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Die Auswirkungen des Rückhaltevermögens natürlicher Einzugsgebiete bei extremen Niederschlagsereignissen auf die Grösse extremer Hochwasser
Felix Naef, Simon Scherrer, Andrew Faeh
Nationales Forschungsprogramm "Klimaänderungen und Naturkatastrophen" (NFP 31), Schlussbericht
1. Auflage 1998
144 Seiten, Format 16 x 23 cm, broschiert
zahlreiche Abbildungen und Tabellen
CHF 55.50 / EUR 34.90 (D)
ISBN 978-3-7281-2485-2

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Extreme Hochwasser treten zwar selten auf, in ihrer Wirkung sind sie jedoch oft verheerend. Die Grösse dieser extremen Abflüsse hängt von der Schlüsselfrage ab, wieviel Wasser im Boden und in geologischen Schichten vorübergehend zurückgehalten wird und wieviel sofort abfliesst. Dieser Band beschreibt das Abflussverhalten von 18 unterschiedlich aufgebauten Hängen bei künstlich er-zeugten Starkniederschlägen.
Die Messungen der Abflüsse und der Bodenwassergehalts-Änderungen ermöglichten die Weiterentwicklung eines Modells, das sämtliche Abflussprozesse nachzubilden vermag. Es zeigte sich, dass der Wasseraustausch zwischen bevorzugten Fliesswegen im Boden (Wurmgänge und Schwundrisse) und der umgebenden Bodenmatrix für die Speicherwirkung des Bodens entscheidend ist. Die neuen Erkenntnisse erlauben es, die für die Hochwasserentstehung entscheidenden Flächen in einem Einzugsgebiet präziser zu erfassen. Man weiss jetzt also genauer, wo der Niederschlag sofort abfliesst, wo sich der Abfluss verzögert und wo sämtliches Wasser im Boden gespeichert wird. Dies ermöglicht auch Aussagen über das Abflussverhalten unter veränderten Klimabedingungen. Sollte die Niederschlagsintensität von Starkregen zunehmen, so dürfte sich die Zunahme des Abflusses in einer ähnlichen Grössenordnung bewegen.
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