Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03612.jsonl.gz/3183

© Jari Peltomäki
Die Jagd auf Vögel entspricht zwar regional einer stark verwurzelten Tradition, ist aber aktuell als Sport- und Freizeitaktivität einzustufen.
Aus ökologischer Sicht kann eine den jeweiligen Verhältnissen angepasste Jagd bei Arten mit stabilen oder zunehmenden Beständen verantwortet werden, (a) wenn die Gefährdungssituation auf europäischer und nationaler Ebene berücksichtigt wird, (b) wenn sie keine messbaren negativen Auswirkungen auf die Verbreitung, die Bestände und die Sozialstruktur der betroffenen Arten hat, (c) nicht zu anderen negativen Auswirkungen auf Lebensgemeinschaften führt und (d) wenn die Jagdverantwortlichen und Jagdausübenden vermehrt auf allen Ebenen mithelfen, die alarmierende Lebensraumsituation unserer Fauna wirkungsvoll zu verbessern.
Der Bundesrat hat das UVEK im August 2016 beauftragt, bei den betroffenen und interessierten Kreisen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) ein Vernehmlassungsverfahren durchzuführen. Im Rahmen dieses Verfahrens hat die Schweizerische Vogelwarte Sempach Stellung genommen. In ihrer Stellungnahme ergänzt die Vogelwarte ihren von 2013 stammenden „Standpunkt Vogeljagd Schweiz“ mit neuen wissenschaftlichen Resultaten, insbesondere betreffend Waldschnepfe, Birkhuhn und Alpenschneehuhn.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Standpunkt der Schweizerischen Vogelwarte Sempach