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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2023.00099 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Sozialversicherungsrichterin Slavik Gerichtsschreiber Müller Urteil vom 11. April 2024 in Sac hen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1965, war als Dachdecker bei der Y.___ GmbH tätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-berufsunfällen versichert (vgl. Urk. 14 /1). Der Versicherte teilte der Suva mit Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 /1) mit, dass es ihn am 11. November 2021 beim Aufheben einer Kiste auf Kopfhöhe nach links gezogen habe, wobei er sich bemüht habe, die Kiste noch festzuhalten. Da habe er in seiner Schulter einen Schmerz verspürt und die Kiste fallen lassen. Dabei habe er sich die linke Schulter verrenkt. Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Radiologie und für Allgemeine Medizin, führte in ihrem Bericht vom 25. November 2021 (Urk. 14 / 21 ) zum MRI der linken Schulter vom gleichen Tag aus, es seien ein e kurzstreckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspin a tussehn e, eine partiell abgehobene Supraspinatussehne unter Einbezug von Infraspinatus-Anteilen weiter dorsal, eine Bursitis subacromialis, eine AC-Gelenksarthrose und Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder feststellbar. Am 3. Dezember 2021 (Urk. 14/1 2 ) anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht. In der Folge tätigte sie medizinische Abklärungen und holte unter anderem bei Kreisärztin Dr. med. A.___, Fach ä rzt in für Chirurgie, wiederholt Stellung nahme n ein (Urk. 14/3 5, Urk. 14/131, Urk. 14/133 und Urk. 14/136 ). Nach der ersten Stellungnahme von Dr. A.___ vom 1. März 2023 (Urk. 14/35) teilte die Suva dem Versicherten am 23. März 2023 (Urk. 14/46) mit, dass die Leistungs zusage vom 3. Dezember 2021 unrichtig gewesen sei, da vorliegend weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vorliege, weshalb die Leistungen per 6. April 2022 eingestellt würden. Dagegen wandte der Versicherte am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) ein, dass der Unfallbegriff erfüllt sei und, falls die Suva dies verneinen würde, zumindest eine unfallähnliche Körperschädigung vor liege. Mit Verfügung vom 23. September 2022 (Urk. 14/94) forderte die Suva vom Versicherten die vom 11. November bis 19. Dezember 2021 erbrachten Taggeldleistungen zurück. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 2 S. 3 oben Ziff. I). 1.2 Mit Verfügung vom 12. Oktober 20 22 (Urk. 14 / 100 ) verneinte die Suva das Vorliegen eines Unfalls und einer unfallähnlichen Körperschädigung, stellte die Heilungskostenleistungen per 6. April 2022 ein und verwies für die Taggeld leistungen auf die Verfügung vom 23. September 2022. Der Versicherte wurde a m 2. November 2022 an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert (Urk. 14/112). Die am 10. November 2022 (Urk. 14/108 ) gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2022 erhobene Einsprache (vgl. auch die Einspracheergän zungen vom 9. Dezember 2022 [Urk. 14/119] und vom 25. Januar 2023 [Urk. 14/125]) wies die Suva mit Entscheid vom 12. Mai 202 3 ab (Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 erhob der Versicherte am 13. Juni 202 3 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, dieser und die Verfügung vom 12. Oktober 202 2 sei en aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. November 2021 die gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen (u.a. Heilbehandlung, u.a. i m Zusammenhang mit der Schulteroperation vom 2. November 2022, Taggelder, eventuell später Rente und Integritätsentschädigung ) ; eventualiter sei en der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 und die Verfügung vom 12. Oktober 2022 in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu ändern und die Sache zu ergänzenden Abklärungen des Unfallsachverhaltes und/oder medizinischen Begutachtung und anschliessendem neuen Entscheid über den Leistungsanspruch per 7. April 2022 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner beantragte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, er sei durch das Gericht zum Unfallhergang zu befragen, es sei die Möglichkeit zur Beschwerdeergänzung nach Abschluss der aktuellen medizinischen Abklärungen einzuräumen und/oder ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sowie, es sei zur Klärung der strittigen Sachverhaltsfragen eine medizinische Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen (S. 2). Mit Beschwerdeergänzung vom 7. Juli 2023 (Urk. 7) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (S. 2 oben) und reichte einen Bericht der Klinik B.___ vom 4. Juli 2023 (Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 (Urk. 1 2 ) auf Abweisung der Beschwerde und reichte einen Radiology Report über ein MRI der rechten Schulter vom 24. Januar 2019 (Urk. 13) ein. Replicando hielt der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2023 (Urk. 20 ) an seinen Anträgen fest und reichte diverse Unterlagen ein (Urk. 21/1-3). Mit Duplik vom 19. Januar 2024 (Urk. 25) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung fest, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2024 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) werden Versicherungsleistungen des Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nicht be rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Unfallversicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführten Körperschädigungen ( Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelen ken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Band läsionen, Trommelfellverletzungen ), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körper schä digung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBl 2014 7922 7934 f.). Damit der Entlas tungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärzt liche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich we itere Abklärungen erübrigen (E. 8.6 ; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_52/2023 vom 6. Juli 2023 E. 2.2 und 8C_25/2023 vom 26. April 2023 E. 2.3 ). 1.3 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver siche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan genheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, dass sich am 11. November 202 1 kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ereignet habe und, dass - gestützt auf die kreisärztlichen Stellungnahmen von Dr. A.___ - mit der Teilruptur der Supraspinatussehne bzw. der Rotato renmanschette der linken Schulter zwar eine Listendiagnose gegeben, diese aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ er Natur sei (vgl. auch die Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 [Urk. 12 S. 4-10] und die Duplik vom 19. Januar 2024 [Urk. 25 ]). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, es handle sich beim Ereignis vom 11. November 202 1 um einen Unfall. Allenfalls seien diesbezüglich ergänzende Abklärungen zu tätigen (S. 5-8 ; vgl. dazu auch die Replik vom 19. Dezember 2023 [Urk. 20] ). Gemäss den Behandlern sei eine traumatische Ursache des Sehnenrisses überwiegend wahr scheinlich. An der diametral entgegenstehenden kreisärztlichen Beurteilung bestünden zumindest geringe Zweifel (S. 8-10; vgl. dazu auch die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juli 2023 [ Urk. 7 S. 2 f. ] ). Zudem handle es sich um eine unzulässige Leistungseinstellung. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt gehabt. In der angefochtenen Verfügung werde denn auch erst mit Wirkung ab 7. April 2022 ein Anspruch auf Heilungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. November 2021 verneint. Inwiefern sich die gesundheitliche Situation ab 7. April 2022 gebessert habe, sei nicht ersichtlich (S. 11). 3. 3.1 3.1.1 In der Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 / 1 ) notierte der Beschwerdeführer zum Sachverhalt : «Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich den Schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». 3.1.2 Im Fragebogen zum Ereignis beantwortete der Beschwerdeführer die Frage zur ausführlichen Schilderung des Vorfalles am 25. November 20 21 (Urk. 14 / 8 ) fol gen dermassen: « Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». Die Frage, ob sich dabei etwas Besondere s (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen, usw.) ereignet e, verneinte der Beschwerdeführer. 3.1.3 In einer versicherungsinternen Notiz über ein Telefonat vom 28. Februar 20 22 (Urk. 14 / 3 2) hielt die zuständige Sachbearbeiterin fest, der Beschwerdeführer habe zum Hergang folgende Angaben gemacht : « In meinem Lager wollte ich ein Paket etwas verschieben. Das Paket hatte in etwa d ie G rösse einer Bananen schachtel und wog ca. 20-25 kg, genau weiss ich das aber nicht. Die Schachtel war oben im Regal, ich muss mich auf der Leiter etwas strecken um dahin zu gelangen. Das Paket ist etwas nach links gerutscht und drohte, runterzufallen. Ich habe, ich glaube mit gestreckten Armen, versucht, das Paket aufzufangen. Leider ist mir das nicht gelungen und die Schachtel fiel runter ». 3.2 3.2. 1 Dr. Z.___ führte zu m MRI der linken Schulter vom 2 5. November 2021 (Urk. 14 / 6 ) aus, es sei kein Gelenkserguss im Schultergelenk feststellbar, aber Flüssigkeit in der Bursa subacromialis, eine kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne ventral und partiell vom Tuberculum majus abgehobene Unterfläche weiter dorsal; hier unter Einbezug von Infraspinatus a nteilen mit konsekutiv etwas ausgedünnter Supraspinatussehne. Die Muskelqualität des Supraspinatus sei aber gut. Die restliche Rotatorenmanschette stelle sich intakt mit guter Muskelqualität dar. Die lange Bizepssehne verlaufe korrekt im Sulcus bicipitalis. Soweit ohne intraartikulären Kontrast zu beurteilen, bestehe ein intakter Bizepsanker. Erkennbar sei eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit etwas Gelenkserguss, subchondralen Zysten vor allem am Akromion und deutlicher Kapselschwellung. Ebenso feststellbar seien ein bogenförmiges Akromion sowie im T1 ein reduziertes Signal im freien Intervall. Es bestünden Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder. 3.2. 2 Kreisärztin Dr. A.___ hielt in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2022 (Urk. 14/35 ) fest, es liege eine Körperschädigung vor, die vorwiegend auf Abnüt zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. In der vorliegenden bildgebenden Diagnostik ( MRI der Schulter links vom 25. November 2021 ) werde eine kurz streckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspinatussehne beschrieben bei deutlicher AC-Gelenksarthrose. In der wissenschaftlichen Literatur sei es unbe stritten und mit einer 2019 veröffentlichten Arbeit von L ä dermann und Mitar beiter n bestätigt worden, dass die meisten Läsionen der Rotatorenman schette auf der Grundlage degenerativer Veränderungen entstünden und diese ebenso bei beschwerdefreien Personen festzustellen seien. Mit den Leitlinien Rotatorenman schette der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizini schen Fachge sell schaft AWMF würden als Ursache einer Läsion neben einem geeigneten akuten Trauma extrinsische und intrinsische Tendinopathien, repe titive Mikro traumen, medikamentöse toxische Einwirkungen, Infektionen, Bestrahlung, Injek tionen und Rauchen angegeben. Das heiss e, bis auf die akute Gewaltein wirkung, also dem erklärenden Trauma, entsprächen alle übrigen möglichen Ursachen einer vorwiegend auf Abnutzung oder Erkrankung zurück zuführenden Genese. In Zusammenschau der vorliegenden Literatur sei die vorliegende kurz streckige transmurale Ruptur vorwiegend auf Abnutzung/ Erkran kung zurückzu führen und nicht als Listendiagnose zu werten, da sich Rotatorenmanschetten läsionen entweder traumatisch auf dem Boden adäquater Unfallereignisse entwickeln oder auf dem Boden einer degenerativen Genese entstünden. Ent spre chend vorliegender bildgebender Diagnostik ( MRI Schulter links vom 25. Novem ber 2021 ) liege keine Listendiagnose vor. Es sei kein ossärer, liga men tärer oder durchgehender Sehnenriss oder Muskelriss/-zerrung nach weisbar (S. 1). 3.2. 3 Prof. Dr. med. C.___ und pract. med. D.___ von der Abteilung für Schulter- und Ellbogenchirurgie von der Klinik B.___ führten am 7. Juni 2022 (Urk. 14/66/3-5) aus, gestützt auf die MRI-Bildgebung vom 25. November 2021 der linken Schulter in der Praxis Dr. Z.___ lasse sich der Nachweis einer transmuralen Verletzung der Supraspinatussehne erbringen. Es zeige sich eine deutliche Kontrastmittel-Unterminierung im Sehnenverlauf. Die im MRI darge stellte transmurale Ruptur der ventralen Supraspinatussehne sei mit überwie gender Wahrscheinlichkeit traumatischer Natur. Diesbezüglich bestehe eine klare Patientenanamnese mit einem zuzuordnenden Verhebetrauma. Auch die bild morphologische Darstellung passe zu einem traumatischen Ereignis mit beglei tetem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen. 3.2. 4 Am 2. November 2022 wurde der Beschwerdeführer an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert ( Schulterarthroskopie mit Rotatorenmanschetten -Rekonstruktion und subpectoraler LBS- Tenodese, Akromioplastik und ACG-Co- Planening ; vgl. Operationsbericht vom 3. November 2022; Urk. 14/112). Prof. Dr. C.___ und pract. med. D.___ notierten im Operationsbericht, g lenohumeral seien regelrechte Knorpelüberzüge feststellbar. A usser einem m ä ssigen chondral Print Sign seien hier keine degenerativen Veränderungen dokumentierbar. Die l ange Bizepssehne sei mit regelrechtem Ansatz. Es bestehe keine SLAP-Läsion. Der Sehnenverlauf sei nicht tendinopathisch verändert. I m Pulley -Bereich sei er medial intakt, lateral jedoch vollständig gerissen. D amit bestehe eine Bizeps sehneninstabilität. Die Subscapularis-Sehne sei unauffällig mit regelrechter Insertion. Bei der Supraspinatussehne sei eine transmurale Komplettruptur vom ventralen bis dorsalen Drittel mit mini m er Retraktion feststellbar. Die I nfraspi natussehne und Teres minor würden regelrecht inserieren. Der i nferiore Rezessus, das posteriore Labrum, das inferiore Labrum und das anteriore Labrum seien unauffällig (S. 2). 3.2. 5 In ihrem Schreiben «Versicherungsbericht vom 22.11.2022» vom 12. Dezember 2022 (Urk. 14/126) notierten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___, im MRI vom 25. November 202 1 sei der Sehneneinriss eindeutig zu erkennen. Zusätzlich ersch ienen im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacro mialis). Insgesamt sei damit festzuhalten, dass eine Traumaanamnese eindeutig bestehe. Zudem habe eine zeitnahe und präzise Diagnostik mittels MRI-Schnitt bildgebung stattgefunden. Hierbei sei eine Sehnenverletzung mit akuter Genese bei umgebende m Knochenödem und Flüssigkeitssaum in der Bursa zu identi fizieren. Diese bereits früh und eindeutig diagnostizierte Sehnenruptur habe im Verlauf unter versuchter konservativer Therapie leider eine Rupturprogredienz gezeigt, hierzu liege ein Verlaufs-MRI vom 4. Oktober 2022 vor. Daraufhin hätten sie die Indikation für ein operatives Vorgehen gestellt, welches am 2. November 2022 planmässig durchgeführt worden sei. Bei Patientenalter unter 60 Jahren, eindeutiger Traumaanamnese und gut dokumentiertem Verlauf sei es aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, warum nachträglich die Einschätzung durch den Unfallversicherer revidiert worden sei. Ihrer medizinischen Einschätzung nach sei die Sehnenverletzung mit der erfolgten Körperschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallereignis zuzuschreiben. 3.2.6 In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 3. April 2023 (Urk. 14/131) hielt Kreisärztin Dr. A.___ an ihrer Einschätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) fest, dass die vorliegende kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne keinem durchgehenden Sehnenriss/ keiner durchgehende n Supraspinatussehnenruptur ent spreche und somit formal nicht als Listendiagnose beurteilt werden könne. Zweitens sei intraoperativ im Operationsbericht vom 2. November 2022 (E. 3.2.4) keine SLAP II - bzw. SLAP IV-Läsion dokumentiert worden, bei welcher eine erneute Beurteilung einer Listendiagnose in Betracht gezogen hätte werden müssen. Ob eine Listendiagnose zu überprüfen sei bzw. die Unfallkausalität, obliege der Einschätzung der Administration. Gemäss Ereignisschilderung sei es beim Anheben einer Kiste über Kopf zu Schmerzen in der Schulter gekommen. Für das Anheben der Arme nach vorne Anteversion/über Kopf seien folgende Muskeln hauptsächlich beteiligt: Musculus deltoideus pars clavicularis, Musculus coracobrachialis, Musculus biceps brachii, Musculus pectoralis major, sodass bei dem angegebenen Vorgang in erster Linie in diesen Muskeln eine Muskel zerrung/ ein Muskel riss hätte entstehen müssen. Nur wenn eine Kombinations verletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Sehne und der Supra spinatussehne gegeben wäre, könne eine tatsächliche traumatische Rotatoren ruptur erwartet werden, welche im vorliegenden Fall nicht vorliege, da der Musculus deltoideus in der vorliegenden Bildgebung (MRI vom 25. November 2021) völlig unauffällig sei (S. 2 f.). 3.2.7 Am 13. April 2023 (Urk. 14/133) notierte Kreisärztin Dr. A.___, nach noch maliger Durchsicht der vorliegenden medizinischen Akten und bildgebenden Diagnostik müsse sie ihre Eischätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) insofern revidieren, dass aufgrund der bildgebenden Diagnostik eine Teilruptur der Rotatorenmanschette /Supraspinatussehne vorliege und entsprechend formal eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG bestehe. Diese Sehnenveränderung sei vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen, wie sie am 1. März 2022 beurteilt und begründet habe. 3.2.8 Am 9. Mai 2023 (Urk. 14/136) hielt Kreisärztin Dr. A.___ auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin fest, aus ihrer Sicht sei die vorliegende transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Es liege nämlich in der vorliegenden bildgebenden Diagnostik (MRI der Schulter links vom 25. November 2021) auch eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit subchondralen Zysten und Kapselschwellung vor. Die Supraspinatussehne sch l iesse den Oberarmkopf flächig wie eine Manschette ein, liege unter dem knöchernen Schulterdach und zwischen zwei gegeneinander beweglichen Kno chen, sodass die Supraspinatussehne durch ihre eingeengte Lage am häufigsten von einer Degeneration/ einem Verschleiss durch das Impingementsyndrom betroffen sei. Durch die vorliegende deutliche AC-Gelenksarthrose im vorlie genden MRI der Schulter links vom 25. November 2021 liege sicherlich eine Impingementkonstellation bzw. eine Einengung des subakromialen Raums vor, welche zu einer verstärkten Reibung durch das Akromion am Schulterdach und zu einer Sehnenreizung und vorzeitigem Verschleiss der Sehne führe. Diese Konstellation werde auch untermauert durch die vorliegende Bursitis subacro mialis, welche in das pathognomonische Geschehen eingeschlossen sei. Des Weiteren zeigten epidemiologische Studien, dass die Prävalenz der kompletten Rotatorenmanschettenruptur signifikant mit zunehmendem Alter steige. Ent sprechend liege sie im 5. Lebensjahrzehnt etwa bei 13 % und im 6. Lebens jahrzehnt bei 30 %. