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Verschiedene Ausleitverfahren
Die klassische europäische Medizin basierte bis zum Beginn der naturwissenschaftlichen Ära im wesentlichen auf der Humoralpathologie (Viersäftelehre). Diese verstand Krankheit als Störung des humoralen Milieus, das heisst Krankheiten entstanden aus fehlerhafter Beschaffenheit und Verschlackung der Körpersäfte (lateinisch humores). Daraus lässt sich folgern, dass die Organe eines kranken Körpers «gereinigt» werden können, indem über äusserliche Massnahmen schädliche Stoffe nach aussen abgeleitet werden. Daraus resultiert der Begriff «ausleitende Verfahren».
Anwendungsbereiche
- Gestörte Funktionen des Körpers regulieren
- Lokale Stauungen beseitigen
- Ausscheidung abgelagerter Stoffwechselprodukte
- Entlastung des Organismus
- Schmerzlinderung
- uvm.
Mögliche Ausleitverfahren
- trockenes Schröpfen
- blutiges Schröpfen
- Aderlass
- Blutegeltherapie
- Bäder, Fussbäder
- Wickel und Kompressen
- uvm.