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Nach dem Austritt Grossbritanniens aus der EU sollen alle bereits im Land lebenden EU-Bürger ein Bleiberecht geniessen. Das berichtete der «Daily Telegraph» am Samstag.
Nachforschungen der Behörden hätten ergeben, dass mehr als 80 Prozent der derzeit schätzungsweise 3,6 Millionen EU-Bürger in Grossbritannien bis zum mutmasslichen Brexit im Jahr 2019 ohnehin ein Bleiberecht zustehen werde, hiess es. Für die verbliebenen EU-Bürger wolle die Regierung eine Ausnahmeregelung schaffen.
Die britische Premierministerin Theresa May hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, sie wolle das Austrittsverfahren aus der EU spätestens Ende März 2017 einleiten. Der Verhandlungsprozess dauert dann noch zwei Jahre.
Handelsminister Liam Fox wies vor einigen Tagen darauf hin, dass die Regelungen zum Bleiberecht für EU-Bürger in Grossbritannien zur Verhandlungsmasse gehören sollten. «Das aus der Hand zu geben, bevor wir überhaupt verhandeln, würde darauf hinauslaufen, einer unserer wichtigsten Trümpfe abzugeben», sagte Fox.
Die Briten hatten in einem Referendum am 23. Juni mit knapper Mehrheit für den Brexit gestimmt. May übernahm kurz darauf den Parteivorsitz und den Posten an der Regierungsspitze von ihrem Vorgänger David Cameron.
Erst nach der offiziellen Austrittserklärung können die Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen zwischen Grossbritannien und dem Block der 27 verbleibenden EU-Staaten beginnen. (sda/afp)