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Die Schweiz hat einen Hilfskonvoi mit 300 Tonnen chemischer Produkte zur Trinkwasseraufbereitung in den Osten der Ukraine geschickt. Damit sollen in der Region Donezk 3,5 Millionen notleidende Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.
Begleitet wurde der Konvoi von Manuel Bessler, dem Delegierten des Bundesrats für Humanitäre Hilfe. Es handelte sich um den ersten humanitären Konvoi dieser Grösse, der die Kontaktlinie zwischen regierungs- und nichtregierungs-kontrolliertem Gebiet seit Beginn des bewaffneten Konflikts in der Region Anfang 2014 überquerte.
Krankheiten durch verschmutztes Wasser
Erstmals arbeitete die Regierung in Kiew mit einem Drittstaat bei der Durchführung einer grossangelegten Hilfsaktion über die Kontaktlinie hinweg zusammen. Die 15 Lastwagen mit Hilfsgütern erreichten am Freitag Donezk, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.
Die Produkte zur Trinkwasseraufbereitung wurden nach der Ankunft in die Wasserwerke von Donezk eingespeist, um die Bevölkerung beider Seiten der Kontaktlinie mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können.
Die Humanitäre Hilfe des Bundes organisierte diese Lieferung, da das Trinkwasser im Konfliktgebiet aufgrund mangelnder Desinfektionsmöglichkeiten nicht mehr den Normen entspricht und für die Ausbreitung von Krankheiten wie etwa Hepatitis A verantwortlich ist.
SRF-Korrespondent Christof Franzen begleitete den Hilfskonvoi mit der Kamera. Was er dabei erlebte und wie die Hilfe dann trotzt aller Schwierigkeiten doch noch bei den Menschen vor Ort ankam, darüber berichtet er in einer Reportage am kommenden Montag, dem 18.05., in der Sendung «10vor10».