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Das US-Innenministerium (DOI) verfügt über eine Flotte von über 800 Flugdrohnen und damit über eine der grössten aller US-Ämter. Nun hat das Ministerium alle Geräte gegroundet. Grund seien wachsende Bedenken hinsichtlich eines nationalen Sicherheitsrisikos aufgrund der chinesischen Hersteller, berichtet das 'Wall Street Journal'.
2018 wurden durch das DOI mehr als 10'000 Drohnenflüge durchgeführt. Abteilungen des Innenministeriums setzen die Drohnen unter anderem zur Bekämpfung von Waldbränden, zur Beobachtung von Bodenveränderungen, Inspektion von Dämmen und Überwachung von bedrohten Arten ein.
Nun habe Innenminister David Bernhardt die vorläufige Stilllegung der Flotte angeordnet. Grund für den Schritt ist offenbar die Sorge der Verantwortlichen vor Spionage und Cyberattacken durch China. Jede DOI-Drohne sei entweder ganz in China gebaut worden oder enthalte in China hergestellte Teile, so das 'Wall Street Journal'
(Paywall).
Die Beamten befürchten, dass die Drohnen Daten, Videos oder Fotos der kritischen Infrastruktur der USA übertragen könnten. Diese Informationen könnten in die Hände der chinesischen Regierung oder von Hackern gelangen, um sie für Cyberangriffe oder andere Straftaten zu verwenden.
"Secretary Bernhardt überprüft das Drohnenprogramm des Innenministeriums. Bis zum Abschluss dieser Überprüfung hat er angeordnet, dass Drohnen, die in China hergestellt wurden oder chinesischen Komponenten enthalten, gegroundet werden. Es sei denn, sie werden derzeit für Notfallzwecke eingesetzt", sagte eine DOI-Sprecherin gegenüber 'The Verge'.
DJI, der weltweit grösste Hersteller von nicht-militärischen Drohnen mit Sitz in Shenzhen, bestreitet die Sicherheitsbedenken und zeigt sich laut dem 'Wall Street Journal' enttäuscht: "Wir haben mit dem Innenministerium zusammengearbeitet, um eine sichere und geschützte Drohnenlösung zu entwickeln, die den strengen Anforderungen entspricht. Diese wurde zusammen mit DOI-Beamten, unabhängigen Cybersicherheitsexperten und Experten der NASA erarbeitet." (paz)