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Mitte Februar hatte der Staatsrat vier Varianten zur Sanierung der Abfall-Deponie La Pila in Hauterive präsentiert. Bei der ersten Variante soll die ganze Deponie ausgehoben werden, bei den anderen drei Varianten jeweils nur ein Teil – bei der vierten am wenigsten. Der Staatsrat kommunizierte dabei, dass er der Position des Bundesamts für Umwelt folgen wolle, das sich für Variante 2 aussprach: 80 Prozent des PCB sollen dabei entfernt werden. Allerdings möchte sich der Staatsrat noch an die Variante 3 annähern.
Die Naturschutzorganisation Pro Natura Freiburg fordert nun eine komplette Dekontaminierung der Deponie. «Wenn einige der PCB-Rückstände in der Deponie verbleiben, wie in den vom Staatsrat aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugten Varianten, besteht ein Umweltrisiko», schreibt die Organisation in einer Mitteilung von gestern. Die Schadstoffe seien sehr schwer abbaubar und hochgiftig. Besonders bei Überschwemmungen sei das Risiko sehr gross, dass die Schadstoffe in die Umwelt gelangten. Fachleute schätzten, dass der Klimawandel in Zukunft zu mehr extremen Überschwemmungen führe. «Wenn wir die Deponie jetzt nicht vollständig sanieren, haben wir in 30 Jahren ein Problem», sagte Luca Maillard, Geschäftsführer von Pro Natura Freiburg, auf Anfrage. «Wir sehen heute, dass Dinge, die wir vor 30 Jahren nicht angepackt haben, grosse Konsequenzen haben.»
In der Deponie La Pila wurde bis 1973 der Abfall der Stadt Freiburg entsorgt, von Baustellenmaterial über Industrie- bis zu Haushaltabfällen.