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Fortsetzung
Sonderstempel 1910 "Wien-Berlin" (bis 1924)
Der erste Sonderstempel des Jahres 1910 lautete „Wien-Berlin“ und bezog sich auf die Radfern-fahrt Wien-Berlin, deren Distanz von 580 km 1908 der Schauplatz des öffentlichen „Duells“ der Torpedonaben mit den starren Naben gewesen war. Die Sieger dieser Fernfahrt hiessen Hans Ludwig und Torpedo, die allerdings auf dem zweiten Platz noch Paul Oberstein mit seiner starren Nabe dulden mussten. Der Stempel Wien-Berlin wurde nach Angaben von F&S bis 1916 verwendet. Allerdings lässt er sich auch noch in den Folgejahren bis einschliesslich 1924 nach-weisen, wobei die Nabenkörper zumindest ab 1921 eine Neuerung aufweisen. Sie sind mit den beiden letzten Ziffern des Produktionsjahres versehen – zuerst mittig unterhalb des Adlers und 1923/24 neben dem Kürzel F&S, wobei 1924 noch zusätzlich die Baureihe eingeprägt wurde. Wahrscheinlich führte man die Jahresstempelung 1920 ein.
In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass es Nabenhülsen gibt, die vom Aussehen den ersten „Wien-Berlin“-Naben entsprechen (die Hülse ist an der Hebelseite zum Hebel hin leicht abfallend abgedreht) und über fast keine Stempelung verfügen.
Lediglich der eingeschlagene Hinweis „D.R.P“ deutet darauf hin, dass es sich um Erzeugnisse der Fichtel & Sachs-Werke handeln dürfte. Wahrscheinlich waren dies Naben, die F&S für andere Hersteller gefertigt hat, deren Name dann nur auf dem Bremshebel erschien (z.B. Brennabor etc.) Aber das ist ein anderes interessantes Geheimnis der Torpedonabe.
Hebel 1909 bis 1928
Der im Vergleich zu den Vorläufern verkleinerte Bremshebel des Modells 09 veränderte in den Jahren von 1909 bis 1928 sein Aussehen kaum. Nur zwischen der ersten und zweiten Ausführung des Modell 09 kam es zu einer grösseren Änderung. Während der erste verkleinerte Hebel noch mit einer Ansenkung im Bereich für die Achsbohrung aufwartete und sich damit deutlich an seine Vorgänger anlehnte, fiel diese Ansenkung mit der zweiten Ausführung weg.
Ansonsten tragen alle Hebel neben dem bereits bekannten erhabenen Torpedoschriftzug, der im Laufe der Jahre durch leichte Veränderungen immer mehr vereinfacht wurde, im Anschluss daran das Firmenkürzel „F&S“. Das Kürzel wurde teilweise noch jeweils mit Punkten versehen, wobei davon ausgegangen werden kann, dass die „gepunkteten“ Versionen die älteren sind.
Schliesslich weisen die Hebel am oberen Rand - anscheinend für ungeübte Mechaniker - noch den Eindruck „oben“ auf.