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Die Reisen des Graafen Horatio Hieronymus van de Dampmolen
Ein grauer Herbstmorgen 2010, erster Oktober.
Die Sonne unternimmt ihren ersten Versuch, die Wolkendecke zu durchdringen. Regentropfen prasseln leise an die Fensterscheiben des Anwesens, das direkt auf der Landspitze am Zusammenfluss von Waal und Maas liegt.
Im Schloss Loevestein, einer mächtigen Wasserburg, welche der Wohnsitz von Graaf Horatio Hieronymus van de Dampmolen ist, hält Morpheus die Wacht und nur aus dem Arbeitszimmer dringt leises Knarren, Quietschen und Scharren nach aussen.
Aus dem von Meister Horatius Steam, dem Bezwinger der Ætherwellen, erfundenen Ætherphone klingen sanfte Melodien, die zur Ruhe mahnen.
Doch H.H, wie der Graaf von seinen Freunden genannt wird, kann in diesen Momenten nicht ruhen. Er ist zu erregt, zu aufgewühlt, denn die Vollendung des TT-20-10 steht kurz bevor.
Der hochgewachsene, breitschultrige Mann mit Glatze und dem graumelierten Victor-Emanuel-Bart ist konzentriert wie immer.
Nur noch eine kleine Justierung am Schub-Hebel des Ossotronic-Transformators und die Astral-Schaufeln festziehen; dann ist es soweit.
Der Graaf geht wieder auf die Reise.
Horatio Hieronymus Graaf van de Dampmolen
Graaf Horatio Hieronymus van de Dampmolen,
ist das Pseudonym eines Künstlers aus Mainhausen/Zellhausen in Hessen, der irgendwann anfing all die verrückten Dinge in seinem Kopf aufzuschreiben, zu malen oder zu bauen. Es entstanden, bzw. entstehen immer noch Bildbauwerke, Bilder, Gedichte und letztendlich ein Buch.
Er lässt sich in keine Schublade stecken und möchte selbst auch niemanden in eine stecken.
Diese letzte Aussage kommentierte er mit den Worten:
"Menschen in Schubladen stecken ist doof, da gehören Kugelschreiber, Bestecke oder Socken hinein"