschwerde führerin und ihre unzureichende Motivation für eine adäquate Therapie sowohl in psychiatrischer als auch in somatischer Hinsicht ins Gewicht. Bezüglich der bisherigen Tätigkeit sei insbesondere aufgrund der psychiatrischen und neuro psychologischen Beeinträchtigungen von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % auszugehen. Seitens der behandelnden Ärzte sei retrospektive, das heisst ab April 2017 zunächst eine Arbeitsfähigkeit von 60 % attestiert worden sowie ab November 2017 dann eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Dies sei nicht nach vollziehbar. Ab dem genannten Zeitpunkt sei vielmehr von der anlässlich der Begutachtung evaluierten Arbeitsfähigkeit von 50 % bezüglich der bisherigen Tätigkeit auszugehen, mit Ausnahme stationärer Behandlungszeiten. Für eine Tätigkeit, die Rücksicht auf die gesundheitliche Beeinträchtigung nehme, sei hin gegen von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % auszugehen. Retrospektiv gelte dies seit April 2017, abgesehen von stationären Behandlungszeiten. Entscheidend da für, dass auch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestehe, seien die psychischen und neuropsychologischen Defizite. In der Interaktion mit den somatischen Diagnosen komme es zu keiner weiteren Addition von Teilarbeitsunfähigkeiten. Therapeutisch hätten sich die psycho therapeutisch- psychoedukativen und soziotherapeutischen Ansätze bewährt und diese seien auch weiterhin notwendig. Dies habe insbesondere die stationäre Hospitalisation in der Privatklinik I.___ gezeigt. Die Behandlung sei jedoch offensichtlich nicht in der gewünschten Form und unmittelbar im Anschluss an den Klinikaufenthalt weitergeführt worden. Dasselbe gelte für die Verhaltens massnahmen in Bezug auf die Schlafhygiene. Unter Berücksichtigung des bis herigen Verlaufs und der prognostischen Faktoren könne der konsequente Therapieerfolg aus psychiatrischer Sicht in rund einem Jahr beurteilt werden. Das Schlafapnoe-Syndrom stehe auch im Zusammenhang mit der Adipositas. Eine Optimierung der Schlafhyg iene, aber auch weitere Versuch e, das Schlafapnoe-Syndrom zu behandeln, sei wichtig. Damit im Zusammenhang sei auch eine deut liche Gewichtsabnahme angezeigt (Ur k. 7/58/8 f.). 3.2

3.2 3.2.1 Nach Erstattung des Gutachtens gelangte die Beschwerde gegn erin mit Schreiben vom 2 3. Januar 2020 mit Ergänzun gsfragen an die Ärzte der MEDAS A.___. Sie bat namentlich um eine Erläuterung, wie sich die gestellten Diagnosen im Ein zelnen auf die Arbeitsfähigkeit als Payroll Advisor auswirkten. Ferner sollten die Gutachter sich dazu äussern, inwiefern zwischen einem obstruktiven und einem schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 2 3. Januar 2020 darauf hin, das Gut achten weise verschiedene Rechtschreibefehler auf (z.B. «…» anstelle von Y.___ ; Urk. 7/61/1).

3.2.1 Nach Erstattung des Gutachtens gelangte die Beschwerde gegn erin mit Schreiben vom 2 3. Januar 2020 mit Ergänzun gsfragen an die Ärzte der MEDAS A.___. Sie bat namentlich um eine Erläuterung, wie sich die gestellten Diagnosen im Ein zelnen auf die Arbeitsfähigkeit als Payroll Advisor auswirkten. Ferner sollten die Gutachter sich dazu äussern, inwiefern zwischen einem obstruktiven und einem schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 2 3. Januar 2020 darauf hin, das Gut achten weise verschiedene Rechtschreibefehler auf (z.B. «…» anstelle von Y.___ ; Urk. 7/61/1). 3.2.2 In der Stellungnahme vom 4. Mai 2020 hielten die MEDAS-Gutachter Dr. E.___ und Dr. F.___ fest, erhebliche Fehler hätten sich im Gutachten auch nach wiederholter Prüfung w eder in orthografischer noch in stilistischer oder inhalt licher Hinsicht entdecken lassen. Es handle sich um einige Tippfehler, ins besondere im neuropsychologischen Teilgutachten ( Urk. 7/65/1 f.). Des Weiteren führten die Gutachter aus, die im Rahmen der Ergänzungsfragen angesprochenen Aspekte seien in den Ausführungen der Teilgutachten bereits erläutert worden. Z u ergänze n sei, die angestammte Tätigkeit als Payroll Advisor umfasse die Durchführung der Gehaltsabrechnungen und die diesbezügliche Schulung der Kunden sowie darüberhinausgehend beratende Aufgaben, um allen Beteiligten genaue und zeitnahe Informationen zu allen Aspekten im Zusammenhang mit den Gehaltsabrechnungen verschaffen zu können. Aus der Kompl exität der Auf g abe heraus leite sich auch die versicherungsmedizinische Beurteilung ab, wobei den neuropsychologischen Defiziten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zukomme. Letztere würden wiederum durch das Schlafapnoe-Syn drom und die Dysthymie beeinfluss t und versursachten in ihrer Gesamtheit die Leistungsdefizite. Die Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms könne gestellt wer den, wenn innerhalb einer Stunde mindestens zehn Apnoen mit einer Dauer von jeweils zehn Sekunden aufträten. Die Anzahl der Apnoen von über zehn Sekun den Dauer werde als Apno e-Index (AI) bezeichnet. Neben den Apnoen könnten während des Schlafs auch Phasen auftreten, in denen der Atemfluss und die Atemaktivität zwar nicht aussetzten, aber eingeschränkt seien. Dies bezeichne man als Hypopnoe. Die Anzahl der Apnoen und Hy popnoen würden als Apnoe- Hypopno e -Index ( AHI) bezeichnet und zur Einteilung des Schweregrades des Schlafapnoe-Syndroms herangezogen. Bei einem AHI zwischen 28 und 30 werde von einem mittelgradigen und bei einem AHI über 30 von einem schwergradigen Schlafapnoe-Syndrom gesprochen. Sowohl die Diagnose des Schlafapnoe-Syn droms als auch diejenige des schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Masken dyskomfort seien korrekt, wobei die erste Diagnose noch keinen Schweregrad beinhalte. Im Zusammenhang mit der Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms sei im Gutachten insbesondere auch der Aspekt der Inkonsistenzen hinsichtlich Therapie und Compliance erörtert worden. Bei der Beschwerdeführerin bestehe nur eine geringe Bereitschaft, sich auf eine effektive CPAP-Behandlung einzu lassen. Sie selbst habe berichtet, die Maske beim Nachtschlaf nicht regelmässig anzulegen, da sie auf dem Sofa schlafe, während sich die CPAP-Maske an ihrem Bett befinde. Angesichts dieses Verhaltens müsse mit Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit gerechnet w erden. Eine weitere Folge davon seien auch die neuropsychologisch festgestellten kognitiven Störungen. Darauf sei im Gutachten hingewiesen worden. Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom könnten kognitive Defizite, aber auch affektive Schwankungen entwickeln und sie seien unter and e rem auch von einer erhöhten Sterblichkeit bedroht, wenn sie keine effektive Therapie akzeptierten und diese regelmässig anwendeten. In diesem Zusammenhang sei im Gutachten wiederholt von Schlafhygiene gesprochen worden. Hi erzu gehörten insbesondere gere gelte Schlafzeiten sowie ein gelüfteter, dunkler und ruhiger Raum. Auch bestimmte «Zu-Bett-geh-Rituale» seien wichtig. Von Bedeutung sei sodann bei Über gewichtigen eine Gewichtsreduktion. Diese Grundsätze, die zur Verbesserung der subjektiven Müdigkeit und der neuropsychologischen Defizite erforderlich seien, habe die Beschwerdeführerin bislang ausser Acht gelassen. Ursächlich dafür seien ein deutliches Vermeidungsverhalten und auch motivationale Faktoren. Die Ess störung, die Persönlichkeitsakzentuierung und auch die Kopfschmerzen hätten einen indirekten Einfluss auf den Zustand der Beschwerdeführerin und ihr Aktivitätsniveau. Für sich allein genommen hätten sie aber keine quantitative Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Bei der Dysthymie träten d ie depressiven Symptome nicht periodisch auf, sondern sie seien anhaltend. Bei einer Dauer von mindestens zwei Jahren könne von einer chronischen Depression gesprochen werden. Auf grund der anamnestisch en Angaben und der Dokumentation sei bei der Beschwerdeführerin von einer seit den neunziger Jahren bestehenden Dysthymie auszugehen. D ie depressive Symptomatik bei der Beschwerdeführerin sei sowohl chronifiziert als auch im Verlauf fluktuierend. Teilweise habe sie sich gebessert, mehrheitlich sei sie aber gleichmässig vorhanden. Verschlechterungen korrelierten mit jeweils einhergehenden kritischen Lebensereignissen. Im Vorder grund stünden aber psychosoziale Probleme, Sorgen und Ängste in Bezug auf ihre Ehe und die persönliche Zukunft, was es bei der Beurteilung der Limitationen zu berücksichtigen gelte ( Urk. 7/65/2-4).

