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Die Volksrepublik China ist mittlerweile die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt, kaufkraftbereinigt bereits die grösste. China kann heute auf eine Periode überdurchschnittlichen Wachstums und beschleunigter Urbanisierung zurückblicken. Nach einer raschen wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-19-Pandemie und konfrontiert mit einem schnellen demographischen Wandel, scheint sich China wirtschaftlich wieder stärker nach innen zu orientieren. Gleichzeitig will die Führung auch die Urbanisierung und den Konsum fördern.
China ist ein zentraler Teil des multilateralen Systems und steht damit in der Verantwortung, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen. Den teilweise divergierenden Auffassungen zwischen der Schweiz und China liegen fundamentale Unterschiede in der Wirtschafts- und Regierungsform zugrunde. Dies zeigt sich beispielsweise bei der Daten- und Internetgouvernanz oder dem Umgang mit staatlichen Unternehmen.
China ist heute der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien und der drittwichtigste hinter der EU und den USA überhaupt. Die Aussenwirtschaftspolitik der Schweiz gegenüber China orientiert sich an der China-Strategie des Bundesrats. Sie verfolgt das Ziel eines diskriminierungsfreien, marktbasierten und gegenseitig vorteilhaften Zugangs für Waren, Dienstleistungen und Investitionen. Dazu gehören der Schutz von Rechten am geistigen Eigentum, der Daten- und Informationsschutz sowie die Gewährleistung grenzüberschreitender Datenflüsse für wirtschaftliche Aktivitäten. Der Bundesrat strebt insbesondere die Modernisierung des bestehenden, bilateralen Freihandelsabkommens von 2014 an. Bei der Suche nach konstruktiven Lösungen auf bi- und multilateraler Ebene – namentlich im Rahmen der WTO, der OECD sowie in anderen Wirtschaftsorganisationen und -gremien – berücksichtigt die Schweiz in der Zusammenarbeit mit China verstärkt Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsfragen.