Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/304

Schmerzen – aber warum?
Schmerzen zu empfinden, ist für unsere Gesundheit von grosser Bedeutung: Denn nur wenn wir per Schmerz das Signal aus unserem Körper erhalten, dass etwas nicht in Ordnung ist, können wir aktiv werden und den Auslöser behandeln oder vermeiden. Ein Beispiel: Wären wir dazu in der Lage, unsere Hand auf eine heisse Herdplatte zu legen, ohne dabei Schmerzen zu verspüren, würden wir uns regelmässig schwerste Verbrennungen zuziehen – und in der Folge womöglich die Funktionsfähigkeit der betroffenen Hand verlieren. Da der Kontakt mit der Herdplatte aber einen scharfen Schmerz verursacht, ziehen wir die Hand sofort zurück und bewahren sie dadurch vor weiterem Schaden. Die International Association for the Study of Pain beschreibt Schmerzen daher in ihrer Definition als unangenehme sensorische oder emotionale Erfahrung, die mit tatsächlichem oder möglichem Gewebeschaden verbunden ist oder sein könnte.
Wie entsteht in einer solchen Situation also der Schmerz? Werden an einer bestimmten Stelle im Körper die Nervenzellen gereizt (zum Beispiel durch Kälte, eine Verletzung oder eine Entzündung), übermitteln sie dieses Signal ans Gehirn, die übergeordnete Schaltzentrale im Körper. Es prüft die Botschaft, „übersetzt“ sie in wahrnehmbare Schmerzen und sorgt nötigenfalls für eine entsprechende Reaktion: Sie kann von einem Abbruch der aktuellen Tätigkeit bis hin zur Flucht vor der Schmerz-Ursache reichen.