Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/1372

Gutbesuchter Guisan-Stamm in Fribourg
General Guisan und Bundespräsident von Steiger am Centralfest 1945 in Zofingen
Ein vaterländischer Abend in der „Blanche“ zu Fribourg: Am 7. April 2017 hat im Beisein zahlreicher Gäste, zum Teil aus befreundeten Verbindungen, ein „Guisan-Stamm“ stattgefunden, der offensichtlich viel Anklang fand.
Nach Anhören des General-Guisan-Marsches und dem Willkommensgruss von Constant Despont v/o Shushu-Ramm zeichnete AZ-CP Ronald Roggen v/o Chaplin die Biografie des 1874 geborenen grossen Schweizers nach. Guisan war 1893 in die Waadtländer Sektion der Zofingia eingetreten. Dann nahm ihn die Zofingia Fribourg auf, nämlich 1894 bis 1897. Es war inmitten der dritten Lebensphase der Zofingia Fribourg (1892 bis 1898). Die militärische Karriere verlief sehr steil und führte 1939 zur Generalswahl in der Bundesversammlung.
Ein populärer Mann, der den Widerstandswillen des Volkes zu bestätigen verstand. „Klug, sehr vorsichtig. Bei äusserlich korrekter Haltung liegt seine Sympathie anscheinend bei den Westmächten“ – so beschrieb ihn das Oberkommando des deutschen Heeres damals. Am 20. August 1945 drückte Bundespräsident Eduard von Steiger auf dem Bundesplatz in Bern dem scheidenden General die Hand. Es war ein herzhafter Händedruck zwischen zwei Zofingern. Henry Guisan liess es sich nicht nehmen, am Centralfest 1945 aktiv teilzunehmen. 1960 ist Guisan gestorben.
Constant Despont v/o Shushu ging auf den Rütlirapport 194o und das dort dargelegte Réduit ein. Er bot damit eine gute Übersicht über die Strategie, mit der die Schweiz der damaligen Bedrohung begegnete. Der Begriff „Réduit“ ist zusammen mit der Persönlichkeit des Generals zum Inbegriff des Widerstandes geworden. Die Basis dazu fand sich im „Réduit-Befehl“ vom 14. Mai 1941.