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Die Zahl jener, die statt Militärdienst Zivildienst leisteten, ist 2013 erneut angestiegen. Die Zivis haben auch mehr Diensttage im öffentlichen Interesse gearbeitet.
Seit April 2009 müssen Männer, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten wollen, nicht mehr zur Gewissensprüfung antreten. Sie müssen nur erklären, aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten zu wollen und bereit sein, anderthalb Mal länger Dienst zu leisten als in der Armee. Dies gilt als Tatbeweis.
Nach der Abschaffung der Gewissensprüfung hatte das Interesse am Zivildienst stark zugenommen. Der Bundesrat erhöhte in der Folge die Hürden leicht. Weil die Zahlen dann wieder zurückgingen, verzichtete er darauf, weitere Massnahmen zu ergreifen, um den Zivildienst weniger attraktiv zu machen.
Im Jahr 2013 wurden 5423 Personen neu zum Zivildienst zugelassen, 284 mehr als im Vorjahr.
Rund 19'000 Zivildienstleistende standen vergangenes Jahr im Einsatz, im Vorjahr waren es rund 15'000 gewesen.
Insgesamt leisteten die Zivis 1,334 Millionen Diensttage (2012: 1,179 Millionen) im öffentlichen Interesse.
60 Prozent der Einsätze erfolgten im Sozialwesen, beispielsweise in Institutionen für Betagte oder für Kinder und Jugendliche. 17 Prozent der Einsätze entfielen auf das Gesundheitswesen, 13 Prozent auf den Umwelt- und Naturschutz.
Die Vollzugsstelle für den Zivildienst konnte im vergangenen Jahr 369 neue Betriebe als Partner gewinnen. Damit stieg die Zahl der anerkannten Einsatzbetriebe auf 3896. In diesen Betrieben stehen insgesamt 13'395 Plätze zur Verfügung.
In diesen Betrieben stehen insgesamt 13'395 Plätze zur Verfügung.
(Quelle: SDA)