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Der US-Amerikaner John F. Simon, Jr. hat mit Every Icon eine Software programmiert, welche in einem Raster aus 32 x 32 weissen Quadraten alle Kombinationsmöglichkeiten von schwarzen und weissen Feldern mit einer Geschwindigkeit von 100 Varianten pro Sekunde von oben nach unten durchlaufen lässt. Das Projekt startete er am 14. Januar 1997 Punkt 9 Uhr. Am 8. Juni 1998 färbte sich die erste Zelle der zweiten Reihe Schwarz. Brauchte die erste Reihe eineinhalb Jahre, um alle der 4.3 Billionen Variationsmöglichkeiten darzustellen, steigt der Zeitfaktor für jede weitere der 32 Reihen exponentiell an. Für die zweite Reihe werden bereits Sechs Billionen Jahre veranschlagt. Bis als letztes programmiertes Bild alle 1024 Felder Schwarz erscheinen dauert es mehrere Hundert Trillionen Jahre. Etwas früher, bereits in einigen Trillionen Jahren, kann man, so Simon, ein Quadrat erkennen oder einen Pfeil.
Er beschreibt seine Arbeit als Reaktion auf das postmodernistische Verdikt vom Ende des Bildes in den ausgehenden 1980er Jahren. Mit einer minimalistischen, computergenerierten Anordnung macht er sich für die unerschöpfliche Vielfalt von bildgenerierenden, künstlerischen Verfahren stark. Die Bildgewalt seines Werks lässt dabei noch etwas auf sich warten.
(Text: Bettina Back)