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||Gedenken am Monument aux morts am 08.11.2013

Das Denkmal ist einer der letzten Zeugen aus den Tagen als der Kannenfeldpark noch ein Friedhof war. Es war ursprünglich den 1871 in Basel verstorbenen Internierten der französischen Ostarmee von General Bourbaki gewidmet, die ihre letzte Ruhe auf diesem Gottesacker fanden.
Jedes Jahr im Herbst erinnert sich Frankreich an das Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918. Damit verbindet sich auch das Gedenken an die Gefallenen, welches überall in Frankreich vor den Denkmälern, den "Monuments aux morts" begangen wird. Ein solches Denkmal steht aber auch in Basel.
Um 11.00 Uhr versammelten sich die Gedenkenden der französischen Kolonie in Basel zu einer schlichten Zeremonie. Der französische Honorarkonsul in Basel und die französische Generalkonsulin ergriffen das Wort. Die Zeremonie wurde von einem Lieutenant der französischen Armee (links im Bild) geführt.
Die Fanfarenklänge und die Veteranen der Union des Anciens Combattants français de Bâle waren früher fester Teil der Zeremonie. Die Zeiten wandeln sich. Heute Trägt ein junger Soldat ihre Fahne von 1938, und Kinder der französischen Schule singen Schillers und Beethovens versöhnliche Ode "An die Freude".
Mit den Vertretern der französischen Armee war die Gendarmerie Nationale aus dem nahen Elsass präsent. Ebenso war die Geistlichkeit vertreten, denn das Monument ehrt auch die in Basel ansässigen Franzosen die in beiden Weltkriegen umkamen. Soldaten aller Konfessionen litten und Starben für Frankreich.
Nach dem die Schulkinder einige nachdenkliche Gedichte zum Krieg vorgetragen hatten, wurden die Toten mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute geehrt. Zwei Offiziersschüler, in den charakteristischen Uniformen der École Spéciale Militaire de Saint-Cyr, trugen den Blumenkranz zum Obelisken.
Nachdem der Honorarkonsul und die Generalkonsulin den Kranz niedergelegt hatten, senkten sich auf die Aufforderung "Aux morts" die Häupter und die Fahne. In ungewohnter Zartheit klang zugleich die kämpferische Marseillaise aus den Kehlen der Schulkinder durch den herbstlichen Park im fahlen Sonnenlicht.
Dann war die Zeremonie vorüber. Das Publikum applaudierte den Schulkindern, die Fahne wurde eingerollt und die Offiziersschüler holten die hinter dem Monument abgestellten Säbel. Bald erinnerte nur noch der zurückgebliebene Kranz an das melancholische Gedenken an einem Basler Novembervortag.
Interne thematische Querverweise:
>> Der Gottesacker Kannenfeld