Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/327

||Der Erblasser kann einem Bedachten, ohne ihn als Erben einzusetzen, einen Vermögensvorsteil als Vermächtnis zuwenden (cf. Art. 484 Abs. 1 ZGB).

Der Erlasser kann dem Bedachten eine einzelne Erbschaftssache oder die Nutzniessung an der Erbschaft im ganzen oder zu einem Teil vermachen oder die Erben (oder andere Vermächtnisnehmer) beauftragen, ihm Leistungen aus dem Werte der Erbschaft zu machen oder ihn von Verbindlichkeiten zu befreien.
Mit dem Vermächtnis erwirbt der Begünstigte keine Erbenstellung, sondern nur eine obligatorische Forderung gegenüber der Erbengemeinschaft. Der Vermächtnisnehmer hat somit weder etwas mit der Verwaltung des Nachlasses oder der Teilung zu tun noch haftet er für Erbschaftsschulden.