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In der ersten Runde erreichte der 46-Jährige zwar gut zehn Prozentpunkte weniger Stimmen als Daniel Martínez vom linken Regierungsbündnis Frente Amplio, aber in der Stichwahl konnte Lacalle Pou mit der Unterstützung dreier kleinerer Parteien rechnen.
Diese hatten beim ersten Wahlgang gemeinsam 24 Prozent der Stimmen bekommen. Der Wahlsieger tritt die Nachfolge des sozialistischen Präsidenten Tabaré Vázquez an.
Der 62-jährige Martínez, bis vor wenigen Monaten Bürgermeister der Hauptstadt Montevideo, vertritt den gemässigten Flügel der Linkskoalition. Lacalle Pou ist Sohn des ehemaligen Präsidenten Luis Lacalle und bewirbt sich als junger Erneuerer des konservativen Lagers.
Die kriselnde Wirtschaft stand im Fokus des Wahlkampfs in dem 3,5-Millionen-Einwohner-Staat. Bei fallenden Preisen der uruguayischen Exportgüter ist das Staatsdefizit auf 4,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts gestiegen; die Arbeitslosigkeit erreicht neun Prozent.
Die linke Koalition regiert in Uruguay ununterbrochen seit 2005. In der ersten Runde der Wahl büsste sie knapp zehn Prozentpunkte im Vergleich zu den vorherigen Wahlen von 2014 ein und verlor die absolute Mehrheit im Parlament. Die neue Regierung soll am 1. März 2020 ihre bis 2025 dauernde Amtszeit antreten. Mit ersten Ergebnissen wurde in der Nacht zum Montag gerechnet.