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Der Autor dieser Familiensaga hat in seiner Heimat El Salvador schon Morddrohungen erhalten. Er schreibt trotzdem weiter.
Immer wieder wird der Journalist Pericles wegen seiner kritischen Texte gegen den Präsidenten der salvadorianischen Militärdiktatur verhaftet. Stets schliesst ihn die Junta einige
Tage im Zimmer des Generalobersts ein – um ihn dann wieder freizulassen. Doch an diesem 5. März 1944 ist es anders, wie Pericles’ Frau Haydée besorgt in ihrem Tagebuch vermerkt.
Nun ist er bereits seit einer Woche verschwunden, im Kerker diesmal. Haydée beginnt, mit anderen Frauen Proteste zu organisieren. Es kommt zu einem Putsch, in dessen Verlauf auch Sohn Clemen in den Untergrund verschwinden muss. «Der schwarze Palast» ist eine dunkle, traurige, aber dennoch hoffnungsvolle politische Familiensaga – über ein Land, über das man hier in Europa viel zu wenig weiss. Ein Land, in dem der Autor Horacio Castellanos Moya wegen seiner Bücher schon Morddrohungen erhalten hat.
Horacio Castellanos Moya: Der schwarze Palast. S.-Fischer-Verlag, Frankfurt 2010, 304 S., ca. 35 Fr.
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