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Als Verehrer des Macronismus und im Schatten des Sarkozismus gross geworden, möchte Jean-Michel Blanquer (Stellungnahmen in Zeit-Fragen Nr. 5 vom 27.2.2018, Seite 5 [https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2018/nr-5-27-februar-2018/die-think-tanks-nisten-sich-im-kern-des-staates-ein.html]) in keiner Art politisch katalogisiert werden. Bildung ist politisch «weder rechts noch links», betont er gerne. Durch die Zurückweisung von Dogmatismus und politischer Zuteilung will er ideologisch neutral erscheinen. Aber entsteht da nicht ein grosser Widerspruch, wenn man sich gleichzeitig bemüht, die Bildung unter das Joch der grossen internationalen Firmen und das Zepter des sakrosankten Neoliberalismus zu stellen?
Ist unter solchen Bedingungen ein freier Unterricht ohne Formatierungen von aussen möglich? Welcher Humanismus, welches Wissenschaftsverständnis, welche Erfahrung wird vertreten, wenn man den Menschen in einen Wirtschaftsroboter verwandeln will? Ist es nicht widersprüchlich zu behaupten, man «bilde» den Menschen, währenddem man ihn in ein gefügiges, manipulierbares Instrument verwandelt und ihn in einen Konsumrausch versetzt, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln? Solidarität und Gleichwertigkeit unter den Menschen waren nie das Ziel des Liberalismus, der auf der Theorie der «unsichtbaren Hand» von Adam Smith beruht.
Wenn die Schule nun zum Hauptakteur für die Beschleunigung einer Sklaverei-Gesellschaft für die Wirtschaftswelt wird, so wird unsere Zivilisation dem Profitstreben geopfert.
(Übersetzung Zeit-Fragen)
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