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FILMWINK VON LY VUONG |
‹ICH HABE IN MOLL GETRÄUMT› | EIN DOKUMENTARFILM ÜBER DEN DICHTER WALTER RUFER |
Filmplakat zum Dokfilm von Ueli Meier |
Über Walter Rufer war in den Feuilletons nicht viel bekannt: Ein Schweizer Dichter aus Zürich mit Talent ohne Erfolg, der in den 1960er Jahren die Münchner Bohème erkundete. Er versuchte sich als Schriftsteller und Schauspieler.
Der Dokumentarfilmer Ueli Meier wollte mehr erfahren und ging auf Spurensuche. Meier sprach mit ehemaligen Weggefährten, Freunden und Familienangehörigen.
‹Der Himmel ist blau. Ich auch› sind gesammelte Tagebuchverse von Walter Rufer, die 1963 publiziert wurden. Sie blieben seine einzige Publikation. Walter Rufer starb 12 Jahre später an einer Leberzirrhose. Seine Frau und zwei Kinder erfuhren per Zufall 2007 durch das NZZ-Feuilleton über die neu wieder aufgelegten Tagebuchnotizen: Zwei Münchner Musiker ‹Dos Hermanos› entdeckten unverhofft Walter Rufers ‹Schwabinger Tagebücher› in einem Münchner Antiquariat und empfahlen diese einem Verlag zur Neuauflage.
Der Dokumentarfilm ‹Ich habe in Moll geträumt› von Ueli Meier läuft aktuell im Kino. Der Tagestipp schrieb: Ein Schicksal, das mehrfach betroffen mache.
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Eine Träne lief
als sie schlief
langsam und bange
über ihre Wange.
Ich weckte sie und fragte
was diese Träne soll
worauf sie mir schlaftrunken sagte:
Ich träumte gerade in Moll.
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PRO LYRICA Ly Vuong