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Bis heute bestreiten die USA, dass sie sich mit dem tonnenweisen Versprühen des Entlaubungsmittels Agent Orange über Vietnam und Laos der chemischen Kriegsführung schuldig machten. Über fünfzig Jahre ist das jetzt her. Und noch immer leidet die vietnamesische Zivilbevölkerung unter den Folgen – teilweise in der vierten Generation: Kinder werden mit Fehlbildungen oder Immunschwächen geboren, überdurchschnittlich viele Menschen erkranken an Krebs. Zurückzuführen ist das auf das hochgiftige TCD-Dioxin in Agent Orange. Es hat eine Halbwertszeit von fünfzig bis hundert Jahren, baut sich also extrem langsam ab, insbesondere im Wasser. Auch in Waldböden ist die Konzentration von TCD-Dioxin nach wie vor hoch, die Dekontamination schwierig.