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Untertitel: Rechtschreibrat ohne Vorschläge
Diese soll die Regeln für die besonders strittigen Fälle der Getrennt- und Zusammenschreibung ausarbeiten. Unter dem Vorsitz des Leiters des Instituts für Deutsche Sprache, Ludwig Eichinger, sollen bis zur nächsten Konferenz am 8. April in München konkrete Vorschläge für eine Änderung des umstrittenen Reformwerkes vorgelegt werden.
Das Gremium, mit Schweizer Beteiligung, war Mitte Dezember vergangenen Jahres nach heftiger Kritik an der Rechtschreibreform ins Leben gerufen worden. Es setzt sich zusammen aus Sprachwissenschaftern, Vertretern von Verlagen, Schriftsteller- und Journalistenverbänden, Lehrerorganisationen sowie des deutschen Elternrates. Bis zur verbindlichen Einführung der neuen Schreibweisen in Schulen und Behörden zum 1. August 2005 soll sich die Gruppe mit den drei Komplexen Getrennt- und Zusammenschreibung, der Eindeutschung von Fremdwörtern und der Interpunktion befassen. Die Empfehlungen des Rates werden an die Kultusministerkonferenz sowie die entsprechenden Gremien in Österreich und der Schweiz weitergeleitet.
Entgegenkommen der Medien
«Wir werden es sicherlich nicht schaffen, alle strittigen Fälle zu klären», sagte Eichinger. Bei dem ersten Treffen habe aber vor allem der Medienbereich Entgegenkommen signalisiert. Der Rat sprach sich dafür aus, auch Vertretern aus Liechtenstein und Bozen-Südtirol einen Sitz mit Stimmrecht in dem Gremium zu geben. Bislang sind diese nur als kooptierte Mitglieder vorgesehen. Bislang setzt sich der Rat aus 18 Mitgliedern aus Deutschland sowie je 9 aus Österreich und der Schweiz zusammen.