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Frauenportrait von
Stephanie Iseli
25.4.1899 – 25.4.2002
Indra Devi
Ein schönes Projekt.
Indra Devi wurde als Eugenie Peterson in Labunskaia in Riga geboren.
Sie war die Tochter eines schwedischen Bankers und einer russischen Adeligen.
Als junge Frau besuchte sie in Moskau eine Schauspielschule.
1920 floh sie zusammen mit ihrer Mutter vor den Bolschewiken nach Deutschland und arbeitete in Berlin als Tänzerin und Schauspielerin.
Früh schon fühlte sie sich sehr angesprochen durch die Texte von Rabindranath Tagore und reiste 1927 erstmals mit dem Schiff nach Indien.
Unter dem Künstlernamen Indra Devi spielte sie in einigen indischen Filmen mit.
1930 lernte sie im damaligen Bombay (heute Mumbay) ihren ersten Ehemann Jan Strakaty kennen.
Sie beschloss 1938 bei Tirumalai Krishnamacharya, dem Vater des «modernen» Yoga (er war unter anderem der Lehrer Pattabhi Jois’s (Asthanga Yoga) & Iyengars), Yogaunterricht zu nehmen.
Es bedurfte jedoch der Fürsprache des Maharajas von Mysore, damit sie als erste Frau überhaupt, zu einer Yogalehrerausbildung zugelassen wurde.
Während ihres langjährigen Aufenthalts in Indien machte sie Bekanntschaft mit Indiens namhaften Persönlichkeiten:
Rabindranath Tagore; Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru.
(Nehru übrigens stellte Sir Yehudi Menuhin, der vor einem Konzert in Indien über starke Rücken- und Schulterschmerzen klaggte, dem jungen Iyengar vor – daraus entstand eine lebenslange Freundschaft und Iyengar besuchte die Familie Menuhin oft im Saanenland)
1939 wurde Indra Devi’s Mann nach China versetzt, wo sie in Shanghai die erste Yogaschule eröffnete.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1947 ging sie nach Kalifornien und eröffnete 1948 in Hollywood ;-) das erste Yogastudio.
Indra Devi heiratete erneut, wurde US amerikanische Staatsbürgerin und liess ihren Künstlerinnennamen offiziell anerkennen.
Zu ihren Yogaschülerinnen gehörten damals auch Greta Garbo, Eva Gabor, Gloria Swanson…
Die amerikanische Kosmetikunternehmerin Elizabeth Arden bot in ihrem Gesundheitsprogramm ebenfalls Yogakurse von Indra Devi an.
1960 reiste sie nach Moskau und nach einem Gespräch im Kreml wurde Yogaunterricht auch in der Sowjetunion bewilligt!
Indra Devi reiste in ihrem langen Leben um die ganze Welt, um den Yoga im Westen bekannt und populär zu machen…
Sie schrieb etliche Bücher und hielt viele Vorträge.
«Yoga is a way to freedom. By its constant practice, we can free ourselves from fear, anguish and loneliness.”
Im Jahr 2020 genau an ihrem 102 Geburtstag starb Indra Devi in Buenos Aires. Ihre Asche wurde in den Rio de la Plata gestreut.