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Ein 100 Kilogramm schwerer Sprengkörper führte in Berlin zu Dutzenden Umleitungen und Ausfällen im Zugverkehr. Am frühen Mittwochnachmittag normalisierte sich der Bahnverkehr wieder.
Bombe wurde entschärft
Die russische Bombe war am Dienstagnachmittag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Die Fundstelle befindet sich eineinhalb Kilometer vom Bahnhof entfernt in der Heidestrasse/Lehrter Strasse.
Experten haben den Sprengkörper nun entschärft. Der Zünder der Bombe sei vor Ort entfernt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei sperrte zuvor die umliegenden Strassen und evakuierte die Häuser. Um den Fundort errichtete sie eine Sicherheitszone von 400 Metern. Auch der Schiffsverkehr auf dem Kanal zwischen Berlin und Spandau wurde gestoppt.
Auf dem Flughafen Tegel durften während einer halben Stunde sicherheitshalber keine Flugzeuge landen. Die Maschinen mussten auf den Flughafen Schönefeld ausweichen.
Die Behörden vermuten, dass sich im Untergrund Berlins noch etwa 3000 Bomben befinden. Sie kommen vor allem bei Bauarbeiten zum Vorschein.