Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/2715

| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

IV. Rede
21.
Julian wurde ― was zunächst zu erwähnen ist ― von dem großen Konstantius am Leben gelassen, als dieser von seinem Vater die Herrschaft übernommen hatte. Es war damals, als das Heer gegen die Behörden zu den Waffen griff, um aus Furcht vor Reformen zu reformieren, und als durch neue Präfekten die Monarchie gesichert wurde. Obwohl Julian zugleich mit seinem Bruder wider alles Erwarten am Leben blieb, dankte er doch für das Leben weder Gott noch dem [S. 85] Kaiser, der ihn errettet hatte. An beiden wurde er zum Sünder: gegen den einen ersann er Abfall, gegen den anderen Aufstand.