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Mit «HOME, l’Habitat ouvert et sur mesure» hat der Architekt Pascal Gontier ein ansprechendes schmales Buch (68 Seiten) mit wenig Text und vielen Abbildungen vorgelegt. Der wenige Text besticht durch eine dichte und genaue Argumentation, mit der ein bauliches Konzept dargelegt wird, das es nach Ansicht des Autors ermöglichen würde, zugleich ökologische und massgeschneiderte Wohneinheiten zu bauen. Zu diesem Zweck hat der Architekt das Modell HOME entwickelt, das auf einer als Bespoke Open Building (BOB) bezeichneten Methode basiert. Diese Methode besteht darin, das Gebäude in zwei verschiedene Baueinheiten aufzuteilen: die primäre Architektur und die sekundäre Architektur.
Die primäre Architektur resultiert aus den Überlegungen des Architekten. Sie wird darauf ausgelegt, möglichst fliessende und offene Räume zu schaffen. Es handelt sich um eine Art Rahmen aus Pfeilern, Trägern, Bodenplatten und Kanälen, der die Aufteilung des Bauwerks in verschiedene Einheiten festlegt, aus denen Wohnungen in gleicher Zahl entstehen können. Bei der sekundären Architektur geht es um die Phase der Aneignung einer Einheit, aus der im Laufe eines gezielten Dialogs zwischen dem Architekten und dem künftigen Mieter eine massgeschneiderte Wohnung werden wird. Diese sekundäre Architektur umfasst alle Sondereigentumsbereiche der Wohneinheit, einschliesslich der Fassaden und Aussenanlagen, die somit entsprechend den Wünschen des künftigen Mieters massgeschneidert realisiert werden. Hauptbaumaterial ist Holz: sowohl aufgrund seiner ökologischen Eigenschaften als auch wegen seiner für die modulare Bauweise gut geeigneten Plastizität.
Das Angebot ist interessant, jedoch nicht für alle Geldbeutel geeignet. Es erfordert ein geschicktes Einbeziehen der Vorstellungen der anderen Bewohner des Gebäudes, da die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo die der Anderen beginnt.
Forum Ecoparc
Patrick Clémençon macht ein Rückblick auf die Veranstaltung 10. Forum Ecoparc in Neuchâtel im September 2019.