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Geduldet - aber auch willkommen?
Die Lebenslage jugendlicher Flüchtlinge mit einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz
In dieser Bachelor-Thesis soll die Lebenslage von jugendlichen Flüchtlingen mit Ausweis F in der Schweiz erfasst werden, wobei folgende Frage beantwortet wird: «Wie sieht die Lebenslage von geflüchteten Jugendlichen mit Status F in der Schweiz aus und welche Forderungen stellen sich daraus an die Soziale Arbeit?»
Für die Beantwortung dieser Frage werden zuerst die Chancen und Risiken in den Lebensbereichen Soziale Beziehungen, Schule, Freizeit, Wohnen und Gesundheit aufgezeigt, wobei auf die Situation von begleiteten Jugendlichen mit einer vorläufigen Aufnahme eingegangen wird. Als Grundlage für die Erarbeitung der Lebensbereiche und der daraus resultierenden Lebenslage dienen die Entwicklungsaufgaben nach Havighurst, das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erikson sowie die Bedürfnisbefriedigung nach Brazelton und Greenspan. Anschliessend an die Erarbeitung der Lebensbereiche folgt eine Verknüpfung mit der Sozialen Arbeit, wobei anhand von ausgewählten Grundwerten und Aufgaben der Sozialen Arbeit Handlungsbedarf aufgezeigt und begründet wird. Als Ergebnis der Bachelorthesis zeigt sich, dass die vorhandenen rechtlichen Einschränkungen in allen Lebensbereichen grossen Einfluss auf die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben, die Befriedigung der Bedürfnisse, das Erlangen einer konsistenten und kongruenten Persönlichkeit und somit auch auf die Lebenslage der Jugendlichen nimmt. Als Resultat davon hat sich die Soziale Arbeit aufgrund ihrer berufsethischen Verpflichtungen anwaltschaftlich für die Jugendlichen einzusetzen und muss eine Gesetzesänderung anstreben, damit die Lebenslage der Jugendlichen mit Status F eine Verbesserung erfährt.