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Windpocken (Varizellen) zählen zu den sehr ansteckenden Viruskrankheiten, die vorwiegend durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden. Typischerweise tritt bei Windpocken schubweise ein Hautausschlag am ganzen Körper auf. Am häufigsten sind Kinder im Kleinkindalter von Windpocken betroffen – Winter und Frühjahr gelten als klassische Windpockenzeit.
Der Erreger der Windpocken, das Varizella-Zoster-Virus (kurz: VZV), verbleibt nach der Infektion in einer Art «schlafendem» Zustand in Nervenendigungen des Körpers und kann nach vielen Jahren wieder aktiv werden. Dann löst das VZV jedoch keine Windpocken, sondern eine Gürtelrose (Herpes zoster, Zoster) aus.
Bei Windpocken kommt es neben allgemeinen Krankheitssymptomen zu einem flecken- und bläschenbildenden, heftig juckenden Ausschlag (Exanthem). Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Infektion und ersten Symptomen) beträgt üblicherweise zwei Wochen. Sind Windpocken einmal ausgebrochen, dauert es in der Regel 10 Tage, bis die Bläschen abgeheilt und somit nicht mehr ansteckend sind. Varizellen zeigen bei Erwachsenen und bei Menschen mit einer Abwehrschwäche häufiger einen schwereren Krankheitsverlauf als bei Kindern und führen mitunter zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung.
Die Therapie der Windpocken erfolgt meist symptomatisch: Medikamente und Lotionen sollen den Juckreiz lindern. Die Verwendung von Salben birgt jedoch ein Risiko, da sie die erkrankte Haut relativ luftdicht abdecken und Folgeinfektionen durch Bakterien begünstigen. Die Varizellen-Bläschen dürfen nicht aufgekratzt werden, da auch das die Infektion mit Bakterien fördert. Kindern mit Windpocken sollte man daher die Fingernägel kurz schneiden.
Varizellen können Sie durch eine Windpocken-Impfung vorbeugen. Nach Empfehlungen der Schweizerischen Kommission für Impffragen (SKIF) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sollte sich jeder im Alter von 11 bis 39 Jahren, der die Windpocken noch nicht durchgemacht hat, impfen lassen - insbesondere Frauen mit Kinderwunsch. Die Impfung ist auch bei Personen mit gewissen Risikofaktoren (zum Beispiel HIV-Infektion, Leukämie, schwere Neurodermitits) angezeigt.
Die Ansteckungsgefahr bei Windpocken besteht bereits 1 bis 2 Tage, bevor der typische Hautausschlag auftritt und hält so lange an, bis die Bläschen vollständig abgeheilt sind.
Windpocken (Varizellen) werden vom Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht und sind hoch ansteckend. Typischerweise tritt in Schüben ein erst fleck-, dann bläschenförmiger Hautausschlag auf, der sich über den ganzen Körper verteilen kann – auch auf die behaarte Kopfhaut und Schleimhäute (z.B. des Mundes).
Das Aussehen der verschiedenen nebeneinander bestehenden Hautveränderungen (Flecken, Erhebungen, Bläschen, Schorf) bei Windpocken bezeichnen Mediziner auch als Sternenhimmel.
Windpocken verlaufen bei normaler Abwehrlage gutartig und klingen ohne Nachwirkungen ab. Über 95 Prozent aller Erwachsenen haben Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus im Blut – dies zeigt, dass beinahe jeder im Laufe des Lebens mit dem Erreger in Kontakt gekommen und erkrankt ist. Nach einer Impfung befinden sich ebenfalls Antikörper gegen Varizellen im Blut.
Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, hat in der Regel eine lebenslange Immunität, das heisst, dass man in den meisten Fällen nur einmal im Leben an Windpocken erkrankt. Es gibt jedoch auch Beispiele, dass Menschen zweimal an Varizellen erkrankten, etwa wenn die Ersterkrankung sehr früh oder relativ schwach aufgetreten war. Unabhängig davon kann bei jedem, der die Windpocken hatte, im Laufe des Lebens als Zweiterkrankung eine Gürtelrose (Herpes zoster) auftreten.
Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) wird praktisch jeder im Laufe seines Lebens mit dem Varizellen-Zoster-Virus infiziert, das heisst: es erkranken jährlich durchschnittlich etwa 70'000 Personen (ein Geburtsjahrgang). In der Schweiz weist gemäss BAG auch praktisch die ganze Bevölkerung (98 Prozent) Antikörper gegen das Virus auf. Die meisten Menschen machen die Windpocken bereits im Kindesalter durch. Bei einem kleinen Teil (zirka vier Prozent) tritt die Krankheit jedoch erst im Erwachsenenalter auf und verläuft dann viel häufiger mit Komplikationen (schwere Hautinfektionen durch Bakterien, Lungenentzündung, Hirnentzündung oder Hirnhautentzündung). Bei einer Erkrankung in der Schwangerschaft kann es zu schweren Schädigungen beim ungeborenen Kind oder beim Neugeborenen kommen.
Bei Windpocken (Varizellen) sind die Ursachen bestimmte Viren – die Varizella-Zoster-Viren. Sie werden durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.
Der Windpocken-Erreger ist das Varizella-Zoster-Virus (VZV) aus der Gruppe der Herpesviren. Dieses Virus ist ebenfalls der Erreger der Gürtelrose (Herpes zoster), die eine Folgekrankheit der Varizellen darstellt. Das Virus breitet sich während und nach der ersten Infektion im Blut aus und besiedelt schubweise Haut und Schleimhäute. Zudem erreicht es Nervenzellansammlungen, in denen es «schlafend» (latent) lebenslang im Körper bleibt und unter bestimmten Umständen reaktiviert werden kann und dann eine Gürtelrose auslöst.
Die Übertragung von Windpocken findet hauptsächlich auf zwei Arten statt:
Die Ansteckung mit Windpocken geht damit sehr schnell und einfach. Besonders der enge Kontakt mit Infizierten birgt ein Übertragungsrisiko. Trifft ein Mensch mit gesundem Abwehrsystem auf eine Person, die an Varizellen erkrankt ist, besteht in folgenden Situationen eine Ansteckungsgefahr:
Abwehrgeschwächte Menschen stecken sich schneller mit Windpocken an. Die meisten Betroffenen erkranken im Winter und Frühjahr.
Auch eine Übertragung des Varizella-Zoster-Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind während der Schwangerschaft ist möglich, kommt jedoch nur sehr selten vor.
Für Windpocken (Varizellen) beträgt die Inkubationszeit – also die Zeitspanne zwischen der Ansteckung mit Windpocken und den ersten Symptomen – zwischen 8 und 28 Tagen nach dem Kontakt mit einer infizierten Person. Am häufigsten liegt die Windpocken-Inkubationszeit bei 14 bis 16 Tagen. Wer sich angesteckt hat, entwickelt also meist nach etwa 2 Wochen erste Beschwerden oder Hautveränderungen.
Wie lange sind Windpocken ansteckend?
Eine mit Windpocken infizierte Person kann bereits etwa 24 bis 48 Stunden vor Ausbruch des Ausschlags (Exanthem) ansteckend sein. Die Ansteckungsgefahr besteht etwa über die Dauer von 7 bis 10 Tagen nach Bildung der ersten Bläschen beziehungsweise etwa 5 bis 7 Tage nach Auftreten der letzten Hautveränderungen. Bis dahin sollte die erkrankte Person nicht in Kontakt mit anderen kommen – vor allem nicht mit Personen, die bisher keine Varizellen hatten oder abwehrgeschwächt sind.
Personen mit einer Gürtelrose (Herpes zoster) sind solange ansteckend, bis die Bläschen verkrustet sind.
Windpocken (Varizellen) verursachen folgende Symptome:
Bei Windpocken halten die Symptome für eine Dauer von etwa zehn Tagen an.
