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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00295 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 26. Oktober 2023 in Sac hen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1975 geborene X.___, gelernter Kaufmann, arbeitete vom 1. November 2009 bis am 31. März 2011 als Pizza-Kurierfahrer und war danach arbeitslos. Am 13. April 2016 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Mitwirkung seiner Beiständin und unter Hinweis auf eine psychophysische Erschöpfung durch eine traumatische Erfahrung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/8 ). Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/13 ) und forderte einen Bericht der behan delnden Psychiaterin ein ( Urk. 14/24 ). Ausgehend von fehlenden medizinischen Nachweisen für eine gesundheitliche Beeinträchtigung verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Februar 2018 wie vorbeschieden einen Leistungs anspruch des Versicherten ( Urk. 14/46 ). Am 31. Mai 2019 (Eingangsdatum) stellte der Versicherte erneut ein Leistungs gesuch ( Urk. 14/47 ). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht des behan delnden Psychiaters ein ( Urk. 14/52 ), zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/53 ) und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 16. August 2019 folgende Mitwirkungspflicht: Besuch eines Beschäftigungs programms in einem Pensum von mindestens 50 % während sechs Monaten (Urk. 14/54). Am 10. September 2019 liess der Versicherte über seine Beiständin mitteilen, dass er die geforderte Massnahme (Beschäftigungs programm) im Garten vom Y.___ in Z.___ starten werde (Urk. 14/57). Mit Mitteilung vom 17. September 2019 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine Ein gliederungs mass nah men möglich seien (Urk. 14/58). Am 27. März 2020 reichte A.___ den Austrittsbericht vom 24. März 2020 der Stiftung Y.___ zu den Akten (Urk. 14/61-62). Nach Aktualisierung der medizinischen Aktenlage (Urk. 14/66, Urk. 14/72 und Urk. 14/75) liess die IV-Stelle den Versicherten am 19. Juli 2021 bei Dr. sc. hum. Dipl. Psych. B.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, sowie am 28. Juli 2021 bei Dr. med. C.___, Facharzt f ür Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 23. September 2021, Urk. 14/86). Mit Verfügung vom 13. April 2022 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden eine vom 1. November 2019 bis am 3 1. Juli 2021 befristete halbe Rente zu ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 24. Mai 2022 Beschwerde und beantragte, ihm sei en in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um eine angemessene Nachfrist zur ergänzenden Begründung der Beschwerde sowie um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juni 2022 wurde dem Beschwerdeführer eine Nachfrist von 10 Tagen ge währt (Urk. 5). Dieser reichte mit Eingabe vom 20. Juni 2022 eine Beschwerde ergänzung ein und konkretisierte, in Aufhebung der Verfügung vom 13. April 2022 seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab dem 1. November 2019 eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei ihm in der Zeitspanne vom 1. November 2019 bis am 31. Juli 2021 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 75 % und ab dem 1. August 2021 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 58 % auszurichten, subeventualiter sei die An gelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 des Regionalen Ärztlichen Dienstes ( RAD ) (Urk. 14/119) eine reformatio in peius ( Urk. 13). Mit Verfügung vom 8. November 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung im vorliegenden Verfahren gewährt ( Urk. 15). Mit Replik vom 14. Dezember 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 1 7 ). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 18. Januar 2023 auf eine Duplik ( Urk. 1 9 ), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Januar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20). Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 wurde dem Beschwer deführer Gelegenheit eingeräumt, um zu der vom Gericht nicht auszuschliessen den Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der angefoch tenen Verfügung zu seinem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen (Urk. 23). Mit Eingabe vom 29. Juni 2023 hielt er an seiner Beschwerde fest (Urk. 25). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechts vorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege ben enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, gestützt auf die medizinische Abklärung im Juli 2021 sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Pizzakurier nicht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwer deführer jedoch seit dem 29. Mai 2018 in einem 60 % Pensum mit insgesamt 30 % Leistungsfähigkeit ausüben. Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ab November 2019 ein Invaliditätsgrad von 59 % und seit der Ver besserung seiner gesundheitlichen Situation ab Ende Juli 2021 ein Invalidi tätsgrad von 31 %. Daher bestehe ab August 2021 kein Anspruch mehr auf eine Rente (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Standpunkt, im Austrittsbericht der Stiftung Y.___ vom 24. März 2020 werde festgehalten, dass er unter anderem wegen seine r Rücken schmerzen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Auch beide Gutachter hätten die Rückenprobleme erwähnt. Angesichts der Tatsach e, dass sich diese offenbar auf die Arbeitsfähigkeit a uswirkten, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die Rückenbeschwerden abklären zulassen. Ferner liege gemäss den Gutachtern aktuell eine unverwertbare Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt vor. Dementsprechend sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen und es sei ihm deshalb eine ganze Invali denrente zuzusprechen. Des Weiteren könne bei der Berechnung des Validen einkommens nicht auf den statis tis chen W e r t für die Gastronomie abgestellt werden, da er zuletzt im Jahre 2009 bis 2011 als Pi zzakurier tätig gewesen sei und das Arbeitsverhältnis ohnehin durch den Arbeitgeber per Ende Juli 2011 aufgelöst worden sei. Somit sei viel mehr der statistische Mittelwert der Sparte Hilfstätigkeit heranzuziehen. Beim Invalideneinkommen sei überdies ein l eidens bedingter Abzug zu berücksichtigen. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin ohnehin dem Grundsatz « Eingliederung vor Rente» folgend zuerst berufliche Massnahmen zu prüfen, was sie unterlassen habe (Urk. 7). 2.3 Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die Beschwerde gegnerin eine reformatio in peius, welche sie im Wesentlichen damit begründet e, dass gestützt auf die RAD-Stellungnahm e vom 26. Oktober 2022 zwar nachvoll zogen werden könne, dass die aktuelle Tätigkeit, die der Beschwerdeführer bei der Stiftung Y.___ ausgeübt habe, als am besten angepasst beurteilt werden könne. Die neuropsychologischen Einschränkungen seien jedoch zu gering, als dass lediglich eine Tätigkeit im g eschütz t en Bereich möglich wäre. Aufgrund der eben genannten Gründe s ei eine angepasste Täti g keit, unter Berücksichtigung des Belastungsprofils, zu 100% möglich, womit kein A nspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 1 3 ) 2.4 Mit Replik vom 14. Dezember 2022 führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die RAD-Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 sei weder schlüssig noch nachvollziehbar und überdies widersprüchlich. Sie sei in mehrfacher Hinsicht mangelhaft und deswegen keineswegs geeignet, das Gutachten von Dr. med. C.___ in Zweifel zu ziehen. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit, den Invaliditätsgrad und die beruflichen Massnahmen werde auf die Ausführungen in der ergän zenden Beschwerdebegründung verwiesen (Urk. 17 S. 3-4). 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2021 im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 von Dr. C.___ sowie von Dr. B.___ (Urk. 14/86 ) ab. Darin werden die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers aktenkundigen medizi nischen Berichte soweit vorhanden zusammengefasst (Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen. 3.2 Im bidisziplinären Gutachten vom 23. September 2021 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt (Urk. 14/86/74): - Leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung mit/bei: - l eichte n bis mittelschwere n Einbussen bei der Aufmerksamkeit - m ittelschwere n Einbussen bei der Visuokonstruktion mit/bei differen zial d iagnost i sch einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts s törung im Erwachsenenalter (ICD -10: F90.0), P sychische - und Verhaltens störungen durch psychotrope Substanzen : Cannabinoide, schädlicher Gebrauch/ differenzialdiagnostisch Abhängigkeitssyndrom, gegenwär tig Substanzgebrauch (ICD-10: F12.10/F12.24) - Dysthymie (ICD-10 F34.1) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben: - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von ängstlich-vermeidenden (= selbstunsicheren) Persönlichkeits zügen (ICD-10: Z73.1) - Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4) - Psychische - und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Substanz gebra u ch (ICD-10: F17.24) 3. 