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Le Corbusier
Fleissig, genial und furchtlos.
Als Sohn eines Designers und einer Musiklehrerin in La Chaux-de-Fonds geboren, entdeckte er während der Ausbildung zum Graveur an der Ecole d'Art in La Chaux-de-Fonds die Malerei und Architektur. Arts and Crafts und Art Nouveau inspirieren ihn.
An derselben Kunsthochschule studierte er Architektur und unternahm zahlreiche Studienreisen quer durch Europa. Er arbeitete in führenden Architekturbüros. 1914 entwickelte er das Bausystem «DOM-INO» zur industriellen Serienfertigung von Häusern in Stahlbeton-Skelettbauweise. Seine Zeitschrift «L'Esprit Nouveau» legte die Konzeption einer modernen Architektur dar: Die Signatur Le Corbusier erschien. Le Corbusier veröffentlichte sein «Manifest des Purismus»: Demnach ist das künstlerische Werk durch den Umgang mit elementaren, geometrischen Formen bestimmt.
1922 publizierte er seine städtebauliche Konzeption für drei Millionen Einwohner, das Prinzip der «Strahlenden Stadt». Basis dieses Konzepts bilden die Trennung von Auto- und Fussgängerverkehr sowie die Bebauung in Form von Grosswohneinheiten, in die die Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen integriert werden. Das Projekt wurde weltweit kontrovers diskutiert. Seine architektonischen Schriften erschienen unter dem Titel «Vers une Architecture». Le Corbusier vereinigte in seinen Bauten die Gestaltungsweise des Funktionalismus mit prognostischem Denken, ohne die Architektur als Kunst zu vernachlässigen.
Die Mitbegründer der «Congrès Internationaux d'Architecture Moderne» bereiste als Städteplaner die ganze Welt und gab Leitsätze für den Städtebau heraus.
Mit dem «Modulor» schuf Le Corbusier eine neue Masseinheit, die dem menschlichen Massstab angepasst war und die in Architektur und Technik universell anwendbar sein sollte.