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Am ersten Tag seines Aufenthalts in der japanischen Hauptstadt traf Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann den japanischen Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Yukio Edano, sowie den Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, Akira Gunji. Ein Höflichkeitsbesuch bei der Ministerin für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, Makiko Tanaka, ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.
Das Gespräch zwischen Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann und Minister Yukio Edano betraf den Stand der Doha-Runde bei der Welthandelsorganisation (WTO). Die zwei Minister haben weiter die wirtschaftlichen Auswirkungen der energiepolitischen Entscheidungen in beiden Ländern diskutiert. Auf bilateraler Ebene zogen Bundesrat Schneider-Ammann und Minister Edano Bilanz über das Funktionieren des 2009 in Kraft getretenen bilateralen Abkommens über Freihandel und wirtschaftliche Partnerschaft und besprachen die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
Mit Minister Akira Gunji unterhielt sich der Vorsteher des EVD über Fragen zur Landwirtschaft und zum Welthandel, insbesondere im Rahmen der WTO, sowie über die Landwirtschaftspolitik in den beiden Ländern.
Am 11. Oktober nahm der Vorsteher des EVD zudem an einem Galadinner zur Feier des 30. Jahrestages der Schweizer Handels- und Industriekammer in Japan teil. Er traf sich auch mit Vertretern der japanischen Privatwirtschaft.
Japan ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Der wirtschaftliche Austausch zwischen der Schweiz und Japan belief sich im Jahr 2011 auf insgesamt 10,8 Milliarden Franken, was einem Anstieg um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2009 ist ein Abkommen über Freihandel und wirtschaftliche Partnerschaft (Agreement on Free Trade and Economic Partnership) zwischen der Schweiz und Japan in Kraft getreten, das einen verbesserten Rechtsrahmen für den wirtschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern bietet. Japan ist zudem eines der sieben aussereuropäischen Länder, die in der Botschaft des Bundesrates über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013-2016 als Schwerpunktländer bezeichnet wurden. Die Schweiz und Japan haben am 10. Juli 2007 ein Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit unterzeichnet, im Rahmen dessen das strategische Programm zur Kooperation zwischen der Schweiz und Japan auf dem Gebiet der medizinischen Forschung lanciert wurde. Ein gemischter Ausschuss wird sich im November dieses Jahres treffen, um die Modalitäten der Zusammenarbeit für die Periode 2013-2016 festzulegen. Im Jahr 2014 werden die Schweiz und Japan den 150. Jahrestag der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen feiern.