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Forscher der Universität Basel berichten in ihrer Studie, die im „Scientific Reports“ veröffentlicht ist, dass der Rhein zwischen Basel und Rotterdam eine teilweise vierfach höhere Konzentration an Mikroplastik aufweist. Im Vergleich mit weiteren weltweit untersuchten Flüssen wurde im Rhein die stärksten Belastungen festgestellt.
Mikroplastik sind Plastikteile, die kleiner als 5 Millimeter sind. Als Zwischenprodukt bei der Kunststoffherstellung, bei der Zersetzung grösserer Plastikteile in der Umwelt sowie als Granulat in Reinigungs- und Pflegeprodukte gelangen sie in das Gewässer. Dort werden die Kleinstpartikel von zahlreichen Organismen aufgenommen und belasten so deren Gesundheit.
Die Universität Basel untersuchte nun erstmals die Menge und Zusammensetzung des Mikroplastiks an der Wasseroberfläche des Rheins zwischen Basel und Rotterdam. Auf einer Strecke von rund 820 Kilometern wurde an elf Standorten 31 Wasserproben entnommen. In den Proben wurden unterschiedliche Partikelkonzentrationen gemessen. Diese zeichneten die Umweltbelastungen, beispielsweise städtische Zentren oder Industrieanlagen, und jeweilige Strömungsverhältnisse ab. Dabei wurde die höchste Belastung in der Rhien-Ruhr-Region, die geringste im Abschnitt Basel-Mainz gemessen.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Verschmutzung des Rheins mit Mikroplastik erheblich ist. (…) Gewichtsmässig entspricht das zwar nur etwa 25 bis 30 Kilo pro Tag, doch im Jahr summiert sich das immerhin auf 10 Tonnen.»
Prof. Patricia Holm, Departement Umweltwissenschaften, Universität Basel
Verglichen mit bereits untersuchten Gewässern zeigt der Rhein die höchsten Partikelkonzentrationen an. Thomas Mani, der Erstautor der Studie, findet es vor allem bedenklich, dass bei 60 Prozent der Mikropartikel Herkunft und Zweck noch weitgehend unklar sei. Bei der Untersuchung konzentrierten sich die Wissenschaftler hauptsächlich auf Mikroplastikteilchen, die bei der weltweiten Produktion in grosser Zahl anfallen und eine geringe Dichte haben. Die Herkunft der einzelnen Partikel zu bestimmen würde nochmals viel Arbeit geben.