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Bencics Niederlage mag eine Enttäuschung sein, sie ist aber kein Rückschritt. Noch immer darf die 25-jährige Belinda Bencic mit grosser Zuversicht und grossen Hoffnungen in die neue Saison steigen. Aryna Sabalenka startete - wie Bencic - furios in diese Saison. Sie gewann das erste Turnier in Adelaide und gab in ihren ersten acht Matches in diesem Jahr noch keinen Satz ab.
Gut begonnen
Belinda Bencic erwischte im Achtelfinal den besseren Start. Sie führte im ersten Satz 3:1 und 4:2. Sie setzte die Weissrussin früh unter Druck. Die Taktik, die sie sich mit Coach Dimitri Tursunow, der vorher zwei Jahre lang Sabalenka begleitet hatte, zurecht gelegt hatte, schien aufzugehen. Aber Sabalenka vermochte zu reagieren. Die Weltnummer 5 steigerte sich - und erspielte sich immer deutlicher die Oberhand.
Im zweiten Satz gelang Sabalenka die Vorentscheidung, als sie von 1:1 auf 4:1 davon zog. Für Bencic bot sich noch eine kleine Chance, sich in den Satz zurück zu kämpfen, als sie beim Stand von 2:4 gegen den Aufschlag der Gegnerin 30:0 in Führung ging. Mit vier Punktgewinnen hintereinander korrigierte Sabalenka aber die Situation. Das Szenario von Dubai 2019, als Bencic gegen Sabalenka nach sechs abgewehrten Matchbällen eine grandiose Wende schaffte und noch gewann, wiederholte sich diesmal aber nicht.
Doppelt so viele Doppelfehler
So muss sich die Schweizerin damit begnügen, als erste Spielerin in Melbourne Sabalenka mehr als fünf Games abgenommen zu haben. Die Weissrussin ist vor den Viertelfinals eine heisse Anwärterin auf ihren ersten Grand-Slam-Titel, obwohl mit Jessica Pegula (WTA 3) und Masters-Siegerin Caroline Garcia (WTA 4) noch zwei besser klassierte Spielerinnen im Turnier verblieben sind.
Zumal Sabalenka zwischen der alten und der neuen Saison ihre Aufschlagprobleme in den Griff bekommen hat. Letzte Saison unterliefen ihr schier unglaubliche 428 Doppelfehler - mit Abstand die meisten auf der Frauen-Tour und mehr als einmal ein Dutzend in einer einzigen Partie. Bencics Hoffnung, Sabalenka möge sie mit Doppelfehlern unterstützen, erfüllten sich nicht. Einzig im dritten Game, als Bencic das einzige Break zum 2:1 gelang, unterliefen Sabalenka drei Doppelfehler. Während der anderthalb-stündigen Partie produzierte Bencic indes doppelt so viele Doppelfehler (8) als Sabalenka (4).