Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1191

Eduard Brunner wurde in Basel geboren und studierte in seiner Heimatstadt sowie bei Louis Cahuzac in Paris.
Er war viele Jahre 1. Soloklarinettist des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks unter Rafael Kubelik und ist jetzt Professor an der Hochschule für Musik in Saarbrücken.
Seine Konzerttätigkeit umfasst weltweite Verpflichtungen als Solist mit Orchester, sowie Kammermusikkonzerte, u. a. mit G. Kremer, A. Brendel, J. Bashmet, N. Gutman, sowie mit zahlreichen Streichquartetten wie dem Vegh-, Amadeus-, Borodin-, Cleveland- und Emerson- Quartett. Eduard Brunner ist ständiger Gast an den Festspielen in Lockenhaus, Wien, Moskau, Warschau, Schleswig-Holstein, Kreuth u. a.
Er setzt sich intensiv für moderne Musik ein, indem er an führende Komponisten Aufträge erteilt, für ihn Werke zu schreiben. Dank seiner Initiative sind bedeutende Kompositionen der modernen Klarinettenliteratur entstanden. So sind letztes Jahr auch die Klarinettenkonzerte von C. Halffter und K. Meyer, sowie ein Klarinettenquintett von T. Hosokawa auf seine Anregung hin vollendet und von ihm uraufgeführt worden. H. Lachenmann und G. Kurtag haben Kompositionen für ihn zugesagt.
Eduard Brunner hat über 250 Werke der Solo- und Kammermusikliteratur für Klarinette bei verschiedenen Schallplattenfirmen aufgenommen (u. a. DGG, Philips, Tudor, ECM). Neu erschienen sind u. a. sämtliche Quartette und das Quintett von Krommer, Kammermusik von Penderecki und Françaix und Werke von Weber und Hindemith mit N. Gutman und V. Tretjakov. Soeben hat er drei Klarinettenkonzerte von J. X. Lefèvre (18. Jh.) mit dem Münchner Kammerorchester auf CD eingespielt. Eduard Brunner ist auch als Künstlerischer Leiter des Festivals „Musik im 21. Jahrhundert“ des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken hervorgetreten und führte Meisterkurse in Marlboro, Schleswig-Holstein, Lenk und Moskau durch.