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Combin de la Tsessette 4134 m Routenarchiv
Der Grand Combin umfasst – dem Monte Rosa ähnlich – keinen Gipfel dieses Namens, sondern er bildet in sich ein Massiv mit mehreren Viertausendern. Der Grand Combin ist sehr kompliziert strukturiert. Sehr bekannt ist die Ansicht von der Gegend von Verbier. Dort zeigt sich der mächtige Berg als ein mit dicken Gletschern, Gletscherbalkonen und Séracs bedeckter Eisriese, aus dem einzelne Felszacken herausragen. Die düstere Felswand an der N-Basis kontrastiert grandios mit dem Weiss darüber. Der Grand Combin hat nicht die dynamische Form eines Weisshorn oder eines Matterhorns, er wirkt – auch hier eine Parallele zum Monte Rosa – durch seine Breite wuchtig und durch seinen monströsen Eismantel kalt. Man könnte ihn auf Grund seiner intensiven Vergletscherung als «Himalaja der Schweiz» bezeichnen.
Obwohl der Grand Combin nicht sehr schwierig aussieht und seine Gletscherbalkone vernünftige Anstiegsrouten versprechen, ist seine Besteigung um einiges heikler, als es scheinen mag. Die Gefahren beim Grand Combin liegen in den teilweise massiven Eisabbrüchen, die sich regelmässig ereignen. Früher war die Route über Le Corridor, einem mächtigen, nach E ansteigenden Gletscherbalkon, eine vernünftige Normalroute. Die Eisabbrüche mehrten sich dort, es kam leider zu bedauerlichen Unfällen. Danach konzentrierte man sich auf die NW-Flanke. Auch diese Route hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Deshalb hat sich die Arête du Meitin von der Cabane de Valsorey zur empfohlenen Normalroute auf den Grand Combin entwickelt. Auch die Zustiege vom Refuge Amiante sind heute günstiger, als jene von Panossière. Es gilt zudem zu bedenken, dass alle Touren auf den Grand Combin viel Zeit beanspruchen. Es liegt auf der Hand, dass dieser ausgreifende Berg reizvolle Überschreitungsmöglichkeiten bietet.