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Die EU-Kommission hatte im Streit über Agrarimporte aus der Ukraine eine Einigung erzielt: Polen, Bulgarien, die Slowakei und Ungarn werden nach Angaben der Brüsseler Behörde ihre Gegenmassnahmen aufheben. Im Gegenzug werde es für Weizen, Mais, Raps und Sonnenblumenkerne "aussergewöhnliche Schutzmassnahmen" geben. Die vier Länder hatten Agrarimporte aus der Ukraine beschränkt und argumentiert, dass billiges Getreide aus dem Kriegsland zu einem Preisverfall führt. Auch Rumänien beklagte sich. Die Ukraine ist einer der wichtigsten Getreideproduzenten, kann wegen des Krieges ihre Schwarzmeerhäfen aber nur beschränkt nutzen.
Bei dem Treffen sollte es am Samstag auch um weitere Finanzhilfen der EU für die Ukraine gehen. Marchenko sagte, auch im kommenden Jahr werde die Ukraine seiner Ansicht nach mindestens 18 Milliarden Euro benötigen. Im Moment gehe die Hälfte des Haushalts in Militärausgaben. Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis sagte, es sei zu früh, um über genaue Summen zu sprechen, da man noch in der ersten Hälfte des Jahres sei. Zudem sei es unklar, wie sich der Krieg entwickele. In diesem Jahr erhält die Ukraine 18 Milliarden Euro aus der EU./red/DP/he
(AWP)