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Jeder hat schon etwas von der Rallye WM gehört, aber die wenigstens wissen wirklich, um was es geht und welche Regeln die Rallye WM hat. Was ist überhaupt eine Rallye? Wie läuft eine Rallye ab? Was ist das Ziel einer Rallye? Wer nimmt an einer Rallye teil? Welche Regeln gibt es in der Rallye? Der folgende Text ist leicht verständlich und macht Sie zum Rallye Experten.
Rallye ist ein Wettbewerb im Motorsport, den es vermutlich seit dem Jahre 1911 gibt. Die Teilnehmer versuchen in verschiedenen Etappen Punktewertungen zu erzielen. Diese Punkte können in verschiedenen Wertungsprüfungen erarbeitet werden.
Die Rallye wird auf unterschiedlichen Geländearten gefahren und erfordert somit viel Fahrgeschick und Expertise. Wertungsprüfungen werden in den Etappen abgelegt.
Hier fahren die Fahrzeuge nicht parallel los, sondern starten in Zeitabständen von wenigen Minuten. Etappenziel ist es die beste Zeit unter allen Fahrern zu erzielen, um in der Gesamtwertung aller Wertungsprüfungen an der Spitze zu stehen, um die Rallye zu gewinnen.
Es gibt verschiedene Arten der Rallye, die den Sport sehr vielfältig machen.
Die Rallye WM
Die Weltmeisterschaft der Rallye wurde 1973 aus vielen internationalen Meisterschaften zusammengefasst. Sie ist der höchstrangige Wettbewerb, der von der FIA veranstaltet wird, und hat die Abkürzung WRC.
Ein interessanter Aspekt an der WM ist, dass es mehrere Weltmeister in verschieden Wettbewerben gibt. Neben dem offiziellen Titel für den Fahrer gibt es auch für Beifahrer und Hersteller Weltmeistertitel.
Die Vergabe der Titel erfolgt anhand einer Bewertung, die weiter unten bei den Regeln der Rallye WM erklärt wird.
Regeln der Rallye WM
Die jährliche Rallye WM wird nach dem Austragungsort benannt, zum Beispiel Rallye Germany. Sie wird über 3 bis 4 Tage in wechselnden Ländern ausgetragen.
Meistens findet sie von Donnerstag bis Samstag bzw. Freitag bis Sonntag statt.
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Eine Rallye besteht in der Regel aus 15-25 Wertungsprüfungen, die auf einer abgesperrten Strasse aufgenommen werden. Da die Rennen auf öffentlichen Strassen gefahren werden, müssen die Rennautos eine Zulassung für den Strassenverkehr besitzen.
Ziel der Teilnehmer ist es in den Prüfungen jeweils die bestmögliche bzw. schnellste Zeit zu erreichen.
Nach der letzten Wertungsprüfungen gewinnt nicht derjenige mit den meisten gewonnen Prüfungen, sondern der mit der insgesamt schnellsten Zeit. Hierbei werden am Ende auch Zeitstrafen und andere Abzüge mit einberechnet.
Welche Funktion hat der Beifahrer?
Schon ein paar Tage vor dem offiziellen Start der Rallye inspiziert der Fahrer mit seinem Beifahrer die Strecken im Detail.
Der Beifahrer notiert sich wichtige Punkte und Informationen, die der Fahrer während des Rennens benötigen könnte. Die Aufgabe des Beifahrers liegt darin den Fahrer bestmöglich zu beraten.
Wichtige Aspekte sind hier der Streckenverlauf, schwierige Stellen oder Kurven, Überwachung der Systeme und der Zeit.
Der Beifahrer ist die rechte Hand des Fahrers.
Die Rennen werden in der Regel auf Asphalt und Schotter Strassen gefahren. Fahrer müssen sich auf die Witterung oder auch Schnee einstellen können, wenn der Austragungsort beispielsweise in Schweden liegt.
Strecken zwischen Wertungsprüfungen oder einer Wertungsprüfung und dem Servicepark werden als Verbindungsstrecken bezeichnet.
Wertungsprüfungen
Mit den 15-25 möglichen Wertungsprüfungen pro Rallye müssen verschiedene Regeln beachtet werden. Die Gesamtstrecke aller Prüfungen muss mindestens 300 Kilometer betragen, ausserdem darf jede auch nur 2 mal pro Rallye gewertet werden.
