Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/1825

Therapie von ISG- (Iliosakralgelenk-) Schmerzen mit Thermoablation
Chronische Iliosakralgelenkschmerzen kön-
nen nach positiven Tests auch mittels Radio-
frequenz-Thermoablation behandelt werden.
Dabei werden die aus dem Iliosakralgelenk
Schmerz leitenden Nervenausläufer (gelbe
Striche) auf 90 °C erwärmt.
Die Erwärmung geschieht durch spezielle
Nadeln, die nur an der Nadelspitze warm
werden.
Die Nervenausläufer können nach einer sol-
chen Behandlung keine Schmerzsignale
mehr ans Gehirn weiterleiten. Es werden
keine Schmerzen mehr gespürt.
Die Nervenzellkörper liegen im Wirbelkanal,
bleiben funktionsfähig und reparieren den
behandelten Nervenausläufer in den an-
schliessenden Monaten, bis er wieder Schmerzsignale weiterleitet.
Die Wirkdauer beträgt wenige bis 18 Monate.
Der Aufwand für die Abklärung und Therapie ist grösser als bei einer Kortisonspritze ins Gelenk. Die Wirkdauer einer Thermoablation ist in Studien belegt deutlich länger. Die Abklärungen (Testbetäubungen) und die Therapie dauern in der Regel 1-2 Stunden. Dazu gehören die Vorbereitung, Intervention und Nachüberwachung/ Nachbefragung.
Eine Abklärung zur Thermoablation des Iliosakralgelenks macht insbesondere dann Sinn wenn:
-
Patienten kein Kortison gespritzt haben möchten.
-
Eine vorhergehende Kortisonspritze nur wenige Wochen gewirkt hat.
-
Patienten Erkrankungen haben, bei denen man möglichst auf Kortison verzichten solle (z.B. Diabetes, Osteoporose).
-
Patienten verschieden Schmerzursachen haben, wo man das Kortioson für die Therapie aufspart, wo nur Kortison in Frage kommt.