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Seit 42 Jahren hat keine Frau mehr ein Rennen in der Formel 1 bestritten. Seit dem Ausstieg von Susie Wolff als Testfahrerin von Williams zum Ende der Saison 2015 gehört keine Frau mehr zum erweiterten Fahrerfeld der «Königsklasse». Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard und Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey wollen dies langfristig ändern.
Für das kommende Frühjahr wurde mit Coulthard und Newey als namhafte Zugpferde die Gründung der «W Series» bekannt gegeben. Die Fahrerinnen sollen dort Erfahrungen sammeln und sich für höhere Aufgaben empfehlen.
Wir glauben fest daran, dass Frauen und Männer auf demselben Level wettbewerbsfähig sein können.
«Du musst kein Mann sein, um ein erfolgreicher Rennfahrer zu sein», sagte Coulthard. «Wir glauben fest daran, dass Frauen und Männer auf demselben Level wettbewerbsfähig sein können.» Derzeit können sich Frauen auf GP3-Level aber nicht richtig entwickeln. «Deshalb ist eine eigene Frauenserie nötig.»
Gefahren wird künftig zunächst auf 6 Strecken in Europa. 18 bis 20 Starterinnen, die ein spezielles Auswahlverfahren durchlaufen haben, sollen die Chance auf ein Cockpit bekommen. Gefahren wird in Formel-3-Einheitsautos. Als Preisgeld sind vorerst 1,5 Millionen Dollar festgesetzt.
Ich bin zutiefst enttäuscht, einen solchen historischen Rückschritt miterleben zu müssen.
Bei IndyCar-Star Pippa Mann kommt die neue Serie nicht gut an. Für die Britin macht die Aufteilung in weibliche und männliche Kategorien keinen Sinn. Mann sieht in der «W Series» eine Abschottung der Frauen. «Ich bin zutiefst enttäuscht, einen solchen historischen Rückschritt miterleben zu müssen. Was für ein trauriger Tag für den Motorsport», klagte die 35-Jährige.
Anderer Meinung ist Wolff, die 2014 und 2015 im Williams in 3 freien Trainings zum Einsatz kam: «Jede Serie, die Frauen die Chance gibt, eine Saison lang kostenlos zu fahren, ist eine positive Sache», sagte die Schottin gegenüber Blick.
Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 01.11.18, 06:18 Uhr