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Freitag, 11. Mai 2012 – 17. Reisetag, 3. Teil
Nach 432 Meilen durch Oklahoma folgen nun 186 Meilen durch Texas; durch den Lone Star State. Der Übername bezeichnet den früheren Status als unabhängige Republik und als Erinnerung an den Kampf des Staates für die Unabhängigkeit von Mexiko. Die „Lone Star“ findet man deshalb auch auf der texanischen Staatsflagge.
Shamrock
Die Route 66 dient nun wieder als Service Road zur Interstate. Bei den Geschäften und Motels weiss man nie genau, ob sie noch im Betrieb sind. Dafür sehen wir erstmals einen Truck, der die riesigen Ballen wegführt.
In Shamrock stechen drei Gebäude heraus. Das im Art-Deco-Stil 1936 erbaute ehemalige U Drop Inn, mit seinen beiden Türmchen eines der schönsten und faszinierendsten Gebäude an der Route 66 (Bild 1 und 2). An der damaligen Kreuzung der US-Highways 66 und 83, entstanden in den 1930er Jahren grosse Aktivitäten. Mit dem Bau der Interstate und der Dekommissionierung der Route 66 verlor das Gebäude an Bedeutung. Es wurde in den 1990 Jahren geschlossen, in das Register aufgenommen und später aufwändig renoviert. Heute dient es als „Visitor Center“, Museum und für die städtische Handelskammer. Das Gebäude hat auch als Vorlage für „Radiator Springs“ im Film Cars gedient. .Die „Magnolia Gas Station“ (Bild 3) mit dem „Pioneer West Museum“(Bild 4) sind aus einem früheren Hotel entstanden.
Wir entscheiden uns, im Ramada zu übernachten und essen im benachbarten Family-Restaurant, wo kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Es sei ein Familienrestaurant. Aber es darf geraucht werden! Wir sind eben in Texas.
Samstag, 12. Mai 2012 – 18. Reisetag
Wir wollen früh wegfahren, um zeitig in Amarillo zu sein, aber wir schaffen es wohl nie, um halb acht wegzufahren. Wir machen nochmals einen Halt beim „U Drop Inn“ und verlassen diesen Ort dann fast etwas melancholisch.
Die Route 66 durch Landwirtschaftsgebiet dient als Service Road zum Highway, einmal auf der linken Seite und später wieder auf der rechten Seite. „Nur“ mit 55, dafür mit weniger Verkehr.
McLean
In McLean führt die Route 66 richtungsgetrennt zweispurig durch den Ort; westwärts auf der First Street und ostwärts auf der Railroad Street. Man soll hier zurückversetzt werden in die Zeit der echten Route 66 Erfahrung. Also fahren wir zweimal durch den Ort, dessen „Commerical District“ im „Historical Register“ geschützt ist. Das Devil’s Rope and Route66Museum – das grösste Stacheldraht Museum in der Welt – ist leider noch nicht geöffnet. Silvia ist nicht unglücklich. Sie ist zufrieden mit den Fotos der Stacheldrahtskulptur beim Eingang. Ein echtes Bijou ist die schön restaurierte Philips 66 Gas Station, die erste Tankstelle dieser Marke in Texas.
Es hat eine ganze Anzahl von Murals und anderen Foto-Ops. Leider sind viele Gebäude kaum unterhalten oder renoviert. Sie verlottern. Unsere Gefühle sind gemischt. Wir neigen zu „verlotterter Ort“. Die Zukunft wird zeigen, in welche Richtung McLean gehen wird. Hier hatten wir die Weiterfahrt auf einer Gravel Road geplant. Nachdem es vorher drei Tage geregnet hat, war die Sandpiste völlig aufgeweicht. Ja sie versank sogar im Morast.
Nun wollen wir auf dem nahen Highway die „Donley County Texas Route 66 Rest Area“ ansehen, in der es einem „Tornado Shelter“ hat. Eine kommune Autobahn-Raststätte mit verschlossenen Türen zu den Schutzräumen. Dieser Besuch hat uns lediglich einen Überblick über die hügelige Landschaft gegeben. Wie man aus dem letzten Bild erkennt, hat uns dieser Umweg nicht aus den Socken gekippt.
Groom
In Groom steht „The Leaning Water Tower“, der in der Hitze zu Schmelzen scheint. Es ist nur noch ein dekorativer Gegenstand und natürlich auch ein „Must Stop“ für die Harley Gruppe. Er wurde seinerzeit gebaut, um auf eine Raststätte für Trucker aufmerksamen zu machen. Obwohl das Geschäft schon längst vorbei ist, hat die grosse Werbetafel neben dem Turm überlebt.
Man ist doch fast überwältigt vom ”The Cross of Our Lord Jesus Christ“, 1995 gebaut. Das 58 m hohen Kreuz ist imposant und natürlich ”The Largest Cross in the Western Hemisphere“. Beeindruckend sind auch die 13 Stationen auf dem Kreuzweg.
Convay
Die VW Slug Bug Ranch ist eine ironische Satire zur Cadillac Ranch mit in der Erde begrabenen VWs. Wir sind nur noch wenige Meilen von Amarillo, wo wir die noch de anderen Ranches ansehen werden.
Die Bilder auf dieser Seite lassen sich zur Zeit nicht in voller Grösse ansehen. Bearbeitung erfolgt in den nächsten Tagen.