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Die längste Suone des Wallis erstreckt sich über 32 km.
Fassung auf 1850 m Höhe aus dem Fluss Printse oberhalb von Siviez
Länge 32 km
Baujahr 1876
Die Bisse de Saxon durchquert zu Beginn die Alpen von Tortin und Siviez, führt dann durch einen Fichtenwald bis hin zu den Alpen oberhalb von Haute-Nendaz. Von dort fliesst sie weiter zur Alp Pra da Dzeu, vorbei an den hundertjährigen Lärchen bei den Maiensässen du Dzora. Nach dem Forêt Verte fliesst sie gemütlich bis La Tzoumaz dahin. Bevor die Suone bei Saxon dann das Tal erreicht, müssen noch die steilen Felswände bei Ecône überwunden werden.
Es lässt sich nur erahnen, unter welch grossem Wassermangel die Bewohner dieses Dorfes im Rhonetal litten, dass sie ein solch kühnes Projekt in Angriff nahmen. Die Bauarbeiten begannen 1865. Technische Probleme führten aber dazu, dass die Arbeiten unterbrochen werden mussten und ein jahrzehntelanger Prozess das Ganze stilllegte. Unter der Federführung von Joseph Fama, Eigentümer und Direktor des Casinos und der Bäder von Saxon, nahm man die Arbeiten 1874 schliesslich wieder auf.
Entlang der Strecke mussten zahlreiche Bauten konstruiert werden, wie Trockensteinmauern, Tunnels durch Felsabschnitte, Montage von Känneln, durch die das Wasser hindurch floss.
1876 führte die Suone erstmals Wasser und wurde bis 1964 zur Bewässerung genutzt. Aufgrund ihrer Länge wurden 3 Hüter benötigt, welche die Suone kontrollierten und bei Bedarf ausbesserten. Diese Hüter oder Sander lebten in schlichten Hütten entlang der Suone. 1999 wurde der Verein «Garde du Bisse» gegründet, der diesen für die Geschichte des Wallis so wichtigen Kanal wieder instand setzte.