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Ordentliche Einbürgerung
Der Kanton St.Gallen unterscheidet folgende zwei Einbürgerungsarten:
Einbürgerung im Allgemeinen
Das Gesuch zum Erwerb des Schweizer Bürgerrechts kann gestellt werden, wenn
- die Niederlassungsbewilligung C vorliegt und die Wohnsitzerfordernisse von Bund, Kanton und Gemeinde erfüllt sind. In der Regel sind das 12 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, wobei die Jahre zwischen dem zehnten und zwanzigsten Altersjahr doppelt angerechnet werden, 8 Jahre Wohnsitz im Kanton St.Gallen und davon die letzten 4 Jahre ununterbrochen in der Gemeinde. Stellen Ehegatten gemeinsam ein Gesuch und erfüllt der eine die erwähnten Wohnsitzerfordernisse, so gilt für den anderen Ehegatten mit Niederlassung ein Wohnsitz von mindestens 5 Jahren in der Schweiz, 4 Jahren im Kanton und 4 Jahren in der Gemeinde, sofern er seit wenigstens 3 Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem anderen Ehegatten lebt. Bei eingetragenen Partnerschaften wird dies ebenfalls angewendet.
die ausländische Person integriert ist, das heisst insbesondere die rechtsstaatliche Ordnung (Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung) sowie die Werte der Bundesverfassung respektiert und sich dazu ausdrücklich bekennt. Es sind soziale Beziehungen mit der schweizerischen Gesellschaft (beispielsweise am Arbeitsplatz, mit der Nachbarschaft, in der Kirche, in einem Quartier oder Verein) zu pflegen. Zudem muss sie über gute Deutschkenntnisse (mindestens Erreichung des Referenzniveaus B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprache des Europarates) zur Verständigung mit den Behörden und der einheimischen Bevölkerung verfügen.
die ausländische Person mit den schweizerischen und örtlichen Lebensverhältnissen vertraut ist, das heisst am öffentlichen Geschehen interessiert ist und darüber Bescheid weiss sowie die Grundsätze von Staatsaufbau und Geschichte kennt.
Besondere Einbürgerung
Ausländische und staatenlose Jugendliche können ein Gesuch um Besondere Einbürgerung stellen, wenn sie
- das Gesuch vor Vollendung des 20. Altersjahres einreichen
- wenigstens 10 Jahre in der Schweiz, davon mindestens 5 Jahre in der politischen Gemeinde wohnen. Eine Doppelzählung der Wohnsitzfristen nach Bundesrecht kann bei dieser Einbürgerungsart nicht erfolgen. Jugendliche, die in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind, müssen somit mindestens 11 Jahre alt sein.
Die Eignungskriterien (Integration und Vertrautsein) sind mit den Voraussetzungen im Verfahren der Einbürgerung im Allgemeinen identisch.
Was ist zu tun bei beiden Einbürgerungsarten?
Kontakt mit dem Einbürgerungsrat
Die gesuchstellende Person kontaktiert den Einbürgerungsrat oder die von ihm bezeichnete Stelle. Als Einbürgerungsgemeinde kommt nur die Wohngemeinde neues Fenster - als Lebenszentrum der Bewerberin oder des Bewerbers - in Frage.
Verfahren
Vom Einbürgerungsrat erhalten Sie ein Gesuchsformular für die Einbürgerung. Das Gesuchsformular ist ausgefüllt dem Einbürgerungsrat oder der von ihm bezeichneten Stelle mit den erforderlichen Unterlagen einzureichen.
Folgendes Merkblatt gibt Ihnen weitere wertvolle Hinweise über den Verfahrensablauf bzw. über die Einbürgerung:
Wie werde ich Schweizer Bürger?
Hinweis
Ein Wohnsitzwechsel in eine andere Gemeinde während des Verfahrens führt zur Gegenstandslosigkeit des Einbürgerungsverfahrens. In der neuen Wohngemeinde innerhalb des Kantons St.Gallen kann erst nach einer vierjährigen Wohnsitzdauer wieder ein neues Gesuch gestellt werden.