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Crash
GB/Kanada 1995, 100', 35mm, E/d/f. Regie David Cronenberg. Drehbuch David Cronenberg, nach dem Roman von J. G. Ballard. Mit James Spader, Holly Hunter, Elias Koteas, Deborah Unger, Rosanna Arquette.
«Ein Filmproduzent gerät in eine Gruppe Gleichgesinnter, die sich durch die sexuelle Lust an Autokarambolagen konstituiert. Ein Exkurs über die morbide Pervertierung des Lustbegriffs durch die ad absurdum geführten Werte des Konsumzwangs, distanziert inszeniert als sinnentleertes Ritual. Ein radikaler Autorenfilm, der sich der Fetischisierung versagt, aber die psychologischen Ursachen des Verhaltens seiner Figuren auch nicht tiefergehend erkundet.» Lexikon des Internationalen Films
«Uraufgeführt am Internationalen Filmfestival von Cannes im Jahre 1996, erhielt Crash den Spezialpreis der Jury. Gleichzeitig zog die im Film gezeigte Paraphilie für Autounfälle harsche Kritik und mediale Verrisse nach sich; insbesondere die englischen Boulevardzeitungen ‹Daily Mail› und ‹The Evening Standard› forderten das Verbot des Films. Crash wurde als ‹verdorben›, ‹krank› und ‹Übelkeit erregend› bezeichnet. Der Westminster City Council verbot den Film, was bedeutete, dass Crash im Londoner West-End-Bezirk nicht in den Kinos gespielt werden durfte. Gleichzeitig rief der Film bei Kritikerinnen und Kritikern grosses Lob hervor. Der amerikanische Filmkritiker Robert Ebert notierte zu Crash: ‹[It’s] like a porno movie made by a computer: It downloads gigabytes of information about sex, it discovers our love affair with cars, and it combines them in a mistaken algorithm. The result is challenging, courageous and original – a dissection of the mechanics of pornography. I admired it, although I cannot say I liked it.›» «Filmbulletin»