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Die Pfarrei Unterbäch gehörte zusammen mit der Pfarrei Bürchen ursprünglich zur Grosspfarrei Raron. Dies bedeutete für die Unterbächner und Bürchner lange Wege zur Kirche, welche vor allem im Winter mit Gefahren verbunden waren. Aufgrund dieser Sachverhalte beantragten die Unterbächner und Bürchner keine Trennung von der Pfarrei Raron, sondern lediglich die Errichtung einer Filialkirche. Der Pfarrer von Raron trat in Opposition zu diesem Begehren. In der Folge wurde der Rechtsstreit vor dem Bischof ausgetragen. Bischof Johann Jordan wies die Forderung der Unterbächner und Bürchner nach einer Filialkirche am 20. Dezember 1553 ab.
Daraufhin appellierten die Unterbächner und Bürchner in Rom gegen dieses Urteil. Im Oktober 1554 dürfen die Unterbächner und Bürchner die päpstliche Urkunde in Empfang nehmen, welche ihnen die Errichtung einer Filialkirche erlaubt.
In den darauf folgenden Jahren erfolgte der Kirchenbau. Bischof Johann Jordan weihte die Kirche am 13. November 1558 ein. Ein Jahr darauf willigte Bischof Jordan ein, das Kirchweihfest auf den Dienstag nach Pfingsten zu verlegen. Anlässlich der zweiten Kirchweihe im Jahre 1678 verlegte der Bischof das Kirchweihfest auf den letzten Sonntag des Montas August.
Am 11. November 1859 löste sich Unterbäch-Bürchen nach zähen Verhandlungen endgültig von der Mutterpfarrei Raron los und ist ab diesem Datum eine eigenständige Pfarrei mit entsprechendem Rechtsstatus.
Quelle: Anton Gattlen, Gregor Zenhäusern, 450 Jahre Pfarrei Unterbäch Bürchen, Rotten Verlag Visp, 2004