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Tipps & Tricks 04.05.2007, 19:45 Uhr
Ubuntu Linux
Ubuntu Linux ist eine auf Debian basierende, kostenlose Linux-Distribution, die sich bestens für den privaten oder Büro-PC eignet.
Linux [1] ist ein freies Betriebssystem, das in verschiedensten Verpackungen bzw. Distributionen [2] zu haben ist. In Firmennetzen und bei Internetprovidern leistet es schon seit Jahren hervorragende Dienste, zum Beispiel als File-, Web- oder Mailserver.
Zwar liessen sich andere Distributionen ebenfalls kostenlos auf dem heimischen PC installieren und mit Büro- und Multimedia-Anwendungen erweitern. Jedoch ist Ubuntu Linux die erste freie Distribution, die sich vom ganzen Auftritt her und mit der einfachen Bedienung explizit am "gewöhnlichen" Anwender orientiert.
Ins Leben gerufen wurde Ubuntu Linux vom südafrikanischen Multimillionär Mark Shuttleworth [3], der das Projekt auch mit Herzblut und einigen Finanzspritzen mitfinanziert. Die Ubuntu Stiftung [4] wird von Shuttleworths Firma Canonical Ltd. [5] unterstützt, die unter Anderem kommerziellen Ubuntu- und anderen Open-Source-Support für Firmen und Behörden anbietet.
Besondere Merkmale von Ubuntu: Es basiert auf einer anderen Linux-Distribution namens Debian [6]. Die Versionsnummern stehen für Erscheinungsjahr und Monat, somit ist die Version 7.04 im April 2007 erschienen. Jede Ubuntu-Version [7] erhält zudem einen buchstäblich tierischen Projektnamen. Hier drei Beispiele:
Ubuntu 6.06 LTS: Dapper Drake, bedeutet ungefähr "eleganter Erpel"
Ubuntu 6.10: Edgy Eft, bedeutet ungefähr "nervöser Jungmolch"
Ubuntu 7.04: Feisty Fawn, bedeutet ungefähr "resolutes Rehkitz"
Normalerweise werden Ubuntu-Desktop-Versionen während 18 Monaten mit Sicherheitsupdates versorgt; Server-Versionen sogar 5 Jahre lang. Der Ubuntu-Version 6.06 wurde jedoch als erster Desktop-Version auch ein "Long Term Support" zuteil. Das bedeutet, dass diese mit LTS gekennzeichnete Ubuntu-Version ebenfalls den längeren Support geniesst. Es ist anzunehmen, dass etwa alle zwei Jahre eine neue LTS-Version das Licht der Welt erblickt.
"Dapper Drake" war in noch einer Hinsicht ein Novum: So lässt sich seit Dapper jede Ubuntu-Live-CD auch gleichzeitig als Installationsmedium nutzen. Nach Aufruf der entsprechenden Verknüpfung führt ein Installationsassistent Schritt für Schritt durch den Vorgang.
Ubuntu erhielt unlängst prominente Unterstützung. Der Computerhersteller Dell [8] scheint Ubuntu Linux inzwischen für reif genug für den Desktop-Einsatz zu halten. Er kündigte an, dass er ungefähr ab Ende Mai 2007 auch einige PC- und Notebooktypen wahlweise mit vorinstalliertem Ubuntu Linux ausliefern werde; zu haben sind die Geräte zumindest anfangs aber nur in den USA.
Linux-Betriebssysteme für den Desktop bringen je nach Distribution eine andere Benutzeroberfläche mit. Ubuntu selber kommt mit dem Gnome-Desktop [9], die Schwesterprojekte Kubuntu und Xubuntu enthalten stattdessen eine Oberfläche namens KDE [10] bzw. das etwas schlankere XFCE.
Rund um die Ubuntu-Gemeinschaft versammeln sich noch weitere Projekte. So ist zum Beispiel Edubuntu [11] für den wartungsfreundlichen Betrieb in Schulnetzwerken ausgelegt. In der Pipeline ist auch Ubuntu Studio [12], welches dereinst passende Programmpakete zum Erstellen und Editieren von Audio- und Videoinhalten an Bord haben soll.
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