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Die Studie «Nuclear power for the economy, environment and development», die eine European House-Ambrosetti Working Group im Auftrag der Enel S.p.A. und der EDF Energia Italia erarbeitet hat, wurde an einem Workshop im italienischen Como am 5. September 2010 vorgestellt.
Laut der Studie könnte Italien bis zu EUR 57 Mrd. (CHF 74 Mrd.) an Erzeugungskosten sparen und bis zu 381 Mio. t CO2-Emissionen vermeiden, wenn 25% der Stromerzeugung aus nuklearen Quellen stammen würden.
Die Wiedereinführung der Kernenergie würde die Energiekosten und -preise verringern und stabilisieren und zudem die Energie-Lieferkette verbessern, was sich für die Endkonsumenten positiv auswirke. Die Nutzung der Kernenergie würde auch Italiens Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen vermindern und – was die Studie als «erheblichen Vorteil» bezeichnet – als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung wirken. Italien importiert 14% seines jährlichen Stromverbrauchs und gehört damit zu den weltweit grössten Einfuhrländern von Strom, so die Studie weiter. Sie stellt fest, dass die Strompreise in Italien durchschnittlich 25–30% höher sind als in der EU und zu grossen Schwankungen neigen.
Giulio Tremonti, Italiens Finanzminister, hielt am Workshop gegenüber der Financial Times fest, Italien müsse seine Wirtschaft diversifizieren und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern, die durch das Fehlen ziviler Kernenergie untergraben würde.
Am 10. Februar 2010 hatte die Regierung ein Dekret endgültig verabschiedet, das Kriterien für den Bau neuer Kernkraftwerke in Italien festlegt, und machte damit den vor über 20 Jahren beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig.
Quelle
M.A. nach The European House-Ambrosetti S.p.A., «Nuclear power for the economy, environment and development», August 2010, Financial Times, Video-Interview mit Giulio Tremonti, 5. September, und NucNet, 7. September 2010