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Der Hickman-Katheter ermöglicht den dauerhaften Zugang zu einer Vene. Er ist aus Silikon, besteht aus zwei Leitungen und wird über der Haut ausgeführt.
Hickmann-Katheter werden vor allem zur intravenösen Langzeiternährung oder intravenösen Support-Ernährung verwendet. Gelegentlich nutzt man Hickmann-Katheter auch, wenn regelmässig ein Zugang zum Venensystem benötigt wird.
Für eine Chemotherapie wählt man das Port-A-Cath-System, welches ganz unter der Haut liegt.
Das Legen eines Hickman-Katheters erfolgt in lokaler Betäubung. Ein Chirurg führt dabei den Katheter durch zwei kleine Schnitte am oberen Brustkorb ein und schiebt ihn bis zum Vorhof des rechten Herzens vor. Zumeist verwendet er die innere Halsvene (V. jugularis interna). Anders als beim Port-System, das vollständig unter der Haut liegt, legt man den Schlauch am oberen Brustkorb durch die Haut nach aussen.
Der Hickmann-Katheter wird in der Regel 10 -15 cm unterhalb der Haut in einem subkutanen (also unter der Haut verlaufenden) Tunnel verlegt. Eine Filzmuffe in diesem Abschnitt des Katheters führt dazu, dass der Katheter, respektive dieser Filzmuffe, mit dem umgebenden Gewebe verwächst. Dies schützt vor Infektionen.
Patienten, die längere Zeit einen Hickmann-Katheter tragen, pflegen diesen in der Regel selbst oder lassen ihn durch Familienangehörige, die entsprechend geschult werden, pflegen. Das oberste Gebot ist dabei die Einhaltung der Sterilität. Selbstverständlich sind auch Pflegefachkräfte der Spitex geschult, solche Katheter zu pflegen.
Das Entfernen des Hickmann-Katheters erfolgt in lokaler Betäubung und ambulant. Die Filzmuffe muss scharf aus dem subkutanen Fettgewebe ausgelöst werden, dann lässt sich der Katheter problemlos aus der Vene herausziehen. Eine dreiminütige Kompression dort, wo der Katheter in die Vene eingetreten ist, genügt, um eine Blutstillung zu garantieren. Es sind keine Einschränkungen zu erwarten.
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