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Ohne Napoleon gäbe es die Schweiz in ihrer heutigen Form nicht. Er kann ohne Übertreibung als wichtigste Einzelfigur in der Geschichte der Schweiz bezeichnet werden. Napoleon wirkte als junger Feldherr massgeblich darauf hin, dass französische Truppen 1798 die alte Eidgenossenschaft besetzten und die Helvetische Republik entstand. Als dieser zentralistische Einheitsstaat zusammenbrach, erkannte er, dass eine föderale Ordnung der Schweiz angemessen ist. Mit der Mediationsakte von 1803 befriedete er das Land, machte es zu einem Staatenbund gleichberechtigter Kantone und gliederte es in den französischen Machtbereich ein. Gleichzeitig legte er damit die Grundlage für die moderne Schweiz.
Thomas Schuler schildert anschaulich und spannend die Ursachen und Folgen der Umbruchszeit von 1798 bis 1815. Gestützt auf Archiv- und Literaturrecherchen sowie Besuche an historischen Schauplätzen in Europa macht er deutlich, wie bedeutend Napoleon für die Schweiz war und wie viel aus dieser Zeit bis heute wirksam ist.