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AVIS ist ein Verband auf privater Ebene Aufgebaut, ohne einen finanziellen Gewinn erzielen zu wollen. Er verfolgt das Ziel, für alle Patienten, die in unmittelbarer Lebensgefahr ohne einer solchen Spende sind, eine Garantie zu geben, dass genügend Blut und die daraus resultierende Haupt- und Nebenprodukte vorhanden sind. Diese muss durch Aufrufe an die Spender gewährleistet werden. Es ist auf einer demokratische und freiwillige Ebene aufgebaut, so dass es dem Spender freier Entscheidung lässt und somit die Grundlage gelegt wird für eine solidarische Grundlage zwischen den Menschen - alle sind Betroffene die auf dieser freiwilligen Basis spenden.
Jeder hat aber auch die Möglichkeit im Verband als Freiwilliger mitzuarbeiten ohne Blutspender zu sein: Wenn jemand aus irgendwelchen individuellen Gründen auch immer nicht die Möglichkeit hat als Blutspender tätig zu sein so darf er unentgeltlich als freiwilliger Mitarbeiter seinen Beitrag in diversen Aktivitäten leisten.
Heute zählt der Verband (die grösste Organisation bei den freiwilligen Blutspendern in Italien) 1'229’000 aktiven Spendern, das ergibt eine Deckung von ca. 80% des Blutverbrauches auf nationaler Ebene.
Der italienische Staat anerkennt den Verband und dessen private Initiative. Mit Rückzahlungen und einer Gesetzgebung (In einem Reglement festgelegt) über die Zusammenarbeit mit den Sanitätsorganisationen, den Aufruf der öffentlichen Blutspenden, den Richtlinien in den Spenderzentren, sowie den Ablauf bei Direktspenden regelt.
AVIS ist auf nationalen Gebiet vertreten und folgendermassen aufgeteilt:
3’193 Gemeinden, 122 Bezirke, 21 Regionen(Trentino Alto Adige hat deren 2)und
eine Nationale AVIS.
Der Rat der AVIS National ist das oberste Organ und wird alle Jahre an der Delegiertenversammlung, bestehend aus 45 Delegierten die aus den autonomen Bezirken und Regionen Italiens gewählt worden sind, vertreten.
Auch die AVIS Schweiz, 1960 von italienischen Gastarbeitern gegründet, ist mit einem Vertreter daran beteiligt.
Alles wird von einem Reglement und den Statuten geregelt.
In der Ausübung der Funktionen ist der Verband an das Rahmengesetz 107/90 gebunden, dass den Ablauf und die Verwendung des Blutes, des Plasmas, deren Derivaten und Zusammensetzungen; Sowie das Gesetz 266/91 über die Freiwillige Spenden und das erfassen deren in den Regionalen Registern.
Es ist am ONLUS, § 460/97 unterstellt und trägt in Zusammenarbeit mit den nationalen Sanitätseinrichtungen zu den Spenden mit den eigenen Strukturen bei.
Das Entstehen des Verbandes
Der Ursprung des Verbandes lässt sich ins Jahr 1926 zurückverfolgen.
Als damals der Arzt Dr. Vittorio Formentano ein Aufruf in der Zeitung „Corriere della Sera“ in Mailand aufgab, um eine Gruppe von freiwilligen Blutspender zu formieren. Es meldeten sich 17 Personen die sich im Jahr 1927 zusammentaten und den ersten Verband freiwilliger italienischer Blutspender gründeten. Bei dieser Gründung wurden auch die ersten Leitsätze festgelegt;
- Um den wachsenden Blutverbrauch in den verschiedenen Blutgruppen zu decken.
- Damit man genügend Spender zur Verfügung haben kann, die unter Kontrolle stehen, um den Handel mit Blut zu unterbinden.
Der Verband freiwilliger italienischer Blutspender wird 1929 in Mailand offiziell gegründet und anerkannt.
