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Gemäss einer neuen Studie befinden sich die reichsten 1% auf dem besten Weg dazu, in den nächsten 12 Jahren über zwei Drittel des Weltvermögens zu besitzen. Seit 2008 sei ihr Vermögen im Schnitt jährlich um 6% gewachsen, während das Vermögen der restlichen 99% im Schnitt nur 3% im Jahr gewachsen sei.
Geht es in dieser Grössenordnung weiter, wächst das aktuelle Vermögen der 1% von 140 Trillionen Franken auf 305 Trillionen Franken im Jahr 2030. Man stelle sich vor: 1% von gut 7.5 Milliarden Menschen besitzt mehr als die Hälfte des ganzen Vermögens auf der Welt.
Gründe sehen die Spezialisten in der Einkommensungleichheit, dem höherem Sparzins für Vermögende und der vereinfachten Möglichkeit zur Anhäufung von Vermögenswerten. Das heisst, Vermögende können ihr Geld einfacher, schneller und gewinnbringender investieren.
Noch nie habe es in der Geschichte der Menschheit eine derartige Einkommensungleichheit gegeben. Gleichzeitig sei aber auch der durchschnittliche Lebensstandard der Menschen noch nie so hoch gewesen. Das heisst, noch nie schafften es so viele Menschen so schnell, die Armutsgrenze zu überwinden.
Die Studie wurde von einem Zusammenschluss aus britischen Parlamentarier*innen, Akademiker*innen, Wirtschaftsführer*innen und Gewerkschaften in Auftrag gegeben. Da ein Grossteil der Menschen gemäss Umfragen das Vertrauen in die Regierungen verliert und zunehmend überzeugt ist, dass diese nur nach den Wünschen der Superreichen agieren, fordert der Zusammenschluss die Regierungen im Hinblick auf den G20-Gipfel in Japan zum Handeln auf, bevor die Wut über die Ungleichheit ein unkontrollierbares Mass annimmt.