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Schweiz: Kein Ort mehr mit vollkommen dunklem Himmel
Die Auswertungen von Satellitenbildern bestätigen, was Experten schon länger befürchtet haben: Die Lichtverschmutzung in der Schweiz ist derart fortgeschritten, dass es keinen einzigen Quadratmeter mehr gibt, von dem aus man einen natürlich dunklen Himmel sehen könnte.
Selbst im Schweizer Nationalpark ist der Himmel durch das Streulicht umliegender Gebiete beeinträchtigt, im Nachbarland Österreich sieht es nur in wenigen Gebieten noch etwas besser aus.
Schlecht abgeschirmte Lampen und ineffiziente Gebäudebeleuchtungen strahlen einen Grossteil des Lichts ungenutzt in die Umwelt ab und erhellen den Nachthimmel so stark, dass auch weitgehend unberührte Naturräume davon betroffen sind.
Mit der zunehmenden Lichtverschmutzung wird nicht nur das Gleichgewicht von Flora und Fauna gestört. Auch der menschliche Organismus reagiert empfindlich auf die ausbleibende Dunkelheit.
Die "neuste" Lichtverschmutzungskarte der Schweiz: Die rot und gelb eingefärbten Gebiete sind stark lichtverschmutzt. Doch auch in den schwarz eingefärbten Gebieten gibt es keinen einzigen Quadratmeter mehr, von dem aus man einen natürlich dunklen Himmel sehen könnte. Die Karte zeigt die Ausdehnung der Lichtverschmutzung anhand der Abnahme der Anzahl sichtbarer Sterne und basiert auf der Arbeit von Pierantonio Cinzano und wurde gestützt auf Satellitenbilder von 1998 erstellt ("inzwischen ist es noch schlimmer geworden !!"), wobei die Lichtstreuung in der Atmosphäre berücksichtigt wurde. Die Lichtstreuung ist verantwortlich dafür, dass der Himmel durch ungenügend abgeschirmte Leuchten aufgehellt wird.
Hochauflösend, 10 MB
Quelle: DarkSky Switzerland, Sezione Ticino, Stefano Klett
" Europavorschau 2025 "
Fotos : P. Cinzano, F. Falchi (University of Padova), C. D. Elvidge (NOAA National Geophysical Data Center, Boulder), Royal Astronomical Society und NASA.