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Das Wichtigste in Kürze
- Die entfernte Kolumbus-Statue in Mexiko-Stadt wird durch die einer Indigenen ersetzt.
- Das kündigen die Behörden kurz vor dem 200. Unabhängigkeitstag Mexikos an.
- Wie es heisst, sei die Entscheidung als Akt der «sozialen Gerechtigkeit» zu verstehen.
Kurz vor Mexikos 200. Unabhängigkeitstag haben die Behörden angekündigt: Eine Statue des Eroberers Christoph Kolumbus im Zentrum der Hauptstadt Mexiko-Stadt wird durch die einer Indigenen ersetzt. An der Stelle werde die Figur einer Frau der ausgelöschten Kultur der Olmeken errichtet, teilte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum mit. Die Statue wurde von dem mexikanischen Künstler Pedro Reyes angefertigt.
Die Kolumbus-Statue auf der zentralen Allee Paseo de la Reforma war bereits vergangenes Jahr entfernt worden. Dies, nachdem Demonstranten damit gedroht hatten, die Figur des italienischen Seefahrers umzustürzen. Die Statue komme an einen «würdigen Ort», teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mit.
Sheinbaum begründete die Auswahl einer Indigenen als Ersatz mit der jahrhundertelangen Unterdrückung der Ureinwohnerinnen. «Es sind genau die indigenen Frauen, die vielleicht die grösste Bürde in Mexikos Geschichte getragen haben. Und denen die geringste Anerkennung zuteilwurde», sagte die Bürgermeisterin.
Kolumbus-Statue 1877 aufgestellt
Die Entscheidung für die Statue einer Olmekin sei als Akt der «sozialen Gerechtigkeit» zu verstehen. Ebenso diene sie der Anerkennung von 500 Jahren «indigenen Widerstands» nach der Eroberung des Landes durch die Spanier.
Die Statue des Amerika-Entdeckers Kolumbus war 1877 im Zentrum von Mexiko-Stadt aufgestellt worden. Als die Figur vergangenes Jahr im Herbst entfernt wurde, hatte das Kulturministerium dies mit Restaurierungsarbeiten begründet.