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Am Mittwochabend hat in Boll ein mehrstündiger Polizeieinsatz stattgefunden. Ein Mann äusserte unter anderem Drohungen, weshalb von einer Gefährdung ausgegangen werden musste. Er konnte schliesslich im Laufe der Nacht angehalten werden.
Am Mittwoch, den 23. Januar, kurz nach 19.40 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, wonach sich eine Person in Boll möglicherweise selbst gefährde.
Auf Grund der unklaren Umstände rückten umgehend mehrere Patrouillen an den angegebenen Aufenthaltsort an der Bernstrasse aus. Vor Ort musste auf Grund der inzwischen vorliegenden Informationen davon ausgegangen werden, dass der betreffende Mann bewaffnet war. Ebenfalls konnte eine Gefahr für Dritte nicht ausgeschlossen werden.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich ums Haus sowie dessen nähere Umgebung abgesperrt und das Haus evakuiert. Weiter wurden zusätzliche Dienste beigezogen.
In den Folgestunden gelang es den Einsatzkräften, sporadisch Kontakt zum Mann herzustellen. Dabei verdichteten sich die Anzeichen, dass der Mann auch Gewalt gegen andere Personen anwenden würde. So äusserte er unter anderem auch Drohungen.
Als sich die Situation nach mehreren Stunden nicht entspannte, wurde der Mann unter Einsatz des Destabilisierungsgeräts kurz nach 1.00 Uhr in der Wohnung angehalten. Er wurde nach medizinischen Abklärungen in eine geeignete Institution gebracht.