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Die Milz liegt im linken Oberbauch und hat vor allem in der immunologischen Prägung der lymphatischen Abwehrzellen eine wichtige Funktion während der Wachstumsphase. Neben der immunologischen Funktion nimmt sie im Erwachsenenalter an der Entsorgung von roten Blutkörperchen teil, die dort abgebaut werden und deren Bestandteile wieder verwendet werden. Ähnlich verhält es sich mit den Blutplättchen (Thrombozyten), die hier abgebaut werden. Bei Erkrankungen des Knochenmarks kann die Milz aber auch an der Neubildung von roten und weissen Blutzellen beteiligt sein. Der Verlust der Milz (z.B. aufgrund eines Unfalls) hat beim Erwachsenen meist wenig Konsequenzen. Allerdings sollte eine Impfung gegen sogenannte „enkapsulierte“ Bakterien (Pneumokokken, Meningokokken und Hämophilus influenza) erfolgen, deren Abwehr für den Körper erschwert sein kann und selten das sogenannte OPSI-Syndrom auslösen kann.
Operationen an der Milz können z.B. bei Unfällen (Milzruptur), bei Erkrankungen des Knochenmarks, bei Mangel an Blutplättchen durch übermässigen Abbau (Morbus Werlhof), beim sogenannten Hypersplenismus (zu grosse Milz mit der Folge eines übermässigen Abbaus von Blutzellen) oder bei Einwachsen bösartiger Tumoren in benachbarten Organen (Magen, Pankreas, Niere, Nebeniere) notwendig werden. Selten können sich in der Milz auch einmal Metastasen anderer bösartiger Tumore absiedeln oder es kann zur Bildung von Abszessen kommen (z.B. bei Herzklappenentzündung).