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Organisation und Bericht Ursula Lang, Regionalleiterin Aargau
Fotos, Sonja Wyss
Am Samstag, 10. September 2022 um 13.15 Uhr versammelten sich 24 Clubmitglieder beim Wasserschloss Hallwyl, das auf zwei Inseln steht, welche von einem künstlich geschaffenen und zwei natürlichen Armen des Aabachs umflossen werden.
Frau Kunz führte uns während 1 ½ Stunden durch das Schloss und erzählte uns die interessante Geschichte von der Errichtung des Wohnturms im späten 12. Jahrhundert durch die Herren von Hallwyl. Um 1265 wurde direkt am Bachufer ein Palas mit Vorratsräumen im EG und Wohnräumen im 1. Und 2. Obergeschoss errichtet. Ein Brand zerstörte 1380 einen Teil des Palas, der danach wieder aufgebaut wurde.
Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 steckten Berner Truppen die Burg in Brand. Im Anschluss wurde die Burg wieder auf- und ausgebaut. Die Herren von Hallwyl liessen um 1500 an den Ostecken der hinteren Insel Geschütztürme mit dicken Mauern, Schiess- und Schartennischen errichten.
Zwischen 1535 und 1598 wurde die Burg zu einem repräsentativen Schloss ausgebaut, welche nun die Gestalt eines spätgotischen Wohnschlosses hatte.
1925 rief Wilhelmina von Hallwyl nach dem Tod ihres Ehemannes die Hallwyl-Stiftung ins Leben und machte das Schloss der Oeffentlichkeit zugänglich. Ueber all die Jahre blieb das Schloss im Besitz der Familie von Hallwyl bis 1994. Dann ging das Schloss als Schenkung zum symbolischen Betrag von „einem Frankli“ an den Kanton Aargau über, welcher zwischen 1997 und 2004 eine dringend notwendige Gesamtsanierung durchführte.
Nach dieser aufschlussreichen Führung fuhren wir zum Parkplatz neben dem Schloss Brestenberg, wo uns Frau Häusermann vom Weingut Lindenmann in Seengen erwartete. Weiter gings mit einem kleinen Spaziergang der Hauptstrasse entlang bis zum Rebgebiet. Noch am Vormittag wurden alle Trauben der Sorte Riesling-Sylvaner geerntet. Danach folgt der Pinot Noir. Heute dürfen keine Pestizide mehr gespritzt werden, so wird ein biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Essigfliegen (ein Tier kann bis 300 Eier legen) angewendet. Weitere interessante Informationen erfuhren wir während der Besichtigung des Rebberges.
Anschliessend fuhren wir zum neu renovierten Weingut an der Oberdorfstrasse, wo uns Frau Häusermann zunächst in den Barrique Keller führte, wo wir eine Kurzbesichtigung hatten. Die Fässer sind aus französischer Eiche hergestellt und werden 7 – 8 Jahre gebraucht. Bei der Degustation wurden folgende Weine degustiert: 2 weisse und 2 rote Sorten:
Zwei Weissweine
Blanc de Noir und Muscat Oliver
Zwei Rotweine
Pinot Noir und Cuvée Barrique (Diolinoir-Merlot-Malbec)
Infolge dieses hervorragenden, trockenen Sommers wird die Ernte in diesem Jahr früher fertig sein. Aus diesem Grund gab es in diesem Jahr keinen Suser zu verkosten und wir müssen uns auf den nächsten Suserbummel im 2023 vertrösten.
Danach fuhren wir ins Restaurant Rebstock in Seengen, wo uns drei feine Menus zur Wahl standen.
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