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Potential ohne ENDE?

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ogilse : Potential ohne ENDE?
Wenn ich das richrig raus gelesen habe ist der Laden doch nen halbstaatlicher Immobilienfinanzierer, das heißt doch er kann defakto nicht Pleite gehen. Und bauen werden die Leute in den USA wenn der Spuck vorbei ist auch wieder. Also müsste der Laden doch in eins zwei Jahren wieder richtig abgehen! Oder was meint Ihr?
Anti Lemming : Wenn die Ausübung unmöglich wäre,
Wenn für die Warrants 13 Mrd. angesetzt sind, kann man daraus auch die Kurserwartung der Regierung für die Stämme ausrechnen. Die Regierung wird nach Ausübung der Warrants 7,2 Mrd. Stammaktien besitzen. Das entspricht einem Kursniveau von 13 Mrd.$ / 7,2 Mrd. Stücke = 1,81 $ pro Aktien.
Womöglich sind die 13 Mrd. aber auch "allzu konservativ" tief angesetzt. Würden 50 Mrd. angesetzt, entspräche dies einem finalen Kurs der Stämme von 6,95 $.
Es gibt nach meiner Kenntnis keinen Prozess, der die Warrants anfechtet. Zwar wäre eine einstweilige Verfügung möglich, die der Regierung die Ausübung der Warrants untersagt. Die gibt es aber ebenfalls nicht, und es ist auch nichts in der Richtung im Schwange.
Sind die Warrants erst einmal ausgeübt, sind nachträglich nur noch Schadensersatzforderungen möglich, die sich bemessen nach dem Kursverlust, den die Stammaktien infolge der Warrantsausübung erleiden. Es ist unmöglich, via Klage die Ausübung rückgängig zu machen.
Die in # 706 zitierten Textpassagen sind übrigens keine "Meinungen", sondern Gesetzes- bzw. Vertragstexte. Sind die daher weitaus verbindlicher.
Anti Lemming : Zu denken geben sollte, dass
Wäre das nicht ein Widerspruch, weil Ackman 10 % der Stammaktien hält?
Einerseits "ja", weil die Warrant-Ausübung zur besagten Verwässerung führt.
Noch stärker aber "nein". Weil realen Wert erhalten die Stammaktien erst dann, wenn sie wieder an der NYSE notiert sind und Dividenden erhalten. Dann könnte Ackman auch im Aufsichtsrat (BOD) mitreden und Druck machen, während er in der Zwangsverwaltung unter der Fuchtel des "Verhinderers" Calabrias steht.
Die Verwässerung durch die Warrants-Ausübung dürfte bereits größtenteils in den Kurs einpreist sein. Es wäre im Prinzip sogar denkbar, dass der Kurs infolge der Warrants-Ausübung STEIGT, weil sich damit neue Perspektiven öffnen.
Nicht zuletzt deshalb, weil auch die 7,2 Mrd. Aktien, die die Regierung nach der Ausübung hält, während der Zwangsverwaltung wenig realen Wert haben und keine Dividende abwerfen. Die Regierung will ihr "Investment" in FnF erklärterweise zu Geld machen, um damit affordable housing zu finanzieren. Als Mitaktionär dürfte die Regierung daher verstärkt nach Mitteln und Wegen suchen, die Zwangsverwaltung zu beenden.
Dass die Regierung ihre 7,2 Mrd. Aktien noch in der OTC-Phase verkauft (also kurz nach Warrants-Ausübung), halte ich für unwahrscheinlich, weil es weit mehr rauszuholen gibt, wenn die Aktien wieder regulär gelistet sind. Typisch wäre, wenn die Regierung in der Phase, in der die Aktien wieder an der NYSE gehandelt werden, einen Deal mit einer Investmentbank (Goldman, Bank of America) macht, die dann z. B. alle Aktien auf einmal mit 5 % Preisnachlass kauft. Dann können alle Aktien auf einmal verkauft werden, ohne dass sich an der NYSE der Kurs merklich bewegt. So kommt die Regierung relativ schnell zu ihrem Geld.
