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In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat am Montag die zweite Vier-Länder-Runde für einen neuen Friedensfahrplan mit den Taliban begonnen. Allerdings nehmen erneut keine Vertreter der Aufständischen teil.
Abgesandte der Regierungen von China, Amerika, Pakistan und Afghanistan hatten sich schon vor einer Woche in Pakistan getroffen. Die Ergebnisse waren vage geblieben.
Eröffnet wurde die eintägige Sitzung von Afghanistans Aussenminister Salahuddin Rabbani. Afghanistan fühle sich «ermutigt» von Pakistans starkem Willen, mit Kabul gegen den Terrorismus vorzugehen, sagte er. Er rief die Taliban auf, sich ohne Verzögerung an den Verhandlungstisch zu begeben.
Die Taliban hatten am Sonntag eine Botschaft veröffentlicht, wonach sie gegen den von «Eindringlingen» initiierten Friedensplan sowie die Beteiligung amerikanischer Truppen an Kämpfen protestierten.
Zuletzt hatte sich die Sicherheitslage in Afghanistan wieder zusehends verschlechtert. Gut 14 Jahre nach der Vertreibung der Taliban von der Macht in Kabul sind die Islamisten in vielen afghanischen Regionen wieder in der Offensive. Beobachter vermuten, dass sie mit ihren Angriffen grössere Zugeständnisse in den Friedensverhandlungen erzwingen wollen. (sda/dpa)