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– 17.06.2019 –
Im Hugo Junkers Hangar in Mönchengladbach ist eigentlich die CASA 352, vielen besser bekannt als die HB-HOY, die ehemals vierte Ju 52 der JU-AIR beheimatet. Da die JU-AIR im August 2018 an den Besitzer der HB-HOY, den Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge e.V. mit der Bitte herangetreten war, die CASA wieder in ihre Flotte aufnehmen zu können, musste sich der deutsche Verein nach einer Ersatzmaschine umsehen, damit der Hugo Junkers Hangar während der Überholungsphase der HB-HOY in Dübendorf nicht ohne 52 leer steht.
Es traf sich daher sehr gut, dass der der Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge e.V. bereits 2017 seine Fühler nach einer weiteren JU- 52 ausgestreckt hatte und den Kontakt zum Lufttransportgeschwader 63 in Hohn (Schleswig Holstein) aufleben lassen konnte. Auf dem Gelände der Hugo Junkers Kaserne stand ein AAC- 1 (eine Maschine aus Franzö-sischer Produktion), dessen Zukunft ungewiss war, da der Transall Luftwaffenstützpunkt bis 2020 aufgelöst werden soll.
Bei dieser AC-1 handelt es sich um eine Maschine aus der französischen JU 52 Produktion, welche bei der Fa. Animot in der Nähe von Paris gebaut und im November 1945 der Französischen Luftwaffe übergeben wurde. Breits zwei Jahre später wurde die AAC-1 in die Dienste der Portugisischen Luftwaffe gestellt. 1977 schenkte die portugisische Luftwaffe die „Alte Tante“ dem deutschen LTG 62 in Pensing bei Landsberg. Da am Tage des geplanten Überfluges (mit zwei Bundeswehr Transall Flugzeugen) nicht alle erforderlichen Genehmigungen für die Übernahme vorlagen, endete der Flug beim LTG 63 in Hohn.
Es sollte noch gut 7 Monate dauern, bis der Kooperationsvertrag zwischen der Deutschen Luftwaffe und dem Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge e.V. unterschrieben wurde, und die Vorbereitungen zur Demontage und zum Transport beginnen konnten.
Am 04. Mai begannen die Arbeiten zur Demontage auf den Flugplatz Hohn. Ein Team der JU-AIR und Mitglieder des deutschen Vereins demontierten das Flugzeug, verladefähig in nur 2,5 Tagen. Dieser war nur möglich, da in den 1990er Jahren sowohl die JU-AIR, als auch die Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung diese AAC-1 als Ersatzteillager nutzten. So fehlten die Treibstoff- und Öl Tanks, die Steuerstanden und vieles mehr.
Die Tragflächen und die Flugzeugzelle wurden am 6. Mai auf 3 Spezialtransporter und die Motoren sowie weitere Anbauteile wurden auf einem normalen LKW verladen. Beide Demontage Teams konnten die AAC-1 am 08. Mai in Mönchengladbach abladen und in der Winterdiensthalle des Flughafens unterstellen.
Dafür, dass die „Alte Dame“ an ihrem bisherigen Standort allen Widerungen des Wetters ausgesetzt war, steht sie eigentlich noch gut da. Neben einer kräftigen Grundreinigung innen und außen müssen der Kabinen Boden erneuert werden. Weiterhin sind Lackierarbeiten im Cockpit, in der Kabine und teilweise außen erforderlich
Text: Bernd Huckenbeck