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Der lange Weg der Schokolade nach Europa
Die Schweiz ist das Land der Schokolade: Schweizer Pioniere wie Cailler, Suchard und Lindt haben sie erfunden! Doch stimmt das wirklich? Die Mayas kultivierten nämlich bereits um das Jahr 600 Kakao und entdeckten Formen der Schokolade als Genuss-Getränk. Wie kam also die Schokolade den langen Weg von Mittelamerika in die Schweiz?
Lange Zeit bevor der erste Schweizer seine Schokoladeproduktion aufnahm waren die Menschen von der Kakaopflanze fasziniert. Auch der grosse Botaniker Carl von Linné war bei weitem nicht der Erste, der die einmaligen Vorzüge der Pflanze erkannte, der er den botanischen Namen «Theobroma Cacao L.» gab. Bereits die Tolteken, Mayas und Azteken hatten den Kakao für sich entdeckt. Schon um das Jahr 600 kultivierten die Mayas in Mittelamerika den Kakao und legten die ersten bekannten Plantagen an.
Das Getränk «Xoxolatl», welches der heutigen Schokolade wohl zu ihrem Namen verhalf, wurde aus Kakaobohnen zubereitet. Kakao war jedoch seit Beginn Speise der Fürsten und Reichen und wurde so hoch geschätzt, dass die Bohnen sogar als Zahlungsmittel benutzt wurden.
Die spanischen Konquistadoren brachten den ersten Kakao und die für die Zubereitung des exotischen Getränks nötigen Geräte und Verfahren schliesslich im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Trinkschokolade, welche mit der heutigen Schokolade oder dem beliebten Instantkakao wenig gemeinsam hat, fand am Spanischen Hof bald grossen Anklang. Kurz darauf wurde sie in Paris zum Status- und Modegetränk der Aristokratie und fand so Verbreitung in den obersten Gesellschaftsschichten in ganz Europa.