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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IX.
16.
Noch gar viel anderes fabelt er so und lehrt, man solle dasselbe zu den Lungenkranken sagen und sie in kaltem Wasser vierzigmal sieben Tage lang untertauchen, auf gleiche Weise auch die Besessenen. O über die unnachahmliche Weisheit und die machtvollen Beschwörungen! Wer wird nicht über so mächtige Worte [S. 255] staunen! — Wir haben weiterhin behauptet, er benütze auch die trügerische Astrologie; nun wollen wir es aus seinen eigenen Worten erweisen. Er sagt nämlich: „Es gibt böse Sterne der Gottlosigkeit. Dies ist euch jetzt gesagt worden, ihr Frommen und ihr Schüler; hütet euch vor der Macht der Tage, an denen sie herrschen, und setzet nicht den Anfang eurer Werke an ihren Tagen und taufet weder Mann noch Frau in den Tagen ihrer Herrschaft, wann der Mond durch sie durchgeht und mit ihnen wandelt. Vor diesem Tage gerade hütet euch, bis daß (der Mond) sie verläßt, und dann tauchet unter und beginnt jegliches Beginnen eurer Werke. Noch aber sollt ihr vor dem Tag des Sabbats ehrfürchtige Scheu haben, denn es ist einer ihrer Tage. Aber auch am dritten Tag nach dem Sabbat hütet euch, einen Anfang zu machen, weil, wenn wieder drei Jahre seit der Unterwerfung der Parther unter die Herrschaft des Kaisers Trajan voll geworden sind, nach Ablauf von drei Jahren also der Krieg zwischen den Engeln der Gottlosigkeit des Nordens entbrennt; dadurch werden alle Reiche der Gottlosigkeit erschüttert.“