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Einerseits befasst sich das Dissertationsprojekt aus rechtshistorischer, rechtsvergleichender und aktueller Perspektive mit der Eheschliessung im islamischen und jüdischen Recht, deren Grundlagen und Formen.
Andererseits wird untersucht, ob und inwiefern die islam- und jüdischrechtlich geprägten Eheschliessungsformen in die europäischen Familienrechtsgesetzgebungen und insbesondere in das schweizerische Familienrecht integriert werden können, zumal in Europa immer grösser werdende Gemeinschaften mit Migrationshintergrund leben und Untersuchungen zumindest darauf schliessen lassen, dass ein entsprechendes Bedürfnis besteht. Dabei werden die Regelungen in der Schweiz, Deutschland, England und Spanien untersucht und miteinander verglichen.
Das Schweizer Recht misst öffentlichen Interessen in Bezug auf die Eheschliessung nach wie vor grosses Gewicht bei und betont den Vorrang der zivilen vor der religiösen Trauung. Es soll unter Berücksichtigung ausgewählter Problembereiche aufgezeigt werden, dass auch andere Wege gangbar sind, mithin die Diskussion um Integration auf einer sachlichen, die Bedürfnisse kultureller Minderheiten berücksichtigenden Ebene zu führen ist.