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374 EU-Abgeordnete stimmten für eine zeitlich beschränkte Neuzulassung, 225 votierten dagegen und 102 Parlamentarier enthielten sich. Anfang März hatten die EU-Mitgliedsländer und die EU-Kommission eine Entscheidung über die Wiederzulassung von Glyphosat vertagt, da keine Mehrheit für den Beschluss zustande kam. Dies soll spätestens im Mai nachgeholt werden.
Denn die Marktzulassung für Glyphosat läuft in der EU Ende Juni aus. Bis dahin muss entschieden werden, ob das Mittel erneut zugelassen werden soll - und für wie viele Jahre. Dabei ist die EU-Kommission nicht verpflichtet, der Forderung des EU-Parlaments zu folgen. Vor allem Grüne und Umweltschutzorganisationen haben gegen die Wiederzulassung der Chemikalie protestiert. Bauernverbände dringen dagegen auf eine weitere Freigabe des massenhaft versprühten Mittels.
Der US-Agrarkonzern Monsanto vertreibt Glyphosat unter dem Markennamen Roundup und hat damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar erzielt.