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Herkunft: Alte Tümmlerrasse aus Österreich-Ungarn
Aussehen: Knapp mittelgrosse Taube mit gut gerundeter Brust und leicht abfallender Haltung. Abgerundeter Kopf. Kiebitzzeichnung vorwiegend in blau mit Binden und schwarz seltener in rot oder gelb.
Eigenschaften: Diese Rasse kam erst in jüngerer Zeit in die Hände von schweizerischen Flugtaubenzüchter. Die Rasse wurde von den Hochflugleistungen des Wiener-Hochfliegers fast „erdrückt“ bzw. vergessen. Beide Rassen stehen sich sehr nahe und auch der Altösterreichsische Tümmler liebt grössere Flugverbände. Sein Flugstil ist dem des Wiener-Hochfliegers sehr ähnlich, wobei festgestellt wurde, dass e ruhiger ist. Der Drang für ganz obenaus zu fliegen scheint ebenfalls weniger ausgeprägt zu sein. Angenehmes Wesen, bietet keine Probleme in Schlag und Zucht.
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Herkunft: Budapest; alte Hochflugrasse, sehr nahe mit dem Wiener-Hochflieger verwandt.
Aussehen: Schlanke, mittelgrosse, temperamentvolle Taube mit aufrechter Haltung. Kommt im Gegensatz zum Wiener-Hochflieger nur in kranzhalsig-blau vor und ist immer bestrümpft. Mittlerweile ist diese Rasse auch im Deutschen Rassetaubenstandard aufgeführt und zu Ausstellungen zugelassen.
Eigenschaften: Wie der Wiener, eine excellente Hochflugtaubenrasse. Fliegt gerne in grösseren Verbänden und ist in der Regel länger in der Luft als der Wiener-Hochflieger. Flugzeiten von 4 bis 6 Stunden sind keine Seltenheit. Dafür ist der Flugstil etwas ruhiger und die Wendugen werden nicht gleich zackig ausgeführt wie wir dies vom Wiener her kennen. Hat bei uns in der Schweiz nie einen grossen Anhängerkreis gefunden. Soweit bekannt eine angenehme, zuverlässige Taube mit einer guten Reproduktionsrate.
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Herkunft: Nordost-europäischer Raum (Umgebung von Danzig)
Aussehen: Elegante Taube mit markanten Kopfprofil und schöner Rund-haube und leicht gefächerten Schwanz. Mittelgross, in allen Farbvariationen vorkommend. Auf Ausstellungen regelmässig gut vertreten
Eigenschaften: Der Krieg hat dieser Rasse enorm geschadet. Und doch hat es einige unermüdliche Züchter gegeben, die diese Rasse erhalten bzw. wieder gefördert haben. So können wir uns weiterhin am ruhig dahinziehenden Flugbild der Danziger erfreuen. Sein Flügelschlag kann bei entsprechender Thermik fast ausbleiben. Zeiten bis zu 5 Stunden sind heute nicht alltäglich, aber realistisch. Der Danziger fliegt im lockeren Trupp bevorzugt in kleinen Teams von 3 bis 7 Tieren Recht lebhafte, zuchtfreudige Taube
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Herkunft: In Russland seit anfangs des 19. Jahrhunderts als Flugtaube bekannt.
Aussehen: Mittelgrosse Taube mit kräftigem Körper und leicht aufgerichteter Haltung. Der Kopf ist eher klein und die Augen dunkel. Der Stand ist knapp mittelhoch und gewisse Stämme neigen zur „Hängeflügel“ (Amselstellung). Die Grundfarbe ist weiss und am unteren Hinterhals bis aufs Schultergefieder reichend sollte ein möglichst gleichförmiger (glocken-, dreieck, kreis- rhombenförmig oder oval) Farbfleck sein. Genau dieser Farbfleck gab dem Griwun-Tümmler den Namen. Griwuni heisst auf russisch Nackenfleck. Dieser Nackenfleck kann schwarz, blau, rot oder gelb sein.
