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Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Literatur zum Thema „geistige Behinderung und Sexualität“.
Es wurden 118 Artikel aus acht verschiedenen Datenbanken unterschiedlicher Disziplinen ausgewertet, die in den Jahren 1990-2003 veröffentlicht wurden. Das Ziel war aufzuzeigen, welche Themen in der Forschung in dieser Zeit bearbeitet wurden und wo noch Forschungslücken bestanden.
Die besprochenen Themen zu "geistige Behinderung und Sexualität" waren vielseitig und zeigten keinen Unterschied zu den Themen bezüglich Sexualität der übrigen Bevölkerung. Die vier häufigst diskutierten Themen waren: Schulung, sexueller Missbrauch und Gewalt, Heirat und Elternschaft wie HIV und AIDS. Aufgrund dieser Artikelanalyse zeigte sich, dass viele Themen nur vereinzelt und zu wenig facettenreich besprochen wurden.
Deshalb bleiben eine Vielzahl offener Fragen, u.a. in den Bereichen: Elternschaft und Heirat, Sexualität in der Pflege geistig behinderter Menschen, Empfängnisverhütung, Sexualität in Institutionen, Homosexualität, etc. Unabhängig vom erforschten Themenbereich sollte auf jeden Fall die direkte Befragung von geistig behinderten Menschen ausgebaut werden.
Diese Forschungsarbeit untersuchte den Einfluss von physischer Attraktivität auf die sexuelle Zufreidenheit. Befragt wurden 641 Männer und 857 Frauen aus der Deutschschweiz im Alter ab 45 Jahren. Die Ergebenisse zeigten weder bei den Frauen noch bei den Männern einen Zusammenhang zwischen der eigenen physischen Attraktivität und dem Zivilstand resp. Lebenspartnerschaft.
Für die allgemeine sexuelle Zufriedenheit konnte bei beiden Geschlechtern ein schwacher positiver Zusammehang mit der eigenen Attraktivität gefunden werden. Weiter konnte gezeigt werden, dass sich bei Männern eine schwache Korrelation zwischen der sexuellen Zufriedenheit allgemein und der Attraktivität der Partnerin besteht und dass die Partnerattraktivität die Sexualität der Frauen stärker beeinflusst als die der Männer.
Entgegen vieler Erwartungen zeigte sich auch, dass ältere Menschen eine durchaus positive Einstellung gegenüber ihren Körpern haben. Geschlechtsunabhängig war der grösste Teil der untersuchten Personen mit ihrem Aussehen zufrieden.