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„Berlin, 4. März 1844
Wir haben aus Rußland recht sonderbare Nachrichten über den Oxus; er scheint durch die Gabelteilung seine alte Richtung zum Kaspischen Meer wiederzufinden. Die Wasser sind bereits im früheren Bett, nahe dem alten Urghendj, schon so lange versiegt.
Herr Narchine, mit dem ich in Orenburg und in der Steppe der Kirgisen war, als ich die Expedition für den Kaiser von Rußland unternahm, sagt, die Wasser seien 1837 und später nur bis zu einer Entfernung von fünf Tagen vom Balkhan-Golf des Kaspischen Meeres gelangt. Das ist ein sehr interessanter geographischer Sachverhalt, der unmittelbar in Zusammenhang steht mit dem, was ich im zweiten Band von Zentral-Asien über die einstige Ausdehnung des Skythischen Golfs dargelegt habe, wovon der Karabogas ein geringfügiger Rest ist.
Soeben habe ich beim Kaiser die Gründung eines speziellen Instituts für den Erdmagnetismus und alle Zweige der Meteorologie erwirkt, das den Namen Physikalisches Observatorium haben wird. Die Leitung wird Herrn Kupffer anvertraut werden, der vor kurzem die gesamte Linie unserer magnetischen Stationen im nördlichen Asien bereist hat.
P. S. In meiner Karte von Zentral-Asien ist das Zeichen für Neu Urghendj irrtümlich an das linke Ufer des Oxus gesetzt worden, anstatt an das Ufer des Sees nördlich von Khiwa.“
Auszug aus einem Brief des Freiherrn Alexander von Humboldt an Herrn Frédéric Lacroix (mitgeteilt von Herrn Frédéric Lacroix)