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Spielen
Völkerball
Allg. Bemerkungen
Völkerball ist ein beliebtes Spiel, welches aus Tradition und aufgrund der einfachen Organisation oft gespielt wird. Die Spielidee, den Gegner abzuschiessen, wird aus pädagogischer Sicht oft kritisiert. Auch hat keines der grossen Sportspiele eine ähnliche Spielidee. Trotzdem oder gerade deshalb lebt das Spiel von einer sehr grossen Spannung.
Wichtig ist, dass die Spielregeln und das Spielgerät (Softball) so ausgewählt werden, dass auch die schwächeren und ängstlichen Schülerinnen ins Spiel integriert werden.
Die Intensität des Spiels kann durch einen zweiten Ball erhöht werden.
Stufe
Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe
1. Grundform
Gespielt wird in zwei gleich grossen, durch eine Mittellinie geteilten Spielfeldern. Jeweils eine Spielerin pro Mannschaft geht in den Himmel (hinter die Grundlinie des gegnerischen Feldes). Jede Mannschaft versucht aus ihrem Spielfeld heraus, gegnerische Spieler abzuschiessen. Wer abgetroffen worden ist, muss hinter das Spielfeld der gegnerischen Partei und kann von dort aus ebenfalls versuchen gegnerische Spieler "abzutreffen". Wer den Ball fangen kann, behält sein Leben. Die Partei, die zuerst keine Spielerinnen mehr im Feld hat, verliert.
1.1 Variante
- Wer im Himmel ist und einen Gegner abschiesst, darf zurück ins Innenfeld.
- Die letzte Spielerin hat zwei (drei) Leben.
2. Bauchvölkerball
Dieses Spiel ist eine interessante Variante der Grundform. Die getroffenen Spielerinnen können sich wieder ins Innenfeld retten, indem, sie sich im Aussenfeld auf den Bauch legen, aufstehen und unmittelbar durchs Feld rennen. Werden sie dabei von einer gegnerischen Spielerin berührt, müssen sie wieder ins Aussenfeld zurück, von wo aus sie den nächsten Versuch starten können.
3. Deckungsvölkerball
Wie Grundform. Zusätzlich befinden sich 1-2 Schwedenkästen in jedem Spielfeld, hinter denen sich die Spielerinnen in Sicherheit bringen können.
4. Kegelvölkerball
Wie Grundform. Jede Spielerin (ausser Spielerinnen im Himmel) müssen einen Kegel, den sie irgendwo im Innenfeld aufgestellt haben beschützen. Kann ein Kegel umgeschossen werden (oder er fällt durch Berührung der Beschützerin um), muss die Beschützerin in den Himmel. Wer im Himmel ist und einen Kegel abschiessen kann, darf wieder zurück ins Innenfeld. Diese Spielform ist nur interessant, wenn mit zwei Bällen gespielt wird! Siehe auch Spezial - Kegelvölkerball
5. Völkerball verkehrt
Das Spiel beginnt so, wie es beim normalen Völkerball aufhört: Alle stehen draussen, und je eine Spielerin befindet sich im Innenfeld. Die Spielerinnen im Aussenfeld versuchen die Spielerin im Innenfeld abzuschiessen. Wer einen Treffer erzielt darf ins Innenfeld. Getroffene im Innenfeld dürfen im Feld bleiben. Langsam füllen sich die Innenfelder immer mehr, es wird immer leichter, hineinzukommen, da es immer mehr "Ziele" gibt. Es gewinnt die Mannschaft, die am schnellsten niemanden mehr ausserhalb stehen hat.
6. Königsvölkerball
Jedes Team bestimmt im Geheimen einen König und einen Hofnarren. Nur der Spielleiter wird über die Wahl informiert. Wird während des Spiels der König getroffen, ist das Spiel zu Ende. Der Hofnarr kann nicht abgeworfen werden. Er beschützt (Schutzschild) die anderen Mitspieler und den König.
7. Zahlenvölkerball
Jedes Team nummeriert seine Spieler im Geheimen durch. Der Gegner muss zuerst die Nummer 1 abschiessen dann die Nummer 2 etc. Spieler mit anderen Nummern können nicht abgeworfen werden. Nummer 1 darf zu Beginn nicht im Himmel sein!
8. Pantherball
Tolle Variante, macht aber nur Spass, wenn die Teilnehmer ein gewisses Risiko eingehen. Pantherball >>>
Beim Burgenvölkerball darf jedes Team eine Burg mit diversen Geräten (Matten, Kasten, etc.) bauen, welche als Deckung dient. Beide Teams erhalten die gleiche Anzahl Bälle. Die Spieler der Teams sind durch unterschiedliche Spielbänder gekennzeichnet.
Ziel ist es, die gegnerische Burg zu erobern und die gegnerischen Spieler zu treffen. Dabei darf man sich frei in der Halle bewegen. Getroffene Spieler müssen das Feld verlassen. Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Team keine Spieler mehr hat.
Burgenvölkerball
als Ergänzung zum Lehrmittel Sporterziehung Band 3, Broschüre 5, Seite 28
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