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Den Morgen verbringen wir mit dem Besuch diverser Kirchen und Basiliken. Wenig bekannt ist vielleicht, dass nicht der Petersdom die erste Kirche der christlichen Welt gewesen ist, sondern die Kirche San Giovanni. Entsprechend ihrer Bedeutung heisst sie denn auch voll ausgeschrieben „Papale Arcibasilica del Santissimo Salvatore e dei Santi Giovanni Battista e Giovanni Evangelista in Laterano, Cattedrale die Roma“. Es sei die erste Kirche gewesen, die den Christen die TĂĽren geöffnet hat.
Auf dem Weg zu einer weiteren grossen und sehr alten Basilika, dem Pantheon, besichtigen wir noch ein paar weitere Kirchen. Schön fand ich dabei, wie uns die Reiseleiterin wieder die Künstler, Maler und Bildhauer in Erinnerung rief, deren Werke wir kürzlich in der Galleria Borghese bewundert hatten.
Das Pantheon, wie die Basilika immer wieder genannt wird, ist einmal mehr ein sehr imposanter Rundbau. Die Mauern sollen gegen vier Meter dick sein, damit sie die schwere, steinerne Kuppel tragen können. Der Umfang entspricht etwa der Kuppel des Petersdoms, weist aber oben in der Mitte ein Loch mit neun Metern Durchmesser auf. Im Falle von Regen, fällt das Wasser in die Kirche und wird durch eine Abwasserleitung in den Tiber geleitet. Die Abwasserleitung besteht noch aus er Zeit der Römer und funktioniert immer noch.
Die Mittagszeit verbringen wir auf der Piazza Navone. Der Kaiser Domition hatte dort um das Jahr 80 ein Stadion errichten lassen. Er förderte darin vor allem griechische Sportarten, sowie musikalische und poetische Wettbewerbe. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern liess er das Stadion aus Stein bauen, nicht nur als Provisorium aus Holz.
Heute steht darauf unter anderem ein riesiger Brunnen, der die vier Kontinente versinnbildlichen soll. (Amerika war damals noch nicht entdeckt.)
Vor dem Nachtessen statten wir den Schweizer Gardisten noch einen Besuch ab. Von einem Angehörigen dieser Garde erfahren wir viel über ihre Geschichte, die Aufgaben zum Schutz des Papstes, den Tagesablauf, die Lebensbedingungen, aber auch über ihre Überzeugung, im päpstlichen Dienste zu stehen. Die Schweizer Garde gibt es mit wenigen Unterbrüchen seit dem Jahre 1506, also bereits über 508 Jahre.
Vor einem kleinen Apéro dürfen wir auch noch einen Blick in das Waffenlager, die Rüstungen und die Garderoben der Gardisten werfen.