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Bodenrecht (BGBB)
Verkauf / Erwerb
Wer ein Grundstück kaufen möchte, welches grösser als 25 Aren (2500 m2) ist, braucht eine Bewilligung.
Geprüft werden folgende drei Kriterien:
- Der Erwerber muss die Parzelle selber bewirtschaften und dafür geeignet sein
- Der Preis darf nicht übersetzt sein
- Das Grundstück darf nicht zu weit weg vom Betriebszentrum des Erwerbers liegen
Keine Bewilligung braucht die Übertragung an Nachkommen, Ehegatten, Geschwister, Geschwisterkinder oder Eltern des Veräusserers.
Bei der Veräusserung eines landwirtschaftlichen Grundstückes an Dritte hat der Pächter, sofern er über ein Gewerbe verfügt und das landwirtschaftliche Grundstück seit mehr als sechs Jahren pachtet, ein Vorkaufsrecht zu den Drittbedingungen. Dieses muss er beim Veräusserer geltend machen. Wird es bestritten, ist dieses via Friedensrichter beim Bezirkgericht durchzusetzen.
Bitte konsultieren Sie auch das Merkblatt über das Vorkaufsrecht des Pächters.
Vorgehen:
Es ist ein Antrag auf "Erwerb landw. Gewerbe/Grundstück" einzureichen. Dazu werden folgende Formulare benötigt:
- Formular 1 (Antragsformular)
- Formular 2 (Erklärung des Erwerbers, sofern es sich um einen Landwirt handelt)
- Schriftliche Erklärung und Bewirtschaftungskonzept, wenn ein Nichtlandwirt erwerben möchte.
Sowie eines der folgenden Formulare:
- Falls eine Erbengemeinschaft Eigentümerin ist: Formular 7 (Rekursverzicht)
- Falls nicht eine Erbengemeinschaft Eigentümerin und ein landwirtschaftliches Gewerbe betroffen ist: Formular 4 (Rekursverzicht)
- Falls nicht eine Erbengemeinschaft Eigentümerin und kein Gewerbe betroffen ist: Formular 6 (Rekursverzicht)
Verkauf von Land eines subventionierten Betriebes
Bei einer Veräusserung von Land eines mit öffentlichen Mitteln sanierten oder erstellten Betriebes sind die dafür empfangenen Subventionen anteilmässig zurückzuerstatten. Es ist ratsam, sich vorgängig bei der Abteilung Landwirtschaft zu erkundigen, wie hoch der zurückzuerstattende Betrag ausfällt.