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Eigentlich sind Männer signifikant wettbewerbsorientierter. Frauen kümmern sich dagegen stärker um ihre soziale Umgebung. Diese Stereotype greifen aber nicht mehr, wenn der Frauenanteil in Führungspositionen über 22 Prozent steigt.
Dann nämlich «nähern sich Managerinnen ihren männlichen Kollegen hinsichtlich der Durchsetzungsstärke an», weist die Studie «Post-Diversity-Ära» der Personalberatung Russell Reynolds Associates aus. 4.345 weibliche und männliche Entscheider in 25 Ländern wurden in der Studie untersucht.
Sind mehr als 26 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, verschwinden gemäss der Studie bei der Wettbewerbsorientierung alle Geschlechterunterschiede. Liegt die der Anteil weiblicher Führungskräfte dagegen unter 21 Prozent, entsprächen «männliche und weibliche Führungskräfte weitgehend dem klassischen Geschlechterstereotyp», heisst es in der am Montag veröffentlichten Studie.
Weibliche Führungskräfte in Ländern mit hohem Anteil von Frauen in Schlüssel-Positionen werden sogar maskuliner als jeder Mann: Sie agieren weniger integrierend und ausgleichend als ihre männlichen Gegenparts in Ländern mit geringer Frauenquote bei Führungspositionen.
Ein höherer Frauenanteil macht auch Männer «fokussierter, kompetitiver und damit erfolgreicher – aber gleichzeitig auch härter», wie es in der Studie heisst.Publiziert am 30.01.2016 | Aktualisiert am 02.02.2016