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Herkunft der Capoeira....
In den Zeiten der Kolonialisierung Brasiliens, wurden Menschen verschiedenster afrikanischer Kulturen gegen ihren Willen auf Schiffe verfrachtet und am Zielort zur Sklaverei gezwungen. Der größte Teil der Sklaven arbeitete auf den Plantagen. Ein Sklave überlebte in der Regel nicht läger als 5 Jahre, denn Folterung und Auspeitschen gehörte zum Alltag.
Der Rhythmus war der ständige Begleiter sämtlicher Alltagsaktivitäten. Die Schlaginstrumente und der Gesang waren die einzige gemeinsame Sprache der afrikanischen Sklaven, und somit der Ruf zur Rebellion - Kampfspiele hätten da keine Ausnahme bilden können.
Die einzige Möglichkeit der Sklaverei zu entkommen, bestand aus der Flucht in die unbekannten Wälder im Landesinneren, Die Entflohenen sammelten sich in den “Quilombos”, einer Art Wehrdorf. Dort organisierten sie sich, um gegen die Unterdrückung und Verfolgung der Sklaven zu kämpfen.
Neben dem Gebrauch von Waffen war die waffenlose Kampfkunst “das heutige Capoeira” eines der Hauptinstrumente, mit denen die Schwarzen ihren Gegnern widerstanden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde deswegen die Capoeira und andere kulturelle Ausdrucksweisen der Schwarzen verboten. Die Capoeira wurde nur noch im Verborgenen praktiziert.
In den 30er Jahren beginnt die Institutionalisierung der Capoeira.
1932 gründet Mestre Bimba erste Capoeira-Schule und definiert genau die Bewegungsabläufe und Formen, 1936 erkennt die Landesregierung des Bundesstaates Bahia die Capoeira als Sportart an, 1937 entfällt das gesetzliche Capoeira-Verbot.
In dem Masse, wie die Capoeira sich von den Strassen in die Akademien zurückzieht, hört sie auf, Synonym marginaler, schwarzer Gewalt zu sein. Immer mehr Lehrer verbreiten den Kampftanz in Brasilien. Heute wird Capoeira weltweit in über 150 Ländern praktiziert.