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|Cagliostro, Alexander Graf

1743-1795 (I)
Zauberkünstler, Alchimist, Wahrsager, Freimaurer und Heiler.

Calvert, John (Madren Elbern "John" Clavert)
1911-2013 (USA)
John Calvert wuchs als eines von vier Kindern eines Methodisten auf dem Land in New Trenton, Indiana auf. Mit 8 Jahren sah er eine Vorstellung von Thurston und begann bald seine eigenen Kunstgriffe und Kunststücke zu entwickeln. Nach einer überwundenen Kinderlähmung und einer schweren Lungenkrankheit gewann er durch hartes Training mit Jogging und Schwimmen seine Stärke zurück und bestritt sogar einige Boxkämpfe. Mit 18 studierte er am College Psychologie und führte in seiner Freizeit Zauberkunststücke für seine Mitstudenten vor. Nachdem Tarbell das College besucht hatte, begann Calvert, in Schulen und Colleges Seminare über die Täuschungskunst mit praktischen Demonstrationen zu geben. Dabei wurde er von einem Agenten entdeckt, der ihm einen zehnwöchigen Vertrag für Zaubervorstellungen in Theatern für 3'000 Dollars anbot. Er tauschte seinen alten Ford gegen einen achtzylinder Cadillac, diesen dann gegen einen sechzehnzylinder Cadillac, und als seine Requisiten immer grösser wurden kaufte er einen Zehntonnen-Truck.
Ab 1934 begannen Calverts Reiseabenteuer, die ihn mehrmals um die ganze Welt führten. Er arbeitete mit Chevrolet, Ford und Hudson zusammen, indem er durch seine Shows die Leute ins Theater lockte und die Autofirmen dort potenzielle Kunden ansprechen konnten.
1936 kaufte sich Calvert sein erstes Flugzeug, später kaufte er sogar eine DC-3 um seine komplette Show und alle Mitwirkenden zu transportieren. Um weiter voran zu kommen kündigte Calvert an, dass er jeden Stunt ausführen würde, der jemals versucht worden sei. Er führte Blindfahrten mit Auto und Motorboot und als einziger Blindflüge mit Flugzeugen aus (dies noch mit 74 Jahren!), Befreiungen aus Zwangsjacken und Handschellen, kletterte auf die höchsten Gebäude und liess sich lebendig begraben.
Anfang der Vierzigerjahre war seine Show für kleinere Theater zu gross geworden. Er setzte sich zum Ziel, am Broadway aufzutreten oder seine Show zu verkaufen. Da ihm ersteres nicht gelang, verkaufte er die Show und ging nach Hollywood, um dort sein Glück zu suchen. 1941 wirkte er in seinem ersten Film mit Kartenmanipulationen als Double von Clark Gable mit. Nachdem er sich bereit erklärt hatte, für Hollywoods Showgrössen eine Benefizvorstellung zu geben, stellte er eine Show zusammen die anschliessend während 19 Wochen vor ausverkauftem Haus im Los Palmas Theater lief. Daraufhin konnte er sich vor Angeboten kaum retten. Er unterschrieb einen Siebenjahrsvertrag mit Columbia Pictures, der ihm 12 Wochen pro Jahr spielfreie Zeit garantierte, in der er seine magische Show zeigen konnte. Kurz darauf erhielt er das Angebot, im Loew's State Theatre am Broadway aufzutreten. Nachdem er in zahlreichen Filmen mitgespielt hatte, wurde er selber Filmproduzent.
1949 reiste er nach Australien, Ende der Fünfzigerjahre - nachdem er in Südafrika auf Grosswildjagd gegangen war und Pläne für einen neuen Film gemacht hatte - trat er während 40 aufeinander folgenden Wochen in England auf. Danach kehrte er nach Südafrika zurück, wo er den Film "Dark Venture" drehte, mit dem er 1957 in Hollywood grossen Erfolg hatte.
Nun hatte Calvert die Idee, mit seiner Show auf einem Schiff auf Welttournee zu gehen. Mit der Segeljacht "Sea Fox" segelte er nach Okinawa, Taiwan und Japan, wo er sechs Monate auftrat, danach nach Singapur und Australien. Dort verlor er das Schiff durch unglückliche Umstände.
Nach seiner Australientournee drehte er einen Film in Tasmanien. In Singapur liess er sich für rund 1 Million Dolllars einen neuen Motorsegler bauen, die "Sea Nymph". Damit segelte er nach Borneo. In Singpur lernte er Barbara de Mello kennen, die als seine dritte Frau unter dem Namen "Tammy" ein unentbehrlicher Teil seiner Show wurde. Als Calvert nach Auftritten in Malaysia, Singapur, Thailand, Bangkok, Laos, abreisen wollte, strandete die Jacht in Madras und war verloren.
Calvert trat in verschiedenen Städten in Indien auf und segelte dann nach Südafrika, Mauritius, Réunion, Ostafrika. 1964-1965 macht er eine Tournee durch die Theater Südafrikas. Als er Südafrika verlassen wollte, musste ein Zirkus aus Konkurrenzgründen sein Unternehmen aufgeben. Calvert kaufte das ganze Unternehmen inklusive Tiere, Fahrzeuge, 400 Tonnen Ausrüstung und Zelt. Mit dem John Calvert Magic Circus reiste er während 18 Monaten durch Südafrika, bis er einen Käufer fand. Er kaufte seine dritte Jacht, "die Mercury", mit der er nach Yemen, Oman, Abu Dhabi und Kuwait segelte, wo er in einem grossen Theater eine Fernsehshow produzierte. Danach segelte er nach Indien und Singapur, wo er die Jacht verkaufte.
1971 begann er eine weitere Weltreise auf seiner vierten Jacht, der "Magic Castle", einem 60-Tonnen-Schiff, mit dem er mehr als 25'000 Meilen zurücklegte und dabei Malaysien, Indoneisen, Sri Lanka, Indien, Pakistan, den Iran, Afrika, den Yemen,, persischen Golf, Aden, Israel, den Libanon, Cypern, die Türkei, Griechenland, Sizilien und Italien, Malta, die Balearen, England, den Golf von Biscaya, Portugal, Spanien, Gibraltar und die kanarischen Inseln besuchte. In Marokko verlor er die Jacht durch Sabotage.
Während eines Jahres zeichnete er Pläne für eine neue Jacht, die er sich in Gran Canaria bauen liess, die 100 Tonnen schwere, dreimotorige "Magic Castle II".
1986, mit 75 Jahren, brach er in Tenessee mit ausverkauften Vorstellungen im Orpheum Theater in Memphis alle Rekorde und trat mit 100 Jahren noch am Broadway in New York City und im Palladium in London auf. Er starb im Alter von 102 Jahren.
Biografie: RAUSCHER, W. V. John Calvert. Magic and Adventures around the World. Claitor’s Publishing Division, Baton Rouge, Louisiana, 1987.
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Campbell, Alexander Loring
1905-1979 (USA)
Loring Campbell wurde von Ten Ichi und Vaudeville-Komikern inspiriert. Er begann seine Karriere 1920 als "Cambello the Clown Magician" in einer Varieté-Show und trat mit 18 mit einer Chinesischen Nummer auf, bevor er ab 1925 als "The Great Alexander" und später als Loring Campbell mit seiner charmanten und witzigen Art in Vaudeville Erfolg hatte. Er gab rund 15'000 Vorstellungen, bevor er sich 1955 aus dem Berufsleben zurückzog.
1978 erhielt er den AMA Special Fellowship.
Loring Campbell verfasste "This Is Magic!" (1945) und "Magic That Is Magic" (1946) und publizierte Artikel in Tops und Genii.

Campbell, Dave
1928-1994 (Schottland)
Dave Campbell wurde als eines von vier Geschwistern, einem Bruder und zwei Schwestern, in Coatbridge in Schottland geboren. 1952 heiratete er Margarte Ure, mit der er fünf Söhne und eine Tochter hatte. Er übte verschiedene Berufe aus. Mit dem Zaubern, das er immer nur als Amateur betrieb, begann er erst mit 28 Jahren. Bereits nach drei Jahren gewann er 1958 in Glasgow mit einer Tüchernummer den Bühnenwettbewerb der Scottish Conjuror's Association. Bald wandte sich sein Interesse der Kartenkunst zu und er veröffentlichte noch 1958 ein Kartenkunststück in der Vereinszeitschrift der Scottish Conjuror's Asscoication. Beeinflusst von John Ramsey und von Roy Walton, in dessen Zaubergeschäft er sich regelmässig mit anderen Zauberkünstlern austauschte, beschäftigte er sich intensiv mit der Close-up Zauberei. In den 1960er-Jahren veröffentlichte er mehrere Kunststücke mit Tüchern, Zigaretten, Münzen und Karten in The Gen.
Während gut zehn Jahren war er Präsident des Magician's Club of Coatbridge, einem inoffiziellen Zusammenschluss einer Gruppe von Zauberkünstlern, die sich bis 1980 regelmässig trafen
1972 gewann Dave Campbell den ersten Preis im Close-up-Wettbewerb der Scottish Association of Magical Societies.
In den 1990er-Jahren veröffentlichte er erneut einige Kunststücke in Profile und The Crimp.
Zahlreiche von Dave Campbells Kartenkunststücken sowie ein paar Kunststücke mit Münzen, Zigaretten und Tüchern wurden in "The Dave Campbell Legacy. The Incredible Close-up Magic of Dave Campbell" (2004) veröffentlicht.
Bibliografie: DUFFIE, P. The Dave Campbell Legacy. International Magic, London, 2004

Canasta, Chan (Chananel Mifelew)
1921-1999 (PL)
Mit 17 studierte Chan Canasta ein Jahr Philosophie und Naturwissenschaften und ging dann nach Jerusalem, um dort Psychologie zu studieren. Zu Beginn des Krieges 1940 meldete er sich als Freiwilliger bei der Royal Air Force. Ende des Krieges wurde er in England eingebürgert und begann sich mit okkulten und aussersinnlichen Phänomen sowie mit Kartenkunststücken zu befassen.
In den 50er- und 60er-Jahren trat er in England in einem eigenen Fernsehprogramm mit Kartenkunststücken und Mentalmagie auf und war auch in Amerika oft im Fernsehen zu sehen, u. a. bei Ed Sullivan, Jack Paar, Steve Allen. Seine Stärke war die psychologische Manipulation der Zuschauer. Er scheute sich nicht, das Risiko des Misslingens einzugehen; entsprechend unglaublich war die Wirkung seiner Effekte, wenn sie gelangen.
1971 gab er seine letzte Vorstellung im Fernsehen. Danach wandte er sich der Malerei zu, in der er unter seinem Namen Mifelew beträchtlichen Erfolg hatte.
Biografien:
BRITLAND, D. Chan Canasta. A Remarkable Man. Breese Books, London, 2000;
BRITLAND, D. Chan Canasta. A Remarkable Man. Volume Two. Breese Books, London, 2001
BREESE. M. (Ed.) Chan Canasta. Afterthoughts. Martin Breese International, London, 2001
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Cantarelli (Max Mundt)
1905-1975 (Brasilien)
Als Sohn eines deutschen Kaufmannes wurde Cantarelli in Curityba/Brasilien geboren. 1912 ging die Familie wieder nach Deutschland zurück und er wuchs in Berlin auf. Max Mundts Interesse für die Zauberkunst soll sich schon früh gebildet haben. Im Alter von 10 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt im Waldpark im Berliner Grunewald, mit 17 war er bereits ein sehr guter Zauberkünstler. Der Junge Cantarelli hatte jedoch nicht viel Erfolg im von Zauberkünstlern übersäten Deutschland, und so inspirierte ihn sein Freund Horster, wieder zurück nach Brasilien auszuwandern, wo die Aussicht auf Erfolg grösser war. In den Deutschen Kolonien Brasiliens hatte er die erhofften Erfolge. Bei einer Veranstaltung lernte Max dort auch seine spätere Frau und Bühnenpartnerin „Iracema“ kennen und lieben.
Iracema, eigentlich Donna Irasema, entstammte ebenfalls einer deutschen Familie deren Wurzeln in Dresden lagen. Er baute sich eine eigene grosse Schau auf und ging mit dieser in Brasilien erstmals auf Reisen, einige Zeit später auch in benachbarten Ländern. Da er sich für philosophische und okkulte Fragen interessierte, reiste er nach Indien, wo er in Bombay der philosophischen Gesellschaft "Bombay Yoghi" beitrat.
Um 1926 lernte er den deutschen Zirkusdirektor Hans Stosch – Sarrasani kennen, als dieser sich mit seinem Unternehmen auf Südamerikareise befand. Schnell wurde daraus eine Freundschaft, die ihm Jahre später auch in Deutschland zum Erfolg verhalf.
1933 brachte er seine Revueschau nach Deutschland und ging unter anderem mehrmals für die NS-Veranstaltung „Kraft durch Freude“ auf grosse Deutschland-Tour. In den Kriegsjahren tourte er als Frontschau für die Soldaten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges floh er bei Nacht und Nebel zurück nach Brasilien, wo er von nun an ein ruhiges Privatleben auf seiner eigenen Ranch führte. Er züchtete Enten und Gänse am Standrand von Rio.
Das Showgeschäft liess Cantarelli jedoch nicht los, und so baute er sich nach und nach wieder eine neue Show auf, mit der er wenig später erneut durch Europa tourte. Der erhoffte Erfolg wie in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg blieb jedoch aus, seine gesamten Requisiten wurden vom Zoll beschlagnahmt. Völlig verarmt kam er schliesslich um 1959 wieder in Berlin an, wo er mit falschen und auch ominösen Leuten und Geschäften in Kontakt kam. Der alte Showman Cantarelli hatte dennoch erneut den Mut, eine neue große Schau in Berlin auf die Beine zu stellen. Als er auf der Ostdeutschen Seite Berlins in die Fänge der DDR Justiz und Staatssicherheit geriet, zerschlugen sich jedoch seine Pläne. Wegen eines angeblichen „Devisenverbrechens“ wurde er zu 10 Jahren Zuchthaus in Berlin verurteilt und schliesslich ins berüchtigten Stasi–Zuchthaus „Gelbes Elend“ in Bautzen/Sachsen gesteckt. Schliesslich kaufte die BRD den einstigen Starillusionisten für 10‘000,- DM frei.
Der verarmte und greise Alfredo Cantarelli versuchte nochmals eine neue Show zusammenzustellen, bekam jedoch niederschmetternde negative Presse und Publikumskritiken. Dies war das endgültige Ende des grossen Cantarelli, dessen Finger einst mit 100‘000 Dollar versichert waren.
Im Jahre 1971 zog Cantarelli allein nach Köln, nachdem er in Berlin alle Zelte abgebrochen hatte, und in diesem Jahr meldete er sich auch letztmalig in der Öffentlichkeit. Die Bildzeitung vom 9.6.1971 brachte damals einen letzten Artikel, mit der Überschrift "Brasilianischer Professor sucht jetzt in Deutschland Frau fürs Leben", doch statt eine positive Berichterstattung machte sich der ehemalige bekannte Illusionist hier eher lächerlich. Der erhoffte Erfolg, endlich wieder eine Frau fürs Leben zu finden" blieb aus und schließlich verstarb Alfredo Cantarelli alias Maximilian Emil Mundt am 1. November 1975 im Alter von 70 Jahren als mitteloser und unbekannter Bürger in Köln.
Mit freundlicher Genehmigung, Auszug aus dem Forschungsergebnis von Jens-Uwe Günzel, Dokumentation Cantarelli, 1998-2009
Quelle: http://www.alfredo-cantarelli.jimdo.com / www.archiv-doku-zauberkunst.jimdo.com Cantarelli Forschung Jens-Uwe Günzel, D- 09456 Annaberg-Buchholz

Cantu, Abraham J.
1896-1949 (Mexiko)
Der in Monterrey in Mexiko geborene Cantu begann sich erst nach einer kurzen Karriere als Friseur für die Zauberkunst zu interessieren. Frakson unterstützte Cantu, der in Mexiko auch unter dem Künstlernamen Professor Tucan auftrat, und vermittelte ihm Engagements in den USA. In den Dreissigerjahren trat er auch in Europa auf.
Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Cantu seine Technik der Taubenproduktion perfektioniert und führte als erster eine kommerziell erfolgreiche Taubennummer vor. Seine Technik wurde von Channing Pollock übernommen und wird noch heute verwendet. Cantu zeigte seine Taubennummer in einem mexikanischen Cowboykostüm erfolgreich in Theatern und Clubs in den USA.
Im Kinofilm "Politiquerias" (1931), der spanischen Version des Films "Chickens come home", trat Cantu als Gast von Laurel und Hardy auf. Er zeigte Karten- und Zigarettenmanipulationen, das sich selbst entknotende Seidentuch, die zerrissene und wiederhergestellte Zeitung und produzierte mehr als ein Dutzend Eier aus einem leer gezeigten Hut.
1949 kam Cantu bei einem Autounfall in Atlanta ums Leben.

