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Grace Gumba, Research Officer bei PORET
Grace (34) lebt mit ihrer Mutter und ihren zwei Kindern, Dylan (11) und Daleen (6) auf einem Bauernhof. Seit Daleen einjährig ist, lebt sie getrennt von ihrem Ex-Mann.
Grace hatte zuvor bei SEED Co in Harare gearbeitet, wo sie auf Versuchsfeldern Pflanzen setzte. Ebenso arbeitete sie an der offenen Universität von Mutare, wo sie sich, ebenso wie bei anderen früheren Stellen, mit hybridem Saatgut beschäftigte. Darum freut es sie auch, jetzt bei PORET mit biologischem Saatgut zu arbeiten.
Grace engagiert sich dafür, Jugendliche für PORET zu begeistern und sie in die Arbeit mit einzubeziehen. Anfänglich war es schwierig, sie zu überzeuge, bis PORET damit begann, Fussballmatches zu organisieren. Am Rande der Fussballspiele finden Diskussionen über Umweltthemen statt und es werden Bäume gepflanzt. Grace sieht darin die einzige Möglichkeit, Jugendliche zu motivieren, sich bei PORET zu beteiligen.
Grace stieg 2000 mit einer kleinen Anzucht in die Permakultur ein. Heute zieht sie Bohnen, Sorghum, verschiedene Gemüse, Schlangenbohnen und Kürbisse.
Virigina Karisawu, Outreach Officer bei PORET
Virigina (43) wohnt in einem Hof in Chaseyama, wo sie und ihre Kinder sich ein Haus mit einem Zimmer teilen. Ein grösseres Haus, das drei Zimmer enthalten soll, befindet sich momentan im Bau.
Virginia ist geschieden kümmert sich um fünf Kinder, von den zwei bereits verheiratet sind. Sie engagiert sich in der Landwirtschaft und ist stolz auf ihre Baumschule.
Mai Mandonga, Chairwoman des Chaseyama Permaculture Club
Mai Mandonga ist seit zwei Jahren die Leiterin des Chaseyama Permaktultur-Clubs, dessen Führung sie ein weiteres Jahre innehaben wird. Mai ist eine Bäuerin und kümmert sich um ihre Familie in der Ward 2 an der Strasse nach Chimanimani. Sie hat vier Kinder, ihre älteste Tochter ist verheiratet. Mais Mann lebt in Südafrika und arbeitet als Schreiner.
Da sie ohnehin Bäuerin ist, findet sie, dass ihr der CPC keine zusätzliche Arbeit bereitet.
Taurai Dube, erste Freiwilligengruppe 2019
Taurai war Freiwilliger bei PORET. Er wohnt mit seiner Frau und drei Kindern auf dem Bauernhof seiner Mutter, unweit von PORET. Ein einwöchiger Workshop bei CELUCT hat Taurai so motiviert, dass er 2009 zusammen mit anderen Bauern, den Chaseyama Permakulutur-Club gründete.
Die Idee des Feriwilligenprogramm ist es, dass unverbindlich Workshops und Trainings besucht werden können, die PORET anbietet, um diese Methoden dann zu Hause anzuwenden. Er probierte sehr lange, seine Mutter davon zu überzeugen, Methoden aus der Permakultur zu Hause anwenden zu dürfen, vor einem Jahr willigte sie schliesslich ein. Als Freiwilliger möchte er nicht umherwandern, um andere proaktiv zu überzeugen, sondern durch das eigene Handeln selbst ein Beispiel in der eigenen Gesellschaft setzen. Nachbarn fallen seine Resultate auf und sie werden neugierig. Gewisse sind daran interessiert, zusammen zu arbeiten, darum organisiert Taurai Treffen und Trainings. Als Freiwilliger unterstützt er auch PORET, wo er während 2-3 Tagen in der Woche anzutreffen ist.
Taurai unterstützte Grace dabei, die Jugendlichen in der Gegen dafür zu motivieren, bei PORET mitzumachen. Er kann sich daran erinnern, wie es am Anfang schwierig war, aber seit sie begonnen hatten, Fussballspiele zu organisieren, machen die Jugendlichen nun mit.
