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Glasbearbeitung, Thomas Blank, Glaskünstler, (c) Pascal Gertschen, Fribourg Region
Die Herstellung und Bearbeitung von Glas
Es gibt viele verschiedene Techniken und Verfahren zur Produktion und Bearbeitung von Glas.
Glas hat je nach Temperatur sehr unterschiedliche Viskositätszustände (= Zähflüssigkeit: je höher die Viskosität desto dickflüssiger, je niedriger desto dünnflüssiger). Bei 1500° hat Glas eine Viskosität, die der von Honig ähnlich ist, aber es ist nie ganz flüssig. Wenn das Glas etwas abgekühlt ist, wird es wieder plastisch und lässt sich formen. Schliesslich wird das Material fest und starr. Diese Eigenschaft ist für die Glasbearbeitung sehr nützlich.
Die Glasproduktion
Glasbläserei
Gezogenes Glas
In der Glasindustrie ist die Herstellung von gezogenem Glas verbreitet: Die heiße Masse wird kontinuierlich, horizontal oder vertikal gestreckt. In Romont produziert die Firma ThermoFisher gezogenes Glas von 7m Höhe mit einer Dicke von nur 1mm!
Floatglas
Im Floatglasverfahren fliesst die Glasschmelze kontinuierlich aus dem Durchlaufofen über ein Bad aus flüssigem Zinn. Da Glas leichter ist als Zinn, schwimmt es auf der Oberfläche und bildet einen glatten, gleichmässigen Film.
Die Glasbearbeitung
Sicherheitsglas
Temperglas, Verbundglas, Panzerglas
Temperglas
Temperglas wird gehärtet, um es bruchfester als normales Glas zu machen.
Verbundglas
Verbundglas ist ein Verbund aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine oder mehrere Zwischenschichten, in der Regel Kunststofffolien (Polyvinylbutyral, PVB, bekannt für seine Festigkeit, Haftung und Elastizität), miteinander verbunden sind. Abhängig von der Anzahl der Scheiben und ihrer Dicke erhält das Verbundglas eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Einbruch, Schusseinwirkung, Explosionen oder Vandalismus.
Die Windschutzscheiben von Wagen oder Lokomotiven bestehen aus Verbundglas: Bei einem Aufprall wirkt die Zwischenfolie als Verstärkung, die ein Zersplittern der Oberfläche verhindert. Diese Art von Glas wird auch in der Luftfahrt verwendet.
Sandstrahlen
Die Technik besteht darin, das gehärtete Glas mit einem kräftigen Sandstrahl zu ätzen, der eine scheuernde Wirkung erzeugt: Das Glas bleibt lichtdurchlässig, ist aber nicht mehr transparent. Je heftiger der Sandstrahl, desto mehr wird das Glas mattiert: Der Effekt kann daher von einer leichten Glasur bis zu einer tiefen Gravur variieren. Diese Methode ermöglicht es, mit der Transparenz, der Opazität, der Mattigkeit und dem Glanz des Glases zu spielen, indem ein Teil oder das gesamte Stück mit unterschiedlicher Intensität sandgestrahlt wird. Es kann neutrales oder farbiges Glas verwendet werden; das Produkt erhält eine satinartige Erscheinung.
Walzen
Walzen bedeutet, eine Masse (oft Metall, aber auch Glasschmelze) zu dünnen Bändern oder Platten zu reduzieren, indem sie zwischen zwei parallelen, in entgegengesetzten Richtungen rotierenden Walzen (Walzwerk) hindurchgepresst wird.
Verschiedene Öfen
Der Glasmacher bereitet die Glasschmelze in einem Schmelzofen vor. Anschließend bearbeitet er das Glas in einem anderen Ofentypus.
Die Glaskünste
Zeitgenössische Glaskünstler verwenden eine Vielzahl von Verfahren, um ihre Werke zu schaffen. Sie lassen sich oft von ihrer Freude am Experimentieren im technischen Bereich mitreissen, was sie zu neuen Kreationen inspiriert: Fackelblasen, Fusing, Gießen, Gemmail, Collage, Sandstrahlen ...