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TIFF (Tagged lmage File Format) ist ein Dateiformat zur Speicherung von Bilddaten. Das TIFF-Format wurde ursprünglich von Aldus (1994 von Adobe übernommen) und Microsoft für gescannte Rastergrafiken für die Farbseparation entwickelt. Zusammen mit PDFist es das wichtigste Format zum Austausch von Daten in der Druckvorstufe.
ln einer Datei können mehrere Bilder abgelegt werden (Multipage-TIFF). Das können, müssen aber nicht, verschiedene Versionen desselben Bildes sein, z. B. ein Vorschaubild (Thumbnail) und das Originalbild. TIFF kennt verschiedene Farbräume und Algorithmen zur Datenkompression. Dabei unterstützt es sowohl verlustfreie (z. B. LZW, Lauflängenkodierung) als auch verlustbehaftete Kompressionsverfahren (z. B. eines der JPEG-Verfahren). Es ist auch möglich, IPTC-Metadaten in der TIFF-Datei unterzubringen.
Bilddaten werden in Gruppen von Pixelzeilen, so genannten Stripes (Streifen) oder als rechteckige Tiles (Kacheln) abgelegt. Die Speicherung erfolgt dabei für jeden Streifen bzw. für jede Kachel unabhängig von den anderen, so dass Bildteile je nach Wahl der Grösse der Streifen bzw. Kacheln relativ schnell geladen werden können. Andere Formate erfordern hier das Laden sämtlicher Bilddaten vor dem gewünschten Ausschnitt. Ziel der Unterteilung beim Entwurf war allerdings vor allem, dass Einzelteile komplett im Speicher gehalten werden können.
Datenstruktur
Grösster Nachteil von TIFF ist seine Komplexität. Die Vielfalt möglicher gültiger TIFF-Dateien kann von keinem einzelnen Programm unterstützt werden. Aus diesem Grund ist TIFF auch für das Internet denkbar ungeeignet.
Die ersten acht Bytes der TIFF-Datei enthalten eine Signatur, welche die Byteorder und TIFF-Version enthält, ausserdem ein Offset zum ersten Image File Directory (IFD). Ein solches IFD gibt Informationen zu einem Bild in der TIFF-Datei und besteht aus einer Liste von Tags, einzelnen Informationseinheiten. Ein solches Tag kann etwa die Breite des Bildes in Pixeln beschreiben, oder den Namen der Software enthalten, welche die TIFF-Datei erzeugt hat. Am Ende des IFD steht ein Offset-Wert, der das nächste IFD in der Datei referenziert, oder aber 0, falls das aktuelle IFD das letzte war. Auf diese Art und Weise können beliebig viele Bilder in der Datei untergebracht werden, solange die Gesamtmenge der Daten vier Gigabyte nicht übersteigt. Die IFD-Struktur unterstützt EXIF- und IPTC-Funktionen.
Kompressionen
Neben JPEG lassen sich Bildinformationen innerhalb des TIFFs auch verlustfrei speichern:
LZW (Lempel, Ziv und Welch Algorithmus)
Bei LZW handelt es sich um einen Tabellenbasierten Algorithmus zur Kompression von Daten. LZW Kompression wird z. B. bei GIF- und TIFF-Dateien verwendet. Die LZW-Komprimierung basiert auf der Erstellung eines Datenlexikons. Die Dateninformationen werden nach gleichen Mustern durchsucht, woraufhin ein Lexikon erstellt wird. Wiederkehrende Muster werden somit durch Codierungen ersetzt, was eine Komprimierung zu Folge hat.
ZIP
gzip (GNU zip) ist ein Kompressionsprogramm, das für praktisch alle Computerbetriebssysteme verfügbar ist. Es bietet einen guten Kompressionsgrad und ist frei von patentierten Algorithmen. gzip wurde von Jean-loup Gailly ursprünglich entwickelt, um unter Unix das alte Programm compress zu ersetzen. Wegen des Namens besteht Verwechslungsgefahr mit dem ZIP-Dateiformat unter Windows, welches aber von gzip unabhängig ist. gzip arbeitet vorallem mit der Huffmann-Kodierung.