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1. Jh. v. Chr.
Orangefarbener, durchscheinender Karneol
hochoval
H. 13,6, B. 11,9 mm
Inv. 1987.252.
Erst kürzlich ist es möglich geworden, die abgebildete Gemme zu identifizieren und zu interpretieren: Ihre im Gegensatz zu einem Kameo vertieft eingeschnittene Darstellung zeigt einen nach links aufgerichteten (tanzenden-) Esel. In einer menschlichen Tätigkeit tritt er auf und spielt trotz seiner Unmusikalität ein Instrument, die Leier; die Löwenhaut hat er sich umgehängt und versucht so verkleidet als Löwe zu gelten. Sein schreiender Gesang verrät ihn aber, er wird entlarvt und bestraft. Komprimiert finden sich hier Elemente aus verschiedenen Geschichten. Sprichwort und Fabel haben damit eine innerhalb der Steinschneidekunst eigenartige bildliche Fassung gefunden und weisen auf den römischen Humor. Als dumm gilt der Esel und wird deswegen oft verspottet.