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Bullet Rye wird seit 2014 in Indiana von MGP produziert, bis 2013 von Four Roses. Der Bourbon wurde ebenfalls bis 2013 bei Four Roses gebrannt, danach herrschte eine Weile Unklarheit.
In den Jahren 2016 bis 2017 wurde eine neue große Brennerei mit Besucherzentrum in Shelbyville, Kentucky errichtet und 2019 für Besucher geöffnet. Der Bau sollte 115 Millionen US-Dollar kosten und 1,8 Millionen Gallonen (~ etwa 38.000 Hektoliter) Bourbon im Jahr produzieren. Auf insgesamt 300 Acres (etwa 120 Hektar) sollten dort neben der Produktionsanlage sechs Lagerhäuser entstehen, in denen der Whiskey reift.
Vor der Eröffnung der neuen Brennerei gab es seit September 2014 ein Besucherzentrum in der ehemaligen Stitzel-Weller Distillery in Shively, Kentucky, in der Diageo den Bulleit Bourbon abfüllte und lagerte. Das Besucherzentrum mit einer kleinen Mikrodestillerie war Teil des Kentucky Bourbon Trails.
Für einen Bourbon enthält die Maische für Bulleit Bourbon mit 28 % einen ungewöhnlichen hohen Anteil an Roggen, was dem Whiskey seinen besonderen Geschmack verleiht. Der Rye Whiskey hat einen Roggenanteil von 95 % in der Maische und damit mehr Roggen als die meisten anderen Rye Whiskeys, deren Roggenanteil meist nur wenig über den gesetzlich vorgeschriebenen 51 % liegt.
Tom Bulleit gab in den 1990ern seine Arbeit als Anwalt auf und begann – eigenen Angaben zufolge –, nach Rezept seines Urgroßvaters August Bulleit Bourbon-Whiskey zu produzieren. Ob Augustus Bulleit wirklich existierte und ob er tatsächlich Whiskey brannte, ist allerdings unklar. Diageo kaufte Bulleit 1997. Seitdem ist Bulleit einer der am stärksten expandierenden Premium-Whiskeys am Markt. Seit 2011 lässt Diageo auch Rye Whiskey produzieren.
Beworben wird die Marke mit Tom Bulleit, Nachfahre einer Brennerei-Familie aus dem 19. Jahrhundert, auf deren Rezept Diageo zufolge der heutige Bulleit-Whiskey beruht. Eine Eigenschaft, die bei der Werbung hervorgehoben wird, ist Anti-Established. Im Gegensatz zu anderen Marken des Diageo-Konzerns wie Johnnie Walker oder Smirnoff betreibt Diageo nur wenig offensives Marketing. Stattdessen setzt Diageo für den Vertrieb von Bulleit vor allem auf den prononcierten Roggen-lastigen Geschmack, den im Vergleich zu anderen Premium-Whiskeys günstigen Preis und das Flaschendesign mit hohem Wiedererkennungswert.
Im 2012 erschienenen Film Shootout – Keine Gnade trinkt der Held James Bobo am liebsten Bulleit (Homophon zu bullet) und hat in Bars seine eigene Flasche dabei, weil die Marke nicht im Sortiment verfügbar ist.