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Jura neuchâtelois
|Kürzel||JN|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1886-01-01|
|Mutiert||Ab 1913-07-01 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die JN entstand 1886 durch die Herauslösung der Linie Neuchâtel–Le Locle–Col-des-Roches aus dem Netz der Jura–Bern–Luzern-Bahn (JBL). Ursprünglich erstellt hatte diese Strecke 1860 die Jura Industriel (JI). Käufer und alleiniger Eigentümer der JN war der Kanton Neuenburg. Der Kaufpreis betrug 5.25 Mio. Franken und wurde in der Statistik als Aktienkapital behandelt, die abgeführten Gewinne als Dividenden.
Die JN war gegen einen fixen Betrag an eine Betriebsgesellschaft verpachtet. Diese übertrug den Fahrdienst auf Rechnung teils an die Französische Mittelmeerbahn (PLM), teils an die Jura–Simplon-Bahn (JS, Strecke Neuenburg–Le Locle). Die Subvention 1886 von 101'352 Franken stellte den Verlust der Betriebsgesellschaft dar (die nachfolgenden Subventionen stammten von den Gemeinden Neuenburg und La Chaux-de-Fonds). Die Betriebsgesellschaft wurde auf den 1. Januar 1900 neu konstituiert, wobei sich neben dem Kanton Neuenburg nun auch die Gemeinden La Chaux-de-Fonds, Le Locle, Cernier und Neuenburg beteiligten. Wichtigster Geschäftszweig der JN war der Personenverkehr. Die Betriebsergebnisse lagen zwar stets deutlich im positiven Bereich, trotzdem sind aber die Finanzzahlen teils schwer interpretierbar, weil nicht klar ist, wie die Modalitäten zwischen der Betriebsgesellschaft und dem Kanton als Besitzer der Bahn, der jedoch ab 1900 zugleich der Betriebsgesellschaft angehörte, geregelt wurden. In diesen Zusammenhang gehören auch die Vorgänge auf dem Reservenkonto, das anno 1900 praktisch aufgelöst wurde. Über den ganzen Zeitraum 1886 bis 1913 wurden mehr Gewinne aus der JN abgeschöpft als die Betriebsüberschüsse hergaben.
Die JN ging am 1. Juli 1913 in den Besitz des Bundes über und wurde in die SBB integriert. Der Kaufpreis betrug 9.8 Mio. Franken, dies bei einem Bilanzwert von 13.1 Mio. Franken. Der Anstieg der Baukosten 1905/06 war rein bilanztechnischer Natur und reflektierte den Wert, den der Bundesrat Ende 1906 im Hinblick auf einen Rückkauf anerkannte. Bei der Differenz zwischen Brutto- und Nettobaukosten von 13.4 Mio. Franken handelte es sich um die Verluste, die bei den beiden Konkursen der JI in den Jahren 1865 und 1875 entstanden waren.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt:
- Jura–Bern–Luzern
- Neuchâtel–Cortaillod–Boudry
- Ponts–Sagne–Chaux-de-Fonds
- Pont–Vallorbe
- Schweizerische Bundesbahnen