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Ich konnte mich ab Nun auf den Ausbau der Kurbelwelle, der Pleuel und der Kolben sowie die Zerlegung des Zylinderkopfes konzentrieren.
Damit man die Kurbelwelle ausbauen kann, muss als erstes das Nehmerrad des Zündverteilers abgenommen werden. Weiter ist auch die hintere Dichtung abzunehmen. Dazu sind am zweiteiligen Dichtungsgehäuse zwei Inbusschrauben zu lösen um den unteren Teil der Dichtung abzunehmen. Nach dem Entfernen der Sicherungssplinte der Pleuel konnten der untere Teil dessen sowie die untere Lagerschalen bei allen sechs Zylindern entfernt werden. Wenn nun noch alle Schrauben der sieben Kurbelwellenlager entfernt werden, können auch diese sowie die gesamte Kurbelwelle entfernt werden.
Eine erste Begutachtung aller Lagerschalen und der Kurbelwelle selber zeigt, dass diese noch in einem guten Zustand sind. Kurbelwelle und Pleuel reinigen, polieren und alle Lagerschalen ersetzen wird ausreichen.
Da nun die Kolben frei sind, können diese nach Oben geschoben und von dort entnommen werden. Dies klappte bei fünf wunderbar, jedoch beim dritten Zylinder machte der Kolben keinen Wank. Der Kolben musste mittels einer Eisenstange und zwei Hölzern als Schutz heraus getrieben werden. Der Kolben wurde durch diese Aktion zerstört, was aber nicht besonders tragisch ist da die Kolben sowieso ersetzt werden. Die Zylinder sehen gut aus und haben keine Vertiefungen. Diese können sehr wahrscheinlich alle auf eine grössere Kobengrösse aufgebohrt werden. Nur für den dritten Kolben muss ich eine neue Laufbuchse bestellen.
Wie immer wurden alle Einzelteile verpackt, beschriftet und sortiert (Reinigen oder Strahlen) und entsprechend verräumt. Die noch herum liegende Ölpumpe wurde nun auf deren Verschleiss geprüft. Dazu ist das Spiel des inneren Rotors zum äusseren zu prüfen sowie des äusseren zum Gehäuse. Sind diese innerhalb der Toleranz ist noch das axiale Spiel der Rotoren zur Gehäusekante zu überprüfen. Da diese Masse alle innerhalb der Toleranz lagen, habe ich die Ölpumpe und die Druck- und Saugrohre gereinigt und die neuen O-Ringe eingesetzt. Somit ist die Ölpumpe schon überarbeitet.
Im Zylinderkopf sind immer noch die Ventile drin da mein Ventilfederspanner nicht gepasst hat. Ich habe mir nun einen passenden bei Louis organisiert und alle Ventile mit Federn und Zubehör heraus genommen. Eine erste Überprüfung des Spiels der Ventilführungen hat gezeigt, dass auch diese innerhalb der Toleranzen liegen. Und auch hier gilt wieder wie immer: Verpacken, beschriften, ablegen.
Nun folgen die Reinigungs- und Strahlarbeiten. Die werde ich aber abwechselnd mit dem Überarbeiten von anderen Kleinteilen durchführen.