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"Grossbritannien will, dass die EU an ihrer künftigen Aussengrenze ihre Gesetze ausser Kraft setzt ebenso wie die Zollunion und den Binnenmarkt", sagte Barnier. "Grossbritannien will das als eine Art Testlauf für die künftigen Zollbeziehungen zwischen Grossbritannien und der EU. Das wird nicht passieren."
Barnier präsentierte am Donnerstag selbst ein Verhandlungspapier zu der irischen Frage, das aber ausdrücklich nur Grundsätze und keine praktischen Lösungen bieten soll. Diese Aufgabe obliege Grossbritannien, da dessen geplanter EU-Austritt die Probleme erst schaffe, heisst es darin.
Die Republik Irland bleibt auch nach dem für 2019 angekündigten Brexit EU-Mitglied; das britische Nordirland tritt dagegen mit Grossbritannien aus der Gemeinschaft aus. Damit wird die Insel, die derzeit wie ein gemeinsamer Wirtschaftsraum ohne Grenzen funktioniert, künftig von einer EU-Aussengrenze durchzogen.
Politisch heikel: Das Zusammenwachsen beider Teile der Insel war Grundlage des Friedensprozesses, der jahrzehntelange Gewalt zwischen nationalistischen Katholiken und pro-britischen Protestanten in Nordirland beendete. Die Prinzipien des Karfreitagabkommens von 1998 sollen nach Barniers Worten unbedingt erhalten bleiben./vsr/DP/stb
(AWP)