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César et Rosalie
Regie: Claude Sautet
Darst.: Romy Schneider, Yves Montand, Sami Frey, Bernard Le Coq, Eva Maria Meineke, Henri-Jacques Huet, Isabelle Huppert, Gisela Hahn, Betty Beckers u.a.
Die geschiedene Mutter Rosalie ist mit dem älteren, wohlhabenden César liiert. Das Glück währt nicht lange, denn Rosalie trifft David wieder, mit dem sie früher einmal zusammen war. Césars Eifersucht hilft ihm nicht viel, denn schliesslich verlässt ihn Rosalie wegen David. Doch César gibt nicht auf. Er nutzt seinen Reichtum und schenkt Rosalie jenes Haus am Meer, in dem sie ihre Kindheit verbrachte. Diese emotionale Bindung führt zwar dazu, dass sie zu César zurückkehrt, aber glücklich ist sie nicht. Nach dem internationalen Erfolg mit «Les choses de la vie» drehte Claude Sautet mit Romy Schneider ein weiteres, beim Publikum erfolgreiches Melodram, eine von zarter Erotik umschmeichelte, lyrische Ménage-à-trois, worin eine Frau mit einem Mann zusammenlebt, den sie nicht liebt, und einen Mann liebt, mit dem sie nicht zusammenleben kann. «César et Rosalie» enthält die typischen Elemente eines Sautet-Films: Szenen in Cafés und Restaurants, Momente von Gemeinschaft, aber auch der darin enthaltenen Einsamkeit, sowie Szenen, welche die Flüchtigkeit des Glücks verdeutlichen. Das Lebensgefühl im Frankreich der 1970er-Jahre wird bei Claude Sautet so deutlich wie bei kaum einem anderen Regisseur. Sautet habe mit seinen Filmen aus jener Zeit ein persönliches Subgenre geschaffen, heisst es dazu im «Reclam Filmklassiker», in dem die politische Krise «als Krise des bourgeoisen Selbstverständnisses gestaltet wird». Die Dreharbeiten zwischen Romy Schneider und Yves Montand sollen zunächst schwierig gewesen sein, wie Sautet in einem Interview verriet: «Ich glaube, dass Romy etwas in ihrer Ausstrahlung hatte, was über andere Schauspieler oder Kollegen hinwegschwappte und was für sie nicht besonders bequem war. Montand und sie, das war Krieg. Montand war ein Macho, und das hat sich trotzdem sehr reizvoll auf die Dreharbeiten ausgewirkt, weil sie ihn gezähmt hat wie ein Hündchen.» Die junge Isabelle Huppert ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen, es ist einer ihrer ersten Kinoauftritte.