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erschienen bei chartophyleikon tou polemou
Es wäre ein Fehler, in einem Jahresrückblick die Ereignisse im Dezember 2013 in der Ukraine zu übergehen. Nicht nur, weil uns diese etwas angehen, sondern weil die Ukraine einige äußerst interessante Möglichkeiten des Kampfes gegen die Technologien der “Farbigen Revolutionen” aufgezeigt hat, welche ebenso für die heute im Nahen Osten stattfindenden Prozesse verantwortlich sind.
Zwischen den Ereignissen auf dem “Maidan” in den Jahren 2004 und 2013 bestehen prinzipielle Unterschiede – sowohl bezüglich der Entwicklung als auch hinsichtlich der jeweiligen Ergebnisse. Dabei bestand das Ziel sowohl des einen als auch des anderen “Maidan” darin, mit illegalen und illegitimen Methoden Ergebnisse zu erzielen, die mit rechtmäßigem Mitteln nicht zu erreichen wären.
Der “Maidan” von 2004 endete mit der Kapitulation der Regierung, welche sich auf eine vollkommen verfassungswidrige “Wiederholung der zweiten Runde” der Präsidentschaftswahlen eingelassen und damit faktisch noch vor deren Durchführung und der Bekanntgabe der Ergebnisse ihre Positionen aufgegeben hatte. Der “Maidan” von 2013 brachte munter das Thema der Eurointegration auf den Tisch und wechselte quasi im vollen Lauf zum Thema vorgezogener Neuwahlen. Hätte sich die Führung ebenso wie 2004 verhalten, dann hätte die Opposition selbst in Abwesenheit der charismatischen Julia Timoschenko eine Chance gehabt. Doch was ist geschehen?