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Pakistans langjähriger Machthaber Pervez Musharraf wird den Tag der Parlamentswahl unter Hausarrest verbringen. Ein Gericht in Rawalpindi verhängte am Dienstag gegen den früheren Staatschef einen 14-tägigen Arrest wegen des Anschlags auf die Oppositionsführerin Benazir Bhutto im Dezember 2007.
Bereits zuvor hatte ein Gericht gegen den ehemaligen General, der Pakistan von 1999 bis 2008 regierte, wegen der Verhängung des Notstands im November 2007 eine 14-tägige Untersuchungshaft angeordnet. Diese Haftzeit wäre am 4. Mai ausgelaufen.
Mit der Verlängerung des Arrests bis zum 14. Mai wird er nun auch den Tag der Parlamentswahl am 11. Mai nicht auf freiem Fuss verbringen. Musharraf war am 24. März nach vier Jahren im Exil nach Pakistan zurückgekehrt, um an der Parlamentswahl teilzunehmen.
Ein Gericht verbot ihm aber die Kandidatur, bevor er wegen der Inhaftierung mehrerer Richter 2007 festgenommen wurde. Er steht derzeit in seiner Villa am Rande der Hauptstadt Islamabad unter Hausarrest. Eine erste Anhörung in dem Verfahren ist für Freitag geplant.
Musharraf wird vorgeworfen, mitverantwortlich für die Ermordung von Benazir Bhutto zu sein. Die damalige Vorsitzende der Pakistan People's Party (PPP) war Ende Dezember 2007 bei einem Anschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung getötet worden.
Musharraf machte damals die pakistanischen Taliban für die Tat verantwortlich, doch wiesen diese jede Schuld zurück. Bhuttos Sohn Bilawal Bhutto Zardari, der heute die PPP führt, macht dagegen Musharraf für den Mord verantwortlich. Bhuttos Ehemann Asif Ali Zardari ist Präsident Pakistans.