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In die Schweiz sollen keine Robbenprodukte mehr eingeführt werden dürfen. Die Fondation Franz Weber und OceanCare haben am Dienstag zuhanden der eidgenössischen Räte eine entsprechende Petition mit 97'750 Unterschriften übergeben, wie sie mitteilten.
Anders als in der EU gebe es in der Schweiz kein Importverbot für Robbenprodukte, machen die beiden Organisationen geltend. Die Jagd auf Robben sei grausam. Die Jäger missachteten die geltenden Vorschriften konstant, und die Kontrolleure setzten sie nicht durch.
EU-Verbot mit Wirkung
Dass in die EU seit 20. August 2010 keine Robbenprodukte mehr eingeführt werden dürfen, widerspiegelt sich laut der Mitteilung in den Zahlen: 2009 seien in Kanada 72'400 Robben getötet worden, 2010 67'000 und im Frühjahr 2011 noch etwa 38'000.
Das EU-Verbot gilt für sämtliche Robbenprodukte, darunter auch Öle, Häute und Tran, der in der Kosmetik oder der Medizin verwendet wird. Die Felle werden meist für die Herstellung von Pelzen, Mänteln und Mützen verwendet.
Auch die USA und Mexiko, die wichtigsten Handelspartner Kanadas, haben ein Embargo gegen Robbenprodukte verhängt. Schätzungen zufolge werden weltweit jährlich etwa 900'000 Robben getötet.
SDA-ATS