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Und heute +40%, vermutlich unter anderem auch wegen dieser Nachricht:
https://www.20min.ch/story/bund-unterzeichnet-reservationsvertrag-fuer-c...
Leider liest man sowas immer erst zu spät
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https://www.cash.ch/news/politik/coronavirus-epidemie-aktie-von-molecula...
Bin gespannt wie die Aktie heute nach 15.30 gekauft wird...
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Ich verstehe immer noch nicht, was mit Molecular los ist. Das Medikament wurde noch nie an Menschen getestet, also muss es in Phase 1 beginnen. Und das klinische Programm beginnt im Herbst, während die meisten anderen Programme im Frühjahr/Frühsommer begannen. Das bedeutet, dass selbst wenn das Medikament grossartig ist, alle (oder die überwiegende Mehrheit) der anderen Programme scheitern müssen.
DISCLAIMER I'm long with Cassiopea, Exro Technologies, Zen Graphene Solutions, Acacia Pharma.
jiroen hat am 11.08.2020 12:51 geschrieben:
Ich verstehe immer noch nicht, was mit Molecular los ist. Das Medikament wurde noch nie an Menschen getestet, also muss es in Phase 1 beginnen. Und das klinische Programm beginnt im Herbst, während die meisten anderen Programme im Frühjahr/Frühsommer begannen. Das bedeutet, dass selbst wenn das Medikament grossartig ist, alle (oder die überwiegende Mehrheit) der anderen Programme scheitern müssen.
Wer sagt, dass Weltweit nur eine Impfung oder Medikament gegen Covid eingesetzt wird?
Das die anderen wegen Druck von Trump`s Politik schon "viel weiter" wären, und auch das die Russen schon fleissig Leute impfen wollen, heisst nichts.
Wieso brauchen Firmen Weltweit mehr als 3 - 5 Jahren für eine Zulassung, wenn es auch in 5 - 6 Monaten gehen würde?
MP scheint sehr plausible zu sein; ansonsten hätte BAG sicher nicht Millionen investiert.
Anders gefragt: Wenn Relief and Co. wirklich ein Wundermittel hätten, warum hat BAG oder andere Länder mit denen keinen Reservierungsvertrag abgeschlossen? Die Ausnahmen sind Moderna mit Lonza und BioNtech in DE.
Der Rest ist lieber nur Show...
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genau das habe ich auch gedacht. Bei Sorrento kann man immerhin noch sagen, dass es eine US Aktie ist.
Verstehe auch nicht wieso das BAG hier dabei ist. Extrem komisch...
pee1983 hat am 11.08.2020 13:15 geschrieben:
...
Anders gefragt: Wenn Relief and Co. wirklich ein Wundermittel hätten, warum hat BAG oder andere Länder mit denen keinen Reservierungsvertrag abgeschlossen? Die Ausnahmen sind Moderna mit Lonza und BioNtech in DE.
Der Rest ist lieber nur Show...
...
das kommt noch, nur warten.
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/geld-fuer-covid-19-medikament-staatli...
Nebenbei : Die Aktie von Molecular Partners steigt heute behutsam weiter
Es passiert halt nicht im "gewohnten Tempo" von Relief
https://www.srf.ch/news/schweiz/covid-19-medikament-reserviert-spielen-s...
Was wäre Molecular heute ohne den Covid-Hype wert? Sicherlich weniger als 200 Mio.
Der Rest ist lieber nur Show...
Hast du alle 998 Studien verglichen, um behaupten zu können, dass der Rest nur Show ist?
Ja, es wird sicherlich mehr als einen Impfstoff oder mehr als eine Behandlung geben... aber von den 400 Drugs, die derzeit untersucht werden, können wir uns vorstellen, dass am Ende 2%, vielleicht 3% eingesetzt werden.
Wenn Molecular diesen Herbst mit Phase-1-Studien beginnt, wird ihr "Wundermittel" erst Mitte 2022 auf den Markt kommen. Zu spät? Ich hoffe es wirklich.
