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Die Young Boys starten mit einem mageren 1:0 gegen den Ermis Aradippou in die Europacup-Kampagne. Im Rückspiel in einer Woche auf Zypern wird eine Leistungssteigerung nötig sein.
Raphäel Nuzzolo schoss nach knapp einer Stunde das einzige Tor in einer wenig unterhaltsamen Partie, in der die Young Boys zwar ein deutliches Chancenplus verzeichneten, wie aber bereits in den beiden Partien zum Auftakt der Super League, im Abschluss zu wenig effizient agierten.
Eine knappe Stunde taten sich die Berner gegen die gut organisierten und aufsässigen Zyprer ungemein schwer, ehe der Treffer von Nuzzolo etwas die Verkrampfung im Spiel des Gastgebers löste.
Der linke Mittelfeldspieler, der zwei Minuten zuvor die erste Berner Chance der zweiten Halbzeit mit einem Heber leichtfertig vergeben hatte, verwertete eine Flanke von Scott Sutter am hinteren Pfosten zum 1:0. Nuzzolo profitierte allerdings auch von einem Fehler von Aradippous Torhüter Martin Bogatinov, der den Ball mit den Armen ins eigene Tor lenkte.
Nach dem Führungstreffer boten sich dem Team von Uli Forte mehrere Chancen, das Skore weiter zu erhöhen. Moreno Costanzo scheiterte nach einem guten Zuspiel von Renato Steffen an Bogatinov (62.), zehn Minuten später hätte Sutter das 2:0 erzielen müssen. Der Aussenverteidiger traf im Anschluss an einen Corner von Costanzo aus zwei Metern das leere Tor nicht.
Die Berner verpassten es in der Schlussphase, sich ein grösseres Polster für das Rückspiel zu schaffen, zumal die Gäste, deren Meisterschaft erst in drei Wochen beginnt, körperlich nachliessen. Die letzten Chancen der Partie vergaben Nuzzolo mit einem Kopfball (85.) sowie der eingewechselte Gonzalo Zarate mit einem Weitschuss in der Nachspielzeit.
Mit dem 1:0 erarbeiteten sich die Berner zwar eine gute, aber keine beruhigende Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche auf Zypern. Die Partie im Antonis-Papadopoulos-Stadion in Larnaca wird am nächsten Donnerstag bereits um 16 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen werden. Setzen sich die Young Boys durch, bietet sich den Bernern in den Playoffs die Chance, sich zum dritten Mal nach 2010 und 2012 für die Gruppenphase der Europa League zu qualifizieren. Der Super-League-Vertreter wäre bei der Auslosung gesetzt. (dux/si)