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Wiederveröffentlichung der vierbändigen
Ambrose-Bierce-Ausgabe, die von Gisbert Haefs herausgegeben wurde. Mit
einem Vorwort von Elisabeth Bronfen, Professorin für Anglistik und
Amerikanistik an der Uni Zürich.
«Jegliches
Pathos war Bierce bei der Schlacht von Shiloh (1862) abhandengekommen.
‹Was ich in Shiloh sah› ist die ‹einfache Geschichte einer Schlacht, wie
ein Soldat, der kein Schriftsteller ist, sie einem Leser erzählt, der
nie im Krieg war›.
Lakonisch schildert der Ich-Erzähler das Geschehen aus der
Frontperspektive, richtet seinen Blick unentwegt auf Konkretes und
verzichtet auf die Abstraktionen des Historikers. Diesen Habitus
verlässt er nur einmal, wenn er die Einwohner von Shiloh der Frömmigkeit
bezichtigt, wobei nicht klar sei, ob sie wie die Ägypter ‹Krokodile
anbeteten, oder, wie die Amerikaner, vor allem sich selbst›. Hier blitzt
der scharfzüngige Bierce auf, der nach dem Krieg als Journalist und
sarkastisches Lästermaul mit gröbstem Geschütz gegen alles ins Feld zog,
was seinen Landsleuten heilig war.»
Neue Zürcher Zeitung