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Aus Wut über den Abstieg des argentinischen Fussballvereins River Plate in die Zweite Liga haben sich Fans in Buenos Aires gewaltsame Strassenschlachten mit Sicherheitskräften geliefert. Dabei wurden nach Angaben der Rettungsdienste mindestens 55 Menschen verletzt.
Die Zahl verletzter Polizisten gab Sicherheitsministerin Nilda Garre am Montag mit 35 an. "Zum Glück schwebt niemand in Lebensgefahr", erklärte sie laut einem Bericht der argentinischen Nachrichtenagentur DyN.
Bei dem grössten Polizeieinsatz nach einem Fussballspiel wurden 2200 Beamte rund um das Stadion in Buenos Aires in Stellung gebracht, um die 50'000 aufgebrachten Anhänger von River Plate unter Kontrolle zu bringen.
Fans ausser Kontrolle
Bereits kurz vor dem Abpfiff hatten die Anhänger von River Plate die Spieler ihres Vereins mit Gegenständen beworfen. Die Polizei richtete daraufhin Feuerwehrschläuche auf die Ränge. Dort rissen Fans laut Augenzeugenberichten Sitze aus den Verankerungen, um sie als Waffen einzusetzen.
Nach dem Spiel gegen Belgrano warfen die Fans vor dem Stadion Steine auf Polizisten, steckten Abfallcontainer in Brand und rissen Fahrbahnbegrenzungen nieder. Die Polizei feuerte Gummigeschosse in die Menge und setzte Wasserwerfer sowie Tränengas ein, um die aufgebrachte Menge zu vertreiben.
Rauch über dem Stadion
Dabei kam es auch zu einem Handgemenge zwischen Polizisten und Hooligans von River Plate. Rund 45 Minuten nach dem Spiel trafen sechs Krankenwagen auf dem Schauplatz ein.
Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Sanitäter Verletzte behandelten, während nur einige Meter entfernt Strassenschlachten tobten. Über einem Teil des Stadions "El Monumental" stieg Rauch auf, Verkaufstände und andere Bereiche waren in Brand gesetzt worden.
River Plate gilt in Argentinien als Traditionsverein. Nach der Niederlage gegen Belgrano muss der Fussballverein erstmals in seiner 110-jährigen Geschichte in die Zweite Liga.
SDA-ATS