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Flusswasserqualität widerspiegelt Badewetter
Wie jedes Jahr hat das Kantonale Labor Basel-Stadt die Flusswasserqualität auf die mikrobiologische Qualität untersucht und dabei insgesamt 21 Wasserproben während der Badesaison 2019 aus den Flüssen Rhein, Birs und Wiese entnommen. Die mikrobiologische Qualität des Flusswassers widerspiegelte dabei das Badewetter. Auf einer Skala von A bis D fielen bei schönem Wetter die untersuchten Proben in die Qualitätsklassen A und B, während bei schlechtem Wetter die Proben mehrheitlich der schlechtesten Qualitätsklasse „D“ zugeordnet werden mussten.
Wie immer nach stabilen, länger andauernden Schönwetterperioden erwies sich die mikrobiologi-sche Qualität des Flusswassers anlässlich der beiden Probenahmen von Anfang Juni und Anfang Juli als gut. Keine der Proben fiel in die Qualitätsklasse „D“. Von einer Probe abgesehen, die in die Qualitätsklasse „C“ fiel, wurden sämtliche Proben in die Qualitätsklassen „B“ und „A“ eingeteilt. Beim Baden an solchen Badestellen, die in die Qualitätsklasse „A“ und „B“ fallen, sind von den Badenden keine besonderen Massnahmen zu beachten.
Kommt es jedoch, wie Anfang August, zu einer instabilen, von Regen durchzogenen Wetterlage, zeigt sich dies in einer Verschlechterung der Badewasserqualität. So fielen von zwei Proben abgesehen, die der Qualitätsklasse „B“ entsprachen, sämtliche Proben in die Qualitätsklasse „D“. An solchen Badestellen, bei denen die Wasserqualität in die Qualitätsklasse „D“ fällt, ist das Baden mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden und aus gesundheitlichen Gründen ist vom Baden abzuraten. Bei empfindlichen Menschen kann es sonst zu Schleimhautentzündungen, Hautreizungen und Magen-Darm-Beschwerden kommen.
Generell ist zu beachten, dass die einzelnen Untersuchungen im Rahmen der sporadischen Qualitätskontrolle stets Momentaufnahmen darstellen. Umso wichtiger für die Badenden sind daher Kenntnisse über die Faktoren, welche die Wasserqualität beeinflussen. Allgemein kann gesagt werden, dass längere Schönwetterperioden verbunden mit intensiver Sonneneinstrahlung, einen positiven Effekt auf die Wasserqualität haben. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts töten Bakterien an der Wasseroberfläche ab. Andersherum nimmt die Wasserqualität nach Gewittern und starken Regenfällen ab. Dabei kommt es durch das Aufwühlen des Flussbettgrundes und den Eintrag von Materialien von aussen (Bäume, Blätter, Fäkalien) zu einer vermehrten Belastung mit Mikroorganismen.
Auf diese Tipps zur Einschätzung der Wasserqualität hat das Kantonale Labor Basel-Stadt in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit dem Justiz- und Sicherheitsdepartement zu Beginn der Badesaison hingewiesen.