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Titel
Maris,
1) Jakob, holländ. Landschaftsmaler, geb. im Haag, besuchte die dortige Akademie und wurde Schüler von van Hove; dann ging er nach Antwerpen, wo er den Unterricht de Keysers und van Lerius' genoß. Von da begab er sich 1866 nach Paris und schloß sich der neuen französischen Landschaftsschule von Cabat, Corod, Théod. Rousseau, Daubigny u. a. an, so daß sein Talent erst ¶
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hier seine volle Entfaltung erhielt. 1871 kehrte er nach dem Haag zurück. Seine landschaftlichen Bilder, die sich bald der Marine, bald der Idylle nähern, sind mit breitem Pinsel und trefflicher Verteilung von Licht und Schatten gemalt, z. B.: Ansicht von Amsterdam, die Seegrassammler, Ansicht von Schiedam, Am Strand, holländische Landschaft und 1879 in München: holländische Stadtgegend und Mutter und Kinder (Tierstück).
2) Matthijs, holländ. Genremaler, Bruder des vorigen, geb. 1835 im Haag, besuchte die Akademien daselbst und in Antwerpen, wo ihn die koloristische Richtung und die altertümliche Manier von Leys besonders anzogen. Nach dem Haag zurückgekehrt, trat er 1863 mit einem ganz eigentümlichen Bild: das Hinterhaus, auf, das durch die reale Darstellung der Armseligkeit und das trübe, verschwommene Licht wenigstens großes Interesse und große Erwartungen erregte. Nach einigen ähnlichen Arbeiten ging er 1869 nach Paris, wo ihn die hingehauchten, graziösen Gestalten Hamons dermaßen fesselten, daß er alsbald eine der frühern fast entgegengesetzte Richtung einschlug und seine Gestalten mit einem poetischen Zauber umhüllte, der besonders in England seine Liebhaber fand. Er lebt seit einigen Jahren in London.
3) Willem, Bruder der beiden vorigen, holländ. Landschafts- und Tiermaler, hat sich in den letzten Jahren durch seine Bilder von warmem, klarem Kolorit einen Namen gemacht und steht auch als Aquarellmaler in bedeutendem Ansehen. Dahin gehören z. B. seine Weide bei Sonnenschein und Watenden Kühe. Er ist einer der Vorsteher der «Teeken Maatschappij» im Haag.