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Die im ersten Meilenstein erarbeiteten Grundlagen und ermittelten Defizite im Gewässer sind die Basis für die Zielformulierung. Durch Behebung der ermittelten Defizite wird ein SOLL-Zustand angestrebt. Er beschreibt den bestmöglichst zu erreichenden, natürlichen Zustand des Gewässers nach einer Revitalisierung. In dieser Phase ist erst eine grobe Skizzierung des Ziels möglich, da die Rahmenbedingungen erst später ermittelt werden (siehe unten). Die grobe Zielformulierung dient jedoch als roter Faden durch das Projekt und soll weitere Leute zum Mitmachen motivieren.
Bei der Formulierung des SOLL-Zustands wurden gute Erfahrungen gemacht durch Bestimmen von Ziel- oder Leitarten. Dies können Tierarten und Pflanzenarten sein, die durch das Projekt erhalten oder gefördert werden sollen. Leitarten sind charakteristisch für ihren Lebensraum (z.B. Bachforellenregion). Vorkommen und Häufigkeit dieser Arten können Auskunft über den Zustand eines Gewässers geben und lassen sich bei einem späteren Monitoring mit anderen Referenzstrecken gut vergleichen.
Bei der Zielformulierung sollten knapp und prägnant formuliert werden:
Welche Verbesserungen sollen angestrebt werden?
Wie wird die Verbesserung bewertet?
Falls bereits bekannt: Wie soll die Verbesserung erreicht werden?
Mit dem Ziel soll Werbung für die Idee und das Projekt gemacht werden. Daher sollte es verständlich, realistisch und den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten angepasst sein. Mit einfachen Aussagen und Forderungen ist es einfacher, Unterstützer zu finden. Im Idealfall weckt das Ziel Emotionen.
Im Projektmanagement spricht man davon, dass Ziele SMART sein müssen:
S = spezifisch = Ziele müssen eindeutig sein
M = messbar = Ziele müssen messbar sein
A = akzeptiert = Ziele müssen von Empfängern akzeptiert werden
R = realistisch = Ziele müssen möglich sein
T = terminiert = Ziele benötigen eine klare Terminvorgabe