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Quelle/Alp
Ursprung der Quelle
Schon im 17. Jahrhundert war eine Heilquelle von Meiringen bekannt. Das «Williger- oder Reichenbachbad» erhielt 1681 die Konzession zum Betrieb und verfügte über ein kleines Badegebäude mit vier Badekästen. Von da an erschien Meiringen in der Werbung als Ort mit einem warmen Gesundbrunnen. Die Bäder dienten vor allem zur Heilung von Hautausschlägen.
Die Entdeckung der Quelle
Wahrscheinlich im Jahre 1862 wurde die Quelle von einem lokalen Felssturz eingedeckt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder entdeckt, als man einen Wasserausstoss mit besonders warmem Wasser bemerkte, der durch einen starken Anstieg des Grundwasserspiegels nach ausserordentlichen Regenfällen ausgelöst worden war.
Qualitativ hochstehende Mineralwasser
Um Grundwasser für die Wärmegewinnung zu suchen, liess in den 80-er Jahren die Klinikleitung geologische Abklärungen über unterirdische Wasservorkommen und Sondierbohrungen vornehmen, in der Hoffnung, wärmeres Wasser, d. h. Subthermalwasser zu finden. Dabei stiess man auf richtiges Thermalwasser. Die früher schon genutzte, 22 Grad warme Quelle war wieder gefunden.
Heute wird das Wasser der Mineralquelle von Willigen, welches unter anderem Chlorid und Fluorid enthält und ähnlich wie die Mineralwasser von Henniez und Evian zusammengesetzt ist, einerseits in einen Entnahmebrunnen vor dem Gebäude «Reichenbach» gepumpt und als Trinkwasser genossen. Andererseits in das Thermalbad geleitet, wo es auf 34 Grad Celsius erwärmt wird.
Alp Seili
Im Reichenbachtal befinden sich zehn Alpen. Eine kleinere davon, topographisch links des Tales liegend, ist die Alp Seili. Sie liegt auf einer Höhe zwischen 1350 und 1660 m ü. M. und ist geteilt in drei Hauptstafeln.
Die günstige Ost-Südostlage des welligen, mässig geneigten, stellenweise kupierten Geländes erlaubt die Alpung mit gegen 32 Grossvieheinheiten bereits ab Ende Mai. Die Alpsaison dauert jeweils bis in den September.
Im mittleren Stafel der durch den Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verein SAV bewerteten Alp Seili werden pro Sommer ca. 3000 kg Käse von ausgezeichneter Qualität hergestellt: Alpkäse, Mutschler und Bratkäse. Feine Butter und Ziger runden das kulinarische Alpsommer-Angebot ab.
Alpwald Seili
Der Seiliwald ist ein subalpiner Fichtenwald, dem Buchen, Bergahorne, Lärchen und Föhren beigemischt sind. Besonders in Bestandeslücken kommen auch Vogelbeere (Girmsch), Grünerle und sogar Holunder vor.
Daneben birgt der Seiliwald noch viele Arten von Büschen, Stauden, Blumen und Gräsern, eine meist durch den Schutz der Bergfichten geprägte Flora.
Es gibt kaum Blössen ohne üppige Vegetation: Borstgräser, Seggen, verschiedene Orchideen an den feuchten, Arnika, Erika, Augentrost an den trockenen Standorten. Auf Fluhrändern finden sich Alpenrosen, im Schatten hoher Fichten Farne, Moose und Flechten aller Gattungen.