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Alterungserscheinungen sind primär in der Epidermis sichtbar, denn diese ist die Aussenhülle der Haut. Aber auch das, was sich in tieferen Schichten der Haut durch Alterung abspielt, verändert das Erscheinungsbild der Haut sehr deutlich. Der Volumenverlust in der Dermis (der Lederhaut) und der Subcutis (der Unterhaut) machen sich im Laufe der Zeit zunehmend bemerkbar und wirken sich z.B. auf die Entstehung von Falten in der Epidermis aus.
Wie sind Dermis und Subcutis aufgebaut?
Die Dermis wird auch Corium oder Lederhaut genannt. Sie ist durch zapfenartige Bindegewebspapillen mit der Oberhaut verbunden und besteht selber aus Bindegewebe: Ihre obere Schicht ist das Stratum papillare mit locker verknüpftem Bindegewebe, das von feinen Blutkapillaren, Lymphgefässen und Nervenendigungen durchzogen ist. Die untere Schicht der Dermis (Stratum reticulare) besteht aus dichtem, eng verknüpften Bindegewebe: Hier sitzen Haarfollikel, Schweiss- und Talgdrüsen sowie das tiefere Gefässnetz, und hier ist das Kollagennetzwerk von der wasserbindenden Hyaluronsäure ausgefüllt. Die Subcutis oder Unterhaut befindet sich noch weiter unten. Sie schliesst sich der Cutis ohne sichtbare Begrenzung an und besteht aus lockerem Bindegewebe sowie aus träubchenförmigen Fettgewebszellen, dem Unterhautfettgewebe. Die Subcutis schützt darunterliegende Organe vor Stössen. Geichzeitig dient das Fettgewebe als Wärmeisolierung und als Energie-Reservedepot für schlechtere Zeiten.
Wie altert die Dermis?
Die Verzahnung zwischen Dermis und Epidermis vermindert sich, die Haut lässt sich dadurch leichter seitlich verschieben. Schweiss- und Talgdrüsen verringern ihre Produktion, so dass sich der schützende Wasser-Fett-Film der Haut weniger gut ausbilden kann. Die Kollagenfasern werden spröder und verändern ihre Anordnung, so dass die Hautelastizität nachlässt. Die gelartige Füllsubstanz verringert sich zusehends. Es bilden sich Falten. Weil das Gefässsystem schwächer wird, kann die Haut ihre wärmeregulierende Funktion weniger gut ausüben. Sie wird blass und es bilden sich, als Folge der Kapillargefäss-Erweiterungen, rote Flecken, sogenannte Teleangiektasien.
Wie altert die Subcutis?
In der Unterhaut finden Veränderungen vor allem im Unterhautfettgewebe statt. In der Regel vermindert es sich, so dass die Haut dadurch insgesamt dünner wird. Bei guter Ernährung kann das Fettgewebe aber auch zunehmen. Weil jedoch die Hautelastizität durch die Alterung des Kollagenfasernetzes an Festigkeit abnimmt, haben diese Fettschichten den Hang, nach unten zu sinken. Sie werden durch das sie umgebende Bindegewebe nicht mehr genügend stabilisiert. Fettpolster hängen dann schlaff nach unten. Typisch sind z.B. die sogenannten Hängebäckchen im Gesicht, gebildet durch Fettgewebe, das nach unten rutscht und dabei Falten entstehen lässt.