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Wie geht man richtig mit Schmerzmitteln um?
Als Faustregel gilt:
Grundsätzlich sollte bei chronischen Nierenerkrankungen auf die meisten frei verkäuflichen Schmerzmittel verzichtet
werden und es sollten nicht mehr als 6 Migräne-Attacken pro Monat akut behandelt werden. Falls Sie mehr als 6 Migräne-Attacken
pro Monat haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt über eine vorbeugende Therapie.
Als Faustregel für den Spannungstyp-Kopfschmerz gilt, dass nicht mehr als 6-
bis 10mal pro Monat Schmerzmittel (Tabletten, Zäpfchen usw...) eingenommen werden dürfen.
- Mittel gegen Kopfschmerzen sollten erst dann eingenommen werden, wenn man starke Beschwerden hat, was z.B. bei einer Migräne
der Fall ist. Auf keinen Fall sollten Sie jedoch täglich oder fast täglich Mittel einnehmen
- Es sollten wenn möglich keine sucht- und abhängigkeitserzeugenden
Kombinationspräparaten eingesetzt werden v.a. die Kombination mit Barbituraten, Benzodiazepinen, Codein, Morphinum und anderen
im Zentralnervensystem wirksamen Substanzen, auch die Beigabe von Koffein (kurzfristige Erfrischung) ist umstritten
- Sollten Sie Medikamente einnehmen, die Ergotamin enthalten, achten Sie darauf, dass 2—4mg pro Attacke und eine Höchstmenge
Ergotamintartrat von 16—20mg pro Monat nicht überschritten werden
- Sollten Sie die modernen Migränemittel (Triptane) einnehmen, achten Sie darauf, dass Sie diese nicht länger als 3
Tage hintereinander und nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat einnehmen
- Denken Sie daran, dass freiverkäufliche Kopfschmerzmittel auch Medikamente sind und Komplikationen hervorrufen können
- Aspirin (Acetylsalicylsäure) kann z.B. zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wenn ein Asthma besteht oder Magen-Darm-Störungen
mit einer erhöhten Blutungsneigung oder eine Neigung zu Allergien. Achten Sie auf Gegenanzeigen!
- Auf Paracetamol sollte verzichtet werden bei Leberentzündungen oder -funktionsstörungen bzw. bei Nierenfunktionsstörungen
- Auf Ibuprofen sollte möglichst verzichtet werden bei hohem Blutdruck,
Nierenfunktionsstörungen, Herzerkrankungen und schweren Lebererkrankungen.Darüber hinaus gelten für Ibuprofen ähnliche
Einschränkungen wie für Aspirin (Acetylsalicylsäure)