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Ehrendoktorate
Ehrendoktor des Jahres 2018
La Faculté de théologie décerne le doctorat honoris causa 2018 à Madame Nicole Bériou.
Madame Bériou est professeur émérite de l’Université de Lyon II, directrice d’études émérite de l’École pratique des hautes études, directrice honoraire de l’Institut de recherche et d’histoire des textes, chevalier de l’ordre de la Légion d’Honneur, officier de l’ordre des Palmes Académiques et correspondant de l’Institut. Le 9 novembre dernier elle a été élue membre de l’Académie des Inscriptions et Belles Lettres.
Ses recherches ont principalement porté sur l’étude de la prédication au Moyen Âge, plus spécialement au xiiiesiècle. En s’attachant à retrouver dans l’abondante documentation parvenue jusqu’à nous les traces d’une pratique sociale de la communication, elle a cherché à restituer les conditions d’émergence de ce nouveau système de communication, à analyser la diffusion et la réception du message religieux, et aussi à étudier l’expression de l’imaginaire et des représentations mentales qui affleurent dans les sources.
En plus d’études magistrales sur la prédication médiévale publiées sous la forme de volumes ou d’articles (plus de cent), Nicole Bériou a préparé l’édition critique de corpus de sermons, dont celui de l’archevêque de Pise Federico Visconti. Elle a dirigé une équipe de recherche internationale qui travaille à l’édition électronique, en libre accès sur internet, de collections de sermons modèles, en commençant par les recueils compilés par le Frère Prêcheur Jacques de Voragine.
Nicole Bériou a également dirigé plusieurs autres équipes dont les travaux ont donné lieu à des publications monumentales, parmi lesquelles on peut citer, pour la seule année 2009, un Dictionnaire européen des ordres militaires au Moyen Âge, un volume consacré aux Pratiques de l’Eucharistie dans les Églises d’Orient et d’Occident (Antiquité et Moyen Âge) et un ouvrage intitulé Économie et religion, l’expérience des ordres mendiants.
Avec d’autres chercheurs, dont un professeur de notre faculté, Nicole Bériou vient d’achever un vaste projet de traduction française de toutes les sources, principalement du xiiie siècle, permettant d’accéder à la connaissance de saint Dominique.
Ehrendoktor des Jahres 2017
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ
Der 1945 Geborene ist Mitglied der Gesellschaft Jesu, emeritierter ordentlicher Professor für Pastoraltheologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und Honorarprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Mit seinen zahlreichen Publikationen und seinem sonstigen Wirken in Wissenschaft und Kirche steht er für eine Theologie, die das interdisziplinäre Gespräch sucht und dem weltweiten Charakter der katholischen Kirche Rechnung trägt – und zwar als kritischer Beobachter sowie als Förderer des Austausches der Gaben in der Weltkirche im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils. Bei der Bischofssynode über die Familie (2015), bei der er als einziger deutschsprachiger Theologe Berater der deutschen Bischöfe war, befürwortete er eine Pastoral der Barmherzigkeit im Sinne der Kirchenreform von Papst Franziskus, dessen Denken er in hervorragender Weise kennt.
Ehrendoktor des Jahres 2016
Timothy Radcliffe OP
Der Dominikanerorden feiert dieses Jahr sein 800-jähriges Jubiläum. Die Theologische Fakultät, die eng verbunden ist mit diesem Orden, hat beschlossen, aus diesem Anlass Bruder Timothy Radcliffe zu ehren. 1945 in London geboren, übernahm er später wichtige Aufgaben im Orden: Prior im Kloster von Oxford (1982-1988), Provinzial von England (1988-1992) und schliesslich Magister des Dominikanerordens (1992-2001). In dieser Funktion wurde er auch Grosskanzler der Theologischen Fakultät. Sein Schaffen und seine Werke haben ihm mehrere Auszeichnungen und Ehrentitel beschert. Im Jahre 2015 hat Papst Franziskus ihn in den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden aufgenommen. Freude und Brüderlichkeit sind für ihn von wesentlicher Bedeutung, sowie der Kampf für Gerechtigkeit und Frieden. Mit seiner direkten Art und anschaulichen Bildern ermöglicht er auch bildungsferneren Menschen einen Zugang zum Christentum und seiner Denkweise. Dr. Timothy Radcliffe lebt die Theologie und Predigt ohne jegliche Weltfremdheit. Ihm gelingt die Verbindung von Tradition mit der Moderne, der schlichte Gebrauch der Vernunft mit einer offenen Vision.
