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1832 fand in Luzern das 6. Eidgenössische Schützenfest statt. Mit dabei ist Leinenweber Johann Lüthi (1800-1969) aus Oberbuchsiten SO, nicht als Schütze sondern als Hilfe in der Festwirtschaft.
Johann Lüthi macht Bekanntschaft mit einer jungen Frau. Mit ihr und einem befreundeten Pärchen macht er einen Tagesausflug mit Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee und anschliessender Wanderung auf die Rigi.
In Noten ausgedrückte Dankbarkeit
Wieder zurück im Kanton Solothurn kommen ihm am Webstuhl die passenden Verse zu einem neckischen Volkslied in den Sinn. Der Musiker aus einfachen Verhältnissen erinnert sich dankbar an die schönen Stunden, die er am Fusse der Rigi verbringen durfte. Er will seiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen und entschliesst sich, ein Lied zu schreiben.
Leider sind die handschriftlichen Aufzeichnungen Johann Lüthis und so auch das Rigilied-Manuskript bei einer Feuersbrunst in Flammen aufgegangen. Doch das Lied war schon damals sehr verbreitet und überdauerte die Zeit.
Komponist Johann Lüthi
Johann Lüthi wurde am 6. Dezember 1800 im solothurnischen Oberbuchsiten geboren. Der ausgezeichnete Klarinettist, Sänger und Dirigent wurde im Militär Trompeter in der Infanterie.
Er unterhielt das Volk während Jahrzehnten mit seiner weit herum bekannten Fünfermusik. Neben althergebrachten Tänzen spielte seine Kapelle unzählige eigene Melodien, darunter natürlich das Rigilied. Am 11. November 1869 starb der Musikus an einer Lungenentzündung.