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Schweiz: Steht sich Microsoft selbst im Weg? | IT News - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Steht sich Microsoft selbst im Weg?

11.07.2012
Zu diesem Zweck recherchierte der renommierte Autor anhand zahlreicher Interviews, interner Dokumente und E-Mails. Hauptsächlich verfolgte Eichenwald bei seinen Nachforschungen die Frage wie es Apple gelingen konnte, mit dem iPhone einen höheren Umsatz zu erzielen als Microsoft durch seine gesamte Produktpalette. Während Microsoft für das erste Quartal 2011 nur einen Umsatz von17,4 Milliarden US-Dollar auswies, konnte Apple allein für das iPhone und die dazugehörigen Produkte 22,69 Milliarden US-Dollar im selben Zeitraum vermelden.
Als Hauptursache vieler Schwierigkeiten identifizierte Eichenwald die Managementstruktur von Microsoft unter CEO Steve Ballmer. Das sogenannte System des „Star Ranking“ betrachtet er als einen wesentlichen Faktor für Microsofts Abstieg. Jede Abteilung ist im „Star Ranking“ verpflichtet, einen festen Anteil seiner Mitarbeiter jeweils in die Kategorien „Top-Performer“, „guter Performer“, „Durchschnitt“ und „schlecht“ einzuteilen. Dieses Instrument befeuere jedoch in erster Linie den Wettbewerb der Mitarbeiter untereinander anstelle mit anderen Unternehmen. Aktuelle sowie ehemalige Microsoft-Mitarbeitern werteten Star Ranking daher als den destruktivsten Prozess innerhalb des Softwarekonzerns.
Laut der Aussage eines langjährigen Mitarbeiters sei es darüber hinaus erstaunlich, wie Microsoft die eigene Marktführerschaft mit Windows CE verspielen konnte. Durch dieses System sei das Unternehmen der Konkurrenz um Jahre voraus gewesen und habe seine Position ausschließlich aufgrund der eigenen Bürokratie verloren. Angeblich verfügte Microsoft bereits 1998 auch über einen E-Reader-Prototyp. Dieser sei von Bill Gates persönlich jedoch aufgrund eines User Interfaces abgelehnt worden, welches Windows zu unähnlich sah. Anschließend gliederte man es daher einer der großen Produktgruppen für Office-Software ein. Anstelle neuer Produkte sei es von da ab nur noch um reine Gewinnerzielung gegangen. Auch der Zeitplan der Entwickler wurde laut Steve Stone um drei bis vier Jahre verkürzt, bereits 1999 musste ein Produkt ausgeliefert werden.
Ein weiterer Microsoft-Manager kam zu dem Schluss, Microsofts Fokussierung auf Windows und Office habe das Unternehmen nachhaltig daran gehindert, auf neue Technologien zu setzen.
Quelle: www.golem.de
Bild: © kebox - Fotolia.com
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Kommentare
Kommentar von M$$$! am 18.07.2012 um 19:38 Uhr:
Das allerschlimmste überhaupt, was MS anstellen konnte, war, dass niemand mehr sein Windows Phone mit seinem Outlook abgleichen kann.
Auch wenn es derzeit in aller Munde ist - die wenigsten wollen ihre Daten irgendwo in der Cloud, auf irgendeinem Server mit Zugriff von irgendjemandem, der dann irgendwas damit machen kann...
Man muss sich mal vor Augen halten, welchen Marktanteil MS bei den Smartphones hatte. Und dann kommt man auf die Idee, dass man seinen Kalender über Google abgleichen solle.
Gleiches passiert jetzt mit Office 2013, wo alle Daten nur noch über Internet im Nirwana gespeichert werden.
Unverständlich....
Kommentar von M$ am 12.07.2012 um 00:29 Uhr:
Ein wesentlicher Faktor wurde völlig vergessen: Microsoft kümmerte es herzlich wenig, wie sich Menschen eine Software vorstellen: intuitiv und leicht erlernbar. Stattdessen macht Microsoft jede Version noch komplizierter und unübersichtlicher und braucht noch mehr Mausklicks, bis man an die sub-sub-sub-sub-sub-sub-Menüs kommt. Das macht sowohl Windows, als auch andere Produkte völlig unbrauchbar und vor allen Dingen gerade für ältere Menschen unbenutzbar. Öffentliche Kritik daran wird von Microsoft nieder geschmettert, indem bezahlte Söldner in Foren auffallend versuchen, Argumente zu verdrehen. Dann die Virenproblematik, die Instabilitäten, die es unter anderen Betriebssystemen faktisch so nicht gibt. Das lässt die Menschen nach Alternativen umsehen und viele landen bei Apple oder Linux. Der Aktienkurs von Microsoft lag gerade mal bei 10% von dem von Apple, als ich zuletzt verglichen hatte. Das sind die wahren Gründe für den Niedergang: einfach grottenschlecht zusammengeschusterte Software und Produkte, die niemand mehr haben will.
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