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Als die alte Bronzesaitenharfe in Irland ...
... fast von niemand mehr gespielt werden konnte, entwickelte ich diese neue Form der alten Harfe. Sie nahm ihre äußere Gestalt aus der tausendjährigen Tradition der irischen Metallsaitenharfe (Cruit), ihre Besaitung jedoch ähnelte der zeitgleich auf dem Kontinent entstandenen Pedalharfe. Heute gibt es auch Saiten aus Nylon und Carbon. Die Keltische Harfe ist handlich, gut zu transportieren und bietet dennoch ähnliche Klangmöglichkeiten wie die mehrfach teurere Pedalharfe.
Einschränkungen gibt es aber beim Spielen von Musik, bei der sich sehr oft die Vorzeichen (# oder b) ändern. Die linke Hand wird nämlich gebraucht, um mit Hilfe von Halbtonmechaniken die Töne zu erhöhen oder erniedrigen, und diese Hand fällt in diesem Moment für die Bassnoten kurz aus. Doch das ist nur beim Spielen etwa von klassischer Musik und Jazz ein Problem, denn bei der meisten Musik ändern sich die Vorzeichen eher selten.
Auf dem Photo links sind die Halbtonmechaniken zu sehen. Wenn der Hebel nach oben gelegt ist (im Bild ganz links), wird die Saite um einen halben Ton verkürzt. Auf einer voll mit Mechaniken ausgerüsteten keltischen Harfe lassen sich alle Tonarten von Es-Dur bis E-Dur spielen. Die Tonart wird vor Beginn des Spielens mittels der Mechaniken eingestellt, und dann enthält die Harfe nur noch zur gespielten Tonart passende Töne. Deshalb klingt eine Keltische Harfe sogar schön, wenn ein "falscher" Ton gegriffen wird.
Die Keltische Harfe gibt es heute in vielen Formen und Größen und eine eine Vielzahl von Harfenbauerinnen und Harfenbauern können heute den Traum eines einzigartigen, speziell für die SpielerIn gebauten Instrumentes verwirklichen. Diese von Hand gebauten Instrumente tragen sehr viel Persönlichkeit und Seele in sich. Oft sind aber die Lieferzeiten sehr lang, und wer kein Jahr oder sogar länger auf seine Harfe warten will, findet auch sehr gute gebrauchte Instrumente oder fertige Harfen größerer Harfenmanufakturen, wie z.B. Pilgrim, Camac, Salvi oder Dusty Strings.