Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/153015

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Rettungsaktion des Bundes zuhanden der UBS ist seit geraumer Zeit bereinigt, desgleichen der damals bereitgestellte Rettungsfonds der Schweizerischen Nationalbank (SNB).</p><p>Wie hoch ist der Gesamtgewinn, den Bund und SNB durch die seinerzeitige Rettung der UBS erwirtschaftet haben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zwischen 2008 und 2009 wurden illiquide Aktiven der UBS AG durch die Zweckgesellschaft "Stabilisierungsfonds" im Umfang von insgesamt 38,7 Milliarden US-Dollar gekauft - zum damaligen Kurs entsprach dies gut 40 Milliarden Franken. Vor der Übertragung hatte die UBS auf diesen Anlagen bereits beträchtliche Abschreibungen vornehmen müssen. Die Übertragung wurde zu 90 Prozent über ein Darlehen der SNB finanziert und zu 10 Prozent über die Einzahlung von Eigenkapital durch die UBS. Letzteres finanzierte die UBS durch den Verkauf einer Pflichtwandelanleihe an den Bund im Umfang von 6 Milliarden Franken.</p><p>Aus dem Rückkauf des Stabilisierungsfonds durch die UBS im Jahr 2013 resultierte für die SNB ein Gewinn von 3,8 Milliarden US-Dollar oder 3,4 Milliarden Franken. Dazu kamen Zinserträge auf dem SNB-Darlehen im Umfang von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Jahresrendite von 8,0 Prozent auf dem durchschnittlichen Darlehen. Die Pflichtwandelanleihe wurde im August 2009 nach einer Halteperiode von 8 Monaten für 5,4 Milliarden Franken verkauft. Der Coupon brachte zusätzlich 1,8 Milliarden an Zins ein. Insgesamt resultierte für den Bund eine Rendite von 1,2 Milliarden oder annualisiert 30 Prozent.</p><p>Beim Beschluss der Rettungsaktion wurde kaum ein solcher Gewinn erwartet. Angesichts der damaligen Marktsituation war das finanzielle Risiko hoch. Es waren die verbesserten Marktverhältnisse, welche am Ende einen Gewinn ermöglichten.</p>