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Vollenweider Lectures: «Die Entdeckung des Higgs-Teilchens durch einen diagnostischen Kausalschluss»
Ein grosser Teil wissenschaftlicher Aussagen handelt von Objekten, die unseren Sinnen und üblichen Beobachtungsinstrumenten, wie etwa Mikroskopen, nicht zugänglich sind. So sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise oft über Gene, Quarks, Gravitationswellen und ähnliche «unbeobachtbare» Dinge. Wie gelangt die Wissenschaft zu Wissen über diese Gegenstände? Müssen die Forschenden dazu erst einmal eine Hypothese aufstellen, wie diese Gegenstände beschaffen sein könnten? Durch experimentelle Überprüfung der Konsequenzen der jeweiligen Hypothesen könnte dann immerhin festgestellt werden, welche Hypothesen mit den experimentellen Ergebnissen vereinbar sind und welche nicht. Am Beispiel der Entdeckung des Higgs-Teilchens stellte Dr. Adrian Wüthrich ein alternatives Verfahren vor, das nur in sehr bescheidener Weise auf vorgefasste Hypothesen zurückgreift und die Existenz eines Teilchens aus den experimentellen Ergebnissen erschliesst.