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Deutsche Dominanz in beiden Turnieren
Die Behinderten-Sportgruppe Olten trat unter der Leitung von
Paul Probst einmal mehr als Organisator des Europa-Pokals in Erscheinung. Daran
nahmen fünf deutsche Mannschaften sowie je eine aus Österreich und der Schweiz
teil. Parallel dazu wurde der Dreitannen-Cup für Clubmannschaften ausgetragen.
Mit einer Ausnahme gingen sämtliche Medaillensätze nach Deutschland.
Als Favoriten auf den Titel des Europa-Pokal Siegers galten vor
allem die Nationalmannschaft A aus Deutschland und der Landesverband Sachsen.
Der Turnierplan war wohlweislich so angelegt, dass diese beiden Mannschaften
erst im letzten Spiel des Tages aufeinander trafen. Davor sassen beide Teams
fünf anderen Mannschaften gegenüber. Sie konnten diese Partien jeweils für sich
entscheiden und zierten beide mit dem Punktemaximum die Tabellenspitze.
Im „Finalspiel“ schenkten sie sich nichts. Beide Teams
punkteten regelmässig und boten hinten solide Abwehrleistungen. Nach zweimal
sieben Minuten war es schliesslich die deutsche Nationalmannschaft, die
jubelte. Sie konnte die Sachsen mit 26:24 knapp schlagen und sicherte sich
somit den Titel. Der Landesverband Sachsen holte sich verdientermassen die
Silbermedaillen. Die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen folgte mit vier Siegen
und zwei Niederlagen auf dem dritten Platz.
Diese drei Mannschaften spielten gewissermassen in einer
eigenen Liga. Die vier Teams hinter den Medaillenplätzen lagen nämlich bereits
vier Punkte zurück, dafür unter sich schön eng beisammen. Die Schweizer
Nationalmannschaft und das deutsche B-Team wiesen dank zwei Siegen und vier
Niederlagen je vier Punkte auf. Die direkte Begegnung gab den Ausschlag
zugunsten der Deutschen. Für die Schweiz spielten Urs Casanova, Marcel
Knellwolf, Thomas Lötscher, Marcel Ragaz, Urs Ramel und Walter Widmer.
Jeweils zwei Punkte holte sich die österreichischen
Vertreter von der Spielgemeinschaft St. Pölten/Linz und der Landesverband
Hessen. Da die Österreicher die Direktbegegnung gewannen, verwiesen sie Hessen
auf den letzten Platz.
Ludwigshafen wiederholt Vorjahressieg im Dreitannen-Cup
Im Dreitannen-Cup trafen acht Mannschaften aufeinander, die
Hälfte davon aus der Schweiz. Dazu drei deutsche und ein österreichisches Team.
Ein Mann und fünf junge Frauen bildeten das Team aus Ludwigshafen. Dass die
jungen Damen das Sitzballspiel beherrschen, demonstrierten sie im Verlaufe des
Turniers auf eindrückliche Art. Sie verloren lediglich das Spiel gegen
Ravensburg mit zwei Punkten Differenz, die restlichen Partien gewannen sie. Das
trug ihnen wie schon vor Jahresfrist den Turniersieg ein. Der österreichische
Verein St. Pölten holte sich gleich viele Punkte wie Ludwigshafen, musste den
Deutschen aber wegen der Niederlage in der Direktbegegnung den Vortritt lassen.
Der dritte Rang ging an die VSG Ravensburg.
Eine ausgeglichene Bilanz mit drei Siegen, einem
Unentschieden und drei Niederlagen wiesen die beiden besten Schweizer Vereine
Thurgau und Wohlen auf. Sie trennten sich bei ihrem Aufeinandertreffen
unentschieden. Die bessere Trefferquote verhalf den Ostschweizern zum vierten
Platz. Der Heimvorteil spielte diesmal nicht: Die organisierende Sitzballgruppe
von Olten konnte keine Punkte holen und klassierte sich hinter Kornwestheim und
St. Gallen auf dem letzten Platz.
Arbeitsame Familie
Nach dem bei hohen Temperaturen ausgetragenen Turnier
verschob sich der Sitzball-Tross zum gemeinsamen Nachtessen ins Restaurant
„Arte“. Dabei erwies sich die Familie Probst als sehr arbeitsam. Paul Probst,
seines Zeichens Präsident der Sitzballvereinigung, war verantwortlich für die
Turnierorganisation, tatkräftig unterstützt von seiner Gattin Käthi. Tochter
Lisa amtierte als Speakerin bei der Siegerehrung – und gleich noch als
Ehrendame. Sohn Timo sorgte mit einer kurzfristig zusammengestellten Band für
die musikalische Umrahmung der Siegerehrung.
Text und Bilder: Albert Büchi
Rangliste 29. Europa-Pokal im Sitzball
|Rang||Mannschaft||Punkte|
|1.||Nationalmannschaft Deutschland A||12|
|2.||Landesverband Sachsen (D)||10|
|3.||BS Nordrhein-Westfalen (D)||8|
|4.||Nationalmannschaft Deutschland B||4|
|5.||Nationalmannschaft Schweiz||4|
|6.||SG St. Pölten/Linz (A)||2|
|7.||Landesverband Hessen (D)||2|
Rangliste 24. Dreitannen-Cup
|Rang||Mannschaft||Punkte|
|1.||BSV Ludwigshafen (D)||12|
|2.||VSG St. Pölten (A)||12|
|3.||VSG Ravensburg (D)||8|
|4.||SG Thurgau (CH)||7|
|5.||SG Wohlen (CH)||7|
|6.||SV Salamander Kornwestheim (D)||6|
|8.||BSV St. Gallen (CH)||4|
|8.||BSG Olten (CH)||0|
|Weitere Unterlagen sind auf der Homepage BSG Olten ersichtlich|
Siegerehrung Europa-Pokal, 1. Nati A DBS, 2. Sachsen, 3. Nordrhein-Westfalen
Ludwigshafen, Sieger im 24. Dreitannen-Cup
Die Schiedsrichter bei der Ehrung.
TK-Chef Walter Bärtschi beim Abendessen.
Theres Hediger und Margrit Muff, für die Verpflegung zuständig.