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Die Zürcher Grünen sind neu mit 5 Sitzen im Nationalrat vertreten, also mit 3 mehr als 2015. Gut lief es auch für die Grünliberalen, die künftig 6 Parlamentarierinnen und Parlamentarier stellen (2015: 3).
SP und SVP Verlierer
Federn lassen muss hingegen die SVP, die bewusst nicht auf den Klima-Zug aufspringen wollte. Sie verliert 2 ihrer 12 Sitze, bleibt aber nach wie vor stärkste Zürcher Partei.
Ein überraschend schlechter Tag wurde es für die SP, die wohl viele Wähler an die Öko-Parteien verlor. Sie muss 2 Sitze hergeben und ist nur noch mit 7 Vertretern in Bern. Auch die CVP muss Verluste hinnehmen: Sie hat nur noch 1 Sitz statt wie bisher 2 Sitze. Die FDP kann ihre 5 Sitze verteidigen. Auch die EVP hält ihren einen Sitz.
Besonders schlecht lief es für die BDP. Sie verliert ihren einzigen Zürcher Sitz - und dies, nachdem sie bei den Wahlen vom Frühling bereits aus dem Kantonsparlament ausgeschieden ist. Damit versinkt die BDP im bevölkerungsreichsten Kanton in der Bedeutungslosigkeit. Insgesamt konnte der Kanton Zürich 35 Sitze vergeben. Die Wahlbeteiligung beim Nationalrat lag bei 44,44 Prozent.
Haab weiter in Bern
Landwirt Martin Haab (SVP) hat die Wiederwahl geschafft. Er erreichte auf der SVP-Liste den 10. Rang, was gerade zur Wahl reichte. Ebenfalls gewählt wurde Meret Schneider (Grüne) von der Organisation Sentience Politics, welche die Volksinitiative gegen Massentierhaltung lanciert hat.
Landwirt Martin Hübscher (SVP) landete auf dem zwölften Rang und damit auf dem zweiten Ersatzplatz. Konrad Langhart (SVP), der frühere Präsident der SVP-Kantonalpartei, klassierte sich auf dem 14. Rang. Agro-Unternehmer Martin Farner (FDP), der vom Zürcher Bauernverband als einer drei bäuerlichen Spitzenkandidaten unterstützte wurde (neben Haab und Hübscher) wurde auf der FDP-Liste Sechster, was der erste Ersatzplatz bedeutet. Der jungfreisinnige Andri Silberschmidt, der vor den Wahlen seinen Job bei der Zürcher Kantonalbank aufgegeben hat, holte rund 1000 Stimmen mehr als Farner.