Die Kursziele für Fannie - nach KE und Warrants-Ausübung - beziffern selbst Pessimisten mit mindestens 4 Dollar. Ackman würde daher - verglichen mit Jetzt - den Wert seiner FnF-Stämme nahezu verdoppeln. In der Zwangsverwaltung hingegen passiert wenig bis nicht (bis auf fünf Cents hoch und fünf Cents wieder runter, also "Rumgeeier").
Es gibt kaum andere Aktien, die die Chance haben, sich innerhalb der nächsten 3 Monate zu verdoppeln, außer Zocker-Windeier, zu denen FnF sicherlich nicht zählen.
UWWU : AL, wird wohl so kommen.
Wirklich Geld kommt erst in die Firmen, wenn die US-Regierung ihren neuen Aktien (die gewandelten Warrants) unters Volk bringt. Und dann sind Fannie und Freddie soviel wert, wie die Summe aller einzelnen Aktien an der Börse gehandelt werden. 5mal soviel Wert pro Aktie, wenn die Warrants nicht ausgeübt werden und die SPS auch nicht gewandelt werden (Woher soll das benötigte Geld aber kommen, wenn diese abgelöst werden und keine neuen Stammaktien aus dem Nichts geschaffen werden?). In diesem unwahrscheinlichen Fall sehe ich ca. 100 $ pro Stammaktie (insgesamt 200 Mrd. $ für die Twins Börsenkapitalisierung) mit geringen Dividenenzahlungen, weil ja die Anleihen vierteljährlich (SPS) dann wieder bedient werden müssen (eventuell sogar teilweise rückwirkend bis 2013). Ca. 20 $ pro Stammaktie werden wir sehen, wenn die SPS in Stammaktien (ca. 1:5) gewandelt werden und 4-8 $, wenn die Warrants zusätzlich die Stammaktienanzahl noch weiter verwässern (musste übrigens lächeln, als ich im Warrant-Prospekt vom 07.09.2008 unter Pkt. 1 b / Seite 2/10 die Erläuterung zum Begriff "Fully Diluted" fand).
Aber das ist alles Spekulation, wie alles an der Börse. Wenn jeder die Zukunft voraussehen könnte, macht Börse keinen Sinn. Lassen wir uns überraschen.
Gibt es eigentlich jemanden, der annimmt, dass die Kurs der Stammaktien nach unten oder durch Verstaatlichung (siehe oben bei AL - Einzug der SPS) sogar für die Vorzüge auf 0 $ gehen könnte?
Anti Lemming : # 711
Das Geld kann nur aus einer Kapitalerhöhung kommen (2 x 70 Mrd. laut Letter Agreement vom 14. Jan. 2021).
Eine Warrants-Ausübung der Regierung bringt keinen zusätzlichen Cent, nur Verwässerung um 80 %.
Ein Relisting der OTC-Aktien an den regulären US-Börsen würde ebenfalls keinen zusätzlichen Cent bringen - und ginge auch gar nicht, weil das harte Kernkapital (CET 1) zurzeit bei -100 Mrd. liegt und daher FnF ohne Zwangsverwaltung gar nicht existieren könnten. Wegen des fehlenden Kapitals müsste sofort eine neue Zwangsverwaltung beginnen.
Streichung der SPS (durch Scotus bzw. Gerichte) ist bilanziell neutral, weil damit nur zwei gleich große Posten auf der Haben- und der Sollseite der Bilanz verschwinden.
Umwandlung der JPS in Stammaktien hingegen würde CET 1 um 33 Mrd. $ erhöhen.
Das seit 2019 mögliche Einbehalten der Gewinne bringt FnF ebenfalls nicht wirklich vorwärts, weil CET 1 ein bestimmter Prozentsatz (2,5 % gemäß Howard und 4 % gemäß Calabria) der Bilanzsumme ist. Wenn mehr Geld in die Kasse kommt, weil mehr Kredite vergeben werden, wächst auch die Bilanzsumme entsprechend. "Rauswachsen" aus den Schulden durch Gewinneinbehalt ist daher ebenfalls kaum möglich.
Anti Lemming : # 711 (2)
Wenn die Regierung ihre Aktien (aus ausgeübten Warrants) verkauft, erhalten Fannie und Freddie davon bzw. dafür keinen Cent.
