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Belene soll den Verlust an nuklearer Stromerzeugungskapazität durch die Stilllegung der Einheiten 1 bis 4 von Kosloduj aufwiegen. Premierminister Simeon Sachsen-Coburg hofft, noch in diesem Jahr einen internationalen Partner zu finden, um die Inbetriebnahme von Belene bis 2010 zu ermöglichen. Der Standort Belene liegt 150 km östlich von Kosloduj an der Donau in der Nähe der Stadt Swischtow an der Grenze zu Rumänien. 1986 begann dort der Bau von zwei 1000-MW-Druckwas-sereinheiten des ex-sowjetischen Typs WWER-1000. Die Arbeiten kamen indessen 1991 zum Stillstand, als der Block 1 zu 65% fertig gestellt war. Laut Sachsen-Coburg sollen jetzt entweder die angefangenen Arbeiten zu Ende geführt oder gleichwertige Einheiten neu errichtet werden.
Die EU verlangt als eine Voraussetzung zur Aufnahme Bulgariens 2007 die Stilllegung von Kosloduj-1 bis -4. Die Blöcke 1 und 2 gingen bereits Ende 2002 endgültig vom Netz, die Blöcke 3 und 4 sollen bis Ende 2006 folgen. Gegen den Weiterbetrieb von Kosloduj-5 und -6 sowie den Bau von Belene hat die EU keine grundsätzlichen Einwände.
Quelle
P.B. nach NucNet, 17. Mai 2004