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Kantonaler Richtplan (Karte und Koordinationsblätter)
KantonaleR Richtplan
Beschreibung
Die Rolle des kantonalen Richtplanes besteht darin, die Tätigkeiten, welche die gleiche Bodenfläche beanspruchen, zu koordinieren, einen geeigneten Arbeitsrahmen für die Lenkung der zukünftigen Entwicklungen anzubieten und die kantonale Raumordnungspolitik umzusetzen.
Der kantonale Richtplan ist ein Koordinationsinstrument für die verschiedenen raumwirksamen Tätigkeiten. Er besteht aus einer Karte und einem Text in Form von rund 150 Koordinationsblättern, die in neun Tätigkeitsbereiche gegliedert sind.
Form
Der kantonale Richtplan ist ein einfach zu konsultierendes Instrument. Er besteht aus Karte und Text, die in einem Ordner zusammengefasst sind. Die Karte bezeichnet die lokalisierten Projekte und der Text umfasst die Koordinationsblätter. Der Richtplan ist auch auf dieser Website abrurbar. Um das Suchsystem zu erreichen, wählen Sie die Rubrik «Der kantonale Richtplan» im Hauptmenü.
Benutzung
Die Koordinationsblätter behandeln raumwirksame Objekte und Projekte:
- die «allgemeinen Koordinationsblätter» legen die Politik in einem bestimmten Bereich fest, wie beispielsweise Golfplätze oder Einkaufszentren;
- die «lokalisierten Koordinationsblätter» behandeln ein konkretes Projekt, wie beipielsweise das Kraftwerk Cleuson-Dixence oder die Umfahrung von Gampel-Steg.
Die Koordinationsblätter zeigen zudem den Koordinationsstand mit folgenden Inhaltskategorien auf:
- Vororientierung (V): für raumwirksame Tätigkeiten, die erhebliche Auswirkungen auf die Nutzung des Bodens haben können, sich aber noch nicht in dem für die Abstimmung erforderlichen Mass umschreiben lassen;
- Zwischenergebnis (Z): für raumwirksame Tätigkeiten, die noch nicht aufeinander abgestimmt sind, bezüglich derer aber klare Aussagen gemacht werden können, was vorzukehren ist, um eine zeitgerechte Abstimmung zu erreichen;
- Festsetzung (F): für raumwirksame Tätigkeiten, die aufeinander abgestimmt sind.
1. Logo
2. Bereich
3. Bereich und Nummer des Koordinationsblattes
4. Name des Objektes oder Projektes
5. Datum der letzten Änderung des Koordinationsblattes
6. Weitere Koordinationsblätter, die das behandelte Objekt oder Projekt betreffen
7. Für die Bewirtschaftung jedes Objektes oder Projektes ist eine Instanz zuständig, die mit den andern beteiligten Stellen und der Dienststelle für Raumplanung, die für die Koordination zuständig ist, zusammenarbeitet
8. Beschreibung des Objektes oder Projektes
9. Behördenverbindlicher Richtplaninhalt: die zu verfolgende Politik oder die Koordinationsergebnisse
10. Behördenverbindlicher Richtplaninhalt: die konkreten Schritte der Planung, der Koordination und der Realisierung
11. Bezeichnung des Koordinationsstandes: Vororientierung, Zwischenergebnis, Festsetzung
12. Beschluss des Staatsrates und Genehmigung durch den Bund
13. Grundlagen, Sachpläne, Gesetzestexte und weitere Dokumente, die das Objekt oder Projekt betreffen.
Der Richtplan ist für die Behörden verbindlich. Die Verbindlichkeit ist je nach Koordinationsstand unterschiedlich:
- die Behörden sind verpflichtet, die Abstimmungsergebnisse zu respektieren (Kategorie: "Festsetzung");
- die Behörden sind verpflichtet, am Koordinationsprozess teilzunehmen und innert nützlicher Frist die notwendigen Koordinationsschritte durchzuführen (Kategorie: "Zwischenergebnis");
- die Behörden sind verpflichtet, sich gegenseitig über das zur Diskussion stehende Vorhaben zu informieren (Kategorie "Vororientierung").
Entwicklung
Die Nutzung und Bewirtschaftung des Bodens wird geprägt durch die Zeit. Die behandelten Objekte oder Projekte entwickeln sich und werden durch ökonomische, politische und soziale Veränderungen usw. beeinflusst. Der Richtplan bietet ein zweckmässiges Arbeitsinstrument an, das diesen Entwicklungen Rechnung trägt. Er legt die vom Kanton angestrebte Zielrichtung fest, belässt jedoch einen gewissen Handlungsspielraum bei der Wahl des Weges.
Seit seinem Inkrafttreten im Jahre 1988 wird der Richtplan dauernd bewirtschaftet und weiter entwickelt; er erfüllt somit zweckmässig seine Aufgabe als Koordinationsinstrument. Diese Bewirtschaftung erfolgt durch eine Aktualisierung der Koordinationsblätter, die in Zusammenarbeit mit den betroffenen Instanzen durchgeführt wird. Diese Aufgabe wird durch die Dienststelle für Raumplanung (DRP) sowie die zuständige kantonale Stelle, die für das Objekt oder Projekt zuständig ist, sichergestellt.