Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/164

Die plinianische Eruption vom 4. April 2009 des Redoubt Volcano
Ende März 2009 begann am Redoubt Volcano eine Phase explosiver Eruptionen mit Plinianischen Aschesäulen, welche bis in die Stratosphäre aufstiegen und Höhen bis über 15km erreichten. In der Morgendämmerung des 4. April 2009 beobaqchteten Norbert Fischer und Marco Fulle einen besonders heftigen Plinianischen Ausbruch von Ninilchik aus, 75km SE des Vulkans. Zeitangaben sind lokal (GMT - 8h). Das entsprechende seismische Signal kann hier betrachtet werden (Alaska Volcano Observatory).
5h55m, f=50mm. Der Monduntergang erfolgt bloss 5 Minuten vor Begin der Eruption (unteres Bild). Die Ansicht vom 5. April (gleicher Ausschnitt, oberes Bild) lokalisiert Redoubt Volcano (Mitte).
6h06m, f=50mm. Die plinianische Aschesäule erreicht die Stratosphäre (die Bildhöhe beträgt 25km auf der Distanz des Vulkans).Blitze in der Aschewolke sowie rotes Glühen (möglicherweise von Lava) an der Vulkanflanke links.
6h07m, f=50mm. Während die Aschesäule in die Höhe steigt, nimmt die Blitzaktivität zu. Das stationäre, rote Glühen an der Vulkanflanke könnte von ausgeworfenen Bomben oder Glutlawinen stammen.
6h12m, f=50mm. Das rote Glühen nimmt ab, doch weiterhin entladen sich zahllose Blitze in der Aschewolke.
6h19m, f=20mm. Kräftiger NW Wind treibt die Eruptionswolke gegen unsere Position auf der anderen Seite des Cook Inlet (Belichtungszeit 4 Sekunden).
6h20m, f=20mm. Eine längere Belichtungszeit von 15 Sekunden zeigt klar die schnelle Expansion der Eruptionswolke. An der Wolkenbasis Blitze (rechts), Entfernung 70 km.
6h24m, f=10mm. Die Aschewolke hat Ninilchik erreicht und bewegt sich derart schnell, dass die Belichtungszeit von 15 sec ihre Bewegung deutlich macht.
6h40m, f=10mm. Während im Norden von Ninilchik die Morgendämmerung begonnen hat, ist es weiter südlich wegen des Aschefalls weiterhin finstere Nacht (links).
7h03m, f=10mm. Während es unten tiefschwarze Nacht bleibt, beleuchtet die aufgehende Sonne weiter oben die stratosphärische Aschewolke.
7h05m, f=10mm. Norbert (rechts) kann es kaum glauben, dass sich ein derart ausserirdisches Spektakel auf seinem Heimatplaneten ereignen mag.
7h47m, f=30mm. Als ein grosser Lahar die schneebedeckten Schwemmebenen entlang des Cook Inlet erreicht, entsteht viel Dampf, der südwärts davon driftet; die Alaska Range verschwindet.
10h, f=85mm. Nachdem sich die Aschewolke aufgelöst hat, kann man von Kenai aus erkennen, dass die Eruption weiterhin andauert und Asche und Dampf fördert.
|Fotos Marco Fulle. Angaben zur Objektivbrennweite; Digitalkamera mit 18x24mm-Sensor.|