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Eine Gehirnerschütterung bei Kindern setzt in der Regel einen harten Schlag, einen Unfall oder einen Sturz voraus. Während Säuglinge beispielsweise von Wickeltischen fallen, stürzen Kinder, die sich schon selbstständig fortbewegen, vielleicht aus einem Baumhaus oder vom Hochbett herunter. Möglicherweise stossen sie sich beim Spielen oder bekommen einen Schlag auf den Kopf ab, was zu den häufigsten Ursachen einer Gehirnerschütterung zählt. Handelt es sich um eine stärkere Einwirkung von aussen auf das Gehirn, kommt es oft zu einer Gehirnerschütterung. Darunter verstehen Mediziner eine leichte Form des Schädel-Hirn-Traumas.
Kommt es zu einer Gehirnerschütterung, stösst das Hirn von innen gegen unsere Schädelwand. Innere Verletzungen zählen zu den möglichen Folgen. Da kleine Kinder jedoch noch keine vollständig verknöcherten Schädelnähte besitzen, ist es ihnen möglich, Stösse in der Regel gut abzufangen. Die Fähigkeit des Kopfes, sich problemlos während der Geburt zum Passieren des Geburtskanals zu verformen, zeigt die Flexibilität des Gehirns. Trotzdem kommt es in besonders schlimmen Fällen zu inneren Blutungen, wenn Kinder sich am Kopf verletzen. Deshalb ist es häufig unabdingbar, einen Arzt aufzusuchen, auch bei nicht vollständig ausgebildetem Schädelknochen.
Verletzt dein Kind sich am Kopf, muss es nicht zwangsläufig Symptome zeigen. Deshalb stellt eine Gehirnerschütterung oft eine grosse Herausforderung für die Eltern dar. Ein Beispiel: Das Kind stürzt, weint jedoch nicht und sitzt still da. Dass es nicht weint, deutet nicht unbedingt auf eine Unversehrtheit des Kopfes hin. Bedenke, dass es in einigen Fällen zu zeitlich verzögerten Symptomen kommt. Deshalb behalten viele Ärzte das Kind für einige Tage im Krankenhaus zur Beobachtung. Zeigt dein Kind doch Auffälligkeiten, machst du eine mögliche Gehirnerschütterung an folgenden typischen Merkmalen fest:
In der Regel heilen leichte Gehirnerschütterungen innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen wieder ab, sodass es nicht zu weiteren Krankheiten oder Schäden kommt. Möglicherweise treten jedoch verstärkt Kopfschmerzen als Folge auf. So kann sich beispielsweise das chronisch-posttraumatische Syndrom entwickeln: Die Patienten leiden unter anhaltenden Schmerzen im Kopf, ausgehend von der Halswirbelsäule, auch wenn sie zuvor keine anderen Krankheiten hatten. Mediziner bezeichnen diese Folge auch als Zervikozephales Syndrom. Oft verschwinden die Beschwerden nach etwa einem halben Jahr.
Besteht der Verdacht auf eine Hirnblutung, verordnen Ärzte in aller Regel ein CT oder ein MRT. Während Patienten sich bei einer Computertomografie einer Strahlenbelastung aussetzen, passiert das bei einer Magnetresonanztomografie nicht. Ist die Fontanelle eines Babys noch nicht geschlossen, erfolgt oft eine Sonografie, also eine Ultraschalluntersuchung. Unter Fontanelle verstehen wir den noch nicht verknöcherten oder verknorpelten Teil des Schädels bei Säuglingen. Bleibt das Kind im Krankenhaus, überprüft der Arzt regelmässig die Werte. Er misst den Blutdruck, überwacht die Pupillenreaktion des Kindes und weckt es immer wieder auf, um das Bewusstsein zu prüfen. Übrigens gilt: Wecke auch du dein Kind nach einer Gehirnerschütterung immer wieder nach zwei bis drei Stunden auf, wenn es nicht im Krankenhaus bleibt. Rufe unbedingt einen Notarzt, wenn es keine Reaktion zeigt und sich nicht mehr wecken lässt. Unsere Tipps:
Bei Säuglingen empfiehlt es sich, schnell einen Arzt aufzusuchen, wenn es einen Sturz erleidet, um eine innere Blutung rechtzeitig zu erkennen. Verletzt dein Kind sich beim Spielen oder stürzt es vom Hochbett, beobachte es für die nächsten Stunden genau. Suche unbedingt einen Arzt auf, wenn es erbricht, starke Kopfschmerzen hat oder wenn es sich auffällig verhält und du die Ursachen nicht kennst. Bleibt das Kind regungslos auf dem Boden liegen, musst du einen Notarzt rufen.
