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Hat jemand in Ausübung einer beruflichen oder einer organisierten ausserberuflichen Tätigkeit ein Verbrechen oder Vergehen begangen, für das er zu einer Freiheitsstrafe von über sechs Monaten verurteilt worden ist, und besteht die Gefahr, dass er seine Tätigkeit zur Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen missbrauchen wird, so kann ihm das Gericht die betreffende oder vergleichbare Tätigkeiten für sechs Monate bis zu fünf Jahren ganz oder teilweise verbieten. Hat jemand gegen einen Minderjährigen oder eine andere besonders schutzbedürftige Person ein Verbrechen oder Vergehen begangen und besteht die Gefahr, dass er in Ausübung einer beruflichen oder einer organisierten ausserberuflichen Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt mit Minderjährigen oder mit anderen besonders schutzbedürftigen Personen umfasst, weitere Straftaten dieser Art begeht, so kann ihm das Gericht die betreffende Tätigkeit für ein Jahr bis zehn Jahre verbieten. Das Gericht kann das Verbot nach Absatz 2 lebenslänglich verhängen, wenn zu erwarten ist, dass die Dauer von zehn Jahren nicht ausreicht, damit vom Täter keine Gefahr mehr ausgeht. Es kann ein zeitlich befristetes Verbot nach Absatz 2 auf Antrag der Vollzugsbehörde jeweils um höchstens fünf Jahre verlängern, wenn dies notwendig ist, um den Täter von weiteren Verbrechen und Vergehen, wie sie Anlass für das Verbot waren, abzuhalten. Wird jemand wegen einer der nachfolgenden Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird deswegen gegen ihn eine Massnahme nach den Artikeln 59–61, 63 oder 64 angeordnet, so verbietet ihm das Gericht lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst: a. Menschenhandel (Art. 182), sofern er die Straftat zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung an einem minderjährigen Opfer begangen hat; b. sexuelle Handlungen mit Kindern (Art. 187), sexuelle Handlungen mit Abhängigen (Art. 188) oder sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gegen Entgelt (Art. 196);c. sexueller Übergriff und sexuelle Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person (Art. 191), Ausnützung einer Notlage oder Abhängigkeit (Art. 193), Täuschung über den sexuellen Charakter einer Handlung (Art. 193a), Exhibitionismus (Art. 194), Förderung der Prostitution (Art. 195), unbefugtes Weiterleiten von nicht öffentlichen sexuellen Inhalten (Art. 197a) oder sexuelle Belästigungen (Art. 198), sofern er die Straftat an oder vor einem minderjährigen Opfer begangen hat;d. Pornografie (Art. 197):1. nach Artikel 197 Absatz 1 oder 3,2. nach Artikel 197 Absatz 4 oder 5, sofern die Gegenstände oder Vorführungen sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt hatten. Wird jemand wegen einer der nachfolgenden Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird deswegen gegen ihn eine Massnahme nach den Artikeln 59–61, 63 oder 64 angeordnet, so verbietet ihm das Gericht lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu volljährigen, besonders schutzbedürftigen Personen umfasst, sowie jede berufliche oder jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit im Gesundheitsbereich mit direktem Patientenkontakt: a. Menschenhandel (Art. 182) zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, sexueller Übergriff und sexuelle Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person (Art. 191), Ausnützung einer Notlage oder Abhängigkeit (Art. 193), Täuschung über den sexuellen Charakter einer Handlung (Art. 193a), Exhibitionismus (Art. 194), Förderung der Prostitution (Art. 195), unbefugtes Weiterleiten von nicht öffentlichen sexuellen Inhalten (Art. 197a) oder sexuelle Belästigungen (Art. 198), sofern er die Straftat begangen hat an oder vor:1. einem volljährigen, besonders schutzbedürftigen Opfer, oder2. einem volljährigen nicht besonders schutzbedürftigen Opfer, das zum Widerstand unfähig oder urteilsunfähig war oder sich aufgrund einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit nicht zu Wehr setzen konnte;b. Pornografie (Art. 197 Abs. 2 erster Satz und Abs. 4 oder 5), sofern die Gegenstände oder Vorführungen zum Inhalt hatten:1. sexuelle Handlungen mit volljährigen, besonders schutzbedürftigen Opfern, oder 2. sexuelle Handlungen mit volljährigen, nicht besonders schutzbedürftigen Opfern, die zum Widerstand unfähig oder urteilsunfähig waren oder sich aufgrund einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit nicht zur Wehr setzen konnten. Das Gericht kann in besonders leichten Fällen ausnahmsweise von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes nach Absatz 3 oder 4 absehen, wenn ein solches Verbot nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten, wie sie Anlass für das Verbot sind. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes darf jedoch nicht abgesehen werden, wenn der Täter:a. verurteilt worden ist wegen Menschenhandel (Art. 182), sexueller Nötigung (Art. 189 Abs. 2 und 3), Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 2 und 3), Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person (Art. 191) oder Förderung der Prostitution (Art. 195); oderb. gemäss den international anerkannten Klassifikationskriterien pädophil ist. Wird der Täter im selben Verfahren wegen mehrerer Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird gegen ihn deswegen eine Massnahme angeordnet, so legt das Gericht fest, welcher Anteil der Strafe oder welche Massnahme auf eine Straftat entfällt, die ein Tätigkeitsverbot nach sich zieht. Dieser Strafanteil, die Massnahme sowie die Straftat sind massgebend dafür, ob ein Tätigkeitsverbot nach Absatz 1, 2, 2, 3 oder 4 verhängt wird. Die Strafanteile für mehrere einschlägige Straftaten werden addiert. Es können mehrere Tätigkeitsverbote verhängt werden. Das Gericht kann für die Dauer der Verbote Bewährungshilfe anordnen. ... Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 13. Dez. 2013 über das Tätigkeitsverbot und das Kontakt- und Rayonverbot, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 2055; BBl 2012 8819). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 1249; BBl 2012 4721). Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. Juni 2023 über eine Revision des Sexualstrafrechts, in Kraft seit 1. Juli 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. Juni 2023 über eine Revision des Sexualstrafrechts, in Kraft seit 1. Juli 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. Juni 2023 über eine Revision des Sexualstrafrechts, in Kraft seit 1. Juli 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Aufgehoben durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123c BV), mit Wirkung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115).

Sch’insatgi ha, pratitgond in’activitad professiunala u in’activitad extraprofessiunala organisada, commess in crim u in delict, per il qual el è vegnì sentenzià ad in chasti da detenziun da passa 6 mais, e sch’ins sto temair ch’el fetschia abus da sia activitad per commetter ulteriurs crims u delicts, al po la dretgira scumandar dal tuttafatg u per part l’activitad respectiva u activitads cumparegliablas per ina durada da 6 mais fin 5 onns. Schʼinsatgi ha commess in crim u in delict cunter ina persuna minorenna u cunter inʼautra persuna cun in basegn da protecziun spezial e schʼins sto temair chʼel commettia ulteriurs malfatgs da quest gener, pratitgond inʼactivitad professiunala u inʼactivitad extraprofessiunala organisada che cumpiglia in contact regular cun persunas minorennas u cun autras persunas cun in basegn da protecziun spezial, al po la dretgira scumandar lʼactivitad respectiva per ina durada dad 1 fin 10 onns. La dretgira po pronunziar il scumond tenor l’alinea 2 per vita duranta, sch’ins sto spetgar ch’ina durada da 10 onns na bastia betg per ch’il delinquent na saja betg pli privlus. Sin dumonda da l’autoritad d’execuziun po la dretgira prolungar in scumond da durada limitada tenor l’alinea 2 per mintgamai maximalmain 5 onns, sche quai è necessari per impedir ch’il delinquent commettia ulteriurs crims e delicts sco quels ch’èn stads il motiv per il scumond. Sch’insatgi è vegnì sentenzià ad in chasti u sch’igl è vegnida ordinada ina mesira tenor ils artitgels 59–61, 63 u 64 cunter el pervia d’in dals suandants malfatgs, al scumonda la dretgira per vita duranta mintga activitad professiunala e mintga activitad extraprofessiunala organisada che cumpiglia in contact regular cun persunas minorennas:a. commerzi cun umans (art. 182), sch’el ha commess il malfatg cunter ina victima minorenna cun l’intent da l’explotar sexualmain;b. acts sexuals cun uffants (art. 187), acts sexuals cun persunas dependentas (art. 188) u acts sexuals cun persunas minorennas cunter indemnisaziun (art. 196);c. agressiun sexuala e constricziun sexuala (art. 189), violaziun (art. 190), abus d’ina persuna inabla da giuditgar u da sa defender (art. 191), profitar d’ina situaziun d’urgenza u d’ina dependenza (art. 193), engion davart il caracter sexual d’in act (art. 193a), exibiziunissem (art. 194), promoziun da la prostituziun (art. 195), transmissiun