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So hat alles angefangen - heute
Vor vielen, vielen Jahren haben zwei Buben, Edi Wettstein und Edy Baptista, beim Viehüten Mundharmonika gespielt. Der eine auf der linken, der andere auf der rechten Talseite vom Schanfigg. Etliche Jahre später diskutierten sie an einem Stammtisch über Musik. Da haben sie entdeckt, dass das Muulörgeli für sie ihr Lieblingsinstrument ist. Spontan kramten beide ein Muulörgeli aus der Jackentasche und begannen spontan zu musizieren.
Später gesellten sich Lieny Tarnutzer als "Begleiter" mit einer Vineta und Guido Fontana als Bass-Spieler dazu. Guido war damals aber auch Bass-Spieler bei der Kapelle Oberalp und hatte leider sehr wenig Zeit zum Muulörgela, da er neben seinem Beruf sehr viele Auftritte mit der Kapelle Oberalp hatte. So wurde nach einem weiteren Bassisten gesucht. R. Kurmann war bereit, den Mundharmonika-Bass zu lernen. Leider verunglückte er 1980 bei einem Arbeitsunfall tödlich. Darauf hin fragte Edi Wettstein seinen Bruder Arthur, ob er Lust hätte, Bass zu spielen. Dieser war nicht abgeneigt, denn sein Vater war Bass-Spieler bei der Ländlerkapelle "Echo vom Calanda Chur/Ems" und so schien das Talent zum Bassspielen genetisch durchaus gegeben. Kurz darauf gesellte sich auch ein zweiter Begleiter, Jürg Linder, zu den Musikanten. Für die Auftritte musst nun ein Name her, da immer an den Anlässen immer wieder nach dem Kapellnamen gefragt wurde. Da alle Musikanten in Chur wohnhaft waren, einigte man sich im 1981 auf den Namen "Churer Muulörgeler".
v. l. n. r.: Edi Wettstein, Melodie; Jürg Linder, Akkord; Arthur Wettstein, Bass;
Edy Baptista, Melodie; Lieny Tarnutzer, Begleit
Nach ein paar Jahren hat Jürg Linder aus zeitlichen Gründen die Churer Muulörgeler verlassen und wurde durch Rico Bacchini ersetzt. Als dieser dann bei der Kapelle Oswald Schaub angefangen hat Schwyzerörgeli zu spielen, hatte auch Lieny Tarnutzer keine Lust mehr bei den Churer Muulörgelern weiterzuspielen. So standen diese vor dem "Aus". Von den Melodiespielern hat dann jeder für sich weitergespielt. Zwei Jahre später hat die Verbliebenen das Muulörgeli-Fieber wieder gepackt. Mit Hans Donau wurde im 1995 ein neuer Begleiter gefunden und weiter ging's.
Im 1999 fühlte sich Edi Wettstein zu alt für Auftritte und wollte nicht mehr weiterspielen. Kurt Michel, der mit einem Inserat nach Anschluss in einer Mundharmonika-Formation suchte, hat dann die 2. Stimme von Edi Wettstein übernommen.
Im 2003 verspürte Edy Baptista keine Lust mehr zum Muulörgela. Zum Glück konnte Hans Steffen als 1. Stimmen-Spieler gewonnen werden.
Kurt Michel wollte sich im 2011 anderen Projekten widmen. Brigitte Göring ist dann als 2.-Stimmen-Spielerin eingesprungen.
Heinz Erni hat im 2016 die Akkordstimme von Hans Donau übernommen, der krankheitshalber nicht mehr weiterspielen konnte. Zum Glück konnten bis anhin alle Lücken nahtlos aufgefüllt werden.
Im Mai 2019 hat Arthur Wettstein diese Welt für immer verlassen. Ob und wie es mit den Churer Muulörgeler weitergeht steht noch in den Sternen. Wir halten euch auf dem Laufenden...