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Ort: Verschiedene Dörfer in Kambodscha
Projekt-Nr.: 51200
Budget CHF: 36’000
In Kambodscha leben 79 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten und sind in erster Linie auf die Landwirtschaft angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die geografische Lage und das Klima des Landes sind ideal für landwirtschaftliche Aktivitäten, so dass die Bäuer:innen genug ernten können, um ihre Familien zu ernähren. Leider hat die Kombination aus Dürre und Überschwemmungen, die infolge des Klimawandels viel häufiger auftreten und mangelndem technischen Wissen dazu geführt, dass Bäuer:innen immer schlechtere Ernten einbringen können. Schlimmer noch: Sie laufen Gefahr, sich zu verschulden, weil sie sich bei Mikrofinanzinstituten Geld für landwirtschaftliche Betriebsmittel leihen müssen. Um mit diesen Problemen fertig zu werden, sind die meisten Bauern gezwungen, zusätzlich im Transportwesen, auf dem Bau oder in Bekleidungsfabriken in der Stadt oder sogar in den Nachbarländern zu arbeiten. Dies hat zur Folge, dass in den Dörfern die arbeitsfähigen Männer fehlen und ein Grossteil der landwirtschaftlichen Arbeit von Frauen erledigt wird.
Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Nahrungsmitteln in den 26 Dörfern zu verbessern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber den aktuellen Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet das Projekt Schulungen zu verbesserten Techniken der Gemüse- und Geflügelproduktion an und Modellbäuer:innen werden dazu ermutigen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge mit ihren Nachbar:innen zu teilen. Insgesamt nehmen 780 Haushalte am Projekt teil.
Darüber hinaus werden den Dorfentwicklungsgruppen zusätzliche Kleinkredite zur Verfügung gestellt, um den Bedarf ihrer Mitglieder zu decken, die ihren Betrieb erweitern oder neu gründen wollen. Das Projekt will den Zugang zu Märkten erleichtern und Bauernkooperativen fördern, um den Bäuer:innen den Marktzugang zu erleichtern und angemessene Gewinne aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu erzielen. Sehr wichtig ist auch, dass die institutionellen Kapazitäten der Dorfentwicklungsgruppen gestärkt sind, damit diese die Projekte selbständig verwalten und umsetzen können.