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Lohnverhandlungen 2024
Wer hat verhandelt?
Die Verhandlungen fanden zwischen den Personalverbänden und Gewerkschaften der Bundesangestellten (PVB, VPOD, Garanto, Transfair, Swisspersona und Kaderverband des Bundes) auf der einen Seite und dem Bundesrat, vertreten durch Karin Keller-Sutter und Vertreter:innen des EPA, auf der anderen Seite statt.
Was haben wir erreicht?
Die Forderung der Personalverbände und Gewerkschaften lautete: voller Teuerungsausgleich für alle Angestellten. Der Vorschlag des Bundesrates lag bei lediglich 1% Teuerungsausgleich. In den Verhandlungen hat die zuständige Finanzministerin das Angebot nicht wesentlich verbessert. In der letzten Verhandlungsrunde schlug sie noch vor, dass die Lohnklassen 1 bis 11 eine einmalige Zulage von 500 Franken erhalten sollten.
Was bedeutet das für die Löhne der Arbeitnehmer:innen?
Die Kaufkraft des Bundespersonals leidet erneut und sinkt. Während sich dies bei den Löhnen der oberen Lohnklassen weniger bemerkbar macht, sind die unteren und mittleren Lohnklassen stark betroffen, insbesondere wegen der massiven Erhöhung der Krankenkassenprämien.
Wie sehen die Prognosen für das Jahr 2025 aus?
Inzwischen erreichen wir eine akkumulierte nicht ausgeglichene Teuerung von 1,6% für die Jahre 2022 bis 2024. Zusammen mit der für das nächste Jahr erwarteten Teuerung von etwa 2% müssten die Löhne 2025 um mindestens 3,6% steigen, um die seit 2022 erzielte Teuerung vollständig auszugleichen.
Lohnverhandlungen 2025: Was werden wir tun?
Frau Bundesrätin Keller-Sutter hat es uns angekündigt: Das Jahr 2025 wird das schlimmste sein. Es wird sehr schwierig, den Saldo der Vorjahre auszugleichen. Wir verstehen, dass die gegenwärtige Instabilität und die Nachwirkungen der vergangenen Krisenjahre zu einer gewissen finanziellen Sparsamkeit zwingen, aber die Sparmassnahmen dürfen nicht auf dem Rücken des Personals ausgetragen werden.
Um diesen Trend umzukehren, planen wir für das kommende Jahr eine Reihe von Aktionen, um einen Teuerungsausgleich zu erreichen, der einen Reallohnverlust für die Angestellten des Bundes und in Folge auch der bundesnahen Betriebe und des ETH-Bereichs verhindert.