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In den Kinos ist aktuell nicht so viel los. Glücklicherweise kann man aber problemlos auf Streaming-Dienste ausweichen. Und damit du da beim nächsten Filmabend etwas angeben kannst, gibt's hier zehn interessante Filmfakten.
Als «Titanic» 1997 in die Kinos kam, wurden Filme noch ab Filmrollen auf die Leinwand projiziert. Mit einer Laufzeit von damals 3 Stunden und 15 Minuten benötigte man für «Titanic» fast 18 ganze Filmrollen. Hätte man die Filmstreifen aneinandergelegt, wären sie knapp 5395 Meter lang gewesen.
«Pretty Woman» ist wohl eine der Vorzeigeliebeskomödien schlechthin. Oder zumindest der 90er-Jahre. Ursprünglich war die Geschichte aber viel düsterer. Das Originaldrehbuch hiess schlicht «3000» und unterschied sich vor allem beim Ende. So war angedacht, dass der gutbetuchte Edward sich nicht in die Prostituierte Vivian verliebt und diese zu guter Letzt wieder auf der Strasse landet und weiter anschaffen muss. Klar, dass das Studio dieses Ende nicht mochte und das Drehbuch umschreiben liess.
Wer kennt ihn nicht, den 90er-Jahre-Kultfilm «Tremors»? Auf Deutsch wurden daraus Raketenwürmer, was zwar ulkig klingt, aber zumindest nach der ersten Fortsetzung einigermassen passend war. Ursprünglich hätte der Film aber auch im Original
ziemlich bescheuert anders heissen sollen. Die Vorproduktion des Films begann noch unter dem Titel «Land Sharks». Die Produzenten merkten dann aber, dass die Sendung «Saturday Night Live» bereits einen wiederkehrenden Sketch mit diesem Titel hatte, um «Der weisse Hai» zu parodieren. Und so wurde aus dem ursprünglichen Filmtitel schliesslich «Tremors».
Was wäre «The Matrix» ohne die ikonische Animation der grünen Schriftzeichen? Seit der Film erschienen ist, gehören die «herabfallenden» Symbole zur Populärkultur. Bei den Zeichen handelt es sich aber nicht etwa um kryptische Codezeilen, sondern schlicht um japanische Zeichen. Und das Beste daran: Sie sind aus einem Kochbuch für Sushi. Das hat Simon Whiteley, der diesen Code kreiert hat, verraten. Er habe schlicht die japanischen Zeichen aus dem Sushi-Kochbuch seiner Frau eingescannt und daraus die Animation gemacht.
Im «Star Wars»-Film «Rogue One» sind originale Aufnahmen aus dem Film «Krieg der Sterne» von 1977 zu sehen. Es handelt sich dabei um die Szenen, die die Piloten Gold Leader und Red Leader zeigen. Diese Szenen waren ursprünglich gar nicht geplant gewesen. Regisseur Gareth Edwards fand die Rollen mit dem nie verwendeten Material per Zufall, als er die Lagerräume von Lucasfilm durchforstet hatte. Als ihm klar wurde, was er da entdeckt hatte, entschloss er sich, die Ausschnitte in «Rogue One» einzubauen.
Für den Netflix-Hit «Bird Box» hat Hauptdarstellerin Sandra Bullock sich einige Beulen geholt. Sie sagte, dass ihr etwa für 50 Prozent des Filmes die Augen verbunden gewesen seien. Sie hat dabei tatsächlich nichts gesehen, es wurde also nicht getrickst. Als Folge knallte sie mehrere Male gegen die Kamera.
Klar, «Sieben» ohne Brad Pitt ist heute unvorstellbar. Tatsächlich hatte Regisseur David Fincher für die Rolle des Detektivs aber jemand anderen im Sinne: Denzel Washington. Dieser lehnte die Rolle aber ab, da ihm der Film zu düster erschien. Gegenüber der «Entertainment Weekly» sagte Washington 2010:
Washington sagte weiter, er habe einfach nicht geglaubt, dass sich irgendjemand den Film ansehen würde. Stattdessen drehte er dann «Teufel in Blau», ein Film, den heute kaum mehr jemand kennt.
«Green Book» basiert auf wahren Begebenheiten. So reklamierte dann auch die Familie von Don Shirley, nachdem der Film 2018 erschienen war. Angeblich seien Don und Tony nie Freunde gewesen, sondern hätten eine rein geschäftliche Beziehung gehabt. Anfang 2019 tauchte dann aber eine Aufnahme eines Interviews auf, in dem Don Shirley unter anderem Folgendes gesagt hat:
In «Der Marsianer» trägt Rich Purnell mit seinen Berechnungen einiges dazu bei, dass die Rettungsmission gelingt. Gespielt wird der Charakter von Donald Glover. Glover ist dann auch für eine der witzigeren Szenen des Films verantwortlich. In dieser will er sich Kaffee holen, rutscht aus, fällt hin und steht wie von der Wespe gestochen wieder kerzengerade auf.
Wie Glover später verriet, war dies so nicht geplant. Viel mehr sei er tatsächlich ausgerutscht, gleich wieder aufgestanden und hätte einfach weitergespielt. Regisseur Ridley Scott fand diese zufällige Szene so gut, dass er sie in den Film nahm.
«Lady Bird» begeisterte 2017 Zuschauer und Kritiker und gewann so diverse wichtige Preise. Der Film dauert dabei übersichtliche 95 Minuten. Wie Regisseurin und Drehbuchautorin Greta Gerwig verriet, musste sie das ursprüngliche Drehbuch heftig kürzen. So sei der erste Entwurf 350 Seiten lang gewesen. Zieht man die Faustregel, wonach eine Drehbuchseite einer Filmminute entspricht, heran, wäre der Film so also fast sechs Stunden lang geworden.