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Diese Internetseite ist jenem Basel gewidmet, das der Erneuerung des Stadtbilds weichen musste. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat man mit Stolz und Befriedigung gezeigt, wie bestrebt man war, das überlebte Alte durch zweckmässiges Neues zu ersetzen und das bisher Willkürliche durch eine grosszügige Planung verbessert zu haben. Gibt man sich heute Rechenschaft darüber, was verschwinden musste, so ist für viele manches bedauernswert oder unverständlich. Aber es hilft nicht, dem längst Vergangenen nachzutrauern, weil es dadurch eine romantische Herabsetzung jener Zeit ist und gleichzeitig eine Verkennung der geschichtlichen Notwendigkeiten, die zu den Veränderungen geführt haben.
Trotzdem, diese Abschnitte in der Geschichte des Basler Stadtbilds haben ein tragisches Gepräge. Nicht die Tatsache an sich, dass Altes dem Neuen geopfert werden musste, macht das Ganze schmerzlich, sondern die Gründe, warum es so und nicht anders geschehen konnte. Hierfür bietet die Niederlegung der Stadtmauern und Tore ein gutes Beispiel. Ihre Zerstörung war nicht unbedingt erforderlich, und trotzdem wurde sie vom Grossteil der Bevölkerung gefordert und gutgeheissen. Ein jahrhundertealtes Bauwerk wurde abgerissen, obwohl man die Zustände innerhalb der Stadtmauern hätte verbessern können.
Spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Basel im Begriff, aus seiner verkehrspolitisch günstigen Lage die Vorteile der liberalen Wirtschaftsordnung für sich zu nutzen. In sehr kurzer Zeit vergrösserte sich die Zahl der Bevölkerung und war bereits 1860 auf beinahe gleichbleibender Wohnfläche verdoppelt. Durch eine inzwischen intensive Ausnützung der verfügbaren Wohnfläche war ein Gedränge entstanden, das sich alsbald in verkehrstechnischer Hinsicht unangenehm bemerkbar machte. Im Innern der Stadt behalf man sich mit Aufstockungen und Umbauten ursprünglicher Ökonomiegebäude zu Wohnungen, worauf die schmalen Gassen Luft und Licht einbüssten und der Schmutz und Unrat mit den bestehenden Mitteln nicht mehr beseitigt werden konnten. In den Vorstädten rückte die Bebauung bis unmittelbar an die Rondenwege heran oder zog sogar die Stadtmauer in den äussersten Häuserbau mit ein, mit dem Ergebnis, dass der ursprünglich dankbar empfundene Schutz zu einer lästigen Fessel wurde. Es vollzog sich in der Folge auch in Basel die zwangsläufig mit dem Übergang von der lockeren kleinstädtischen zur dichten grossstädtischen Siedlungsweise verbundene Wandlung aller Bedürfnisse.
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Aus diesen Gründen ging das alte Stadtbild verloren. Man wird dagegen einwenden, dass die in den vorliegenden Beiträgen enthaltenen Abbildungen nicht immer schöne und einer Erhaltung würdige Anblicke zeigen. Das ist richtig und liegt in der Absicht der Internetseite, die dem verschwundenen Basel gewidmet ist und nicht einem schönen alten Stadtbild. Es soll ein historischer Rechenschaftsbericht sein, der in einer Tradition steht, die in Buchform (u.a. durch Rudolf Kaufmann, Eugen A. Meier, Gustav A. Wanner etc.) bereits breit abgedeckt worden ist.