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Mit den Viertelfinals Manchester United gegen den FC Kopenhagen und Inter Mailand gegen Bayer Leverkusen startet am Montag in Nordrhein-Westfalen das Finalturnier der Europa League.
Die Coronavirus-Pandemie machte es möglich: Erstmals werden die Europacup-Wettbewerbe in einem je zwölftägigen Finalturnier entschieden. Sowohl in der Champions als auch in der Europa League wird in Viertel- und Halbfinals nur eine Partie gespielt, was die Chancen der Aussenseiter auf einen Coup erhöht. Das Schutzkonzept der UEFA ist strikt, Zuschauer sind keine zugelassen, in den Stadien herrscht Maskenpflicht.
Das Teilnehmerfeld in der Europa League, aus dem am 21. August im Final in Köln der Nachfolger von Chelsea erkoren wird, ist ein buntes. Manchester United und Inter Mailand sind grosse Namen des europäischen Klubfussballs. Den ehemaligen Siegern FC Sevilla (zuletzt 2016) und Schachtar Donezk (2009) fällt die Rolle des Geheimfavoriten zu, Bayer Leverkusen repräsentiert den Gastgeber, da in Köln, Düsseldorf, Duisburg und Gelsenkirchen gespielt wird. Mit den Wolverhampton Wanderers stiess ein Europa-League-Neuling in die Top 8 vor, der FC Kopenhagen und Basel steigen als Aussenseiter ins Rennen.
Im Duell zwischen Inter und Leverkusen treffen in Düsseldorf zwei ehemalige UEFA-Cup-Sieger aufeinander. Beide gewannen in der K.o.-Phase alle ihre bisherigen Spiele. Während Inter in der Serie A mit Platz 2 und der Qualifikation für die Champions League das Mindestziel erreicht hat, endete für Leverkusen die nationale Saison mit Rang 5 und der Niederlage im Cupfinal gegen Bayern München enttäuschend.
Manchester United tritt in Köln als Favorit gegen den FC Kopenhagen an. Der Europa-League-Sieger von 2017 hat seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nur eine Partie verloren und sich im Schlussspurt der Premier League noch Platz 3 gesichert. Der FC Kopenhagen verpasste die erfolgreiche Titelverteidigung in der heimischen Liga, überzeugte aber mit dem 3:0-Sieg in den Achtelfinals gegen den türkischen Meister Basaksehir.
Für Klubs, die nicht aus den Top-Ligen stammen, ist der kleinere der beiden Europacup-Wettbewerbe auch finanziell durchaus lukrativ. Der Gewinner kassiert zusätzlich 10,9 Millionen Euro an Prämien, der Halbfinal-Einzug ist 2,4 Millionen wert. Zudem sichert sich der Sieger auch einen Platz in der nächsten Champions League, falls er diesen über die nationale Meisterschaft verpasst hat. (dab/sda)