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Unterstützungen
In Konkretisierung der Fondsurkunden und –statuten hat der Vorstand des Stähelin'schen Familienfonds in seiner Sitzung vom 2. Februar 2010 folgende Richtlinien für seine Vergabepolitik beschlossen.
1. Nothilfe
Die Familienstiftungen unterstützen in Not geratene Nachkommen dann, wenn deren eigene Mittel und die Mittel der (unterstützungspflichtigen) direkten Verwandten ausgeschöpft sind und kein Anspruch auf Unterstützungsleistungen der öffentlichen Hand oder Dritter besteht. Für das Ermessen der Notlage wird auf das Existenzminimum und die persönlichen Verhältnissen der Notleidenden abgestellt.
Um ein Abgleiten in die Abhängigkeit der Sozialhilfe zu vermeiden, können befristet auch Unterstützungen zur Vermeidung der Inanspruchnahme von Leistungen der öffentlichen Hand (oder Dritter) geleistet werden.
Die Rückzahlbarkeit einmal gewährter Nothilfe richtet sich nach dem Ausmass der gewährten Hilfe und den sich ergebenden Veränderungen der Lebensumstände sowie der Vermögensverhältnisse.
2. Ausbildungsunterstützung
Der Familienfonds kann Darlehen zur Finanzierung von Ausbildungen gewähren, sofern diese Ausbildung nicht anderweitig durch eigene Mittel, Familienmitglieder, die öffentliche Hand oder Dritte finanzierbar ist. In der Regel werden diese Darlehen zinslos gewährt. Rückzahlungsfristen und –raten richten sich nach den persönlichen Verhältnissen der Darlehensnehmer nach Abschluss der Ausbildung.
3. Gesicherte Darlehen
Der Familienfonds und die Familienstiftung können 10% ihrer Mittel in gesicherte Darlehen an Familienmitglieder vergeben, wenn die durch diese Darlehen finanzierten Projekte für die Lebensgestaltung der Darlehensnehmer eine besondere Bedeutung haben und diese Projekte durch die üblichen Kreditgeber nicht finanziert werden. Die Zinsen auf diesen Darlehen richten sich nach den Marktgegebenheiten (Referenzzinssatz).