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Pauschal aktiviert – individuell integriert
Eine theoretisch fundierte Sensibilisierung von Sozialarbeitenden für die Anwendung der aktivierenden Massnahmen in den SKOS-Richtlinien von 2005
Die durch die Globalisierung herbeigeführte ökonomische Entwicklung stellt die Schweiz vor vielfältige Herausforderungen, worauf mit dem Konzept des aktivierenden Sozialstaates reagiert wird. Auch in der Sozialhilfe ist die Idee der Aktivierung wiederzufinden. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) verfolgt in ihren Richtlinien neben der rein finanziellen Unterstützung das Ziel der sozialen und beruflichen Integration. Im ersten Teil dieser Bachelorarbeit wird auf die Sozialhilfe in der Schweiz und die SKOS eingegangen. Des Weiteren wird das Prinzip der Aktivierung im Sozialstaat und in der Sozialhilfe vorgestellt. Geleitet von der ersten Fragestellung haben die Autorinnen und der Autor anhand einer Literaturrecherche die Integrationsmassnahmen, das Zulagensystem, die Sanktionsmöglichkeiten und die persönliche Hilfe als aktivierende Massnahmen in den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) herausgearbeitet. Im zweiten Teil werden mit der Rational Choice Theorie, der Motivationspsychologie, der Lerntheorie nach Skinner, der Theorie der psychologischen Reaktanz, der Theorie über die erlernte Hilflosigkeit und dem transtheoretischen Modell fünf Theorien und ein Modell vorgestellt. Diese werden mit den aktivierenden Massnahmen der SKOS-Richtlinien in Bezug gesetzt. Die Theoriebezüge verdeutlichen die Komplexität des menschlichen Handelns. Im dritten Teil wird eine Sensibilisierung für Sozialarbeitende in der Sozialhilfe abgeleitet, welche den Schwerpunkt in der Individualisierung der aktivierenden Massnahmen sieht.