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SITTEN, den 19. Oktober 2015 – Der Verwaltungsrat der WKB schlägt vor, die Kapitalstruktur durch Einführung einer Einheitsnamenaktie mit einem Nennwert von CHF 10.- zu vereinfachen. Diese Umstrukturierung führt namentlich zur Aufhebung des Stimmprivilegs der vom Staat Wallis gehaltenen Namenaktien sowie des Dividendenprivilegs der von den Privataktionären gehaltenen Inhaberaktien gegen eine angemessene Entschädigung. Gemäss diesem Vorschlag bietet der Staat Wallis den Privataktionären einen Aktienverkauf zu einem Vorzugspreis an: Wer aktuell fünf Inhaberaktien besitzt, könnte eine Zusatzaktie zum Preis von 300 Franken kaufen. Diese Massnahmen werden von einer Kapitalerhöhung begleitet, durch welche der Staat Wallis seine nachrangige Forderung gegenüber der Bank in Aktien umwandelt. Die vorgeschlagene Transaktion muss noch vom Staatsrat, vom Grossrat und von einer Inhaberaktionärsversammlung gutgeheissen werden.
Der Verwaltungsrat hat die Empfehlungen der Arbeitsgruppe, welche die Umstrukturierung des Aktienkapitals der WKB und die Aufhebung der getrennt berechneten Dividende prüfen soll, einstimmig pauschal genehmigt. Diese Arbeitsgruppe, welche von Herrn Maurice Tornay, Vorsteher des Departements für Finanzen und Institutionen, präsidiert wird, setzte sich aus Vertretern des Staates Wallis und der WKB zusammen und wurde von externen Bankfachleuten unterstützt.
Folgende Massnahmen wurden von der Arbeitsgruppe empfohlen und vom Verwaltungsrat pauschal verabschiedet:
- Aufhebung der getrennt berechneten Dividende gegen eine Entschädigung. Gegenwärtig sieht der Artikel 8 der Statuten der WKB eine getrennt berechnete Inhaberaktiendividende vor : Neben der Grunddividende, welche bis zu einem Satz von 5 % gleich berechnet wird wie jene der vom Staat gehaltenen Namenaktien, wird auf den Inhaberaktien eine zusätzliche Dividende in Form eines Mehrfachen des Satzes der Namenaktien ausgeschüttet. Dieses Verhältnis wird jedes Jahr von der Generalversammlung aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit der Bank sowie der Situation an den Finanzmärkten festgelegt.
Der Verwaltungsrat schlägt die Aufhebung der getrennt berechneten Dividende ab dem Geschäftsjahr 2016 gegen eine angemessene Entschädigung der Inhaberaktionäre vor. Die Entschädigung erfolgt dabei in Form von handelbaren Bezugsrechten, welche es den Inhabern der 400‘000 Inhaberaktien ermöglichen, 80‘000 börsenkotierte WKB-Aktien mit einem Nennwert von je CHF 100.- zum Preis von CHF 300.- pro Aktie zu erwerben. Die für die Ausübung der Bezugsrechte notwendigen Titel werden durch den Staat Wallis abgetreten. Für das Geschäftsjahr 2015 schlägt der Verwaltungsrat vor, bei der Bestimmung der Zusatzdividende auf den Inhaberaktien das (seit 2012 angewandte) Mehrfache von 2 beizubehalten.
- Umwandlung der Forderung des Staates Wallis im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Seit der Umwandlung der Bank in eine Aktiengesellschaft hat der Staat Wallis gegenüber der Bank eine nachrangige Forderung mit einem Nennwert von CHF 50‘000‘000.-, deren Umwandlung vorbehalten ist. Der Verwaltungsrat schlägt vor, dass diese Forderung im Rahmen einer Kapitalerhöhung in Aktien der Bank umgewandelt wird, und zwar durch Ausgabe von 80‘000 neuen Aktien mit einem Nennwert von CHF 100.- (welche nicht von dem unter der obigen Ziffer 1 vorgesehenen Bezugsrecht profitieren werden) zum Emissionspreis von CHF 740.- pro Aktie. Diese Kapitalerhöhung würde vom Staat Wallis vollumfänglich gezeichnet und durch Umwandlung seiner Forderung beglichen werden, wobei der Restbetrag in bar liberiert wird. Um den Privataktionären die Ausübung ihres Vorbezugsrechts zu ermöglichen, würde sich der Staat Wallis verpflichten, die erforderliche Anzahl Aktien zum selben Preis abzutreten. Die neuen Aktien werden mit einem Dividendenrecht für das Geschäftsjahr 2016 ausgegeben.
- Einführung einer Einheitsnamenaktie im Wert von CHF 10.-. Diese Massnahme setzt voraus, dass der Nennwert der Namenaktien mit einem aktuellen Nennwert von CHF 50.- durch 5 und der Nennwert der Inhaberaktien mit einem aktuellen Nennwert von CHF 100.- durch 10 dividiert wird (Split) und die Inhaberaktien gleichzeitig in Namenaktien umgewandelt werden. Diese Massnahme führt zur Aufhebung des mit den Namenaktien des Staates Wallis verbundenen Stimmprivilegs und ermöglicht somit die Anwendung des Prinzips „eine Aktie, eine Stimme“.
Auch nach der Umstrukturierung des Kapitals möchte der Verwaltungsrat eine Dividendenrendite pro Aktie vorschlagen, die so attraktiv ist wie bisher.
Die Umsetzung dieser Massnahmen hängt von den erforderlichen Genehmigungen des Staatsrates und des Grossrates im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten ab sowie von einer Aktionärsgeneralversammlung und für die Aufhebung der getrennt berechneten Dividende von einer Sonderversammlung der WKB-Inhaberaktionäre. Der Transaktionszeitplan steht bis dato noch nicht fest.
Die WKB informiert im Rahmen ihrer Ad-hoc-Publizitätspflichten.
Kontaktperson: Pascal Perruchoud, Präsident der Generaldirektion Tel. 027 324 65 50