3 Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter interdisziplinär fest, i n der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit im kaufmännischen Bereich als Business Travel Consul tant sowie als Pizzakuri e r sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausge wie sen. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig (100%ige Arbeitsfähigkeit bei um 50 % reduzierter Leistungs fähig keit). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers könne zum jetzigen Zeit punkt aufgrund des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden nicht abschlies send beurteilt werden. Sollten im Rahmen der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung objektivierbare kognitive Defizite Folge einer Aufmerksamke it s def i zit- H y p eraktivitäts s törung im Erwachsenenalter respektive einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sein, sei mit Verweis auf die Leitlinien neben einer intensiven störun g sspezifi s chen psychi a trisch- psychotherapeu ti schen Betreuung eine Behandlung mit Met h ylphenidat zu erwägen. Zusam men fassend werde dringend eine Intensivierung der psychi a trisch-psychother a p e utischen Behandlung mit einem Setting von mindeste n s alle sieben Tage sowie neben dem Verzicht auf den Konsum von Cannabinoiden eine evidenzbasierte Beh andlung der Dysthymie und g egebenenfalls der ADHS empfohlen (Urk. 12/86/77-78). 3. 4 Der psychiatrische Teilgutachter führte im Einzelnen aus, beim Beschwerdeführer lasse sich die Diagnose einer depressiven Episode nicht stellen. Es liege eine Dysthymie vor. Die d ysth y m e Störung sei eine anhaltende affektive Störung, die durch eine andauernde leichtgradige depressive Verstimmung über einen Zeit raum von mindestens zwei Jahren zu charakterisieren sei (Urk. 14 /86/54). Inwie weit zusätzlich die gegenwärtig objektivierbare phasenweise gedrückte, dysphorische sowie labile Stimmung durch den Konsum von Cannabinoiden verstärkt werde, könne, solange der Konsum von Cannabinoiden fortgesetzt werde, abschliessend nicht beurteilt werden (U r k. 14 /86/56). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer spätestens seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der zuletzt aus geübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Darüber hinaus sei e ine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund mangelnder Informationen in der Versicherungsakte nicht plausibel möglich. Mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei der Beschwerdeführer seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zu 60 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierten Rendement und spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung zu 100 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierte n Rendement. Die Merkmale einer optimal angepassten Tätigkeit umfass ten sämtliche Tätigkeiten mit reduziertem Kundenkontakt, der Möglichkeit sich zurückzuziehen und ohne Tätigkeiten, die ein hohes Mass an Dauerkonzentration, Daueraufmerksamkeit, Kreativität sowie Flexibilität vorsausetz t en. Vorzugsweise angepasst seien klar strukturiert e Aufgaben mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Seit September 2019 sei der Beschwerdeführer gemäss s einen Angaben in einem 60%-Pensum bei der Stiftung Y.___ tätig. Die aktuelle Tätigkeit sei am besten an die Ressourcen des Beschwerdeführers angepasst (Urk. 7/86/65-66). 3. 5 Zur Arbeitsfähigkeit wurde im neuropsychologischen Teilgutachten festgehalten, d as zumutbare Arbeitspensum als kaufmännischer Angestellt er sei um 50 % und das zumutbare Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit sei nicht einge schränkt (Urk. 14/ 86/94 ). Ferner ergänzte die neuropsychologische Teilgutach terin im Einzelnen, aufgrund der guten Ergebnisse bei der gerichteten Aufmerk samkeit, der In for mationsverarbeitungsgeschwindigkeit sowie der kognitiven Flexibilität könne davon ausgegangen werden, dass die Fahrtüchtigkeit bei A b stin enz von Cannabis nicht eingeschränkt sei (Urk. 14/86/95). 4. 4.1 Das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 wurde in Kenntnis der Vorakten verfasst ( Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ) und es wurden detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben (Urk. 14/ 32-56 ). Indessen legt es jedoch die Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und nachvollziehbar dar. 4.2 Aus psychiatrischer Sicht erhellt nicht, weshalb sich der erhobene klinische Befund (Urk. 14/86/32-33) im umschriebenen Ausmass auf die Leistungsfähigkeit auswirken soll (E. 3. 3 ), obwohl eine Einschränkung der Leistungsunfähigkeit gerade bei einer diagnostizierten Dysthymie umso einlässlicher durch funktio nelle Defizite nachvollziehbar und konkludent begründet sein muss. Des Weiteren fehl en im psychiatrischen Gutachten schlüssig e Ausführungen, worin die medi zinische Verbess e rung im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit trotz des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden bestehen soll. Im Übrigen lässt dieses auch eine Auseinandersetzung vermissen, weshalb als optimal angepasste Tätigkeit – vermu tungsweise - nur die effektiv ausgeübte im 2. Arbeitsmarkt und nicht auch eine Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt zumutbar sein soll, was in Anbetracht der guten neuropsychologischen Ergebnisse des Beschwerdeführers bei der gerich teten Aufmerksamkeit, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der kog ni tiven Flexibilität und der dadurch uneingeschränkten Fahrtüchtigkeit bei Abstinenz von Cannabis (E. 3. 5 ) sowie der regelmässigen Benutzung des Motorrads (Urk. 14/86/ 31- 32 und Urk. 14/86/87 ), umso mehr einer schlüssigen und widerspruchsfreien Begründung bed ürfte. Aus neuropsychologischer Sicht leuchtet vor dem Hintergrund der von Dr. B.___ diagnostizierten leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer gleich in allen kaufmännischen Tätigkeiten 50 % arbeitsunfähig sein soll (Urk. 14/86/94), zumal gerade im kaufmännischen Bereich Tätigkeiten existieren, welche die Merkmale des psy chia trisch umschriebenen Belastungsprofils einer optimal angepassten Tätigkeit erfüllen würden (Urk. 14/86/ 65 ). Nachdem der RAD anfänglich auf das bidsziplinäre Gutachten von Dr. C.___ und Dr. B.___ abgestellt hatte, erachtete dieser in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 ( Urk. 14/119 ) die im Gutachten begründete Arbeitsunfähigkeit ebenfalls für nicht schlüssig, unterliess es jedoch, eine nachvollziehbar begrün dete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (Urk. 14/119). 4.3 Zusammengefasst stellt das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Sodann liegen auch keine weiteren medizinischen Berichte vor, welche den invalidenver sicherungs rechtlich relevanten Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers allumfassend beurteilen liessen. Dadurch erübrigen sich weitere Ausführungen zu der von der Beschwerdegegnerin beantragten reformatio in peius (Urk. 13). 5. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sach verhalt unzureichend abgeklärt, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. Der Beschwerdeführer verlangt, dass die Beschwerdegegnerin berufliche Mass nah men zu prüfen habe (Urk. 7 S. 10). Zu einem allfälligen Anspruch hat die Beschwerdegegnerin jedoch keine Stellung genommen. Gegenstand der ange fochtenen Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) bildet allein der Anspruch auf eine Invalidenrente, weshalb e s vorliegend an einem Anfechtungsobjekt fehlt, womit insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 7.2 Überdies hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Mit Honorarnote vom 25. Januar 2023 (Urk. 22) machte die mit Verfügung vom 8. November 2022 (Urk. 15) bestellte unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwer deführers Nicole Breitenmoser einen Gesamtaufwand von 15.60 Stun den plus Fr. 32.20 Barauslagen geltend. Dies ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint der Aufwand für die Kommunikation (E-Mail, Telefon) mit dem Beschwerdeführer und mit dessen Beiständin als ausufernd bzw. überhöht. Insgesamt ist ein Gesamt arbeitsaufwand von zwölf Stunden anzurechnen. Somit ist die Entschädigung unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- sowie eines Anteils für Barauslagen und Mehrwertsteuer auf Fr. 2’900. - festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach den Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch de s Beschwerdeführer s neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser, eine Parteientschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstWantz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00295 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 26. Oktober 2023 in Sac hen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1975 geborene X.