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Bilaterale Beziehungen Schweiz–Heiliger Stuhl (Vatikanstadt)
Die Beziehungen der Schweiz zum Heiligen Stuhl sind ausgezeichnet. Davon zeugen der intensive Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten in verschiedenen Bereichen.
Die Beziehungen der Schweiz zum Heiligen Stuhl sind ausgezeichnet. Davon zeugen der intensive Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten in verschiedenen Bereichen.
Die beiden Staaten teilen aussenpolitische Werte wie Friedensförderung, Bekämpfung der Todesstrafe und nachhaltige Entwicklung. Diese gehören auch zu den Schwerpunkten der Aussenpolitischen Strategie des Bundesrates. Die diplomatische Präsenz vor Ort erlaubt es zudem, den Dialog über die wichtigsten bilateralen Fragen zu intensivieren.
Der Vatikan verfügt über bekannte akademische Einrichtungen von hoher Qualität, und es bestehen vielfältige Beziehungen zwischen diesen und den vier Schweizer Fakultäten, an denen ein Studienabschluss in Theologie möglich ist (Freiburg, Lugano, Luzern und Chur).
Forschende können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Die Schweiz und der Vatikan setzen sich im Einklang mit ihren gemeinsamen aussenpolitischen Zielen für die Friedensförderung und den Schutz der Menschenrechte ein.
Die Botschaft unterstützt die Organisation von kulturellen Anlässen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit Institutionen vor Ort und in der Schweiz.
In Vatikanstadt leben rund 250 Personen, darunter fast 130 Schweizergardisten, die damit die grösste Ausländergruppe bilden. Die kleine Armee der Päpstlichen Schweizergarde ist seit 1506 für den Schutz des Papsts und seiner Residenz zuständig.
Die Schweiz und der Heilige Stuhl pflegen seit Jahrhunderten vielfältige Beziehungen. Die Päpstliche Schweizergarde ist seit 1506 für die Sicherheit des Papsts und seiner Residenz zuständig. Die 1586 eröffnete Apostolische Nuntiatur in Luzern war die zweite diplomatische Vertretung in der Schweiz. 1873 brach die Schweiz die diplomatischen Beziehungen im Zuge des Kulturkampfs ab. Das gemeinsame humanitäre Engagement der Schweiz und des Vatikans für die Verwundeten im Ersten Weltkrieg ermöglichte jedoch eine Annäherung, die 1920 zur Wiederaufnahme der Beziehungen führte. 1969 weilte mit Papst Paul VI., der einer Einladung des Ökumenischen Rates der Kirchen gefolgt war, erstmals ein Papst zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz. Auch seine Nachfolger besuchten die Schweiz: Johannes Paul II. 1982, 1984 und 2004 anlässlich des Weltjugendtags und Franziskus 2018. 1991 ernannte die Schweiz einen Botschafter in Sondermission und 2004 einen bevollmächtigen Botschafter. Im Oktober 2021 beschloss der Bundesrat, eine ständige Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl zu eröffnen. Diese wurde am 6. Mai 2022 von Bundespräsident Ignazio Cassis formell eingeweiht.
Letzte Aktualisierung 24.03.2023
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