Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03600.jsonl.gz/342

Top Platzierung durch Wädenswiler Biathlet Yanis Keller an den Junioren und Jugend-Weltmeisterschaften in Obertilliach.
Trotz einer alles anderen als einfachen Saison wurde der für den SC Einsiedeln startende Wädenswiler Yanis Keller vom nationalen Verband für die Junioren- und Jugend-Weltmeisterschaften selektioniert. Mit Jahrgang 2002 startete er in der Kategorie Jugend.
Immer wieder auftretende gesundheitliche Probleme, welche Anfang Februar mit einem chirurgischen Eingriff behoben werden konnten, verhinderten eine optimale Vorbereitung auf den Grossanlass.
Mit dem Wissen, noch nicht in Top-Verfassung zu sein, durfte er am ersten Einsatz im Einzelwettkampf (5-mal 2,5 km, 4 Schiesseinlagen) mit dem 28. Rang bei 120 Startenden durchaus zufrieden sein, zumal er im Schiessen mit nur zwei Fehlern zu den Besten gehörte. Beim folgenden Sprint (3-mal 2,5 km, 2 Schiesseinlagen) resultierte anschliessend der 25. Rang. Wobei die Laufleistung schon erheblich verbessert war. Die drei Schiessfehler verhinderten aber einen möglichen Podestplatz.
Das dritte Rennen, der Verfolger (5×2 km/ 4 Schiesseinlagen) sollte dann zum Highlight werden. Bei dem Rennen, in welchem die Athleten gemäss der Rangliste und den Zeitabständen des Sprintes starteten, ging Keller als 25. mit einem Rückstand von 1 Min. 43. Sek ins Rennen. Obwohl er den ersten Schuss danebensetzte, näherte er sich in der Folge mit jeder Schiesseinlage den Top Ten. Nachdem er bei den folgenden drei Schiessen fehlerfrei blieb, lief er schliesslich auf den hervorragenden fünften Platz. Auf das Podest fehlten ihm 23 Sekunden. Der zweite Platz in der Tageswertung unterstreicht den Exploit des 18-Jährigen. Den Titel holte sich der Russe Irodov, welcher bereits den Sprint gewonnen hatte. Aufgrund der guten Leistungen wurde Keller für die abschliessende Staffel der Junioren aufgeboten. Dass er dabei als Schlussläufer auf weltcuperprobte Konkurrenz traf, hinderte ihn nicht daran, eine weitere tadellose Leistung abzuliefern. Lange konnte er den vierten Platz verteidigen, bis er kurz vor dem Ziel noch den Schlussläufern aus Deutschland und Slowenien den Vortritt lassen musste.
Insgesamt hinterliessen die Schweizer Vertreter einen starken Eindruck. Mit zwei Weltmeistertiteln durch Amy Baserga (SC Einsiedeln) und drei weiteren Top-Ten-Plätzen durch Lea Meier (SC Davos) und Niklas Hartweg (SC Einsiedeln) etabliert sich der Schweizer Biathlonnachwuchs immer mehr in der Weltspitze. Im Hinblick auf die ersten Weltcuprennen (2023) bzw. Weltmeisterschaften (2025) in der Schweiz (Lenzerheide) sind dies vielversprechende Aussichten. (e)