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Neben den
Grafschaften hatten auch die
Klöster im Seeland bedeutenden Besitz. So der Kluniazenserorden in
Belmont und auf der
St. Petersinsel, die Benediktiner inSt. Johannsen bei
Erlach, die Zisterzienser in
Frienisberg und die Prämonstratenser
in Gottstadt. 1528 wurden die
Güter dieser geistlichen Stiftungen säkularisiert. Aus dem gesamten erworbenen Gebiet schuf
Bern
die 4 Vogteien
Aarberg,
Büren,
Erlach und
Nidau, bis der Umschwung der Dinge nach der französischen Revolution in der Mediation
und zuletzt 1815 dem Landesteil die heutige Einteilung gab.
(DieVerdammten) (Kt. Bern,
Amtsbez. Interlaken).
So nennt G. Studer in seinem Panorama vonBern(Bern 1850)
zwei auf dem Scheitel des
Schreckhorns hängende Firnflecken, die auch «Die verfluchten Nonnen»
heissen.
(Beiden) (Kt. Glarus).
2150-2250 m. Nördl. Abschnitt der von der Südpartie der Schildkette zum W.-Fuss
des
Gufelstockes und des Hochgrates sich erstreckenden Fäsisalp. In einer längs dem Höchgrat ziehenden
Senke liegen mehrere Seelein, deren Becken von dem diese Hochflächen einst überdeckenden
Gletscher ausgehobelt worden sind.
Der Boden der
Seen besteht aus Rötidolomit und Quartenschiefer.
(Kt. Freiburg,
Bez. Sense).
819-648 m. 4,3 km langer Bach mit einem mittleren Gefälle von 41‰. Bildet
sich aus drei Quellarmen, von denen der erste 1,5 km nw.
Alterswil, der zweite nö. dieses Dorfes und der bedeutendste dritte
bei
Ober Montenach (819 m) entspringt.
Alle drei vereinigen sich im Mittelpunkt von vier Waldungen nahezu
an der nämlichen Stelle (703 m).
Von da an fliesst der Seelibach durch Waldungen, geht an
Seeligraben vorbei, erhält rechts
den von Bachlesbrunnen (835 m) herkommenden Wussenbach und vereinigt sich bei Im Schrick mit dem Tafersbach.
Ist fischreich
und treibt verschiedene industrielle Betriebe.
Bristenstock, Mythen etc.). Zahlreiche freundliche Spaziergänge (u. a. nach dem 20 Minuten entfernten Seelisbergersee mit
Badanstalt). Auf Boden der Gemeinde befinden sich das Rütli (s. diesen Art.) und das Schlösschen Beroldingen (867 m), die
Wiege des im Kanton Uri
längst ausgestorbenen, aber im Kanton Tessin,
in Oesterreich und Württemberg noch fortlebenden Geschlechtes
der Edeln von Beroldingen, die ihrem Heimatkanton mehrere Landammänner und Offiziere, wie z. B. Hans Konrad von Beroldingen
(1570-1636), gegeben haben.
Seelisberg ist die Heimat des 1901 gestorbenen urnerischen alt-Regierungsrates Michael Truttmann, des Gründers des Grand
Hotel und Kuretablissementes Seelisberg-Sonnenberg und Verfassers einer Schrift über den Kurort. Urkundliche Namensformen: 1285 Cingiln, 1327 Zingelen, 1349 Cingeln, 1356 Sewelisberg, 1365 Sewelisperch.
«Seelisberg» hiess ursprünglich bloss die nähere Umgebung des kleinen
Sees am Fusse des Niederbauen, und die Häusergruppe um die Pfarrkirche trägt heute noch den Namen Zingel.
Die Kollatur und der Zehnten auf Seelisberg standen seit Kaiser Ludwig (863) dem Fraumünster in Zürich
zu,
bis diese Rechte 1418 von den Bewohnern zurückgekauft wurden, die nun ihren Pfarrer selbst ernannten und den Ertrag des
Zehntens zu dessen Unterhalt verwendeten. Die Felsschulter am Fusse des Niederbauen (oder Seelisberger Kulm), die Seelisberg
trägt, bildet geologisch ein flaches Gewölbe, dessen Schenkel aus Schrattenkalk mit Gault, etwas Seewerkalk
(obere Kreide) und Eozän bestehen. Den Kern bilden das mittlere und untere Neokom, das alle hier zum Urnersee abbrechenden
Steilwände aufbaut.