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Wanduhr "Astronomische Uhr 2" — 1994, 97/98, 2000
Die Uhr zeigt eine sich um den Himmelssüdpol drehende, stereographisch-äquidistante Projektion des Himmelsgewölbes. Sie ist keine Uhr im herkömmlichen Sinn, also kein mehr oder weniger kompliziertes Räderwerk, welches Zeiger bewegt.
Ø 22 cm / H 33 x B 33 x T 13 cm
Sternscheibe
Auf der Scheibe sind die hellsten Sterne sowie die Ekliptik dargestellt.
- Der Ekliptik-Ring dient als Einstellung der Sonnenhöhe./li>
- Das sichtbare Himmelsgewölbe reicht beim Blick gegen Süden vom Horizont bis zum Zenit. Tagsüber sind die Sternsymbole unscheinbar, sie sind beleuchtet, wenn die Sonne mehr als 6° unter dem Horizont steht (Grenze der bürgerlichen Dämmerung).
- Die Sternscheibe macht in etwa 23 std 56 min eine volle Umdrehung.
Das feststehende Sonnenzeit-Zifferblatt mit den römischen Zahlen entspricht den Längenkoordinaten des Himmelsgewölbes. Der Sonnenzeiger zeigt darauf die Sonnenzeit (d.h. die wahre Ortszeit, WOZ) für Zollikerberg oder St. Dionisy.
Uhrzeit-Zifferblatt
Auf diesem 24 std Ring zeigt der Sonnenzeiger die Uhrzeit.
- Abhängig vom Längengrad des Ortes, dem Wert der Zeitgleichung (Differenz zwischen wahrer und mittlerer Sonne) und der Umstellung Winter-Sommerzeit wird dieser Ring entsprechend gedreht.
Mit den roten Marken auf dem Sonnen- und Uhrzeit-Zifferblatt kann der momentane Wert der Zeitgleichung abgelesen werden.
Sonnen- und Mondzeiger
Diese zeigen die Position der beiden Gestirne auf der Sternscheibe in Länge und Höhe. Das Sonnensymbol wird durch die Ekliptik der Sternscheibe in der Höhe verstellt.
- Um das Mondsymbol in der Höhe zu verstellen, dient ein separater Exzenterring ohne astronomische Bedeutung (Mondhöhen-Ring). Die gerechnete Position dieses Rings erlaubt die Darstellung der um etwa 5 Grad zur Ekliptik geneigten Mondbahn.
- Der Mondzeiger dreht sich pro Tag um etwa 23 std 10 min. Gegenüber dem Sonnenzeiger macht er damit in etwa 29.5 Tagen eine rechtläufige (Gegenuhrzeigersinn) Umdrehung.
- Aus den relativen Positionen von Sonnen- und Mondzeiger kann man die Mondphasen ablesen. Sind Mond- und Sonnenzeiger deckungsgleich, ist Leermond, stehen sie sich genau gegenüber, ist Vollmond. Stehen die beiden Zeiger im rechten Winkel, ist erstes bzw. letztes Viertel.
- Aus der Position des Mondsymbols auf dem Mondhöhen-Ring kann man ablesen, ob der Mond steigt oder sinkt. Bei ‘Obsigend’ oder ‘Nidsigend’ wird der Ring auf die entsprechende Seite gedreht. Diese Indikation war in der Schweiz für die Landwirtschaft wichtiger als die Mondphasen.
Die feststehende Scheibe vor den Zeigern ist die Projektion des theoretischen Horizonts von Zollikerberg und damit die Abgrenzung des sichtbaren Himmelsausschnitts. Alle Himmelskörprer ausserhalb dieser Scheibe sind sichtbar, innerhalb der Scheibe befinden sie sich unter dem Horizont. In St. Dionisy stimmt dieser Ausschnitt allerdings nicht haargenau.
Stunden- und Halbstundenschlag wählbar, Sonnenzeit oder Uhrzeit. Sieben schnelle Schläge für Auf- und Untergang der Sonne,
Eine Quarzuhr dient einem Mikroprozessor als Berechnungsgrundlage für himmelsmechanische Positionen. Die gerechneten Ergebnisse werden dann auf einer Analoganzeige dargestellt: auf dem drehenden Uhrzeitring, der drehenden Sternscheibe und den bewegten Sonnen- und Mondzeigern, wobei der Ring, die Scheibe und die Zeiger mechanisch voneinander unabhängig sind und von ihren eigenen Schrittmotoren angetrieben werden. In Echtzeit!