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Aufführungen anregen
Eine Stiftung kümmert sich seit fünf Jahren um das Werk von Emil Himmelsbach. Sie vergibt Konzertbeiträge und plant Publikationen zum kommenden hundertsten Geburtstag des Komponisten.
Der vor 29 Jahren verstorbene Komponist, Geiger und Musikschulleiter Emil Himmelsbach (1914–1984) aus Basel hinterliess ein Werk von etwa 140 Liedern und Instrumentalkompositionen (siehe Schweizer Musikzeitung 12/2008, S. 37).
Indem er in seinen meist kurzen Kompositionen nach Möglichkeit keine Terzen und Sexten verwendete, ergaben sich fast wie von selbst Zwölftonmelodien. Als er einmal einige Werke bei einem Wettbewerb einreichte, wo Paul Sacher in der Jury sass, wurde ihm eine Anerkennung versagt mit der Begründung, es sei nicht möglich, solche Musik innerlich zu hören und erleben, das sei bloss konstruiert. Emil Himmelsbach liess sich durch solche Urteile nicht beirren und sagte, die junge Generation werde schon noch auf den «Geschmack» kommen.
Zu diesem Zweck gründete Adolf Zinsstag vor fünf Jahren die Emil-Himmelsbach-Stiftung mit Sitz in Basel, erfasste alle Werke digital und deponierte den Nachlass bei der Universitätsbibliothek Basel. Für das kommende Jubiläumsjahr plant er die Herausgabe eines biografischen Abrisses und seines Vortrags Geistfeindlichkeit und Suche nach dem Geist im Kunstschaffen des 19. und 20. Jahrhunderts (1977).
Seine Werke hat Himmelsbach handschriftlich so schön ins Reine geschrieben, dass daraus musiziert werden kann und eine Drucklegung nicht als vordringliche Aufgabe der Stiftung betrachtet wird. Hingegen ist sie in der glücklichen Lage, für Aufführungen der Werke Himmelsbachs Unterstützungsbeiträge oder Defizitgarantien zu sprechen. Anfragen an: Adolf Zinsstag, 4059 Basel, Bruderholzallee 253; oder <email-pii>