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Im westafrikanischen Benin ist am Samstag ein neues Parlament gewählt worden. Rund 3,6 der 9,3 Millionen Einwohner des Landes waren aufgerufen, unter knapp 1600 Kandidaten die 83 Abgeordneten des Parlaments zu bestimmen.
Präsident Boni Yayi rief seine Mitbürger am Morgen bei der Stimmabgabe in einer Grundschule von Cotonou auf, zu den Urnen zu gehen. Er hofft, im Parlament die absolute Mehrheit zu erobern, um so seine Legitimität zu festigen.
Diese ist nach der umstrittenen Präsidentenwahl von Mitte März angeschlagen. Offiziell erhielt Yayi 53 Prozent der Stimmen, doch weigerte sich sein Rivale Adrien Houngbédji, das Ergebnis anzuerkennen, und rief die Justiz an. Diese bestätigte jedoch das Ergebnis.
Vor der Parlamentswahl rief Houngbédji die Wähler auf, für seine Partei zu stimmen, damit sie weiter ein starkes Gegengewicht zur Staatsmacht bilden könne.
Der Chef der Wahlbeobachtermission der Afrikanischen Union (AU), Nagoum Yamassoum, sagte, viele Wähler hätten ihr Wahllokal nicht finden können. Doch sei die Abstimmung weitaus besser gelaufen als bei der Präsidentenwahl, bei der es zahlreiche Organisationsprobleme gab.
Berichte über Zwischenfälle lagen zunächst nicht vor. Die Ergebnisse werden frühestens Mittwoch bekannt gegeben.