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Wettkampfrichter
Oft steht in der WO, „der Veranstalter“ entscheidet; es ist jedoch nicht definiert, wer das ist. Um sicher zu stellen, dass solche Entscheidungen von einer in WO Fragen bewanderten Person gefällt werden, soll an grösseren Wettkämpfen ein Wettkampfrichter benannt werden. Der Wettkampfrichter personifiziert somit am Wettkampftag "den Veranstalter" in WO Belangen.
Der Wettkampfrichter
- Fällt am Wettkampftag die Entscheidungen für den Veranstalter
- Muss sich mit der WO auskennt und kennt die häufigsten Fälle der Auswertung
- Muss in der Zeit während und nach dem Lauf verfügbar sein (z.B. Laufleiter, Stellvertretung des LL, Technischer Leiter)
- Nimmt bei Unklarheiten mit dem TD Rücksprache
Seit 2014 ist der Wettkampfrichter in der WO (Art. 144bis) verankert. Der Wettkampfrichter kann, muss aber nicht, in den Weisungen bezeichnet werden. Die Information und die Auswertung müssen jederzeit wissen, wie der WR zu kontaktieren ist.
Beschwerde
Ist ein Läufer mit der Entscheidung des WR nicht einverstanden, kann er eine Einsprache machen und das Schiedsgericht anrufen. Ein Beschwerdeformular kann unter Dokumente heruntergeladen werden.
Beispiele
|Fall||Entscheid, Massnahme||WO Art|
|Fehlener/falscher Posten:

Ein Posten steht (zeitweise) nicht am korrekten Ort. Er wurde z.B. von einem Passanten entwendet oder versetzt oder der Veranstalter hat den Posten falsch oder zu spät gesetzt, respektive zu früh eingezogen. Es kann auch eine falsche Postenbeschreibung vorliegen.
|Das Vorgehen bei einem solchen Fall ist in folgendem Dokument beschrieben:

Veranstalterentscheid_fehlende_falsche_Posten_SO.pdf
|diverse, siehe Dokument|
|Verspäteter Start:

der Läufer macht „Höhere Gewalt" geltend (Zugverspätung, Autounfall, Fehler des Veranstalters)
|Er wird sofort starten gelassen und seine neue Startzeit wird mit SportIDENT-Station festgehalten. Damit die neue Zeit berücksichtigt wird, muss er dies beim Veranstalter verlangen.

Wenn der WR nach dem Lauf die „Höhere Gewalt" akzeptiert , legt er – auf Grund der Zeitnotierung vom Start für verspätete Läufer – die gültige neue Startzeit fest und informiert die Auswertung. Andernfalls lehnt er die Beschwerde ab. Der Läufer kann die Beschwerde an das Schiedsgericht weiterziehen.
|116.2+3|
|Dem Läufer fehlt beim Auslesen eine Postenquittung; er behauptet, er habe richtig „gebadged", der Posten habe nicht richtig funktioniert. Evtl. weisst er eine Zangen-Quittung auf Karte vor.||Der „elektronische Entscheid" des SportIDENT-Systems soll vom WR nicht umgestossen werden, ausser die Abklärung der Auswerter hätte ergeben, die fehlende Postenquittung sei einer der sehr seltenen Systemfehler (siehe neue Regelung ab 2012). Der Läufer kann bei einer Ablehnung den Fall weiterziehen und das Schiedsgericht entscheiden lassen.||89/90 resp. 140,141|
|Bei einer Kontrolle wird festgestellt, dass ein Läufer ein Sperrgebiet durchquert hat oder sich nicht an die Vorschriften des OLs in urbanem Gelände gehalten hat (oliv-Fläche durchquert, dunkelgrünen oder breiten schwarzen Strich gekreuzt). Der Läufer muss eindeutig identifiziert sein (Foto): eindeutig identifizierbar oder mit Startnummer.||Der WR entscheidet, ob der Läufer zu disqualifizieren ist, und leitet den Entscheid allenfalls an die Auswertung weiter.

Der Läufer kann die Beschwerde an das Schiedsgericht weiterziehen.
|158-161|
|Ein Läufer hat sich unsportlich verhalten oder gegen die Weisungen des Veranstalters verstossen (ungeordnet parkiert, gegen klare Weisungen verstossen)||Der WR entscheidet, ob der Läufer zu disqualifizieren ist und leitet den Entscheid allenfalls an die Auswertung weiter.

Der Läufer kann die Beschwerde an das Schiedsgericht weiterziehen.
|158-161|
|Richtet sich eine Beschwerde gegen den Veranstalter oder gegen den TD, so ist sie sofort an das Schiedsgericht weiterzuleiten.||159|
- Details
- Kategorie: Laufleitung
- Erstellt: 19.11.2014
- Zuletzt aktualisiert: 10.03.2019