Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/129926

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, wie der laufende Wissensaustausch zwischen Schweden und der Schweiz in der Vorschulpädagogik und der Berufsbildung systematisiert und für breite Kreise in geeigneter Weise nutzbar gemacht werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Internationale Wissensaustausche sind zur Förderung der Bildung wichtig. Schweden und die Schweiz können diesbezüglich auf wertvolle Erfahrungen verweisen. So wurden 2010 im Rahmen eines offiziellen Besuchs des schwedischen Premierministers in der Schweiz Gespräche mit der Bundespräsidentin über die Berufsbildung geführt. Im selben Jahr fand zudem ein Arbeitsbesuch von Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentariern zur frühkindlichen Bildung in Schweden statt.</p><p>Die frühkindliche Bildung und der Bereich der obligatorischen Schule, zu dem auch die Vorschule (Kindergarten) gehört, liegen in der Zuständigkeit der Kantone. Die interkantonale Federführung für die Zusammenarbeit mit dem Bund in Fragen der Kinderbetreuung im Frühbereich obliegt der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK), diejenige für die obligatorische Schule der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Der Einbezug der Städte und Gemeinden ist dabei gewährleistet.</p><p>Zwar ist der Bund befugt, internationale Vereinbarungen abzuschliessen, er verfügt aber im erwähnten Bereich über keine Umsetzungskompetenz. Die Prüfung einer Systematisierung der Wissensaustausche mit Schweden ist nur dann zielführend, wenn die für die Umsetzung zuständigen Akteure mit diesem Wunsch an den Bund gelangen.</p><p>Im Bundesamt für Sozialversicherungen und im Bundesamt für Migration, wo Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung respektive für Integrationsförderung im Frühbereich gesprochen werden, verfolgt man die Entwicklungen in anderen Ländern aufmerksam. Zudem ist auf die Beteiligung der Schweiz an den EU-Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen hinzuweisen, in deren Rahmen sich auch für die Vorschulpädagogik und die Berufsbildung Spielräume für die Durchführung grenzüberschreitender Aktionen bieten. Zusätzliche Massnahmen des Bundes sind nicht erforderlich.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.