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Ich lese aber auch gerne in der Bibel als Buch.]]>
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht.
9 Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr.
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll.
11 Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.
12 Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.
13 Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
14 Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen!
15 Und es geschah, als die Engel von ihnen weg in den Himmel zurückgekehrt waren, da sprachen die Hirten zueinander: Lasst uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns verkündet hat!
16 Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend.
17 Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie überall das Wort bekannt, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18 Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde.
19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.
An dieser Geschichte gefällt mir der Vers 17 und 18. Die Hirten erzählen überall, das sie Jesus den Messias gefunden haben. Und dann! Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde.
Ist das nicht heute auch so? Wenn man den Leuten erzählt: „Du heute vor 2000 Jahren ist dein Retter und Heiland geboren!“ Wundern sie sich über das, was ich ihnen erzähle.
Frohe Weihnacht]]>
Am Donnerstag 13.8 wurde am Rheinfall in Schaffhausen-Neuhausen die Tortour mit dem Prolog gestartet. Letztes Jahr habe ich bei der Tortour-Challenger mitgemacht und dieses Jahr will ich die grosse Tour machen; die Tortour selber. 1000km – 16000hm sollten reichen um das Rad aus dem Keller zu holen.
Ich habe mich sehr gut auf das Rennen vorbereitet und war sehr motiviert. Letztes Jahr war ich wegen dem Prolog ziemlich nervös. Dieses Jahr nahm ich es viel lockerer.
Der Prolog ist eine ca. 800m lange Strecke 500m flach, dann 300m mit 40hm den Hügel hoch. Das ganze wird erschwert, durch eine enge Kehre nach der direkt die Steigung beginnt. Es ist da wichtig, im richtigen Augenblick zu schalten.
Es wurde zu dritt gestartet. Nach dem Start war ich der letzte, war aber auch so gewollt. So braucht man nur hinterher zu fahren und kann ein paar Körner sparen. Als es dann berghoch ging, habe ich zu früh zurück geschaltet und die Beine traten ins leere. Jetzt war ich noch weiter hinten. Den Führer auf dem flachen, habe ich schnell überholt. Der zweite dann im obereren Streckenteil im steilsten Stück., da wo mir fast die Augen rausfallen. Schlussendlich wurde ich dann 10. mit 5 Sekunden schneller als letztes Jahr.
Laut dieser Platzierung, wird dann die Startreihenfolge festgelegt. Meine Startzeit: 0:38Uhr Freitag in der Früh.
Wie schon oben geschrieben, startete ich am Freitag Morgen um 0:38Uhr. Als ich um halb vor Mitternacht aufstand, war das Auto gepackt und bereit.. Sie haben mir schon am Donnerstag alle Arbeit abgenommen. Ich fühlte mich wie ein Pascha.
Um Mitternacht war es noch angenehm warm und ich war voll motiviert. Es gab nur ein kleines Problem. Ich hatte seit Dienstag fast nichts mehr geschlafen. Am Mittwoch haben Ändri und ich das Begleitfahrzeug gepackt, in Bern Mänu und Marius aufgelesen und sind nach Neufelden bei Schaffhausen ins Hotel Rheinfall gefahren. Es war so unglaublich heiss in dem Zimmer, dass man da nicht schlafen konnte. Am Donnerstagabend um 20Uhr hatte es noch 30°C. An dem Abend habe ich genau 1h geschlafen.
Aber weiter mit der Reise. Von Schaffhausen nach Frauenfeld ging es mehr oder weniger flach. Ich versuchte ein gleichmässiges Tempo zu fahren, was mir auch gelang. Nur war mein Tempo so gleichmässig, dass mich sehr viele überholten. Jedenfalls hatte ich das Gefühl letzter zu sein. Von Schaffhausen nach Frauenfeld durfte mich die Crew nicht begleiten. Muss sagen, war froh das es so war. Dadurch war viel weniger Verkehr auf der Strecke und es war um einiges gemütlicher und ruhiger als letztes Jahr auf der 1. Etappe.
In Frauenfeld habe ich nur neue Getränke gefasst und bin direkt weiter. Bis dahin hatte ich schon 2 Gels und 750ml Getränk runter.
