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Dangarembga, die sich derzeit in Deutschland befindet, hatte aus gesundheitlichen Gründen für den Gerichtstermin nicht nach Simbabwe reisen können.
Ihr Anwalt hatte das Gericht bereits vergangene Woche über den Krankheitsfall informiert. Die Richterin entschied, der Haftbefehl könne aufgehoben werden, sobald Dangarembga nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat ein gültiges medizinisches Attest vorlege. Die Entscheidung über Dangarembgas mögliche Entlastung wurde auf den 4. August vertagt.
Dangarembga, die 2021 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, wird in Simbabwe öffentlicher Aufruf zu Gewalt, Friedensbruch und Bigotterie vorgeworfen. Sie hatte im Juli 2020 an regierungskritischen Protesten teilgenommen und war kurzzeitig verhaftet worden. Die 63-Jährige muss sich vor einem Antikorruptionsgerichtshof in der Hauptstadt Harare rechtfertigen, das direkt Präsident Emmerson Mnangagwa untersteht. In dem Prozess geht es genau um die Themen, für die sich die mit einem Deutschen verheiratete Autorin seit Jahrzehnten in Büchern und Filmen einsetzt: Diskriminierung, Menschenrechte, Verfolgung und Korruption. Im Fall einer Verurteilung drohen Dangarembga mehrere Jahre Haft.