Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03523.jsonl.gz/2077

Hundewelpen in der Zoohandlung kaufen? Als Schweizerin traute ich meinen Augen kaum, aber in Grossbritannien war dies doch tatsächlich möglich. Ich kann mich noch an den Schock erinnern, als ich im Luxuskaufhaus Harrods im "Pet Kingdom" Welpen und Kitten im Angebot fand, nebst perlenbesetzten Halsbändern und Burberry-Mäntelchen für den Mops. Das Pet Kingdom in Harrods wurde 2014 geschlossen, und nun sollen auch andere Zoohandlungen, oder eben Pet-Shops, keine Hunde- und Katzenwelpen mehr verkaufen dürfen. Die britische Regierung hofft, damit dem florierenden Welpenhandel teilweise Einhalt gebieten zu können. In Zukunft soll es nur noch möglich sein, Kitten oder Welpen unter 6 Monaten direkt beim Züchter oder bei autorisierten Tierheimen kaufen zu können. Anfangs 2018 sammelte die "Lucy's Law" Kampagne über 150'000 Unterschriften, so dass sich das britische Parlament der Sache annehmen musste und nun die bestehende Regelung, dass Kitten und Welpen unter 8 Wochen nicht über Drittpersonen verkauft werden dürfen, weiter verschärfte. Die neue Regelung soll 2019 in Kraft treten.
Lucy's Law ist benannt nach einer stark unterernährten King-Charles-Spaniel-Hündin, die aus einer Hundefarm gerettet wurde, einer sogenannten "puppy mill". Dort wurde diese Hündin mehrmals pro Jahr gedeckt, ihre Welpen nach nur 4 Wochen von der Mutter getrennt.
Eva Waiblinger, Zoologin, Vorstand VIETA
Artikel im Guardian
Youtube-Clip, der Welpen und Kitten im damaligen Pet Kingdom im Harrods zeigt