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Es gibt viele Fussballfans in der Schweiz, die bei europäischen Auftritten des FCB auf eine Klatsche des Serienmeisters hoffen. Das ist ihr gutes Recht. Doch je schlechter Basel und Co. europäisch abschneiden, umso schwieriger wird der Weg in den Europacup für alle Schweizer Klubs.
Am Ende der letzten Saison nahm die Schweiz in der für die Verteilung der Champions-League- und Europa-League-Startplätze massgeblichen Fünfjahreswertung der UEFA den 12. Rang ein. Damit muss der kommende Schweizer Meister auf dem Weg in die Champions League 2018/19 bloss die Playoffs bestreiten.
Zudem kann sich der Zweite der laufenden Super-League-Saison über die Qualifikation die Teilnahme an der Königsklasse ebenfalls sichern und ist der Cupsieger 2018 direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Ab der Saison 2018/19 sind nur noch die Meister der besten zehn Nationen direkt für die Champions League qualifiziert.
Weil nun aber 8,375 Punkte aus der Saison 2012/13, als der FC Basel in der Europa League bis in die Halbfinals vorgestossen war, aus der Wertung fielen und die Schweizer Klubs in der diesjährigen Europacup-Qualifikation im Juli und August mit nur zwei Siegen aus acht Spielen schwach abschnitten, fiel die Super League im UEFA-Ranking vor Beginn der Gruppenphase in den 15. Rang zurück. Nach aktuellem Stand stünden der Schweiz als Nation ausserhalb der Top 12 demnach in der Saison 2019/20 zwar weiterhin fünf Startplätze zur Verfügung.
Sowohl beide Klubs in der Champions League als auch jene drei in der Europa League müssten allerdings mehrere Qualifikationsrunden überstehen, um in die Gruppenphase eines der beiden Europacup-Wettbewerbe einzuziehen. Der aktuelle Rückstand auf Platz 12 beträgt 1,600, jener auf Platz 10 5,600 Punkte.
Verheerend wäre ein Abrutschen in den 16. Rang. Dann hätte die Schweiz 2019/20 nur noch vier Startplätze, und nur noch der Meister dürfte in der Champions-League-Qualifikation antreten (schon in der 2. Runde). In der Europa League müsste ein Schweizer Klub in der 1. Runde der Qualifikation einsteigen, einer in der 2. und der Cupsieger in der 3. Runde.
Der Vorsprung auf Platz 16, den momentan Kroatien einnimmt, ist mit 0,250 Zählern minimal. Die Marge der Schweiz auf Dänemark (Platz 17) beträgt 0,8 Punkte. Zupass kommt der Schweiz jedoch, dass sowohl Kroatien (HNK Rijeka) als auch Dänemark (FC Kopenhagen) nur noch mit einem Klub in den laufenden Europacup-Wettbewerben vertreten sind. Für die Schweiz können mit Basel (Champions League) sowie den Young Boys und Lugano (beide Europa League) noch drei Klubs Punkte für das UEFA-Ranking gewinnen.
Die Gefahr, aus den Top 15 zu fallen, ist trotzdem nur vorübergehend einigermassen gebannt. Im nächsten Sommer verliert die Schweiz 7,200 Punkte aus der Saison 2013/14, Kroatien (4,375) und Dänemark (3,800) deutlich weniger. (ram/sda)