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Lea Sprunger in La Chaux-de-Fonds über den Erwartungen
Sprunger klassierte sich zwei Hundertstel hinter der Norwegerin Line Koster. "Das war ein guter Auftakt", befand die Europameisterin von 2018.
Natürlich sei die Zeit nichts Aussergewöhnliches im Vergleich zu ihrem Schweizer Rekord im Vorjahr, den sie an der WM in Doha mit 54,06 s gelaufen ist. "Aber unter den gegebenen Umständen bin ich ziemlich zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen", so Sprunger.
Mit den Umständen spielte Sprunger auf ihre Probleme mit der schmerzenden Achillessehne an, die im April erstmals auftauchten. Nachdem sie zunächst weitertrainiert hatte und im Juli an den Inspirational Games in Zürich über die 300 m Hürden angetreten war, musste sie wegen zu grosser Schmerzen zwischenzeitlich pausieren. "Jetzt bin ich wieder bei 80 bis 85 Prozent meines Leistungsvermögens", schätzt die WM-Vierte von 2019.
Bis zu ihrem Saisonabschluss am 15. September in Bellinzona erhofft sich Sprunger eine weitere Steigerung. Über die 400 m Hürden wird die Waadtländerin auch noch nächste Woche im ungarischen Szekesfehervar antreten, dazu am 8. Oktober in Ostrava über 300 m Hürden und am 11./12. September an den Schweizer Meisterschaften über die 200 m.
Trainer Laurent Meuwly sieht Sprunger im Fahrplan. "Die bisherigen Auftritte sind ermutigend, zumal Lea letzte Saison in den ersten drei Rennen Zeiten über 56 Sekunden lief. Jetzt unterbot sie auch die erhofften 55,8. Ich denke, bis zum Saisonende kann sie noch eine Sekunde schneller sein."