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Die fünf Schlafphasen und ihre Eigenheiten
Beim ersten Pieps von Melanies Wecker hüpft Fabrizio aus dem Bett und verzieht sich pfeifend unter die Dusche. Sie hingegen quält sich mühsam ins Wachwerden. Es fühlt sich für sie an, als ob sie sich aus dem Treibsand nach oben kämpfen müsste.
Szenenwechsel.
Melanie schläft schon seit einer halben Stunde, als Fabrizio nach Hause kommt und sich leise ins Zimmer schleicht. Aus dem Schrank holt er sich einen frischen Pyjama und schliesst die Schranktüre mit einem leisen «Plop». Für Melanie hat es sich angehört, als wäre ein Scheunentor krachend zugefallen (gut, das war jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine). Auf einen Schlag ist sie wieder hellwach.
Szenenwechsel.
Donnerstagnacht tobt sich ein Gewitter direkt über Fabrizios Bett aus – es klingt jedenfalls so – und er schlummert selig weiter. In der Folgenacht zieht eines in der Ferne vorbei und weckt ihn auf.
Ich weiss, die einen haben grundsätzlich einen tieferen Schlaf und die anderen eher einen leichteren, was ich mit diesen einführenden drei Szenen jedoch habe zeigen wollen, lässt sich damit nicht erklären. Dafür braucht es die Schlafphasen und damit sind wir beim heutigen Thema.
Wir unterscheiden zwischen:
- Einschlafphase 5 %
- Leichtschlafphase 50 %
- Mitteltiefer Schlaf 5 %
- Tiefschlaf 15 %
- REM-Schlaf / Traumschlaf 25 %
Die Prozentzahlen geben den Anteil der jeweiligen Phase am Gesamtschlaf an. Je nachdem in welcher Schlafphase Sie gerade sind, reicht ein leises Geräusch und Sie sind hellwach. Handkehrum kann ein Güterzug durchs Schlafzimmer rollen und Sie wissen am Morgen von nichts.
Ein solch fünfstufiger Schlafzyklus dauert um die 90 Minuten und Sie durchlaufen pro Nacht vier bis sechs solcher Zyklen. Dazwischen sind Sie jeweils kurz wach, wissen das am Morgen aber nicht mehr. Schauen wir uns die einzelnen Phasen etwas genauer an:
1. Einschlafphase
So bezeichnen wir die Phase, in der wir einschlafen und wenige Minuten danach. Hier reicht ein leises Geräusch, um Sie aufzuwecken.
2. Leichtschlafphase
Der Puls verlangsamt sich, die Körpertemperatur sinkt etwas ab, Sie atmen tiefer und entspannen noch mehr. Der Schlaf ist jedoch immer noch oberflächlich und Sie erwachen sehr schnell.
3. und 4. Tiefschlafphase
Diese beiden Phasen zusammen gelten als Tiefschlafphase. Der Schlaf ist der erholsamste für Psyche und Physis und deshalb auch der wichtigste. Wenn Sie richtig tief schlafen, bringt man Sie kaum wach. Übrigens ist das jene Phase, in der im Schlaf gesprochen und Schlafgewandelt wird.
5. REM-Phase
In dieser Zeit schlafen wir wiederum nur oberflächlich, träumen jedoch am intensivsten. REM heisst Rapid Eye Movement und bedeutet, dass sich unsere Augen unter den geschlossenen Liedern schnell hin und her bewegen.
Danach gleiten Sie wieder in die Leichtschlafphase und durchlaufen den nächsten Zyklus.
Faktoren, die zum ungestörten Schlaf beitragen
Rechnet man die Prozentanteile zusammen, dann zeigt sich, dass Sie während rund 80 Prozent der Schlafzeit relativ einfach geweckt werden können. Von den Umgebungsfaktoren wie Geräuschen, Licht usw. einmal abgesehen tragen Matratze, Rost, Unterbett, Decke, Kopfkissen und die Bettwäsche wesentlich zu einem ungestörten Schlaf bei. Insbesondere eine unpassende Matratze und ein falsches Kopfkissen können sehr schnell zu Verspannungen und Schmerzen führen, die Sie dauernd aufwecken und dadurch verhindern, dass Sie in die erholsame Tiefschlafphase abgleiten.
Ich bin mir absolut bewusst, dass es noch einige weitere Faktoren gibt. Um nicht zu lange zu werden, sparen wir uns die für einen weiteren Beitrag auf.
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In zwei Wochen, beim nächsten Blogbeitrag geht es um ein “schräges” Thema, dann beschäftigen wir uns mit dem Ganzkörper-Schrägschlafen. Ich freue mich schon darauf.😀
Bis bald!
Ihr Bernhard Heim
Schlaf‑, Wohn- und Schlafphasen-Berater