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Die Monate Juli und August waren mit Höchsttemperaturen von über 30 Grad sehr heiss, wie der Imkerverband Apisuisse am Montag mitteilte. Das erschwerte den Imkerinnen und Imkern die Bekämpfung der parasitären Varroa-Milben. In diesen beiden Monaten liegt der optimale Zeitpunkt für die Behandlung der Bienen mit Ameisensäure. Nach seit dem Winter 2016/2017 ständig sinkenden Winterverlusten rechneten die Imker deshalb mit dem Anstieg im vergangenen Winter.
Eine Umfrage unter 1633 Bienenhaltern ergab einen Winterverlust von 14,2 Prozent nach 13,2 Prozent im Vorjahr. Hinzu kamen 10,9 Prozent der Völker, die sich nach der Auswinterung nicht zu einem Wirtschaftsvolk entwickelten, womit ein Gesamtverlust von 25,1 Prozent der Bienenvölker zustande kam.
Auffallend gross waren gemäss Apisuisse die Unterschiede zwischen den Kantonen. Die nördlichen Kantone Basel-Stadt und -Landschaft, Jura, Schaffhausen, Neuenburg sowie der Solothurner Jurabogen verzeichneten deutlich geringere Verluste als das Mittelland, die Ostschweiz oder das Tessin. Besonders im Tessin verdoppelten sich die Winterverluste praktisch.
Ob der Anstieg der Winterverluste eine Trendumkehr bedeutet, wird sich erst in nach den kommenden Wintern zeigen, wie Apisuisse weiter mitteilte. Die Gründe für den aktuellen Winterverlust könnten das erstmals gehäufte Auftreten des Bienenparalyse-Virus in der Schweiz sein. Auch die zunehmend heisseren Monate Juli und August mit der erschwerten Behandlung der Varroa-Milbe spielten eine Rolle.