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Differenztheoretisch unterscheide ich zwischen Räuber und Söldner. Söldner ist heute fast durchwegs negativ konnotiert, Sold dagegen gilt durchaus als ehrenhaft. Soldaten (zb in der Schweiz) bekommen Sold, obwohl sie Dienst leisten müssen, also nicht als "freie Arbeitskräfte" auftreten.
Die Soldaten (oder Söldner als eigentliche Übergangsform) wurden mit Kurantgeld bezahlt, was auch die Projektion zu griechischen und römischen Kriegern anschliessen lässt. Die Soldaten brachten das Kurantgeld ins das Volk, das sie selbst waren, und via Steuern schloss sich der Kreislauf des kuranten Geldes, dass immer erobertes, also erräubertes Metall war, das durch Prägung gekennzeichnet wurde. Die Soldaten stehen im Sold, nicht im Lohn. Sie schaffen keinen Wert, von welchem sie bezahlt werden, sie erobern den Wert, der sie bezahlt - im Kriegsfall oft durch Vernichtung von Werten, die sie nicht erobern können.
Noch ausformulieren:
Die Soldaten begründen den Adel im noch nicht stabilen Staat, dem sie ein Gebiet mit Grund und Boden gewähren, das davor keinen Eigentümer hat. Die Räuber und ihre Führer eroberten Mobilien, die Soldaten Immobilien. Der Adel ist eine Funktion des Soldes. Der Adel verkauft Grund und Boden an die Geldbanken (Fugger, Medicis, ..). Das bezeichnet K. Marx als ursprüngliche Akkumulation. Landläufig wird diese Geschichte umgekehrt erzählt: Am Anfang waren Adelige, die waren naturwüchsig sehr reich, verloren aber durch ihre Verschwendung ihren Reichtum an die sparsamen Bürger, bei denen sie sich verschuldeten. Das ist die vermeintliche Dekadenz des Adels.