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Flugbetriebsregeln bei Sprungbetrieb
Generelles
- Flugzeuge werden gemäss Parkordnung abgestellt
- Kein Helikopterbetrieb ab dem Rollweg während des Sprungbetriebes
Informationen
- Piloten können "Para" über Funk (122.455) anfragen, um Informationen über den Absetzvorgang zu erhalten (z.B. in welcher Zeit Springer zu erwarten sind)
- In der Regel dauert ein Steigflug des Absetzflugzeuges ca.18 Min. und der darauffolgende Absetzvorgang inkl. Schirmlandungen ca. 6 Min.
Motorflugzeuge
Während Fallschirmspringer in der Luft sind, d.h. bei blinkender Signallampe und/oder Funkspruch "Beromünster von Para, es hat Fallschirmspringer über dem Platz" bis "alle Springer sind am Boden" gilt
- Keine Starts und keine Landungen bis die Fallschirmspringer am Boden sind und die Landebahn wieder frei ist (Details im Anhang)
- Rollen / Motor starten in der Parkzone ist erlaubt
- Ausnahmen gelten ausschliesslich für das Absetzflugzeug
Helikopter
Während Fallschirmspringer in der Luft sind, d.h. bei blinkender Signallampe /und/oder Funkspruch "Beromünster von Para, es hat Fallschirmspringer über dem Platz" bis "alle Springer sind am Boden" gilt
- Landungen nur auf die Helipads am südlichen Ende des Hangars, via Helibase und Treshold Piste 33
- Keine Starts Richtung Norden (Richtung Piste 33)
- Der Bereich nördlich der Helipads ist zu meiden
Ablauf des Sprungbetriebs
Der Para-Sprungdienstleiter (SDL) führt täglich einen Radiocheck mit seinem Funkgerät durch, sowohl am Boden (mit der Flugdienstleitung Flubag) wie auch mit dem sich in der Luft befindlichen Absetzflugzeug, um die Reichweite des Funkgerätes vom Boden zu den Flugzeugen zu überprüfen.
Da das gleichzeitige Landen und Starten von Flugzeugen sowie das Landen von Fallschirmspringern aufgrund der engen Platzverhältnisse in Beromünster nicht möglich ist und somit eine Pistensperrung während der Zeit, in der Fallschirmspringer in der Luft sind, unerlässlich ist, sind Maßnahmen zur Reduzierung dieser Sperrzeiten notwendig. Nebst internen Betriebsregelungen beim Paraclub Beromünster, sind folgende Regelungen von den Motorflugpiloten und dem Paraclub zu beachten und zu beflogen
- Der Pilot des Absetzflugzeugs kündigt den Absetzvorgang der Springer 10, 5 und 2 Minuten im Voraus auf 122.455 an (z.B. "Beromünster TSA, paradropping in 5 minutes").
- Der SDL resp. Bediener des Bodenfunkgeräts nimmt spätestens ab der Meldung des Absetzflugzeuges "dropping in 5 minutes" eine Position in der Nähe des Signalplatzes ein, von wo er die Luftraum- und Bodenüberwachung (Abstellplatz, Rollweg, Piste) uneingeschränkt wahrnehmen kann
- Der SDL beginnt 2 Minuten bevor das Absetzflugzeug die Fallschirmspringer absetzt, den Freifallbereich auf Flugverkehr abzusuchen. Ist dieser Bereich eine Minute vor Beginn des Absetzvorganges frei von Flugverkehr, gibt der SDL dem Absetzflugzeug die Freigabe zum Absetzen der Springer und er meldet "Beromünster von Para, es hat Fallschirmspringer über dem Platz". Gleichzeitig schaltet er die Signallampe ein
- Der Pilot des Absetzflugzeugs meldet die Beendigung des Absetzvorganges "Beromünster TSA, dropping completed"
- Sobald der letzte Springer am Boden ist meldet der SDL "Beromünster vom Para, alle Springer am Boden"
Diese Massnahmen dienen dazu, um Kollisionen mit freifallenden Menschen und Flugzeugen zu vermeiden. Sobald der Springer seinen Schirm auf ca. 1500 ft oder höher über Grund öffnet, gilt dieser als Flugobjekt und somit gilt dann für alle Beteiligten “see and avoid“, wobei der Fallschirmspringer vor dem Segelflieger und vor dem Motorflieger rechtlich Vortritt hat.
Grundsätzlich gilt, dass Motorflugzeuge nicht mehr landen oder starten dürfen, sobald die Signallampe eingeschaltet ist, d.h. wenn Springer das Absetzflugzeug verlassen haben. Flugzeuge, welche sich beim Einschalten der Signallampe im Final befinden, können noch landen. Die Piste wird nach der Landung umgehend verlassen und das Flugzeug in der Parkzone abgestellt.
Informationen über die Dauer bis zum Start des Absetzvorganges sowie über die Dauer bis zur Landung des letzten Springers, können jederzeit direkt beim Absetzflugzeug oder beim SDL, mittels Aufruf von "Para" (Para von HB-XXX) eingeholt werden, auf Deutsch oder Englisch.