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Im Jahr 1989 ist Mosambik ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land. Um das Überleben ihrer Familien zu sichern, haben Frauen einen informellen Handel aufgebaut. Ein militärisch bewachter Zug mit Vorräten und 600 Menschen an Board, der die Stadt Nampula im Norden Mosambiks mit dem Nachbarsstaat Malawi verbindet, bietet für sie die einzige – wenn auch lebensgefährliche – Möglichkeit, Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen.
Langsam über sabotierte Schienen dahinrollend, ist die Reise voller Hindernisse und Gewalt. Mariamu, eine Vielreisende, ist unterwegs mit ihrer Freundin Rosa, einer Krankenschwester, die auf dem Weg in ihr neues Spital ist und die Kriegsrealität zum ersten Mal miterlebt. Auch dabei sind Leutnant Taiar, der die Realität nur aus seinem Militäralltag kennt, und der Soldat Salomão, mit dem Taiar nicht auskommt. Unter Gewehrkugeln und Gelächter werden Geschichten von Liebe und Krieg erzählt, während sich der Zug der nächsten Station nähert.
«The Train of Salt and Sugar» ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Regisseur Licíno Azevedo und beschreibt das Zusammentreffen vieler unterschiedlicher Personen auf einer der in Mosambik mittlerweile selten gewordenen Zugfahrten.
Vorfilm:
Kurzfilm aus dem Werk von Francesco Jodice, Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur
«Rear Window», Francesco Jodice, I 2006, 1'
In Anlehnung an Hitchcocks gleichnamigen Langfilm hat Jodice in seinen beiden Einminutenfilmen «Rear Window» heimliche Beobachtungen durchs Fenster auf unsere NachbarInnen angestellt. Gedreht in Rotterdam, Hong Kong, New York und Milano nimmt seine Kamera die Position eines Spions des Normalen oder eines Voyeurs des täglichen Lebens ein.