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer im Bereich der rechten Schulter bereits 2019 die gleiche Problematik mit einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne bei im Vergleich des AC-Gelenks geringerem Arthrose -A usmass gehabt. In Zusammenschau, da in etwa an beiden Schulter gelenken eine gleiche/ähnliche Konstellation vorliege, könne man davon ausge hen, dass es sich überwiegend wahrscheinlich um eine degenerative, alters bedingte Veränderung handle (S. 1). Weiter notierte Dr. A.___ zu den Aussagen von Prof. Dr. C.___ vom 7. Juni und 12. Dezember 2022 («Zusätzlich erscheint im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise, sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne [ Bursa subacromialis ] » und «Auch die bildmorphologische Darstellung passt zu einem traumatischen Ereignis mit begleitetem Knochen ödem»), nach nochmaliger Durchsicht der bildgebenden Diagnostik Schulter links vom 25. November 2021 stelle sich ein begleitendes Knochenmarködem geringen Ausmasse s im Bereich des Humeruskopfs/Tuberculum majus dar sowie ausge prägt im Bereich des AC-Gelenks. Aus ihrer Sicht entspreche dies einem reaktiven Knochenmarködem, welches als Folge einer Abnutzung/Arthrose entstehe. Weshalb Prof. Dr. C.___ nur das leichte Knochenmarködem am Tuberculum majus erwähne, jedoch nicht das ausgeprägtere Knochenmarködem im Bereich der AC-Gelenksarthrose, sei nicht erklärbar. Der dargestellte Flüssigkeitssaum im Bereich der Bursa sei als Reizzustand anzusehen und komme häufig bei Überlastung infolge von ungewohnten, kraftintensiven sich wiederholenden Bewegungen vor oder bei Verschleiss. Ein Bone bruise sei eine Verletzung des Knochens, die durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel Sturz oder Anstossen an einem harten Gegenstand, entstehe. In der vorliegenden Her gangsschilderung werde weder ein Sturz noch ein Anschlagen der Schulter dokumentiert. Bei einem Knochenmarksödem liege eine vermehrte Flüssigkeits ansammlung im Knochen vor, welche in der Magnetresonanztomografie hell aufleuchte. Es gebe mehrere Arten von Knochenmarksödemen. Entsprechend könne nicht davon ausgegangen werden, dass jedes Knochenmarködem gleich bedeutend sei mit einer Traumafolge. Sondern es trete häufiger wegen andere r Faktoren auf (S. 2). Dr. A.___ schloss, in Zusammenschau halte sie an ihrer Stellungnahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur links überwiegend wahr scheinlich degenerativer Natur sei, da die Veränderungen an beiden Schulter gelenken vorkämen, eine deutliche AC-Gelenksarthrose links vorliege, welche zu einer Einengung des Subakromialraums führe, und das vorliegende Knochen marködem aus ihrer Sicht reaktiv als Folge von Abnutzung/Arthrose sei. Auch die vorliegende Bursitis subacromialis deute auf eine Überlastungs-/Abnut zungsproblematik hin (S. 3). 3.2. 9 In ihrer mit Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 4. Juli 202 3 (Urk. 8) führten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ aus, Dr. A.___ begründe ihre Ansicht mit einer deutlichen AC-Gelenksarthrose, subchondralen Zysten und einer Kapselschwellung im AC-Gelenk. Sie möchten diesbezüglich darauf hin weisen, dass die Supraspinatussehne nicht am AC-Gelenk ansetze, sondern Teil des glenohumeralen Gelenkes sei. Der aus ihrer Sicht einzige plausible Einwand wäre der eines ausgeprägten subklavikulären Osteophyten. Dieser sei weder in der Bildgebung vom 25. November 2021 noch in der Bildgebung vom 4. Oktober 2022 verifizierbar. Bezüglich der erwähnten Zeichen eines Flüssig keitssaums in der Bursa und einer Knochenmarködembildung / Bone Bruise - Bildung im Tuber culum majus sei festzuhalten, dass diese gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert seien, dennoch nicht exklusiv bei diesem aufträten. Sicherlich sei jedoch nicht bei Auftreten eines Bone Bruises oder einer ödematösen Bursa automatisch auf ein degeneratives Geschehen zu schliessen. Auch spreche die Abwesenheit einer S LAP- L äsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen. Letztlich sei die Annahme von Dr. A.___, dass eine rein isolierte Aktivierung des Musculus deltoideus, des Musculus coracobrachialis und Musculus biceps brachii sowie Musculus pectoralis major bei Arbeiten vor dem Körper und über der Horizontale n auszugehen sei, schlichtweg nicht korrekt. Der Musculus supraspinatus sei zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion, dies insbesondere in der Sca pula ebene, welche sich in ca. 30° im Vergleich zur Körperhorizontalen befinde. Die Angabe, dass nur bei eine r Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus und de m Musculus supraspinatus eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion vorliegen könne, sei nicht nachvollziehbar und unbegründet. Aus dem klinischen Alltag heraus könne berichtet werden, dass auch eine traumatische Rotatoren manschettenruptur in praktisch allen Fällen isoliert und ohne Begleitruptur des Musculus deltoideus vorliege. 3.2. 10 Nach Vorlage der Stellungnahme von Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ vom 4. Juli 2023 ( E. 3.2. 9 ) hielt Kreisärztin Dr. A.___ am 15. August 2023 (Urk. 14/152) fest, es sei ihr natürlich bewusst, dass der Musculus supraspinatus seinen Ursprung an der Fossa supraspinata /Fascia supraspinata habe und seinen Ansatz an der oberen Fazette des Tuberculum majus und nicht am AC-Gelenk s ans a tz, dies habe sie in keiner Beurteilung so beschrieben. Durch seinen Verlauf verlaufe der Musculus supraspinatus subakromial. Dies sei ein knöcherner Kanal zwischen Oberarmkopf und Schulterblatthöhe. Dabei könne es durch Entzündung des Gleitgewebes/Schleimbeutel s und bei Ausbildung einer AC-Gelenksarthrose zu einem Engpass in diesem Bereich kommen, welcher im zeitlichen Verlauf zur Schädigung der Supraspinatussehne führe. Im vorliegenden Fall hätten sich bereits bildmorphologisch im MRI der Schulter links vom 25. November 2021 eine Bursitis subacromialis sowie eine deutliche AC-Gelenks arthrose mit Kapselschwellung gezeigt, welche für eine Einengung des Subakro mialraums verantwortlich sei und im zeitlichen Verlauf zum vorliegenden Sehnenschaden an der Supraspinatussehne geführt habe. Von Seiten Prof. Dr. C.___ s wäre die Veränderung der Supraspinatussehne im Rahmen eines Engpasssyndroms nur bei einem ausgeprägten subklavikulären Osteophyten gegeben, dies entspreche nicht dem gängigen anatomischen/patho physio logischen Wissensstand. Hier werde eindeutig vermerkt, dass ein Engpass - Syn drom an der Schulter durch eine Bursitis, AC-Gelenksarthrose und Kapsel schwellung hervorgerufen werden könne (S. 1 f.). Weiter führte Dr. A.___ aus, sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass Knochen marksödembildungen / Bone bruise nicht exklusiv bei traumatischen Ereignissen aufträten, ebenso auch, dass eine ödematöse Bursitis nicht automatisch auf ein degeneratives Geschehen schliessen lasse. Jedoch im Gesamtkontext im vorlie genden Fall bleibe sie bei ihrer Einschätzung, dass das dargestellte Knochen marksödem sowie die ödematöse Bursaveränderung wahrscheinlich degenerativ bedingt seien. Auch stimme sie Prof. Dr. C.___ zu, dass das Fehlen einer SLAP-Läsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen spreche. Dies habe sie aber so auch nicht behauptet. Prof. Dr. C.___ nehme nochmal s Bezug auf ihre Beurteilung vom 3. April 2023, wobei hier von zwei unterschiedlichen Sachverhalten ausgegangen werde. Sie habe das Bewegungsausmass der Ante version beschrieben, da der Beschwerdeführer ja eine Tätigkeit über Kopfhöhe absolvier t hab e, während Prof. Dr. C.___ den Bewegungsablauf einer Abduktion in den Vordergrund stelle und somit die Abduktion mit der Anteversion verglichen werde. Sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass der Supraspinatus zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion entspreche, da beides Abduktoren seien. Verein facht ausgedrückt bedeute Abduktion den Arm vom Körper seitlich abzuspreizen, während Anteversion bedeute, den Arm nach vorne anzuheben. Somit seien die Aussagen bezüglich der Armabduktion von Prof. Dr. C.___ richtig, jedoch habe sie in ihrer Beurteilung nicht die Abduktion, sondern die Anteversion beschrie ben. In Zusammenschau der vorliegenden Aktenlage halte sie an ihrer Stellung nahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur über wiegend wahrscheinlich auf eine Abnutzung zurückzuführen bzw. degenera tiver Natur sei (S. 2). 4. 4.1 4.1.1 Laut Sachverhaltsschilderung in der Schadenmeldung vom 17. November 2021 (E. 3.1.1) - es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese selbst ausgefüllt hat («ich»-Form) - und im Fragebogen vom 25. November 2021 (E. 3.1.2) hat dieser beim Aufheben (Hochheben) einer Kiste auf Kopfhöhe, wobei es ihn nach links zog, einen Schmerz in der linken Schulter verspürt, sodass er die hochzuhebende Kiste fallen liess. Demgemäss zog sich der Beschwerdeführer die Beschwerden beim Hochheben zu. Bei einem Telefonat rund drei Monate später passte er dann sein e Sachverhaltsschilderung so an, dass er in seinem Lager auf einer Leiter stehend ein bananenschachtelgrosses Pak e t von ca. 20-25 kg verschieben wollte, welches sich auf einem Regal befand, wobei dieses nach links gerutscht sei, runterzufallen drohte und er dann versuchte habe, dieses mit gestreckten Armen aufzufangen, was ihm nicht gelungen sei (E. 3.1.3). Bei d er letzten Schilderung, welche der Beschwerdeführer vertreten durch seine Rechts schutzversicherung bei der Eingabe am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) bestätigte, handelt es sich nicht um eine Präzisierung der ursprünglichen Aussage, sondern vielmehr um eine Änderung der Sachverhaltsschilderung w eg von einem Hochheben, hin zu einem Verschieben, allenfalls gar reflexartigen Nachfassen. Dazu ist festzuhalten, dass die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts praxisgemäss in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab stellen, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können ( BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis ). G rund sätzlich ist demnach also von einem Hochheben einer Kiste /eines Paketes als massgebliche m Geschehensablauf auszugehen. Eine erneute Befragung des Beschwerdeführers zum Hergang vom 11. November 2021 - wie beschwerdeweise beantragt (Urk. 1 S. 2) - erweist sich als nicht notwendig. So liegt das besagte Ereignis bereits rund zwei einhalb Jahre zurück. Gerade in Anbetracht der verstrichenen Zeit wäre n von einer Befragung keine neuen, über die von ihm bereits getätigten Angaben hinausgehenden, präzisere n Antworten zu erwarten. Mit den zeitnahen Sachverha l tswiedergabe n im Anmel deformular und im Fragebogen zur ausführlichen Schilderung zum Geschehens ablauf sowie dem folgenden Telefonat hat er zudem bereits hinreichend die Möglichkeit wahrgenommen, sich zu den Umständen zu äussern. Wie die folgenden Ausführungen zeigen, spielt es vorliegend aber angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch keine Rolle, ob nun von einem Auf heben (Hochheben) auf Kopfhöhe, einem Verschieben oder gar einem reflex artigen Nachfassen einer Kiste/eines Pakets ausgegangen wird. 4.1.2 Der für die Erfüllung des Unfallbegriffs im Rechtssinne notwendige äussere Faktor kann vorliegend nur in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Eine solche liegt dann vor, wenn der Bewegungsablauf durch eine gewisse Programm widrigkeit, wie Stolpern, Ausgleiten oder Anstossen gestört wird, was aber vom Beschwerdeführer im Fragebogen zum U n fallvorgang am 25. November 2021 (E. 3.1.2) ausdrücklich verneint wurde. Ebenso wenig gab er etwa an, auf der Leiter aus dem Gleichgewicht gekommen oder runtergefallen zu sein. Bei gewissen typischen Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folgen von Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Verände rungen eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten können - wie dies insbesondere auch bei der vorliegenden Ruptur der Supraspinatussehne der Fall ist (vgl. E. 3.2.2) -, muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders deutlich erfüllt beziehungsweise die Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, das heisst für Schädigungen infolge einer im Körper innern vor sich gehenden Krafteinwirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen entweder die Folge einer bestimmten sinn fälligen Überanstrengung sein oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Die Ungewöhnlichkeit ist etwa zu bejahen, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer Schädigung führt. Es ist jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlicher Art war ( Urteil des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4.2 ). Auch eine Nachfassbewegung ist als solche weder ungewöhnlich noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Stu r z vergleichbarer Weise geeig ne t, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig ausgeführt wurde ( Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.1.3 Das Aufheben oder Verschieben eines Pakets auf einem Regal oder auch das reflexartige Nachfassen bei einem fallenden Paket stell en damit keinen ausser gewöhnlichen schädigenden äusseren Faktor dar. Ein solcher könnte daher nur in einer Überanstrengung bestehen, welche beim Aufheben oder Verschieben der Kiste/ des Paketes oder dem geltend gemachten reflexartigen Auffangversuch eingetreten sein könnte. Beim Aufheben, Verschieben oder Auffangen stellt die Rechtsprechung in aller Regel entscheidend auf die beteiligten Gewichte ab. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers dürfte die Kiste/ das Paket zwischen 20 und 25 kg schwer gewesen sein (E. 3.1.3). Damit kann a ngesichts der bundes gerichtlichen Rechtsprechung nicht von einer ungewöhnlichen Überanstrengung gesprochen werden, welche diese bei Gewichten von 25-30 kg (Nachfassen bei einer abrutschenden Vakuumstufe) oder 60 kg (Heben eines Papierstapels und reflexartiges Nachfassen, als dieser in sich zusammenfallen drohte) und gar bei Gewichten von 100 kg (Nachfassen bei einem weggleitenden Radiator) verneint hat (vgl. dazu etwa die Urteile des vormaligen Eidgenössischen Versicherungs gericht s U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 2.1 sowie E. 3.4 und U 144/06 vom 23. Mai 2006 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweise n sowie das Urteil des Bundes gerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4 ; vgl. auch Kieser, ATSG- Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 56 f. zu Art. 4 ). Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass es sich der Beschwerdeführer als Dachdecker gewohnt war, Gewichte in dieser Grössenordnung zu tragen und in die Höhe zu heben. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Unfall begriff nicht erfüllt ist. 4.2 Die mittels Bildgebung vom 25. November 2021 (E. 3.2.1) festgestellte trans murale Ruptur der Supraspinatussehne, welche am 2. November 2022 operativ saniert wurde ( E. 3.2.4 ), fällt unter die in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgelisteten Körperschädigungen im Sinne von Sehnenverletzungen ( lit. f), wie dies auch von Kreisärztin Dr. A.___ ausdrücklich anerkannt wurde (E. 3.2.7). Demnach muss die Behandlung vom Unfallversicherer übernommen werden, sofern nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, dass die Körperschädigungen zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen sind (vgl. vorstehend E. 1.2). 4.3 4.3.1 Die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. A.___ (E. 3. 2.2., E. 3.2.6-8 und E. 3.2.10 ) stehen den Beurteilungen der behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ (E. 3. 2.3, E. 3.2.5 und E. 3. 2.9 ) in Bezug auf die Frage, ob die transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend auf Abnützung respektive Erkrankung zurückzuführen und damit degenerativer Natur oder im Gegensatz dazu traumatischer Natur ist, diametral entgegen. Sowohl Dr. A.___ als auch die behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ begründeten ihre Auffassungen für den medizinischen Laien nachvollziehbar, aber eben in gegensätzlicher Weise. Dr. A.___ erachtete die transmurale Ruptur der Supraspinatusseh n e als überwiegend degenerativ bedingt gestützt auf die wissenschaftliche Literatur, aufgrund der nicht vorhandenen Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Seh n e und der Supraspinatussehne (E. 3.2.6) und aufgrund des Vorliegen s der gleichen Prob lematik bei der rechten Schulter (E. 3.2.8). Sie erachtete das vorliegende Knochenmarködem als reaktive Folge von Abnutzung/Arthrose und deutete die vorliegende B u rsitis subacromialis als Hinweis für eine Überlastungs- bzw. Abnutzungsproblematik (E. 3.2.8 und E. 3.2.10). Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ war en dagegen dezidiert anderer Meinung und gingen von einer traumatische n Genese der Ruptur aus. Ihrer Ansicht nach sei die se mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, da die bildmorphologische Darstel lung (MRI vom 25. November 2021) zu einem traumatischen Ereignis mit begleitendem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen passe (E. 3.2.3) und im zum Sehnenriss angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacromialis) feststellbar gewesen sei en, was gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert werde (E. 3.2.5 und E. 3.2.9 ). Sie erachteten die Abwesenheit einer SLAP-Läsion nicht für ein Argument, welches automatisch gegen ein trauma tisches Geschehen sprechen würde (E. 3.2.9). Ebenso wenig würdig t en sie den Umstand, dass keine Kombinationsverletzung der Musculi delto i deus und supra spi na tus vorlag, als eindeutiges Zeichen gegen eine traumatische Genese (E. 3.2.9). Dieser Expertenstreit lässt sich mit Blick auf die vorliegenden Akten durch das erkennende Gericht nicht entscheiden. 4.3.2 Gemäss ständiger Praxis ist zwar auf eine kreisärztliche Einschätzung ohne Weiteres abzustellen, so lange keine Zweifel an ihrer Richtigkeit bestehen. Bestehen allerdings auch nur geringe Zweifel, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen beziehungsweise ist ein Gutachten einzuholen (E. 1. 3 ). Vorliegend bestehen aufgrund der konkreten und differenzierten Einwände der behandelnden Fachärzte solche Zweifel, weshalb die Beschwerdegegnerin ein externes medizi nisches Gutachten hätte einholen müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.3). 4.3.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Sache nicht spruchreif ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 (Urk. 2) ist demzufolge aufzuheben und die Sache zur Einholung eines ver sicherungsunabhängigen Gutachtens und anschliessendem neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemes sungskriterien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitauf wand und die Barauslagen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Partei entschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'050.60 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) entsprechend dem geltend gemachten, angemessenen Auf wand seiner Rechtsvertreterin (Urk. 22) zu bezahlen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache- entscheid vom 12. Mai 202 3 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä di gung von Fr. 3'050.60 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Suva - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubMüller

