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Ein Binnenmarkt ist die Bezeichnung für den Wirtschaftsraum eines Landes oder mehrerer Länder, in dem Produkte, Dienstleistungen und Kapital frei gehandelt werden und die darin lebenden Menschen ihren Arbeitsplatz frei wählen können.
In der Regel besteht ein Binnenmarkt aus einem Nationalstaat wie zum Beispiel der Schweiz oder den USA. Mit einem Abkommen kann ein Binnenmarkt auch innerhalb mehrerer Staaten entstehen. Dazu gehören unter anderem die EU und der Mercosur in Südamerika. Während Güter in einem Binnenmarkt zwischen den Staaten zollfrei und ohne Handelsbeschränkungen gehandelt werden, erheben diese Staaten meist Zölle gegenüber anderen Ländern, Wirtschaftsräumen oder Binnenmärkten. Für die allgemeine Funktionsfähigkeit eines Binnenmarkts, müssen bestimmte rechtliche Regularien vereinheitlicht werden. Dazu zählen unter anderem die Marktzutrittsbestimmungen. In der Schweiz sind die wichtigsten Regularien im Binnenmarktgesetz festgeschrieben. Damit sich der Güteraustausch innerhalb eines Binnenmarktes einfacher gestalten lässt, führen manche Binnenmärkte, die mehrere Staaten beinhalten, eine einheitliche Währung ein. Dieser Verbund wird auch Währungsunion genannt.
Da mehrere Unternehmen miteinander konkurrieren, erhöhen sich innerhalb eines Binnenmarkts auch der Wettbewerb und der Preisdruck. In der Regel vergrössert sich das Produkt- und Dienstleistungsangebot. Importe aus den integrierten Wirtschaftsräumen werden häufig günstiger, da Zölle und Kosten für Administration wegfallen. Arbeitnehmer erhalten die Möglichkeit, sich Arbeit in den unterschiedlichen Regionen des Binnenmarktes zu suchen. Die Folge: Die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt steigt. Die Preise zwischen den vorher getrennten Staaten oder Regionen gleichen sich mittel- bis langfristig an. Das kann entweder zu höheren oder tieferen Preisen führen. So gleichen sich mittel- bis langfristig in einem Binnenmarkt die Zinsen und Löhne an.