3.2.2 In der Stellungnahme vom 4. Mai 2020 hielten die MEDAS-Gutachter Dr. E.___ und Dr. F.___ fest, erhebliche Fehler hätten sich im Gutachten auch nach wiederholter Prüfung w eder in orthografischer noch in stilistischer oder inhalt licher Hinsicht entdecken lassen. Es handle sich um einige Tippfehler, ins besondere im neuropsychologischen Teilgutachten ( Urk. 7/65/1 f.). Des Weiteren führten die Gutachter aus, die im Rahmen der Ergänzungsfragen angesprochenen Aspekte seien in den Ausführungen der Teilgutachten bereits erläutert worden. Z u ergänze n sei, die angestammte Tätigkeit als Payroll Advisor umfasse die Durchführung der Gehaltsabrechnungen und die diesbezügliche Schulung der Kunden sowie darüberhinausgehend beratende Aufgaben, um allen Beteiligten genaue und zeitnahe Informationen zu allen Aspekten im Zusammenhang mit den Gehaltsabrechnungen verschaffen zu können. Aus der Kompl exität der Auf g abe heraus leite sich auch die versicherungsmedizinische Beurteilung ab, wobei den neuropsychologischen Defiziten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zukomme. Letztere würden wiederum durch das Schlafapnoe-Syn drom und die Dysthymie beeinfluss t und versursachten in ihrer Gesamtheit die Leistungsdefizite. Die Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms könne gestellt wer den, wenn innerhalb einer Stunde mindestens zehn Apnoen mit einer Dauer von jeweils zehn Sekunden aufträten. Die Anzahl der Apnoen von über zehn Sekun den Dauer werde als Apno e-Index (AI) bezeichnet. Neben den Apnoen könnten während des Schlafs auch Phasen auftreten, in denen der Atemfluss und die Atemaktivität zwar nicht aussetzten, aber eingeschränkt seien. Dies bezeichne man als Hypopnoe. Die Anzahl der Apnoen und Hy popnoen würden als Apnoe- Hypopno e -Index ( AHI) bezeichnet und zur Einteilung des Schweregrades des Schlafapnoe-Syndroms herangezogen. Bei einem AHI zwischen 28 und 30 werde von einem mittelgradigen und bei einem AHI über 30 von einem schwergradigen Schlafapnoe-Syndrom gesprochen. Sowohl die Diagnose des Schlafapnoe-Syn droms als auch diejenige des schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Masken dyskomfort seien korrekt, wobei die erste Diagnose noch keinen Schweregrad beinhalte. Im Zusammenhang mit der Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms sei im Gutachten insbesondere auch der Aspekt der Inkonsistenzen hinsichtlich Therapie und Compliance erörtert worden. Bei der Beschwerdeführerin bestehe nur eine geringe Bereitschaft, sich auf eine effektive CPAP-Behandlung einzu lassen. Sie selbst habe berichtet, die Maske beim Nachtschlaf nicht regelmässig anzulegen, da sie auf dem Sofa schlafe, während sich die CPAP-Maske an ihrem Bett befinde. Angesichts dieses Verhaltens müsse mit Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit gerechnet w erden. Eine weitere Folge davon seien auch die neuropsychologisch festgestellten kognitiven Störungen. Darauf sei im Gutachten hingewiesen worden. Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom könnten kognitive Defizite, aber auch affektive Schwankungen entwickeln und sie seien unter and e rem auch von einer erhöhten Sterblichkeit bedroht, wenn sie keine effektive Therapie akzeptierten und diese regelmässig anwendeten. In diesem Zusammenhang sei im Gutachten wiederholt von Schlafhygiene gesprochen worden. Hi erzu gehörten insbesondere gere gelte Schlafzeiten sowie ein gelüfteter, dunkler und ruhiger Raum. Auch bestimmte «Zu-Bett-geh-Rituale» seien wichtig. Von Bedeutung sei sodann bei Über gewichtigen eine Gewichtsreduktion. Diese Grundsätze, die zur Verbesserung der subjektiven Müdigkeit und der neuropsychologischen Defizite erforderlich seien, habe die Beschwerdeführerin bislang ausser Acht gelassen. Ursächlich dafür seien ein deutliches Vermeidungsverhalten und auch motivationale Faktoren. Die Ess störung, die Persönlichkeitsakzentuierung und auch die Kopfschmerzen hätten einen indirekten Einfluss auf den Zustand der Beschwerdeführerin und ihr Aktivitätsniveau. Für sich allein genommen hätten sie aber keine quantitative Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Bei der Dysthymie träten d ie depressiven Symptome nicht periodisch auf, sondern sie seien anhaltend. Bei einer Dauer von mindestens zwei Jahren könne von einer chronischen Depression gesprochen werden. Auf grund der anamnestisch en Angaben und der Dokumentation sei bei der Beschwerdeführerin von einer seit den neunziger Jahren bestehenden Dysthymie auszugehen. D ie depressive Symptomatik bei der Beschwerdeführerin sei sowohl chronifiziert als auch im Verlauf fluktuierend. Teilweise habe sie sich gebessert, mehrheitlich sei sie aber gleichmässig vorhanden. Verschlechterungen korrelierten mit jeweils einhergehenden kritischen Lebensereignissen. Im Vorder grund stünden aber psychosoziale Probleme, Sorgen und Ängste in Bezug auf ihre Ehe und die persönliche Zukunft, was es bei der Beurteilung der Limitationen zu berücksichtigen gelte ( Urk. 7/65/2-4). 3.3

3.3 3.3.1 Die behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ äusserten sich in der Stellungnahe vom 7. Dezember 2020 zum Gutachten der MEDAS A.___. Sie führten aus, im Gutachten sei die medi kamentöse Behandlung durch das Medizinische Zentrum D.___ als nicht leitliniengerecht beurteilt worden, was nicht gerechtfertigt sei. S eit Juni 2012 finde eine Behandlung mit Einzel therapie in wöchentlichen Abständen statt, wobei im Zuge dieser Behandlung auch verschiedene Medikamente zum Einsatz gekommen seien. Ferner habe zwei mal eine stationäre Behandlung stattgefunden. Zu einer Besserung sei es bisher trotzdem nicht kommen. Insbesondere habe sich entgegen der Auffassung im Gutachten der Zustand nach der stationären Behandlung in I.___ nicht gebessert. Bereits nach einer Woche sei der Zustand wieder gewesen wie zuvor. Mit der im Gutachten gestellten Diagnose einer Dysthymie würden die Vor diagnosen ignoriert und die klinischen Verschlechter ungen bagatellisiert. Die wesentlichen Befunde sprächen gegen diese Diagnose. Die Stimmung der Beschwerdeführerin sei deutlich depressiv und resigniert und die Vitalgefühle seien deutlich gestört. Sie sei affektiv blockiert, die Gestik und die Mimik seien gespannt. Kognitiv falle eine Verminderung respektive Verlangsamung von Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung auf. Bezüglich der gescheiterten beruflichen Massnahmen sei zu beachten, dass bei der Beschwerde führerin eine starke Müdigkeit vorhanden sei, sie die persönliche Hygiene ver nachlässige und täglich Kopfschmerzen habe. Bereits nach den Therapiesitzungen sei die Beschwerdeführerin vollkommen erschöpft, könn e praktisch nur noch liegen und verfalle vor dem Fernsehen in Gedankenkreisen. Darüber hinaus bestehe ein Messie-Syndrom, welches im Gutachten weder inhaltlich noch diagnostisch erfasst worden sei. Schlichtweg falsch sei die Einschätzung im Gut achten, die Arbeitsfähigkeit werde durch die depressiven Symptome nicht tangiert ( Urk. 3/3 S. 2 f.).

3.3.1 Die behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ äusserten sich in der Stellungnahe vom 7. Dezember 2020 zum Gutachten der MEDAS A.___. Sie führten aus, im Gutachten sei die medi kamentöse Behandlung durch das Medizinische Zentrum D.___ als nicht leitliniengerecht beurteilt worden, was nicht gerechtfertigt sei. S eit Juni 2012 finde eine Behandlung mit Einzel therapie in wöchentlichen Abständen statt, wobei im Zuge dieser Behandlung auch verschiedene Medikamente zum Einsatz gekommen seien. Ferner habe zwei mal eine stationäre Behandlung stattgefunden. Zu einer Besserung sei es bisher trotzdem nicht kommen. Insbesondere habe sich entgegen der Auffassung im Gutachten der Zustand nach der stationären Behandlung in I.___ nicht gebessert. Bereits nach einer Woche sei der Zustand wieder gewesen wie zuvor. Mit der im Gutachten gestellten Diagnose einer Dysthymie würden die Vor diagnosen ignoriert und die klinischen Verschlechter ungen bagatellisiert. Die wesentlichen Befunde sprächen gegen diese Diagnose. Die Stimmung der Beschwerdeführerin sei deutlich depressiv und resigniert und die Vitalgefühle seien deutlich gestört. Sie sei affektiv blockiert, die Gestik und die Mimik seien gespannt. Kognitiv falle eine Verminderung respektive Verlangsamung von Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung auf. Bezüglich der gescheiterten beruflichen Massnahmen sei zu beachten, dass bei der Beschwerde führerin eine starke Müdigkeit vorhanden sei, sie die persönliche Hygiene ver nachlässige und täglich Kopfschmerzen habe. Bereits nach den Therapiesitzungen sei die Beschwerdeführerin vollkommen erschöpft, könn e praktisch nur noch liegen und verfalle vor dem Fernsehen in Gedankenkreisen. Darüber hinaus bestehe ein Messie-Syndrom, welches im Gutachten weder inhaltlich noch diagnostisch erfasst worden sei. Schlichtweg falsch sei die Einschätzung im Gut achten, die Arbeitsfähigkeit werde durch die depressiven Symptome nicht tangiert ( Urk. 3/3 S. 2 f.). A ls D iagnosen nannten die behandelnden Ärzte abschliessend (1) eine rezidi vierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode ohne psycho tische Symptome (ICD-10 F33.2) mit/bei schwerer Vernachlässigung und Gewalt erfahrung in der Kindheit sowie M essie-S ymptome, (2) eine ab h ängige Per sö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) respektive ein Verdacht auf eine schizoide Persö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1 ), (3) Adipositas per magna (ICD-10 E66.0; BMI = 41) und (4) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken im Rahmen von psychischen und soma tischen Problemen). Zuletzt habe die Beschwerdeführerin in einem Lohnbüro gearbeitet. Diese Anstellung sei ihr aufgrund der Red uktion des Pensums von 80 auf 60 % gekündigt worden. Danach habe die Symptomatik bis heute zuge nommen. Nicht einmal einen Bewerbungskurs habe die Beschwerdeführerin mehr absolvieren können. Die Compliance und die Motivation seien allerdings gut. Trotz jahrelanger stationärer und ambulanter Behandlung sei die Beschwerde führerin vollständig antriebslos im Rahmen der Depression, was eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, auch für angepasste Tätigkeiten. Selbst der Haushalt sei nur mit der Hilfe der Spitex zu bewältigen ( Urk. 3/3 S. 4 ).

A ls D iagnosen nannten die behandelnden Ärzte abschliessend (1) eine rezidi vierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode ohne psycho tische Symptome (ICD-10 F33.2) mit/bei schwerer Vernachlässigung und Gewalt erfahrung in der Kindheit sowie M essie-S ymptome, (2) eine ab h ängige Per sö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) respektive ein Verdacht auf eine schizoide Persö nlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1 ), (3) Adipositas per magna (ICD-10 E66.0; BMI = 41) und (4) eine leichte neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumliches Denken im Rahmen von psychischen und soma tischen Problemen). Zuletzt habe die Beschwerdeführerin in einem Lohnbüro gearbeitet. Diese Anstellung sei ihr aufgrund der Red uktion des Pensums von 80 auf 60 % gekündigt worden. Danach habe die Symptomatik bis heute zuge nommen. Nicht einmal einen Bewerbungskurs habe die Beschwerdeführerin mehr absolvieren können. Die Compliance und die Motivation seien allerdings gut. Trotz jahrelanger stationärer und ambulanter Behandlung sei die Beschwerde führerin vollständig antriebslos im Rahmen der Depression, was eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, auch für angepasste Tätigkeiten. Selbst der Haushalt sei nur mit der Hilfe der Spitex zu bewältigen ( Urk. 3/3 S. 4 ). 3.3.2 Im vorangehenden Bericht vom 1 5. Oktober 2018 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ zur Hauptsache übereinstimmende Diagnosen gestellt. Keine Erwähnung fand seinerzeit die leichte neuro psychologische Störung, stattdessen waren die Ärzte damals von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen ( Urk. 7/35/4). Zum damaligen psychopathologischen Befund lässt sich dem Bericht entnehmen, die Beschwerdeführerin sei äusserlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientier t. In der Kontaktaufnahme sei sie abwarten d, im Spontanverhalten aktiv. Die Stimmung sei deutlich depressiv-resigniert und affektiv kontrolliert. Im Gesprächsverlauf sei die Beschwerdeführerin mitteilungsaktiv. S ie wein e dabei viel. Kognitiv falle eine Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis auf, ebenso bestehe eine auffällige Vergesslichkeit und Unschlüssigkeit. Das Denken sei indessen formal beweglich, inhaltlich problemzentriert, mit Einschränkungen lenkbar und es bestünden keine Anhalts punkte für ein psychotisches Erleben. Auch Suizidgedanken bestünden nicht, weder aktuell noch anamnestisch. Schliesslich attestierten die behandelnden Ärzte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 7/35/ 2 u. 5).

