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Der World Summit on Sustainable Development (WSSD) hatte zum Ziel, eine Bilanz der Umsetzung der Beschlüsse der Konferenz in Rio und insbesondere der Agenda21 zu ziehen. Probleme wie soziale Gerechtigkeit, Dialog der Kulturen, Gesundheit und Entwicklung wurden stärker gewichtet als in den vorangehenden Gipfeln von Stockholm (1972) und Rio de Janeiro (1992). Der Zusammenhang zwischen Armut und dem Zustand der Umwelt wurde klarer aufgezeigt.
Die Teilnehmer bestätigten ihren Willen, die Millennium Entwicklungsziele zu erreichen und die Abkommen der Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (Monterrey Konsens) sowie der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation in Doha (WTO-Entwicklungsagenda von Doha) einzuhalten.
Zum Abschluss des Gipfels wurde von der Weltgemeinschaft die Erklärung von Johannesburg und der Durchführungsplan des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung (Johannesburg Plan of Implementation, JPOI), verabschiedet. Beim JPOI handelt es sich um einen rechtlich nicht verbindlichen Plan, der die Regierungsaktivitäten leiten soll. Die Erklärung hingegen ist eine politische Deklaration der Staats- und Regierungschefs mit Verpflichtungen und Umsetzungsvorschlägen zur Nachhaltigen Entwicklung.
Der Durchführungsplan, aber auch freiwillige und nicht verpflichtende Partnerschaftsinitiativen zwischen Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft sollen weiter zur Deckung der Grundbedürfnisse (Zugang zu sauberem Wasser, genügend Nahrung, Abwasserentsorgung, angemessenem Wohnraum, Energie, Gesundheitsversorgung) beitragen sowie den Schutz der biologischen Vielfalt ausweiten.
Um diesen Zielvorstellungen gerecht zu werden, wurde die Arbeit und Funktionsweise der CSD, so wie sie nach dem Weltgipfel von Rio festgelegt wurde, angepasst und zum Teil revidiert.