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Krankhafte Erweiterung einer Arterie
Die krankhafte Erweiterung einer Arterie (ein Aneurysma) ist eine Erkrankung, die sehr lange ganz ohne Symptome verlaufen kann. Häufig ist die Hauptschlagader (Aorta) betroffen. Es wird entweder zufällig entdeckt, z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches, oder beim Auftreten einer Komplikation.
Typische Komplikationen
Diese sind das Reissen (die Ruptur) der Arterie mit akuter Blutung, oder der Verschluss von kleineren Arterien, die im Blutstrom hinter dem Aneurysma liegen, durch Blutgerinnsel (Embolus, pl. Emboli), die sich wegen der turbulenten Strömung des Blutes in der Erweiterung gebildet und dann irgendwann losgerissen haben.
Das Durchreissen der Wand der Hauptschlagader überleben nur etwa ein Viertel der Betroffenen: Etwa die Hälfte verblutet an Ort und Stelle und von der anderen Hälfte kann im Spital wiederum nur die Hälfte gerettet werden. Einstein z.B. ist 1955 an einer solchen Ruptur verstorben.
Die Sterblichkeit bei einer geplanten Behandlung ist 10-20 mal niedriger als bei der Notoperation. Sie besteht entweder in einer offenen Operation oder in der Abdichtung der Arterie durch ein Rohr ("abdichten"), das mit einem Katheter von innen durch das Gefässsystem eingesetzt wird (Stent-Graft).
Diskussion um Ultraschall-Reihenuntersuchungen
Aus diesem Grunde wird darüber diskutiert, ob Ultraschall-Reihenuntersuchungen bei einem Teil der Bevölkerung sinnvoll sein können, etwa bei Männern ab einem bestimmten Alter. Damit diese Patienten behandeln werden können, bevor ihre Aorta reisst.
Embolie aus einem Aneurysma der Hauptschlagader
Diese ist in der Regel weniger gefährlich, kann aber auch höchst unangenehme Folgen haben. Sie führt in den betroffenen Organen zu einer Blutleere (Ischämie).
Am Bein besteht die typische Symptomatik aus starken Schmerzen, Blässe, Verschwinden der Pulse, Kribbelgefühl und bei völligem Fehlen des Blutflusses zunehmender Lähmung des Fusses/Beines.
Die Behandlung besteht im ersten Schritt aus der Entfernung des Blutgerinnsels, im zweiten Schritt aus der Sanierung der Emboliequelle. Beide Schritte können chirurgisch oder minimal-invasiv gegangen werden.
Die interventionellen Radiologen von SwissIntervention empfehlen in geeigneten Fällen:
- Die Abdichtung der Aorta von innen mit einer Stent-Prothese (in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Gefässchirurgie) und
- Die Entfernung von Embolien durch einen winzigen Hautschnitt ("perkutane Embolektomie")