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Dickschaliger Kartoffelbovist
Scleroderma citrinum Pers.
Der Dickschalige Kartoffelbovist bildet 3–10(–18) cm durchmessende Fruchtkörper. Sie sind länglich-rund geformt, sehr fest und gelblich bis gelbbräunlich gefärbt. Die Hülle (Peridie) ist 2–3 mm dick und hart; die Oberfläche ist felderig oder rissig-schuppig, manchmal aber auch ziemlich glatt. Ein Stiel fehlt, an der Basis hängen Myzelfäden.
Bei Reife reisst der Fruchtkörper an der Oberseite ein, sodass die Sporen in Staubwolken ins Freie gelangen können.
Das innere Fleisch (Gleba) ist nur jung leicht gelblich, wird aber schnell bräunlich bis schwärzlich und ist mit feinen weisslichen Adern durchzogen. Die Fruchtmasse ist zunächst sehr fest und zerfällt später in Sporenstaub. Der Geruch und Geschmack sind stechend knoblauchartig beziehungsweise metallisch.
Die Sporen sind rundlich und besitzen ein dunkles erhabenes Netz. Sie sind, ohne das Netz gemessen 8–13 Mikrometer gross.
Der Dickschalige Kartoffelbovist ist in sandigen, trockenen Nadel- und Mischwäldern auf versauertem Substrat zu finden. Er ist vom Sommer bis zum Spätherbst, von Juli bis November (Dezember) häufig anzutreffen.
Der Dickschalige Kartoffelbovist ist giftig. Der Verzehr kann zu Verdauungsbeschwerden wie Erbrechen und Bauchschmerzen führen. Zudem können Schweissausbrüche sowie niedriger Blutdruck mit Schwindel und Kollaps, möglicherweise bis zur Bewusstlosigkeit, auftreten. Die Giftwirkung kann schon 30 bis 45 Minuten nach der Pilzmahlzeit einsetzen. Auch Sehstörungen und rauschartige Zustände sind jedenfalls in einzelnen Fällen vorgekommen. Welche Stoffe für die Giftwirkung verantwortlich sind, ist nicht bekannt.
Relativ selten wächst auf dem Dickschaligen Kartoffelbovist der
Parasitische Röhrling Pseudoboletus parasiticus
Sein Hut ist 1–8 cm breit, feinfilzig, trocken und hell-olivbraun. Seine Röhren sind sandbraun bis schmutzig-oliv, sein Stiel ist schlank, graugelb, stets gebogen, da er um den Wirt herumwächst und zur Basis hin zugespitzt. Seine Poren sind sehr weit, das Fleisch ist weisslich und nicht blauend. Die Fruchtkörper erscheinen gesellig bis büschelig, oft zu mehreren an einem Bovist.
Im Unterschied zu seinem giftigen Wirtspilz ist er ungiftig, sein Wert als Speisepilz ist jedoch umstritten und im Hinblick auf die Gefährdung fragwürdig.