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SPINAT, DER GRÜNE TAUSENDSASSA
GUT ZU WISSEN
WAS IST SPINAT?
Spinat ist ein Blattgemüse, das vermutlich im 11. Jahrhundert von Persien nach Europa kam. Spinat ist vom Geschmack her eher neutral, dezent bitter und mineralisch.
ANTWORTEN ZUM SPINAT
VON UNSEREN KULINARISCHEN EXPERTEN
Silvia Erne
Domenico Seminara
Andrea Mäusli
Beatrix Leonhardt
Stefan Wälty
Man unterscheidet zwischen 2 Sorten. Der Frühlings-/Sommerspinat ist zarter und etwas eleganter. Er lässt sich auch roh essen oder als Smoothie zubereiten. Herbst-/Winterspinat ist kräftiger, mit dickeren Blättern. Dieser sollte gekocht oder gedünstet werden. Das Aroma ist etwas intensiver. Herbst-Wintersorten werden auch Wurzelspinat genannt, da sie als Bündel samt Wurzeln geerntet werden. Bei den Frühling-Sommersorte werden nur einzelne Blätter geerntet.
Spinatsaison dauert von März bis November. Im Frühjahr/Sommer sind die zarteren Sorten zur Ernte bereit, im Herbst/Winter die robusteren, kräftigeren Sorten.
Frischer Spinat soll knackig und kräftig grün sein. Wird er im Beutel angeboten, unbedingt darauf achten, dass die Blätter locker sind.
Zarte Frühling-Sommerspinatblätter können bedenkenlos roh für Salate oder in Smoothies genossen werden, ihr Oxalsäuregehalt ist niedrig und somit bedenkenlos.
Zarte Spinatblätter sind empfindlich, sie sollten stets gekühlt werden und innerhalb weniger Tage gebraucht werden. Wurzelspinat, der in der kalten Jahreszeit in den Läden zu finden ist, ist etwas robuster. Spinat lässt sich bestens einfrieren: Dazu die Blätter in stark gesalzenem Wasser kurz blanchieren und danach gut abgetropft und ausgedrückt einfrieren. Eingepackt hält sich Spinat so etwa 3–4 Monate.
Spinat lässt sich vielseitig zubereiten. Zum Beispiel etwas Knoblauch in Olivenöl andämpfen, frischen Spinat dazu, mitdämpfen und mit Salz und grobem schwarzen Pfeffer würzen. So passt er etwa auf eine Omelett oder auf geröstetes Brot. Spinat verträgt viele Gewürze, in Indien z.B. wird er für Currys geschätzt. Bei uns kennt man ihn vor allem als Rahmspinat, als Auflauf, als Füllung in Crêpes, etc. Spinat kann auch gut in Teigen verwendet werden wie z.B. in einem Gnocchi- oder gehackt in Brotteig.
Dazu dünstet man fein gehackte Zwiebeln und wenig gehackten Knoblauch in Butter in einem hohen Topf an. Dann gibt man eine grosse Menge gewaschenen Blattspinat dazu und lässt ihn mitdünsten. Der Spinat fällt auf eine kleine Menge zusammen. Nun kann man etwas Rahm dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und die Flüssigkeit etwas abbinden. Frischer Spinat hat ein grosses Volumen, fällt aber sehr stark zusammen beim Kochen, d.h. es braucht eine grosse Menge davon. Etwas einfacher geht es mit tiefgekühltem Blattspinat, den man zuerst auftauen lässt.
TIPP: Für ein nussiges Aroma, am Schluss etwas braune Butter unterrühren.
Spinat ist ein Tausendsassa und passt zu vielen Gerichten als Beilage. Ausgezeichnet harmoniert er z.B. mit Fisch, zu kurzgebratenem Fleisch und Innereien.
Zähne können sich nach dem Verzehr von Spinat stumpf anfühlen. Dies hat mit dem hohen Oxalsäure-Gehalt im Spinat zu tun. Die Säure entzieht den Zähnen Kalzium und kann den Zahnschmelz schädigen.
Spinat kann und darf aufgewärmt werden. Wichtig ist, dass der Spinat nach dem Erwärmen rasch gegessen wird. Spinat enthält Nitrat, das in Nitrit umgewandelt wird.
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Fun Fact
HAT SPINAT WIRKLICH VIEL EISEN?
Spinat ist kalorienarm, reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Der Mythos vom hohen Eisengehalt stimmt zwar nicht ganz und hat seinen Ursprung in einem Rechenfehler. Dennoch gehört Spinat zu den besten Eisenlieferanten unter den Gemüsen.
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