Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03127.jsonl.gz/2577

Im September 2022 zieht das Ethos-Team in Zürich vom Seefeld-Quartier am Seeufer in grössere Büroräumlichkeiten im Herz der Altstadt, nur wenige Fussminuten vom Bahnhof entfernt.
An der Jahresversammlung vom 9. Juni 2022 bestätigen die Mitglieder der Ethos Stiftung und die Aktionäre von Ethos Services AG die Klimastrategie, mit welcher Ethos das Netto Null-Ziel bis spätestens 2050 erreichen will. Ethos setzt sich seit über 15 Jahren für den Kampf gegen die Klimaerwärmung ein. Im Dezember 2021 unterzeichnete Ethos die Initiative «Net Zero Asset Managers» und verpflichtete sich damit, ihre Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null zu reduzieren. Dies kann durch die Fortsetzung oder Intensivierung bereits bestehender Massnahmen im Hinblick auf die Zusammensetzung der Investmentfonds und durch das aktive Aktionariat erfolgen.
Am 30. März 2022 reichten Ethos und sieben Schweizer Pensionskassen an der Generalversammlung 2022 der Credit Suisse einen zweiten Aktionärsantrag ein, um eine Sonderprüfung der Bank im Zusammenhang mit der Greensill-Affäre - insbesondere dem Debakel der Supply Chain Finance Fonds - und den jüngsten Enthüllungen der "Suisse Secrets" zu veranlassen.
Am 9. März 2022 reichten die Ethos Stiftung, die britische NGO ShareAction und elf institutionelle Investoren bei der Generalversammlung von Credit Suisse einen Klima-Aktionärsantrag ein. Dieser erste Aktionärsantrag in der Schweiz hat zum Ziel, die Bank zu ermutigen, die Transparenz ihrer Berichterstattung über Klimarisiken zu verbessern und ihre Finanzierung von Unternehmen, die im Bereich der fossilen Energien tätig sind, zu reduzieren.
Am 26. Januar 2022 veröffentlichte Ethos die erste Studie zur digitalen Verantwortung der in der Schweiz kotierten Unternehmen, um zu messen, wie gut diese auf die wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft vorbereitet sind. Die Studie folgte auf die Veröffentlichung eines "Engagment Paper" im Dezember 2020, das Best Practices in diesem Bereich aufzeigte und eine Liste von sieben Erwartungen der Investoren an kotierte Unternehmen aufstellte. Für Ethos gehört die digitale Verantwortung der Unternehmen nun zu den aufstrebenden, aber entscheidenden Themen des sozial verantwortlichen Investierens.
Am 25. November 2021 erhalten die drei Anlagefonds von Ethos, die dem deutschen Forum für nachhaltige Geldanlagen (FNG) zur Zertifizierung vorgeschlagen wurden, das FNG-Siegel mit zwei Sternen für das Jahr 2022. Dieses Siegel, das jedes Jahr erneuert werden muss, belegt, dass die Fonds den Qualitätsstandards für nachhaltige Anlagen entsprechen, wie sie vom unabhängigen Forum für nachhaltige Geldanlagen festgelegt wurden.
Am 9. November 2021 quantifiziert eine von Ethos mitfinanzierte Studie erstmals die Investitionen, die notwendig wären, damit die grossen in der Schweiz börsenkotierten Unternehmen ihre Umweltauswirkungen in für unseren Planeten tragbaren Grenzen halten könnten. Laut den Autoren der Studie müssten die 14 Nicht-Finanz-Unternehmen im SMI jährlich Investitionen in Höhe von CHF 28 Milliarden tätigen, wenn sie ihre Treibhausgasemissionen auf netto null verringern und ihre Geschäftstätigkeiten fortführen wollten, ohne die Wasser und Kulturlandreserven unseres Planeten («Planetary Boundaries») zu gefährden. Dies entspricht etwa 60% ihrer Gewinne im Jahr 2020 und 3.4% des Schweizer BIP.
Am 15. Juli 2021 wird Ethos Services AG, die 26 Angestellte in Genf und Zürich beschäftigt, für ihre Corporate Governance-Praktiken ausgezeichnet. Sie erhält die Auszeichnung «Best For The World» in der Kategorie Governance der B-Corp zertifizierten Schweizer Unternehmen. Diese Auszeichnung wird Unternehmen zugesprochen, welche höchste Standards in den Bereichen soziale und ökologische Leistung sowie Verantwortlichkeit und Transparenz erfüllen. Sie wird jährlich den 5% B Corp zertifizierten Unternehmen verliehen, welche die besten Scores in ihrem Tätigkeitsbereich in einer der folgenden Kategorien erreichen: Corporate Governance, Mitarbeiterpolitik, Beziehungen zu Kunden und Gemeinwesen und Umweltschutz.
