Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/2034

E-Gitarre
Musikinstrument der Lautenfamilie mit flachem, achtförmigem Korpus, rundem Schalloch und einem Hals mit Bünden, über den sechs Saiten laufen. Die Saiten sind am Ende des Halses an Wirbelschrauben befestigt, am anderen Ende an einem Querriegel, der auf den Klangkörper aufgeleimt ist. Die drei oberen Saiten bestehen in der Regel aus Darm oder Nylon, die unteren aus Metall. Der Spieler drückt mit den Fingern der linken Hand die Saiten auf bestimmte Bünde, um die gewünschten Tonhöhen zu erzeugen, mit den Fingern der rechten Hand zupft er die Saiten. Bei manchen Gitarren mit Metallsaiten werden die Saiten mit einem kleinen, flachen Plektrum angerissen.
Diese Instrumente gibt es seit der Antike, die Gitarre selbst wird jedoch erst im 14.Jahrhundert schriftlich erwähnt. In ihrer frühesten Form hatte sie drei Saitenpaare oder Chöre und eine Einzelsaite, die höchste Saite. Die Gitarre stammt vermutlich aus Spanien, wo sie im 16.Jahrhundert das volkstümliche Gegenstück zur Vihuela des Adels darstellte, einem Instrument ähnlicher Gestalt und Herkunft mit sechs Chören. Im 16. und 17.Jahrhundert fand die Gitarre in anderen europäischen Ländern Verbreitung. Im 16.Jahrhundert wurde ein fünftes Saitenpaar unterhalb der vorhandenen vier hinzugefügt. Mitte des 18.Jahrhunderts erhielt die Gitarre ihre heutige Form. Aus den Saitenpaaren wurden Einzelsaiten, und eine sechste Saite wurde hinzugefügt. Im 19.Jahrhundert verbreiterten die Gitarrenbauer den Korpus, verstärkten die Einbuchtung, machten den Körper der Gitarre zugleich flacher und änderten die Verstrebung im Korpus. Die ursprünglich aus Holz gefertigten Wirbelschrauben wurden durch ein modernes Metallschraubwerk ersetzt.
In Spanien und Lateinamerika werden Gitarren aller Tonlagen von Kontrabass bis Diskant gespielt. Die zwölfsaitige Gitarre hat sechs Saitenpaare in der üblichen Stimmung. Die Hawaiigitarre liegt auf den Knien des Spielers, der die Metallsaiten mit quer über den Gitarrenhals gehaltenen Metallstäben verkürzt. Die Saiten sind in der Regel auf einen bestimmten Akkord abgestimmt. Die Elektrogitarre wurde in den dreißiger Jahren in den USA für die Schlagermusik entwickelt und hat einen massiven, nicht klingenden Korpus. Ihr Klang wird sowohl elektronisch verstärkt als auch manipuliert. Ihr Erfinder, der amerikanische Musiker Les Paul, entwickelte Prototypen und machte das Instrument ab Beginn der vierziger Jahre populär. In der klassischen Musik erlebte die Gitarre vor allem durch das Schaffen des spanischen Komponisten Tarrega und des spanischen Gitarrenvirtuosen Andrés Segovia eine künstlerische Wiederbelebung.
Voraussetzungen:
Keine Probleme mit Motorik und Koordination von Bewegungsabläufen.
Mitspielmöglichkeit:
Ensemble
Instrumentenmiete :
Erstes Semester pauschal Fr. 180.- danach Fr. 20.- pro Monat
Kaufpreis Schülerinstrument:
ca. Fr. 700.-
Lehrperson:
Philipp Gloor