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Lesbische Frauen sollen Zugang zur Fortpflanzungsmedizin erhalten: Dafür haben am Donnerstag zwischen 50 und 100 Menschen auf dem Berner Bärenplatz demonstriert. Sie folgten einem Aufruf des Dachverbandes Regenbogenfamilien und mehrerer weiterer Organisationen.
Für lesbische Paare sei die Samenspende von grosser Bedeutung, betonten die Demonstrierenden. Sie sollte gleichzeitig mit der Einführung der «Ehe für alle» zugelassen werden. Dafür brauche es – entgegen der Meinung des Bundesrats – keine Verfassungsänderung.
In vielen europäischen Ländern sei die Samenspende für Lesben erlaubt. In der Schweiz wohnhafte lesbische Paare machten daher zunehmend Gebrauch von der Möglichkeit, Kinder durch eine Samenspende im Ausland zu zeugen. Die damit verbundenen Nachteile liessen sich verhindern, wenn die Samenspende in der Schweiz zugelassen würde.
Mit der Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare befasst sich zurzeit die Rechtskommission des Nationalrats. Die Fortpflanzungsmedizin soll diesen Paaren aber vorerst verwehrt bleiben. Am Donnerstag wollte sich die Kommission erneut mit dem Thema befassen. Über das Ergebnis ihrer Beratung will sie am Freitag informieren. (aeg/sda)
Sie wird nie laufen oder sprechen können: Valeria leidet an einem seltenen Gendefekt. Helfen soll eine Therapie in den USA. Weil diese teuer ist, starten Eltern und Freunde nun eine Sammelaktion – mit prominenter Unterstützung.
Auf den ersten Blick sieht die kleine Valeria gleich aus wie die meisten einjährigen Babys, die gerade etwas müde sind. Sie hält die Augen leicht geschlossen, scheint jeden Moment wegzudämmern. Doch Valeria ist nicht müde. Sie hat einen extrem seltenen, nicht vererbbaren Defekt auf dem Gen namens KCNT1 – weltweit sind nur etwa 100 Personen davon betroffen. Laufen, sprechen, lachen, überhaupt Emotionen zeigen – das alles wird Valeria nie können. Auch dürfte sie nur wenige Jahre alt …