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Pulvermühleweg
Adresse
6010 Kriens
LU
Architektur
Das Mehrfamilienhaus von Hannes Ineichen bezieht sich, obwohl es zur Hochzeit der Postmoderne entstanden ist, typologisch stark auf Elemente der Klassischen Moderne. Es bietet ein abwechslungsreiches Wohnungsangebot mit qualitätsvollen, architektonisch gefassten Aussenräumen. Mithilfe zeitgenössischer Stilmittel entstand ein harmonisches Ensemble, das durch seine ruhige Einheitlichkeit aus der Masse der betont individuellen, postmodernen Bauten heraussticht.
Chronologie
Die Planungen für das Mehrfamilienhaus am Pulvermühleweg in Kriens begannen im Januar 1984, fertiggestellt wurde das Gebäude im Mai 1986. Urheber der vier frei unterteilbaren Atelier-, zwei Gartenhof- und achtzehn Geschoss- und Maisonettewohnungen umfassenden Überbauung war der Luzerner Architekt Hannes Ineichen.
Lage
Das Mehrfamilienhaus Pulvermühleweg steht in Kriens eingebettet in einem Wohnquartier in zweiter Reihe zur befahrenen Obernauerstrasse im Süden. Die schmale Ostfassade zeigt zum ruhigen Pulvermühleweg, von dem nördlich der Bebauung eine Stichstrasse abgeht. Über diese und einen gemeinschaftlich genutzten Vorplatz auf der Südseite wird das Wohnhaus erschlossen. Die beidseitige Erschliessung verbindet geschickt den öffentlichen und den privaten Bereich des Hauses.
Beschreibung
Das Mehrfamilienhaus erhebt sich über einem Sockelgeschoss aus Sichtbeton, das eine Einstellhalle beherbergt. Es besteht aus drei Voll- und einem zurückversetzten Attikageschoss. Der langgestreckte Baukörper ist in sechs Abschnitte eingeteilt und mit drei Erschliessungskernen versehen. Die Atelierwohnungen befinden sich im Erdgeschoss, darüber die Geschoss- und Maisonettewohnungen. Dem Bau sind auf der Südseite sechs ummauerte Gartenhöfe vorgelagert, die den unteren Einheiten einen geschützten, privaten Aussenraum bieten. Das erste Geschoss ergänzen vorgehängte und überdachte Balkone in einer Stahl-Glas-Konstruktion. Die Terrassen des Attikageschosses erhalten durch Abstellräume eine architektonische Fassung. Die differenzierte Fensterteilung der hellgelben Klinkerfassaden unterliegt einem strengen Raster, die stark differierenden Dimensionen folgen der Funktion. An der Nordfassade ergibt sich dadurch in der Vertikalen eine Staffelung von grossformatigen Atelierfenstern hin zu quadratischen Licht- und Lüftungsluken. Die weissen Holzfenster sind mit Aluminium-Fensterbänken und Jalousien versehen, deren Kästen jeweils einen horizontalen Akzent über den Öffnungen setzen.
Literatur