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Nach dem 0:3 im ersten Gruppenspiel am Dienstag gegen Tschechien, hätten die Schweizerinnen gegen die USA ebenfalls ein 3:0 gebraucht, um sich die kleine Chance auf die Halbfinals zu wahren. Diese Hoffnung war bereits geplatzt, als Céline Naef (WTA 139) der Amerikanerin Danielle Collins (WTA 55) 6:7 (4:7), 1:6 unterlag. Im Anschluss verlor auch Viktorija Golubic (WTA 84) gegen Sofia Kenin (WTA 33) nach eigenem Matchball 3:6, 7:6 (7:1), 5:7. Das Doppel war dann eine klare Sache.
Nach dem überraschenden Triumph vor einem Jahr in Glasgow blieb das Team von Heinz Günthardt diesmal mit nur einem Satzgewinn aus den fünf Partien - vor dem bedeutungslosen Doppel gegen die USA - unter den Erwartungen. Die Teamleaderin und werdenden Mutter Belinda Bencic (WTA 17), die in Schottland alle fünf Matches gewonnen hatte, wurde auf dem Platz schmerzlich vermisst.
Wie bei ihrem Debüt am Dienstag bei der Dreisatz-Niederlage gegen Linda Noskova (WTA 41) zeigte Naef zwar einen guten Auftritt, verpasste aber zu viele Chancen. Im Tiebreak des ersten Satz führte die die 18-Jährige aus dem Kanton Schwyz 4:1, dann reihte aber die Australian-Open-Finalistin des letzten Jahres sechs gewonnene Punkte aneinander. Danach war die Amerikanerin mit ihrem riskanten, aber ungemein druckvollen Angriffstennis nicht mehr zu stoppen.
Im zweiten Einzel belohnte sich auch Viktorija Golubic nicht für eine tolle Aufholjagd. Nach einem bis dahin fast perfekten Auftritt führte Sofia Kenin souverän 6:3, 5:2. Obwohl es für die Schweiz eigentlich nichts mehr zu gewinnen gab, wehrte die 31-jährige Zürcherin aber zwei Matchbälle ab und stand dann bei 5:4 im dritten Satz selber einen Punkt vor dem Sieg. Sie verlor diesen in einem ellenlangen Ballwechsel und schliesslich den fast dreistündigen Abnützungskampf gegen die Australian-Open-Siegerin von 2020 - nach dem sechsten Matchball der Amerikanerin.