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Zwölf Uhr mittags
HIGH NOON
Ein verdammt guter Western
Eine Gesellschaft ohne Moral und Rechtsbewusstsein. Ein Mann im Gewissenskonflikt. Darf er sich seiner moralischen Verpflichtung entziehen, wenn sie eine Gefahr füs sein Glück und sein Leben bedeutet? Gary Cooper geht mit sich ins Gericht.
Für den Erfolg und die Qualität des Films waren wohl folgende Gründe massgebend: die schauspielerische Leistung von "Gary Cooper", der die ganze Verzweiflung in seinem Gesicht trägt und den wohl menschlichsten Westernhelden spielt, den es je auf der Leinwand gegeben hat; der Titelsong von "Dimitri Tiomkin", der auch als musikalisches Thema immer wiederkehrt und viel zur Spannung des Films beiträgt; und vor allem der hervorragende Schnitt von "Elmo Wiliams", der die eigentliche Qualität des Films ausmacht und ihn deutlich von anderen Werken abhebt.
High Noon - gilt als "Edelwestern", als einer mit Botschaft, dessen Story sich nicht selbst genug ist, sondern Interpretationen provoziert. Dominant bleibt das generelle Bekenntnis des Regisseurs "Fred Zinnemann", das auf einem Satz von Robert Louis Stevenson beruht:
"Eines Menschen Charakter ist sein Schicksal"
Die Edelwestern-Empfehlung
"Zwölf Uhr mittags" ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 1952.
Die 85 Minuten der Laufzeit entspricht genau den 85 Minuten der Filmhandlung. Dadurch wurde von Regisseur Fred Zinnemann die dramatische Konzentration erhöht und die Identifizierungsmöglichkeit ungleich grösser.
Sternstunden der Filmgeschichte
Kino-Aushangfotos nennt man die Bilder mit Filmszenen, die in den Kinoschaukästen rund um das Plakat herum gehängt werden.
Der Name dieses beliebten Sammelobjekts stammt noch aus der Anfangszeit der Lichtspielhäuser. Damals handelte es sich bei den Kino Aushangfotos schwarz/weiss noch um echte Fotoabzüge im Format 24 x 30 cm, die meist mit einer aufwendig gestalteten Titel-Vignette verziert wurden...
Kinoaushangfotos als Deutsches Werbematerial - © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc
Handlung
Wisconsin 1880.
Erzählt werden anderthalb Stunden im Leben des Sheriff Will Kane, der in Hadleyville die junge Quäkerin Amy heiratet. Nach der Zeremonie sollte das Paar die Stadt verlassen, doch die Rückkehr eines gewissen Frank Miller ist angesagt, der mit Will Kane wegen der verbüssten Gefängnisstrafe abrechnen will. Seine drei Kumpane warten bereits am Bahnhof. Er sucht Unterstützung in der Stadt, doch es ist niemand bereit, ihm gegen die Banditen zu helfen.
Kann der Sheriff im "Showdown" seine Widersacher zur Strecke bringen?
Produktion und Hintergrund
Gedreht wurde der "Film-Klassiker" im September/Oktober 1951 mit einem Budget von 800 000 Dollar, er entstand in einer politisch aufgeladenen Zeit, der auf die Angst anspiele, die in Hollywood während der Umtriebe McCarthys geherrscht habe. Zwölf Uhr mittags wurde in Schwarzweiss gedreht, wie fast achtzig Prozent der Filme aus diesem Jahr.
Der sechs Jahre später gedrehte Western "Rio Bravo" von "Howard Hawks" mit "John Wayne" in der Hauptrolle, gilt als eine Art "Antwort" auf High Noon und wird bisweilen als "Anti-High-Noon" bezeichnet. Auch "Spiel mir das Lied vom Tod" von Sergio Leone enthält – besonders in den Szenen am Anfang des Films, als die Banditen auf den Zug warten – Anleihen an High Noon. Der erste Satz, der in Spiel mir das Lied vom Tod gesagt wird – "Where is Frank?" –, ist ohne Kenntnis von High Noon eigentlich gar nicht richtig zu verstehen...
High Noon, 1995 - © Renato Casaro
Sound! Camera! Action!
Was wäre "Spiel mir das Lied vom Tod" ohne die leitmotivische Mundharmonika?
Im Kino bleiben Bilder und Musik untrennbar miteinander verwoben. Die Auswahl lädt ein, in Nostalgie zu schwelgen, Vergessenes wiederzufinden und Neues zu entdecken...
KINOPLAKAT
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NEBENPRODUKT
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DEUTSCHE VERSION
Hut ab: Für seine Interpretation erhielt "Gary Cooper" seinen zweiten Oscar als Bester Hauptdarsteller!
Die FTS-Empfehlung
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