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Ausfluss
In der Schwangerschaft bemerken viele Frauen, dass sie mehr Scheidenausfluss haben als sonst. Das liegt daran, dass der Vaginalbereich entspannt und stärker durchblutet ist, weil sich in der Schwangerschaft der Hormonhaushalt ändert. Normalerweise ist der Ausfluss farblos oder weiss und geruchlos. Er sollte weder schmerzen (zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr) noch jucken oder sehr dünnflüssig sein.
Bei flüssigem und blutigem Ausfluss muss eine weitere Abklärung durch einen Abstrich aus der Scheide erfolgen. Wenn der Ausfluss unangenehm, z.B. fischig, riecht oder nicht normal aussieht, haben Sie wahrscheinlich eine Scheidenentzündung und sollten Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme darüber informieren. Wird eine Scheideninfektion festgestellt, müssen sowohl Sie als auch Ihr Partner ärztlich behandelt werden, denn bestimmte bakterielle Vaginalinfektionen erhöhen das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten.
Auch eine Trichomonaden-Infektion und eine Scheidenpilzinfektion (Soor) ist in der Schwangerschaft häufiger. Beide sind für das ungeborene Kind nicht gefährlich, sollten aber unbedingt behandelt werden, wenn subjektive Beschwerden wie Juckreiz etc. vorliegen.
Vorbeugend kann eine Verbesserung bzw. Stärkung des sauren Scheidenmilieus wirken. Sitzbäder mit verdünntem Apfelessig oder Zitronensaft, einigen Tropfen Teebaumöl, einem Aufguss von Kamille, Schafgarbe, Zinnkraut, Eichenrinde, Hammamelis und Rosmarin lindern in leichten Fällen Juckreiz und Entzündung.
Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH