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Zwischen 1945 und 1970 stützten Recht und Politik in der Schweiz die als traditionell angesehene Rollenverteilung der Geschlechter. Der Mann galt als Alleinernährer, und der Frau wies man den Beruf der Hausfrau, Mutter und Gattin zu. In diesem Kontext erschienen zahlreiche Ratgeber, die man als Lehrbücher für den Übergang von Frauen in diese vorgegebenen Rollen lesen kann. Sie vermittelten sich wandelnde, professionelle und verhaltensnormierende Strategien zur alltäglichen Aufgabenbewältigung.
Die Autorin liefert mit diesem Buch einen Beitrag zur Geschlechtergeschichte der Nachkriegszeit: Sie zeigt auf, dass solche Ratgeber auch als Anleitungen dafür zu verstehen sind, wie weibliches Geschlecht korrekt gelebt werden soll. Ratgeber konservierten nicht passiv «alte» Normen, sondern trugen aktiv zur Geschlechterkonstituierung bei.