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Cadillac Series 62
Beschreibung
Während in Europa alle für einen 30 PS starken Käfer sparten, produzierte Cadillac diese, vor Chrom strotzenden Stahlkolosse mit übertrieben grossen Heckflossen und standardmässig verbauten 325-PS-V8-Triebwerken. Geil
Dieses Schmuckstück wurde jahrelang in der Schweiz gehegt und gepflegt und steht nun zum Verkauf. Der Cadillac sucht jemanden, der zufällig einen leeren, extragrossen Einstellplatz zur Verfügung hat und gerne mit der ganzen Familie oder Freunden über die Landstrassen cruist.
Der Wagen befindet sich in einem sehr guten Zustand und ist als Veteran geprüft. Die Lackierung ist sehr schön und alles funktioniert wie es soll. Der Motor schiebt ordentlich an und die Automatik schaltet butterweich durch die langen Gänge. Sitze und Fenster lassen sich elektrisch bewegen und auch das optionale „Autronic Eye“ ist verbaut, welches für automatisch abblendendes Licht sorgt – und das seit 1959!
Die üblichen Roststellen wurden bereits beseitigt, die Gummis könnten allerdings früher oder später eine Auffrischung gebrauchen.
Zum Wagen gehört auch eine absurde Menge an Anleitungen, Katalogen und sonstigen Originaldokumenten von Cadillac.
Verkauf im Kundenauftrag. Besichtigung nach Absprache.
Modellgeschichte:
In den 1940er- und 1950er-Jahren war die Modellpalette von General Motors’ Luxusmarke Cadillac in vier Baureihen eingeteilt, die später auf drei reduziert wurden. Bis 1951 war die Series 61 Cadillacs Basismodell. Darüber rangierte als mittlere Baureihe die Series 62, die 1952 zur Basislinie wurde, nachdem zuvor die Fertigung der Series 61 eingestellt worden war. Beide Reihen war als zweitüriges Coupé und als viertürige Limousine erhältlich. Das nächsthöhere Marktsegment belegte die Series 60, die nur als viertürige Limousine angeboten wurde. Die Repräsentationsfahrzeuge der Series 75 schliesslich waren für den Chauffeurbetrieb vorgesehen. Cadillac verfolgte in dieser Zeit das Konzept der Einheitskonstruktion. Das bedeutet, dass alle vier Serien technisch und stilistisch jeweils auf der gleichen Konstruktion basierten. Sie unterschieden sich durch unterschiedliche Radstände, durch äussere und innere Dekorelemente sowie durch Ausstattungsmerkmale voneinander.
Erste Generation: 1959 – 1960
Cadillacs Modelljahrgang 1959 war aufgrund seines Karosseriedesigns aussergewöhnlich. Wegen der markant gestalteten Heckflossen galten diese Modelle als „das automobile Symbol der 1950er-Jahre“; sie waren „gleichzeitig Höhepunkt und Schlusswort der wildesten Styling-Epoche in der Geschichte des Automobils.“
Das Design des Modelljahrgangs 1959 war die letzte reguläre Arbeit des langjährigen GM-Gestalters Harley Earl. In stilistischer Hinsicht hatten die Autos keine Bezüge zu den Vorgängermodellen. Die für alle Baureihen der Marke im Grunde einheitliche Karosserie war insgesamt niedriger und schlanker als die wuchtigen 1958er-Modelle. Die Flanken des Autos verjüngten sich zum Heck hin und mündeten in runden Öffnungen, die dem Auslass einer Flugzeugdüse nachempfunden waren. Über ihnen befanden sich aussergewöhnlich hohe und spitze Heckflossen, in die auf jeder Fahrzeugseite zwei raketenförmige Rückleuchten integriert waren. Die Heckflossen erreichten in diesem Modelljahr nach Auffassung von Kritikern „beinahe lächerliche“ Dimensionen. Beim neuen Modell waren die Hinterräder von den Kotflügeln abgedeckt und der Vorderwagen war schlanker gestaltet. Zusätzlich trug der breite hintere Stossfänger im Grilldesign an der Seite noch Rückleuchten, die an die Auslässe von Raketendüsen erinnerten. Ihre Form und Höhe war eine Reaktion auf die von Virgil Exner gestalteten Chrysler-Modelle der Jahre 1957 und 1958, deren Heckflossen höher waren als die der Cadillac-Fahrzeuge. Mit dem Design des 1959er Jahrgangs ging es den GM-Designern darum, die Chrysler-Linien wiederum zu übertreffen.
Bei der Limousine bot Cadillac erstmals zwei verschiedene Formen der Dachgestaltung an: eine als Six Windows bezeichnete Version hatte eine dem Coupé ähnliche geschwungene Dachlinie und hatte auf jeder Fahrzeugseite drei Fenster (Fahrertür, hintere Tür, hinteres Seitenfenster). Daneben war eine Version mit horizontal verlaufendem Dach und grosser hinterer Panoramascheibe im Angebot. Bei dieser Version war das Heckfenster in die Fahrzeugseiten hinein gebogen und reichte bis zum Abschluss der hinteren Tür. Diese Ausführung hatte nur zwei Seitenfenster (jeweils eines in den Türen). Sie wurde deshalb als Four Windows bezeichnet; eine Alternativbezeichnung, die auf das horizontal verlaufende Dach Bezug nimmt, ist Flat Top.
Alle Cadillacs verfügten über einen X-förmigen Leiterrahmen, mit dem die Karosserie verschraubt war. Als Antrieb verwendeten alle Series 62 Modelle einen Achtzylinder-V-Motor, dessen Hubraum auf 6,4 Liter (390 Kubikzoll) erhöht worden war. Die Leistung wurde mit 325 SAE-PS angegeben. Eine 345 SAE-PS starke Version dieses Motors, die Cadillac ebenfalls im Angebot hatte, war der hochpreisigen Eldorado-Linie vorbehalten.
Details
– Veteranen-MFK 03.07.2015
– sehr gepflegt
– schöne Farbkombination
– Technisch top
– 6384 ccm V8
– 330 PS
– 6 Sitzplätze
– 75’000 km
– 1. Inv. 31.12.1959
– Typenschein X
– Chassis-Nr. 59K 051 597
– Stammnummer 177.234.941
– Leergewicht 2240 kg
– Zuladung 525 kg
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