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Im Derby gegen Galina Schaan weisen die gut aufspielenden Glarnerinnen das Liechtensteiner Team in die Schranken.
Die lange und spannende Partie wurde vom Heimteam Galina mit einem kurzen Ball eröffnet, den Nikolovska verwertete, die dann zum Service schritt und gleich noch ein Ass platzierte. Die Mazedonierin war gegen ihr ehemaliges Team einmal mehr höchst motiviert. Besonders wenn es ihr gelang, Glaronia-Captain de Azevedo Camargo zu stoppen, war sie kaum mehr zu bremsen. Die Glarner Volleyballerinnen begannen trotzdem mit einer soliden Leistung in der Verteidigung, hielten die Bälle lange im Spiel und sorgten damit für gute Unterhaltung. Mehr und mehr gerieten sie jedoch ins Hintertreffen; sie hatten Mühe gegen die stark aufspielenden Nikolovska und van der Helm. Die Einwechslung von Kamer brachte noch nicht die gewünschte Wende, allerdings fand die Juniorin dann im nächsten Satz gut ins Spiel. Nun eröffnete sie den zweiten Satz mit einem Punkt und einem Serviceass.
Die Wende kam ziemlich unerwartet: Galina hatte grosse Probleme mit den Glarner Aufschläge, konnte die Bälle oft nur irgendwie im Spiel halten und keine richtigen Aktionen lancieren. Auf der Glarner Seite sah dies dank Feusi ganz anders aus, denn die Libera bediente Rroco hervorragend, und die Passeuse gestaltete das Spiel variantenreich. Galina versuchte dagegen zu halten, allerdings ohne Erfolg.
Nach dem 1:1 in Sätzen setzte sich der souveräne Auftritt der Glarnerinnen fort, während bei Galina nun auch die Abstimmung zwischen der Passeuse und Nikolovska nicht mehr stimmte. Lenzinger und Kamer servierten druckvoll und brachten die Einheimischen noch mehr in Bedrängnis, und schon bald brach der Widerstand der Liechtensteinerinnen ganz ein.
Von der Mitte des vierten Satzes an kamen die Gastgeberinnen jedoch überraschend wieder zurück, obwohl Marjanovic eine Glanzleistung zeigte und fast jeden Ball verwertete. Jetzt gab es auch auf Glarner Seite Annahmefehler, vor allem als Boss stark servierte. Glaronia hätte sich beinahe noch zurückgekämpft, als Nikolovska für die Libera auf der Bank sass und van der Helm auf einer Hinterposition stand. Sobald dann aber die beiden grossgewachsenen Angreiferinnen wieder ans Netz kamen, war Ende Feuer für die Glarnerinnen. Galina war nun wieder im Spiel, und Glaronia musste dem Rivalen ein Tiebreak zugestehen.
Für den Entscheidungssatz ersetzte Trainer Küng am Mittelblock Nicoli durch Rusterholz, die zur Zeit über mehr Spielpraxis verfügt. Mit einer unwiderstehlichen De Azevedo Camargo im Angriff und nun auch in der Annahme und einer grossen kämpferischen Leistung erzwangen die Glarnerinnen resolut die Entscheidung und liessen vom ersten Spielzug an nichts anbrennen.
Dank dem Sieg kurz vor der Weihnachtspause sind die Glarnerinnen nun ganz nahe an einem Finalrundenplatz dran. Der Aufwärtstrend von Galina ist jedoch ungebrochen, denn wenn die kranke Stepanova wieder zurück ist, wird das Team von Trainer Demmer noch stärker sein.
Das hart umkämpfte Derby war ein toller Jahresausklang, auch weil sich beide Teams äusserst fair verhielten und dem Schiedsrichterduo nicht die kleinsten Schwierigkeiten bereiteten.
Volleyball Frauen NLB:
VBC Galina – VBC Glaronia 2:3 (25:14, 17:25, 16:25, 25:19, 6:15) Halle: Resch, Schaan – Zuschauer: 100 Spieldauer: 104 Min. – Schiedsrichter: J. Bastante, D. Zindel
Galina: Will, Meier, Hemmerle, van Deursen, S. Kaiser, R. Kaiser, Boss, Dobler, Frommelt, Sindler, van der Helm, Nikolovska. Coach: M. Demmer
Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Cetojevic, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Feusi, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig, Nicoli. Coach: P. Küng
Bemerkungen: Galina ohne Stepanova (krank), Glaronia ohne Aebli (verletzt)