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Der 120 Meter lange Tunnel wurde vollständig in die örtliche Moräne gebaut und ersetzt den engen Tunnel aus dem Jahr 1947, der durch die geologischen Formationen führte, wie die Walliser Behörden am Samstag mitteilten. Er soll die Sicherheit und den Komfort der rund 3500 Autofahrenden, die täglich auf der Kantonsstrasse zwischen Sitten und Haudères unterwegs sind, verbessern.
Das nur rund 40 Meter vom alten Tunnel entfernte neue Bauwerk ermögliche nun auch das Kreuzen von Lastwagen und Postautos, das bisher im engen Tunnel nicht möglich war. Besucher der geologischen Stätte könnten die Pyramiden nun sicher und ohne Konflikte mit dem Strassenverkehr besichtigen. Zudem trage der Tunnel zum Schutz des Naturdenkmals der Pyramiden bei, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung erfasst ist.
Für den Bau des Tunnels hatte der Walliser Grosse Rat 2016 einen Verpflichtungskredit von 10,5 Millionen Franken gesprochen. Auf der alten, nicht mehr genutzten Strecke, soll bis 2027 ein Fussgängerbereich für die Besucher der Pyramiden eingerichtet werden. Am Eingang des Dorfes Euseigne soll zudem ein touristischer Pavillon gebaut werden.