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Aktuelles
April zeigte sich sonnig und sehr trocken - mit unangenehmer Bise aber ziemlich kühl
Anfangs April wurden mit einem sich abschwächenden Hoch die höchsten Temperaturen des Monates erreicht. Dazu gab es über die Ostertage viel Sonnenschein und ideales Ausflugswetter. Danach folgte im Einfluss eines Tiefs über Skandinavien eine massive Abkühlung und so gab es auch in unserer Region ab und zu Schneeschauer und es blieb kurzzeitig jeweils eine dünne Schneeschicht liegen. Nachts fielen die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Das Tief verlor dann allmählich den Einfluss auf unser Wetter. Die Strömung drehte auf Nordost und es kam eine mässige Bisenströmung auf. Diese Wetterlage hielt sich in der Folge über mehrere Tage ziemlich konstant und hartnäckig. Die Nächte verliefen vielfach frostig und mit dem unangenehmen Wind stiegen die Tagestemperaturen nur allmählich in zweistellige Bereiche an. Vom 13. bis zum 28. April blieb es an der Wetterstation niederschlagsfrei und aufgrund der kühlen Temperaturen und auch wegen der fehlenden Feuchtigkeit machte die Vegetation kaum noch Fortschritte. Ein Gewitter am 22. April schaffte es nicht bis nach Niederbüren und brachte nur bis in den Raum Oberbüren kräftigen Regen. Erst kurz vor Monatsende kam mit zunehmendem Tiefdruckeinfluss wieder etwas Bewegung in die Wetterküche.
Der April 2021 tanzte in Sachen Temperatur völlig aus der Reihe. Lagen die Monate zuvor zum Teil deutlich über dem langjährigen Mittel, erreichte der vergangene April lediglich +7.2 Grad und fiel somit etwa 1.5 Grad zu kühl aus. Das Maximum von +24.3 Grad wurde am 1. und das Minimum von -5.4 Grad am 6. April verzeichnet. Beachtlich waren die 15 Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit ergab ein Mittel von 68%.
Der April war sehr trocken und die Niederschläge erreichten mit 22 mm nur knapp ein Drittel der üblichen Menge. Schon der Februar und der März brachte bereits ein deutliches Defizit. Bis zur Monatsmitte fiel ab und zu nochmals etwas Schnee und so lag kurzzeitig eine dünne Schneedecke von etwa 3 cm. Insgesamt fielen etwa 13 cm Schnee. Über der Region ging ein Graupelschauer nieder.
Der Luftdruck zeigte ein Mittel von 1017 hPa. Der Höchstwert zeigte am 14. 1030 hPa und am 28. wurden 1001 hPa gemessen.
Der Wind erreichte sein Maximum mit 54.7 km/h am 5. April (05.04.2021).
März zeigte sich lange Zeit spätwinterlich - in den letzten Tagen aber ausser ordentlich mild und frühlingshaft
Frühlingshaft und tagsüber mild mit viel Sonne ging es in die ersten Märztage. Danach folgte eine Abkühlung und leicht wechselhaftes Wetter. Zwischendurch wehte ab und zu auch eine unangenehme Bise. Kurz vor der Monatsmitte bestimmten dann zwei Sturmtiefs die Wetterlage. Diese brachten kräftigen Regen und viel Wind. Eine kräftige nordöstliche Strömung brachte ab dem 17. März nochmals Schneefall bis ins Flachland und die Temperaturen lagen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Den Schlusspunkt setzte dann ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa und dieses brachte den Frühling ins Land. Die Temperaturen stiegen deutlich an und erreichten bereits frühsommerliche Werte. Dazu gab es viel Sonnenschein.
Die Märztemperatur lag nahe am langjährigen Mittel und betrug +4.8 Grad. Wären da nicht noch die letzten, deutlich zu warmen Tage gewesen, läge die Temperatur einiges unter dem Mittel. Mit +22.3 Grad stieg der Höchstwert am 30. März bereits in den frühsommerlichen Bereich an. Deutlich unter den Gefrierpunkt sank die Temperatur am 9. März mit -3.7 Grad. Im vergangenen Monat wurden 16 Tage mit Frost registriert.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Mittel 78%.
Nach dem Februar blieb auch die Niederschlagsmenge im März deutlich unter dem langjährigen Mittel. Mit 51 mm fielen lediglich knapp zwei Drittel.
Es fiel nochmals etwas Schnee und so betrug die Neuschneesumme etwa 11 cm. Die maximale Schneehöhe ergab am 19./20. März kurzzeitig 3 cm. Die Schneedecke konnte sich aber nicht länger als einige Stunden über Nacht bis in den Vormittag halten. Es gingen 4 Graupelschauer bei der Wetterstation nieder.
Trotz Tiefdruckphasen ergab der Mittelwert des Luftdrucks beachtliche 1022 hPa. Spitzenwert waren 1032 hPa am 28. und 1004 hPa als Tiefstwert am 13. März.
Die höchste Windspitze wurde mit 59.4 km/h am 11. März gemessen (02.04.2021).
Februar mit frühlingshaftem Wetter und einer kurzen 'Mini-Kältewelle'
Der Start in den Februar verlief wenig winterlich. Mehrheitlich wetterbestimmend waren Tiefdruckgebiete im Bereich der Britischen Inseln. Dabei wurden mit einer westlich- bis südwestlichen Strömung milde und teilweise auch feuchte Luftmassen herangeführt. Der Wettercharakter war eher wechselhaft. Nebst einzelnen Regenschauern, zeigte sich aber auch die Sonne regelmässig. Zwischendurch wurde mit diesem Strömungsmuster auch Saharastaub herangeführt. Kurz vor der Monatsmitte war dann ein Hoch über Skandinavien wetterbestimmend. Am Südrand gelegen, strömte aus Norden massiv kältere Luft zum Alpenraum. Die Temperaturen sanken deutlich unter den Gefrierpunkt. In den klaren Nächten erreichte das Quecksilber über der Schneedecke zweistellige Minusgrade. Die Kälte war aber nur von kurzer Dauer. Die Strömung drehte wieder Richtung West-/Südwest und es wurde rasch milder und vorerst wechselhaft. Im letzten Drittel dominierte dann Hochdruckwetter und tagsüber herrschten frühlingshafte Temperaturen. Erst zum Monatsende folgte mit Bise eine Abkühlung.
Mit dem Februar war auch der dritte Monat im Winter 20/21 deutlich zu warm. Das Monatsmittel erreichte +2.9 Grad. Am 25. zeigte das Quecksilber mit +18 Grad den Höchstwert, womit bereits fast T-Shirt-Wetter herrschte. Demgegenüber sank die Temperatur am 14. Februar auf -13.7 Grad. Letztmals tiefer sank die Temperatur am 10. Februar 2013. Damals wurden -14.7 Grad(Messort Wetterhütte) registriert. Es wurden 9 Frost- und 3 Eistage gezählt.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Mittel 87%.
Nach dem niederschlagsreichen Vormonat blieb der Februar hingegen deutlich unter der Norm. Es konnten nur gerade 38 mm notiert werden. Davon fielen etwa 15 cm als Schnee und am 11. Februar erreichte die maximale Schneehöhe 10 cm. Eine geschlossene Schneedecke lag an insgesamt 7 Tagen. Die zweite Monatshälfte blieb ohne nennenswerte Niederschläge.
Der Luftdruck erreichte im Durchschnitt 1019 hPa. 992 hPa betrug der Tiefstwert am 1. und 1039 hPa der Höchstwert am 14. Februar.
Der maximale Wind wehte am 2./3. mit 40.3 km/h an der Wetterstation Niederbüren (02.02.2021).
Ein massiver Wintereinbruch und die nachfolgende Schneeschmelze prägen das Wetter im Januar
Der Start ins neue Jahr brachte im Einfluss von Tiefdruckgebieten eher trübes, aber vorerst niederschlagsfreies Wetter. Bis zur Monatsmitte blieb der Wettercharakter eher wechselhaft. Ab und zu gab es Schnee- oder Regenschauer, Zwischenhocheinfluss brachte jedoch auch immer wieder sonnige Abschnitte bei meist winterlichen Temperaturen. Zur Monatsmitte folgte dann ein nachhaltiger Wintereinbruch. Eine nordwestliche Strömung brachte sehr feuchte Luftmassen zur Alpennordseite. Die intensiven Regenfälle gingen schon bald in kräftige Schneefälle über und diese dauerten am 14/15. ganztags an. So fielen an der Wetterstation Niederbüren in diesem Zeitraum über 45 cm Schnee. Das Winterwetter hielt auch in den folgenden Tagen mehrheitlich an und so konnte sich die Schneedecke über längere Zeit halten. Erst einige Tage vor dem Monatsende brachte eine milde und stürmische nordwestliche Höhenströmung eine deutliche Erwärmung. Es regnete zum Teil intensiv und bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt ging es der mächtigen Schneedecke rasch an der Kragen. Ende Monat blieben nur noch einzelne Schneereste übrig.
Der Januar zeigte sich auch in Sachen Temperatur kurzzeitig tiefwinterlich. So konnte am 16. Januar mit -10.4 Grad der Tiefstwert gemessen werden. Dennoch fiel der Januar aufgrund der milden Temperaturen in den letzten Tagen etwas zu mild aus. Das Mittel ergab +0.4 Grad. Das Maximum wurde mit +9 Grad am 29. gemessen. Der Januar brachte 19 Frost- und 5 Eistage.
Die Luftfeuchtigkeit erreichte im Schnitt 89 %.
Der Monat fiel an der Wetterstation deutlich zu nass aus. Die Niederschlagssumme ergab 102 mm. Insgesamt fielen davon etwa 81 cm als Schnee. Die maximale Schneehöhe betrug am 15. Januar beachtliche 45 cm. Mehr Schnee lag letztmals 2014 und 2006. Die Schneedecke konnte sich während 15 Tagen halten.
Der Luftdruck zeigte im Durchschnitt 1013 hPa. Am 30. Januar fiel der Tiefstwert auf 995 hPa und am 16. zeigte das Maximum 1029 hPa.
Der Wind erreichte am 29. Januar mit 61.2 km/h seinen Höchstwert (01.02.2021).
Das Jahr 2020 fiel an der Wetterstation Niederbüren zu warm und zu trocken aus
Richtig winterlich wurde es im letzten Jahr im Flachland nicht und Schnee fiel nur ganz selten. Nach einem sehr milden Februar, zeigte sich dann der April bereits frühsommerlich und sehr trocken. Es folgte ein soweit ziemlich gemässigter Sommer mit einzelnen Hitzephasen, aber auch wechselhaftem Wetter und einem ziemlich nassen August. In den Herbstmonaten kam die Sonne vor allem im September nicht zu kurz, jedoch lag über Niederbüren zum Teil auch immer wieder eine zum Teil zähe Nebel- oder Hochnebeldecke. Dabei blieb es vor allem im September und November sehr trocken. Zum Abschluss zeigte sich der Dezember eher wechselhaft und es gab die ersten Schneefälle bis ins Flachland.
