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Wenn Sie Kenntnis eines Falles von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz erhalten, informieren Sie umgehend Ihre vorgesetzte Person.
Hat die vorgesetzte Person Kenntnis von einer sexuellen Belästigung in ihrem Umfeld erhalten, hat sie die Pflicht:
- Ein Gespräch mit der betroffenen Person zu führen, um Klarheit über die Situation zu erhalten; wenn möglich im Beisein einer Person gleichen Geschlechts der betroffenen Person.
- Alle Vorkehrungen zu treffen, damit keine Übergriffe mehr erfolgen können.
- Mit der angeschuldigten Person ein Gespräch zu führen, um Klarheit über die Situation zu erhalten.
- Zu entscheiden, ob der Fall aufgrund der Vorkommnisse mit einer geeigneten Führungsmassnahme intern erledigt werden kann, oder ob eine weitere Untersuchung oder administrative Massnahmen angebracht sind. Dabei sind u.a. zu berücksichtigen:
- die Schwere der Vorkommnisse
- die anzunehmende Zahl der Vorkommnisse (Einmaligkeit, Wiederholung)
- die Stellung der belästigenden Person in Bezug auf die belästigt Person (Abhängigkeitsverhältnis)
- die Gefahr weiterer Übergriffe
- das Umfeld, die Funktion der belästigenden Person (ist die Person in dieser Funktion noch tragbar).
Falls es sich um einen Fall handelt, der intern erledigt werden kann, empfehlen wir folgende Möglichkeiten:
- Von allen Betroffenen eine Vereinbarung unterschreiben zu lassen, in welcher festgehalten wird, wie der Fall erledigt wird.
- Wenn es angezeigt ist, der belästigenden Person eine mündliche und schriftliche Verwarnung zu erteilen, in welcher im Wiederholungsfall eine Kündigung angedroht werden kann. Es ist zu empfehlen, dem betroffenen Departement und dem Personalamt eine Kopie der Verwarnung zuzustellen.
- Dafür zu sorgen, dass die belästigte Person keine Nachteile erfährt und geschützt ist.
- Im Wiederholungsfall unverzüglich das Personalamt und das betroffene Departement zu informieren.
Falls es sich um einen Fall handelt, der nicht intern erledigt werden kann oder bei welchem Unsicherheit besteht, ist das betroffene Departement und das Personalamt zu informieren. Diese leiten danach die notwendigen Schritte ein.
In allen Fällen steht das Personalamt den Vorgesetzten und Betroffenen beratend zur Verfügung.