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Aus der Volksmusik
Anastasja Raspopova, Klavier
Lior Yoahimik, Klarinette
Virginie Raemy, Violine
Béla Bartók (1881–1945) Contrasts (1938)
Contrasts ist eine Komposition für Klarinette-Violine-Klavier-Trio, die auf ungarischen und rumänischen Tanzmelodien basiert. Es hat drei Sätze: Verbunkos (Rekrutierungstanz) ist ein Beispiel für das ungarische Tanz- und Musikgenre, das üblicherweise bei militärischen Rekrutierungen gespielt wurde. Pihenő (Entspannung) ist viel introspektiver und hat eine ständig wechselnde Stimmung ohne ein bestimmtes Thema. Sebes (Schneller Tanz) schließlich ist ein rasender Tanz.
Die drei jungen Musiker:innen stammen aus Lettland, Israel und der Schweiz und sind Absolvent:innen der Hochschule für Musik Basel. Sie gehen individuell sowie als Trio einer regen Konzerttätigkeit im Bereich der Kammermusik wie auch der Orchestermusik nach.
Anastasija Raspopova ist eine lettische Pianistin und Dirigentin mit Wohnsitz in Basel, Schweiz. Sie studierte an der Jāzeps Vītols Latvian Academy of Music bei prof. Toms Ostrovskis (bis 2020) und vertiefte ihr künstlerisches Talent bei Dr. Hui-Ying Liu-Tawaststjerna an der Sibelius-Akademie in Helsinki, Finnland (2018/2019, Erasmus+ Studentenmobilitätsprogramm) und am Royal Northern College of Music, UK, bei Graham Scott (2019/2020, Erasmus+ Praktikumsprogramm). Derzeit studiert sie Klavier bei Prof. Zoltán Fejérvári und Blasorchesterleitung bei Bjørn Sagstad an der Musik Akademie Basel. Im Jahr 2018 debütierte Anastasija mit dem Luxemburger Kammerorchester "Estro Armonico" unter der Leitung von Carlo Jans. 2019 arbeitete sie mit dem Lettischen Nationalen Sinfonieorchester im Rahmen des Projekts "LNSO summer house" zusammen, wo sie unter dem Dirigenten Jānis Stafeckis auftrat. Frau Raspopova hat mehrere Blasorchester und Brass Bands in Deutschland und der Schweiz dirigiert, wie das Blasorchester in Lörrach, verschiedene Army Bands in Bern und Aarau, sowie ein Brass Band in Riehen. Zu ihren ausserschulischen Aktivitäten gehören das Eventmanagement in der Studentenvereinigung am JVLMA, die Organisation von Klavier-Solokonzertreihen, die Leitung von Klaviermusikveranstaltungen für Kinder, Senioren und Flüchtlingshilfeprogramme. Frau Raspopova beteiligte sich an der Arbeit des Organisationskomitees des "Act in Art" Bootcamp 2020.
Der Klarinettist Lior Yoahimik wurde 1997 in Chicago geboren und wohnt derzeit in Basel, Schweiz. Er studierte Klarinette an der Buchmann Mehta School of Music der Universität Tel Aviv bei Yevgeny Yehudin. Derzeit absolviert er sein Masterstudium an der Musik Akademie Basel in der Klasse von Prof. Francois Benda. Lior trat mit dem Young Israel Philharmonic Orchestra in einer Vielzahl von Klarinetten- und Bassklarinettenrollen auf und spielte im Charles Bronfman Auditorium in Tel Aviv und in der Henry Crown Hall in Jerusalem. Als Mitglied des David-Goldman-Programms für herausragende junge Musiker trat er im Felicia Blumental Music Center in Tel-Aviv, in der Henry Crown Hall in Jerusalem und im Jerusalem Music Centre auf. Aktuell ist Lior Mitglied des ENSEMBLE FINALE, mit dem er regelmässig Stücke für Klarinette und Streicher aufführt. Er hat auch vor kurzem das Klarinettenkonzert von Copland unter der Leitung von Maestro Lahav Shani aufgeführt. Er ist Preisträger der folgenden Wettbewerbe: 1. Preis des Buchmann-Mehta-Musikschulwettbewerbs 2021; 2. Preis beim Internationalen Klarinettenworkshop 2021; 2. Preis beim nationalen Bläserwettbewerb Kfar Saba 2020; 3. Preis beim Paul Ben Haim Wettbewerb 2020. Von 2013 bis 2022 erhielt Lior ein Stipendium für sein Klarinettenstudium von der America-Israel Cultural Foundation und der Ronen Foundation.
Virginie Raemy studierte Violine bei Prof. Raphael Oleg an der Hochschule für Musik in Basel und bei Prof. Albrecht Winter an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie bei Prof. Margarita Karafilova an der Haute École de Musique de Lausanne. Sie arbeitete zwei Jahre lang mit den Düsseldorfer Symphonikern. Ihre Tätigkeit als Orchestermusikerin führte sie in die wichtigsten Konzertsäle Europas: unter anderem in die Berliner Philharmonie, die Kölner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, das Palais Garnier, die Cadogan Hall in London, das Teatro Municipale Romolo Valli in Reggio Emilia, die Tonhalle Zürich und das Stadtcasino Basel. Ausserdem trat sie als Solistin in der Victoria-Hall in Genf auf. Seit 2013 lebt sie in Basel und spielt regelmässig z. B. mit dem Sinfonieorchester Basel und der Sinfonietta Basel, dem Bachensemble Luzern oder dem Orchester Musique des Lumières. Sie ist sowohl in der klassischen als auch in der zeitgenössischen Musik tätig. Als Kammermusikerin trat sie bei mehreren Festivals in der Schweiz auf, unter anderem beim Festival Rümlingen, Puplinge Classique, Charrat-Muse und les Schubertiades de Thônex. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, unter anderem bei Ferenc Rados, Mihaela Martin, Gyulla Stuller, Christian Favre und Anton Kernjak. Sie ist aktuell Mitglied der Sinfonietta Basel und unterrichtet privat in Basel.