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Mit einer erbittert geführten Kontroverse um die Gewährung öffentlicher Fördergelder durch den „National Endowment for the Arts“ für die als skandalös empfundenen Performancekünstlerinnen Karen Finley und Holly Hughes rückt Performancekunst in den 1990er Jahren in einem bis dato unbekannten Ausmass in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit und Diskussion in den USA. Die Frage nach den moralischen und ästhetischen Grenzen von Kunst bewegt liberale und konservative Kritiker, Künstler, Politiker gleichermassen. Dieses Seminar nimmt die Jahre um die Kontroverse in den Blick und lädt zur Auseinandersetzung mit amerikanischen Performancekünstlerinnen der Achtziger- und Neunzigerjahre ein. Im Zentrum des Seminars werden Karen Finley, Laurie Anderson, Rachel Rosenthal, Johanna Went und Adrian Piper stehen. Anhand von Inszenierungsanalysen sollen im Seminar die Ästhetiken, thematischen und politischen Anliegen dieser Performancekünstlerinnen erforscht werden. Eine Leitfrage des Seminars ist dabei, wie in Performances der 1980er und 1990er Jahre Körper, Weiblichkeit und Identität befragt, inszeniert und erprobt werden. Dabei werden auch Überlegungen zu den historischen und kulturellen Voraussetzungen in den USA eine Rolle spielen.
Apfelthaler, Vera: Die Performance des Körpers – Der Körper der Performance. St. Augustin 2001.
Champagne, Lenora: Out from Under. Texts by Women Performance Artists. New York 1990.
Forte, Jeannie: Women’s Performance Art. Feminism and Postmodernism. In: Theatre Journal, Jg. 40, 2/1988, S. 217–35.
Fuchs, Elinor: Staging the Obscene Body. In: TDR, Jg. 33, 1/1989, S. 33–58.
Diese Veranstaltung kann als Ba- oder Ma-Seminar besucht werden.