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Zwölf Jahre ist es nun bereits her, dass sich die strahlende Sonne über dem amerikanischen Sunshinestate Kalifornien verdunkelte, die Erde sich öffnete und mit Nosvrolok eine der engagiertesten Schwarzmetallformationen ausspuckte, die der Kontinent bis dato gesehen hat. So verbrachte man die ersten Jahre damit, eine unbekannte Anzahl nie
veröffentlichter Demobänder und EPs aufzunehmen, ehe man sich im Jahre 2002
endlich aufmachte und sich über eine Compilation-Teilnahme und einige Konzerte zum ersten Plattenvertrag bei Desastrious Records zu hangeln. Diese Zusammenarbeit gipfelte 2005 im Debutalbum "Maledictum Parasytus". Inzwischen ist man bei den Holländern von Infernus Rex untergekommen und präsentiert mit "The Luciferian Doctrine" den zweiten offiziellen Langspieler der nicht immer leicht zu entwirrenden Bandhistorie.
Sechs Stücke, die sich in puncto Spielzeit jeweils zwischen fünf und zwölf Minuten bewegen, streichen die beiden Corpsepainter Vexare und Wrath dem Hörer recht unaufdringlich aufs Brot, wobei man sich strikt an skandinavischen Vorbildern des vorangegangenen Jahrzehntes orientiert und keine Versuche unternimmt, in tiefere Sphären des unentdeckten Black Metal einzutauchen. So lassen sich Instrumentierung und Songwriting wohl am treffendsten mit Truppen wie Throne Of Ahaz oder Ancient vergleichen, auch der heisere Gesang tendiert in diese Richtung, wobei es sicherlich zu verzeihen gewesen wäre, auf die eingestreuten Sprechparts zu verzichten. Netterweise achtet man auf eine nackenschonende da gemässigte Geschwindigkeit und bemüht sich, eine abgrundtief böse und jenseitige Atmosphäre zu kreieren, was in weiten Teilen auch gelingt und zufriedene Zustimmung seitens des Rezensenten erhält. Leider spart man ganz gewaltig am Beiwerk der Platte und speist den Fan mit einem an Informationslosigkeit nicht zu überbietenden Booklet ab, aus dem man angesichts der stimmungsvollen Musik doch einiges hätte machen können.
Letztendlich entpuppt sich "The Luciferian Doctrine" als gut gemachte aber halbgare Veröffentlichung, die in allen Punkten bei einem Qualitätslevel von fünfundsiebzig Prozent verharrt, anstatt aufs Ganze zu gehen. Die Atmosphäre stimmt, die Produktion hätte man etwas druckvoller ausfallen lassen dürfen und auch die eine oder andere kreative Idee ausserhalb des sechsten Tracks hätte positiv auffallen können, wäre sie denn dagewesen. Leicht unausgegorener Schwarzmetall auf einem durchaus passablen Fundament, der aber lediglich dem satanistischen Lager zu empfehlen ist.
|Teratism||Incursus||Unhuman Disease||Crimson Moon||Bael|
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