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Zu den Briefen (PDF-Dateien):
Biders erster Blériot-Apparat war mit dem üblichen 70 PS-Motor der Gnôme-Werke bei Paris ausgerüstet. Diesen liess Bider kurz nach dem Aarauer Flugtag vom 6. April 1913 gegen einen etwas stärkeren Motor, Gnôme 80 PS-Nennleistung, auswechseln. An jenem Flugtag habe ein Arbeiter einen Flügel am Blériot derart beschädigte, dass Bider mit seinem Apparat nicht mehr zu fliegen wagte. Von Blériot in Paris wurde extra ein Mechaniker, Mons. Vivet, zu Reparaturzwecken nach Bern geschickt.
Neben dieser Reparatur am Fluggerät musste der neue Motor fachgerecht montiert werden. Zwar wäre Biders Machaniker, J. Saniez, dazu ebenfalls bestens in der Lage gewesen. Vielleicht ergänzten sich die beiden Fachmänner bei dieser kniffligen Montage.
Bider bestellte in Paris hin und wieder Ersatzteile (vgl. spätere Korrespondenzen nachstehend) mit Briefen auf Französisch – aufgesetzt durch Cousin Paul Cardinaux-Gerster in dessen eleganter Sprache.
Die Blériot-Abrechnungen vom 05.05.1913 betreffen offenbar diese Arbeiten und die Kosten für den neuen Motor (vgl. Posten für 11'430 Franken). Bider behielt seinen ersten Motor von 70 PS als allfälligen Ersatz. Das Pariser Blériotwerk verlangte zwar von Bider eine Bestätigung dieses Rückbehalts, weil man in Paris offenbar auch aus militärischen Gründen über jeden einzelnen Gnôme-Motor Buch führen musste.
Aus der nachfolgenden Korrespondenz geht nämlich hervor, dass später im Herbst 1913 in Frankreich Flugzeugmotoren vom Staat mit einem Vorbezugsrecht belegt wurden, d.h. man beanspruchte sie für eigene Zwecke.
Die Firma Blériot erkundigte sich überdies bei Bider, welches seine nächsten fliegerischen Absichten seien, und welche die schweizerische Regierung hinsichtlich künftiger Flugzeugbeschaffung hege. Solche Informationsdienste würden Bider entsprechend abgegolten. Darüber entwickelte sich später im Jahr eine rege Korrespondenz.
Im Übrigen hat sich herausgestellt, dass die Gnôme-Werke Bider im April 1913 einen Gebraucht-Motor unterjubelten; Bider erhielt demzufolge keinen fabrikneuen 80 PS-Motor (vgl. Brief Cardinaux vom 03.12.1913 an die Firma Blériot). Biders sehr fachkundiger Privatmechaniker, J. Saniez, hatte dies damals bei der Montage zweifelsfrei festgestellt.