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Neue Vorschriften, die einige Geschäfte weniger profitabel werden liessen, haben der Analysefirma Coalition zufolge zusammen mit den volatilen Märkten die Investoren verschreckt.
Bei den globalen Banken waren im Bereich festverzinsliche Anlagen, Währungen und Rohstoffe im ersten Quartal 18.300 Händler und Verkaufsmitarbeiter angestellt, 32 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum vor fünf Jahren, wie Daten von Coalition zeigen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Mitarbeiterzahl um fünf Prozent zurück, während Banken wie Credit Suisse Group, Morgan Stanley, Deutsche Bank und Goldman Sachs in dem so genannten FICC-Bereich Personal entliessen, um die Kosten zu senken.
Zur Vermeidung einer Wiederholung der Finanzkrise führten Aufseher neue Vorschriften ein, die die Leverage der Banken im Handel mit Fixed-Income-Produkten begrenzen. Das dämpft die Profitabilität solcher Geschäfte und sorgte dafür, dass die Banken ihre Aktivitäten zurückschrauben. Hinzu kam der Einbruch der Rohstoffpreise sowie eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, was nach Aussage von Coalition in der Branche für den schwächsten Jahresauftakt seit der Finanzkrise sorgte.
Performance von Anleihen schwach
"Die Erträge sind beträchtlich gefallen, bedingt durch ein schwaches Handelsumfeld in den ersten beiden Monaten des Quartals", erklärte Coalition. Auch an einmaligen Ereignissen wie im Vorjahreszeitraum habe es gemangelt.
Der FICC-Ertrag brach den Daten des Analysehauses zufolge im ersten Jahresviertel um 28 Prozent auf 17,8 Mrd. Dollar ein. Das war in etwa die Hälfte der Summe, die die Banken noch vor fünf Jahren über dieselben Bereiche eingespielt hatten.
Innerhalb des FICC-Bereichs gingen die Erträge aus dem Handel mit Kreditprodukten um 39 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar zurück, was auf eine "aussergewöhnliche Schwäche" bei notleidenden Anleihen und Collateralized Loan Obligations zurückzuführen war, hiess es in dem Bericht. Verbriefte Produkte brachten demnach 42 Prozent weniger Erträge ein, während bei Rohstoffen ein Rückgang um 40 Prozent verzeichnet wurde. Der Zinshandel wies das geringste Ertragsminus auf mit einem Rückgang von acht Prozent auf 6,2 Mrd. Dollar.
(Bloomberg)