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Langzeit-EKG (aktuell kein Gerät)
Das Langzeit EKG oder Holter EKG (über 24 Stunden) resp. R-Test (bis 7 Tage) dient dem Nachweis von Herzrhythmusstörungen. Dabei werden wie beim EKG Hautelektroden angebracht, die mit einem tragbaren kleinen Aufzeichnungsgerät verbunden sind und so die Aufzeichung des Herzrhythmus ermöglich.
Unter Herzrhythmusstörungen versteht man Veränderungen in der normalen Abfolge des Herzschlags. Herzrhythmusstörungen kommen sehr häufig vor (fast jeder Mensch hat in seinem Leben einmal Herzrhythmusstörungen) und haben sehr unterschiedliche Auswirkungen. Viele Arten der Herzrhythmusstörungen sind harmlos.
Die häufigste Form der Herzrhythmusstörungen stellt das Vorhofflimmern dar.
Diese Veränderungen können unterteilt werden in Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen, die wiederum in mehrere Untergruppen eingeteilt werden können.
Zu den Reizbildungsstörungen zählen
- Sinusarrhythmie – unregelmäßiger Herzschlag, der physiologisch bedingt ist durch die Atmung; kann auch in seltenen Fällen Ausdruck einer Schädigung des Sinusknotens sein
- Sinusbradykardie – zu langsamer Herzschlag (<60 Schläge pro Minute)
- Sinustachykardie – zu schneller Herzschlag (>100 Schläge pro Minute)
- Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknotensyndrom) – Herzrhythmusstörungen aufgrund einer Störung des Sinusknotens
- Supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen – Herzrhythmusstörungen, die in den Herzvorhöfen entstehen; zu ihnen zählen das Vorhofflattern und dasVorhofflimmern
- Ventrikuläre Herzrhythmusstörungen – Herzrhythmusstörungen, die in den Herzkammern entstehen; zu ihnen zählen die ventrikuläre Tachykardie, dasKammerflattern und Kammerflimmern
- Extrasystolen – ventrikulär oder supraventrikulär – zusätzliche Herzschläge, die entweder in den Herzkammern oder den Herzvorhöfen entstehen
Zu den Reizleitungsstörungen zählen
- Sinuatrialer Block (SA-Block) – durch Überleitungsstörungen vom Sinusknoten zur Herzwand entstehende Störungen
- Atrioventrikulärer Block (AV-Block) – durch Überleitungsstörungen vom Herzvorhof zur Herzkammer entstehende Störungen
- Intraventrikulärer Block – durch Überleitungsstörungen im Muskelsystem der Herzkammern entstehende Störungen
- Atrioventrikuläre Reentrytachykardie mit/ohne Präexzitation – kurzfristige Tachykardie (beschleunigter Puls) durch Erregungsleitung über Kurzschlussbahnen