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Michael Hersch - Ein Komponist von „kompromissloser Brillanz“ (The Washington Post), dessen Werke von der New York Times als “viszeral ergreifende und emotional transformative Musik“ beschrieben wurden, „klaustrophobisch und berauschend zugleich, mit Augenblicken von sublimer Schönheit, die sich an Dickichte von dunkler Virtuosität anschmiegen“.
Michael Hersch wird weithin als einer der begabtesten Künstler von heute betrachtet. Seine Kompositionen „vereinigen eine vulkanische Neue-Welt-Energie mit einem tief skeptischen, oft von Angst erfüllten geistigen Klima“. (Andrew Clark, Financial Times)
Zu den neuesten Aufführungen und Uraufführungen zählen sein Violinkonzert beim Lucerne Festival und beim Avanti Festival in Helsinki; neue Produktionen seines Monodramas On the Threshold of Winter (Auf der Schwelle zum Winter) in Chicago, Salt Lake City und Washington D.C. und sein I hope we get a chance to visit soon (Ich hoffe, wir bekommen bald eine Gelegenheit, uns zu treffen) an den Ojai und Aldeburgh Festivals, wo Hersch 2018 „featured composer“ war.
In den letzten Jahren hat Michael Hersch auch neue Werke für das Orpheus Chamber Orchestra, das Ensemble Klang, das Alban Berg Ensemble Wien, das Saint Paul Chamber Orchestra und das Library of Congress geschrieben. Weitere beachtenswerte Ereignisse waren europäische Aufführungen von „Images from a Closed Ward“ (Bilder von einer geschlossenen Anstalt) in Grossbritannien und Schweden durch das Kreutzer Quartett, eine Aufnahme vom gleichen Werk mit dem renommierten FLUX Quartett und ein Werkauftrag des New York Philharmonic Orchestras für Solovioline, das 2014 an der Biennale des Orchesters uraufgeführt wurde. Am Wien Modern Festival 2019 wird sein 12-stündiger Kammermusikzyklus „sew me into a shroud of leaves“ (nähe mich in ein Leichentuch aus Blättern ein) uraufgeführt, eine Trilogie von Werken, die ihn zwischen 2001 und 2016 beschäftigt haben.
In jüngster Zeit hat Michael Hersch eng mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja zusammengearbeitet, die ihm Werkaufträge sowohl für sein Violinkonzert, 2015 uraufgeführt, sowie für sein Kammermusikwerk „…das Rückgrat berstend“ gegeben hat, das am Park Avenue Armory in New York im Herbst 2017 uraufgeführt wurde. Patricia Kopatchinskaja hat unlängst das Violinkonzert mit dem International Contemporary Ensemble (I.C.E.) und das Duo mit dem Cellisten Jay Campbell aufgenommen.
Viel beachtete Aufführungen in letzter Zeit beinhalten die vom Cleveland Orchestra bestellten und uraufgeführten Night Pieces (Nachtstücke) sowie einen Liedzyklus für Bariton und Klavier Domicilium, der von Thomas Hampson und Wolfgang Rieger in Auftrag gegeben und in San Francisco uraufgeführt wurde. Herschs zweites Klavierkonzert along the ravines (den Schluchten entlang) wurde durch die Deutsche Radio Philharmonie und das Seattle Symphony Orchestra, sowie als Teil des George Enescu International Festivals in Rumänien (Timisoara und Bukarest) aufgeführt. Das Orpheus Chamber Orchestra gab einen Auftrag für end stages (Endstadien), das in der Carnegie Hall aufgeführt wurde. Zwischen Leben und Tod erlebte kürzlich seine europäische Premiere. Als einen der wichtigsten Events der klassischen Musik des Jahres bezeichnete The Philadelphia Inquirer das Werk A Forest of Attics (Ein Wald von Dachkammern), ein Auftragswerk des Network for New Music anlässlich seiner 25 Jahre Jubiläums-Saison. Die Zeitung schrieb: „A Forest of Attics warf einen Molotov-Cocktail ins Konzert. Alles Vorangegangene verblasste im Vergleich… Hersch hat in den letzten Jahren einige herausragende Werke komponiert; hier ist ein weiteres."
Auch als Pianist, für seine „stupende Fertigkeit am Klavier“ (International Piano) bekannt, ist Michael Hersch weltweit aufgetreten, unter anderem beim Aldeburgh Festival, Dag in de Branding Festival in den Niederlanden, am Warhol Museum, am Romaeuropa Festival, Ojai Festival, Phillips Collection in Washington D.C., Reinberger Chamber Hall in Cleveland, am Nuova Consonanza Festival für zeitgenössische Musik, in den Konzertreihen des Network for New Music, an der Left Bank Concert Society, Festa Europea della Musica, Sheldon Concert Hall in St. Louis, und in New York in der Merkin Concert Hall, 92nd St. Y - Tisch Center for the Performing Arts, Carnegie Hall Weill Recital Hall.
1971 in Washington D.C. geboren, erlangte Michael Hersch internationale Aufmerksamkeit, als er mit 25 den ersten Preis des Concordia American Composers Awards erhielt, der ihm eine Aufführung seiner Elegy in der Alice Tully Hall in New York bescherte, dirigiert von Marin Alsop. Im gleichen Jahr wurde er als einer der jüngsten Empfänger dr Guggenheim Fellowship für Komposition geehrt. Weitere Auszeichnungen waren der Rome Prize, der Berlin Prize, die Goddard Lieberson Fellowship und das Charles Ives Stipendium durch die American Academy of Arts & Letters, sowie der President’s Frontier Award durch die Johns Hopkins Universtität.
Michael Hersch hat heute die Professur für Komposition am Peabody Institute der Johns Hopkins Universität in Baltimore, Maryland inne.