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Beim dritten Lauf zur Langstrecken-WM in Shanghai jubelte ausnahmsweise nicht Toyota. Der Sieg beim 4-Stunden-Rennen ging an Rebellion Racing. Nach einem geerbten Sieg in Silverstone im vergangenen Jahr sicherte sich die Schweizer Mannschaft rund um Alexandre Pesci und Bart Hayden ersten WEC-Erfolg aus eigener Kraft. Die durch das Handicap-System geschwächten Toyota mussten sich mit den Plätzen 2 (Sébastien Buemi) und 3 begnügen und kassierten damit die erste Niederlage auf der Strecke seit Austin 2017.
Das Rebellion-Trio bestehend aus Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato war schon im Qualifying der Klassenprimus. Im Rennen fiel der Polesetter zuerst zurück. Doch ab Rennhälfte übernahm Rebellion das Zepter und feierte den ersten «echten» Sieg überschwänglich.
«Das ist ein historischer Triumph für Rebellion Racing», sagt Teamchef Pesci. «Ein grosses Dankeschön an Toyota, das uns dazu gedrängt hat, uns ständig zu übertreffen, um mithalten zu können. Trotz eines nicht optimalen Starts aufgrund eines Reifenproblems ist das Rennen danach für uns perfekt verlaufen. Ein grosses Kompliment an das ganze Team!»
Der amtierende Weltmeister Sébastien Buemi äusserte sich in Shanghai kritisch zum neuen Reglement. Nach einem Rückstand von 2,74 Sekunden auf das Rebellion-Auto im Qualifying meinte der Mann aus Aigle: «Mit dem Ballast an Bord tue ich mich manchmal sogar schwer, GT-Fahrzeuge zu überholen.» Immerhin: Buemi hat mit Platz 2 in Shanghai die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Nach drei von acht Rennen liegt Séb und seine Teamkollegen Kazuki Nakajima und Brendon Hartley mit 62 Punkten vor dem Toyota mit der Startnummer 7 (59 Zähler). Auf Platz 3 folgt das Team Rebellion mit 43 Punkten.
Kein Glück hatte in China das Team Cool Racing in der LMP2. Die Polesetter mit den Fahrern Nicolas Lapierre, Antonin Borga und Alexandre Coigny schieden wegen eines defekten Kabelbaums aus.
Das nächste Rennen der WEC findet am 14. Dezember in Bahrain statt.