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Grossgemeinde auf der Mouret-Ebene?
Mit einem Ja-Anteil von 75,6 Prozent fiel das Resultat zu Gunsten der Grossgemeinde überraschend hoch aus: «Ja, wir haben nicht mit einem so grossen Echo gerechnet», meint auch Therèse Eggertswyler, Gemeindepräsidentin von Praroman. Ihre Gemeinde führt die Liste mit 87,7 Prozent an. Am meisten Skepsis hingegen legten die Einwohner von Zénauva mit einem Gegenstimmen-Anteil von 48,2 Prozent zu Tage.
Schon seit 1997 ein Thema
1997 wurde die Bevölkerung der betroffenen Gemeinden zum ersten Mal über eine mögliche Fusion mit den anderen sechs Gemeinden informiert. Seither haben diverse Sitzungen in den verschiedenen Gemeinderäten stattgefunden und den Gegenstand thematisiert. Am 18. Mai durften die Einwohner in einem fakultativen Urnengang ihre Meinung zum Zusammenschluss äussern. Daraufhin nahmen alle Gemeindeammänner am 31. Mai an einer Versammlung teil, bei der über das weitere Vorgehen gesprochen wurde. Wichtig sei vor allem eine transparente Analyse, wie Arthur Noth, Präsident von Bonnefontaine, erklärt. Er weiss nur zu gut, was eine Fusion bedeutet, hat sich doch Bonnefontaine 1989 mit Montécu zusammengeschlossen. Noth will in erster Linie keine leeren Versprechen verbreiten und die Entscheidung den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern überlassen. Das sei jedoch nur möglich, wenn diese entsprechend über die Konsequenzen informiert sind.
Eine Gemeinde ohne Zentrum und Namen
Keines der beteiligten Dörfer würde sich als Zentrum der neuen Grossgemeinde eignen, ist Therèse Eggertswyler überzeugt: «Kein Dorf hat einen richtigen Dorfkern. Vielleicht wäre Bonnefontaine ein Thema oder aber Praroman selber, denn diese beiden haben wenigstens eine Kirche und einige Einkaufsmöglichkeiten. Wahrscheinlich wird es aber Le Mouret sein, wie es im offiziellen Dossier aufgeführt ist.» Doch darüber sei in der Ammännerversammlung noch nicht gesprochen worden. Auch der definitive Name der Grossgemeinde steht noch nicht fest. Möglicherweise könnte sie «Le Mouret» heissen, meint Eggertswyler. Dass aber die Fusion einst realisiert wird, ist für die Präsidentin von Praroman klar: «Die Abstimmungsresultate sprechen eindeutig für sich.»
Falls die Fusion vor 2005 zu Stande kommen sollte, würde die Gemeinde Subventionen vom Kanton in der Höhe von 1,15 Millionen Franken erhalten, damit will der Staat die sechs Gemeinden zur Fusion motivieren. Viel würde sich mit der Fusion für die 1876 Stimmbürger ohnehin nicht ändern, bestehen doch jetzt schon verschiedene gemeinsame Institutionen. So bilden Praroman und Bonnefontaine sowie Essert, Montévraz, Oberried und Zénauva je einen Schulkreis. Was das Sportzentrum, den Schiessstand, die Abfallentsorgung und die Feuerwehr betrifft, so fahren die sechs Gemeinden jetzt schon auf demselben Gleis. Zuerst gilt es jetzt aber, den weiteren Verlauf der Verhandlungen abzuwarten, um dann einen Entschluss zu treffen.