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Mein Vertipper von heute: die Lehrversandstaltung.
Hoffentlich nur ein böser Traum ;-).
Mein Vertipper von heute: die Lehrversandstaltung.
Hoffentlich nur ein böser Traum ;-).
Wenn wir an einen Text denken, dann stellen wir uns im Allgemeinen immer noch meistens einen linearen Text vor, der den linguistischen Kriterien entspricht vor, den man von A nach B liest, mit einem klaren Anfang und einem bestimmten Ende, egal, ob der Text im Print oder digital vorliegt. Während man zwar etwa Zeitungen oder auch die einzelnen Artikel darin nicht unbedingt vom Anfang bis zum Ende lesen muss, weil bestimmte Textkategorien oder Textsorten darin vorkommen, liest sich ein Roman meistens vom Anfang bis zum Ende durch. Anders beim Hypertext. Es ist nicht linear, hat meistens zwar eine bestimmte Einstiegsseite, doch kein definiertes Ende. So ist es auch nicht immer klar, ob man einen Hypertext wirklich gelesen hat, ob man vielleicht Teile ausgelassen hat. Der Hypertext hegt keinen Anspruch, vollständig gelesen zu werden, vielmehr werden einzelne Inhalte des Ganzen untereinander und auch gegen aussen verlinkt. So kann man sehr gezielt Aspekte eines Themas in neue Kontexte integrieren, wo sie dann sogar einen neue Bedeutung erhalten. Dies, obwohl sie im Web nur einmal vorkommen.
Im Zuge der Digitalisierung von Inhalten finden sich im Web heute E-Texte, wie zum Beispiel E-Books oder simplere digitale Versionen von linearen Texten und Hypertexte, die keine Linearität mehr aufweisen, sondern fragmentiert rezipiert werden können. So weisen Hypertexte in der Regel auch mehr Redundanz auf, gerade weil Aspekte oder einzelne Teile davon in neue Kontexte gesetzt werden können, wo sie sich je nach dem semantischen Umfeld auch mit neuer Bedeutung aufladen können.
Der Hypertext ist beileibe keine neue Erfindung. Dennoch hat er Eigenschaften, die andere Zugänge zu Informationen und Texten ermöglichen, als dies ein traditioneller Text bieten kann. Angelika Storrer hat in ihrem Artikel »Hypertext« eine textlinguistische Klassifizierung vorgenommen, die ich für die Erkundung von Einsatzmöglichkeiten von Hypertexten im virtuellen Raum sinnvoll finde. Im Folgenden eine Zusammenfassung. Sie bezeichnet den Hypertext als neue Schreib- und Lesetechnologie, die in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von einem kleinen Kreis von Informationswissenschaftlern eingeführt wurde, jedoch zunächst weitgehend auf den Einsatz im Wissenschaftsbetrieb beschränkt blieb. Erst mit dem Aufkommen des WWW Mitte der neunziger Jahre erlangte der Hypertext grosse Popularität. Interessanterweise sind wir immer noch gefordert, wenn es darum geht, einen text als Hypertext zu schreiben, denn die zahlreichen Verlinkungen von Teil-Inhalten gegen Innnen und Aussen ermöglichen individuelles Navigieren durch den Text. Die Rezeption des Texts wird somit schwerer planbar als bei einem herkömmlichen traditionellen Text. Beim Schreiben des Texts ist deshalb die Navigation neben dem eigentlichen Inhalt stets Teil des Designs. Die Rezeption des Textes als Ganzes wird bei seiner Entstehung mitgedacht und mitgestaltet.
Der Hypertext wird als modularer Text geschrieben. Die Reihenfolge der Rezeption wird nicht festgelegt. Deshalb müssen die einzelnen Textbestandteile als eigenständige Module konzipiert werden. Dies bedeutet, dass ein Hypertext in seiner Gesamtheit inhaltliche Redundanz aufweisen muss, damit er modular verwendet und dennoch verstanden werden kann. Redundanz kann auch bedeuten, dass immer wieder auf die gleichen Textteile verwiesen wird mittels Links oder Einbindung.Die Text-Module werden im Hypertext mehrfach eingebunden um in einem bestimmten Kontext wiederum auf Zusammenhänge hinzuweisen und diese in den Text einzubeziehen. So entstehen komplexe Gebilde, die auch mehrfach angesteuert werden müssen: durch die eigentliche Navigation, durch Tags oder durch Kategorisierung der Inhalte.
