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Oft steht die Frage im Raum, welche Therapie die bessere ist, die klassische Operation (Crossektomie und Stripping) oder die endovenösen Therapieformen?
Beide Therapieformen haben ihre Berechtigung. Welche in Frage kommt, hängt von der individuellen Diagnose ab. Die endovenösen Therapie-Methoden sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie in der Mehrzahl der Fälle eingesetzt werden können.
Auch wird behauptet, die klassische Operation sei die "einzig wahre" Methode, da sie die gründlichste sei und bei ihr keine Rezidive mehr auftreten würden. Bei den endovenösen Methoden würden sich die Venen in 1/5 der Fälle nicht richtig verschliessen.
In mehr als 15 Jahren Erfahrung mit allen Methoden kann ich nur bestätigen, dass die modernen, endovenösen Methoden der klassischen Methode ebenbürtig ist, was die Ergebnisse betrifft. Nur, wenn die endovenösen Therapie-Formen unsachgemäss und nicht gründlich durchgeführt werden, kann es dazu führen, dass sich die betroffenen Venen nicht ganz verschliessen und sich demzufolge nicht ganz zurückbilden. Dies kann auftreten, wenn der Katheter zu schnell aus der Vene zurückgezogen wird und zu wenig Wärme induziert wird. Aber auch bei einer klassischen Operation ist Gründlichkeit oberstes Gebot. Auch die kleinen Seitenäste wollen entfernt sein, damit sich dort später nicht Rezidive bilden können.
Auch wird gelegentlich behauptet, nur nach endovenösen Therapien würden Rezidive auftreten, bei der konventionellen Therapie nicht. Auch dies ist nicht richtig. Rezidive treten unabhängig von der Methode der durchgeführten Erst-Therapie wieder auf, Rezidive sind vornehmlich genetisch bedingt.