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Die Film- und Videoarbeiten des großen Fotografen Robert Frank zählen zu den bestgehüteten Geheimnissen der Filmgeschichte: Sein Debüt, das Beatnik-Poem Pull My Daisy (1959), gilt zwar als Klassiker, und seine drei Werke in Spielfilmlänge – das faszinierende Schizophrenie-Experiment Me and My Brother (1968), die berüchtigte Rolling-Stones-Tour-Doku Cocksucker Blues (1972) sowie das einnehmende Musik-Road-Movie Candy Mountain (1987) – wurden durchaus wahrgenommen. Aber auch wenn in den letzten Jahren ein Frank-Revival vor allem in Bezug auf seine Fotoarbeit stattgefunden hat, ist der Großteil seines audiovisuellen Werks noch immer nahezu unbekannt und kaum je im Kino zu sehen.
Nachdem das Filmmuseum in Wien bereits im November 2003 die Film- und Videoarbeiten von Robert Frank in vollem Umfang gezeigt hat, wird vierzehn Jahre später – parallel zu einer großen Fotoausstellung in der Albertina – erneut eine Gesamtschau angeboten, nun erweitert um jene drei Videoarbeiten, die Frank seit 2002 hergestellt hat.
Aufgrund der komplizierten Rechtslage um Cocksucker Blues wird eine Aufführung des Films erst Mitte Jänner 2018 möglich sein. Das Filmmuseum wird den Film zum Finale der parallel zur Retrospektive stattfindenden Fotoausstellung zu Robert Frank in der Albertina (bis 21.1.2018) zeigen.