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Welchen Einfluss hat die Pflegetätigkeit auf die Erwerbsarbeit?
Alexandra hat ihren Job gewechselt und ihr Arbeitspensum reduziert, nachdem sie gemerkt hat, dass sie ihre Pflegetätigkeit zuhause nicht mehr mit einem 100%-Pensum und vielen Pikett-Diensten vereinbaren kann. „Ich stand jedes Mal vor der Frage, wer den Roli ins Bett bringen kann, wenn ich Pikett hatte und am Abend schaffen gehen musste.“
In Vollzeit arbeiten tatsächlich eher wenige Personen, wenn sie gleichzeitig ein Familienmitglied pflegen und unterstützen. Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer ist überhaupt erwerbstätig. Davon arbeiten die meisten in einem Teilzeitpensum. Von allen Studienteilnehmern sind etwa 10% gänzlich im Haushalt beschäftigt, das heisst, sie sind weder in Rente noch erwerbstätig oder in Ausbildung. Die Verteilung differenziert sich jedoch, wenn man nach den Geschlechtern unterscheidet: So sind Männer eher erwerbstätig und arbeiten häufiger in Vollzeit als Frauen.
Beschäftigung der Studienteilnehmer in %, Männer, Frauen
Seit dem Beginn ihrer Pflegetätigkeit hat sich bei der Mehrheit der Angehörigen (60%) hinsichtlich ihrer Erwerbstätigkeit nichts geändert, 18% hingegen haben ihre Erwerbstätigkeit ganz aufgegeben. Die Mehrheit der Erwerbstätigen (60%) schätzt die zeitliche Belastung im Beruf als passend ein, 27% wünschen sich ein tieferes Pensum und 12% ein höheres Pensum.
Alexandra ist mit ihrem 80% Pensum zufrieden, sie kann die Pflegeaufgaben zuhause mithilfe der Spitex gut koordinieren. „Ohne Spitex könnte ich meinen Job jedoch nicht in dem Pensum bewältigen. Ist man erwerbstätig, kommt es wirklich darauf an, wieviel Unterstützung zuhause benötigt wird und wieviel Spitex man hat“.