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Letzte Änderung am Donnerstag, 1. September 2022
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Stöbern Sie ein wenig auf meiner Homepage, und machen Sie sich ein Bild über mein Schaffen!
Info
Haiku (jap. 俳句, dt. lustiger Vers; Plural: Haiku, auch: Haikus) ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist.
Der Haiku gilt zusammen mit dem Senryū als die kürzeste Gedichtform der Welt. Formal sind die beiden Formen identisch. Während das Haiku aber mehr der Natur zugewandt ist, befasst sich das Senryū mehr mit dem Persönlichen, dem Emotionalen.
Zu den bedeutendsten Haiku-Dichtern zählen Matsuo Bashō (1644-1694), Yosa Buson (1716-1783), Kobayashi Issa (1763-1827) und Masaoka Shiki (1867-1902). Bashō erneuerte mit seinen Schülern die Haikai-Dichtung und ermöglichte ihr die Anerkennung als ernsthafte Literatur. Shiki gilt als Begründer des modernen Haiku. Er war es, der den Begriff Haiku prägte (gegenüber dem älteren Haikai oder Hokku).
Japanische Haiku bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten, wobei die Wörter in den Wortgruppen vertikal aneinander gereiht werden. Unverzichtbarer Bestandteil von Haiku sind Konkretheit und der Bezug auf die Gegenwart. Vor allem traditionelle Haiku deuten eine Jahreszeit an. Als weiteres Wesensmerkmal gelten auch die nicht abgeschlossenen, offenen Texte, die sich erst im Erleben des Lesers vervollständigen. Im Text wird nicht alles gesagt, Gefühle werden nur selten benannt. Sie sollen sich erst durch die aufgeführten konkreten Dinge und den Zusammenhang erschließen.
Im Deutschen werden Haiku in der Regel dreizeilig geschrieben. Bis um die Jahrtausendwende galt zudem die Vorgabe von 5-7-5 Silben. Davon haben sich allerdings die meisten deutschsprachigen Haijin (Haiku-Poeten) entfernt. Sie weisen darauf hin, dass japanische Lauteinheiten alle gleich lang sind und weniger Information tragen als Silben in europäischen Sprachen. 17 japanische Lauteinheiten entsprechen etwa dem Informationsgehalt von 10 – 14 deutschen Silben. Deshalb hat es sich mittlerweile unter vielen Haiku-Schreibern europäischer Sprachen eingebürgert, ohne Verlust des inhaltlichen Gedankengangs oder des gezeigten Bildes mit weniger als 17 Silben auszukommen.
Moderne Haiku-Schulen hinterfragen weltweit zudem nicht nur die traditionellen Formen, sondern auch manche Regeln der Textgestaltung und versuchen, neue Wege zu gehen.
Mein Atelier befindet sich nahe der Stadtgrenze Baden/Wettingen
und ist umgeben von drei wunderschönen Japangärten.
Jedes Jahr findet im Atelier, welches auch als Galerie dient, eine Ausstellung statt.
Wenn Sie zu diesen Ausstellungen gerne eingeladen werden möchten, melden Sie sich mit dem Kontaktformular an. Sie erhalten dann jeweils eine persönliche Einladungskarte zugesandt.
Ich freue mich auf Ihren Besuch.
meine Japangärten
so finden sie mich
Mein Lehrer
Kazuaki Tanahashi ist 1933 in Japan geboren.
Seit 1977 in den Vereinigten Staaten tätig als Maler, Schriftsteller, Friedens- und Umweltaktivist.
Kaz's "Ein-Strich-Zeichnungen", seine mehrfarbigen Zen-Kreise und Kalligrafien wurden in Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.
Er hat diverse Bücher veröffentlicht.
Auf Deutsch sind erschienen:
Der Zen-Meister Hakuin-Ekaku, Zen-Geist/Zen-Kunst und NARREN-alte buddhistische Geschichten voller Weisheit und Ironie aus dem EINHUNDERT PARABEL SUTRA.
Von 1960 an hat er die meiste Zeit seines Lebens der Uebersetzung von Zen-Meister Dogens Schriften gewidmet. Er ist Mitglied der "World Academy of Art and Science" und Gründungsdirektor der Organisation "A World without Armies".
Ausstellungen OnePagNavigationspunkt
BlattGold
Die Efeublätter
Nun ausnahmslos erzittern
Im Sturm des Herbstes.
Haiku von Kakei
mehr...
Mit der Monotypie können ausdruckstarke Einmaldruck hervorgebracht werden,
welche die Vorteile des Druckens mit der Spontaneität des Malens und Zeichnens verbinden.
Das Darstellungsspektrum bei dieser Technik reicht von zart larvierten bis zu leuchtend satten Farbflächen.
Paravents
Die Idee zu diesen Bildern fand ich in den in japanischen Häusern aufgestellten meist mehrteiligen Paravents. Diese sind farblich mehrschichtig aufgebaut: Mehrere goldfarbige Farbschichten werden aufgetragen und dann wird mit schwarzer Tusche ein Motiv auf den goldenen Untergrund gezeichnet. Die ganz alten Paravents sind auch mit Blattgold beschichtet.....
