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Seit einigen Jahren unternehme ich im Sommer jeweils eine grössere Fahrt mit dem Rennrad, meist auch mit angehängtem Anhänger, ĂĽber ein paar Pässe in den Alpen. Mein langjähriges Ziel ist es, solange ich radfahren kann, einmal alle Pässe zwischen Wien und dem Atlantik, welche höher als 2000 Meter ĂĽber Meer reichen und mit dem Rennrad noch befahrbar sind, zu ĂĽberqueren. Eine ganze Reihe davon konnte ich auf diese Weise schon ĂĽberqueren. In meinen jährlichen Ferien habe ich dies hier auch möglichst in „Realtime“ beschrieben. Es geht nun langsam ans Aufräumen, an das „besiegen“ der letzten Passstrassen.
Während ich in den letzten drei Jahen vor allem Passerlebnisse in Ă–sterreich, Tirol und Oberitalien gesucht habe, möchte ich dieses Jahr wieder einmal nach Frankreich. In den Seealpen, etwa in der Mitte zwischen der Alpe d’Huez und Nizza befinden sich die drei Pässe Col da Cayolle, Col des Champs und der Col d’Allos. Sie könnten in einer einzigen Rundfahrt, zum Beispiel mit Start und Ziel in Barcelonnette ĂĽberfahren werden. Das könnte DIE Königsetappe meiner Ferien sein.
Mit dieser Rundfahrt hätte ich dann auch sämtliche rennradfähigen Pässe mit einer Höhe von über 2000 Meter über Meer in Frankreich bereits überrollt.
Die einfachste, schnellste aber nicht unbedingt die kürzeste Variante, könnte durch das Schweizerische Mittelland nach Genf führen. Dann weiter mehr oder weniger im Rhonetal hinunter bis nach Grenoble und ab dann in die Berge nach Barcelonnette hinauf, zum Ausgangspunkt der Königsetappe. Nach Lust und Laune, liessen sich aber auch weitere Pässe einbauen, wie zum Beispiel der Col de la Madeleine, einer der bekannteren Pässe aus der Tour de France. Weitere Pässe liegen in Griffnähe an der Strecke, wie zum Beispiel Col du Glandon, Col de la Croix de Fer, Lautaret, selbst der Galibier liegt nicht allzuweit entfernt.
Auch für die Rückfahrt sind mehrere Varianten denkbar. Eine einfachere könnte die Fahrt nach Briancon sein, vielleicht mit der Überquerung des Col da Vars. Anschliessend nach Italien, mehr oder weniger dem Rand der Poebene, später dem Lago Maggiore, entlang in die Schweiz. Dann noch als wohl letzten Pass der St. Gotthard oder vielleicht auch nur der Lukmanier, und schon geht es nur noch bergab bis nach Hause.
Nach einer ersten groben Planung der Strecke muss ich mit etwa 1450 km rechnen.
Ach ja, und falls auch der Sommer die KĂĽhle und Feuchte von Winter und FrĂĽhling dieses Jahres weiter fortsetzen möchte, so könnte ich mich fast ausnahmslos in Tälern und tieferen Gegenden aufhalten, ausser natĂĽrlich der Königsetappe. Ein Tag, drei Mal hinauf auf 2’000 Höhenmeter.