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Aktuelles
Über 200 NGOs fordern mehr Geld für Kampf gegen Hunger
Nur fünf Prozent der 2021 benötigten Hilfsgelder für Ernährungssicherheit wurden im ersten Quartal von der Gebergemeinschaft finanziert, so mehr als 200 Organisationen in einem offenen Brief. Mehr als 34 Millionen Menschen stünden am Rand des Verhungerns.
Ende 2020 waren laut der Vereinten Nationen 270 Millionen Menschen von Hunger bedroht oder von akutem Hunger betroffen, so Oxfam in einer Medienmitteilung. Viele seien in Gefahr, an Nahrungsmangel oder der Schwächung ihres Immunsystems zu sterben. Die Zahl der Notleidenden werde in den kommenden Monaten noch steigen, wenn nicht sofort etwas unternommen werde. Weltweit seien die durchschnittlichen Lebensmittelpreise jetzt auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren, so die Mitteilung.
Erst im Februar hätten das Welternährungsprogramm und die Vereinten Nationen aufgerufen, zusätzliche 5,5 Milliarden Dollar für die Versorgung der bedürftigsten Menschen bereitzustellen. Die Summe entspreche in etwa den weltweiten Militärausgaben eines Tages.
Laut Oxfam haben die Geber im ersten Quartal 2021 nur 6,1 Prozent der insgesamt 36 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, die in den humanitären Appellen der UNO für dieses Jahr gefordert wurden. Im Bereich der Ernährungssicherheit haben die Geber laut Mitteilung nur 5,3 Prozent der insgesamt angeforderten 7,8 Milliarden Dollar bereitgestellt.
Bewaffnete Konflikte seien die Hauptursache für den weltweiten Hunger, der durch den Klimawandel und die Corona-Pandemie verschärft werde. Der zu Beginn der Pandemie erfolgte Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einem globalen Waffenstillstand müsse umgesetzt werden. Um Leben zu retten, müssten die in Verantwortung in aller Welt dauerhafte und nachhaltige Konfliktlösungen unterstützen und humanitären Organisationen Zugang zu den Menschen in Krisengebieten ermöglichen.