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Bern - Die USA würden keine weiteren Untersuchungen gegen Schweizer Banken führen, sagte Donald Beyer, US-Botschafter in der Schweiz, am Samstag. Washington anerkenne die Bestrebungen der Schweiz, sich von "ihrer Vergangenheit als Steuerparadies" zu verabschieden.
Nach seinem Wissensstand würden derzeit keine Untersuchungen gegen Schweizer Banken erwogen, sagte Beyer in einem Interview der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps". Damit würdigten die USA die Aufrichtigkeit, welche die Schweiz bei der Unterzeichnung des Vertrags über die Herausgabe von UBS-Kundendaten gezeigt habe.
Die Schweiz sei ein "guter Partner" der USA, führte Beyer aus. Deshalb hätten sich die USA auch in der Affäre Gaddafi für die Freilassung der beiden Geiseln Max Göldi und Rachid Hamdani eingesetzt. "Jedesmal, wenn ein amerikanischer Vertreter einen libyschen Vertreter traf, hatte er den Auftrag, den Fall anzusprechen", sagte der Botschafter.
Enttäuscht äusserte sich Beyer über den Entscheid der Schweiz, den bekannten Regisseur Roman Polanski nicht in die USA auszuliefern. Dennoch sei er froh, dass die Angelegenheit nun vorüber sei.
SDA-ATS