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Quetiapin und Mirtazapin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Additive Verlängerung der QT-Zeit
Mechanismus
Quetiapin und Mirtazapin können jeweils zu einer Verlängerung der QT-Zeit im EKG führen [Kim A, 2016][Goodnick PJ, 2002]. Beide Medikamente sind zudem mit Sedierung und Gewichtszunahme assoziiert.
Effekt
Mögliche additive Verlängerung der QT-Zeit mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von ventrikulären Arrhythmien (Torsades de pointes) [Sala M, 2005]. In Kombination kann es zu einer verstärkten Gewichtszunahme kommen [Domecq JP, 2015]. Die möglicherweise verstärkte Sedierung kann mit einem erhöhten Sturzrisiko einhergehen.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Eine Überwachung der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) und eine Einstellung von Kalium und Magnesium in den hochnormalen Bereich sind zu empfehlen. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit auf über 500ms oder um 60ms im Vergleich zur Baseline, sollte eine Therapieumstellung vorgenommen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018