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Nuklearkatastrophe
Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 in Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der 1970 gegründeten ukrainischen Stadt Prypjat.
Auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse wurde sie als erstes Ereignis in die höchste Kategorie katastrophaler Unfall (INES 7) eingeordnet.
Dies ist nicht zu verwechseln mit einem GAU, also dem technischen Auslegungsstörfall einer kerntechnischen Anlage.
Bei einer unter der Leitung von Anatoli Stepanowitsch Djatlow durchgeführten, am 25. April 1986 begonnenen Simulation eines vollständigen Stromausfalls kam es auf Grund schwerwiegender Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften sowie der bauartbedingten Eigenschaften des graphitmoderierten Kernreaktors vom Typ RBMK-1000 zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der am 26. April 1986 um 01:23 Uhr zur Explosion des Reaktors und zum Brand des als Moderator eingesetzten Graphits führte.
Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Explosion wurde eine Radioaktivität von mehreren Trillionen Becquerel in die Erdatmosphäre freigesetzt.
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Heutige Situation
Nach der Vertragsunterzeichnung im August 2007 wurde über dem alten Sarkophag von 2010 bis 2016 die neue Schutzhülle, das New Safe Confinement (NSC), errichtet.
Zum 26. Jahrestag wurde am 26. April 2012 der Grundstein für den NSC von Reaktor 4 gelegt. Die neue Schutzhülle sollte rund 935 Millionen Euro kosten und bis 15. Oktober 2015 fertiggestellt sein.
Nachdem im September 2014 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zunächst ein Baustopp drohte, konnte dieser mit einer neuen Finanzierung Ende November abgewendet werden.
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Am 14. November 2016 wurde mit dem Verschieben der neuen Schutzhülle (auch als „Arka“ bezeichnet) in Richtung des Sarkophags begonnen.
Ihre endgültige Position hat die Schutzhülle am 29. November 2016 erreicht und sollte im November 2017 in Betrieb genommen werden.
Am 20. Dezember 2017 berichtete Spiegel online, dass sich die Inbetriebnahme aufgrund der hohen Strahlenbelastung bis Ende Mai 2018 verzögern werde.
Laut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ist die Inbetriebnahme der neuen Schutzhülle für Dezember 2018 geplant.
Die Schutzhülle gilt als derzeit größtes mobiles Bauwerk der Welt und ist 30.000 Tonnen schwer.
Sie soll das Ziel erfüllen, 100 Jahre lang den Austritt radioaktiver Stoffe zu verhindern.
Neben dem NSC werden auf dem Gelände des Kernkraftwerkes noch weitere Gebäude errichtet, die spezielle Aufgaben bei der Entsorgung und Demontage des Kraftwerkes übernehmen sollen.