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Vincenzo Bellinis Norma ist eine Sängeroper par excellence. Ihre Ausdruckskraft basiert auf der Entfaltung der Vokalität, die Bellinis Musiksprache den Protagonisten in differenzierten musikalischen Seelengemälden ermöglicht. Die Handlung beschreibt den inneren Konflikt der Priesterin Norma, die ihr Volk im Kampf gegen die Römer unterstützen soll, zugleich aber den römischen Prokonsul Pollione liebt. Obschon Pollione sie zurückweist, entschliesst sich Norma aus Reue über ihren Götterverrat dazu, sich selbst zu opfern, und beweist dabei nicht nur ihre Charakterstärke, sondern auch die Bedingungslosigkeit ihrer Liebe.
Die Inszenierung von Nicola Berloffa verlegt die Erzählung von Normas tragischem
Schicksal nach Italien in die Zeit des Risorgimentos.
Uraufführung: 26. Dezember 1831, Teatro alla Scala Mailand