Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/1119

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die damit einhergehenden Versuche zur Eindämmung der Krankheit schlagen immer mehr auf die chinesische Wirtschaft durch. Der staatliche Raffineriebetreiber ChemChina etwa senkt Insidern zufolge seine Produktion um etwa 100'000 Barrel pro Tag. Er folgt damit den anderen Branchenschwergewichten Sinopec, PetroChina und CNOOC sowie unabhängigen Ölverarbeitern, die ihre Produktion ebenfalls gedrosselt haben. Yuguang, einer der größten Blei- und Zinkkonzerne Chinas, hat seine Zinkfertigung von jährlich 300'000 Tonnen nach Angaben eines Unternehmensvertreters um die Hälfte gekappt. Hauptursache sei, dass das Unternehmen nicht mehr in der Lage sei, bei der Herstellung anfallende hohe Schwefelsäure-Bestände loszuwerden.
Chinas Stahlverband CISA bat das Verkehrsministerium um Unterstützung. Er verwies auf Probleme in Betrieb und Produktion, weil wegen der angeordneten Transport-Einschränkungen die Rohstoffe knapp werden und gleichzeitig die Lagerbestände hoch sind.
Der Chef des Smartphone-Herstellers Xiaomi, Lei Jun, rief die chinesische Branche dazu auf, sobald wie möglich die Arbeit wiederaufzunehmen. In großen Teilen Chinas haben Fabriken und Zulieferer, darunter auch jene im Handy-Sektor, als Teil der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ihre Produktion unterbrochen. Branchenexperten rechnen damit, dass die Smartphone-Auslieferungen in Festland-China im ersten Quartal auf Jahressicht um etwa 40 Prozent einbrechen dürften.
(Reuters)