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Sehr geehrte Mitglieder des Ständerats
Mit der Motion NR Chevalley (19.3263): «Jagdtrophäen, die von Tieren nach den Anhängen I bis III des CITES-Übereinkommens stammen. Verbot der Ein- und Durchfuhr» haben Sie die Möglichkeit, den Import von Jagdtrophäen gefährdeter oder stark bedrohter Tierarten in die Schweiz zu stoppen. Bitte folgen Sie dem Nationalrat und tun Sie dies!
Die Schweiz darf sich nicht am Ausverkauf der Tierwelt beteiligen.
Allein zwischen 2010 und 2019 wurden 3'185 Trophäen von Tieren gefährdeter oder stark bedrohter Tierarten in die Schweiz importiert, darunter 709 Trophäen von Afrikanischen Elefanten, 379 Trophäen von Flusspferden, 310 Trophäen von Amerika-nischen Schwarzbären und 136 Trophäen von Löwen.
Dabei hat die Trophäenjagd für die lokale Bevölkerung und Wirtschaft keinen nachweisbaren Nutzen. Die Einnahmen aus der Trophäenjagd bleiben bei den ausländischen Anbietern ent-sprechender «Jagdsafaris» oder landen in den Taschen korrupter Staatsangestellter. Erwiesenermassen leistet dagegen der Fototourismus einen weitaus höheren und noch dazu nachhaltigeren Beitrag zum Bruttoinlandprodukt, ohne dabei die Artenvielfalt zu gefährden.
Die Schweiz darf beim Einsatz unethischer Jagdmethoden nicht wegschauen.
Bei der Trophäenjagd werden Jagdmethoden angewendet, die in der Schweiz längst verboten sind, da die betroffenen Tiere unnötig leiden. Beispiele dafür sind die Jagd mit Pfeil und Bogen, mit Speeren, das Hetzen mit Hunden oder die Gatterjagd (hierbei werden die Tiere auf Zuchtfarmen aufgezogen, bis sie zum garantierten Abschuss freigegeben werden). Ein direkter Kopfschuss wird bei der Trophäenjagd in der Regel vermieden, um die begehrte Trophäe nicht zu beschädigen. Es ist höchste Zeit, Verantwortung zu übernehmen, ein Zeichen zu setzen und die Ein- und Durchfuhr von Jagdtrophäen in die Schweiz zu verbieten!
Freundliche Grüsse
Die Unterzeichnenden