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gehört und aus dem Gedächtnis widergegeben
Mitten in einem Wald lebte um einen grossen Brunnen herum ein Volk von Fröschen. Sie lebten zufrieden und beschaulich, ein jeder mit seinen Dingen beschäftigt. Nur einer der Frösche, den trieb die Neugierde und so machte er sich auf den Weg, das Land und die Dinge zu erforschen, die jenseits der Grenzen des Froschdorfes lagen. Er wanderte und wanderte, bis er den Rand des Waldes erreichte. Aber seine Neugierde war noch nicht befriedigt und so zog er weiter. Eines schönen Tages gelangte er schliesslich an die Ufer des Ozeans. Er sah und staunte und die Einheimischen, denen er dort begegneten, erzählten ihm mehr über diesen Ozean.
Nach einiger Zeit entschloss sich unser Wanderfrosch, nach Hause zurückzukehren. Er wollte den anderen berichten, was er Grossartiges entdeckt hatte. Als er wieder beim Brunnen im Walde angelangt war, ging er gleich zu Professor Doktor Frosch, dem das Froschenvolk grosse Klugheit nachsagte. Er erzählte ihm von der ungeheueren Länge und Breite des Ozeans. Ungläubig lauschte Professor Dokotr Frosch den Worten des Wanderfrosches.
Schliesslich, um die Grösse des Ozeans abmessen zu können, pumpte er seinen Bauch ein wenig auf und fragte: “Ist der Ozean etwa so gross?”.
“Nein,” antwortete der Wanderfrosch, “Der Ozean ist viel grösser.”
Professor Doktor Frosch blähte den Bauch noch ein wenig mehr auf, so dass es ihm schon weh tat. “Ist er dann etwa so gross?” presste er heraus.
“Nein, nein” entgegnete der Wanderfrosch, “Der Ozean ist viel, viel grösser.”
Da strengte sich Professor Doktor Frosch noch mehr an und blähte seinen Bauch so gross auf, als er nur konnte. “Ist der Ozean etwa so gross?” krächzte er hervor.
“Aber nein,” versicherte der Wanderfrosch besorgt. “Der Ozean ist viel, viel grösser als unser Brunnen und als alles andere, was ich hier gesehen habe.”
Professor Doktor Frosch aber konnte es nicht fassen und unternahm einen letzten Versuch, seinen Bauch noch mehr aufzublähen. Doch das war zuviel für den kleinen Bauch des Frosches. Und so platzte unser Professor und starb, ohne dass er über den eigentlichen Ozean etwas hatte erfahren können.