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Emeriti
Ueli Aebi war von 1986 bis 2011 Professor für Strukturbiologie am Biozentrum. Er war Direktor des Maurice E. Müller Instituts für Strukturbiologie und Mitglied des Swiss Nanoscience Institute und des NCCR Nanoscale Science. Er ist Mitglied mehrerer Berufsgesellschaften, so auch der EMBO und der Academia Europaea. Er ist Träger der Gregor-Mendel-Medaille der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, des Arne Engström und Carl Zeiss Lecture Award und Dr. h.c. der Karls-Universität Prag.
Werner Arber forschte und lehrte als Professor für Molekulare Mikrobiologie von 1971 bis 1996 am Biozentrum und war einer seiner Gründungsväter. 1978 wurde er mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geehrt. Arber war Rektor der Universität Basel, langjähriges Mitglied und Vizepräsident des Schweizerischen Wissenschaftsrates und präsidierte den Internationalen Rat der Wissenschaften. 2011 wurde er zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt. Publikationen Download PDF-File
Tom Bickle kam 1973 im Rahmen eines EMBO Long Term Fellowships ans Biozentrum. Emeritiert wurde Bickle im Jahr 2005 nach langjähriger Forschungs- und Lehrtätigkeit als Professor für Molekulare Mikrobiologie. In dieser Zeit war er zudem Leiter des Biozentrums (1991-1993) und Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät (1997-1998). In seiner Forschung konzentrierte er sich auf die Biologie der DNA-Restriktion und auf DNA-modifizierende Enzyme und untersuchte, wie Proteine die Erkennung spezifischer DNA-Sequenzen entwickelt haben.
Max M. Burger war von 1970 bis 1987 als Professor für Biochemie am Biozentrum tätig. Zwischen 1987 und 2000 leitete er das Friedrich Miescher Institut in Basel. 2005 wurde Burger das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er erhielt den Verdienstorden für seine Tätigkeit im Senat der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der grössten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Darüber hinaus war Burger Vorsitzender der Division Biologie und Medizin der Swiss National Science Foundation, Vorstandsmitglied von Ciba-Geigy sowie Mitglied der Novartis Research Foundation.
Guy R. Cornelis war von 2001 bis 2012 Professor für Molekulare Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Basel. Seine Forschung über die Pathogenese von Bakterien der Gattung Yersinia führte zur Entdeckung und Charakterisierung eines Sekretionssystems vom Typ III, einem komplexen Virulenz-Mechanismus, der in vielen Gram-negativen Bakterien vorkommt. Zudem leistete er Pionierarbeit beim Studium von Capnocytophaga canimorsus, einem Bakterium, das sich von Glykan-Ketten wirtseigener Glykoproteine, einschliesslich der Oberflächen-Glykoproteine von Phagozyten ernährt. Guy R. Cornelis ist Mitglied der «European Molecular Biology Organisation» (EMBO) und der «American Academy for Microbiology». Mit einem «ERC Advanced Investigator Grant» des Europäischen Forschungsrates setzt er seine Forschungstätigkeit an der Universität Namur (Belgien) fort (http://www.urbm.be/home-guy.html).
Andreas Engel war als Professor für Strukturbiologie von 1986 bis 2010 am Biozentrum tätig. Er hat die biologische Anwendung molekularer Massenmessung und von Rasterkraftmikroskopen etabliert, die Struktur der Aquaporine erforscht und das Curriculum Nanowissenschaften entwickelt. Er war Vizedirektor des Maurice E. Müller Instituts für Strukturbiologie, Koordinator eines Europäischen Exzellenz-Clusters und Vizepräsident des SystemsX-Steuerungskomitees. Seit 2008 leitet er das CCMSB an der Case Western Reserve University (USA).
