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Was könnte die Tunnelblick Ursache sein? Gehört der Tunnelblick zu den Burnout-Symptomen? Was sagt er aus? Kann eine Erschöpfungsdepression bei diesem Symptom noch abgewendet werden?
Was ist ein Tunnelblick?
Das Burnout hat eine Reihe von unspezifischen Symptomen bis hin zu massiven, die sich in den fortgeschrittenen Phasen der Erschöpfungsdepression zeigen.
Dabei handelt es sich um Schutzmassmassnahmen, Scheuklappen aufsetzen und irgendwie durchkommen oder – direkt ins Burnout?
In Bezug auf die Erschöpfungsdepression wird von einem Tunnelblick gesprochen, wenn Menschen nicht mehr fähig oder unwillig sind, ihre Umwelt wahrzunehmen, die ausserhalb von dem absolut Notwendigen liegt.
Was sind mögliche Tunnelblick Ursachen?
Viele Bedingungen können zu Tunnelblick führen. Blutverlust in bestimmten Teilen des Gehirns kann manchmal zu Tunnelblick führen.
Tunnelblick kann auch durch einen Tumor verursacht werden, der auf den Sehnerv drückt. Bestimmte Augenkrankheiten können zu einem Tunnelblick führen. Retinitis pigmentosa ist eine schwere erbliche Augenkrankheit, die zu Tunnelblick und möglicherweise völliger Erblindung führen kann.
Glaukom, eine Erkrankung des Sehnervs, die durch einen zu hohen Augendruck verursacht wird, kann ebenfalls eine Ursache sein.
Obwohl Schlaganfall und Netzhautablösung eingeschränkte Gesichtsfelder verursachen können, wird echter Tunnelblick am häufigsten durch ein schweres Glaukom und Retinitis pigmentosa verursacht.
Stress und andere psychische Probleme können ebenfalls einen Tunnelblick-Effekt verursachen.
Fehlt die Kraft?
So als wenn sie Scheuklappen aufsetzen würden, richten sie ihren Blick oder besser ihre Aufmerksamkeit nur noch auf das Notwendigste.
Zu mehr fehlt einfach die Kraft. Damit erwecken Burnout-Erkrankte oft einen lethargischen Eindruck, dabei sind sie innerlich extrem angespannt und gestresst.
Burnout – ist das emotionale Gehirn überlastet?
Neurobiologisch handelt es sich bei einem Burnout im fortgeschrittenen Stadium um eine hochgradige Überreizung des natürlichen Alarm-Anspannungssystems und einer permanenten Überlastung des emotionalen Gehirns (Limbisches System).
Durch die Überlastungen werden die Botenstoffe reduziert. Es kommt zu einem Mangel des Gute-Laune-Hormons Serotonin sowie des Motivationshormons Dopamin und Opioiden, den natürlichen Schmerzkillern.
Ebenso fehlt es an dem Freundschaftshormon Oxytocin, das uns offener und unserer Umwelt zugewandter macht.
Indem das emotionale Gehirn durch das Burnout überfordert ist, werden die Betroffenen traurig, unsensibel nach aussen und doch überempfindlich gegenüber Kritik. Sie werden lustlos und verschliessen sich.
Nach innen hin fühlt sich der Burnout-Erkrankte total angespannt, ein seelisches Gemetzel ohne ein Ende in Sicht.
Diese Situation sorgt für Scham. Es ist etwas Unbekanntes, was diese Menschen, die für gewöhnlich im Leben stehen, nicht an ihnen kennen und schon gar nicht zugeben wollen. Besser einen Tunnelblick einnehmen und durch.
Was, wenn der Tunnelblick anhält?
Wir alle schalten einmal auf Tunnelblick, wenn wir uns auf etwas konzentrieren müssen, wenn etwas Priorität hat und zügig erledigt werden sollte. Für gewöhnlich handelt es sich aber um einen begrenzten Zeitraum.
Ein anhaltender Tunnelblick als Symptom einer Erschöpfungsdepression ist ein höchst alarmierendes Signal.
Es sollte ernst genommen und schnellstens Hilfe gesucht werden, denn am Ende dieses Tunnels gibt es kein Licht.
Ist der Tunnelblick ein Notfall?
Jede Art von Sehverlust oder Sehstörung kann sehr beunruhigend sein. Extrem stressige Situationen können manchmal zu einem Tunnelblick führen. Zum Beispiel kann das Gesichtsfeld einer Person während einer Panikattacke beeinträchtigt sein.
Bestimmte Extremsportarten können ebenfalls zum Auftreten des Zustands führen, ebenso wie bestimmte Berufe wie z. B. Kampfpiloten. Auch hohe Beschleunigungen werden als Ursache für den Tunnelblick genannt.
Da das Sehvermögen extrem eingeschränkt wird, kann ein plötzlich auftretender Tunnelblick sehr gefährlich sein und sollte als medizinischer Notfall behandelt werden.
Ihr Augenarzt wird die Veränderungen des Sehvermögens genau beobachten, während Sie in Behandlung sind.
Leben mit Tunnelblick
Menschen mit Tunnelblick sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Da die Sicht auf den direkten Blick nach vorne beschränkt ist, muss eine Person große Vorsicht walten lassen, wenn sie einfach durch einen Raum geht.
Wir merken vielleicht gar nicht, wie sehr wir unser peripheres Sehen nutzen, bis es uns genommen wird. Es kann sogar unmöglich sein, einen Führerschein mit Tunnelblick zu erhalten, da das es Fahren erfordert, dass Sie alles um Sie herum zu sehen.