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Dhrupad, klassischer nordindischer Tempel- und Hofgesang
Ashish Sankrityayan – Dhrupad
Mohan Shyam Sharma – Pakhawaj
Dhrupad
Dhrupad ist ein klassischer indischer Gesangsstil. Der Begriff, abgekürzt von „dhruva (feste Form) pada (Vers)“, ist eine Versform des Gedichts und ein Gesangsstil, der vom Sänger eine grosse Kontrolle des Atmungsapparates und eine hervorragende stimmliche Variationstechnik abverlangt. Dhrupad geht vermutlich auf die ältere musikalische Form des Prabandha im 12. – 14. Jh. zurück.
Ashish Sankrityayan
begann seine musikalische Ausbildung in jungen Jahren. Als Kind lernte er zunächst Sitar und Gesang, studierte Mathematik und Physik an der Universität von Bombay, bevor er mit dem intensiven Studium des Dhrupad begann. Fasziniert von der Tiefe und Erhabenheit ihrer Stimmen und dem getragenen, majestätischen und meditativen Stil ihres Gesangs begann er seine Suche nach einem Lehrer, der ihn in diese alte Kunst einführen konnte.
2003 erhielt Ashish Sankrityayan für seine Forschung auf dem Gebiet des Dhrupad das National Junior Culture Forschungsstipendium der Sangeet Natak Akademi und des indischen Kulturministeriums.
Nach seiner langen Studienzeit begann Ashish Sankrityayan im Jahr 2000 seine Konzertkarriere. Seitdem konzertiert er regelmässig in Indien und Europa. Heute lebt er in Delhi.
www.dhrupad.info
Balafonmusik und afrikanisches Fest
Balafon-Ensemble Burkina Faso/Schweiz
Alaye Diarra – Lead Balafon
Adrian Egger – Balafon
Fatoumata Dembélé – Gesang
Ibrahim Diarra – Bara & Tanz
Adrian Egger, eine Autobiografie
„Am Ende eines Musikstudiums am Konservatorium stehend, gesättigt mit musikalischem Wissen, gänzlich auf die abendländische Musiktradition konzentriert, eröffnete mir das Balafon, 1988 eine völlig neue musikalische Landschaft. Die pentatonische Tonleiter, das repetitive Element der afrikanischen Musik, das Beziehungsspiel zwischen linker und rechter Hand und viele Freundschaften waren in der Folge meine Lehrmeister. Die Unkenntnis einer „richtigen“ Spieltechnik und das Fehlen von Vorbildern, liessen eine Freiheit zu, welche die Musik zu einer steten Entdeckungsreise machte. Die sehr anschauliche Bauweise des Balafons weckte mein Interesse für die Gesetzmässigkeiten der Akustik, so dass ich mich auch der Konstruktion und Entwicklung des Balafons widmete und mit einheimischen Materialien experimentierte. Erst einige Jahre später in Burkina Faso zu Gast bei Ali Ouattara, ein Senoufo Balafonist aus Dakoro wurde mir die traditionelle afrikanische Spielweise vertrauter und ich wurde von der Stellung und Wirkungsweise der Musik in der Gesellschaft stark berührt. Es war dann Moussa Hema, Balafonist des nationalen Balletts von Burkina Faso, der meine Aufmerksamkeit für den Reichtum der ethnischen Spielkulturen und dessen musikalischen Charakteristiken in seinem Land schärfte, wie auch für die Feinheiten der pentatonischen Polyphonie.“
Burkina Faso, in der Nähe der Elfenbeinküste Afrikas gelegen, bietet eine besondere musikalische Tradition: Das Balafon-Spiel.
Der Autor Adrian Egger erforschte vor Ort das kulturelle Leben und erlernte dieses afrikanische Schlaginstrument. Die Begegnung mit Moussa Héma, ein in der Tradition der Goin aufgewachsener Balafonist und Solist im nationalen Ballett von Burkina Faso, führte zu einem authentischen Buch mit Hintergrundinformationen, Spielstücken in Noten und TAB und großzügigen, teils farbigen Abbildungen. Ein Balafonschulwerk mit brisantem Material für alle Mallet-Spieler.
Das Buch „Die Stimme des Balafon“ erschien 2006 im Felix Schell-Verlag
Ostindischer Tempeltanz mit Dhrupad
Bithika Mistry – Tanz
Ashish Sankrityayan – Dhrupad
Odissi ist ein traditioneller indischer Tanz. Es gehört zu den sieben führenden klassischen indischen Tanzformen und war ursprünglich ein Tempeltanz. Später gelangte diese Form von Darbietung von den Tempeln an die Herrscherhöfe und dann auch auf die Strassen unter das Volk. Die Abbildungen dieses Tanzes (Skulpturen) gehen zurück bis ins 1. Jahrhundert v. Chr.
Odissi zeichnet sich durch fliessende Bewegungen, statuenhafte Posen, ästhetische Schönheit und Anmut aus.
Bithika Mistry
Bithika Mistry begann ihre Tanzausbildung bereits als Kind. Später studierte sie intensiv Odissi Tanz und graduierte an der Rabindrabharati University. Daneben hält sie einen Hochschulabschluss in bengalischer Literatur von der Universität Kalkutta. Bithika ging 2010 auf eine vom Indian Council for Cultural Relations in Vietnam organisierte Tournee. 2011 tanzte und unterrichtete sie an der Nationalen Universität Singapur. Sie ist in zahlreichen Veranstaltungsorten und Festivals in Indien aufgetreten und unterrichtet seit vielen Jahren privat, wie auch an akademischen Einrichtungen und Schulen. Einige ihrer Studenten sind inzwischen professionelle Tänzer und gewannen namhafte Preise in Tanzwettbewerben.
www.odissi-bithika.com
Rapsodia
Folklore-inspirierte Musik vom Balkan
Patricia Kopatchinskaja – Violine
Emilia Kopatchinskaja – Violine
Viktor Kopatchinsky – Cymbalom
Martin Gjakonovski – Kontrabass
Georges Enescu Ménétrier op. 28 für Violine
Doina si hora für Cymbalom
Folklore Calusari
György Kurtág Acht Duos op. 4 für Violine und Cymbalom
Folklore Ciocarla
Klassik aus Frankreich
Patricia Kopatchinskaja – Violine
Polina Leschenko – Klavier
Maurice Ravel (1875 – 1937) Tzigane – Rhapsodie für Violine und Klavier (1924)
Claude Debussy (1862 – 1918) Sonate für Violine und Klavier (1917)
Allegro vivo
Intermède: Fantasque et léger
Finale: Très animé
César Franck (1822 – 1890) Sonate für Klavier und Violine A-dur (1886)
Allegretto ben moderato
Allegro
Recitativo – Fantasia: Ben moderato
Allegretto poco mosso