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SIAMESISCHER KAMPFFISCH
(Betta splendens)
Der Siamesische Kampffisch gehört zu den Arten, die weltweit am häufigsten gehalten werden. Die Farbenpracht der Männchen und ihr eindrückliches Verhalten während der Fortpflanzung machen den Kampffisch zum attraktiven Aquarienbewohner. Auch bei den Weibchen wurden viele Farbvarianten gezüchtet.
HERKUNFT
Der wilde Vorfahre des gezüchteten Siamesischen Kampffischs stammt aus Thailand.
VERHALTEN
Männliche Kampffische sind territorial und verteidigen ihr Schaumnest gegen Artgenossen. Daher werden sie in der Regel alleine in sehr kleinen Aquarien gehalten, was aber nicht artgerecht ist. Weibchen können in Gruppen gehalten werden. Eine Haremshaltung mit einem Männchen oder die Haltung einer gemischt-geschlechtlichen Gruppe mit der weniger aggressiven Wildform ist grundsätzlich möglich. Aber: Diese Haltungen müssen sorgfältig geplant werden und sind nur in sehr grossen Aquarien empfehlenswert, die gut strukturiert sind und viel Sichtschutz aufweisen.
EINRICHTUNG
Wichtiger als die Höhe ist die Fläche des Aquariums, da die Siamesischen Kampffische in eher flachen Gewässern heimisch sind. Kampffische sind zwar nicht überaus schwimmfreudig, trotzdem sollte das Aquarium mindestens 54 Liter haben. Auf eine Haltung in den üblicherweise angebotenen Mini-Aquarien (30 Liter) sollte verzichtet werden. Das Aquarium sollte reich bepflanzt sein und viele Verstecke aufweisen. Pflanzen an der Wasseroberfläche werden für Schaumnester genutzt. Der Zugang zur Oberfläche muss stellenweise frei sein. Abgedeckte Aquarien müssen oberhalb genügend Raum aufweisen, damit die Fische Luft schöpfen können (Luftatmung). Die Farbe des Bodensubstrats sollte eher dunkel sein und zur Einrichtung sollte man keine kalkhaltigen Steine verwenden. Die Beleuchtung sollte nicht zu hell sein, aber genügend für gutes Pflanzenwachstum. Die Strömung sollte eher schwach eingestellt sein.
PFLEGE
Als Abwechslung zum Trockenfutter ist Lebendfutter wie Mückenlarven, Daphnien oder Artemien zu empfehlen oder auch Frostfutter.
WASSERWERTE
Gesamthärte 2–25 °dGH, Temperatur 24–30 °C, pH 6–8. Dem Wasser kann man getrocknete Seemandelbaumblätter, Eichenlaub oder Erlenzapfen zugeben.
VERGESELLSCHAFTUNG
Kampffische können gemeinsam mit anderen ruhigen Fischen gehalten werden, beispielsweise mit Fünfgürtelbarben, Rotflossenrasbora oder Keilfleckbärblingen. Mit anderen territorialen Labyrinthfischen wie dem Zwergfadenfisch sollten sie nur in grossen, gut strukturierten Aquarien gehalten werden. Sie sollten nicht mit Arten gehalten werden, die gerne an den Flossen anderer Fische zupfen.
ZUCHT
Für die Zucht hält man ein Paar. Das Weibchen muss dem Männchen ausweichen können, da das Männchen die Brut vehement verteidigt. Es braucht also ausreichend Versteckmöglichkeiten. Verzichten sollte man auf Zuchten mit extrem verlängerten Flossen (Schleierflossen).