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Eine Zensur findet nicht statt. Heißt es. Auch nicht in Bibliotheken, die mit öffentlichen Geldern arbeiten. Da erst recht nicht. Oder doch? In Potsdam wird das Aussortieren von Büchern gefordert.
In Potsdam gibt es in der Stadtverwaltung eine linksalternative Fraktion, die sich ‚Die Andere’ nennt. Die korrekte Schreibweise führt ein kleines »a« im Schilde, sie nennen sich also: »DIE aNDERE« – hier stellen sie sich vor.
Die Fraktion hat, wie die Potsdamer Neuen Nachrichten melden, nachgefragt, ob es in der Stadt- und Landesbibliothek Bücher gibt, die »laut Kritikern mindestens rechtspopulistisches oder verschwörungstheoretisches Gedankengut vermitteln.«
In der Frage stecken schon verschiedene Fallstricke. Wer sind die Kritiker, die hier als ausschlaggebend gesehen werden? Sind sie es womöglich selber? Was heißt »mindestens rechtspopulistisch«?
Gibt es auch »höchstens rechtspopulistisch«, das dann gerade noch durchgehen würde? Was heißt überhaupt Verschwörungstheorie? Was heißt »vermitteln«?
In einer Bibliothek wird nur etwas angeboten; es wird nur etwas zur Verfügung gestellt. Ob es jemand annimmt, ist eine ganz andere Frage. Wenn ein Buch in…..