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ESG-Risikoanalyse
Im Sinne eines erweiterten Risikomanagements führt PUBLICA jährlich eine Risikoanalyse anhand von Kriterien aus den Bereichen Umwelt/Environment («E»), Soziales/Social («S») und Unternehmensführung/ Governance («G») durch. Damit will PUBLICA schwer quantifizierbare Risiken, die für das von PUBLICA verwaltete Vermögen spürbare finanzielle Verluste zur Folge haben könnten, zuerst priorisieren und anschliessend vertieft analysieren. Auf der Basis der Analyseergebnisse der priorisierten Risiken werden Massnahmen zur Reduktion der Risiken geprüft und gegebenenfalls umgesetzt. Aufgrund einer Analyse zum Thema «Stranded Assets» hat PUBLICA ab 2016 alle Kohleproduzenten aus ihren weltweiten Aktien- und Unternehmensanleihenportfolios ausgeschlossen. 2017 wurden «Cyber Risiken» priorisiert und vertieft analysiert, was zum Beschluss entsprechender operativer Massnahmen führte, um die IT-Sicherheit weiter zu erhöhen. 2018 hat der Anlageausschuss beschlossen, dass im Jahr 2019 die Risiken einer fehlenden verantwortungsbewussten Anpassung von Unternehmen an den Klimawandel vertieft und umfassend zu analysieren sind. Der Anlageausschuss hat im Dezember 2019 nach vertieften Diskussionen die Entwicklung und Umsetzung eines klimaeffizienten Indexes für alle Aktienportfolios beschlossen.
ESG-Risikoanalyse-Prozess
1. Übersicht über die ESG-Risiken
Auf der Basis verschiedener Publikationen, wie zum Beispiel dem Risikobericht des World Economic Forums, wird einmal pro Jahr eine Auslegeordnung der wichtigsten ESG-Risiken gemacht.
2. Priorisierung der ESG-Risiken
In einem zweiten Schritt werden allgemeine Risiken ermittelt, die in Bezug auf potenzielle volkswirtschaftliche, gesellschaftliche, geopolitische, ökologische und technologische Auswirkungen die grössten Risiken darstellen.
3. Einordung aus Sicht PUBLICA
Die in Schritt zwei ermittelten allgemeinen Risiken werden anschliessend auf ihre spezifischen Auswirkungen auf das PUBLICA-Portfolio hin analysiert und priorisiert.
4. Empfehlung ESG-Thema
Eines der so herauskristallisierten ESG-Risiken schlägt das Asset Management dem Anlageausschuss zur vertieften Analyse vor.
5. Analyse ESG-Thema
Nach erfolgter Genehmigung durch den Anlageausschuss wird das ausgewählte ESG-Risiko in Bezug auf seine wirtschaftlichen Konsequenzen für das Portfolio durch das Asset Management vertieft analysiert, wobei auch wirtschaftliche Konsequenzen infolge von Reputationsrisiken berücksichtigt werden. Zur Analyse des ausgewählten ESG-Themas gehört schliesslich die Formulierung von Empfehlungen zuhanden des Anlageausschusses.
6. Beschluss der Massnahmen
Die Empfehlungen des Asset Management beinhalten mögliche Massnahmen, über deren Umsetzung der Anlageausschuss befindet.
7. Umsetzung der Massnahmen
Die beschlossenen Massnahmen werden umgesetzt und periodisch überprüft.