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Die Auswirkungen des Klimawandels sind für diejenigen mit am stärksten spürbar, die am wenigsten dazu beigetragen haben: Kleinbäuer*innen im Globalen Süden. Die veränderten Wettermuster bedrohen ihre Existenzgrundlagen. Fair Trade unterstützt sie darin, sich an die Auswirkungen von Klimaveränderungen anzupassen, Treibhausgase zu reduzieren und ihre kleinbäuerliche und saisonal ausgerichtete Anbauweise ressourcenschonend weiterzuentwickeln.
Der Klimawandel verursacht enorme Veränderungen im Wettermuster. Kleinbäuer*innen im Globalen Süden leiden unter diesen Auswirkungen: Die veränderten Wettermuster führen zu Dürren, Überschwemmungen, veränderten oder ausfallenden Reife- und Erntemuster, neuen Schädlingen, Unkraut und Krankheiten. Dies betrifft nicht nur die Kleinbäuer*innen, sondern oft die nationale Wirtschaft, da diese in vielen Ländern des globalen Südens auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft basiert.
Die Priorität muss weg von der grossflächigen, industriellen Landwirtschaft und in erster Linie hin zu einer Handelsgerechtigkeit für Kleinbäuer*innen verlagert werden, die es ihnen ermöglicht die Klimakrise zu überstehen. Dies wird zunehmend auch in der unabhängigen Forschung belegt, zuletzt in dem jüngsten UN Bericht der IFAD (International Fund for Agricultural Development im November 2020).
Verwundbarkeit gegenüber Folgen des Klimawandels
Vergleich Verwundbarkeit Klimawandel (rote Einfärbung gemäss Maplecroft 2018) zu Höhe des CO2-Ausstosses (Grösse des Kreises)
Fair Trade hilft Resilienz aufzubauen
Um die Anfälligkeit gegenüber dem Klimawandel zu verkleinern, muss die Anpassungsfähigkeit der Kleinbäuer*innen erhöht werden. Fair Trade unterstützt Kleinbäuer*innen bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen, fördert ihre Resilienz und hilft ihnen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und auf erneuerbare Energien umzustellen. Ein Fokus ist dabei die Schulung von Kleinbäuer*innen durch lokale Fachleute, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen und Ernährungs- und Einkommenssicherheit zu gewährleisten.
Unser Konsum – unser Klima
Die saisonal angepasste Landwirtschaft der Kleinbäuer*innen im Globalen Süden ist ressourcen- und klimaschonend. Fair Trade Produkte werden mit ein paar wenigen Ausnahmen per Schiff transportiert; Schätzungen gehen davon aus, dass 98% der Fair Trade Mengen als Seefracht befördert werden. Da in der Ökobilanz der Anbau und die Verarbeitung für den grössten Anteil der CO2-Emissionen eines Produktes verantwortlich sind und nicht der Transport, stellen Produkte aus dem Fairen Handel auch aus ökologischer Sicht sinnvolle Alternativen im Warenkorb dar und helfen den Menschen im Globalen Süden eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln.