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Der Turm der Winde in Athen
In der griechischen Mythologie sind die Götter des Windes die Kinder des Astraios und der Eos, Gottheiten der Abenddämmerung und der Morgenröte. Wer in Athen weilt, sollte nicht nur die Akropolis, sondern auch den Turm der Winde am Rande des römischen Forums nördlich der Akropolis besuchen. Der achteckige Bau aus pentelischem Marmor, in späthellenistischer Zeit durch den Astronomen und Architekten Andronikos von Kyrrhos entworfen, ist 13 m hoch und nach den Kardinalpunkten ausgerichtet. Jede Aussenwand des Turms ist mit einer Sonnenuhr und einem figürlichen Relief versehen. Dargestellt werden die acht Hauptwinde: Boreas (N), Kaikias (NE), Apeliotes (E), Euros (SE), Notos (S), Lips (SW), Zephyros (W) und Skiron (NW), bereits in der Antike mit den Jahreszeiten verknüpft. Der Boreas bringt mit der kalten Luft den Winter, der Euros die Herbststürme, während der Zephyros mit sanften Brisen den Frühling einleitet. Die Bronzestatue des Meeresgottes Triton auf dem Giebel, als Wetterfahne mit seinem Stab die Windrichtung weisend, existiert heute nicht mehr. Von der Wasseruhr im Inneren des Turms sind nur noch Spuren sichtbar, während der Wasserspeicher an dessen Südseite, damals durch eine Quelle am Nordhang der Akropolis gespiesen, recht gut erhalten ist.