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Titel
Stevens,
1) Alfred, franz. Genremaler, geb. zu Brüssel, trat schon als Knabe in die École des beaux-arts in Paris und bildete sich nachher unter Navez und in Paris unter Roqueplan. Seine Genrebilder bewegen sich in Pariser Salons mit französischen Manieren und namentlich in der Frauen- und Kinderwelt, die er mit zierlicher Anmut im Geschmack der Mode, aber auch mit einer Mischung von Koketterie und Empfindung darzustellen weiß. Dabei legt er besonderes Gewicht auf den Komfort und den Luxus des möblierten Frauengemachs, ¶
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z. B. in den Bildern: der Besuch, Heimkehr von der Gesellschaft, die Dame in Rosa (Museum in Brüssel), der Trost, die Unschuld, Morgen auf dem Lande, das Neujahrsgeschenk, die Dame im Atelier und (1878) der Frühling des Lebens. Für den König der Belgier malte er al fresco die Jahreszeiten als Frauengestalten in modernem Kostüm. Besonders stark vertreten war er auf der internationalen Ausstellung 1878. Er ist Inhaber zahlreicher Medaillen, wurde 1863 Ritter und 1867 Offizier der Ehrenlegion, Kommandeur des Leopoldsordens und Ritter einiger deutschen Orden.
2) Joseph, belgisch-franz. Tier- und Genremaler, geb. 1822 zu Brüssel, Bruder des vorigen, machte seine Studien in Paris und trat zuerst auf der Ausstellung in seiner Vaterstadt 1844 auf. Er malt Genrebilder, in denen die Tiere und namentlich die Hunde, die er mit ergreifender Wahrheit, meisterhafter Zeichnung und Behandlung darstellt, die Hauptsache sind, z. B.: der Hund des Gefangenen, der Hofhund und das Stück Fleisch, die Überraschung, Episode auf dem Hundemarkt in Paris und Brüsseler Straße am Morgen (die beiden letztern im Museum zu Brüssel), der naschende Affe, der Hund mit der Fliege, die Taschenspieler etc. Er erhielt mehrere Medaillen, wurde 1861 Ritter der Ehrenlegion und 1865 Offizier des Leopoldsordens.