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Die 12 Stunden von Zürich bis Los Angeles vergingen wie im Flug. Warum sagt man eigentlich "wie im Flug"? Die Zeit vergeht wie im Flug kann man ja eigentlich nicht sagen, weil meine 12 Stunden Flug sind ja nach L.A Ortszeit in nur 3 Stunden vergangen, also jede Stunde ging bei mir 4 Stunden lang! Aber wahrscheinlich hat diese Redenswendung mal einer Erfunden, der in die andere Richtung geflogen ist.
Was ich eigentlich sagen möchte, ist dass mir die 12 Stunden ziemlich kurz vorkamen. Ich hatte mir nämlich ernsthafte (sandrohafte?) Gedanken gemacht, wie ich diese 12 Stunden ausfüllen könnte!
Naja... aber im Computerzeitalter hat man halt in der Sitzlehne vor einem, einen kleinen Flatscreen eingebaut, wo man hätte Musik hören können, wo man unter diversen Filmen auswählen konnte und wo es auch diverse Games gab um die Zeit zu vertreiben. Man konnte sogar den Flug aus der Perspektive der Piloten begutachten.
Zuerst hab ich Hitch geschaut mit Will Smith (nein er sass nicht neben mir - er war im Film). Dann hab ich irgend so ein Film geschaut, wo sie einem vermitteln wollten, dass man besser Sport treiben würde, anstatt jemanden umzubringen (schad dass der "Sport ist Mord" Slogen schon so verbreitet ist) - Halt so ein Jugendknast Film, ein bisschen zum Studieren. Während ich noch am Studieren war beschloss ich "Wer wird Millionär?" zu spielen. Wer denn nun Millionär wurde, fand ich leider nicht heraus, aber s hat trotzdem Spass gemacht. Dann hab ich Memory gespielt und gedacht, ich tu jetzt was für mein Gedächnis... Diesen guten Vorsatz hab ich aber bald wieder vergessen und mich einem neuen Film gewidmet. Ich bin in der Rubrik "Kinder" auf Ice Age gestossen. Dann hab ich bei meiner Sitznachbarin (gar nicht so eklig, wie ich sie mir vorgestellt hatte) meine nächste Filmwahl abgeschaut. Nach Ice Age schaute ich "The Queen" und fragte mich den ganzen Film lang, ob man das darf? Darf man eine Person, eine königliche Person, eine Familie so "schlecht" darstellen? Darf man sich wie diese Person Kleiden und sie nachspielen? Den Film fand ich gut.
Nach "The Queen" sah ich ein paar folgen "Scrubs" wobei ich mich da mehr ab den Originalstimmen, als ab der Sendung selbst erfreut hatte.
Nach und während Scrubs studierte ich immer noch an der Queen rum und beschloss einen Dokumentarfilm über einen, dessen Namen ich mir nicht merken kann zu sehen (ich google kurz...) einen Film über"Yehudi Menuhin". Kennt man den? Bin ich zu jung?
Zuerst hab ich es bereut, dass ich den Film angefangen habe zu sehen, weil wenn man so einen klugen Film über eine spezielle Person, ein Ausnahmetaltet, beginnt zu schauen, muss man ja immer zuende schauen, weil sonst die Nachbarin denkt, man interessiere sich also nur für zur verblödung anregende Unterhaltungsfilme.
Zum Schluss habe ich dann nicht bereut den Film gesehen zu haben.
Und so verging die Zeit, wie ein Ricola im Munde, und schon bald hiess es alle Schnallen sollen sich anschnallen und wir setzen zur Landung an.
Während der Landung war es ziemlich turbulent und es schüttelte uns durch, wie ein Wodka-Martini. Ich hab in dieser turbulenten Zeit für mich beschlossen, dass ich mir erst dann ernsthafte Sorgen machen werde, wenn der Flügel abbricht. Dann hab ich mir überlegt, wie oft einem Flugzeug wohl schon ein Flügel abbrach, dachte aber, dass ich nicht solche doofen Sachen denken sollte. Mit diesen Vorsätzen konnte ich den unruhigen Landeanflug beinahe geniessen (während ich mit den Augen aber den Flügel festhielt).
In Los Angeles angekommen, quatschte mich eine Gleichaltrige (+/- 2 Jahre) an, ob ich auch nach Hawaii filege. In den Folgenden Minuten stellte sich dann heraus, dass es +2 Jahre sind und dass sie mein Spion ist, denn sie hat im Kafi in Zürich unbemerkt in meiner Nähe gesessen und gehört, dass ich nach Hawaii fliege.
So sind wir dann gemeinsam in Los Angeles umgestiegen. Bei der Immigration war's dann etwas mühsam, weil der arrogante Typ in Uniform fand, dass ich nicht 3 Monate in die Sprachschule gehen könne und dann 3 Monate in den US&A rumreisen (aber eben darum habe ich ja 2 Visum machen müssen!). Ich hab ihm beide Visumme (die korrekte Mehrzahl interessiert mich nicht) und er fand trotzdem das es nicht geht, aber ohne Argumente. Ich hab dann ganz Fest für mich gedacht "Du Arschloch - das jetzt nicht, nach dem Aufwand wo ich für die beiden Visa betreiben musste". Ich glaub ich habs so fest gedacht, dass es sich auf meiner Stirn abzeichnete (zum Glück hab ich's nicht auf englisch gedacht). Ich sagte ein paar mal yes und durfte dann weiter. Ich werde mich diesbezüglich nochmals informieren, aber nicht bei jemandem der das Gefühl hat eine Uniform mache Gott aus ihm.
Meine neue Kollegin und ich holten dann die Koffer und gaben diese dann gliech wieder für den Flug nach Honolulu auf. Der Flug hatte leider 3 Stunden Verspätung und die Wartezeit wollte einfach nicht vergehen. Man konnte sich auch nicht wirklich beschäftigen in L.A am Flughafen und wir waren langsam müde und hatten kalt... Irgendwann durten wir aber dann trotzdem ins Flugzeug einsteigen. Im Flugzeug wachte ich 5 mal auf: das erste mal vor dem Start, 3 mal als ich dachte, wir seien kurz vor der Landung und einmal kurz vor der Landung.
Der Anflug auf die Insel Oahu war wirklich... Oahu halt! Die Lichterinsel funkelte in der Nacht und es sah so schön aus. So verlockend, einladend und romatisch.
Wir landeten (Amerikaner klatschen überigens nicht nach der Landung) und fassten unsere Koffer und schon waren wir draussen, alles ganz unproblematisch.
Meine neue Kollegin versuchte in ihrer Residenz anzurufen, da nahm jedoch niemand ab und so bot ich ihr an, dass sie mit mir ins Airport Hotel kommt, wo für mich ein Zimmer reserviert war. Dort duschten beide noch und wir gingen schlafen. Nach ein paar Stunden pfiffen wir uns bereits an Taxi an, der uns zu unserern Unterkünften brachte. Dort hatte ich nicht viel Zeit, weil ich ja vor die Webcam musste! Aber dazu mehr im nächsten Bericht.