Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/143

Ein Vaginalinfekt, ausgelöst durch Hefepilze (Candida), Bakterien oder beides, flammt häufig im Zusammenhang mit Sexualität oder nach der Menstruation auf, wenn das saure Scheidenmilieu durch Blutfluss oder Ejakulat leicht alkalisiert wurde. Es müssen jedoch immer noch weitere Faktoren hinzukommen, bis der Schutzwall des milchsauren Milieus ins Wanken kommt.
Begünstigende Faktoren für Vaginalinfekte
- Die „Pille“ kann mit ihren Hormonen das Scheidenmilieu schwächen.
- Der Rückholfaden der Spirale kann die Schleimhaut reizen.
- Beengende Kleidung kann die Schleimhaut irritieren.
- Synthetikwäsche oder kunststoffverstärkte Slipeinlagen können reizen oder Allergien auslösen.
- Schlechte Ernährung mindert die Abwehrkräfte.
- Manche Frauen reagieren allergisch auf Latex oder Silikon in Kondomen, Diaphragma etc. oder auf Begleitstoffe wie Gleitmittel.
- Mangelnde Hygiene bei Männern verstärkt die Infektionsgefahr.
- Tampons trocknen die Schleimhaut aus und nehmen ihr so den schützenden Film.
- Überforderung, Sex trotz Lustlosigkeit etc.
- Jede Art von Stress schwächt das Immunsystem.
- Unerkannte Darmpilzerkrankungen greifen auf die Vagina über und müssen zuerst behandelt werden.
- Sexuelle Übergriffe in der Geschichte einer Frau können diesen Bereich schwächen.
Spielt einer der Psychosomatischen Faktoren eine Rolle, muss immer „ursächlich“ behandelt werden. Selbstheilungswege lassen sich mit einer erfahrenen Begleiterin oder einer Psychotherapie in alltagstaugliche Massnahmen übersetzen. Sie können das einzig Sinnvolle sein, wenn Sie langfristigen Heilerfolg erreichen wollen.
Behandlung
Obstessigspülung: abends 2 EL Obstessig in ½ Liter abgekochtes, körperwarmes Wasser gegeben und mit Hilfe einer Birnenspritze (Gummiball mit Hartplastikspritze, in der Apotheke erhältlich) die Vagina spülen. Dazu suchen Sie sich in der Badewanne eine Position, bei der das Spülwasser bequem wieder herausfliesen kann. Spülen Sie ein paar Mal und wenden Sie anschliessend das Joghurt an: Joghurt: Nehmen Sie eine kleine Injektionsspritze (ohne Nadel) und ziehen 1 ml eines guten Bio-Joghurt nature auf. Vor dem Schlafengehen, bereits im Liegen, wird die Spritze vorsichtig in die Vagina eingeführt und der Joghurt ausgespritzt.
Am Morgen tränken Sie einen Minitampon mindestens 5 Minuten in 50g Bio Joghurt nature, welches mit je 5 Tropfen ätherischem Thymianöl und ätherischem Lavendelöl von höchster Qualität ergänzt ist und führen ihn in die Vagina ein. Nehmen sie ihn am Abend wieder heraus. Erneuern Sie diese Tamponade jeden Morgen, oder auch mehrmals täglich. Wiederholen Sie die Behandlung an 7 aufeinander folgenden Tagen.
Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Infekten wenden Sie diese Behandlung während 3 Menstruationszyklen, jeweils nach Ende der Blutung an sieben aufeinander folgenden Tagen an. Zusätzlich nehmen Sie einen Heiltee oder eine Tinktur während 3 Monaten zu sich: Heiltee zur Stärkung von immer wiederkehrenden Vaginalinfekten (Ihr Drogist oder Apotheker mischt ihnen folgende Teemischung):
- Ringelblumenblüten 10g
- Brennesselblätter 10g
- Schafgarbenkraut 20g
- Thymiankraut 20g
- Frauenmantelkraut 20g
Tee mischen, 3 Tassen täglich, 1 TL/Tasse, 10 Minuten ziehen lassen. Warm, schluckweise trinken. Ist der äussere Bereich der Vagina stark gerötet, kann äusserlich bei jedem Toilettengang Johanniskrautöl aufgetragen werden.
Ernährung: Generell Zucker und Weissmehl Produkte meiden. Milchsaure Säfte (in der Apotheke erhältlich) stabilisieren die Schleimhäute und den Säureschutzmantel, auch Vollwertiges Getreide wirkt Vaginalinfekten entgegen.
Weitere Vorschläge: Bauchtanz, afrikanischer Tanz, Beckenbodentraining, Yoga, Reibesitzbad, Buchempfehlung: Heide Fischer, Frauenheilbuch ISBN: 3-485-01013-8