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Georg Keiser, 1927 geboren, studierte Medizin an den Universitäten Freiburg i.Ü., Montpellier und Zürich und promovierte 1954 mit einer Dissertation über «Statistische Untersuchungen über den Einfluss des Rauchens auf die Angina pectoris».
Von 1953 bis 1958 war er als Assistent am Pathologischen Institut, an der Medizinischen Klinik sowie am Röntgeninstitut des Kantonsspitals St. Gallen tätig.
1958 übernahm er eine Assistentenstelle an der Medizinischen Poliklinik der Universität Zürich, erwarb sich 1960 den Titel FMH für das Gebiet der Inneren Medizin und wurde 1961 zum stellvertretenden Oberarzt ernannt.
1962 folgte Georg Keiser einem Ruf als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Arzt an das Medical Department des Brookhaven National Laborator, USA, bestand das amerikanische Staatsexamen und kehrte 1964 an die Medizinische Poliklinik der Universität Zürich zurück, wo er zum Oberarzt befördert wurde. 1966 erhielt er an der Medizinischen Fakultät der UZH die Venia legendi für das Gebiet der «Inneren Medizin mit besonderer Berücksichtigung der Hämatologie». Seine Antrittsrede als Privatdozent hielt er zum Thema Leukämie.
1967 trat er eine Stelle als Chefarzt an der Medizinischen Abteilung des Zuger Bürger- und späteren Kantonsspitals an, die er bis zu seiner Pensionierung 1992 innehatte. 1972 wurde Georg Keiser zum Titularprofessor der UZH ernannt. 1999 trat er aus Altersgründen zurück.
In seiner akademischen und beruflichen Laufbahn hat Georg Keiser zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die sich vor allem mit der Hämatologie befassen. Nebenbei engagierte er sich auch im humanitären Bereich und koordinierte die Partnerschaft zwischen dem Kantonsspital Zug und dem Spital Balcik in Bulgarien. Für sein langjähriges Wirken und die Pflege vielfältiger menschlicher und fachlicher Kontakte wurde Keiser zum Ehrenbürger der Stadt Balcik ernannt. Als Krönung seines Engagements zum Ausbau der schweizerisch-bulgarischen Beziehungen wurde er 2004 mit dem bulgarischen Orden «Reiter von Madara» ausgezeichnet.
Georg Keiser war nicht nur ein ausserordentlich fähiger und engagierter Dozent und Arzt sondern auch ein leidenschaftlicher Eishockeyfan. 1981 übernahm er den vor dem finanziellen und sportlichen Abgrund stehenden Eishockeyverein Zug (EVZ) und wagte einen Neuanfang. Als Präsident konnte er dank seiner kommunikativen Fähigkeiten und seiner vielen lokalen Kontakte einen Grosssponsor gewinnen und den EVZ wieder in die 1. Liga führen. Als prägende Persönlichkeit nimmt der Verstorbene einen Ehrenplatz in der Klubgeschichte ein.