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"Medical Monday" vom 23. Februar
Die Übungsfrage der letzten Woche stammte aus dem Untertest „Quantitative und formale Probleme“.
Bei diesem Untertest des TMS Tests kommt es vor Allem darauf an die Grundrechenarten zu beherrschen um schnell den Ansatz für den nötigen Rechenweg zu finden
Zusätzlich ist es natürlich Kopfrechnen bei diesem Untertest wichtig, da beim TMS Test kein Taschenrechner verwendet werden darf.
Hast du die richtige Lösung zu unserer Übungsaufgabe gefunden?
Hier findest du die richtige Antwort und den Lösungsweg für unsere Beispielaufgabe:
Im Dezember 2013 brach eine Ebolafieber Epidemie in mehreren Ländern Westafrikas aus. Ebolafieber ist eine vom Ebolavirus hervorgerufene Viruserkrankung die zunächst mit grippeähnlichen Symptomen einhergeht. Später entwickeln sich hohes Fieber und Blutungen die zu Schockzuständen und Kreislaufkollaps führen. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zum septischen Schock, nachfolgendem Multiorganversagen und schlussendlich zum Tod führen.
In der Diagnostik der Erkrankung kann Virus RNA im Blut, im Urin und im Speichel nachgewiesen werden, zusätzlich können auch vom Patienten gebildete Antikörper im Blut bestimmt werden, die allerdings erst im Verlauf der Erkrankung nachgewiesen werden.
Im folgenden Diagramm wurden bei einem Patienten an verschiedenen Tagen des Erkrankungsverlaufs Virus RNA gemessen und Antikörper bestimmt. Auf der X-Achse sind die Erkrankungstage, auf der Y-Achse die Anzahl der nachgewiesenen RNA Kopien sowie die gemessenen Antikörpertiter aufgeführt. Die Nachweisgrenze für Virus RNA liegt bei 3 Log10 Virus RNA Kopien pro ml.
Welche Aussagen lassen sich aus dem Diagramm ableiten?
I.Von Tag 11 bis Tag 19 steigt der IgG Antikörper Titer auf das doppelte an
II.Ab Tag 31 liegt der IgG Antikörper Titer etwa doppelt so hoch wie der IgM Antikörper Titer.
III.Ab Tag 17 bleibt die Menge der viralen RNA im Plasma konstant.
IV.Die virale RNA im Plasma ist zu Beginn der Erkrankung höher als die im Urin.
V.Die Menge der viralen RNA im Schweiß sinkt gegen Ende der Aufzeichnungen auf einen Titer von unter 1:80.
a) Die Aussagen 3 und 4 sind korrekt
b) Die Aussagen 1, 2 und 4 sind korrekt
c) Die Aussagen 2, 3 und 5 sind korrekt
d)Die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind korrekt
e) Keine der Aussagen ist korrekt
Lösung:
Aussage I.: Der IgG Titer steigt um ein Vielfaches an. Wichtig ist hier die richtige Y-Achse zu berücksichtigen. Der Titer ist auf der rechten Y-Achse dargestellt, nicht auf der linken. Wäre er links dargestellt, so würde er sich von 4 auf 8 verdoppeln und die Aussage wäre korrekt. So steigt der Titer von 1:80 auf 1:327680 und dementsprechend um 80*212.
Aussage II.: Auch hier verleitet das Diagramm zu einer falschen Aussage. Die Skalierung der rechten Y-Achse ist jedoch nicht kontinuierlich, sondern exponentiell. Der IgG Titer ist also nicht doppelt, sondern 320*26 mal höher als der IgM Titer.
Aussage III.: Im Text ist beschrieben, dass die Nachweisgrenze für virale RNA bei 3 Log10 Virus RNA Kopien pro Milliliter liegt. Das bedeutet, dass unterhalb dieser Grenze das Virus nicht mehr nachweisbar ist, sagt allerdings nichts über die tatsächliche Anzahl von Virus RNA Kopien aus. Ob diese bei 1.5 oder 2.1 liegt kann nicht beurteilt werden. Wichtig ist hier zu beachten, dass die Skalierung der linken Y-Achse keinen Nullpunkt hat, somit auch keine Aussage über absolute Werte unterhalb von 3 getroffen werden kann.
Aussage: IV.: Der absolut gemessene Wert im Plasma liegt tatsächlich höher als der im Urin gemessene Wert. Allerdings wurde die erste Messung nicht zum selben Zeitpunkt durchgeführt (Tag 10 vs. Tag 18). Somit lässt sich keine Aussage darüber treffen, in welcher Flüssigkeit die RNA Menge zu Beginn höher war.
Aussage V.: Das Diagramm verleitet dazu in diese Falle zu tappen. Da allerdings im Text beschrieben wurde, dass bei der Menge der viralen RNA die Anzahl der Viruskopien und nicht der Titer bestimmt wird, ist diese Aussage ebenfalls falsch, da hier auf die falsche Y-Achse verwiesen wird.
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