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vornehmlich den Stauffacher zu. ErstTschudi (s. d.) hat die beiden Traditionen zu der stehend gewordenen Gesamtsage verknüpft,
die dann im Lauf der Jahrhunderte noch mancherlei Zusätze bekam und durch J. v. Müller und Schiller Gemeingut geworden ist.
Die sogen. Tellskapellen auf der Tellsplatte, in Bürglen, in der HohlenGasse stammen sämtlich erst aus
dem 16. Jahrh. und sind zum Teil nachweislich zu Ehren von Kirchenheiligen gestiftet worden. In Uri
ließ sich keine FamilieTell ermitteln;
die Erkenntnisse der Urnerlandsgemeinden von 1387 und 1388, welche TellsExistenz bezeugen sollten, sowie die den Namen »Tello«
und »Täll« enthaltenden Totenregister und Jahrzeitbücher von
Schaddorf und Attinghausen sind als Erdichtungen und Fälschungen nachgewiesen.
Die Sage vom Apfelschuß ist ein uralter indogermanischer Mythus, welcher in anderm Gewand auch in der persischen, dänischen,
norwegischen und isländischen Heldensage, in welch letzterer der Held Eigil genannt wird, von dessen Sohn, König Orentel,
Tell vielleicht den Namen erhalten hat, vorkommt und in der Schweiz von den Chronisten des 15. Jahrh. zur
Ausschmückung der Befreiungssage verwendet worden ist.