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Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Murtner Elefanten, der im Juni 1866 mit einer Kanonenkugel getötet wurde? Der Geschichte ist im aktuellen Seebutz–dem Heimatbuch des Seelandes und des Murtenbiets–ein Kapitel gewidmet. Im Büchlein, das der Bieler Gassmann-Verlag jährlich herausgibt, erfährt der Leser vielleicht noch das eine oder andere Detail der Geschichte, das ihm bisher unbekannt war.
In der Stallung des Hotels Kreuzes war jener Elefant untergebracht. Er gehörte zum amerikanischen Wanderzirkus Bell & Myers, der im Stedtli gastierte. Bevor der Amok laufende Elefant mit einer Kanonenkugel gestoppt werden konnte, hatte er seinen Wärter–einen 28-jährigen Engländer namens Moffet, der das Tier 14 Jahre lang betreut hatte–mit dem Rüssel gepackt und ihn derart heftig zu Boden geschleudert, dass der Mann besinnungslos liegen blieb und wenige Minuten später verstarb.
Viele verschiedene Marder
Wie die Murtner Elefantengeschichte drehen sich auch viele andere Berichte im aktuellen Seebutz um Tiere. In einer Geschichte erfahren die Leserinnen und Leser etwa, dass sich der mit dem bäuerlichen Seeland so eng verbundene Künstler Albert Anker furchtbar schwertat, eine Kuh zu malen.
Und in einem Bericht zum Grossen Moos beschreibt Martin Johner, ehemaliger
Projektleiter des Biotopenverbundes Grosses Moos, wie viele Tiere sich eigentlich in diesem Gebiet tummeln. Selten von Menschen beobachtet werden im Grossen Moos die verschiedenen Marderarten. Neben dem Baummarder gehören der Steinmarder, der lltis und der Hermelin zu den Bewohnern des Grossen Mooses. Weil es im Grossen Moos immer mehr Feuchtgebiete und offene Wasserflächen gibt, fühlt sich der Iltis immer wohler. Er ernährt sich nämlich von Amphibien, die er im Schilfdickicht findet, totbeisst und sich als Nahrungsvorrat anlegt.
In der Geschichte «Hörnerfranken» beleuchtet der Journalist Janosch Szabo den Kopfschmuck der Kuh. Szabo erklärt, warum sich ein Biobauer aus Moutier dafür einsetzt, den Bauern einen Franken pro Tag auszuzahlen für jede Kuh, die ihre beiden Hörner trägt.
Für eine Bieler Biobäuerin ist eine Kuh ohne Horn nur eine halbe Kuh. «Mein erster Eindruck solcher Kühe ist jeweils, dass sie irgendwie dumm aussehen, unausgewogen halt», wird sie im Beitrag zitiert.
Eule und Kauz
Nicht um Hörner, sondern um Ohren, die nicht zum Hören da sind, geht es im Beitrag rund um die Eule und um den Kauz. Um die beiden Vogelarten zu unterscheiden, spielen nämlich die sogenannten Federohren eine entscheidende Rolle. Und ihre richtigen Ohren sind für die Eule wichtiger als ihre Augen. Das Gehör erlaubt es der Eule, eine Maus bis auf eine Distanz von 60 Meter zu orten, ohne sie zu sehen.
Neben vielen tierischen Geschichten aus dem Seeland und dem Murtenbiet enthält der Seebutz einen Kalender und ein Verzeichnis der Schweizer Waren- und Viehmärkte im Jahr 2013.
Weitere Informationen und Bestellung unter www.seebutz.ch.