Hypertexte sind zudem dialogisch, da sie im Web grundsätzlich Kommentaren und Annotationen „ausgesetzt“ sind.
|E-Text||Hypertext|
|geschlossenes System||offener Text|
|Geschlossener Text zum Thema||Thematisches Gesamtangebot, organisiert in einem Hypertextnetzwerk (z. B. das WWW).|
|Rezeption vorgegeben||Rezeption offen, verschiedene Navigationsmöglichkeiten|
|monologisch||dialogisch|
|Textform einheitlich. Traditionell in aufeinanderfolgenden Textkapiteln eingeteilt.||Bestehen a.us diversen Text-Teilen oder -Modulen|
|linear

Klare Anfang und Ende. Rezeption mehrheitlich von A nach B, Reihenfolge der Abschnitte ist nicht beliebig.
|nicht-linear

Oft Einstieg- oder Startseite, jedoch kein definiertes Ende.
Reihenfolge variiert in der Rezeption.
|Schriftlich fixiert, in eine bestimmte Reihenfolge gebracht||Rezeption offen, verschiedene Navigationsmöglichkeiten|
|Linear und für den sequenziellen, chronologischen Lesefluss organisiert.

Verlinkung in E-Books als Anker möglich.
|Netzwerkartig organisiert: mehrfach durch Links untereinander verknüpfte Text-Module. Rezipoent findet eigenen Weg durch den Text.|
|zyklisch, wird in bestimmten Abständen aktualisiert||dynamisch, verändert sich laufend durch Verlinkung und Einbindung in neue Kontexte, Kommentarfunktion,|
|abgeschlossen, mit multimedialen Inhalten versehen||laufend durch multimediale Inhalte erweiterbar oder aktualisierbar|
|In Zyklen kollaborativ bearbeitet||Laufend kollaborativ bearbeitet|
|Annotationen E-Text-weit||Annotationen web-weit|
|Lesbar mit speziellen Readern auf den Geräten (Plugins oder Apps)||Lesbar mit allen web-fähigen Geräten|
|Autorenschaft geschlossener Kreis||user-generated|
|Metaebene nicht zugänglich||Metaebene|
|Technologisch geschlossen||Codierung nach offenen Standards|
Design Thinking ist überall. Vor allem in der Business-Welt wird Design Thinking als innovative Kreativ-Methode zur Entwicklung von neuen Produkten gehypt. Design Thinking ist ein zyklischer Methoden-Ansatz zur Entwicklung von User Experience, also der Benutzererfahrung mit einem Produkt. Oft wird Design Thinking zur auch zur Kreation von digitalen Produkten eingesetzt. Brian Melven hat in seinem Artikel Design Thinking: Instructional Design Reimagined beschrieben, wie sich Design Thinking auch für die Entwicklung von Lern-Erfahrungen (LX Design, Learner Experience Design) anwenden lässt. Er streicht dabei hervor, dass Design Thinking ein Teamprozess ist, und neben Collaboration der Fokus auf dem end-user liegt, also auf dem Menschen der etwas unternimmt. Im Falle von didaktischem Design ist dies meistens der/die Lernende, aber auch die Lernbegleitung. Design Thinking ist human centered. Wenn man also einen Kurs für die Reparatur von Staubsaugern erstellt, dann liegt der Fokus für das Kursdesign auf der Person, die die Reparatur vornimmt, und nicht auf der Maschine, die repariert werden soll. Denn etwas lernen tut der Mensch, nicht die Maschine. Designt wird dabei die User Experience (UX) – oder eben, wie in unserem Feld die User genannt werden, die Learner Experience (LX).
Sicher einen genaueren Blick wert ist der Crashkurs in A Virtual Crash Course in Design Thinking der berühmten dschool in Stanford. Und wenn Crash nicht unbedingt jedermanns Sache ist, interessant sind diese Kurse auf jeden Fall für Online-Kursdesigner aus der Perspektive des Lernenden, der/die damit gerade auch das Kursdesign studieren kann.
Die Lehrpersonen nehmen durch diese Arbeitsweise eine neue Rolle als E-Moderator/in oder E-Tutor/in ein. Eine der Hauptaufgaben der Lehrperson ist es, zum einen unterschiedliche Lernszenarien vorzudenken und auf der Lernplattform bereitszustellen, und zum anderen, mit den anderen über die Medien zu kommunizieren.
