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Herz-Kreislauf-Krankheiten sind in der Schweiz Todesursache Nummer Eins – und zwar bei Männern und Frauen. Frauen sterben sogar häufiger an Herz-Kreislauf-Krankheiten als Männer (Frauen 36%, Männer 31,5%). Es ist also höchste Zeit, den Mythos «Herz-Kreislauf- Krankheiten sind Männersache» zu begraben! Vorbeugung ist deshalb, sowohl für Frauen als auch für Männer, wichtig!
Mit diesem Ratgeber möchten wir Sie für das Thema «Herz-Kreislauf» sensibilisieren und Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Herz-Kreislauf-Risiko durch gesunde Verhaltensweisen wie regelmässige körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung, einem ausgewogenen Vitamin Haushalt, Vermeiden von Stress usw. niedrig halten, respektive reduzieren können.
Das Herz ist ein Muskel, genauer ein Hohlmuskel, und ist etwa so gross wie eine Faust. Bei Frauen wiegt es ungefähr 250 Gramm, bei Männern 300 Gramm. Das Herz besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, die durch eine Scheidewand getrennt sind. Jede Herzhälfte ist wiederum unterteilt in eine Kammer (fachsprachlich: Ventrikel) und einen Vorhof. Zwischen Vorhof und Kammer liegt jeweils eine Herzklappe, die wie ein Rückschlagventil funktioniert, sodass das Blut immer nur Richtung Kammer und nicht zurück in den Vorhof fliessen kann. Über die Hauptschlagader (fachsprachlich: Aorta) und die Hohlvene ist das Herz mit dem grossen Körperkreislauf verbunden, über die Lungenarterie und die Lungenvenen mit dem kleinen Lungenkreislauf.
Querschnitt durch das menschliche Herz:
Die Aufgabe des Herzens ist es, den gesamten Körper mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut zu versorgen. Bei einem gesunden erwachsenen Menschen pumpt das Herz in Ruhe pro Minute etwa 4 ½ bis 5 Liter Blut in den Kreislauf. Unter Belastung kann dieses Volumen bis auf 20 Liter pro Minute gesteigert werden. Eine enorme Leistung, die das Herz tagtäglich rund um die Uhr erbringt!
Damit dies möglich ist, wird das Herz selber über ein eigenes, fein verästeltes Gefässnetz, die Herzkranzgefässe (fachsprachlich: Koronargefässe), mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
«Herz und Gehirn haben nie Pause, sie arbeiten ununterbrochen, Tag und Nacht, Ihr Leben lang.»
Der Blutkreislauf sorgt dafür, dass alle Zellen des Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Das mit Sauerstoff angereicherte Blut gelangt aus dem Lungenkreislauf in den linken Vorhof und in die linke Herzkammer. Von dort wird es über die Hauptschlagader (Aorta), die sich in immer kleiner werdende Arterien verzweigt, in den gesamten Körper gepumpt. So kann jede Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Das sauerstoffarme Blut fliesst anschliessend in den Venen zurück zum Herzen, genauer in den rechten Vorhof und die rechte Kammer, von welcher es in den Lungenkreislauf gepumpt wird, wo es wieder mit Sauerstoff angereichtert wird.
Doppelter Kreislauf: schematische Darstellung
rot = sauerstoffreiches Blut; blau = sauerstoffarmes Blut
Gemeinsam mit dem gesamten Körper altern auch die Blutgefässe. Dieser Alterungsprozess ist von verschiedenen Faktoren abhängig, u. a. spielen auch die Umwelt und der Lebensstil eine wesentliche Rolle. Anders als beispielsweise die Alterung der Haut, die gut sichtbar ist, bleiben die schleichenden Veränderungen der Blutgefässe über viele Jahre unbemerkt. Wenn die ersten Symptome auftreten, ist die Arteriosklerose («Arterienverkalkung ») in der Regel schon weit fortgeschritten.
Arterienverkalkung
Unter der glatten Innenhaut der Arterien lagern sich allmählich Fettsubstanzen ein, die verkalken und mit zunehmender Grösse den Blutfluss immer mehr behindern, bis sie das Gefäss schliesslich vollständig verschliessen. Es kann auch passieren, dass diese Ablagerungen aufbrechen, sich ein Stück ablöst und mit dem Blutstrom weitertransportiert wird, bis es in einem kleineren Gefäss hängen bleibt und dieses verstopft.
Je mehr der Blutfluss in den Gefässen behindert wird, desto schlechter wird das Gewebe durchblutet. Ist der Blutfluss komplett unterbrochen, wird das Gewebe unwiderruflich geschädigt und stirbt ab.
«Durch einen gesunden Lebensstil – am besten schon von jung an – können Sie einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass es nie soweit kommt und Ihre Gefässe bis ins Alter gesund bleiben.»
