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Balanced decision making. Together.
Im Zusammenhang mit einer Revision des Gesetzes über die individuelle Eingliederung und Sozialhilfe (LIASI) im Kanton Genf baten die zuständigen Behörden um eine Analyse der finanziellen Auswirkungen der vorgeschlagenen Revision.
Das Forschungsteam, das sich aus dem Institut de recherche appliquée en économie et gestion (IREG), der Universität Genf und CORESO zusammensetzt, wurde mit der Durchführung dieser Analyse beauftragt. Ziel ist es, die Kosten sowie die Auswirkungen auf die Leistungsempfänger:innen nach verschiedenen Versionen der Reform zu schätzen.
Das Forschungsteam setzte eine Kombination aus Fachwissen in Bezug die Thematik auf lokaler Ebene sowie eine solide wissenschaftliche Grundlage im Bereich der Mikrosimulation ein, um die mit der Reform verbundenen Kosten zu schätzen. Eine enge, partizipative Zusammenarbeit mit den Experten des Kantons ermöglichte es, verschiedene Szenarien und Parameter der Reform zu identifizieren und so die ausgewogenste Kombination zu finden.
Die Aufgabe von CORESO bestand darin, ein Mikrosimulationsmodell zu entwickeln, das sich als die geeignetste quantitative Technik erwies, um die Auswirkungen der Reform sowohl auf die Gesamtkosten als auch auf die Leistungen auf Ebene der einzelnen Leistungsempfänger:innen zu analysieren. Die möglichen Szenarien wurden von den beteiligten Interessengruppen eingebracht und kollektiv bewertet. Dieser Ansatz ermöglichte es, das Praxiswissen einzubeziehen, und förderte einen multidisziplinären Austausch, um mögliche Verhaltensänderungen der Leistungsempfänger:innen infolge der Reform zu identifizieren.
Die durchgeführte Analyse ermöglichte den Behörden eine genaue Einschätzung der möglichen finanziellen Folgen für den Kanton Genf und die Leistungsempfänger:innen in verschiedenen Varianten der Reform. Dies ermöglichte es ihnen, ihre politische Entscheidung auf empirische Evidenz zu stützen.
Die Studie wurde fertiggestellt und den zuständigen Behörden im dritten Quartal 2021 übergeben. Unsere punktuelle Unterstützung wird fortgesetzt.
Departement für sozialen Zusammenhalt (Genf, Dokumente nur auf Französisch):