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Der letzte Ferientag morgen wird es wieder Ernst. Joven läuft nicht mehr so leicht dem Meer entlang, wie gestern.
Die Erwachsenen sind alle mit ihren Sonntagsgewohnheiten beschäftigt.
Der Nieselregen kennt vermutlich keine Wochentage.
Er war hinter dem Haus und flickte einen Fangkorb. Er lächelte, als ich laut atmend mit dem Karton auf ihn zu rannte und in einem Stakkato aus Worten von dem Absturz der Möwe erzählte. Wir gingen in seine Scheune und er fixierte den gebrochenen Flügel mit einem Klebband an ihrem Körper und legte sie zurück in den Karton. Dann erzählte er mir die Geschichte.
Der Alte hatte das stark verletzte Jungtier am Strand gefunden. Sie war in einem Fischernetz hängengeblieben und hatte sich bei dem Versuch, sich zu befreien, das rechte Bein abgerissen. Er brachte sie zum Tierarzt, der die Möwe umgehend töten wollte. Doch der Alte wehrte sich und der Arzt versorgte das verstümmelte Bein. Er wollte das Tier jedoch bis zu seiner Genesung nicht bei sich behalten und erlaubte dem Alten, es wieder mit nach Hause zu nehmen und Gesund zu pflegen.
Der Alte baute ihr hinter dem Haus ein Schwimmbecken aus einer Zinkwanne die er im Boden versenkte. Und weil sie so verletzt nicht alleine aus dem Wasser gekommen wäre, zimmerte er ihr einen Steg aus Holz. Er fütterte sie mit den Fischresten, die ihm der Sohn des Krabbenfischers auf dem Heimweg vom Fang vorbeibrachte. Und sie blieb. Bis sie eines Tages kräftig genug war, um sich gegen ihre Feinde zu wehren und sich wieder selbst zu ernähren. Doch da war sie bereits zutraulich und er hatte sich an ihre Gesellschaft gewöhnt. Sie besuchte ihn jeden Tag und er fütterte sie. Dann begann sie ihn zu begleiten, wenn er aufs Meer hinausfuhr. Sie wurden Freunde und sind es geblieben, bis er starb. Danach blieb sie verschwunden. Ich taufte sie Fräulein Mö und nahm sie mit nach Hause.
Text: Susan Brandy
Der Kaffee erzählt ganz neue Geschichten
Die Träume haben sich in den Tag gerettet
Reglos blieb sie auf dem Rücken liegen und ich sah den verkrüppelten Stumpf ihres rechten Beines. Dann schlug sie die rot umrandeten Augen auf und starrte mich an. Sie versuchte sich aufzurichten, doch fehlte ihr die Kraft dazu und sie verhedderte sich in den Gliedern des abgerissenen Efeus, auf dessen Haufen sie gelandet war. Ihr rechter Flügel hing leblos an ihrem Körper herab. Sie war gefangen.
Verzweifelt rannte ich ins Haus und holte ein Küchentuch. Als ich zurückkam, hatte sie es auf ihr gesundes Bein geschafft, kam jedoch kaum ins Gleichgewicht und torkelte wie eine Betrunkene vor dem Efeu hin und her. Sie versuchte zu fliehen, stolperte und fiel. Vorsichtig fing ich sie ein und redetet ihr leise zu. Ihr Herz schlug viel zu schnell. Aber als ich sie in das Tuch einwickelte, sie wehrte sie sich nicht. Schnell brachte ich sie in das Atelier und bettete sie in einen Karton, in dem der Alte seine Farben aufbewahrt hatte. Mit der Rückseite eines Pinsels stiess ich Löcher in den Deckel, den ich mit Klebband am Karton fixierte. Dann rannte ich zurück ins Haus und rief den Sohn des Krabbenfischers an. Er antwortete nicht. Ich holte das Fahrrad aus dem Stall, legte den Karton in den Korb am Lenkrad und fuhr los.
Text: Susan Brandy
Der Kobboi musste heute früh auf seine Radrunde.
Jetzt ist er in der Küche.
Als Erstes die Kartoffeln schälen und waschen und in dicke Stifte schneiden. Die Kartoffelstifte abwaschen, damit sich die Kartoffelstärke löst, und anschliessend gut trocknen, damit es beim Frittieren weniger spritzt.
Damit belgische Pommes Frites innen weich und aussen knusprig gelingen, werden sie in zwei Durchgängen frittiert.
Für den ersten Frittierdurchgang die Fritteuse zunächst auf ca. 150 °C erhitzen. Die Pommes Frites 5-7 Minuten frittieren, danach gut abtropfen lassen und ein paar Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Im zweiten Durchgang die Fritteuse auf ca. 180 °C erhitzen und die Pommes Frites so lange frittieren, bis sie goldgelb gebacken sind.
Die fertigen Pommes Frites wieder kurz abtropfen lassen, sofort salzen und servieren.
So ist alles bereit um am TV die Flandern Rundfahrt zu verfolgen.
Joven geniesst die Ruhe auf seiner Strandrunde.
Frau Adler hat verschlafen oder war noch früher unterwegs.
Katharina Vasces und der Kobboi sitzen vor dem Haus und schauen hinaus auf das Meer.
Alles ist gut.