Der Teil Frauenfeld – Unterwassern war flach. Ich fahre gerne in der Nacht. Es ist still, die Strasse sind leer. Man bewegt sich nur in seinem Lichtkegel. Ich fühle mich dann sehr wohl. Gegen Ende stieg die Strasse langsam an. Ich glaube das nennt man das Toggenburg. Ach, apropo Toggenburg. Es ist unglaublich wie viele Ortsnamen mit Wil es dort in der Region gibt.
100m vor der TS war dann noch eine Ampel die gerade auf Rot umschaltete. Habe aber brav gewartet, wie bei jeder anderen Ampel auf der Strecke.
Kurz vor der TS habe ich mich mit meiner Crew besprochen, dass ich meine Knielinge gerne anziehen würde. Bei der TS war aber niemand da. Bin noch auf den Parkplatz gefahren. Da war auch niemand.
Bisschen sauer, bin ich dann weiter gefahren. Ok, was soll’s fahr einfach weiter. Nach der TS ging es direkt den Berg hoch. Bei der 1. Kehre standen sie dann da. Naja, haben es ja gut gemeint. Habe dann aber nur die Flaschen aufgeladen und fuhr weiter. Oben in Wildhausen angekommen, freute ich mich auf die Abfahrt. Es ist eine breite Strasse mit sehr gutem Asphalt. Eigentlich dachte ich, dass das Begleitauto sich an mich anhängt und mir die Strasse mit den Scheinwerfern ausleuchtet. Aber nada, da war keiner hinter mir. Musste im Finstern runter fahren. Also nochmals sauer werden. Ist das ein krampf. –Später auf Strava (das Facebook der Sportler) sah ich, dass ich gerade mal 4Minuten langsamer war, als das letzte mal bei Tageslicht.-
Es ist einfach sauer zu sein, wenn man alleine in der Nacht auf dem Rad sitzt. Vor allem vergisst man sauer zu bleiben.
Im Tal angekommen, gings dann schnurstracks gerade aus an den Rhein. Auf dem Rheindamm fuhren wir ca. 20km bis nach Bad Ragaz und dann weiter nach Chur.
Anfangs Chur fing der Regen an. Ein Blick in das Surselva Tal sah auch nicht besser aus. Es war total mit Wolken verhangen und sah nach sehr starken Regen aus. Ich zog die dünnen Beinling und die dünne Regenjacke an.
In Chur fuhr ich im Regen los. Trotzdem freute ich mich auf die Reise über die Pässe. Von Chur ging es nach Bonaduz und dort durch das Surselva-Tal. Wünderschon ist es da. Fahre immer wieder gerne da durch. Ich wurde mal gefragt, ob ich überhaupt etwas von der Gegend sehe. Ja, das ist die grösste Motivation für solche Rennen. Mir gefällt das so Stunden lang durch die Gegend zu fahren. Darum habe ich auch nie Musik auf den Ohren. Mich stört das, habe lieber die Stille und kann so die Umgebung besser wahr nehmen.
Nach Ilanz geht es zuerst ziemlich Flach das Tal hinein. Durch das schlechte Wetter gab es auch sehr wenig Verkehr. Fast keine Motorräder und Sportcabriofahrer.
In Disentis war dann die nächste Time Station. Ich habe mich nicht lange versäumt und bin direkt weiter gefahren. Es regnete immer noch. Jetzt ging es über die grossen Pässe, Oberalppass, Furkapass und Grimselpass. Richtung Oberalppass wurde der Regen immer schlimmer. Oben auf dem Pass goss es in Strömen. Auf 2000m war es auch nicht mehr so warm, darum habe ich meine Regenjacke angezogen bevor ich losgefahren bin.
Die Strasse vom Oberalp ist super breit und super Asphalt. So kann man auch im Regen Gas geben. Der Nachteil, man hat nicht gerade viel gesehen.
Unten dann, durch Andermatt und in Richung Realp. Ist ein hässliches Tal von Hospental bis Realp. Ne, nicht die Natur ist hässlich, sondern der Wind und gewöhnlich ist es auch immer kalt.
Von Realp Richtung Pass kann man nicht viel sagen. Ich mag den Pass. Hat 13km und ich teile ihn immer in 3 Teile. Teil 1 Realp-Galenstock, da kann man die Aussicht geniessen. Dann von dort bis zum Sidelbach. Dieser Teil ist eher flach. Ist man beim Sidelbach dann ist man auch schon fast oben auf dem Pass.
