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Courtemautruy
(Kt. Bern, Amtsbez. Pruntrut, Gem. Courgenay). 544 m. Dorf, an der Strasse Pruntrut-Saint Ursanne, 1 km ssö. der Station Courgenay der Linie Delsberg-Delle und 5,4 km osö. Pruntrut. 51 Häuser, 225 kathol. Ew. Das ganz in einem Wald von Obstbäumen versteckte Dorf liegt am Fuss der bewaldeten Ketten des Moron und Plainmont, die durch die vom Gipfel von La Croix (792 m) herabsteigende und von der Strasse Pruntrut-Saint Ursanne (Route de la Croix) durchzogene tiefe Thalrinne des Pichoux von einander getrennt sind.
Der Bach dieses Thälchens treibt in
Courtemautruy die
Mühle
Le Martinet, verliert sich in den
Sümpfen
von
Courtemaîche und tritt 2,5 km weiter nw. als Bach von
Voiebœuf von Neuem zu Tage. Die ganze Umgegend ist der Schauplatz
zahlreicher Legenden über
Feen, Druiden und böse
Geister. Nach einigen Geschichtsschreibern soll Julius Cæsar auf dem 2 km
ö.
Courtemautruy gelegenen
Mont Terri ein
Lager aufgeschlagen und am Fuss der kahlen
Felsen dieses
Berges
die Germanen unter Ariovist geschlagen haben. Die etymologische Ableitung des Namens
Courtemautruy ist in Dunkel gehüllt.
Um 1146: Curthemaltrut;
1147: Curthemaltru;
1152: Cortemaltrut;
1179: Curtemaltrut;
1254: Cortematri. Zwischen
Courtemautruy
und dem
Mont Terri stand einst das wahrscheinlich im 15. Jahrhundert zerstörte Dorf Courtary;
1862 an dieser Stelle angestellte Nachgrabungen förderten Trümmer römischer Bauwerke zu Tage.
Kapelle zu Saint Eloi.