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Südafrikas Ex-Präsident Zuma sieht Leben durch Haftstrafe bedroht
Wenige Stunden vor dem Fristablauf für einen gerichtlich festgesetzten Haftantritt hat Südafrikas Ex-Präsident Jacob Zuma einen letzten Versuch zur Vermeidung der Strafe unternommen. Wegen Missachtung einer gerichtlichen Vorladung war er am Dienstag vom obersten Gericht des Landes zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Sie würde angesichts seines angeschlagenen Gesundheitszustands sein Leben in Gefahr bringen, liess der 79-Jährige nach Medienangaben über seine Anwälte dem Gericht mitteilen. Er habe daher einen Anspruch auf erneute Überprüfung seines Falls, zitierte der Nachrichtensender News24 aus dem Anwaltsschreiben.
Zuma muss sich gerade vor einer Untersuchungskommission wegen diverser Korruptionsvorwürfe während seiner Amtszeit verantworten und war einer gerichtlichen Vorladung nicht gefolgt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger Präsident des Landes zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Zuma wurden vom Verfassungsgericht fünf Tage gegeben, um sich in einer Polizeistation zu stellen. Diese Frist läuft am Sonntag ab. Seine Amtszeit von 2009 bis 2018 war von Korruptionsvorwürfen überschattet.