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Kurd Lasswitz hat in seinem Science Fiction-Roman «Auf zwei Planeten (1897) eine Art frühes multimediales E-Book beschrieben, das letzlich immer noch ein wenig Zukunftsmusik ist:
«Das Buch, welches La der Bibliothek entnommen hatte, besass wie alle Bücher der Martier (i.e. Marsianer) die Form einer grossen Schiefertafel und wurde an einem Handgriff ähnlich wie ein Fächer gehalten, so dass die längere Seite der Tafel nach unten lag. Ein Druck mit dem Finger auf diesen Griff bewirkte, dass das Buch nach oben aufklappte, und auf jeden weiteren Druck legte sich Seite auf Seite von unten nach oben um. Man bedurfte auf diese Weise nur einer Hand, um das Buch zu halten, umzublättern und jede beliebige Seite festzulegen. (…)
Nachdem sie wieder eine Reihe von Worten und Redensarten vor sich hingesagt hatte, fiel ihr ein, ob sie wohl auch die richtige Aussprache getroffen habe. Die Prüfung war leicht; sie brauchte nur die Empfangsplatte des Grammophons auf die betreffende Stelle des Buches zu legen, um den Laut selbst zu hören; denn das Buch enthielt auch die Phonogramme der direkt vom Mund der Eskimos aufgenommenen Worte. Aber das Grammophon, welches die Phonogramme hörbar machte, befand sich in dem Schrankaufsatz des Tisches, und sie hätte zu diesem Zweck vom Sofa erheben müssen; das war ihr zu unbequem.
Ach, es ist doch eine zu ungeschickt eingerichtete Welt! Dass man noch nicht einmal so weit ist, dass der Selbstsprecher zu einem hergelaufen kommt! Das Grammophon kam aber nicht. La blieb also liegen und begnügte sich, das BUch neben sich auf einem Tischchen zu deponieren.»