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Ende 2020 fanden Gespräche zwischen SSM und SRG-Direktion statt, um den auf das Jahr 2015 zurückgehende Sozialplan zu verlängern und durch neue Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Umzug und der damit verbundenen Änderung des Arbeitsortes zu ergänzen. Darüber hinaus wurden zeitlich begrenzte flankierende Massnahmen ausgehandelt, die die Auswirkungen des mit dem Projekt «SRF 2024» und den SRG-Sparvorhaben einhergehenden Stellenabbaus eindämmen sollen.
Da sich nun abzeichnet, dass mehrere Hundert Mitarbeitende an den Standort Ecublens (Campus RTS) umziehen werden, müssen die auf das Jahr 2021 beschränkten Begleitmassnahmen im Sinne der Gleichbehandlung der verschiedenen Sprachregionen und im Hinblick auf die Verlängerung des Sozialplans über das Jahr 2025 hinaus neu geprüft werden.
Sollte der Umzug nach Ecublens auch Kosteneinsparungen mit sich bringen, was angesichts des Budgets, das den Mitarbeitenden Ende 2022 von der Finanzabteilung vorgestellt wurde, durchaus möglich ist, verlangt das SSM die Garantie, dass die Umschulungs- und Begleitmassnahmen im Falle einer beruflichen Neuorientierung (Verlängerung der Kündigungsfrist um sechs Monate) für das SRF-Personal zur Anwendung kommen.
Zusätzlich fordert das SSM von der SRG-Direktion – unabhängig von möglichen Kosteneinsparungen – dass dem gesamten SRG-Personal im Rahmen der betrieblichen Veränderung und der Weiterentwicklung der Berufsbilder ein Recht auf Begleitmassnahmen zur beruflichen Neuorientierung zugesprochen werde.
Bei RTS werden zahlreiche Mitarbeitende, die mit unregelmässigen Arbeitszeiten in den sogenannten «unternehmenseigenen Berufen» arbeiten – insbesondere, wenn sie im nahen Ausland wohnen –, den beruflichen Umzug an einen anderen Arbeitsort nicht mitmachen können und somit eine neue Stelle suchen müssen. Dazu kommt, dass es RTS verpasst hat, für diejenigen Berufe, die in Zukunft verschwinden oder sich grundlegend wandeln werden, Lösungsansätze zu suchen und bereitzustellen.
Die Delegiertenversammlung des SSM bekräftigt ihren Willen zur Solidarität und für eine Koordination der Regionalgruppen des SSM und ruft zur Unterstützung der Mobilisierung an den von den Mitarbeitenden gewählten Orten auf. Sie fordert mit Nachdruck das Recht, zusätzlich zum heute geltenden Sozialplan Massnahmen aushandeln zu können, die den spezifischen Bedürfnissen entsprechen.