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Eine neue Studie aus China liefert Komapatienten und deren Angehörigen Grund zur Hoffnung: Computersysteme sollen in der Lage sein, die Aufwachchancen von Komapatienten ähnlich gut zu beurteilen wie Ärzte.
Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von Ärzten und Forschern der Akademie der Wissenschaften von China. Dabei liessen die Forscher mit CT-Scans und allen Informationen gespeiste Computerprogramme Prognosen abgeben über die Genesungschancen von Komapatienten. Diese verglichen sie anschliessend mit den Einträgen von Ärzten auf der Coma-Recovery-Skala (CRS-R). In einigen Fällen gaben die Computerprogramme massiv bessere Einschätzungen ab: Wo die Ärzte kaum Chancen sahen, dass die Patienten wieder aufwachten, zeigte sich die Künstliche Intelligenz (KI) optimistischer.
In der Folge wurden die Komapatienten ein Jahr lang beobachtet. Wie die Schweizer Fachzeitung Medinside schreibt, stellten die Forscher bei sieben Personen – darunter ein 19-jähriges Unfallopfer und eine 41-jährige Hirnschlag-Patientin – nach 12 Monaten entscheidende Unterschiede fest: Trotz der schlechten Erwartung der Ärzte wachten die Patienten wieder auf und erholten sich teilweise gar vollständig.
Allerdings lag auch die KI daneben: Bei einem Komapatienten mit Hirnstammschäden gab der Computer eine pessimistische Beurteilung ab. Ein Jahr später hatte sich der Patient beinahe vollständig erholt. In beachtlichen 88 von 100 Fällen soll die KI richtig gelegen sein. Trotz der beachtlichen Zahl: Die Künstliche Intelligenz könne in der Komabetreuung und -beurteilung den Arzt nur ergänzen, niemals ersetzen, schreibt Medinside. (wst)