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Schwimmen – Start in Paris
Der 22-jährige John Herzig, der bei Redfish Neuenburg trainiert, schwamm an der Seite von etlichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Auf die Frage, ob er den Weltklasseathleten habe etwas abschauen können, meint er: «Nicht unbedingt. Denn jeder Schwimmer schwimmt in Bezug auf seine körperlichen Voraussetzungen. So musste ein Ian Thorpe zum Beispiel mit seiner Schuhgrösse 52 den Beinschlag forcieren. Ihm abzuschauen, nützte also den meisten nicht viel.» Dennoch war die erste Weltcup-Selektion für John Herzig ein interessantes Erlebnis.Herzig schwamm über 50 m Crawl in 23,80 Sekunden und blieb 11 Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit: «Wir schwammen am Morgen früh, es war schwer und die Konkurrenz hart.»Die 100 m Crawl schwamm er in 52,00, womit er zwei Zehntel über seiner PB lag. Auch dieses Rennen fand am Morgen statt, und Herzig war am Morgen diese Distanz noch nie so schnell geschwommen.Die Schweizer Staffel mit Daniel Rast (Liestal), John Herzig, Adrien Perez (Neuenburg) und Damien Courtois (Lancy) qualifizierte sich über 4×100 m Crawl für den Final. Das Team schwamm auf den 8. Rang, wurde aber disqualifiziert, weil der Startschwimmer einen Fehlstart hingelet hatte. Für John Herzig war das Rennen aber ein Erfolgserlebnis, weil er in 50,18 Sekunden die schnellste Zeit der Schweizer schwamm: «Es entspricht 50,7 in einem Einzelrennen, und ich bin überzeugt, dass ich diese Saison unter 50,00 schwimmen kann, denn mein Rennen in Paris war nicht perfekt», hält er fest.
Im Olympia-Projekt
Für die Schweizer Schwimmer geht es dieses Jahr um das Staffelprojekt für die Olympischen Spiele 2008. Derzeit sind auch vier Schweizer Schwimmer an der Universiade in Bangkok im Einsatz. Dort sind drei Athleten schneller gewesen als Herzig, womit der Murtner also derzeit viertbester Schweizer ist und voll im Staffelprojekt und vor der Olympiaselektion steht. «Voraussetzung ist aber, dass alle vier Schwimmer unter 50,9 Sekunden schwimmen», sagt Herzig. bi