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Es gibt vier verschiedene Arten der Beistandschaft:
Bei einer Begleitbeistandschaft (Art. 393 ZGB) wird eine urteilsfähige Person auf ihren Wunsch hin beraten und unterstützt. Dies ist eine Massnahme auf sehr niedriger Stufe und die betroffene Person ist immer noch für alle Aspekte des Lebens selbst verantwortlich. Die Handlungsfähigkeit bleibt voll und ganz bestehen.
Bei der Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) kann die betroffene Person selbst nicht mehr alle Angelegenheiten selbst besorgen und ist auf Hilfe angewiesen. Der Beistand schliesst in diesem Fall etwa Verträge und Geschäfte für die betroffene Person ab. Normalerweise bleibt die betroffene Person auch mit der Beistandschaft voll handlungsfähig. Wenn aber die Gefahr besteht, dass sie sich damit selbst schadet oder ausgebeutet wird, kann es zu einer teilweisen Einschränkung der Handlungsfähigkeit kommen.
Bei der Mitwirkungsbeistandschaft (Art. 396 ZGB) dürfen die betroffene Person und der Beistand nur gemeinsam oder in Absprache bestimmte Geschäfte abschliessen, zum Beispiel eine Liegenschaft verkaufen. Auch diese Massnahme ist nur nötig, wenn die Gefahr droht, dass die betroffene Person ausgebeutet werden könnte.
Die umfassende Beistandschaft (Art. 398 ZGB) kommt zum Zug, wenn die betroffene Person in allen Lebensbereichen Unterstützung braucht und häufig gegen ihre eigenen Interessen handelt. In einem solchen Fall wird die Handlungsfähigkeit entzogen. Die KESB wendet diese Massnahme immer seltener an und ersetzt sie durch massgeschneiderte Massnahmen.
Die ersten drei Arten können miteinander kombiniert werden, zum Beispiel eine Begleitbeistandschaft im Bereich der Gesundheit und eine Vertretungsbeistandschaft für Finanzfragen.