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Die beiden britischen Firmen Parkyn Energy und Bell Exploration suchen seit vier Jahren im Bodenseeraum nach Gas. Eine entsprechende Aufsuchungserlaubnis wurde 2009 von der Landesbergdirektion Baden-Württemberg erteilt. Doch erst im Frühjahr 2012, als die beiden Unternehmen eine Verlängerung der Genehmigung erhielten, wurde dies öffentlich.
Seither regt sich breiter Widerstand. So hat sich die Internationale Bodensee-Konferenz im Dezember 2012 gegen Fracking ausgesprochen. Anfang April 2014 hat das Vorarlberger Parlament sogar explizit ein Fracking-Verbot in die Landesverfassung aufgenommen. Nun hat der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler seinem Amtskollegen, dem Baden-Württemberger Umweltminister Franz Untersteller, einen Brief geschrieben, in dem er sich gegen eine Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis ausspricht.
Nein auch aus dem Thurgau und aus St. Gallen
Auch in den Ostschweizer Kantonen regt sich immer mehr Widerstand. Die St. Galler Regierung hat bereits vor längerer Zeit in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss festgehalten, dass St. Gallen ein Verbot unterstütze, wenn die Internationale Bodensee-Konferenz dahinter stehe. Und im Thurgau hat sich inzwischen die Mehrheit der Parteien in der Vernehmlassung zum «Gesetz über die Nutzung des Untergrundes» für ein Fracking-Verbot ausgesprochen.
Unter Druck werden Gase gelöst
Mit dem Begriff Fracking bezeichnet man eine Fördermethode, bei der ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in den Untergrund gepresst wird, um die sich darin befindenden Schiefergase zu lösen.