Research Partners erhöht Kursziel von 6 auf 12 Franken, "Verkaufen" - wieder eine lustige Kurszieländerung
Der Kommentar von Zyndicate wurde ignoriert. Um die Kommentare von Zyndicate wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Molecular Partners weitet Verlust im ersten Halbjahr aus
Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat im ersten Halbjahr 2020 einen höheren Verlust als im Vorjahr verbucht.
26.08.2020 08:00
Die Prognosen für die Kosten im laufenden Jahr wurden aufgrund von Investitionen in Covid-19-Programmen erhöht. Der Gesamtertrag sank deutlich auf 7,5 Millionen Franken, verglichen mit 13,6 Millionen in der gleichen Vorjahresperiode. Der Gesamtbetriebsaufwand stieg dagegen um 4,6 Millionen auf 30,6 Millionen Franken, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Dies führte zu einem fast doppelt so hohen Betriebsverlust von 23,1 Millionen.
Unter dem Strich resultierte ein Nettoverlust von 24,7 Millionen. Im Vorjahr hatte der Verlust noch 12,7 Millionen betragen. Mit diesen Resultaten hat Molecular Partners die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt.
Liquide Mittel von 64,4 Millionen
Der Barmittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf 27,9 Millionen, nachdem im Vorjahr noch Mittel von netto 27,0 Millionen zugeflossen waren. Die liquiden Mittel beliefen sich per Stichtag 30. Juni auf 64,4 Millionen Franken.
Das gesamte Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2020 auf 31,0 Millionen, was einem Rückgang von 23,1 Millionen gegenüber Ende Dezember 2019 entspricht.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 werde sich Molecular Partners auf die Weiterentwicklung seiner immunonkologischen und antiviralen Programme konzentrieren, heisst es weiter. Für das Covid-19-Programm plane das Unternehmen, im vierten Quartal 2020 klinische Studien mit MP0420 zu starten und weitere Kandidaten für die Klinik zu gewinnen.
BAG-Vertrag
Von zwei Wochen hatte das Unternehmen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Reservierungsvertrag für ein Covid-19-Immunotherapeutikum unterzeichnet. Das finanzielle Engagement beläuft sich laut Angaben der Firma gegen zehn Millionen Franken. Mit dem Vertrag sichere sich der Bund Zugang zu den ersten 200'000 Dosen des Covid-19-Medikaments sowie ein Recht auf Lieferung von bis zu drei Millionen weiteren Dosen
Aufgrund von Investitionen in die Covid-19-Programme erhöht das Unternehmen seine bisherigen Prognosen für die Gesamtkosten im laufenden Jahr auf 65 bis 75 Millionen Franken von bisher 60 bis 70 Millionen zu konstanten Wechselkursen.
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 werden den Angaben zufolge voraussichtlich rund 3,0 Millionen betragen.
(AWP)
Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!
Molecular Partners meldet Abschluss erster Herstellungsabläufe für Corona-Kandidaten
Das Biotechunternehmen Molecular Partners hat den Abschluss der ersten GMP-Herstellungsläufe (Good Manufacturing Practice) für seinen Corona-Kandidaten bekannnt gegeben.
14.09.2020 08:11
Der Partner AGC Biologics habe mehr als 1 Kilogramm des DARPin-Kandidaten hergestellt. Konkret habe die Partnerfirma die Menge des dreispezifischen, antiviralen DARPin-Kandidaten für die Behandlung von Covid-19 in jedem der 100-Liter-Fermenterläufe mit Bakterien auf E.coli-Basis hergestellt, wie das Biotechunternehmen am Montag mitteilte. Dieser Fermentationsansatz sei im Vergleich zu typischen Antikörper-Herstellungsansätzen relativ einfach, schnell und skalierbar, was den DARPin-Ansatz als eine potenzielle therapeutische und prophylaktische Option für Covid-19 weiter differenziere.
