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The terms “figure” and “ground” became fundamental to art critique and art historical scholarship over the course of the twentieth century. However, to what extent these dichotomies can describe premodern art and artifacts remains largely unquestioned. The international conference “Between Figure and Ground: Seeing in Premodernity” aims to critique and expand vocabularies used to describe, analyze, and interpret medieval and early modern pictures. The conference brings together art history, image theory (Bildwissenschaft), historiography, and methodological reflections. It offers the opportunity to productively revise anachronistic attachments to modernist paradigms. What can be seen and described between picture planes and pictorial spaces and thus between figure and ground?
Die Begriffe „Figur“ und „Grund“ sind zentrale Begriffe der Kunstwissenschaft. Sie entstammen jedoch einer Kunstgeschichte der Moderne. Inwiefern diese dichotomen Begriffe des Sehens geeignete Leitbegriffe einer Kunstgeschichte der Vormoderne sein können, ist jedoch weitgehend unhinterfragt geblieben. Die internationale Tagung „Zwischen Figur und Grund: Sehen in der Vormoderne“ setzt sich zum Ziel, diese Leitbegriffe hinsichtlich den Bildkulturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit kritisch zu reflektieren und zu erweitern. Bildtheoretische, kunsthistorische, historiographische und methodologische Ansätze stehen dabei gleichermaßen zur Debatte. Thema und Tagung bieten die Chance, das Sehen in der Vormoderne produktiv von ihren modernistischen Begriffsparadigmen zu lösen und der Frage auf den Grund zu gehen, was sich im Zwischenraum von Bildfläche und Bildraum – zwischen Figur und Grund – zeigen und beschreiben lässt.