Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/73258

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Einführung der neuen kaufmännischen Grundbildung im Jahr 2003 ist auf viel Kritik gestossen, vor allem aufgrund des zusätzlichen Arbeitsaufwandes, den die Neuerung für Lernende und Lehrbetriebe mit sich bringt. Dies führte zum Einsatz einer Task Force, die mit der Analyse der Situation beauftragt wurde. Ich habe am 30. Mai 2005 eine Interpellation eingereicht, in der ich darum gebeten habe, so schnell wie möglich Massnahmen zu ergreifen, um das starke Sinken der Anzahl kaufmännischer Bildungsplätze aufzuhalten. Infolgedessen habe ich mit besonderer Aufmerksamkeit die Ergebnisse der erwähnten Task Force sowie die Massnahmen, die aus deren Arbeit resultierten, verfolgt.</p><p>Meines Erachtens nach reichen die meisten korrigierenden Massnahmen nicht weit genug, und ich hoffe, dass es sich bei diesen nur um die Vorläufer der unumgänglichen Änderungen handelt, die an der entsprechenden Bildungsverordnung kurzfristig vorgenommen werden müssen. Die Verringerung bestimmter Evaluationen in Unternehmen, vor allem denjenigen der sogenannten Arbeits- und Lernsituation, begrüsse ich hingegen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat zu bestätigen, dass die getroffenen Massnahmen tatsächlich Wirkung zeigen können und es nicht nur den Führungskräften der grossen Dachverbände, die oft die Realität im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen dieses Landes nicht kennen, obliegen wird, über ihre Anwendung zu entscheiden.</p><p>Ich möchte ausserdem, dass mir der Bundesrat versichert, dass die Kantone, in Zusammenarbeit mit den ausbildenden Unternehmen ihrer Region, die grundsätzlichen Korrekturen, die in der Folge der Arbeit der Task Force als erste Massnahmen beschlossen wurden, sofort umsetzen können, damit in der jeweiligen Region die negativen und verheerenden Folgen der Einführung der neuen kaufmännischen Grundbildung auf die Anzahl der Berufsbildungsplätze eingedämmt werden können.</p><p>Es geht hierbei um die Glaubwürdigkeit des Systems und um die Aufrechterhaltung eines ganzen Bereiches der dualen Ausbildung, ungeachtet der Meinung derer, die eine berechtige Kritik der Basis nicht beachten.</p>