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Kanton Bern zahlt 620'000 Franken an Fonds für Verdingkinder
- Donnerstag, 27. Februar 2014, 11:04 Uhr
Die Gelder aus dem Soforthilfefonds sollen ab Sommer 2014 gesprochen werden. Vorgesehen sind sie für ehemalige Verdingkinder und andere Menschen, die zwischen 1942 und 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wurden und sich nun in einer Notlage befinden.
Die finanzielle Unterstützung hat der Regierungsrat beschlossen. Das Geld stammt aus dem Lotteriefonds, wie der Kanton Bern am Donnerstag mitteilte.
Bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus wurden in der Schweiz zahlreiche Kinder aus armen Familien an Bauernbetriebe verdingt. Administrativ versorgt wurden Menschen noch bis zu Beginn der 1980er-Jahre. Der Behördenwillkür ausgesetzt waren beispielsweise Frauen, die unverheiratet schwanger wurden, und junge Männer, die als «arbeitsscheu» eingestuft wurden.
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Hunderttausende Waisen- und Scheidungskinder Kinder wurden in der Schweiz «verdingt». Sie wurden ihren Eltern - häufig gegen deren Willen - von der Waisen- oder Armenbehörde weggenommen und zumeist bei Bauernfamilien in Pflege gegeben, die dafür Kostgeld bekamen.
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