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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Sensibilisierungsprogramm mit Öffentlichkeitsarbeit auszuarbeiten, um den motorisierten Individualverkehr von und zu Sportveranstaltungen und Sportaktivitäten zu reduzieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Sport gehört heute zweifellos zu einem wesentlichen Verursacher des Freizeitverkehrs, weil die Ausübung sportlicher Aktivitäten immer weniger im direkten Wohnumfeld erfolgt. Darunter fallen insbesondere die Aktivitäten in der Natur (Bergsteigen, Wandern, Schneesport. Wassersport).</p><p>Die Motion Teuscher basiert auf der Berner Studie zu Freizeit und Tourismus Nr. 36 von Jürg Stettler "Sport und Verkehr. Sportmotiviertes Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung - Umweltbelastungen und Lösungsmöglichkeiten". Diese Studie wurde am 7. November 1997 an einer Informationsveranstaltung zum Abschluss des Forschungsprojekts vorgestellt und fand in der Presse eine grosse Resonanz.</p><p>Die Studie wurde vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), vom Bundesamt für Raumplanung, von der Eidgenössischen Sportkommission, von der Eidgenössischen Sportschule Magglingen und vom Schweizerischen Olympischen Verband mitfinanziert bzw. begleitet. Schon allein diese Ausgangslage zeigt, dass die zuständigen Instanzen des Bundes und des privatrechtlichen Sportes die Problematik erkannt haben und mit dieser Studie relevante Grundlagen für das weitere Vorgehen ausarbeiten liessen.</p><p>Der Bericht "Umwelt in der Schweiz 1997 - Daten, Fakten, Perspektiven" des Bundesamtes für Statistik und des Buwal behandelt die Aspekte des Freizeitverkehrs.</p><p>Zur Bearbeitung der Problematik sind bereits verschiedene Massnahmen angeordnet worden wie z. B.:</p><p>- Gemeinsamer Aktionsplan "Umwelt und Gesundheit" des Bundesamtes für Gesundheitswesen und des Buwal;</p><p>- Unterstützung der Radwanderwege der Schweiz ("Veloland Schweiz") im Rahmen von "Energie 2000";</p><p>- Mitfinanzierung von Leporellos "Velofahren und Gesundheit" durch das Bundesamt für Gesundheit und der Suva;</p><p>- Broschüre "Luftpost" der Lufthygienefachstellen des Bundes, der Kantone und der Städte.</p><p>Im "Landschaftskonzept Schweiz", einem Konzept des Bundes nach Artikel 13 des Raumplanungsgesetzes, sind insbesondere folgende Sachziele vorgesehen:</p><p>- (3 B) Schäden und Belastungen, die im Zusammenhang mit Freizeit- und Tourismusaktivitäten entstehen, werden minimiert.</p><p>- (3 C) Die Bevölkerung wird mittels handlungsorientierter Informationen und Anreize zu einem möglichst natur- und landschaftsschonenden Freizeitverhalten angeregt.</p><p>Zur Umsetzung dieser Sachziele sind im "Landschaftskonzept Schweiz" folgende Massnahmen vorgesehen:</p><p>- (3.05) Förderung umweltschonender Freizeitmobilität;</p><p>- (3.04) Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung umweltschonender Freizeit- und Tourismusaktivitäten;</p><p>- (3.07) Anwendungsorientierte Forschung zu den Auswirkungen des Freizeitverhaltens.</p><p>Die Problematik des sportmotivierten Freizeitverkehrs ist erkannt. Die zuständigen Stellen des Bundes werden dieses Thema bei der Umsetzung des Landschaftskonzepts, des Luftreinhaltekonzepts und des Programms "Energie 2000" weiterverfolgen. Es liegt nicht in der Absicht der übergeordneten Ziele und der angestrebten Massnahmen, den motorisierten Individualverkehr von und zu Sportveranstaltungen und -aktivitäten isoliert zu behandeln und dafür ein spezielles Sensibilisierungsprogramm auszuarbeiten; dies ist nur möglich in einem vernetzten Konzept, das alle Freizeit- und Tourismusaktivitäten mit einschliesst. Deshalb ist es auch verfehlt, in diesem Zusammenhang von "Sportskanonen als Dreckschleudern" zu sprechen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.