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Die Antike überspannt einen Zeitraum von etwa 600 v.Chr. bis 600 n.Chr. Geografisch fokussiert sich die antike Philosophie auf Griechenland und das Römische Reich. Man stellte sich philosophische Fragen, die uns bis heute beschäftigen: Was ist der Sinn des Lebens? Welche Staatsform ist die beste? Wie wird man ein guter oder glücklicher Mensch? Was hält die Welt im Innersten zusammen? Die antike Philosophie beginnt mit den Vorsokratikern (Thales von Milet, Heraklit, Parmenides, etc.) und geht dann über zur Blütezeit, die Griechische Klassik. Bekannte griechische Philosophen wie Sokrates, Aristoteles und Platon situieren sich in dieser Zeitspanne. Neben der Klassik gibt es den Hellenismus, welcher die Kulturepoche von Alexander dem Grossen bis zum römischen Kaiserreich des Augustus bezeichnet. Geprägt wurde diese Zeitspanne von den Schulen des Epikureismus, Skeptizismus und Stoizismus.
Das Mittelalter wird grundsätzlich als die Epoche von 5. Jhd. n.Chr. bis 15.Jhd. n.Chr. klassifiziert. Mit der Schliessung der platonischen Akademie in Athen wurde der philosophische Schwerpunkt vom Mittel-meerraum in den Norden und in den nahen Oster verlagert. Mittelalterliche Philosophen beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, ob und wie sich theologische und philosophische Erkenntnisse vereinen lassen. So versuchte Augustin, die platonische Ideenlehre mit der christlichen Lehre zu vereinen. Eine prägende Zeit der mittelalterlichen Philosophie war die Scholastik. Kennzeichnend war die scholastische Methode, die an den Universitäten gelehrt wurde. Ab dem 12. Jhd. wurden ihnen die Werke des Aristoteles vollständig zugänglich, aber aufgrund des der Offenbarung widersprechenden Inhalts teilweise verboten. Trotz des Verbotes beschäftigten sich viele Gelehrte mit den Texten von Aristoteles (wie Thomas von Aquin und Albertus Magnus). Arabische Philosophen waren für die Entwicklung der lateinischen Philosophie von höchster Bedeutung. Für arabische Denker waren die Werke des Aristoteles um 1000 schon fast vollständig übersetzt. Im lateinischen Westen war dagegen bis ins 12. Jhd. nur ein Teil der Logik bekannt.
Die Philosophie der Moderne und Gegenwart erstreckt sich von Descartes im 17. Jhd. bis ins 21. Jhd. In dieser Zeitperiode treten die grossen Schulen des Denkens wie Rationalismus, Empirismus, Idealismus, Transzendentalphilosophie und analytische Philosophen des 20. Jhd. auf. Aufgrund der Aufklärung im Kontext der französischen (und amerikanischen) Revolution wird Kritik an der Monarchie geübt und neue Theorien in der politischen Philosophie verfolgt. Menschenrechte werden diskutiert und Strömungen wie Feminismus fassen erstmals Fuss. Im 20. Jhd. wenden sich analytische Philosophen logischen und sprachphilosophischen Problemen zu, während Philosophen wie Marx, Schopenhauer und Nietzsche Existenzfragen in ihrem ökonomischen und politischen Kontext stellen.
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