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Neuchâtel, 29.03.2011 (BFS) – Gemäss den neuen Szenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Bevölkerungsentwicklung in den Schweizer Kantonen werden alle Kantone zwischen 2010 und 2035 ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Dieses Wachstum, ist in erster Linie den internationalen Wanderungen zuzuschreiben. Besonders hohe Zunahmen sind im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum zu erwarten. Gemäss kantonaler Bevölkerungsszenarien wird die Bevölkerung zwischen 2010 und 2035 in allen Kantonen zunehmen.
Zentraler Beitrag der internationalen Wanderungen
Das Bevölkerungswachstum zwischen 2010 und 2035 wird hauptsächlich auf Einwanderung zurückzuführen sein. In den Kantonen im Einflussbereich grosser Agglomerationen, wie zum Beispiel Aargau, Freiburg und Thurgau wird die Zuwanderung aus anderen Kantonen der Hauptmotor des Bevölkerungswachstums sein.
Ältere Personen wechseln weniger häufig den Wohnort als jüngere
Die Kantone Freiburg, Wallis, Nidwalden, Schwyz und Zug, die in den letzten 25 Jahren das höchste Bevölkerungswachstum in der Schweiz registrierten (Zunahmen um 30%-45%), werden in den nächsten 25 Jahren deutlich weniger stark zulegen. Hauptgrund für das abflauende Bevölkerungswachstum wird die Alterung der Bevölkerung sein, da ältere Personen weniger häufig den Wohnort wechseln als junge Erwachsene.
Rasche demografische Alterung
Die demografische Alterung wird als die Zunahme des Anteils älterer Menschen in einer Bevölkerung definiert. Der Anteil der Personen ab 65 Jahren wird in der Schweiz von 17 Prozent im Jahr 2010 auf über 26 Prozent im Jahr 2035 steigen. Die grössten Anteile an Personen im Rentenalter werden 2035 die Kantone Appenzell A.Rh., Tessin und Schaffhausen mit über 30 Prozent aufweisen. Die geringsten Anteile an Seniorinnen und Senioren werden 2035 in Genf (21%), Waadt (22%), Zürich (23%), Freiburg und Basel-Stadt (24 %) zu finden sein.
Konzentration der Bevölkerung im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum
Die Kantone im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum werden zwischen 2010 und 2035 einen Bevölkerungszuwachs von über 15 Prozent verzeichnen, während die Kantone im Nordwesten und Südosten der Schweiz bevölkerungsmässig nur wenig wachsen werden. Die Bevölkerung der Kantone Waadt, Freiburg, Aargau, Genf, Obwalden, Luzern, Thurgau und Zürich wird um 15 bis 25 Prozent zunehmen, während die Kantone Uri, Jura, Neuenburg, Graubünden und Basel-Stadt Zuwachsraten von höchstens 5 Prozent verbuchen werden. In den Kantonen Schaffhausen und Bern dürfte das Bevölkerungswachstum ebenfalls unter dieser Marke bleiben.