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2023.00099 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Sozialversicherungsrichterin Slavik Gerichtsschreiber Müller Urteil vom 11. April 2024 in Sac hen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1965, war als Dachdecker bei der Y.___ GmbH tätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-berufsunfällen versichert (vgl. Urk. 14 /1). Der Versicherte teilte der Suva mit Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 /1) mit, dass es ihn am 11. November 2021 beim Aufheben einer Kiste auf Kopfhöhe nach links gezogen habe, wobei er sich bemüht habe, die Kiste noch festzuhalten. Da habe er in seiner Schulter einen Schmerz verspürt und die Kiste fallen lassen. Dabei habe er sich die linke Schulter verrenkt. Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Radiologie und für Allgemeine Medizin, führte in ihrem Bericht vom 25. November 2021 (Urk. 14 / 21 ) zum MRI der linken Schulter vom gleichen Tag aus, es seien ein e kurzstreckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspin a tussehn e, eine partiell abgehobene Supraspinatussehne unter Einbezug von Infraspinatus-Anteilen weiter dorsal, eine Bursitis subacromialis, eine AC-Gelenksarthrose und Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder feststellbar. Am 3. Dezember 2021 (Urk. 14/1 2 ) anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht. In der Folge tätigte sie medizinische Abklärungen und holte unter anderem bei Kreisärztin Dr. med. A.___, Fach ä rzt in für Chirurgie, wiederholt Stellung nahme n ein (Urk. 14/3 5, Urk. 14/131, Urk. 14/133 und Urk. 14/136 ). Nach der ersten Stellungnahme von Dr. A.___ vom 1. März 2023 (Urk. 14/35) teilte die Suva dem Versicherten am 23. März 2023 (Urk. 14/46) mit, dass die Leistungs zusage vom 3. Dezember 2021 unrichtig gewesen sei, da vorliegend weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vorliege, weshalb die Leistungen per 6. April 2022 eingestellt würden. Dagegen wandte der Versicherte am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) ein, dass der Unfallbegriff erfüllt sei und, falls die Suva dies verneinen würde, zumindest eine unfallähnliche Körperschädigung vor liege. Mit Verfügung vom 23. September 2022 (Urk. 14/94) forderte die Suva vom Versicherten die vom 11. November bis 19. Dezember 2021 erbrachten Taggeldleistungen zurück. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 2 S. 3 oben Ziff. I). 1.2 Mit Verfügung vom 12. Oktober 20 22 (Urk. 14 / 100 ) verneinte die Suva das Vorliegen eines Unfalls und einer unfallähnlichen Körperschädigung, stellte die Heilungskostenleistungen per 6. April 2022 ein und verwies für die Taggeld leistungen auf die Verfügung vom 23. September 2022. Der Versicherte wurde a m 2. November 2022 an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert (Urk. 14/112). Die am 10. November 2022 (Urk. 14/108 ) gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2022 erhobene Einsprache (vgl. auch die Einspracheergän zungen vom 9. Dezember 2022 [Urk. 14/119] und vom 25. Januar 2023 [Urk. 14/125]) wies die Suva mit Entscheid vom 12. Mai 202 3 ab (Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 erhob der Versicherte am 13. Juni 202 3 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, dieser und die Verfügung vom 12. Oktober 202 2 sei en aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. November 2021 die gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen (u.a. Heilbehandlung, u.a. i m Zusammenhang mit der Schulteroperation vom 2. November 2022, Taggelder, eventuell später Rente und Integritätsentschädigung ) ; eventualiter sei en der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 und die Verfügung vom 12. Oktober 2022 in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu ändern und die Sache zu ergänzenden Abklärungen des Unfallsachverhaltes und/oder medizinischen Begutachtung und anschliessendem neuen Entscheid über den Leistungsanspruch per 7. April 2022 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner beantragte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, er sei durch das Gericht zum Unfallhergang zu befragen, es sei die Möglichkeit zur Beschwerdeergänzung nach Abschluss der aktuellen medizinischen Abklärungen einzuräumen und/oder ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sowie, es sei zur Klärung der strittigen Sachverhaltsfragen eine medizinische Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen (S. 2). Mit Beschwerdeergänzung vom 7. Juli 2023 (Urk. 7) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (S. 2 oben) und reichte einen Bericht der Klinik B.___ vom 4. Juli 2023 (Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 (Urk. 1 2 ) auf Abweisung der Beschwerde und reichte einen Radiology Report über ein MRI der rechten Schulter vom 24. Januar 2019 (Urk. 13) ein. Replicando hielt der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2023 (Urk. 20 ) an seinen Anträgen fest und reichte diverse Unterlagen ein (Urk. 21/1-3). Mit Duplik vom 19. Januar 2024 (Urk. 25) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung fest, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2024 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) werden Versicherungsleistungen des Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nicht be rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Unfallversicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführten Körperschädigungen ( Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelen ken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Band läsionen, Trommelfellverletzungen ), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körper schä digung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBl 2014 7922 7934 f.). Damit der Entlas tungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärzt liche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich we itere Abklärungen erübrigen (E. 8.6 ; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_52/2023 vom 6. Juli 2023 E. 2.2 und 8C_25/2023 vom 26. April 2023 E. 2.3 ). 1.3 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver siche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan genheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, dass sich am 11. November 202 1 kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ereignet habe und, dass - gestützt auf die kreisärztlichen Stellungnahmen von Dr. A.___ - mit der Teilruptur der Supraspinatussehne bzw. der Rotato renmanschette der linken Schulter zwar eine Listendiagnose gegeben, diese aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ er Natur sei (vgl. auch die Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 [Urk. 12 S. 4-10] und die Duplik vom 19. Januar 2024 [Urk. 25 ]). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, es handle sich beim Ereignis vom 11. November 202 1 um einen Unfall. Allenfalls seien diesbezüglich ergänzende Abklärungen zu tätigen (S. 5-8 ; vgl. dazu auch die Replik vom 19. Dezember 2023 [Urk. 20] ). Gemäss den Behandlern sei eine traumatische Ursache des Sehnenrisses überwiegend wahr scheinlich. An der diametral entgegenstehenden kreisärztlichen Beurteilung bestünden zumindest geringe Zweifel (S. 8-10; vgl. dazu auch die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juli 2023 [ Urk. 7 S. 2 f. ] ). Zudem handle es sich um eine unzulässige Leistungseinstellung. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt gehabt. In der angefochtenen Verfügung werde denn auch erst mit Wirkung ab 7. April 2022 ein Anspruch auf Heilungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. November 2021 verneint. Inwiefern sich die gesundheitliche Situation ab 7. April 2022 gebessert habe, sei nicht ersichtlich (S. 11). 3. 3.1 3.1.1 In der Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 / 1 ) notierte der Beschwerdeführer zum Sachverhalt : «Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich den Schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». 3.1.2 Im Fragebogen zum Ereignis beantwortete der Beschwerdeführer die Frage zur ausführlichen Schilderung des Vorfalles am 25. November 20 21 (Urk. 14 / 8 ) fol gen dermassen: « Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». Die Frage, ob sich dabei etwas Besondere s (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen, usw.) ereignet e, verneinte der Beschwerdeführer. 3.1.3 In einer versicherungsinternen Notiz über ein Telefonat vom 28. Februar 20 22 (Urk. 14 / 3 2) hielt die zuständige Sachbearbeiterin fest, der Beschwerdeführer habe zum Hergang folgende Angaben gemacht : « In meinem Lager wollte ich ein Paket etwas verschieben. Das Paket hatte in etwa d ie G rösse einer Bananen schachtel und wog ca. 20-25 kg, genau weiss ich das aber nicht. Die Schachtel war oben im Regal, ich muss mich auf der Leiter etwas strecken um dahin zu gelangen. Das Paket ist etwas nach links gerutscht und drohte, runterzufallen. Ich habe, ich glaube mit gestreckten Armen, versucht, das Paket aufzufangen. Leider ist mir das nicht gelungen und die Schachtel fiel runter ». 3.2 3.2. 1 Dr. Z.___ führte zu m MRI der linken Schulter vom 2 5. November 2021 (Urk. 14 / 6 ) aus, es sei kein Gelenkserguss im Schultergelenk feststellbar, aber Flüssigkeit in der Bursa subacromialis, eine kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne ventral und partiell vom Tuberculum majus abgehobene Unterfläche weiter dorsal; hier unter Einbezug von Infraspinatus a nteilen mit konsekutiv etwas ausgedünnter Supraspinatussehne. Die Muskelqualität des Supraspinatus sei aber gut. Die restliche Rotatorenmanschette stelle sich intakt mit guter Muskelqualität dar. Die lange Bizepssehne verlaufe korrekt im Sulcus bicipitalis. Soweit ohne intraartikulären Kontrast zu beurteilen, bestehe ein intakter Bizepsanker. Erkennbar sei eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit etwas Gelenkserguss, subchondralen Zysten vor allem am Akromion und deutlicher Kapselschwellung. Ebenso feststellbar seien ein bogenförmiges Akromion sowie im T1 ein reduziertes Signal im freien Intervall. Es bestünden Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder. 3.2. 2 Kreisärztin Dr. A.___ hielt in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2022 (Urk. 14/35 ) fest, es liege eine Körperschädigung vor, die vorwiegend auf Abnüt zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. In der vorliegenden bildgebenden Diagnostik ( MRI der Schulter links vom 25. November 2021 ) werde eine kurz streckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspinatussehne beschrieben bei deutlicher AC-Gelenksarthrose. In der wissenschaftlichen Literatur sei es unbe stritten und mit einer 2019 veröffentlichten Arbeit von L ä dermann und Mitar beiter n bestätigt worden, dass die meisten Läsionen der Rotatorenman schette auf der Grundlage degenerativer Veränderungen entstünden und diese ebenso bei beschwerdefreien Personen festzustellen seien. Mit den Leitlinien Rotatorenman schette der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizini schen Fachge sell schaft AWMF würden als Ursache einer Läsion neben einem geeigneten akuten Trauma extrinsische und intrinsische Tendinopathien, repe titive Mikro traumen, medikamentöse toxische Einwirkungen, Infektionen, Bestrahlung, Injek tionen und Rauchen angegeben. Das heiss e, bis auf die akute Gewaltein wirkung, also dem erklärenden Trauma, entsprächen alle übrigen möglichen Ursachen einer vorwiegend auf Abnutzung oder Erkrankung zurück zuführenden Genese. In Zusammenschau der vorliegenden Literatur sei die vorliegende kurz streckige transmurale Ruptur vorwiegend auf Abnutzung/ Erkran kung zurückzu führen und nicht als Listendiagnose zu werten, da sich Rotatorenmanschetten läsionen entweder traumatisch auf dem Boden adäquater Unfallereignisse entwickeln oder auf dem Boden einer degenerativen Genese entstünden. Ent spre chend vorliegender bildgebender Diagnostik ( MRI Schulter links vom 25. Novem ber 2021 ) liege keine Listendiagnose vor. Es sei kein ossärer, liga men tärer oder durchgehender Sehnenriss oder Muskelriss/-zerrung nach weisbar (S. 1). 3.2. 3 Prof. Dr. med. C.___ und pract. med. D.___ von der Abteilung für Schulter- und Ellbogenchirurgie von der Klinik B.___ führten am 7. Juni 2022 (Urk. 14/66/3-5) aus, gestützt auf die MRI-Bildgebung vom 25. November 2021 der linken Schulter in der Praxis Dr. Z.___ lasse sich der Nachweis einer transmuralen Verletzung der Supraspinatussehne erbringen. Es zeige sich eine deutliche Kontrastmittel-Unterminierung im Sehnenverlauf. Die im MRI darge stellte transmurale Ruptur der ventralen Supraspinatussehne sei mit überwie gender Wahrscheinlichkeit traumatischer Natur. Diesbezüglich bestehe eine klare Patientenanamnese mit einem zuzuordnenden Verhebetrauma. Auch die bild morphologische Darstellung passe zu einem traumatischen Ereignis mit beglei tetem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen. 3.2. 4 Am 2. November 2022 wurde der Beschwerdeführer an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert ( Schulterarthroskopie mit Rotatorenmanschetten -Rekonstruktion und subpectoraler LBS- Tenodese, Akromioplastik und ACG-Co- Planening ; vgl. Operationsbericht vom 3. November 2022; Urk. 14/112). Prof. Dr. C.___ und pract. med. D.___ notierten im Operationsbericht, g lenohumeral seien regelrechte Knorpelüberzüge feststellbar. A usser einem m ä ssigen chondral Print Sign seien hier keine degenerativen Veränderungen dokumentierbar. Die l ange Bizepssehne sei mit regelrechtem Ansatz. Es bestehe keine SLAP-Läsion. Der Sehnenverlauf sei nicht tendinopathisch verändert. I m Pulley -Bereich sei er medial intakt, lateral jedoch vollständig gerissen. D amit bestehe eine Bizeps sehneninstabilität. Die Subscapularis-Sehne sei unauffällig mit regelrechter Insertion. Bei der Supraspinatussehne sei eine transmurale Komplettruptur vom ventralen bis dorsalen Drittel mit mini m er Retraktion feststellbar. Die I nfraspi natussehne und Teres minor würden regelrecht inserieren. Der i nferiore Rezessus, das posteriore Labrum, das inferiore Labrum und das anteriore Labrum seien unauffällig (S. 2). 3.2. 5 In ihrem Schreiben «Versicherungsbericht vom 22.11.2022» vom 12. Dezember 2022 (Urk. 14/126) notierten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___, im MRI vom 25. November 202 1 sei der Sehneneinriss eindeutig zu erkennen. Zusätzlich ersch ienen im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacro mialis). Insgesamt sei damit festzuhalten, dass eine Traumaanamnese eindeutig bestehe. Zudem habe eine zeitnahe und präzise Diagnostik mittels MRI-Schnitt bildgebung stattgefunden. Hierbei sei eine Sehnenverletzung mit akuter Genese bei umgebende m Knochenödem und Flüssigkeitssaum in der Bursa zu identi fizieren. Diese bereits früh und eindeutig diagnostizierte Sehnenruptur habe im Verlauf unter versuchter konservativer Therapie leider eine Rupturprogredienz gezeigt, hierzu liege ein Verlaufs-MRI vom 4. Oktober 2022 vor. Daraufhin hätten sie die Indikation für ein operatives Vorgehen gestellt, welches am 2. November 2022 planmässig durchgeführt worden sei. Bei Patientenalter unter 60 Jahren, eindeutiger Traumaanamnese und gut dokumentiertem Verlauf sei es aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, warum nachträglich die Einschätzung durch den Unfallversicherer revidiert worden sei. Ihrer medizinischen Einschätzung nach sei die Sehnenverletzung mit der erfolgten Körperschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallereignis zuzuschreiben. 3.2.6 In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 3. April 2023 (Urk. 14/131) hielt Kreisärztin Dr. A.___ an ihrer Einschätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) fest, dass die vorliegende kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne keinem durchgehenden Sehnenriss/ keiner durchgehende n Supraspinatussehnenruptur ent spreche und somit formal nicht als Listendiagnose beurteilt werden könne. Zweitens sei intraoperativ im Operationsbericht vom 2. November 2022 (E. 3.2.4) keine SLAP II - bzw. SLAP IV-Läsion dokumentiert worden, bei welcher eine erneute Beurteilung einer Listendiagnose in Betracht gezogen hätte werden müssen. Ob eine Listendiagnose zu überprüfen sei bzw. die Unfallkausalität, obliege der Einschätzung der Administration. Gemäss Ereignisschilderung sei es beim Anheben einer Kiste über Kopf zu Schmerzen in der Schulter gekommen. Für das Anheben der Arme nach vorne Anteversion/über Kopf seien folgende Muskeln hauptsächlich beteiligt: Musculus deltoideus pars clavicularis, Musculus coracobrachialis, Musculus biceps brachii, Musculus pectoralis major, sodass bei dem angegebenen Vorgang in erster Linie in diesen Muskeln eine Muskel zerrung/ ein Muskel riss hätte entstehen müssen. Nur wenn eine Kombinations verletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Sehne und der Supra spinatussehne gegeben wäre, könne eine tatsächliche traumatische Rotatoren ruptur erwartet werden, welche im vorliegenden Fall nicht vorliege, da der Musculus deltoideus in der vorliegenden Bildgebung (MRI vom 25. November 2021) völlig unauffällig sei (S. 2 f.). 3.2.7 Am 13. April 2023 (Urk. 14/133) notierte Kreisärztin Dr. A.___, nach noch maliger Durchsicht der vorliegenden medizinischen Akten und bildgebenden Diagnostik müsse sie ihre Eischätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) insofern revidieren, dass aufgrund der bildgebenden Diagnostik eine Teilruptur der Rotatorenmanschette /Supraspinatussehne vorliege und entsprechend formal eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG bestehe. Diese Sehnenveränderung sei vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen, wie sie am 1. März 2022 beurteilt und begründet habe. 3.2.8 Am 9. Mai 2023 (Urk. 14/136) hielt Kreisärztin Dr. A.___ auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin fest, aus ihrer Sicht sei die vorliegende transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Es liege nämlich in der vorliegenden bildgebenden Diagnostik (MRI der Schulter links vom 25. November 2021) auch eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit subchondralen Zysten und Kapselschwellung vor. Die Supraspinatussehne sch l iesse den Oberarmkopf flächig wie eine Manschette ein, liege unter dem knöchernen Schulterdach und zwischen zwei gegeneinander beweglichen Kno chen, sodass die Supraspinatussehne durch ihre eingeengte Lage am häufigsten von einer Degeneration/ einem Verschleiss durch das Impingementsyndrom betroffen sei. Durch die vorliegende deutliche AC-Gelenksarthrose im vorlie genden MRI der Schulter links vom 25. November 2021 liege sicherlich eine Impingementkonstellation bzw. eine Einengung des subakromialen Raums vor, welche zu einer verstärkten Reibung durch das Akromion am Schulterdach und zu einer Sehnenreizung und vorzeitigem Verschleiss der Sehne führe. Diese Konstellation werde auch untermauert durch die vorliegende Bursitis subacro mialis, welche in das pathognomonische Geschehen eingeschlossen sei. Des Weiteren zeigten epidemiologische Studien, dass die Prävalenz der kompletten Rotatorenmanschettenruptur signifikant mit zunehmendem Alter steige. Ent sprechend liege sie im 5. Lebensjahrzehnt etwa bei 13 % und im 6. Lebens jahrzehnt bei 30 %. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer im Bereich der rechten Schulter bereits 2019 die gleiche Problematik mit einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne bei im Vergleich des AC-Gelenks geringerem Arthrose -A usmass gehabt. In Zusammenschau, da in etwa an beiden Schulter gelenken eine gleiche/ähnliche Konstellation vorliege, könne man davon ausge hen, dass es sich überwiegend wahrscheinlich um eine degenerative, alters bedingte Veränderung handle (S. 1). Weiter notierte Dr. A.___ zu den Aussagen von Prof. Dr. C.___ vom 7. Juni und 12. Dezember 2022 («Zusätzlich erscheint im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise, sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne [ Bursa subacromialis ] » und «Auch die bildmorphologische Darstellung passt zu einem traumatischen Ereignis mit begleitetem Knochen ödem»), nach nochmaliger Durchsicht der bildgebenden Diagnostik Schulter links vom 25. November 2021 stelle sich ein begleitendes Knochenmarködem geringen Ausmasse s im Bereich des Humeruskopfs/Tuberculum majus dar sowie ausge prägt im Bereich des AC-Gelenks. Aus ihrer Sicht entspreche dies einem reaktiven Knochenmarködem, welches als Folge einer Abnutzung/Arthrose entstehe. Weshalb Prof. Dr. C.___ nur das leichte Knochenmarködem am Tuberculum majus erwähne, jedoch nicht das ausgeprägtere Knochenmarködem im Bereich der AC-Gelenksarthrose, sei nicht erklärbar. Der dargestellte Flüssigkeitssaum im Bereich der Bursa sei als Reizzustand anzusehen und komme häufig bei Überlastung infolge von ungewohnten, kraftintensiven sich wiederholenden Bewegungen vor oder bei Verschleiss. Ein Bone bruise sei eine Verletzung des Knochens, die durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel Sturz oder Anstossen an einem harten Gegenstand, entstehe. In der vorliegenden Her gangsschilderung werde weder ein Sturz noch ein Anschlagen der Schulter dokumentiert. Bei einem Knochenmarksödem liege eine vermehrte Flüssigkeits ansammlung im Knochen vor, welche in der Magnetresonanztomografie hell aufleuchte. Es gebe mehrere Arten von Knochenmarksödemen. Entsprechend könne nicht davon ausgegangen werden, dass jedes Knochenmarködem gleich bedeutend sei mit einer Traumafolge. Sondern es trete häufiger wegen andere r Faktoren auf (S. 2). Dr. A.___ schloss, in Zusammenschau halte sie an ihrer Stellungnahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur links überwiegend wahr scheinlich degenerativer Natur sei, da die Veränderungen an beiden Schulter gelenken vorkämen, eine deutliche AC-Gelenksarthrose links vorliege, welche zu einer Einengung des Subakromialraums führe, und das vorliegende Knochen marködem aus ihrer Sicht reaktiv als Folge von Abnutzung/Arthrose sei. Auch die vorliegende Bursitis subacromialis deute auf eine Überlastungs-/Abnut zungsproblematik hin (S. 3). 3.2. 9 In ihrer mit Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 4. Juli 202 3 (Urk. 8) führten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ aus, Dr. A.___ begründe ihre Ansicht mit einer deutlichen AC-Gelenksarthrose, subchondralen Zysten und einer Kapselschwellung im AC-Gelenk. Sie möchten diesbezüglich darauf hin weisen, dass die Supraspinatussehne nicht am AC-Gelenk ansetze, sondern Teil des glenohumeralen Gelenkes sei. Der aus ihrer Sicht einzige plausible Einwand wäre der eines ausgeprägten subklavikulären Osteophyten. Dieser sei weder in der Bildgebung vom 25. November 2021 noch in der Bildgebung vom 4. Oktober 2022 verifizierbar. Bezüglich der erwähnten Zeichen eines Flüssig keitssaums in der Bursa und einer Knochenmarködembildung / Bone Bruise - Bildung im Tuber culum majus sei festzuhalten, dass diese gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert seien, dennoch nicht exklusiv bei diesem aufträten. Sicherlich sei jedoch nicht bei Auftreten eines Bone Bruises oder einer ödematösen Bursa automatisch auf ein degeneratives Geschehen zu schliessen. Auch spreche die Abwesenheit einer S LAP- L äsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen. Letztlich sei die Annahme von Dr. A.___, dass eine rein isolierte Aktivierung des Musculus deltoideus, des Musculus coracobrachialis und Musculus biceps brachii sowie Musculus pectoralis major bei Arbeiten vor dem Körper und über der Horizontale n auszugehen sei, schlichtweg nicht korrekt. Der Musculus supraspinatus sei zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion, dies insbesondere in der Sca pula ebene, welche sich in ca. 30° im Vergleich zur Körperhorizontalen befinde. Die Angabe, dass nur bei eine r Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus und de m Musculus supraspinatus eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion vorliegen könne, sei nicht nachvollziehbar und unbegründet. Aus dem klinischen Alltag heraus könne berichtet werden, dass auch eine traumatische Rotatoren manschettenruptur in praktisch allen Fällen isoliert und ohne Begleitruptur des Musculus deltoideus vorliege. 3.2. 10 Nach Vorlage der Stellungnahme von Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ vom 4. Juli 2023 ( E. 3.2. 9 ) hielt Kreisärztin Dr. A.___ am 15. August 2023 (Urk. 14/152) fest, es sei ihr natürlich bewusst, dass der Musculus supraspinatus seinen Ursprung an der Fossa supraspinata /Fascia supraspinata habe und seinen Ansatz an der oberen Fazette des Tuberculum majus und nicht am AC-Gelenk s ans a tz, dies habe sie in keiner Beurteilung so beschrieben. Durch seinen Verlauf verlaufe der Musculus supraspinatus subakromial. Dies sei ein knöcherner Kanal zwischen Oberarmkopf und Schulterblatthöhe. Dabei könne es durch Entzündung des Gleitgewebes/Schleimbeutel s und bei Ausbildung einer AC-Gelenksarthrose zu einem Engpass in diesem Bereich kommen, welcher im zeitlichen Verlauf zur Schädigung der Supraspinatussehne führe. Im vorliegenden Fall hätten sich bereits bildmorphologisch im MRI der Schulter links vom 25. November 2021 eine Bursitis subacromialis sowie eine deutliche AC-Gelenks arthrose mit Kapselschwellung gezeigt, welche für eine Einengung des Subakro mialraums verantwortlich sei und im zeitlichen Verlauf zum vorliegenden Sehnenschaden an der Supraspinatussehne geführt habe. Von Seiten Prof. Dr. C.___ s wäre die Veränderung der Supraspinatussehne im Rahmen eines Engpasssyndroms nur bei einem ausgeprägten subklavikulären Osteophyten gegeben, dies entspreche nicht dem gängigen anatomischen/patho physio logischen Wissensstand. Hier werde eindeutig vermerkt, dass ein Engpass - Syn drom an der Schulter durch eine Bursitis, AC-Gelenksarthrose und Kapsel schwellung hervorgerufen werden könne (S. 1 f.). Weiter führte Dr. A.___ aus, sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass Knochen marksödembildungen / Bone bruise nicht exklusiv bei traumatischen Ereignissen aufträten, ebenso auch, dass eine ödematöse Bursitis nicht automatisch auf ein degeneratives Geschehen schliessen lasse. Jedoch im Gesamtkontext im vorlie genden Fall bleibe sie bei ihrer Einschätzung, dass das dargestellte Knochen marksödem sowie die ödematöse Bursaveränderung wahrscheinlich degenerativ bedingt seien. Auch stimme sie Prof. Dr. C.___ zu, dass das Fehlen einer SLAP-Läsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen spreche. Dies habe sie aber so auch nicht behauptet. Prof. Dr. C.___ nehme nochmal s Bezug auf ihre Beurteilung vom 3. April 2023, wobei hier von zwei unterschiedlichen Sachverhalten ausgegangen werde. Sie habe das Bewegungsausmass der Ante version beschrieben, da der Beschwerdeführer ja eine Tätigkeit über Kopfhöhe absolvier t hab e, während Prof. Dr. C.___ den Bewegungsablauf einer Abduktion in den Vordergrund stelle und somit die Abduktion mit der Anteversion verglichen werde. Sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass der Supraspinatus zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion entspreche, da beides Abduktoren seien. Verein facht ausgedrückt bedeute Abduktion den Arm vom Körper seitlich abzuspreizen, während Anteversion bedeute, den Arm nach vorne anzuheben. Somit seien die Aussagen bezüglich der Armabduktion von Prof. Dr. C.___ richtig, jedoch habe sie in ihrer Beurteilung nicht die Abduktion, sondern die Anteversion beschrie ben. In Zusammenschau der vorliegenden Aktenlage halte sie an ihrer Stellung nahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur über wiegend wahrscheinlich auf eine Abnutzung zurückzuführen bzw. degenera tiver Natur sei (S. 2). 4. 4.1 4.1.1 Laut Sachverhaltsschilderung in der Schadenmeldung vom 17. November 2021 (E. 3.1.1) - es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese selbst ausgefüllt hat («ich»-Form) - und im Fragebogen vom 25. November 2021 (E. 3.1.2) hat dieser beim Aufheben (Hochheben) einer Kiste auf Kopfhöhe, wobei es ihn nach links zog, einen Schmerz in der linken Schulter verspürt, sodass er die hochzuhebende Kiste fallen liess. Demgemäss zog sich der Beschwerdeführer die Beschwerden beim Hochheben zu. Bei einem Telefonat rund drei Monate später passte er dann sein e Sachverhaltsschilderung so an, dass er in seinem Lager auf einer Leiter stehend ein bananenschachtelgrosses Pak e t von ca. 20-25 kg verschieben wollte, welches sich auf einem Regal befand, wobei dieses nach links gerutscht sei, runterzufallen drohte und er dann versuchte habe, dieses mit gestreckten Armen aufzufangen, was ihm nicht gelungen sei (E. 3.1.3). Bei d er letzten Schilderung, welche der Beschwerdeführer vertreten durch seine Rechts schutzversicherung bei der Eingabe am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) bestätigte, handelt es sich nicht um eine Präzisierung der ursprünglichen Aussage, sondern vielmehr um eine Änderung der Sachverhaltsschilderung w eg von einem Hochheben, hin zu einem Verschieben, allenfalls gar reflexartigen Nachfassen. Dazu ist festzuhalten, dass die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts praxisgemäss in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab stellen, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können ( BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis ). G rund sätzlich ist demnach also von einem Hochheben einer Kiste /eines Paketes als massgebliche m Geschehensablauf auszugehen. Eine erneute Befragung des Beschwerdeführers zum Hergang vom 11. November 2021 - wie beschwerdeweise beantragt (Urk. 1 S. 2) - erweist sich als nicht notwendig. So liegt das besagte Ereignis bereits rund zwei einhalb Jahre zurück. Gerade in Anbetracht der verstrichenen Zeit wäre n von einer Befragung keine neuen, über die von ihm bereits getätigten Angaben hinausgehenden, präzisere n Antworten zu erwarten. Mit den zeitnahen Sachverha l tswiedergabe n im Anmel deformular und im Fragebogen zur ausführlichen Schilderung zum Geschehens ablauf sowie dem folgenden Telefonat hat er zudem bereits hinreichend die Möglichkeit wahrgenommen, sich zu den Umständen zu äussern. Wie die folgenden Ausführungen zeigen, spielt es vorliegend aber angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch keine Rolle, ob nun von einem Auf heben (Hochheben) auf Kopfhöhe, einem Verschieben oder gar einem reflex artigen Nachfassen einer Kiste/eines Pakets ausgegangen wird. 4.1.2 Der für die Erfüllung des Unfallbegriffs im Rechtssinne notwendige äussere Faktor kann vorliegend nur in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Eine solche liegt dann vor, wenn der Bewegungsablauf durch eine gewisse Programm widrigkeit, wie Stolpern, Ausgleiten oder Anstossen gestört wird, was aber vom Beschwerdeführer im Fragebogen zum U n fallvorgang am 25. November 2021 (E. 3.1.2) ausdrücklich verneint wurde. Ebenso wenig gab er etwa an, auf der Leiter aus dem Gleichgewicht gekommen oder runtergefallen zu sein. Bei gewissen typischen Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folgen von Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Verände rungen eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten können - wie dies insbesondere auch bei der vorliegenden Ruptur der Supraspinatussehne der Fall ist (vgl. E. 3.2.2) -, muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders deutlich erfüllt beziehungsweise die Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, das heisst für Schädigungen infolge einer im Körper innern vor sich gehenden Krafteinwirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen entweder die Folge einer bestimmten sinn fälligen Überanstrengung sein oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Die Ungewöhnlichkeit ist etwa zu bejahen, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer Schädigung führt. Es ist jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlicher Art war ( Urteil des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4.2 ). Auch eine Nachfassbewegung ist als solche weder ungewöhnlich noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Stu r z vergleichbarer Weise geeig ne t, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig ausgeführt wurde ( Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.1.3 Das Aufheben oder Verschieben eines Pakets auf einem Regal oder auch das reflexartige Nachfassen bei einem fallenden Paket stell en damit keinen ausser gewöhnlichen schädigenden äusseren Faktor dar. Ein solcher könnte daher nur in einer Überanstrengung bestehen, welche beim Aufheben oder Verschieben der Kiste/ des Paketes oder dem geltend gemachten reflexartigen Auffangversuch eingetreten sein könnte. Beim Aufheben, Verschieben oder Auffangen stellt die Rechtsprechung in aller Regel entscheidend auf die beteiligten Gewichte ab. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers dürfte die Kiste/ das Paket zwischen 20 und 25 kg schwer gewesen sein (E. 3.1.3). Damit kann a ngesichts der bundes gerichtlichen Rechtsprechung nicht von einer ungewöhnlichen Überanstrengung gesprochen werden, welche diese bei Gewichten von 25-30 kg (Nachfassen bei einer abrutschenden Vakuumstufe) oder 60 kg (Heben eines Papierstapels und reflexartiges Nachfassen, als dieser in sich zusammenfallen drohte) und gar bei Gewichten von 100 kg (Nachfassen bei einem weggleitenden Radiator) verneint hat (vgl. dazu etwa die Urteile des vormaligen Eidgenössischen Versicherungs gericht s U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 2.1 sowie E. 3.4 und U 144/06 vom 23. Mai 2006 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweise n sowie das Urteil des Bundes gerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4 ; vgl. auch Kieser, ATSG- Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 56 f. zu Art. 4 ). Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass es sich der Beschwerdeführer als Dachdecker gewohnt war, Gewichte in dieser Grössenordnung zu tragen und in die Höhe zu heben. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Unfall begriff nicht erfüllt ist. 4.2 Die mittels Bildgebung vom 25. November 2021 (E. 3.2.1) festgestellte trans murale Ruptur der Supraspinatussehne, welche am 2. November 2022 operativ saniert wurde ( E. 3.2.4 ), fällt unter die in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgelisteten Körperschädigungen im Sinne von Sehnenverletzungen ( lit. f), wie dies auch von Kreisärztin Dr. A.___ ausdrücklich anerkannt wurde (E. 3.2.7). Demnach muss die Behandlung vom Unfallversicherer übernommen werden, sofern nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, dass die Körperschädigungen zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen sind (vgl. vorstehend E. 1.2). 4.3 4.3.1 Die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. A.___ (E. 3. 2.2., E. 3.2.6-8 und E. 3.2.10 ) stehen den Beurteilungen der behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ (E. 3. 2.3, E. 3.2.5 und E. 3. 2.9 ) in Bezug auf die Frage, ob die transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend auf Abnützung respektive Erkrankung zurückzuführen und damit degenerativer Natur oder im Gegensatz dazu traumatischer Natur ist, diametral entgegen. Sowohl Dr. A.___ als auch die behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ begründeten ihre Auffassungen für den medizinischen Laien nachvollziehbar, aber eben in gegensätzlicher Weise. Dr. A.___ erachtete die transmurale Ruptur der Supraspinatusseh n e als überwiegend degenerativ bedingt gestützt auf die wissenschaftliche Literatur, aufgrund der nicht vorhandenen Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Seh n e und der Supraspinatussehne (E. 3.2.6) und aufgrund des Vorliegen s der gleichen Prob lematik bei der rechten Schulter (E. 3.2.8). Sie erachtete das vorliegende Knochenmarködem als reaktive Folge von Abnutzung/Arthrose und deutete die vorliegende B u rsitis subacromialis als Hinweis für eine Überlastungs- bzw. Abnutzungsproblematik (E. 3.2.8 und E. 3.2.10). Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ war en dagegen dezidiert anderer Meinung und gingen von einer traumatische n Genese der Ruptur aus. Ihrer Ansicht nach sei die se mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, da die bildmorphologische Darstel lung (MRI vom 25. November 2021) zu einem traumatischen Ereignis mit begleitendem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen passe (E. 3.2.3) und im zum Sehnenriss angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacromialis) feststellbar gewesen sei en, was gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert werde (E. 3.2.5 und E. 3.2.9 ). Sie erachteten die Abwesenheit einer SLAP-Läsion nicht für ein Argument, welches automatisch gegen ein trauma tisches Geschehen sprechen würde (E. 3.2.9). Ebenso wenig würdig t en sie den Umstand, dass keine Kombinationsverletzung der Musculi delto i deus und supra spi na tus vorlag, als eindeutiges Zeichen gegen eine traumatische Genese (E. 3.2.9). Dieser Expertenstreit lässt sich mit Blick auf die vorliegenden Akten durch das erkennende Gericht nicht entscheiden. 4.3.2 Gemäss ständiger Praxis ist zwar auf eine kreisärztliche Einschätzung ohne Weiteres abzustellen, so lange keine Zweifel an ihrer Richtigkeit bestehen. Bestehen allerdings auch nur geringe Zweifel, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen beziehungsweise ist ein Gutachten einzuholen (E. 1. 3 ). Vorliegend bestehen aufgrund der konkreten und differenzierten Einwände der behandelnden Fachärzte solche Zweifel, weshalb die Beschwerdegegnerin ein externes medizi nisches Gutachten hätte einholen müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.3). 4.3.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Sache nicht spruchreif ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 (Urk. 2) ist demzufolge aufzuheben und die Sache zur Einholung eines ver sicherungsunabhängigen Gutachtens und anschliessendem neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemes sungskriterien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitauf wand und die Barauslagen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Partei entschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'050.60 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) entsprechend dem geltend gemachten, angemessenen Auf wand seiner Rechtsvertreterin (Urk. 22) zu bezahlen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache- entscheid vom 12. Mai 202 3 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä di gung von Fr. 3'050.60 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Suva - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubMüller

