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Psoriasis oder Schuppenflechte eine chronische, nicht ansteckende Krankheit, bei der in erster Linie die Haut betroffen ist.
Psoriasis kann in jedem Alter auftreten; meist erscheinen die ersten Krankheitssymptome bereits im Jugendalter oder etwa ab dem 40. Altersjahr. Psoriasis gilt als eine der häufigsten und verbreitetsten Hautkrankheiten, betroffen sind etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung.
Psoriasis ist nicht vererbbar, die Veranlagung dazu kann aber weitergegeben werden. Dies bedeutet aber nicht zwingend, dass die Krankheit auch ausbricht. Die Ursachen für eine Entstehung der Psoriasis sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass verschiedene Faktoren eine Psoriasis verursachen oder beeinflussen. Man spricht hier von einer multifaktoriellen Erkrankung. Ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen können die Erkrankung auslösen oder verschlechtern. Mögliche Auslöser:
Diese Einflüsse können ein Hautbild auch verschlechtern.
95 Prozent der von Psoriasis Betroffenen leiden an der gewöhnlichen Schuppenflechte (Psoriasis Vulgaris). Sie ist an den runden oder ovalen, geröteten und schuppenden Herden an der Hautoberfläche erkennbar. Diese Hautveränderungen können am ganzen Körper vorkommen; die am häufigsten befallenen Stellen sind jedoch die behaarte Kopfhaut, die Ellbogen, die Kniestreckseiten, die Kreuzbandregion und die Analfalte.
Die Bildung solcher Herde ist auf eine zu schnelle Erneuerung der Oberhaut zurückzuführen. Die Zellen in den Herden erneuern sich in nur 8 Tagen, während dieser Vorgang bei der gesunden Haut 28 Tage dauert. Durch den unvollständigen Verhornungsprozess entstehen silbrig glänzende Schuppen. Die betroffenen Hautstellen trocknen aus und es können Risse und Blutungen auftreten.
Die Krankheit verläuft meist in Schüben, abwechselnd mit ruhigeren Phasen. Während akuten Schüben kann ein starker Juckreiz hinzukommen.
Beim häufigsten Typ der Psoriasis können die geröteten silbrigen Schuppen auf der gesamten Körperoberfläche auftreten. Von diesen Veränderungen, den Plaques, leitet sich der Name ab – «Plaque-Psoriasis». Einige Patienten leiden zusätzlich an Psoriasis der Finger- und Zehennägel (Nagelpsoriasis). Typisch sind dabei kleine Dellen (Tüpfelnägel), Verfärbungen (Ölflecken) und das Abheben der Nagelplatte.
Diese oft stark juckende Form tritt häufig nach bakteriellen Infektionen auf und ist durch zahlreiche kleine Psoriasisherde gekennzeichnet («guttata» bedeutet punktförmig).
Bei dieser seltenen Sonderform bilden sich eitrig gefüllte Blasen auf geröteten Hautstellen. Es können nur einzelne Stellen (etwa Handflächen und Fusssohlen) oder aber auch die gesamte Körperoberfläche betroffen sein.
Nagelveränderungen können bei jeder Form der Psoriasis vorkommen. Bei rund der Hälfte der Betroffenen sind die Fingernägel und in einem etwas geringerem Ausmass die Zehennägel betroffen.
Rund 20 Prozent der Psoriasis-Betroffenen leiden unter einer schmerzhaften Arthritis, eine entzündliche Rheumaerkrankung. Psoriasis-Arthritis gehört zu den sogenannten Spondylarthropatien und kann sowohl die Wirbelsäule als auch jedes periphere Gelenk oder Sehnenansätze befallen.
Bis heute ist es nicht möglich, Psoriasis zu heilen. Eine entsprechende Therapie kann die Krankheitssymptome jedoch so reduzieren, dass die Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen können.
Die geeignete Therapie zu finden, ist nicht immer einfach. Was bei den einen wirkt, muss bei anderen nicht immer zu gleichen Resultaten führen.
Die Wahl der Therapie hängt von folgenden Faktoren ab:
Für Psoriasis existieren die folgenden Therapien, die auch oft kombiniert angewendet werden: