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Nach blutigem Wahlkampf: Mexikaner wählen Abgeordnete und Gouverneure
Nach einem blutigen Wahlkampf mit Dutzenden getöteten Kandidaten haben in Mexiko die Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen begonnen. Die Bürger des lateinamerikanischen Landes stimmten am Sonntag über die Besetzung von mehr als 20 000 politischen Ämtern ab. Alle 500 Parlamentarier der Abgeordnetenkammer wurden neu gewählt sowie 15 der 31 Gouverneure. Zudem entschieden die Wähler über Tausende Posten auf regionaler und lokaler Ebene, darunter knapp 2000 Bürgermeisterämter.
Der Wahlkampf war von Gewalt geprägt. Nach Angaben der Beraterfirma Etellekt wurden seit Beginn der Kampagne im vergangenen September mindestens 91 Politiker, darunter 36 Kandidaten, sowie Dutzende ihrer Angehörigen und Mitarbeiter getötet. Hinter den Anschlägen stehen meist kriminelle Gruppen oder politische Konkurrenten.
Beobachter werten die Wahlen auch als Referendum über die Arbeit des Staatspräsidenten Andrés Manuel López Obrador nach knapp der Hälfte seiner sechsjährigen Amtszeit. Die Gewalt im sogenannten Drogenkrieg hat er bislang nicht in den Griff bekommen. Auch ist Mexiko eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder.