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Einer Studie zufolge muss die Schweiz in den nächsten drei Jahrzehnten jährlich 13 Milliarden Franken (14 Milliarden US-Dollar) investieren, was 2% des BIP entspricht, um ihr Ziel der Null-Kohlenstoff-Emissionen bis 2050 zu erreichen.
Dieser Inhalt wurde am 19.08.2021 – 14:52 Uhr veröffentlicht
Keystone-SDA / sb
das gemeinsames StudiumExterner Link Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) und die Boston Consulting Group (BCG) haben am Donnerstag veröffentlicht, dass in den nächsten 30 Jahren 387,2 Milliarden Franken investiert werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.
In dem Bericht heißt es, dass “der Großteil dieser Investitionen in den Bereichen leichter Straßenverkehr, Gebäude und Schwerverkehr erforderlich ist”.
Christian Schmid, Geschäftsführer der Boston Consulting Group, sagte, die erforderlichen Ausgaben würden die aktuellen Militärausgaben der Schweiz fast verdoppeln.
“Die Schweizer Wirtschaft ist sicherlich in der Lage, das aufrechtzuerhalten”, sagte er am Donnerstag gegenüber Reportern.
Die Autoren des Berichts sagten, dass Schweizer Banken und andere Finanzinstitute in der Lage sein sollten, den Löwenanteil – etwa 91% – der Investitionen über Bankkredite und den Kapitalmarkt abzudecken. Die verbleibenden Mittel sollten aus anderen Quellen stammen, beispielsweise aus öffentlich-privaten Partnerschaften, heißt es in dem Bericht.
„Damit der Übergang – und seine Finanzierung – gelingt, muss es ein optimales Zusammenspiel zwischen dem Schweizer Staat, der Wirtschaft und dem Finanzplatz geben“, schreiben die Autoren.
Der Bericht fügte hinzu, dass Unternehmen und Privatpersonen weiterhin in nachhaltige Maßnahmen wie die Modernisierung von Gebäuden, die Umstellung auf energieeffizientere Produktionsmethoden oder die Modernisierung von Fahrzeugflotten investieren müssen, um das Klimaziel zu erreichen.
Schweizer Massnahmen
Die Schweiz hat 2019 angekündigt, die Netto-Kohlenstoffemissionen bis 2050 auf null zu senken und damit das international vereinbarte Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung auf maximal 1,5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.
Anfang dieses Monats legte die Regierung ihre Pläne zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf Null vor. Der Vorschlag wurde als Gegenprojekt zu einer Basisinitiative präsentiert, die 2019 von einer breiten Koalition von Klimaorganisationen übergeben wurde.
Das Parlament muss den Regierungsvorschlag und die Initiative noch debattieren, bevor sie im nächsten Jahr oder 2023 bundesweit zur Abstimmung gestellt werden. Umweltverbände und die Grünen kritisieren die Pläne der Regierung als „nicht ehrgeizig genug“ und „unzureichend“.
Im Juni lehnten die Schweizer Stimmbürger ein überarbeitetes Gesetz ab, das vor allem durch Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise bis 2030 das Kohlendioxid halbieren soll.
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