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Schloss in der polit. Gem. Saint-Saphorin (Lavaux) VD, auf einem Felsen am Genferseeufer. Es trägt den Namen des ehem. Dorfes G., der bis ins 17. Jh. auch vom Ort Saint-Saphorin geführt wurde. 1270 erstmals erwähnt. 1303 kaufte der Bf. von Lausanne das Schloss G. den Herren von Palézieux ab und liess es von einem Kastlan verwalten; dieses Amt blieb unter Berner Herrschaft bestehen. 1536 versuchte Sébastien de Montfalcon die Verteidigung der Waadt gegen Bern von G. aus zu organisieren. Seit 1802 ist G. in Privatbesitz. Von der ursprüngl. Anlage existiert nur noch der viereckige Bergfried (7 auf 6,4 m), der im 19. Jh. abgetragen und zur Hälfte verkleinert worden ist. Auf der Südseite ist eine doppelte Türöffnung aus dem 12./13. Jh. erhalten. Die gegenwärtigen Wohnungen auf der Ostseite sind von den Bf. Aymon und Sébastien de Montfalcon Ende des 15. und Anfang des 16. Jh. neu gebaut worden. Ein Saal weist ein reich verziertes Balkenwerk sowie einen schönen Kamin aus der Spätgotik auf. Seit dem 16. Jh. ist G. keine Festung mehr. Im 19. und 20. Jh. kam es zu rücksichtslosen Umbauten.
Literatur
– R. Paquier, Saint-Saphorin, 1981, 13, 18 f.
Autorin/Autor: Pierre Margot / FSC