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Mit 476 Menschen an Bord ist die südkoreanische Fähre Sewol gekentert und gesunken. Bis Montagmorgen wurden 64 Tote geborgen, 238 Passagiere bleiben vermisst. Die Staatspräsidentin wirft dem Kapitän mörderisches Verhalten vor. Mehrere Crew-Mitglieder sind in Haft.
Ein Schiffsunglück wegen fahrlässigen Verhaltens des Kapitäns: Das gab es in den letzten zwanzig Jahren fünf Mal.
Die polnische Fähre kenterte vor der Küste Rügens, 55 Menschen starben. Das Schiff war bei Sturm ausgelaufen. Ein polnisches Seegericht stellte später erhebliche Sicherheitsmängel an der Fähre fest. Der Kapitän, der ebenfalls ums Leben kam, wurde gemeinsam mit der Reederei, dem See-Amt Stettin und den Polnischen Hochseelinien für eine der bisher schlimmsten Nachkriegsschiffskatastrophen auf der Ostsee verantwortlich gemacht.
Der Kapitän und der zur Schicht eingeteilte Erste Offizier hatten sich das Fußballspiel zwischen dem Hamburger SV und Panatinaikos Athen im Fernsehen angeschaut, als die griechische Fähre vor der Insel Paros auf ein Riff lief und sank. 81 von rund 560 Menschen an Bord starben.
Ein Gericht verurteilte den Kapitän 2006 zu einer Haftstrafe von 16 Jahren, unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Zu den weiteren Verurteilten gehörte auch der Erste Offizier, zu 19 Jahren Gefängnis.
Mindestens 1027 Menschen starben, als die Fähre im Roten Meer rund 90 Kilometer vor dem Hafen Safaga in Ägypten sank. Auf dem Schiff befanden sich insgesamt 1414 Passagiere.
Um ein Feuer zu löschen, sollen Besatzungsmitglieder Meerwasser genutzt haben – das zusätzliche Gewicht soll das Schiff zum Kentern gebracht haben. Die ägyptische Regierung machte den Kapitän für das Unglück verantwortlich, weil er zu spät ein Notsignal gesendet habe.
Der Frachter rammte einen Brückenpfeiler in der Bucht von San Francisco, das Schiff war bei Nebel auf dem Weg nach Südkorea. Durch ein Loch im Rumpf des Frachters liefen danach mehr als 220.000 Liter Öl aus.
Für angrenzende Gewässer und Strände wurde der Notstand ausgerufen. Der Kapitän wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt, der Betreiber des Schiffes nach Angaben des US-Justizministeriums zu einer Millionen-Strafe.
Das Kreuzfahrtschiff kenterte mit 4232 Menschen an Bord nahe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste.
Die Havarie forderte 32 Menschenleben. Erste Haftstrafen hat ein Gericht schon im vergangenen Jahr verhängt, unter anderem gegen mehrere Crew-Mitglieder.
Auch der Kapitän wurde angeklagt, das Verfahren läuft noch. Er soll das Schiff bereits während der Evakuierung verlassen haben.
Die Fähre mit 476 Menschen an Bord kenterte vor der Küste Südkoreas. Zum Zeitpunkt des Unfalls war das Schiff von der unerfahrenen Dritten Offizierin gesteuert worden. Der Kapitän des Schiffes geriet vor allem durch die missglückte Evakuierung in die Kritik.
Gegen ihn und mehrere Crew-Mitglieder wurde mittlerweile Haftbefehl wegen Vernachlässigung erlassen. Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye kritisierte den Kapitän scharf. Sein Verhalten nach der Havarie sei «vergleichbar mit Mord», sagte das Staatsoberhaupt: «Seine Taten und die einiger Besatzungsmitglieder waren vollkommen unverständlich und inakzeptabel.»