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2023.00099 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Sozialversicherungsrichterin Slavik Gerichtsschreiber Müller Urteil vom 11. April 2024

UV.2023.00099

UV.2023.00099

UV.2023.00099 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Sozialversicherungsrichterin Slavik Gerichtsschreiber Müller

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Sozialversicherungsrichterin Slavik Gerichtsschreiber Müller

Urteil vom 11. April 2024

Urteil vom 11. April 2024 in Sac hen

in Sac hen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz

vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz Sigg Schwarz Advokatur

Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur

Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen

gegen Suva

Suva Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1965, war als Dachdecker bei der Y.___ GmbH tätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-berufsunfällen versichert (vgl. Urk. 14 /1).

1.1 X.___, geboren 1965, war als Dachdecker bei der Y.___ GmbH tätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-berufsunfällen versichert (vgl. Urk. 14 /1). Der Versicherte teilte der Suva mit Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 /1) mit, dass es ihn am 11. November 2021 beim Aufheben einer Kiste auf Kopfhöhe nach links gezogen habe, wobei er sich bemüht habe, die Kiste noch festzuhalten. Da habe er in seiner Schulter einen Schmerz verspürt und die Kiste fallen lassen. Dabei habe er sich die linke Schulter verrenkt. Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Radiologie und für Allgemeine Medizin, führte in ihrem Bericht vom 25. November 2021 (Urk. 14 / 21 ) zum MRI der linken Schulter vom gleichen Tag aus, es seien ein e kurzstreckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspin a tussehn e, eine partiell abgehobene Supraspinatussehne unter Einbezug von Infraspinatus-Anteilen weiter dorsal, eine Bursitis subacromialis, eine AC-Gelenksarthrose und Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder feststellbar.

Der Versicherte teilte der Suva mit Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 /1) mit, dass es ihn am 11. November 2021 beim Aufheben einer Kiste auf Kopfhöhe nach links gezogen habe, wobei er sich bemüht habe, die Kiste noch festzuhalten. Da habe er in seiner Schulter einen Schmerz verspürt und die Kiste fallen lassen. Dabei habe er sich die linke Schulter verrenkt. Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Radiologie und für Allgemeine Medizin, führte in ihrem Bericht vom 25. November 2021 (Urk. 14 21 ) zum MRI der linken Schulter vom gleichen Tag aus, es seien ein e kurzstreckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspin a tussehn e, eine partiell abgehobene Supraspinatussehne unter Einbezug von Infraspinatus-Anteilen weiter dorsal, eine Bursitis subacromialis, eine AC-Gelenksarthrose und Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva frozen shoulder feststellbar. Am 3. Dezember 2021 (Urk. 14/1 2 ) anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht. In der Folge tätigte sie medizinische Abklärungen und holte unter anderem bei Kreisärztin Dr. med. A.___, Fach ä rzt in für Chirurgie, wiederholt Stellung nahme n ein (Urk. 14/3 5, Urk. 14/131, Urk. 14/133 und Urk. 14/136 ). Nach der ersten Stellungnahme von Dr. A.___ vom 1. März 2023 (Urk. 14/35) teilte die Suva dem Versicherten am 23. März 2023 (Urk. 14/46) mit, dass die Leistungs zusage vom 3. Dezember 2021 unrichtig gewesen sei, da vorliegend weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vorliege, weshalb die Leistungen per 6. April 2022 eingestellt würden. Dagegen wandte der Versicherte am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) ein, dass der Unfallbegriff erfüllt sei und, falls die Suva dies verneinen würde, zumindest eine unfallähnliche Körperschädigung vor liege. Mit Verfügung vom 23. September 2022 (Urk. 14/94) forderte die Suva vom Versicherten die vom 11. November bis 19. Dezember 2021 erbrachten Taggeldleistungen zurück. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 2 S. 3 oben Ziff. I).

Am 3. Dezember 2021 (Urk. 14/1 2 ) anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht. In der Folge tätigte sie medizinische Abklärungen und holte unter anderem bei Kreisärztin Dr. med. A.___, Fach ä rzt in für Chirurgie, wiederholt Stellung nahme n ein (Urk. 14/3 5, Urk. 14/131, Urk. 14/133 und Urk. 14/136 ). Nach der ersten Stellungnahme von Dr. A.___ vom 1. März 2023 (Urk. 14/35) teilte die Suva dem Versicherten am 23. März 2023 (Urk. 14/46) mit, dass die Leistungs zusage vom 3. Dezember 2021 unrichtig gewesen sei, da vorliegend weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vorliege, weshalb die Leistungen per 6. April 2022 eingestellt würden. Dagegen wandte der Versicherte am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) ein, dass der Unfallbegriff erfüllt sei und, falls die Suva dies verneinen würde, zumindest eine unfallähnliche Körperschädigung vor liege. Mit Verfügung vom 23. September 2022 (Urk. 14/94) forderte die Suva vom Versicherten die vom 11. November bis 19. Dezember 2021 erbrachten Taggeldleistungen zurück. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 2 S. 3 oben Ziff. I). 1.2 Mit Verfügung vom 12. Oktober 20 22 (Urk. 14 / 100 ) verneinte die Suva das Vorliegen eines Unfalls und einer unfallähnlichen Körperschädigung, stellte die Heilungskostenleistungen per 6. April 2022 ein und verwies für die Taggeld leistungen auf die Verfügung vom 23. September 2022. Der Versicherte wurde a m 2. November 2022 an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert (Urk. 14/112). Die am 10. November 2022 (Urk. 14/108 ) gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2022 erhobene Einsprache (vgl. auch die Einspracheergän zungen vom 9. Dezember 2022 [Urk. 14/119] und vom 25. Januar 2023 [Urk. 14/125]) wies die Suva mit Entscheid vom 12. Mai 202 3 ab (Urk. 2).

1.2 Mit Verfügung vom 12. Oktober 20 22 (Urk. 14 100 ) verneinte die Suva das Vorliegen eines Unfalls und einer unfallähnlichen Körperschädigung, stellte die Heilungskostenleistungen per 6. April 2022 ein und verwies für die Taggeld leistungen auf die Verfügung vom 23. September 2022. Der Versicherte wurde a m 2. November 2022 an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert (Urk. 14/112). Die am 10. November 2022 (Urk. 14/108 ) gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2022 erhobene Einsprache (vgl. auch die Einspracheergän zungen vom 9. Dezember 2022 [Urk. 14/119] und vom 25. Januar 2023 [Urk. 14/125]) wies die Suva mit Entscheid vom 12. Mai 202 3 ab (Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 erhob der Versicherte am 13. Juni 202 3 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, dieser und die Verfügung vom 12. Oktober 202 2 sei en aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. November 2021 die gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen (u.a. Heilbehandlung, u.a. i m Zusammenhang mit der Schulteroperation vom 2. November 2022, Taggelder, eventuell später Rente und Integritätsentschädigung ) ; eventualiter sei en der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 und die Verfügung vom 12. Oktober 2022 in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu ändern und die Sache zu ergänzenden Abklärungen des Unfallsachverhaltes und/oder medizinischen Begutachtung und anschliessendem neuen Entscheid über den Leistungsanspruch per 7. April 2022 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner beantragte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, er sei durch das Gericht zum Unfallhergang zu befragen, es sei die Möglichkeit zur Beschwerdeergänzung nach Abschluss der aktuellen medizinischen Abklärungen einzuräumen und/oder ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sowie, es sei zur Klärung der strittigen Sachverhaltsfragen eine medizinische Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen (S. 2). Mit Beschwerdeergänzung vom 7. Juli 2023 (Urk. 7) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (S. 2 oben) und reichte einen Bericht der Klinik B.___ vom 4. Juli 2023 (Urk. 8) ein.

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 erhob der Versicherte am 13. Juni 202 3 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, dieser und die Verfügung vom 12. Oktober 202 2 sei en aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. November 2021 die gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen (u.a. Heilbehandlung, u.a. i m Zusammenhang mit der Schulteroperation vom 2. November 2022, Taggelder, eventuell später Rente und Integritätsentschädigung ) ; eventualiter sei en der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 und die Verfügung vom 12. Oktober 2022 in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu ändern und die Sache zu ergänzenden Abklärungen des Unfallsachverhaltes und/oder medizinischen Begutachtung und anschliessendem neuen Entscheid über den Leistungsanspruch per 7. April 2022 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner beantragte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, er sei durch das Gericht zum Unfallhergang zu befragen, es sei die Möglichkeit zur Beschwerdeergänzung nach Abschluss der aktuellen medizinischen Abklärungen einzuräumen und/oder ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sowie, es sei zur Klärung der strittigen Sachverhaltsfragen eine medizinische Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen (S. 2). Mit Beschwerdeergänzung vom 7. Juli 2023 (Urk. 7) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (S. 2 oben) und reichte einen Bericht der Klinik B.___ vom 4. Juli 2023 (Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 (Urk. 1 2 ) auf Abweisung der Beschwerde und reichte einen Radiology Report über ein MRI der rechten Schulter vom 24. Januar 2019 (Urk. 13) ein. Replicando hielt der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2023 (Urk. 20 ) an seinen Anträgen fest und reichte diverse Unterlagen ein (Urk. 21/1-3). Mit Duplik vom 19. Januar 2024 (Urk. 25) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung fest, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2024 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde.

Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 (Urk. 1 2 ) auf Abweisung der Beschwerde und reichte einen Radiology Report über ein MRI der rechten Schulter vom 24. Januar 2019 (Urk. 13) ein. Replicando hielt der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2023 (Urk. 20 ) an seinen Anträgen fest und reichte diverse Unterlagen ein (Urk. 21/1-3). Mit Duplik vom 19. Januar 2024 (Urk. 25) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung fest, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2024 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) werden Versicherungsleistungen des Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nicht be rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) werden Versicherungsleistungen des Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nicht be rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Unfallversicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführten Körperschädigungen ( Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelen ken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Band läsionen, Trommelfellverletzungen ), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind.

1.2 Die Unfallversicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführten Körperschädigungen ( Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelen ken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Band läsionen, Trommelfellverletzungen ), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körper schä digung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBl 2014 7922 7934 f.). Damit der Entlas tungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärzt liche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich we itere Abklärungen erübrigen (E. 8.6 ; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_52/2023 vom 6. Juli 2023 E. 2.2 und 8C_25/2023 vom 26. April 2023 E. 2.3 ).

Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körper schä digung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBl 2014 7922 7934 f.). Damit der Entlas tungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärzt liche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich we itere Abklärungen erübrigen (E. 8.6 ; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_52/2023 vom 6. Juli 2023 E. 2.2 und 8C_25/2023 vom 26. April 2023 E. 2.3 ). 1.3 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver siche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan genheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

1.3 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver siche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan genheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, dass sich am 11. November 202 1 kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ereignet habe und, dass - gestützt auf die kreisärztlichen Stellungnahmen von Dr. A.___ - mit der Teilruptur der Supraspinatussehne bzw. der Rotato renmanschette der linken Schulter zwar eine Listendiagnose gegeben, diese aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ er Natur sei (vgl. auch die Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 [Urk. 12 S. 4-10] und die Duplik vom 19. Januar 2024 [Urk. 25 ]).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, dass sich am 11. November 202 1 kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ereignet habe und, dass - gestützt auf die kreisärztlichen Stellungnahmen von Dr. A.___ - mit der Teilruptur der Supraspinatussehne bzw. der Rotato renmanschette der linken Schulter zwar eine Listendiagnose gegeben, diese aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ er Natur sei (vgl. auch die Beschwerdeantwort vom 19. September 2023 [Urk. 12 S. 4-10] und die Duplik vom 19. Januar 2024 [Urk. 25 ]). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, es handle sich beim Ereignis vom 11. November 202 1 um einen Unfall. Allenfalls seien diesbezüglich ergänzende Abklärungen zu tätigen (S. 5-8 ; vgl. dazu auch die Replik vom 19. Dezember 2023 [Urk. 20] ). Gemäss den Behandlern sei eine traumatische Ursache des Sehnenrisses überwiegend wahr scheinlich. An der diametral entgegenstehenden kreisärztlichen Beurteilung bestünden zumindest geringe Zweifel (S. 8-10; vgl. dazu auch die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juli 2023 [ Urk. 7 S. 2 f. ] ). Zudem handle es sich um eine unzulässige Leistungseinstellung. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt gehabt. In der angefochtenen Verfügung werde denn auch erst mit Wirkung ab 7. April 2022 ein Anspruch auf Heilungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. November 2021 verneint. Inwiefern sich die gesundheitliche Situation ab 7. April 2022 gebessert habe, sei nicht ersichtlich (S. 11).

2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, es handle sich beim Ereignis vom 11. November 202 1 um einen Unfall. Allenfalls seien diesbezüglich ergänzende Abklärungen zu tätigen (S. 5-8 ; vgl. dazu auch die Replik vom 19. Dezember 2023 [Urk. 20] ). Gemäss den Behandlern sei eine traumatische Ursache des Sehnenrisses überwiegend wahr scheinlich. An der diametral entgegenstehenden kreisärztlichen Beurteilung bestünden zumindest geringe Zweifel (S. 8-10; vgl. dazu auch die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juli 2023 [ Urk. 7 S. 2 f. ] ). Zudem handle es sich um eine unzulässige Leistungseinstellung. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt gehabt. In der angefochtenen Verfügung werde denn auch erst mit Wirkung ab 7. April 2022 ein Anspruch auf Heilungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. November 2021 verneint. Inwiefern sich die gesundheitliche Situation ab 7. April 2022 gebessert habe, sei nicht ersichtlich (S. 11). 3.

3. 3.1

3.1 3.1.1 In der Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 / 1 ) notierte der Beschwerdeführer zum Sachverhalt : «Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich den Schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ».

3.1.1 In der Schadenmeldung UVG vom 17. November 20 21 (Urk. 14 1 ) notierte der Beschwerdeführer zum Sachverhalt : «Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich den Schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». 3.1.2 Im Fragebogen zum Ereignis beantwortete der Beschwerdeführer die Frage zur ausführlichen Schilderung des Vorfalles am 25. November 20 21 (Urk. 14 / 8 ) fol gen dermassen: « Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». Die Frage, ob sich dabei etwas Besondere s (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen, usw.) ereignet e, verneinte der Beschwerdeführer.

3.1.2 Im Fragebogen zum Ereignis beantwortete der Beschwerdeführer die Frage zur ausführlichen Schilderung des Vorfalles am 25. November 20 21 (Urk. 14 8 ) fol gen dermassen: « Beim aufheben einer Kiste bei Kopfhöhe, zog es mich nach links. Ich bemühte mich die Kiste noch festzuhalten, da spürte ich schmerz in meiner Schulter und liess die Kiste fallen ». Die Frage, ob sich dabei etwas Besondere s (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen, usw.) ereignet e, verneinte der Beschwerdeführer. 3.1.3 In einer versicherungsinternen Notiz über ein Telefonat vom 28. Februar 20 22 (Urk. 14 / 3 2) hielt die zuständige Sachbearbeiterin fest, der Beschwerdeführer habe zum Hergang folgende Angaben gemacht : « In meinem Lager wollte ich ein Paket etwas verschieben. Das Paket hatte in etwa d ie G rösse einer Bananen schachtel und wog ca. 20-25 kg, genau weiss ich das aber nicht. Die Schachtel war oben im Regal, ich muss mich auf der Leiter etwas strecken um dahin zu gelangen. Das Paket ist etwas nach links gerutscht und drohte, runterzufallen. Ich habe, ich glaube mit gestreckten Armen, versucht, das Paket aufzufangen. Leider ist mir das nicht gelungen und die Schachtel fiel runter ».

3.1.3 In einer versicherungsinternen Notiz über ein Telefonat vom 28. Februar 20 22 (Urk. 14 3 2) hielt die zuständige Sachbearbeiterin fest, der Beschwerdeführer habe zum Hergang folgende Angaben gemacht : « In meinem Lager wollte ich ein Paket etwas verschieben. Das Paket hatte in etwa d ie G rösse einer Bananen schachtel und wog ca. 20-25 kg, genau weiss ich das aber nicht. Die Schachtel war oben im Regal, ich muss mich auf der Leiter etwas strecken um dahin zu gelangen. Das Paket ist etwas nach links gerutscht und drohte, runterzufallen. Ich habe, ich glaube mit gestreckten Armen, versucht, das Paket aufzufangen. Leider ist mir das nicht gelungen und die Schachtel fiel runter ». 3.2

3.2 3.2. 1 Dr. Z.___ führte zu m MRI der linken Schulter vom 2 5. November 2021 (Urk. 14 / 6 ) aus, es sei kein Gelenkserguss im Schultergelenk feststellbar, aber Flüssigkeit in der Bursa subacromialis, eine kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne ventral und partiell vom Tuberculum majus abgehobene Unterfläche weiter dorsal; hier unter Einbezug von Infraspinatus a nteilen mit konsekutiv etwas ausgedünnter Supraspinatussehne. Die Muskelqualität des Supraspinatus sei aber gut. Die restliche Rotatorenmanschette stelle sich intakt mit guter Muskelqualität dar. Die lange Bizepssehne verlaufe korrekt im Sulcus bicipitalis. Soweit ohne intraartikulären Kontrast zu beurteilen, bestehe ein intakter Bizepsanker. Erkennbar sei eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit etwas Gelenkserguss, subchondralen Zysten vor allem am Akromion und deutlicher Kapselschwellung. Ebenso feststellbar seien ein bogenförmiges Akromion sowie im T1 ein reduziertes Signal im freien Intervall. Es bestünden Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva / frozen shoulder.

3.2. 1 Dr. Z.___ führte zu m MRI der linken Schulter vom 2 5. November 2021 (Urk. 14 6 ) aus, es sei kein Gelenkserguss im Schultergelenk feststellbar, aber Flüssigkeit in der Bursa subacromialis, eine kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne ventral und partiell vom Tuberculum majus abgehobene Unterfläche weiter dorsal; hier unter Einbezug von Infraspinatus a nteilen mit konsekutiv etwas ausgedünnter Supraspinatussehne. Die Muskelqualität des Supraspinatus sei aber gut. Die restliche Rotatorenmanschette stelle sich intakt mit guter Muskelqualität dar. Die lange Bizepssehne verlaufe korrekt im Sulcus bicipitalis. Soweit ohne intraartikulären Kontrast zu beurteilen, bestehe ein intakter Bizepsanker. Erkennbar sei eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit etwas Gelenkserguss, subchondralen Zysten vor allem am Akromion und deutlicher Kapselschwellung. Ebenso feststellbar seien ein bogenförmiges Akromion sowie im T1 ein reduziertes Signal im freien Intervall. Es bestünden Zeichen einer mindestens beginnenden Kapsulitis adhäsiva frozen shoulder. 3.2. 2 Kreisärztin Dr. A.___ hielt in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2022 (Urk. 14/35 ) fest, es liege eine Körperschädigung vor, die vorwiegend auf Abnüt zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. In der vorliegenden bildgebenden Diagnostik ( MRI der Schulter links vom 25. November 2021 ) werde eine kurz streckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspinatussehne beschrieben bei deutlicher AC-Gelenksarthrose. In der wissenschaftlichen Literatur sei es unbe stritten und mit einer 2019 veröffentlichten Arbeit von L ä dermann und Mitar beiter n bestätigt worden, dass die meisten Läsionen der Rotatorenman schette auf der Grundlage degenerativer Veränderungen entstünden und diese ebenso bei beschwerdefreien Personen festzustellen seien. Mit den Leitlinien Rotatorenman schette der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizini schen Fachge sell schaft AWMF würden als Ursache einer Läsion neben einem geeigneten akuten Trauma extrinsische und intrinsische Tendinopathien, repe titive Mikro traumen, medikamentöse toxische Einwirkungen, Infektionen, Bestrahlung, Injek tionen und Rauchen angegeben. Das heiss e, bis auf die akute Gewaltein wirkung, also dem erklärenden Trauma, entsprächen alle übrigen möglichen Ursachen einer vorwiegend auf Abnutzung oder Erkrankung zurück zuführenden Genese. In Zusammenschau der vorliegenden Literatur sei die vorliegende kurz streckige transmurale Ruptur vorwiegend auf Abnutzung/ Erkran kung zurückzu führen und nicht als Listendiagnose zu werten, da sich Rotatorenmanschetten läsionen entweder traumatisch auf dem Boden adäquater Unfallereignisse entwickeln oder auf dem Boden einer degenerativen Genese entstünden. Ent spre chend vorliegender bildgebender Diagnostik ( MRI Schulter links vom 25. Novem ber 2021 ) liege keine Listendiagnose vor. Es sei kein ossärer, liga men tärer oder durchgehender Sehnenriss oder Muskelriss/-zerrung nach weisbar (S. 1).

