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Berichte der Saison 2023 - 2024
Toller Start in die neue Weltcup-Saison
In Oestersund SWE startete Amy Baserga optimal in die neue Biathlon-Weltcup-Saison! Im ersten Rennen, der bisher für das Duo Baserga / Hartweg so erfolgreichen Disziplin «Single-Mixed» lagen die Beiden während mehr als der Hälfte des Laufs stets in den ersten beiden Positionen, bevor beim Stehend-Schiessen Amys Partner Niklas Hartweg ein Horror-Auftritt unterlief. Er traf nur eine von fünf Scheiben und musste nach drei Nachladern eine zusätzliche Strafrunde laufen.Damit verlor das Team gleich ein halbes Dutzend Plätze, und weil Amy in ihrem Stehend-Schiessen auch nicht fehlerfrei blieb, gelang ihr nur noch eine Verbesserung auf Rang 6. Das ist zwar ein Top-Resultat, aber nach den zwei Weltcup-Podestplätzen im vergangenen Jahr und der EM-Silbermedaille sind die Ansprüche der Fans natürlich gestiegen, und auch Amy und Niklas sahen nach dem Rennen noch einige Verbesserungsmöglichkeiten im Schiessen.
Am zweiten Wettkampftag mit den beiden Langdistanz-Rennen zeigte Amy in ihrem 15km-Lauf erneut eine Weltklasseleistung. Mit nur einem Schiessfehler (bei 20 Schüssen) und einer hervorragenden Laufleistung erreichte sie mit dem 12. Rang ihr bestes je in dieser Disziplin erreichtes Resultat und sammelte gleich wichtige Weltcuppunkte, um dann jeweils in den Massenstartrennen unter den besten Dreissig einen Startplatz zu erhalten. Nun haben die Athletinnen und Athleten im eiskalten Oestersund eine Pause von zwei Tagen, die natürlich zum Training genützt wird, bevor dann von Mittwoch bis Sonntag nochmals je drei Rennen für die Männer und Frauen stattfinden werden. Dabei dürfen sich die Frauen in der 4x6kmStaffel vom Mittwoch gute Chancen auf einen Spitzenplatz ausrechnen, haben doch alle vier Läuferinnen, mit Amy Baserga als Leaderin, im Einzelrennen hervorragende Resultate erreicht, nicht zuletzt dank gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich gesteigerten Schiessleistungen. Am Freitag mit dem Sprint und am Sonntag mit der Verfolgung folgen dann noch zwei Rennen mit hoch gesetzten Erwartungen, denn dort hat Amy bisher ihre besten Resultate in Einzelrennen erzielt. Es gibt also in dieser Woche genügend Gelegenheiten zum Daumen
Optimistischer Ausblick für Amy Baserga im TV SRF
Das Schweizer Fernsehen SRF konzentrierte sich in seiner Biathlon-Vorschau auf das Duo Amy Baserga und NIklas Hartweg.
Nach einem langen und harten Sommertraining nähert sich der Beginn der Saison im Biathlon in Riesenschritten, denn am 25. November erfolgt im schwedischen Oestersund der Start zur neuen Weltcupsaison, und dort möchte Amy Baserga zusammen mit dem gesamten Schweizer Biathlon-Team bereits mit Topresultaten aufwarten. Man darf sich besonders auf diesen Start freuen, weil die erste Disziplin gleich die Single-Mixed-Staffel sein wird, in der ja Amy und ihr Wettkampfpartner Niklas Hartweg im Vorjahr mit der Silbermedaille an den Europameisterschaften speziell geglänzt haben.
Auch das Schweizer Fernsehen war in seiner Vorschau anlässlich dem Treffen der Wintersport-Teams zum Fassen des neuen Materials ziemlich optimistisch, wie der untenstehende Ausschnitt aus dem Sportflash vom 5. Oktober zeigt.
Video von TV SRF
Berichte der Saison 2022 - 2023
Hoefnervolksblatt News 1.12.2022
Amy Baserga gewinnt in Kontiolahti Weltcuppunkte
Nach dem zweiten Platz von Niklas Hartweg am Vortag durfte man auf den Auftritt der Schweizer Biathlon-Damen in Kontiolahti gespannt sein. Ganz so spektakulär verlief das 15 km-Rennen aus Schweizer Sicht nicht. Einzig Elisa Gasparin hielt sich lange in der erweiterten Spitzengruppe auf. Mit nur einem Fehlschuss wurde die Bündnerin schliesslich beachtliche 14. Ihre Schwester Aita holte sich mit zwei Fehlschüssen und gut drei Minuten Rückstand den ebenfalls sehr guten 21. Rang. Lena Häcki verlor mit fünf Strafminuten sehr viel Zeit und wurde schliesslich 46. Lea Meier holte sich den 58. Platz. Ein ansprechendes Teamresultat. Und Amy Baserga?
