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Krallenaffen helfen bei der «Wiederaufforstung» von Regenwald
Bestimmte Arten von Krallenaffen tragen durch die Verbreitung von Pflanzensamen zur «Wiederaufforstung» zerstörter Regenwaldflächen bei. Das konnten Forscher des Leibniz-Instituts für Primatenforschung in Göttingen in einer Langzeitstudie in Peru nachweisen.
Sie beobachteten über einen Zeitraum von 20 Jahren, wie sogenannte Schnurrbart- und Schwarzstirntamarine durch das Ausscheiden von Samen mit ihrem Kot zur Ansiedlung von Bäumen auf einem gerodeten Areal beitrugen.
Um belastbare Aussagen zu erhalten, gingen die Experten dabei mit erheblichem Aufwand vor. Durch DNA-Analysen verfolgten sie exakt nach, welche Samen von welchen Elternbäumen aus dem benachbarten noch intakten Regenwald auf die rund vier Hektar grosse frühere Büffelweidefläche transportiert wurden und welche dort keimten.
Dabei stellten sie unter anderem fest, dass sieben Pflanzenarten in ausgewachsenem Zustand ausschliesslich im unberührten Regenwald vorkamen. Sie konnten also nur von den Affen eingeschleppt worden sein und sich nicht selbst über kürzere Entfernungen verbreitet haben.
Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Primatenforscher nun in der Zeitschrift «Nature Scientific Reports». Beteiligt waren auch Wissenschaftler der Universität im hessischen Marburg sowie der brasilianischen Universität Estadual Paulista in São Paulo.
Als Testgelände diente ihnen dabei ein Gebiet in der Nähe einer von ihrem Institut betriebenen Forschungsstation mitten im peruanischen Amazonasregenwald. Es war gerodet und zwischen 1990 und 2000 als landwirtschaftliche Weide für Büffel genutzt worden. Danach wurde es aufgegeben und wird allmählich wieder von der Natur zurückerobert. Experten sprechen von sogenanntem Sekundärwald.