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Systematik
|Ordnung||Lepidoptera|
|Familie||Papilionidae|
|Unterfamilie||Papilionidae|
|Gattung||Papilio|
|Art||Papilio thoas (Königs-Page)|
Beschreibung
P. thoas ist ein schwarzer Schmetterling mit gelben Bändern. Die Flügelspannweite beträgt 10 bis 13 cm. Die Vorderflügel sind verlängert. Auf der Oberseite verlaufen zwei gelbe Bänder: ein kleines nahe dem Aussenrand, welches aus bogenförmigen Flecken besteht und eine grosses, welches aus mehr oder weniger viereckigen Flecken besteht, die gegen den Innenrand hin zu einem durchgehenden Band verschmelzen. Zusätzlich ist auf den Hinterflügeln eine weitere, gelbe Linie aus bogenförmigen Flecken zu sehen. Der Aussenrand ist gewellt und hat eine schwarze Verlängerung („Schwänzchen“) mit einem gelben Fleck am Ende. De Flügelunterseite ist gelb mit etwas schwarz und gut sichtbaren Flügeladern. Einige orange oder blaue Augenflecken sind sichtbar. Die vordere Hälfte des Körpers ist schwarz, während die hintere gelb ist mit einer leicht schwarzen Färbung auf dem Rücken. Die Raupen sind vielfarbig mit einer diffusen Mischung aus braun, weiss, grün und mattem gelb und sehen damit wie Vogelkot aus. Sie haben zudem einen runden weisslichen Kragen auf dem Thorax. Die Puppen sind grün mit einer gelben Fläche auf dem Rücken. Je nach Substrat auf welchem sie sich verpuppen können sie auch braun sein. Sie sind ziemlich kantig und haben einen zweigliedrigen Kopf. Die Seiten sind leicht abgeflacht.
Biologie
Die Art ernährt sich vom Nektar einer grossen Vielfalt von Pflanzen. Beipiele sind Lantana sp, Caesalpina sp und Bougainvillea sp. Der grösste Teil der Futterpflanzen gehört zur Familie der Pfeffergewächse (Piper sp), einen kleineren Teil machen Rautengewächse aus (Citrus sp.). Die Männchen sind vor allem anfang Nachmittag aktiv, besonders wenn es viel Sonnenschein gibt. Die Weibchen sind den ganzen Tag aktiv. Die Männchen besuchen häufig Pfützen und feuchten Sand an Flussufern. Es scheint als würden sie Natriumsalze aufnehmen, welche sie zum Anlocken der Weibchen benötigen. Die Männchen zeigen ein spezielles Paarungsverhalten, welches man im Englischen «hilltopping» nennt. Sie gruppieren sich auf kleinen Hügeln und präsentieren sich den Weibchen. Das Männchen mit der höchsten Stellung in der Hierarchie sitzt zuoberst. Die Weibchen besuchen die Hügel und wählen ein Männchen, mit dem sie sich paaren. Die Männchen sind sehr territorial. Treffen sich zwei Männchen, „kämpfen“ sie um das Territorium. Dabei fliegen sie in Spiralen immer höher, bis eines der Männchen aufgibt. Je dominanter ein Männchen ist, umso höher fliegt es. Die Lebensdauer der Schmetterlinge ist nicht länger als zehn Tage. Die Raupen der Familie Papilionidae besitzen ein spezielles Organ, welches hinter dem Kopf sitzt. Die fleischige Nackengabel, Osmaterium genannt, ist auffällig gefärbt (oft orange) und wird als Abwehrmechanismus ausgestülpt. Dabei verströmt sie einen starken Geruch. Dieses Abwehrsystem wird besonders gegen Fliegen und paristäre Wespen eingesetzt. Es ist sehr schwierig die adulten P. thoas von den adulten P. cresphontes zu unterscheiden. Das Fehlen des gelben Flecks auf dem Schwänzchen bei P. cresphontes kann ein Unterscheidungsmerkmahl sein. Um aber ganz sicher zu gehen, muss der Genitalbereich verglichen werden. Bei Beobachtungen in der Natur kann die Wahl der Futterpflanze Aufschluss über die Art geben. Die Weibchen der beiden Arten wählen unterschiedliche Pflanzen für die Eiablage (mit der Ausnahme von Citrus sp.).
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet von Papilio thoas erstreckt sich vom Süden der USA über Zentralamerika bis nach Südamerika. Die Art kommt auch in Kuba, Jamaika und Trinidad vor. Man findet die Art in Gebieten mit starken Niederschlägen an beiden Küsten des amerikanischen Kontinentes bis in 1000m Höhe. Sie ist häufig auf offenen Flächen und an Waldrädern.
Bedrohung
Keine bedrohte Art.