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Die folgenden Referentinnen und Referenten nehmen an der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit 2016 teil:
Referentinnen und Referenten
Eröffnungsrede
Die Bedeutung der Agenda 2030 für die Schweiz
Didier Burkhalter, Bundesrat
Didier Burkhalter erwarb ein Lizenziat in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Neuenburg und war in verschiedenen Funktionen an der Universität und in der Privatwirtschaft tätig. Seit 1985 ist er Mitglied der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP), heute FDP. Die Liberalen. Er war Sekretär der FDP des Kantons Neuenburg und vollamtlicher Sekretär Romandie im Generalsekretariat der FDP Schweiz. Zudem war er Mitglied des Gemeindeparlaments von Hauterive und Neuenburger Grossrat. 1991 wurde er in die Stadtregierung von Neuenburg gewählt. Er gehörte ihr bis 2005 an und präsidierte sie dreimal. 2003 wurde er in den Nationalrat und 2007 in den Ständerat gewählt. Am 16. September 2009 wählte die Bundesversammlung Didier Burkhalter in den Bundesrat. 2010 und 2011 leitete er das Eidgenössische Departement des Innern. Seit dem 1. Januar 2012 ist er Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. 2014 war er Bundespräsident und gleichzeitig auch OSZE-Vorsitzender.
Keynote zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Ban Ki-moon, UNO-Generalsekretär
Ban Ki-moon wurde 1944 in der Republik Korea geboren. Er schloss sein Studium in Seoul mit einem Lizenziat in Internationalen Beziehungen ab und erwarb 1985 den Master of Public Administration an der Kennedy School of Government der Harvard University. Ban Ki-moon wurde am 1. Januar 2007 zum achten Generalsekretär in der Geschichte der Vereinten Nationen gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war er Aussen- und Handelsminister der Republik Korea. Im Verlauf seiner 37 Jahre währenden diplomatischen Karriere war er insbesondere in New Delhi, Washington und Wien tätig. Er übte verschiedene Funktionen aus und war unter anderem Hauptberater des Präsidenten in Fragen der nationalen Sicherheit und Generaldirektor für amerikanische Angelegenheiten. Der UNO-Generalsekretär hat die Förderung der nachhaltigen Entwicklung, die Ermutigung und Stärkung der Frauen sowie die Unterstützung für fragile und von Krisen betroffene Länder zu Hauptzielen erklärt.
Interview
Der Weg zur Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung
Thomas Gass, Stellvertretender Generalsekretär für Politikkoordinierung und Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen bei der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen (DESA)
Thomas Gass, geboren 1963, besitzt einen Doktortitel in Naturwissenschaften sowie einen Master und ein Diplom in Agrarwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 2013 wurde er zum Beigeordneten Generalsekretär für Politikkoordinierung und interinstitutionelle Angelegenheiten in der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (DESA) der UNO ernannt. Thomas Gass besitzt jahrelange Erfahrung im Bereich der bilateralen und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit und hatte vor seiner Ernennung den Posten eines Missionschefs in der Schweizer Botschaft in Nepal inne. Er war früher auch als Verantwortlicher für die Programme und Politiken und als Deputy Resident Representative des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) in Guyana tätig.
Botschafter Michael Gerber, Sonderbeauftragter des Bundesrats für nachhaltige Entwicklung
Michael Gerber wurde im Herbst 2012 vom Bundesrat zum Botschafter und zum Sonderbeauftragten ernannt mit dem Auftrag, die Position der Schweiz im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu erarbeiten und sie auf internationaler Ebene zu verteidigen. Im Januar 2015 beauftragte ihn der Bundesrat damit, als Verhandlungsleiter der schweizerischen Delegationen im Rahmen der zwischenstaatlichen Gespräche zu fungieren, die bei der UNO zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung geführt werden. Michael Gerber wurde 1971 geboren und studierte Politische Philosophie, Geschichte und Ethnologie an der Universität Bern. Michael Gerber, seit 2002 Mitarbeiter der DEZA, leitete die Abteilung Analyse und Politik. Er war ebenfalls für diverse, von der Schweiz in verschiedenen Ländern umgesetzte Entwicklungsprogramme verantwortlich.
Podiumsdiskussion
Universalität in der Praxis: Nachhaltiges Wassermanagement im Tschad und in der Schweiz
Markus Bürli, Globalprogramm Wasserinitiativen, DEZA
Markus Bürli ist Programmbeauftragter für das Globalprogramm Wasserinitiativen der DEZA. In dieser Funktion vertritt er die Schweiz in den im Wassersektor tätigen internationalen Organisationen und ist für verschiedene Entwicklungsprojekte verantwortlich, die eine Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Wasser für die Landwirtschaft anstreben. Er hat einen Master in Development Economics des Imperial College in London. Bevor er 2007 zur DEZA kam, arbeitete er für das Poverty and Livelihood Analysis Programme des Internationalen Zentrums für Agrarforschung in Trockengebieten (ICARDA) in Aleppo, Syrien.
