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Um die Mittagszeit schlug das Herz jedes Fotographen in der Thunerseeregion höher. Am Himmel war eine Vielzahl von Schleierwolken zu sehen, in der Fachsprache sogenannte Cirren. Sie hatten unterschiedliche Ausprägung. Teilweise waren es krallenförmige Schleierwolken, Cirrus uncinus, zum Teil waren es Schleierwolken, die Fallstreifen nach sich zogen, sogenannte Cirrus floccus virga. Die Fallstreifen zeigen Niederschlag, der aber bis zum Boden hin längstens wieder verdunstet.
Was wollen uns die Himmelsboten sagen?
Die Schleierwolken entstanden in einer Höhe von etwa 8000 Metern. Dort war etwas feuchtere Luft eingelagert, die kondensierte. Da es zu diesem Zeitpunkt leicht föhnig war über den Alpen, gab es in einer Höhe von 8000 Metern zusätzlich auch noch vertikale Schwingungen, die die Wolkenbildung begünstigten. Solche Schleierwolken-Formationen sind meistens Vorboten einer Wetterumstellung. Diese wird sich auch auf morgen Donnerstag einstellen. Dann gibt es nur noch wenig Sonne, und zeitweise ist es nass.