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Vor 1890:
Vor dem Jahr 1890 besass die ehemalige Sägerei am Dorfbach ein hölzernes Wasserrad für die Verarbeitung des Holzes. Es lieferte die Antriebskraft für das Sägegatter. Ursprünglich was die Sägerei ein offener Ständerbau mit einem Halbwalmdach. Teile des Eichenständers wurden auf langen Bruchsteinmauern errichtet. Das Gebäude besitzt zudem an der Nord-Schmalfront gebogene Büge.
1890:
Das hölzerne Wasserrad der Sägerei wurde im Jahr 1890 durch ein eisernes Rad ersetzt. Hergestellt wurde das Rad durch den damaligen Mühlenbauer Ammann & Hasler aus Madiswil. Mittlerweilen ist die Firma AMMANN im Bereich Anlagen und Maschinen zur Aufbereitung von Asphalt, Beton und Steine/Erden tätig mit Sitz in Langenthal. Der Umbau auf das eiserne Rad kostete 1822.45Fr. wie in der Originalrechnung ersichtlich ist und war damit ein stolzer Betrag für die damalige Zeit.
1908:
Im Jahr 1908 wurde die Wassernutzungskonzession erteilt. Die Wassernutzungskonzession wurde trotz mehrerer Besitzerwechsel aufrechterhalten und besteht heute noch. Sie ist auf die Grundeigentümerin Kunz Lisbeth eingetragen. Mit dem Wasserrad wurde bis zirka in die fünfziger Jahre gesägt. Es ist leider nicht genau bekannt bis in welchem Jahr mit dem Wasserrad gesägt wurde. Sicherlich stand es jedoch mehrere Jahre still und wurde nur gelegentlich betrieben.
1975:
Beim grossen Hochwasser vom 30. August 1975 wurde der Lagerbocksockel unterspült und wurde daraufhin wieder in Stand gesetzt.
1991:
Am 20. Januar 1991 ereignete sich ein Brand im hinteren Teil des Schopfes, bei welchem ein Teil des Schopfs sowie das Stöckli niederbrannten. Nach dem Brand wurden das Stöckli sowie der Süd-Teil des Schopfs unter erhöhtem First wieder-aufgebaut.
1992:
Im Jahr 1992 erwarb Eugen und Lisbeth Kunz die Liegenschaft an der Dorfstrasse 105 und somit auch das Wasserrad.
1996:
In einem ersten Schritt wurde das Wasserrad im Jahr 1996 restauriert und mit einem Generator für die Stromproduktion ausgestattet. Bei der Restauration stand nicht der Gewinn durch die Energieproduktion im Vordergrund, sondern der Erhalt des Wasserrades für spätere Generationen.
2005:
In einem zweiten Schritt wurden im Winter 2005/2006 weitere Restaurationsmassnahmen durchgeführt. Das Wasserrad wurde dabei neu gelagert und Fundamentarbeiten wurden durchgeführt.
2007:
Das Hochwasser vom 21. Juni 2007 zerstörte den hölzernen Kanal, welcher das Wasser dem Wasserrad zuführte. Daraufhin wurde dieser durch einen metallenen Kanal ersetzt.
2012:
Anfangs Februar 2012 gefror das Wasserrad ein und war mehr als eine Woche nicht in Betrieb. Grund dafür war das bitterkalte Wetter, durch welches das Wasserrad sehr viel Eis ansetzte.