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Das nächste kurzfristige Ziel hatte die sportliche Leitung des FC Basel klar benannt, als die letzte Saison zu Ende ging, in welcher der FCB nach einem turbulenten Transferwinter den Meistertitel den Young Boys und den Cupsieg dem FC Zürich überlassen musste: «Ich will im Sommer so wenig Wechsel wie möglich», sagte Trainer Raphael Wicky, und Marco Streller: «Wir wollen versuchen, das Kader so gut wie möglich zusammenzuhalten.»
Ein paar Wochen später hat der FCB bereits drei Leistungsträger abgegeben: Tomas Vaclik wechselt für rund sieben Millionen Franken zum FC Sevilla, Mohamed Elyounoussi für rund 20 Millionen Franken in die Premier League zum FC Southampton und Michael Lang für rund drei Millionen Franken zu Borussia Mönchengladbach in die deutsche Bundesliga.
Die drei Verkäufe sorgen für einen Transfererlös von rund 30 Millionen Franken. Doch der FC Basel zahlt einen hohen Preis für diese Einnahmen: Die drei Spieler standen letzte Saison in der Super League fast immer auf dem Platz und kamen kumuliert auf über 9000 Einsatzminuten. Im Vergleich zu den Young Boys ist diese Zahl enorm: Der Meister hat bis dato lediglich zwei Ersatzspieler abgegeben, die zusammen auf weniger als 400 Minuten kommen.
Beim FC Basel kommen sieben weitere Abgänge dazu:
- Alexander Fransson kehrt zu seinem Stammverein IFK Norrköping zurück,
- Davide Callà wechselt zum FC Winterthur,
- Léo Lacroix kehrt nach Leihende zurück zur AS Saint-Etienne,
- Mirko Salvi wurde zu den Grasshoppers transferiert, die ihn für eine Saison an den FC Luzern ausleihen,
- Cedric Itten wechselt fix zum FC St. Gallen, an den er ausgeliehen war,
- Dereck Kutesa, zuletzt an den FC Luzern ausgeliehen, hat beim FC St. Gallen unterschrieben
- und Germano Vailati beendet seine Karriere.
Widmer für Lang?
Für zwei der drei gewichtigsten Abgänge hat der FC Basel Ersatz gefunden: Jonas Omlin wird Tomas Vaclik im Tor beerben. Der 24-Jährige wechselt für rund eine Millionen Franken vom FC Luzern zum Vizemeister. Für Mohamed Elyounoussi soll Aldo Kalulu am offensiven Flügel für Gefahr sorgen. Der 22-Jährige spielte letzte Saison leihweise für den FC Sochaux in der französischen Ligue 2, für ihn überweist der FCB rund 2,5 Millionen Franken an dessen Stammverein Olympique Lyon.
Noch nicht kompensiert ist der Abgang Langs. Zwar wurde schon letzte Saison der junge Neftali Manzambi, eigentlich ein Stürmer, für die rechte Abwehrseite umgeschult. Doch die sportliche Leitung will Lang lieber anderweitig ersetzen. Gerüchten zufolge soll Silvan Widmer ein Kandidat sein. Der 25-jährige Aargauer hat in den letzten fünf Jahren für Udinese Calcio 142 Spiele absolviert. Gemäss Informationen des «Sonntags Blick» sind die Verhandlungen weit fortgeschritten. Der FC Basel nimmt zu den Gerüchten keine Stellung.
Ein weiterer Spieler für die Zukunft
Dafür gibt der Verein am Montag die Verpflichtung des 17-jährigen Mittelstürmers Julian von Moos bekannt. Der 179 Zentimeter grosse Linksfuss spielte zuletzt in der U18 der Grasshoppers, ist Captain der Schweizer U17-Nationalmannschaft und unterschreibt beim FC Basel einen Vertrag bis 2021.
Sportchef Marco Streller sagt: «Julian gehört zum Kader der ersten Mannschaft und steigt am Montag ins Training ein. Er ist aber ganz klar ein Zukunftsspieler, der behutsam an die erste Mannschaft herangeführt wird. Er wird am Anfang vor allem Einsätze bei der U21 haben.»
Ebenfalls ein Zukunftsspieler ist Konstantinos Dimitriou. Allerdings ist der 19-jährige Grieche, der Anfang Juni von PAOK Thessaloniki zum FCB gewechselt ist, näher an der ersten Mannschaft als von Moos.
Das internationale Transferfenster ist bis am 31. August geöffnet. Die Zeit, einen Ersatz für Lang zu finden, drängt trotzdem. Am 21. Juli beginnt für Basel bereits die Super League mit einem Heimspiel gegen FC St. Gallen. Und nur drei Tage später steht das Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen PAOK Thessaloniki an.
Die verbleibenden Testspiele des FC Basel vor der Saison 2018/19
Dienstag, 10. Juli, 18 Uhr, Tissot-Arena, Biel (Uhrencup): FC Basel–Wolverhampton Wanderers FC (Premier League, ENG)
Freitag, 13. Juli, 11 Uhr, Nachwuchs-Campus: FC Basel–FC Aarau (Challenge League)
Freitag, 13. Juli, 20 Uhr, Tissot-Arena, Biel (Uhrencup): FC Basel–Feyenoord Rotterdam (Eredivisie, NLD)