Oben angekommen, bin ich direkt weiter. Das Wetter war immer noch das gleiche, Regen. So braucht man sich nicht dauernd umzugewöhnen und man wird nur einmal nass. Wir hatten ja jetzt den ganzen Sommer trocken genug. Da kann es ruhig genau an diesem Wochenende regnen.
Furka runter ging es auch wieder razfaz. So noch die Grimsel und dann hätten wir es vorläufig mit den Pässen. 2 grosse Pässe und viele kleine im Jura habe ich aber noch vor mir. Aber jetzt erst mal hoch auf die Grimsel.
Guten halbe Stunde war ich oben. Von Gletsch hoch ist es auch nur ein Katzensprung auf den Pass. Die Timestation war unten im Hospiz. Beim ersten Stausee über die Mauer und da hoch. Man war das steil, da hoch zum Hotel. Die Strasse war mit Steinplatten ausgelegt und bei der Nässe auch ziemlich glatt. Oben habe ich dann etwas gegessen, getrunken und mich dann auf den Weg in Richtung Innerkirchen gemacht. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung mehr wie ich da runter bin. Irgendwie habe ich keine Erinnerung mehr an diese Abfahrt.
War wohl ziemlich langweilig und gemütlich.
Von Innerkirchen – Aareschlucht – Meiringen. Dann durch das Tal Richtung Brienz. Die Strecke am Brienzersee mag ich. Ist schön da. Habt ihr mal bemerkt, dass es auf dem Brienzersee keine Segelschiffe gibt? Ein Einheimischer hat mir mal gesagt, ausser wenn Sturm ist, gäbe es kein Wind auf dem See.
Auch auf dieser Strecke war sehr wenig Verkehr. Hat auch noch immer geregnet. Irgend wann kam ich dann in Interlaken an. Hier musste ich die Timestation ziemlich lange suchen. Als ich sie endlich gefunden habe, habe ich unterschrieben und mit den Leuten da ein bisschen rumgealbert. Mir ging es wirklich gut. Trotz Regen fühlte ich mich noch sehr wohl.
Ohne lange Pause fuhr ich dann Richtung Spiez. Unterwegs habe ich einen Rennradler(kein Teilnehmer) eingeholt. Ich habe ihn überholt und er hat sich in meinen Windschatten gehängt. Paar Kilometer weiter kam er neben mich und fragte mich wie lange ich schon unterwegs sei. „Na, so ca. 350km von Schaffhausen. Und Sie?“, habe ich gefragt. „Ok! Von der Arbeit nach Hause“, sagte er und ist wieder in meinem Windschatten verschwunden.
In Spiez kam dann ein neuer Mann zum Team um meine Crew zu unterstützen. Meine Leute haben mich in Spiez mit einer Welle empfangen. Macht Spass so. Auf der Strecke zwischen Interlaken und Spiez hatte ich zum ersten mal mühe etwas zu essen und zu trinken.
Jedesmal wenn ich ein Schluck nahm, kam mir die Magensäure hoch und es brannte ziemlich heftig in der Speiseröhre. Im Simmental habe ich es noch mit Gel probiert. Konnte es fast nicht mehr schlucken. Dauernd bekam ich Schluckauf und dieser brannte wie Feuer. Die säurehemmenden Pillen, die ich mit hatte haben auch nicht mehr geholfen.
Mehr Sorgen machte mir der Jaunpass. Ich bin den Pass irgendwann im Mai gefahren und hatte ihn als sehr steil in Erinnerung.
Kurz vor der Abzweigung zum Pass, probierte ich nochmals etwas zu essen. Der Brechreiz war ziemlich stark und es brannte wie Feuer, also liess ich das mit dem Essen sein.
Er war noch steiler als die Erinnerung. Du meine Güte war der steil. Ich habe die Gänge gesucht, ich weiss nicht wie oft ich versucht habe, einen leichteren Gang reinzulegen. Da war aber nichts mehr.
So schlich ich langsam den Pass hoch. Ich wurde dauernd überholt. Die Moral sank. Irgendwann kam ich dann oben an. Ich probierte es nochmals mit Cola und den Bergrunter mit einem Gel. Bergab ohne Belastung ging das Essen besser, das heisst, der Schluckauf setzte nicht ein.
