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Jaffa, die blühende Handels- und Hafenstadt
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Erstaunlich, wenn man den zionistischen Lügen-Märchen vom "Land ohne Volk, für..." folgt.
Historisch gesehen war Palästina der kulturelle Knotenpunkt der arabischen Welt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts florierten Landwirtschaft und Handel. Das städtische Leben blühte mit Theater, Musik und Literatur auf. Palästinensische Städte teilten enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu anderen arabischen Hauptstädten wie Kairo, Beirut und Damaskus.
Bevor Israel gegründet wurde, diente Jaffa als Handelszentrum Palästinas. Sein geschichtsträchtiger Hafen dient seit biblischen Zeiten als Tor zum Mittelmeer. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert rühmte sich Jaffa einer Reihe erfolgreicher Unternehmen. Fabriken produzierten alles von Orangenkisten bis hin zu Seife und Olivenöl. Die meisten Zeitungen und Bücher Palästinas wurden in Jaffa gedruckt und veröffentlicht. Die Stadt war lebendig, wohlhabend und wohlhabend
Die blühenden städtischen Zentren Palästinas widersprachen der zionistischen Darstellung, wonach Palästina ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land sei. Im Gegenteil, die palästinensischen Städte standen an der Spitze der arabischen Zivilisation und Kultur. Diese Realität widersprach direkt dem Mythos, dass die Gründung eines jüdischen Staates im Herzen der arabischen Welt eine zivilisierende Kraft sein würde. Im Zuge der ethnischen Säuberung Palästinas versuchten die Zionisten, die Städte ihrer palästinensischen Identität zu berauben und dabei das kulturelle Erbe Palästinas auszulöschen.
Diesen Text haben wir dem der Film-Doku "Die Verlorenen Städte Palästinas" des Regisseurs Ramez Qazmouz entnommen. Auf der Plattform PALESTINE REMIX erfährst du noch mehr über Vergangenheit und heutige Realität in Palästina.
Ein eindrückliches Beispiel für die wirtschaftlche und kulturelle Bedeutung von Jaffa ist das 1937 im Art-déco-Stil erbaute Alhambra-Kino am Jerusalem Boulevard in Jaffa.
Das Gebäude war eines der größten und luxuriösesten Kinos in Palästina. Als kulturelles Zentrum beherbergte es berühmte arabische Künstler wie Umm Kulthum, Farid al-Atrash und Leila Mourad.
Eigentümer und Betreiber des Kinos waren palästinensische Araber, darunter Isa al-Safri, Muhammad Abduh Hilmi, Muhammad Musa al-Husayni, Muhammad Younis al-Husayni und weitere Fotos aus dem Jahr 1937, während des arabischen Aufstands gegen die britische Mandatsmacht, zeigen arabische Flagge auf der Spitze des Gebäudes.
Das Zeitalter der Industrialisierung war damals auch in Palästina angekommen - und ein wichtiger Pfeiler war - wie in der Schweiz - der Bau von Eisenbahnlinien:
Ein Blick zurück für Freunde der Eisenbahngeschichte.
Dieses Jahr feiert die Schweiz 175 Jahre Eisenbahn, zentral in Baden mit der Badenfahrt vom 17. - 28. August.
Die Industrialisierung in der Schweiz und in Europa fand in der kolonialisierenden Zeit des 19. Jahrhunderts auch den Weg in das noch unter osmanischer Herrschaft stehende Land im Nahen Osten. Was die 1847 eröffnete "Spanisch Brötli"-Bahn zwischen Zürich und Baden, die erste Eisenbahnstrecke in der Schweiz war, begann im "heiligen Land" mit der Eisenbahnlinie von der wirtschaftlich blühenden Stadt Jaffa am Mittelmeer nach dem auf 750 M.ü.M. liegenden Jerusalem.
Diese 1892 eröffnete Bahnlinie hat sogar schweizerische Wurzeln und war bis vor kurzem noch immer in Betrieb.
Zwei Schweizer hatten dabei eine wichtige Rolle gespielt: Die Initiative, die zur Konzession der osmanischen Regierung (Hohe Pforte) in Konstantinopel führte, ergriff der in Jerusalem lebende deutsch-schweizerische Bankier Johannes Frutiger (1836–1899).
Die Ingenieurarbeiten für den Bahnbau wurden der Société des Travaux Publics et Constructions aus Paris übertragen. An einer Erkundungsreise für den Bahnbau im Jahr 1889 nahm auch der in der Schweiz geborene und ausgebildete elsässische Ingenieur René Koechlin teil. Baubeginn war der 31. März 1889. Chefingenieur war der Schweizer Gerold Eberhard. Am 27. August 1892 erreichte der erste Personenzug Jerusalem. >> mehr dazu
Im Herzen Jerusalems, zwischen Altstadt und Stadtzentrum und zwischen den historischen Vierteln der deutschen Kolonie und Yemin Moshe, befindet sich der alte Bahnhof Jerusalems. Er wurde 1892 erbaut und diente bis zur Schließung 1998 als Hauptverkehrsroute der Stadt. Mit der Verkürzung und Sanierung der Bahnstrecke war dann ab 2005 der im Stadtteil Malcha liegende neue Bahnhof der Endpunkt der Eisenbahnstrecke Jaffa–Jerusalem.
Mit der Eröffnung der neuen Bahnstrecke Tel Aviv- Jerusalem im Jahr 2018 kam dann das zumindest vorläufige Ende der ersten Eisenbahnlinie im Vorderen Orient.
Wer die Fahrt trotzdem noch erleben möchte: Train cab view from Beit Shemesh to Jerusalem Malha