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Das war dem Bericht des Beraters vom Dienstag zu entnehmen. Angesichts des zweiten Milliardenverlustes in Folge sei dies völlig unangemessen. Für 2016 wies die Bank einen Fehlbetrag von 2,7 Milliarden Franken aus. Bei anderen europäischen Finanzfirmen mit einem ähnlichen Ergebnis seien die Boni des Managements ganz oder teilweise gestrichen worden, erklärte Glass Lewis. So hatte etwa der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, auf seinen Bonus verzichtet.
Auch den Lohn für den Verwaltungsrats und den gesamten Vergütungsbericht lehnt Glass Lewis ab. Die Auszahlungen seien im Vergleich zu anderen Banken übertrieben. Der Berater kritisierte, dass Konzernchef Tidjane Thiam die hohen Rechtskosten für Altlasten nicht im eigenen Geldbeutel spürt.
Thiam hatte zwar einen milliardenteuren Vergleich mit dem US-Justizministerium ausgehandelt, aber darauf hingewiesen, dass seine Vorgänger der Bank die Probleme eingebrockt hätten. Thiam verdiente 2016 insgesamt 11,9 Millionen Franken.
Glass Lewis sprach sich zudem gegen Wiederwahl von Iris Bohnet, Andreas Koopmann und Kaikhushru Nargolwala aus, die im Verwaltungsrat für die Vergütung zuständig sind. Der Ausschuss habe Bedenken der Anleger zu wenig Rechnung getragen. Credit Suisse erklärte, sie habe von den Empfehlungen Kenntnis genommen.
Vor allem angelsächsische Fonds folgen den Empfehlungen der Aktionärsberater für gewöhnlich. Noch nicht geäussert hat sich bisher die ebenfalls amerikanische ISS. Rückendeckung erhielt Credit Suisse dagegen von Harris Associates. Der Fonds, der einer der grössten Aktionäre des Instituts ist, will auf der Generalversammlung vom 28. April alle Anträge abnicken, wie der Anlagechef kürzlich in einem Interview sagte.
(SDA)