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Wiktor Poljuchowitsch richtete sich mit letzter Hoffnung an die SOS GERASJUTA Stiftung, um für seine Frau Natalja (geb. 1971) Hilfe zu finden. Zusammen mit seiner Ehefrau und ihrer Tochter Elena (geb. 2001) bewohnt Wiktor ein altes Haus. Früher wohnte mit ihnen auch seine Schwiegermutter Ljubow. Natalja und ihre Mutter arbeiteten in einem Werk. Eines Abends auf dem Heimweg überquerten die beiden Frauen eine Strasse mit sehr dichtem Verkehr und wurden dabei von einem Kleinbus überfahren. Ljubow wurde so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb. Natalja hatte sich mehrere Verletzungen zugezogen: einen Unterschenkelbruch, eine Brustkorbprellung und eine Wunde am Kinn. In kritischem Zustand lag sie etwa fünf Tage lang im Koma. Ihre Behandlung kostete etwa 130 Franken täglich – soviel beträgt Wiktors monatlicher Lohn. Um ihre zertrümmerten Knochen wieder herzustellen, musste man eine komplizierte Operation durchführen. Man setzte ihr eine spezielle Platte in das Hüftbein ein. Die Kosten für dieses Implantat hätte Wiktor ohne Hilfe der Schweizerinnen und Schweizer nicht aufbringen können. Denn die ganzen Familienersparnisse waren sehr schnell für Spitalrechnungen aufgebraucht. Dann musste sich Natalja einer zweiten Operation unterziehen. Die Frau verbrachte insgesamt drei Monate im Spital.
Natalja fühlt sich zurzeit besser. Ihr steht allerdings eine Rehabilitationsphase bevor. Sie ist immer noch bettlägerig und auf die Pflege durch ihren Mann angewiesen. Ihr rechtes Bein und ihr rechter Arm sind teilweise gelähmt. Nataljas Neuropathologe hat ihr Heilgymnastik empfohlen, damit sie das Gehen wieder lernt. Es hängt von ihrer Willenskraft ab, wie schnell sie wieder auf die Beine kommt.