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Als Sinnsystem bezeichne ich die Systeme, die in der funktionalen Systemtheorie diskutiert werden ... weil dort immer auf Sinn rukuriert wird. Die Frage etwa, ob ein Stein oder ein Gehirn ein System sei, wird ..in einen Sinnzusammenhang gestellt, in welchem darüber nachgedacht wird, worüber mit dieser Frage gesprochen wird ... Die Frage selbst erscheint dann nicht als Frage (die Frage ist nicht entscheidbar), sondern als Anlass für andere Fragen.
Vorausgeschickt werden muß den folgenden Überlegungen, daß hier keine essentialistische oder ontologische Analyse der Freiheit gegeben werden kann oder soll. Im Duktus einer allgemeinen Theorie von Sinnsystemen läßt sich nicht sagen, was Freiheit, was Wille, was Schuld ist. Diese Theorie ist bekanntlich eine äquivalenz-funktionalistische Theorie; sie heckt nicht Entitäten aus, sondern konstruiert Probleme, als deren Lösung je fragliche Phänomene beobachtet werden können. Es geht im Prinzip um die Inszenierung einer Deutbarkeit in einem Auswahlbereich vergleichbarer Lösungen desselben Problems.1 Damit sind Fragen ausgeschlossen, die sich darauf beziehen, wie und ob ‚Handeln’ determiniert ist oder ob und wie Freiheit, Wille oder Schuld so etwas erzwingen wie die Realität eines liberum arbitrium, einer echten Wahlmöglichkeit, die Determination und Kausalität außer Kraft setzt.
Die Soziologie jedoch, in Sonderheit die systemtheoretisch informierte Soziologie, hat es nicht mit Begründungsfragen dieser Art zu tun. Es genügt ihr der triviale Befund, daß es kaum einen sozialen Zusammenhang gibt, der nicht mit Freiheit, mit Schuld, mit Verantwortung assoziiert ist. P. Fuchs Anfang des Aufsatzes Freiheit auf www.fen.ch