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Bern, 28. Juli 2016. In den kommenden Tagen und Wochen werden viele Fans und Besucher an die olympischen Sommerspiele nach Rio de Janeiro reisen. Gastgeber Brasilien hat zurzeit aber mit ein paar Problemen zu kämpfen. Deshalb fasst der TCS die wichtigsten Reistipps und Hinweise für Olympiareisende zusammen.
Die angespannte politische Situation in Verbindung mit einer hohen Kriminalitätsrate und dem grassierenden Zika-Virus erfordern von Brasilien-Reisenden durchaus auch eine gewisse Vorsicht.
Brasilien durchläuft eine politisch und wirtschaftlich schwierige Phase, gilt aber grundsätzlich als stabil. Aufgrund der sozialen und politischen Spannungen ist jedoch mit Streiks, Demonstrationen und Ausschreitungen zu rechnen.
Die Kriminalitätsrate ist im ganzen Land sehr hoch. Diebstähle und Raubüberfälle mit Waffengewalt sind häufig. Eine erhöhte Gefahr besteht in wenig belebten Strassenzügen, an Strassenkreuzungen mit Ampeln sowie an Stränden. Raubüberfälle können aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants vorkommen. Vereinzelt wird auch von Entführungen berichtet. Es ist deshalb ratsam, stets einen Bargeldbetrag mitzuführen, den man im Ernstfall aushändigen könnte.
80% der Infektionen mit dem Zika-Virus verlaufen beschwerdefrei. In 20% der Fälle können allerdings grippeähnliche Symptome auftreten: Leichtes Fieber, Hautausschläge (rote Hautflecken), Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie seltener nicht-eitrige Bindehautentzündungen und Erbrechen. Aktuell wird einzig schwangeren Frauen von einer Reise nach Brasilien abgeraten sowie jenen Personen, bei denen zuvor das Guillain-Barré-Syndrom diagnostiziert wurde.
Die medizinische Versorgung ist in den meisten öffentlichen Spitälern ungenügend und die hygienischen Verhältnisse sind prekär. Es wird empfohlen, Privatkliniken zu bevorzugen. Diese verlangen vor der Behandlung oftmals eine finanzielle Garantie. Der TCS rät deshalb dazu, vor der Abreise eine entsprechende Reiseassistance wie beispielsweise den ETI Schutzbrief und die Heilungskosten abzuschliessen. Diese decken sowohl die Kosten eines Spitalaufenthalts, die nicht von der Schweizerischen obligatorischen Kranken- oder Unfallversicherung im Ausland übernommen werden, wie auch die Kosten einer allfälligen medizinisch bedingten Rückführung in die Schweiz.
Das brasilianische Gesundheitsministerium hat für die Olympischen und Paraolympischen Spiele eine Gesundheits-App entwickelt. Die App mit dem Namen „Guardiões de Saúde“ ermöglicht dem Nutzer, täglich den eigenen Gesundheitszustand zu dokumentieren. Wer sich nicht gut fühlt, wird über Symptome befragt. Mit diesen Berichten helfen die Nutzer dem Gesundheitsministerium, die aktuelle Lage von übertragbaren Krankheiten regional früh zu erkennen. Ausserdem bietet die App auch praktische Dienstleistungen wie Tipps zur Vorbeugung von Krankheiten oder eine Karte mit eingetragenen Apotheken. Die App ist zwar nicht auf Deutsch verfügbar, aber auf Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.
Links zum Download:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.epitrack.guardioes&hl=de