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Nonan liegt zwischen Corminboeuf und Matran und war schon sehr lange Zeit bewohnt. Nachforschungen wurden im Jahre 1909 vom Abt Henri Breuil, dem "Papst der Vorgeschichte" durchgeführt, der der erste Historiker im Lascaux war. In der Holzregion Murat-Nonan brachten seine Arbeiten einen Tumulus zu der Zeit von Hallstatt (750-450 v. Chr.) ins Tageslicht. In 1869 deckte man in Nonan die Überreste einer römischen Villa auf. Eine Kolonne aus Sandstein von Molière ist der letzte sichtbare Zeuge davon.
Obwohl es in der Nähe von Matran liegt, wurde Nonan Teil der Gemeinde von Corminboeuf. Das Patrizierhaus von Nonan, das im 18. Jahrhundert gebaut wurde, gehört zu unserem architektonischen Erbe. Während einer langen Periode war die Familie von Reynold Eigentümer des Gebietes und anderen Gebäuden des kleinen Dorfes von Nonan. In den Archiven des Staates finden wir einen Vermerk, dass Pierre Chollet, der Nonan von dem Burgknecht geerbt hat, dieses ausgedehnte Eigentum an die Familie Reynold am 31. Mai 1777 verkaufte. Im Volumen der Freiburgischen Etrennes-Nachrichten von 1930 wurde ein Nachruf an Oberst Alfred-Louis von Reynold (1832-1929) von Nonan gewidmet. Dieser ehemalige Offizier im Dienst des Königs von Neapel - wie es bereits sein Vater Pierre war wurde danach Offizier in seinem Land. Er kommandierte in Freiburg beim Einzug der Bourbakis in 1871, und wurde bei der Neuorganisation der Armee in 1874 zum Regimentskommandanten ernannt. Am 5. August 1914 - er war 83 Jahre alt - gelangte er im Galopp an den Hof des Kollegiums Sankt Michel, der vom Militärdirektor gesendet wurde, um den Schwur der mobilisierten freiburgischen Truppen zu erhalten. Alfred-Louis von Reynold war zweifellos der Rangelteste des Grossen Rates seit allen Zeiten. Er wurde von 1880 bis zu seinem Tod im Jahre 1929 dass heisst im Alter von 97 Jahren - Abgeordneter! Wir werden nicht mehr sehen, schrieb Tobie von Raemy, Autor seines Nachrufes, wie er von einem Trottoir profitierte, um sich in Sattel für eine Reise von Nonan, zu schwingen. Der Oberst benötigte einen Trottoir, denn er war sehr klein (5 Fuss, ein Zoll, 5 Linien, das heisst ungefähr 1,54 m). Als er in Neapel war, schrieb Raemy ferner, stürzten die Schönen aus Neapel ans Fenster, um den kleinsten Offizier des ausländischen Regimentes zu sehen.
Verschiedene Eigentümer lösten sich im Schloss Nonan ab. Die Familie von Reynold verkaufte es an die Gesellschaft Wander. Diese hat das Schloss vermietet. Dann war der Name Nonan mit jenem der Familie Blancpain verbunden, dessen erste Vertreter die Kardinal Brauerei gründeten. Pierre Blancpain, der Verwalter-Delegierter der Brauerei war, wurde der Eigentümer des Schlosses Nonan im Jahre 1958, und Mitglieder seiner Familie haben es bis in 2004 bewohnt.
Aloys Lauper, Verantwortlicher für die Gebäude im kantonalen Dienst des kulturellen Erbes, teilte uns die Geschichte des Schlosses mit:
Gemäss Herrn Pierre von Reynold, der heute in Genf wohnt, wurde das Herrenhaus in 1732 gebaut. Das Mauerwerk ist in der Tat charakteristisch für freiburgische Herrenhäuser aus den 1730er Jahren. Dieser Typ bereits wurde bereits in den 1680er Jahren entwickelt, und sein charakteristischstes Element war die Aufgabe des polygonalen Treppenturmes ausserhalb des Werkes zugunsten einer zentralen Treppe mit abwechselnden Treppenabsatz (Herrenhaus von Gingenrain, Herrenhaus von Cottens, Herrenhaus von Affry in Givisiez, Haus von Affry in Freiburg).
Typisch für die Landhäuser zu dieser Zeit war der kubische Grundriss mit der Hauptfassade an drei Achsen, Ketten in den Winkeln aus Molasse, einfache Rahmen ohne Verzierung, wie das Mansartgebälk, das die Einrichtung der Dächer erlaubte.
Wichtige Arbeiten wurden im Jahre 1917 mit der Konstruktion insbesondere der Anhänge geführt, die den ursprünglichen Würfel flankieren, der damals mit einer einfachen Galerie ausgestattet wurde, die zum Latrinenturm ausserhalb des Werkes führte. Seitdem wurde das Herrenhaus umgebaut und es hat das Wesentliche seiner Ursprungsausbauarbeiten verloren. Mit dem Ofen, dem Speicher und dem grossen Bauernhof stellt er jedoch ein bemerkenswertes Beispiel von Patrizier-„Kampagne" dar, von dem alle Elemente bewahrt wurden (nur eine Kapelle fehlte). Dank Blancpain, ist dieser Ort heute eines der schönsten Patrizierbereiche des Kantons.
Jean-Marie Barras
Bibliographie