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Einmal fragte mich Thomas, ob der Zhenshan Xiaozhong der Tee sei, der nach Russland ging.
Ich habe lange rescherschiert und kann nun wohl sagen, dass der Tee als Geschenk von Mongolei an Russland übergab, kein Schwarztee – im europäischen Sinn war. Dieser Tee ist ein so genannter Schwarztee in chinsischen Sinn.
Ein chinesischer Schwarztee „Hei Cha 黑茶“ wird ähnlich wie Grüntee produziert, aber macht nach dem Erhitzen und Rollen einen speziellen Ruhen-Prozess durch. Dadurch bekommt er eine dunkle Farbe und schmeckt besser, wenn er gelagert wird.
Dieser Tee wurde produziert für „Grenzgebieten“ zu China, z. B. Mongolei, Tibet, Türkistan (Xinjiang China) und Südasien. Um diesen Tee zu transpoertiert wurde „Pferde Karawanen“ – Ma Bang auf Chinesisch eingesetzt. Manchmal dauert mehr als über ein Jahr, um den Tee ans Ziel zu bringen. Um mit diesen schlechten Bedingungen umzugehen presste man den Tee zusammen, zu einem Ziegel, zu einem Backstein oder zu einer Fladen. Die Qualität konnte dadurch gehalten werden und es ist leichter zu transportieren. So ein Tee wurde mind. seit 641 AC bereits dokumentiert. Später schrieb ein Diplomat Chang Lu Gong über seine Tee-Time unter dem „West Barbaren – Xi Fan“. Der König von dem Königsreich Xi Fan (westlich-nördlich von China) fragte ihn, was er gerade zubereitete. Er erwiderte dem König:“Etwas, was Sorgen und Unangenehmigkeit reinigt und Durst besänftigt. In China nennen wir ihn Tee. Der König gab begeistert Befehl, Tee haben zu wollen…
Vor mehr als Tausend Jahren wurde der Tee aus Anhui, Zhexiang und Hubei ins Grenzgebieten exportiert. Die Geschichte des Zhenshan Xiaozhong fing erst viel später an.
Ich würde sagen, dass der Tee, der sehr früh nach Russland ging, eher so ein Schwarztee war. Warum bekommt dieser Tee Rauchgeschmack? Denn solcher Schwarztee gerne über den Kieferholz getrockenet wurde, z. B. Xiang Jian 湘尖 oder Lubao Cha 苍梧六堡茶.