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Ein Buch über Gier und Selbstbeherrschung
Von Michael K. Hageböck – Roland Dahls „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ist eine Allegorie für Glück, welches (ebenso wie die Gnade) nicht erzwungen werden kann, sondern geschenkt sein will. Charlie Bucket lebt zusammen mit seinen Eltern und den vier Großeltern in prekären Verhältnissen. Ganz in der Nähe steht Willy Wonkas Schokoladenfabrik, die größte und berühmteste der Welt. Viele wunderbare Geschichten werden über diese erzählt; von Arbeitern, die keine Menschen sind, von geheimnisvollen Maschinen und davon, wie Willy Wonka die unglaublichsten Ideen in Süßigkeiten verwandelt.
Als die Zeitung eines Tages verkündet, dass Willy Wonka in fünf Tafeln Schokolade je ein goldenes Ticket versteckt habe, will Charlie natürlich eines finden. Es handelt sich hierbei um fünf Einladungen zu einer Fabrikbesichtigung samt lebenslänglicher Süßigkeitenversorgung. Da Charlie aber nur einmal im Jahr, zu seinem Geburtstag, eine Tafel Schokolade bekommt, sind seine Gewinnchancen verschwindend gering. Nacheinander finden vier „Gören“, wie die Großmutter die verzogenen Kinder nennt, diese Gutscheine. In dem harten Winter – Charlie steht kurz vor dem Verhungern – findet er durch einen glücklichen Zufall das fünfte goldene Ticket.