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Clara Aebischer-Meyer wurde am 10. August 1933 als ältestes von elf Kindern von Bertha und Theodor Meyer-Lehmann in Heitenried geboren. Sie besuchte die Primarschule in Heitenried und die Sekundarschule in Tafers. Das letzte Schuljahr verbrachte sie im Internat Guglera, um die französische Sprache zu erlernen. Von 1948 bis 1949 absolvierte sie das landwirtschaftliche Haushaltslehrjahr in Marly und arbeitete anschliessend als Haushaltsangestellte bei der Familie Köstinger in Wolgiswil, bei der Familie Perler in Amtmerswil und bei der Familie Burri in Rain.Als 1953 unerwartet ihre Mutter verstarb, kehrte sie nach Hause zurück, um den elterlichen Haushalt zu besorgen. Liebevoll kümmerte sie sich um ihre Geschwister und versuchte durch ihr fürsorgliches Dasein, ihnen die Mutter zu ersetzen. Trost und Kraft fand Clara in dieser schwierigen Lebensphase bei ihrem verständnisvollen Vater und in ihrem Glauben an Gott.1956 vermählte sich Clara mit dem Landwirt Othmar Aebischer und zog mit ihm auf den elterlichen Hof nach Schönfels. Sie freute sich mit ihm an ihren vier Töchtern und zwei Söhnen und der wachsenden Zahl von Grosskindern. Viel Freude und Entspannung fand Clara aber auch bei der Gartenarbeit. Sie liebte Blumen über alles und verwandelte von Frühling bis Herbst Balkon, Terrasse und Garten in ein Farbenmeer.1989, nach der Übergabe des Bauernhofes an ihren Sohn Alex, zogen Clara und Othmar ins neu umgebaute Stöckli und genossen dort ihren Lebensabend.Clara mochte Geselligkeit. Trotz grosser Arbeit auf dem Hof fand sie stets Zeit, am Vereinsleben teilzunehmen. Während einiger Jahre präsidierte sie mit grossem Einsatz den Mütterverein von Heitenried. Sie war Mitglied des Jahrgängervereins und nahm regelmässig an dessen Veranstaltungen teil, so letztmals am Vortag ihres Todes. Ein weiterer wichtiger Termin in ihrem Kalender war der Nachmittag mit den Kolleginnen aus dem Turnverein. Man traf sich zum Turnen oder zu einem gemütlichen Jass.Grosse Erfüllung fand Clara in ihrer Aufgabe als Sakristanin der Kapelle von Schönfels. Mit viel Umsicht und Hingabe schmückte und pflegte sie «ihre» Kapelle bis zuletzt. Ebenso gehörte dazu, dass sie nach einem Gottesdienst in der Kapelle Verwandte und Bekannte zu einem gemütlichen Imbiss zu sich einlud.Zeitlebens waren für Clara Gastfreundschaft, ihre Familie, Freunde und ihr fest verwurzelter Glaube an Gott von zentraler Bedeutung. Sie sorgte sich um alles – und vergass dabei oft sich selbst.Am 27. September hat Gott sie aus unserem Kreis herausgeholt. Sie verstarb völlig unerwartet an Herzversagen in ihrem geliebten Heim. Es bleibt die Erinnerung an eine überaus fürsorgliche und grossherzige Frau. Eing.