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Auf dieser Stele erweisen zwei Priester dem toten Stier Apis-Osiris die letzte Ehre.
Apis verkörperte Kraft, Virilität und die königliche Macht. Seit Amenophis III. (um 1391-1352 v. Chr.) galt er als Inkorporation der Lebenskraft des Gottes Ptah, des Schöpfers der Welt und der Menschen. Nach dem Tod eines Apis-Stieres wurde beim Vorhandensein bestimmter Merkmale im Fell ein neuer ausgewählt und wie ein Pharao inthronisiert.
Pilger reisten aus ganz Ägypten nach Memphis, um ihn zu sehen und an den Festivitäten zu seinen Ehren teilzunehmen. Sein Tod wurde in ganz Ägypten betrauert. Er wurde mit Osiris, dem Totengott, gleichgesetzt und einbalsamiert. Zur Bestattung wurde seine Mumie in einer Prozession vom Tempel des Ptah bis zur Begräbnisstätte der Apis-Stiere, dem Serapeum, in Sakkara gebracht.
Der Apis-Kult existierte von Beginn der ägyptischen Kultur an (1. Dynastie um 2900 v. Chr.) bis zur Schliessung der Tempel 395 n. Chr.
Votivstele aus Kalkstein, gestiftet von dem Priester Pahemnetjer und seinem Sohn, dem Priester Anchwahibre. Ägypten, Memphis, Sakkara, Serapeum. Spätzeit, 26. Dynastie, um 664-525 v. Chr.
Foto: Grabkammer eines Apis-Stieres. Die Mumie des Stieres wurde in einem riesigen Sakophag beigesetzt, in den Nischen befanden sich Votivstelen. Ägypten, Sakkara, Serapeum. Copyright Wikicommons