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China liegt in Ost-Asien und wird im Osten vom Pazifik
begrenzt. Es ist das drittgrösste Land nach Kanada und
Russland (9,6 Millionen Quadratkilometer, ein
fünfzehntel der gesamten Landmasse der Erde). Vom
östlichsten bis zum westlichsten Punkt liegen 5.200
Kilometer und vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt
sind es ca. 5.500 Kilometer.
Die Grenze erstreckt sich über 22.000 Kilometer auf der
Landfläche und über 18.000 Kilometer auf dem Meer.
Zu China gehöhren 6.536 Inseln die grösser sind als 500
Quadratmeter. Die grösste ist Taiwan mit einer Fläche
von ca. 36.000 Quadratkilometern. Die 2. grösste ist
Hainan. Die Inselgruppe im südchinesischen Meer ist die
südlichste Chinas.
Mit einer Bevölkerung von 1,28
Mrd. (Ende 2003; 20% der
Weltbevölkerung) ist China der mit Abstand
bevölkerungsreichste Staat der Erde. Über 90% aller
chinesischen Staatsbürger leben in der Osthälfte des
Landes. Die Bevölkerungsdichte (Durchschnitt: 134
Einw./qkm) reicht von 2 Einw./qkm bis zu fast 700
Einw./qkm in der Provinz Jiangsu. Über 90% der
Bevölkerung sind Chinesen (Han), daneben gibt es noch 55
nationale Minderheiten. U. a. finden sich im Südwesten
Reste alter Gebirgsvölker (z.Bsp. Bai, Naxi und Mosuo),
in den autonomen Gebieten des Nordwestens Turkvölker
(z.B. Uiguren, Kasachen und Kirgisen); ausserdem werden
auch die innerhalb der chinesischen Staatsgrenzen
lebenden Mongolen und Tibeter zu den offiziell
anerkannten nationalen Minderheiten gezählt. Die
zahlenmässig grösste Minderheit der Zhuang mit ca. 11
Mio. Zugehörigen befindet sich in der autonomen Region
Guanxi an der Grenze zu Vietnam.
Fünfundfünfzig Jahre nach ihrer Gründung und
fünfundzwanzig Jahre nach Einleitung wirtschaftlicher
Reformen bietet die VR China das Bild einer zunehmend
komplexen und in Bewegung geratenen Gesellschaft. Ihre
Dynamik wird durch zwei grosse Transitionsprozesse
zugleich geprägt: zum einen durch die Transformation von
einer sozialistischen Planwirtschaft zu einer
autoritären Marktwirtschaft und zum anderen durch den
Übergang von einer Agrar- zu einer Industrie- und
Dienstleistungsgesellschaft.
Um die massiven Wirtschafts- und Versorgungs-probleme,
die Mao Zedongs Herrschaft hinterlassen hatte, in den
Griff zu bekommen, beschlossen seine Nachfolger mit Deng
Xiaoping an der Spitze ein rigides Programm der
Bevölkerungsplanung. Unter dem Stichwort der
Ein-Kind-Politik prägte dieses das Leben der
chinesischen Bevölkerung in den letzten 20 Jahren.
Ein weiteres Problem in der chinesischen Gesellschaft
stellt die starke Land-Stadt-Migration dar. Nach Angaben
des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit betrug die
Anzahl der sich vorübergehend in den Städten
aufhaltenden Bevölkerung, und zwar derjenigen, die
arbeiteten, Handel trieben oder Dienstleistungen
erbrachten, im Jahre 1997 30 Millionen Personen.
Klima
Topographie und Flüsse: Topographisch ist China im Westen
hoch und im Osten niedrig, sinkt also stufenweise ab,
weshalb fast alle Flüsse ostwärts fliessen. Der Yangtse
und der Gelbe Fluss zählen zu den weltbekannten Strömen
Chinas. Die Gesamtlänge der chinesischen Flüsse beträgt
220 000 km. China weist eine mannigfaltige Bodengestalt
auf, da es sowohl Gebirge und Hügel als auch Becken und
Ebenen hat.
Gebirge nehmen über 65% der Gesamtfläche ein. Der Qomolangma (Mt. Everest) ist mit einer Höhe von
8848 m der höchste Berg der Welt. Das Turpan-Becken
liegt 154 m unter dem Meeresspiegel. Im ganzen Land gibt
es über 2000 Seen.