Statistische Werte
Kaum überraschend fiel auch das vergangene Jahr zu warm aus. Das Jahresmittel 2020 ergab + 10.0 Grad und lag damit etwas über dem Vorjahr. Die Temperaturspanne lag zwischen +33.2, gemessen am 31. Juli und -6.3 am 31. März. Ausser dem Oktober lagen alle Monate zum Teil deutlich über dem langjährigen Mittel, was speziell für den Februar und den April zutrifft. Der Juli zeigte sich mit +19 Grad am wärmsten, während der vergangene Dezember das Minimum mit +1.6 Grad aufwies. An der Wetterstation Niederbüren konnten 50 Sommertage (ohne Hitzetage) und 8 Hitzetage registriert werden. Frosttage (ohne Eistage) gab es in der Region 75 und Eistage lediglich 6.
Die Jahresniederschläge blieben auch 2020 deutlich unter dem langjährigen Mittel. Insgesamt fielen im letzten Jahr nur 905 mm Niederschlag, was rund 200 mm zu wenig ist. Bereits 2018 (729 mm) und 2019 (947mm) wiesen ein deutliches Defizit auf. Es ist aber zu erwähnen, dass die regionalen Unterschiede beim Niederschlag im letzten Jahr nur schon in der Ostschweiz zum Teil beachtlich ausgefallen sind. Am meisten Niederschlag fiel im August mit 185 mm. Demgegenüber bliebt der November fast trocken und es konnten nur 13 mm gemessen werden. Die Gewittertätigkeit war rege und so konnte an 23 Tagen Blitz und Donner gesichtet/vernommen werden. Bei einem Gewitter fiel kurzzeitig Hagel mit Korngrösse von etwa 2 cm. Bei der Wetterstation konnten 5 Graupelschauer beobachtet werden.
Schneefall war 2020 Mangelware und so konnte sich keine geschlossene Schneedecke über einen ganzen Tag halten. Die maximale Schneehöhe erreichte kurzzeitig 3 cm (Januar) und die Gesamtschneemenge ergab etwa 28 cm.
Die Luftfeuchtigkeit ergab ein Mittel von 80 %.
Im Durchschnitt erreichte der Luftdruck 1016 hPa. Dabei schwankte dieser zwischen 982 hPa am 28. Dezember und 1044 hPa am 20. Januar. In Sachen Wind zeigte sich der Februar ziemlich ruppig , unter anderem mit Orkan Sabine, welcher am 10. über die Schweiz zog und dabei eine Windspitze von 90 km/h brachte. An exponierten Lagen wurden natürlich noch deutlich höhere Windspitzen verzeichnet (22.01.2021).
Stürmischer Februar hinterliess Spuren
Frühsommerlicher April
Abwechslungsreiches Sommerwetter
Herbst brachte teilweise zähen Nebel
Deutlich zu wenig Niederschlag
Dezember brachte im Flachland wenig Schnee und auch nicht die grosse Kälte
Ausgeprägte Tiefdrucksysteme waren in der ersten Monatshälfte wetterbestimmend. Während auf der Alpennordseite zum Teil stürmischer Föhn bliess, fielen auf der Alpensüdseite und den angrenzenden Gebieten immer wieder grosse Schneemengen. Aber auch auf der Alpennordseite fiel in den höheren Lagen regelmässig etwas Schnee. Bei uns im Flachland gab es jedoch nur wenig Schnee und dieser blieb kaum liegen. Nach der Monatsmitte bestimmte ein Hoch mehrheitlich das Wetter und brachte in höheren Lagen viel Sonne, während im Flachland vielfach eine kalte Nebelschicht lag. Kurz vor den Weihnachtstagen wurde es wieder wechselhaft und deutlich milder, bevor anschliessend wieder kühlere Luft einfloss und bis zum Jahresende ab und zu ein paar Schneeflocken brachte.
Auch der Dezember folgte der Tendenz und war zu warm. Das Mittel ergab +1.6 Grad, was knapp 1 Grad über dem Mittel liegt. Der Höchstwert mit milden +14.5 Grad wurde am 22. und der Tiefstwert von -6.3 Grad am 27. Dezember registriert. Neben 18 Tagen mit Frost, konnten auch 2 Eistage verzeichnet werden. Somit waren insgesamt 11 Monate im 2020 zum Teil deutlich zu warm. Einzige Ausnahme blieb der Oktober.
Die Luftfeuchtigkeit ergab ein Mittel von 92%.
Die Niederschlagsmenge blieb auch im Dezember unter dem langjährigen Mittel und im Messbecher konnten 67 mm aufgefangen werden. Davon fielen etwa 10 cm in Form von Schnee. Kurzzeitig lag am 9. eine dünne Schneedecke von knapp 2 cm. Die Niederschlagsmenge im 2020 blieb damit deutlich unter der zu erwarteten Menge. Nur Februar und August lagen deutlich über dem Soll.
Der Luftdruck zeigte im Schnitt 1010 hPa. Ganz beachtlich war der Druckfall von 45 hPa innerhalb von etwa 45 Stunden von 1027 auf 982 hPa zwischen dem 26. und 28. 12.. Der Höchstwert von 1027 hPa wurde am 18./26. und der Tiefstwert mit 982 hPa am 28. Dezember gemessen.
Der Wind legte erst um die Weihnachtstage zu und erreichte sein Maximum mit 50 km/h am 24. Dezember (01.01.2021).
Wetterdaten Niederbüren Dezember
Oberhalb Magdenau am 7. Dezember
Nebel oder Hochnebel im Flachland - darüber viel Sonne und kaum Niederschlag
Der Wetterverlauf im vergangenen November ist rasch zusammengefasst. Es dominierte Hochdruckwetter und nur kurzzeitig vermochten Tiefdruckgebiet die Wetterlage kurzzeitig zu beeinflussen. Hochdruckwetter bedeutet im Flachland jedoch nicht automatisch auch Sonnenschein. Vielmehr lag über dem Flachland zäher Nebel oder Hochnebel und im 'Kaltluftsee' stiegen die Temperaturen im letzten Monatsdrittel nur noch wenig über den Gefrierpunkt. Nachts gab es bereits vielfach Frost. Über dem Nebel gab es mehrheitlich ungetrübten Sonnenschein und tagsüber sehr milde Temperaturen.
Da die erste Monatshälfte deutlich zu warm ausgefallen ist, resultierte ein leichter Temperaturüberschuss. Das Mittel erreichte +4.9 Grad. Das für den November aussergewöhnlich hohe Maximum mit +22.4 Grad wurde am 2. und das Minimum mit -3.9 Grad am 22. November gemessen. Es wurden 9 Frosttage aufgezeichnet.
Die Luftfeuchtigkeit ergab 92%.
Der November war extrem trocken und es wurden nur 13 mm Niederschlag gemessen. Dies entspricht knapp 15% der erwarteten Menge. Damit weist das laufende Jahr bereits ein beträchtliches Niederschlagsdefizit auf. Gänzlich trocken blieb gar der November 2011, wobei der Gesamtniederschlag in da zu mal noch über 1000 mm ergab.
Der Luftdruck ergab aufgrund der andauernden Hochdrucklagen ein hohes Mittel mit 1025 hPa. Am 20. zeigte der Höchstwert 1035 hPa und am 15. der Tiefstwert immer noch 1012 hPa.
Der Wind war im vergangenen Monat kaum ein erwähnenswert und so wurde das Maximum von 38.5 km/h am 16. November aufgezeichnet (02.12.2020).
Wetterdaten Niederbüren November
Viel Nebel und wenig Niederschlag
Wechselhafter und kühler Oktober ohne Altweiber-Sommer
Bis über die Monatsmitte hinaus verlief der Oktober mit nur kurzen Unterbrüchen tiefdruckbestimmt. Dabei fielen anfangs Monat vor allem auf der Alpensüdseite und in den angrenzenden Gebieten im Wallis und in Graubünden sehr grosse Niederschlagsmengen. Die gefallenen Tagessummen waren zum Teil rekordmässig. Im gleichen Zeitraum tobte nördlich der Alpen lokal ein heftiger Föhnsturm. Ein Wintereinbruch brachte am 26./27. Oktober vor allem in den Ostalpen oberhalb von etwa 1000 Meter grösserer Neuschneemengen. Erst zum Monatsende erfolgte unter Hochdruckeinfluss eine durchgreifende Wetterberuhigung und eine deutliche Erwärmung.
Der vergangene Oktober war im Vergleich zum langjährigen Mittel der erste Monat im laufenden Jahr, welcher leicht zu kühl ausgefallen ist. Das Monatsmittel ergab +9.1 Grad. Mit +19.7 Grad wurde das Maximum am 2. und das Minimum von +0.7 Grad am 20. Oktober gemessen. Es gab im vergangenen Monat weder Sommer- noch Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Durchschnitt 89%.
Die Niederschläge verteilten sich ziemlich regelmässig über den gesamten Monat und lagen mit 84 mm im nahe am langjährigen Mittel. Es gab weder Gewitter, noch frühen Schneefall.
Der Luftdruck ergab einen Durchschnitt von 1014 hPa. Kurz nach dem Monatsstart am 2./3. Oktober fiel der Druck auf 985 hPa und am 30. stieg dieser auf 1026 hPa.
Der abgelaufene Monat blieb in der Region eher schwachwindig und so zeigte die maximale Windspitze am 6. Oktober lediglich 43.6 km/h (02.10.2020)
Wetterdaten Niederbüren Oktober 2020
Ende Oktober bei Niederhelfenschwil
Spätsommerlicher und sehr trockener September mit kühlem Monatsende
Der September zeigte sich bis zum 24. mehrheitlich spätsommerlich. Nur kurzzeitig wurde der freundliche Wettercharakter durch Störungsdurchgänge unterbrochen, welche ab und zu etwas Niederschlag brachten. Die Temperaturen lagen vielfach noch im sommerlichen Bereich. Erst ab dem 25. September bestimmten dann Tiefdruckgebiete über Mittel- und Nordeuropa die Wetterlage. Es folgten Niederschläge und vor allem eine deutliche Abkühlung. In den Alpen sank die Schneefall stellenweise unter 1000 Meter ab. Mehrere Pässe mussten wegen des Wintereinbruchs gesperrt werden.
Auch im vergangenen September musste wiederum ein deutlicher Temperaturüberschuss verzeichnet werden. Zwischen dem 8. und dem 24. September lagen die Temperaturen deutlich über dem langjährigen Wert. Das Mittel lag mit +15.1 Grad mehr als 1 Grad zu hoch. Am 15. erreichte das Maximum +28.1 Grad und am 26. zeigte dann der Tiefstwert +5.6 Grad. Es konnten nochmals 8 Sommertage gezählt werden.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Mittel 86%.
Die Niederschläge erreichten mit lediglich 45 mm nicht einmal 50% des langjährigen Mittels. Vom 7. bis zum 21. September fiel an der Wetterstation Niederbüren kein Tropfen Regen. Im Raume Niederbüren blieb die Gewittertätigkeit auf einen Tag beschränkt.
Der Luftdruck ergab einen Monatsdurchschnitt von 1016 hPa. Am 8. zeigte der Höchstwert 1027 hPa und am 25. September der Minimalwert 1000 hPa.
Die maximale Windspitze zeigte am 25. September 50 km/h (02.10.2020).
Wetterdaten Niederbüren September 2020
Anfangs September bei Flawil
Hochsommerlicher August mit trübem und sehr nassem Abschluss
Nach einem sehr warmen und meist sonnigen 1. August folgten im Einfluss von atlantischen Tiefdruckgebieten einige wechselhafte und nicht mehr ganz so warme Tage. Danach konnten Ausläufer des Azorenhochs jedoch meist das Zepter übernehmen und es folgte über die Monatsmitte hinaus hochsommerliches und zunehmend auch sehr warmes Wetter. Erst kurz vor Monatsende stellte sich die Wetterlage dann grundlegend und nachhaltig um. Ein Tief zog von der Iberischen Halbinsel Richtung Golf von Genua und führte mit einer südwestlichen Strömung sehr feuchte Luftmassen gegen die Alpensüdseite. Im Tessin und in Teilen von Graubünden kam es zu intensiven und sehr ergiebigen Niederschlägen. Ein neues Tief mit Zentrum über Oesterreich, welches Richtung Polen zog, brachte dann am Sonntag auch auf der Alpennordseite, insbesondere in der Ostschweiz und den angrenzenden Gebieten ergiebige Niederschläge. Angefügt der Link zum sehr interessanten und aufschlussreichen Bericht der Meteo Schweiz zu dieser Wetterlage. Quelle Meteo Schweiz
Quelle: Meteo Schweiz
Der zurückliegende August reihte sich nahtlos in die Serie der zu warmen Monate ein. Die Temperatur erreichte ein Mittel von +18.8 Grad, knapp 1 Grad zu warm. Das Maximum von +32.6 zeigte das Thermometer am 21. und das Minimum von +9 Grad am 5. August. Hitzetage gab es 6 und dazu 12 Sommertage.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Durchschnitt 80%.
Die ergiebigen Niederschläge zum Monatsende konnten das bis vor diesem Ereignis herrschende Defizit bei weitem ausgleichen. Mit 181 mm gab es deutlich mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel. Für mehr Niederschläge in einem Monat muss bereits weit zurückgeschaut werden. Im Juni 2016 fiel mit 185 mm mehr Regen. Das Niederschlagsereignis vom 30. August brachte an der Wetterstation Niederbüren beachtliche 59 mm. Im Zeitraum vom 28. - 30. August fielen gar 86 mm.
Die Gewittertätigkeit war im vergangenen Monat eher gering und so konnten lediglich 4 davon registriert werden.
Der Luftdruck erreichte ein Mittel von 1013 hPa. Die Schwankungen war erneut nicht gross und so zeigte der Tiefstwert am 28. 1003 hPa und der Höchstwert am 5./6. August 1019 hPa.
Der Wind erreichte seine stärkste Böe mit 51.5 km/h am 26. (02.09.2020).
Wetterdaten Niederbüren August 2020
Mitte August bei Niederwil
Thur bei Niederbüren am 26. August
Thur bei Niederbüren am 30. August
Sommerliches Wetter im Wechsel mit kühleren Abschnitten und angenehmen Temperaturen - aber erneut zu warm und zu trocken
Der vergangene Juli zeigte sich in der ersten Monatshälfte abwechslungsreich. Sonnige und warme Tage wurden jeweils durch Störungsdurchgänge mit einer Abkühlung unterbrochen. Rasch folgte jedoch im Einflussbereich des Azorenhochs wieder ein Wechsel zu Sommerwetter. Dabei stiegen die Temperaturen auf sehr angenehme, sommerliche Werte. Erst zum Monatsende floss aus Südwesten zunehmend heisse Luft heran und die Werte stiegen deutlich über die 30 Grad Marke an. Zudem wurde es ziemlich 'tüppig'. Insgesamt folgte aber auch der Juli 2020 dem Trend der letzten Jahre. Es war zu warm und auch deutlich zu trocken.
So erreichte der Juli ein Temperaturmittel von +19 Grad, ein Überschuss von rund einem Grad. Der Spitzenwert von +33.2 zeigte das Thermometer am 31. und den Tiefstwert von +8.3 Grad am 7. Juli. An der Station Niederbüren wurden 16 Sommer- und 2 Hitzetage registriert.
Die Luftfeuchtigkeit erreichte 75 %.
Die Niederschläge fielen wie erwähnt deutlich zu gering aus und im Messkübel wurden total 88 mm aufgefangen. Es gab jedoch in der Schweiz viele Regionen, die deutlich weniger Regen erhielten und unter einer ausgeprägten Trockenheit leiden (z.B. Region Basel). Insgesamt an 7 Tagen wurden Gewitter verzeichnet. Dabei fiel am 22. Juli kurzzeitig Hagel mit einer Korngrösse von etwa 1 cm. Die Gewittertätigkeit an diesem Tag hielt über mehrere Stunden an und es fielen über 30 mm Regen.
Der Luftdruck machte im Verlauf des Monates keine grossen Sprünge und pendelte zwischen 1008 hPa (1.) und 1023 hPa (12.). So zeigte das Mittel 1015 hPa.
Die Winde kamen mehrheitlich aus westlicher Richtung und das Maximum erreichte am 10. Juli 45 km/h (03.08.2020).
Wetterdaten Niederbüren Juli 2020
Mitte Juli am Säntis
Abwechslungsreicher und 'ziemlich' normaler Witterungsverlauf im Juni
Nach einem sonnigen Start folgte schon bald die Schafskälte mit kühlen Temperaturen. Dazu fiel auch immer wieder Regen, gefolgt von nur kurzen Aufhellungen. Erst nach der Monatsmitte folgte dann stabiles Hochdruckwetter und die Temperaturen stiegen trotz Bise in den sommerlichen Bereich an. Kurz vor dem Monatsende gab es dann im Einflussbereich eines Tiefdruckgebietes über den Britischen Inseln einige Gewitter und zum Teil intensive Niederschläge.
Der Juni 2019 brachte im letzten Monatsdrittel eine ausgeprägte Hitzewelle und ausserdem auch sehr trocken.
Im langjährigen Vergleich war der Juni 2020 nur leicht zu warm. So zeigte das Monatsmittel genau +16 Grad. Der Juni 2019 war ganze 3 Grad wärmer. Das Maximum von +28.2 Grad erreichte das Thermometer am 26. und das Minimum zeigte dieses am 1. Juni frühmorgens mit +5.7 Grad. Die grosse Hitze blieb aus und so konnten im vergangenen Monat 11 Sommer-, jedoch keine Hitzetage (über 30 Grad) verzeichnet werden. Im Juni 19 gab es 5 davon.
Die Luftfeuchtigkeit erreichte einen Durchschnitt von 80 %.
Die Niederschlagssumme erreichte mit 132 mm ziemlich genau das langjährige Mittel. Die Niederschläge verteilten sich auf die erste Monatshälfte und die letzten Tage. Die Gewittertätigkeit war eher bescheiden und beschränkte sich auf 4 Tage.
Der Luftdruck ergab einen Durchschnitt von 1012 hPa. Am 22. Juni betrug der Höchstwert 1022 hPa und am 4. der Tiefstwert 996 hPa.
Die stärkste Böe wurde vom Windmesser am 13. Juni mit 56.2 km/h erfasst (02.07.2020).
Wetterdaten Niederbüren Juni 2020
Bei Bischofszell anfangs Juni
Viel Sonne, hartnäckige Bise und wenig Regen prägen den Mai
Der Monat startete wechselhaft und es kam im Einfluss von Tiefdruckgebieten regelmässig zu Niederschlägen. Zwischenhocheinfluss sorgte aber regelmässig auch für Sonnenschein. Kurz vor der Monatsmitte lag eine Luftmassengrenze über dem Alpenraum und diese trennte kühle und feuchte Luft im Norden von deutlich wärmerer Luft im Süden. Prägend für den weiteren Verlauf bis zum Monatsende war dann eine kräftige und stabile Hochdrucklage über den Britischen Inseln und Skandinavien. Die Schweiz lag an dessen Südrand und daher in einer anhaltenden Bisenströmung. Diese wehte kräftig und die Temperaturen blieben daher trotz viel Sonnenschein eher gedämpft. In den Nächten herrschte lokal nochmals Bodenfrost.
Der vergangene Mai lag temperaturmässig nur unwesentlich über dem langjährigen Mittel. Dieses erreichte +12.9 Grad. Den Höchstwert mit sommerlichen +26.7 Grad zeigte das Thermometer am 22. und den Tiefstwert von +1.4 Grad am 7. Mai. Es konnten 3 Sommertage mit Werten über 25 Grad registriert werden.
Die Luftfeuchtigkeit lag mit 76% eher im tieferen Bereich.
Die Niederschläge konzentrierten sich mehrheitlich auf die erste Monatshälfte. Auch in diesem Monat fielen diese deutlich zu gering aus und erreichten mit 85 mm lediglich zwei Drittel des üblichen Mittels. Damit ist das Niederschlagsdefizit in diesem Jahr schon sehr beträchtlich. Bisher fielen nur etwa knapp 70% der üblichen Summe. An 3 Tagen konnte geringe Gewittertätigkeit verzeichnet werden.
Die Luftdruck betrug im Durchschnitt 1018 hPa. Am 11. betrug der Tiefstwert 994 hPa und am 25. der Höchstwert 1031 hPa.
Eine unangenehme Bise war die dominierende Windrichtung und prägte viele Tage im vergangenen Monat. Die maximale Windgeschwindigkeit betrug 50 k/h (03.05.2020).
Wetterdaten Niederbüren Mai 2020
Oberhalb Urnäsch Mitte Mai
Trockenheit und frühsommerliche Temperaturen prägen den April 2020
Der diesjährige April zeigte sich tendenziell eher frühsommerlich. Rasche Wetterwechsel blieben aus. Das Wetter war grösstenteils von Hochdruck geprägt. Die Schweiz lag meist am südlichen Rand von Hochdruckgebieten im Norden. Die Sonne schien regelmässig von früh bis spät und immer wieder wehte eine zum Teil kräftige Bise. Diese und die ausbleibenden Niederschläge sorgten für eine zunehmende Austrocknung der Böden. Die Vegetation war der Jahreszeit bereits deutlich voraus. Durch die Trockenheit stieg die Waldbrandgefahr immer mehr an und so sahen sich die Behörden gezwungen, ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe zu verfügen. Erst kurz vor dem Monatsende stellte sich die Wetterlage allmählich um und Tiefdruckgebiete brachten in der Region noch einige Niederschläge und eine leichte Abkühlung.
Die mittlere Monatstemperatur lag mit +11.1 Grad deutlich über dem langjährigen Mittel. Noch wärmer in den letzten Jahren war der April 2018 mit +12 Grad. Hingegen war der letztjährige April mit +8.5 Grad nahe dem langjährigen Mittel. Mit +24.4 Grad wurde am 18. April nur knapp der erste Sommertag des Jahres verpasst. Der Monat startete jedoch frostig und so wurde am 1. der Tiefstwert mit -5.4 Grad verzeichnet. Es konnten im April noch 6 Frosttage verbucht werden.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte einen Mittelwert von 68%.
