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Keramikfunde aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. weisen auf die Existenz einer ersten kleinen Siedlung in Tarragona hin. Im Jahr 218 v. Chr., zu Beginn des 2. punischen Krieges, wurde im Hafen von Tarragona eine kleine Garnison eingerichtet. Diese wurde im Jahr 217 verstärkt und die Stadt wurde zu einem wichtigen Winterlager.
Im Jahr 197 v. Chr. richteten die Römer die Provinzen Hispania Citerior und Hispania Ulterior auf der Iberischen Halbinsel ein. Der genaue Status von Tarragona zu dieser Zeit ist mangels Quellenlage nicht bekannt, die Stadt wird jedoch als Militärbasis und Winterquartier erwähnt. Zudem wurden hier vom 2. Jahrhundert v. Chr. Bronzemünzen mit der iberischen Beschriftung Kesse geprägt.
Nach der Reorganisation der spanischen Provinzen im Jahr 27 v. Chr. (neu drei Provinzen: Baetica, Tarraconensis und Lusitania) wurde Tarragona Hauptstadt der Provinz Tarraconensis. Die Stadt wurde unter dem Name Colonia Iulia Urbs Triumphalis Tarraconensis Kolonie. Zudem war die Stadt Sitz eines conventus, bzw. Gerichtsbezirks.
Im Jahr 260 n. Chr. wurde die Stadt von den Franken geplündert. Im Jahr 284 erfolge die Verwaltungsreform von Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, was Gebietsverluste für die Provinz zur Folge hatte. Tarrgona blieb jedoch Provinzhauptstadt.
Nach dem Einfall der Sueben, Vandalen und Alanen im Jahr 409 n. Chr. in Spanien wurde der Usurpator Maximus zum Augustus diocesis hispanorum mit Sitz in Tarragona ernannt.
Im Jahr 476 n. Chr. wurde Tarragona Teil des wesgotischen Reiches.
Heute sind bedeutende Überreste des römischen Tarragona zu sehen: Amphitheater, Theater (wenige Reste), Circus, Provinzforum, Lokalforum, Stadtmauer und Nekropole. In der Umgebung sind zudem zwei Villen (Centcelles und Dels Munts), ein Aquädukt, ein Steinbruch, ein Triumphbogen und ein Grabmal zu sehen.
Zu den Öffnungszeiten: Im Sommer haben die meisten Bauten von 9.00 oder 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr offen. Am Nachmittag ab 16.00 Uhr. Am Sonntag meistens nur bis 14.00 Uhr. Am Montag ist geschlossen. Die restliche Jahreszeit ist meistens etwas kürzer offen.