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Vereinsgründung
Der Sportclub bezweckt:
a) Kräftigung und Ausbildung des Körpers durch regelmässige Übungen und Wettspiele;
b) Pflege und Förderung des gesunden Sportes;
c) Erziehung der Jungmannschaft im physischen und geistigen Sinne;
d) Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit.“
Dies die – bis heute gleich lautenden – Absichten des Sportclub Zollikon gemäss seiner Statuten, auf die sich die Gründungsversammlung im Herbst 1960 einigte. Im Sommer zuvor hatte der Zollikerbergler Jörg Theiler die Bestrebungen intensiviert, in Zollikon einen Fussballklub ins Leben zu rufen. „Theiler kam eines Abends bei uns zu Hause vorbei, um für sein Vorhaben zu werben“, erinnert sich Kurt Müntener. Der heute 64-jährige Versicherungsfachmann lauschte damals gespannt dem Gespräch zwischen Theiler und seinem Vater Heinrich Müntener, der schon Ende der 1950er-Jahre in Zusammenarbeit mit der Pfadi Schülerturniere organisiert hatte und dem Ansinnen Theilers dementsprechend positiv gegenüberstand.
In Zollikon hatte schon 1912 für kurze Zeit ein Fussballverein existiert. Die Spieler dieses losen Verbunds trugen Hemden in den Zolliker Farben und trugen ihre Spiele auf dem „Sportplatz Witellikon“ aus. Als die Statuten des Vereins aufgestellt werden sollten, verliefen die Unternehmungen jedoch im Sand. 1933 wurde unter Führung von Metzgermeister Ilg ein zweiter Versuch gestartet, dem aber das gleiche Schicksal zuteil wurde. Erst 27 Jahre später sollte das Unterfangen von mehr Erfolg gekrönt sein. Geschaffen wurde ein Verein, der stetig gewachsen ist und 50 Jahre nach seiner Gründung rund 500 Mitglieder umfasst.
Dies konnten sich die Initianten im Herbst 1960 freilich wohl nicht in den kühnsten Träumen vorstellen. Am 11. November machten sie mit einem Brief sowie je einem Inserat und einem Bericht imZolliker Boten auf die bevorstehende Gründungsversammlung aufmerksam. Die Skepsis war gross, die Befürchtung, nur wenige könnten sich in den Saal des Restaurants Rössli verirren, nicht kleiner. Im Rössli fanden sich dann jedoch mehr als 50 Fussballbegeisterte ein. Unter der Leitung des Tagespräsidenten Richard J. Vollenweider wurden die Statuten des zu gründenden Klubs definiert und genehmigt. Der anwesende Präsident des Nachbarvereins FC Küsnacht spendete den Zollikern vor lauter Freude über die neu erwachsene Konkurrenz spontan einen ersten Spielball. In späteren Jahren sollte sich zwischen den Vereinen eine zwar gesunde, aber dennoch erbitterte Rivalität entwickeln.
Zum ersten Präsidenten des SCZ wurde einstimmig Albert Walder gewählt. Der Zolliker Kaufmann war bei den Zürcher Grasshoppers im Hintergrund aktiv, weshalb er sich mit dem Fussballgeschäft bestens auskannte. Der tief angesetzte Mitgliederbeitrag für Junioren – diese hatten 1 Franken pro Monat zu bezahlen – liess den Berichterstatter des Zolliker Boten frohlocken: „So sollte es jedem Jüngling, der Freude am Fussballspiel hat, möglich sein, dem Sportklub beizutreten. Stellt nicht gerade das Spiel der Junioren einen bedeutenden Faktor in der Erziehung dar? Durch die Ausübung eines gesunden Sportes wird der junge Mann kräftig; er wird aber nicht nur physisch, sondern auch geistig gestärkt. Im Spiel wird er zu einer Zusammenarbeit, zu einem Teamwork, erzogen.“
Zwei Versionen gibt es, weshalb man den neuen Verein Sport- und nicht Fussballclub genannt hatte. Einerseits wollte man sich sicherlich die Möglichkeit einer späteren polysportiven Entwicklung offenhalten – in den 1960er-Jahren bildete sich kurzzeitig tatsächlich auch eine Handballsektion; andererseits aber soll sich der erste Präsident, Albert Walder, als Ur-Hopper mit Hand und Füssen dagegen gewehrt haben, einen zweiten FCZ ins Leben zu rufen. (Dennis Bühler)