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Eisenmangel ist einer der häufigsten Mangelerscheinungen. Betroffen sind hauptsächlich Frauen. Wie wirkt sich ein solches Defizit aus? Das sind die häufigsten Symptome.
Unser Körper braucht Eisen für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut. Zudem ist Eisen für eine Reihe von Stoffwechselvorgängen wichtig. Der Körper selbst kann kein Eisen bilden. Es muss durch die Nahrung zugeführt werden. Wer ausgewogen und nährstoffreich isst, sollte in der Regel keinen Mangel haben.
Zu wenig Eisen führt auf Dauer zu einer Blutarmut: der Eisenmangelanämie. Dadurch ist das Blut nicht mehr in der Lage, genug Sauerstoff zu transportieren. Die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit sinkt.
Ein Eisenmangel macht sich schleichend bemerkbar. Die ersten Symptome treten oft erst in einem späten Stadium auf – abgesehen von der Müdigkeit. Je länger die Unterversorgung andauert, desto stärker sind die Symptome und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Man unterscheidet drei Stadien des Eisenmangels:
Bekommt der Körper zu wenig Eisen, kann er dies zunächst mit den gespeicherten Vorräten aus Leber und Milz ausgleichen. Es werden noch genügend rote Blutkörperchen gebildet. In diesem Stadium macht der Eisenmangel meist wenig Beschwerden. Oft fühlen sich Betroffene aber müde und erschöpft.
Haltet der Eisenmangel an, sind die Speicher an Eisen irgendwann leer. Dann werden die Zellen nicht mehr ausreichend versorgt. Der Körper holt sich den wichtigen Nährstoff für die Bildung roter Blutkörperchen aus dessen Transporter, dem Transferrin. Die Transferrin-Sättigung im Blut sinkt. Häufige Symptome sind in diesem Stadium:
Sind die Eisenspeicher erschöpft, greift der Körper auf das Eisen im Blut zurück. Dies stört die Bildung der roten Blutkörperchen und es kommt zu einer Blutarmut, auch Eisenmangel-Anämie genannt. Dabei sind im Blut entweder zu wenig rote Blutkörperchen vorhanden, oder der Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen ist vermindert. Typische Symptome dieser Erkrankung sind:
Eine Anämie kann jedoch auch Folge eines Mangels an Vitamin B12 oder von inneren Blutungen sein. Bei einem Vitamin-B12-Mangel kommen Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und Gewichtsverlust dazu. Eine Anämie aufgrund innerer Blutungen zeigt sich durch schwarzen Stuhl oder Blut im Stuhl oder Urin.
Bei ständiger Müdigkeit, erst recht bei weiteren Symptomen, sollten Sie den Ursachen auf den Grund gehen. Bei Kindern sowieso, weil ein Eisenmangel unter anderem Wachstumsstörungen verursacht. Nehmen Sie nicht in Eigenregie und ohne Diagnose irgendwelche Eisenpräparate ein. Wer ständig müde ist, kann auch an einer anderen Krankheit leiden. Melden Sie sich für eine genaue Abklärung bei Ihrer Hausärztin respektive dem Kinderarzt.
Unsere Gesundheitsberaterinnen und -berater verraten Ihnen Tipps zur Ernährung allgemein und zu Nährstoffmangel.
Ein Mangel an Eisen macht sich bei Frauen und Männern mit den gleichen Symptomen bemerkbar – Frauen leiden jedoch häufiger daran. Grund dafür ist meist der Blutverlust während der Menstruation. Auch Vegetarierinnen und Veganer leiden oft unter Eisenmangel, da der menschliche Darm Eisen aus pflanzlichen Rohstoffen schlechter aufnehmen kann. Die häufigsten Ursachen für Eisenmangel sind:
Eine Antwort, ob und warum ein Eisenmangel vorliegt, kann nur Ihre Ärztin oder Ihr Arzt geben. Ein Bluttest bringt schnell Klarheit, wie es um Ihre Eisenwerte steht.
Aislinn Oeri (MSc Bewegungs- und Gesundheitswissenschaften, Präventionsfachperson) arbeitet seit 2020 bei Helsana. Als Fachspezialistin Gesundheitsberatung engagiert sie sich im Bereich Wissens- und Qualitätsmanagement für die Kunden. Aislinn Oeri stand dem Redaktionsteam bei diesem Artikel beratend und redaktionell zur Seite.
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