Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03516.jsonl.gz/1964

Augenzwinkernd und temporeich
Nachdem auch ihr Sohn Christoph ausgezogen ist, fällt Marie Overbeck in ein schwarzes Loch. Was soll sie, bisher »Nur-Hausfrau«, nun mit ihrem Leben anfangen? Die Aussicht auf Golf und Kaffeeklatsch mit ihren Freundinnen ist der tatkräftigen Mittfünfzigerin ein Graus, und so sucht sie nach neuen Aufgaben. Die findet sie in Gestalt des fünfjährigen Kevin und seiner Familie. Gutmeinend und energisch beginnt sie, den total verlotterten Haushalt umzukrempeln. Sie bringt die drei Kinder auf Trab und versucht, die dauerfernsehende schwangere Mutter aus ihrer Lethargie zu holen. Ein Engagement mit ungeahnten Folgen ...
Ursula Schröder, geboren 1957, veröffentlichte Kurzgeschichten, Sachtexte und schreibt erfolgreiche Frauenromane. Sie arbeitet als PR-Beraterin in ihrer eigenen »Text- & Ideenwerkstatt«, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Inhalt: Marie Overbeck ist mit Henning verheiratet, sie haben zwei Kinder, die nun beide aus dem Haus sind. Nach der Geburt ihrer Tochter hat Marie aufgehört zu arbeiten. Da ihr Mann beruflich viel unterwegs ist, fühlt sie sich nun etwas überflüssig und überlegt, wie sie ihre freie Zeit nutzen kann. Durch... Inhalt: Marie Overbeck ist mit Henning verheiratet, sie haben zwei Kinder, die nun beide aus dem Haus sind. Nach der Geburt ihrer Tochter hat Marie aufgehört zu arbeiten. Da ihr Mann beruflich viel unterwegs ist, fühlt sie sich nun etwas überflüssig und überlegt, wie sie ihre freie Zeit nutzen kann. Durch einen Zufall hilft sie dem Präsidenten des Clubs ihres Mannes bei einer Spendenaktion in einem Kindergarten und lernt dort den kleinen Kevin kennen. Sie gibt Kevin sechs Euro, damit er bei einem Ausflug am nächsten Tag mitgehen kann. Leider wird diese Geste von Kevins Mum als eine Art sexueller Missbrauch verstanden und sie zeigt den Präsidenten Bernhard an. Marie versucht dieses Missverständnis aus dem Weg zu räumen und gerät in den nächsten Schlamassel .... ;-) Kevins Mum ist zum x-Mal schwanger und darf nicht aufstehen, die Wohnung ist verdreckt und keine Hilfe in Sicht. Marie verspricht der Mutter zu helfen, wenn sie die Anzeige zurück nimmt. Fazit: Mir ist Marie sehr sympathisch, ich finde sie schon bodenständig, auch wenn sie in den so genannten höheren Kreisen lebt und verkehrt. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Männer nicht wollen, dass ihre Frauen arbeiten, sondern sich um die Erziehung der Kinder, um den Haushalt und um deren Annehmlichkeiten kümmern sollen. Verurteilen tue ich es auf keinen Fall, auch wenn meine Situation total anders ist. Marie kümmert sich nicht darum, was andere über sie denken, warum soll sie den Hosenanzug nicht anziehen, auch wenn es das dritte Mal in vier Wochen ist. ;-) Ich bin gut in dieses Buch reingekommen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte wird flott erzählt, es taucht keine Langeweile auf. Oft habe ich schmunzeln müssen, oder ich habe den Kopf geschüttelt, auch haben mich einige Stellen zum Nachdenken angeregt. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.