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Das Wichtigste in Kürze
- Seit Januar wird Mali von einer Übergangsregierung regiert.
- Heute wurden der Übergangspräsident sowie der Ministerpräsident von Soldaten entführt.
- Die Schweiz zeigt sich besorgt über die dortige Lage.
Die Schweiz verfolgt die Entwicklung in Mali mit Sorge. Sie ruft alle Akteure auf, den Dialog aufzunehmen, die Menschenrechte zu respektieren sowie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten.
Das teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag mit. Übergangspräsident Bah N'Daw und Ministerpräsident Moctar Ouane seien sofort freizulassen.
Ausserdem müsse der Fahrplan für einen friedlichen und zivilen Übergang des Landes eingehalten werden. Die Schweiz sei weiterhin bereit, Friedensbemühungen zu unterstützen.
N’Daw und Ouane waren zuvor von Soldaten festgenommen und in ein Militärcamp nahe der Hauptstadt Bamako gebracht worden. Die UNO forderte die umgehende Freilassung der beiden Inhaftierten, die EU verurteilte das «Kidnapping».
Bis Januar war in Mali die Militärjunta an der Macht, danach eine Übergangsregierung. Sie sollte eine Balance zwischen den Interessen der Armee sowie der Zivilgesellschaft schaffen. Zudem sollte sie die Verfassung reformieren und innerhalb von 18 Monaten Wahlen durchführen.