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Ausgangspunkt der europäischen Integration ist die Überzeugung, dass sich die Schrecken und Leiden der beiden Weltkriege nie mehr wiederholen dürfen. Die Grundidee ist folgende: Arbeiten die europäischen Länder wirtschaftlich und politisch immer enger zusammen und verfolgen gemeinsame Ziele, dann werden kriegerische Auseinandersetzungen zwischen diesen Staaten immer unwahrscheinlicher.
In dieser Hinsicht hat sich die Europäische Union (EU) bewährt: Nie zuvor blieb Westeuropa über eine so lange Zeit von Kriegen verschont. Mit der Integration vieler der ehemals kommunistischen Staaten Osteuropas, der sogenannten «Osterweiterung», wurde das Friedens- und Sicherheitsprojekt EU erfolgreich fortgesetzt: Die ideologische Spaltung Europas nach Ende des Kalten Krieges konnte weitgehend friedlich überwunden werden. Der europäische Binnenmarkt und eine - zumindest bis 2010 - stabile Einheitswährung, der Euro, tragen zu mehr Wohlstand und Stabilität in ganz Europa bei. Mit der Ausdehnung der Zusammenarbeit auf politische Bereiche wie Asyl, Migration, Justiz, Sicherheit, Energie, Umwelt und Aussenpolitik kann den grenzüberschreitenden Herausforderungen besser begegnet werden. Heute besteht die Europäische Union aus 27 Mitgliedstaaten. Mit dem Vertrag von Lissabon, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat, hat sie sich grundlegend reformiert.
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