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Peter Wicke [D]: 'Populäre Musik' als theoretisches Konzept
Die akademischen Musikwissenschaften tun sich schwer mit Pop und anderen Arten von Musik, abgesehen von der europäischen Tradition «artifizieller Musik» der letzten 300 Jahre. Von ihrem engen Musikbegriff abweichende Formen werden als kommerzielle Deformation oder als volksmusikalische Vorform abgewertet. Der Aufsatz geht zuerst der Frage nach, was populär eigentlich heisst, untersucht dann populäre Musik als kulturelle Praxis, wobei er den Cultural Studies (CS) Ansatz von Stewart Hall und Dick Hebdige referiert. Die CS haben das Verdienst, dass Popmusik als besondere kulturelle Praxis untersucht werden konnte (statt als musikalische Texte). Die Musik bezieht ihre Bedeutung aus dem kulturellen Umfeld, in dem sie konsumiert wird. Im letzten Abschnitt legt Peter Wicke dar, dass Popmusik als Medium für die Umsetzung sozialer Erfahrungen in persönlichen Sinn fungiert.
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