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Projekt Bolivien «Betania und Tabor» – Aiquile (BOL)
Dank der Spende unserer Pfarrei konnten wir dazu beitragen die Einrichtungen Betania und Tabor in der Stadt Aiquile (Bolivien) mit Wassertanks zur Nutzung von Regenwasser zu versorgen. Das Projekt wurde notwendig um die Wasserversorgung für Bewohnerinnen und Bewohner zu garantieren und ein menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen.
Projektbeschrieb (freie Übersetzung):
Projekt: Wasserspeicherung für die Alters- und Behindertenheime Betania und Tabor – in der Stadt Aiquile (Bolivien)
Beim Projekt Betania und Tabor handelt es sich um den Einbau von Wassertanks zur Speicherung von Regenwasser für die Altersheime, Betania und Tabor, in der Pfarrei San Pedro, in Aiquile (Bolivien).
Die beiden Seniorenheime, je eines für Männer bzw. Frauen, sind ein Bestandteil der «Sozialen Einrichtungen» von Aiquile. 1984 wurden diese vom Franziskaner Orden «Seglas» kurz O.F.S. ins Leben gerufen. Die Bewohner und Bewohnerinnen der Altersheime sind Menschen, die für ihr Wohnen nicht selbständig aufkommen können. Der Aufenthalt wird teils durch nationale Gelder oder eben auch dank ausländischen Spenden finanziert.
Zusätzlich ist an die beiden Altersheime eine Mensa mit dem Namen «San Martín de Porres» angeschlossen. Die Mensa bietet Menschen aus Aiquile und Umgebung, mit begrenzten finanziellen Mitteln, eine Essensmöglichkeit. Nebst den Essenslieferungen an die beiden Seniorenheime bietet die Mensa auch älteren Bewohnern, Familien in finanzieller Not und Strassenkindern, Essen an.
Ein Franziskaner Priester gründete die «Sozialen Einrichtungen O.F.S.» und diese wurde während mehreren Jahren durch die Bruderschaft «Terciarias»-Franziskaner von Aiquile geführt. Mit der Auflösung des Ordens vor Ort, wurden die O.F.S. von der Kongregation MJES (Missionarinnen des ewigen Hohepriesters Jesus Christus) übernommen. Die MJES und die Pfarrei San Pedro koordinierten und leisteten die anstehenden Aufgaben hervorragend.
Nach dem tragischen Erdbeben von 1998 mussten die beiden Strukturen (1999 bis 2000) neu aufgebaut werden. Damals gab es noch kein Trinkwasserproblem. Durch das grosse Wachstum der Stadt, wurde die Trinkwasserversorgung schwieriger. Deshalb wurde es unumgänglich neue Möglichkeiten für die Wasserversorgung der beiden Heime zu suchen.
Es entstand das Bauprojekt Zisternen zu bauen um das Wasser zu sammeln. Zugleich sah das Projekt vor, je eine elektrische Wasserpumpe einzubauen, um den konstanten Druck der Wasserleitung zu gewährleisten.
Die vorgesehenen Wassertanks haben folgende Grösse:
1,3 x 1,3 x 1,8 Meter Tiefe für eine Aufbewahrung von je 2’900 Liter Wasser. Die Zisternen werden jeweils im Innenhofe, im «Patio» der Einrichtungen im Boden eingebaut. Sie sind aus Beton, mit einem Deckel für jede Zisterne. Die elektrische Automatik-Wasserpumpe nimmt jeweils das Wasser vom Tank auf und leitet es über die Rohrleitungen – unter einem konstanten Druck – zum Endverbraucher.
|Kosten im Detail||Bs||CHF (gerundet)|
|Wassertank u. Installation der elektr. Pumpe||7’800||1’000|
|Elektrische Pumpe 1 HP*)||2’200||282|
|Rohre aus Kunstplastik von 1 3/4″ mit Zubehör||200||26|
|Sanitärmodul (Schwimmer)||90||12|
|Elektrische Verkabelung||250||32|
|Gesamtkosten je Zisterne||10’540||1’352|
|*) 1 HP Horsepower = 1.0139 PS|
|1 Boliviano Bs = 0.13 CHF|
Die Gesamtkosten der beiden Wassertanks in den Altersheimen Betania und Tabor belaufen sich auf Bs 21’080, das sind rund CHF 2’700.
Schwester Dania Ponce Velarde MJES Zenón Villarroel Jaldín Valerio Weiss
Verantwortliche Soziale Einrichtungen OFS Koordinator Koordinator
Aiquile, 8. Dezember 2019 / Maria Empfängnis