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Der scheidende Leiter des Einwanderungssekretariats der Schweiz sagte, das Land solle im nächsten Jahr etwa 15 000 Asylanträge prüfen, verglichen mit 14 500 im Jahr 2021, da mehr Migranten versuchen, das Mittelmeer zwischen Nordafrika und Italien zu überqueren.
Dieser Inhalt wurde am 30.12.2021 – 10:43 Uhr veröffentlicht
Keystone-SDA / swissinfo.ch / gw
Auch sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Schweiz im Jahr 2022 bis zu 25’000 Asylanträge erhalten könnte, sagt Mario Gattiker, der Ende des Monats seine Position im Staatssekretariat für Migration niedergelegt hat. 19 Pandemie, das ist ErzählenExterner Link Boulevardzeitung Meinung, Aber wenn die Gesundheitskrise bis zum Frühjahr nachlässt, werden mehr Menschen unterwegs sein.
Politische Instabilität in Teilen der Welt, in denen die schlechte wirtschaftliche Lage durch die Pandemie verschärft wurde, kann zu einem Anstieg der Migrantenzahlen beitragen. Allein in diesem Jahr gab es in Westafrika drei Staatsstreiche – in Mali, Tschad und Guinea.
Der UNHCR kritisiert die Schweiz jedoch für ihre “restriktiven” Asylbestimmungen, insbesondere wenn es um Menschen auf der Flucht vor Bürgerkrieg geht. Das Land ist auch unter Druck geraten, weil es sich verpflichtet hat, keine weiteren afghanischen Flüchtlinge umzusiedeln, seit die Taliban im August die Kontrolle über Afghanistan übernommen haben. Der scheidende Außenminister sagte, die Schweiz habe im vergangenen Sommer fast 400 Menschen aus Afghanistan evakuiert. Priorität hat die Neuansiedlung von Flüchtlingen aus dem Syrien-Konflikt, um den Druck auf die benachbarten Aufnahmeländer Libanon und Türkei zu verringern.
Gateker fügte hinzu, der Bundesrat könne seine Politik noch überprüfen, wenn es beispielsweise international koordinierte Resettlement-Programme für in Nachbarländer geflohene Afghanen gebe.
Er stellte fest, dass die Zahl der Afghanen, die in die Schweiz einreisen, in der Schweiz leicht angestiegen ist, aber häufig in Frankreich oder Großbritannien Asyl beantragt.
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