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Verfahren
Die Verfahren, mit denen Spundwände verbaut werden können, sind verschieden. Für das Einbringen bzw. Rückgewinnen der Spundbohlen werden resonanzfreie Hochfrequenzvibratoren verwendet. Beim «Einvibrieren» werden die einzelnen Spundbohlen in Schwingungen versetzt und «verflüssigen» damit das Bodenmaterial. So können sie in den Boden eindringen. Damit Nachbarbauten nicht durch Vibration beschädigt werden, ist es wichtig, die Schwingung so zu regeln, dass die Frequenz nicht im Bereich der Eigenfrequenz der Bauten liegt. Die Vibratoren werden entweder freihängend an einem Seilbagger oder aber an einem Pneukran oder Mäkler geführt eingesetzt.
Ein weiteres Verfahren ist das Einrammen der Spundbohlen mit Freifall-, Hydraulik- oder Dieselrammen. Diese Methoden kommen allerdings selten zum Einsatz, da sie starke Erschütterungen verursachen.
Spundwände bieten sich vor allem zum Einsatz bei locker gelagerten Bodenverhältnissen an, können jedoch auch bei eingeschränkter Rammbarkeit angewendet werden. Dann muss der Boden mit Lockerungsbohrungen oder Spülhilfen entsprechend vorbereitet werden. Die Wahl des jeweiligen Spundbohlenprofils ist vom individuellen Bauvorhaben, von Statik und Einbringwiderstand abhängig.