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Ende des "Whisky-Kriegs": Kanada und Dänemark beenden Streit um Insel
15.06.2022 • 14:49
© Wochit
Es ist der wohl friedlichste Konflikt der Welt: Der Streit um die Hans-Insel, die 1,1 Kilometer südlich des Nordpols liegt. Der sogenannte "Whisky-Krieg" zwischen Dänemark und Kanada hat nun ein Ende, denn die beiden Länder sind endlich zu einer Einigung gekommen.
Geführt wurde der Whisky-Krieg auf unkonventionelle Art und Weise
Ausgebrochen war der Krieg laut dpa vor 50 Jahren, als beide Länder auf den unbewohnten Felsen im Meer Anspruch erhoben. Ausgefochten wurde der Streit auf eine unkonventionelle Art und Weise: Bei jeder Expedition auf die Insel wurde die Flagge des anderen Landes entfernt und die eigene gehisst. Dabei wurde jeweils eine Flasche des landestypischen Schnaps zurückgelassen.
Nun wurde der "Whisky-Krieg" beigelegt, indem auf der gerade einmal 1,3 Quadratkilometer messenden Insel eine Landesgrenze zwischen Kanada und Dänemark geschaffen wurde.
Zur Unterzeichnung des Grenzvertrages gab es Schnaps
"Ich glaube, es war der freundlichste aller Kriege", sagte die kanadische Außenministerin Mélanie Joly. Sie betonte die Bedeutung der friedlichen Einigung angesichts des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Dänemarks Außenminister Jeppe Kofod ergänzte: "Diplomatie und Rechtsstaatlichkeit funktionieren tatsächlich."
Bei der Unterzeichnung der Einigung tauschten die Außenministerin und der Außenminister zwei Flaschen Schnaps aus.