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Marie-Therese Wider wurde am 18. Februar 1913 in Jetschwil/Düdingen als drittes von neun Kindern den Eltern Louis und Philomena Ruffieux-Zumwald in die Wiege gelegt. Mit ihren Geschwistern verbrachte sie eine glückliche Kinder- und Jugendzeit auf dem elterlichen Bauernhof. Die Schule besuchte sie in Düdingen. Im jurassischen Saulcy erlernte Therese die französische Sprache und eignete sich weitere Haushaltkenntnisse an. Sie zeigte besondere Begabung für Handarbeiten (Stricken, Sticken) und besuchte entsprechende Kurse in Freiburg.
Als in der Familie des Johann Wider in Galteren/Tafers die Mutter starb, half Therese tatkräftig aus. Dabei lernte sie ihren späteren Gatten kennen. Am 19. Mai 1944 reichte Therese in der Pfarrkirche Düdingen Viktor Wider die Hand zum Lebensbund. Das Paar nahm Wohnsitz im solothurnischen Gerlafingen, wo der Gatte als Portier bei den Von Rollschen Eisenwerken arbeitete. Die glückliche Ehe wurde mit einer Tochter gesegnet. Therese war eine umsichtige Gattin und Mutter. Ihr Stolz waren die Blumen und der Garten. Sie freute sich an den Kleintieren (Hühner, Kaninchen, Katze). Daneben war sie eine eifrige Strickerin für die Familie. Therese pflegte regen Briefkontakt mit den Bekannten sowie mit der älteren Schwester Franziska, welche in jungen Jahren als Menzinger Missionsschwester nach Südafrika zog. Ein schwerer Schicksalsschlag traf sie am 30. September 1963, als ihr Gatte Viktor nach einem Hirnschlag im Alter von 55 Jahren starb. Ihre Ehe hatte nur etwas mehr als 19 Jahre gedauert. Therese überwand diesen Schmerz nie ganz. Im Juli 1970 kehrte sie mit Tochter Brigitte nach Düdingen zurück, zuerst an die Brugerastrasse, dann an die Riedlistrasse. Nun hatte sie auch wieder Kontakt zu ehemaligen Schulkolleginnen, Verwandten und Bekannten. Sie pflegte hier auch ihr Hobby – das Heranziehen von Pflanzenstecklingen und Blumen für die Rabatte – und besorgte den Gemüsegarten. Freude hatte Therese auch an Reisen, unter anderem nach Lourdes, Wien, Weihnachten in Salzburg. Unvergesslich blieb ihr die Reise zu ihrem 70. Geburtstag nach Rom mit der Teilnahme an der Vereidigung der Schweizergardisten im Vatikan. Immer wieder zog es sie an den Thunersee. Vier Mal konnte sie ihre Schwester Franziska auf ihrem Heimaturlaub willkommen heissen. Nach einem Unfall im November 1993, der eine Spitaleinweisung nötig machte, musste sie etwas kürzer treten, erholte sich aber dank der Mithilfe von Spitex und später auch mit dem Mahlzeitendienst recht gut. Dadurch konnte Therese in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Am 27. Oktober 1999 erlitt sie erneut einen Sturz, der eine Einweisung ins Bezirksspital Tafers erforderte. Richtig erholen konnte sie sich nicht. Am 14. Januar 2000 durfte sie ins Pflegeheim übersiedeln. Am 2. Februar 2000, vormittags, gab sie ihre Seele dem Schöpfer zurück. Beerdigung war am Samstag, 5. Februar 2000.