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Forschungsreisen Umitaka Maru 1961-67
Im August wurde das neue Trainingsschiff der japanischen Marine -UMITAKA MARU – fertiggestellt. Es ist 73 m lang, 11,3 m breit, hat eine Wasserverdrängung von 1452,91 t und erreicht eine Geschwindigkeit von 13 Knoten. Ihren ersten polaren Einsatz leistete die UMITAKA MARU während der ersten japanischen Antarktisexpedition – J.A.R.E. 1 -, als sie das Versorgungsschiff SOYA MARU in die Antarktis begleitete. Schon in einem der nächsten Jahre muss das Trainingsschiff an die Universität für Fischereiwesen, Tokio übergeben worden sein. Im Namen dieses Institutes dient die UMITAKA MARU seitdem als Forschungsschiff für Ozeanographie. Es wurden seit damals fast jährlich Forschungsfahrten in die antarktischen Gewässer unternommen.
Forschungsreise 1961-1962
Ende November 1961 hatte die UMITAKA MARU den Tokioer Hafen verlassen. An Bord befanden sich neben der Schiffsbesatzung mehrere Studenten und Wissenschaftler der Tokioter Universität für Fischerei. Nach einem Aufenthalt in Kapstadt begann am 5. Dezember 1961 südlich davon der offizielle Teil der Reise bei 36°59′ S / 16°44’0. Man hatte die gesamte Forschungsreise in den antarktischen Gewässern in drei Fahrtabschnitte unterteilt. Zuerst wandte man sich in die östliche Richtung, um zwischen den Koordinaten 40° – 64,5° S und 115° – 70° 0 die ersten ozeanographischen Messungen und Beobachtungen durchzuführen. Auf dem wissenschaftlichen Programm standen hydrographische Untersuchungen, Salzanalysen des Meerwassers, Planktonstudien, Beobachtung von Seevögeln, Untersuchungen über Fischvorkommen, erdmagnetische Schweremessungen, sowie Lotungen der Meerestiefe. Ob während dieses Fahrtabschnittes eine der in diesen Koordinaten liegenden subantarktischen Inseln wie Kerguelen oder Heard besucht wurde,ist nicht bekannt. Der zweite Fahrtabschnitt galt der Küste des Enderby-Landes bis zur Rijser-Larsen-Halbinsel. Zwischen 64,5° und 65° S und 70° und 30° 0 wurde dieses Seegebiet erforscht. Ein Besuch der ganz in der Nähe gelegenen SYOWA STATION wurde nicht gemacht und von einem Rendevouz der UMITAKA MARU und der SOYA MARU ist nichts bekannt. Die Fahrt ging weiter in westlicher Richtung und im dritten Fahrtabschnitt (64° – 59° S / 30° – 36° W) stand der Besuch von Grytviken auf Südgeorgien im Mittelpunkt der Geschehnisse. Auf Südgeorgien wurden einige Pinguinkolonien wissenschaftlich untersucht. Nach dem Aufenthalt auf Südgeorgien fuhr die UMITAKA MARU wieder in Richtung Kapstadt und fast am Ausgangspunkt bei 36°24’4″ S / 16°10’9″ 0 wurde am 29. Januar 1962 der offizielle Teil der Forschungsfahrt beendet. Während dieser 56-tägigen Forschungsfahrt wurden 57 hydrographische Untersuchungen gemacht, 105 mal sammelte man Plankton-Proben und 2568 Tiefenmessungen wurden durchgeführt. Teilnehmer: Takeharu Kumagori
Forschungsreise 1962-1963
Noch keine Informationen. Höchstwahrscheinlich keine Antarktisreise.
Forschungsreise 1963-1964
Noch keine Informationen. Höchstwahrscheinlich keine Antarktisreise.
Forschungsreise 1964-1965
Mitte November 1964 verliess die UMITAKA MARU unter dem Kommando von Kapitän K. Ozawa den Hafen Tokios. Zu der Mannschaft, bestehend aus 13 Offizieren und 26 Matrosen gesellten sich in Fremantle 44 Studenten und 3 Assistenten der Universität für Fischerei, sowie 11 Wissenschaftler der verschiedensten Institute unter der Leitung von Y. Sasaki. Diese Forschungsfahrt war in zwei Fahrtabschnitte aufgeteilt und es wurden ozeanographische und biologische Untersuchungen, die hauptsächlich dem Krill galten, unternommen, aber auch geophysikalische Messungen und Messungen der geomagnetischen Schwere wurden an Bord vorgenommen. Weiterhin wurden meteorologische Daten gesammelt und der Ozeanboden in dem Forschungsgebiet vermessen. Ein grosser Teil der wissenschaftlichen Arbeiten wurde im Namen des Internationalen Hydrographischen Instituts in Monaco durchgeführt.
