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Am vergangenen Wochenende fand im Billardclub St. Gallen der traditionelle Morosi-Cup statt. Bei diesem Turnier werden vorgegebene Stellungen gespielt mit dem Ziel, die Bälle in vorgeschriebenen Zonen zu versammeln. Je nach Schwierigkeitsgrad werden die Positionen mit unterschiedlichen Punktzahlen gewertet, jeder Spieler hat drei Versuche zur Verfügung. Wer am Ende die meisten Punkte erzielt, gewinnt den Cup.
Am Samstag, 23. März wagten sich Ludwig Nobel, Albert Kehl, Rolf Bart, Pius Scherrer und Giorgio Morosi an die 30 Stellungsbälle.
Titelverteidiger Giorgio Morosi begann nicht wie gewünscht und kam lange nicht in den gewohnten Stoss. Ludwig Nobel hingegen startete fulminant in die erste Turnierhälfte, löste nicht weniger als 12 der ersten 15 Stellungen und lag somit nach der Halbzeit des Turniers klar mit 71 Punkten in Führung. Auf Position zwei setzte sich Giorgio Morosi, der im weiteren Verlauf an Sicherheit gewann und sich steigern konnte. Bart, Scherrer und Kehl zeigten bis dahin nicht ihre gewohnte Leistung und lagen bereits einige Zähler zurück.
In der zweiten Stellungsserie hatte Nobel eine kurze Phase, in der er kaum punkten konnte. Morosi hingegen löste 7 Stellungen in Folge und ging kurzfristig mit wenigen Punkten in Führung. Nobel kämpfte sich aber zurück, schaffte den Anschluss wieder und behielt am Ende die Überhand. Nach einigen Jahren Pause gewann er den Morosicup zum zweiten Mal und dies mit beachtlichen 131 Punkten und 19 gelösten Stellungen. Knapp hinter Nobel platzierte sich Morosi mit 113 Punkten und 18 gelösten Positionen. Auf den weiteren Rängen klassierte sich Rolf Bart mit 81 Punkten vor Pius Scherrer mit 61 Punkten. Der undankbare letzte Rang ging an Albert Kehl, der mit 51 Punkten unter seinen Möglichkeiten blieb.
Insgesamt wurde an diesem Nachmittag gutes Billard gezeigt und neben Können und Präzision kamen auch Nervenstärke und das nötige Wettkampfglück zum Zug.
Die grösste Leistung des Nachmittags zeigte wie im Vorjahr Pius Scherrer. Das intensive Training der Morosi-Cup-Stellungen im Vorfeld machte sich bezahlt und er verblüffte mit vielen sehr gut gespielten und gelösten Bällen. Die zahlreichen Übungsstunden am grünen Tisch waren sichtbar und Scherrer erreichte die doppelte Punktzahl des Vorjahres.
Beim gemütlichen Zusammensitzen im Anschluss des Turniers beim traditionellen Morosi-Cup-Käseplättli wurde neben dem Besprechen und Sinnieren über die eine oder andere Position und Lösung auch immer wieder die alte Weisheit bemüht, die letztendlich zum Erfolg führt … üben, üben, üben !
gmo/23.04.2019