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Zürichsee - Schweiz
Der Zürichsee (zürichdeutsch Zürisee) ist ein See in der Schweiz. Er liegt südöstlich von Zürich in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz.
Der Hauptzufluss des Zürichsees ist die Linth, die im Tödi-Massiv in den Glarner Alpen entspringt und durch den Kanton Glarus und seit der Linthkorrektion (1807 bis 1816) durch den Walensee und als Linthkanal bei Schmerikon in den Zürichsee fliesst. Der Hauptabfluss aus dem Zürichsee in der Stadt Zürich ist die Limmat, die durch das Limmattal zur Aare fliesst. Als zweiter Seeabfluss in Zürich dient seit 1642 der Schanzengraben, der anlässlich der Schleifung der Schanzen der Zürcher Stadtbefestigungen um 1834 der Auffüllung entging.
Geographie: Das schmale Tal, in dem der See liegt, ist auf der Südwestseite von den Höhenzügen des Etzel und des Albis und auf der Nordostseite von der Hügellandschaft des Zürcher Oberlandes und vom Pfannenstiel flankiert. An beiden Talhängen liegen Hangterrassen, die von Seitenmoränen gebildet worden sind. Der Zürichsee zählt zur Gruppe der Alpenrandseen, die durch die Wechselwirkung der Alpenhebung, der Flusserosion und der letzten Eiszeiten entstanden sind.
Die langgestreckte, leicht gekrümmte Form des Zürichsee gleicht in etwa einer Banane. Der See ist von Rapperswil bis Zürich rund 28 Kilometer lang, zusammen mit dem Obersee rund 42 Kilometer. An der breitesten Stelle zwischen Stäfa und Richterswil ist der See 3,85 Kilometer breit. Seine tiefste Stelle zwischen Herrliberg und Oberrieden misst 136 Meter Wassertiefe. Die Uferlänge beträgt 87,6 Kilometer.
Der Zürichsee weist bei Rapperswil und der Halbinsel Hurden eine enge Stelle auf, die wegen eines eiszeitlichen Moränenzuges des so genannten Hurden-Stadiums entstanden ist. Der durch den Seedamm von Rapperswil vom grösseren Seeteil abgegrenzte Seeteil zwischen Rapperswil und Schmerikon wird Obersee genannt. In der Linthebene zwischen Tuggen, Reichenburg und Uznach bestand bis ins Mittelalter noch der östliche Seeabschnitt, der Tuggenersee, der wegen der grossen Geschiebefracht der Linth im 16. Jahrhundert verlandet ist.
Zwischen Rapperswil und Pfäffikon liegen zwei Inseln, die bewohnte Ufenau und die unbewohnte, unter Naturschutz stehende Lützelau. Das Inselchen Schönenwerd vor Richterswil ist die drittgrösste natürliche Insel im See.
Entstanden ist der Zürichsee in seiner heutigen Form nach der letzten Eiszeit, als das Schmelzwasser der Gletscher an der Endmoräne gestaut wurde.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCrichsee