Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/199370

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass alle Schweizer Finanzdienstleister die Fragen zur Evaluierung der Risikoprofile von Kunden so anpassen, dass dem Willen der Kunden klimaverträgliche Anlagen (konform mit 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Klimaabkommens) zu tätigen, Rechnung getragen wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Am 15. Juni 2018 hat die Bundesversammlung ein neues Bundesgesetz über die Finanzdienstleistungen (Fidleg) angenommen, das Finanzdienstleister in Artikel 12 verpflichtet, sich unter anderem über die Anlageziele von Kundinnen und Kunden zu erkundigen. Im Zuge der diesbezüglichen Diskussion verzichtete das Parlament mit klarer Mehrheit auf explizite Transparenz- oder Informationsbestimmungen betreffend ökologische oder soziale Anlagen. In der EU müssen Klima- und Nachhaltigkeitsziele bei der Kundenberatung zwar implizit berücksichtigt werden, eine systematische Abfrage und ein darauf abgestimmtes Angebot an Produkten erfolgt jedoch kaum. Um diese Rechtsunsicherheit für den Markt zu beheben, will die Europäische Kommission die delegierten Rechtsakte zur Markets in Financial Instruments Directive (Mifid II) sowie zur Insurance Distribution Directive (IDD) anpassen. Der Bundesrat wird die Anstrengungen der EU im Bereich nachhaltige Finanzanlagen analysieren und regelmässig überprüfen, ob in der Schweiz Massnahmen notwendig sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.