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Schon gewusst …?
… Die Lage der Hoden ausserhalb des Körpers bewirkt, dass die Temperatur in den Hoden circa 2–3 °C unterhalb der Körpertemperatur liegt. Dies ist Bedingung für eine optimale Spermienentwicklung.
… Die Lage der Hoden ausserhalb des Körpers bewirkt, dass die Temperatur in den Hoden circa 2–3 °C unterhalb der Körpertemperatur liegt. Dies ist Bedingung für eine optimale Spermienentwicklung.
… Bei der assistierten Fertilisation werden diese Aktivierungsschritte heutzutage erfolgreich durch die angewandten Methoden kompensiert.
Laut der WHO sollten bei einem gesunden Mann pro Milliliter Ejakulat mindestens 15 Mio. Spermien vorhanden sein. Und das Ejakulatvolumen sollte mindestens 1,5 Milliliter betragen. Davon sollten 4 % normal geformt und 40 % gut beweglich sein. Liegen diese Werte darunter, ist die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Doch auch wenn die Spermien normal aussehen, kann es sein, dass sie funktionell nicht befruchtungsfähig sind. Diese grosse Menge ist nötig, da sehr viele Spermien auf dem Weg bis zur Eizelle absterben oder diese aus anderen Gründen nicht zu befruchten vermögen.
Leider ist es nicht in jedem Fall möglich, die Ursache der Unfruchtbarkeit eindeutig festzustellen. Bei 15 bis 30% der Paare bleibt die Ursache unbekannt.
Der Alterseinfluss spielt ebenfalls eine Rolle, macht sich aber in der Regel tendenziell später als bei der Frau bemerkbar und fällt weniger auf. Die Hoden verkleinern sich und werden weicher, die Menge und Qualität der Spermien nimmt ab. Chromosomale Veränderungen, also Störungen in der Erbinformation, treten vermehrt auf. Äusserlich fällt jedoch kaum etwas auf. Insbesondere, wenn die Libido und die Erektionsfähigkeit erhalten bleiben.
… Azoospermie? Im Ejakulat fehlen die Samenzellen vollständig.
… Oligozoospermie? Die Anzahl der Samenzellen im Ejakulat ist vermindert.
… Asthenozoospermie? Die Samenzellen im Ejakulat weisen eine eingeschränkte Beweglichkeit auf.
… Teratozoospermie? Die Samenzellen haben eine veränderte Form.
Eine vertiefte Abklärung von Fruchtbarkeitsstörungen erfolgt beim Spezialisten. In diesem Falle bei einem Andrologen oder einem Spezialisten für Fortpflanzungsmedizin.
Tendenziell scheint sich weltweit die Samenqualität beim Mann kontinuierlich zu verschlechtern. Die Gründe sind unklar. In 40 % der Fälle von unerfülltem Kinderwunsch liegt das Problem in der Unfruchtbarkeit des Mannes. Laut dem Schweizerischen Bundesamt für Statistik ist 2013 die Unfruchtbarkeit des Mannes mit 38 % der häufigste Grund in der Schweiz für eine IVF-/ICSI-Behandlung.