Dr. Timothy Radcliffe wird vom ehemaligen Rektor der Universität, Prof. Guido Vergauwen, bei der Zeremonie vertreten. Dieser war mehrere Jahre lang Assistent des Ordensmagisters Timothy Radcliffe für das intellektuelle Leben des Dominikanerordens.
Ehrendoktor des Jahres 2015
Prof. Denis Edwards
Die Ehrendoktoren 2015 stammen aus der Schweiz, Australien und Italien – dieses Jahr findet sich auch ein Ehepaar unter ihnen. Die Universität Freiburg würdigt den Herzchirurgen Thierry Carrel; Michel Lachat, den ehemaligen Präsidenten des Jugendstrafgerichts des Kantons Freiburg; Carl August Zehnder, emeritierter Professor für Informatik der ETH Zürich; die beiden international anerkannten Restauratoren historischer Denkmäler Donatella Zari und Carlo Giantomassi sowie den katholischen Theologen Denis Edwards aus Adelaide.
Der diesjährige Dies academicus der Universität Freiburg fand am Samstag 14. November statt. An diesem Anlass haben wieder verschiedene verdiente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft einen Ehrendoktortitel einer der fünf Fakultäten der Universität Freiburg erhalten. Die Ehrengäste waren am Anlass zugegen.
Theologische Fakultät – Denis Edwards
Die Theologische Fakultät hat den Ehrendoktortitel an den katholischen Theologen Denis Edwards verliehen. Er unterrichtete 21 Jahre systematische Theologie an der Flinders University in Adelaide. Seit 2014 ist er Professorial Fellow an der Australian Catholic University (Adelaide Campus). Der Priester der Erzdiözese Adelaide forscht und publiziert über ökologische Themen der Theologie und plädiert für eine ökologische Bekehrung, wie sie Papst Johannes Paul II gefordert hat. Er engagiert sich an mehreren internationalen Konferenzreihen zur Wissenschaft und Theologie, die vom Center for Theology and the Natural Sciences (Berkeley) und dem Vatican Observatory mitfinanziert werden. Die Ehrung von Denis Edwards will das Augenmerk auf die Forschung zur ökologischen Theologie im angelsächsischen Raum lenken.
Ehrendoktor des Jahres 2014
Prof. Nicholas Thomas Wright
Die Theologische Fakultät verleiht den Ehrendoktortitel an den anglikanischen Theologen Nicholas Thomas Wright. N.T. Wright war schon früh im ökumenischen Dialog engagiert und wurde bereits 1975 als Delegierter an die Vollversammlung des Weltkirchenrats nach Nairobi entsandt. Von 2000 bis 2003 war er Canon Theologian of Westminster und wurde anschliessend zum Bischof von Durham geweiht. Im Zentrum seiner Publikationen steht das auf mehrere Bände angelegte historisch-theologische Forschungsprojekt Christian Origins and the Question of God. Die Schriften des Apostels Paulus als Quelle der Verständigung der kirchlichen Traditionen sind sein besonderes Forschungsgebiet. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen verfasst Wright auch allgemeinverständliche Bücher. 2010 trat er als Bischof zurück, um sich als Professor für Neues Testament und frühe Christenheit an der Universität St Andrews der Forschung zu widmen. Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg würdigt durch die Verleihung des Ehrendoktorats N.T. Wrights biblisch-theologischen Studien; seine Werke, die Brücken zwischen verschiedenen christlichen Traditionen und Denkformen schlagen, sowie seine Fähigkeit, theologische Ansätze einem breiteren Publikum zu vermitteln.
