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Vier intensiv bewirtschaftete Naturwiesen wurden während mehreren Jahren gezielt zum Versamen gebracht oder im Stadium Rispenschieben geschnitten, was das Versamen der Futtergräser verhinderte. Diese Versuchsreihe zeigte, dass Knaulgras- und Wiesenfuchsschwanz-Wiesen, die stets im Stadium Rispenschieben geschnitten werden, langfristig eine Bestandesverschlechterung erfahren. Dank der Versamung konnten die Populationen an Knaulgras, ein typisches Horstgras, und an Wiesenfuchsschwanz erhalten oder gefördert werden. Hingegen verloren die rasenbildenden Gräser Englisches Raigras und Wiesenrispengras in den Versamungsparzellen Bestandesanteile. Mit dem Ziel, eine Versamung bei möglichst hohem Anteil qualitativ gutem Futter im Jahresertrag zu erzielen, wurden vor dem Versamungsaufwuchs unterschiedlich frühe erste Nutzungen durchgeführt. Dabei schnitt die vorgezogene Nutzung im frühen Weidestadium am besten ab. Sie ermöglichte eine genügende Samenbildung im Folgeaufwuchs bei einem geringeren Anteil an minderwertigem Futter als in den anderen Versamungsverfahren. Aus dieser Versuchsreihe schliessen wir, dass ein Versamungsaufwuchs jedes zweite bis vierte Jahr hilft, gute Wiesenbestände mit einem hohen Anteil horstbildender Gräser zu erhalten, dass aber von Versamungsaufwüchsen für Bestände mit einem hohen Anteil an guten rasenbildenden Gräsern abzuraten ist. Eine erste Nutzung im frühen Weidestadium (Schossen) vor dem Versamungsaufwuchs verbessert die Futterqualität der Jahresernte.
Zufferey V., Delabays N., Verdenal T., Reynard J.- S., Dienes A., Belcher S., Lorenzini F., Bieri S., Blackford M., Bourdin G., Spangenberg J.-E., Carlen C., Spring J.-L.
Reynard J.- S., Spring J.-L., Verdenal T., Zufferey V., Bourdin G., Bieri S., Carlen C., Crettenand F., Favre G.