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Immer mehr Wintersportler in der Schweiz befürworten die Einführung von Dynamic Pricing in Skigebieten. Dies ergab die neuste Demoscope-Umfrage im Auftrag von Ticketcorner.
Das zweite Jahr in Folge hat das Marktforschungsinstitut Demoscope im Februar 2020 eine bevölkerungsrepräsentative Mehrthemenbefragung (Omnibus) im Auftrag von Ticketcorner unter rund 1’000 Menschen aus der ganzen Schweiz und aus allen Bevölkerungsschichten durchgeführt. Die aktiven Wintersportler wurden dabei um ihre Meinung zu verschiedenen Aspekten des Skiticketings gebeten, unter anderem zum Preismodell Dynamic Pricing.
Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Dynamic Pricing
63% befürworten die Einführung von Dynamic Pricing – 6% mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 10% Die öffentliche Meinung zu den dynamischen Preisen bei Skitickets ist somit deutlich positiv.
Sämtliche Bevölkerungsgruppen äusserten eine höhere Zustimmung zum neuen Preismodell als noch vor einem Jahr, insbesondere in der Deutschschweiz (+7%) sowie bei Haushalten mit hohen Einkommen (+10%). Am beliebtesten sind die dynamischen Preise weiterhin in Haushalten mit tiefen Einkommen (72%), bei jungen Menschen (73%) sowie in der Westschweiz (76%).
Positive Erfahrungen mit dynamischen Preisen zeigen Wirkung
Die Umfrage gab ebenso Aufschluss über die Gründe für die zunehmende Befürwortung. 43% der Befragten sehen einen Vorteil darin, dass sich die Auslastung der Pisten dank dynamischer Preise besser verteilt. Sogar 62% finden es gut, dass man bei schlechtem Wetter weniger für ein Skiticket zahlt und sind somit bereit, das Schlechtwetter-Risiko für einen tieferen Preis in Kauf zu nehmen.
Die Erfahrungen, welche die Skifahrer mit dynamischen Preisen machen, scheinen Vorbehalte gegenüber dem Preismodell abzubauen. Nur noch 44% der Befragten (Vorjahr: 60%) befürchten, dass sie nicht die zeitliche Flexibilität haben, um von tieferen Preisen zu profitieren. Nur 27% (Vorjahr: 34%) finden es unfair, wenn nicht alle den gleichen Preis für ein Skiticket bezahlten. Bereits jede*r Vierte wählt das bevorzugte Skigebiet aufgrund des Preises aus – doppelt so viele wie im Vorjahr. Und rund die Hälfte der Wintersportler*innen würde vermehrt unter der Woche oder in der Nebensaison Skifahren, wenn die Tickets dann günstiger sind.
Konsument*innen und Skigebiete profitieren
Die Akzeptanz von dynamischen Preisen bei der Bevölkerung widerspiegelt die Erkenntnisse der Skigebiete, welche bereits auf Dynamic Pricing von Ticketcorner setzen. So konnten zum Beispiel die Bergbahnen Destination Gstaad, welche vergangene Saison zu dynamischen Preisen wechselten, ihre Verkaufszahlen über dem Branchendurchschnitt steigern (Zeitraum 1. September 2019 bis 31. Januar 2020).
Video: Matthias In-Albon, CEO der Bergbahnen Destination Gstaad, über die Einführung von Dynamic Pricing
Serge Grand, der am 1. Juni 2020 als neuer Director Ski bei Ticketcorner gestartet ist, zeigt sich erfreut über die Entwicklung: «Viele Vorbehalte gegenüber Dynamic Pricing, sowohl bei den Bergbahnen als auch den Konsumenten, wurden in den zwei letzten Wintersaisons widerlegt. Die preissensibleren Skifahrer nutzen die tieferen Preise, die Bergbahnen steigern ihre Wertschöpfung. Durch die Erhöhung der Vorausbuchungszeit wird ebenso das Wetterrisiko abgefedert. Die Skigebiete mit Dynamic Pricing haben sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschafft.»