Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03108.jsonl.gz/2753

Magdalenenkirche, Rossinière
1316 erstmals als der Maria Magdalena geweihte Kirche erwähnt. Spitzbogen-Chor und Glockenturm aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. 1594 / 95 die beiden spätgotischen Fenster in der Südwand ausgebrochen und durch Steinmetz Henri Arnault mit Tuffsteinen eingefasst.
Aus dieser Zeit dürfte auch das Steinkreuz stammen, das den First des Chors ziert.
Nach der Zerstörung durch ein Unwetter 1645 vermutlich durch Architekt Anton Thierstein (1609 - ca. 1660) mit den Prismeller Baumeistern Ulrich und Antoine Isenmann und dem Zimmermann Hans Heinrich Wyssbrot wieder aufgebaut und vergrössert, die Empore und die Decke mit den rechteckigen Holztafeln geschaffen. Die Inschrift an einer Stütze erinnert an das Ereignis. Oberhalb des Chorbogens das Berner Wappen. Turmhelm wie für das benachbarte Oberland typisch.
Das Chorgestühl seitlich angeordnet.
Kanzel mit zahlreichen Einlegearbeiten von 1645 von Christian Perreten ähnlich denjenigen von Saanen und Gsteig.
Das Glasfenster im Chor «Emmaus» 1912 von Clement Heaton (1861 - 1940).
Die Orgel 1975 bei der letzten Renovation eingebaut.
Eigenwilliges Geläut mit zwei Glocken aus dem 15. Jahrhundert. Eine von Guillaume Mercier alias Fribor und eine zweite derselben Tonhöhe. Man kann sie aber aufgrund des unterschiedlichen Charakters gut auseinanderhalten. Feingliedrige spätgotische Glockenzier.
Stimmung: c’’ – c’’