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«Ich find‘ mich richtig gut!» «Die Angst vor der Angst verlieren!» «Gebe dich ganz dem Hier und Jetzt!» … Mit solchen und ähnlichen Sprüchen aus Selbsthilfe-Ratgebern beschäftigt sich Emma Murray in «My body is an island», indem sie die Wechselwirkung von Sprache und Bewegung auf der Bühne untersucht. Derartige Slogans sollen uns helfen, unser Wohlbefinden und Selbstvertrauen zu erlangen und das Leben besser zu meistern … Doch kann man wirklich so tun als ob man daran glauben würde? Können solche Aussagen für die Performer wirklich von Nutzen sein, wenn diese auf der Bühne stehen? Wohin führen diese Worthülsen, wenn ad absurdum getanzt wird? Die in Bern lebende Neuseeländerin Emma Murray untersucht, in welchem Ausmass Sprache die Bewegung einer Tänzerin bestimmen und beeinflussen kann. Als Instruktorin und Ausführende zugleich konfrontiert sie das Publikum mit manipulativen Sprachbildern und in Bewegung übersetzten Binsenwahrheiten. Sie gibt Anweisungen und versucht gleichzeitig, diesen gerecht zu werden, egal wie absurd oder unmöglich sie sein mögen. Das Publikum lässt sich in die «heile Welt» der Choreografin verführen und wird aufgefordert, seine Erfahrungen ebenfalls offen auf den Tisch zu legen. Die Handlungen der Performerin werden zur Metapher für die Bedürfnisse und Wünsche der Zuschauer. Doch wollen diese vielleicht nur eins: dass sie endlich still ist und einfach nur tanzt! Nun muss sie ihre eigene Verletzbarkeit und den Zynismus der Interaktion zwischen Körper und Sprache hinterfragen …«My body is an island» wurde in der Dampfzentrale Bern erarbeitet.