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Die Obergrenze für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge im Zuge einer Umsiedlung soll von derzeit 62'500 auf 125'000 Menschen angehoben werden, wie das US-Aussenministerium am Mittwoch mitteilte. Das Ministerium erklärte, wegen der humanitären Krisen in aller Welt bestehe eine grössere Notwendigkeit.
To address the needs generated by humanitarian crises worldwide, the Biden Administration proposes resettling up to 125,000 refugees in the U.S. next year. Today, @StateDept, @DHSgov, and @HHSGov submitted @POTUS report to Congress on Proposed Refugee Admissions for FY2022.— Secretary Antony Blinken (@SecBlinken) September 20, 2021
Lange Tradition als Einwanderungsland
«Ein robustes Flüchtlingsaufnahmeprogramm ist für die aussenpolitischen Interessen der USA und Ziele der Nationalen Sicherheit höchst wichtig. Es spiegelt grundlegende amerikanische Werte wider», erklärte das Aussenministerium. Die USA hätten eine lange Tradition als Land, das Einwanderer und Flüchtlinge willkommen heisse.
Die Obergrenze von 125'000 Flüchtlingen gilt für das Haushaltsjahr 2022, das am kommenden 1. Oktober beginnt. Über das Umsiedlungsprogramm sollen teilweise auch afghanische Ortskräfte aufgenommen werden, die nach dem US-Truppenabzug und der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban aus dem Land geflohen sind.
Trump hatte Zahl der Flüchtlinge kontinuierlich gesenkt
Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die Zahl der Flüchtlinge, die im Zuge einer Umsiedlung ins Land gelassen werden, kontinuierlich abgesenkt, in seinem letzten Amtsjahr auf das Rekordtief von 15'000. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama waren pro Jahr noch mehr als 100'000 Flüchtlinge zugelassen worden.