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Das Verbreitungsgebiet von Rosenwurz umfasst die arktischen Gebiete und die Gebirgsregionen Eurasiens und Nordamerikas. Rosenwurz gedeiht auf feuchten Böden bis hoch in die obere alpine Zone von rund 2280 Metern, wächst in Bergschluchten, auf feuchten Klippenabsätzen, auf Feuchtwiesen und Moorböden. Rhodiola rosea wächst auch auf trockenen, sandigen Böden in höheren Gebirgslagen.
Seit 1969 wird die dickblättrige Heilpflanze in Russland, später auch in Schweden als traditionelles Heilmittel zur Verbesserung der Stresstoleranz und der körperlichen Ausdauer therapeutisch eingesetzt. In den 60iger Jahren wurde Rosenwurz in der damaligen UdSSR bei Leistungssportlern und Kosmonauten eingesetzt. In der Schweiz ist ein pflanzliches Arzneimittel mit Rhodiola rosea Extrakt seit 2010 zugelassen.
Die therapeutisch wichtigen Inhaltsstoffe befinden sich im Wurzelstock von Rhodiola rosea. Insgesamt wurden 86 Substanzen identifiziert, wobei Geraniol mit 12,3 bis zu 62,1% für den typischen Rosengeruch verantwortlich ist.
Seit 1963 wurden mehr als 800 pharmakologische und klinische Studien mit R. rosea publiziert.
Rosenwurzwurzelstock wird als primär adaptogen wirksame Pflanze bezeichnet, d.h. sie enthält solche Wirkstoffe, die dem Körper helfen, sich besser an psychische und physische Stressreaktionen anpassen zu können.
Studien zeigen eine Erhöhung der physischen Kapazität, mehr Muskelkraft, eine bessere Reaktionszeit und Konzentrationsfähigkeit. Weitere Untersuchungen dokumentieren antioxydative Fähigkeiten, indem sie die Produktion von Sauerstoffradikalen hemmen und gleichzeitig die Aktivität antioxydativer Enzyme unterstützen. Weiterhin wurden entzündungshemmende sowie nerven-, herz- und leberschützende Eigenschaften nachgewiesen.
Zusammenfassung
Rosenwurz führt zu mehr Gelassenheit und Ruhe. Erschöpfungszustände, Reizbarkeit und Anspannungen werden gelindert. Die körperliche und mentale Belastbarkeit wird verbessert, eine allfällige Infektanfälligkeit reduziert. Rosenwurz vermittelt mehr Energie und stärkt die seelische Belastbarkeit.
Quelle
Zeitschrift für Phytotherapie, Oktober 2019, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart