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"Die grössten Ungleichheiten der Geschlechter haben ihren Ursprung am Arbeitsplatz", schreibt der SGB zur Lancierung der Kampagne für den feministischen Streik am Dienstag. So halte sich etwa die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen hartnäckig.
Die Hälfte der Frauen in der Schweiz verdienten 2020 weniger als 4470 Franken im Monat. Das Einkommen der Frauen lag 2022 durchschnittlich 43 Prozent unter demjenigen der Männer, teilte der SGB mit Verweis auf das Bundesamt für Statistik mit.
Frauen öfters schlecht bezahlt
Hauptgrund dafür ist laut SGB die schlechte Entlöhnung von Berufen mit hohem Frauenanteil, wie etwa in der Betreuung und im Verkauf. Der SGB fordert deshalb unter anderem, eine bessere Abdeckung durch Gesamtarbeitsverträge in sogenannten Frauenbranchen sowie "massive Lohnerhöhungen".
Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Gewerkschaften insbesondere Mitglieder in Branchen mit hohem Frauenanteil gewinnen. Die Arbeitsbedingungen verbesserten sich nur, wenn Gewerkschaften stark seien und wenn kollektiv mobilisiert werde, hiess es.
Weitere Gründe für den Lohnunterschied sind laut SGB, dass Frauen noch immer aufgrund ihres Geschlecht diskriminiert werden und dass Frauen einen grossen Teil der unbezahlten Arbeit wie die Kinderbetreuung übernehmen und deshalb weniger bezahlte Arbeit leisten können.
"Keine Fortschritte seit 2019"
Eine Folge dieses Lohnunterschieds sei eine "immense" Frauenrentenlücke. Der SGB kritisiert weiter, dass es vier Jahre nach dem grossen Streik von 2019 "so gut wie keinen Fortschritt" bei der Verbesserung der finanziellen und gesellschaftlichen Situation der Frauen gegeben hat. Im Gegenteil, das Rentenalter der Frauen sei angehoben worden, so der Gewerkschaftsbund. Am nationalen feministischen Streik von 2019 hatten schweizweit Hunderttausende Menschen teilgenommen.
mk/
(AWP)