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Im Projekt Radar wird beschrieben, wie sich das für die Agrarforschung relevante Umfeld entwickelt. Im Bereich Politik ist eine abnehmende Bedeutung des Staates festzustellen. Die technologische Entwicklung geht weiter und äussert sich zum Beispiel in einer Zunahme des weltweiten Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Im ökonomischen Bereich nimmt der Güter- und Dienstleistungsaustausch zwischen den Volkswirtschaften zu. Die Gesellschaft ist weniger solidarisch, lebt ungesünder, kauft jedoch umweltbewusster ein. Das Schmelzen der Schweizer Gletscher deutet auf eine globale Erwärmung hin. Die Investitionen grosser Weltfirmen in die Forschung nehmen zu. Aus den beobachteten Trends werden Thesen für die Agrarforschung abgeleitet.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.
Der Landwirtschaftssektor als Ganzes erwies sich als robust gegenüber dem COVID-19-Schock. Doch wie wirkte sich die Pandemie auf die einzelnen Unternehmen dieses Sektors aus? Am Beispiel der Schweiz zeigen wir erstmals auf, wie Importeure landwirtschaftlicher Erzeugnisse die Pandemie wirtschaftlich überstanden haben.
Die agrarökonomische Forschung verwendet eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen, um bestehende und neue politische Massnahmen zu beurteilen. Dies ist die Grundlage für eine Agrarpolitik, die nachweislich etwas bewirkt, also evidenzbasiert ist.