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Ich habe mich in meiner Theoriearbeit mit dem Thema Territorialgrenzen und ihren Manifestationsarten auseinandergesetzt. Eine Thematik, die von Regeln, Schlupflöchern und Kuriositäten geprägt ist. Bei der Auseinandersetzung mit Grenzen setzte ich mich automatisch auch mit dem Staat als Konstrukt und seiner Definition auseinander.
Durch meine Recherche bin ich auf die Konvention von Montevideo von 1933 gestossen. Sie erlaubt es jedem Landbesitzer, der Volk und Regierung hat, seinen eigenen Staat zu gründen. Diese Definition machen sich zahlreiche Gründer von Mikronationen zu Nutzen. Deren Staaten sind oft nur einige hundert Quadratmeter gross, doch ihre Gründer nennen sich Könige, Queens oder auch Generäle.
Ich setzte mich in meiner Publikation mit ihren Herrschern in Kontakt. Dabei wollte ich herausfinden, wer die Menschen hinter diesen Nationen sind, welche Motivation sie verfolgen, mit welchen Mitteln sie ihr eigenes Reich so real wie möglich erhalten und wie sie für dessen Anerkennung kämpfen. Angereichert wird die Publikation mit Dokumenten, Karten und Fotografien aus ihren Archiven.