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Die USA hat heute offiziell ihre Botschaft in Kuba wiedereröffnet. Für die Schweiz geht damit ein langes Kapitel zu Ende: 54 Jahre lang hat sie die Interessen der USA in Kuba vertreten.
Verschiedene Zeitungen blicken auf diese Zeit zurück. Die NZZ berichtet über die engen Beziehungen von Botschafter Stadelhofer und Fidel Castro, die sich wiederholt auch privat zum Austausch und Fondue-Essen trafen (Das Béret von Fidel Castro):
(..) Ein Jahr später kam es zu einer Begegnung, die so bizarr war, dass Stadelhofer Bundesrat Friedrich Wahlen sehr detailliert Bericht erstattete. Stadelhofer war auf einem Empfang und wollte gerade gehen, als er informiert wurde, Castro wünsche ihn zu sprechen. Es folgte eine mehrstündige Diskussion inmitten «der Crème de la Crème der kubanischen Revolution» und weiterer Diplomaten. «Für westliche Begriffe war die Atmosphäre zumindest surrealistisch», so Stadelhofer – «wie wenn ein Monarch oder Caudillo (. . .) Hof hält». Dann, kurz vor zwei Uhr morgens, liess sich Castro «aus dem Auto das olivengrüne Beret seiner Uniform bringen». Dazu habe er erklärt, die Schweiz habe mit der Vertretung der amerikanischen Interessen «die schwerste Aufgabe, die man sich vorstellen könne». Sie habe diese Arbeit «hart, aber immer korrekt» wahrgenommen. Als Ausdruck seiner Wertschätzung habe Castro Stadelhofer dann sein Béret geschenkt.
Der Tages-Anzeiger zitiert in «Ein Topf Spaghetti mit dem Máximo Líder» aus Akten zu Gesprächen zwischen dem Schweizer Botschafter und Che Guevara.