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Wohnhaus
Meiringen
1857
Beschrieb
Auf einem verputzten Bruchsteinsockel dreigeschossiger Kantholz-Blockbau von 1857 mit Kern aus dem 18. Jh., bei welchem die Frontfassade 1965 erneuert wurde. Dieser hatte nie eine gefasste Zier. Das zeittypische Dach mit Gerschild wurde 1991 neu mit Schindeln gedeckt. Bei der Giebel- und linken Stubenerweiterung von 1857 haben die vorgesetzte Giebel- und Gadenschwelle an der Frontfassade gefasste Würfelfriese mit Blendbogen. In den zwei gleichen Farben wie die Würfelbänder sind die Blätterranken (Bergahornblätter) auf den Wandhölzern in Grün- Schwarz gemalt. Über und zwischen den Giebelfenstern schwarz gemalte
Frakturinschrift. Fensterbänke mit gekehlten Profilen und an der Stubenwand Ranke in Flachschnitzerei. Auf der Stirnseite der zwei Firstkonsolen sind schwarze Becher aufgemalt. Weiter ist an der Rückseite des Hauses die Giebelwand mit einer Inschrift, Sternen und zwei Schüssel versehen. Im Innern: Täfer um 1850 und schöner Specksteinofen 1877. Mit der dazugehörenden Scheune (Nr. 542) bildet dieser ausgewoge proportionierte Baukörper eine Torsituation im oberen Bereich auf Zaun.
Restauriert auf Initiative des Berner Heimatschutzes, Sektion Oberhasli.