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Als «ein Wunder» hat einer der aus der thailändischen Höhle geretteten Knaben die Entdeckung der Fussballmannschaft unter Tage beschrieben. Der 14-jährige Adul Sam-on erzählte vom Augenblick, als die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer nach neun Tagen von britischen Tauchern aufgespürt wurden, am Mittwoch auf einer Medienkonferenz in Chiang Rai.
Die Junioren-Fussballmannschaft war zuvor gesund ein Tag früher als geplant aus dem Spital entlassen worden. Adul hatte den Tauchern auf Englisch geantwortet, als diese die Knaben nach tagelanger Suche in der verwinkelten Höhle aufgespürt hatten. Sein Gehirn habe nach so vielen Tagen ohne Essen «nicht sehr gut funktioniert», fügte er hinzu. Adul erzählt weiter:
Schliesslich hätten sie feststellen müssen, dass sie eingeschlossen sind, obwohl alle Jungen schwimmen können. Man hätte einfach nicht realisiert, wie hoch das Wasser steigen kann. Ake, der 25-jährige Trainer erzählt weiter:
Dann habe jemand gesagt, er meine zu wissen, dass die Höhle einen zweiten Ausgang hat. Daher zog sich die Gruppe weiter in die Höhle zurück. Währenddessen konnten sie das Wasser stets steigen hören.
In den neun Tagen, die sie schliesslich in der Höhle verbrachten, hätten sie nur Regenwasser getrunken, aber nichts gegessen, berichteten die Jungen, die bei der Medienkonferenz – passend zum Namen ihres Teams – ein Fussballtrikot mit einem aufgedruckten Wildschwein trugen.
Als die Retter schliesslich in die Höhle vordrangen, spielten die Jungen «Dame» mit ihnen. Zu jener Zeit war es auch, als sie vom Tod des Tauchers Saman Kunan erfuhren. Ake sagte dazu:
Einer der Jungen gab an, später vielleicht einmal wieder in die Höhle zurückkehren zu wollen – allerdings nur in Begleitung eines Führers. Ein anderer sagt, er wolle nie wieder an diesen Ort zurück.
Auf die Frage hin, was sie zu Hause als Erstes tun werden, nannten die Jungen verschiedene Gerichte, die sie essen wollten. Ausserdem wollen sich alle bei ihren Eltern entschuldigen. Viele hatten verschwiegen, dass sie vor hatten, in diese Höhle zu gehen, oder nannten eine andere Höhle.
Mit der Medienkonferenz soll – zumindest vorläufig – das grosse Interesse der Öffentlichkeit am Schicksal des Fussballteams gestillt werden. Anschliessend sollen die Buben und ihr Trainer endlich nach Hause zurückkehren können.
Die zwölf Fussballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht und eingeschlossen worden. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut.
Nach gut zweieinhalb Wochen in der Höhle wurden sie am 10. Juli schliesslich gerettet. Die ebenso riskante wie dramatische Rettungsaktion sorgte weltweit für Aufsehen. (sda/afp/doz)