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In Kooperation mit der Fachgruppe Textilmaschinen, welche dieses Jahr ihr 75-Jähriges Bestehen feiert, führte die International Textile Manufacturers Federation (ITMF) am 7. Mai 2015 bei Swissmem einen Workshop durch. Der Anlass war mit rund 70 Teilnehmern aus Europa, China, Japan, Indien, Pakistan, Brasilien, Ägypten, Kenia und weiteren Ländern stark international geprägt.
Die breite internationale Teilnahme wertet Christian Schindler, Director General ITMF -International Textile Manufacturers Federation, als Erfolg: «Zum guten Gelingen beigetragen haben insbesondere der Mix aus statistischen Zahlen, persönlichen Statements und einer elektronischen Umfrage».
China im Weltmarkt für Textilien
Sun Ruizhe vom China National Textile and Apparel Council präsentierte Zahlen zur Stellung Chinas im Weltmarkt für Textilien:
- Der Anteil Chinas am globalen Handel mit Textilien und Bekleidung stieg von 10.4 Prozent respektive 18.2 Prozent im Jahr 2000 auf 34.8 Prozent respektive 38.6 Prozent im Jahr 2013.
- Der Ausbau des Bahnnetzes, der Bau städtischer Infrastruktur, Projekte zum Neubau von Wohnvierteln bzw. ganzen Städten sowie Wassersparprojekte dürften die Nachfrage nach technischen Textilien direkt erhöhen.
- China ist im Einzelhandel der grösste Online-Markt der Welt. 2014 legte der Online-Handel mit Textilien und Bekleidung um 40 Prozent zu auf 700 Milliarden Yuan.
Asien mit Löwenanteil am Markt für Textilmaschinen
An dieser Veranstaltung werden jeweils die ITMF-Statistiken zu den Textilmaschinen präsentiert. Daraus einige Erkenntnisse: 2014 wurden 91 Prozent oder 8.92 Millionen Stück von insgesamt 9.80 Millionen Short-staple Spindeln nach Asien geliefert. Der Anteil Chinas betrug 4.43 Millionen Short-staple Spindeln; das entspricht 45 Prozent. Damit ist China mit Abstand der grösste Absatzmarkt der Welt für Short-staple Spindeln. Dahinter folgen Indien, Vietnam, die Türkei und Indonesien.
Einblicke in die Geschichte der Schweizer Textilindustrie
Die Abendveranstaltung des Anlasses im Museum Neuthal ermöglichte Einblicke in die Geschichte der Schweizer Textilindustrie. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Spinnerei des Textilindustriellen und Eisenbahnpioniers Adolf Guyer Zeller (1839-1899). Seit 1993 wird hier an betriebstüchtigen Spinnmaschinen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert die Garnherstellung vorgeführt. Die Maschinen, von denen die Älteste über 150 Jahre alt ist, beeindrucken durch ihre wiedererlangte Funktionstüchtigkeit. Die Teilnehmer aus aller Herren Länder konnten so Industriekultur aus der Blütezeit der Schweizerischen Textilindustrie erleben.