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Das Dampfschiff Rigi gehört seit der Eröffnung des Verkehrshauses 1959 zu den Hauptattraktionen des Museums. Das in London gebaute Schiff lief am 16. März 1848 in Luzern vom Stapel und unternahm im gleichen Jahr die Jungfernfahrt von Luzern nach Flüelen. Nun können die Besucherinnen und Besucher den Schiffsrumpf besichtigen.
Die Hauptaufgabe des Schiffs widerspiegelte sich in seiner Konstruktion als Glattdeckdampfer. Die grosse freie Oberfläche wurde für den Transport von Waren und Tieren gebraucht. Die Überfahrt auf dem Vierwaldstättersee war eine wichtige Etappe auf der europäischen Handelsroute von Basel nach Mailand und von Rotterdam nach Genua. Das DS Rigi ist insofern ein Urahne der heutigen Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Auch touristisch hat das Dampfschiff Geschichte geschrieben: Im Jahr 1863 beförderte es die Gäste anlässlich der ersten geführten Reise des britischen Pioniers Thomas Cook (1808–1892) durch die Schweizer Alpen.
Die drei Leben des DS Rigi
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts rückte auf dem Vierwaldstättersee die Beförderung von Touristen in den Vordergrund der Schifffahrt. Um den gestiegenen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden die Dampfschiffe mit Salonaufbauten ergänzt. Das DS Rigi erhielt 1905 einen 7,5 Meter langen, verglasten Salon für die Passagiere der 1. Klasse. Spannende Geschichten, Originalobjekte und Nachbildungen zeugen in der Ausstellung vom abwechslungsreichen Leben als Glattdeck- und Salondampfer. Dazu gehören die oszillierende Maschine, die Schaufelräder, der Dampfkessel, die Bugzier, das Rettungsboot, Miniaturmodelle und diverse Originaldokumente. Nach 105 Dienstjahren und 1 618 565 absolvierten Kilometern wurde das Dampfschiff 1952 aus dem Verkehr gezogen.
Überführung ins Verkehrshaus
Das DS Rigi stand kurz vor seiner Verschrottung. Der erste Direktor des Verkehrshauses, Alfred Waldis (1919–2013), setzte sich persönlich für seine Rettung ein. Als ältestes noch erhaltenes maschinengetriebenes Verkehrsmittel der Schweiz war es der wichtigste mobilitätshistorische Zeitzeuge. Waldis hatte ausserdem einen persönlichen Bezug zum Schiff, weil sein Vater darauf Dienst geleistet hatte. In einer spektakulären Aktion wurde das DS Rigi am 23./24. Dezember 1958 ins Verkehrshaus transportiert. Im Herzen der Anlage, dem sogenannten «Rigihof», erhielt es sein drittes Leben als Museumsattraktion. Weil das Museum noch nicht über eine eigene Gastronomie verfügte, diente es den Besuchern als Restaurant.
pd
Öffnungszeiten:
Museum, Sonderausstellungen
Sommerzeit: 10 bis 18 Uhr
Winterzeit: 10 bis 17 Uhr
Hans Erni Museum
Sommerzeit: 11 bis 18 Uhr
Winterzeit: 11 bis 17 Uhr
Café Bar
Sommerzeit: 9 bis 18 Uhr
Winterzeit: 9 bis 17 Uhr
Restaurant Brasserie
Sommerzeit: 9.30 bis 18 Uhr
Winterzeit: 9.30 bis 17 Uhr