Molecular Partners hat neue Daten zum Produktkandidaten MP0317 vorgestellt. Am World Bispecific Summit wurden Ergebnisse präsentiert, die den Mechanismus dieses Darpin-Produktkandidaten untermauern. Konkret wurden in Mausmodellen die Antitumoraktivitäten aufgezeigt, bei einer gleichzeitig nur begrenzten Toxizität.
https://www.molecularpartners.com/molecular-partners-presents-preclinica...
Molecular Partners könnte im November Corona-Therapeutikum an Menschen testen
Das Biotechunternehmen Molecular Partners sieht die Wirksamkeit seiner Covid-19-DARPins durch weitere präklinische Daten unterstützt.
06.10.2020 08:06
Dies hätten Analysen aus In-vivo-Verfahren mit den Kandidaten gezeigt, die gegen SARS-CoV-2 gerichtet sind, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. So zeigten die DARPins von Molecular Partners eine robuste Aktivität in Hamster-Modellen, in denen die Tiere einem aggressiven viralen Umfeld ausgesetzt sind. Dies unterstützt laut Mitteilung die potenzielle Wirksamkeit als therapeutische Optionen bei Patienten im Spätstadium der Erkrankung.
Konkret wurden die Hamster zunächst mit SARS-CoV-2 infiziert und erhielten dann entweder ausgewählte Dosen der anti-COVID-19 DARPin-Kandidaten, MP0420 oder MP0423, oder Placebo nach 0, 6 oder 24 Stunden. In dem fünftägigen Experiment erholten sich alle mit DARPin-Molekülen behandelten Tiere und überlebten, während 83 Prozent der Tiere in der Placebogruppe aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs eingeschläfert werden mussten.
Die ersten Studien am Menschen für MP0420 werden voraussichtlich im November 2020 beginnen, und die klinischen Studien für den zweiten antiviralen Kandidaten, MP0423, werden voraussichtlich in H1 2021 beginnen.
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Novartis
Das sind ja Nachrichten, und ich bin nicht mehr investiert Die Aktie steigt heute flockig wieder weit über CHF 20.00...vermutlich.
Ich muss es gestehen, ein sehr gutes Deal.
Es bringt Cash für Molecular und senkt die Entwicklungskosten drastisch (Novartis übernimmt die Phase 2 und 3).
Molecular wird also in diesem COVID-Programm nicht ruiniert werden... was eine meiner Befürchtungen war.
Ich hatte die Möglichkeit einer Partnerschaft überhaupt nicht in Betracht gezogen. Warum? Das ist eine gute Frage...
Edit: vielleicht weil Molecular eine KE im Juli durchgeführt hatte...
Molecular Partners tut sich für die weitere Entwicklung ihres potenziellen Coronamedikaments mit Novartis zusammen. Der Basler Pharmakonzern zahlt für eine Option zum Erwerb zweier sogenannter Multidarpins 20 Mio. Fr. im Voraus und erwirbt für weitere 40 Mio. Fr. Molecular-Aktien, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch bekannt gegeben haben.
Novartis blättert mit 23 Fr. pro Aktie deutlich mehr als den Vortageskurs von rund 15 Fr. hin. Durch die Ausgabe der Titel aus dem bedingten Kapital verwässert sich der Anteil der bestehenden Aktionäre rund 5%. Novartis hält nun 6% des Kapitals und wird damit zu einem der fünf grössten Aktionäre des Unternehmens aus Schlieren mit 150 Mitarbeitern.
Nach der Ankündigung der Vereinbarung haben die Molecular-Papiere 30% zugelegt. «Finanz und Wirtschaft» empfiehlt sie seit längerem zum Kauf. Der Deal validiert auch die Darpin-Technologie des Unternehmens, auf deren Basis jedoch noch kein Medikament zugelassen wurde.