Am 1. April 2021 werden sechs Ethos-Fonds – drei Aktienfonds, zwei Obligationenfonds und ein gemischter Fonds – der Banque cantonale vaudoise (BCV) übertragen. Die Verwaltung dieser Fonds wird nun vom Asset Management der BCV und die Fondsleitung von Gérifonds, einem Tochterunternehmen der BCV-Gruppe, wahrgenommen.
Am 16. März 2021 kommt Nestlé einer Forderung von Ethos entgegen und erklärt sich bereit, die Klimastrategie («net zero roadmap») des Unternehmens zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050 der Generalversammlung (GV) am 15. April 2021 zur konsultativen Abstimmung vorzulegen. Dieser Entscheidung gingen zahlreiche Gespräche zwischen Ethos und den Verwaltungsräten von Nestlé und Holcim, den beiden grössten Schweizer CO2-Emittenten, in den vorhergehenden Monaten voraus. Ethos ist der Ansicht, dass die Aktionäre die Möglichkeit haben sollen, sich zur Klimastrategie eines Unternehmens zu äussern («Say on Climate») – wie dies bereits beim Vergütungsbericht der Fall ist («Say on Pay») – insbesondere bei CO2-intensiven Unternehmen, die sich selbst dazu verpflichtet haben, bis 2050 klimaneutral zu werden. Aktionäre sollen überprüfen können, dass diese Unternehmen Klimarisiken tatsächlich berücksichtigen und ihre Ankündigungen auch wirklich mit konkreten und wirksamen Massnahmen umsetzen. Am 18. März 2021 kommt auch Holcim der Forderung von Ethos nach und gibt bekannt, dass der Bericht zur Klimawende des Unternehmens den Aktionären an der GV 2022 zur konsultativen Abstimmung vorgelegt wird.
Am 21 Dezember 2020 überschreitet der gemeinsam mit Vontobel verwaltete Fonds «Vontobel Fund (CH) – Ethos Equities Swiss Mid & Small Cap», der in Schweizer Unternehmen mit kleiner bis mittelgrosser Börsenkapitalisierung investiert, die symbolische Marke von CHF 1 Mia. verwaltetem Vermögen. Dieser im Dezember 2004 aufgelegte Fonds kombiniert die extrafinanzielle Analyse von Ethos gemäss dem Best-in-Class-Ansatz (Ethos ESG Ratings) und die Finanzanalyse von Vontobel (Bottom-Up-Fundamentalanalyse).
Die Lancierung des Anlagefonds «Ethos Swiss Sustainable Equities» am 19. November 2020 stellt der erste Schritt zur Umsetzung der strategischen Zusammenarbeit zwischen Ethos und der BCV dar. Dieser Schweizer Aktienfonds, der sich sowohl an private als auch an institutionelle Anleger richtet, profitiert vom kombinierten Know-how der beiden Institutionen in den Bereichen nachhaltige Anlagen und Portfoliokonstruktion. Ethos ist für die ESG-Analyse der Unternehmen, die Ausübung der Stimmrechte und den Aktionärsdialog zuständig, während das Asset-Management der BCV für die Titelselektion und die Portfoliokonstruktion unter Berücksichtigung der Ethos-Ratings, der Finanzanalyse sowie verschiedener Risikoüberlegungen verantwortlich ist.
Am 8. Oktober 2020 kündigen Ethos und die BCV den Abschluss einer langfristigen strategischen Partnerschaft an, mit dem Ziel, ein neues Kompetenzzentrum im Bereich Sustainable Finance zu schaffen. In einem ersten Schritt werden nun sechs Ethos-Anlagefonds vom Asset-Management der BCV via Gérifonds, der für die Fondsverwaltung zuständigen Tochtergesellschaft der Gruppe, verwaltet.
Im September 2020 verlässt Ethos ihre bisherigen Büros an der Place de Cornavin, wo die Stiftung 1997 gegründet wurde, und zieht in doppelt so grosse Räumlichkeiten inmitten des neuen Quartiers Lancy-Pont-Rouge.