Eigenschaften: Vitale Flugtaube, zuverlässig in der Zucht und wenn die Tiere aus einer entsprechenden Flugzucht stammen sind Hochflüge bis zu 6 Stunden oder mehr keine Ausnahme. Der Griwun-Tümmler kann auch in kleinen Stichen problemlos erfolgreich geflogen werden. Wie im Namen enthalten, gab es früher Tiere, die sich im Flug überschlugen (tümmelten). Da diese Eigenschaft der Flughöhe und –zeit nicht zuträglich war, wurde bei der Selektion dieses Tümmeln nicht weiter gefördert, so dass die heutigen Flugstämme dies kaum mehr zeigen und als reine Hochflug-Taube gelten.
Ringgrösse: 7 mm
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Herkunft: Sie stammen, wie es der Name verrät, aus dem serbisch- exjugolawischen Raume und sind nahe mit dem Belgrader Hochflieger verwandt.
Aussehen: Der mittelgrossen Taube verleiht eine Rundhaube oder Spitzkappe das attraktive Aussehen. Kommt meistens in den Farben blau mit Binden, schwarz, rot, weiss, fahl in rot usw. vor.
Eigenschaften: Der Serbische Hochflieger ist gekennzeichnet durch einen enormen Flugwillen. Schon piepsjunge Tiere vermögen mehrere Stunden auf den Flügel zu „stehen“. Sein Flugstil ist sehr kräftesparend ausgelegt. Die Tiere fliegen locker im Verband. Müde Tiere fallen den Schlag an, ohne dass sich die andern fliegenden Tiere davon beeinflussen lassen. Seine ruhige Art spürt man auch im Schlag und für genügend Nachwuchs braucht man sich nicht zu sorgen.
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Herkunft: Wurde in Pommern – vorab der Stadt Stralsund – ab dem 18. Jahrhundert erzüchtet. Sicher ist, dass die Ausgangsrasse zur Erzüchtung der Stalsunder Hochflieger der Cumulet-Tümmler war.
Aussehen: Mittelgrosser, schlanker, hochgestellter, anmutiger und lebhafter Tümmler, der den Eindruck eines guten Fliegers macht; schnittige hoch aufgerichtete Haltung, alle Körperteile harmonisch aufeinander abgestimmt. Der Kopf ist flach, schmal, eckig, die Scheitellinie soll waagrecht verlaufen und das Gesicht lang sein. Das Perlauge wird durch eine roten, feurigen Rand umschlossen. Der Stand ist hoch und die Beine unbefiedert und ebenfalls rot. Der Stralsunder Hochflieger wird nur rein weiss gezüchtet. Wobei Jungtiere öfter rote Federchen – vorallem im Halsgefieder – aufweisen können. Diese verlieren sich aber nach der ersten Mauser.
Eigenschaften: In der Fachliteratur wird er als einer der besten Hochflieger überhaupt, als temperamentvoll und zum Teil als scheu, zitiert. Leider haben die Kriegswirren und politischen Auseinandersetzungen im 19. Jahrhundert dieser Rasse grossen Schaden zugefügt. Aus dem einstmals leistungsstarken Hochfliegers wurde mit der Zeit eine reine Ausstellungstaube. Nur ein ganz kleiner Kreis Züchter hat noch ein Augenmerk auf die Flugleistung. Seit kurzem sind etliche Tiere aus einer solchen Flugzucht zu uns in die Schweiz gekommen und wir sind gespannt, wie sich die Dinge entwickeln.
Ringgrösse: 7 mm
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Herkunft: Ungarn, insbesondere um Budapest; alte Hochflugrasse, sehr nahe mit dem Wiener- und Budapester-Hochflieger verwandt. Nach Schütte auch Budapester dunkelgestorchter Hochflieger genannt.
