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Wer ab und zu ein Videogame spielt muss kein Genie sein, um festzustellen, dass diese Kunstform ein enormes Problem mit Sexismus hat. Selten findet man ein Spiel, in welchem eine weibliche Person vorkommt, welche nicht in ein paar wenige Klischees passt.
Wir haben die "Dame in Nöten" (Super Mario, Zelda), die halb-nackte Kämpferin (Mortal Kombat, Bayonetta, Lara Croft), den "sexy Sidekick" (Prince of Persia, Halo, Ninja Gaiden, Resident Evil), die hübsche Feindin (Darksiders, Silent Hill), die Hintergrunddekoration (Street Fighter, God of War), und so weiter. Selten findet man ein Spiel, in die weiblichen Figuren nicht in diese lächerlichen Rollen passen.
Anita Sarkeesian von der Website Feminist Frequency hat nun ein Kickstarter-Projekt gestartet, welches dieses Phänomen genauer untersuchen möchte. Resultat des Projekts soll eine Videoserie sein, in der Sarkeesian zeigt, wie Frauen in Videogames dargestellt werden, und zwar mit negativen, aber auch mit positiven Beispielen aus der ganzen Welt der Videogames.
Bei vielen Gamern stösst dieses Vorhaben indes nicht auf grosse Gegenliebe. Es ist leider nicht verwunderlich, dass einige diese Möglichkeit dazu nützen, Sarkeesian persönlich auf die übelste Weise anzugreifen.
Ironisch, dass sie durch ihr Verhalten letztendlich bloss beweisen, dass Projekte wie dieses in der Games-Welt nach wie vor sehr notwendig sind.
Unterstützer des Projekts können verschiedene Entgelte erhalten, beispielsweise diese witzigen Kleber:
Update
Sarkeesian hat in ihrem Blog ein Update über die extrem negative Reaktion auf ihr Projekt veröffentlicht. Weitere Beispiele für dieses enorme Problem findet man beispielsweise auf fatuglyorslutty.com.
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.