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Am Samstag, 21. Januar 2017 sammelten zwei Kämpferinnen vom Judo Club St.Gallen_Gossau ihre ersten Punkte für die Schweizermeisterschafts-Qualifikation 2017. Am Ranking 1000 Turnier in Morges gewann Celina Thurnheer in der Kategorie U21 die Bronzemedaille. Iris Federer belegte in der Kategorie Elite den 1. Rang.
Celina Thurnheer versuchte zuerst ihr Glück in ihrer regulären Alterskategorie U18. Beim ersten Kampf konnte sie noch als Siegerin von der Matte gehen. Die zweite Begegnung verlor sie jedoch. In der dritten Begegnung kam Thurnheers zunächst wieder in Bedrängnis. Ihre Gegnerin wurde dann jedoch disqualifiziert, weil sie bei einem Angriff von Celina auf verbotene Weise abgerollt war. Im Kampf um den dritten Platz geriet Thurnheer in eine Festhalte Technik, aus der sie sich nicht mehr befreien konnte. Nach dem verpassten Podestplatz versuchte sie es in der nächst höheren Alterskategorie, U21, besser zu machen. Sämtliche Begegnungen entschieden sich nun im Bodenkampf. Zwei Gegnerinnen konnte Thurnheer durch eine Hebel- oder Würgetechnik besiegen. Auf dieselbe Art unterlag sie aber auch zwei Mal. Somit resultierte der gute 3. Rang.
Iris Federer war vor zwei Jahren das letzte Mal an einem Turnier angetreten. Entsprechend nervös war sie vor ihrem ersten Kampf. Dieser stellte sich als ausgezeichnete Formprobe heraus, war doch die Gegnerin, Anja Kaiser aus Liechtenstein, eine alte Bekannte, gegen die sie schon viele Male gekämpft hatte. Der Start glückte. Obwohl Federer zunächst ob des offensiven Kampfstils Kaisers in Bedrängnis geriet, behielt sie einen kühlen Kopf. Bei einem Übergang vom Stand in den Boden, nutzte sie die Gunst der Stunde. Kaiser konnte zwar zunächst wortwörtlich den Kopf aus der Schlinge der angesetzten Würgetechnik ziehen. Doch Federer doppelte mit einer Hebeltechnik auf den Ellbogen nach, was Kaiser zur Aufgabe zwang. Die nächste Begegnung war eine kurze Angelegenheit. Nach einem missglückten Wurf, gelang der Übergang in eine Festhaltetechnik, aus der sich die Gegnerin nicht mehr befreien konnte.
Am Turnier in Morges wurden verschiedene Neuerungen erstmals umgesetzt. So gibt es neu nur noch zwei unterschiedliche Wertungen: Wazari und Ippon. Die kleinste Wertung, Yuko, wurde abgeschafft. Ausserdem ist der Kampf nicht mehr nach zwei Wazari beendet. Nur die höchste Wertung, Ippon, führt zum sofortigen Ende des Kampfes. Daneben gab es weitere kleine Anpassungen. Die Schiedsrichter zeigten sich am Ende des Tages sehr zufrieden mit den neuen Regeln. Es habe keine Unklarheiten oder Diskussionen gegeben. Die Regeln seien für alle verständlich und einfach umzusetzen. Des Weiteren wurde bei den Elite Damen die Kategorie +63kg durch die Kategorien -70kg und +70kg ersetzt. Die Teilnehmerzahl war daher in beiden Kategorien relativ gering. Es bleibt zu beobachten, ob durch die Neuerung in Zukunft genügend zusätzliche Kämpferinne angelockt werden können um attraktive Kategorien zu bilden.
23.01.2017/if