La docteure honoris causa de l’année académique 2013/2014
Prof. Theresia Hainthaler
Die Theologische Fakultät hat den Ehrendoktortitel an Theresia Hainthaler verliehen, Honorarprofessorin der Hochschule Sankt-Georgen Frankfurt, die sich zur Gänze der wissenschaftlichen und ökumenischen Arbeit aus einer tiefen kirchlichen Überzeugung und Solidarität widmet. Nach dem Studium der Mathematik begann sie Theologie zu studieren und wurde Mitarbeiterin von Kardinal Aloys Grillmeier. Seit 1994 ist sie für das Projekt Jesus Christus im Glauben der Kirche verantwortlich. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamte christliche Literatur der Spätantike auf ihre christologischen Aussagen hin wissenschaftlich zu untersuchen und zu verstehen. Die Autorin engagiert sich ebenfalls sehr für den ökumenischen Dialog, nicht nur auf akademischem Niveau, sondern sie war für den Einheitsrat der Katholischen Kirchen als Beraterin im «Joint Committee for Theological Dialogue between the Catholic Church and the Assyrian Church of the East» (2002-2004) tätig, bevor sie zum Mitglied der «Commission for Theological Dialogue of the Catholic Church and the Orthodox Churches as a whole» und des «Joint Coordinating Committee for the Theological Dialogue of the Catholic Church and the Orthodoxe Churches as a whole» ernannt wurde. Auch für die Deutsche Bischofskonferenz ist sie als Konsultorin für den Dialog mit den Ostkirchen tätig.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2012/13
Giorgio Agamben
Die Theologische Fakultät verleiht den Ehrendoktortitel dem bekannten italienischen Philosophen Giorgio Agamben. Nach einem Jurastudium an der Universität La Sapienza in Rom schloss Agamben 1965 sein Philosophiestudium mit einer Arbeit über die politischen Schriften der französischen Philosophin Simone Weil ab. In seiner Studienzeit pflegte Giorgio Agamben den freundschaftlichen und intellektuellen Austausch mit Persönlichkeiten aus Literatur- und Filmkreisen, wie Elsa Morante, Alberto Moravia und Ingeborg Bachmann. Mit Regisseur Pier Paolo Pasolini arbeitete er auch als Darsteller des Apostels Philippus im Film "Il vangelo secondo Matteo" zusammen. Nach mehreren Jahren in Paris kehrte Giorgio Agamben nach Italien zurück und leitete für der Verleger Giulio Einaudi die italienische Ausgabe der gesammelten Werke von Walter Benjamin, wobei er auf wichtige Manuskripte des Autors stiess. Seit 2003 bis zu seiner Emeritierung war Agamben Professor für Ästhetik an der Universität IUAV in Venedig. Giorgio Agamben ist einer der profiliertesten zeitgenössischen Philosophen; seine Analysen haben nicht selten wichtige gesellschaftlich-politische Entwicklungen antizipiert. Agamben stellt in seinen Schriften die Tragfähigkeit der heutigen Menschenrechtskonzepte in Frage und will dazu ermutigen, die Einzigartigkeit des Menschen und dessen ethisch-politische Verantwortung neu zu denken und zu leben.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2011/12
Prof. Andrea Riccardi
Anlässlich des Dies Academicus der Universität Freiburg vom 15. November hat die Theologische Fakultät die Ehrendoktorwürde an Herrn Andrea Riccardi, Professor für Zeitgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Christentumsgeschichte an der Universität Rom III und Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, verliehen. Dieser musste jedoch seine Anreise in die Schweiz kurzfristig auf persönlichen Wunsch des Italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano absagen.
Am 16. November wurde Riccardi nun zum Mitglied der neuen Experten-Regierung unter Premierminister Mario Monti ernannt. Er wird "Minister ohne Portefeuille für Internationale Zusammenarbeit und Integration".