Jürgen Engel arbeitete zwischen 1972 und 2004 in der Abteilung für Biophysikalische Chemie des Biozentrums auf dem Gebiet der extrazellulären Matrix (ECM). Er untersuchte die Funktionen, Struktur und Dynamik von Kollagenen, Lamininen und anderer ECM-Proteine. Engel gehörte zu den Gründungsprofessoren des Biozentrums, war zwei Jahre Obmann des Instituts und Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät. Mehrmals im Jahr arbeitet er als Gastwissenschaftler am Shriners Hospital for Children in Portland, Oregon.
Im Jahre 1971 wurde Richard M. Franklin als einer der ersten Professoren ans Biozentrum berufen. Hier begann er sich auf das Gebiet der Strukturbiologie zu konzentrieren und untersuchte die Struktur von Membranen, die spezielle Viren umschliessen.
Walter J. Gehring forschte und lehrte als Professor für Entwicklungsbiologie und Genetik von 1972 bis 2009 am Biozentrum. Er ist Mitglied der Nationalen Akademien der USA, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Schweden sowie zahlreicher Berufsgesellschaften. Er erhielt den Kyoto Preis für Grundlagenforschung im Jahr 2000 und zwei Jähre später den Balzan Preis für Entwicklungsbiologie. 2010 wurde Gehring das Grosse Bundesverdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Persönliche Homepage: http://www.gehring.biozentrum.unibas.ch
Franz Grün studierte physikalische Chemie an der Universität Basel und schrieb anschliessend seine Dissertation bei Prof. Werner Kuhn auf dem Gebiet der Pharmakologie. In seiner Forschungszeit am Biozentrum beschäftigte er sich in erster Linie mit der Untersuchung der Struktur von Makromolekülen und Membranen.
Hans-Peter Hauri war von 1983 bis 2010 am Biozentrum, zuerst als unabhängiger Gruppenleiter und von 1992 bis 2010 als Professor für Zellbiologie auf dem Gebiet der Proteinsekretion tätig. Er etablierte das ER-Golgi Zwischenkompartiment (ERGIC) als neues Organell des Sekretionsweges. Darüber hinaus war Hauri Studienleiter des Biologie II-Curriculums sowie des gemeinsamen Biologie-Curriculums und Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel
Karl G. Hofbauer war am Biozentrum von 2000 bis 2011 als Professor für Angewandte Pharmakologie tätig. Seine Lehrtätigkeit umfasste den Unterricht von Medizinstudenten und die Umstellung dieses Studiums auf das Bachelor/Master System. Seine wissenschaftlichen Arbeiten betrafen neben allgemeinen pharmakologischen Themen vor allem Störungen des Energiehaushalts mit Fokus auf neue Konzepte für Diagnose und Therapie. Von 2001 bis 2003 war Hofbauer Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie.
Der Chemiker Johan N. Jansonius promovierte in Groningen (Niederlande) mit einer Dissertation auf dem Gebiet der Protein-Kristallographie. 1973 wurde er als Professor ans Biozentrum berufen, um diese wichtige Disziplin in der Schweiz zu etablieren. In seine Forschung beschäftigte er sich mit der Bestimmung der räumlichen Strukturen von Enzymen und Membranproteinen sowie mit den Wirkungsmechanismen von Enzymen. Seit 1988 ist er korrespondierendes Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW) in der Sektion Chemie.
Der Physiker und Molekularbiologe Eduard Kellenberger (*1920, † 2004) war einer der Gründerväter des Biozentrums im Jahre 1971. Er promovierte 1953 an der Universität Genf beim Physiker und Virusgenetiker Jean Weigle. Bereits zu Beginn seiner Forschungskarriere legte er einen Schwerpunkt auf interdisziplinäre Arbeitsweisen und galt zudem als Pionier auf dem Gebiet der Molekularbiologie und Biophysik. 1970 wurde Kellenberger als Ordinarius für Mikrobiologie an die Universität Basel berufen und mit dem Aufbau einer interdisziplinären Forschungsstätte, dem heutigen Biozentrum, betraut. Er war Mitglied des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds, Mitbegründer der European Molecular Biology Organization (EMBO) und der Internationalen Union für reine und angewandte Biophysik.
