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Saatgut unter Kontrolle
Nutzpflanzen wie Mais, Soja, Reis oder Weizen sichern seit Jahrtausenden die Ernährung der Menschen. Seit das Genom dieser Pflanzen im Labor verändert werden kann, kontrollieren zunehmend nicht mehr Bäuerinnen und Bauern ihr Saatgut sondern multinationale Agrogiganten wie Monsanto oder Syngenta.
Mittlerweile überwachen zehn dieser riesigen Firmen zwei Drittel des globalen Saatgutmarktes. Nur noch ein kleiner Teil des weltweit für den Nahrungsmittelanbau eingesetzten Saatgutes wird von Bauern und Bäuerinnen selbst kontrolliert, indem sie Samen ihrer letzten Ernte zurückbehalten oder durch Tausch erwerben.
Sie sichern sich Patente und kontrollieren so die Nahrungsproduktion. Nicht nur gentechnisch veränderte Pflanzen werden patentiert - immer häufiger werden auch Patente auf konventionelle Züchtungen erteilt. Und die Abhängigkeit der LandwirtInnen steigt: Patentiertes Saatgut ist teuer, die häufig damit im gleichen Paket verkauften Dünger und Pestizide ebenfalls. Selbst Saatgut zu gewinnen, indem es von der letzten Ernte zurückbehalten wird, ist plötzlich verboten. Und die versprochenen Ertragssteigerungen lassen in der Regel auf sich warten, so dass viele kleinere Landwirtschaftbetriebe weltweit zum Scheitern verurteilt sind.