Neben der Rolle als Fachexpert/in kommen also noch neue Aufgaben hinzu: Die Lehrperson/E-Tutorin stellt sicher, dass alle arbeitsfähig sind: dass die Aufgaben verständlich sind, dass das Material vorhanden und für alle sichtbar ist, dass sich alle einloggen können und wissen, wie sie ihre Beiträge posten und auf andere antworten können. Sie garantieren auch, dass die Teilnehmenden den Online-Kurs mit den zugehörigen Unterlagen finden. Zudem ist es essentiell wichtig, dass alle wissen, was von ihnen erwartet wird und dass sich alle beteiligen. Dabei sind auch Regeln einzuhalten, die von Anfang an kommuniziert sein müssen. Unsicherheiten diesbezüglich können sich später rächen. Es ist also wichtig, dass alle Fragen punkto Regeln geklärt sind.
Die Lehrpersonen in der multimedialen Lernumgebung unterstützen die Studierenden beim Aufbau einer zielgerichteten Lernstrategie für die Nutzung von unterschiedlichen Medien zum Wissensaufbau, aber auch für das Strukturieren, Verarbeiten und Präsentieren von Informationen, Wissen oder Kompetenz. Durch die Auseinandersetzung mit authentischen und komplexen Aufgaben können sich die Studierenden Wissen aneignen.
Lernbegleitung ist eine vielfältige Tätigkeit und beinhaltet mindestens vier Bereiche, in denen die Online-Tutorin handelt.
– Lernstrategien / Zeitmanagement in der Lerngruppe
Der Tutor/ die Tutorin unterstützt die Lernenden bei der Entwicklung einer individuellen Lernstrategie. Um den Arbeitsaufwand zu reduzieren kann das Thema als eigener Inhalt im Online-Kurs thematisiert werden und der Austausch dazu angeregt werden. In der Diskussion in der Kleingruppe mit Peer-Feedback und in ihrer persönlichen Reflexion können sich die Lernenden dann dazu äussern, welche konkreten Schritte sie unternehmen werden, um ihre Lernstrategie zu optimieren.
– Umgang mit Fehlern, Fehlerkorrektur
Je nach Fachgebiet, etwa beim Sprachenlernen, ist die Korrektur von Fehlern in Texten auch ein grosses Thema, speziell deshalb, weil die Angst vor Fehlern ein Schreibhemmer sein kann. Wie mache ich es, damit nicht der Rotstift dominiert? Müssen Beiträge korrigiert werden vor der Publikation? Welche Strategien gibt es, mit Fehlern umzugehen?
– Konfliktmanagement
Auch in Online-Umgebungen kommt es zu Konflikten. Schriftliche Tiraden oder Attacken sind sogar besonders schlimm, da sie meistens sehr offensiv, beleidigend sind. Das Wegfallen der nonverbalen Signale und der Körpersprache macht die Sache noch schwieriger, da hier weder Mimik noch Gestik mehr relativierend wirkt. Was tun, wenn ein Konflikt aufkeimt, ausbricht oder sogar eskaliert?
– Motivation
Was tun, wenn die TN nicht mitmachen, wenn einzelne sich nie zu Wort melden, oder im Gegenteil, das Geschehen dominieren? Wie spreche ich die TN in einem Forum an, damit sie sich auch angesprochen fühlen? Wie kann ich mich als Tutorin selbst von der „menschlichen“ Seite zeigen, wie kann ich mich im virtuellen Raum sozial präsent zeigen?
Zunächst ist es wichtig, dass sich die Lehrperson über ihr Zeitmanagement im Klaren ist und weiss, wieviel Zeit sie investieren kann, um die Studierenden angemessen zu betreuen.
Zeitmanagement ist wiederum auf mehreren Ebenen ein Thema. Zum einen müssen sich die Studierenden selbst mit Zeitmanagement befassen und ihre Lernaktivitäten ebenso planen, wie die Tutorierenden ihre Betreuung. Zur Orientierung empfiehlt es sich deshalb, die zu erwartenden Zeitaufwände zu nennen in den Lernaufträgen. Zudem ist es hilfreich, den Zeitaufwand in der Reflexion immer wieder zu thematisieren, damit die Studierenden auch ein Gefühl dafür bekommen, wieviel Zeit sie brauchen.
Um die Studierenden optimal begleiten zu können, muss die Lehrperson die Beträge lesen und im Kontext der Diskussion auch darauf reagieren. Dies ist ein weiterer Zeitfaktor, denn es hat sich gezeigt, dass die Beiträge inhatlich im Vergleich zu einem mündlichen Beitrag im Präsenzseminar wesentlich konzentrierter sind. Die Studierenden haben in ihrem Schreibprozess ja bereits einen ersten Denkprozess durchlaufen, der sich nun im Text niederschlägt. Die Diskussionen finden also in der Regel auf einem höheren Niveau statt.
