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Am Montag wird zum 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung die amerikanische Botschaft in Jerusalem eingeweiht. Obwohl er den Umzug aus Tel Aviv initiierte, wird US-Präsident Donald Trump an den Feierlichkeiten nicht persönlich teilnehmen.
Die Wegweiser zur neuen US-Botschaft in Israel sind montiert, an den Strassenlampen hängen amerikanische und israelische Fahnen. Am Montag – dem 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung – weihen die USA nach dem Umzug aus Tel Aviv die Botschaft in Jerusalem ein.
US-Präsident Donald Trump wird nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen. Allerdings wird er per Videoschaltung eine Rede halten, wie ein Regierungsmitarbeiter am Freitag mitteilte.
Angeführt wird die Delegation vom stellvertretenden Aussenminister John Sullivan. Auch dabei sein werden Trumps Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner.
Trump hatte die Spekulationen über seine mögliche Teilnahme an selbst geschürt. Ende April sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Weissen Haus zu der Botschaftseinweihung: «Ich könnte hinfahren. Ich bin sehr stolz darauf.»
Trumps im Dezember verkündete Entscheidung, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen und die Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen, stellt einen scharfen Bruch mit der jahrzehntelangen US-Politik dar. Sein Beschluss löste in der arabischen Welt und vor allem unter Palästinensern scharfe Proteste aus.
Der Status von Jerusalem ist eine der heikelsten Fragen im Nahost-Konflikt. Israel hatte den Ostteil samt der historischen Altstadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und 1980 annektiert, die Uno erkennt die Annexion aber nicht an.
Die Palästinenser beanspruchen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaats. Internationaler Konsens war bisher, dass der Status von Jerusalem erst in einem Friedensabkommen mit den Palästinensern festgelegt werden soll.
Die US-Botschaft wird in Jerusalem zunächst mit einem kleinen Stab im Gebäude des US-Konsulats untergebracht, das zwischen dem Westteil Jerusalems und den palästinensischen Wohngebieten im Ostteil liegt.
Die Palästinenser bezeichnen den Jahrestag der israelischen Staatsgründung als «Nakba», was «Katastrophe» oder «Unglück» heisst. Für sie bedeutete die Gründung des israelischen Staates den Beginn der Vertreibung und Flucht von rund 760'000 Landsleuten. (SDA/noo)
Seit Donald Trump zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, wirbelt er die internationale Politik durcheinander. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit allen Bildern, News & Videos aus den USA - immer hier im Newsticker auf Blick.ch