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Luzerner verstärkten Urner und zwang sie, sich nach Luzern
in Sicherheit zu bringen.
Ebenfalls bei Gisikon fand auch das letzte
Gefecht im Sonderbundskrieg statt, in dem hier die eidgenössischen Truppen am dem
Obersten v.
Elgger, Generalstabschef
der Truppen des Sonderbundes, eine entscheidende Niederlage beibrachten. 1299: Gisinkon.
(Kt. Aargau,
Bez.
Aarau und Brugg).
774 m. Langgestreckter Doggerkamm mit ziemlich steilen Hängen und einem darüber aufsteigenden,
nach N. abbrechenden Felsgrat. Bildet die ö. Fortsetzung des an der
Staffelegg n.
Aarau beginnenden
Hombergs.
Homberg u. Gislifluh
werden im S. von der in einem durchschnittlichen Abstand von 1,5 km fliessenden
Aare begleitet und beherrschen
auf der Strecke von
Biberstein bis
Auenstein die fruchtbare Aareebene mit ihren Aeckern,
Weinbergen und
Wiesen. Die Gislifluh
namentlich am
S.-Hang gut bewaldet, wo die Buchenwälder bis zum Gipfelkamm hinaufsteigen. Prachtvolle Aussicht, auf
Jura,
Alpen und
Mittelland. Von
Aarau aus in 1½ Stunden leicht zu besteigen. Der aus Liasmergeln und Keuper bestehende
N.-Hang des Bergzuges trägt zum grössern Teil
Wiesen und liegt auf Boden der Gemeinde
Thalheim. Benannt nach der h. Gisela,
die einst am
S.-Hang in einer
Einsiedelei mit
Kapelle gewohnt haben soll.
Eine Parketterie. Den Bemühungen von Dr. Halter ist es zu verdanken, dass 1850 das am Fusse des
Kaiserstuhl
liegende ungesunde Aaried mit dem kleinen Rudenzersee trocken gelegt und damit die Gegend fieberfrei gemacht worden ist.
(Kt. Obwalden).
Bergstock im SW.-Abschnitt des Kantons, w. über dem
Lungernsee und 6 km nnw. vom
Brünigpass. Benannt
nach dem n. unter dem
Lungernsee in der Thalebene gelegenen Dorf
Giswil. Der mächtige Felsstock ist
bemerkenswert sowohl durch
sein wildes und zerrissenes Aussehen wie auch durch seine isolierte Lage, die ihn zu einem weithin sichtbaren,
charakteristischen
Berge stempelt, obwohl er sich nur auf eine
Höhe von 2014-2076 m erhebt. In orographischer Hinsicht kann
man am
Stock drei Teile unterscheiden: a) den Giswilerstock im engern Sinne, der als schmaler mehrfach gezackter
Grat von NO.-SW.
ansteigt und mit der
Schafnase (2014 m) abschliesst;b) die massige
Rossfluh (2076 m), s. der
Schafnase
und von ihr getrennt durch die
Furgge (1915 m), von der aus beide Gipfel
(Schafnase und
Rossfluh) gewöhnlich bestiegen werden;
c) den noch weiter nach S. gelegenen kurzen und schmalen Felsgrat des
Mändli (2068 m), den der Kringenpass (1915 m) von der
Rossfluh trennt.
Die durch die genannten Passübergänge zweimal unterbrochene Kammlinie bildet einen stumpfen
Winkel, dessen Scheitel an der
Schafnase liegt. Seinem geologischen Aufbau nach ist der gesamte Bergstock eine isolierte exotische Felsmasse ohne inneren
Zusammenhang mit ihrem Untergrund, d. h. eine mitten in kretazischen und tertiären Bildungen stehende triasische Dolomitklippe,
deren Fuss in dolomitischen Sturzschutt eingehüllt ist. Die Giswilerstöcke bilden damit ein Glied der
vom
Rheinthal bis zum
Thunersee dem N.-Rand der
Alpen folgenden Reihe von Klippen, der u. a. auch die
Mythen, das
Buochserhorn
und
Stanserhorn angehören; sie können aufgefasst werden als Mittelglied zwischen den völlig isolierten, eigentlichen Klippen
ö. von ihnen und der kettenförmigen Entwickelung dieser exotischen Massen w. von ihnen (Romanische
Präalpen und Chablaiszone).
Das Klippenphänomen wird jetzt meist durch eine
von S. her gekommene Ueberschiebung erklärt (vergl. Art.
Alpen. Bd. I, S.
53). Zur Deutung der Giswilerstöcke im Speziellen nimmt Hugi neuerdings zwei aufeinanderfolgende Ueberschiebungen an, deren
erste von N. her und deren diese erste z. T. überdeckende zweite von NW. her gekommen sein soll. Das
beigegebene Profil zeigt uns den Aufbau der Giswilerstöcke und namentlich auch die Auflagerung von triasischem Dolomit auf
dem eocänen Flysch und den Kreideschichten mit helvetischer Fazies. Vergl. auch das Profil zum Art.
Emmengruppe. Näheres s. bei: Hugi, Em. Die Klippenregion vonGiswil. Zürich
1900.