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- janine815
Menstruationsbeschwerden in der TCM
Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) schenkt dem weiblichen Zyklus einen höheren Stellenwert als die westliche Medizin. Ein unregelmässiger, zu langer, oder zu kurzer Zyklus, sehr viel, wenig Blut, oder gar keine Menstruation, Schmerzen vor und während der Mens, emotionales Auf- und ab… Die TCM deutet diese Beschwerden als ein Ungleichgewicht im Körper. Gemäss TCM sollte ein „normaler“ Zyklus schmerzfrei sein.
PMS (Prämenstruelles Syndrom)
Häufige PMS-Symptome: Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen, Blähungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Heisshungerattacken, Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen. PMS beginnt bei manchen Frauen bereits mit dem Eisprung oder in der Prämenstruellen Phase, cirka 5 Tage vor Einsetzen der Blutung. Normalerweise verschwinden alle Beschwerden mit Menstruationsbeginn oder kurz danach.
PMS aus Sicht der TCM: PMS ist auch in der TCM als Beschwerdebild bekannt und tritt auf, wenn es ein Ungleichgewicht im Fluss von Qi (Lebensenergie) und Blut in den Leber- und Milz-Meridianen gibt. Auch der Nieren-Meridian hat einen Einfluss auf die Menstruation. Dabei sind in der TCM nicht die westlich-anatomischen Organe Leber, Milz oder Niere gemeint, sondern Funktions-Kreisläufe, die diesen Organen zugeordnet werden.
Der Leber-Meridian ist für einen beschwerdefreien Zyklus sehr wichtig, weil er einerseits das Blut speichert und andererseits das Blut im Körper verteilt, was für eine schmerzfreie Menstruation sehr wichtig ist. Bei einer Blockade/Stagnation, kann die Energie Qi nicht richtig fliessen und das Blut nicht richtig verteilt werden. Diese Blockade nimmt man als Schmerz wahr.
Eine Blockade der Lebensenergie Qi im Leber-Meridian wird in der TCM-Fachsprache Leber-Qi-Stagnation genannt. Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen sind eine Folge davon. Einen Blut-Stau nennt man in der Fachsprache Blut-Stase; Blutklumpen können ein Zeichen dafür sein.
Der Leber-Meridian kann auch den Milz-Meridian schwächen. Dann treten vor allem Verdauungsbeschwerden, Heisshungerattacken und Müdigkeit auf.
Ursache:
Stress, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und emotionale Faktoren können die Ursache von PMS sein. In der heutigen Zeit sind die meisten Frauen neben Familie auch berufstätig, müssen alles gleichzeitig stemmen, dürfen keine Schwäche zeigen und haben oft wenig Zeit für sich selbst, für Entspannung und Ausgeglichenheit. So kann das Yin, der weibliche Anteil der Frau, mehr und mehr aus der Balance geraten. Die innere Anspannung zeigt sich häufig im Leber-Meridian und kann auch den Milz-Meridian beeinträchtigen. Zuwenig Ruhe und Überarbeitung können auch die Nieren-Energie schwächen.
Massnahmen:
· Mit Akupunktur, Tui Na Massage und Kräutermedizin kann der Zyklus gut reguliert werden.
· Mit einer gesunden Ernährung und Lebensführung kannst du den Zyklus auch sehr gut beeinflussen.
Ernährungstips:
· Eine Erhöhung des Konsums von Obst und Gemüse
· Einnahme von Lebensmitteln, die für die Leber und Milz vorteilhaft sind, wie Rote Beete, Karotten und Bittergemüse
· Gemüsesuppen, Eintöpfe oder gedämpfte Speisen.
· frische Kräuter, Kresse, Schnittlauch und Sprossen.
· Rosenblüten- oder Orangenblüten-, auch Ringelblumen- und Frauenmanteltee entspannen und bewegen das Qi im Leber-Meridian. Trinke 1 – 2 Tassen / Tag ab Eisprung, beziehungsweise 1 Woche vor der Regelblutung, um das Qi zu bewegen.
· Sanfte Bewegung – ohne Leistungsgedanken – ein Spaziergang im Grünen, lockeres Joggen, Tanzen, Kreativ sein, Tagebuch schreiben, Singen, Yoga, Massagen oder Wellness können helfen zu entspannen und ausgeglichen zu sein.
Das solltest du meiden:
· Vor allem in der Zeit nach dem Eisprung sollte alles Saure wie Tomaten, Joghurt, Südfrüchte gemieden werden, denn sauer zieht zusammen und behindert die Bewegung von Qi und Blut.
· Alles Gebratene, Fettige, Frittierte sowie üppiges Essen erzeugen Hitze im Körper und belasten den Körper.
· Alkohol, Kaffee, Nikotin und sehr scharfe Gewürze sollten nach dem Eisprung möglichst reduziert werden.
Westliche Heilkräuter:
· Frauenmantel:
Hat eine regulierende Wirkung auf die Hormone Oestrogen und Progesteron.
Trinke 2-3 Tassen Frauenmanteltee oder verwende 3 mal täglich 3-4 Tropfen Frauenmantel-Tinktur.
· Johanniskraut:
Hilft besonders gut, wenn du unter Stimmungsschwankungen oder Unruhe leidest.
Verwende 3 mal täglich 3-4 Tropfen Johanniskraut-Tinktur. Achtung, Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Medikamenten beeinflussen, konsultiere zuerst deinen Arzt.
· Mönchspfeffer
Lindert PMS-Beschwerden wie Brustspannen, Reizbarkeit, Unruhe, Oedeme, Kopfschmerzen und reguliert unregelmässige Zyklen.