Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/510

US-Grossbanken sind immer noch so gross, dass sie bei einer Krise das Finanzsystem in Gefahr bringen könnten. US-Notenbanker Neel Kashkari hat nun Pläne zur Zerschlagung der Grossbanken vorgestellt.
US-Notenbanker Neel Kashkari hat seine Pläne zur Zerschlagung von Grossbanken konkretisiert. Diese sollten künftig so viel Eigenkapital vorhalten müssen, dass sie sich für eine Aufspaltung entschieden, schlug der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis vor.
Die grössten Banken seien immer noch so gross, dass sie bei einer Krise das gesamte Finanzsystem in Gefahr bringen könnten. Nach seinen Vorschlägen müssten die grössten US-Banken ihr Eigenkapital verdoppeln. Ausserdem sollten Hedgefonds und andere Vermögensverwalter mit einer neuen Steuer belegt werden.
Kleinere Institute schaffen
Kashkari hatte sich bereits im Februar dafür ausgesprochen, kleinere Institute zu schaffen, die nicht systemrelevant seien und dadurch nicht Gefahr liefen, vom Staat gerettet werden zu müssen.
Betroffen vom Kashkari-Plan wären alle Banken mit mehr als 250 Milliarden Dollar an Vermögenswerten. Dazu gehören unter anderem die Bank of America, JPMorgan Chase, Wells Fargo und die Citigroup.
Würde Trump mitziehen?
Unklar ist, ob sich der künftige Präsident Donald Trump die Vorschläge zu eigen macht. Er hat sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über die Wall Street geäussert und angedeutet, die 2010 nach der Bankenkrise eingeführten Dodd-Frank-Finanzregeln aufzuheben.
Deren Befürworter haben erklärt, die bestehenden Regeln verhinderten bereits jetzt, dass in Schwierigkeiten geratene Banken vom Steuerzahler gerettet werden müssten.
(sda/cfr/hon)