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- 08.12.2008
- Aktuell
20 Jahre ist es her, dass ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 im Norden Armeniens 25'000 Menschen in den Tod riss. Mehr als eine halbe Million Menschen wurde obdachlos und akut von Kälte, Nässe und Schnee bedroht. Angesichts des Ausmasses der Katastrophe liess die damalige Sowjet-Regierung erstmals ausländische Helfer ins Land. Die Bevölkerung in der Schweiz zeigte in diesen Vorweihnachtstagen grosse Solidarität und am nationalen Sammeltag der Glückskette kamen 11,3 Millionen Franken an Spenden zusammen.
Das Schwergewicht der Hilfe wurde auf den Wiederaufbau gelegt. In Spitak, nahe des Epizentrums, beteiligte sich die Glückskette mit 6,7 Millionen Franken am Bau von 167 Wohnhäusern, welche durch ein Konsortium aus SRK , Heks, Caritas, SAH und dem Katastrophenhilfekorps des Bundes erstellt wurden. Weitere 2,5 Mio. investierte die Glückskette in den Bau eines modernen Holzverarbeitungszentrums unweit der Hauptstadt Eriwan. Dieses Caritas-Projekt war eine wichtige Basis für die Wiederaufbautätigkeit, die allerdings durch innen- und aussenpolitische Wirren und dem wirtschaftlichen Zerfall beinahe zum Erliegen kam.
Die Herstellung von Fenstern, Türen und Dachstühlen vor Ort wurde immer stärker eine Stütze für den lokalen Markt und das Baugewerbe und bot 70 Menschen einen gesicherten Arbeitsplatz und Ausbildungsplätze für Jugendliche. Später wurde das erfolgreiche Werk den Einheimischen zur Selbstbewirtschaftung verkauft. In einem weiteren Projekt beteiligte sich die Glückskette mit 166'000 Franken am Diagnosezentrum der Herzklinik von Leninakan.