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Knapp fünf Wochen nach seinem Handbike-Unfall wird der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi aus dem Spital in Siena in eine spezielle Rehabilitations-Einrichtung für Gehirnverletzte verlegt.
Zuvor hatten die Ärzte bei Zanardi, der seit seinem Unfall am 19. Juni im künstlichen Koma lag und wegen seiner Kopf- und Gesichtsverletzungen dreimal operiert wurde, die Betäubung langsam heruntergefahren. Ob Zanardi ansprechbar oder bei Bewusstsein ist, wurde nicht kommuniziert.
Nach Zanardis dritter Operation am 6. Juli hiess es, sein Zustand bleibe unter neurologischen Gesichtspunkten ernst, die Prognosen seien verhalten.
Der ehemalige Formel-1-Pilot Zanardi hatte vor einem Monat bei einem Wettkampf in der Toskana die Kontrolle über sein Handbike verloren und war mit einem Lastwagen kollidiert. Weil das Rennen wegen der Corona-Krise wohl nicht offiziell angemeldet war, fuhren Autos auf der Strasse. Derzeit untersucht die Staatsanwaltschaft Siena das Handbike Zanardis und den Unfallhergang.
Zanardi hatte 2001 bei einem Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren. Sein Überleben bezeichneten die Ärzte damals als Wunder. Er kämpfte sich wieder zurück in den Leistungssport, er gewann viermal Gold bei den Paralympics.