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Die 10 Gebote für das Hürden-Training mit Anfängern
1. Ganzheitsmethode
Lass die Anfänger von Anfang an rhythmisch über kleine Hindernisse laufen. Rede wenig aber zeige viel
und verändere die Aufgabenstellungen laufend. Anfänger brauchen keinen Theorieunterricht über Hürdentechnik,
sondern möglichst viel hürdenbezogene Bewegungserfahrung
2. Rhythmisierung
Stelle den Rhythmus ins Zentrum deiner Bemühungen: rhythmisiere alle Übungen und gib akustische Hilfen
durch Klatschen, Zählen, usw. Mach dem Anfänger die beiden verschiedenartigen Hauptrhythmen klar: den
Zwischenhürden-Schrittrhythmus (zyklisch) und den Überquerungs-Rhythmus (azyklisch).
3. Hindernisse übersprinten
Achte darauf, dass die Hindernisse von Anfang an übersprintet und nicht übersprungen werden. Fordere
bereits vom Anfänger eine möglichst kurze Flugphase. Verdeutliche ihm dies durch den Hinweis: "Nur
auf dem Boden kannst du schnell laufen "! Arbeite bereits mit den Anfängern so viel als möglich
an der Schnelligkeit und so viel wie nötig an der Technik.
4. Angepasste Hindernisse
Verwende leicht fallende/kippende Hindernisse, baue damit die Angstschwelle beim Anfänger ab! Beginne mit
"Graben überlaufen", steigere über "Bananenschachteln" zu "Übungshürden".
5. Abstand zwischen den Hindernissen
Die Abstände musst du den körperlichen Voraussetzungen der Anfänger anpassen ! Als Faustregel gilt:"verdopple
den gewünschten Schrittrhythmus und Du hast den Abstand in Metern". Scheue dich nicht, mehrere Hindernisbahnen
mit unterschiedlichen Abständen aufzustellen um damit den unterschiedlichen Voraussetzungen der Anfänger
gerecht zu werden. Sie danken es dir mit raschen Fortschritten !
6. Höhe der Hindernisse
Auch die Höhe ist den körperlichen Voraussetzungen anzupassen. Als Mindestmass gilt die Kniehöhe
und als Maximalmass die Hüfthöhe deiner Anfänger. Auch hier musst du normalerweise mit mehreren
Bahnen arbeiten, um die Unterschiede etwas auszugleichen. Bevor du die Höhe steigerst, verlängere den
Abstand zwischen den Hindernissen. Damit erfüllst du auch weiterhin die Forderung unter Pt. 3
7. Anzahl der Hindernisse
Verwende mindestens 3 und maximal 6 Hindernisse. Bei weniger als drei ist die Bewegungswahrnehmung zu kurz, bei
mehr als 6 schränkt die Ermüdung die Bewegungsqualität ein.
8. Trainingshäufigkeit
Anfänger sollen öfters, aber in kurzen Sequenzen mit dem Hürdenlaufen konfrontiert werden. Der Trainingsumfang
soll so gering gehalten werden, dass die Freude grösser als die Ermüdung ist.
9. Wettkampf
Bestreite mit Anfängern erst dann Wettkämpfe, wenn du ihnen ein Erfolgserlebnis garantieren kannst, d.h.
wenn sie fähig sind, die normierten Bedingungen (Abstände/Höhen) ohne Probleme zu erfüllen.
Merke aber: Zugunsten eines optimalen Schritt-Rhythmus sollen im Training grundsätzlich keine Wettkampfabstände
gelaufen werden.
10. Spielend und locker...
... läuft es sich schneller und das Hürdenlaufen macht mehr Spass ! Also lass deine Anfänger den
Spass an der Sache spüren, arbeite spielerisch mit Ihnen und verzichte auf "kopflastige Erklärungen"
und "sture Planerfüllung" im Training ! Deine Anfänger werden es Dir zu danken wissen!!!
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