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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Samuel Wyder und Hans-Uli Feldmann:
Die Karten der Schweiz (1620–1657) von Hans Conrad Gyger
Cartographica Helvetica 43 (2011) 3–18
Zusammenfassung:
Das Leben und die kartographischen Leistungen von Hans Conrad Gyger (1599–1674) sind bereits mehrfach aufgezeigt und gewürdigt worden. Die Wiederentdeckung einer seit über 100 Jahren nicht mehr beschriebenen Manuskriptkarte der Schweiz ca. 1:350 000 bildet den Anstoss, die wichtigsten seiner zahlreichen Werke von 1620 bis 1657 zeitlich einzuordnen und zu werten. In dieser Form sind die Schweizerkarten von Gyger noch nie präsentiert und verglichen worden.
Gyger gelang in der Geländedarstellung ein grundlegender Fortschritt, indem er die Berge, die bisher in schablonenartigen Seitenansichten gezeichnet worden waren, als Massenerhebungen darstellte. Dadurch entstanden – den heutigen Vogelschaukarten ähnlich – schräg von oben gesehene, zusammenhängende Bergzüge und Täler. Der verbesserte Karteninhalt von Gyger wurde zwar während vieler Jahre von in- und ausländischen Kartographen kopiert, die geniale Neuerung seiner Geländedarstellung aber lange Zeit nicht übernommen.