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Es gab eine Zeit, und vielleicht sogar noch heute…, aber besonders in den letzten beiden Jahrhunderten, da wurde die Figur der Königin Bertha zum Gegenstand zahlreicher Legenden: sie war Heldin von Theaterstücken, historischen Umzügen, Gedichten und Liedern aller Art, und die Königin diente auch als Modell für vielfältige bildliche Darstellungen (die berühmteste davon ist zweifellos das Gemälde von Albert Anker). Sie war auch die mutmassliche Besitzerin eines Reitsattels (den man zunächst Julius Cäsar zugeschrieben hatte, aber der als Besonderheit ein Loch aufwies, in dem die spinnende Königin ihren Spinnrocken befestigen und so auf ihren Reisen spinnen konnte). Und viel später, um beim Thema Reisen zu bleiben, wurde auch eine Lokomotive nach ihr benannt…
In Payerne gab es einen «Königin-Bertha»-Zirkel, einen «Königin-Bertha»-Weinkeller und heute noch die Strasse Impasse Reine-Berthe oder das Café de la Reine Berthe. Von der Begräbnisstätte der Königin wurde die Stadt zum beliebten Aufenthaltsort der Könige von Burgund und hielt ihre Vergangenheit in Ehren.
Das Grabmal von Königin Bertha in der Pfarrkirche erinnert an eine Königin, die sich als Wohltäterin um die Stadt Payerne verdient machte, indem sie Kirchen stiftete und Burgen errichtete. Es wurde mit Sorgfalt angelegt, nachdem ein Sarkophag mit den sterblichen Überresten einer Frau entdeckt worden war, die man damals als diejenigen der berühmten Königin identifizierte. Die in dieser Grabstätte gefundenen Gebeine wurden höchst feierlich überführt, mit den Ehren des Kantons und begleitet von zahlreichen Reden, Gesangsdarbietungen und Veranstaltungen.
Diese Gebeine sind seit ihrer Entdeckung nicht mehr untersucht worden, aber seit den archäologischen Grabungen der 1950er Jahre und erneut mit den kürzlich abgeschlossenen Grabungen sind Zweifel an ihrer Herkunft aufgetreten. Aus historischen Texten wissen wir, dass Königin Bertha von Schwaben tatsächlich um das Jahr 961 auf dem Gelände des Cluniazenser-Klosters bestattet wurde, aber die genaue Stelle wird nicht angegeben. Wir werden also das Rad der Zeit zurückdrehen und versuchen, dieses berühmte Grabmal zu finden.
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Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenlos. Nutze die Gelegenheit!
Der Hinweis Nr 2 wird am 1. September 2020 um 17:30 enthüllt.