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- Jedes Jahr sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 1,35 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen.
- Gut ein Viertel aller Opfer seien Fussgänger und Fahrradfahrer, berichtete die WHO in Genf.
«Das ist ein inakzeptabler Preis, den wir für die Mobilität zahlen», sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Wie Verkehrsunfälle vermieden werden könnten, sei klar. Mehr Regierungen müssten die Massnahmen aber umsetzen: zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen, Gurt- und Helmzwang, sichere Bürgersteige und Wege für Zweiradfahrer, ein Alkoholverbot am Steuer, Sicherheitsstandards für Autos und effektive Kontrollen.
Hohe Opferzahlen in Afrika
Dramatisch ist die Lage nach WHO-Angaben in den ärmsten Ländern. In Europa kämen pro 100'000 Einwohnern statistisch gesehen im Jahr 9,3 Personen bei Verkehrsunfällen um. In Afrika seien es 26,6. Insgesamt stieg die Zahl der Fälle leicht von 1,25 Millionen im 2014. Bedenke man aber den Bevölkerungszuwachs, habe sich die Rate stabilisiert.
Über 100 Länder mit zusammen 5,3 Milliarden Einwohnern hätten eine Gurtpflicht, aber nur 44 Länder mit 2,3 Milliarden Einwohnern hätten effektive Gesetze gegen Alkohol am Steuer. Kindersitze seien nur in 33 Ländern mit 652 Millionen Einwohnern vorgeschrieben, kritisierte die WHO.