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Angeln in der Kander
Der obere Abschnitt der Kander mit dem Gewässercode 130 beginnt im Gasterntal und endet in Frutigen, gefolgt von der Strecke 131 bis zur Einmündung in den Thunersee.
Kander vom Gasterntal bis Frutigen (130)
Der Kanderabschnitt mit dem Gewässercode 130 beginnt auf einer Höhe von 1'540 Meter über Meer und erstreckt sich mit einer Länge von 17 Kilometern bis Frutigen auf 754 Meter über Meer. Die durchschnittliche Gewässerbreite beträgt 11,7 Meter.
Die Kander durchfliesst die von Berglandwirtschaft und Streusiedlungen geprägten Talböden von Kandersteg und Kandergrund. Dazwischen liegt eine weitgehend bewaldete Steilstrecke. Während diese kaum Verbauungen aufweist, sind die Ufer in den Talböden teilweise hart verbaut. Die Abflussspitzen liegen in der Regel in den Monaten Juni bis August. Die Geschiebedynamik ist durch die Wasserkraftnutzung und lokale Geschiebeentnahmen leicht beeinträchtigt.
Fischarten
Angeltechniken
Die am meisten angewandten Angeltechniken sind das Tipp- und Spinnfischen. Als Köder beim Tippfischen werden meistens Würmer oder Bienenmaden verwendet. Beim Spinnfischen kommen kleine Meppsspinner zum Einsatz.
Kander von Frutigen bis Thunersee (131)
Der Kanderabschnitt mit dem Gewässercode 131 beginnt in Frutigen und endet bei der Einmündung in den Thunersee auf einer Höhe von 559 Metern über Meer. Bei einer durchschnittlichen Gewässerbreite von 21,5 Metern beträgt die Länge dieser Strecke 13,5 Kilometer.
Im oberen Teil ist der Fluss stark begradigt und Sohle und Böschungen hart verbaut, während der tief eingeschnittene Unterlauf vor allem lokale Verbauungen aufweist. Die Kander ist im unteren Kandertal mehrheitlich von verschiedenen breiten ehemaligen Auenwäldern umgeben. Abflussspitzen liegen in der Regel in den Monaten Juni und Juli. Die Geschiebedynamik ist geringfügig beeinträchtigt. Oberhalb der Einmündung der Simme befindet sich eine kurze Restwasserstrecke.
Fischarten
In dieser Kanderstrecke werden neben vereinzelten Äschen und Barben (seit der Erstellung der Fischtreppe beim Wasserkraftwerk Selve in der Aare bei Thun) fast ausschliesslich Bachforellen gefangen. Sie werden mit allen in den Bergbächen üblichen Angeltechniken befischt.
Besonders interessant an dieser Strecke ist die Tatsache, dass die Kander den Seeforellen im Thunersee als Aufstiegsgewässer dient und deshalb auch immer wieder kapitale Exemplare gefangen werden können. Seeforellen, welche im Fluss gefangen werden, sind in der Fischfangstatistik ebenfalls als Bachforellen registriert.
Es gilt in diesem Zusammenhang besonders zu beachten, dass, um das Ablaichen der im Herbst aufsteigenden Seeforellen garantieren zu können, ein so genanntes Fenstermass gilt, welches im Monat September nur das Behändigen von Forellen zwischen 24 und 45 Zentimetern erlaubt. Wer gezielt eine kapitale Seeforelle erbeuten möchte, sollte am besten im Frühling direkt nach Saisonbeginn sein Glück versuchen.
Angeltechniken
Die am häufigsten angewandten Angeltechniken sind das Zapfen- und Spinnfischen. Als Köder beim Zapfenfischen werden meistens Würmer oder Bienenmaden verwendet. Beim Spinnfischen kommen kleine Meppsspinner und vor allem auch tote Köderfische auf dem System zum Einsatz.