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Bericht: Festnahmen in Jordanien nach angeblichem Komplott
In Jordanien sind laut einem Bericht der «Washington Post» fast 20 Menschen festgenommen worden - in Zusammenhang mit einem angeblichen Komplott gegen König Abdullah II.
Zudem sei Prinz Hamsa bin Hussein - Halbbruder des Königs - aufgefordert worden, im Rahmen von Ermittlungen zu einer «komplexen und weitreichenden» Verschwörung seinen Palast in Amman nicht zu verlassen. Das berichtete die Zeitung am Samstag unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter im Nahen Osten, der über den Fall in Kenntnis gesetzt worden sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Die Staatsagentur Petra berichtete lediglich, dass zwei hochrangige Männer «aus Sicherheitsgründen» festgenommen worden seien: Bassim Auadalla, ehemaliger Vorsitzender des Königlichen Gerichts, und Hassan bin Said, Mitglied der Königsfamilie. Im Rahmen der Ermittlungen seien auch weitere Verdächtige festgenommen worden. Petra berichtete zudem unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte, «gut informierte Quelle», dass Prinz Hamsa weder festgenommen noch unter Hausarrest gestellt worden sei.
Der 41 Jahre alte Hamsa bin Hussein war von 1999 bis 2004 Kronprinz Jordaniens. König Abdullah II. setzte ihn dann aber überraschend als Thronfolger ab und machte den Weg frei für seinen damals achtjährigen Sohn. Er wolle Prinz Hamsa von den «Zwängen» seiner Position befreien, um ihm andere Möglichkeiten zu geben, hiess es damals.
Generalstabschef Jussif al-Hunaiti forderte Prinz Hamsa in einer Mitteilung am späten Samstagaabend auf, Handlungen zu unterlassen, die die Stabilität des Königreichs gefährden könnten. Der Prinz solle «Aktivitäten und Schritte beenden, die auf die Sicherheit und Stabilität Jordaniens abzielten». Diese Aufforderung sei erfolgt nach «umfassenden Ermittlungen der Sicherheitsbehörden». Auch Al-Hunaiti dementierte, dass Prinz Hamsa unter Hausarrest gestellt worden sei.
Unbestätigten Berichten zufolge wurde auch Prinz Hamsas Büroleiter Jassir Madschali festgenommen. Seine Nichte Basma schrieb bei Twitter, dass Madschali nach einer Razzia an einen unbekannten Ort gebracht worden sei.
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Es ist eben nicht immer leicht als Prinz und als Adliger, besonders in dieser unruhigen Weltgegend. Weil an einen von Gott erwählten und edlen Menschen immer besondere Erwartungen geknüpft werden.
Der jordanische König ist aber einer der ganz wenigen in der Region, der noch klar im Kopf ist.
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