Phase I: erste Ergebnisse vor Ende Jahr
CEO Patrick Amstutz hat am Health-Forum der «Finanz und Wirtschaft» am Mittwoch dargelegt, wie es nun weitergeht. Einen kleinen Teil des Geldes wird Molecular demnach in eine erste klinische Studie für einen der Corona-Darpins stecken. Die Phase I, in der die Sicherheit der antikörperähnlichen Moleküle an gesunden Menschen getestet wird, startet im November. Noch vor Ende Jahr sollen erste Ergebnisse vorliegen.
Treten keine bedenklichen Nebenwirkungen auf, dürfte der erste Darpin mit der Bezeichnung MP0420 Anfang nächsten Jahres in laufende internationale Studien aufgenommen werden, mit denen bereits andere Medikamente getestet werden. Die Kosten tragen fast vollständig diverse Regierungen.
Hohe Umsatzbeteiligung
Novartis könnte zusätzliche Studien lancieren, etwa für bestimmte Patientengruppen. Denn der Wirkstoff könnte präventiv wirken und beispielsweise Personen in Risikogruppen verabreicht werden. Oder er könnte Menschen gegeben werden, die positiv auf das Virus getestet wurden, aber noch keine Symptome zeigen. Oder mehr oder weniger schwer erkrankte Patienten würden ihn erhalten. Will Novartis die Rechte an beiden Wirkstoffen definitiv erwerben, sind weitere 150 Mio. Fr. fällig.
Zudem würde Molecular eine Umsatzbeteiligung von 22% erhalten. Das ist ein ausserordentlich hoher Prozentsatz im Rahmen einer solchen Vereinbarung. Im Gegenzug verzichtet Molecular auf eine Beteiligung beim Verkauf des Medikaments in ärmeren Ländern. «Wir haben Novartis auch deshalb als Partner gewählt, weil sie wie wir eine globale Sicht auf die Pandemie hat», erklärt Amstutz. Beide Unternehmen setzten sich dafür ein, dass alle Menschen von künftigen Impfstoffen und Medikamenten profitieren könnten.
Darpins bieten gegenüber Antikörpern Vorteile
Die Dreifach-Darpins, an die zusätzlich ein Darpin-Molekül angehängt ist, das die Wirkungsdauer verlängert, könnten dafür besonders gut geeignet sein. Sie sind günstiger herzustellen als Antikörper und brauchen voraussichtlich auch keine starke Kühlkette. Erst einmal müssen sie sich in den anstehenden Studien aber als sicher und wirksam erweisen.
Wenn das der Fall ist, wäre Moleculars Medikament ein Element im Kampf gegen das Coronavirus. Es brauche Impfstoffe – Amstutz geht davon aus, dass sie nur einen begrenzten globalen Schutz bieten werden – und mehrere Medikamente für verschiedene Stadien der Infektion und der Erkrankung. «Wir wollen unsere Wirkstoffe vorerst bei Menschen einsetzen, die dem Virus ausgesetzt waren, aber noch keine Krankheitssymptome aufweisen, und bei solchen, die erkrankt sind.» Bei Letzteren soll das Medikament einen schweren Krankheitsverlauf und den Tod verhindern und die Genesung beschleunigen. Amstutz hofft, dass damit auch die in letzter Zeit in den Fokus gerückten Langzeitfolgen, die viele Coronapatienten aufweisen, verhindert oder stark vermindert werden.
Virologie könnte ein neuer Fokus werden
Was hat der CEO mit den 60 Mio. Fr. aus dem Novartis-Deal vor? «40 Mio. stehen uns zur freien Verfügung», sagt Amstutz. «Sie werden in die Onkologie fliessen, aber wir prüfen auch weitere Virenprojekte.» Virologie könnte ein neuer Fokus des Unternehmens werden. Bereits am Investorentag vom 17. Dezember wird Amstutz die Pläne für nächstes Jahr enthüllen. 20 weitere Mio. Fr. will er zum Teil für das Coronaprojekt ausgeben.
