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Unter dem Namen N. erschienen in der Westschweiz zwei versch. Zeitungen. Die erste wurde 1798 als "Nouvelliste vaudois et étranger" gegründet, kam in Lausanne heraus und umfasste eine Leserschaft aus Aristokraten und Anhängern des Ancien Régime. Ab 1800 gehörte der N. zu den bedeutenden welschen Zeitungen der Helvet. Republik. Als Oppositionsblatt kam sie mehrere Male mit der Zensur in Konflikt und wurde im März 1804 vom Kl. Rat des Kt. Waadt verboten. Die 1824 vom Lausanner Buchhändler und späteren Staatsrat Henri Fischer gegr. gleichnamige Zeitung erschien zweimal wöchentlich, später dreimal und von 1856 bis zu ihrer Einstellung 1914 als Tageszeitung. In den ersten Jahren kämpfte sie gegen die 1815 dem Kanton aufgezwungene polit. Ordnung und setzte sich für die öffentl. Freiheit und eine Bundesverfassung ein. Der N. wurde Organ der radikalen Partei und ab 1891 der Liberalen. 1846 führte die finanziell schwache Zeitung bezahlte Anzeigen ein.
Literatur
– Das Buch der schweiz. Zeitungsverleger, 1925, 1108, 1116-1121
– A. Cabanis, La presse politique vaudoise sous la République helvétique, 1979
Autorin/Autor: Ernst Bollinger