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Burgergeschlechter
Abgottspon
Aus dem 1237 Guechebon genannten Weiler (dem heutigen Gspon) stammen sehr alte Familien, die auch ihren Namen von diesem Ort herleiten. Die Schreibart hat sich im Laufe der Zeit oft geändert: ab Gechebon, ab Geschebon, ab Getzbon, am Getzpon, am Gotzbon, ab Gotsbon, ab Gottsponer. Die Familien Gottsponer und Gsponer sind gleichen Stammes wie die Abgottspon.
Im Januar 1588 wurden acht neue Familien ins Visper Burgerrecht aufgenommen, darunter auch ein "Peter Angottspoo". Er musste 20 Pfund an Geld sowie einen ledernen Feuereimer bezahlen. Peter Abgottspon, der in einigen Urkunden auch Gottsponer genannt wird, erscheint erstmals 1581 als Einwohner von Visp. Er war mit Anna Zmillacher, einer Tochter des Visper Burgers Anton Zmillacher verheiratet. Stephan Abgottspon alias Gottsponer, Sohn des Peter, amtete 1623 und 1651 als Burgermeister. An der Spitelgasse 3 steht heute noch sein Wohnhaus, welches er 1634 grosszügig umbauen und erweitern liess. Die Inschrift in der Stube meldet:
HONESTVS VIR STEFANVS AB GOTZBON BANNO (Anno) REPERATE SALVTIS HVMAM 1634 CHRISTINA KRYZER EYVS CONYVNX.
Stephan Abgottspon alias Gottsponer war zweimal verheiratet. Als erste Gattin erscheint am 3. Januar 1621 Benedikta, die vermutlich aus der Visper Familie Graffen stammte. Die zweite Frau hiess Christina Kreuzer und war die Tochter des Statthalters Theodul Kreuzer aus Visp. Beide Ehen scheinen kinderlos gewesen zu sein, so dass dieses Burgergeschlecht bereits Mitte des 17. Jahrhunderts wieder ausstarb.