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Häufig sind es emotionale Schwierigkeiten, die Menschen in eine Psychotherapie führen. Viele Klienten leiden unter einem Übermass an unangenehmen Emotionen wie Angst oder Scham, einem Mangel an angenehmen Emotionen wie Freude oder Stolz oder darunter, überhaupt keine Emotionen mehr zu haben, wie dies bei bestimmten Formen der Depression der Fall ist. Die Emotionsfokussierte Therapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das auf der Basis aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der empirischen Psychotherapieforschung eine Anleitung zur wirksamen und erfolgreichen Arbeit mit Emotionen in der Psychotherapie gibt. Sie rückt das unmittelbare Erleben von Emotionen in den Mittelpunkt und arbeitet direkt mit Emotionen. Der Band bietet eine Einführung in die zentralen Konzepte der Emotionsfokussierten Therapie, er stellt ihre Grundlagen und wichtigsten Interventionsstrategien anhand von Beispielen anschaulich vor und informiert über Studien zur Wirksamkeit der Emotionsfokussierten Therapie. Anhand ausgewählter Interventionen, wie z.B. der Zwei-Stuhl-Technik, wird die emotionsfokussierende Arbeit bei unterschiedlichen Störungsbildern aufgezeigt. Die Arbeit mit Emotionen erhält zunehmend versorgungspolitische Bedeutung in einer als «dritten Welle» bezeichneten Weiterentwicklung der verhaltenstherapeutischen Ansätze. Die Emotionsfokussierte Therapie wurde in einer Reihe von klinischen Studien evaluiert und konnte ihre Wirksamkeit v.a. für Depression, besonders leichte bis mittelschwere Depressionen, in der Traumatherapie sowie in ihrer spezifischen Konzeption für die Arbeit mit Paaren nachweisen.
Portrait
Dr. phil. Jeannette Bischkopf ist Diplom-Psychologin an der FU Berlin. Sie hat ihre Dissertation über die Beratung von Angehörigen Depressiver verfasst und war in der Angehörigenberatung tätig.