___, gelernter Kaufmann, arbeitete vom 1. November 2009 bis am 31. März 2011 als Pizza-Kurierfahrer und war danach arbeitslos. Am 13. April 2016 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Mitwirkung seiner Beiständin und unter Hinweis auf eine psychophysische Erschöpfung durch eine traumatische Erfahrung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/8 ). Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/13 ) und forderte einen Bericht der behan delnden Psychiaterin ein ( Urk. 14/24 ). Ausgehend von fehlenden medizinischen Nachweisen für eine gesundheitliche Beeinträchtigung verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Februar 2018 wie vorbeschieden einen Leistungs anspruch des Versicherten ( Urk. 14/46 ). Am 31. Mai 2019 (Eingangsdatum) stellte der Versicherte erneut ein Leistungs gesuch ( Urk. 14/47 ). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht des behan delnden Psychiaters ein ( Urk. 14/52 ), zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/53 ) und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 16. August 2019 folgende Mitwirkungspflicht: Besuch eines Beschäftigungs programms in einem Pensum von mindestens 50 % während sechs Monaten (Urk. 14/54). Am 10. September 2019 liess der Versicherte über seine Beiständin mitteilen, dass er die geforderte Massnahme (Beschäftigungs programm) im Garten vom Y.___ in Z.___ starten werde (Urk. 14/57). Mit Mitteilung vom 17. September 2019 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine Ein gliederungs mass nah men möglich seien (Urk. 14/58). Am 27. März 2020 reichte A.___ den Austrittsbericht vom 24. März 2020 der Stiftung Y.___ zu den Akten (Urk. 14/61-62). Nach Aktualisierung der medizinischen Aktenlage (Urk. 14/66, Urk. 14/72 und Urk. 14/75) liess die IV-Stelle den Versicherten am 19. Juli 2021 bei Dr. sc. hum. Dipl. Psych. B.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, sowie am 28. Juli 2021 bei Dr. med. C.___, Facharzt f ür Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 23. September 2021, Urk. 14/86). Mit Verfügung vom 13. April 2022 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden eine vom 1. November 2019 bis am 3 1. Juli 2021 befristete halbe Rente zu ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 24. Mai 2022 Beschwerde und beantragte, ihm sei en in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um eine angemessene Nachfrist zur ergänzenden Begründung der Beschwerde sowie um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juni 2022 wurde dem Beschwerdeführer eine Nachfrist von 10 Tagen ge währt (Urk. 5). Dieser reichte mit Eingabe vom 20. Juni 2022 eine Beschwerde ergänzung ein und konkretisierte, in Aufhebung der Verfügung vom 13. April 2022 seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab dem 1. November 2019 eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei ihm in der Zeitspanne vom 1. November 2019 bis am 31. Juli 2021 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 75 % und ab dem 1. August 2021 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 58 % auszurichten, subeventualiter sei die An gelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 des Regionalen Ärztlichen Dienstes ( RAD ) (Urk. 14/119) eine reformatio in peius ( Urk. 13). Mit Verfügung vom 8. November 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung im vorliegenden Verfahren gewährt ( Urk. 15). Mit Replik vom 14. Dezember 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 1 7 ). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 18. Januar 2023 auf eine Duplik ( Urk. 1 9 ), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Januar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20). Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 wurde dem Beschwer deführer Gelegenheit eingeräumt, um zu der vom Gericht nicht auszuschliessen den Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der angefoch tenen Verfügung zu seinem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen (Urk. 23). Mit Eingabe vom 29. Juni 2023 hielt er an seiner Beschwerde fest (Urk. 25). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechts vorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege ben enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, gestützt auf die medizinische Abklärung im Juli 2021 sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Pizzakurier nicht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwer deführer jedoch seit dem 29. Mai 2018 in einem 60 % Pensum mit insgesamt 30 % Leistungsfähigkeit ausüben. Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ab November 2019 ein Invaliditätsgrad von 59 % und seit der Ver besserung seiner gesundheitlichen Situation ab Ende Juli 2021 ein Invalidi tätsgrad von 31 %. Daher bestehe ab August 2021 kein Anspruch mehr auf eine Rente (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Standpunkt, im Austrittsbericht der Stiftung Y.___ vom 24. März 2020 werde festgehalten, dass er unter anderem wegen seine r Rücken schmerzen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Auch beide Gutachter hätten die Rückenprobleme erwähnt. Angesichts der Tatsach e, dass sich diese offenbar auf die Arbeitsfähigkeit a uswirkten, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die Rückenbeschwerden abklären zulassen. Ferner liege gemäss den Gutachtern aktuell eine unverwertbare Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt vor. Dementsprechend sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen und es sei ihm deshalb eine ganze Invali denrente zuzusprechen. Des Weiteren könne bei der Berechnung des Validen einkommens nicht auf den statis tis chen W e r t für die Gastronomie abgestellt werden, da er zuletzt im Jahre 2009 bis 2011 als Pi zzakurier tätig gewesen sei und das Arbeitsverhältnis ohnehin durch den Arbeitgeber per Ende Juli 2011 aufgelöst worden sei. Somit sei viel mehr der statistische Mittelwert der Sparte Hilfstätigkeit heranzuziehen. Beim Invalideneinkommen sei überdies ein l eidens bedingter Abzug zu berücksichtigen. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin ohnehin dem Grundsatz « Eingliederung vor Rente» folgend zuerst berufliche Massnahmen zu prüfen, was sie unterlassen habe (Urk. 7). 2.3 Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die Beschwerde gegnerin eine reformatio in peius, welche sie im Wesentlichen damit begründet e, dass gestützt auf die RAD-Stellungnahm e vom 26. Oktober 2022 zwar nachvoll zogen werden könne, dass die aktuelle Tätigkeit, die der Beschwerdeführer bei der Stiftung Y.___ ausgeübt habe, als am besten angepasst beurteilt werden könne. Die neuropsychologischen Einschränkungen seien jedoch zu gering, als dass lediglich eine Tätigkeit im g eschütz t en Bereich möglich wäre. Aufgrund der eben genannten Gründe s ei eine angepasste Täti g keit, unter Berücksichtigung des Belastungsprofils, zu 100% möglich, womit kein A nspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 1 3 ) 2.4 Mit Replik vom 14. Dezember 2022 führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die RAD-Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 sei weder schlüssig noch nachvollziehbar und überdies widersprüchlich. Sie sei in mehrfacher Hinsicht mangelhaft und deswegen keineswegs geeignet, das Gutachten von Dr. med. C.___ in Zweifel zu ziehen. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit, den Invaliditätsgrad und die beruflichen Massnahmen werde auf die Ausführungen in der ergän zenden Beschwerdebegründung verwiesen (Urk. 17 S. 3-4). 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2021 im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 von Dr. C.___ sowie von Dr. B.___ (Urk. 14/86 ) ab. Darin werden die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers aktenkundigen medizi nischen Berichte soweit vorhanden zusammengefasst (Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen. 3.2 Im bidisziplinären Gutachten vom 23. September 2021 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt (Urk. 14/86/74): - Leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung mit/bei: - l eichte n bis mittelschwere n Einbussen bei der Aufmerksamkeit - m ittelschwere n Einbussen bei der Visuokonstruktion mit/bei differen zial d iagnost i sch einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts s törung im Erwachsenenalter (ICD -10: F90.0), P sychische - und Verhaltens störungen durch psychotrope Substanzen : Cannabinoide, schädlicher Gebrauch/ differenzialdiagnostisch Abhängigkeitssyndrom, gegenwär tig Substanzgebrauch (ICD-10: F12.10/F12.24) - Dysthymie (ICD-10 F34.1) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben: - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von ängstlich-vermeidenden (= selbstunsicheren) Persönlichkeits zügen (ICD-10: Z73.1) - Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4) - Psychische - und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Substanz gebra u ch (ICD-10: F17.24) 3. 