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1857
Langatun ist die keltische Übersetzung des Ortnamens Langenthal, der bis in das Jahr 861 zurückverfolgt werden kann. Der Name bedeutet «Der befestigte Platz an der Langa». Das Bestimmungswort „Langa“ ist der alteuropäischen Bezeichnung von Wasser zuzuordnen. Wasser ist eines der wichtigsten Elemente bei der Whiskyherstellung. Der Name für den Langatun Whisky ist somit ein Tribut an die ersten Siedler und Braumeister in dieser Gegend. Ihre Traditionen wurden von Baumbergers Nachkommen übernommen, weitergeführt und ausgebaut.
Als Jakob Baumberger 1857 als frisch diplomierter Braumeister aus München in seine Heimat zurückkehrte, gründete er auf dem Bauernhof seines Vaters eine Destillerie, die er zusammen mit seinen Brüdern betrieb. Schon Jakobs Vater Niklaus war Landwirt, Pintenwirt und Branntweinbrenner.
1859
1859 übernahm er die seit 1785 bestehende Brauerei Mumenthaler-Marti in Langenthal. 1863 konnte Jakob Baumberger die Brauerei käuflich erwerben und baute sie zu einem blühenden Unternehmen aus.
1877
Als er 1877 die Rechte an einer Quelle in den unberührten Wäldern oberhalb von Langenthal erwerben konnte, griff er zu und leitete das ausgezeichnete weiche Wasser in einer neu verlegten fast zwei Kilometer langen Leitung direkt in sein Brauhaus. Jakob Baumberger wusste genau, dass samtweiches Wasser und eine sorgfältige Aufbereitung des Gerstenmalzes der Schlüssel sind zu einem hochstehenden Getreidedestillat.
1903
Nach dem Tod von Jakob Baumberger übernahm im Jahr 1903 sein Sohn Hans Baumberger I zusammen mit seinen Brüdern die Brauerei- und Brennerei-Tradition und führte sie mit Erfolg weiter.
1917
1917 wurde in Langenthal eine Unternehmung zum Abbau von Torf gegründet, welcher zu Feuerungszwecken in der Brauerei und Mälzerei zum Einsatz kam
1937
1937 übernahm Hans Baumberger II, ebenfalls Braumeister, die Führung der Brauerei. Die Kriegs- und Krisenjahre trafen auch die Brauerei hart. Die Produktion schrumpfte und nur durch Diversifikationsarbeiten und andere ausserordentliche Massnahmen konnte die Brauerei die schwierigen Zeiten überstehen und viele Arbeitsplätze retten.
1975
1975 übernahm Hans Baumberger III, Braumeister und ein Destillateur, das Familienunternehmen und führte es bis in die 80er Jahre erfolgreich weiter. 1983 wurde das das Unternehmen an die Bierfirma Hürlimann verkauft.
1999
Die Aufhebung des Verbots für die Destillation von Getreide und Kartoffeln in der Schweiz im Jahr 1999 legte den Grundstein von Hans Baumberger III, die Vision seines Urgrossvaters fortzusetzen und in bester Familientradition handgefertigten "LANGATUN" Single Malt Whiskys zu kreieren.
2005
Mehr als 150 Jahre nachdem Jakob Baumberger seine Destillerie gegründet hatte, beschloss Hans Baumberger III, die Vision seines Urgrossvaters fortzusetzen. In der besten Familientradition begann er die handgefertigten "Langatun" Single Malt Whiskys zu kreieren.
2008
Der erste 3-jährige Langatun "Olde Deer" Single Malt wurde in einer sehr geringen Menge produziert und exklusiv für diejenigen, die eine Vorbestellung vorgenommen hatten, verkauft. Im selben Jahr gewann "Olde Deer" die Goldmedaille auf dem Schnapsforum.
2011
2011 gibt es schon die Produktelinie «Langatun Classics» mit den Whiskys Old Deer, Old Bear und Old Bee, welche erfolgreich in den Schweizer Markt eingeführt wurden.
2014
Aufgrund ihres stetigen Wachstums und Ihrer Stellung im Markt verlagerte im Jahr 2014 die Langatun Distillery AG die Whiskyproduktion von der St. Urbanstrasse in Langenthal in das historische, denkmalgeschützte Kornhaus in Aarwangen und erhöhte Ihre Anzahl der Mitarbeiter. Die neue Heimat eignete sich perfekt für den Ausbau der Destillerie und den Empfang, der immer grösseren Anzahl an Besuchern. Vor allem aber verkörpert das Kornhaus perfekt die lange Tradition und Geschichte des Brauens und Brennens, der Familie Baumberger.
Die Fasslagerung und Reifung des Langatun Whiskys ist aber bis heute, wie es der Name schon sagt, in Langenthal!
2014
Im selben Jahr stiess Christian Lauper, Unternehmer und Mitgründer der International Whisky Academy, zum Unternehmen dazu, um den Ausbau des Unternehmens zu fördern und die Tradition des Whiskybrennens in der Schweiz weiterzuführen.
2016
2016 kam Christoph Nyfeler ins Unternehmen und brachte grosse internationale Erfahrung, vor allem im asiatischen Markt, in die Firma.
Im selben Jahr wurden Christian Lauper und Christoph Nyfeler als Nachfolger von Hans Baumberger III präsentiert und beteiligten sich am Unternehmen, um die Zukunft und den Erfolg der Destillerie zu garantieren.
2017
Seit 2017 wird der Langatun Whisky weltweit vertrieben: Die hohe Qualität der Langatun Produkte und die Leidenschaft für den Whisky führten zur Anerkennung der Destillerie durch viele Unternehmen auf der ganzen Welt. Dies führte zu einer ständig wachsenden Liste der Exportländer.
2018
2018 schloss sich Dr. Dolf Stockhausen, Unternehmer, Erfinder, Investor und Kulturkritiker, dem Unternehmen an. Kurz darauf wurde die Langatun Distillery AG von Christian Lauper, Christoph Nyfeler und Dr. Dolf Stockhausen mit dem Einverständnis von Hans Baumberger III übernommen.
2018
Im selben Jahr wurde die High Spirits Holding AG gegründet und die LANGATUN Distillery AG eingegliedert. Zusätzlich wurde die Anzahl der Mitarbeiter erhöht, um der wachsenden Nachfrage und dem eigenen Qualitätsverständnisses gerecht zu werden.
2018
Bis heute ist der Produktionsprozess eines der bestgehüteten Geheimnisse der LANGATUN Distillery AG, denn er bestimmt wesentlich die Qualität der verschiedenen Langatun Whisk(e)ys. Nur wenige Personen sind eingeweiht in das Geheimnis der Rezepturen und Abläufe. Im „Pot-Still“-Verfahren wird der Whisky-Rohstoff in kupfernen Brennblasen erhitzt und ihm, in einem speziell entwickelten Verfahren, der kostbare Geist langsam und sorgfältig entzogen.
Damit erhalten die Langatun Whisk(e)ys ihren unvergleichlich weichen, komplexen und zarten Charakter.