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Vollständiger Name des Indikators: Wahrscheinlichkeit, eine Niederlassungsbewilligung zu erhalten
Die Niederlassungsbewilligung gewährt den Ausländerinnen und Ausländern weitreichende Mobilität im Arbeitsmarkt, erhöht dadurch ihre Chancengleichheit im Vergleich zu den Einheimischen und bietet ein hohes Mass an Aufenthaltssicherheit. Ein langfristig gesichertes Aufenthaltsrecht ist in der Regel Voraussetzung für einen erfolgreichen Integrationsprozess (sowie auch ein Ergebnis tatsächlicher Integration).
Der Anteil der Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung (B-Ausweis), die im Jahr 2018 eine Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) erhielten, lag bei 24%. Dieser Anteil war bei den in der Schweiz geborenen Personen tiefer (17%) als bei den im Ausland geborenen Personen (25%). Dies könnte eventuell mit der Tatsache erklärt werden, dass in der Schweiz geborene Ausländerinnen und Ausländer sich häufiger einbürgern lassen und bei einer Gesuchseinreichung vor dem 1.1.2018 dafür nicht im Besitz eines C-Ausweises sein mussten.
Bei den Personen, die seit mindestens vier Jahren eine B-Bewilligung besitzen, sank der Anteil derjenigen Personen, die eine C-Bewilligung erhielten, zwischen 2012 und 2018 um 8,7 Prozentpunkte. Die Abnahme ist bei den im Ausland geborenen Personen grösser als bei den in der Schweiz geborenen Personen (-9,2 Prozentpunkte gegenüber -1,8 Prozentpunkte). Letztere weisen jedoch weiterhin den niedrigsten Anteil der beiden betrachteten Bevölkerungsgruppen auf (17%).
Generell ist für die Wahrscheinlichkeit des Erhalts einer Niederlassungsbewilligung in erster Linie die Staatsangehörigkeit einer Person massgebend (hinzu kommen weitere Erklärungsfaktoren wie die Beurteilung des Integrationsstands einer Person, der Umstand, ob jemand mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratet ist, usw.).
Personen aus EU28- und EFTA-Staaten weisen die höchste Wahrscheinlichkeit auf, eine C-Bewilligung zu erhalten, unabhängig davon, ob sie in der Schweiz oder im Ausland geboren wurden. Für in der Schweiz Geborene beträgt der Anteil 28%. Für im Ausland Geborene liegt dieser Wert noch höher (32%). Personen aus den anderen europäischen oder aus nicht-europäischen Ländern verzeichnen einen um 1,7- bis 3,5-mal niedrigeren Anteil (von 8% bis 18%). Grund dafür sind die für Personen aus Drittstaaten geltenden strengeren Voraussetzungen für den Erhalt einer C-Bewilligung. Im Allgemeinen ist die Wartezeit länger (mindestens 10 Jahre Aufenthalt in der Schweiz).
Im Vergleich zum Schweizer Mittel von 24% ist der Anteil der Personen, die eine C-Bewilligung erhalten, im Kanton Neuenburg rund zehn Prozentpunkte höher, in den Kantonen Glarus, Nidwalden, Graubünden, Uri und Obwalden dagegen um mindestens zehn Prozentpunkte tiefer.
Die Betrachtung der Ergebnisse nach Geburtsort offenbart Unterschiede bezüglich der Wahrscheinlichkeit, eine C-Bewilligung zu erhalten. Im Ausland geborene Personen weisen in der Mehrzahl der Kantone, wie auch gesamtschweizerisch, höhere Werte auf als in der Schweiz geborene Personen. Am grössten ist der geburtsortspezifische Unterschied im Kanton Neuenburg: Von den im Ausland geborenen Personen mit einer B-Bewilligung erlangen 37% eine Niederlassungsbewilligung, während dieser Anteil bei den in der Schweiz geborenen Personen 22% beträgt. In den Kantonen Freiburg, Aargau, Basel-Landschaft, Luzern und Schaffhausen ist die Differenz ebenfalls höher als 10 Prozentpunkte. Demgegenüber haben in den Kantonen Nidwalden, Glarus und Graubünden mehr in der Schweiz geborene Personen eine Niederlassungsbewilligung erhalten.
Tabellen
Definitionen
Nach dem Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) kann die Niederlassungsbewilligung grundsätzlich frühestens nach einem rechtmässigen Aufenthalt von mindestens fünf Jahren erteilt werden (nähere Einzelheiten sind dem Artikel 34 des AIG zu entnehmen). Für die Konstruktion des Indikators wurden allerdings die Personen berücksichtigt, die am 31.12. des Jahres vor dem Beobachtungsjahr seit mindestens vier Jahren über eine Aufenthaltsbewilligung verfügten, da die Aufenthaltsdauer im Laufe des Beobachtungsjahres fünf Jahre erreichen kann.
Die Quote berechnet sich wie folgt: Anteil der Personen, die am 31.12. des Vorjahres seit mindestens vier Jahren über eine B-Bewilligung verfügten und im Jahr X neu eine C-Bewilligung erhielten, an allen Personen, die am 31.12. des Vorjahres seit mindestens vier Jahren über eine B-Bewilligung verfügten.
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