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Sie wertete das Ergebnis zum Abschluss einer Geberkonferenz in Brüssel als "grossen Erfolg". Der zentralafrikanische Staatschef Faustin-Archange Touadera hatte zu Beginn der Konferenz um Hilfe gebeten. "Ja, die Lage in meinem Land ist schwierig, aber es ist kein hoffnungsloser Fall", sagte er.
Nach dem Abshcluss würdigte er "die positive Antwort" der Gebergemeinschaft. Das ursprüngliche Ziel von 1,6 Milliarden Dollar für die kommenden drei Jahre sei deutlich übertroffen worden. Dies werde den Anstrengungen seiner Regierung für den Wiederaufbau einen Schub geben.
Allerdings legte die Konferenz anders als von Touadera erhofft kein Geberziel für insgesamt fünf Jahre fest. Hier hatte der Präsident mit einem Gesamtbetrag von 3,1 Milliarden Euro gerechnet.
Die Schweiz, die an der Konferenz mit dem stellvertretenden Chef der Humanitäre Hilfe Andreas Huber, vertreten ist, hat seit Ausbruch der Krise 2013 humanitäre Hilfe im Umfang von 25 Millionen Franken geleistet. Schwerpunkt sind nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit und Schutz der Zivilbevölkerung.
Hilfsorganisationen hatten die Weltgemeinschaft im Vorfeld der Brüsseler Konferenz dazu aufgefordert, die Mittel für das Land deutlich aufzustocken.
"Nach drei Jahren Kämpfen und Chaos ist das Gesundheitssystem in der Zentralafrikanischen Republik ein Torso", kommentierte Christian Katzer von Ärzte ohne Grenzen. 70 Prozent aller Kliniken und Gesundheitszentren seien zerstört worden oder aus anderen Gründen geschlossen.
Auch in anderen Bereichen ist die Situation nach Angaben von Entwicklungshelfern katastrophal. Laut UNICEF stirbt fast jedes siebte Kind noch vor dem fünften Geburtstag und auch die Perspektiven für die Überlebenden sind düster. So geht rund ein Drittel aller Kinder in dem Land nicht zur Schule, etwa weil die Familien vertrieben wurden, die Schulen zerstört sind oder weil es keine Lehrer mehr gibt.
Zentralafrika war im Chaos versunken, als überwiegend muslimische Séléka-Rebellen 2013 nach dem Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé die Macht übernommen hatten. Bei Massakern konkurrierender Milizen wurden tausende Menschen getötet, hunderttausende weitere wurden in die Flucht getrieben.
Trotz eines fast drei Jahre währenden französischen Militäreinsatzes, den Paris im Oktober beendete, und der Präsenz von rund 12'000 UNO-Soldaten ist ein Grossteil des Landes weiter unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen.
(SDA)