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Es erwischt mich jeden Frühling wieder: plötzlich rinnt die Nase, kratzt der Hals und schmerzt der Kopf. Dann weiss ich jeweils, dass ich mir die obligate Erkältung eingefangen habe.
Heuer ist mir ein Prachtsexemplar davon ins Netz! Es handelt sich wahrscheinlich um eine Kreuzung von ordinärer Erkältung mit Heuschnupfen, die mir das unangenehme Gefühl vermittelt, ein wohltemperierter fritteli zu sein. Aufgrund der angekratzten Stimmbänder klinge ich nur leider eher verstimmt denn wohltemperiert, und aufgrund der Heuschnupfenbeimischung tränen auch noch die Augen. Es ist eine grosse Pracht.
Also sitze ich nun zu Hause, blogge mir die Bazillen aus dem Körper und trinke T– pardon: …und trinke ein Getränk, das niemals den rigiden Reufer’schen Qualitätskontrollen standhalten würde, und das ich deshalb nicht Tee zu nennen wage. Nennen wir es deshalb lieber einen Aufguss von in Papiertütchen eingearbeiteten, bei der Herstellung von Kräutermischungen anfallenden Nebenprodukten, die dem Wasser eine rote Färbung verleihen (landläufig auch mal Hagebuttentee genannt). Natürlich mit Zucker. Aber da es sich bei diesem Gebräu eh nicht um Tee handelt, sehe ich in der Hinzufügung von Zucker auch keinen Verstoss gegen den Reufer’schen Ehrenkodex des Teetrinkens. Und solang’s schmeckt, ist’s erlaubt.