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Ab 1987 diente die neu eröffnete Aula des Gymnasiums Thun, der Schadausaal, auch als Theater- und Konzertsaal. 2009–2011 erfolgte die Umgestaltung und Erweiterung des Saals zum KKThun. Der heutige Schadausaal verfügt über 740 Sitzplätze und ist damit der grösste Theatersaal der Region. Im gleichen Gebäudekomplex befindet sich der multifunktionale Lachensaal mit 650 Sitz- oder 1100 Stehplätzen. Er bietet Raum für Konzerte, Festivals, Ausstellungen und Messen. Neben der eigenen Veranstaltungsreihe All About Music bietet das KKThun auch vielen anderen Kulturveranstaltern eine Bühne; zahlreiche nationale und internationale Stars präsentieren hier ihr Können.
Seit 2003 sorgen die Thunerseespiele im Juli und August für Broadway-Stimmung auf dem Thunersee. Sie entwickelten sich rasch zur kulturell und wirtschaftlich bedeutendsten Veranstaltung in der Region Thun. Jedes Jahr werden sie von mehreren Zehntausend Zuschauerinnen und Zuschauern aus der ganzen Schweiz besucht, den bisherigen Rekord (Stand 2017) erreichte 2012 das Musical «Titanic» mit 83000 verkauften Tickets. Die Thunerseespiele eichnen sich durch eine hohe Professionalität in Bezug auf die Organisation, den künstlerischen Ausdruck, die Inszenierung und das Bühnenbild aus. Musicals wie «Evita», «Miss Saigon», «Les Misérables» oder «Cats», aber auch die Eigenproduktionen «Dällebach Kari», «Gotthelf» und «Der Besuch der alten Dame» gelangten auf der Seebühne zur Aufführung. 2019 gehen die Thunerseespiele in neue Hände über: Die aktuelle Besitzerin und Verwaltungsratspräsidentin Elsbeth Jungi Stucki (geb. 1955) übergibt das Lebenswerk ihres verstorbenen Ehemanns Andreas Stucki (1948–2012), der zu den Gründern der Spiele gehörte, der in Zürich beheimateten Freddy Burger-Management-Gruppe.57
Die Seebühne vor imposanter Kulisse, anlässlich der Aufführung des Musicals «Elisabeth» im Sommer 2006.