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Römische Mosaiken
Das schönste Ensemble römischer Mosaiken nördlich der Alpen wurde in der Nähe von Orbe, in Boscéaz, zutage gefördert. Die einzigen Überreste einer prächtigen römischen Villa enthalten figurative Szenen und geometrische Muster.
Vier Pavillons schützen die Fundstelle der bedeutendsten römischen Mosaiken der Schweiz in Boscéaz bei Orbe, einer mittelalterlichen Kleinstadt in der Nähe von Yverdon-les-Bains. Die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten Mosaiken bedeckten den Boden in 8 von 100 Räumen einer grossen luxuriösen gallo-römischen Villa aus der Zeit um 160 n. Chr. Nach ihrer Zerstörung diente die Villa im Mittelalter als Steinbruch. Vom eigentlichen Gebäude ist heute nichts mehr erhalten.
Vier Mosaiken besitzen geometrische Trompe-l’oeil-Motive, vier zeigen figurative Darstellungen: das Labyrinth des Minotaurus, der die schlafende Ariane verlassende Theseus, der Achilles zur Schlacht rufende Ulysses, die römischen Gottheiten als Symbole der sieben Planeten und der sieben Wochentage.
Von 1986 bis 2004 fanden in Boscéaz Lehrgrabungen für Archäologiestudenten der Universität Lausanne statt. Dabei kam ein neuntes Mosaik zutage, das derzeit restauriert wird, sowie das Mithräum – ein Tempel des Mithras-Kultes – und die Thermen.