Zum Aufgabenbereich gehört auch das so genannte Monitoring. Es bedeutet so viel wie Kontrolle, Begleitung, Überwachung, auch Mithören. Big Brother lässt grüssen, mag man da im Zeitalter der NSA- und anderer Skandale denken. Und ja: Man beobachtet die Online-Lernenden tatsächlich sehr genau. Was beinhaltet das Monitoring und warum braucht es das?
Die Tutorin verfolgt in erster Linie die Aktivitäten der Gruppe: Stimmt die Kommunikation? Kommen alle zu Wort? ist der Umgangston wertschätzend und wohlwollend? Werden Frage in den Foren beantwortet? Natürlich gehört hier auch die eigene Aufgabe hinein: Der Tutor, die Tutorin ist verpflichtet, die Inhalte zu lesen und Fragen zu beantworten. Klar muss sein, wie mit Feedback umgegangen wird: Wieviele individuelle Feedbacks gibt es? Wie viele Peer-to-Peer-Feedbacks werden verlangt und sind die Kriterien klar, damit die Studierenden überhaupt Feedback geben können.
Wer schon mit einem LMS gearbeitet hat weiss, dass jeder Klick geloggt wird und man genau sagen kann, wann genau, welcher Teilnehmer zu welcher Tageszeit welche Lernaktivität aufgerufen hat. Manchmal kann man dann auch sehen, was genau die betreffende Person gemacht hat, manchmal aber auch gerade nur, dass sie eine Datei z. B. heruntergeladen hat. Das bedeutet noch nicht, dass der Text auch gelesen wurde.
Allerdings ist es weniger wichtig, detailliert über Zeit und Dauer der Aktivitäten einzelner Studierender Bescheid zu wissen, als vielmehr zu beobachten, ob sie erfolgreich arbeiten können und sich beteiligen. Es geht darum, Lernende, die vorübergehende Probleme haben, abzuholen und die Schwierigkeiten zusammen mit ihnen zu meistern, damit auch sie den Kurs erfolgreich durchlaufen können.
Im Präsenzraum nimmt man die Gruppe mit allen Sinnen wahr. Das ganze Sensorium ist wach und nimmt die Signale auf, die die Studierenden aussenden. Online ist das schwieriger. Da nimmt man sinnlich und unbewusst gar nichts wahr, wenn nicht per Audio und Video kommuniziert wird. Erst wenn sich die Studierenden zu Wort melden und ihre Beiträge schreiben werden sie auch fassbar. Es gibt sogar so etwas wie eine emotionale Wahrnehmung, auch online. Solange hier aber nichts geschieht, hat man schlicht keine Ahnung, ob sich die betreffende Person schon je etwas zum Kurs überlegt hat. Da helfen die Logfiles.
Wenn einzelne Studierende auffallen, dann ist es notwendig, näher hinzuschauen. In der Regel fallen sie auf, weil sie nicht oder zu wenig publizieren im Lernraum. Die E-Tutorin fragt nun nach, warum die betreffende Person zu wenig macht, ob vielleicht ein technisches Problem vorliegt oder ein Zugangsengpass, weil z. B. kein Computer oder kein mobiles Gerät für den Zugriff zur Verfügung steht. Manchmal gibt es auch andere Gründe: Überforderung, Unsicherheit mit dem Material oder Zeitprobleme. Wenn sich jemand z. B. gar nie weder auf der Plattform noch über andere Kanäle meldet, dann kann man über Logfiles sehen, ob und welche Aktivitäten aufgezeichnet wurden. Wenn die Person aktiv war, dann kann ein freundliches und persönliches E-Mail vielleicht klären, warum sich jemand nicht oder nur selten beteiligt. Es ist wichtig, dass man frühzeitig Teilnehmende identifiziert, deren Aktivität nachlässt oder deren Beiträge qualitativ nicht genügen, denn wenn man längere Zeit nicht reagiert kann es plötzlich zu spät sein und der Teilnehmende findet seinen Weg zurück in die Online-Gruppe nicht mehr.
