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Alles geht vom Motor aus: ein Spieldosen-Triebwerk setzt durch Zahnräder eine Reihe Achsen in Bewegung. Diese Achsen sind mit Nocken versehen, deren Formen die verschiedenen Bewegungen bestimment. Sie regulieren ein komplexes Gestände, dessen Enden Gesten und Mienenspiel verursachen. So bewegen sich dann Mund und Hände, Arme, Beine und selbst die Brust im Rhytmus des Atems.
Man unterscheidet drei grosse Etapen in der Herstellung: das Modelieren, die Mechanik und die Ausstattung. Dazu bedarf es der Kenntnisse zwanzig verschiedener Berufe.
Das Modelieren: Schon beim Entwurf steht diese Etape im Vordergrund. Die Originalskulptur dient später zur Herstellung der Abgussform. Mit dieser kann dann eine begrenzte Anzahl Kopien erstellt werden.
Die Mechanik: Neben dem Motor und zahlreichen Metallstäben von extremer Leichtigkeit bildet die Herstellung der Kurvenscheiben eine der Haupttätigkeiten. Aus deren Berechnung und Form entsteht schliesslich die genaue Bewegung, je nach Wunsch des Schöpfers.
Die Ausstattung: Dazu gehören das Schminken, die Perrücke und die Kleidung, die häufig in alten Stoffen geschnitten sind. Schliesslich wird bis ins kleinste Detail ausgeschmückt.
Der Ursprung der Automaten reicht ins Alte Ägypten zurück, wo man versuchte, Mechanismen zu entwickeln, die Bewegung und Erscheinung des Menschen imitieren sollten. Doch erst mit der industriellen Revolution bekam der Automat Handelscharakter. Das 19. Jahrhundert trägt die Namen der grössten Schöpfer wie Théroude, Phalibois, Roullet Decamps, Lambert und Vichy. Die Tradition hat sich bis heute übermittelt.
Im Spieldosen- und Automatenmuseum CIMA kann man Werke von Michel Bertrand und natürlich von François Junod bewundern.