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Die Baubewilligung für die Realisierung des Hochwasserschutzprojekts Grosse Melchaa in Sarnen wurde im November 2011 vom Bau- und Raumentwicklungsdepartement erteilt. Im Dezember 2011 hat das Bundesamt für Umwelt die Subventionierung des Projekts bewilligt. Nachdem im Januar und Februar 2012 die notwendigen Holzereiarbeiten durchgeführt wurden, konnte mit den Bauarbeiten für die zweite Etappe des Hochwasserschutzprojekts Anfang April 2012 begonnen werden.
Im Rahmen der zweiten Etappe wird im Gebiet Chalcheren beim Schluchtausgang der Grossen Melchaa ein Geschieberückhalteraum realisiert. Dazu wird das Gerinne auf einer Länge von rund 500 Metern auf eine Gerinnebreite von 30 bis 50 Metern aufgeweitet. Das Geschiebeablagerungsvolumen in der Chalcheren wird von heute ca. 15 000 Kubikmetern – dieses Volumen befindet sich im bestehenden Gerinne – auf rund 36 000 Kubikmeter vergrössert. Im Bereich der zwei ausgeprägten Kurven ausgangs Melchaa-Schlucht und in der Chalcheren werden jeweils auf der Kurvenaussenseite insgesamt sechs Holzrückhalterechen erstellt. Pro Rechen werden fünf senkrecht stehende Stahlprofile in der Flusssohle fundiert. Mit jedem Rechen können rund 100 bis 150 Festmeter Schwemmholz zurückgehalten werden. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse ohne Zwischenräume in der Schichtung.
In einem ersten Schritt werden die Einzelholzrückhalterechen erstellt. Die heute unmittelbar hinter der Ufermauer liegende Strasse und das Trassee der Werkleitungen müssen auf einer Länge von 250 Metern umgelegt werden. Der Aushub für die Aufweitung des Gerinnes sowie die Umlegung der Strasse und des Trassees der Werkleitungen erfolgen im Schutz der noch bestehenden Ufermauer. Erst am Schluss wird die Ufermauer abgebrochen und damit der Grossen Melchaa die gesamte Breite zur Verfügung gestellt. Dies sollte voraussichtlich Ende September 2012 der Fall sein.
Es ist vorgesehen, ab Winter 2013 mit der Ausführung der dritten Etappe zu beginnen. Diese umfasst Massnahmen am Gerinne zwischen der Chalcheren und der Zentralbahn-Brücke sowie zwei Überlastkorridore im Bereich Hasli und Schlossacher.
02.05.2012, 13:31 Uhr
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