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In metachirurgischer Methode nutzt Isabell Bullerschen ihre Arbeit als Skalpell, das den Anthropozentrismus seziert. Unter weggeschnittenem Fleisch tauchen etwa verzierte Schulterblätter auf. Die binäre Engstirnigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen jeglicher Art wird aufgeschnitten und das Innen nach aussen geklappt. Dabei stellt sie in ihren alternativen Narrativen etwa die Theorie der Verschwendung von Georges Bataille oder die Verschränkung von Karen Barad auf die Probe: Es soll eine sinnliche Form des Wissens erfahrbar und erlebbar gemacht werden und die Trennung durch Sprache überwunden werden. Die durch Sprache erzeugte Scheinrealität bedeutet bei ihr ein Schockmoment, die Kommunikation mittels Sprache eine Illusion: Konstruktion durch Sprache führt in die Isolation. So beruft sie sich auf das aus sinnlicher Erfahrung gewonnene Wissen, dass sie dem empirischen oder argumentativen Ansatz der vermeintlich objektiven Wissenschaft gegenüberstellt, und das in der Lage ist, den Schockzustand und die Isolation zu überwinden.
(Adrian Hummel, Autor)