Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/200844

<h2>SubmittedText<h2><p>In Bezug auf die WHO-Strategie für traditionelle Medizin bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie stellt der Bundesrat sicher, dass die WHO in Zukunft über die Umsetzung der komplementären und integrativen Medizin in der Schweiz ausreichend informiert wird?</p><p>2. Wie kann sich die fortschrittliche Schweiz einbringen und an dem Expertennetzwerk teilnehmen, welches mit der WHO die Grundzüge der nächsten Strategie 2024-2033 für traditionelle Medizin formuliert?</p><p>3. Besteht die Möglichkeit, dazu eine Schweizer Arbeitsgruppe für integrative Medizin einzusetzen, welche prüft, unter welchen Bedingungen die Schweiz am WHO-Expertennetzwerk teilnehmen kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Schweiz ist stets bemüht, internationale Initiativen in diesem Bereich zu unterstützen. An der WHO-Umfrage zu traditioneller und komplementärer Medizin 2012 hat die Schweiz daher teilgenommen und die relevanten Informationen geliefert. Diese sind im "Global Report on Traditional and Complementary Medicine (T&amp;CM) 2019" enthalten. Nicht teilgenommen haben wir allerdings bei der erneuten Umfrage 2016, da es sich dabei lediglich um eine freiwillige Aktualisierung handelte, die auf eine Anfrage einiger weniger Mitgliedstaaten der WHO zurückgeht. </p><p>Die aktuelle WHO-Strategie über traditionelle Medizin ist bis 2023 gültig. Falls die WHO für den Zeitraum danach eine Folgestrategie plant, wäre eine Beteiligung der Schweiz im Rahmen des üblichen Erarbeitungsprozesses möglich. So würde ein entsprechender Resolutionsentwurf vom WHO-Sekretariat vorbereitet und dem Exekutivrat vorgelegt. Der Exekutivrat unterbreitet solche Resolutionsentwürfe anschliessend der Weltgesundheitsversammlung zur Annahme. Zuvor finden jeweils sogenannte informelle Konsultationen statt, an denen die Schweiz teilnimmt und so ihre Interessen vertritt.</p><p>2. Das Expertenpanel der WHO "Expert Advisory Panel for Traditional, Complementary and Integrative Medicine" wird gemäss WHO aktuell überarbeitet und es sind darüber keine zusätzlichen Informationen verfügbar. Grundsätzlich nehmen in den Expertenpanels nicht Staaten Einsitz, sondern Expertinnen und Experten in ihrem eigenen Namen, die von der WHO ausgewählt werden. Interessierte Akteure aus der Schweiz können allerdings durch ihren Verband oder internationale Dachorganisation die WHO direkt anfragen, unter welchen Bedingungen sie in den relevanten WHO-Expertennetzwerken teilnehmen und sich einbringen können.</p><p>3. Die Schweiz verfügt über international gut vernetzte Akteure im Bereich der traditionellen Medizin. Einige Verbände aus der Schweiz sind Mitglieder von nichtstaatlichen Organisationen, welche in offizieller Beziehung mit der WHO stehen. Solche nichtstaatlichen Organisationen werden im Vorfeld von Konsultationen in der Regel einbezogen. Wie dargelegt besteht zudem die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme mit der WHO durch den jeweiligen Verband oder eine internationale Dachorganisation. Der Bundesrat erachtet es daher als nicht notwendig, eine Schweizer Arbeitsgruppe für integrative Medizin einzusetzen. </p>  Antwort des Bundesrates.