Ausnahme bilden hier spezielle Wertungsprüfungen, die sehr attraktiv für Zuschauer und Kameras sind. Die sogenannten Power-Stages oder Super-Special-Stages werden oftmals auch in Arenen oder anderen gut überschaubaren Bereichen gezeigt. D
azu kommen oft ein grösseres Publikum und TV-Schaltungen. Deshalb werden Power-Stages oft auch gleich an den Beginn oder das Ende der Rallye gesetzt. Sie sind oftmals auch etwas kürzer als die anderen Wertungen.
Nach Durchfahren einiger Wertungsprüfungen wird ein Zugang zum Servicepark oder zu einem Remote-Service gebildet, wo Reparaturen oder Anpassungen durchgeführt werden können.
Startplatzierung
Ähnlich wie bei der Formel 1 gibt es ein Qualifying einen Tag vor dem Beginn der Rallye.
Startplatzierungen werden beim Qualifying anhand der aktuellen Weltrangliste verteilt.
Die Ergebnisse des Qualifyings bestimmen die Startliste für den ersten Tag. Danach werden die Startplätze an den Folgetagen immer umgekehrt anhand des Zwischenstands vergeben.
Falls Fahrzeuge ausfallen, können sie am nächsten Tag unter dem sogenannten Rallye-2-Reglement teilnehmen und starten dann zuerst.
Was ist das Rallye-2-Reglement und wie funktioniert das Punktesystem?
Rennwagen, die an einem oder mehreren Tagen fahrunfähig waren und wieder repariert wurden, können mit einer Zeitstrafe weiterhin Punkte für die Weltmeisterschaft einfahren. Die Zeitstrafe beträgt 7 Minuten pro verpasste Wertungsprüfung.
Auch hier kommt Ihnen die Punktevergabe ähnlich wie in der Formel 1 vor.
Platz 1-10 erhalten die Punkte in der folgenden Reihenfolge: 25 – 18 – 15 – 12 – 10 – 8 – 6 – 4 – 2 – 1. Ausserdem können in den Power-Stages Bonuspunkte erreicht werden. Für die ersten 5 in einer Power-Stage gibt es die folgende Bonuspunkte-Vergabe: 5 – 4 – 3 – 2 – 1.
Die Hersteller profitieren von den Punkterfolgen ihrer Fahrerteams, denn Sie bekommen diese für ihre Gesamtwertung. Es gewinnt der Hersteller mit den beiden erfolgreichsten Fahrerteams.
Welche Klassen gibt es?
Die Rallye WM wird in verschiedenen Klassen gefahren. Die oberste Klasse ist die WRC gefolgt von WRC2, WRC3 und JWRC.
Dies sind die gültigen Klassen seid 2014, davor gab es eine andere Regelung. Die Klassen unterscheiden sich in den Fahrzeugmodellen, der Motorisierung und anderen technischen Unterschieden.
Alle WRC Klassen haben folgende Vorgaben. Hier finden Sie einen kleinen Überblick für die wichtigsten Regeln zu den Fahrzeugklassen:
Alle fahren mit einem 1,6-Liter-Turbomotor mit 4 Zylindern. In der WRC3 sind auch 2-Liter-Saugmotoren erlaubt.
WRC und 2 fahren mit einem Allradantrieb. WRC3 fährt mit einem Zweirad-Vorderradantrieb.
Alle benutzen einen sequentielles Getriebe, WRC mit 5 Gängen, WRC2 und WRC3 mit einem 6 Gänge Getriebe.
Auch die Luftdurchlassbegrenzung sollte erwähnt werden, bei WRC sind es 32 mm, bei der WRC2 sind es 33 mm.
Bei allen 3 Klassen entsprechen der Zylinderblock und -kopf der jeweiligen Strassenausführung. Veränderungen an Kurbel- und Nockenwelle, Pleuelstange, Kolben, Zylinderbuchse und Ventilen sind nur bei der WRC2 Klasse erlaubt.
In der JWRC Klasse fahren alle Rennfahrer Citroën DS3-R3-Autos, welche einen 1,6-Liter-Motor mit mehr als 200 PS besitzen. Das Mindestgewicht mit Fahrer sollte 1230 kg betragen, ausserdem muss ein Vorderradantrieb verbaut sein.