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Die Banken hätten Aryzta zwar "zusätzlich Luft bis Oktober 2019" gegeben. Aber das ändere nichts an der Tatsache, dass Aryzta die vorgeschlagene Kapitalerhöhung von 800 Millionen Euro zur Stabilisierung des Unternehmens brauche. "Dann können wir Teilverkäufe aus einer Position der Stärke angehen. Ohne diese Kapitalerhöhung müssen wir Zwangsverkäufe tätigen. Und dann bekommen wir keine guten Preise", so der seit rund einem Jahr im Amt stehende Ire Toland.
Wie er weiter erläuterte, plant Aryzta auch nach der Kapitalerhöhung ein "umfangreiches Programm" von Verkäufen von Unternehmensteilen. Denn selbst nach der Kapitalerhöhung werde die Verschuldung noch kein nachhaltiges Niveau erreicht haben. "Aber diese Verkäufe jetzt vorschnell aus einer Position der Schwäche anzugehen, wenn wir dringend Geld brauchen, ergibt für die Aktionäre absolut keinen Sinn", sagt Toland.
Der grösste Aryzta-Aktionär, die spanischen Finanzgesellschaft Cobas mit einem Anteil von etwas weniger als 15 Prozent, hatte bekanntlich einen alternativen Plan vorgeschlagen, um die Verwässerung im Rahmen zu halten. Eine Kapitalerhöhung von nur 400 Millionen Euro und weitere Unternehmensverkäufe über 250 Millionen Euro.
Laut Aryzta-CEO Toland kann man das aber nicht vergleichen. "Unser Plan ist durchgerechnet, die Banken garantieren die Kapitalerhöhung." Der Alternativ-Plan dagegen reiche finanziell nicht aus, um die Verschuldung im nötigen Umfang zu senken. Zudem sei er riskant, denn der Erfolg eines Schnellverkaufs von Unternehmensteilen stehe in den Sternen.
Die Aryzta-Aktionäre werden nächste Woche (am 1.11.) anlässlich der ordentlichen Generalversammlung über die Kapitalerhöhung abstimmen.
uh/ra
(AWP)