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Step Up 2: The Streets (2008)
Step Up to the Streets
Step Up 2: The Streets (2008) Step Up to the Streets
Oder: Regentanz für Fortgeschrittene
Die rebellische Andie West (Briana Evigan) hat eine grosse Leidenschaft: das Tanzen. Diese lebt sie in der Dance Crew "The 410" aus. Gemeinsam trainieren sie jeden Tag hart um beim berühmt-berüchtigten Underground Dance Battle "The Streets" zu siegen. Als Andie jedoch Ärger mit ihrer Pflegemutter kriegt, weil sie ständig die Schule schwänzt, setzt sich ein alter Bekannter für sie ein und verschafft ihr ein Vortanzen bei der Maryland School of Arts.
An der Schule aufgenommen, beginnt für Andie eine schwere Zeit. Mit ihrer Art und ihrem Tanzstil entspricht sie nicht im Geringsten dem Prototypen des MSA-Schülers. Sie freundet sich mit dem sympathischen Aussenseiter Moose (liebenswert: Adam Sevani) an. Auch Chase (Robert Hoffman), dem talentiertesten Schüler an der MSA, fällt sie durch ihr selbstbewusstes Auftreten sofort auf. Weniger erfreut an Andies Tanzeinlagen ist der Schuldirektor Blake Collins (Will Kemp), welcher Street Dance an seiner Schule nicht duldet. Auch Chases eifersüchtige Ex-Freundin Sophie (Cassie Ventura) hat sie ins Visier gefasst.
Tuck (Black Thomas), der Leader der "The 410" fühlt sich durch Andies Wechsel an die neue Schule verraten und wirft sie kurzerhand aus der Crew heraus. Als Chase davon Wind bekommt, beschliesst er gemeinsam mit Andie und den Schulfreaks eine eigene Crew zu gründen. Im Geheimen beginnt die "MSA-Crew" zu trainieren, mit dem Ziel am "The Streets" gegen die 410 anzutreten und sie zu schlagen. Andie und ihr neues Team müssen lernen an sich selbst zu glauben um ihr Ziel zu erreichen und bereit sein, Risiken einzugehen, um für ihre Träume zu kämpfen - denn es stehen ihnen einige Prüfungen bevor.
Film-Rating
Wie man es aus anderen Tanzfilmen kennt, ist auch bei Step Up 2 The Streets die Handlung vorhersehbar, was aber nicht weiter stört. Tanzfilme sieht man sich ja hauptsächlich wegen der Tanzeinlagen an. Wer hier auf eine Fortsetzung der Story aus dem 1. Teil wartet, wird enttäuscht. Die einzige Gemeinsamkeit mit Step Up 1 ist, dass Andie West in der gleichen Gegend wie Tyler Gage (Channing Tatum) aufgewachsen ist. Dieser hat übrigens einen kurzen Auftritt, wozu ich aber nicht mehr verrate...
Von der Handlung her darf man nicht allzu intellektuelle Unterhaltung erwarten, denn hier steht ganz klar das Tanzen im Vordergrund. Andies selbstbewusste Sprüche und die Zickereien mit Chase sind jedoch durchaus amüsant mitzuverfolgen. Mit Andies Kollegen Moose hat man einen liebenswerten Kerl, der einem sofort ans Herz wächst. Auch die restlichen Mitglieder der "MSA-Crew" sorgen zwischendurch immer wieder für Lacher. Wie etwa die japanische Austauschstudentin Jenny Kido (Mari Koda), die mit ihren Englischkenntnissen nicht immer richtig liegt. Eine unterhaltsame Freakshow sozusagen. Schön anzusehen ist auch der farbliche Kontrast zwischen den Szenen an der etwas sterilen und nüchternen Maryland Schule und den Strassen-Tänzern. Die Truppe der "The 410" kommt von Beginn an sehr selbstbewusst und farbenfroh daher. Vor allem die einheitlichen Outfits für ihre Auftritte sehen super aus. Man merkt, dass sie eine Einheit sind und schon lange hart für ihren Traum trainieren. Im Gegensatz dazu wirken die MSA Schüler eher unauffällig. Im Verlaufe des Films merkt man, wie sie sich verändern, an Selbstvertrauen gewinnen - sie blühen innerlich auf. Diese neu gewonnene Sicherheit zeigen sie auch nach Aussen deutlich, da sie am Schluss knallige Outfits in rot- und gelbtönen tragen.
Briana Evigan und Robert Hoffmann (You Got Served; She's The Man) sind beide professionelle Tänzer, wie auch der Rest des Schauspieler-Ensembles. Beim Casting der Rollen wurde darauf Wert gelegt, dass sich die Schauspieler mit ihren Figuren identifizieren können. Dies merkt man dem Film auch an, da die Tanzszenen sehr leidenschaftlich daherkommen. Wurde im 1. Teil noch Klassik mit Hip Hop kombiniert, spielt sich Step Up 2 vollständig im Street Dance Bereich ab. Dass die Moves zum Teil recht krass aussehen, kennt man ja inzwischen aus den Videoclips. Da kann es schon passieren, dass einem bei einigen Szenen im Film die Kinnlade runterfällt. Beispielsweise bei der finalen Tanzszene der "MSA-Crew", wo man sich zwar etwas am übertriebenen Regen stören kann, dennoch aus dem Staunen kaum mehr herauskommt. Die Choreografien entstammen übrigens den kreativen Köpfen von Jamal Sims (Hairspray), Nadine "Hi Hat" Ruffin (Missy Elliot Videoclips) und Dave Scott (You Got Served).
Gut zum Film passt auch der Soundtrack, der wie beim ersten Teil unter Buck Damons glückliches Händchen entstanden ist. Missy Elliott, Akon und Cassie (die auch im Film eine kleine Rolle spielt) sind nur einige der Künstler, die Musik zum Film beisteuern. Die Tanzeinlagen kommen dank der rhythmischen Hip-Hop und R&B Sounds sehr gut zur Geltung. Besonders der Songmix für den finalen Auftritt der "MSA-Cre2 macht es einem schwer, im Kinosessel stillzusitzen.
Kurz gesagt: Ein farbenprächtiges Tanzspektakel für Tanzfilm- und Street Dance-Fans.
OutNow.CH:
10.03.2008 / faz
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