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Roots:
1917 wurde in New Orleans das Vergnügungsviertel "Storyville" per Dekret durch die Bundesbehörde geschlossen. Man war der Ansicht, Bordelle in nächster Umgebung von US-Marins seien eine Gefahr für die Truppenmoral und man wollte dem lasterhaften Treiben in diesem Rotlicht-Quartier ein Ende setzen. Dadurch verloren viele Jazzmusiker ihren Job und waren gezwungen, andere Auftrittsmöglichkeiten zu suchen. Sie fanden sie im aufblühenden Chicago. Auswanderer waren z.B. die Spitzenmusiker Louis Armstrong, Jelly Roll Morton, Kid Ory, King Oliver u.a.m. Ihr Stil vermischte sich mit dem der weissen Studenten in Chicago, wodurch sich die Spielart rasant weiter entwickelte.
Der Kontrapunkt zwischen Posaune und Klarinette wurde linearer, die Lead-Trompete dominanter und die Improvisation wurde zum Privileg der Solisten. Das Saxophon fand Einzug in die Bands und der Contrabass verdrängte die Tuba. Ein herausragender Botschafter für den Chicago Jazz war der Bandleader Eddie Condon. Dieser spielte Ukulele und Banjo, später auch die Gitarre.
Renaissance:
The Chicago Hot Six will die Aufbruchstimmung der 1920er Jahre wiedergeben und noch einen Schritt weiter gehen. Wir haben deshalb das Banjo durch ein swingendes Piano nach Armstrong's Hot Five ersetzt. Armstrong war damit gleichzeitig für die nachfolgende Swing Ära der 30er Jahre bestens gerüstet.
The Chicago Hot Six im legendären Kornhaus Keller mit dem neuen Saxophonisten Peter Bäriswyl.