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Klimawandel
Neben anderen Massnahmen, wie die Produktion erneuerbarer Energien oder der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, bildet das Pflanzen von Bäumen eine effektive Methode um den menschengemachten Klimawandel zu bekämpfen. Eine Studie der ETH Zürich hat ergeben, dass mit einer weltweiten Aufforstung von 9 Millionen Quadratkilometer, was in etwa der Fläche von Brasilien entspricht, zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen kompensiert werden kann.
Schätzungen gehen davon aus, dass Bäume im globalen Durchschnitt etwa 10kg CO2 pro Jahr binden können. Genaue Zahlen gibt es für die lateinamerikanischen Tropen: Hier bindet ein Baum in den ersten 20 Jahren im Schnitt etwa 16 kg CO2 pro Jahr.
Biodiversität
Knapp ein Drittel der Landfläche der Erde ist mit Wäldern bedeckt. Wälder sind die artenreichsten Lebensräume der Welt. Von den 1,3 Millionen beschriebenen Tier- und Pflanzenarten leben etwa zwei Drittel im Wald.
Tropische Regenwälder sind von besonders hoher Bedeutung. Sie bedecken zwar nur 7 % der Erdoberfläche, beherbergen aber 50 % aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Ihre Bäume speichern um die Hälfte mehr Kohlenstoff als Bäume außerhalb der Tropen.
Gesellschaftlicher Nutzen
Wälder sind Lebensraum und Lebensgrundlage für 1,6 Milliarden Menschen, darunter viele indigene Völker. Des Weiteren bieten sie Schutz vor Erosion, Lawinen und Überschwemmungen und regulieren als natürliche Wasserspeicher den Wasserhaushalt. Ein Drittel der weltgrößten Städte beziehen einen bedeutenden Teil ihres Trinkwassers aus Waldschutzgebieten.
Wälder speichern etwa die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs. Sie vermögen 20- bis 50-mal mehr Kohlenstoff zu binden als andere Ökosysteme.