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Vor 125 Jahren: Zarenwitwe besuchte Dunant in Heiden
Maria Fjodorowna, die Mutter des letzten russischen Zaren, besuchte den Rotkreuz-Gründer im Krankenhaus.
Ab 1892 lebte Henry Dunant im Vorderländer Bezirkskrankenhaus in Heiden als Patient Nummer 1. Zu seinen grossen Förderinnen gehörte Zarenwitwe Maria Fjodorowna, die dem Rotkreuzgründer 1897 ihre Aufwartung machte.
In der Broschüre «Ideen haben die seltsame Neigung, Realität zu werden …» des Dunant-Museums wird auf den sensationellen Besuch eingegangen. Maria Fjodorowna wurde 1847 als Dagmar, Prinzessin von Dänemark, geboren. 1865 übersiedelte sie nach St. Petersburg, wo sie 1866 Zarewitsch Alexander heiratete. Ältester Sohn des Ehepaars war der 1868 geborene Nikolaus, der Russland als Zar (Kaiser) Nikolaus II von 1894 bis 1917 regierte. Er ging als letzter Zar in die Geschichte ein.
Zarenwitwe zahlte Dunant eine Rente
Das Gedankengut von Dunant faszinierte die Zarenwitwe, den sie bewunderte, förderte und in Heiden aufsuchte. Gemäss der erwähnten Broschüre soll Maria Fjodorowna im Hotel Krone am Kirchplatz residiert und Dunant im Spital besucht haben.
Über das Gespräch und die Dauer des Aufenthalts ist nichts bekannt. Offen ist auch, ob sie von offizieller Seite wie beispielsweise vom Gemeinderat begrüsst worden ist. Verbrieft ist aber die Tatsache, dass die Zarenwitwe dem Rotkreuzgründer eine jährliche Rente zukommen liess. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1918) kehrte Maria nach Dänemark zurück, wo sie 1928 starb.