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Als letzte Gabe für ihren gestorbenen Patensohn, Friedrich Balz, verfasste Elisabeth Blaser in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein paar Verse, die sie, zusammen mit künstlichen Blumen, in einen schwarzen Rahmen legte. «Schon so jung gehst du zur Ruh», schrieb sie auf einer Zeile. Die Grabschrift, die in der Sonderausstellung zum Thema «Kindheit» zu sehen ist, symbolisiert die hohe Säuglingssterblichkeit. Der Tod war damals Teil des Lebens und nicht unsichtbar gemacht und tabuisiert wie bei uns heute.