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Bei manchen Rassen sind bestimmte Farben oder Farbkombinationen nicht anerkannt, d.h. ausgeschlossen. So ist die Pointfarbe z.B. bei der Maine Coon und bei der "Norwegischen Waldkatze" nicht anerkannt.
Die Fellfarbe ist wichtig beim Richten. Auf Ausstellungen konkurrieren die Tiere gleichen Geschlechts, gleicher Altersgruppe und gleicher Fellfarbe um das Zertifikat. Als Farb-Gruppe gibt es auf Ausstellungen zudem gelegentlich Sondershows für bestimmte Farben.
Etwas kritisch ist die rein weiße Fellfarbe zu sehen, weil sie - bedingt durch ihre Entstehung - bei einem
Teil der Tiere Taubheit verursacht. Taubheit stellt eine deutliche Beeinträchtigung dar. Im geringeren Masse trifft dies auch für das Scheckungsweiss zu.
(O.Wagner 2009)
Eine offizielle Kategorie "Waldkatzen" gibt es jedoch nicht. Die Bezeichnung bezieht sich eher auf das robuste Halblanghaarfell, auf die relativ grossen Vertreter dieser Rassen und auf ihren "natürlichen" Ursprung.
Es ist nicht bekannt, wann diese Bezeichnung erstmalig Anwendung fand. Sachlich ist sie natürlich nicht richtig. Wie alle (Haus-) Katzen, deren Urahn die Falbkatze ist, meiden auch diese Katzen den Wald und bevorzugen bei Freigang offene Flächen. Diese Vorliebe entspricht der Falbkatze, welche in Halbwüsten bis hin zur Savannen heimisch ist.
Auf Ausstellungen gibt es gelegentlich Sondershows der "Waldkatzengruppe".
Waldkatzen gelten i.d.R. als robust und gesund. Die bei allen Katzenrassen und Hauskatzen vorkommende HCM (Hypertrophe
Kardiomyopathie) wurde bei Rassen dieser Gruppe (z.B. Maine Coon) gehäuft beobachtet und intensiv geforscht (wodurch auch der Eindruck einer Häufung erst entstanden sein kann).
Mehrere Rassen haben gelocktes Fell. Eine eigenständige Gruppe sind aber auch gelockte Rassen nicht.
Für die Strukturänderung des Fells sind mehrere Mutationen bekannt, die meist spontan bei Hauskatzen aufgetreten sind und vor allem dann auch bemerkt wurden. Durch Zuchtarbeit wurden dann daraus die Rassen entwickelt.
Vermutlich kommen Spontanmutationen viel häufiger vor, gehen aber an der Züchterszene unbemerkt vorbei.
Auf Ausstellungen gibt es gelegentlich Sondershows für gelockte Katzen.
Aus dem gelockten Fell ergeben sich keine relevanten Beeinträchtigungen für das Tier. Beeinträchtigungen bei der
Selbstpflege des Fells sind meist in der Felllänge begründet.
Obwohl die Einteilung nach Haarlängen die Regel ist, bilden auch die haarlosen Rassen keine eigne Gruppe.
Auch hier sind die Mutationen teilweise unterschiedlichen Ursprungs. Anders als die meisten Mutationen, die zu einer anderen Ausprägung eines Merkmals führen (andere Fellfarbe, Länge usw.), kennzeichnen sich diese "Nackt-" Mutationen dadurch, dass das Merkmal "Fell" nahezu verloren ging. Übrig bleibt meist nur ein weicher Flaum.
Das nackte Katzen eine höhere Körpertemperatur haben, hat sich nicht bestätigt (und ist physiologisch auch nicht wirklich möglich). Sie fühlen sich nur wärmer an. Der Futterbedarf ist wohl etwas höher, weil mehr Energie für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur aufgewendet werden muss.
Auch hier gilt, dass es auf Ausstellungen Sondershows geben kann.
Nachtkatzen müssen vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Dazu gehört auch der Sonnenschutz. Fehlen auch die Tasthaare (Schnurrbart) , muss von einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität ausgegangen werden, da diese auch die Funktion als Sinneswahrnehmung für eine Katze haben.