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Washington - Die USA fliegen ihre Truppenkontingente für Afghanistan künftig über Kuwait statt über Kirgistan ein. Grund ist die Staatskrise in der zentralasiatischen Republik.
Die Militärführung habe sich entschieden, den Luftwaffenstützpunkt Manas in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek "vorerst" nicht mehr zu nutzen, teilte Militärsprecher John Redfield in Washington mit.
Sämtliche Truppentransporte Richtung Afghanistan würden einstweilen über Kuwait abgewickelt, erläuterte ein Mitarbeiter der US-Streitkräfte. Dies sei entschieden worden, nachdem an dem kirgisischen Flughafen gepanzerte Fahrzeuge gesichtet worden seien.
Die kirgisische Opposition hatte in dieser Woche den bisherigen Präsidenten Kurmanbek Bakijew aus Bischkek vertrieben und eine Übergangsregierung unter der Führung der Interims-Ministerpräsidentin Rosa Otunbajewa eingesetzt.
Bei dem Umsturz wurden zwischen 75 und 100 Menschen getötet und mehrere hundert weitere verletzt. Die Übergangsregierung kündigte danach umgehend an, die frühzeitige Schliessung des auch für die Nato in Aghanistan wichtigen US-Luftwaffenstützpunkts zu erwägen.
Im März waren über Manas rund 50'000 Soldaten von und nach Afghanistan geflogen worden. Kirgistan hatte Manas kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den US-Truppen für den Einsatz in Afghanistan zur Verfügung gestellt.
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