Wenn Novartis ihre Option einlöst, wären die 150 Mio. Fr. ein Ersatz für das Augenheilmittel Abicipar. Seine Zulassung würde ebenfalls einen dreistelligen Millionenbetrag in die Molecular-Kasse spülen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte Ende Juni den Zulassungsantrag aber zurückgewiesen. Lizenzinhaberin AbbVie (ABBV 80.98 0.61%) klärt nun ab, ob sie einen neuen Anlauf starten will. Amstutz hatte vor rund einem Jahr im Hinblick auf die Zulassung gesagt, er würde dann mehrere Studien für Onkologiewirkstoffe parallel starten. Dasselbe plant er bei einer weiteren Novartis-Zahlung, neu wären auch Projekte in der Virologie denkbar.
Notfallzulassung schon im Sommer möglich
Läuft die weitere Entwicklung der Coronawirkstoffe rund, könnte der erste bereits nächsten Sommer eine Notfallzulassung erhalten. Damit wäre Molecular Partners lediglich vier bis fünf Monate hinter den schnellsten Entwicklungsprojekten. «Wenn wir davon ausgehen, dass im Herbst in einem Jahr eine weitere Ansteckungswelle kommt, stehen die Chancen gut, dass wir bis dahin zu den Schnellsten aufholen», sagt Amstutz. «Wir könnten mindestens so viel, wenn nicht mehr Wirkstoff liefern.» Denn von den Darpins lässt sich schneller mehr herstellen als von Antikörpern. Sie werden in Bakterien und nicht in Zellen von Säugetieren vermehrt.
Erstmals schildert der CEO, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass die auf Krebsmedikamente spezialisierte Molecular Partners auf das Feld der Virologie vorgestossen ist: «Wir haben das vor allem unserem Mitarbeiter Marcel Walser zu verdanken.» Der Wissenschaftler generiert die Darpins. Zwar hätten etwa fünf Mitarbeiter die Idee gehabt, die firmeneigene Bibliothek mit Millionen von Darpins am Coronavirus zu testen. Doch Walser habe dem Projekt ein Gesicht gegeben, weil er regelmässig nachgehakt habe. «Es war ein grosses Risiko. Wir hatten kein Budget dafür, aber schliesslich habe ich grünes Licht gegeben», sagt Amstutz. Er hat Walser gleich zum Projektleiter gemacht.
Eine wichtige Rolle habe auch Bill Lee gespielt. Der Virenspezialist arbeitet bei Gilead (GILD 58.68 -0.07%) und war bis vergangenen Frühling dreizehn Jahre lang im Verwaltungsrat von Molecular Partners. «Lee hat mich darin bestärkt, dass unser Coronaprojekt, das ich mit ihm besprochen habe, Sinn macht», sagt Amstutz. Er räumt ein, bis vor der Pandemie wenig über Virologie gewusst zu haben. «Ohne Lee hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt, das Coronaprojekt unserem Verwaltungsrat vorzulegen.»
Molecular Partners beginnt Phase-I-Studie für Covid-19-Mittel
Das Biotechunternehmen Molecular Partners hat einen ersten Patienten in einer Phase-I-Studie mit seinem Corona-Wirkstoffkandidaten behandelt.
23.11.2020 07:54
Eingesetzt werden soll der Kandidat MP0420 zur Behandlung und Prävention von Covid-19, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Bei MP0420 handelt es sich um einen sogenannten DARPin, also einen massgeschneiderten Proteinwirkstoff. Der Kandidat ist so konzipiert, dass er letztlich den Eintritt des Virus in die Zellen verhindern soll. Präklinische Daten haben den Angaben zufolge die potenzielle Wirksamkeit von MP0420 sowohl als Prophylaktikum als auch als Akuttherapie belegt.
Für MP0420 hat Molecular Partners erst kürzlich eine Options- und Lizenzvereinbarung mit Novartis zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung unterzeichnet.
