Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/728

Der Lehrplan ist lernzielorientiert aufgebaut. Er beinhaltet nicht eine Stoffsammlung, sondern setzt die einzelnen Stoffelemente in Beziehung zu den angestrebten Lernzielen. Deshalb wird in den einzelnen Fachlehrplänen nach Grobzielen und Kernstoffen unterschieden.
Die Grobziele geben – nach einem einleitenden Abschnitt zum allgemeinen Zweck des Faches – an, was die Schüler/innen im Laufe der Fachausbildung grundsätzlich erwerben, was sie an „handwerklichen“ Fähigkeiten beherrschen und an Kenntnissen besitzen sollen. Das sind demnach Lernergebnisse oder -ziele, die für die Schüler/innen angestrebt werden: kognitive Fähigkeiten, emotionale Einstellungen und instrumentelle Fertigkeiten.
Der Kernstoff benennt konkret und – wo möglich – nach Schuljahren oder -stufen geordnet die Inhalte und Tätigkeiten, mit denen die Lernergebnisse erreicht werden. Als Katalog von Themen innerhalb des Faches lässt er Spielraum offen für eine situationsgerechte Auswahl, Gewichtung und Vertiefung der einzelnen Bereiche. Die dazu notwendigen Differenzierungen werden in hausinternen Richtlinien festgelegt.
Das Schwerpunkt- oder Ergänzungsfach wird jeweils eingeleitet mit einer kurzen Begründung, gefolgt von einem allgemeinen Umriss der Vertiefungsmöglichkeiten im betreffenden Fach; zusammen ist dies für die Schüler/innen eine Orientierungshilfe bei der Wahl. Der Kernstoff im jeweiligen Schwerpunkt- oder Ergänzungsfach ist nach den gleichen Kriterien zusammengestellt wie im Grundlagenfach. – Kombinierte Schwerpunkt- und Ergänzungsfächer werden separat aufgeführt.
Die Querverweise schliesslich konkretisieren die vom MAR an verschiedenen Stellen wiederholte Forderung nach interdisziplinärer und vernetzter Ausbildung – als veränder- und erweiterbare Auswahl. Die genannten Möglichkeiten fächerübergreifenden Unterrichts beruhen auf konkreten Abmachungen zwischen den entsprechenden Fachschaften. In Fächern, die entweder neu eingeführt werden oder unter „Weiteres Fach“ aufgeführt sind, stehen in der Regel keine Querverweise, interdisziplinäre Zusammenarbeit ist jedoch ebenfalls möglich.
Fachbegriffe sind nur dort erläutert, wo Laien das Verständnis eines grösseren Zusammenhanges erschwert sein können.