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Im Alter von 30 Jahren tritt Haarausfall bei nahezu einem Viertel aller Männer auf, mit 60 Jahren schon bei drei Vierteln. Unter Haarausfall leiden aber auch rund 20% der Frauen.
Nahezu alle Männer mit Haarausfall leiden unter dem so genannten erblichen Haarausfall (Alopecia androgenetica). Durchschnittlich verliert ein gesunder Erwachsener rund 100 Haare pro Tag, die in einem natürlichen Zyklus nachwachsen. Beim erblichen Haarausfall wachsen die Haare bei Männern nach der Pubertät immer weniger nach es kommt zum bleibenden Haarausfall. Er wird durch ein Ungleichgewicht zwischen den Hormonen Dihydrotestosteron und Testosteron verursacht. Bedingt durch das hormonelle Ungleichgewicht wirkt sich der erbliche Haarausfall zu Beginn auf die Stirn- oder den Tonsurbereich aus, schreitet dann aber langsam fort.
Bei den Frauen steht die hormonelle Umstellung während der Menopause im Vordergrund, bei jüngeren Frauen ein hormonelles Ungleichgewicht, zum Beispiel durch PCOS. (Polycystisches Ovarialsyndrom) verursacht. Haarausfall ist für Frauen psychisch häufig sehr belastend, weil er sozial nicht akzeptiert wird.
Während beim Mann der Haarausfall in bestimmten Stadien verläuft und vor allem die Stirn- und Wirbelregion betrifft, kommt es beim Haarausfall der Frau meist zu einer generellen Ausdünnung des Haarwuchses.
Zusätzlich zum hormonell bzw. erblich bedingten Haarausfall gibt es verschiedene dermatologische Erkrankungen, wie z.B. Lupus und Alopezia Areata die Haarverlust verursachen können. Auch können Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Diäten, Medikamente und gynäkologische Erkrankungen zu Haarausfall führen, der jedoch in den meisten Fällen behandelbar ist, ohne bleibenden Haarausfall.
Erblicher bzw. hormonell bedingter Haarausfall war früher für die Betroffenen ein unlösbares Problem. Heute gibt es medikamentöse sowie chirurgische Therapien um den Haarausfall zu behandeln.
Die medikamentösen Therapien können den Haarausfall nicht rückgängig machen. Sie können lediglich den weiteren Haarausfall stoppen und sind nur solange wirksam, wie die Behandlung angewendet wird. Für viele Patienten ist dies nur ein Teilerfolg, da die kahlen Stellen nicht erneut behaart werden. Hierfür ist es nötig, die Haare vom Hinterkopf in die kahlen Stellen zu transplantieren. Die transplantierten Haare fallen auch nicht wieder aus, sondern wachsen an ihrem neuen Ort lebenslang nach.
Dabei handelt es sich nicht um ein Entweder-und-Oder. Vielmehr ergänzen sich medikamentöse und chirurgische Therapien (Eigenhaartransplantation) heutzutage in vielen Fällen.
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