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Christo soll Trumps Mauer bauen
Besser abgrenzen mit Kunst: Eine dieser Tage von US-Künstler Luis Camnitzer lancierte Petition fordert von Donald Trump, Christo mit dem Bau seiner Mauer zu beauftragen.
Letztes Jahr mischte sich der New Yorker Architekt John Beckman mit einem fiktiven Architekturwettbewerb in die Diskussionen um Donald Trumps geplante Mauer ein. Vor Weihnachten propagierte das Büro Domo Architecture + Design aus Miami auf Architektur- und Design-Newsportalen eine Öko-Infrastruktur aus ausrangierten begrünten Containern.
Und nun will der amerikanische Konzeptkünstler Luis Camnitzer im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko ein Kunstwerk der Superlative errichten: Er hat auf der Plattform www.change.org eine Petition für einen orangefarbenen Zaun aus der Feder Christos lanciert. Dass ausgerechnet Christo das Bauwerk entwerfen soll, liegt an „The Running Fence“, die er 1976 in Kalifornien errichtet hatte. „Obwohl sie damals nur 24.5 Meilen (40 Kilometer) lang war, würde sie heute in voller Länge ein rassistisches Projekt in einen öffentlichen Kunst-Anlass verwandeln“, schreibt Camnitzer auf change.org.
Bisher sind rund tausend Unterschriften zusammengekommen. Er sei vom Erfolg seiner Petition überrascht gewesen, sagte Camnitzer dem Kunstnewsportal artnet.com. Schliesslich hatte er vor rund drei Wochen dort bereits eine andere, aber kaum erfolgreiche Petition ins Leben gerufen. Mit dieser verlangt er von Papst Franziskus, Dagobert Duck heilig zu sprechen. Der Grund: Der superreiche Erpel führe ein „beispielhaft ethisches“ Leben. (mai)