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Er hat es wieder geschafft: Zum 3. Mal in seiner sechsten Saison als Stamm-Quarterback der Kansas City Chiefs ist Patrick Mahomes NFL-Champion. Der 28-Jährige führte sein Team im Super Bowl zum Sieg gegen die San Francisco 49ers.
Am Ende war er einmal mehr nicht aufzuhalten. Obwohl sich Patrick Mahomes und die Offensive der Kansas City Chiefs lange Zeit schwergetan hatten, waren sie dann wieder dann am besten, wenn es so richtig darauf ankam. Sowohl in der Schlussphase der regulären Spielzeit, als sich die Chiefs mit einem Field Goal wenige Sekunden vor Schluss noch in die Verlängerung retteten, als auch in eben dieser Overtime.
Nachdem die San Francisco 49ers in der Verlängerung mit einem Field Goal vorgelegt hatten, führte Quarterback Mahomes sein Team über das Feld und entschied den Super Bowl mit einem Touchdown-Pass zum 25:22-Endstand auf seinen völlig frei stehenden Wide Receiver Mecole Hardman.
Das Endspiel der NFL war eine lange von den Defensiven geprägte Partie mit vielen Field-Goal-Versuchen und noch mehr Punts. Erst durch einen Fehler der San Francisco 49ers kamen die Kansas City Chiefs zu ihrem ersten Touchdown. Weil die 49ers einen Punt des Gegners nicht unter Kontrolle bekamen, standen die Chiefs plötzlich kurz vor der gegnerischen Endzone. Gleich im nächsten Spielzug fand Mahomes seinen Passempfänger Marquez Valdes-Scantling in der Endzone und sorgte so für einen 13:10-Vorsprung.
Es war nach über zwölf Minuten im dritten Viertel die erste Führung für den Titelverteidiger. Nach einem Field Goal durch Jake Moody und einem Touchdown von Christian McCaffrey hatten die 49ers zwischenzeitlich 10:0 geführt. Die Defense von San Francisco hatte Mahomes’ Chiefs fast komplett im Griff und konnte vor allem die «Big Plays», die für grossen Raumgewinn sorgen, verhindern. Auch, weil Chiefs-Runningback Isiah Pacheco nahe der Endzone der 49ers den Ball verlor, ging Kansas City mit einem 3:10-Rückstand in die Halbzeit.
Als dann Mahomes kurz nach der Pause auch noch eine Interception geworfen hatte, schien es zu einer goldenen Möglichkeit für die Kalifornier zu werden. Doch das Team von Trainer Kyle Shanahan konnte nicht so richtig profitieren und blieb im dritten Viertel in drei Drives gänzlich ohne First Down. Die Offensive der 49ers um Quarterback Brock Purdy biss sich an der starken gegnerischen Verteidigung regelrecht die Zähne aus – bis die Chiefs die Partie durch den Touchdown von Valdes-Scantling in Folge des Fehlers von San Francisco wendeten.
Es schien genau der Weckruf zu sein, den die 49ers gebraucht haben. Denn gleich im nächsten Drive holte sich San Francisco die Führung zurück. Purdy brachte mehrere gute Pässe an den Mitspieler, während McCaffrey immer wieder durch Läufe für Raumgewinn sorgte. Den Touchdown erzielte dann Jauan Jennings, der bei jenem von McCaffrey noch als Passgeber fungiert hatte. Den Extrapunkt vergab Kicker Moody dann aber, weil ein Chiefs-Verteidiger noch die Hand an den Ball bekommen hatte. Dies sollte schwerwiegende Konsequenzen haben.
Denn so blieb der Vorsprung der 49ers bei lediglich drei Punkten und konnten die Chiefs durch ein Field Goal von Harrison Butker wieder ausgleichen. Nach zwei weiteren Field Goals ging die Partie dann in die Verlängerung, wo die Chiefs sowie ihr Trainer Andy Reid auf die Erfahrung aus mehreren Super Bowls zurückgreifen konnten und sich wie schon 2020 gegen San Francisco durchsetzten. Es ist der 4. Titel für die Franchise aus Missouri. (watson.ch)