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Mitte April lagen in der Schweiz 3576 Tonnen Butter an Lager. Das ist deutlich weniger als vor einem Jahr, als es um diese Zeit 5178 Tonnen waren.
Weniger Kühe
Grund dafür ist in erster Linie die tiefere Milchproduktion. Gemäss Zahlen der TSM Treuhand wurden in den Monaten Januar und Februar 2019 insgesamt 4,4% weniger Milch produziert als in der Vorjahresperiode. Der trockene Sommer 2018 und der damit einhergehende Futtermangel veranlassten viele Milchproduzenten im Herbst 2018, Kühe zu schlachten. Deshalb ist der Milchkuhbestand derzeit tiefer als vor einem Jahr.
Dass weniger Kühe nicht zwingend weniger Milch bedeuten, zeigte das Jahr 2018. Der Milchkuhbestand fiel zwar 2018 mit rund 554'200 Kühen auf einen neuen Tiefststand, doch die Milchleistung pro Kuh stieg gegenüber 2017 um fast 2% auf 7070 Liter. Dies, weil die Milchleistung 2017 aufgrund der schlechten Raufutterqualität der Vorjahresernte sehr tief ausfiel. Gesamthaft wurden so 2018 mit weniger Kühen 0,6% mehr Milch produziert als 2017.
Mit mehr als 0,54 Mio. Tonnen fliessen fast 16% der verarbeiteten Milch in die Produktion von Butter. Leider hatten tierische Fette in der Vergangenheit bei vielen Konsumenten den Ruf, ungesund zu sein.
Es wird mehr konsumiert
Dies scheint sich langsam zu ändern. Gemäss der Publikation «Agristat» des Schweizer Bauernverbands nahm der Absatz von fetthaltiger Konsummilch in den letzten zwei Jahren leicht zu, während die teilentrahmte Milch weniger gut verkauft wurde. Auch bei der Produktion von Milchpulver ist in den ersten zwei Monaten des Jahres 2019 eine Verschiebung der Produktion vom Milchproteinkonzentrat und vom Magermilchpulver zu den fetthaltigen Milchpulvern festzustellen. Immerhin 11% der verarbeiteten Milch fliessen in die Produktion von Dauermilchwaren.
Der Pro-Kopf-Konsum von Butter nahm 2018 um 4,2% auf 5,39 Kilo zu, derjenige von Rahm um 1% auf 7,91 Liter.