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EBP und Dialog Ethik betreiben die Geschäftsstelle des Swiss Medical Board und erarbeiten die Grundlagen für die Beurteilung diagnostischer Verfahren und medizinischer Interventionen.
Das Swiss Medical Board ist ein von Verwaltung, Leistungserbringern und Industrie unabhängiges Gremium. Seine Aufgabe ist es, diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionen aus der Sicht der Medizin, der Ökonomie, der Ethik und des Rechts zu analysieren. Dabei geht es im Kern um die Beurteilung des Kosten-Wirksamkeits-Verhältnisses medizinischer Leistungen. Daraus werden Empfehlungen zuhanden der politischen Entscheidungsträger und der Leistungserbringer formuliert.
Das Medical Board begann seine Arbeit im Frühjahr 2008 als Pilotprojekt. Seit Januar 2011 ist das Swiss Medical Board gesamtschweizerisch verankert und wird vom "Trägerverein Swiss Medical Board" getragen, in dem die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH, und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW vertreten sind.
Im Jahr 2011 untersuchte das Medical Board z. B. den Stellenwert der PSA-Wert- Bestimmung bei der Früherkennung des Prostatakarzinoms. Es verglich, ob die Bestimmung des PSA-Wertes bei diesbezüglich symptomlosen Männern ohne weitere Risikofaktoren gegenüber der Unterlassung des PSA-Testes für die
Männer einen nachweisbaren Vorteil erbringt. In einer weiteren Fragestellung wurde die Wirksamkeit von chirurgischen Verfahren (Vertebroplastie und Kyphoplastie) zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörpe-rfrakturen untersucht.
2012 bearbeitet das Swiss Medical Board drei weitere Fragestellungen.