Auch, wenn Windpocken als Kinderkrankheit gelten: Erwachsene können sich ebenfalls leicht anstecken! Treten Windpocken bei Erwachsenen beziehungsweise älteren Personen auf, bilden sich meist mehr Varizellen-Bläschen als bei jüngeren Betroffenen und die Erkrankung nimmt häufig einen schwereren Verlauf als bei Kindern. Auch Komplikationen wie eine Lungenentzündung durch Varizellen (sog. Varizellen-Pneumonie) oder eine Hirnhautentzündung (Meningitis) sind bei Windpocken bei Erwachsenen häufiger. Prinzipiell muss bei ihnen besonders auf Komplikationen geachtet werden.
Bei Windpocken (Varizellen) kann der Arzt die Diagnose anhand des sehr charakteristischen Hautausschlags stellen. Dieses sogenannte Exanthem kann sich in roten Flecken, Hauterhebungen, Bläschen sowie Schorf äussern.
Es ist ausserdem möglich, den Erreger der Windpocken, das Varizella-Zoster-Virus (VZV), direkt im Bläscheninhalt nachzuweisen. Zudem kann der Arzt das Blut des Betroffenen auf Virusbestandteile oder vom Körper gebildete Antikörper gegen das Virus untersuchen lassen und so bei Windpocken die Diagnose stellen.
Die ebenfalls vom VZV ausgelöste Gürtelrose (Herpes zoster) geht mit typischen Hautveränderungen einher, die es dem Arzt in den meisten Fällen ermöglichen, auch hier eine rasche Diagnose zu stellen.
Die Windpocken-Therapie beschränkt sich in der Regel auf Massnahmen, die die vorhandenen Beschwerden lindern. Erkrankt ein sonst gesundes Kind an Windpocken (Varizellen), verläuft die Erkrankung meist mild. Bei unkomplizierten Windpocken erfolgt die Therapie rein symptomatisch, die Virusinfektion an sich wird nicht bekämpft. Ziel der Varizellen-Behandlung ist es, den Juckreiz zu verringern und Infektionen mit Bakterien zu vermeiden, die entstehen können, wenn das Kind die Bläschen aufkratzt oder aufschürft.
Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem (Immunsystem) oder anderen Risikofaktoren für einen schweren Verlauf der Erkrankung sollten in Rücksprache mit dem Arzt zur Windpocken-Therapie frühzeitig ein virenhemmendes Medikament, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Aciclovir, einnehmen. Dies tötet die vorhandenen Varizellen-Viren zwar nicht ab, verhindert aber deren Vermehrung.
Zum Austrocknen der Windpocken-Pusteln eignet sich zum Beispiel eine seit Langem bewährte Zinkschüttelmixtur.
Verschiedene Massnahmen mildern bei Windpocken die Beschwerden und beugen zum Teil möglichen Komplikationen an der Haut vor:
Der Erkrankte sollte die Bläschen nicht aufkratzen, da es sonst zu zusätzlichen, bakteriellen Infektionen (Sekundärinfektionen) kommen kann. Kindern mit Windpocken sollten die Eltern daher die Fingernägel kurz schneiden. Varizellen-Bläschen, die noch nicht verkrustet sind, können sich leicht entzünden. Daher empfiehlt es sich, bis zur Verkrustung der Varizellen-Bläschen nicht zu baden.
Achtung! Bei Kleinkindern darf das Fieber nicht mit Medikamenten gesenkt werden, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten. Die Einnahme von ASS während einer Viruserkrankung kann zu einem schweren Krankheitsbild führen, dem sogenannten Reye-Syndrom (mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma). Falls nötig, sollte man Fieber- und Kopfschmerzmittel ohne ASS verwenden. Geeignet sind etwa Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol.
In den meisten Fällen haben Windpocken (Varizellen) im Kindesalter einen komplikationslosen Verlauf und heilen folgenlos ab.
Recht häufig infizieren sich aufgeplatzte oder aufgekratzte Varizellen-Bläschen mit Bakterien (sog. bakterielle Superinfektion) – dies kann Narben hinterlassen. Salben (zur Juckreizlinderung) sollten bei Windpocken auf keinen Fall verwendet werden, da sich unter der relativ luftdichten Salbe auf der erkrankten Haut ein sehr guter Nährboden für solche Bakterien bildet.