Aussehen: Schlanke, mittelgrosse, temperamentvolle Taube mit aufrechter Haltung. Dunkelgestorcht spricht die Farbe/Zeichnung an. Darunter versteht man eine Taube, die in der Kopf-/Halspartie meist dunkelblau bis fast schwarz ist, begleitet von intensivem violett-grünen Glanz. Diese dunkle Phase erstreckt sich über den Rücken bis zum Schwanz. Die Flügelschilder sind meist in einem „wolkigen“ blau-Grau und in der Regel mit zwei dunklen Binden geschmückt. Die Brust und der Bauch sind am hellsten. Soweit bekannt, kommt diese Rasse meist glattfüssig vor.
Eigenschaften: Wie der Wiener – ist bei dieser nahen Verwandschaft auch nicht verwunderlich – eine exzellente Hochflugtaubenrasse. Gemäss ersten Erfahurungswerten von Züchtern dieser Rasse, nicht ganz leicht einzugewöhnen, da bereits piepjunge Tiere über ein erstaunliches Flugvermögen verfügen. Hoffen wir, dass sich der Anhängerkreis dieser interessanten Rasse in Westeuropa noch merklich erhöht, damit wir mehr Informationen über die Flugeigenschaften erhalten. Soweit bekannt eine angenehme, zuverlässige Taube mit einer guten Reproduktionsrate.
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Aussehen: Zierliche, lebhafte Taube mit aufrechter Haltung. Bevorzugt in der Farbe Hellstorch (weisser Grund mit schwarzer Schwanzbinde und schwarz auslaufenden Schwingen sowie schwarze Federchen im Kopf- und Halsgefieder) gezüchtet. Daneben gibt es auch Schimmel so wie vereinzelt auch Einfarbige in Schwarz,Rot, Gelb und Blau. Wiener sind glattfüssig wie auch bestrümpft jedoch immer ohne Kopfzierde. Sein Ausstellungs-Vetter ist der stark verbreitete Wiener-Tümmler.
Eigenschaften: In zackigen, engen Wendungen gehen die "Himmelsstürmer" der Sonne entgegen. Dabei bleiben sie immer in sehr enger For mation und jedes Tier führt die gleichen Kehren aus wie die anderen. Es ist ein rassiger, fesselnder Flug. Flüge um die 2-Stunden-Grenze genügen für Wiener-Hochflieger vollauf. Er soll ja nicht ein Dauerflieger, sondern ein rassiger Hochfliegersein, den wir tagtäglich starten können. Er fliegt gerne in grösseren Stichen und ein Trupp sollte die Anzahl von 10 Tauben nicht unterschreiten. Vorsicht ist geboten, wenn wir Tiere in Hochform bringen wollen! Leicht kann ein Stich auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Auch im Schlag eine temperamentvolle, aber zuverlässige Taube.
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Eine schlichte Schönheit.
Der Memeler Hochflieger ist eine alte, bodenständige Tümmlerrasse des Memellandes, erst nach 1920 außerhalb seiner Heimat bekannt geworden.
Die Herkunft des Memelers ist nicht ganz geklärt. Man vermutet, dass Bremer und Hannoveraner Tümmler, die von Kaufleuten seinerzeit nach Memel gebracht wurden, mit der dortigen Lokalrasse gekreuzt wurden. Die auffallende Übereinstimmung in einzelnen Farbenschlägen lässt auch den Verdacht aufkommen, dass der Memeler mit dem Danziger verwandt ist.
Hans Seelmann berichtete in seinem Büchlein für Hochflugtaubensport, dass er in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts Schwärme gesehen hat, die ihresgleichen suchen würden. Er schrieb weiter, die Memeler zerstreuten sich damals, wenn sie eine gewisse Höhe erreicht hatten. Man muss sie also als Soloflieger bezeichnen. Hervorzuheben ist ihr außergewöhnlich ruhiger Flug.
Der Sonderverein, der in Tilsit gegründet wurde, kümmert sich bis heute sehr rührig u. a. um das Ausstellungswesen und den Hochflug. In der Aufzucht seiner Jungen ist der Memeler sehr zuverlässig und somit für jedermann empfehlenswert.
Klub der Züchter des Memeler Hochfliegers vom 01.01.1921
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