Nach einem schon deutlich zu trockenen März, setzte sich das Niederschlagsdefizit weiter fort. Der April verlief ausserordentlich trocken und erst in den letzten Tagen fiel noch etwas Regen. Es wurden daher lediglich knapp 20 mm im Messkübel gesammelt. Ähnlich trocken mit nicht ganz 20 mm zeigte sich der April 2018. Schneefall, im April nicht aussergewöhnlich, gab es in diesem Jahr nicht mehr.
Der Luftdruck erreichte im Schnitt 1015 hPa. Am 7. April zeigte der Höchstwert 1028 hPa und am 28. der Tiefstwert 1005 hPa. Die maximale Windspitze wurde am 13. mit 35.3 km/h gemessen (02.05.2020).
Wetterdaten Niederbüren April 2020
Mitte April bei Niederbüren
Zweite Märzhälfte mit unangenehmer Bise und frostigen Nächten
Die Grosswetterlage wurde auf der Alpennordseite im ersten Monatsdrittel weitgehend von reger Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik bestimmt. Die Temperaturen waren dabei deutlich zu mild und immer wieder kam es zu Niederschlägen. Danach stellte sich die Wetterlage aber grundlegend um. Der Alpenraum kam regelmässige an den Rand von Hochdruckgebieten zu liegen. Dadurch gab es in der zweiten Monatshälfte regelmässig viel Sonnenschein. Immer wieder wehte jedoch eine mässige bis starke Bise. Diese drückte das Temperaturniveau meist unter die 10-Grad Marke und in den Nächten herrschte gar starker Frost. Dennoch dürfte das Wetter einen positiven Einfluss in der vom Corona-Virus geprägten Zeit gehabt haben. Viele Leute nutzten die tolle Witterung und bewegten sich in der Natur, was sich sicherlich für Geist und Seele positiv auswirken sollte. Zum Monatsende folgte dann sogar noch ein kleiner Wintereinbruch mit einer dünnen Schneedecke.
Aufgrund des letzten Monatdrittels, welches deutlich zu kalt ausfiel, erreichte der März mit +5 Grad nur wenig mehr als das langjährige Mittel. Somit war der März auch kälter als der Februar. Am 31. März erreichte das Minimum -6.4 Grad. So kalt war es im vergangenen Winter 19/20 gar nie. Der Höchstwert von +18.4 Grad konnte am 20. gemessen werden. Es gab im März 17 Frosttage, deutlich mehr als im Februar.
Die Luftfeuchtigkeit erreichte einen Durchschnitt von 79%.
Die Niederschläge verteilten sich auf das erste Monatsdrittel und auf das Monatsende und ergaben 56 mm. Damit fielen diese etwas zu gering aus. Ende März gab es nochmals etwas Schneefall und so bildete sich kurzzeitig eine dünne Schneedecke von etwa 3 cm. Insgesamt fielen etwa 6 cm Neuschnee. Ein Gewitter zog am 1. März über die Ostschweiz und bracht einen Graupelschauer.
Der Luftdruck zeigte im Mittel 1017 hPa. Anfangs des Monates am 2. März sank dieser auf 986 hPa und stieg dann am 18. auf den Höchstwert von 1030 hPa.
Der vergangene März brachte immer wieder kräftigen Wind. Dieser kam zuerst aus westlichen Richtungen und in der zweiten Hälfte dann aus nordöstlicher Richtung. Die Spitze von 59.6 km/h wurde am 1. März verzeichnet (02.03.2020).
Wetterdaten Niederbüren März 2020
Winterliches Monatsende im Eichwald
Februar brachte immer wieder Sturm und war zudem aussergewöhnlich mild
Bereits ende Januar stellte sich eine dynamische Wetterlage ein. Ueber 02dem Atlantik herrschte eine rege Tiefdrucktätigkeit und diese setzte sich auch im Februar fort. Dabei wurde sehr milde Luft herangeführt und so sank z.B. die Tiefsttemperatur am 3. Februar nicht unter 10 Grad. Es folgte dann am 10. Februar mit Orkantief Sabine der stärkste Sturm in unserer Region. Aber auch im weiteren Monatsverlauf gab es noch einige kräftige Stürme mit kräftigem Regen und auch immer wieder sehr milden Temperaturen. Erst kurz vor Monatsende 'wagte' sich die Schneefallgrenze in unsere Region. Richtig winterlich wurde es aber auch im Februar nicht mehr. Zum Monatsabschluss zog dann noch Sturm Bianca über uns hinweg.
Mit einem Mittel von +5.7 Grad lag die Temperatur im vergangenen Februar mehr als 4 Grad über der Norm. Seit Beginn der Messreihe an der Wetterstation Niederbüren der absolute Höchstwert für den Februar. 2002 erreichte der Februar ein Mittel von +4.8 Grad. Der Monat zeigte sich also wenig winterlich. Dies verdeutlichen auch die Tagesmittelwerte von über 10 Grad, welche am 2.,3.,10. und am 23. und 24. Februar zum Teil deutlich überschritten wurden. So überrascht es auch nicht, dass die tiefste Temperatur am 7. nur gerade auf -5.1 Grad sank. Der Höchstwert am 24. Februar zeigte jedoch bereits +17.8 Grad. Auch die Anzahl der Frosttage liegt mit 8 auf sehr tiefem Niveau. Eistage wurden keine verzeichnet.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Schnitt 77%.
Hingegen fiel die Niederschlagsmenge in diesem Monat deutlich zu hoch aus. Es wurde ein Total von 106 mm im Messkübel registriert. Im Februar konnte zudem der erste Schneefall dieses Winters verzeichnet werden, welcher zumindest kurzzeitig eine dünne Schneeschicht in unserer Region hinterliess. Diese erreichte am 27. maximal 3 cm. Die gefallene Neuschneemenge ergab etwa 12 cm. An 2 Tagen gab es kurze Gewitter und 3 Graupelschauer gingen ebenfalls nieder.
Der Luftdruck war trotz reger Tiefdrucktätigkeit mit 1019 hPa im Mittel erstaunlich hoch. Am 5. zeigte der Höchstwert 1036 hPa und am 27. Februar der Tiefstwert 995 hPa.
Der Februar war geprägt von stürmischen Winden und so erstaunt es nicht, dass auch der bisherige Stationsrekord gemessen wurde. Beim Durchzug des Sturm Sabine am 10. Februar erreichte die Windspitze 90 km/h. Insgesamt wurden an 11
Tagen an der Wetterstation Windspitzen von über 50 km/h gemessen (02.03.2020).
Wetterdaten Niederbüren Februar 2020
Eichwald nach dem Sturm Sabine
Beitrag zu den milden Temperaturen (Meteo Schweiz)
Windaufzeichnung im Februar
Sabine' hinterlässt auch in Niederbüren deutliche Spuren
Bereits einige Tage zuvor warnten die verschiedenen Wetterdienste vor dem Orkantief mit dem doch eigentlich sanften Namen 'Sabine'. Harmlos blieb Sabine jedoch nicht. Der Sturm zog in zwei Phasen ab dem frühen Montagmorgen (10. Februar) und in der zweiten Phase in der Nacht auf Dienstag (11. Februar) über die Schweiz hinweg. Sabine brachte hohe Windgeschwindigkeiten. So wurden auf dem Gütsch bei Andermatt gemäss Meteo Schweiz über 200 km/h gemessen. Die starken Winde blieben nicht ohne Folgen und es gab vielerorts massive Schäden. Auch an der Wetterstation Niederbüren wurden Sturmwinde registriert und so wurde am Montagmorgen mit 90 km/h die bislang höchste Windspitze seit Messbeginn registriert. An exponierten Lagen in unserer Region dürften jedoch noch deutlich höhere Spitzen aufgetreten sein. Die in der Nähe gelegene Wetterstation von Meteo Schweiz in Bischofszell verzeichnete ein Maximum von 94 km/h. Auch in der Region Niederbüren knickte der Sturm eine beträchtliche Anzahl von Bäumen. Nachfolgend einige Impressionen aus dem Eichwald (12.02.2020).
Januar 2020 bleibt ohne Schnee - zu warm und viel zu trocken
Der Januar blieb seinem Ruf als Wintermonat schuldig. In der Region gab es keinen Schneefall und somit auch keine Schneedecke. Die Wetterlage war mehrheitlich hochdruckbestimmt und niederschlagsarm. Während in höheren Lagen bei viel Sonnenschein sehr milde Temperaturen herrschten, gab es in unserer Region doch einige Tage mit Nebel und einer Inversionslage. Dadurch blieben die Temperaturen zum Teil im frostigen Bereich. Erst kurz vor dem Monatsende nahm die Witterung wieder Fahrt auf und atlantische Tiefdruckgebiete brachten einen Wetterumschwung.
Nichts neues also im 2020: Der vergangene Monat reihte sich nahtlos ein und blieb mit einer Temperatur von +1.7 Grad deutlich über dem langjährigen Mittel. Am 31. erreichte der Höchstwert frühlingshafte +14.5 Grad. Die grosse Kälte blieb bislang in diesem Winter ebenfalls aus und so zeigte der Tiefstwert am 24. Januar nur -4.3 Grad. Der Monat brachte in der Region 4 Eis- und 17 Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit ergab als Folge der Inversionslagen 90%.
Die grossen Niederschläge in Form von Regen und Schnee blieben diesen Monat aus und so wurden nur gerade 24 mm gemessen, was knapp einem Drittel der normalen Menge entspricht. Damit blieb es nun drei Monate hintereinander viel zu trocken. Es gab lediglich am 28. einzelne Schneeflocken in der Region. Eine Schneedecke blieb aus. Beim Durchgang der ziemlich spektakulären Kaltfront am 28. Januar gab es Blitz und Donner, Graupelschauer und Sturmböen. Wettermässig der einzige Höhepunkt, abgesehen vom aussergewöhnlich hohen Luftdruck. Dieser betrug im Durchschnitt im Januar 1026 hPa. Nahe am Stationsrekord (1045 hPa 27.12.2016) lag der Höchstwert von 1044 hPa am 20. Januar. Der Tiefstwert zeigte am 28. Januar 1001 hPa.
Beachtlich war am 28. die höchste Windspitze von 79 km/h (03.02.2020).
