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Eigentlich sollte es ja heissen: ‘’Das Problem mit dem Gegenwind’’. Aber bei den niederländischen Meisterschaften im ‘’Gegen Den Wind Radfahren’’, muss die Gegenwindstärke mindestens 7 sein. Also ist Gegenwind kein Problem, sondern eine erwünsche Wetterbestand. Ohne Gegenwind finden die Meisterschaften nicht statt.
Am letzten Sonntag, den 6. Februar 2022, war das Wetter mehr als schlecht genug. Auf dem ‘’Oosterscheldekering’’ (siehe: Oosterscheldekering – Wikipedia) starteten die ersten um 08.00 Uhr wobei der (Gegen)wind eine Stärke hatte von bis zu 9, oder etwa 80km/h. Die Regeln sind einfach. Fahre die Strecke über den ‘Kering’, genau 8,5 Kilometer lang, so schnell wie möglich gegen den Wind mit einem Fahrrad ohne Gangschaltung. Es gewann ein Student aus Leiden, Jurjun van der Velde , der die Strecke in 20 Minuten und 23 Sekunden zurücklegte. Bei den Frauen war Lisa Scheenaard aus Eindhoven mit 22 Minuten und 53 Sekunden die schnellste.
Das Oosterschelde-Sperrwerk (niederländisch Oosterscheldekering) ist Teil der Deltawerke, die hauptsächlich in der niederländischen Provinz Zeeland vor Sturmfluten und Hochwasser schützen sollen. Das Bauwerk, teils Deich und teils mobile Sperranlagen, wurde zwischen den Inseln Schouwen-Duiveland und Noord-Beveland errichtet.
Die Oosterschelde sollte anfangs genauso wie andere Bereiche des Deltagebietes durch einen Abschlussdeich von der Nordsee abgetrennt werden. Dadurch wäre die Oosterschelde von den Gezeiten abgeschnitten worden. Im Laufe der Zeit hätte zudem Süßwasser das Salzwasser verdrängt, was sich massiv auf die gesamte Flora und Fauna ausgewirkt hätte. Insbesondere wären negative Auswirkungen auf die Muschel- und Austernzucht bei Yerseke zu erwarten gewesen.
Die gesamte Sperranlage ist neun Kilometer lang. Proteste nach der Fertigstellung der ersten fünf Kilometer bewirkten ein Umdenken der Regierung, so dass auf den restlichen vier Kilometern anstatt eines Abschlussdeiches eine Sturmflutsperre gebaut wurde. Bei Sturmfluten werden die Tore geschlossen, zu anderen Zeiten erreichen Ebbe und Flut die Oosterschelde weiterhin.
Insgesamt gibt es 65 Pfeiler, die bis 18.000 Tonnen schwer und bis zu 65 Meter hoch sind. Zwischen ihnen wurden 62 bewegliche Tafelschützen aufgehängt, die 42 Meter breit sind. Die Höhe der Tafelschützen beträgt zwischen 5,9 und 11,9 Meter, die schwersten wiegen bis zu 500 Tonnen. Die Tafelschützen können innerhalb einer Stunde geschlossen werden. Die Sturmflutwehr muss jährlich etwa einmal wegen entsprechender Wetterbedingungen geschlossen werden.
Die Pfeiler wurden in einem Trockendock als Hohlkörper gebaut und dann schwimmend an ihre Position gebracht. Um ein stabiles Fundament zu gewährleisten, wurden spezielle Kunststoffmatten entwickelt, die mit Steinen gefüllt auf dem Meeresboden ausgebracht wurden. Auf diese wurden dann die Türme abgesenkt, anschließend mit Sand aufgefüllt und von außen mit Steinen beschwert.
Auf der ehemaligen Arbeitsinsel Neeltje Jans ist seitdem ein Informationszentrum eingerichtet worden.