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Ordnerverwaltung für Schul- und Unterrichtsforschung
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Lernen
Lernen ist ein Prozess kognitiver, emotionaler und motivationaler Operationen, der zu neuen Strukturen, Denk- und Handlungsmöglichkeiten führt. Durch das Lernen werden individuelle Erfahrungen gewonnen, welche im Gedächtnis abgespeichert werden und das Verhalten verändern können.
Lernen erfolgt im Rahneb der Persönlichkeitsentwicklung
Lernen unter den Bedingungen von Lehre
Lehrpersonen haben die Aufgabe, das Lernen der Schüler*innen zu begleiten und sicherzustellen. Was die Schüler*innen lernen ist nicht immer das, was die Lehrperson lehrt. D.h. Lernen wird z.B. von biologischen Verankerungen, Vorwissen und Interesse beeinflusst und jede Person lernt somit anders.
Ausserunterrichtliches Lernen
Schüler*innen müssen einen erheblichen Lernaufwand ausserhalb der regulären Unterrichtszeiten betreiben, um den Leistungsanforderungen der Schule gewachsen zu sein. (z.B. Hausaufgaben, Repetition des Lernstoffs, Nachhilfestunden, Prüfungsvorbereitung etc.)
Bezugsnormen
soziale Bezugsnorm:
Die Leistung einer Einzelperson wird mit der Leistung einer Gruppe verglichen
Individuelle Bezugsnorm:
Die Leistung eines Schülers wird mit seinen eigenen Leistungen in der Vergangenheit verglichen
Kriteriumsorientierte Bezugsnorm:
Hier wird nach festgelegten Kompetenzen und Standards bewertet (z.B. nach Lernplan)
Lehrzielbezogene Aktivitäten
Sind Aktivitäten, die ergänzend zu den Lernzielen formuliert wurden, um Ziele zu erreichen. Lehrpersonen sollten die nach Krathwohl (2002) definierten sechs lehrzielbezogenen Aktivitäten bei Schüler*innen aktivieren:
Erinnern (Abrufen von Wissen aus dem LZG)
Verstehen (Bedeutung von Wissen erfassen)
Anwenden (Durchführen einer Prozedur in einer Situation)
Analysieren (Zerlegen von Wissen in Elemente)
Evaluieren (Bewerten von Wissen in Relation zu Standards)
Generieren (Zusammenstellen von Elementen, um etwas Neues zu erzeugen)
Output-orientierte Steuerung
Gegensätzlich zu anfänglichen Schulen, die «über den Input, d.h. über die schulischen Rahmenbedingungen gesteuert wurden» (Holmeier, 2019, S.79). Schulen bekommen grössere Handlungsoptionen und eine verstärkte Autonomie, die «nach einer ‘Sicherung der Vergleichbarkeit der Arbeitsergebnisse’ und einer ‘systematischen Überwachung der Zielerreichung’ verlangten» (Holmeier, 2019, S. 79). Die Leistung soll nach vergleichbaren Kriterien gemessen werden können, um Abschlüsse zu vereinheitlichen und vergleichbar zu machen. Damit kann auch die Qualität der Schulen und des Unterrichts sichergestellt werden -> Bildungsstandards für die obligatorische Schulstufe in der Schweiz.
evidence informed policy
Wird durch ÜGK gefördert
“when policy-makers use the best available evidence to help make policy decisions.”
HarmoS-Konkordat
(HarmoS = Harmonisierung der obligatorischen Schule)
Entschluss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) im Jahr 2007, dass die Bildungssysteme stärker harmonisiert werden sollen, um die Qualität und Durchlässigkeit des Schulsystems zu entwickeln und sichern. Eine damit einhergehende höhere Transparenz soll den Austausch zwischen Lehrpersonen, Schüler/innen und Eltern erleichtern und Hilfe für die nachfolgenden Schulen und Berufsbildungsverantwortlichen sein. Da grosse kantonale Unterschiede bestehen, gilt es die Bildungssysteme so aufeinander abzustimmen, dass die bestehenden Unterschiede bei den Betroffenen keine erheblichen Nachteile bewirken.
Struktur-Harmonisierung
Regelungen zur Dauer der Schulstufen und zum Eintrittsalter der Schüler*innen.
Ziel-Harmonisierung
Fokus auf stärker angepasste Bildungsziele über die Festlegung einheitlicher Bildungsstandards.
Bildungsmonitoring
über gesamtschweizerisches Bildungssystem, Entwicklungen und Leistungen der obligatorischen Schule wird regelmässig evaluiert.
Überprüfen des Erreichens der Grundkompetenzen
(ÜGK)
Teil des Monitorings mit dem Ziel zu prüfen, wie gut die nationalen Bildungsziele in den einzelnen Kantonen erreicht werden. Die Ergebnisse dienen der Gewinnung von Steuerungswissen für die Bildungspolitik und bilden die Grundlage für die Qualitätsentwicklung auf gesamtschweizerischer Ebene. ÜGK wird jeweils Ende 2., 6. und 9. Schuljahres überprüft.
Checks
Regionales Projekt im Bildungsraum Nordwestschweiz (Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn). Ziel: mittels einheitlicher Leistungstests eine individuelle Standortbestimmung der einzelnen Schüler/innen zu ermöglichen. Es wird ein Vergleich zu anderen Schüler/innen der teilnehmenden Kantone möglich, wie auch der Vergleich zu eigenen früheren Leistungen, da die Checks viermal durchgeführt werden. Den Lehrpersonen dienen die Ergebnisse als Ausgangslage für eine kompetenzorientierte Förderung der Schüler/innen.
Gemeinsames Prüfen
Teilprojekt im Rahmen des von der EDK im Jahr 2012 lancierten Projekts “Gymnasiale Maturität - Langfristige Sicherung des Hochschulzuganges”.
Ziel: einen Grundlagenbericht zu erarbeiten, eine Informations- und Austauschbörse für die Kantone und Gymnasien einzurichten und die Schulen über Weiterbildungsangebote zum Gemeinsamen Prüfen anzuregen.
Prüfungsverfahren, bei denen zwei oder mehr Lehrpersonen einer Schule (oder darüber hinaus) gemeinsam einzelne Fachprüfungen im gymnasialen Unterricht und am Ende des Gymnasiums zu erarbeiten.
einheitliche Beurteilungs- und Korrekturhinweise
um fair zu sein, sollen der Unterricht und auch die Durchführung der Prüfung einheitlich sein.
summative vs. formative Evaluation
“Summative assessment is a type of course evaluation that happens at the end of a program while formative assessment is a method of collecting real-time feedback from learners during the course”