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The patient’s perspective on recovery of Life-Space Mobility and Quality of Life after Stroke (MOBITEC-Patient-Perspective)
Hintergrund
Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen und die Schlaganfallhäufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Wenn er überlebt wird, ist der Schlaganfall die häufigste Ursache für Behinderungen bei Erwachsenen. Ein Schlaganfall führt häufig zu dauerhaften Mobilitätseinschränkungen und damit dazu, dass man bei den Aktivitäten des täglichen Lebens auf die Hilfe anderer angewiesen ist.
Die derzeitige Literatur zur Erholung nach einem Schlaganfall konzentriert sich hauptsächlich auf die Funktionen, die zur Fortbewegung benötigt werden (z. B. Kraft, Gleichgewicht, Gehfähigkeit). Aus Patientensicht wäre es jedoch wichtiger, zu untersuchen, welche Orte ein Patient aufsuchen kann oder nicht und inwieweit dies die wahrgenommene Lebensqualität beeinflusst. Die “Lebensraum-Mobilität” ist somit von hoher praktischer Relevanz. Trotz ihrer Bedeutung für die persönliche Gesundheit und die soziale Interaktion ist die Lebensraummobilität nach einem Schlaganfall bisher jedoch kaum untersucht worden.
Ziel
Diese Studie arbeitet darauf hin, Empfehlungen für eine individualisierte Behandlung zur Verbesserung der Mobilität von Patienten nach einem Schlaganfall zu entwickeln. Zukünftige individualisierte Behandlungen könnten sich auf das Empowerment der Patienten konzentrieren und die Patientenperspektive mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualität nach einem Schlaganfall berücksichtigen.
Methoden
Diese Querschnittsstudie ist eine Beobachtungsstudie und besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist fragebogenbasiert, der zweite Teil verwendet halbstrukturierte Interviews. Im ersten Teil der Studie werden wir die tatsächliche und die gewünschte Mobilität von Schlaganfallpatienten auf zwei verschiedene Arten messen: mit dem Life-Space Assessment der University of Alabama at Birmingham Study of Aging (UAB-LSA) und mit einem innovativen, auf einer digitalen Karte basierendem Tool zur Bewertung des Lebensraums. Zusätzlich wird die gesundheitsbezogene Lebensqualität mit Hilfe der Schlaganfall-spezifischen Lebensqualitätsskala (SS-QoL) bewertet.
Im zweiten Teil der Studie werden wir die Diskrepanzen zwischen tatsächlicher und gewünschter Mobilität sowie die zugrunde liegenden Motivatoren und Barrieren für die Mobilität der Patienten anhand semi-strukturierter Interviews mit Patienten und Klinikern untersuchen.
Ausblick
Die Kombination der Ergebnisse der beiden Studienteile wird es uns ermöglichen, die Erkenntnisse zu Mobilitätsmustern sowie gewünschtem und tatsächlichem Lebensraum besser zu verstehen, zu interpretieren und schliesslich in praktisch anwendbare Behandlungsempfehlungen zu übersetzen, welche Kliniker zur Verbesserung der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten umsetzen können. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Patienten zu stärken und den Genesungsprozess von Schlaganfallüberlebenden in Zukunft zu individualisieren. Auf diese Weise zielt das vorgeschlagene Projekt darauf ab, den praktischen Wert der aktuellen Wissensbasis zu erweitern und die Forschungsergebnisse in die Praxis zu übertragen.
Projektleitung & -koordination
PD Dr. Roland Rössler (Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit, Universität Basel)
Projektpartner
Prof. Dr. Stefan Engelter (Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, Basel; Neurologische Klinik & Stroke Center, Universitätsspital Basel)
PD Dr. Timo Hinrichs (Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit, Universität Basel)
Prof. Dr. Nils Peters (Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, Basel; Neurologische Klinik & Stroke Center, Universitätsspital Basel; Stroke Center Klinik Hirslanden Zürich)
Prof. Dr. Arno Schmidt-Trucksäss (Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit, Universität Basel)
Dr. Corina Schuster Amft (Reha Rheinfelden)
Förderung
Forschungsfonds Universität Basel
Laufzeit
2022