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Rudolf-Emanuel von Haller geschäftete 1768 in Amsterdam mit Gewürzen aus den Kolonien und Wein vom Kap der Guten Hoffnung, da er Handelsbeziehungen zur „Niederländischen Ostindien-Kompanie“ hatte. Die Firma „Haller & Cie.“ handelte mit französischen Kolonialwaren. 1777 heiratete er die Tochter eines niederländischen Kolonialbeamten und zog nach Paris. Dort wurde er Teilhaber von „Girardot, Haller & Cie.“, der halb offiziellen Bank der französischen Regierung. Er handelte mit Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Gummi, Cochenille, Indigo, die er unter anderem in Amsterdam kaufte. Ausserdem besass er für 14'000 Pfund Sterling englische Westindien-Aktien und beteiligte sich administrativ und finanziell an der Gründung der „Nouvelle Compagnie des Indes“, welche die Versorgung der französischen Kolonien in Ostindien neben anderem auch mit Sklaven sicherstellen sollte. Später übergab er Jean-Jacques Hogguer die Vollmacht über seine Geschäfte und gründete in Marseille eine weitere Handelsgesellschaft, die mit Kolonialwaren handelte.
Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 88, S. 172-173.