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Ende Juli 2020 kontaktiert mich eine verzweifelte Mutter telefonisch und berichtet, dass ihr dreijähriger Sohn Lorenzo (Name geändert) seit vielen Wochen an einem schlimmen Hautausschlag leide, der sich nun über den ganzen Körper ausbreite. Zuerst wurden Mollusken diagnostiziert, aber die definitive Diagnose ist nun „Akrodermatitis papulosa“. Die Symptome sind kleine rote „Punkte“ am ganzen Körper, die stark jucken. Der dreijährige Junge hat alle empfohlenen Impfungen bekommen, die letzte wurde ihm vor einem Jahr verabreicht, woraufhin er Rötungen an verschiedenen Stellen des Körpers bekam, die stark juckten und erst nach mehreren Monaten wieder verschwanden. Lorenzo hat im Winter häufig Husten, der nach schulmedizinischer Behandlung zu Rezidiven neigt. Im Februar 2020 hatte er Pseudokrupp und bekam Algifor. Bei der homöopathischen Behandlung von Hautausschlägen sollte aus meiner Sicht unbedingt ein tief wirkendes Mittel, unter anderem basierend auf den Gemütssymptomen, gewählt werden. Lorenzo hat einen knapp einjährigen Bruder, auf den er sehr eifersüchtig reagiert. Er will dann immer im Arm der Mutter sein, quasi die Mutter für sich reservieren. Auf meine Frage hin wie er das denn erreiche, erwidert die Mutter dass er dies eher auf aggressive Weise durchsetze, er sei überhaupt oft verärgert. Zudem macht Lorenzo seit einigen Wochen wieder in die Hosen, obwohl er eigentlich schon sauber war. Auf die Frage hin was ihm denn besonders gut gefalle, berichtet die Mutter, dass er bei einem Musikkurs am liebsten die grosse, laute Trommel schlägt. Dieser Bericht – zusammen mit den Allgemeinsymptomen und der Familienanamnese – führte mich zum indizierten homöopathischen Arzneimittel, welches ihm die Mutter am Folgetag in der Potenz „200 K“ verabreichte.
Bereits einen Tag nach der Einmalgabe des homöopathischen Mittels kratzte sich der Junge weniger und konnte nachts besser schlafen. Zudem begann er auch die Nähe des Vaters zu suchen, während er vorher immer nur zur Mutter wollte.
Drei weitere Tage später berichtet die Mutter, dass sich die Symptome des Hautausschlags weiter verbessert haben. Die „Akrodermatite papulosa“ beginnt in der für die natürliche Heilung von Hautausschlägen üblichen Art „von oben nach unten“ abzuheilen, d.h. zuerst verbessern sich die Symptome an Kopf, Hals und Oberkörper, später an Armen, Bauch und Beinen. Jeder Homöopath ist glücklich, wenn er diesen Verlauf beobachten kann, denn dann ist erfahrungsgemäss eine echte Heilung im Gange, die nicht zu Rückfällen neigt.
Am 11. August 2020 schreibt die Mutter via SMS: „Es geht ihm wieder gut und der Hautausschlag ist fast gänzlich verschwunden. Nur an der Sonne rötet sich die Haut ein bisschen, aber es sind keine neuen Pünktchen mehr aufgetreten, er kratzt sich nicht mehr und die Haut regeneriert sich sehr gut. Auch die Stimmung ist viel besser geworden, er ist ruhiger und fröhlicher. Er macht immer noch ab und zu in die Hosen, aber er ärgert sich nicht mehr darüber.
Dieser Fall zeigt uns, dass die Heilung eines Hautausschlags mit dem indizierten homöopathischen Mittel sehr effizient und schnell sein kann.