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Forscher der Universität Calgary haben alle verfügbaren Studien zum Einfluss körperlicher Aktivität auf die Überlebenswahrscheinlichkeit von Krebspatienten – gleich welcher Tumor – in einer neuen Untersuchung zusammengefasst.
Insgesamt war sportliche Betätigung nach der Krebsdiagnose mit einer um 37 Prozent niedrigeren krebsspezifischen Sterblichkeit gegenüber nicht aktiven Teilnehmern verbunden. Dabei profitierten vor allem Patientinnen mit Brust- und Darmkrebs, aber auch Männer mit einem Prostatakarzinom.
Auch das Herzkreislauf-Risiko sank bei den sportlichen Teilnehmern deutlich. Der Effekt war dosisabhängig. „Unsere Befunde zeigen, wie wichtig es ist, Krebspatienten zu körperlicher Aktivität zu motivieren“, betonen die Studienautoren.
Sowohl Männer als auch Frauen profitierten von der Bewegung. Frauen sowohl vor als auch nach der Menopause. Bei beiden Geschlechtern war der Nutzen besonders gross, wenn der BMI unter 25 lag. Übergewichtigen Krebspatienten sollte man daher empfehlen, Sport mit geeigneten Massnahmen zum Abnehmen zu kombinieren.
Die Befürchtung, dass intensiv betriebener Sport schaden könnte, konnten die Wissenschaftler nicht bestätigen: Die Sterblichkeit hatte in keiner der Untersuchungen zugenommen, auch nicht bei Krebsarten mit schlechter Prognose wie dem Lungenkarzinom und auch nicht beim Melanom.