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Keine Häufung von Krebs bei Port Hope
Im kanadischen Port Hope, Provinz Ontario, werden seit den 30er-Jahren Radium und Uran verarbeitet. Dabei gelangen radioaktive Stoffe und andere Nebenprodukte in die Umwelt. Ob diese Abgaben das Krebsrisiko im betroffenen Gebiet erhöhen, hat jetzt in einer epidemiologischen Untersuchung die Environment Risk Assessment Division des Laboratory Center for Disease Control von Health Canada im Auftrag der kanadischen Aufsichtsbehörde Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) abgeklärt.
Dazu wurden die Erkrankungshäufigkeiten an 45 verschiedenen Krebs- und Leukämiearten bei Port Hope im Vergleich zur ganzen Provinz ermittelt. Bei Port Hope wurden im Zeitraum 1986-96 insgesamt 589 Erkrankungen registriert, was ganz genau der Anzahl entspricht, die auf Grund der Statistiken für Ontario zu erwarten ist. Die durch ionisierende Strahlen typisch ausgelösten Leukämien von Erwachsenen und Kindern sowie Schilddrüsen- und Brustkrebsfälle traten ebenfalls nicht häufiger auf. Trotz dieser Befunde halten es die Gutachter für nützlich, die Krebsanfälligkeit weiter regelmässig zu überwachen.
Quelle
P.B. nach Mitteilung der CNSC, 22. August 2000