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First, Kiburg u. s. w. nach NW. allmählig senkt und von den scharfen Windungen der Töss und ihrer seitlichen Zuflüsse zu grotesken halbinselartigen Vorsprüngen aus-genagt wird oder in breite Plateauberge und schmälere Einzelkegel aufgelöst erscheint. (Hügellandschaft von Winterthur).
Wie die Berge des Zürcher-Oberlandes den östl. Rahmen des südlichen Kantonsteiles bilden, so umrandet ihn der Albis westwärts bis zum Uetliberg hinunter. Im Bürglenstutz erreicht er 918 m und im Schnabel (Hochwacht) 880 m; wenig nordwestl. überwindet die breite Passstrasse bei 793 m den Albis. Der Uetliberg bei Zürich ist mit 874 m die letzte Gipfelerhebung des Albiskammes, der von da energisch zum Limmatthal absinkt. Am prägnanten Rücken des Hohen Honen (1209 m) hat der Kanton Zürich nur einen beschränkten Anteil.
Nahezu Uetliberghöhe erreicht auch der Pfannenstiel (853 m), die sog. Gebirgskette, welche das Zürichseethal vom höher gelegenen Glattthal trennt und bei Zürich im Zürichberg und (durch die Einsattelung des Milchbuckes abgetrennt) im Käferberg ihre letzten Ausläufer hat. Während frisch erodierte Berg- und Thalformen die Tössthalerberge und den Albis kennzeichnen, an dessen Flanken Sihl und Reppisch nagen, ist der Pfannenstiel ein breiter, welliger Rücken, dem unbedeutende Bächlein kleine Querschluchten (Tobel) eingeschnitten haben; die Erosionsarbeit ist an ihm in der Hauptsache längst fertig.
Im Lägerngrat scheiden sich Zürich und Aargau just am höchsten Gipfel, dem Burghorn (863 m). Der zweite, östl. Gipfelpunkt, die 859 m hohe Hochwacht, liegt ganz auf zürcherischem Kantonsgebiet. Nennen wir noch den Irchel (696 m), Stadlerberg (631 m) und Kohlfirst (574 m), so dürften die wichtigsten Erhebungen des Kantons aufgezählt sein. Lägern und Hörnli sind trigonometrisch Punkte erster Ordnung im schweizerischen Dreiecksnetz.
Nach Entstehung, Bau und dadurch bedingten Landschaftstypen wären diese Berge jedoch in andrer Gruppierung aufzuzählen als nach der blossen topographischen Situation. Diese gliedert die Landkarte parallel zu den dem Rhein zustrebenden Flussrinnen und Thalflächen (Thur, Töss, Glatt, Limmat) in SO.-NW. gerichtete Wasserscheiderücken. Die innere Architektur aber prägt eine südliche, allerdings mehrfach unterbrochene Zone aus den dislozierten Nagelfluhmassen.
Hoher Ronen-Richterswil, Stäfa-Rapperswil (Kt. St. Gallen), Bachtel-Hörnli bilden die Isoklinalkamm- und Isoklinalthälchen-Landschaft der schief aufgerichteten Molassebänke. Nördl. folgt mit dem allmähligen Feinerwerden der Gesteinsstruktur die Sandsteinlandschaft der horizontalen Molasse: die Tafelberge des mittleren Tössthales, Pfannenstiel, und der scharfkantigere (weil erst vor kurzem - geologisch gesprochen - wieder von Flüssen in Arbeit genommene) Albis-Uetliberggrat.
In den Thälern und an den Abhängen liegt Glazialschutt, der manchen interessanten Miniatur-Landschaftstypus bedingt, bei grössern Anhäufungen auch das Bild umprägen konnte: Moränen-Parallelzüge bei Hütten und im Amt westl. vom Albis, Quermoränen in Zürich und bei Killwangen (Aargau), Hügellandschaft (Drumlins) im Glattthal, bei Effretikon und bei Obfelden, mit Absperrung des Greifen- und Pfäffikersees, Katzensees u. a. durch Moränen;
Hügelgebiete an der Thur und gegen den Kohlfirst;
Wasserscheidenbild im Wehnthal - in ihrer Anordnung wiederum an die allgemeine Entwässerungsrichtung nach NW. gebunden.
Deckenförmige Nagelfluhaufsätze aus älteren Eiszeiten (Uto, nördl. der Lägern, Irchel, Kohlfirst u. a.) schützen im NW. des Kantons manche ¶