3.3.2 Im vorangehenden Bericht vom 1 5. Oktober 2018 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ zur Hauptsache übereinstimmende Diagnosen gestellt. Keine Erwähnung fand seinerzeit die leichte neuro psychologische Störung, stattdessen waren die Ärzte damals von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen ( Urk. 7/35/4). Zum damaligen psychopathologischen Befund lässt sich dem Bericht entnehmen, die Beschwerdeführerin sei äusserlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientier t. In der Kontaktaufnahme sei sie abwarten d, im Spontanverhalten aktiv. Die Stimmung sei deutlich depressiv-resigniert und affektiv kontrolliert. Im Gesprächsverlauf sei die Beschwerdeführerin mitteilungsaktiv. S ie wein e dabei viel. Kognitiv falle eine Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis auf, ebenso bestehe eine auffällige Vergesslichkeit und Unschlüssigkeit. Das Denken sei indessen formal beweglich, inhaltlich problemzentriert, mit Einschränkungen lenkbar und es bestünden keine Anhalts punkte für ein psychotisches Erleben. Auch Suizidgedanken bestünden nicht, weder aktuell noch anamnestisch. Schliesslich attestierten die behandelnden Ärzte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 7/35/ 2 u. 5). 3.3.3 Im Bericht vom 1 2. Juni 2017 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ weitgehend übereinstimmende psychopathologische Befunde erwähnt, waren aber stattdessen nicht von einer schweren, sondern von einer mittelschweren Episode im Rahmen der auch damals schon diagnostizierten rezidivierenden depressiven Episode und einer damals bestehenden Arbeitsfähig keit von 60 % auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgegangen und hatten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf für umsetzbar erachtet, auf grund der günstigen Prognose als Folge der hohen Motivation und der familiären Ressourcen ( Urk. 7/9/13 f.).

3.3.3 Im Bericht vom 1 2. Juni 2017 hatten die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ weitgehend übereinstimmende psychopathologische Befunde erwähnt, waren aber stattdessen nicht von einer schweren, sondern von einer mittelschweren Episode im Rahmen der auch damals schon diagnostizierten rezidivierenden depressiven Episode und einer damals bestehenden Arbeitsfähig keit von 60 % auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgegangen und hatten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf für umsetzbar erachtet, auf grund der günstigen Prognose als Folge der hohen Motivation und der familiären Ressourcen ( Urk. 7/9/13 f.). 4.

4. 4.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).

4.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen). 4.2 Das Gutachten der MEDAS A.___ vom 1 3. Januar 2020 umfasst die von den Expertinnen und Experten des MEDAS A.___ nach Fallvorlage (vgl. Urk. 7/39, Urk. 7/41) als relevant erachteten Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin ( Urk. 7/58/87 ff.), Neurologie ( Urk. 7/58/48 ff.) und Psychiatrie ( Urk. 7/58/64 ff.). Ferner veranlassten die Expertinnen und Experten im Zuge der Begutachtung eine neuropsychologische Abklärung ( Urk. 7/58/99 ff.). Den Abschluss der Begutachtung bildete die interdisziplinäre Konsensbeurteilung ( Urk. 7/58/3 ff.). Die Expertinnen und Experten verfügten über die jeweils erforderlichen Qualifikationen. Die Beschwerdeführerin konnte bei den Untersuchungen ihre Beschwerden ausführlich schildern und der Begutachtung liegt eine für die betreffenden Fachrichtungen spezifische Anamneseerhebung zu Grunde. Die Expertise erfolgte sodann nach Einsicht in die zur Verfügung stehenden Vorakten ( Urk. 7/58/11 ff.). Damit erweist sich das Gutachten formal als für die streitigen Belange umfassend und auf allseitigen Untersuchungen beruhend. Erforderlich ist darüber hinaus, dass es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung en der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen)

4.2 Das Gutachten der MEDAS A.___ vom 1 3. Januar 2020 umfasst die von den Expertinnen und Experten des MEDAS A.___ nach Fallvorlage (vgl. Urk. 7/39, Urk. 7/41) als relevant erachteten Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin ( Urk. 7/58/87 ff.), Neurologie ( Urk. 7/58/48 ff.) und Psychiatrie ( Urk. 7/58/64 ff.). Ferner veranlassten die Expertinnen und Experten im Zuge der Begutachtung eine neuropsychologische Abklärung ( Urk. 7/58/99 ff.). Den Abschluss der Begutachtung bildete die interdisziplinäre Konsensbeurteilung ( Urk. 7/58/3 ff.). Die Expertinnen und Experten verfügten über die jeweils erforderlichen Qualifikationen. Die Beschwerdeführerin konnte bei den Untersuchungen ihre Beschwerden ausführlich schildern und der Begutachtung liegt eine für die betreffenden Fachrichtungen spezifische Anamneseerhebung zu Grunde. Die Expertise erfolgte sodann nach Einsicht in die zur Verfügung stehenden Vorakten ( Urk. 7/58/11 ff.). Damit erweist sich das Gutachten formal als für die streitigen Belange umfassend und auf allseitigen Untersuchungen beruhend. Erforderlich ist darüber hinaus, dass es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung en der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen) 4.3

4.3 4.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie, aufgrund des Gutachtens könne nicht davon ausgegangen werden, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine ver wertbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Davon sei selbst der RAD ausge gangen ( Urk. 1 S. 14 f Rz 6.6-8 ). Die Beschwerdeführerin bezieht sich hier bei auf eine Äusserung von RAD-Arzt PD Dr. med. univ. J.___, Facharzt fü r Neurologie, vom 1 4. Mai 202 0. PD Dr. J.___ hatte festgehalten, gemäss MEDAS-Gutachten sei bezüglich einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus zugehen. Die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, angepasst sei insbe sondere eine Tätigkeit ohne Zeitdruck, sei mit Blick auf den ersten Arbeitsmarkt allerdings realitätsfern ( Urk. 7/69/7).

4.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie, aufgrund des Gutachtens könne nicht davon ausgegangen werden, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine ver wertbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Davon sei selbst der RAD ausge gangen ( Urk. 1 S. 14 f Rz 6.6-8 ). Die Beschwerdeführerin bezieht sich hier bei auf eine Äusserung von RAD-Arzt PD Dr. med. univ. J.___, Facharzt fü r Neurologie, vom 1 4. Mai 202 0. PD Dr. J.___ hatte festgehalten, gemäss MEDAS-Gutachten sei bezüglich einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus zugehen. Die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, angepasst sei insbe sondere eine Tätigkeit ohne Zeitdruck, sei mit Blick auf den ersten Arbeitsmarkt allerdings realitätsfern ( Urk. 7/69/7). 4.3.2 Effektiv hielt der psychiatrische Experte der MEDAS A.___, Dr. E.___, fest, ange passt sei eine Tätigkeit ohne Zeitdruck und ohne Multitasking sowie mit gelegentlichen Pausen bei Überforderung ( Urk. 7/58/85). Auch in der inter disziplinären Beurteilung gelangten die Gutachter zum Schluss, es bestünden namentlich Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur Pla nung und Strukturierung von Aufg aben, bezüglich der Umstellfähigkeit, bezüglich der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen und bezüglich der Ent scheidungsfähigkeit. Auch die festgestellten leichten Beeinträchtigungen neuropsychologischer Art (vgl. Urk. 7/58/9 ff.) gaben Anlass zum Schluss, dass mit einer rascheren E rmüdung gerechnet werden müsse ( Urk. 7/58/7). Dies lässt das Erfordernis, im Rahmen der Ausübung einer angepassten Tätigkeit sollte kein Zeitdruck herrschen, als nachvollziehbar erscheinen. Nicht nachvollziehbar ist indessen die Einschätzung des RAD-Arztes, das Erfordernis einer Tätigkeit mit geringem Zeitdruck sei auf dem erste n Arbeitsmarkt nicht umsetzbar.

4.3.2 Effektiv hielt der psychiatrische Experte der MEDAS A.___, Dr. E.___, fest, ange passt sei eine Tätigkeit ohne Zeitdruck und ohne Multitasking sowie mit gelegentlichen Pausen bei Überforderung ( Urk. 7/58/85). Auch in der inter disziplinären Beurteilung gelangten die Gutachter zum Schluss, es bestünden namentlich Einschränkungen bezüglich der Fähigkeiten zur Pla nung und Strukturierung von Aufg aben, bezüglich der Umstellfähigkeit, bezüglich der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen und bezüglich der Ent scheidungsfähigkeit. Auch die festgestellten leichten Beeinträchtigungen neuropsychologischer Art (vgl. Urk. 7/58/9 ff.) gaben Anlass zum Schluss, dass mit einer rascheren E rmüdung gerechnet werden müsse ( Urk. 7/58/7). Dies lässt das Erfordernis, im Rahmen der Ausübung einer angepassten Tätigkeit sollte kein Zeitdruck herrschen, als nachvollziehbar erscheinen. Nicht nachvollziehbar ist indessen die Einschätzung des RAD-Arztes, das Erfordernis einer Tätigkeit mit geringem Zeitdruck sei auf dem erste n Arbeitsmarkt nicht umsetzbar. 4.3.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis ). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätig keiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst mithin auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vi eler: Urteile des Bundesgericht s 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).

4.3.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis ). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätig keiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst mithin auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vi eler: Urteile des Bundesgericht s 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung ist im Übrigen nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden versicherung, 3. Auflage 2014, Rn 132 zu Art. 28a).

Für die Invaliditätsbemessung ist im Übrigen nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden versicherung, 3. Auflage 2014, Rn 132 zu Art. 28a). 4.3.4 Der Umstand, dass gemäss MEDAS-Gutachten für die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit im Umfang eines 90%-Pensums lediglich in Frage kommt, wenn sie ohne Zeitdruck arbeiten kann, schliesst die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach dem Gesagten keineswegs aus. Das Erfordernis des geringen Zeitdrucks erfordert vom Arbeitgeber ein gewisses Ent gegenkommen. Mit einem solchen kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres gerechnet werden.

4.3.4 Der Umstand, dass gemäss MEDAS-Gutachten für die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit im Umfang eines 90%-Pensums lediglich in Frage kommt, wenn sie ohne Zeitdruck arbeiten kann, schliesst die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nach dem Gesagten keineswegs aus. Das Erfordernis des geringen Zeitdrucks erfordert vom Arbeitgeber ein gewisses Ent gegenkommen. Mit einem solchen kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres gerechnet werden. 4.4

4.4 4.4.1 Des Weiteren macht d ie Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung geltend, die Therapierbarkeit und die prognostische Besserungs fähigkeit eines Leidens schlössen die Zusprechung einer Rente nicht aus ( Urk. 1 S. 13 f. Rz 6.3 f.). Dem ist im Grundsatz nicht zu widersprechen. Weder schliessen bei psychischen Gesundheitsschäden intakte therapeutische Optionen den An spruch auf Leistungen schlechterdings aus, noch führen ungünstige Therapie optionen ohne Weiteres zu deren Zusprechung. Vielmehr ist der betreffende As pekt zusammen mit den übrigen Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1) zu beurteilen. Erst dadurch lässt sich der Anspruch auf Leist ungen rechtsgenüglich ermitteln.