Rémadji Mani, Nationale Programmbeauftragte, Tschad, DEZA
Rémadji Mani ist seit 2014 nationale Programmbeauftragte für die DEZA im Tschad. Sie besitzt einen Master in Ernährungs- und Nährstoffsicherheit des Regionalzentrums Agrhymet in Niamey, Niger. Rémadji Mani hat in Frankreich ebenfalls Raum- und Gesellschaftsplanung und -entwicklung studiert und in diesem Fach einen Mastertitel erworben. Vor ihrer Anstellung in der DEZA war Rémadji Mani im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Tschad als Chefin der Abteilung für die spezifische Ausbildung von Bäuerinnen tätig.
Laurent Balsiger, Vorsteher «Direction de l’énergie», Kanton Waadt
Als Inhaber eines Kulturingenieur-Diploms der EPFL kennt sich Laurent Balsiger im Elektrobereich hervorragend aus. Er absolvierte zudem eine Weiterbildung in Öffentlicher Verwaltung am IDHEAP der Universität Lausanne. Bevor er zum Energiedirektor des Kantons Waadt ernannt wurde, war Laurent Balsiger für die Dienststelle der Bau- und Industriedirektion der Stadt Pully verantwortlich. Im Laufe seiner Karriere arbeitete der Energiedirektor in der Industrie und in mehreren Ingenieurbüros. Er leitete insbesondere zahlreiche Projekte im In- und Ausland.
Rede
Die Umsetzung der 2030 Agenda: neue Parameter für die DEZA
Botschafter Manuel Sager, Direktor der DEZA
Manuel Sager, geboren 1955, verfügt über ein Doktorat in Rechtswissenschaften und einen «Master of Laws» der USA. 1993 übernahm er die Leitung der Sektion Humanitäres Völkerrecht bei der Direktion für Völkerrecht (DV) und danach verschiedene Funktionen in der Schweiz und in den USA. Er leitete auch die Koordinationsstelle für humanitäres Völkerrecht der DV, bevor er 2003 zum Informationschef des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements ernannt wurde. 2005 wurde er Botschafter und Exekutivdirektor bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Seit November 2014 ist Manuel Sager Leiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA.
Podiumsdiskussion
Kakaoproduktion in Indonesien: Öffentlicher und privater Sektor zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung
Manfred Borer, Projektleiter, Swisscontact
Manfred Borer ist Projektverantwortlicher und Direktor für Indonesien in der Organisation Swisscontact. In dieser Funktion ist er für die Umsetzung aller Projekte von Swisscontact in diesem Land zuständig. Zwischen 2012 und 2014 war Manfred Borer Programmdirektor. Er ist seit 2007 Mitarbeiter von Swisscontact und besitzt grosse Erfahrung im Projektmanagement. Manfred Borer erwarb ein Diplom als Wirtschaftsingenieur an der Fachhochschule Nordwestschweiz.
Nicko Debenham, Vizepräsident globale Kakao-Nachhaltigkeit, Barry Callebaut
Nicko Debenham ist seit 2014 im Unternehmen Barry Callebaut als Vizepräsident der Abteilung «Nachhaltige Kakaoproduktion» tätig. Barry Callebaut ist der weltweit grösste Hersteller von hochwertigen Schokolade- und Kakaoprodukten. Das Unternehmen setzt sich aktiv für eine Kakaoproduktion ein, welche die Kriterien der nachhaltigen Entwicklung respektiert. Die berufliche Laufbahn von Nicko Debenham umfasst über 28 Jahre Arbeitserfahrung im Kakaosektor, insbesondere in Westafrika.
Susanne Grossmann, Vorstandsmitglied Swiss Investment Fund for Emerging Markets (SIFEM)
Susanne Grossmann ist seit 2011 Verwaltungsrätin des SIFEM. Sie besitzt einen Mastertitel in Geschichte, Politikwissenschaft und Wirtschaft der Universität Zürich und hat ein Nachdiplomstudium in Europäischer Integration der Universität Basel abgeschlossen. Susanne Grossmann begann ihre berufliche Laufbahn in einer Schweizer Bank. 1995 begann sie im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) zu arbeiten, wo sie im Bereich der internationalen Verhandlungen und später in der Abteilung für Wirtschaftszusammenarbeit tätig war. Von 2004 bis 2007 gehörte Susanne Grossmann dem Managementteam der Swiss Organisation for Facilitating Investments (SOFI) an, wo sie für die Tätigkeiten in Asien und Afrika zuständig war. Neben ihrem Mandat im SIFEM arbeitet Susanne Grossmann heute auch als Vermögensverwalterin für BTS Investment Advisors, einen privaten Aktienfonds, der in kleine und mittlere Unternehmen in Indien investiert. Susanne Grossmann betreut ebenfalls das soziale Engagement der BTS Group in Indien.
Schlussrede
Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin SECO
Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch wurde 1961 geboren. Sie verfügt über einen Master in Business Administration (MBA) und ist Anwältin. Sie arbeitete in der Schweiz und im Ausland in verschiedenen Positionen, namentlich als Assistentin des Schweizer Exekutivdirektors der Weltbank in Washington DC (1992 bis 1993) und als Chefunterhändlerin der Schweiz bei der WTO (1999 bis 2007). Seit April 2011 ist sie Staatssekretärin, Direktorin des SECO und Leiterin der Direktion für Aussenwirtschaft.
Dokumente
Programm: Zusammen in eine nachhaltige Zukunft
Die Agenda 2030 für die Schweiz und die Welt