Wetterdaten Januar 2020
Nähe Storchenegg am 23. Januar
Wetterjahr 2019: Trend der Erwärmung setzte sich fort – zu wenig Niederschlag
Der Januar 2019 startete winterlich und es lag während einigen Tagen eine beachtliche Schneedecke. Mitte Februar war dann der Winter in der Region vorbei und es wurde frühlingshaft und mild. März und April folgten mit kurzen Unterbrüchen diesem Trend. Anfangs Mai sorgte jedoch ein Kaltlufteinbruch nochmals für ein doch eher aussergewöhnliches Winterintermezzo. Danach blieb der Wonnemonat kühl und regnerisch. Juni und Juli brachten dann einige Tage mit grosser Hitze und es gab zu wenig Niederschlag. Der August zeigte sich sommerlich, aber eher wechselhaft mit zahlreichen Gewittern. Nach wechselhaftem Beginn folgte in der zweiten Septemberhälfte schönes und warmes Spätsommer-Wetter. Im ersten Drittel des Oktobers regnete es immer wieder, bevor dann wieder mildes und vielfach sonniges Herbstwetter folgte. Ende Oktober und anfangs November folgten einige trübe und regnerische, aber relativ milde Tage. Der weitere Verlauf des Novembers brachte wenig Sonne, aber dennoch nur spärliche Niederschläge und eher milde Temperaturen. Im Dezember konnte sich der Winter in der Region nicht durchsetzen. Dem eher wechselhaften und milden Wetterverlauf bis zu den Weihnachtstagen, folgten zum Jahresende einige neblige und kalte Tage.
Statistische Daten:
Das Jahr 2019 war zu warm und erreichte im Mittel +9.8 Grad und lag damit dennoch deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Nur gerade der Mai (+10.2) fiel zu kalt aus, ansonsten verzeichneten die restlichen Monate zum Teil einen deutlichen Temperaturüberschuss. Am wärmsten war der Juli mit +19.9 und am kältesten der Januar mit 0 Grad. Die tiefste Temperatur wurde am 5. Februar mit -8.2 und die höchste mit +35 Grad am 24. Juli gemessen.
Im vergangenen Jahr wurden 40 Sommer- und 12 Hitzetage registriert. Frosttage gab es 76 und Eistage 7.
Das abgelaufene Jahr war in der Region deutlich zu trocken. Es fielen nur 947 mm Niederschlag. Nur im Oktober fiel mit 125 mm mehr Niederschlag als erwartet. Der Mai und der August erreichten annähernd ihr Soll. Viel zu trocken waren Januar bis April und November und Dezember. Am meisten Niederschlag fiel im Mai mit 130 mm und am wenigsten im Februar mit nur 27 mm. Die regenreichsten Tage mit je 37 mm wurden im August und im Oktober verzeichnet.
Ein Teil der Niederschlagssumme ging in Form von Schnee nieder und die aufsummierte Gesamtschneemenge erreichte etwa 100 cm. Die maximale Schneehöhe betrug am 10. Januar 28 cm. An 16 Tagen konnte eine Schneedecke gemessen werden.
Die Anzahl Gewitter in der Umgebung ergab 22. Zweimal konnten kurzzeitig kleine Hagelkörner gesichtet werden. Eine Tropennacht (nicht unter 20 Grad) wurde beim Übergang Juni/Juli registriert.
Das Luftdruckmaximum von 1039 hPa wurde in den Monaten Januar, Februar und Dezember gemessen und am 13. Dezember erreichte der tiefste Wert lediglich 981 hPa.
Am 14. Dezember wurde beim Durchgang einer Kaltfront an der Wetterstation Niederbüren die höchste Windspitze mit 67.7 km/h gemessen (14.01.2020).
Uebersicht Januar - Dezember 2019
Eichwald mitte Januar
Nähe Niederwil anfangs Mai
Bei Bischofszell ende Juni
Blick Richtung Niederwil im September
Unterhalb Städeli im Dezember
Dezember ohne Schneefall - wiederum zu warm und mit Niederschlagsdefizit
Der diesjährige Dezember blieb als Wintermonat einiges schuldig. Es fehlten dazu die Zutaten wie Kälte und feuchte Luftmassen. Die Wetterlage war zwischendurch eher herbstlich geprägt. Hartnäckiger Nebel oder Hochnebel am Anfang und am Ende des Monates sorgten nicht für Winterstimmung. Zudem sorgte der Föhn in einigen Regionen für Temperaturen weit über dem langjährigen Mittel. Die weiteren Wetteraussichten sehen vorderhand ebenfalls keinen Wintereinbruch bis ins Flachland und tendieren eher auf einer Fortdauer der momentanen Wetterlage.
Der vergangene Monat hielt sich an die Tendenz seiner Vorgänger. Temperaturmässig war der Dezember deutlich zu warm. So erreichte das Monatsmittel +3.1 Grad, was knapp 2 Grad über den Erwartungen liegt. Bei einer kurzen Föhnphase am 20. kletterte die Temperatur auf +17.3 Grad. Der tiefste Wert konnte am 11. Dezember mit -4.6 Grad registriert werden. Es gab 14 Frosttage, jedoch keine Eistage. Am 20. gab es wie bereits erwähnt Föhn und der Temperaturanstieg (siehe Diagramm unten) innert kurzer Zeit war doch beachtlich.
Die Luftfeuchtigkeit ergab einen Durchschnitt von 90%.
Die Niederschläge waren deutlich zu gering und erreichten lediglich 40 mm. Damit verzeichnete das vergangene Jahr nach 2018 erneut ein deutliches Defizit. An der Wetterstation Niederbüren konnte im Dezember lediglich kurzzeitig Schnee-Regen beobachtet werden. 'Richtigen' Schneefall hatte der Monat nicht zu bieten.
Der Luftdruck betrug durchschnittlich 1016 hPa. Am 13. sank der Druck auf 981 hPa ab und stieg dann am 29. Dezember auf 1039 hPa.
Beim Durchgang einer Kaltfront am 13. erreichte der Wind eine Spitze von 67.7 km/h (02.01.2020).
Wetterdaten Dezember 2019
Blick Richtung Gestmatt am 31. Dezember
Temperatursprung Föhnereignis 20. Dezember
Der November war trotz wenig Sonne zu warm und auch zu trocken
In unserer Region verlief das diesjährige Novemberwetter eher unspektakulär. Obwohl nur wenig Niederschlag fiel und die Temperaturen deutlich zu mild waren, gab es bei überwiegend tiefdruckbestimmtem Wetter nur wenig Sonnenschein. Deutlich 'aktiver' war hingegen das Wetter auf der Alpensüdseite. Hier fielen aufgrund der häufigen Südwest- und Südlagen grosses Niederschlagsmengen. In höheren Lagen fielen dabei grosse Neuschneemengen. Betroffen war ein Gebiet, welches vom Wallis bis zum Münstertal in Graubünden reichte. Auf der Alpennordseite gab es in den typischen Föhngebieten zahlreiche Föhnlagen mit warmen Temperaturen.
Wiederum war es an der Wetterstation Niederbüren ein deutlich zu warmer Monat. Der November ergab ein Mittel von +5.2 Grad. Die wärmste Temperatur konnte am 2. mit +17.4 Grad und die tiefste mit -2.6 Grad am 14. November aufgezeichnet werden. Es gab im abgelaufenen Monat lediglich 6 Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit betrug 91%.
Die Niederschläge fielen mit 45 mm deutlich zu gering aus und verteilten sich mehrheitlich auf den Monatsanfang und das Ende. Schneefall konnte keiner verzeichnet werden. Fällt der Dezember nicht noch sehr nass aus, dürfte auch das Jahr 2019 als deutlich zu trocken in die Statistik eingehen. Der Luftdruck lag im Monatsverlauf eher im tiefen Bereich und erreichte einen Schnitt von 1006 hPa. Tiefstand waren am 3. November 986 hPa. Am 30. wurden 1023 hPa gemessen. Die maximale Windspitze wurde am 28. mit 43.6 km/h registriert (02.12.2019).
Wetterdaten Niederbüren November 2019
Bei Waldstatt am 10. November
Oktober nach trübem Start mit schönem Herbstwetter und regnerischem Ausklang
Nach nochmals fast sommerlichem Beginn, bestimmte anschliessend rege Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik die Wetterlage bei uns. Immer wieder gab es zum Teil kräftigen Regen und die Temperaturen gingen deutlich zurück. Erst nach dem ersten Monatsdrittel brachte eine südwestliche Strömung dank Föhntendenz auf der Alpennordseite wieder wärmeres und vielfach sonniges Herbstwetter zurück. Dieser Wettercharakter zog sich über einen längeren Zeitraum hin und erst in den letzten Oktobertagen bestimmte eine Luftmassengrenze knapp nördlich der Schweiz das Wetter. Ab dem 28. Oktober hatte die Sonne keine Chance und zudem regnete es zum Teil kräftig mit kühlen Temperaturen.
Der Oktober war der fünfte Monat in Folge, der gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich zu warm ausfiel. Das Temperaturmittel zeigt +10.9 Grad. Das Maximum von +24.2 Grad wurde zu Monatsbeginn gemessen und der Tiefstwert von +3.6 am 11. Oktober. Es gab keine Sommer- und auch keine Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit ergab den Schnitt von 90%.
Nach vielen zu trockenen Monaten war der diesjährige Oktober doch einiges zu nass und so ergab das Niederschlagstotal 125 mm. Der Regen verteilte sich mehrheitlich auf das erste und das letzte Monatsdrittel.
Der Luftdruck erreichte im vergangenen Monat einen Durchschnitt von 1015 hPa. Der Höchstwert von 1022 hPa wurde gleich an mehreren Tagen erreicht. Der Tiefstwert zeigte am 1. und am 15. des Monates 1005 hPa.
Die maximale Windspitze ergab 56.2 km/h und wurde am 7. registriert (01.11.2019).
Wetterdaten Niederbüren Oktober 2019
Unterhalb der Schwägalp am 17. Oktober
September nach kühlem und nassem Start nochmals spätsommerlich warm
Im ersten Monatsdrittel brachten Tiefdruckgebiete immer wieder wechselhafte, kühle und niederschlagsreiche Witterung mit sich. Bis zum 10. September fielen bereits über 70 mm Regen. Danach folgte unter mehrheitlichem Hochdruckeinfluss vielfach sonniges und deutlich wärmeres Spätsommerwetter. Es blieb vom 10. bis 22. niederschlagsfrei. Danach verstärkten Tiefdruckgebiete über dem Atlantik und den Britischen Inseln ihren Einfluss und der Wettercharakter wurde eher wechselhaft. Ab und zu gab es etwas Niederschlag und die Temperaturen gingen etwas zurück.
Aufgrund der vielen warmen Spätsommertage erreichte die Durchschnittstemperatur im September +14.3 Grad. Sie lag damit etwas über den Erwartungen für diese Jahreszeit. Am 15. zeigte das Thermometer nochmals sommerliche +27.8 Grad, am 20. frühmorgens jedoch nur +2.9 Grad. Der September brachte nochmals 4 Sommertage.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte im Mittel 84%.
Die gefallenen Niederschläge ergaben eine Monatssumme von 98 mm, was etwa dem langjährigen Mittel der Region entspricht. Dennoch fiel ab dem 10. nur noch wenig Regen. Damit erreichte die Niederschlagsmenge in diesem Jahr aber bereits die Jahresmenge von 2018 (729 mm). Aktuell bislang in diesem Jahr 739 mm. Die Gewittertätigkeit beschränkte sich auf einen Tag.
Der Luftdruck ergab ein Mittel von 1018 hPa. Am 13. September wurden als Höchstwert 1031 hPa und am 23. als Tiefstwert 1009 hPa gemessen.
