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Im Rahmen meines Studiums zur Heilpädagogin schrieb ich als Abschluss eine Literaturarbeit als Masterarbeit zum Thema: hochsensible hochbegabte Kinder (hs/hb-Kinder) - förderliche Rahmenbedingungen. Mich interessierte was es für Rahmenbedingungen braucht, damit diese Kinder gut, ohne Leidensdruck lernen und zeigen können, was sie können.
Ich stellte fest, dass ich im SchulAlltag immer wieder solchen Kindern begegne, diese in der Literatur jedoch nicht existieren. Im ersten Schritt musste ich die Grundlagen der Hochsensibilität und der Hochbegabung darlegen, um im nächsten Schritt Ableitungen und Schlussfolgerungen zu hs/hb - Kindern machen zu können. Obwohl es verschiedenste klare Äusserungen aus Fachkreisen gibt, dass Hochsensibilität nichts mit Hochbegabung zu tun hat und man diese zwei Phänomene getrennt voneinander betrachten und behandeln soll (Hensel, 2013, S. 70), wagte ich, eine Annäherung an eine Definition zu formulieren. Gemäss der Literaturforschung leite ich ab, dass sich die intensive Gefühls - und Gedankenwelt eines hs/hb - Kindes im Vergleich zum hochsensiblen KInd unterscheidet, und zwar im Grundwesen der Hochbegabung im Sinne vom Tempo der Verarbeitungsgeschwindigkeit und folglich im Umgang mit dem Lerninhalt. Sie sind zwar nicht immer schnell im Erledigen der Aufgabe, brauchen aber oft weniger Erklärung und Übung.
Sie brauchen teilweise eine ihnen angepasste Sprache (vgl. Webb et. al., S. 47; Trappmann, 2017). Beim hochsensiblen Temperament bekommen die Lernumgebung und die Beziehungsgestaltung meines Erachtens mehr Gewicht.
Diese Definition soll als Versuch angesehen werden, sich dem Persönlichkeitspotenzial/-den Persönlichkeitsmerkmalen hs/hb- Kinder anzunähern. Aus der erforschten Literatur können folgende Ableitungen für eine mögliche Definition von hs/hb - Kindern gemacht werden:
Der international anerkannte Konsens betrachtet Hochbegabung bei Kindern als «Möglichkeit zu Hochleistungen, die im Vergleich zu Gleichaltrigen durch Exzellenz, Seltenheit, Produktivität, Demonstrierbarkeit und besonderen Wert auffallen» (Sternberg/Zhang 1995; zitiert nach hochbegabt.ch, 2017). Dieses Entwicklungspotenzial mit der Möglichkeit zu Hochleistung ist begleitet von einer angeborenen Neigung, die Umgebung deutlicher wahrzunehmen und gründlicher nachzudenken, bevor gehandelt wird Aufgrund eines angeborenen stärker affizierbaren Nervensystems zeigen sich besondere Verhaltensweisen und bestimmte Merkmale: Verarbeitungstiefe/ gründlicher Informationsverarbeitung, Übererregbarkeit, emotionale Intensität, Sinnessensibilität (vgl. Aron,2014, S. 46; (vgl. Schorr, 2011, S.16).
Auszug aus meiner Masterarbeit: "Hochsensible
hochbegabte Kinder - Förderliche Rahmenbedingungen" (Moser, 2018). Die Arbeit kann bestellt werden. Preis auf
Anfrage.