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Viele Europäerinnen und Europäer stellen am letzten Sonntag im März die Uhr eine Stunde vor und am letzten Oktobersonntag eine Stunde zurück. Bei einer Online-Umfrage zur Sommerzeit hat eine
grosse Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden EU-Bürgerinnen und -Bürger für eine Abschaffung der Zeitumstellung und für eine dauerhafte Sommerzeit gestimmt. Nun prüft die
EU-Kommission, wie es mit der Zeitumstellung weitergehen soll.
Wird die Europäische Union die Zeitumstellung abschaffen und die «ewige Sommerzeit» einführen, würde höchstwahrscheinlich auch die Schweiz mitziehen, damit die Schweiz nicht zu einer Zeitinsel wird. Das ist so auch im ersten Artikel des Gesetzes (Sommerzeit-Verordnung) festgehalten. Das heisst, wenn es bei der Europäischen Union eine Änderung ergibt, muss die Schweiz eine Anpassung prüfen. Das ist aber ein Entscheid der Politik. Würde es nur darum gehen, die Zeitumstellung abzuschaffen, könnte der Bundesrat dies eigenständig entscheiden. Wenn
Im März werden die Uhren neu gestellt. | Bild: Thinkstock es um die Einführung der ewigen Sommerzeit geht, muss das Parlament entscheiden. Dazu braucht es eine Gesetzesänderung. Das würde eine Aussprache im Parlament bedeuten. Gegen die Gesetzesänderung könnte dann auch vom Volk das Referendum ergriffen werden.
Unsere Normalzeit ist eigentlich die Winterzeit. Ursprünglich wurde die Zeitumstellung aus Energiespargründen eingeführt. In der Sommerzeit sind die Abende länger hell und es wird weniger künstliches Licht benötigt. Bereits im Jahre 1784 hatte Benjamin Franklin die Idee, die Zeit von März bis September umzustellen. Damals ging es ihm darum, Einsparungen beim Kerzenverbrauch zu erreichen. Die Sommerzeit wurde zum ersten Mal in Deutschland während des Ersten Weltkriegs eingeführt, allerdings nur vorübergehend, in der Schweiz im Jahr 1942 aber ebenfalls nur kurzfristig. Nachdem die Ölpreiskrise Europa 1973 im Griff hatte, wurde im Jahr 1980 die Sommerzeit wieder eingeführt. Die Schweizer Bevölkerung wehrte sich aber vehement dagegen, mit den Nachbarländern gleichzuziehen. Aus diesem Grund wurde die Schweiz im Jahr 1980 zu einer Zeitinsel mit Normalzeit, während die Nachbarstaaten auf die Sommerzeit umgestellt hatten. Dies führte zu grösseren Problemen im Transportwesen, Geschäftsalltag und Tourismus. Aus diesem Grund stellte dann auch die Schweiz als letztes Land in Europa im Sommer 1981 auf die Sommerzeit um, um eine Übereinstimmung der Zeitregelung mit derjenigen benachbarter Länder zu erreichen.
Ob sich eine dauerhafte Sommerzeit auf den Energieverbrauch auswirken wird, ist schwierig abzuschätzen. Studien haben bereits aufgezeigt, dass sich der Energieverbrauch durch die Zeitumstellung nicht wesentlich senken lässt. Es wird zum Beispiel zwar an Sommerabenden weniger Licht benötigt, in der Übergangszeit wird morgens aber dafür mehr geheizt.
Auf den Körper hat die Abschaffung der Zeitumstellung aber sicherlich positive Auswirkungen. Die Umstellung der Uhrzeit bringt jedes Mal den Biorhythmus durcheinander.
Hat jemand an der Uhr gedreht? EU will Zeitumstellung abschaffen
Winterzeit – Sommerzeit: Zeitumstellung auf dem Prüfstand | SWR | Landesschau Rheinland-Pfalz
Zeitumstellung abschaffen? Argumente dafür und dagegen
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