3 Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter interdisziplinär fest, i n der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit im kaufmännischen Bereich als Business Travel Consul tant sowie als Pizzakuri e r sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausge wie sen. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig (100%ige Arbeitsfähigkeit bei um 50 % reduzierter Leistungs fähig keit). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers könne zum jetzigen Zeit punkt aufgrund des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden nicht abschlies send beurteilt werden. Sollten im Rahmen der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung objektivierbare kognitive Defizite Folge einer Aufmerksamke it s def i zit- H y p eraktivitäts s törung im Erwachsenenalter respektive einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sein, sei mit Verweis auf die Leitlinien neben einer intensiven störun g sspezifi s chen psychi a trisch- psychotherapeu ti schen Betreuung eine Behandlung mit Met h ylphenidat zu erwägen. Zusam men fassend werde dringend eine Intensivierung der psychi a trisch-psychother a p e utischen Behandlung mit einem Setting von mindeste n s alle sieben Tage sowie neben dem Verzicht auf den Konsum von Cannabinoiden eine evidenzbasierte Beh andlung der Dysthymie und g egebenenfalls der ADHS empfohlen (Urk. 12/86/77-78). 3. 4 Der psychiatrische Teilgutachter führte im Einzelnen aus, beim Beschwerdeführer lasse sich die Diagnose einer depressiven Episode nicht stellen. Es liege eine Dysthymie vor. Die d ysth y m e Störung sei eine anhaltende affektive Störung, die durch eine andauernde leichtgradige depressive Verstimmung über einen Zeit raum von mindestens zwei Jahren zu charakterisieren sei (Urk. 14 /86/54). Inwie weit zusätzlich die gegenwärtig objektivierbare phasenweise gedrückte, dysphorische sowie labile Stimmung durch den Konsum von Cannabinoiden verstärkt werde, könne, solange der Konsum von Cannabinoiden fortgesetzt werde, abschliessend nicht beurteilt werden (U r k. 14 /86/56). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer spätestens seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der zuletzt aus geübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Darüber hinaus sei e ine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund mangelnder Informationen in der Versicherungsakte nicht plausibel möglich. Mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei der Beschwerdeführer seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zu 60 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierten Rendement und spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung zu 100 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierte n Rendement. Die Merkmale einer optimal angepassten Tätigkeit umfass ten sämtliche Tätigkeiten mit reduziertem Kundenkontakt, der Möglichkeit sich zurückzuziehen und ohne Tätigkeiten, die ein hohes Mass an Dauerkonzentration, Daueraufmerksamkeit, Kreativität sowie Flexibilität vorsausetz t en. Vorzugsweise angepasst seien klar strukturiert e Aufgaben mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Seit September 2019 sei der Beschwerdeführer gemäss s einen Angaben in einem 60%-Pensum bei der Stiftung Y.___ tätig. Die aktuelle Tätigkeit sei am besten an die Ressourcen des Beschwerdeführers angepasst (Urk. 7/86/65-66). 3. 5 Zur Arbeitsfähigkeit wurde im neuropsychologischen Teilgutachten festgehalten, d as zumutbare Arbeitspensum als kaufmännischer Angestellt er sei um 50 % und das zumutbare Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit sei nicht einge schränkt (Urk. 14/ 86/94 ). Ferner ergänzte die neuropsychologische Teilgutach terin im Einzelnen, aufgrund der guten Ergebnisse bei der gerichteten Aufmerk samkeit, der In for mationsverarbeitungsgeschwindigkeit sowie der kognitiven Flexibilität könne davon ausgegangen werden, dass die Fahrtüchtigkeit bei A b stin enz von Cannabis nicht eingeschränkt sei (Urk. 14/86/95). 4. 4.1 Das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 wurde in Kenntnis der Vorakten verfasst ( Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ) und es wurden detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben (Urk. 14/ 32-56 ). Indessen legt es jedoch die Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und nachvollziehbar dar. 4.2 Aus psychiatrischer Sicht erhellt nicht, weshalb sich der erhobene klinische Befund (Urk. 14/86/32-33) im umschriebenen Ausmass auf die Leistungsfähigkeit auswirken soll (E. 3. 3 ), obwohl eine Einschränkung der Leistungsunfähigkeit gerade bei einer diagnostizierten Dysthymie umso einlässlicher durch funktio nelle Defizite nachvollziehbar und konkludent begründet sein muss. Des Weiteren fehl en im psychiatrischen Gutachten schlüssig e Ausführungen, worin die medi zinische Verbess e rung im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit trotz des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden bestehen soll. Im Übrigen lässt dieses auch eine Auseinandersetzung vermissen, weshalb als optimal angepasste Tätigkeit – vermu tungsweise - nur die effektiv ausgeübte im 2. Arbeitsmarkt und nicht auch eine Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt zumutbar sein soll, was in Anbetracht der guten neuropsychologischen Ergebnisse des Beschwerdeführers bei der gerich teten Aufmerksamkeit, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der kog ni tiven Flexibilität und der dadurch uneingeschränkten Fahrtüchtigkeit bei Abstinenz von Cannabis (E. 3. 5 ) sowie der regelmässigen Benutzung des Motorrads (Urk. 14/86/ 31- 32 und Urk. 14/86/87 ), umso mehr einer schlüssigen und widerspruchsfreien Begründung bed ürfte. Aus neuropsychologischer Sicht leuchtet vor dem Hintergrund der von Dr. B.___ diagnostizierten leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer gleich in allen kaufmännischen Tätigkeiten 50 % arbeitsunfähig sein soll (Urk. 14/86/94), zumal gerade im kaufmännischen Bereich Tätigkeiten existieren, welche die Merkmale des psy chia trisch umschriebenen Belastungsprofils einer optimal angepassten Tätigkeit erfüllen würden (Urk. 14/86/ 65 ). Nachdem der RAD anfänglich auf das bidsziplinäre Gutachten von Dr. C.___ und Dr. B.___ abgestellt hatte, erachtete dieser in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 ( Urk. 14/119 ) die im Gutachten begründete Arbeitsunfähigkeit ebenfalls für nicht schlüssig, unterliess es jedoch, eine nachvollziehbar begrün dete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (Urk. 14/119). 4.3 Zusammengefasst stellt das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Sodann liegen auch keine weiteren medizinischen Berichte vor, welche den invalidenver sicherungs rechtlich relevanten Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers allumfassend beurteilen liessen. Dadurch erübrigen sich weitere Ausführungen zu der von der Beschwerdegegnerin beantragten reformatio in peius (Urk. 13). 5. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sach verhalt unzureichend abgeklärt, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. Der Beschwerdeführer verlangt, dass die Beschwerdegegnerin berufliche Mass nah men zu prüfen habe (Urk. 7 S. 10). Zu einem allfälligen Anspruch hat die Beschwerdegegnerin jedoch keine Stellung genommen. Gegenstand der ange fochtenen Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) bildet allein der Anspruch auf eine Invalidenrente, weshalb e s vorliegend an einem Anfechtungsobjekt fehlt, womit insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 7.2 Überdies hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Mit Honorarnote vom 25. Januar 2023 (Urk. 22) machte die mit Verfügung vom 8. November 2022 (Urk. 15) bestellte unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwer deführers Nicole Breitenmoser einen Gesamtaufwand von 15.60 Stun den plus Fr. 32.20 Barauslagen geltend. Dies ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint der Aufwand für die Kommunikation (E-Mail, Telefon) mit dem Beschwerdeführer und mit dessen Beiständin als ausufernd bzw. überhöht. Insgesamt ist ein Gesamt arbeitsaufwand von zwölf Stunden anzurechnen. Somit ist die Entschädigung unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- sowie eines Anteils für Barauslagen und Mehrwertsteuer auf Fr. 2’900. - festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach den Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch de s Beschwerdeführer s neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser, eine Parteientschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstWantz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00295 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 26. Oktober 2023

