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Basler Hilfsprojekt zu Gast an UNO Sport- und Entwicklungskonferenz
Anlässlich der "2. Internationalen Konferenz zu Sport und Entwicklung" (4.-6. Dezember in Magglingen) welche Akteure der UNO verschiedener Regierungen NGOs Wissenschaft und Medien zusammen bringt wurde das Hilfsprojekt "Basel aids Darfur" vorgestellt. Das vom Kanton Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) umgesetzte Projekt möchte Flüchtlingsfrauen im Tschad die Mittel zur sportlichen Betätigung in die Hand geben.
In den Lagern des UNHCR für die rund 200'000 Flüchtlinge aus Darfur im Osten des Tschad wird immer häufiger der Sport als ideale Plattform zur Sozialisation genutzt. Es fehlten aber bis anhin Bewegungs- und Sportangebote für Frauen und ein qualifiziertes Trainer- und Animationspersonal. Im Sinne der Stärkung der Eigenverantwortung hat "Basel aids Darfur" ein "Train the trainer"- Programm für Flüchtlinge initiiert. Bisher wurden für neun der elf Lager Flüchtlingsfrauen ausgebildet, die regelmässige Sportangebote (vorerst Volleyball) für andere Flüchtlingsfrauen machen.
Seit Ende des Jahres 2003 strömten immer mehr Menschen auf der Flucht vor mordenden Milizen über die Grenze nach Tschad. Das UNHCR musste in kurzer Zeit Lager mit provisorischen Unterkünften, Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen einrichten. Nach der Bereitstellung der ersten Nothilfe – und in Erwartung eines längeren Verbleibens der Flüchtlinge in den Lagern – mussten auch Strukturen geschaffen werden, welche eine teilweise Normalisierung des Alltags in den Lagern ermöglichten. Für die Kinder und Jugendlichen wurden vermehrt auch Sportaktivitäten angeboten. Die Schweizer Initiatoren des Projekts "Basel aids Darfur" haben sich in dieser Phase zuerst mit der Lieferung von Bällen (Fuss- und Volleybälle) an die entstehenden Sport- und Jugendorganisationen der Flüchtlinge und die Lagerschulen engagiert. Es fehlt in den Lagern aber an qualifiziertem Personal zur Organisation der Sportangebote und insbesondere gibt es kaum Sportaktivitäten für Mädchen und Frauen. Im Herbst 2005 hat "Basel aids Darfur" deshalb erste Workshops des Programms "Train the Trainer" durchgeführt. Bisher wurden 40 Flüchtlingsfrauen ausgebildet, welche in den Lagern regelmässige Volleyball-Trainings und Events für andere Flüchtlingsfrauen anbieten.
Ziel des Projekts ist es, den Flüchtlingen aus Darfur den regelmässigen Zugang zu Sport und Spiel zu ermöglichen. Der Hauptfokus wurde vorerst auf die Frauen gelegt mit dem Ziel, die positiven Energien des Sports vermehrt auch den Frauen zugute kommen zu lassen und sie gleichzeitig auch für die Wichtigkeit des Sports als Entwicklungsplattform für ihre Kinder zu sensibilisieren. Um die Flüchtlinge gegenüber der ansässigen Bevölkerung nicht zu bevorzugen, wurden auch Frauen aus den umliegenden Dörfern in die Aktion miteinbezogen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden von Behörden, privaten Sponsoren und Sportverbänden.
Eine der Grundlagen des Erfolgs des Projekts ist die resultatorientierte Zusammenarbeit mehrerer Partner aus verschiedenen Bereichen und insbesondere der direkte Einbezug der Flüchtlinge als Träger der Aktivitäten.