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Die Geschichte des Finals ist schnell erzählt. Belinda Bencic dominierte am Anfang und führte nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit 5:0. Ab dem zweiten Satz diktierte hingegen die russische Aussenseiterin das Geschehen. Am spannendsten verlief noch der dritte Satz, obwohl Samsonowa auch in diesem sogleich mit einem Break in Führung ging (2:0).
Belinda Bencic kämpfte hingegen. Bei 2:4 wehrte sie einen weiteren Breakball mit einem hochriskanten Aufschlag ab. Bei 3:4 erkämpfte sie sich drei Breakmöglichkeiten. Aber die anderthalb Jahre jüngere Russin gab das Zepter nicht mehr aus der Hand. Samsonowa gelangen mehr als doppelt so viele Gewinnschläge (28) als Bencic (11).
Trotz der demoralisierenden Finalniederlage wird Belinda Bencic Berlin zufrieden verlassen. Sie erreichte zum zweiten Mal diese Saison einen Final, auch wenn sie, wie schon im Februar in Adelaide, keine gesetzte Gegnerin auf dem Weg ins Endspiel eliminieren musste. Letzte Saison hatte Bencic nie die Halbfinals erreicht und während des gesamten Jahres bloss acht Spiele gewonnen.
Für Bencic stellt sich nun die Frage, ob sie tatsächlich noch in Eastbourne antreten soll, wo sie als Nummer 6 gesetzt wäre und in der Startrunde am Petra Martic treffen würde, die sie in Berlin in den Achtelfinals klar besiegte. Für den Trip nach Eastbourne spricht, dass sie dort vor sechs Jahren ihr allererstes Turnier gewann. Ausserdem bietet sich die Chance, weitere Weltranglistenpunkte zu sammeln, worin Bencic nach den letzten Monaten Nachholbedarf hat.
In der Weltrangliste verbessert sich Bencic am Montag vom 12. auf den 11. Platz. Ludmila Samsonowa, die als erste Qualifikantin diese Saison an einem WTA-500-Turnier den Final erreichte (und gewann), stösst vom 106. auf den 63. Platz vor.