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Die Boston Red Sox sind dank ihrer Geschichte eines der bekanntesten Sportteams und haben eine weltweite Fangemeinde. Gegründet wurde das Team im Jahr 1901. Es war einer der Gründer der Major League. 1900 folgte der Umzug nach Boston, wo die Red Sox zunächst unter den Namen Boston Americans und Boston Pilgrims auf dem Feld zu sehen waren. Der heutige Name hat dennoch Tradition. Denn bereits 1907 wurde das Team in Boston Red Sox umbenannt. Der Name hat seinen Ursprung in den roten Hosen, die das Team trug. Eingeführt wurde er von Medien in Chicago, die eine kurze und prägnante Bezeichnung suchten. In Boston griff man auf diese Bezeichnung zurück und machte sie zum offiziellen Namen. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Team seine goldene Zeit. 1903 gewann es die erste offizielle World Series. Es folgten weitere nationale Titel in den Jahren 1912, 1915, 1916 und 1918 angeführt vom besten Baseballspieler aller Zeiten, Babe Ruth. Am 26. 12. 1919 entschied der damalige Besitzer, Harry Frazee, Babe Ruth an die New York Yankees zu verkaufen. Dieser Deal veränderte nicht nur die Geschichte des Baseballs in Boston und New York, er war der Startschuss zu einer der größten Rivalitäten im US-Sport. In den Jahren nach dem Wechsel verloren die Red Sox mit Joe Dugan und Herb Pennock weitere Top-Spieler. Das ließ sie für viele Jahre in die sportliche Bedeutungslosigkeit abrutschen.
Aufstieg der Boston Red Sox
Es sollte 28 Jahre dauern ehe Boston 1946 erneut in die World Series einzog. Angeführt von Franchise-Legende Ted Williams unterlagen sie allerdings den St. Louis Cardinals trotz einer 3-2 Führung nach Spielen noch mit 3-4. Dieses glücklose Schicksal sollte sich im Laufe der Geschichte noch etliche Male wiederholen. Deshalb fand man dafür einen eigenen Namen: Fluch des Bambino, angelehnt an den Spitznamen von Babe Ruth. 1949 benötigten die Boston Red Sox unter der Führung von Manager Joe McCarthy einen Sieg aus zwei Spielen gegen die New York Yankees, um einen Einzug in die World Series zu erreichen. McCarthy führte zuvor die Yankees zu sieben World Series Titeln. Die Red Sox hingegen verloren beide Spiele und verpassten das Finale. 1975 stand das Team erneut in der World Series. Gegen die Cincinnati Reds kämpfte es sich in Spiel 6 – welches als eines der größten Spiele aller Zeiten gilt – nach einem 3-6 Rückstand noch zurück und konnte die Serie ausgleichen. Der Fluch schien gebrochen – spätestens als die Red Sox im 7. Spiel mit 3-0 führten. Der Baseballgott ließ dennoch keine Gnade walten und so verspielten sie die Führung und verloren Spiel 7 und damit die World Series mit 3-4. Es sollte noch viele weitere ähnlich schmerzhafte Momente geben: Etwa den Verlust der Führung in der 1986er World Series oder die Niederlage gegen die New York Yankees 2003 in der American League Championship Series (ALCS). Fans vollzogen die unterschiedlichsten abergläubischen Rituale, um den Fluch endlich zu brechen. Es sollte schlussendlich aber 86 Jahre – bis ins Jahr 2004 – dauern, ehe er wirklich gebrochen wurde. In einer der größten Postseason Serien der Baseball-Geschichte drehten sie in der ALCS gegen die New York Yankees einen 0-3 Serien Rückstand um. Angeführt von Red Sox Legende David Ortiz konnten sie die bereits aussichtslosen Rückstände in Spiel 4 und Spiel 5 drehen. Sie erreichten die World Series und konnten am Mittwoch, den 27.10.2004, den letzten der vier notwendigen Siege gegen ihren Gegner, die St. Louis Cardinals, einfahren. Durch diesen Sweep – und den damit verbundenen World Series Titel – war der Fluch des Bambino gebrochen. In den darauffolgenden Jahren erreichten die Boston Red Sox noch dreimal (2007, 2013 und 2018) die World Series und konnten jede für sich entscheiden.
Mannschaft mit Tradition
Die Boston Red Sox sind Baseball-Geschichte. Das liegt nicht nur an ihrer eigenen traditionsreichen Geschichte, sondern auch an Ihrem Ballpark. Fenway Park ist mit seiner Eröffnung im Jahr 1912 das aktuell älteste noch aktive Stadion der Major League Baseball. Gebaut im Stadtteil Fenway-Kenmore wurde es über die Jahre renoviert und bietet heute ca. 37.000 Zuschauern Platz. Besonders auffällig ist die hohe grüne Wand im linken Outfield, welche auch als Green Monster in die Geschichte einging. Seit 1934 befindet sich dort ein Scoreboard, welches auch heute noch manuell betrieben wird. Bereits vor dem Stadion fällt einem der Boston Red Sox Slogan und das berühmte Logo der roten Socken auf. Dieses ist als Alternate Logo unter den Fans sehr beliebt. Mindestens genauso berühmt ist das schlicht gehaltene, rote B, welches nicht nur auf den offiziellen On Field Caps zu sehen ist, sondern auch außerhalb des Sports großen Anklang findet. Im Laufe ihrer langen Geschichte haben die Boston Red Sox es immer geschafft, neue Talente zu finden, auszubilden und langfristig zu behalten. Beste Beispiele dafür sind unter anderem Dustin Pedroia und Carlton Fisk. Damit dieser Prozess aufrecht erhalten wird, kümmern sich die Minor League Teams bestehend aus den Worcester Red Sox, den Portland Sea Dogs, den Greenville Drive und den Salem Red Sox um neue Talente.