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Tunnel Michelau
Der Tunnel Michelau durchfährt den markanten Schotterwall am südlichen Rand der Michelau. Mit seiner Länge von 140 m ist er vergleichsweise kurz, hat aber eine Überdeckung von bis zu 15 m. Das Nordportal ist schleifend zur Böschung, das Südportal geht direkt in die Brücke Thur über.
Der Tunnel selber dürfte mehrheitlich in die Nagelfluh zu liegen kommen, an den Portalzonen und im Firstbereich ist jedoch Lockergestein in Form von Schotter anzutreffen.
Die SOS-Notrufsäulen und Hydranten können in den Portalzonen angeordnet werden. Es sind keine zusätzlichen Nischen im Tunnel notwendig. Aufgrund der kurzen Tunnellänge kann zudem auf eine mechanische Lüftung verzichtet werden.
Weiter sind beidseitig Kabelrohrblöcke für Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) sowie eine Tunnelentwässerung mit Schlitzrinne, Schächten, Sammelleitungen und Sickerpackungen vorgesehen. Das Tunnelwasser und die separat geführte Transitleitung für die Entwässerung der offenen Strecke werden in Entwässerungsleitungen im Freispiegelabfluss zum Stapelbecken geführt und danach dem Vorfluter zugeführt.
Aufgrund der Überlagerung wurde entschieden, den Tunnel zumindest teilweise bergmännisch aufzufahren. Das Profil ist als offenes Hufeisenprofil. Die beiden Portalbereiche, welche im Tagbau zu erstellen sind, werden ebenfalls gewölbt ausgebildet.
Im Bereich des Lockergesteins dürfte für den Baugrubenabschluss eine Böschung gewählt werden. Im tragfähigen Festgestein ist ein möglichst senkrechter Abschluss angedacht. Auf jeden Fall sollen die Aushubarbeiten möglichst gering gehalten werden.
Der bergmännische Teil wird im Schutze eines Rohrschirmes ausgebrochen. Der hart bis sehr hart gelagerte Fels wird entweder mittels schwerem Abbaugerät oder sprengtechnisch gelöst.
Die Michelaustrasse wird während der gesamten Bauzeit befahrbar sein.
Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die schon erstellte Trasse der Umfahrungsstrasse bzw. über Baupisten von Norden her.
Aufgrund des direkten Übergangs vom Tunnel Michelau zur Brücke Thur müssen diese beiden Objekte terminlich aufeinander abgestimmt und miteinander gebaut werden. Dies wird ab dem Jahr 2016 der Fall sein. Es wird heute mit einer Bauzeit von gut 18 Monaten gerechnet.
|Projektleiter:||TBA SG, Rolf Stadelmann|
|Oberbauleiter:||TBA SG, Sandro De Luca|
|Projektverfasser / Chefbauleitung:||Locher Ingenieure AG|
|Unternehmer:||ARGE TOGGENBURG, Lazzarini AG, Andrea Pitsch AG, Hürlimann Bau AG|