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Die «Gleisquerung Stadtmitte» stellt den exemplarischen Umbau des ehedem rein verkehrsfunktional konzipierten Infrastrukturbauwerks der Bahnunterführung zugunsten eines attraktiven Stadtraumes dar, der als grosszügiger Bewegungsraum den hochfrequenten Bewegungsströmen gerecht wird und hohe Aufenthaltsqualitäten aufweist. Tragende Idee der städtebaulichen Operation bildet die «Wiederherstellung der Stadtebene» zu einem zusammenhängenden Stadtboden über Parzellengrenzen hinweg. Durch die Ausweitung von Strassenüberdeckung und unterirdischer Passagen konnte ein verbindender Stadtraum beidseits des Gleiskorridors und über die Strasseneinschnitte hinweg etabliert werden.
Was bisher getrennt war, ist heute als zusammenhängender Zentrumsraum erlebbar. Als sichtbares Zeichen dieser Verbindung markieren zwei objekthafte Dächer die Abgänge und zelebrieren einen visuellen Brückenschlag über die Gleise hinweg. Durch das Spiegeln sämtlicher Gestaltungselemente beidseits des Gleiskorridors und einer durchgehenden Materialität ist ein erkennbarer Ort entstanden, der durch die Verwendung des vorhandenen Kalksteins für Mauerverkleidungen und Möblierung im städtischen Kanon verankert ist und eine zeitlose Wertigkeit ausstrahlt. Die langen Steinbänke bilden zusammen mit den Trinkbrunnen Aufenthaltsbereiche im fliessenden Platzraum. Diese werden beschattet durch Baumreihen und situativ gesetzte Baumgruppen, die das städtische Alleennetz ergänzen.
Die nächtliche Erscheinung zeichnet die entwurflichen Intentionen nach; mit punktförmiger Platzausleuchtung von hohen Kandelabern, dezent unterleuchteten Sitzbänken und den illuminierten Glasdächern der Unterführungen.