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Nach der Sprengung werden die beiden Masten, jeder wiegt rund 70 Tonnen, zerschnitten und entsorgt. Der Rückbau der beiden Stahl-Türme bedeutet aber nicht das Ende der ganzen Anlage in Prangins (VD). Diese befindet sich in Bundesbesitz und sendet über weitere kleinere, sich am Standort befindliche Sendemasten noch Signale der Küstenfunkstelle Schweiz aus.
Die 125 Meter hohen Antennenmasten wurden 1929 zum Verbreiten von Morsesignalen für den Völkerbund errichtet und dienten ab 1966 der Verbreitung von exakten, auf die Weltzeit koordinierten Zeitzeichen. Diese wurden zur Synchronisation von Turm-, Funk- und Schulhausuhren sowie von Funkweckern verwendet. Betrieben wurde der Zeitzeichensender von der PTT, später durch Swisscom und seit dem Jahr 2000 durch das Bundesamt für Metrologie (METAS).Sicherheitsmängel durch Korrosionsschäden an den Masten hätten eine umfassende Sanierung erfordert, die sich aufgrund nachlassender Bedeutung des Zeitzeichensenders nicht mehr lohnte. In zunehmendem Masse orientierte sich der Markt am grösseren, aber kompatiblen deutschen Zeitsender DCF77, welcher aus Mainflingen bei Frankfurt sendet, sowie an anderen Zeitsignalen. Im August 2009 beschloss der Bundesrat, den Betrieb des Zeitzeichensenders HBG in Prangins auf Ende 2011 einzustellen.