18 Schüsse im Ziel
Eines vorweg: Mit dem 36. Rang durfte sich die Einsiedlerin am Schluss noch ein paar Weltcuppunkte gutschreiben lassen. Allerdings geriet die 22-Jährige schon früh aus dem ganz grossen Fokus der Spitzenfrauen. Im ersten Liegendschiessen handelte sie sich mit dem letzten Schuss die erste Strafminute ein. In der Loipe verlor sie kontinuierlich Zeit. Die zwei nächsten Besuche im Schiessstand verliefen vielversprechend, alle zehn Treffer sassen, wie immer mit einem schönen Tempo abgegeben.
Auch im letzten Stehendschiessen war der Rhythmus der abgegebenen Schüsse hoch. Allerdings ging der zweitletzte Schuss am Ziel vorbei, damit auch die Träume von einem Top-30-Platz im ersten Weltcuprennen in diesem Winter für Amy Baserga. Da sie auch auf der Schlussrunde nicht zu den allerschnellsten Athletinnen gehörte, verlor sie im Kampf um einen der ersten 30 Plätze nochmals entscheidend Terrain. Allerdings bemängelte Baserga, dass Swiss-Ski seinen Athletinnen vom Pistenrand keine Zwischenzeiten zurufen will. Sie lief schliesslich mit fast viereinhalb Minuten Rückstand auf die grossartige Siegerin Hanna Oeberg (19 Treffer) ins Ziel. Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (20 Treffer) sowie die wieder erstarkte Lisa Vittozzi komplettierten das Podest.
Nicht unzufrieden
Amy Baserga zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit den Weltcuppunkten, sieht aber noch Luft nach oben. Erstaunlicherweise war sie mit der Leistung im Schiessstand nicht so glücklich, obwohl die Statistik eine andere Sprache spricht. «Ich muss schneller im Schiessstand arbeiten», so Baserga. Nicht ganz happy war sie auch mit der Startnummer 60. «Es hat zu schneien angefangen und die Piste ist bei den hinteren Startnummern eingebrochen.» So konnte sie ihr läuferisches Defizit aus der ersten Runde nicht mehr wettmachen.
Nun freut sich die junge Einsiedlerin auf den heutigen 4x6 km-Teamwettkampf. «Da liegt nach den gestrigen Resultaten etwas für uns Schweizerinnen drin», ist sie sich sicher. «Wir werden in der Staffel voll angreifen.» Amy Baserga wird als Startläuferin heute den Wettkampf um 13.35 Uhr er-Amy öffnen.
srf.ch News
Harte Trainings für den nächsten Schritt nach vorne
Für die junge Biathletin Amy Baserga steht die zweite Weltcup-Saison vor der Tür. Am nächsten Wochenende ist bereits der erste Wettkampf im finnischen Kontiolahti. Natürlich will die Einsiedlerin zweigen, was sie drauf hat. Von Nationaltrainer Lukas Keel wird sie nicht unter Druckgesetzt, sie soll im Hinblick auf die kommenden Jahre weiterhin wichtige Erfahrungen sammeln. Amy Baserga hat sehr gut trainiert und fühlt sich gut in Form. Das neue Training im Schweizer Team hat sie einen Schritt vorwärts gebracht.
Fortschritt: Amy Baserga hat sich technisch verbessert.
Viel ist in den letzten beiden Jahren passiert bei der Einsiedler Biathletin Amy Baserga. Mittlerweile ist sie seit dem letzten Winter ein fester Bestandteil des Schweizer Biathlon-Weltcup-Teams. Mit den Juniorinnen-WM-Titeln hat sie sportlich schon früh auf sich aufmerksam gemacht (wir berichteten) und damit auch Begehrlichkeiten geweckt. Sowohl bei der Berichterstattung wie auch an der Werbefront. «Mit ihr müssen wir ein bisschen vorsichtig sein», warnt Lukas Keel, Disziplinenchef Biathlon bei Swiss-Ski. «Als Doppel-Juniorenweltmeisterin besteht die Gefahr, dass sie zu stark abgelenkt wird, da müssen wir vorsichtig sein. Bei der Planung müssen wir sie vom Verband her wohl auch unterstützen. Die Werbeangebote und -auftritte sind ja alle schön und gut, aber die brauchen halt auch viel Zeit.» Zeit, die bei Amy Baserga auch in diesem Sommer in der Vorbereitung immer wieder gefehlt hat. Im Gegensatz zu anderen Jahren ist die Einsiedlerin von Verletzungen zwar verschont geblieben, aber «Amy war halt auch immer wieder krank», wie es Keel formuliert. «So fehlt ihr die eine oder andere Stunde Training, was jetzt im Herbst ein bisschen zu einem ‹Gejufel› führt.» Die ersten Rennen stehen in Kontiolahti bald an, da gilt es für die 22-Jährige, für einen Einsatz bereit zu sein. «Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Amy mit Jahrgang 2000 noch zu den ganz jungen Athletinnen im Biathlon- Weltcup gehört. Da gilt es, Geduld zu haben.» Ehrgeiziger in der Loipe
