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Bereits in den frühen 2000er Jahren wurde die Idee geboren, dem Jungen Inn und der Aua da Baselga bei Maloja durch Revitalisierungsmassnahmen wieder mehr Freiraum zu geben und so der Fauna und Flora in der Bucht in Maloja wieder ein bisschen zurück zu ihrer ursprünglichen Natur zu verhelfen. Bereits 2004 wurde vom Kanton ein umfangreiches Gewässerschutzkonzept in Auftrag gegeben. Doch trotz immer wieder aufgenommener und wieder fallen gelassener Gespräche und Verhandlungen hat sich in diesem Landstrich in Maloja bisher nichts geändert. Es gab zwar 2013 weitere Konzeptstudien, die den Fortschritt des Projektes aber ebenfalls nicht beflügeln konnten.
In den letzten Jahren befasste sich die Gemeinde Bregaglia im Rahmen der Teilrevision der Ortsplanungsrevision “Maloja-Palace” wieder mit dem Thema Revitalisierung und die Pro Lej da Segl hat einen neuen Anlauf genommen, das Projekt wieder voranzutreiben. Um in den Diskussionen und Verhandlungen klarer darstellen zu können, worüber man spricht, hat die Pro Lej da Segl 2018 die Visualisierung von zwei möglichen Varianten für die Revitalisierung des Jungen Inn und der Aua da Baselga bei der Hydra AG in Auftrag gegeben. Ein wesentlicher Punkt ist die Erreichbarkeit des Campings und Isola. Die Variante 1 sieht vor, die jetzige Strasse dem Seeufer entlang um ca. 20 bis 30 Meter zurück zu versetzen. Bei der Variante 2 würde die Uferstrasse gänzlich zurückgebaut und der Verkehr über die Wohnquartiere La Motta und Creista geführt, was aber wegen der schmalen und unübersichtlichen Strasse zu weiteren Problemen führen könnte.
Einen ausführlichen Bericht über die Präsentation der Varianten und der Problematiken können Sie im Artikel der Engadiner Post vom 7. April 2020 nachlesen ⇾ Mehr Natur für das Silserseeufer von Maloja.
Vorgeschichte
Erste Ideen
Die ersten Ideen für eine Revitalisierung des Jungen Inn bei Maloja wurden bereits 2003 präsentiert. Im Zusammenhang mit der Generalversammlung von Pro Natura stellte der Studienabgänger in Biologie Sebastian Schmied aus Maloja eine ⇾Projektskizze vor, die beschrieb, wie dem stark kanalisierten Inn und der eingedolten Aua da Baselga wieder zu mehr Freiraum verholfen werden könnte. Wichtiges Ziel war damals, wieder Laichgründe für die Bachforelle zu schaffen und die Bucht als Lebensraum für Vögel und Amphibien aufzuwerten. Diese Projektskizze stiess beim Präsidenten des lokalen Fichereivereins wie bei Fischereiaufsehern und dem Amt für Umwelt auf grosses Interesse und Zustimmung.
Erste Schritte
Aufgrund der von Sebastian Schmied vorgestellten Ideen beauftragte das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden kurz darauf das Institut für angewandte Hydrobiologie HYDRA AG für die Bucht von Maloja ein Gewässerentwicklungskonzept auszuarbeiten. Im Mai 2004 lag das umfangreiche, von Peter Rey erstellte ⇾”Gewässerentwicklungskonzept Inn bei Maloja” vor.
Im Jahre 2013 veröffentlichte Stefano Castelli von der Dionea SA weiter Konzeptstudien ⇾ Valorizzazinoe naturalistica e paesaggistica della piana alluvionale del Maloja e del tratto iniziale del fiume Inn