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Ochoa
(spr. otschoa), Don Eugenio de, span. Dichter, Kritiker und politischer Schriftsteller, geb. zu Lezo in Guipuzcoa, erhielt seine erste Bildung auf dem Kollegium San Mateo, später auf dem von San Tomas zu Madrid, [* 2] bezog 1829 mit Unterstützung Ferdinands VII. die École des arts et des métiers zu Paris [* 3] und beschäftigte sich nebenbei mit der Malerei. Ein Augenübel zwang ihn jedoch, der Kunst zu entsagen, und er kehrte 1834 nach Madrid zurück, wo er sich an der von Alberto Lista (s. d.) redigierten »Gaceta de Madrid« beteiligte, bis ihn die Ereignisse von La Granja veranlassen, wieder nach Paris zu gehen. Hier widmete er sich vorzugsweise der Herausgabe der von Baudry verlegten ¶
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großen Sammlung spanischer Klassiker: »Tesoro de autores españoles«, welche zur Verbreitung der spanischen Litteratur ungemein viel beigetragen hat. 1844 nach Madrid zurückgekehrt, wurde er Unterbibliothekar der Nationalbibliothek, ein Jahr darauf Bezirkspräsident zu Huesca. 1847 wurde er zum Direktor der Staatsdruckerei, bald darauf aber zum Büreauchef im Ministerium des Unterrichts ernannt, welche Stellung er später aufgab, um als Deputierter in die Cortes zu treten. 1851 ernannte ihn die Königin zum Wirklichen Kammerherrn.
Mitglied der spanischen Akademie war er schon 1844 geworden; etwas später nahm ihn auch die Akademie der Geschichte in ihre Mitte auf. Er starb Seine schriftstellerischen Arbeiten bestehen, außer verschiedenen sehr gelungenen Übersetzungen aus dem Französischen und einer großen Anzahl trefflicher litterarhistorischer, kritischer und politischer Artikel in verschiedenen, zum Teil von ihm selbst redigierten Zeitschriften, in einigen Dramen und Erzählungen und einem Band [* 5] Gedichte (»Ecos del alma«). Um die ältere spanische Litteratur hat er sich außer der oben genannten Sammlung noch durch die Herausgabe der Werke des Marquis von Santillana, des Hernan Perez de Pulgar u. a. sehr verdient gemacht. Auch bearbeitete er im Auftrag Ludwig Philipps einen Katalog der in den Pariser Bibliotheken befindlichen spanischen Handschriften (Par. 1844) und gab einen »Épistolario español« (abgedruckt in Bd. 13 u. 42 der »Biblioteca de autores españoles«) heraus.