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Bei Leopold Ruzicka (1887-1976) fällt einem zuerst ein, dass er Chemiker und Nobelpreisträger war. 1939 wurde dem ETH-Professor zusammen mit Adolf Butenandt für seine Arbeiten über Polymethylene und höhere Terpenverbindungen der Nobelpreis für Chemie verliehen. Womit beschäftigte sich der berühmte Forscher aber in seiner Freizeit? Er hatte eine grosse Leidenschaft für holländische Maler und Gartenarbeiten und war auch ein Hobbyfotograf.
Ruzicka, Leopold. Zermatt: Kapelle Findellen, Matterhorn. 1920. Autochromplatte, 9 x 12 cm (Dia 248: 53)
Mit seinem Nachlass sind 62 von insgesamt 90 Lumière-Autochromplatten, die zwischen 1915 und 1922 entstanden sind, in die Archive und Nachlässe der ETH-Bibliothek gelangt. Mit Lumière-Autochromplatten bezeichnet man ein frühes Verfahren der Farbfotografie, das 1904 von den Brüdern Lumière entwickelt wurde. Die erhaltenen Autochromplatten von Leopold Ruzicka enthalten überwiegend Landschaftsaufnahmen von Glarner, Bündner und Berner Alpen sowie vom Tessin. Die 62 Aufnahmen wurden digitalisiert und sind im Bildarchiv Online zugänglich gemacht.
Links:
Informationen über Leben und Werk von Leopold Ruzicka: http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=ENG&func=find-b&find_code=SYS&request=004199257; http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=ENG&func=find-b&find_code=SYS&request=000240133 und http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1939/ruzicka-bio.html