Ende Mai 2020 erhält Ethos Services AG die B Corp Zertifizierung. Dieses von der nicht gewinnorientierten Organisation B Lab vergebene Zertifikat belegt den positiven sozialen und ökologischen Einfluss von Ethos auf die Gesellschaft und basiert auf einer detaillierten Bewertung des Unternehmens in fünf Bereichen: Corporate Governance, Mitarbeiterpolitik, Beziehungen zu Kunden und zum Gemeinwesen und Umweltschutz. Ethos reiht sich mit 109 erreichten Punkten unter die besten Dienstleistungsunternehmen in der B Corp Bewegung ein.
Im März 2020 aktualisiert der Stiftungsrat die Ausschlusskriterien. Neu werden alle Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Erdöl oder Erdgas unkonventionellen Ursprungs (Ölsand, Schieferöl und -gas, Bohrungen in der Arktis) erzielen, formell aus den Anlagefonds und Investitionen von Ethos ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die am Transport solcher Energieträger beteiligt sind.
Im Dezember 2019 feiert der «Vontobel Fund (CH) – Ethos Equities Swiss Mid & Small Cap» sein 15jähriges Bestehen. Das Gesamtvermögen des Fonds überschreitet CHF 700 Mio. und seine jährliche Performance übertrifft diejenige seines Referenzindex, des SPI Extra – Total Return, zum zwölften Mal in den letzten 15 Jahren.
Am 2. Dezember 2019 lanciert Ethos einen zweiten Börsenindex, welcher die Einhaltung der Best Practices im Bereich Unternehmensführung bei Schweizer Unternehmen berücksichtigt. Der «Ethos Swiss Governance Index Large» folgt der gleichen Methodologie wie der im Januar 2017 erstellte «Ethos Swiss Corporate Governance Index» (ESCGI), konzentriert sich jedoch auf die 20 grössten an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen (SPI Large).
Im Juni 2019 werden drei Ethos-Fonds für die «GFSI Swiss Sustainable Funds Awards» nominiert, darunter der Vontobel Fund (CH) – Ethos Equities Swiss Mid & Small Cap, welcher den «Preis Schweizer Aktien» des Jahres gewinnt. Dieser Preis würdigt den besten Schweizer Aktienfonds sowohl in Bezug auf die finanzielle Performance als auch auf seinen Beitrag zu nachhaltigen Anlagen.
Am 14. Juni 2018 schliesst sich ein Kapitel der Geschichte von Ethos: Dr. Dominique Biedermann, der letzte Vertreter der Gründungsmitglieder, stellt sich nach 21 Jahren eines ununterbrochenen Engagements für die Entwicklung von Ethos – die meiste Zeit davon als Direktor – nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident der beiden Räte.
Angesichts der bedeutenden Entwicklung der Geschäftstätigkeiten von Ethos Services in den letzten Jahren sollen künftig zwei verschiedene Personen den Vorsitz der Ethos Stiftung und der Ethos Services AG übernehmen. Dr. Rudolf Rechsteiner, Alt-Nationalrat und Experte sowohl für berufliche Vorsorge als auch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, wird nach der Generalversammlung 2018 zum Präsidenten der Ethos Stiftung gewählt. Beth Krasna, die über ausgezeichnete Kenntnisse im Bereich Corporate Governance sowie über umfangreiche Erfahrung in Unternehmensführung und als Verwaltungsrätin verfügt, übernimmt das Präsidium der Ethos Services AG.
Am 11. Mai 2018 gibt das Unternehmen Sika bekannt, eine gütliche Einigung mit der Familie Burkard und Saint-Gobain erzielt wurde, welche im Interesse aller Beteiligten liegt und die Unabhängigkeit des Unternehmens gewährleistet. Sika kündigt auch eine ausserordentliche Generalversammlung an, um die Einheitsaktie einzuführen und die Eintragungslimite der Aktionäre sowie die Opting-out-Klausel abzuschaffen.
Diese Vereinbarung beendet einen Rechtstreit, der im Dezember 2014 nach dem Entscheid der Familie Burkard, ihre Beteiligung (17% des Kapitals und 52% der Stimmrechte) an Saint-Gobain zu verkaufen, ausgebrochen ist. Ethos hatte als nebenintervenierende Partei an der Seite der nicht mit der Familie Burkard verbundenen Verwaltungsratsmitglieder teilgenommen. Die Stiftung zeigt sich deshalb mit der Lösung dieses Rechtsstreits sehr zufrieden. Das Ergebnis belegt, dass ein starkes Aktionärsengagement für die Erhaltung der Unabhängigkeit eines Unternehmens und die Förderung der Gleichbehandlung der Aktionäre von grossem Nutzen ist.
