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Im letzten Jahr haben 10 614 Personen Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung bezogen. Die durchschnittliche Bezugsdauer der Nothilfe betrug 122 Tage. Die Kosten beliefen sich auf 69,5 Millionen Franken.
Der Bund richtet den Kantonen für die Nothilfekosten seit 2008 pro rechtskräftigen Entscheid mit Ausreisefrist eine einmalige Pauschale von rund 6100 Franken aus. Diese Pauschale soll die Kosten decken, bis die Personen aus der Schweiz ausreisen. 2016 fällten die zuständigen Behörden mehr rechtskräftige Entscheide als im Vorjahr. Dementsprechend stiegen die Abgeltungen des Bundes im Bereich Nothilfe um 18 % auf rund 69,1 Mio. Franken. Gleichzeitig sind die Nothilfekosten in den Kantonen gegenüber dem Jahr 2015 um 1,1 % auf 69,5 Mio. Franken gesunken. Grund dafür war die höhere Anzahl von Dublin-Entscheiden.
Insgesamt wendeten die Kantone vom 1. Januar 2008 bis Ende 2016 506 Mio. Franken für Nothilfeleistungen auf. Vom Bund wurden sie für diese Aufgabe mit total 561 Mio. Franken abgegolten. Per Saldo übersteigen somit die Abgeltungen an die Kantone die Kosten um 55 Mio. Franken. Mit diesen Reserven sind künftige Nothilfeleistungen zu decken, welche Personen verursachen werden, deren Entscheid in den Jahren 2008–2016 rechtskräftig wurde.