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In einem piemontesischen Tal wird ein Mann umgebracht. Cesare gilt als Hauptverdächtiger für den Mord an Fausto, ein ganzes Dorf schweigt verstockt. Hat die Tat einen politischen Hintergrund? Cesare und der Tote führten als Schleuser jahrelang Flüchtlinge von Italien über die Berge nach Frankreich. Ein gefährliches Leben, mit vielen Widersachern, Konkurrenten, Verfolgern. Es ist eine Frau, die das Schweigen bricht und dem Geschehen eine überraschende Wendung gibt. In einer dichten, kargen Sprache, mit einzelnen Sätzen schneidend wie Felskanten, nimmt diese aussergewöhnliche Geschichte ihren Lauf. Unabänderlich wie der Zyklus der Jahreszeiten scheint auch das Schicksal der Menschen.
Portrait
Davide Longo wurde 1971 in Carmagnola bei Turin geboren. Nach seinem Studium erhielt er ein Stipendium für das Literaturinstitut »Scualo Holden« in Turin, wo er inzwischen selbst unterrichtet. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Premio Grinzane Cavour, den Premio Via Po sowie für »Der Steingänger« den Premio Città di Bergamo und den Premio Viadana. Davide Longo lebt in Carmagnola.