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Laut britischen Medienberichten von letzter Woche hatte Wallace den Ukrainern voriges Jahr gesagt, als ihm eine Liste gegeben worden sei, die Briten seien nicht «Amazon». Das löste Befremden in Kiew aus.
Als jemand, der sich sehr dafür einsetze, Unterstützung für die Ukraine zu mobilisieren, habe er die Herausforderungen dabei erörtert, erklärte Wallace nun. Er habe gesagt, dass die Ukraine manchmal verstehen müsse, dass in vielen Ländern und manchen Parlamenten die Unterstützung nicht so gross sei wie in Grossbritannien. Die Zustimmungsrate zur Ukraine-Hilfe gehöre mit über 70 Prozent zu den höchsten in Europa. Trotzdem müssten die Menschen von der Hilfe überzeugt werden, sagte Wallace. Parlamente hätten oft konkurrierende Bedürfnisse und die Ukraine und Grossbritannien müssten sie weiter zu starker Unterstützung ermutigen.
Britische Medien hatten Wallace vergangene Woche mit den Worten zitiert, er habe Kiew geraten, daran zu denken, dass es andere Staaten bitte, ihre eigenen Waffenbestände zugunsten der Ukraine aufzugeben oder dass es darum gehe, «zweifelnde Politiker» etwa in den USA zu überzeugen. «Ob man es mag oder nicht, die Leute wollen etwas Dankbarkeit sehen.»
Wallace erklärte nun, die Kommentare mit Bezug zu Amazon seien letztes Jahr gemacht worden, um zu betonen, dass die Beziehung Grossbritanniens zur Ukraine nicht «transaktional», sondern eher «partnerschaftlich» sei. Er persönlich werde die Ukraine auf ihrem Weg so lange unterstützen, wie es nötig sei.
Wallace ist seit vier Jahren Verteidigungsminister. Am Wochenende wurde bekannt, dass er sein Amt bei der nächsten Kabinettsumbildung aufgeben will. Nach Angaben der «Sunday Times» könnte das im September sein. Der Zeitung bestätigte Wallace, dass er auch bei der für nächstes Jahr geplanten Parlamentswahl nicht mehr antreten wolle.