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Weiter Luftaufnahmen von Kiesen
Das herrlich gelegene hübsche Schloss zu Kiesen wurde in seiner heutigen Gestalt von der Familie Effinger in den vierziger Jahren des 18. Jahrhunderts erstellt. Eine Ansicht von Albrecht Kauw von ca. 1670 zeigt bereits als "neues Schloss" daselbst einen älteren Bau im Charakter der Herrensitze seiner Zeit, und auch dieser soll einen, später in bäuerliche Hände gelangten, an anderer Stelle gelegenen mittelalterlichen Burgsitz ersetzt haben. Kiesen war schon seit dem 15. Jahrhundert eine besondere Herrschaft im Besitz der vornehmsten bernischen Familien. Oberst Rudolf Emmanuel von Effinger gründete von hier aus in Kiesen zu Anfang der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts die erste Talkäserei. Zehn Jahre nachher wirkte Henriette Zeender, die spätere Gemahlin Jeremias Gotthelfs, hier als Erzieherin in der englischen Familie Pigott-von Steiger.
1915 Schloss geht in Besitz von Oberst Roger Dollfus von Volckersberg über.
1922 Schlossbesitzer Roger Dollfus von Volckersberg wird im Wahlkreis Tessin als Ruggero Dollfus, Castagnola, Mitglied der Katholisch-Konservativen Partei, in den Nationalrat gewählt, dem er bis März 1943 angehörte und den er 1932/33 präsidierte.
1947 Tod von Ruggero Dollfus von Volckersberg. Die Schlossbesitzung geht in das Eigentum seiner Ehefrau Annie Elisabeth Dollfus von Volckersberg geb. Burckhardt über. Frau Annie Elisabeth Dollfus hat das Schloss Kiesen bis zu ihrem Tod im Jahr 1983 bewohnt. Sie war bekannt für ihr grosszügiges und wohltätiges Wirken für Bevölkerung und Gemeinde.
Albrecht Kauw, 1671
Bibliographie