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Es geschah im Wald
Wieder einmal war ich auf einem Vitaparcours, auf dem ich sehr oft anzutreffen bin. Als ich ein Stück
auf dem Waldweg lief, fiel mir ein Auto auf, das auf einem noch kleineren Waldweg parkiert war, obschon der Waldweg mit einem allgemeinen Fahrverbot signalisiert war. ich sah dann aber, dass im Auto Werkzeug lag und hörte gleichzeitig eine Motorsäge
im Wald, so nahm ich an, dass das Auto einem Waldarbeiter gehört. Ich wusste noch nicht, was das Ganze später für mich zu bedeuten hat. Wie gewohnt ging ich durch den Wald von Posten zu Posten. Irgendwo hat es zwei Sitzbänke, wo ich hie
und da, wenn ich genügend Zeit habe, mich hinsetze und in einem Buch lese, oder eine Lektion italienisch lerne. dieses Mal entschied ich mich fürs italienisch. Als ich dann beim letzten Posten ankam, war ein Waldarbeiter mit der Motorsäge daran
einen Baum zu fällen. Es musste der Mann vom Auto sein, das im Wald parkiert war. Als er die Säge kurz abstellte, sagte ich zu ihm so aus Spass, er soll nicht zu viele Bäume fällen, das wäre schade. Da erschrak er und sagte woher ich
denn so plötzlich komme!? Ich sagte ihm, dass ich auf dem offiziellen Vitaparcours sei hier und meine Übungen mache. Er war leicht nervös und sagte mir, ich soll sofort schnell weglaufen, der Baum werde gleich umfallen, genau dorthin wo ich
nun stand, ich soll sofort den Hügel hinauf gehen und schauen, dass niemand runter käme. Kaum war ich dann auf dem Hügel, krachte der Baum mit lautem Getöse zu Boden und er hat ihn sehr gut gelenkt, so dass er genau zwischen die
Bäume fiel und keinen anderen Baum beschädigte, auch der Posten des Vitaparcours war nicht tangiert worden. ich rief ihm dann zu, er hätte Gldück gehabt, es sei niemand darunter gekommen. Ich ging dann wieder den Hügel hinunter und
schwatzte noch ein paar Worte mit ihm. Er zeigte mir, dass der Baum innen faul war und zeigte mir noch einen anderen Baum, der auch krank sei, den müsste er als nächsten fällen, wir wussten da noch nicht, dass es nie dazu kommen würde.
Ich wollte mich gleich verabschieden, da sage er plötzlich, es würde ihm schlecht, er legte sich auf den Boden, direkt auf die Tannenäste vom Baum, den er gefällt hatte.
Ich fragte ihn ob ich einen Arzt verständigen sollte, er gab mir keine Antwort, aber er atmete sehr heftig, ich klopfte ihm auf die Schulter und fragte ihn ein paar Mal, ob er mich höre. Plötzlich hörte er auf zu atmen. Ich legte ihn in
Seitenlagerung, da er ja sagte es sei ihm schlecht. Ich bekam fast Panik, alleine im Wald, niemand in der Nähe. Sofort suchte ich das Handy in der Tasche, ich schaltete es ein und es war wie eine Ewigkeit bis ich endlich Empfang hatte, um dem Notfallwagen
anzurufen. ich rief sofort 144 an, aber die Frau sagte mir, ich müsste warten, sie werde mich verbinden. Es ging mir zulange, dann rief ich die Polizei an. Diese bestellte dann den Krankenwagen. Dann rief der Polizist wieder zurück, ich müsse erklären, wo der Mann liege. Man fragte mich, ob ich ihn reanimieren könne, aber ich sagte ihnen, dass ich mir das nicht zutraue. Dann musste ich den Mann liegen lassen und zum Waldausgang
rennen, damit die Sanität dann auch den Waldeingang findet. Dann kam ein Velofahrer, ich fragte ihn, ob er den Mann betreuen könnte, ich zeigte ihm den Weg. Ich musste schauen bis die Sanität kam. Ich telefonierte dann nochmals und sagte, sie
sollen besser gleich die REGA avisieren. Irgenwann kamen sie dann mit Blaulicht, bestimmt sind sie gleich losgefahren, aber für mch dauerte es eine Ewigkeit, danach die Polizei mit Blaulicht und dann noch der Notarzt mit Blaulicht.
Sie versuchten sofort den Mann zu reamieren mit einem Gerät. ich gab ihm keine grosse Hoffnung mehr, denn ich dachte ja schon vorher, dass er tot sei. Trotzdem machten sie mindesens eine halbe
Stunde Herzmassage und taten alles Mögliche. Die REGA wurde dann doch noch herbeigerufen. Ein Polizist und ich winkten dann dem Heli, damit der uns findet. Sie legten den Mann in den Krankenwagen und fuhren bis zur Wiese, wo die REGA landete. Sie sagten
mir, dass der Mann kurz zum Bewusstsein kam dass sie ihn nun mit dem Heli ins Uni-Spital fliegen werden. Ich war verzweifelt und doch hatte ich Hoffnung für den Mann. Allerdings hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht versucht hatte ihn
zu reanimieren. Als der Heli dann schon weggeflogen war, kam der Notartzt zu mir, klopfte mir auf die Schulter und gratulierte mir für die gute Organisation, das sei nicht selbstverständlich. Ich hoffte innig dass ich dem Mann dadurch das Leben retten
konnte,.Doch leider hatte ich dann trotz "Datenschutz" herausgefunden, dass der Mann verstorben ist.
Bernadette Gerber