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Der McLaren-F1 von 1998 gilt als Supercar - die schnellste Strassenversion eines Rennwagens. Die Eignerschaft ist einer der kleinsten Klubs, in denen man Mitglied werden kann. Nun wird er versteigert.
Ein McLaren-F1-Rennsportwagen von 1998 sorgt in Manhattan für Aufsehen. Seit dem 3. Juni ist der Bolide im Schaufenster von Sotheby’s ausgestellt. Im August soll er versteigert werden.
Der Wagen, dessen geschätzter Wert bei mehr als zwölf Millionen Dollar (10,7 Millionen Euro) liegt, ist Teil einer privaten Sammlung von 30 Fahrzeugen. Diese umfasst mindestens neun Ferrari, zwei Lamborghini und zwei Bugatti. Verkäufer ist ein Sammler aus Florida, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde.
Sechs Tage dauernde Schau
Die Auktion wird im Rahmen einer sechs Tage dauernden Schau für klassische Autos, die jedes Jahr in den kalifornischen Küstenorten Carmel und Monterey stattfindet, sowie auf dem Golfplatz von Pebble Beach erfolgen. Im vergangenen Jahr hatten die Verkäufe durch die drei Auktionshäuser RM Sotheby’s, Bonhams und Gooding & Co. ein Volumen von fast 400 Millionen Dollar erreicht - angetrieben durch steigende Preise für Sammlerstücke.
RM Sotheby’s war entstanden, als Sotheby’s sich im vergangenen Februar mit 25 Prozent an dem Unternehmen RM Auctions beteiligt hatte.
«Der Markt ist sehr stark geblieben»
«Der Markt ist sehr stark geblieben», sagt Ian Kelleher, Managing Director bei RM Sotheby’s, in einem Interview mit Bloomberg. «Die Leute halten nicht still. Es gibt neue Käufer, die in den Markt kommen, und jüngere Sammler, deren Geschmack sich weiterentwickelt.»
Seinen Worten zufolge erreichte RM Sotheby’s im Mai dieses Jahres eine Summe von 54 Millionen Dollar aus dem Verkauf einer Kollektion eines einzigen Sammlers. Sie bestand aus rund 75 Autos und anderen Memorabilien.
Auktionsrekord für das Supercar?
Der McLaren-F1 von 1998, der im kommenden August versteigert werden soll, könnte einen neuen Auktionsrekord für dieses Modell erzielen. Der bisherige Bestwert liegt bei 8,5 Millioen Dollar für eine Version von 1997.
Der McLaren-F1 ist bekannt als Supercar - die schnellste Strassenversion eines Rennwagens, der nicht auf regulären Strassen gefahren werden darf. Die Version in Kalifornien ist eine Mischung zwischen dem Strassen-McLaren-F1 und dem McLaren F1 GTR, der in Le Mans antrat.
«Komfort ist zweitrangig»
Das Unternehmen hatte 64 Exemplare der Standard-Strassen-F1-Version hergestellt. Zwei davon - darunter das zum Verkauf stehende Fahrzeug - wurden mit mehr Pferdestärken ausgerüstet. Derartige Supercars wurden ursprünglich für eine Millionen Dollar pro Stück verkauft, sagt Kelleher.
Das Design des Wagens ist recht ungewöhnlich. So gibt vorne im Auto drei Sitze - einen für den Fahrer und zwei für Mitfahrer. Der Wagen ist ausgerüstet mit Flügeltüren. Die Sitze sind geschützt und tief, was es schwer macht, graziös auszusteigen.
«Das Design ist nicht für schwere Männer gemacht», sagt Kelleher. «Es ist für jemanden gebaut, der es mag, schnell zu fahren. Jemanden, der den Klang des Motors mag. Der Komfort ist zweitrangig.» Zu den Fahrern, die das F1-Modell besitzen, zählt unter anderem der Designer Ralph Lauren und der US-TV-Star Jay Leno, berichtet Kelleher: «Die Eignerschaft eines solchen Wagens ist einer der kleinsten Klubs, in denen man Mitglied werden kann.»
(bloomberg/ccr)