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SCL2 gewinnt gegen Emmenbrücke 1 mit 2½-1½ und steigt in die 2. Liga auf!
Durch Siege an den ersten beiden Brettern konnte Lenzburg einigermassen früh aufatmen. Denn durch die Regelung, dass bei einem Unentschieden die Brett-Punkte der vorderen Brettern höher zählen
als jene der hinteren, war der Sieg und damit der Aufstieg in die 2. Liga bereits in trockenen Tüchern.
Martin Schmid schickte seine Figuren an Brett 1 in einen wilden Bauernangriff im Zentrum und am Königsflügel, den er nach 25. Zügen auf beeindruckende Weise zum Erfolg brachte.
Etwas ruhiger ging es an Brett 2 zu, allerdings konnte Jürg Hertli mit schwarz früh ausgleichen und hatte mit zwei Bauernschwächen im weissen Lager mögliche Angriffsziele. Ein Fehlgriff des Gegners nach angebotenem Damentausch ermöglichte Jürg einen wunderschönen Zwischenzug, der mindestens einen Bauern gewann. Der weisse Rettungsversuch misslang und führte zu Turmverlust und Aufgabe des Gegners.
Deutlich "zächer" war die Situation an den Brettern 3 und 4. Beide Lenzburger hatten sich nach der Eröffnung einen leichten Vorteil erspielt. Nachdem das Match mit der 2-0 Führung entscheiden war, konnten sie auf Sieg spielen. Was aber beiden nicht gelang. Peter Bucher, der mit einer Qualität führte, willigte nach guter Gegenwehr des Gegners und bei nur noch leicht besserer Stellung auf Remis ein. Raul Sanz hatte aus der Eröffnung dem Gegner zwei Bauernschwächen aufdrücken können und hatte somit etwas mehr als Ausgleich erreicht. Doch er kriegte von Weiss einige taktische Denksportaufgaben gestellt. Den Punkt musste er schliesslich dann doch den Gästen aus Emmenbrücke überlassen.
Das Bild zeigt eine der vielen Stellungen, wo der richtige Zug nicht einfach zu finden war. In der Partie tauschte Schwarz den Turm auf b1und hatte nur noch minimalen
Vorteil. Danush Ahmweti konnte aber wenig später mit einem schönen Qualitätsopfer auf d5 die Bauernumwandlung erzwingen und das daraus entstehende vorteilhafte Endspiel
gewinnen.
In der Stellung hätte Schwarz nur mit 32...Tc2 eine bessere Stellung erreichen können. Solch ein Zug, der bereitwillig dem Weissen die b-Linie überlässt und 33. b7 erlaubt, kippt man gerne aus dem Kandidatenkreis. Um die Umwandlung abzuwenden, ist Schwarz nun gezwungen mit 33...Lxb7 34.Txb7 den Läufer abgeben. Schwarz kontert aber erst mit Turmschach auf c1 - um den Springer passiv zu stellen - und holt sich dann dank der beiden Türme auf der c-Linie den Läufer mit 35..T8xc7 zurück. Mit dem "freien" Mehrbauern auf der a-Linie hat er schönen Vorteil.
|Brett||Lenzburg 2||ELO||Emmenbrücke 1||ELO||Res: 2.5 - 1.5|
|1||Martin Schmid||2147||Andreas Wüst||1743||1-0|
|2||Jürg Hertli||1968||Josef Lustenberger||1854||1-0|
|3||Peter Bucher||1773||Dominik Reichmuth||1634||½-½|
|4||Raul Sanz||-||Danush Ahmeti||1779||0-1|