nunautorisada da cuntegns sexuals betg publics (art. 197a) u mulestas sexualas (art. 198), sch’el ha commess il malfatg cunter u davant ina victima minorenna;d. pornografia (art. 197):1. tenor l’artitgel 197 alinea 1 u 3,2. tenor l’artitgel 197 alinea 4 u 5, sch’ils objects u las preschentaziuns cuntegnevan acts sexuals cun persunas minorennas. Sch’insatgi è vegnì sentenzià ad in chasti u sch’igl è vegnida ordinada ina mesira tenor ils artitgels 59–61, 63 u 64 cunter el pervia d’in dals suandants malfatgs, al scumonda la dretgira per vita duranta mintga activitad professiunala e mintga activitad extraprofessiunala organisada che cumpiglia in contact regular cun persunas maiorennas cun in basegn da protecziun spezial sco er mintga activitad professiunala u mintga activitad extraprofessiunala organisada en il sectur da sanadad cun contact direct cun pazients:a. commerzi cun umans (art. 182) per intents da l’explotaziun sexuala, agressiun sexuala e constricziun sexuala (art. 189), violaziun (art. 190), abus d’ina persuna inabla da giuditgar u da sa defender (art. 191), profitar d’ina situaziun d’urgenza u d’ina dependenza (art. 193), engion davart il caracter sexual d’in act (art. 193a), exibiziunissem (art. 194), promoziun da la prostituziun (art. 195), transmissiun nunautorisada da cuntegns sexuals betg publics (art. 197a) u mulestas sexualas (art. 198), sch’el ha commess il malfatg cunter u davant:1. ina victima maiorenna cun in basegn da protecziun spezial, u2. ina victima maiorenna che n’ha betg in basegn da protecziun spezial, ma ch’è stada inabla da far resistenza u da giuditgar u che n’ha betg pudì sa defender pervia d’ina dependenza corporala u psichica;b. pornografia (art. 197 al. 2 emprima frasa ed al. 4 u 5), sch’ils objects u las preschentaziuns cuntegnevan:1. acts sexuals cun victimas maiorennas cun in basegn da protecziun spezial, u2. acts sexuals cun victimas maiorennas che n’han betg in basegn da protecziun spezial, ma ch’èn stadas inablas da far resistenza u da giuditgar u che n’han betg pudì sa defender pervia d’ina dependenza corporala u psichica. En cas spezialmain levs po la dretgira desister excepziunalmain d’ordinar in scumond d’activitad tenor l’alinea 3 u 4, sch’in tal scumond na para betg necessari per preservar il delinquent da commetter ulteriurs malfatgs sco quels ch’èn stads il motiv per il scumond. Da l’ordinaziun d’in scumond d’activitad na dastgi però betg vegnir desistì, sch’il delinquent:a. è vegnì sentenzià pervia da commerzi cun umans (art. 182), constricziun sexuala (art. 189 al. 2 e 3), violaziun (art. 190 al. 2 e 3), abus d’ina persuna inabla da giuditgar u da sa defender (art. 191) u promoziun da la prostituziun (art. 195); ub. è pedofil tenor ils criteris da classificaziun renconuschids internaziunalmain. Sch’in delinquent vegn sentenzià ad in chasti u sch’ina mesira vegn ordinada cunter el en la medema procedura pervia da plirs malfatgs, fixescha la dretgira, tge part dal chasti u tge mesira che vegn pronunziada per in malfatg, dal qual resulta in scumond d’activitad. Questa part dal chasti, la mesira sco er il malfatg èn decisivs per pronunziar in scumond d’activitad tenor l’alinea 1, 2, 2, 3 u 4. Las parts dals chastis per plirs malfatgs respectivs vegnan quintadas ensemen. La dretgira po pronunziar plirs scumonds d’activitad. La dretgira po ordinar in’assistenza da reabilitaziun per la durada dals scumonds. ... Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 13 da dec. 2013 davart il scumond dʼactivitad e davart il scumond da contact e dʼareal, en vigur dapi il 1. da schan. 2015 (AS 2014 2055; BBl 2012 8819). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 19 da zer. 2015 (midadas dal dretg da sancziuns), en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2016 1249; BBl 2012 4721). Integrà tras la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da zer. 2023 davart la revisiun dal dretg penal sexual, en vigur dapi il 1. da fan. 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da zer. 2023 davart la revisiun dal dretg penal sexual, en vigur dapi il 1. da fan. 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da zer. 2023 davart la revisiun dal dretg penal sexual, en vigur dapi il 1. da fan. 2024 (AS 2024 27; BBl 2018 2827; 2022 687, 1011). Integrà tras la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115). Abolì tras la cifra I 1 da la LF dals 16 da mars 2018 (realisaziun da l’art. 123c Cst.), cun effect dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2018 3803; BBl 2016 6115).