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Lackieren,
Gegenstände aus Holz, [* 2] Leder, Metall etc. mit einem glatten, glänzenden, durchsichtigen oder undurchsichtigen Anstrich versehen. Die natürlichen oder mit Ölfarbe gestrichenen Oberflächen von Holz und Metall werden zum Schutz oder zur Verschönerung mit durchsichtigem Lack überzogen. Mit Ölfarbe gestrichenes Holz erhält dabei in der Regel nur einen Lackanstrich. Metall wird durch wiederholtes abwechselndes Auftragen der mit fettem Kopal- oder Bernsteinlack angemachten Farbe und des reinen Firnisses lackiert.
Nach jedesmaligem
Anstrich trocknet man die Gegenstände in Trockenräumen bei 50-75° und gibt ihnen
zuletzt durch
Schleifen mit
Bimsstein,
Polieren mit
Tripel und
Abputzen mit
Puder den höchsten
Glanz. Viel komplizierter ist das
Lackieren mit undurchsichtigen
Lacken.
Holz wird mit
Bimsstein geschliffen, mit heißem Leinölfirnis, welchem etwas
Bleiweiß
[* 3] oder
Umbra zugesetzt wurde, getränkt, zwei bis viermal mit einer Grundfarbe aus
Bernsteinfirnis,
Bleiweiß,
Mennige und
Umbra überzogen, nach völligem
Trocknen des letzten Überzugs geschliffen, dann wiederholt mit der in
Bernstein-
oder Kopalfirnis angemachten
Farbe gestrichen, abermals geschliffen, zwei- bis dreimal mit Kopalfirnis überzogen, nochmals
geschliffen, mit
Tripel poliert und mit
Puder abgeputzt. In die Lackierung werden manchmal
Verzierungen aus dünner
Perlmutter
oder Metallblech eingedrückt und schließlich mit klarem Kopalfirnis überzogen
(eingelegte Arbeit,
Nacré chinois
mit den
Schalen von
Nautilus oder Haliotis).
Vgl. Lackarbeiten, orientalische.
Über das
Lackieren des
Leders s.
Leder.
Vgl. Creuzburg-Tormin, Lehrbuch der Lackierkunst (10. Aufl., Weim. 1884).