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Das Wichtigste in Kürze
- Michelle O'Neill erhielt 10'845 Stimmen.
- Es wird erwartet, dass Sinn Fein erstmals als stärkste Kraft aus einer Wahl hervorgeht.
Die nordirische Sinn-Fein-Chefin Michelle O'Neill hat bei der Wahl zum Regionalparlament in der zum Vereinigten Königreich gehörenden Provinz ihr Mandat im Wahlbezirk Mid Ulster verteidigt. Sie wurde mit 10'845 Stimmen wiedergewählt, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Erwartet wurde, dass Sinn Fein bei der bereits am Donnerstag abgehaltenen Wahl erstmals als stärkste Kraft hervorgeht.
Sollte sich das bewahrheiten, wäre das ein historisches Ergebnis für die Partei, die einst als politischer Arm der militanten Organisation IRA galt und sich für eine Vereinigung mit der Republik Irland einsetzt. O'Neill hätte als Spitzenkandidatin ihrer Partei Anspruch auf das Amt der Regierungschefin. Bislang hatten das Amt stets Politiker inne, die eine Beibehaltung der Union Nordirlands mit Grossbritannien befürworten. O'Neill betonte, sie wolle sich um Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten und Gesundheit konzentrieren. Gleichzeitig forderte sie aber eine breite Debatte über eine mögliche irische Einheit.