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Diese in Schwangerschaftswochen angegebene Dauer der Schwangerschaft liegt daher immer um zwei Wochen über dem tatsächlichen Alter des Kindes.
Der Embryo nistet sich 3-4 Tage, nachdem er im Eileiter entstanden ist, in der Gebärmutter ein.
Diese ist bereits auf eine Schwangerschaft vorbereitet. Die Gebärmutterschleimhaut ist dicker geworden, damit sich der Embryo einnisten kann. Wenn kein Embryo kommt, wird die Schleimhaut wieder abgestossen. Dies ist dann die Monatsblutung der Frau.
Von den etwa 300 Millionen abgegebenen Spermien erreichen nur gerade etwa 300 eine Eizelle. Doch nur ein einziges Spermium wird die Eizelle befruchten. Einen kurzen Moment lang ist die Hülle der Eizelle durchlässig, und ein Spermium kann sich in das Ei hineinbohren. Sobald die Samenzelle im Ei ist, verhärtet sich die äussere Schicht reflexartig, so dass keine weiteren Spermien mehr eindringen können.
Im Moment der Kernverschmelzung entscheiden sich viele Eigenschaften des Kindes, ganz besonders die Frage, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Es setzt eine rasante Entwicklung der Zellteilung ein. Nach erfolgreicher Einnistung wird aus der Gebärmutter ein Signal gesendet, das dem Körper der Frau die Schwangerschaft anzeigt. Es ist das Hormon HCG, das auch die Basis für den Schwangerschaftstest liefert.
Nun beginnt die Entwicklung der Plazenta. Dazu dringen einige Zellen tiefer in die Gebärmutterschleimhaut ein. Nach nur 21 Tagen hat sich der kleine Mensch so weit entwickelt, dass er ein s-förmiges Herz aufweist, das zu schlagen beginnt. Es ist noch nicht in Vorhöfe und Kammern unterteilt. Die inneren Organe, Leber, Lunge, Magen, Darm und Nieren beginnen sich jetzt zu bilden. Ab diesem Zeitpunkt erfährt die Mutter durch Ausbleiben der Regelblutung das sie schwanger ist. (Grösse des Embryos: ca. 2,5 mm)
In der 4. bis zur 8. Lebenswoche werden alle Organe angelegt. In dieser Zeit entstehen Nervensystem, Auge, Innenohr und Oberhaut, Verdauungs- und der Atmungsorgane einschliesslich der dazugehörigen Drüsen; weiter Knochen, Muskeln, Herz, Blut- und Lymphgefässe und ein Grossteil der Harn- und Geschlechtsorgane. Danach muss das Kind nur noch wachsen, bis es auf die Welt kommt.
Arme und Beine werden erkennbar. Augen und Ohren werden sichtbar, der Mund öffnet sich, die Zunge beginnt sich zu entwickeln. (Grösse des Embryos: ca. 0,6 cm)
Die Herztöne können schon mit einem Elektro-Kardiogramm gehört werden. Das Herz pumpt bereits vom Kind selbst erzeugtes Blut mit 140–150 Schlägen in der Minute durch den Körper. Luftröhre und Bauchspeicheldrüse werden erkennbar. (Grösse des Embryos: ca. 1cm)
Das Kind nimmt bereits erste Informationen aus seiner kleinen Umgebung auf: die Lage in der Gebärmutter, den Druck auf den Körper, die Temperaturunterschiede. Mit der Elektroenzephalografie sind die Gehirnströme messbar. Das Skelett ist in Knorpelchen vorhanden, die Bildung der Muskulatur ist weit fortgeschritten. Jede Minute bilden sich etwa 100'000 neue Nervenzellen. (Grösse des Embryos: ca. 1,5cm)
Alle Organsysteme sind angelegt. Es entwickelt sich nichts Neues mehr. Es braucht nur noch Nahrung und Zeit, um zu wachsen und zu reifen. Im Kiefer bilden sich Knospen für die Milchzähne. Die Grundlage des Sehens ist gelegt, indem die Netzhaut der Augen mit dem Gehirn verbunden ist. Der Gleichgewichtssinn im Ohr ist bereits vorhanden, und auch das Tröpfchen Urin wird durch die Nieren ausgeschieden (Grösse des Embryos: ca. 2cm)
Das Kind hat seine eigenen unverwechselbaren Fingerabdrücke, die es sein ganzes Leben behalten wird. Es macht Atembewegungen und kann schon schlucken, wenn es das Fruchtwasser trinkt. Auf der Innenfläche seiner Hände entsteht die zarte Zeichnung der Handlinien. Die Knorpelchen beginnen sich zu verdichten und wandeln sich in Knochen um. Ihre endgültige Form werden die Knochen des Skeletts erst viele Jahre später, beim Übergang ins Erwachsenenleben, erreichen. (Grösse des Embryos: ca. 4 cm). Ab diesem Zeitpunkt lautet die medizinische Bezeichnung des Kindes nicht mehr Embryo, sondern Fötus.