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«Explosive» Exporte in die USA. Schweizer Zahnräder und Getriebe als Zünderbestandteile im Vietnamkrieg 1965–1973
Christian Schaniel
Während der verschiedenen Phasen des Vietnamkriegs gelangten beträchtliche Mengen von besonderen Zahnrädern und Getrieben, auf deren Produktion die Schweizer Uhrenindustrie spezialisiert war, bei US-amerikanischen Bombenabwürfen in Vietnam als Zünderbestandteile zum Einsatz. Der Bundesrat war sich der Brisanz der Lieferungen dieser Teile bewusst, versuchte aber aus handels- und industriepolitischen Gründen deren Ausmass, wie auch die hauptsächlich militärische Verwendung jener Dual-Use-Produkte geheim zu halten. Die Zulassung dieser Exporte durch die Bundesverwaltung war dabei jedoch weniger durch die Exportinteressen der Produzenten dieser Uhrenbestandteile begründet, sondern basierte in erster Linie auf der Befürchtung, dass bei mangelnder Kooperation der Behörden die auf den Uhrenstreit zwischen der Schweiz und den USA zurückgehenden, und mit dem Rollback-Entscheid vom Januar 1967 abgeschafften Uhreneinfuhrzölle wieder in Kraft gesetzt werden könnten.

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