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Laufende Projekte
Das Archiv des Schweizerischen Tonkünstlervereins
Das Archiv des Schweizerischen Tonkünstlervereins (STV) ist die wichtigste Quelle zur Entwicklung der zeitgenössischen Musik in der Schweiz von 1900–2017. Die darin ruhenden Schätze gilt es zu erschliessen, die Bestände zu erfassen und teils zu digitalisieren, die Langzeitsicherung in der Bibliothèque cantonale et universitaire (BCU) Lausanne vorzubereiten und mittelfristig die wissenschaftliche Erforschung der Archivbestände zu ermöglichen.
Opera mediatrix
Avanciertes Musiktheater und kollektive Identitätsbildung in der Schweiz seit 1945
Das Projekt befasst sich mit der Bedeutung des avancierten Musiktheaters für die (De-)Konstruktion gemeinschaftsstiftender Mythen in der Schweiz seit 1945 und untersucht deren Einfluss auf die Bildung kollektiver Identitäten mittels semiotischer Exegese, Diskursanalyse und aufführungspraktischer Dekonstruktion. Erörtert wird hierbei die Forschungsfrage, welche Arten von Wir-Bewusstsein mit welchen musikszenischen Mitteln a) symbolisch abgebildet und b) performativ hervorgebracht werden.
Cultural relations between Switzerland and South Africa, 1948–1994
The relationship between Switzerland and apartheid South Africa might have been dominated by gold and diamonds, but it was in the arts that some of the most complex interactions occurred. On an official level, exhibitions, orchestra tours and visiting lecturers served to bolster large-scale business interests; but there were also innumerable instances of individual artistic contact across the colour bar. This multi-ethnic, multilingual project will conduct the first-ever investigation of cultural relations between Switzerland and South Africa up to the end of apartheid.
«In hommage from the multitude»
Positionen nicht-äquidistanter Mikrotonmusik des 20. und 21. Jahrhunderts
Das Projekt widmet sich dem Schaffen von fünf Mikroton-Komponisten aus unterschiedlichen Kulturen. Diese ignorierten (Johnston, Sandberg) oder bekämpften (Partch, Risset, Smetak) den Haupttrend des äquidistanten Zwölftonsystems, das bis heute das Musikleben dominiert. Nicht die Beschränkung auf wenige standardisierte Intervalle war das Ziel, sondern deren potentiell unendliche Vielfalt. Dafür entwarfen und bauten sie neue Instrumente, erfanden neue Notationen und schufen sich jeweils ihr eigenes ästhetisches Weltbild. Diese Suche nach «Artenvielfalt» macht ihre Positionen heute hochaktuell.