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Der Weiler Waid
Damit Sie einen Eindruck erhalten, wie sich der Weiler 'Waid' heute präsentiert, hier eine Bilderfolge. Einige wenige Bilder stammen aus dem Jahre 2007. Die weiteren Bilder wurden im Herbst 2016 aufgenommen. (Fotos: Jürg Müller)
1992 hat unser verstorbenes Gründungs- und Vereinsmitglied Reini Zurbrügg sein zeichnerisches Talent dem Seebacher Weiler ‚Waid‘ gewidmet. Die Häuser dieses Weilers nummerieren sich nach der Schwandenholzstrasse.
Ortsbezeichnung ‚Schwandenholz‘: Unter ‚Schwanden‘ verstand man das Abschälen der Baumrinde. Dies bewirkte das Absterben der Bäume. Das dadurch gewonnene Land konnte als Weide genutzt werden. Unmittelbar an die ‚Waid‘ grenzt die Flur ‚Heu‘. Dieser Begriff stammt vom Wort ‚Hauw‘. Ein‘ Hauw‘ war ein Teil eines Waldes, wo das Holz gehauen wurde. Ernst Benninger hält in seinem Buch über Flurnamen von Seebach fest, dass auf beiden Gygerkarten von 1660 und 1667 im Gebiet der heutigen ‚Waid‘ noch ein sich Richtung Affoltern erstreckendes und zusammenhängendes Waldgebiet dokumentiert ist.
Der Weiler ‚Weyd‘, heute ‚Waid‘ ist nach der Aufhebung des Flurzwangs und der Zehntenregelungen anfangs des 19. Jahrhunderts entstanden. Die heute geschlossene Gebäudegruppe bestehend aus Wohn-, Oekonomie- und Mehrzweckbauten steht noch weitgehend in unverbautem Landgebiet. Diese Häuseranordnung an der Quartiergrenze zu Affoltern zeigt nach wie vor eine ländliche Wirkung.
Im Jahre 1806 wurde das Stammhaus Schwandenholzstrasse 161 als Einzelhof erbaut. Dieses Gebäude wurde 1972 abgetragen und durch den heutigen Bau ersetzt. Die davor stehende Stallscheune (das Pfettendach ist links im Bild sichtbar) wurde 1867 erbaut.
Der heutige Bauernhof Schwandenholzstrasse 157 (Familie Götsch) wurde 1836/1838 durch Konrad Wüst, einem Vertreter der Stammfamilie erstellt. Ein typisch bäuerliches Mehrzweckgebäude des 19. Jahrhunderts mit ausladendem Kuppelwalmdach (1934). Der Hof ist heute im Inventar der kommunalen Denkmalpflege eingetragen.
Schwandenholzstrasse 159 (ganz rechts im Bild): 1844 wurde ein eingeschossiges Waschhaus mit Schweinestall erbaut. 1906 erfolgte die Aufstockung zu einem zweistöckigen Satteldachgebäude. 1995/96 wurde das Haus zu einem 4-Zimmerhaus umgebaut und gleichzeitig durch die Denkmalpflege unter Schutz gestellt.
Schwandenholzstrasse 166 (Bildmitte): Diese frei stehende Scheune mit Satteldach wurde 1910 erbaut. Teils Fachwerk mit Backsteinausfachung. 2004 wurde die Scheune durch einen Grossbrand zerstört und dann ohne Fachwerk wieder aufgebaut. Das Gebäude ist im Inventar der Denkmalpflege vermerkt.
Rechts daneben steht das ehemalige ‚Restaurant zur Waid‘, (heute Schwandenholzstrasse 164). Alte Ansichtskarten zeigen noch den ursprünglichen Bau von 1851. In der Mitte der Front konnte über eine Treppe das Restaurant betreten werden. Das heutige Restaurant ‚Waidhof‘, Schwandenholzstrasse 160, wurde 1961 erbaut.
Brand Schwandenholzstrasse 164 im Jahre 2004
Unser Ehrenmitglied Nodli Wirz hat sich vertieft mit dem Weiler Waid auseinander gesetzt. Auf seiner Homepage, Ortsgeschichtliche Sammlung Seebach, hat er einen Teil seiner Nachforschungen veröffentlicht. Über den folgenden Link gelangen Sie direkt zu seinen Ausführungen: