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Offiziell steht die Allianz von CVP, FDP und SVP geschlossen hinter Peiry. Die FDP zog für den zweiten Wahlgang ihren Kandidaten Peter Wüthrich zurück, obwohl dieser am 6. November besser abgeschnitten hatte als der SVP-Mann. Erklärtes Ziel der Bürgerlichen ist es, ihre Mehrheit in der Regierung von bisher vier auf neu fünf Sitze auszubauen.
Dank des geschlossenen Auftretens brachten die Bürgerlichen im ersten Wahlgang bereits vier Kandidaten durch: die Bisherigen Pierre Siggen (CVP), Maurice Roppaz (FDP), Georges Godel (CVP) sowie neu Olivier Curty (FDP). Und nun darf sich die SVP Hoffnungen machen, nach 20 Jahren wieder einen Vertreter in der Regierung zu stellen.
Offen ist jedoch, wie weit die Wählerschaft von FDP und CVP dem Schulterschluss ihrer Parteien mit der SVP auch im 2. Wahlgang folgen wird, wenn nur noch der Name des SVP-Kandidaten auf der bürgerlichen Liste steht.
Peirys Name wurde schon im ersten Durchgang mehrfach durchgestrichen. Vor allem die CVP tut sich schwer damit, ihre Basis hinter den SVP-Mann zu scharen.
SP-Mann Steiert in der Pole Position
Die Linke plädiert für einen Ausgleich und hofft darauf, das Wahlvolk den rechten Vormarsch und eine von Männern dominierte Regierung nicht goutiert. Nur: Bei der SP hat mit Jean-François Steiert ausgerechnet ein Mann die besten Wahlchancen.
Der SP-Nationalrat überflügelte im ersten Wahlgang nicht nur SVP-Mann Peiry, sondern distanzierte auch die beiden bisherigen Frauen aus dem eigenen Lager - Anne-Claude Demierre (SP) und Marie Garnier (Grüne) -, die lediglich auf dem 8. und 9. Platz landeten.
Steierts Wahl könnte somit dazu führen, dass eine der beiden Frauen ihren Sitz räumen muss. Es sei denn, das linksgrüne Lager schafft es am kommenden Sonntag, alle drei Sitze in der Kantonsregierung zu verteidigen.
Bisher setzte sich der Freiburger Staatsrat aus drei CVP-Vertretern, zwei SP-Mitgliedern und je einem Mitglied von FDP und Grünen zusammen. Nicht mehr zur Wiederwahl angetreten waren Erwin Jutzet (SP) und Beat Vonlanthen (CVP).
(AWP)