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Das 20 cm grosse Porzellanrössli war mir immer sehr wichtig. Das wusste mein Vater. Für mich war es immer Sinnbild für den unerfüllten Wunsch eines eigenen Pferdes. Dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht, merkte ich erst in der Oberstufe. Ende der Oberstufe merkte ich auch, dass ich nie aufgeklärt wurde. Ich half hie und da in einem Behindertenheim aus. Das Pflegen der Männer war für mich sehr schwierig. Meinen Kindern habe ich deshalb sehr früh ein Aufklärungsbüchlein geschenkt. Das hat mein Vater nicht ertragen. Er kam mit dem Porzellanrössli angereist: “Aufklärungsbuch gegen Porzellanrössli“ war sein Angebot an mich. Ich ging auf den Handel ein und kaufte in der folgenden Woche ein neues Aufklärungsbuch.
- Tochter: 1964, Verwaltungsangestellte
- Vater: 1927, selbständiger Tapeziermeister
- Jahr der Szene: ca. 1992