Aus diesem Grund musste auch ein mit Spannung erwarteter Vortrag von Herrn Riccardi über "Evangelium und Prophetie in Europa" am Nachmittag abgesagt werden. Der Vortrag hätte die 1. Vorlesung „Bartolomé de Las Casas“ über „Religion im Zeitalter der Globalisierung“ sein sollen.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2010/11
Dominik Duka O.P., Erzbischof von Prag
Die Theologische Fakultät verlieh den Ehrendoktortitel an Mgr Dominik Duka, der am 10. April 2010 zum Erzbischof von Prag berufen wurde. Die Fakultät möchte damit seinen Einsatz für den christlichen Glauben und das kirchliche Leben in einem Land, in welchem der Glaube in der Vergangenheit besonders unterdrückt wurde, ehren. Bischof Duka musste seinen Dienst als Seelsorger zwischen 1975 und 1989 heimlich ausüben, während er in der Autofabrik ZVU von Hradec Kràlové arbeitete. Aufgrund seiner Lehre, seinen heimlichen Veröffentlichungen und seinen Auslandkontakten war er von 1981 bis 1982 zusammen mit dem tschechischen Schriftsteller Vàclav Havel im Gefängnis Plzen-Bory inhaftiert. Trotz allem hörte er nie auf, das biblische Wort zu verbreiten. Autor von zahlreichen Büchern über die Einführung in die Heilige Schrift, in die Theologie und in das Gebet. Zuletzt das meisterhafte Werk Kampf für die Menschheit: Entwurf einer biblischen Anthropologie. Duka hat ebenfalls an der tschechischen Ausgabe der Bibel von Jerusalem mitgewirkt.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2009/10
Erzbischof Piero Marini
Die Theologische Fakultät verlieh den Ehrendoktortitel an Piero Marini, Erzbischof und Präsident des Päpstlichen Komitees für die internationalen Eucharistischen Kongresse. Piero Marini hat in seinem wissenschaftlichen und pastoralliturgischen Wirken entscheidend dazu beigetragen, dass die Ziele der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Weltkirche erreicht werden. Als Päpstlicher Zeremonienmeister hat er modellhaft gezeigt, wie in Treue zur Tradition der Kirche und mit situationsbezogener Kreativität die Umsetzung vom liturgischen Buch in die Feier der Liturgie gelingen kann. Er hat den vom Konzil gestellten Auftrag der Inkulturation des Glaubens und der Liturgie durch die Gestaltung der Papstgottesdienste auf allen Kontinenten in herausragender Weise verwirklicht. Durch seine grundlegende Reflexion und seine Offenheit gegenüber den Anforderungen der heutigen Zeit hat Piero Marini neue Wege für die Präsenz der Liturgie in den Medien gewiesen.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2008/09
Prof. Dr. Rotraud Wielandt
Die Theologische Fakultät ehrt Rotraud Wielandt, Professorin für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Bamberg. Prof. Wielandt gehört zu den Ersten, die sich für das Gedankengut der modernen Muslime und für den gegenwärtigen Islam als pluriformer, denkender Glaube interessierte und dabei stets den christlich-muslimischen Dialog und die Suche nach dem Konsens in den Vordergrund stellte. Als Gründerin und Leiterin des DFG-Graduiertenkolleg «Anthropologische Grundlagen und Entwicklungen in Islam und Christentum» in Bamberg hat Rotraud Wielandt auch das Centrum für interreligiöse Studien CIS, ebenfalls im bayrischen Bamberg, mitbegründet. In ihrer akademischen Qualifikation ist Prof. Wielandt eine gefragte Beraterin und Gutachterin für Einrichtungen der Bundesrepulik Deutschland, wie der Islamkonferenz, den Gerichten oder auch der Deutschen Bischofskonferenz. Seit mehreren Jahren gilt Rotraud Wielandt als die gefragteste Gerichtsgutachterin in Anti-Terror-Prozessen mit islamistischem Hintergrund.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2007/08
Prof. Ulrich Luz
