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Einer Studie zufolge dürfte es rund zehn Jahre dauern, bis Italiens Banken ihre Milliardenbestände an faulen Krediten abbauen können. Eine Idee könnte ihnen bei der Lösung des Problems helfen.
Italiens Banken werden einer Studie zufolge rund zehn Jahre brauchen, um ihre Milliardenbestände an faulen Krediten auf ein in Europa vorherrschendes Niveau abzubauen. Eine «Bad Bank», die den Instituten die Problemdarlehen abnimmt und an Investoren weiterverkauft, könnte bei der Lösung des Problems jedoch helfen, hiess es in einer Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley.
Wegen der jahrelangen Rezession sitzen Italiens Banken auf 349 Milliarden Euro an Risikokrediten. Das ist rund ein Drittel aller Problemdarlehen in Europa. Ein nur schwaches Wirtschaftswachstum und ein überlastetes Rechtssystem erschweren es den Instituten, Gelder bei den Kreditnehmern einzusammeln.
Wenig Gegenliebe in Deutschland
Morgan Stanley zufolge könnte eine «Bad Bank» oder eine staatlich finanzierte Verwertungsgesellschaft helfen. Diese Idee wird unter anderem von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bankenaufsicht EBA unterstützt. Sie stösst aber auf wenig Gegenliebe in Deutschland, wo der Einsatz von Steuergeldern kritisch gesehen wird.
(sda/cfr)