Das Monitoring wirft Fragen zum Datenschutz auf. Was genau rechtfertigt die Einsicht der Tutorierenden und der Fachpersonen in die Logfiles? Hier ist es wohl wichtig, dass die Rollen klar sind und dass alle einverstanden sind damit, dass Lehrende zu Lehrzwecken Einsicht haben. Allenfalls könnte man thematisieren, welche Daten überhaupt sichtbar sind für Dozierende oder Tutorierende. Auch haben die Teilnehemden das Recht darauf, zu erfahren, wozu die Daten verwendet werden und wozu nicht.
Als Medienpädagog/in verfügt die Lehrperson/E-Tutorin über
Heute hat mich jemand nach einem HTML Editor gefragt, den man nicht installieren muss, und mit dem man HTML-Inhalte bearbeiten und dann in LMS einfügen kann. Viele dürfen ihre eigenen Computer, die sie täglich nutzen, nicht selbst mit Tools und Software bespielen. Als Alternative mag da ein Online-Editor willkommen sein, den man nicht installieren muss und der es erlaubt einfache HTML-Inhalte zu erstellen und dann in die entsprechenden Seiten im LMS oder anderen webbasierten Anwendungen einzufügen.
Eine alternative Methode zum Textverständnis ist das Textmapping. Der Text wird in ein Scroll erstellt: Alle Seiten des Textes werden von links nach rechts aneinander geklebt. Es entsteht eine lange Reihe, alle Seiten sind der Reihe nach aneinandergehängt, und der Text wird so begehbar.
Anschliessend wird der Text gemappt (so genanntes Mapping). Die Studierenden erkennen innerhalb des Textes semantische Strukturelemente wie z. B. Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung / Abstract, Begriffserklärungen, Kapitel, Präzisierungen, Beispiele, Links, Keywords etc.. Diese Elemente werden auf dem Text eingezeichnet, farblich unterschieden und so visuell heruasgearbeitet. Am Schluss stellt sich die Frage, welche Elemente sich in welchen Abständen wiederholen und in welchen räumlichen Verhältnis sie zum Text stehen.
Weitere Informationen zum benötigten Material, sowie Hintergründe und Ideen zum Einsatz der Methode auf textmapping.org
Eine schöne Liste mit didaktisiertem Material für Film und Serie im Unterricht in Erjigit’s Blog.
5 Tipps von Novoed / Drew Remiker
Videos sollten die Lerner/innen unterstützen, ihre Lernziele zu erreichen. Zudem sollten sie wiederverwendbar sein, auch in ein, zwei, oder fünf Jahren noch brauchbar sein.
Nutze Visualisierungen in deinen Videos.
Halte dich kurz. Ein 30-minütiges Webinar will niemand von A bis Z ansehen, wenn nicht klar ist, ob das ganze Video relevant ist. Ein 8 minütiges, knappes Video mit prägnanten Inhalten ist jedoch sehr willkommen.
Stelle Fragen. Sie inspirieren und fördern die Reflexion.
Lade Experten ein, lass sie in deinen Videos zu Wort kommen, denn sie haben immer interessante Tipps aus der Praxis.
Ebenfalls interessant der Step-by-Step-Plan der Universität Delft zur Erstellung von Online Kursen.
Ich arbeite gerade an verschiedenen Templates zur Umsetzung unterschiedlicher Lerntheorien in Moodle. Ein kleiner Auftrag, der mich aber hin und wieder ziemlich herausfordert. In meinen Recherchen habe ich mehrere Sites gefunden, die verschiedene Instructional Design-Ansätze beschreiben und teilweise auch Templates liefern. So zum Beispiel Donald Clark’s Big Dog Little Dog, die über Jahre gewachsen ist, oder die Seite instructionaldesign.org von Richard Culatta. Allerdings bleibt die konkrete Umsetzung in Moodle zum Beispiel mit den Lernaktivitäten dann bloss ein Vorschlag, wie man es machen könnte. So habe ich den guten alten WebQuest ausgegraben als Beispiel und konkrete Umsetzung des Discovery Learning-Ansatzes. Wichtig ist aber nun, dass der konkrete WebQuest die reale Welt einbezieht und zum Beispiel an einer Stelle die Studierenden auffordert, mit Expert/innen Kontakt aufzunehmen oder Umfragen durchzuführen. Denn es geht nicht nur ums Entdecken, sondern auch um die Entwicklung von Ideen, wie man an bestimmte Informationen herankommt.
Discovery Learning ist ein Ansatz aus den 60er Jahren, offiziell entwickelt von Jerome Bruner.
Wie gesagt, ein Tamplate ist auch nur eine Hülle. Tatsächlich kommt es auf die konkreten Inhalte an.
Freue mich über Ideen und Kommentare.