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Laut Ottley ist dieser Stich interessant, weil er ein frühes Beispiel für die Schiffsarchitektur darstellt. Der Druck wird dem florentinischen Goldschmied und Kupferstecher Baccio Baldini (1436-1487) zugeschrieben. Dessen Stiche wiederum sollen sämtlich nach den Zeichnungen von Sandro Botticelli gefertigt sein.
‚A ship, in full sail‘, Tafel 23 aus William Young Ottleys Collection of Facsimiles of Scarce and Curious Prints (London 1828)
William Young Ottley (1771-1836) war ein britischer Künstler, Kunstsammler und Kunsthistoriker. Von 1791 bis 1799 bereiste Ottley ganz Italien und studierte während dieser damals üblichen „Grand Tour“ die Kunstschätze der italienischen Renaissance. Zurück in London publizierte Ottley eine Reihe von Portfolios und Büchern zu diesem Thema. Die wertvollsten Resultate seiner Studien waren die akribisch detaillierten Stiche und Radierungen, welche zu neuen Trends in der britische Kunstwelt führten und einen beachtlichen Einfluss auf die Kunst der Pre-Raphaeliten im späteren 19. Jahrhundert ausübten. Ottley erlangte im Lauf seines Lebens erhebliches Fachwissen auf dem Gebiet der italienischen Renaissance und erhielt 1833 die angesehene Stelle als Konservator der Sammlung von Drucken und Zeichnungen des British Museum in London.
Von den zahlreichen Publikationen Ottleys besitzt die ETH-Bibliothek deren zwei: An Inquiry Into The Origin And Early History Of Engraving Upon Copper and in Wood With An Account Of Engravers And Their Works (1816) und A Collection Of 129 Fac-Similes Of Scarce And Curious Prints By The Early Masters Of The Italian, German And Flemish Schools (1828). Die zwei Drucke werden im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Sammlung Alte Drucke und dem Institut gta digitalisiert und stehen danach als PDF im elektronischen Bibliothekskatalog NEBIS zum kostenlosen Download zur Verfügung. Das institutsübergreifende Projekt sieht die Digitalisierung von rund 700 Schlüsselwerken zur Architektur vom 16. bis 20. Jahrhundert vor.