IV.2022.00295

IV.2022.00295

IV.2022.00295 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Wantz

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Wantz

Urteil vom 26. Oktober 2023

Urteil vom 26. Oktober 2023 in Sac hen

in Sac hen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser

vertreten durch Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser Peyer Partner Rechtsanwälte

Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1

Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1975 geborene X.___, gelernter Kaufmann, arbeitete vom 1. November 2009 bis am 31. März 2011 als Pizza-Kurierfahrer und war danach arbeitslos. Am 13. April 2016 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Mitwirkung seiner Beiständin und unter Hinweis auf eine psychophysische Erschöpfung durch eine traumatische Erfahrung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/8 ). Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/13 ) und forderte einen Bericht der behan delnden Psychiaterin ein ( Urk. 14/24 ). Ausgehend von fehlenden medizinischen Nachweisen für eine gesundheitliche Beeinträchtigung verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Februar 2018 wie vorbeschieden einen Leistungs anspruch des Versicherten ( Urk. 14/46 ).

1. Der 1975 geborene X.___, gelernter Kaufmann, arbeitete vom 1. November 2009 bis am 31. März 2011 als Pizza-Kurierfahrer und war danach arbeitslos. Am 13. April 2016 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Mitwirkung seiner Beiständin und unter Hinweis auf eine psychophysische Erschöpfung durch eine traumatische Erfahrung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/8 ). Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/13 ) und forderte einen Bericht der behan delnden Psychiaterin ein ( Urk. 14/24 ). Ausgehend von fehlenden medizinischen Nachweisen für eine gesundheitliche Beeinträchtigung verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Februar 2018 wie vorbeschieden einen Leistungs anspruch des Versicherten ( Urk. 14/46 ). Am 31. Mai 2019 (Eingangsdatum) stellte der Versicherte erneut ein Leistungs gesuch ( Urk. 14/47 ). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht des behan delnden Psychiaters ein ( Urk. 14/52 ), zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/53 ) und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 16. August 2019 folgende Mitwirkungspflicht: Besuch eines Beschäftigungs programms in einem Pensum von mindestens 50 % während sechs Monaten (Urk. 14/54). Am 10. September 2019 liess der Versicherte über seine Beiständin mitteilen, dass er die geforderte Massnahme (Beschäftigungs programm) im Garten vom Y.___ in Z.___ starten werde (Urk. 14/57). Mit Mitteilung vom 17. September 2019 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine Ein gliederungs mass nah men möglich seien (Urk. 14/58). Am 27. März 2020 reichte A.___ den Austrittsbericht vom 24. März 2020 der Stiftung Y.___ zu den Akten (Urk. 14/61-62). Nach Aktualisierung der medizinischen Aktenlage (Urk. 14/66, Urk. 14/72 und Urk. 14/75) liess die IV-Stelle den Versicherten am 19. Juli 2021 bei Dr. sc. hum. Dipl. Psych. B.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, sowie am 28. Juli 2021 bei Dr. med. C.___, Facharzt f ür Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 23. September 2021, Urk. 14/86). Mit Verfügung vom 13. April 2022 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden eine vom 1. November 2019 bis am 3 1. Juli 2021 befristete halbe Rente zu ( Urk. 2).

Am 31. Mai 2019 (Eingangsdatum) stellte der Versicherte erneut ein Leistungs gesuch ( Urk. 14/47 ). In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht des behan delnden Psychiaters ein ( Urk. 14/52 ), zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei ( Urk. 14/53 ) und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 16. August 2019 folgende Mitwirkungspflicht: Besuch eines Beschäftigungs programms in einem Pensum von mindestens 50 % während sechs Monaten (Urk. 14/54). Am 10. September 2019 liess der Versicherte über seine Beiständin mitteilen, dass er die geforderte Massnahme (Beschäftigungs programm) im Garten vom Y.___ in Z.___ starten werde (Urk. 14/57). Mit Mitteilung vom 17. September 2019 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine Ein gliederungs mass nah men möglich seien (Urk. 14/58). Am 27. März 2020 reichte A.___ den Austrittsbericht vom 24. März 2020 der Stiftung Y.___ zu den Akten (Urk. 14/61-62). Nach Aktualisierung der medizinischen Aktenlage (Urk. 14/66, Urk. 14/72 und Urk. 14/75) liess die IV-Stelle den Versicherten am 19. Juli 2021 bei Dr. sc. hum. Dipl. Psych. B.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, sowie am 28. Juli 2021 bei Dr. med. C.___, Facharzt f ür Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 23. September 2021, Urk. 14/86). Mit Verfügung vom 13. April 2022 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden eine vom 1. November 2019 bis am 3 1. Juli 2021 befristete halbe Rente zu ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 24. Mai 2022 Beschwerde und beantragte, ihm sei en in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um eine angemessene Nachfrist zur ergänzenden Begründung der Beschwerde sowie um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juni 2022 wurde dem Beschwerdeführer eine Nachfrist von 10 Tagen ge währt (Urk. 5). Dieser reichte mit Eingabe vom 20. Juni 2022 eine Beschwerde ergänzung ein und konkretisierte, in Aufhebung der Verfügung vom 13. April 2022 seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab dem 1. November 2019 eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei ihm in der Zeitspanne vom 1. November 2019 bis am 31. Juli 2021 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 75 % und ab dem 1. August 2021 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 58 % auszurichten, subeventualiter sei die An gelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 des Regionalen Ärztlichen Dienstes ( RAD ) (Urk. 14/119) eine reformatio in peius ( Urk. 13). Mit Verfügung vom 8. November 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung im vorliegenden Verfahren gewährt ( Urk. 15). Mit Replik vom 14. Dezember 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 1 7 ). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 18. Januar 2023 auf eine Duplik ( Urk. 1 9 ), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Januar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20). Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 wurde dem Beschwer deführer Gelegenheit eingeräumt, um zu der vom Gericht nicht auszuschliessen den Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der angefoch tenen Verfügung zu seinem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen (Urk. 23). Mit Eingabe vom 29. Juni 2023 hielt er an seiner Beschwerde fest (Urk. 25).

2. Dagegen erhob der Versicherte am 24. Mai 2022 Beschwerde und beantragte, ihm sei en in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um eine angemessene Nachfrist zur ergänzenden Begründung der Beschwerde sowie um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juni 2022 wurde dem Beschwerdeführer eine Nachfrist von 10 Tagen ge währt (Urk. 5). Dieser reichte mit Eingabe vom 20. Juni 2022 eine Beschwerde ergänzung ein und konkretisierte, in Aufhebung der Verfügung vom 13. April 2022 seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab dem 1. November 2019 eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei ihm in der Zeitspanne vom 1. November 2019 bis am 31. Juli 2021 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 75 % und ab dem 1. August 2021 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 58 % auszurichten, subeventualiter sei die An gelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 des Regionalen Ärztlichen Dienstes ( RAD ) (Urk. 14/119) eine reformatio in peius ( Urk. 13). Mit Verfügung vom 8. November 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozess führung und Rechtsvertretung im vorliegenden Verfahren gewährt ( Urk. 15). Mit Replik vom 14. Dezember 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 1 7 ). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 18. Januar 2023 auf eine Duplik ( Urk. 1 9 ), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Januar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20). Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 wurde dem Beschwer deführer Gelegenheit eingeräumt, um zu der vom Gericht nicht auszuschliessen den Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der angefoch tenen Verfügung zu seinem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen (Urk. 23). Mit Eingabe vom 29. Juni 2023 hielt er an seiner Beschwerde fest (Urk. 25). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechts vorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechts vorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege ben enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege ben enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

1.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2.

2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, gestützt auf die medizinische Abklärung im Juli 2021 sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Pizzakurier nicht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwer deführer jedoch seit dem 29. Mai 2018 in einem 60 % Pensum mit insgesamt 30 % Leistungsfähigkeit ausüben. Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ab November 2019 ein Invaliditätsgrad von 59 % und seit der Ver besserung seiner gesundheitlichen Situation ab Ende Juli 2021 ein Invalidi tätsgrad von 31 %. Daher bestehe ab August 2021 kein Anspruch mehr auf eine Rente (Urk. 2).

