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Lugano (ots)
- Anlässslich der Veröffentlichung eines Buches, das
die zehnjährige Ausstellungstätigkeit der Galleria Gottardo (einer
Kulturstiftung der gleichnamigen Bank mit Sitz in Lugano)
dokumentiert , wurde auch die Vereinbarung bekannt gegeben, welche
eine Zusammenarbeit zwischen der Solomon R. Guggenheim Foundation und
der Banca del Gottardo beinhaltet.
Diese Kooperation ist im Zusammenhang mit den Erweiterungsplänen
der Peggy Guggenheim-Collection in Venedig zu sehen. Sie ermöglicht
zudem der Guggenheim Foundation einen besseren Zugang in geografische
Gebiete, in denen die Tessiner Bank mit ihrer Galleria Gottardo im
kulturellen Bereich tätig ist. Für die Bank bedeutet dieser Vertrag
eine erhebliche Ausdehnung des kulturellen Angebots, das schon immer
wichtigstes Mittel der eigenen Unternehmenskommunikation war.
Die Solomon R. Guggenheim-Foundation, 1937 in New York ins Leben
gerufen, führt ausser dem weltbekannten Museum an der Fifth Avenue
noch weitere berühmte Museen in Venedig (Palazzo Venier dei Leoni am
Canal Grande), Bilbao, Berlin sowie das Guggenheim Museum Soho in New
York.
Die Sammlung Peggy Guggenheim in Venedig zeichnet sich vor allem
durch das vollständige Angebot an repräsentativen Werken der gesamten
Avantgarde der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts aus,
insbesondere von jungen amerikanischen und europäischen Künstlern.
In dieser remommierten Sammlung sind Werke von namhaften
Vertretern wie Jackson Pollock, Pablo Picasso, Alberto Giacometti,
Max Ernst und Wassily Kandinsky vertreten.
Die Peggy Guggenheim Collection bietet neben der eigenen Sammlung
auch Zugang zu anderen temporären Ausstellungen, die vom Publikum mit
wachsendem Interesse aufgenommen werden.
Mit über 300.000 Besuchern pro Jahr gehört die Peggy Guggenheim
Collection zu den am meisten besuchten Museen Italiens.
Die Banca del Gottardo ist ein mittelgrosses schweizerisches
Institut, das hauptsächlich im Private Banking tätig ist. Die Bank
hat ihren Hauptsitz in Lugano . Aus einer starken philanthropischen
Haltung heraus engagiert sie sich seit Jahren für die
Kulturförderung.
Nachdem sie 1968 mit dem Aufbau einer Sammlung von
zeitgenössischer Schweizer Kunst und Fotografie begonnen hatte,
gründete sie 1989 die Galleria Gottardo, eine unabhängige Stiftung,
mit dem Ziel, in Lugano jährlich drei bis vier Ausstellungen zu
Themen des menschlichen Daseins zu organisieren.
Zweck der Galleria Gottardo ist also die Förderung von kulturellen
Projekten, die Veranstaltung von temporären Ausstellungen in
Zusammenarbeit mit Museen, Sammlern, und anderen Kulturinstitutionen
sowie die Publikation der entsprechenden Sammlungskataloge, deren
gemeinsamer Nenner stets die ausserordentlich hohe Qualität war. In
den ersten 10 Jahren ihrer Tätigkeit hat die Galerie neben
verschiedenen fotografischen auch ethnografische Ausstellungen
organisiert. Gezeigt wurden bedeutende Art brut Austellungen sowie
besonders sehenswerte Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. In
Zusammenarbeit mit den besten Museen der Schweiz und im Ausland hat
die Galerie ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit ergänzt.
Das Buch Galleria Gottardo 1989 - 1999", das heute der Presse
vorgestellt wird, soll eine Bildergeschichte der kulturellen
Tätigkeit der Galerie in ihren ersten zehn Jahren sein. Dabei handelt
es sich nicht nur um eine Präsentation der bisherigen Ausstellungen,
sondern auch um die Darstellung der Philosophie, von der die
Verantwortlichen sich leiten liessen. Der Katalog beinhaltet auch
Aeusserungen von Drittpersonen, Schriftstellern und Fotografen und
stellt zugleich die Vorbereitungsarbeit vor, die hinter jeder
Ausstellung steckt. Herausgeber des Buches sind Luca Patocchi und
Alberto Bianda. Die Texte stammen von Jean-Paul Barbier, Mario Botta,
Claudio Generali, Geneviève Roulin, Jean-Loup Rousselot und Roberto
Valtorta, mit Interviews von Giovanni Orelli und Giampiero Bosoni.
Der Katalog erscheint in einer zweisprachigen Ausgabe, italienisch
und englisch.
Die jetzt in Lugano vorgestellte neue Zusammenarbeit mit der
Solomon R. Guggenheim-Foudation - und insbesondere mit ihrer
Niederlassung in Venedig - wird es der Galerie ermöglichen, neue
Ausstellungsprojekte von ausserordentlichem Prestige und
internationaler Ausstrahlung in ihr Programm aufnehmen zu können.
Die neue Kooperation wird beiden Partnern gegenseitig wertvolle
Anregungen vermitteln. Der Bank und der Galleria del Gottardo wird
sie es erlauben, ihr bisheriges kulturelles Engagement merklich
auszudehnen.
Für die Solomon R. Guggenheim Foundation, deren familiäre Wurzeln
zurückreichen in das aargauische Lengnau und die bisher in der
Schweiz von keiner Institution vertreten wurde, eröffnet die
Zusammenarbeit mit der Banca del Gottardo und ihrer Galerie neue
Perspektiven. Prof. Philip Rylands, Direktor der Peggy Guggenheim
Collection in Venedig wurde in den Stiftungsrat der Galleria Gottardo
gewählt.
Das erste Resultat der Zusammenarbeit zwischen den beiden
Institutionen wird bereits im September dieses Jahres sichtbar werden
- und zwar mit einer Ausstellung in Lugano, die den Titel Il ritrovo
degli artisti" trägt.
Die Ausstellung, organisiert von Karole Vail, der Enkelin von
Peggy Guggenheim und von Galleria-Direktor Luca Patocchi,
dokumentiert Peggys Arbeit mit den Künstlern, denen sie während ihres
abenteuerlichen Lebens begegnet war. Neben Originalwerken von
berühmten Fotografen wie Man Ray und Kertesz werden in einigen Fällen
auch reproduzierte Werke zu sehen sein. Die von Peggy Guggenheim
direkt erworbenen Objekte vermitteln, zusammen mit Büchern, Katalogen
und Drucksachen aus den Ausstellungen von London, New York und
Venedig, samt den bis heute aufbewahrten Gästebüchern und den für
Peggy Guggenheim angefertigten Schmuckstücken von Tanguy und Calder
einen faszinierenden Gesamtüberblick über diesen ritrovo degli
artisti."
ots Originaltext: Banca del Gottardo
Internet: www.newsaktuell.ch
Kontakt:
Banca del Gottardo
Mario Maccanelli
Ufficio Media
Viale S. Franscini 8
6900 Lugano
Tel. +41 91 808 14 83
Fax. +41 91 923 94 33
E-Mail: <email-pii>