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Regionalkonferenz Thun-Oberland West gescheitert
Trotz einem Stimmenmehr ist die Einführung der Regionalkonferenz Thun-Oberland West gescheitert: Eine Mehrheit der insgesamt 55 Gemeinden in den drei Verwaltungskreisen Thun, Obersimmental-Saanen und Frutigen-Niedersimmental hat die Vorlage abgelehnt.
pd/bns. 25 Gemeinden haben laut einer Medienmitteilung der Vorlage zugestimmt, 29 Gemeinden lehnten die Vorlage ab und bei einer Gemeinde war das Resultat ausgeglichen. Von den 35 Gemeinden des Verwaltungskreises Thun haben 22 Gemeinden die Vorlage
angenommen und 12 Gemeinden die Vorlage abgelehnt. In der Gemeinde Fahrni sind
gleichviele Ja- und Nein-Stimmen eingegangen.
Von den 7 Gemeinden des Verwaltungskreises Obersimmental-Saanen hat 1 Gemeinde
die Vorlage angenommen und 6 Gemeinden die Vorlage abgelehnt. Von den 13 Gemeinden des Verwaltungskreises Frutigen-Niedersimmental haben 2 Gemeinden die Vorlage angenommen und 11 Gemeinden die Vorlage abgelehnt. In allen drei Verwaltungskreisen zusammen wurde die Regionalkonferenz Thun-Oberland West mit insgesamt 12 241 Ja gegen 9345 Nein angenommen. Dennoch ist die Vorlage abgelehnt, weil eine Mehrheit der insgesamt 55 Gemeinden in den drei Verwaltungskreisen Thun, Obersimmental-Saanen und Frutigen-Niedersimmental die Vorlage abgelehnt hat.
Die Regionalkonferenz wäre nur eingeführt werden, wenn sowohl die Mehrheit der Stimmenden als auch die Mehrheit der Gemeinden zugestimmt hätten. Bei einer Annahme wäre nach der Region Oberland-Ost (eingeführt im Jahr 2008) und der Region Bern-Mittelland (eingeführt im Jahr 2010) die dritte von sechs bernischen Regionen, die über eine Regionalkonferenz verfügten, eingeführt worden. Der Regierungsrat hatte die Einführung der Regionalkonferenz Thun/Oberland-West befürwortet: «Er ist überzeugt, dass sie die Zusammenarbeit in der Region nachhaltig stärkt.» Die Regionalkonferenz Thun/Oberland-West hätte es den Gemeinden ermöglichen sollen, «effizient, rasch und verbindlich über wichtige regionale Fragen wie Verkehr, Raumplanung, Kultur und Regionalpolitik zu entscheiden».