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Kokaingebrauch
Die Anzahl von Kokaingebrauchenden in der Schweizer Bevölkerung ist schwierig zu schätzen, da Bevölkerungsbefragungen mit Einschränkungen verbunden sind. Der Umstand, dass es sich um eine illegale Substanz handelt, kann dazu führen, dass betroffene Personen bei genauen Angaben zu ihrem Gebrauch zurückhaltend sind. Zudem sind marginalisierte Gruppen nur schwer per Telefon erreichbar. Man kann daher von einer Unterschätzung der im Rahmen von Befragungen in der Allgemeinbevölkerung erhaltenen Prävalenzen ausgehen. Da diese Verzerrungen mit hoher Wahrscheinlichkeit konstant sind, erlauben solche Studien dennoch, die Entwicklung des Kokaingebrauchs in der Bevölkerung zu verfolgen.
Basierend auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung, der CoRolAR-Befragung scheint der Anteil der Personen, die Kokain nehmen, relativ gering zu sein, allerdings liegt er deutlich höher als der Anteil der Personen, die Heroin nehmen.
Quelle: Suchtmonitoring Schweiz (2014)
Konsumerfahrungen mit illegalen Drogen
Die Frage "Haben Sie in Ihrem Leben schon mindestens einmal eine illegale Drogen gebraucht?" haben in der Schweizerischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2012 29% der ab 15-jährigen Männer und 17% der 15-jährigen und älteren Frauen mit "Ja" beantwortet. Dieselbe Frage bejahten bei der vorhergehenden Befragung im Jahr 2007 25% der Männer ab 15 Jahren und 15% der Frauen der gleichen Altersgruppe positiv.
Bei den meisten handelte es sich dabei um Cannabis. Der Anteil der mindestens einmal im Leben Cannabis Konsumierenden hat sich während der letzten zehn Jahre nicht wesentlich verändert. Im Vergleich mit dem Jahr 2002 hatte zehn Jahre später ein geringfügig höherer Anteil an Personen schon mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert: 3.1% der Männer ab 15 Jahren und 2.3% der Frauen der gleichen Altersgruppe berichteten über eine wenigstens einmalige Konsumerfahrung.
Quelle: Sucht Schweiz (2014). Notari, L., Le Mével, L., Delgrande Jordan, M., & Maffli, E. Zusammenfassende Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragungen 2012, 2007, 2002, 1997 und 1992 hinsichtlich des Konsums von Tabak, Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen.