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1957 in Salvador da Bahia geboren, wurde Omar da Conceição vor allem beim Spielen auf der Strasse mit Capoeira konfrontiert. Mit 12 Jahren beginnt er sich bei Mestre Eziquiel an der "Escola de Capoeira Mestre Bimba" auszubilden. Vom 17. Lebensjahr an tritt er regelmässig mit Folklore- und Showgruppen auf. Weiterbildung und Unterricht an der "Escola de Arte e Dança" in Bahia folgen.
1985 zieht er in die Schweiz. In Basel gründet er die erste Capoeiragruppe und gibt zahlreiche Kurse und Workshops in der ganzen Schweiz und in Deutschland. 1994 gründet Mestre Omar die Grupo de Capoeira União. 1996 organisiert er mit grossem Erfolg das erste Capoeira "Ostertreffen" in der Schweiz. Im Herbst desselben Jahres folgt die Einweihung der ersten Capoeiraschule in der deutschen Schweiz, die "Academia de Capoeira União" im Merkerareal in Baden.
Mestre Omar da Conceição unterrichtet vermehrt in Kursen und Workshops an öffentlichen Schulen und nimmt an Tagungen wie "Gewalt macht Schule" in Muttenz oder speziellen Projekten wie "Welt in Basel" und Brascri "Ajuda Brasil Crianças" teil.
Mestre Ezequiel wurde am 18.10.1941 geboren und ein direkter Schüler von Mestre Bimba. Mestre Ezequiel war ein grosser Capoeirista, Sänger und beherrschte den Berimbau wie kein anderer. Er spielte Capoeira mit viel Mandinga und Grazie. Am 30. August 1996 kam Mestre Ezequiel zur Academia de Capoeira União in Baden. Damals wurde die Academia eingeweiht und Mestre Omar wurde zum Mestre (Die weisse Corda wurde von Mestre Ezequiel übergeben).
Da Mestre Ezequiel epileptiker war, hatte er im März 1997 in Brasilien einen Autounfall aufgrund eines epileptischen Anfalls und starb wenige tage später am 27. März 1997. Viele Capoeira Mestres haben ihm Capoeira Lieder gewidmet und er wird so in den Gesängen im Capoeira weiter leben.
Manuel dos Reis Machado geboren am 23. November 1900 im Stadtteil Engenho Velho der Stadt Salvador da Bahia. Sohn von Luis Candido Machado und Maria Martinha do Bonfim. Seinen Spitznamen Bimba bekam er aus einer Wette zwischen der Hebamme und seiner Mutter. Während der Schwangerschaft dachte seine Mutter dass es ein Mädchen werden würde. Die Hebamme wettete dagegen. Als er auf die Welt kam, bekam er den Spitznamen Bimba (in Bahia eine verniedlichte Bezeichnung für das männliche Sexualorgan).
Bimba fing mit 12 Jahren an, Capoeira in der Estrada das Boiadas, heute Viertel der Liberdade, zu spielen. Sein Lehrer war der Afrikaner Bentinho, Kapitän der Cia. de Navegação Bahiana. In dieser Zeit wurde Capoeira noch stark verfolgt. Er spielte vor allem Capoeira Angola.
1927 war Capoeira immernoch illegal, doch Mestre Bimba fand einen Weg zu unterrichten. Er bestach die Delegierten und konnte so ungestört unterrichten. Zu dieser Zeit stellte er fest, dass die ursprüngliche Capoeira Angola mehr und mehr degenerierte. Er sah die Kunst der Capoeira vor seinen Augen langsam verfallen. Er entschloss sich die Capoeira weiter zu entwickeln was Ihm auch gelang. (siehe Capoeira Regional).
1928 gründete er die erste Academia und nannte seine Kampfkunst "Luta Regional Baiana". 1932 nach der Legalisierung der Capoeira änderte der Name und die Luta Regional Baiana wurde zur Capoeira Regional.
1936 forderte Mestre Bimba jeden Kämpfer jedes Kampfstils heraus um sich zu messen. Es gab 4 Kämpfe, gegen Vitor Benedito Lopes, Henrique Bahia, José Custodio dos Santos und Americo Ciencia. Der längste Kampf dauerte ca. 1 Minute und 10 Sekunden, was seinen Namen, den er im Viertel hatte, bestätigte (Tres Pancadas = 3 Schläge).
1953 lud ihn der Präsident Getulio Vargas in seinen Palast ein um sich diese moderne Capoeira präsentieren zu lassen. Vargas zeigte sich begeistert - Mestre Bimba hatte es geschafft die Capoeira endgültig aus ihrem Dasein am Rande der Gesellschaft zu befreien und schaffte eine einzigartige Kampfkunst.
Mestre Bimba starb am Sonntag 5.2.1974 im Krankenhaus der staatlichen Universität Goiânia an den Folgen eines Hirnschlags, ein Jahr nachdem er von Bahia nach Goiânia gezogen war. Im Gedanken an den Mestre blieben alle Academias in Bahia sieben Tage lang geschlossen.
Mestre Pastinha oder Vicente Ferreira Pastinha wie er zum bürgerlichen Namen hiess wurde am 5. April 1889 in Salvador da Bahia geboren. Mit 8 Jahren begann er bei einem alten ehemaligen Sklaven Capoeira zu lernen. Bereits früh erwies er sich als talentierter Schüler und sein Spiel zeichnete sich durch ausserordentliche Intelligenz und Schnelligkeit aus.
1910 eröffnete Mestre Pastinha, trotz des damals noch vorherrschenden Verbots, die erste Capoeira Academia. 1941 eröffnete er die erste legale, offizielle Capoeira Angola Academia. Mestre Pastinha lehrte seinen Schüler die Traditionen der Capoeira zu achten. So war die Musik und der Gesang dem eigentlichen Spiel gleichwertig.
Mestre Pastinha ist es zu verdanken, dass viele Traditionen der Capoeira noch heute gepflegt werden. Die Capoeira verfiel immer mehr und er manifestierte die alten Traditionen in die Capoeira Angola. Kurz vor seinem Tod nahm die Stadt Salvador dem nahezu erblindeten Pastinha seinen einzigen Besitz, seine Academia, unter dem Vorwand diese renovieren zu wollen.
Als gebrochener Mann und in bitterer Armut verlebte Mestre Pastinha die letzten Jahre seines Lebens in einem winzigen Zimmerchen, bis er 1981 im Alter von 92 Jahren starb.