3.2. 2 Kreisärztin Dr. A.___ hielt in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2022 (Urk. 14/35 ) fest, es liege eine Körperschädigung vor, die vorwiegend auf Abnüt zung oder Erkrankung zurückzuführen sei. In der vorliegenden bildgebenden Diagnostik ( MRI der Schulter links vom 25. November 2021 ) werde eine kurz streckige transmurale Ruptur ventral in der Supraspinatussehne beschrieben bei deutlicher AC-Gelenksarthrose. In der wissenschaftlichen Literatur sei es unbe stritten und mit einer 2019 veröffentlichten Arbeit von L ä dermann und Mitar beiter n bestätigt worden, dass die meisten Läsionen der Rotatorenman schette auf der Grundlage degenerativer Veränderungen entstünden und diese ebenso bei beschwerdefreien Personen festzustellen seien. Mit den Leitlinien Rotatorenman schette der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizini schen Fachge sell schaft AWMF würden als Ursache einer Läsion neben einem geeigneten akuten Trauma extrinsische und intrinsische Tendinopathien, repe titive Mikro traumen, medikamentöse toxische Einwirkungen, Infektionen, Bestrahlung, Injek tionen und Rauchen angegeben. Das heiss e, bis auf die akute Gewaltein wirkung, also dem erklärenden Trauma, entsprächen alle übrigen möglichen Ursachen einer vorwiegend auf Abnutzung oder Erkrankung zurück zuführenden Genese. In Zusammenschau der vorliegenden Literatur sei die vorliegende kurz streckige transmurale Ruptur vorwiegend auf Abnutzung/ Erkran kung zurückzu führen und nicht als Listendiagnose zu werten, da sich Rotatorenmanschetten läsionen entweder traumatisch auf dem Boden adäquater Unfallereignisse entwickeln oder auf dem Boden einer degenerativen Genese entstünden. Ent spre chend vorliegender bildgebender Diagnostik ( MRI Schulter links vom 25. Novem ber 2021 ) liege keine Listendiagnose vor. Es sei kein ossärer, liga men tärer oder durchgehender Sehnenriss oder Muskelriss/-zerrung nach weisbar (S. 1). 3.2. 3 Prof. Dr. med. C.___ und pract. med. D.___ von der Abteilung für Schulter- und Ellbogenchirurgie von der Klinik B.___ führten am 7. Juni 2022 (Urk. 14/66/3-5) aus, gestützt auf die MRI-Bildgebung vom 25. November 2021 der linken Schulter in der Praxis Dr. Z.___ lasse sich der Nachweis einer transmuralen Verletzung der Supraspinatussehne erbringen. Es zeige sich eine deutliche Kontrastmittel-Unterminierung im Sehnenverlauf. Die im MRI darge stellte transmurale Ruptur der ventralen Supraspinatussehne sei mit überwie gender Wahrscheinlichkeit traumatischer Natur. Diesbezüglich bestehe eine klare Patientenanamnese mit einem zuzuordnenden Verhebetrauma. Auch die bild morphologische Darstellung passe zu einem traumatischen Ereignis mit beglei tetem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen.

3.2. 3 Prof. Dr. med. C.___ und pract. med. D.___ von der Abteilung für Schulter- und Ellbogenchirurgie von der Klinik B.___ führten am 7. Juni 2022 (Urk. 14/66/3-5) aus, gestützt auf die MRI-Bildgebung vom 25. November 2021 der linken Schulter in der Praxis Dr. Z.___ lasse sich der Nachweis einer transmuralen Verletzung der Supraspinatussehne erbringen. Es zeige sich eine deutliche Kontrastmittel-Unterminierung im Sehnenverlauf. Die im MRI darge stellte transmurale Ruptur der ventralen Supraspinatussehne sei mit überwie gender Wahrscheinlichkeit traumatischer Natur. Diesbezüglich bestehe eine klare Patientenanamnese mit einem zuzuordnenden Verhebetrauma. Auch die bild morphologische Darstellung passe zu einem traumatischen Ereignis mit beglei tetem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen. 3.2. 4 Am 2. November 2022 wurde der Beschwerdeführer an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert ( Schulterarthroskopie mit Rotatorenmanschetten -Rekonstruktion und subpectoraler LBS- Tenodese, Akromioplastik und ACG-Co- Planening ; vgl. Operationsbericht vom 3. November 2022; Urk. 14/112). Prof. Dr. C.___ und pract. med. D.___ notierten im Operationsbericht, g lenohumeral seien regelrechte Knorpelüberzüge feststellbar. A usser einem m ä ssigen chondral Print Sign seien hier keine degenerativen Veränderungen dokumentierbar. Die l ange Bizepssehne sei mit regelrechtem Ansatz. Es bestehe keine SLAP-Läsion. Der Sehnenverlauf sei nicht tendinopathisch verändert. I m Pulley -Bereich sei er medial intakt, lateral jedoch vollständig gerissen. D amit bestehe eine Bizeps sehneninstabilität. Die Subscapularis-Sehne sei unauffällig mit regelrechter Insertion. Bei der Supraspinatussehne sei eine transmurale Komplettruptur vom ventralen bis dorsalen Drittel mit mini m er Retraktion feststellbar. Die I nfraspi natussehne und Teres minor würden regelrecht inserieren. Der i nferiore Rezessus, das posteriore Labrum, das inferiore Labrum und das anteriore Labrum seien unauffällig (S. 2).

3.2. 4 Am 2. November 2022 wurde der Beschwerdeführer an der Klinik B.___ an der linken Schulter operiert ( Schulterarthroskopie mit Rotatorenmanschetten -Rekonstruktion und subpectoraler LBS- Tenodese, Akromioplastik und ACG-Co- Planening ; vgl. Operationsbericht vom 3. November 2022; Urk. 14/112). Prof. Dr. C.___ und pract. med. D.___ notierten im Operationsbericht, g lenohumeral seien regelrechte Knorpelüberzüge feststellbar. A usser einem m ä ssigen chondral Print Sign seien hier keine degenerativen Veränderungen dokumentierbar. Die l ange Bizepssehne sei mit regelrechtem Ansatz. Es bestehe keine SLAP-Läsion. Der Sehnenverlauf sei nicht tendinopathisch verändert. I m Pulley -Bereich sei er medial intakt, lateral jedoch vollständig gerissen. D amit bestehe eine Bizeps sehneninstabilität. Die Subscapularis-Sehne sei unauffällig mit regelrechter Insertion. Bei der Supraspinatussehne sei eine transmurale Komplettruptur vom ventralen bis dorsalen Drittel mit mini m er Retraktion feststellbar. Die I nfraspi natussehne und Teres minor würden regelrecht inserieren. Der i nferiore Rezessus, das posteriore Labrum, das inferiore Labrum und das anteriore Labrum seien unauffällig (S. 2). 3.2. 5 In ihrem Schreiben «Versicherungsbericht vom 22.11.2022» vom 12. Dezember 2022 (Urk. 14/126) notierten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___, im MRI vom 25. November 202 1 sei der Sehneneinriss eindeutig zu erkennen. Zusätzlich ersch ienen im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacro mialis). Insgesamt sei damit festzuhalten, dass eine Traumaanamnese eindeutig bestehe. Zudem habe eine zeitnahe und präzise Diagnostik mittels MRI-Schnitt bildgebung stattgefunden. Hierbei sei eine Sehnenverletzung mit akuter Genese bei umgebende m Knochenödem und Flüssigkeitssaum in der Bursa zu identi fizieren. Diese bereits früh und eindeutig diagnostizierte Sehnenruptur habe im Verlauf unter versuchter konservativer Therapie leider eine Rupturprogredienz gezeigt, hierzu liege ein Verlaufs-MRI vom 4. Oktober 2022 vor. Daraufhin hätten sie die Indikation für ein operatives Vorgehen gestellt, welches am 2. November 2022 planmässig durchgeführt worden sei. Bei Patientenalter unter 60 Jahren, eindeutiger Traumaanamnese und gut dokumentiertem Verlauf sei es aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, warum nachträglich die Einschätzung durch den Unfallversicherer revidiert worden sei. Ihrer medizinischen Einschätzung nach sei die Sehnenverletzung mit der erfolgten Körperschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallereignis zuzuschreiben.

3.2. 5 In ihrem Schreiben «Versicherungsbericht vom 22.11.2022» vom 12. Dezember 2022 (Urk. 14/126) notierten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___, im MRI vom 25. November 202 1 sei der Sehneneinriss eindeutig zu erkennen. Zusätzlich ersch ienen im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacro mialis). Insgesamt sei damit festzuhalten, dass eine Traumaanamnese eindeutig bestehe. Zudem habe eine zeitnahe und präzise Diagnostik mittels MRI-Schnitt bildgebung stattgefunden. Hierbei sei eine Sehnenverletzung mit akuter Genese bei umgebende m Knochenödem und Flüssigkeitssaum in der Bursa zu identi fizieren. Diese bereits früh und eindeutig diagnostizierte Sehnenruptur habe im Verlauf unter versuchter konservativer Therapie leider eine Rupturprogredienz gezeigt, hierzu liege ein Verlaufs-MRI vom 4. Oktober 2022 vor. Daraufhin hätten sie die Indikation für ein operatives Vorgehen gestellt, welches am 2. November 2022 planmässig durchgeführt worden sei. Bei Patientenalter unter 60 Jahren, eindeutiger Traumaanamnese und gut dokumentiertem Verlauf sei es aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, warum nachträglich die Einschätzung durch den Unfallversicherer revidiert worden sei. Ihrer medizinischen Einschätzung nach sei die Sehnenverletzung mit der erfolgten Körperschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallereignis zuzuschreiben. 3.2.6 In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 3. April 2023 (Urk. 14/131) hielt Kreisärztin Dr. A.___ an ihrer Einschätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) fest, dass die vorliegende kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne keinem durchgehenden Sehnenriss/ keiner durchgehende n Supraspinatussehnenruptur ent spreche und somit formal nicht als Listendiagnose beurteilt werden könne. Zweitens sei intraoperativ im Operationsbericht vom 2. November 2022 (E. 3.2.4) keine SLAP II - bzw. SLAP IV-Läsion dokumentiert worden, bei welcher eine erneute Beurteilung einer Listendiagnose in Betracht gezogen hätte werden müssen. Ob eine Listendiagnose zu überprüfen sei bzw. die Unfallkausalität, obliege der Einschätzung der Administration. Gemäss Ereignisschilderung sei es beim Anheben einer Kiste über Kopf zu Schmerzen in der Schulter gekommen. Für das Anheben der Arme nach vorne Anteversion/über Kopf seien folgende Muskeln hauptsächlich beteiligt: Musculus deltoideus pars clavicularis, Musculus coracobrachialis, Musculus biceps brachii, Musculus pectoralis major, sodass bei dem angegebenen Vorgang in erster Linie in diesen Muskeln eine Muskel zerrung/ ein Muskel riss hätte entstehen müssen. Nur wenn eine Kombinations verletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Sehne und der Supra spinatussehne gegeben wäre, könne eine tatsächliche traumatische Rotatoren ruptur erwartet werden, welche im vorliegenden Fall nicht vorliege, da der Musculus deltoideus in der vorliegenden Bildgebung (MRI vom 25. November 2021) völlig unauffällig sei (S. 2 f.).

3.2.6 In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 3. April 2023 (Urk. 14/131) hielt Kreisärztin Dr. A.___ an ihrer Einschätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) fest, dass die vorliegende kurzstreckige transmurale Ruptur der Supraspinatussehne keinem durchgehenden Sehnenriss/ keiner durchgehende n Supraspinatussehnenruptur ent spreche und somit formal nicht als Listendiagnose beurteilt werden könne. Zweitens sei intraoperativ im Operationsbericht vom 2. November 2022 (E. 3.2.4) keine SLAP II bzw. SLAP IV-Läsion dokumentiert worden, bei welcher eine erneute Beurteilung einer Listendiagnose in Betracht gezogen hätte werden müssen. Ob eine Listendiagnose zu überprüfen sei bzw. die Unfallkausalität, obliege der Einschätzung der Administration. Gemäss Ereignisschilderung sei es beim Anheben einer Kiste über Kopf zu Schmerzen in der Schulter gekommen. Für das Anheben der Arme nach vorne Anteversion/über Kopf seien folgende Muskeln hauptsächlich beteiligt: Musculus deltoideus pars clavicularis, Musculus coracobrachialis, Musculus biceps brachii, Musculus pectoralis major, sodass bei dem angegebenen Vorgang in erster Linie in diesen Muskeln eine Muskel zerrung/ ein Muskel riss hätte entstehen müssen. Nur wenn eine Kombinations verletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Sehne und der Supra spinatussehne gegeben wäre, könne eine tatsächliche traumatische Rotatoren ruptur erwartet werden, welche im vorliegenden Fall nicht vorliege, da der Musculus deltoideus in der vorliegenden Bildgebung (MRI vom 25. November 2021) völlig unauffällig sei (S. 2 f.). 3.2.7 Am 13. April 2023 (Urk. 14/133) notierte Kreisärztin Dr. A.___, nach noch maliger Durchsicht der vorliegenden medizinischen Akten und bildgebenden Diagnostik müsse sie ihre Eischätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) insofern revidieren, dass aufgrund der bildgebenden Diagnostik eine Teilruptur der Rotatorenmanschette /Supraspinatussehne vorliege und entsprechend formal eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG bestehe. Diese Sehnenveränderung sei vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen, wie sie am 1. März 2022 beurteilt und begründet habe.

3.2.7 Am 13. April 2023 (Urk. 14/133) notierte Kreisärztin Dr. A.___, nach noch maliger Durchsicht der vorliegenden medizinischen Akten und bildgebenden Diagnostik müsse sie ihre Eischätzung vom 1. März 2022 (E. 3.2.2) insofern revidieren, dass aufgrund der bildgebenden Diagnostik eine Teilruptur der Rotatorenmanschette /Supraspinatussehne vorliege und entsprechend formal eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG bestehe. Diese Sehnenveränderung sei vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen, wie sie am 1. März 2022 beurteilt und begründet habe. 3.2.8 Am 9. Mai 2023 (Urk. 14/136) hielt Kreisärztin Dr. A.___ auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin fest, aus ihrer Sicht sei die vorliegende transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Es liege nämlich in der vorliegenden bildgebenden Diagnostik (MRI der Schulter links vom 25. November 2021) auch eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit subchondralen Zysten und Kapselschwellung vor. Die Supraspinatussehne sch l iesse den Oberarmkopf flächig wie eine Manschette ein, liege unter dem knöchernen Schulterdach und zwischen zwei gegeneinander beweglichen Kno chen, sodass die Supraspinatussehne durch ihre eingeengte Lage am häufigsten von einer Degeneration/ einem Verschleiss durch das Impingementsyndrom betroffen sei. Durch die vorliegende deutliche AC-Gelenksarthrose im vorlie genden MRI der Schulter links vom 25. November 2021 liege sicherlich eine Impingementkonstellation bzw. eine Einengung des subakromialen Raums vor, welche zu einer verstärkten Reibung durch das Akromion am Schulterdach und zu einer Sehnenreizung und vorzeitigem Verschleiss der Sehne führe. Diese Konstellation werde auch untermauert durch die vorliegende Bursitis subacro mialis, welche in das pathognomonische Geschehen eingeschlossen sei. Des Weiteren zeigten epidemiologische Studien, dass die Prävalenz der kompletten Rotatorenmanschettenruptur signifikant mit zunehmendem Alter steige. Ent sprechend liege sie im 5. Lebensjahrzehnt etwa bei 13 % und im 6. Lebens jahrzehnt bei 30 %. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer im Bereich der rechten Schulter bereits 2019 die gleiche Problematik mit einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne bei im Vergleich des AC-Gelenks geringerem Arthrose -A usmass gehabt. In Zusammenschau, da in etwa an beiden Schulter gelenken eine gleiche/ähnliche Konstellation vorliege, könne man davon ausge hen, dass es sich überwiegend wahrscheinlich um eine degenerative, alters bedingte Veränderung handle (S. 1).

