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Die Vertretung der Interpretinnen und Interpreten
Die Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG ist die einzige Interessensvertretung aller ausübenden Künstlerinnen und Künstler der Schweiz. Mit über 4000 individuellen Mitgliedern ist sie eine der grössten Organisationen in der Kulturszene und innerhalb dieser bestens vernetzt.
Die SIG hat massgeblich zur Verankerung der Leistungsschutzrechte (Art. 33ff. URG) in der schweizerischen Gesetzgebung beigetragen und steht weiterhin ein für den Ausbau der Rechte der Musikerinnen, Schauspieler und Tänzerinnen, kurz: all derjenigen, die ein Werk aufführen (Definition siehe „die künstlerische Darbietung als Begriff“ weiter unten).
Kernaufgaben der SIG
- Vertretung der InterpretInnen und deren Leistungsschutzrechte in Politik, Gesetzgebung, Organisationen und Verbänden, Networking und Lobbying
- Verwaltung und Verwertung der ihr übertragenen Rechte der Ausübenden
- Beratung im Bereich „Recorded Performance“ (im Auftrag der Swissperform)
- Verteilung gewisser Vergütungen aus dem Leistungsschutzrecht (im Auftrag der Swissperform)
Ausserdem stellt dir SIG der Schweizerischen Interpretenstiftung SIS Infrastruktur und Personal zur Verfügung.
Die künstlerische Darbietung als Begriff
Gemäss URG sind ausübende Künstlerinnen und Künstler natürliche Personen, welche ein Werk darbieten oder an der Darbietung eines Werkes künstlerisch mitwirken.
Damit ist die Abhängigkeit vom Werkbegriff des Urheberrechtsgesetzes klargestellt. Nur Personen die ein Werk "darbieten", also künstlerisch interpretieren, sind ausübende Künstler, z.B. Musikerinnen, Schauspieler und Tänzerinnen.
Voraussetzung eines Schutzes ist demzufolge, dass es sich beim Dargebotenen um ein Werk handelt. Dieses muss nicht unbedingt geschützt sein, damit von einer geschützten Darbietung gesprochen werden kann. Auch Interpretinnen und Interpreten, welche Werke mit abgelaufener Schutzfrist (z.B. Werke von Mozart oder Bach) darbieten, sind ausübende Künstler im Sinne des Gesetzes.
Keine ausübenden Künstler sind z.B. Sportlerinnen, Zirkusartisten und Nachrichtensprecher, denn sie bieten kein Werk dar. Solange kein Werk vorliegt, kann es keine künstlerische Darbietung geben.
Selbst wenn ein Werk im Sinne des Gesetzes vorliegt, gelten die Mitwirkenden nicht immer als darbietende Künstler, wie z.B. die aufgenommenen Personen in einem Dokumentarfilm, die sich selber darstellen, ohne dadurch den Film (das Werk) zu interpretieren.