Cardini (Richard Valentine Thomas)
1895-1973 (GB)
Cardini wurde als Sohn des Handelsreisenden Richard Valentine Thomas und Alice Maude Thomas (ehemalige Skinner) in einem kleinen Fischerdorf in Glamorgan, Wales, geboren. 1898 heiratete seine Mutter Price Pitchford, mit dem sie zwei weitere Kinder hatte. Das erste verstarb bereits als Baby. 1904 beging Pitchford Selbstmord. 1908 gebar Alice Maude ein weiteres Kind, dessen Vater unbekannt ist.
Bereits als Kind kam Cardini in Kontakt mit Schauspielern, die in der Pension seiner Muter übernachteten. Von einem lernte er seine ersten Kunststücke, mit denen er seine Kameraden unterhielt. Schon damals erlernte er die Technik des "Tonguing" (Verbergen und reproduzieren einer brennenden Zigarette im Mund), die später zu einem Grundstein der Nummer wurde, mit der er weltberühmt wurde. Mit 9 lief Cardini von zu Hause weg und arbeitete als Page in einem Hotel in Cardiff. Dort lernte er von einem Falschspieler Kartengriffe wie den Bottom Deal oder das Legen eines Spiels, die Grundlagen des Billardspiels und Trickshots. Einige Zeit spielte er gegen die besten Billardspieler der Gegend und gab Demonstrationen. Später erhielt er die Aufsicht über einen Billardsaloon mit sechs Tischen. In dieser Zeit sah er unter anderem Vorstellungen von Chung Ling Soo, Nate Leipzig, Frank van Hoven. Lafayette, Downs und Thurston dienten ihm als Vorbilder, Downs' "The Art of Magic" wurde zu seiner "Bibel" und aus Thurstons Buch über Kartenmanipulation erlernte er die Rückhandpalmage und den Kartenfang. Bevor er jedoch seinen Traum, Zauberkünstler zu werden, weiterverfolgte, meldete er sich 1914 zum Militärdienst.
Während der 18-monatigen Rekonvaleszenz von seinen 1918 bei einer Bombenexplosion erlittenen Verletzungen und der damit verbundenen Kriegsneurose befasste sich Cardini intensiv mit Kartenmanipulationen. Nach seiner Entlassung aus dem Spital trat er für kleine Gagen in South Wales in Bar Saloons und ab und zu in einem Theater auf, zunächst unter den Namen "Professor Thomas" und "Valentine", dann während mehrerer Jahre als "Val Raymond". Er zeigte eine Sprechnummer mit Kartenmanipulationen, Kartensteiger und einer Fahnenproduktion; eine e Taschenuhr verschwand und erschien wieder am Hals eines Kaninchens.
1919 ging er enttäuscht von seinen Misserfolgen in Wales nach London. Da er keine Engagements über Agenturen erhielt, hielt er sich als Strassenkünstler und Verkäufer von Trickkartenspielen über Wasser. Anfang der Zwanzigerjahre arbeitete er als Verkäufer bei A. W. Gamage Limited, einem grossen Warenhaus mit einer Zaubergeräteabteilung.
1921 verstarb Cardinis Mutter mit 45 an Brustkrebs. 1922 baute er eine Bauchrednernummer in sein Programm ein. Nachdem er es nicht schaffte, Engagements in Varietés zu erhalten, reiste er 1924 nach Australien. Während der zweimonatigen Schiffsreise trat er für die Passagiere auf, und ein an Bord anwesender Agent verschaffte ihm in Australien den Zugang zu Künstleragenturen. Cardini erhielt sogleich einen zwanzigwöchigen Vertrag für Auftritte in den besten Theatern. Innert kürzester Zeit wurde er in Australien unter dem Namen "Cardini" bekannter als er je in England gewesen war. Seine Nummer umfasste Tücherkunststücke, Fingerhut-, Billardball-, Zigaretten- und Kartenmanipulationen.
Nach einem zwanzigmonatigen Aufenthalt in Australien und Neuseeland, wo er in allen grossen Varietés auftrat, reiste er 1926 in die USA. Dort traf er Swan Walker, seine künftige Frau und Partnerin, die er 1927 heiratete und mit der er zwei Kinder hatte. Die Ehe hatte Bestand bis zum Tode Cardinis.
Mitte der Dreissigerjahre wurden viele Varietés geschlossen, Artisten und Künstler mussten unter veränderten Bedingungen in Nachtclubs auftreten. Cardinis Nummer passte perfekt in diesen Rahmen. Zu dieser Zeit gehörte er zu den meistengagierten und bestbezahlten Zauberkünstlern.
Ende 1932 wurde er für 14 Wochen nach Europa verpflichtet, wo er während fünf aufeinander folgenden Wochen (ein neuer Rekord für eine Zaubernummer) im Palladium in London auftrat und zwischendurch kurze Gastspiele im Alhambra in Paris und im Kabarett der Komiker in Berlin gab. Drei weitere Reisen nach Europa mit Auftritten in England, Schweden und Deutschland folgten bis Ende der Dreissigerjahre. Danach kehrte er nie mehr nach Europa zurück.
Die Nummer des leicht angeheiterten Englischen Gentleman mit einem Monokel, an dessen Fingerspitzen zu seinem eigenen Erstaunen Karten, Billardbälle und brennende Zigaretten erschienen, assistiert von Swan in der Rolle eines Hotelpagen, wurde bis Ende der Dreissigerjahre perfektioniert.
In den Vierziger- und Fünzigerjahren trat Cardini vor allem in Hotels und Clubs, später auch im Fernsehen und auf Kreuzfahrtschiffen auf. Dort musst er verschiedene Programme zwischen 10 und 30 Minuten zeigen. So führte er Kunststücke wie Professor's Nightmare, die Verwandlung eines Tuches in ein Ei mit Scheinerklärung, die Salzwanderung, den Eierbeutel, das Kartenschwert usw. vor, in chinesischem Kostüm Kunststücke wie die Produktion eines Aquariums, den Fischfang aus der Luft, die Reisschalen, die Chinastäbe.
Cardinis weltberühmte Manipulationsnummer wurde zur meist kopierten aller Zeiten, doch kein Künstler erreichte je seinen Stil, seine Perfektion, sein Gespür für den dramatischen Effekt und die unterhaltsame Unbeschwertheit des Originals. Mit seiner stummen Manipulationsnummer beeinflusste Cardini Generationen von Manipulatoren.
Biografie: FISCHER, J. Cardini The Suave Deceiver. Miracle Factory, Los Angeles, CA, 2007
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Carlisle, Stanton (Richard Stanton)
1928-1990 (GB)
Stanton Carlisle lernte anhand eines Zauberkastens zaubern. Nach dem Militärdienst in der RAF wurde er um 1948 professioneller Zauberkünstler. Er trat als "Rinaldo" mit Standardkunststücken in Music Halls auf und gab Kindervorstellungen. Ab Anfang der Fünfzigerjahre trat er unter dem Namen Stanton Carlisle als Mentalist auf.
Er publizierte u. a. "Puppetrix Supreme", "The Magic of ESP" (1976), "Dynamic Mentalism" (1979), "Mentalism for Conoisseurs" (1980), "Mentalism De Luxe", "Master Mentality", "Mentalism: Inner Secrets 1" (1990) und veröffentliche Kunststückbeschreibungen in Pentagram, Magigram, Seance und Pabular.

Carlyle, Francis (Francis Finneran)
1911-1975 (USA)
Francis Carlyle war professioneller Kartenkünstler. 1955 wurde er zu einem von 10 lebenden "Card Stars" gewählt.
Am bekanntesten wurde er durch seine Beiträge in "Stars of Magic", insbesondere seine "Homing Card", sowie seinen "Business Card Move".
Carlyle verstarb infolge übermässigen Tabak- und Alkoholgenusses.

Carmo, the Great (Harry Cameron)
1881-1944 (AUS)
Carmo war der Sohn Schottischer Eltern. Vom Zirkus begeistert lernte er zunächst jonglieren und trat erfolgreich als Jongleur im Zirkus auf. 1907 reiste er nach England, wo ihm Servais le Roy half, eine eigene Zaubershow aufzubauen, die er als "The Master Phantasist" präsentierte.
1913 kehrte er nach Australien zurück und trat dort in Servais le Roys Show als Jongleur auf. Nach England zurückgekehrt baute er seine Show aus, in die er immer mehr Tiere integrierte. Er liess unter anderem einen Tiger erscheinen und ein Kamel verschwinden. Mit 40 Mitarbeitern bereiste er mit der nach Lafayette extravagantesten Show Europa. Sein spektakulärster Effekt war eine spezielle Version der schwebenden Dame ("The Mummy"), die sich aus einem Sarkophag in die Luft erhob, senkrecht stehend um die eigene Achse drehte, in waagrechte Lage schwebte, in der Carmo einen Ring um Sie führte, sich danach mit dem Kopf nach unten und wieder in aufrechte Position drehte, in der sie selbst den Ring um sich führte, um sich schliesslich dem Sarkophag zuzudrehen und wieder in diesen zurück zu schweben*.
Ein Jahr nach dem Tod seiner zweiten Frau eröffnete er 1928 den grössten Zirkus von England. Wegen der riesigen Kosten und der Zerstörung des Zeltes durch einen Schneesturm und kurz darauf eines neuen Zeltes durch ein Feuer musste er 1930 das Unternehmen aufgeben. Danach trat er mit einem kleinen Zirkus an Jahrmärkten auf.
Biografie: Andrews, V. The Great Carmo. Arcardy Press, n. pl., 2008
* Eine Vorführung der Mummy- Illusion von Jeffrey Atkins ist hier zu sehen

Caroly (Jean Augustin Charles Joseph Faugeras)
1868-1955 (F)
Caroly wurde 1868 in Rochechouart in Frankreich geboren. Etwa mit 15 ging er nach Paris, wo er sich mit Gelegenheitsarbeiten sein Leben verdiente. Mit 18 arbeitete er kurze Zeit als Verkäufer in einem Geschäft, bevor er seine Berufung als Zauberkünstler entdeckte. Als er wenige Gelegenheiten fand, sich weiterzubilden und feststellte, dass es wenige Geschäfte für Zauberkünstler gab, beschloss er, selber ein Geschäft zu eröffnen. Da sein Geschäft gut lief, eröffnete er danach seine "Académie de magie" am Boulevard Saint-Germain. Er erfand diverse Kunststücke und verkaufte Kunststücke anderer Zauberkünstler wie Robert-Houdin, die er nachbaute und in seinen von ihm selber mit zahlreichen Illustrationen versehenen Katalogen anbot. Sein Neffe, Charles Faugeras (auch bekannt als Caroly II), übernahm später das Geschäft seines Onkels.
Caroly wurde auch zum Vizepräsidenten der Chambre Syndicale de la Prestidigitation ernannt.
Ab 1902 gab er monatlich die erste in Frankreich erscheinende Zauberzeitschrift L'Illusioniste heraus, in der er zahlreiche Kunststücke und Biografien mehr oder weniger berühmter Zauberkünstler veröffentlichte.
Caroly publizierte "Tours faciles d'escamotage" (1900), "Étude sur les nouveaux escamotages de pièces" (1902), Tours de cartes faciles pour jeunes gens" (1912) und "Cent récréations amusantes" (1921) heraus.
1949 heiratete er in Paris Jeanne Marie Antoinette Lamare.
1955 verstarb er in Paris.

Caroni (Jerzy Mecwaldowski)
1937-2012 (PL)
Caroni wurde in Kalisz geboren. Nach dem zweiten Weltkrieg liess er sich in Lodz nieder, wo er Rechtsanwalt wurde. Als Neunzehnjähriger arbeitete er in einem Puppentheater und entdeckte schliesslich sein Interesse für die Zauberkunst.
1976 gründete er den Zauberklub Krajowy Klub Iluzjonistów (KKI). Caroni wurde Autor und Herausgeber dessen vierteljährlicher Zeitschrift Hokus Pokus, die er bis 2010 herausgab.
Caroni war der Mentor und Lehrer bekannter Zauberkünstler wie Arsène Lupin und Maciej Pol.
1985 schrieb er das Musical "Sherlock Holmes contra Arsène Lupin", in dem Arsène Lupin die Hauptrolle spielte. Danach produzierte er die Show "Kabaret", die auf dem Film zum Broadway-Musical beruhte. Darin spielte der Zauberkünstler Grzegorz Klat die Hauptrolle.
Caroni verfasste "Czarodziejskie bajki" (Magische Geschichten, 1983), "Vademecum sztuki iluzji " (Vademecum der magischen Künste, 1985), "Jak pan to robi?" (Wie machst du das? 1988) und "Tajemnice Iluzjonistów. Sekrety kart" (Geheimniss der Illusionisten. Geheimnisse der Karten, 2008).

Carrington (Joseph Buhot)
1895-1971 (F)
Ursprünglich von Beruf Apotheker, wurde Carrington 1922 professioneller Illusionist. Zwischen 1926 und 1962 trat er in Frankreich auf. Danach zog er sich wegen Gesundheitsproblemen zurück.

