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«Was wir gesehen haben, ist inakzeptabel», sagte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez. Er sprach vom Kuss auf den Mund der Spielerin Jennifer Hermoso durch Luis Rubiales, den Präsidenten des spanischen Fussballverbands. Dazu kam es nach dem Gewinn des WM-Titels in Australien bei der Ehrung des siegreichen Teams.
Nachdem er den Vorfall zunächst als Lappalie heruntergespielt hatte, entschuldigte sich Rubiales doch noch, als der Sturm der Entrüstung nicht nachliess. Er habe einen Fehler gemacht, liess er per Videobotschaft verlauten. Der Kuss sei «ohne böse Absicht in einem Moment maximaler Überschwänglichkeit passiert». Die Aufregung bezeichnete Rubiales trotzdem als «idiotisch».
Im Video sollte offenbar auch Hermoso mitmachen, wird berichtet. Die Spielerin lehnte es ab, Rubiales dabei zu helfen.
Der Verband soll deshalb laut dem spanischen Newsportal Relevo ein Zitat Hermosos in einer Mitteilung frei erfunden haben. Demnach habe die Stürmerin gar nicht gesagt, dass sie den Kuss für «eine ganz spontane gegenseitige Geste» hielt «aufgrund der grossen Freude über den Gewinn einer Weltmeisterschaft». Noch während der Siegesfeier in der Kabine hatte Hermoso verlauten lassen, ihr habe der Kuss nicht gefallen: «Aber was soll ich machen?»
Ministerpräsident Sanchez kritisierte das Verhalten des Verbandsbosses mit unmissverständlichen Worten. «Die Entschuldigungen von Herrn Rubiales reichen nicht aus, ich würde sie als unangemessen bezeichnen, deshalb muss er weitere Schritte unternehmen, um klarzustellen, was wir alle gesehen haben.» Die Frage, ob Rubiales noch Präsident des spanischen Fussballverbands bleiben könne, falle nicht in seine Verantwortung, hielt Sanchez fest. (ram)
«Bis heute waren vier Operationen nötig, um mein Überleben zu sichern und mich wieder einigermassen zusammenzuflicken. Ich denke, ich hatte grosses Glück im Unglück und kann/muss glücklich sein, heute diesen Post schreiben zu dürfen», schrieb Michel aus dem Spitalbett auf seinem Instagram-Account.