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Thunersee-Bahn
|Kürzel||TSB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1893-06-01|
|Mutiert||Ab 1913-01-01 Bern–Lötschberg–Simplon|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1893 eröffnete TSB war eine Aktiengesellschaft. Sie stellte via Scherzligen–Därligen die touristisch attraktive Anschlussverbindung zur Bödelibahn (BB) her und somit die durchgehende Linie (Bern–) Thun–Interlaken. Allerdings hatte die vorwiegend auf den Personenverkehr ausgerichtete TSB zunächst einige finanzielle Probleme zu überwinden. 1896 musste der Nennwert der TSB-Aktien zur Bereinigung der Bilanz von 500 auf 300 Franken herabgesetzt werden. Das dadurch freigesetzte Kapital von 1.4 Mio. Franken wurde zur Tilgung des Passivsaldos verwendet und der Rest abgeschrieben. Danach besserte sich die finanzielle Lage zusehends. Ab 1905 konnte die TSB eine Dividende ausrichten, die sich bei 3 Prozent des Aktienkapitalwerts einpendelte.
Auf den 1. Januar 1900 wurde die BB, die bereits vorher einen Teil ihrer Strecke an die TSB verpachtet hatte, von Letzterer aufgekauft. Der Kaufpreis wurde offenbar in der TSB-Bilanz im Jahr 1900 vorerst als schwebende Schuld eingestellt und dann in feste Anleihen umgewandelt. Die Anlagekosten der ehemaligen BB liess man unverändert (keine Abschreibungen).
Die TSB besorgte ab 1897 auf Rechnung den Betrieb der Spiez–Erlenbach-Bahn (SEB), später auch der Erlenbach–Zweisimmen-Bahn (EZB), der Gürbethalbahn (GTB) und der Spiez–Frutigen-Bahn (SFB). 1913 ging die TSB an die Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS) über und fiel aus der Statistik.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt:
- Bern–Lötschberg–Simplon
- Bern–Schwarzenburg-Bahn
- Bödelibahn
- Erlenbach–Zweisimmen
- Gürbetalbahn
- Spiez–Erlenbach-Bahn
- Treib–Seelisberg