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Plaffeien
Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Plaffeien befinden sich in einer Urkunde des Klosters Rüeggisberg. Die erste urkundliche Erwähnung finden wir im Jahre 1148. Plaffeien konnte so 1998 auch das 850-jährige Bestehen feiern, wozu eine sehr schöne Broschüre herausgegeben wurde. Schon damals herrschten in Plaffeien kirchlich geordnete Verhältnisse. Dies beweist ein Stein mit der Jahreszahl 1143, welcher beim Abbruch der alten Kirche im Jahre 1762 zum Vorschein kam. Man konnte zudem feststellen, dass schon vor 1717 eine Schule in Plaffeien bestand.
Im 14. Jahrhundert schenkte der Edle Junker Wilhelm von Englisberg der Gemeinde Plaffeien den Wald und die Allmenden, mit der Auflage, dass zu seinen Ehren jedes Jahr am Feste des Hl. Jakobus, Apostel, im Monat Juli (25.) in der Kapelle oder Kirche von Plaffeien ein Opfer dargebracht werde, für die Ruhe seiner Seele und der seiner Vorfahren. Diese Messe wird noch alljährlich abgehalten.
1486 wurde Plaffeien zu einer Vogtei von Freiburg und blieb dies bis zur französischen Revolution 1798. Auch in die kriegerischen Verwicklungen der vergangenen Jahrhunderte wurde Plaffeien mehrmals hineingezogen, hatte es doch als Schlüssel zum Euschelspass strategische Bedeutung. Ein eigentliches Bollwerk am linken Senseufer sperrte daher auch das Tal ab. Die gnädigen Herren von Freiburg liessen Plaffeien in Sachen Verwaltung eine ziemlich grosse Freiheit. Dies erklärt, dass mit dem Hereinbrechen der Revolutionsheere für Plaffeien eine dennoch ruhige und auch glückliche Epoche zu Ende ging. Die Glaubensspaltung hat in unserer Gegend keine hohen Wellen geworfen. Es wurden wohl Broschüren verteilt und Prädikanten suchten Anhang zu gewinnen, doch ohne grossen Erfolg. Seit 1833 ist Plaffeien eine politische Gemeinde.