Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03319.jsonl.gz/1888

Was für ein grossartiger Abschluss des ersten Sommer-Grand-Prix im Aerials für das Schweizer Team: Pirmin Werner stürmt mit dem Sieg in Brisbane noch an die Spitze des Klassements und sichert sich den Gewinn der Gesamtwertung. Direkt dahinter klassiert sich Noé Roth, dem im Finaldurchgang die Ski einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Ausgangslage war vielversprechend: Nach zwei Wettkämpfen lagen Noé Roth und Pirmin Werner mit aufholbarem Rückstand im Gesamtklassement hinter dem Führenden Christopher Lillis aus den USA. Da dieser beim finalen Springen in Brisbane nicht mehr am Start war, hatten die beiden Schweizer alle Trümpfe in der Hand, um sich an die Spitze des Klassements zu setzen. Viel eher galt es, die Jäger hinter ihnen in Schach zu halten.
Das ist ihnen im letzten Wettkampf vom Samstagmorgen Schweizer Zeit gelungen – und wie! Pirmin Werner schaffte es nach seinem 2. Platz in Mettmenstetten zu Beginn des Sommer-Grand-Prix ein zweites Mal, aufs Podest zu steigen. Er zeigte in der dritten Finalrunde einen hervorragenden Back Full Double-Full Double-Full und erreichte 146.37 Punkte, womit er sich mit über 20 Punkten Vorsprung auf Dmytro Kotovskyi überlegen den Tagessieg sichern konnte. Die 100 Punkte, die er sich dafür in der Wertung des Sommer-Grand-Prix aufs Konto gutschreiben lassen konnte, reichten aus, um sowohl den chancenlosen Lillis als auch den eigenen Teamkollegen Noé Roth zu überholen. Letzten Endes gewann Werner die Premieren-Austragung des Sommer-Grand-Prix mit einem Vorsprung von 30 Punkten.
Roth hatte im Finaldurchgang gleich zweimal Pech erlitten. Beim ersten Versuch hatte er den Absprung verpasst, woraufhin er einen Ski verlor. Er durfte zwar zum Rerun antreten, verpasste allerdings den Absprung erneut, weshalb er mit dem 6. Platz vorliebnehmen musste. Nach dem Sieg in Mettmenstetten und dem als Viertplatzierten knapp verpassten Podest beim zweiten Wettkampf in Park City (USA) generierte er gesamthaft 190 Punkte, mit denen er sich den 2. Platz im Gesamtklassement holte und dem Schweizer Duo von Cheftrainer Michel Roth den Doppelsieg sicherte.
Bei den Frauen konnten die beiden Australierinnen Airleigh Frigo und Abbey Willcox einen Doppelsieg auf heimischem Boden feiern. Am Gesamtklassement änderte das nichts mehr: Marion Thénault aus Kanada konnte sich auch ohne Antreten in Australien die Gesamtwertung sichern, für die sie sich mit den Siegen in Mettmenstetten und Park City 200 Punkte geholt hatte. Zweite wurde die Australierin Laura Peel, die zweimal Zweite geworden war, in Brisbane allerdings ebenfalls nicht am Start war.
Erfolgreiche Premiere
Mit dem Wettkampf in Brisbane hat die Premiere des Aerials-Sommer-Grand-Prix ein grosses Finale mit prächtigem Wetter und zahlreichen Zuschauenden erlebt. Das Format war in dieser Saison getestet worden, künftig werden die Siegerin und der Sieger neben einer Trophäe auch ein Preisgeld erhalten. Cheftrainer Michel Roth spricht von einer «geglückten Sache» beim ersten Versuch der Tour. Allerdings ist es ihm zufolge wünschenswert, dass künftig noch mehr Nationen am Start aller drei Wettkämpfe stehen.
Für ihn und sein Sieger-Duo geht es nun weiter mit Training. Die drei werden noch zwei Wochen in Australien trainieren, ehe sie wieder in die Schweiz zurückkehren, um sich final auf den Beginn des Weltcup-Winters Anfang Dezember vorzubereiten.