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In diesem Hilferuf erscheint es wichtig, zwei Begriffe sorgfältig zu definieren:
Was bedeutet der Begriff „süchtig“, was jener der „Beziehung“?
„Süchtig“ meint hier, dass wir ohne dieses Element, sei es eine Substanz, ein Verhalten, eine Person, einen Status u.v.m. glauben, nicht leben zu können. Wenn dieses Element wegfällt, sei es durch einen Entzug jeglicher Art, so entstehen Entzugserscheinungen. Diese Entzugserscheinungen können sich auf der körperlichen und/oder seelischen und geistigen Ebene manifestieren, was heisst, dass der Betroffene auf die eine oder andere Weise eine heftige Leidens-Odyssee durchleben wird. Die entstandene Leere reisst verschiedenste Wunden auf, die den Betroffenen enorm stark auf sich selber zurückwerfen, und gross ist die Gefahr, dass er sich eine neue Sucht sucht, wenn die alte ihm nicht mehr zu Verfügung steht.
Wie ist der Begriff „Beziehung“ zu verstehen?
Im weitesten Sinne kann man unter Beziehung all das verstehen, zu dem man eine Beziehung eingehen kann. Das kann zum Beispiel eine Beziehung zum Essen, zum Materiellen, zum Körper, zum Spirituellen, zum Sport, zur Musik oder zu Menschen sein.
Wenden wir uns in dieser Fragestellung der Beziehung zwischen Partnern zu.
Was geschieht, wenn ein Mensch nicht alleine sein kann, er quasi süchtig nach Beziehung ist?
Wenn er nicht alleine sein kann, so fehlen ihm vermutlich diverse Ressourcen, denn die Fähigkeit, auch alleine mit sich sein zu können, gehört zur menschlichen „Grund-Voraussetzung“, um gesund und harmonisch leben zu können.
Wenn ein Mensch mit sich nicht klar kommt, so definiert er sich über andere. Er benötigt unbedingt jemand anderen, der ihm gut tut, der ihn lobt, unterstützt oder liebt, denn er genügt sich selber nicht und fühlt sich unvollkommen. Wenn er sich selbst nicht genügt, sich unvollkommen fühlt, hat er die Verbindung zum grossen Ganzen verloren und versucht nun über eine Beziehung, diesen Verlust des Gefühls der Verbundenheit zu kompensieren.
Jede Sucht kann als Ausdruck einer unbewussten Sehnsucht angesehen werden, in der man wieder die Anbindung an das eine grosse Ganze sucht. Der einzelne Mensch fühlt sich alleine und ohnmächtig und sucht so in der Partnerschaft die Ergänzung oder gar sein Heil.
Das kann für eine ganze Weile gut gehen, aber irgendwann kommt das grosse Erwachen, dass nämlich der andere nicht das Heil und der Sinn des eigenen Lebens ist. Viele Menschen fallen dann in eine grosse Krise – man könnte hier von einer spirituellen Krise sprechen.
Wie gehen wir als Coach/Therapeut in solch einem Fall vor?
Die Ich-Stärkung steht auch hier wieder in vorderster Front. Damit die erkannte Krise nicht eine negative Abwärtsspirale entwickelt, gehört das Stabilisieren der Persönlichkeit ganz stark in den primären Fokus. So können Gefühle von Trauer, Ohnmacht, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit abgefedert werden. Ein Dialog kann entstehen, das Betrachten der eigenen Situation, deren Entstehen und Analyse können so in erträglicher Form durchlebt werden. All dies an eine eingängige Form von entspannender Methode, etwa der Hypnose oder dem Autogenen Training, gekoppelt, ermöglicht dem Klienten zusätzlich ausserhalb der Sitzungen selbsttätig achtsam und relaxed zu sein.
Welche therapeutischen Schritte können nachher folgen?
Nach der Ich-Stärkung können wir uns der „Schattenarbeit“ und somit dem Unterbewussten zuwenden. Das heisst, dass wir uns im Coaching den unbewussten oder noch nicht verarbeiteten Erlebnissen und Prägungen zuwenden, die Auslöser sein können für das Muster „Süchtig nach Beziehung“. Der erste Schritt ist wohl die Verarbeitung dieser Erlebnisse. Mit Hilfe der Time-Line können wir diese Erlebnisse auffinden und mit verschiedenen Methoden, wie z.B. dem Kinomodell oder den Swish-Techniken, auflösen und die positiven Erkenntnisse in einem Rerframing verinnerlichen und somit in das neue, leichtere Leben transferieren. Die nächsten Schritte, die wir einem Klienten anbieten können, sind die Selbstakzeptanz, Selbstliebe, Selbstverantwortung, Selbstführung und Selbstverwirklichung.
In kleinen Schritten wird er im Alltag das Erlernte peu à peu anwenden, seine Erfahrungen machen, sich beobachten und durch ein sorgfältiges Coaching durch die Selbstreflexion geführt werden.
Sicher ein Prozess, der über eine längere Zeit stattfinden wird. Ein Weg zu sich, in die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit. Eine Chance für eine echte Beziehung zu sich und einem Partner/ einer Partnerin.
Ja – meistens eine spannende Lebensaufgabe!
Silvie Gloor & Barbara Prinzing
Wenn mich dieser Satz plagt und ständig begleitet, was kann geschehen?
