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English review
Der britische Ganove Wilson, angejahrt und immer noch dem Cockney Rhyming Slang verhaftet, kommt aus dem Knast und fliegt nach Kalifornien, um herauszukriegen, wie seine erwachsene Tochter Jennifer dort ums Leben gekommen ist. Die Spur führt zum smarten Musikproduzenten Terry Valentine, dessen Geliebte Jennifer war. Wilson sinnt auf Rache und nichts kann ihn aufhalten.
«Der beinharte Modernismus, der in John Boormans Nouveau-Noir-Klassiker Point Blank von 1967 auf der Leinwand so kühn wirkte, ist in Steven Soderberghs Händen unschuldig nostalgisch geworden. (…) Vergessen Sie den Racheplot: Das eigentliche Ziel dieses Films ist die erneute Begegnung mit zwei charismatischen Stars der 60er-Jahre, Terence ‹Billy Budd› Stamp und Peter ‹Easy Rider› Fonda. In Sachen wandelnde Proust’sche Beschwörungen jener Ära kann man kaum symbolstärker werden.
Stamp spielt die Titelrolle furios, mit unbeirrbarer Intensität, wilden blauen Augen und einem Stentoren-Gebrüll, das in den frühen Szenen des Films zur Geltung kommt. (…)
Der Name des englischen Ex-Sträflings Wilson ist ein Überbleibsel der Figur, die Stamp 1967 in Ken Loachs Poor Cow an der Seite von Julie Christie gespielt hat. Kurze Eindrücke des jungen, träumerisch schönen Stamp und seine nicht minder imposante heutige Präsenz werden von Soderbergh ebenso berührend wie wirkungsvoll eingesetzt.» (Janet Maslin, The New York Times, 8.10.1999)
Drehbuch: Lem Dobbs
Kamera: Edward Lachman
Musik: Cliff Martinez
Schnitt: Sarah Flack
Mit: Terence Stamp (Wilson), Lesley Ann Warren (Elaine), Luis Guzmán (Ed), Barry Newman (Avery), Joe Dallesandro (Onkel John), Nicky Katt (Stacy), Peter Fonda (Valentine)
91 Min., Farbe, Digital HD, E/d