Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03596.jsonl.gz/933

WISSEN
STRICO hat den Strichcode zwar nicht erfunden, aber die langjährige und intensive Beschäftigung mit diesem Thema hat uns zu Spezialisten auf dem Gebiet der Barcode-Kennzeichnung gemacht.
Unsere Stärke liegt im Know-how über viele Branchen und unzählige Anwendungen. Das Puzzle aus Barcodes, Materialien und Beschriftungstechniken setzen wir gerne für Sie zusammen.
Klicken Sie auf das entsprechende Stichwort für allgemeine Informationen über Strichcodes.
STRICHCODE
Was ist ein Strichcode?
Ein Strichcode oder Barcode ist ein Datenträger, bestehend aus einem optischen Muster, mit welchem Daten dargestellt und maschinell gelesen werden können.
Ein Lesegerät (Scanner oder Kamera) wertet die Reflektion aus, die von den schwarzen Balken und den weissen Lücken ausgeht und interpretiert so den Inhalt des Codes. Die meisten Strichcodes bestehen aus parallelen Balken und Lücken in unterschiedlichen Breiten.
Entstehungsgeschichte des Strichcodes Bereits im Jahr 1949 wurde in den USA das erste Patent für einen Strichcode erteilt. In der Schweiz startete die Firma Zellweger in Uster anfangs der Siebzigerjahre ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Migros. Der halbkreisförmige Produktecode konnte sich aber nicht durchsetzen. Auf Druck der amerikanischen Supermarktkette Walmart wurde 1973 in USA der von IBM entwickelte UPC-Code eingeführt und bereits 1976 folgte in Europa der EAN-Code.
Mitte der Achtzigerjahre war in der Schweiz bereits ein beachtlicher Teil der Konsumgüter mit EAN-Codes ausgezeichnet, während es noch wenige Scannerkassen gab. Der Durchbruch des Scannens erfolgte dann rasch, als auch die übrigen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette von den Vorteilen des EAN-Systems zu profitieren begannen.
Neben den Konsumgütercodes EAN und UPC wurden weitere Barcodes entwickelt, die zum Teil für spezifische Zwecke oder in einzelnen Branchen eingesetzt werden. Der Codabar war während Jahren im Blutspendewesen Standard, der Code 39 setzte sich bei Bibliotheken und in der Industrie, dort vor allem in der Automobilbranche, durch.
Im Laufe der Zeit stiegen die Ansprüche an die automatische Datenerfassung und es wurden neue Codierungen erfunden oder bestehende Strichcodes weiter entwickelt. Der Code 128 kann den vollständigen ASCII-Zeichensatz darstellen und die zweidimensionalen Codes verfügen über eine hohe Informationsdichte sowie eine Fehlerkorrektur.
Der anhaltende Erfolg des Barcodes beruht im Wesentlichen auf drei Merkmalen: Einfachheit, Zuverlässigkeit und günstiges Kosten/Nutzen-Verhältnis. Ein Strichcode ist einfach herzustellen, egal ob in gedruckter, gelaserter oder gewobener Form. Auch das Lesen der Barcodes ist einfach, jeder handelsübliche Scanner erkennt die gängigsten Barcodes. Die hohe Sicherheit beim Erfassen von Daten mittels Strichcode macht das System zu einem der zuverlässigsten überhaupt. Weil es schneller und sicherer ist als jede Eingabe von Hand, verlassen sich unzählige Anwendungen in der Logistik, der Medizin und der Produktion tagein, tagaus auf die Strichcode-Technologie. Die hohe Sicherheit bei der Datenerfassung gepaart mit der Einfachheit in der Anwendung führen zu einem ausgezeichneten Kosten/Nutzen-Verhältnis. Ganz abgesehen davon, dass andere Technologien bei vielen Anwendungen im industriellen Umfeld wegen der starken Belastung versagen, Barcodes aber auch unter extremen Bedingungen erfolgreich eingesetzt werden können.
CODIERUNG
Man unterscheidet grob unter zwei Gruppen von Strichcodes, den aus dem Alltag bekannten Konsumgütercodes (EAN, UPC und JAN) und den Industriecodes.
Der Begriff Industrie ist hier sehr weit gefasst, in dieser Gruppe sind alle Barcodes gemeint, welche nicht zur Kennzeichnung von Konsumgütern dienen. Die wichtigsten unter ihnen sind der Code 2/5 Interleaved, der Code 39 und der Code 128.
2D-Codes
Bei den 2D-Codes handelt es sich um eine Weiterentwicklung des konventionellen Barcodes, die Information wird in zwei Richtungen dargestellt. Dadurch kann man auf wenig Raum viel Information unterbringen. Um diese Codes zu lesen braucht es kamerabasierende Scanner, weil das Bild als Ganzes ausgewertet wird. Die bekanntesten Codierungen in dieser Gruppe sind der Datamatrix, der QR-Code und der PDF417.
