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Schon seit den frühen 1980er-Jahren kämpft Sea Shepherd dafür, Grinds zu stoppen. Diese jüngste Massentötung wurde so brutal, unkoordiniert und chaotisch durchgeführt, dass sie in den färöischen Medien und sogar bei überzeugten Walfangbefürwortern sowie bei Politikern auf den Färöern in die Kritik geraten ist.
Einheimischen zufolge, die Sea Shepherd Videos und Fotos zur Verfügung gestellt haben, verstiess diese Jagd gegen mehrere färöische Gesetze zur Regulierung des Grinds:
Erstens wurde der für dieses Gebiet zuständige Grind-Vorsteher nicht informiert und hat die Jagd somit nie genehmigt. Stattdessen traf ein anderer Grind-Vorsteher die Entscheidung, der dazu nicht befugt war.
Zweitens besassen viele Beteiligte keine Genehmigung zur Teilnahme. Diese Genehmigung ist auf den Färöern erforderlich, da sie eine spezielle Ausbildung beinhaltet, die das schnelle Töten von Grindwalen und Delfinen gewährleisten soll. Das Filmmaterial belegt auch, dass viele der Delfine noch am Leben waren und sich noch bewegten, als sie mit dem Rest ihrer toten Schule an Land gezogen wurden.
Drittens zeigen Fotos, dass viele der Delfine von Motorbooten überfahren und von den Schrauben regelrecht zerfleischt wurden, was einen langsamen und schmerzhaften Tod zur Folge hat. Nach Angaben von Einheimischen wurde das Grind bei der färöischen Polizei wegen dieser Verstösse angezeigt.