Am 2. Februar 2017 feiert die Ethos Stiftung ihr 20-jähriges Bestehen. Zahlreiche Persönlichkeiten, darunter Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der Präsident des Novartis-Verwaltungsrats Dr. Jörg Reinhardt, nehmen an der Jubiläumsveranstaltung zum Thema «Als Anleger gestalten wir die Welt von morgen» teil. Dieses Thema bildete schon 1997 den Leitfaden des ersten Jahresberichts von Ethos. Parallel zum 20-Jahr-Jubiläum veröffentlicht Ethos ihre acht Grundsätze für nachhaltige Anlagen.
Im Februar 2017 erteilt die FINMA Ethos die Genehmigung, ihre gesamten Anlagefonds auch für Privatinvestoren zu öffnen. Diese können von nun an Anteile der Ethos Fonds zu den gleichen Bedingungen wie qualifizierte Anleger zeichnen. Ethos bietet somit allen Investoren Anlagelösungen an, die sich auf 20 Jahre Erfahrung in nachhaltigen Anlagen stützen und die Best Practices in diesem Bereich kombinieren.
Im Januar 2017 lanciert Ethos den Ethos Swiss Corporate Governance Index (ESCGI), den ersten Schweizer Börsenindex, der Corporate Governance Themen berücksichtigt. Dieser in Zusammenarbeit mit SIX Swiss Exchange aufgelegte Index mit einer innovativen Methodologie ermöglicht es den Anlegern, sich auf Schweizer Aktien zu fokussieren und gleichzeitig ihre Exponierung gegenüber schwerwiegenden Corporate Governance Risiken zu reduzieren, indem Unternehmen mit solchen Risiken untergewichtet oder ausgeschlossen werden. Der Index verringert auch die Exponierung gegenüber Unternehmen, die in schwerwiegende ESG-Kontroversen verwickelt sind und verbessert den Kohlenstoff-Fussabdruck des Referenzindex (SPI).
Nach dem Erfolg des Aktionärsengagements mit in der Schweiz kotierten Unternehmen gründen Ethos und sechs schweizerische Vorsorgeeinrichtungen im Oktober 2016 ein analoges Dialogprogramm mit börsenkotierten Unternehmen im Ausland : den Ethos Engagement Pool International (EEP International). Der Dialog mit diesen Unternehmen über Fragen der Corporate Governance sowie der Umwelt- und Sozialverantwortung wird vor allem durch Teilnahme an internationalen Engagement-Kollektivinitiativen geführt. So können die Poolmitglieder insbesondere auch das internationale Netzwerk von institutionellen Anlegern und Investorenzusammenschlüssen nutzen, an dem Ethos bereits seit vielen Jahren teilnimmt.
Im Oktober 2016 nimmt die Ethos Stiftung auch die Ablehnung der Klage der Familie Burkard gegen den Verwaltungsrat von Sika durch das Kantonsgericht Zug mit grosser Genugtuung zur Kenntnis. Ethos erhält ihren Status als Nebenintervenientin auch bei der Beschwerde aufrecht, welche die Familie Burkard gegen die Bestätigung des Rechts des Verwaltungsrats einlegt, die Stimmrechte der Familie Burkard bei Abstimmungen, die den Verkauf ihrer Aktien an den Konkurrenten Saint-Gobain betreffen, zu beschränken.
Im Dezember 2015 wird die Ethos Stiftung als nebenintervenierende Partei zur Unterstützung des Verwaltungsrats von Sika in einem laufenden Verfahren vor dem Kantonsgericht Zug zugelassen. Ethos beschreitet damit einen neuen Weg im Bereich des Aktionärsengagements.
Im Oktober 2015, im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris (COP21), lanciert Ethos einen Fonds in internationalen Aktien, der sich aus Titeln mit geringer Kohlenstoffintensität zusammensetzt. Gleichzeitig tritt Ethos dem Montréal Carbon Pledge bei, einer Investorengruppe, welche sich zur Veröffentlichung der Kohlenstoffemissionen eines Teils oder aller ihrer Portfolios verpflichtet. Ethos wird künftig die Kohlenstoffintensität ihrer gesamten Aktienfonds publizieren.
