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Wie bei vielen Kampfkünsten liegt auch hier der genaue Ursprung im Dunkeln. Gesichert ist nur, dass Mitte des 19.Jh. ein Mann namens Dong Haichuan in Peking Ba gua der Öffentlichkeit vorstellte. Dong behauptete Zeit seines Lebens, dass er Ba gua von zwei taoistischen Mönchen in der Abgeschiedenheit der Wudang Berge gelernt habe.
Die meisten Kampfkunsthistoriker sind sich heute einig, dass Dong wahrscheinlich weniger der eigentliche Gründer, sondern vielmehr der „Verbreiter“ des Ba gua war, denn schon gegen Ende des 19.Jh. hatte sich dieser Stil innerhalb Chinas etabliert.
Heute existieren verschiedene Stile, die einerseits das Resultat diverser Modifikationen von Dongs wichtigsten Schülern sind und andererseits Einflüsse verschiedener Trainingsformen aufweisen, welche aus Indien und Tibet ihren Weg nach China fanden. Dadurch entstanden über die Jahre verschiedene Ba gua Methoden, da zudem verschiedene Lehrer unterschiedliche Akzente setzten - basierend v.a. auf Persönlichkeit und Trainingserfahrung in anderen Künsten. Die überlieferten Ba gua Systeme stellen den Namen des Begründers an erster Stelle.
So bedeutet z.B. der Begriff „Yin Ba gua“ „Das Ba gua, welches von Yin Fu in seine jetzige Form gebracht wurde“.
Der wichtigste Lehrer unserer Ba gua Tradition war Gao Yi Sheng und daher sprechen wir von „Gao Ba gua“.
Während der Machtübernahme durch die Kommunisten und die sogenannte Kulturrevolution in China gingen viele Kampfkünste verloren, da deren Vertreter entweder kurzerhand liquidiert wurden oder in den Gefängnissen des Regimes verschwanden.
Nur eine Handvoll Lehrer schaffte es China zu verlassen - die meisten davon flohen nach Taiwan, wo sich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts eine solide Szene etablierte, welche die ursprünglichen Kampfkünste des alten Chinas pflegte.
Auf dem chinesischen Festland verbreitete sich jedoch das sogenannte „Wushu“, welches die alten Methoden modernisiert hatte: Kampfanwendungen und spirituelle Aspekte traten in den Hintergrund und die Förderung der Gesundheit sowie das Pflegen von ästhetischen Formen rückten in den Vordergrund. Die meisten Bagua Schulen im Westen lehren heute die Wushu-Versionen.