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In den 1960er Jahren blühten in England die kleinen Ateliers, in denen enorm schnelle (Renn-)Sportautos konstruiert und mit viel Können und Feeling zusammengeschraubt wurden. Es war eine Epoche des Aufbruchs, England prägte die Kultur, man braucht bloss an swinging London oder die Beatles zu denken.
Roger Nathan (geb. 1943) war einer dieser Konstrukteure, die ihre selbsterdachten Renn-sportwagen sehr erfolgreich einsetzten. Nathan begann als Autoverkäufer in den Betrieben seines Vaters, begann aber bald, englische Autos wie den Austin-Healey, den Hillman Imp und andere schneller zu machen. Das führte fast automatisch zu einer Rennkarriere mit grossen Erfolgen und schliesslich zu in kleinsten Stückzahlen gebauten Nathan Rennsportwagen.
Hochberühmt ist der Costin-Nathan, den er zusammen mit dem Aerodynamiker Frank Costin schuf. Mit diesem Auto errang er u.a. einen vielbeachteten Sieg in Montlhéry, wo er das als unschlagbar geltende Abarth Team besiegte.
Roger Nathan: eine urtypische englische Renn- sportkarriere. Ihm widmete Stéphane Gutz- willer, der Schweizer Amateur-Rennfahrer und Nathan-Besitzer, eine Biografie, die er zu- sammen mit ihrem Protagonisten verfasste.
Jetzt ist das lesenswerte und reich bebilderte Buch soeben in einer zweiten Auflage er- schienen.