Verletzungen des Gehirns ziehen häufig schwere Folgeschäden und Störungen nach sich. Da es sich bei unserem Hirn um das zentrale Steuerungssystem unseres Körpers handelt, kann dies beispielsweise unser Sprachverhalten betreffen. Auch die Persönlichkeit verändert sich bei Betroffenen häufig, wenn eine schwere Verletzung unentdeckt bleibt. Trifft die Verletzung bestimmte Nerven, kann es zu Lähmungen des Körpers kommen. Zögere deshalb nicht lang, wenn dein Kind eine Hirnverletzung erleidet und suche einen Arzt auf, um die Ursachen für auffällige Symptome abzuklären. Die Heilungschancen erhöhen sich, wenn Ärzte eine Blutung rechtzeitig stoppen und Beschwerden zeitnah medikamentös behandeln.
Wenn das Baby Fieber hat, vielleicht noch hustet oder schläfrig wirkt, deuten die Symptome möglicherweise auf eine Krankheit hin. Ab welcher Körpertemperatur eine Behandlung nötig wird, welche Medikamente für Babys unbedenklich sind und wann das Kind unbedingt zum Kinderarzt muss, ist oft nicht klar. Eltern sind zwar Experten für das eigene Kind – aber das bedeutet nicht, dass sie medizinische Fachleute sind. Du suchst nach Hilfe, weil dein Baby Fieber hat? Wir haben die häufigsten Fragen zum Thema gesammelt und in aller Kürze beantwortet.
Windpocken, auch als Varizellen bezeichnet, sind eine der am häufigsten auftretenden Krankheiten bei Kindern. Natürlich können auch Erwachsene von der Krankheit betroffen sein. Die mit einem Hautausschlag einhergehende Viruserkrankung ist in der Regel harmlos. Lediglich bei Schwangeren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es zu Komplikationen kommen. Als Erreger sind die Varizella-Zoster-Viren bekannt, ein Typ der Herpesviren. In den Frühjahrs- und Herbstmonaten ist die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Allerdings ist die Krankheit für gesunde Menschen nicht gefährlich und heilt mit der richtigen Hautpflege rasch aus.
Viele Mütter und Väter sind mit der Erziehung und den ganzen familiären Verpflichtungen manchmal ordentlich überfordert. Der Alltag ist stressig und in Verbindung mit den beruflichen Herausforderungen kaum zu bewältigen. Das wirkt sich auf Gesundheit, Geist und Körper aus und erhöht durch Stress, Angespanntheit und Erschöpfung das Krankheitsrisiko für Eltern und Kinder. Gleiches gilt, wenn das Kind etwa Behinderungen oder Erkrankungen aufweist, die Geduld und Fürsorge von den Eltern fordern. Hier ist es wichtig, abzuschalten und sich zu erholen – eine Mutter-Kind-Kur ist dafür ideal.
Nachtschreck ist eine fast ausschliesslich bei Kindern auftretende Schlafstörung. Sie wird zwar allgemein als harmlos eingestuft, wird von Eltern aber dennoch oft als beunruhigend empfunden. Lies hier nach, woran du den Nachtschreck erkennst, welche Ursachen für die Symptome verantwortlich sind und was Eltern und Ärzte dagegen tun können.
Bindehautentzündungen sind besonders bei Kleinkindern weit verbreitet und bergen teilweise ein hohes Ansteckungsrisiko, daher gelten sie als typische Kinderkrankheiten. Die Ursachen für die so genannte Konjunktivitis können sehr unterschiedlich sein, was eine Diagnose und damit auch das Finden der richtigen Therapie nicht immer einfach macht. Wie du einer Bindehautentzündung bei Kindern umgehst, die klassischen Symptome richtig deutest und Erkrankungen dieser Art möglichst verhindern kannst, erfährst du hier.
Die Maul- und Klauenseuche bei Kindern nennt sich eigentlich „Hand-Fuss-Mund-Kankheit“. Der Name bezieht sich auf den Ausschlag, der am Mund, den Händen und den Fusssohlen zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine weltweit verbreitete Krankheit, die nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen entstehen kann. In der Regel besteht kein Grund zur Sorge und die Krankheit verläuft harmlos. Trotzdem solltest du rechtzeitig mit dem Kind zum Arzt gehen. Mehr zum Thema gibt es hier.