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Der Ursprüngliche Name des Wägitals ist einfach und einleuchtend. Aus alten Dokumenten und Urkunden ist zu entnehmen dass es früher einen schmalen Handelsweg über den Schwialppass gegeben hat. Aus diesem Weg, im Dialekt Wäg, wurde später Wegtal abgeleitet, und die ersten Talbewohner "Talleute zu Wägi" genannt.
Eine erst feste Ansiedlung im Wägital datiert bereits aus dem Jahr 406. Bis zum Jahre 1259 nannte sich die Siedlung Wegental, abgeleitet durch den Namen Wegtal, danach bis ins Jahr 1888 Vorderwäggithal und Hinterwäggithal.
Bis ins Jahr 1350 war dieses Wägital der Grafschaft Alt Rapperswil unterstellt. Als es sich 1480 von Tuggen ablösen kann wird es politisch selbständig.
In alten Dokumenten wird 1398 die Wägitaler Katharina-Kapelle zum ersten mal urkundlich erwähnt.
Im Jahre 1598 datiert das Gründungsdatum der Sennenbruderschaft, die bis zum heutigen Tage noch existiert.
Grausames muss sich im Jahre 1629 im Wägital zugetragen haben. Die Pest forderte viele Todesopfer, man spricht von mehr als der Hälfte, der damals 700 Bewohner des Tals.
Nicht genug der Toten, 1712 fand auch noch die letzte Hexenverbrennung statt.
Die Ortschaft Wägital wurde schliesslich im Jahre 1776 geändert. Es entstanden die heutigen Dörfer Innerthal und Vorderthal.
Die Herren zu Schwyz stellten 1798 den Dörfern die Befreiungsurkunde aus.
Die Gemeinde Vorderthal erhielt 1830 von der Bezirkslandsgemeinde eine Bewilligung zum Bau einer richtigen Strasse, diese wurde allerdings erst im Jahre 1861 fertig gestellt.
Im gleichen Jahre (1861) entstand in Innerthal der legendäre, für 60 Gäste gebaute, Badekurort Bad-Wäggital. In den darauf folgenden Jahren wurden im noblen Kurort viele Prominente und wichtige Persönlichkeiten angetroffen. Dem Wasser der Fläschenlochquelle (Fläschliloch) wurde heilende Wirkung nachgesagt.
Ab dem Jahre 1894 fährt die Eidgenössische Pferdepost durch eine schmale, äusserst gefährliche und kurvenreiche Strasse ins Wägital.
Den ersten Stromanschluss erhält das Tal im Jahre 1908.
Im Jahre 1909 wurde das Hotel Bad von der Stadt Zürich zur Sicherstellung der Quelle übernommen. Zudem munkelte man bereits über ein Kraftwerkprojekt.
Ab 1915 scheiterten mehrere Kraftwerk Bauprojekte, das unterfangen galt als zu riskant und nicht durchführbar.
Den grössten Eingriff in seiner Geschichte erlebte das Wägital zwischen 1922 – 1925. Durch den Bau der Staumauer mussten alle Einwohner umgesiedelt werden. Das geplante Umsiedlungsprojekt konnte nur teilweise umgesetzt werden. Einige Häuser wurden abgerissen und auf dem heutigen Innerthal wieder aufgebaut. Trotzdem mussten über 100 Bewohner die Gemeinde verlassen und sich eine neu Existenz aufbauen. Zur Entschädigung erhielten die Landbesitzer 8 Rappen pro m2 Land. Einige Einwohner blieben so lange in ihren Häusern, bis ihnen das Wasser förmlich bis zum Hals stand. Die alte Kirche wurde gesprengt und auf dem Grundstück „Sehrhalten“ neu gebaut.
In Vorderthal stand viele Jahre eine Spinnerei, sowie bis 1935 eine Kartonfabrik.
In den Kriegsjahren 1940 – 1942 wurde durch internierte polnische Soldaten die Satteleggstrasse gebaut.
1992 übernimmt die Firma AC Mächler AG ein Baugeschäft im Vorderthal und wird mit rund 50 Mitarbeitern der grösste Arbeitgeber im Wägital.
Im Jahre 1999 übernimmt die Firma Diethelm Aufzüge AG die Spinnerei und beschäftigt dort rund 30 Mitarbeiter.
Im Jahre 2003 gibt es den ersten ADSL Internet Anschluss im Wägital.
Heute, in etwas ruhigeren Zeiten, geniessen wir das Wägital als Naherholungsgebiet. Ob Wanderer, Skifahrer oder Fischer, das Wägital ist ein beliebtes Ausflugziel. Es ist uns allen heilig, wir lieben und schätzen es sehr und wir möchten dass alle ein wenig dazu beitragen, damit dieses schöne Tal auch noch möglichst lange so schön und sauber bleibt, wie es jetzt ist.