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2. Platz am WM-Serie-Rennen in Kitzbühel
13.07.2009
Nur eine Woche nach meinem Europameistertitel habe ich gestern das WM-Serie-Rennen in Kitzbühel bestritten. Als letztjährige Siegerin dieses Rennens wollte ich alles geben, um meinen Sieg zu verteidigen, wusste aber, dass dies sehr schwierig werden würde.
Das Schwimmen verlief nicht ideal, ich fühlte mich müde, konnte meinen Rhythmus nicht halten und kam mit ca 30 Sekunden Rückstand auf die 25köpfige Spitzengruppe aus dem Wasser.
Glücklicherweise fühlte ich mich auf dem Rad bald besser, übernahm fast die ganze Führungsarbeit in meiner Gruppe und gab alles, um die Spitzengruppe einzuholen. Da diese nicht gut zusammenarbeitete, gelang der Zusammenschluss schon in der dritten von acht Radrunden, und ich konnte mich danach im Feld ein wenig von der intensiven Aufholjagd erholen.
Nach einem schnellen Wechsel auf den Lauf setzte ich mich mit der Führenden der WM-Serie, Emma Moffat und der amtierenden Weltmeisterin Helen Jenkins an die Spitze. In der ersten der vier Laufrunden fühlte ich mich sehr gut und konnte das Tempo der beiden halten. Bald darauf jedoch bekam ich starkes Seitenstechen und musste Emma und Helen ziehen lassen, um das Stechen einigermassen kontrollieren zu können.
Als mich Andrea Hewitt und Kathy Tremblay von hinten einholten, versuchte ich mit ihnen mitzulaufen, und die Schmerzen in der Seite wurden ein wenig besser. Auf der letzten Runde gelang es uns, wieder auf Helen aufzuschliessen. Ich wusste, dass es nun auf einen Sprintentscheid um die weiteren Podestplätze hinter Moffat hinauslaufen würde. Ich entschied mich für die gleiche Taktik wie letztes Jahr und zog den Sprint schon sehr früh selbst an. Mein Vater, der mich nach Kitzbühel begleitet hatte, stand wie im Vorjahr genau an der richtigen Stelle, um mich über den wachsenden Vorsprung zu meinen Konkurrentinnen zu informieren. Mit diesem Wissen gab ich noch einmal alles, um als überglückliche Zweite ins Ziel zu sprinten!
Es freut mich extrem, dass ich nur eine Woche nach meinem EM-Titel so überzeugend an meinen dortigen Erfolg anknüpfen konnte und gleich in meinem ersten WM-Serie-Rennen auf dem Podest stehen durfte!
Mehr als zufrieden mit meinen ersten beiden internationalen Rennen des Jahres werde ich nun für ein paar Wochen ins Trainingslager nach Leysin reisen.
TV-Bericht aus dem Sportpanorama unter dem Link #
in der linken Spalte.