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Die Wahrscheinlichkeit, als Letzter von einem Hund gebissen zu werden, ist weitaus kleiner, als bisher angenommen wurde. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam in der neusten Ausgabe das Fachmagazins «Nature»
Paradigmenwechsel in der Tierpsychologie: Eine Langzeitstudie der Universitäten Beagle (GB), Rottweil (D) und Russkiy (Sibirien) kommt zum überraschenden Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, als Letzter von einem Hund gebissen zu werden, dreimal kleiner ist, als von ihm schwanzwedelnd begrüsst zu werden. Dagegen ist das Bissrisiko für den Zweitletzten oder Drittletzten einer Fluchtgruppe nur wenige Prozentpunkte tiefer als für den Letzten.
«Das Resultat hat uns selbst überrascht», schreibt Professor Jack T. Russel in der Studie, die in der neusten Ausgabe des Fachmagazins «Nature» publiziert wurde. «Statistisch gesehen ist sogar für den Achtletzten das Risiko, von einem Hund gebissen zu werden, noch immer höher, als von ihm angepinkelt zu werden.»
Forscher vor einem Rätsel
Der Befund verursacht den Forschern einiges Kopfzerbrechen. «Auf dem Hintergrund des nur langsam abnehmenden Biss-Risikos in einere flüchtenden Menschengruppe lässt sich der kalorische Mehraufwand, um nicht Letzter zu sein, evolutionsbiologisch nicht mehr schlüssig erklären», resümiert Shih Tzu, promovierte Verhaltenspsychologin an der Uni Rottweil, sichtlich nachdenklich. «Da müssen wir mit einer weiteren Studie Klarheit schaffen.»
In der nun abgeschlossenen Studie wurden auf drei Kontinenten insgesamt 13582 Probanden mit 8299 Hunden verschiedenster Rassen in unterschiedlichsten Konstellationen getestet.
Inzwischen haben mehrere Tierschutzorganisationen zum Boykott des «Lexikons der sprichwörtlichen Redensarten» aufgerufen, das im Verdacht steht, Hauptschuld an der Verbreitung der so falschen wie diskriminierenden Aussage «Den Letzten beissen die Hunde» zu tragen.