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Die Stadthausstrasse wurde nach der Öffnung der Stadt und der Schleifung der Stadtbefestigungen als repräsentative Flaniermeile angelegt. Das 1876
entstandene Aquarell von Jakob Ziegler (Bild rechts) gibt einen Eindruck von der gediegenen Eleganz der Boulevards. Heute präsentiert sich die Fussgängerpassage nüchterner,
die einstige Bedeutung lässt sich aber immer noch erahnen.
Nach dem Abbruch der Stadtbefestigungen im 19. Jahrhundert, sorgten die Stadtverantwortlichen dafür, dass das Gebiet rund um die Altstadt von Winterthur nicht einfach überbaut wurde. Stattdessen wurden grosszügige, von Bäumen gesäumte Boulevards angelegt. Als Symbole des neuen Selbstbewusstseins der blühenden Handels- und Industriestadt entstanden in dieser Ringzone ausserdem eine Reihe repräsentativer öffentlicher und privater Gebäude. Auch heute noch ist der grosse Auftritt spürbar, mit dem sich die Stadt damals in Szene setzte, beeinträchtigt allerdings durch den wachsenden Verkehr auf den Ringstrassen Technikumstrasse, Stadthausstrasse, General-Guisan-Strasse.