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MoneyPark hat in einer Studie das Finanzierungsverhalten von Ärzten, Lehrern und Bankern anhand von abgeschlossenen Kundenfällen untersucht und dabei interessante Unterschiede festgestellt.
Wer finanziert wann seine erste eigene Immobilie? Die MoneyPark-Studie zum Finanzierungsverhalten unterschiedlicher Berufsgruppen hat gezeigt, dass Banker sich im Schnitt mit nur 40 Jahren früher für ein Eigenheim entscheiden als Ärzte oder Lehrer, welche im Mittel erst mit 46 Jahren eine Immobilie finanzieren. Im Gesamtsample lag das Alter der ersten Finanzierung bei 43 Jahren.
Auch das Vermögen zum Zeitpunkt der Finanzierung ist unterschiedlich hoch. So haben Ärzte mit 735’000 Franken am meisten Geld für die eigene Immobilie zur Verfügung, während Banker mit 436’000 Franken und Lehrer mit 427’000 Franken in etwa gleichauf sind. Das durchschnittliche Vermögen des Gesamtsamples lag bei 623’000 Franken.
Betrachtet man Kaufpreis und Hypothekarsumme stellt man fest, dass Ärzte und Banker in beiden Kategorien hohe Werte aufweisen und somit über dem Gesamtsample und sogar deutlich über den Lehrern liegen. Lehrer kaufen sich im Schnitt die günstigsten Objekte und benötigen daher auch eine geringere Hypothekarsumme.
Auch beim Einkommen liefern sich Ärzte und Banker ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während das durchschnittliche Einkommen des Gesamtsamples bei 186’000 Franken lag, hatten Lehrer mit 149’000 Franken ein etwas niedrigeres Einkommen.
Beim Thema Tragbarkeit sind alle drei Berufsgruppen mit 26% gleichauf und liegen somit unter dem Schnitt des Gesamtsamples von 27%. Alle Berufsgruppen liegen somit deutlich unter dem maximalen Tragbarkeitswert von 33% bzw. wenden deutlich weniger als 1/3 ihres Bruttoeinkommens für die entstehenden Hypothekarkosten auf. Lehrer verdienen zwar deutlich weniger als Ärzte und Banker, da sie sich jedoch auch günstigere Immobilien suchen, geben sie etwa denselben Anteil ihres Einkommens für die Hypothekarkosten aus.
Mit 76% kommen die Banker dem Belehnungs-Maximalwert von 80% am nächsten. Während das Gesamtsample einen Belehnungswert von 70% aufweist, liegen Ärzte und Lehrer mit 69% knapp darunter. Dieser Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass sich Banker trotz nahezu identischem Vermögen wie Lehrer weitaus teurere Immobilien leisten und somit auch mehr Fremdkapital aufnehmen müssen.
Bei der bevorzugten Hypothekarform gibt es ebenfalls Unterschiede. Mit nur 45% wählen weniger als die Hälfte der Bankangestellten die sicherste Hypothekarform, die Festhypothek. Ganze 18% der Bankangestellten wählen sogar eine reine LIBOR-Hypothek und setzen sich somit ganz dem Zinsänderungsrisiko aus. Auffällig ist, dass alle Banker, die eine reine LIBOR-Hypothek gewählt haben, sich auch für eine Laufzeit von 3 Jahren entschieden haben. Dies beruht wohl darauf, dass sie für diese Zeitspanne keine gravierenden Zinsänderungen erwartet haben. Lehrer meiden hingegen Risiken uns setzen zu 79% auf reine Festhypotheken.
Zum Zeitpunkt der Erstfinanzierung ergibt sich also folgende Charakteristik:
- Banker: relativ jung und LIBOR-affin
- Ärzte: vermögend, relativ alt und ebenfalls LIBOR-affin
- Lehrer: Vorsichtig bei der Wahl der Hypothekarform und genügsam bei der Immobilienwahl
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