Nach den quälenden Jahren des Krieges, wird der AVIS (Von der neuen Regierung mit der Gesetz- Nr. 49 und dem Zusatzgesetz 592 aus dem Jahre 1967 unterstützt) auf Nationaler Ebene die Spenden, die Aufbewahrung und die Verteilung der Blutkonserven übertragen. Ab den 70’er Jahren wird die Verbreitung immer intensiver und erfasst, dank den Gründungen von AVIS- Blutspendenzentren in den Gemeinden, Bezirken und Regionen bald in ganz Italien Fuss.
Die Zusammengehörigkeit im nationalen Verband wird durch die Statuten genau geregelt.
Die Statuten haben seit der Gründung kaum eine Änderung durchgemacht und den vorgegebene Weg durch Formentano ist immer noch der gleiche. Wie es in den Art. 1, 2, 3 heisst ist der Verband unparteiisch und unkonfessionell. Es wird kein Unterschied gemacht zwischen den Geschlechter, Herkunft, Sprache, Nationalität oder Religion. Es wird einzig und allein aus Personen aufgebaut, die freiwillig Blut spenden, periodisch, anonym, unentgeltlich und mit Verantwortung gegenüber den Nächsten. Mit dem vergehen der Jahre ist auch eine gesunde Spendereinstellung herangewachsen, die vom Heldentum, Carritativem und der Aufopferung weggekommen ist, hin zu einer offenen Einstellung zum sozialen Zweck und der Verantwortung zum Mitmenschen.
Heute ist die AVIS ein Garant für die Deckung von Blut auf dem ganzen nationalen Gebiet und somit leistet sie einen Beitrag zu mehr Selbstversorgung. Ausserdem wird der Einsatz um mehr Annerkennung für den Spender und somit zu mehr Mitbestimmung gefördert. Eine moderne und eine gesunde Einstellung gegenüber dem Spender und dem System erlaubt eine effiziente Politik der Verwaltung.
Warum AVIS in der Schweiz?
Als damals die AVIS in der Schweiz gegründet wurde, war die Idee der Italienischen Gastarbeiter, dass eine Blutspende in den Schweizer Spitäler eine Gegenrichtung in der damaligen angespannten Zeit der Ablehnung gegenüber Fremden bewirken könnte. Ein anderes Problem stellte die beidseitige Verschlossenheit, die Sprache und Kultur dar. Somit konnte das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), die für Blutspenden verantwortlich war, die Fremdsprachigen nicht so motivieren und Informieren wie es die eigenen Landsleute tun konnten. Das SRK und die AVIS verfolgten die gleichen Ideale, darum war es ein Leichtes eine gemeinsame Sprache zu finden. Eine positive Wirkung war, dass alle italienische Gastarbeiter im gleichen Boot sassen und sie zusammenschweisste, so profitierte auch die AVIS in Italien. Die Zurückkehrenden verhalfen mit dieser Einstellung dazu, dass die AVIS in ganz Italien Fuss fassen konnte.
Blutspende in der Schweiz
Das Bundesgesetz vom 13. Juni 1951 hat dem SRK das Mandat des Blutspendens auf privater und militärischen Basis übertragen. Das SRK bekam die Übersicht über die Blutspenden und deren Verarbeitung, Lagerung und Verbrauch für die gesamte Schweiz. Das SRK hat die Aufgabe sich selber zu finanzieren, darum ist die Blutspende unentgeltlich. Das Blut und deren Derivate werden verkauft um die Kosten zu decken.
In der Schweiz werden ca. 650000 Spenden gesammelt, aber wie auch in andere Länder ist es rückläufig!
Das SRK sammelt Blutspenden mit den folgenden drei Methoden: Lokal in ca. 50 Spitäler, davon sind ca. 40 Mitglieder des SRK. Dieses deckt ca. 1.7% des totalen Blutverbrauchs. Regional in den 15 SRK- Zentren. Hier wird ca. 53.1% abgedeckt. Das SRK mit dem Zentrallabor in Bern koordiniert die Blutspenden in der ganzen Schweiz. Die mobilen Équipes arbeiten mit den Samaritern oder anderen Organisationen Vorort an einer Spendeaktion um das Blut direkt am Wohnort des Spenders zu holen und es am gleichen Tag im Zentrallabor zu verarbeiten. Hier werden ca. 45.2% gesammelt.
