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2010
Die Wasserstrasse der Kläranlage Uster wurde in den vergangenen Jahren komplett saniert und mit einer neuen, hocheffizienten biologischen Reinigungsstufe ausgerüstet. In diesem Zuge wurden auch die Aussenanlagen neu konzipiert und ökologisch aufgewertet. Die Interventionen beschränken sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: östliches Vorgelände zur ARA und die Speicherbecken innerhalb des ARA-Geländes. Der östliche, frei zugängliche Vorbereich zur ARA konnte durch die Aufhebung der Ringstrasse neu geplant und die Verkehrsfläche wurden flächenmässig stark reduziert.
Es entstand eine grosse, frei zugängliche Grünfläche, die direkt an den Aabachraum angebunden ist. Ein Baumkreis aus Säulenpappeln markiert einen Picknickplatz, wo sich zum Beispiel Schulklassen, die die ARA besuchen, versammeln können. Die alten, im westlichen Bereich des Areals gelegenen Klärbecken werden im Reinigungsprozess der neuen Anlage nicht mehr benötigt. Die Beckenanlage wurde jedoch nicht abgebrochen, sondern finde als Speicherbecken für die Fernheizung, sowie als Notüberlaufbecken weiter eine sinnvolle Verwendung. Die interessante, technische Anlage mit ihren Kanälen und Wasserbecken wurde in einen attraktiven, mehrdeutigen Wassergarten umgewandelt, der das Produkt der ARA, nämlich sauberes Wasser, sichtbar werden lässt. Alternierend wechseln sich offene Wasserflächen, Schilftreifen und mit Seerosen bepflanze Wasserbecken ab. An den Betonmauern entwickelt sich ein artenreicher Algen- und Moosbewuchs.
Die Böschung zur Seestrasse ist als blumenreiche Trockenböschung ausgebildet worden, auf eine Baumbepflanzung wird in diesem Bereich aus betrieblichen Gründen verzichtet werden.
Bauherrschaft:
Stadt Uster, ARA Jungholz