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WEGGIS - LU - Das Wrack der «MS Flora» lag in rund 70 Metern Tiefe auf dem Grund des Küssnachtersees. Der Nauen war im Dezember 1899 dort gesunken.
Fünf Personen starben beim Unglück. Am 9. Dezember 1899 sollte der Transport-Nauen «MS Flora» Baumaterial von Buochs zum Hotel Seeburg transportieren. Doch unterwegs sank er.
Die Ursache ist unklar. Es wehte damals ein starker Nordwind. Möglich ist auch, dass der Nauen überladen war, ein technischer Defekt zum Untergang führte oder gar eine Explosion. Die Maschine sei zwar nicht zerstört, doch auf der Vorderseite des Schiffs klafft ein Loch. Dieses könnte aber auch durch den Wasserdruck entstanden sein.
116 Jahre lag das Wrack in rund 70 Meter Tiefe auf dem Grund des Küssnachtersees. Heute wurde der Motor im Auftrag des Verkehrshauses geborgen. Ab morgen kann man ihn in der Halle Schifffahrt besichtigen.
Dies sei «eine einmalige Gelegenheit, ein wichtiges Objekt der Motorengeschichte in die Sammlung aufzunehmen», schreibt das Verkehrshaus. «Der Petrolmotor ist deshalb von grossem Interesse, weil er technikgeschichtlich den Übergang von der Dampfmaschine zum Benzinmotor darstellt.»
2000 entdeckten Taucher die «Flora». Wracks auf dem Seegrund gehören dem Kanton, das Verkehrshaus konnte sich nach Verhandlungen den Motor sichern.
Im ersten Schritt wurde dieser mit einem ferngesteuerten Roboter vom Schlick befreit. Danach mussten Taucher Gurten und ein Joch für die Bergung anbringen. In der Tiefe konnten diese jeweils nur 15 Minuten arbeiten. Heute zog ein Schiff den Motor hoch. Die Bergung kostete mit Vorbereitung rund 40'000 Franken.