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Die einzelnen Tänze
English Walz
Von den Engländern in den 20er Jahren zum Turniertanz entwickelt. ¾-Takt; langsame, schwingende und daher sehr elegant wirkende Bewegungen.
Tango
In den Vorstadtkneipen von Buenos Aires (Argentinien) nach 1900 entstandener Tanz. Siegeszug um die Welt nach dem 1. Weltkrieg. Mitte der 20er Jahre von den Engländern für den Turniertanz umfunktioniert und choreografiert. Der Tango erlebt zurzeit eine zweite Blüte.
Wiener Walzer
Der älteste Turniertanz, wurde schon vor 120 Jahren in Wien getanzt. Wenig Figuren: Rechts - und Linksdrehung, Wechselschritt (Übergang), Fleckerl links und rechts.
Foxtrott (Slow)
Der „englischste“ aller Turniertänze und nicht einfach zu tanzen. In England entwickelt, ist dieser 4/4-Takt-Tanz für jeden Tänzer, der ihn begriffen hat, ein Traum. Spezielles Merkmal: Fließende Bewegungen, lässige, fast etwas arrogante Schrittabläufe.
Quickstep
(schneller Foxtrott) 4/4-Takt; der „Champagner“ der Standardtänze, sollte leicht, lebendig, spritzig getanzt werden. Ebenfalls in England entwickelt.
Samba
Sie kommt aus Brasilien und entstand dort aus den alten Kreistänzen der leichtsinnigen festfreudigen Bantu-Schwarzen. Sie ist zwar fröhlich und heiter, doch nicht so kokett wie der Cha-Cha. Ihrem Übermut ist jedoch auch eine Prise Melancholie beigemischt. Die charakteristische Eigenheit der Samba ist die eigenwillige Vor- und Rückwärtsbewegung des Beckens, deretwegen sie in früheren Zeiten als erotisch und unanständig verschrieen war.
Cha-Cha-Cha
Im Gegensatz zum feurigen, intensiven Liebeswerben einer Rumba ist der Cha-Cha ein amüsanter, koketter Flirt, ganz ohne Ernst, ohne Passion, dafür keck, fröhlich und prickelnd, perlend wie kühler Sekt. Entstanden ist der Cha-Cha aus dem Mambo; Die Hüftbewegungen unterstreichen seinen lateinamerikanischen Charakter.
Rumba
Sie soll – musikalisch – mit der Habanera verwandt sein; Ihre Wiege stand also in Lateinamerika. Dem dortigen Wesen entsprechend sollen die Bewegungen der Rumba werbend, erotisch, erobernd sein. Die Hüftbewegungen spielen dabei eine entscheidende Rolle, sie müssen bei jedem Schritt von beiden Partnern synchron ausgeführt werden.
Paso Doble
Von den Tanzsportlern wird er zu den lateinamerikanischen Tänzen gezählt, obwohl er aus Spanien stammt, was an seinen Figuren unschwer zu erkennen ist. Die Bewegungen des Paso Dobles entstammen denen des Toreros und seiner Capa (dem roten Tuch) beim Stierkampf. Heißblütig also, scharf beobachtend und genaue Bewegungen, dem Torero nachempfunden.
Jive
Im Schwarzenviertel New Yorks, in Harlem, stand die Wiege des Jive’s. Nach der alten Boogie-Musik ist er neu entstanden. 1940 sprach man vom ihm als „Jitterbug“, die Engländer machten daraus den Jive. Der Jive ist der Tanz der totalen Mechanisierung, hart, aber manchmal auch weich und katzenhaft, ein Rausch an Bewegung aus dem Spiel der Glieder und des Körpers.