Auch grosse Firmen, in Rekrutenschulen und WK’s werden von den SRK- Équipes betreut und kommen so auf ca. 1500 Einsätze im Jahr.
Das SRK- Zentrallabor bereitet das Blut auf und diverse Komponenten können, je nach Bedarf, dort abgerufen und bezogen werden. Allein 100’000 Liter Plasma jedes Jahr braucht es in der Schweiz. Die Kontrolle des Spenderblutes wird auf einem sehr hohes Niveau gehalten. Darum gilt auch das Labor des SRK als führend und Vorbild für alle die mit Blutspenden zu tun haben. Das Blut wird auf die Blutgruppe getestet, auf alle möglichen Infektionen und Krankheiten (HIV, Hepatitis A,B,C, usw.) untersucht und wenn nötig vernichtet! Über den Hausarzt wird der Spender bei allfälligen Abweichungen informiert. Auf für diverse Auftraggeber die ihr Blut beim SRK- Labor Aufbereiten lassen, gelten die gleichen Bedingungen.
AVIS ist hier in enger Zusammenarbeit mit dem SRK und Spitäler daran beteiligt mit eigenem Spendeaufruf aber integriert mit anderen Spender, da das SRK ein Minimum von 50 Spender voraussetzen, um eine Lokale Spendeaktion durchzuführen. Die Spitäler sammeln, in erster Linie, um den Eigenbedarf zu decken.
Die Gründung der AVIS in der Schweiz
AVIS Schweiz wurde 1963 gegründet, als ein italienischer Auswanderer, für seine kranke Tochter die im Spital lag, Blutspender suchte.
Gross war das Erstaunen der diensthabenden Pflegerin, als sich sechs Italiener beim Empfang des Spitals Baden meldeten, um Blut zu spenden.
Nachdem die Spender feststellten, das Blutspenden keine körperliche Nachteile brachte, wollten sie die Idee des Aufrufes eines Vaters um Spender, die ein Menschenleben retten kann, weiter ausbreiten. So begannen sie die Idee zu verbreiten und klärten ihre Mitbürger auf, dass die Blutspende keine Heldentat brauchte und es jeder ohne Schaden überleben konnte. Die Überzeugung dieser Idee verbreitete sich wie ein Ölfleck und fasste immer mehr Fuss. In der ganzen Deutschschweiz wurden AVIS- Sektionen gegründet und innerhalb wenigen Jahren waren so viele AVIS vertreten, das man an eine Strukturierung und Organisation denken mussten, so wurden die AVIS- Interkantonal gegründet, die später zur AVIS- Schweiz wurde.
Die Anwesenheit der AVIS in der Schweiz
Das Werk der Gründer wurde von den Italienischen Missionen, den Colonie Libere und der italienischen Konsulate im speziellen denen von Zürich und Basel unterstützt. So wurden die Grenze um Baden in die ganze Schweiz erweitert und es wurden nach dem ersten Verein, der sich „Serenissima“ nannte, viele weitere Gründungen und die AVIS interkantonal ins Leben gerufen.
Die erste Generalversammlung der AVIS Schweiz wurde am 11. Oktober 1964 in Baden gehalten und in der Person von Alberto Carrara der erste Präsident gewählt.
Am 27. Juni 1965 im Saal Martinsberg, Baden, wurde die AVIS Schweiz offiziell von der AVIS Italia, unter Anwesenheit des Gründers der AVIS, Herrn Dr. Vittorio Formentano, mit allen Rechten und Pflichten anerkannt.
Die Arbeit des neuen Vorstandes begann mit diversen Problemen. Unter anderem die Annerkennung durch die eigenen Landsleute und den Einheimischen, aber auch die Regierungen Italien und Schweiz trugen durch ihre Passivität nicht gerade dazu bei, um das Leben der AVIS leichter zu gestalten. Auch auf der finanziellen Seite wurde nicht die nötige Unterstützung gegeben.
