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Ende 2008 begann die Krebsliga Aargau auf breiter Front auf das Fehlen eines Krebsregisters im
Kanton Aargau aufmerksam zu machen. Zahlreiche Informations-Veranstaltungen wurden
durchgeführt. Das Echo in medizinischen Kreisen fiel von Anfang an ausschliesslich positiv aus. Auch
die politischen Gremien kamen rasch zur Überzeugung, dass die krebsbezogene
Gesundheitsversorgung im Kanton nur mit umfassenden Kenntnissen über Krebshäufigkeit und
Krankheitsverlauf fachlich und finanziell optimal gewährleistet werden kann.
Günstig beeinflusst wurden die Bemühungen der Krebsliga Aargau durch gleichgerichtete
Bestrebungen in umliegenden Kantonen, durch Kantone mit bereits bestehendem Register und durch
das Nationale Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung (NICER).
Das Departement für Gesundheit und Soziales DGS des Kantons Aargau hat die Bemühungen um ein
Krebsregister Aargau von Anfang an unterstützt und aktiv mitgetragen. Der Kantonsärztliche Dienst
verfasste mit Datum vom 11. Mai 2010 einen ausführlichen Bericht zum Thema „Konzept und
Grosskredit für den Aufbau und Betrieb eines kantonalen klinischen Krebsregisters“. Der
Regierungsrat hiess den Bericht am 30. Juni 2010 gut und beauftragte das DGS mit der Durchführung
eines Anhörungsverfahrens. Diese Vernehmlassung (7. Juli bis 31. August 2010) fand ein
überwiegend positives Echo, sodass der entsprechende Antrag an den Grossen Rat gestellt wurde.
Am 14. Dezember 2010 bewilligte der Grosse Rat des Kantons Aargau einen Kredit von jährlich
685'000 Franken zum Aufbau und zur Führung eines Kantonalen Krebsregisters. Das Geschäft wurde
vom Departement für Gesundheit und Soziales, von der Gesundheitspolitischen Kommission und von
allen politischen Parteien unterstützt und im Rat mit 109 zu 13 Stimmen gutgeheissen.