Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/3854

Sie befinden sich derzeit auf folgender Seite:
Bildungsplanung
Chance Sek - Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule (2008-2013)
Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen wurde (Juli 2013).
Ausgangslage und Projektauftrag
Die Gestaltung der Sekundarstufe ist im Kanton Zürich seit den 1970-er Jahren immer wieder diskutiert worden, insbesondere die Frage des Modells. So lässt das Volksschulgesetz aus dem Jahr 2005 acht Modellvarianten zu, um Anpassungen an lokale Gegebenheiten zu ermöglichen. Die damit verbundene Vielfalt erschwert aber nicht nur den Wohnortswechsel innerhalb des Kantons für Familien mit Kinder, sondern auch die Rekrutierung der Lehrlinge durch die Betriebe. Problematisch ist zudem die wiederholt dokumentierte Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler aus den Sekundarklassen C und Sonderklassen am Ende ihrer Volksschulzeit nur geringe Chancen auf einen direkten beruflichen Anschluss haben. Im Dezember 2007 beauftragte der Bildungsrat die Bildungsdirektion deshalb mit dem Projekt «Chance Sek – Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule».
Projektergebnisse
Im September 2008 startete die Bildungsdirektion unter dem Titel «Chance Sek» eine breit angelegte Diskussion. In der Zeit bis Dezember 2009 suchten Beteiligte und Betroffene aus Schul-, Eltern- und Wirtschaftskreisen gemeinsam nach Antworten auf die Frage, wie die Sekundarstufe der Volksschule bessere Lernerfolge für alle Schülerinnen und Schüler erzielen und mehr Chancengleichheit gewähren könnte. Zur Diskussion stand auch die heute bestehende Vielfalt der Schulmodelle. Im November 2010 wurden die Ergebnisse des Projekts der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 24. Januar 2011 beauftragte der Bildungsrat die Bildungsdirektion, das Projekt weiterzuführen und die Sekundarschule auf inhaltlicher Ebene zu harmonisieren. Gleichzeitig sprach sich der Bildungsrat dafür aus, vorerst auf ein einheitliches Schulmodell im Kanton Zürich zu verzichten.
Ab 2011 hat die Bildungsdirektion das Projekt Chance Sek in diesem Sinne weitergeführt und Arbeiten geleistet in den Bereichen individuelle Förderangebote für Schülerinnen und Schüler, kompetenzorientiertes Unterrichten und Beurteilen sowie standardisierte Tests und Vergleichsarbeiten. Auf die Entwicklung eines anfänglich vorgesehenen standardisierten Tests in der 6. Klasse hat der Bildungsrat verzichtet.
Am 1. Juli 2013 nahm der Bildungsrat den Schlussbericht über die Umsetzung der Massnahmen zur Kenntnis und beschloss, das Projekt abzuschliessen. Die Weiterentwicklung der Sekundarstufe wird in laufenden und künftigen Projekten der Bildungsdirektion weiterverfolgt. Dazu gehören auch die im Projekt Chance Sek diskutierten Themen Kompetenzorientierung und Leistungsbeurteilung, die im Rahmen der Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Zürich weiter bearbeitet werden.