Am 23. wurde eine Windspitze von 46.8 km/h aufgezeichnet (03.08.2019).
Wetterdaten Niederbüren September 2019
Bei Niederwil am 3. September
Der Sommer 2019 an der Wetterstation Niederbüren in Zahlen
Im Rückblick auf den Sommer 2019, welcher die Monate Juni, Juli und August beinhaltet, wird sofort ersichtlich, dass auch der diesjährige Sommer im langjährigen Vergleich erneut deutlich zu warm, aber auch zu trocken ausgefallen ist.
Die Durchschnittstemperatur dieser drei Monate betrug +19 Grad (+19.5). Der Spitzenwert von +35 Grad (+33.8) wurde am 24. Juli gemessen. Die Anzahl Hitzetage lag mit 18 (14) massiv über dem Mittel. Normalerweise liegt diese Zahl deutlich unter zehn Tagen. Sommertage gab es 36 (45). Aussergewöhnlich war sicherlich die Hitzeperiode im Juni, welche vom 24. bis zum Monatsende Temperaturen von deutlich über 30 Grad brachte. Danach gab es im Juli und im August ebenfalls nochmals kurze und intensive Hitzephasen. Sämtliche Monate lagen temperaturmässig über dem Mittel. Es wurde 1 Tropennacht (0) verzeichnet.
Auch der diesjährige Sommer brachte ein klares Niederschlagsdefizit. Insgesamt fielen zwischen Juni und August 328 mm (230 mm). Der Juni verzeichete erneut ein grosses Defizit. Nur der August hielt sich an die langjährige Statistik. Auffallend waren intensive Niederschlagsphasen vom 10.-12. Juni, vom 27./28. Juli und vom 18.-20. August. An 21 Tagen (14) gab es Gewitter. Am 11. Juli fiel kurzzeitig Hagel mit einer Korngrösse bis 2 cm. Am 5./6. August verzeichnete die Region eine ungewöhnlich lang anhaltende Gewitterphase. In Klammer die Werte von 2018 (09.09.2019).
Im Juni bei Hauptwil
August mit hochsommerlichen Momenten aber auch kühlen und regnerischen Unterbrüchen
Hochdruckwetter bestimmte den Nationalfeiertag und auch die nächsten Tage. Anschliessend folgte eine doch eher ungewöhnlich lange andauernde Gewitterlage. In dieser Phase fielen regional grössere Regenmengen. Danach blieb die Wetterlage bei geringen Druckgegensätzen eher wechselhaft und kühl. Kurz vor der Monatsmitte sorgte zudem eine Luftmassengrenze über dem Alpenraum lokal für grosse Regenmengen und entsprechenden Folgen. Zwischenhocheinfluss brachte dann eine Beruhigung, bevor ab dem 18. August unser Wetter nochmals von einer Luftmassengrenze geprägt wurde. Es fielen innerhalb dreier Tage erneut grössere Regenmengen und so stieg z.B. der Bodensee um 50 cm an. Spätsommerliches Hochdruckwetter prägte dann mehrheitlich das letzte Monatsdrittel mit viel Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen. Jedoch konnte sich teilweise bereits eine Hochnebeldecke hartnäckig bis weit in den Nachmittag hinein halten.
Der August war im langjährigen Vergleich nur leicht zu warm und das Monatsmittel erreichte +18.3 Grad. Die Höchsttemperatur wurde am 9. mit +32.5 Grad und der tiefste Wert mit +10.4 Grad am 15. August registriert. Der August brachte nochmals 2 Hitze- und 12 Sommertage.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte im Durchschnitt 81 %.
Die Niederschläge erreichten mit 125 mm ziemlich genau das erwartete Monatssoll und beschränkten sich auf zwei Hauptphasen. Zwischen dem 18. und dem 20. August wurde über 60 mm Regen gemessen.
An 7 Tagen gab es Gewitter über der Region.
Der Luftdruck zeigte einen Mittelwert von 1016 hPa. Mit 1027 hPa wurde der Höchstwert am 21. August und am 7. der Tiefstwert mit 1007 hPa aufgezeichnet.
Der Wind erreichte am 19. August mit 51.5 km/h seine maximale Stärke (02.09.2019).
Wetterdaten Niederbüren August 2019
Oberhalb der Schwägalp am 22. August
Abwechslungsreicher Wetterverlauf mit einer kurzen Hitzephase im Juli
Nach der grossen Hitze Ende Juni, startete der Juli mit deutlich angenehmeren, jedoch weiterhin sommerlichen Temperaturen. Der Wettercharakter blieb ebenfalls sommerlich, auch wenn ab und zu Störungszonen Regen und Gewitter brachten. Schnell machte sich danach jedoch wieder Hochdruckeinfluss bemerkbar und dieser sorgte für sonniges und warmes Sommerwetter. Nach kurzem Tiefdruckeinfluss sorgte im letzten Monatsdrittel ein Hoch mit Zentrum über Südskandinavien für eine erneute Hitzephase. Die Höchstwerte stiegen wiederum deutlich über die 30 Grad Marke an. Danach nahm zunehmend ein kräftiges Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik Einfluss auf unser Wetter. Dieses brachte kräftige Niederschläge und auch eine deutliche Abkühlung zu angenehmeren Temperaturen bis zum Monatsende.
Mit dem Juli ging ein weiterer Monat zu Ende, in welchem die Temperatur deutlich über dem langjährigen Mittel lag. Im Durchschnitt betrug diese +19.9 Grad, was fast zwei Grad zu warm war. Am 24. Juli wurde der bisherige Jahreshöchstwert mit +35 Grad gemessen. Letztmals höher war die Temperatur 2013 mit + 35.3 Grad. Der Tiefstwert erreichte am 10. dann lediglich +8 Grad. Im Juli gab es 7 Hitze- und 12 Sommertage.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte ein Mittel von 74 %.
Die Niederschläge blieben mit einer Gesamtsumme von 107 mm knapp unter dem Mittelwert. Zudem fiel im Zeitraum zwischen dem 14. - 26. Juli nur spärlich Niederschlag, was doch in einigen Regionen zu einer zumindest oberflächlich markanten Trockenheit führte. Kräftige Niederschläge sorgten danach für eine Entspannung. Die Gewittertätigkeit blieb eher gering und beschränkte sich auf 7 Tage. Am 11. Juli fiel kurzzeitig Hagel mit vereinzelten Körnern bis gegen 2 cm Durchmesser.
Der Luftdruck verzeichnete keine grossen Schwankungen und so erreichte der Durchschnitt 1013 hPa. Am 22. Juli betrug der Höchstwert 1022 hPa und am 27. der Tiefstwert 998 hPa.
Die maximale Windspitze von 56.2 km/h wurde vom Windmesser am 6. Juli erfasst (03.08.2019).
Nähe Bischofszell am 21. Juli
Wetterdaten Niederbüren Juli 2019
Hitze zum Monatsende und wenig Regen prägen den Juni 2019
Unter Hochdruckeinfluss und mit ansteigenden Temperaturen begann der Juni sommerlich. An der Wetterstation Niederbüren konnte am 1. Juni der erste Sommertag des Jahres verzeichnet werden. Erst nach Pfingsten sorgten Tiefdruckgebiete für eine markante Wetterumstellung mit intensiven Niederschlägen, Gewittern und deutlich kühleren Temperaturen. Dieser Wettercharakter hielt sich über mehrere Tage. In der letzten Juniwoche setzte sich dann über weiten Teilen von Europa ein stabiles Hochdruckgebiet fest. Dieses brachte sehr sonniges Wetter. Da gleichzeitig aus Südwesten heisse und trockene Luft aus Nordafrika herangeführt wurde, stiegen die Temperaturen deutlich an. In den letzten Junitagen prägte eine Hitzeperiode die Wetterlage und diese brachte mancherorts neue Temperaturrekorde, so zum Beispiel auf dem Säntis, wo +21 Grad gemessen wurden. An der Wetterstation Niederbüren konnte zwar kein Rekord verzeichnet werden. Aber mit 34.3 Grad erreichte die Quecksilbersäule einen Wert, der auch nicht jeden Sommer registriert wird.
Nach dem zu kühlen Mai, fiel der Juni wieder ins 'alte Muster' zurück und erreichte mit +19 Grad ein deutlich zu hohes Monatsmittel. Der Höchstwert von +34.3 Grad wurde am 30. Juni gemessen. Der Tiefstwert von +7.5 Grad wurde am 9. gemessen. Es wurden 5 Hitze- und dazu 12 Sommertage verzeichnet. Zudem konnte in der Nacht vom 30. Juni/1. Juli eine in unserer Region doch eher seltene Tropennacht verzeichnet werden.
Die Luftfeuchtigkeit ergab ein Mittel von 75%.
Im Juni kam es nur im Verlaufe des zweiten Monatsdrittels zu teilweise intensiven Niederschlägen. Da es im ersten und im letzten Monatsdrittel praktisch trocken blieb, weist der Monat ein deutliches Defizit aus. An 7 Tagen wurden Gewitter registriert.
Der Luftdruck erreichte ein Mittel von 1015 hPa. Am 8. zeigte der Höchstwert 1023 hPa und am 5. Juni der Tiefstwert 999 hPa.
Der Wind erreichte am 15. Juni seine Spitze mit 56.2 km/h (01.07.19).
Wetterdaten Niederbüren Juni 2019
Mitte Juni bei Bischofszell
Mai 2019 deutlich zu kühl und ziemlich wechselhaft
Der Mai stand von Beginn weg im Einflussbereich von Tiefdruckgebieten. Am Wochenende des 4./5. Mai steuerte ein Tief über Skandinavien feuchte und vor allem kalte Luft gegen die Alpennordseite. Dabei setzten am Abend des 4. intensive Schneefälle ein und es konnte sich eine geschlossene Schneedecke bilden. Diese schmolz erst am folgenden Nachmittag allmählich wieder weg. In einer kalten nordwestlichen Strömung blieben auch die folgenden Tage sehr kühl und in der Nacht gab es nochmals Frost. Erst um die Monatsmitte sorgte ein Hochdruckgebiete für ein paar trockene Tage. Danach ging es wechselhaft mit kräftigem Regen zwischen dem 19. bis 21. Mai weiter. Bis zum Monatsende konnte sich kein Hochdruckwetter mit sommerlichen Temperaturen durchsetzen.
Nach dem die Temperaturen seit April 2018 im Vergleich zum langjährigen Mittel regelmässig deutlich darüber lagen, brachte der diesjährige Mai ein deutliches Temperaturdefizit mit sich. Der Mittelwert erreichte nur gerade +10.2 Grad, was über 2 Grad zu kalt war. Der Höchstwert von +22.7 Grad wurde erst zum Monatsende erreicht. Somit wurde im diesjährigen Mai kein Sommertag registriert. Der Tiefstwert wurde mit -1.1 Grad am 7. Mai gemessen. Damit wurde noch ein Frosttag verzeichnet.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte im Mittel 81%.
