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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Alfred Oberli:
Die Wild-Karte des Kantons Zürich 1852–1868
Cartographica Helvetica 2 (1990) 27–38
Zusammenfassung:
Johannes Wild beendigte im Jahr 1851 die topographische Aufnahme des Kantons Zürich. Diese Originalaufnahmen entstanden auf Wunsch der eidgenössischen Behörden unter der Aufsicht des Generals Guillaume Henri Dufour. Sie dienten ihm als Grundlage zur Herstellung der Topographischen Karte der Schweiz 1:100 000.
Da die zürcherischen Aufnahmen aber sehr genau waren, beschloss die Kantonsregierung, eine eigene Karte im Massstab der Originalaufnahmen (1:25 000) herauszugeben. Es dauerte recht lange, bis ein Beschluss über die Blattgrösse und die Reproduktionsart gefasst werden konnte. Die meisten anderen Kantonskarten der Zeit wurden in Kupfer gestochen. Das Gelände wurde meist mit Schraffen dargestellt. Zwischen 1847 und 1850 unternahm Wild zahlreiche Versuche mit lithographischer Zeichnung, Kupferstich und Steingravur.
Das letzte der 32 Kartenblätter konnte endlich 1867 publiziert werden. Zwei Lithographen, Graf und Brack, führten die Steingravur für den anschliessenden Vierfarbendruck aus. Mit Ausnahme einiger typischer Unterschiede im Schriftduktus und der Darstellung kleiner Strassen ist das kartographische Werk der beiden fast identisch. Interessant ist, dass Wild bereits die Umdrucktechnik einsetzte, um die wertvollen Originalsteine zu schonen.
Obwohl diese Kartenserie von allen Seiten gerühmt wurde und als wichtiges Modell der «Siegfriedkarte» 1:25 000 und 1:50 000 diente, mochte die Lithographie nicht vollständig zu überzeugen: Mangel an erfahrenen Druckern, schwache und unsaubere Umdrucke, schwierige Kartennachführung.
Bibliographische Anmerkung