Die Theologische Fakultät ehrt Ulrich Luz, emeritierter Professor am Lehrstuhl für Neues Testament an der Christkatholischen und Evangelischen Fakultät der Universität Bern. Als akademischer Lehrer habe er die befreiende Botschaft des Neuen Testaments in der Sprache des heutigen Menschen weit über die Grenzen der Schweiz hinaus in den europäischen, asiatischen und afrikanischen Raum verbreitet, schreibt die Fakultät in ihrer Laudatio. Mit seinem Kommentar zum Matthäus-Evangelium setzte er einen epochalen Markstein in der neutestamentlichen Exegese. Luz leistete zudem einen wesentlichen theologischen Beitrag zum interreligiösen Dialog, ermöglichte den Aufbau von wissenschaftlichen Bibliotheken und biblischen Instituten in Sophia und Sankt Petersburg und steht seit Jahrzehnten im ökumenischen Gespräch mit dem katholischen Christentum. Sein Werk ist ein Beweis dafür, dass theologische Dichte und Aktualitätsbezogenheit nicht im Gegensatz zu historisch-kritischen Methoden stehen.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2006/07
Mario Botta
Botta hat im Laufe der letzten Jahrzehnte auf beinahe allen Kontinenten zukunftsweisende Werke der Architektur geschaffen, darunter zahlreiche christliche Kirchen und Kappellen. In seinen Werken, Schriften, Lehrveranstaltungen und Vorträgen verdeutlicht Botta den für ihn grundlegenden Zusammenhang der Architektur mit der religiösen Dimension des Menschen und inspiriert damit die interdisziplinäre Diskussion zwischen Theologie und Architektur. Botta gehört zu den international renommiertesten Schweizer Architekten, seine Arbeit ist mit zahlreichen Auszeichnungen und Ausstellungen gewürdigt worden. Zudem hat sich Mario Botta als Mitbegründer um die Architekturakademie Mendrisio der Università della Svizzera Italiana verdient gemacht, wo er seit 1996 einen Lehrstuhl innehat.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2005/06
Prof. Dr. Rüdiger Bubner
Rüdiger Bubner, Professor der Philosophie an der Universität Heidelberg, erhält von der Theologischen Fakultät den Ehrendoktor. Er ist im klassischen philosophischen Denken verwurzelt, nimmt aber auch zu aktuellen Fragestellungen (Hermeneutik, Ethik, Politik, Ästhetik), die auch die Theologie unmittelbar betreffen, kompetent Stellung. Sein philosophischer Ansatz einer lebensweltlich orientierten Rationalität biete fruchtbare Anknüpfungspunkte für die Suche nach einer theologischen Rationalität, schreibt die Theologische Fakultät in ihrer Laudatio. Bubners Überlegungen zur „Dialektik als Topik“ regen zu einer Neuformulierung der „loci theologici“ im aktuellen Kontext an. Sein Versuch einer hermeneutischen Vermittlung zwischen der Kritischen Theorie (Habermas) und der eher überlieferungsgebundenen Hermeneutik Gadamers kann als die philosophische Vorzeichnung für eine theologische Hermeneutik betrachtet werden, die dem heilsgeschichtlichen Charakter der christlichen Offenbarung gerecht wird.
Le docteur honoris causa de l’année académique 2004/05
Msgr Dr. Ivo Fürer
Die Theologische Fakultät verleiht Ivo Fürer, dem Bischof von St. Gallen, den Titel eines Doctor honoris causa. Mit dieser Auszeichnung wird anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils sein Einsatz für die Umsetzung von dessen Anliegen gewürdigt, auf Bistums-, auf gesamtschweizerischer und europäischer Ebene, wo er als Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen in der Zeit der Spaltung Europas mit ausserordentlichem Einsatz am Aufbau der Bistümer hinter dem Eisernen Vorhang gewirkt hat. Ivo Fürer habe mit grossem juridischen Fachwissen und seelsorgerischem Einfühlungsvermögen die Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils mitgeprägt, schreibt die Theologische Fakultät in ihrer Laudatio. Gewürdigt wird auch sein Engagement auf lokaler Ebene, wo er als Bischof das Gespräch mit allen sucht und pointiert Stellung nimmt zu gesellschaftspolitischen Fragen.