Es ist so ähnlich, als würdest du z. B. Volkswagen-Aktien in deinem Depot verkaufen. Ein solcher Verkauf ändert die Vermögenssituation von Volkswagen ebenfalls nicht. Nur du selbst hast dann mehr Geld in der Kasse.
Verkauft die US-Regierung ihre Fannie-Aktien, erhält SIE SELBST dafür Geld, nicht Fannie.
s1893 : AL
Hast Du damit recht? Zeig mir wo das so steht ohne das Du ständig KTHOMP oder BRADFORD zitierst. Wieso kommt bei Dir die KE immer vor den Warrants? Aus welchem Grund sollte der Staat so blöd sein das so zu tun wie Du schreibst?
Klar, dann werden ja Deine Prefs zuerst gewandelt. Gut für die Prefs und schlechter für Commons. Ob Deine Meinung daher rührt?
Der Grund das Ackman will das die Regierung sofort die Warrants ausführt ist ganz einfach. Dafür brauchts kein Roman. Ackman seine Hoffnung ist das dann der Staat Geld machen will. Tun wir mal so als ob der Staat 80 Mrd. verdienen will, dann wären in dem Moment unsere Commons sofort ca. 20 Mio Wert. Was gut für uns wäre und schlecht für die Kapitalisierung. Und damit im dümmsten Fall schlecht.
Deine Geschichte wo neulich der Staat 80 Mrd machte mit Warrants und unsere Commons 4 $ Wert waren...oje...grober Fehler.
Was das dann für die JPS bedeutet ist klar wenn die Warrants vor der KE kommen sollte, schauen erstmal in die Röhre. Zeig mir wo steht das die KE vor den Warrants kommt.
Wenn das nicht selber belegen kannst das KE vor den Warrants kommt ohne hier ständig mit massenhaften iHub Links zu verwirren...dann schreibe dazu da es Deine Meinung oder Hoffnung ist.
Wenn Du es nicht dann so ehrlich schreibst tu ich es.
Nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung zu handeln.
So wie Du
Anti Lemming : Schade, dass du den Satz von mir, den du
("mindestens 4 Dollar" ist eine positive Aussagen, d. h. dann wären ja z. B. auch 20 Dollar oder sogar 200 Dollar möglich).
Damit ist jede Diskussion mit dir im Prinzip sinnlos. Das gilt auch größtenteils für das weitere, was du in deinem Posting geschrieben hat.
Komplett falsch ist z. B. deine Behauptung/Unterstellung:
"Wieso kommt bei Dir die KE immer vor den Warrants?"
Bislang kam bei mir in jedem Posting, das ich geschrieben habe, erst die Warrant-Ausübung und dann die KE.
Die Reihenfolge erst Warrants-Ausübung, dann KE ist auch die einzig mögliche/logische, weil kein Investor auf der Welt junge Aktien zeichnen würde, solange die Regierung noch die Warrants-Ansprüche hat. Zudem wäre es auch rechtlich höchstwahrscheinlich unmöglich (siehe 4. Amendment vom Jan. 21).
s1893 : Schade das Du 4 Dollar behauptest nach Warrants
Meine Frage: Wieso kommt bei Dir die KE immer vor den Warrants?
AntiLemming:
Bislang kam bei mir in jedem Posting, das ich geschrieben habe, erst die Warrant-Ausübung und dann die KE.
Ich glaube Du verdrehst hier absichtlich alles? Und jetzt rechne Du mir mal vor was unsere jetzigen Commons Wert sind wenn der Staat 80 Milliarden für die Warrants rausholen will? Wie kann der Staat z.B. zu einem fiktiven Datum wie eienm fiktiven 01.01.2022 80% Warrants ausüben für 80 Milliarden und unsere Commons am selbem Tag nur 4 $ Wert sein?
Das sind dann genauso Commons wie unsere auch.
AntiLemming, Du schreibst jetzt selber es wäre logisch das die Warrants vor der KE kommen. Das ist ja mal was ganz neues von Dir. Nach Ausübung der Warrants von 80% was ungefähr zusätzliche 4,8 Mrd Aktien wären - plus dann 20% also 1,2 Milliarden heutige Commons...hätten wir gesamt ca. 6 Mrd. Commons Aktien - im selben Topf.