Am 12 Juni 2015 tritt Kaspar Müller, Präsident von Ethos seit 2007 und Mitglied des Stiftungsrats seit Gründung der Stiftung 1997, an der Versammlung der Mitstifter der Ethos Stiftung nicht mehr zur Wiederwahl an. Der bisherige Direktor, Dr. Dominique Biedermann, wird als sein Nachfolger gewählt und Vincent Kaufmann, stellvertretender Direktor seit 2013, zum Direktor ernannt.
Im Februar 2015 heisst die Ethos Stiftung ihr 200. Mitglied willkommen. Dieser erfreuliche Meilenstein zeugt vom grossen Vertrauen und wachsenden Interesse, das die Schweizer Vorsorgeinstitutionen einer nachhaltigen Anlagetätigkeit und der aktiven Ausübung der Aktionärsrechte entgegenbringen.
Im Januar 2015 lanciert die Ethos Stiftung eine Unterstützungsgruppe für ihren Aktionärsantrag zur Streichung der Opting-Out-Klausel bei Sika. Diese Gruppe zählt innerhalb kurzer Zeit 220 institutionelle und private Investoren, die 7% des Kapitals und 4% der Stimmrechte vertreten. An der Sika-Generalversammlung vom 14. März 2015 erhält der Antrag 97% Ja-Stimmen unter den Aktionären ohne Verbindung zur Familie Burkard. Er wird trotzdem abgelehnt, da die Familie Burkard die Stimmenmehrheit hält und gegen den Antrag stimmt.
Die Stimmpflicht für Schweizer Pensionskassen veranlasst zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen dazu, bei der Ausübung ihrer Stimmrechte für ihre Schweizer Aktien die Ethos-Abstimmungsempfehlungen zu nutzen: Ende 2014 berät Ethos mehr als 200 institutionelle Kunden, die Schweizer Aktien im Wert von nahezu CHF 40 Milliarden halten. Dies entspricht ungefähr 3,5% der Schweizer Börsenkapitalisierung.
Am 8. Dezember 2014 gibt die Familie Burkard, Hauptaktionärin von Sika, die 16% des Sika-Kapitals und 52% der Stimmrechte hält, ihren Beschluss bekannt, ihre Aktien an den Konkurrenten Saint-Gobain zu verkaufen. Diese Ankündigung löst zahlreiche ablehnende Reaktionen aus. So reichen insbesondere Ethos und 11 wichtige Schweizer institutionelle Aktionäre einen Antrag an der Generalversammlung vom 14. April 2015 ein, welcher die Streichung der Opting-Out-Klausel verlangt.
Im Oktober 2014 begrüsst der Ethos Engagement Pool (EEP) sein 100. Mitglied. Seit 2004 führt der EEP einen konstruktiven Dialog mit börsenkotierten Schweizer Unternehmen, um Verbesserungsprozesse in den Bereichen Corporate Governance sowie Umwelt- und Sozialverantwortung anzustossen. Die Mitglieder des EEP verwalten zu diesem Zeitpunkt Schweizer Aktien im Wert von CHF 17 Milliarden.
Im September 2014 führt Ethos Services zur Finanzierung seiner Wachstumsstrategie und der mit der Umsetzung der Minder-Initiative verbundenen Entwicklungen eine Kapitalerhöhung durch, die von 17 Mitgliederinstitutionen der Ethos Stiftung gezeichnet wird. Die Ethos Stiftung hält jedoch auch weiterhin zwei Drittel des Kapitals von Ethos Services.
Nach dem Einsturz einer Kleiderfabrik in Bangladesch am 16 Mai 2013, der mehr als 1‘100 Menschenleben gefordert hat, schliesst sich Ethos 200 institutionellen Investoren aus den USA, Kanada, Australien und Europa an, um gemeinsam Druck auf die grossen Marken und Einzelhändler von billigen Kleidern auszuüben, damit sie nachhaltige Beschaffungsstrategien in ihren gesamten Lieferketten einführen. Die Ethos Stiftung nimmt von nun an regelmässig an internationalen Engagement-Kollektivinitiativen teil.