RFID
RFID steht für Radio Frequency Identification, also Identifikation mittels elektromagnetischen Wellen. Von dieser Technologie wird häufig behauptet, dass sie den Strichcode verdrängen werde. Während es zweifelsfrei Anwendungen gibt, bei denen RFID von Vorteil ist, gibt es ebenso unzählige Anwendungen, bei denen der Strichcode überlegen ist oder gar keine andere Lösung in Frage kommt.
NUMMERIERUNG
Eine Serie von Nummern kann auf verschiedene Arten dargestellt werden.
Lauten alle Nummern gleich, spricht man von einer konstanten Nummerierung. Ist die Nummernserie fortlaufend, auf- oder absteigend, wird meistens das Dezimalsystem mit den Ziffern von 0 bis 9 verwendet.
Bei der hexadezimalen Nummerierung kombiniert man die Buchstaben A bis F und die Ziffern 0 bis 9. Mit vier Stellen erreicht man so bereits 65‘536 Nummern gegenüber 10‘000 im Dezimalsystem.
Weitere Nummernsysteme mit Einbezug des Alphabets sind Base 36 (26 Buchstaben und 10 Ziffern) oder Base 32 (10 Ziffern und 22 Buchstaben), hier verzichtet man auf die Buchstaben I, L, O, und U wegen Verwechslungsgefahr mit den Ziffern 0 und 1 oder unerwünschten Buchstabenkombinationen.
Bei chaotischer Nummerierung kann die Nummernserie ab einem Datenträger produziert werden.
PRÜFZIFFERN
Die Verwendung einer Prüfziffer erhöht die Sicherheit beim Lesen von Barcodes.
Die Prüfziffer wird nach einem bestimmten Algorithmus aus den Nutzziffern berechnet. Stimmt die gelesene Prüfziffer nicht mit der errechneten überein, so wird der Code nicht akzeptiert. Bei gewissen Barcodetypen sind Prüfziffern zwingend vorgeschrieben.
Die gebräuchlichsten Prüfziffern-Kalkulationen sind:
Modulo 10, Gewichtung 3-1-3
Modulo 43
Modulo 103
STRICHCODEPRÜFUNG
Zur Qualitätssicherung von Barcodes werden diese mit speziellen Prüfgeräten analysiert. Dabei werden die einzelnen Elemente auf ihre Genauigkeit, den Kontrast, die Randschärfe und eine Anzahl weiterer Kriterien untersucht und das Resultat als Bericht ausgewertet.
Die wichtigsten Normen sind unter anderen ISO/IEC 15415/15416 und ANSI X3.182.
GLOSSAR
- 2D-Code
- 2D Imager
- AI
- AIM
- ANSI
- ASCII-Code
- Aztec-Code
- Balken
- Barcode
- Base 32
- Base 36
- Bildpunkte
- Binär
- Bit
- BWR
- Byte
- Codabar
- Codablock
- Code 2/5 interleaved
- Code 39
- Code 49
- Code 128
- Codeauflösung
- Composite Code
- Databar
- Datamatrix Code
- Decodierbarkeit
- Decodieren
- Defekte
- Dezimalsystem
- DIN
- Diskrete Codes
- DPI
- DPM
- Druckauflösung
- Druckkontrast
- Druckkorrektur-Faktor
- EAN
- EAN-8
- EAN-13
- EAN-128
- EDI
- Element
- Erstleserate
- Falschlesung
- Fehlerrate
- Fehllesung
- Fixscanner
- Fortlaufende Codes
- GCP
- GDTI
- Gewichtung
- GIAI
- GLN
- GRAI
- GS1
- GS1-128
- GS1 GTIN-8
- GS1 GTIN-12
- GS1 GTIN-13
- GSRN
- GTIN
- Hand Scanner
- Hellzone
- Hexadezimalsystem
- HF
- interleaved Code 2/5
- IML
- ISBT-128
- ISO
- ITF
- JAN
- Kontrast
- Laser Scanner
- Leseabstand
- Lesebereich
- Lesestift
- Lineare Codes
- Lineare Imager
- Lücke
- Maxi Code
- mil
- Modul
- Modulbreite
- Modulgrösse
- Modulo
- Nahdistanz
- Nichtlesung
- Nominalgrösse
- OCR
- Parität
- PDF-417
- Pixel
- Postalische Codes
- Prüfziffern
- QR Code
- Ratio
- Redundanz
- Reflexionswert
- RFID
- Ruhezone
- SSCC
- Stapelcode
- Start- / Stoppzeichen
- Strich
- Strichcode
- Strichcode-Prüfung
- Symbolkontrast
- UHF
- UPC
- UPC-A
- UPC-E
- X-Modul
- Zoll