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Microsoft-Gründer Bill Gates erhielt gestern einen Ehrendoktortitel der Harvard Universität - der gleichen Universität an der er 1975 sein Studium abgebrochen hat. "Es ist schön, dass ich jetzt endlich einen Collegeabschluss auf meinem Résumé habe", meinte der erfolgreichste Harvard-Aussteiger aller Zeiten dazu trocken.
An der seiner Dankesrede, die sich gestern gemäss US-Medienberichten nicht weniger als 15'000 Studenten, Studentinnen und Uniangehörige anhörten, sprach Gates auch über Technologie, vor allem aber über soziale Themen. "Die grösste Fortschritte der Menschheit entstehen nicht durch Entdeckungen an sich - sondern durch die Art, wie diese Entdeckungen angewendet werden, um die Ungleichheit zu reduzieren", erklärte Gates. "Ob mittels Demokratie, besserer öffentlicher Ausbildung, besseren medizinischen Einrichtungen oder Chancengleichheit in der Wirtschaft - die Ungleichheit zu reduzieren ist die grösste menschliche Errungenschaft."
Gates gewährte auch einen kleinen privaten Einblick in sein Leben als Harvard-Studi Anfangs der 70er-Jahre. Damals, so Gates, sei er einer der "Anführer der antisozialen Gruppe" in seinem Studentenhaus gewesen. Dort habe es mehr Frauen gegeben als sonstwo auf dem Campus, während die meisten Männer "Mathe- und Naturwissenschaftstypen" gewesen seien: "Diese Kombination hat meine Chancen erhöht, wenn Sie wissen, was ich meine." Leider habe er dann feststellen müssen, dass "bessere Chancen allein noch keinen Erfolg garantieren."
Wer weiss, wie die Geschichte der Computerei verlaufen wäre, wenn es für Gates besser geklappt und er mehr Motivation gehabt hätte, an der Uni zu bleiben. (hjm)