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Die Mail Art-Archive von H.R. Fricker und Marcel Stüssi
Mail-Art-Brief von Charles François, Belgien, an H. R. Fricker, 1989. Das «Alphabet» besteht aus Symbolen, die je einen Künstler repräsentieren.
Co-Work mit dem Stempel Pfusch-ART von Marcel Stüssi, 1994.
H. R. Fricker
H. R. Fricker war 15 Jahre im Network aktiv, initiierte in diesem Zeitraum zahlreiche Projekte wie Shows, Kongresse und Treffen, pflegte persönliche Kontakte (per Post und im direkten Austausch), prägte die «programmatische» Diskussion mit und stiess mit seinen Arbeiten auf ein grosses Echo.
So produzierte der Künstler Tausende von Arbeiten, spies diese ins Network ein und empfing ein Mehrfaches daraus. Das Archiv widerspiegelt in den eingegangenen Sendungen die Präsenz von
H. R. Fricker und seiner Arbeiten im Network.
Marcel Stüssi
Für den 1943 geborenen Basler Marcel Stüssi war Rollenflexibilität ein wichtiges Anliegen. Er betätigte sich deshalb nicht nur als Mail-Art-Künstler, sondern auch als kreativer Filmer, Fotograf, Maler, Collagist und Kunsthistoriker. Stüssi wechselte auch immer wieder die Seiten, wurde vom Sender zum Empfänger, vom Beeinflussenden zum Beeinflussten.
Ab 1982 sandte Stüssi hundertfach Collagen und Stempelblätter zu den juryfreien Mail-Art-Shows in aller Welt. In diesem Zeitraum entstand eines der grössten und bestgeordneten Mail-Art-Archive der Schweiz. Damit gehörte Stüssi zu den aktivsten Schweizer Mail-Art-Künstlern. 1997 starb er an den Folgen eines Unfalls.
Ort der Illusion
Die Installation von
H. R. Fricker an der Museumsfassade, 1998.
Seit Mai 1998 ist im Aussenbereich des Museums für Kommunikation eine Installation von H. R. Fricker angebracht. Die Arbeit besteht aus zwei Teilen: Einem (post-)gelben Aluschild mit der roten Aufschrift «Nur Sender kann man orten» und einem elektronischen Wechselschrift-Display, wie es für Stationsanzeigen bei Postautos verwendet wird.
Im Display erscheinen Ortebegriffe in sieben Sprachen
wie «Ort der Trauer», «Ort der Lust» oder «Ort der Illusion».