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Das Opferhilfegesetz ist ein Kind des Beobachters. 1978 bereitete er eine entsprechende Initiative vor. Redaktor Peter Rippmann schrieb im September 1978, «dass der Sozialstaat auf dem Gebiete der Verbrechensbekämpfung versagt, solange er sich mit der Durchsetzung des so genannten Strafanspruchs gegenüber den Straftätern begnügt und die Opfer einfach links liegen lässt». Denn das Opfer habe Anspruch auf eine angemessene Wiedergutmachung, selbst wenn der Täter für die Schadensdeckung ganz oder teilweise ausfalle. In diesem Fall müsse der Staat einspringen.
Der Bundesrat präsentierte einen akzeptablen Gegenvorschlag, worauf der Beobachter seine Initiative zurückzog. Im Dezember 1984 stimmte das Volk mit 1,2 Millionen Ja- gegen 270'000 Neinstimmen dem Vorschlag des Bundesrats zu.
1991 nahm das Gesetz die parlamentarischen Hürden, 1993 trat es in Kraft.