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Der Gemeine Holzbock
Laut Experten übertragen Zecken in der Schweiz jährlich 3000 bis 5000 Mal Krankheitserreger auf Menschen, die zu Lyme-Borreliose führen. Zecken sind winzige Spinnentiere und gehören zur Unterfamilie der Milben. In Europa ist vor allem der Gemeine Holzbock für die Übertragung von Krankheiten verantwortlich. Er kommt in gemässigten Zonen bis in Höhen von 1000 Metern vor. Diese Zeckenart bevorzugt feuchtwarme Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 8 Grad Celsius. Entsprechend ideale Bedingungen ergeben sich für die Zecken bei uns im Frühling, Herbst und in den warmen, aber nicht heissen Sommermonaten.
Beliebte Lebensräume
Zecken leben vorzugsweise im Unterholz des Waldes mit Sträuchern, Büschen und Gräsern, auf Wiesen mit hohem Gras, an Lichtungen und Waldrändern. Die Zecke lässt sich auf potenzielle Wirte, also Tiere und Menschen fallen und verankert sich nach ihrem Stich mit ihren Widerhaken in deren Haut. Den Menschen stechen Zecken vor allem an versteckten Orten des Körpers, etwa hinter den Ohren oder in der Schamgegend.
Infektionen
Der Gemeine Holzbock kann unterschiedliche Erreger übertragen, mehrheitlich handelt es sich um zwei: Am häufigsten wird das Bakterium Borrelia burgdorferi weitergegeben, das die Lyme-Borreliose auslösen kann und seltener der Frühsommer-Meningoenzephalitis(FSME)-Virus, der Frühsommer-Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung) verursachen kann.
In Zeckengebieten sind bis zu 35% der Zecken von Borrelien befallen. 3-6% aller von einem Zeckenstich Betroffenen haben mit einer Infektion zu rechnen, bei 0,3-1,4% tritt eine manifeste Borreliose auf. Die Symptome einer Borreliose, gegen die keine Impfung existiert, gestalten sich ebenso wie der Verlauf individuell unterschiedlich. Meist bildet sich um die Einstichstelle ein roter Kreis, an dem man eine Borreliose-Infektion erkennen kann. Dies muss aber nicht zwingend der Fall sein. Da sich die Borrelien im Körper ihres Wirts aktiv bewegen, sind sie in der Lage, beinahe jedes Organ und jedes Gewebe zu befallen. Entsprechend kann sich eine Borreliose durch verschiedene Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen sowie psychische Veränderungen zeigen. Behandelt wird die Lyme-Borreliose mit Antibiotika. Es gibt einen Zeckentest, durch den ermittelt werden kann, ob eine Zecke Träger von Borrelien war. Dieser ist in Drogerien und Apotheken erhältlich.