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Die Vielfalt der geschlechtlichen Merkmale
Vereinigung Transsexuelle Menschen
Das Geschlecht, das Geschlechtswissen, das geschlechtliche Wesen steht über allem. Darunter angesiedelt sind die geschlechtlichen Körpermerkmale (Sexus) mit Gonaden, Genitalien, Hormone, Gesichtszüge, Statur, Behaarungsmuster, der rechtliche Geschlechtseintrag und letztlich die psychosozialen Geschlechtsmerkmale (Gender), zu welchem Geschlecht fühle ich mich zugehörig, meine Kleidung, mein Verhalten, meine Sprache.
Gender-Dysphorie, Gender Incongruence
- DSM-V ab 2015; Gender Dysphorie ersetzte den Begriff Transsexualität
- ICD-10 bis heute gültig; Gender Dysphorie = psychische Erkrankung
- ICD-11 ab 2018; Gender Incongruence = Störungen des Sexualverhaltens
DSM-V Gender-Dysphorie
Gender-Dysphorie ersetzt den Begriff «Transsexuality» und bezeichnet wesentlich klarer und mit anderen Kriterien, dass es sich um ein Missempfinden (Dysphorie ist begrifflich das Gegenteil von Euphorie) mit dem körperlich zugewiesenen Geschlecht handelt.
Das DSM-V American Psychiatric Association ist nur in den USA verbindlich, wird aber bisweilen von Dr. Garcia, Dr. Rauchfleisch, Dr. Krämer und anderen herangezogen.
ICD-10
Mit der ICD-10 wird differenziert zwischen Transsexualismus und Transvestitismus bei Erwachsenen sowie Transvestitismus bei Kindern und Jugendlichen sowie «transvestitischem Fetischismus». All diese Spezifikationen sind dem Bereich «psychische Erkrankungen» zugeordnet, was von vielen Betroffenen als eine stigmatisierende Pathologisierung empfunden wird.
In Ländern wie D, CH, A und anderen sind ärztliche Diagnosen gemäss ICD-10 Bedingung und Grundlage für die Erstattungspflicht. Zwar war der ICD niemals dafür gedacht, dass er von Krankenversicherern als Entscheidungsgrundlage «zweckentfremdet» wird, sondern mehr, um Diagnosen international vergleichbar zu machen. Er hat sich aber in den letzten ca. 15 – 20 Jahren als Instrument der Krankenversicherer etabliert.
ICD-11
Die ICD-11 weisst in der jetzigen Entwurfsform die neue Kategorie «Störungen des Sexualverhaltens» aus, dem der neu definierte Begriff «Gender-Incongruence» zugeordnet wurde. Mit der ICD-11 verschmelzen die bisherigen Begriffe. Eine klare Abgrenzung findet nicht mehr statt. Die Differenzierung zwischen «Transsexualität» und «Transvestitismus» fällt künftig weg.
Dass die «einen» von den «anderen» Transgendern sich abgrenzen und gegenseitig nicht ernst nehmen, dürfte in Zukunft vorbei sein.
Von der Transsexualität zur Gender-Dysphorie
Beratungs- und Behandlungsempfehlungen bei TransPersonen
David Garcia, Patrick Gross, Myshelle Baeriswyl, Dieter Eckel, Dorothea Müller, Caroline Schlatter, Udo Rauchfleisch
Geraten gendervariante Menschen unter einen grossen bio-psycho-sozialen Druck, sodass sie sich geschlechtsangleichende Schritte überlegen, entsteht ein Leiden, das – medizinisch formuliert – Krankheitswert erhält. Gemäss DSM-5 wird ein solcher Zustand als Gender-Dysphorie (GD) bezeichnet
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Transgender in der Popkultur
Momente der Sichtbarkeit
Transgender sind in der Popkultur heute viel sichtbarer als noch vor ein paar Jahren. Hier sind die wichtigsten Trans-Momente der letzten 20 Jahre.
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