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Phrasen dreschen ist des Teufels — «Hast du noch Gefühle für sie?» Eine gleichermassen abgegriffene wie geisttötende Frage, bei der ich am liebsten ein in lila Plüsch eingewickeltes Päckchen übergeben und dazu antworten würde: «Hier sind noch die letzten zwei drin. Kannst du sie ihr vielleicht bringen? Dann bin ich sie endlich los.» Im Weglaufen würde ich mir dann einen zünftigen Schnupf aus meiner Tabatière kippen und ihn da hinaufziehen, wo unlängst all die Gefühle geturnt haben.
Vielleicht würde ich mit dieser Reaktion sogar etwas Gutes tun. Vielleicht gäbe es dann einen Menschen weniger, dem mit dreifach überschlagenen Beinen entfährt, er trinke gerne ein schönes Glas Wein zu einem feinen Essen, interessiere sich für die Menschen und möge gute Gespräche.
Wahrscheinlich aber nicht. Effizienter wäre es, man würde nachts in seinen ehemaligen Kindergarten einbrechen, um die im Holzgriff eingefasste Nadel zurückzuklauen, mit der alles angefangen hat. Damit liessen sich nämlich den verfloskelten Genossen und Genossinnen all die tief sitzenden Wortschablonen wieder aus dem Kopf stüpfern. So lange, bis Platz genug ist, damit die Sätze wie losgelassene Luftballone im Schädel umhersurren können und schliesslich, zum Wesentlichen geschrumpft, der Aussenwelt halbwegs zumutbar sind. Genau so wünschte ich mir das, so wäre es mal etwas Anderes. Ist aber nicht böse gemeint. Jedem das seine, du kennst mich ja.