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Beim Erdbeben und Tsunami vom 11. März wurden rund 120’000 Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Nihon Keizai Zeitung berichtete am 30. Oktober, dass die Wiederaufbau der Wohnhäuser kaum vorangeht. Viele Gemeinde überprüfen zwar nach einer Möglichkeit, Wohnquartiere, die damals unter Wasser kamen, sämtlich auf eine Anhöhe umzusiedeln. Konkrete Pläne zu schmieden scheint jedoch nicht einfach zu sein und einzelne Bewohner, die das Warten nicht mehr aushalten können, haben bereits ihr Haus auf dem selben Boden wie früher gebaut.
In der Stadt Ishimaki in der Präfektur Miyagi arbeitet eine Arbeitsgruppe von 27 Architekten und 100 Studenten aus 15 verschiedenen Universitäten mit den Stadtbewohnern zusammen, um die Umsiedlung zu realisieren. Ein Uni-Team aus Osaka zum Beispiel untersuchte 30 Strände auf der Halbinsel Oshika und sammelten Wünsche der Bewohner, berichtete Asahi Zeitung am 30. Oktober.
Die Reaktion ist überwiegend positiv. Ein Garagist genoss das Gespräch mit den Studenten, weil „es in der Gegend keine junge Leute gibt.“ Seine Frau sagt, „Wir haben auch eine Zukunft, so kann ich jetzt denken. Das versetzte mich in heitere Stimmung.“
Ein anderes Team unterstützt den Wiederaufbau der Fischerei, der Schlüsselindustrie der Gegend. Die gefangenen Fische werden heute bei weit entfernten Häfen abgeladen. Die Bewohner müssen dorthin fahren, um verteuerte Fische zu kaufen. Die Idee des Teams ist, dass die Fischer die Fische mit besten Qualität, vorgesehen 3% von der ganzen Fangmenge, in die Heimat mitbringen, um sie am Strand als Hauptattraktion an Touristen zu verkaufen.
In Ishimaki gibt es 58 Siedlungen, die auf einen höheren Ort gebracht werden sollten. Im bergigen Gebiet ist es aber schwierig, ein Wohnquartier zu errichten, wo die Bewohner einer Siedlung sämtlich hinziehen können. Nicht einfach ist es auch, dass die Willenkraft der sonst schon sehr beschäftigten Architekten für das Projekt nachhaltig bleibt. „Denn für einen Wiederaufbau braucht man noch lange Zeit.“, sagt die Leiterin des Projekts, Shoko Fukuya.