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Altersspezifische Inzidenz-und Mortalitätsraten
In diesen Statistiken werden die Neuerkrankungs- oder Todesfälle auf die Wohnbevölkerung der entsprechenden Altersgruppe bezogen. Sie werden als Anzahl Fälle pro 100‘000 Einwohner des gleichen Geschlechts angegeben. Altersspezifische Inzidenz- und Mortalitätsraten sind sehr aussagekräftig aber bedingt durch die grosse Anzahl Zahlen schwierig zu benutzen. Darüber hinaus sind Raten, die auf weniger als 20 Fällen basieren, statistisch gesehen instabil, da die zugehörige Varianz gross ist, und deshalb mit Vorsicht zu interpretieren sind.
Standardisierte Inzidenz und Mortalitätsraten
Für die meisten Krebsarten steigt mit dem Alter das Risiko an Krebs zu erkranken. Die Altersstruktur der Bevölkerung kann deshalb ein Verzerrungsfaktor sein. Um verschiedene Zeitabschnitte und geographische Gebiete vergleichen zu können, ist es deshalb notwendig, die unterschiedlichen Altersstrukturen der jeweiligen Bevölkerungen auszuschalten. Dies geschieht durch die Gewichtung der altersspezifischen Raten, welche dann zu einer Gesamtrate addiert werden können. Für diese Standardisierung werden weltweit meistens zwei Standardpopulationen benutzt: die Europäische Bevölkerung und die Weltbevölkerung. In unserem Register wird meistens die europäische Standardbevölkerung als Standardpopulation benutzt, da sie internationale Vergleiche erlaubt und der regionalen Bevölkerungsstruktur mehr ähnelt als der Struktur der Weltbevölkerung.