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Das Ablehnen der Ausschaffungsinitiative bedarf keiner ausführlichen Begründung. Das Ablehnen des Gegenvorschlags hingegen schon. Das Leerlassen der Stichfrage erst recht!
Die Überlegungen, die man sich machen sollte, sind doch folgende:
- Die Chancen, dass die Ausschaffungsinitiative angenommen wird, bestehen und verbessern sich m. E sogar, wenn sich die SP gegen den Gegenvorschlag entscheidet.
- Die Chancen des Gegenvorschlags wiederum verschlechtern sich, wenn sich die SP dagegen ausspricht.
Folglich ist es für die SP nicht rational, 2xNein und keine Wahl bei der Stichfrage zu empfehlen, denn das könnte man nur ruhigen Gewissens, wenn man sich sicher sein kann, dass die Initiative abgelehnt wird (was m.E. durch das 2xNein noch unwahrscheinlicher wird).
2xNein und ein Kreuz für den Gegenvorschlag bei der Stichfrage zu empfehlen, kann man nur dann verantworten, wenn bei Annahme der Initiative der Gegenvorschlag auch angenommen würde (was durch das 2xNein unwahrscheinlicher wird).
Da die Nachteile einer Annahme der Initiative die möglichen Nachteile des Gegenvorschlags haushoch überragen, handelt die SP rational, wenn sie sich bei der Stichfrage für den Gegenvorschlag entscheidet. Im Falle der Annahme beider Vorlagen wird zumindest dieser bevorzugt.
Da aber bei einem doppelten Nein nicht einmal die Annahme des Gegenvorschlags sicher ist und sich die Chancen der Initiative (auch bezüglich der Stichfrage) sogar noch verbessern, ist es schliesslich rational, für den Gegenvorschlag zu stimmmen
Meine Empfehlung für die Abstimmung ist also folgende:
Initiative: Nein
Gegenvorschlag: Ja
Stichfrage: Gegenvorschlag
Dies sollte meiner Meinung nach auch die Empfehlung der SP sein.