Da Bergrunter hatte ich extrem kalt. Ich hatte nicht mal auf den hohen Pässe so kalt wie hier vom Jaun runter. In Bulle war die Timestation beim Fussballplatz. Ich war total durchfrohren. In Bulle regnete es nicht mehr und laut Wetterapp soll es in der Region Richtung Genfersee Heute auch nicht mehr regnen. So entschied ich mich umzuziehen. Ändri hat sich erkundigt, ob und wo wir uns in der Umkleidekabine beim Fussballplatz duschen können.
Ja, wir durften. Ist Bulle in einer oberen Liga im Schweizerfussball? Die Spieler sassen im Unkleideraum, zwischen einem riesen Haufen dreckiger Wäsche und lauter Musik. Sie war wirklich Laut, nicht nur Laut.
Wir fanden dann die Trainerdusche, die war einigermassen sauber und ich durfte da duschen. Ich bekam sogar Duschgel.
Mit der frischen Kleidung fühlte ich mich wie neu geboren. Nur essen konnte ich immer noch nicht. Zurück zum Auto aufs Velo und mit frischem Elan weiter. Ich fühlte mich wirklich noch gut.
Ich weiss nicht wie lange später, aber bei einem kleine Anstieg einen Hügelhoch, ging mir die Luft aus. Es ging gar nichts mehr. Ich musste anhalten. Hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Der Magen war bis obenhin voll.
Ich ging in die Büsche um den Magen zu entleeren. Es brannte wie Feuer. Ich setzte mich dann ins Auto und machte eine längere Pause. So schlief ich ein. Als ich gewckt wurde, war es dunkel.
Wir füllten meine Trinkflasche mit Cola und ich machte mich wieder auf den Weg. Ich probierte immer wieder einen Schluck aus der Flasche. Auf der flachen Strecke bis Câteau d‘ Oex ging es einiger massen gut. Einfach langsam.
Den Col des Mosses hoch war nicht einfach. Sobald ich mich etwas mehr anstrengte, fing der saure Schluckauf wieder an. Auch die Cola kam wieder hoch. Solange man fährt, kommt man auch ans Ziel sagte ich mir und so kam ich dann irgend wann auch oben an.
Bergab Richtung Aigle ging es dann wie der Blitz. Ich gab Vollgas.
In Aigle fühlte ich mich wieder besser. Irgendwie erholte ich mich immer wieder ein bisschen wenn ich mich nicht stark belastete. So konnten sich wohl die Speicher wieder etwas auffüllen. 4dl Cola hatte ich von Bulle bis hierher getrunken und noch nichts gegessen.
Von Aigle bis Morges, weiss ich nicht mehr viel, ausser das in Montreux viele Discos noch offen waren und viele junge Menschen unterwegs waren. Irgenwann musste ich nochmals eine Pause machen. Die Beine wollten einfach nicht mehr und ich fühlte mich schlapp.
Kurz vor Morges hat mich ein Mitstreiter überholt und genau das war mein Ende. An einer Ampel habe ich ihn gefragt wie es ihm gehe. Er sagte ihm gehe es nicht schlecht, aber die Zeit würde nicht mehr reichen um die Timestation in Yverdon rechtzeitig zu erreichen.
Ja, genau! Die Zeitlimiten. Habe ich total vergessen. 7h für 100km mit ein bisschen Cola. Von Morges bis Yverdon sind es 80km und habe noch 3h Zeit. Ne, das schaff ich nie mehr. Jetzt fange ich an zu rechnen. Es ist unmöglich das zu schaffen.
In Morges bei der Timestation sagte ich meiner Crew, dass ich es zeitlich bei dem Tempo nicht schaffen werde bis Yverdon und ich mich nicht weiter dieser Tortour aussetzen will. Wieso auch, ich kann ja genau so gut jetzt und hier aufhöhren als 40 oder 50km später. Was ist wenn ich Yverdon trotzdem erreiche? Reicht es dann für Le Locle? Denken ist nicht gut in solchen Rennen. Man sollte einfach nur fahren und das Denken denen überlassen die das auch können.
Ändri sagte, ich solle fahren. Vielleicht erhole ich mich noch. 3x sagte er es. Ich war nahe dran draufzusteigen und loszufahren. Ich sah die andern an. Manu schüttelte den Kopf. Das war dann mein Ende… 550km und ca. 9000hm waren es am Ende.
