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(chu) Fröhlich bunt blühende Rhododendren sind im Garten eine besonders schöne Augenweide. Bei einer ausbleibenden Blüte können Krankheiten oder Schädlinge die Ursache sein. Ein Befall durch die Rhododendronzikade ist an grüngesprenkelten Blättern zu erkennen. Die Schäden der Zikade und ihres Nachwuchses halten sich in Grenzen. Das Weibchen des Tieres überträgt bei der Eiablage jedoch einen Pilz, der die Blütenknospen der Rhododendren absterben lässt. So erkennen Sie den Schädling und bekämpfen ihn bereits im Larvenstadium.
Die Rhododendronzikade – kurz vorgestellt
Auf den ersten Blick erinnert eine Rhododendronzikade (Graphocephala fennahi) an einen Grashüpfer. Das Insekt ist grün gefärbt und etwa 1 Zentimeter gross. Ein typisches Erkennungsmerkmal sind die zwei orangeroten Längsstreifen auf den Vorderflügeln. Der Kopf hat einen violett bis dunkel gefärbten Streifen auf der Stirn, der über die Facettenaugen bis unter den Rand des Halsschildes verläuft. Markant ist auch die gelbe Unterseite der Rhododendronzikade. Die erwachsenen Tiere sitzen meist auf der Blattoberseite. Auf der Flucht verstecken sich die erwachsenen Zikaden jedoch auf der Unterseite der Blätter. Die Rhododendronzikaden gehören zur Familie der Kleinzikaden (Cicadellidae). Ab Ende April schlüpfen die gelbgrünen Larven der Zikaden und sammeln sich auf den Unterseiten der Blätter entlang der Hauptader. Im Verlauf ihrer Entwicklung häuten sie sich mehrmals, bis sie Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli ausgewachsen sind. Der Nachwuchs lässt während der Häutungen jeweils die alten, weisslichen Hüllen zurück.
Einen Befall durch Rhododendronzikaden erkennen
Die Rhododendronzikaden richten an den Rhododendronpflanzen im Vergleich zu einem Befall durch Blattläuse geringe Schäden an. Die Zikaden ernähren sich vom Pflanzensaft und es kommt vereinzelt zu einer hellgrünen Sprenkelung und Kräuselung der Blätter. Das eigentliche Problem ist ein Knospenbräune-Pilz namens Pycnostysanus azaleae, den die Weibchen der Rhododendronzikade bei der Eiablage im September übertragen: Dabei schneiden sie kleine Ritzen in die Blütenknospen und legen darin jeweils nur ein Ei ab. In die entstandenen Wunden nistet sich der schädliche Erreger ein und führt zur sogenannten Knospenbräune. Die befallenen Blütenknospen sind bräunlich bis schwarz gefärbt, eingetrocknet und öffnen sich nicht. Sie sterben ab aber bleiben jedoch auf den Zweigen sitzen. Die absterbenden Knospen sind bis zum nächsten Frühling mit einem Rasen aus kleinen, braunschwarzen Härchen übersät – dies sind die Fruchtkörper des Pilzes Pycnostysanus azaleae.