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Tiefer gehende Informationen zur Dankeszeremonie
Hintergrundinformationen, Erklärungen, Anregungen)
Der Atem
Mit jedem Atemzug ziehst du frische, energiereiche Luft ein und mit jedem Ausatmen lässt du los. Verbrauchte Luft verlässt dein System, macht Platz für neue und frische. Es ist ein natürlicher Prozess, dein System macht das selbständig, es ist laufend damit beschäftigt, loszulassen. Der Atem ist Träger von Informationen und Energien, du kannst deswegen einerseits sehr gut loslassen und andererseits Wünsche und Gebete in ein anderes Medium übertragen (z.B. in einen Stein, in ein Stückchen Holz). Wenn du das in vollem Bewusstsein, in der Gegenwart stehend (!) und mit Intention machst, wird die Kraft des Wunsches/Gebetes vervielfacht.
Qintu
Im klassischen Sinne drei Kokablätter, die einzeln beblasen werden (Informationstransfer über den Atem) meistens eines mit Dingen, die man loslassen will, das zweite mit Dingen, die man für sich wünscht, das dritte mit Segnungen/Wünschen für Mutter Erde, die Menschheit, den Kosmos… Die Blätter werden achtsam in der entsprechenden Reihenfolge aufeinandergelegt (dazwischen etwas Fett zum verbinden), oben drauf dann je ein rotes und dann ein weisses Blütenblatt. Das Fett steht für das Nahrhafte, Nährende und ist eine wertvolle Gabe in einer Zeremonie. Rot wie Blut steht für das weibliche Prinzip, Mutter Erde, weiss für das männliche Prinzip, die Berge (nahe den Sternen).
Despacho
Ein peruanischer Name für eine Zeremonie. Es gibt viele viele Arten von Despachos. Die bekanntesten sind das Ayni-Despacho (Ausgleich), Pachamama Despacho (für Mutter Erde), Apu Despacho (für die Berge), Inti Despacho (für die Sonne), Chaska Despacho (für die Sterne), Cuti Despacho (oft für Reisende benutzt, es wehrt negative Energien ab und schützt). Soweit ich weiss, gibt es weit über 150 Arten von Despachos. Die Grundelemente gleichen sich, die Intention dessen, der die Zeremonie durchführt, die Gebete, der Singsang und der Aufbau der Dankesgaben im Mandala variiert. In den Hochländern von Peru werden diese Zeremonien nur von ausgebildeten und erfahrenen Priestern durchgeführt (Paqos, Pampa Mesayoks, Alto Mesayoks).
Intention
Deine Herzensabsicht, das wohin du dich ausrichtest und deine Energien hinfliessen lässt. Ohne Intention bleibt jede Zeremonie, jegliche energetische Arbeit eine leere Hülle. Es ist wichtig, dass du verstehst, dass es viel wichtiger ist, dass du im Herzen bist, wenn du so arbeitest, als dass du jeden Schritt korrekt ausführst. Du bist kein peruanischer Priester und wirst nie einer sein. Egal was dir manche Schulen versprechen. Du kannst viel lernen, du kannst schamanisch arbeiten, du kannst in der peruanischen Tradition lernen und weit kommen, ein Priester bist du deswegen noch lange nicht. Setze dich also nicht damit selbst unter Druck, indem du versuchst, alles ganz genau nach Anleitung zu machen. Sei dir dessen bewusst, was ist. Sei dir bewusst, was du bist, was du möchtest, wohin es dich zieht. Sei klar in deiner Intention! Nochmals: ohne Intention kannst du die schönsten Zeremonien machen und sie bleiben kraftlos, flau und fade. Lass die Finger von White Sage, Palo Santo, etc. Diese wunderbaren Ingredienzen sind nicht von hier, nicht für unseren Kontinent, unseren Boden, die Menschen, die hier leben. Zwischendurch verwenden mag ok sein, aber weshalb wählst du schwächere Mittel, wenn dir doch kraftvolle zur Verfügung stehen? Verwende Dankesgaben zu denen du einen Bezug hast. Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom lokalen Wochenmarkt um die Ecke; Blumen aus der Wiese vor deinem Haus; Harz, das du auf deinem Waldspaziergang gefunden hast. Je tiefer dein Bezug zu den Dingen ist, desto kraftvoller. Frage dich, was bringt meine tiefe Dankbarkeit, die ich im Moment empfinde, gut zum Ausdruck, was berührt mich im Herzen? Das wird dich führen.
Dankesgaben
Gib in jedes Teil, das du in dein Mandala legst, Gebete/Segnungen/Bitten ein. Über den Atem, direkt vom Herzen, über deine Hände. Arbeite mit Symbolik: z.B. ein Sternanis für die Sterne im Himmel, die Seesterne tief im Meer; ein Maiskorn für die Dankbarkeit, Essen zu haben, dass Pachamama Pflanzen wachsen lässt, die uns nähren; Steinchen/Sand für den Boden unter unseren Füssen, der uns trägt, der es uns ermöglicht, Strassen und Wege darauf zu bauen, auf denen wir uns fortbewegen können, auf dem wir unsere Häuser errichten können; etwas Fell (Haustiere geben gerne etwas ab 😊) als Dank für die tierischen Wesen, auch die, die uns mit ihrem Fleisch nähren… Werde kreativ, lass deine Gedanken, dein Gefühl umherschweifen, es gibt ganz viele Beispiele in der Art.
Transformierendes Element für dein Despacho
Feuer: schnelle und gut sichtbare Transformation, das meist genutzte Element. Du kannst Rückschlüsse ziehen daraus, wie gut es brennt bei der Transformation. Bitte auf gut brennbare Bestandteile achten (du riskierst sonst, dass die Transformation stockt oder sogar stoppt)
Wasser: fliessende, lichte Transformation, statt eines Mandalas kannst du es auch direkt ins Wasser werfen. Wenn es kraftvoll sein soll, dann im Bachbett (bei Niedrigwasser vor einem Regen), damit es vom Wasser weggeschwemmt wird. Bitte auf umweltverträgliche Bestandteile achten.
Luft: in der Form von Gebetsfahnen oder ähnlich aufgebaut wie Traumfänger (ist anspruchsvoll, rate ich ab für Anfänger)
Erde: langsame und sehr beständige Transformation. Grabe es ein in Mutter Erde, achte bitte auf umweltverträgliche Bestandteile
Den Heiligen Raum öffnen
wende dich dabei den jeweiligen Himmelsrichtungen (S/W/N/O), dem Kosmos und Mutter Erde zu. Sehr bekannt ist die Anrufung von Alberto Villoldo. Für den Anfang mag sie genügen. Bitte ändere die Zeilen nach und nach so ab, dass es für dich stimmig ist. Passe die Sprache an. Bringe deine persönliche Note hinein, mache es kraftvoller.
An die Winde des Südens –große Schlange, legen Deinen Körper aus Licht um uns. Lehre uns, die Vergangenheit abzustreifen wie eine Haut und behutsam auf dieser Erde zu wandeln. Zeige uns den Weg der Schönheit.
An die Winde des Westens –Mutter, Schwester Jaguar, beschütze diesen Ort der Heilung. Lehre uns den Weg des Friedens und des richtigen Lebens und weise uns den Weg über den Tod hinaus.
An die Winde des Nordens –Kolibri Großmütter und Großväter, die ihr uns vorangegangen seid, kommt und wärmt Eure Hände an unseren Feuern. Flüstert zu uns im Wind. Wir ehren Euch, die Ihr vor uns gekommen seid, und Euch, die Ihr nach uns kommt als Kinder unserer Kinder.
An die Winde des Ostens –Großer Adler, Kondor, komm zu uns von Sonnenaufgang und nimm uns unter Deine Flügel. Zeige uns Berge, von denen wir nur zu träumen wagen, und lehre uns, an der Seite des großen Spirits zu fliegen.
Mutter Erde, Pacha Mama, wir sind hier versammelt, um all Deine Kinder zu heilen. Die Stein-Menschen, die Pflanzen-Menschen, die Vierbeiner, die Zweibeiner, die krabbelnden Kriecher, die mit Fell, mit Schuppen und mit Federn. Alle, mit denen wir verbunden sind.
Vater Sonne, Großmutter Mond, an die Nation der Sterne. Großer Spirit, du hast unzählige Namen und bist der namenlose Eine. Wir danken Dir, dass Du uns hier zusammengeführt hast, uns erlaubst, dass Lied des Lebens zu singen.
(von Alberto Villoldo, nicht von mir geschrieben, nicht korrigiert, nicht übersetzt, nur aus dem Internet kopiert)