Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/127616

<h2>SubmittedText<h2><p>An den Olympischen Spielen in London blieb die Schweizer Delegation deutlich hinter den Vorgaben zurück. Seit den Sommerspielen 1992 in Barcelona ist dies das schlechteste Rendement. Im Medaillenspiegel belegt die Schweiz Platz 33, im sogenannten ungewichteten Ranking (nach Anzahl Medaillen, nicht nach Art der Legierung) taucht sie sogar noch deutlich weiter hinten auf: Rang 42. Auch die Diplomausbeute (Ränge vier bis acht) war mager. Neben den vier Medaillen brachte die Schweizer Delegation aus London sechs solche Auszeichnungen nach Hause. Vier Jahre vorher, an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking, waren es gesamthaft dreizehn Diplome und sieben Medaillen gewesen, notabene bei gleicher Teamgrösse (wenn man die Fussballer abzieht).</p><p>Im Nachgang zu den Olympischen Spielen hielten Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild und Missionschef Gian Gilli fest, dass in London das angestrebte Ziel klar verfehlt wurde. Fortan soll eine stärkere Priorisierung greifen, zudem verlangten sie für die Zukunft mehr Geld. Schild wie Gilli sprachen sich auch für ein nationales Kompetenzzentrum aus, für einen olympischen Stützpunkt in Magglingen. Im Schulterschluss mit dem Bundesamt für Sport müsse es eine Plattform und ein Netzwerk geben, um Wissen auszutauschen. So könne das Umfeld der Verbände verbessert werden.</p><p>In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende vier Fragen:</p><p>1. Bewährt sich das von Swiss Olympic angepasste und auf das Ziel "Erfolge im Spitzensport" ausgerichtete Förderkonzept?</p><p>2. Wie weit sind die Vorstellungen bezüglich eines olympischen Stützpunkts in Magglingen bereits gediehen?</p><p>3. Welches sind die konkreten nächsten Schritte?</p><p>4. Welches sind allfällige finanzielle Konsequenzen, welche aus der gewünschten stärkeren Priorisierung und einem olympischen Stützpunkt in Magglingen entstehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen 1 bis 4 wie folgt:</p><p>Swiss Olympic erarbeitet zurzeit eine neue Strategie. In diesem Zusammenhang steht unter dem Leitsatz "mehr Erfolg im Spitzensport" ein neues Fördermodell zur Diskussion. Ziel des neuen Modells ist es, die Fördermittel vermehrt aufgrund des Leistungspotenzials einer Sportart einzusetzen. Dessen Umsetzung ist für Ende 2013 geplant. Entsprechend liegen heute noch keine Erfahrungswerte zur Bewährung des neuen Modells vor.</p><p>Parallel dazu hat der Bundesrat das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport beauftragt, bis am 30. Juni 2013 ein Leistungssportkonzept vorzulegen, das sich unter anderem mit den Entwicklungsperspektiven des Nachwuchsleistungs- und Spitzensports auseinandersetzt.</p><p>Die in der Interpellation aufgeworfenen Fragen zur Einrichtung eines nationalen Spitzensportzentrums in Magglingen und Tenero bedürfen vertiefter Abklärungen und werden im Rahmen der Erarbeitung dieses Leistungssportkonzepts geklärt. Die gestellten Fragen können daher im heutigen Zeitpunkt nicht abschliessend beantwortet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.