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Dienstag, 12. Oktober 2004
Sehr geehrter Herr Kuny
Ich beziehe mich auf Ihre Faxmitteilung vom 7. Oktober 2004.
Selbst wenn ich ausziehen wollte, könnte ich es im Moment noch nicht, da schlichtweg kein Ersatz vorhanden ist. Trotz beachtlicher Medienpräsenz (Zentralschweizer Fernsehen, Radio, Zeitungen), ist es mir nicht gelungen, MCS-gerechten Wohnraum zu finden. Auch ausserkantonal nicht! Unzählige Telefonate und Mithilfe von Drittpersonen haben bis jetzt nichts gefruchtet. MCS setzt einen schadstofffreien Wohnraum voraus. Das Immunsystem macht keine Kompromisse (siehe http://www.csn-deutschland.de/home.htm)! Eine konventionelle Mehrfamilienhaus-Schadstoffwohnung mit ihrem ganzen Chemikaliencocktail ist für einen MCSler vergleichbar, wie wenn Sie einen Rollstuhlfahrer per Helikopter auf dem Gipfel des Grossen Mythen absetzen. Das funktioniert nicht!
Wir müssen lösungsorientiert an die Sache herangehen. Ich stelle folgendes zur Diskussion:
1. Rückkauf der Alten Brauerei zum betreibungsamtlichen Schatzungswert von Fr. 1,45 Mio. Die materiellen und immateriellen Vorteile sind im Internet beschrieben.
2. Verkauf von ca. 200 m2 Land von GB 845 (Parkplatz Nordwest) zur Erstellung des sog. MCS-Türmchens > Pionierprojekt eines baubiologischen, schadstofffreien Hauses (Prototyp im Internet ausführlich beschrieben). Im Kontrast zum "Bauen und Renovieren mit Sondermüll", wie es die BSS Architekten und andere heutzutage betreiben.
Der Quadratmeterpreis im Schwyzer Dorfzentrum beträgt Fr. 1'000.--. Zweihundert Quadratmeter wären also Fr. 200'000.--.
3. Falls Herr Walter Fässler mit Punkt 1 und 2 sich (noch) nicht anfreunden kann, Mithilfe bei der Suche nach einer geeigneten Ersatz-Bauparzelle, auf dem eine Realisierung des MCS-Pionierprojekts möglich ist. Die Anforderungen (Umfeld) sind im Internet beschrieben.
4. Mithilfe bei der Suche nach einem MCS-gerechten, d.h. schadstofffreien Ersatzobjekt (z.B. sep. Hausteil, Ferienhäuschen) als Übergangslösung in der Region. (Es sollte sich in der Region befinden, da die Mythen-Post lokale Präsenz voraussetzt. Ich kann nicht von Hawaii aus eine Schwyzer Regionalzeitschrift machen!)
5. Durch Rechtsanwalt Theo Kuny im Auftrag von Walter Fässler in die Wege geleitete Zwangsräumung. Dazu folgendes: Keine einzige Gemeinde des Kantons Schwyz bietet heutzutage MCS-gerechte Notwohnungen an. Szenario: Wie seinerzeit die Soldaten der Festung Massada bringe ich mich vor der Einnahme der Alten Brauerei in Schwyz um. Grosses Medienspektakel, grosse Heuchelei im "Bote der Urschweiz" und anderen Medien, Kerzen und Blumenspenden an der Kollegiumstrasse mit der Frage "Wie war das wohl möglich?" - ohne darauf je eine ehrliche Antwort zu geben bzw. geben zu wollen. Sollte Punkt 5 Realität werden, hoffe ich, dass Sie, Walter Fässler, Paul Schelbert (und andere Verantwortliche der Schwyzer Kantonalbank) und Unzählige in dieser Geschichte Involvierte bis zu ihrem eigenen Lebensende ein quälend schlechtes Gewissen hätten.
Wie ich von Anfang an sagte, bin ich an einer guten und einvernehmlichen Lösung interessiert. Nur der Konsens bringt's, aber nie faule Kompromisse!
Es ist mir klar, dass Sie als Anwalt einseitig die Interessen Ihres Mandanten vertreten. Rücksichtnahme mir gegenüber ist aber bereits schon materiell begründet, zumal Herr Fässler die Liegenschaft 1/4 Mio. unter Wert ersteigerte. Hätte ich sie im Jahre 1999 zu diesem günstigen Preis bekommen, wäre u.U. die aktuelle Situation nie entstanden. Ich bitte Sie und Herrn Fässler einfach, sich in meine Lage zu versetzen. So kommen wir möglicherweise einer Lösung bald näher.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler
Liegenschaftsmarkt
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