Die erste Forschungsfahrt führte von Fremantle (30.11.1964) in das Gebiet 65° Sund 120° bis 140° 0, also vor die antarktischen Küsten des Adelie-, Claire-, BANZARE-, Totten- und Sabrina-Landes. Auch hier ust nicht bekannt, ob die französische Station Dumont D’Urville besucht wurde. Nachdem die erste Fahrt erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wandte sich das Schiff wieder nördlich und lief am 27. Dezember 1964 den Hafen von Wellington, der neuseeländischen Hauptstadt, Lyttleton an.
Am 3. Januar 1965 verliess die UMITAKA MARU Lyttleton zur zweiten Forschungsfahrt. Diesmal fuhr sie wieder südlich bis 65° S und ihr jetziges Forschungsgebiet lag zwischen dem 150. Längengrad West und dem 160. Längengrad Ost, also einmal quer durch das Ross-Meer. Auf der Rückfahrt wurden noch die Meeresgebiete südlich der Macquarie-Inseln erforscht. Ob auch während dieser Fahrt ein Besuch einer Forschungsstation stattfand kann ich ebenfalls noch nicht sagen. Eines steht jedoch fest, dass die UMITAKA MARU täglich einen Wetterbericht zur neuseeländischen Station Campbell Island zur Weiterübermittlung nach Neuseeland gefunkt hat. Am 15. Februar 1965 erreichte das Forschungsschiff den Hafen von Sydney und das wissenschaftliche Team flog nach Tokio zurück.
Forschungsreise 1965-1966
Noch keine Informationen. Höchstwahrscheinlich keine Antarktiareise.
Forschungsreise 1966-1967
Der 1453 t grosse Hecktrawler UMITAKA MARU verliess am 15. Oktober 1966 den Hafen Tokios zu einer weiteren Antarktis-Expedition. Unter dem erneute Kommando von Kapitän K. Ozawa standen 36 Offiziere und Matrosen, sowie 34 Seekadetten. Der wissenschaftliche Teil der Expedition stand unter der Leitung von Dr. Makato Ishino. Neben den acht japanischen Wissenschaftlern, den drei Walbeobachtern nahm auch der wohlbekannte britische Ozeanograph S. W. Brown vom National Ozeanographischen Institut des Britischen Museums teil. Auch diesmal stand eine ganze Reihe wissenschaftlicher Beobachtungen und Messungen auf dem Programm, wie Messen der Wassertemperatur, des Salzgehaltes und anderer Wasseranalysen, Krillforschung und Erforschung der wirtschaftlichen Nutzung der antarktischen Fischvorkommen, geomagnetische Messungen und Messungen der Schwerkraft, sowie Vermessung des Meeresbodens. In der Abteilung Meeresgeologie sammelte man Proben des Meeresbodens und machte Unterwasseraufnahmen von Meeresgebirgen. Neben all diesen Forschungen wurden auch noch Routinearbeiten, wie Echolotungen und meteorologische Forschungen durchgeführt. Die drei Walbeobachter, zwei Kapitäne und ein 1. Offizier von Fangbooten, machten tagsüber Beobachtungen und Zählungen von vorüberschwimmenden Walen. Insgesamt 1.145 Stunden Ausschau hielten sie während der 85 Tage dauernden Forschungsfahrt. Am 14. November 1966 legte die UMITAKA MARU in Lyttleton an, um zu
bunkern und neue Verpflegung an Bord zu nehmen. Einige Tage später verliess das Forschungsschiff Neuseeland, um auf den 150. Längengrad West in die Antarktis zu fahren. Von diesem Längengrad aus fuhr sie entlang der antarktischen Küste ostwärts, also entlang des Marie-Byrd-Landes, des Ellsworth- und des Graham-Landes durch die Drake-Passage. Ihr nächster Hafen war Buenos Aires, wo man bunkerte und wiederum die Lebensmittelvorräte ergänzte. Die nächsten Forschungsgebiete waren die Gewässer um Südgeorgien und Kerguelen. Auch diesmalist nicht bekannt, ob ein Besuch der dortigen wissenschaftlichen Stationen stattgefunden hat. Die Forschungsreise “Rund um die Antarktis” wurde im Hafen von Fremantle beendet und die Wissenschaftler verliessen das Schiff, um per Flugzeug in die Heimat zu reisen. Die UMITAKA MARIT kehrte am 11. März 1967 nach Tokio zurück.