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Raubtiere
Nachwuchs bei den Calandawölfen
Beim ersten Schweizer Wolfsrudel im Calanda-Gebiet gab es offenbar einen neuen Wurf von Welpen. Mehrere einjährige Tiere haben das Rudel jedoch verlassen.
Die Bündner Wildhut hat Hinweise auf einen neuen Wurf von Welpen beim Wolfsrudel im Calanda-Bergmassiv im Grenzgebiet von St. Gallen/Graubünden. Vorläufig könnten keine Angaben über eine mögliche Anzahl von Welpen gemacht werden, teilte die nationale Raubtierforschungsstelle Kora am Freitag mit. Fotografiert worden seien die Jungtiere ebenfalls noch nicht.
Jährlinge wanderten bis ins Wallis
Bereits vergangenes Jahr hatte die Wolfsmutter mindestens fünf Junge zur Welt gebracht. Von diesen sind mindestens vier inzwischen abgewandert. Reproduktion und Abwanderung bestätigen laut Kora, was von der Biologie des Wolfes erwartet werden kann. Wölfe wandern im Alter von 10 bis 22 Monaten aus dem elterlichen Territorium ab. Das quantitative Nahrungsangebot bestimme die Anzahl Wölfe: Sobald die Elterntiere wieder Nachwuchs hätten, seien die jungen Wölfe zur Abwanderung gezwungen, schrieb Kora.
Die zwei Elterntiere am Calanda (das Weibchen F07 und das Männchen M30) haben offenbar letztes Jahr ein ganzes Rudel mit Jungwölfen aufgezogen. Fünf der beobachteten Tiere seien als männliche Jungwölfe nachgewiesen worden. Ein Jungwolf wurde im April bei Disentis im Graubünden und elf Tage später in Biel im Oberwallis registriert. Dieser junge Wolf kehrte ins Bündner Oberland zurück, wo er im Mai in Disentis von einem Auto angefahren und verletzt wurde. Laut Kora blieb die Nachsuche erfolglos, es wird aber nicht ausgeschlossen, dass der Wolf den Zusammenstoss überlebt hat. Gemäss Kora-Bericht verzog sich ein weiterer Jährling von Flims Richtung Hinterrhein. Ein anderer kehrte nach einem Abstecher in die obere Surselva zurück in das elterliche Calanda-Territorium.