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Das geschlechtsspezifische Vermögensgefälle nimmt bei der Pensionierung mit dem Dienstalter zu. Frauen in leitenden Fach- und Führungspositionen haben weniger als zwei Drittel (62%) des akkumulierten Vermögens, das ihre männlichen Kollegen im Ruhestand geniessen. Bei den mittleren beruflichen und technischen Positionen war der Unterschied mit 69% immer noch beträchtlich, verringerte sich jedoch erheblich auf 89% bei den operativen Funktionen an vorderster Front.
Insgesamt wies Europa das geringste durchschnittliche geschlechtsspezifische Wohlstandsgefälle aller Regionen auf, aber dennoch wird erwartet, dass Frauen im Ruhestand etwas mehr als drei Viertel (77%) des Wohlstandsniveaus der Männer erreichen werden. Die Schweiz lag mit 76% einen Punkt unter dem europäischen Durchschnitt und wies eine wesentlich grössere Kluft auf als Länder wie Spanien, Österreich und Irland.
Weltweit gesehen lag das geschlechtsspezifische Wohlstandsgefälle in den USA mit 75% knapp über dem globalen Durchschnitt, während Kanada mit 78% etwas besser abschnitt. Nigeria weist mit 60% das höchste geschlechtsspezifische Wohlstandsgefälle in der Studie auf, dicht gefolgt von Argentinien
Der WTW-Bericht «Global Gender Wealth Equity» folgt auf eine Zusammenarbeit zwischen dem Weltwirtschaftsforum (WEF) und WTW Anfang des Jahres, die in ihrem Global Gender Gap Report erste Einblicke in das Vermögensgefälle veröffentlichte.
Der WTW-Wealth-Equity-Index (WEI), der in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum entwickelt wurde, betrachtet die Lebensarbeitszeit von Frauen ganzheitlich und versucht, das Ausmass der geschlechtsspezifischen Vermögensunterschiede für eine Auswahl von Ländern weltweit zu quantifizieren. Der WEI analysiert die quantitativen und qualitativen Aspekte der geschlechtsspezifischen Vermögensgleichheit und geht dabei auf 39 einzelne Länder ein.