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Wohnst Du in einer Gemeinde, in der es öfter mal zu Gewaltvorfällen kommt? In der man möglicherweise auf dem Schulweg, beim Bahnhof oder an der Bushaltestelle bedroht, ausgeraubt oder gar verprügelt wird? Was kannst Du dagegen unternehmen?
Gewalttäter/-innen verüben ihre Taten häufig unter dem Schutz des Schweigens und der Anonymität. Manchmal erfahren die Erwachsenen, die Behörden oder die Polizei nichts davon. Wenn das so ist, können sie auch nicht reagieren und helfen.
Deswegen: Wenn es in Eurer Gemeinde ein Gewaltproblem gibt, solltet Ihr so schnell wie möglich Eure Eltern, Eure Lehrpersonen, die Polizei und die Gemeindeverwaltung darauf aufmerksam machen.
Dabei dürft Ihr durchaus auch die Namen der Gewalttäter/-innen nennen: Wer dies tut, ist nicht etwa eine Verräterin oder ein Verräter, sondern übernimmt die Rolle eines Zeugen, der auf einen unerträglichen Zustand aufmerksam macht und erfüllt somit seine/ihre Pflichte als gute/-n Bürger/-in.
Weitere sinnvolle Aktionen sind:
- Ihr könnt eine Party, ein Konzert oder eine Ausstellung organisieren, die mit einer Anti-Gewalt-Botschaft verknüpft sind: Bringt an der Schule oder in Eurem Jugendtreff solche Ideen auf den Tisch, sie werden sicher gefördert werden.
- Eine weitere Möglichkeit ist das Herstellen und Verteilen von Flyern, die Anti-Gewalt-Botschaften enthalten: Sprecht mal mit Eurer Zeichnungslehrerin, Eurem Zeichnungslehrer darüber, ob man das nicht in den Unterricht einbauen könnte. Sie werden bestimmt interessiert sein.
- Falls Ihr Mühe damit habt, Erwachsene für Eure Anti-Gewalt-Botschaft zu interessieren, könnt Ihr auch Unterschriften sammeln. Macht Unterschriftenbogen, auf denen Euer Thema steht. Geht damit an die Öffentlichkeit. Bittet Jugendliche und Erwachsene darum, die Bogen zu unterschreiben. Je mehr solche Autogramme Ihr sammelt, desto besser. Wenn die Bogen voll sind, dann gebt Ihr sie bei Eurer Schulleitung ab. Ihr könntet sie auch noch kopieren und auf der Gemeindeverwaltung deponieren.