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Das Portfolio wächst
In den 1970er und 1980er Jahren begannen wir, unser Portfolio auf die Behandlung weiterer chronischer Krankheiten auszudehnen.
Unser Geschäftsbereich Neuromodulation wurde offiziell 1976 eröffnet. Damals zeigten sich erste Erfolge bei der Erforschung der Stimulation als Therapie zur Schmerzlinderung. Medtronic hatte Geräte für die Tiefe Hirnstimulation und für die Stimulation des Rückenmarks entwickelt, sowie ein Produkt für die Stimulations-therapie bei Skoliose.
1977 war das Geburtsjahr eines Geschäftsbereichs für Herzklappen. Medtronic führte die mechanische Herzklappe Hall ein, benannt nach ihrem Erfinder Karl Victor Hall. Die Hall-Klappe kam ohne Schweißnähte, Verbindungsstellen oder Krümmungen aus - Faktoren, die die Struktur der Klappe schwächen können.
Von 1985 bis zum Ende der 80er Jahre vergrößerte sich das Unternehmen unter der Leitung des neuen CEO Winston R. (Win) Wallin noch weiter. Die Investitionen in die Forschung verdoppelten sich zwischen 1985 und 1988 von $ 37 Millionen auf $ 75 Millionen. Mit der Entwicklung von Produkten wie implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICDs) und der Arzneimittelpumpe SynchroMed® drang das Portfolio in neue Bereiche vor.
Die Arzneimittelpumpe SynchroMed war die weltweit erste programmierbare Pumpe, mit der Arzneimittel zur Behandlung von Spastik und Schmerz direkt ins Rückenmark abgegeben werden konnten.
Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts nutzte Medtronic seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Arzneimittelinfusion, um die Konstruktion seiner Herzschrittmacherelektroden weiter zu verbessern. Wir brachten Elektroden auf den Markt, die mit einer geringen Menge eines Steroids beschichtet waren. Dadurch verringerte sich das Risiko einer Entzündung an den Elektrodenspitzen.
Durch die Integration von fast einem Dutzend Medizintechnikfirmen konnte Medtronic sein Portfolio auf biologische Herzklappen, Geräte für Herzoperationen oder Katheter für die Koronar-angioplastie ausdehnen.
Mit der Integration des Geschäftsbereichs Cardiovascular von Johnson & Johnson konnte Medtronic die biologische Herzklappe Hancock in sein Portfolio aufnehmen.
Die Erfolgsstory geht weiter
Als William W. (Bill) George 1989 CEO von Medtronic wurde, hatte der Jahresumsatz die Grenze von $ 1 Milliarde überschritten. Ständig wurden neue Produkte eingeführt: 40% des Umsatzes wurde mit Produkten erzielt, deren Markteinführung maximal zwei Jahre zurücklag. Sechs Jahre zuvor waren es nur 14 % gewesen.Unter der Leitung von George integrierte Medtronic zahlreiche Medizintechnikunternehmen. Die meisten davon waren Marktführer auf ihrem Gebiet, zum Beispiel Sofamor Danek im Bereich Wirbelsäulenchirurgie und Arterial Vascular Engineering (AVE) im Bereich Koronarstents.
Medtronic hatte sich von einer Firma mit kleinem Portfolio zu einem internationalen Unternehmen mit breiter Palette innovativer Produkte entwickelt.
Zu unseren neuen lebensverändernden Technologien zählen kleine Herzschrittmacher mit längerer Lebensdauer, implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (ICDs) zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod, Neurostimulatoren zur Behandlung von chronischem Schmerz und Bewegungs-störungen wie der Parkinson-Krankheit, Koronarstents mit verringertem Risiko einer Restenose, Therapien für zahlreiche Wirbelsäulenerkankungen und Produkte für Operationen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.
Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren wurden in den 1990er Jahren immer kleiner. Gleichzeitig boten sie immer mehr Therapiemöglichkeiten.
In den 1990er Jahren erweiterten wir auch unsere Partnerschaft mit medizinischen Fachkräften ausserhalb von Medtronic, zum Beispiel zur Verbesserung von Therapien, um zur Kostensenkung im Gesundheitswesen beizutragen oder anderen wirtschaftlichen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Zu diesen Partnerschaften gehört die "Cardiovascular Alliance".
Zur Entwicklung und Verbesserung von Therapien arbeiten wir auch mit anderen Unternehmen zusammen, zum Beispiel mit der Novartis Pharmaceuticals Corp. im Fall von Lioresal® intrathekal, dem Arzneimittel für die intrathekale Baclofen-Infusion. Die intrathekale Baclofen-Therapie kann die Lebensqualität von Tausenden von Patienten mit schwerer Spastik verbessern.
Unser aktuelles Logo stellt schematisch einen sich aufrichtenden Menschen und damit das Ziel unserer Therapielösungen dar.
Bis 1999 hatte Medtronic mehr als 22.000 Beschäftigte weltweit eingestellt, mit deren Hilfe das Leben von 1,5 Millionen Patienten jährlich verbessert wurde. Die Zeitschrift FORTUNE bezeichnete uns als einen der 100 attraktivsten US-amerikanischen Arbeitgeber. 1999 feierte Medtronic seinen 50. Geburtstag. Er wurde unter anderem mit der Einführung eines neuen Medtronic-Logos begangen, das wir noch immer verwenden.