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Josef Rudaz kam am 19. März 1940 als zweites von neun Kindern der Eltern Albert und Marie Rudaz-Schneuwly in Friseneit bei Schmitten zur Welt. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof in Friseneit war unbeschwert. Die Schulzeit verbrachte Josef in Schmitten, das letzte Schuljahr dann im welschen Autafond. Danach blieb er auf dem elterlichen Hof und packte an, wo immer es starke Hände benötigte.
Im April 1966 heiratete Josef Marie-Louise Aebischer und übernahm danach das Heim seiner Ehefrau auf dem Tützenberg bei Schmitten. Vier Kinder, eine Tochter und drei Söhne, belebten schon bald den Hof. Mit verschiedenen Nebenjobs sorgte Josef für ein willkommenes Zusatzeinkommen für die junge Familie.
Ende der 1990er-Jahre wurde der Hof dem Sohn übergeben. Josef Rudaz-Aebischer freute sich besonders über die Grosskinder, die den Grossvater bald ins Herz schlossen.
Nicht ganz leicht fiel ihm 2016 der Umzug nach Ried bei Schmitten, weg vom Bauernhof auf dem Tützenberg. Im Haus von Tochter Dorothea fanden Josef und Marie-Louise Rudaz-Aebischer aber wieder ein warmes Zuhause. Josef selber entwickelte grosse Freude an Holzarbeiten. Stunden verbrachte er an der Werkbank, zimmerte, hobelte und hämmerte.
Leider war Josef Rudaz-Aebischer dieses neue Glück nur kurz vergönnt. Im Frühjahr 2019 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends. Probleme mit dem Sprechen und dem Essen sowie auch mit dem Gehen machten es ihm zunehmend schwerer. Was ihm dabei besonders zusetzte, war der Umstand, dass seine Finger nicht mehr auf seinem geliebten Handörgeli herumtanzen konnten. Zusammen mit seiner Kapelle Sensler Echo war er an vielen Heimfesten, -ausflügen und sonstigen Anlässen dabei gewesen und hatte den Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Umso schöner war für ihn, dass die Zehnermusik der Musikgesellschaft Schmitten am 1. Dezember 2019 bei ihm zu Hause vorbeischaute und er seinen grossen Traum, die Musikanten zu dirigieren, noch erfüllen konnte.
Dank der Pflege von Tochter Dorothea und seiner Ehefrau Marie-Louise konnte Josef Rudaz-Aebischer bis zuletzt zu Hause bleiben. Am 11. Dezember 2019 schlief er abends friedlich ein.