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An dem neuen Werk arbeitet eine vierziggliedrige Kommission (Vorsitz Ministerialrat Stur) […]. In einem von der Kommission herausgegebenen Merkblatt heißt es: „Das ‚Amtliche österreichische Wörterbuch‘ ist selbstverständlich ein Wörterbuch der deutschen Gemeinsprache und kein Wörterbuch der österreichischen Umgangssprache oder gar der österreichischen Mundarten“. Das klingt beruhigend und ist geeignet, die Bedenken derer zu zerstreuen, die eine Herauslösung des Österreichischen aus der gesamtdeutschen Schriftsprache befürchteten. […] Über die künftige Schreibung der Fremdwörter hat sich eine besonders leidenschaftliche Debatte erhoben. Die Sachlage ist, wie der Vorsitzende der Kommission versichert, von der Tagespresse unrichtig und übertrieben dargestellt worden. […] Wir nehmen also mit Befriedigung zur Kenntnis, daß eine Reform der Fremdwortschreibung nicht geplant ist. […] Der Franzose sollte uns in sprachlichen Dingen überhaupt Vorbild sein […]. Der Franzose weiß auch am besten in Europa, daß Radikalismus gerade auf dem Gebiet der Sprache nur schädlich wirken kann. Selbst der Engländer ist hier anfälliger, wie der umstürzlerische, allerdings dann doch abgelehnte Entwurf einer Rechtschreibereform beweist.
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Dr. N.
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