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Aschinow
*, der »freie Kosak«, ein früherer russ. Hauptmann, faßte den Plan, Abessinien für Rußland und die griechisch-katholische Kirche zu gewinnen, und begab sich 1883 nach Abessinien, wo ihm ¶
forlaufend
der Regus Johannes auch allgemeine Versprechungen machte. Diese wurden bekräftigt durch das Erscheinen einer Deputation des
abessinischen Klerus bei dem Kirchenjubiläum in Kiew
[* 3] (1888), und da
Aschinow auf die Unterstützung der russischen Regierung rechnete,
wenn er den Plänen der Engländer und Italiener in Abessinien entgegentrat, so sammelte er 1889, von der
russischen Kirche mit Geldmitteln reich unterstützt, eine Schar von bewaffneten Kosaken und von Mönchen unter dem Missionär
Paissios für eine Expedition nach Abessinien. Er fuhr von Odessa
[* 4] durch den Suezkanal nach dem Toten Meer und landete im Februar 1889 ohne
Erlaubnis der französischen Regierung in der dieser gehörigen Tadschurrabai bei Obok.
Doch verwehrten ihm die Eingebornen das weitere Vordringen nach Abessinien, und er schlug daher bei Sagallo ein Lager [* 5] auf. Der französische Admiral Obry forderte ihn auf, sich wieder einzuschiffen oder die Waffen [* 6] und Munitionsvorräte auszuliefern. Da er sich dessen weigerte, beschoß der französische Kreuzer Seignelay im Februar 1889 sein Lager, wobei fünf Menschen getötet wurden, und zwang ihn, sich zu ergeben. Die ganze Expedition wurde darauf nach Rußland zurückgeschafft. Die französische Kammer beeilte sich übrigens, ihre Gefühle der Sympathie für Rußland auszudrücken.