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Vorläufiges Aus für Uranprojekt in Nordkanada
Kanadas Ministerin für indigene und nördliche Angelegenheiten, Carolyn Bennett, teilte dem NIRB in einem Schreiben vom 14. Juli mit, sie stimme mit dessen Beurteilung überein, dass das Uranabbauprojekt Kiggavik der Areva Resources Canada zu diesem Zeitpunkt nicht verwirklicht werden soll.
Das NIRB hatte in seinem Schlussbericht von 2015 festgehalten, die Areva habe sich weder auf einen definitiven Lancierungszeitpunkt festgelegt noch einen Zeitplan für das Kiggavik-Projekt ausgearbeitet. Ohne diese Informationen könnten die zukünftigen ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen nicht zuverlässig abgeschätzt werden, so das NIRB.
Die NIRB-Empfehlung bedeute jedoch nicht, dass das Projekt nie verwirklicht werden dürfe, betonte das NIRB in seinem Schlussbericht. Die Areva könne das Kiggavik-Projekt wieder einreichen, sobald erhöhte Sicherheit bezüglich Baubeginn bestehe. Damit könne eine zuverlässigere Beurteilung zur nachhaltigen Rolle von Karibu, Fisch und Meerestierwelt im Projektgebiet vorgenommen werden, so das NIRB. Bennett schloss sich dieser Ansicht ebenfalls an.
Die Lagerstätte Kiggavik umfasst angezeigte Mineralressourcen von 125 Mio. Pfund U3O8 (48’000 t U) bei einem durchschnittlichen Urangehalt des Gesteins von 0,554% U3O8. Die Areva Resources Canada besitzt einen Anteil von 64,8%, die JCU Exploration (Canada) Co. Ltd. 33,5% und die Daewoo Corporation 1,7%. Als Betreiberin ist die Areva vorgesehen.
Enttäuschte Areva
Die Areva Resources Canada bezeichnete sich als «sehr enttäuscht» über den Entscheid von Bennett, das vorgeschlagene Kiggavik-Uranabbauprojekt nicht zu genehmigen. «Wir werden uns die Zeit nehmen, um über die nächsten Schritte zu entscheiden und werden mit unseren Projektpartnern in den kommenden Monaten darüber diskutieren», erklärte die Areva. Das Unternehmen ist überzeugt, dass das Kiggavik-Projekt realistisch sei und viele Vorteile ohne Umweltbeeinträchtigungen für Nunavut biete.