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Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Asthma, der Grund hierfür ist unbekannt. Die WHO hat berechnet, dass sich die Zahl der Asthmapatienten in 10 Jahren verdoppelt.
Charakteristisch für Asthma sind die chronische Entzündung der Bronchien und die Umbildung der Bronchialwand. Während die chronische Entzündung gut mit verfügbaren Medikamenten kontrolliert werden kann, ist die Bronchialwandumbildung nicht behandelbar. Die amerikanische Gesellschaft für Lungenheilkunde (ATS) hat 2016 angekündigt, dass ohne Behandlungserfolg bei der Bronchialwandumbildung Asthma nicht heilbar sein wird; hierfür muss man deren Ursache verstehen. Bronchialwandumbildung ist das Ergebnis mehrerer krankhafter Vorgänge: Fehlfunktion des Epitheliums, vermehrte Zahl und Grösse der sub-epithelialen Bindegewebs-und Muskelzellen, erhöhte Aktivität deren Mitochondrien und erhöhte Produktion von extrazellulärer Matrix.
In den vergangenen Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass die Bronchialwandumbildung durch die Fehlregulation von Zelldifferenzierungsfaktoren bedingt ist. Kürzlich konnten wir in einem Tiermodel und an Asthmapatienten wie die Fehlregulation der Zelldifferenzierung durch das Fehlen von C/EBP-α verursacht wird. Wenn kein C/EBP-α vorhanden ist, kann C/EBP-β vermehrt an das Gen für MicroRNA cluster 17-92 binden und dessen Aktivierung unterdrücken. Hierdurch wird das Protein Erk1/2 vermehrt gebildet und aktiviert. Dieser Vorgang führt zur Aktivierung von PRMT1 und Mitochondrien.In diesen Projekt untersuchen wir die Details dieses Prozesses um neue Ansätze für die Behandlung der Bronchialumbildung beim Asthma zu finden.