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Der Bedarf wurde zunächst durch Massenimporte gedeckt, was zu einem erheblichen Preiszerfall führte. Beispielsweise wurden von einem Londoner Händler vom 10. Februar bis zum 27. Juli 1878 14‘069 Paare, und von September 1878 bis Januar 1879 noch einmal 79‘655 Paare verschifft. Diese Massenexporte fanden erst nach 1894, mit dem heute noch gültigen allgemeinen Ausfuhrverbot für Vögel aus Australien ein Ende.
Bereits um 1880 existierten kommerziell ausgerichtete Massenzuchten in England, Frankreich und Deutschland, Karl Russ schätzte die „Jahresproduktion“ in Deutschland im Jahre 1880 auf rund 50.000 Tiere. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem daraufhin zusammenbrechenden Vogelmarkt, wurden beim französischen Grosszüchter Bastide etwa 120.000 Wellensittiche getötet, da sie nicht mehr verkauft werden konnten.
Die Massenvermehrung erbrachte immer mehr Mutationsformen. 1878 züchtete ein Belgier die ersten himmelblauen Sittiche. Ob die erstmals von einem Belgier 1910 auf einer Ausstellung gezeigten ebenfalls himmelblauen Mutationsformen zu den Nachfahren dieser Sittiche gehören, ist ungeklärt, seitdem ist dieser Farbschlag durchgehend belegt. Die Farbe Dunkelgrün folgte unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, aus den dunkelgrünen Sittichen wurden olivgrüne gezüchtet. Nahezu gleich alt sind auch kobaltblaue, mauve und weissblaue Zuchtformen. Die ersten grauflügelblauen Sittiche wurden 1927/28 gezüchtet. Rein Gelbe (Lutinos) Wellensittiche, sind als Import eines aus dem Freiland stammenden Paares vom britischen Züchter J. Abrahams für das Jahr 1886 belegt.