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- Der Luzerner Regierungsrat hat ein neues Massnahmenprogramm zum Schutz vor Naturgefahren für die Jahre 2020 bis 2024 festgelegt.
- Aktuell werden erst bereits geplante Projekte in Angriff genommen. Neue Projekte gibt es frühstens ab 2024 wieder.
- Es stehen Kosten von rund 240 Millionen Franken an.
Das Programm legt fest, welche Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser oder vor Erdrutschen in der Periode ab 2020 geplant, ausgeführt oder fortgesetzt werden. Die Aufnahme ins Programm sei Voraussetzung, aber keine Garantie dafür, dass Schutzmassnahmen ausgeführt werden können, hält die Regierung in ihrem Antrag ans Parlament fest, den sie am Dienstag veröffentlichte.
Ein solches Massnahmenprogramm sei nötig geworden, weil aktuell gut 10 Prozent des Luzerner Siedlungsgebiets zu wenig geschützt sei, sagt Claudio Wiesmann, der stellvertretende Leiter Naturgefahren des Kantons. «Lebensgefahr besteht an den wenigsten Orten, doch die Menschen da müssen sich zwingend korrekt verhalten während eines Hochwassers. So sollten sie sich beispielsweise nicht in den unteren Stockwerken aufhalten.»
Über 40 hängige Projekte
Über 40 Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekte sind im Katalog des Programms aufgeführt. Es handelt sich ausschliesslich um bereits bestehende Vorhaben, die entweder in der Planungs- oder in der Realisierungsphase sind und übernommen werden.
Neben dem Abarbeiten des Projektstaus binde die Realisierung des Schlüsselprojekts «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme» viele Ressourcen, hält die Regierung fest. Voraussichtlich 2024 folge dann die Realisierung des zweiten Schlüsselprojekts, «Hochwasserschutz und Renaturierung Reuss».
Das Massnahmenprogramm geht nun ans Kantonsparlament. Dieses muss es noch bewilligen.