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Ruud Gielens, geboren 1977 in Belgien, studierte Regie an der Erasmushochschule in Brüssel. Nach dem Abschluss entwarf er Bühnenbilder, realisierte Videomontagen, führte Regie und trat als Schauspieler auf – u.a. in mehreren Inszenierungen der Berliner Schaubühne und am Deutschen Nationaltheater in Weimar. Zu seinen Regiearbeiten an diversen Theatern in Belgien gehören u.a. Koltès’ «Kampf des Negers und der Hunde» und Handkes «Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten». Von 2005 bis 2009 war er Teil der künstlerischen Leitung der Koninklijke Vlaamse Schouwburg in Brüssel, wo er in verschiedenen Produktionen mitspielte und eine Reihe von Inszenierungen erarbeitete, u.a. «Liberté, Égalité, Sexualité». Gielens Interesse an gesellschaftlichen Themen war die Triebfeder zur Realisation verschiedener politischer Projekte, u.a. «Potlach Party II», ein Festival am Nieuwpoorttheater Gent rund um politische Flüchtlinge und illegale Einwanderung in der Grossstadt. Seit 2011 lebt er die meiste Zeit in Kairo, wo er zusammen mit seiner Partnerin Laila Soliman «Lessons in Revolting», eine Performance über die ägyptische Revolution inszenierte. Am Theater Neumarkt führt der Belgier Regie beim Stück «Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung».