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Halsschmerzen, laufende Nase, verstopfte Nase und Husten sind die typischen Erkältungssymptome. Die Erkältung ist eine häufige Viruserkrankung. Eine Erkältung tritt auf, wenn der Körper auf einen Angriff durch Viren reagiert. Kaltes Wetter ist sehr günstig für diese Viren, denn es stärkt die Resistenz von Viren und schwächt unsere Immunität. Aus diesem Grund bekommen wir Erkältungen im Herbst und Winter auch öfter als in den Sommermonaten. Wie verläuft eine Erkältung und wie kann sie behandelt werden?
Was ist eine Erkältung?
Die Erkältung, auch Nasopharyngitis, Rhinopharyngitis oder akute Rhinitis genannt, ist eine sehr häufige virale Atemwegserkrankung. Laut Statistik bekommen Erwachsene ein-bis zweimal jährlich eine Erkältung. Die Ursache der Erkältung sind Viren. Es gibt bis zu 200 verschiedene Viren, die Erkältungen hervorrufen. Bis zu 80 % der Fälle werden durch Rhinoviren und 10 bis 15 % durch Coronaviren verursacht.
Da Erkältungen durch sehr unterschiedliche Viren hervorgerufen werden, ist unser Immunsystem nicht in der Lage, eine dauerhafte Immunität dagegen aufzubauen. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen sich unmittelbar nach einer überstandenen Erkältung ein anderes Virus zuziehen.
Erkältungssymptome
Wie in der Einleitung erwähnt, sind Halsschmerzen, laufende Nase, verstopfte Nase und Husten die häufigsten Erkältungssymptome. Sehr oft geht eine Erkältung jedoch auch mit Niesen, Geruchs- oder Geschmacksverlust, Kopfschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Körperschmerzen, erhöhter Temperatur oder Schüttelfrost einher.
Diese Symptome halten für gewöhnlich 7 bis 10 Tage an und erreichen um den fünften Tag ihren Höhepunkt. Dies ist im Allgemeinen der schlimmste Tag einer Erkältung, die sich danach allmählich bessert.
Erkältung und ihre vier Phasen
Die Inkubationszeit der Erkältung, das heisst die Zeit zwischen dem Kontakt mit einem Erkältungsvirus und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt einen bis drei Tage.
Eine Erkältung verläuft in vier Phasen mit jeweils anderen Symptomen. Diese Symptome lindern Sie auf unterschiedliche Weise.
Erste Phase
In der Anfangsphase fühlen sich die meisten Menschen unpässlich und leiden an Schüttelfrost und Müdigkeit. Es ist jedoch nicht immer möglich, sofort zu erkennen, dass unser Körper ein Virus bekämpft, da es für Müdigkeit verschiedene Gründe geben kann. Was kann in dieser Phase gegen eine Erkältung helfen?
Sie können mit Vitamin C, Knoblauch, Ingwer oder Tee mit Honig Ihr Immunsystem stärken. Sie sollten ausserdem so viel wie möglich ruhen. Diese Methoden sind aber eventuell nicht in allen Fällen wirksam.
Zweite Phase
Die häufigsten Erkältungssymptome in der zweiten Phase sind Kopfschmerzen, Halsschmerzen und eine verstopfte Nase. Eventuell husten Sie auch Schleim ab und sind kurzatmig. Durch die geschwollene Nasenschleimhaut, die Ihre Nase blockiert, kann sich Ihre Stimme verändern.
Je eher Sie diese Symptome behandeln, desto eher sind Sie wieder gesund. Eine verstopfte Nase und verstopfte Nasennebenhöhlen können Sie mit Nasenspray frei bekommen. Idealerweise sollten Sie ausserdem ein Erkältungsmedikament einnehmen.
Dritte Phase
Die dritte Phase einer Erkältung ist durch steigende Temperatur und Husten gekennzeichnet. Etwa fünf oder sechs Tage nach Ausbruch der Erkältung setzen Muskel- und Gelenkschmerzen ein. Wenn frei verkäufliche Mittel in dieser Phase nicht mehr helfen und die Symptome sich verschlimmern, sollten Sie wegen der weiteren Behandlung Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Vierte Phase
Die vierte Phase ist im Allgemeinen mit anhaltendem Schnupfen (Rhinitis) und Schwellung der Nasenschleimhaut verbunden, aber diese Symptome klingen allmählich ab, und acht bis zehn Tage nach dem Ausbruch ist die Erkältung überstanden.
Was ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und der Grippe?
Erkältungen und die Grippe haben sehr ähnliche Symptome, aber in der Regel sind die Grippesymptome schwerer als die Erkältungssymptome. Auch der Krankheitsbeginn verläuft unterschiedlich; während Erkältungssymptome sich allmählich entwickeln, setzen Grippesymptome plötzlich ein. Anders als die Erkältung kann die Grippe zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen wie z. B. Lungenentzündung (Pneumonie) führen.
Behandlung von Erkältungen
Da die Erkältung durch Viren verursacht wird, kann sie nicht mit Antibiotika behandelt werden. Es ist auch nicht möglich, die Infektion selbst zu behandeln, sondern nur die Erkältungssymptome. Spezielle Erkältungsmedikamente können die Symptome dieser Erkrankung lindern. Vitamine und Kräutertees sowie viel Ruhe und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme können ebenfalls helfen.
Erkältungen vorbeugen
Wie bei vielen anderen Krankheiten gibt es leider keine garantierte Möglichkeit, eine Erkältung zu vermeiden. Eine Impfung gegen eine Erkältung gibt es ebenfalls nicht. Durch Stärkung Ihres Immunsystems und Vermeidung von Risikofaktoren wie schlechte Ernährung, schlechte Hygiene oder Schlafmangel können Sie Ihr Erkältungsrisiko jedoch senken.