Trotz allem wurden weitere AVIS nach Baden (1963) gegründet:
Zürich und Olten
Pratteln, Romanshorn, Zürichsee
Delemont, Frauenfeld
Arbon, Liestal, Weinfelden
Genf,
Basel
Lenzburg, Zug, Porrentruy
Wohlen, Pfäffikon
Grenchen
Uster
Dietikon
Möhlin
Glarus
Nach den ersten Jahren der Begeisterung und den Gründungen diverser AVIS, die heute nicht mehr Bestehen, aber immer noch in den Erinnerungen einen Wert darstellen. In den Gründungsjahren war es schwierig, einen Anfang zu finden.
Später gaben vor allem in den Regionen der Französischen und italienischen Schweiz, viele den AVIS auf. Da unsere Landsleute weniger Probleme hatten sich zu integrieren und zogen es vor mit den schweizerischen Organisationen zusammen zu arbeiten. Oder schlossen sich an eine Sektion die grössere Aussichten hatte zu überdauern.
Vergessen wollen wir diese Vereine aber nicht: Vezia, Fleurier, Will, Vevey, Herisau, Bremgarten, Suhr, Friburg, Moutier, Martigny, Estavayer-le-Lac, St. Imier, Couvet, Tavannes, Dübendorf, Meltingen und Lugano.
Am 18. April 1967 wurde in Bern das Abkommen zwischen dem SRK und der AVIS unterzeichnet welches die gegenseitige und gemeinschaftliche Arbeit in der Blutspende definiert. Dabei wird auch die Gleichstellung aller Spender, da die Anonymität bewart bleiben muss, unterstrichen. Es wird eine gemeinsame Werbung und Spendenaufruf erarbeitet der auf den Idealen der freiwilligen und unentgeltlicher Spende basiert, die allen offen stehen muss und den sozialen Einsatz hochstellen soll. So entstand eine kollegiale Beziehung die durch gegenseitige Besuche in den Labors und den Gedankenaustausch unter dem SRK und der AVIS gefördert wird. So konnten und können sich beide Organisationen unterstützen und stärken.
Es gab und es gibt viele solidarische Aktionen die nicht nur auf das Blutspenden basieren, sonder einen sozialen Einsatz und Hintergrund haben.
Ein solcher Einsatz wurde 1972 an der GV in Olten als Stellvertretendes Beispiel für viele andere zitiert:
- Viele AVIS- Mitglieder spendeten direkt im Spital Mutier. Als sie erfuhren, das dass Spital in finanziellen Schwierigkeiten war, organisierten sie spontan einige Veranstaltungen und der gesamte Erlös ging zu Gunsten des Spitals.
Diese Aktion ging damals durch die gesamte Presse und verhalf dazu, dass in diesen schwierigen Jahren die AVIS und die Gastarbeiter in ein positives Licht rückten und besser akzeptiert wurden. Ausschlaggebend war auch die Werbung durch Berichte über solche Aktionen der Gastarbeiterzeitungen L’ECO, Il Corriere degli Italiani, Avvenimenti und die italienischen Sendungen im Fernsehen und Radio, so das sich viele Landsleute zu einem aktivem Mitmachen bewegen liessen.
Die erste Nummer der Verbandszeitung „AVIS Svizzera“ erschien am 10. März 1980. Es entstand aus dem Bedürfnis die Blutspenden und die damit verbundenen guten und schlechten Seiten in speziellen Berichten zu durchleuchten. Daneben wird auch auf Verbands- und Vereinsebene diverse Berichte veröffentlicht so das jedes Mitglied gut informiert ist.
Drei Jahre nach der erste Nummer wurde das Layout und das Format verändert und auf Sektionsebene wurde beschlossen das über ein Kollektivabbonament jedes Mitglied zu den Informationen gelangen könne und den Dialog auf allen Ebenen konnte so vertieft werden.
Die Zeitung erscheint periodisch und erreicht alle Mitglieder auch solche die für immer nach Italien gezogen sind.
Auch das Grosszügige Angebot der Casa d’Italia, Treffpunkt vieler Sitzungen und Arbeitsagen, in Bern darf man nicht Vergessen. Wir bekamen dort ein Archivraum für unsere Dokumente, damit ist ein weiteres Problem aus der Welt geschaffen.
1983 wurde Herr Vittorino Marsetti zum neuen Präsidenten der AVIS Schweiz gewählt.
