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Messier 17, Omeganebel, Schwanennebel, Hufeisennebel
Objektbeschreibung
Der diffuse Nebel Messier 17 wurde vermutlich erstmals vom Schweizer Astronomen de Cheseaux im Jahre 1764 entdeckt. Unabhängig davon entdeckte Charles Messier im Juni desselben Jahres diesen Nebel nochmals. Aufgrund seiner Form erhielt der Nebel zahlreiche Namen wie Schwanennebel, Omeganebel, Hufeisennebel aber auch Tabakpfeife.
Anders als z.B. der benachbarte M 8 enthält dieser Nebel keinen auffälligen Sternhaufen, doch ist er über das ganze Feld mit mehreren Sternen ab neunter Grössenklasse durchsetzt. Möglicherweise sind die Hauptsterne, welche den Nebel zum Leuchten anregen, durch dichte Gasmassen verdeckt. Nach einer Studie von 1965 gehören mindestens 35 Sterne zu diesem Nebelkomplex, welcher genug Masse besitzt, um etwa 800 sonnenähnliche Sterne hervorzubringen. Wie viele andere Nebel ist auch dieser eine Quelle starker Radiostrahlung. Nach Distanzschätzungen liegt der Nebel in einer Entfernung von etwa 5700 Lichtjahren. Gemäss dieser Messung beträgt der Durchmesser des hellsten Nebelteils, welche den Körper des Schwans bildet, etwa 12 Lichtjahre. Mitsamt den schwächeren Aussenregionen des Nebels weist er eine Ausdehung von etwa 40 Lichtjahren auf. [4]
John L. E. Dreyer identifizierte mit IC 4706 nach seinen Angaben einen kleinen, schwachen Nebel um zwei Sterne neunter Grössenklasse, etwa 20 Bogenminuten in nordwestlicher Richtung von M 17 gelegen. Auf Abb. 2 (oberes Bild) sind die beiden Sterne am mit dem Nebel oben rechts zu erkennen. Ein Ausschnitt der gleichen Stelle aus dem Two Micron All Sky Survey (2MASS) (unteres Bild) zeigt, dass diese sternreiche Gegend von Dunkelwolken durchzogen sind. Eine davon befindet sich vor M 17. Somit handelt es sich bei IC 4706 um denselben Nebel wie M 17.
|Name||Typ||RA [hm]||Dec [dm]||Const||⌀ [']||vMag||Beschreibung|
|IC 4706||18 19.6||-16 01||Sgr||*9.2 in S neb, conn with M17|
|NGC 6618||C+N||18 20.8||-16 11||Sgr||46.||6.0||!!!, B, eL, eiF, 2 hooked; = M17|
Auffindtipp für Messier 17
M 17 befindet sich im Sternbild Sagittarius (Schütze). Denkt man sich eine Linie von γ Scuti (4.7 mag) zu μ Sagittarii (3.86 mag) und positioniert darauf den mittleren Telradkreis wie in der untenstehenden Aufindkarte, sollte M 17 in einem Grossfeldokular bereits zu sehen sein. Die beste Beobachtungszeit ist Juni bis August.