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Weltweite Studien haben gezeigt, dass Schlafstörungen häufig Ursache von schweren Verkehrsunfällen sind. Im folgenden Artikel werden der Zusammenhang von Schlafqualität und Verkehrssicherheit beleuchtet sowie gleichzeitig Schlaf fördernde Maßnahmen vorgestellt.
Der Zusammenhang zwischen schlechter Schlafqualität und Verkehrssicherheit
Eine Reihe von Studien konnten in den letzten Jahren belegen, dass Schlafmangel, Störungen des Biorhythmus und Müdigkeit zu auffälligen Verhaltensweisen, psychosozialen Problemen und oft auch zu schweren Autounfällen bei den betroffenen Personen führen. Im Rahmen dieser Untersuchungen konnten ungefähr 16 bis 20 Prozent der schweren Autounfälle in Großbritannien, Brasilien und Australien mit Schlafstörungen in Verbindung gebracht werden. Die Wachsamkeit und Konzentrationsfähigkeit der betroffenen Personen nimmt drastisch ab. Aufgrund der gestiegenen Unsicherheit im Straßenverkehr infolge schlechter Schlafqualität haben die Vereinten Nationen und die WHO bereits im Jahre 2010 einer Grundsatzerklärung zugestimmt, in den Jahren 2011 bis 2020 diesen Trend durch verschiedene Maßnahmen umzukehren. Damit soll unter anderem das Bewusstsein der Öffentlichkeit bezüglich des Zusammenhangs zwischen schlechter Schlafqualität und schweren Verkehrsunfällen geschärft werden.
Ursache des Schlafmangels
Die Ursachen für Schlafmangel und chronische Müdigkeit sind vielfältig. Oftmals führt ein gestörter Biorhythmus etwa durch Schichtarbeit zu einer schlechten Schlafqualität. Auch psychische Probleme, Stress sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch sind häufig Grund von schlechtem Schlaf. Allerdings darf auch nicht vergessen werden, dass bestimmte Erkrankungen den Schlaf erheblich beeinflussen können. Ein grundlegendes Problem stellt in diesem Zusammenhang die sogenannte obstruktive Schlafapnoe dar. Aber auch andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, Herzkreislauferkrankungen und viele Andere erhöhen maßgeblich das Risiko für die Entstehung von Schlafproblemen.
Auswirkung des Schlafmangels auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
Im Schlaf erholt sich der Organismus von den Anstrengungen des Tages und schöpft Energie zur Bewältigung der Tagesaufgaben. Bei Schlafmangel wird die betroffene Person jedoch am nächsten Tag an Müdigkeit leiden. Müdigkeit senkt die Aufmerksamkeit und kann bei Tätigkeiten, die besonderer Konzentration bedürfen, sogar zum Sekundenschlaf führen. Beim Autofahren verursacht der Sekundenschlaf oft schwere Verkehrsunfälle. Diese Auswirkungen können bereits nach einem einmaligen Schlafmangel am nächsten Tag beobachtet werden. Chronische Schlafprobleme wirken sich jedoch noch stärker aus und betreffen neben der Einschränkung der Fahrtüchtigkeit noch andere Bereiche des Lebens. Vor allem bei chronischen Schlafproblemen können im Laufe der Zeit auch die kognitiven Fähigkeiten abnehmen, was sich wiederum auch auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt.
Wie kann die Schlafqualität verbessert werden?
Angesichts der vielen negativen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen des Schlafmangels besteht die dringende Notwendigkeit, Schlafstörungen rechtzeitig zu bekämpfen oder vorzubeugen. Bei den körperlichen Ursachen von Schlafproblemen nimmt die sogenannte Schlafapnoe einen vorderen Platz ein. Hier hat sich die CPAP-Beatmung mittels einer Maske im Schlaf bewährt. So wurde in Studien festgestellt, dass mithilfe dieser Therapie die Zahl der tödlichen Unfälle drastisch gesenkt werden kann. Der Schlaf kann aber auch durch körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, Vermeidung von Störungen im Schlafbereich, Fototherapie oder durch die Einwirkung bestimmter Wirkstoffe verbessert werden.
Artikel von: Redaktion Herb & Bitter AG
Artikelbild: © HBR – shutterstock.com