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Zu Gast im Malterser Land08.02.2022
VBC Malters - VBC Münchenbuchsee 0:3 (16:25, 20:25, 20:25)
Achtung Verwechslungsgefahr!
Malterser (der, die)
„Einwohner von Malters, einer kleinen Gemeinde im Kanton Luzern, Schweiz. Es gibt 6419 von ihnen, und sie leben auf einer Höhe von 512müM. Das Gesetz der Malterser ist sehr einfach. Wenn eine Partei gegenüber einer anderen Partei klar im Nachteil ist (beispielsweise 10 Punkte im Rückstand), so gelten für die benachteiligte Partei keine Gesetze mehr. Von 6419 Malterser spielen mindestens 0.156% Volleyball in der 1. Liga.“ Quelle trust me
Maltesers (das)
„Maltesers ist ein britisches Süsswarenprodukt, das von Mars hergestellt wird. Maltesers bestehen aus einem kugelförmigen Malzmilchkern, der von Milchschokolade ummantelt ist. Maltesers werden in einer Vielzahl von Verpackungen verkauft, einschließlich Plastiktüten, größeren Kartons und Röhren und Plastikeimern(wtf??).“ Quelle Wikipedia
Bevor ich noch mehr unnütze Dinge erzähle, schreibe ich besser noch etwas über den Match. Malters als entlegenes Dörfchen zu beschreiben wäre schon etwas extrem. Und dennoch kamen wir etwas ins schwitzen, da wir auf der Hinreise etwas mehr Verkehr hatten als eingeplant. Nach verkürztem knackigem einwärmen gehen wir also ohne Umweg in den ersten Satz.
Vielleicht sollten wir noch erwähnen wie gut sich Buchsi heute präsentierte. Abgesehen von Erfolgscoach Marcello war unser Kader etwas spärlich besetzt. Mit 7 Mann inkl. Libero waren wir gerade noch genug um gemäss Reglement die Aufenthaltsbewilligung auf dem Feld zu erlangen. Ohne Wechseloptionen müssen es also zwangsläufig diejenigen richten, die auf dem Feld sind. Und von Beginn an konnten wir „es richten“. Dank unserer Servicestrategie (alles auf den Libero) konnten wir ihre Annahme bereits gehörig unter Druck setzen. Mit dem ein oder anderen Ass setzten wir uns schnell mit 9 Punkten ab. Mit gutem Vorsprung im Rücken hatten wir auch nicht so viel Druck in unserem Sideoutspiel und konnten befreit Angreifen. Einzig als bei 16:7 der Malterser mit dem besten Service an die Grundlinie lief, hatten wir etwas Schwierigkeiten. Einerseits weil die zügigen Services kurz nach der Netzkante voll nach unten zogen (und wir dementsprechend Schwierigkeiten hatte in der Annahme), aber auch weil wir nach erfolgreicher Annahme 3-4 Fehler im Angriff aneinanderreihten. Unser Erfolgscoach nahm in allergrösster Ruhe ein Timeout, wir konnten „Schluki trinken“ und dann giengs wieder in die andere Richtung. Nach gelungenem Sideout beim Stand von 16:12 zogen wir unser Spiel bis zum 25:16 durch. Souverän.
Was mich erstaunte war die Selbstverständlichkeit mit der wir mit einem kurzzeitigen Tief abschliessen konnten und einfach wieder dort weitermachten wo wir aufgehört hatten. Nun gut, man kann ja sagen mit einer Führung im Rücken sei dies sehr einfach. In Satz 2 und 3 starteten wir allerdings nicht sehr gut ;) Malters spielte plötzlich solidere Sideouts. Der Libero machte kaum mehr Fehler in der Annahme und sie fanden im Amgriff einen Weg am Block vorbei oder spielten geschickte Blockouts. Gleichzeitig steigerten sie sich auch in ihrer Block/Defense. Wir hatten Mühe den Punkt zu erzielen, oder sie konterten unsere Angriffe mit noch besseren Gegenangriffen. Wir handelten uns früh 7 Punkte Rückstand ein! Aber das war uns mehr oder weniger egal. Wir mussten wieder etwas mehr variieren am Service. Zudem besprachen wir im Timeout wie wir Angreifen/Punkten wollen und wie wir die Block/Defensestrategie anpassen können: et voilà, da funktionierts doch schon wieder. Dank Willis Serviceserie machten wir aus dem 4:11 ein 11:11 und zogen fortan Schritt für Schritt davon. Bei 25:20 war der Satz dann zu Ende.
Auf in den Dritten. Weiter gehts, zwangsläufig, mit den selben 7 wie in den ersten beiden Sätzen. Malters gab sich noch überhaupt nicht geschlagen. Der Satz entwickelte sich in Richtung Schlagabtausch. Beide Teams zeigten geniale Defense, harte und noch härtere Angriffsbälle und hin und da mal wieder ein Bodä-Tili-Block. Da Malters noch etwas souveräner ihre Sideouts durchbrachte, konnten sie sich bis Mitte Satz 4 Punkte Vorsprung erarbeiten. Aber auch da liessen wir uns nicht aus der Fassung bringen. Bei 9:13 nahm Märsu sein Timeout. Malters machte noch genau einen Punkt bei eigenem Service. Dank guten Annahmen und humorlos abgeschlossenen Angriffen holten wir uns die Sideouts fortan ohne Probleme. Bei eigenem Service spielten wir die Vorteile im Service aus. Schlechtere Annahmen von Malters hatten zur Folge, dass unsere Blockspieler oft einen sauberen Doppelblock stellen konnten, wodurch auch die Verteidigung um einiges vereinfacht wurde. Malters fand dagegen kein Rezept mehr und musste auch den dritten und letzten Satz mit 25:20 an Buchsi abtreten.
Über das ganze Match gesehen war enorm viel positive Energie auf dem Feld. Dies war die Basis, um trotz Rückständen und Tiefs positiv zu bleiben und einfach weiter zu kämpfen. Um jeden Ball! In bester Laune gabs nach dem Match noch leckere Cordon bleus im Restaurant Kreuz. So ging ein ereignisreicher Ausflug ins Malterser Land genüsslich zu Ende. Auch da darf natürlich eines nicht fehlen: 1,2,3 SPIKE!!!!!