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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Mittag 43,01 US-Dollar. Das waren 52 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um 45 Cent auf 41,15 Dollar. Am Morgen hatten die Ölpreise noch zu einer leichten Erholung angesetzt.
Händler erklärten den aktuellen Verkaufsdruck mit jüngsten Daten zu den Ölbohrlöchern in den USA. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Förderanlagen um drei auf 374 gestiegen, wie der Ölausrüster Baker Hughes am Freitag mitteilte. Damit legte die Zahl der Bohrlöcher die fünfte Woche in Folge zu und verstärkte am Markt die Sorge vor einem zu hohen Angebot.
Ausserdem hat die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre Produktion im Juli laut Medienberichten um weitere 100 000 Barrel pro Tag ausgeweitet. Mit derzeit 33,41 Millionen Barrel pro Tag liegt die Förderung des Kartells mittlerweile auf einem Mehrjahreshoch.
Am Morgen hatte noch ein Terrorangriff auf eine Ölförderanlage im Irak die Produktionserwartungen gedämpft, hiess es aus dem Handel. Durch die Explosion gingen nach Angaben von Sicherheitskräften auch zwei Öltanks auf dem Gelände in der Provinz Kirkuk in Flammen auf.
Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt erneut gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 38,97 Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 82 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells.
(AWP)