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Risikogruppen bei der Anwendung von Antidepressiva
Bei der Anwendung von Antidepressiva werden vorallem zwei Risikogruppen ausgemacht: Ältere Menschen und schwangere Frauen.
Therapie bei älteren Menschen
Gerade bei älteren Menschen ist oftmals eine dauerhafte Behandlung depressiver Episoden notwendig. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass in diesem Alter häufig bestehende Grunderkrankungen (z.B. COPD oder koronare Herzerkrankung) durch Antidepressiva nicht negativ beeinflusst werden. Auch der veränderte Abbau von Medikamenten bei älteren Menschen sowie etwaige Wechselwirkungen mit anderen verordneten Arzneimitteln müssen berücksichtigt werden.
Behandlung in der Schwangerschaft
Die Einnahme von Antidepressiva in der Schwangerschaft sollte mit dem Arzt abgeklärt werden. Studien zeigen unter der Einnahme von SSRI keine erhöhte Missbildungsrate, allerdings belegen neuere Studien ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten.
Oft ist die Medikamenteneinnahme nicht die alleinige Therapie, denn man darf nicht vergessen, dass die Medikamente nur als sogenannte "Krücke " dienen. Denn die eigentlichen Probleme, die die Depressionen verursacht haben, können sie nicht lösen. Hier bleibt es unverzichtbar, auf die Psychotherapie zurückzugreifen und für sich selbst, sofern möglich, zu sorgen.
Wichtig ist, dass man die Depression als Krankheit akzeptiert und sich Hilfe aus seinem Umfeld holt. Ernährungsumstellung, Bewegung und Unterstützung aus der Komplementärmedizin haben schon so manche "Wunder" bewirkt.
Text: Helga Grafe 11/2015