Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03271.jsonl.gz/1475

Amarna, die deutsche Archäologin, und Arman, der armenische Bildhauer - ein wahrhaft unvergessliches Liebespaar: Im London des Jahres 1938 gelten sie als glamouröses Traumpaar, doch ein tiefer Schatten liegt auf ihrer Liebe. Arman hat durch den Genozid an seinem Volk 1915 seine ganze Familie verloren. Wie eine unsichtbare Mauer steht dieses Grauen zwischen den beiden und wächst von Tag zu Tag. Dann bricht der Krieg aus, und Arman meldet sich freiwillig zur Royal Air Force. Am Fuss des Ararat, in den mythischen Ruinen, die die Wiege der armenischen Kultur bergen, wird sich die Kraft ihrer Liebe beweisen müssen.
Carmen Lobato ist Romanistin, arbeitet in einem Museum und war zeit ihres Lebens eine leidenschaftliche Reisende. Für ihren neuen Roman hat sie umfangreiche Recherchen vor Ort in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und dem armenischen Teil von Anatolien betrieben. Carmen Lobato ist als Dozentin tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten.
Die versunkenen Kulturen des alten Orients und das tragische Schicksal des armenischen Volkes sind ihr ein besonderes Anliegen.
Es ist das Jahr 1938, Arman und Amarna haben sich ihr Leben in London eingerichtet. Arman arbeitet erfolgreich als Künstler und seine Frau für ein Museum. Beide könnten glücklich sein, wäre da nicht die Vergangenheit, die schwer auf ihnen lastet. Auch der erhoffte Kindersegen ist ausgeblieben. Dann beginnt der... Es ist das Jahr 1938, Arman und Amarna haben sich ihr Leben in London eingerichtet. Arman arbeitet erfolgreich als Künstler und seine Frau für ein Museum. Beide könnten glücklich sein, wäre da nicht die Vergangenheit, die schwer auf ihnen lastet. Auch der erhoffte Kindersegen ist ausgeblieben. Dann beginnt der Zweite Weltkrieg und alles scheint sich zu wiederholen. Arman meldet sich freiwillig zur Royal-Force und Amarna muss damit leben. Eine schwere Zeit liegt vor ihnen. Die Geschichte von Amarna und Arman aus „Die Stadt der schweigenden Berge“ geht hier weiter. Es sind ein paar Jahre vergangen und nun leben die Zwei in London und sind erfolgreich. Auch wenn es sicher besser ist, die Vorgeschichte zu kennen, kann man die Bücher auch einzeln lesen. Allerdings könnten einem ein paar Zusammenhänge entgehen. Zum besseren Verständnis der Handlungsweisen der Protagonisten wäre es schon besser erst Band 1 zu lesen. Das Thema ist allerdings nicht so ganz einfach. Carmen Lobato schildert hier von Verfolgung und Hass aber eben auch davon, was Liebe alles aushalten kann. Ihre Art zu schreiben ist etwas speziell und sicher nicht für jeden geeignet. Zeitweise scheinen ihre Worte förmlich überzusprudeln vor Lebenslust, um auf der nächsten Seite tieftraurig zu sein. Mir gefällt dies aber gut, ich konnte intensiv mit den Protagonisten mitfühlen, war bewegt von ihrem Schicksal. Die Handlung spielt sich hier auf zwei Schauplätzen ab, zum einen eben in London, zum anderen in Berlin, und dann auch ein wenig in Paris. Paul lebt in Berlin. Auch er lebt sein Leben weiter, allerdings wird es für ihn immer schwerer. Lobato schildert hier, wie es in Berlin aussah, als Hitler an die Macht kam. Sie hat die Stimmung dieser Zeit einfach hervorragend eingefangen und wiedergegeben. Es ist sehr traurig zu lesen, wie mit Menschen umgegangen wurde, aber eben auch tröstlich zu sehen, wie viel Hoffnung es auch immer wieder gab. „Und sie werden nicht vergessen sein“ ist ein großer Liebesroman mit vielen Emotionen. Hier wird geschildert, wie Menschen leiden mussten, wie selbst vor Kindern nicht haltgemacht wurde. Was am Ende bleibt, ist die Hoffnung, dass so was nie wieder geschehen wird, nie wieder geschehen darf. Zu sagen es hat Spaß gemacht hier zu lesen, wäre vermutlich falsch, dazu ist die Handlung der Zeit einfach zu deprimierend, zu authentisch und echt. Aber es hat mich berührt, den Wunsch geweckt irgendwie zu helfen. Das Leid dieser Menschen rührt zu Tränen und genau dieses Gefühl beschwört die Autorin herauf. Es ist einfach nicht möglich, sich dem zu entziehen. So verwundert es sicher nicht, dass ich dieses Buch in nur knapp drei Tagen gelesen habe, immerhin 750 Seiten!
