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Laras Krankenversicherung, Intras, eine Gesellschaft der CSS-Gruppe, hat nach der bekannten Preiserhöhung entschieden, für ihre Afamelanotid-Behandlung nicht mehr aufzukommen, im Gegensatz zu anderen Versicherern, die anderen Patienten die Vergütung gemäss Artikel 71b KVV gewährt haben. Die Zeitung “Il Caffè” hat neulich über den Fall von Lara in den drei unten angegebenen kurzen Artikeln berichtet. Lara hat nicht klein beigegeben, hat mutig für ihre Rechte gekämpft und gegen die Entscheidung von Intras/CSS beim kantonalen Versicherungsgericht des Kantons Tessin einen Rekurs eingelegt – Das Gericht hat ihr Recht gegeben und, folglich, wird jetzt Intras/CSS die Behandlungskosten in vollem Umfang zum neuen kommerziellen Medikamentenpreis zahlen müssen (die Referenz der Entscheidung des Kantonsgerichts weist die Nummer 36.2016.72 auf). Lara konnte endlich wieder aus dem Schatten treten und ein normales Leben wiederaufnehmen, sowohl auf der persönlichen als auch der beruflichen Ebene, und ist nicht mehr Geisel der Entscheidung einer Versicherung, die ihr ein lebensnotwendiges Medikament verwehrt hatte.
Besuchen Sie diese Seite regelmässig für weitere Entwicklungen zu dieser Entscheidung, die ein wichtiger Schritt in Richtung Behandlungsgerechtigkeit darstellt, und dazu beiträgt, EPP-Betroffenen, denen Afamelanotid ungerecht entzogen wurde, Hoffnung zu geben
Das Bundesgericht hat ein Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom August 2015 bestätigt und fordert die Krankenkasse KPT auf, für die Behandlung von Morbus Pompe, die für die Klägerin lebensnotwendig ist, aufzukommen. Dieses Medikament wird in der Spezialitätenliste aufgeführt und das BAG hat einen Preis dafür bestimmt. Somit hätte die Krankenkasse die Kosten der Behandlung übernehmen müssen. Sie hatte aber verschiedene Punkte bezüglich der Aufnahme des Medikaments in die Spezialitätenliste kritisiert, unter anderem die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit, und lehnte es ab, für die Behandlungskosten aufzukommen. Das Bundesgericht hat nun entschieden, dass die Klägerin die Bedingungen für die Übernahme der Kosten gemäss der Spezialitätenliste erfüllt, und dass die Krankenkassen gegen Aufnahme oder Preis eines in der Spezialitätenliste aufgeführten Medikaments keine Beschwerde machen dürfen. Es ist ein sehr wichtiges Urteil für die Klägerin, die an Morbus Pompe leidet, einer erblich bedingten Stoffwechselkrankheit, die zu fortschreitender Muskelschwäche führt, und die jetzt ihre lebenswichtige Behandlung vollumfänglich zurückbekommt. Juristisch und im Allgemeinen ist es aber auch ein sehr wichtiges Urteil für alle anderen Betroffenen von seltenen Krankheiten, weil es hoffentlich dazu beiträgt, solche Behandlungslücken bedingt durch langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren zukünftig zu verhindern und zu einer besseren Behandlungsgerechtigkeit in der Schweiz zu führen. Artikel dazu:
https://www.cash.ch/news/politik/bundesgericht-kpt-krankenkasse-muss-370000-franken-teure-behandlung-ubernehmen-499947