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Nun, Fukushima, es ist ja mittlerweile wieder vergessen. Es geschah dort etwas, was ja streng genommen gar nicht geschehen dürfte.
Ausserdem sind AKW in Erdbebengebieten eh fragwürdig. Zum Glück haben wir hier ja keines in so einem Gebiet. Dass Fessenheim nicht so weit weg von der Grenze liegt, ja, man muss es ja nicht immer so tragisch nehmen, oder? Dass auch hierzulande AKW nicht immer so günstig liegen (so hätte ich zum Beispiel das KKW Mühleberg niemals unter einer Staumauer errichtet, aber was weiss ich schon?), wen interessiert?
Nun, ich bin in einem Projekt involviert, welches sich um Kinder aus den von Tschernobyl betroffenen Gebieten kümmert, indem es ihnen einen Besuch in der Schweiz ermöglicht. Diese Kinder kennen die ganze Tschernobylgeschichte nur vom Hörensagen, sie sind noch zu klein dafür. Aber ihr Immunsystem ist wegen dieser Sache beeinträchtigt. 4 Wochen in einem strahlungsfreiem (korrekt: strahlungsarmen) Gebiet wie das Schweizer Mittelland und sie können enorm profitieren. Diese Kinder kommen aus dem Süden von Weissrussland, einem der am schlimmsten betroffenen Gebiete. Nach einigem Gestänkere mit Lukaschenko, lässt er diese Kinder zum Glück jedes Jahr ausreisen (also jedes Jahr andere).
Liebe Politnetz-Gemeinde, ich will hier gewiss nicht in einen billigen Populismus verfallen. Aber ja, ich wäre schon froh, wenn dereinst unsere Kinder nicht dankbar sein müssten, einen vierwöchigen Aufenthalt in der Sahara geschenkt zu bekommen, nur damit sich ihr Immunsystem normal entwickeln kann.