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The Man Who Killed Don Quixote
Regie: Terry Gilliam
Darst.: Adam Driver, Jonathan Pryce, Stellan Skarsgård, Olga Kurylenko, Joana Ribeiro, Óscar Jaenada, Jason Watkins, Sergi López, Jordi Mollà, Paloma Bloyd u.a.
Der arrogante Werbefilmer Toby dreht in der spanischen Provinz einen Werbespot, zufällig in der Nähe des kleinen Dorfes, wo er als junger Student sein erstes Filmprojekt über den legendären Don Quixote de la Mancha realisiert hatte. Als er den alten Schuster trifft, der damals die Titelrolle spielte, muss er feststellen, dass der arme Mann nicht mehr aus seiner Rolle herausgefunden hat. Wie Don Quixote reitet er in Ritterrüstung auf einem klapprigen Gaul namens Rosinante durchs Land und sieht in Toby sofort seinen Sancho Panza. Auch die Unschuld der Dorfschönheit hat Toby auf dem Gewissen. Er hatte sie auf die Idee gebracht, Filmstar zu werden, was nicht gut herauskam. Die folgenden Abenteuer, die die beiden mit schönen Frauen und bösen Königen (oder russischen Wodka-Oligarchen) zu bestehen haben, spielen auf verschiedenen Zeitebenen, die die Grenzen von Traum und Wirklichkeit verschwimmen lassen. Etwa 25 Jahre hat Monty-Python-Mitbegründer Terry Gilliam an der Adaption von Miguel de Cervantes’ Roman über den Ritter von der traurigen Gestalt gearbeitet. Immer wieder hatten die Dreharbeiten aus vielerlei Gründen unter- und abgebrochen werden müssen. Doch aufgeben wollte Gilliam sein Herzensprojekt nicht und führte – ganz im Sinne seines Protagonisten – einen jahrelangen Kampf gegen Windmühlen in Form von Finanzierungsproblemen und Rechtsstreitigkeiten. Die ersten Dreharbeiten hatten bereits 2000 begonnen, mit Jean Rochefort und Johnny Depp in den Hauptrollen, und endeten im Desaster. Das grandiose Scheitern dieser Dreharbeiten schildert der Dokumentarfilm «Lost in La Mancha» (2002) von Keith Fulton und Louis Pepe. Nun hat Terry Gilliam mit Adam Driver («Paterson, BlacKkKlansman»), Jonathan Pryce – der bereits in seinem Kultfilm «Brazil» die Hauptrolle spielte –, sowie Olga Kurylenko («Quantum of Solace») und Stellan Skarsgård («Return to Montauk») erneut ein hochkarätiges Schauspielensemble um sich geschart für ein bildgewaltiges und vor Fantasie übersprudelndes Filmepos, das die Welt und die grossen Themen des Regisseurs reflektiert: das Filmemachen, die Verantwortung des Künstlers und die Ernsthaftigkeit des Träumens.
Weitere Vorstellungen im Oktober.