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Fujitsu hat am Mobile World Congress in Barcelona den Prototyp eines Tablets
gezeigt, dass dem User sensorisches Feedback geben kann. Oder anders gesagt: Der User kann fühlen, was er auf einem Foto auf dem Bildschirm mit seinen Fingern gerade berührt. Dabei geht es um Oberflächeneigenschaften wie rauh, glatt, schlüpfrig oder uneben. Fujitsu zeigte zur Demonstration Anwendungen, bei denen User die Saiten einer Harfe, Sand, die Oberfläche einer CD oder die Haut eines Alligatoren fühlen können.
Laut einem Bericht von 'recode'
war das Gefühl des Alligatorenstreichelns zwar nicht sehr überzeugend, aber dafür kann das Tierchen immerhin auch nicht beissen. Das Gefühl beim Berühren einer Harfensaite oder von Sand sei dagegen recht realistisch.
Fujitsu hofft, die Technologie schon im kommenden Jahr zur Marktreife bringen zu können. Anwendungen sehen die Japaner unter anderem für Online-Shops und elektronische Produktekataloge.
Um die Effekte zu erzeugen, verwendet Fujitsu ein Verfahren, bei dem die Oberfläche des Bildschirms in sehr schnelle Vibrationen versetzt wird. Dies bewirkt, das zwischen dem Finger eines Users und dem Bildschirm eine dünne Luftschicht aufgebaut wird, die unter hohem Druck steht. Für den User ensteht so das Gefühl "schlüpfrig". Um die Gefühle "rauh" oder "wellig" zu erzeigen, wird das Vibrationstempo mehr oder weniger schnell geändert.
Auch andere Unternehmen entwickeln Bildschirme, die ein sogenanntes "haptisches" Feedback geben können, verwenden dazu aber meist elektronische Hilfsmittel. Laut Fujitsu soll die Vibrationstechnologie geeignet sein, wesentlich realistischere Fühleffekte zu erzeugen. In nächster Zukunft soll nun vor allem die Bandbreite der möglichen verschiedenen Tastgefühlen vergrössert werden. (hjm)
(Foto: Fujitsu)