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In vier italienischen Regionen, darunter die Lombardei mit dem Finanzzentrum Mailand, sind seit Freitag die schwersten Sperrmaßnahmen in Kraft. Auch die Nachbarregion Piemont mit der Hauptstadt Turin fällt unter dieses Regime. Die Menschen dürfen nur zur Arbeit oder zum Einkaufen nach draußen gehen.
Premierminister Conte unterzeichnete einen Erlass, mit dem am Freitagabend im ganzen Land eine Ausgangssperre eingeführt wurde. Von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr darf niemand ohne triftigen Grund ins Freie.
Mehrere italienische Städte haben seit Tagen heftig protestiert. Dies ist auch in Genua der Fall. Der italienische Architekt und Filmproduzent Robin Monotti Graziadei, der von London aus arbeitet, schreibt: „Italien ist durch das Weltwirtschaftsforum (WEF) besetzt worden. Der 18. Tag der Anti-Blockade-Proteste. Demonstranten belagern das Gebäude der Kommunalverwaltung. Wenn sich die Polizei und die Armee auf die Seite der Demonstranten stellen, ist die Abriegelung beendet“.
Es gibt eine Sache, die der WEF nicht berücksichtigt hat: unsere Solidarität, so Monotti Graziadei.
Er erklärt, dass die Demonstranten für die Firma ArcelorMittal arbeiten. „Der Stahlgigant musste Leute entlassen, weil die Gewinne aus der Atomindustrie durch die Sperren um 15% gesunken waren.
Monotti Graziadei weist darauf hin, dass ArcelorMittal ein Partner des WEF ist. „Sperrungen können als Vorwand dienen, um Leute zu entlassen“, sagt er.