4.4.1 Des Weiteren macht d ie Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung geltend, die Therapierbarkeit und die prognostische Besserungs fähigkeit eines Leidens schlössen die Zusprechung einer Rente nicht aus ( Urk. 1 S. 13 f. Rz 6.3 f.). Dem ist im Grundsatz nicht zu widersprechen. Weder schliessen bei psychischen Gesundheitsschäden intakte therapeutische Optionen den An spruch auf Leistungen schlechterdings aus, noch führen ungünstige Therapie optionen ohne Weiteres zu deren Zusprechung. Vielmehr ist der betreffende As pekt zusammen mit den übrigen Indikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1) zu beurteilen. Erst dadurch lässt sich der Anspruch auf Leist ungen rechtsgenüglich ermitteln. 4.4.2 Sofern die Beschwerdeführerin aus ihrem Argument folgert, es stehe ihr trotz der von den Gutachtern genannten Behandlungsoptionen ( Urk. 7/58/9) eine Rente zu, greift dies aber jedenfalls zu kurz. Erforderlich ist eine Gesamtbetrachtung im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens. In seiner jüngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht hinsichtlich depressiver Leiden im mittelgradigen Bereich betont, die invalidisierende Wirkung sei hier besonders sorgfältig zu prüfen. Es dürfe nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit zu bewirken (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 1 5. Mai 2017 E. 4.3). Ge mäss BGE 148 V 49 ist sodann bei leicht- bis mittelgradiger Ausprägung eines depressiven Leidens ohne nennenswerte Interferenz durch psychiatrische Komorbid itäten und bei intaktem Therapiep otential insbesondere die Dauer haftigkeit des Gesundh eitsschadens in Frage gestellt, da ein solches Leiden nicht als schwergradig eingestuft werden kann. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (E. 6.2.2).

4.4.2 Sofern die Beschwerdeführerin aus ihrem Argument folgert, es stehe ihr trotz der von den Gutachtern genannten Behandlungsoptionen ( Urk. 7/58/9) eine Rente zu, greift dies aber jedenfalls zu kurz. Erforderlich ist eine Gesamtbetrachtung im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens. In seiner jüngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht hinsichtlich depressiver Leiden im mittelgradigen Bereich betont, die invalidisierende Wirkung sei hier besonders sorgfältig zu prüfen. Es dürfe nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit zu bewirken (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 1 5. Mai 2017 E. 4.3). Ge mäss BGE 148 V 49 ist sodann bei leicht- bis mittelgradiger Ausprägung eines depressiven Leidens ohne nennenswerte Interferenz durch psychiatrische Komorbid itäten und bei intaktem Therapiep otential insbesondere die Dauer haftigkeit des Gesundh eitsschadens in Frage gestellt, da ein solches Leiden nicht als schwergradig eingestuft werden kann. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (E. 6.2.2). 4.5

4.5 4.5.1 Ferner macht d ie Beschwerdeführerin namentlich unter Bezugnahme auf die psychiatrischen Untersuchungsergebnisse im MEDAS-Gutachten geltend, es sei ein neues Gutachten nötig. Sie weist darauf hin, die Feststellung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens habe anhand ein e s strukturierten Beweis verfahrens zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin selber habe das Gutachten der MEDAS A.___ als mangelhaft beurteilt und es den Gutachtern zur Korrektur vor gelegt. Weder dies noch die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ressourcenprüfung vermöge das Gutachten zu heilen ( Urk. 1 S. 15 f. Rz 7.1-4).

4.5.1 Ferner macht d ie Beschwerdeführerin namentlich unter Bezugnahme auf die psychiatrischen Untersuchungsergebnisse im MEDAS-Gutachten geltend, es sei ein neues Gutachten nötig. Sie weist darauf hin, die Feststellung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens habe anhand ein e s strukturierten Beweis verfahrens zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin selber habe das Gutachten der MEDAS A.___ als mangelhaft beurteilt und es den Gutachtern zur Korrektur vor gelegt. Weder dies noch die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ressourcenprüfung vermöge das Gutachten zu heilen ( Urk. 1 S. 15 f. Rz 7.1-4). 4.5.2 Anders als die MEDAS-Gutachter gehen d ie behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus, wobei für sie als limitierender Faktor die Depression im Vordergrund steht (vgl. Urk. 3/3 S. 4). Die behandelnden Ärzte beschrie ben in der Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 allerdings die von ihnen diagnostizierte schwere Episode im Rahmen der d epressiven Störung nicht nachvollziehbar ( Urk. 3/3 S. 3). Auch der frühere Bericht vom 1 5. Oktober 2018 enthält keine überzeugende Herleitung der auch damals schon diagnostizierten schweren depressiven Episode ( Urk. 7/35/4 f.). D ie von den behandelnden Therapeuten erwähnten Befunde für die Diagnose einer schweren depressiven Episode gemäss ICD-10 F33.2 (richtig: F32.3; Urk. 3/3 S. 3 f. ) korrelieren nicht respektive nur unvollständig mit den jenigen, die gemäss ICD-10 die Diagnose einer schweren depressiven Episode rechtfertigen. In einer schweren depressiven Episode zeigt die betroffene Person meist eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit, es sei denn Hemmung sei das führende Symptom. Es kommt zum Verlust des Selbstwertgefühls und es herrschen Gefühle von Nutzlosigkeit oder Schuld vor. In besonders schweren Fällen besteht ein hohes Suizidrisiko (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien. 1 0. Aufl., Bern 2015, S. 174).

4.5.2 Anders als die MEDAS-Gutachter gehen d ie behandelnden Therapeuten Dr. B.___ und Dr. C.___ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus, wobei für sie als limitierender Faktor die Depression im Vordergrund steht (vgl. Urk. 3/3 S. 4). Die behandelnden Ärzte beschrie ben in der Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 allerdings die von ihnen diagnostizierte schwere Episode im Rahmen der d epressiven Störung nicht nachvollziehbar ( Urk. 3/3 S. 3). Auch der frühere Bericht vom 1 5. Oktober 2018 enthält keine überzeugende Herleitung der auch damals schon diagnostizierten schweren depressiven Episode ( Urk. 7/35/4 f.). D ie von den behandelnden Therapeuten erwähnten Befunde für die Diagnose einer schweren depressiven Episode gemäss ICD-10 F33.2 (richtig: F32.3; Urk. 3/3 S. 3 f. ) korrelieren nicht respektive nur unvollständig mit den jenigen, die gemäss ICD-10 die Diagnose einer schweren depressiven Episode rechtfertigen. In einer schweren depressiven Episode zeigt die betroffene Person meist eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit, es sei denn Hemmung sei das führende Symptom. Es kommt zum Verlust des Selbstwertgefühls und es herrschen Gefühle von Nutzlosigkeit oder Schuld vor. In besonders schweren Fällen besteht ein hohes Suizidrisiko (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien. 1 0. Aufl., Bern 2015, S. 174). Aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten ergibt sich weder, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit vorhanden ist respektive war, noch das Gegenteil davon, eine vorherrschende Hemmung. Ebenso verneinten die behandelnden Ärzte das Vorhandensein von Suizid gedanken, womit eine akute Suizidalität klar ausgeschlossen wurde. Auch im Übrigen fehlt es an der leitliniengerechten Herleitung der gestellten Diagnose, namentlich an der Darlegung, ob und in welchem Ausmass das für die Diagnose vorausgesetzte somatische Syndrom gegeben ist (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 170 f. und S. 174).

Aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten ergibt sich weder, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit vorhanden ist respektive war, noch das Gegenteil davon, eine vorherrschende Hemmung. Ebenso verneinten die behandelnden Ärzte das Vorhandensein von Suizid gedanken, womit eine akute Suizidalität klar ausgeschlossen wurde. Auch im Übrigen fehlt es an der leitliniengerechten Herleitung der gestellten Diagnose, namentlich an der Darlegung, ob und in welchem Ausmass das für die Diagnose vorausgesetzte somatische Syndrom gegeben ist (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 170 f. und S. 174). Z uvor, das heisst im Bericht vom 1 2. Juni 2016 an den Taggeldversicherer der Beschwerdeführerin, war noch eine mittelgradige depressi ve Episode diagnostiziert und eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 60 % auf 80 % prognostiziert worden ( Urk. 7/9/13 f. ). Weswegen sich der Zustand in der Folge derart deutlich sowie anhaltend verschlechtert haben soll und ohne jede Aussicht auf eine Besserung dauerhaft eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, ergibt sich aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten nicht hin reichend, zumal die stationäre Behandlung in der Klinik I.___ gegen Ende 2017 bis Anfang 2018 zeigte, dass mittels einer Intensivierung der Behandlung durch aus eine Besserung erreichbar war. Insbesondere konnten im Rahmen der stationären Behandlung erfolgreich Ansätze erarbeitet werden, um ungünstige Handlungsmuster und Gewohnheiten zu erk ennen und zu vermeiden (Urk. 7/58/12 f.).

Z uvor, das heisst im Bericht vom 1 2. Juni 2016 an den Taggeldversicherer der Beschwerdeführerin, war noch eine mittelgradige depressi ve Episode diagnostiziert und eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 60 % auf 80 % prognostiziert worden ( Urk. 7/9/13 f. ). Weswegen sich der Zustand in der Folge derart deutlich sowie anhaltend verschlechtert haben soll und ohne jede Aussicht auf eine Besserung dauerhaft eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, ergibt sich aus den Darlegungen der behandelnden Therapeuten nicht hin reichend, zumal die stationäre Behandlung in der Klinik I.___ gegen Ende 2017 bis Anfang 2018 zeigte, dass mittels einer Intensivierung der Behandlung durch aus eine Besserung erreichbar war. Insbesondere konnten im Rahmen der stationären Behandlung erfolgreich Ansätze erarbeitet werden, um ungünstige Handlungsmuster und Gewohnheiten zu erk ennen und zu vermeiden (Urk. 7/58/12 f.). Abweichend von den behandelnden Ärzten stellte der MEDAS-Experte Dr. E.___ die Diagnose einer Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 ( Urk. 7/58/80). Mit Blick auf die diagnostischen Leitkriterien (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.) hat der Gutachter seine Diagnose anhand der er hobenen Befunde und der anamnestischen Angabe n nachvollziehbar dargelegt, dabei auch die abweichende Auffassung der behandelnden Therapeuten gewürdigt ( Urk. 7/58/80 ff.) und seine Standpunkte in der ergänzenden Stellung nahme vom 4. Mai 2020 erneut erörtert ( Urk. 7/65/3 f.). Vor diesem Hintergrund kann die Schlussfolgerung nachvollzogen werden, dass bei der Beschwerde führerin eine chronifizierte und fluktuierende depressive Symptomatik vor herrscht, die im Verlauf zum Teil gebessert hat, mehrheitlich jedoch gleichmässig vorhanden war, abgesehen von Verschlechterungen aufgrund von kritischen Lebensereignissen ( Urk. 7/65 / 4).

