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Das Experiment, auf das sich Dänemark einliess, ist auch aus Schweizer Sicht interessant. Hierzulande wird im März über die Renteninitiative abgestimmt. Sie will das Rentenalter bis 2033 von 65 auf 66 Jahre anheben und danach an die Lebenserwartung koppeln. Bis 2043 würde das Rentenalter mutmasslich auf 67 steigen.
Dänemark hat diesen Schritt, den eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gemäss Umfragen ablehnt, in der Zwischenzeit vollzogen. Und zwar in zackigem Tempo: Von 2018 bis 2022 verschob sich der Pensionierungszeitpunkt jährlich um sechs Monate. Nicht über einen Zeitraum von zwanzig, sondern innerhalb von vier Jahren stieg das Rentenalter so von 65 auf 67.
Für 2030 ist ein weiterer Anstieg auf 68 Jahre bereits beschlossen. Bis 2035 wird das Rentenalter auf 69 steigen. Und im kommenden Jahr wird das Parlament in Kopenhagen entsprechend dem vorgesehenen Fünfjahrestakt wohl eine weitere Rentenaltererhöhung bestätigen: bis auf 70 im Jahr 2040. Das ist weltweit einer der ambitioniertesten Fahrpläne zur Erhöhung des Rentenalters.
Das Motiv war von Anfang an klar. Es ging darum, dem als «Hängematten-Problem» bezeichneten Trend entgegenzuwirken: Eine grössere Altersgruppe von Babyboomern würde ab den 2020er-Jahren in Pension gehen und dadurch die Altersvorsorge in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Auf den Grafiken, die damals kursierten, sieht die dazugehörige Kurve mit etwas Fantasie aus wie eine Hängematte.