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Hier gibts noch viel mehr.
„I’m awfully sorry. I didn’t mean to frighten you. But you don’t know what I’ve been through. And all because I was afraid. I’m so ashamed of the fuss I made.“
Wenn es darum geht, die dreissig besten Disney-Filme auszuwählen, kommt man an Snow White and the Seven Dwarfs nicht vorbei. Und ich weiss, das kann ich jetzt natürlich bei jedem der Filme in der Liste sagen, und werde ich vermutlich auch tun. Aber hier geht es nicht einmal um die unbestrittene Qualität des Films, sondern um die vielen Möglichkeiten, die der Film für das Animationskino eröffnete. Schliesslich war er einer der ersten Zeichentrickfilme überhaupt und ein nicht ganz risikofreies Projekt für das Animationsstudio von Walt Disney, das damals jeden Dollar zweimal umdrehen musste und für das es mit diesem Film auch ein bisschen um die längerfristige Zukunft ging.
„Mirror, Mirror, on the wall, who is the fairest of them all?“
Ich habe mich bereits in meiner Review zu Mirror Mirror darüber aufgeregt, dass Snow White and the Huntsman andauernd auf den Vergleich mit Tarsem Singhs Film reduziert wird. Das ist unnötig und unseriös, da die Filme zwei völlig unterschiedliche Konzepte verfolgen und es daher soviel Sinn macht, sie zu vergleichen, wie zu behaupten, dass Heath Ledgers Joker besser war als Jack Nicholsons. Mirror Mirror wäre die lustige, abgedrehte und bunte Jack Nicholson-Joker-Adaption, während Snow White and the Huntsman durchaus als düsteres Epos im Heath Ledger-Look bezeichnet werden darf. Das ist tatsächlich ein ziemlich bescheuerter Vergleich, aber ich denke I made my point clear.
„I think Snow White is the most beautiful woman in the whole world.“ – „Agree to disagree.“
Keine Angst – ich werde Mirror Mirror gar nicht erst mit dem im Mai kommenden Snow White and the Huntsman vergleichen, was ja in zuvielen Berichterstattungen momentan der Fall ist. Finde ich den Filmen gegenüber unfair und auch völlig unnötig. Es war sowieso gar nicht die direkte Konkurrenz zum Hemsworth-Stewart-Theron-Spektakel, wegen der es mir schwerfiel, Mirror Mirror mit Vorfreude entgegenzublicken – vielmehr nahm mit Tarsem Singh ein Mann auf dem Regiestuhl Platz, der es sich bei mir mit Immortals schwer verbockt hat, so toll seine anderen Filme auch sein mögen.
Es ist noch nicht allzu lange her, dass wird den Trailer zu „Snow White and the Huntsman“ bekommen haben und schon haben wir einen Trailer zu Mirror, Mirror, der unverkennbar von Tarsem Singh stammt. Zufall? Wohl kaum, zumindest wirkt der Trailer, als hätte man ihn eigentlich nicht bereits jetzt bringen wollen, aber wohl oder übel nachziehen müssen. Nicht, dass er jetzt speziell schlecht wäre, aber mir ist der Film einen Hauch zu abgedreht. Okay, hie und da ist der Humor noch lustig, gerade bei den Onelinern, aber Julia Roberts passt ebensowenig wie Unibrow Lily Collins. Und dafür lässt man im Trailer Sean Bean auf der Seite. Aber ich will nicht zu vorschnell urteilen und der Trailer hat durchaus seine guten Momente – sprich once again: Abwarten.
Nichtsdestotrotz ist mein Favorit im Moment klar „Snow White and the Huntsman“.
Bisweilen wird ja gerne mal die Geschichte übern Haufen geworfen („300“ oder „Troy“), aber auch die klassische Literatur ist nicht mehr sicher vor Hollywood, wie das Beispiel von „The Three Musketeers“ kürzlich zeigt. Dass es auch die Gebrüder Grimm früher oder später treffen würde, war zu erwarten, aber dass im kommenden Jahr gleich zwei Adaptionen von Schneewittchen kommen, das hätte man nicht wirklich erwartet. In Tarsem Singhs „Mirror, Mirror“ spielt Lily Collins Schneewittchen, das sich mithilfe der Zwerge an der Stiefmutter (gespielt von Julia Roberts) rächen will – irgendwie klingt da Snow White and the Huntsman weit vielversprechender. Auch hier weicht man vom Plot ab und macht aus dem Film ein episches Actionspektakel, wobei Kristen Stewart das Schneewittchen spielt, Chris Hemsworth den Jäger und Charlize Theron die böse Königin. Klingt nach Nonsens und hat überhaupt nix mit dem Märchen zu tun, aber hey, es sieht schonmal toll aus. Und hey, vielleicht kann ich mich ja langsam mit Frau Stewart anfreunden, jetzt wo sie nicht mehr mit dem Homoschwan auf der Leinwand turtelt.
Und wer dachte, das wärs dann gewesen mit dem Märchenmassaker, der darf sich auf „Hansel and Gretel: Witch Hunters“ mit Jeremy Renner und Gemma Arterton im März 2012, sowie „Sleeping Beauty“ mit Hailee Steinfeld irgendwann 2013 freuen. Und das britische Märchen „Jack the Giant Killer“ mit – obacht – Stanley Tucci, Ewan McGregor, Bill Nighy, Ian McShane, Nicholas Hoult und Warwick Davis kommt im Juni 2012. Und ich wundere mich offen gesagt, was Letzterer in einem Film über Riesen sucht. *hust*