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Umfahrung Wilderswil muss noch warten
Mit dem Bau der Umfahrung von Wilderswil kann wegen der Finanzsituation des Kantons voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2018 begonnen werden. Die Baukosten werden nach der aktuellen Berechnung der beauftragten Fachleute rund 76 Millionen Franken betragen.
kkb/bns. Die Planungsarbeiten zur Umfahrung von Wilderswil sind laut einer Medienmitteilung weit fortgeschritten. Das Projekt liege nun vor und soll der Bevölkerung voraussichtlich im Frühjahr 2011 zur Mitwirkung vorgelegt werden: «Die Projektierung erfolgte frühzeitig in Koordination mit dem Hochwasserschutzprojekt der Schwellenkorportion Bödeli Süd.»
Die Umfahrungsstrasse von Wilderswil soll das Oberländer Dorf vom Durchgangsverkehr entlasten und ein Nadelöhr auf der touristisch wichtigen Verbindungsstrasse zwischen Interlaken und den Lütschinentälern beseitigen: «Für die Projektierung hat der Grosse Rat in der Novembersession 2009 einen Kredit von 2,9 Millionen Franken genehmigt. Die Projektierungsarbeiten sind nun soweit fortgeschritten, dass das Projekt an der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember 2010 der Bevölkerung vorgestellt und im Frühjahr 2011 zur Mitwirkung gebracht werden kann.»
Die geplante Linienführung entspreche in wesentlichen Zügen der aus einer Machbarkeitsstudie hervorgegangenen Bestvariante, verlautet im weiteren: «Die Umfahrungsstrasse zweigt kurz vor dem nördlichen Ortseingang von der Kantonsstrasse ab, unterquert in einem rund 540 Meter langen Tunnel das Gebiet Bahnhof und die Geleiseanlagen, überquert die Lütschine und folgt dem Bahntrassee bis sie in der Tschingelmatte wieder an die Kantonsstrasse anschliesst.»
Nach der Mitwirkung sollen die Pläne der neuen Umfahrungsstrasse im Herbst 2011 öffentlich aufgelegt werden. Die Plangenehmigung sei für Herbst 2012 vorgesehen: «Wegen den hohen Kosten des Projektes und den knappen verfügbaren Mitteln kann der Kanton aus heutiger Sicht die Realisierung der Umfahrung von Wilderswil nicht vor dem Jahr 2018 beginnen.» Die Projektierungsarbeiten für die neue Strasse seien dennoch frühzeitig an die Hand genommen worden, um die Koordination mit dem Hochwasserschutzprojekt sicherzustellen. Die Schwellenkorporation Bödeli Süd prüfe momentan, ob der Umfahrungstunnel dereinst als Überlastkorridor gebraucht werden könnte.