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Über die ehemalige Burg ist nicht viel bekannt. Aufgrund von archäologischen Untersuchungen ist von einer Entstehung um das Jahr 1100 auszugehen. Als einziges Mitglied einer Familie «von Bebikon» wird 1113 ein Erfridus urkundlich erwähnt. Er könnte der mögliche Erbauer der Burg sein.
Die ursprüngliche Anlage bestand aus einer Ringmauer, in der sich ein Gebäude nachweisen liess. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Burg dann neu erbaut. Die Ringmauer hatte einen fünfeckigen Grundriss und ein Tor auf der Westseite. An der Bergseite befand sich ein Turm mit einem Grundriss von fast sieben mal sieben Meter. Über die Erbauer dieser zweiten Burg ist nichts bekannt, auch findet sie in Urkunden keine Erwähnung. Etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg verlassen und zerfiel.
Die Ölmühle Böttstein muss 1799 bereits bestanden haben. Aus einer Urkunde geht hervor, dass die Böttsteiner den Franzosen, die damals unsere Gegend besetzt hielten, Öl liefern mussten. Die Anlage leistete besonders während den Weltkriegen einen wichtigen Beitrag an die Landesversorgung und war noch bis 1957 ziemlich regelmässig in Betrieb. 1967 kauften die Fett- und Ölwerke ASTRA und SAIS die stillgelegte Anlage, restaurierten das Gebäude und schenkten den Betrieb der "Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach". Seither ist diese Institution für den Unterhalt der unter kantonalem Denk-malschutz stehenden Anlage besorgt.
Dieses technische Werk, fast vollständig aus Holz, ist angetrieben von einem Wasserrad und immer noch betriebsbereit.
Besichtigung und Kontakt:
Ruedi Keller, 056 245 41 04
Daniel Zimmermann, 056 245 41 73
Ölmühle Böttstein
Ruine des römische Wachturms "Sandgraben" in Rümikon
Burgstelle Waldhausen in Fisibach
Die Grundmauern eines römischen Wachturms (Römerwarte), der zur Rheinbefestigung im 3. Jahrhundert gehörte, sind noch erhalten. Sie liegen auf einer Niederterasse, wenige hundert Meter unterhalb des ehemaligen Schlosses Schwarzwasserstelz, an der Rheintalstrasse in der Gemeinde Rümikon.
Die Burgstelle liegt südlich des Weilers Waldhausen oberhalb des Bachsertals. Nach Süden und Osten war die Burg durch Steilhänge gesichert, nach Norden und Westen durch Gräben. Früher verlief die Kantonsgrenze zwischen den Kantonen Aargau und Zürich durch die Ruine. Aufgrund einer Grenzkorrektur liegt das Gelände seit 1987 vollständig im Aargau.
Über die Burg ist wenig bekannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1113, als die «Freien von Waldhausen» die von ihnen gegründete Propstei Wislikofen mit deren Grundbesitz dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald schenkten. In dieser am 27. Dezember ausgestellten Urkunde wurden die Orte Böbikon, Mellikon, Rümikon, Schneisingen und Siglistorf, in denen die Propstei Grundbesitz hatte, erstmals erwähnt. Die Burg wurde 1440 verlassen und bereits in einer Grenzbeschreibung von 1470 alsRuine bezeichnet.
Infanteriebunker "Burg" am Rhein in Bad Zurzach
Auslösendes Moment für den Bau des Bunkers «Burg» war eine Denkschrift des damaligen Obersten und späteren Divisionärs Eugen Bircher (1882 bis 1956) aus dem Jahre 1934. Im gleichen Jahr befasste sich ein Ingenieur-Offizierskurs mit den Möglichkeiten der Befestigung des Brückenkopfes beim Rheinübergang in Bad Zurzach. Zwischen 1936 und 1939 wurden die insgesamt sieben Objekte dieser Sperrstelle Zurzach gebaut. Am 27. Dezember 1937 wurde mit der Bauunternehmung Jäggi in Brugg der Vertrag für den Bau des Bunkers «Burg» zum Pauschalpreis von 94 300 Franken abgeschlossen. Am 27. März 1939 war die mit zwei Maschinengewehren ausgerüstete Anlage bezugsbereit. Nur kurze Zeit später, am 29. August 1939, bezogen Soldaten der Grenz-Mitrailleur-Kompanie IV/252 den Bunker ernstfallmässig. Eine Metalltafel am Bunker erinnert an diese Einheit.
Quellen: Zweiter Weltkrieg - Schwierige Zeit in unserer Region (Heft 4/2006 der Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach); Grenzbrigade 5 (Baden 1988); Militärische Denkmäler im Kanton Aargau (VBS, Armasuisse 2006).