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Pardislabrücke
Mit einer grossen Spannweite von 89m wird der Rhein ohne Eingriff in den Flussraum überquert. Dazu eignet sich eine Hängebrücke. Die geologischen und topografischen Verhältnisse erlauben den Bau einer symmetrischen Hängebrücke mit zwei Pylonen, die auf beiden Flussseiten jeweils auf der Dammkrone stehen. Die bestehenden Wege werden durch den Neubau nicht beeinträchtigt, sie verlaufen entweder nahe der Pylone unter den weit höher liegenden Tragseilen oder befinden sich ausserhalb der Seilverankerungen.
Die Brücke ist eine «klassische Hängebrücke», im Gegensatz zu ebenfalls denkbaren verwandten Systemen wie Seilfachwerken oder Schrägseilbrücken.
Sie zeichnet sich durch die Verwendung weniger einfacher Bauteile aus: starke Tragseile, schlanke Hänger, ein Trogquerschnitt, dessen Brüstungen als Versteifungsträger wirken. Die Klarheit der Konzeption führt zu einem ruhigen und dennoch attraktiven Erscheinungsbild. Klassisch ist auch die Kombination der kräftigen rahmenförmigen Pylone mit dem filigranen, transparent und leicht wirkenden Gehweg – eine formale Tradition, die seit der Brooklyn-Bridge und ihren Nachläufern ihren Reiz bis heute bewahrt hat.
Auszeichnung
1. Preis in Projektwettbewerb