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Der Klarinettist Martin Adámek wurde 1996 im slowakischen Partizánske geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung an der Elementarschule von Malacky auf der Blockflöte und wechselte im Alter von neun Jahren zur Klarinette. 2010 wurde er an das Konservatorium von Bratislava aufgenommen, wo er in der Klasse von Peter Drlička studierte; anschliessend, ab 2014, vervollkommnete er seine Fertigkeiten an der Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brno. Praktische Erfahrungen sammelte Adámek schon früh im Gustav Mahler Jugendorchester und im European Union Youth Orchestra, wo er unter der Leitung von Dirigenten wie Philippe Jordan, Christoph Eschenbach und Vladimir Ashkenazy musizierte. Aus zahlreichen Wettbewerben ging Martin Adámek erfolgreich hervor: So gewann er 2013 in Italien den «Concorso Anemos» und den internationalen Klarinettenwettbewerb «Città de Carlino», 2014 siegte er dann bei der «Leoš Janáček International Competition» in der Tschechischen Republik. Als Solist konzertiert er seither regelmässig in Europa und Asien. In seiner slowakischen Heimat arbeitete er mit dem Cluster Ensemble, dem Veni Ensemble und der Veni Academy zusammen: drei Formationen, die sich auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert haben. Martin Adámek hat bereits mehrere neue Werke uraufgeführt, darunter Kompositionen von Bruno Mantovani, Elliott Sharp und Iris Szeghy. Seit 2016 gehört er als Solo-Klarinettist dem Pariser Ensemble intercontemporain an. Dort war er zuletzt im Frühjahr 2017 mit einer «Hommage à Pierre Boulez» in der Pariser Philharmonie erleben, wirkte bei einem Portraitkonzert von Unsuk Chin in Köln mit und gastierte in Brüssel, Bordeaux und im neuen Pierre Boulez Saal in Berlin.
April 2017