Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03203.jsonl.gz/1930

Das Gebäude der Botschaft ist auf zwei Etagen aufgeteilt: Auf Höhe des Eingangs befindet sich die Halle mit dem Konsulat. Die verwendeten Materialien, die Wölbungen und das gedämpfte Licht erzeugen eine offene Atmosphäre. Das Büro des Botschafters und dessen Mitarbeiter befindet sich im zweiten Stock, zusammen mit den Gemeinschaftsräumen wie dem Sitzungszimmer und der Küche. Ausserdem führt eine Passerelle zu den Unterkünften des Botschafters, dem grossen Salon und zur Kantine. Mit dieser Unterteilung werden der öffentliche Teil der Botschaft und die privaten Räume klar getrennt.
Die Struktur der in traditioneller Technik errichteten katalanischen Gewölbe verleiht dem Bau einen Zusammenhalt. Im Inneren erzeugen sie eine dominante Ordnung und bestimmen die Anordnung der Räume. Im Weiteren unterstreichen die Gewölbe die Hierarchie der Räume: Das Erdgeschoss ist flach gedeckt, während die Räume im Obergeschoss von den eleganten Rundungen abgeschlossen werden.
Das dreischichtige Backsteingewölbe wird ohne Schalung gebaut und mit Kupferblech eingedeckt. Die Backsteinkonstruktion ist schlicht und einfach, dennoch ist die Langlebigkeit im feuchten Klima garantiert. Die Backsteine sind in Kamerun hergestellt und die Farbe des oxidierten Eisens spiegelt jene der Erde. Die dicken Backsteinmauern und hohen Räume sorgen überdies für eine stets angenehme Raumtemperatur, die sich fast ohne Energieaufwand selbst reguliert.
Das ganze Grundstück wird von einer Mauer umfasst, wodurch eine intime und private Atmosphäre geschaffen wird. Die vielen Bäume und Pflanzen spenden Schatten und kühlen die Luft. Der Garten ist das Herz der Botschaft, umgeben vom Botschaftsgebäude und den Räumlichkeiten der Angestellten.
OBJEKT
Wettbewerb Botschaftsgebäude Kamerun
STANDORT
Kamerun
MATERIALISIERUNG
Wände aus einheimischem Backstein, Betondecken und im Dachbereich Katalanische Gewölbedecken aus Terracottaplatten, Kupferblechdächer
MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister, Eleonora Bassi