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Ort: St. Moritz Jahr: 1999
Das Segantini Museum wurde 1908 vom Architekten Nicolaus Hartmann als Gedenkstätte für den Alpenmaler Giovanni Segantini gebaut: Ein monolithischer Kuppelbau, eine beeindruckende Materialeinheit, extrem schnörkellos. Von Anfang an war es der Zweck dieser Hülle, die Bilder «Werden» und «Vergehen» im Kuppelsaal in einer unvergleichlichen Atmosphäre zu zeigen und im sogenannten Kupferstichkabinett Segantinis Leben mittels Fotos, Zeichnungen und Stichen zu dokumentieren.
Auf diesen Inhalt bezogen wurde das Gebäude damals wohl abschliessend dimensioniert. Nur im Traum hat man daran gedacht, dass einmal auch das grösste Bild des Alpentriptychons, das «Sein», erworben, und damit der Zyklus vollständig präsentiert werden könnte. Nach mehreren bauphysikalischen und haustechnischen Eingriffen, die sich allesamt zum Nachteil des Raumklimas erwiesen, wurde 1981, ein Anbau auf dem Niveau des ehemaligen Kupferstichkabinettes als Kranz um das Gebäude gelegt.
Die Anordnung eines zusätzlichen Aussenzuganges auf dem Niveau dieses neuen Ausstellungsgeschosses brachte das Raumklima vollends zum Erliegen. Diese Besorgnis führte zur Volksvorlage des Jahres 1997 und zum 1999 realisierten Projekt. Ein rollstuhlgängiger Personenlift wurde in einem neuen, radial an den Kernbau angefügten Raumsegment realisiert. Über einen Nebeneingang wird dieser Lift mittels unterirdischem Gang vom Strassenniveau aus erschlossen. Vom Niveau des Ausstellungsgeschosses führt ein Treppenlift in den Kuppelsaal. Der 1981 angebaute Ausstellungsraum erhielt ein durchgehendes Oblichtband, durch welches Tageslicht auf die hangseitige Rückwand geführt wird.