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Die Videoarbeit „o.k. I love you“ ist in Auseinandersetzung mit Bernardo Bertoluccis Film „Last Tango in Paris“ (1972) entstanden und untersucht anhand eines Paares das Thema von individueller Freiheit/Unfreiheit in einer zwischenmenschlichen Beziehung.
Der Titel „o.k. I love you” ist eine Metapher für Beziehungslosigkeit und Isolation in der Zweisamkeit und steht gleichzeitig für die Präsenz von individuellen Erinnerungsbildern und gesellschaftlich konditionierten Sehnsuchtsbildern und Fiktionen.
Es werden ausschliesslich Dialoge aus dem Filmskript „Last Tango in Paris“ verwendet. Diese sind -losgelöst und unabhängig ihrer ursprünglichen Zuteilung der Geschlechter- zu einer eigenen Textcollage zusammengeschnitten. Durch verschiedene Befreiungsakte -sei es durch subtile oder direkte verbale Gewalt, Sarkasmus oder Ignoranz- versuchen sich die Figuren aus ihrer unwiederbringlichen Konstellation hinaus zu katapultieren.
Die Figuren sind niemals gleichzeitig und jeweils nur in der Rückenansicht zu sehen: sie verdecken sich, schließen sich gegenseitig ein oder aus. Das Paar befindet sich in einem grauen, leeren „Nicht-Raum“, der sowohl deren Isolation unterstreicht, als auch Räume für die angelegten Fiktionen öffnet. Die im Dialog vorkommende Bar, die Kindheitserinnerungen oder frühere Beziehungsräume liegen alle in diesem „Nicht-Raum“, sind in ihm verborgen, in diesem bildlichen, grauen Nichts schlummern Abgründe, Albträume, Wünsche, Fantasien.