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- Bei kühlen Temperaturen bleiben beim Leichtathletik-Meeting «Gala dei Castelli» die Glanzleistungen weitgehend aus.
- Ricky Petrucciani (400 m) und Mujinga Kambundji (200 m) kommen von den Schweizer Athleten am nächsten an eine Podium-Rangierung. Sie werden jeweils Vierte.
- Ditaji Kambundji realisiert über 100 m Hürden erneut eine Zeit unter 13 Sekunden.
Mit einer Zeit von 45,76 Sekunden konnte Vize-Europameister Ricky Petrucciani über 400 m nicht von der lautstarken Unterstützung des Heimpublikums in Bellinzona profitieren. Der Tessiner wurde an der «Gala dei Castelli» auf der Zielgeraden noch vom Südafrikaner Zakhiti Nene auf den 4. Platz verdrängt.
Wayde van Niekerk (RSA) sparte sich dafür das Beste für den Schluss der Saison auf. Der Weltrekordhalter realisierte in 44,33 Sekunden sein bestes Resultat, seit er diesen Sommer von einer langwierigen Verletzung zurückgekehrt ist. Kirani James, der WM-Zweite aus Grenada, hatte mit 5 Hundertsteln Rückstand knapp das Nachsehen.
Aus Schweizer Sicht blieben die Highlights zum Saisonabschluss auch sonst aus. Mujinga Kambundji war die Müdigkeit über 200 m anzusehen. In 22,88 Sekunden verpasste sie das Podest als Vierte. Auf die Siegerin Beatrice Masilingi aus Namibia büsste sie 0,37 Sekunden ein.
Ditaji Kambundji auf Platz 5
Zum 12. Mal in dieser Saison blieb ihre 10 Jahre jüngere Schwester Ditaji Kambundji über 100 m Hürden unter der 13-Sekunden-Marke. Die EM-Bronzemedaillengewinnerin wurde in 12,97 Sekunden vor Landsfrau Noemi Zbären (13,07) Fünfte. Im Vergleich zu «Weltklasse Zürich» steigerte sie sich markant. Der Sieg ging an Olympiasiegerin Jasmine Camacho-Quinn aus Puerto Rico (12,72).
Niederlage für Jackson
Marie-Josée Ta Lou gewann etwas überraschend den gut besetzten 100-m-Sprint der Frauen. Die Ivorerin blieb mit der Siegerzeit von 10,86 Sekunden 8 Hundertstel über dem Meetingrekord, den Shelly-Ann Fraser-Pryce im letzten Jahr aufgestellt hatte. Salomé Kora, die einzige Schweizerin am Start, wurde in 11,54 s Achte. Die WM-Zweite Shericka Jackson (JAM) musste sich mit Rang 5 begnügen.
Der Freiburger Pascal Mancini lief bei den Männern in 10,30 s eine ansprechende Zeit, die für Platz 6 reichte. Der amerikanische Aussenseiter Brandon Carnes schlug der Konkurrenz auf Bahn 8 ein Schnippchen. Er verwies den Kenianer Ferdinand Omanyala und Kendal Williams (USA) um je 1 Hundertstel auf die Ränge 2 und 3.
Dos Santos erneut stark – Lobalu mit gelungenem Abschluss
Gegen Alison Dos Santos war über 400 m Hürden erneut kein Kraut gewachsen. Wie schon am letzten Donnerstag in Zürich war der Brasilianer eine Klasse für sich und siegte in 47,61 Sekunden (Meetingrekord) vor Wilfried Happio (FRA) und Yasmani Copello (TUR). Der Tessiner Mattia Tajana schaffte es auf Platz 5, blieb aber gut 7 Zehntel über seiner persönlichen Bestleistung.
Der in der Schweiz wohnhafte südsudanesische Flüchtling Dominic Lobalu feierte zum Abschluss der Saison noch einmal einen Sieg. Der 24-Jährige lief über 3000 m in 7:38,16 Minuten als Erster im Ziel ein. Bei seinem Diamond-League-Erfolg in Stockholm war er Ende Juni noch knapp 9 Sekunden schneller unterwegs gewesen.