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Doro ist auf 1550 m.ü.M. das höchst gelegene Maiensäss (Monte) des Bergdorfs Chironico in der Gemeinde Faido. An einem ziemlich steilen Südhang erreicht man den Weiler nur zu Fuss in ca. 1 ½ Stunden. Doro besteht heute aus 22 Gebäuden, das sind z.T. noch mit Steinplatten gedeckte Holzhäuser, Ställe und die kleine Kirche aus dem Jahr 1644.
Doro wurde in den 1960er Jahren fast verlassen und aufgegeben. Von „Stadtflüchtlingen“ aus der Deutschschweiz 1971 „entdeckt“, begann für das Maiensäss eine neue Zeit. Seither wurde viel getan für die Wiederbelebung des Weilers. Heute leben und wirken besonders während der Sommermonate Tessiner und Deutschschweizer in Doro, darunter Hausbesitzer, Landwirte, ein Alpteam, verschiedene Gruppen im „Zentrum für Begegnung“ und viele Besucher. Ausserdem gehören die jeweils rund 100 in Doro gesömmerten Geissen seit Jahrzehnten sozusagen zum Dorfbild.
Die Wiederbesiedelung und 40 Jahre dauernde sanfte Restaurierung macht wohl einen grossen Teil von Doros Wesen aus. In die späten 70er Jahre zurück reichen die Landwirtschaft und das „Zentrum für Begegnung“.
2006 löst sich nach 15 wichtigen Jahren die Betriebsgemeinschaft der Doro-Landwirte auf. Im Frühling 2008 wird der Verein „Amici di Doro“ gegründet. Er bezweckt u.a. die Unterstützung von Infrastruktur-Projekten, die Weiterführung des Alpbetriebes, des Landschaftsschutzes und ähnlicher Aktivitäten in Doro.
In Doro besteht keine ideelle oder spirituelle Ausrichtung, ebenso keine ökonomische Gemeinsamkeit. Was vielleicht einigend wirkt, ist die Schönheit und „Kraft“ des Ortes.