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«Eine Immobilie mit Geschichte»
Die früheste chronikalische Nennung der Brodlaube stammt aus dem Jahre 1358. Die Brodlaube befand sich mindestens seit ca. 1490, wahrscheinlich schon früher, als Lehen des Klosters zu Stein im Besitze der Stadt, die dem Kloster St. Georgen hierfür einen Lehenszins zu bezahlen hatte.
Am 7. August 1846 verkauft die Stadt auf einer öffentlichen Versteigerung die Brodlaube an den meistbietenden Stadtrat Conrad Sulger Büel für 2'600 Gulden (1852 wurde gerechnet: 33 Gulden entsprechen 70 Franken neuer Währung/1 Franken = 0,4714 Gulden). Das Gebäude geht «frei, ledig und eigen mit den Rechten und Lasten wie es solche bisher besessen hat an den Käufer über, der den Kaufpreis auf Martini (11. November) des laufenden Jahres zu bezahlen verspricht. Auf das gleiche Datum hat Stadtrat Conrad Sulger Büel das Kaufobjekt anzutreten und die über diesen Kauf sich ergebenden Kosten zu bezahlen.»
Beim grossen Stadtbrand von 1863, bei dem über 40 Häuser von Stein am Rhein zerstört wurden, blieb die «Brodlaube» unversehrt. Am 22. Februar 1945 wurden durch einen amerikanischen Bombenabwurf in Stein am Rhein 9 Menschen getötet, 15 schwer verletzt und mehrere Gebäude stark beschädigt.