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Wer die FINMA um eine Bewilligung als Vermögensverwalter oder Trustee ersucht, muss eine Reihe von Bewilligungsvoraussetzungen erfüllen. Diese sind im Finanzinstitutsgesetz (FINIG), in der Finanzinstitutsverordnung (FINIV) und in der Finanzinstitutsverordnung-FINMA (FINIV-FINMA) festgelegt. Als Grundvoraussetzung muss ein Vermögensverwalter gewerbsmässig mindestens ein individuelles Portfolio verwalten und ein Trustee mindestens ein Sondervermögen (Trust im Sinne des Haager Übereinkommens über das auf Trusts anzuwendende Recht und über ihre Anerkennung) gewerbsmässig verwalten und für dessen Werterhaltung oder der zweckgebundenen Verwendung sorgen.
Daneben haben der Vermögensverwalter und der Trustee eine Reihe von persönlichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere müssen der Vermögensverwalter und der Trustee den Nachweis darüber erbringen, seinen Sitz in der Schweiz zu haben, angemessen organisiert zu sein sowie über ausreichend finanzielle Garantien zu verfügen. Ausserdem haben die für die Oberaufsicht und Geschäftsführung verantwortlichen Personen Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung zu bieten, über einen guten Ruf zu verfügen sowie die nötigen fachlichen Qualifikationen aufzuweisen.
Bei Vermögensverwaltern und Trustees wird die Einhaltung der Bewilligungsvoraussetzungen nicht direkt von der FINMA, sondern von einer Aufsichtsorganisation (AO) wahrgenommen. Die AO wird von der FINMA bewilligt und beaufsichtigt. Davon ausgenommen sind inländische Gruppengesellschaften, die nach der Bewilligung als Vermögensverwalter oder Trustees ausschliesslich von der FINMA im Rahmen der Gruppenaufsicht laufend beaufsichtigt werden können.
Die erforderlichen Bewilligungsvoraussetzungen sind dauerhaft einzuhalten. Bewilligte Vermögensverwalter und Trustees müssen jegliche Änderungen von Tatsachen, die der Bewilligung der FINMA zugrunde liegen, der Aufsichtsorganisation melden, welche diese periodisch der FINMA weiterleitet. Handelt es sich um wesentliche Änderungen, so ist vorgängig die Bewilligung der FINMA einzuholen.
In einem Gesuch zur Bewilligung von Änderungen hat der Vermögensverwalter oder der Trustee insbesondere die Art der Änderungen, eine Beschreibung unter Angabe der Gründe sowie die relevanten Dokumente einzureichen.
Will ein Vermögensverwalter oder Trustee seine Tätigkeit aufgeben, so braucht er dafür vorgängig eine Bewilligung der FINMA. Dabei wird ebenfalls die Aufsichtsorganisation oder die aufsichtsrechtliche Prüfgesellschaft zur Stellungnahme beigezogen.
Vermögensverwalter und Trustees, die neu einer Bewilligungspflicht unterstehen, haben sich innert sechs Monaten ab Inkrafttreten des FINIG bei der FINMA zu melden. Dieser Meldeprozess wird gleich wie der Bewilligungs- und Bewilligungsänderungsprozess elektronisch über die Erhebungs- und Gesuchsplattform EHP abgewickelt. Dort stehen sämtliche Formulare und Informationen für die Meldung sowie die Gesuchseingabe und –änderung zur Verfügung. Die AO-Anschlussbestätigung kann als Beilage des Bewilligungsgesuchs hochgeladen werden.
Um Zugang zur EHP zu erhalten, müssen Vermögensverwalter und Trustees die sogenannte Selbstregistrierung vornehmen. Diese erfolgt über die FINMA-Homepage. Nach der Selbstregistrierung und der Prüfung durch die FINMA ist der Zugang zur EHP mit Zwei-Faktoren-Authentisierung über das FINMA-Portal möglich.
Das Gesuchsformular ist in einer schweizerischen Amtssprache auszufüllen und vom Vermögensverwalter oder Trustee zu unterzeichnen. Die FINMA behandelt das Gesuch, sobald dieses formell vollständig eingereicht worden ist. Dies schliesst nicht aus, dass der Vermögensverwalter oder Trustee nachträglich zusätzliche Angaben machen oder die FINMA solche verlangen kann.
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Weitere Informationen zu FIDLEG, den Unterstellungspflichten von UVVs und Trustees gemäss FINIG, dem elektronischen Selbstregistrierungsprozess sowie dem Bewilligungsprozess auf der Erhebungs- und Gesuchplattform befinden sich hier.