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Pauls Großvater Paul war mit seiner jüdischen Frau Elsa und seinem Sohn Georg auf der St. Louis. Paul möchte über diesen Mann und seine Flucht einen Film machen. Als er nicht genug Geld auftreibt, entscheidet er sich ein Theaterstück zu inszenieren. Er vereint um sich eine bunte Truppe von Schauspielern und beginnt mit den Proben.
Einer der Schauspieler, Moah, holt aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft afrikanische Migranten, um dem Stück mehr Aktualität zu verpassen - sie sollen als jüdische Flüchtlingskomparsen mitmachen. Plötzlich ist der Theaterraum selber ein Ort der Begegnung - wo alle Fragen verhandelt werden, die auch in der Fluchtgeschichte der St. Louis eine Rolle spielen: Wie groß ist menschliches Mitgefühl? Wie tolerant sind wir mit Fremden? Können wir humanitär handeln und teilen? Wie entsteht Rassismus?
Ein culture clash beginnt, ein Fremdeln wird zum Miteinander und die historischen und heutigen Schicksale beginnen sich zu vermischen. Denn auf der Flucht zu sein, damals wie heute, heißt existentiell bedroht zu sein. Aber nicht nur in der Theaterwelt rumort es durch die neuen Mitstreiter. Die Geflüchteten wollen ihre Geschichte auch auf der Bühne verhandelt sehen. Statt Flucht in einem Ozeandampfer über den Atlantik ein Überlebenskampf in einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer.
Schaffen Paul und sein Ensemble den Crossover - die Reise über den symbolischen Ozean? Die Reise ins Herz des Humanismus? Und nicht zuletzt, schafft das Werk den Crossover zwischen Film und Theater?