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19/9 Zu dick für den Tod
|Kategorie: Allgemein Von Heinrich von Grünigen um 15:39|
Es ist makaber. Eben noch machte der Performance-Kpnstler BODY in seinem Programm, das er im Rahmen des sapsTages zeigte, einen derben Scherz. Er sagte, starkes Übergewicht könne durchaus auch lebenserhaltend sein, da es die Suizid-Rate verringern helfe, denn bei adipösen Selbstmördern würde der Strick reissen, sie passten durch kein Fenster um hinauszuspringen und wenn sie sich die Pistole in den Mund stecken, würden sie darauf herumzukauen beginnen statt abzudrücken…
Und nun steht die Meldung 1:1 in den Blättern: in Amerika machte ein 220 Kilo schwerer Häftling, der zum Tode verurteilt war, geltend, die Hinrichtung könne gar nicht durchgeführt werden, denn zum einen sei das Gestell, auf das der Verurteilte für den Tod durch die Gift-Injektionen geschnallt wird, seinem Gewicht nicht gewachsen und zum zweiten verhinderten die Fettpolster, dass die Ärzte einen sauberen Einstich in die Venen vornehmen könnten, weshalb ihm ein qual- und schmerzvoller Tod drohe, den er so nicht verdient habe.
Schon einmal gab es offenbar einen ähnlichen Präzedenzfall. Da hatte man Bedenken, einen 181 Kilo schweren Mörder zu hängen, aus Furcht, der Strick könnte reissen. Der Mann blieb eingesperrt, bis er 12 Jahre später im Gefängnis eines natürlichen Todes starb. Pessimisten können nun sagen, die Diskriminierung der Dicken dauere bis an deren Lebensende. Optimisten können es mit BODY halten und die Lebensverlängerung als letztlich positiven Effekt ansehen. Zum Glück ist hierzulande aber so oder so die Todesstrafe abgeschafft.