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Ich komponierte mit Fünf keine Andante wie Mozart und hielt mich erst als ich volle sieben Jahre alt war ohne Stützräder auf meinem gelben Fahrrad. Ich schwamm früh ohne fremde Hilfe. Manchmal im Schwimmbad. Manchmal im Chaos. Ich kann gehen, falle trotzdem immer wieder über meine eigenen Füsse. Ich bin weder Wunderkind noch Genie.
Ich mag den Geruch von nassem Asphalt nach einem Sommerregen. Ich liebe Wasser und verdamme den Winter. Die Kälte macht mir zu schaffen. Zahlen sind mir ein Greul und böse Zungen behaupten, ich sei eine Informatik-Niete. Ich schlafe schlecht, erinnere mich nicht an Träume, was Freud mit einem freudschen Lächeln quittieren würde, wär er nicht bereits in den ewigen Jagdgründen am Träume analysieren. Ich mag Tiere, manchmal mehr als Menschen. Weil ausser Ziegen in der Fauna niemand meckert.
Ich will nicht die Welt erklären, es ist der Mikrokosmos jedes einzelnen, der mich fasziniert. Mir gibt vieles zu denken. Ich widerspreche nicht selten. Nicht weil ich recht behalten sondern zum Denken anregen will. Ich sage: Das Leben ist ein Recht und kein Wettstreit. Für mich gibt es kein “ich bin mehr wert als du”.
Das Leben birgt unzählige Möglichkeiten, welche Menschen gerne aus selbst gewählten Gründen an sich vorbei ziehen lassen. Eine Studie mit Sterbenden zeigt, was sie bereuen. Menschen bedauern alltägliche Dinge: “Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet”, “ich wünschte, ich hätte meine Gefühle ausgedrückt”, “ich wünschte, ich hätte meine Familie und Freunde nicht vernachlässigt”. An erster Stelle bedauern Sterbende jedoch: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.”
Selbstverständlich könnten an Stelle der obigen Zeilen auch folgende stehen: mein Name ist Katja Hrup. Ich nähere mich der von allen Frauen verhassten 40 und schreibe unglaublich gerne. Seit drei Semestern besuche ich die Schule für Angewandte Linguistik in Zürich und vertiefe meine Liebe zum Schreiben. Und wenn ich nicht über Texten sitze, arbeite ich im Spital und helfe dabei kranken Kindern auf die Beine zu kommen.
Ach ja, wer in diesem Blog immer wieder über “das Froilein” stolpert, hat Bekanntschaft mit meinem Pseudonym gemacht. Der Name wurde mir vor etlichen Jahren in einem anderen Blog verpasst und ist an mir haften geblieben. Weitere geistige Ergüsse des Froileins sind auf Facebook oder Twitter zu finden.
PS: Falls Sie denken sollten, dieser Blog ist wieder nur einer von der Sorte “selbstverliebter Darsteller”, klicken Sie ganz einfach weiter. Halten Sie sich nicht mit Dingen auf, die man Ihnen glauben macht, Sie müssten es tun. Haben Sie den Mut Entscheidungen für sich zu treffen und Träume zu verwirklichen. Haben Sie den Mut, Ihr eigenes Leben zu leben. Gerade so, wie ich es mit diesem Blog tu.