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Teilprothesen implantiere ich in zunehmendem Masse anstelle von Vollprothesen des Kniegelenkes. Dabei werden nur ein oder zwei Anteile des Kniegelenkes (von insgesamt drei Anteilen) durch eine Prothese ersetzt. Hauptsächlich ersetze ich die Innenseite des Kniegelenkes, aber auch die Aussenseite oder das Gleitlager der Kniescheibe. Der Ausprägungsgrad des Knorpelschadens bzw. der Arthrose und das Vorhandensein eines Meniskus sind für die Operation nicht von Bedeutung. Hingegen sind Patienten, welche Schmerzen auf der Innenseite und der Aussenseite des Kniegelenkes verspüren, für den Einbau einer Teilprothese nicht geeignet. Alle Teilprothesen sind, wie die Miniprothesen, minimal-invasiv implantierbar. Grundsätzlich erfolgt die Verankerung im Kniegelenk über einen speziellen Knochenzement. Bei jüngeren Patienten verwende ich zementfreie Teilprothesen, welche sich bei guter Knochenqualität selbständig verblocken und später mit dem Knochen verwachsen.
Die Vorteile einer Teilprothese gegenüber einer Vollprothese sind höhere Beweglichkeit, schnellere Belastbarkeit und längere Haltbarkeit. Meine Patienten freut im Besonderen die Wiederaufnahme ihrer sportlichen Tätigkeit nach Jahren von schmerzbedingten Einschränkungen. Nachteile bestehen in der Entwicklung einer Arthrose im nicht ersetzten Anteil des Kniegelenkes, welcher bei einigen wenigen Patienten den Wechsel auf eine Vollprothese notwendig macht.
Die Belastung des operierten Kniegelenkes ist frei, ebenso die Beweglichkeit. Gehstützen werden von mir für vier Wochen empfohlen, sind aber nicht für den ganzen Zeitraum notwendig. Ambulante Physiotherapie sollte für 3-4 Monate durchgeführt werden. Eine Arbeitsunfähigkeit resultiert je nach Beruf für 4-12 Wochen.