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Beitrag zu SAFP im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen TSR hat in der Sendung Sport Dimanche einen Beitrag über die aktuellen Probleme vertragsloser Spieler ausgestrahlt und dabei auch die Arbeit von SAFP in diesem Bereich kurz beleuchtet.
In diesem Beitrag werden die verschiedenen aktuellen Problem der arbeitslosen Profispieler beschrieben, die natürlich in der aktuellen Wirtschaftslage noch verstärkt auftreten.
Es wird im Beitrag auch darauf hingewiesen, dass Spieler wie etwa Juli Hernan Rossi, der mit dem FC Basel an der Champions Leage teilnahm oder etwa Sergio Bastida das Training der vertragslosen Spieler besucht und insbesondere am FIFPro Turnier der vertragslosen Spieler in Holland teilgenommen hat.
Es wird auch auf das wegweisende Urteil, das SAFP und RA Dr. Lucien W. Valloni für die Profispieler vor Bundesgericht erstreiten konnte hingewiesen, dass es nun allen Profifussballern ermöglicht, wenigstens in einer Anfangsphase sich voll und ganz im Profifussball eine neue Stelle zu suchen. Vor diesem Urteil mussten die Spieler bei Eintritt der Arbeitslosigkeit auch sofort einen anderen Job annehmen, was letztlich mit einem Berufswechsel verbunden war. Mit dieser Entscheidung wurde der Beruf Fussballer offiziell auch in Arbeitslosenversicherungsangelegenheiten als Beruf anerkannt.
Die Schweizer Profispieler werden aber auch durch bestehende Reglemente teilweise gehindert, einen neuen Job zu finden.
So gelten etwa als lokal ausgebildete Spieler, d.h. Spieler für die innerhalb des Kontingents (25) eines Fussballklubs mehr Plätze vorhanden sind (nämlich alle 25 des Kontingents; von den 25 dürfen 17 nicht lokal ausgebildete Spieler sein), auch Spieler mit Schweizer Nationalität nicht, selbst wenn sie schon mehrere Jahre in der Schweiz gespielt haben.
Es werden auch bei Schweizern lediglich die Jahre zwischen 15 und 21 als diejenigen Jahre gezählt, die dafür entscheidend sind, ob jemand als lokal ausgebildeter Spieler gilt.
Es ist aber nicht einzusehen, weshalb ein Spieler, der den Shweizer Pass besitzt, nicht gewisse Vorteile geniessen sollte, insbesondere dann, wenn er schon viele Saisons in der Schweiz gespielt hat. Er hat schliesslich hier in diesem Land seine Wurzeln.
Hervé Bochud ist ein aktueller Fall, der obschon er von 2001 - 2009 schon zahlreiche Saisons in der Schweiz gespielt hat, nicht als lokal ausgebildeter Spieler gilt. Damit muss er im Wettbewerb um einen neuen Arbeitsvertrag mit Spielern konkurrenzieren, die (ebenfalls) nicht als lokal ausgebildete Spieler gelten, was die Arbeitssuche erschwert, weil unter den nicht lokal ausgebildeten Spielern jeweils die starken ausländischen Spieler sind.
SAFP Präsident Dr. Lucien W. Valloni: "Wir haben das Problem erkannt und die Swiss Football League in einem Schreiben vom 4. November 2009 zur Anpassung des Reglementes über die Qualifikation der SFL-Spieler gebeten. Die Swiss Football League will aber das Reglement zur Vermeidung der Diskriminierung aufgrund von Staatsangehörigkeit nicht anpassen. SAFP ist der Ansicht, dass hier Lösungen gesucht werden müssen, um die Situation für Schweizer Spieler in der Schweiz zu verbessern. Wir werden das Thema mit der SFL an einer der nächsten Sitzungen wieder aufnehmen."