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Das Haus Pancrace de Courten, das unter anderem die Fondation Rilke beherbergt, liegt in der Rue du Bourg 30 in Sierre. Der Name des wohl aus Frankreich stammenden Architekten ist nicht bekannt. Erbauer war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Jean-Antoine-Adrien de Courten (1725-1803), letzter Oberst im Dienst des Walliser Regiments in Frankreich, erst «Maréchal de camp» (Generalfeldwachmeister), dann Oberst in Frankreich und Spanien.Obschon er von seinem Vater Mathieu-François, dem Kastlan von Sion (Sitten), 1744 ein Haus in der Hauptstadt geerbt hatte, liess er sich nach seiner Heirat mit Marie Madeleine de Courten, der Tochter von Landeshauptmann Eugène, in Sierre nieder. Das Datum 1769 auf dem Balkon über der Eingangstür bezeichnet wahrscheinlich den Bauabschluss dieses in rein französischem Stil gehaltenen Hauses mit seinem ausladenden Mansarddach.
Die Brüstung dieses Balkons ist eine dieser reizvollen Schmiedearbeiten, wie sie in Sion an Häusern aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert häufig zu sehen sind. Von der Eingangshalle aus führt eine breite Treppe zum ersten Stockwerk und zu einem Laufgang, auf den alle Räume des ersten Stockwerks hinausgehen, so wie die Räume des Erdgeschosses auf die Eingangshalle.
Im Jahr 1981 übergab die Stiftung Gabrielle de Preux das Haus der Obhut der Gemeinde Sierre, die es 2012 erwarb.
2013-2014: Restaurierung der Leinwandmalereien in der sogenannten «Salle Marine» im ersten Stockwerk. Diese Werke wurden 1771 und 1772 von Joseph Rabiato (1727-1784) und seinem Schwiegersohn gemalt. Die Fondation Rilke benutzt diesen Raum oft für Vorträge und Lesungen.