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Die USA wollen weitere chinesische Baumassnahmen auf umstrittenen Riffen im Südchinesischen Meer nicht tatenlos hinnehmen. Das sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Samstag bei der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur.
«Ich hoffe, dass eine solche Entwicklung unterbleibt», sagte Carter. «Dies würde dazu führen, dass die USA und andere Staaten in der Region handeln.» Welche Massnahmen die USA ergreifen würden, führte Carter nicht aus.
In seiner Rede vor Verteidigungsministern, Militärangehörigen und Strategen sagte Carter, die chinesischen Landaufschüttungen und die Militarisierung des Südchinesischen Meers destabilisierten die Region. China riskiere, sich zu isolieren.
Die Volksrepublik beansprucht mehr als 80 Prozent der rohstoffreichen Meeresregion, teils bis vor die Küsten der Nachbarländer. Vietnam, die Philippinen und andere Staaten protestieren heftig dagegen. Unter anderem hat China Landebahnen und militärische Einrichtungen gebaut.
In seiner Rede kündigte Carter zudem an, dass sich die USA noch in diesem Monat an einem gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea und Japan beteiligen wird. Die Übung gilt als Reaktion auf jüngste Drohgebärden Nordkoreas: «Mit dieser trilateralen Partnerschaft koordinieren wir unsere Reaktion auf die Provokationen aus Nordkorea», sagte Carter.
Es handle sich um eine Übung zur frühzeitigen Erkennung ballistischer Raketen, sagte er weiter. Die fortgesetzten «Provokationen» aus Pjöngjang bedrohten Stabilität und Wohlstand in der Region.
Beim alljährlichen Shangri-La-Dialog treffen sich zum 15. Mal Verteidigungsminister, Militärangehörige und Sicherheitsexperten aus mehr als 50 Ländern. Die Konferenz ist nach dem Veranstaltungsort benannt, einem Luxushotel in dem asiatischen Stadtstaat. (sda/dpa)