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Urodynamische Untersuchung
Harninkontinenz ist ein weitverbreitetes Leiden. Die Ursachen dafür sind vielseitig: Überdehnung der Beckenbodenmuskeln infolge der Geburt, Absenkung der Beckenorgane (Prolaps), Stoffwechselstörungen wie Diabetes sowie bestimmte Medikamente. Um die Ursache der Inkontinenz festzustellen, führt Ihr Frauenarzt eine urodynamische Untersuchung durch, bei der die Funktion der Blase und der Harnröhre überprüft wird. Der Arzt nimmt dazu zunächst eine klinische Untersuchung vor. Dabei tastet sie oder er Ihren Unterbauch ab, um Ihre Blase auf Grösse, anatomische Lage und Lage in Bezug auf die weiteren Beckenorgane sowie die Reaktion auf Husten zu untersuchen (Belastungsprofil). Danach findet die urodynamische Untersuchung statt, bei der die Funktion der Blase durch eine genaue Messung der Füll- und Durchflussmenge sowie des Drucks Ihres Harnsystems beurteilt wird. Dazu wird ein kleiner Katheter mit einem Ballon in die Blase eingeführt und durch einen Roboterarm gesteuert. Die Ergebnisse werden in Echtzeit auf einem Bildschirm angezeigt. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzlos und dauert eine Stunde. In den meisten Fällen liefern diese zwei Untersuchungen dem Arzt genügend Informationen, um den Grund für die Inkontinenz zu verstehen und eine angemessene Behandlung vorzuschlagen.
Inkontinenz wegen Schwangerschaft
Blasenschwäche im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt beschäftigt viele junge Mütter. Mit einer gezielten Behandlung und Betreuung vom Beginn der Schwangerschaft bis nach der Geburt lassen sich die Risiken senken oder eine allfällige Inkontinenz besser behandeln. Unsere Hebammen und Geburtshelfer können Sie beraten oder Ihnen Therapiemethoden wie Beckenbodentraining in Zusammenarbeit mit dem Team der Physiotherapie vorschlagen.
Ein Dammschnitt, der vorgenommen wird, um die Geburt zu erleichtern, kann einen späteren Prolaps, also die Absenkung der Beckenorgane, verhindern; dies ist jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen.