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Das sogenannte „Deep Heat Mining“-Projekt in Basel war ein wegweisendes Schweizerisches Energieforschungsprojekt, das den Bau einer Pilotanlage für ein geothermisches Kraftwerk nach dem EGS-Verfahren vorsah („Enhanced Geothermal System“, petrothermale Geothermie). Dabei wird kalte Flüssigkeit, meist Wasser, in heisses Gestein gepresst, wo es sich erhitzt, bevor es wieder zurück an die Erdoberfläche befördert wird. Dort kann es zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden.
Mittelfristig sollte mit dem Projekt eine umweltverträgliche Energiegewinnung ermöglicht werden. Ziele waren auch die Nutzung einheimischer Energiequellen und die Reduktion des Energieimports. Es sollte in Basel eine Pilotanlage gebaut werden, die weitgehend ohne CO2-Ausstoss oder Produktion von Abfall sechs Megawatt Strom und 17 Megawatt Wärme liefert. Dies entspricht dem Bedarf an elektrischer Energie von rund 10‘000 Haushalten und dem Wärmebedarf von 2‘700 Haushalten. Vorgesehen waren Bohrungen in 5‘000 Metern Tiefe, wo Temperaturen von 200 Grad Celsius genutzt werden können.
Als Standort des künftigen Geothermiekraftwerks war der Werkhof der IWB in Basel-Kleinhüningen vorgesehen. Die gewonnene Wärme hätte von dort in das gut ausgebaute städtische Fernwärmenetz eingespeist werden können. In den Sommermonaten, wenn der Bedarf an Fernwärme gering ist, hätte das Kraftwerk hauptsächlich Strom produziert.