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Rohe Milch bleibt im Kühlschrank nur wenige Tage lang geniessbar. Die Pasteurisation bzw. Hochpasteurisation ist seit mehr als einem Jahrhundert eine der beliebtesten Methoden, Milch haltbar zu machen.
Die Pasteurisation geht auf den französischen Chemiker Louis Pasteur zurück. Unter anderem entdeckte Louis Pasteur auch das Bakterium, das für die Milchsäuregärung verantwortlich ist. Zudem konnte er die krankmachende Wirkung verschiedener Mikroorganismen nachweisen. Neben der Entwicklung von Impfstoffen erkannte Louis Pasteur, dass Bakterien hitzeempfindlich sind. Im Jahr 1864 zeigte er, dass Milch durch kurzes Erhitzen haltbar gemacht werden kann. Dieses Verfahren ist auch heute noch als Pasteurisation bekannt.
Milch und Milchprodukte aus der Schweiz sind für Kinder und Erwachsene eine wichtige Kalziumquelle. Drei Portionen pro Tag sind ideal. Ein Glas (2dl) Vollmilch entspricht einer Milchportion.
Die Hochpasteurisation ist eine relativ moderne Erfindung, die heute immer öfter anstelle der Pasteurisation zur Anwendung kommt. Beide Verfahren sind sich jedoch sehr ähnlich:
Bei der Pasteurisation wird die rohe Milch während 15 Sekunden auf mindestens 72°C erwärmt und sofort wieder abgekühlt. Das Erhitzen tötet einen Grossteil der Keime. Gekühlt ist pasteurisierte Milch ungefähr sechs bis zehn Tage haltbar.
Die Hochpasteurisation arbeitet mit Temperaturen zwischen 85 und 134°C. Nach der Hochpasteurisation ist die Milch praktisch keimfrei. Dadurch ist sie länger haltbar als pasteurisierte Milch, jedoch nicht so lange wie UHT-Milch. Sie gehört ebenfalls in den Kühlschrank.
Die Pasteurisation und die Hochpasteurisation bewirken nur geringe Vitaminverluste. Auf den Mineralstoffgehalt der Milch haben sie keinen Einfluss. Tipp: Vermeiden Sie es, die Milch zu kochen (Ausnahme: Rohmilch). Dadurch gehen wesentlich mehr Vitamine verloren als bei der Haltbarmachung durch Pasteurisieren.