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geb. --.--.----
Flecainid und Sertindol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Das atypische Antipsychotikum Sertindol scheint über Hemmung des verzögerten Kalium-Gleichrichters das Aktionspotential zu beeinflussen und eine QT-Zeit-Verlängerung zu begünstigen [Nielsen J, 2015]. Auch das Antiarrhythmikum Flecainid kann als Nebenwirkung zu QT-Zeit-Verlängerungen führen. Flecainid wird über CYP2D6 metabolisiert und kann dieses Enzym hemmen [Haefeli WE, 1990]; auch Sertindol ist ein CYP2D6-Substrat [Wong SL, 1997], so dass in Kombination erhöhte Sertindol-Konzentrationen möglich sind.
Effekt
Durch die additive QT-Zeit-Verlängerung ist das Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes, erhöht. Dieses Risiko kann durch erhöhte Sertindol-Konzentrationen zusätzlich gesteigert sein.
Empfehlung
Die Kombination ist gemäss Schweizer Fachinformation kontraindiziert. Die Kombination sollte daher vermieden werden und sollte, falls zwingend notwendig, nur unter regelmässiger EKG-Kontrolle angewendet werden. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit auf über 500ms oder um 60ms im Vergleich zur Baseline, sollte eine Therapieumstellung vorgenommen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018