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Die Überprüfung und Sicherstellung der Rassereinheit einer Bienenkönigin ist ein zentraler Baustein der Reinzucht. Dafür gibt es verschiedene anerkannte Methoden. Darunter ist die DNA-Analyse die modernste. In der Schweiz bietet das Unternehmen mp genetics in Thun einen Test basierend auf SNPs (englisch: single nucleotide polymorphisms) zur Rassenbestimmung an.
Bei mp genetics können Proberöhrchen – mit Ethanol als Lösung gefüllt – bestellt werden. Mittels einer Drohnenmischprobe (30 Drohnenfühler oder Larven) wird getestet, ob die Bienenkönigin als ganzes rein ist (eine einzelne Drohne deckt die Hälfte der Genetik der Königin ab). Dabei können ungewollte Allele bis zu einem Anteil von 10% erkannt werden.
Der DNA-Test zur Hybridanalyse zwischen der Mellifera und Carnica-Gruppe basiert auf 117 SNPs, den neusten molekulargentischen Markern für die Abstammungsanalyse.
Der Nadel- oder auch Pin-Test ist ein wichtiges Instrument zur Beurteilung des Hygieneverhaltens eines Bienenvolkes. Bedeutsam ist dieses Hygieneverhalten in Bezug auf den Befall mit der Varroamilbe: Bienen können befallene Brutzellen erkennen und räumen diese teilweise aus. Hat das Varroa-Weibchen bereits mit der Eiablage begonnen, wird der Reproduktionszyklus unterbrochen. Da die Entwicklungsstadien der Varroamilben ausserhalb der Brutzelle nicht lebensfähig sind, sterben sie ab. Hat die Muttermilbe noch nicht mit der Reproduktion begonnen, verliert sie Zeit bei der Suche nach einer neuen, geeigneten Brutzelle. Das Ausräumverhalten ist daher ein Faktor, welcher eine direkte Wirkung auf die Varroabefallsentwicklung in einem Bienenvolk hat.
Der Nadeltest ist eine einfache Methode dieses Verhalten zu testen. Dabei wird bewertet, wie stark die Bienen eines Volkes auf geschädigte Brut bestimmten Alters reagieren (5-6 Tage nach Verdeckelung der Zelle). Aktuelle Berechnungen ergeben eine Erblichkeit für das Ausräumen nach Nadeltest von 29%. Bei gezielter Selektion ist daher bereits nach wenigen Generationen mit einem Zuchtfortschritt in Richtung Varroatoleranz zu rechnen.
Eine Woche Ferien. Endlich. Nach einer intensiven Phase – sowohl privat wie auch geschäftlich – geniesse ich diese kurze Auszeit mit meiner Frau Moni. Wir entscheiden uns für eine Fahrt mit meiner BIENE in die UNESCO Biosphäre Entlebuch nach Romoos ins Zyberliland. Ein Tipp, den wir von unseren Nachbarn erhalten haben. Bereits im Voraus gebucht haben wir zwei Übernachtungen im Holz-Tipi auf der Schwesteregg.
Ausblick aufs Entlebuch und die Berner Alpen von der Schwesteregg, unserem Reiseziel. Im Hintergrund erkennbar: Eiger und Mönch.
Das «Rose-Beizli» auf der Schwesteregg entzückt. Herzliche Gastgeber-Familie, liebevolles Ambiente und gutes Essen. Wir geniessen die Ruhe und den Ausblick übers Entlebuch auf die Berner Alpen.
Übrigens: Der Ausdruck «Zyberli» leitet sich von «Zibarte», einer Unterart der Pflaume, her. Genutzt werden die Zibarten unter anderem in der Obstbrennerei.
Veröffentlicht unter Allgemein
Am Wochenende zogen heftige Gewitter über die Schweiz. Sie brachten lokal starken Regen und Hagel. Während das Zürcher Weinland glimpflich davon kam, wurde die B-Belegstelle Möösli stärker in Mitleidenschaft gezogen. Zur Zeit befinden sich dort mehrere meiner Apidea-Begattungskästchen. Das Ausmass der Zerstörung ist noch nicht im Detail bekannt.
So sah es am Samstag, 19. Juni 2021, auf der B-Belegstation Möösli nach dem heftigen Gewitter mit Sturmböen aus.
«3 – 5 – 8, schon ist die Königin gemacht!» Jeder Imker kennt den Reim oder hat ihn schon einmal gehört. Dieser Merksatz bildet die Basis der Königinnenzucht. Drei Tage als Ei, fünf Tage als Larve und acht Tage als verdeckelte Streckmade/Puppe. Am 16. Tag nach der Eiablage schlüpft die Königin aus ihrer Weiselzelle. Impressionen dieses wahrlich royalen Ereignisses.