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Tiefer Blutzuckerspiegel
Mehr als die Hälfte aller schwangeren Frauen leiden besonders zu Beginn der Schwangerschaft unter Übelkeit. Typischerweise ist dieses unangenehme Gefühle morgens am stärksten, es kann aber leider auch zu allen anderen Tageszeiten präsent sein.
Grundsätzlich begünstigt ein tiefer Blutzuckerspiegel die Übelkeit. Manchen Frauen hilft es darum, wenn sie sich abends vor dem Zubettgehen einen Zwieback, Toast, Grissini, Knäckebrot oder eine Reiswaffe bereitlegen und diese noch vor dem Aufstehen essen. Auch sorgen häufigere, kleinere Mahlzeiten für einen stabilen Blutzuckerspiegel und werden darum besser vertragen.
Haus- und Lebensmittel, die helfen
Kräutertee (Pfefferminze), Ingwer- oder spezielle Magentees
Malzbier
Mildgesalzene Fleischbrühe
Kartoffelbrei in kleinen Portionen
Ingwer in Form von Keksen, Tee, Pastillen, Bonbons oder kandiert. Ingwerwasser können Sie sich mit frischem Ingwer selbst herstellen, wenn Sie ihn gehobelt oder geraspelt mit kochendem Wasser überbrühen und etwas ziehen lassen. Oder probieren Sie Ginger-Ale als Getränk, am besten mit etwas Fruchtsaft gemischt.
Pfefferminzbonbons
Riechen Sie an einer aufgeschnittenen Zitrone, Mandarine oder Grapefruit oder an einem Aroma-Öl, wie zum Beispiel Basilikum, Kardamom, Fenchel, Lavendel, Melisse, Pfefferminze, Rose, oder Sandelholz. Die Öle können auf ein "Schnuppertuch" getropft, in eine Duftlampe oder morgens ins Waschwasser gegeben werden.
Legen Sie sich einen Lavendelwickel auf den Magen. 12 Tropfen ätherisches Öl wird in 1 Liter Wasser gegeben und erwärmt, darin dann ein Tuch tränken.
Sanfte Bitterstoffe wie Feldthymian und Hopfen können helfen. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke, Drogerie oder in Ihrem Reformhaus beraten.
Kauen Sie gründlich Mandeln oder Erdnüsse. Manchen Schwangeren hilft auch ein Kaugummi.
Kamillen-, Anis- und Fencheltee
Weitere Massnahmen gegen Schwangerschaftsübelkeit
Neben den verschiedenen Nahrungsmittel, die die Übelkeit lindern, können auch folgende Massnahmen helfen:
Akupressur des Perikard 6-Punktes hat erwiesenermassen eine positive Wirkung. Der Punkt liegt auf der Innenseite des Unterarms drei Querfinger von der Beugefalte des Handgelenks zwischen den beiden gut tastbaren Sehnen. Drücken Sie an dieser Stelle – abwechselnd links und rechts für jeweils eine Minute – kräftig mit der Zeigefingerspitze. Einfacher geht es mit speziellen Akkupressurarmbändern. Eine in Akupunktur ausgebildete Hebamme kann Ihnen hier helfen.
Riechfläschchen mit ätherischen Ölen wirken gut. Hier ist es wichtig, dass Sie nach Ihrer Nase gehen und sich den angenehmsten Duft aussuchen.
Homöopathie kann ebenfalls hilfreich sein, sollte aber mit einer in Homöopathie ausgebildeten Hebamme besprochen werden.
Gegen die Übelkeit vorbeugen
Wenn Sie dafür sorgen möchten, dass es Ihnen gar nicht erst schlecht wird, können folgende Tipps helfen:
Ein Übelkeits-Tagebuch hilft herauszufinden, in welcher Zeit und bei welchen Speisen die Übelkeit besonders leicht eintritt.
Essen Sie kurz vor dem Schlafengehen noch eine Kleinigkeit - oder sogar mitten in der Nacht.
Stehen Sie langsam auf, denn ein abrupter Wechsel der Körperhaltung fördert den Brechreiz.
Wenn Ihnen morgens beim Zähneputzen übel wird, kaufen Sie sich eine kleine Kinderzahnbürste. Wenn auch das den Würgreiz nicht verhindert, so können Sie vorübergehend die Zähne mit dem Zeigefinger und ganz wenig Zahnpasta säubern.
Vermeiden Sie stark gewürzte, sehr fetthaltige und saure Speisen.
Gekochtes Gemüse und eingemachtes, säurearmes Obst werden besser vertragen als frische, rohe Produkte.
Trinken Sie viel, mindestens zwei Liter pro Tag – aber nicht während des Essens. Auch das Lutschen an einem Eiswürfel kann helfen. Denn Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig und lindert die Übelkeit.
Verzichten Sie auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten, was sowieso selbstverständlich sein sollte.
Müdigkeit verstärkt die Übelkeit. Gönnen Sie sich viele Ruhepausen, aber liegen Sie mit etwas erhöhtem Oberkörper. Entspannungsübungen sowie mehrere Pausen während der Arbeit sind ein Muss für die Schwangere.
Ein Spaziergang an der frischen Luft tut vorsorglich gut.