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Das Coronavirus hat Louise Brooks nicht aufgehoben, nur aufgeschoben: Im Herbst kommt dann doch noch die Filmreihe zu dem schönen Plakat, das in Zürich prangt.
Mit ihrem Bob wurde Louise Brooks (1906–1985) zur Ikone der Roaring Twenties; als Schauspielerin war sie ihrer Zeit voraus. Hollywood setzte die ausgebildete Tänzerin ab 1925 vor allem in Komödien ein, aber Howard Hawks machte sie 1928 in A Girl in Every Port zum kühlen Vamp und William A. Wellman entdeckte in Beggars of Life Brooksʼ Fähigkeiten im ernsten Fach. Erst in Europa entstanden ihre legendärsten Filme: G. W. Pabst besetzte sie als verführerische Lulu in Die Büchse der Pandora (1928) und als unterdrückten Freigeist in Tagebuch einer Verlorenen (1929); in Prix de beauté (1930) von Augusto Genina spielte Brooks ihre letzte Hauptrolle und mit 32 Jahren beendete sie ihre Karriere.