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Hier noch eine etwas allgemeinere Einschätzung:
Eine erste grobe Rechnung zeigt, dass ein Abtauen der Schneedecke sich bei weitem nicht rechnen würde. Es genügt aber, dass sich durch das Aufheizen der Module ein Wasserfilm bildet, wodurch der Schnee schneller abrutschen kann. Dafür ist nur ein Bruchteil der Energie erforderlich, was aber bedingt, dass das Dach eine gewisse minimale Neigung hat und insbesondere durch die Schneelawine keine Gefährdung entsteht.
Neben dem Schnee ist im Winter auch der niedrige Sonnenstand zu beachten. Es gibt viele gute Beispiele, bei welchem die Solaranlage in der Fassade eingebaut wurde, wodurch die Schneethematik gelöst wird. Gleichzeitig wird mehr Elektrizität im Winter, zu Lasten der Gesamtproduktion, erzeugt.
Eine weitere Möglichkeit den Schnee besser abrutschen zu lassen ist der Einbau eines „Abreissbleches“ im Dachfirn.
Eine allgemein gültige Lösung gibt es nicht. Falls die PV-Anlage mit Schnee die statische Belastbarkeit der Halle übersteigt, müsste die statische Verstärkung des Daches / des Gebäudes geprüft werden. Zudem ist darauf zu achten, dass der Schnee ungehindert abrutschen kann. Sollte die Halle auf öffentlich zugänglichem Grund stehen, darf der Schneefang aufgrund der Sicherheit (Schutz vor Dachlawinen) auf keinen Fall weggelasen werden.
Die Berner Fachhochschule hat sich der Frage der Ertragseinbusse im Winter durch Schnee angenommen. Gerne empfehlen wird deren Unterlagen als ergänzende Informationsquelle: http://www.pvtest.ch/Dokumente/Publikationen/251_Short_PV_and_snow_Staffelstein_V2.pdf