Diese 80 Mrd geteilt durch 4,8 Mio ergibt ca. 17 USD.
Wie kommst Du jetzt bitte am fiktiven Datum 01.01.2022 auf einen Wert von 4 USD für Commons Altaktien?
Nochmal, die liegen dann im gleichen Topf der Gesamtzahl von 6 Mrd Aktien.
Ich gehe dann davon aus das unsere Aktien auch 17 USD Wert wären.
Es kann ja eine KE und ausüben von Warrants nicht gleichzeitig stattfinden. Sorry.
Ob das alles so kommt bleibt abzuwarten. Ohne Scotus ist das hier schwer möglich was vorauszusagen. Das ist also nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung zu handeln.
@Fully, ich habe bisher nur diese Info und selbst im iHub wird es so berechnet? Was gibts hinzuzufügen?
Anti Lemming : Wichtig ist, sich an die Fakten zu halten
Zitat:
"Nach Ausübung der Warrants von 80%, was ungefähr zusätzliche 4,8 Mrd Aktien wären..."
Falsch.
Nach Ausübung der Warrants würde es 9,1 Mrd. Aktien geben, 1,9 Mrd. Altaktien und 7,2 Mrd. neu Stücke, die durch die Warrants-Ausübung erzeugt werden.
Das hatte auch Fully kürzlich richtig berechnet. Fully hatte nur vergessen (?), dass durch die KE noch reichlich weitere Aktien hinzukommen. Wenn die neuen Aktionäre 60 % der Firma erhalten würden, dann kämen noch mal 13,7 Mrd. junge Aktien hinzu.
Die Gesamtzahl der Aktien beliefe sich dann auf 13,7 + 9,1 = 22,8 Mrd.
Setzt man für die wieder an der NYSE gelisteten FnF eine kombinierte Marktkapitalisierung von 250 Mrd. $ an, dann wäre jede einzelne Aktie 250 Mrd. / 22,8 Mrd. Stück = 11 Dollar wert.
Das gilt für deine Aktien ebenso wie für die der Regierung. Die Regierung hätte in dem Fall wegen ihrer 7,2 Mrd. Stücke genau 79,2 Mrd. $ vereinnahmt. (7,2 Mrd. Aktien x 11 Dollar pro Aktie = 79,2 Mrd. $). Die von mir veranschlagten 80 Mrd. kämen also gut hin.
Aber eben nur unter den obigen Voraussetzungen.
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Weitaus schlechter sieht es nämlich aus, wenn auch noch die JPS in Stammaktien umgewandelt würden, was erst nach der Warrants-Ausübung passieren würde. KThomp hat ausgerechnet, dass dann noch einmal ca. 11 Mio. Aktien hinzu kämen. Wir hätten nach Warrants-Ausübung und JPS-Umwandlung somit 9,1 + 11 = 20 Mrd. Stücke.
Wenn die Zeichner der jungen Aktien weiterhin 60 % der Fa. haben wollen (sonst zeichnen sie gar nicht erst), dann müssten weitere 30 Mrd. junge Aktien über die KE angeboten werden.
Nach Warrants-Ausübung, JPS-Umwandlung und KE hätten wir somit 50 Mrd. Stücke im Umlauf (20 Mrd. der Altaktionäre und 30 Mrd. junge Aktien).
Setzen wir die finale MK weiterhin mit 250 Mrd. $ an, errechnet sich für die Stammaktien ein finales Kursziel von nun nur noch genau 5 Dollar.
Die "Beute" der Regierung würde sich von knapp 80 Mrd. (in obiger Rechnung) auf nur noch 36 Mrd. reduzieren, denn 5 Dollar x 7,2 Mio. Stücke aus der Warrantsausübung ergibt in diesem Fall exakt 36 Mrd. $
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Deshalb wird die Spanne dessen, was die Regierung mit den Warrants für sich "rausholen" kann, auch ziemlich breit mit 35 bis 80 Mrd. $ angegeben. Die Brookings-Institution hatte vor einigen Wochen ein Spanne von 50 bis 100 Mrd. genannt, was aber wohl zu hoch ist.
