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"Ich verwende den SOPUR Nitrum, da er sehr zuverlässig ist. Er lässt sich leicht falten und schnell ins Auto verladen – genauso schnell, als wenn mir jemand dabei helfen würde."
Mein Name ist Lorenzo und ich habe meine ganze Kindheit und Jugend in der Garfagnana verbracht, einer Gegend im Nordwesten der Toskana, die voller kleiner mittelalterlicher Dörfer ist. Mein Leben war sehr ruhig und ich liebte es, mit dem Fahrrad durch die Landschaft zu fahren.
Wenn man jung und ein Teenager ist, hat man viele Träume, man ist sorglos, man glaubt unschlagbar zu sein und Zeit zu haben, um alles zu tun, was man will. Aber das Leben besteht aus Entscheidungen: Einige davon wird man bereuen, andere werden einem sagen, dass das Leben völlig unvorhersehbar ist, was immer man auch tut. Im Alter von 22 Jahren beschloss ich in einer Papierfabrik zu arbeiten, nachdem ich eine Zeit lang die Universität besucht hatte. Damals hatte ich keine Lust weiter zu studieren. Diese Entscheidung hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Am 7. Juli 2012, nach nur 10 Tagen Arbeit in der Papierfabrik, fiel während der 14- bis 22-Stunden-Schicht eine Palette auf mich. Sofort, als ich von den vielen Kilos erdrückt wurde (jung und nicht mehr unschlagbar) sagte ich: "Ich fühle weder Wärme noch Kälte".
Nach diesem Wendepunkt begann eine ganz andere Geschichte. Intensivstation und dann die Universitätsklinik Careggi in Florenz, wo mir ein Arzt erzählte: Sie werden nicht mehr gehen, Sie haben eine Läsion der Wirbelsäule (D12/L1). Er sagte dies mit einem neutralen Ausdruck, als ob er die Einkaufsliste im Supermarkt vorlesen würde. Er hat mir dabei nicht einmal in die Augen geschaut. Plötzlich fühlte ich nur noch Dunkelheit und Verzweiflung.
Dann im Krankenhaus gab es viele, kleine Lichtblicke: All meine Freunde waren um mich herum, einige schweigend, andere weinten ohne die Tränen zu zeigen, andere versuchten mich zum Lächeln zu bringen. Meine Grosseltern brachten mir Zedernholz und Essen, denn im Krankenhaus ist die Qualität des Essens nie die beste.
Während meines Krankenhausaufenthaltes habe ich mich mit vielen jungen Männern angefreundet, die mit der gleichen Situation leben oder bereits dieselben Erfahrungen gemacht haben. Sie waren meine Idole! Ich verstand, dass mein Leben auch ausserhalb des Krankenhauses weitergeht. Sogar in einem Rollstuhl, ohne meine Träume von einem jungen Mann zu bereuen, aber auf der anderen Seite neue Träumen zu verfolgen.
Schliesslich ist mein Rollstuhl zu meinem Sprungbrett geworden: Ich zog nach Florenz und lebte allein, ich begann zu reisen und entdeckte den Rollstuhlbasketball. Mein Rollstuhl brachte mich dann zu Irene, meiner Freundin, die meine Lebens- und Reisepartnerin ist. Wir versuchen, gemeinsam die Welt zu entdecken, stets mit einem Lächeln, wenn wir an einige, wenige Grenzen stossen.