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Ziggy Stardust and the Spiders from Mars
Regie: D. A. Pennebaker
Mitw.: David Bowie, Mick Ronson, Trevor Bolder, Woody Woodmansey, Ken Fordham, Brian Wilshaw, Geoffrey MacCormack, Angie Bowie, Ringo Starr u.a.
1972 veröffentlichte David Bowie sein legendäres Konzeptalbum «The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars», kurz «Ziggy Stardust». Es erzählt die Geschichte des von Drogenexzessen gezeichneten Rockstars Ziggy Stardust, dessen Botschaft von Liebe und Frieden letztlich an seinem ausschweifenden Lebensstil scheitert, der ihn mit den Fans entzweit und in einen persönlichen Abgrund führt. Das Rockalbum war stilprägend und beeinflusste und inspirierte zahlreiche Musikerinnen und Musiker. Die Musikzeitschrift Melody Maker bezeichnete Bowies Werk als «das massgebliche Album der 1970er-Jahre». Für die Konzerte verschmolz der Ausnahmekünstler mit seiner Kunstfigur Ziggy Stardust; androgyn geschminkt, extravagant gekleidet und mit orangefarbenem Haar erschien er wie ein Wesen von einem anderen Stern. Der Name seiner Band, «Spiders from Mars», unterstrich diese ausserirdische Note. Beim schicksalsträchtigen, letzten Konzert der Tournee, am 3. Juli 1973 im Londoner Hammersmith Odeon, verkündete Bowie für alle überraschend nicht nur das Ende von Ziggy Stardust, sondern auch das seiner eigenen Karriere und entliess seine gesamte Band. Mit dabei war der namhafte US-Regisseur D. A. Pennebaker, der zuvor bereits mehrere Musikdokumentationen realisiert und Bühnenauftritte von Bob Dylan, Alice Cooper und Little Richard gefilmt hatte. Im Laufe seiner langen Karriere drehte der oscargekürte Pionier und Meister des «Direct Cinema» zahlreiche weitere Musikdokumentationen; nach seinem Tod 2019 wurde er in Nachrufen als «Vater der ‹Rockumentary›» bezeichnet. Pennebaker gelingt es, die elektrisierende Atmosphäre von Bowies Konzertauftritt ideenreich einzufangen, indem er die Liveshow und Bilder des ekstatischen Publikums mit Backstage-Aufnahmen verbindet. So ist beispielsweise zu sehen, wie David Bowie sich in der Maske in seine Kunstfigur verwandelt und einmal ist im Hintergrund Ringo Starr zu erkennen. Während des Auftritts ist Bowie sichtlich in seinem Element, öfter umspielt ein Lächeln seine Mundwinkel. Dieser eindrückliche Konzertfilm ist ein Zeitdokument, das einen Meilenstein in der Geschichte des Glamrock lebendig erhält.