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Schutz, Nahrung, Ausbildung und juristische Hilfe
In Hongkong werden junge Hausangestellte aus umliegenden Ländern oft missbehandelt, ausgenutzt und ohne Entlöhnung entlassen. Die «Christian Action» holt diese Frauen von der Strasse und stellt ihnen in einem Frauenhaus ein Bett, Nahrung, Ausbildung und juristische Hilfe zur Verfügung. Das Programm wird seit dem Jahr 2005 von «Partner sein» mitunterstützt.
Frauen aus Indonesien, Sri Lanka, Thailand, Philippinen und weiteren Ländern werden durch Agenturen ins Land gebracht und als Hausangestellte an Familien oder Ehepaare vermittelt. Es wird ihnen ein Lohn versprochen, den sie nie vollständig erhalten mit der Begründung der «Arbeitgeber», dass noch die Vermittlungsagentur bezahlt werden müsse. Der Pass wird ihnen abgenommen, damit sie vom «Arbeitgeber» nicht flüchten können. Fast alle Hausangestellten kennen die Landessprache nicht. Bei Fehler werden sie oft geschlagen und misshandelt, nicht wenige werden sogar sexuell missbraucht. Wenn sie sich zur Wehr setzen, werden sie auf die Strasse gesetzt, ohne Lohn und ohne Pass. Ebenfalls werden sie häufig weggeschickt, wenn die Agentur sich meldet und neue Hausangestellte zur Verfügung stehen.
Verträge werden nicht eingehalten
Es hat sich herumgesprochen, dass es in Hongkong eine Organisation gibt, welche den Hausangestellten in solchen Notsituationen helfen kann. «Christian Action» gewährt ihnen Überlebenshilfe und stellt ihnen einen Raum zur Verfügung, wo sie ohne Angst vorübergehend leben können. In einem solchen Raum leben bis zu zwölf Frauen. Die zum Teil ehrenamtlich arbeitenden Anwälte helfen ihnen, dass sie zu ihrem Recht kommen und der Lohn ausbezahlt wird, notfalls vor Gericht. Wenn nötig und erwünscht wird bei der Suche nach einer neuen Stelle geholfen. Gesetzlich wäre die Situation in Hongkong klar und gerecht geregelt, aber die Verträge werden von den Arbeitgebern oft nicht eingehalten.
Projekt besteht seit 2005
Das Hilfsprogramm für diese Frauen gehört zu der NGO «Christian Action Organisation», welche wiederum zur Mission 21, Evangelisches Missionswerk Basel, gehört. Dank der guten Beziehungen von Pfr. Christoph Schuler, Bern, zu Pfr. Tobias Brandner, Hongkong und dem Theologen Hans Lutz, Basel/Hongkong, ist das Projekt zustande gekommen. Pfr. Christoph Schuler war viele Jahre Projektverantwortlicher für Partner sein und hat die Organisation «Christian Action», zusammen mit weiteren Mitgliedern der Kommission Partner sein vor Ort besucht.
Das Projekt besteht seit 2005. Bis heute wurden insgesamt 36‘950 Franken bezahlt. Der Zentralvorstand der Christkatholischen Jugend der Schweiz, die Action Jeune Solidaire, Neuchâtel, und die Christkatholische Kirchgemeinde Luzern sowie Weitere haben in der Vergangenheit Beiträge an die Kosten geleistet. Seit 2010 wird dieses Projekt auch durch den Weltgebetstag Schweiz, bzw. im Auftrag des Verbandes Christkatholischer Frauen, unterstützt.