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Die Kleidermotte gilt überall auf der Welt als ernster Schädling in Haushalten, wo sie Wollbekleidung, Teppiche und Polstermöbel, auch Fischmehl, Kasein und Trockenfleisch beschädigt. Gefürchtet ist sie in Rohwollelagern, Teppichwebereien usw. Die Raupen fressen auch Wollstoffe mit Zusatz von Kunstfasern, nur reine Kunstfasern verschmähen sie. Das Weibchen legt etwa 50 Eier, jedes einzelne wird zwischen die Wollfasern geschoben und festgeklebt. Die nach 4 Tagen bis 3 Wochen ausschlüpfenden jungen Larven messen etwa 1 mm, sind sehr beweglich und passieren ohne Schwierigkeiten auch ganz kleine Öffnungen. Sie beginnen sofort gierig zu fressen.
Die Raupe lebt für gewöhnlich in einer Art Tunnel aus Seidenfasern (Produkt ihrer Speicheldrüsen), Nahrungsresten und Exkrementen; diese Behausung sitzt fest auf ihrer Unterlage. Die ausgewachsene Raupe spinnt sich in einen Kokon ein und verpuppt sich darin. Die geschlüpfte Imago verläßt die leere Puppenhülle, die teilweise aus dem Kokon herausragt. Die gesamte Entwicklungsdauer nimmt unter günstigen Bedingungen durchschnittlich 65 - 90 Tage in Anspruch, ungünstigenfalls kann sie sogar mehrere Jahre brauchen. In ungeheizten Gebäuden hat die Kleidermotte normalerweise nur eine Generation jährlich. Die Imago tritt meist von Mai bis August auf. In geheizten Gebäuden sind die Motten nicht so sehr von den äußeren Bedingungen abhängig, so daß vier Generationen im Jahr auch in Nordeuropa keine Seltenheit sind.
Die Kleidermotte ist ein guter Läufer, jedoch ein unwilliger Flieger. Mit ein wenig Erfahrung unterscheidet man sie am ruckartigen Zickzackflug leicht von anderen kleinen Schmetterlingen. Sie ist ein ausdauernder Flieger, der in der Lage ist, Entfernungen von mehreren hundert Metern zurückzulegen.