Carroll, José "Pepe" (José Frank Arsenio Larraz)
1957-2004 (E)
Ursprünglich Ingenieur von Beruf wandte sich Jose Carroll der Zauberkunst und der Fernsehunterhaltung zu, nachdem er in die "Magische Schule von Saragossa" eingeführt worden und später Mitglied der Escuela Magica de Madrid geworden war. Er lernte bei Ascanio und Juan Tamariz, von dem er den Vorführstil mit grosser Publikumsbeteiligung übernahm.
Er gewann den Frakson Award (1972), den Sebastian Gasch Award (1984), war Spanischer Meister der Kartenkunst (1980), errang den zweiten Platz in der Sparte Kartenmagie am FISM-Kongress 1982 in Lausanne und den ersten Platz in Kartenmagie am FISM-Kongress in Den Haag 1998.
Obwohl er in ganz Lateinamerika und den USA als Zauberkünstler auftrat, war er in Spanien beim Publikum vor allem als Moderator von Unterhaltungssendungen am Fernsehen bekannt.
Seine Kartenkunststücke beschrieb er in "52 Lovers" Vol. I und II (1988).

Carter, Charles Joseph
1874-1936 (USA)
Carter trat bereits mit 10 Jahren als „Master Charles Carter the Original Boy Magician“ auf und reiste als Teenager als Zauberkünstler herum.
1895 heiratete er Corinne, die er auf einer Tournee kenngelernt hatte. 1900 gründete er eine Künstleragentur, ab 1902 trat er daneben mit einem abendfüllenden Programm auf.
1903 erschien das von ihm verfasste Buch „Magic and Magicians – A full Exposé of modern Miracles by Chas. J. Carter Americas Foremost Prestidigitateur“. 1903 bis 1905 gab Carter das Magazin Chicago Footlights, eine Zeitschrift für an der Welt des Theaters interessierte Leser heraus.
1905 graduierte er als Jurist. Ab 1906 ging Carter mit Mrs. Henrici, die sich nach ihrer Scheidung den Namen Abigail Price zulegte, während 9 Monaten als Illusionist auf Tournee.
Nach seiner Rückkehr unternahm er 1907 mit seiner Frau seine ersten Welttournee, die ihn nach Australien, Tasmanien, Neuseeland, die Philippinen, Manila, Hong Kong, Shanghai, Japan, Malaysien, Burma, Indien, Ceylon, Ägypten, Italien führte.
1909 kehrte er nach Amerika zurück, trat jedoch bereits 6 Monate später seine zweite Welttournee an, die mehr als zweieinhalb Jahre dauerte.
Nach seiner Rückkehr nach Amerika trat er 1912 bis 1917 in Vaudeville Shows auf. 1917 erwarb er Martinka’s, die damals bedeutendste Zaubergerätefirma mit fast vierzigjähriger Tradition, verkaufte jedoch wegen schlechtem Geschäftsgang in den Kriegsjahren zwei Jahre später seinen Anteil wieder.
Vor seiner dritten Welttournee, auf die er seine Frau nicht mehr mitnehmen wollte, liess sich diese von ihm trennen. Ihre Rolle in der Show wurde von Evelyn Maxwell übernommen, die seit über 10 Jahren bei Carters Show mitgeholfen hatte. Ab Beginn der dritten Welttournee 1920 nannte er sich nicht mehr „Carter the Mysterious“ sondern fortan nur noch „Carter the Great“.
Kurz nach seiner Rückkehr 1922 wurde er für ein zwanzigwöchiges Engagement nach Japan verpflichtet. Von da reiste er nach China und anschliessend zurück nach Amerika.
1924 unternahm er seine 5. Welttournee, von der er 1925 kehrte nach Amerika zurückkehrte.
Die 6., drei Jahre dauernde Welttournee begann Carter 1927 mit 52 Jahren. $
Zurück in Amerika baute Carter ein grosses Haus, in dem er die nächsten Jahre verbrachte. In dieser Zeit trat er im von Depression und Börsencrash heimgesuchten Amerika nicht mehr auf.
Mit 57 erlitt er einen Herzanfall und musste sich einige Zeit schonen.
1933 errichtete er an der Weltausstellung in Chicago ein Theater, den „Temple of Mystery“, das er jedoch wegen mangelnden Erfolges nach zwei Monaten schliessen musste.
Ende 1933 unternahm Carter seine 7. und letzte Welttournee. In Indien erlitt er erneut einen Herzanfall und musste einen Monat im Spital verbringen. Seinen Part in der Show übernahm sein Sohn Larry. Nach einem weiteren Herzanfall verstarb Carter am 13. Februar 1936. Larry Carter führte die Tournee zu Ende und kehrte dann nach Amerika zurück. Seine Karriere als Zauberkünstler war damit beendet.
Carter, der mit tonnenschwerem Gepäck und meist acht Personen reiste, führte in seinen Shows Illusionen zeitgenössischer Zauberkünstler wie Thurston, Kellar, Goldin, Lafayette vor. Er hatte auch einen Löwen in seinem Programm und führte den verschwindenden Elefanten vor. Er war ein Meister der Reklame und pflegte überall seine Shows mit zahlreichen riesigen Farbpostern anzukündigen.
Biografie: CAVENEY, M. Carter The Great. Mike Canveney’s Magic Words, Pasadena, CA, 1995

Cartier, Del
1918-2006 (Rumänien)
Del Cartier wurde in Rumänien geboren, seine Familie wanderte in die USA aus, als er ein Jahr alt war. Er wuchs in Philadelphia auf, wo er sich oft in Jack Chanins Laden aufhielt. Sein Mentor war Paul Rosini. Während seiner Schulzeit trat er bei Schulveranstaltungen und in Nachtclubs auf. Als professioneller Zauberkünstler bereiste er danach die USA, Kanada und Südamerika. Von Cardini beeinflusst zeigte er Karten- und Zigarettenmanipulationen.
Nach dem Militärdienst während des zweiten Weltkrieges, in dem er seine Frau kennenlernte, eröffnete er eine Künstleragentur. Schliesslich wechselte er den Beruf und trat in das Textilunternehmen der Familie seiner Frau ein. Sein Interesse für die Zauberkunst blieb jedoch erhalten und er war aktives Mitglied verschiedener magischer Vereinigungen.

Cartis (Nicolas Casini)
1874-1952 (I)
In Rom geboren wollte Casini bereits als Junge Akrobat werden. Mit 15 riss er von Zu Hause aus, um in einem Zirkus zu arbeiten. Er wurde Trapezkünstler und lernte Voltigieren. Doch seine Karriere als Artist war nur von kurzer Dauer: mit 18 brach er sich ein Handgelenk.
Da er trotzdem das Leben eines Künstler führen wollte, erlernte er das Manipulieren. Nach dem Militärdienst bereiste er als professioneller Zauberkünstler Österreich, Ägypten, Frankreich, Belgien und England.
Nach dem ersten Weltkrieg bereiste er Ägypten, Tunesien, Algerien, Marokko und Frankreich. Bekannt war er unter anderem durch seine Vorführung der schwebenden Kugel und den Fischfang aus der Luft.

Cassidy, Bob
1949-2017 (USA)
Bob Cassidy wurde in Kearny in New Jersey geboren.
1978 gründete er zusammen mit Tony Rave, Scott Gordon, Mary Lynn und Dian Buehlmeier die Psychic Entertainers Association (P.E.A.), die zur wichtigsten Internationalen Vereinigung professioneller Mentalisten wurde.
Von 1978 – 198 sowie 1984 war er Herausgeber von Vibrations, dem Newsletter der P.E. A.
Bob Cassidy trat im Magic Castle, auf Kreuzfahrstschiffen, am Fernsehen und im Radio auf und gab Vorstellungen für grosse Unternehmen in der ganzen USA.
Er erhielt diverse Auszeichnungen, so u. a. 1996 den David Lederman Memorial Award für Kreativität in der Mentalmagie und 2011 den Dunninger Memorial Award für hervorragende Leistungen als Mentalist.
Er verfasste mehrere Bücher über Mentalmagie, die zu Klassikern wurden: "The Art of Mentalism” (1983), "The Principia Mentalia” (1994), "The Art of Mentalism II" ( 1995) „The Artful Mentalism of Bob Cassidy” (2004). Ausserdenm publizierte er zahlreiche eBooks.
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Cathéry, Jean-Michel (Jean-Michel Salz)
1948-2005 (CH)
Jean-Michel Salz wurde in Biel geboren. Er begann er sich bereits im Alter von 10 Jahren für die Zauberkunst zu intersssierrn, nachdem er von seiner Mutter einen Zauberkasten erhalten hatte. Bei den Pfadfindern gab er unter dem Künstlernamen Ben Mustafa die ersten Vorstellungen.
Bereits mit 15 Jahren trat er erstmals im Zirkus Nock mit einer Zaubernummer und Jonglage auf. Auf Wunsch seines Vaters, einem Chefbeamten bei der Post, absolvierte er von 1964-1968 eine vierjährige Lehre als Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur. Danach verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Jobs.
Ab 1971 war er als Berufskünstler regelmässig in Varietés wie dem Hansatheater in Hamburg engagiert, Im gleichen Jahr trat er während einer Saison im Schweizer Zirkus Nock auf. Dort heiratete er seine Frau Katharina, die seine Assistentin wurde. Ihr zu Ehren nannte er sich fortan Cathéry.
In seinem Programm zeigte er unter anderem die Fluchtkiste und Taubenproduktionen. Doch fehlte ihm ein besonderer, persönlicher Effekt. Nach einer im Scherz gemachten Bemerkung seines Freundes Didier Danion gegenüber einer Pariser Artistenagentur, dass er in seiner Nummer ein Krokodil erscheinen liesse, machte er sich an die Umsetzung dieser Idee. Während eines Jahres entwickelte er die Nummer. Sein Bruder, der im Basler Zoo arbeitete, unterstützte ihn dabei mit fachmännischem Rat.
1976 war dann erfolgreiche Premiere im Zirkus Nock. Von da an wurde in die grossen Häuser eingeladen: "Tour Eiffel" in Paris, "Valencia" in Kopenhagen, "Renz" in Wien, "Chez Paul" in Brüssel. Diverse Fernsehauftritte folgten, unter anderen auch im japanischen Fernsehen.
1982 machte Jean-Michel die Bekanntschaft von Reto Breitenmoser und wurde im 1985 eröffneten Magic Casino in Degersheim technischer Direktor und trat als Miteigner der Magic-Casino-Aktiengesellschaft auch in den dort gezeigten Shows auf. 1993 ging das Unternehmen in Konkurs.

Cazeneuve, Marius
1839-1913 (F)
Astronom, Politiker, Diplomat. Ab 1855 professioneller Zauberkünstler mit grosser Handfertigkeit. Seine Tourneen führten ihn mit seinem Bühnenprogramm und seiner Hellsehnummer, die er mit seiner Frau präsentierte, durch Europa, die Türkei, Afrika und die USA. Unzählige Potentaten, die er mit seiner Kunst verblüfft hatte, verliehen ihm Orden und Medaillen.

Cazman, Henri (Richard Henry T. Plumb)
1864-1917 (F)
Cazman wurde in in Frankreich geboren, ging jedoch bereits 1967 mit seinen Eltern nach England. Er wurde einer der besten Varieté-Zauberkünstler seiner Zeit. 1890 trat er erstmals in Amerika auf. Er führte unter anderem ein Kunststück vor, bei dem eine Porzellanplatte von einem Zuschauer in kleine Stücke zerbrochen wurde, die dann auf eine Zielscheibe geschossen wurden, wo die Platte bis auf ein Stück, das der Zuschauer behalten hatte, wieder ganz erschien. Cazman starb 1917 in London.

Cellini, Jim (Richard Timothy Sullivan)
1940-2009 (USA)
Geboren in Nashua, New Hempshire, USA, wuchs Jim Cellini im Waisenheim auf. Dort sah er einen Zauberkünstler und war von da an von der Zauberkunst fasziniert. Zunächst interessierte er sich für Bühnenmagie. Er wurde beeinflusst durch Cardini, Malini, Silent Mora und Slydini. In den Sechzigerjahren nahm er Unterricht bei Slydini und reiste danach als Zauberkünstler durchs Land. Als er Johnny Fox traf, begann er sich für die Strassenzauberei zu interessieren. Anfang der Siebzigerjahre entwickelte er seine eigene Art der Strassenzauberei und reiste während der nächsten 30 Jahre als Strassenzauberer und Seminarleiter um die Welt. Er wurde in Zauberkreisen als einer der besten Strassenzauberkünstler angesehen und beeinflusste zahlreiche zeitgenössische Strassenkünstler. Zu seinen Lieblingskunststücken gehörten das Becherspiel, das Ringspiel und der Geldschein in der Zitrone.
Seine Kunststücke und Herangehensweise wurden in zwei Büchern beschrieben: "The Royal Touch" (1997) und "Cellini's Dreamer's Highway" (2006).
2004 gab er unter dem Titel "The Art of Street Performing" drei DVDs heraus, 2006 die DVD "Cellini: Street Magic Lecture - Zurich". Nach Anfang der Neunzigerjahre trat Cellini nicht mehr auf der Strasse auf. Er lebte mit seiner Frau Marianne Heller in Baden in der Schweiz und gab weiterhin auf der ganzen Welt Seminare.
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Cervon, Bruce (Andrew Bruce Cernava)
1941-2007 (USA)
Bruce Cervon wuchs als Enkel jugoslawischer Einwanderer in Akron, Ohio auf. Mit etwa sieben Jahren zeigte ihm sein Vater ein Einhandabheben. Danach lernte er anhand eines Mysto-Zauberkastens und Kartenkunststücke aus Hoffmann's Modern Magic.
Ab 1964 arbeitete er in Hollywood als professioneller Close-up- und Standup-Zauberkünstler. Im Magic Castle lernte er Dai Vernon kennen und verbrachte während ein paar Jahren jede freie Minute mit dem "Professor". 1971 erhielt er von der Academy of Magical Arts (AMA) die Auszeichnung für das beste Seminar, 1973 und 1976 als bester Close-up Magier, viermal die Auszeichnung "Best Magician of the Year" Von 1978 bis 1994 amtierte er als Kassier der AMA, und ab 1994 als deren Sekretär. 2000 erhielt er die höchste Auszeichnung der AMA, den "Performing Fellowship".
Seit Anfang der Neunzigerjahre war er Mitherausgeber bei L & L Publishing. Bruce Cervon trat auch als Experte für Falschspiel bei Gericht auf. Er trat in vielen grossen Fernsehshows auf und war als Berater für Werbefilme tätig.
Er publizierte "The Real Work: Card Secrets of Bruce Cervon" (1976), "The Cervon File" (1987), "Bruce Cervon's The Black & White Trick and Other Assorted Mysteries" (1989), "Ultra Cervon" (1990)", "Bruce Cervon: Hard-Boiled Mysteries" (1998), Ausserdem ermöglichte er mit Hilfe seiner Notizen - als "The Castle Notebooks" bekannt geworden - die er während seiner Bekanntschaft mit Vernon verfasst hatte, die "Vernon Chronicles " (4 Bände, 1987-1992).
Kunststücke von ihm wurden in den Zeitschriften Genii, Pallbearers, Epilogue, Ibidem, Cardiste, Hierophant, Talisman, Linking Ring, Magic & Spells, Magick, MUM und Richard's Almanac veröffentlicht.
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Chabernot (Antonio Sena)
1887-1977 (I)
Nachdem Chabernot mit 14 Jahren eine Zaubervorstellung gesehen hatte, wollt er unbedingt auch Zauberkünstler werden. Während er sich seinen Lebensunterhalt als Kellner verdiente, lernte er zu manipulieren.
Erst mit 28 gelang es ihm, einen Theateragenten von seinen Fähigkeiten zu überzeugen und eine Auftrittsmöglichkeit in einem Theater zu erhalten. Von da an ging es mit seiner Karriere aufwärts und er unternahm mit seiner magischen Revue, in der auch seine Frau und sein Sohn auftraten, Tourneen durch den Mittleren Orient, vor allem durch Ägypten, und die italienischen Kolonien in Afrika.
In den Fünfzigerjahren war er neben Bustelli der einzige Italienische Zauberkünstler, der eine abendfüllende Vorstellung bot. 1960 zog er sich von der Bühne zurück.

