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Bei einem nächtlichen Grossbrand in einem Altersheim im Osten Kanadas sind mindestens fünf Menschen, vermutlich aber deutlich mehr ums Leben gekommen. Nach mehrstündigen Bergungsarbeiten werden noch immer 30 Heimbewohner vermisst. Die meisten waren nicht mehr mobil.
Die Seniorenanlage im kleinen Städtchen L'Isle Verte mit 52 Zimmern und etwa genauso vielen Bewohnern brannte praktisch bis auf die Grundmauern nieder. Am Morgen danach ragte nur noch die stählerne Feuertreppe aus den rauchenden Trümmern heraus. Ausgebrochen war das Feuer aus noch ungeklärten Gründen kurz nach Mitternacht (Ortszeit), wobei starke Winde den Brand rasch anfachten. Binnen Minuten sei das mit einer Holzfassade verkleidete Gebäude komplett von Flammen eingeschlossen gewesen, berichtete ein Augenzeuge dem Sender Radio-Canada. «Wir konnten Schreie von drinnen hören», sagte Fillion. «Das Feuer war gigantisch, als wenn ein Heuhaufen brennen würde.» Ein anderer Mann berichtete, seine Grossmutter habe ihren Sohn telefonisch zu Hilfe gerufen. «Aber er hat es nicht geschafft. Er versuchte noch, sie mit einer Leiter zu erreichen, aber sie starb dort oben auf dem Balkon.» (sda dpa afp)