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Die ersten zwei Lehrlinge beschäftigte die Zürcher Kantonalbank schon ab 1871, dem zweiten Jahr ihres Bestehens. Und drei Jahre später vermeldet der Geschäftsbericht deren erfolgreichen Lehrabschluss und ihre Weiterbeschäftigung in der Bank: Es seien «zwei Lehrlinge zu Commis [kaufmännische Gehilfen] befördert worden».
Der Schritt junger Leute in die Berufswelt war und ist ein grosser, und dementsprechend auch die Verantwortung des Lehrbetriebs. So verpflichtete sich die Zürcher Kantonalbank 1912 gemäss einem Lehrvertrag zwischen ihr und einem zukünftigen Lehrling aus Affoltern am Albis in Ziffer 4: sie werde «den Lehrling human behandeln, auf ihn erzieherisch einwirken […] ihn nicht zu andern als geschäftlichen Dienstleistungen verwenden». Doch, wo beginnen und enden geschäftliche Dienstleistungen? Diese Grenze zu ziehen, fiel offenbar einigen Beteiligten schwer. Davon berichtete auch noch viele Jahre später ein Mann anlässlich seiner Pensionierung in der Personalzeitung: «Als ich 1971 bei der Filiale Neumünster als Lehrling anfing […] hatte ich mit meinem Vorgesetzten immer wieder Auseinandersetzungen wegen meines schulterlangen Haars oder weil er mir erklärte, wie oft ich sein Auto zu waschen hätte.» So eindrücklich können frühe Berufserlebnisse bis ans Ende der Laufbahn in Erinnerung bleiben!