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Shanghai wird von der chinesischen Führung noch mehr an die lange Leine genommen. Trotz mehr Wirtschaftsfreiheit zögerten bisher Firmen, sich dort zu engagieren.
China hat die Regeln für die Freihandelszone in Shanghai gelockert, um mehr Investitionen anzulocken. Seit dem Start des Pilotprojekts vor einem Jahr zögern ausländische Firmen sich dort zu engagieren.
In vielen Branchen mussten sie sich nach wie vor mit chinesischen Partnern zusammentun. Diese Einschränkungen seien nun für zahlreiche Wirtschaftsbereiche aufgehoben worden, hiess auf einer Webseite der Regierung am Sonntag. So könnten sich beispielsweise Motorradbauer, Hersteller von Flugzeugteilen oder Reparaturbetriebe ohne Partner in der Freihandelszone ansiedeln. Die Beschränkungen bei der Eigentümerstruktur seien auch bei Handelsfirmen für Baumwolle, Zucker oder Salz aufgehoben worden.
Pilotprojekt für Liberalisierung
Die Freihandelszone galt als Pilotprojekt für die Liberalisierung der chinesischen Wirtschaft. Innerhalb eines 29 Quadratkilometer grossen Gebiets sollten verschiedene Reformen getestet werden. So sollten ausländische Unternehmen in Bereiche investieren dürfen, zu denen sie bislang nur eingeschränkten Zugang hatten. Der Erfolg war aber anscheinend nur mässig. Offiziellen Daten zufolge kamen von den per Ende Juni mehr als 10.000 neu registrierten Firmen nur zwölf Prozent aus dem Ausland.
(reuters/chb)