Verzeichnis der bisher verliehenen Ehrendoktorate
2011 Prof. Andrea Riccardi
2010 Dominik Duka O.P., Erzbischof von Prag
2009 Mgr Piero Marini, Erzbischof und Präsident des Päpstlichen Komitees für die internationalen Eucharistischen Kongresse
2008 Prof. Dr. Rotraud WIELANDT, Professorin für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Bamberg
2007 Prof. Dr. Ulrich LUZ, em. Professor für Neues Testament an der Universität Bern
2006 Mario BOTTA, Architekt
2005 Prof. Dr. Rüdiger BUBNER
2005 Msgr Dr. Ivo FÜRER, em. Bischof von St. Gallen
2004 Prof. Dr. Klaus LEISINGER
2004 Dave BRUBECK, Jazz-Musiker
2002 Prof. Norbert METTE
2002 Msgr Michel SABBAH, Lateinischer Patriarch von Jerusalem
2001 Prof. Serge Henri LANCEL
2000 Prof. Boris BOBRINSKOY
2000 Prof. Angelus A. HÄUSSLING O.S.B.
1999 Prof. Klaus DEMMER M.S.C.
1999 Msgr Desmond TUTU, Erzbischof der anglikanischen Diözese von Cape Town
1998 Prof. Gustavo GUTIERREZ
1997 Sr. Liliane JUCHLI
1997 Msgr Julio CABRERA OVALLE, Bischof von Santa Cruz del Quiché
1995 Wim WENDERS, Kino-Regisseur
1994 Prof. Raymond TOURNAY o.p.
1993 Prof. Franco BIFFI
1988 R.P. Roman BANNWART O.S.B.
1988 Prof. Kurt SCHUBERT
1988 Dr. Ursula SCHUBERT-JUST
1985 Br. Max THURIAN
1985 Anne Marie HOECHLI-ZEN RUFFINEN
1984 Prof. Bernard OUTTIER O.S.B.
1981 Prof. Enrique DUSSEL
1981 Prof. Charles LOHR
1979 Prof. Pierre BONNARD
1979 Paul HUBER, Komponist
1978 Prof. Alois HAAS
1977 Prof. Lukas VISCHER
1977 Meinrad HENGARTNER, Gründer und erster Direktor des Fastenopfers
1974 Prof. Peter BROWN
1971 Mgr Dom Helder PESSOA CAMARA, Erzbischof von Récife
1970 R.P. Johannes BECKMANN
1970 Ferdinand GEHR, Maler
1967 Prof. Jean-Louis LEUBA
1967 Dr. Hans Urs VON BALTHASAR
1965 R.P. Yves CONGAR o.p.
1965 Prof. Joseph ZIEGLER
1961 Mgr Augustin Kardinal BEA S.J.
1959 R.P. Otto HOPHAN OFMCap.
1957 Msgr Joseph HASLER, Bischof von St. Gallen
1952 Msgr Nestor ADAM, Bischof von Sitten
1952 Abt Johann KRAUS
1949 Domherr Karl FRY
1946 Msgr François CHARRIERE, Bischof von Lausanne-Genf-Fribourg
1945 Msgr Eduard WYMANN, Archivar des Kantons Uri
1945 Msgr Angelo JELMINI, Apostolischer Administrator von Lugano
1944 Msgr Paul RENAUDIN
1942 Msgr Christian CAMINADA, Bischof von Chur
1940 Msgr Filippo BERNARDINI, Apostolischer Nuntius in der Schweiz
1939 Msgr Robert MAEDER
1939 Msgr Joseph MEILE, Bischof von St. Gallen
1936 Msgr John Timothy MAC NICHOLAS o.p., Erzbischof von Cincinnati
1928 Msgr Albert MEYENBERG, Regens des Priesterseminar in Luzern
1920 Msgr Marius BESSON, Bischof von Lausanne - Genf - Fribourg
1900 Msgr Augustin EGGER, Bischof von St. Gallen