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Was lange währt…..
oder –
immer bessere medizinische Versorgung auf Kalrayan-Hills durch INTACT in Indien
Herr Thomas Ebenezer (unser Direktor von INTACT Indien) wanderte im Jahr 1992 einige Wochen durch die Berge der Kalrayan-Hills. Er nahm sich diese Zeit um über die weiteren Schritte in seinem Leben nachdenken zu können. Während dieser Zeit wurde ihm bewusst, wie wenig diese Bergregion von der Schulmedizin erreicht wurde. Die Gründe waren offensichtlich, denn in dieser Zeit konnte man diese Region bloss zu Fuss erreichen. Die Menschen auf Kalrayan-Hills waren alle Analphabeten. Eine Kommunikation mit dem Rest der Welt, ohne Zeitung, Radio oder Fernsehen war schwierig. Nach seiner Rückkehr organisierte Thomas Ebenezer Gesundheitsaufklärungsprogramme und medizinische Camps in den Dörfern der Eingeborenen. Zu Beginn rang er mit vielen Hürden. Zum Beispiel damit, dass die einheimischen „Hexen-Ärzte“ gegen diese Camps kämpften, weil sie dadurch ihr Einkommen verloren.
In dieser Zeit war es auch sehr schwer, Ärzte und medizinisches Personal zu rekrutieren, welche bereit waren, zu Fuss hinauf auf die Berge zu gehen. Zudem war der Aufenthalt auf den Bergen alles andere als komfortabel. Alle medizinischen Geräte und Medikamente wurden auf den Köpfen von Einheimischen zum Hauptcamp getragen. Dort wurden sie in Rucksäcke umverteilt und in die einzelnen Dörfer transportiert. Jedes Jahr wurden so ca. 1‘000 Menschen in dieser armen Bergregion medizinisch versorgt.
Jetzt, 2013, ist eines der besten Jahre für diese medizinischen Projekte. Frau Sangeetha, diplomierte Krankenschwester, ist neu als Angestellte zu INTACT gekommen. Sie arbeitet in einer medizinischen Praxis, d.h. einem ausgerüsteten Zimmer im Schulhaus von INTACT SCHWEIZ. Diese Praxis ist ausgerüstet mit Medikamenten, Erstehilfe-Material und einigen Test Instrumenten, wie z.B. für Blutdruck, Zucker, Fieber etc. Frau Sangeetha betreut die Kinder unserer Schule und unseres Hostels, aber auch deren Familie, in medizinischen Belangen.
Zurzeit ist diese Praxis noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber bereits wird diese Dienstleistung bei dringenden Fällen durch die Einwohner der Nachbardörfer und den Eltern unserer Kinder benutzt.
Frau Sangeetha geht jeden Monat einmal in ein Dorf und leistet vor Ort die nötige medizinische Hilfe. Die Menschen können gegen alle üblichen Krankheiten untersucht und behandelt werden. In Fällen von akuten, schweren Erkrankungen werden die Patienten in ein Spital der nächsten Stadt oder zum nächsten Arzt, z.B. in Kallakurichi oder Salem überwiesen.
Um ein besseres Bild der Arbeiten der medizinischen Hilfe zu geben haben wir Daten des Jahres 2013 der medizinischen Hilfe und die Anzahl von behandelten Patienten auf Kalrayan-Hills aufgelistet:
|Programm||Datum||Name des Dorfes||Personal||Anzahl behandelte Patienten|
|Medizinisches Camp||13.02.2013||Eluthur||Angestelltes medizinisches Team||66|
|Medizinisches Camp||26.03.2013||Ettarapatti||Dr. Venkat, Karumandurai und Nurse Sangeetha||75|
|Medizinisches Camp||14.04.2013||Thoradipattu||Dr. Makali, Chennai und Nurse Sangeetha||125|
|Medizinisches Camp||30.05.2013||Kendikal||Barathi Dasan, Physio Therapiest||49|
|Medizinisches Camp||27.06.2013||Pudur||Dr Venkat, Karumandurai, und Nurse Sangeetha||58|
|Gesundheitskontrolle und Behandlung||Ganzer Juni||Vellimalai INTACT SCHWEIZ Schule||Nurse Sangeetha||130|
|Total behandelte Personen bis jetzt im Jahr 2013||503|
Elsbeth Scacchi
Projektleiterin Indien