Im März 2013 führen die Annahme der Minder-Initiative durch das Schweizer Stimmvolk und die Einführung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Gesellschaften (VegüV) bei Ethos zu einer erheblichen Zunahme der Tätigkeit. Der ab 2015 vorgesehene Stimmzwang für Vorsorgeeinrichtungen erfordert eine Anpassung der angebotenen Produktpalette. Deshalb beschliesst Ethos die Ausweitung des Analysespektrums der Aktiengesellschaften auf sämtliche Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI) und die Entwicklung einer elektronischen Plattform, um der Kundschaft die Ethos-Analysen leichter zugänglich zu machen.
Im Juni 2012 gründet die Ethos Stiftung den gemeinnützigen Verein Ethos Académie. Das Ziel des Vereins ist die Förderung eines stabilen und prosperierenden sozioökonomischen Umfelds. Dies entspricht einem der beiden Stiftungszwecke der Ethos Stiftung. Dick Marty, ehemaliger Ständerat des Kantons Tessin, präsidiert den Vorstand von Ethos Académie. Mit der Gründung von Ethos Académie will Ethos Privatpersonen die Möglichkeit geben, zu einer gesunden und stabilen Wirtschaft beizutragen. Die Mitglieder- und Spendenbeiträge kommen Projekten zur Sensibilisierung der Gesellschaft zugute.
Am 3. Mai 2012 lehnt die UBS-Generalversammlung die vorgeschlagene Kapitalerhöhung für Mitarbeiteraktien ab. Die Ablehnung eines Antrags des Verwaltungsrats bei einem grossen Schweizer Unternehmen ist erstmalig. Damit zeigen die Aktionäre, dass sie nicht mehr ein System mit Vergütungen, die als unverhältnismässig eingestuft werden, unterstützen wollen. Zudem lehnen 40 Prozent der Aktionäre bei der Konsultativabstimmung den Vergütungsbericht ab und 47 Prozent verweigern dem Verwaltungsrat die Decharge. Ethos hatte ihrerseits die Ablehnung des Vergütungsberichts, der Kapitalerhöhung sowie der Decharge empfohlen.
Im Vorfeld der Generalversammlungen fordert Ethos von den hundert grössten kotierten Unternehmen der Schweiz, ihre Generalversammlungen im Jahr 2011 konsultativ über den Vergütungsbericht oder das Vergütungssystem abstimmen zu lassen. Schliesslich erklären sich 45 Unternehmen dazu bereit, womit die von Ethos während der vorhergehenden beiden Jahre geführte Say-on-Pay-Initiative einen beachtlichen Erfolg verbucht.
Auf dem Gebiet der Beratung für nachhaltiges Investieren bietet Ethos ausserdem neu Umwelt-, Sozial- und Governance-Bewertungen und -Analysen für ein breites Spektrum von schweizerischen und ausländischen Aktiengesellschaften an. Ethos analysiert auch Kundenportfolios anhand solcher Bewertungen oder von Ausschlusskriterien.
Im dritten Jahr in Folge steigt die Mitgliederzahl der Ethos Stiftung zügig. Insgesamt treten der Ethos Stiftung im Jahr 2011 19 neue Mitglieder bei. Damit beläuft sich ihre Gesamtzahl per Ende Jahr auf 124. Zusammen vertreten die Mitglieder der Stiftung mehr als eine Million Versicherte und verwalten über 150 Milliarden Franken Vermögen. Dies entspricht annähernd einem Viertel der zweiten Säule in der Schweiz.
Im November 2010 begrüsst die Ethos Stiftung das hundertste Mitglied. Die Mitglieder der Stiftung verwalten nun ein Gesamtvermögen von annähernd CHF 140 Milliarden und versichern ungefähr 900'000 Personen.
Im September 2010 nimmt der Ethos Engagement Pool, das im Jahr 2004 mit zwei Pensionskassen gegründete Dialogprogramm mit kotierten Unternehmen, die fünfzigste Mitglieder-Pensionskasse auf.
Im Januar 2010 kündigt Novartis zur allgemeinen Überraschung einige Wochen vor der Generalversammlung den Verzicht auf die Doppelfunktion (Präsident/Direktor) an der Spitze des Konzerns und die Einführung einer Konsultativabstimmung über die Vergütungen in seinen Statuten an. Da diese Beschlüsse ihren Forderungen entsprechen, zieht Ethos die für die Generalversammlung vom 26. Februar 2010 traktandierten Say-on-Pay- und Stop-Chairman-CEO-Aktionärsanträge zurück.