Chambly (Jacobus Wunnik)
1863-1926 (NL)
Zog mit einer grossen Bühnenshow durch Europa. Betrieb nebenher zeitweilig auch Zaubergerätehandel nachdem er das Geschäft von Oscar Lischke in Hamburg übernommen hatte.

Chandler, Claude
1896-1977 (GB)
Claude Chandler war Bauchredner, Zauberkünstler und Schauspieler.
1913 trat er dem Magic Circle bei. Bereits 1921 bot er einen Kurs mit Zauberlektionen zum Verkauf an.
Von 1958 bis zu seinem Tod war er Vizepräsident des Magic Circle.
Als David Devant wegen schwindender Gesundheit nicht mehr in der Lage war, selber auf der Bühne aufzutreten, wählte er Claude Chandler aus, um seine Illusionsshow zu präsentieren.
Mit seiner Frau Jean, einer Tänzerin, hatte Claude Chandler eine Tochter, Claudine, die bereits mit sechs Jahren zu zaubern begann. Sie liess sich ausserdem zur Tänzerin ausbilden, trat in Zirkussen und als Tiertrainerin auf. Als "The Magical Claudine" (1935-2015) führte sie die magische Tradition von Chandler weiter.

Chang (Juan Jose Pablo Jesorum)
1889-1972 (Panama)
Chang interessierte sich schon früh für die Zauberkunst. Mit 17 Jahren wurde er Assistent von The Great Raymond, mit dem er während fünf Jahren um die Welt reiste, bevor er selber als Li Ho Chang, später einfach als Chang in Südamerika, Afrika, Australien, Indien, dem Orient und Europa auftrat.
Chinesische Hintergründe, orientalische Apparate und ständig wechselnden Kostüme für sich und seine Assistenten sowie ungewöhnliche Beleuchtungseffekte zeichneten seine mehr als zweieinhalb Stunden dauernde, farbenprächtige Show aus. In der Darbietung wurden ausser der Zaubereffekten auch akrobatische Nummern und Tanzeinlagen gezeigt.

Chanin, Jack
1907-1997 (RUS)
In der Ukraine geboren, floh Jack Chanins Mutter in den 1920er Jahren mit ihm und seinen Brüdern nach Polen. Aals Jack 16 war, wanderten sie nach Amerika aus. Mit 17 begann er zu zaubern und beschäftigte sich vorwiegend mit manipulativer Magie.
1930 bis 1981 betrieb er das Zaubergeschäft "Chanin's Studio of Magic" in Philadelphia.
Jack Chanin war ein Meister der verschiedensten magischen Stilrichtungen.
Von 1933 an verfasste er eine Reihe von Manuskripten, u. a. über das Ärmeln ("Enyclopedia of Sleeving", 1947), das Nussschalenspiel ("Hello, Sucker!", 1934), Zigarrenmanipulationen ("Cigar Manipulations", 1937), Seidentücher ("Silks at your Fingertips").
Unter dem Namen Cha-Nin trat er auch als chinesischer Zauberkünstler auf.

Chapender, Martin (Harold Martin M. Jones)
1876-1905 (GB)
Von Beruf ursprünglich Versicherungsangestellter. Durch T. Nelson Downs wurde er zum Manipulieren inspiriert und arbeitete mit Karten und Billardbällen. Ab Ende 1904 trat er in der Egyptian Hall auf. 1905 verstarb er im Alter von 31 Jahren.

Chapman, Frank(lin) Montgomery
1901-1954 (USA)
Frank Chapman wurde in Baltimore, Maryland geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde durch eine Zaubervorstellung geweckt, die er in seiner Jugend sah,und er begann schon früh, als Zauberkünstler aufzutreten. Mit 23 heiratete er Mary Hammond, mit der er zwei Töchter hatte. Obwohl sein Können von Zauberkollegen hoch gelobt wurde, machte er die Zauberkunst nie zu seinem Beruf, sondern verdiente seinen Lebensunterhalt als Verkäufer.
Ab 1932 gab er eine Serie von Heften für das Publikum heraus, die von verschiedenen Firmen zu Werbezwecken eingesetzt wurden ("Twenty Clever Magic Tricks", "Magic Tricks for every Member of the Family", "Twenty Clever Card Tricks", "No Palming", "Modern Magic Made Easy", "Popsicle Magic Coin Book").
1931 war Chapman einer der ersten Zauberkünstler die im Fernsehen auftraten.
1932 zog er nach Los Angeles, wo er bei Shell Oil arbeitete. 1936 stellte die Firma zu Werbezwecken eine Magische Show mit vier Teams zusammen, die durchs Land zogen. In einem der vier Teams trat Chapman mit einer fünfzehnminütigen Nummer auf.
1936 gab Chapman im Selbstverlag die Hefte "Six Bits" und "Another Six Bits", 1937 "Six Bits More" mit Close-up Kunststücken heraus, mit denen er sich einen guten Ruf für interessante Kunststücke erwarb. Für Genii schrieb er während 7 Jahren die Kolumne "Chap's Corner", in der er Neuigkeiten, seine Gedanken zur Zauberkunst und kurze Effekte beschrieb. Ausserdem veröffentlichte er Artikel in The Bat, Hugard's Magic Monthly, Tops und The Linking Ring.
1938-1940 gab er 24 Ausgaben von "Chap's Scrapbook" heraus, eine mit der Schreibmaschine geschriebene und von Hand illustrierte monatliche Zeitschrift, in der er viele ausgezeichnete Close-up Kunststücke beschrieb.
Ausserdem veröffentlichte er unter anderem "Ten Stunners with a Nail Writer" (1941, die erweiterte Fassung "Twenty Stunners with a Nail Writer" erschien 1944), "Quick Tricks"( 1941) und "Fountain of Silks" (1942).
1954 starb Chapman, von seiner Frau geschieden und an Leberzirrhose leidend, mit 53 Jahren infolge eines Herzanfalls.

Charlton, Chris (Christopher Henry Charlton)
1887-1963 (GB)
Chris Charlton wurde in Staffordshire geboren und begann 1904 als professioneller Zauberkünstler zu arbeiten. Er war ein Varieté-Zauberer, der während 50 Jahren rund um die Welt in kleinen und grossen Varieté-Theatern auftrat.
Zu seinen Standardkunststücken gehörten u. a. die Sympathetic Silks, der Magische Kessel (any drink called for), eine schwebende Papierkugel, die Reisschalen und das Verschwindenlassen einer Assistentin (seiner Tochter) aus einem in die Luft hochgezogenen Duschkabine. Er trat in über vierzig Ländern auf gab Vorstellungen in englischer, französischer und deutscher Sprache.
1917 trat er vor König George V und Queen Mary auf. 1925-1926 unternahm er mit Long Tack Sam eine Tournee durch Australien und Neuseeland. 1930-1931 trat er in Amerika auf, danach kehrte er nach England zurück und trat bis in die 1950er-Jahre auf. Mit dem Niedergang der Varietés verlor er seine Lebensgrundlage. 1963 starb er in London an den Folgen eines Sturzes.
Chris Charlton war eng befreundet mit Martin Chapender und Cecil Lyle. Er war Mitglied des Magic Circle, der S.A.M., der I.B.M, des Syndicat International des Artistes Prestidigitateurs (S.I.A.P.) und der Australian Society of Magicians (ASM),
Seine Bücher- und Zeitschriftensammlung (eine der grössten jener Zeit) ging 1953 in den Besitz des Magic Circle über.

Chart, Ralph
1891-1965 (GB)
Ralph Chart Begann bereits mit zehn Jahren zu Zaubern und trat während es ersten Weltkrieges für die Truppen auf. Nach dem Krieg wurde er von der besseren Gesellschaft für private Parties engagiert. Nach dem zweiten Weltkrieg trat er mit seiner farbenprächtigen Kostümnummer unter dem Namen "Raoul" und "Raoul Chart" in Varietés auf, als "Le Magicien Français" in Belgien und als "Raoul the French Magician" in England. Ausserdem trat er im Fernsehen auf und spielte in verschiedenen Filmen mit.
Ursprünglich war Ralph Chart ein Schüler von David Devant und hatte unter der Leitung von Noel Maskelyne zahlreiche Auftritte in "Maskelyne's Mysteries" in der St. Georges Hall.
Als Komponist schrieb er mehrere Stücke für Klavier und Orgel.

Chaudet, Bill, (Louis William Chaudet II)
1921-2013 (USA)
Bill Chaudet wuchs in Hollywood als Sohn eines Autors und Filmregisseurs und einer Vaudeville-Musikerin auf. Als junger Mann wurde er durch Blackstones Magic Show inspiriert und reiste bald als Blackstones Assistent und Protégé mit der Show umher. Chaudets Frau Mary arbeitete ebenfalls als Blackstones Assistentin.
1947 wurde er von Blackstone zu dessen Nachfolger ernannt. Später, als Blackstone Jr. In die Fussstapfen seines Vaters trat, gab Chaudet den Titel an ihn zurück. Nachdem er die Blackstone Show verlassen hatte, trat er zusammen mit seiner Frau in führenden Hotels, Clubs und Theatern in den USA und Kanada auf.
Chaudet trat in zahlreichen Fernsehshows in den USA auf ("The Steve Allen Show," "The Merv Griffin Show," "The Donald O'Connor Show", "The Mike Douglas Show”, I've Got a Secret", "Ironsides"). Zudem war er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren als Berater für verschiedene TV-Serien und mehrere Kinofilme tätig, brachte Filmstars Kunststücke bei und arbeite als Hand-Double, um Trickhandlungen wie etwa Falschspieltechniken auszuführen. So waren im Film "Cheyenne Autumn” seine Hände anstelle der Hände von James Stewart, Arthur Kennedy und John Carradine zu sehen.
Chaudet war ein Pionier der Messezauberei und trat während mehreren Jahren für die Pacific Telephone Company auf.
Bill Chaudet erfand mehrere Kunststücke, u. a. „Air Mail Silk Production“ und „Microphone Suspension” und verfasste 1947-1949 Artikel für The New Conjurer's Magazine und ab 1950 für Genii.
2003 wurde er in die S.A.M. Magic Hall of Fame aufgenommen.
Anfang 2013 starb er mit 91 Jahren nach einem langen Kampf gegen Alzheimer.

Chavez, Ben
1901-1962 (Philippinen)
Ben Chavez, auf den Philippinen geboren, zog mit 19 nach Amerika und trat dort mit 21 als Zauberkünstler mit einer Manipulationsnummer auf. 1932 traf und heiratete er Marian Cleary, die seine Partnerin wurde. 1938 starb ihre fünfjährige Tochter während eines Auftrittes in Australien bei einem durch eine defekte Gasflasche ausgelösten Feuer in einem Wohnwagen. Nach Kalifornien zurückgekehrt begannen Ben und Marian eine Schule für Zauberkünstler aufzubauen. 1941 eröffneten sie das Chavez College of Magic in der Garage ihres Hauses in Los Angeles. Der angebotene Kurs erstreckte sich über 6 bis 8 Monate, jede Lektion umfasste Grifftechniken mit Spielkarrten, Billardbällen, Münzen Zigaretten, Fingerhüten. Zu den ersten Absolventen gehörten Don Alan und Walter Cummings sowie an der Zauberkunst interessierte Hollywood Stars wie Orson Welles oder Bud Abbott & Lou Castello. Das Interesse für den Lehrgang nahm laufend zu, 1946 wurde das Chavez College von den Erziehungsbehörden als Fachschule anerkannt und aus dem Krieg zurückgekehrten Soldaten wurde der Kurs vom Staat subventioniert. Unter ihnen waren Neil Foster und Channing Pollock. 1950 zog das Chavez College nach Hollywood an den Sunset Boulevard um, die Räumlichkeiten umfassten nun Bühnen und Unterrichtszimmer. 1952 absolvierte Norm Nielsen das College. 1953 unterrichtete Chavez auch bei der Merv Taylor Company, einem Zaubergerätehändler in Hollywood.
Schon früh hatten Ben und Marian die Idee, ihren Unterricht auch in der Form eines Fernkurses anzubieten, doch es dauerte gute zehn Jahre, bis die Instruktionen geschrieben und mit über 1500 Fotos aus verschiedenen Sichtwinkeln versehen waren, welche die Grifftechniken in allen Details zeigten. Gegen eine Verschwiegenheitserklärung konnten sich Interessenten ab 1960 für den Fernkurs einschreiben. Er umfasste 17 Lektionen zu rund 30 Seiten mit zahlreichen Fotos.
1962 starb Ben Chavez, Marian führte das College weiter.
Dale Salwak, der mit 16 den Kurs absolviert hatte, besuchte 1967 Maria und begann ein paar Jahre später, als Lehrer im Chavez College mitzuwirken. 1978 fragte Marian Neil Foster und Dale Salwak, ob sie daran interessiert wären, die Schule zu übernehmen. Die beiden kauften Marian die Rechte für die Schule und das Unterrichtsmaterial ab, das Chavez College wurde an wechselnden Standorten unter der Bezeichnung Chavez Studio of Magic weitergeführt. Marian starb 1978.

Chefalo, Angelo Raffaele
1885-1963 (I)
Angelo Chefalo wurde in Bonito in der Näh von Neapel geboren. 1900 wanderte er nach Amerika aus und begann 5 Jahre später seine Karriere als professioneller Zauberkünstler.
In den 1930er-Jahren war er neben Dante und Goldin einer der bedeutendsten Illusionisten der Welt, der vor hunderttausenden von Zuschauern auftrat. Er bereiste mit seiner Illusionsshow Amerika, England, Europa, die Kanarischen Inseln, Südafrika, Australien, den fernen Osten, Indien, Ägypten und Russland.
Nach dem zweiten Weltkrieg stellte er eine einstündige Nummer mit Handfertigkeitskunststücken und Illusionen zusammen. Als ganzjährige Tourneen durch die europäischen Varietétheater nicht mehr möglich waren, arbeitete er in den grössten europäischen Zirkussen.
1963 starb er kurz nach seinem 78 Geburtstag während seiner Arbeit in einem Zirkus in Seoul in Südkorea.