Abweichend von den behandelnden Ärzten stellte der MEDAS-Experte Dr. E.___ die Diagnose einer Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 ( Urk. 7/58/80). Mit Blick auf die diagnostischen Leitkriterien (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.) hat der Gutachter seine Diagnose anhand der er hobenen Befunde und der anamnestischen Angabe n nachvollziehbar dargelegt, dabei auch die abweichende Auffassung der behandelnden Therapeuten gewürdigt ( Urk. 7/58/80 ff.) und seine Standpunkte in der ergänzenden Stellung nahme vom 4. Mai 2020 erneut erörtert ( Urk. 7/65/3 f.). Vor diesem Hintergrund kann die Schlussfolgerung nachvollzogen werden, dass bei der Beschwerde führerin eine chronifizierte und fluktuierende depressive Symptomatik vor herrscht, die im Verlauf zum Teil gebessert hat, mehrheitlich jedoch gleichmässig vorhanden war, abgesehen von Verschlechterungen aufgrund von kritischen Lebensereignissen ( Urk. 7/65 4). 4.5.3 Die behandelnden Therapeuten stellten zusätzlich die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60.7, wobei diese Diagnose zunächst die Ärzte der Klinik I.___ gestellt hatten ( Urk. 3/3 S. 4; vgl. Urk. 7/58/12). Zu den diagnostischen Leitlinien von Persönlichkeitsstörungen zählen namentlich (1) eine deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahr nehmung und Denken sowie in den Beziehungen zu anderen, (2) ein andauerndes, nicht auf Episoden beschränktes auffälliges Verhaltensmuster und (3) ein B eginn d er Störungen immer in der Kindheit oder der Jugend und eine M anifest ation auf Dauer im Erwachsenenalter (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 276 f.). Ein derartiges Verhaltensmuster haben die behandelnden Thera peuten weder im erforderlichen Ausmass noch in lebensgeschichtlicher Hin sicht ausreichend beschrieben und hergeleitet. Auch in den Darlegungen der Ärzte der Klinik I.___ finden sich keine konkreten Anhaltspunkte für die Validität dieser Diagnose (vgl. Urk. 7/58 /12 f., Urk. 7/58/66 f.). Den auffälligen Persönlichkeits aspekten (vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende und auch negativistische Züge) wurden im MEDAS-Gutachten nachvollziehbar mit der Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen Rechnung getragen ( Urk. 7/58/76, Urk. 7/58/80).

4.5.3 Die behandelnden Therapeuten stellten zusätzlich die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60.7, wobei diese Diagnose zunächst die Ärzte der Klinik I.___ gestellt hatten ( Urk. 3/3 S. 4; vgl. Urk. 7/58/12). Zu den diagnostischen Leitlinien von Persönlichkeitsstörungen zählen namentlich (1) eine deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahr nehmung und Denken sowie in den Beziehungen zu anderen, (2) ein andauerndes, nicht auf Episoden beschränktes auffälliges Verhaltensmuster und (3) ein B eginn d er Störungen immer in der Kindheit oder der Jugend und eine M anifest ation auf Dauer im Erwachsenenalter (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 276 f.). Ein derartiges Verhaltensmuster haben die behandelnden Thera peuten weder im erforderlichen Ausmass noch in lebensgeschichtlicher Hin sicht ausreichend beschrieben und hergeleitet. Auch in den Darlegungen der Ärzte der Klinik I.___ finden sich keine konkreten Anhaltspunkte für die Validität dieser Diagnose (vgl. Urk. 7/58 /12 f., Urk. 7/58/66 f.). Den auffälligen Persönlichkeits aspekten (vermeidende, zum Teil histrionisch anmutende und auch negativistische Züge) wurden im MEDAS-Gutachten nachvollziehbar mit der Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Zügen Rechnung getragen ( Urk. 7/58/76, Urk. 7/58/80). 4.5.4 Eine detaillierte Prüfung der im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens massgeblichen Indikatoren ( BGE 141 V 281 E. 4.3.1) findet sich nicht im Gut achten. Die Beschwerdegegnerin hielt allerdings im Rahmen ihrer Ressourcen prüfung fest, aufgrund des MEDAS- Gutachtens sei mit der Dysthymia und der Persönlichkeitsakzentuierung keine schwerwiegende psychische Erkrankung aus gewiesen ( Urk. 7/69/8). Bei der Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 handelt es sich diagnosebedingt u m eine nicht schwergradig ausgeprägte psychische Erkrankung. Das Leiden ist geprägt von leichten bis höchstens mittelgradigen depressiven Phasen (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.). Bei der Persönlichkeitsakzentuierung gemäss ICD-10 Z73.1 sodann handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnah me des Gesundheitswesens führen und als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens fallen (Urteil des Bundes gerichts 8C_570/2008 vom 4. Mai 2009 E. 4.2.5). Der Würdigung der Beschwerdegegnerin ist somit beizupflichten. Auch vor dem Hintergrund des weitgehend intakten sozialen und familiären Beziehungsnetzes und der viel fältigen Aktivitäten mit regelmässigen Reisen innerhalb der Schweiz und im Aus land mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehr, ist davon auszugehen, dass kein schwergradig ausgeprägtes psychisches Leiden vorliegt ( Urk. 8/58/74 f.).

4.5.4 Eine detaillierte Prüfung der im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens massgeblichen Indikatoren ( BGE 141 V 281 E. 4.3.1) findet sich nicht im Gut achten. Die Beschwerdegegnerin hielt allerdings im Rahmen ihrer Ressourcen prüfung fest, aufgrund des MEDAS- Gutachtens sei mit der Dysthymia und der Persönlichkeitsakzentuierung keine schwerwiegende psychische Erkrankung aus gewiesen ( Urk. 7/69/8). Bei der Dysthymia gemäss ICD-10 F34.1 handelt es sich diagnosebedingt u m eine nicht schwergradig ausgeprägte psychische Erkrankung. Das Leiden ist geprägt von leichten bis höchstens mittelgradigen depressiven Phasen (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183 f.). Bei der Persönlichkeitsakzentuierung gemäss ICD-10 Z73.1 sodann handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnah me des Gesundheitswesens führen und als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens fallen (Urteil des Bundes gerichts 8C_570/2008 vom 4. Mai 2009 E. 4.2.5). Der Würdigung der Beschwerdegegnerin ist somit beizupflichten. Auch vor dem Hintergrund des weitgehend intakten sozialen und familiären Beziehungsnetzes und der viel fältigen Aktivitäten mit regelmässigen Reisen innerhalb der Schweiz und im Aus land mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehr, ist davon auszugehen, dass kein schwergradig ausgeprägtes psychisches Leiden vorliegt ( Urk. 8/58/74 f.). Aufgrund der Feststellungen im MEDAS-Gutachten steht sodann nicht das depressive Leiden im Vordergrund, sondern das ausgeprägte Vermeidungs verhalten. Praxisgemäss (BGE 148 V 49) bedarf es in einer solche n Konstellation, das heisst beim Vorliegen eines wenig ausgeprägten depressiven Leidens gewichtiger Gründe, um von einer invalidisierenden Erkrankung auszugehen. Solche sind hier nicht ersichtlich. Die MEDAS-Gutachter legten dar, dass mit einer leitliniengerechten psychiatrischen Behandlung nach wie vor und konkret Aus sicht auf eine Besserung besteht ( Urk. 7/58/9, Urk. 7/58/83 f.). Der gegenteiligen Auffassung der Beschwerdeführerin, die sich auf die Beurteilung der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ stützt, kann nicht gefolgt werden. Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weswegen auf die von den behandelnden Ärzten anerkannte Besserung im Zuge der Behandlung in der Klinik I.___ gleichsam unvermeidbar eine sofortige Ver schlechterung folgte ( Urk. 3/3 S. 2), die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf trotz Behandlung vollständig antriebslos blieb ( Urk. 3/3 S. 4) und damit eine erneute Besserung schlechterdings nicht mehr im Bereich des Möglichen lag.

Aufgrund der Feststellungen im MEDAS-Gutachten steht sodann nicht das depressive Leiden im Vordergrund, sondern das ausgeprägte Vermeidungs verhalten. Praxisgemäss (BGE 148 V 49) bedarf es in einer solche n Konstellation, das heisst beim Vorliegen eines wenig ausgeprägten depressiven Leidens gewichtiger Gründe, um von einer invalidisierenden Erkrankung auszugehen. Solche sind hier nicht ersichtlich. Die MEDAS-Gutachter legten dar, dass mit einer leitliniengerechten psychiatrischen Behandlung nach wie vor und konkret Aus sicht auf eine Besserung besteht ( Urk. 7/58/9, Urk. 7/58/83 f.). Der gegenteiligen Auffassung der Beschwerdeführerin, die sich auf die Beurteilung der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ stützt, kann nicht gefolgt werden. Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weswegen auf die von den behandelnden Ärzten anerkannte Besserung im Zuge der Behandlung in der Klinik I.___ gleichsam unvermeidbar eine sofortige Ver schlechterung folgte ( Urk. 3/3 S. 2), die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf trotz Behandlung vollständig antriebslos blieb ( Urk. 3/3 S. 4) und damit eine erneute Besserung schlechterdings nicht mehr im Bereich des Möglichen lag. 4.5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beurteilung im MEDAS-Gutachten auf psychiatrischem Fachgebiet zu überzeugen vermag. Die von der Beschwerde führerin unter Bezugnahme auf die Darlegungen der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ geäusserte Kritik vermag daran nichts zu ändern. Eine erneute Begutachtung, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt, ist demgemäss nicht angezeigt.

4.5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beurteilung im MEDAS-Gutachten auf psychiatrischem Fachgebiet zu überzeugen vermag. Die von der Beschwerde führerin unter Bezugnahme auf die Darlegungen der behandelnden Therapeuten des Medizinischen Zentrums D.___ geäusserte Kritik vermag daran nichts zu ändern. Eine erneute Begutachtung, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt, ist demgemäss nicht angezeigt. 4.6 Sowohl die MEDAS-Experten als auch die behandelnden Therapeuten der Beschwerdeführerin stell ten leichte neuropsychologische Störung en fest, insbe sondere in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und visuell-räumliches Denken, und sie gingen davon aus, dass sich diese a uf die Arbeitsfähigkeit aus wirken ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Insofern besteht Übereinstimmung zwischen Gutachte r n und den behandelnden Ärzten. Es ist nachvollziehbar, dass sich diese Störungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit auswirken (Urk. 7/58/7 f.). Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde dies hinreichend nachvollziehbar dargelegt ( Urk. 7/58/107 ff.).

4.6 Sowohl die MEDAS-Experten als auch die behandelnden Therapeuten der Beschwerdeführerin stell ten leichte neuropsychologische Störung en fest, insbe sondere in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und visuell-räumliches Denken, und sie gingen davon aus, dass sich diese a uf die Arbeitsfähigkeit aus wirken ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Insofern besteht Übereinstimmung zwischen Gutachte r n und den behandelnden Ärzten. Es ist nachvollziehbar, dass sich diese Störungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit auswirken (Urk. 7/58/7 f.). Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde dies hinreichend nachvollziehbar dargelegt ( Urk. 7/58/107 ff.). 4.7 Auch im Übrigen ergeben sich an der Beurteilung der MEDAS-Gutachter keine ins Gewicht fallenden Zweifel. Übereinstimmend mit den MEDAS-Gutachtern nannten auch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ die Adipositas per magna als Diagnose, wobei sie dieser ebenfalls keinen unmittelbar en Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumassen ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Zu den weiteren von den MEDAS-Gutachtern genannten Diagnosen ( Urk. 7/58/7) erfolgten seitens der Beschwerdeführerin keine konkreten Einwände.

