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Dem 5.5er folgte nach fünf Olympiaden eine Einheitsklassenkonstruktion, der Soling, als neues Olympia 3-Mann Kielboot. Die meisten Eigner blieben beim 5.5er, einige Segler wechselten zur Soling Klasse, andere, wie Ted Turner und Rbin Aisher, segelten auf den neuen IOR Yachten um den Admirals Cup, der seit den 70ern zum seglerischen Top-Ereignis wurde.
Die Höhepunkte in der jeweiligen 5.5er Regattasaison sind seitdem die 1961 erstmals ausgerichteten Weltmeisterschaften und die damit verbundene Austragung der Regatten um den vom Finnischen NJK gestifteten Scandinavian Geschichte der Klasse Gold Cup. Dazu kamen der Royal Kaag Classic Cup und jüngst der Hankö Evolution Cup. In den Jahren, in denen die Weltmeisterschaften in Übersee stattfinden, werden zusätzlich Europameisterschaften organisiert.
Massgeblichen Anteil an der weiteren Entwicklung der Klasse in der nacholympischen Zeit haben die Segler der Schweizer Flotte. So initiierte Thomas Sprecher in den 70er Jahren den Bau von acht Booten, deren Schalen im Vakuumverfahren bei Sommerfeld gebaut wurden. Die neue Bauweise ergab äusserst stabile und leichtgewichtige Rümpfe, die dazu noch günstiger als die der traditionell geplankten Boote waren. Die jüngeren und die aktuellen Konstruktionen sind anspruchsvolle High-Tech Boote. Die Linien des modernen 5.5er wurden zum Maximum gestreckt, der Kiel ist kleiner geworden und hat eine mechanisch verstellbare Trimmklappe mit Flügeln. Die Rümpfe werden mit Glasfaser/Epoxid Komposite und der Mast aus Carbonfasern gefertigt. Unabhängig vom gewählten Baumaterial und dem Alter der Boote, sind es aber letztlich die formelbedingte Attraktivität und das resultierende exzellente Segelverhalten der 5.5er, die zusammen mit der langjährigen Verbundenheit der Segler diese Klasse so einzigartig machen. Die aktivsten 5.5er Flotten kommen heute aus der Schweiz, Norwegen, den Bahamas, Australien, Finnland, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Österreich. Neue Entwicklungen gibt es in Schweden, den USA, Canada und in Dänemark.