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Joe Biden ist sicher: Hätte er sich als US-Präsident beworben, er hätte Grosses geleistet. In einem Interview sprach er nun darüber, warum er nicht kandidiert hat und wer auf Obama folgen wird.
Seine Entscheidung war mit Spannung erwartet worden, er hatte sie lange hinausgezögert: Ende des vergangenen Jahres überlegte Joe Biden, Demokrat und Vizepräsident der USA, in das Rennen ums Weisse Haus einzusteigen. Im Oktober gab Biden dann bekannt: Er werde unter anderem wegen familiärer Gründe nicht kandidieren. Biden hatte wenige Monate zuvor seinen Sohn Beau verloren, der an den Folgen eines Gehirntumors im Alter von 46 Jahren gestorben war.
Nun hat Biden in einem Interview mit dem TV-Sender ABC erklärt: «Ich glaube, ich wäre der beste Präsident gewesen.» Es sei allerdings richtig gewesen, nicht anzutreten, «nicht nur für meine Familie, sondern auch für mich selbst».
Er habe sich ursprünglich um den Posten im Oval Office bewerben wollen, sagte Biden. Nach dem Tod seines Sohnes habe er seine Meinung dann geändert. «Niemand sollte sich um das Präsidentenamt bewerben, der nicht mit ganzem Herz und ganzer Seele bei der Sache ist.» Und sein Sohn Beau sei seine Seele gewesen.
Biden sprach auch darüber, wer seiner Meinung nach die anstehenden Wahlen gewinnen wird. Im Sommer werden die Demokraten und Republikaner auf ihren Parteitagen zunächst den jeweiligen Kandidaten festlegen, gewählt wird dann Ende des Jahres. Laut Biden wird es bei den Demokraten auf Hillary Clinton hinauslaufen. Er sei überzeugt, sie werde die Kandidatin, «und ich bin sicher, sie wird die nächste Präsidentin».
Tatsächlich liegt Clinton gemessen an den Delegiertenstimmen deutlich vor ihrem Parteikonkurrenten Bernie Sanders – auch wenn der immer wieder in einzelnen Bundesstaaten gewinnt, zuletzt in West Virginia.
aar