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Titel
Brunner,
1) Hans, Genre- und Porträtmaler, geb. zu München, besuchte dort bis 1830 die Polytechnische Schule und 1831 die Akademie unter Cornelius, wo er das Zeichnen nach der Antike und nach der Natur lernte und sich in der Malerei ohne Lehrer durch Kopieren der Bilder in der königlichen Gallerie ausbildete. 1833 machte er die erste Studienreise ins bayrische Gebirge und Tirol und hielt sich eine Zeitlang in Venedig auf. Aus Gesundheitsrücksichten verließ er 1840 München und lebte bis 1865 in Salzburg und dem südlichen Tirol, dann zog er nach Stuttgart und nahm 1869 seinen Wohnsitz wieder in München. Unter seinen geschmackvoll komponierten und im Ausdruck der Gestalten recht ansprechenden Genrebildern nennen wir nur: die Sage vom Untersberg bei Salzburg und Gnomenbilder dieser Sage, Heimkehr von der Jagd, Gondelfahrt (1876) und Weinprobe (1877). Auch seine vorzugsweise aus den Kreisen der österreichischen Aristokratie gemalten Porträte sind charaktervoll aufgefaßt und trefflich modelliert.
2) Joseph, Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Wien, war anfangs Koch, bis er es durchsetzte, beim Maler Joseph Feid in die Lehre zu kommen. Nachdem er dann Studienreisen in Deutschland, Italien, der Schweiz und der Walachei gemacht hatte, trat er mit Landschaften großenteils aus Österreich auf, die meistens von trefflicher Zeichnung und feiner, wirkungsvoller Farbe sind; z. B.: der schwarze Turm bei Mödling, Hochgebirgssee in Kärnten, Landschaft aus Schlesien, Föhren im Alpenglühen, Partie an der Traun. Er lebt in Wien.