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Die Meisterschaftskommission Indoor (MKI) von Swiss Volley hat einen Spielprotest von Franches-Montagnes (Hôtel Cristal VFM) gegen die Wertung des mit 1:3 verlorenen NLA-Finalrunden-Heimspiels gegen Volley Köniz gutgeheissen. Grund dafür ist ein Schreiberfehler, der das Resultat verfälscht hat. Das Spiel muss wiederholt werden.
Im NLA-Playoff-Spiel Hôtel Cristal VFM gegen Volley Köniz vom 12. März 2015 hat die VFM-Schreiberin einen Fehler begangen und den Punkt fälschlicherweise Volley Köniz zugesprochen und einen Servicewechsel notiert. Von diesem Zeitpunkt an waren Punktestand und Rotationsfolge auf dem Matchblatt nicht mehr korrekt. Dieser Umstand konnte alleine durch eine Matchblatt-Kontrolle des Schiedsrichters nicht entdeckt werden. Erst die genaue Analyse der Videoaufnahmen und der Stellungnahmen der zwei Schiedsrichter, des Technischen Delegierten und des Club-Vertreters von Protestgegner Volley Köniz zeigte den Sachverhalt eindeutig auf.
Gemäss internationalen Bestimmungen handelt es sich bei einem durch den Schreiber verursachten falschen Spielstand oder einer falschen Rotationsfolge um einen protestfähigen Entscheid, der angefochten werden kann. Die VFM-Schreiberin hat damit einen regeltechnischen Fehler, einen sogenannten Schreiberfehler begangen (Scoring error, gemäss FIVB Refereeing Guidelines and Instructions 2014, Procedure for the Judges Conference, Seite 33). Ausserdem ist der Schreiber Teil des Schiedsgerichts (Volleyball-Regel 22.1) und somit ein Offizieller, womit der Protest zulässig ist.
Die Folge der Protest-Gutheissung ist nach nationaler und internationaler Praxis die Wiederholung des gesamten Spiels. Da für die beiden Clubs als neues Spieldatum einzig der Samstag, 28. März 2015 in Frage kommt, hat die MKI dieses Datum bewilligt, obwohl es aufgrund der Austragung des Cornèrcard Volley Cup Finals eigentlich ein Sperrdatum ist.
Benoit Gogniat, MKI-Mitglied und zugleich Präsident des Proteststellers Hôtel Cristal VFM stand bei diesem Entscheid im Ausstand und hat bei der Entscheidfindung nicht mitgewirkt. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig und kann noch an die Rekursinstanz weitergezogen werden.
Weitere Auskünfte:
- Zum laufenden Verfahren kann zurzeit nicht mehr gesagt werden.