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Das Dravet-Syndrom ist eine sehr seltene und schwere neurologische Erkrankung, verursacht durch einen Gendefekt. Bei zunächst gesunden Kindern treten innerhalb des ersten Lebensjahres die ersten epileptischen Anfälle auf.
Vom zweiten Lebensjahr an ist die Entwicklung typischerweise verlangsamt. Besonders betroffen ist die Sprache. Andere Symptome wie Ataxie (Gangunsicherheit), Gleichgewichtsprobleme, Wahrnehmungsstörungen, chronische Infekte, orthopädische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten wie Aufmerksamkeitsstörungen, oppositionelles Verhalten und autistische Züge können hinzukommen. Die Prognose hinsichtlich der geistigen Entwicklung ist ungünstig.
Die zahlreichen Anfallsarten dauern ein Leben lang an. Beim Dravet-Syndrom ist der häufigste Anfallsauslöser Fieber bzw. Temperaturveränderungen (warmes oder kühles Bad) oder ein Infekt. Auch körperliche Anstrengung, Übermüdung, Aufregung, Lärm oder visuelle Reize können epileptische Anfälle herbeiführen.
In der Schweiz sind schätzungsweise 250 Personen betroffen.