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Herzmensch und Kopfmensch...
Ich war immer der Meinung, man ist entweder Herzmensch oder Kopfmensch.
Doch an was erkennt man einen Herzmensch und an was einen Kopfmensch? Ich halte mich selber eher für "durchdacht". Ich überleg und denk viel zu viel, male mir immer Möglichkeiten und Szenarien aus und entscheide dann relativ kühl anhand von Fakten? Das stimmt eben irgendwie nicht, ich denke das zwar alles durch, aber schlussendlich, was und wie ich es mache, das hängt immer von diesem unerklärlichen Gefühl ab. Also denk ich für nichts? Und wenn alles und mehr gegen eine Sache spricht - wenn mein, nennen wir es "Herz", dann das nicht möchte, dann mach ich das nicht oder ich mach es eben, obwohl es keinen Sinn macht. Herz ist Trumpf - immer das letzte Wort... und so denk ich, dass man die Herzmenschen von den Kopfmenschen unterscheiden kann... oder?
Ein Kopfmensch entscheidet sich gegen eine Sache, obwohl es ihm "weh" tun wird, aber er handelt vernünftig! Ist er klüger? Willenstark? Vernunft alleine macht einem nicht glücklich, bin ich überzeugt.
Und was ist nun richtig? Ist ein Herzmensch nur ein feiger Kopfmensch, der zwar wüsste was zu tun ist, aber nicht konsequent genug ist es auch durchzuziehen? Oder ist der Kopfmensch ein feiger Herzmensch, der nicht zu seinen Gefühlen stehen kann - nicht zu etwas stehen kann, dass sich mit Fakten und aller Logik nicht erklären lässt?
Ich hab neulich einem Kollegen vorgeworfen, dass er Kopfmensch sei und meine Denkweise deshalb nicht verstehen könne. Seine Antwort war, er war auch mal Herzmensch, aber er sei vorsichtig geworden. Ist ein Kopfmensch also ein Herzmensch mit Erfahrung, so wie der Pessimist ein Optimist mit Erfahrung sein soll?
Kann man beides sein? Kann man vom einen zum anderen werden?
Fragen über Fragen... aber was ich weiss: um glücklich zu sein, sollte am besten Vernunft und Gefühl zusammenspielen... so leicht gesagt...:-)