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Der Ständerat hat den Bundesrat im April 2020 mit einem Postulat (20.3135) beauftragt, einen Bericht über die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheitskosten vorzulegen. Der Schlussbericht gibt eine Übersicht über die direkten Gesundheitskosten, die aufgrund der COVID-19-Pandemie für die medizinische Versorgung der Bevölkerung entstanden sind.
Bei den Kosten der Kantone handelt es sich um eine Schätzung der Kosten auf der Basis einer Erhebung bei den Kantonen, die das Forschungsinstitut INFRAS im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (AG) durchgeführt hat. Deshalb liegen einige geschätzten Zahlen in einer bestimmten Bandbreite vor.
Beim Kostenträger Bund machen die Kosten für die COVID-19-Tests (drei Milliarden Franken) sowie für die Beschaffung von Impfstoffen und medizinischen Gütern (1,7 Milliarden Franken) den grössten Teil der Kosten aus, die der Bund in den Jahren 2020 bis 2022 getragen hat.
Bund gab am meisten Gelder für die COVID-19-Tests und Impfstoffe aus.
Hinzu kommen noch Kosten in der Höhe von 160 Millionen Franken für den Einsatz der Armee im Gesundheitswesen. Innerhalb der Jahre 2020 und 2021 leistete die Armee drei Mall Assistenzdienst und rund 380 000 Dienststage, um das zivile Gesundheitswesen zu unterstützen.
Die Kantone haben 413 Millionen Franken für die Impfung der Bevölkerung aufgewendet. Die Kosten für die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten in den Spitälern lagen zwischen 570 und 938 Millionen Franken in den Jahren 2020 bis 2022.
Im Bereich der stationären Behandlungen von COVID-19-Patient:innen werden 55 Prozent der Kosten von den Kantonen übernommen, 45 Prozent gehen zulasten der Versicherer. Die Kosten für die stationäre Behandlung zulasten der Kantone bewegten sich zwischen 997 und 1,171 Millionen Franken in den Jahren 2020 bis 2022.
Beitragsbild: Morsa Images via Canva.com