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“Als Unternehmer kann man seine eigenen Werte fördern, hat man die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen und seine Träume umzusetzen”.
Jean Plé (1948 – 2017)
Die Geschichte von Symbios beginnt mit der Begegnung dreier Männer: Jean Plé, Präsident der EMEA des weltweit führenden Orthopädieunternehmens, Jacques Essinger, F&E-Direktor eines biomedizinischen Start-up-Unternehmens, und Jean-Manuel Aubaniac, Professor für orthopädische Chirurgie an der Universität Aix-Marseille. Alle drei teilen die gleiche Vision: die Entwicklung maßgeschneiderter Hüftprothesen, die sich an die einzigartige Anatomie jedes Patienten anpassen. Die Firma Symbios wurde im Juli 1989 in Morges im Kanton Waadt (Schweiz) gegründet.
Symbios ist ein junges Start-up: Innerhalb weniger Monate entwickelte Jacques Essinger die erste Version der Software Makestem, die den Entwurf maßgeschneiderter Hüftprothesen und deren Herstellung auf numerisch gesteuerten Maschinen ermöglicht. Der erste Prototyp von maßgefertigten Prothesen wird im November 1989 hergestellt. Symbios vertraut die Bearbeitung der Prothesen der mechanischen Zulieferfirma Maurer-Bauman in Payerne an.
Die Neugründung war ein schneller Erfolg, wurde aber auch mit restriktiveren Vorschriften und niedrigeren Preisen für Prothesen in Europa konfrontiert. Jacques Essinger verlässt das Unternehmen und Jean Plé übernimmt die Leitung und Kontrolle von Symbios. Er passt die Strategie zur Erweiterung des Produktportfolios auf Standardprothesen an, um einen größeren Markt als den der maßgefertigten Prothesen anzusprechen.
Markteinführung des anatomischen SPS®-Schaftes, der ersten von Symbios entwickelten Standardprothese, die auf der Erfahrung mit maßgefertigten Schäften basiert. Seine Originalität ergibt sich aus der Tatsache, dass er als “maßgeschneiderter Schaft für normale Oberschenkelknochen” konzipiert wurde.
Veröffentlichung einer neuen 3D-Klassifikation des proximalen Femurs in Zusammenarbeit mit den Universitäten Lausanne und Marseille (Husmann et al., JOA 1997). Dieser Artikel schlägt eine neue Methodik zur dreidimensionalen Beschreibung des Oberschenkelknochens und deren Auswirkungen auf das Design von Hüftimplantaten zur anatomischen Rekonstruktion des Oberschenkelknochens vor.
Kommerzielle Einführung des SPS® Modular Schaftes. Symbios ist eines der Pionierunternehmen in der Entwicklung der modularen Halstechnologie. Diese Innovation bietet dem Chirurgen ein breites Spektrum an Rekonstruktionsoptionen, um die Biomechanik der Hüfte besser wiederherzustellen, während gleichzeitig ein Standardproduktangebot und die Kosten im Rahmen bleiben.
Kommerzielle Einführung der ERSTEN Knieprothese, die in Zusammenarbeit mit der orthopädischen Abteilung des Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne entwickelt wurde. Die erste ERSTE Prothese wird 2006 von Professor Pierre-François Leyvraz erfolgreich implantiert. Danach öffneten sich Symbios für den Knieprothesenmarkt, der das größte Segment des orthopädischen Implantatmarktes darstellt.
Symbios erhält die Auszeichnung von der französischsprachigen Schweizer Firma SVC für ihren innovativen Ansatz in der Orthopädie und ihre Position als Weltmarktführer für maßgefertigte Prothesen. HIP-PLAN® ermöglicht es dem Chirurgen, die Implantation der Prothese in 3D zu simulieren, die Implantatgrößen im Voraus zu bestimmen, das Endergebnis sowie mögliche chirurgische Schwierigkeiten vorauszusehen. Symbios bietet somit zusätzlich zu seinen Standard-Implantaten eine Dienstleistung mit hohem Mehrwert an.
Symbios nutzt seine Erfahrung in der 3D-Hüftplanung und bringt die KNEE-PLAN® Schnittblöcke nach Maß für die FIRST Knieprothese auf den Markt. Diese mittels 3D-Druckverfahren maßgefertigen Schnittblöcke führen den Operateur präzise bei den Knochenschnitten, um die korrekte Ausrichtung der Prothese zu ermöglichen.
Markteinführung des SPS® Evolution Schaftes, mit dem das SPS® Schaft-Sortiment vervollständigt wird. Aufgrund retrospektiver Analysen hunderter postoperativer 3D-CT-Scanner konnte das Konzept weiterentwickelt und die Rekonstruktionsmöglichkeiten des SPS® Sortiments in Form dieses Schaftes ihren Niederschlag finden.
Die Plattform Symbios Connect geht online, mit der die Bestellaufgabe von maßgefertigten Produkten und der Transfer von CT-Bildern vereinfacht wird. Symbios meistert eine wichtige Hürde, indem es den Umgang mit maßgeschneiderten Implantaten verbessert und Volumenzuwächse im industriellen Maßstab ermöglicht.
Markteinführung des KNEE-PLAN® Sets für die FIRST Prothese, das erste Einweg-Knieinstrumentarium für geplante Implantatgrößen. Mit dieser Innovation wird eine signifikante Reduktion der zum Implantieren der Prothese erforderlichen Instrumente erreicht, Krankenhäuser und Kliniken können effizienter arbeiten und ihre Betriebskosten optimieren.
Markteinführung der SERENITY® Hüftprothese mit der Symbios sein Produktsortiment auf das europa- und weltweit rasch wachsende Marktsegment der Pfannenkomponenten mit doppelte Mobilität ausweiten kann. Die SERENITY® Pfannenkomponente verfügt über ein Design, in den eine 40-jährige Erfahrung des in Frankreich in den 70er Jahren erfundenen Konzepts der doppelten Mobilität einfließen.
Florent Plé übernimmt die allgemeine Leitung und Kontrolle der Symbios-Gruppe und wird als Nachfolger seines Vaters zur zweiten Generation der Familie, die das Unternehmen leitet. Sein Bruder Julien Plé tritt in den Verwaltungsrat ein. Symbios bestätigt seine starke Bindung mit der Familie und den Gründungswerten.
Markteinführung der Individual-Knieprothese ORIGIN® PS. Im Anschluss an seine überlieferte Technologie, schafft Symbios auf dem Markt der Knieprothesen den Umbruch: Der Chirurg verfügt nun über ein Implantat, dessen Form perfekt der einzigartigen Anatomie des Patienten entspricht. Aufgrund der Tatsache, dass die Implantate und Instrumente maßgefertigt sind, wird das für die OP notwendige Material auf ein Mindestmaß reduziert. Die Krankenhäuser können so die Betriebskosten für jeden Eingriff senken.
Publikation der Erfahrungswerte über 20 Jahre maßgefertigter Hüftschäfte bei Patienten unter 50 Jahren durch die Universität Aix-Marseille (Dessyn et al, Hip International 2019). Diese Publikation bestätigt die hervorragenden Langzeitergebnisse bei der Überlebensrate von Individualhüftschäften.
Publikation des Konzepts eines Kniephänotyps in Zusammenarbeit mit Professor Michael Hirschmann (Basel). Es wird eine neue Klassifikation der funktionellen Anatomie des Knies beschrieben. Darin werden die großen Formunterschiede beim gesunden Knie von Mensch zu Mensch hervorgehoben und folglich die Notwendigkeit patientenspezifischer Knieprothesen zur Wiederherstellung der Anatomie.