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Vorgeschichte
Die Besitzerin stellt Ramira notfallmässig wegen einem veränderten Verhalten vor: Seit die Hündin am Vorabend ein Schweinsöhrchen gefressen habe, zeige sie ein reduziertes Allgemeinbefinden, wolle nicht fressen, trinken oder spazierengehen. Der Hund hatte über Nacht zweimal Schleim erbrochen und schien schmerzhaft, wenn er von der Besitzerin am Kopf berührt wurde.
Untersuch
Beim Untersuch erscheint Ramira ruhig und hat mit 39.3°C eine leicht erhöhte Körpertemperatur. Das Abtasten der vorderen Bauchregion scheint unangenehm, das der Kopfregion jedoch nicht. Der restliche Untersuch verläuft unauffällig.
Weitere Untersuchungen
Ein Zusammenhang der Symptomatik mit der Aufnahme des Schweinsöhrchens wird vermutet. In einem ersten Schritt wird deshalb eine Röntgenaufnahme der Bauchregion angefertigt, die aber keine weiteren Aufschlüsse ermöglicht. Deshalb wird dem Hund ein Röntgen-Kontrastmittel verabreicht. Die folgende Röntgenaufnahme zeigt, dass der Magen (wie zu erwarten) mit Kontrastmittel gefüllt ist. Zusätzlich ist aber sichtbar, dass sich auch im unteren Bereich der Speiseröhre noch Kontrastmittel befindet, was nicht normal ist. Eine Röntgenaufnahme der Brust löst dann das Rätsel: In der Speiseröhre befindet sich unmittelbar vor dem Herzen ein grosser, weichteildichter Fremdkörper – offenbar ist ein Teil des Schweinsöhrchens an diesem Engpass steckengeblieben!