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Klaus Kinkel war von 1992 bis 1998 Bundesminister des Auswärtigen und von 1993 bis 1998 Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Von 1979 bis 1982 war er auch Präsident des Bundesnachrichtendienstes, zudem von 1991 bis 1992 zudem Bundesminister der Justiz. Abgeordneter des Deutschen Bundestages von 1994 bis 2002, war Kinkel auch zwei Jahre Bundesvorsitzender der FDP (1993–1995). Als Aussenminister formulierte er 1993 die Ziele der deutschen Politik in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wie folgt: «Zwei Aufgaben gibt es parallel zu meistern: Im Inneren müssen wir wieder zu einem Volk werden, nach außen gilt es etwas zu volllbringen, woran wir zweimal zuvor gescheitert sind: Im Einklang mit unseren Nachbarn zu einer Rolle zu finden, die unseren Wünschen und unserem Potenzial entspricht. Die Rückkehr zur Normalistät im Inneren wie nach außen entspricht einem tiefen Wunsch unserer Bevölkerung seit Kriegsende. Sie ist jetzt notwendig, wenn wir in der Völkergemeinschaft respektiert bleiben wollen. Unsere Bürger haben begriffen, dass die Zeit unseres Ausnahmezustandes vorbei ist.» Kinkel, geboren am 17. Dezember 1936 in Metzingen und promovierter Jurist, ist verheiratet, dreifacher Vater und wohnt in Sankt Augustin bei Bonn.