Ich baue meine Bilder ebenfalls in mehreren goldfarbigen Schichten auf.
Mit in der Natur gesammelten und schwarz eingefärbten Blättern drucke ich dann die Blattstruktur auf die Goldschicht.
Wobei ich darauf achte, dass sich spannende Strukturen, die sich überlagern ergeben...
kreuz und quer
Walter Nehoda
Bilder
Anita Furrer
Keramik
www.keramik-furrer.ch
Opus und Kinchaku
Mixed Media auf leinenartigem Papier
lud dazu ein, Möglichkeiten der Gestalltung mit Farben zu zeigen.
"Aus den Mitteln heraus arbeiten, ergibt die Kunst.
Der Maler hat für seine Darstellung nur diese zur Verfügung.
Er kann keine echten Gegenstände in das Bild einbringen,
er kann nur Linien, Formen, Tonwerte und Farben verwenden,
um damit all das, was ihm vorschwebt und was er vor sich sieht
- also auch das Gegenständliche - darzustellen.
In diesem Ausdruck ist seine Kunst enthalten,
daher liegt seine Kunst in den Mitteln."
Katsushika Hokusai
Selbst als Geist
hätte ich Freude daran,
über Sommerwiesen zu streifen.
Katsushika Hokusai
Kinchaku sind traditionelle japanische Stoffbeutel, welche in Japan als Handtaschen zum Kimono getragen werden. Sie eignen sich auch perfekt zum Aufbewahren kleiner „Kostbarkeiten“ aller Art.
Meine “ Kinchaku“ sind in unterschiedlichsten Farben aus schönen und besonderen Stoffen - oft Seide – gestaltet. Die Beutel sind gefüttert und mit einem Innentäschli versehen.
Jedes „Kinchaku“ ist ein Unikat.
Seaside & Kimono
Bilder
schwarze Japantusche auf naturweissem Papier
Es ist wie mit dem Meer.
Die Leute können es einem noch so oft beschreiben,
aber man muss es selbst sehen.
Als einziges Element in der Natur vermag Wasser Licht zu spiegeln und ein Abbild zu erzeugen.
Meine künstlerische Beschäftigung mit dem Phänomen greift diese Realitätsebene auf.
Wirkungsweisen der Spiegelungen sind die Verdoppelung des Motivs
oder Verzerrungen auf einer unruhigen Wasseroberfläche
sowie die Verbindung von Himmel und Wasser durch Licht.
Das Meer im Frühling
Den lieben, langen Tag durch
Ein Auf und Ab nur.
Haiku von Buson
Germaine Springinsfeld
Freude an schönen Stoffen und Lust am Nähen begleiten mich seit meiner Kindheit.
Zu meinem Projekt «Kimono» inspirierten mich die japanischen Blaustoffe:
blau/weiss bedruckte Baumwollstoffe mit traditionellen Mustern
wie etwa stilisierte Wellen, Bambus oder Kiefernadeln.
In Japan werden diese Stoffe für leichte Sommerkimonos (Jukata) verwendet,
aber auch für Jacken (z. B. Hippari/Hanten) und Hosen als Freizeit- oder Arbeitsbekleidung.
Der Begriff «Kimono» bedeutet eigentlich nur «etwas zum Anziehen».
Meine Modelle - alles Einzelstücke – basieren auf japanischen Schnittmustern.
Die Schnitte sind jedoch teilweise abgewandelt im Hinblick auf westliche Bedürfnisse und Tragbarkeit in unserem Lebensalltag.
Sie sollen bequem und praktisch sein, aber trotzdem die schlichte Anmut und Klarheit der japanischen Schnitte behalten.
begreifen-berühren-bewegen
Shodo, der „Weg des Schreibens„, ist mehr als blosses Schönschreiben: Es ist eine Schriftkunst. Der Kalligrafiepinsel in der Hand eines Shodo-Meisters folgt beim Schreiben einer genauen Abfolge von Bewegungen. Jedes japanische oder chinesische Schriftzeichen (Kanji) besitzt eine festgelegte Strichreihenfolge die stets einzuhalten ist. Die Kunst besteht darin, innerhalb dieser Vorgaben seine eigene Interpretation der Zeichen zu finden. Bereits in der Ausbildung der Samurai wurde neben dem Erlernen der Kriegskunst großer Wert auf das Erlernen japanischer Schriftzeichen und Kalligrafie gelegt. Auch heute geniesst Shodo - wie Ikebana - internationales Ansehen als eine der herausragenden japanischen Künste.
Eine einmal ausgeführte Bewegung des Kalligrafiepinsels ist nicht mehr korrigierbar und verbleibt in Form von schwarzer Tusche auf weißem Japanpapier. Jeder Strich der Schrift verewigt so den Moment seiner Erschaffung und die geistige Haltung des Shodo-Meisters. Die japanische Kalligrafie ist auf diese Art auch immer eine meditative Übung, während der alle äusseren Einflüsse ausgeblendet werden können.
