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Basel, 2. Jh. n. Chr.
Fundort: Hinter dem Domhof, Münsterplatz 12, Basel
Kalksteinfragment mit Reliefdarstellungen,
ursprünglich bemalt
L. 168, H. 43, T. 93,5 cm
Inv. 1895.97.
Der Kalksteinblock wurde in der spätrömischen Kastellmauer auf dem Münsterhügel gefunden. Diese war auf weite Strecken eine Spolienmauer, in die Bauteile, Blöcke von grossen Grabmonumenten und Grabsteine in zweiter Verwendung eingemauert wurden. Ursprünglich dürfte der Kalksteinblock wohl Teil eines Siegesmonumentes gewesen sein. Er stammte, wie die restlichen Spoliensteine, mit grösster Wahrscheinlichkeit aus der römischen Koloniestadt Augusta Raurica. Nach deren Verfall im 3. Jahrhundert n. Chr. wurden, trotz Verbot, Steine auf dem Rhein nach Basel transportiert und als Baumaterial verwendet.
Die Figuren sind in Hochrelief dargestellt, die Ornamente in Flachrelief. Man erkennt zwei römische Soldaten. Der von links heranfliegende Eros und die Person rechts, die eine Tafel hält, weisen auf ein glückhaftes, siegbringendes Motiv hin. Von den beiden auf der linken Blockseite dargestellten Personen sind nur die Füsse und Gewandsäume sichtbar. Sie scheinen durch eine Kette miteinander verbunden zu sein.