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Dieses Jahr beginnt der Frühling am 20. März um 4.06 Uhr. Zu dieser Zeit erreicht die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne den Frühlingspunkt. In der Landwirtschaft ist diese Periode des Jahres wichtig. Es ist die Tag- und Nachtgleiche.
Das heisst, ab diesem Datum sind die Tage länger als die Nacht. Der Winter geht zu Ende und auf den Feldern wird gesät. Seit jeher wollten die Landwirt*innen wissen, wie das Wetter im Sommerhalbjahr wird, hängt doch der Ertrag ihrer Ernte direkt von den Wetterbedingungen ab. So entstanden zahlreiche Bauernregeln, die aus der langjährigen Beobachtung entstanden sind. Zu einer Zeit in der das Wetter noch nicht global beobachtet und aufgezeichnet wurde, waren die Bauernregeln die einzige Möglichkeit, eine vage Wettervorhersage für die nächsten Wochen und Monate zu machen.
So lautet eine Bauernregel: «Wie das Wetter zu Frühlingsanfang, ist es den ganzen Sommer lang.» Auswertungen von Wetterdaten haben gezeigt, dass wenn der Frühling mit angemessenem Frühlingswetter beginnt, in zwei von drei Fällen auch ein etwas zu warmer Sommer folgt. Wenn der Frühling mit kaltem Wetter beginnt, ist der Sommer mit 60 % Wahrscheinlichkeit eher zu kühl. Eine andere Bauernregel sagt: «Auf Märzenregen, dürre Sommer zu kommen pflegen.» Beobachtungen zeigen, dass nach einem regenreichen März mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % ein trockener Sommer folgt.
Andreas Walker