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|fr | 20 november|

Rückblick: Entracte

Hilde Domin
Vor etwas mehr als hundert Jahren, am 27.Juli 1909, wurde Hilde Löwenstein in eine jüdische Kölner Anwaltsfamilie geboren. Sie studierte zunächst auch Jura, dann folgten Oekonomie, Soziologie und Philosophie. 1932 begannen für sie und ihren späteren Mann, den Archäologen und Philologen Erwin Walter Palm, Studienjahre in Rom, das für sie zum Exil werden sollte. 1939 flohen sie zunächst nach England, dann weiter in die Dominikanische Republik, wo Hilde Palm die Arbeiten ihres Mannes übersetzte und dokumentierte und an der Universität Santo Domingo Deutsch unterrichtete.
Die eigene schriftstellerische Tätigkeit half ihr ab 1946, Schicksalsschläge und Vereinsamung zu verarbeiten und «ein zweites Leben» zu beginnen. Ihre ersten Gedichte wurden 1954, nach der Rückkehr nach Deutschland, unter dem Pseudonym Hilde Domin veröffentlicht.
Hilde Domins bedeutendes lyrisches Schaffen wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet. Sie schrieb aber auch Erzählungen, Essays und literaturwissenschaftliche Abhandlungen. Ihr ganzes Leben blieb sie politisch engagiert, und bis kurz vor ihrem Tod am 22. Februar 2006 ging Hilde Domin auf ausgedehnte Lesereisen.
Marianne Ruedin beschäftigt sich seit längerer Zeit mit Leben und Werk verschiedener Schriftstellerinnen. Dabei interessiert sie sich besonders für mutige Frauen, die selbstbewusst den je eigenen Weg suchten und fanden. Gerne spürt sie deren Entwicklungswege auf und findet oft überraschende Parallelen in unsere Zeit.
Neu in der Bibliothek Männedorf: Gedichte von Hilde Domin
20 Uhr, Kulturschüür, Alte Landstrasse232, Männedorf
Freier Eintritt, Kollekte zur Deckung der Kosten
Einladungskarte als pdf