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(Waldmeiensäss) langsam gegen den kleinen
Statzersee ansteigt. Am linksseitigen Gehänge tront bis 80 m und höher hinauf
das stattliche
St. Moritz Dorf mit seinen zahlreichen und zum Teil gewaltigen Hotelpalästen,
Villen, Terrassen etc., und am
obern Ende des
Sees breitet sich in flacher
EbeneSt. MoritzBad aus, ebenfalls ein ganzer Komplex von grossartigen
Palästen, Kirchen und
Kapellen, Spielplätzen etc.
Rings um den
See führt ein anmutiger Weg, und überall herrscht, vor allem
in der Sommersaison, zum Teil aber auch im Winter, der Zeit des
Schnee- und Eissports, ein ungemein reges und vielgeschäftiges
Leben, an dem alle zivilisierten Nationen der
Welt sich beteiligen.
Kein anderer Gebirgs- oder Hochlandsee
der
Schweiz, ja wohl keiner der
Welt kann sich in dieser Hinsicht mit dem St. Moritzersee vergleichen. Er ist ein Rendezvous
der vornehmen und reisenden
Welt wie kein anderer. In früheren Jahren war er reich an vortrefflichen Forellen, während dieselben
heute seltener geworden sind.
Die südwärts gelegenen
Häuser
gehören zur Gemeinde
Merzligen und zur Pfarrei
Bürglen, die nordwärts gelegenen zur Gemeinde
Belmund
und zur Pfarrei
Nidau. Am fand hier zwischen den Vorposten der Franzosen unter
Schauenburg und den Waadtländer Truppen
unter Ferdinand von Rovéréa ein Gefecht statt, an welches Ereignis ein die Namen der Gefallenen tragendes Denk mal erinnert,
das 1824 vom Herrn von
Mülinen aus
Nidau errichtet und 1885 von der Bernischen Offiziersgesellschaft restauriert
worden ist.
Den Kampf stellt auch ein im Besitz der Familie Gremaud in Freiburg
befindliches Aquarell von Niklaus Müller dar.
Zahlreiche
Steinbrüche,
in deren Umgebung viele Landhäuser stehen.
Die männlichen Bewohner arbeiten in den
Steinbrüchen oder
in den Uhrenfabriken und andern industriellen Betrieben der Umgebung.
Neben der auf dem bewaldeten Hügel stehenden Pfarrkirche
St. Niklaus befindet sich ein bemerkenswerter Friedhof, wo der ehemalige Bundespräsident Munzinger, der Geologe Amanz
Gressly, der Romanschriftsteller Karl Postl (unter dem Pseudonym Sealsfield bekannt), der
Maler Frank
Buchser, der Bildhauer Max
Leu, der Dialektschriftsteller
Schild, der von
Napoleon I. hochgeschätzte Bildhauer Pankraz Eggenschwyler
und die beiden Aerzte Kottmann, Vater und Sohn, ruhen.
Der lateinische Poet Barzaeus war 1664 Pfarrer zu
St. Niklaus. Oestl.
der Kirche steht mitten in einem prachtvollen Park das grosse
SchlossWaldegg, das wertvolle Gemälde enthält.
Die Kirche wird durch einen senkrecht dahinter aufsteigenden
Felsen bedroht, von dem schon oft einzelne Teile sich losgelöst
haben und niedergestürzt sind. An der nämlichen Stelle mündet auch ein Lawinenzug aus. Es wurde die Kirche z. B. 1749 verschüttet,
während der Glockenturm stehen blieb, in dem der Sigrist eben mit dem Morgenläuten beschäftigt war,
ohne dass er - ausser einem starken Windzug - etwas von der Zerstörung der Kirche bemerkt hatte. Die an derselben Stelle
wieder aufgebaute Kirche wurde dann durch das Erdbeben von 1855 neuerdings beschädigt. Die Gemeinde zerfällt in die vier
QuartiereSt. Niklaus Dorf,
Gasenried auf einer Terrasse ö. über der Thalsohle (bis 1850 eigene Gemeinde),
Schmiedern und Herbriggen. Zusammen 922 kathol. Ew.; Dorf: 30
Häuser,
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