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Wegen der Dringlichkeit einer Reglementierung der strategischen Bedingungen zur Erhaltung der Pantanal-Region, angesichts einer rapiden Entwicklung der produktiven Aktivitäten in der Region Mittlerer Westen, wird die staatliche und föderative Gesetzgebung betreffs Verwaltung und Naturschutz des Pantanal verfeinert.
Das Gesetzesprojekt Nr. 750, von 2011, wird vom obersten Senat, unter Vorsitz des Senators Blairo Maggi, bearbeitet – es entscheidet über die Politik der Verwaltung und des Schutzes des Bioms Pantanal. Dieses Projekt basiert auf dem staatlichen Gesetz Nr. 8.830, vom 21. Januar 2008, welches die staatliche Politik hinsichtlich der Verwaltung und des Schutzes des oberen Rio-Paraguay-Beckens in Mato Grosso behandelt.
Das Staatsgesetz 8.830/2008 gilt als ein Meilenstein hinsichtlich Nutzung und Schutz der Pantanal-Region. Es wurde auf einer Basis von Resultaten der Diskussionen und Debatten geschaffen, welche sowohl die wissenschaftliche Kommune, die “Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária“ (Embrapa) und die Gesellschaft lokaler Bewohner involvierte.
Die offenen Debatten im Nationalkongress über das Pantanal werden weitere Überlegungen hinsichtlich der sozialwirtschaftlichen und ambientalen Realität erbringen und die Erhaltung der hydrischen Ressourcen, die Konservierung der Böden und die Handhabung der Biovielfalt gesetzlich garantieren – außerdem den nachhaltigen Schutz der Region und des ganzen Landes.
Bereits als “Nationalerbe“ von der brasilianischen Verfassung eingestuft (1988), wurde das Pantanal von Mato Grosso im Jahr 2000 von der “Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco)“ als “Reservat der Welt-Biosphäre“ anerkannt. Dieser Vorschlag wurde vom brasilianischen Umweltministerium präsentiert und in Paris von der internationalen Kommission des Programms “Mensch und Biosphäre“ angenommen.
Im Bundesstaat Mato Grosso umfasst die Pantanal-Region 48.865 Quadratkilometer, das sind 35,36% seiner Gesamtfläche. Die Munizipien, deren grösster Teil vom Pantanal eingenommen wird, sind Barão de Melgaço (99,2%) und Corumbá (95,6%), gefolgt von Poconé (80,3%). Die Munizipien, die am meisten zur Formation des Pantanal-Territoriums beigetragen haben sind Corumbá (44,74%), Poconé (10,21%), Cáceres (10,11%) und Aquidauna (9,36%).
Die ambientale Gesetzgebung betreffend Pantanal vereint, auf nationalem Niveau, die allgemeinen Massnahmen zur erhaltenden Verwaltung der Ressourcen (Boden, Wasser und Biodiversifikation), sie definiert die entsprechenden Befugnisse der staatlichen Behörden in der Pantanal-Region zur Erarbeitung einer integrierten Politik für das Becken des Rio Paraguay.
Unter anderen Auflagen beabsichtigt das Gesetz zur Verwaltung und den Schutz des Pantanal auch die Rückgewinnung von degradierten Arealen, die Schaffung wirtschaftlicher Mechanismen als Anregung für Aktivitäten zum Schutz und zur Erhaltung der Natur, sowie eine erhaltende Kontrolle der Fisch- und Fauna-Ressourcen. Ausserdem soll es ökologisch korrekte landwirtschaftliche Produktionssysteme stimulieren – den Umgang mit dem Waldbestand, die Erzeugung von Energie und die Wartung von Fischzuchtanlagen – unter anderen politischen Plänen bezüglich Wartung und Erhaltung.
Mit 25 Millionen Hektar ist das Pantanal die grösste überschwemmbare Ebene der Erde, das drittgrösste geschaffene Reservat der Welt und anerkannt mit dem best konservierten Biom Brasiliens. Die wissenschaftliche Erklärung für diese beispielhafte Erhaltung deutet auf die historischen und kulturellen Fakten, zusammen mit den von den Pantanalbewohnern nach traditionellem Muster entwickelten wirtschaftlichen Aktivitäten – letztere werden als die wahren Beschützer des Pantanal betrachtet, trotz ihrer Schwierigkeiten mit der Rentabilität ihrer traditionellen Bewirtschaftung.