2.1 Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, gestützt auf die medizinische Abklärung im Juli 2021 sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Pizzakurier nicht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwer deführer jedoch seit dem 29. Mai 2018 in einem 60 % Pensum mit insgesamt 30 % Leistungsfähigkeit ausüben. Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ab November 2019 ein Invaliditätsgrad von 59 % und seit der Ver besserung seiner gesundheitlichen Situation ab Ende Juli 2021 ein Invalidi tätsgrad von 31 %. Daher bestehe ab August 2021 kein Anspruch mehr auf eine Rente (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Standpunkt, im Austrittsbericht der Stiftung Y.___ vom 24. März 2020 werde festgehalten, dass er unter anderem wegen seine r Rücken schmerzen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Auch beide Gutachter hätten die Rückenprobleme erwähnt. Angesichts der Tatsach e, dass sich diese offenbar auf die Arbeitsfähigkeit a uswirkten, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die Rückenbeschwerden abklären zulassen. Ferner liege gemäss den Gutachtern aktuell eine unverwertbare Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt vor. Dementsprechend sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen und es sei ihm deshalb eine ganze Invali denrente zuzusprechen. Des Weiteren könne bei der Berechnung des Validen einkommens nicht auf den statis tis chen W e r t für die Gastronomie abgestellt werden, da er zuletzt im Jahre 2009 bis 2011 als Pi zzakurier tätig gewesen sei und das Arbeitsverhältnis ohnehin durch den Arbeitgeber per Ende Juli 2011 aufgelöst worden sei. Somit sei viel mehr der statistische Mittelwert der Sparte Hilfstätigkeit heranzuziehen. Beim Invalideneinkommen sei überdies ein l eidens bedingter Abzug zu berücksichtigen. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin ohnehin dem Grundsatz « Eingliederung vor Rente» folgend zuerst berufliche Massnahmen zu prüfen, was sie unterlassen habe (Urk. 7).

2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Standpunkt, im Austrittsbericht der Stiftung Y.___ vom 24. März 2020 werde festgehalten, dass er unter anderem wegen seine r Rücken schmerzen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Auch beide Gutachter hätten die Rückenprobleme erwähnt. Angesichts der Tatsach e, dass sich diese offenbar auf die Arbeitsfähigkeit a uswirkten, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die Rückenbeschwerden abklären zulassen. Ferner liege gemäss den Gutachtern aktuell eine unverwertbare Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt vor. Dementsprechend sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen und es sei ihm deshalb eine ganze Invali denrente zuzusprechen. Des Weiteren könne bei der Berechnung des Validen einkommens nicht auf den statis tis chen W e r t für die Gastronomie abgestellt werden, da er zuletzt im Jahre 2009 bis 2011 als Pi zzakurier tätig gewesen sei und das Arbeitsverhältnis ohnehin durch den Arbeitgeber per Ende Juli 2011 aufgelöst worden sei. Somit sei viel mehr der statistische Mittelwert der Sparte Hilfstätigkeit heranzuziehen. Beim Invalideneinkommen sei überdies ein l eidens bedingter Abzug zu berücksichtigen. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin ohnehin dem Grundsatz « Eingliederung vor Rente» folgend zuerst berufliche Massnahmen zu prüfen, was sie unterlassen habe (Urk. 7). 2.3 Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die Beschwerde gegnerin eine reformatio in peius, welche sie im Wesentlichen damit begründet e, dass gestützt auf die RAD-Stellungnahm e vom 26. Oktober 2022 zwar nachvoll zogen werden könne, dass die aktuelle Tätigkeit, die der Beschwerdeführer bei der Stiftung Y.___ ausgeübt habe, als am besten angepasst beurteilt werden könne. Die neuropsychologischen Einschränkungen seien jedoch zu gering, als dass lediglich eine Tätigkeit im g eschütz t en Bereich möglich wäre. Aufgrund der eben genannten Gründe s ei eine angepasste Täti g keit, unter Berücksichtigung des Belastungsprofils, zu 100% möglich, womit kein A nspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 1 3 )

2.3 Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2022 beantragte die Beschwerde gegnerin eine reformatio in peius, welche sie im Wesentlichen damit begründet e, dass gestützt auf die RAD-Stellungnahm e vom 26. Oktober 2022 zwar nachvoll zogen werden könne, dass die aktuelle Tätigkeit, die der Beschwerdeführer bei der Stiftung Y.___ ausgeübt habe, als am besten angepasst beurteilt werden könne. Die neuropsychologischen Einschränkungen seien jedoch zu gering, als dass lediglich eine Tätigkeit im g eschütz t en Bereich möglich wäre. Aufgrund der eben genannten Gründe s ei eine angepasste Täti g keit, unter Berücksichtigung des Belastungsprofils, zu 100% möglich, womit kein A nspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 1 3 ) 2.4 Mit Replik vom 14. Dezember 2022 führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die RAD-Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 sei weder schlüssig noch nachvollziehbar und überdies widersprüchlich. Sie sei in mehrfacher Hinsicht mangelhaft und deswegen keineswegs geeignet, das Gutachten von Dr. med. C.___ in Zweifel zu ziehen. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit, den Invaliditätsgrad und die beruflichen Massnahmen werde auf die Ausführungen in der ergän zenden Beschwerdebegründung verwiesen (Urk. 17 S. 3-4).

2.4 Mit Replik vom 14. Dezember 2022 führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die RAD-Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 sei weder schlüssig noch nachvollziehbar und überdies widersprüchlich. Sie sei in mehrfacher Hinsicht mangelhaft und deswegen keineswegs geeignet, das Gutachten von Dr. med. C.___ in Zweifel zu ziehen. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit, den Invaliditätsgrad und die beruflichen Massnahmen werde auf die Ausführungen in der ergän zenden Beschwerdebegründung verwiesen (Urk. 17 S. 3-4). 3.

3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2021 im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 von Dr. C.___ sowie von Dr. B.___ (Urk. 14/86 ) ab. Darin werden die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers aktenkundigen medizi nischen Berichte soweit vorhanden zusammengefasst (Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.

3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 10. September 2021 im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 von Dr. C.___ sowie von Dr. B.___ (Urk. 14/86 ) ab. Darin werden die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers aktenkundigen medizi nischen Berichte soweit vorhanden zusammengefasst (Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen. 3.2 Im bidisziplinären Gutachten vom 23. September 2021 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt (Urk. 14/86/74):

3.2 Im bidisziplinären Gutachten vom 23. September 2021 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt (Urk. 14/86/74): - Leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung mit/bei:

Leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung mit/bei: - l eichte n bis mittelschwere n Einbussen bei der Aufmerksamkeit

l eichte n bis mittelschwere n Einbussen bei der Aufmerksamkeit - m ittelschwere n Einbussen bei der Visuokonstruktion mit/bei differen zial d iagnost i sch einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts s törung im Erwachsenenalter (ICD -10: F90.0), P sychische - und Verhaltens störungen durch psychotrope Substanzen : Cannabinoide, schädlicher Gebrauch/ differenzialdiagnostisch Abhängigkeitssyndrom, gegenwär tig Substanzgebrauch (ICD-10: F12.10/F12.24)

m ittelschwere n Einbussen bei der Visuokonstruktion mit/bei differen zial d iagnost i sch einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts s törung im Erwachsenenalter (ICD -10: F90.0), P sychische und Verhaltens störungen durch psychotrope Substanzen : Cannabinoide, schädlicher Gebrauch/ differenzialdiagnostisch Abhängigkeitssyndrom, gegenwär tig Substanzgebrauch (ICD-10: F12.10/F12.24) - Dysthymie (ICD-10 F34.1)

Dysthymie (ICD-10 F34.1) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben:

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben: - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von ängstlich-vermeidenden (= selbstunsicheren) Persönlichkeits zügen (ICD-10: Z73.1)

Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von ängstlich-vermeidenden (= selbstunsicheren) Persönlichkeits zügen (ICD-10: Z73.1) - Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4)

Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4) - Psychische - und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Substanz gebra u ch (ICD-10: F17.24)

Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Substanz gebra u ch (ICD-10: F17.24) 3. 3 Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter interdisziplinär fest, i n der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit im kaufmännischen Bereich als Business Travel Consul tant sowie als Pizzakuri e r sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausge wie sen. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig (100%ige Arbeitsfähigkeit bei um 50 % reduzierter Leistungs fähig keit). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers könne zum jetzigen Zeit punkt aufgrund des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden nicht abschlies send beurteilt werden. Sollten im Rahmen der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung objektivierbare kognitive Defizite Folge einer Aufmerksamke it s def i zit- H y p eraktivitäts s törung im Erwachsenenalter respektive einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sein, sei mit Verweis auf die Leitlinien neben einer intensiven störun g sspezifi s chen psychi a trisch- psychotherapeu ti schen Betreuung eine Behandlung mit Met h ylphenidat zu erwägen. Zusam men fassend werde dringend eine Intensivierung der psychi a trisch-psychother a p e utischen Behandlung mit einem Setting von mindeste n s alle sieben Tage sowie neben dem Verzicht auf den Konsum von Cannabinoiden eine evidenzbasierte Beh andlung der Dysthymie und g egebenenfalls der ADHS empfohlen (Urk. 12/86/77-78).

