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EO – Erwerbsersatzordnung (inkl. Mutterschafts- und Vaterschaftsentschädigung)
Grundlage
Die EO existiert seit 1953 und ist obligatorisch. Seit 1. Juli 2005 wird die Mutterschaftsentschädigung und seit 1. Januar 2021 neu auch die Vaterschaftsentschädigung von ihr finanziert.
Zweck
Die Erwerbsersatzordnung regelt die Entschädigungen für dienstleistende Personen in Armee, Zivildienst und Zivilschutz und die Entschädigung bei Mutterschaft und Vaterschaft.
Beiträge
Vom Bruttolohn werden bei Arbeitnehmenden pro Monat 0.25% abgezogen (total 5.3% für AHV, IV und EO). Arbeitgebende bezahlen denselben Betrag an die EO. Vom steuerbaren Einkommen werden bei Selbstständigerwerbenden 0.5% an die EO überwiesen (total 10% für AHV, IV und EO). Bei den Nichterwerbstätigen richten sich die Beiträge nach dem Vermögen.
Ansätze
Die Ansätze für Armee- und Zivildienst sowie Zivilschutz sind auf unserem Merkblatt «Erwerbsausfallentschädigung EO (Ansätze)» aufgeführt.
Die gesetzliche Entschädigung während des Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaubs beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches unmittelbar vor der Geburt des Kindes erzielt wurde, maximal CHF 196.– pro Tag. Bei der Mutter beginnt der Anspruch am Tag der Geburt des Kindes und endet spätestens nach 98 Tagen. Erwerbstätige Väter haben das Recht auf einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, also auf zehn freie Arbeitstage. Der Vaterschaftsurlaub kann innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt des Kindes bezogen werden, am Stück oder verteilt auf einzelne Tage. Den Arbeitgebenden ist es untersagt, im Gegenzug die Ferien zu kürzen.