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Volkskrankheit Rheuma
Als rheumatisch sind alle Störungen im Organsystem von Haltung und Bewegung anzusehen, egal ob sie zu Schmerzen, Bewegungseinschränkung, zu sichtbaren oder unsichtbaren beeinträchtigenden Veränderungen führen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definierte Rheuma 1978 als: „Erkrankung des Bindegewebes und schmerzhafte Störung des Bewegungsapparates, die sämtlich zur Ausbildung chronischer Symptome führen können“.
Diese Definition macht es für den Behandler nicht gerade leicht und verführt dazu, alles mit „Rheuma“ zu bezeichnen, was in die Definition paßt. Es gibt über 180 Krankheitsgeschehen, die dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet werden können. Seit 1985 gilt deshalb die „Neue Nomenklatur der rheumatischen Prozesse“ der WHO mit 4 großen Unterteilungen.