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Peter Grünberg und Albert Fert werden für die Entdeckung des GMR-Effekts geehrt. Eine Technik, die heute jede Harddisk verwendet.
Der deutsche Physiker Peter Grünberg (68) vom Forschungszentrum Jülich der Helmholtz-Gemeinschaft und sein französischer Kollege Albert Fert (69) haben den Nobelpreis für Physik erhalten. Wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften heute mitteilte, werden die beiden für ihre Beiträge zur Erforschung der Magnetoresistenz ausgezeichnet. Grünberg und Fert gelten als Gründerväter der sogenannten Spin-Elektronik. Sie hatten 1988 den GMR-Effekt (Giant Magnetoresistence) entdeckt.
Die Magnetoresistenz wird für den Lesevorgang bei Computer-Harddisks verwendet. Sie ermöglicht es, die Speicherkapazität von Festplatten zu erhöhen und den Lesevorgang zu beschleunigen. Das Nobelpreiskomitee erklärte, diese Technologie habe die Datenverarbeitung der Festplatten "revolutioniert". Heute beinhaltet jede Festplatte die Entdeckung der beiden Physiker. Per Carlson, Chef des Nobelkomitees sagte: "Nicht zuletzt dank dieser Entdeckung hat sich die Grösse von Computern dramatisch reduziert. Man sehe sich nur ein Monstrum aus dem Jahr 1964 an!"
1997 wurde die Technik von IBM in die Praxis umgesetzt. Die Lizenzeinnahmen haben mittlerweile einen zweistelligen Millionenbetrag in die Kasse des Forschungszentrums Jülich gespült. Die Verleihung der mit umgerechnet 1,8 Millionen Franken dotierten Preise erfolgt am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel. Der Preis ging übrigens bisher sechs Mal in die Schweiz, zuletzt 1987, als der Basler IBM-Forscher Karl Alexander Müller und der Deutsche Johannes Georg Bednorz für die Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien geehrt wurden. (mim)