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Wir trauern um unseren Ehrenpräsidenten, Hans Bütikofer
Vor 75 Jahren, am 12. Februar 1936, gewann er an den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen als jüngster Teilnehmer der Schweizer Olympia-Mannschaft mit Steuermann Reto Capadrutt, Fritz Feierabend und Hans Aichele die Silbermedaille hinter Schweiz II mit Steuermann Pierre Musy, Charles Bouvier, Joseph Beerli und Arnold Gartmann.
Schon am ersten Tag lag die Mannschaft mit Hans Bütikofer auf dem zweiten Platz, hart bedrängt durch die Mannschaften Deutschlands und der USA. Voll Spannung erwartete man den vierten und letzten Lauf. Die Mannschaft Capadrutt startete als Letzte. Die Nerven hielten dem riesigen Druck stand: Bahnrekord und Verteidigung der Silbermedaille. Olympiasieger wurde die Crew von Pierre Musy.
Zum Bobsport kam Hans Bütikofer durch seinen Cousin und Steuermann Reto Capadrutt, der 1939 bei einem Bobrennen auf dem Bobrun St. Moritz tödlich verunglückte.
Hans Bütikofer war ein Ausnahmesportler und nach eigener Aussage „absolut sportverrückt“. Er war Leichtathlet, Eishockeyspieler (Nationalliga A-Verteidiger), ein ausgezeichneter Schwimmer und passionierter Schütze. 1936 gewann er nicht nur Silber in Garmisch. Er wurde im gleichen Jahr auch Wasserball-Schweizermeister und stand im Final der Eishockey-Meisterschaft gegen den HC Davos. In Schützenkreisen galt er als kleines Weltwunder. 1953 war der Auftakt zu einer ausserordentlichen Kranzserie. Bis ins Jahr 2009 (mit 94 Jahren!) schoss er ohne Ausnahme das Kranzresultat.
Ein in Beruf und Sport erfolgreiches, erfülltes Leben hat seinen Abschluss gefunden. Unsere Trauer gilt einer Persönlichkeit, die mit Überzeugung ursprüngliche Werte verkörpert hat: Verlässlichkeit, Kameradschaft, Fairplay.