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Rogentin stellte mit der Startnummer 10 eine klare Bestzeit auf, die sogleich von Teamkollege Marco Odermatt geprüft werden sollte. Der Saisondominator, der in den bisherigen drei Super-G des Winters zweimal Erster und einmal Zweiter wurde, blieb 39 Hundertstel hinter Rogentin. Kurz schien im 76. Weltcup-Rennen Rogentins nicht nur der erste Podestplatz möglich, sondern sogar der Sieg.
Verhindert wurde der grosse Coup von Kilde, der die Konkurrenz vor allem in den beiden ersten Sektoren überragte. Seinen Vorsprung verteidigte der 30-jährige Norweger bis ins Ziel souverän. Damit verhinderte er den Schweizer Doppelerfolg und holte nach dem 2. Rang im Vorjahr erstmals den Sieg im Super-G am Lauberhorn.
In den letzten 14 Super-G-hiess der Sieger immer Kilde, Odermatt oder Vincent Kriechmayr. Der Österreicher belegte am Freitag den 4. Platz.
Rogentin hatte seine gute Form angedeutet, als er am Dienstag im ersten Abfahrtstraining Bestzeit fuhr. Allerdings war er bereits in den letzten Jahren wiederholt mit starken Trainingszeiten aufgefallen, die Bestätigung in den Rennen gelang ihm jedoch selten. Sein bisher bestes Resultat im Weltcup war der 5. Platz im Super-G in Gröden im Dezember 2021.
Neben den beiden Podestfahrern schafften es drei weitere Schweizer in die Top Ten. Beat Feuz, der bis Rogentins Fahrt in Führung lag, wurde im letzten Super-G seiner Karriere Siebenter. Unmittelbar auf den Plätzen dahinter klassierten sich Gino Caviezel und Loïc Meillard. Auch Justin Murisier (11.) und Niels Hintermann (14.) trugen mit ihren Leistungen zum starken Teamergebnis bei.
(sda)