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„Wie bitte?“, werden Sie sich fragen. „Weihnachten mitten im Sommer?“ Ja, die nächste Weihnacht kommt bestimmt (nur noch knapp fünf Monate)! Und sie ist nicht nur ein Fest von Kitsch, Konsum und Kommerz, sondern auch ein religiöser Feiertag und ein kulturhistorisch sehr interessanter Anlass.
Die Christenheit hat allerdings nicht immer Weihnachten gefeiert. Erst als das Christentum nicht mehr verfolgt wurde, konnte man an einen Feiertag zur Geburt des Religionsstifters denken. Lange Zeit war man sich auch keineswegs einig über das Geburtsdatum Jesu. Aufgrund verschiedener Berechnungen waren etwa der 28. März, der 2. April, der 19. April, der 20. Mai, der 8. November und der 18. November als mögliche Kandidaten im Gespräch. Dass schliesslich der 25. Dezember das Rennen machte, liegt an der gewollten Konkurrenz zu heidnischen Feiertagen. Wer bringt eigentlich die Geschenke – das Christkind oder der Weihnachtsmann? Ursprünglich war das Christkind als protestantische Konkurrenz zum katholischen Weihnachtsmann gedacht. Im Laufe der Jahrhunderte sind aber beide gewissermassen konvertiert: heute ist in katholischen Gegenden eher das Christkind, in protestantischen eher der Weihnachtsmann zuständig. Viele weihnachtliche Motive lassen sich direkt mit dem Neuen Testament begründen. In anderen Punkten ist es schwieriger. Wo kommen zum Beispiel der Ochse und der Esel her? Wann wurden die drei Astrologen aus dem Morgenland zu Königen befördert? Und wieso ist einer dieser Könige schwarz?
Jetzt bei buchplanet.ch: Das Weihnachtsfest. Eine Kultur- und Sozialgeschichte der Weihnachtszeit von Ingeborg Weber-Kellermann und Die Magier, die Tiere und der Mantel Mariens. Über die Bedeutungsgeschichte weihnachtlicher Motive von Edith Neubauer. In diesem Sinne (jetzt schon, im Voraus): Oh du fröhliche!