Entstanden sind Bilder in Anlehnung an die japanischen Schriftzeichen.
Muschelweiss
Weiss als solches gibt es nicht. Was es gibt, ist eine Empfänglichkeit dafür, Weiss zu empfinden. Deshalb kann man auch nicht nach Weiss suchen. Stattdessen müssen wir danach suchen, wie wir Weiss empfinden. Dabei werden wir ein Bewusstsein für Weiss entwickeln, das etwas weisser ist als das uns bekannte übliche Weiss. Und dann erst werden wir ein Weiss bemerken, das überraschend vielfältig mit der japanischen Kultur verwoben ist. Wir werden Begriffe wie Stille und Leere verstehen und die ihnen innewohnenden, unterschiedlichen Bedeutungen entdecken. Je enger unsere Beziehung zu Weiss wird, desto leuchtender wird unsere Welt und desto intensiver werden die Schatten.
WEISS von Kenya Hara
Aus dem Japanischen von Anita Brockmann
Die Wellen des Meeres sind für Maler äusserst reizvolle Motive,
ganz besonders in Küstennähe, wo die Elemente Wasser und Erde
aufeinandertreffen und sich vermischen. Diese Orte des Zusammentreffens der
Elemente sind vielfältig symbolisch aufgeladen.
Wer den Blick aufs Meer richtet, wendet dem Land und damit der Zivilisation den Rücken zu.
Das Bild der Welle im Ozean:
Die Welle glaubt zu entstehen und zu vergehen, aber sie ist einfach nur Wasser in verschiedenen Formen.
Wir werden nicht wirklich geboren und sterben nicht wirklich - nicht mehr, als solch eine Welle entseht oder vergeht. Alles ist nur Meerwasser, das verschiedene Zustände durchläuft.
Die Herausforderung für mich als Künstler besteht darin, ein Phänomen,
das sich in konstanter Bewegung befindet, in einem einzigen Moment
festzuhalten und zu fixieren.
Entstanden sind monochrome Bilder in Weiss, in muschelweiss!
Zur Morgenstille
Da kamen weisse Wellen,
Die ich doch so gerne hab,
Und die mir doch trotz allem
Der Wind nicht näher brachte.
Tanka von Manyôshû
Eine Wolkenentdeckungsreise
Das ideale Bild zu Wolken ist die Blumenwiese. Auf dieser liegt man auf dem Rücken,
blickt entspannt ins unendliche Blau des Himmels, Wolken ziehen vorüber. Wolken sind konsequent individualistisch, haben etwas angenehm Antiautoritäres.
Wolken sind undogmatisch, wechseln pausen- und mühelos ihre Erscheinung und lassen sich nicht immer benennen.
Wolken sind nicht nur von ausschlaggebender Bedeutung für das Klima und die Existenz der Menschheit schlechthin, sie sind durch ihre vielfältigen Formen und faszinierenden optischen Farbeffekte auch von hohem ästhetischem Reiz. Es sind flüchtige Meisterwerke, deren Leichtigkeit bezaubert, die uns aber anderseits zur Gelassenheit und Bescheidenheit führen, da sie -so flüchtig sie sind - uns ewig überdauern. Ihre Vergänglichkeit mündet in Metamorphose, unsere in den Tod. Die ständige Veränderung der Wolken reizt uns zum Gestaltsehen, zur Assoziation.
Ihre stetig ändernde Form, ihre Variationen in feinsten Nuancen ergeben einen unendlichen Prozess.
Wolken sind, wie die Kunst, nur subjektiv beurteilbar.
Wolken sind immer "irgendwie wie !"
Die Ausstellung "WOLKEN" war meine Antwort auf dieses immer
"irgendwie wie"
Inspiriert haben mich auch die Haikus der alten Meister der Haiku-Dichtkunst.
Viele von ihnen haben in ihren Gedichten Wolken miteinbezogen.
Einige Beispiele dazu:
Aus weissen Wolken
Hoch oben ein Gezwitscher:
Die Haubenlerche!
Haiku von Kyoroku
Die Haufenwolken
Als weisse Segel sich just
Im Süden sammeln.
Haiku von Shiki
Im schwarzen Lichtschein
Bei tiefer Stille lautlos
Die Wolken ziehen.
Haiku von Shûson
Rost
Die Ausstellung war eine Annäherung an das japanische Konzept.
"Wabi - Sabi"
Die damit verbundenen Vorstellungen von Schönheit sind viel mehr als nur eine Ästhetik, sie sind eine Form der Lebens- und Arbeitskunst
- Wabi -Sabi bezeichnet die Schönheit unvollkommener, vergänglicher und unvollständiger Dinge.
- Es bezeichnet die Schönheit anspruchsloser und schlichter Dinge.
- Es bezeichnet die Schönheit unkonventioneller Dinge.
-
Mit dem Charakter solcher Dinge verbindet sich ein Haltung des Einfachen, eine gewisse Konsumdistanz und Ferne zu schnellen Moden. Um das an den Dingen wahrnehmen zu können, ist ein achtsamer Blick nötig. Und damit schulen wir direkt auch zwei für die Kreativität zentralen Aspekte: ästhetische Sensibilität und Konzentrationsfähigkeit! Die Dinge sollen uns an die Vergänglichkeit erinnern und dies soll zu einem ruhigen und klaren Geist führen.
Nicht etwa korrodierende schwere Eisenteile und Eisenplatten sind das Ausgangsmaterial,
sondern ganz andere Trägermaterialien wie Papier, Pappe und Karton.
Es ist faszinierend, wie sich mit Hilfe neuer Techniken verschiedenste Materialien in kurzer Zeit zu Kunstobjekten mit einmaliger Rostpatina verwandeln.
Kunstobjekte, die sich im Laufe der kommenden Jahre aber auch weiter verändern werden.
Bilder und Objekte, die nicht statisch sind, sondern sich entwickeln und ihr Eigenleben leben.
Der Korrosionsprozess ist ausdrücklich ästhetisch erwünscht.
circles
Wie verschieden von der Vollkommenheit des geometrischen Kreises ist doch der Zen-Kreis, oder Enso, der asiatischen Kalligraphie. Asymmetrisch, unregelmässig, unberechenbar und aus dem Gleichgewicht manifestiert das Enso ein anderes Verständnis von Perfektion und Ganzheit, einen direkten und spontanen Ausdruck bedingungsloser, grenzenloser Gegenwart.
(S. Chayat)
Kazuaki Tanahashi sagt:
"Der Kreis gehört allen. Es gibt so viele verschiedenen Kreise, und dennoch halten sie alle Leute zusammen."
"Kreise befinden sich überall, sichtbar und unsichtbar, mikroskopisch klein, oder so weit weg, dass sie nur durch ein Fernrohr erblickt werden können, sie befinden sich innerhalb von Zellen oder ausserhalb im Raum."
"Man tritt in den Kreis und er offenbart sich durch die frische Begegnung mit diesem besonderen Augenblick."
gewidmet meinem Lehrer Kazuaki Tanahashi
liebevoll "Kaz" genannt!
Patterns
Walter Nehoda
Bilder
Daniela Maraini
Schmuck
Das Auffallendste jeder Struktur und jedes Musters ist seine Farbe. Dieselbe Struktur oder dasselbe Muster kann in einer anderen Farbgebung ganz anders aussehen und es sind unendlich viele Farbvariationen machbar. Viele Faktoren sind beteiligt, wenn man bewusst ein Farbschema produzieren will, so dass es umso faszinierender ist, wenn man eine zufällige Entsprechung zwischen Naturphänomenen und künstlicher Kreation entdeckt! Die Natur ist mir dabei eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Flora und Fauna bieten in Bezug auf Farbe und Muster fertige Designmodelle an. Himmel, Erde und Wasser zeigen während des fortwährenden Schauspiels von Sonne und Mond am Tag und in der Nacht veränderliche Farb- und Musterpaletten an. Ich muss nur genau beobachten und mir auch die Zeit nehmen dies zu tun.
Die Ausstellung Patterns" ist eine Antwort auf diese Beobachtungen
Bambus - Schilf
"Du musst sie selbst sehen, die Schilfblüten, getränkt im Mondlicht."
Eine Ausstellung zusammen mit der
Keramikerin
Anita Furrer
Walter Nehoda
Bambus und Schilf
Monotypien
Anita Furrer
Poesie in Wort und Schrift
Keramik
mit Musik von
Richard Stagg
shakuhachi
the japanese bamboo flute
Musik (CD)
Wasser
Jedes Wasser erzählt eine andere eigene Geschichte.
Hinter der chemischen Aufschlüsselung von zwei Molekülen Wasserstoff und einem Molekül Sauerstoff verbergen sich Phänomene, die sich gängigen naturwissenschaftlichen Rastern bis heute entzogen haben:
H2O+X könnte die Formel lauten.
Mit der Kamera, mit Farben und Pinsel versuche ich die Vielfarbigkeit und die Schönheit des Wassers einzufangen.
In Strukturen von bestechender Schönheit und ungeahntem Formenreichtum blicke ich auf die gestaltgebenden Kräfte, die allem Leben innewohnen.
Wasser ein Spiegel der Umwelt?
Ich muss erkennen dem Wasser bleibt nichts verborgen!
Wasser hat ein Gedächtnis!
Wasserwalze
Burgunderalgen
Nuphar lutea
Zen
Nordlicht
In Schottland nieselt es häufig.
Regnet es oft.
Schüttet es kräftig.
Das Wasser stürzt in allen erdenklichen Formen vom Himmel.
Nicht wenige werden denken: Wie kann man in einem solch «nassen» Land nur gerne fotografieren?
Und dann bricht im nächsten Moment die Sonne durch eine regenschwere Wolkendecke – und lässt die frischen Tropfen wie 1000 Diamanten glitzern.
Wolkenkonstellationen, neue Lichtreflexe – jeder flüchtig, ephemer, unwiederbringlich.
«Nordlicht» ist die fotografische Antwort auf 20 Jahre Reisen in Schottland.
Ist die Auseinandersetzung mit fotografischen Grenzsituationen.
Eine Entdeckungsreise ins Land der «flüchtigen» Lichter.
YIN - YANG
Die Begriffe Yin und Yang haben ihren Ursprung im Taoismus und beziehen sich auf die gegensätzlichen Kräfte der Natur: Yin (unten, Erde, schwarz) und Yang (oben, Himmel, weiß). Yin und Yang sind polare Gegensätze, die jedoch in stetiger Wechselbeziehung stehen und sich gegenseitig fördern und begrenzen (Himmel-Erde, männlich-weiblich, Licht-Schatten). Keines überwiegt und jedes birgt in sich selbst auch ein Teil des Anderen und alles in jeweils runder, harmonischer Form.
Durch die Vereinigung von Yin und Yang entsteht das Universum und alles was darin ist. Das eine kann ohne das andere nicht bestehen und nur, wenn sie beide gleichzeitig existieren, ist die Ganzheit gegeben.
Die Ausstellung „Yin und Yang“ näherte sich auf bildhafte Weise diesen beiden gegenpoligen Begriffen und ihren Wechselbeziehungen.
haiku-Art
„Um Haiku zu schreiben, werde ein drei Fuss grosses Kind“.
So sagte Bashô, der Altmeister der Gedichtsform. Denn das Ziel der Haiku-Dichtung, die flüchtige Stimmung eines Augenblicks durch die knappe Form eines Dreizeilers zum Ausdruck zu bringen, lässt sich nur erreichen durch Schlichtheit der Sprache und ein Gemüt, das sich der unmittelbaren Sinneswahrnehmung ganz hingibt. Und damit nähert sich diese klassische japanische Gedichtform dem Geist des Zen-Buddhismus. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Haiku - damals noch Hokku genannt - zur beliebtesten Gedichtform der Japaner. Meine Bilder sind die moderne Antwort auf eine Auswahl dieser frühen Gedichte.
Projekte OnePagNavigationspunkt
Paletten
"Ein Bild in einem Spiegel, ein Regenbogen am Himmel und eine gemalte Szene -
all diese Dinge werden wahrgenommen, aber in ihrem Wesen sind sie nicht das, was sie zu sein scheinen.
Betrachte die Welt mit aufmerksamen Augen, und du siehst eine Illusion, den Traum eines Magiers."
Der siebte Dalai-Lama
"Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet."
David Hums
Ein zufälliges Spiel mit Farben,
ein Experiment ohne Absicht.
Die Bilder zeigen fotografierte Ausschnitte aus Farbanmischpaletten.
yohaku-no-bi
Ein wichtiges Prinzip in der japanischen Kunst ist die Technik des yohaku-no-bi, wörtlich übersetzt „die Schönheit des übrig gelassenen Weiss“. Es zeigt sich in den freien Flächen von Zen-Gärten, den leeren Bereichen von Zen-Bildern oder auch den klaren, kargen Einrichtung von Zen-Räumen. Nicht, das, was da ist, sondern das, was ausgelassen wurde, steht eigentlich im Blickpunkt. Yohaku-no-bi manifestiert sich in den Arbeiten aller japanischen Gestalter, Architekten und Künstler unserer wie vergangener Tage als “Sparsamkeit der Form“. Es wirkt durch den Verzicht auf konkurrierende Elemente in einem Entwurf oder den zurückhaltenden Einsatz der Pinselstriche in einem Bild. Das Paradox des „nicht Erfassten, aber fassbar gemachten“ erzeugt eine dynamische Spannung, die zunächst als Unvollkommenheit empfunden wird, bei näherer Betrachtung aber die Vollendung der Arbeit umso deutlicher offenbart. Yohaku-no-bi ist zutiefst in der Zen-Lehre verwurzelt, was auch daran erkennbar wird, dass sich Meditierende auf kû (die Leere) und mu (das Nichts) konzentrieren sollen.
Mit diesem Projekt versuche ich Zugang, zu diesem nicht leicht verständlichen Konzept zu finden.
Es entstehen so Relief artige Bleistiftzeichnungen……
Gewebe
Tatamis sind das zentrale Element der japanischen Wohnarchitektur. In nahezu jedem ländlichen Haushalt findet man diese rechteckigen, aus Stroh geflochtenen Bodenmatten. Selbst moderne Wohnungen enthalten einen Tatami Raum-meist als Tee,- aber auch als Gästezimmer.
Die Ursprünge des Tatamis reichen zurück bis in die japanische Vorzeit, als man die nackte Erde mit Stroh bedeckte und so etwas Wärme und Behaglichkeit in die Hütten brachte.
Im 15. Jahrhundert schliesslich begann man Tatamis als ständigen Bodenbelag zu verwenden. Ihre Grösse wurde durch den menschlichen Körper vorgegeben. Eine Person musste bequem darauf liegen können. Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich die Standardmasse des Tatamis; heute hat sich eine Grösse von 180 x 90 Zentimeter eingebürgert.
