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Masterplan Bahnhof und Zentrumsdurchfahrt Yverdon-les-Bains (2009-2010)
Erarbeitung eines Masterplans (Abstimmung Verkehr, Gestaltung, Stadtentwicklung), Übergang Altstadt - Gründerzeitquartier resp. Bahnhofquartier; Kontraste in Nutzungs- und Bebauungsstruktur, Platzgestaltung, geschützte Baumallee, stark belastete Hauptverkehrsstrasse auf ehemaligem Stadtgraben, Zugang und Orientierung zum Bahnhof, Integration von Parkplätzen, Gestaltung Vorplatz Schulhaus und Theater.
Van de Wetering Atelier für Städtebau in Zusammenarbeit mit mrs partner und Fischer Montavon Architectes
Gemeinde Yverdon-les-Bains
Die Place d’Armes zwischen Bahnhof und Altstadt, flankiert durch wichtige öffentliche Bauten und kulturelle Einrichtungen, ist die Visitenkarte von Yverdon-les-Bains. Das Gebiet wird heute jedoch vom Autoverkehr dominiert. Die Rue des Remparts und Rue de Lausanne bilden eine wichtige Transitachse, darunter leidet die Funktion des Stadtplatzes als Treffpunkt und Einkaufsort, weshalb er heute hauptsächlich als Parkplatz dient. Das Agglomerationsprojekt sieht vor, mittels einem System von Tangenten und besseren Randbedingungen für den ÖV und LV den Transitverkehr im Zentrum zu reduzieren. Dies bietet die Chance, das gesamte Bahnhofs-, Zentrums- und Vorstadtgebiet aufzuwerten.
Auf der Basis einer Testplanung wurde ein Masterplan entwickelt. Hier werden Verkehr (MIV, ÖV, Velo- und Fussverkehr), öffentlicher Raum, Nutzungen, Bebauung und neue Entwicklungen besser aufeinander abgestimmt, damit ein attraktives Zentrumsgebiet mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen kann. Die Baumallee, welche die Place d’Armes in Ost-West-Richtung umsäumt, wird verbreitert. Dies bietet die Möglichkeit, die Rue des Remparts zu verschieben, damit mehr Platz vor der Altstadt entsteht für die dortigen Gastronomiebetriebe und Geschäfte. Auf der Bahnhofseite wird die Baumallee unterbrochen und eine grosszügige Fussgängerverbindung geschaffen (parvis de la gare). So entsteht eine attraktive direkte Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof. Gleichzeitig ist die Altstadt als grossartiges Panorama vom Bahnhof aus direkt sicht- und erlebbar. Die Parkplätze auf der Place d’Armes werden neu organisiert und in die Gestaltung integriert. Die Vorplätze des Schulhauses und Theaters werden in der Platzgestaltung integriert und werden so besser nutzbar (Pausenplatz, Terrasse).
Die Verkehrsführung rund um den Bahnhof wird geändert. Der lokale MIV wird auf die Bahnhofstrasse konzentriert, die Erschliessung der Parkplätze erfolgt über die Rue des Remparts. Die Rue de Lausanne wird zur Nebenstrasse, der Quai de la Thielle ergänzt die Feinerschliessung. Lokale Busse halten jetzt auf der Altstadtseite des Platzes, die Regionalbusse auf der Bahnhofseite. Das historische Zentrum und die vielen besonderen Bauten (Casino, Theater, Schulhaus) kommen dadurch optimal zur Geltung, die Rue des Remparts und Rue de Lausanne werden ihrer Rolle als Treffpunkt und Einkaufszentrum besser gerecht.