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Igor Stravinsky
Le Sacre du printemps
Facsimile of the Autograph Full Score
hrsg. von Ulrich Mosch
London: Boosey & Hawkes 2013
Deutsch/Englisch
146 Seiten, 46,5 × 37,0 cm (H × B)
ISMN 979–0-060–12535–5
ISBN 978–0-85162–813–4
[GBP 119] VERGRIFFEN!
Das Partiturautograph des Sacre entstand in mehreren Etappen zwischen Herbst 1911 und Ende März 1913. Das Manuskript in der für Strawinsky typischen kalligraphischen Handschrift ist in seinem Aufbau ein beredtes Zeugnis der verwickelten und am Schluß unter äußerstem Zeitdruck erfolgten Entstehung des Werkes.
In der Grundschicht repräsentiert das Manuskript den Stand der Partitur vor den im Zusammenhang mit der Uraufführung und bis zum Abschluss der Drucklegung noch vorgenommenen Korrekturen und Änderungen. Zwar trug Strawinsky diese teilweise mit Bleistift nach. Von der Erstausgabe der erst 1922 veröffentlichten Druckpartitur – wie von allen späteren Druckausgaben – weicht die autographe Reinschrift aber dennoch erheblich ab. Nicht zuletzt deshalb, weil als Stichvorlage dafür ein anderes Manuskript diente, eine Kopistenabschrift, nach der Pierre Monteux auch am 29. Mai 1913 die Uraufführung dirigiert hatte.
Die autographe Partitur ist darüber hinaus ein zentrales Dokument der frühen Auffühungsgeschichte: Sie wurde nicht nur bei der zweiten, wiederum von den Ballets russes bestrittenen Tanzproduktion 1920/21 sondern noch bis zum Erscheinen der gedruckten Dirigierpartitur bei Konzertaufführungen verwendet. Wahrscheinlich aus den Proben zur zweiten Ballettproduktion stammen einige substantielle Korrekturen von Strawinskys Hand, die in keine der späteren Druckausgaben Eingang gefunden haben.