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Das brauchst du:
- Tomaten
- Kochsalz
- Zitronensaft filtriert
- Spülmittel
- Küchenmesser
- Mörser
- Kaffeefilter
- Brennsprit
- Reagenzglas mit Pfropfen
- Zahnstocher
Jede Zelle hat ihr Erbmaterial, die DNA, sicher in ihrem Kern verpackt. Wie einfach es ist, die DNA zu isolieren, zeigt dir ein Experiment mit Tomaten. (Bild: vladislav_studio/Shutterstock.com)
Entsorgung: Die Reagenzien müssen nicht speziell entsorgt werden.
In einem ersten Schritt muss die DNA aus dem Zellkern befreit werden. Der Mörser reisst die Zellen auseinander und bricht sie teilweise auf. Mit dem Spülmittel und der Säure der Zitrone wird nun die Zell- und die Kernhülle aufgelöst. Das geschieht folgendermassen: Das Spülmittel ist ein sogenanntes Detergenz, das heisst ein Stoff, der Fette in Lösung bringt. Da die Hülle der Zelle und des Kerns aus Fetten besteht, löst sie sich im Spülmittel auf. Die Säure der Zitrone erhöht die Löslichkeit der Fette.
Wasserteilchen sind zwar nicht geladen, sie haben aber eine Polarität. Das heisst, innerhalb des Wasserteilchens gibt es eine Seite, die mehr positiv und eine andere Seite, die mehr negativ geladen ist. Durch diese Polarität kann sich die mehr positive Seite des Wassers an die negativ geladene DNA lagern und macht sie somit löslich. Sie kann problemlos durch den Kaffeefilter fliessen. Die Salzkonzentration im Extraktionspuffer entspricht ungefähr den Verhältnissen im lebenden Organismus, also einer physiologischen Kochsalzlösung.
Brennsprit hat keine solche Polarität wie das Wasser. Gibt man nun Brennsprit zu dem Gemisch aus Wasser und Zellbestandteilen, wird die DNA unlöslich, beginnt zu verklumpen und wird als weisser Knäuel sichtbar.