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Sonnenflecken
Wir befinden uns am Beginn des 24. Zyklus, welcher am 04. Januar 2008 startete.
Sein Maximum wird voraussichtlich Anfang 2012 erreicht sein und endet etwa Mitte 2018. Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0. Eigentlich müssten seit Monaten immer wieder dunkle Stellen auf der Sonne auftauchen – Sonnenflecken. Ihre Zahl nimmt normalerweise in einem elfjährigen Zyklus zu und wieder ab. 2007 hätte die Fleckenzahl ihr Minimum erreichen und seither wieder ansteigen sollen. Doch der Sonnenfleckenzyklus verhalte sich ein wenig wie der Aktienmarkt, schreibt die Nasa: «Wenn man denkt, der Tiefpunkt sei erreicht, sinkt er noch weiter.» 2008 beobachteten die Astronomen an 266 von 366 Tagen keine Sonnenflecken. Ein Jahr mit noch weniger Flecken gab es letztmals 1913. Dieses Jahr blieb die Sonne bisher noch häufiger makellos. Sonnenflecken können grösser als die Erde werden. Dunkel erscheinen sie, weil sie deutlich kälter sind als die rund 5800 Grad heisse Umgebung. Ursache für die Flecken ist der starke Magnetismus, der an diesen Stellen die Sonnenoberfläche durchbricht. Die Magnetfelder der Flecken sind tausendmal grösser als dasjenige der Erde. Hat die Sonne viele Flecken, ist sie besonders aktiv. Es kommt häufig zu Ausbrüchen, bei denen riesige Mengen Materie ins All herausgeschleudert werden. Dadurch entstehen Schockwellen, die viele Teilchen stark beschleunigen. Erreichen diese die Erde, können sie Polarlichter erzeugen, aber auch geomagnetische Stürme auslösen, ährden oder gar Stromnetze lahmlegen.
Über die aktuellen Sonnenaktivitäten kann man über die unten aufgelisteten Webseiten erkundigen.
Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com
Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov
Planeten
Sternschnuppen
Juni-Lyriden
Seit 1966 werden zwischen dem 10. und 20. Juni die Juni-Lyriden beobachtet. Ihr Aktivitätsmaximum erreicht der Meteorstrom am 16. Juni. Gewöhnlich werden kaum mehr als 5 Meteore pro Stunde registriert, die mit einer Geschwindigkeit von 31 Kilometern in der Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen. Im Jahr 1996 kam es aber zu einer deutlich höheren Rate. Der Radiant befindet sich im Sternbild Leier, nur wenige Grad vom Hauptstern Wega entfernt, und steht demzufolge im Juni sehr hoch am Himmel. Ein Ursprungskörper für die Juni-Lyriden ist nicht bekannt.
Juni-Bootiden
Die Juni-Bootiden sind vom 22. Juni bis 2. Juli aktiv und stammen vom kurzperiodischen Kometen 7P/Pons-Winnecke ab. Das Maximum findet am 27. Juni statt und wird leider Opfer des fast vollen Mondes. Der Radiant befindet an der Position RA 224° und Dec +48°, im nördlichen Bereich des Sternbilds Bärenhüter, und steht demzufolge am Abend sehr hoch am Himmel. Die Zenitrate ist variabel und zum Teil so gering, dass sie kaum auffällt. Im Schnitt sind nicht mehr als 5 Meteore pro Stunde sichtbar. Am besten beobachtet man in Süddeutschland bzw. von Südeuropa aus, da die Nächte dort noch deutlich dunkler sind als im Norden der Republik, wo die Weißen Nächte stören. Eine Beobachtung lohnt sich in jedem Jahr, weil der Strom in verschiedenen Jahren mehr oder weniger starke Aktivitätsausbrüche zeigte. So stieg im Jahr 1998 die Zenitrate für kurze Zeit auf 100 Meteore pro Stunde und im Jahr 2004 auf 50 Meteore pro Stunde an. Weitere Ausbrüche gab es in den Jahren 1916 und 1927. In diesem Jahr ist allerdings mit keiner erhöhten Aktivität zu rechnen. Die Teilchen der Juni-Bootiden erzeugen mit 18 km/s extrem langsame Spuren. Somit lassen sich die Sternschnuppen dieses Stroms sehr gut von sporadischen Meteoren unterscheiden.
Beobachtungen Deep Sky
Ideal für Beobachtungen und Fotografieren bitte Tabelle Deep Sky-Objekte benutzen.
Was kann man wann beobachten / Fotografieren. Tabelle DeepSky
Sternwarte Schafmatt
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www.sternwarte schafmatt.ch