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Claudio Baccalà, Maler
1923-2007, geboren in Brissago, gestorben in Locarno
1923-2007, geboren in Brissago, gestorben in Locarno
Nachruf im Tagesanzeiger vom 10. Dezember 2007: „Der aus einer Bauern- und Hirtenfamilie stammende Autodidakt Claudio Baccalà galt als einer der bekanntesten Tessiner Künstler. Baccalà verliess seinen Geburtsort Brissago nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und liess sich zuerst in Pratteln BL, dann in Zürich nieder. Dort begann er 1947 zu malen. Rasch weckte sein Schaffen das Interesse von Jean Dubuffet, dem Hauptvertreter der Art brut. Der Franzose half Baccalà beim Sprung in die internationale Kunstszene und vermittelte ihm Kontakte in Paris und Brüssel. 1952 stellte Baccalà in Paris im Rahmen einer Gruppenausstellung über Art brut aus. Gleichwohl war er kein typischer Vertreter dieser Kunstrichtung. Zugleich waren dem Tessiner Vertreter der Cobra-Gruppe Inspiration. Ab Mitte der 1960er Jahre nahm er neue Anregungen durch das Werk der Klassiker und durch das Studium der griechischen Mythologie und Philosophie auf. Die daraus entstandenen Zyklen gaben seine künstlerische und menschliche Wahrnehmung des Kosmos, der Natur und der Menschen als spirituelle und physische Einheit wieder. Die meisten dieser Werke produzierte er in seinem Atelier in einem renovierten Rustico am Waldrand oberhalb von Brissago. Baccalà ist im Alter von 84 Jahren an Herzversagen gestorben.“ Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof „Madonna di Ponte“ in Brissago.