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Das Naturschutzgebiet "Moos" liegt mitten in der Agglomeration Zürich. Das Moos liegt in einer typischen Grundmoränensenke der letzten Eiszeit. Es ist der letzte Rest eines ursprünglich im Glatttal häufig anzutreffenden Landschaftstyp. Das "Moos" war einst Teil eines viel grösseren Moores, welches auf undurchlässigem Lehm entstanden ist. Auf einer Fläche von etwas über fünf Hektaren sind verschiedene Lebensräume wie Riedwiesen, Torfmoospolster, Buschsäume, Bruchwald, Schilfröhricht und mehrere Torfstichweiher zu sehen.
Im Moor vereinigen sich verschiedenste Pflanzengesellschaften zu einem engen Mosaik. Von grosser Bedeutung sind das Vorkommen sehr seltenen Arten wie der Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Drachenwurz (Calla palustris), Glattes Hornblatt (Ceratophyllum submersum), Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris) und der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica). Aus der Fauna wurden u. a. Ringelnattern, Gefleckte Smaragdlibellen, Wasserfrösche, Widderchen und Violetter Silberfalter beobachtet.
Im März 1949 wurde das "Moos" durch einen Regierungsbeschluss zum Naturschutzgebiet erklärt. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde das "Moos" in die Bundesinventare der Hoch- und Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgenommen. Seit 1958 sind das Betreten und das Pflegen des Moores reglementiert.
Quellen/Mehr Informationen:
Das „Moos“, ein zu pflegendes Naturfenster mitten im Siedlungsgebiet. Walter Ressnig. 2014.
Schutz des Naturschutzgebiets Moos in der Gemeinde Wallisellen (Naturschutzgebiet mit überkommunaler Bedeutung). Baudirektion Kägi. 2015.
Moor - Lehrpfad "Moos". Frank Klätzli. 1999.
Ein Naturschutzgebiet muss gepflegt werden. Es gibt nebst den jährlichen Pflegeeinsätze, die durch Lennart Petris organisiert und koordiniert werden, zwei Hauptzeiten, in denen grossflächige Pflegearbeiten durchgeführt werden. Im Frühling wird aus den bemoosten Flächen das abgedorrte Pfeifengras weggetragen. Im Spätherbst wird jeweils das Schilf durch den Strassenunterhaltsdienst geschnitten und durch Freiwillige herausgetragen.
Das ganze Jahr hindurch werden weitere Pflegearbeiten durchgeführt, wie das Entfernen des heranwachsenden Jungwaldes aus den Torfmoosbereichen, das Auslichten der Buschbereiche und das Wegtragen von Dürrholz aus den Gras- und Schilfflächen. Das Schilfschneiden sowie die bewaldeten Bereiche und die Buschsäume in Grenzen zu halten sind wichtige Pflegearbeiten. Dank diesen Massnahmen bleiben die verschiedenen schützenswerten Lebensräume erhalten. Diese offenen Flächen werden dadurch weder überwuchert noch Verbuschen sie.
Periodisch muss das Naturschutzgebiet von Abfall befreit werden. Grosseinsätze werden durch die Vereinsmitglieder und das Strassenwesen wahrgenommen. Der Aufwand für diese Pflegearbeiten variiert jährlich zwischen 150 bis über 200 Stunden.
Die Zeitpunkte der Einsätze werden hier publiziert.
Für mehr Informationen zum Naturschutzgebiet "Moos" wenden Sie sich an Lennart Petris (076 529 58 80).
Der Eingang zum "Moos" ist in etwa gegenüber der Neuen Winterthurerstrasse 30. Das Naturschutzgebiet darf jedoch nicht ohne Bewilligung betreten werden.