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Apnoe (griechisch, ausgesprochen „Apnö“) bedeutet Atemstillstand. Die Wortverbindung Schlafapnoe bedeutet somit „Atemstillstand und Schlaf“. Daraus ergibt sich zweierlei:
Bis zu einem Drittel aller Erwachsenen schnarcht gelegentlich. Das ist meistens harmlos und stört zwar die Umgebung, nicht aber den Schnarcher selbst. Sehr häufiges, lautes und unregelmässig hörbares Schnarchen weist auf Schlafapnoe hin.
Folge der Schlafapnoe ist Sauerstoffmangel in Blut und Geweben mit beträchtlichen Risiken. Etwa 3% der Bevölkerung, vor allem übergewichtige Männer über 40 Jahre, leiden daran. Die Schlafapnoe ist immer mit Schnarchen verbunden; die typischen Geräusche entstehen beim Luftholen durch verengte Atemwege.
Die nächtlichen Atempausen entstehen durch Verschluss oder Einengung (Obstruktion) der Luftwege im Rachenraum. Ursachen sind kleine Kieferknochen, vergrösserte Zunge oder Rachenmandeln oder eine ausgeprägte Erschlaffung der Muskulatur. Übergewicht, Alkohol, Beruhigungs- und Schlaftabletten, aber auch das Rauchen begünstigen nächtliche Atemstillstände. Der Sauerstoffmangel setzt eine Weckreaktion in Gang. Unter Schnarchen und Schnappen setzt das Atmen wieder ein.
Die „zentrale Form“ der Schlafapnoe geht zurück auf eine fehlerhafte Steuerung im Atemzentrum des Gehirns. Sie kann aufgrund einer Hirnentzündung oder infolge Abbauvorgänge im Hirnstamm entstehen. Die Ursachen sind jedoch allgemein weniger gut bekannt als bei der obstruktiven Form. Zentrale Schlafapnoe tritt im Alter gehäuft auf. Seltener ist anfallsweiser Atemstillstand von Neugeborenen. Diese gefährliche zentrale Schlafapnoe ist vermutlich auf eine Unreife des Atemzentrums zurückzuführen.
Die Kombination von zentraler und obstruktiver Form kommt vor.
Charakteristisch sind Atempausen im Nachtschlaf, der durch Schnarchen mit schreckhaftem, unvollständigem Aufwachen immer wieder unterbrochen wird. Der Schlaf ist nicht erholsam, die Betroffenen fühlen sich morgens müde und abgeschlagen, sind unkonzentriert, vergesslich und weniger leistungsfähig. Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Depressionen und Potenzstörungen sind mögliche Begleiterscheinungen. Folge der extremen Müdigkeit sind Attacken von unkontrollierbarem Schlafdrang, so dass Betroffene unvermittelt einnicken – Sekundenschlaf –, insbesondere bei monotonen Tätigkeiten
Herz-Kreislaufprobleme: In ausgeprägten Fällen kommen Hypertonie (Bluthochdruck), Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Hirnschlag gehäuft vor.
Sekundenschlaf: Gefährlich ist das zwangsweise Einschlafen, wenn es am Steuer eines Verkehrsmittels oder bei der Bedienung von Maschinen geschieht. Begünstigend sind vor allem lange und monotone Fahrstrecken auf Autobahnen und Nachtfahrten oder schlafende Beifahrer.
Anlass für einen Arztbesuch geben:
In einem Schlaflabor wird untersucht, ob sich der Verdacht auf eine Schlafapnoe bestätigt. Es gibt verschiedene Methoden, die nächtlichen Atemstillstände zu verhindern und die Sauerstoffzufuhr zu verbessern.