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|Abt Heinrich von Mansdorf (1419-1426)

Abt Heinrich von Mansdorf
Heinrich von Mansdorf, 1419-1426. Nach dem Rücktritt Konrads von Pegau bestellte Papst Martin V. 1419 Heinrich von Mansdorf zum neuen Abt von St.Gallen, der zuvor Propst des Klosters Skolen in der Diözese Naumburg war. Bereits am 9.7.1419 bestätigte er die Rechte und Freiheiten der Stadt St.Gallen, am 10. und 11.8.1419 der Stadt Wil und am 27.8. der Stadt Wangen. Abt Heinrich war bemüht, die ökonomischen Grundlagen seines Klosters zu verbessern. Dies erhoffte er sich besonders von der Beilegung des Streits mit den Appenzellern, die seit elf Jahren alle Zinsleistungen verweigerten. Nach mehreren ergebnislos verlaufenen Rechtstagen fällten die sieben Orte am 6.5.1421 einen Schiedsspruch, Abt Heinrich nahm den Entscheid an, die Appenzeller kümmerten sich nicht darum. Abt Heinrich wandte sich im Sommer 1422 um Unterstützung an König Sigmund, der ihm am 10.8.1422 alle Lehen, Rechte und Freiheiten des Klosters bestätigte und die umliegenden Mächte ermahnte, sich der Sache der Abtei St. Gallen anzunehmen, jedoch ohne Erfolg. Schließlich gelangte Abt Heinrich an die kirchlichen Behörden. Am 10.12. 1425 wurde die Regelung des Appenzellerhandels dem Domscholasticus von Speyer, Berchtold von Wildungen, übergeben, der am 4.2.1426 die Appenzeller aufforderte, sich binnen 30 Tagen zu unterwerfen. Diese erklärten sich zu Verhandlungen bereit, doch bevor es dazu kam, wurden sie am 10.4.1426 mit dem Kirchenbann belegt. Abt Heinrich starb auf der Rückreise von Speyer, wo er die Verschärfung des Bannes gegen die Appenzeller betrieben hatte, in Freiburg im Breisgau am 13.9.1426 und wurde in St. Blasien begraben.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)