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CGI (Common Gateway Interface) ist eine Schnittstelle des Web-Servers. Sie erlaubt es, die Anfragen eines Web-Browsers an Programme (auf dem Web-Server) weiterzureichen und von diesen ausführen zu lassen. Solche Programme (oder Scripts) können zum Beispiel Formulareingaben aus HTML-Dateien verarbeiten, auf dem Server-Rechner Daten speichern und dort gespeicherte Daten auslesen. Auf diese Weise werden Web-Seiten zu Oberflächen für "Anwendungen", beispielsweise für elektronische Warenbestellung oder zum Abfragen von Datenbanken.
HTML und CGI "kommunizieren" in beide Richtungen: es ist einerseits möglich, aus einer HTML-Datei, die gerade am Bildschirm angezeigt wird, ein CGI-Script aufzurufen; anderseits kann ein CGI-Script HTML-Code an den Web-Browser übertragen, den dieser dann am Bildschirm ausgibt.
Ein CGI-Script kann Daten verarbeiten, die von einer HTML-Datei aus beim Aufruf übergeben werden. Zum Beispiel kann ein CGI-Script eine Datenbank durchsuchen, wobei der Anwender den Begriff, nach dem gesucht werden soll, in einem Formular angegeben hat. Die Ergebnisse einer Datenverarbeitung kann ein CGI-Script an den Web-Browser in Form von HTML-Code zurücksenden. So kann ein Script, das eine Datenbank nach Begriffen durchsucht, zum Beispiel die Suchtreffer eines Suchvorgangs in Form einer dynamisch generierten HTML-Datei an den Web-Browser zurücksenden.
CGI-Scripts können auch Daten auf dem Server speichern und zu einem späteren Zeitpunkt auslesen. Auf diesem Prinzip basieren beispielsweise Gästebücher oder Nachrichtenforen (Bulletin-Boards). Ein Anwender kann in einer HTML-Datei in einem Formular einen Beitrag eingeben. Beim Absenden des Formulars wird ein CGI-Script aufgerufen, das den Beitrag in einer Datei speichert. Ein zweites CGI-Script oder ein anderer Aufruf des CGI-Scripts kann anschließend HTML-Code mit allen gespeicherten Beiträgen an einen Web-Browser übertragen.
(Quelle: SELFHTML)