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26.01.2018
Die Reha Rheinfelden verleiht den Forschungspreis 2017 an ein Forscherteam aus dem Bereich Physiotherapie für ihre Studie „Zusammenhang zwischen Einschränkungen der Beweglichkeit im unteren Rücken und Fetteinlagerungen der Muskeln im unteren Rücken bei Patienten mit Rückenschmerzen“. Die Gewinner können sich über einen mit CHF 5‘000.– dotierten Preis für wissenschaftliche Arbeiten im therapeutischen Bereich freuen.
Was haben Fetteinlagerungen in den grossen Rückenmuskeln mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu tun? Fast alle Menschen leiden mindestens einmal im Laufe ihres Lebens unter Rückenschmerzen. Bei ungefähr 85 % der Patienten mit chronischen Schmerzen im unteren Rückenbereich kann keine genaue Ursache gefunden werden. Solche Schmerzen werden als unspezifische Rückenschmerzen bezeichnet. Es gibt Hinweise, dass andauernde Schmerzen im unteren Rückenbereich die Bewegungskontrolle, die Beweglichkeit und Muskelfunktion im unteren Rückenbereich beeinflussen. Das kann bis zur Verkümmerung der betroffenen Muskeln führen. Unabhängig vom Körpergewicht kann sich in diesen Muskeln Körperfett einlagern und den Schmerzkreislauf aufrechterhalten. Die ausgezeichnete Arbeit beschäftigt sich mit diesen Körperfetteinlagerungen und deren Zusammenhang mit verschiedenen Funktionseinschränkungen bei Patienten mit unspezifischen Schmerzen im unteren Rückenbereich.
Das Forscherteam aus dem Bereich Physiotherapie befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Einschränkungen der Beweglichkeit im unteren Rücken und Fetteinlagerungen der Muskeln im unteren Rücken bei Patienten mit Rückenschmerzen. Bei einer Untersuchung von 42 Patienten fanden die Forscher heraus, dass bei mehr als 80 % der Patienten Körperfett im Muskel eingelagert ist. Das war bei den untersuchten Patienten mit chronischen Schmerzen häufiger der Fall als bei Patienten, bei denen die Schmerzen akut waren. Alter und Geschlecht scheinen ebenfalls einen Einfluss zu haben. Weiterhin zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen Stärke der Fetteinlagerung und der Bewegungseinschränkung.
Dieser sechste Forschungspreis der Reha Rheinfelden wurde an Markus Hildebrandt, Gabriela Fankhauser, André Meichtry und Hannu Luomajoki der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und aus einer privaten Physiotherapiepraxis für ihre Arbeit „Correlation between lumbar dysfunction and fat infiltration in lumbar multifidus muscles in patients with low back pain“ verliehen. Aus eingegangenen Bewerbungen von unterschiedlichen Fachhochschulen, Hochschulen und klinischen Forschungseinrichtungen, erfolgte die Wahl durch eine unabhängige Jury (Prof. Annina Schmid (Forscherin am Nuffield Department of Clinical Neurosciences der Oxford University, Oxford, GB), Prof. Geert Verheyden (Assoziierter Professor an der Fakultät für Bewegungs- und Rehabilitationswissenschaften der Katholischen Universität Leuven, B) und Dr. Corina Schuster-Amft (Leiterin wissenschaftliche Abteilung der Reha Rheinfelden und Initiantin des Preises)) diese Arbeit als die Beste. Die Forschergruppe erhielt neben einer Urkunde eine Preissumme von CHF 5‘000.-. Die Preisübergabe fand im Rahmen einer grossen Fortbildungsveranstaltung der Reha Rheinfelden statt, bei welcher die Forschungsarbeit von den Originalautoren dem interessierten Publikum präsentiert wurde.
Der Forschungspreis wird jährlich vergeben. Weitere Informationen.
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