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In Kerzers stellen sich zwölf Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinderatswahl am 7. März. Die CVP möchte einen zweiten Sitz ergattern, die SP ihren einen behalten. Die SVP wie auch die FDP erhoffen sich drei Sitze. Es gibt aber nur deren sieben zu vergeben.
Sieben Sitze zählt der Gemeindrat von Kerzers. Zurzeit hat die SVP drei Sitze inne, die FDP zwei, die CVP einen und die SP besetzt ebenfalls einen Sitz. Mit Martin Maeder (FDP, im Gemeinderat seit 2006), Urs Hecht (CVP, 2011), Fredy Moser (SVP, 2011), Adrian Tschachtli (SVP, 2011) und Daniel Wattinger (SP, 2016) treten fünf Gemeinderäte erneut an. Nicole Schwab (SVP, 2016), die während der vergangenen Legislatur das Gemeindepräsidium innehatte, tritt nicht mehr an. Vize René Stüssi (FDP, 2016) stellt sich ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.
Für die Wahlen sind vier Listen der vier Ortsparteien mit insgesamt 12 Namen eingegangen. Die SVP tritt neben den beiden bisherigen Gemeinderäten Adrian Tschachtli und Fredy Moser mit Christian Neuhaus (Jahrgang 1983) und Nathalie Grossenbacher (1969) an. Die FDP stellt sich neben dem bisherigen Gemeinderat Martin Maeder mit vier Kandidaten der Wahl: Jörg Bönzli (1964), Andrea Kaufmann (1983), Corinne Nippel (1962) und Regula Schwab Köhli (1963). Die CVP verteidigt den Sitz des bisherigen Gemeinderats Urs Hecht und will sich mit Tina Schwab (1993) einen zweiten Sitz ergattern. Auf der Liste der SP ist einzig der Name des bisherigen Gemeinderats Daniel Wattinger zu lesen, andere Kandidaten gibt es keine.
Einzige Frau tritt nicht mehr an
Fünf Frauen und sieben Männer wollen einen Gemeinderatssitz erobern. Währenddem die CVP sowie die SVP je eine Kandidatin stellen, sind es bei der FDP drei Frauen, die in die Kerzerser Exekutive wollen. Die SP tritt mit nur einem Kandidaten an. Aktuell ist Gemeindepräsidentin Nicole Schwab die einzige Frau im Kerzerser Gemeinderat, und sie stellt sich nicht mehr zur Verfügung.
Jörg Bönzli, Präsident der FDP Kerzers und Kandidat, rechnet mit zwei bis drei Sitzen für seine Partei: «Mit etwas Glück ergattern wir einen dritten Sitz; zwei Sitze sollten wir erreichen.» Wichtig ist ihm, dass Frauen weiterhin vertreten sind in der Exekutive: «Toll wäre, wenn Frauen gewählt würden, wir haben sehr gute und erfahrene Frauen auf unserer Liste.»
Christoph Johner, Präsident der SVP Kerzers, rechnet damit, dass seine Partei ihre drei Sitze behalten kann. Doch werde es mit der aktuellen Ausgangslage nicht einfach, «weil die SVP-Gemeindepräsidentin nicht mehr antritt und weil wegen der Pandemie keine Anlässe wie Podiumsdiskussionen stattfinden können». Jedoch sei die SVP Kerzers nun in den sozialen Medien aktiv und habe zahlreiche Personen direkt angeschrieben.
Nicole Aebi, Präsidentin der SP Kerzers, zieht den Hut vor dem bisherigen SP-Gemeinderat und Kandidaten Daniel Wattinger: «Wir sind froh, dass er bereit ist, seinen Sitz zu verteidigen.» Denn die Partei wolle den Sitz behalten und sei «voll überzeugt» von seiner Arbeit in dem Gremium.
Die CVP Kerzers wolle primär ihren Sitz verteidigen, sagt der Vizepräsident der CVP Kerzers und Gemeinderat Urs Hecht. Jedoch rechne sich die Partei Chancen für einen zweiten Sitz aus, «weil wir einen guten Mix aus jung und dynamisch sowie Erfahrung bieten können». Zudem trete die CVP mit einer Frau und einem Mann an: «Das ist eine tolle Konstellation.»
Ein Blick zurück auf die letzten Wahlen
Bei den Wahlen 2016 hatten die Bürgerinnen und Bürger von Kerzers eine grössere Auswahl: Es lagen fünf Parteilisten mit 16 Bewerberinnen und Bewerbern für die sieben Sitze vor. Die FDP hatte damals drei Sitze, die SVP zwei und CVP und SP je einen. Der FDP gelang es 2016 nicht, ihre drei Sitze zu verteidigen: Die SVP legte einen Sitz zu und hat seither drei Gemeinderäte. Der FDP verblieben zwei. Schon 2011 war es eng: Die FDP konnte das dritte Mandat nur knapp ins Trockene bringen. Bei CVP und SP änderte sich nichts bei den Wahlen 2016: Die beiden Parteien konnten ihren Sitz im Gemeinderat verteidigen. 2016 gab es einen zusätzlichen Kandidaten auf der Freien Liste, der jedoch keine Chance hatte. Bei diesen Wahlen sind es wiederum ausschliesslich die vier traditionellen Kerzerser Ortsparteien, die eine Liste eingereicht haben. emu