3.2.8 Am 9. Mai 2023 (Urk. 14/136) hielt Kreisärztin Dr. A.___ auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin fest, aus ihrer Sicht sei die vorliegende transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Es liege nämlich in der vorliegenden bildgebenden Diagnostik (MRI der Schulter links vom 25. November 2021) auch eine deutliche AC-Gelenksarthrose mit subchondralen Zysten und Kapselschwellung vor. Die Supraspinatussehne sch l iesse den Oberarmkopf flächig wie eine Manschette ein, liege unter dem knöchernen Schulterdach und zwischen zwei gegeneinander beweglichen Kno chen, sodass die Supraspinatussehne durch ihre eingeengte Lage am häufigsten von einer Degeneration/ einem Verschleiss durch das Impingementsyndrom betroffen sei. Durch die vorliegende deutliche AC-Gelenksarthrose im vorlie genden MRI der Schulter links vom 25. November 2021 liege sicherlich eine Impingementkonstellation bzw. eine Einengung des subakromialen Raums vor, welche zu einer verstärkten Reibung durch das Akromion am Schulterdach und zu einer Sehnenreizung und vorzeitigem Verschleiss der Sehne führe. Diese Konstellation werde auch untermauert durch die vorliegende Bursitis subacro mialis, welche in das pathognomonische Geschehen eingeschlossen sei. Des Weiteren zeigten epidemiologische Studien, dass die Prävalenz der kompletten Rotatorenmanschettenruptur signifikant mit zunehmendem Alter steige. Ent sprechend liege sie im 5. Lebensjahrzehnt etwa bei 13 % und im 6. Lebens jahrzehnt bei 30 %. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer im Bereich der rechten Schulter bereits 2019 die gleiche Problematik mit einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne bei im Vergleich des AC-Gelenks geringerem Arthrose -A usmass gehabt. In Zusammenschau, da in etwa an beiden Schulter gelenken eine gleiche/ähnliche Konstellation vorliege, könne man davon ausge hen, dass es sich überwiegend wahrscheinlich um eine degenerative, alters bedingte Veränderung handle (S. 1). Weiter notierte Dr. A.___ zu den Aussagen von Prof. Dr. C.___ vom 7. Juni und 12. Dezember 2022 («Zusätzlich erscheint im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise, sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne [ Bursa subacromialis ] » und «Auch die bildmorphologische Darstellung passt zu einem traumatischen Ereignis mit begleitetem Knochen ödem»), nach nochmaliger Durchsicht der bildgebenden Diagnostik Schulter links vom 25. November 2021 stelle sich ein begleitendes Knochenmarködem geringen Ausmasse s im Bereich des Humeruskopfs/Tuberculum majus dar sowie ausge prägt im Bereich des AC-Gelenks. Aus ihrer Sicht entspreche dies einem reaktiven Knochenmarködem, welches als Folge einer Abnutzung/Arthrose entstehe. Weshalb Prof. Dr. C.___ nur das leichte Knochenmarködem am Tuberculum majus erwähne, jedoch nicht das ausgeprägtere Knochenmarködem im Bereich der AC-Gelenksarthrose, sei nicht erklärbar. Der dargestellte Flüssigkeitssaum im Bereich der Bursa sei als Reizzustand anzusehen und komme häufig bei Überlastung infolge von ungewohnten, kraftintensiven sich wiederholenden Bewegungen vor oder bei Verschleiss. Ein Bone bruise sei eine Verletzung des Knochens, die durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel Sturz oder Anstossen an einem harten Gegenstand, entstehe. In der vorliegenden Her gangsschilderung werde weder ein Sturz noch ein Anschlagen der Schulter dokumentiert. Bei einem Knochenmarksödem liege eine vermehrte Flüssigkeits ansammlung im Knochen vor, welche in der Magnetresonanztomografie hell aufleuchte. Es gebe mehrere Arten von Knochenmarksödemen. Entsprechend könne nicht davon ausgegangen werden, dass jedes Knochenmarködem gleich bedeutend sei mit einer Traumafolge. Sondern es trete häufiger wegen andere r Faktoren auf (S. 2).

Weiter notierte Dr. A.___ zu den Aussagen von Prof. Dr. C.___ vom 7. Juni und 12. Dezember 2022 («Zusätzlich erscheint im angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise, sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne [ Bursa subacromialis ] » und «Auch die bildmorphologische Darstellung passt zu einem traumatischen Ereignis mit begleitetem Knochen ödem»), nach nochmaliger Durchsicht der bildgebenden Diagnostik Schulter links vom 25. November 2021 stelle sich ein begleitendes Knochenmarködem geringen Ausmasse s im Bereich des Humeruskopfs/Tuberculum majus dar sowie ausge prägt im Bereich des AC-Gelenks. Aus ihrer Sicht entspreche dies einem reaktiven Knochenmarködem, welches als Folge einer Abnutzung/Arthrose entstehe. Weshalb Prof. Dr. C.___ nur das leichte Knochenmarködem am Tuberculum majus erwähne, jedoch nicht das ausgeprägtere Knochenmarködem im Bereich der AC-Gelenksarthrose, sei nicht erklärbar. Der dargestellte Flüssigkeitssaum im Bereich der Bursa sei als Reizzustand anzusehen und komme häufig bei Überlastung infolge von ungewohnten, kraftintensiven sich wiederholenden Bewegungen vor oder bei Verschleiss. Ein Bone bruise sei eine Verletzung des Knochens, die durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel Sturz oder Anstossen an einem harten Gegenstand, entstehe. In der vorliegenden Her gangsschilderung werde weder ein Sturz noch ein Anschlagen der Schulter dokumentiert. Bei einem Knochenmarksödem liege eine vermehrte Flüssigkeits ansammlung im Knochen vor, welche in der Magnetresonanztomografie hell aufleuchte. Es gebe mehrere Arten von Knochenmarksödemen. Entsprechend könne nicht davon ausgegangen werden, dass jedes Knochenmarködem gleich bedeutend sei mit einer Traumafolge. Sondern es trete häufiger wegen andere r Faktoren auf (S. 2). Dr. A.___ schloss, in Zusammenschau halte sie an ihrer Stellungnahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur links überwiegend wahr scheinlich degenerativer Natur sei, da die Veränderungen an beiden Schulter gelenken vorkämen, eine deutliche AC-Gelenksarthrose links vorliege, welche zu einer Einengung des Subakromialraums führe, und das vorliegende Knochen marködem aus ihrer Sicht reaktiv als Folge von Abnutzung/Arthrose sei. Auch die vorliegende Bursitis subacromialis deute auf eine Überlastungs-/Abnut zungsproblematik hin (S. 3).

Dr. A.___ schloss, in Zusammenschau halte sie an ihrer Stellungnahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur links überwiegend wahr scheinlich degenerativer Natur sei, da die Veränderungen an beiden Schulter gelenken vorkämen, eine deutliche AC-Gelenksarthrose links vorliege, welche zu einer Einengung des Subakromialraums führe, und das vorliegende Knochen marködem aus ihrer Sicht reaktiv als Folge von Abnutzung/Arthrose sei. Auch die vorliegende Bursitis subacromialis deute auf eine Überlastungs-/Abnut zungsproblematik hin (S. 3). 3.2. 9 In ihrer mit Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 4. Juli 202 3 (Urk. 8) führten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ aus, Dr. A.___ begründe ihre Ansicht mit einer deutlichen AC-Gelenksarthrose, subchondralen Zysten und einer Kapselschwellung im AC-Gelenk. Sie möchten diesbezüglich darauf hin weisen, dass die Supraspinatussehne nicht am AC-Gelenk ansetze, sondern Teil des glenohumeralen Gelenkes sei. Der aus ihrer Sicht einzige plausible Einwand wäre der eines ausgeprägten subklavikulären Osteophyten. Dieser sei weder in der Bildgebung vom 25. November 2021 noch in der Bildgebung vom 4. Oktober 2022 verifizierbar. Bezüglich der erwähnten Zeichen eines Flüssig keitssaums in der Bursa und einer Knochenmarködembildung / Bone Bruise - Bildung im Tuber culum majus sei festzuhalten, dass diese gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert seien, dennoch nicht exklusiv bei diesem aufträten. Sicherlich sei jedoch nicht bei Auftreten eines Bone Bruises oder einer ödematösen Bursa automatisch auf ein degeneratives Geschehen zu schliessen. Auch spreche die Abwesenheit einer S LAP- L äsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen. Letztlich sei die Annahme von Dr. A.___, dass eine rein isolierte Aktivierung des Musculus deltoideus, des Musculus coracobrachialis und Musculus biceps brachii sowie Musculus pectoralis major bei Arbeiten vor dem Körper und über der Horizontale n auszugehen sei, schlichtweg nicht korrekt. Der Musculus supraspinatus sei zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion, dies insbesondere in der Sca pula ebene, welche sich in ca. 30° im Vergleich zur Körperhorizontalen befinde. Die Angabe, dass nur bei eine r Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus und de m Musculus supraspinatus eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion vorliegen könne, sei nicht nachvollziehbar und unbegründet. Aus dem klinischen Alltag heraus könne berichtet werden, dass auch eine traumatische Rotatoren manschettenruptur in praktisch allen Fällen isoliert und ohne Begleitruptur des Musculus deltoideus vorliege.

3.2. 9 In ihrer mit Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 4. Juli 202 3 (Urk. 8) führten Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ aus, Dr. A.___ begründe ihre Ansicht mit einer deutlichen AC-Gelenksarthrose, subchondralen Zysten und einer Kapselschwellung im AC-Gelenk. Sie möchten diesbezüglich darauf hin weisen, dass die Supraspinatussehne nicht am AC-Gelenk ansetze, sondern Teil des glenohumeralen Gelenkes sei. Der aus ihrer Sicht einzige plausible Einwand wäre der eines ausgeprägten subklavikulären Osteophyten. Dieser sei weder in der Bildgebung vom 25. November 2021 noch in der Bildgebung vom 4. Oktober 2022 verifizierbar. Bezüglich der erwähnten Zeichen eines Flüssig keitssaums in der Bursa und einer Knochenmarködembildung Bone Bruise Bildung im Tuber culum majus sei festzuhalten, dass diese gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert seien, dennoch nicht exklusiv bei diesem aufträten. Sicherlich sei jedoch nicht bei Auftreten eines Bone Bruises oder einer ödematösen Bursa automatisch auf ein degeneratives Geschehen zu schliessen. Auch spreche die Abwesenheit einer S LAP- L äsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen. Letztlich sei die Annahme von Dr. A.___, dass eine rein isolierte Aktivierung des Musculus deltoideus, des Musculus coracobrachialis und Musculus biceps brachii sowie Musculus pectoralis major bei Arbeiten vor dem Körper und über der Horizontale n auszugehen sei, schlichtweg nicht korrekt. Der Musculus supraspinatus sei zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion, dies insbesondere in der Sca pula ebene, welche sich in ca. 30° im Vergleich zur Körperhorizontalen befinde. Die Angabe, dass nur bei eine r Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus und de m Musculus supraspinatus eine traumatische Rotatorenmanschettenläsion vorliegen könne, sei nicht nachvollziehbar und unbegründet. Aus dem klinischen Alltag heraus könne berichtet werden, dass auch eine traumatische Rotatoren manschettenruptur in praktisch allen Fällen isoliert und ohne Begleitruptur des Musculus deltoideus vorliege. 3.2. 10 Nach Vorlage der Stellungnahme von Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ vom 4. Juli 2023 ( E. 3.2. 9 ) hielt Kreisärztin Dr. A.___ am 15. August 2023 (Urk. 14/152) fest, es sei ihr natürlich bewusst, dass der Musculus supraspinatus seinen Ursprung an der Fossa supraspinata /Fascia supraspinata habe und seinen Ansatz an der oberen Fazette des Tuberculum majus und nicht am AC-Gelenk s ans a tz, dies habe sie in keiner Beurteilung so beschrieben. Durch seinen Verlauf verlaufe der Musculus supraspinatus subakromial. Dies sei ein knöcherner Kanal zwischen Oberarmkopf und Schulterblatthöhe. Dabei könne es durch Entzündung des Gleitgewebes/Schleimbeutel s und bei Ausbildung einer AC-Gelenksarthrose zu einem Engpass in diesem Bereich kommen, welcher im zeitlichen Verlauf zur Schädigung der Supraspinatussehne führe. Im vorliegenden Fall hätten sich bereits bildmorphologisch im MRI der Schulter links vom 25. November 2021 eine Bursitis subacromialis sowie eine deutliche AC-Gelenks arthrose mit Kapselschwellung gezeigt, welche für eine Einengung des Subakro mialraums verantwortlich sei und im zeitlichen Verlauf zum vorliegenden Sehnenschaden an der Supraspinatussehne geführt habe. Von Seiten Prof. Dr. C.___ s wäre die Veränderung der Supraspinatussehne im Rahmen eines Engpasssyndroms nur bei einem ausgeprägten subklavikulären Osteophyten gegeben, dies entspreche nicht dem gängigen anatomischen/patho physio logischen Wissensstand. Hier werde eindeutig vermerkt, dass ein Engpass - Syn drom an der Schulter durch eine Bursitis, AC-Gelenksarthrose und Kapsel schwellung hervorgerufen werden könne (S. 1 f.).

3.2. 10 Nach Vorlage der Stellungnahme von Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ vom 4. Juli 2023 ( E. 3.2. 9 ) hielt Kreisärztin Dr. A.___ am 15. August 2023 (Urk. 14/152) fest, es sei ihr natürlich bewusst, dass der Musculus supraspinatus seinen Ursprung an der Fossa supraspinata /Fascia supraspinata habe und seinen Ansatz an der oberen Fazette des Tuberculum majus und nicht am AC-Gelenk s ans a tz, dies habe sie in keiner Beurteilung so beschrieben. Durch seinen Verlauf verlaufe der Musculus supraspinatus subakromial. Dies sei ein knöcherner Kanal zwischen Oberarmkopf und Schulterblatthöhe. Dabei könne es durch Entzündung des Gleitgewebes/Schleimbeutel s und bei Ausbildung einer AC-Gelenksarthrose zu einem Engpass in diesem Bereich kommen, welcher im zeitlichen Verlauf zur Schädigung der Supraspinatussehne führe. Im vorliegenden Fall hätten sich bereits bildmorphologisch im MRI der Schulter links vom 25. November 2021 eine Bursitis subacromialis sowie eine deutliche AC-Gelenks arthrose mit Kapselschwellung gezeigt, welche für eine Einengung des Subakro mialraums verantwortlich sei und im zeitlichen Verlauf zum vorliegenden Sehnenschaden an der Supraspinatussehne geführt habe. Von Seiten Prof. Dr. C.___ s wäre die Veränderung der Supraspinatussehne im Rahmen eines Engpasssyndroms nur bei einem ausgeprägten subklavikulären Osteophyten gegeben, dies entspreche nicht dem gängigen anatomischen/patho physio logischen Wissensstand. Hier werde eindeutig vermerkt, dass ein Engpass Syn drom an der Schulter durch eine Bursitis, AC-Gelenksarthrose und Kapsel schwellung hervorgerufen werden könne (S. 1 f.). Weiter führte Dr. A.___ aus, sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass Knochen marksödembildungen / Bone bruise nicht exklusiv bei traumatischen Ereignissen aufträten, ebenso auch, dass eine ödematöse Bursitis nicht automatisch auf ein degeneratives Geschehen schliessen lasse. Jedoch im Gesamtkontext im vorlie genden Fall bleibe sie bei ihrer Einschätzung, dass das dargestellte Knochen marksödem sowie die ödematöse Bursaveränderung wahrscheinlich degenerativ bedingt seien. Auch stimme sie Prof. Dr. C.___ zu, dass das Fehlen einer SLAP-Läsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen spreche. Dies habe sie aber so auch nicht behauptet. Prof. Dr. C.___ nehme nochmal s Bezug auf ihre Beurteilung vom 3. April 2023, wobei hier von zwei unterschiedlichen Sachverhalten ausgegangen werde. Sie habe das Bewegungsausmass der Ante version beschrieben, da der Beschwerdeführer ja eine Tätigkeit über Kopfhöhe absolvier t hab e, während Prof. Dr. C.___ den Bewegungsablauf einer Abduktion in den Vordergrund stelle und somit die Abduktion mit der Anteversion verglichen werde. Sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass der Supraspinatus zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion entspreche, da beides Abduktoren seien. Verein facht ausgedrückt bedeute Abduktion den Arm vom Körper seitlich abzuspreizen, während Anteversion bedeute, den Arm nach vorne anzuheben. Somit seien die Aussagen bezüglich der Armabduktion von Prof. Dr. C.___ richtig, jedoch habe sie in ihrer Beurteilung nicht die Abduktion, sondern die Anteversion beschrie ben. In Zusammenschau der vorliegenden Aktenlage halte sie an ihrer Stellung nahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur über wiegend wahrscheinlich auf eine Abnutzung zurückzuführen bzw. degenera tiver Natur sei (S. 2).

Weiter führte Dr. A.___ aus, sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass Knochen marksödembildungen Bone bruise nicht exklusiv bei traumatischen Ereignissen aufträten, ebenso auch, dass eine ödematöse Bursitis nicht automatisch auf ein degeneratives Geschehen schliessen lasse. Jedoch im Gesamtkontext im vorlie genden Fall bleibe sie bei ihrer Einschätzung, dass das dargestellte Knochen marksödem sowie die ödematöse Bursaveränderung wahrscheinlich degenerativ bedingt seien. Auch stimme sie Prof. Dr. C.___ zu, dass das Fehlen einer SLAP-Läsion nicht automatisch für ein nicht traumatisches Geschehen spreche. Dies habe sie aber so auch nicht behauptet. Prof. Dr. C.___ nehme nochmal s Bezug auf ihre Beurteilung vom 3. April 2023, wobei hier von zwei unterschiedlichen Sachverhalten ausgegangen werde. Sie habe das Bewegungsausmass der Ante version beschrieben, da der Beschwerdeführer ja eine Tätigkeit über Kopfhöhe absolvier t hab e, während Prof. Dr. C.___ den Bewegungsablauf einer Abduktion in den Vordergrund stelle und somit die Abduktion mit der Anteversion verglichen werde. Sie gebe Prof. Dr. C.___ recht, dass der Supraspinatus zusammen mit dem Musculus deltoideus die hauptbeteiligte Muskulatur der Armabduktion entspreche, da beides Abduktoren seien. Verein facht ausgedrückt bedeute Abduktion den Arm vom Körper seitlich abzuspreizen, während Anteversion bedeute, den Arm nach vorne anzuheben. Somit seien die Aussagen bezüglich der Armabduktion von Prof. Dr. C.___ richtig, jedoch habe sie in ihrer Beurteilung nicht die Abduktion, sondern die Anteversion beschrie ben. In Zusammenschau der vorliegenden Aktenlage halte sie an ihrer Stellung nahme fest, dass die vorliegende transmurale Supraspinatussehnenruptur über wiegend wahrscheinlich auf eine Abnutzung zurückzuführen bzw. degenera tiver Natur sei (S. 2). 4.

4. 4.1

4.1 4.1.1 Laut Sachverhaltsschilderung in der Schadenmeldung vom 17. November 2021 (E. 3.1.1) - es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese selbst ausgefüllt hat («ich»-Form) - und im Fragebogen vom 25. November 2021 (E. 3.1.2) hat dieser beim Aufheben (Hochheben) einer Kiste auf Kopfhöhe, wobei es ihn nach links zog, einen Schmerz in der linken Schulter verspürt, sodass er die hochzuhebende Kiste fallen liess. Demgemäss zog sich der Beschwerdeführer die Beschwerden beim Hochheben zu. Bei einem Telefonat rund drei Monate später passte er dann sein e Sachverhaltsschilderung so an, dass er in seinem Lager auf einer Leiter stehend ein bananenschachtelgrosses Pak e t von ca. 20-25 kg verschieben wollte, welches sich auf einem Regal befand, wobei dieses nach links gerutscht sei, runterzufallen drohte und er dann versuchte habe, dieses mit gestreckten Armen aufzufangen, was ihm nicht gelungen sei (E. 3.1.3). Bei d er letzten Schilderung, welche der Beschwerdeführer vertreten durch seine Rechts schutzversicherung bei der Eingabe am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) bestätigte, handelt es sich nicht um eine Präzisierung der ursprünglichen Aussage, sondern vielmehr um eine Änderung der Sachverhaltsschilderung w eg von einem Hochheben, hin zu einem Verschieben, allenfalls gar reflexartigen Nachfassen. Dazu ist festzuhalten, dass die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts praxisgemäss in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab stellen, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können ( BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis ). G rund sätzlich ist demnach also von einem Hochheben einer Kiste /eines Paketes als massgebliche m Geschehensablauf auszugehen.

