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- Acht Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima erwägt Japan, radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer zu leiten.
- Der Energiekonzern Tepco habe bald keinen Lagerplatz mehr für das verseuchte Wasser aus den Kühlrohren, wie der japanische Umweltminister sagt.
- Die japanische Regierung will jedoch noch einen Expertenbericht abwarten, bevor sie eine endgültige Entscheidung trifft.
Mit dem Wasser wird das Schmelzen der Brennstoffkerne verhindert. Die Regierung werde darüber beraten, sagte Umweltminister Yoshiaki Harada. «Die einzige Möglichkeit wird sein, das Wasser ins Meer abzuleiten und zu verdünnen.»
Japans Kabinettsminister sagte an einer separaten Pressekonferenz, es handle sich dabei um die persönliche Meinung des Umweltministers. Ein Tepco-Sprecher wiederum betonte, der Konzern werde nicht selber entscheiden, sondern die Vorgaben der Regierung befolgen. Fakt sei aber, dass der Konzern ab 2022 keinen Platz mehr zur Wasserspeicherung habe.
Skepsis in Südkorea
Sollte Tokio grünes Licht für die Entsorgung des kontaminierten Wassers in den Ozean geben, dürften Nachbarstaaten wie Südkorea auf den Plan gerufen werden. Seoul hatte bereits im vergangenen Monat einen hochrangigen Botschaftsbeamten einberufen, um zu klären, wie mit dem Fukushima-Wasser umgegangen wird.
Die Beziehungen zwischen den ostasiatischen Nationen sind nach einem Streit um die Entschädigung der Koreaner, die im Zweiten Weltkrieg in japanischen Fabriken arbeiten mussten, ohnehin angespannt. Die Regierung in Tokio entschied im vergangenen Monat, Südkorea als erstem Land überhaupt Handelsprivilegien zu entziehen. Seoul drohte umgehend Gegenmassnahmen an, auch Boykottaufrufe gegen japanische Unternehmen folgten.