Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/1423

Besuch eines Schwalbenschwanz-Schmetterlings Mitte Juli. Der ganze Besuch hat gerade mal 2-3 Minuten gedauert.
In dieser Zeit hat sie es geschafft, 5 Eier abzulegen, und schon war sie wieder weg.
Während der Eiablage sitzt die Schwalbenschwanz-Mama nicht ab, die Eier werden schwebend abgelegt.
Sie krümmt den Unterleib nach vorne und klebt das Ei an die Futterpflanze. Es klebt sofort, fast wie mit Sekundenleim, wäre noch interessant zu erforschen, was das für ein Klebstoff ist.
Der hier gezeigte Schwalbenschwanz stammt aus der ersten Generation. Ob es einer der 6 bei uns vor ca. 10 Tagen geschlüpften Schmetterlinge war, können wir natürlich nicht sagen. (Es würde uns natürlich sehr freuen, wenn es so wäre.)
Sicher ist aber, wir haben jedes Jahr mehr. Das Jahr 2010 galt weit herum als sehr gutes Jahr für alle Arten von Schmetterlingen. Wir hatten zeitweise über 50 Eier. Doch auch die Sterblichkeit lag 2010 sehr hoch.
In der Zwischenzeit haben wir noch zugelegt, es sind jetzt meist über 100 Eier jährlich.
Die frisch abgelegten Eier des Schwalbenschwanz-Schmetterlings (korrekter Weise des Falters) haben einen Durchmesser von etwa 1.5 Millimeter und sind unmittelbar nach der Ablage hell, fast leuchtend, gelblich. Sie sind in diesem Stadium wohl am leichtesten zu finden.
Die hier abgebildete Futterpflanze ist ein Krautfenchel. Alle Eier wurden in noch nicht offene Blüten-Dolden abgelegt. Wir konnten zwei Schwalbenschwanz-Schmetterlinge im Abstand von 4 Tagen beobachten. Insgesamt haben die beiden 9 Eier abgelegt. Alle in der gleichen Pflanze, obschon weitere gleich daneben standen.
Da die erste Generation noch keine Blüten findet, werden die Eier am
Kraut abgelegt.
Die zweite Generation bevorzugt Blüten-Dolden, doch wir haben auch einige Eier am Kraut gefunden.
In den folgenden Tagen verfärbt sich das Ei. Es wird bräunlich.
Bei einigen kann man einen dunklen Ring am Äquator beobachten.
Bis zum Tag vor dem Schlüpfen hat sich das Ei scheinbar fast schwarz verfärbt.
Die Ei-Hülle ist nun so dünn, dass man die dunkle, fast schwarze Raupe durchschimmern sieht.
Am nächsten Tag ist wohl Foto-Stress.