Realistisch sind mMn 35 Mrd. $ für die Regierung, falls die JPS in Stammaktien umgewandelt werden.
FullyDiluted : Anti Lemming
Aber zunächst möchte ich klarstellen, dass ich in meinem Beitrag #40667 nichts, wie von dir wiederholt behauptet, vergessen habe - und schon garnicht absichtlich, wie du es mit den Fragezeichen in Klammern mutmaßlich suggerierst.
https://www.ariva.de/forum/...ohne-ende-370497?page=1626#jump29369997
In diesem Post habe ich lediglich darauf hingesiesen, dass du auf der einen Seite behauptest, eine Stammaktie sei nur ca. 3-4 Dollar wert, aber auf der anderen Seite schreibst, dass die Regierung mit den Warrants ca. 80 Milliarden Dollar einnehmen könnte. Da die Warrants der Regierung aber nur 7,2 Milliarden Aktien einbringen, kommt das de facto nicht hin und deine zwei Aussagen widersprechen sich gravierend. Mit einer Aktienanzahl nach einer zu erwartenden Kapitalerhöhung hatte mein Post überhaupt nichts zu tun.
Das Post war nicht kompliziert und leicht verständlich. Anstatt mich zu diffamieren, ich hätte etwas absichtlich weggelassen, hättest du einfach danke sagen können. (-: Aber es sei dir verziehen!
Und nun zu deinem Wunsch, mir deine letzten Berechnungen anzuschauen:
Du setzt eine Fannie und Freddie kombinierte Marktkapitalisierung von 250 Milliarden Dollar an, wenn sie wieder an der NYSE sind und die Kapitalerhöhung vollendet ist, da ja die "neuen Aktionäre" schon ihren Teil hätten, den du mit 60% festlegst. Die MK ist mit 250 Milliarden Dollar viel zu niedrig, wenn man bedenkt, dass die zwei Firmen dann über ein Eigenkapital von ca. 280 Milliarden Dollar verfügen, wie du an einem anderen Ort geschrieben hast und was auch der Zielkapitalisierung der zwei Firmen bei den gegenwärtigen von Calabria in der Final Rule festgelegten Kapitalanforderungen entspricht. Ich würde sagen, dass die MK von FnF in Anbetracht ihres Eigenkapitals und ihrer zu erwartenden Jahresgewinne von 20-25 Milliarden Dollar mindestens 400 Milliarden Dollar betragen sollte, wenn nicht sogar 500 Milliarden Dollar in der aktuellen Marktlage.
Desweiteren gehst du noch auf eine mögliche Wandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien ein - was ja auch erlaubt ist. Aber frage dich mal, warum solch eine Wandlung den Wert der Stammaktien überhaupt mindern würde, wenn die Vorzugsaktien JPS beispielsweise zum Ausgabepreis der bei einer Kapitalerhöhung herausgegebenen neuen Stammaktien gewandelt würden. Das wäre nicht der Fall! Und es ist absolut nicht zu erwarten, dass der Ausgabepreis der neuen Stammaktien sagen wir einmal 10 Dollar sein würde, während die JPS zu 5 Dollar gewandelt würden. Das ist doch Quatsch! Wenn die JPS in Stammaktien gewandelt werden, ist es am allerwahrscheinlichsten, dass dies zur ersten Kapitalerhöhung und zum Ausgabepreis der neuen Stammaktien stattfinden würde. Alles andere macht überhaupt keinen Sinn.
Falls es zu einer Kapitalerhöhung kommen wird, dann wird diese von absoluten Experten begleitet: Fannie Mae hat Morgan Stanley dafür angeheuert; und Freddie Mac JP Morgan. Was diese Firmen auf jeden Fall nicht machen werden, ist es, eine kthomp19-Milchmädchenrechnung anzustellen. Was sie mit Sicherheit machen werden, ist es, den Wert der zwei Firmen und somit den Ausgabepreis der Aktien zu bestimmen und mögliche Großaktionäre zu kontaktieren, die bei der Emission kurzfristig ca. 10-30% Gewinn machen könnten. So läuft der Hase!
