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Orgelmusik des 16. Jahrhunderts
Hans Buchner (1483–1538) war der Sohn des Ravensburger Organisten Hans Buchner des Älteren. Er gilt als der bedeutendste Organist der Renaissance. 1506 wurde er Domorganist in Konstanz. Zu seiner Amtszeit wurde eine neue Orgel gebaut. Sie verfügte über 31 Register auf drei Manualen und Pedal und war damals eine der bedeutendsten Orgeln in Deutschland.
Die neue Orgel wurde nach der Reformation nicht mehr benutzt und galt bald darauf als unspielbar. Später erfuhr sie mehrere Umbauten, die ursprüngliche Disposition ist nicht mehr bekannt. Prospekt und Empore zeigen hingegen im Wesentlichen noch denselben Anblick wie im Jahre 1520.
Als in Konstanz die Reformation eingeführt wurde, wurde Buchner Organist in Überlingen, behielt aber seinen Wohnsitz in Konstanz. Zum Freundeskreis von Hans Buchner gehörten der Komponist Ludwig Senfl sowie Joachim Vadian, Humanist und Reformator in St. Gallen. Zu seinen Schülern zählten sein Sohn Hans Conrad Buchner sowie Fridolin Sicher und der St. Gallener Organist Melchior Högger.
Orgelwerke von Hans Buchner
- Fundamentum sive ratio vera, eine umfassende theoretische und praktische Orgelschule mit 120 Orgelsätzen
- 3 Intabulierungen
- 2 Liedsätze
- 2 weitere Orgelsätze
- mehrere weitere Intabulierungen
- 1 Liedsatz in der Sammlung Trium vocum carmina (Nürnberg 1538)
Eine Auswahl seiner Kompositionen ist im Peters Verlag erschienen.
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