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Normalerweise sei erst der Bund zuständige, dann die Kantone und schliesslich würden die Geflüchteten auf die Gemeinden verteilt. Bei den Ukraine-Geflüchteten habe der Bund aber direkt private Unterbringungen organisiert, auch in Zürich. «Wir wussten nichts von ihnen und sie nichts von uns. Unterstützungstechnisch sind sie im Nirwana gelandet», sagte Golta.
Bisher rund 1000 Ukrainer bei Privaten
Bei grossen Flüchtlingszahlen seien private Gastfamilien für die Erstunterbringung nicht geeignet. Die Menschen müssten zueinander passen, damit dies eine nachhaltige Lösung sei. Diese Abklärungen müssten deswegen am Schluss des Aufnahmeprozesses gemacht werden, so der Sozialvorsteher. Der Bund hätte seine Kapazitäten schneller hochfahren müssen, um die Menschen unterbringen zu können.
Bisher wohnten rund 1000 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Stadt Zürich bei Privatpersonen. Diese Zahl könne bis auf 1500 steigen, sagte Golta. «Wir haben bereits mehr Flüchtlinge, als wir vom Kontingent her haben müssten.»
Stadt will die Geflüchteten unterstützen
Die Stadt sei deswegen auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten, etwa bei Genossenschaften oder Privaten. «Für den Fall der Fälle bleiben auch die Zivilschutzanlagen ein Thema», sagte Golta. Auch ein Container-Dorf wie in der Stadt Bern sei eine Option.
Die Stadt Zürich wolle die Geflüchteten aus der Ukraine «möglichst schnell und unbürokratisch finanziell» unterstützen – auch wenn sie den Schutzstatus S noch nicht erhalten hätten. «Voraussetzung ist aber, dass sie sich bei uns melden», so Golta. Für Gastfamilien sei ein Beratungsangebot in Planung.