Meine Meinung: „Und sie werden nicht vergessen sein“ erzählt die Geschichte von Arman und Amarna aus „Die Stadt der schweigenden Berge“ weiter. Dieses Buch ist aber auch eigenständig gut zu lesen. Mir hat dieser „zweite“ Teil besser gefallen, als „Die Stadt der schweigenden Berge“, was vor allen Dingen an der... Meine Meinung: „Und sie werden nicht vergessen sein“ erzählt die Geschichte von Arman und Amarna aus „Die Stadt der schweigenden Berge“ weiter. Dieses Buch ist aber auch eigenständig gut zu lesen. Mir hat dieser „zweite“ Teil besser gefallen, als „Die Stadt der schweigenden Berge“, was vor allen Dingen an der zu Beginn zweiten Erzählebene „Berlin“ und seinen Berliner Figuren liegt. Der Berliner Teil erzählt die Geschichte von Eva, Paul und Wilma, wobei ich ganz besonders Paul und Wilma ins Herz geschlossen habe. Eva ist Künstlerin wie Arman, doch leidet sie unter dem Nazi-Regime und ihre Kunst wird als entartet verurteilt. Zudem ist Eva Jüdin und muss um ihr Leben fürchten, sie durchlebt eine ganz schreckliche Zeit und sie wird von ihrer Tochter Chaja getrennt, die von nun an bei Wilma lebt. Eva ist mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer geworden, ihr Handeln und Denken ist für mich nicht in allen Teilen nachvollziehbar, dennoch hat mich ihr Schicksal sehr mitgenommen. Sie steht symbolisch für eine ganze Generation, die während der NS-Zeit nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Träume und Hoffnungen begraben muss. Evas Weg kreuzt während des 2. Weltkrieges den von Arman und Amarna, die in London ein gänzlich anders Leben leben. Arman ist ein gefeierter Künstler und Amarna eine gefragte Archäologin. Doch bei den beiden trügt der Schein, die Kommunikation zwischen Ihnen klappt leider so gar nicht mehr. Sie haben sich nicht mehr viel zu sagen, sie lügen einander an, sie verschweigen einander viel und dennoch spürt man die Liebe zwischen den Beiden, die sie verbindet. Der unerfüllte Kinderwunsch trägt zur Verschlimmerung der Lage bei, sodass Amarna sich entschließt ein deutschen Kind, ihres alten Freundes Paul aus Berlin aufzunehmen, die kleine Chaja. Carmen Loboto hat ein Buch geschrieben welches unter die Haut geht, es ist kein Buch was man einfach so „runter lesen“ kann, ich musste es oft zur Seite legen, um über die eine oder andere Szene nachzudenken. Denn vieles wird nur angedeutet, die Zusammenhänge muss der Leser selber herstellen, um die gesamte Situation begreifen zu können. Ein tiefgreifendes Buch, welches das Schicksal einer ganzen Generation beschreibt, denn nichts war wieder so wie vor dem 2. Weltkrieg. Keiner bekam sein „altes“ Leben zurück, niemand konnte da weitermachen, wo er vor dem Krieg bzw. NS-Regime war. Der Schreibstil von Carmen Lobato ist sehr angenehm zu lesen, die über 700 Seiten vergehen dann doch wie im Fluge. Die Personen werden wunderbar charakterisiert, sodass man am liebsten mit Wilma einen Kaffee trinken gehen möchte. Die Sprache der Autorin besticht einfach, sie findet in jeder Situation die richten Worte. Ich empfehle das Buch allen, die gerne auch mal Bücher lesen, die zum Nachdenken anregen und nicht nur einen reinen Unterhaltungsroman lesen möchten.