Treten die Windpocken erst bei Erwachsenen auf, ist der Verlauf häufig schwerer als bei Kindern. Es bilden sich oft mehr Bläschen und es treten vermehrt Komplikationen auf.
In seltenen Fällen können bei Windpocken Komplikationen auftreten – sie betreffen häufiger Erwachsene, Schwangere und Säuglinge. Mögliche Komplikationen sind:
Eine Infektion mit Windpocken während der Schwangerschaft ist selten, da die meisten Menschen bereits in ihrer Kindheit eine Varizellen-Erkrankung durchmachen und daher als Erwachsene immun gegen das Virus sind.
Erkrankt eine Schwangere trotzdem an Windpocken, überträgt sie das Virus in nur etwa einem Viertel bis der Hälfte der Fälle über den Mutterkuchen auf das Kind. Das Risiko, dass die Infektion das Kind schädigt (sog. fetales Varizellensyndrom), ist weitaus geringer als das Risiko einer Übertragung: Es beträgt bis zur 13. Schwangerschaftswoche (SSW) weniger als 1 Prozent, in der 13. bis 20. SSW 2 Prozent und liegt danach nahezu bei null, ausgenommen die Zeit um die Geburt. Prinzipiell sollten Schwangere, die nicht gegen Varizellen immun sind, den Kontakt mit infizierten Personen meiden.
Menschen, die nicht geimpft sind, oder die laut Labortests noch keine Windpocken-Erkrankung hatten, also keine Antikörper gegen das Varizellen-Virus besitzen, heissen in der Fachsprache «seronegativ». Eine seronegative Schwangere, die Kontakt zu einem Varizellen-Erkrankten hatte, sollte möglichst schnell Antikörper bekommen – dies gilt für die gesamte Dauer der Schwangerschaft. Ziel ist es, sowohl der Mutter als auch dem Kind eine Erkrankung und mögliche Komplikationen zu ersparen.
Windpocken in der Schwangerschaft können besonders dann problematisch sein, wenn eine Frau in den letzten Tagen vor oder wenige Tage nach der Geburt erkrankt: Entwickelt eine werdende Mutter in einem Zeitraum von fünf Tagen vor bis zu zwei Tagen nach der Entbindung Windpocken-Symptome, besteht für das Neugeborene ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Ursache ist, dass der kurze Zeitraum bis zur Geburt für die Mutter nicht reicht, um genug schützende Antikörper herzustellen und auf das Kind zu übertragen. So kommt das Neugeborene ohne jeglichen Schutz auf die Welt. Das unreife Abwehrsystem des Neugeborenen ist nicht in der Lage, die Varizellen ausreichend zu bekämpfen, so dass sie häufiger schwer und mit Komplikationen verlaufen.
In solchen Fällen ist für das Neugeborene eine passive Impfung mit Antikörpern besonders wichtig.
Erkrankungen mit Windpocken (Varizellen) haben eine gute Prognose: In der Regel heilen Windpocken ohne bleibende Schäden oder Narben vollständig aus und führen zu einer lebenslangen Immunität. In seltenen Fällen sind Personen ein zweites Mal an Windpocken erkrankt, deren erste Varizellen-Erkrankung sehr früh oder relativ schwach aufgetreten war. Eine spätere Reaktivierung des Virus in Form einer Gürtelrose ist möglich. Sie betrifft vor allem ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Oft lässt sich keine erkennbare Ursache für die Gürtelrose finden.
Personen mit Windpocken sollten vermeiden, die Bläschen aufzukratzen, da es sonst zu zusätzlichen, bakteriellen Infektionen (Sekundärinfektionen) kommen kann, die den Heilungsprozess verlängern. Bis die Bläschen verkrustet sind, sollte der Betroffene lieber Duschen statt Baden, da sie sich sonst leicht entzünden können.
Das Alter, in dem eine Person an Windpocken erkrankt, hat einen Einfluss auf die Prognose: Bei Erwachsenen treten häufiger schwere Verläufe und Komplikationen auf als bei Kindern.
