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Gesundheitsprojekt in Tansania
Projektbeschrieb
Medizinische Grundversorgung
Nach einer langjährigen Zusammenarbeit hat sich ein grosser Partner des Gesundheitsprojekts entschlossen, sich anderen Projekten zuzuwenden. Deshalb fehlen nun knapp CHF 35'000.‒ um die medizinische Grundversorgung für 1’000 Kinder in unserem Gesundheitsprogramm gewährleisten zu können. Wird dieser Ausfall nicht kompensiert, müssen Kinder weggewiesen oder schwere Krankheitsverläufe hingenommen werden, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Zukunft der Kinder haben könnten. Diesen Ausfall zu kompensieren ist unser grösstes Anliegen innerhalb des Gesundheitsprojekts.
In 12 Jahren haben wir eine umfangreiche und gut funktionierende Gesundheitsversorgung organisiert. Dazu gehört: Die Bezahlung der medizinischen Konsultationen in Krankenhäusern, Transporte dorthin, Beschaffung und Lieferungen von ärztlich verordneten Medikamenten, die Organisation von Besuchen bei Spezialisten wie z.B. Optikern, die Begleitung von HIV-positiven Kindern zu Untersuchen und Selbsthilfegruppen, Erste-Hilfe Material (Salben, Pflaster, Malaria-Sets, Moskitonetze etc.) für Partnerorganisationen und unseren Campus.
Diese Kinder profitieren von einer kostenlosen Grundversorgung:
- Kinder unserer Campus-Kindertagesstätte (60 Kinder)
- Schüler von Pwani, unserer staatlichen Partner-Grundschule (700 Kinder)
- Schüler in unserem Bildungspatenschaftsprogramm (50 Kinder)
- Kinder unserer Partner-Waisenhäuser Chakuwama & Watoto Wetu (100)
Hintergrund: Gesundheit und Bildung zur Bekämpfung der Armut
Tansania ist das grösste Land Ostafrikas. Ein friedliches und freundliches Land mit 120 verschiedenen Stämmen, aber auch eines der ärmsten Länder der Welt. In vielen Teilen des Landes haben die Bewohner keinen Zugang zu Elektrizität, sauberem Wasser oder zu medizinischer Grundversorgung.
Die meisten der 56 Millionen Einwohner bestreiten ihren Lebensunterhalt durch rudimentären Ackerbau. Tausende Kinder wachsen in Armut auf, sind unterernährt, haben keine angemessene Kleidung und keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung.
Armut ist ein zyklisches Problem, welches eine Person oder auch ganze Gesellschaften lähmen kann.
Qualitativ schlechte Bildung führt zu schlechtem Verdienst, Unterernährung, mangelhafter Hygiene, niedriger Produktivität und Armut. Kinder werden oft in einen solchen Kreislauf hineingeboren und haben von Geburt an schlechte Zukunftsaussichten.
Um aus diesem Kreislauf ausbrechen zu können, bietet help2kids Unterstützung zur Verbesserung der Ausbildung und Gesundheit der Kinder. Dabei legt der Verein besonderen Wert auf den Einbezug der Gesellschaft, um einen möglichst nachhaltigen Effekt zu erzielen.
Unser Wirkungskreis umfasst den Bezirk Kunduchi im Norden der Region Dar es Salaam.
48.7 von 1’000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag, viele von ihnen an Krankheiten oder Infektionen, die leicht behandelt werden könnten. Nur gerade 31% der Bevölkerung haben eine Krankenversicherung. Viele können sich eine medizinische Grundversorgung ansonsten nicht leisten. Die Anfahrt zu einer medizinischen Einrichtung dauert oft Stunden. Da es zu wenig medizinisches Fachpersonal pro Einwohner gibt, sind die Wartezeiten sehr lange.