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Library Mistress widmet sich in ihrer zweiten Ausgabe der Büchereiperspektiven-Kolumne „Bibliotheken ohne Bücher“ dem Thema Xylotheken.
Mir ist v.a. die Winterthurer Clais’sche Holzbibliothek bekannt, die Anfang Jahr in der Kunstbibliothek Sitterwerk St. Gallen ausgestellt war:
„Als «Gabe der Dankbarkeit» für das Bürgerrecht schenkte Clais seine Holzbibliothek 1795 der Stadt Winterthur. Da die Konservierung den Stadtoberen Sorgen bereitete, entschieden sie sich 1813, die hölzernen Bücher gegen «anständige» einzutauschen und die Holzbibliothek gelangte in den Besitz der Familie Sulzer zu Aadorf. 1950 schliesslich kam die Holzbibliothek ins Naturmuseum Winterthur.
(…)
Die Holzbibliothek stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, als die Bestandesaufnahme der Arten als endliches Unterfangen galt. Durch das genaue Beobachten, Sammeln, Benennen und Ordnen von Naturalien glaubte man, der Natur auf die Spur zu kommen. Allen voran Candid Huber, dessen Arbeitsweise als die wissenschaftlichste unter den Herstellern von Holzbibliotheken gilt.“