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Mit Beginn der laufenden Saison ist das Projekt «Struktur 2020» des SHV (Schweizerischer Handballverband) in die Umsetzungsphase getreten.
Welche Ziele werden mit diesem Projekt verfolgt?
Die Verbandsstrukturen werden professionalisiert und zentralisiert. An Stelle der verschiedenen Regionalverbände gibt es nur noch einen Verband, den SHV. Die Präsenz in den Medien soll gesteigert werden. So sind die NLA-Clubs mit Beginn der neuen Saison verpflichtet, jedes Spiel via Livestream im Internet zu übertragen. Die Clubs der NLB müssen mindestens einen Liveticker führen. Im sportlichen Bereich soll die A-Nationalmannschaft den Anschluss an die europäischen Topnationen schaffen.
Die ganze Umstrukturierung ist natürlich nicht gratis zu haben und muss finanziert werden. Ein Teil des benötigten Geldes stammt von den Vereinen, die durch höhere Lizenz- und Mannschaftsgebühren ihren Teil an die Zentralisierung beitragen.
Neben der höheren finanziellen Belastung haben die Clubs auch grössere Reisespesen zu übernehmen, wurden doch die bisherigen regionalen Gruppeneinteilungen aufgehoben und der HC Wädenswil mit seinen Zweit-und Drittligateams in die Innerschweiz «versetzt». Was bei den Aktiven problemlos möglich ist, wird bei den Junioren und Juniorinnen schon schwieriger. Es mach keinen Sinn, wenn eine U13-Mannschaft für alle Auswärtsspiele nach Siggenthal, Baden oder Endingen reisen muss. Eigentlich wären rund um den Zürichsee genügend U13-Teams vorhanden, um sinnvolle Gruppen zu bilden. Aber da die ganze Organisation noch in der Projektphase ist, dürfte in den kommenden Jahren sicher noch die eine oder andere Korrektur angebracht werden.