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Die Arbeiten an der 46 km langen Eisenbahnlinie als Zubringer zum Kohleterminal nach Lavna auf der Westseite der Kola-Bucht wurden in diesem Herbst eingestellt. Schon seit längerem ist die Fertigstellung ins Stocken geraten. Nun hat das Ministerium den Vertrag über den Eisenbahnbau gekündet. Angesichts des stark rückläufigen europäischen Kohlemarktes ist Russlands neuer riesiger Exporthafen für Kohle bereits in akuter Gefahr.
Das Projekt des großen Hafens von Lavna steht vor neuen Herausforderungen. Das Ministerium für Verkehr hat im Einvernehmen der Parteien beschlossen, den Vertrag für den Bau der Eisenbahnlinie zum Hafen über 45 Milliarden Rubel zu kündigen. Bis heute hat der Auftragnehmer Arbeiten für 26 Milliarden Rubel bereits abgeschlossen. Nun muss eine neue Ausschreibung durchgeführt werden, welche bereits wiederholt verschoben wurde. So könnte sich die Projektdurchführung möglicherweise in die Länge ziehen. Dies berichtete letzte Woche die Zeitung Kommersant.
Gleichzeitig beauftragte Ministerpräsident Michail Mischustin das Verkehrsministerium, die Russische Eisenbahn und die STLC, bis zum 10. Dezember Vorschläge für den Bau des Lavna-Terminals und der Eisenbahnlinie vorzulegen. Die Gesprächspartner von Kommersant glauben, dass bis zu diesem Datum höchstwahrscheinlich nur eine Art ‘Zwischenentscheidung’ vorbereitet sein wird.
Mineraldünger und Eisenerz könnte das Projekt retten.
Der Geschäftsmann Viktor Olersky, kündigte auf einer Sitzung der staatlichen Kommission für die Arktis am 15. Oktober an, dass die Hafenanlage oberste Notwendigkeit habe und der Bau der Eisenbahn rechtzeitig abzuschließen sei. Der Geschäftsmann stellte fest, dass bis 2023 geplant sei, bis zu 6 Millionen Tonnen Düngemittel am Terminal umzuladen. Wenn die Eisenbahn zu diesem Zeitpunkt noch nicht gebaut ist, würde er darunter leiden. Nach Angaben der Gesprächspartner von Kommersant wurde auch die Möglichkeit eines Umschlags von Eisenerzkonzentrat in Betracht gezogen.
Der Murmansker Verkehrsknotenpunkt ist eines der am meisten geförderten Infrastruktur- und Geschäftsentwicklungsprojekte im russischen Norden, In fast allen arktischen Strategieberichten und den meisten Präsentationen, die Murmansker Beamte seit mehr als einem Jahrzehnt auf nationalen und internationalen Konferenzen gehalten haben, werden diese Pläne detailliert beschrieben.
Heiner Kubny, PolarJournal