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Bei ihrer jüngsten Zinsentscheidung Mitte März hatte die Bank von Japan ihre Geldpolitik unverändert beibehalten. Die japanischen Währungshüter versuchen bislang vergeblich, die jahrelange Deflation dauerhaft zu überwinden und den Wachstumsmotor anzukurbeln. Ihr Ziel ist eine Inflationsrate von zwei Prozent, das sie jedoch wiederholt nach hinten schieben mussten. Seit Februar 2016 gilt ein negativer Zinssatz von minus 0,1 Prozent.
Zudem kauft die Bank von Japan ähnlich wie die Europäische Zentralbank (EZB) in erheblichem Umfang Wertpapiere, um die Marktzinsen niedrig zu halten und die Kreditvergabe an Unternehmen anzukurbeln. Selbst wenn sie das Volumen der Käufe künftig reduzieren würde, sei es für die Notenbank angesichts eines enger werdenden Angebots möglich, damit den gleichen Einfluss auf die Anleihezinsen zu erzielen, sagte Kuroda am Freitag. Man werde nicht die Kontrolle über den langfristigen Zins verlieren.
Im Gegensatz zu anderen Notenbanken hat sich die Bank von Japan einen Zielwert für die Rendite zehnjähriger Staatspapiere gesetzt. Diese soll demnach ungefähr bei null Prozent liegen. Experten gehen von einem Toleranzbereich zwischen minus 0,1 und plus 0,1 Prozent aus.
Anfang Februar war die Rendite jedoch zwischenzeitlich über 0,15 Prozent geklettert, nachdem eine Anleiheemission für den japanischen Staat ungünstig verlaufen war. Erst nachdem die Notenbank für Anleihen mit bestimmten Laufzeiten Kaufbereitschaft in unlimitierter Höhe signalisiert hatte, beruhigte sich die Lage am Rentenmarkt und die Renditen fielen wieder zurück./tos/jkr/stb
(AWP)