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Seit seiner Rückkehr in die Schweiz im Jahr 1995 polarisiert der Wolf. Auf der einen Seite stehen die Schafzüchter, die mit Angriffen des Raubtiers konfrontiert sind. Auf der andern Seite zahlreiche Tier- und Umweltschutzorganisationen, die auf Schutzmassnahmen für das auch in der Schweiz geschützte Tier pochen.
Im Parlament war letzthin gar die Streichung des Wolfs von der Liste der geschützten Tierarten gefordert worden. Davon sahen die eidgenössichen Räte jedoch ab. Dafür stimmten sie einem Vorstoss zu, der eine Modifikation des Konzepts Wolf Schweiz verlangte, um die Konflikte zwischen Nutztierhaltern und Wolf zu entschärfen.
Das am vergangenen Mittwoch vom BUWAL in Kraft gesetzte neue Wolfskonzept legt den Schwerpunkt auf die Schadensverhütung. Entsprechend wurde die Schwelle für den Abschuss des Wolfes gesenkt. Vorgesehen ist, dass ein Kanton eine Abschussbewilligung erteilen kann, wenn innerhalb von vier Monaten 35 Nutztiere oder innerhalb eines Monats 25 Nutztiere gerissen werden. Diese Zahl kann auf 15 Nutztiere innerhalb eines Jahres reduziert werden, wenn die Wolfsangriffe im folgenden Jahr weitergehen. Dies entspricht einer Verschärfung der Schutzbestimmungen. Weiter sehen die neuen Bestimmungen vor, dass die Schafzüchter im Schadenfall entschädigt werden. Zur Unterstützung der Viehhalter wurde eine Koordinationsstelle für Herdenschutz geschaffen.
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- Medienmitteilung BUWAL