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Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren in seinem Heim in Zürich, wie sein Management am Samstag mitteilte. Ganz erlag einem Krebsleiden.
Der Schauspieler spielte in zahlreichen Filmen und Theaterinszenierungen und erlangte im deutschsprachigen Raum unter anderem durch seine Rolle als Adolf Hitler in «Der Untergang» grosse Bekanntheit.
Ärzte hatten im Juli 2018 bei Bruno Ganz ein Karzinom im Darm entdeckt. In der Inszenierung der Mozart-Oper «Die Zauberflöte» bei den Salzburger Festspielen hätte Ganz die Rolle des Sprechers übernehmen sollen. Das war ihm nicht mehr möglich. Für ihn sprang Klaus Maria Brandauer ein.
In der Schule erreichte Bruno Ganz den Gipfel nicht - er verliess das Gymasium auf eigene Initiative kurz vor der Matura. Auf der Theaterbühne und im Film aber gelang ihm dies mit Leichtigkeit. Seit Jahrzehnten gehörte er zu den grossen Schauspielern im deutschsprachigen Raum.
1986 spielte Ganz bei den Salzburger Festspielen die Hauptrolle in Peter Handkes Aischylos-Bearbeitung «Der gefesselte Prometheus». Dazu schrieb der Kritiker Curt Bernd Sucher in seinem Buch «Theaterzauberer": "Ganz kam ohne falsche Innerlichkeit aus, er verliess sich nicht auf seine erprobten Mittel, sondern wagte sich weit vor: in eine neue Dimension des Sprechens.»
Für seine filmischen Darstellungen erhielt Ganz den Europäischen Filmpreis (2000, 2004 und 2010), den Schweizer Filmpreis (2000), den Kunstpreis der Stadt Zürich, einen Ehrenleoparden am Festival del film in Locarno (2011), die Goldene Kamera für sein Lebenswerk (2014) und schliesslich 2016 den SwissAward - Lifetime Award für sein Lebenswerk.