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Fünf Medaillen für die FreiburgerInnen an der Leichtathletik-Hallen-SM
Daniel Dubois war an der Hallen-SM über 60 m im Vorjahr Zweiter und zuvor zweimal Dritter gewesen. Nun gewann er seine erste Goldmedaille: «Ich bin gestartet, um den Titel zu gewinnen», sagte Daniel Dubois unverhohlen, dies, obwohl es ihm vor der SM nicht so gut gelaufen war: «Ich war mit Widmer und Clerc auf Guadeloupe drei Wochen in einem Trainingslager. Dann liefen mir die zehn ersten Wettkämpfe nicht so gut, ich kam auf 6,80er Zeiten. Da dachte ich, dass es schwer werden würde, die EM-Limite zu laufen. Ich sagte mir, es nützt nichts zu forcieren. Im Final hatte ich gute Beine, alles lief von Start bis Ziel perfekt. Ich war sofort vorne, und vor der Ziellinie schaute ich mich um, um sicher zu sein, dass ich den Titel hatte.»
Dubois erfüllte mit 6,68 Sekunden exakt die EM-Limite; damit unterbot er seine dreijährige persönliche Bestzeit um 3 Hundertstel. Sein ehemaliger Freiburger Trainer Pierre Marro habe ihm gesagt, dass er technisch sehr gut gelaufen sei. Auf seineFortschritte angesprochen, erklärte Dubois: «Es ist der Laufstil, ich laufe lockerer und kann grössere Schritte machen.» Der Geologe arbeitet neuerdings in Winterthur in einem Geophysik-Büro.
Nadia Waeber fehlte wenig zum Titel
Wie im Vorjahr wurde Nadia Waeber je Zweite im Weitsprung und über 60 m Hürden. Vorgestern Samstag war zuerst der Weitsprung an der Reihe. Sie sprang 5,84 m; Meisterin Emmanuelle Devaud (Genf) war mit 6,33 m ausser Reichweite: «Es ist mir sehr gut gelaufen. Ich war immer sehr schnell, konnte aber die Schnelligkeit nicht auf den Balken umsetzen. Ich hätte gerne einen 6-Meter-Sprung gehabt.»
Über 60 m Hürden lagen nur gerade 2 Hundertstel zwischen Nadia Waeber und Siegerin und Titelverteidigerin Monica Pellegrinelli, welche mit 8,31 Saisonbestzeit lief. «Am Morgen im Vorlauf lief ich 8,38 und Monica 8,35. Sie hat bisher immer gute Finalläufe gehabt. Aber ich dachte, wenn alles perfekt läuft, könnte es dennoch klappen.» Der ganze Lauf gelang Nadia Waeber sehr gut, bis zur letzten Hürde, wo sie mit dem Oberschenkel touchierte und aus dem Rhythmus kam: «Ich glaube, ich habe dort die 2 Hundertstel verloren. Ich bin mir nicht sicher, aber bis dahin war ich knapp vor Monica.» Mit ihren 8,33 steigerte Nadia Waeber ihre PB um 7 Hundertstel: «Das ist ein rechter Sprung nach vorne. Im Vorjahr war ich noch bei 8,46.»
Patric Clerc nach einer Operation
Patric Clerc (Le Mouret) ist wie im Vorjahr Vize-Meister über 200 m geworden. Clerc konnte ab Juni 1999 wegen einer Zyste im Bereich Achilles- und Zehenstreckersehne nicht mehr trainieren, wurde im September operiert und nahm das Training erst anfangs Oktober wieder auf: «Jetzt spüre ich überhaupt nichts mehr. Ich habe diese Medaille erwartet, aber es fehlen mir noch Wettkämpfe. Deshalb bin ich auch nicht auf gute Zeiten gekommen.» Er hatte sich in den morgendlichen Vorläufen nicht gut gefühlt, dennoch erreichte er die drittbeste Zeit. Im Final lief ihm alles gut, und er erreichte in 21,76 Saisonbestzeit. Seine PB liegt allerdings drei Zehntel tiefer. «Ich kann unter diesen Umständen nicht mehr erwarten. Mit zwei Wettkämpfen mehr wäre ich schon einiges schneller.» Über 60 m wurde Patric Clerc noch Fünfter: «Ich war etwas verkrampft auf den letzten 15 Metern. Dieser 5. Rang ist normal, denn die anderen sind schneller.»
Baeriswyl knapp hinter Rusterholz
Nicolas Baeriswyl (CAFreiburg) wurde Vierter über 400 m. In 47,39 steigerte er seine PB um sagenhafte 63 Hundertstel. Damit unterbot er auch klar die EM-Limite von 8,50 für die Staffel. Da vier Schweizer diese interne Limite haben, könnte der Schweizer Verband eine Staffel an die EM schicken, will es aber nicht: Da Sieger Meister Alain Rohr an der EM einzel starten will, verzichtet man auf die Staffel. Pech für Baeriswyl, dennoch war er mit seinem Final sehr zufrieden: «Ich bin nicht zu langsam angegangen. Auf der Gegengeraden bin ich auf Rusterholz aufgelaufen. Da sagte ich mir: Jetzt musst du kämpfen.» Am Ende lag Rusterholz nur 9 Hundertstel vor dem Freiburger. «Mit dem 4. Rang habe ich gerechnet, aber nicht mit einer Zeit unter 47,50.»
Stephanie Möcklis erste Medaille
Ihre allererste SM-Medaille überhaupt gewann die 23-jährige Stéphanie Möckli (CAFreiburg). Sie wurde Dritte über 200 m. Dabei hatte sie nach einer Dehnung im Oberschenkel nach Weihnachten noch zwei Wochen pausieren müssen, wie ihr Trainer Laurent Meuwly erklärte: «Sie konnte seither nie voll trainieren. Sie ist an der SM gestartet, um einfach zu laufen.» Schon im Vorlauf lief Möckli PB. Im Final war sie immer an 3. Stelle. Auf den letzten Metern verkrampfte sie sich und stürzte auf der Ziellinie. Das Zielfoto musste über den 3. Platz entscheiden.