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Das Forschungsprojekt beleuchtet zum ersten Mal umfassend die vielfältige und formenreiche Theatergeschichte der Republik der Drei Bünde (16. bis 18. Jahrhundert). Ausgangspunkt ist die Untersuchung theaterhistorisch relevanter Phänomene, welche auf einer umfangreichen Archivrecherche beruht. Mit der theaterwissenschaftlichen Methode der Erforschung der Theatralitätsgefüge unterschiedlicher Zeiträume und dem Theaterbegriff der szenischen Vorgänge wird eine breite Erfassung verschiedenster Aufführungspraktiken sowie Theaterdiskurse möglich sein. Das Spektrum reicht dabei von theatralisierten Kulthandlungen über Machtinszenierungen und szenischem Brauchtum bis zu Theaterverboten und textbasierten Theateraufführungen. Diese Studie zur Theatergeschichte des dreisprachigen, paritätischen und ländlichen Gebiets der Drei Bünde wird auch Erkenntnisse zu Fragen des Kulturtransfers, der kulturellen Koexistenz und Identität liefern.