3. 3 Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter interdisziplinär fest, i n der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit im kaufmännischen Bereich als Business Travel Consul tant sowie als Pizzakuri e r sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausge wie sen. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig (100%ige Arbeitsfähigkeit bei um 50 % reduzierter Leistungs fähig keit). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers könne zum jetzigen Zeit punkt aufgrund des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden nicht abschlies send beurteilt werden. Sollten im Rahmen der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung objektivierbare kognitive Defizite Folge einer Aufmerksamke it s def i zit- H y p eraktivitäts s törung im Erwachsenenalter respektive einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sein, sei mit Verweis auf die Leitlinien neben einer intensiven störun g sspezifi s chen psychi a trisch- psychotherapeu ti schen Betreuung eine Behandlung mit Met h ylphenidat zu erwägen. Zusam men fassend werde dringend eine Intensivierung der psychi a trisch-psychother a p e utischen Behandlung mit einem Setting von mindeste n s alle sieben Tage sowie neben dem Verzicht auf den Konsum von Cannabinoiden eine evidenzbasierte Beh andlung der Dysthymie und g egebenenfalls der ADHS empfohlen (Urk. 12/86/77-78). 3. 4 Der psychiatrische Teilgutachter führte im Einzelnen aus, beim Beschwerdeführer lasse sich die Diagnose einer depressiven Episode nicht stellen. Es liege eine Dysthymie vor. Die d ysth y m e Störung sei eine anhaltende affektive Störung, die durch eine andauernde leichtgradige depressive Verstimmung über einen Zeit raum von mindestens zwei Jahren zu charakterisieren sei (Urk. 14 /86/54). Inwie weit zusätzlich die gegenwärtig objektivierbare phasenweise gedrückte, dysphorische sowie labile Stimmung durch den Konsum von Cannabinoiden verstärkt werde, könne, solange der Konsum von Cannabinoiden fortgesetzt werde, abschliessend nicht beurteilt werden (U r k. 14 /86/56). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer spätestens seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der zuletzt aus geübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Darüber hinaus sei e ine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund mangelnder Informationen in der Versicherungsakte nicht plausibel möglich. Mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei der Beschwerdeführer seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zu 60 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierten Rendement und spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung zu 100 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierte n Rendement. Die Merkmale einer optimal angepassten Tätigkeit umfass ten sämtliche Tätigkeiten mit reduziertem Kundenkontakt, der Möglichkeit sich zurückzuziehen und ohne Tätigkeiten, die ein hohes Mass an Dauerkonzentration, Daueraufmerksamkeit, Kreativität sowie Flexibilität vorsausetz t en. Vorzugsweise angepasst seien klar strukturiert e Aufgaben mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Seit September 2019 sei der Beschwerdeführer gemäss s einen Angaben in einem 60%-Pensum bei der Stiftung Y.___ tätig. Die aktuelle Tätigkeit sei am besten an die Ressourcen des Beschwerdeführers angepasst (Urk. 7/86/65-66).

3. 4 Der psychiatrische Teilgutachter führte im Einzelnen aus, beim Beschwerdeführer lasse sich die Diagnose einer depressiven Episode nicht stellen. Es liege eine Dysthymie vor. Die d ysth y m e Störung sei eine anhaltende affektive Störung, die durch eine andauernde leichtgradige depressive Verstimmung über einen Zeit raum von mindestens zwei Jahren zu charakterisieren sei (Urk. 14 /86/54). Inwie weit zusätzlich die gegenwärtig objektivierbare phasenweise gedrückte, dysphorische sowie labile Stimmung durch den Konsum von Cannabinoiden verstärkt werde, könne, solange der Konsum von Cannabinoiden fortgesetzt werde, abschliessend nicht beurteilt werden (U r k. 14 /86/56). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer spätestens seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der zuletzt aus geübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Darüber hinaus sei e ine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund mangelnder Informationen in der Versicherungsakte nicht plausibel möglich. Mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei der Beschwerdeführer seit der letzten Anmeldung bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zu 60 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierten Rendement und spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung zu 100 % arbeitsfähig bei einem um 50 % reduzierte n Rendement. Die Merkmale einer optimal angepassten Tätigkeit umfass ten sämtliche Tätigkeiten mit reduziertem Kundenkontakt, der Möglichkeit sich zurückzuziehen und ohne Tätigkeiten, die ein hohes Mass an Dauerkonzentration, Daueraufmerksamkeit, Kreativität sowie Flexibilität vorsausetz t en. Vorzugsweise angepasst seien klar strukturiert e Aufgaben mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Seit September 2019 sei der Beschwerdeführer gemäss s einen Angaben in einem 60%-Pensum bei der Stiftung Y.___ tätig. Die aktuelle Tätigkeit sei am besten an die Ressourcen des Beschwerdeführers angepasst (Urk. 7/86/65-66). 3. 5 Zur Arbeitsfähigkeit wurde im neuropsychologischen Teilgutachten festgehalten, d as zumutbare Arbeitspensum als kaufmännischer Angestellt er sei um 50 % und das zumutbare Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit sei nicht einge schränkt (Urk. 14/ 86/94 ). Ferner ergänzte die neuropsychologische Teilgutach terin im Einzelnen, aufgrund der guten Ergebnisse bei der gerichteten Aufmerk samkeit, der In for mationsverarbeitungsgeschwindigkeit sowie der kognitiven Flexibilität könne davon ausgegangen werden, dass die Fahrtüchtigkeit bei A b stin enz von Cannabis nicht eingeschränkt sei (Urk. 14/86/95).

3. 5 Zur Arbeitsfähigkeit wurde im neuropsychologischen Teilgutachten festgehalten, d as zumutbare Arbeitspensum als kaufmännischer Angestellt er sei um 50 % und das zumutbare Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit sei nicht einge schränkt (Urk. 14/ 86/94 ). Ferner ergänzte die neuropsychologische Teilgutach terin im Einzelnen, aufgrund der guten Ergebnisse bei der gerichteten Aufmerk samkeit, der In for mationsverarbeitungsgeschwindigkeit sowie der kognitiven Flexibilität könne davon ausgegangen werden, dass die Fahrtüchtigkeit bei A b stin enz von Cannabis nicht eingeschränkt sei (Urk. 14/86/95). 4.

4. 4.1 Das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 wurde in Kenntnis der Vorakten verfasst ( Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ) und es wurden detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben (Urk. 14/ 32-56 ). Indessen legt es jedoch die Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und nachvollziehbar dar.