So, jetzt kannst du eine neue Rechnung aufmachen. Die Kennzahlen:
MK: 400-500 Milliarden Dollar
benötigtes Kapital: 100 Milliarden Dollar; 150 Milliarden Dollar; 200 Milliarden Dollar max.
Großaktionärsrabbat: 10%; 20%; 30% max.
Den Großaktionärsrabbat kann man nicht vorhersehen, da letzlich der Markt entscheidet, was die Firmen wert sind. Die Finacial Adviser werden die Großaktionäre mit einer schnellen Wertsteigerung von ca. 15% locken - schon am Ausgabetag. Woher ich das weiß? Recherche! Harvard-Erörterung.
Übrigens ist davon auszugehen, dass die Altaktionäre ein Vorkaufsrecht erhalten werden, was dem Ausgabepreis an die Großaktionäre entspricht.
MfG, Fully
s1893 : Fully
Das AntiLeming seine Berechnungen nicht mal im Ansatz stimmen dabei bleibe ich aber. Ob da jetzt 17 $ oder 14 $ rauskommen macht den Bock nicht Fett.
Aber wer ständig Artikel von Kthomp liest und vor Wochen hier als Du weg warst Bradford zitierte, wer deren Artikel mit deepl übersetzt hat und hier das als die Wahrheit verkauft hat, sorry da geht auch mit einem Schwaben der Gaul durch.
Ich bleibe dabei, AL hat ein Ziel. Er ist selber kthomp19 oder jemand der hier mit Spam Leute verundichern will.
Und ja, das was Du Fully unterstellt hast kann man nur so lesen.
Anti Lemming : Fully # 721 (1)
So wie du es oben formulierst, ist der Einwand richtig. Ich hatte allerdings geschrieben, dass die Regierung bis zu 80 Mrd. $ mit den Warrants verdienen kann; "bis zu" heißt, dass 80 Mrd. das Maximum ist. Die korrekten Zahlen und mögliche Spannen für unterschiedliche Szenarien habe ich in # 719 gepostet.
Unstrittig ist, dass die Warrants-Ausübung 7,2 Mrd neue FnF-Aktien erzeugt.
- Liegt der Kurs der Stämme am Ende (wenn alles durch ist) bei 4 Euro, dann hat die Regierung mit den Warrants 33 Mrd. verdient (4 $ x 7,2 Mrd. Stücke).
- liegt der Kurs der Stämme am Ende bei 11 Euro, dann hat die Regierung mit den Warrants 80 Mrd. verdient (11 $ x 7,2 Mrd. Stücke)
Das Problem ist, dass niemand auf der Welt, nicht einmal Fully, einigermaßen verlässlich vorhersagen kann, wie viele Stammaktien nach einer möglichen Warrants-Ausübung, einer wahrscheinlichen KE und nach einem möglichen JPS-Wandlung in Stammaktien in Umlauf sein werden. Diese Zahl ist die große Unbekannte, die alle Prognosen schwammig macht.
Eben deshalb werden für die Regierungsgewinne aus den Warrants, die vom Grad der Verwässerung abhängen, oft Spannen genannt. Die Brookings-Institution nannte 50 bis 100 Mrd. für den Wert des Regierungs-"Investments", was mMn überhöht ist.
Anti Lemming : Fully # 721 (2)
Fully: "Die MK ist mit 250 Milliarden Dollar viel zu niedrig, wenn man bedenkt, dass die zwei Firmen dann über ein Eigenkapital von ca. 280 Milliarden Dollar verfügen, wie du an einem anderen Ort geschrieben hast "
Zitiere mich bitte richtig. Das Eigenkapital würde nur dann bei 280 Mrd. $ liegen, wenn die - völlig überhöhten - EK-Anforderungen Mark Calabrias umgesetzt werden. Er hat sich inzwischen von auf 240 Mrd. "runtergeschraubt". Ich hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass Tim Howard 150 Mrd für völlig ausreichend hält.
Bei 6 Billionen Assets entspricht 240 Mrd. (aktueller Soll-Wert von MC) einer EK-Quote von 4 %. 150 Mrd. (Howard) entspricht einer angemesseneren EK-Quote von 3 % (denn die Risiken von FnF sind niedriger als die von Normalbanken).