Dieser Satz ist ein sehr verbreiteter, nicht nur in der weiblichen Gesellschaft, aber vor allem dort sehr hartnäckig gepflegt und etabliert, über alle Alterskategorien hinweg. Er gehört zu den kardinalen Glaubenssätzen so mancher Frau und wird seit vielen Jahrzehnten immer wieder ausgeleuchtet, in der Mode aufgenommen, mit Fitness-Booms und an immer neue Ernährungstrends gekoppelt und führt schlussendlich häufig zu Essstörungen.
Das enorme Wissen von G. Grabovoi in eine verbale Erklärung zu packen, ist wegen ihrer Komplexität sehr anspruchsvoll.
Grigori Grabovoi wurde am 14. November 1963 in Kasachstan geboren. Er hat Mathematik und Mechanik studiert und 1986 abgeschlossen. Die Themen Mechanik, Physik bis hin zur Quantenphysik hat er intensiv vertieft. Read more
Es ist zehn vor drei, Romy macht mit Herrn Müller nach der Beratung noch einen Termin für die nächste Sitzung ab und nutzt die Zeit, um kurz einen Kaffee zu trinken, bevor es weitergeht. Ein Blick aufs Smartphone und die drei anstehenden Anfragen können sogleich beantwortet werden. Ihre Berater-Praxis läuft sehr gut, immer mehr Leute suchen Rat, und viele erhalten die Antworten, die sie nachhaltig weiterbringen. Romy bringt viele Interessen mit Ihren 46 Jahren unter einen Hut. Ihre Arbeit befriedigt sie sehr, sie lebt in einer glücklichen Beziehung und ihre Kinder lassen in ihr echten Mutterstolz aufflammen. Ihre ganze Leidenschaft wirft sie in all Ihre Aufgaben, und sie träumt von weiteren und grösseren Herausforderungen. Ihre Tage sind auf allen Ebenen ausgefüllt, und es bereitet ihr riesige Freude von allen Seiten gebraucht zu werden und helfen zu können.
Um in den Fluss des Lebens oder in den eigenen Flow zu kommen, darf man zuerst einmal beginnen, sich selbst wahrzunehmen, und dem eigenen Wahrgenommenen Raum zu geben. Durch das aufmerksame Betrachten, werden wir alsbald bemerken, dass auch das eigene Leben in den Rhythmus von Ebbe und Flut aufgespannt ist. Bei Flut sind quasi alle blockierten und unerwünschten Triebe überflutet, und man kommt in einen „flutigen Flow“ -Zustand, wo man das Gefühl hat, alles zu erreichen. Wenn dann wieder die Ebbe einkehrt, alles wieder freigelegt und oft noch tiefer liegende „Steine“ sichtbar werden, besteht die Gefahr, aus der Mitte zu fallen und am Leben zu verzweifeln. In den Fluss des Lebens zu kommen heisst also, sich dieser „Gezeiten“ gewahr zu werden und zu lernen, jede Welle als Geschenk anzunehmen. Es ist gar nicht so einfach, den eigenen Tiefen Raum zu geben, weil die äusseren Forderungen uns ständig drangsalieren.
Was soll bleiben und was sich verändern?
Ist es nicht so, dass wir oft gegen Ende eines Kalenderjahres inne halten und zurückschauen? Es ist der Moment gekommen, sich zu fragen, was gut, was eher beschwerlich und was so richtig niederschmetternd war. Interessant ist, dass wir eher die Tendenz haben, dem Schweren viel Energie, also der Schwere Aufmerksamkeit zu schenken, als uns über das Erreichte und Schöne zu freuen. Dies ist eine Beobachtung aus der jahrelangen Arbeit mit Menschen, die oft so gut über ihre Probleme Bescheid wissen und darüber sprechen, hingegen ihre Erfolge kaum erwähnen oder diese „unter den Teppich kehren“. Manchmal frage ich mich, warum das so ist… und bin dem ein wenig nachgegangen. Read more
Jeder Mensch kennt heute die Bedeutung des Wortes Stress. Es wurde erstmals von Walter Cannon (1914, zit. nach Lazarus & Folkman, 1984) in Bezug auf Alarmsituationen verwendet (Fight-or-flight). Seit den Achtziger-Jahren verwenden alle das Wort Stress meistens in Zusammenhang mit Druck, Anspannung und Überforderung. Kein Kindergärtner, keine Senior, der dessen Bedeutung nicht kennt. Darunter verstehen wir die körperliche und emotionale Angespanntheit über eine kürzere oder längere Zeitdauer, welche in uns einen hormonellen Unordnungs-Cocktail ausschüttet, der sich vielseitig, oft negativ, auf unseren Körper und unsere Seele und den Geist auswirkt. Read more
Ein Lehrgang für AnwenderInnen der Hypnose und des Autogenen Trainings.
Fast in jeder Praxis der angewandten Hypnose und des AT gelangen Themen um das spannende Gebiet Schwangerschaft und Geburt in den Brennpunkt. Mit dem Modul Geburtshypnose streben wir an, die damit verbundenen Ziele erfolgreich und individuell zu erreichen. Ein Modul gewidmet dem werdenden Leben! Read more
Wenn wir an das Wort „Scham“ denken, ist es meist mit etwas Negativem behaftet wie zum Beispiel
Zugegeben, das sind ein wenig provokante Aussagen. Die Liste könnte aber noch weiter ausgeführt werden. Bestimmt fällt dir zu Scham auch noch etwas ein.