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«Es ist besser, eine Frage zu diskutieren, ohne sie zu entscheiden, als eine Frage zu entscheiden, ohne sie diskutiert zu haben.» Diese Worte stammen vom französischen Schriftsteller Joseph Joubert (1754 – 1824). Sollte jemand gleich kategorisch sagen, etwas sei nicht gut, dann fehlt es ihm an Diskussionsfähigkeit.
Kleinere Gärten, bedeuten weniger Platz und kleinere Bäume, oder weniger Bäume von der grösseren Ausgabe. Das ist unsere Diskussionsgrundlage.
Ein normaler Hochstamm kann fünf bis acht Meter Durchmesser haben. Dafür kann man unter ihm gut durchgehen oder eine Wiese mähen. Oder man plant ihn im Vorhof als sogenannten Hausbaum.
Weitere Optionen sind, Niederstämme zu setzen. Die können unter der Krone gut bearbeitet werden. Dabei denke ich an das Rasenmähen, das Jäten oder auch das Bepflanzen der Baumscheibe mit einem, am besten einjährigen, Blumenbeet.
Sind diese Optionen weder erwünscht noch machbar, so muss man sich mit Niederstämmen oder Zwergobst begnügen. Warum aber bleiben diese Obstbäume klein? Dazu muss man die Stammhöhe anschauen: Hochstämme sind Bäume, die der Bauer auf seine Wiesen pflanzt, sie haben eine Stammhöhe von mindestens 180 bis 220 Zentimetern. Halbstämme setzt man auf 120 bis 150 Zentimetern an und Niederstämme (es gibt sowohl normalwüchsige als auch zwergwüchsige Sorten). Sie werden auch oft als Buschformen bezeichnet und haben einen 80 bis 100 Zentimeter hohen Stamm.
Dann gibt es, wie schon erwähnt, Zwergobst sowie Säulenobst. Beide weisen niedrige Stämmchen auf. Ausserdem sind sie sortenbedingt kleinwüchsig. Und dann kommen wir wieder zur Diskussion von oben zurück. Ergibt es Sinn, solche Zwerge zu setzen?
Als Berater für Gartenpflanzen treffe ich auf viele Kleingartenbesitzende, die keinen Platz für grosse Bäume haben. Oder aber, sie haben eine Terrasse im obersten Stock, trauen keinem Sturm und können alles Grün nur in Gefässe setzen. Und oft ist das Gewicht ein Kriterium.
Also meine Meinung: Gebt dem Zwergobst seine Chance.