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|KURZINFO||

Der Otterhound in seiner "modernen" Gestalt muss zweifellos als ein Produkt des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden. Seine Entstehung lässt sich nicht weiter als bis etwa ins Jahre 1880 zurück verfolgen. Mit den mittelalterlichen "Otter-Hunden" (siehe Geschichte) hat er nur noch wenig gemeinsam. 1894 erwähnte Beckmann einen Rassebeschrieb welcher mit Ausnahme der Behaarung, der fehlenden losen Haut und der Farbe im Allgemeinen dem des Bloodhounds gleicht.
Im Jahre 1889
begann Mr. Wilson Davidson und Mr. Bell-Irving, zusammen mit einer kleinen
Gruppe weiterer Begeisterten, mit dem Aufbau der sogenannten Dumfriesshire
Otter Hound - Pack (Meute). Nach einer kurzen Zeit ging diese Meute in
den Privatbesitz der Bell-Irving - Familie über. Sie "sammelten"
reinrassige wie eingekreuzte Otterhounds aus den verschiedensten Meuten,
nahmen französische Griffons, Bloodhound und rauhaarige Welsh Harrier
zum Aufbau ihrer Meute. Dabei hatten die Begründer dieser Meute von
Anfang an einen ganz bestimmten Typ von Otterhound vor Augen. Als Zuchtziel
hatten sie sich gesetzt: ein rauhes Wasser abstossendes Fell, eine extrem
gute Nasenveranlagung, eine tiefe, heulende Stimme (Geläut) und eine
grössere Schulterhöhe als beim Ausgangsmaterial, damit die Hunde
auch in tieferem Wasser noch waten konnten. Nach nur wenigen Jahren gelang
es ihnen einen sich einheitlich vererbenden Typ heraus zu züchten:
Bekannt ist, dass
man eine aus Frankreich importierte Grand Griffon Vendéen Hündin
Namens Frivole mit einem Bloodhound Rüden verpaarte. Aus dieser Verpaarung
entstand unter anderem der Rüde Boatman, seine jagdlichen Eigenschaften
und sein Exterieur entsprach genau den Vorstellungen, so dass er einer
der bekanntesten Rüden des Dumfrisshires Kennels wurde.
Im Jahre 1975
wurde aus Amerika ein vierjähriger Rüden, Ch. ANDEL LITTLE BIG
MAN , der sich schon in den USA als hervorragender Vererber bewährt
hatte, in die Dumfriesshire Meute importiert. Er brachte die grau - weisse
Farbe zurück und war der Zuchtrüde für einen ausgezeichneten
Arbeitshund der Ytenen Linie. Seine Nachkommen waren sehr viel versprechend.
1978 wurde in Grossbritanien
der erste Otterhound Club weltweit gegründet um nach dem Schutze
des Fischotters den Untergang dieser liebenswerten Rasse zu verhindern.
So bekam der Otterhound eine neue Bedeutung als Familien- und Ausstellungshund.
Es wurde der Erste vom englischen Kennel Club anerkannte Standart formuliert
zu welchem die Hündin Kendal Testa "Model" stand.
In Sachen Gesundheit ist der Otterhound noch sehr robust, aber auch er hat leider wie viele andere grosse Rassen mit der Hüftgelenk - Dysplasie zu kämpfen. Da diese meist bis ins hohe Alter (Durchschnitt 10 - 13 Jahre) keine oder nur wenig Beschwerden verursacht, wurde dieser erb bedingten Krankheit bisher zu wenig Beachtung geschenkt. Somit reicht das Wissen um das Aussehen der Hüfte dieser Hunde nur eine, höchstens zwei Generationen zurück. Eine verantwortungsvolle Zucht sollte sich also auch diesem Problem stellen, um hier langfristig Abhilfe zu schaffen.
In der Schweiz gibt es nur sehr wenige Otterhounds (bis Sept. 2000 nur gerade 3 Exemplare), die aus den Niederlanden und Deutschland stammen. Seit 1998 wird der Otterhound in der Schweiz vom Basset und Bloodhound Club Schweiz (BBCS) betreut.
Es besteht zur Zeit nur ein Zwinger in der Schweiz: "Creekhiker" welcher am 31.8.1998 durch die FCI und SKG geschützt und registriert, sowie mit dem Qualitätssiegel "CertoDog" ausgezeichnet wurde. Am 03.09.2000 ist der 1. Wurf mit sieben kerngesunden Otterhoundwelpen (6 Hündinnen und ein Rüde) in der Schweiz gefallen!
|STANDARD|
|GESCHICHTE|
|ZUCHT|
|CREEKHIKER|
|PEDIGREE|
|HALTUNG|
|TEMPERAMENT|
|GESUNDHEIT|
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