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- Das Drama «Coda» wird an den 94. Oscars überraschend als bester Film ausgezeichnet.
- Beste Hauptdarstellerin 2022 ist Jessica Chastain, sie überzeugte in «The Eyes of Tammy Faye». Als bester Hauptdarsteller wird Will Smith für «King Richard» gekürt. In der Kategorie «Beste Regie» gewinnt Jane Campion.
- In der Kategorie «Bestes Originaldrehbuch» bekommt «Belfast» einen Oscar. Damit gewinnt der Autor und Regisseur Kenneth Brannagh im achten Anlauf seinen ersten Award.
|Bester Film||«Coda»|
|Beste Hauptdarstellerin||Jessica Chastain in «The Eyes of Tammy Faye»|
|Bester Hauptdarsteller||Will Smith in «King Richard»|
|Beste Nebendarstellerin||Ariana DeBose in «West Side Story»|
|Bester Nebendarsteller||Troy Kotsur in «Coda»|
Die goldenen Männchen treten aus dem langen Schatten von Corona. Während der wichtigste Filmpreis im letzten Jahr noch im bescheidenen Rahmen vergeben wurde, wird dieses Jahr wieder mit grosser Kelle angerührt. Soll heissen: mehr Publikum, mehr Glamour und überraschende Gewinnerinnen und Gewinner.
Überraschungssieger «Coda»
«Coda» bekommt die Auszeichnung als bester Film. Das Drama über eine junge Frau in einer gehörlosen Familie hatte bereits vor einem Jahr das Sundance Filmfestival gewonnen und sich seitdem zu einem Geheimtipp entwickelt. Drei Nominierungen hatte der Film bei den Academy Awards, jede einzelne davon erhielt den Oscar. Als grosser Favorit wurde eigentlich das Westerndrama der Neuseeländerin Jane Campion, «The Power of the Dog», gehandelt.
Will Smith ohrfeigt Moderator Chris Rock
Der Schauspieler Will Smith gewinnt den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle im Film «King Richard» über den Aufstieg der Schwestern Serena und Venus Williams zu Tennis-Stars.
Noch bevor der 53-Jährige geehrt wird, kommt es zum Eklat: Der Schauspieler geht plötzlich auf die Bühne, holt aus und gibt Moderator Chris Rock (57) eine Ohrfeige.
Auf dem Weg zurück zu seinem Platz ruft Smith: «Nimm den Namen meiner Frau nicht in deinen verdammten Mund.» Auslöser von Smiths Wutausbruch war ein Scherz, den sich Chris Rock zu Jada Pinkett Smith (50), der Ehefrau von Will Smith, erlaubte.
Keinen Oscar für die Schweizer Hoffnung
Die Oscar-Hoffnungen der deutsch-schweizerischen Regisseurin Maria Brendle in der Sparte Kurzfilm haben sich nicht erfüllt. Die in der Schweiz lebende Filmemacherin war mit ihrem Kurzfilm «Ala Kachuu – Take and Run» nominiert gewesen. Den Oscar in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm gewann in der Nacht zu Montag der Film «The Long Goodbye» des britischen Regisseurs Aneil Karia.
Roter Teppich und glamouröse Roben
Mit Anthony Hopkins, Lady Gaga, John Travolta und Mila Kunis trumpften die Oscars 2022 nicht nur mit illustren Laudatorinnen und Laudatoren, sondern brachten mit Beyoncé und Billie Eilish auch zwei der grössten Popstars der Gegenwart auf die Bühne.
Die Gastgeberinnen Amy Schumer, Wanda Sykes und Regina Hall, die dem Publikum im traditionellen Dolby Theatre in Hollywood einheizten, stehen für Diversität. Es war das erste Mal, dass der Anlass von einem Frauen-Trio moderiert wurde.