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Es sollte wieder nicht sein in Lenzerheide, auch am vierten Tag nicht. Offizieller Grund für die Absage am Donnerstag war Nebel, der sich hartnäckig am Berg hielt. Aber auch die Piste litt unter den Schneefällen der letzten Tage. Trotz grosser Anstrengungen konnten die Helfer das Programm nicht retten. Die Wetterbesserung kam zu spät.
Von allen wären Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt wohl am liebsten gefahren. Für die beiden Schweizer geht es beim Finale noch um den Gesamtweltcup. In den Speedrennen hätten sie die Rückstände auf die Führenden Petra Vlhova und Alexis Pinturault signifikant verkürzen oder in Vorsprünge umwandeln können. Odermatt hätte zudem in der Super-G-Wertung Vincent Kriechmayr noch abfangen können, zumindest theoretisch. Der österreichische Doppel-Weltmeister kam kampflos zu seiner ersten Kristallkugel nach drei 2. Plätzen in den Vorjahren, 83 Punkte vor Odermatt.
Gegen den exzellenten Riesenslalom- und vorzüglichen Slalomfahrer Pinturault wird es für Odermatt nun sehr eng. «Eine kleine Chance ist noch da. Aber jetzt brauche ich sehr, sehr grosse Mithilfe von Alexis. Diesen Gefallen wird er mir nicht machen», meinte Odermatt, der den Kugelkampf mit Siegen im Super-G und Riesenslalom zuletzt neu angeheizt hatte.
Unversucht lässt der 23-jährige Nidwaldner nichts. Ist der Gesamtweltcup nach dem Riesenslalom am Samstag nicht entschieden, wird er tags darauf im Slalom wohl antreten. «Ich müsste dann hoffen, dass zehn andere ausscheiden, denn schlagen tue ich keinen. Meine Slalom-Künste sind bescheiden», sagte er nach der Absage des Super-G.
Letztmals bestritt Odermatt vor drei Jahren an den Schweizer Meisterschaften in Meiringen rennmässig einen Slalom. Er wurde 21., viereinhalb Sekunden hinter Ramon Zenhäusern. In diesem Winter absolvierte er ein Training zwischen Slalom-Stangen, im September in Saas-Fee. Am Dienstag wurde er in Lenzerheide mit Slalom-Ski gesichtet - «aber um zu powdern», wie er erklärte.
Kein Start von Gut-Behrami im Slalom
Gut-Behrami stand im Super-G bereits als Disziplinensiegerin fest. An der dritten kleinen Kristallkugel in ihrer Paradedisziplin nach 2014 und 2016 hatte es nach vier Siegen und einem 2. Platz in den letzten fünf Rennen schon vor Lenzerheide nichts mehr zu rütteln gegeben. Mit Blick auf den Gesamtweltcup hätte aber besonders sie die Punkte aus den letzten schnellen Rennen gebraucht. Durch die Absagen schrumpften ihre Chancen auf ein Minimum.
96 Punkte liegt Gut-Behrami zwei Rennen vor Schluss hinter Vlhova. Die Schweizerin ist am Samstag auf einen Ausfall oder einen groben Schnitzer der Slowakin im Slalom angewiesen, nur um im finalen Riesenslalom überhaupt noch eine kleine Chance zu haben. Selbst im Slalom anzutreten, zum ersten Mal nach mehr als drei Jahren, schloss Gut-Behrami am Donnerstag aus.