Einige Risikofaktoren wie das Alter, das Geschlecht und die vererbte Veranlagung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen lassen sich nicht beeinflussen. Daneben gibt es aber eine ganze Reihe von Risikofaktoren, die sich vermeiden oder verbessern lassen.
Bis zur Menopause sind Frauen durch die weiblichen Hormone besser geschützt vor den gefürchteten Gefässveränderungen als die gleichaltrigen Männer. Nach der Menopause lässt dieser Schutz aber allmählich nach. Zudem pflegen immer mehr Frauen einen «männlichen» Lebensstil. Immer mehr Frauen rauchen und auch die Zahl der Frauen, die durch Mehrfachbelastungen unter Dauerstress stehen, nimmt stetig zu.
Die Risikofaktoren Übergewicht und Rauchen sind einfach zu erkennen. Ein zu hoher Blutdruck, ungünstige Blutfettoder zu hohe Blutzuckerwerte sind für die Betroffenen aber kaum wahrnehmbar, weil sie, zumindest in der Anfangsphase, keine Symptome verursachen. Da hilft nur die Messung dieser Werte.
Auch das Ansprechen auf vorbeugende Massnahmen oder auf die Behandlung ist nicht spürbar. Während Sie beispielsweise beim Abnehmen das Resultat Ihrer Bemühungen einfach und rasch selber beurteilen können, kann nur die regelmässige Messung des Blutdrucks Aufschluss darüber geben, ob und wie erfolgreich sich Lebensstilveränderungen oder eine medikamentöse Behandlung auf den Bluthochdruck ausgewirkt haben. Dasselbe gilt für die Blutfett- und Blutzuckerwerte.
Der HerzCheck® ist ein Herz-Kreislauf-Test, mit dem Ihr persönliches Risikoprofil bestimmt werden kann. Der Test umfasst:
Neben dem HerzCheck® können Sie in Ihrer Medbase Apotheke (ehemals Topwell) auch jederzeit den Blutdruck messen lassen.
«Die Medbase Apotheken (ehemals Topwell) bieten Ihnen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Herzstiftung eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, Ihr Herz-Kreislauf-Risiko zu bestimmen.»
Die Grundpfeiler einer herzgesunden Lebensweise sind Rauchabstinenz, eine ausgewogene Ernährung, ein normales Körpergewicht, genügend Bewegung, wenn möglich an der frischen Luft, und möglichst wenig Stress. Zudem sollten der Blutdruck sowie die Blutzucker- und Blutfettwerte regelmässig kontrolliert und allenfalls mittels Lebensstilveränderungen oder einer medikamentösen Behandlung korrigiert werden. Bei Anzeichen einer beginnenden Arteriosklerose können unterstützend auch durchblutungsfördernde Präparate wie z. B. das bewährte pflanzliche Arzneimittel Padma 28 eingesetzt werden. Das auf der tibetischen Medizin basierende Präparat hat ein antientzündliches und durchblutungsförderndes Potenzial und schützt die Blutgefässe durch seine antioxidativen Eigenschaften vor freien Radikalen.
Auch der Weissdornextrakt, der in den «zeller herz und nerven»- Präparaten enthalten ist, hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und stärkt und schützt so das Herz. Durch die Erweiterung der Gefässe, insbesondere der Herzkranzgefässe, verbessert Weissdorn die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels und die Herzleistung wird gesteigert.
Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Frauen kommt hinzu, dass Rauchen in Kombination mit einer hormonellen Empfängnisverhütung das Arterioskleroserisiko besonders stark erhöht. So können bereits junge Frauen, die rauchen und gleichzeitig die Pille nehmen, einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag erleiden. Jungen Frauen muss deshalb besonders vehement vom Rauchen abgeraten werden: Pille Ja – Rauchen Nein!
Am gesündesten und einfachsten ist es natürlich, gar nie mit Rauchen anzufangen. Aber auch wenn Sie schon seit Längerem rauchen, wirkt sich ein Rauchstopp immer positiv auf Ihre Gesundheit, insbesondere auch auf Ihre Herz-Kreislauf- Gesundheit, aus. Sobald Sie mit dem Rauchen aufhören, nimmt das Arterioskleroserisiko nämlich stetig ab und erreicht nach fünf Jahren das Risiko von Nichtrauchern. Rauchen Nein – erst recht nicht zusammen mit der Pille
«Sie haben sich zum Rauchstopp entschieden? Ihre Medbase Apotheken (ehemals Topwell) beraten und unterstützen Sie dabei!»
