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Kraftwerkszentrale
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Kraftwerkszentrale
Adresse
7132 Vals
GR
Architektur
Die Kraftwerkszentrale ist im Œuvre von Iachen Ulrich Könz eine Ausnahme: Während sich der Architekt sonst auf Bauten konzentrierte, die regionalen Traditionen folgten, ist der Funktionsbau am Fuss des Zervreilasees anders. Mit gekonnt verwendeten Asymmetrien und insbesondere dem filigran wirkenden Einsatz des Betons im Kontrast zur hoch aufragenden, massiven Staumauer hat Könz ein aussagekräftiges architektonisches Zeichen gesetzt, das dem Geist der Nachkriegsmoderne entspricht.
Chronologie
Die von Iachen Ulrich Könz geplante Kraftwerkzentrale wurde 1959 fertiggestellt, nachdem man bereits 1948 die Konzession für das neue Kraftwerk erteilt hatte und 1952 die Kraftwerke Zervreila AG gegründet worden war. Während die Staumauer im Jahr 2018 saniert wurde, blieb der Bau der Kraftwerkszentrale in seinem ursprünglichen Zustand.
Lage
Das Kraftwerk liegt etwa 8 km südwestlich von Vals auf 1731 Metern Höhe und ist von drei Bergen umgeben: Frunthorn, Fanellhorn und Zervreilahorn. Die Zentrale befindet sich am Fuss der 151 Meter hohen und 504 Meter breiten Staumauer des Zervreilasee. Der See trägt den Namen des Dorfs, das überflutet wurde, als man den See 1957 aufstaute. Die Zufahrtstrasse führt direkt zum Haupteingang des Kraftwerks. Vor dem Gebäude gibt es Parkplätze und ein kleineres Gebäude mit Werkstatt und Lagerraum.
Beschreibung
Der zweigeschossige längsrechteckige Bau wird von einem weit auskragenden Flachdach abgeschlossen. Die als Scheiben gestalteten Betonwände der Längsseiten wirken – wie das Dach – dünn und leicht. Das Gebäude orientiert sich von der Staumauer weg und schaut Richtung Tal herunter. Die im Osten liegende, trichterförmig geweitete Fassade des Gebäudes ist durch eine gerasterte Glasfront gegliedert: Oben sind die rot gerahmten Fenster in vier quadratische Reihen gestaffelt, unten in zwei hochrechteckige. Rhythmisiert wird die Fensterfront durch eine nach rechts verschobene Trennwand und den Boden des zweiten Stocks, die sich durch grössere Profildicken an der Fassade abzeichnen. Die Fenster bringen nicht nur Licht ins Innere sondern reflektieren die Umgebung und unterstreichen so den Dialog zwischen Architektur und Natur. Die Nordfassade ist durch grosse Fensteröffnungen gegliedert, um Licht in die Turbinenhalle zu bringen, während die meist im Schatten liegende Südfassade von länglichen Fenstern durchschnitten wird. Die zur Staumauer gewendete rückwärtige Westfassade ist fensterlos.
Literatur
Zervreilasee, in: Wikipedia (online)