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Die seit langem in finanziellen Nöten steckende South African Airways (SAA) hat harte Sparmassnahmen angekündigt. Unter anderem sollen rund 940 der insgesamt 5000 Angestellten im Rahmen einer grossen Restrukturierung entlassen wurden, wie die Airline selber am Dienstag bekanntgab. Mit dem neuen Sparplan sollen bis März 2020 insgesamt rund 700 Millionen Rand (rund 46,4 Millionen Franken) eingespart werden. Das Star-Alliance-Mitglied hat zuletzt nur dank staatlichen Zuschüssen überlebt. Seit 2011 konnte kein Gewinn mehr erzielt werden, die Airline leidet unter einer alternden Flotte sowie unter einer Schuldenlast von 21,7 Milliarden Rand (rund 1,43 Milliarden Franken). Der südafrikanische Staat sucht seit längerem einen Investor, hat bislang damit aber kein Glück gehabt.
Natürlich stiessen diese Restrukturierungspläne bei den Gewerkschaften nicht auf offene Ohren und diese haben bereits am Folgetag mit Streik gedroht. Ebenso lehnen diese die geplante Privatisierung von SAA deutlich ab. Inzwischen haben mehrere Gewerkschaften, darunter die «National Union of Metal Workers of South Africa» und die «SA Cabin Crew Association», ihre Streikpläne dargelegt und South African dazu gezwungen, am morgigen Freitag (15.11.) und Samstag (16.11.) sämtliche Flüge - Domestic, Regional sowie International - zu annullieren.
Die Gewerkschaften werfen dem Management von South African Airways vor, überhaupt nicht auf deren Forderungen einzugehen. Sie machen deshalb ihre Drohung wahr, SAA «komplett stillzulegen». Zuks Ramasia, der Acting CEO von SAA, antwortete via Pressemitteilung, dass man den Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 5,9 Prozent in Aussicht gestellt habe, diesen jedoch auch klar vor Augen habe führen wollen, wie ernst die Lage ist. Der Streik werde das Problem lediglich verschärfen, statt irgendeine Besserung zu bringen - und zwar so weit, dass es möglicherweise «keine Erholung für das Unternehmen mehr gibt».
Obwohl sämtliche Flüge, also auch jene nach Frankfurt oder London, in den kommenden zwei Tagen gestrichen sind, verweist SAA darauf, dass nur eigene Flüge betroffen sind, nicht aber die Flüge von Partnergesellschaften, also sämtlicher Codeshare-Partner sowie von SA Express, SA Airlink und Mango.