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Der Name ist schon mal Programm. Der Internationale Skiverband (FIS) mit Sitz am Thunersee hat jüngst die Marke «FIS Games» beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum schützen lassen. Derzeit arbeitet man hinter den Kulissen an einem Konzept, um alternierend zu den Olympischen Spielen alle vier Jahre einen Grossevent mit den Highlights der sechs olympischen Disziplinen unter der Schirmherrschaft der FIS durchzuführen.
Über das Konzept entschieden werden soll am ordentlichen FIS-Kongress in der letzten Mai-Woche in Portugal. Um genügend Vorlaufzeit zu haben, wäre die erste Austragung realistischerweise für das Jahr 2028 angedacht. Wer das forsche Tempo des neuen FIS-Präsidenten Johan Eliasch – dem geistigen Vater der Idee – in Betracht zieht, kann sich die Premiere unter Umständen jedoch bereits für das Jahr 2024 vorstellen.
Es ist nicht die einzige Idee, welche der britisch-schwedische Geschäftsmann und Multimilliardär, der sich in der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr klar gegen den Schweizer Urs Lehmann durchsetzte, in den vergangenen Monaten ins Spiel gebracht hat. Eliasch denkt, sollten die FIS Games bei den Landesverbänden keine Mehrheit finden, alternativ über eine jährlichen Turnus der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften nach. Damit würde er dem Biathlonverband folgen, welcher lediglich im Durchführungsjahr der Olympischen Winterspiele auf eine WM verzichtet.
Gemäss aktuellen Überlegungen sollen die FIS Games zusätzlich zu den ordentlichen Weltcup-Veranstaltungen gebündelt in einem Land stattfinden. Da der Skiverband bereits an den ordentlichen Olympischen Spielen aktuell 55 von insgesamt 109 Medaillenentscheidungen verantwortet, sieht die Idee nicht einfach ein «halbes Olympia» vor. Vielmehr soll es ein Highlight-Programm der attraktivsten FIS-Disziplinen bieten – zum Beispiel nur Slalom und Abfahrt bei den Alpinen, dazu einzelne Events im Skispringen, Langlauf, Ski Freestyle und Snowboard.
Die Planspiele des Internationalen Skiverbandes betreffend auch die Schweiz. Bei Swiss Ski hat man am 1. April 2021 eine eigene Tochterfirma «Weltmeisterschaften AG» ins Leben gerufen und eine Strategie für die regelmässige Organisation von Grossveranstaltungen bis ins Jahr 2037 entworfen. Neben zweimal WM im Ski Alpin sowie bereits zugesprochen erhaltene Titelkämpfe im Freestyle und Biathlon gehört auch die erstmalige Durchführung einer Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im Jahr 2031 zum Konzept.
Weil es in der Schweiz derzeit an keinem Ort sowohl eine WM-taugliche Normal- und Grossschanze wie geeignete Langlauf-Loipen gibt, hat Swiss Ski an einem Workshop als nächste Schritte hin zu nordischen Titelkämpfen einerseits millionenschwere Investitionen in Infrastruktur-Projekte in Engelberg, Kandersteg, Lenzerheide und im Obergoms im Rahmen des nationalen Sportanlagenkonzepts (Nasak) geplant. Andererseits will man in den kommenden Jahren die Veranstalterkompetenz in diesen Regionen stärken.
Weil in Kandersteg eine Grossschanze, in Engelberg eine Normalschanze und in Davos Loipen für Massenstartrennen fehlen, würde eine Nordische Ski-WM in der Schweiz wohl auf einem dezentralen Konzept basieren. Genau so, wie es die FIS Games vorsehen. Kommt hinzu, dass die Schweiz eines der wenigen Länder ist, welches Weltcup-Veranstaltungen in allen FIS-Disziplinen anbietet oder anbieten kann.
Aus diesem Grund schaut man bei Swiss Ski derzeit gespannt auf die Trockenübungen des Internationalen Verbandes. Das Interesse, allenfalls die Premiere dieser Olympischen Winterspiele im Taschenformat im Jahr 2028 in die Schweiz zu holen, ist durchaus vorhanden. Und hätte wohl auch Einfluss auf die terminliche Abfolge der geplanten Schweizer WM-Bewerbungen. Also FIS Games allenfalls anstatt Nordische Ski-Weltmeisterschaften drei Jahre später. Und vielleicht hat die Mini-Olympiade sogar Einfluss auf die Alpine Ski-WM 2027 in Crans-Montana.
Konkrete Planspiele will Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann nicht machen. Das sei alles noch viel zu hypothetisch. «Nur soviel: Johan Eliasch ist mit dem Gedanken auf mich zugekommen, die Schweiz sei für die Austragung der ersten FIS Games prädestiniert. Wir prüfen das gerne ernsthaft, wenn wir das tatsächliche Konzept kennen. Bisher ist es für uns nicht mehr als eine Idee», sagt Urs Lehmann. (aargauerzeitung.ch)
Scott Morrison begrüsste den Entscheid der Richter. Dieser sei aus Gründen der «Gesundheit, Sicherheit und der Ordnung» gefallen, schrieb der australische Premierminister. Es sei «im öffentlichen Interesse» geschehen.