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Giacun Caduff wurde am 2. April 1936 als Sohn von Jacob und Dora Caduff in seiner Heimatgemeinde Pitasch geboren. Er wuchs im Bergbauernbetrieb seiner Eltern auf, zu dem auch die Poststelle des Dorfes gehörte. Früh schon half er bei den bäuerlichen Arbeiten ums Dorf und auf dem Maiensäss mit. Sein Vater sah in ihm bereits seinen Nachfolger, der einst den elterlichen Hof übernehmen und weiterführen würde. Doch mit 16 Jahren war Giacun klar, dass er Pfarrer werden wollte. Nach den Schuljahren im Dorf trat er ins Gymnasium an der Bündner Kantonsschule in Chur ein, die er mit dem Maturitätszeugnis verliess. Sein Theologiestudium führte ihn nach Bern, Berlin und Hamburg, das er 1963 abschloss. In jener Zeit des Pfarrermangels warteten manche Gemeinden in unserem Kanton auf die jungen Theologiekandidaten. Im Herbst 1963 wurde Giacun Caduff schon vor seiner Ordination Provisor in Fuldera-Tschierv-Lü im Münstertal. In Jenaz wurde er 1964 in die Synode aufgenommen, und anschliessend konnte er die angefangene Arbeit im Münstertal als Gemeindepfarrer weiterführen. Er verheiratete sich mit seiner Cousine Pia Caduff und wurde Vater von zwei Töchtern. 1967 wurde er ans Pfarramt am äusseren Heinzenberg, Präz-Sarn-Portein-Tartar, berufen, wo er während sechs Jahren wirkte. Nach einer Weiterbildung in Spitalseelsorge konnte er 1973 seine eigentliche Lebensaufgabe als Spital- und Anstaltsseelsorger am Kantonsspital und der Psychiatrischen Klinik Waldhaus und an der Strafanstalt Sennhof in Chur antreten. Neben seinem Dienst in Spitälern und im Gefängnis war er während vielen Jahren Pfarrer der Gehörlosengemeinde unseres Kantons. Während 28 Jahren versah er seine anspruchsvolle Aufgabe an Kranken, Gefangenen und Gehörlosen. Im Jahr 2001 trat Giacun Caduff in den Ruhestand, den er in Chur, zuletzt in der Alterssiedlung Kantengut verbrachte. Nach einer Zeit zunehmender Altersbeschwerden starb er dort am 31. Mai 2016.