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Nach dem Ableben des letzten privaten Schlossbesitzers Arthur von Stürler musste das Schloss aus Liquiditätsgründen per Versteigerung veräussert werden. 1936 kaufte der zu diesem Zweck neu gegründete, noch heute aktive Verein zur Erhaltung von Schloss Jegenstorf die gesamte Besitzung, um sie für die Öffentlichkeit als geschichtliches Denkmal zu erhalten und zugänglich zu machen.
Das Schloss wurde in leerem Zustand gekauft, mobile Einrichtungsgegenstände waren keine vorhanden. Mit den Jahren kam durch Schenkungen, Leihgaben und Ankäufe eine repräsentative, hochkarätige Sammlung zusammen, die der Errichtung des Museum für bernische Wohnkultur des 17. bis 19. Jahrhunderts diente. Heute stehen die Highlights dieser Sammlung und die elegante Schlosseinrichtung im Zentrum des Ausstellungsrundgangs, in dem auch die rund 1000-jährige Besitzer- und Baugeschichte in Erfahrung gebracht werden kann.
Zwei kleine Dauerausstellungen sind dem Berner Mundartdichter Rudolf von Tavel sowie dem Berner Pädagogen und Ökonomen Philipp Emanuel von Fellenberg gewidmet.
Ebenfalls thematisiert werden zwei weitere historische Ereignisse, die sich bereits zu Schloss Jegenstorfs musealer Zeit abspielten: General Guisan richtete im Schloss seinen letzten Kommandoposten während des Zweiten Weltkriegs ein und dem äthiopischen Kaiser Haile Selassie diente das Schloss als Kaiserresidenz während seines Staatsbesuchs 1954.