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Die untenstehenden Informationen zeigen die sprachregionale Bedeutung der mehrheitlich über Gebühren finanzierten Programme der SRG SSR im Verhältnis zu den jeweiligen Schweizer Privatradios und zu den Auslandradios.
In der deutsch- und französischsprachigen Schweiz betrifft der Radiokonsum zu zwei Dritteln Programme der SRG SSR. In der italienischen Schweiz sind es sogar 74%.
In der der französischsprachigen Schweiz erreichen die SRG-SSR-Programme seit 2001 im Schnitt einen Marktanteil von 64%. In der deutschsprachigen Schweiz liegt der Durchschnitt bei 65%. In der italienischsprachigen Schweiz ist dieser Wert deutlich höher (80%), jedoch weist er seit 2009 einen leichten Abwärtstrend auf (von einem Marktanteil von 84% auf 74%). In der französischsprachigen Schweiz hat der Marktanteil der Privatradios in den letzten vier Jahren zugenommen. Die Auslandradios haben seit 2001 je nach Sprachregion zwischen 45% und 58% ihres Marktanteils verloren (hauptsächlich zwischen 2001 und 2008). In der italienischsprachigen Schweiz haben die Marktanteile der Privatradios stark zugenommen. Sie belaufen sich derzeit auf 21%, während der Anteil der Auslandradios von 14% auf 6% gesunken ist.
Weiterführende Informationen
Methodologie
Das Messverfahren ‚Radiocontrol’:
Seit 2001: Messverfahren ‚Radiocontrol’
Messsystem: Seit 2001 ermittelt die Mediapulse AG (bis zum 30.06.2006: der Forschungsdienst SRG SSR) die Nutzung des Radios anhand des elektronischen Messsystems Radiocontrol. Die gewählte Technologie erlaubt Aussagen über die live-Radionutzung (seit 2013 inkl. Internet-Streaming), die laut der neuesten Zeitbudgeterhebung (Time Use Study (TUS)) 98% des gesamten Radiokonsums ausmacht. Das Messsystem besteht im Wesentlichen aus einer Armbanduhr mit eingebautem Mikrofon, welche die ausgewählten Personen zweimal jährlich während einer Woche tragen. Das Mikrofon zeichnet einzelne Ausschnitte aus dem Geräuschumfeld des Uhrenträgers auf. Diese Signale werden mit den entsprechend aufgezeichneten Signalen der Rundfunkveranstalter verglichen, was den Rückschluss auf die gehörten Radioprogramme der Person ermöglicht. Anschliessend wird die durchschnittliche Radionutzung (Montag–Sonntag) berechnet.
Grundgesamtheit: Sämtliche in Privathaushalten lebende Personen ab 15 Jahren in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.
Stichprobe: Pro Jahr nehmen rund 26’000 Personen an der Studie teil, die Testpersonen werden nach dem „Random-Quota-Verfahren“ ausgewählt, wobei die Quotenvorgaben das Alter, das Geschlecht und das Radioempfangsgebiet sind.
Methodenwechsel 2009
Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse ab 2009 mit denjenigen der Vorjahre ist aufgrund von methodischen Anpassungen (Verbesserung der Stichprobengewichtung sowie häufigere und genauere Messungen durch präzisere Uhren) eingeschränkt
Erweiterung der Messung 2013
Per 1. Januar 2013 wurde im Mediapulse Radiopanel eine Erweiterung der Messmethodik umgesetzt und erlaubt nun die Erfassung von Radionutzungen mit bis hin zu 60 Sekunden Verzögerung gegenüber dem schnellsten Verbreitungsweg bzw. -vektor. Damit wurde die Messung insbesondere um die Nutzung von Live Webstreaming (Webradio) erweitert. Bei der Interpretation der Unterschiede zu den Vorjahren gilt es diesen Umstand zu beachten.
Methodenwechsel 2018
Im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Messinstrumentes (Mediawatch 4). Neue Stichprobe: Deutschschweiz: 8'382 Personen mit 379'044 Messtagen — Französische Schweiz: 3'012 Personen mit 141'455 Messtagen — Italienische Schweiz: 1'262 Personen mit 57'599 Messtagen. Die Daten sind somit nicht mit den Vorjahren vergleichbar.
Links
Mediapulse AG
Die Mediapulse AG (ehemals Forschungsdienst der SRG SSR idée suisse) bietet verschiedene Einzelstudien zu spezifischen Themen der Mediennutzung der Schweiz auf ihrer Internetseite an :
Grundlagen und Erhebungen