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Die folgenden sekundären Futtermittel eignen sich nicht als alleiniges Futtermittel für Astrochelys radiata und sollten nur gelegentlich in kleinen Rationen, zur Abwechslung und in Verbindung mit dem Hauptpremiumfutter eingesetzt werden.
Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn Frischfutter aus der Natur knapp wird, ist ein massvoller Einsatz von sekundären Futtermittel durchaus legitim, um etwas Abwechslung und Farbe in den Speiseplan von Astrochelys radiata zu bringen.
Immer unter der Voraussetzung, dass an den übrigen Wochentagen konsequent Premiumfutter gefüttert wurde, verfüttern wir im Winter 1x pro Woche eine Ration Endivien- oder Lattichsalat. Um die Ration Endivien- oder Lattichsalat aufzuwerten, mischen wir sie noch zusätzlich mit einem Produkt aus der Linie «Teastudo» von AGROBS (z.B. Testudo Fibre). Wir ziehen Endivien- oder Lattichsalat bewusst vor, weil diese beiden Sorten ein etwas günstigeres Calcium-Phosphor-Verhältnis aufweisen als z.B. handelsüblicher Kopfsalat.
In der kalten Jahreszeit verfüttern wir ausserdem 1x im Monat einen Mix aus geraffelten Karotten, Zuchetti, Fenchel, Stangensellerie und Gurke. Idealerweise sollten diese Produkte zuvor entsaftet oder in geriebenem Zustand von Hand ausgepresst werden, um allzu viel Flüssigkeit zu vermeiden. Auch diesen Mix mischen wir noch zusätzlich zur Aufwertung mit einem Produkt aus der Linie «Teastudo» von AGROBS (z.B. Testudo Herbs).
Maximal 4x im Jahr verfüttern wir saisonal von Hand kleine Mengen an Beeren (z.B. Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeeren usw.) oder eine Kaktusfrucht. Diese farbigen Leckerbissen eignen sich auch hervorragend als fressbares Trägerobjekt für Panacur® Pet Paste zur Entwurmung, weil sie immer ganz gierig, aufgrund der roten Farbe und des verlockenden Geruchs, unkritisch gefressen werden. Beachten Sie, dass es im Habitat von Astrochelys radiata nur ganz wenige Pflanzen gibt, die saisonal Früchte tragen (z.B. Kakteen). Diese Fruchtkörper können aber aufgrund der Trockenheit und Bodenbeschaffenheit auf der die Pflanzen wachsen nicht mit handelsüblichen Früchten punkto Inhaltsstoffen verglichen werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass Früchte prinzipiell kein fester Bestandteil in der Ernährung von Strahlenschildkröten darstellen und bei regelmässigem Verzehr ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen verursachen können. Ausser den oben Aufgeführten sekundären Futtermitteln in den angegebenen Rationen, sollte gänzlich auf Salate-, Gemüse- und Obstsorten verzichtet werden.