Ching Ling Foo (Chee ling Qua)
1854-1922 (China)
Ching Ling Foo wuchs als Sohn einer Familie auf, die im Besitz einer Handelsfirma mit Niederlassungen in China und den USA war. Er begann sich neben seiner Tätigkeit für das Familienunternehmen schon früh für die Zauberkunst zu interessieren. Als er damit Erfolg hatte, widmete er bereits zwischen 1880 und 1890 einen grossen Teil seiner Zeit mit grossem Erfolg den Auftritten als Zauberkünstler in Hong Kong, Shanghai und Singapur. Er zeigte traditionelle chinesische Zauberkunst, die er mit anderen Illusionen ergänzte. Von Beginn an trat er als Zauberkünstler, Feuerschlucker und mit dressierten Schwalben zusammen mit Kontorsionisten, Tellerjongleuren und anderen Artisten auf.
1898 wurde er für die Weltausstellung in Omaha, engagiert und trat danach mit seiner Frau, seiner Tochter und einem Jongleur mit ausserordentlich grossem Erfolg mit zahlreichen Besucherrekorden untere anderem in New York, Chicago, St. Louis, New Orleans, Cincinnati, Chicago, Boston, Philadelphia, Washington, Brooklyn, Buffalo auf. Dabei verdiente er sehr viel Geld. Im Gegensatz zu einem jungen Houdini, der im gleichen Theater auftrat und dabei $ 150 pro Woche verdiente, erhielt Ching Ling Foo $ 1000 pro Woche.
Infolge des grossen Erfolges versuchten zahlreiche Künstler Chin Ling Foos Nummer zu kopieren. Carter gab sich sogar als Erfinder der Tricks von Foo aus.
Im Mai 1900 kehrte Ching Ling Foo nach China zurück. Während des Boxeraufstandes in China verlor er seinen gesamten besitz und diverse Geschäfte. Ab Ende 1902 trat er wieder in Shanghai auf.
1900 begann Chung Ling Soo (William Robinson), der unverfrorenste Imitator von Ching Ling Foo mit der bis aufs kleinste Detail von Foo kopierten Nummer in London und Paris aufzutreten. Er gab sich als echter Chinese aus und behauptete, alle Tricks von Foo besser ausführen zu können als dieser. Er erdreistete sich sogar zu behaupten, Foo kopiere ihn. 1905 sollte es daher zu einem "Wettbewerb" kommen, bei dem gezeigt werden sollte, wer die Tricks besser könne, bzw. die Tricks des anderen vorführen könne. Foo erschien nicht, da Vorbedingungen, die er gestellt hatte, nicht erfüllt worden waren: Soo sollte nachweisen, dass er Chinese war, und er sollte beweisen, dass er vor Foo mit dessen Tricks (die dieser bereits 1998 in den USA gezeigt hatte) aufgetreten war. Chung Ling Soo ging auch nie nach Amerika, da er dort beim Publikum stets als Imitator angesehen wurde.
1907 zog sich Foo zeitweilig von der Bühne zurück. Wegen der damaligen Einwanderungsgesetze durfte er nicht in die USA einreisen und widmete sich daher seinen Geschäften mit Theatern und Filmen.
1909 trat er erneut mit grossem Erfolg in Schanghai auf, 1911 in China, Hongkong, Macao und Singapur.
1912 kehrte er mit 58 Jahren in die USA zurück gegen eine Art Kaution, die fällig würde, wenn er nicht rechtzeitig nach einem Jahr wieder ausreiste (die Einreise aus China war nur für Geschäftsleute, Missionare und Lehrer möglich). Erneut hatte er einen Riesenerfolg, er trat in den grössten Theatern mit bis zu 4000 Sitzplätzen auf und unternahm verschiedene Tourneen mit anderen Künstlern.
Im November 1914 gab er mit 61 Jahren eine Reihe von Abschiedsvorstellungen in den USA
1916 verlor er bei einem Brand sein Haus und seine Requisiten sowie zahlreiche Originalfilme.
1920 trat er mit einem grossen Zirkus auf und plante, noch einmal nach Amerika zurückzukehren
Ching Ling Foo starb 1922.
Biografie: PORTEOUS, S.D. Ching Ling Foo. Amrica's First Chinese Superstar. Drowsy Emperor Press, Hong Kong, 2020

Chop Chop (Alvin H. Wheatley)
1901-1964 (AUS)
Wheatley wanderte als Kind nach Amerika aus. Seine Karriere dauerte über 4 Jahrzehnte, während der er um die ganze Welt reiste. Er trat mit einer Orientalischen Nummer auf, zunächst unter dem unter dem Namen Tung Pin Soo, später unter dem Namen Chop Chop. Anfang der Sechzigerjahre wurde er unter Zauberkünstlern bekannt als Erfinder des Chop Cup. Mit seiner Frau trat er in allen grossen Nachtclubs Amerikas und verschiedentlich auch im Fernsehen auf. Er starb auf einer Pazifikkreuzfahrt und wurde auf See bestattet.

Christ, Henry
1903-1972 (USA)
Henry Christ wurde in New York City geboren. Er war ein begabter Mathematiker and zeigte bereits in jungen Jahren grosses Interesse an Zauberkunststücken, die Fingerfertigkeit erfordern
Er arbeitete über vierzig Jahre lang als Ingenieur bei der New Yorker Verkehrsbehörde, bevor er sich zurückzog, um sich dem Gitarrespielen und der Zauberkunst zu widmen.
In den 1930er Jahren war Dai Vernon sein bester Freund und Vertrauter. Er war Mitglied des New Yorker "Inner Circle". Und hatte persönlichen Kontakt zu einigen der Großen wie Harry Kellar, Nate Leipzig und Sam Horowitz. Nachdem Vernon nach Kalifornien gezogen war, freundete sich Henry Christ mit Ed Balducci an, und bald bildete sich in Eds Haus in Brooklyn eine weitere Gruppe von Zauberkünstlern, die sich regelmässig trafen. Später im Leben wurde Henry Christ ein enger Freund von Persi Diaconis, mit dem er die Liebe zur Magie und Mathematik teilte. Er erfand die Christ Force, das farbwechselnde Kartenspiel, den Chris Halfpass, die Fabulous Four Ace Routine und Dead Man's Hand.
Auf sein Geheiß hin wurden alle seine magischen Notizen, Papiere und seine persönliche Korrespondenz Persi Diaconis überlassen.

Christoph, Bruno
1892-1964 (D)
Bruno Christoph wurde in Neu-Weissensee bei Berlin geboren. Er war Student von Henri Maletzki.
Als brillanter Manipulator gastierte er in den Dreissigerjahren in allen führenden Varietés Europas.
1934 erhielt er ein Auftrittsverbot. Nach 1945 trat er mit dem Programm "Vom Staunen zum Lachen" auf.

Christopher, Milbourne
1914-1984 (USA)
Milbourne Christopher trat schon früh in eigenen Shows und als Gast bei vielen anderen im amerikanischen Fernsehen auf.
1957 präsentierte er das erste landesweit ausgestrahlte Magic Special "The Festival of Magic", das von Millionen von Zuschauern gesehen wurde.
Bis zu einem Tod folgten viele weitere Fernsehsendungen, unter anderem auch über die Geschichte der Magie und historisch bedeutsame Zauberkünstler.
Christopher verfasste über 20 Bücher, mehrere über die Geschichte der Zauberkunst, und schrieb Berichte in Hugard's Magic Monthly unter dem Pseudonym Frank Joglar.
Biografie: RAUSCHER, W. V. Milbourne Christopher. The Man and his Magic. 1878 Press Company, 2012
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Chun-Chin-Fu (Alberto Sitta)
1919-1989 (I)
Alberto Sitta beschäftigte sich bereits als Kind mit Marionettenspiel, Musik, Malerei und Zauberkunst. 1948 war er sowohl als Orchesterleiter der Philharmonie in Bologna wie auch als Zauberkünstler tätig.
Nachdem er Romanoff, Bustelli, Arienzo und Chabernot kennen gelernt hatte, wuchs in ihm der Wunsch nach Gründung einer Magischen Vereinigung. So wurde er 1953 einer der Gründer des "Club Nazionale dei Maghi", der 19555 in "Club Magico Italiano" umbenannt wurde. Er war dessen erster Vizepräsident und 1957 dessen Präsident.
In dieser Zeit machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf und perfektionierte seine chinesische Nummer, mit der er als Chun-Cin-Fu in vielen europäischen Theatern und an vielen Zauberkongressen auftrat.
Durch seine internationalen Kontakte gelang es ihm, die italienische Zauberkunst aus der Isolation zu führen und in die europäische Zauberszene zu integrieren. 1960 organisierte er in Bologna einen Nationalkongress, der national und international grosse Resonanz fand.
Dank seiner Bemühungen wurde der Club Magico Italiano einer der aktivsten europäischen magischen Vereinigungen. Sitta erhielt unzählige Auszeichnungen und Diplome, so unter anderen 1962 den "Mago d'Oro".
1989, während der Vorbereitungsarbeiten zur Durchführung des in Rom geplanten FISM Kongresses wurde er bei einem Brand unterwartet aus dem Leben gerissen.
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Chung Ling Soo (William Ellsworth Robinson)
1861-1918 (USA)
William Robinson wurde in New York geboren. Er erlernte den Beruf eines Metallschlossers. 1880 gab er seinen Beruf auf und begann als "Robinson - the Man of Mystery" herumzureisen. Mit 26 ging er einen Fünfjahresvertrag als Bühnenmeister bei Kellar ein. Danach eröffnete er ein Zaubergeschäft in New York, das er bis 1893 führte. Danach trat er als Bühnenmeister und Mechaniker bei Alexander Herrmann ein. Zeitweise spielte er sogar die Rolle Herrmanns. Dabei erlernte er die Grundlagen des Showbusiness. Nachdem Alexander Herrmann 1896 unerwartet verstarb, führte Herrmanns Neffe Leon die Show weiter und Robinson arbeitete weiter an der Show mit. Nachdem er von Herrmann entlassen worden war, baute Robinson eine chinesische Nummer auf, gab sich von da an als Chinese aus und nannte sich in Anlehnung an den Namen des erfolgreichen Ching Ling Foo aus Peking Chung Ling Soo. Mit seiner Truppe feierte er grosse Erfolge in England, Frankreich, Deutschland, dem mittleren Osten, Australien, Neuseeland und Indien. 1918 starb er bei einer Vorführung des Kugelfangs in London, vermutlich infolge eins Defektes an einer der präparierten Waffen.
Chung Ling Soo veröffentlichte "Spirit Slate Writing and Kindred Phenomena" (1898) und Artikel in Scientific American, The Modern Wizard und Mahatma.
Biografien:
FRANK, G.R. Chung Ling Soo. The Man behind the Legend! Hades Publications, Canada, 1987
KARR, T,. The Silence of Chung Ling Soo. The Miracle Factory, Seattle, 2001
STEINMEYER, J. The Glorious Deception. Carroll & Graf,New York, NY, 2005

Cimò, Padre (Salvatore Cimò)
1912-1985 (I)
Salvatore Cimò wuchs In Sizilien als jüngerer von zwei Brüdern in ärmlichen Familienverhältnissen auf. Sein Vater wanderte nach Amerika aus und versuchte mehrmals vergeblich, die Familie zu sich zu holen. Savatores Bruder Antonio musste bereits mit sieben Jahren arbeiten gehen, um die Mutter und seinen Bruder zu unterstützen. Er blieb Analphabet, während Salvatore die Möglichkeit erhielt die Grundschule zu besuchen. Mit 15 Jahren trat Salvatore in den Jesuitenorden in Bagheria ein. Nach Studien in Italien, Frankreich und auf einer griechischen Insel erhielt er 1941 die Priesterweihe und unterrichtete danach an verschiedenen Orten in Italien Griechisch und Latein. 1961 liess er sich am Hauptsitz der der Jesuiten in Cibali nieder.
Bereits als Kind interessierte sich Salvatore Cimò für die Zauberkunst. Er las die Bücher von Carlo Rossetti, die ihn zum systematischen Studium der Zauberkunst inspirierten. Von Ranieri Bustelli, mit dem er befreundet war, erbte er viele Bücher. Als er unterrichtete, setzte er die Zauberkunst für die Vermittlung der apostolischen Botschaften ein, was ihm zu grosser Popularität bei seinen Studenten verhalf. Er gab auch bis zu zweistündige Zaubervorstellungen in Kino- und Theatersälen um Geld für bedürftige Priesteranwärter zu sammeln.
In Cibali gründete er eine Zauberschule, in der er zahlreiche italienische Zauberkünstler unterrichtete, von denen etliche über Italien hinaus bekannt wurden. Ausserdem organisierte er periodisch ein Festival der Magie, bei dem seine Schüler auftraten.
Von der Gründung des Club Magico Italiano an war Padre Cimò Mitglied und steuerte zahlreiche Beiträge zur Zeitschrift Magia Moderna bei. Mit 72 trat er anlässlich des internationalen Kongresses des Club Magico Italiano in Bologna zum letzten Mal auf.
Aufgrund seiner zahlreichen Publikationen wurde Padre Cimò als „Tarbell der italienischen Zauberliteratur“ bezeichnet. Insbesondere in den 1960er- und 1970er-Jahren machte er durch seine Veröffentlichungen den italienischen Zauberkünstlern die in der internationalen Literatur beschriebenen Kunststücke und Techniken zugänglich. Er veröffentlichte „Encyclopedia cartomagica“ (1958), „Micromagia“ (1965), „Divinazione Mentali“ (1965), „Prestigiazione con le corde“ (1966), „Prestigiazione con monete e anelli“ (1968), „Prestigiazione con ditali e sigarette“ (1971), „Prestigiazione con palline e uova“ (1971), „Cartomagia“ (1973),“ Magia con panuelos, Vol. I“ (1976), „Magia con panuelos, Vol. II“ (1976), „Magia con aparatos - Velas“ (1984),“ Magia con aparatos - Botellas“ (1984), „Magia con aparatos - Relojes/cristal atraversado“ (1984), „Magia con animales - Conejos“ (1984), „Magia con animales - Magia con peces, peceras y otros animales“ (1984), „Meraviglie cartomagiche - Mazzi speciali“ (1984), „Meraviglie cartomagiche - Carte truccate“ (1984), „Meraviglie cartomagiche - Giochi con atrezzi (prima parte)“ (1984), „Meraviglie cartomagiche - Giochi con atrezzi (secondo parte)“ (1984), „Meraviglie cartomagiche - Giochi classici (prima parte)“ (1985), „Meraviglie cartomagiche - Giochi classici (secondo parte)“ (1985), „Meraviglie cartomagiche - Manipolazioni techniche fioriture e sussidi giochi di destrezza“ (1985), „Meraviglie cartomagiche - Giochi per manipolatori (prima parte)“ (1986), „Meraviglie cartomagiche - Giochi per manipolatori (secondo parte)“ (1987), „Meraviglie cartomagiche - Giochi matemagici e con mazzi special“i (1987),“ Magia con animales - Palomas“ (1989), „Magia con papeles“ (1999), „Magia con discos, dados y cubos“ (2000).
Ausserdem hinterliess er sechs unveröffentlichte Manuskripte mit den Titeln „Prestigiazione con i liquidi“, „Prestigiazione con fiori e piume“, „Prestigiazione con bachette e bastoni“, „Prestigiazione varia“ und „Prestigiazione con i palloncini“.
Biografie: Samà, G. Vita e opere di padre Cimò. Gregorio Samà, 2015

Clark, Keith (Pierre Feyss)
1908-1979 (F)
Keith Clark Studierte Musik und Drama, war aktiver Sportler (Schwimmen, Fechten, Eislauf, Ringen). Er kam auf die Idee, Zauberkünstler zu werden, als er in einem Theaterstück die Rolle eines Zauberkünstlers spielte.
Zunächst als Zigarettenmanipulator berühmt geworden, erweiterte er seine Manipulationsnummer, bei der er ohne Tisch oder Ablage auf freier Bühne arbeitete, mit Tücher- und Blumenproduktionen, Seil- und Kartenkunststücken.
Zunächst trat er in allen grossen europäischen Theatern und Varietés auf. Amerika, Australien und Indien folgten.
1937 veröffentlichte er das klassische Werk der Zigarettenmanipulation "Encylopedia of Cigarette Tricks" sowie in den folgenden Jahren "Rope Royale" (1942) und Silks Supreme" (1943).
Clark war ausserdem als Regisseur, Drehbuchautor und Berater an der Produktion vieler europäischer Filme beteiligt.

