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20.-23.8.2022 Declo ID – Cave Lake NV
Auf der Tafel beim «Minidoka Dam» steht: «Ein bedeutender bundesstaatlicher Staudamm, mit Kraftwerk, liefert Wasser und Strom für die umliegenden Farmen und
Städte. Er wurde 5 Meilen östlich von hier, zwischen 1904 und 1906, zu einem Preis von 675'000 $ gebaut. Der Minidoka-Staudamm leitet das Wasser in Kanälen, 86 Fuss über den Snake River um. Um noch höher gelegene Farmen südlich
von Burley zu erreichen, wurde ein 413'000 $ teures Kraftwerk im 1913 fertiggestellt. Die lokalen Bewässerungsbezirke haben die Kosten dieses Projekts zurückgezahlt. Dieses frühe Energieprogramm des Bundes führte zu nationalen Verwaltungsdiensten
für die ländliche Elektrifizierung». Diese Leute hatten schon dazumal fortschrittliche Ideen.
22° und etwas bedeckt. Mit diesem Wassersystem werden jetzt Mais, Korn, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gras und Kürbisse bewässert.
Wir wissen jetzt, woher das ganze Wasser kommt, obwohl kein Wasser zu sehen ist. Plötzlich schrillt mein Handy. Eine Vermisst-Meldung wird durchgegeben. Das wussten wir zuerst nicht, so habe ich auf der Strasse ein Auto angehalten und die nette Dame erklärte
mir, dass alle diese Meldung erhalten. Auf diese Weise werden Kinder und Senioren gesucht. Ich bin froh, dass wir das nun auch wissen.
Sollen wir jetzt Elba oder Malta nehmen? Wir entscheiden uns für Elba und fahren auf der 77 durch ein landschaftlich
sehr schönes Hinterland. Wir befinden uns auf dem «California Trail» und sind im südlichen Teil der Crater-Landschaft. Hier unten türmte sich vor 15'000 Jahren, weisse Lava auf und bildete ein unglaublich skurriles Gebirge. Sogar
der «Window Arch» ist eine kreative Verwitterung von Granit.
City of Rocks – Stadt der Felsen. Versteckt in den Albion Mountains, im Süden von Idaho, erhebt sich City of Rocks aus den Schatten, wie eine antike Stadt in Trümmern.
Rund um das «Circle Creek Basin» bewachen 220 Meter hohe Granittürme und gigantische Monolithen von zeitlosem Alter die Umgebung. Diese Gegend ist sehr gefragt bei Bergsteigern. Es gibt über 600 Kletterrouten und der Schwierigkeitsgrad
reicht von 5,6 bis 5,14. Wir aber gehen nicht zum Klettern, sondern stellen uns auf den «Smoky Mt. Campground im Castle Rocks SP».
18° und bei schönstem Wetter durchfahren wir nur noch Gras- und Büschel-Land. Die Naturstrasse
ist gut zu fahren und weit und breit kein Auto mehr. Wir fahren in Utah ein und kommen an einer Nasa-Anlage vorbei. Der «Golden Spike» NHP ist unser Ziel. Am «Promontory Summit», in der Nähe des Great Salt Lake, wurden die Schienen
der Union Pacific und der Central Pacific zusammengeführt. So sehen wir den letzten Spiess, der getrieben wurde, um die transkontinentale Eisenbahnstrecke fertigzustellen. Die grosse Distanz, die überbrückt werden musste, entspricht der Breite
von Europa. Der Präsident der Zentralpazifik, Leland Stanford, stellte Tausende von chinesischen Arbeitern für den Job ein, denn ein Grossteil der üblichen Arbeitskräfte Kaliforniens versuchte sein Glück in den Goldfeldern. Eine bunt
gemischte Crew arbeitete für Union Pacific Vice-Präsident Thomas Durant. Einwanderer, ehemals versklavte Menschen und Bürger, Kriegsveteranen. Sie kamen im Lager nicht immer miteinander aus, bildeten aber effektive Gleisbauteams. Am 10. Mai
1869 wurde nach sechs Jahren harter Arbeit, per Telegraph mitgeteilt, dass die Arbeit beendet ist. Hier gibt es täglich, zweimal am Tag, ein grosses Zeremoniell mit diesen beiden Lock’s. In Tremonton stellen wir uns auf den «Aspen Grove RV
Park», der wie «geschleckt» aussieht und auch nicht billig ist.
21° und schön. Bei Ridley’s Family Markets kaufen wir ein und bemerken, dass hier ein spezielles Volk aus und ein geht. Es wird nicht viel auf einmal eingekauft
und die Verkäuferinnen nehmen es auch locker. Sie sitzen lieber im Kaffee als an der Kasse. Die Angestellten der Nasa kaufen bestimmt anderswo ein. Dementsprechend sehen hier auch die Häuser aus. Bei der Tankstelle können wir nicht mit der Karte
bezahlen. Der Chef richtete es aber so ein, dass wir nach dem Tanken an der Kasse zahlen können. Super Service! Auf der 84 sind wieder schnelle LKW-Fahrer unterwegs und die Landschaft leuchtet in verschiedenen Gelbtönen und das Gebirge ist wellenförmig.
Wir sind in der «Great Salt Lake Desert». Nach der letzten grossen Pferderanch gibt es nichts mehr. Die Höfe stehen weiträumig auseinander und die salzhaltige Ebene ist riesig. Test- und Trainingsanlagen der Nasa befinden sich in dieser
Wüste. Wir verlassen nun Utah und reisen in Nevada ein. Die Strecke ist menschenleer, aber bei der «Brünzlipause» fahren doch drei Auto’s durch….
Die Strassen in Nevada sind nicht mehr so gut und ab und zu zweigt eine
Naturstrasse zu Häusern am Berghang ab. Bestimmt gräbt der einte oder andere da in einer Mine. Weiter geht es ein Stück auf der I 80 bis nach Wells, wo wir in die «Angel Lake Road» einbiegen. Nach 11 kurvenreichen Kilometern, erreichen
wir den «Angel Lake» auf 2'530 m, wo wir übernachten. Fredy wandert noch hoch zum «Smith Lake». Von hier geniessen wir eine fantastische Aussicht auf die Wüstenebene.
18° und stahlblau. Die ganze Strecke führt
auf der 93 durch die öde Ebene zwischen den «Ruby Mountains» und der «Schell-Creek Range» von dem «Humboldt-Toiwabe NF». Man könnte den Autopiloten einschalten, denn ausser Blechhirschen springt nichts über
die Strasse. Natur pur. In den bescheidenen Weiler liegt alles kunterbunt durcheinander, sogar einige verrostete alte VW’s. Wir fahren in den «Humboldt NF» zum «Cave Lake SP» auf 2'230 m. Leider führt das Seeli kein Wasser
mehr und beim unteren darf man nicht stehen. Endlich kommt Regen auf und es kühlt etwas ab.