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Fifa Korruption - sagt wer? Wenn es um die Fifa geht, liegt die Weltwoche öfter mal daneben, auch heute
veröffentlicht am Donnerstag, 09.06.2011 10.10 Uhr
Weltwoche
Der Bankgangestellte David Zollinger, der einmal für die Zürcher Staatsanwatschaft gearbeitet hat, ertelt den eidgenössischen Parlamentariern in einem "Weltwoche"-Artikel Lektionen. Das ist eher gewagt. Warum? Weil aus seinen Belehrungen klar wird, dass er sich in der Materie nur ungenügend auskennt. So hat er zum Beispiel die Motion "Büchel" zum Thema Korruption im Sport entweder nicht verstanden oder nicht gelesen. Peinlich wäre beides.
Ein paar Bemerkungen zum Artikel:
- Zollinger geht eindeutig zu weit, wenn er den Parlamententariern quasi in globo unterstellt, sich von irgendwelchen Organisationen den Wahlkampf bezahlen zu lassen oder sonst an deren Futtertrog zu hängen.
- Es nimmt mich Wunder, weshalb unter seinem Artikel das Bild von mir mit dem Vermerk "Denkfehler" abgedruckt worden ist. Ich bin sehr gerne bereit, mit Herrn Zollinger über "Denkfehler" öffentlich zu diskutieren.
- Als künftiger Leiter der Zürcher Filiale einer Privatbank weiss David Zollinger wohl, was die Begriffe "Reputation" und "Reputationsrisiko" bedeuten.
Zum Schluss: Sowohl der Bundesrat als auch der Nationalrat unterstützen die "Motion Büchel" ohne Gegenstimme. Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass der Bundesrat mit sieben und der Nationalrat über alle Parteien hinweg mit 200 "Unterbelichteten" besetzt ist, die sich, wie Herr Zollinger schon im Untertitel behauptet, allesamt "von Irrtümern leiten" lassen.