Walter Keller war von 1987 bis 2008 Professor für Zellbiologie am Biozentrum und war von 1995-1997 dessen Obmann. Sein Forschungsgebiet ist die biochemische und molekularbiologische Analyse der Prozessierung der messenger RNA und der transfer RNA-Vorläufer in Hefe und in menschlichen Zellen. Professor Keller ist Mitglied der European Molecular Biology Organization und der Academia Europaea. 1998 erhielt er den Louis-Jeantet Prize for Medicine, 2007 den Lifetime Achievement Award for Science der RNA Society.
Kaspar Kirschner ist in Indonesien aufgewachsen und studierte Biochemie an der Universität München. Er promovierte beim Nobelpreisträger und Biochemiker Prof. Feodor Lynen über den Fettsäurestoffwechsel. Anschliessend forschte er am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen als Postdoktorand beim Bio- bzw. Physikochemiker Manfred Eigen über allostherische Enzyme. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Standford University kam er 1973 ans Biozentrum. Hier widmete er sich der Untersuchung der Enzymkinetik von Enzymen des Proteinstoffwechsels.
Urs A. Meyer forschte und lehrte als Professor für Pharmakologie von 1983 bis 2008 am Biozentrum. Er wurde für seine Entdeckungen auf dem Gebiete der Pharmakogenomik und Personalisierten Medizin mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet und ist einer der meist zitierten Forscher in diesem Gebiet (ISIs Highly Cited). Urs A. Meyer war für einige Jahre Obmann des Biozentrums und engagierte sich in der Schweizerischen und internationalen Forschungspolitik (Forschungsrat des SNF, Berater für WHO, NIH, etc.).
Christoph Moroni ist Gastprofessor am Biozentrum in der Abteilung für Biochemie. Zwischen 1987 und 2008 war er Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Basel, von 1987 bis 2008 Vorsteher des Departements für klinisch-biologische Wissenschaften. Darüber hinaus war Moroni Dekan der Medizinischen Fakultät, Mitglied des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds sowie des Universitätsrates der medizinischen Universität Graz. Er forscht über virale und zelluläre Krebsgene.
John Nicholls wechselte 1983 von der Stanford University ans Biozentrum, wo er bis 1998 als Professor für Pharmakologie im Bereich Neurobiologie unterrichtete. In seiner Forschung untersuchte er die Regeneration des Nervensystems. Zu seinen Ehren benannte die International Brain Research Organization (IBRO) einen Fellowship nach Nicholls. Auch ein Lehrauftrag der Woods Hole Oceanographic Institution wurde nach ihm benannt. John Nicholls ist Träger zweier Ehrendoktorate und Fellow der Royal Society. Er ist Verfasser des Buches „Vom Neuron zum Gehirn“. Derzeit forscht und lehrt er bei Sissa in Triest.
Peter Philippsen kam erstmals 1978 als Assistenzprofessor ans Biozentrum. Zuvor hatte er nach seiner Promotion in Biochemie mehrere Forschungsjahre in München und Stanford verbracht. 1986 folgte er einem Ruf an die Universität Giessen, wo er unter anderem als einer der Initiatoren auf dem Forschungsgebiet der Hefe-Genetik an der Sequenzierung des Hefegenoms mitwirkte. 1991 kehrte er zurück nach Basel. Bis zu seiner Emeritierung 2011 war er am Biozentrum als Professor für Mikrobiologie tätig. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit der Evolution von biologischen Systemen am Beispiel von Hefe und filamentösen Pilzen. In der Lehre machte er sich mit der Durchführung des trinationalen Studiengangs Biotechnologie sehr verdient.
