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Tag der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung und im Bundestag
Der Tag der Mehrsprachigkeit wurde 2019 von Helvetia Latina initiiert. Die Idee ist einfach: einen Tag lag gehen die Bundesverwaltung und das Bundesparlaments einen weiteren Schritt in Richtung Mehrsprachigkeit, indem sie die „Gewichtung der Sprachen“ umkehren. So wird an diesem Tag die deutsche Sprache zur „Minderheit“ und die lateinischen Nationalsprachen zur „Mehrheit“.
Ziel dieses Tages ist es, den Austausch und das Verständnis zwischen den Mitarbeitenden der verschiedenen Sprachgemeinschaften in der Bundesverwaltung zu fördern und sie zu ermutigen, sich mündlich und schriftlich in einer Amtssprache des Bundes auszudrücken, die nicht ihre eigene ist – mit Ausnahme der italienisch- und rätoromanischsprachigen Mitarbeitenden, die sich für einmal in ihrer Muttersprache ausdrücken.
Auch im Bundesparlaments nehmen Mitglieder beider Räte an diesen Tag teil, der für eine begrenzte Zeit die aktuelle „Gewichtung der Sprachen“ umkehrt und den Austausch zwischen den Parlamentariern in einer Landessprache, die nicht ihre eigene ist, fördern soll.
Der „Tag der Mehrsprachigkeit“ findet jedes Jahr in der Woche des 26. September statt. An diesem Tag findet nämlich in vielen Schweizer Kantonen der „Tag der Zweisprachigkeit“ statt sowie der „Europäische Tag der Sprachen“, der 2001 vom Europarat ins Leben gerufen wurde. Er wird in Zusammenarbeit mit der Delegierten für Mehrsprachigkeit der Bundesverwaltung und den parlamentarischen Intergruppen „Plurilinguisme CH“, „Italianità“ und „Lingua e cultura rumantscha“ des Bundesparlaments organisiert.