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«Sackmesser» aus dem 16. Jahrhundert
Aus dem Zürichsee wurde ein 1,2 Meter langes Schwert mit «Schwertbesteck » geborgen.
ste. Die Vergnügungsfahrt eines Stand-up-Paddlers auf dem Zürichsee vor Freienbach im April mündete in eine Entdeckung: Er wurde auf ein Objekt auf dem Seegrund aufmerksam und meldete dies vorbildhaft dem Amt für Kultur des Kantons Schwyz. In dessen Auftrag konnte die Unterwasserarchäologie der Stadt Zürich ein Schwert, ein Beimesser, ein Pfriem (Ahle) und weitere Objekte bergen.
Das 1,2 Meter lange Schwert ist gut erhalten; lediglich die Schwertspitze ist abgebrochen. Die Zugaben, das «Schwertbesteck », lag seitlich an der Unterseite des Schwertes. «Dies bedeutet, dass dieses Schwert mitsamt seiner Lederscheide in den See gelangte», erklärte Ralf Jacober, beim Staatsarchiv zuständig für die Archäologie. «Wir könnten hier von einem multifunktionalen Sackmesser sprechen », erklärte Jacober schmunzelnd, denn das Hauptobjekt konnte als Waffe, aber auch zum Schneiden verwendet werden.
Der Fund stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Länge des Griffs verweist auf einen Anderthalbhänder, dessen Träger die Waffe mit einer oder beiden Händen führte.
Das Schwert auf dem Grund des Zürichsees. Foto: Staatsarchiv SZ