Ich liebe die Bücher von Charlotte Roth und daher war es für mich klar, daß ich auch dieses Buch lesen musste. Gleich am Anfang lernt man Eva und Martin kennen. Eva hat mich in diesem Buch ungeheuer ergriffen. Sie ist eine ziemlich starke Persönlichkeit, die mich immer mehr leiden ließ. Ihr Schicksal... Ich liebe die Bücher von Charlotte Roth und daher war es für mich klar, daß ich auch dieses Buch lesen musste. Gleich am Anfang lernt man Eva und Martin kennen. Eva hat mich in diesem Buch ungeheuer ergriffen. Sie ist eine ziemlich starke Persönlichkeit, die mich immer mehr leiden ließ. Ihr Schicksal hat mich immer wieder zum weinen gebacht. Es geht mit so viel Schmerz und Leid daher, das es mir vollkommen den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ich hab mich immer wieder gefragt, wieviel Stärke und Mut muss man haben, um das alles zu verkraften und nicht kaputt zu gehen. Martin mochte ich am Anfang, doch das verlor sich immer mehr. Es schlug schnell ins Gegenteil um. Weitere sehr wichtige Personen sind Amarna und Arman. Ein Paar das mich erst nach und nach in seinen Bann ziehen konnte. Aber dann richtig. Ein Paar das so viel zu bewältigen hat, so viel Schmerz und Leid ertragen muss. Sie gingen mir richtig unter die Haut und haben es verstanden für sich einzunehmen. Das Buch spielt zu Kriegszeiten und das ist auch ein sehr wichtiger Aspekt, dieser verschiedenen Schicksale und Begegnungen. In dieser schweren Zeit spürt man mit jeder Faser seines Herzens, wie schwer und leidtragend alles ist. Was die Menschen durchmachen und was sie zu dem macht, was sie letztendlich wurden. Es sind Begegnungen die völlig in Beschlag nehmen , dabei aber auch von sehr viel Tiefe und Authenzität gezeichnet sind. Immer mehr sind mir die verschiedenen Menschen ans Herz gewachsen. Wie sie gelebt und was sie zu bewältigen hatten. Wenn man so viel Schmerz und Tragik durchläuft, wie hat man da noch Hoffnung? Hoffnung das es irgendwann besser wird. Sie haben mich wirklich beeindruckt. Anfangs waren die Fäden noch recht lose, doch nach und nach werden die Schicksale miteinander verwoben, so das sich ein schlüssiges Bild ergibt. Hierbei handelt es sich um eine ziemliche komplexe Story, die man nicht in einem Rutsch durchlesen kann. Immer wieder sind mir die Tränen gekommen und ich war einfach unglaublich wütend. Es ist mir einfach unheimlich an die Nieren gegangen. Die Autorin versteht es mit sehr guten Beschreibungen das ganze lebendig werden zu lassen und so ein Kopfkino entstehen zu lassen. Anfangs dachte ich noch mit über 700 Seiten, würden mitunter Längen entstehen. Dem war aber nicht so. Ich habe jede einzelnen Zeile genossen. Es hat mich ergriffen, zu Boden gezogen, aber auch nachdenklich gemacht. Letztendlich ist es ein Buch das man auf jeden Fall lesen sollte. Der Schluss hat mich dann aber nochmal richtig überrascht , ich war regelrecht sprachlos und überwältigt. Vielen dank Carmen Lobato für dieses unglaublich tolle Buch. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger von "Die Stadt der schweigenden Berge". Ich habe Band 1 nicht gelesen, ich denke, daß muss man auch nicht zwingend. Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, z.b. die von Eva und Amarna. Auch die Nebencharaktere sind wundervoll gezeichnet und alle wurden mit der Zeit immer lebendiger für mich. Ihre Handlungen und Gedankengänge wurden stets gut nachvollziehbar gestaltet. Das Buch ist in 5 Teile gegliedert und spielt im Zeitraum von 1932 - 1944. Die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten. Was mir besonders gefallen hat, in den Überschriften steht jeweils aus wessen Perspektive, an welchem Ort und welcher Zeit es spielt. Auch das Glossar am Ende des Buches fand ich sehr hilfreich. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch bildgewaltig und mitreißend gehalten. Das Cover und der Titel passen gut zum Buch. Fazit: Eine komplexe Story die mir extrem unter die Haut ging. Hierbei werden verschiedene Schicksale miteinander verwoben und diese haben mich immer wieder zum weinen gebracht. Sie sind mir wahrlich unter die Haut gegangen, haben mich aber manchmal auch unglaublich wütend gemacht. Tragisch, tiefgründig und emotional. Wer die Bücher von Charlotte Roth liebt, muss dieses unbedingt lesen. Eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.