Clark, Owen
1877-1929 (GB)
Owen Clark, der seine Karriere bereits mit 15 begann, war einer der führenden bei Maskelyne auftretenden Zauberkünstler. Er wurde als Hauptdarsteller einer "Maskelyne und Devant Company" gewählt, die 1908 eine Tournee durch Australien und Neuseeland unternahm.
1911, 1916 und 1919-21 trat Clark in der St. George's Hall in London auf. Er unternahm auch zwei Amerika-Tourneen.
1929 verstarb er in Folge einer Lungenentzündung

Cleopatra (Valeria Alexandrovna Kasfikis)
1911-1999 (RUS)
Cleopatra war die Frau und Assistentin von Anastasios Kasfikis, eines in Russland lebenden Illusionisten griechischer Abstammung. 1929 trennte dieser sich von seiner Fau Cleo Dorotti und verliess Russland. Bis in die 1930er-Jahre trat Valeria in Kasfikis grosser Zauberschau mit bis zu 20 Mitwirkenden in Russland und Europa auf. Nach seinem Tod bei einem Autounfall 1934 trat Valeria ab 1938 mit einer eigenen Show auf. 1939 reiste sie nach Südamerika und trat dort unter dem Namen Cleopatra in der Schow von Chang auf.
Später heiratete sie in New York einen Theateragenten.
Mitte der 1950er-Jahre trat sie erneut in Europa auf.

Clivette, The Great (Merton Clivettae oder Merton Clive Cook)
1886-1931 (USA)
Clivette arbeitete jahrzehntelang als vielseitiger Varietékünstler und wurde in mittlerem Alter zu einem angesehenern modernistischer Maler.
Clivette stammte aus Portage City in Wisconsin. Er war der Sohn eines in Oxford ausgebildeten britischen Seekapitäns und einer literaturbegeisterten Mutter, die 40 Jahre jünger war als er. Der Vater starb, als Clivette fünf Jahre alt war. Zu diesem Zeitpunkt zog Clivette mit seiner Mutter und vier älteren Geschwistern ins Wyoming Territory, wo seine Mutter eine Zeitung herausgab, redigierte und schrieb und seine viel älteren Geschwister eine Farm betrieben. Clivette wuchs mit der Arbeit an der Zeitung auf und wurde von seiner Mutter unterrichtet, eine formale Schule besuchte er nie.
Als Clivette etwa zehn Jahre alt war, wurde seine Mutter ein Gründungsmitglied der Sekte der Siebenten-Tags-Adventisten, was einen Keil zwischen sie und den Rest der Familie trieb. Im Alter von 12 Jahren riss Clivette von Zu Hause aus, um bei Zirkussen und Wildwest-Shows aufzutreten und erwarb dabei eine Vielzahl von Fähigkeiten. Er war bereits ein geschickter Reiter, aber er lernte auch Akrobatik, Jonglieren, Taschenspielertricks, Einradfahren und Messerwerfen. Zwischen 1880 und 1885 tourte er mit diesen Shows durch ganz Nordamerika. 1886 ließ er sich für einige Zeit in San Francisco nieder und arbeitete für lokale Zeitungen als Reporter, Theaterkritiker und Karikaturist, eine Fähigkeit, die er schon als Kind in Wyoming entwickelt hatte.
1891 wurde er als "The Great Clivette" und "The Man in Black" in den renommierten Orpheum Vaudeville Circuit gebucht. Im Kern handelte es sich um eine magische Nummer, zu der noch Neuheiten wie Blitzzeichznen, Schattenspiel und verschiedene Fähigkeiten aus seiner Zirkuszeit hinzukamen. Fast 20 Jahre lang tourte Clivette mit dieser Nummer durch das amerikanische Varieté und die Musikhallen Europas und Asiens. Mitte der 1890er Jahre heiratete er Catherine "Kate" Chamberlain, die in die Nummer aufgenommen wurde. Sie wurde als "The Veiled Prophetess" angekündigt und trat mit Hellseh-Programmen auf.
In der Zwischenzeit hatte Clivette auf seinen wiederholten und ausgedehnten Reisen durch Europa große Kunst kennengelernt, nicht nur verehrte jahrhundertealte Meisterwerke, sondern auch die aufregenden Bewegungen der Moderne. Um 1910 zog er sich von der Bühne zurück und zog nach Greenwich Village, um sich ganz auf seine eigene Malerei zu konzentrieren, bei der er die Elemente des Expressionismus und der Ascheimer mischte. Zu seiner Zeit wurde viel über ihn geschrieben und er war hoch angesehen, obwohl ihn heute nur noch Kunsthistoriker kennen. Von Kritikern oft betont wurde, dass seine Pinselführung davon beinflusst wrude, asser frühe Akrobat gewesen war. Damit nahm er Jackson Pollocks Action Painting um fast ein halbes Jahrhundert vorweg. Seine Arbeit soll auch von seinem und dem Interesse seiner Frau an Spiritismus und Okkultismus beeinflusst worden sein. Eine Serie seiner Gemälde mit dem Titel "Vamps" ist für Liebhaber der Varieté-Kunst von besonderem Interesse. Eine Serie von Studien von Burlesque-Tänzerinnen, Sängerinen und anderen Damen der Demimonde, ein Thema, das ihn definitiv mit den Ashcan-Künstlern in Verbindung brachte.
Clivette veröffentlichte die Bücher, "it" (1905), "The red Rag" (1907), "Confessions of a Palmist" (1908), "Cafe Cackle from Dumps to Delmonico's" (1909), "The Suffragette has cvome to stay "(1915)," Clivette's Art Bladder… : this is tome 1" (1920er)

Cohen, Al (AIfred Lee Cohen)
1926-2020 (USA)
Im Alter von 10 Jahren, begann Al Cohen im Geschenkeladen seines Vaters Macye Cohen, "The Oriental Bazaar" in Washington, D.C. in der Pennsylvania Avenue 1205, zu arbeiten, in dem Souvenirs, Geschenkartikel, Neuheiten und Grußkarten verkauft wurden. 1946 wurden einige Zaubertricks ins Sortiment aufgenommen. Al begann, die Tricks, die sie verkauften, zu lernen und zu demonstrieren. Er sprach mit Lou Tannen in New York darüber, wie man Zaubertricks am besten verkauft. Aus dem Geschäft wurde Al's Magic Shop, der bis 2004 existierte. Al Cohen wurde unter Zauberkünstlern weitherum für seine Fähigkeiten bei der Demonstration von Zaubertricks bekannt.
In den 1980er-Jahren zog Al's Magic Shop auf die Westseite der Vermont Avenue zwischen K und L Streets, NW, um und hatte im Laufe der Jahre eine Reihe berühmter Kunden, zu denen (neben praktisch jedem bekannten Zauberkünstler, der zu dieser Zeit in D.C. auftrat) George H.W. Bush, General Norman Schwarzkopf, Henny Youngman und Muhammad Ali, und zahlreiche andere TV- und Film-Prominente, prominente Regierungsbeamte, Politiker und einer Vielzahl anderer bekannter Persönlichkeiten gehörten.
Al Cohen trat unter anderem viermal im Weißen Haus, im frühen Washingtoner Fernsehen und bei Geburtstagsfeiern, Zauberkongressen und Firmenveranstaltungen auf.
1984 erklärte die Stadt Washington den 2. Oktober zum "Al Cohen Day".
2003 erhielt Al Cohen von der Academy of Magical Arts eine Auszeichnung für sein Lebenswerk.
2002 zog er sich aus dem Geschäft zurück, das 2004 geschlossen wurde. Er verstarb am 13. Dezember 2020.

Cole, Judson (Milton Greishaber)
1894-1943 (USA)
Judson Cole wuchs in St. Louis auf und begann seine Karriere als Berufs-Zauberkünstler sehr früh. Nach ein paar Jahren in Vaudeville wurde er ins Militär eingezogen, wo er während des ersten Weltkrieges ebenfalls als Zauberkünstler auftrat. Nach dem Ende des Krieges trat er mit seiner humoristischen Nummer mit Manipulationen und Sprechzauberei in allen grossen Varietés auf. 1943 verstarb er nach einer Magenoperation in New York.

Collins, Stanley
1881-1966 (GB)
Collins wurde als mittleres von drei Geschwistern in London als Sohn eines Angestellten in einem Anwaltsbüro geboren. Schon in der Grundschule lernte er Klavier spielen. Während seiner Lehre bei einem Anwalt begann er sich aus Langeweile mit Feuerschlucken und Seiltanz zu befassen, mit der Hoffnung eines Tages einem Zirkus beitreten zu können. Als er mit 17 den Zauberkünstler Professor Willis kennen lernte, beschloss er, sich der Zauberkunst zuzuwenden.
1905 trat er - von Chung Ling Soo beeinflusst - als "Loo Sing" mit Jonglage und Zauberkunststücken auf. Ab 1906 reiste er als Zauberkünstler Klavierbegleiter von Stummfilme umher. Während zwei Jahren tat er sich mit Bretma zusammen, mit dem er verschiedene Illusionen entwickelte. 1910 -1914 trat er zusammen mit mehreren Partnerinnen und Partnern mit Musik, Gesang, Rezitationen, Zauberkunst, Bauchrednerei und Jonglieren an der Südküste Englands auf. 1912 heiratete er Mabel Godfrey, die von da an zusammen mit ihm auftrat. 1911 wurde er als Ehrensekretär in den auf Anregung von Goldston gegründeten, von Houdini präsidierten "The Magician's Club" aufgenommen.
Collins erfand ein paar Dutzend Kunststücke, die auf mechanischen und hydraulischen Prinzipien beruhten. Er schrieb die Instruktionen für die von Goldston verkauften Tricks und demonstrierte diese in Goldstons Geschäft.
1916 trat Collins in der von Maskelyne geleiteten St. George's Hall auf. 1917 wurde er in die Armee einberufen und kehrte nach dem Krieg zu Goldston und zum Magician's Club zurück. Nachdem er sich zwischen 1914 und 1920 von seiner Frau getrennt hatte, ging er Anfang der Zwanzigerjahre eine neue Partnerschaft mit Margaret Briden ein, die er fortan als seine Frau ausgab, obwohl die beiden nie heirateten. Er trat weiterhin mit grossem Erfolg auf, und war selbst in der Depression der Dreissigerjahre in den besseren Kreisen Londons äusserst gefragt.
Beim Ausbruch des zweiten Weltkrieges zog sich Collins 1939 aus dem Leben als Zauberkünstler zurück, verliess London und zog an die Südküste Englands.
Collins war ein hervorragender Kartenkünstler, der alle zu seiner Zeit bekannten Kartentechniken beherrsche. Bekannt ist vor allem seine Präsentation des 4-As Tricks, die bis heute den Ausgangspunkt für unzählige Variationen bildet. Neben diversen Büchern, u. a. "Original Magical Creations" (1915), "Deceptive Conceptions in Magic" (1920), "Collin's Card Conceits" (1925), "A Conjuring Mélange", veröffentlichte Collins zahlreiche Artikel unter anderem in The Magazine of Magic, The Magic Wand, The Sphinx, The Jinx, Hugard's Magic Monthly, Pentagram, Magicol, The Linking Ring, The Magic Cauldron.
Collins war auch Sammler, der mit Sammlern in der ganzen Welt korrespondierte. Neben Spielkarten, Ex libris, Cartoons, Bühnengeld mit der Abbildung von Zauberkünstlern usw. - umfasste seine Sammlung magischer Literatur über 5'000 Titel.
Biografien:
SAWYER, Th. A. Stanley Collins: Society Entertainer & Magic Collector, 1984
DAWES, E. A. Stanley Collins. Conjuror, Collector and Iconoclast. Kaufman and Company, Washington DC, 2002

Collings, Herbert J.
1883-1958 (GB)
Collings gab unter dem Namen "Col Ling Soo" in chinesischem Kostüm in Europa Tausende von Shows und trat unter anderem vor dem englischen Königshaus auf. Er war auch Mitbegründer des 1905 in London ins Leben gerufenen Magic Circle.

