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Der Kanton übernimmt 50 Prozent der Kosten der Primar- und Sekundarschule der Gemeinden. Heute basieren diese kantonalen Pro-Kopf-Beiträge auf den sogenannten Normkosten, den durchschnittlichen Kosten also, die bei der Gemeinde anfallen.
Neu sollen die Standardkosten gelten, womit die durchschnittlichen Kosten einer Klasse gemeint sind. Berechnet werden diese Standardkosten auf der Basis von zehn Faktoren, etwa die Lektionen pro Klasse, die Lektionen für die integrative Förderung, die Lehrmittel oder die Transportkosten.
Die neue Berechnungsart soll einfacher und transparenter sein als die alte. Sie soll dazu führen, dass die Kostenentwicklung von Kanton und Gemeinden besser gesteuert werden kann. Die Kantonsregierung versicherte den Gemeinden, dass der Kanton damit nicht weniger zahlen werde als bisher.
Eine zweite Neuerung, die die Kantonsregierung einführen wollte, nämlich die Abschaffung des getrennten Sekundarschulmodells, hatte in der ersten Lesung im März 2021 im Parlament Schiffbruch erlitten. Damit können Gemeinden weiterhin auf der Sekundarstufe getrennte Klassen für die drei Leistungsniveaus führen. Neben dem getrennten gibt es noch das kooperative und das integrative Modell.