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Das Naskapi lebt
Ein Student der Theologischen Hochschule von Nord-Nigeria:
Die Ausbildung hier an der Schule fordert mich akademisch und geistlich. Das Geistliche ist die Brücke zum Akademischen. Ich lerne nicht nur Theorie, sondern auch Praxis: Ich konnte in der Sprache Jenjo 1:1 Feldforschung betreiben und neue Dinge entdecken. So konkret konnte ich das noch nie! Die bescheidenen Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe, dienen nun als „Nachschlagewerk“ für andere interessierte Jenjo-Sprecher! Ich hatte auch die Gelegenheit, am 10. Geburtstag des Sprachwissenschaftlichen Zirkels in Jos darüber einen Vortrag zu halten.
An dieser Hochschule lerne ich enorm viel. Die Vorlesungen und die Übungen sind sehr nützlich. Die Übersetzungsprinzipien, die ich gelernt habe, befähigen mich, schon jetzt, noch mitten in der Ausbildung, für das Übersetzerteam eine Hilfe zu sein. Das Jenjo-Team zögert nicht, mich zu kontaktieren, wenn es Fragen zur Übersetzung gibt. Ich bin bei Entwürfen und beim Gegenlesen innerhalb des Teams dabei, ich helfe bei der Auslegung von schwierigen Bibelstellen und überprüfe die Texte selber unter der Leitung eines erfahrenen Beraters.
Othaniel Kefas Nlabephee, selber ein Jenjo-Sprecher, erreichte 2016 einen Bachelor und ist nun an einem Master in Sprachbeschreibung und Sprachentwicklung. Sein Ziel ist es, im Jenjo-Team weiterzuarbeiten und später an der Hochschule zu unterrichten.