Während des gesamten Monates kam es regelmässig zu Niederschlägen. Ziemlich intensiv war das Niederschlagsereignis vom 19. - 21. Mai, wo über 70 mm Regen gefallen sind. Insgesamt konnten 130 mm gemessen werden, was etwa dem langjährigen Mittel entspricht. Aussergewöhnlich waren sicherlich die intensiven Schneefälle am ersten Wochenende, die nochmals eine dünne Schneedecke von 5 cm brachten. Insgesamt fielen etwa 12 cm als Schnee. Ein Graupelschauer konnte ebenfalls registriert werden.
Der Luftdruck zeigte einen Durchschnitt von 1014 hPa. Am 13. stieg der Druck auf 1031 hPa und am 4. sank dieser auf 1002 hPa.
Der Wind erreichte am 9. Mai ein Maximum von 53 km/h.
Wetterdaten Niederbüren Mai 2019
Wetterstation Niederbüren am 5. Mai
Ausgiebige Niederschläge sind ein Segen für die Natur
Nach dem die Niederschläge seit über einem Jahr deutlich zu gering ausgefallen sind, brachte ein Tief, welches vom Mittelmeer über Italien weiter nach Tschechien und Polen zog, in unserer Region endlich wieder einmal ergiebige Niederschläge. Diese setzten am Sonntagabend ein und dauerten fast ohne Unterbruch bis zum Mittwochmorgen an. In diesem Zeitraum konnten an der Wetterstation Niederbüren 73 mm gemessen werden. Das gefallene Wasser dürfte insbesondere auf die Quellfassungen und das Grundwasser einen sehr positiven Einfluss haben. Der Mai hat mit diesen Niederschlägen sein Monatssoll schon fast erreicht. Letztmals mehr Regen in einem Monat fiel in unserer Region im September 2017. Danach fiel zum Teil deutlich zu wenig Niederschlag und auch das Jahr 2019 weist immer noch ein erhebliches Defizit auf.
Der Mai 2019 ist bisher deutlich zu kühl und bis zum 16. betrug der Mittelwert lediglich +8 Grad und dieser lag damit noch unter dem Mittelwert für den April. Die 20 Gradmarke wurde bislang erst einmal überschritten. Im Mai 2018 gab es bereits Sommer- und einen Hitzetag. Im weiteren Verlauf wird es nun wärmer, ob es aber richtig 'sommerlich' wird, kann noch nicht gesagt werden (22.05.2019).
Thur beim Huserfelsen am 21. Mai
Beim Huserfelsen am 21. Mai
Thur beim Golfplatz am 21. Mai
Wintereinbruch im Mai - ein seltenes Ereignis im Mittelland
Die Meteorologen hatten es zwar schon längere Zeit angekündet und dennoch dürfte doch manch einer in der Region ziemlich überrascht gewesen sein, als am Samstagabend kurz vor 1800 Uhr der Regen in Schneefall überging. Bei windschwachen Verhältnissen funktionierte die Niederschlagsabkühlung ausgezeichnet und so schneite es bis gegen Mitternacht in der Region ziemlich intensiv und ergiebig. Ausser auf dem Asphalt bildete sich überall eine geschlossene Schneedecke und diese erreichte im Maximum über 5 cm. Auch am Sonntagmorgen lag noch eine Schneedecke und es fielen nochmals einzelne Flocken. Durch die die Tageserwärmung schmolz dann der Schnee kurz nach dem Mittag wieder weg.
Wetterstation Niederbüren 5. Mai 2019
Welche Wetterlage war für den Wintereinbruch verantwortlich:
Ein Tief über Skandinavien lenkte gestern eine aktive Kaltfront zur Schweiz. In der Folge entwickelte sich über dem Golf von Genua ein Tiefdruckgebiet und führte die feuchtkalte Luft mit südöstlichen Höhenwinden erneut zum Alpenraum. Auf der Alpennordseite floss mit nördlichen Winden kalte Polarluft ein.
(Quelle Meteo Schweiz)
Für den letzten Schneefall im Monat Mai an der Wetterstation Niederbüren muss weit zurückgeblättert werden: Am 31. Mai 2006 konnten doch tatsächlich noch einzelne Schneeflocken im Raume Niederbüren gesichtet werden. Eine Schneedecke hingegen konnte sich nicht bilden. Ansonsten wurde kein solches Ereignis seit dem Jahr 2000 in Niederbüren dokumentiert (05.05.2019).
Wetterverlauf im April war ziemlich abwechslungsreich
Nach sonnigem Beginn übernahm schon bald Tiefdruckeinfluss die Vormacht und am 4. gab es sogar einige Schneeschauer. Richtiggehend eingeschneit wurden in diesem Zeitraum hauptsächlich die Gotthard- und die Grimselregion. Nach kurzem Zwischenhocheinfluss folgte erneut tiefer Luftdruck und es herrschte ein eher veränderlicher Wettercharakter. Ein Kaltlufttropfen sorgte am 14. April in unserer Region nochmals für Schneefall und kurzzeitig lag sogar eine dünne Schneedecke. Danach sorgte dann aber ein Hochdruckgebiet über Skandinavien rasch für eine Erwärmung. Es wurde sehr sonnig und frühlingshaft warm. Mitunter mischte in diesem Zeitraum auch der Föhn noch mit. Die letzten Tage des Monates wurden schlussendlich von einem Tiefdruckgebiet bestimmt und waren doch eher eine trübe und kühle Angelegenheit.
Die Temperatur an der Wetterstation Niederbüren lag im vergangenen Monat im Mittel nur knapp über der Norm und erreichte 8.5 Grad. Im Vergleich dazu lag die Temperatur im April vor einem Jahr bei plus 12 Grad. Am 24. April wurde mit dem Höchstwert von 24.8 Grad nur knapp ein Sommertag verpasst. Der tiefste Wert zeigte am 6. -1.8 Grad. Frosttage wurde 3 gezählt.
Die Luftfeuchtigkeit ergab ein Mittel von 79 %.
Die Niederschlagsmenge war wie bereits in den Monaten zuvor erneut deutlich zu gering. Mit 49 mm wurden knapp zwei Drittel der zu erwartenden Menge registriert. Noch weniger regnete es im April vor Jahresfrist mit knapp 20 mm. An 2 Tagen fiel nochmals etwas Schnee und so ergab die gemessene Neuschneesumme etwa 6 cm. Ein Graupelschauer wurde ebenfalls registriert.
Der Luftdruckmittelwert betrug 1013 hPa. Am 3. zeigte der Tiefstwert 998 hPa und am 19. der Höchstwert 1024 hPa.
Die maximale Windspitze an der Wetterstation zeigte am 3. April beim Durchgang einer Kaltfront 58.5 km/h (01.05.2019).
Wetterdaten Niederbüren April
Ostermontag bei Niederbüren
März in der ersten Hälfte sehr windig und wechselhaft - nach der Monatsmitte sehr sonnig und trocken
Mit dem Monatswechsel stellte sich anfangs März sehr wechselhaftes Wetter ein. In rascher Folge brachten Tiefdruckgebiet sehr unbeständiges und eher mildes Wetter. Dabei lag die Alpennordseite bis kurz über die Monatsmitte hinaus mehrheitlich in einer kräftigen westlichen bis nordwestlichen Höhenströmung. Dementsprechend herrschten über einen längeren Zeitraum sehr windige Verhältnisse. Nach der Monatsmitte folgte dann eine markante Wetterumstellung. Bis zum Monatsende wurde die Wetterlage von sehr beständigen Hochdruckgebieten dominiert. Da die Schweiz eher am südlichen Rand lag, wehte zwischenzeitlich eine mässige Bise. Diese sorgte zumindest oberflächlich bereits wieder für sehr trockene Böden. Diese Wetterlage hatte bis über das Monatsende hinaus Bestand.
Der März war rückblickend etwas zu mild und so ergab der Mittelwert plus 6.3 Grad. Am 24. betrug der Höchstwert plus 19.2 und am 20. der Tiefstwert -3.7 Grad. Frosttage wurden 13 gezählt, Eistage blieben aus.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Mittel 75 %.
Die Niederschläge blieben erneut sehr bescheiden und erreichten mit 49 mm lediglich knapp zwei Drittel der erwarteten Summe. Da auch die Vormonate nur wenig Niederschlag brachten, darf man gespannt sein, wie sich die weitere Lage entwickeln wird. Eine länger andauernde Niederschlagsphase wäre durchaus nützlich und notwendig.
Am 11. März fiel bei einem Frontdurchgang kurzzeitig klein körniger Hagel und im gleichen Zeitraum konnten auch zwei Graupelschauer verzeichnet werden.
Kurze Schneeschauer brachten eine Neuschneesumme von etwa 4 cm. Eine Schneedecke konnte sich jedoch nicht bilden.
Der Luftdruck zeigte einen Durchschnitt von 1020 hPa. Das Maximum wurde am 20. März mit 1034 hPa und das Minimum von 996 hPa am 7. verzeichnet.
Es war wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, ein sehr windiger Monat. Erst wehte der Wind aus West-/Nordwest, dann aus Ost-/Nordost. Die höchste Windspitze erreichte am 4. März 69.1 km/h. Am 6. März wurde eine kurze Föhnphase registriert (01.03.2019).
Wetterdaten Niederbüren März
Monatsverlauf März 2019
Deutlicher Vorsprung der Vegetation
Ende der windigen Zeiten in Sicht
Seit Beginn des Monates herrscht in unserer Region sehr windiges Wetter. Nach wochenlangem Hochdruckeinfluss mit viel Sonnenschein im Februar, stellte sich danach die Wetterlage um. Eine kräftige westliche, ab und zu nordwestliche Höhenströmung brachte bei reger Tiefdrucktätigkeit immer wieder Niederschläge. Die Temperaturen machten dabei eine richtige Berg & Tal-Fahrt. Mal war es sehr mild, dann wieder ziemlich frisch. Markanter war jedoch der Wind in unserer Region. Seit anfangs Monat wurden an der Wetterstation Niederbüren immer wieder Windspitzen von deutlich über 50 km/h gemessen, obwohl sich der Windmesser nicht an einer exponierten Stelle befindet. Eine derart konstant windige Wetterphase konnte seit Messbeginn noch nicht registriert werden. Damit dürfte jedoch spätestens im Verlaufe der neuen Wochen Schluss sein. Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa sorgt voraussichtlich für deutlich ruhigeres, jedoch auch etwas kühlerem Wetter. Windstill dürfte es aber nicht sein, kommt doch eine eher unangenehme Bise auf (17.03.2019).
Windige Zeiten anfangs März
Windige Zeiten Mitte März
Februar zuerst winterlich kalt - später frühlingshaft und sehr mild
Zum Monatsbeginn brachte ein Tiefdruckgebiet zuerst Regen, später dann Schnee bis ins Flachland. Auch in unserer Region konnte sich eine Schneedecke bilden, welche sich in der folgenden Inversionslage bei zähen Hochnebel mehrere Tage halten konnte. Kurzzeitiger Störungseinfluss brachte dann nochmals etwas Regen und eine Erwärmung. Danach baute sich über Mitteleuropa ein kräftiges und sehr stabiles Hochdruckgebiet auf. Dieses brachte sehr sonniges und von Tag zu Tag wärmeres Wetter. Auf das Hoch 'Dorit' folgte praktisch nahtlos ein nächstes Hoch namens 'Frauke' und mit diesem stiegen die Temperaturen noch etwas an und die Sonne zeigte sich von morgens bis abends.
