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Rahel C. Ackermann
Archäologische und numismatische Untersuchungen zur Münzstätte im Schloss Haldenstein GR
In den Jahren 1985–1988 führte der Archäologische Dienst des Kantons Graubünden archäologische und baugeschichtliche Untersuchungen im Schloss Haldenstein durch. Dabei liess sich konzentriert in drei Räumen des Erdgeschosses die Münzstätte der Herrschaft Haldenstein nachweisen. Diese ausserordentliche Entdeckung – es handelt sich um die einzige offizielle Münzstätte in der Schweiz, die archäologisch mit Fundmaterial gefasst ist – soll im Rahmen dieser Arbeit archäologisch und numismatisch ausgewertet werden. Dazu muss die ca. 150-jährige Münzprägung der Herrschaft Haldenstein an Hand von Schriftquellen und eines Stempelkataloges aufgearbeitet werden; der letzte Versuch eines solchen Katalogs stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im Vergleich von Münzen, erhaltenen Prägestempeln und von Werkabfällen soll auf die technische Seite der Haldensteiner Prägetätigkeit eingegangen werden. Einzelne Produktionsschritte sollen zudem im Experiment nachvollzogen werden. Des weiteren soll das Umlaufgebiet der Haldensteiner Prägungen gefasst werden. Abschliessend soll die Haldensteiner Prägetätigkeit in die – nicht aufgearbeitete – Bündner Münzgeschichte eingebettet und mit derjenigen ähnlicher kleiner Münzherrschaften verglichen werden.