4.7 Auch im Übrigen ergeben sich an der Beurteilung der MEDAS-Gutachter keine ins Gewicht fallenden Zweifel. Übereinstimmend mit den MEDAS-Gutachtern nannten auch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ die Adipositas per magna als Diagnose, wobei sie dieser ebenfalls keinen unmittelbar en Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumassen ( Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/58/7). Zu den weiteren von den MEDAS-Gutachtern genannten Diagnosen ( Urk. 7/58/7) erfolgten seitens der Beschwerdeführerin keine konkreten Einwände. 4.8 Die ergänzende gutachterliche Stellungnahme enthält Ausführungen zum Schlafapnoe-Syndrom der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin wünschte eine Erläuterung dahingehend, inwiefern zwischen den Diagnosen eines obstruktiven und derjenigen eines schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei ( Urk. 7/61/1). I n der ergänzenden gutachterlichen Stellung nahme vom 4. Mai 2020 äusserten sich der psychiatrische Experte Dr. E.___ und der neurologische Gutachter Dr. F.___ hierzu ( Urk. 7/65/2). Trotz ihrer Erläuterung ist weiterhin offen, weswegen im Gutachten nebst der Diagnose eines schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Maskendyskomfort, die insbesondere die Ausprägung des Leidens zum Ausdruck bringe, zusätzlich auch die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom s genannt wurde (Urk. 7/58/7). Eine nochmalige Rückfrage erübrigt sich aber. Praktisch v on Belang ist, dass durch das Gutachten dargetan und im Übrigen auch unbestritten ist, dass das fragliche Leiden befundmässig ausgewiesen ( Urk. 7/58/52) und dass ihm im Zusammen hang mit dem Maskendyskomfort ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt worden ist ( Urk. 7/58/ 61 f. ).

4.8 Die ergänzende gutachterliche Stellungnahme enthält Ausführungen zum Schlafapnoe-Syndrom der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin wünschte eine Erläuterung dahingehend, inwiefern zwischen den Diagnosen eines obstruktiven und derjenigen eines schweren Schlafapnoe-Syndrom zu unterscheiden sei ( Urk. 7/61/1). I n der ergänzenden gutachterlichen Stellung nahme vom 4. Mai 2020 äusserten sich der psychiatrische Experte Dr. E.___ und der neurologische Gutachter Dr. F.___ hierzu ( Urk. 7/65/2). Trotz ihrer Erläuterung ist weiterhin offen, weswegen im Gutachten nebst der Diagnose eines schweren Schlafapnoe-Syndroms mit Maskendyskomfort, die insbesondere die Ausprägung des Leidens zum Ausdruck bringe, zusätzlich auch die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom s genannt wurde (Urk. 7/58/7). Eine nochmalige Rückfrage erübrigt sich aber. Praktisch v on Belang ist, dass durch das Gutachten dargetan und im Übrigen auch unbestritten ist, dass das fragliche Leiden befundmässig ausgewiesen ( Urk. 7/58/52) und dass ihm im Zusammen hang mit dem Maskendyskomfort ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt worden ist ( Urk. 7/58/ 61 f. ). 4.9 Die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ hoben im Besonderen die von ihnen als krankhaft gewürdigte chronische Unordnung zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Sinne eines Messie-Syndroms hervor ( Urk. 3/3 S. 2 und S. 4), jedoch fehlt es an Darlegungen, wie sich dies auf die erwerblichen Fähigkeiten konkret auswirkt (Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/35/4). Die im Jahr 2018 und ebenso davor im Jahr 2017 noch diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung ( Urk. 7/9/13, Urk. 7/35/4) taucht im Bericht vom 7. Dezember 2020 ohne weitere Erläuterung nicht mehr auf ( Urk. 3/3 S. 4). Auf den von den MEDAS-Gutachtern beschriebenen Problembereich des Vermeidungsverhaltens und der motivationalen Schwierigkeiten ( Urk. 7/58/8, Urk. 7/58/83) gingen die behandel nden Therapeuten gar nicht ein, sondern bejahten ohne weitere Begründung eine gute Motivation und Compliance ( Urk. 3/3 S. 4). Insgesamt ist die von den behandelnden Therapeuten durchwegs attestierte vollständige Arbeitsunfähigkei t ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4; vgl. auch Urk. 7/16-18) für jegliche Tätigkeit so nicht hinreichend abgestützt, zumal noch im Jahr 2017 bei diagnostizierter mittelgradiger depressiver Episode und somatoformer Schmerz störung, Adipositas per magna und Kopfschmerzproblematik eine Arbeitsfähig keit von 6 0 % und eine baldige Steigerung derselben prognostiziert worden war ( Urk. 7/9/13 f.). In der Gesamtschau entsteht der Eindruck, dass von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ jeweils entsprechend der effektiv aus geübten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Im Juni 2017 war die Beschwerdeführerin noch im Ausmass von 60 % arbeits tätig gewesen ( Urk. 7/9/13 f., Urk. 7/2). Nach dem Verlust dieser Stelle im November 2017 arbeitete die Beschwerdeführerin nicht mehr, wobei die behandelnden Thera peuten seither eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten ( Urk. 7/35/2, Urk. 7/16-18, Urk. 3/3 S. 4). Zu beachten ist auch, dass die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Bericht vom 1 2. Juni 2017 unter Fort führung der Behandlung im Verlauf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit für realisierbar gehalten hatten. Damit im Zusammenhang erachteten sie auch eine Gewichtsabnahme für angezeigt, falls nötig in stationärem Rahmen ( Urk. 7/9/14). Aus welchen Gründen die Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf aus obje ktiven Gründen doch nicht gesteigert werden konnte, sondern sich nach Ansicht der Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Gegenteil zu eine r voll ständige n Arbeitsunfähigkeit entwickelte und trotz weiterhin günstiger Prognose auf diesem Niveau verharrte ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4), blieb ohne Erklärung. Eine a uf medizinische Gesichtspunkte abgestützte Bewertung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ liegt mithin nicht vor.

4.9 Die behandelnden Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ hoben im Besonderen die von ihnen als krankhaft gewürdigte chronische Unordnung zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Sinne eines Messie-Syndroms hervor ( Urk. 3/3 S. 2 und S. 4), jedoch fehlt es an Darlegungen, wie sich dies auf die erwerblichen Fähigkeiten konkret auswirkt (Urk. 3/3 S. 4, Urk. 7/35/4). Die im Jahr 2018 und ebenso davor im Jahr 2017 noch diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung ( Urk. 7/9/13, Urk. 7/35/4) taucht im Bericht vom 7. Dezember 2020 ohne weitere Erläuterung nicht mehr auf ( Urk. 3/3 S. 4). Auf den von den MEDAS-Gutachtern beschriebenen Problembereich des Vermeidungsverhaltens und der motivationalen Schwierigkeiten ( Urk. 7/58/8, Urk. 7/58/83) gingen die behandel nden Therapeuten gar nicht ein, sondern bejahten ohne weitere Begründung eine gute Motivation und Compliance ( Urk. 3/3 S. 4). Insgesamt ist die von den behandelnden Therapeuten durchwegs attestierte vollständige Arbeitsunfähigkei t ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4; vgl. auch Urk. 7/16-18) für jegliche Tätigkeit so nicht hinreichend abgestützt, zumal noch im Jahr 2017 bei diagnostizierter mittelgradiger depressiver Episode und somatoformer Schmerz störung, Adipositas per magna und Kopfschmerzproblematik eine Arbeitsfähig keit von 6 0 % und eine baldige Steigerung derselben prognostiziert worden war ( Urk. 7/9/13 f.). In der Gesamtschau entsteht der Eindruck, dass von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ jeweils entsprechend der effektiv aus geübten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Im Juni 2017 war die Beschwerdeführerin noch im Ausmass von 60 % arbeits tätig gewesen ( Urk. 7/9/13 f., Urk. 7/2). Nach dem Verlust dieser Stelle im November 2017 arbeitete die Beschwerdeführerin nicht mehr, wobei die behandelnden Thera peuten seither eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten ( Urk. 7/35/2, Urk. 7/16-18, Urk. 3/3 S. 4). Zu beachten ist auch, dass die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Bericht vom 1 2. Juni 2017 unter Fort führung der Behandlung im Verlauf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit für realisierbar gehalten hatten. Damit im Zusammenhang erachteten sie auch eine Gewichtsabnahme für angezeigt, falls nötig in stationärem Rahmen ( Urk. 7/9/14). Aus welchen Gründen die Arbeitsfähigkeit im weiteren Verlauf aus obje ktiven Gründen doch nicht gesteigert werden konnte, sondern sich nach Ansicht der Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ im Gegenteil zu eine r voll ständige n Arbeitsunfähigkeit entwickelte und trotz weiterhin günstiger Prognose auf diesem Niveau verharrte ( Urk. 7/35/2, Urk. 3/3 S. 4), blieb ohne Erklärung. Eine a uf medizinische Gesichtspunkte abgestützte Bewertung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des Medizinischen Zentrums D.___ liegt mithin nicht vor. 4.10 Die Beschwerdeführerin rügte schliesslich, das MEDAS-Gutachten weise verschiede ne und zum Teil schwere redaktionelle Fehler auf, die insgesamt zu dessen Unverwertbarkeit führten ( Urk. 1 S. 15 Rz 7.3). Zusätzlich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Gutachten sei trotz Mahnung durch die Beschwerdegegnerin nicht innert einer als statthaft zu bezeichnenden Frist vor gelegt worden ( Urk. 1 S. 6 f. Rz 5.8.1 und S. 9 Rz 5.8.6).

4.10 Die Beschwerdeführerin rügte schliesslich, das MEDAS-Gutachten weise verschiede ne und zum Teil schwere redaktionelle Fehler auf, die insgesamt zu dessen Unverwertbarkeit führten ( Urk. 1 S. 15 Rz 7.3). Zusätzlich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Gutachten sei trotz Mahnung durch die Beschwerdegegnerin nicht innert einer als statthaft zu bezeichnenden Frist vor gelegt worden ( Urk. 1 S. 6 f. Rz 5.8.1 und S. 9 Rz 5.8.6). Bei der MEDAS A.___ ging der Gutachtensauftrag am 2 8. Februar 2019 ein und fertig gestellt wurde das Gutachten am 1 3. Januar 2020 ( Urk. 7/43, Urk. 7/58). Diese Zeitspanne für die Durchführung der Untersuchungen und die Redaktion des Gutachtens kann objektiv betrachtet nicht als ausserordentlich lange bezeichnet werden. Gleiches gilt betreffend die Beantwortung der zusätzlichen Fragen (Urk. 7/61, Urk. 7/65). Was sodann die redaktionellen Fehler betrifft, so existieren solche, was auch die Gutachter einräumten ( Urk. 7/65/1 f.), jedoch nicht in einer Weise und Häufung, dass dies das Gutachten als solches in Frage stellen würde.