In China herrscht ein kontinentales Monsunklima. Die
Ausdehnung der Breite zwischen Süden und Norden beträgt
50o. Der Grossteil Chinas liegt in der gemässigten Zone,
wodurch es zu grossen Temperaturunterschieden kommt. In
Hainan herrscht das ganze Jahr hindurch Sommer, während
Heilongjiang einen kurzen Sommer und einen strengen
Winter hat. Im Einzugsgebiet des Huaihe ist es warm und
feucht, mit 4 deutlich unterschiedlichen Jahreszeiten.
Im südlichen teil des Yungui-Plateaus ist es das ganze
Jahr über wie im Frühling. im Nordwesten Chinas gibt es
kurze Zeit zwischen Sommer und Winter. Auf dem
Qinghai-Tibet-Plateau im Südwesten liegt die Temperatur
immer niedrig. Ausserdem gibt es auf dem chinesischen
Terretorium nicht wenige Trockengebiete.
Essen
in China
So gross wie China ist so vielfältig ist auch ihre Küche. Es ist also
unmöglich, von einer typisch chinesischen Küche zu
sprechen. Vielmehr gibt es in Anbetracht der vielen
chinesischen Regionen und ihrer Boden- und
Klimaverhältnisse auch unterschiedliche Regionalküchen,
die sich jeweils durch ihre eigenen Besonderheiten der
Speisen und Zutaten auszeichnet. Es gibt niemanden, der
nicht isst und trinkt, aber
nur wenige, die den Geschmack zu schätzen verstehen.
Die Küche Nordchinas liebt es beispielsweise weniger
scharf und dafür einfach. Auch ist im Norden der Reis
nicht unbedingt das Hauptnahrungsmittel, sondern Weizen,
mit dem die verschiedensten Nudel- und Teiggerichte bzw.
Mehlspeisen hergestellt werden. Eine weitere
Besonderheit der Küche von Nordchina sind Hammel- und
Lammgerichte, die vom mongolischen und moslemischen
Geschmack beeinflusst wurden. Typische Speisezutaten im
Norden sind z.B. Weizen, Mais, Knoblauch, Auberginen,
Ente und Lamm.
Die Küche Südchinas ist aufgrund des subtropischen
Klimas am mannigfaltigsten. Der grosse Reichtum an
verschiedenen Früchte- und Gemüsesorten sowie
Meeresprodukten ermöglicht eine abwechslungsreiche
Küche. Die Südchinesen schätzen den natürlichen
Geschmack, so dass Speisen wenig gewürzt werden.
Typische Speisezutaten in der südchinesischen Küche sind
z.B. Reis, Bohnen, Spinat, Meeresfrüchte und Geflügel.
Die Küche Ostchinas sind Fisch und Meeresfrüchte
beliebt. Auch werden Gerichte süsser zubereitet als in
den anderen Küchen Chinas. Typische Speisezutaten im
Osten sind z.B. Reis, Süsskartoffeln, Kohl, Fisch,
Meeresfrüchte und Suppen.
Die Küche Westchinas ist für ihre scharfen Gerichte
bekannt, die gerne mit roten Chilis gewürzt werden.
Typische Speisezutaten im Westen sind z.B. Reis, roter
Chili, Szechuanpfeffer, Knoblauch, Kohl und Geflügel.
Hierzulande bekannt ist die Kantonesische Küche (in der
Provinz Kanton in Südchina und in der ehemaligen
britischen Kronkolonie Hong Kong) insbesondere für Dim
Sum und berühmt für ihre grosse Vielfalt: von
Meeresfrüchten bis hin zu wirklich exotischen Zutaten
(u.a. Schlange, Seegurke). Für die äusserst scharfen
Speisen ist z.B. die Sichuan-Küche berüchtigt und aus
Chinas Hauptstadt Beijing (Peking) kommt die berühmte
Peking-Ente.
Das besondere Merkmal der asiatischen Küche ist
zweifelsohne die kurze Garzeit, mit der die Speisen
zubereitet werden. Damit Vitamine und das Aroma erhalten
bleiben, sollten die Lebensmittel möglichst frisch sein
und unter ständiger Bewegung der Zutaten nur kurz
gekocht/gebraten bzw. pfannengerührt werden (ausgenommen
natürlich beim Fritieren, Dämpfen oder Räuchern von
Speisen). Damit jedoch Speisen innerhalb einer kurzen
Zeit gar werden können, ist es unerlässlich,
alle Zutaten vorher klein zu schneiden.