Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03304.jsonl.gz/700

Vor seinem Rücktritt hatte ein Grossrat aus dem Vivisbachbezirk Fragen zu den geplanten Gesundheitszentren und zum Notfalldienst SMUR eingereicht. Nun hat der Staatsrat seine Antworten vorgelegt.
In einer Anfrage an den Staatsrat kritisierte der frühere Grossrat Michel Chevalley (SVP, Tatroz), dass der Süden des Kantons «der grosse Verlierer der vom HFR angekündigten Spitalreform» sei und man über die angekündigten Gesundheitszentren noch nichts Genaueres wisse. «An welchem Ort werden sich die beiden ersten Gesundheitszentren befinden?», wollte der Parlamentarier wissen.
In Riaz und in Tafers, so die jetzt vorliegende Antwort des Staatsrats. Für den südlichen Kantonsteil hätten die Oberamtspersonen des Glane-, des Greyerz- und des Vivisbachbezirks offiziell ihren Willen kundgetan, nur ein Gesundheitszentrum zu errichten, und zwar in Riaz. Im Glane- und im Vivisbachbezirk solle es Zweigstellen geben. Die Ausarbeitung des Projekts für das Gesundheitszentrum des Südens sei im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem HFR und den drei betroffenen Oberamtspersonen in Angriff genommen worden. «Ein zweites Zentrum sollte im Prinzip im Sensebezirk entstehen, am Standort des HFR Tafers», so der Staatsrat.
Ersatz für eine Permanence?
Weiter fragte der Grossrat, ob der mobile Dienst für Notfallmedizin und Reanimation (SMUR) eine 24-Stunden-Permanence ersetzen könne. «Keinesfalls», lautet die Antwort der Kantonsregierung. Der SMUR gehöre zu den präklinischen Notfallversorgern, und sein Einsatz konzentriere sich ausschliesslich auf die schlimmsten Notfälle, wie das auch bei der Rega der Fall sei. Zwischen 2016 und 2019 habe der Freiburger SMUR pro Jahr durchschnittlich 370 Einsätze geleistet, davon seien etwa 30 Prozent ärztlich begleitete Patiententransporte zwischen den Spitälern gewesen. Bei der Mehrheit der Einsätze handle es sich um Situationen mit Lebensgefahr. «Die medizinische Permanence hingegen ist eine Gesundheitseinrichtung zur Versorgung von nicht komplexen und nicht lebensbedrohlichen Notfällen, die normalerweise ambulant und ohne Termin erfolgt», so der Staatsrat.