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Weshalb das Thema Professor GSBA
Walter Fumagalli?

Folgen einer Anfrage bei der Foxcoach AG

Reaktion von Walter Fumagalli,
Professor GSBA
|Der Werbewert von Walter Fumgalli, Professor GSBA aus Sicht der Fumagalli Consulting|
Meinung aus Hessen / Meinung der ETH / Meinung aus Berlin / Auszug aus Wikipedia
Walter Fumagalli, manchmal auch Walter V. Fumagalli, verfügt über einen Abschluss als lic.oec. und ist u.a. bei der GSBA Graduate School of Business Administration Oekreal Foundation tätig. Das Schweizer Fernsehen durfte ihn z.B. für die Kassensturzsendung vom 11. Januar 2005 filmen, jene Sendung, die später zu 400'000 Franken Werbung führte. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Walter Fumagalli, von dem zum Thema Architektur ein Buch in der Bibliothek der ETH zu finden ist.
Über die Bezeichnung Professor Walter Fumagalli stolpert, wer ein Buch sucht und auf die Homepage der Foxcoach AG gerät. Bei dieser Firma handelt es sich um ein Unternehmen, welches (nach Eigendeklaration) Publikationen mit praxisorientiertem Wissen vertreibt. Walter Fumagalli war bei der Gründung des Unternehmens dabei und ist gemäss HR-Auszug vom Juli 2007 auch Mitglied und Delegierter des Verwaltungsrates.
Es handelt sich um eine sehr bewegliche Firma, 48% des Gründungs-Kapitals wurden mittels Sacheinlage von zwei Autos liberiert. Domiziliert ist die Firma im Kanton Zug, c/o Fumag Holding AG. Auch bei der Fumag Holding AG wurde bei der Gründung ein Teil des Kapitals mit einem Auto liberiert. An der gleichen Adresse, auch mit Walter Fumagalli als Mitglied des Verwaltungsrates, findet sich noch die Firma Redfox Consulting AG. Einer der Namen in jenem Verwaltungsrat lässt auf eine gewisse Nähe zur Foxcoach AG schliessen. In keinem der drei Firmen ist Walter Fumagalli mit der Bezeichnung Professor eingetragen.
Da die Firma Foxcoach auf der Frontpage einen Link zur GSBA Graduate School of Business Administration Oekreal Foundation aufweist wird einem eingeweihten schnell klar, dass es sich um den Professor GSBA Walter Fumagalli handeln muss.
Eine Schweizer Privatschule hat also den auf dem Buchumschlag der Foxcoach ohne weiteren Zusatz aufgeführten Professorentitel verliehen.
Da bekannt ist, dass das Privatinstitut welches diesen Professorentitel verlieh auch Studenten mit Informationsveranstaltungen in Deutschland rekrutiert, interessierte, ob Walter Fumagalli z.B. in Deutschland als Professor auftreten könnte. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst teilte dazu am 26.7.2007 mit:
Bezug nehmend auf Ihre Anfrage teile ich mit, dass eine von der graduate school of business administration vergebene Professorenbezeichnung in Hessen nicht führbar ist. Nach § 29 des Hessischen Hochschulgesetzes dürfen ausschließlich solche Hochschultätigkeitsbezeichnungen geführt werden, die von im Herkunftsland anerkannten Hochschulen vergeben worden sind. Die graduate school of business administration ist keine in der Schweiz anerkannte Hochschule.
Die den Professor-Titel verleihende GSBA führt auf ihrer Website auf, dass es verschiedene befreundete Universitäten gebe. Da diese allenfalls mit involviert sind, eine Anfrage an die zuoberst auf der Liste aufgeführte ETH Zürich. Antwort der ETH am 9. August 2007:
1. Die ETH Zürich hat keine offiziellen Verbindungen mit der Graduate Business School of Administration (GSBA). Insbesondere wirkt sie in keiner Weise an Prüfungen, Qualifikationen und Diplomierungen mit.
2. Die ETH Zürich vermietet für die Durchführung grösserer Veranstaltungen ihre Räumlichkeiten an verschiedene externe Organisationen und Veranstalter. Solche Räumlichkeiten wurden in den letzten Jahren auch an die GSBA vermietet für die Durchführung von Diplomfeiern. Auch dadurch entsteht keine offzielle Beziehung zwischen der ETH Zürich und der GSBA.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die ETH Zürich nicht als befreundete Universität der GSBA Horgen bezeichnet werden kann.
Anders als gemäss dem weiter unten aufgeführte Zitat aus Wikipedia, führt der Weg via Horgen (ein Ort in der Schweiz, direkt am Zürichsee gelegen) zu einem Professorentitel ganz ohne Habilitation oder Doktorat.
Mitte August teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin mit:
in Deutschland dürfen ausländische Professorentitel nur dann geführt werden, wenn sie von der zuständigen Kultusbehörde zur Führung genehmigt werden. Ohne Führungsgenehmigung darf weder damit geworben werden noch auf Briefköpfen und Visitenkarten benutzt werden. Außerdem darf dieser Titel nur im Original mit Herkunftszusatz (Name der Universität) geführt werden.
Bevor die Genehmigung zur Führung des ausländischen Professorentitels ausgesprochen wird, wird aufgrund der hier vorgelegten Unterlagen (Vorlesungsverzeichnis, Verleihungsurkunde, Lehr- und Forschungsvertrag, Nachweise über
das Vorliegen der wissenschaftlichen Leistungen usw.) genau geprüft, ob die Universität das Recht hat, diesen Titel zu verleihen.
Offen ist damit die Frage, ob eine Bezeichnung Professor ohne weiteren Zusatz auf einem Buchumschlag einer Nennung auf einem Briefkopf oder einer Visitenkarte gleichgesetzt wird. Das hängt wohl davon ab, ob die Bücher der Foxcoach AG auch in Deutschland vertrieben werden. Dieser Frage wird der Verlag der die Publikationen von Professor Fumagalli herausgibt, bestimmt nachgehen.
Wikipedia ging im Juli 2007 von folgendem aus:
... After the doctorate, German scholars who wish to go into academic work are supposed to take a Habilitation, i.e., they write a second thesis mostly on a position as a Wissenschaftlicher Mitarbeiter or Wissenschaftlicher Assistent ("scientific assistant", C1) or a non-tenured position as Akademischer Rat ("academic councilor", both 3+3 years teaching and research positions) . Once they pass their Habilitation, they are called Privatdozent and are eligible for a call to a chair.
...
Similar or identical systems as in Germany (where a Habilitation is required) are in place, e.g., in Austria, the German-speaking part of Switzerland, ...
Zu weiteren Ausführungen betreffend Professoren- (oder auch Doktor) -Titeln aus Schweizer Sicht (aus VPB) siehe hier.