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1993 begannen die Basler DokumentarfilmerInnen Sibylle Ott und Klaus Affolter an ihrer Arbeit für einen Dokumentarfilm über die Rekrutenschule. Das EMD - heute VBS - war grundsätzlich einverstanden, wollte aber ein ausführliches Drehkonzept vorgelegt erhalten. Nun folgte eine Reihe von Schikanen, von denen die sju-news in ihrer Juli-Ausgabe unter anderem aufzählen: Verschlampung von Sitzungsterminen und Korrespondenz, laufend wechselnde Ansprechpersonen, Entzug bereits erfolgter Drehbewilligungen, fragwürdige Wünsche von Armeeseite an das Drehbuch... Als die FilmerInnen endlich doch einrücken konnten - in die Sommer-RS 96 - gingen die Schikanen weiter, um schliesslich nach Abschluss der Dreharbeiten in eigentliche Zensur überzugehen. Eine Schlüsselszene «entspreche nicht den Erwartungen» der Armee, war die Begründung, und kurzerhand löschten die Berufsmilitärs am hauseigenen Schnittplatz die Tonspur an entscheidenden Stellen. Die Szene: Ein Korporal hatte seinen Rekruten vor laufender Kamera erklärt, man solle auf eine Zivilperson, die man verhaften wolle, die sich aber wehre, einen «Kopfschuss» abgeben.
Dank der Hartnäckigkeit der FilmemacherInnen und Intervention eines Anwaltes kam der Dokumentarfilm endlich doch zustande -mit Kopfschuss. Er soll in einigen Monaten unter dem Titel «Gemachte Männer» auf SF DRS zu sehen sein.