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Itanium mit CSI ahoi!
Intel hat sich erstmals detailliert zur nächsten Generation ihres reinen 64-Bit-Prozessors Itanium geäussert. «Tukwila» ist die erste Revision nach HPs Abschied aus der Entwicklung und soll mit vier Kernen auf einem einzigen Die daherkommen. Er wird Ende 2008, ein Jahr später als geplant, auf den Markt geworfen und soll mit Strukturbreiten von 45 Nanometern gefertig werden. Neben den vier Kernen bringt er wie AMDs Opteron einen integrierten Memory Controller mit, der zur Anbindung von FB-DIMMs dient. Der bisher verwendete Front Side Bus zur Anbindung des Speichers an die CPU wird durch das Common Serial Interface, kurz CSI, ersetzt. Damit folgt Intel ein weiteres Mal dem Vorbild AMDs, das bereits seit Jahren Hypertransport einsetzt.
CSI wird ebenfalls Bestandteil der nächsten Revision der Core-Mikroarchitektur sein («Nehalem») und damit auch der x86-Plattform höhere Bandbreiten für die I/O-Architektur bescheren. Zudem werden damit universelle Server-Chipsets für alle Systeme vom Entry-Level-Server bis zum «Big Iron» möglich, die Intel ebenfalls in Aussicht gestellt hat.
Nebst dem Ausblick auf «Tukwila» gab es noch einen tieferen Blick in die Zukunft. «Tukwila» soll frühestens 2009 durch «Poulson» abgelöst werden, der im 32-Nanometer-Verfahren hergestellt werden dürfte, bevor dann irgendwann «Kittson» folgt, obwohl Intel weder ein Jahr noch sonstige Details abseits vom Codenamen bekanntgeben wollte. Immerhin gibt Intel damit ein klares Bekenntnis zur IA-64-Architektur.
Bereits dieses Jahr wird übrigens mit «Montvale» eine neue Ausgabe des aktuellen «Montecito»-Itaniums (Dual Core) kommen, der vor allem einen schnelleren Front Side Bus mitbringen wird.