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Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt sie Romane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzt.
Frieda Engel hat’s an der Hüfte – Ihr Arzt meinte, sie sollte nicht mehr so viele Stufen steigen und so verkauft Frieda ihr Haus und zieht in ein Seniorenheim. Da ist immer etwas los, ausserdem gibt es nette Mitbewohner, insbesondere Konstantin, den ehemaligen Anwalt. Dessen alleinerziehender Sohn Michael wäre... Frieda Engel hat’s an der Hüfte – Ihr Arzt meinte, sie sollte nicht mehr so viele Stufen steigen und so verkauft Frieda ihr Haus und zieht in ein Seniorenheim. Da ist immer etwas los, ausserdem gibt es nette Mitbewohner, insbesondere Konstantin, den ehemaligen Anwalt. Dessen alleinerziehender Sohn Michael wäre wie gemacht für ihre Nichte Babette. Aber diese will ja unbedingt den Architekten Horst heiraten und nach Graz übersiedeln. Frieda mag Horst nicht – irgendetwas stört sie an ihm… Sie will mit Konstantin herausfinden, ob sich ihr schlechtes Bauchgefühl bewahrheitet und zudem schauen, ob sie dem Schicksal in Bezug auf Babette und Michael etwas nachhelfen könnte… Erster Eindruck: Ein süsses Cover im Comic-Stil, mit einer taffen alten Dame, die vor einem PC sitzt. Sogar ein Mini-Post-it hängt am Bildschirm – toll. Der Buchtitel gefällt mir. Cover und Titel zeigen, dass jemand zwar alt an Jahren sein kann, aber trotzdem up to date ist. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, allen voran natürlich Frieda. Eine liebenswürdige, alte Dame, die zwar Altersgebrechen hat, aber geistig voll auf der Höhe ist. Sie sieht auch ein, dass sie – wenn auch schweren Herzens – ihr grosses Haus aufgeben muss und besser in ein Seniorenheim umzieht. Ihre Nichte Babette, eine erfolgreiche Autorin, ist Frieda sehr zugetan, denn schliesslich ist sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel aufgewachsen, als Babettes Eltern verstorben sind. Die Liebe zwischen Babette und Tante Frieda ist gut spürbar, auch wenn sie absolut nicht immer einer Meinung sind. Konstantin, der ehemalige Anwalt, wird ihr zu einem guten Freund in ihrem neuen Zuhause. Sie liebt es, mit ihm zu diskutieren. Zudem hat er ja noch den sympathischen Sohn Michael und die entzückende Enkelin Laura, die öfters zu Besuch kommen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich mir von der Autorin gute Unterhaltung gewohnt bin. Und? Ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen und das Buch war im Nu ausgelesen. Wieder waren aktuelle Themen dabei, wie z.B. das Älterwerden im Allgemeinen und der Umzug in ein Seniorenheim im Besonderen, Abschied nehmen, Verlust, Betrug, Familie, Freundschaft. „Sie bezeichnen dieses Seniorenheim als Ihr Zuhause?“ (Frau Reichenstein) „Natürlich, wir wohnen doch jetzt hier.“ (Frieda) Frau Reichenstein meint dazu, dass das Seniorenheim ihre derzeitige Adresse sei, aber es werde niemals ihr Zuhause sein. Frieda: „Da machen Sie sich das Leben aber verdammt schwer.“ Der Umzug in ein Seniorenheim ist sicher nie frei von Emotionen. Nicht jeder Mensch macht diesen Schritt freiwillig; Friedas Aussage ist daher bewundernswert. Der Humor ist auch wieder gut vertreten, z.B.: „Zum Glück erwischte sie einen Schrägparkplatz, denn mit dem Einparken hatte sie ja so ihre Probleme.“ Ich musste dabei so schmunzeln, denn viele Frauen (und im Stillen auch einige Männer) würden ihr da zustimmen – schräg einparken ist einfach viel bequemer. Oder als sich Konstantin und Frieda die grosse weite Welt des Internets von der 13-jährigen Laura erklären lassen – toll! Vielen Dank für schöne Lesestunden.