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Ein wichtiges Kriterium für die Entwicklung eines Landes ist Bildung. Demzufolge sind Stipendien, Bezahlung von Schulbesuchen und der Bau von Schulen zu fördern. Rein logisch gibt es da nichts auszusetzen. Allerdings haben randomisierte Studien gezeigt, dass zumindest an manchen Orten in Entwicklungsländern die Schulbesuchsquote am wirkungsvollsten durch Entwurmungs-Programme (vgl. auch Beilage) erhöht werden kann und nicht nur durch die erwähnten offensichtlichen Massnahmen.
Die Ausbildung eines Blindenhundes in den USA kostet USD 50'000. Mit demselben Geld können in einem Entwicklungsland 50 Menschen vor dem Erblinden bewahrt werden.
Der Effektive Altruismus entscheidet auf Basis von empirischer Evidenz und kritischer Reflexion, wo (finanzielle) Mittel am wirkungsvollsten eingesetzt werden sollen, damit mehr Gutes getan werden kann. Wie obige Situationen zeigen, sind intuitiv naheliegende Entscheide nicht unbedingt am effektivsten.
Wissenschaftlich scheint die Situation also "klar" und man "weiss", was man tun sollte. "Glücklicherweise" gibt es bei diesen (bekannten) Beispielen einiges zu kritisieren und am Ethik-Höck regte sich denn auch Widerspruch. Wichtige Fragen zum Effektiven Altruismus sind in den zwei Beispielen angesprochen: Bedeutung der Nähe in der Moral, Effektivität als wichtiges (einziges?) Entscheidungskriterium, was "gut" ist und die auch allgemein notwendige bzw. unausweichliche Triage.
Von den Alumni und auch von Stefan Riedener gab es einige überraschende Antworten (vgl. Bericht). Vorab sei klar gestellt: Es wird vom Effektiven Altruisten nicht erwartet, immer nur das zu tun, was am effektivsten Gutes bewirkt (kein reiner Utilitarismus). Jedoch: "Effektive Altruistinnen handeln in einem beachtlichen Ausmass auf der Basis ihrer Antwort". (Bericht inkl. Handout)