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6. Juni 1946: Die Eigentümer von Sportarenen suchen eine zusätzliche Einnahmequelle. Dafür gründen sie die «Basketball Association of America» in New York, die drei Jahre später in der «National Basketball League» aufgehen sollte.
Walter A. Brown, der Besitzer des Eishockeyteams der Boston Bruins und somit deren Mehrzweckhalle (Boston Garden) hatte offensichtlich Geschäftssinn: Er wollte die Auslastung in seiner Spielstätte steigern und kam somit mit der Idee auf, die aufstrebende Sportart Basketball in den Mehrzweckhallen einzugliedern.
So rief Brown ein Meeting mit den anderen Besitzern und Mietern der grössten Hallen im Lande ein. Basketball hatte nämlich auf College-Stufe grosse Zuschaueraufmärsche zu verzeichnen. Fast alle Teambesitzer der National Hockey League (NHL) sowie der American Hockey League (AHL) erklärten sich danach bereit, ein Team zu stellen.
Somit kam es am 6. Juni zur Gründung der Basketball Association of America (BAA) in New York. Deren erster Präsident der Liga wurde Maurice Podoloff, der damalige Präsident der AHL. Diesem wurde knapp ein Jahrzehnt später die grosse Ehre zuteil, dass die Kommission die Auszeichnung als bester Spieler der Saison (MVP) nach ihm benannte.
Zuvor gab es für Podoloff jedoch einen Haufen Arbeit zu erledigen. Die BBA war zwar finanziell solide geführt, hatte aber kein gutes Spielermaterial vorzuweisen. Nach einem Jahr zogen bereits vier von insgesamt elf Teams die Konsequenzen und traten aus der BBA aus.
Gute Spieler (unter anderem auch afroamerikanische, was zu dieser Zeit ungewöhnlich war), aber finanzielle Sorgen wies hingegen die National Basket League (NBL) auf, die ursprünglich von den drei heutigen Grosskonzernen General Electric, Firestone und Goodyear ins Leben gerufen worden war.
So machte es für beide Seiten Sinn, die beiden Ligen zu fusionieren, was im August 1949 auch geschah. Die neue Liga wurde auf den Namen National Basketball Association (NBA) getauft.
Die NBA hatte jedoch in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) grosse Konkurrenz, welche den College-Basketballsport dominierte. In den USA nimmt bis heute der Universitätssport einen grossen Stellenwert ein. Zum Glück für die NBA überschattete 1951 ein massiver Skandal (point shaving) die College-Liga, bei denen zahlreiche Spieler der NCCA involviert waren. Die Folge war, dass zahlreiche College-Spieler in die NBA wechselten, die ein Jahr zuvor auch ihre Tore für afroamerikanische Spieler öffnete.
In den ersten Jahren der neuen Liga dominierten die Minneapolis Lakers um ihren Starspieler George Mikan, der erste Superstar die NBA. Trotz einer Grösse von 2,08 Meter und einer ziemlichen Behäbigkeit war Mikan in den frühen 50er Jahren nicht aufzuhalten, so dass die NBA sogar die Spielregeln ändern musste: Man vergrösserte die Zone unter dem Korb, um die statischen Center zu mehr Aktivität zu zwingen und das Flügelspiel zu forcieren. Es trat jedoch kein Erfolg ein, im Gegenteil: Weniger Korbversuche sowie eine Häufung der Fouls – teilweise über 100 – die zum Ziel hatten, in Ballbesitz zu gelangen, um das Herunterspielen der Spieluhr zu unterbinden.
Zwei Jahre später kam dann die bis heutige gültige 24-Sekunden-Regel zustande, die der NBA wieder zu mehr Zuschaueraufmarsch verhalf und somit zur heutigen starken Marke und wirtschaftlich wichtigen Grösse entscheidend beitrug. Letztes Jahr konnte die NBA einen Umsatz von gut dreieinhalb Milliarden Schweizer Franken vorweisen, bei einem Zuschauerschnitt von 17'300.