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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Welche genauen Ziele hat der Bundesrat für das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 68 "Boden" definiert?</p><p>2. Ist er nicht auch der Meinung, dass bei den aktuellen Vollzugsproblemen in der Raumplanung der Schutz des guten Landwirtschaftslandes prioritär behandelt werden muss?</p><p>3. Warum sind ausländische Experten in der Leitungsgruppe des Forschungsprojektes in erdrückender Überzahl vertreten, wenn es um die Zukunft des Schweizer Bodens geht?</p><p>4. Wie wird das NFP 68 mit der schweizerischen Raumplanung bzw. mit der laufenden Revision des Raumplanungsgesetzes koordiniert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der redaktionell gekürzte und bearbeitete Text im Forschungsmagazin "Horizonte" deckt sich nicht ganz mit der wissenschaftlich formulierten Ausschreibung des NFP 68. Das heisst jedoch nicht, dass das NFP unterdessen seine Zielsetzung geändert hätte. Zu den einzelnen Fragen:</p><p>1. Der Ausführungsplan für das NFP 68 hat zahlreiche Vernehmlassungsstufen (wissenschaftliche und politische) durchlaufen und ist somit sehr breit abgestützt. Der Ausführungsplan und damit auch die darin festgelegten Ziele des NFP 68 wurden vom Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern am 9. Dezember 2011 genehmigt. Der Ausführungsplan definiert drei Forschungsschwerpunkte und Ziele:</p><p>Forschungsmodul 1: Kenntnis des Systems Boden; Forschungsmodul 2: Werkzeuge zur Bewertung von Boden als Ressource; Forschungsmodul 3: Konzepte und Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Boden. Ein weiteres Ziel ist die Etablierung einer Disziplinen und Landesgrenzen übergreifenden Zusammenarbeit.</p><p>2. Der Bundesrat ist auch der Meinung, dass der Schutz des guten Landwirtschaftslandes prioritär behandelt werden muss. Böden sind als Ressource so zu nutzen, dass alle wichtigen Bodenfunktionen (Produktionsfunktion, Regulierungsfunktion, Lebensraumfunktion, Trägerfunktion, Rohstofffunktion und Archivfunktion) auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Das NFP 68 berücksichtigt daher alle sechs Bodenfunktionen, darunter auch die Produktionsfunktion. Ergänzend muss betont werden, dass für die Auswahl einzelner Forschungsprojekte deren wissenschaftliche Qualität ausschlaggebend ist. Zurzeit findet dieser Auswahlprozess statt, und es ist noch keine abschliessende Aussage darüber möglich, welche thematischen Bereiche des NFP 68 durch wie viele Projekte abgedeckt werden.</p><p>3. Die Leitungsgruppe (LG) wurde vom Nationalen Forschungsrat zur Durchführung und strategischen Leitung des NFP 68 eingesetzt und anschliessend vom Forschungsratspräsidium des SNF gewählt. Deren Mitglieder werden hauptsächlich aufgrund ihrer wissenschaftlichen Kompetenz und Erfahrung mit Programmforschung ernannt. Zusätzlich wird auch der internationalen Zusammensetzung Beachtung geschenkt. Zwei von acht Mitgliedern sind in der Schweiz tätig, ein drittes ist ein im Ausland tätiger Schweizer. Des Weiteren können der Leiter Wissenstransfer und zwei Beobachter der fachlich zuständigen Verwaltungseinheiten (Bundesamt für Raumentwicklung, ARE, und Bundesamt für Umwelt, Bafu) spezifisch schweizerische Anliegen einbringen - die meisten anderen NFP werden nur von einer Verwaltungsperson begleitet.</p><p>Zum Schluss ist zu erwähnen, dass es beim NFP 68 zwar schwergewichtig, aber nicht nur um Schweizer Böden geht. So werden insbesondere in den Modulen 2 und 3 des Ausführungsplans sowohl die nationale wie auch die internationale Ebene angesprochen.</p><p>4. Einerseits besteht die zentrale Aufgabe des Leiters Wissenstransfer darin, die Resultate des NFP 68 an interessierte Personen und Organisationen zu übermitteln. Zu den wichtigsten Zielgruppen gehören Land- und Forstwirte, kantonale und Bundesbehörden, Beratungsstellen für Umweltschutz und Raum- und Infrastrukturentwicklung. Andererseits sind die Beobachterin bzw. der Beobachter des Bundes hauptsächlich verantwortlich für die Koordination mit Bundesstellen. Durch den Einsitz des ARE und des Leiters Wissenstransfer, der bereits das NFP 54 "Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung" begleitet hat, ist die Koordination der Ergebnisse des NFP 68 mit der schweizerischen Raumplanung geradezu ideal.</p>  Antwort des Bundesrates.