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Die türkische Sprache gehört zum oghusischen Zweig der Turksprachen. Sie wird von rund 58 Millionen Menschen in der Türkei – dort ist sie unter der Bezeichnung „Türkeitürkisch“ Amtssprache – gesprochen. Außerdem ist sie auf dem Balkan und in Westeuropa weit verbreitet; die Zahl der Sprecher insgesamt liegt bei 74 Millionen.
Türkisch wird vor den Reformen Kemal Atatürks 1928 als osmanische Sprache bezeichnet und bis dahin in drei Entwicklungsstufen eingeteilt: Altosmanisch (bis zum 15. Jahrhundert), Mittelosmanisch (16./17. Jahrhundert) und Neuosmanisch (bis 1928). Türkisch zählt zu den agglutinierenden Sprachen, in denen Wortbeziehungen im Satz durch angehängte Silben (Suffixe) verdeutlicht werden. Es hat fünf Kasus, jedoch kein Genus und keinen bestimmten Artikel und ist – anstelle von Nebensätzen – reich an Partizipialkonstruktionen. Eine Besonderheit der türkischen Sprache ist die Vokalharmonie – das heißt, dass Vokale innerhalb eines Wortes zu einer bestimmten Vokalgruppe gehören. Bis auf das Verb, das stets ans Ende eines Satzes gestellt wird, ist die Wortstellung weitgehend frei. Der Wortschatz enthält viele arabische und persische Lehnwörter.
Das Türkische kennt zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Dialekte. Auf dem um Istanbul gesprochenen Dialekt beruht die türkische Hochsprache. Türkisch wird seit 1928 mit einem lateinischen Alphabet geschrieben, dem sogenannten türkischen Alphabet, das aus 29 Buchstaben besteht und einige besondere Schriftzeichen für bestimmte Laute enthält. Die Schreibweise stimmt mit der Aussprache weitgehend überein.
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