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Ein weiterer Grund den Rechtsextremen in Brüssel einen Fusstritt zu verpassen. Die EU schreibt der Autoindustrie neue Technologien vor, die der «Freiheit des Autofahres» endgülig den Todesstoss versetzen.
Die EU ordnet an, dass alle neuen Autos mit einer vorgeschriebenen Technologie (ISA) ausgestattet werden müssen, die Autofahrer ab 2022 zwingt ausnahmslos jede Geschwindigkeitsgrenze einzuhalten. Jedes Fahrzeug wird über GPS ermittelt und das Tempolimit wird mithilfe des Systems ISA je nach vorgeschriebener Geschwindigkeit angeglichen. Das System kann dann die eingeschränkte Höchstgeschwindigkeit automatisch anpassen, indem die Motorleistung begrenzt wird. Wenn man einen anderen Autofahrer überholen will, muss man das System zuvor ausschalten, weil ISA beim Fahrzeugstart automatisch aktiviert wird. Wenn der Fahrer einige Sekunden lang über dem Tempolimit fährt, löst das System einige Sekunden lang einen Alarm aus und eine visuelle Warnung wird angezeigt, bis das Fahrzeug wieder bei oder unter dem Tempolimit fährt.
Innerhalb von drei Jahren nach Verabschiedung der Rechtsvorschriften durch die Europäische Kommission müssen neue Modelle serienmässig mit ISA ausgestattet sein. Die Rechtsvorschriften sollen ab Mai 2022 für Modelle, die noch nicht für die Produktion freigegeben wurden, und Mai 2024 für derzeit zum Verkauf stehende Neuwagen in Kraft treten.
Das Gesetz beinhaltet eine Reihe neuer Sicherheitsmassnahmen, die nun im September vom Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten förmlich genehmigt werden müssen. Die Autos müssen mit Sicherheitssystemen wie Datenloggern, autonomen Notbremsen, Spurhalteassistenten, Ermüdungserkennung des Fahrers und Rückfahrkameras oder Sensoren ausgestattet sein. Autofahrer stehen damit unter permanenter Überwachung, als würde eine unsichtbare Person immer auf dem Platz des Beifahrers sitzen.
Alle neuen Modelle müssen zudem über Vorrichtungen für Alkoholsperren verfügen, damit sie später mit Promille Prüfgeräten verbunden werden können.