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Viele Schweizer Unternehmen sind exportorientiert. Wer den Export ins Ausland wagt, hat gute Wachstumschancen: die Nachfrage nach Produkten «made in Switzerland» ist solide und die Freihandelsabkommen schaffen Wettbewerbsvorteile. Wer seine Produkte ins Ausland verkauft, geht aber auch verschiedene Risiken ein.
Exportabsicherung am Beispiel einer Maschinenfabrik
Wir zeigen Ihnen am Beispiel einer Schweizer Maschinenfabrik, die eine Verpackungsanlage an einen brasilianischen Käufer liefert, wie Sie in Ihrem Auslandsgeschäft Vertrauenswürdigkeit schaffen und Risiken im Export richtig absichern.
Vertrauensbasis mit Bankgarantien schaffen
Oft entscheidet das Vertrauen über die Wahl des Anbieters. Eine gute Möglichkeit, um dem Geschäftspartner seine Vertrauenswürdigkeit zu beweisen, ist es, eine Bankgarantie anzubieten. Bankgarantien sind Verpflichtungskredite innerhalb einer zur Verfügung gestellten Kautionslimite. Dabei leiht die Bank kein Geld aus, sondern verpflichtet sich, für eine Zahlung oder Leistung einzustehen.
Herausforderung: Die Maschinenfabrik erhält eine Anzahlung.
Absicherung: Als Bedingung fordert der brasilianische Käufer eine Sicherheit, dass die Anzahlung für die Produktion der Verpackungsanlage eingesetzt wird. Raiffeisen stellt eine Bankgarantie zu Gunsten des Käufers aus und sichert somit die zweckkonforme Verwendung der Anzahlung zu.
Liquiditätsbeschaffung für die Produktionsphase
Da die Produktionsphase häufig sehr kostenintensiv ist und im Importland vielfach politisch und wirtschaftlich höhere Risiken herrschen, bietet Raiffeisen auch Fabrikationskredite an. Durch die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV), die eine öffentlich-rechtliche Organisation des Bundes ist und der Aufsicht des SECO untersteht, sind die Exportgeschäfte zusätzlich abgesichert.
Herausforderung: Die Schweizer Maschinenfabrik benötigt für die Produktion der Anlage liquide Mittel.
Absicherung: Mit einem Fabrikationskredit finanziert Raiffeisen die Kosten der Produktion vor. Die Zahlungen des brasilianischen Käufers werden für die Tilgung des Kredits verwendet.
Liquiditätsbeschaffung für den Abnehmer
Eine andere Variante stellt der Käuferkredit dar, der den Hauptvorteil hat, dass der Schweizer Exporteur wettbewerbsfähiger wird, indem er dem ausländischen Abnehmer die Finanzierung des Kaufs mitanbieten kann. Der Kredit wird ebenfalls zusammen mit der SERV oder einer anderen staatlichen Exportrisikoversicherung erarbeitet und ermöglicht dadurch die Absicherung verschiedenster Risiken.
Herausforderung: Dem brasilianischen Käufer fehlen flüssigen Mittel, um die Verpackungsanlage zu bezahlen.
Absicherung: Raiffeisen finanziert dem Käufer den Kauf mittels Käuferkredit und zahlt die Rechnung der Maschinenfabrik. Der Käufer zahlt den Kredit mittelfristig an Raiffeisen zurück.
Absicherung gegen Kursschwankungen
Herausforderung: Der Kurs der Exportvertragswährung verändert sich zwischen Offerte und Zahlung.
Absicherung: Mit dem Abschluss eines Devisentermingeschäftes sichert sich die Schweizer Maschinenfabrik gegen sämtliche Währungsrisiken ab und fixiert zusammen mit Raiffeisen den Gegenwert in Franken bei der Zahlung der Maschine.
Diese und weitere Dienstleistungen sind auch für KMU mit kleineren Volumen interessant. Raiffeisen arbeitet mit der Schweizer Exportrisikoversicherung (SERV) zusammen, um höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten.