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Formen intraoperativ Nr.1 (Inguinalhernie)
swel_7_n.jpg: Operationssitus bei einem 2 1/2 Wochen alten Neugeborenen mit akutem Abdomen zufolge inkarzeriertem Leistenbruch.
Nach Eröffnen des Bruchsackes und Erweiterung des inneren Leistenringes (=Bruchpforte) wird rechts das Zökum mit der Appendix und in der Mitte und links das von einem Stieltupfer entfaltete, erweiterte teminale Ileum sichtbar. Es handelt sich um einen obstruktiven Ileus zufolge einer inkarzerierten Inguinalhernie rechts.
Das kranial vom Stieltupfer gelegene Darmsegment hat im Bruchsack gelegen; es wurde beim geschlossenen Repositonsversuch zusätzlich geschädigt (beachte Serosaeinriss). Die Schnürfurche im Dünndarmsegment links im Bild markiert die Stelle der Inkarzeration am inneren Leistenring, und der im Bild nach kaudal verlaufende Darmabschnitt die prästenotische Dilatation. Anlässlich der intraoperativen Reposition ist bereits wieder Luft in Richtung Ileozökum gewandert.
Bei klinischem Verdacht auf obstruktiven Ileus sollte eine Abdomenleeraufnahme im Hängen vorgenommen und bei Bestätigung des Ileus durch den Nachweis multipler Luftflüssigkeitsspiegel jeder geschlossene Repositionsversuch vermieden werden.
Obschon im Fallbeispiel eine Darmresektion nicht erforderlich scheint, kann der geschädigte Darm (Serosaeinriss, Schnürfurche, reversible Ischämie) Anlass zu einer verzögerten Erholung der Darmmotilität und später zu einem Bridenileus geben