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<h2>SubmittedText<h2><p>Laut Medienberichten hat der Bundesrat ein Papier für mehr religiöse Vielfallt in der Verwaltung verabschiedet. Dabei soll die Islam-Organisation ihre Mitglieder ermutigen, sich für staatliche Stellen zu bewerben.</p><p>- War das ein schlechter Medien Scherz oder ist dies tatsächlich der Wille des Bundesrates?</p><p>- Was verspricht er sich von solchen Aufrufen?</p><p>- Wie ist es mit religiös bedingter Kleidung bei den Verwaltungsangestellten, z. B. mit dem Kopftuch?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat am 16. Dezember 2010 den Bericht "Muslim-Dialog 2010 - Austausch zwischen den Bundesbehörden und Musliminnen und Muslimen in der Schweiz" zur Kenntnis genommen. Zentrales Thema des Dialogs war die Anerkennung der in der Bundesverfassung gesetzten Leitlinien wie Rechtsgleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Der Muslim-Dialog wurde lanciert, um Ängsten und Vorurteilen gegenüber dem Islam in der Mehrheitsgesellschaft und der zunehmenden Feindseligkeit und Stigmatisierung aller Musliminnen und Muslimen in der Schweiz entgegenzutreten.</p><p>Der Bundesrat verpflichtet sich als Arbeitgeber grundsätzlich zu einer diskriminierungsfreien Einstellungspraxis. Chancengleichheit und Diversität bilden integrale Bestandteile der Personal-Strategie der Bundesverwaltung. Dies wird auch im "Bericht Muslim-Dialog 2010" festgehalten. Der Bundesrat sieht dabei keinerlei Bevorzugung für Musliminnen und Muslime vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesverwaltung werden in geeigneten Aus- und Weiterbildungsmodulen für das Thema "Glaubensfreiheit" sensibilisiert.</p><p>Der Bundesrat garantiert dem Bundespersonal sämtliche Grundrechte, so auch die in Artikel 15 der Bundesverfassung statuierte Glaubens- und Gewissensfreiheit. Aus diesem Grund spricht er sich gegen ein allgemeines Kopftuchverbot in der Bundesverwaltung aus. Hingegen sind funktionsbezogene Einschränkungen des Tragens von religiösen Zugehörigkeitszeichen möglich, wo anderweitige Vorschriften bezüglich Auftretens gelten, wie z. B. die Uniformtragpflicht beim Grenzwachtkorps.</p>