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Illustrationen
Seine Geschäftsreisen nutzte Eugen Laubacher (meist als Charles Welti oder Eugène getarnt), um Verbindungen zu möglichen Illustratoren und Autoren für die Zeitschrift herzustellen oder bestehende zu vertiefen.
So traf er am 7. März 1956 in Rio de Janeiro das Fotomodell João Baptista, wie ein Erinnerungsbild mit Widmung "Ao Eugen com Simpatia" beweist. Mit dabei war der französische Künstler Jean Boullet (1921-1970), der den schönen João als Modell benutzte und Fotos wie Zeichnungen von ihm machte, von denen später einige im Kreis erschienen1.
Jean Boullet war, wie auch der Pariser Künstler Raymond Carrance (Pseudonym "Czanara"), ein Freund von Charles und durch ihn Illustrator vieler Kreis-Hefte. Im Nachlass fanden sich Briefe von beiden Künstlern, die teilweise mit Zeichnungen geschmückt sind.
Den umfangreichsten Briefwechsel führte Charles ab 1951 mit dem italienischen Diplomaten, Künstler, Autor und Esoteriker Bernardino del Boca, Conte di Tegerone e Villaregia (1919-2001). Ihre freundschaftliche Beziehung dauerte bis in die 90er Jahre. Sie ist nebst den Briefen mit unzähligen Zeichnungen, Aquarellen und Pastellbildern del Bocas dokumentiert. Alle zeigen bestechend schöne Jünglinge aus dem Mittelmeerraum, dem nördlichen Europa oder Fernen Osten, immer vor lokalem Hintergrund.
Der Graf war jahrelang in diplomatischen Diensten Italiens tätig, vor allem in Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand und Burma. Nach seiner Pensionierung gründete er im Park seines Schlosses bei Villaregia (Novara) ein "buddhistisches" Meditations- und Schulungszentrum und veröffentlichte Bücher dazu. Zum Nachlass Charles Welti gehören Luxusausgaben dieser Werke.
Ernst Ostertag, Januar 2005