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Entdeckt wurde „Ara vale hava“ vom Musikwissenschaftler Piotr Nawrot in Bucheinbänden, für die historische Partituren umfunktioniert wurden. Auch das Minuetto von Julian Atirahu – zugleich von zwei Violinen vorwärts und rückwärts gespielt – zeugt von der großen Musikalität der Guarani-Indios. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Stücke aus der Zeit nach den Reduktionen, die das kulturelle Erbe der Jesuitenreduktionen aufzeigen: etwa die Guaraní-Messe von Abdón und Casimiro Irala, aber auch neuere Folklore mit Texten in Guaraní, einer Sprache, die 90% der Paraguayer sprechen, obwohl nur 2% der Bevölkerung indigenen Gruppen angehören. Die Paraguayharfe,
ursprünglich vom Missionar Anton Sepp SJ eingeführt, um in den Kirchen fehlende Orgeln zu ersetzen, wurde zum Instrument der indigenen Bevölkerung: Heute ist sie geradezu ein Symbol der Identität von Paraguay. Andere Stücke weisen zurück auf die außergewöhnliche Geschichte der Reduktionen und erzählen uns von Menschen, Gesellschaft, Politik und Utopien und dem größten menschlichen Abenteuer: der internationalen Zusammenarbeit für den Frieden.
Zum Projekt: Sonidos de la tierra
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