Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/2109

Haus Albert Frey - Halle 180+
Künftig trägt unser Hallenkomplex – bestehend aus der Halle 180 (Gebäude MA) und den angrenzenden Hallen 189 (Gebäude MC) und 191 (Gebäude MD) – offiziell den Namen des Schweizer Architekten Albert Frey.
Albert Frey
Albert Frey wurde am 18.10.1903 in Zürich geboren. Er studierte am damaligen Technikum Winterthur Architektur und schloss sein Studium 1924 ab. Danach arbeitete er unter anderem für Le Corbusier in Paris und wanderte 1930 in die USA aus, das Land seiner späteren Hauptwirkungsstätte Palm Springs.
Der Stil seiner Bauten wurde später als Desert Modernism bezeichnet. Albert Frey verstarb am 14.11.1998 in Palm Springs. Während seiner Schaffenszeit hat Albert Frey zahlreiche spannende Ideen zur Baukultur beigetragen. Mit seinem Pioniergeist und Tatendrang dient er unserem neuen Hallenkomplex als idealer Namenspatron.
Halle 189 (Gebäude MC) und Halle 191 (Gebäude MD)
Die Umnutzung der Sulzer-Gebäude 189 und 191 dient der Erweiterung der Architekturabteilung der ZHAW, die seit den 1990er Jahren in der angrenzenden ehemaligen Kesselschmiede beheimatet ist. Sie entwickelte sich entlang von zwei Fragestellungen: Wie lassen sich die Industriebauten neuen, längerfristigen Nutzungen zuführen? Welche baulichen Massnahmen gewährleisten einen Ressourcenschonenden und kostenbewussten Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz?
Die Eingriffstiefe wurde möglichst gering gehalten, Tragwerks- und Raumgefüge wurden erhalten und partiell ergänzt. Die Regelhaftigkeit des Bestandes blieb für die Formulierung neuer Raumteile verbindlich. Vorgefundene und ergänzte Strukturen wurden unspektakulär zu einem neuen Ganzen verwoben. Eingriffe erfolgten unter Wahrung räumlicher und atmosphärischer Qualitäten. Der Baustruktur folgend, wurden Nutzungen wie Vorlesungssäle, Cafeteria, Multifunktions- und Aufenthaltszonen in den bestehenden Hallenvolumen untergebracht. Kleinteiligere Einheiten wie Klassenzimmer finden in neu eingeführten Strukturen ihren Platz.
Das Turmvolumen zur Bahn wurde im Bereich des überhohen 2. Obergeschosses mit einem fensterlosen Lagergeschoss ergänzt, das das fehlende Untergeschoss ersetzt. Zur Vertikalerschliessung und Entfluchtung wurden zwei neue Treppenhäuser ausgebildet. Damit konnten die durchgehenden Räume auf allen Geschossen erhalten bleiben. Für die Liftanlage wurde auf den bestehenden Warenaufzug zurückgegriffen. Die bestehende Architekturschule und der Erweiterungsbau sind im Erdgeschoss und auf Ebene des neuen Zwischengeschosses miteinander verknüpft. Der vorherrschende industrielle Charakter der Innenräume blieb bestehen, die Veränderungen an den wärmetechnisch sanierten Gebäudehüllen zeigen sich in ihrem äusseren Ausdruck. Die Fassaden sind in ihrer Erscheinung bestimmt durch eine einfache, wirtschaftliche Bauweise. Im Inneren sind rohe oder partiell farbige Oberflächen bestimmend. Wände und Decken des Bestandes wurden gereinigt und teilweise gestrichen. Weiter verwendete und neue technische Installationen sind wo möglich sichtbar belassen. Konstruktion und Haustechnik blieben erkennbar und prägend für den Bau.
Halle 180 (Gebäude MA)
Das Gebäude 180 der Sulzer Immobilien AG wurde 1924 erstellt. Es diente bis ca. 1990 als Kesselschmiede. Ab 1992 war es Ausbildungsstandort der Architekturabteilung des Technikums Winterthur und seit 1996, nach einigen Sanierungs- sowie Komfortverbesserungsmassnahmen, ist es Basis des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der ZHAW (bis 2007 ZHW).
Gebäude 141
Direkt neben den Hallen 189 und 191 entsteht das Gebäude 141. Dieser Neubau wird im Jahre 2020 bezogen. Darin erhält das Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen eine Laborhalle, Werkstätten sowie verschiedene Hörsäle, Unterrichts- und Arbeitsräume für den Studiengang Bauingenieurwesen.