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Viele Fragen bleiben offen. Unweit der grossen Alignements, etwas im Abseits des Zentralwerks, befinden sich kleinere Steingruppen, die zum Teil aus sehr mächtigen Menhiren zusammen gesetzt sind. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen kleinen Menhirenfeldern und den grossen Alignements? Stehen sie in einer Beziehung zueinander? In welcher? Bilden sie eine Konkurrenz zum Zentralstück oder fügt sich die ganze Gegend zu einer Einheit zusammen? Welcher Ordnung folgt das Denken, das diese Bauwerke errichtete und organisierte? Auch diese Fragen werden wohl unbeantwortet bleiben.
Was an dieser Stelle bisher wieder gegeben wurde, sind Fakten. Zur Natur eines Traktates gehört jedoch, dass als denkerische Leistung, einer solchen, wie sie von den Erbauern von Carnac erbracht wurde, eine Auswertung des Gegebenen folgt. Das sei nun gewagt.
Die Alignements von Carnac formten aufgrund ihrer Ausmasse ganz sicher nicht einen geschlossenen Versammlungsplatz. Flächen solcher Grösse sind schwer mit Menschen zu füllen. Wie viele Leute haben auf dem Tjenanmen in Peking Platz. Millionen? So viele werden damals nicht in Carnac gelebt haben. Was ist den Menschen von damals eingefallen, um so etwas Gigantisches aufzustellen, was sich an Berühmtheit und Bedeutung in jener Zeit wohl nur mit Stonehenge messen liess, also jenem Rund jenseits des Ärmelkanals, wo sich die Gesellschaft wie eine Dorfgemeinschaft zu Saus und Braus im Kreis einfinden konnte.
Verschiedene Elemente zeichnen die Alignements von Carnac aus. Die Menhire sind nach Grösse geordnet. In den über vier Kilometer langen Reihen ist zudem zu beobachten, dass sie nicht der Gerade folgen, sondern über ihre Gesamtlänge hinweg eine Kurve bilden. Die gesamte Anlage ist, wie schon einmal erwähnt, in ihrer Gesamtlänge vom Boden aus nicht einsehbar. Dazu bedarf es schon des Flugs eines Vogels oder der Sicht, welche ein hoch fliegender Heissluftballon bietet.