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Schlußrede, Schlußwort am Ende eines
Vortrags, ist, wie der
Prolog, besonders bei dramatischen
Werken gebräuchlich, doch meist nur eine Art Notbehelf, insofern er nämlich etwas aussprechen soll, was eigentlich das
Stück schon durch sich selbst aussprechen müßte. In einem andern
Sinn gebraucht man das
WortEpilog, wenn
man darunter die versifizierte
Rede versteht, welche, nicht durch das
Stück selbst, sondern durch irgend eine äußere
Ursache
veranlaßt, nach Beendigung eines Theaterstücks an das
Publikum gerichtet wird. In noch anderm
Sinne nannte
Goethe sein Gedicht
aufSchiller einen »Epilog zu
SchillersGlocke«.
(grch.), Nach- oder Schlußrede, kommt wie der Prolog (s. d.)
hauptsächlich bei Schauspielen vor.
Der Epilog des antiken Dramas enthielt allgemeine Betrachtungen über das Stück selbst oder
über die Rolle dessen, der den Epilog sprach.
Shakespeare bediente sich mehrmals des Epilog, um seinen Zuschauern den Gesichtspunkt
anzudeuten, aus dem sie sein Werk betrachten sollten, und zugleich um Nachsicht für die Mängel des
Stücks zu erbitten.