Molecular Partners berichtet am Investorentag über Pipeline-Fortschritte
Das Biotechunternehmen Molecular Partners kündigt im Rahmen seines virtuellen Investorentages an, künftig auch in der Virologie forschen zu wollen und damit die Unternehmensstrategie zu erweitern.
17.12.2020 08:10
Zu den Fortschritten 2020 zählt das Unternehmen etwa den ersten klinischen Nachweis eines DARPin-vermittelten krebslokalisierten Immunmechanismus. Aber auch der Einstieg in die Covid-19-Bekämpfung inklusive der Kooperation mit Novartis zählt zu den Errungenschaften.
Man habe die Fähigkeiten der DARPin-Wirkstoffklasse dramatisch erweitert und mehrere neue Möglichkeiten in der Immuno-Onkologie und Virologie erschlossen, wird CEO Patrick Amstutz in der Mitteilung zitiert.
hr/kw
Molecular Partners sieht Covid-19-Mittel auch bei Mutationen wirksam
Das Unternehmen Molecular Partners liefert ein Update zu den Corona-Kandidaten, die es gemeinsam mit Novartis erforscht.
04.02.2021 07:18
In der Studie wurden die beiden SARS-CoV-2-Anti-Infektionsmoleküle Ensovibep und MP0423 gegen neue virale Varianten von SARS-CoV-2, darunter die erstmals in Grossbritannien und Südafrika identifizierten Varianten getestet, wie Molecular Partners am Donnerstag mitteilte.
Die Studie habe gezeigt, dass Ensovibep eine sehr hohe Potenz und Aktivität gegen alle getesteten viralen Varianten und Mutanten beibehielt. MP0423 behielt laut den Angaben die Aktivität gegen alle getesteten viralen Varianten und Mutanten bei, zeigte aber einen leichten Verlust der Wirkung gegen die UK-Variante, blieb aber im therapeutischen Bereich.
Diese Daten deuten laut Mitteilung darauf hin, dass Ensovibep und MP0423 möglicherweise ein besserer Ansatz sind als monoklonale Antikörper, von denen viele zuvor einen signifikanten Wirkungsverlust gezeigt haben.
Molecular Partners rutscht wegen höherer Forschungsausgaben tiefer ins Minus
Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem höheren Verlust abgeschlossen. Für die weiteren Projekte sieht sich das Unternehmen mit seinen liquiden Mitteln bis 2023 gut aufgestellt.
05.02.2021 07:50
Laut Medienmitteilung vom Freitag sanken die Einnahmen 2020 auf 9,3 Franken nach 20,4 Millionen im Jahr 2019. Dem standen Ausgaben von 56,1 Millionen für Forschung und Entwicklung gegenüber - ein Anstieg um 12,6 Millionen gegenüber 2019.
Insgesamt ergab sich ein operativer Verlust von 58,3 Millionen und ein Nettoverlust von 62,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist Molecular damit deutlich tiefer in die Verlustzone gerutscht.
Um seine Pipeline-Projekte weiter fortzuführen, verfügte das Unternehmen per Ende 2020 über liquide Mittel in Höhe von 173,7 Millionen Franken. Molecular Partners hatte sich im Jahresverlauf im Zuge einer eine Privatplatzierungsfinanzierung brutto 80,2 Millionen beschafft. Darüber hinaus erhielt Molecular Partners im Spätsommer vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Honorar im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich für bis zu 3,2 Millionen Dosen des Corona-Kandidaten MP0420.
Zu guter Letzt hat das Biotechunternehmen eine Kooperation mit Novartis abgeschlossen, die weitere 20 Millionen Franken in die Kassen gespült haben.
Fokus auf zwei Therapiegebiete
Erst am (gestrigen) Donnerstag gab Molecular Partners ein Update zu diesem Programm. Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen an der Erforschung von DARPin-Kandidaten zur Behandlung von Corona-Patienten. Wie aus der Mitteilung hervorging, erwiesen sich die beiden führenden Kandidaten in vitro auch als effektiv bei Corona-Mutationen.
