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(Meldung wurde umgeschrieben und ausgebaut)
Lausanne (awp) - Das Westschweizer Medienhaus Edipresse hat im ersten Halbjahr 2011 deutlich weniger verdient und aufgrund des starken Frankens einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Familie Lamunière hält über 95% der Stimmen an Edipresse und will das Unternehmen von der Schweizer Börse nehmen.
Der Gewinn sank im Halbjahr um mehr als die Hälfte auf 7,1 Mio CHF nach 20,1 Mio im Vorjahr, wie Edipresse am Dienstag mitteilte. Nach dem Verkauf seiner Schweizer Aktivitäten an den Medienkonzern Tamedia schrieb Edipresse mit den fortgeführten Aktivitäten einen Verlust von 4,6 Mio. Im vergangenen Jahr hatte das entsprechende Minus 1,7 Mio betragen. Mit den nicht-fortgeführten Aktivitäten, vor allem bestehend aus der Dividendenausschüttung für den verbliebenen Anteil am Schweizer Geschäft, konnte ein Gewinn von 11,7 Mio nach 21,8 Mio verbucht werden.
Der Umsatz ging um 9,5% auf 80,4 Mio zurück. Einen negativen Einfluss auf das Ergebnis hatte laut Edipresse vor allem der starke Franken. In konstanten Wechselkursen gerechnet stieg der Umsatz um 1,5% an. Der Konzern habe vom Wachstum in der Ukraine, Russland und Asien profitiert, hiess es. Im Segment Magazine sank der Umsatz in Schweizer Franken um 10,4% auf 66,6 Mio.
Auf der Gegenseite konnte Edipresse die betrieblichen Kosten um 5,6% auf 80,4 Mio senken und es resultierte ein Betriebsgewinn (EBITDA) von 86'000 CHF.
Edipresse hält inzwischen noch 49,9% an seinem Schweizer Geschäft (Presse Publications SR S.A.; PPSR), nachdem per Anfang Jahr weitere 0,2% und damit die Kontrollmehrheit an Tamedia übertragen wurden. Die verbliebene PPSR-Beteiligung will Edipresse noch im laufenden Jahr an die Tamedia überführen.
Tamedia hatte Ende August seine Halbjahreszahlen präsentiert. Dank der erstmaligen Einbezug des von Edipresse übernommenen Geschäfts stieg der Umsatz sprunghaft um 55,1% auf 558,9 Mio CHF an.
Edipresse teilte weiter mit, dass die Dekotierung des Unternehmens von der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange am 20. Oktober erfolgen wird. Die Inhaberfamilie Lamunière, die gemäss neusten Angaben 91,9% des Aktienkapitals und 95,9% der Stimmrechte am gesamten Medienkonzern kontrolliert, hat ein öffentliches Kaufangebot lanciert, um die restlichen Aktien zurückzukaufen.
mk/ra
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