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Im Amt von 1986 – 2001
Der aus Olten und Trimbach stammende Hans Gerny wurde am 26. Juni 1937 in Olten geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in seiner Heimatstadt absolvierte er das Studium in Solothurn und schrieb sich in die Medizinische Fakultät der Universität Basel ein. Aber das war nicht die Berufung dieses Humanisten, und bald darauf schrieb er sich an der christkatholischen Theologischen Fakultät der Universität Bern ein. Er verbrachte ein Semester des Winters 1961/62 in Paris und legte 1962 erfolgreich das Staatsexamen ab.
Er wurde am 9. September 1962 von Bischof Urs Küry, seinem Onkel, zum Priester geweiht und war von 1963 bis 1971 Pfarrer der Pfarrei Wegenstetten-Hellikon-Zuzgen im aargauischen Fricktal. Danach wurde er nach Basel berufen, wo er von 1971 bis 1986 tätig war. Während dieser Zeit war er in Hellikon als Förderer des Pfarrhauses und der Pfarrkirche tätig und war für die Restaurierung der St. Georgskirche in Zuzgen und der Predigerkirche in Basel verantwortlich. Von 1969 bis 1973 amtete er als Präsident des Bustumsopfers, sowie von 1970 bis 1986 als Kirchenverantwortlicher für das deutschsprachige Radio und Fernsehen, wo er massgeblich an der Sendung „Wort zum neuen Tag“ beteilgt war. Schließlich war er 1985-86 Präsident der Kirchgemeindekonferenz.
Am 9. Juni 1986 berief ihn die Nationalsynode in Biel zum fünften Bischof der christkatholischen Kirche der Schweiz. Am darauf folgenden 26. Oktober wurde er in Olten von Antonius Jan Glazemaker, Erzbischof von Utrecht, sowie von den Bischöfen Léon Gauthier (seinem Vorgänger) und Joseph Nieminski aus Toronto, geweiht. Hans Gerny war Sekretär der Internationalen Konferenz der altkatholischen Bischöfe (Utrechter Union), von 1992 bis 1994 Präsident (turnusmäßig) der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz und seit 1991 Vertreter der Utrechter Union im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen. Hans Gerny kündigte seinen Rücktritt auf der 132. Tagung der Nationalsynode vom 8. und 9. Juni 2001 in Genf an.
Hans Gerny starb am 19. Januar 2021.