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Mit 15 war mir 1948 zum ersten Mal gegönnt, live dabei zu sein, und das Ereignis schlug schon zum Voraus grosse Wellen: Dizzy Gillespie mit Big Band. Man wusste zu dieser Zeit wenig über die neusten Entwicklungen im Jazz, und nach dem enorm swingenden, aber verwirrenden Konzert wusste ich musikalisch nicht, was empfinden. Ein Mitschnitt aus einem Stockholm Auftritt wenige Tage später zeigt wieso. Im folgenden Jahr kam Louis Armstrong mit wirklichen All Stars und da war man schon eher am richtigen Ort. Als Beispiel muss ich zur Aufnahme in Zürich von der gleichen Tournee greifen. Während der Fliegerausbildung in Canada 1955 ergab sich die Chance, fast jeden Tag eine Woche lang das Oscar Peterson Trio zu hören – hier erleben wir eine ganz ähnliche Club-Aufnahme vom gleichen Jahr.Nach dem Luftwaffendienst kam George Lewis 1959 mit seinen Original New Orleans Jazzmen nach Kopenhagen, was eine freudige Erinnerung an einen Urlaubsbesuch in New Orleans 1955 brachte. Auch in diesem Fall machten die Schweden die Konzertaufnahme. Dann folgte die SAS-Zeit mit vielen Reisen in die USA, wovon die erste 1961 zu einem Besuch in New York’s «Village Vanguard» führte. Hier machte das Junior Mance Trio einen mächtigen Eindruck. Erfreulicherweise wurden zwei Abende einige Wochen vorher aufgenommen. Das Thelonious Monk Quartett kam zwei Monate später nach Kopenhagen und hier kann ich einen Teil des Konzertes, das Janet und ich am 17. Mai erlebten, vorführen.
Trotzdem vergrösserte sich meine Schellack-Sammlung kontinuierlich, da ich an den Flohmärkten, in den Brockenhäusern und bei Sammlern immer wieder Trouvaillen erwerben konnte. Ich freue mich, an diesem Club-Abend wieder einige drei-minütige Jazz-Perlen vorzustellen. Das Programm wurde so zusammengestellt, dass die Jazzrichtungen, Formationsgrössen, Tempi und Tonarten jeweils variieren und so etwas Abwechslung bieten. Ein interessanter musikalischer Abend!
George Albert Shearing, am 13. August 1919 in London geboren, war von Geburt an blind.Er studierte an der Linden-Loge-Blindenschule, lernte Klavier- und Akkordeon spielen. In den 30er Jahren arbeitete er in London in Tanzorchestern und im Rundfunk. Der Jazzkritiker Leonard Feather entdeckte ihn, produzierte mit ihm 1937 seine erste Schallplatte und unterstützte ihn in den folgenden Jahren.
100 Jahre Jazz auf Tonträgern Wir sollten das ja eigentlich feiern.Am 26. Februar 1917 wurde die erste Jazzaufnahme auf Tonträger eingespielt und veröffentlicht und wurde zu einem Bestseller. Aus unserem Tonarchiv hören wir den frühen Jazz der Jahre 1917 bis 1925. Eine Reise in die Jazz – Vergangenheit. Von den bescheidenen Anfängen bis zu Louis‘ Hot Five.
Ort: „Commihalle“, Stampfenbachstrasse 8, beim Central in ZürichDer Jazz Circle sponsert den Eintritt mit Fr. 15.-, - und wir geniessen Live-Jazz vom Feinsten mit dem Robi Weber Trio. Anmeldung für diesen Anlass ist erbeten bis Montag, 13.2.2017, auf dem Blatt, das während unseren montäglichen Sessions im Club zirkuliert, oder als Email an die Adresse: <email-pii>. Das Robi Weber Trio vermag mit seinem besonderen Jazz Groove auf Anhieb zu begeistern. Seit Jahren feiert die Band grosse Erfolge an Galas, Klubgastspielen, Konzerten, Jazz-Kreuzfahrten und Jazzfestivals, dies auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt. Auftritte auch an Radio und TV, Produktion zahlreicher Tonträger, bestens bewertete Schweizer Band in „Radio Swiss Jazz“, ausgezeichnet 2009 mit dem Swiss Jazz Award. Robi Weber spielt einen swingend packenden Soul Jazz. Sein eigenständiges Klavierspiel von eleganter Brillanz wie auch gewaltiger Power orientiert sich an den Leitplanken eines Oscar Peterson und erinnert an Les McCann, Junior Mance, Ray Bryant oder Gene Harris. Ihm zur Seite steht eine legendäre Rhythm-Section: der weit herum gefragte Bassist Kalli Gerhards mit einem starken rhythmischen und harmonischen Feeling und Drummer Curt Treier, jahrelang ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Radio und TV-Big Band.
