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Die Haut ist das grösste menschliche Organ. Sie ist ein empfindsames, hochkomplexes Gebilde, das aus verschiedenen Schichten besteht: Der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Corium) und der Unterhaut (Subkutis).
Die Oberhaut ist im Durchschnitt nur etwa 0,1 Millimeter dick. Die Hautoberfläche ist mit einer dünnen Schicht aus Wasser und Fett – dem Säureschutzmantel – überzogen. Die äusserste Schicht besteht aus verhornten, abgestorbenen Zellen. Man nennt sie deshalb auch Hornhaut.
Unter der Hornhaut befinden sich verschiedene Lagen hornbildender Zellen, die sich ständig teilen und Nachschub produzieren. Sie wandern an die Hautoberfläche und ersetzen dort abgestossene Zellen, innerhalb von 27 Tagen erneuert sich auf diese Weise die gesamte Oberhaut.
Über die Basalmembran, der Grenzschicht zur Lederhaut, werden Nährstoffe aufgenommen und Stoffwechselschlacken entsorgt. Hier finden sich auch die Pigmentzellen, die den braunen Farbstoff Melanin für den körpereigenen Sonnenschutz bilden, sowie die Abwehrzellen des Immunsystems.
Die Lederhaut besteht aus zwei Lagen − einer dünnen oberen Schicht aus lockerem Bindegewebe und einer dickeren unteren aus kräftigen Bindegewebefasern mit Kollagen sowie Elastin. Sie verlaufen netzartig in horizontalen Bündeln und bewirken die Festigkeit und Elastizität der Haut.
In der Lederhaut liegen Blutgefässe und Nervenfasern mit Rezeptoren für Wärme, Kälte und Tastsinn sowie Lymphgefässe, die als Teil des Lymphsystems Krankheitserreger sowie Schad- und Fremdstoffe aus dem Gewebe transportieren.
Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fettgewebe, das durch Bindegewebestränge in einzelne Fettläppchen unterteilt wird. Bei erschlaffendem Bindegewebe werden diese als Cellulite-Dellen sichtbar. Die Fettzellen dienen als Kälteschutz und Energiespeicher. Hier finden sich auch die grösseren Blutgefässe, Nervenfasern, Haarwurzeln sowie Talg- und Schweissdrüsen.
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