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Microsoft und der wankende Telco-Ausrüster Nortel haben heute eine "strategische Partnerschaft" für vier Jahre bekannt gegen. Inhalt der Partnerschaft ist die gemeinsame (Weiter)Entwicklung der Produkte für "Unified Communication". Nortel wird die Software für "Unified Communication"
(Telefonie, Mail, Instant Messaging und Videokonferenz auf einer Plattform und mit einem Client) von Microsoft mit den eigenen, raffinierten Produkten ergänzen. So hat Nortel Stärken bei grossen Systemen für Callcenter. Die beiden Grossfirmen wollen sich gegenseitig Patente lizenzieren und neue Produkte für den Mobiltelefonie-Markt und für Telefonie-Anbieter entwickeln.
Weiter wird Nortel als Systemintegrator für die Kommunikationslösungen von Microsoft auftreten. Die beiden wollen als "Innovative Communication Alliance" gemeinsam auftreten und die kommenden Produkte vermarkten.
Der Newcomer und der wankende Riese
Mit Nortel und Microsoft verbündet sich der Newcomer im Kommunikationsgeschäft, Microsoft, mit einem alten Platzhirschen, der in den letzten Jahren unter Druck gekommen ist. So steht Nortel wegen Buchhaltungssünden der Vergangenheit und einer lange unklaren Strategie massiv unter Druck.
Nortel-Konkurrenten als Netzwerkausrüster wie Avaya (ein Spin-off von Lucent) und Cisco, entwickeln sich hingegen zu Konkurrenten von Microsoft. Diese beiden bauen eigene Client-Software für PCs, über die ihre Kommunikationslösungen bedient werden können. Cisco beispielsweise stellte im März im Rahmen seiner eigenen "Unified Communications"-Strategie eigene Client-Software für PCs und diverse Serverprodukte
für den Bau einer IP-basierten Telefonie-Infrastruktur vor.
Damit überschneiden sich die Produkte-Palette von Cisco und Microsoft zusehends. Mit dem Bündnis mit Nortel holt sich Microsoft Know-how über Telekommunikationslösungen für grosse und mittelgrosse Firmen an Bord. (Christoph Hugenschmidt)