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AK Lieferscheinverwaltung
Das Produkt AK Lieferscheinverwaltung wurde zwischen Juli und November 2012 von Michael Kuhn (Admin Kuhn GmbH) entwickelt und dient der vereinfachten Verwaltung der Lieferscheine von Kollektionen und Erzeugung entsprechender Entladedateien. Die Idee dazu stammte von Sabine Hofmann und Peter Wille ().
Ausgangslage
Bisher wurden die Lieferscheine für die beiin Solothurn bestellten Kollektionen über den SISIS-Sunrise Ausleih-Client angezeigt und von dort aus zum eingestellten Drucker geschickt.
Die entsprechenden Katalogdaten wurden dabei im SISIS-Sunrise-MAB2-Format auf dem Bibliotheksrechner entladen und wurden dort mit Hilfe einiger bereits früher programmierter Shell-Skripte in systemspezifische Kategorienformate umgewandelt, je nach dem fand auch eine Umwandlung des originalen Zeichensatzes ISO 8859-1 in UTF-8 statt. Der Shell-Zugriff von den lokalen MS Windows-Arbeitsplatzrechnern auf den Linux-Bibliotheksrechner erfolgte dabei über den SSH-Client Putty, das Abholen der entladenen und umgewandelten Daten über den FTP-Client WS-FTP. Für bestimmte Bibliothekssysteme war eine weitere Bearbeitung der Entladedaten über ein Makro innerhalb MS Word notwendig, um sie in eine durch MS Excel lesbare CSV-Datei umzuwandeln. Auf dem lokalen Arbeitsplatzrechner wurde dann jeweils eine E-Mail mit der Entladedatei als Anhang für den Kunden erstellt.
Diese Form der Lieferscheinanzeige und Datenausgabe war historisch gewachsen und aufgrund der nur von Bibliomedia Schweiz verwendeten Kollektionsausleihe recht aufwendig. Durch die Komplexität der verwendeten Betriebssysteme, Programme und Formate war die Kenntnis dieses Vorgangs auf wenige Personen beschränkt.
Bei der Kollektionsverwaltung geht es darum, eine beliebig grosse Anzahl von Ausleihen zu einer Kollektion zusammenzuführen. Diese Kollektion erhält eine eindeutige Ausleih- oder Kollektionsnummer, die dem ausleihenden Benutzer zugeordnet wird. Die Kollektionsverwaltung wurde 2004 im SISIS-Sunrise Ausleih-Client V3.0A20 eingeführt (siehe die entsprechende Freigabemitteilung Kapitel 6). Soweit bekannt wird sie ausschliesslich durch die Institution Bibliomedia Schweiz verwendet, welche als "Bibliothek für Bibliotheken" solche Kollektionen zwecks Leseförderung an andere Bibliotheken in alle Sprachregionen der Schweiz ausleiht.
Lösung
Die Lieferscheinerzeugung sowie das Entladen der Daten erfolgt nun über den Webbrowser. Nach Eingabe der Benutzernummer des Kunden werden über PHP- und Bash-Skripte dessen Kollektionen gezeigt, die einzeln aufgerufen werden können. Dabei werden gleichzeitig sechs verschiedene Arten von Entladedateien erzeugt, welche zum direkten Herunterladen innerhalb des Browserfensters angeboten werden. Berücksichtigt werden dabei sämtliche vom Bibliothekssystem des Kunden geforderten Parameter: Dateiendung, Datenformat, Zeichensatz, Anzahl der Kategorienummern und Art des Zeilenumbruchs. Aufgrund hinterlegter Parameter erkennt das Programm für jeden Kunden dessen Bibliothekssystem und somit die Art der benötigten Datenumwandlung, welche dann grün gekennzeichnet wird.
Zusätzlich kann der Lieferschein auch direkt im Webbrowser angesehen, als sortierbare XLS-Datei heruntergeladen oder auf den lokalen Systemdrucker geschickt werden.
Der neue Arbeitsablauf beschränkt sich auf zwei bis drei Fenster im Webbrowser und es müssen ausser dem E-Mail-Client keine weiteren Programme bedient werden, sodass der Aufwand der Lieferscheinverwaltung erheblich verringert werden konnte und nach einer Einführung selbsterklärend ist.
Für die Schwesterbibliothekin Lausanne wurde zudem eine französischsprachige Anpassung dieses Programms erstellt, welche auch einige lokale Besonderheiten berücksichtigt, darunter eine andere Benennung der Entladedateien.
|Betriebssystem||SUSE Linux 8.0 Professional|
|Datenbankserver||Informix-Online Dynamic Server 9.21|
|Webserver||Apache HTTP Server 1.3.33 mit PHP 4.3.9|
|Bibliothekssystem||SISIS-Sunrise V3.0A20pl2|