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Hylea 1884, Bolivien
Über Hylea 1884, Bolivien
Den Grundstein für das unternehmerisch und sozial stark engagierte Familienunternehmen «Hylea1884» legte Friedrich Hecker im Jahre 1884 im Nordosten von Boliviens, in Riberalta und Fortaleza: Er baute im ausgehenden 19. Jahrhundert den Handel mit Naturgummi auf. Die Familie leistete auch in der bolivianischen Paranussproduktion Pionierleistungen und es gehört heute zu den grössten Exporteuren von Paranüssen weltweit. Von Beginn an kümmerte sich die Familie Hecker um die Anliegen der einheimischen Bevölkerung. So hat sie bereits 1932 die ersten ländlichen Schulen gegründet, eine Krankenstation aufgebaut und ist bis heute ein wichtiger Arbeitgeber für die einheimische Landbevölkerung.
Fast alle Paranüsse stammen aus Wildsammlungen. Wissenschaftliche Versuche diese Pflanze zu kultivieren sind bisher fehlgeschlagen. Der Paranussbaum gedeiht nur im Amazonas Regenwald im komplexen Zusammenspiel mit anderen Organismen. Die Hälfte der weltweit verbliebenen tropischen Regenwälder befinden sich im Amazonasbecken und der Regenwald spielt für das globale, ökologische Gleichgewicht eine zentrale Rolle. Dies wegen seiner Grösse und der entsprechend grossen Speicherkapazitäten für Kohlendioxid oder als Reservat genetischer Vielfalt von Flora und Fauna. Seit Generationen ist der Regenwald auch das Zuhause vieler indigener Volksgruppen und dient den Menschen als natürliche Nahrungs- und Einkommensquelle. Eine traditionelle, nachhaltige Nutzungsart des natürlichen Reichtums des Regenwaldes ist das Sammeln von wildwachsenden Paranüssen (Brazil Nuts).
In einem Gebiet, das etwa 220.000 Hektar umfasst und zum größten Teil mit Regenwald bedeckt ist, leben 15 indigene Gemeinden, mit denen Hylea partnerschaftlich zusammenarbeitet:
Mehr als 1’000 Sammler:innen sind während der Erntezeit damit beschäftigt, die Kapselfrüchte (mit den Paranüssen enthaltend) aufzusammeln und an die Hylea Sammelstationen zu liefern. Damit ermöglicht Hylea den Sammler:innen und ihren Familien ein solides Einkommen.