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Andreas Köhler schildert das Schlingern zwischen Resignation und Renitenz eines Vierzigjährigen, der es trotz grossen Anstrengungen nicht geschafft hat, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Die Diagnose einer passiv-aggressiven Persönlichkeit sichert ihm zwar Zahlungen der Invalidenrentenanstalt, schliesst ihn aber aus dem Kreis der Wertbegnadeten aus. Sein Leben verläuft ereignislos, bis die Masse der Invaliden das Berner Bundeshaus besetzt und sich ein rauschendes Fest entwickelt. Dieses reisst ihn aus seiner Einsamkeit und gewährt ihm die Flucht in ein vergängliches erotisches Paradies.
Andreas Köhler ist Psychiater, Psychotherapeut und Schriftsteller und hält Öffentliche Vorlesungen an der Universität St. Gallen. Er arbeitet als Facharzt FMH in eigener Praxis in St. Gallen, ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Er verbrachte seine Jugend in den Tälern der Limmat, der Jona und der Eulach, studierte Medizin an der Universität Zürich und der Freien Universität Berlin. Er schloss sein Studium mit einer Dissertation zum Thema «Religiöser Wahn und Religiosität» ab und bildete sich an der St. Galler Schule für Gestaltung weiter. Sein seelenkundliches und literarisches Interesse gilt der geistigen Fähigkeit des Menschen, seine soziale Welt mittels Geschichten zu durchdringen und zu gestalten.