Colombini, Aldo
1951-2014 (I)
Aldo Colombini wuchs auf einem Bauernhof in Italien auf und besuchte die Schule bis zur achten Klasse. Ab 14 arbeite er während 7 Jahren als Fabrikarbeiter bei Ferrari bei der Montage von Sport- und Rennwagen. Während dieser Zeit versuche er sich unter anderem als Maler und als Gitarrist in einer Band um aus diesem harten Job herauszukommen.
1976 nahm er - damals noch unter dem Künstlernamen Fabian - am FISM-Wettbewerb teil und gewann mit einer neuartigen Becherspielroutine den zweiten Platz in Mikromagie. Darauf wurde er für Vorstellungen in Nachtclubs gebucht. Während dieser Zeit führte er unter anderem eine Taubennummer und eine stumme Bühnennummer vor und arbeitete eine Zeitlang auch als Stand-up Comedian. Mit 22 Jahren verdiente er damit genug Geld, um die Arbeit in der Fabrik aufgeben zu können. Anschliessend trat er während fast 20 Jahren in Italien als Kinderzauberer auf. Er war auch der Star einer Kindersendung im Fernsehen.
Auf der Suche nach mehr und besseren Auftrittsmöglichkeiten ging er 1991 auf eine Tournee durch Amerika, 1993 wanderte er nach Amerika aus, wo er seine erste Frau Andie kennenlernte.
Aldo Colombinis Stärke, für die er weltweit geschätzt wurde, war es, in Italienisch, Spanisch, Englisch oder Französisch mit einfachen Methoden auf sehr unterhaltsame Weise starke, publikumswirksame Effekte zu präsentieren
Er verfasste unzählige Hefte und einige Bücher über Kartenkunststücke und bgabe zahlreiche Publikationen über Comedy und One-Liners, Seile und Close-up-Kunststücke. Eine grosse Anzahl von Publikationen erschien auch in italienischer Sprache, mehrere in Spanisch. Viele Kunststücke veröffentlichte er auf DVDs.
Er veröffentlichte Artikel in zahlreicher magischen Fachzeitschriften in Italien, Kolumbien, Amerika, Spanien, England, Argentinien, Frankreich, Neuseeland, Australien, Holland, Schweden und der Schweiz. Daneben erfand er unzählige Tricks, die er über sein Geschäft "Mamma Mia Magic", das er mit seiner ersten Frau gegründet hatte.
Während seiner langjährigen Karriere trat in über 60 Ländern - darunter ganz Europa, Kanada, die USA, Südamerika, Australien, Südafrika, Japan und China - als Zauberkünstler und Conférencier für Kinder und Erwachsene sowie für Firmen auf und gab zahlreiche Seminare für Zauberkünstler.
Er trat ebenfalls häufig im Ceasers Palace in Las Vegas und im Magic Castle in Hollywood auf. Dort wurde er zweimal zum "Parlor Magician of the Year" gewählt, ausserdem als bester Close-up-Zauberer des Jahres, bester Auftretender auf der Bühne, bester Barzauberer und beste Comedy Nummer des Jahres sowie zweimal als bester Seminarleiter des Jahres nominiert. Er war damit der einzige, der jemals in allen Kategorien nominiert wurde.
In den Neunzigerjahren lernte er seine zweite Frau Rachel Wild kennen, eine erfolgreiche Bühnen- und Close-up-Zauberkünstlerin, die 1993 in England ein Zauberfachgeschäft eröffnet hatte. 1998 zog sie in die USA. Mit ihr gründete er das Geschäft "Wild-Colombini Magic".
Aldo Colombini verstarb nach einem Schlaganfall kurz vor seinem 63. Geburtstag.
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Comte, M. (Louis Christian Emmanuel Apollinaire Comte)
1788-1859 (CH)
Als Sohn eines französischen Uhrenmachers in Genf geboren. Schon in der Schule unterhielt er seine Kameraden mit Bauchreden. Seine Lehre in einem Anwaltsbüro gab er bereits mit 15 Jahren zu Gunsten einer Karriere als Bauchredner auf. Nach ersten Auftritten in der Schweiz ging er nach Frankreich, wo er von einem Amateurzauberkünstler ermutigt wurde, zaubern zu lernen.
1816 wurde er von Louis XVIII zum königlichen Hofzauberer ernannt. Zwischen 1814 und 1845 trat er in Theatern und Salons des Adels auf und war er der populärste und erfolgreichste Zauberkünstler in Paris.
Nach 50 erfolgreichen Jahren zog er sich von der Bühne zurück.

Conley, Jim
1917-1986 (USA)
Jim Conley wurde als Kind von einer Zaubershow beeindruckt und beschloss, eine eigene grosse Illusionsshow zu bauen. Sein Vorbild war Dante, unterstützt wurde er ausser von diesem auch von der Frau Houdinis und The Great Leon.
Ab 1936 arbeitete er als professioneller Illusionist. Während des zweiten Weltkrieges trat er in Europa auf. Dank seinem Universitätsabschluss in Filmwissenschaft wurde er bei verschiedenen Filmen über die Zauberkunst als technischer Berater beigezogen.
Seine zweistündige Show enthielt im ersten Teil neben allgemeiner Magie und verschiedenen Illusionen auch Mentaleffekte; im zweiten Teil, präsentierte er im Kostüm eines chinesischen Mandarins orientalische Zauberei; der dritte Teil war verschiedenen Entfesselungen gewidmet und endete mit der Fluchtkiste.

Conradi-Horster (Friedrich Wilhlem Conrad Horster)
1870-1944 (D)
Conradi-Horster wurde als Sohn eines Beamten in Crossen an der Oder geboren. Nach dem Tod seines Vaters zog er mit drei Jahren nach Berlin, mit neun Jahren nach Tetschen-Bodenbach. Mit zehn Jahren sah er eine Vorstellung von Amandas Zauber- und Geistertheater, worauf er beschloss, Zauberkünstler zu werden. Noch während seiner Schulzeit gab er drei Hefte "Magische Briefe aus dem Zauberreich“ heraus.
Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre gründete er 1891 mit einem Freund seines Vaters aus Hamburg die Firma Borwig und Horster, die auch Zauberartikel vertrieb. 1892 wurde der Sitz der Firma nach Dresden verlegt. Bis 1900 stellte die Firma - später Horster und Kluge - Zauberapparate her. Sie wurde neben Willmann und Klingl zu einem der führenden Zauberapparategeschäfte Europas.
Von 1895 bis 1908 und erneut von 1924 bis 1929 gab Conradi die Zeitschrift Der Zauberspiegel heraus.
1896 erschien „Der moderne Kartenkünstler“, über 40 weitere Bücher folgten, so unter anderen "Der Moderne Kartenkünstler" (1896), "Der Vortrag des Zauberers" (1897), "Das Universum der Magie" (1905), "Der Tausendkünstler" (1910), "Im Reiche der Wunder. Der vollendete Kartenkünstler" (1917), "Der humoristische Zauberkünstler" (1918), "Magische Phänomene" (1923), "Die letzten Schlager der Magie" (1928), "Der neue humoristische Zauberkünstler" (1937), "Ich kann zaubern" (1939).
Nach Schliessung des Geschäftes in Dresden eröffnete Conradi-Horster 1903 seine „Akademie für magische Kunst“ und den Horster’schen Verlag“ in Berlin. 1904 wurde die Firma in „Zauber-Zentrale“ umbenannt und erhielt internationales Ansehen. Die Qualität und Praxistauglichkeit seiner Apparate gründete auf den in mehreren Tausend eigenen Vorstellungen gesammelten Erfahrungen.
1929 wurde die Produktion von Zaubergeräten eingestellt und Conradi-Horster beschränkte sich auf den Handel.
1944 starb er in Berlin.

Cooke, Professor Harry (Horatio Green Cooke)
1844-1924 (USA)
Harry wurde in Norwich in Connecticut geboren. Mit 17 Jahren trat er im zweiten Jahr des Bürgerkrieges in die Armee ein. Nach dem Ende des Krieges reiste er als "Professor Henry Cooke" als "Celebrated King of the Spirit Exposers" durchs Land. Viele Jahre später wurde er Präsident der Los Angeles Society of Magicians. Sein Lieblingskunststück war das Ringspiel.
Zeit seine Lebens war er mit Kellar befreundet. 1997 waren er und Kellar in einem von Jim Steinmeyer für das Fernsehen produzierten Film "The Story of Magic" zu sehen, ebenfalls 1998 in der Filmserie" The Art of Magic".
Vor seinem Tod galt er als der älteste lebende Zauberkünstler Amerikas.

Cooper, Tommy (Thomas Frederick Cooper
1921 -1984 (GB)
Tommy Cooper wurde in Llwyn Onn Street, Caerphilly, Wales geboren. Seine Eltern betrieben unter anderem einen Eiswagen, mit dem sie Rummelplätze besuchten.
Mit 11 Jahren erhielt Tommy Cooper von einer Tante einen Zauberkasten. Nachdem er mit 14 Jahren die Schule verlassen hatte, begann er eine Lehre als Schiffsbauer, wurde aber zwischendurch nach Hause geschickt, als er seine Kollegen mit der Vorführung von Zaubertricks von der Arbeit abhielt. Mit 16 gab er in der Mittagspause seine erste öffentliche Vorstellung vor Arbeitern. Da die meisten Tricks schief gingen, wurde er vom Publikum ausgelacht. Nachdem er sich von der Blamage erholt hatte, begann er wieder zu üben.
Während sieben Jahren diente Tommy Cooper in der Armee. Dort wurde er Schwergewichtsboxer und war darin so gut, dass man ihm einen Vertrag als Profiboxer anbot. Im zweiten Weltkrieg war er im mittleren Osten stationiert, wo er in Ägypten am rechten Arm verwundet wurde. Nach einer Probevorstellung wurde er den Unterhaltungstruppen zugeteilt. In Zypern heiratete er eine Pianistin, die er in Alexandria kennen gelernt hatte. In Ägypten zog er während einer Vorstellung einmal aus Spass einen Fez an. Da die Zuschauer dies alle sehr komisch fanden, trug er von da an bei seinen Vorstellungen einen Fez, der zu seinem Markenzeichen wurde.
Nach der Entlassung aus der Armee begann er 1947 als professioneller Zauberkünstler aufzutreten. Obwohl er als unattraktiver junger Mann mit unvorteilhaftem Aussehen betrachtet wurde, erhielt er die Möglichkeit, im BBC-Fernsehen aufzutreten, da der Unterhaltungschef ein Potenzial zu einem Star in ihm zu erkennen glaubte. Er hatte sich darauf spezialisiert, Zauberkunststücke vorzuführen, die alle schief gingen, vermischt mit vielen verbalen Gags und Situationskomik. Als zaubernder Comedian wurde er von vielen als originellster und lustigster britischer Comedian seit Charlie Chaplin betrachtet.
Nach dem kurzen Gastspiel im Fernsehen trat Tommy Cooper in London in Varietétheatern auf, wo er einmal als "Tommy Cooper almost a magician" 52 Vorstellungen in einer Woche gab.
1957 wurde die 12-wöchige Fernsehserie "Life with Cooper" aufgezeichnet. Infolge des grossen Erfolges der Serie wurde ihm die Aufzeichnung einer nächsten Serie - "Coopers Capers" - bereit angeboten, während die erste Serie noch lief. Ende der Sechzigerjahre wurde bereits die sechste höchst erfolgreiche Fernsehserie aufgenommen und Tommy Cooper war als bei allen Altersgruppen beliebter Unterhalter im englischen Fernsehen etabliert. Er war einer der höchstbezahlten Fernsehstars seiner Zeit. Dennoch fühlte er sich nach wie vor bei Lifeauftritten am wohlsten. Deshalb lehnte er auch viele lukrative Fernsehengagements ab und trat stattdessen in Varietés und Theatern auf.
1964 gab er eine Royal Command Performance im London Palladium, 1969 wurde er zur Fernsehpersönlichkeit des Jahres gewählt. Zwischen 1973 und 1980 trat er in 28 Fernsehshows auf.
1977 erlitt er infolge seines hohen Alkohol- und Zigarrenkonsums in Rom einen Herzanfall. Kurz danach trat er erneut im Fernsehen auf, 1980 verweigerte ihm Thames Television wegen Alkoholproblemen eine weitere Fernsehshow. Er gab danach noch verschiedene Gastauftritte bei anderen Fernsehsendern. Während einer Lifevorstellung im Fernsehen starb Tommy Cooper 1984 in London.
Biografien:
Novick Jeremy (1998). Tommy Cooper Just Like That. Andre Deutsch Ltd.
Copper, Tommy (1984). Just like That! - Jokes and Tricks. Star Bks
Fisher, John (2006). Tommy Cooper: Always Leave Them Laughing.
Harper Collins, London
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Copper, Ger (Gerrit Kopper)
1953-2020 (NL)
Ger Copper begann in den 1960er Jahren mit einem Hersteller von Zauberkästen zusammenzuarbeiten. 1969 wurde er in der Fernsehwerbung des Herstellers vorgestellt. Er wurde dreimal niederländischer Meister. 1977 und 1982 wurde er von der AMA zum Gastmagier des Jahres gewählt.
1976 gewann er am FISM-Kongress in Wien den 2. Platz in Manipulation.
1979 gewann er am FISM-Kongress in Brüssel mit einer Darbietung mit Feuer, Kerzen und Kandelabern den Grand-Prix (Ex-aequo mit Sultangali Shukurov & Sara Kabigujina). Danach präsentierte er während vier Jahren eine eigene Show in Las Vegas.
Mit einer Illusionsshow mit wilden Tieren unternahm er eine mehrjährige Tournee durch Spanien. Zurück in den Niederlanden wandte er sich dem schwarzen Kabinett zu. Viele Fernsehauftritte folgten und er zeiget sein schwarzes Theater auf Festivals in Kanada, Japan und China.
Ger Copper inszenierte Shows für Vergnügungsparks und Theater und war viele Jahre als Berater für verschiedene Zauberkünstler tätig, unter anderen für Hans Klok , Marcel Kalisvaart und Nick Nielsen. 2008 gründete er seine eigene Zauberschule, die Dutch School of Magic (DSOM ).
Während eines Aufenthaltes in Südafrika erkrankte er an einer bakteriellen Infektion, an deren Folgen er mit 67 Jahren starb.
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Cordelier, François
1839-1914 (F)
François Cordelier trat von 1865-67 unter dem Namen "Léon de Paris" als Jongleur und Equilibrist auf.
1867 wurde er professioneller Zauberkünstler und trat zunächst als "Docteur Méphisto" und "Monsiseur Riz-au-lait" auf. Ab 1886 trat er mit einer Telepathienummer unter dem Namen "Docteur Satan & Capitaine Satan" und als "Professeur Hicks" auf und machte Tourneen durch den Orient und Südafrika, bevor er nach Frankreich zurückkehrte.
1890 trat er im Casino de Paris als "Leo Cordelier" auf.
Als "Professeur Hicks" verfasste er " L'art de gagner aux cartes, ou les tricheurs démasqués (1904).
1909 wurde er zum Ehrenpräsidenten der AFAP ernannt.

