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Hergestellt von Telefunken AG, Ulm.
In der Mitte der Sechzigerjahre brachte Telefunken den transistorisierten Allwellenempfänger E 639 auf den Markt. Mit dem Langwellenadapter LW 639 können die für die Schiffahrt wichtigen Lang- und Längstwellenbereiche ebenfalls abgedeckt werden. Als ELK 639 wurde der Empfänger mit integriertem Langwellenvorsatz in einem Gehäuse geliefert, die Frontplattengestaltung wirkt aufgrund der Herkunft bei diesem Gerät nicht ganz „wie aus einem Guss“.
Die Netzspannung wird auf 24 V heruntertransformiert und zum Betrieb der Empfängerbaugruppen auf eine stabilisierte 12 V - Spannung reduziert. Zur Batterieersparnis kann die Skalenbeleuchtung abgeschaltet werden, der Empfänger benötigt dann nur noch 5,6 Watt.
Beim E 639 Aw handelt es sich um einen in Transistortechnik aufgebauten kompakten Allewellenempfänger, der in der Standardausführung Frequenzen vo nder Langwelle bis zum Kurzwellenbereich abdeckt. Mit einem Konverter lann die in der Seefahrt wichtige Längstwelle bis in den VLF-Bereich von 10 kHz abgestimmt werden. Im ELK 639 sind Empfänger und Konverter in einem Gehäuse integriert, dieses Gerät fand im Seefahrtsbereich Verbreitung.
Auf der Frontplatte des Geräts ist unter dem Messgerät für die Feldstärke der Hauptschalter und darunter der Abstimmknopf angeordnet.
Links vom Hauptschalter ist der schaltbare Monitorlautsprecher, und daneben das rechteckige Sichtfenster der Frequenzskala angeordnet, ganz links davon der Regler für den BFO und der Schalter für die Bandbreiten ±0,25 / ±0,75 und ± 3 kHz.
Zuunterst das Drucktastenaggregat mit den runden Drucktasten für die zehn Frequenzbänder, das erste deckt die Langwelle 0.25-0.51 kHz, die folgenden beiden die Mittelwelle 0.55-1.05 resp. 1.0-1.9 MHz ab, die nächsten sieben die Kurzwellenbereiche (1.8-3.4 / 3.3-5.5 / 5.3-8.5 / 8.1-12.6 / 12.1-17.5 / 16.8-23.2 und 22.35-30 MHz). Darüber sind der Betriebsartenschalter A1 - A3 - A1 mit Automatikregelung AGC, die NF- und die HF-Verstärkungsregelung angeordnet.
Der Längstwellenzusatz LW639 entspricht der „Bereichsgruppe I“ des Empfängers ELK 639 und die Bedienung ist identisch. Die Bereichsgruppe I (entsprechend den Wellenlängen des Längstwellenvorsatzes von 9.8 - 520 kHz) und Bereichsgruppe II (die Wellenlängen des Hauptgerätes bis zum Ende des Kurzwellenbereichs) werden mit dem entsprechenden Schalter am LW639 geschaltet. In den Bereichen 1, 2 und 5 schwingt der Oszillator bei 180 kHz und das Gerät arbeitet als Doppelsuper mit einer zweiten Frequenzumsetzung auf 525 kHz, in den Bereichen 3 und 4 wirkt das Gerät als Einfachsuperhet. Der Längstwellenvorsatz verfügt über einen separaten Bandbreitenschalter und einen eigenen Eichmarkengeber, der Eichmarken alle 20 kHz generiert.
Das Antennensignal wird von der Antennebuchse Bu 1 einer mit einem Dual Gate-MOSFET bestückten HF-Stufe zugeführt. Über einen Zwischenkreis gelangt die HF zur Mischstufe, wo sie mit dem Signal des OSzillators auf die Zwischenfrequenz von 525 kHz umgesetzt wird.
Im Auskoppelkreis kann die ZF entnommen und über einen Breitband-Panoramaausgang BPA 639 dem Panoramasichtgerät PaG 724/525 zugeführt werden, ein Frequenzabschnitt mit einer Breite von 100 kHz kamm im Sichtgerät beobachtet werden.
Die ZF durchläuft die mechanischen ZF-Filter und gelangt nach zwei ZF-Verstärkerstufen zum ZF-Ausgang und nach Demodulation in einer Audionstufe zur NF-Stufe. Nach einer Vorstufe gelangt das demodulierte Signal auf die Gegentaktendstufe, es wird zum Lautsprecher, Kopfhörer oder zum 600 Ohm-Ausgang weitergeführt.
Das BFO-Signal wird zum Empfang von CW-Aussendungen der Audiostufe zugeführt.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.