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Die Blume des Lebens findet sich seit Jahrtausenden als Ornament an den verschiedensten Orten und historischen Bauwerken. Dem Symbol wird eine harmonisierende, schützende Wirkung zugeschrieben und oft wird das Muster als heilige Geometrie bezeichnet. Was aber steckt dahinter? Warum hat die Blume des Lebens eine derartige Bedeutung für viele Menschen? Wie wirkt sie und welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für dieses Symbol?
Sieht man sich das Muster der Lebensblume genauer an, stellt man fest, dass das Ornament aus einer Vielzahl an Kreisen besteht, die einander überlappen und so eine Art Blütenmuster mit 90 einzelnen Blütenblättern bilden. Umgeben werden die Blütenblätter von drei Ringen, die sie zusammenhalten und oft als Symbol für die Einigkeit von Körper, Seele und Geist interpretiert werden.
Das kunstvolle Ornament aus überlappenden Kreisen lässt sich auf der ganzen Welt schon seit Jahrtausenden finden. Die älteste bisher bekannte Darstellung prangt auf der Türschwelle eines König-Palastes aus dem Jahr 645 vor Christus – zu sehen heute in der assyrischen Abteilung des Louvre in Paris. Eine religiöse Bedeutung lässt sich hier allerdings nicht nachweisen. Weitere Darstellungen des verschlungenen Musters befinden sich zum Beispiel auf den Pfeilern des Osiris-Heiligtums in Ägypten und an verschiedenen Orten Europas wie beispielsweise in einem Kloster auf Kreta, in der Westminster-Abbey als Teil eines Mosaiks aus dem 13. Jahrhundert, in Bulgarien, auf dem gesamten Balkan und auch in Deutschland. So ist die Blume des Lebens in der Pfarrkirche in Altenkirchen auf Rügen über dem Altar als Stern an den Himmel gemalt.