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Die WHO definiert Burnout in der ICD-11 als einen Faktor, welcher die Gesundheit beeinflusst und mit Arbeitsbedingen verknüpft ist, als QD85 (qualifying diagnosis) Burnout.
Die ICD-11 (Inkraftsetzung 01.01.2022) definiert Burnout wie folgt:
Es wird durch drei Dimensionen charakterisiert:
Link zur
ICD-11(englisch):
Burnout wird also nach wie vor nicht als psychiatrische oder somatische Diagnose bezeichnet, sondern als "qualifying diagnosis" (QD), die zusätzlich zu einer ICD-11 Krankheits-Diagnose kodiert werden kann, um diese spezifischer zu beschreiben oder z. B. ihre Ursachen zu berücksichtigen.
In der aktuell noch gültigen ICD-10 wird Burnout als „Z73.0 Burnout - Zustand der totalen Erschöpfung“ unter der der Kategorie "Probleme bei der Lebensbewältigung" geführt und nicht näher definiert.
Neu in der ICD-11 ist die ausformulierte Definition von Burnout mit einer expliziten Nennung der drei hauptsächlichen Symptomdimensionen und die deutliche Bezugnahme auf arbeitsbedingten Stress. Die ICD-11 übernimmt damit in ihrer Formulierung die Burnoutdefinition von Maslach und Jackson (1981).
Der Vorstand des Schweizer Expertennetzwerk für Burnout begrüsst diese Entwicklung, einerseits weil Burnout durch die explizite Definition eine erhöhte Wertigkeit als gesundheitsrelevante Störung erhält und klarer definiert werden kann, und andererseits weil Arbeitsbedingungen als die Gesundheit beeinflussende Faktoren anerkannt werden und ihnen vermehrt Bedeutung zugemessen wird.
Dr Barbara Hochstrasser, M.P.H.
Präsidentin des Schweizer Expertennetzwerkes für Burnout