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Die zweite Fluggesellschaft Saudi-Arabiens soll nun schneller als geplant an den Start gehen.
Aufgrund der raschen Entwicklungen des saudischen Luftfahrtsektors soll der Start der neuen nationalen Fluggesellschaft RIA von 2024 auf Ende dieses Jahres vorgezogen werden, wie simpleflying schreibt.
Schneller als geplant
Im Februar vergangenen Jahres kündigte der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) die Gründung einer neuen Fluggesellschaft an, welche man mit 30 Milliarden Dollar unterstützen wolle. Die neue staatliche Fluglinie wird voraussichtlich den Namen RIA tragen, was für Riyadh International Airlines steht. Der Erstflug von RIA war ursprünglich für 2024 geplant und soll nun auf Ende 2022 vorgezogen werden.
Mit RIA soll sich der Flughafen in der Wirtschaftsmetropole Riad zu einem internationalen Drehkreuz entwickeln, während Saudia sich weiterhin auf das eher touristische Drehkreuz Dschidda konzentriert. Damit will Saudi-Arabien zwei grosse interkontinentale Drehkreuze erschaffen, die auf unterschiedliche Arten von Reisenden abzielen. Wenn diese Strategie sich erfolgreich etabliert, dann würde Riad mit Flughäfen wie Dubai International Airport (DXB), Abu Dhabi International Airport (AUH) und dem Doha International Airport (DOH) konkurrieren. Für eine erfolgreiche Etablierung muss die Fluggesellschaft wiederum ihre Flottenstrategie auf Grossraumflugzeuge ausrichten, damit sie auch der internationalen und interkontinentalen Reisenachfrage gerecht werden kann.
Eine Mischung aus Airbus und Boeing
In der Tat soll die neue Airline RIA daran interessiert sein, bis zu 40 Airbus A350 zu kaufen. Aller Voraussicht nach würde RIAs Schwestergesellschaft, Saudi Arabian Airlines, den Kauf durchführen, um selbst einige Flugzeuge für ihre Flottenerweiterung zu behalten. Bereits im Oktober befand sich Saudi-Arabien Berichten zufolge in einem fortgeschrittenen Verhandlungsstadium mit dem europäischen Hersteller über den Kauf der Grossraumflugzeuge.
Der geschätzte Preis von zwölf Milliarden US-Dollar würde vom saudischen PIF finanziert werden. Boeing wiederum wollte sich zumindest einen Teil der geschätzten Gesamtbestellung von 68 bis 75 Flugzeugen sichern und diese mit ihrer Boeing 787-Flugzeugfamilie ausstatten, welche bereits auch schon Teil der Flotte von Saudia ist. Damit würde die Flotte eine Mischung aus Boeing und Airbus sein.
Bisher ist die Gründung eines zweiten Flagcarriers im Königreich Saudi-Arabien noch auf grosses Unverständnis gestossen, da es eine recht mutige und ungewöhnliche Strategie ist. Mit der Entwicklung von RIA soll Saudia nicht ersetzt werden, ganz im Gegenteil. Die neue Airline soll Teil eines strategischen Schritts sein, welcher die allmächtigen Fluggesellschaften am Golf in den Schatten stellen und den bereits bestehenden Flagcarrier des Königreichs ergänzen soll.
Fazit zum baldigen Start von RIA
Zwei Jahre früher als ursprünglich geplant soll RIA nun ihren Erstflug noch Ende dieses Jahres absolvieren. RIA wurde vom saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund finanziert und ist der zweite Flagcarrier im saudischen Königreich. Für viele hat dies zunächst zu Verwirrungen geführt, doch Saudi-Arabien plant damit nicht den bisherigen Carrier, Saudia, zu ersetzen, sondern ihn zu ergänzen und somit andere Fluggesellschaften am Golf zu verdrängen. Bleibt abzuwarten, ob sich die Strategie Saudi-Arabiens bezahlt machen wird.