Jürg Rosenbusch kam 1972 ans Biozentrum und forschte von 1977 bis 1998 als Professor für mikrobielle Biochemie. Zwischen 1982 und 1985 war er zudem als Gruppenleiter und Projekt-Koordinator in der Strukturdivision am EMBL in Heidelberg tätig. Er untersuchte mit seinen Mitarbeitenden die Wechselwirkungen von Struktur und Funktion von Membranproteinen auf molekularer Ebene: Hoch geordnete Kristalle ermöglichten es, die Strukturen der Membranproteine Porin und Bakteriorhodopsin in hoher Auflösung aufzuklären. Gegenwärtig beschäftigt Jürg Rosenbusch sich mit einem Projekt über englische Renaissance-Literatur.
Gottfried Schatz war Professor für Biochemie an der Cornell University (USA) und von 1974 bis 2000 am Biozentrum. Er ist Mitglied der US National Academy of Science und anderer ausländischer Akademien sowie Träger hochrangiger Preise (Carlsberg, Louis Jeantet, Marcel Benoist, Krebs, Warburg, Gairdner, Wilson) und zweier Ehrendoktorate. Er war Generalsekretär der European Molecular Biology Organization und Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierats. Derzeit ist er als Essayist und Buchautor tätig.
Der Physiker Gerhard Schwarz studierte und promovierte in Göttingen. Anschliessend ging er als Postdoktorand an die University of Pensilvania nach Philadelphia. Später ging Schwarz zurück nach Göttingen, um am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie als Assistent des Bio- bzw. Physikochemikers Manfred Eigen zu forschen. 1968 habilitierte er an der Technischen Universität Braunschweig. 1971 kam er als Professor für Physikalische Chemie ans Biozentrum. Schwerpunkt seiner langjährigen Forschungsarbeit war die Entwicklung kinetischer Messverfahren zur Untersuchung schneller chemischer Prozesse.
Anna Seelig-Löffler kam 1972, während Ihrer Doktorarbeit bei Prof. Gerhard Schwarz, ins Biozentrum der Universität Basel. Sie wurde 1992 im Fachgebiet Biochemie habilitiert. Als unabhängige Wissenschaftlerin und Titularprofessorin für Biophysikalische Chemie arbeitete sie im Bereich der Membranbiophysik, und untersuchte insbesondere die Funktionsweise von Transportproteinen und ihrer Interaktion mit der Lipidmembran. Anna Seelig-Löffler wurde 2008 mit dem STK Award der Schweizerischen Gesellschaft für Thermoanalyse und Kalorimetrie ausgezeichnet. Des Weiteren ist sie Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Vereinigungen.
Joachim Seelig forschte seit 1972 zunächst als Assistenzprofessor und seit 1982 als ordentlicher Professor für Strukturbiologie am Biozentrum der Universität Basel. Er war eines der Gründungsmitglieder der Forschungsinstitution und stand dieser in der Zeit von 1997 bis 1999 und von 2000 bis 2009 als Obmann vor. Joachim Seelig entwickelte spezielle biophysikalische Methoden zur detaillierten Messung der Struktur und der thermodynamischen Eigenschaften von Zellmembranen. Für seine Forschung wurde er mit dem Cloëtta-Preis und dem Julian Sturtevant Award for Outstanding Contributions to Experimental Thermodynamics ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Joachim Seelig Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen, einschliesslich der Königlichen Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften sowie Präsident der Swiss Foundation for Excellence and Talent in Biomedical Research.
Persönliche Homepage: http://www.joachimseelig.biozentrum.unibas.ch
Hans Thoenen studierte Medizin an den Universitäten Bern und Innsbruck und arbeitete in verschiedenen Instituten in Bern, Basel und Gent. Im Jahr 1972 wurde er zum Leiter der neurobiologischen Forschergruppe des neu gegründeten Biozentrums in Basel. 1977 ging er nach München als Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und führte die Abteilung für Neurochemie. Schwerpunkt seiner Forschung war die Untersuchung des Auftretens und der Auslöser von neurotrophen Faktoren, insbesondere der Neurotrophinen. Thoenen ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler Akademien wie der National Academy of Science, USA. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Universitäten Würzburg und Zürich.