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Alex Zülle ist dem Tour de Suisse Sieg näher pedalt. Der Schweizer Radprofi behauptete auf der "Königsetappe" sein Gelbes Trikot.
Die "Königsetappe" führte über 147,7 Kilometer rund um Meiringen in Berner Oberland. Zülle hat nun überdies als grossen Trumpf das Zeitfahren am letzten Rundfahrt-Tag in Hinterhand.
Den Tagessieg am Sonntag über drei Alpenpässe und 3763 Höhenmeter sicherte sich Francesco Casagrande, der am Freitag auf der ersten Bergetappe enttäuscht hatte. Der Italiener siegte vor dem Schweizer Andreas Moos, rund 20 Sekunden vor einer Gruppe mit Gesamtleader Zülle.
Sturz von Winokurow
Zülle profitierte auch von einem Sturz seines ärgsten Widersachers Alexander Winokurow vom Telekom-Team, der auf der rasenden Abfahrt vom Susten zu Fall kam. Der Olympia-Zweite, der die dritte Etappe gewonnen hatte, konnte das Rennen nach kurzer Behandlung mit Schürfwunden fortsetzen.
Winokurow fiel im Gesamtklassement aber vom zweiten Platz zurück. Zülle führt jetzt neun Sekunden vor seinem ehemaligen Festina-Team-Kollegen und Landsmann Laurent Dufaux.
Entscheidung acht Kilometer vor dem Ziel
Der Spanier Manuel Garate, Vierter im Gesamtklassement des vergangenen Giro d'Italia war bei der Abfahrt vom Furka-Pass, mit 2429 Metern höchster Punkt der Tour, gestürzt. Er war mit einem Begleit-Motorrad zusammengestossen, konnte das Rennen aber fortsetzen.
Die entscheidenden letzten 20 Kilometer nahm eine achtköpfige Spitzengruppe, unter ihnen die drei Erstplatzierten Zülle, Winokurow und Dufaux und der Russe Pawel Tonkow in Angriff. Acht Kilomter vor dem Ziel hatte sich das Sieger-Duo abgesetzt.
Sechste Etappe führt in die Romandie
Die vierte Etappe am Samstag von Chur nach Ambri über 160 km hatte der niederländische Sprinter Leon van Bon vor dem Italiener Daniele Nardello gewonnen.
Der Weltranglisten-Spitzenreiter Erik Zabel (Unna), der die zweite Etappe für sich entschieden hatte, war Schnellster des Verfolgerfeldes. Die sechste Etappe am Montag führt über 176,9 Kilometer von Interlaken nach Verbiers.
swissinfo und Agenturen