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Eine neuere Studie zeigt, dass 21 Prozent der schweizerischen Jugendlichen zwischen 9 bis 16 Jahren bereits sexuelle Inhalte im Internet gesehen haben. Manchmal werden pornografische Bilder oder Videos auch unabsichtlich gesehen, zum Beispiel wegen ‚Pop-up‘-Werbefenstern. Pornografie wird auch via Handy verbreitet: 42 Prozent der Knaben und 32 Prozent der Mädchen haben bereits einmal erotische oder aufreizende Fotos oder Videos erhalten. Wenn Jugendliche selbst erotische oder pornografische Inhalte produzieren und an ihre Freunde verschicken, spricht man von Sexting.
Männliche Jugendliche haben doppelt so häufig Pornobilder und -filme gesehen (91 Prozent) wie weibliche Jugendliche (44 Prozent). Die Jungen gaben an, dass sie dabei Lust auf Sex verspüren und sich teilweise auch selber befriedigen würden, dass ihre Neugierde geweckt werde oder es ganz einfach Spass mache. Die Mädchen sind eher durch Zufall oder durch andere Personen dazu gekommen, sich einen Pornofilm anzuschauen.
Ein häufiger, regelmässiger Konsum von Internetpornografie kann bei Jugendlichen falsche Vorstellungen von realer Sexualität erzeugen. Bei den Jungen ist dies vor allem ein sexueller Leistungsdruck, bei den Mädchen der Druck, einen perfekten Körper zu haben und stets sexuell verfügbar zu sein. Allerdings denken gemäss Umfragen zwei Drittel der befragten Jugendlichen, dass Pornofilme keineswegs repräsentativ sind für die reale Sexualität.