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Das Projekt „Formulierung, Inszenierung und Instrumentalisierung der deutsch-französischen Sprachgrenze im touristischen Kontext“ betrachtet die deutsch-französische Sprachgrenze der Schweiz unter einem neuen Blickwinkel, indem es ihre Verwendung in touristischen Diskursen und Aktivitäten untersucht. Dieser Blick auf die Sprachgrenze durch die „Brille“ des Tourismus versetzt die Schweizer Mehrsprachigkeit in den Kontext der Globalisierung und der damit zusammenhängenden sozioökonomischen Veränderungen. Die Forschung konzentriert sich auf zwei an der Sprachgrenze liegende Regionen in den Kantonen Wallis und Freiburg, nämlich die Region Sierre/Salgesch und Murten/Morat, in welchen der Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielt. In ethnographischer Vorgehensweise wird untersucht, welche Rolle die Sprachgrenze bzw. die Zweisprachigkeit für touristische Angebote, wie z.B. Werbe- und Informationsmaterial, die Organisation touristischer Institutionen und die Durchführung touristischer Aktivitäten, spielt. Dabei interessiert auch, inwiefern die Sprachgrenze im touristischen Raum (landschaftlich und urban) sichtbar gemacht wird. Ziel des Projekts ist es, zu zeigen wie Sprache – hier in Form der Sprachgrenze und Zweisprachigkeit – in einem für die Schweiz wirtschaftlich relevanten Sektor verwendet wird und welche Folgen dies konkret für die lokale Sprachsituation und die Sprecher der jeweiligen Sprachen hat. Das Projekt füllt damit die bestehende Forschungslücke zwischen der traditionellen Mehrsprachigkeitsforschung und der marktwirtschaftlich ausgerichteten empirischen Tourismusforschung.