Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/687

- 08.01.2008
- Kinder - Opfer von Kriegen
Viele Menschen in Algerien leiden nach wie vor unter dem Trauma des Bürgerkriegs. Zwei der schlimmsten Massaker haben in der Provinz Sidi Moussa stattgefunden. Die Glückskette führt deshalb ihre Unterstützung für ein Beratungszentrum ihrer Partnerorganisation Christlicher Friedensdienst (cfd) fort, wo Betroffene psychosoziale Betreuung sowie medizinische und juristische Hilfe erhalten.
In der Provinz Sidi Moussa im Norden Algeriens haben während des Bürgerkrieges in den neunziger Jahren zwei der schlimmsten Massaker gegen die Zivilbevölkerung stattgefunden. Über den Verbleib ihrer verschwundenen Angehörigen wissen die Menschen bis heute noch nichts. Während des Konflikts konnten zudem zahlreiche Kinder aus ärmeren Familien weder die Schule besuchen noch einen Beruf erlernen. Daher nimmt die Zahl der orientierungslosen, arbeitslosen Jugendlichen, die den Drogen und der Kriminalität verfallen, zu.
Schwergewicht der Glückskette-Hilfe aus dem Fonds «Kinder - Opfer von Kriegen» liegt sowohl auf psychischen Verletzungen aus der Kriegszeit, wie auch auf der Schaffung von wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine bessere Zukunft. Im Beratungszentrum von Sidi Moussa finden traumatisierte Opfer des Bürgerkriegs psychosoziale Betreuung sowie Unterstützung in medizinischen wie auch juristischen Fragen. Veranstaltungen und Aktivitäten des Zentrums geben arbeitslosen Jugendlichen gleichzeitig eine sinnvolle Betätigung. Ratsuchende sind vor allem alleinstehende oder verwitwete Frauen, arbeitslose Jugendliche oder Opfer des Terrorismus.