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Seit dem 1. Januar 2010 wurden insgesamt 377 Dokumente via Online-News und
Blogs zum Thema Umwandlungssatz publiziert. Spitzen traten immer dann auf, wenn Befürworter oder Gegner in Form von Medienkonferenzen an die Öffentlichkeit getreten sind. Die grösste Spitze (mehr als 30 relevante Dokumente) erreichte die Publikation der Umfrage, welche vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaft Unia in Auftrag gegeben wurde.
Glaubt man der einzigen, bisher publizierten Umfrage, welche Vertreter der
Gegnerschaft einer Anpassung des Umwandlungssatzes in Auftrag gegeben haben,
würden per Ende Januar 40 Prozent Nein und nur gerade 12 Prozent Ja stimmen. 39
Prozent seien noch unentschlossen. Zu den besonders Unentschlossenen gehören
generell die Westschweiz (48 Prozent), die Frauen (44 Prozent) und die jüngste
Wählergruppe, die Generation “Internet” (51 Prozent), heisst es in einem Bericht der Firmen Netbreeze und Dreizweieins in ihrem “Politradar”.
Besonders auffallend: Obwohl die Befürworter in Deutschschweizer Online-News
bisher deutlich präsenter gewesen seien als die Gegner, konnten sie bisher mit ihren
Botschaften nicht durchdringen. Dies hat nach Ansicht von Politradar in erster Linie mit der Komplexität der Materie zu tun (kaum jemand weiss, was ein Umwandlungssatz überhaupt ist). Im Gegensatz dazu sei es der Gegnerschaft gelungen, das Feld mit dem Begriff „Rentenklau“ zu besetzen und die Debatte auf eine Art „Neid-Gerechtigkeits-Ebene“ zu hieven.
Die Gegner einer Anpassung des Umwandlungssatzes befänden sich somit momentan in der deutlich stärkeren Position. Und in grösseren Kantonen wurde das Abstimmungsmaterial bereits versendet, was in Bezug auf die Schlussmobilisierung einiges erahnen lasse. Der einzige Weg, wie die Befürworterschaft in der kurzen Zeit bis zur Abstimmung noch für ein knappes Rennen sorgen kann, besteht nach Meinung von Politradar in einer gezielten Emotionalisierung des Themas.