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Das Schild ist in drei Teile gespalten, was relativ selten ist. Im ersten Drittel befinden sich die Wappenzeichen des Kapitels der Kathedrale von Lausanne (Kollegium der Domherren), «Pro blessem Argent und Gules wurden zwei Pyxe gegengetauscht». Die Glasuren (Farben) nehmen weiss und rot auf, was für die Stadt Lausanne typisch ist. Nach der Auflösung des Kapitels 1537 wurden die Wappen zu denen der Diözese (von Lausanne). Sie finden sich in den heutigen Wappen der waadtländischen Gemeinden Vuarrens und Prévonloup wieder.
Das zweite Drittel bezieht sich natürlich auf Genf, das 1821 der Diözese von Lausanne angeschlossen wurde. Es handelt sich um das Wappen des Kapitels der Kathedrale von Genf, «Gules mit zwei goldenen Schlüsseln, zum Bändel gekreuzt».
Im dritten Drittel sind die Wappenzeichen des Kapitels St. Nikolaus, der Hauptkirche Freiburgs zu sehen, die 1925 zur Kathedrale erhoben wurde, «in Blau ein goldenes Armreliquiar mit segnender silbener, goldberingter Hand». So sind in die jetzigen Wappen der Diözese die drei Kapitel der Kathedrale übernommen worden, die im Laufe der Jahrhunderte bestanden haben oder heute noch existieren.
In der St. Nikolaus-Kathedrale
Diese Wappen finden sich auf den Dokumenten und Drucksachen des Bistums wieder. Sie befinden sich ebenfalls in der Kathedrale St. Nikolas, auf dem Chorgitter über dem Bischofssitz, der Kathedra. Das die Wappen schmückende Mobiliar – Ziborium, Schlüssel, segnende Arme – hat gewiss auch eine religiöse Bedeutung, aber das entscheidende Element ist selbstverständlich das Bischofskreuz auf der Rippe hinter dem Schild. Es erinnert uns daran, dass unsere Diözese eine der Teilkirchen ist, «in denen und aus denen die eine und einzige katholische Kirche besteht» (LG23).
(Auszug aus GARDAZ Philippe, «Le sens d’un logo historique», Évangile et Mission, Nr. 19, 28. 10. 2009, S. 756)