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Extremwertanalysen
Extremwertanalysen für Stationen in den vom Niederschlagsereignis vom 13.-17. November 2002 betroffenen Regionen.
Extremwertanalysen für Stationen in den vom Niederschlagsereignis vom 13.-17. November 2002 betroffenen Regionen.
Bei diesem Ereignis wurden aussergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen über dem zentralen Alpennordhang, im Tessin sowie im Graubünden gemessen. Zwischen 13. und 17. November 2002 wurde an den Stationen in diesen Regionen Niederschlagsmengen mit Wiederkehrwerten gemessen, die Wiederkehrperioden von bis zu 100 Jahren und mehr entsprechen.
Die höchsten Niederschlagsmengen innerhalb dieser fünf Tage wurden im südlichen Graubünden an den Stationen Campocologno (252,9 mm) und Avers am Bach (267,8 mm) mit Wiederkehrperioden von mehr als 100 Jahren gemessen.
In der Region Genf wurden ebenfalls Niederschlagsmengen gemessen, die einem 10- bis 20-jährlichen Ereignis entsprechen. Die Niederschläge erfolgten in dieser Region hauptsächlich am 14. November. Sie werden in diesem Abschnitt nicht beschrieben, sondern als weiteres Ereignis aufgeführt. Die entsprechende Beschreibung finden Sie hier: 14.-15. November 2002.
Die 5-Tages-Niederschlagssumme wurde zwischen dem 13. November 2002, 05:40 UTC und dem 18. November 2002, 05:40 UTC gemessen. Die Wiederkehrperioden basieren auf den Schätzungen der verallgemeinerten Extremwertverteilung aus den 5-Tages-Niederschlags-Jahresmaxima der Periode 1961-2010. Der Durchmesser der Kreise ist proportional zum Wert der Wiederkehrperiode. Die Füllung der Kreise zeigt die Zuverlässigkeit der Statistik an: gut (gefüllter Kreis), fragwürdig (Kreis mit Kreuz) und schlecht (leerer Kreis).
Da die Niederschlagsmenge innerhalb der drei Tage (14.-16. November 2002) besonders hoch war, sind die Wiederkehrperioden unter Berücksichtigung der höchsten 4- und 3-Tages-Niederschläge noch höher als diejenigen der 5-Tages-Niederschläge. An den meisten Stationen in den betroffenen Regionen wurden Niederschlagsmengen mit Wiederkehrwerten gemessen, die Wiederkehrperioden von 50 bis über 100 Jahren entsprechen, insbesondere an den Stationen im südwestlichen Graubünden.
Die Wiederkehrperioden sind bei den höchsten 2-Tages-Niederschlagsmengen ebenfalls hoch, wenn auch etwas tiefer. Aussergewöhnlich hohe Niederschlagssummen wurden im südlichen Graubünden an den Stationen Brusio-Piazzo (200,7 mm), Bivio (210,1 mm) und Zervreila (254,9 mm) mit entsprechenden Wiederkehrperioden von über 100 Jahren gemessen.
Die höchsten 1-Tages-Niederschlagsmengen waren hingegen nicht aussergewöhnlich hoch. An ein paar Stationen in den betroffenen Regionen wurden Niederschlagsmengen gemessen, die einem 10- bis 50-jährlichen Ereignis entsprechen, und nur an zwei Stationen wurden Wiederkehrwerte mit einer Wiederkehrperiode von 50 bis 100 Jahren (Brusio-Piazzo: 112,8 mm) oder mehr als 100 Jahren gemessen (Bivio: 123,8 mm).
Obwohl die täglichen Niederschlagsmengen an den meisten Stationen nicht aussergewöhnlich hoch waren, führten die über zwei und insbesondere über drei Tage kumulierten Mengen zu aussergewöhnlich hohen Niederschlagssummen, was auf der zentralen Alpennordseite, im Graubünden und im Tessin Konsequenzen zur Folge hatte.
In diesem Abschnitt wird die Extremwertanalyse für die im Abschnitt Hyetogramme. aufgeführten Stationen erörtert. Die statistischen Daten wurden auf Basis der Periode von 1961 bis 2010 erhoben. Die Diagramme der Wiederkehrwerte der 3-Tages- und 1-Tages-Niederschlags-Maxima sind aufgeführt, wenn die statistischen Daten zuverlässig sind. Wenn die statistischen Daten nicht zuverlässig sind oder die Dauer der Aufzeichnungen zu kurz ist, werden stattdessen Tabellen der zehn höchsten Niederschlags-Maxima ab Beginn der Messungen bis 2014 aufgeführt. Zudem sind PDF-Dateien der Extremwertanalysen verfügbar, wenn die Zuverlässigkeit der Ergebnisse gut oder zweifelhaft ist.
Anmerkung: Die Zuverlässigkeit der Resultaten der 3-Tages-Niederschläge ist schlecht, daher steht keine Extremwertanalyse zur Verfügung.
Anmerkung: Die Zuverlässigkeit der Resultaten der 1-Tages-Niederschläge ist schlecht, daher steht keine Extremwertanalyse zur Verfügung.