Mithilfe einer gesunden, ausgewogenen Ernährung können Sie gleich mehrere Risikofaktoren, wie Übergewicht, ungünstige Blutfettwerte, erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck, günstig beeinflussen. Als besonders gesund für das Herz hat sich die sogenannte mediterrane Ernährung erwiesen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass täglich viel frisches Gemüse, Salat und Früchte, Getreideprodukte (Brot, Teigwaren, Müesliflocken) oder Kartoffeln sowie Olivenöl auf den Tisch kommen. Zur mediterranen Ernährung gehört auch der regelmässige Konsum von Fisch und Nüssen, die wie Oliven- und Rapsöl reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Tierische Produkte mit gesättigten Fettsäuren, insbesondere Fleisch, werden hingegen nur selten genossen. Zurückhaltung sollten Sie auch bei Süssigkeiten, gesüssten Getränken und Alkohol üben, da diese Produkte sehr kalorienhaltig sind. Ein Glas Wein zu einer Mahlzeit pro Tag ist hingegen erlaubt. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auch auf den Salzkonsum legen, da eine salzreiche Ernährung zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen kann. Auch sollten Sie immer genügend trinken, am besten Wasser oder ungesüssten Kräutertee. Kaffee in Massen genossen ist unbedenklich.
Regelmässige Bewegung senkt unter anderem nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Dickdarmkrebs und Osteoporose und hilft dabei, das Körpergewicht im grünen Bereich zu halten oder zu reduzieren. Zudem hat regelmässige körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf das psychische Wohlbefinden und hilft dabei, Stress abzubauen.
Für Herz und Kreislauf sind besonders Ausdauersportarten wie Walking/leichtes Jogging, Wandern, Radfahren, Schwimmen/Aquafit, Turnen/Gymnastik, Tennis, Tanzen/ Aerobic, Skilanglauf gesund.
Das Ziel sollte es sein, sich pro Woche mindestens zweieinhalb Stunden bei mittlerer Intensität zu bewegen. Dabei dürfen alle Aktivitäten, bei denen Sie ein bisschen ausser Atem kommen, miteingerechnet werden, also auch Alltagsaktivitäten wie Gartenund Hausarbeit, zügiges Gehen usw. Nutzen Sie jede Gelegenheit, die sich Ihnen im Alltag bietet, um sich zu bewegen. Nehmen Sie die Treppe statt des Lifts oder der Rolltreppe, fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit, steigen Sie eine Haltestelle früher aus dem Bus aus und gehen Sie den Rest zu Fuss. Hilfreich kann auch ein Schrittzähler sein, der Sie jeden Tag motiviert, die angestrebte Anzahl Schritte wirklich zu machen.
Stress ist nicht nur eine Managerkrankheit, auch Frauen leiden oft unter Dauerstress. Die Mehrfachbelastung durch Kinderbetreuung, Haushalt, Beruf und Freiwilligenarbeit, Sorgen um Familie und Partnerschaft bringen viele Frauen an ihre Grenzen. Frauen tendieren auch häufig dazu, der eigenen Gesundheit weniger Beachtung zu schenken als dem Wohlbefinden der Kinder und des Partners. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Sie sich im Alltag Inseln schaffen, wo Sie sich regelmässig erholen und sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun können. Die einen können beim Sport sehr gut Stress abbauen und neue Energie tanken, anderen helfen Entspannungsmethoden wie Yoga oder Tai Chi, Musik spielen, Singen oder Gartenarbeit besser. Finden Sie heraus, was Ihnen am besten tut, und tragen Sie sich am besten fixe Termine für sich und Ihre Gesundheit in Ihrem Kalender ein. Wichtig ist es auch, sich rechtzeitig Unterstützung zu holen, wenn Sie merken, dass Ihnen Ihr Pensum über den Kopf wächst. Frau muss nicht alles allein schaffen!
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind ein starkes, beklemmendes Druck- und Engegefühl sowie heftige Schmerzen im Brustbereich oder im Hals, die oft mit Atemnot und Todesangst einhergehen. Manchmal strahlen die Schmerzen in den ganzen Brustkasten, in beide Schultern, Arme, den Hals, den Unterkiefer oder den Oberbauch aus. Die Schmerzen dauern länger als 15 Minuten und bessern sich in Ruhe und nach der Einnahme von Nitroglycerin nicht.
Was ist bei Frauen anders?
Bei Frauen, und ganz besonders bei jüngeren Frauen unter 55 Jahren, äussert sich ein Herzinfarkt häufig nicht mit diesen klassischen Symptomen, insbesondere fehlen oft die typischen Brustschmerzen. Stattdessen klagen Frauen mit einem Herzinfarkt häufig über weniger eindeutige Symptome wie:
Kontaktieren Sie bei Verdacht auf einen Herzinfarkt immer sofort Ihren Arzt oder die Notfallnummer 144. Je schneller die medizinische Behandlung eingeleitet werden kann, desto weniger Herzmuskelfasern sterben infolge der Minderdurchblutung ab und desto besser ist die Gesamtprognose.