Die Say-on-Pay-Initiative von Ethos erzeugt Druck: Insgesamt führen zwanzig der höchstkapitalisierten Unternehmen der Schweiz eine konsultative Abstimmung über den Vergütungsbericht oder das Vergütungssystem durch.
Im Oktober 2009 betraut Raiffeisen Schweiz Ethos mit der Ausübung der Stimmrechte von schweizerischen Aktien in den verschiedenen Fonds der dritten Säule. Im Laufe der folgenden Jahre wird dieses Mandat auf weitere Fonds, insbesondere die nachhaltigen «Futura»-Produkte, ausgeweitet.
Am 14. Juli 2009 erhält Ethos den Preis 2009 des International Corporate Governance Network (ICGN). Dieser Preis gilt als höchste Auszeichnung im Bereich Corporate Governance und zeichnet jährlich aussergewöhnliche Leistungen auf diesem Gebiet aus. Gemäss der Jury hat Ethos zur bedeutenden Verbesserung der Corporate Governance in der Region beigetragen.
Die erste «Say on Pay»-Initiative zeigt Erfolg: Vier der fünf anvisierten Unternehmen (ABB, Credit Suisse Group, Nestlé und UBS) führen die Konsultativabstimmung über den Vergütungsbericht oder das Vergütungssystem ein. Ethos kann bei diesen Unternehmen den entsprechenden Aktionärsantrag zurückziehen. Der Verwaltungsrat von Novartis hingegen lehnt eine Konsultativabstimmung ab. An der Generalversammlung vom 24. Februar 2009 erreicht der «Say on Pay»-Aktionärsantrag von Ethos eine Unterstützung von 31 Prozent der Stimmen.
Im Herbst wird eine zweite Initiative «Say on Pay» analog zu derjenigen des Vorjahres bei den vier grössten Unternehmen, die noch keine Konsultativabstimmung für Aktionäre eingeführt haben, lanciert. Ethos reicht «Say on Pay»-Aktionärsanträge bei Holcim, Novartis, Swiss Re und Zurich Financial Services ein. Auch soll die Kumulierung der Funktionen als Verwaltungsratspräsident und CEO bei Novartis mittels eines Aktionärsantrags «Stop Chairman-CEO» aufgehoben werden.
Im September 2008 starten Ethos und acht Schweizer Pensionskassen die Initiative «Say on Pay» bei den fünf grössten in der Schweiz kotierten Aktiengesellschaften: Ethos reicht bei ABB, Credit Suisse Group, Nestlé, Novartis und UBS einen Aktionärsantrag ein. Dieser fordert die Einführung einer Konsultativabstimmung über den Vergütungsbericht für die ordentlichen Generalversammlungen vom Frühling 2009.
Am 27. Februar 2008 stellt Ethos einen Antrag auf Sonderprüfung an der ausserordentlichen Generalversammlung zu einer Kapitalerhöhung von UBS. Dieser Antrag soll die Gründe für die massiven Verluste der Bank aufgrund der «Subprimes»-Krise aufdecken. Der Antrag von Ethos erhält 44 Prozent Zustimmung. Dies veranlasst UBS, einen detaillierten Bericht über die Situation der Bank und die im Rahmen der US-Hypothekarkrise getroffenen Massnahmen zu erstellen.
Zum ersten Mal wird die Umfrage des Carbon Disclosure Project (CDP) bei den fünfzig grössten in der Schweiz kotierten Aktiengesellschaften durchgeführt, dies mit Unterstützung der Ethos Stiftung und von Pictet Asset Management. Der von Centre Info verfasste vollständige Bericht über die Schweizer Unternehmen wird am 5. Dezember 2007 in Genf in Gegenwart verschiedener Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Finanzen und Wissenschaft vorgestellt.
Am 21. September 2007 veranstaltet die Ethos Stiftung aus Anlass des zehnten Jahrestags ihrer Gründung ein Kolloquium, das dem Dialog zwischen Aktionariat und Unternehmen gewidmet ist. Die Eröffnungsrede wird von Nestlé-Präsident Peter Brabeck-Letmathe gehalten.
Im Dezember 2006 eröffnet Ethos eine Niederlassung in Zürich.
