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"Ich atme ein und komme zur Ruhe. Ich atme aus und lächle. Heimgekehrt in das Jetzt wird dieser Augenblick ein Wunder."
(Thich Nhat Hanh)
YOGA-Philosophie
Erstmals wurde Yoga in den uralten Sanskrit Schriften Indiens erwähnt, den sogenannten Veden (Wissen), die alle Bereiche des menschlichen Lebens abdecken wie die Kunst, die Architektur, die Heilkunde (Ayurveda), Yoga und vieles mehr. Das Wort Yoga hat mehrere Bedeutungen wie z.B. anjochen, anschirren, Einheit, Vereinigung oder etwas miteinander verbinden. In der jetzigen Zeit kann man es auch übersetzen als Harmonie, denn wenn Körper, Geist und Seele in Harmonie sind, sind wir verbunden und in der Einheit.
Der indische Gelehrte Patañjali der schätzungsweise zwischen dem 2. Jahrhundert vor Chr. und 2. Jahrhundert nach Christus gelebt hat, wird als der "Vater des Yoga" bezeichnet. Die von ihm überlieferte Schrift heisst "Yogasutra" und sie beinhalten 195 kurze Sätze. Es ist ein Leitfaden über den Weg eines Menschen in Richtung Freiheit.
Der achtgliedrige Pfad des Yoga nach Patañjali
1. Yama – Die Haltung nach aussen; Verhaltensregeln
2. Niyama – Haltung nach innen; Selbstdisziplin
3. Asana –Körperübungen
4. Pranayama – Atmung
5. Pratyahara – Beherrschung der Sinne
6. Dharana – Konzentration
7. Dhyana – Meditation
8. Samadhi – Erleuchtung
Die heute bekannten Yoga Körperübungen (Asanas) haben ihre Herkunft in der Hatha-Yoga-Pradipika aus der Zeit des 14./15. Jahrhunderts, dieses gilt als das bekannteste Grundlagenwerks des Hatha Yoga. Es werden in 643 Versen die Ausführung von 15 Asanas, sechs Reinigungsübungen, mehreren Atemübungen und vielen Mudras beschrieben. Das Ziel der Asanas ist, einen aufrechten Sitz einnehmen zu können, um über eine längere Zeit zu meditieren.
Yoga hat nichts mit Religion oder Esoterik zu tun, es ist eine über 5000 Jahre alte indische Methode, die uns mit Hilfe von körperlichen und geistigen Übungen unterstützt, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit zu erhalten bzw. wieder herzustellen.