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Der Win-Win-Pudel erinnert an einen berühmten Vorschlag von Jonathan Swift (1667–1745), nämlich Seine 1729 erschienene Schrift: A Modest Proposal: For Preventing the Children of Poor People in Ireland from Being a Burden to Their Parents or Country, and for Making Them Beneficial to the Publick, dass zur Linderung der Armut in Irland die armen Eltern ihre ohnehin verhundernden Kinder aufessen könnten, sodass denen ein mieserables Leben erspart und sie gleichzeitig eine gesellschaftlich sinnvolle Funktion erfüllen könnten, statt nur sinnlos zu leben und anderen auf der Tasche zu liegen.
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Man sieht, Win-Win bereits vor langer Zeit, nur hat man sich nicht so enerviert wie bei Ratten.
“Win-Lose” und “Lose-Win” und erst recht “Lose-Lose” werden gegenüber “Win-Win” im allgemeinen Sprachgebrauch deutlich benachteiligt. Dabei ist es hier, wie mit “derselben schlechten Schenke” Heines: Wenn man lange genug wartet, gleicht sich alles aus: Win-Win, oder eben Lose-Lose, je nach Standpunkt.
“Die Bösen werden immer bestraft,” hatte Flaubert noch ganz jung gesagt und dann hinzugefügt: “und die Guten auch”.
Es ist nicht wirklich unglaublich. Ein Betrug in Buenos Aires erheitert auch unsere Gemüter. Kein Wunder spricht man vom globalen Dorf, auch wenn man wohl eher vom globalen Dörfler sprechen müsste.
Der Berliner Kurier, eine durchaus glaubwürdige Qualitätszeitung, berichtet, dass einem Rentner Ratten als Pudelwelpen verkauft wurden. Siehe Bild:
Die Aufregung ist verfehlt, meinen wir. Mit diesem Vorgehen wird doch nicht nur das Rattenproblem (die Rattenplage in Buenos Aires macht keine Schlagzeilen!), sondern gleichzeitig auch die Einsamkeit der Rentner gelindert.
Eine Win-Win-Situation!