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Seien wir mal ehrlich, die Jägerschaft steht auf einem absteigenden Ast, in der Bevölkerung werden immer nur die schiesswütigen Idioten wahrgenommen, die aus der Oberschicht mit dicken Autos durch den Wald rasen und alles totschiessen, was ihnen vor die Flinte läuft. (Wenn ich also dazugehöre, warum fahre ich dann den allerkleinsten Peugeot?...Egal...)
Je länger, je mehr frage ich mich, warum versuchen es die Kritiker nicht besser zu machen? Es steht jedem Mensch in Deutschland und in der Schweiz frei einen Jagdschein zu machen, dafür zu lernen und sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Es steht jedem frei nach Ablauf von 3 Jahren, in denen er den Schein hat, ein Revier zu pachten und dieses nach eigenem Gutdünken zu führen.
Das Argument, dass Prädatoren wie Luchs und Wolf das Problem schon lösen, lasse ich nicht gelten. Einerseits gibt es wenig Gegenden, wo diese Tiere den Platz finden, den sie brauchen. Andrerseits - wäre ich Wolf, ich würde doch auch erstmal die dummen Schafe, dann die blöden Rehe fressen (die sind echt nicht superhelle, wirklich), bevor ich mich als Wolf an eine 70 kg Sau traue, die mich hässlich verletzen kann. Denen würde ich heitere Koexistenz anbieten und ab und an mal einen Frischling klauen, bevor ich mich mit Mama Sau anlege.
Es ist deutlich einfacher, sich einen Breitbandinternetzugang zuzulegen, als sich wirklich in den Wald zu stellen. Theorie im Internet und Praxis im Wald könnten nicht weiter auseinanderliegen.
Eine der seltensten Fähigkeiten ist die Fähigkeit, Fähigkeiten anzuerkennen. (Hubbard)