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2016.05.21 - Europameisterschaften in Nottingham 21. bis 30. Mai 201605.06.2016
Europameisterschaften in Nottingham
Gute Leistungen schlecht belohnt
Vergangene Woche kämpfte der Riehener Bogenschütze Florian Faber mit dem Nationalteam von SwissArchery in Nottingham um eine gute Platzierung an der Europameisterschaft sowie um drei kontinentale Einzel-Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio. SwissArchery trat mit vier kompletten Teams an, also bei den Frauen und den Männern mit dem olympischen Recurve-Bogen und mit dem Compound-Bogen. Im Männer-Recurve-Team traten zusammen mit Florian Faber der Berner Thomas Rufer und der für die Schweiz startberechtigte Franzose Thomas Aubert an.
Florian Faber trat mit dem olympischen Bogen in einem starken Teilnehmerfeld von 110 Schützen und 30 Teams aus 43 Ländern an. In der Qualifikation lag der junge Riehener nach der ersten Runde bei schwierigen Windverhältnissen mit 314 Punkten nur auf Platz 59, konnte sich jedoch mit 325 Punkten und einem guten 14. Platz in der zweiten Runde als bester Schweizer bis auf Platz 36 vorarbeiten.
Schwieriges Tableau für Faber
Diese Platzierung im Qualifikationswettkampf ergab kein einfaches Tableau für die KO-Runden. Florian Faber konnte die ersten zwei Runden mit guten Leistungen gewinnen, 6:4 gegen Csaba Gajdos (Ungarn) und 7:3 gegen Yagiz Yilmaz (Türkei), traf dann aber in den Sechzehntelfinals auf den Weltranglisten-Dritten Sjef Van den Berg aus Holland. Der Match verlief anfangs auf hohem Niveau recht ausgeglichen, ging aber schliesslich mit 3:7 an den holländischen Favoriten. Der Riehener belegte damit als bester Schweizer im EM-Einzelwettbewerb den 17. Schlussrang!
Platz fünf für das Team
Im Teamwettbewerb lief es den Schweizern ausgezeichnet. Alle vier Teams schafften die Qualifikation für die Achtelfinals, das olympische Männer-Team mit einem 15. Platz unter 30 Nationalteams. Damit mussten die Schweizer in der ersten Runde gleich gegen die zweitplatzierten Weissrussen antreten. Die Schweizer überraschten mit einer starken Leistung und bezwangen die Favoriten in einem engen Match mit 5:3.
In den Viertelfinals trafen sie auf das starke spanische Team, das mit dem siebten Qualifikationsrang unter Wert abgeschnitten hatte. Auch diese Begegnung verlief unerwartet ausgeglichen. Nach vier Sets stand es 4:4 und ein Stechen (1 Pfeil pro Schütze) musste über den Einzug in die Halbfinals entscheiden. Da auch dieses Stechen mit 28:28 Punkten keine Entscheidung brachte, ging der Sieg an das Team mit dem am nächsten am Zentrum liegenden Pfeil. Der Entscheid ging auf eine Distanz von 70 Metern mit 5 Millimetern Differenz an die Spanier. Die Schweiz belegte dank dem guten Ergebnis den hervorragenden fünften Schlussrang.
Out in den Sechzehntelfinals
Zum Abschluss wurden die KO-Runden um die drei Einzel-Quotenplätze für Rio geschossen. Auch diesen Wettbewerb schloss Florian Faber als bester Schweizer ab. Wie im EM-Einzelwettkampf überstand er die ersten beiden Runden – mit einem 6:4 gegen den Griechen Konstantinos Yantsios und einem 6:0 gegen den Slowaken Vladimir Hurban Junior. Dann traf Faber auf den Weissrussen Alexander Liahushev, den Siebten der Qualifikation. Dieser Sechzehntelfinal ging nach einem engen Match mit 3:7 an den Weissrussen.
Auch bei den Frauen konnte die Schweiz in Nottingham keinen Quotenplatz gewinnen.
Die letzte Chance auf Olympia-Quotenplätze bietet sich am Weltcupturnier vom 12. bis 19. Juni in Antalya (Türkei). Dort wird das Schweizer Team mit Adrian und Florian Faber um die verbleibenden Einzel- und Team-Quotenplätze kämpfen.
Dominik Faber
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