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Das im Kern noch spätmittelalterliche Gebäude zeigt an der strassenseitigen Trauffassade ein gefasstes Rundbogenportal mit der Stadt Baden. Es ist somit wohl das älteste Gebäude in der Gemeinde und diente ursprünglich als Umschlagplatz für die Produkte, welche zur Zeit, als Rohrdorf zur Grafschaft Baden gehörte, als Zehnten abgeliefert werden mussten.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Bau zu allen möglichen Zwecken, u.a. als Getreidemühle, Stallung und vor allem als Trotte genutzt. Der Rebbau bildete damals einen wichtigen Erwerbszweig am Rohrdorferberg. Mit seinem Rückgang verlor die Trotte ihre Bedeutung, sie diente in der Folge noch als Abstellraum.
1946 erwarb die Ortsgemeinde Oberrohrdorf die alte Zehntenscheune im Ring. Sie wurde bis 1954 in vielen Fronarbeitsstunden sämtlicher Dorfvereine und dem Erlös von Bazaren an Dorffesten in eine Turnhalle umgebaut.
Es war damals die einzige Turnhalle am Rohrdorferberg weit und breit! Nach dem Bau der Schulanlage Hinterbächli - mit Turnhalle - im Jahre 1973, ist die «Zähnteschüür» heute nach einer umfassenden Renovation im Jahre 1982 zu einem eigentlichen Kulturzentrum unserer Gemeinde geworden.
Sie bietet sowohl einheimischen wie auch auswärtigen Künstlern Gelegenheit zu Ausstellungen, lädt zu Konzerten ein und mehrmals im Jahr zu bunten Märkten.