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Als Mitglied des Triple Gold Clubs (Olympiasieger, Weltmeister, Stanley-Cup-Sieger) ist Jay Bouwmeester eine Eishockey-Legende. Beim Spiel in Anaheim erlitt der 36-jährige Verteidiger der St.Louis Blues auf der Bank einen Herzanfall. Das Spiel wurde abgebrochen.
1:1 steht es im ersten Drittel in Anaheim, als das Resultat vom Spiel der Ducks gegen die St.Louis Blues plötzlich zweitrangig wird. Auf der Bank des amtierenden Stanley-Cup-Siegers sackt Jay Bouwmeester zusammen. Seine Teamkollegen erkennen den Ernst der Lage sofort und rufen Ärzte herbei.
Der 36-jährige Verteidiger hatte gerade einen 80 Sekunden dauernden Einsatz absolviert, als er kollabierte – vor den Augen seines besorgten Vaters, der mit im Stadion war. Doug Armstrong, der General Manager der Blues, konnte danach wenigstens gute Nachrichten verbreiten. Bouwmeester sei nach dem Herzanfall wach und ansprechbar gewesen, und er habe Arme und Beine bewegen können, als er in den Spital transportiert wurde. Dort bleibt er nun über Nacht.
Armstrong dankte dem medizinischen Personal beider Teams, dank deren rascher Hilfe Bouwmeester stabilisiert werden konnte. Der General Manager stellte ein Update zu Bouwmeesters Verfassung für heute Abend (Schweizer Zeit) in Aussicht.
Der Verteidiger absolviert seine 17. Saison in der NHL. Das Spiel in Anaheim war das 1241. seiner langen Karriere, in der er mit Kanada 2014 Olympiasieger, 2003 und 2004 Weltmeister wurde und in der er vergangene Saison mit den St.Louis Blues den Stanley Cup gewann. Bouwmeester legte einen der längsten «Ironman-Streaks» hin, als er bis 2014 in 737 NHL-Spielen in Folge auflief. Damit belegt er in dieser Liste Rang 9.
Mit- und Gegenspieler waren ebenso geschockt wie die Zuschauer auf den Rängen. «Das waren sehr, sehr beängstigende Momente», schreibt ein Fan. An ein Weiterspielen war nicht zu denken, die Partie wurde nach zwölf Minuten abgebrochen.
Ein Entscheid, wann sie neu angesetzt wird, soll schon sehr bald fallen. Der Spielplan sieht vor, dass die Blues am Donnerstag bei den Vegas Golden Knights antreten.
Ein Schreckmoment gab es auch in Buffalo: Brendan Perlini von den Detroit Red Wings wurde beim 2:3 gegen die Sabres von einem Schlittschuh im Gesicht getroffen. Die Kufe schlitzte ihm die Nase auf, doch vor gravierenderen Verletzungen bleibt der 23-Jährige glücklicherweise verschont. «Brendan geht es gut», gab Coach Jeff Blashill nach der Partie Entwarnung. Perlini sagte, er sei nicht in der Verfassung für Interviews, war jedoch sichtlich erleichtert darüber, dass er beim Unfall nicht schlimmer verletzt wurde. (ram)