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Frauenfelder Arthur, lic iur, Stadtschreiber, *1954
Arthur Frauenfelder ist in Winterthur aufgewachsen und studierte in Zürich Jus. 1987 begann er bei der Stadt Winterthur als juristischer Mitarbeiter im Sicherheitsdepartement zu arbeiten, 1989 wurde er Departementssekretär und 2000 wurde er als Stadtschreiber gewählt. Per Ende April 2016 legte er dieses Amt nieder. Er wird neu in einer privaten Anwaltskanzlei als Berater tätig sein.
Der in Winterthur aufgewachsene Arthur Frauenfelder absolvierte nach dem Gymnasium das Studium der Jurisprudenz an der Universität Zürich, schloss mit dem Lizentiat ab und erwarb später das zürcherische Rechtsanwaltpatent. Beruflich war er zuerst drei Jahre als Auditor und Gerichtssekretär am Bezirksgericht Winterthur tätig. Dann folgten Anstellungen als juristischer Mitarbeiter bei einer Rechtsschutzversicherung sowie bei der Stadtpolizei Winterthur. 1987 begann er als juristischer Mitarbeiter im Sicherheitsdepartement.
Arthur Frauenfelder war ab 1989 Departements Sekretär des Departements Sicherheit und Umwelt der Stadt Winterthur. In dieser Funktion stand er dem Departementsstab vor und war für die juristischen Belange des Departements zuständig. 2000 wechselte er ins Departement «Kulturelles und Dienste». Er war zum Stadtschreiber gewählt worden. 46-jährig wurde er Nachfolger von Dr. Peter Saile, welcher nach 12-jähriger Amtstätigkeit auf 1. September 2000 zum Rechtskonsulenten des Zürcher Stadtrates gewählt wurde.
16 Jahre diente Frauenfelder dem Stadtrat als Schreiber und juristisches Gewissen. Es war nicht Frauenfelders Art sich in den Vordergrund zu stellen. Er fühlte sich auch nicht als achter Stadtrat, wie der Stadtschreiber auch noch oft genannt wird. Er wirkte bescheiden im Hintergrund, sorgte aber mit Akribie, dass alles rechtens zu und her ging. Pannen sind keine vorgekommen und darum kam Frauenfelder auch nie in die Schlagzeilen. Arthur Frauenfelder wirkte auch im Vorstand der Schweizerischen Konferenz der Stadt- und Gemeindeschreiber, in der Kirchenpflege Winterthur-Stadt und im Vorstand des Rotary Club Winterthur mit. Eigentliche Hobbys kennt Frauenfelder nicht, er war ja fast immer im Büro! Jedenfalls musste sein Job nach seinem Rücktritt Ende April 2016 auf zwei Stellen (einen Schreiber und einen Rechtskonsulenten) aufgeteilt werden.
Er zieht sich aber auch keineswegs aufs Altenteil zurück. Frauenfelder schliesst sich einem Anwaltsbüro an um seine Erfahrung aus dreissig Jahren Verwaltungsarbeit auf einer anderen Ebene noch einzusetzen. Er wollte auch festgestellt haben, dass sein vorzeitiger Rücktritt nichts mit dem Verlassen des Stadthauses und den Wechsel in den Superblock zu tun habe. Reisen, Besuche von Konzerten und Theater werden die nun etwas grössere Freizeit ausfüllen, nachdem er der Stadt von der Pike auf gedient hatte.