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In den vergangenen Monaten war vor allem die Finanzierung oder indirekte Unterstützung der Gripen-Kampagne durch Saab ein Thema. Nun zeigen geheime Dokumente, die vom schwedischen Radio veröffentlicht wurden, dass die Kampagne „unter dem Radar“ auch von Grossbritannien und möglicherweise der USA unterstützt wird.
Die Stärkung der «bewaffneten Neutralität» ist ja das Hauptargument der Gripen-Befürworter. Offenbar ist es mit dieser Neutralität dann nicht mehr so weit her, wenn es um die Beeinflussung der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger geht. Das zeigt der folgende Ausschnitt aus einer Mitteilung des Schwedischen Botschafters (hier das ganze Protokoll als PDF), das vom schwedischen Radio zusammen mit anderen geheimen Dokumenten veröffentlicht wurde:
Es kann ebenfalls festgehalten werden, dass UK in Bern bestätigt hat, dass sie bereit sind, die Kampagne „unter dem Radar“ zu unterstützen. Nächste Woche werden sich Petersson und ich in der gleichen Sache mit den USA treffen.
Für die Handelszeitung weckt diese Einmischung unangenehme Erinnerungen. Sie schreibt:
Das Engagement der Briten weckt Erinnerungen an einen Korruptionsskandal. Auch in Südafrika agierte der Gripen-Hersteller Saab mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems, um Gripen-Flugzeuge zu verkaufen. Im Laufe jenes Deals kam heraus, dass der britische Rüstungskonzern südafrikanische Politiker für das gewünschte Ergebnis schmierte.