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Mineralisierung von organischem Material im Sediment von nährstoffreichen und nährstoffarmen Seen
Die grossen Anstrengungen während der letzten 40 Jahre zur Senkung der zu hohen Phosphorfrachten in die Schweizer Seen waren in den meisten Fällen schon bald von Erfolg gekrönt. Die Phosphorkonzentrationen nahmen ab und sind heute vielfach auf einem ökologisch vertretbaren Niveau. Allerdings zeigte sich der Sauerstoffverbrauch im Tiefenwasser davon oft gänzlich unbeeindruckt.
Der Sauerstoff wird im See in einer schmalen Zone an der Sediment-Wasser-Grenze i) vom frisch abgesetzten organischen Material, und ii) durch die aus dem Sediment diffundierenden reduzierten Substanzen aus dem Abbau von früher abgelagertem Material gezehrt.
Die erste Fragestellung wird von Robert Schwefel und Johny Wüest an der EPFL bearbeitet.
Die Analyse der sauerstoffzehrenden Verbindungen aus dem Sediment wird Hinweise darauf geben, wie das abgelagerte organische Material in nährstoffreichen und nährstoffarmen Seen mineralisiert wird. Da die Intensität dieses Abbaus jahreszeitlich variiert und sich auch mit der Seetiefe verändert, werden diese Untersuchungen auch die zeitlichen und räumlichen Unterschiede aufzeigen.