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Vier Tage nach dem Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox ist das britische Unterhaus am Montag zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammengekommen. Die Abgeordneten gedachten der 41-Jährigen, die am vergangenen Donnerstag von einem offenbar psychisch kranken Mann mit einem Messer und einer Schusswaffe getötet worden war.
Als Zeichen der Trauer hatten sich die Parlamentarier weisse Rosen angesteckt, einigen standen Tränen in den Augen. Cox' Platz blieb leer, an der Rückenlehne waren ebenfalls Rosen befestigt. Ihr Mann und die beiden kleinen Kinder waren im Parlament anwesend.
«Ein Angriff auf unser aller Freiheit»
«Ein Angriff wie dieser ist nicht nur gegen ein Individuum gerichtet, er richtet sich gegen unser aller Freiheit», sagte Unterhaus-Sprecher John Bercow in seiner Rede. «Darum haben wir uns hier versammelt: um Jo zu ehren und um unseren Einsatz für die Demokratie zu verstärken.»
Premierminister David Cameron würdigte Cox als «Stimme für die Menschlichkeit».
«Lasst uns Jo gedenken, indem wir beweisen, dass die Demokratie und die Freiheit, für die sie gekämpft hat, unerschütterlich sind.»
Cox wäre an diesem Mittwoch 42 Jahre alt geworden. Die Labour-Politikerin kämpfte für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU. Nach ihrem Tod stellten Brexit-Befürworter und -Gegner ihre Kampagnen für drei Tage ein. Inzwischen ist der Abstimmungskampf wieder im Gange. Das Referendum über einen allfälligen Austritt findet am kommenden Donnerstag statt.