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Skandinavien umfasst die Staaten Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Diese Staaten haben viele Gemeinsamkeiten, zum Beispiel das Klima und die Vegetation. Typisch ist auch der grosse Gegensatz zwischen langen Sommertagen und endlosen Winternächten. Alle skandinavischen Länder haben zudem eine Oberfläche, die stark von den eiszeitlichen Gletschern geformt wurde.
Ab einer Breite von 66,5° Nord können wir in Skandinavien Polartag und Polarnacht erleben. Im Juni, wenn der Nordpol der Sonne zugeneigt ist, herrscht in den nördlichen Polargebieten der Polartag. Im Dezember, wenn der Südpol zur Sonne geneigt ist, herrscht in den nördlichen Polargebieten die Polarnacht.
Das Klima der skandinavischen Länder ist stark vom Golfstrom beeinflusst. Seine warmen Wassermassen wirken wie eine gigantische Heizung. Der Golfstrom sorgt vor allem im Winter für milde Temperaturen und hält die norwegische Küste ganzjährig eisfrei. Ohne den Golfstrom würde in weiten Teilen Skandinaviens ein lebensfeindliches Klima herrschen.
Die vorherrschende Vegetation Skandinaviens ist der Nadelwald. Weiter polwärts geht die Nadelwaldzone (Taiga) in eine Strauch- und Graslandschaft über, die als Tundra bezeichnet wird. Der Nadelwald wird vor allem in Finnland zur Herstellung von Papier, Bauholz und Möbeln genutzt.
Während der Eiszeit bearbeiteten die Gletscher die Oberfläche Skandinaviens: Die Eismassen formten steilwandige U-Täler, schliffen kantige Felsen zu Rundhöckern und hobelten Tausende von Mulden aus dem Boden. Nach dem Rückzug der Gletscher begann der Meeresspiegel zu steigen. Die Küstengebiete Nordeuropas wurden überflutet. Viele Rundhöcker ragen seither als Inseln (Schären) aus dem Meer. Aus den überschwemmten U-Tälern wurden tiefe Fjorde. Die höher gelegenen Mulden füllten sich mit Regenwasser und bilden heute unzählige Seen.