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Rast fuhr im ersten Lauf mit Startnummer 25 auf den 9. Platz und verbesserte sich am Nachmittag noch einmal um zwei Positionen. In Abwesenheit von Weltmeisterin Lara Gut-Behrami bügelte sie damit das dürftige Abschneiden der Teamleaderinnen Michelle Gisin und Wendy Holdener aus.
Als Siebte klassierte sich Rast in ihrer zweitstärksten Disziplin so weit vorne wie noch nie. Allzu überraschend kam das Top-Resultat indes nicht. Zweieinhalb Jahre nach ihrer schweren Verletzung, einem Kreuzband- und Innenbandriss am rechten Knie, hat die Slalom-Junioren-Weltmeisterin von 2017 den Anschluss an die Weltspitze geschafft. Dass sie auch im Riesenslalom vorne mithalten kann, bewies sie nach WM-Silber 2019 bei den Juniorinnen auch schon mit zwei 9. Plätzen im Weltcup.
Sowohl Holdener als auch Gisin kamen in den Lienzer Dolomiten nicht auf Touren. Nach dürftigem erstem Lauf misslang ihnen auch die erhoffte Steigerung am Nachmittag. Holdener, 15. nach dem halben Pensum, schied nach drei guten Zwischenzeiten aus, Gisin büsste fünf Plätze ein und wurde als 21. auch von Andrea Ellenberger (19.) noch überholt.
Tessa Worley, die bereits nach dem ersten Lauf vorne lag, holte sich ihren 15. Weltcupsieg. Die französische Weltmeisterin von 2013 und 2017 setzte sich vor Petra Vlhova und Sara Hector durch.
Mit Lara Gut-Behrami und Mikaela Shiffrin fehlten in Lienz die beiden derzeit vielleicht stärksten Riesenslalom-Fahrerinnen. Bei Gut-Behrami lieferte der Corona-Test auch zehn Tage nach dem ersten Befund in Val d'Isère ein positives Ergebnis, Shiffrin musste sich am Tag vor dem Rennen aufgrund eines ebenfalls positiven Resultats in Isolation begeben. Die Amerikanerin, die den Gesamtweltcup nach wie vor klar anführt, wird auch den Slalom vom Mittwoch (29. Dezember) verpassen.
Alice Robinson sowie Katharina Liensberger konnten dagegen nach überstandenen Infektionen wieder ins Geschehen eingreifen. Robinson griff im zweiten Lauf das Podest an, schied dabei aber aus, Liensberger musste sich mit Platz 25 begnügen.