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Wird es den Bewohnern nicht schwindlig? Manchmal schon. Man spricht vom Erdbeben-Rausch. In Wolkenkratzern werden darum oft schwere Pendel aufgehängt. Sie beginnen bei einem Erdbeben selber zu schwingen. Das dämpft die Schwankungen. Auch Kirchtürme schwanken, stürzen aber ein. Dabei sind sie weniger hoch. Richtig. Unvergessen ist das Erdbeben von 1356. Türme aus Holz blieben unversehrt, die steinernen Türme des Basler Münsters aber stürzten ein wie ein Turm aus Würfelzucker, wenn der Tisch wackelt. Die Wolkenkratzer wackeln auch, kollabieren aber dank ihrer Stahlkonstruktion nicht. Die berühmten Wolkenkratzer in New York bestehen doch aus Stein! Ja, aber nur die Aussenhaut, die Fassade. Fassade kommt von lateinisch facies = Figur. So wie deine Figur vom Skelett aus Knochen getragen wird, so wird die Fassade der Wolkenkratzer von riesigen Säulen und einem Skelett aus Stahl getragen. Der Würfelzuckerturm stürzt nicht ein, wenn ihn durch Gümmelis zusammengehaltene Trinkhalme stützen. Sie wirken wie Stahlsäulen. Wie stark schwanken Wolkenkratzer? Der 105 Meter hohe Messeturm in Basel, für die Schweiz schon fast ein Wolkenkratzer, schwankt bei Wind maximal 20 cm, der höchste Wolkenkratzer der Welt, der 828 m hohe Burj Khalifa in Dubai, etwa 1,5 m. Bei Erdbeben kann es mehr sein.