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Belgiens Nationaltrainer Roberto Martínez verneint, dass Thibaut Courtois unter Ängsten leide und sagt, dass der Torhüter nach Magenproblemen wieder an Gewicht zulegen müsse.
Thibaut Courtois hat bei Real Madrid abgenommen. Buchstäblich. Der Torhüter leidet immer noch unter den Folgen der Magen-Darm-Grippe, die in der ersten Halbzeit im Champions-League-Spiel gegen Brügge auftrat.
Danach kamen Gerüchte auf, wonach Courtois während des Spiels eine Panikattacke erlitten haben soll, die Real Madrid aber dementierte. Courtois verpasste nach dem Brügge-Spiel das Training im Klub, sagte aber am Montag, dass er sich erholte habe und bereit sei, das Training mit der Nationalmannschaft zu absolvieren.
Roberto Martínez, der Trainer der belgischen Nationalmannschaft, hat die Theorie mit den Panikattacken ebenfalls ins Reich der Fabeln verwiesen: «Es gibt keine Angstprobleme, er muss sich jetzt einfach nur zwischen eineinhalb und zwei Kilo anfuttern.» Und er erklärt: «Am ersten Trainingstag hat er individuell trainiert, danach kehrte er ins normale Mannschaftstraining zurück. Wenn bis Donnerstag nichts passiert, startet er gegen San Marino und am Sonntag gegen Kasachstan.»
Die Belgier führen ihre Gruppe verlustpunktfrei an und können eigentlich schon fest mit der EM 2020 rechnen.
Die Sicherheit, die er den roten Teufeln vermittelt (0,73 Gegentore pro Spiel und 50 Prozent Zu-Null-Spiele), steht im Gegensatz zu den Zweifeln an seinen Leistungen bei Real Madrid (1,37 Gegentore pro Spiel und 28 Prozent Shutouts). In der Gunst des heimischen Publikums im Santiago Bernabeu liegt Courtois hinter Areola, obwohl Zidane im Gegensatz zu den letzten Jahren keinen Konkurrenzkampf im Tor haben will.
Doch auch Martínez will keine Diskussionen aufkommen lassen und betont: «Ich bin überzeugt, dass er der beste Torhüter der Welt ist». Der Ersatzmann im belgischen Kader ist mit Simon Mignolet ausgerechnet der Brügge-Goalie.
Auch Hazard kämpft mit dem (Ideal-)Gewicht
Ein weiterer Name, der in den letzten Wochen ebenfalls in den Fokus gerückt ist, ist Eden Hazard. Der 100-Millionen-Euro-Einkauf kam mit zusätzlichem Gewicht in Madrid an und hatte Mühe, die Kilos wieder loszuwerden. Martínez verteidigte den Angreifer und dessen körperliche Fitness: «Sein angeborenes Talent hängt nicht davon ab, ob er ein spezifisches Gewicht hat. Er ist ein Mensch, der sehr ruhig ist und kein Spieler, der auf der Suche nach persönlichem Ruhm ist. Mit oder ohne ein gewisses Gewicht kann Eden in einem einzigen Moment ein Team aus dem Gleichgewicht bringen und den Unterschied machen.»
Hazard erzielte sein erstes Tor für Real Madrid im Ligaspiel gegen Granada und liess so aufblitzen, welchen Spieler man im Bernabéu unbedingt sehen möchte. Er gab nach dem Spiel zu, dass er den Kritikern zuhöre und er werde versuchen, ihnen das Gegenteil zu beweisen.