Der Tatami eignet sich ausgezeichnet für das japanische Klima: Er ist luftdurchlässig und fühlt sich unter den Füssen angenehm weich an.
Tatami-Matten bestehen aus dem sogenannten toko-Boden, einem etwa vier Zentimeter dicken Kern aus gepresstem Reisstroh, über den die Vorderseite (omote), eine Binsenmatte, gespannt ist. Diese ist so gewoben, dass schmale Parallelstreifen (me) entstehen. An den Längsseiten werden die Tatami mit Stoffbordüren eingefasst. Die Tatamimatten sind der sichtbare Ausdruck des konstruktiven Systems; Die aufgelegten Tatami und das Muster ihrer meist schwarzen Bordüren widerspiegeln die strukturellen Elemente der Gebäude und verbinden den Fussboden und das System der Wandflächen zu einer Einheit. Darüber hinaus ist das Netzmuster der Tatami auch ornamentaler Schmuck.
Doch Tatamis sind mehr als nur Bodenmatten. Nach ihnen bemisst man die Grösse des japanischen Hauses und seiner Räumlichkeiten. Die Vorderfront, die Zimmer und andere Innenstrukturen werden nach wie vor am Mass der Tatamis ausgerichtet. Diese durch und durch japanische Art der Wohnraumgestaltung übt einen enormen Einfluss auf Architekten in aller Welt aus.
Mir dient die Oberflächenstruktur der Tatamis als Vorlage für mein Projekt Gewebe.
schleierhaft
30ig Gesichter.......
Art in a Box
Kreieren heisst bisweilen auch entspannen,
erholen und sich in der Freude am Tun verlieren,
ohne wirklich über das Ergebnis nachzugrübeln,
dann "wieder Bodenhaftung aufnehmen",
d. h. im Nachhinein ein Ziel,
eine Zweckmässigkeit finden.
Kreieren erfordert Flexibilität.
sich Zeit nehmen können
um sein Leitbild zu verinnerlichen,
ein Projekt reifen zu lassen,
es zu vertiefen,
ihm meinen persönlichen Stil zu geben....
Das Resultat heisst
Schnittblumen
Das Video Projekt "Schnittblumen" ist eine Antwort auf die Kunst des Ikebana
Ikebana - Der Weg der Blumen
Ikebana ist ein Transformationsprozess, ausgelöst durch eine menschliche Handlung, der natürliche Pflanzen in neue Kompositionen verwandelt.
Die Silbe ike bedeutet leben, am Leben erhalten, neues Leben geben und arrangieren.
Die Silbe bana bedeutet Blume.
Ikebana ist aber weit mehr als einfaches Blumenstecken. Ikebana zu arrangieren verlangt das Suchen, Finden und Weiterentwickeln der Essenz einer Blume und das Hervorheben ihres Charakters.
Ikebana wird von den Japanern als verfeinerte, subtile und vollendete Kunstform betrachtet.
Die beharrliche Ausübung von Ikebana ist nicht nur frei von jedem Wettbewerb sondern öffnet den Weg zu sich selbst. Ikebana lehrt den Ikebanisten den Weg zur Einfachheit.
Ikebana verbindet die natürliche Schönheit der Pflanzen mit der Sensibilität des Menschen der sie arrangiert und hat zum Ziel den Betrachter zu berühren und zu erfreuen.
Das Stecken eines Ikebanas stärkt die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Ikebana ist eine Form des persönlichen Ausdrucks. Es lehrt uns Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Das Projekt "Schnittblumen" verfolgt die gleichen Absichten wie das Ikebana. Es zeigt Blumen aus eine anderen Perspektive und hat zum Ziel den Betrachter zu berühren und zu erfreuen.
bijinga
bijinga ist in der japanischen Kunst ein Oberbegriff für Bilder schöner Menschen beiden Geschlechts,
der im Verlauf der Zeit eine Bedeutungseinengung auf schöne Frauen erfuhr. Er entstammt
ursprünglich der japanischen Holzschnitt-Technik des ukiyo-e Genre, dem Vorläufer der Fotografie,
wird aber heute auch im Zusammenhang mit modernen Medien verwendet.
Die dargestellten Schönheiten waren begehrenswerte Frauen, darunter Kurtisanen, Geishas, aber auch
einfache Bürgersfrauen. Sie tragen bewusst keine individuellen Gesichtszüge - es schien den Künstlern
durch die stark vereinfachten Körperumrisse der Frauen vor allem darum zu gehen, Flächen -
gewissermassen Landschaften - zu definieren, die mit vielfältigen Farbkombinationen und
Stoffmustern gefüllt werden konnten.
Im Gegensatz zu diesen japanischen Bildern, die offensichtlich auch einen Bezug zur Mode
aufwiesen, stellen meine bijinga Bilder die Körper-Landschaften schöner Frauen in einer
zeitgenössischen Umsetzung in den Mittelpunkt.
Ihr Reiz liegt in der Enthüllung. Jede Schönheit ist einzigartig, und je nach Zeitpunkt und Lichtverhältnisse ist ihre "Enthüllung",
um nict zu sagen ihr "Auftauchen", immer unerwartet und unverhofft. Eine Gestalt der Schönheit sollte uns - selbst wenn wir an sie gewohnt sind -
jedes Mal als etwas Neues, als Ereignis entgegentreten. Aus diesem Grund erschüttert uns Schönheit immer!
Meine Bild Collagen sind verhüllt und laden ein zum Enthüllen.......
"Selbst eine noch so schöne Frau hat,
wenn sie erst einmal völlig nackt dasteht,
nichts mehr, was sie enthüllen könnte".
Tanizaki Jun'ichiro
The five Elements
Ausgehend vom Element Holz, über Feuer, Erde und Metall hin zu Wasser nutzt die chinesische Medizin diesen Zyklus für energetischen Ausgleich. Die Wandlungsphase Holz, die den Kreis beginnt, impliziert auch
"Morgen"
"Aufbruch"
"Frühling"
"Anfang"
Der Projektidee von Aufbruch und Anfang, auch Zuversicht und Hoffnung reiche ich gerne die Hand!
- Die Farbe, die dem Holz entspricht ist Grün
- Die Jahreszeit, die dem Holz entspricht ist der Frühling
- Die Organe, die mit dem Element Holz verbunden sind, sind Leber und Gallenblase
- Die Himmelsrichtung, die mit dem Holz verbunden ist, ist Osten
- Der Geschmack, der dem Holz entspricht, ist sauer
- Das Sinnesorgan, das mit dem Holz verbunden ist, sind die Augen
- Das Gefühl, das dem Holz entspricht, ist Wut
- Der stimmhafte Ausdruck, der dem Holz entspricht ist Schreien
- Die Körperteile, die vom Holz regiert werden, sind die Muskeln und Sehnen
- Die äussere, körperliche Ausdrucksform des Holzes sind die Finger- und Fussnägel
- Die Fähigkeit, die das Holz verleiht, ist die Fähigkeit zur Kontrolle
- Der Geruch, der dem Holz entspricht, ist ranzig
- Das Klima, das mit Holz verbunden ist, ist der Wind
- Der Lebensaspekt, der vom Holz regiert wird, sind die geistigen Fähigkeiten
- Die Farbe, die mit dem Feuer verbunden ist, ist Rot
- Die Jahreszeit, die dem Feuer entspricht, ist Sommer
- Die Organe, die mit dem Feuer verbunden sind, sind Herz und Dünndarm
- Die Himmelsrichtung des Feuers ist der Süden
- Der Geschmack, der dem Feuer entspricht, ist bitter
- Die Körperöffnung des Feuers sind die Ohren
- Das Sinnesorgan des Feuers ist die Zunge
- Die Körperflüssigkeit des Feuers ist der Schweiss
- Die Gefühle des Feuers sind Freude und Glück
- Der stimmhafte Ausdruck, der dem Feuer entspricht, ist Lachen
- Die Körperteile, die vom Feuer regiert werden, sind die Blutgefässe
- Die äussere körperliche Ausdrucksform des Feuers ist die Gesichtsfarbe
- Die Fähigkeit, die vom Feuer verliehen wird, ist die Fähigkeit zu Traurigkeit und Schmerz
- Der Geruch, der mit Feuer verbunden ist, ist verbrannt
- Der Lebensaspekt, den das Feuer kontrolliert, ist der Geist
- Die Farbe, die mit der Erde verbunden ist, ist Gelb
- Die Jahreszeit, die dem Element Erde entspricht, ist der Spätsommer
- Die Himmelsrichtung, die der Erde entspricht, ist das Zentrum
- Die Organe, die mit dem Element Erde verbunden sind, sind die Milz und der Magen
- Der Geschmack, der dem Element Erde entspricht, ist süss
- Die Körperöffnung, die vom Element Erde regiert wird, ist der Mund
- Die Körperflüssigkeit, die dem Element Erde entspricht, ist der Speichel
- Die äussere körperliche Ausdrucksform des Elementes Erde ist das Fleisch
- Das Gefühl, das dem Element Erde entspricht, ist Sympathie
- Der stimmhafte Ausdruck, der dem Element Erde entspricht, ist das Singen
- Die Fähigkeit, die vom Element Erde verliehen wird, ist die Fähigkeit, hartnäckig zu sein
- Der Geruch, der mit dem Element Erde verbunden ist, ist wohlriechend
- Das Klima, das mit dem Element Erde verbunden ist, ist die Feuchtigkeit
- Der Lebensaspekt des Elementes Erde ist verbunden mit Vorstellung und Meinungen
- Die Farbe, die mit dem Metall verbunden ist, ist Weiss
- Die Jahreszeit, die mit dem Metall verbunden ist, ist der Herbst
- Die Organe, die mit dem Metall verbunden sind, sind Lunge und Dickdarm
- Die Himmelsrichtung für das Metall ist Westen
- Der Geschmack, der dem Metall entspricht, ist scharf, pikant
- Die Körperöffnung wie auch das Sinnesorgan, das von Metall regiert wird, ist die Nase
- Die Körperflüssigkeit, die mit dem Metall verbunden ist, ist der Schleim