Bei der MEDAS A.___ ging der Gutachtensauftrag am 2 8. Februar 2019 ein und fertig gestellt wurde das Gutachten am 1 3. Januar 2020 ( Urk. 7/43, Urk. 7/58). Diese Zeitspanne für die Durchführung der Untersuchungen und die Redaktion des Gutachtens kann objektiv betrachtet nicht als ausserordentlich lange bezeichnet werden. Gleiches gilt betreffend die Beantwortung der zusätzlichen Fragen (Urk. 7/61, Urk. 7/65). Was sodann die redaktionellen Fehler betrifft, so existieren solche, was auch die Gutachter einräumten ( Urk. 7/65/1 f.), jedoch nicht in einer Weise und Häufung, dass dies das Gutachten als solches in Frage stellen würde. 4. 11

4. 11 4.11.1 Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten fallen vor rangig die aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht festgestellten B eeinträchtigungen ins Gewicht ( Urk. 7/58/8 f.). Für die angestammte Tätigkeit, verstanden als solche im kaufmännischen Sektor im Personal- und Buch haltungsbereich ( Urk. 7/6/2, Urk. 7 /58/109), gingen die MEDAS-Gutachter bezogen auf den Zeitpunkt der Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % aus, bezogen auf ein volles Erwerbspensum. Retrospektiv erachteten sie die von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ im Juni 2017 attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % für plausibel, mit Ausnahme der Zeiten stationäre r Behandlung ( Urk. 7/9/14, Urk. 7/58/8). Für eine angepasste T ätigkeit, verstanden als solche, die auf die kognitiven Einschränkungen R ücksicht nimmt ( Urk. 7 /58/108), in der ohne Zeitdruck gearbeitet werden kann, die keine Auf gaben im Sinne des Multitasking und kein monotones A rbeiten erfordert und in der die Möglichkeit besteht, Erholungspausen ein zu legen ( Urk. 7/58/62, Urk. 7/58/85, Urk. 7/58/110), gingen die Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus ( Urk. 7/ 58/8). Eine nur in geringem Grad beeinträchtigte Arbeits fähigkeit in einer Tätigkeit, die auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nimmt, erweist sich als grundsätzlich überzeugend.

4.11.1 Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten fallen vor rangig die aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht festgestellten B eeinträchtigungen ins Gewicht ( Urk. 7/58/8 f.). Für die angestammte Tätigkeit, verstanden als solche im kaufmännischen Sektor im Personal- und Buch haltungsbereich ( Urk. 7/6/2, Urk. 7 /58/109), gingen die MEDAS-Gutachter bezogen auf den Zeitpunkt der Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % aus, bezogen auf ein volles Erwerbspensum. Retrospektiv erachteten sie die von den Ärzten des Medizinischen Zentrums D.___ im Juni 2017 attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % für plausibel, mit Ausnahme der Zeiten stationäre r Behandlung ( Urk. 7/9/14, Urk. 7/58/8). Für eine angepasste T ätigkeit, verstanden als solche, die auf die kognitiven Einschränkungen R ücksicht nimmt ( Urk. 7 /58/108), in der ohne Zeitdruck gearbeitet werden kann, die keine Auf gaben im Sinne des Multitasking und kein monotones A rbeiten erfordert und in der die Möglichkeit besteht, Erholungspausen ein zu legen ( Urk. 7/58/62, Urk. 7/58/85, Urk. 7/58/110), gingen die Gutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus ( Urk. 7/ 58/8). Eine nur in geringem Grad beeinträchtigte Arbeits fähigkeit in einer Tätigkeit, die auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nimmt, erweist sich als grundsätzlich überzeugend. 4.11.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert, der neuropsychologische Gutachter habe die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit auf ein halbes Prozent genau an gegeben, diejenige für eine angepasste Tätigkeit aber nicht näher definieren können ( Urk. 1 S. 8 Rz 5.8.3).

4.11.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert, der neuropsychologische Gutachter habe die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit auf ein halbes Prozent genau an gegeben, diejenige für eine angepasste Tätigkeit aber nicht näher definieren können ( Urk. 1 S. 8 Rz 5.8.3). Lic. phil. H.___ hielt fest, er gehe davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit noch ein Pensum von 50 % möglich sein sollte. Die Leistung sei in dieser Zeit nur geringfügig, das heisst um etwa 15 % eingeschränkt, was rein rechnerisch ein Pensum von mindestens 42,5 % ergebe ( Urk. 7/58/109). Hinsichtlich des zumut baren Pensums in einer angepassten Tätigkeit hielt lic. phil. H.___ fest, sei von einer höheren Präsenzzeit auszugehen. Die Leistungsfähigkeit sei nur noch minim, das heisst um etwa 5 % eingeschränkt, da die Beschwerdeführerin selber und auch ihr Arbeitgeber für die reibungslose Bewältigung des Alltages einen etwas höheren Aufwand betreiben müssten. Die genaue Bewertung der Präsenz zeit sei anlässlich der interdisziplinären Konsensbesprechung vorzunehmen ( Urk. 7/58/110).

Lic. phil. H.___ hielt fest, er gehe davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit noch ein Pensum von 50 % möglich sein sollte. Die Leistung sei in dieser Zeit nur geringfügig, das heisst um etwa 15 % eingeschränkt, was rein rechnerisch ein Pensum von mindestens 42,5 % ergebe ( Urk. 7/58/109). Hinsichtlich des zumut baren Pensums in einer angepassten Tätigkeit hielt lic. phil. H.___ fest, sei von einer höheren Präsenzzeit auszugehen. Die Leistungsfähigkeit sei nur noch minim, das heisst um etwa 5 % eingeschränkt, da die Beschwerdeführerin selber und auch ihr Arbeitgeber für die reibungslose Bewältigung des Alltages einen etwas höheren Aufwand betreiben müssten. Die genaue Bewertung der Präsenz zeit sei anlässlich der interdisziplinären Konsensbesprechung vorzunehmen ( Urk. 7/58/110). Die Analyse der Darlegungen des Neuro psychologen zeigt zum einen, wie der rein rechnerische Wert für die Arbeitsfähigkeit in de r bisherigen Tätigkeit zustande kam, und zum anderen zeigt sich, dass er sehr wohl eine Bewertung der Rest arbeitsfähigkeit im dem Sinne vornahm, dass er von einer nur geringfügig limitierten R estarbeitsfähigkeit ausging, deren genauere Bewertung er aber der interdisziplinären Konsensbeurteilung vorbehielt. Diese Darlegungen sind nicht zu beanstanden. Im Ergebnis massgebend sind die Feststellungen gemäss der Konsensbeurteilung unter Beteiligung aller an der Begutachtung mitwirkenden Expertinnen und Experten.

Die Analyse der Darlegungen des Neuro psychologen zeigt zum einen, wie der rein rechnerische Wert für die Arbeitsfähigkeit in de r bisherigen Tätigkeit zustande kam, und zum anderen zeigt sich, dass er sehr wohl eine Bewertung der Rest arbeitsfähigkeit im dem Sinne vornahm, dass er von einer nur geringfügig limitierten R estarbeitsfähigkeit ausging, deren genauere Bewertung er aber der interdisziplinären Konsensbeurteilung vorbehielt. Diese Darlegungen sind nicht zu beanstanden. Im Ergebnis massgebend sind die Feststellungen gemäss der Konsensbeurteilung unter Beteiligung aller an der Begutachtung mitwirkenden Expertinnen und Experten. 4.11.3 Die Beschwerdeführerin wendet auch ein, die Beschwerdegegnerin hätte ihr für den Fall der Leistungsverweigerung eine Schadenminderungspflicht auferlegen müssen ( Urk. 1 S. 14 Rz 6.4). Sie unterziehe sich zahlreich en Therapien, weswegen von einer konsequenten Behandlung auszugehen sei ( Urk. 1 S. 16 Rz 7.4).

4.11.3 Die Beschwerdeführerin wendet auch ein, die Beschwerdegegnerin hätte ihr für den Fall der Leistungsverweigerung eine Schadenminderungspflicht auferlegen müssen ( Urk. 1 S. 14 Rz 6.4). Sie unterziehe sich zahlreich en Therapien, weswegen von einer konsequenten Behandlung auszugehen sei ( Urk. 1 S. 16 Rz 7.4). Da die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der limitierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgte, diese mithin nicht vom Ergebnis einer vorgängig durchzuführenden ärztlichen Behandlung ab hängt, drängte es sich für die Beschwerdegegnerin nicht auf, die Beschwerde führerin zur Aufnahme der gebotenen Behandlung aufzufordern und für die Zeit bis zum Erreichen des Behandlungserfolges einen allfälligen Leistungsanspruch zu prüfen.

Da die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der limitierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgte, diese mithin nicht vom Ergebnis einer vorgängig durchzuführenden ärztlichen Behandlung ab hängt, drängte es sich für die Beschwerdegegnerin nicht auf, die Beschwerde führerin zur Aufnahme der gebotenen Behandlung aufzufordern und für die Zeit bis zum Erreichen des Behandlungserfolges einen allfälligen Leistungsanspruch zu prüfen. Zusammenfassend ergibt die Würdigung der zur Beurteilung des medizinischen Sachver haltes vorhandenen Beweismittel, dass auf das Gutachten der MEDAS A.___ abzustellen und von einer A rbeitsfähigkeit von 90 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist,

Zusammenfassend ergibt die Würdigung der zur Beurteilung des medizinischen Sachver haltes vorhandenen Beweismittel, dass auf das Gutachten der MEDAS A.___ abzustellen und von einer A rbeitsfähigkeit von 90 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist, 5.

5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Beschwerdeführerin von einer Teilerwerbs tätigkeit von 80 % und einer Haushalttätigkeit von 20 % aus und hielt im Übrigen fest, es liege kein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden vor, weswegen auf einen Einkommensvergleich und eine Haushaltabklärung verzichtet werden könne ( Urk. 7/69/9). Die Qualifikation blieb unbestritten. Der Invaliditätsgrad ist demnach nach Massgabe von Art. 27 bis IVV zu ermitteln. D ie um 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit hat eine Erwerbs einbusse in entsprechendem Umfang zur Folge. I n Beziehung gesetzt zum Ein kommen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit unter Ver wertung ihrer Restarbeitsfähigkeit zumutbarerweise erzielen könnte, ergibt sich Gewissheit über die effektiv e Erwerbseinbusse und damit den Invaliditätsgrad.

5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Beschwerdeführerin von einer Teilerwerbs tätigkeit von 80 % und einer Haushalttätigkeit von 20 % aus und hielt im Übrigen fest, es liege kein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden vor, weswegen auf einen Einkommensvergleich und eine Haushaltabklärung verzichtet werden könne ( Urk. 7/69/9). Die Qualifikation blieb unbestritten. Der Invaliditätsgrad ist demnach nach Massgabe von Art. 27 bis IVV zu ermitteln. D ie um 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit hat eine Erwerbs einbusse in entsprechendem Umfang zur Folge. I n Beziehung gesetzt zum Ein kommen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit unter Ver wertung ihrer Restarbeitsfähigkeit zumutbarerweise erzielen könnte, ergibt sich Gewissheit über die effektiv e Erwerbseinbusse und damit den Invaliditätsgrad. 5.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).

5.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo thetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo thetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.3 Die Beschwerdeführerin meldete sich im Juli 2 017 zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). D em Bericht des Medizinischen Zentrums D.___ vom 1 2. Juni 2017 ist zu entnehmen, dass ab dem 1 0. April 2017 eine Arbeitsunfähigkeit vo n 40 % bestand ( Urk. 7/9/13). Die Experten der MEDAS A.___ bestätigten sodann, dass die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auch weiterhin andauerte und sich ab November 2017 auf 50 % erhöhte ( Urk. 7/58/8). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ent steht d er Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gelten dmachung des Leistungsanspruchs, sofern zu diesem Zeitpunkt das Warte jahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG abgelaufen ist.

