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Das Berner Seeland gehört aktuell zu den produktivsten Landwirtschaftsregionen der Schweiz. Wasser zur Bewässerung steht heutzutage meist noch unbegrenzt zur Verfügung. Bei steigenden Temperaturen und abnehmenden Sommerniederschlägen wird jedoch für die Zukunft mit einem starken Anstieg des Bewässerungsbedarfs gerechnet. Gleichzeitig werden auch die Wasserressourcen von klimatischen Änderungen beeinflusst, so dass es in Zukunft vermehrt zu Wassernutzungskonflikten zwischen Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Naturschutz kommen kann.
Ziel dieses vom BAFU finanzierten Forschungsprojektes ist es, festzustellen, wie sich die Klimaänderung auf die Bewässerungsbedürfnisse unterschiedlicher Kulturen und auf die Wasserressourcen (der Grund- und Oberflächengewässer) auswirkt. Es soll untersucht werden, welche Strategien landwirtschaftlicher Nutzung im Seeland geeignet sind, um die beschriebenen möglichen Wassernutzungskonflikte zu minimieren (z.B. Bewässerung, Verschiebung/ Begrenzung von Anbauzonen, Änderung in der Wahl der Kulturen).
Ein interdisziplinäres Team von Forschenden von Agroscope, sowie der Universitäten Bern und Neuenburg arbeitet daran, die engen Verknüpfungen zwischen Klima, Landwirtschaft, Oberflächengewässern und Grundwasserressourcen besser zu verstehen. Damit sollen schliesslich modellgestützte Aussagen darüber gemacht werden, welche landwirtschaftlichen Anpassungsstrategien im Seeland am besten geeignet sind, die Folgen des Klimawandels für alle zu minimieren.