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Geschichte
Die Schifffahrt auf dem Zürichsee dürfte etwa so alt sein wie die Besiedlung seiner Ufer. Pfahlbaufunde beweisen, dass bereits um 4000 vor Christus die Ufer des Sees besiedelt waren.
Auf allen Kursfahrten der ZSG wird
ein Schiffszuschlag eingeführt.
Bei den grossen Motorschiffen aus den sechziger Jahren werden die stufenlos umsteuerbaren Verstellpropeller durch feste Schiffsschrauben, angetrieben durch Vor- und Rückwärtsgetriebe, ersetzt.
Mit dem Motorschiff Panta Rhei wird ein komfortables Schiff für den Ganzjahresbetrieb in Dienst gestellt.
Das Motorschiff Glärnisch (Baujahr 1955) wird verkauft und liegt nun als fest stationiertes Restaurantschiff und Zeitzeugen aus den 50er Jahren im Hafen von Wädenswil.
Die zwei baugleichen Motorschiffe Forch und Zimmerberg werden für eine zeitgemässe Erschliessung des Querverkehrs angeschafft.
Die drei identischen Schiffe Albis, Pfannenstiel und Üetliberg werden in Betrieb genommen und ersetzen die drei ehemaligen Landi-Schiffe von 1939 mit den Namen Speer, Halbinsel Au und Möve. Mit den neuen Einheiten kann die Passagierfrequenz annähernd verdoppelt werden. Die alten Landi-Schiffe werden nach den Niederlanden und Belgien verkauft und legen damit den Grundstein für den späteren Erhalt der Etzel.
Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft wird in den Zürcher Verkehrsverbund integriert.
Die ZSG erbaut die neue Schiffwerft am Standort in Zürich-Wollishofen. Kernstück der neuen Anlage bildet der vertikal arbeitende Schiffslift mit einer Tragfähigkeit von 440 Tonnen. Es ist die erste und auch heute noch einzige Anlage dieser Art in der Schweiz.
Der private Verein Aktion pro Raddampfer verhindert die Ausserdienststellung des Raddampfers Stadt Rapperswil. Auf Druck der Öffentlichkeit entschliesst sich die ZSG, eine Aktienkapitalerhöhung durchzuführen und mit den geschaffenen Mitteln die Stadt Rapperswil zu sanieren. 1977 beschliesst der Verwaltungsrat, beide Raddampfer als Zeitzeugen zu erhalten.
Insgesamt drei neue Motorschiffe (MS Bachtel, MS Helvetia, MS Wädenswil) werden in Auftrag gegeben. Zusammen mit den vier Neubauten aus den fünfziger Jahren sowie den Motorschiffen aus der Vorkriegszeit verfügt die ZSG nun über 15 Motorschiffe und zwei Raddampfer. Die letzte echte Dampfschwalbe Lützelau wird an der G59 zum letzten Mal eingesetzt. Das neue Motorschiff Helvetia wird ab 1964 mit einer Kapazität von 1500 Personen (heute 1000 Personen) zum neuen Flaggschiff der Flotte und ist es bis heute.
Ein grachtenähnlicher Bootsbetrieb nach Amsterdamer Vorbild wird für die Gartenbau-Ausstellung G59 als Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Ausstellung eingerichtet. Im Anschluss daran kann die ZSG die drei Grachtenboote übernehmen und startet damit die reguläre Limmatschifffahrt.
Die geplante Ausserdienststellung des legendären Raddampfers „Helvetia“ und die Auftragsvergabe für den nachfolgenden Neubau „Limmat“ veranlasst die Zürcher Dampfboot Aktien Gesellschaft (ZDG) ihren Namen in Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) zu ändern.
Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 1400 Personen (heute 850 Personen) kommt das Motorschiff „Linth“ als erstes 3-Deck-Motorschiff der Schweiz in Betrieb. Gebaut wurde dieses Schiff im deutschen Kressbronn am Bodensee. Die dort ansässige Bodan-Werft wird die zukünftigen Schiffneubauten der nächsten 50 Jahre liefern, denn die einst weltbekannten Schweizer Schiffbauer Escher Wyss und Gebrüder Sulzer haben den Schiffsbau eingestellt.
Dank dem Bau des neuen Oberseekanals bei Hurden, erweitert die ZDG ihr Fahrplanangebot bis nach Schmerikon. Dank der Durchfahrtshöhe von 9 Metern können nun sämtliche Schiffe der ZDG unter der neuen Strassen- und Eisenbahnbrücke hindurch in den landschaftlich reizvollen Zürich-Obersee gelangen.
Die Schweizerische Landesausstellung findet in Zürich statt und geht mitten im Ausbruch des zweiten Weltkriegs als „Landi“ in die Geschichte ein. In der Folge kann die ZDG drei der vier Schiffe der Landesaustellung erwerben. Auch diese Schiffe werden von Verstellpropellern angetrieben. Dieses Antriebssystem wird für die nächsten 70 Jahre der neue Standardantrieb der Zürichsee-Schiffe werden.
Im Hinblick auf die geplante Eidgenössische Landesausstellung in Zürich wird mit dem Motorschiff Etzel das erste von Grund auf als Dieselmotorschiff konzipierte Fahrzeug in Betrieb genommen (die Motorschiffe Uto und Wädenswil waren umgebaute Dampfer). Von der Firma Escher Wyss erbaut erhält dieses Schiff für seinen Vortrieb den ersten hydraulischen Verstellpropeller weltweit und schreibt damit Schifffahrtsgeschichte. Die „Etzel“ ist noch heute erhalten und wird von einem Verein, gegründet von ZSG-Mitarbeitern, betrieben.
