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Prävalenz, Ergebnisse und Kosten von chronischen Nierenerkrankungen in einer zeitgenössischen Population von 2,4 Millionen Patienten aus 11 Ländern:
Die CaReMe CKD-Studie
Sundström J, Bodegard J, Bollmann A, Vervloet MG, Mark PB, Karasik A, Taveira-Gomes T, Botana M, Birkeland KI, Thuresson M, Jäger L, Sood MM, VanPottelbergh G, Tangri N, CaReMe CKD Investigators
Hintergrund:
Daten aus digitalen Gesundheitssystemen könnten Einblicke in die weltweite Prävalenz von chronischen Nierenerkrankungen (CKD) geben. Wir haben die CaReMe CKD-Studie konzipiert, um die Prävalenz, die wichtigsten klinischen Nebenwirkungen und die Kosten von CKD in 11 Ländern zu schätzen.
Methoden:
Daten auf individueller Ebene einer Kohorte von 2,4 Millionen gleichzeitigen CKD-Patienten wurden von digitalen Gesundheitssystemen in den teilnehmenden Ländern unter Verwendung eines vorab festgelegten gemeinsamen Protokolls eingeholt und mit Hilfe einer Meta-Analyse mit zufälligen Effekten zusammengefasst. CKD und ihre Stadien wurden in Übereinstimmung mit den aktuellen Nierenerkrankungen definiert: Improving Global Outcomes (KDIGO) Kriterien definiert. CKD wurde durch Laborwerte oder durch einen Diagnosecode definiert.
Ergebnisse:
Die gepoolte Prävalenz einer möglichen CKD lag bei 10,0% (95% Konfidenzintervall 8,5-11,4; gepooltes Durchschnittsalter 75 Jahre, 53% Frauen, 38% Diabetes, 60% mit Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems). Zwei von drei CKD-Patienten, die anhand von Laborkriterien identifiziert wurden, hatten keinen entsprechenden CKD-spezifischen Diagnosecode. Von den CKD-Patienten, die anhand von Laborwerten identifiziert wurden, befand sich die Mehrheit (42%) im KDIGO-Stadium 3A, und dieser Anteil war in den verschiedenen Ländern ziemlich gleich. Der Anteil der CKD-Patienten, die allein anhand des Urin-Albumin-Kreatinin-Verhältnisses (UACR) identifiziert wurden (KDIGO-Stadien eins und zwei), lag bei 29%, wobei die Unterschiede zwischen den Ländern erheblich waren. Unerwünschte Ereignisse waren häufig: 6,5% wurden wegen CKD oder Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert und 6,2% starben jährlich. Die Kosten für Nierenereignisse und Herzinsuffizienz waren bei CKD-Patienten in allen Ländern durchweg höher als die Kosten für atherosklerotische Ereignisse.
Schlussfolgerung:
Wir schätzen, dass einer von zehn Erwachsenen an CKD erkrankt ist. Diese Menschen leiden unter erheblichen Beeinträchtigungen und damit verbundenen Kosten. Die Prävalenz von CKD wird unterschätzt, wenn man nur diagnostische Codes verwendet. Die Diagnose von CKD und die Bereitstellung von Behandlungen für diejenigen, die derzeit nicht diagnostiziert werden, bergen ein erhebliches Potenzial für die öffentliche Gesundheit.