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«Mental: Bad Behaviour, Ugly Truths and the Beautiful Game» – so heisst die neu erschienene Biographie des ehemaligen Liverpool-Spielers Jermaine Pennant. Vor allem das schlechte Benehmen und die schmutzigen Wahrheiten sorgen momentan für grosses Aufsehen.
Pennant berichtet in seinem Buch nämlich über ein frauenverachtendes Spiel, das er zusammen mit seinen Teamkollegen – darunter der 107-fache Nationalspieler Ashley Cole – gespielt hat. Es funktionierte wie «Monopoly», nur mit Frauen. Diese hatten in dem perfide anmutenden Spiel den Status von «Strassen».
Wenn ein Spieler mit einer Frau Sex gehabt hat, galt diese fortan als dessen «Eigentum». Wenn nun ein Kollege mit der gleichen Frau zu einem späteren Zeitpunkt ein Verhältnis hatte, musste dieser an den «Eigentümer» eine Art Miete zahlen – wie im bekannten Brettspiel.
Als wäre das nicht schon genug, wurden die Frauen auch noch bewertet. Je attraktiver die Gespielin, desto teurer wurden die Mieten. Besonders attraktive Eroberungen galten sozusagen als «Paradeplatz» und kosteten 100 Pfund. «Ich erinnere mich, wie einer der Jungs zu mir kam und sagte: ‹Hier sind 14 Pfund›», schreibt Pennant. «Ich musste lachen und sagte nur: ‹Old Kent Road› (in der Schweizer Monopoly-Version: Chur Kornplatz)», ergänzte er.
Neben dem Monopoly-Spiel soll es noch weitere Sex-Eskapaden gegeben haben, über die der Mirror ausführlich berichtet. «Die meisten Mädchen waren offensichtlich darauf aus, mal einen Fussballer abzubekommen. Sie waren bestens informiert über uns und sehr bereitwillig», schreibt der Fussballer.
Schon vor der Veröffentlichung seiner Biographie hatte Pennant einen sehr zweifelhaften Ruf auf der Insel. Er gilt als Paradebeispiel eines schnell gefeierten und umjubelten Spielers, der darauf ebenso schnell abstürzte.
Mit 15 Jahren wechselte der Flügelstürmer zu Arsenal, feierte mit knapp 17 Jahren sein Debüt bei Profis, doch durchsetzen konnte er sich bei den «Gunners» nicht. Mehrmals wurde Pennant ausgeliehen, bis er schliesslich bei Liverpool landete, wo er in drei Jahren 55 Spiele absolvierte. Ab dann ging es steil bergab, zuletzt spielte er nur in der sechsten englischen Liga bei Billericay Town.
Partys, Frauen, alkoholisiert am Steuer – Pennant sorgte schon während seiner Karriere für zahlreiche Eskapaden abseits des Platzes. 2004 wurde er im Alter von 21 Jahren zu einem 16-monatigen Fahrausweisentzug verurteilt, weil er auf der falschen Strassenseite gefahren war. Ein Jahr später musste er sogar für 90 Tage in Haft, 60 davon konnte er mit einer Fussfessel auf Bewährung absolvieren.
Gegenüber der BBC erklärte der mittlerweile vereinslose Flügel, er sei «nicht stolz darauf, wie ich Frauen behandelt habe.» Diese Einsicht kommt etwas spät. (pre)