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Lothar kam am Stephanstag 1999
Vor 20 Jahren wütete «Lothar». Der Orkan sorgte für grosse Schäden in den Wäldern und an Gebäuden.
23.12.2019
Es sind die Ereignisse, an die sich jeder zurückerinnert und ein jeder weiss, wo er an diesem Tag gewesen war. Der Orkan«Lothar» am Stephanstag 1999 ist ohne Zweifel ein solches Ereignis. Am Morgen des 26. Dezembers 1999 fegte «Lothar» über die Schweiz und warf 12,7 Millionen Kubikmeter Holz zu Boden, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL einen Tag nach dem Sturm mitteilte.
Aus Westen kommend traf der Sturm vormittags auf den Schwarzwald, die Schweiz und Liechtenstein in seiner ganzen Länge. Der Sturm zog in etwa zweieinhalb Stunden von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr über die Schweiz hinweg. Er kam vom Jura her und überquerte das Mittelland, die Zentralschweiz sowie die Nordostschweiz. Auch viele Länder Europas waren betroffen. Der Orkan richtete die höchsten Sturmschäden der jüngeren europäischen Geschichte an.
Der gesamte Schaden wurde in den Jahren danach vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf 1,35 Milliarden Franken beziffert, 600 Millionen Franken für Bauten und 750 Millionen Franken für den Wald. Insgesamt wurden zwei Prozent der Bäume in der Schweiz umgeworfen oder umgeknickt, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Entsprechend gelitten haben die Waldeigentümer und die Forstwirtschaft: Vom damaligen Preiszerfall erholte sich die Waldwirtschaft nie ganz.