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Darmkrebs kann in sehr vielen Fällen vermieden werden, wenn eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt wird. Eine Vorsorgeuntersuchung, ein sogenanntes Screening zur Früherkennung und Verhütung von Darmkrebs, wird bei Menschen ohne Beschwerden und ohne erhöhtes Risiko für Darmkrebs, ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Bei erhöhtem Risiko oder bei vorliegenden Beschwerden (Blut im Stuhl, Änderungen des Stuhlganges, Bauchschmerzen, etc.) ist direkt eine Darmspiegelung empfohlen.
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebsart und das Risiko daran zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter an. Im Verlaufe des Lebens erkranken ca. 5 % der Bevölkerung daran. Meistens entwickelt sich der Darmkrebs über mehrere Jahre hinweg aus einem harmlosen Polypen.
Als Vorsorgeuntersuchung anerkannt sind ein Stuhltest auf verborgenes Blut oder eine Darmspiegelung. Der Stuhltest muss alle 2 Jahre wiederholt werden. Falls dieser Test positiv ausfällt, muss in jedem Fall eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung stattfinden.
Es kann auch direkt eine Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Falls diese unauffällig ist, wird sie nach 10 Jahren wiederholt. Bei der Darmspiegelung besteht der Vorteil, dass auch Polypen, also die Tumorvorstufen, frühzeitig entdeckt und sofort entfernt werden können bevor überhaupt ein Darmkrebs entstehen kann. Die Darmspiegelung ist also nicht nur eine Früherkennung, sondern eine echte Darmkrebs-Prävention.
Besprechen Sie das Thema Darmkrebs-Vorsorge bei Gelegenheit mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.