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Im Februar 2018 wurde auf der Zollstelle von Bardonnex,
hauptsächlich bei der Abfertigung des Schwerverkehrs sowie bei den Gzw Po, eine
Kontrolle der Luftqualität vorgenommen. Das Ergebnis dieser Kontrolle kam fast
ein Jahr später zusammen mit der folgenden Mitteilung: "Die Luftqualität
ist ausgezeichnet. Kein Stoff und keine Stoffgruppe überschreitet die Hälfte
der empfohlenen Schwellenwerte." Note A+.
Aber wovon ist hier überhaupt die Rede? Kolleginnen und
Kollegen wollten wissen, welche Stoffe bei dieser Kontrolle analysiert wurden.
Antwort => Analysiert wurden die folgenden Stoffe:
-
Kohlenmonoxid
CO
-
Kohlendioxid
CO2
-
flüchtige
organische Verbindungen COV
-
Aerosol
PM10.
Darauf habe ich mit der Immobilienabteilung in Verbindung
gesetzt, um mich nach dem Zweck dieser Kontrolle zu erkundigen. Die Antwort
lautete: "Nach den Arbeiten an den Lüftungssystemen der Gebäude wollten
wir wissen, ob diese zu einer Verbesserung der Luftqualität beigetragen haben
oder nicht." Ich danke der Immobilienabteilung für eine solche Kontrolle.
Ich weiss auch, dass weitere Arbeiten zur Verbesserung der Situation geplant
sind.
Leider wurde das
Ergebnis erst nach mehr als einem Jahr bekannt gegeben und es wurde erst nach
einer expliziten Aufforderung mitgeteilt, welche Stoffe analysiert wurden. Mit einer
direkten Information der Betroffenen bzw. des Personals hätte man Gerüchte und
Aussagen wie "man hält Dinge vor uns geheim" vermeiden können.
Ich frage mich,
wann es soweit sein wird, dass eine Kontrolle der Luftqualität der
Strassenverkehrsbelastung zu unterschiedlichen Zeiten des Jahres durchgeführt
wird? Und dies nicht nur auf der Strasse, sondern auch in den Büros, zumal
Kohlendioxid (CO2) und Feinstaub (PM 10) nachgewiesen wurden.
Es sollten aber
auch andere Stoffe berücksichtigt werden, wie z.B. Stickstoffmonoxide (NO),
Stickstoffdioxid (NO2), Stickoxide (NOx) und Feinpartikel (PM2,5 & PM1,0).
Wie das Bundesamt für Umwelt zu Recht in seiner Info
feststellt, ist es nachgewiesen, dass Luftverschmutzung Krankheiten und
vorzeitige Todesfälle verursacht und dass die am stärksten Betroffenen
diejenigen sind, die an stark befahrenen Strassen leben. Die Luftverschmutzung
verursacht in der Schweiz jährlich 2'200 vorzeitige Todesfälle. Natürlich leben
nicht alle von uns in der Nähe von stark befahrenen Strassen, aber einige
Zollbeamtinnen und Zollbeamte oder Mitglieder des Gzw verbringen mehr als ein
Drittel ihrer Arbeitstage an diesen Verkehrsachsen.
Eine neue Herausforderung für GaraNto!
Gilles Perrenoud
Vizepräsident Sektion Romandie
Mitglied des Zentralvorstands