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Was ist der World Happiness Report?
Der auch Welt-Glücks-Bericht genannte Report wird einmal im Jahr vom Sustainable Development Solutions Netzwerk der Vereinten Nationen veröffentlicht. Darin enthalten ist eine Rangliste aller Länder dieser Welt, die Auskunft gibt über die jeweilige Lebenszufriedenheit. Der erste World Happiness Report wurde am 1. April 2012 herausgegeben, sodass es sich um ein noch junges Projekt handelt. Grundlage für den Bericht sind insbesondere die Daten des Gallup World Poll, der von der Gallup Organization durchgeführt wird, die ihren Hauptsitz in Washington D.C. hat. Die Ergebnisse sind für die Allgemeinheit zugänglich und werden auf der Website des World Happiness Report, für jedermann zugänglich, veröffentlicht.
Die Bewertungsinhalte des Glücksberichts
Der jährliche Report ist in verschiedene Kapitel gegliedert, die sich unter anderem mit der Lebenszufriedenheit, der psychischen Gesundheit, der Wichtigkeit von Wertvorstellungen sowie den daraus resultierenden politischen Implikationen und den objektiven Folgen von Zufriedenheit und Lebensglück befassen. Die verwendeten Bewertungskriterien basieren auf willkürlichen statistischen Erhebungen. Das bedeutet, dass nicht das subjektive individuelle Glücklichsein der Menschen wiedergegeben wird. Insoweit ist der World Happiness Report eine Erfindung von moralischen Instanzen. Tatsächlich werden die Bewertungskriterien von der Obrigkeit festgelegt und sind nicht etwa das Ergebnis von repräsentativ und anonym durchgeführten Befragungen. Im Regelfall konzentriert sich die Bewertung auf Zufriedenheit und Glücklichsein, auf den sozialen Zusammenhalt, das Bruttoinlandsprodukt, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, eine gesunde Lebenserwartung, auf den Korruptionswahrnehmungsindex und auf Grosszügigkeit. Nicht berücksichtigt werden hingegen Kriterien wie das politische System sowie Einflüsse des Klimas und der Umwelt. Insoweit kann die Funktion des World Happiness Reports als Glücksindex in Frage gestellt werden, da es sich mehr um einen Nachhaltigkeitsindex handelt.
World Happiness Report und die Platzierungen
Insgesamt sind es 153 Länder, die 2021 Eingang in den World Happiness Report gefunden haben. Normalerweise würde es ausreichen, die 10 Bestplatzierten zu benennen. Tatsächlich gibt es in den Top 20 einige Platzierungen, die im Vergleich zu den Vorjahren überraschend sind.
Die TOP 20 Länder im World Happiness Report 2021:
1. Finnland
2. Island
3. Dänemark
4. Schweiz
5. Niederlande
6. Schweden
7. Deutschland
8. Norwegen
9. Neuseeland
10. Österreich
11. Israel
12. Australien
13. Irland
14. USA
15. Kanada
16. Tschechien
17. Belgien
18. Vereinigtes Königreich
19. China
20. Frankreich
World Happiness Report 2021: Die Schweiz belegt Platz 4
Im World Happiness Report 2021 belegt die Schweiz den vierten Platz. Sie hat im Vergleich mit 2020 einen Platz verloren und ist vom dritten auf den vierten Platz hinter Finnland, Island und Dänemark gerutscht. Neu unter den TOP 20 sind China und Frankreich, für die Costa Rica und Luxemburg die vorderen Plätze verlassen mussten, wobei Luxemburg im Jahr 2021 nicht befragt wurde. Als einziges Land auf demselben Platz geblieben ist Australien mit Rang 12. Den grössten Satz hat Deutschland gemacht, das sich vom 17. auf den siebten Platz verbessern konnte. Gewinner sind ausserdem Israel, das sich vom 14. auf den 11. Rang verbesserte, die USA mit vier Plätzen von Rang 18 auf Rang 14 sowie Israel, Irland, Tschechien und Belgien, die im Jahr 2021 jeweils drei Plätze gegenüber dem Vorjahr aufholten. Verluste mussten hingegen Kanada mit vier Plätzen sowie das Vereinigte Königreich mit fünf Plätzen hinnehmen.
Im Fokus des World Happiness Report 2021: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie
Im Fokus des World Happiness Report 2021 standen die Auswirkungen von Covid-19. Dass Finnland seinen ersten Platz behaupten konnte bedeutet, dass es diesem Land am besten gelungen ist, das Leben der Menschen zu schützen und die Lebensgrundlagen weitgehend zu erhalten, wodurch die gute Vertrauensgrundlage unangetastet geblieben ist. Im World Happiness Report 2021 konnte auch die Frage geklärt werden, worauf die Unterschiede der Sterblichkeitsraten in Europa und Amerika gegenüber denen in Afrika und Ostasien zurückzuführen sind. Verantwortlich sind unter anderem das Alter der Bevölkerung, die geografische Lage eines Landes als Insel- oder Binnenstaat sowie kulturelle Unterschiede. Zu diesen kulturellen Unterschieden gehören beispielsweise das Vertrauen in öffentliche Institutionen sowie die Erfahrung mit früheren Epidemien. Ganz sicher wird COVID-19 eine Veränderung der Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt bedingen, wobei in Zukunft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeiten im Home Office und Arbeiten im Büro maßgeblich für die Arbeitswelt sein wird.