1986 wird Frau Gabriella Arpagaus zur Nachfolgerin gewählt muss aber 1997 aus familiären Gründen das Amt abgeben und Herr Aurelio Chiapparini, dann Herr Vittorino Marsetti wird gewählt.
Am 2013 wird Frau Ilaria Giacosa zum neuen Präsidenten der AVIS Schweiz gewählt
Heute zählt der AVIS 17 Sektionen und 1326 Aktive Spender die einen Beitrag von über 1783 Spenden im Jahr erreichen.
Die Finanzierung des Verbandes
Schon seit den Gründungsjahren war die Finanzierung des Verbandes und der Vereine sehr schwierig zu gestalten, da die Statuten keine Beiträge oder Einnahmen vorsehen. Auch von Seite der SRK oder der Behörden ist eine solche Finanzierung nicht vorgesehen. Auch im Ministeramt für auswärtige Angelegenheiten hat es kein Gesetz oder Finanzierungsvorgaben für solche Fälle.
Am Anfang wurden die Vereine von dessen Vorstände und einzelner Mitglieder getragen. Eine Grosse Portion Idealismus mussten da aufgebracht werden.
Darum bemühte sich jede AVIS in der Schweiz, sich mit diversen Veranstaltungen auf kultureller oder Unterhaltsamer Basis einen Zustupf in die Kassen zu bringen. Je nach regionalen Vorgaben oder Einsatz der Mitglieder gelang das mehr oder weniger gut und setzte so eine Vorgabe für die Weiterführung des einzelnen Vereines.
Aber auch noch heute gilt eine grosse Portion Idealismus dazu.
Für die Regionale AVIS wird auch heute von den Vereinen noch keine Beiträge zugesprochen da diese mit den limitierten Finanzen nicht in der Lage währen, diese mitzutragen. Darum wird von der AVIS- Schweiz ein Beitrag für diese Aktivitäten freigestellt.
Diese Situation hat und kennt man in Italien nicht und jeder Vorstoss in dieser Richtung um finanzielle Unterstützung zu bekommen waren Fehlschläge. Auch unsere Verbandszeitung sollte mit einem Beitrag unterstützt werden, aber bis heute ist nichts passiert.
AVIS heute und deren Tätigkeiten in der Schweiz
Nicht alle Regionen und Städte eignen sich für eine Entfaltung. In der Stadt ist es schwieriger die Kontakte zu halten, zudem ist in den letzten Jahren eine konstante Abwanderung der älteren Generationen die in den Vorständen und als Aktive Mitglieder, in die Heimat zurückkehren. Viele dieser Heimkehrer waren Mitbegründer der ersten AVIS und waren auch über Jahren die treibende Kraft.
Es gibt viele, die sich im Leben des Dorfes oder Stadt sehr gut eingelebt haben und daran Aktiv teilnehmen. Heute ist die zweite und dritte Generation dieser Auswanderer kaum von der Lokalbevölkerung zu unterscheiden und viele sehen in der Arbeit und Spende in der AVIS nicht nur einen sozialen Einsatz, sondern auch eine Brücke zur eigenen Kultur des Ursprungs der Väter und Grossväter.
Wenn wir diese Aufgabe der Blutspende im sozialen Sinn so wie es in Italien seit den Ursprüngen betrieben werden und dazu noch eine italienische Kultur wie die gute Küche, Musik, Mode usw. dazupacken wird die Brücke, zwischen dem Gastland Schweiz und dem Ursprungsland Italien, auch in Zukunft gestärkt wird.
Wenn es früher Italiano oder Tschinggeli einen eher negativen Sinn beinhaltete so ist es heute einen Beweis der Integrität und der Offenheit gegenüber diversen Kulturen die sich dennoch vereinigen können das auch dank dem AVIS und anderen Organisationen mit den gleichen Zielen.
Viele AVIS- Mitglieder sind in Gemischten Ehen I/CH - CH/I jeder kennt das Gefühl von den andern als Ausländer angesehen zu werden oder sich deswegen Behaupten zu müssen.
Bei der AVIS ist jeder willkommen und ein vollwertiges Mitglied unserer Familie, man fühlt sich sofort zu Hause!