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Vor gut einem Jahr hatte die Nasa erste Pläne für ein elektrisches Flugzeug vorgestellt, das auf einer stark modifizierten Viersitzer-Maschine des italienischen Herstellers Tecnam aufbaut. Bei dem Flieger vom Typ P2006T, genannt Sceptor, sollen die Tragflächen und Triebwerke durch filigrane Flügel und eine Reihe elektrischer Propeller ersetzt werden. Die Betriebskosten könnten dadurch um 30 Prozent sinken, zitiert die Zeitung den obersten Nasa-Entwickler Mark Moore.
Die Nasa ist mit solchen Plänen nicht allein. Die grossen Flugzeugbauer, aber auch erste Fluggesellschaften, haben die Zukunftsvision des elektrischen Fliegens für sich entdeckt. So haben sich Airbus und Siemens für die Entwicklung von vollelektrischen und Hybrid-Antrieben für Flugzeuge verbündet. 200 Ingenieure sollen an dem Projekt arbeiten. Statt dem kompletten Verzicht auf klassischen Treibstoff könnte also auch eine Kombination von Sprit und einer Batterie zum Zuge kommen, wie es bereits in einigen Automodellen wie dem Toyota Prius der Fall ist.
In die Luft gebracht hat Airbus bereits einen elektrischen Flieger mit dem Namen E-Fan, an dessen Entwicklung Siemens ebenfalls beteiligt war. Die zweisitzige Maschine flog 36 Minuten über den Ärmelkanal zwischen Dover und Calais.
Der US-Flugzeugbauer Boeing arbeitet an einem Flugzeug, das für den Start herkömmliche Flugzeugtriebwerke nutzt und erst in Reiseflughöhe auf einen elektrischen Antrieb umschaltet. Das US-Verteidigungsministerium feilt zusammen mit dem britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce und dem US-Konzern Honeywell an einer Drohne mit Hybridantrieb.
Der britische Billigflieger Easyjet hofft, seine Mittelstreckenjets vom Typ Airbus A320 künftig am Boden ohne Einsatz der Triebwerke fortbewegen zu können. Als Antrieb sollen Wasserstoffzellen zum Einsatz kommen. Bisher kommen Verkehrsflugzeuge am Boden nur mithilfe ihrer Triebwerke oder mithilfe von Schleppern voran./stw/nmu/das
(AWP)