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Emil Friedrich Rimensberger (1894-1962) war bis ins Kriegsjahr 1940 während fast 20 Jahren als Dolmetscher des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) in Amsterdam, Berlin und Paris tätig, anschliessend in der Schweiz als Mitarbeiter und Redaktor bei der "Gewerkschaftlichen Rundschau" und der linksbürgerlich-gewerkschaftlichen Wochenzeitung "Die Nation". Seine berufliche Laufbahn krönte er mit der nach dem Krieg neugeschaffenen Funktion eines Sozialattachés an der Schweizer Gesandtschaft in Washington (1946-1957).
Mit dem kontinuierlichen Führen eines Tagebuchs begann Rimensberger 1927 im Alter von 33 Jahren. Den letzten Eintrag hat er am 17. November 1962, nur einen Tag vor seinem Tod, verfasst. In den Jahrzehnten dazwischen erlebte er die Zwischenkriegszeit mit den "Goldenen Zwanzigern" und der Weltwirtschaftskrise, den Aufstieg des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg sowie die Nachkriegszeit und den Kalten Krieg. Als wacher Beobachter dokumentierte und kommentierte er das Zeitgeschehen, wenn nicht unmittelbar für die breite Öffentlichkeit so wohl doch mit Blick auf die Nachwelt. Das Tagebuch ist Teil seines Nachlasses im Gesamtumfang von rund viereinhalb Laufmetern, welchen das Archiv für Zeitgeschichte 1981 als Schenkung entgegennehmen durfte.