Ebenso gibt es Mehrgenerationentreffen, wo die Alten und die Jungen verschiedene Themen wie Geschichte, HIV/AIDS, Landwirtschaft und Saatgut.
Hardwork, Freiwilliger aus dem Jahr 2018.
Hardwork lebte und arbeitete in Südafrika als Schreiner und produzierte Schreibtische und andere Möbel. Er kam zurück nach Chimanimani weil er unter Sehstörungen litt. Heute ist seine Familie noch immer in Südafrika, während er im Haus seiner Mutter lebt. Zu Hause betreibt er einen Permakulturgarten.
Das inspirierenste bei PORET ist für ihn, dass man bei PORETs in Trainings lernt, das gelernte dann aber zu Hause anwenden kann. Im Gegensatz zu anderen Programmen bietet es einen Gewinn für einen selbst zu Hause und nicht an einem anderen Ort wie bei Organisationen bei CELUCT or Plan International, wie er aus eigener Erfahrung weiss.
Als Freiwilliger nimmst du Teil an Trainings und setzt das Gelernt zu Hause um. Die Tatsache, dass man lernen und einen direkten Effekt zu Hause feststellen kann fasziniert Hardwork am meisten und motiviert ihn dazu, sich zu engagieren. Er sprach mit seinen Nachbarn und anderen Bauern in seinem Dorf, und stellte fest, dass ein grosses Interesse vorhanden war. Er organisierte dann ein Training mit PORET. Als früherer Volunteer ist er ein Bindeglied für PORET zu den lokalen Famern und sorgt dafür, dass das Wissen sie erreicht.
Besucher:
Chipo Sithole im Namira Village, Ward 3, arbeitet momentan an einem Fischteich und hatte einen Garten neben einem kleinen Bach. Sie baut Zuckerrohr für den Verkauf an. Sie hatte erst 2013 mit Landwirtschaft begonnen und hat 2017 mit dem Nutzen von Permakulturmethoden angefangen. In ihrem Garten gibt es einen grossen Baum, der Regenbaum genannt wird. Regenbäume sind ein wichtiger Indikator, die fruchtbares Land anzeigen.
Rosemary Sunguro, Shati Village, Ward 2, begann 2018 mit Permakultur und hat eine Anzahl Versickerungsgräben auf ihrem Land ausgehoben. Sie ist die Vizeleiterin des CPC im Dorf.
Tatenda Manengureni, Chinyati Village, Ward 2, Freiwillige 2018. Sie hoben die ersten Versickerungsgräben aus, als Eleonora vorbei kam.
Peter Manjoro, Murazvu B, Ward, Freiwilliger 2018. Peter ist der Wissenschaftler unter den Bauern. Er findet es spannend, neue Methoden und Pflanzen auszuprobiern. So testete er zum Beispiel die Beschichtung von Bohnen. Er mischt Melasse mit Asche zum Saatgut und fügt so Nährstoffe hinzu. Dadurch wachsen sie schneller und besser.
|fepa Partnerorganisation||PORET|
|Ort||Chaseyama, Zimbabwe|
|Zielgruppe||Kleinbauern im ariden Tiefland von Chaseyama|
|fepa Beitrag 2018||CHF 70’000|
|fepa Beitrag 2019||CHF 80’000|
Weiterführende Informationen
- Im April 2019 war die fepa-Studienreise zu Besuch in Chaseyama. Was wir da gesehen haben: Update
- Austausch mit PORET: Stimmen zum Besuch in der Schweiz
- Besuch von Julious Piti in der Schweiz, Mai/Juni 2018
- Einleitungstext Ein Leuchtturm der nachhaltigen Landwirtschaft
- PORET: „Like Bees we Shall Work“ Newsletter1 (January 2017)
- PORET: „Field Day is not a Feeding Day“ Newsletter3 (March 2017)
- Im Mitteilungsblatt Oktober 2017 werden zwei Porträts von KleinbäuerInnen vorgestellt. Hier finden Sie die zwei ausführlichen englischen Originalporträts
- Homepage unserer Partnerorganisation PORET