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In der Spitzengruppe gab im Vergleich zum Vorjahr keine Verschiebungen. Die Schweizer Nestlé führt nach Angaben der niederländischen Banker mit einem Gesamtumsatz von 20,6 Mrd. Euro (22.3 Mrd. Fr.) - wie in den Vorjahren - unangefochten auch das Ranking 2018 an.
Weniger Umsatz
Es folgen die französischen Konzerne Lactalis und Danone mit Erlösen von 17,6 Mrd. Euro (19.1 Mrd. Fr.) beziehungsweise 15,2 Mrd. Euro (16.5 Mrd. Fr.). Derweil rückte die neuseeländische Fonterra mit einem Umsatz von 12,1 Mrd. Euro (13.1 Mrd. Fr.) vom fünften auf den vierten Platz vor und verdrängte hier die US-Genossenschaft Dairy Farmers of America (DFA), die mit einem Erlös von 11,5 Mrd. Euro (12.5 Mrd. Fr.) auf den sechsten Platz rutschte. Die niederländische FrieslandCampina verbesserte sichmit 11,6 Mrd. Euro (12.6 Mrd. Fr.) um einen Rang auf Platz fünf.
Unter den Top-Ten der Molkereien konnten sich im Rabobank-Ranking auch zwei chinesische Unternehmen halten. Der Konzern Yili eroberte sogar mit einem Erlös von 9,5 Mrd. Euro (10.3 Mrd. Fr.) den achten Platz zurück. Die chinesische Mengniu behauptete den zehnten Rang mit einem Umsatz von 8,7 Mrd. Euro (9,4 Mrd. Fr.). Wie die Fachleuteweiter ausführen, verringerten sich die gesamten Erlöse der Top-20-Molkereien im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 um 2,1% auf 177,1 Mrd. Euro (192 Mrd. Fr.).
Branchenwachstum für 2020 erwartet
Als Begründungen nennen die Banker die Verbilligung der Milchprodukte, die ungünstige Witterung in wichtigen Exportregionen und Wechselkurseffekte. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Unternehmensfusionen und Übernahmen im gesamten Sektor nur um 16 auf 111 verringert. Die Auswirkungen auf das Ranking der Top-20 seien allerdings gering gewesen. Neue Unternehmen hätten zum dritten Mal in Folge nicht in die Liste vordringen können.
Mit Blick auf die globale Entwicklung der Molkereibranche prognostiziert die Rabobank für 2020 ein Wachstum als Folge von Akquisitionen. Dabei dürften sich auch Änderungen in der Rangfolge der drei grössten Unternehmen ergeben. Das organische Wachstum könnte allerdings gehemmt werden durch eine drohende Rezession in den USA und ein geringeres Wirtschaftswachstumin China.
Die Konzerne dürften ihre Positionen mit Blick auf die Risiken durch die Handelsspannungen zwischen den USA, der Europäischen Union, Mexiko und China überdenken. Erschwerend hinzu kämen der Brexit und weltweit schärfere Umweltschutzauflagen.