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Das Programm der Schweizerischen Friedensbewegung (SFB) stimmt überein mit den Grundsätzen der Vereinten Nationen und des Weltfriedensrates (WFR). Es entspricht den Prinzipien der auf den Frieden gerichteten Bewegung der blockfreien Staaten, den 10 Grundsätzen der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE,Helsinki 1975) und den Prinzipien der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU).
Es umfasst folgende Hauptpunkte:
- Verbot aller Massenvernichtungswaffen, insbesondere der Atomwaffen, der chemischen und der biologischen Waffen; Schaffung atomwaffenfreien Zonen. Einstellung des Wettrüstens, Rüstungsbegrenzung. Auflösung aller ausländischen Militärstützpunkte auf der ganzen Welt; Auflösung aller Militärblöcke auf der ganzen Welt. Allgemeine, gleichzeitige, vollständige Abrüstung unter internationaler Kontrolle.
- Beseitigung aller Formen der Rassendiskriminierung und des Kolonialismus.
- Achtung des für den Frieden wesentlichen Rechts der Völker auf Souveränität und Unabhängigkeit.
- Achtung und unbedingte Respektierung der territorialen Integrität der Staaten.
- Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Nationen.
- Handels- und kulturelle Beziehungen, die auf gegenseitigem Vorteil, Achtung und Freundschaft basieren.
- Friedliche Koexistenz von Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung.
- Ablösung der Politik der Stärke durch eine Politik der Verhandlungen zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Staaten.
Für die Schweiz wollen wir eine aktive Sicherheits -und Aussenpolitik im Sinne dieser Grundsätze. Damit übereinstimmend wenden wir uns gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft und treten für die Herabsetzung der Rüstungsausgaben sowie für die Schaffung einer unabhängigen schweizerischen Friedensforschung ein.
Die Schweizerische Friedensbewegung arbeitet national und international mit allen Kräften ohne Ausnahme zusammen, die im Sinne dieser Grundsätze tätig sind. Die SFB ist Mitglied der nationalen schweizerischen UNESCO-Kommission.
Das Ziel ist die Schaffung einer breiten, alle Gegenden der Schweiz und die verschiedensten geistigen, religiösen und politischen Anschauungen umfassenden Bewegung, die in solidarischer Verbundenheit mit den Friedenskräften aller Länder und Völker ohne Ausnahme als Teil der mächtigen weltweiten Friedensbewegung das Wettrüsten beendet, die Entspannung durchsetzt, schliesslich den Krieg für immer von der Erde verbannt und den Frieden zum alles beherrschenden, unwiderruflichen Lebensgesetz macht.
Die Schweizerische Friedensbewegung wendet sich gegen religiöse und ethnische Ausgrenzungen und tritt ein für Freundschaft und enge Beziehungen zu allen Völkern der Erde ohne Ausnahme und für den Abbau von Feindbildern aller Art.
Die konkrete Ausgestaltung des Programms wird an den Jahrestagungen der SFB beschlossen. Dort werden die jeweiligen Schwerpunkte festgelegt.
Einzelne Aktionen und Richtlinien werden auch an den Tagungen des Nationalkomitees beschlossen.
Über die Ausführung der beschlossenen Aktionen und Schwerpunkte wird an den Tagungen und in der Zeitung UNSERE WELT regelmässig Rechenschaft abgelegt.
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