Amy Baserga selbst ist froh, dass sie in diesem Jahr ohne Verletzungen geblieben ist. Als spezielles Highlight in der letzten Saison nennt sie den Start an den Olympischen Spielen in Peking. «Etwas sehr Cooles war auch, dass ich alle Weltcuprennen bestreiten durfte, da konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln.» Als Erkenntnis aus der vergangenen Saison nimmt sie mit, dass sie ehrgeiziger auf der Strecke laufen muss. «Ich muss mit mehr Entschlossenheit in ein Rennen gehen und dann um jede Sekunde kämpfen.» Eine Woche nach ihrem Highlight, den Olympischen Spielen, litt Amy Baserga unter Corona. «Das hat mir einige Zeit zu schaffen gemacht, obwohl ich dreimal geimpft war», wie sie sagt. So wurde sie die Lungenprobleme bis in den Sommer hinein nie richtig los. «Ich musste wegen meinen Atemproblemen das Training anpassen.» Die Abklärungen beim Arzt führten zur Erkenntnis, dass soweit eigentlich alles in Ordnung sei, aber «es braucht einfach seine Zeit». Seit ein paar wenigen Wochen ist Amy Baserga beschwerdefrei. «Ja, jetzt bin ich fit», lacht sie nach ihren Trainingsrunden in der wunderbar gelegenen Roland Arena auf der Lenzerheide.
Wichtige Umstellungen
Auf diese Saison hin hat Swiss-Ski einiges umgestellt. Neben der seit fünf Jahren tätigen Sandra Flunger ist ein neues Trainerteam im Amt. Man ist weggekommen von einem Kombitrainer, der sowohl für das Schiessen wie auch die Technik in der Langlaufloipe zuständig ist. Man orientiert sich an modernen Biathlonnationen wie zum Beispiel Frankreich. Nun gibt es mit Kein Einaste einen ausgewiesenen Fachmann, der für die Athletik und den Langlauf zuständig ist.
Amy Baserga schwärmt von dieser Änderung und ist überzeugt, dass dies der richtige Weg für die Zukunft ist. «Das ist ein Riesenschritt für uns. Kein ist für uns zu 120 Prozent bei der Sache, ist topmotiviert und gibt immer Vollgas.» Der Este hat sich einen Namen als Trainer von Dario Cologna gemacht. «Wir haben in der Vorbereitung noch nie so viel Techniktraining gemacht wie mit Kein Einaste in diesem Jahr.» Es seien harte Trainings gewesen, bestätigt Baserga, «vor allem in den letzten Wochen. Ich bin überzeugt, das bringt uns weiter». Amy Baserga war schon immer schnellkräftig. «Diese Kraft in Technik umzusetzen, das gelingt mir dank Kein nun immer bes-ser. » Baserga erhofft sich dank der Inputs des Langlauftrainers, ihren Vorteil der Körpergrösse besser in die Waagschale werfen zu können. «Ich merke jetzt schon, das ich besser geworden bin.» Auch Keel ist überzeugt, dass diese Änderungen in der Zukunft Erfolg bringen werden. «Über Amys Schiessqualitäten müssen wir nicht diskutieren, die sind hervorragend.» Wenn nun auch in der Loipe grosse Fortschritte gemacht werden, dann könne man in Zukunft noch viel von Amy Baserga erwarten.
Erste Heim-EM auf der Lenzerheide Als erster, grosser Höhepunkt warten die Europameisterschaften im Januar zu Hause auf der Lenzerheide. Die ers-ten in der Schweiz. Auch wenn diese EM nicht den gleich grossen sportlichen Wert wie in anderen Sportarten hat, Amy Baserga freut sich darauf. «Für uns Schweizer wird das grossartig. Es bringt sicher einen nächsten Schub an Aufmerksamkeit.» Eine gute Möglichkeit für Baserga und den Rest des Schweizer Teams, Werbung in eigener Sache zu machen und die weiter weg liegenden Grossanlässe wie die erstmalige Durchführung eines Weltcuprennens Ende 2023 und natürlich die Heim-Biathlon-WM 2025 vorzubereiten und zu simulieren.
Doch bevor es soweit ist, warten die ersten Weltcup-Anlässe in Kontiolahti, Hochfilzen und Annecy-Le Grand Bornand auf Amy Baserga (siehe unten). «Ich hoffe, dass ich mich schon im Dezember für die WM in Oberhof qualifizieren kann.» Damit wäre fürs erste einmal der Druck weg, denn neben der EM in der Lenzerheide steht die WM in Deutschland in diesem Winter ganz zuoberst auf Amy Basergas Terminliste.