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Lizerne
oder Liserne (La) (Kt. Wallis, Bez. Conthey). Wildbach, entspringt in 2280 m in einem zwischen der Fava (2614 m) und dem östlichsten Ausläufer der Gruppe der Diablerets gelegenen kleinen See, wendet sich zunächst nach SW. gegen den breiten Thalkessel von Derborence, in den er zwischen der Tour Saint Martin und dem Mont Gond eintritt, erhält dann von rechts den Abfluss des die Bäche der benachbarten Hochthälchen (besonders die Derbonère und Chevalentze) sammelnden Lac de Derborence und biegt nach S. ab, um schäumend durch das zwischen dem Haut de Cry und Six Rond tief eingeschnittene Val de Triquent oder Val de Très Coeurs zu eilen und durch eine wilde und finstere Mündungsschlucht beim Dorf Ardon ins Thal der Rhone einzutreten. In Ardon treibt er verschiedene kleine industrielle Etablissemente und fliesst dann in gerader Linie über seinen nur von knorrigen Fichten bewachsenen Schuttkegel der Rhone zu, in die er 3 km weiter unten nach einem Gesamtlauf von 15 km in 480 m Höhe von rechts mündet.
Hat sich im Mittellauf beinahe ausschliesslich in jurassische oder Neocomschichten eingeschnitten. 1268: Yserna;
1457: Isernia;
durch Verschmelzung mit dem Artikel zu
Liserne
und
Lizerne geworden.