Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03535.jsonl.gz/161

Mit "And here are the all-male nominees" führte Schauspielerin Natalie Portman an den diesjährigen Golden Globes die Kategorie Best Director ein. Ein subtiler aber messerscharfer Seitenhieb auf das seit Jahren bestehende Problem: Es werden kaum Regisseurinnen für grosse Awards nominiert.
Es gibt aber eine ganze Bandbreite an talentierten Regisseurinnen, die Aufmerksamkeit für ihre Filme verdient haben. Eine davon ist – oh Wunder – in diesem Jahr sogar für einen Oscar nominiert. Wir zeigen euch, auf welche vier Filme von Frauen wir uns in diesem Jahr besonders freuen.
-
"Ladybird"
Darum gehts: "Ladybird" erzählt die Geschichte einer High-School-Studentin (gespielt von Saoirse Ronan) und ihrer komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter (gespielt von Laurie Metcalf). Ein rührendes, dramatisches und aufwühlendes Comedy-Drama, in welchem sich einige wiedererkennen werden.
Die Regisseurin: Greta Gerwig ist unter anderem bekannt für ihre Rolle im Film "Frances Ha", an dessen Drehbuch sie mitschrieb und 2014 als beste Schauspielerin für einen Golden Globe nominiert war. Für ihr erstes Solo-Regie-Debüt "Ladybird" hat Greta dann dieses Jahr einen Golden Globe bekommen. Der Film ist ausserdem für fünf Oscars nominiert: unter anderem für Best Picture, in der Kategorie Regie und Saoirse Ronan als beste Schauspielerin.
Filmstart: 19. April.
-
"The Darkest Minds"
Darum gehts: In einer utopischen Welt bringt eine Krankheit 98 Prozent der amerikanischen Teenager um. Die Überlebenden werden in einem knallharten Reha-Camp festgehalten und entwickeln dort bedrohliche Superkräfte, die sie bald nicht mehr kontrollieren können. Eine davon ist die 16-jährige Ruby (gespielt von der Jungschauspielerin Amandla Stenberg), die beginnt zu rebellieren und wegläuft. Ein fesselndes Science-Fiction-Drama, das auf dem gleichnamigen Buch von Alexandra Bracken basiert.
Die Regisseurin: Die südkoreanisch-amerikanische Regisseurin Jennifer Yuh Nelson wurde durch ihr Regie-Debüt "Kung Fu Panda 2" und dessen Nachfolger "Kung Fu Panda 3" bekannt. "Kung Fu Panda 2" ist bis heute einer der erfolgreichsten Filme im Bereich Animation, der von einer Frau gedreht wurde.
Filmstart: 13. September
-
"You Were Never Really There"
Darum gehts: Wer "Drive" gern gesehen hat, wird auch diesen Film mögen. Joaquin Phoenix spielt den skrupellosen Golfkrieg-Veteran und FBI-Agent Joe, der für seine Auftraggeber nicht vor brutaler Gewalt zurückschreckt – am meisten aber gegen sich selbst kämpft. Sein neuster Auftrag bringt ihn in die Welt eines unberechenbaren Pädophilenrings, aus dem er die junge Tochter des Auftraggebers retten soll. Dieser intensive, Adrenalin-geladene Thriller ist nichts für schwache Nerven.
Die Regisseurin: Die schottische Regisseurin Lynne Ramsay ist bekannt für ihre düsteren Verfilmungen, in denen Trauer, Tod oder Schuld eine grosse Rolle spielen. Mit dem 2011 erschienenen Film "We need to talk about Kevin" mit Tilda Swinton und Ezra Miller (der einen jugendlichen Schul-Attentäter spielt) in der Hauptrolle, wurde sie für diverse Preise nominiert. Für ihren neuen Film erhielt sie in Cannes den Preis für Best Screenplay – und eine siebenminütige Standing Ovation.
Filmstart: 26. April
-
"A Wrinkle In Time"
Darum gehts: Meg Murry (gespielt von Jungschauspielerin Storm Reid) ist ein schlaues, aber unsicheres Mädchen. Plötzlich verschwindet ihr Vater. Drei himmlische Gestalten (gespielt von Oprah Winfrey, Reese Witherspoon und Mindy Kaling) besuchen sie daraufhin auf der Erde, um ihr zu helfen, ihren Vater wiederzufinden. Zusammen reisen sie in eine andere Dimension und kämpfen gegen das Böse – wo sich Meg auch ihren persönlichen Kämpfen stellen muss.
Die Regisseurin: Die Amerikanerin Ava Marie DuVernay ist die erste Afroamerikanerin, die am Sundance Film Festival den Best Director Award gewonnen hat und die erste afroamerikanische Regisseurin, die für einen Golden Globe (für ihren Film "Selma" (2014)) nominiert wurde.
Filmstart: 5. April