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Physio Park Blog
Fettverbrennung beim Joggen
Wie schnell muss ich laufen, um am meisten Fett zu verbrennen?
Grundsätzlich ist anzumerken, dass wir zwischen dem Fettstoffwechsel und der Fettverbrennung unterscheiden müssen!
Beim Fettstoffwechseltraining wird versucht relativ lange in dem Bereich zu trainieren, in dem der Körper hauptsächlich Fett als ‚Brennstoff‘ verwendet. Die Fettverbrennung beschreibt beim Training, wie viele Kalorien (mit einem hohen Anteil an Fett) verbrannt werden.
An einem Beispiel wird das Ganze deutlicher:
Fettstoffwechsel: Langsames Laufen mit ‚Fettverbrennungspuls‘ (Herzfrequenz (H.frqz) ca. 60 bis 70% der maximalen H.frqz). Das bedeutet ungefähr 60% Fettverbrennung, 40% Kohlenhydratverbrennung. Der Energieumsatz beträgt ca. 8 Kilokalorien pro Minute, somit
kommen ca. 5 kcal pro Min. aus der Verbrennung von ‚Fett‘.
Fettverbrennung: Laufen mit mittlerer Geschwindigkeit (H.frqz ca. 80% der maximalen H.frqz). Die Energiebereitstellung beträgt ca. 40% aus Fett und ca. 60% aus Kohlenhydraten. Der Energieumsatz ist hier höher (ca. 16-18 kcal/min). Daher werden ca. 7 ‚Fettkalorien‘ pro Min. verbraucht.
Fazit:
Bei der Fettverbrennung wird kurz und intensiv trainiert, während beim Fettstoffwechseltraining lange und sehr moderat trainiert wird. Steigt die Intensität, werden auch absolut mehr Kalorien verbrannt, also auch mehr Fett!
Doch was hilft jetzt fürs Abnehmen?
Wirksam wird das Abnehmen, wenn beide Trainingsformen miteinander kombiniert werden. Dabei ist es wichtig, dass das Fettstoffwechseltraining als Grundlage des Trainings angesehen wird, auf das auch immer wieder intensivere Trainingseinheiten eingebaut werden!
Juli 2021
Der Mensch, das Gewohnheitstier
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden - bis Probleme auftauchen. Geht man dabei von körperlichen Beschwerden am Bewegungsapparat aus, handelt es sich meist, ausgenommen von Unfällen oder sonstigen Traumen, um chronische Überlastungen, Einseitigkeiten oder einen negativen Lebenswandel.
Um etwas dagegen unternehmen zu können ist es daher notwendig, unsere eingeschliffenen Abläufe und Bewegungsmuster zu verändern. Doch das ist viel schwerer, als es auf den ersten Blick erscheint. Denn der Mensch versucht von Natur aus, sich das Leben so leicht wie möglich zu machen, um effizient, ökonomisch und mit wenig Widerstand den Alltag zu bewältigen. Veränderungen sind daher oft mit einer grossen Überwindung verbunden und fühlen sich erstmal nicht gut an. Auch das stellt ein Problem dar, denn wer macht schon etwas gerne, was gegen das eigene Gefühl geht?
Die Welt und alles was sich darauf befindet unterliegt einem stetigen Wandel. Dieser ist nötig, denn er sorgt für eine ständige Entwicklung und bringt uns vorwärts. Wir sollten also eine Veränderung, auch wenn sie sich erstmal schlecht anfühlt, nicht negativ bewerten, sondern sie als einen Ansporn für eine gesunde Entwicklung sehen.
Übertragen auf körperliche Probleme oder den Sport kann man sagen, dass ein zu Beginn empfundenes Unwohlsein oder auch gefühlte Schmerzen nicht schlecht für einen positiven Verlauf sein müssen.
Um Probleme also langfristig und effizient bewältigen zu können, dürfen sie auch gerne mal aus ihrer Komfortzone ausbrechen und Neues probieren. Lassen sie sich überraschen, was dann passiert.
Juni 2021
Der Körper als Jungbrunnen
In unserem Alltag hören wir oft von Verletzungen, die schon Jahre oder sogar Jahrzehnte verjährt sind und angeblich immer noch Beschwerden auslösen sollen. Dass diese Einschätzung in den häufigsten Fällen unbegründet ist, zeigt folgende Erklärung:
Das Meiste in und an uns ist nämlich nicht so alt wie wir denken. Durch ständige Ab-, Auf- und Umbauprozesse gelingt es dem Körper, sich ständig ‚jung‘ zu halten.
So bilden sich in jeder Sekunde rund 50 Millionen Zellen neu. Die Zellen der Lunge oder des Dickdarmes erneuern sich alle 8-10 Tage, die Magenschleimhaut wird in ca. einer Woche vollständig ersetzt. Die menschliche Haut benötigt für einen kompletten Tapetenwechsel ungefähr 4 Wochen. Das Knochengerüst bildet sich bei jüngeren Menschen innerhalb von 10 Jahren komplett neu aus, bei älteren ist dies in bis zu 35 Jahren geschafft. Auch die Muskulatur ist ein Wunder der Regeneration und Anpassung – hier ist ein vollständiger Umbau innerhalb von 15 Jahren möglich.
Und genau hier setzt die Physiotherapie und das (Reha-) Training an: Durch gezielte körperliche Reize wird während den Auf-, Um- und Reparationsvorgängen eine Anpassung erreicht, die die „alten“ Muskeln, Knochen und Gelenke wieder belastbarer, stabiler oder beweglicher werden lassen!
Das Lebensalter, sowie alte Verletzungen oder Operationen sollten nicht als Grund dienen, einzelne Bewegungen oder Belastungen zu umgehen oder sogar ganz zu vermeiden. Es ist somit nie zu spät, sich und seinen Körper zu fordern und sich wieder etwas vitaler zu fühlen.
Mai 2021