Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03643.jsonl.gz/2282

Hinweis zum Reflexe auf DRS 2 vom 7.2.2008:Der russische Autor Wassili Grossman wird wieder entdeckt: Sein epochales Werk „Leben und Schicksal“ ist 2007 in einer überarbeiteten Fassung vom Claassen Verlag neu herausgekommen. Grossmans Buch zum Zweiten Weltkrieg wird mit Tolstois „Krieg und Frieden“ vergichen und gehört vielleicht zu den wichtigsten Werken der russischen Nachkriegsliteratur. Warum aber, wurde es erst 1980 zum ersten Mal gedruckt, warum ausgerechnet in der Schweiz?
Eine Antwort dazu verspricht die Sendung „Reflexe“ von Radio DRS 2 am 7.Februar. Martin Heule unterhält sich darin mit dem Verleger von Grosman, dem Besitzer des Verlages „Editions l’age de l’htomme“ in Lausanne. Der Verleger gelangte in den späten 70er Jahren in den Besitz des Manuskripts, das Freunde von Grossman in Russland versteckt hatten. Erlaubt sei die Frage, ob diese offzielle Version stimmt. Könnte es nicht auch sein, dass der KGB selber das Werk im Westen gedruckt haben wollte?
Das Bild oben zeigt übrigens die Titelseite der Notizen von Grossman, als Einstieg in diesen Autor vielleicht besser geeignet als der über 1000seitige Roman.
Mehr zu Grossman im Blog Eintrag „Als embedded journalist“ in Stalingrad
Und hier gibts die Bücher von Grossman: In Dominiks Bookshop
Hier gehts zum Verlag „Editions l’age de l’homme in Lausanne“