Wenn Collins und Co. in Sachen APA und in der Entlassungsfrage siegen, dürfte Calabria umgehend gefeuert werden. Der oder die Nachfolgerin (die Demokratin Maxine Waters ist im Gespräch) wird sicherlich den niedrigen Wert von Tim Howard ansetzen, also 150 Mrd.
Wenn das EK nur 150 Mrd. beträgt, ist aber auch eine Marktkapitalisierung von nur 250 Mrd. (evtl. 300 Mrd.) realistisch. Das liegt auch am von Tim Howard angeführten Grund, dass die Aktien von Fannie und Freddie wegen des "politischen Risikos", wie er es nennt, mit einem Abschlag von 40 % zu privaten Hypothekenbank-Aktien an der Börse gehandelt werden. Das war übrigens auch schon vor 2008 so, und Howard hat dies anhand der historischen Zahlen entsprechend abgeschätzt.
Anti Lemming : Fully # 721 (3)
Niemand weiß, zu welchem Kurs neue (junge) Stammaktien im Rahmen der KE angeboten bzw. herausgegeben werden. Ebenfalls unbekannt ist, nach welchem Schlüssel (wenn überhaupt) die alten Stammaktien in die neuen Aktien umgewandelt werden.
Deshalb enthalten meine Berechnungen in # 719 eine mMn legitime Vereinfachung. Ich habe einfach so getan, als würde die alten Aktien beibehalten werden - und als würde die KE so aussehen, dass eine gewisse Zahl dieser alten Aktien neu im Zuge der KE hinzukommen.
Hier im Forum wollen die Leute ja wissen, wieviel die bisherigen Aktien wert sind, wenn alles durch ist (wurde in den letzten Tagen wiederholt gefragt). Es ist daher sinnvoll, diese Frage mit obiger Vereinfachung zu beantworten.
Als einzig verlässlichen (da halbwegs vorhersagbaren) Parameter für die Berechnung nutze ich stattdessen die finale Marktkapitalisierung, die ich mit 250 Mrd. $ angesetzt habe.
Man kann davon ausgehen, dass im Zuge der KE 60 % davon (also 150 dieser 250 Mrd.) an die Zeichner der jungen Aktien geht. Den bisherigen Haltern und der Regierung bleiben somit die verbleibenden 40 % (also 100 Mrd. von den 250 Mrd.)
Übt die Regierung die Warrants aus, dann gehören ihr 79,9 % der Altaktien, was 79,9 Mrd. Dollar entspricht. Den Altaktionären bleiben daher nur 20,1 Mrd. von der finalen MK von 250 Mrd.$
Wenn mann (wie Fully) die finale MK höher ansetzt, endet sich diese prozentuale Verteilung nicht. Bei sagen wir 500 Mrd. KE entfiele auf die Altaktionäre (ex Regierung) 40,2 Mrd.
In allen Fällen erhalten die Altaktionäre (ex Regierung) lediglich etwa 8 % der finalen MK.
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Wie und zu welchem Schlüssel die JPS umgewandelt werden - falls dies ebenfalls geschieht (mMn ist es wahrscheinlich) - lässt sich ebenfalls nicht vorhersagen. Was Fully im Zitat am Anfang dieses Postings geschrieben hat - "dass der Ausgabepreis der neuen Stammaktien sagen wir einmal 10 Dollar sein würde, während die JPS zu 5 Dollar gewandelt würden" - ist reine Spekulation. Ich selber hab diese Zahlen gar nicht genannt.
Auch hier kann man sich mit obiger Vereinfachung behelfen und "so tun", als würden die alten Aktien weiter gehandelt und nur verwässert (statt in neue junge Aktien mit anderem Ticker und anderem Kurs geswappt).
Der Bilanzwert der JPS liegt bei 33 Mrd. $. Setzt man einen Durchschnittskurs von 25 $ an (es gibt auch einige für 50 und mehr), dann entspricht dies etwa 1,3 Milliarden JPS-Stücken.
Die Collins-Kläger werden einer Umwandlung der JPS in Stammaktien nur zustimmen, wenn die JPS dabei mit dem Nennwert von 25 $ angesetzt werden.
