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10.09.2009 - Artikel
Überschwemmungen in Westafrika – Engagement der Schweiz
Aussergewöhnlich starke Niederschläge und eine sintflutartige Regenfront haben unlängst in Burkina Faso, Niger, Senegal, Sierra Leone und Ghana zu schweren Überschwemmungen geführt. Rund 600'000 Menschen sind betroffen, 159 Menschen kamen ums Leben. Die Schweiz ist in mehreren Ländern Westafrikas tätig – ein Überblick über die aktuelle Lage.
In den vergangenen Jahren wurde Westafrika in den Sommermonaten regelmässig von Überschwemmungen heimgesucht. Experten vermuten, dass der Klimawandel dabei eine zentrale Rolle spielt.

© Centre écologique Albert Schweizer
Die Humanitäre Hilfe des Bundes leistet situationsgerechte und nachhaltige Hilfe für die Überschwemmungsopfer. Die DEZA-Kooperationsbüros in Burkina Faso und Niger sind dank ihrem langjährigen Engagement vor Ort bestens vernetzt. Bisher wurden folgende Massnahmen getroffen:
- In Burkina Faso hat das Kooperationsbüro in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und den Behörden Hilfe zugunsten der Obdachlosen eingeleitet. Weiter wird ein Beitrag von CHF 200'000 an die Nothilfe des WFP geleistet. Zudem wird das SRK mit Mitteln der Humanitären Hilfe des Bundes die Nothilfe der Föderation (IFRK) unterstützen.
- In Niger wird ebenfalls ein Beitrag im Rahmen von CHF 200'000 für Nothilfe zur Verfügung gestellt. Das Kooperationsbüro klärt gegenwärtig die best mögliche Verwendung dieser Mittel ab.
- In Senegal werden voraussichtlich weitere Mittel der Humanitären Hilfe des Bundes über das SRK in der Nothilfe eingebracht.
- Regional konnte die Humanitäre Hilfe des Bundes zur raschen Analyse der Situation und der Bedürfnisse beitragen, dank einer Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro des Welternährungsprogrammes WFP für Westafrika in Dakar. Die Emergency Preparedness and Response Unit des WFP wird seit Anfang Jahr durch zwei Experten des SKH und einen substantiellen finanziellen Beitrag unterstützt.
Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat unabhängig von den Überschwemmungen bisher im laufenden Jahr in den betroffenen Ländern humanitäre Hilfe (vor allem Ernährungshilfe) in folgender Grössenordnung geleistet:
- Niger: CHF 820'000
- Mali: CHF 494'000
- Burkina Faso: CHF 1'152'000
- Benin: CHF 112'000
- Senegal: CHF 509'000
- Mauretanien: CHF 509'000
- Ghana: CHF 191'000
- Sierra Leone: CHF 500'000
- Regional: CHF 975'000