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Im Verlauf dieser Pilotstudie (April 2020-März 2023) wird getestet, ob ein Monitoring der genetischen Vielfalt in der Schweiz für eine grosse Anzahl von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten möglich ist. Dafür ist eine Vielzahl von Herausforderungen anzugehen, zum Beispiel die Entwicklung einer Sammelstrategie, die langfristige Dokumentation und Aufbewahrung der Proben, die Sequenzierung hunderter Proben von verschiedenen Arten und die Auswertung und Interpretation enormer Datenmengen. Anhand der Resultate sollen erste Aussagen über den aktuellen Zustand der genetischen Diversität gemacht werden.
Im Rahmen der Pilotstudie werden fünf Arten untersucht, während ein künftiges Monitoring mehr Arten umfassen soll. Die fünf ausgewählten Arten beinhalten Tiere und Pflanzen aus verschiedenen Gruppen, die im Artenschutz von Interesse sind. Pro Art werden 150 – 300 Proben aus der ganzen Schweiz gesammelt. Das gesamte Genom dieser Individuen wird anschliessend sequenziert und so ein Referenzwert für die heutige genetische Vielfalt dieser Arten erstellt. Indikatoren, welche Rückschlüsse auf Populationsstruktur, Genfluss, Inzucht, Hybridisierung und Anpassungsfähigkeit ermöglichen, werden getestet. Zusätzlich werden für zwei Arten alte Proben aus wissenschaftlichen Sammlungen sequenziert. Dadurch sollen Veränderungen der genetischen Vielfalt im Verlauf der vergangenen 100 Jahre analysiert werden.
Während der Pilotstudie wird der Austausch mit zahlreichen Stakeholdern, der während der vorangegangenen Machbarkeitsstudie aufgebaut wurde, weitergeführt. Damit können die Resultate im praktischen Naturschutz Anwendung finden.