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Es ist die bedeutendeste Gala des Jahres und der wichtigste Filmpreis weltweit. Garant für eine gigantische Show ist das aber längst nicht. Während es Ellen DeGeneres im vergangenen Jahr gelang, mit ihrem Star-Selfie Twitter kurzzeitig lahmzulegen, werden die diesjährigen Oscars ohne denkwürdiges Ereignis in die Geschichte eingehen. Ein paar Mini-Highlights gabs in der Nacht auf Montag aber dennoch.
DIE GEWINNER
Abräumer der Nacht ist der Streifen «Birdman». Die bitterböse Satire auf das Showbusiness gewann den Oscar als bester Film. Macher Alejandro G. Iñárritu wurde ausserdem als bester Regisseur ausgezeichnet, und auch in den Kategorien «Beste Kamera» und «Bestes Originaldrehbuch» siegte die Komödie.
Beste Hauptdarsteller sind Eddie Redmayne («Die Entdeckung der Unendlichkeit») und Julianne Moore («Still Alice - Mein Leben ohne Gestern»).
Drei Oscars gingen an den Film «Grand Budapest Hotel», allerdings nur in Nebenkategorien: für das beste Kostümdesign, das Produktionsdesign und das beste Make-up. Ebenfalls drei Auszeichnungen gingen an das Musikerdrama «Whiplash» von Damien Chazelle. J.K. Simmons wurde für seine Rolle als aggressiver Musiklehrer als bester Nebendarsteller geehrt, weitere Preise gab es für die Tonmischung und den Filmschnitt. Als beste Nebendarstellerin gilt Patricia Arquette («Boyhood»).
Der Schweizer Kurzfilm «Parvaneh» von Talkhon Hamzavi, nominiert in der Kategorie «Live Action Short Films» ging leer aus. Diese Auszeichnung ging an den Konkurrenten «The Phone Call» von Mat Kirkby and James Lucas. Zuletzt hatte die Schweiz 1990 abgeräumt: Für Xavier Kollers «Reise der Hoffnung» gabs damals den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.
EIN MODERATOR IN UNTERHOSE
Als Präsentator vermochte Neil Patrick Harris überrraschenderweise nicht alle zu überzeugen, auch wenn er die Show mit seinen Gesangskünsten eröffnete. Immerhin gilt er aber als knackigster Moderator aller Zeiten! Beim Umziehen «sperrte» er sich aus seiner Garderobe aus und kam im weissen Slip zurück auf die Bühne (siehe Galerie).
Erinnert sich eigentlich noch jemand an Neil Patrick Harris? Der Typ hat 2015 die Oscar-Vereihung moderiert. #oscars2015— OutNow.CH (@outnow) 23. Februar 2015
DIE TRÄNEN
Mit seinem Soundtrack zum Martin-Luther-Drama «Selma» sorgte John Legend für feuchte Augen. David Oyelowo, der Martin Luther King spielte, konnte sich nicht mehr halten. Der Sänger holte sich dann fast direkt nach seiner Live-Performance einen Award ab - für den besten Filmsong.
DIE PANNE
Wer die Verleihung auf ProSieben verfolgte, musste sich kurzzeitig in Geduld üben. Zu Beginn der Show brach die Live-Übertragung ab - der Sender zeigte für rund sieben Minuten ein Standbild. Die Entschuldigung und den Grund für die Panne gabs anschliessend via Twitter: «Leitung abgerauscht».
DER AUFREGER I
Sean Penn fluchte, kurz bevor er «Birdman» als besten Film aufrief: «Who gave this son-of-a-bitch his green card?» - «Wer gab diesem Hurensohn eine Greencard?». Gemeint hatte er Regisseur Alejandro González Iñárritu, den Abräumer des Abends. Die bösen Kommentare nach dem misslungenen Scherz liessen nicht lange auf sich warten.
I can't even believe penn said "who gave this guy a green card" did he say that did I mishear that— audrey ͙ honey drone (@singing_ghosts) 23. Februar 2015
DER AUFREGER II
Dass Lady Gaga mit ihren Outfits gerne auffällt, ist nichts neues und ihr Kleid von Azzedine Alaia für die Oscars 2015 war nicht übermässig frech. Die roten «Plastikhandschuhe», die sie dazu kombinierte, weckte aber die Fantasie der Netzgemeine. Und wenn man die kursierenden Memes so anschaut, dann liegts tatsächlich irgendwie auf der Hand...