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Armenien zum Konflikt um Berg-Karabach: Kriegsgefangene freilassen
Armenien hat fünf Monate nach dem Ende der Kämpfe um die Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus Aserbaidschan zur Freilassung aller Kriegsgefangenen aufgefordert. Dieses Problem sei nicht gelöst, sagte Regierungschef Nikol Paschinjan bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch in der russischen Hauptstadt Moskau. «Wir haben leider noch Gefangene in Aserbaidschan.» Der Austausch von gefangenen Soldaten und Zivilisten sei in einem Abkommen vom vergangenen November zwischen beiden Ländern unter Vermittlung Russlands geregelt worden, sagte Paschinjan.
In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Gefangenenaustausche gegeben. Aserbaidschan hatte erklärt, alle Inhaftierten entsprechend dem Abkommen freigelassen zu haben. Allerdings fielen diejenigen nicht unter die Vereinbarung, die Armenien nach dem Ende der Kämpfe in «Gebiete von Aserbaidschan geschickt» habe, teilte das Aussenministerium in der Hauptstadt Baku mehrfach mit.
In dem Krieg vom 27. September bis 9. November um Berg-Karabach hatte sich Aserbaidschan weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebiets zurückgeholt. Mehr als 6000 Menschen starben bei den Kämpfen. Noch immer werden die sterblichen Überreste von Soldaten und Zivilisten geborgen. Armenien beruft sich auf Russland als Schutzmacht. Aserbaidschan wurde dagegen von der Türkei unterstützt.
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