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Die britische Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Julie Andrews ist Ehrenbürgerin der Gemeinde Saanen BE, zu der auch der Nobelferienort Gstaad gehört. Weltruhm erlangte Andrews in den 1960-er Jahren als Kindermädchen «Mary Poppins» im gleichnamigen Filmmusical.
Die Gemeindeversammlung sprach Andrews einstimmig und mit Applaus das Ehrenbürgerrecht zu, wie die Gemeinde am Samstag mitteilte. Andrews und ihr verstorbener Ehemann, der Regisseur, Produzent und Schauspieler Blake Edwards (Pink Panther) sind seit Jahrzehnten mit Gstaad und dem Saanenland verbunden.
Das Ehepaar Andrews-Edwards habe dank seines grossen Bekanntenkreises in der Filmbranche viele Weltstars nach Gstaad gebracht, schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung weiter. Manchen gefiel es so gut, dass sie gleich Chalets kauften und blieben. So blieben beispielsweise die Schauspielerin Audrey Hepburn oder der Komiker Peter Sellers bis zu ihrem Tod eng mit der Region verbunden.
Das Ehepaar Andrews-Edwards gründete und unterstützte in den 1990-er Jahren das Festival «Cinemusic» in Gstaad, zu dem sich Weltstars wie Liza Minelli, Quincy Jones, Henry Mancini oder Roman Polanski einfanden. Wenn Andrews angefragt worden sei, etwas für Gstaad zu machen, habe sie immer zugesagt, betont die Gemeinde. Dafür verdiene sie besonderen Dank und Anerkennung.
Die heute 79-jährige Andrews wurde von ihren Eltern früh gefördert und stand bereits im Alter von 12 Jahren auf der Bühne. Generationen von Kindern ist Julie Andrews als magisches Kindermädchen Mary Poppins ein Begriff. 1965 erhielt sie dafür einen Oscar. Einen persönlicher Schicksalsschlag erlebte Andrews in den späten 1990-er Jahren, als bei einer Operation ihre Stimmbänder beschädigt wurden und sie ihre Gesangsstimme verlor. Heute ist Andrews vor allem als Autorin von Kinderbüchern erfolgreich.
(viw/sda)