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Als Kleinwasserkraftwerke werden in der Schweiz Anlagen mit einer mittleren mechanischen Bruttoleistung von bis zu 10 MW bezeichnet.
Kleinwasserkraftwerke haben in der Schweiz eine lange Tradition. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren bereits rund 7'000 Klein- und Kleinstwasserkraftwerke in Betrieb. Mit der Verfügbarkeit von günstigem Strom aus Grosskraftwerken wurden jedoch viele Kleinwasserkraftwerke stillgelegt.
Heute werden in der Schweiz über 1'500 Kleinwasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 1'900 MW und einer nicht zu vernachlässigen Produktion von ca. 6'300 GWh pro Jahr betrieben. Dies macht rund 15% der gesamten schweizerischen Wasserkraftproduktion aus.
Die Stromerzeugung in Kleinwasserkraftwerken ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch interessant und ein weiterer Ausbau der Kleinwasserkraft ist unter Berücksichtigung ökologischer Massnahmen durchaus sinnvoll. Dadurch könnte ein Ausbaupotenzial von rund 770 GWh pro Jahr realisiert werden. Technische Innovationen und Massnahmen zur Reduktion der Umwelteinflüsse machen Kleinwasserkraftwerke zu günstigen Energiequellen, die dezentral und umweltfreundlich erneuerbaren Strom bereitstellen.
Neben den Kleinwasserkraftwerken in Fliessgewässern können z.B. auch Anlagen zur Nutzung des überschüssigen Drucks in Trinkwasseranlagen eingesetzt werden.