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Für den Military-Reiter Felix Vogg sind die Olympischen Spiele vorzeitig zu Ende. Er scheidet im Geländeritt aus.
Der in Süddeutschland wohnhafte Schweizer schied im Geländeritt - der zweiten von drei Disziplinen des Concours Complet - nach drei Verweigerungen seines Pferdes Onfire aus. Felix Vogg darf somit nicht am abschliessenden Springen vom Dienstag teilnehmen.
Sein Bruder Ben Vogg ging den sehr schweren Parcours verhaltener an und wählte im Sattel von Noé des Vatys oft die Alternativroute. Dieser Weg kostet mehr Zeit, dafür sind die Hindernisse weniger mächtig. Ben Vogg wird am Dienstag noch zum Springen ins Stadion einreiten. Die Qualifikation für das Finale der Top 25 in einer zweiten Springprüfung liegt nach dem 42. Zwischenrang aber ausser Reichweite.
"Ich bin ein bisschen sauer", sagte Felix Vogg, der mit höheren Ambitionen als sein Bruder angetreten war. Der 26-Jährige aus Radolfzell nahm das Ausscheiden auf seine Kappe. "Ich bin einige Male zu wenig genau angeritten", fügte er hinzu. "Wenn die Distanz nicht stimmt, dann sagt Onfire rasch 'Nein Danke'".
Felix Vogg startete mit dosiertem Risiko in den nahrhaften 5,85 km langen Parcours mit 45 Sprüngen. Trotz einer Alternativroute zu Beginn blieb er zunächst auf Kurs. Sein grundschnelles Pferd schien die hügelige Cross-Strecke in den vorgeschriebenen 10:15 Minuten zu schaffen. Bei Nummer 17 kam die erste Verweigerung. "Danach war Onfire durcheinander", sagte Vogg. "Gleichwohl ritt ich weiterhin auf Rang und nicht auf Durchkommen. Es ist nicht aufgegangen", fügte er hinzu. Das Ziel einer Klassierung in den Top 25 ist somit verfehlt.
Im Zwischenklassement führt der Australier Christopher Burton im Sattel von Santano mit 37,60 Strafpunkten. Michael Jung, Deutschlands Doppel-Olympiasieger, schob sich mit Sam durch einen fehlerfreien Ritt im Gelände vom fünften auf den zweiten Platz vor und weist 40,90 Strafpunkte auf.
sda-ats