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Wir nähern uns dem Ende einer Legislaturperiode, in der mehr als je zuvor für den Radverkehr gemacht wurde. Speziell die grössten Gemeinden des Kantons, Freiburg und Bulle, haben Fortschritte erzielt und vermehrt in den Veloverkehr investiert. Diese Entwicklung ist erfreulich. Die Bedeutung des Langsamverkehrs wird zusehends erkannt. Doch es bleibt noch viel zu tun.
Umfrage unter den KandidatInnen der Gemeinderatswahlen vom 7. März 2021
Gemeinden Bulle, Freiburg und Villars-sur-Glâne
Im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im Kanton Freiburg hat Pro Velo Freiburg unter den KandidatInnen der drei grössten Gemeinden des Kantons (Freiburg, Bulle und Villars-sur-Glâne) eine Umfrage durchgeführt.
Ziel war es, unsern Mitgliedern zu ermöglichen, die Positionen der BewerberInnen zum Thema Mobilität und Veloverkehr im Speziellen zu erfahren. Den KandidatInnen wurden folgende Fragen unterbreitet.
Frage 1. Befürworten Sie die Schaffung neuer Fahrradinfrastruktur in Ihrer Gemeinde?
Frage 2. Befürworten Sie die generelle Einführung von Tempo 30 im Stadtzentrum / Zentrum Ihrer Gemeinde?
Frage 3. Befürworten Sie die Aufhebung von gemischten Gehwegen und die Trennung von Veloverkehr und Fussgängern, um deren Sicherheit und Komfort zu verbessern?
Frage 4. Befürworten Sie die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs zu Gunsten des Langsamverkehrs?
Frage 5. Befürworten Sie Massnahmen, die den Kauf von Fahrrädern erleichtern (Subventionsbeiträge oder andere Anreize)?
Insgesamt 30 Personen bewerben sich in Bulle um 9 Sitze; 28 KandidatInnen konkurrieren in Fribourg um Einsitz im Gemeinderat (5 Sitze) und 23 in Villars-sur-Glâne (9 Sitze). Von den insgesamt 81 Kandidatinnen und Kandidaten sind 42 – also mehr als die Hälfte – unserem Aufruf gefolgt und haben unsere Fragen beantwortet. Diese verteilen sich wie folgt: 20 von der Sozialdemokratischen Partei, 7 von den Grünen oder der gemeinsamen Liste Grüne-CSP in Villars-sur-Glâne, 7 von der FDP, 5 von der CVP-Die Mitte, 1 Person der Liste Villars 2030, 1 Person der Grün-Liberalen. Keine Antworten erhielten wir von der SVP.
Die 1. und 3. Frage stiessen bei den Kandidatinnen und Kandidaten, die an der Umfrage teilnahmen, mit 100 bzw. 95 % positiven Antworten auf nahezu einhellige Zustimmung.
Zur 2. Frage zur zu Tempo 30 generell im Gemeindezentrum sind linke und rechte Kandidaten geteilter Meinung. Kandidaten von SP und Grünen, die auf die Umfrage geantwortet haben, befürworten die Massnahme klar, während nur 4 der 14 Kandidatinnen und Kandidaten von Mitte-Rechts-Parteien dafür sind.
Die 4. und 5. Frage weisen eine ähnliche Verteilung auf, mit einhelliger Zustimmung der linken Parteien (mit Ausnahme einer Person bei Frage 5) und Uneinigkeit bei den rechten Parteien, die jedoch moderater ausfällt als bei der Frage nach den Zonen 30.
Nach Parteien/Listen verteilen sich die Antworten prozentual wie folgt: Die Grünen (sowie die Grüne Liste – CSP), die SP und die Künstlerpartei beantworteten alle fünf Fragen zu über 96% mit Ja, Mitglieder der CVP-Die Mitte zu 68% und der PLR zu 60%.