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Die Versicherungsgesellschaft Mobiliar sponsert seit einiger Zeit Hallensportarten. In der aktuellen Saison läuft ein Wettbewerb, der Teams zu Kreativität auffordert: Die Topscorerin/der Topscorer jedes Teams trägt ein Trikot der Mobiliar und soll für diesen Wettbewerb speziell ins Rampenlicht gestellt werden. Zu gewinnen gibt es 2000 Franken für die eigene Nachwuchsabteilung.
Der VC Kanti fragte mich an, ob ich eine Idee hätte und diese realisieren würde. Ich machte mir also Gedanken zu einem möglichen Bild und zog verschiedene Aspekte in Betracht. Bald war klar, dass die Topscorerin zwar wichtig und gemäss Auflagen der Mobiliar auch zentral sein musste, sie ohne Team aber nicht da wäre, wo sie ist. Entsprechend wollte ich in einem Bild zeigen, dass das gesamte Team nötig ist, um TopscorerIn zu werden.
Demzufolge plante ich ein Bild, in welchem sowohl die Verteidigung wie auch der Pass auf die Topscorerin sowie der anschliessende Angriff zu sehen sind. Ich platzierte drei Blitze, um jede Sequenz einzeln zu fotografieren. In Photoshop fügte ich dann die Bilder zu einem einzigen zusammen. Ich stapelte alle Fotos und maskierte sie. Mit dem Pinsel holte ich dann die jeweils relevante Szene hervor. In Photoshop sah das dann so aus:
Damit so ein Unterfangen gelingt, bedarf es zu Beginn eines: Eine fixe Kameraposition. Dies vereinfacht das Stapeln und Maskieren der einzelnen Bilder. Ich stellte die Kamera im Feld des „Gegners“ auf, mehr oder weniger in Schussrichtung von Chatale Riddle, der Topscorerin. Damit ich die Bilder gross betrachten konnte, schloss ich die Kamera an den Computer an und platzierte diesen neben mir. Ich baute drei Blitze auf, für jede Szene einen. Diese Blitze teilte ich in jeweils eine Gruppe ein, um sie separat auslösen zu können. Zudem stellte ich sie so ein, dass die Blitzzeit sehr kurz war, um die Bewegungen einzufrieren. Ich wollte die Bewegungsunschärfe dann gezielt in Photoshop hinzugeben.
So hatte ich die Möglichkeit, alle Bilder direkt von der Kamera aus zu steuern und kontrollieren, während der Trainer Nicki Neubauer für die Ballverteilung verantwortlich war. Im ersten Bild setzte er die Libera Johanna Edberg in Szene, die in einer Verteidigung nach dem Ball hechtete.
Als wir dieses Bild im Kasten hatten, schaltete ich die Blitzgruppe A aus und B ein. So hatte jetzt die Passeuse Licht. Caila Stapleton passte springend den Ball rückwärts zu Chantale, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Feld stand. Der Blitz stand ausserhalb des Spielfelds direkt vor ihr. Als ich mit dem Bild zufrieden war, aktivierte ich Blitz C und bat das Team aufs Feld. Sämtliche Spielerinnen, die noch nicht in Aktion gewesen waren, hoben Chantale hoch. Die sollte die Botschaft verstärken, dass das gesamte Team notwendig ist. Nicki warf ihr den Ball zu und Chantale smashte in meine Richtung. Was hier relativ einfach aussieht, war ziemlich anspruchsvoll: Chantale konnte sich nicht selber bewegen und ihr Schwerpunkt lag für die Mitspielerinnen relativ hoch. Entsprechend brauchte dieses Bild Kraft. Nach einigen Versuchen hatten wir auch dieses Bild im Kasten und ich konnte mich an die Fotomontage machen.
Dank des neuen Nachwuchskonzeptes des VC Kanti sind viele junge Spielerinnen auf einem guten Weg, später selber in höheren Ligen zu spielen. Die 2000 Franken wären für die engagierten Leute rund um dieses Konzept sicherlich hilfreich.