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In einem Zürcher Vorort baut T.B. legalen Hanf mit hohem CBD-Anteil an. «Das Geschäft läuft ausgezeichnet, wir haben schon vor der Ernte alles verkauft», sagt er. «Vor rund zwei Jahren schrieb
ich der Staatsanwaltschaft ein Mail und teilte ihr mit, dass ich Cannabis mit einem THC-Anteil von unter einem Prozent anbauen würde.» Die zuständige Staatsanwältin sei völlig ausgeflippt. «Sie
fragte mich, ob ich sie verarschen wolle, und teilte mir mit, dass mein Vorhaben höchst illegal sei», so T.B. Damals habe er gemerkt, dass bei den Strafverfolgungsbehörden eine grosse Unkenntnis
über die Rechtslage herrsche. Von seinem Vorhaben hat er sich dennoch nicht abbringen lassen.
Inzwischen besitzt T.B. einen Raum mit insgesamt 1125 Pflanzen. «Die Züchtung von Hanf mit einem THC-Anteil unter einem Prozent und einem hohen CBD-Anteil ist ein langer Prozess», erklärt T.B. Um
solche Pflanzen zu erhalten, hat er THC-armen Industriehanf mit hochwertigem illegalem Rauchhanf gekreuzt. «Die Pflanzen sollen so wenig THC haben wie Industriehanf, jedoch den Geschmack und das
Aussehen von Indoorpflanzen.» Volle zwei Jahre dauerte es, bis er mit dem Resultat zufrieden war.
«Die Zucht ist das Einzige, für das man mich strafrechtlich belangen könnte», sagt er. Denn dafür benötigt er Pflanzen mit einem höheren THC-Anteil. Seinen Produktionsraum will er mir nicht
zeigen. Vor kurzem wurde er gewarnt: Jemand wolle ihm seine Mutterpflanze stehlen. «Zurzeit ist die Zahl der Produzenten noch beschränkt, und jeder versucht, die bessere Pflanze als die
Konkurrenz zu züchten», sagt T.B.