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„Du bist was Du isst“ – dieser Spruch gilt auch für unsere Katzen. Es ist darum nur natürlich, dass Sie Ihrer Katze Futter bieten möchten, das sie mit allem versorgt, was sie für ein langes und gesundes Katzenleben benötigt! Doch für Katzenneulinge und auch für erfahrene Katzenhalter ist es gar nicht so einfach, hochwertiges Katzenfutter zu identifizieren.
Hier möchten wir ein wenig Hilfestellung geben. Keine Angst: Sie benötigen hierzu kein Analysegerät und keine Laborausstattung – oft reicht schon der Blick auf das Dosenetikett oder die Rückseite der Verpackung, um zu wissen, was wirklich im Katzenfutter drin ist.
So entziffern Sie das Futteretikett
Katzenernährung in freier Natur
Katzen sind Fleischfresser. In der freien Natur ernähren sie sich vorwiegend von Mäusen, anderen Kleinnagern und Vögeln. Diese für die Katze natürliche Ernährungsform besteht zu etwa 65 Prozent aus Wasser. Der restliche Anteil, also der Trockenanteil (35 Prozent), ist in etwa 50 bis 60 Prozent Protein, 20 bis 30 Prozent Fett und drei bis acht Prozent Kohlenhydrate und Mineralstoffe aufgeteilt.
Sie sehen also: Unsere Katzen benötigen ein Futtermittel, das reich an Protein ist, moderaten Fettgehalt aufweist und nur wenige Kohlenhydrate enthält.
Inhaltsstoffe des Katzenfutters
Bevor Sie das Etikett eines Katzenfutters unter die Lupe nehmen, sollten Sie eines wissen: Laut Futtermittelgesetz ist die Liste der Inhaltsstoffe nach absteigendem Gehalt im Fertigprodukt sortiert.
Behalten wir die oben genannte Zusammensetzung des „natürlichen“ Katzenfutters - der Maus - im Auge, sollte eines an erster Stelle stehen: Fleisch. Dies kann als Frischprodukt oder in der Trockenform angegeben werden.
Bei Trockenfutter für Katzen ist darum vor allem zu beachten: Ist auf der Verpackung „Frisches Fleisch“ ausgelobt, kann der Anteil des getrockneten Fleisches im Fertigprodukt sehr viel geringer sein!
Die meisten Katzenfuttersorten enthalten auch tierische Nebenerzeugnisse. Diese sind nicht schädlich, sondern sogar im Futter erwünscht. Schliesslich nimmt eine Katze neben dem Muskelfleisch Ihrer Beutetiere auch Innereien wie Herz und Lunge zu sich!
Unter dem Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ können sich alle möglichen Organe wie Leber und Milz, Euter oder Nieren befinden. Organe wie Pansen, Euter und Lunge enthalten viel Bindegewebe, sind dadurch schwerer verdaulich und somit meist nur zu geringem Anteil in Futter enthalten.
Die "offene Deklaration" der Inhaltsstoffe
Umso besser, wenn der Hersteller die so genannte „offene Deklaration“ wählt und ganz genau ausführt, welche Nebenerzeugnisse wirklich im Katzenfutter enthalten sind! So können Sie hochwertiges Katzenfutter einfach identifizieren.
Getreideprodukte sollten nur in kleinen Mengen gefüttert werden – sie erscheinen daher möglichst weit unten auf der Inhaltsliste.
Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe
Um Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe herrscht ein Glaubenskrieg. In Nassfutter sind keine Konservierungsstoffe enthalten, da durch die Erhitzung der geschlossenen Dose oder Schale eine natürliche Konservierung entsteht.
In Trockenfutter müssen Konservierungsstoffe zur Haltbarmachung der Kroketten verwendet werden. Dabei werden künstliche und natürliche Stoffe genutzt.
Geschmacksverstärker werden nur noch selten verwendet, meist in Form von Aromen. Zucker oder Karamell ist nur in sehr geringen Mengen in manchen Nassfuttersorten enthalten und dient der Brauntönung des Fleisches. Dieser Zucker gehört nicht ins Katzenfutter: Auch, wenn er in der enthaltenen Menge nicht gesundheitsschädlich ist, kann er von der Katze nicht genutzt und noch nicht einmal geschmeckt werden, da Katzen „süss“ nicht schmecken können. Hochwertiges Katzenfutter enthält daher keinen Einfachzucker wie Karamell oder Glucose.
Hochwertiges Katzenfutter: Die Analyse
Wie wir festgestellt haben, benötigt der Fleischfresser Katze viel hochwertiges Protein und Fett, um gesund und agil zu bleiben. Pflanzliche Bestandteile und Kohlenhydrate sind für Katzen nur zu einem gewissen Teil verdaulich, darum sollte kein hoher Anteil davon im Futter sein.
Neben dem reinen Gehalt an Proteinen, Fett und Kohlenhydraten benötigt unsere Katze noch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Einige Stoffe kann der Katzenkörper aus Nahrungsbausteinen selber bauen, andere nicht.
Darunter die Aminosäure „Taurin“, die essentiell für viele Stoffwechselvorgänge im Katzenkörper ist. Ein Mangel kann zu Blindheit, Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen und Störungen des Immunsystems und des Herzens führen. Damit die Katze genug Taurin zu sich nimmt, muss sie eine bestimmte Menge täglich über die Nahrung aufnehmen – viele Fertigfuttersorten enthalten genug Taurin.
Sie sehen: Hochwertiges Katzenfutter für Ihre Fellnase zu finden, ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern erfordert oft nur einen Blick aufs Futteretikett!
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