Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03145.jsonl.gz/1026

Pfarrkirche San Vitale
Das spätbarocke Gebäude wurde zwischen 1756 und 1759 nach einem Entwurf des Architekten Giuseppe Caresana (1696 – nach 1764) errichtet und steht auf den Ruinen einer frühmittelalterlichen Basilika. In der Kirche befinden sich bedeutende Kunstwerke und eine Sammlung archäologischer Funde, die zum großen Teil aus den Ausgrabungen der 1920-er und 1930-er Jahre an den Innen- und Außenwänden des Baptisteriums stammen.
Im unteren Teil des Hochaltars wird die hölzerne Urne mit den Reliquien des Seligen Manfredo Settàla aufbewahrt, der 1217 starb und in der gesamten Region verehrt wird.
Die sehr spät entstandene neoklassizistische Fassade (1865) ist das Werk des Ingenieurs Antonio Vassalli. Über dem Hauptportal befindet sich ein künstlerisches Relief, das San Vitale (1863) darstellt und von einem lokalen Bildhauer geschaffen wurde.
Der Kirchturm aus dem Jahr 1754 besteht aus zwei Stockwerken; die Laterne ähnelt dem Kirchturm des Heiligtums Santa Croce.
Rechts neben der Kirche fügt sich die Kapelle an, die früher Maria gewidmet war und heute als Pönitentiarie dient. Ihre Fassade ist einfach gehalten und über dem Portal befindet sich ein mehrfach gelapptes Fenster, das von einem wunderschönen schmiedeeisernen Gitter aus dem 18. Jahrhundert geschützt wird, soweit man dies von unten beurteilen kann.
Das Gebäude wurde 1992 vollständig unter der Leitung der Architekten Giancarlo und Pia Durisch restauriert.