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Nigeria und Russland unterzeichnen nukleare Abkommen
Die Abkommen, die am 30. Oktober 2017 anlässlich der International Ministerial Conference on Nuclear Power in the 21st Century der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Abu Dhabi unterzeichnet wurden, betreffen nicht nur den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerks und eines Kernforschungszentrums, sondern auch einen Fahrplan zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der zivilen Nutzung der Kernenergie.
Laut Rosatom beinhalten die geplanten Machbarkeitsstudien für den Bau und Betrieb eines Kernkraftwerks und eines Kernforschungszentrums Standortauswahl, Zeitrahmen, Umsetzungsplan und Finanzierungskonzepte.
Nigeria plant den Bau von 1000 MW Kernkraftwerkskapazität und will diese schrittweise bis 2030 auf 4000 MW erhöhen. Dies wurde bereits 2012 angekündigt. Im März 2016 trafen sich der inzwischen verstorbene nigerianische Präsident, Muhammadu Buhari, und der Generaldirektor der IAEO, Yukiya Amano, um den Einstieg des Landes in die Kernenergie vorwärts zu treiben. Im Sommer 2017 überprüfte die IAEO erstmals die regulatorischen Vorgaben für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit des Landes. Zwei Jahre zuvor hatte die IAEO eine 10-tägige Mission durchgeführt, um den Notfallschutzpläne und die Katastrophenschutzmechanismen Nigerias zu evaluieren.