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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Petra Gäbler:
Eduard Gaebler (1842–1911), der Verleger und seine Atlanten
Cartographica Helvetica 37 (2008) 3–20
Zusammenfassung:
Zu Eduard Gaeblers Tätigkeit als Kupferstecher, Drucker, Kartograph und Verleger ist verhältnismässig wenig bekannt. In noch stärkerem Masse trifft dies für dessen Biographie zu. Das Leipziger Verlagswesen wurde von Gaebler im geographischen Schulbereich durch die Herstellung von Karten und Atlanten zwischen 1870 und 1911 geprägt. Zwischen 1873 und 1879 war Gaebler als Direktor für den Westermann-Verlag tätig. Ab 1882 war er wieder Inhaber eines eigenen geographisch-artistischen Instituts, ohne deswegen die Geschäftskontakte mit Westermann aufzugeben. Nach Gaeblers Tod 1911 überdauerte das geographische Institut mit Druckerei und kartographischer Anstalt die Zwischenkriegszeit und den Zweiten Weltkrieg mit wechselndem Erfolg. 1949 erlitt die Firma den Konkurs.
Gaebler wurde bekannt mit der «Pantatypie», einer von ihm angewendeten Methode der Herstellung von Hochdruckplatten durch Zinkätzung für den Kartendruck in grosser Auflagenhöhe. Seine Erfolge und der Ruf seines Institutes wurden durch die Zusammenarbeit mit Carl Schönert und anderen für die Herstellung des Volksschulatlasses von Liechtenstern und Lange sowie der Zusammenarbeit für Carl Diercke und George Westermann begründet.