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Síndrome de los quietos
León Siminiani
Kolumbien, Spanien, 30 min
Weltpremiere
2018 begann eine Gruppe von Filmemachern, die sich THE MOTIONLESS nannte, mit der Realisierung eines Essayfilms über ein hypothetisches Immobilitätssyndrom in Kolumbien. In diesem Zusammenhang baten sie den Meister des kolumbianischen Dokumentarfilms Luis Ospina, den Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro und den Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez, ihnen Anhaltspunkte zu geben, um die Geschichte des Landes zu vertiefen. Der Aufbau von The Stillness Syndrome ähnelt dem eines spielerischen Mockumentarys. Der Film vergnügt sich damit, die Spuren zu verschleiern und zahlreiche Perspektiven zu zeigen, um seine Story zu entfalten. Durch die Vermischung unzähliger Bild- und Tonquellen kreiert León Siminiani sein Puzzle vor unserem Auge und bedient sich des Schnitts, um den Künstler bei der Arbeit zu zeigen. Der Film ist zugleich eine Hommage an das filmische Universum des Dokumentarfilmemachers Luis Ospina und eine Studie der politischen Geschichte des Landes. Er erkennt seine Schuld gegenüber den Älteren an und nimmt sich zugleich eine neue und notwendige Freiheit. Mit diesem tief berührenden Film bringt Siminiani eine echte Sehnsucht nach Kino zum Vorschein.
Tom Bidou