Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03137.jsonl.gz/499

Die Wood and Metal Connection führt gemeinsam mit einem Projektchor ein nächstes Grossprojekt auf: Die Friedensmesse «The Armed Man» von Karl Jenkins steht auf dem Programm.
www.wmc-einsiedeln.ch
Die Wood and Metal Connection führt gemeinsam mit einem Projektchor ein nächstes Grossprojekt in der Klosterkirche auf: «The Armed Man» ist eine Friedensmesse des walisischen Komponisten Karl Jenkins, die den Opfern des Kosovokriegs gewidmet ist. Die Messe unterscheidet sich von anderen Messen, da Jenkins weltliche Texte zum Thema Krieg und Frieden in die klassischen Elemente einer Messe einbettet. Er setzt mit diesem Werk einen deutlichen Appell für den Frieden, führt uns aber zunächst durch die verschiedenen Momente des Krieges. Dabei zeigt er eindrucksvoll, wie umfassend dieses Thema ist. Er setzt Texte aus vielen verschiedenen Jahrhunderten ein, die aus sehr unterschiedlichen Kulturen und Religionen stammen. Den Auftakt des Werkes macht «L’homme Armé». Dieses erste Stück beruht auf einem französischen Volkslied aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Mit trommelartigem Rhythmus erinnert es an in den Krieg marschierende Soldaten. Es folgen ein islamischer Gebetsruf, das Kyrie und zwei Psalmen. In diesen Sätzen wird Gott um Beistand gebeten. Das sich anschliessende Sanctus wird durch seine militärisch bedrohliche Melodie entfremdet und damit werden musikalisch erste Zweifel gestreut. Mit einem Hymnus und dem anschliessendem «Charge!» (Angriff!) vertont Jenkins das Kriegsschauspiel erschreckend eindrucksvoll. «Angry Flames», ein Text aus Hiroshima von 1945, und das anschliessende «Torches» aus dem hinduistischen Mahabharata von etwa 400 v. Chr. zeigen anschaulich, dass das Kriegsgrauen Jahrtausende überdauert. Mit dem folgenden Agnus Dei klingen wieder versöhnlichere Töne an. Nach dem Benedictus schliesst das Werk mit «Better is Peace» (Besser ist Frieden) und der Erkenntnis, dass Frieden das höchste Gut ist.