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Ras Kass oder der Schatten der Musikindustrie
Von Gregor Frei | 17. Mai 2007 | 0 Kommentare
Er schloss mit 14 Jahren die High School ab, gilt als einer der belesensten US-Rapper und ist wohl der Artist mit der grössten Featuring-Erfahrung überhaupt. Warum? Weil seine eigene Plattenfirma es nicht für nötig hält, Solo-Alben von Ras Kass zu releasen.
1996 unterschrieb der damals 24-jährige John Austin beim Label Priority Records, das im gleichen Jahr „Soul & Ice“ veröffentlichte. Zwei Jahre später erschien „Rasassination“, ein kleiner Klassiker. Dann wurde Priority Records von Capitol aufgekauft. Diese hielten den Vertrag mit dem Westküstenrapper aufrecht, veröffentlichen aber nun seit neun Jahren keine einzige Platte. Dabei ist Ras einer der Produktivsten: In den neun Jahren hat er drei Werke produziert ohne sie zu veröffentlichen, daneben etwa fünf Streetalben über Indie-Vertriebe rausgebracht. Auf ein Capitol Release wartet man weiterhin vergeblich.
Warum? Nobody knows. In einem offenen Brief hat Ras Kass Capitol aufgefordert, den Vertragspflichten endlich nachzukommen. Bis jetzt erfolglos. Vielleicht ist Ras zu kontrovers, zu ungewöhnlich oder zu störend für die schöne Pimp-Welt. Wer will, kann in einer Online Petition Druck auf Capitol ausüben. Oder wenigstens ein bisschen dran glauben.
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