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Der Gesichtsausdruck
Die Fähigkeit, Gefühle im Gesichtsausdruck zu identifizieren, kann man prüfen, indem man Menschen mit Autismus-Spektrum zum Beispiel Fotos von Gesichtern zeigt und man sie dann fragt, welche Emotionen dort zu erkennen sind. Dabei werden folgende Bereiche geprüft:
- falsche Beurteilung
- zeitliche Dauer bis zur Antwort
- Unsicherheiten
Die Antwort kann schlussendlich durchaus korrekt sein. Allerdings hat es überdurchschnittlich lange gedauert, bis der Autist eine Antwort gefunden hat. oftmals braucht er eine zeitaufwendige Analyse des Gesichtes, indem er einen Vergleich heranzuziehen versucht, welche er aus früherer Erfahrung noch einigermassen präsent hat.
Menschen ohne Autismus lösen diese Tests sehr einfach und schnell, ohne dass sie sich anzustrengen brauchen.
Ein Autist kann meistens die Extreme von Gesichtsausdrücken relativ gut erkennen. Zum Beispiel Traurigkeit, Wut oder Glück. Doch bei den subtilen Ausdrücken wie zum Beispiel Verwirrung, Eifersucht oder Zweifel wird er versagen.
Wenn man zum Beispiel eine autistische Person aus dem Spektrum bittet, auf Kommando selber einen entsprechenden Gesichtsausdruck zu machen, bekommen Autisten grosse Schwierigkeiten, während Menschen ohne Autismus den verlangten Gesichtsausdruck ohne Probleme aufsetzen können. Bei Autisten wirkt der Gesichtsausdruck dann gerne gekünstelt bis hin zu einer Grimasse gezogen.