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Erhöhtes Asthmarisiko durch Stadtverkehr
Menschen, die in der Stadt wohnen erkranken eher an Asthma als jene, die in verkehrsruhigen Ortschaften leben und aufwachsen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher in einer neuen Studie zu den Auswirkungen von Luftbelastungen durch den Stadtverkehr.
Viele Studien belegen bereits, dass Luftverschmutzungen mit Feinstaub, Stickoxide und Ozon die Gesundheit belasten und chronische Erkrankungen sogar noch verschlimmern können. Nun hat ein europäisches Forscherteam eine Studie aufgestellt, deren Ergebnisse darauf schliessen lassen, dass starker Stadtverkehr das Risiko an Asthma zu erkranken um 14 Prozent erhöht.
Für die Studie ermittelten Laura Perez vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut in Basel und ihre Kollegen in zehn europäischen Grossstädten die durchschnittliche Belastung von Feinstaub in Wohngebieten, die in der Umgebung von 75 Meter von einer vielbefahrenen Strasse entfernt lagen. Dann untersuchten sie den Einfluss dieser Werte auf die Häufigkeit von Asthmafällen.
Die Auswertung führte die Forscher zu dem Schluss, dass in den ausgewählten Städten insgesamt 3200 Fälle von Asthma auf die hohe Feinstaub- und Stickoxidebelastung durch den Stadtverkehr zurückzuführen sind. Über die Hälfte der Asthmafälle hätte verhindert werden können, wenn der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Richtwert für Feinstaub von den Städten eingehalten worden wäre, so die Forscher gegenüber dem Fachmagazin «European Respiratory Journal».
Zum empfohlenen Feinstaub-Richtwert der WHO
Laut WHO sollte der Wert von 20 Mikrogramm eingeatmeten Feinstaub pro Kubikmeter Luft nicht überschritten werden. In der EU liegt der Grenzwert derzeit bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und wird in vielen Gebieten leider auch regelmässig überschritten.
Quelle: scinexx.de
Text: Katharina Kehler