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Jeder OSZE-Staat kann die Armee eines anderen Mitgliedlands überprüfen. Auf diese vertrauens- und sicherheitsbildenden Massnahmen beruft sich Albanien und schickt zwei Offiziere in die Schweiz, die sich zusammen mit einem dänischen Kollegen über die Schweizer Verteidigung schlau machen. Dies teilte das VBS heute mit.
Die Überprüfung des Truppenteils beinhalte Orientierungen durch die Truppenkommandanten, Besuche bei der Truppe und Überprüfung der im Rahmen der OSZE ausgetauschten Informationen bezüglich Personalbestände sowie Anzahl und Typ der vorhandenen Hauptwaffensysteme, teilte das VBS früher bei einer anderen Inspektion mit. Eine solche Überprüfung dauert zwölf Stunden und beinhaltet keine »sensitiven Objekte«.
Dass gerade Albanien gerade die Schweizer Armee militärisch überprüfen möchte, ist schon eher überraschend. Schon Überprüfungen durch Russen wurden von Schweizer Politikern als »grotesk« bezeichnet. Beide Staaten – Russland und Albanien – haben wohl mit ihren eigenen Armeen genug Probleme, um sich nicht auch noch um kleine, weit entfernte fremde und neutrale Länder kümmern zu müssen.
Was die Albaner damit beabsichtigen, wird wohl Gegenstand von Spekulationen bleiben: Eine schöne Dienstreise ins Alpenland? Besuch bei einem bewunderten Vorbild? Statistische Erhebungen über die Bunkerdichte in Albanien und der Schweiz?