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Der sechste Lauf zur FIA-Formel-3-Meisterschaft im belgischen Spa-Francorchamps war für den Sauber Junior Fabio Scherer ein düsterer Anlass. Ein hydraulisches Problem während des Qualifyings bedeutete,…/Lesen
Der Schweizer Fabio Scherer feierte das bisher erfolgreichste Wochenende seiner FIA-Formel-3-Saison mit doppelter Punkteausbeute im italienischen Monza.
Der Fahrer des Sauber Junior Team by Charouz beendete das erste Rennen am Samstag auf dem achten Platz. Im zweiten Rennen am Sonntag verbesserte er sich sogar um eine Position. Damit nahm er insgesamt sechs Punkte aus Monza mit.
Dabei fing das Wochenende nicht besonders gut an. Das Qualifying war für Fabio sehr frustrierend, weil er seine fliegende Runde abbrechen musste, weil andere Fahrer absichtlich langsam um die Strecke kurvten. So schaute am Ende nur der 20. Startplatz für Fabio heraus.
„Die Rennleitung hat das Qualifying mit der roten Flagge beendet, weil es zu gefährlich war“, erklärt Fabio. „Ich habe noch nie zuvor so etwas Dummes erlebt [dass Fahrer unnötig langsam gefahren sind]. Meine Sektorzeiten auf meiner fliegenden Runde waren echt top, als die Session abgebrochen wurde.“
Doch Fabio schaffte es, den Frust aus dem Qualifying in positive Energie umzuwandeln. Der 20-Jährige nutzte seine Chance, machte auf der Strecke zwölf Positionen gut und beendete das erste Rennen als Achter.
„Wenn man von P20 auf P8 fährt, kann man von einem guten Rennen sprechen“, sagt der von Stobag unterstützte Luzerner. „Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass noch mehr möglich gewesen wäre, wenn wir ein bisschen mehr Tempo gehabt hätten.“
Am Sonntagmorgen startete Fabio aus der Pole-Position. Das Rennen wurde unter schwierigen Bedingungen ausgetragen. Nach einem frühmorgendlichen Schauer war die Strecke am Anfang nass, trocknete dann aber an den meisten Stellen ab.
Trotz eines Autos, das in Sachen Speed nicht ganz vorne mithalten konnte, war ein entschlossener Fabio die ersten zehn Runden auf Podiumskurs. Je länger das Rennen dauerte und je trockener die Piste wurde, musste er jedoch seine Konkurrenten teilweise ziehen lassen. Trotzdem belegte er am Ende den siebten Schlussrang.
„Wir hatten Pech mit dem Wetter. Wäre es nass geblieben, hätte unsere Pace gepasst. Aber je länger das Rennen dauerte, desto schwieriger wurde es für uns. Wir haben in den Kurven Zeit verloren und das Bremsen war auch sehr schwierig“, so Fabio.
„Unterm Strich habe ich Monza mit gemischten Gefühlen verlassen. Wenn man das Wochenende mit meinen bisherigen Rennen vergleicht, dann war es positiv. Wenn man aber von der Pole-Position starten kann, dann möchte man das Rennen auch gewinnen. Und heute war das nicht möglich. In Anbetracht des Tempos, das wir hatten, denke ich, dass ich den bestmöglichen Job gemacht habe.“
„Es ist gut, es zwei Mal hintereinander in die Punkte geschafft zu haben, aber es gibt noch viel zu tun – auch im Hinblick auf das letzte Rennen in 14 Tagen. Dort möchte ich nochmals ein richtig gutes Wochenende zeigen.“
Der Schlusspunkt der FIA-Formel-3-Meisterschaft 2019 findet vom 27. bis 29. September im russischen Sotschi statt.