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Der Onlinehändler und Cloud-Anbieter Amazon hat sich für sein geplantes Satelliten-Internet Platz für Dutzende Raketenstarts gesichert. In den neuen Verträgen, die unter anderem mit dem europäischen Anbieter Arianespace und dem Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos abgeschlossen wurden, geht es gemäss dem Unternehmen um bis zu 83 Raketenstarts.
Für den Aufbau seines Satelliten-Internets sicherte sich Amazon bei United Launch Alliance zusätzlich zu den bereits zuvor vereinbarten 9 Starts noch 38 weitere dazu. Mit der europäischen Trägerrakete Ariane 6 sollen insgesamt 18 Mission abheben und mit der Firma Blue Origin gibt es eine Vereinbarung über 12 Raketenstarts mit einer Option auf bis zu 15 weiteren.
Insgesamt soll das Satelliten-Netzwerk mit dem Namen Kuiper in Zukunft 3236 Satelliten umfassen. Amazon will damit insbesondere mit dem Starlink-Netz von SpaceX konkurrieren. Für den Konzern sei dies die nächste Ausweitung des Geschäfts. Aus der Sicht von Manager Dave Limp macht dieser Schritt durchaus Sinn: "Für praktisch alles, was Amazon macht, ist Konnektivität die Grundlage", sagte er der 'Deutschen Presse-Agentur'. Ohne eine Verbindung mit dem Internet könne ein Unternehmen kaum eine Dienstleistung des Konzerns nutzen.
Auch Teile der USA ohne Online-Zugang
Bei der Internet-Versorgung per Satellit werde meist an Afrika gedacht, dabei gebe es auch in den ländlichen Teilen der USA grosse Gebiete ohne ausreichende Infrastruktur, betonte Limp. Amazons Ziel sei, das leistungsstärkste System zur Internet-Versorgung aus den niedrigen Umlaufbahnen auf die Beine zu stellen. Die Zugänge sollen dabei in einem klassischen Abo-Modell an einzelne Haushalte angeboten werden.
Weiter seien auch Kooperationen mit verschiedenen Telcos geplant, die dann auf Amazons Kuiper-Infrastruktur zur Versorgung ihrer Kunden zurückgreifen könnten.