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Laut dem "Global Information Technology Report 2015"
hat sich der "digitale Graben" zwischen den ärmeren und den reicheren Ländern dieser Welt im letzten Jahr weiter vergrössert. In dem vom World Economic Forum WEF, der Business Schule INSEAD und der Cornell Universität jährlich erarbeiteten Studie geht es hauptsächlich darum, wie verbreitet, wie gut und wie erschwinglich Internetanschlüsse in den einzelnen Ländern der Welt sind.
Dieser sogenannte "Network Readyness"-Index, so heisst es in der diesjährigen Ausgabe, habe sich in den letzten drei Jahren bei den zehn Prozent der Länder, die bereits an der Spitze lagen, doppelt so schnell verbessert wie in den Ländern auf den hintersten Rängen.
Aber nicht nur die Entwicklung in diesen hauptsächlich afrikanischen Ländern, zu denen unter anderem Myanmar, Angola, Burundi, Guinea und der Tschad gehören, machen den Studienautoren Sorgen. Auch in den "BRICS"-Staaten geht es nicht so recht vorwärts. Russland ist mit Platz 41 (von 143) noch der bestklassierte dieser Staaten, von denen man sich Impulse für die Weltwirtschaft erhofft. Russland ist auch das einzige BRICS-Land, das seine Rangierung leicht verbessern konnte. China blieb dagegen auf Rang 65 stehen, Südafrika (75), Brasilien(84) und Indien (89) fielen weiter zurück.
Zwar seien Mobiltelefone weltweit bereits allgegenwärtig, sagte Thierry Geiger, Chefökonom beim WEF und Co-Autor des Berichts. Ohne einen besseren Zugang zu erschwinglichem Internet werde aber weiterhin ein grosser Teil der weltweiten Bevölkerung in "digitaler Armut" leben.
Die Schweiz muss sich da wenig Sorgen machen. Wie in den letzten Jahren liegt sie weltweit gesehen auf Rang sechs, einen Platz vor den USA. An der Spitze liegt dieses Jahr Singapur, das Finnland entthront hat, vor Schweden, Holland und Norwegen. (hjm)