Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/1330

Geschichte Firma Meili & Co. AG / Meili Production AG
Die Wurzeln unseres Unternehmens reichen bis zum 1. August 1937 zurück, als Hermann Meili die Meili & Co. AG in Schlieren gründete. Zunächst konzentrierte sich die Firma auf die Herstellung von Rucksäcken und Futteralen für Musikinstrumente. Vier Jahre später beschloss Hermann Meili, auch Etuis zu fertigen und der Erfolg gab ihm recht. Um ausreichende Produktionskapazitäten zu schaffen, erwarb das Unternehmen 1945 und 1951 Gebäude in Mogelsberg (SG) bzw. im aargauischen Fahrwangen. Bald stiess auch die am Stammsitz in Schlieren durchgeführte Rucksackproduktion an ihre Grenzen. Um mit der steigenden Nachfrage mithalten zu können, baute die Meili & Co. AG deshalb das dritte Stockwerk in Fahrwangen aus und verlegte einen Teil der Abteilung dorthin.
1966 markierte eine Zäsur für das Unternehmen. In diesem Jahr spaltete sich nämlich die Etuifabrik von der Meili & Co. AG ab und firmierte seitdem unter dem Namen Meili AG. Im Mai 1971 erfolgte, nach umfassenden Umbaumassnahmen, die Verlegung des Firmensitzes nach Fahrwangen. Zudem wandelten die Geschwister Herta und Franz Meili das Unternehmen in eine Familien-AG um. Aber auch die nächste Generation war zu diesem Zeitpunkt schon „in den Startlöchern“. Peter Meili verdiente sich zu dieser Zeit seine Sporen nämlich in mehreren Betrieben und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen. 1977 stieg er dann in den Familienbetrieb ein und übernahm diesen wenig später. Als der reibungslose Übergang gesichert war, schieden Herta und Marcel Rey wenige Monate danach aus dem Unternehmen aus.
Der grosse Erfolg beim Absatz der Produkte machte eine weitere Expansion notwendig und läutete ein goldenes Jahrzehnt für das Unternehmen ein. Das begann 1985 mit der Sanierung und dem Ausbau des Dachstocks zu einem Lager. Drei Jahre später benötigte die Meili AG noch mehr Platz und verkaufte den ehemaligen Firmensitz deshalb an die Meili & Co. AG, die ebenfalls kontinuierlich expandierte. Im Jahr 1991 entstand ein praktischer Trakt, der die Gebäude am Unternehmenssitz verband. Um die Lagerkapazitäten zu erweitern, kaufte das Unternehmen zwei Jahre später die Liegenschaft „Jasmin“ am Stickiweg in Fahrwangen und mietete sich in der Liegenschaft „Breite“ der Firma Fretz Men ein. Fortan kümmerten sich hier Spezialisten um technologische Verfahren wie Siebdruck oder Wasserstrahlschneiden.
Die Wettbewerbssituation begann sich jedoch einzutrüben. So überschwemmten etwa Billigrucksäcke aus dem Ausland den Markt. Deshalb entschied sich das Unternehmen zu Beginn der 90er Jahre, die Produktion von Rucksäcken komplett
einzustellen. Die Meili & Co. AG begriff die Situation als Herausforderung und nutzte die frei gewordenen Kapazitäten, um vermehrt technische Lederwaren, unter anderem für das Schweizer Militär und die Uhrenfirma Swatch, zu produzieren. Zudem konnte das Unternehmen einen Hersteller von Naturbetten als Kunden gewinnen, wobei Peter Meili an der Produktentwicklung entscheidenden Anteil hatte. Dank des grossen Erfolgs wuchs das Segment kontinuierlich und erlangte für die Firma eine immer grössere Bedeutung.
Doch Mitte der 90er Jahre entschied sich eben jener Naturbettenhersteller aus Kostengründen, die Produktion ins Ausland zu verlagern, sodass eine Beendigung der Geschäftsbeziehungen unausweichlich war. Nach einer umfassenden Analyse beschloss die Meili & Co. AG, eine eigene Naturbettenmarke zu kreieren. Das war nur folgerichtig. Schliesslich wollte das Unternehmen Arbeitsplätze erhalten und verfügte zudem sowohl über geeignete Maschinen als auch über das notwendige Know-how. Als Ergänzung erwarb die Firma mehrere professionelle Stickmaschinen, mit denen sich das gewobene Band intern beschriften liess. Das sollte sich als zukunftsweisende Entscheidung erweisen.
Ende 1995 gründeten Peter und Rosmarie Meili die Handelsfirma Perofa GmbH, aus der das Ladengeschäft „Trendsetter“ hervorging. Hier konnten Kunden bald nicht nur individuell bestickte Produkte, sondern auch die Betten der neuen Eigenmarke fanello kaufen. Im Jahr 2000 erfolgte die Umbenennung der Perofa GmbH in Meili Huus GmbH.
Obwohl die Meili & Co. AG somit viel tat, um der anspruchsvollen Wettbewerbssituation zu begegnen, zeigte sich jedoch gegen Ende des 20. Jahrhunderts, dass die fetten Jahre endgültig vorüber waren. So schrumpfte die Belegschaft von einst 120 auf etwa 30 Mitarbeiter, vor allem, indem freie Stellen nicht neu besetzt wurden. Dennoch liess sich das Verhängnis nicht aufhalten. Im Jahr 2004, und damit 67 Jahren nach der Gründung, musste die Firma Meili & Co. AG Konkurs anmelden.
Doch was zunächst wie ein schmerzvolles Ende schien, erwies sich im Rückblick als neuer Anfang. Peter Meili und sein Sohn Ady steckten die Köpfe nämlich nicht in den Sand. Mit Hilfe von Peter Meilis Vater Franz, der auch immer noch in der Firma aktiv war, entschieden sie sich für eine Neugründung. So hoben sie gemeinsam die Meili Production AG aus der Taufe, die sich auf die Produktion diverser Bettmodelle der Eigenmarke fanello konzentrieren und zudem Auftragsarbeiten im Bereich der technischen Textilien durchführen sollte. Inzwischen hat sich der Kreis geschlossen. Heute residiert die Meili Production AG an der Eggenstrasse 5 in Fahrwangen und damit am ursprünglichen Firmensitz der Meili AG.
Wir sind kompetent für:
- Entwicklung und Herstellung von fanello Betten
- Herstellung von Spezialaccessoires für Polizei und Musikinstrumente
- Konfektion technischer Textilien
- Näharbeiten an mittelschweren Textilien
- Wasserstrahlschneiden von weichen Materialien
- und einiges mehr. Fragen Sie uns an...
Mehr zu unserer Geschichte finden Sie hier.