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Zur Geschichte des Finanzplatzes Genf
Schon vor sechshundert Jahren wurde Genf aufgrund seiner geographischen Lage im Herzen Europas zu einem bedeutenden Handelszentrum und ist es bis heute geblieben. Zusätzlich zu seinem Know-how in der Vermögensverwaltung ist Genf auch Heimat wichtiger internationaler Handelsunternehmen.
14. bis 17. Jahrhundert
Genf war immer schon ein Verkehrsknotenpunkt in Europa, an der Strasse vom Mittelmeer nach Flandern und auf halbem Weg zwischen Italien und Frankreich. Seine geographische Lage machte Genf zu einem Handelszentrum.
1387 verlieh der Bischof Adhemar Fabri den Einwohnern von Genf eine Reihe von verbrieften Freiheiten, die ihre bestehenden Rechte und die erworbenen Freiheiten bestätigten. Als einzigartiges Privileg in der Christenheit war es der Bevölkerung von Genf erlaubt, Geld gegen Zins zu verleihen, eine Tätigkeit, die damals von der Kirche scharf verurteilt wurde.
Im 14. und 15. Jahrhundert wurde Genf ein Zentrum für bedeutende europäische Handelsmessen. Vermögen wurden befördert, Geld überwiesen, Wechsel und Kredite gewährt: Aus Händlern wurden Bankiers. Diese althergebrachte Finanzpraxis veranlasste selbst Kalvin dazu, das Geschäft mit dem Geld zu erlauben.
Schon im 17. Jahrhundert entwickelte Genf ein weit ausgedehntes Handelsnetz. Die Bankiers der Stadt finanzierten die holländische Westindiengesellschaft, die Königliche Bank von England, die Königliche Spiegelmanufaktur (St. Gobain, das erste Industrieunternehmen in Europa) und viele andere Unternehmen.
(Aus der offiziellen Website der Genfer Bank Pictet, http://www.pictet.com/de/offices/geneva/financial.html)