Der Zeitgeist der Belle Epoque hält auf dem Zürichsee Einzug. Reisen wird zum Erlebnis, der Komfort an Bord wichtig. 1909 wird das Dampfschiff Stadt Zürich in Betrieb genommen. Das Schwesterschiff Stadt Rapperswil läuft 1914 von Stapel. Beide Schiffe sind dank dem Verein Aktion pro Raddampfer (Gründung 1970) noch heute regelmässig im Einsatz und versprühen nach wie vor den Glanz jener Tage.
Beim Umbau des Schraubendampfers Schwalbe (1864) wird das Schiff mit einem Dieselmotor ausgerüstet. Als Folge davon wird das Schiff in MS Uto (alter Name für Üetliberg) umgetauft, kommt 1909 wieder in Betrieb und ist zu dieser Zeit eines der ersten Dieselmotorschiffe der Schweiz.
Mit der Entstehung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gehen die Schiffe der Nordostbahn Gesellschaft (NOB) in den Besitz der ZDG über. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vor allem der Raddampfer Helvetia (Baujahr 1875) mit einer Kapazität von 1200 Personen. Zusammen mit einem baugleichen Schiff auf dem Genfersee (DS Mont Blanc) damals die grössten Dampfer der Schweiz.
Da bereits 1900 die Schiffe Wädenswil und Speer der Dampfboot Gesellschaft Wädenswil übernommen wurden, verfügt die ZDG nun mit einem Schlag über die gesamte Schiffsflotte des Zürichsees und dem Gelände in Zürich-Wollishofen mit verschiedenen Gebäuden inklusive Werft.
Dank guten Personenfrequenzen werden vier grosse Schraubenraddampfer für je 100 Personen in den Dienst gestellt. Diese tragen die Namen Goldbach, Küsnacht, Neu-Zürich und Bendlikon. Das DS Neu-Zürich wird ab 1897 in DS Thalweil umbenannt und 1935 in ein Motorschiff umgebaut (MS Thalwil). Dieses Schiff existiert noch heute und wird im Verkehrshaus Luzern als Kinderspielplatz genutzt.
Aus Widerstand gegen die drohende Einstellung des Schiffsbetriebes auf dem Zürichsee (die Eisenbahn ist auf dem Vormarsch) wird in Zürich die Zürcher Dampfboot-Aktien-Gesellschaft (ZDG) ins Leben gerufen. Zur Sicherung eines tramähnlichen Vorortverkehrs auf dem Zürichsee wird eine Serie von fünf Schraubendampfern in Auftrag gegeben. Diese Dampfschwalben sollen ab 1892/93 regelmässig von der Rathausbrücke (Limmat) nach Wollishofen und Tiefenbrunnen sowie nach Küsnacht und Thalwil verkehren. Das Betriebsgebäude der ZDG befindet sich noch in Kilchberg. Es ist das Jahr der offiziellen Gründung der heutigen Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft.
Die Nordostbahngesellschaft, Gründerin der linksufrigen Eisenbahn, übernimmt den gesamten Schiffspark auf dem Zürichsee.
In Horgen wird die Dampfbootgesellschaft des linken Ufers gegründet. Diese Gesellschaft erbaut den Schraubendampfer Schwalbe, der später im Jahr 1909 zum Dieselmotorschiff umgebaut wird und so eines der ersten Motorschiffe der Schweiz wird. Die Schraubenschiffe haben auf dem Zürichsee eine lange Tradition: Das erste Schiff der Schweiz mit Schraubenantrieb wurde bereits 1843 in Rapperswil von Jakob Lämmlin, dem Mitbegründer der Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee, gebaut. Es soll allerdings die Geschwindigkeit eines geübten Fussgängers nie übertroffen haben.
Fusion der drei Gesellschaften zur Zürichsee- und Walenseegesellschaft AG.
Die beiden Unternehmen Linth-Escher AG und Republik AG bauen ebenfalls je ein Schiff mit dem Namen der Gesellschaft und greifen in das Geschäft auf dem Zürichsee ein.
Am 19. Juli 1835 nimmt die Minerva den Betrieb auf. Zu dieser Zeit gibt es weder Eisenbahn- noch Autoverkehr.
Die beiden Unternehmer Franz Carl Caspar (Gründer der "Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Bodensee und Rhein") und Johann Jakob Lämmlin (Fachmann auf technischem Gebiet) gründen das Unternehmen "Caspar und Lämmlin, Unternehmer der Dampfschifffahrt auf dem Zürcher- und Walensee" und geben das erste Schiff bei der Maschinenfabrik William Fairbairn in Manchester in Auftrag.
Dieses erste Zürichsee-Schiff wird in England gebaut und absolviert eine abenteuerliche Reise über den Ärmelkanal und den damals noch unkorrigierten Rhein nach Augst BL. Dort wird das Schiff demontiert, mit dem Pferdefuhrwerk nach Zürich transportiert, wieder zusammengebaut (erste Tätigkeit der Firma Escher-Wyss im Schiffbau) und auf den glückbringenden Namen " Minerva " getauft.