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Roger Federer besiegte beim Masters-Series-Sandplatzturnier in Hamburg Gustavo Kuerten (Br/2) und qualifizierte sich für den Halbfinal.
Im ersten Duell gegen Kuerten gab Federer den Tarif gleich eindrücklich bekannt: Im ersten Satz degradierte er den dreifachen Roland-Garros-Champion und Titelhalter der letzten beiden Jahre zum Statisten und brauchte nur 20 Minuten zum 6:0.
Im Entscheidungssatz liess er sich nicht durch die Tatsache beirren, dass er einen 2:0- Vorsprung preisgab, sondern stellte mit zwei weiteren Breaks zum 4:2 und 6:2 einen der grössten Erfolge seiner Karriere sicher. Den Matchball verwertete Federer mit einem perfekten Topspin-Lob.
"Ich habe sehr gutes Tennis gespielt, wenn nicht sogar mein bestes auf Sand", so Federer nach seinem ersten "roten" Halbfinaleinzug, nachdem er in den vorherigen Viertelfinals (Monte Carlo und French Open 2001) jeweils ausgeschieden war.
Nach Pete Sampras im Vorjahr in Wimbledon besiegte Federer damit bereits zum zweiten Mal einen Dominator einer Unterlage an einem grossen Turnier und hievte sich damit in die Reihe der gefährlichen Aussenseiter für das French Open.
Bei aller Euphorie darf indes nicht vergessen werden, dass "Guga" auf Sand sicher noch besser spielen kann: Der brasilianische Wuschelkopf steht nach einer im Februar vorgenommenen Hüftoperation erst seit Ende April wieder regelmässig auf den Wettkampf-Courts und hat punkto Matchpraxis noch Defizite.
Im Spiel um den zweiten grossen Finaleinzug des Jahres nach Key Biscayne (Niederlage gegen Andre Agassi) ergibt sich in jedem Fall ein völlig anderes Spiel. Federers gelegentlicher Doppelpartner Mirnyi, mit dem er in Indian Wells unlängst den Final erreichte, und Boutter sind beide extrem unberechenbar und offensiv eingestellt, womit sich primär kurze Ballwechsel ergeben werden.
swissinfo und Agenturen