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Paul Senn-Projekt
Der Fotograf Paul Senn (1901-1953) gilt als Vertreter einer neuen Bildsprache, die den Alltag der Menschen zum Thema machte. In der Schweiz entstanden Reportagen über die bäuerliche Welt und die Arbeiterschaft. Daneben bereiste er die meisten Länder Europas und hielt sich später auch in Süd- und Nordamerika auf. Insgesamt fotografierte er für über 15 schweizerische und ausländische Illustrierte. Er wird zusammen mit Gotthard Schuh und Hans Staub zu den drei grossen «S» der Schweizer Reporter-Generation zwischen 1930 und 1950 gezählt. In der Ära Kübler erreichte er bei der Zürcher Illustrierten und später beim Du nationale Bekanntheit.
Das Archiv von Paul Senn kam 1982 als Depositum der Gottfried Keller-Stiftung an das Kunstmuseum Bern. Das Paul Senn-Projekt wurde 2003 vom Kunstmuseum Bern initiiert und wird von diesem und der Bernischen Stiftung für Fotografie, Film und Video FFV getragen. Innerhalb des Projekts wurde das Archiv von Paul Senn konserviert, umgelagert, erschlossen und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
Über die Webseite www.paulsenn.ch besteht die Möglichkeit, ca. 1500 Reportagen in Form von pdf-Dateien nach bestimmten Abfragekriterien zu konsultieren. 2007 fand eine retrospektive Ausstellung Paul Senn Fotoreporter im Kunstmuseum statt, die von einer umfangreichen Publikation begleitet wurde.
Projektleitung
Markus Schürpf, Büro für Fotografiegeschichte Bern
Mehr Informationen www.paulsenn.ch