4.1 Das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 wurde in Kenntnis der Vorakten verfasst ( Urk. 14/86/6-19 und Urk. 14/86/84-85 ) und es wurden detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben (Urk. 14/ 32-56 ). Indessen legt es jedoch die Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und nachvollziehbar dar. 4.2 Aus psychiatrischer Sicht erhellt nicht, weshalb sich der erhobene klinische Befund (Urk. 14/86/32-33) im umschriebenen Ausmass auf die Leistungsfähigkeit auswirken soll (E. 3. 3 ), obwohl eine Einschränkung der Leistungsunfähigkeit gerade bei einer diagnostizierten Dysthymie umso einlässlicher durch funktio nelle Defizite nachvollziehbar und konkludent begründet sein muss. Des Weiteren fehl en im psychiatrischen Gutachten schlüssig e Ausführungen, worin die medi zinische Verbess e rung im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit trotz des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden bestehen soll. Im Übrigen lässt dieses auch eine Auseinandersetzung vermissen, weshalb als optimal angepasste Tätigkeit – vermu tungsweise - nur die effektiv ausgeübte im 2. Arbeitsmarkt und nicht auch eine Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt zumutbar sein soll, was in Anbetracht der guten neuropsychologischen Ergebnisse des Beschwerdeführers bei der gerich teten Aufmerksamkeit, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der kog ni tiven Flexibilität und der dadurch uneingeschränkten Fahrtüchtigkeit bei Abstinenz von Cannabis (E. 3. 5 ) sowie der regelmässigen Benutzung des Motorrads (Urk. 14/86/ 31- 32 und Urk. 14/86/87 ), umso mehr einer schlüssigen und widerspruchsfreien Begründung bed ürfte.

4.2 Aus psychiatrischer Sicht erhellt nicht, weshalb sich der erhobene klinische Befund (Urk. 14/86/32-33) im umschriebenen Ausmass auf die Leistungsfähigkeit auswirken soll (E. 3. 3 ), obwohl eine Einschränkung der Leistungsunfähigkeit gerade bei einer diagnostizierten Dysthymie umso einlässlicher durch funktio nelle Defizite nachvollziehbar und konkludent begründet sein muss. Des Weiteren fehl en im psychiatrischen Gutachten schlüssig e Ausführungen, worin die medi zinische Verbess e rung im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit trotz des fortgesetzten Konsums von Cannabinoiden bestehen soll. Im Übrigen lässt dieses auch eine Auseinandersetzung vermissen, weshalb als optimal angepasste Tätigkeit – vermu tungsweise nur die effektiv ausgeübte im 2. Arbeitsmarkt und nicht auch eine Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt zumutbar sein soll, was in Anbetracht der guten neuropsychologischen Ergebnisse des Beschwerdeführers bei der gerich teten Aufmerksamkeit, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der kog ni tiven Flexibilität und der dadurch uneingeschränkten Fahrtüchtigkeit bei Abstinenz von Cannabis (E. 3. 5 ) sowie der regelmässigen Benutzung des Motorrads (Urk. 14/86/ 31- 32 und Urk. 14/86/87 ), umso mehr einer schlüssigen und widerspruchsfreien Begründung bed ürfte. Aus neuropsychologischer Sicht leuchtet vor dem Hintergrund der von Dr. B.___ diagnostizierten leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer gleich in allen kaufmännischen Tätigkeiten 50 % arbeitsunfähig sein soll (Urk. 14/86/94), zumal gerade im kaufmännischen Bereich Tätigkeiten existieren, welche die Merkmale des psy chia trisch umschriebenen Belastungsprofils einer optimal angepassten Tätigkeit erfüllen würden (Urk. 14/86/ 65 ).

Aus neuropsychologischer Sicht leuchtet vor dem Hintergrund der von Dr. B.___ diagnostizierten leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer gleich in allen kaufmännischen Tätigkeiten 50 % arbeitsunfähig sein soll (Urk. 14/86/94), zumal gerade im kaufmännischen Bereich Tätigkeiten existieren, welche die Merkmale des psy chia trisch umschriebenen Belastungsprofils einer optimal angepassten Tätigkeit erfüllen würden (Urk. 14/86/ 65 ). Nachdem der RAD anfänglich auf das bidsziplinäre Gutachten von Dr. C.___ und Dr. B.___ abgestellt hatte, erachtete dieser in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 ( Urk. 14/119 ) die im Gutachten begründete Arbeitsunfähigkeit ebenfalls für nicht schlüssig, unterliess es jedoch, eine nachvollziehbar begrün dete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (Urk. 14/119).

Nachdem der RAD anfänglich auf das bidsziplinäre Gutachten von Dr. C.___ und Dr. B.___ abgestellt hatte, erachtete dieser in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 ( Urk. 14/119 ) die im Gutachten begründete Arbeitsunfähigkeit ebenfalls für nicht schlüssig, unterliess es jedoch, eine nachvollziehbar begrün dete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (Urk. 14/119). 4.3 Zusammengefasst stellt das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Sodann liegen auch keine weiteren medizinischen Berichte vor, welche den invalidenver sicherungs rechtlich relevanten Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers allumfassend beurteilen liessen. Dadurch erübrigen sich weitere Ausführungen zu der von der Beschwerdegegnerin beantragten reformatio in peius (Urk. 13).

4.3 Zusammengefasst stellt das bidisziplinäre Gutachten vom 23. September 2021 keine beweiskräftige Entscheidgrundlage dar (vgl. E. 1.6). Sodann liegen auch keine weiteren medizinischen Berichte vor, welche den invalidenver sicherungs rechtlich relevanten Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers allumfassend beurteilen liessen. Dadurch erübrigen sich weitere Ausführungen zu der von der Beschwerdegegnerin beantragten reformatio in peius (Urk. 13). 5. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sach verhalt unzureichend abgeklärt, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

5. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sach verhalt unzureichend abgeklärt, weshalb die angefochtene Verfügung aufzu heben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. Der Beschwerdeführer verlangt, dass die Beschwerdegegnerin berufliche Mass nah men zu prüfen habe (Urk. 7 S. 10). Zu einem allfälligen Anspruch hat die Beschwerdegegnerin jedoch keine Stellung genommen. Gegenstand der ange fochtenen Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) bildet allein der Anspruch auf eine Invalidenrente, weshalb e s vorliegend an einem Anfechtungsobjekt fehlt, womit insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

6. Der Beschwerdeführer verlangt, dass die Beschwerdegegnerin berufliche Mass nah men zu prüfen habe (Urk. 7 S. 10). Zu einem allfälligen Anspruch hat die Beschwerdegegnerin jedoch keine Stellung genommen. Gegenstand der ange fochtenen Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) bildet allein der Anspruch auf eine Invalidenrente, weshalb e s vorliegend an einem Anfechtungsobjekt fehlt, womit insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 7.

7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.

7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 7.2 Überdies hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Mit Honorarnote vom 25. Januar 2023 (Urk. 22) machte die mit Verfügung vom 8. November 2022 (Urk. 15) bestellte unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwer deführers Nicole Breitenmoser einen Gesamtaufwand von 15.60 Stun den plus Fr. 32.20 Barauslagen geltend. Dies ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint der Aufwand für die Kommunikation (E-Mail, Telefon) mit dem Beschwerdeführer und mit dessen Beiständin als ausufernd bzw. überhöht. Insgesamt ist ein Gesamt arbeitsaufwand von zwölf Stunden anzurechnen. Somit ist die Entschädigung unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- sowie eines Anteils für Barauslagen und Mehrwertsteuer auf Fr. 2’900. - festzusetzen.

7.2 Überdies hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Mit Honorarnote vom 25. Januar 2023 (Urk. 22) machte die mit Verfügung vom 8. November 2022 (Urk. 15) bestellte unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwer deführers Nicole Breitenmoser einen Gesamtaufwand von 15.60 Stun den plus Fr. 32.20 Barauslagen geltend. Dies ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint der Aufwand für die Kommunikation (E-Mail, Telefon) mit dem Beschwerdeführer und mit dessen Beiständin als ausufernd bzw. überhöht. Insgesamt ist ein Gesamt arbeitsaufwand von zwölf Stunden anzurechnen. Somit ist die Entschädigung unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- sowie eines Anteils für Barauslagen und Mehrwertsteuer auf Fr. 2’900. festzusetzen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach den Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch de s Beschwerdeführer s neu entscheide.

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 13. April 2022 (Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach den Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch de s Beschwerdeführer s neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser, eine Parteientschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser, eine Parteientschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser

Rechtsanwältin Nicole Breitenmoser - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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