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Das Projekt unterstützt die lokale Bevölkerung dabei, sich gegen Ausbeutung durch Grossgrundbesitzer und Vertreibung durch Rohstofffirmen zu wehren.
Der Distrikt West Singhbhum im Bundesstaat Jharkhand ist ein hügeliges Gebiet, das vor allem von Wald bedeckt ist. Die Adivasi sind Indigene und stellen die Bevölkerungsmehrheit. Sie leben traditionellerweise von der Landwirtschaft für die Eigenversorgung und vom Sammeln von Waldprodukten. Dies reicht allerdings nicht aus, um die Ernährung das ganze Jahr über sichern zu können.
Die Adivasi sind auf saisonale Lohnarbeit oder auf die Aufnahme von Kleinkrediten bei den Grossgrundbesitzern abhängig. Die horrenden Zinsen führen häufig dazu, dass die Adivasi die Kredite nicht zurückzahlen können und sie in der illegalen Schuldknechtschaft gefangen bleiben.
Die Ausbeutung durch die Grossgrundbesitzer ist aber nicht das einzige Problem. Der Distrikt West Singhbhum besitzt viele natürliche Ressourcen, so dass besonders im Bezirk Jagnnathpur die lokale Bevölkerung von Vertreibung durch Rohstofffirmen bedroht ist. In den Bezirken Tantnagar und Sadar geht die Vertreibungsgefahr vom geplanten Bau eines Staudamms aus.
Die Partnerorganisation Marsal Vikas Kendra – MVK unterstützt die Adivasi juristisch im Kampf gegen diese Entwicklungen und für die legale Absicherung ihres Landes. Das Selbstvertrauen der Adivasi wird durch die Gründung von Dorforganisationen gestärkt. Mit Getreidesparkassen können sie ihre Abhängigkeit von den Grossgrundbesitzern reduzieren und in Notfällen kleine Kredite aus der gemeinschaftlichen Sparkasse beziehen, statt ausserhalb der Gemeinschaft Kredite zu horrenden Zinsen aufzunehmen.
In einem weiteren Schritt schliessen sich die Dorforganisationen in Netzwerken zusammen und stärken in Zusammenarbeit mit MVK ihre Fähigkeiten zur Analyse der Bedrohungen und zur Ergreifung von Gegenmassnahmen. Dies zeigt sich in Protestveranstaltungen, Lobbying Aktivitäten bei den zuständigen staatlichen Stellen und Gerichtsklagen gegen die Durchführung der Infrastrukturprojekte.