Im November 2006 veröffentlicht Ethos die erste ausführliche Studie über die Vergütungen der Führungsinstanzen der 100 grössten in der Schweiz kotierten Aktiengesellschaften. Die Stiftung fordert bei dieser Gelegenheit, dass die Aktionäre in Zukunft konsultativ über die Vergütungsrichtlinien der Führungsinstanzen von börsenkotierten Unternehmen abstimmen können. Diese Praxis wird von der OECD empfohlen und funktioniert bereits sehr gut in verschiedenen europäischen Ländern wie Grossbritannien, den Niederlanden und Schweden.
Am 28. November 2006 wird Ethos eines der ersten Mitglieder der «Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortungsvolles Investieren» (UN Principles for Responsible Investment - PRI).
Am 14. April 2005 stellt Ethos mit fünf öffentlichen Pensionskassen an der Generalversammlung von Nestlé einen Aktionärsantrag zur Verhinderung der Ämterkumulierung von Verwaltungsratspräsident und CEO. Kurz vor der Generalversammlung ist Peter Brabeck-Letmathe für diese Doppelfunktion bei Nestlé nominiert worden. Der Antrag erhält zur allgemeinen Überraschung 36 Prozent Zustimmung. Dies veranlasst den Verwaltungsrat, eine Totalrevision der Statuten zur Verbesserung der Aktionärsrechte einzuleiten. Die Generalversammlung 2008 wird die revidierten Statuten annehmen. Ausserdem wird ein neuer CEO ernannt werden und Peter Brabeck-Letmathe wird sich einzig auf das Amt als Verwaltungsratspräsident konzentrieren.
Ethos wird Mitglied des European Corporate Governance Services (ECGS).
Ethos lanciert den Ethos Engagement Pool, ein Dialogprogramm mit den 100 grössten in der Schweiz kotierten Unternehmen. Das direkte Gespräch mit den Unternehmen soll ihre Corporate Governance verbessern und sie für Umwelt- und Sozialverantwortung sensibilisieren.
Ethos wird Mitglied der drei internationalen Anlegervereinigungen Pharma Shareowners Group, Extractive Industry Transparency Initiative (EITI) und Institutional Investor Group on Climate Change (IIGCC).
Im Mai 2002 reicht Ethos an den Generalversammlungen von Credit Suisse Group und Zurich Financial Services je einen Aktionärsantrag ein, um die Ämterkumulation von Verwaltungsratspräsident und CEO aufzuheben. Der Antrag erhält bei Credit Suisse Group 19 Prozent Zustimmung und bei Zurich Financial Services gar 36 Prozent. Innerhalb von zwei Monaten treten die beiden Verwaltungsratspräsidenten und CEO (Lukas Mühlemann bei Credit Suisse Group und Rolf Hüppi bei Zurich Financial Services) von ihren Funktionen zurück.
Ethos wird Mitglied des Netzwerks «European Sustainable & Responsible Investment Forum» (Eurosif).
Die Ethos Stiftung gründet die Gesellschaft Ethos Services AG und wird ihre Alleinaktionärin. Geschäftszweck von Ethos Services AG ist es, die Verwaltungs- und Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit sozial verantwortungsbewusstem Investieren und einem aktiven Aktionariat zu übernehmen. Die Ethos Stiftung konzentriert sich von nun an auf ihr ideelles Ziel: die Förderung einer nachhaltigen Anlagetätigkeit und eines stabilen und gesunden Wirtschaftsumfelds.
Die Ethos Stiftung begrüsst ihr fünfzigstes Mitglied.
Ethos widersetzt sich der Fusion der beiden Grossbanken SBG und SBV, weil die Stiftung angesichts der Grösse der neuen Bank UBS ein systemisches Risiko für den schweizerischen Finanzplatz befürchtet. Ein Jahrzehnt später sollte die Geschichte Ethos leider recht geben.
Am Ende des ersten Geschäftsjahrs zählt Ethos 25 Mitglieder-Pensionskassen und verwaltet ein Portfolio von schweizerischen und europäischen Aktien in Höhe von CHF 270 Millionen.
Im Februar 1997 gründen die öffentliche kantonale Pensionskasse (CIA) und die private Pensionskasse für Industrie- und Bauunternehmen in Genf (CPPIC) die Ethos Stiftung in Genf. Zweck der Stiftung ist die Förderung einer nachhaltigen Anlagetätigkeit. Als Mitglieder der Stiftung können nur anerkannte schweizerische Vorsorgeinstitutionen und gemeinnützige Stiftungen aufgenommen werden.