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Sri Lanka hat eine neue Passagierfluggesellschaft: Am 5. Oktober nahm Fits Air, welche bis dato unter dem Namen ExpoAir nur im Frachtfluggesellschaft tätig gewesen war, ihren ersten Passagierflug von Colombo nach Dubai auf. Fits Air bedient diese Strecke drei Mal pro Woche; seit dem 10. Oktober wird auch drei Mal wöchentlich nach Male (Malediven) geflogen. Ab dem 28. Oktober folgen dann Flüge nach Trichy im indischen Bundesstaat Tamil Nadu.
FitsAir wird von den internationalen Flughäfen Bandaranaike und Ratmalana in Colombo sowie vom Flughafen Jaffna aus operieren. Die Fluggesellschaft plant den Aufbau eines Mini-Hubs in Jaffna; in Ratmalana soll vor allem Inlandflugbetrieb erfolgen. Eingesetzt werden drei geleaste Airbus A320-200 mit 156 Plätzen in Economy und 8 Sitzen in Economy Plus; eine Business-Klasse gibt es nicht.
Eigentümerin der Airline ist die srilankische Aberdenn Holdings.
Aufgestellt ist die Airline, die sich als «grösste private Fluggesellschaft Sri Lankas» bezeichnet, als Low-Cost-Airline. So versucht sie dem staatlichen Carrier Sri Lankan Airlines das Leben schwer zu machen.
Pikant daran ist, dass bei Fits Air der langjährige frühere CEO von Sri Lankan ist, nämlich Peter Hill, als Vice President Passenger Operations mit an Bord ist. Das Engagement von Hill ist insofern bemerkenswert, als es eine Art «Racheaktion» interpretiert werdnen könnte. Hill war von 1998 bis 2007 CEO von Sri Lankan und führte die chronisch defizitäre Airline damals, mit Beihilfe einer engen Kooperation mit Emirates, in die schwarzen Zahlen. Als er sich jedoch weigerte, Passagiere aus einem ausgebuchten Flug zu kicken, um kurzfristig Platz für den damaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa und dessen Entourage zu machen, wurde ihm kurzerhand die Arbeitserlaubnis entzogen. Eine Aktion, die beim langgedienten Airline-Profi mit Berufsstationen bei British Airways, Emirates, Oman Air und Gulf Air verständlicherweise ganz schlecht ankam.
Nun gehen Hill und FitsAir zu einem Zeitpunkt an den Start, zu welchem das Land gerade aus der schwersten Finanzkrise seit Jahrzehnten herauskommt. Zumindest bis Dezember seien die Treibstoffvorräte gesichert, lässt Fits Air wissen. Man setze voll auf preiswerte Flüge für Personen, welche im Raum Südasien, Südostasien und dem Arabischen Golf verkehren wollen. Grössere Expansionspläne hegt Fits Air - bislang - nicht.