Wie viele Stammaktien es dann pro JPS gibt, hängt davon ab, zu welchem Kurs die Altaktien nach der Warrants-Ausübung, die vor der Wandlung kommt, notieren. Wenn man (wie Ackman) optimistisch ist, dann wird sich der Kurs der Stammaktien durch die Warrants-Ausübung nicht vierteln (war rein rechnerisch zu erwarten wäre), sondern er wird möglicherweise gleich blieben oder sogar steigen, weil mit der Warrants-Ausübung die Chance auf baldige Freilassung erheblich steigt.
Gehen wir mal sehr optimisch davon aus, dass die Stammaktien nach Warrants-Ausübung STEIGEN, also auf 3 Dollar. Dann würden JPS-Halter für jede JPS (Nennwert 25 Dollar) ca. 8 Stammaktien erhalten.
Da ca. 1,3 Mrd. JPS in Umlauf sind, entstehen durch diese Wandlung exakt 10,4 Mrd. zusätzliche Stammaktien (nämlich 1,3 Mrd. x 8).
Das entspricht den 11 Millionen zusätzlichen Stücken, die Kthomp für die JPS-Wandlung angesetzt hatte, und die auch ich in # 721 als Rechnungsgrundlage verwendet habe.
Wir hätten also
- 1,9 Mrd. bereits existierende FnF-Aktien
- 7,2 Mrd. zusätzliche Aktien aus der Warrants-Ausübung
- 10,4 Mrd. zusätzliche Aktien aus der JPS-Umwandlung
Macht zusammen knapp 20 Mrd. Stücke.
Aus der KE kommen dann noch mal 30 Mrd. Stücke hinzu, weil die Zeichner 60 % der Firma erhalten (sonst gibt es kein Interesse zu zeichnen).
Macht dann zusammen 50 Mrd. Stücke.
Setzt man die finale Marktkapitalsierung (mMn optimisch) mit 300 Mrd. $ an, errechnet sich ein finaler Kurs für die jetzigen Aktien von 6 Dollar. Bei 250 Mrd. MK (meine Schätzung) sind es 5 Dollar pro jetziger Aktie.
Anti Lemming : s1893 - # 723
Danke für dieses Kompliment, s1893. Selten so gelacht.
Ich glaube kaum, dass Kthomp Deutsch kann. Er ist, wie man aus seinen Postings erkennt, ein exzellenter Kenner des komplizierten US-Rechts. Ich wünschte, ich hätte nur ein Zehntel seiner Kenntnisse.
Kthomp schreibt ein hervorragendes, gestochen klares Englisch. Ich kann zwar auch gut Englisch, aber auf dieses Niveau kommt nur ein englischer Muttersprachler, und das bin ich nicht.
Welchen Zweck sollte es haben, dass eine HF-Koryphäe wie KThomp in einem deutschen Fannie-Aktien Forum postet bzw. hier "basht"? Hier im Thread halten eh nur wenige die JPS. Wenn seine (oder meine) Postings dazu führen würden, dass die Leute ihre Stammaktien verkaufen und in JPS umschichten, so würde dies an der finalen Lage, die ich in # 719 und # 726 beschrieben und beziffert habe, nicht das Geringste verändern.
Damit ist auch "AL hat ein Ziel" eine Lachnummer. Da ist billigste VT.
s1893 : AL
Ich lese die von Dir nichtmehr und fertig. Streit will ich keinen. Ich hoffe das Scotus gut für uns alle läuft. Wer am Ende recht hat wird man sehen. Beide, nur einer oder auch keiner.
Nur deine 4 $ Diskussion finde ich nach wie vor falsch. Du darfst aber gerne so weiter machen.
SteinmetzStein : als sinnlos würde ich den
Nichts desto trotz, ich bin seit heute sowohl mit jps als auch mit den commons im plus :)
Obwohl gerade bei jps schön mittels Spread abgezogen wird.
Grüße
The_Man : @oldwatcher
Hoffentlich diesmal nicht aber eigentlich sollte jetzt dann ein Urteil anstehen. Als die Infos so kamen war ich mir ziemlich sicher diese Woche ... nach all' den Jahren kaum zu glauben aber die paar Tage halten wir auch noch durch!