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Nach 122 Wochen löst Andy Murray Novak Djokovic am Montag an der Spitze der Weltrangliste ab und besteigt erstmals den Thron. Als erster Brite seit Einführung der ATP-Wertung 1973 und als erst 26. Spieler der Geschichte.
Die Wachablösung untermauert er mit dem Turniersieg in Paris, wo er den Amerikaner John Isner (30) bezwingt. Es ist der 42. Titel in seiner Karriere.
Er hat nun auch gute Chancen, das Jahr als Erster zu beenden. Allerdings wartet ein kurioser Fallstrick: der Davis Cup. Die kumuliert 275 Punkte, die Murray im Vorjahr ergatterte, fallen eine Woche nach den World Tour Finals (13. bis 20.) aus der Wertung. Ersetzt werden diese nicht, auch nicht durch ein anderes Turnier. Murray kommt in diesem Jahr auf zu wenig Turniere.
In London gibt es bis zu 1500 Punkte für den Sieger, alleine ein Gruppensieg bringt 200 Punkte ein. Murray geht zwar mit einem Vorsprung von 405 Punkten in die World Tour Finals.
Trotzdem könnte er den Thron auch dann noch verlieren, wenn er nach London die Weltrangliste anführt. Grund sind zwei Regeländerungen im Hinblick auf die zu Ende gehende Saison.
Sowohl im Davis Cup, in dem Murray nach alter Regelung 150 Punkte gewonnen hätte, als auch bei den Olympischen Spielen, wo er Gold holte, werden für die Weltrangliste keine Punkte mehr vergeben.
Vor vier Jahren hatte Murray, der in Rio de Janeiro als erster Tennis-Spieler zum zweiten Mal Einzel-Gold holen konnte, für seinen Erfolg noch 900 Punkte erhalten.Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016