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|23. BKW-Armadacup Wohlensee/Bern: Weltmeister Drysdale siegt bereits zum dritten Mal|
In einem stark besetzten Feld setzte sich der 31-jährige Drysdale nach rund zwei Kilometern an die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Auch wenn der 2,01 cm grosse und 99 kg schwere Drysdale von seinem Landsmann Nathan Cohen und dem Esten Kaspar Taimsoo gefordert wurde, kontrollierte er das Rennen von der Spitze aus. „Ich konnte immer reagieren, wenn die Konkurrenz angriff oder zu einem Zwischenspurt ansetzte“, sagte der Weltmeister 2005 bis 2009. „Von der Spitze aus kann man auf diesem schwierigen See mit dem Untiefen und dem vielen Seegras auch den eigenen Kurs besser wählen“, meint Drysdale, der am Ende mit rund drei Längen Vorsprung auf Cohen gewann.
Überrascht wurde der Neuseeländer nur zu Beginn, als der Luzerner Mario Gyr einen Schnellstart hinlegte und bis 2000 Meter gar in Führung lag. Der Ruderer aus dem leichten Schweizer Vierer ohne kam am besten aus dem 265 Skiff grossen Starfeld. Gyr, der auf der neun Kilometer langen Strecke auf dem Wohlensee keine Risiken einging, musste nebst Drysdale später nur noch Cohen und Taimsoo an sich vorbeiziehen lassen. Den bis anhin besten Schweizer Skiffruderer André Vonarburg hatte er aber im Griff. Der Sempacher musste sich erstmals seit sechs Jahren von einem anderen Schweizer Ruderer besiegen lassen. Dabei hatte sich der Sieger vom 2004 erneut einen Podestplatz zum Ziel gesetzt. „Dieses Resultat ist kein Beinbruch, denn ich bin zurzeit nicht hundertprozentig fit“, sagt Vonarburg, der seit diesem Jahr am BKW-Armadacup auch als Rennleiter fungiert und für die Verpflichtung der Spitzenruderer verantwortlich war.
Für den Jus-Student Gyr ist dieser vierte Rang eines der bedeutendsten internationalen Resultate seiner noch jungen Karriere. „Das Rennen lief für mich optimal und hätte nach 2000 Metern vorbei sein können“, sagte Gyr mit einem Grinsen. „Das besondere an diesem für mich guten Resultat ist die Tatsache, dass ich erstmals mein einstiges Vorbild André Vonarburg auf dem Wasser besiegen konnte.“
Emma Twigg wiederholte ihren Sieg aus dem Vorjahr. Die WM-Vierte im Einer dieses Jahres gewann diskussionslos und distanzierte die zweitplatzierte Russin Julia Levina um mehr als eine Minute. Rang fünf belegte die Schweizer Leichtegwichtsskiff-Weltmeisterin Pamela Weisshaupt. Sie unterbrach für den BKW-Armadacup ihre mehrmonatige Radtour quer durch Europa und wird in wenigen Tagen den Ruderrollsitz wieder mit dem Radsattel tauschen.
Im grössten Männer-Drachenboot-Rennen das die Schweiz je gesehen hatte, siegte erstmals die Renngemeinschaft des Kanuclubs Rapperswil-Jona. Bei den frauen ging der Sieg bereits zum dritten Mal an den Drachenboot-Club beider Basel. Spektakulär war der Männerstart mit insgesamt 37 Booten.
Zur Gesamtrangliste Skiff: http://www.bkw-armadacup.ch/temp/file_3110170326e.pdf
Zur Kategorien-Rangliste Skiff: http://www.bkw-armadacup.ch/temp/file_3110170509e.pdf
Zur Rangliste Dragonboat-Race: http://www.bkw-armadacup.ch/temp/file_3110170552e.pdf
Zur Rangliste C-Gig-Race: http://www.bkw-armadacup.ch/temp/file_3110170634e.pdf