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Der rumänische Pianist Radu Lupu, der in wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag feiert, erhielt ab dem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht und trat als Zwölfjähriger erstmals öffentlich auf: mit einem Programm, das ausschliesslich eigene Kompositionen umfasste. 1961 erhielt er ein Stipendium für das Moskauer Konservatorium, wo er von Galina Eghyazarova sowie von Heinrich und Stanislaw Neuhaus ausgebildet wurde. Als Sieger der «Van Cliburn Competition» (1966), des Enescu-Wettbewerbs (1967) und der Klavierkonkurrenz von Leeds (1969) begann Lupu seine internationale Karriere. Seither ist er regelmässiger Gast bedeutender Orchester: so etwa der Berliner Philharmoniker, mit denen er 1978 bei den Salzburger Festspielen debutierte, aber auch der Wiener Philharmoniker, des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und der grossen Londoner Klangkörper. Seine ersten Auftritte in den USA fanden 1972 mit dem Cleveland Orchestra und mit dem Chicago Symphony Orchestra statt. Im Mai 2015 bestritt Lupu eine Tournee durch Italien und Frankreich mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Vladimir Jurowski; im Oktober spielte er dann Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly. Ausserdem war er in den letzten Jahren mit Klavierabenden u. a. in Madrid, Mailand, Amsterdam und Wien sowie beim Klavier-Festival Ruhr und bei den Schwetzinger Festspielen zu erleben. Lupus Diskographie umfasst neben Klavierkonzerten von Beethoven, Brahms, Schumann und Grieg auch Einspielungen für Klavierduo, die mit Murray Perahia und Daniel Barenboim entstanden; für seine Schubert- und Schumann-Aufnahmen erhielt er einen «Grammy» und den «Edison Award». 2006 wurde Radu Lupu mit dem «Premio Internazionale Arturo Benedetto Michelangeli» und dem Abbiati-Preis ausgezeichnet, den die italienische Kritikervereinigung verleiht.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 4. September 1971 mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert, begleitet vom Israel Philharmonic Orchestra unter István Kertész.
November 2015