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Das Wasserkraftwerk Küblis befindet sich am östlichen Dorfrand von Küblis. Die Anlagen wurden zwischen 1919 und 1922 im Auftrag der AG Bündner Kraftwerke gebaut. In Küblis wird das über die Kraftwerke Klosters und Schlappin eingeleitete Wasser zusammen mit Wasser aus den Fassungen der Landquart in Klosters und des Schanielabaches verarbeitet. Von März bis Dezember 2005 wurde der Maschinensaal komplett umgebaut und die sechs Maschinen durch zwei neue Maschinengruppen mit je zwei Peltonturbinen und einem Generator ersetzt. Das Kraftwerk ist seit 2019 im Besitz der Repartner Produktions AG.
Verantwortlich für die architektonische Gestaltung der Kraftwerkzentrale Küblis ist Nicolaus Hartmann. Der St. Moritzer Architekt baute in den Zwanzigerjahren auch verschiedene Zentralen in der Valposchiavo. Darunter das Kraftwerk Palü und das Kraftwerk Cavaglia, die heute ebenfalls im Besitz der Bündner Energieversorgerin Repower sind. Die gewählte Gebäudeanordnung in Kreuzform war auf die betrieblichen Abläufe ausgerichtet: kurze Entfernungen für die Bedienung und einen möglichst geringen Personalbestand. Als der sakral anmutende Bau der Zentrale Küblis fertiggestellt war, wurde er von der Politik als «Kathedrale der Wasserkraft» gelobt. Die einheimische Bevölkerung war da etwas zurückhaltender und erfand gemäss dem Heimatbuch von Küblis ein eigenes Prättigauer Wort für das Kraftwerk: Das «Elektronä-Chloschter».