Corinda (Thomas William Simpson)
1930-2010 (GB)
Corinda ist weltweit bekannt geworden durch die Publikation der "Thirteen Steps to Mentalism". Ursprünglich als 13 separate Hefte herausgegeben, wurde der komplette Text 1958 von Harry Clarke als Buch herausgegeben. Es wurde das meistverkaufte Buch über Mentalmagie aller Zeiten. Bis 2008 wurde es in sieben verschiedenen Sprachen herausgegeben und wurde neben Annemanns "Practical Mental Effects" (1944) zu einem der zwei wichtigsten Klassiker der Mentalmagie.
Aufgrund dieses Werkes wurde Corinda als Mitglied im Inner Magic Circle aufgenommen. Die 1978 gegründete Psychic Entertainers Association verlieh ihm später den Status eines Mitgliedes auf Lebenszeit.
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges begann Corinda mit 14 Jahren in einem medizinischen Forschungslabor in London zu arbeiten, wo er eine Ausbildung zum Mikrobiologen erhielt. Mit 18 wurde er in die Armee einberufen und arbeitete während 18 Monaten in einem Forschungslabor der Armee in der ägyptischen Wüste. In einem Militärspital zeigte er ein paar Tricks, die er mit etwa 11 Jahren gelernt hatte. Dabei lernte er einen Patienten kennen, der Amateurzauberkünstler war. Dieser brachte ihm einige neue Kunststücke bei und gab ihm die Adresse eines Zaubergeschäfts in London an, wo er einige Kunststücke bestellte. Als er auf die Adresse von Davenports stiess, bestelle er auch ein paar Bücher und entdeckte die Mentalmagie, die ihn besonders faszinierte. Nach der Demobilisierung arbeitete Corinda erneut in verschiedenen medizinischen Labors, verlor aber immer mehr das Interesse an seiner Arbeit. Er zog zu einem Bekannten, einem regionalen Schachmeister, der sich auch für Puzzles und die Zauberkunst interessierte. Zusammen arbeiteten sie bei der Betreuung von Kindern in Ferienlagern mit, Corinda als Zauberkünstler, sein Freund als Clown. Corinda gab für die jeweils rund 3000 Kinder jeden Mittwoch eine Zaubervorstellung. Sonntags gab er eine Vorstellung für die erwachsenen Betreuer und Begleitpersonen, wobei er vorwiegend Mentaleffekte zeigte. Nach zwei Saisons von sechs Monaten kehrte Corinda nach London zurück.
Auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit fand er eine Anstellung bei einem umherziehenden Schausteller. Nach zwei Jahren des Herumreisens nahm er die Stelle als Geschäftsleiter eines Zaubergeschäfts auf einem permanenten Jahrmarkt an.
Über die Jahre leitete er in London insgesamt sieben verschiedene Zaubergeschäfte und ein Studio für Mentalisten. Sein Interesse für die Mentalmagie wuchs und er machte die Bekanntschaft vieler berühmter Mentlsiten wie Maruice Fogel, Al Koran, Punx, Eric Mason, Romark, und Richard Himber.
2005 veröffentlichte Corinda "Supplement to the Thirteeen Steps to Mentalism".

Cornelius, John
1948-2019 (USA)
John Cornelius wurde in Lamesa in Texas geboren. Als er vier Jahre als war, zog seine Familie nach San Antonio. Mit 12 wurde sein Interesse für die Zauberkunst bei einem Besuch eines Zauberfachgeschäftes geweckt: Er bewarb sich für einen Job und arbeitete als Aushilfe und Vorführer, wofür er mit Zaubertricks entlohnt wurde.
Mit 13 traf er Bev Bergeron (Rebo The Clown). Um Tricks von ihm zu lernen schwänzte John oft die Schule. Mit 15 trat er mit Little Red Riley, der sich mit einem Körpergewicht von rund 160 kg als "The World's Biggest Magician" anpreiste, als "Corny the Clown" auf. Dabei jonglierte, parodierte und zauberte er. Durch das Studium der Werke von Vernon, Marlo und Slydini verbesserte er seine Fähigkeiten als Zauberkünstler. Am College liess er sich in angewandter Wissenschaft auf dem Gebiet des Designs von Heizungs- und Klimaanlagen ausbilden.
1968 verkaufte er während sechs Monaten an der Internationalen Ausstellung Hemis Fair '68 in San Antonio Svengali Spiele. Im gleichen Jahr heiratete er seine Schulfreundin Linda und begann als Fachmann in der Planung und im Verkauf von Heizungs- und Klimaanlagen zu arbeiten.
Anfang der 1970er-Jahre wurde er von Joe Stevens für ein Seminar an einem Kongress angefragt. Danach wurde er von Karl Fulves für eine Seminartour in vier Städten in New York verpflichtet. Von da an trat John an unzähligen Kongressen als Seminarleiter auf. Er trat in verschiedenen Ländern im Fernsehen auf und gab zahlreiche Seminare in den USA, Europa, Japan und Mexiko.
Ende der 1970er-Jahre zog er ein Versandgeschäft für Zauberartikel auf, über das er seine eigenen Effekte verkaufte, u. a. FISM Flash, Flash Die, MI Principle, Rising Business Card Case, Shrinking Card Case, The Vanishing Nickel, Dream Deck, Force-U-Lator, Pen Through Anything, Perfect Pen.
Etliche von John Cornelius' Kunststücken wurden auf zwei DVDs veröffentlicht ("The F.I.S.M. Act" und "Creative Magic"). Er publizierte zahlreiche Artikel in Pallbears Review, Mad Magic, Epilogue, Magic Manuscript und MUM. Ausserdem gab er ein Seminarheft "The Magic of John Cornelius" sowie "Magicians Datebook" (1981) heraus
Von John A. Novak erschien "The Cornelius Card System (1980), und von Lance Pierce *The Award Winning Magic of John Cornelius" (2002).
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Cortini (Paul Korth)
1890-1954 (D)
Der aus Ostpreussen stammende Cortini trat von seinem zwanzigsten Lebensjahr an während 45 Jahren auf den grossen Bühnen Europas auf, 1928 auch im Palace Theater in New York und insgesamt in über 160 verschiedenen Städten in den USA.
Zu seinem Repertoire gehörten Manipulationen ebenso wie Illusionen. Er war berühmt für seinen Münzenfang und als "Mann mit den 100 000 Dollars".
Mit 65 Jahren brach er während einer Vorstellung auf der Bühne tot zusammen.

Cox, Mr. (Jürgen Wolfram)
1932-2012 (D)
Der in Stettin geborene Mr. Cox nahm bereits mit 15 Jahren Unterricht bei einem Zauberkünstler und absolvierte anschliessend ein Schauspielstudium. Als Beruf war er zunächst Kriminalbeamter, bevor er ab 1958 als professioneller Zauberkünstler aufzutreten begann.
1964 gewann er am FISM-Kongress in Barcelona mit seiner "Magischen Bar" den Grand Prix (ex aequo mit Pierre Brahma), am FISM-Kongress 1973 in Paris den zweiten Platz in der Kategoire Erfindungen.
Mit seiner Frau und zum Teil mit bis zu 35 Mitarbeitenden trat er als Illusionist in Europa, unter anderem im Scala-Theater in London und im Olympia in Paris, den USA (Ed-Sullivan-Show) und Indien auf.
1980-1989 präsentierte er “Happy Magic over the Rainbow”, Europas grösste magische Show, mit Auftritten zahlreicher deutscher Prominenter. In nur 4 Jahren gab er über 5'000 Shows mit über 6 Millionen Zuschauern. 1990-1994 ging er er mit der Show “Magic in Art” auf Tournee.
1995 gab er den Bildband "Magic in Art. Das ZauberKunstMuseum & ZauberKunstTheater des Mr. Cox" heraus. Darin sind Werke bekannter Künstler zum Thema "Magie und Illusion" enthalten.
Nach einem schweren Unfall seiner Ehefrau zog sich Mr. Cox in seinen letzten Lebensjahren von der Zauberkunst zurück und widmete sich der Bildenden Kunst.
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Cramer, Stuart P.
1912-2003 (USA)
Cramer begann mit 7 Jahren zu zaubern, mit 15 besuchte er den ersten Zauberkongress. Den Beruf des Anwalts gab er sehr bald zugunsten der Zauberkunst auf. Er war einer der ersten, die ab 1947 Zauberkunst im Fernsehen präsentierten, 1950 als "Chan Wing", 1953-54 als "Prof. Nemo", 1959-61 als "Mr. Meriweather". Ab 1955 wurde er einer der ersten erfolgreichen Trade-Show-Zauberer. Im zweiten Weltkrieg gab er Hunderte von Vorstellungen für die Truppen.
Cramer Verfasste "The Secrets of Karl Germain "(1962) und "Germain the Wizard and his Legerdemain" (1966), wodurch die Kunststücke von Germain der Nachwelt erhalten bleiben. Ausserdem verfasste er zahlreiche Artikel und Essays für The Jinx, The Phoenix, Hugard's Magic Monthly, M-U-M, The Linking Ring, The New Tops, The Magic Circular, Mystic Quarterly und Magicol.

Crandall, Clarke "The Senator"
1906-1975 (USA)
Professioneller Comedy- und Close-up Zauberkünstler.
1956 kaufte er Al Sharpe's Studio of Magic in Chicago, das er zwei Jahre weiterführte.
1970 zog er nach Hollywood. Im Magic Castle empfing er die Gäste und stellte die auftretenden Künstler vor. 1970 und 1974 wurde er von der AMA als bester Seminarleiter ausgezeichnet.
Ab 1962 schrieb er in New Tops die Kolumne +It's a Mystery to me."
Crandall verfasste "Entertaining with Magic" (1952), "How to Stack Dice for Fun and No Profit" (1974), "Clarke the Senator Crandall Comments" (1974) "Now You can get The Best of Senator Crandall" (1998).
Am Kongress "Abbott's get-Together" wird jährlich für besondere Leistungen in der Sparte Comedy der "Senator Crandall Award" vergeben.
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Crane, Larry
1878- 1950 (Irland)
Larry Crane wanderte mit seinen Eltern 1885 nach Amerika aus.
Bereits mit 14 Jahren, als er als Kellner arbeitete, übte er Münzenmanipulationen.
Mit 15 ging er nach London und schon ein Jahr darauf trat er während fünf Wochen im Palace Theater in London auf.
Auftritte des "Irish Wizard", der ein ausserordentliches Talent für Manipulationen mit Münzen und Karten besass, in Schottland, Irland, Paris, Belgien Berlin, Moskau, Italien, Spanien und Südafrika folgten.
Seine letzten Jahre verbrachte er in Amerika, wo er 1950 verstarb.

Crowther, Arnold
1909-1974 (GB)
Arnold Crowther interessierte sich von früher Kindheit an für die Zauberkunst. Er trat mit Manipulationen, Chapeaugraphie und als Bauchredner, als Marionetten- und Puppenspieler auf und gab mit seiner Frau abendfüllende Vorstellungen.
An den internationalen Wettbewerben im Standardtanz schaffte er es 1931 mit seiner Frau bis in den Final und gab danach Tanzdemonstrationen in England und Frankreich. Die von ihm selbst gebauten Marionetten und Puppen wurden an vielen Kunstausstellung gezeigt.

Culpitt, Fred (Frederick Willis Culpitt)
1877-1944 (GB)
Fred Culpitt war bis zum Alter von 17 Jahren Amateurzauberkünstler, danach Professional.
1909 wurde er von Chung Ling Soo für dessen Australien-Tournee gebucht. Von da an arbeitete er mit seiner Partnerin Jan Glenrose zusammen, die von David Devant trainiert worden und in dessen Shows aufgetreten war.
1914-1918 wurde er von Maskelyne anstelle des erkrankten David Devant in "England's famous Home of Mystery", in der St.George's Hall, eingestellt. Culpitt war während der nächsten dreissig Jahre als "The Magical Comedian" bekannt.
Culpitt war der Erfinder des "Bathing Costume Trick" und der Puppenhaus-Illusion.
Biografie: ANDREWS, V. Fred Culpitt. A Brief Biography. Abraxas Publications, Calgary, Alberta, Canada, 2001

Cumberland, Stuart (Charles Garner)
1857-1922 (GB)
Cumberland hatte sich auf das "Gedankenlesen" (Muskellesen) spezialisiert und bereiste mit seiner Nummer die USA, Europa, Australien und Portugal.

Cummins, Paul
1956-2020 (USA)
Paul Cummins war ein auf Kartenkunststücke spezialisierter Close-up-Zauberkünstler aus Florida, der während über 50 Jahren erfolgreich auftrat, davon während 15 Jahren an Messen und während 21 Jahren als Barzauberer.
Er gab Seminare in den USA, in Japan, Australien, Skandinavien, Spanien und England. Er verfasste die Seminarhefte" From a Shuffled Deck in Use, Part One" (1996) und "From a Shuffled Deck in Use, Part Two" (1996).
Zudem verfasste er "Tricks of my Trade. The Magic of Doug Conn" (1999), "Fusillade; A Treatrise on the Multiple Selection Routine" (mit Doc Eason, 2000) sowie "Paul's Magic - Learn Card Tricks: Easy And Fun Card Magic For Children" (2014) und veröffentlichte die DVDs "The Side Steal" und "Up in Smoke".
Paul Cummins veröffentlichte auch Tricks in zahlreichen Zeitschriften wie The Linking Ring, MUM, Apocalypse, Richard’s Almanac, Precursor, MAGIC und Genii.
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Curry, Paul
1917-1986 (USA)
Paul Curry war Amateur-Zauberkünstler. Er begann mit 9 Jahren zu zaubern. Er erfand viele Kartentechniken und -kunststücke. Mit 24 erfand er das weltweit bekannt gewordene Kunststück "Out of this World".

Cyprian, Father (John Harvey Murray)
1938-2015 (USA)
Father Cyprian, der in Arbeiterstädten in er Nähe New Yorks aufwuchs, trug sich bereits als Jugendlicher mit dem Gedanken, Priester zu werden. In der High School überlegte er sich, Anwalt oder Pilot zu werden, doch der Gedanke Geistlicher zu werden, liess ihn nicht los. Nachdem er im letzten Schuljahr an von Kapuzinern geleiteten Exerzitien teilgenommen hatte, wusste er, was er werden wollte. Er verschenkte seine Zaubertricks, mit denen er sich seit seinem achten Lebensjahr befasst hatte, einem Vetter, da er dachte, dass er sie nicht mehr brauchen würde.
Nach zwei Jahren im Priesterseminar beschlossen Father Cyprian und zwei seiner Kommilitonen, für ein Fest ein Zauberprogramm einzustudieren. An Weihnachten trat an einer Party für die Seminaristen ein Zauberkünstler auf, der danach den drei Studenten einen Zauberkurs anbot. Am folgenden Weihnachtsfest traten die drei als Zauberkünstler auf, der Zauberkurs wurde zwei weitere Jahre fortgesetzt.
Cyprian war der religiöse Name, den Harvey Murray als Geistlicher annahm. Bei seiner Arbeit in verschiedenen Klöstern und Kirchgemeinden in New York und New England lernte er viele Zauberclubs und Zauberkünstler im Nordwesten der USA kennen, sah hunderte von Zaubervorstellungen und besuchte zahlreiche Seminare. Er sammelte Zauberplakate, Fotos sowie Filme von Zauberkünstlern von 1894 bis in die Gegenwart, von denen er über 400 besass.
1965 trat Father Cyprian der I.B.M. bei. 1968 publizierte er sein erstes Kartenkunststück in Pallbearer's Review. Viele weitere Publikationen in Pallbearer's Review, Apocalypse, Epilogue, Kabbala und M.U.M. folgten. Kartenkunststücke von ihm wurden unter anderem von Frank Garcia in "The Elegant Card Magic of Father Cyprian" (1980) beschrieben. Während der Siebziger- und Achzigerjahre gab er für seine Seminare in den USA, Europa und Japan mehrere Seminarhefte mit Close-up Kunststücken mit Karten, Münzen, Seilen, Ringen usw. heraus. Ausserdem publizierte er "The Bottom Collectors" (1971), "Fr. Cyprian on the Hofzinser Card Problem" (1978).
1989-1990 amtete er als Internationaler Präsident der S.A.M.
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