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Weltcupsieg in Lake PlacidIch ging mit Startnummer 10 ins Rennen.
Dennoch hatte ich Probleme mit der Kurve 1. Ausfahrt Kurve 3 hatte ich eine Bandenberührung, dies tat ich absichtlich, um früh in die Kurve 4 fahren zu können. Ansonsten hatte ich eine fehlerfreie Fahrt. Ausfahrt Shady und auch die falsche Gerade hatte ich ohne Bandenberührung passiert.
Im Ziel hatte ich Laufbestzeit. Ich wusste schon vor dem Start, dass die Kufen schnell sein würden, denn Tanja hatte eine hohe Höchstgeschwindigkeit. Snorre hatte ihre und meine Kufen fürs Rennen geschliffen. Er schaut dabei immer auf die Aussen-, Eistemperatur und die Eisbeschaffenheit, welche am Renntag voraussichtlich herrschen werden und schleift die Kufen dementsprechend.
Während der Pause besprach ich mit Snorre meinen 1. Rennlauf. Wir veränderten nur meine Steuerbewegungen in der Kurve 1.
Melissa Hollingsworth lag nach dem 1. Lauf auf dem 2. Rang und startete deshalb gleich vor mir. Ich hörte, wie der Speaker ihren Lauf kommentierte. Anscheinend hatte sie einige Probleme während der Fahrt und verlor Zeit.
Ich wusste nun, dass meine Chancen stiegen, mit einem guten Lauf meinen ersten Weltcuptitel dieser Saison zu holen.
Ich verlor am Start nur eine Hundertstelssekunde auf Melissa (in Calgary startete sie noch gut einen Zehntel schneller als ich). Die Kurve 1 erwischte ich perfekt. Ausfahrt Shady fuhr ich leicht in die Bande und verlor dadurch etwas Zeit.
Doch die falsche Gerade durchfuhr ich wieder ohne Bandenberührung und kam mit hoher Geschwindigkeit in den unteren Bereich der Bahn.
Das Rennen gewann ich mit über einer halben Sekunde Vorsprung auf Melissa.
Der Sieg ist nicht nur mein Verdienst, sondern mein Ehemann als Bahntrainer, Marco Widmer als Kameramann und Delegationsleiter und Wolfi Heimberger als Kameramann und Masseur haben ihren Teil dazu beigetragen.
Merci dir sit super!