Mit einer Windpocken-Impfung (auch Varizellen-Impfung genannt) können Sie Windpocken gezielt vorbeugen. Abgesehen von der Impfung ist es schwer, sich sicher zu schützen, da die Viren hoch infektiös sind. So sind Personen, die an Varizellen erkrankt sind, bereits ein bis zwei Tage ansteckend, bevor der Hautausschlag oder andere Symptome auftreten.
Prinzipiell hilft es, wenn Sie den Kontakt mit Infizierten meiden. Außerdem sollten Erkrankte möglichst zu Hause bleiben und nur Menschen treffen, die bereits an Windpocken erkrankt waren und daher immun sind, sich also nicht mehr anstecken können.
Frauen mit Kinderwunsch, die noch keine Windpocken hatten – also nicht gegen Varizellen immun sind – sollten einer Erkrankung in jedem Fall vorbeugen. Erkrankt eine Schwangere an Windpocken, überträgt sie in etwa einem Viertel bis der Hälfte der Fälle die Viren über den Mutterkuchen auf das Ungeborene. Eine Infektion im Mutterleib kann beim Kind zum sogenannten fetalen Varizellensyndrom führen. Dieses tritt aber wesentlich seltener auf, als dass eine Übertragung der Viren auf das Kind stattfindet.
Für den Fall, dass eine Mutter fünf Tage vor oder bis zwei Tage nach der Geburt an Windpocken erkrankt, kann die sogenannte Immunprophylaxe schweren Verläufen einer Windpocken-Infektion beim Kind vorbeugen. Das Kind bekommt dann Antikörper vom Arzt gespritzt, welche die Viren bekämpfen sollen.
Grundsätzlich soll die Windpocken-Impfung helfen,
Da das Risiko von Komplikationen für Erwachsene erhöht ist, ist es gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) wichtig, alle Personen vor Windpocken zu schützen, die diese nicht während ihrer Kindheit durchgemacht haben. Eine Schutzimpfung wird daher allen 11- bis 39-jährigen Personen ohne bisherige Windpockenerkrankung empfohlen - insbesondere bei Frauen mit Kinderwunsch. Die Impfung ist nach Empfehlung der Schweizerischen Kommission für Impffragen (SKIF) und des BAG auch bei Personen mit folgenden Voraussetzungen angezeigt:
Personen, die nicht immun sind (IgG negativ) und ein erhöhtes Risiko von Komplikationen durch Varizellen haben:
Darüber hinaus gilt die Empfehlung für weitere Personengruppen:
Empfänglich bedeutet, dass entweder keine Windpocken-Impfung, keine bekannte Erkrankung an Windpocken in der Vorgeschichte oder – im Falle eines Bluttests – keine Antikörper gegen das Varizellen-Virus gefunden wurden. Dieser Begriff schliesst also alle seronegativen Personen mit ein.
Darüber hinaus kommt die Windpocken-Impfung für seronegative Angehörige folgender Berufsgruppen infrage:
Ab 11 Jahren erhalten alle Personen zwei Impfungen, die in einem gewissen Abstand (mind. vier bis sechs Wochen) erfolgen.
Darüber hinaus empfehlen Ärzte die Impfung gegen Windpocken für besonders gefährdete, empfängliche Personen, zum Beispiel Kinder mit Tumorerkrankungen sowie deren Kontaktpersonen.
Die Vorbeugung mit Antikörpern (sog. passive Impfung, passive Immunisierung oder Immunprophylaxe) gegen Windpocken beziehungsweise gegen das Varizella-Zoster-Virus sollte innerhalb von 96 Stunden nach Kontakt zu einem Erkrankten erfolgen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von «postexpositioneller» Gabe. Sie kann den Ausbruch einer Erkrankung verhindern oder deutlich abschwächen.
Die Empfehlung gilt für Personen mit erhöhtem Risiko für Varizellen-Komplikationen, dazu zählen:
«Gesundheit! Danke.»
Macht spät essen dick?