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Bern - Die Sozialversicherungen können für 2007 noch eine positive Gesamtrechnung vorlegen: Die Einnahmen wuchsen doppelt so stark wie die Ausgaben, der Rechnungssaldo erreichte den höchsten Wert, und die Sozialleistungsquote war tief. 2008 verdüsterte sich aber der Himmel.
Diese Entwicklung zeichnet die Schweizerische Sozialversicherungsstatistik 2009 auf, die das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV veröffentlichte. Danach wuchsen die Einnahmen der Sozialwerke um 6,2 Prozent auf 146 Milliarden Franken und die Ausgaben um 2,6 Prozent auf 121 Milliarden. Der kumulierte Rechnungssaldo stieg auf den Rekordwert von 25 Milliarden Franken.
Die Einnahmen der Sozialversicherungen wuchsen 2005 bis 2007 etwa proportional zur Wirtschaft. Die "Soziallastquote", der Anteil der Sozialversicherungseinnahmen am BIP, betrug 2007 (wie schon 2005) 27,5 Prozent.
Auf der Einnahmenseite erhöhten sich in Folge des starken Wirtschaftswachstums vor allem die Lohnbeiträge der Versicherten und Arbeitgeber an die Sozialversicherungen. Auf der Ausgabenseite wurden 2007 Renten und andere Leistungen erhöht.
Das Kapital aller Sozialversicherungen nahm 2007 noch um 30,7 Mrd. Franken (oder 4,5 Prozent) zu, allerdings deutlich schwächer als im Vorjahr mit 6,8 Prozent.
Ab 2008 beeinträchtigte dann die Finanz- und Wirtschaftskrise die Sozialversicherungen. Zwar wuchsen die Beiträge jener Versicherungen, die über Lohnprozente finanziert werden (AHV/IV/EO/ALV) weiter, aber hohe Verluste auf den Finanzkapitalanlagen führten bei den meisten Versicherungen zu Defiziten.
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