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Das Bett – mehr als eine Schlafstätte
Das Bett zählt heute zu den zentralen Möbelstücken; hier wird geschlafen, gelacht, getrauert, sich auskuriert, erholt, geliebt und gekuschelt.
Bis das Bett seinen heutigen Status erreicht hatte, musste es allerdings eine lange Entwicklungsgeschichte zurücklegen. Ein kurzer Überblick.
Betten gibt es schon sehr lange. Früher lagen die Menschen auf dem Boden, auf Stroh oder einem mit Stroh ausgestopften Sack. Später dann, nach der Erfindung des Möbelbaus, wurden Gestelle angefertigt, in welche die Säcke gelegt wurden. Auch Tierfelle wurden als Unterlage und Zudecke genutzt. Wer nun denkt, dass diese Modelle unansehnlich gewesen sein müssen, hat teilweise recht. Die ärmere Bevölkerung konnte sich meist nur ein sehr einfaches Bett leisten, aber bereits im alten Ägypten wurden auch prunkvolle Liegen verwendet. Diese kamen zum Ausruhen und als Liegemöglichkeit zu Tisch zum Einsatz. Zur damaligen Zeit war es nicht üblich, den Schlaf- vom Wohnraum zu trennen, sodass Bett und Liege gleichzeitig in einem Raum zu finden waren.
Diese Einrichtungslinie wurde sehr lange beibehalten. In den unterschiedlichen Kulturen lassen sich Parallelen erkennen. Auch wenn das Bett damals noch keinen eigenen Raum hatte – oder gerade deswegen –, waren die Betten meist sehr prachtvoll geschmückt. In Ägypten waren es hochbeinige Gestelle, welche mit Mückennetz und kunstvollen Verzierungen versehen waren. Die Perser schmückten ihre Betten mit teuren Teppichen, während die Assyrer gerne Perlmutt und Elfenbein als Schmuck verwendeten.
Im Mittelalter wurden häufig Betten mit Himmel genutzt. Die Baldachinbetten wurden mit Vorhängen ausgestattet, welche in der Nacht zugezogen wurden. Tagsüber diente das Möbelstück als Sitzgelegenheit. Bereits damals wurden die Betten immer grösser und komfortabler. Auch die Auswahl der Materialien wurde feiner. Besonders die gehobene Gesellschaft nutzte ihren Geldvorteil, um sich besonders opulente und gut gepolsterte Betten anfertigen zu lassen.
Wie das Bett ins Schlafzimmer kam
Im Mittelalter wurden vor den Betten auch Teppiche auf dem Boden ausgelegt. So wurde langsam, aber sicher der Platz des Bettes vom übrigen Raum abgetrennt. Als Erstes erhielten die Ehepaare ihren eigenen Schlafraum innerhalb des Hauses. Später erst wurden auch Kinderzimmer und Gästeräume vom übrigen Wohnraum abgetrennt. Besonders Gästezimmer wurden dann in der Renaissance prunkvoll ausgestattet. Hier fanden sich die besten Betten des Hauses, denn der Gast sollte auf besonders luxuriösem Niveau schlafen können.
Im Laufe der Zeit wurden die Schlafzimmer auch in der Bevölkerung immer stilvoller und moderner eingerichtet. So sind diese Räume heute mehr als eine reine Schlafstätte. Hier befindet sich innerhalb der Wohnung ein Rückzugsraum, der besonders stilvoll eingerichtet werden kann. Damit alles harmonisch wirkt, sollte im Schlafzimmer auf eine Einrichtung Wert gelegt werden, welche in sich stimmig ist. Ob Retro-Chic, modernes Design oder klassische Holzmöbelstücke: Sie sollten zusammenpassen.
Sehr praktisch ist, dass Möbelhersteller meist komplette Serien anbieten, sodass die Einrichtungsgegenstände aufeinander gekonnt abgestimmt werden können. Klare Formen und passende Dekoration verleihen dem Raum einen angenehmen Schliff. Eine individuelle Note in der Raumgestaltung wird erreicht, indem die Dekorationselemente ausdrucksstark gewählt werden.
Oberstes Bild: © det-anan sunonethong – Fotolia.com