4.1.1 Laut Sachverhaltsschilderung in der Schadenmeldung vom 17. November 2021 (E. 3.1.1) - es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese selbst ausgefüllt hat («ich»-Form) - und im Fragebogen vom 25. November 2021 (E. 3.1.2) hat dieser beim Aufheben (Hochheben) einer Kiste auf Kopfhöhe, wobei es ihn nach links zog, einen Schmerz in der linken Schulter verspürt, sodass er die hochzuhebende Kiste fallen liess. Demgemäss zog sich der Beschwerdeführer die Beschwerden beim Hochheben zu. Bei einem Telefonat rund drei Monate später passte er dann sein e Sachverhaltsschilderung so an, dass er in seinem Lager auf einer Leiter stehend ein bananenschachtelgrosses Pak e t von ca. 20-25 kg verschieben wollte, welches sich auf einem Regal befand, wobei dieses nach links gerutscht sei, runterzufallen drohte und er dann versuchte habe, dieses mit gestreckten Armen aufzufangen, was ihm nicht gelungen sei (E. 3.1.3). Bei d er letzten Schilderung, welche der Beschwerdeführer vertreten durch seine Rechts schutzversicherung bei der Eingabe am 13. Juni 2022 (Urk. 14/66) bestätigte, handelt es sich nicht um eine Präzisierung der ursprünglichen Aussage, sondern vielmehr um eine Änderung der Sachverhaltsschilderung w eg von einem Hochheben, hin zu einem Verschieben, allenfalls gar reflexartigen Nachfassen. Dazu ist festzuhalten, dass die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts praxisgemäss in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab stellen, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können ( BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis ). G rund sätzlich ist demnach also von einem Hochheben einer Kiste /eines Paketes als massgebliche m Geschehensablauf auszugehen. Eine erneute Befragung des Beschwerdeführers zum Hergang vom 11. November 2021 - wie beschwerdeweise beantragt (Urk. 1 S. 2) - erweist sich als nicht notwendig. So liegt das besagte Ereignis bereits rund zwei einhalb Jahre zurück. Gerade in Anbetracht der verstrichenen Zeit wäre n von einer Befragung keine neuen, über die von ihm bereits getätigten Angaben hinausgehenden, präzisere n Antworten zu erwarten. Mit den zeitnahen Sachverha l tswiedergabe n im Anmel deformular und im Fragebogen zur ausführlichen Schilderung zum Geschehens ablauf sowie dem folgenden Telefonat hat er zudem bereits hinreichend die Möglichkeit wahrgenommen, sich zu den Umständen zu äussern.

Eine erneute Befragung des Beschwerdeführers zum Hergang vom 11. November 2021 - wie beschwerdeweise beantragt (Urk. 1 S. 2) - erweist sich als nicht notwendig. So liegt das besagte Ereignis bereits rund zwei einhalb Jahre zurück. Gerade in Anbetracht der verstrichenen Zeit wäre n von einer Befragung keine neuen, über die von ihm bereits getätigten Angaben hinausgehenden, präzisere n Antworten zu erwarten. Mit den zeitnahen Sachverha l tswiedergabe n im Anmel deformular und im Fragebogen zur ausführlichen Schilderung zum Geschehens ablauf sowie dem folgenden Telefonat hat er zudem bereits hinreichend die Möglichkeit wahrgenommen, sich zu den Umständen zu äussern. Wie die folgenden Ausführungen zeigen, spielt es vorliegend aber angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch keine Rolle, ob nun von einem Auf heben (Hochheben) auf Kopfhöhe, einem Verschieben oder gar einem reflex artigen Nachfassen einer Kiste/eines Pakets ausgegangen wird.

Wie die folgenden Ausführungen zeigen, spielt es vorliegend aber angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch keine Rolle, ob nun von einem Auf heben (Hochheben) auf Kopfhöhe, einem Verschieben oder gar einem reflex artigen Nachfassen einer Kiste/eines Pakets ausgegangen wird. 4.1.2 Der für die Erfüllung des Unfallbegriffs im Rechtssinne notwendige äussere Faktor kann vorliegend nur in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Eine solche liegt dann vor, wenn der Bewegungsablauf durch eine gewisse Programm widrigkeit, wie Stolpern, Ausgleiten oder Anstossen gestört wird, was aber vom Beschwerdeführer im Fragebogen zum U n fallvorgang am 25. November 2021 (E. 3.1.2) ausdrücklich verneint wurde. Ebenso wenig gab er etwa an, auf der Leiter aus dem Gleichgewicht gekommen oder runtergefallen zu sein. Bei gewissen typischen Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folgen von Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Verände rungen eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten können - wie dies insbesondere auch bei der vorliegenden Ruptur der Supraspinatussehne der Fall ist (vgl. E. 3.2.2) -, muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders deutlich erfüllt beziehungsweise die Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, das heisst für Schädigungen infolge einer im Körper innern vor sich gehenden Krafteinwirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen entweder die Folge einer bestimmten sinn fälligen Überanstrengung sein oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Die Ungewöhnlichkeit ist etwa zu bejahen, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer Schädigung führt. Es ist jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlicher Art war ( Urteil des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4.2 ).

4.1.2 Der für die Erfüllung des Unfallbegriffs im Rechtssinne notwendige äussere Faktor kann vorliegend nur in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Eine solche liegt dann vor, wenn der Bewegungsablauf durch eine gewisse Programm widrigkeit, wie Stolpern, Ausgleiten oder Anstossen gestört wird, was aber vom Beschwerdeführer im Fragebogen zum U n fallvorgang am 25. November 2021 (E. 3.1.2) ausdrücklich verneint wurde. Ebenso wenig gab er etwa an, auf der Leiter aus dem Gleichgewicht gekommen oder runtergefallen zu sein. Bei gewissen typischen Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folgen von Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Verände rungen eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten können - wie dies insbesondere auch bei der vorliegenden Ruptur der Supraspinatussehne der Fall ist (vgl. E. 3.2.2), muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders deutlich erfüllt beziehungsweise die Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, das heisst für Schädigungen infolge einer im Körper innern vor sich gehenden Krafteinwirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen entweder die Folge einer bestimmten sinn fälligen Überanstrengung sein oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Die Ungewöhnlichkeit ist etwa zu bejahen, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer Schädigung führt. Es ist jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlicher Art war ( Urteil des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4.2 ). Auch eine Nachfassbewegung ist als solche weder ungewöhnlich noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Stu r z vergleichbarer Weise geeig ne t, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig ausgeführt wurde ( Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4).

Auch eine Nachfassbewegung ist als solche weder ungewöhnlich noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Stu r z vergleichbarer Weise geeig ne t, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig ausgeführt wurde ( Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.1.3 Das Aufheben oder Verschieben eines Pakets auf einem Regal oder auch das reflexartige Nachfassen bei einem fallenden Paket stell en damit keinen ausser gewöhnlichen schädigenden äusseren Faktor dar. Ein solcher könnte daher nur in einer Überanstrengung bestehen, welche beim Aufheben oder Verschieben der Kiste/ des Paketes oder dem geltend gemachten reflexartigen Auffangversuch eingetreten sein könnte. Beim Aufheben, Verschieben oder Auffangen stellt die Rechtsprechung in aller Regel entscheidend auf die beteiligten Gewichte ab. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers dürfte die Kiste/ das Paket zwischen 20 und 25 kg schwer gewesen sein (E. 3.1.3). Damit kann a ngesichts der bundes gerichtlichen Rechtsprechung nicht von einer ungewöhnlichen Überanstrengung gesprochen werden, welche diese bei Gewichten von 25-30 kg (Nachfassen bei einer abrutschenden Vakuumstufe) oder 60 kg (Heben eines Papierstapels und reflexartiges Nachfassen, als dieser in sich zusammenfallen drohte) und gar bei Gewichten von 100 kg (Nachfassen bei einem weggleitenden Radiator) verneint hat (vgl. dazu etwa die Urteile des vormaligen Eidgenössischen Versicherungs gericht s U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 2.1 sowie E. 3.4 und U 144/06 vom 23. Mai 2006 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweise n sowie das Urteil des Bundes gerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4 ; vgl. auch Kieser, ATSG- Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 56 f. zu Art. 4 ). Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass es sich der Beschwerdeführer als Dachdecker gewohnt war, Gewichte in dieser Grössenordnung zu tragen und in die Höhe zu heben. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Unfall begriff nicht erfüllt ist.

4.1.3 Das Aufheben oder Verschieben eines Pakets auf einem Regal oder auch das reflexartige Nachfassen bei einem fallenden Paket stell en damit keinen ausser gewöhnlichen schädigenden äusseren Faktor dar. Ein solcher könnte daher nur in einer Überanstrengung bestehen, welche beim Aufheben oder Verschieben der Kiste/ des Paketes oder dem geltend gemachten reflexartigen Auffangversuch eingetreten sein könnte. Beim Aufheben, Verschieben oder Auffangen stellt die Rechtsprechung in aller Regel entscheidend auf die beteiligten Gewichte ab. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers dürfte die Kiste/ das Paket zwischen 20 und 25 kg schwer gewesen sein (E. 3.1.3). Damit kann a ngesichts der bundes gerichtlichen Rechtsprechung nicht von einer ungewöhnlichen Überanstrengung gesprochen werden, welche diese bei Gewichten von 25-30 kg (Nachfassen bei einer abrutschenden Vakuumstufe) oder 60 kg (Heben eines Papierstapels und reflexartiges Nachfassen, als dieser in sich zusammenfallen drohte) und gar bei Gewichten von 100 kg (Nachfassen bei einem weggleitenden Radiator) verneint hat (vgl. dazu etwa die Urteile des vormaligen Eidgenössischen Versicherungs gericht s U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 2.1 sowie E. 3.4 und U 144/06 vom 23. Mai 2006 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweise n sowie das Urteil des Bundes gerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E. 4 ; vgl. auch Kieser, ATSG- Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 56 f. zu Art. 4 ). Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass es sich der Beschwerdeführer als Dachdecker gewohnt war, Gewichte in dieser Grössenordnung zu tragen und in die Höhe zu heben. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Unfall begriff nicht erfüllt ist. 4.2 Die mittels Bildgebung vom 25. November 2021 (E. 3.2.1) festgestellte trans murale Ruptur der Supraspinatussehne, welche am 2. November 2022 operativ saniert wurde ( E. 3.2.4 ), fällt unter die in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgelisteten Körperschädigungen im Sinne von Sehnenverletzungen ( lit. f), wie dies auch von Kreisärztin Dr. A.___ ausdrücklich anerkannt wurde (E. 3.2.7).

4.2 Die mittels Bildgebung vom 25. November 2021 (E. 3.2.1) festgestellte trans murale Ruptur der Supraspinatussehne, welche am 2. November 2022 operativ saniert wurde ( E. 3.2.4 ), fällt unter die in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgelisteten Körperschädigungen im Sinne von Sehnenverletzungen ( lit. f), wie dies auch von Kreisärztin Dr. A.___ ausdrücklich anerkannt wurde (E. 3.2.7). Demnach muss die Behandlung vom Unfallversicherer übernommen werden, sofern nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, dass die Körperschädigungen zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen sind (vgl. vorstehend E. 1.2).

Demnach muss die Behandlung vom Unfallversicherer übernommen werden, sofern nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, dass die Körperschädigungen zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen sind (vgl. vorstehend E. 1.2). 4.3

4.3 4.3.1 Die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. A.___ (E. 3. 2.2., E. 3.2.6-8 und E. 3.2.10 ) stehen den Beurteilungen der behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ (E. 3. 2.3, E. 3.2.5 und E. 3. 2.9 ) in Bezug auf die Frage, ob die transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend auf Abnützung respektive Erkrankung zurückzuführen und damit degenerativer Natur oder im Gegensatz dazu traumatischer Natur ist, diametral entgegen.

4.3.1 Die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. A.___ (E. 3. 2.2., E. 3.2.6-8 und E. 3.2.10 ) stehen den Beurteilungen der behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ (E. 3. 2.3, E. 3.2.5 und E. 3. 2.9 ) in Bezug auf die Frage, ob die transmurale Ruptur der Supraspinatussehne überwiegend auf Abnützung respektive Erkrankung zurückzuführen und damit degenerativer Natur oder im Gegensatz dazu traumatischer Natur ist, diametral entgegen. Sowohl Dr. A.___ als auch die behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ begründeten ihre Auffassungen für den medizinischen Laien nachvollziehbar, aber eben in gegensätzlicher Weise. Dr. A.___ erachtete die transmurale Ruptur der Supraspinatusseh n e als überwiegend degenerativ bedingt gestützt auf die wissenschaftliche Literatur, aufgrund der nicht vorhandenen Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Seh n e und der Supraspinatussehne (E. 3.2.6) und aufgrund des Vorliegen s der gleichen Prob lematik bei der rechten Schulter (E. 3.2.8). Sie erachtete das vorliegende Knochenmarködem als reaktive Folge von Abnutzung/Arthrose und deutete die vorliegende B u rsitis subacromialis als Hinweis für eine Überlastungs- bzw. Abnutzungsproblematik (E. 3.2.8 und E. 3.2.10). Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ war en dagegen dezidiert anderer Meinung und gingen von einer traumatische n Genese der Ruptur aus. Ihrer Ansicht nach sei die se mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, da die bildmorphologische Darstel lung (MRI vom 25. November 2021) zu einem traumatischen Ereignis mit begleitendem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen passe (E. 3.2.3) und im zum Sehnenriss angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacromialis) feststellbar gewesen sei en, was gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert werde (E. 3.2.5 und E. 3.2.9 ). Sie erachteten die Abwesenheit einer SLAP-Läsion nicht für ein Argument, welches automatisch gegen ein trauma tisches Geschehen sprechen würde (E. 3.2.9). Ebenso wenig würdig t en sie den Umstand, dass keine Kombinationsverletzung der Musculi delto i deus und supra spi na tus vorlag, als eindeutiges Zeichen gegen eine traumatische Genese (E. 3.2.9).

Sowohl Dr. A.___ als auch die behandelnden Fachärzte Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ begründeten ihre Auffassungen für den medizinischen Laien nachvollziehbar, aber eben in gegensätzlicher Weise. Dr. A.___ erachtete die transmurale Ruptur der Supraspinatusseh n e als überwiegend degenerativ bedingt gestützt auf die wissenschaftliche Literatur, aufgrund der nicht vorhandenen Kombinationsverletzung mit dem Musculus deltoideus oder dessen Seh n e und der Supraspinatussehne (E. 3.2.6) und aufgrund des Vorliegen s der gleichen Prob lematik bei der rechten Schulter (E. 3.2.8). Sie erachtete das vorliegende Knochenmarködem als reaktive Folge von Abnutzung/Arthrose und deutete die vorliegende B u rsitis subacromialis als Hinweis für eine Überlastungs- bzw. Abnutzungsproblematik (E. 3.2.8 und E. 3.2.10). Prof. Dr. C.___ und med. pract. D.___ war en dagegen dezidiert anderer Meinung und gingen von einer traumatische n Genese der Ruptur aus. Ihrer Ansicht nach sei die se mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, da die bildmorphologische Darstel lung (MRI vom 25. November 2021) zu einem traumatischen Ereignis mit begleitendem Knochenödem, kurzstreckiger Sehnenverletzung ohne Retraktion und erhaltener Muskeltrophik ohne Verfettungszeichen passe (E. 3.2.3) und im zum Sehnenriss angrenzenden Knochen des Tuberculum majus ein Bone Bruise sowie ein Flüssigkeitssaum in der Bursa oberhalb der Sehne (Bursa subacromialis) feststellbar gewesen sei en, was gehäuft mit einem traumatischen Ereignis assoziiert werde (E. 3.2.5 und E. 3.2.9 ). Sie erachteten die Abwesenheit einer SLAP-Läsion nicht für ein Argument, welches automatisch gegen ein trauma tisches Geschehen sprechen würde (E. 3.2.9). Ebenso wenig würdig t en sie den Umstand, dass keine Kombinationsverletzung der Musculi delto i deus und supra spi na tus vorlag, als eindeutiges Zeichen gegen eine traumatische Genese (E. 3.2.9). Dieser Expertenstreit lässt sich mit Blick auf die vorliegenden Akten durch das erkennende Gericht nicht entscheiden.

Dieser Expertenstreit lässt sich mit Blick auf die vorliegenden Akten durch das erkennende Gericht nicht entscheiden. 4.3.2 Gemäss ständiger Praxis ist zwar auf eine kreisärztliche Einschätzung ohne Weiteres abzustellen, so lange keine Zweifel an ihrer Richtigkeit bestehen. Bestehen allerdings auch nur geringe Zweifel, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen beziehungsweise ist ein Gutachten einzuholen (E. 1. 3 ). Vorliegend bestehen aufgrund der konkreten und differenzierten Einwände der behandelnden Fachärzte solche Zweifel, weshalb die Beschwerdegegnerin ein externes medizi nisches Gutachten hätte einholen müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.3).

4.3.2 Gemäss ständiger Praxis ist zwar auf eine kreisärztliche Einschätzung ohne Weiteres abzustellen, so lange keine Zweifel an ihrer Richtigkeit bestehen. Bestehen allerdings auch nur geringe Zweifel, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen beziehungsweise ist ein Gutachten einzuholen (E. 1. 3 ). Vorliegend bestehen aufgrund der konkreten und differenzierten Einwände der behandelnden Fachärzte solche Zweifel, weshalb die Beschwerdegegnerin ein externes medizi nisches Gutachten hätte einholen müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.3). 4.3.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Sache nicht spruchreif ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 (Urk. 2) ist demzufolge aufzuheben und die Sache zur Einholung eines ver sicherungsunabhängigen Gutachtens und anschliessendem neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.3.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Sache nicht spruchreif ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 (Urk. 2) ist demzufolge aufzuheben und die Sache zur Einholung eines ver sicherungsunabhängigen Gutachtens und anschliessendem neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.

Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemes sungskriterien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitauf wand und die Barauslagen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Partei entschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.

5. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemes sungskriterien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitauf wand und die Barauslagen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Partei entschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'050.60 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) entsprechend dem geltend gemachten, angemessenen Auf wand seiner Rechtsvertreterin (Urk. 22) zu bezahlen.

Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'050.60 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) entsprechend dem geltend gemachten, angemessenen Auf wand seiner Rechtsvertreterin (Urk. 22) zu bezahlen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache- entscheid vom 12. Mai 202 3 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache- entscheid vom 12. Mai 202 3 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä di gung von Fr. 3'050.60 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschä di gung von Fr. 3'050.60 (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz

Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Suva

Suva - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GräubMüller