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Wegen der Viehseuche kam vor 100 Jahren das öffentliche Leben im damals schon weitherum bekannten Badekurort Lenk weitgehend zum Erliegen.
In den 1920er-Jahren breitete sich die Maul- und Klauenseuche in der Talschaft aus. Die Behörden erklärten Lenk zum gesperrten Kurort.
Foto: PD/Jean Kölla (ETH Bibliothek Zürich)
Schon Anfang des 17. Jahrhunderts war die Lenk bekannt für ihr Bad. Mit der Eröffnung der Simmentalbahn 1902 begann der Kurort mit seinen damals rund 250 Gästebetten zu wachsen. In der Zeitung «Der Bund» machten die Verantwortlichen des Kurvereins im Juli 1920 Werbung für die anstehende Saison: «Obschon die Saison erst im Juni gestartet ist, sind schon vorher eine Anzahl Gäste aus dem Ausland eingetroffen, auch sind die meisten Chalets besetzt, die Saison-Aussichten sind also vorzüglich.»
Jeder Gast, der sich im Sommer 1920 an der Lenk aufhielt, musste sich beschwerlichen, umständlichen Desinfektionsmassnahmen unterziehen.