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Berufsbildung in Sambia
In Sambia besteht ein strukturelles Defizit an qualifizierten Fachkräften für die Wasserversorgung. Die finanzielle Unterstützung der sekundären und tertiären Bildungsstufe durch Industrie und Staat ist gering, sodass die Kosten vornehmlich über StudentInnen gedeckt werden müssen. Dies führt zu rarem Lehrangebot und teuren Ausbildungsplätzen.
Wassersektor in Sambia
Der Wassersektor in Sambia weist gute Grundlagen auf. Landesweit arbeiten elf Wasserversorger im öffentlichen Auftrag, die jährlich vom Nationalen Rat für Wasserzugang und Abwasserentsorgung (NWASCO) auf ihre Leistungen geprüft werden. Daneben gibt es vereinzelt private Anbieter. Allerdings findet wenig Austausch zwischen der Industrie und dem Bildungssektor statt. Das grosse Potenzial einer Zusammenarbeit wird so nur wenig ausgeschöpft.
In Lusaka fehlen qualifizierte Fachkräfte, um Wasserversorgungssysteme aufzubauen und instand zu halten. Dies liegt unter anderem an mangelnder finanzieller Unterstützung von Industrie, Staat und Bildungssektor. Das Beispiel Schweiz zeigt, dass sich Investitionen in die Berufsbildung wirtschaftlich nachhaltig lohnen.
ARBEITSMARKT FÜR JUNGE MENSCHEN
Der grösste Anteil der Bevölkerung in Lusaka ist unter 20 Jahre alt. Viele junge Menschen sind auf der Suche nach einer Ausbildung, um einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Zahlbare und fachmännische Bildungsangebote im Wassersektor ermöglichen diesen Menschen, sich selber eine Lebensgrundlage sowie gesellschaftliche Mehrwerte zu schaffen.
GENDER
In Sub-Sahara Afrika sind vorzugsweise Frauen für die Wasserbeschaffung verantwortlich: 70% der Aufgaben entfallen auf Frauen. Technische Berufe gelten als Männerdomäne, Wassersysteme werden fast ausschliesslich von Männern aufgebaut. Die gezielte Förderung von Frauen in der Ausbildung und Ausübung wasserspezifischer Berufe baut Vorurteile ab und verbessert die Chancengleichheit.
NON-REVENUE WATER
Jedes Leitungssystem verliert Wasser. Dieses Wasser, das zwischen Fassung bzw. Aufbereitung und KonsumentIn verloren geht, nennt man Non-Revenue Water (NRW). In Sub-Sahara Afrika kann dies bis zu 70% betragen. Qualifizierte Fachkräfte sind die Grundlage, um diese Situation langfristig zu verbessern.
Die Stärkung der Berufsschule trägt entscheidend dazu bei, den lokalen Wassersektor systematisch zu verbessern.
1
Jungen Menschen aus low-income areas eine Berufsbildung ermöglichen
2
Infrastruktur und Personal der Schule verbessern und ausbauen
3
Vernetzung von Schule, Wasserversorger und Produktionsunternehmen fördern
AUFBAU LOKALER KAPAZITÄTEN
Durch die Schaffung von Bildungsangeboten im Wassersektor werden lokale Kapazitäten aufgebaut, um Wasserversorgungssysteme erhalten und erweitern zu können.
ERWEITERUNG DER ANGEBOTE
Gemeinsam mit dem LVTC, dem Wasserversorger LWSC sowie der Produktionsfirma Lamasat entwickelte WfW innovative Workshops. Diese dienen dazu, StudentInnen mit den neusten Technologien und Leitungssystemen vertraut zu machen, sodass sie auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts vorbereitet sind.