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Der Frust war Belinda Bencic ins Gesicht geschrieben, als sie sich zwei Stunden nach ihrer Niederlage gegenüber den Medien erklärte. «Am meisten enttäuscht bin ich darüber, dass ich nicht das gezeigt habe, was ich eigentlich kann», sagte die 24-jährige Ostschweizerin über die 3:6, 4:6-Niederlage in nur 82 Minuten gegen die Nummer 150 der Welt. «Es ging praktisch nichts, deswegen bin ich wirklich mega enttäuscht.»
Eine Erklärung, wieso sie ihr Spiel nie gefunden hat, habe sie kurze Zeit nach dem Spiel noch nicht. «Ich kann es wirklich selber nicht begreifen», so eine ratlose Bencic.
«Einfach nur glückliche» Raducanu
Raducanu, 150. im WTA-Ranking, ist damit auch die erste Qualifikantin im Halbfinal von New York und die erst dritte Athletin nach Billie Jean King 1979 und Kim Clijsters 2009, die es als Spielerin jenseits der Top 100 so weit schaffte. «Ich musste mich nach dem Start des Matches etwas anpassen und bin einfach nur glücklich, dass ich durchgekommen bin», sagte Raducanu.
Ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist in den letzten zwei Monaten.
Vor dem Spiel war die Britin, die erst vor 3 Monaten das Debüt auf der WTA-Tour gefeiert hatte und in Wimbledon bereits in den Achtelfinal gestürmt war, der Schweizerin kein grosser Begriff gewesen. Dennoch: Nach ihrem Traumlauf in New York hat sich Bencic natürlich schlau gemacht.
Zwei Teenager im Halbfinal: «Eine super Story»
«Sie ist eine sehr gute Spielerin. Dies habe ich aber auch erwartet. Es ist eine super Story, zwei Teenager im Halbfinal», fügte Bencic an und nahm damit Bezug auf Leylah Fernandez, die neben Raducanu ebenfalls als erst 19-Jährige unter den besten 4 der US Open steht. «Das ist gut für den Tennis-Sport.»
Und trotz aller Enttäuschung über die verpasste Chance auf den ersten Grand-Slam-Pokal resümiert Bencic: «Ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist in den letzten zwei Monaten. Daraus nehme ich viel Positives mit. Ich fühle mich wirklich gut mit meinem Spiel.»