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Ja, die 24 Stunden von Spa fanden im Oktober statt… 13 Stunden in der Dunkelheit anstelle der üblichen sechs bis sieben Stunden im Juli.
Die Organisatoren hätten unter Berücksichtigung des Wetters und der Jahreszeit eine Halloweenparty veranstalten sollen. Die Bedingungen waren tückisch: trocken, Regen, feucht, neblig, wie auch immer man es nennen mag. Es fehlte nur noch der Schnee! Nichtsdestotrotz: Wir hatten das Glück, Rennen zu fahren.
Während eines Interviews mit dem belgischen TV nach meinem Renneinsatz um sieben Uhr morgens stellte ich fest, dass das Rennen kurz vor der Absage stand. Einige Tage vor Beginn der langen Woche informierte der Veranstalter SRO die Teams, dass das Rennen möglicherweise abgesagt werde. Die Teams äusserten diesbezüglich Bedenken. Einige von ihnen befürchteten, dass sie bankrott gehen würden, wenn das Rennen abgesagt würde. Covid hat definitiv Chaos in unser Rennleben und unseren Lebensunterhalt gebracht: ein menschlicher und politischer Albtraum!
Der Wochenbeginn war schwierig. Während des Bronzetests drehte ich mich in der Raidillon-Kurve und streifte kurz die Wand, wobei der Heckflügel und der Splitter beschädigt wurden, was glücklicherweise repariert werden konnte. Es sollte aber für die ganze Woche mein einziger Fehler sein. Wir fuhren mit freiem Training, Vorqualifikation und Qualifikation fort. Zu Beginn des Rennens waren die Profiteams alle gruppiert, da sich das Rennen aufgrund eines schweren Crashs im vorangehenden Rennen verzögerte. Ein Lamborghini streifte eine Betonmauer und drehte sich an einer Leitplanke, bevor er von einem Zaun gestoppt wurde!
Nach dem Start holten wir schnell auf und gewannen fast zehn Positionen. Zwischenzeitlich lagen wir auf dem zweiten Rang. Während der gesamten 24 Stunden begingen wir einige kleine Fehler wie das Nichteinhalten von Streckenbeschränkungen oder das Beschleunigen in der Boxengasse, die uns Durchfahrten kosteten. Wir konnten das Auto bis 40 Minuten vor dem Ende des Rennens ohne Schaden auf der Strecke halten. Dann aber wurde Benjamin getroffen und steckte im Kies fest. Zum Glück konnten die Marshals (Sportwarte) ihn herausziehen und er kehrte an die Box zurück. Das Auto wurde überprüft und einige Teile entfernt, damit es bereit war, das Rennen weiterzufahren. So beendeten wir das 24-Stunden-Rennen als Fünfte unserer Kategorie (von zwölf Teams) und als 25. insgesamt (von 53 Teams). Nur 32 Autos konnten das Rennen beenden!
Ich möchte mich bei allen bei Boutsen für ein tolles Rennwochenende bedanken. Dies war das zweite Mal in Folge, dass wir das Rennen beenden konnten – herzlichen Glückwunsch an alle!
KARIM A. OJJEH