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Sitzung
17 - Freie Mitteilung
Upper GI
15. Mai 2019, 13:30 - 15:00, Bellavista 2, 6. OG
Abstract
4
Video: Double-Tract Rekonstruktion nach Resektion des gastroösophagealen Übergangs wegen AEG Typ II und III Tumoren
H. M. Schmidt1, F. Berlth2, A. H. Hölscher3, Presenter: H. M. Schmidt1 (1Lachen, 2Seoul/KR, 3Essen/DE)
Ziel
Bei AEG Typ II und III Tumoren der T-Kategorien 1 und 2 mit intestinalem Typ, insbesondere Grading G1 und G2, ist in der Regel eine R0-Resektion nach distal bei 50% proximaler Magenresektion mit gutem Sicherheitsabstand zu erreichen. Die Lymphknoten(LK)-Dissektion kann dabei im Kompartiment II komplett ausgeführt werden und muss im Vergleich zur Gastrektomie nur im aboralen Kompartiment I eingeschränkt werden. Nach aktuellen asiatischen Daten liegt die LK-Metastasierung in den entsprechenden LK-Stationen 4, 5 und 6 bei AEG II/III Tumoren von unter 4cm Durchmesser jedoch bei unter 1%.
Methoden
Bei der Double-Tract Rekonstruktion nach Resektion des gastroösophagealen Übergangs wird die End-zu-Seit Roux-Y Ösophagojejunostomie ausgeführt, 15 cm aboral davon die Seit-zu-Seit Jejunogastrostomie und mindestens 25 cm weiter aboral die End-zu-Seit Jejunojejunostomie. Diese Schritte werden im Video demonstriert.
Resultate
Patienten mit Double-Tract Rekonstruktion haben eine Rate an Refluxösophagitis von unter 10% und im Vergleich zur Gastrektomie signifikant höhere Hämoglobin Werte und signifikant geringere Dosen an notwendiger Vitamin B12 Substitution.
Schlussfolgerung
Die Double-Tract Rekonstruktion nach Resektion des gastroösophagealen Übergangs bei nicht fortgeschrittenen AEG II/III Tumoren bietet bei ausreichender onkologischer Radikalität Vorteile durch die Doppelkanalbildung mit Erhaltung des distalen Magens und der Doudenalpassage.