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Es beginnt mit Husten und Auswurf und führt dazu, dass die Atemwege und Bronchien immer enger werden. Entsprechend leiden die Patienten der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) unter Atemnot und sind in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt.
Mehr als drei Millionen Menschen sterben weltweit pro Jahr an der Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass COPD im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache sein wird. Ursache der Krankheit sind eingeatmete Schadstoffe wie Tabak – neun von zehn Betroffenen rauchen oder haben geraucht. COPD wird deshalb landläufig auch als «Raucherlunge» bezeichnet.
Heilbar ist die Krankheit bisher nicht, doch lässt sich ihr Fortschreiten durch geeignete Therapien verlangsamen. Umso wichtiger ist Forschung dazu. Milo Puhan ist Direktor des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich – das vormalige Institut für Sozial- und Präventivmedizin (vgl. Kasten).
Puhan erforscht seit zwölf Jahrendie Risikofaktoren von COPD, und die Wirksamkeit verschiedener Therapien. Er sucht nach statistischen Methoden, um den Verlauf der Krankheit besser vorherzusagen. Für seine Arbeiten erhielt er in München den «COPD Research Award 2014» der European Respiratory Society (ERS), der mit 50'000 Euro dotiert ist.
Puhan entwickelte einen einfachen, aber zuverlässigen Test, der die Sterblichkeit von COPD-Patienten vorhersagen kann. In einer anderen Forschungsarbeit verglich er die Zuverlässigkeit verschiedener Tests, die die Lebensqualität der Erkrankten messen.
Verdienste kommen Puhan auch in der Erforschung medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien von COPD zu. In einer Studie kam er zum Schluss, dass ein neues Medikament (Roflumilast) aufgrund seiner Nebenwirkungen meist mehr Schaden anrichtet als nützt und nur bei Patienten mit klar erhöhtem Risiko für schwere akute Verschlechterungen verwendet werden sollte.
Puhan und sein Team konnten auch zeigen http://www.uzh.ch/news/articles/2006/2400.html, wie ein körperliches Training beschaffen sein sollte, um das Leiden zu vermindern: Im Vergleich zu einem Ausdauertraining ist ein Intervalltraining wirksamer. Die Patientinnen und Patienten brechen das Intervalltraining auch viel seltener ab.
In einem laufenden Forschungsprojekt untersucht seine Forschungsgruppe gemeinsam mit Kollegen in den Niederlanden bei 409 Patienten in den beiden Ländern den Verlauf der Erkrankung. Zusätzlich versuchen die Forschenden, den Verlauf vorherzusagen, um die Therapie entsprechend anpassen zu können.