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Um den ständig wachsenden Personen-transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Raum Basel besser abdecken zu können, möchte die SBB die S-Bahn viertelstündlich takten. Um Fahrweg-konﬂ ikte mit weiteren Personen- und Güterzügen zu vermeiden, müssen die bestehenden Trassen entﬂochten werden. Im Raum St. Jakob / Muttenz entstehen somit neue Gleise, worin auch die bestehenden Kunstbauten angepasst oder ersetzt werden müssen. Im Wesentlichen wird ein ca. 1.000 m langes Überwerfungsgleis erstellt, welches im Raum Donnerbaum die bestehenden drei Hauptgleise der Linie 500 kreuzt. Ein Hauptelement dieser Entﬂ echtung stellt die Donnerbaumbrücke dar, eine 360 m lange S-förmige Brücke, die von sechs Pfeilern getragen wird. Um die hohen Druck- und Schubkräfte in den Boden ableiten zu können, ruhen die Pfeiler P01 – P05 und das Widerlager West auf Pfählen von Ø 1,5 bis 2 m.
Die Pfeiler stehen je auf zwei Pfählen und das Widerlager West auf neun Pfählen, die im Kellybohrverfahren teilverrohrt herzustellen sind. Die geplanten Tiefen der Pfähle liegen zwischen 22 und 28 m. Durch geänderte geologische Bedingungen, die durch mehrere Kernbohrungen zutage gekommen sind, war es nicht mehr möglich, die Pfähle wie ursprünglich geplant, teilverrohrt herzustellen. Die Pfähle von Pfeiler P04 und P05 mussten tiefer und mit Bohrlochstützung gebohrt werden (P04: Ø 2 m, ca. 46 m; P05: Ø 1,8 m, ca. 29 m). Die Variante von Bauer Spezialtiefbau, die Pfähle suspensionsgestützt herzustellen, wurde vom Bauherrn sofort akzeptiert, da sie ohne terminlichen Verzug ausführbar war. Das Besondere bei der Pfahlherstellung war, dass das Bohrgerät über eine provisorische Rampe über die Gleise in das Bohrfeld fahren musste. Die Arbeiten in dieser Gleisinsel waren nur nachts, während einer Gleissperrung möglich. Das gesamte Bohrequipment wurde mittels Hochbaukran in das Baufeld gehoben, der nur bei Komplettsperrung aller drei Gleise in einem Zeitraum von drei Stunden zur Verfügung stand.