- Das Gefühl, das dem Metall entspricht, ist Kummer
- Der stimmhafte Ausdruck, der dem Metall entspricht, ist Weinen
- Die Körperteile, die vom Metall regiert werden, sind Haut und das Körperhaar
- Die Fähigkeit, die vom Metall verliehen wird, ist die Fähigkeit zu husten
- Der Geruch, der mit Metall verbunden ist, ist verrotten
- Das Klima, das mit dem Metall verbunden ist, ist Trockenheit
- Der Lebensaspekt, der vom Metall regiert wird, ist die niedere, animalische Seele
- Die Farbe, die mit dem Wasser verbunden ist, ist Blau
- Die Jahreszeit, die dem Wasser entspricht, ist der Winter
- Die Organe, die mit dem Wasser verbunden sind, sind Niere und Blase
- Die Himmelsrichtung, die dem Wasser zugeschrieben wird, ist Norden
- Das Klima, das mit dem Wasser verbunden ist, ist die Kälte
- Der Geschmack, der dem Wasser entspricht, ist salzig
- Die Körperöffnung, die vom Wasser regiert werden, sind die Genitalien, die Harnröhre und der After
- Das Sinnesorgan, das vom Wasser regiert wird, sind die Ohren
- Die Körperflüssigkeit, die mit dem Wasser verbunden ist, ist der Speichel oder Spucke
- Das Gefühl, das mit dem Wasser verbunden ist, ist Angst
- Der stimmhafte Ausdruck, der dem Wasser entspricht, ist Stöhnen
- Die Körperteile, die vom Wasser regiert werden, sind die Knochen und das Knochenmark
- Die äussere körperliche Ausdrucksform des Wassers ist das Kopfhaar
- Die Fähigkeit, die vom Wasser verliehen wird, ist die Fähigkeit zu zittern
- Der Geruch, der mit dem Wasser verbunden ist, ist faulig
- Der Lebensaspekt, der vom Wasser regiert wird, ist die Willenskraft und der Ehrgeiz
The Traditional Colors of Japan
Das japanische Kulturerbe ist reich an Farben. Die Japaner haben eine breite Farbpalette in ihr alltägliches Leben integriert und sie unterscheiden eine Vielzahl von subtilen, zarten Farbnuancen.
Diese Farben leben weiter in Malerei, Kunsthandwerk und Textilien, in Literatur und darstellender Kunst und sie spielen eine bedeutende Rolle im japanischen Leben.
Dieses Projekt zeigt in einem Video eine Auswahl von 240 dieser traditionellen japanischen Farben - Farben, die auch einen Bezug zu den wechselnden Jahreszeiten schaffen.
Die Linie
"Lasse den Faden immer wieder erscheinen und verschwinden."
"Normalerweise ist eine Linie etwas Ernsthaftes -
nämlich Teil eines Vierecks. Das macht lustige Linien so wertvoll."
"Was am meisten zählt, ist die Qualität einer Linie -
das heisst, wie tief, wie stark oder wie ehrlich sie ist.
Ob sie gut oder ungewöhnlich aussieht, hat keinerlei Bedeutung."
"In einer Linie kann man überhaupt nichts verbergen. Du bist in ihr,
ganz gleich, was für eine Linie du zeichnest.
Und du wirst in ihr bleiben, selbst wenn du woanders bist.
Eine interessante Persönlichkeit wird immer auch eine interessante Linie zeichnen.
Dazu musst du furchtlos sein."
"Eine Linie ist etwas Erstaunliches. Die Handschrift eines Menschen ist der Mensch selbst. Bittet man zehn Menschen, eine Linie zu zeichenen, so wird jede Linie völlig unterschiedlich ausfallen. Die gerade Linie des einen kann ganz gebogen aussehen. Und die Linie eines anderen mag nicht gerade sein, dennoch ist sie im Innern ganz gerade."
Texte aus dem Buch "Zen Geist / Zen Kunst" von Kazuaki Tanahashi, meinem Kalligraphie Lehrer
Als die Tusche ins Wasser fiel
.....fliessendes Wasser kehrt nie mehr zu
seiner Quelle zurück,
die gefallenen Tintentropfen
gelangen nie mehr hinauf zu der Feder.
Die Kunst des letzten Augenblicks
Wie soll man sich im Angesicht des Todes würdig vom Leben und den Mitmenschen verabschieden?
Während in unserer Tradition die letzten Worte berühmter Menschen manchmal festgehalten und weitergegeben werden, hat sich im japanischen Zen-Buddhismus eine besondere Kunst des letzten Augenblicks entwickelt -
"DIE KUNST DER TODESGEDICHTE"
Die Sterbegedichte scheinen in einmaliger Weise das spirituelle Vermächtnis der Japaner zu enthalten.
Ich versuche einigen dieser Sterbegedichte von Haiku-Dichtern einen bildhaften Ausdruck zu geben.
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Walter Nehoda
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Letzte Änderung am Donnerstag, 1. September 2022 um 09:39