Der Februar war im langjährigen Vergleich in der Region deutlich zu warm und zeigte im Mittel +2.2 Grad. Am 28. Februar wurden +18.1 Grad gemessen. Dieser Wert wurde seit Messbeginn nur im Februar 2017 mit +18.6 Grad übertroffen. Der Tiefstwert am 5. ergab -8.2 Grad. Insgesamt brachte der Februar 22 Frost- und 2 Eistage.
Die Luftfeuchtigkeit betrug im Durchschnitt 84%.
Die Niederschläge waren deutlich zu gering. Es fielen lediglich 27 mm. Davon fielen etwa 18 cm in Form von Schnee. Die höchste Schneedecke konnte am 3. mit 14 cm verzeichnet werden. Eine Schneedecke lag an 7 Tagen. Ab dem 11. Februar blieb der Monat ohne messbare Niederschläge.
Der Luftdruck erreichte ein hohes Mittel von 1025 hPa. Der Minimalwert von 987 hPa wurde am 1. und der Maximalwert von 1039 hPa am 14. Februar aufgezeichnet. Die höchste Windspitze am 10. des Monates zeigte 54.7 km/h (01.03.2019)
Eichwald am 3. Februar
Wetterdaten Niederbüren Februar
Frühlingsgefühle 2019 vs. Kältewelle 2018
Während uns der aktuelle Februar mit viel Sonnenschein und sehr milden Temperaturen beglückt, sah dies vor genau einem Jahr ganz anders aus. Mit einer nordöstlichen Strömung wurde zwischen einem Hoch über Skandinavien und einem Tief über dem Mittelmeer sehr kalte Luft gegen die Schweiz geführt. So lagen ab dem 25. Februar 2018 die Tageshöchstwerte deutlich unter dem Gefrierpunkt. Der Tagesmittelwert erreichte an der Wetterstation Niederbüren am 26. lediglich -8.9 Grad. Die herrschende Bisenströmung verstärkte das Kälteempfinden zusätzlich und die Hochnebeldecke liess keine wärmenden Sonnenstrahlen durch. Am Morgen des 28. Februar wurden -10.6 Grad gemessen. Dieses Jahr ist weit und breit keine Kältewelle in Sicht und im Laufe der Woche steigen die Temperaturen nach jeweils frischen Nächten weiter an und dürften beim Tageshöchstwert etwa 15 Grad höher liegen als vor Jahresfrist. Dazu dürfte es täglich viel Sonnenschein geben (25.02.2019).
Update 26.02.2019: Schon ziemlich eindrücklich der Tageshöchstwert vom 26. Februar 2018, welcher gerade einmal -7.7 Grad erreichte. Am heutigen 26. Februar konnten immerhin +15.2 Grad gemessen werden. Ein beachtlicher Unterschied von fast 23 Grad!
Update 27.02.2019: Der Tageshöchstwert erreichte heute +16.9 Grad gegenüber -6.9 Grad im Vorjahr und somit ein riesen Unterschied von über 23 Grad.
Update 28.02.2019: Zum Monatsende erreichte die Wärme mit +18.1 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt. Der Tagesmittelwert stieg auf über +8 Grad an, gegenüber -7 Grad vor genau einem Jahr!
Temperaturen Niederbüren Februar 2018
Temperaturen Februar 2019
Thur am 28. Februar 2018
Inversionslage: Oben blau - unten grau
Die letzten Tage waren in unserer Region geprägt von eine sogenannten Inversionslage. Während eine kompakte Hochnebeldecke ganztags einen trüben Wettercharakter vermittelte und zudem die Temperatur unter dem Gefrierpunkt verharrte, herrschte oberhalb des Nebels ausgesprochen schönes Winterwetter. Die Temperaturen lagen deutlich über den Gefrierpunkt und es herrschte eine ausgezeichnete Fernsicht.
Sinkt bei 'normalen' Verhältnissen die Temperatur mit ansteigender Höhe, ist dies bei einer Inversionslage genau umgekehrt. Die kalte Luft sammelt sich am Boden und kann nicht aufsteigen. Über der Kaltluft hingegen herrschen deutlich wärmere Temperaturen. Massiv sind in der Regel auch die Unterschiede bei der Luftfeuchtigkeit und bei der Schadstoffbelastung. Mit der Erwärmung in den nächsten Tagen wird nicht nur die Kaltluft verdrängt, auch der Schnee dürfte schon bald wieder wegschmelzen.
Eine interessante Erläuterung zur Inversion bietet der angefügte Link der Meteo Schweiz (06.02.2019).
Bei Niederbüren am 5. Februar
Oberhalb Degersheim am 5. Februar
Oberhalb Wolfertswil am 5. Februar
Beim Wolfensberg am 5. Februar
Oberhalb Gonten am 6. Februar
Beim Golfplatz Gonten am 6. Februar
Januar zeigte sich in der Region ab und zu tiefwinterlich
In der ersten Monatshälfte fiel in unserer Region immer wieder Schnee und so konnte am 10. Januar eine stattliche Schneehöhe von 28 cm gemessen werden. Danach folgte aber rasch eine Milderung und so war der Schnee bereits nach drei Tagen wieder weggeschmolzen. Da auch anschliessend die Tageshöchstwerte ab und zu deutlich in den Plusbereich anstiegen, fiel der Januar insgesamt etwas zu warm aus. Dennoch hinterliess er insgesamt einen eher winterlichen Eindruck, ganz im Gegensatz zum Januar 2018.
Im Monatsmittel erreichte die Temperatur genau 0 Grad. Die tiefste Temperatur von -7.2 Grad wurde am 23. und die höchste mit +7.2 Grad am 17. Januar gemessen. Es gab 5 Eis- und 18 Frosttage.
Die Luftfeuchtigkeit zeigte im Mittel 89%.
Die Niederschlagssummer fiel mit 56 mm etwas zu gering aus. Die aufsummierte Schneefallmenge ergab etwa 60 cm. Dabei konnte am 10. Januar die höchste Schneedecke mit 28 cm gemessen werden. An 9 Tagen lag an der Wetterstation eine geschlossene Schneedecke.
Der Luftdruck zeigte im Januar einen Mittelwert von 1017 hPa. Am 3. Januar zeigte der Höchstwert 1039 hPa und am 27. der Tiefstwert 991 hPa.
Die maximale Windspitze konnte mit 56.2 km/h am 30. des Monates verzeichnet werden (01.02.2019).
Nähe Rätenberg am 11. Januar
Wetterdaten Niederbüren Januar 2019
Monatsverlauf Januar 2019
Anhaltender Schneefall bringt auch in der Region eine dicke Schneedecke
Nach dem der letzte Januar alles andere als winterlich war, gibt sich der Januar 2019 zumindest bislang sehr viel mehr Mühe. Eine nördliche Strömung zwischen einem Hoch über dem Atlantik und einem Tief über Osteuropa brachte vor allem der Ostschweiz intensive und ergiebige Schneefälle. Die Schneedecke betrug am 10. Januar immerhin 28 cm. Letztmals mehr Schnee lag in der Region zum Jahreswechsel 2014/2015. Mehr als 20 cm Schnee sind leider in den letzten Jahren in der Region sehr selten geworden. Auch kann sich die Schneedecke in der Regel nicht über eine längere Zeit behaupten. So auch beim aktuellen Ereignis, welchem bereits wieder Tauwetter folgte. Immerhin versprechen die weiteren Prognosen wieder kältere Temperaturen. Lassen wir uns vom weiteren Verlauf des Winters mal überraschen.
Nachfolgend einige Impressionen von den vergangenen Tagen (13.01.2019).
Golfplatz Niederbüren
Eichwald Niederbüren
Nähe Gestmatt
Nähe Gestmatt
Eichwald Niederbüren
Wetterjahr 2018: Das Jahr war viel zu warm und von grosser Trockenheit geprägt
2018 startete mit einem sehr milden und nassen Januar, gefolgt von einem winterlich kalten Februar. Auch der März zeigte sich noch mehrheitlich winterlich und ziemlich kalt. Im April stellte sich die Grosswetterlage nachhaltig um und es dominierte in weiten Teilen Europas Hochdruck. Die folgenden Monate waren alle deutlich zu warm und geprägt von spärlichen Niederschlägen. Diese Wetterlage dominierte mit kleinen Unterbrüchen praktisch bis Ende November. Erst zu Beginn des Dezembers folgte eine markante Wetterumstellung mit Niederschlägen.
Statistische Daten:
Das Jahr 2018 war deutlich zu warm und erreichte im Mittel +10.5 Grad und somit den höchsten Wert seit Messbeginn an der Wetterstation. Nur gerade der Februar (-1.3) und der März (+3.4) fielen zu kalt aus, ansonsten verzeichneten die restlichen Monate zu meist einen deutlichen Temperatur-überschuss. Am wärmsten war der Juli mit +20.5 und am kältesten der Februar mit -1.3 Grad. Die tiefste Temperatur wurde am 28. Februar mit -10.6 und die höchste mit +33.8 Grad am 31. Juli gemessen.
Im vergangenen Jahr wurden 63 Sommer- und 14 Hitzetage registriert. Frosttage gab es 61 und Eistage 11.
Das abgelaufene Jahr war extrem trocken. Nur im sehr milden Januar fiel mit 101 mm mehr Niederschlag als erwartet. Danach folgten bis und mit November zum Teil deutlich zu trockene Monate. Das Niederschlagstotal ergab daher lediglich 729 mm, was etwa zwei Dritteln der zu erwartenden Menge entspricht. Am meisten Niederschlag fiel im August mit 115 mm und am wenigsten im November mit nur 14 mm. Der regenreichste Tag war der 17. August mit 31 mm bei einem Gewitter.
Ein geringer Teil der Niederschlagssumme ging als Schnee nieder und die aufsummierte Gesamtschneemenge erreichte etwa 60 cm. Die maximale Schneehöhe betrug am 21. März 10 cm. An 9 Tagen konnte eine meist dünne Schneedecke gemessen werden.
Die Anzahl Gewitter in der Umgebung ergab 24. Einmal fielen kurzzeitig kleine Hagelkörner.
Das Luftdruckmaximum zeigte am 23. Januar 1037 hPa und am 30. Oktober erreichte der tiefste Wert lediglich 980 hPa.
Am 3. Januar brachte das Orkantief Burglind an der Wetterstation Niederbüren die höchste Windspitze mit 72.4 km/h (10.01.2018).
Statistische Übersicht Januar - Dezember 2018
Thur bei Niederbüren im Februar
Oberhalb Niederbüren im April
Thur bei Niederbüren im Juli
Thur bei Niederbüren im November
Thur (mit Wasser...) im Dezember
(Die veröffentlichten Daten sind wie immer ohne Gewähr und werden durch die private Wetterstation in Niederbüren ermittelt)