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Chang'e-3 ist der Name des Raumschiffs, das gerade auf dem Mond gelandet ist. Benannt wurde es nach einer mythischen Figur der Jadefee, die Sagen der chinesischen Volkskultur entstammt. Man erzählt von ihr in verschiedenen Versionen – von der mündlichen Weitergabe der Geschichte über Gedichte aus der Tang Dynastie bis hin zu heutigen Bearbeitungen. Und so gibt es kaum einen Menschen in China, der die Fee nicht kennt.
In früheren Zeiten erzählten die Menschen, Chang'e habe Wolken als Fähre zum Mond genutzt. Laut einer anderen Sage war die Fee eine unglücklich verliebte Frau, die einen Zaubertrank probierte – doch der machte sie so leicht, dass sie der Erde entglitt. Oft wurde auch erzählt, sie sei vor einem tyrannischen Ehemann geflohen, der mit eiserner Hand über sein Reich geherrscht habe – eine Geschichte, die sie einer Art «Schutzpatronin» von Kleinbauern machte.
Gutherzig und unglücklich: Wer wollte die Mondfee nicht lieben? Jeden September wird sie mit einem grossen Fest im ganzen Land gefeiert; am «Mondkuchen-Tag». Dann essen Liebespaare runde Kuchenstückchen und blicken romantisch gestimmt zum Vollmond. Dort sitzt Chang'e nämlich mit einem weissen Hasen – kein Wunder also, haben drei Millionen Chinesen das Mondfahrzeug in einer Online-Umfrage «Jadehase» getauft.