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«Magischer Beton»
Zum Abschluss ihres Jahres als Kulturhauptstadt ehrt Marseille den Architekten Le Corbusier mit der Ausstellung «Le Corbusier et la question du brutalisme».
Die «NZZ» besuchte die Schau in zwei Teilen. Der erste Teil zeigt frühe Studien, Gemälde und Skulpturen Le Corbusiers, in denen Kurator Jacques Sbriglio den Béton Brut begründet sieht. Der zweite Teil widmet sich den realisierten Bauten, wobei die Marseiller Unité d'Habitation als «Keimzelle des baukünstlerischen Brutalismus» gefeiert wird. Neben zahlreichen ikonischen Werken zeigt die Schau auch zahlreiche selten oder nie gezeigte Werke, vor allem in Form von Zeichnungen, Modellen, Skulpturen oder Gemälden.
Die «NZZ» beurteilt den Besuch als lohnend und bemängelt einzig, dass die Ausstellung auf die «Überwindung des Brutalismus nicht eingeht». Schliesslich sei diese Le Corbusier mit dem Zürcher Heidi-Weber-Haus «glorios» gelungen, dessen Dachkonstruktion die nach dem Brutalismus einsetzende Hightech-Architektur ankündige. Die «NZZ» empfiehlt eine zweite, hier anknüpfende Ausstellung.
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