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Die archäologischen Untersuchungen auf dem Schauenberg brachten Überreste baulicher Strukturen aus vorgeschichtlicher Zeit, aus dem Mittelalter und aus der Frühen Neuzeit zutage. Zu den ältesten Strukturen auf dem Burghügel gehören Palisaden. Der Gipfel des Schauenbergs scheint dann erst wieder im Mittelalter besiedelt worden zu sein. Bei der wohl um 1200 erbauten Burg dürfte es sich um eine Holzburg gehandelt haben. Um diesen ersten kleinadligen Wohnsitz zog sich eine Graben-Wall-Anlage, die den Verlauf der künstlichen Abstufungen aus prähistorischer Zeit übernahm. Als Gründer des Kleinadelssitzes auf dem Schauenberg sind wohl die gleichnamigen Herren von Schauenberg zu bezeichnen. Beringer von Hohenlandenberg hat die Burg auf dem Schauenberg nach 1331 übernommen. Wegen seiner antizürcherischen Haltung nach der Brunschen Verfassung von 1337 und seiner Zuwendung zu Johann von Habsburg-Laufenburg sind seine Burgen Hohenlandenberg und Schauenberg durch österreichische Amtsleute, zusammen mit Bürgern von Zürich und Winterthur, geschleift worden. Die Burg Schauenberg muss vor dem 11. Oktober 1344 zerstört worden sein.
AutorInnen: Josef Winiger, Annamaria Matter, Andrea Tiziani
Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 33 (2000) 125 S., 100 Abb., 15 Taf. Format 210 x 297 mm, gebunden, laminiert