Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/567

Gallensteine
Medizinisch werden Gallensteine auch Cholelithiasis genannt. Gallensteine sind die häufigste Ursache einer Gallenblasenentzündung. Für die Behandlung kommen verschiedene Methoden in Betracht: Operation, Zertrümmerung oder endoskopische Entfernung der Steine.
- Was sind Gallensteine?
- Wie können Gallensteine entstehen?
- Ursachen
- Beschwerden
- Diganose von Gallensteinen
- Behandlung
Gallensteine oder Gallenblasensteine sind kristallisierte Ablagerungen in der Gallenflüssigkeit. Die Steine können sich in der Gallenblase oder in den Gallengängen ablagern.
Die Gallenflüssigkeit besteht aus Wasser, Cholesterin, Lipiden und Gallensäure. Bei einem zu hohen Anteil an Cholesterin oder zu tiefem Anteil an Gallensäure, kann es zur Bildung von "Klumpen", den sogenannten Gallensteinen, kommen. Die häufigste Form der Gallensteine sind die Cholesterinsteine.
Frauen sind etwa doppelt so häufig von Gallensteinen betroffen wie Männer. Neben dem weiblichen Geschlecht gelten folgende Ursachen als Risikofaktoren:
- Fettreiche Ernährung
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Zuckerkrankheit oder eine familiäre Disposition
Zudem nimmt die Häufigkeit der Erkrankung an Gallensteinen in einem höheren Lebensalter zu.
Auch Gewichtsabnahme und Müdigkeit können allgemeine Symptome eines Tumors im Darm sein. Eher selten macht sich ein Dickdarmkrebs mit Bauchschmerzen bemerkbar. Bei Auftreten dieser Beschwerden sollte der Patient einen Arzt aufsuchen.
Gallensteine verursachen oft keine Schmerzen. Man geht davon aus, dass nur etwa ein Viertel der Betroffenen an Symptomen leidet. Falls aber Symptome auftreten, dann kommt es oftmals zu folgenden Beschwerden:
- Kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch
- Völlegefühl
- Blähungen
- Übelkeit und/oder Erbrechen
- Schweissausbrüche
Eine Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht) oder Braunfärbung des Urins sind Anzeichen von einer Stauung der Gallenflüssigkeit und sollten rasch medizinisch abgeklärt werden.
Die Diagnose von Gallensteinen wird aufgrund der Krankheitsgeschichte, der Abtastung des Bauchs und mit Hilfe von weiteren Untersuchungen wie Ultraschall oder Endoskopie gestellt. Die endoskopische Untersuchung der Gallenwege wird Endoskopische-Retrograde-Cholangiopankreatographie (ERCP) genannt.
Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden sowie der Grösse und der Lokalisation der Gallensteine. Zur Linderung der Schmerzen werden Schmerzmittel und krampflösende Medikamente eingesetzt.
Operative Behandlung
Liegen die Gallensteine in der Gallenblase, so wird meist die Gallenblase chirurgisch mitsamt den Steinen entfernt. Die operative Entfernung der Gallenblase verhindert am zuverlässigsten das erneute Auftreten von Gallensteinen. Mehr zu der Operation erfahren Sie im Kapitel Gallenblasenoperation.
Konservative Behandlung
Eine Alternative zu der chirurgischen Behandlung stellt die Extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL) dar. Bei dieser Methode werden die Steine gezielt mit hochenergetischen Schallwellen von aussen zertrümmert. Da bei dieser Methode die Gallenblase erhalten bleibt, besteht das Risiko, dass sich wieder neue Steine bilden.
Wenn sich Gallensteine in den Gallenwegen feststecken, können diese endoskopisch während einer endoskopischen retrograden Cholangiopankreatographie entfernt werden. Dazu wird ein Endoskopüber Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm in die Gallenwege eingeführt.