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In der Abegg-Stiftung ist ein Kindergewand zu bestaunen, welches in einer Höhle im Libanon gefunden wurde.
In der Abegg-Stiftung in Riggisberg ist bis zum 7. November ein Kindergewand aus dem 13. Jahrhundert aus dem Libanon zu bestaunen. Die Ausstellung geht auf eine Kooperation der Abegg-Stiftung mit dem Nationalmuseum in Beirut zurück.
Seit 2019 untersucht und restauriert die Abegg-Stiftung eine Gruppe von archäologischen Textilien aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um 44 Kleidungsstücke und Accessoires sowie um 171 kleinere Textilfragmente. Die Textilien wurden zwischen 1988 und 1993 bei Ausgrabungen in einer Höhle rund 100 Kilometer nördlich von Beirut gefunden. Dank des trockenen Klimas seien sie gut erhalten, schreibt die Abegg-Stiftung. «Sie gelten heute als einzigartige Zeugnisse mittelalterlicher Kleidung einer ländlichen Bevölkerung.»
Herausforderung Konservierung
Die Textilsammlung besteht aus Gewändern, Tüchern, Kopfbedeckungen, Schals und Gürteln. Einige davon würden in Bezug auf die Textilkonservierung und -restaurierung eine besondere Herausforderung darstellen. Auch beim ausgestellten Kindergewand sei die Schwierigkeit gewesen, ein geeignetes Stützgewebe zu finden, um die fragilen Bereiche des Gewands zu sichern, so die Abegg-Stiftung. Nun sind in einer Vitrine das restaurierte Kleidungsstück, eine Rekonstruktion davon und ein Probestück des Stützgewebes zu sehen.