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Heute wird sie geliebt für ihre bodenständige, herzliche Art. Kaum zu glauben, dass das norwegische Volk einst daran zweifelte, ob Kronprinzessin Mette-Marit, 47, gut genug ist für Kronprinz Haakon, 47. Doch vor zwanzig Jahren, als die ersten Bilder des Thronfolgers mit der Bürgerlichen auftauchten, war die Aufregung gross.
Rasch sickerte nämlich durch, dass Mette-Marit bereits ein uneheliches Kind hat – den heute 23-jährigen Marius Borg Høiby. Zudem soll sie es mit den Partys in der Vergangenheit etwas übertrieben haben. Für viele Norweger war also klar: Mit dieser Mette-Marit hat Kronprinz Haakon keine gute Wahl getroffen.
Anders sah das offensichtlich König Harald, 83. Dies beschreibt er gemäss «Gala» im neuen Buch «Kongen forteller», was zu Deutsch «Der König erzählt» heisst. Dort drin wird er wie folgt zitiert: «Als die Königin und ich Kinder bekamen, sagten wir zueinander, dass sie das nicht durchmachen sollten, was wir erlebt haben.»
Haralds Vater war gegen die Ehe
König Harald musste nämlich neun Jahre darum kämpfen, Königin Sonja, 83, ehelichen zu dürfen. Auch sie war eine Bürgerliche, hiess ursprünglich Haraldsen zum Nachnamen und wurde zunächst vom damaligen Monarchen, König Olav V., †87, nicht akzeptiert. Nun sind sie bereits seit über 50 Jahren verheiratet und führen eine skandalfreie Ehe.
Seinen Vorsatz, dass seine Kinder nicht dasselbe durchmachen sollen, hat der König eingehalten. Kronprinzessin Mette-Marit habe gleich beim ersten Treffen mit dem Königspaar ihre wilden Jugendjahre angesprochen. Und König Harald? Der beruhigte sie mit den Worten: «Das kriegen wir hin!»
Bevor die Verlobung von Mette-Marit und Haakon verkündet wurde, sprach König Harald allerdings noch mit dem damaligen Ministerpräsidenten Jens Soltenberg. Dies, da im Gesetz steht, der norwegische Kronprinz dürfe nicht ohne die Zustimmung des Königs heiraten – und Harald interpretierte diesen Paragraphen so, dass «der König» nicht nur der Monarch, sondern auch die höchste Person im Staatsrat ist.
«Das machen wir!»
Im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten klärte König Harald die Fronten: «Wenn es darum geht, dass der König die Ehe des Kronprinzen gutheissen soll, dann würde ich doch sagen, dass in diesem Fall ich der König bin, und nicht Sie.» Eine Aussage, welcher der Ministerpräsident nichts entgegenzusetzen hatte und die ihn sehr zum Lachen gebracht haben soll. Zudem hegte dieser nie die Absicht, die Hochzeit zu verhindern. Auch er sei davon überzeugt gewesen: «Das machen wir!»
König Harald ist gemäss dem neu erschienen Buch der Meinung, es sei ein Privileg und ein grosses Geschenk, aus Liebe heiraten zu dürfen – «Zugleich ist es ein Menschenrecht, die wichtigste Entscheidung seines Lebens selber treffen zu können.»