Videoabend über zwei Jazzmusiker, die ausserhalb oder über jeglicher Kategorie stehen. Für mich haben sie gewisse musikalische Verwandtschaften, wie u.a. ihr körperbetontes Spiel, ihr kantiger Anschlag und auch ein Improvisationsvermögen, das die Zuhörer und Zuschauer immer wieder verblüfft.Wie wir wissen, ist Thelonious Monk vor allem als Pianist und Leiter von kleinen Formationen in Erscheinung getreten, Duke Ellington vor allem als Maestro seines langlebigen Grossorchesters. Duke Ellington aber wird heute Abend ausschliesslich als Pianist vorgestellt. Dank des Mediums DVD können wir sehen, wie jeder von ihnen mit dem Instrument umgeht. Für mich war es immer wichtig, Jazz nicht nur akustisch, sondern auch visuell hineinzuziehen. Die Aufnahmen sind vor allem aus Frankreich, Duke Ellington im Trio mit Joan Miró als Zuschauer und im Duo mit Ray Brown, Monk zum grossen Teil als Solist.
Schweden besass vier mehr oder weniger berühmte Klarinettisten. Die bekanntesten waren wohl Arne Domnérus und Åke «Stan» Hasselgård. Die beiden andern heissen Ove Lind und Putte Wickman (1924-2006). Letzterer war nicht nur der grösste, sondern auch der wichtigste aller Vier! – Sein musikalisch reiches Leben wird an diesem Abend präsentiert.
Ort: Restaurant "zur Rote Buech", Seestr. 361, 8038 Zürich
Zeit: 19:30 h
Traktanden:
wäre für "Vic Dickenson *6. Aug. 1906, †16. Nov. 1984" vorgesehen gewesen.kein Anlass, da das Lokal an diesem Abend ausnahmsweise anderweitig besetzt ist.
Beim Ausmisten bin ich über einen Stapel VHS-Kassetten mit Konzerten von Max Roach „The Greatest Ever on Drums“ (Umfrage von Leonard Feather bei 101 Musikern) gestolpert. Die Zeit ist natürlich nicht spurlos an den Bändern vorbei gegangen. Aber die gebotene Musik ist so gut, dass ich glaube, die Digitalisierung habe sich gelohnt.Er war ein äusserst vielseitiger Mann, er trat mit seinem Jazz Quartett auf, mit dem Doppelquartett (wo seine Tochter mitwirkte), er konzertierte mutterseelenallein oder mit einem ganzen Orchester aus Schlagzeugern. In Lugano hatte er einen Chor dabei und am Jazz Baltica Festival trat er im Duo mit Abdulla Ibrahim (Dollar Brand) auf. Daneben sehen wir einige Ausschnitte aus Dokumentationen und Gesprächen.
Einer der angesehensten Harlemer Stride-Pianisten im Stile von Fats Waller und James P. Johnson, ist legendär. Einige von uns Mitgliedern vom JCZ erinnern sich genau an den „sophisticated gentleman“ im weissen ‚Cadillac’ mit Cigarre im Mund, an seine Auftritte im ‚Africana’, im ‚Althuus’ am Paradeplatz, in der Widder-Bar’oder in der Hotelbar vom ‚Nova-Park’, und damit vor allem an sein swingend grooviges Pianospiel und seine unverkennbare Stimme mit dem leicht ‚nasalen’ Touch.Joe Turner, der nicht nur Teil der Band von Benny Carter war und auch mit Louis Armstrong spielte, wird mit seinen Aufnahmen diesen Abend bei uns zum Klingen und Swingen bringen. Nebst musikalischem Streifzug durch sein langjährig musikalisches Wirken werden wir aus persönlichen – unveröffentlichten – Erinnerungen manch familiäres, alltägliches und anekdotisches vernehmen.