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Der Prozess um das zum Verkauf stehende Geschäft Lafarge India des Zementherstellers LafargeHolcim ist einen Schritt weiter. Fünf definitive Gebote seien bisher eingereicht worden, ein sechstes könnte noch diese Woche folgen, schreibt die indische Wirtschaftszeitschrift «Mint» am Dienstag auf ihrer Internetseite, sich auf informierte Kreise berufend.
Ein Gebot eingereicht hätten Piramal Enterprises, JSW Cement, die indische Nirma, Anhui Conch Cement aus China sowie der mexikanische Baustoffkonzern Cemex. JSW werde dabei von einer namentlich nicht genannten Private-Equity-Firma unterstützt, heisst es weiter.
Folge der Fusion
Die Geboten lägen im Bereich von 8'000 bis 9'000 Crore Rupien, also bei umgerechnet 1,15 Milliarden bis 1,29 Milliarden Franken. Die ursprüngliche Preisvorstellung habe bei rund 10'000 Crore Rupien gelegen, das sind 1,44 Milliarden Franken. Nach einer ersten Due-Diligence-Prüfung habe sich der Betrag aber nach unten bewegt, so «Mint» weiter.
Der aus den beiden Zementherstellern Lafarge und Holcim im vergangenen Jahr fusionierte Konzern muss sich aus kartellrechtlichen Gründen von Werken mit einer Jahreskapazität von rund elf Millionen Tonnen Zement in Indien trennen. Zuvor war ein geplanter Verkauf anderer Einheiten an die Birla Corporation aus regulatorischen Gründen gescheitert.
(awp/mbü/ama)