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Die Glasfaser ist ein längst erprobtes Übertragungsmedium für hohe Datenraten und wird in der Evolution der Anschlussnetze in den nächsten Jahren notwendig sein, weil die alten Kupferleitungen dem wachsenden Bedarf nach höheren Bandbreiten für Internet-Applikationen, insbesondere für das Fernsehen mit hoher Auflösung, nicht mehr genügen werden.
Als Fiber to the Home (FTTH) bezeichnet man ein Fernmeldenetz, das bis in jedes Geschäfts-, Mehr- oder Einfamilienhaus über Glasfaser (Lichtwellenleiter) geführt wird. Bisher wurden Glasfasern in den meisten Fällen nicht bis in die Häuser von Privatpersonen und kleinerer Firmen verlegt, sondern wurden vorwiegend für die Erschliessung von grösseren Firmen und Geschäftshäusern und für Verbindungen im rückwärtigen Telecom-Netz sowie zwischen der Ortszentrale und dem Verteilerkasten im Quartier (Fiber to the Cabinet) eingesetzt. Das letzte Teilstück des Netzes im äusseren Anschlussbereich (letzte Meile) und die Zuführung bis in die Wohnung bestehen heute noch aus Kupfer- oder Koaxialkabel. FTTH ist die höchste Ausbaustufe des Glasfasernetzes, d.h. es werden Glasfasern bis in die Wohnungen verlegt.
Runder Tisch der ComCom zu FTTH
In der Schweiz haben einige Unternehmen schon begonnen, in Glasfasernetze bis in die Häuser zu investieren.
Die ComCom hat im Sommer 2008 einen Runden Tisch ins Leben gerufen, um Lösungen für die Kooperation beim Netzaufbau und für die Standardisierung des Netzzugangs zu erörtern. Seither haben sich die Chefs der von FTTH betroffenen Unternehmen insgesamt viermal zu Gesprächen am Runden Tisch getroffen.
Vier Industriearbeitsgruppen
Auf Initiative des Runden Tisches wurden zudem vier Industriearbeitsgruppen ins Leben gerufen. Unter der Leitung des BAKOM erarbeiten sie Lösungen zur Erschliessung der Schweizer Haushalte mit Glasfasern.
Die erste Arbeitsgruppe ("L1") befasst sich mit der Spezifizierung der hausinternen Verkabelung, die zweite ("L2") mit der Standardisierung des Netzzuganges auf Ebene des Transportnetzes. Eine dritte Arbeitsgruppe ("L1B") setzte sich mit der Bestimmung der Übergabepunkte auseinander, d.h. jene Punkte, wo die Netze der Betreiber und der alternativen Anbieter zusammengeschaltet werden, die vierte ("AG3") mit Empfehlungen zur Ausgestaltung der Verträge zwischen Hauseigentümern und Glasfaser-Netzbetreibern.
Weitere Informationen zu den Arbeitsgruppen finden sie auf der BAKOM-Webseite: