Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/80482

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Einfluss von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen sowie von gewaltverherrlichenden Darstellungen in den Medien, im Kino usw. auf die Jugend und deren Verhältnis zur Gewalt abzuklären. Er soll nötigenfalls Anträge wie Verbote, Nutzerbeschränkungen, Alterslimiten für den Konsum derartiger Darstellungen stellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Nutzung von Medien durch Kinder und Jugendliche hat in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile gehören sogenannte Unterhaltungsmedien (z. B. Fernsehen, DVD, Computerspiele, Internet) zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen. Damit einher gehen teilweise ein ungeschützter Zugang zu gewaltverherrlichenden Darstellungen und die Nutzung von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen. Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass mediale Gewaltdarstellungen sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen im Zusammenspiel mit anderen Umweltfaktoren problematische Auswirkungen haben können.</p><p>Der Bundesrat hat sich mit der Annahme des Postulates Galladé 07.3665, "Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in Unterhaltungsmedien", bereiterklärt zu prüfen, mit welchen Möglichkeiten und Massnahmen der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt in den Medien gewährleistet werden kann. Das Anliegen wird im Rahmen des Berichtes zu den Postulaten Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der Bericht wird u. a. ein Kapitel zum Themenkomplex "Gewaltdarstellungen in Medien" enthalten und den aktuellen Stand der internationalen Forschung zu dieser Thematik zusammenfassen sowie Empfehlungen für die universelle, selektive und indizierte Prävention im Bereich der Medien unterbreiten.</p><p>Dem Anliegen der Motion wird somit Rechnung getragen. Es besteht aus heutiger Sicht kein weiter gehender Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.