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Die Produzenten- und Branchenorganisationen Schweizer Milchproduzenten, Schweizer Bauernverband, GalloSuisse, Emmentaler Switzerland und Interprofession du Vacherin Fribourgeois hatten den Antrag gestellt, dass von Nichtmitgliedern, die von Selbsthilfe- und Kommunikationsmassnahmen der jeweiligen Organisationen profitierten, einen finanziellen Beitrag verlangt werden kann. Der Bundesrat hat diesem Gesuch stattgegeben und verpflichtet Nichtmitglieder nun zur Zahlung von Beiträgen, wie es in einer Mitteilung heisst. Dies verhindere sogenannte Trittbrettfahrer, welche von Massnahmen profitierten, ohne sich daran zu beteiligen. Die vom Bundesrat beschlossene Verpflichtung gilt vorerst für vier Jahre von 2022 bis 2025.
Weiter hat der Bundesrat laut Mitteilung einem Gesuch der Branchenorganisation Milch zugestimmt und deren Standardvertrag für vier Jahre von 2022 bis 2025 als allgemeinverbindlich erklärt. Dies bedeute, dass alle Käufer und Verkäufer von Rohmilch die allgemeinverbindlichen Bestimmungen einhalten müssten, heisst es. Der Standardvertrag enthält ausserdem eine neue Klausel: Um die Planbarkeit und die Transparenz für die Milchproduzenten beim Verkauf ihrer Milch zu verbessern, müssen die Milchkäufer den Milchproduzenten neu bis am 20. Tag jedes Monats die Konditionen für das A- und B-Segment für den folgenden Monat bekannt geben.