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Jedes Jahr passieren in der Schweiz 420 000 Sportunfälle. 15 000 davon werden als schwerwiegend eingestuft und haben teilweise eine Invalidenrente zur Folge. Darüber hinaus verunglücken in der Schweiz pro Jahr durchschnittlich 186 Personen beim Sport tödlich, darunter 54 Touristinnen und Touristen.
Diese systemischen Massnahmen gilt es zu fördern
Neben dem Unfallgeschehen widmet sich das erste Sicherheitsbarometer Sport den Massnahmen, die Unfälle verhindern sollen. Auf der Seite der Sportlerinnen und Sportler wird etwa das Verhalten untersucht, ob sie beispielsweise beim Sport Schutzausrüstung tragen. Die meisten tragen auf den Ski, dem Snowboard und auf dem Mountainbike einen Helm und trinken keinen Alkohol, bevor sie Fussball spielen oder baden. Das Risiko für schwere Verletzungen liesse sich mit dem jährlichen Einstellen der Skibindung, dem konsequenten Tragen von Rettungswesten auf Gummibooten und Schiffen und dem Verwenden von Handgelenkschützen beim Snowboarden reduzieren.
Auch systemische Massnahmen sind zu fördern. Die BFU würde etwa eine Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen zum Tragen von Rettungswesten für Kinder bis 13 Jahre begrüssen sowie die Aufnahme des Wasser-Sicherheits-Checks (WSC) in alle Lehrpläne. Auch eine bessere Einhaltung der von der BFU mitentwickelten Sicherheitsstandards beim Bau von Snowparks, Schlittel- und Mountainbike-Pisten würde diese Sportarten sicherer machen. Als weitere Massnahme sollte die Unfallverhütung konzeptionell in den Aktivitäten der Sportverbände verankert werden.
Immer mehr Menschen treiben Sport
Die Unfallzahlen spiegeln das Ausmass der Sportausübung der Schweiz wider. Der Anstieg ist vor allem auf die zunehmende Zahl der Sporttreibenden und auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen. «Die Zahl der Sporttreibenden, die Dauer und Häufigkeit, mit der man einen Sport betreibt, haben grossen Einfluss auf die Zahl der Verletzten. Es ist daher kein Zufall, dass sich rund die Hälfte aller schweren Unfälle beim Skifahren, beim Fussballspielen und beim Wandern ereignen», erklärt Othmar Brügger, Leiter der Forschungsabteilung Haus und Sport bei der BFU. «Denn diese drei gehören zu den am meisten ausgeübten Sportarten.» Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, systemische Massnahmen umzusetzen, damit weniger schwere Unfälle passieren.