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Am Dienstag präsentierte Apple das neue iPhone 6, gleichzeitig machten die beiden Schweizer Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» mit einer Kampagne auf unmenschliche Arbeitsbedingungen bei den Zulieferfirmen des IT-Riesen aufmerksam. Bei den Unternehmen handelt es sich namentlich um Foxconn und die im Westen noch unbekannte Firma Pegatron. Beide Unternehmen beschäftigen vor allem Wanderarbeiter, die zu Hungerlöhnen rund um die Uhr schuften.
Bereits seit 2012 steht Foxconn, der bisher grösste Apple-Zulieferer, in Kritik. Beschäftigung von Minderjährigen, unhygienische Arbeitsbedingungen und überlange Arbeitstage lauten nur einige der unzähligen Vorwürfe. Arbeitsrechtsorganisationen gehen davon aus, dass seit 2010 13 Arbeiter von Foxconn aufgrund der Arbeitsbedingungen Selbstmord begangen haben.
Apple reagierte und übte Druck auf seinen Lieferanten aus, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Ergebnis: Foxconn erhöhte mehrmals die Gehälter. Da dies aber die Produktion verteuerte, erteilte Apple die Hälfte des Auftrages zur Herstellung des iPhone 6 dem Foxconn-Rivalen Pegatron.
In einem Beitrag vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF erklärt ein Passant, dass in nur einem Monat sechs Arbeiter tot aufgefunden wurden. Einer musste angeblich mit 40 Grad Fieber weiterarbeiten, bis er tot umfiel.
Die Arbeiterrechtsorganisation «China Labor Watch» veröffentlichte im Juli 2013 einen Bericht, in dem sie Pegatron 86 Arbeitsrechtsverletzungen vorwirft. Unter anderem arbeite ein Angestellter im Schnitt 66 bis 69 Stunden in der Woche. Damit würden die Fabriken Appels Vorschriften, die nur eine 60-Stunden-Woche erlauben, verletzen. Diese Richtlinie wiederum widerspricht der vom Chinesischen Gesetzt festgelegten 49-Stunden-Woche. (lhr)