Für das laufende Jahr hat sich Molecular Partners die Weiterentwicklung seiner Programme in den Bereichen Immunonkologie und Infektionskrankheiten auf die Fahne geschrieben. So sollen etwa für das Covid-19-Programm die endgültigen Daten aus der laufenden Phase-I-Studie im ersten Quartal vorliegen.
In der Immunonkologie will Molecular Partners laut Mitteilung optimierte Dosierungsschemas für den Kandidaten MP0310/AMG 506 finden, bevor dieser dann in mögliche Kombinationsstudien mit Amgen-Assets zum Einsatz komme.
hr/uh
Daumen runter für die Aktie von Molecular Partners
Molecular Partners zählt zu den diesjährigen Börsenüberfliegern. Trotz der Zusammenarbeit mit Novartis auf dem Gebiet der Covid-19-Bekämpfung zeigt eine kanadische Grossbank der Aktie nun die kalte Schulter.
15.02.2021 08:14
Von Lorenz Burkhalter
Die gute Nachricht zuerst: Die Analysten der Royal Bank of Canada erhöhen ihr Kursziel für die Aktie von Molecular Partners auf 28 (zuvor 20) Franken. Die schlechte Nachricht: Dort liegt der Kurs nach dem starken Anstieg der Aktie bereits heute. Aus diesem Grund nehmen die Kanadier ihr Anlageurteil von "Outperform" auf "Sector Perform" herunter.
Covid-19-Wirkstoffe «matchentscheidend»
Dennoch finden sie vorwiegend positive Worte für das Pharmaunternehmen. Den Wirkstoffen auf dem Gebiet der Behandlung von Covid-19-Patienten trauen sie beispielsweise einen Spitzenumsatz von mehr als 450 Millionen Franken im Jahr zu. Bei einer Börsenkapitalisierung von gut 800 Millionen Franken mehr als bloss ein Apropos.
Ausserdem sei das Unternehmen dank der soliden Bilanz bis ins Jahr 2023 ausreichend kapitalisiert. Und das selbst ohne jegliche Meilensteinzahlungen oder Lizenzeinnahmen seitens von Partnerfirmen wie etwa der Basler Novartis. Mit ihr arbeitet Molecular Partners auf dem Gebiet der Covid-19-Therapie zusammen.
Mit 11,30 Franken je Aktie steuern die Wirkstoffe auf dem Gebiet der Behandlung von Covid-19-Patienten beim Bewertungsmodell der Analysten denn auch den grössten Teil zum 28 Franken lautenden Kursziel bei. Die Kanadier gehen dabei von einer Zulassungswahrscheinlichkeit von 60 Prozent aus. Unter den bestmöglichen Annahmen beziffern sie den Wert der Wirkstoffe gar auf 33 Franken je Aktie. Unter diesen Umständen würde das Kursziel gar bei 61 Franken liegen. Das wiederum entspräche aus heutiger Sicht noch einmal etwas mehr als einer Verdoppelung.
Aktie eine der Börsengewinnerinnen in diesem Jahr
Sollte Molecular Partners auf diesem Therapiegebiet hingegen nicht reüssieren, würde der Aktienkurs wohl auf 12 Franken zusammenfallen. Dort liegt nämlich der Wert der übrigen Entwicklungsprojekte sowie den Barmitteln in Höhe von gut 6 Franken je Aktie. Das zeigt: Es muss unbedingt ein Erfolg her.
Die Molecular-Partners-Aktie hat alleine in diesem Jahr um fast 36 Prozent zugelegt. Damit zählt sie zu den diesjährigen Börsengewinnerinnen. Letztmals kostete die Aktie im November 2017 ähnlich viel. Die Höchstkurse von knapp 40 Franken gehen ins Jahr 2015 zurück.
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