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Thur (Gebiet Thur-Sitter)
Mehrheitlich gute Verhältnisse trotz hoher Abwasserfracht
Wenn die Thur bei Niederbüren den Kanton St.Gallen verlässt, führt sie das gereinigte Abwasser von rund 240‘000 Einwohnerwerten aus 17 ARA mit sich. Bei Trockenwetter beträgt das Verhältnis von Flusswasser zu Abwasser nur noch etwa zwei zu eins. In den vergangenen 17 Jahren wurden im Einzugsgebiet der Thur 16 ARA ausgebaut und erneuert, 11 ARA wurden stillgelegt. Dank dieser Investitionen ist heute die Wasserqualität trotz des hohen Anteils an gereinigtem Abwasser mehrheitlich gut. Die erhöhten Werte für Phosphat und für die gelösten organischen Verbindungen (DOC) bei Niederbüren sind auf die Einflüsse der ARA ab Wil und der stärker belasteten Glatt zurückzuführen.
Verbesserung des biologischen Zustandes
Biologische Untersuchungen im Frühjahr 2010 zeigten, dass die Thur einen guten bis sehr guten gewässerökologischen Zustand aufweist. Im Vergleich zu den letzen biologischen Untersuchungen im Jahr 2004 stiegen bei den Wasserwirbellosen die Artenvielfalt und die Zahl der empfindlichen Insektenlarven deutlich an. Alle Untersuchungsstellen erfüllten im Jahr 2010 die ökologischen Ziele gemäss Gewässerschutzverordnung. Besonders positiv fällt der biologische Zustand im Unterlauf der Thur auf. Erreichte dieser im Jahr 2004 noch nicht den gewünschten Zielzustand, weisen diese Stellen nun ebenfalls einen guten biologischen Zustand auf. Leichte Verschlechterungen zeigten sich allerdings unterhalb der ARA Wattwil beim Kieselalgenindex und nach der ARA Bazenheid in der Artenzusammensetzung des pflanzlichen Bewuchses. Ab Ganterschwil führt eine geringe Schaumbildung nur zu einer mässigen Beurteilung des äusseren Aspektes.
Karte Einzugsgebiet
Legende Karte:
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Chemische Wasserqualität 2012 - 2013
Chemische Wasserqualität 2010 - 2011
Entwicklung und Bereich der wichtigsten chemischen Messgrössen
Entwicklung des biologischen Gewässerzustandes
Wirbellose* = Rückwirkend IBCH (Index biologique CH) berechnet und plausibilisiert