Zurück in Schaffhausen, haben wir gefrühstückt und mir ging es wieder gut. Ausser dieses brenne im Magen und Speiseröhre. Ich hätte wieder fahren können. Mir tat sonst nichts weh. Weder Knie noch Hintern (naja, nach 550km). Aber es war vorbei.
Ich weiss ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte auf Ändri hören sollen. Solche Rennen muss man fahren bis zum Ende. Wenn die Zeit nicht mehr reicht dann reicht sie halt nicht mehr. Aber man hats versucht bis zu Letzt. In solchen Rennen passiert so viel da muss man durch. Ich habe gelernt und werde diese Tage beim nächsten Rennen vor Augen haben. Nächsten Rennen? Ja, 2016 werde ich nochmals fahren. Und wisst ihr was? Ich freue mich drauf.
Um 11Uhr ging es dann zum Briefing in die IWC-Arena. Ist wohl sonst eine Hockeyhalle. Sieht jeddenfalls so aus.
Hier werden die letzten Änderungen an der Strecke gezeigt und das Reglement nochmals zusammenfassend erklärt.
Eine Anweisung ist, das man nicht mit dem Begleitfahrzeug zum Prolog fahren darf. Wer das macht, bekommt 15min Strafe. Also ich als Fahrer. Nun ist es aber so, dass unser Hotel 200m von Prologziel entfernt ist. Der Platz zu dem wir am Morgen mussten, war ganz auf der anderen Seite von SH.
Ich bin dann mit dem Rad zurück zum Hotel und habe gesehen, dass da schon ein Auto steht. So habe ich sie dann angerufen, dass sie auch zum Hotel fahren sollen.
Als korrekter Teamchef hat das Manuel abgelehnt. Erst als ich ihm sagte das die 15min auf meine Kappe gehen hat er dann eingewilligt.
Der Prolog findet am Rheinfall statt und die Strecke ist ca. 1km lang. Die ersten 700 Meter flach und dann ca. 300m mit 14-15%. Es starten immer 3 zusammen.
Letztes Jahr habe ich zu früh abgebremst und so ein paar Sekunden liegen lassen. Dieses Jahr will ich es besser machen und siehe es hat geklappt. Es ist schwierig mit dem Schalten auf der Strecke. Erste Teil Flach, dann eine Kuppe mit 8%, dann flach, dann die Wand. Natürlich habe ich mich verschaltet, zu früh vom grossen aufs kleine Blatt , das Tempo war zu hoch und Beine traten ins leere.
so war ich dann da der letzte. Aber die Steigung hoch bin voll reingetreten und habe meine beiden Mitkonkurenten noch überholt.
Rang 10 mit 1.35.9 5s schneller als letztes Jahr. Startzeit ist um 00:38:00 Uhr. Das sind 5 Minuten hinter dem schnellsten.
Jetzt wo ich das schreibe ist es 18:33Uhr. Also in 6h gehts los]]>
Mein Training habe ich ein bisschen zurück geschraubt. War die letzte Zeit extrem müde und die Beine taten richtig weh. Nach einer Woche weniger und gemütlicher jetzt geht es schon um einiges besser. Werde wieder gemütlich anfangen.
Noch 3 Tage arbeiten und dann geht’s erst richtig los. Bin nervös und freu mich drauf. Ein Traum geht in Erfüllung. 2010 habe ich mir Strecke der Tortour ins Wohnzimmer gehängt. Das war bevor ich überhaupt richtig auf einem Rad gesessen bin.
Ratet mal was jetzt dort an der Wand hängt]]>
An dem Tag war viel Wind. Es ist aber eine schöne Strecke. Der Passwang war jetzt nicht so steil. Obwohl, ich kann mir vorstellen, dass nach 800km der Pass steiler werden kann.]]>
Die 9 von Aigle bis Morges
Die 10 von Morges bis Yverdon
Die 11 con Yverdon bis Le Locle
Die 12 von Le Locle bis Rencovilier
Die 13 von Renconvilier bis Balsthal
Muss sagen, es sind sehr schöne Streckenabschnitte. Aber sie sind hart. Von Morges weg geht es nur hoch und runter. Nie sonderlich Steil aber ein stetes auf und ab. Auch kann das Wetter auf diesem Jura-Hochplateau eine Rolle spielen. Wind, Regen und Kälte.
Heute waren ideale Verhältnisse.
1. Teil am Samstag gefahren:
2. Teil Sonntag
Jetzt bin ich ziemlich müde]]>