Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/65128

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass baldmöglichst breitangelegte und umfassende Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnologie in der Landwirtschaft unternommen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Hauptakteure der anwendungsorientierten staatlichen landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz sind die drei in Agroscope zusammengefassten eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART), Agroscope Liebefeld-Posieux und Agroscope Changins-Wädenswil. Dazu kommt das private Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) in Frick, das durch den Bund im Rahmen eines Leistungsauftrages unterstützt wird.</p><p>Agroscope konzentriert sich in der laufenden Forschungsperiode 2004-2007 auf die Chancen- und Risikoforschung von gentechnisch veränderten Organismen. Beispiele sind die Auswahl und Prüfung von besonders resistenten Kulturpflanzen mit hoher Nahrungsmittelqualität, die Entwicklung von alternativen Verfahren der Unkrautbekämpfung und des Pflanzenschutzes sowie die Optimierung ganzer Anbausysteme.</p><p>Was die Forschung im Biolandbau betrifft, ist ART für den Acker- und Futterbau und das FiBL für die Spezialkulturen und die Tiergesundheit schweizweit zuständig.</p><p>Der Bundesrat wird das Anliegen der Motion "Innovative Lösungen ohne Gentechnologie" bei der Ausgestaltung des Leistungsauftrages 2008-2011 für Agroscope berücksichtigen. Er erwartet zudem, dass Agroscope sich mit innovativen Projektideen aktiv an den nationalen und internationalen Forschungsprogrammen beteiligt und dort zusätzliche Ressourcen beschafft. Weiter steht es den betreffenden Forscherkreisen offen, einen allfälligen zusätzlichen Forschungsbedarf auszuweisen und entsprechende Projekte beim Nationalfonds einzureichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.