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1920 schloss Ida Pauline Rolf ihre Doktorarbeit in Biochemie an der Columbia University of New York ab. Sie arbeitete einige Jahre am Rockefeller Institut in der Abteilung für Chemotherapie und Organische Chemie bevor sie ihre Studien in Mathematik und Atomphysik nach Zürich führten. Auf der Suche nach Lösungen für eigene und in der Familie auftauchende gesundheitliche Probleme studierte sie homöopathische Medizin in Genf. In den frühen 1930er Jahren setzte sie diese Studien in den USA fort, wo sie sich mit Osteopathie, Chiropraktik, Yoga, Alexander Technik und Korzybski´s Arbeit über verschiedene Ebenen von Bewusstsein beschäftigte. Ein Jahrzehnt später bestand ihr Arbeitsschwerpunkt bereits in der Behandlung von Menschen mit den verschiedensten körperlichen Beschwerden. Die Verbindung von naturwissenschaftlichem Denken und intuitiver Vorgehensweise am Menschen erwies sich dabei als sehr wirkungsvoll.
Zeit ihres Lebens beschäftigte sie die grundlegende Frage, welche Bedingungen benötigt werden, um die Körperstruktur des Menschen so zu organisieren und unter dem Einfluss der Schwerkraft zu integrieren, dass Funktion und Struktur als Gesamtheit und Ausdruck der Person optimal und ökonomisch funktionieren. Hieraus entwickelte sich im Laufe von 30 Jahren eine aussergewöhnliche Methode aus Faszientechniken und Bewegungsschulungen, die heute unter dem Begriff Rolfing® Strukturelle Integration bekannt ist.
Fritz Pearls (einer der massgeblichen Begründer der Gestalttherapie) ermutigte Ida Rolf zur Weitergabe ihrer bahnbrechenden Ideen auf dem Feld der Körperarbeit, wie sie in Grundzügen heute noch gelehrt wird. Seit ihrem Tod im Jahre 1979 im Alter von 83 Jahren werden am Rolf Institute of Structural Integration, und den assoziierten Instituten in Europa und Asien Certified Rolfers™ und Rolf Movement Practitioners™ ausgebildet.