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Alternativmedizin und Komplementärmedizin sind Sammelbezeichnungen für Behandlungsmethoden und diagnostische Konzepte, die sich als Alternative oder Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Methoden der Medizin verstehen. Da viele dieser Therapieformen sehr wohl mit klassischen, schulmedizinischen Therapien kombiniert werden können, es also nicht um ein Enweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch geht, ist der Begriff Komplementärmedizin zu bevorzugen. Die Hauptvertreter sind Naturheilverfahren, Homöopathie, Osteopathie, physikalische Therapieformen und Akupunktur.
Angesichts der Tatsache, dass die meisten Methoden der Komplementärmedizin nicht wissenschaftlich fundiert sind, teilweise aber auch von Ärzten angewendet werden, herrscht in der Medizin ein grosser Dissens über die Akzeptanz dieser Verfahren. Einigkeit besteht jedoch grösstenteils darüber, dass die Komplementärmedizin bei ernsthaften Erkrankungen eine Ergänzung sein kann, nicht jedoch ein Ersatz der wissenschaftlich fundierten Therapie.
Das Bedürfnis nach naturnahen Produkten und Therapien ist auch bei Parkinsonbetroffenen gross. Sie verwenden komplementärmedizinische Therapien mit ganz unterschiedlichen Absichten: als Ersatz für die klassischen Medikamente, als Ergänzung zu den klassischen Medikamenten, zur Linderung von Nebenwirkungen der Anti-Parkinson-Medikamente, zur Entspannung sowie zur Verbesserung einzelner Symptome wie Schlafstörungen, Schmerzen oder Verstopfung.