Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03106.jsonl.gz/460

Wie viele andere Schweizer Seen erfuhr der rund 80 m tiefe Ägerisee in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Siedlungsentwässerung und der Landwirtschaft eine Nährstoffanreicherung; doch er erreichte nie einen nährstoffreichen (=eutrophen) Zustand. 1972 wurden die Siedlungen entlang des Sees an die Kanalisation angeschlossen; seither ist der Nährstoffinhalt deutlich zurückgegangen. Der mittlere Phosphorgehalt als Mass für den Nährstoffgehalt liegt heute mit rund 5 mg pro Kubikmeter Wasser tief, im Vergleich mit dem Zugersee der einen Wert von ca. 80 mg pro Kubikmeter aufweist. Damit gilt der See als nährstoffarm (=oligotroph).
Obwohl der Ägerisee eine geringe Produktion von Biomasse aufweist, liegt der Sauerstoffgehalt im Herbst an den tiefsten Stellen des Seegrunds unter 4 g pro Kubikmeter Wasser. Dies ist die Folge der Sauerstoffzehrung in den mit vorwiegend natürlichem organischem Material angereicherten Seesedimenten. Während der Wasserzirkulation im Winter, die bis in die maximale Seetiefe vordringt, wird das Tiefenwasser regelmässig wieder mit Sauerstoff angereichert.