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Ferrari: Luxus, Geschwindigkeit und Eleganz in einem Wagen
Der italienische Autohersteller Ferrari kommt einem wohl als erstes in den Kopf, wenn man an luxuriöse Sportwagen oder die Formel 1 denkt. Die Marke ist seit ihrer Gründung ein regelrechtes Statussymbol geworden – aber wie hat alles angefangen und wie erfolgreich ist der Konzern im Vergleich zur Konkurrenz?
1947: Das Pferd geht in Startposition
Ferraris Geschichte geht bis in das Jahr 1929 zurück, als das Rennfahrer-Team "Scuderia Ferrari" unter der Leitung von Enzo Ferrari für das Team "Alfa Romeo" erfolgreiche Rennen fuhr. 1947, also kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, gründete dieser in Maranello seinen eigenen Konzern, mit dem berühmten Pferd als Emblem, dem "cavallino rampante". Zunächst wurden ausschließlich Rennwagen hergestellt, zu Umsatzzwecken aber auch an Privatkunden verkauft. Die dem Normalbürger bekannten Straßenwagen entwickelten sich erst aus diesen heraus und wurden nach ihrer Einführung schnell zum Statussymbol der Reichen und Schönen, waren also an die oberere Gesellschaftsklasse gerichtet. Trotz der enormen Anerkennung der Marke, brach auch bei Ferrari die Nachfrage massiv ein – so beispielsweise, als in Amerika dank neuer Verordnung nur noch schadstoffarme Wagen gefahren werden durften. Der Konzern "Fiat" übernahm daraufhin 1969 die Hälfte der Firmenanteile, heute besitzt er gar 90 Prozent. Erst ab 1988 – nach dem Tod des Konzern-Gründers und dem zunehmenden Erfolg von Ferrari in der Formel 1 (durch Michael Schumacher beispielsweise) – stieg die Nachfrage wieder, und so auch die Absatzzahlen auf dem internationalen Markt.
"Klein, aber oho" – Ein kleiner Konzern ganz groß
Obwohl die Marke weltweit jedem ein Begriff ist, ist der Konzern im Vergleich zu anderen Autoherstellern sehr klein und spezialisiert: Es werden ausschließlich Rennwagen und solche Straßenwagen hergestellt, die auf Prestige, Komfort und PS wertlegen, was zugleich zu den Stärken der Autos zählt. Damit sie es bleiben, setzt der Konzern bei jedem neuen Auto auf die beste verfügbare Technik. Mit fortlaufender Zeit hat sich allerdings nicht nur das Innenleben der Wagen verändert, sondern auch das Aussehen: Zwischen einem der Klassiker, "750 Monza" (1966), und dem neueren "Enzo Ferrari" liegen Welten. Dabei sind diese nur zwei der vielen Flaggschiffe des Konzerns: Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Modelle, die über die Jahre bei Ferrari entwickelt wurden. Mit diesen kann sich der Autohersteller weltweit mit Renommee und steigenden Absatzzahlen durchaus behaupten. Wurden 2008 noch 6.452 Fahrzeuge verkauft, stieg die Zahl innerhalb von drei Jahren auf stolze 7.000 Einheiten, wobei 28 Prozent der Fahrzeuge in die USA geliefert wurden. Zu diesem Zeitpunkt erwirtschafteten rund 3.000 Beschäftigte 2,25 Milliarden Euro – dem Konzern zufolge ein Rekord. Glaubt man dem Trend, so wird es mit Ferrari als einer der führenden Sportwagen-Hersteller auch in Zukunft Luxus, Geschwindigkeit und Eleganz in einem Wagen geben.