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Du hast einen Roman geschrieben, ihn dreimal überarbeitet und ausgedruckt. Du bist von den wenigen Personen, die ihn gelesen haben, gelobt worden. Und nun? Sollst du dich an den nächsten Roman machen? Bis du irgendwann eine Schublade voll von Manuskripten hast?
Ich hatte schon von Selfpublishing gehört, aber mich nicht weiter darum gekümmert. Als ich an Weihnachten 2014 die letzten Kapitel von Agnes betet schrieb, suchte ich im Internet und staunte: Wenn ich bei einem Distributor einen Roman veröffentlichte, bekäme er eine eigene ISBN und die Deutsche Nationalbibliothek würde ihn in den Katalog aufnehmen. Das kostete keinen Cent und ich konnte es jederzeit tun: Ein Manuskript in ein Buch verwandeln.
So kam es, dass Agnes betet und Die eine wahre Liebe ein Jahr lang im Netz standen – als E-Book in der ersten Ausgabe. Währenddessen wurde ich mit der Qualität meiner Texte immer unzufriedener. Die Autorin Theresa Sperling empfahl mir die Lektorin, die ihre ersten Werke verlagsreif gemacht hatte. Nina Eisen und ich brauchten ein Jahr, um alle meine Bücher zu überarbeiten, außer natürlich Seltene Mädchen, das mich erst 2017 beschäftigte.