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Oratorium von San Rocco
Das Oratorium von San Rocco, ein denkmalgeschütztes Gebäude, dessen Bau etwa um das Jahr 1665 begann, ruht vermutlich auf den Ruinen einer früheren, kleineren Kapelle und wurde im Auftrag der gleichnamigen Bruderschaft errichtet.
Der Bau erfolgte in Etappen durch aufeinanderfolgende Anbauten und Erweiterungen, die sich aus der Notwendigkeit ergaben, die Räumlichkeiten an die steigende Anzahl der Gläubigen anzupassen.
Der ursprüngliche Teil bestand wohl aus dem Chor aus den Jahren vor 1700, der 1735 erweitert wurde, wo sich die Brüder jeden Tag für die Heilige Eucharistiefeier und das gemeinsame Gebet versammelten. Darauf folgte der Bau des Hauptgebäudes in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts.
Der zweistöckige Turm mit Zelle und achteckiger Laterne sowie kleiner ovaler Fensterkuppel, der an den Turm des Heiligtums Santa Croce erinnert, geht auf das Jahr 1708 zurück. Der heutige Hauptaltar stammt aus dem Jahr 1763.
Die Fresken des Chors stellen die vier Kardinaltugenden dar. Auch sie stammen aus den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts und wurden in den siebziger Jahren umfassend restauriert.
Zu den besonders wertvollen Teilen des Oratoriums gehören, neben der Fassade mit den dicht ausgearbeiteten Stäben mit dem typischen Charakter des siebzehnten Jahrhunderts, die herrlichen Balustraden und der Hauptaltar aus mehrfarbigem Marmor im klaren Barockstil, wo die Verwendung von Arzo-Marmor deutlich sichtbar ist.