5.3 Die Beschwerdeführerin meldete sich im Juli 2 017 zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). D em Bericht des Medizinischen Zentrums D.___ vom 1 2. Juni 2017 ist zu entnehmen, dass ab dem 1 0. April 2017 eine Arbeitsunfähigkeit vo n 40 % bestand ( Urk. 7/9/13). Die Experten der MEDAS A.___ bestätigten sodann, dass die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auch weiterhin andauerte und sich ab November 2017 auf 50 % erhöhte ( Urk. 7/58/8). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ent steht d er Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gelten dmachung des Leistungsanspruchs, sofern zu diesem Zeitpunkt das Warte jahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG abgelaufen ist. Wie erwähnt begann d ie Wartezeit mit ein er Arbeitsunfähigkeit von 40 % im April 2017 zu laufen. Ab November 2017 erhöhte sich die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % und ver blieb auf diesem Niveau, so dass Ende März 2018 das Wartejahr erfolgreich bestande n war. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG verstrichen. Der frühestmögliche Rentenbeginn ist somit der April 201 8.

Wie erwähnt begann d ie Wartezeit mit ein er Arbeitsunfähigkeit von 40 % im April 2017 zu laufen. Ab November 2017 erhöhte sich die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % und ver blieb auf diesem Niveau, so dass Ende März 2018 das Wartejahr erfolgreich bestande n war. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG verstrichen. Der frühestmögliche Rentenbeginn ist somit der April 201 8. 5.4 An ihrer Stelle bei der Y.___ AG erzielte die Beschwerdeführerin gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) im letzten Anstellungsjahr, das heisst 2017, von Januar bis November ein Einkommen von Fr. 46'721.--, was hochgerechnet auf das gesamte Jahr Fr. 50'968.-- entspricht ( Fr. 46'721. -- : 11 x 12; Urk. 7/28/2). Dieses Einkommen bezieht sich auf das damals geleistete Arbeitspensum von 80 % ( Urk. 7/6/2). Angepasst an die Nominallohn entwicklung bis 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von F r. 51' 212.-- ( Fr. 50'968. -- : 2’ 719 x 2' 732 ; Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; ab rufbar im Internet).

5.4 An ihrer Stelle bei der Y.___ AG erzielte die Beschwerdeführerin gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) im letzten Anstellungsjahr, das heisst 2017, von Januar bis November ein Einkommen von Fr. 46'721.--, was hochgerechnet auf das gesamte Jahr Fr. 50'968.-- entspricht ( Fr. 46'721. -- : 11 x 12; Urk. 7/28/2). Dieses Einkommen bezieht sich auf das damals geleistete Arbeitspensum von 80 % ( Urk. 7/6/2). Angepasst an die Nominallohn entwicklung bis 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von F r. 51' 212.-- ( Fr. 50'968. -- : 2’ 719 x 2' 732 ; Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; ab rufbar im Internet). 5.5 Eine angepasste Tätigkeit wird nicht ausgeübt. Konkrete Werte zur Bestimmung des Invalideneinkommens stehen nicht zur Verfügung. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Der Zentralwert der Frauenlöhne der Schweizerischen Lohn strukturerhebung betrug im Jahr 2016 Fr. 4' 832.-- (Kompetenzniveau 2 = praktische Tätigkeiten, namentlich Datenverarbeitung und A d ministration, Bedienen von Maschinen und elektronischen G eräten ). Angepasst an die betriebs übliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2018 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.0 4.01; ab rufbar im Internet) und an die Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; abrufbar im Internet) resultiert bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % ein Invalideneinkommen von Fr. 48’590.-- pro Jahr ( Fr. 4' 832.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2'719 x 2'732 x 0,8 ). Gründe für einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen ( BGE 126 V 75 ) wurden weder geltend gemacht noch sind solche offenkundig (vgl. hierzu auch nachstehende E. 5.7). Die Differenz zwischen dem Validen- und dem Invalideneinkommen beläuft sich auf Fr. 2'622.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 5 % entspricht ( Fr. 2'622.-- x 100 % : Fr. 51'212.-- ; zur Rundungsregel vgl. BGE 130 V 121 ). Bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % beträgt der Invaliditätsgrad 4 % (5 % x 0,8).

5.5 Eine angepasste Tätigkeit wird nicht ausgeübt. Konkrete Werte zur Bestimmung des Invalideneinkommens stehen nicht zur Verfügung. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Der Zentralwert der Frauenlöhne der Schweizerischen Lohn strukturerhebung betrug im Jahr 2016 Fr. 4' 832.-- (Kompetenzniveau 2 = praktische Tätigkeiten, namentlich Datenverarbeitung und A d ministration, Bedienen von Maschinen und elektronischen G eräten ). Angepasst an die betriebs übliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2018 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.0 4.01; ab rufbar im Internet) und an die Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020, T 39; abrufbar im Internet) resultiert bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % ein Invalideneinkommen von Fr. 48’590.-- pro Jahr ( Fr. 4' 832.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2'719 x 2'732 x 0,8 ). Gründe für einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen ( BGE 126 V 75 ) wurden weder geltend gemacht noch sind solche offenkundig (vgl. hierzu auch nachstehende E. 5.7). Die Differenz zwischen dem Validen- und dem Invalideneinkommen beläuft sich auf Fr. 2'622.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 5 % entspricht ( Fr. 2'622.-- x 100 % : Fr. 51'212.-- ; zur Rundungsregel vgl. BGE 130 V 121 ). Bezogen auf ein Erwerbspensum von 80 % beträgt der Invaliditätsgrad 4 % (5 % x 0,8). 5.6 Auf eine Haushaltabklärung verzichtete die Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/69/9). Ob sich eine solche aufgedrängt hätte, kann hier offenbleiben. An gesichts des Invaliditätsgrades für den Erwerbsbereich ergibt sich auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, wenn von einer - hier nicht gerechtfertigten - vollständigen Einschränkung im Haushalt und damit von einem gewichteten Invaliditätsgrad von 20 % im Aufgabenbereich ausgegangen würde. Der Gesamtinvaliditätsgrad betrüge diesfalls 25 %.

5.6 Auf eine Haushaltabklärung verzichtete die Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/69/9). Ob sich eine solche aufgedrängt hätte, kann hier offenbleiben. An gesichts des Invaliditätsgrades für den Erwerbsbereich ergibt sich auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, wenn von einer - hier nicht gerechtfertigten - vollständigen Einschränkung im Haushalt und damit von einem gewichteten Invaliditätsgrad von 20 % im Aufgabenbereich ausgegangen würde. Der Gesamtinvaliditätsgrad betrüge diesfalls 25 %. 5.7

5.7 5.7.1 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwert barkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4).

5.7.1 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwert barkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4). 5.7.2 Bekannt war das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit m i t der Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 1 3. Januar 2020 (vg l. dazu BGE 143 V 431 E. 4.5.1 ). Zu diesem Zeitpunkt stand die am 9. Mai 1963 geborene Beschwerdeführerin in ihrem 5 7. Lebensjahr. Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieben ihr somit noch gut sieben Jahre. Die trotz des Gesundheitsschadens vorhandenen erwerblichen Ressourcen können entsprechend der Beurteilung im MEDAS-Gutachten in einem hohen Pensum verwertet werden und die Beschwerdeführerin ist unter Berück sichtigung der bestehenden Einschränkungen auf einem breiten Feld möglicher Tätigkeiten einsetzbar. Bis zur Aufgabe der letzten Stelle bei der Y.___ AG per Ende November 2017 war sie mit Ausnahme von wenigen Jahren stets in den Arbeitsmarkt integriert ( Urk. 7/28). Die von der Beschwerdegegnerin in die Wege geleiteten Eingliederungsmassnahmen scheiterten sodann nicht an objek tiven Hürden, sondern daran, dass sich die Beschwerdeführerin seinerzeit zu solchen Massnahmen nicht im Stande fühlte ( Urk. 7/32/2). Aus objektiver Sicht liegen mithin keine Gründe vor, um die Selbsteingliederungsfähigkeit tatsächlich zu ver neinen. Bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind d ie Anstellungs chancen der Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund der Berufsbiografie, ange sichts der noch nicht langen Absenz vom Arbeitsmarkt (bezogen auf den Zeit punkt der Begutachtung), aufgrund der relativ hohe n Restarbeitsfähigkeit und mit Blick auf die bestehenden Einschränkungen, die weiterhin einen breiten Fächer an Einsatzmöglic hkeiten offen lassen, vielmehr als intakt zu bewerten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2016 vom 1 0. Juli 2017 E. 4.5 betreffend eine versicherte Person im 6 0. Altersjahr und mit breiter Berufserfahrung).

5.7.2 Bekannt war das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit m i t der Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 1 3. Januar 2020 (vg l. dazu BGE 143 V 431 E. 4.5.1 ). Zu diesem Zeitpunkt stand die am 9. Mai 1963 geborene Beschwerdeführerin in ihrem 5 7. Lebensjahr. Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieben ihr somit noch gut sieben Jahre. Die trotz des Gesundheitsschadens vorhandenen erwerblichen Ressourcen können entsprechend der Beurteilung im MEDAS-Gutachten in einem hohen Pensum verwertet werden und die Beschwerdeführerin ist unter Berück sichtigung der bestehenden Einschränkungen auf einem breiten Feld möglicher Tätigkeiten einsetzbar. Bis zur Aufgabe der letzten Stelle bei der Y.___ AG per Ende November 2017 war sie mit Ausnahme von wenigen Jahren stets in den Arbeitsmarkt integriert ( Urk. 7/28). Die von der Beschwerdegegnerin in die Wege geleiteten Eingliederungsmassnahmen scheiterten sodann nicht an objek tiven Hürden, sondern daran, dass sich die Beschwerdeführerin seinerzeit zu solchen Massnahmen nicht im Stande fühlte ( Urk. 7/32/2). Aus objektiver Sicht liegen mithin keine Gründe vor, um die Selbsteingliederungsfähigkeit tatsächlich zu ver neinen. Bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind d ie Anstellungs chancen der Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund der Berufsbiografie, ange sichts der noch nicht langen Absenz vom Arbeitsmarkt (bezogen auf den Zeit punkt der Begutachtung), aufgrund der relativ hohe n Restarbeitsfähigkeit und mit Blick auf die bestehenden Einschränkungen, die weiterhin einen breiten Fächer an Einsatzmöglic hkeiten offen lassen, vielmehr als intakt zu bewerten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2016 vom 1 0. Juli 2017 E. 4.5 betreffend eine versicherte Person im 6 0. Altersjahr und mit breiter Berufserfahrung). 5.8 Zusammenfassend ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde gegnerin einen Rentenanspruch verneint und das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich demgemäss als unbegründet, was zu deren Abweisung führt.

5.8 Zusammenfassend ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde gegnerin einen Rentenanspruch verneint und das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich demgemäss als unbegründet, was zu deren Abweisung führt. 6. Gemäss Art. 61 lit. f bis ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerde verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver weige rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver si cherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerde führerin aufzuerlegen.

6. Gemäss Art. 61 lit. f bis ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerde verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver weige rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver si cherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tobias Figi

Rechtsanwalt Tobias Figi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

FehrWilhelm