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Die
Wurmfresser
Story:
Hermann Umgar ist ein sehr einsamer Mann, der untypische Freunde hat: Regenwürmer. Mit diesen führt er gerne mal – wenn natürlich auch nur einseitige – Gespräche. Der Mann lebt davon, teile seines Grundstücks an Rucksacktouristen zu vermieten, damit diese dann dort zelten können. Als ihm sein Besitz enteignet werden soll, rächt er sich auf ungewöhnliche Art und Weise: Er schmuggelt seine geliebten Würmer in das Essen von Leuten. Seltsamerweise löst dies bei den Betroffenen dann eine Art Mutation aus...
Meine
Meinung:
Ted
V. Mikels, der Regisseur von zahlreichen Trash- und (S)Exploitation-Klassikern
wie zum Beispiel 10 Violent Women - Zuchthaus der wütenden Frauen produzierte The
Worm Eaters, der im Jahre 1977 entstand. Regisseur und Hauptdarsteller
Herb Robins dürften viele nicht kennen.
Tierhorrorfilme sind natürlich immer wieder bestens dafür geeignet, viele Zuschauer zu schockieren. Und es gibt kaum eine Tierart, welche noch nicht in irgendeinem Film gemordet hat...
Im
Gegensatz zu Genrebeiträgen wie Slugs
oder Squirm
ist Die
Wurmfresser kein typischer Tierhorrorfilm. So gibt es in diesem Film
nicht etwa irgendwelche Killerwürmer, die Menschen angreifen oder gar töten.
Das «Konzept» war viel einfacher: Echte Würmer verwenden und Darsteller
finden die bereit sind, diese (noch lebenden) Tierchen in den Mund zu stecken
– und teilweise sogar zu essen...
So
entstand damals der vermutlich einzige Expoiter, der keine einzige explizite
Sleaze- oder Gore-Szene enthielt – und der von der MPAA auch ohne Cuts ein
PG-Rating erhielt!
Was
die technische Realisation, die «Leistungen» der Darsteller usw. betrifft, ist
der Film genau so mies, wie es sich jeder Trash-Fan erhofft! Und alle anderen
Zuschauer bereits nach wenigen Minuten dazu bringen wird, den Film
abzuschalten...
Erwähnen
möchte ich noch rasch ein interessantes Detail betreffend der damaligen
Werbekampagne in den USA: Wenn in einer Zeitung eine Inserat für den Film
publiziert werden sollte, wurden dem jeweiligen Verlag immer zwei Motive zur
Verfügung gestellt. In einer der (gezeichneten) Bildillustrationen befanden
sich zahlreiche Würmer in der Hand eines Mannes, in der anderen Zeichnung zusätzlich
auch einige im Mund. Der Verlag konnte dann selbst entscheiden, ob die zweite
Bildillustration zu «gewagt» sei oder nicht! Jaja, das waren noch Zeiten...
Ganz klar: Wer Filme wie Slugs & Co. toll findet, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren!
O:
The Worm Eaters
USA
1977
R:
Herb
Robins
D:
Herb Robins, Mike Garrison, Robert Garrison, Barry Hostetler
Fassungen: Zwei DVD-Ausgaben sind bisher erschienen. In Deutschland von CMV und in den USA von Image Entertainment. Beide sind uncut (kein Wunder, das PG-Rating habe ich ja bereits erwähnt) und bieten einen interessanten Audiokommentar von Ted V. Mikels. Die Aufmachung und das Bonusmaterial der CMV-DVD ist insgesamt etwas besser.
Geschrieben von: ManCity
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