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Hallo Nixisi
Wenn die Sprecherin gesagt hat, dass jede Drohne über 500g in der Schweiz registriert ist, war das ein Irrtum ihrerseits. Wenn sie nur diejenigen gemeint hat, die sie betreffen, nämlich diejenigen in der Nähe von Flugplätzen, war ihre Aussage korrekt. Mit der erwähnten Anmerkung besser "erfasst" oder "bekannt" statt "registiert" zu formulieren.
Bezüglich der Bewilligungspflicht für Flüge von Drohnen unter 500g in der Nähe von Flugplätzen beachte die obige Erläuterung von Maagisch.
Ich glaube nicht, dass sich die Sprecherin vom Flughafen Zürich vorwiegend auf öffentliche Medien wie 20min abstützt. Im Gegenteil hat der Flughafen Zürich mehrere Drohnenveranwortliche, die sich gut auskennen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Sprecherin bei ihnen informiert.
Interessant ist das Video, das woesch verlinkt hat. In diesem Fall kennen wir die Wahrheit noch nicht. Allerdings treffe ich leider immer wieder auf Dramatisierungen und bewusste Schuldzuschiebungen der kommerziellen Luftfahrt in Richtung Drohnen. So hatte sich schon ein mal eine "Drohne", die mit einem Linienflugzeug kollidiert war, später als Plastiksack herausgestellt. Oder ein Linienpilot behauptete eine Drohne bereits auf so grosse Distanz erkannt zu haben, dass er seinen Autopiloten ausschalten und ein manuelles Ausweichmanöver fliegen konnte, was mir bei all meiner aviatischen Erfahrung als sehr unwahrscheinlich erscheint. Oder ein Video auf Youtube einer Kollision einer Drohne mit einem Linienflugzeug, dessen Winglet dabei abbrach, stellte sich als unecht heraus. Es sind immer die zu Grunde liegenden Motivationen der Quellen zu beachten. Einige Teile der bemannten Aviatik haben schlicht ein kommerzielles Interesse, Drohnenflüge einzuschränken, um ihren Markt zu schützen. Andere fürchten sich tatsächlich vor Kollisionen und versuchen mit Dramatisierungen eine strengere Gesetzgebung für Drohnen zu beschleunigen.
Wir bleiben dran und setzen uns weiterhin für die Interessen Schweizerischen Drohnenbetreiber ein.
Beste Grüsse
Reto