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Untertitel: Zu viele Wildschweine im Broyebezirk
I
Grossrat Paul Sansonnens (CVP) fragte im Mai den Staatsrat an, welche Massnahmen er ergreifen wolle, um die «unerträgliche Plage» unter Kontrolle zu bringen. Die im Jahr 2004 ergriffenen Massnahmen zur Regulierung des Wildschweinbestandes brachten nach Sansonnens nicht die erwünschte Wirkung. «Kein Tag vergeht, ohne dass eine Parzelle Kulturland nicht von einer Wildschweinrotte verwüstet wird», schreibt er. Selbst Elektrozäune hielten die
Das Ausmass der Schäden sei nicht aussergewöhnlich, hält der Staatsrat in seiner Antwort fest. Die Landwirte seien überrascht und verärgert, weil sich die Schäden zur selben Zeit auf eine Region konzentrierten. Er lehnt es deshalb ab, andere regulierende Massnahmen zu ergreifen als jene, die bereits letztes Jahr eingeführt wurden.
Der Staatsrat rät den Landwirten jedoch an, um ihre gefährdeten Felder elektrische Zäune anzubringen. Der Kauf des nötigens Materials werde bis zur Hälfte durch den Fonds für das Wild subventioniert.
Als Massnahme gegen die «Wildschweinplage» schiessen die Wildhüter-Fischereiaufseher dort, wo die Wildschweine grosse Schäden anrichten, bis zur Regulierungsjagd im Herbst Wildschweine ab. Zudem werden entlang des Südufers am Neuenburgersee Ablenkfütterungen organisert. Dies soll die Wildschweine abhalten, den Wald zu verlassen.
In der Jagdsaison 2004/2005 wurden mit 41 Wildschweinen 13 Tiere mehr erlegt als im Vorjahr. Erstmals wurde die Jagd im September drei Wochen früher eröffnet. In dieser Zeit wurden jedoch keine zusätzlichen Wildschweine abgeschossen. Am meisten Tiere wurden im Januar erlegt.