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Die Siebzigerjahre waren in Marokko die letzte Periode, in welcher man noch wirklich von Wandel träumte und darum kämpfte. Aufgrund der damit einhergehenden gewaltsamen Unterdrückung – auch als «bleierne Zeit» bekannt – war dies die künstlerisch und kulturell wichtigste Epoche, die die erste Generation postkolonialer marokkanischer Kunstschaffender prägte.
Ali Essafi wählt in Before the Dying of the Light einen gesellschaftspolitischen Ansatz und fördert aus den Archiven Zeugnisse der grossen Kreativität zutage, die von jener Atmosphäre der Revolte freigesetzt worden war und die von der Zensur beschnitten oder marginalisiert wurde. Erzählungen von damals aus politischen Gründen verfolgten Filmeschaffenden werden bebildert mit Ausschnitten aus avantgardistischen Filmen, der damals neuartigen Musik und anderen Kunstwerken bzw. Aktionen.
Drehbuch: Ali Essafi
80 Min., Farbe + sw, DCP, Arab+F/e
Am Zoll der spanischen Enklave Ceuta treffen ehrbare Händlerinnen und Schmuggler, Migrantinnen und Beamte aufeinander. Zu choreografiert anmutenden, durch die Vogelperspektive beinahe abstrakten Bildern des Geschehens an dieser Schnittstelle zwischen Afrika und Europa lässt Randa Maroufi, die Tochter eines langjährigen Zollbeamten, diverse Exponentinnen und Vertreter der beteiligten Gruppen zu Wort kommen.
Bab Sebta: Ceuta’s Gate hat viele Auszeichnungen gewonnen, darunter den Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs an den Kurzfilmtagen Winterthur 2019.
Drehbuch: Randa Maroufi
Kamera: Luca Coassin
Schnitt: Ismaël Geoffroy Chandoutils
20 Min., Farbe, DCP, Arab+Sp/e