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Unter starkem Regen eröffnet Leandro de Itaquera die Karnevals-Paraden von São Paulo. So wie bei vielen Karnevals-Paraden schon vorher, schüttete es auch bei dieser Eröffnung der Paraden in São Paulo, durch die Samba-Schule “Leandro de Itaquera“, wie aus Kannen.
Mit dem Thema “Ginga Brasil, futebol é raça. Em 2014, a Copa do Mundo começa aqui“ (Voran Brasilien, Fussball ist Rasse. 2014 beginnt hier die Weltmeisterschaft) liessen sich die Mitglieder der Schule trotz Hagelkörnern nicht einschüchtern, die zwar die Darbietung ihrer Parade etwas beeinträchtigten, aber im grossen Ganzen gelang es, die Präsentation innerhalb der vorgeschriebenen Zeit und ohne grössere Probleme durchzuführen.
“Unser Traum wird sich in diesem Jahr endlich erfüllen“, brüllten die “Puxadores“ (Anheizer) der Schule und versetzten die Mitglieder der “Leandro“ in einen Rausch der Zuversicht, als sie gegen 23:24 Uhr im den Sambadrom von Anhembi einmarschierten.
Uniformiert in den Farben der Brasilianischen “Seleção“ (Nationalmannschaft), entwickelten Mitglieder der Front-Kommission eine fiktive Fussballpartie vor einem grossen Tor.
Mittelpunkt der gesamten Parade war ein Fussball. Er inspirierte einen grossen Teil der Kostümierungen, und eine gigantische Replik des offiziellen WM-Balls war auch in den Eröffnungs-Wagen integriert. Gemäss Tradition der Leandro-Schule bewachten riesige Löwen den ersten Wagen, der nach der Eröffnung der Parade ohne Probleme zum Tor hineinfuhr – ein seltener Glücksfall im Vergleich mit anderen Schulen.
Der Humorist “Mussum“, aus der TV-Truppe der “Trapalhões“, wurde von den Integranten der Percussion geehrt – die als “Batucada do Leão“ (Percussion des Löwen) bekannt ist. Ein Foto des Humoristen prangte über der Truppe, darüber der Satz “É a swingueiris!!!“
Eine prominente Figur der “Leandro“ war das Model Andressa Urach, die kurioserweise eine polemische Geschichte mit der Welt des Fussballs verbindet. Sie schwört, dass sie mit dem portugiesischen Fussballstar Cristiano Ronaldo währen einer Europareise ausgegangen ist. Allerdings dementierte der Fussballer die Eskapade.
Fotos von Fussball-Idolen wie Pelé und Romário zierten den dritten allegorischen Wagen der Samba-Schule, ergänzt von Portraits solcher Spieler, die noch nicht in die Fussballgeschichte eingegangen sind – wie zum Beispiel Neymar oder Alexandre Pato.